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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2014.00118 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Schucan Urteil vom 18. August 2015 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht Recht Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1961, Mutter von drei Kindern (Jahrgänge 1986, 1989, 1996), war seit 1. Januar 2008 auf Anfrage bei der Z.___ als interkulturelle Übersetzerin während etwa ein bis zwei Stunden pro Monat tätig ( vgl. Urk. 7/3 und Urk. 7/10 Ziff. 2.1, Ziff. 2.7 und Ziff. 2.9 ) und vom 2 3. September 2010 bis 4. März 2011 in der Elektromontage be i der A.___ AG, angestellt, wobei der letzte Arbeitstag der 3. Februar 2011 war ( Urk. 7/12 Ziff. 2.1-2.3). Unter Hinweis auf seit mindestens zehn Jahren bestehende Schlafstörungen, Schwindel, Ohnmacht, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Vergesslichkeit, Weinen, Schwäche, Müdigkeit und Verlust von Fähigkeiten wie Malen und Rechnen meldete sich die Versicherte am 2 1. August 2012 bei der Invalidenversicherun g zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/4 Ziff. 6.2-3 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV Stelle, klärte die medizinisc he und erwerbliche Situation ab und veranlasste ein psychiatrisches Gutachten, welches am 3 1. Mai 2013 erstattet wurde ( Urk. 7/16). Nach durchgeführt em Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/19; Urk. 7/23, Urk. 7/28, Urk. 7/31 ) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. Januar 2014 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ( Urk. 7/35 = Urk. 2). 2. 2.1 Die Versicherte erhob am 3 0. Januar 2014 Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. Januar 2014 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr ab Februar 2013 eine ganze Rente zuzusprechen, eventuell sei sie erneut psy chiatrisch zu begutachten ( Urk. 1 S. 2 ). Die IV-Stelle beantra gte mit Beschwerdeantwort vom 4. März 2014 ( Urk. 6 ) die Abweisung der Beschwerde. 2.2 Mit Beschluss vom 2 1. März 2014 ( Urk. 8 ) und Gerichtsverfügung vom 1 8. Juni 2014 ( Urk. 19) veranlasste das Gericht ein p sychiatrisches Gutachten bei Dr. med. B.___, Fachärztin für Psychiatrie und für Psychothera pie. Mit Beschluss vom 2 1. März 2014 ( Urk. 8) wurde antragsgemäss ( Urk. 1. S. 2) die unentgelt liche Prozessführung bewilligt. Am 1. September 2014 erstattete Dr. B.___ ihr psychiatrisches Gutachten ( Urk. 20), wozu die Beschwerdeführerin am 2 4. September 2014 in ihrer Replik ( Urk. 24 ) und die Beschwerdegegnerin mit Verweis auf die Ausführungen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD, Urk. 27 ) in ihrer Duplik am 2 8. Oktober 2014 ( Urk. 26 ) Stellung nahmen. Mit Eingabe vom 8. November 2014 ( Urk. 30) beantwortete Dr. B.___ die von der Beschwerdegegnerin gestellten Ergänzungsfragen. Hierzu reichte die Beschwerdegegnerin am 1 1. Dezember 2014 ihre Stellungnahme ein ( Urk. 33 und Urk. 34) zu welcher sich di e Beschwerdeführerin am 8. Januar 2015 äusserte ( Urk. 37), was der Beschwerde gegnerin am 1 3. Januar 2015 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 38). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Ge sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ein schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Auf bietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv be stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beein trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hin weisen). 1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men ), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Ein kommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Ein kommensvergleichs ; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 1.4 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung ( Urk. 2) damit, auf das psy chiatrische Gutachten vom 3 1. Mai 2013 könne abgestellt werden, da dieses sämtliche objektivierbaren Befunde und deren funktionelle n Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar und schlüssig schildere. Eine Anpassungs störung begründe an sich aus versicherungsmedizinischer Sicht keine Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 2). 2.2 Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde ( Urk. 1) geltend, auf das psychiatrische Gutachten vom 3 1. Mai 2013 könne nicht abgestellt wer den. So liege laut der behandelnden Psychiaterin keine Anpassungsstörung vor, und sie sei langdauernd und erheblich in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (S. 8 Ziff. 3). Sie leide an einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), weshalb eine vollständige Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar sei. Sie habe im Rahmen der Arbeitsintegration nicht in den Arbeitsprozess integriert werden können (S. 8 Ziff. 4). 3. 3. 1 Dr. med. C.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera pie, stellte in ihrem Bericht vom 4. Dezember 2012 ( Urk. 7/11/1-6) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1): - chronifizierte Panikstörung (ICD-10 F41.0) - rezidivierende depressive Episoden schwankender Ausprägung (ICD-10 F33.1/2) - Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) - rezidivierende Schwindelattacken, Tachykardien und Kopfschmerzen, chronische Schlafstörungen - w i e derholt Notfallkonsultationen notwendig - Diagnosen 1-3 im Rahmen einer seit der Kindheit bestehenden komplexen posttraumatischen Belastungsstörung beziehungsweise Dis order extreme stress not otherwise classified (DESNOS), nach ICD-10 am ehesten eine dissoziative Störung (ICD-10 F44.8) - bei Status nach körperlichen, seelischen und sexuellen Gewalt erfahrungen in der Kindheit und im Erwachsenenalter bis in die Gegenwart (Stalking/Todesdrohungen) - Status nach Kriegserfahrungen 1985, Status nach Erdbeben 1988 - chronische psychosoziale Belastungen durch die Kinder Dr. C.___ führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 3. Juni 2003 bei ihr in Behandlung und die letzte Kontrolle sei am 2 9. November 2012 erfolgt ( Ziff. 1.2). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als gelernte Restauratorin und Übersetzerin für Russisch/Armenisch ins Deutsche bestehe seit mindestens 2003 eine Arbeitsunfähigkeit zwischen 50 und 100 % ( Ziff. 1.6). Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Die Beschwerdeführerin sei massiv einge schränkt. Ihre Belastbarkeit sei sehr schwankend, ebenso die Konzentrations fähigkeit. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei im geschützten Rahmen etwa zwei Stunden pro Tag möglich. Aufgrund der wechselnden Belastbarkeit und den diversen somatoformen Beschwerden träten immer wieder Ausfälle auf. Die Übersetzertätigkeit sei aus psychiatrischer Sicht ungünstig, da sie die eige nen traumatis chen Erfahrungen triggere und die Beschwerdeführerin in der Gewaltspirale gefangen h a lte ( Ziff. 1.7). Dr. C.___ führte aus, e s sei zu schwersten kö r perlichen Gewalt erfahrungen in der Gegenwart (Vergewaltigung, körperliche Misshandlung mit Zusammenschlagen und regelmässigen Todesdrohungen) durch den ehemaligen Freund während der letzten drei Jahren gekommen. Zudem sei die Beschwer deführerin durch eine geistig verwirrte Kollegin im März 2012 mit einem Messer bedroht worden. Es bestünden chronische Ein- und Durchschlafstörungen, eine schnelle Ermüd bar keit, eine Zunahme der Flashbacks seit den Gewalterfahrungen in der letzten Beziehung und seit der Bedro h ung durch die Kollegin, Intrusionen, Gleich zeitigkeit von Affektverflachung und deutlicher Übererregbarkeit, eine ver mehrte Schreckhaftigkeit, Entfremdungsgefühle, Konzentrationsschwierig keiten, starke vegetative Symptome wie Arrythmien, chronische Kopfschmerzen, Enge- und Ohnmachtsgefühle, Schwindel und ein intermittierendes Schwäche gefühl. Die Abgrenzungsfähigkeit sei massiv eingeschränkt Situationen darauf hin zu beurteilen, ob sie schädigend seien. Das Identitätsgefühl sei nachhaltig schwer be einträchtigt und die Reviktimi sierung s tendenz sei beträchtlich (Ziff.1.4). Die psychosozialen Probleme und die Retraumatisierungen durch weiterhin schwere Gewalterfahrungen erlaubten aktuell lediglich eine lockere sozialpsy chiatrische Begleitung mit dem Ziel, zu beruhigen und einen Ausstieg aus der Gewaltspirale zu verfolgen. Zu einer stationären Therapie habe sich die Beschwerdeführerin nicht entschliessen können und eine medikamentöse Thera pie lehne sie aus Sorge vor einem Kontrollverlust ab ( Ziff. 1.5). 3. 2 Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete am 3 1. Mai 2013 das von der Beschwerdegegnerin veranlasste psy chi atrische Gutachten ( Urk. 7/16 ). Er konnte keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellen (S. 12 Ziff. 5.1). Al s Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine Anpassungsstörung mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen (ICD-10 F43.23; Angst, Depression, Sorgen, Anspannung und Ärger) und Probleme dur ch negative Kindheitserlebnisse sowie Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung und der Nicht-Ein nahme von Medikamenten (S. 12 Ziff. 5.2). Wenngleich ein erhebliches subjektives Leiden erkannt werde, lasse sich aus psychiatrisch-versicherungsmedizinischer Sicht durch eine Anpassungsstörung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen, und es sei aus psychiatri scher Sicht von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 16 Ziff. 6.2-3). Dr. D.___ führte zu den von Dr. C.___ gestellten Diagnosen aus, bei der Beschwerdeführerin würden die subjektiv erlebten Leiden und die objektiven Befunde weit auseinanderklaffen. Auch die von der Explorandin gegebenen Informationen seien oft unklar und widersprüchlich. So beschreibe sie sich einerseits als seit der Kindheit mehrfach und schwerst traumatisiert, andererseits zeige ihre Lebensbewährung eine ausgesprochen gute Anpassungs leistung an private, berufliche und soziale Anforderungen wie Schule, Studium, Berufsbildung und Migration (S. 12 f. Ziff. 6.1). Als Hauptbeschwerden umschreibe die Explorandin depressive Gedanken, eine ab 14 Uhr einsetzende, fast schon kataton anmutende enorme Antriebslosigkeit und als bedrohlich erlebte vegetative Symptome einer nahenden Ohnmacht, unter anderem anfallsartig auftretende Herzaussetzer, Händezittern, Übelkeit und Schwindel, bis hin zur Besinnungslosigkeit (S. 13 Mitte). In den Akten fänden sich kein Hinw eis auf neurologische Störungen und auch keine objektivierbaren psychopathologischen Befunde. Auch der Bericht der Psychiaterin vom 1 1. Dezember 2012 beruhe offensichtlich ausschliesslich auf den Angaben de r Explorandin (S. 13 unten f.). Dr. D.___ führte aus, in der gutachterlichen Untersuchung fänden sich keine Beeinträchtigungen der kognitiven Grundfunktionen. Es lasse sich anhand der Psychopathologie ein depr essives Zustandsbild leichten Ausmasses ausma chen, das vorwiegend auf einer klagend, bedrückten Stimmung aufbaue und der Form nach ängstliche und negativistische Symptome aufweise. Die von der Explorandin beklagten vegetativen Symptome seien nicht beobachtbar, ebenso wenig wie die von ihr in den Vordergrund gerückte Antriebslosigkeit, die sie erst ab 14 Uhr aufs Sofa oder ins Bett fessle. Im Gegenteil werde die Exploran din beim zweiten Termin um 15.30 Uhr als ebenso agil und maximal l eicht antriebsgemindert erlebt wie am Vormittag des Vortages. Eine zirkadiane Schwankung könne damit nicht festgestellt werden (S. 14 oben). Die Explorandin weise zusammenfassend Anzeichen einer depressiven Stimmung auf. Sie beschreibe sich als bei der Bewältigung der alltäglichen Routine eingeschränkt und gebe an, das Gefühl zu haben, kurz vor dramati schen Ereignissen zu stehen, wozu es jedoch nicht komme. Weder die depressi ven Symptome noch die ängstlichen seien so schwer oder markant genug, um eine spezifische Diagnose einer Depression oder Angststörung zu stellen. Aller dings seien die Kriterien einer Anpassungsstörung erfüllt (S. 14 Mitte). Ebenfalls stimmig zur Diagnose einer Anpassungsstörung sei schliesslich noch das von der Explorandin geschilderte regressive Verhalten, das ihr helfe, einige der Symptome zu überwinden, nämlich sich ins Bett zurückzuziehen und war men Tee zu trinken (S. 14 unten). Eine Anpassungsstörung bedeute, dass die psychopathologischen Symptome nach subjektiv empfundenem Leiden aufträten. Es sei überwiegend nicht möglich, die angeblich vielen und dramatischen Ereig nisse, die die Explorandin angebe, zu objektivieren. Wenn dies möglich sei, zum Beispiel die augenscheinliche Opferwerdung häuslicher Gewalt (vgl. Bericht Spital E.___ vom 1 3. Oktober 2010), reiche das Ausmass des Vorfalls nicht aus, um als traumatisierendes Ereignis im Sinne des ICD-10 beurteilt wer den zu können und damit die Diagnose einer PTBS auszulösen. Ferner sei z u bedenken, dass die Latenzzeit, bis sich eine PTBS nach einem tatsächlich trau matisierenden Ereignis einstelle, selten mehr als sechs Monate betrage, und ein derart gutes Funktionsniveau, wie es die Beschwerdeführerin aufgezeigt habe und aufzeige, kaum ermöglichen könnte (S. 15 Mitte). Dr. D.___ führte aus, es gebe keine Hinweise auf eine organische Störung (gemäss ICD-10), auf eine Störung du rch psychotrope Substanzen (F1) und auf eine wahnhafte Störung oder eine Schizophrenie (F2). Auch für die eigenstän dige Diagnose einer affektiven Störung (F3) lägen nicht genügend Hinweise vor. Die depressiven Symptome liessen sich der oben genannten Anpassungsstörung zuordnen (S. 15 Mitte). 3.3 Dr. C.___ führte in Beantwortung des ihr von Seiten der Beschwer de führerin vorgelegten Fragekataloges vom 1 5. August 2013 ( Urk. 7/26 = Urk. 3/4) ihrem Bericht vom 3 0. August 2013 ( Urk. 7/27 = Urk. 3/5) aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 3. Juni 2003 in ihrer Behandlung. Im Durchschnitt hätten etwa 16 Sitzungen pro Jahr stattgefunden. In den ersten beiden Jahren des Behandlungszeitraumes sei versucht worden, ein Therapie setting zu installieren, das mehr Stabilität hätte ermöglichen sollen. Die Patien tenkontakte hätten jedoch in all den Jahren den Charakter von psychiatrischen Notfallübungen gehabt, die eine eigentliche psychotherapeutische Arbeit aus schl össen (S. 1 Ziff. 1). Dr. C.___ führte aus, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei der Beschwerdeführerin seien aus ihrer psychiatrischen Sicht mit einer komple xen PTBS zu vereinbaren (S. 1 ff. Ziff. 2). Aus psychiatrischer Sicht sei der Schaden, den die Tätigkeit als Übersetzerin anrichte grösser als der Nutzen, da Beruhigung und Lernen von Selbstberuhi gung oberstes Ziel sei und depressives Erleben sowie Ängste laufen d aktiviert würden (S. 5 Ziff. 3). Zumutbar seien Tätigkeiten, die wenig Konstanz auf Dauer erforderten, Rückzugsmöglichkeiten böten und wenig oder in einem klar defi nierten Rahmen zwischenmenschliche n Kontexte s stattfänden (S. 5 Ziff. 4). Die Beschwerdeführerin nehme aufgrund einer phobischen Angst vor Kontrollver lust und aus der Angst, nicht mehr auf ihre intellektuellen Fähigkeiten zurück greifen zu können, die vorgeschlagene Medikamentation nicht ein. Sie habe im Rahmen der Panikstörung ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten entwickelt (S. 5 Ziff. 5). Weiter führte Dr. C.___ zum Gutachten von Dr. D.___ aus, die Diagnose sei seiner Begründung nach im Ausschlussverfahren erfolgt. Das Objektivieren der vielen angeblichen Ereignisse sei natürlich häufig nicht ein deutig möglich. Es sei richtig, dass die Beschwerdeführerin ein gutes Funktions niveau habe, insbesondere was ihre Fähigkeit angehe, sich differenziert auszu drücken, und auch ihm Rahmen ihres Bildungsniveaus. Das Wesen einer Traumafolgestörung sei, dass mindestens zwei Funktionsniveaus bestünden und diese nicht gleichzeitig aktiv seien, so dass sie in einer Explorationssituation sich sicher abbilden liessen. Auch sei eine Traumafolgestörung nicht abhängig von der Intelligenz eines Menschen. Die Explorationssituation bilde eine Momentaufnahme ab, die nicht dem zehnjährigen Behandlungszeitraum ent sprächen. Gute Anpassungsleistungen an private, berufliche und soziale Anfor derungen hätten während den zehn Jahren Behandlungsdauer nicht festgehal ten werden können (S. 5 Ziff. 7). Die Schule, das Studium und die Ausbildung in der F.___ hätten na türlich in jungen Jahren, wo die Beschwerdeführerin über mehr Ressourcen verfügt und in relativ stabilen grossel terlichen Beziehungsstrukturen gelebt habe, stattgefunden. Dr. C.___ führte aus, sie teile die Diagnose einer Anpassungsstörung nicht. Zudem folge die Diagnose dem Konzept, dass eine psychisch gesunde Person Belastungen ausgesetzt sei und diese längstens nach zwei Jahren über wunden werden könnten. Die überdauernden Verhaltensmuster hätten bei der Beschwerdeführerin eher den Charakter einer Persönlichkeitsveränderung nach andauernder Extrembe lastung (ICD-10 F62.0). Von einer psychisch gesunden Persönlichkeitsstruktur vor zwei Jahren oder in Zukunft könne nicht ausgegangen werden, da struktu rell dysfunktionale Muster vorhanden seien. Dissoziationen seien nicht einfach explorierbar und würden häufig verneint. Die affektive Seite sei seit Jahren beeinträchtig. Wie der Kollege eine Arbeitsfähigkeit von 100 % per sofort begründe, sei nicht ersichtlich (S. 6 Ziff. 7). Auf das Gutachten von Dr. D.___ könne nicht abgestellt werden und eine erneute Begutachtung sei zu befürworten (S. 6 Ziff. 8). 3. 4 Dr. B.___ erstattete am 1. September 2014 das psychiatrische Gerichts gut achten ( Urk. 20). Sie stellte folgende psychiatrischen Diagnosen (S. 25 Ziff. 5): - generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1) - rezidivierende depressive Episoden, aktuell am ehesten mittelschwere depressive Episode (IDC-10 F33.1) - schwere Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) und - dissoziative Störung (ICD-10 F44.8) auf dem Boden dive rser Traumati sierungserlebnisse sowohl im Jugendlichen- als auch im Erwachsenen alter bis zum aktuellen Zeitpunkt reichend; drohendes Ertrinken im Alter von 16 Jahren, Nähe zum Reaktorunglück in G.___ 1986, Erdb e ben im Heimatland 1988, Krie gserfahrungen spätestens ab 1989, mehr fache körperliche, seelische und sexuelle Gewalterfahrungen bis in die Gegenwart (Vergewaltigung, Stalking, Todesdrohungen) Dr. B.___ führte aus, bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Versi cherten sei es zunächst wichtig festzuhalten, dass ein Grossteil der unterschied lichen Störungsbilder der Versicherten naturgemäss erheblichen Schwankungen unterliege. So könne es zum Beispiel bezogen auf die dissoziative Störung zu Schwankungen innerhalb weniger Augenblicke k ommen. Die Symptomatik der generalisierten Angststörung sei zwar praktisch immer vorhanden, aber auch hier kämen unterschiedliche Ausprägungen zum Tragen (S. 29 f. Ziff. 7). Die Ängste und die damit verbundenen Symptome, die zu einer Einschränkung der Belastbarkeit und damit der Arbeitsfähigkeit führten, seien häufig situativ. Auch die depressive Störung sei ein Störungsbild mit phasenhaften Schwankungen, manchmal über Wochen und Monate. Die Symptome der Somatisierung insbe sondere im kardialen Bereich seien sehr unscharf zu trennen von den Sympto men der generalisierten Angststörung und schienen ebenfalls je nach Konflikt lage gewissen Schwankungen zu unterliegen. Die Beschwerdeführerin sei überwiegend aufgrund der Angstsymptomatik, aber auch der affektiven Labilität, in der Fähigkeit, sich an Regeln und Routinen anzupassen, eingeschränkt. Aufgrund ihrer Symptomatik halte sie sich immer wieder nicht an getroffene Absprachen, sowohl im privaten als auch im berufli chen Bereich. Sie sage kurzfristig ab, die Kinder zu hüten, und verlasse aus Ärger und Wut Übersetzungssituationen oder nehme Termine nicht an (S. 30 oben). Durch dieses unzuverlässige Verhalten schränkten sich die Möglichkeiten auf dem freien Arbeitsmarkt ein, und die Beschwerdeführerin erhalte deshalb auch bereits weniger Aufträge. In der Fähigkeit zu Planung und Strukturierung von Aufgaben scheine die Beschwerdeführerin wenig oder gar nicht eingeschränkt. Ausser in Phasen akuter Symptomatik gelinge es ihr doch, eine Tagesstruktur einigermassen aufrecht zu erhalten und auch den Haushalt für sich und die Familie zu erledigen. Sie sei aber tendenziell eher schnell ermüdbar und brauche Rückzugsmöglichkeiten, wodurch die allgemeine Belastbarkeit eingeschränkt sei. Die Versicherte sei in ihrer Flexibilität und Umstellungsfähigkeit extrem schwankend und teilweise massiv eingeschränkt. Je nach Angstsymptomatik reagiere sie mit komplettem Rückzug, dem si e sich nicht widersetzen könne. Bestimmte Situationen und Umgebungen seien für sie angstauslösend und wür den extrem gemieden, wodurch sich alleine schon der Aktionsradius und die Möglichkeit, sich neue n Aufgaben zu stellen, erheblich einschränkten. Die Ver sicherte sei in ihrer Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen, deutlich eingeschränkt. Bezüglich ihrer ursprünglichen Tätigkeit als Restauratorin und Malerin habe sie aktuell keinen Zugriff auf diese Fähigkeiten. Die schwerpunk t mässig in letzter Zeit am häufigsten ausgeübte Tätigkeit als Übersetzerin erfor dere einen unangemessen hohen Kraftaufwand (S. 30 Mitte). Sie müsse sich oft kräftemässig viele Tage auf eine Übersetzung vorbereiten und sei danach tagelang erschöpft. Auch führten die Übersetzungen zu einer Zunahme von Ängsten, Dissoziationen und Rückzug, was wiederum die Umsetzung der Übersetzungstätigkeit erheblich einschränke. Eine frühere Tätig keit bei mikroelektronischen Feinkontrollen scheine durch die hohe Konzentra tion auf ein sehr eingeschränktes Arbeitsgebiet gut gewesen zu sein, sei aber eingeschränkt durch die Notwendigkeit, das Haus verlassen zu müssen und durch die Unmöglichkeit, Sozialkontakten völlig ausweichen zu können. Durch die Schwierigkeit in der Nähe- und Distanzregulation und die Schwierigkeit, das Mass zu halte n und sich in adäquater Wei se zu belasten, sei die Versicherte in ihrer Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, sowohl im Bereich der zwischen menschlichen Beziehungen als auch allfälliger Arbeitsbeziehungen deutlich ein geschränkt. Deutlich eingeschränkt sei sie auch in ihrer Durchhaltefähigkeit durch eine erhöhte Erschöpfbarkeit, aber auch durch die Tendenz, sich situativ zu überfordern, was dann zu einem völligen Zusammenbruch führte. Die Selbst behauptungsfähigkeit der Versicherten sei durch die massiven affektiven Schwankungen ebenfalls erheblichen Schwankung en ausgesetzt (S. 30 f. unten). Die bereits erwähnte Schwierigkeit in der Nähe- und Distanzregulation führe einerseits immer wieder dazu, dass es gegenüber der Beschwerdeführerin zu massiven Grenzüberschreitungen mit seelischer und körperlicher Gewalt komme, andererseits führten die Ängste und Unsicherheiten in sozialen Beziehungen dazu, dass sie Kontakte abbreche und sich komplett zurückziehe (S. 31 oben). Insofern sei auch die Gruppenfähigkeit und allgemein die Fähigkeit zu sozialen Interaktionen deutliche eingeschränkt. Auch die familiären Beziehungen seien durch die Überängstlichkeit der Versicherten und durch die Unzuverlässigkeit erheblich belastet. Die Verkehrsfähigkeit erscheine dadurch eingeschränkt, dass die Versicherte beim Verlassen des persönlichen und bekannten Umfeldes mas sive Ängste mit entsprechender körperlicher Symptomatik entwickle und auch beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln die grosse Nähe zu anderen Menschen, mit der Unmöglichkeit die Situation jederzeit verlassen zu können, kaum aushalte (S. 31). Dr. B.