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«Rusatom Cargo» plant ein Projekt für ein Seeterminal in der Region Murmansk. Dabei handelt es sich um einen Umschlagplatz für Seecontainer. Die Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des Terminals ist für März 2024 geplant, die zweite Stufe für Juli 2024. Das Transit-Terminal wird zwischen Lavna und Belokamenka auf der Westseite der Kola-Halbinsel gebaut und soll voraussichtlich 460 Millionen Euro verschlingen.
Beim Containerhafen bei Murmansk handelt es sich um einen Umlade-Terminal für Fracht durch die Nordostpassage. Als Gegenstück ist auf der Ostseite der Nordostpassage ein Containerterminal im Raum Primosky, westlich von Wladiwostok geplant. Die Terminals führen eine reine Transitfunktion aus. Angeliefert oder abgeholt werden Container welche von nicht verstärkten Schiffen auf eisverstärkte Schiffe umgeladen und durch die Nordostpassage transportiert werden. In Wintermonaten werden die Fahrten teilweise mit Eisbrecher-Eskorte durch den nördlichen Seeweg begleitet. Durch das ‘Bündeln’ der Fracht können die Schiffe schneller be- und entladen werden, was der Auslastung und Geschwindigkeit der Transporte entgegenkommt.
Zudem plant «Rusatom Cargo» eine eigene Flotte von Containerschiffen mit der Eisklasse Arc7 zu bauen.
Der Pilotbetrieb des Projekts soll 2024 mit einem Jahresumsatz von 8 bis 10 Millionen Tonnen pro Jahr beginnen.
Der strategische Investor des Projekts ist «DP World». Das Unternehmen ist einer der weltweit größten Hafenbetreiber und unterhält in verschiedenen Ländern zusammen 78 Terminals. Etwa 80 Prozent des Geschäfts liegen im Bereich Containerhäfen. Derzeit laufen Verhandlungen über die Gründung eines Joint Ventures.
«Rusatom Cargo» ist ein Unternehmen des staatlichen Betriebes «Rosatom», das im Rahmen seines Logistikprojekts gegründet wurde. «Rusatom Cargo» ist ein Logistikunternehmen, das Schifffahrtsdienstleistungen für Projekte der russischen Nuklearindustrie im Ausland erbringt und die internationale Transitschifffahrt über den Northern Transit Corridor (NTC) auf der Grundlage der Nordseeroute organisiert und entwickelt.
Heiner Kubny, PolarJournal