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Port Royale 2: Interview
Nur noch gut zwei Monate und der Nachfolger der preisgekrönten Wirtschafts-Simulation Port Royale steht in den Läden. Eine neue Grafikengine und zahlreiche neue Verbesserungen (Fechtkampf) sollen einen Kauf rechtfertigen. Wir sprachen mit Daniel Dumont, dem Projektleiter des Spiels!
Hallo Daniel stell dich doch bitte zunächst unseren Lesern kurz vor und erkläre, welche Funktion du bei der Entwicklung von Port Royale 2 hast.
Ich habe das Konzept geschrieben und das Projekt geleitet.
Schon seit längerer Zeit wird ja spekuliert, dass ihr an einem Nachfolger zu Port Royale arbeitet, vor ein paar Wochen folgte dann die offizielle Ankündigung. Wie lange arbeitet ihr denn nun schon wirklich an dem Sequel?
Mit dem Sammeln von Ideen fingen wir schon im Herbst 2002 an. Wir begannen damit, das sehr umfangreiche Feedback der "Patrizier 2"- und "Port Royale"-Gemeinde auszuwerten und zu prüfen, was denn alles machbar ist. Seit Anfang 2003 sitzt das Team an der Umsetzung.
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"Piraten - Herrscher der Karibik" wird ja schon fast als Port Royale 1.5 angesehen. Welche grundlegenden Änderungen gegenüber Port Royale und Piraten wird es geben?
"Piraten" war von uns als actionreicher Ableger gedacht. Es handelt fast ausschliesslich von Piraterie und hat keinen grossen Wirtschaftspart.
Port Royale 2 hingegen verbindet unsere Erfahrungen aus den Spielen "Patrizier 2", "Port Royale" und "Piraten".
Beim Handelssystem und beim Unternehmensaufbau haben wir uns wieder auf "Patrizier 2" zurückbesonnen. Schon damals wollten unsere Fans, dass man mehr Einfluss auf das Wirtschaftssystem nehmen kann, etwa indem man Betriebe der Konkurrenz aufkaufen kann und auf diese Weise Warenmonopole errichtet. Ausserdem gibt es wie bei "Patrizier 2" wieder die Regionen, in denen man bestimmte Waren besonders gut bekommt. Das erleichtert den Spieleinstieg erheblich.
Aus 2Port Royale2 haben wir natürlich wieder das Spielthema und die Spielwelt genommen. Wieder streiten sich vier Nationen um die Vorherrschaft in der Karibik. Neu ist nun allerdings, dass man viel stärker als zuvor in das politische Gleichgewicht und das Wirtschaftssystem eingreifen kann. Ausserdem wird viel mehr simuliert: die Piraten, die Militärkonvois und die Freibeuter führen sozusagen ein eigenes Leben.
Aus "Piraten" schliesslich haben wir Ideen für die Seeschlacht übernommen. In "Port Royale" waren die Seeschlachten für viele User zu langatmig. In "Port Royale 2" sind sie nun viel actionreicher, realistischer und mit besserer KI - denn der Spieler steuert nur noch ein Schiff zur gleichen Zeit und hat nun mehr Zeit, sich mit diesem Schiff auseinander zu setzen.

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