___ führte aus, aus den geschilderten zahlreichen und teils stark ausgeprägten Einschränkungen müsse geschlussfolgert werden, dass die Beschwer deführerin zumindest auf dem freien Arbeitsmarkt nicht in der Lage sei, einer geregelten Tätigkeit nachzugehen. Ihre Tätigkeit als Übersetzerin, die möglicherweise in früheren Jahren noch eine Ressource dargestellt habe, scheine, wie dies die behandelnde Psychiaterin ausgeführt habe, aktuell deutlich schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Versicherten zu haben, und diese Tätigkeit sollte im Grunde genommen nicht mehr ausgeübt werden (S. 31 Mitte). Feinmotorische Kontrolltätigkeiten, die die Beschwerdeführerin in früheren Jahren im Informatikbereich ausgeübt habe, wären als solche ideal. Aufgrund der verminderten Mobilität, den grossen Schwierigkeiten in zwi schenmenschlichen Beziehungen, der raschen Erschöpfbarkeit und der massiven Somatisierung in belastenden Situationen, sei aber auch eine solche Tätigkeit ausserhalb eines geschützten Rahmens aktuell nicht denkbar und wahrschein lich nur maximal im Umfang von zwei Stunden pro Tag möglich (S. 31 Mitte). Zusammenfassend sei die Versicherte aus gutachterlicher Sicht aktuell und wahr scheinlich auch auf längere Sicht für sämtliche ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeiten wie Restauratorin, Übersetzerin und Arbeiterin im feinmechanischen Bereich zu 100 % arbeitsunfähig, und es könne auch kein Leistungsbild defi niert werden, in dem mit einer höheren Arbeitsfähigkeit zu rechnen wäre. Aus gutachterlicher Sicht sei nicht davon auszugehen, dass es in den nächsten zwei Jahren zu einer relevanten Verbesserung der Symptomatik und damit zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit kommen werde (S. 31 unten). Dr. B.___ führte aus, medizinisch-theoretisch wäre bei der Versicherten aufgrund der Komplexität und der Schwere der Erkrankung eine stationäre Behandlung in Kombination mit einer medikamentösen Behandlung klar indiziert. Die Weigerung der Versicherten, Medikamente einzunehmen und auch die Ablehnung einer stationären Behandlung aufgrund der Angstsymptomatik, sei krankheitsimmanent und bei dieser Form einer psychisch bedingten Störung nicht ungewöhnlich. So unbefriedigend es rein psychiatrisch-psychotherapeu tisch auch sei, seien die Behandlungsmöglichkeiten solch komplexer, chronifi zierter Störungsbilder häufig limitiert und erschöpften sich in sozialpsychiatri schen Notfallübungen, wie sie auch in den letzten Jahren bei der Versicherten stattgefunden hätten (S. 32 Ziff. 8). Zum Gutachten von Dr. D.___ führte Dr. B.___ aus, dessen Schlussfol gerungen seien wenig nachvollziehbar und transparent. Es sei schwer nachvollziehbar, dass bei der Versicherten, die aktuell keiner oder nur spora disch einer beruflichen Tätigkeit nachgehe, deren Beziehungsmuster sich durch destruktive und grenzüberschreitende Beziehungen auszeichne, die sozial isoliert sei und unter zahlreichen Beschwerden leide, von einer ausgesprochen guten Anpassungsleistung gesprochen werden könne (S. 33 Ziff. 7). Auch habe Dr. D.___ die von der Versicherten angegeben und auch in mehrfachen Berichten beschriebenen Traumatisierungen schlichtweg negiert, beziehungs weise offensichtlich die Glaubwürdigkeit sowohl der Versicherten als auch der Berichterstatter angezweifelt, ohne dies zu begründen (S. 34 Ziff. 9). Auch sei die Diagnose einer Anpassungsstörung nach den Diagnosekriterien von ICD-10 falsch. So habe Dr. D.___ keine auslösende Situation angegeben und die Diagnose sollte nur bei Störungen gestellt werden, die nicht länger als sechs Monate andauerten (S. 34 Ziff. 10). Auch der Rückschluss, dass eine dissoziative Störung im Sinne von ICD-10 F44 nicht diagnostiziert werden könne, da kein traumatisierendes Ereignis mit diesem in Verbindung gebracht werden könne, sei psychodiagnostisch ebenso wenig schlüssig, wie die Tatsache, dass keine somatoforme Störung erkannt und habe festgestellt werden können, da zwar körperliche Syndrome vorgetragen würden, dies aber nicht vorrangig als Prob leme dargeboten würden (S. 34 Ziff. 11). Auch der Diagnostik der behandelnden Psychiaterin könne nicht vollends gefolgt werden (S. 34 f. Ziff. 9.2). Die von Dr. H.___ geäusserten Kritikpunkte am Gutachten von Dr. D.___ seien jedoch überwiegend nachvollziehbar. Hingegen erscheine die Diagnose einer Persönlichkeitsveränderung nach andauernder Extrembelastung im Sinne von ICD-10 F62.0 allerdings wenig begründet und in dieser Form nicht nachvoll ziehbar. Dr. H.___ habe die Diagnose in einem späteren Telefonat dann auch quasi revidiert (S. 35 Ziff. 9.3). 3. 5 Dr. med. I.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, führte in seiner Stellungnahme vom 2 3. Oktober 2014 ( Urk. 27 /3-4 ) aus, anläss lich der Begutachtung von Dr. B.___ könne retrospektiv festgestellt wer den, dass die Einschätzung von Dr. D.___ heute zu kurz greife. Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin und de s klinischen Eindruck s, den sie in der gutachterlichen Untersuchung vermittelt habe, seien dessen Schlussfolge rungen aber nachvollziehbar. Auch stünden die somatischen Beschwerden deutlich im Vordergrund, so dass die Diagnose einer Somatisierungsstörung gestellt werden könne. Auch die Diagnose einer generalisierten Angststörung könne ebenfalls n achvollzogen werden. Während der gutachterlichen Untersuchung hätten dissoziative Symp tome nicht beobachtet werden können. Ob tatsächlich dissoziative Symptome vorlägen, sei anhand der Beschwerdeschilderung möglich, aber nicht sicher zu belegen. Fragen hinsichtlich psychosozialer Faktoren und deren Einfluss auf die Krankheitsproblematik seien von Dr. B.___ nicht diskutiert worden. Momentan lebten sieben Personen unter einem Dach und die finanzielle Situation sei vor allem von den Sozialbehörden abhängig. Auch sei nicht klar, wie konkret die Beschwerdeführerin durch weitere gewaltsame Übergriffe gefährdet sei. Sowohl die Angststörung als auch die depressive Symptomatik seien grundsätz lich behandelbar. Dies werde auch von Dr. B.___ bestätig t. Sie empfehle eine stationäre Behandlung. Eine konsequente psychotherapeutische Behand lung und auch der Einsatz angstspezifischer Antidepressiva sei bislang nicht versucht worden. Dr. I.___ führte aus, das Gutachten von Dr. B.___ vermöge nun die diagnostischen Schlussfolgerungen von Dr. D.___ umzustossen. Es blieben aber wichtige Fragen zu krankheitsfördernden psy chosozialen Aspekten wie auch zu r Leidensbehandlung offen. 3. 6 In Beantwortung der von der Besc hwerdegegnerin gestellten Zusatz fragen (vgl. Urk. 26 S. 2) führte Dr. B.___ in ihrem Bericht vom 8. November 2014 ( Urk. 30) aus, es handle sich bei der Weigerung der Versicherten, Medikamente einzunehmen, sowie bei der Ablehnung einer stationären Behandlung um eine krankheitsimmanente Problematik und nicht einfach um eine willentliche Weigerung der Versicherten, medizinische Hilfe anzunehmen (S. 1 f. Ziff. 1). Sowohl die medikamentöse als auch eine stationäre Behandlung gegen den krankheitsbedingt geäusserten Willen eines psychisch erkrankten Menschen sei en aus psychiatrischer Sicht wenig erfolgsversprechend und könnte n im Fall der Versicherten, die sich in einem psychisch sehr labilen Zustand befinde, durch die zusätzliche Belastung eher noch zu einer weiteren Dekompensation führen. Aufgrund einer Nutzen-Risiko-Einschätzung erscheine daher weder eine medikamentöse noch eine stationäre Behandlung gegen den Willen und Über zeugung der Versicherten als ärztlich indiziert (S. 2 Ziff. 1). Zur Frage des Vorliegens von psychosozialen Belastungsfaktoren führte Dr. B.___ aus, die zum Zeitpunkt der Begutachtung im August/September 2014 bestehende Wohnsituation habe für die Versicherte, wie im Gutachten ausgeführt, einerseits sicher eine gewisse Belastung dargestellt, teilweise scheine sie auch eine Ressource zu aktivieren, indem sich die Beschwerdeführerin quasi als Familienoberhaupt um die Familie habe kümmern können. Die Beschwer deführerin empfinde die Abhängigkeit vom Sozialamt als quälend und kränkend. Dr. B.___ führte aus, gesamthaft könne gesagt werden, dass die psychosozialen Aspekte durchaus krankheitsfördernd beziehungsweise krankheitsunterhaltend seien, sie aber nicht der Grund für die Arbeitsunfähig keit, sondern, wenn überhaupt, dann eine Teilursache der psychiatrischen Problematik als solche seien. Die generalisierte Angststörung und die dissozia tive Störung mit ihrer Symptomatik schränkten die Beschwerdeführerin unab hängig von einer konkreten Angst vor erneuten Übergriffen ein (S. 3 Ziff. 2). Zur Frage des Verlauf es der Arbeitsfähigkeit führte Dr. B.___ aus, auf grund der dürftigen Aktenlage bezüglich konkreter Krankschreibungen, den psychisch bedingt eher ungenauen und unscharfen Angaben der Versicherten, in Verbindung mit der ohnehin recht wechselnden Tätigkeit als freiberufliche Übersetzerin, seien konkrete Angaben zum zeitlichen Verlauf der Erkrankung und damit dem Verlauf der Arbeitsfähigkeit sehr schwierig. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Informationen sei aber davon auszugehen, dass die Versi cherte seit etwa 2002 und 2003, also ungefähr im Zeitrahmen, seitdem sie ambulant psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen habe, zunehmend an diversen körperlichen und psychischen Symptomen leide. Diese hätten sie ein geschränkt und so wohl die körperliche als auch geistige Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit herabgesetzt. Konkrete Hinweise bezogen auf die Somati sierungsstörung und resultierende Einschränkungen fänden sich im Rahmen des Stellenwechsels 200 9. Damals scheine zunehmend die Arbeit als Ressource der Versicherten in den Hintergrund getreten zu sein und sich die körperliche und psychische Problematik verstärkt zu haben. Spätestens ab dem Ereignis vom April 2012, als es zu einer weiteren Bedrohungssituation und einem Übergriff durch eine Freundin der Versicherten gekommen sei, schienen die psychischen Kompensationsmechanismen der Versicherten dann vollständig eingebrochen zu sein, und allerspätestens ab diesem Zeitpunkt sei von der heute bestehenden Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Konkret lasse sich die Arbeitsfähigkeit der letzten Jahre aus psychiatrisch-gutachterlicher Sicht retrospektiv nicht bestimmen (S. 3 f. Ziff. 3). 3. 7 In seiner Stellungnahme vom 5. Dezember 2014 ( Urk. 34) führte Dr. I.___, RAD, aus, die Gutachterin stelle den medizinischen Sachverhalt insgesamt sehr ausfüh rlich und nachvollziehbar dar. Auch die Fragen, einschliesslich zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit, seien von ihr klar beantwortet worden (S. 1). Auf das Gutachten könne daher aus rein medizinischer Sicht abgestellt werden (S. 2). 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer leistungsanspruchsverneinenden Verfügung auf das psychiatrische Gutachten von Dr. D.___ vom Mai 2 013 (vorstehend E. 3.2 ) welcher eine Anpassungsstörung ( ICD-10 F43.23 ) diagnosti zierte und von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausging. In Anbetracht der schon seit dem Jahre 2003 dokumentierten psychiatrischen Problematik der Beschwerdeführerin (vgl. vorstehend E. 3.1 und 3.3) vermag die Diagnose einer Anpassungsstörung, welche rechtsprechungsgemäss als vorüber gehendes und damit auch nicht invalidisierendes psychisches Leiden (Urteil des Bundesgerichts 8C_322/2010 vom 9. August 2010 E. 5.2 mit Hinweisen) gilt, nicht zu überzeugen. Auch führte Dr. D.___ aus, die von der Explorandin beklagten vegetativen Symptome seien nicht beobachtbar gew esen. In den Akten sind jedoch verschiedene Ber ichte zu finden, in welchen die Beschwer deführerin Ärzte aufgrund der von ihr erlebten Symptome aufsuchte ( vgl. Urk. 7/8/8-11 ). Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesen Gegebenheiten nahm Dr. D.___ nicht vor. Auch suggerierte Dr. D.___, indem er ausführte, es sei nicht möglich, die angeblich vielen und dramatischen Ereig nisse, die die Explorandin angebe, zu objektivieren, dass sich alles hauptsäch lich auf subjektiver Ebene der Beschwerdeführerin abspiele. In d em den Akten beiliegenden Bericht der J.___ vom 6. November 2013 ( Urk. 7/30 = Urk. 3/6), welcher Dr. D.___ bei Erstellung seines Gutachtens nicht vorge legen hat, sind jedoch zahlreiche massive gewalttätige Übergriffe seit August 2001 dokumentiert. Aus den genannten Gründen vermag das Gutachten von Dr. D.___ den Anforderungen an eine beweiskräft ige Expertise (vorstehend E. 1.5 ) nicht zu genügen, was so auch von Seiten des RAD-Arztes Dr. I.___ in seiner Stellungnahme vom Oktober 2014 bestätigt wurde (vorstehend E. 3.5 ). Da die Bericht e der behandelnde Psychiaterin Dr. C.___ (vorstehend E. 3.1 und E. 3.3 ) zwar auf eine massive psychische Problematik hinwiesen, sich jedoch vor allem hinsichtlich der Diagnostik nicht vollends schlüssig zeigte, und damit keine abschliessende Einschätzung des Gesundheitszustandes und der Ar beitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu liessen, musste zur Klärung ein Gerichts gutachten bei Dr. B.___ eingeholt werden (vgl. vorstehend E. 3.4 ). 4.2 Das gerichtlich eingeholte psychiatrische Gutachten von Dr. B.___ vom September 2014 (vorstehend E. 3. 4 ), ergänzt durch die Ausführungen vom November 2014 (vorstehend E. 3.6 ), erfüllt indes die Anforderungen an eine beweiskräft ige Expertise (vorstehend E. 1.5 ), indem es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersu chungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mi t diesen sowie dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinandersetzt. Schliesslich wurde das Gutachten in Kenntnis der Vorakten und unter Einholung von fremdanamnestischen Angaben abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medi zinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen der Expertin sind begrün det. Für die Entscheidfindung kann daher darauf abgestellt werden. Auch die Beschwerdegegnerin ging am 1 1. Dezember 2014 ( Urk. 33 ) nach der Stellungnahme des RAD-Arzte s Dr. I.___ vom 5. Dezember 2014 (vorstehend E. 3.7 ), davon aus, dass aus medizinischer Sicht auf das Gutachten von Dr. B.___ abgestellt werden könne. Jedoch verneinte die Beschwerdegeg nerin eine abschliessende Beurteilungskompetenz von Dr. B.___ betref fend die Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit und kam nach Prüfung der Frage der Üb erwindbarkeit unter Hinweis auf zahlreichen Ressourcen der Beschwerdeführerin zum Schluss, dass zumindest in einer angepassten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähig keit nicht nachvollziehbar sei (vgl. Urk. 33 S. 1 f.). 4.3 Dem Gutachten von Dr. B.___ lässt sich jedoch ohne weiteres ent nehmen, dass die Beschwerdeführerin in ihrem täglichen Leben massiv einge schränkt ist. Bei der beträchtlichen psychiatrischen Problematik reicht ein Ver weis auf teilweise vorgenommen e Haushaltstätigkeit und das unregelmässige Hüten der Enkel nicht aus, um entgegen der fachärztlichen Einschätzung eine Arbeitsfähigkeit zu begründen. Wie die Beschwerdeführerin in ihrer Stellung nahme vom 8. Januar 2015 ( Urk. 37) zu Recht bemängelte, handelt es sich bei den von der Beschwerdegegnerin aufgeführten Ressourcen teilweise um aus dem Kontext gerissene An gaben (vgl. Urk. 20 S. 20 Ziff. 2.6.1-2 ). 4.4 Zusammenfassend ist damit gestützt auf das psychiatri s che Gutachten von Dr. B.___ vom September 2014 (vorstehend E. 3.4) und ihre ergänzenden Ausführungen vom November 2014 (vorstehend E. 3.6 ) davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin spätestens ab April 2012 auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht mehr arbeitsfähig ist. 5. 5.1 Aufgrund des Gesagten besteht bei der Beschwerdeführerin auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Arbeitsfähigkeit mehr. Demnach genügt für die Ermittlung des Invaliditätsgrades die Gegenüberstellung blosser Prozen tzahlen. Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von 100 % und damit ein Anspruch auf eine ganze Rente. 5.2 Zu prüfen bleibt der Zeitpunkt des Rentenbeginns. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid im Sinne von Art. 8 ATSG sind. Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG ( Art. 29 Abs. 1 IVG). 5.3 Die Beschwerdeführer in meldete sich im August 2012 bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/2), weshalb sie unter der Voraussetzung, dass das Wartejahr abgelaufen ist, per 1. Februar 2013 Anspruch auf eine Inva lidenrente hätte (vgl. vorstehend E. 5.2). Dr. B.___ führte aus, dass sich der Beginn der Arbeitsunfähigkeit bei der Beschwerdeführerin nur schwer festsetzen liesse, da sich das gesamte Krank heitsbild einerseits schwankend in der Ausprägung zeigte und sich andererseits über die Jahre hinweg gesteigert habe. Eine massive Verschlechterung verzeich nete Dr. B.___ jedoch ab April 2012 und erachtete ab diesem Zeitpunkt keine Arbeitsfähigkeit mehr für gegeben. Da zur Erfüllung des Wartejahres während eines Jahres lediglich eine durch schnittliche Arbeitsunfähigkeit von 40 % gefordert wird, ist auch mit Blick auf die von der behandelnden Psychiaterin seit 2003 attestierten Arbeitsunfähigkeit in den angestammten Tätigkeiten von 50 bis 100 %, davon auszugehen, dass das Wartejahr per Februar 2013 bereits abgelaufen war. Es besteht demnach unter Berücksichtigung der dargelegten gesetzlichen Rege lung ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab 1. Februar 2013. 5.4 Die angefochtene Verfügung ist daher in Gutheissung der Beschwerde mit der Feststellung aufzuheben, dass die Beschwerdeführer in ab 1. Februar 2013 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat. 6. 6.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos ten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 9 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6.2 Die Kosten für das Gerichtsgu tachten von Dr. B.___ vom 1. September 2014 ( Urk. 20) in Höhe von Fr. 7‘500.-- ( Urk. 21 ) sowie für deren Stellung nahme vom 8. November 2014 ( Urk. 30) in der Höhe von Fr. 600.-- ( Urk. 31) sind ebenfalls der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, war doch der medizinische Sachverhalt bei Verfüg ungserlass nur ungenügend erstellt. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 7. Januar 2014 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Februar 20 13 Anspruch auf eine ganze Invali denrente hat. 2. Die Gerichtsko sten von Fr. 900.-- und die Kosten für das Ger ichtsgutachten in Höhe von Fr. 7‘5 00.-- sowie für die Stellungnahme von Dr. B.___ vom 8. November 2014 in der Höhe von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahl ungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannSchucan

