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Psychiatrisch-medizinischer Dienst
Leiterin des Dienstes: Dr.ssa Sara Fumagalli
Der psychiatrische ärztliche Dienst der Klinik Santa Croce befasst sich mit der ersten klinischen Beurteilung des Patienten durch ein Erstgespräch. Das theoretische Referenzmodell ist das bio-psycho-soziale Modell.
Das bedeutet, dass die Person in ihrer individuellen Komplexität und Besonderheit berücksichtigt wird: Neben biologischen Aspekten wird auch die psychologische und sozial-ökologische Funktionsweise (einschliesslich Arbeit oder Schule) verstanden und bewertet.
Diese Art von Ansatz ermöglicht es, in völliger Übereinstimmung mit dem Patienten ein therapeutisches Projekt zu formulieren, in dem die wichtigsten relevanten psychologischen Störungen, die Behandlungsstrategien und die therapeutischen Personen, die daran beteiligt sein werden, sowie alle sozialen und umweltbezogenen Interventionen, die für eine gute soziale und berufliche Wiedereingliederung nützlich sind, definiert werden.
Der Psychiater untersucht und überwacht klinische und biologische Variablen: Es ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass viele psychiatrische Symptome mit Störungen der Neurotransmitter (Dopamin, Serotonin, Noradrenalin) zusammenhängen können.
Der Ursprung dieser Störungen ist unterschiedlich: genetische Faktoren, begleitende somatische Pathologien, Traumata usw. Der Ansatz kann pharmakologisch sein, wenn das Symptom sehr dysfunktional und beeinträchtigend für den Betroffenen wird. Die pharmakologische Behandlung zielt darauf ab, diese Funktionsstörung durch eine individuelle Auswahl spezifischer Moleküle zu beheben, die im Laufe der Zeit von einem Spezialisten ständig überwacht werden müssen.
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ACT
ACT ist ein Akronym für Acceptance and Commitment Therapy (Akzeptanz- und Verpflichtungstherapie) und ist eine Form der kognitiven Verhaltenspsychotherapie der sogenannten „dritten Welle“ (d.h. der modernsten Theorien), die sich bei der Behandlung verschiedener psychischer Probleme wie Angst, Depression, Beziehungsprobleme, Abhängigkeiten und chronischer Schmerzen als wirksam erwiesen hat.
Die Forschungsergebnisse in diesem Bereich deuten darauf hin, dass die Bemühungen und Strategien, mit denen die Menschen versuchen, Probleme zu lösen, oft in eine Falle führen, die Leiden schafft. ACT geht auf einige der Vorstellungen und Ansätze ein, die üblicherweise zur Behandlung psychischer Probleme verwendet und gefördert werden, und stellt sie auf den Kopf, indem es davon ausgeht, dass psychische Probleme wichtig sind und nicht per se ein Zeichen von Pathologie darstellen.
In der Tat sind Schmerz und Leiden zwei verschiedene Zustände, ersterer unvermeidlich, letzterer durch unsere Strategien zur Schmerzvermeidung hervorgerufen. Wenn wir uns auf das konzentrieren, was uns wichtig ist (oder was wir schätzen) und nicht auf das, was wir vermeiden wollen, kann das unserem Leben eine neue Richtung geben. Um dies zu erreichen, lehrt ACT die Menschen, die Perspektive zu wechseln und dabei drei grundlegende Techniken anzuwenden:
– Achtsamkeit – eine Technik zur Erlangung von Bewusstsein und Kontakt mit dem Hier und Jetzt
– Akzeptanz, d.h. lebendiger Kontakt mit dem Schmerz und Engagementstrategien
– Verhaltensänderung in Richtung dessen, was die Person als ihre Richtung (oder Werte) ansieht.
Das wünschenswerte Ergebnis ist die sogenannte psychologische Flexibilität, die es uns ermöglicht, ein Leben zu führen, das nicht frei von Schmerzen ist, sondern vital und auf das ausgerichtet, was wir wirklich wollen. Es handelt sich um eine Behandlung, die empirisch gut abgesichert ist, insbesondere bei chronischen Schmerzen, Depressionen und Angstzuständen, die immer zahlreicher werden, auch bei Abhängigkeiten und Drogenmissbrauch.
Weitere Informationen finden Sie auf den Websites von ACT Italia oder Contextual Science oder in Texten wie „Acceptance and Commitment Therapy, Second Edition: The Process and Practice of Mindful Change“ (Kelly G. Wilson, Kirk D. Strosahl, Steven C. Hayes).
ACT wird durch die Ergebnisse von mehr als 60 RCTs gestützt (Randomized Control Trials, der goldene Standard in der Forschung). Eine 2006 veröffentlichte Meta-Analyse fasst diese Ergebnisse zusammen: Meta-Analyse, Hayes, Luoma, Bond, Masuda, & Lillis, 2006, Behaviour Research and Therapy im Januar 2006.
Quelle: ACT Italia
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Metodo GET®
Die GET®-Methode ist eine psychotherapeutische Methode, die darauf abzielt, der Borderline-Persönlichkeitsstörung eine bessere Lebensqualität zu geben. Es ist die erste evidenzbasierte Methode zur Behandlung von Borderline-Persönlichkeitsstörungen, die vollständig in Italien entwickelt wurde.
Die Behandlung beinhaltet eine gleichberechtigte Erfahrung in Gruppen, die sich auf die wichtigsten psychopathologischen Probleme der Borderline-Störung konzentrieren. In den Gruppen wird ein homogener Rahmen geschaffen, in dem die Teilnehmer durch eine bessere Kenntnis ihrer inneren Welt neue Erkenntnisse über ihre eigenen Emotionen und ihr Krisenmanagement gewinnen.
Therapeutische Erfahrungsgruppen (GET®), die von einem Moderator geleitet werden, sind eine Möglichkeit, auf die Kernelemente der Borderline-Persönlichkeitsstörung einzuwirken:
Emotionale Dysregulation ist eine atypische Art und Weise, Emotionen wahrzunehmen, die daher zu stark und schwer zu bewältigen sind, was häufig zu emotionaler Überlastung führt.
Impulsivität, also ein Verhalten, das impulsiv angepasst ist, um mit emotionaler Not zurechtzukommen und das oft schädlich für die Person wird: selbstverletzendes Verhalten, sexuelle Promiskuität, Drogenkonsum, Essstörungen.
Einsamkeit, Leere und das Gefühl der Verlassenheit, das heisst die Wahrnehmung, dass man der Gesellschaft nicht würdig ist, und daher die Tendenz, sich zu isolieren und ständig zu befürchten, dass man von seinem Umfeld verlassen wird.