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Russland: Keine Verbindung zwischen Übungsalarm in Russland und Ereignissen in Ukraine
Die am Mittwoch bekannt gegebene überraschende Überprüfung der Kampfbereitschaft der russischen Truppen des Militärbezirks West hat Beunruhigung in der Nato-Militärführung sowie bei den ukrainischen Generälen ausgelöst. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu dementierte allerdings einen Zusammenhang zwischen der Truppenübung und den Ereignissen in der Ukraine. Das Verteidigungsamt dementierte auch die Medienberichte, laut denen eine russische Spezialeinheit der 3. Brigade der Hauptverwaltung Aufklärung zum Schutz der Schwarzmeerflotte nach Sewastopol entsendet wurde und dass nun die Militärs der 31. Brigade der Luftlandetruppen an der Reihe sind. An der Truppenübung, die vom 28. Februar bis 3. März dauern wird, nimmt jeder sechste Angehörige der russischen Armee teil.
Im Zusammenhang mit den Ereignissen in der Ukraine soll nach Zeitungsangaben die Staatsduma (russisches Unterhaus) aufgefordert werden, ein erleichtertes Verfahren nicht nur für die Ausstellung russischer Pässe für die Ukrainer, sondern auch zur Eingliederung neuer Föderationssubjekte zu beschließen. Die Chefin des Duma-Sicherheitsausschusses Irina Jarowaja bewertete inzwischen die Ereignisse in der Ukraine als einen guten Anlass zur strafrechtlichen Verurteilung der Rehabilitierung der Nazi-Ideologie.
Die Gesamtsumme der ukrainischen Schulden beläuft sich laut Premier Arseni Jazenjuk auf 130 Mrd. US-Dollar. Renten wurden bereits seit rund einem Monat nicht ausgezahlt. Die Staatskasse ist leer. Am Montag hatte der amtierende Finanzminister Juri Kolobow allerdings behauptet, dass die Ukraine „nur“ 35 Mrd. Dollar brauche. Laut Schätzungen von Morgan Stanley betragen die Außenschulden des Landes einschließlich des Privatsektors rund 137 Mrd. Dollar. Bloomberg zufolge wird das Land in diesem Jahr acht Mrd. Dollar und im nächsten Jahr neun Mrd. Dollar Staatsschulden tilgen müssen. Die Devisenreserven des Landes schrumpften im Laufe des Februars von 17,8 auf 15 Mrd. Dollar. Das ist der Tiefststand seit acht Jahren.