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In einer Beziehung herrscht Gleichberechtigung. Im Grunde ja, trotzdem ist Putzen, Kochen, Waschen für viele Männer ein Tabuthema und bleibt oft an den Frauen hängen. Werden die Angaben betrachtet, welche Arbeiten in der Partnerschaft vollzogen werden, bleiben auserwählte Arbeiten mehrheitlich an den Frauen hängen, andere erneut eher von Männer bevorzugt werden während weitere zwischen Mann und Frau im Grossen und Ganzen aufgeteilt werden. Normale Hausarbeiten z.B. Kochen, Waschen oder Putzen werden bei ungefähr zwei Drittel der Paare von der Frau absolviert und nur zu einem Drittel von beiden. In den seltensten Fällen übernehmen Männer diese Aufgaben eher als die Frauen.
Kinderbetreuung, Shopping und Reparaturen
Eine ähnliche Struktur wird bei der Kinderbetreuung sichtbar. Auch hier sind Frauen deutlich mehr integriert als Männer. Etwas ausgeglichener ist die Arbeitsteilung beim Shopping. In diesem Bereich gibt es genügend Paare, wo die Frau mehrheitlich für das Einkaufen zuständig ist. Allerdings wird der Einkauf in der gleichen Anzahl der Partnerschaften von beiden gleich oft absolviert. Jedenfalls in jeder zehnten Beziehung übernimmt der Mann das Einkaufen häufiger als die Frau. Am weitesten Beachtung findet die Gleichberechtigung bei finanziellen Angelegenheiten und Behördengängen. In der Hälfte der Partnerschaften wird die Verantwortung geteilt, bei der anderen Hälfte dominiert manchmal der Mann oder die Frau. Als klassisches Männerdomizil erweisen sich erwartungsgemäss Reparaturen am Wagen, in der Wohnung oder am Haus. In über 80% der Beziehungen werden diese ähnlichen Aufgaben überwiegend vom Mann als von der Frau bearbeitet. Allgemein lässt sich feststellen, dass Frauen trotz aller tendenzieller Gleichberechtigung und trotz veränderten Rollen der Geschlechter weiterhin den mehrheitlichen Anteil der Haushaltsarbeiten übernehmen, speziell Routinearbeiten, die täglich wiederkehren. Natürlich gibt es auch genügend Partnerschaften, in denen Männer und Frauen anteilig die zu erledigenden Arbeiten beenden.
Kinder im Haushalt
Ein interessanter Gesichtspunkt auf die Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen ist der Einfluss über das Vorhandensein von Kindern. Die Resultate deuten darauf hin, dass die Arbeiten bei mehr als 50% der Paare ohne Anhang etwa gleichmässig auf Mann und Frau verteilt wird. Trotzdem wird hier bereits auf jeden Fall eine Hauptverantwortung bei der Frau sichtbar, da in etwa 42% der Beziehungen die Frau einen höheren Anteil der zu absolvierenden Arbeiten im privaten Bereich erledigt. Ist in einer Partnerschaft bereits ein jüngeres Kind vorhanden, wird dieses Ungleichgewicht nochmals prägnant zur Ungunst der Frau sichtbar. Die Frau erledigt in drei Viertel der Partnerschaften mehr Arbeiten im Haushalt als Männer. Zugleich fällt der Anteil der zu gleichen Teilen erledigten Aufgaben und dadurch minimiert sich der sowieso niedrige Anteil von Beziehungen mit aktiveren Männern. Hier wird durch drei Viertel aller Partnerschaften deutlich, Frauen erledigen mehr Hausarbeit als Männer. Bei älteren Kindern ist die männliche Beteiligung an der Hausarbeit wieder etwas höher, die allgemeine Ungleichheit bleibt jedoch hauptsächlich bestehen.
Bei der Auslegung dieser Ergebnisse wurde die jeweilige Proportion der beruflichen Arbeit nicht berücksichtigt. Viele Beziehungen zeigen nach der Geburt des Kindes, dass ein Partner sich mehr im beruflichen und der andere verstärkt im familiären Bereich beschäftigt. Die vorgestellten Resultate machen wenigstens deutlich, dass sich Frauen nach der Geburt eines Kindes offensichtlich ausgeprägter auf die Kindererziehung und Hausarbeit fokussieren als der männliche Part. Auch wird ersichtlich, dass die Einsatzbereitschaft der Frauen hinsichtlich der Arbeiten rund um das Haus und den Haushalt auch dann schon zugenommen hat, wenn noch gar keine Kinder gegenwärtig vorhanden sind. Fakt ist, während Frauen im Durchschnitt 164 Minuten täglich putzen, kochen oder bügeln, setzen sich Männer nur mit halb so viel Zeit mit diesen Tätigkeiten auseinander. Studien beweisen allerdings auch, eine faire Aufteilung der Hausarbeit kann sich durchaus für Paare lohnen: Umso mehr die Aufgaben im Haushalt aufgeteilt sind, umso glücklicher sind die Partner mit der Beziehung und umso weniger Ärger ist vorprogrammiert.
Bildquelle: Klaus Steves / pixelio.de