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2014.00118 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Schucan Urteil vom 18. August 2015 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht Recht Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1961, Mutter von drei Kindern (Jahrgänge 1986, 1989, 1996), war seit 1. Januar 2008 auf Anfrage bei der Z.___ als interkulturelle Übersetzerin während etwa ein bis zwei Stunden pro Monat tätig ( vgl. Urk. 7/3 und Urk. 7/10 Ziff. 2.1, Ziff. 2.7 und Ziff. 2.9 ) und vom 2 3. September 2010 bis 4. März 2011 in der Elektromontage be i der A.___ AG, angestellt, wobei der letzte Arbeitstag der 3. Februar 2011 war ( Urk. 7/12 Ziff. 2.1-2.3). Unter Hinweis auf seit mindestens zehn Jahren bestehende Schlafstörungen, Schwindel, Ohnmacht, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Vergesslichkeit, Weinen, Schwäche, Müdigkeit und Verlust von Fähigkeiten wie Malen und Rechnen meldete sich die Versicherte am 2 1. August 2012 bei der Invalidenversicherun g zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/4 Ziff. 6.2-3 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV Stelle, klärte die medizinisc he und erwerbliche Situation ab und veranlasste ein psychiatrisches Gutachten, welches am 3 1. Mai 2013 erstattet wurde ( Urk. 7/16). Nach durchgeführt em Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/19; Urk. 7/23, Urk. 7/28, Urk. 7/31 ) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. Januar 2014 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ( Urk. 7/35 = Urk. 2). 2. 2.1 Die Versicherte erhob am 3 0. Januar 2014 Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. Januar 2014 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr ab Februar 2013 eine ganze Rente zuzusprechen, eventuell sei sie erneut psy chiatrisch zu begutachten ( Urk. 1 S. 2 ). Die IV-Stelle beantra gte mit Beschwerdeantwort vom 4. März 2014 ( Urk. 6 ) die Abweisung der Beschwerde. 2.2 Mit Beschluss vom 2 1. März 2014 ( Urk. 8 ) und Gerichtsverfügung vom 1 8. Juni 2014 ( Urk. 19) veranlasste das Gericht ein p sychiatrisches Gutachten bei Dr. med. B.___, Fachärztin für Psychiatrie und für Psychothera pie. Mit Beschluss vom 2 1. März 2014 ( Urk. 8) wurde antragsgemäss ( Urk. 1. S. 2) die unentgelt liche Prozessführung bewilligt. Am 1. September 2014 erstattete Dr. B.___ ihr psychiatrisches Gutachten ( Urk. 20), wozu die Beschwerdeführerin am 2 4. September 2014 in ihrer Replik ( Urk. 24 ) und die Beschwerdegegnerin mit Verweis auf die Ausführungen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD, Urk. 27 ) in ihrer Duplik am 2 8. Oktober 2014 ( Urk. 26 ) Stellung nahmen. Mit Eingabe vom 8. November 2014 ( Urk. 30) beantwortete Dr. B.___ die von der Beschwerdegegnerin gestellten Ergänzungsfragen. Hierzu reichte die Beschwerdegegnerin am 1 1. Dezember 2014 ihre Stellungnahme ein ( Urk. 33 und Urk. 34) zu welcher sich di e Beschwerdeführerin am 8. Januar 2015 äusserte ( Urk. 37), was der Beschwerde gegnerin am 1 3. Januar 2015 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 38). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Ge sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ein schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Auf bietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv be stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beein trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hin weisen). 1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men ), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Ein kommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Ein kommensvergleichs ; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 1.4 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung ( Urk. 2) damit, auf das psy chiatrische Gutachten vom 3 1. Mai 2013 könne abgestellt werden, da dieses sämtliche objektivierbaren Befunde und deren funktionelle n Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar und schlüssig schildere. Eine Anpassungs störung begründe an sich aus versicherungsmedizinischer Sicht keine Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 2). 2.2 Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde ( Urk. 1) geltend, auf das psychiatrische Gutachten vom 3 1. Mai 2013 könne nicht abgestellt wer den. So liege laut der behandelnden Psychiaterin keine Anpassungsstörung vor, und sie sei langdauernd und erheblich in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (S. 8 Ziff. 3). Sie leide an einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), weshalb eine vollständige Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar sei. Sie habe im Rahmen der Arbeitsintegration nicht in den Arbeitsprozess integriert werden können (S. 8 Ziff. 4). 3. 3. 1 Dr. med. C.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera pie, stellte in ihrem Bericht vom 4. Dezember 2012 ( Urk. 7/11/1-6) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1): - chronifizierte Panikstörung (ICD-10 F41.0) - rezidivierende depressive Episoden schwankender Ausprägung (ICD-10 F33.1/2) - Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) - rezidivierende Schwindelattacken, Tachykardien und Kopfschmerzen, chronische Schlafstörungen - w i e derholt Notfallkonsultationen notwendig - Diagnosen 1-3 im Rahmen einer seit der Kindheit bestehenden komplexen posttraumatischen Belastungsstörung beziehungsweise Dis order extreme stress not otherwise classified (DESNOS), nach ICD-10 am ehesten eine dissoziative Störung (ICD-10 F44.8) - bei Status nach körperlichen, seelischen und sexuellen Gewalt erfahrungen in der Kindheit und im Erwachsenenalter bis in die Gegenwart (Stalking/Todesdrohungen) - Status nach Kriegserfahrungen 1985, Status nach Erdbeben 1988 - chronische psychosoziale Belastungen durch die Kinder Dr. C.___ führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 3. Juni 2003 bei ihr in Behandlung und die letzte Kontrolle sei am 2 9. November 2012 erfolgt ( Ziff. 1.2). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als gelernte Restauratorin und Übersetzerin für Russisch/Armenisch ins Deutsche bestehe seit mindestens 2003 eine Arbeitsunfähigkeit zwischen 50 und 100 % ( Ziff. 1.6). Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Die Beschwerdeführerin sei massiv einge schränkt. Ihre Belastbarkeit sei sehr schwankend, ebenso die Konzentrations fähigkeit. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei im geschützten Rahmen etwa zwei Stunden pro Tag möglich. Aufgrund der wechselnden Belastbarkeit und den diversen somatoformen Beschwerden träten immer wieder Ausfälle auf. Die Übersetzertätigkeit sei aus psychiatrischer Sicht ungünstig, da sie die eige nen traumatis chen Erfahrungen triggere und die Beschwerdeführerin in der Gewaltspirale gefangen h a lte ( Ziff. 1.7). Dr. C.___ führte aus, e s sei zu schwersten kö r perlichen Gewalt erfahrungen in der Gegenwart (Vergewaltigung, körperliche Misshandlung mit Zusammenschlagen und regelmässigen Todesdrohungen) durch den ehemaligen Freund während der letzten drei Jahren gekommen. Zudem sei die Beschwer deführerin durch eine geistig verwirrte Kollegin im März 2012 mit einem Messer bedroht worden. Es bestünden chronische Ein- und Durchschlafstörungen, eine schnelle Ermüd bar keit, eine Zunahme der Flashbacks seit den Gewalterfahrungen in der letzten Beziehung und seit der Bedro h ung durch die Kollegin, Intrusionen, Gleich zeitigkeit von Affektverflachung und deutlicher Übererregbarkeit, eine ver mehrte Schreckhaftigkeit, Entfremdungsgefühle, Konzentrationsschwierig keiten, starke vegetative Symptome wie Arrythmien, chronische Kopfschmerzen, Enge- und Ohnmachtsgefühle, Schwindel und ein intermittierendes Schwäche gefühl. Die Abgrenzungsfähigkeit sei massiv eingeschränkt Situationen darauf hin zu beurteilen, ob sie schädigend seien. Das Identitätsgefühl sei nachhaltig schwer be einträchtigt und die Reviktimi sierung s tendenz sei beträchtlich (Ziff.1.4). Die psychosozialen Probleme und die Retraumatisierungen durch weiterhin schwere Gewalterfahrungen erlaubten aktuell lediglich eine lockere sozialpsy chiatrische Begleitung mit dem Ziel, zu beruhigen und einen Ausstieg aus der Gewaltspirale zu verfolgen. Zu einer stationären Therapie habe sich die Beschwerdeführerin nicht entschliessen können und eine medikamentöse Thera pie lehne sie aus Sorge vor einem Kontrollverlust ab ( Ziff. 1.5). 3. 2 Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete am 3 1. Mai 2013 das von der Beschwerdegegnerin veranlasste psy chi atrische Gutachten ( Urk. 7/16 ). Er konnte keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellen (S. 12 Ziff. 5.1). Al s Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine Anpassungsstörung mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen (ICD-10 F43.23; Angst, Depression, Sorgen, Anspannung und Ärger) und Probleme dur ch negative Kindheitserlebnisse sowie Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung und der Nicht-Ein nahme von Medikamenten (S. 12 Ziff. 5.2). Wenngleich ein erhebliches subjektives Leiden erkannt werde, lasse sich aus psychiatrisch-versicherungsmedizinischer Sicht durch eine Anpassungsstörung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen, und es sei aus psychiatri scher Sicht von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 16 Ziff. 6.2-3). Dr. D.___ führte zu den von Dr. C.___ gestellten Diagnosen aus, bei der Beschwerdeführerin würden die subjektiv erlebten Leiden und die objektiven Befunde weit auseinanderklaffen. Auch die von der Explorandin gegebenen Informationen seien oft unklar und widersprüchlich. So beschreibe sie sich einerseits als seit der Kindheit mehrfach und schwerst traumatisiert, andererseits zeige ihre Lebensbewährung eine ausgesprochen gute Anpassungs leistung an private, berufliche und soziale Anforderungen wie Schule, Studium, Berufsbildung und Migration (S. 12 f. Ziff. 6.1). Als Hauptbeschwerden umschreibe die Explorandin depressive Gedanken, eine ab 14 Uhr einsetzende, fast schon kataton anmutende enorme Antriebslosigkeit und als bedrohlich erlebte vegetative Symptome einer nahenden Ohnmacht, unter anderem anfallsartig auftretende Herzaussetzer, Händezittern, Übelkeit und Schwindel, bis hin zur Besinnungslosigkeit (S. 13 Mitte). In den Akten fänden sich kein Hinw eis auf neurologische Störungen und auch keine objektivierbaren psychopathologischen Befunde. Auch der Bericht der Psychiaterin vom 1 1. Dezember 2012 beruhe offensichtlich ausschliesslich auf den Angaben de r Explorandin (S. 13 unten f.). Dr. D.___ führte aus, in der gutachterlichen Untersuchung fänden sich keine Beeinträchtigungen der kognitiven Grundfunktionen. Es lasse sich anhand der Psychopathologie ein depr essives Zustandsbild leichten Ausmasses ausma chen, das vorwiegend auf einer klagend, bedrückten Stimmung aufbaue und der Form nach ängstliche und negativistische Symptome aufweise. Die von der Explorandin beklagten vegetativen Symptome seien nicht beobachtbar, ebenso wenig wie die von ihr in den Vordergrund gerückte Antriebslosigkeit, die sie erst ab 14 Uhr aufs Sofa oder ins Bett fessle. Im Gegenteil werde die Exploran din beim zweiten Termin um 15.30 Uhr als ebenso agil und maximal l eicht antriebsgemindert erlebt wie am Vormittag des Vortages. Eine zirkadiane Schwankung könne damit nicht festgestellt werden (S. 14 oben). Die Explorandin weise zusammenfassend Anzeichen einer depressiven Stimmung auf. Sie beschreibe sich als bei der Bewältigung der alltäglichen Routine eingeschränkt und gebe an, das Gefühl zu haben, kurz vor dramati schen Ereignissen zu stehen, wozu es jedoch nicht komme. Weder die depressi ven Symptome noch die ängstlichen seien so schwer oder markant genug, um eine spezifische Diagnose einer Depression oder Angststörung zu stellen. Aller dings seien die Kriterien einer Anpassungsstörung erfüllt (S. 14 Mitte). Ebenfalls stimmig zur Diagnose einer Anpassungsstörung sei schliesslich noch das von der Explorandin geschilderte regressive Verhalten, das ihr helfe, einige der Symptome zu überwinden, nämlich sich ins Bett zurückzuziehen und war men Tee zu trinken (S. 14 unten). Eine Anpassungsstörung bedeute, dass die psychopathologischen Symptome nach subjektiv empfundenem Leiden aufträten. Es sei überwiegend nicht möglich, die angeblich vielen und dramatischen Ereig nisse, die die Explorandin angebe, zu objektivieren. Wenn dies möglich sei, zum Beispiel die augenscheinliche Opferwerdung häuslicher Gewalt (vgl. Bericht Spital E.___ vom 1 3. Oktober 2010), reiche das Ausmass des Vorfalls nicht aus, um als traumatisierendes Ereignis im Sinne des ICD-10 beurteilt wer den zu können und damit die Diagnose einer PTBS auszulösen. Ferner sei z u bedenken, dass die Latenzzeit, bis sich eine PTBS nach einem tatsächlich trau matisierenden Ereignis einstelle, selten mehr als sechs Monate betrage, und ein derart gutes Funktionsniveau, wie es die Beschwerdeführerin aufgezeigt habe und aufzeige, kaum ermöglichen könnte (S. 15 Mitte). Dr. D.___ führte aus, es gebe keine Hinweise auf eine organische Störung (gemäss ICD-10), auf eine Störung du rch psychotrope Substanzen (F1) und auf eine wahnhafte Störung oder eine Schizophrenie (F2). Auch für die eigenstän dige Diagnose einer affektiven Störung (F3) lägen nicht genügend Hinweise vor. Die depressiven Symptome liessen sich der oben genannten Anpassungsstörung zuordnen (S. 15 Mitte). 3.3 Dr. C.___ führte in Beantwortung des ihr von Seiten der Beschwer de führerin vorgelegten Fragekataloges vom 1 5. August 2013 ( Urk. 7/26 = Urk. 3/4) ihrem Bericht vom 3 0. August 2013 ( Urk. 7/27 = Urk. 3/5) aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 3. Juni 2003 in ihrer Behandlung. Im Durchschnitt hätten etwa 16 Sitzungen pro Jahr stattgefunden. In den ersten beiden Jahren des Behandlungszeitraumes sei versucht worden, ein Therapie setting zu installieren, das mehr Stabilität hätte ermöglichen sollen. Die Patien tenkontakte hätten jedoch in all den Jahren den Charakter von psychiatrischen Notfallübungen gehabt, die eine eigentliche psychotherapeutische Arbeit aus schl össen (S. 1 Ziff. 1). Dr. C.___ führte aus, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei der Beschwerdeführerin seien aus ihrer psychiatrischen Sicht mit einer komple xen PTBS zu vereinbaren (S. 1 ff. Ziff. 2). Aus psychiatrischer Sicht sei der Schaden, den die Tätigkeit als Übersetzerin anrichte grösser als der Nutzen, da Beruhigung und Lernen von Selbstberuhi gung oberstes Ziel sei und depressives Erleben sowie Ängste laufen d aktiviert würden (S. 5 Ziff. 3). Zumutbar seien Tätigkeiten, die wenig Konstanz auf Dauer erforderten, Rückzugsmöglichkeiten böten und wenig oder in einem klar defi nierten Rahmen zwischenmenschliche n Kontexte s stattfänden (S. 5 Ziff. 4). Die Beschwerdeführerin nehme aufgrund einer phobischen Angst vor Kontrollver lust und aus der Angst, nicht mehr auf ihre intellektuellen Fähigkeiten zurück greifen zu können, die vorgeschlagene Medikamentation nicht ein. Sie habe im Rahmen der Panikstörung ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten entwickelt (S. 5 Ziff. 5). Weiter führte Dr. C.___ zum Gutachten von Dr. D.___ aus, die Diagnose sei seiner Begründung nach im Ausschlussverfahren erfolgt. Das Objektivieren der vielen angeblichen Ereignisse sei natürlich häufig nicht ein deutig möglich. Es sei richtig, dass die Beschwerdeführerin ein gutes Funktions niveau habe, insbesondere was ihre Fähigkeit angehe, sich differenziert auszu drücken, und auch ihm Rahmen ihres Bildungsniveaus. Das Wesen einer Traumafolgestörung sei, dass mindestens zwei Funktionsniveaus bestünden und diese nicht gleichzeitig aktiv seien, so dass sie in einer Explorationssituation sich sicher abbilden liessen. Auch sei eine Traumafolgestörung nicht abhängig von der Intelligenz eines Menschen. Die Explorationssituation bilde eine Momentaufnahme ab, die nicht dem zehnjährigen Behandlungszeitraum ent sprächen. Gute Anpassungsleistungen an private, berufliche und soziale Anfor derungen hätten während den zehn Jahren Behandlungsdauer nicht festgehal ten werden können (S. 5 Ziff. 7). Die Schule, das Studium und die Ausbildung in der F.___ hätten na türlich in jungen Jahren, wo die Beschwerdeführerin über mehr Ressourcen verfügt und in relativ stabilen grossel terlichen Beziehungsstrukturen gelebt habe, stattgefunden. Dr. C.___ führte aus, sie teile die Diagnose einer Anpassungsstörung nicht. Zudem folge die Diagnose dem Konzept, dass eine psychisch gesunde Person Belastungen ausgesetzt sei und diese längstens nach zwei Jahren über wunden werden könnten. Die überdauernden Verhaltensmuster hätten bei der Beschwerdeführerin eher den Charakter einer Persönlichkeitsveränderung nach andauernder Extrembe lastung (ICD-10 F62.0). Von einer psychisch gesunden Persönlichkeitsstruktur vor zwei Jahren oder in Zukunft könne nicht ausgegangen werden, da struktu rell dysfunktionale Muster vorhanden seien. Dissoziationen seien nicht einfach explorierbar und würden häufig verneint. Die affektive Seite sei seit Jahren beeinträchtig. Wie der Kollege eine Arbeitsfähigkeit von 100 % per sofort begründe, sei nicht ersichtlich (S. 6 Ziff. 7). Auf das Gutachten von Dr. D.___ könne nicht abgestellt werden und eine erneute Begutachtung sei zu befürworten (S. 6 Ziff. 8). 3. 4 Dr. B.___ erstattete am 1. September 2014 das psychiatrische Gerichts gut achten ( Urk. 20). Sie stellte folgende psychiatrischen Diagnosen (S. 25 Ziff. 5): - generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1) - rezidivierende depressive Episoden, aktuell am ehesten mittelschwere depressive Episode (IDC-10 F33.1) - schwere Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) und - dissoziative Störung (ICD-10 F44.8) auf dem Boden dive rser Traumati sierungserlebnisse sowohl im Jugendlichen- als auch im Erwachsenen alter bis zum aktuellen Zeitpunkt reichend; drohendes Ertrinken im Alter von 16 Jahren, Nähe zum Reaktorunglück in G.___ 1986, Erdb e ben im Heimatland 1988, Krie gserfahrungen spätestens ab 1989, mehr fache körperliche, seelische und sexuelle Gewalterfahrungen bis in die Gegenwart (Vergewaltigung, Stalking, Todesdrohungen) Dr. B.___ führte aus, bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Versi cherten sei es zunächst wichtig festzuhalten, dass ein Grossteil der unterschied lichen Störungsbilder der Versicherten naturgemäss erheblichen Schwankungen unterliege. So könne es zum Beispiel bezogen auf die dissoziative Störung zu Schwankungen innerhalb weniger Augenblicke k ommen. Die Symptomatik der generalisierten Angststörung sei zwar praktisch immer vorhanden, aber auch hier kämen unterschiedliche Ausprägungen zum Tragen (S. 29 f. Ziff. 7). Die Ängste und die damit verbundenen Symptome, die zu einer Einschränkung der Belastbarkeit und damit der Arbeitsfähigkeit führten, seien häufig situativ. Auch die depressive Störung sei ein Störungsbild mit phasenhaften Schwankungen, manchmal über Wochen und Monate. Die Symptome der Somatisierung insbe sondere im kardialen Bereich seien sehr unscharf zu trennen von den Sympto men der generalisierten Angststörung und schienen ebenfalls je nach Konflikt lage gewissen Schwankungen zu unterliegen. Die Beschwerdeführerin sei überwiegend aufgrund der Angstsymptomatik, aber auch der affektiven Labilität, in der Fähigkeit, sich an Regeln und Routinen anzupassen, eingeschränkt. Aufgrund ihrer Symptomatik halte sie sich immer wieder nicht an getroffene Absprachen, sowohl im privaten als auch im berufli chen Bereich. Sie sage kurzfristig ab, die Kinder zu hüten, und verlasse aus Ärger und Wut Übersetzungssituationen oder nehme Termine nicht an (S. 30 oben). Durch dieses unzuverlässige Verhalten schränkten sich die Möglichkeiten auf dem freien Arbeitsmarkt ein, und die Beschwerdeführerin erhalte deshalb auch bereits weniger Aufträge. In der Fähigkeit zu Planung und Strukturierung von Aufgaben scheine die Beschwerdeführerin wenig oder gar nicht eingeschränkt. Ausser in Phasen akuter Symptomatik gelinge es ihr doch, eine Tagesstruktur einigermassen aufrecht zu erhalten und auch den Haushalt für sich und die Familie zu erledigen. Sie sei aber tendenziell eher schnell ermüdbar und brauche Rückzugsmöglichkeiten, wodurch die allgemeine Belastbarkeit eingeschränkt sei. Die Versicherte sei in ihrer Flexibilität und Umstellungsfähigkeit extrem schwankend und teilweise massiv eingeschränkt. Je nach Angstsymptomatik reagiere sie mit komplettem Rückzug, dem si e sich nicht widersetzen könne. Bestimmte Situationen und Umgebungen seien für sie angstauslösend und wür den extrem gemieden, wodurch sich alleine schon der Aktionsradius und die Möglichkeit, sich neue n Aufgaben zu stellen, erheblich einschränkten. Die Ver sicherte sei in ihrer Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen, deutlich eingeschränkt. Bezüglich ihrer ursprünglichen Tätigkeit als Restauratorin und Malerin habe sie aktuell keinen Zugriff auf diese Fähigkeiten. Die schwerpunk t mässig in letzter Zeit am häufigsten ausgeübte Tätigkeit als Übersetzerin erfor dere einen unangemessen hohen Kraftaufwand (S. 30 Mitte). Sie müsse sich oft kräftemässig viele Tage auf eine Übersetzung vorbereiten und sei danach tagelang erschöpft. Auch führten die Übersetzungen zu einer Zunahme von Ängsten, Dissoziationen und Rückzug, was wiederum die Umsetzung der Übersetzungstätigkeit erheblich einschränke. Eine frühere Tätig keit bei mikroelektronischen Feinkontrollen scheine durch die hohe Konzentra tion auf ein sehr eingeschränktes Arbeitsgebiet gut gewesen zu sein, sei aber eingeschränkt durch die Notwendigkeit, das Haus verlassen zu müssen und durch die Unmöglichkeit, Sozialkontakten völlig ausweichen zu können. Durch die Schwierigkeit in der Nähe- und Distanzregulation und die Schwierigkeit, das Mass zu halte n und sich in adäquater Wei se zu belasten, sei die Versicherte in ihrer Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, sowohl im Bereich der zwischen menschlichen Beziehungen als auch allfälliger Arbeitsbeziehungen deutlich ein geschränkt. Deutlich eingeschränkt sei sie auch in ihrer Durchhaltefähigkeit durch eine erhöhte Erschöpfbarkeit, aber auch durch die Tendenz, sich situativ zu überfordern, was dann zu einem völligen Zusammenbruch führte. Die Selbst behauptungsfähigkeit der Versicherten sei durch die massiven affektiven Schwankungen ebenfalls erheblichen Schwankung en ausgesetzt (S. 30 f. unten). Die bereits erwähnte Schwierigkeit in der Nähe- und Distanzregulation führe einerseits immer wieder dazu, dass es gegenüber der Beschwerdeführerin zu massiven Grenzüberschreitungen mit seelischer und körperlicher Gewalt komme, andererseits führten die Ängste und Unsicherheiten in sozialen Beziehungen dazu, dass sie Kontakte abbreche und sich komplett zurückziehe (S. 31 oben). Insofern sei auch die Gruppenfähigkeit und allgemein die Fähigkeit zu sozialen Interaktionen deutliche eingeschränkt. Auch die familiären Beziehungen seien durch die Überängstlichkeit der Versicherten und durch die Unzuverlässigkeit erheblich belastet. Die Verkehrsfähigkeit erscheine dadurch eingeschränkt, dass die Versicherte beim Verlassen des persönlichen und bekannten Umfeldes mas sive Ängste mit entsprechender körperlicher Symptomatik entwickle und auch beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln die grosse Nähe zu anderen Menschen, mit der Unmöglichkeit die Situation jederzeit verlassen zu können, kaum aushalte (S. 31). Dr. B.___ führte aus, aus den geschilderten zahlreichen und teils stark ausgeprägten Einschränkungen müsse geschlussfolgert werden, dass die Beschwer deführerin zumindest auf dem freien Arbeitsmarkt nicht in der Lage sei, einer geregelten Tätigkeit nachzugehen. Ihre Tätigkeit als Übersetzerin, die möglicherweise in früheren Jahren noch eine Ressource dargestellt habe, scheine, wie dies die behandelnde Psychiaterin ausgeführt habe, aktuell deutlich schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Versicherten zu haben, und diese Tätigkeit sollte im Grunde genommen nicht mehr ausgeübt werden (S. 31 Mitte). Feinmotorische Kontrolltätigkeiten, die die Beschwerdeführerin in früheren Jahren im Informatikbereich ausgeübt habe, wären als solche ideal. Aufgrund der verminderten Mobilität, den grossen Schwierigkeiten in zwi schenmenschlichen Beziehungen, der raschen Erschöpfbarkeit und der massiven Somatisierung in belastenden Situationen, sei aber auch eine solche Tätigkeit ausserhalb eines geschützten Rahmens aktuell nicht denkbar und wahrschein lich nur maximal im Umfang von zwei Stunden pro Tag möglich (S. 31 Mitte). Zusammenfassend sei die Versicherte aus gutachterlicher Sicht aktuell und wahr scheinlich auch auf längere Sicht für sämtliche ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeiten wie Restauratorin, Übersetzerin und Arbeiterin im feinmechanischen Bereich zu 100 % arbeitsunfähig, und es könne auch kein Leistungsbild defi niert werden, in dem mit einer höheren Arbeitsfähigkeit zu rechnen wäre. Aus gutachterlicher Sicht sei nicht davon auszugehen, dass es in den nächsten zwei Jahren zu einer relevanten Verbesserung der Symptomatik und damit zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit kommen werde (S. 31 unten). Dr. B.___ führte aus, medizinisch-theoretisch wäre bei der Versicherten aufgrund der Komplexität und der Schwere der Erkrankung eine stationäre Behandlung in Kombination mit einer medikamentösen Behandlung klar indiziert. Die Weigerung der Versicherten, Medikamente einzunehmen und auch die Ablehnung einer stationären Behandlung aufgrund der Angstsymptomatik, sei krankheitsimmanent und bei dieser Form einer psychisch bedingten Störung nicht ungewöhnlich. So unbefriedigend es rein psychiatrisch-psychotherapeu tisch auch sei, seien die Behandlungsmöglichkeiten solch komplexer, chronifi zierter Störungsbilder häufig limitiert und erschöpften sich in sozialpsychiatri schen Notfallübungen, wie sie auch in den letzten Jahren bei der Versicherten stattgefunden hätten (S. 32 Ziff. 8). Zum Gutachten von Dr. D.___ führte Dr. B.___ aus, dessen Schlussfol gerungen seien wenig nachvollziehbar und transparent. Es sei schwer nachvollziehbar, dass bei der Versicherten, die aktuell keiner oder nur spora disch einer beruflichen Tätigkeit nachgehe, deren Beziehungsmuster sich durch destruktive und grenzüberschreitende Beziehungen auszeichne, die sozial isoliert sei und unter zahlreichen Beschwerden leide, von einer ausgesprochen guten Anpassungsleistung gesprochen werden könne (S. 33 Ziff. 7). Auch habe Dr. D.___ die von der Versicherten angegeben und auch in mehrfachen Berichten beschriebenen Traumatisierungen schlichtweg negiert, beziehungs weise offensichtlich die Glaubwürdigkeit sowohl der Versicherten als auch der Berichterstatter angezweifelt, ohne dies zu begründen (S. 34 Ziff. 9). Auch sei die Diagnose einer Anpassungsstörung nach den Diagnosekriterien von ICD-10 falsch. So habe Dr. D.___ keine auslösende Situation angegeben und die Diagnose sollte nur bei Störungen gestellt werden, die nicht länger als sechs Monate andauerten (S. 34 Ziff. 10). Auch der Rückschluss, dass eine dissoziative Störung im Sinne von ICD-10 F44 nicht diagnostiziert werden könne, da kein traumatisierendes Ereignis mit diesem in Verbindung gebracht werden könne, sei psychodiagnostisch ebenso wenig schlüssig, wie die Tatsache, dass keine somatoforme Störung erkannt und habe festgestellt werden können, da zwar körperliche Syndrome vorgetragen würden, dies aber nicht vorrangig als Prob leme dargeboten würden (S. 34 Ziff. 11). Auch der Diagnostik der behandelnden Psychiaterin könne nicht vollends gefolgt werden (S. 34 f. Ziff. 9.2). Die von Dr. H.___ geäusserten Kritikpunkte am Gutachten von Dr. D.___ seien jedoch überwiegend nachvollziehbar. Hingegen erscheine die Diagnose einer Persönlichkeitsveränderung nach andauernder Extrembelastung im Sinne von ICD-10 F62.0 allerdings wenig begründet und in dieser Form nicht nachvoll ziehbar. Dr. H.___ habe die Diagnose in einem späteren Telefonat dann auch quasi revidiert (S. 35 Ziff. 9.3). 3. 5 Dr. med. I.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, führte in seiner Stellungnahme vom 2 3. Oktober 2014 ( Urk. 27 /3-4 ) aus, anläss lich der Begutachtung von Dr. B.___ könne retrospektiv festgestellt wer den, dass die Einschätzung von Dr. D.___ heute zu kurz greife. Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin und de s klinischen Eindruck s, den sie in der gutachterlichen Untersuchung vermittelt habe, seien dessen Schlussfolge rungen aber nachvollziehbar. Auch stünden die somatischen Beschwerden deutlich im Vordergrund, so dass die Diagnose einer Somatisierungsstörung gestellt werden könne. Auch die Diagnose einer generalisierten Angststörung könne ebenfalls n achvollzogen werden. Während der gutachterlichen Untersuchung hätten dissoziative Symp tome nicht beobachtet werden können. Ob tatsächlich dissoziative Symptome vorlägen, sei anhand der Beschwerdeschilderung möglich, aber nicht sicher zu belegen. Fragen hinsichtlich psychosozialer Faktoren und deren Einfluss auf die Krankheitsproblematik seien von Dr. B.___ nicht diskutiert worden. Momentan lebten sieben Personen unter einem Dach und die finanzielle Situation sei vor allem von den Sozialbehörden abhängig. Auch sei nicht klar, wie konkret die Beschwerdeführerin durch weitere gewaltsame Übergriffe gefährdet sei. Sowohl die Angststörung als auch die depressive Symptomatik seien grundsätz lich behandelbar. Dies werde auch von Dr. B.___ bestätig t. Sie empfehle eine stationäre Behandlung. Eine konsequente psychotherapeutische Behand lung und auch der Einsatz angstspezifischer Antidepressiva sei bislang nicht versucht worden. Dr. I.___ führte aus, das Gutachten von Dr. B.___ vermöge nun die diagnostischen Schlussfolgerungen von Dr. D.___ umzustossen. Es blieben aber wichtige Fragen zu krankheitsfördernden psy chosozialen Aspekten wie auch zu r Leidensbehandlung offen. 3. 6 In Beantwortung der von der Besc hwerdegegnerin gestellten Zusatz fragen (vgl. Urk. 26 S. 2) führte Dr. B.___ in ihrem Bericht vom 8. November 2014 ( Urk. 30) aus, es handle sich bei der Weigerung der Versicherten, Medikamente einzunehmen, sowie bei der Ablehnung einer stationären Behandlung um eine krankheitsimmanente Problematik und nicht einfach um eine willentliche Weigerung der Versicherten, medizinische Hilfe anzunehmen (S. 1 f. Ziff. 1). Sowohl die medikamentöse als auch eine stationäre Behandlung gegen den krankheitsbedingt geäusserten Willen eines psychisch erkrankten Menschen sei en aus psychiatrischer Sicht wenig erfolgsversprechend und könnte n im Fall der Versicherten, die sich in einem psychisch sehr labilen Zustand befinde, durch die zusätzliche Belastung eher noch zu einer weiteren Dekompensation führen. Aufgrund einer Nutzen-Risiko-Einschätzung erscheine daher weder eine medikamentöse noch eine stationäre Behandlung gegen den Willen und Über zeugung der Versicherten als ärztlich indiziert (S. 2 Ziff. 1). Zur Frage des Vorliegens von psychosozialen Belastungsfaktoren führte Dr. B.___ aus, die zum Zeitpunkt der Begutachtung im August/September 2014 bestehende Wohnsituation habe für die Versicherte, wie im Gutachten ausgeführt, einerseits sicher eine gewisse Belastung dargestellt, teilweise scheine sie auch eine Ressource zu aktivieren, indem sich die Beschwerdeführerin quasi als Familienoberhaupt um die Familie habe kümmern können. Die Beschwer deführerin empfinde die Abhängigkeit vom Sozialamt als quälend und kränkend. Dr. B.___ führte aus, gesamthaft könne gesagt werden, dass die psychosozialen Aspekte durchaus krankheitsfördernd beziehungsweise krankheitsunterhaltend seien, sie aber nicht der Grund für die Arbeitsunfähig keit, sondern, wenn überhaupt, dann eine Teilursache der psychiatrischen Problematik als solche seien. Die generalisierte Angststörung und die dissozia tive Störung mit ihrer Symptomatik schränkten die Beschwerdeführerin unab hängig von einer konkreten Angst vor erneuten Übergriffen ein (S. 3 Ziff. 2). Zur Frage des Verlauf es der Arbeitsfähigkeit führte Dr. B.___ aus, auf grund der dürftigen Aktenlage bezüglich konkreter Krankschreibungen, den psychisch bedingt eher ungenauen und unscharfen Angaben der Versicherten, in Verbindung mit der ohnehin recht wechselnden Tätigkeit als freiberufliche Übersetzerin, seien konkrete Angaben zum zeitlichen Verlauf der Erkrankung und damit dem Verlauf der Arbeitsfähigkeit sehr schwierig. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Informationen sei aber davon auszugehen, dass die Versi cherte seit etwa 2002 und 2003, also ungefähr im Zeitrahmen, seitdem sie ambulant psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen habe, zunehmend an diversen körperlichen und psychischen Symptomen leide. Diese hätten sie ein geschränkt und so wohl die körperliche als auch geistige Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit herabgesetzt. Konkrete Hinweise bezogen auf die Somati sierungsstörung und resultierende Einschränkungen fänden sich im Rahmen des Stellenwechsels 200 9. Damals scheine zunehmend die Arbeit als Ressource der Versicherten in den Hintergrund getreten zu sein und sich die körperliche und psychische Problematik verstärkt zu haben. Spätestens ab dem Ereignis vom April 2012, als es zu einer weiteren Bedrohungssituation und einem Übergriff durch eine Freundin der Versicherten gekommen sei, schienen die psychischen Kompensationsmechanismen der Versicherten dann vollständig eingebrochen zu sein, und allerspätestens ab diesem Zeitpunkt sei von der heute bestehenden Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Konkret lasse sich die Arbeitsfähigkeit der letzten Jahre aus psychiatrisch-gutachterlicher Sicht retrospektiv nicht bestimmen (S. 3 f. Ziff. 3). 3. 7 In seiner Stellungnahme vom 5. Dezember 2014 ( Urk. 34) führte Dr. I.___, RAD, aus, die Gutachterin stelle den medizinischen Sachverhalt insgesamt sehr ausfüh rlich und nachvollziehbar dar. Auch die Fragen, einschliesslich zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit, seien von ihr klar beantwortet worden (S. 1). Auf das Gutachten könne daher aus rein medizinischer Sicht abgestellt werden (S. 2). 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer leistungsanspruchsverneinenden Verfügung auf das psychiatrische Gutachten von Dr. D.___ vom Mai 2 013 (vorstehend E. 3.2 ) welcher eine Anpassungsstörung ( ICD-10 F43.23 ) diagnosti zierte und von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausging. In Anbetracht der schon seit dem Jahre 2003 dokumentierten psychiatrischen Problematik der Beschwerdeführerin (vgl. vorstehend E. 3.1 und 3.3) vermag die Diagnose einer Anpassungsstörung, welche rechtsprechungsgemäss als vorüber gehendes und damit auch nicht invalidisierendes psychisches Leiden (Urteil des Bundesgerichts 8C_322/2010 vom 9. August 2010 E. 5.2 mit Hinweisen) gilt, nicht zu überzeugen. Auch führte Dr. D.___ aus, die von der Explorandin beklagten vegetativen Symptome seien nicht beobachtbar gew esen. In den Akten sind jedoch verschiedene Ber ichte zu finden, in welchen die Beschwer deführerin Ärzte aufgrund der von ihr erlebten Symptome aufsuchte ( vgl. Urk. 7/8/8-11 ). Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesen Gegebenheiten nahm Dr. D.___ nicht vor. Auch suggerierte Dr. D.___, indem er ausführte, es sei nicht möglich, die angeblich vielen und dramatischen Ereig nisse, die die Explorandin angebe, zu objektivieren, dass sich alles hauptsäch lich auf subjektiver Ebene der Beschwerdeführerin abspiele. In d em den Akten beiliegenden Bericht der J.___ vom 6. November 2013 ( Urk. 7/30 = Urk. 3/6), welcher Dr. D.___ bei Erstellung seines Gutachtens nicht vorge legen hat, sind jedoch zahlreiche massive gewalttätige Übergriffe seit August 2001 dokumentiert. Aus den genannten Gründen vermag das Gutachten von Dr. D.___ den Anforderungen an eine beweiskräft ige Expertise (vorstehend E. 1.5 ) nicht zu genügen, was so auch von Seiten des RAD-Arztes Dr. I.___ in seiner Stellungnahme vom Oktober 2014 bestätigt wurde (vorstehend E. 3.5 ). Da die Bericht e der behandelnde Psychiaterin Dr. C.___ (vorstehend E. 3.1 und E. 3.3 ) zwar auf eine massive psychische Problematik hinwiesen, sich jedoch vor allem hinsichtlich der Diagnostik nicht vollends schlüssig zeigte, und damit keine abschliessende Einschätzung des Gesundheitszustandes und der Ar beitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu liessen, musste zur Klärung ein Gerichts gutachten bei Dr. B.___ eingeholt werden (vgl. vorstehend E. 3.4 ). 4.2 Das gerichtlich eingeholte psychiatrische Gutachten von Dr. B.___ vom September 2014 (vorstehend E. 3. 4 ), ergänzt durch die Ausführungen vom November 2014 (vorstehend E. 3.6 ), erfüllt indes die Anforderungen an eine beweiskräft ige Expertise (vorstehend E. 1.5 ), indem es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersu chungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mi t diesen sowie dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinandersetzt. Schliesslich wurde das Gutachten in Kenntnis der Vorakten und unter Einholung von fremdanamnestischen Angaben abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medi zinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen der Expertin sind begrün det. Für die Entscheidfindung kann daher darauf abgestellt werden. Auch die Beschwerdegegnerin ging am 1 1. Dezember 2014 ( Urk. 33 ) nach der Stellungnahme des RAD-Arzte s Dr. I.___ vom 5. Dezember 2014 (vorstehend E. 3.7 ), davon aus, dass aus medizinischer Sicht auf das Gutachten von Dr. B.___ abgestellt werden könne. Jedoch verneinte die Beschwerdegeg nerin eine abschliessende Beurteilungskompetenz von Dr. B.___ betref fend die Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit und kam nach Prüfung der Frage der Üb erwindbarkeit unter Hinweis auf zahlreichen Ressourcen der Beschwerdeführerin zum Schluss, dass zumindest in einer angepassten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähig keit nicht nachvollziehbar sei (vgl. Urk. 33 S. 1 f.). 4.3 Dem Gutachten von Dr. B.___ lässt sich jedoch ohne weiteres ent nehmen, dass die Beschwerdeführerin in ihrem täglichen Leben massiv einge schränkt ist. Bei der beträchtlichen psychiatrischen Problematik reicht ein Ver weis auf teilweise vorgenommen e Haushaltstätigkeit und das unregelmässige Hüten der Enkel nicht aus, um entgegen der fachärztlichen Einschätzung eine Arbeitsfähigkeit zu begründen. Wie die Beschwerdeführerin in ihrer Stellung nahme vom 8. Januar 2015 ( Urk. 37) zu Recht bemängelte, handelt es sich bei den von der Beschwerdegegnerin aufgeführten Ressourcen teilweise um aus dem Kontext gerissene An gaben (vgl. Urk. 20 S. 20 Ziff. 2.6.1-2 ). 4.4 Zusammenfassend ist damit gestützt auf das psychiatri s che Gutachten von Dr. B.___ vom September 2014 (vorstehend E. 3.4) und ihre ergänzenden Ausführungen vom November 2014 (vorstehend E. 3.6 ) davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin spätestens ab April 2012 auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht mehr arbeitsfähig ist. 5. 5.1 Aufgrund des Gesagten besteht bei der Beschwerdeführerin auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Arbeitsfähigkeit mehr. Demnach genügt für die Ermittlung des Invaliditätsgrades die Gegenüberstellung blosser Prozen tzahlen. Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von 100 % und damit ein Anspruch auf eine ganze Rente. 5.2 Zu prüfen bleibt der Zeitpunkt des Rentenbeginns. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid im Sinne von Art. 8 ATSG sind. Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG ( Art. 29 Abs. 1 IVG). 5.3 Die Beschwerdeführer in meldete sich im August 2012 bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/2), weshalb sie unter der Voraussetzung, dass das Wartejahr abgelaufen ist, per 1. Februar 2013 Anspruch auf eine Inva lidenrente hätte (vgl. vorstehend E. 5.2). Dr. B.___ führte aus, dass sich der Beginn der Arbeitsunfähigkeit bei der Beschwerdeführerin nur schwer festsetzen liesse, da sich das gesamte Krank heitsbild einerseits schwankend in der Ausprägung zeigte und sich andererseits über die Jahre hinweg gesteigert habe. Eine massive Verschlechterung verzeich nete Dr. B.___ jedoch ab April 2012 und erachtete ab diesem Zeitpunkt keine Arbeitsfähigkeit mehr für gegeben. Da zur Erfüllung des Wartejahres während eines Jahres lediglich eine durch schnittliche Arbeitsunfähigkeit von 40 % gefordert wird, ist auch mit Blick auf die von der behandelnden Psychiaterin seit 2003 attestierten Arbeitsunfähigkeit in den angestammten Tätigkeiten von 50 bis 100 %, davon auszugehen, dass das Wartejahr per Februar 2013 bereits abgelaufen war. Es besteht demnach unter Berücksichtigung der dargelegten gesetzlichen Rege lung ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab 1. Februar 2013. 5.4 Die angefochtene Verfügung ist daher in Gutheissung der Beschwerde mit der Feststellung aufzuheben, dass die Beschwerdeführer in ab 1. Februar 2013 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat. 6. 6.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos ten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 9 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6.2 Die Kosten für das Gerichtsgu tachten von Dr. B.___ vom 1. September 2014 ( Urk. 20) in Höhe von Fr. 7‘500.-- ( Urk. 21 ) sowie für deren Stellung nahme vom 8. November 2014 ( Urk. 30) in der Höhe von Fr. 600.-- ( Urk. 31) sind ebenfalls der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, war doch der medizinische Sachverhalt bei Verfüg ungserlass nur ungenügend erstellt. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 7. Januar 2014 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Februar 20 13 Anspruch auf eine ganze Invali denrente hat. 2. Die Gerichtsko sten von Fr. 900.-- und die Kosten für das Ger ichtsgutachten in Höhe von Fr. 7‘5 00.-- sowie für die Stellungnahme von Dr. B.___ vom 8. November 2014 in der Höhe von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahl ungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannSchucan

