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Was ist eine gynäkologische Anamnese?
Die gynäkologische Anamnese bezeichnet die Erhebung der frauenheilkundlichen Krankheitsgeschichte. Bei Frauen mit Kinderwunsch wird insbesondere der Zyklus untersucht. Kommt die Monatsblutung regelmässig? Steigt die Basaltemperatur um 0,5°C in der zweiten Zyklushälfte an? Wie ist der Hormonstatus? Weiter werden auch die Geschlechtsorgane untersucht sowie bisherige Operationen, Schwangerschaften oder Fehlgeburten erfasst.
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Es können diagnostische Untersuchungen und Tests durchgeführt werden. Dazu gehören ein Ultraschall durch die Scheide, um die Gebärmutter und die Eierstöcke beurteilen zu können. Ausserdem kann die Dicke der Gebärmutterschleimhaut ausgemessen werden, wodurch ein Monitoring des Zyklus möglich wird. Mittels Abstrich können Infektionen diagnostiziert werden.
Die Hormon-Untersuchungen der Frau sind komplexer als beim Mann. Zwischen dem dritten und fünften Zyklustag werden LH, FSH, Östradiol, Testosteron, Androstendion, DHEA-S, SHBG und TSH gemessen. In der zweiten Zyklushälfte werden Progesteron und Prolaktin bestimmt.
Die Qualität des Zervixschleims kann mittels Insler-Score angegeben werde. Dabei werden unter anderem die Spinnbarkeit und die Muttermundweite beurteilt. Eventuell werden hormonelle Funktionstests durchgeführt, die auf unterschiedliche Weise die Reaktion von Gebärmutter, Eierstöcken und Hirnanhangsdrüse prüfen. Invasive Diagnostik-Verfahren stellen die Hysteroskopie (Gebärmutter-Spiegelung) und die diagnostische Laparoskopie (Bauchspiegelung) mit Chromopertubation dar.
Wie laufen die klinischen Untersuchungen ab?
Die Untersuchung beginnt mit der Anamnese, mit besonderem Augenmerk auf die gynäkologische Anamnese. Die gynäkologische Spekulum-Untersuchung und die Abstrich-Entnahme sind den meisten Frauen bereits bekannt. Ultraschalluntersuchungen können durch die Bauchdecke oder die Scheide durchgeführt werden.
Für Bestimmungen von Hormonspiegeln muss Blut abgenommen werden. Falls Hormontests durchgeführt werden müssen, ist mit einer mehrtägigen oder bis zu einem Monat dauernden Medikamenten-Einnahme zu rechnen.
Falls ein Verdacht besteht, dass die Eileiter nicht durchgängig sein könnten, wird eine eine „Chromopertubation“ vorgeschlagen. Dabei werden die Instrumente über kleine Löcher in der Bauchdecke in die Bauchhöhle eingeführt. Es wird dann ein blauer Farbstoff, wie beispielsweise Methylenblau, in die Gebärmutter injiziert. Fliesst der Farbstoff durch die Eileiter in den Bauchraum, sind die Eileiter durchlässig. Verbleibt Flüssigkeit in den Eileitern, liegt ein uterusferner Verschluss vor. Wenn der Farbstoff nicht in die Eileiter gelangt, handelt es sich um einen uterusnahen Verschluss.
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