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“ Ich wurde am 5. März 1991 in Bern im Spital Beau Site geboren und war bereits als Baby resthörig, was bedeutet, dass ich ohne Hörhilfe einen Düsenjet hätten starten hören können. Da ich Grimassen und visuelle Eindrücke viel spannender als Sprache und Geräusche fand, bemerkte meine Mutter dies sehr schnell und ich bekam bereits mit 9 Monaten mein erstes Hörgerät.
Meine Eltern waren verständlicherweise anfangs mit der Situation und den von allen Seiten kommenden Ratschlägen überfordert. Manche sagten sogar ich würde niemals sprechen lernen, wenn man mir Gebärden beibringt.
So richteten meine Elten die Hörerziehung immer laut-sprachlich aus und entschieden sich für Hochdeutsch, da ich die unterschiedlichen Dialekte nicht verstand.
Ergänzend besuchte meine Mutter einen Gebärde Kurs und von dem Tag an gehörten beide Sprachen zu meinen Leben. Mit der Zeit hörte ich immer schlechter, so dass meine Eltern abklären liessen, ob ein CI (Chochlea Implantat) für mich in Frage käme. Dabei stellte sich heraus, dass ich eine Missbildung der Hörschnecke habe. Dies führt zu einer völligen Ertaubung während der Pubertät oder bis spätestens zum 30. Altersjahr.
So bekam ich mit 9. Jahren mein erstes CI und musste das Hören neu erlernen, da bei einen CI die Sprache und Umwelt nicht wie bei einen Hörgerät klingt. Was ich aber von diesem Tag an wahr nahm war Musik.
In der Schule hatten wir Rhythmik, was mir sehr gefiel und den Wunsch Ballett tanzen zu wollen in mir entfachte. Da meine Eltern jedoch verhindern wollten, dass mich dies traurig macht, da ich Musik nicht wie andere wahr nahm, schickten sie mich ins Geräteturnen.
Meine Liebe fürs Tanzen blieb jedoch und so ging ich später ins Hip Hop und habe allen Skeptikern zum Trotz tanzen gelernt. Sogar Salsa und Line Dance versuche ich, auch wenn es nicht einfach ist, wenn die Lieder keinen ausgeprägten Takt haben.
Doch ich gebe nicht auf und möchte in Zukunft gern etwas mit Tanzen machen. Wenn es für dich stimmt, dann bleib dabei und tu alles um deinen Traum zu erfüllen … auch wenn alle im Umfeld meinen: „Nein das geht nicht!.“