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In den USA ist eine Frau nach knapp zwei Jahrzehnten hinter Gittern freigesprochen und entlassen worden. Der zuständige Richter sprach von einem schweren Justizfehler.
Eine 1997 wegen Mordes verurteilte US-Amerikanerin ist freigesprochen und aus der Haft entlassen worden. Ein Richter im kalifornischen Torrance sprach am Freitag von einem schweren Justizfehler, der die Frau hinter Gitter gebracht habe, meldete die «Los Angeles Times».
Die heute 59 Jahre alte Susan Mellen war demnach aufgrund einer falschen Zeugenaussage zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die inzwischen gestorbene Zeugin sei eine «notorische Lügnerin» gewesen, befand Richter Mark Arnold, der den Schuldspruch gegen Mellen aufhob.
Geschworene sprachen sie schuldig
Die Zeugin hatte damals fälschlicherweise behauptet, die dreifache Mutter habe den Mord an einem obdachlosen Mann gestanden. Mellen wurde daraufhin in einem Geschworenenprozess schuldig gesprochen. Ihr Glaube an Gott habe ihr geholfen, die Jahre im Gefängnis zu überstehen, sagte Mellen nach der Freilassung. Ihre drei erwachsenen Kinder und andere Familienangehörige nahmen sie in Empfang.
Eine Anwältin der Organisation «Innocence Matters», die sich für unschuldig Inhaftierte einsetzt, hatte den Fall im vorigen Jahr neu aufgerollt.
(sda/dbe)