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KKL
Innenraum (Terrasse)
KKL
Innenraum (Terrasse)
KKL
Adresse
6005 Luzern
LU
Architektur
Das Kultur- und Kongresszentrum KKL erfährt international Beachtung und wurde zu einem architektonischen Wahrzeichen Luzerns. Der Einbezug des Sees mittels Kanälen und Spiegelungen, und der vom Schwebedach gerahmten Aussicht sind dabei ebenso prägend, wie die gelungene städtebauliche Setzung, die dem Bahnhofsplatz zu einem exponierten Abschluss verhalf. Das KKL ist geprägt von Jean Nouvels klarer, durch Schichtung und Materialisierung differenzierten Formensprache, die durch völlig unterschiedliche Ansichten überrascht, wie schon beim Centre du Monde Arabe (1987) oder der Fondation Cartier (1994) in Paris.
Chronologie
Wegen des schlechten Bauzustands des von Armin Meili von 1931 bis 1933 errichteten Kultur- und Kongresshauses wurde in den Jahren 1989/90 ein zweistufiger Architekturwettbewerb ausgeschrieben: Neubau oder Sanierung mit Erweiterung. Das Projekt von Jean Nouvel, Emmanuel Cattani Partner aus Paris ging daraus als Sieger hervor. Der Wettbewerbsentwurf verpackte den Meili-Bau in eine gläserne Hülle unter einem mächtigen, weit auskragenden Dach. Vom See her stiess der neue Konzertsaal wie ein Schiff in ein Dock in den Baukomplex hinein. Dies liess sich jedoch nicht realisieren. Im Ausführungsprojekt schoben die Architekten daher das Konzertsaal-Schiff ins Gebäudeinnere und liessen den Meili-Bau abbrechen. Der Konzertsaal wurde 1998 fertiggestellt, das Kultur- und Kongresszentrum konnte im Jahr 2000 eröffnet werden.
Lage
Das KKL befindet sich direkt neben dem Luzerner Bahnhof. Es liegt am Seeufer unweit der Landungsterrassen. Südlich und westlich wird der Bau von der Robert-Zünd-Strasse umschlossen. Der Vorplatz im Norden wird auch für Veranstaltungen genutzt, er ist mit einem Wasserbecken und dem Wagenbach-Brunnen aus dem Jahr 1934 versehen. Wasserkanäle ziehen sich von hier ins Innere und erinnern an das ursprüngliche Entwurfskonzept. Die beiden Haupteingänge des KKL liegen an der Nord- und Westseite.
Beschreibung
Ein grosses, quadratisches Dach, das zum See hin spitz zuläuft und ausserordentlich weit auskragt, fasst den dreiteiligen Baukomplex zusammen. Die Schauseite der unter dem Schwebedach versammelten, fein gestaffelten Baukörper ist die seeseitige Nordfassade. Hier liegt der Konzertsaal, daneben ist der Luzerner Saal, ein multifunktionales Grossauditorium, platziert. Im schmalen, fünfgeschossigen, zum Bahnhof orientierten Trakt auf der Westseite befinden sich zahlreiche Meetingräume, Büroräumlichkeiten, das Auditorium und zwei Restaurants sowie die Räume des Luzerner Kunstmuseums. Die Fassade des Museumstrakts ist zweischichtig, die Verglasung mit einem Metallgitter überzogen. Das Foyer des Luzerner Saaltrakts ist als gläserner, eingeschossiger Baukörper ausgebildet. Dem Konzertsaal ist ein unregelmässig durchfensterter, mit dunkelgrünen Aluminiumplatten verkleideter Kubus vorgelagert. Er mutet schwebend an, da das überhohe Erdgeschoss verglast ist und die abschliessende Terrasse deutlich unterhalb des Schwebedachs endet. Die seeseitige Ostfassade besitzt ebenfalls eine Aluminiumverkleidung, sie ist ein Puzzle aus versetzt angeordneten, blau und bordeaux gefassten Quadern. Die Südfassade, die eigentliche Rückseite, an der sich unter anderem auch die Anlieferung befindet, zeigt eine mit grünen Paneelen verkleidete, mehrheitlich geschlossene Front. Das Grün findet sich an den süd- und westseitigen Schnittflächen des Daches wieder.
Literatur