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"Mein Lehrer sagt, Gott ist unsichtbar. Aber du kannst ihn fühlen. Du kannst ihn mit deinen Händen sehen. Jetzt suche ich überall – und irgendwann werde ich ihn finden und ihm alles sagen, auch die Dinge in meinem Herzen."
Die Farbe des Paradieses aus dem Jahre 1999 des preisgekrönten persischen Kult-Regisseurs Majid Majidi ist die filmische Umsetzung der von Antoine Saint-Exupéry's gewonnenen Erkenntnis: "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar."
Der Film, dessen zentrale Handlung die Geschichte eines blinden Jungen ist, dessen Vater sich für seine Blindheit schämt, ist eine schon fast poetische Abhandlung über den Sinn des Lebens und die Suche nach Gott – ohne Klischees und ohne simple Lösungen – ein Film, der als Loblied auf die Kraft der menschlichen Fantasie angelegt ist.
Sehen wir die Welt mit den Augen eines blinden Jungen...
Der Film handelt von einem blinden Jungen, Mohammad, der an einer Sonderschule in Teheran soeben seinen Abschluss gemacht hat. Mohammads Vater ist Witwer und will eine junge Frau aus seiner Entourage heiraten und bereitet sich auf die Hochzeit vor. Er besucht die Eltern des Mädchens und buhlt mit Geschenken um ihre Zustimmung. Dabei ist er bemüht, zu verbergen, dass er einen blinden Sohn hat, da er befürchtet, dass dies ein schlechtes Omen für die Familie des Mädchens sein könnte.
Zwischenzeitlich wandert Mohammad mit seinen Schwestern fröhlich durch die Täler seines Dorfes, geniesst und spürt die Natur um ihn herum, zählt und imitiert die Stimmen der Tiere. Sein Bezug zur Natur ist einzigartig. Er scheint ihre Rhythmen und Textur wie eine Sprache zu verstehen.
Damit die Familie seiner Frau nichts von Mohammad erfährt, überlässt er ihn bei einem ebenfalls blinden Zimmermann, der sich bereit erklärt, ihn als Lehrling aufzunehmen. Der Zimmermann entwickelt sich schnell zum Mentor des Jungen. Mohammads Großmutter ist über die Entscheidung des Vaters untröstlich. Sie verlässt das Familienhaus, wird kurz darauf krank und stirbt. Familie des Mädchens sieht dieses Ereignis als ein schlechtes Omen und das Verlöbnis wird aufgelöst.
In seiner Verzweiflung beschließt Mohammads Vater, ihn nach Hause zu bringen. Auf ihrem Weg überqueren sie eine kleine Holzbrücke, die plötzlich einstürzt. Das Drama nimmt seinen Lauf..
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