Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03565.jsonl.gz/510

Morbus Parkinson (Schüttellähmung) kennzeichnet eine neurologische Erkrankung, die dazu führt, dass der Transmitter (Botenstoff) Dopamin nicht mehr ausreichend gebildet wird. Dopamin ist für den flüssigen Bewegungsablauf des Menschen unabdingbar. Ein Verlust der Dopamin-produzierenden Zellen führt somit zu weitreichenden Veränderungen.
Morbus Parkinson tritt vornehmlich zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr auf und zählt damit zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen des fortgeschrittenen Alters. Ca. ein Prozent der über 60-Jährigen leiden an Parkinson, die Erkrankungsrate steigt mit zunehmendem Alter.
Seit Langem gingen Wissenschaftler davon aus, dass der Nucleus subthalamicus, eine etwa erbsengroße Struktur im Gehirn, bei den Erkrankten wie ein Störsender wirkt und falsche Signale an die Muskeln weiterleitet. Doch neue Erkenntnisse einer Kölner Forschergruppe zeigen, dass die fehlerhaften Signale bereits von den Muskeln selber ausgehen.
Der Nucleus subthalamicus, der als Steuerstelle der Grobmotorik gilt, fungiert somit lediglich als Umschaltstation, der die fehlerhaften Impulse der Muskeln an das restliche Gehirn weitergibt. Diese defekte Rückkopplungsschleife, die dazu führt, dass ebenfalls falsche Signale an die Muskeln zurückgeleitet werden, lässt sich dann nicht mehr unterbrechen.
Hauptsächlich liegt die idiopathische Form vor, bei der es durch bisher unbekannte Ursachen zu einem langsamen Absterben der speziellen Nervenzellen in der Substantia nigra (schwarze Substanz) kommt. Anders übersetzt: "Idiopathisch" heißt in der Medizin "ohne ersichtlichen Grund" - oder anders: "Ich habe keine Ahnung".
Daneben zeigt sich eine genetisch bedingte Variante (Paralysis agitans), bei der das Erbgut verändert ist und autosomal dominant an die Nachkommen übertragen wird.
Das sekundäre Parkinson-Syndrom(selten) entwickelt sich durch exogene Faktoren wie z.B. Umweltgifte (z.B. Kohlenmonoxid) oder Medikamente (= Parkinsonoid, vor allem nach der Gabe von Neuroleptika). Diese führen, ähnlich der idiopathischen Form, zu einem langsamen Verlust der Dopaminproduzenten.
Zu den mit Parkinson-Symptomen einhergehenden Erkrankungen zählen unter anderem Morbus Wilson, Tumore des Gehirns, arteriosklerotische Veränderungen im Gehirn (verminderte Gehirndurchblutung), postenzephalitischer Parkinson (kann während einer Enzephalitis oder erst Jahre danach auftreten) sowie der vor allem bei Boxern, verursacht durch wiederkehrende Schläge und Erschütterungen am Kopf (Commotio oder Contusio cerebri), beobachtbare Boxerparkinson.
Symptome
Die Kardinalssymptome des Morbus Parkinson sind:
Diese Symptome entwickeln sich meist erst spät und dann stetig zunehmend.
Zu Beginn leiden Betroffene unter unspezifischen Beschwerden wie z.B. Muskelverspannungen, Müdigkeit, rascher Erschöpfung, innerer Unruhe, Obstipationen(Verstopfungen), depressiven Verstimmungen, plötzlich einsetzende Schweißausbrüche(Hyperhidrosis, vermehrt nachts) sowie leichtem Zittern der Glieder.
Im Verlauf nehmen diese Anzeichen (zuerst meist einseitig) zu, dabei steigert sich das Zittern (Tremor)derart, dass Bewegungen unkontrolliert werden und feinmotorische Abläufe kaum mehr möglich sind. Der Tremor ist auch im Ruhezustand beobachtbar.