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2014.00118 IV.2014.00118

IV.2014.00118 II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Käch

Sozialversicherungsrichterin Sager

Gerichtsschreiberin Schucan

Urteil vom 18. August 2015

Urteil vom 18. August 2015 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste

vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht Recht

lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht Recht Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich

Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1961, Mutter von drei Kindern (Jahrgänge 1986, 1989, 1996), war seit 1. Januar 2008 auf Anfrage bei der Z.___ als interkulturelle Übersetzerin während etwa ein bis zwei Stunden pro Monat tätig ( vgl. Urk. 7/3 und Urk. 7/10 Ziff. 2.1, Ziff. 2.7 und Ziff. 2.9 ) und vom 2 3. September 2010 bis 4. März 2011 in der Elektromontage be i der A.___ AG, angestellt, wobei der letzte Arbeitstag der 3. Februar 2011 war ( Urk. 7/12 Ziff. 2.1-2.3). Unter Hinweis auf seit mindestens zehn Jahren bestehende Schlafstörungen, Schwindel, Ohnmacht, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Vergesslichkeit, Weinen, Schwäche, Müdigkeit und Verlust von Fähigkeiten wie Malen und Rechnen meldete sich die Versicherte am 2 1. August 2012 bei der Invalidenversicherun g zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/4 Ziff. 6.2-3 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV Stelle, klärte die medizinisc he und erwerbliche Situation ab und veranlasste ein psychiatrisches Gutachten, welches am 3 1. Mai 2013 erstattet wurde ( Urk. 7/16).

