Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03253.jsonl.gz/1547

ja, ich finde es auch interessant.
meine eltern lernten sich in russischer kriegsgefangenschaft kennen, meine mutter als rotkreuzschwester, mein vater als schwerverletzter armamputiert.
war dann auch heimatvertrieben. und sie ....wir .... lebten dann in nrw, mein vater als gebirgler, wir waren auch aussenseiter, dadurch, dass mein vater nur trachten trug, die lederhosn, und auch so in einigem "anders" war, als es dort üblich war.
allerdings änderte sich dann so einiges, dass mein vater schikurse gab, dann über all in den alpen, leute auch mitfuhren, er ein pilzkenner war, und dann immer leute mit ihren pilzen zu uns kamen. na, sicher auch noch so einiges anderes.we
als kind habe ich mich auch oft geschämt, dass bei uns so einiges anders war, und mein vater ob seinem anderen aussehen auch oft belacht wurde (besonders, wenn wir mal in kölle über die hohestrasse gingen, nixe, huhu)
später fand ich es toll, dass er immer so zu sich gestanden hat, egal, was die anderen sagten ......
bei uns wurde fast gar nicht über den krieg gesprochen, nur, wenn eine freundin meiner mutter von der gefangenschaft her zu besuch kam, die damals in der DDR lebte, bekam ich so einiges mit.
ja, der krieg war irgendwie ein tabuthema, auch in der schule