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World Vision Schweiz leistet mit den Entwicklungsprojekten Aparajita und Khariar nachhaltige Hilfe in Indien.
Indien, das Land der Gegensätze: Trotz grossem Reichtum leben viele Menschen in Armut.
Khariar
Khariar liegt in einem der ärmsten Bezirke im indischen Bundesstaat Odisha. 50 bis 75 % der Bevölkerung gehören zu den untersten Gesellschaftsschichten. Viele Kinder sind mangelernährt und medizinisch unterversorgt. Statt in die Schule zu gehen müssen vor allem die Mädchen schon früh zu Hause und auf dem Feld mitarbeiten.
World Vision hat in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen und Behörden die grössten Probleme identifiziert und eine Strategie für die Projektarbeit entwickelt. Zu den geplanten Massnahmen gehört auch die Einführung einer nachhaltigen Agro-Forstwirtschaft (mit der FMNR-Methode), um die Wasserversorgung, die Fruchtbarkeit der Böden und so letztlich die Lebensgrundlage der Familien zu verbessern.
Aparajita
Aparajita liegt im Birdha Block südlich von Lalitpur im Bundesstaat Uttar Pradesh. Diese abgelegene und unfruchtbare Region gehört zu den ärmsten Gebieten Indiens. Viele Menschen mangelt es weitgehend an sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen. Infektionen und Krankheiten wie Tuberkulose oder Malaria werden für die unterernährten, geschwächten Menschen schnell gefährlich. Das Gesundheitswesen weist grosse Defizite auf. Auch der Zugang zu Bildung ist nicht immer gewährleistet. Um den Menschen aus den untersten Kasten und der Volksgruppe der Saharia zu helfen, lancierte World Vision 1999 in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern das Entwicklungsprojekt Aparajita.
World Vision sensibilisiert die Bevölkerung für Kinderrechte und Kinderschutz, um für ein geschütztes, kindgerechtes Umfeld zu sorgen.
Wir setzen uns für die Verbesserung des Bildungs und Gesundheitswesens ein. Zum Beispiel lernen Eltern-Lehrer-Vereinigungen und Schulmanagement-Komitees, auf das Einhalten staatlicher Standards bei Schulen und Gesundheitszentren zu achten.
Wir klären darüber auf, wie wichtig Hygiene für die Gesundheit ist. Beispielsweise erhalten die Familien Unterstützung beim Bau hygienischer Toiletten, um sich vor Krankheiten zu schützen.
Wir unterstützen das vorhandene Gesundheitssystem, damit verbreitete Krankheiten besser behandelt werden können und die Sterblichkeitsrate bei Kindern langfristig sinkt. Z.B. schulen wir Gesundheitspersonal und Freiwillige, auf Hausbesuchen ihr Wissen weiterzugeben.
Mädchen und Buben wurden bei einer medizinischen Notfallversorgung in einem Spital unterstützt. (Aparajita)
Schüler/-innen haben Schulmaterial wie Stifte, Geometrie-Sets und Übungsbücher erhalten, damit sie in der Schule bleiben. (Aparajita)
Schwangere und Mütter haben neu Zugang zu frischem Gemüse. Dadurch wurden 266 mangelernährte Kinder wieder gesund. (Khariar)
Jugendliche haben gelernt, wie sie Konflikte bewältigen können und Wertvorstellungen entwickeln. (Khariar)