1. X.___, geboren 1961, Mutter von drei Kindern (Jahrgänge 1986, 1989, 1996), war seit 1. Januar 2008 auf Anfrage bei der Z.___ als interkulturelle Übersetzerin während etwa ein bis zwei Stunden pro Monat tätig ( vgl. Urk. 7/3 und Urk. 7/10 Ziff. 2.1, Ziff. 2.7 und Ziff. 2.9 ) und vom 2 3. September 2010 bis 4. März 2011 in der Elektromontage be i der A.___ AG, angestellt, wobei der letzte Arbeitstag der 3. Februar 2011 war ( Urk. 7/12 Ziff. 2.1-2.3). Unter Hinweis auf seit mindestens zehn Jahren bestehende Schlafstörungen, Schwindel, Ohnmacht, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Vergesslichkeit, Weinen, Schwäche, Müdigkeit und Verlust von Fähigkeiten wie Malen und Rechnen meldete sich die Versicherte am 2 1. August 2012 bei der Invalidenversicherun g zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/4 Ziff. 6.2-3 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV Stelle, klärte die medizinisc he und erwerbliche Situation ab und veranlasste ein psychiatrisches Gutachten, welches am 3 1. Mai 2013 erstattet wurde ( Urk. 7/16). Nach durchgeführt em Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/19; Urk. 7/23, Urk. 7/28, Urk. 7/31 ) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. Januar 2014 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ( Urk. 7/35 = Urk. 2).

Nach durchgeführt em Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/19; Urk. 7/23, Urk. 7/28, Urk. 7/31 ) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. Januar 2014 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ( Urk. 7/35 = Urk. 2). 2.

2. 2.1 Die Versicherte erhob am 3 0. Januar 2014 Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. Januar 2014 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr ab Februar 2013 eine ganze Rente zuzusprechen, eventuell sei sie erneut psy chiatrisch zu begutachten ( Urk. 1 S. 2 ).

2.1 Die Versicherte erhob am 3 0. Januar 2014 Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. Januar 2014 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr ab Februar 2013 eine ganze Rente zuzusprechen, eventuell sei sie erneut psy chiatrisch zu begutachten ( Urk. 1 S. 2 ). Die IV-Stelle beantra gte mit Beschwerdeantwort vom 4. März 2014 ( Urk. 6 ) die Abweisung der Beschwerde.

Die IV-Stelle beantra gte mit Beschwerdeantwort vom 4. März 2014 ( Urk. 6 ) die Abweisung der Beschwerde. 2.2 Mit Beschluss vom 2 1. März 2014 ( Urk. 8 ) und Gerichtsverfügung vom 1 8. Juni 2014 ( Urk. 19) veranlasste das Gericht ein p sychiatrisches Gutachten bei Dr. med. B.___, Fachärztin für Psychiatrie und für Psychothera pie. Mit Beschluss vom 2 1. März 2014 ( Urk. 8) wurde antragsgemäss ( Urk. 1. S. 2) die unentgelt liche Prozessführung bewilligt.

2.2 Mit Beschluss vom 2 1. März 2014 ( Urk. 8 ) und Gerichtsverfügung vom 1 8. Juni 2014 ( Urk. 19) veranlasste das Gericht ein p sychiatrisches Gutachten bei Dr. med. B.___, Fachärztin für Psychiatrie und für Psychothera pie. Mit Beschluss vom 2 1. März 2014 ( Urk. 8) wurde antragsgemäss ( Urk. 1. S. 2) die unentgelt liche Prozessführung bewilligt. Am 1. September 2014 erstattete Dr. B.___ ihr psychiatrisches Gutachten ( Urk. 20), wozu die Beschwerdeführerin am 2 4. September 2014 in ihrer Replik ( Urk. 24 ) und die Beschwerdegegnerin mit Verweis auf die Ausführungen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD, Urk. 27 ) in ihrer Duplik am 2 8. Oktober 2014 ( Urk. 26 ) Stellung nahmen. Mit Eingabe vom 8. November 2014 ( Urk. 30) beantwortete Dr. B.___ die von der Beschwerdegegnerin gestellten Ergänzungsfragen. Hierzu reichte die Beschwerdegegnerin am 1 1. Dezember 2014 ihre Stellungnahme ein ( Urk. 33 und Urk. 34) zu welcher sich di e Beschwerdeführerin am 8. Januar 2015 äusserte ( Urk. 37), was der Beschwerde gegnerin am 1 3. Januar 2015 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 38).

Am 1. September 2014 erstattete Dr. B.___ ihr psychiatrisches Gutachten ( Urk. 20), wozu die Beschwerdeführerin am 2 4. September 2014 in ihrer Replik ( Urk. 24 ) und die Beschwerdegegnerin mit Verweis auf die Ausführungen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD, Urk. 27 ) in ihrer Duplik am 2 8. Oktober 2014 ( Urk. 26 ) Stellung nahmen. Mit Eingabe vom 8. November 2014 ( Urk. 30) beantwortete Dr. B.___ die von der Beschwerdegegnerin gestellten Ergänzungsfragen. Hierzu reichte die Beschwerdegegnerin am 1 1. Dezember 2014 ihre Stellungnahme ein ( Urk. 33 und Urk. 34) zu welcher sich di e Beschwerdeführerin am 8. Januar 2015 äusserte ( Urk. 37), was der Beschwerde gegnerin am 1 3. Januar 2015 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 38). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Ge sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ein schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Auf bietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv be stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beein trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hin weisen).

1.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Ge sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ein schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Auf bietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv be stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beein trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hin weisen). 1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men ), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Ein kommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Ein kommensvergleichs ; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).

1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men ), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Ein kommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Ein kommensvergleichs ; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 1.4 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

1.4 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).

1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).

Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung ( Urk. 2) damit, auf das psy chiatrische Gutachten vom 3 1. Mai 2013 könne abgestellt werden, da dieses sämtliche objektivierbaren Befunde und deren funktionelle n Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar und schlüssig schildere. Eine Anpassungs störung begründe an sich aus versicherungsmedizinischer Sicht keine Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung ( Urk. 2) damit, auf das psy chiatrische Gutachten vom 3 1. Mai 2013 könne abgestellt werden, da dieses sämtliche objektivierbaren Befunde und deren funktionelle n Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar und schlüssig schildere. Eine Anpassungs störung begründe an sich aus versicherungsmedizinischer Sicht keine Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 2). 2.2 Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde ( Urk. 1) geltend, auf das psychiatrische Gutachten vom 3 1. Mai 2013 könne nicht abgestellt wer den. So liege laut der behandelnden Psychiaterin keine Anpassungsstörung vor, und sie sei langdauernd und erheblich in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (S. 8 Ziff. 3). Sie leide an einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), weshalb eine vollständige Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar sei. Sie habe im Rahmen der Arbeitsintegration nicht in den Arbeitsprozess integriert werden können (S. 8 Ziff. 4).

2.2 Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde ( Urk. 1) geltend, auf das psychiatrische Gutachten vom 3 1. Mai 2013 könne nicht abgestellt wer den. So liege laut der behandelnden Psychiaterin keine Anpassungsstörung vor, und sie sei langdauernd und erheblich in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (S. 8 Ziff. 3). Sie leide an einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), weshalb eine vollständige Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar sei. Sie habe im Rahmen der Arbeitsintegration nicht in den Arbeitsprozess integriert werden können (S. 8 Ziff. 4). 3.

3. 3. 1 Dr. med. C.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera pie, stellte in ihrem Bericht vom 4. Dezember 2012 ( Urk. 7/11/1-6) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1):

3. 1 Dr. med. C.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera pie, stellte in ihrem Bericht vom 4. Dezember 2012 ( Urk. 7/11/1-6) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1): - chronifizierte Panikstörung (ICD-10 F41.0)

chronifizierte Panikstörung (ICD-10 F41.0) - rezidivierende depressive Episoden schwankender Ausprägung (ICD-10 F33.1/2)

rezidivierende depressive Episoden schwankender Ausprägung (ICD-10 F33.1/2) - Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0)

Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) - rezidivierende Schwindelattacken, Tachykardien und Kopfschmerzen, chronische Schlafstörungen

rezidivierende Schwindelattacken, Tachykardien und Kopfschmerzen, chronische Schlafstörungen - w i e derholt Notfallkonsultationen notwendig

w i e derholt Notfallkonsultationen notwendig - Diagnosen 1-3 im Rahmen einer seit der Kindheit bestehenden komplexen posttraumatischen Belastungsstörung beziehungsweise Dis order extreme stress not otherwise classified (DESNOS), nach ICD-10 am ehesten eine dissoziative Störung (ICD-10 F44.8)

Diagnosen 1-3 im Rahmen einer seit der Kindheit bestehenden komplexen posttraumatischen Belastungsstörung beziehungsweise Dis order extreme stress not otherwise classified (DESNOS), nach ICD-10 am ehesten eine dissoziative Störung (ICD-10 F44.8) - bei Status nach körperlichen, seelischen und sexuellen Gewalt erfahrungen in der Kindheit und im Erwachsenenalter bis in die Gegenwart (Stalking/Todesdrohungen)

bei Status nach körperlichen, seelischen und sexuellen Gewalt erfahrungen in der Kindheit und im Erwachsenenalter bis in die Gegenwart (Stalking/Todesdrohungen) - Status nach Kriegserfahrungen 1985, Status nach Erdbeben 1988

Status nach Kriegserfahrungen 1985, Status nach Erdbeben 1988 - chronische psychosoziale Belastungen durch die Kinder

chronische psychosoziale Belastungen durch die Kinder Dr. C.___ führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 3. Juni 2003 bei ihr in Behandlung und die letzte Kontrolle sei am 2 9. November 2012 erfolgt ( Ziff. 1.2). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als gelernte Restauratorin und Übersetzerin für Russisch/Armenisch ins Deutsche bestehe seit mindestens 2003 eine Arbeitsunfähigkeit zwischen 50 und 100 % ( Ziff. 1.6). Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Die Beschwerdeführerin sei massiv einge schränkt. Ihre Belastbarkeit sei sehr schwankend, ebenso die Konzentrations fähigkeit. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei im geschützten Rahmen etwa zwei Stunden pro Tag möglich. Aufgrund der wechselnden Belastbarkeit und den diversen somatoformen Beschwerden träten immer wieder Ausfälle auf. Die Übersetzertätigkeit sei aus psychiatrischer Sicht ungünstig, da sie die eige nen traumatis chen Erfahrungen triggere und die Beschwerdeführerin in der Gewaltspirale gefangen h a lte ( Ziff. 1.7).

Dr. C.___ führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 3. Juni 2003 bei ihr in Behandlung und die letzte Kontrolle sei am 2 9. November 2012 erfolgt ( Ziff. 1.2). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als gelernte Restauratorin und Übersetzerin für Russisch/Armenisch ins Deutsche bestehe seit mindestens 2003 eine Arbeitsunfähigkeit zwischen 50 und 100 % ( Ziff. 1.6). Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Die Beschwerdeführerin sei massiv einge schränkt. Ihre Belastbarkeit sei sehr schwankend, ebenso die Konzentrations fähigkeit. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei im geschützten Rahmen etwa zwei Stunden pro Tag möglich. Aufgrund der wechselnden Belastbarkeit und den diversen somatoformen Beschwerden träten immer wieder Ausfälle auf. Die Übersetzertätigkeit sei aus psychiatrischer Sicht ungünstig, da sie die eige nen traumatis chen Erfahrungen triggere und die Beschwerdeführerin in der Gewaltspirale gefangen h a lte ( Ziff. 1.7). Dr. C.___ führte aus, e s sei zu schwersten kö r perlichen Gewalt erfahrungen in der Gegenwart (Vergewaltigung, körperliche Misshandlung mit Zusammenschlagen und regelmässigen Todesdrohungen) durch den ehemaligen Freund während der letzten drei Jahren gekommen. Zudem sei die Beschwer deführerin durch eine geistig verwirrte Kollegin im März 2012 mit einem Messer bedroht worden.

Dr. C.___ führte aus, e s sei zu schwersten kö r perlichen Gewalt erfahrungen in der Gegenwart (Vergewaltigung, körperliche Misshandlung mit Zusammenschlagen und regelmässigen Todesdrohungen) durch den ehemaligen Freund während der letzten drei Jahren gekommen. Zudem sei die Beschwer deführerin durch eine geistig verwirrte Kollegin im März 2012 mit einem Messer bedroht worden. Es bestünden chronische Ein- und Durchschlafstörungen, eine schnelle Ermüd bar keit, eine Zunahme der Flashbacks seit den Gewalterfahrungen in der letzten Beziehung und seit der Bedro h ung durch die Kollegin, Intrusionen, Gleich zeitigkeit von Affektverflachung und deutlicher Übererregbarkeit, eine ver mehrte Schreckhaftigkeit, Entfremdungsgefühle, Konzentrationsschwierig keiten, starke vegetative Symptome wie Arrythmien, chronische Kopfschmerzen, Enge- und Ohnmachtsgefühle, Schwindel und ein intermittierendes Schwäche gefühl. Die Abgrenzungsfähigkeit sei massiv eingeschränkt Situationen darauf hin zu beurteilen, ob sie schädigend seien. Das Identitätsgefühl sei nachhaltig schwer be einträchtigt und die Reviktimi sierung s tendenz sei beträchtlich (Ziff.1.4).

Es bestünden chronische Ein- und Durchschlafstörungen, eine schnelle Ermüd bar keit, eine Zunahme der Flashbacks seit den Gewalterfahrungen in der letzten Beziehung und seit der Bedro h ung durch die Kollegin, Intrusionen, Gleich zeitigkeit von Affektverflachung und deutlicher Übererregbarkeit, eine ver mehrte Schreckhaftigkeit, Entfremdungsgefühle, Konzentrationsschwierig keiten, starke vegetative Symptome wie Arrythmien, chronische Kopfschmerzen, Enge- und Ohnmachtsgefühle, Schwindel und ein intermittierendes Schwäche gefühl. Die Abgrenzungsfähigkeit sei massiv eingeschränkt Situationen darauf hin zu beurteilen, ob sie schädigend seien. Das Identitätsgefühl sei nachhaltig schwer be einträchtigt und die Reviktimi sierung s tendenz sei beträchtlich (Ziff.1.4). Die psychosozialen Probleme und die Retraumatisierungen durch weiterhin schwere Gewalterfahrungen erlaubten aktuell lediglich eine lockere sozialpsy chiatrische Begleitung mit dem Ziel, zu beruhigen und einen Ausstieg aus der Gewaltspirale zu verfolgen. Zu einer stationären Therapie habe sich die Beschwerdeführerin nicht entschliessen können und eine medikamentöse Thera pie lehne sie aus Sorge vor einem Kontrollverlust ab ( Ziff. 1.5).

Die psychosozialen Probleme und die Retraumatisierungen durch weiterhin schwere Gewalterfahrungen erlaubten aktuell lediglich eine lockere sozialpsy chiatrische Begleitung mit dem Ziel, zu beruhigen und einen Ausstieg aus der Gewaltspirale zu verfolgen. Zu einer stationären Therapie habe sich die Beschwerdeführerin nicht entschliessen können und eine medikamentöse Thera pie lehne sie aus Sorge vor einem Kontrollverlust ab ( Ziff. 1.5). 3. 2 Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete am 3 1. Mai 2013 das von der Beschwerdegegnerin veranlasste psy chi atrische Gutachten ( Urk. 7/16 ). Er konnte keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellen (S. 12 Ziff. 5.1). Al s Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine Anpassungsstörung mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen (ICD-10 F43.23; Angst, Depression, Sorgen, Anspannung und Ärger) und Probleme dur ch negative Kindheitserlebnisse sowie Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung und der Nicht-Ein nahme von Medikamenten (S. 12 Ziff. 5.2).

3. 2 Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete am 3 1. Mai 2013 das von der Beschwerdegegnerin veranlasste psy chi atrische Gutachten ( Urk. 7/16 ). Er konnte keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellen (S. 12 Ziff. 5.1). Al s Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine Anpassungsstörung mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen (ICD-10 F43.23; Angst, Depression, Sorgen, Anspannung und Ärger) und Probleme dur ch negative Kindheitserlebnisse sowie Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung und der Nicht-Ein nahme von Medikamenten (S. 12 Ziff. 5.2). Wenngleich ein erhebliches subjektives Leiden erkannt werde, lasse sich aus psychiatrisch-versicherungsmedizinischer Sicht durch eine Anpassungsstörung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen, und es sei aus psychiatri scher Sicht von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 16 Ziff. 6.2-3).

Wenngleich ein erhebliches subjektives Leiden erkannt werde, lasse sich aus psychiatrisch-versicherungsmedizinischer Sicht durch eine Anpassungsstörung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen, und es sei aus psychiatri scher Sicht von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 16 Ziff. 6.2-3). Dr. D.___ führte zu den von Dr. C.___ gestellten Diagnosen aus, bei der Beschwerdeführerin würden die subjektiv erlebten Leiden und die objektiven Befunde weit auseinanderklaffen. Auch die von der Explorandin gegebenen Informationen seien oft unklar und widersprüchlich. So beschreibe sie sich einerseits als seit der Kindheit mehrfach und schwerst traumatisiert, andererseits zeige ihre Lebensbewährung eine ausgesprochen gute Anpassungs leistung an private, berufliche und soziale Anforderungen wie Schule, Studium, Berufsbildung und Migration (S. 12 f. Ziff. 6.1).

Dr. D.___ führte zu den von Dr. C.___ gestellten Diagnosen aus, bei der Beschwerdeführerin würden die subjektiv erlebten Leiden und die objektiven Befunde weit auseinanderklaffen. Auch die von der Explorandin gegebenen Informationen seien oft unklar und widersprüchlich. So beschreibe sie sich einerseits als seit der Kindheit mehrfach und schwerst traumatisiert, andererseits zeige ihre Lebensbewährung eine ausgesprochen gute Anpassungs leistung an private, berufliche und soziale Anforderungen wie Schule, Studium, Berufsbildung und Migration (S. 12 f. Ziff. 6.1). Als Hauptbeschwerden umschreibe die Explorandin depressive Gedanken, eine ab 14 Uhr einsetzende, fast schon kataton anmutende enorme Antriebslosigkeit und als bedrohlich erlebte vegetative Symptome einer nahenden Ohnmacht, unter anderem anfallsartig auftretende Herzaussetzer, Händezittern, Übelkeit und Schwindel, bis hin zur Besinnungslosigkeit (S. 13 Mitte).

Als Hauptbeschwerden umschreibe die Explorandin depressive Gedanken, eine ab 14 Uhr einsetzende, fast schon kataton anmutende enorme Antriebslosigkeit und als bedrohlich erlebte vegetative Symptome einer nahenden Ohnmacht, unter anderem anfallsartig auftretende Herzaussetzer, Händezittern, Übelkeit und Schwindel, bis hin zur Besinnungslosigkeit (S. 13 Mitte). In den Akten fänden sich kein Hinw eis auf neurologische Störungen und auch keine objektivierbaren psychopathologischen Befunde. Auch der Bericht der Psychiaterin vom 1 1. Dezember 2012 beruhe offensichtlich ausschliesslich auf den Angaben de r Explorandin (S. 13 unten f.).

In den Akten fänden sich kein Hinw eis auf neurologische Störungen und auch keine objektivierbaren psychopathologischen Befunde. Auch der Bericht der Psychiaterin vom 1 1. Dezember 2012 beruhe offensichtlich ausschliesslich auf den Angaben de r Explorandin (S. 13 unten f.). Dr. D.___ führte aus, in der gutachterlichen Untersuchung fänden sich keine Beeinträchtigungen der kognitiven Grundfunktionen. Es lasse sich anhand der Psychopathologie ein depr essives Zustandsbild leichten Ausmasses ausma chen, das vorwiegend auf einer klagend, bedrückten Stimmung aufbaue und der Form nach ängstliche und negativistische Symptome aufweise. Die von der Explorandin beklagten vegetativen Symptome seien nicht beobachtbar, ebenso wenig wie die von ihr in den Vordergrund gerückte Antriebslosigkeit, die sie erst ab 14 Uhr aufs Sofa oder ins Bett fessle. Im Gegenteil werde die Exploran din beim zweiten Termin um 15.30 Uhr als ebenso agil und maximal l eicht antriebsgemindert erlebt wie am Vormittag des Vortages. Eine zirkadiane Schwankung könne damit nicht festgestellt werden (S. 14 oben).

