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Sympathikus-Blockaden
Im sogenannten vegetativen Nervensystem gibt es zwei Kräfte: Den Parasympathicus, hier insbesondere der Vagusnerv und den Sympathicus. Letzerer ist u.a. für Durchblutung, Temperaturregulation, Schwitzen und auch für muskuläre und emotionale Spannung mitverantwortlich. Bei chronischen Schmerzen kann es zu einer Mitbeteiligung des Sympathicus kommen und dadurch ein Teufelskreis mit gegenseitiger Verstärkung entstehen. Dies ist häufig bei Nervenschmerzen der Fall, ebenso beim «komplexen regionalen Schmerzsyndrom CRPS».
Mittels testweiser Blockade durch eine gezielte, Ultraschall-gesteuerte und Röntgen-kontrollierte Infiltration prüfen wir, ob eine spezifische Behandlung am Sympathicus sinnvoll und nötig ist. Die Testblockade hält für vier bis acht Stunden an. Die betroffene Extremität wird für diese Zeit warm, schwer und kann sich „wie Schaumgummi“ anfühlen. Diese Effekte, wie auch gegebenenfalls kurzfristig auftretende Heiserkeit, Schluckstörungen oder ein herabhängendes Oberlid, sind nicht beängstigend und erklären sich aus der Blockade.
Tritt während den vier bis acht Stunden Wirkzeit eine relevante Funktionsverbesserung oder eine eindeutige Schmerzreduktion auf, wäre ein sogenannter «Symphathetic Maintained Pain, SMP» diagnostiziert. Dieser könnte mit einer Kurzserie von Infiltrationen behandelt werden.