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Die Schweiz übernimmt die jüngsten EU-Sanktionen gegen Russland und Weissrussland wegen des Ukraine-Krieges. Das bedeutet, dass die Schweiz den Handel mit russischem Öl einstellen wird. Die Sanktionen werden schrittweise mit Übergangsfristen bis Anfang 2023 wirksam, teilte die Schweizer Regierung am Freitag mit. Die EU-Mitgliedstaaten haben sich Ende Mai auf das Einfuhrverbot geeinigt.
Die Entscheidung könnte weitreichende Folgen für den Handel mit russischen Rohstoffen haben. Laut einem Bericht des Schweizer Wirtschaftsmagazins Bilanz werden rund 50 bis 80 Prozent der Rohstoffe aus Russland über die Schweiz gehandelt. Unabhängige Ölhändler wie Vitol und Trafigura, die beide in der Schweiz ansässig sind, haben bereits im vergangenen Monat angekündigt, den Kauf und Verkauf von russischem Rohöl und Erdölprodukten einzustellen – so die deutsche Nachrichtenagentur DPA.
Zusätzlich zu den EU-Sanktionen wird hundert Russen und Weißrussen die Einreise in die Schweiz untersagt. Im Februar beschloss die Schweizer Regierung, sich den EU-Sanktionen gegen Russland anzuschließen, ein bemerkenswerter Schritt für ein Land, das eher neutral ist.