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Das Wichtigste in Kürze
- Novak Djokovic hat sich zu den jüngsten Vorwürfen im Visum-Streit geäussert.
- Für die falschen Reise-Angaben macht er seinen Agenten verantwortlich.
- Zudem gibt er zu, dass er an einem Interview teilnahm, während er Corona-positiv war.
- Der Entscheid über sein Visum wird wahrscheinlich nicht mehr am Mittwoch fallen.
Warum hat Novak Djokovic auf seinem Reise-Antrag falsche Angaben gemacht? Und warum hat er sich einen Tag nach seinen positiven Covid-Test unter die Menge gemischt? Während der Serbe weiter auf die Entscheidung des australischen Einwanderungsministers wartet, hat er sich nun zu den verschiedenen Vorwürfen geäussert.
In einem Statement auf Instagram adressiert der Tennis-Star die «Fehlinformationen» in Bezug auf seine Test- und Isolationsanforderungen. Er erklärt, dass er am 14. Dezember an einem Basketball-Spiel gewesen sei und dort einige Personen positiv getestet wurden.
Am 16. Dezember habe er einen Schnelltest gemacht, ein negatives Resultat erhalten und zudem einen PCR-Test durchgeführt. Am nächsten Tag habe er an einer Tennis-Veranstaltung in Belgrad teilgenommen und zuvor einen weiteren Schnelltest durchgeführt. Dieser sei ebenfalls negativ ausgefallen.
Sollte Djokovic das Visum ein zweites Mal entzogen werden?
«Ich hatte keine Symptome und fühlte mich gut und hatte auch keine Meldung über ein positives PCR-Resultat erhalten.» Dass er positiv getestet wurde, habe er dann erst nach Ende des Events erfahren.
Djokovic gab Interview während er Corona-positiv war
Zu diesem letzten Punkt gibt es jedoch einige Fragezeichen. Djokovic hatte nämlich in seiner eidesstaatlichen Erklärung vor Gericht erklärt, dass er am 16. Dezember sowohl getestet als auch für positiv befunden wurde. Das Resultat soll er demnach noch am selben Abend zurückerhalten haben.
Spannend auch: In seinem Statement auf Instagram gibt Djokovic weiter an, dass er nach dem positiven Resultat alle Termine abgesagt hatte. Einzig an einem schon länger geplanten Interview mit der französischen Sport-Zeitung «L'Equipe» habe er noch teilgenommen.
«Ich habe mich verpflichtet gefühlt, dieses Interview durchzuführen, weil ich den Journalisten nicht enttäuschen wollte. Ich habe aber sicher gestellt, dass ich die soziale Distanz wahrte und bis auf das Foto stets eine Maske trug.»
Er bezeichnet diese Entscheidung nach heutiger Überlegung als «Fehleinschätzung» und akzeptiere, dass er «diese Verpflichtung hätte verschieben» sollen. Nach dem Interview habe er sich zu Hause für die erforderliche Zeit isoliert, so der Tennis-Star.
Djokovic: «Falsche Angaben waren menschlicher Fehler»
Der Serbe gab auch zu, dass er zwei Wochen vor dem Flug nach Australien in Europa gereist sei. In Bezug auf die falschen Angaben schrieb der Tennis-Star, dass die Reise-Erklärung von seinem Support-Team eingereicht worden sei. Sein Agent habe sich «aufrichtig» für den «Verwaltungsfehler» entschuldigt.
In dem Formular war angegeben, dass Djokovic im Vorfeld seines Australien-Flugs für 14 Tage nicht reisen werde. «Es war ein menschlicher Fehler und sicher nicht Absicht», so der «Djoker». Sein Team habe heute der australischen Regierung in diesem Zusammenhang weitere Informationen zur Verfügung gestellt.
Entscheid wohl erst am Donnerstag
Laut dem Büro des Einwanderungsministers ist dies der Grund, warum der Entscheid zum Visum noch immer nicht gefallen ist. Djokovics Anwälte hätten neue «umfangreiche und unterstützende» Unterlagen vorgelegt, heisst es auf Anfrage des «Guardian». «Dies wirkt sich natürlich auf den Zeitrahmen der Entscheidung aus», sagte ein Sprecher von Alex Hawk.
Laut «ABC News» ist es sogar unwahrscheinlich, dass noch heute eine Entscheidung gefällt wird. Der Zeitdruck auf den Einwanderungsminister wächst jedoch enorm, der Draw für das Australian Open findet bereits am morgigen Donnerstag statt. Djokovic hat klar gemacht, dass er an dem Turnier teilnehmen möchte.