Dr. D.___ führte aus, in der gutachterlichen Untersuchung fänden sich keine Beeinträchtigungen der kognitiven Grundfunktionen. Es lasse sich anhand der Psychopathologie ein depr essives Zustandsbild leichten Ausmasses ausma chen, das vorwiegend auf einer klagend, bedrückten Stimmung aufbaue und der Form nach ängstliche und negativistische Symptome aufweise. Die von der Explorandin beklagten vegetativen Symptome seien nicht beobachtbar, ebenso wenig wie die von ihr in den Vordergrund gerückte Antriebslosigkeit, die sie erst ab 14 Uhr aufs Sofa oder ins Bett fessle. Im Gegenteil werde die Exploran din beim zweiten Termin um 15.30 Uhr als ebenso agil und maximal l eicht antriebsgemindert erlebt wie am Vormittag des Vortages. Eine zirkadiane Schwankung könne damit nicht festgestellt werden (S. 14 oben). Die Explorandin weise zusammenfassend Anzeichen einer depressiven Stimmung auf. Sie beschreibe sich als bei der Bewältigung der alltäglichen Routine eingeschränkt und gebe an, das Gefühl zu haben, kurz vor dramati schen Ereignissen zu stehen, wozu es jedoch nicht komme. Weder die depressi ven Symptome noch die ängstlichen seien so schwer oder markant genug, um eine spezifische Diagnose einer Depression oder Angststörung zu stellen. Aller dings seien die Kriterien einer Anpassungsstörung erfüllt (S. 14 Mitte).

Die Explorandin weise zusammenfassend Anzeichen einer depressiven Stimmung auf. Sie beschreibe sich als bei der Bewältigung der alltäglichen Routine eingeschränkt und gebe an, das Gefühl zu haben, kurz vor dramati schen Ereignissen zu stehen, wozu es jedoch nicht komme. Weder die depressi ven Symptome noch die ängstlichen seien so schwer oder markant genug, um eine spezifische Diagnose einer Depression oder Angststörung zu stellen. Aller dings seien die Kriterien einer Anpassungsstörung erfüllt (S. 14 Mitte). Ebenfalls stimmig zur Diagnose einer Anpassungsstörung sei schliesslich noch das von der Explorandin geschilderte regressive Verhalten, das ihr helfe, einige der Symptome zu überwinden, nämlich sich ins Bett zurückzuziehen und war men Tee zu trinken (S. 14 unten).

Ebenfalls stimmig zur Diagnose einer Anpassungsstörung sei schliesslich noch das von der Explorandin geschilderte regressive Verhalten, das ihr helfe, einige der Symptome zu überwinden, nämlich sich ins Bett zurückzuziehen und war men Tee zu trinken (S. 14 unten). Eine Anpassungsstörung bedeute, dass die psychopathologischen Symptome nach subjektiv empfundenem Leiden aufträten.

Eine Anpassungsstörung bedeute, dass die psychopathologischen Symptome nach subjektiv empfundenem Leiden aufträten. Es sei überwiegend nicht möglich, die angeblich vielen und dramatischen Ereig nisse, die die Explorandin angebe, zu objektivieren. Wenn dies möglich sei, zum Beispiel die augenscheinliche Opferwerdung häuslicher Gewalt (vgl. Bericht Spital E.___ vom 1 3. Oktober 2010), reiche das Ausmass des Vorfalls nicht aus, um als traumatisierendes Ereignis im Sinne des ICD-10 beurteilt wer den zu können und damit die Diagnose einer PTBS auszulösen. Ferner sei z u bedenken, dass die Latenzzeit, bis sich eine PTBS nach einem tatsächlich trau matisierenden Ereignis einstelle, selten mehr als sechs Monate betrage, und ein derart gutes Funktionsniveau, wie es die Beschwerdeführerin aufgezeigt habe und aufzeige, kaum ermöglichen könnte (S. 15 Mitte).

Es sei überwiegend nicht möglich, die angeblich vielen und dramatischen Ereig nisse, die die Explorandin angebe, zu objektivieren. Wenn dies möglich sei, zum Beispiel die augenscheinliche Opferwerdung häuslicher Gewalt (vgl. Bericht Spital E.___ vom 1 3. Oktober 2010), reiche das Ausmass des Vorfalls nicht aus, um als traumatisierendes Ereignis im Sinne des ICD-10 beurteilt wer den zu können und damit die Diagnose einer PTBS auszulösen. Ferner sei z u bedenken, dass die Latenzzeit, bis sich eine PTBS nach einem tatsächlich trau matisierenden Ereignis einstelle, selten mehr als sechs Monate betrage, und ein derart gutes Funktionsniveau, wie es die Beschwerdeführerin aufgezeigt habe und aufzeige, kaum ermöglichen könnte (S. 15 Mitte). Dr. D.___ führte aus, es gebe keine Hinweise auf eine organische Störung (gemäss ICD-10), auf eine Störung du rch psychotrope Substanzen (F1) und auf eine wahnhafte Störung oder eine Schizophrenie (F2). Auch für die eigenstän dige Diagnose einer affektiven Störung (F3) lägen nicht genügend Hinweise vor. Die depressiven Symptome liessen sich der oben genannten Anpassungsstörung zuordnen (S. 15 Mitte).

Dr. D.___ führte aus, es gebe keine Hinweise auf eine organische Störung (gemäss ICD-10), auf eine Störung du rch psychotrope Substanzen (F1) und auf eine wahnhafte Störung oder eine Schizophrenie (F2). Auch für die eigenstän dige Diagnose einer affektiven Störung (F3) lägen nicht genügend Hinweise vor. Die depressiven Symptome liessen sich der oben genannten Anpassungsstörung zuordnen (S. 15 Mitte). 3.3 Dr. C.___ führte in Beantwortung des ihr von Seiten der Beschwer de führerin vorgelegten Fragekataloges vom 1 5. August 2013 ( Urk. 7/26 = Urk. 3/4) ihrem Bericht vom 3 0. August 2013 ( Urk. 7/27 = Urk. 3/5) aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 3. Juni 2003 in ihrer Behandlung. Im Durchschnitt hätten etwa 16 Sitzungen pro Jahr stattgefunden. In den ersten beiden Jahren des Behandlungszeitraumes sei versucht worden, ein Therapie setting zu installieren, das mehr Stabilität hätte ermöglichen sollen. Die Patien tenkontakte hätten jedoch in all den Jahren den Charakter von psychiatrischen Notfallübungen gehabt, die eine eigentliche psychotherapeutische Arbeit aus schl össen (S. 1 Ziff. 1).

3.3 Dr. C.___ führte in Beantwortung des ihr von Seiten der Beschwer de führerin vorgelegten Fragekataloges vom 1 5. August 2013 ( Urk. 7/26 = Urk. 3/4) ihrem Bericht vom 3 0. August 2013 ( Urk. 7/27 = Urk. 3/5) aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 3. Juni 2003 in ihrer Behandlung. Im Durchschnitt hätten etwa 16 Sitzungen pro Jahr stattgefunden. In den ersten beiden Jahren des Behandlungszeitraumes sei versucht worden, ein Therapie setting zu installieren, das mehr Stabilität hätte ermöglichen sollen. Die Patien tenkontakte hätten jedoch in all den Jahren den Charakter von psychiatrischen Notfallübungen gehabt, die eine eigentliche psychotherapeutische Arbeit aus schl össen (S. 1 Ziff. 1). Dr. C.___ führte aus, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei der Beschwerdeführerin seien aus ihrer psychiatrischen Sicht mit einer komple xen PTBS zu vereinbaren (S. 1 ff. Ziff. 2).

Dr. C.___ führte aus, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei der Beschwerdeführerin seien aus ihrer psychiatrischen Sicht mit einer komple xen PTBS zu vereinbaren (S. 1 ff. Ziff. 2). Aus psychiatrischer Sicht sei der Schaden, den die Tätigkeit als Übersetzerin anrichte grösser als der Nutzen, da Beruhigung und Lernen von Selbstberuhi gung oberstes Ziel sei und depressives Erleben sowie Ängste laufen d aktiviert würden (S. 5 Ziff. 3). Zumutbar seien Tätigkeiten, die wenig Konstanz auf Dauer erforderten, Rückzugsmöglichkeiten böten und wenig oder in einem klar defi nierten Rahmen zwischenmenschliche n Kontexte s stattfänden (S. 5 Ziff. 4). Die Beschwerdeführerin nehme aufgrund einer phobischen Angst vor Kontrollver lust und aus der Angst, nicht mehr auf ihre intellektuellen Fähigkeiten zurück greifen zu können, die vorgeschlagene Medikamentation nicht ein. Sie habe im Rahmen der Panikstörung ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten entwickelt (S. 5 Ziff. 5).

Aus psychiatrischer Sicht sei der Schaden, den die Tätigkeit als Übersetzerin anrichte grösser als der Nutzen, da Beruhigung und Lernen von Selbstberuhi gung oberstes Ziel sei und depressives Erleben sowie Ängste laufen d aktiviert würden (S. 5 Ziff. 3). Zumutbar seien Tätigkeiten, die wenig Konstanz auf Dauer erforderten, Rückzugsmöglichkeiten böten und wenig oder in einem klar defi nierten Rahmen zwischenmenschliche n Kontexte s stattfänden (S. 5 Ziff. 4). Die Beschwerdeführerin nehme aufgrund einer phobischen Angst vor Kontrollver lust und aus der Angst, nicht mehr auf ihre intellektuellen Fähigkeiten zurück greifen zu können, die vorgeschlagene Medikamentation nicht ein. Sie habe im Rahmen der Panikstörung ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten entwickelt (S. 5 Ziff. 5). Weiter führte Dr. C.___ zum Gutachten von Dr. D.___ aus, die Diagnose sei seiner Begründung nach im Ausschlussverfahren erfolgt. Das Objektivieren der vielen angeblichen Ereignisse sei natürlich häufig nicht ein deutig möglich. Es sei richtig, dass die Beschwerdeführerin ein gutes Funktions niveau habe, insbesondere was ihre Fähigkeit angehe, sich differenziert auszu drücken, und auch ihm Rahmen ihres Bildungsniveaus. Das Wesen einer Traumafolgestörung sei, dass mindestens zwei Funktionsniveaus bestünden und diese nicht gleichzeitig aktiv seien, so dass sie in einer Explorationssituation sich sicher abbilden liessen. Auch sei eine Traumafolgestörung nicht abhängig von der Intelligenz eines Menschen. Die Explorationssituation bilde eine Momentaufnahme ab, die nicht dem zehnjährigen Behandlungszeitraum ent sprächen. Gute Anpassungsleistungen an private, berufliche und soziale Anfor derungen hätten während den zehn Jahren Behandlungsdauer nicht festgehal ten werden können (S. 5 Ziff. 7). Die Schule, das Studium und die Ausbildung in der F.___ hätten na türlich in jungen Jahren, wo die Beschwerdeführerin über mehr Ressourcen verfügt und in relativ stabilen grossel terlichen Beziehungsstrukturen gelebt habe, stattgefunden.

Weiter führte Dr. C.___ zum Gutachten von Dr. D.___ aus, die Diagnose sei seiner Begründung nach im Ausschlussverfahren erfolgt. Das Objektivieren der vielen angeblichen Ereignisse sei natürlich häufig nicht ein deutig möglich. Es sei richtig, dass die Beschwerdeführerin ein gutes Funktions niveau habe, insbesondere was ihre Fähigkeit angehe, sich differenziert auszu drücken, und auch ihm Rahmen ihres Bildungsniveaus. Das Wesen einer Traumafolgestörung sei, dass mindestens zwei Funktionsniveaus bestünden und diese nicht gleichzeitig aktiv seien, so dass sie in einer Explorationssituation sich sicher abbilden liessen. Auch sei eine Traumafolgestörung nicht abhängig von der Intelligenz eines Menschen. Die Explorationssituation bilde eine Momentaufnahme ab, die nicht dem zehnjährigen Behandlungszeitraum ent sprächen. Gute Anpassungsleistungen an private, berufliche und soziale Anfor derungen hätten während den zehn Jahren Behandlungsdauer nicht festgehal ten werden können (S. 5 Ziff. 7). Die Schule, das Studium und die Ausbildung in der F.___ hätten na türlich in jungen Jahren, wo die Beschwerdeführerin über mehr Ressourcen verfügt und in relativ stabilen grossel terlichen Beziehungsstrukturen gelebt habe, stattgefunden. Dr. C.___ führte aus, sie teile die Diagnose einer Anpassungsstörung nicht. Zudem folge die Diagnose dem Konzept, dass eine psychisch gesunde Person Belastungen ausgesetzt sei und diese längstens nach zwei Jahren über wunden werden könnten.

Dr. C.___ führte aus, sie teile die Diagnose einer Anpassungsstörung nicht. Zudem folge die Diagnose dem Konzept, dass eine psychisch gesunde Person Belastungen ausgesetzt sei und diese längstens nach zwei Jahren über wunden werden könnten. Die überdauernden Verhaltensmuster hätten bei der Beschwerdeführerin eher den Charakter einer Persönlichkeitsveränderung nach andauernder Extrembe lastung (ICD-10 F62.0). Von einer psychisch gesunden Persönlichkeitsstruktur vor zwei Jahren oder in Zukunft könne nicht ausgegangen werden, da struktu rell dysfunktionale Muster vorhanden seien. Dissoziationen seien nicht einfach explorierbar und würden häufig verneint. Die affektive Seite sei seit Jahren beeinträchtig.

Die überdauernden Verhaltensmuster hätten bei der Beschwerdeführerin eher den Charakter einer Persönlichkeitsveränderung nach andauernder Extrembe lastung (ICD-10 F62.0). Von einer psychisch gesunden Persönlichkeitsstruktur vor zwei Jahren oder in Zukunft könne nicht ausgegangen werden, da struktu rell dysfunktionale Muster vorhanden seien. Dissoziationen seien nicht einfach explorierbar und würden häufig verneint. Die affektive Seite sei seit Jahren beeinträchtig. Wie der Kollege eine Arbeitsfähigkeit von 100 % per sofort begründe, sei nicht ersichtlich (S. 6 Ziff. 7).

Wie der Kollege eine Arbeitsfähigkeit von 100 % per sofort begründe, sei nicht ersichtlich (S. 6 Ziff. 7). Auf das Gutachten von Dr. D.___ könne nicht abgestellt werden und eine erneute Begutachtung sei zu befürworten (S. 6 Ziff. 8).

Auf das Gutachten von Dr. D.___ könne nicht abgestellt werden und eine erneute Begutachtung sei zu befürworten (S. 6 Ziff. 8). 3. 4 Dr. B.___ erstattete am 1. September 2014 das psychiatrische Gerichts gut achten ( Urk. 20). Sie stellte folgende psychiatrischen Diagnosen (S. 25 Ziff. 5):

3. 4 Dr. B.___ erstattete am 1. September 2014 das psychiatrische Gerichts gut achten ( Urk. 20). Sie stellte folgende psychiatrischen Diagnosen (S. 25 Ziff. 5): - generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)

generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1) - rezidivierende depressive Episoden, aktuell am ehesten mittelschwere depressive Episode (IDC-10 F33.1)

rezidivierende depressive Episoden, aktuell am ehesten mittelschwere depressive Episode (IDC-10 F33.1) - schwere Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) und

schwere Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) und - dissoziative Störung (ICD-10 F44.8) auf dem Boden dive rser Traumati sierungserlebnisse sowohl im Jugendlichen- als auch im Erwachsenen alter bis zum aktuellen Zeitpunkt reichend; drohendes Ertrinken im Alter von 16 Jahren, Nähe zum Reaktorunglück in G.___ 1986, Erdb e ben im Heimatland 1988, Krie gserfahrungen spätestens ab 1989, mehr fache körperliche, seelische und sexuelle Gewalterfahrungen bis in die Gegenwart (Vergewaltigung, Stalking, Todesdrohungen)

dissoziative Störung (ICD-10 F44.8) auf dem Boden dive rser Traumati sierungserlebnisse sowohl im Jugendlichen- als auch im Erwachsenen alter bis zum aktuellen Zeitpunkt reichend; drohendes Ertrinken im Alter von 16 Jahren, Nähe zum Reaktorunglück in G.___ 1986, Erdb e ben im Heimatland 1988, Krie gserfahrungen spätestens ab 1989, mehr fache körperliche, seelische und sexuelle Gewalterfahrungen bis in die Gegenwart (Vergewaltigung, Stalking, Todesdrohungen) Dr. B.___ führte aus, bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Versi cherten sei es zunächst wichtig festzuhalten, dass ein Grossteil der unterschied lichen Störungsbilder der Versicherten naturgemäss erheblichen Schwankungen unterliege. So könne es zum Beispiel bezogen auf die dissoziative Störung zu Schwankungen innerhalb weniger Augenblicke k ommen. Die Symptomatik der generalisierten Angststörung sei zwar praktisch immer vorhanden, aber auch hier kämen unterschiedliche Ausprägungen zum Tragen (S. 29 f. Ziff. 7). Die Ängste und die damit verbundenen Symptome, die zu einer Einschränkung der Belastbarkeit und damit der Arbeitsfähigkeit führten, seien häufig situativ. Auch die depressive Störung sei ein Störungsbild mit phasenhaften Schwankungen, manchmal über Wochen und Monate. Die Symptome der Somatisierung insbe sondere im kardialen Bereich seien sehr unscharf zu trennen von den Sympto men der generalisierten Angststörung und schienen ebenfalls je nach Konflikt lage gewissen Schwankungen zu unterliegen.

Dr. B.___ führte aus, bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Versi cherten sei es zunächst wichtig festzuhalten, dass ein Grossteil der unterschied lichen Störungsbilder der Versicherten naturgemäss erheblichen Schwankungen unterliege. So könne es zum Beispiel bezogen auf die dissoziative Störung zu Schwankungen innerhalb weniger Augenblicke k ommen. Die Symptomatik der generalisierten Angststörung sei zwar praktisch immer vorhanden, aber auch hier kämen unterschiedliche Ausprägungen zum Tragen (S. 29 f. Ziff. 7). Die Ängste und die damit verbundenen Symptome, die zu einer Einschränkung der Belastbarkeit und damit der Arbeitsfähigkeit führten, seien häufig situativ. Auch die depressive Störung sei ein Störungsbild mit phasenhaften Schwankungen, manchmal über Wochen und Monate. Die Symptome der Somatisierung insbe sondere im kardialen Bereich seien sehr unscharf zu trennen von den Sympto men der generalisierten Angststörung und schienen ebenfalls je nach Konflikt lage gewissen Schwankungen zu unterliegen. Die Beschwerdeführerin sei überwiegend aufgrund der Angstsymptomatik, aber auch der affektiven Labilität, in der Fähigkeit, sich an Regeln und Routinen anzupassen, eingeschränkt. Aufgrund ihrer Symptomatik halte sie sich immer wieder nicht an getroffene Absprachen, sowohl im privaten als auch im berufli chen Bereich. Sie sage kurzfristig ab, die Kinder zu hüten, und verlasse aus Ärger und Wut Übersetzungssituationen oder nehme Termine nicht an (S. 30 oben).

Die Beschwerdeführerin sei überwiegend aufgrund der Angstsymptomatik, aber auch der affektiven Labilität, in der Fähigkeit, sich an Regeln und Routinen anzupassen, eingeschränkt. Aufgrund ihrer Symptomatik halte sie sich immer wieder nicht an getroffene Absprachen, sowohl im privaten als auch im berufli chen Bereich. Sie sage kurzfristig ab, die Kinder zu hüten, und verlasse aus Ärger und Wut Übersetzungssituationen oder nehme Termine nicht an (S. 30 oben). Durch dieses unzuverlässige Verhalten schränkten sich die Möglichkeiten auf dem freien Arbeitsmarkt ein, und die Beschwerdeführerin erhalte deshalb auch bereits weniger Aufträge. In der Fähigkeit zu Planung und Strukturierung von Aufgaben scheine die Beschwerdeführerin wenig oder gar nicht eingeschränkt. Ausser in Phasen akuter Symptomatik gelinge es ihr doch, eine Tagesstruktur einigermassen aufrecht zu erhalten und auch den Haushalt für sich und die Familie zu erledigen. Sie sei aber tendenziell eher schnell ermüdbar und brauche Rückzugsmöglichkeiten, wodurch die allgemeine Belastbarkeit eingeschränkt sei. Die Versicherte sei in ihrer Flexibilität und Umstellungsfähigkeit extrem schwankend und teilweise massiv eingeschränkt. Je nach Angstsymptomatik reagiere sie mit komplettem Rückzug, dem si e sich nicht widersetzen könne. Bestimmte Situationen und Umgebungen seien für sie angstauslösend und wür den extrem gemieden, wodurch sich alleine schon der Aktionsradius und die Möglichkeit, sich neue n Aufgaben zu stellen, erheblich einschränkten. Die Ver sicherte sei in ihrer Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen, deutlich eingeschränkt. Bezüglich ihrer ursprünglichen Tätigkeit als Restauratorin und Malerin habe sie aktuell keinen Zugriff auf diese Fähigkeiten. Die schwerpunk t mässig in letzter Zeit am häufigsten ausgeübte Tätigkeit als Übersetzerin erfor dere einen unangemessen hohen Kraftaufwand (S. 30 Mitte).

Durch dieses unzuverlässige Verhalten schränkten sich die Möglichkeiten auf dem freien Arbeitsmarkt ein, und die Beschwerdeführerin erhalte deshalb auch bereits weniger Aufträge. In der Fähigkeit zu Planung und Strukturierung von Aufgaben scheine die Beschwerdeführerin wenig oder gar nicht eingeschränkt. Ausser in Phasen akuter Symptomatik gelinge es ihr doch, eine Tagesstruktur einigermassen aufrecht zu erhalten und auch den Haushalt für sich und die Familie zu erledigen. Sie sei aber tendenziell eher schnell ermüdbar und brauche Rückzugsmöglichkeiten, wodurch die allgemeine Belastbarkeit eingeschränkt sei. Die Versicherte sei in ihrer Flexibilität und Umstellungsfähigkeit extrem schwankend und teilweise massiv eingeschränkt. Je nach Angstsymptomatik reagiere sie mit komplettem Rückzug, dem si e sich nicht widersetzen könne. Bestimmte Situationen und Umgebungen seien für sie angstauslösend und wür den extrem gemieden, wodurch sich alleine schon der Aktionsradius und die Möglichkeit, sich neue n Aufgaben zu stellen, erheblich einschränkten. Die Ver sicherte sei in ihrer Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen, deutlich eingeschränkt. Bezüglich ihrer ursprünglichen Tätigkeit als Restauratorin und Malerin habe sie aktuell keinen Zugriff auf diese Fähigkeiten. Die schwerpunk t mässig in letzter Zeit am häufigsten ausgeübte Tätigkeit als Übersetzerin erfor dere einen unangemessen hohen Kraftaufwand (S. 30 Mitte). Sie müsse sich oft kräftemässig viele Tage auf eine Übersetzung vorbereiten und sei danach tagelang erschöpft. Auch führten die Übersetzungen zu einer Zunahme von Ängsten, Dissoziationen und Rückzug, was wiederum die Umsetzung der Übersetzungstätigkeit erheblich einschränke. Eine frühere Tätig keit bei mikroelektronischen Feinkontrollen scheine durch die hohe Konzentra tion auf ein sehr eingeschränktes Arbeitsgebiet gut gewesen zu sein, sei aber eingeschränkt durch die Notwendigkeit, das Haus verlassen zu müssen und durch die Unmöglichkeit, Sozialkontakten völlig ausweichen zu können. Durch die Schwierigkeit in der Nähe- und Distanzregulation und die Schwierigkeit, das Mass zu halte n und sich in adäquater Wei se zu belasten, sei die Versicherte in ihrer Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, sowohl im Bereich der zwischen menschlichen Beziehungen als auch allfälliger Arbeitsbeziehungen deutlich ein geschränkt. Deutlich eingeschränkt sei sie auch in ihrer Durchhaltefähigkeit durch eine erhöhte Erschöpfbarkeit, aber auch durch die Tendenz, sich situativ zu überfordern, was dann zu einem völligen Zusammenbruch führte. Die Selbst behauptungsfähigkeit der Versicherten sei durch die massiven affektiven Schwankungen ebenfalls erheblichen Schwankung en ausgesetzt (S. 30 f. unten).

