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Diese "Briefe an einen jungen Dichter", die mehr als zwanzig Jahre nach dem Tod ihres Autors erschienen sind, wurden von Rainer Maria Rilke (1875-1926) zwischen 1903 und 1906 von den verschiedenen Orten, wohin ihn sein reisendes Leben führte, an Franz Xaver Kappus adressiert, das Ergebnis drängender wirtschaftlicher Sorgen und einer fast ständigen Abhängigkeit von aufeinanderfolgenden Gönnerschaften. Diese kurzen Texte sind auch ein aufschlussreiches Dokument der Ideen und des Weltbildes des Dichters, von seiner Vision der literarischen Berufung und Inspiration bis zu seinen Überlegungen über die Einsamkeit, die der Aufgabe des Schöpfers innewohnt.