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In Abwesenheit des Olympiasiegers Tom Pidcock und des Niederländers Mathieu van der Poel musste Schurter im US-Bundesstaat West Virginia im Finish aufgrund eines platten Vorderreifens dem Amerikaner Christopher Blevins, dem Rumänen Vlad Dascalu und dem Tschechen Ondrej Cink den Vortritt lassen. Mathias Flückiger, der bereits vor dem Rennen als Gesamtweltcupsieger feststand, belegte als zweitbester Schweizer den 16. Rang. Auch er fiel durch einen Defekt aus dem Kampf um den Sieg.
Vor dem bitteren Materialschaden hatte Schurter das Tempo an der Spitze lange mitdiktiert und Mitte der Schlussrunde zum vermeintlich entscheidenden Angriff angesetzt. Statt dem 35-jährigen Bündner, der Absalons Bestmarke seit nunmehr zwei Jahren und zwei Monaten zusehends verbissener hinterherjagt, jubelte schliesslich überraschend Blevins. Für den 23-jährigen aus Colorado, der sein Potenzial Ende August mit dem Gewinn des WM-Titels im Short Race angedeutet hat, war es der erste Weltcupsieg.
Defekte hüben wie drüben
Am Ende war Schurter in den USA der grosse Pechvogel. Davor hatte er aber zunächst selbst von Defekten bei der Gegnerschaft profitiert. Bereits in der ersten Runde fiel Flückiger wegen eines platten Reifens aus der Entscheidung, wenig später musste auch der Franzose Victor Koretzky aufgrund eines «Plattens» abreissen lassen.
Koretzky wäre wohl Schurters gefährlichster Gegner in dem bei den Fahrern wenig geliebten Rennen in den USA gewesen. Der endschnelle Südfranzose hat den Schweizer im diesjährigen zweimal auf den letzten Metern auf den 2. Platz verwiesen, zuletzt vor zwei Wochen in Lenzerheide. In Snowshoe führte ihn eine beeindruckende Aufholjagd zumindest noch auf den 8. Platz.
Neben Schurter, Flückiger, Koretzky und dem Brasilianer Henrique Avancini, der bis in die Schlussrunde ebenfalls zur Spitzengruppe gehörte, kam auch Filippo Colombo nicht unbeschädigt durchs Rennen. Der 23-jährige Tessiner, der nach einer Verletzung zum Saisonbeginn immer stärker wurde und am Freitag zum ersten Mal im Short Race auf das Podest gestiegen ist, erlitt in Runde 2 einen Kettenriss und rannte zunächst zu Fuss weiter. Schliesslich gab er aber auf.
Flückiger vierter Schweizer Gesamtweltcupsieger
Mathias Flückiger hatte seinen Gesamtsieg schon im Short Race am Freitag klargemacht. Der 32-jährige Olympia- und WM-Zweite aus dem Oberaargau ist der vierte Schweizer Gesamtweltcupsieger nach Thomas Frischknecht, Christoph Sauser und Schurter.