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Guten Morgen. Heute darf ich euch doppelt in meinem Namen begrüssen, denn die heutige Geschichte handelt ebenfalls von einer Rebecca. Rebecca Kushu wurde im Jahr 2002 im nördlichen Teil Kenias geboren und gehört dem Nomandenstamm der Marsabit-Menschen an. Sie hatte einige ältere Brüder und wohnte mit ihnen und ihren Eltern in einem kleinen abgelegenen Dorf. Als Rebecca wenige Jahre alt war, verliess der Vater die Familie, da er in Äthiopien noch eine andere Familie hatte, zu welcher er zog.
So wuchs Rebecca mehrheitlich in der Obhut ihrer Mutter heran, bis diese schwer krank wurde und im Jahr 2007 an den Folgen der Krankheit starb. Rebecca kam unter die Obhut ihrer Brüder, welche jedoch oft mit den Schafen und Ziegen auf weit entfernte Weideplätze gehen mussten. So war Rebecca schon im Alter von 5 Jahren oft auf sich allein gestellt, und musste sich mit gelegentlicher Hilfe von Nachbarn selber durchschlagen.
Als sich Rebeccas Gesundheitszustand zusehends verschlechterte und sie immer wieder krank war, schalteten die Brüder den Pastor der nahegelegenen GOA-Gemeinde in Marsabit Town ein. Dieser erkannte sofort den Ernst der Lage und nahm Kontakt mit einem Waisenhaus in Nairobi auf. Das GOA-Waisenhaus Merciful Redeemer war bereit, Rebecca aufzunehmen, da die Brüder wegen ihren Tieren keine Chance hatten, wirklich gut für das kleine Mädchen zu sorgen.
So kam Rebecca mit 6 Jahren ins Waisenhaus Merciful Redeemer, wo sie zu Essen bekam und sich Menschen liebevoll um sie kümmerten. Trotzdem verschlechterte sich ihr Gesudheitszustand immer mehr. Als ein Ärzteteam das Waisenhaus besuchte, und alle Kinder auf HIV getestet wurden, fielen mehrere Tests bei Rebecca positiv aus. Sie war höchstwahrscheinlich bei der Geburt mit den Virus infiziert worden.
Nach einem Spitalaufenthalt wurde beschlossen, dass Rebecca ins Waisenhaus Beat the Drum verlegt werden sollte, welches besonders auf die Bedürfnisse von HIV+ Kinder ausgerichtet ist. So kommt es, dass Rebecca das Waisenhaus Beat the Drum heute als ihr Zuhause ansieht. Sie lebt dort mit 20 anderen Waisenkindern, für die gesorgt wird und die bekommen was sie für ihren Wachstum und ihre Entwicklung benötigen. Heute geht es Rebecca den Umständen entsprechend sehr gut und sie darf sich einer stabilen Gesundheit freuen. Durch besonderes Essen und fürsorgliche Betreuung ist sie in guten Händen.
Rebecca geht nun in der nahegelegenen Stadt Mai Mahiu in die 3. Klasse und ist bei jeder Prüfung unter den besten Schülern zu finden. Sie geniesst die Zuwendung und Liebe, welche sie hier im Waisenhaus erhält und hat auch viele Freundinnen gefunden. Danke dass ihr dazu beigetragen habt, dass Rebeccas Leben verändert werden durfte.
Im Verlauf des heutigen Tages werde ich an einer kenianischen Hochzeit teilnehmen, ja sogar unter den Trauzeuginnen sein. Wie eine solche Hochzeit vor sich geht, berichte ich euch morgen! Seid herzlich gegrüsst, eure Rebekka