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Wenn ein Angehöriger der Armee erkrankt, wird er vom Rest der Truppe isoliert und schnellstmöglich auf COVID-19 getestet. Ist das Ergebnis positiv, wird der Coronapatient vom Militärärztlichen Dienst und dem Pflegedienst der Armee betreut, versorgt und erst entlassen, wenn er wieder gesund ist. Die Armee kümmert sich um ihre Angehörigen.
Erkrankte Armeeangehörige erhalten im Dienst die bestmögliche medizinische Versorgung. Wer sich krank und grippal fühlt, muss sich unverzüglich zur Arztvisite melden. Aktuell leidet ein Armeeangehöriger eher an COVID-19 als an einer normalen Grippe; eine rasche Diagnose ist daher enorm wichtig. Auf der Krankenvisite beziehungsweise im Medizinischen Zentrum der Region (MZR) wird der Patient wie bei einer hausärztlichen Visite befragt und untersucht. Die Testung auf COVID-19 erfolgt über einen Abstrich. Der Patient mit Verdacht auf COVID-19 wird im MZR bis zum Erhalt des Testergebnisses isoliert und vom Militärärztlichen Dienst betreut und behandelt.
Pflege und Isolation bis zur Genesung
Wird der Verdacht durch das Testergebnis bestätigt, so erfolgt die mindestens zehntägige Isolation im MZR, wobei der Patient vor der Entlassung für zwei Tage symptomfrei sein muss. Nach dieser Zeit der Behandlung und Isolation beziehungsweise der Genesung kann der Angehörige der Armee gesund zurück zur Truppe entlassen werden.
Leidet der COVID-19-Patient an nicht kontrollierbarem Fieber, besteht der Verdacht auf eine Lungenentzündung oder klagt er über Atemprobleme, so erfolgt unverzüglich eine Verlegung in ein ziviles Spital zur Weiterbehandlung. Denn die militärische Grundversorgung kann keine schweren Coronafälle behandeln.
Eine Entlassung aus dem Militärdienst in die Selbstisolation nach Hause erfolgt jedoch nicht. Der militärärztliche Dienst und der Pflegedienst der Armee geben ihr Bestes zur Abklärung, Behandlung und Betreuung der im Militärdienst erkrankten Armeeangehörigen. So erhalten diese den bestmöglichen medizinischen Schutz.
Quelle: Schweizer Armee
10.4.2020