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Wie die Nachrichtenagentur Reuters herausgefunden haben will, hat das zum Verkauf stehende Stahlwerk von ThyssenKrupp in Brasilien nur niedrige Gebote erhalten. Nun versuche der Stahlkonzern, die Offerten weiter nach oben zu treiben, wie die brasilianische Nachrichtenagentur Agencia Estado am Samstag berichtete.
Insider sagten, die zwei Hauptinteressenten Brasiliens Cia Siderurgica Nacional und der italienisch-argentinische Stahlkonzern Ternium pochten auf den Wille der Deutschen, das verlustreiche Werk in Cia Siderurgica do Atlantico so schnell wie möglich veräussern zu wollen. So soll Cia Siderurgica Nacional bis zu 3,8 Milliarden Dollar bieten. Dieses Angebot beinhaltet das Werk in dem südamerikanischen Land, als auch die Hütte im US-Bundesstaat Alabama. Beim Bau der beiden Anlagen mussten die Deutschen allerdings mit 15,5 Milliarden rund das Vierfache aufbieten.
Ein Sprecher von ThyssenKrupp lehnte eine Stellungnahme ab und bekräftigte nur: “Der Prozess verläuft planmässig. Zu Namen und anderen Details machen wir keine Angaben.“ Weiter betonte er, ThyssenKrupp sei weiterhin sehr zuversichtlich, den Verkaufsprozess bis Ende des Geschäftsjahres 2012/13 abschliessen zu können.