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Der Dow Jones Industrial fiel gestern zunächst unter die Marke von 34'000 Punkten, erholte sich dann aber wieder und schloss +0.3% höher bei 34'416.99 Punkten. Der breite S&P 500 legte um +0.48% auf 4'363.55 Zähler zu und auch an der Technologiebörse stiegen die Kurse; der Nasdaq 100 verzeichnete einen Tagesgewinn von +0.63%. Für Optimismus sorgte die Ankündigung von Mich McConnell, dem Führer der Republikaner im Senat, eine Verlängerung der Schuldenobergrenze bis Dezember nicht zu blockieren. Gestützt wurde die Stimmung auch durch stärker als erwartete US-Arbeitsmarktdaten von ADP und der Nachricht, dass US-Präsident Joe Biden und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in den kommenden Wochen ein virtuelles Treffen planen.
In den USA hat sich die Beschäftigung in der Privatwirtschaft im September besser entwickelt als erwartet. Gemäss dem Arbeitsmarktdienstleister ADP (Automatic Data Processing) wurden im letzten Monat 568'000 neue Jobs geschaffen, verglichen mit 340'000 im August. Analysten hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um 425'000 Stellen gerechnet. Obwohl sich das Beschäftigungswachstum gegenüber dem zweiten Quartal abgeschwächt hat, setzt sich die Erholung am Arbeitsmarkt laut ADP fort. Der monatliche Bericht basiert auf einer Befragung von rund 460’000 amerikanischen Unternehmen mit etwa 26 Mio. Beschäftigten und gilt als Indikator für den am Freitag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht.
Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird sich der stark gestiegene Inflationsdruck bis Mitte 2022 wieder entspannen und auf das Niveau von vor der Coronakrise zurückgehen. Dem aktuellen Weltwirtschaftsbericht des IWF zufolge dürfte die Inflation in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften Ende 2021 mit +3.6% ihren Höhepunkt erreichen und in der ersten Hälfte 2022 wieder auf +2% sinken. In den Schwellenländern rechnet der IWF mit einem durchschnittlichen Inflationsspitzenwert von +6.8% und dann einem Rückgang auf +4%.
Die Notenbank von Neuseeland erhöhte ihren Leitzins um einen viertel Prozentpunkt auf +0.5%. Mit der ersten Zinserhöhung seit 2014 reagiert die Bank of New Zealand auf den zunehmenden Inflationsdruck. Der Zentralbank zufolge könnte die Teuerungsrate kurzfristig bis auf 4% steigen. Demzufolge signalisierte die Notenbank, die Zinsen falls notwendig weiter zu straffen. An den Kapitalmärkten war mit dem Zinsschritt jedoch gerechnet worden.
Nachdem die Aufträge in den vergangenen Monaten kräftig zugenommen hatten, verbuchte die Industrie in Deutschland im August einen empfindlichen Rückgang. Auf Jahressicht gingen die Bestellungen um -7.7% zurück, was laut dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden vor allem auf fehlende Grossaufträge (z.B. für Flugzeuge, Schiffe oder Züge) zurückzuführen gewesen ist. Jedoch sanken die Bestellungen auch ohne diese Komponente um rund -5%. Der Industrie machen die anhaltenden Lieferengpässe bei wichtigen Teilen und Rohstoffen zu schaffen.
|MEZ||Land||Indikator||Letzte Periode|
|07:45||CH||Arbeitslosenrate (September)||2.9%|
|08:00||DE||Industrieproduktion (August, M/M)||+1.0%|
|13:30||EZ||EZB-Protokoll|
|14:30||USA||Erstanträge Arbeitslosenversicherung (wöchentlich)||362'000|
|Land||Unternehmen||Periode|
|CH||Sika||Investorentag|
Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: <email-pii>
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG
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