Sie müsse sich oft kräftemässig viele Tage auf eine Übersetzung vorbereiten und sei danach tagelang erschöpft. Auch führten die Übersetzungen zu einer Zunahme von Ängsten, Dissoziationen und Rückzug, was wiederum die Umsetzung der Übersetzungstätigkeit erheblich einschränke. Eine frühere Tätig keit bei mikroelektronischen Feinkontrollen scheine durch die hohe Konzentra tion auf ein sehr eingeschränktes Arbeitsgebiet gut gewesen zu sein, sei aber eingeschränkt durch die Notwendigkeit, das Haus verlassen zu müssen und durch die Unmöglichkeit, Sozialkontakten völlig ausweichen zu können. Durch die Schwierigkeit in der Nähe- und Distanzregulation und die Schwierigkeit, das Mass zu halte n und sich in adäquater Wei se zu belasten, sei die Versicherte in ihrer Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, sowohl im Bereich der zwischen menschlichen Beziehungen als auch allfälliger Arbeitsbeziehungen deutlich ein geschränkt. Deutlich eingeschränkt sei sie auch in ihrer Durchhaltefähigkeit durch eine erhöhte Erschöpfbarkeit, aber auch durch die Tendenz, sich situativ zu überfordern, was dann zu einem völligen Zusammenbruch führte. Die Selbst behauptungsfähigkeit der Versicherten sei durch die massiven affektiven Schwankungen ebenfalls erheblichen Schwankung en ausgesetzt (S. 30 f. unten). Die bereits erwähnte Schwierigkeit in der Nähe- und Distanzregulation führe einerseits immer wieder dazu, dass es gegenüber der Beschwerdeführerin zu massiven Grenzüberschreitungen mit seelischer und körperlicher Gewalt komme, andererseits führten die Ängste und Unsicherheiten in sozialen Beziehungen dazu, dass sie Kontakte abbreche und sich komplett zurückziehe (S. 31 oben).

Die bereits erwähnte Schwierigkeit in der Nähe- und Distanzregulation führe einerseits immer wieder dazu, dass es gegenüber der Beschwerdeführerin zu massiven Grenzüberschreitungen mit seelischer und körperlicher Gewalt komme, andererseits führten die Ängste und Unsicherheiten in sozialen Beziehungen dazu, dass sie Kontakte abbreche und sich komplett zurückziehe (S. 31 oben). Insofern sei auch die Gruppenfähigkeit und allgemein die Fähigkeit zu sozialen Interaktionen deutliche eingeschränkt. Auch die familiären Beziehungen seien durch die Überängstlichkeit der Versicherten und durch die Unzuverlässigkeit erheblich belastet. Die Verkehrsfähigkeit erscheine dadurch eingeschränkt, dass die Versicherte beim Verlassen des persönlichen und bekannten Umfeldes mas sive Ängste mit entsprechender körperlicher Symptomatik entwickle und auch beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln die grosse Nähe zu anderen Menschen, mit der Unmöglichkeit die Situation jederzeit verlassen zu können, kaum aushalte (S. 31).

Insofern sei auch die Gruppenfähigkeit und allgemein die Fähigkeit zu sozialen Interaktionen deutliche eingeschränkt. Auch die familiären Beziehungen seien durch die Überängstlichkeit der Versicherten und durch die Unzuverlässigkeit erheblich belastet. Die Verkehrsfähigkeit erscheine dadurch eingeschränkt, dass die Versicherte beim Verlassen des persönlichen und bekannten Umfeldes mas sive Ängste mit entsprechender körperlicher Symptomatik entwickle und auch beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln die grosse Nähe zu anderen Menschen, mit der Unmöglichkeit die Situation jederzeit verlassen zu können, kaum aushalte (S. 31). Dr. B.___ führte aus, aus den geschilderten zahlreichen und teils stark ausgeprägten Einschränkungen müsse geschlussfolgert werden, dass die Beschwer deführerin zumindest auf dem freien Arbeitsmarkt nicht in der Lage sei, einer geregelten Tätigkeit nachzugehen. Ihre Tätigkeit als Übersetzerin, die möglicherweise in früheren Jahren noch eine Ressource dargestellt habe, scheine, wie dies die behandelnde Psychiaterin ausgeführt habe, aktuell deutlich schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Versicherten zu haben, und diese Tätigkeit sollte im Grunde genommen nicht mehr ausgeübt werden (S. 31 Mitte). Feinmotorische Kontrolltätigkeiten, die die Beschwerdeführerin in früheren Jahren im Informatikbereich ausgeübt habe, wären als solche ideal. Aufgrund der verminderten Mobilität, den grossen Schwierigkeiten in zwi schenmenschlichen Beziehungen, der raschen Erschöpfbarkeit und der massiven Somatisierung in belastenden Situationen, sei aber auch eine solche Tätigkeit ausserhalb eines geschützten Rahmens aktuell nicht denkbar und wahrschein lich nur maximal im Umfang von zwei Stunden pro Tag möglich (S. 31 Mitte).

Dr. B.___ führte aus, aus den geschilderten zahlreichen und teils stark ausgeprägten Einschränkungen müsse geschlussfolgert werden, dass die Beschwer deführerin zumindest auf dem freien Arbeitsmarkt nicht in der Lage sei, einer geregelten Tätigkeit nachzugehen. Ihre Tätigkeit als Übersetzerin, die möglicherweise in früheren Jahren noch eine Ressource dargestellt habe, scheine, wie dies die behandelnde Psychiaterin ausgeführt habe, aktuell deutlich schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Versicherten zu haben, und diese Tätigkeit sollte im Grunde genommen nicht mehr ausgeübt werden (S. 31 Mitte). Feinmotorische Kontrolltätigkeiten, die die Beschwerdeführerin in früheren Jahren im Informatikbereich ausgeübt habe, wären als solche ideal. Aufgrund der verminderten Mobilität, den grossen Schwierigkeiten in zwi schenmenschlichen Beziehungen, der raschen Erschöpfbarkeit und der massiven Somatisierung in belastenden Situationen, sei aber auch eine solche Tätigkeit ausserhalb eines geschützten Rahmens aktuell nicht denkbar und wahrschein lich nur maximal im Umfang von zwei Stunden pro Tag möglich (S. 31 Mitte). Zusammenfassend sei die Versicherte aus gutachterlicher Sicht aktuell und wahr scheinlich auch auf längere Sicht für sämtliche ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeiten wie Restauratorin, Übersetzerin und Arbeiterin im feinmechanischen Bereich zu 100 % arbeitsunfähig, und es könne auch kein Leistungsbild defi niert werden, in dem mit einer höheren Arbeitsfähigkeit zu rechnen wäre. Aus gutachterlicher Sicht sei nicht davon auszugehen, dass es in den nächsten zwei Jahren zu einer relevanten Verbesserung der Symptomatik und damit zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit kommen werde (S. 31 unten).

Zusammenfassend sei die Versicherte aus gutachterlicher Sicht aktuell und wahr scheinlich auch auf längere Sicht für sämtliche ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeiten wie Restauratorin, Übersetzerin und Arbeiterin im feinmechanischen Bereich zu 100 % arbeitsunfähig, und es könne auch kein Leistungsbild defi niert werden, in dem mit einer höheren Arbeitsfähigkeit zu rechnen wäre. Aus gutachterlicher Sicht sei nicht davon auszugehen, dass es in den nächsten zwei Jahren zu einer relevanten Verbesserung der Symptomatik und damit zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit kommen werde (S. 31 unten). Dr. B.___ führte aus, medizinisch-theoretisch wäre bei der Versicherten aufgrund der Komplexität und der Schwere der Erkrankung eine stationäre Behandlung in Kombination mit einer medikamentösen Behandlung klar indiziert. Die Weigerung der Versicherten, Medikamente einzunehmen und auch die Ablehnung einer stationären Behandlung aufgrund der Angstsymptomatik, sei krankheitsimmanent und bei dieser Form einer psychisch bedingten Störung nicht ungewöhnlich. So unbefriedigend es rein psychiatrisch-psychotherapeu tisch auch sei, seien die Behandlungsmöglichkeiten solch komplexer, chronifi zierter Störungsbilder häufig limitiert und erschöpften sich in sozialpsychiatri schen Notfallübungen, wie sie auch in den letzten Jahren bei der Versicherten stattgefunden hätten (S. 32 Ziff. 8).

Dr. B.___ führte aus, medizinisch-theoretisch wäre bei der Versicherten aufgrund der Komplexität und der Schwere der Erkrankung eine stationäre Behandlung in Kombination mit einer medikamentösen Behandlung klar indiziert. Die Weigerung der Versicherten, Medikamente einzunehmen und auch die Ablehnung einer stationären Behandlung aufgrund der Angstsymptomatik, sei krankheitsimmanent und bei dieser Form einer psychisch bedingten Störung nicht ungewöhnlich. So unbefriedigend es rein psychiatrisch-psychotherapeu tisch auch sei, seien die Behandlungsmöglichkeiten solch komplexer, chronifi zierter Störungsbilder häufig limitiert und erschöpften sich in sozialpsychiatri schen Notfallübungen, wie sie auch in den letzten Jahren bei der Versicherten stattgefunden hätten (S. 32 Ziff. 8). Zum Gutachten von Dr. D.___ führte Dr. B.___ aus, dessen Schlussfol gerungen seien wenig nachvollziehbar und transparent. Es sei schwer nachvollziehbar, dass bei der Versicherten, die aktuell keiner oder nur spora disch einer beruflichen Tätigkeit nachgehe, deren Beziehungsmuster sich durch destruktive und grenzüberschreitende Beziehungen auszeichne, die sozial isoliert sei und unter zahlreichen Beschwerden leide, von einer ausgesprochen guten Anpassungsleistung gesprochen werden könne (S. 33 Ziff. 7). Auch habe Dr. D.___ die von der Versicherten angegeben und auch in mehrfachen Berichten beschriebenen Traumatisierungen schlichtweg negiert, beziehungs weise offensichtlich die Glaubwürdigkeit sowohl der Versicherten als auch der Berichterstatter angezweifelt, ohne dies zu begründen (S. 34 Ziff. 9). Auch sei die Diagnose einer Anpassungsstörung nach den Diagnosekriterien von ICD-10 falsch. So habe Dr. D.___ keine auslösende Situation angegeben und die Diagnose sollte nur bei Störungen gestellt werden, die nicht länger als sechs Monate andauerten (S. 34 Ziff. 10). Auch der Rückschluss, dass eine dissoziative Störung im Sinne von ICD-10 F44 nicht diagnostiziert werden könne, da kein traumatisierendes Ereignis mit diesem in Verbindung gebracht werden könne, sei psychodiagnostisch ebenso wenig schlüssig, wie die Tatsache, dass keine somatoforme Störung erkannt und habe festgestellt werden können, da zwar körperliche Syndrome vorgetragen würden, dies aber nicht vorrangig als Prob leme dargeboten würden (S. 34 Ziff. 11). Auch der Diagnostik der behandelnden Psychiaterin könne nicht vollends gefolgt werden (S. 34 f. Ziff. 9.2). Die von Dr. H.___ geäusserten Kritikpunkte am Gutachten von Dr. D.___ seien jedoch überwiegend nachvollziehbar. Hingegen erscheine die Diagnose einer Persönlichkeitsveränderung nach andauernder Extrembelastung im Sinne von ICD-10 F62.0 allerdings wenig begründet und in dieser Form nicht nachvoll ziehbar. Dr. H.___ habe die Diagnose in einem späteren Telefonat dann auch quasi revidiert (S. 35 Ziff. 9.3).

Zum Gutachten von Dr. D.___ führte Dr. B.___ aus, dessen Schlussfol gerungen seien wenig nachvollziehbar und transparent. Es sei schwer nachvollziehbar, dass bei der Versicherten, die aktuell keiner oder nur spora disch einer beruflichen Tätigkeit nachgehe, deren Beziehungsmuster sich durch destruktive und grenzüberschreitende Beziehungen auszeichne, die sozial isoliert sei und unter zahlreichen Beschwerden leide, von einer ausgesprochen guten Anpassungsleistung gesprochen werden könne (S. 33 Ziff. 7). Auch habe Dr. D.___ die von der Versicherten angegeben und auch in mehrfachen Berichten beschriebenen Traumatisierungen schlichtweg negiert, beziehungs weise offensichtlich die Glaubwürdigkeit sowohl der Versicherten als auch der Berichterstatter angezweifelt, ohne dies zu begründen (S. 34 Ziff. 9). Auch sei die Diagnose einer Anpassungsstörung nach den Diagnosekriterien von ICD-10 falsch. So habe Dr. D.___ keine auslösende Situation angegeben und die Diagnose sollte nur bei Störungen gestellt werden, die nicht länger als sechs Monate andauerten (S. 34 Ziff. 10). Auch der Rückschluss, dass eine dissoziative Störung im Sinne von ICD-10 F44 nicht diagnostiziert werden könne, da kein traumatisierendes Ereignis mit diesem in Verbindung gebracht werden könne, sei psychodiagnostisch ebenso wenig schlüssig, wie die Tatsache, dass keine somatoforme Störung erkannt und habe festgestellt werden können, da zwar körperliche Syndrome vorgetragen würden, dies aber nicht vorrangig als Prob leme dargeboten würden (S. 34 Ziff. 11). Auch der Diagnostik der behandelnden Psychiaterin könne nicht vollends gefolgt werden (S. 34 f. Ziff. 9.2). Die von Dr. H.___ geäusserten Kritikpunkte am Gutachten von Dr. D.___ seien jedoch überwiegend nachvollziehbar. Hingegen erscheine die Diagnose einer Persönlichkeitsveränderung nach andauernder Extrembelastung im Sinne von ICD-10 F62.0 allerdings wenig begründet und in dieser Form nicht nachvoll ziehbar. Dr. H.___ habe die Diagnose in einem späteren Telefonat dann auch quasi revidiert (S. 35 Ziff. 9.3). 3. 5 Dr. med. I.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, führte in seiner Stellungnahme vom 2 3. Oktober 2014 ( Urk. 27 /3-4 ) aus, anläss lich der Begutachtung von Dr. B.___ könne retrospektiv festgestellt wer den, dass die Einschätzung von Dr. D.___ heute zu kurz greife. Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin und de s klinischen Eindruck s, den sie in der gutachterlichen Untersuchung vermittelt habe, seien dessen Schlussfolge rungen aber nachvollziehbar.

3. 5 Dr. med. I.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, führte in seiner Stellungnahme vom 2 3. Oktober 2014 ( Urk. 27 /3-4 ) aus, anläss lich der Begutachtung von Dr. B.___ könne retrospektiv festgestellt wer den, dass die Einschätzung von Dr. D.___ heute zu kurz greife. Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin und de s klinischen Eindruck s, den sie in der gutachterlichen Untersuchung vermittelt habe, seien dessen Schlussfolge rungen aber nachvollziehbar. Auch stünden die somatischen Beschwerden deutlich im Vordergrund, so dass die Diagnose einer Somatisierungsstörung gestellt werden könne. Auch die Diagnose einer generalisierten Angststörung könne ebenfalls n achvollzogen werden. Während der gutachterlichen Untersuchung hätten dissoziative Symp tome nicht beobachtet werden können. Ob tatsächlich dissoziative Symptome vorlägen, sei anhand der Beschwerdeschilderung möglich, aber nicht sicher zu belegen. Fragen hinsichtlich psychosozialer Faktoren und deren Einfluss auf die Krankheitsproblematik seien von Dr. B.___ nicht diskutiert worden. Momentan lebten sieben Personen unter einem Dach und die finanzielle Situation sei vor allem von den Sozialbehörden abhängig. Auch sei nicht klar, wie konkret die Beschwerdeführerin durch weitere gewaltsame Übergriffe gefährdet sei.

Auch stünden die somatischen Beschwerden deutlich im Vordergrund, so dass die Diagnose einer Somatisierungsstörung gestellt werden könne. Auch die Diagnose einer generalisierten Angststörung könne ebenfalls n achvollzogen werden. Während der gutachterlichen Untersuchung hätten dissoziative Symp tome nicht beobachtet werden können. Ob tatsächlich dissoziative Symptome vorlägen, sei anhand der Beschwerdeschilderung möglich, aber nicht sicher zu belegen. Fragen hinsichtlich psychosozialer Faktoren und deren Einfluss auf die Krankheitsproblematik seien von Dr. B.___ nicht diskutiert worden. Momentan lebten sieben Personen unter einem Dach und die finanzielle Situation sei vor allem von den Sozialbehörden abhängig. Auch sei nicht klar, wie konkret die Beschwerdeführerin durch weitere gewaltsame Übergriffe gefährdet sei. Sowohl die Angststörung als auch die depressive Symptomatik seien grundsätz lich behandelbar. Dies werde auch von Dr. B.___ bestätig t. Sie empfehle eine stationäre Behandlung. Eine konsequente psychotherapeutische Behand lung und auch der Einsatz angstspezifischer Antidepressiva sei bislang nicht versucht worden. Dr. I.___ führte aus, das Gutachten von Dr. B.___ vermöge nun die diagnostischen Schlussfolgerungen von Dr. D.___ umzustossen. Es blieben aber wichtige Fragen zu krankheitsfördernden psy chosozialen Aspekten wie auch zu r Leidensbehandlung offen.

Sowohl die Angststörung als auch die depressive Symptomatik seien grundsätz lich behandelbar. Dies werde auch von Dr. B.___ bestätig t. Sie empfehle eine stationäre Behandlung. Eine konsequente psychotherapeutische Behand lung und auch der Einsatz angstspezifischer Antidepressiva sei bislang nicht versucht worden. Dr. I.___ führte aus, das Gutachten von Dr. B.___ vermöge nun die diagnostischen Schlussfolgerungen von Dr. D.___ umzustossen. Es blieben aber wichtige Fragen zu krankheitsfördernden psy chosozialen Aspekten wie auch zu r Leidensbehandlung offen. 3. 6 In Beantwortung der von der Besc hwerdegegnerin gestellten Zusatz fragen (vgl. Urk. 26 S. 2) führte Dr. B.___ in ihrem Bericht vom 8. November 2014 ( Urk. 30) aus, es handle sich bei der Weigerung der Versicherten, Medikamente einzunehmen, sowie bei der Ablehnung einer stationären Behandlung um eine krankheitsimmanente Problematik und nicht einfach um eine willentliche Weigerung der Versicherten, medizinische Hilfe anzunehmen (S. 1 f. Ziff. 1). Sowohl die medikamentöse als auch eine stationäre Behandlung gegen den krankheitsbedingt geäusserten Willen eines psychisch erkrankten Menschen sei en aus psychiatrischer Sicht wenig erfolgsversprechend und könnte n im Fall der Versicherten, die sich in einem psychisch sehr labilen Zustand befinde, durch die zusätzliche Belastung eher noch zu einer weiteren Dekompensation führen. Aufgrund einer Nutzen-Risiko-Einschätzung erscheine daher weder eine medikamentöse noch eine stationäre Behandlung gegen den Willen und Über zeugung der Versicherten als ärztlich indiziert (S. 2 Ziff. 1).

3. 6 In Beantwortung der von der Besc hwerdegegnerin gestellten Zusatz fragen (vgl. Urk. 26 S. 2) führte Dr. B.___ in ihrem Bericht vom 8. November 2014 ( Urk. 30) aus, es handle sich bei der Weigerung der Versicherten, Medikamente einzunehmen, sowie bei der Ablehnung einer stationären Behandlung um eine krankheitsimmanente Problematik und nicht einfach um eine willentliche Weigerung der Versicherten, medizinische Hilfe anzunehmen (S. 1 f. Ziff. 1). Sowohl die medikamentöse als auch eine stationäre Behandlung gegen den krankheitsbedingt geäusserten Willen eines psychisch erkrankten Menschen sei en aus psychiatrischer Sicht wenig erfolgsversprechend und könnte n im Fall der Versicherten, die sich in einem psychisch sehr labilen Zustand befinde, durch die zusätzliche Belastung eher noch zu einer weiteren Dekompensation führen. Aufgrund einer Nutzen-Risiko-Einschätzung erscheine daher weder eine medikamentöse noch eine stationäre Behandlung gegen den Willen und Über zeugung der Versicherten als ärztlich indiziert (S. 2 Ziff. 1). Zur Frage des Vorliegens von psychosozialen Belastungsfaktoren führte Dr. B.___ aus, die zum Zeitpunkt der Begutachtung im August/September 2014 bestehende Wohnsituation habe für die Versicherte, wie im Gutachten ausgeführt, einerseits sicher eine gewisse Belastung dargestellt, teilweise scheine sie auch eine Ressource zu aktivieren, indem sich die Beschwerdeführerin quasi als Familienoberhaupt um die Familie habe kümmern können. Die Beschwer deführerin empfinde die Abhängigkeit vom Sozialamt als quälend und kränkend. Dr. B.___ führte aus, gesamthaft könne gesagt werden, dass die psychosozialen Aspekte durchaus krankheitsfördernd beziehungsweise krankheitsunterhaltend seien, sie aber nicht der Grund für die Arbeitsunfähig keit, sondern, wenn überhaupt, dann eine Teilursache der psychiatrischen Problematik als solche seien. Die generalisierte Angststörung und die dissozia tive Störung mit ihrer Symptomatik schränkten die Beschwerdeführerin unab hängig von einer konkreten Angst vor erneuten Übergriffen ein (S. 3 Ziff. 2).

