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Die Frage, wie es der Bevölkerung eines Landes geht, ist von zentraler politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung. Wohlfahrt umfasst sowohl die materielle (z.B. Einkommen, Vermögen) als auch die immaterielle Situation der Bevölkerung (z.B. Bildung, Gesundheit, soziales Netz). Eine wichtige Rolle spielt für die Wohlfahrt neben der objektiven Lebenssituation auch ihre subjektive Einschätzung.
Ausgangspunkt des neuen Indikatorensystems zur Messung der Wohlfahrt ist die Überlegung, dass das ökonomische, natürliche, Human- und Sozialkapital im Rahmen von verschiedenen Prozessen zur Schaffung von Wohlfahrt verwendet wird. Das Indikatorensystem erlaubt es, Resultate aus verschiedenen Bereichen der öffentlichen Statistik zusammenzustellen. Durch die Berücksichtigung weiterer gesellschaftlicher, ökonomischer und ökologischer Aspekte soll eine rein wirtschaftliche Betrachtungsweise, die sich oft an der Entwicklung des Bruttoinlandprodukts (BIP) orientiert, ergänzt werden.
Die Mehrzahl der 40 Indikatoren ist am 23. November 2016 aktualisiert worden. Zudem wurden vier neue Indikatoren integriert: Kapitalstock, Verschuldung der öffentlichen Hand, politische Tätigkeiten und Vertrauen in Institutionen.