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Pabbajja
In der ersten Juni-Woche dieses Jahres geschah ein Novum im Kloster Dhammapala. Anagarika Martijn, der bereits seit mehr als einem Jahr in der Rolle des Mönchsanwärters inmitten unserer Gemeinschaft lebte, vollzog den nächsten Schritt in seinem Klosterleben. Am Samstag, den 4. Juni, fand im Meditationsraum von Dhammapala zum ersten Mal eine sogenannte Pabbaja-Zeremonie statt. Das Wort Pabbajja (gesprochen: Pabbadscha) bedeutet so viel wie ‚Hingehen‘ oder ‚Fortziehen‘ und bezeichnet das Verlassen aller häuslichen Bande, um in der Abgeschiedenheit des Mönchslebens das Erwachen des Herzens zu realisieren. ‚Pabbajja‚ ist also in unserem konkreten Zusammenhang die Bezeichnung für die Novizenweihe.
Zu diesem Anlass versammelte sich eine sehr interessierte und froh gestimmte Schar an Freunden und Unterstützerinnen, um Martijn während dieses Übergangs zu begleiten. Gegen Ende der Zeremonie bekam Martijn einen neuen buddhistischen Namen aus der Pali-Sprache verliehen, mit dem er von nun an angeredet werden möchte: Samanera Manissaro. Der Begriff Samanera ist die Bezeichnung für einen männlichen Novizen innerhalb der Theravada Tradition. Manissaro bedeutet ‚freier Geist‘ oder eher wörtlich: ‚Herrscher über den Geist‘.
Nach einem weiteren Jahr im Klosterzusammenhang als Novize hätte Manissaro dann die Möglichkeit, in den Bhikkhu-Sangha – die Gemeinschaft voll akzeptierter Mönche – aufgenommen zu werden. Samanera Manissaro hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht den geringsten Zweifel, dass er auch diesen letzten formellen Schritt im kommenden Jahr vollziehen wird.