Zur Frage des Vorliegens von psychosozialen Belastungsfaktoren führte Dr. B.___ aus, die zum Zeitpunkt der Begutachtung im August/September 2014 bestehende Wohnsituation habe für die Versicherte, wie im Gutachten ausgeführt, einerseits sicher eine gewisse Belastung dargestellt, teilweise scheine sie auch eine Ressource zu aktivieren, indem sich die Beschwerdeführerin quasi als Familienoberhaupt um die Familie habe kümmern können. Die Beschwer deführerin empfinde die Abhängigkeit vom Sozialamt als quälend und kränkend. Dr. B.___ führte aus, gesamthaft könne gesagt werden, dass die psychosozialen Aspekte durchaus krankheitsfördernd beziehungsweise krankheitsunterhaltend seien, sie aber nicht der Grund für die Arbeitsunfähig keit, sondern, wenn überhaupt, dann eine Teilursache der psychiatrischen Problematik als solche seien. Die generalisierte Angststörung und die dissozia tive Störung mit ihrer Symptomatik schränkten die Beschwerdeführerin unab hängig von einer konkreten Angst vor erneuten Übergriffen ein (S. 3 Ziff. 2). Zur Frage des Verlauf es der Arbeitsfähigkeit führte Dr. B.___ aus, auf grund der dürftigen Aktenlage bezüglich konkreter Krankschreibungen, den psychisch bedingt eher ungenauen und unscharfen Angaben der Versicherten, in Verbindung mit der ohnehin recht wechselnden Tätigkeit als freiberufliche Übersetzerin, seien konkrete Angaben zum zeitlichen Verlauf der Erkrankung und damit dem Verlauf der Arbeitsfähigkeit sehr schwierig. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Informationen sei aber davon auszugehen, dass die Versi cherte seit etwa 2002 und 2003, also ungefähr im Zeitrahmen, seitdem sie ambulant psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen habe, zunehmend an diversen körperlichen und psychischen Symptomen leide. Diese hätten sie ein geschränkt und so wohl die körperliche als auch geistige Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit herabgesetzt. Konkrete Hinweise bezogen auf die Somati sierungsstörung und resultierende Einschränkungen fänden sich im Rahmen des Stellenwechsels 200 9. Damals scheine zunehmend die Arbeit als Ressource der Versicherten in den Hintergrund getreten zu sein und sich die körperliche und psychische Problematik verstärkt zu haben. Spätestens ab dem Ereignis vom April 2012, als es zu einer weiteren Bedrohungssituation und einem Übergriff durch eine Freundin der Versicherten gekommen sei, schienen die psychischen Kompensationsmechanismen der Versicherten dann vollständig eingebrochen zu sein, und allerspätestens ab diesem Zeitpunkt sei von der heute bestehenden Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Konkret lasse sich die Arbeitsfähigkeit der letzten Jahre aus psychiatrisch-gutachterlicher Sicht retrospektiv nicht bestimmen (S. 3 f. Ziff. 3).

Zur Frage des Verlauf es der Arbeitsfähigkeit führte Dr. B.___ aus, auf grund der dürftigen Aktenlage bezüglich konkreter Krankschreibungen, den psychisch bedingt eher ungenauen und unscharfen Angaben der Versicherten, in Verbindung mit der ohnehin recht wechselnden Tätigkeit als freiberufliche Übersetzerin, seien konkrete Angaben zum zeitlichen Verlauf der Erkrankung und damit dem Verlauf der Arbeitsfähigkeit sehr schwierig. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Informationen sei aber davon auszugehen, dass die Versi cherte seit etwa 2002 und 2003, also ungefähr im Zeitrahmen, seitdem sie ambulant psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen habe, zunehmend an diversen körperlichen und psychischen Symptomen leide. Diese hätten sie ein geschränkt und so wohl die körperliche als auch geistige Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit herabgesetzt. Konkrete Hinweise bezogen auf die Somati sierungsstörung und resultierende Einschränkungen fänden sich im Rahmen des Stellenwechsels 200 9. Damals scheine zunehmend die Arbeit als Ressource der Versicherten in den Hintergrund getreten zu sein und sich die körperliche und psychische Problematik verstärkt zu haben. Spätestens ab dem Ereignis vom April 2012, als es zu einer weiteren Bedrohungssituation und einem Übergriff durch eine Freundin der Versicherten gekommen sei, schienen die psychischen Kompensationsmechanismen der Versicherten dann vollständig eingebrochen zu sein, und allerspätestens ab diesem Zeitpunkt sei von der heute bestehenden Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Konkret lasse sich die Arbeitsfähigkeit der letzten Jahre aus psychiatrisch-gutachterlicher Sicht retrospektiv nicht bestimmen (S. 3 f. Ziff. 3). 3. 7 In seiner Stellungnahme vom 5. Dezember 2014 ( Urk. 34) führte Dr. I.___, RAD, aus, die Gutachterin stelle den medizinischen Sachverhalt insgesamt sehr ausfüh rlich und nachvollziehbar dar. Auch die Fragen, einschliesslich zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit, seien von ihr klar beantwortet worden (S. 1). Auf das Gutachten könne daher aus rein medizinischer Sicht abgestellt werden (S. 2).

3. 7 In seiner Stellungnahme vom 5. Dezember 2014 ( Urk. 34) führte Dr. I.___, RAD, aus, die Gutachterin stelle den medizinischen Sachverhalt insgesamt sehr ausfüh rlich und nachvollziehbar dar. Auch die Fragen, einschliesslich zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit, seien von ihr klar beantwortet worden (S. 1). Auf das Gutachten könne daher aus rein medizinischer Sicht abgestellt werden (S. 2). 4.

4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer leistungsanspruchsverneinenden Verfügung auf das psychiatrische Gutachten von Dr. D.___ vom Mai 2 013 (vorstehend E. 3.2 ) welcher eine Anpassungsstörung ( ICD-10 F43.23 ) diagnosti zierte und von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausging.

4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer leistungsanspruchsverneinenden Verfügung auf das psychiatrische Gutachten von Dr. D.___ vom Mai 2 013 (vorstehend E. 3.2 ) welcher eine Anpassungsstörung ( ICD-10 F43.23 ) diagnosti zierte und von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausging. In Anbetracht der schon seit dem Jahre 2003 dokumentierten psychiatrischen Problematik der Beschwerdeführerin (vgl. vorstehend E. 3.1 und 3.3) vermag die Diagnose einer Anpassungsstörung, welche rechtsprechungsgemäss als vorüber gehendes und damit auch nicht invalidisierendes psychisches Leiden (Urteil des Bundesgerichts 8C_322/2010 vom 9. August 2010 E. 5.2 mit Hinweisen) gilt, nicht zu überzeugen. Auch führte Dr. D.___ aus, die von der Explorandin beklagten vegetativen Symptome seien nicht beobachtbar gew esen. In den Akten sind jedoch verschiedene Ber ichte zu finden, in welchen die Beschwer deführerin Ärzte aufgrund der von ihr erlebten Symptome aufsuchte ( vgl. Urk. 7/8/8-11 ). Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesen Gegebenheiten nahm Dr. D.___ nicht vor. Auch suggerierte Dr. D.___, indem er ausführte, es sei nicht möglich, die angeblich vielen und dramatischen Ereig nisse, die die Explorandin angebe, zu objektivieren, dass sich alles hauptsäch lich auf subjektiver Ebene der Beschwerdeführerin abspiele. In d em den Akten beiliegenden Bericht der J.___ vom 6. November 2013 ( Urk. 7/30 = Urk. 3/6), welcher Dr. D.___ bei Erstellung seines Gutachtens nicht vorge legen hat, sind jedoch zahlreiche massive gewalttätige Übergriffe seit August 2001 dokumentiert.

In Anbetracht der schon seit dem Jahre 2003 dokumentierten psychiatrischen Problematik der Beschwerdeführerin (vgl. vorstehend E. 3.1 und 3.3) vermag die Diagnose einer Anpassungsstörung, welche rechtsprechungsgemäss als vorüber gehendes und damit auch nicht invalidisierendes psychisches Leiden (Urteil des Bundesgerichts 8C_322/2010 vom 9. August 2010 E. 5.2 mit Hinweisen) gilt, nicht zu überzeugen. Auch führte Dr. D.___ aus, die von der Explorandin beklagten vegetativen Symptome seien nicht beobachtbar gew esen. In den Akten sind jedoch verschiedene Ber ichte zu finden, in welchen die Beschwer deführerin Ärzte aufgrund der von ihr erlebten Symptome aufsuchte ( vgl. Urk. 7/8/8-11 ). Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesen Gegebenheiten nahm Dr. D.___ nicht vor. Auch suggerierte Dr. D.___, indem er ausführte, es sei nicht möglich, die angeblich vielen und dramatischen Ereig nisse, die die Explorandin angebe, zu objektivieren, dass sich alles hauptsäch lich auf subjektiver Ebene der Beschwerdeführerin abspiele. In d em den Akten beiliegenden Bericht der J.___ vom 6. November 2013 ( Urk. 7/30 = Urk. 3/6), welcher Dr. D.___ bei Erstellung seines Gutachtens nicht vorge legen hat, sind jedoch zahlreiche massive gewalttätige Übergriffe seit August 2001 dokumentiert. Aus den genannten Gründen vermag das Gutachten von Dr. D.___ den Anforderungen an eine beweiskräft ige Expertise (vorstehend E. 1.5 ) nicht zu genügen, was so auch von Seiten des RAD-Arztes Dr. I.___ in seiner Stellungnahme vom Oktober 2014 bestätigt wurde (vorstehend E. 3.5 ).

Aus den genannten Gründen vermag das Gutachten von Dr. D.___ den Anforderungen an eine beweiskräft ige Expertise (vorstehend E. 1.5 ) nicht zu genügen, was so auch von Seiten des RAD-Arztes Dr. I.___ in seiner Stellungnahme vom Oktober 2014 bestätigt wurde (vorstehend E. 3.5 ). Da die Bericht e der behandelnde Psychiaterin Dr. C.___ (vorstehend E. 3.1 und E. 3.3 ) zwar auf eine massive psychische Problematik hinwiesen, sich jedoch vor allem hinsichtlich der Diagnostik nicht vollends schlüssig zeigte, und damit keine abschliessende Einschätzung des Gesundheitszustandes und der Ar beitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu liessen, musste zur Klärung ein Gerichts gutachten bei Dr. B.___ eingeholt werden (vgl. vorstehend E. 3.4 ).

Da die Bericht e der behandelnde Psychiaterin Dr. C.___ (vorstehend E. 3.1 und E. 3.3 ) zwar auf eine massive psychische Problematik hinwiesen, sich jedoch vor allem hinsichtlich der Diagnostik nicht vollends schlüssig zeigte, und damit keine abschliessende Einschätzung des Gesundheitszustandes und der Ar beitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu liessen, musste zur Klärung ein Gerichts gutachten bei Dr. B.___ eingeholt werden (vgl. vorstehend E. 3.4 ). 4.2 Das gerichtlich eingeholte psychiatrische Gutachten von Dr. B.___ vom September 2014 (vorstehend E. 3. 4 ), ergänzt durch die Ausführungen vom November 2014 (vorstehend E. 3.6 ), erfüllt indes die Anforderungen an eine beweiskräft ige Expertise (vorstehend E. 1.5 ), indem es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersu chungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mi t diesen sowie dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinandersetzt. Schliesslich wurde das Gutachten in Kenntnis der Vorakten und unter Einholung von fremdanamnestischen Angaben abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medi zinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen der Expertin sind begrün det. Für die Entscheidfindung kann daher darauf abgestellt werden.

4.2 Das gerichtlich eingeholte psychiatrische Gutachten von Dr. B.___ vom September 2014 (vorstehend E. 3. 4 ), ergänzt durch die Ausführungen vom November 2014 (vorstehend E. 3.6 ), erfüllt indes die Anforderungen an eine beweiskräft ige Expertise (vorstehend E. 1.5 ), indem es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersu chungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mi t diesen sowie dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinandersetzt. Schliesslich wurde das Gutachten in Kenntnis der Vorakten und unter Einholung von fremdanamnestischen Angaben abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medi zinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen der Expertin sind begrün det. Für die Entscheidfindung kann daher darauf abgestellt werden. Auch die Beschwerdegegnerin ging am 1 1. Dezember 2014 ( Urk. 33 ) nach der Stellungnahme des RAD-Arzte s Dr. I.___ vom 5. Dezember 2014 (vorstehend E. 3.7 ), davon aus, dass aus medizinischer Sicht auf das Gutachten von Dr. B.___ abgestellt werden könne. Jedoch verneinte die Beschwerdegeg nerin eine abschliessende Beurteilungskompetenz von Dr. B.___ betref fend die Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit und kam nach Prüfung der Frage der Üb erwindbarkeit unter Hinweis auf zahlreichen Ressourcen der Beschwerdeführerin zum Schluss, dass zumindest in einer angepassten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähig keit nicht nachvollziehbar sei (vgl. Urk. 33 S. 1 f.).

Auch die Beschwerdegegnerin ging am 1 1. Dezember 2014 ( Urk. 33 ) nach der Stellungnahme des RAD-Arzte s Dr. I.___ vom 5. Dezember 2014 (vorstehend E. 3.7 ), davon aus, dass aus medizinischer Sicht auf das Gutachten von Dr. B.___ abgestellt werden könne. Jedoch verneinte die Beschwerdegeg nerin eine abschliessende Beurteilungskompetenz von Dr. B.___ betref fend die Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit und kam nach Prüfung der Frage der Üb erwindbarkeit unter Hinweis auf zahlreichen Ressourcen der Beschwerdeführerin zum Schluss, dass zumindest in einer angepassten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähig keit nicht nachvollziehbar sei (vgl. Urk. 33 S. 1 f.). 4.3 Dem Gutachten von Dr. B.___ lässt sich jedoch ohne weiteres ent nehmen, dass die Beschwerdeführerin in ihrem täglichen Leben massiv einge schränkt ist. Bei der beträchtlichen psychiatrischen Problematik reicht ein Ver weis auf teilweise vorgenommen e Haushaltstätigkeit und das unregelmässige Hüten der Enkel nicht aus, um entgegen der fachärztlichen Einschätzung eine Arbeitsfähigkeit zu begründen. Wie die Beschwerdeführerin in ihrer Stellung nahme vom 8. Januar 2015 ( Urk. 37) zu Recht bemängelte, handelt es sich bei den von der Beschwerdegegnerin aufgeführten Ressourcen teilweise um aus dem Kontext gerissene An gaben (vgl. Urk. 20 S. 20 Ziff. 2.6.1-2 ).

4.3 Dem Gutachten von Dr. B.___ lässt sich jedoch ohne weiteres ent nehmen, dass die Beschwerdeführerin in ihrem täglichen Leben massiv einge schränkt ist. Bei der beträchtlichen psychiatrischen Problematik reicht ein Ver weis auf teilweise vorgenommen e Haushaltstätigkeit und das unregelmässige Hüten der Enkel nicht aus, um entgegen der fachärztlichen Einschätzung eine Arbeitsfähigkeit zu begründen. Wie die Beschwerdeführerin in ihrer Stellung nahme vom 8. Januar 2015 ( Urk. 37) zu Recht bemängelte, handelt es sich bei den von der Beschwerdegegnerin aufgeführten Ressourcen teilweise um aus dem Kontext gerissene An gaben (vgl. Urk. 20 S. 20 Ziff. 2.6.1-2 ). 4.4 Zusammenfassend ist damit gestützt auf das psychiatri s che Gutachten von Dr. B.___ vom September 2014 (vorstehend E. 3.4) und ihre ergänzenden Ausführungen vom November 2014 (vorstehend E. 3.6 ) davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin spätestens ab April 2012 auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht mehr arbeitsfähig ist.

4.4 Zusammenfassend ist damit gestützt auf das psychiatri s che Gutachten von Dr. B.___ vom September 2014 (vorstehend E. 3.4) und ihre ergänzenden Ausführungen vom November 2014 (vorstehend E. 3.6 ) davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin spätestens ab April 2012 auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht mehr arbeitsfähig ist. 5.

5. 5.1 Aufgrund des Gesagten besteht bei der Beschwerdeführerin auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Arbeitsfähigkeit mehr. Demnach genügt für die Ermittlung des Invaliditätsgrades die Gegenüberstellung blosser Prozen tzahlen. Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von 100 % und damit ein Anspruch auf eine ganze Rente.

5.1 Aufgrund des Gesagten besteht bei der Beschwerdeführerin auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Arbeitsfähigkeit mehr. Demnach genügt für die Ermittlung des Invaliditätsgrades die Gegenüberstellung blosser Prozen tzahlen. Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von 100 % und damit ein Anspruch auf eine ganze Rente. 5.2 Zu prüfen bleibt der Zeitpunkt des Rentenbeginns. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid im Sinne von Art. 8 ATSG sind. Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG ( Art. 29 Abs. 1 IVG).

5.2 Zu prüfen bleibt der Zeitpunkt des Rentenbeginns. Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid im Sinne von Art. 8 ATSG sind. Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG ( Art. 29 Abs. 1 IVG). 5.3 Die Beschwerdeführer in meldete sich im August 2012 bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/2), weshalb sie unter der Voraussetzung, dass das Wartejahr abgelaufen ist, per 1. Februar 2013 Anspruch auf eine Inva lidenrente hätte (vgl. vorstehend E. 5.2).

5.3 Die Beschwerdeführer in meldete sich im August 2012 bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/2), weshalb sie unter der Voraussetzung, dass das Wartejahr abgelaufen ist, per 1. Februar 2013 Anspruch auf eine Inva lidenrente hätte (vgl. vorstehend E. 5.2). Dr. B.___ führte aus, dass sich der Beginn der Arbeitsunfähigkeit bei der Beschwerdeführerin nur schwer festsetzen liesse, da sich das gesamte Krank heitsbild einerseits schwankend in der Ausprägung zeigte und sich andererseits über die Jahre hinweg gesteigert habe. Eine massive Verschlechterung verzeich nete Dr. B.___ jedoch ab April 2012 und erachtete ab diesem Zeitpunkt keine Arbeitsfähigkeit mehr für gegeben.

Dr. B.___ führte aus, dass sich der Beginn der Arbeitsunfähigkeit bei der Beschwerdeführerin nur schwer festsetzen liesse, da sich das gesamte Krank heitsbild einerseits schwankend in der Ausprägung zeigte und sich andererseits über die Jahre hinweg gesteigert habe. Eine massive Verschlechterung verzeich nete Dr. B.___ jedoch ab April 2012 und erachtete ab diesem Zeitpunkt keine Arbeitsfähigkeit mehr für gegeben. Da zur Erfüllung des Wartejahres während eines Jahres lediglich eine durch schnittliche Arbeitsunfähigkeit von 40 % gefordert wird, ist auch mit Blick auf die von der behandelnden Psychiaterin seit 2003 attestierten Arbeitsunfähigkeit in den angestammten Tätigkeiten von 50 bis 100 %, davon auszugehen, dass das Wartejahr per Februar 2013 bereits abgelaufen war.

Da zur Erfüllung des Wartejahres während eines Jahres lediglich eine durch schnittliche Arbeitsunfähigkeit von 40 % gefordert wird, ist auch mit Blick auf die von der behandelnden Psychiaterin seit 2003 attestierten Arbeitsunfähigkeit in den angestammten Tätigkeiten von 50 bis 100 %, davon auszugehen, dass das Wartejahr per Februar 2013 bereits abgelaufen war. Es besteht demnach unter Berücksichtigung der dargelegten gesetzlichen Rege lung ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab 1. Februar 2013.

Es besteht demnach unter Berücksichtigung der dargelegten gesetzlichen Rege lung ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab 1. Februar 2013. 5.4 Die angefochtene Verfügung ist daher in Gutheissung der Beschwerde mit der Feststellung aufzuheben, dass die Beschwerdeführer in ab 1. Februar 2013 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat.

5.4 Die angefochtene Verfügung ist daher in Gutheissung der Beschwerde mit der Feststellung aufzuheben, dass die Beschwerdeführer in ab 1. Februar 2013 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat. 6.

6. 6.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos ten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 9 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

6.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos ten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 9 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6.2 Die Kosten für das Gerichtsgu tachten von Dr. B.___ vom 1. September 2014 ( Urk. 20) in Höhe von Fr. 7‘500.-- ( Urk. 21 ) sowie für deren Stellung nahme vom 8. November 2014 ( Urk. 30) in der Höhe von Fr. 600.-- ( Urk. 31) sind ebenfalls der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, war doch der medizinische Sachverhalt bei Verfüg ungserlass nur ungenügend erstellt.

6.2 Die Kosten für das Gerichtsgu tachten von Dr. B.___ vom 1. September 2014 ( Urk. 20) in Höhe von Fr. 7‘500.-- ( Urk. 21 ) sowie für deren Stellung nahme vom 8. November 2014 ( Urk. 30) in der Höhe von Fr. 600.-- ( Urk. 31) sind ebenfalls der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, war doch der medizinische Sachverhalt bei Verfüg ungserlass nur ungenügend erstellt. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 7. Januar 2014 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Februar 20 13 Anspruch auf eine ganze Invali denrente hat.

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 7. Januar 2014 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Februar 20 13 Anspruch auf eine ganze Invali denrente hat. 2. Die Gerichtsko sten von Fr. 900.-- und die Kosten für das Ger ichtsgutachten in Höhe von Fr. 7‘5 00.-- sowie für die Stellungnahme von Dr. B.___ vom 8. November 2014 in der Höhe von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahl ungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtsko sten von Fr. 900.-- und die Kosten für das Ger ichtsgutachten in Höhe von Fr. 7‘5 00.-- sowie für die Stellungnahme von Dr. B.___ vom 8. November 2014 in der Höhe von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahl ungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste

Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannSchucan