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Frühlingshimmel
Begeben wir uns auf eine geführte Wanderung durch den Himmel:
- Mizar (Zeta Ursae Majoris): der Stern befindet sich im Knick der Deichsel des Grossen Wagens. Wer gute Augen hat, sieht auch den Begleiter Alcor. Sicher aber ist mit dem Fernglas dieser Doppelstern aufzulösen. Mizar und Alcor sind optische Doppelsterne, d.h. sie liegen auf der gleichen Sichtlinie, haben aber nichts gemeinsam. Schaut man aber mit einem Teleskop auf Mizar, ist aber noch ein echter Begleiter von 4. Magnitude sichtbar. Dieser umkreist Mizar in 10'000 Jahren einmal.
- Xi Ursae Majoris: Dies ist ein weiterer Doppelstern im Grossen Bären. Zwei gelbe Sterne mit den Grössen 4.3 und 4.7 umkreisen einander in 60 Jahren. Mit einem Teleskop von 10 cm Durchmesser kann der Doppelstern getrennt werden. In den nächsten 30 Jahren entfernen sich die beiden Sterne immer mehr.
- Spiralgalaxie M81 in Ursae Major: Mit einem grossen Fernglas oder Teleskop findet man im nördlichen Gebiet der Grossen Bären einen schwachen, länglichen Fleck von einem Drittel der Grösse des Mondes.
- Spiralgalaxie M81 in Ursae Major: etwa ein halbes Grad nördlich findet man die etwas unregelmässige Galaxie M82. Mit einem Weitwinkel Okular kann man M81 und M82 gleichzeitig beobachten. Beide Galaxien sind etwa 10 Millionen Lichtjahre von uns entfernt.
- Spiralgalaxie M101 in Ursa Major: etwa 20 Millionen Lichtjahre entfernt ist diese Galaxie. Mit einem grösseren Instrument kann man die Spiralarme beobachten.
- Polaris (Alpha Ursae Minoris): Der Polarstern befindet sich ziemlich genau in der Verlängerung der Erdachse. Durch die Erdrotation scheint der ganze Himmel sich um diesen Stern zu drehen. Polaris ist ein Doppelstern, dessen Begleiter eine Grösse von 8.0 hat.
- Gamma Leonis: Mit einem Teleskop sieht man, dass Gamma Leonis ein Doppelstern ist, dessen Komponenten 2.2 und 3.2 gross sind. Die Umlaufzeit beträgt 600 Jahre.
- Melotte 111 (Coma Berenices): Ein riesiger Sternhaufen, der sich über 2.5 Grad erstreckt und am besten mit einem Fernglas zu betrachten ist.
- 24 Coma Berenices: Dies ist ein orange-blauer Doppelstern mit Magnituden von 5 und 7 – ein herrliches Paar im Teleskop.
- Spiralgalaxie M64 in Coma Berenices: Bereits mit einem kleineren Teleskop kann diese Galaxie gesehen werden. Aber erst ein Teleskop mit einer Öffnung von 20 cm zeigt das schwarze Auge – ein dunkles Gebiet in der Mitte der Galaxie.
- Praesepe M44 in Cancer: Dieser ausgedehnte offene Sternhaufen besteht aus etwa 75 Sternen, die sich über 1.5 Grad verteilen. Am schönsten ist M44 mit dem Fernglas zu betrachten. Weniger imposant wirkt M44 im Teleskop.
- M67 in Cancer: Ist ebenfalls ein offener Sternhaufen, wenn auch weniger gross. Mit einem Teleskop sind die einzelnen Sterne zu trennen.
- Iota in Cancer: Ist ein Doppelstern. Ein gelber Riese von 4m wird begleitet von einem blau-weissen Stern mit m7. Um den Doppelstern zu trennen, ist ein kleines Teleskop nötig.
- Zeta in Cancer: Ein weiterer Doppelstern mit Magnituden von 5 und 6. Mit einem kleinen Teleskop ist dieser Doppelstern leicht zu trennen.
- Offener Sternhaufen M48 in Hydra: Die Sterne diese Haufens verteilen etwa sich auf einer Fläche des Mondes. M48 ist leicht mit dem Fernglas aufzufinden.
- Planetarischer Nebel NGC 3242 in Hydra: Dieser Planetarische Nebel sieht im Teleskop aus wie Jupiter und wird daher auch Geist des Jupiters genannt. Bei schwacher Vergrösserung erscheint NGC 3242 als kleines blaugrünes Scheibchen in Grösse des Jupiters.
- Spiralgalaxie M83 in Hydra: Ist eine sehr schöne Galaxie. Die Struktur der Spiralarme ist aber erst mit einem grösseren Teleskop sichtbar.
- Strudel Galaxie M51 in Canes Venatici: Dies ist die erste Galaxie, beider Spiralarme entdeckt wurden. M51 ist nur schwer mit dem Fernglas zu sichten. Im Teleskop aber kann sogar die Begleit-Galaxie NGC 5195 beobachtet werden.
- Kugelsternhaufen M3 in Canes Venatici: M3 ist vielleicht weniger bekannt als andere Kugelsternhaufen, ist aber nicht weniger imposant. Mit einem Teleskop sind im Kugelhaufen einzelne Sterne aufgelöst.
- Arcturus (Alpha Boötis): Ist der hellste Stern nördlich des Himmelsäquators.
- Nu Boötis: Ist ein Doppelstern. Beide Sterne haben Magnitude 5, stehen aber nicht miteinander in Verbindung. Nu ist ein optischer Doppelstern und sehr leicht mit dem Fernglas zu trennen.
- Kappa Boötis: Ist ein weiterer optischer Doppelstern. Seine beiden Komponenten haben die Grösse 5 und 7. Dieser Doppelstern ist nur mit einem Teleskop zu trennen.
- Mu Boötis: Der Doppelstern besteht aus einem Stern von m4, begleitet von einem m7 Stern. Richtet man das Teleskop auf den schwächeren Stern, erkennt man bei starker Vergrösserung einen weiteren Stern von m8. Diese beiden schwachen Sterne bilden einen echten Doppelstern mit einer Rotationsperiode von 260 Jahren.
- Xi Boötis: Ein echter Doppelstern mit einer Umlaufzeit von 150 Jahren. Die beiden Komponenten sind rote und orange Riesen mit einer Grösse von 5 und 7.
- Zeta Coronae Borealis: Ist ein Doppelstern von blau-weissen Sternen mit Magnituden von 5 und 6.
- Spica (Alpha Virginis): Ist der hellste Stern der Jungfrau. Der Stern ist blau-weiss und 260 Lichtjahre von uns entfernt. Spica ist ein Bedeckungsveränderlicher und wechselt seine Helligkeit alle 4 Tage um 0.1 Magnituden.
- Sombrero Galaxie M104 in Virgo: Die Galaxie hat ein sehr helles Zentrum. Im grösseren Teleskop sieht diese Galaxie aus wie ein Mexikanischer Hut.
- Alpha Librae: Ist ein Doppelstern, dessen Sterne 3. und 5. Magnitude hell sind. Die Komponenten sind leicht zu trennen.
- Beta Librae: Der Stern ist ein Zungenbrecher, Zubenschamali sein Name. Dieser Stern ist einer der wenigen hellen Sterne, die von grünlicher Farbe sind. Vermutlich wird diese Farbe durch die chemische Zusammensetzung der äusseren Schichten und mit der Temperatur von Zubenschamali hervorgerufen.
Quelle
Frei übersetzt aus der Zeitschrift Astronomy, March 2005.