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Mit seinen 35 Jahren befindet sich Roger Federer auf der Zielgeraden seiner Karriere. Die Frage, wann er aufhört, begleitet ihn seit zehn Jahren. Und sie beschäftigt auch ihn selbst.
Roger Federer hat die drei grössten Turniere der bisherigen Saison gewonnen. Erst sicherte er sich nach halbjähriger Rekonvaleszenz in Melbourne den 18. Grand-Slam-Titel seiner Karriere, danach gelang ihm mit den Turniersiegen in Indian Wells und Miami das sogenannte «Sunshine Double». Die Jahresrangliste führt der 35-jährige Baselbieter überlegen an. Und es ist sein bester Saisonstart seit über zehn Jahren.
Doch dass er bald auch in der Weltrangliste wieder ganz oben steht, glaubt er trotzdem nicht. «Wenn ich 23 Jahre alt wäre, würde ich mehr Turniere spielen, um meine Chancen zu erhöhen. Aber ich denke nicht, dass ich das kann. Ich würde mich verletzen, oder ausbrennen. Darum nehme ich mir jetzt sechs, sieben Wochen Pause, damit sich mein Körper und Geist erholen können», sagt Federer zum US-Sender «CNN».
Er lässt auch weiterhin offen, ob er die French Open (ab 28. Mai) bestreitet. «Ich denke nicht, dass ich Paris auslasse. Aber ich schaue in vier, fünf Wochen, wie ich mich auf Sand fühle und wie meine Stimmung ist. Wenn ich nicht das Gefühl habe, dass etwas möglich ist, ist es besser, das Turnier auszulassen. Das kann durchaus sein.» Auf der anderen Seite sagt Federer, wäre eine Pause von zehn Wochen vor der Rasensaison vielleicht zu lange.
Auch zum Zeitpunkt seines möglichen Rücktritts äussert sich Federer, der derzeit an seinem Zweitwohnsitz in Dubai trainiert und am 29. April in Seattle, USA, mit Microsoft-Gründer Bill Gates das «Match for Africa 4» zugunsten seiner Stiftung bestreitet. «Ich wünschte, ich könnte ein Datum nennen, damit ich mein Leben daran ausrichten kann. Aber ich möchte es offen lassen. Ich hoffe einfach, dass ich es auf meine Weise tun kann.»