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Greminger Werner, Dr. oec. HSG, *1940
Werner Greminger ist in Oberwinterthur aufgewachsen und hat dort die Schulen besucht. Mehrere Jahrzehnte später wohnt er nun wieder in Oberi. Seine Heimatstadt hat er in den vielen Jahren seiner Auslandtätigkeit nie aus den Augen verloren und ist ihr verbunden geblieben. Das beweist seine 2008 gegründete eigene Stiftung, nämlich die Dr. Werner Greminger–Stiftung, welche bezweckt, Kultur und Natur in Winterthur zu fördern.
Werner Greminger wurde am 27. Februar 1940 in Bombay/Indien, dem heutigen Mumbai, geboren, wo sein Vater für die in Winterthur wohlbekannte Handelsfirma Gebrüder Volkart über 30 Jahre lang als Baumwoll-Kaufmann tätig war. Im gleichen Spital wie er wurden übrigens mehrere andere Winterthurer, ebenfalls von Volkart-Eltern, geboren, die heute noch miteinander bekannt sind und regelmässig Fotos und Erfahrungen austauschen. Indien war damals eine englische Kolonie und stand im Krieg, sodass er erst 1946 nach Oberwinterthur kam und dort im Kindergarten am Unterwegli erst Schweizerdeutsch lernen musste, weil alle Schweizer in Indien während des Krieges auch zuhause nur englisch sprachen. Dies gelang übrigens in kürzester Frist, ohne genau zu wissen, wie dies geschah…
Nach der Primarschule im Talacker und im Guggenbühl besuchte er das Gymnasium im Lee an der Rychenbergstrasse, das er 1959 mit der Maturität Typus A abschloss. Während dieser Zeit war er auch Mitglied der Mittelschulverbindung Vitodurania. Darnach studierte er Nationalökonomie an der Hochschule St. Gallen, wo er zum Dr.oec. HSG promovierte.
Wegen seines Dissertationsthemas über die Oligopole im Kartellgesetz (Oligopol ist eine Marktform, bei der viele Nachfrager wenigen marktmächtigen Anbietern gegenüberstehen) holte ihn der damalige Präsident der Kartellkommission, Nationalrat Professor Leo Schürmann, ins Sekretariat der Kartellkommission in Bern. 1972 reizte ihn ein Inserat der Firma Ciba-Geigy, in welchem junge Leute gesucht wurden, die bereit waren, ins Ausland zu gehen. So wurde er schon bald für zwei Jahre zur Tochterfirma nach Hongkong geschickt. Der Ferne Osten begeisterte ihn sehr. Auf Einladung der chinesischen Behörden als Business Friend of China reiste er 1975 noch zur Zeit Maos mit einer internationalen Gruppe drei Wochen lang durch China; auf anderen Reisen lernte er Japan, die Philippinen, Bali und Thailand kennen.
Später war er viele Jahre am Hauptsitz der Ciba-Geigy in Basel tätig, wieder verbunden mit reger Reisetätigkeit und jeweils unterbrochen durch mehrjährige Aufenthalte in Istanbul und Holland als Finanzdirektor der dortigen Tochtergesellschaften.
Diese beruflichen Tätigkeiten wurden 1996 abrupt unterbrochen durch einen Herzinfarkt und einen bösartigen Niertumor. Seither wohnt er wieder an der Rychenbergstrasse, wie schon seine Eltern seit der Rückkehr aus Indien im Jahre 1946 und hat seine Krankheiten bestens überstanden. Er unternahm seither mehrere Reisen nach Indien und besuchte dort die Wohn- und Ferienorte seiner frühen Kindheit anhand von Fotos und damals gerade aufkommenden Kodak-Farbfilmen seiner Eltern, also wohl vorbereitet und mit einem pflichtbewussten, vorsichtig fahrenden indischen Chauffeur.
Mangels Nachkommen und als grosser Fan von Winterthur beschloss er 2008, eine eigene Stiftung zu gründen, nämlich die Dr. Werner Greminger – Stiftung mit Sitz in Winterthur, welche bezweckt, Kultur und Natur in Winterthur zu fördern. Aus der Distanz hatte er während vieler Jahre Winterthur beobachtet und auch immer wieder besucht. Dabei kam er zur Erkenntnis, dass Winterthur mehrere erstklassige Museen von internationalem Rang besitzt, die aber von viel zu wenigen Besuchern frequentiert werden und auch ein ebenso hervorragendes Musikkollegium aufweist. Winterthur steht nach seiner Meinung zu sehr im Schatten von Zürich und verkauft sich zu wenig gut. Dies will er ändern und das reiche kulturelle Leben in der Stadt tatkräftig fördern, und zwar sämtliche kulturellen Bereiche ohne Unterschied. Er nimmt daher persönlich an Vernissagen und Anlässen von weit über einem Dutzend kulturellen Organisationen in unserer Stadt teil und verfügt inzwischen über ein gut ausgebautes personelles Netzwerk. Dazu gehören auch gute Kontakte zu den städtischen Behörden bis zum Stadtpräsidenten und dem House of Winterthur.“
Als Naturfreund und Hobby- Ornithologe, der auch Aufträge der Vogelwarte Sempach ausführte ( z.B. ein Feuchtgebietsmonitoring bei den Bommer Weihern/TG während 5 Jahren) will er nicht zuletzt auch die Vogel- und Tierwelt sowie den Landschaftsschutz und deren Pflege in der Umgebung Winterthurs kräftig fördern. Zu den geförderten Institutionen in diesem Bereich gehören zum Beispiel das Winterthurer Naturmuseum, der Wildpark Bruderhaus, die Greifvogelstation Berg am Irchel und das Birdlife-Naturzentrum Neeracherried.
Details zur Stiftung sind auf der Homepage unter www.wgremingerstiftung.ch zu finden.