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Die Baikal-Amur Magistrale, kurz BAM genannt, ist eine Eisenbahnverbindung, die nördlich der Transsibirischen Eisenbahn durch Sibirien führt. Sie ist 3145 Kilometer lang und verbindet Ust-Kut bei Krasnojarsk mit Komsomolsk am Amur.
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Erste Pläne für den Bau einer 2. Eisenbahnlinie zum Pazifik wurden bereits anfangs des 19. Jahrhunderts geschmiedet, unter anderem auch um eine Alternative zu der direkt an der chinesischen Grenze verlaufenden Transsibirischen Eisenbahn zu schaffen. 1937 fiel schliesslich der definitive Baubeschluss.
Während des 2. Weltkrieges wurde die Bautätigkeit unterbrochen und einige Teile sogar wieder abmontiert und für den Bau der Wolga-Eisenbahnlinie eingesetzt, um die Versorgung von Stalingrad zu gewährleisten.
Die BAM wurde das teuerste Eisenbahnprojekt Russlands. Über Jahre hinweg wurde sie immer weiter ausgebaut. Es entstanden neue Strecken, Tunnels wurden gebohrt, Brücken gebaut, Städte und Industriebetriebe gegründet.
Der grösste Teil der Strecke führt über Permafrostboden, was den Bau so schwierig gestaltete. Mehr als 3000 Brücken waren nötig, um die vielen Flüsse und Sümpfe zu überqueren. Unzählige Tunnels, Gallerien und andere Konstruktionen führen durch das Stanowojgebirge.
Offiziell fertiggestellt wurde die BAM schliesslich im Jahre 1984. Das letzte Tunnel hingegen wurde erst im Jahr 2001 eröffnet. In der Zwischenzeit wurden die Passagiere mit Geländewagen auf dem fehlenden Stück transportiert.