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Charles Gounod (1818 - 1893) war französischer Opernkomponist der Romantik und wurde am 17. Juni 1818 in Paris geboren und starb am 18. Oktober 1893 in Saint-Cloud (Paris). Nach seiner musikalischen Ausbildung am Konservatorium in Paris und nach einigen fehlgeschlagenen Kompositionsversuchen, gewann er 1839 mit seiner Kantate 'Fernand' den Rompreis und ließ sich für 4 Jahre in Rom nieder. Nach einigen Reisen als Dirigent, wo er die Bekanntschaft mit Felix Mendelssohn-Bartholdy machte ließ er sich 1843 in Paris als Organist und Kapellmeister nieder. Ab 1850 begann er Opern zu komponieren und seine Oper 'Magarethe' nach Goethes 'Faust' wurde ein Erfolg in ganz Europa.
Hauptwerke: zahlreiche Opern, darunter 'Sappho', 'Der Arzt wider Willen', 'Romeo und Julia', Oratorien, Kantaten, 180 Lieder, Kirchenmusiken, 'Ave Maria' zu J. S. Bachs 1.Präludium aus dem 'Wohltemperierten Klavier'...
Quelle: www.komponisten.at
Die Missa brevis für Chor und Orgel schrieb Gounod im Alter von 72 Jahren, nur drei Jahre vor seinem Tod. Der große Opernkomponist widmete sich im Alter mehr der Kirchenmusik und schrieb mehrere Messen für kleine Besetzungen. Doch auch in seinen kleineren Werken weht der Geist von großen Opernorchestern und langen Linien, wie es in der Spätromantik üblich war. So will auch diese "Messe brève" mit entsprechend romantischem Gestus interpretiert werden. Wir hören hier einen abgeklärten Meister, der sich nichts mehr zu beweisen braucht, sondern, der gerade durch geniale Schlichtheit eine Ausdruckstiefe erschafft, die nur in kleinen Formen möglich ist. Die deutsche Vortragsbezeichnung "innig", von R. Schumann geprägt, ließe sich über das gesamte Werk setzen.
Quelle: www.chor-st-severin.de