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MS und Nickel - neu verstanden
Was Dr. Brunes aus ihrer jahrelangen Erfahrung mit MS Patienten immer wieder betont hat, ist der sehr ernst zu nehmende Zusammenhang zwischen MS und Metallen im allgemeinen aber insbesondere zwischen MS und Nickel.
Aufgrund von regelmäßig bei MS-Patienten aus meiner Praxis durchgeführten Melisa-Tests ergab sich die Bestätigung in der Form, dass MS-Patienten durchweg einen sehr stark erhöhten Sensibilisierungswert gegenüber Nickel zeigten. Dieser Wert fiel in der Regel wesentlich höher aus als gegenüber anderen Metallen wie Quecksilber, Palladium, Gold, Titan usw.
Der Melisa-Test wird vom Bundesverband der Umweltmediziner als der sensibelste zur Zeit in der Medizin verfügbare Allergietest eingestuft.
Wir alle wissen, dass man im Falle einer vorliegenden Allergie den Auslöser, das Allergen meiden sollte, weil eben das Immunsystem gerade gegen das Allergen immer besonders stark mit einer so genannten Immunreaktion (Aufräumaktion im Sinne einer "Entsorgung") vorgeht.
Wenn sich diese Reaktion durch ein Allergen über Hautkontakte auslösen lässt, ist es üblich , diesen Hautkontakt zu vermeiden. Anders sieht es aus, wenn wir uns vorstellen, das Allergen (z.B. Metall) in kleinster Form in unserem Körper eingelagert zu haben. Hier können wir verständlicherweise den Kontakt nicht meiden. Das würde bedeuten, dass hier permanent im Körper eine sog. Immunreaktion ablaufen würde, wo auch immer (z.B. Nickel) im Körper eingelagert wurde.
Nun ist bekannt, dass sich Metalle im Körper mit körpereigenen Eiweißstrukturen (-molekülen) verbinden können. Dies kann z.B. auch im Nervensystem im Bereich der Myelinscheide passieren.
MS-Patienten leiden bekanntermaßen unter einer sog. Autoimmunerkrankung, d.h. dass das Immunsystem hier - aus welchem Grund auch immer - in besonders starkem Maße gegen köpereigene Eiweißstrukturen der Myelinscheide im Sinne von Auflösungsprozessen vorgeht - die Myelinscheide wird zerstört durch das eigene Immunsystem.
Wenn nun folgendes zusammentrifft:
der Patient leidet unter einer ausgeprägten Nickel-Allergie - was sich bei allen meiner MS Patienten im Melisa-Test gezeigt hat -
der Patient leidet unter dem Krankheitsbild der MS, die u.a. als Autoimmunerkrankung zu verstehen ist
der Patient hat Nickel im Körper - z.B. über die Nahrung aufgenommen
das Nickel verbindet sich im Körper mit körpereigenen Eiweißstrukturen in den Myelinscheiden - was aus chemischer Sicht durchaus vorstellbar ist, weil man es z.B. von Quecksilber auch weiß
diese Verbindung von Nickel mit körpereigenem Eiweiß verändert das Aussehen des körpereigenen Eiweißes so stark, dass das Immunsystem dieses Eiweiß nicht mehr als körpereigen erkennt
so lässt sich leicht vorstellen, dass aufgrund dessen das besonders veranlagte Immunsystem eines MS-Patienten zu einer besonders starken Auflösung von Myelineiweißen führen kann - in Erfüllung seiner ihm eigenen Aufgabe, alles "Fremde" zu beseitigen.
Ich betone an dieser Stelle, dass ich kein Toxikologe od. Allergologe sondern Zahnarzt bin und ich zu diesem Denkmodell auch keine Literatur gefunden habe. Allerdings scheint nicht nur mir hierin ein plausibler Verständnisansatz zumindest für einen Teil der auf die Myelinscheide von MS-Patienten gerichteten Zerstörung zu liegen.
Sowohl Frau Birgitta Brunes, MD als auch der in Deutschland anerkannte Umweltmediziner Dr. Kurt Müller können diese von mir vorgebrachte Theorie voll und ganz stützen. Sicher müsste dieser Zusammenhang wissenschaftlich überprüft werden.
Da bekannt ist, das z.B. Edelstahlkochgeschirr (Töpfe, Wasserkocher, Besteck usw.) Nickel bei jedem Kochvorgang freisetzen kann , wäre damit eine potentielle Quelle für eine permanente Nickel-Aufnahme in den Körper bekannt.
Aus diesem Grunde empfehle ich meinen MS-Patienten, auf diese Utensilien zu verzichten. Dies ist möglich, weil nickelfreies Kochgeschirr auf dem Markt ist.
Dr. Helge Rolf Runte, Zahnarzt
01.2006
Quelle: www.ganpro-ms.de/zahnsanierung3.html
Natürlich gibt es noch ganz andere Quellen für Nickel!