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Badi-Projekt kommt im Frühling zur Abstimmung
Das redimensionierte Schwimmbad-Projekt, das Ende September vorgelegt wurde, gelangt Ende März zur Abstimmung. Der Reider Gemeinderat hat beschlossen, dass die Bevölkerung in einer Doppelabstimmung gleichzeitig über die Stilllegung des Schwimmbads entscheiden soll, heisst es in einer Mitteilung aktuellen Mitteilung der Gemeinde.
Damit habe die Bevölkerung von Reiden die Möglichkeit, zu entscheiden, ob sie die finanzpolitischen oder die gesellschaftspolitischen Aspekte mehr gewichtet, heisst es weiter. Jedem Bürger müsse klar sein, dass die Badi nie selbsttragend sein könne und das Sanierungsprojekt Kosten im Umfang von 0,1 Steuereinheiten zur Folge haben könnte.
Der Verwaltungsrat der Badi Reiden AG hat im Herbst 2017 ein Sanierungsprojekt für 9,5 Millionen Franken ausgearbeitet. Standbeine wie der Ausbau des Spa-Bereichs, die Erstellung eines Erlebnisspielplatzes und eines Standplatzes für Wohnmobile für Durchreisende sollten dabei mehr Gäste anlocken. Dem Gemeinderat waren die Kosten aber zu hoch, er wollte diese Maximal-Variante nicht unterstützen.
Die Bevölkerung stimmt nun Ende März deshalb über ein redimensioniertes Projekt für 7,3 Millionen Franken ab. Die Erweiterung des Spa-Bereichs und die Stellplätze wurden aus dem Projekt gestrichen. Die Finanzierung soll mit einer Aktienkapitalerhöhung durch die Gemeinde Reiden von 2,4 Millionen Franken und einer Fremdkapitalbeschaffung von insgesamt 4,7 Millionen Franken realisiert werden. In der Fremdkapitalbeschaffung seien die zugesicherten Darlehen von fünf umliegenden Gemeinden einberechnet, heisst es weiter. Für das Projekt werde der Kreditgeber eine Solidarbürgschaft in der Höhe der Kreditsumme von der Gemeinde Reiden verlangen. Die Gemeinde Reiden habe zudem einen jährlichen Betriebsbeitrag zwischen 400 000 und 450 000 Franken zu leisten.