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Als eher unwahrscheinlich gelte ein «terroristischer Akt», sagte Verkehrsminister Maxim Sokolow am Montagmorgen nach einer Sitzung einer eigens gebildeten Untersuchungskommission. Für Montag hatte Präsident Wladimir Putin Staatstrauer angeordnet.
Bislang konnten elf Leichen geborgen werden. Zehn Leichen seien nach Moskau gebracht worden, um identifiziert zu werden.
Taucher haben ausserdem den Rumpf der Unglücksmaschine gefunden. Wie russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Ministerium für Katastrophenschutz meldeten, befand er sich in 27 Metern Tiefe.
Zwei Minuten nach dem Start verschwunden
Mehr als 3500 Helfer, darunter 150 Taucher, 39 Schiffe, fünf Helikopter und Drohnen waren bei der Suche nach Opfern und Wrackteilen im Einsatz. Die russischen Behörden weiteten derweil den Radius der Suche aus. Die Black Box konnte bisher noch nicht gefunden werden.
Das Flugzeug war aus Moskau kommend nach einer Zwischenlandung in der Schwarzmeerstadt Sotschi am frühen Sonntagmorgen in Richtung Syrien gestartet. Nur zwei Minuten später verschwand die Maschine laut den Behörden vom Radar.
Ziel war ein russischer Stützpunkt in Syrien
An Bord der Maschine waren 84 Passagiere sowie acht Besatzungsmitglieder, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Unter ihnen waren 64 Mitglieder des Alexandrow-Ensembles, das auch als Chor der Roten Armee bekannt ist.
Auch acht Militärangehörige waren in der Maschine, unter ihnen Chordirigent Waleri Chalilow. Der Armeechor sollte bei den Neujahrsfeiern auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt in Hmeimim im Westen Syriens auftreten.
Russland hatte im September 2015 in den Bürgerkrieg in Syrien eingegriffen und unterstützt den syrischen Staatschef Baschar al-Assad. (SDA)Publiziert am 26.12.2016 | Aktualisiert am 27.12.2016