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Im äussersten Westen Siziliens sind die Salinen von Trapani zu besichtigen, Salzgärten, mit denen seit Jahrhunderten das Weisse Gold aus dem Meerwasser gewonnen wird. Der Hauptgrund, warum sich ein Besuch der knapp 70.000 Einwohner zählenden Stadt lohnt, liegt 750 Meter höher. Das Städtchen, das die Kuppe des gleichnamigen Berges bedeckt, heisst Erice und hat 30.000 Einwohner.
Es handelt sich sehr wahrscheinlich um einen Ort des Venuskults, um das sagenhafte antike Eryx, um das Herakles eine Mauer zu bauen hatte, kaum dass er den Stall des Augias ausgemistet hatte.
Vom 700 Meter hoch über dem Afrikanischen Meer gelegenen Erice kann man bei sehr klarem Wetter in der Ferne die Berge von Hammam Lif erkennen und die Bucht von Tunis erahnen, wo immer Karthago immer noch in Trümmer liegt. Jeden Tag aber sieht man wunderschön auf Trapani, das sich tatsächlich wie eine riesige weisse Sichel (griechisch: Trepanon) ins Afrikanische Meer erstreckt. Man sieht ferner auf die vorgelagerten Egadischen Inseln, auf Favignana, Levanzo und Marettimo, auf die weiten Ebenen des Trapanesischen Hinterlandes und gegen Norden hinaus zum Capo San Vito mit dem meerumspülten Monte Cofano und dem Naturpark Zingaro. Es dürfte die schönste Aussicht sein, die Sizilien zu biaeten hat. Nur der Blick vom Monte Pellegrino, dem Hausberg Palermos, kann da einigermassen mithalten.