Trotz des andauernden Zitterns wirken die Muskeln steif und ungelenk (Rigor). Rigor und Tremor verursachen zum Teil auch vermehrt Schmerzen im Skelett- und Muskelbereich.
Das Gesicht weist eine abnehmende Fähigkeit zur Mimik auf und ist zuletzt wie eingefroren (Maskengesicht).
Insgesamt sind Bewegungen verlangsamt (Hypokinese) und führen zur vollständigen Unfähigkeit bestimmter Bewegungsmuster (Akinese).
Auch seelische Abläufe sind verzögert (Bradyphrenie), der Betroffene wirkt dement oder psychisch verstimmt.
Organotrope Therapie
Bei der organotropen Therapie geht es darum, geschwächte Organe zu unterstützen.
Pflanzenheilkunde: es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Homöopathisch: aufbereitete mineralische, pflanzliche oder Organbestandteile werden nach einem bestimmten Verfahren potenziert, d. h. aufbereitet, verdünnt und verschüttelt.
Orthomolekulare Therapie: mit den passenden Vitaminen, Mineralstoffen, Amino- und Fettsäuren wird eine Unterstützung der betroffenen Organe angestrebt.
Personotrope Therapie
Anders als bei der organotropen Therapie geht es nicht um die einzelnen Organe, sondern um den ganzen Menschen. Es werden bei der personotropen Therapie die Konstitution und damit die Selbstheilungskräfte des Menschen unterstützt. Die schulmedizinische Diagnose spielt hierbei keine Rolle, sondern die Ausprägungen des körperlichen Abwehrsystems.
Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die in kommen.
Die homöopathische Behandlung:
In einer ausführlichen Anamnese (Krankengeschichte) versucht der Homöopath, den Patienten als Ganzes in all seinen Lebensbereichen zu erfassen und alle Symptome und bisherigen Erkrankungen zu ordnen. Anhand dieser Gesamtheit der Symptome, wird anschließend das homöopathische Mittel bestimmt, das in seinem Arzneimittelbild die beste Übereinstimmung mit den Symptomen des Patienten aufweist. Eine homöopathische Behandlung von chronischen Krankheiten wird auch als Konstitutionsbehandlung bezeichnet.
Die phytotherapeutische Behandlung:
Es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Akupunktur:
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre.
Wichtig: Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen!
Abraten möchte ich vor Versuchen der Selbstbehandlung. Es geht hier nicht darum, mal eben schnell ein Symptom aus dem Weg zu räumen, sondern um die Stimulierung regulatorischer Prozesse tief im Organismus. Hier ist unbedingt ein Fachmann gefragt, der nach gründlichem, mehrjährigem Studium der klassischen Homöopathie in der Lage ist, das passende Einzelmittel auszuwählen und den Verlauf der Therapie zu beurteilen. Generell gibt es hunderte von potentiell wirksamen Arzneien für diese Krankheit. Davon werden mindestens zwei Duzend besonders häufig mit Erfolg eingesetzt. Aber im jeweiligen Einzelfall ist es immer ein bestimmtes Mittel oder eine ganz bestimmte Mittelfolge, die dem Patienten hilft, seine Schwierigkeiten besser zu meistern. Die Veränderungen, die auf das Mittel eintreten sind oft sehr subtil und für den Laien schwer zu beurteilen.
Bei der homöopathischen Behandlung geht es nicht darum, in die Persönlichkeit des Patienten einzugreifen. Wir alle haben unsere größeren oder kleineren Schwachstellen, die ein Teil unserer Individualität sind und uns von allen anderen Menschen abheben. Nur indem wir lernen, diese zu akzeptieren, können sie unser Leben bereichern. Dagegen beschneidet der Versuch, menschliches Verhalten in Schablonen zu pressen, unser Selbst und macht uns ärmer und kränker. Daher kann es nicht unser Ziel sein, nur ein besseres „Funktionieren“ des Patienten durch reine Symptomenunterdrückung zu erreichen.