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Auch ein halbes Jahr nach dem Tsunami sind die betroffenen Menschen auf der Insel Sulawesi in Indonesien auf Unterstützung angewiesen. Das Erdbeben mit dem Tsunami hat die Lebensgrundlage von Zehntausenden Menschen zerstört. Deshalb hilft Solidar Suisse aktuell mit Fischerbooten und „Cash for Work“, um regelmässige Einkommen zu sichern.
Das Erdbeben im Herbst 2018 löste einen Tsunami aus, der weite Teile der Stadt Palu und andere Orte entlang der Ostküste von Sulawesi verwüstete. Solidar Suisse hat in den letzten Monaten gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund für 10'000 Menschen Zugang zu Trinkwasser geschaffen und Latrinen aufgebaut. Nach dieser Soforthilfe unterstützen wir nun Menschen, die wegen des Tsunamis ihren Beruf nicht mehr ausüben können und weiterhin auf Hilfe angewiesen sind. Im Projektgebiet an der Ostküste von Sulawesi sind besonders Fischer und TagelöhnerInnen von den langfristigen Folgen der Katastrophe betroffen. Der Tsunami hat zahlreiche Boote und Motoren zerstört und es gibt zurzeit kaum bezahlte Arbeit.
Fischerboote als Grundlage für Einkommen
In Zusammenarbeit mit der lokalen Organisation MDMC (Muhammadiyah Disaster Management Center) stellt Solidar Suisse Fischerboote zur Verfügung, so dass die betroffenen Fischer wieder ihrer Arbeit nachkommen können. Für die kleinen Fischerboote werden heimische Materialien verwendet und aus den Erträgen wird der lokale Markt bedient.
Gemeinnützige Arbeit
Die TagelöhnerInnen, die wegen der Schäden in der Landwirtschaft kaum noch bezahlte Arbeit finden, können mit dem „Cash for Work“- Ansatz ein temporäres Einkommen erwirtschaften. Die betroffenen Menschen können Trümmer am Strand wegräumen und verschmutzte Bewässerungskanäle reinigen. Für diese Arbeiten werden sie von Solidar Suisse bezahlt.
Konsortium für Wiederaufbau
Mit der Unterstützung wird für über 2000 Menschen ein Einkommen zur Sicherung der Lebensgrundlagen geschaffen werden. Der Wiederaufbau auf Sulawesi erfolgt in Zusammenarbeit mit HEKS und mit der lokalen Organisation MDMC.