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Die Analyse auf Affenpocken wird derzeit ausschliesslich durch das «Nationale Referenzzentrum für neu auftretende Virusinfektionen (CRIVE)» in Genf durchgeführt. Die Analyse von Affenpocken erfolgt dort mittels PCR.
- – Auf Wunsch übernimmt die Dr. Risch-Gruppe den Probenversand an das CRIVE.
- – Für die Analyse einen Abstrich von Bläschen/Pusteln oder eine Biopsie von Hauteffloreszenzen (Exsudat, Pustelinhalt, Krusten etc.) entnehmen und in «OptiSwab Transportmedium» einsenden.
- – Empfehlenswert ist die Einsendung von zwei Abstrichen in zwei getrennten «OptiSwab-Transportmedien», sodass bei negativem Ergebnis der Affenpocken-PCR und Nachverordnung weitere, alternative Erreger (z.B. Varizella-Zoster-Virus) gesucht werden können.
- – Die PCR aus EDTA-Blut kann ebenfalls durchgeführt werden, ist den Abstrichen/Biopsien jedoch dadurch benachteiligt, dass die Virämie nur von kurzer Dauer ist.
- – Im Fall eines positiven Befundes erfolgt eine Meldung an das BAG.
Über Affenpocken
Affenpocken verursachen in West- und Zentralafrika gelegentlich kleinere Ausbrüche. Seit Anfang Mai 2022 wurde erstmals eine aussergewöhnliche Häufung von Affenpocken mit einigen Hundert Fällen in mehreren Ländern in Europa, Nordamerika und Australien festgestellt. Weitere Fälle traten in Südamerika, Israel und den Vereinigten Arabischen Staaten auf, Verdachtsfälle in Nordafrika. Die Übertragung fand dabei von Mensch zu Mensch statt und nur sehr wenige der Betroffenen hatten sich zuvor in einem bisherigen Risikogebiet (West- und Zentralafrika) aufgehalten. In der Schweiz traten seit dem 21. Mai 2022 mehrere Fälle auf. Das BAG geht derzeit nicht von einer Gefahr für die breite Bevölkerung aus.
Quelle und weitere Informationen: BAG