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Über 150 Tote Schwere Überschwemmungen sorgen in Sri Lanka für Zerstörung
- Aktualisiert am Montag, 29. Mai 2017, 7:16 Uhr
Häuser zerstört, Hunderttausende evakuiert, Dutzende vermisst – und der Monsun-Regen dauert in den nächsten Tagen an.
- Regenfälle lösten am Freitag im Westen und Süden Sri Lankas zahlreiche Erdrutsche und die schwersten Überschwemmungen seit 14 Jahren aus.
- Fast 500'000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, fast 2000 Wohngebäude wurden beschädigt oder vollständig zerstört.
- Die Zahl der Toten stieg bis jetzt auf mindestens 164.
- Entspannung ist nicht in Sicht: Weitere schwere Regenfälle sind angekündigt.
Von den Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen sind das Zentrum, der Süden und der Westen Sri Lankas. Besonders stark betroffen sind die Regionen um die Städte Ratnapura, Kalutara und Matara im Süden der Insel.
Grosse Probleme der Rettungskräfte
Rettungskräfte hätten grosse Probleme, die Gegenden zu erreichen, erklärte ein Sprecher der Luftwaffe. «Einige Gebiete sind über den Landweg nicht zu erreichen.» Boote und Einsatzkräfte würden daher in die betroffenen Regionen geflogen.
Ein Armeehelikopter, der Hilfsgüter in die Region Baddegama im Süden des asiatischen Landes bringen wollte, stürzte ab. Nach Polizeiangaben gab es bei dem Unglück keine Todesopfer.
UNO sagt Hilfe zu
Auch die Hauptstadt Colombo ist von den Unwettern betroffen. Die Regierung hat um internationale Hilfe gebeten. Derweil schickte Indien am Sonntag ein zweites Schiff mit Hilfsgütern in die Region. Rund 125 indische Marinemitglieder sind bereits in Sri Lanka im Einsatz und leisten etwa medizinische Hilfe.
Die Vereinten Nationen sagten die Lieferung von Wasser-Containern und Wasserreinigungstabletten zu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will Ärzteteams bei ihrem Einsatz in den Überschwemmungsgebieten unterstützen.
Unterdessen warnte die Hilfsorganisation Save the Children vor einem Ausbruch des Dengue-Fiebers, das von Mücken übertragen wird.
Überschwemmungen in Sri Lanka
Die Monsunperiode in dem südasiatischen Land ist für Landwirtschaft und Stromerzeugung lebenswichtig. Sie sorgt aber zugleich immer wieder für Tod und Zerstörung.
Im Mai 2003 kamen bei vergleichbaren Unwettern 250 Menschen ums Leben, 10'000 Wohnungen wurden zerstört. Im Mai vorigen Jahres starben mehr als hundert Menschen durch Überschwemmungen.