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Die Stadt Luzern hat die Bewohnerinnen und Bewohner der ehemaligen Soldatenstube am Murmattweg 2 aufgefordert, das Gebäude auf Anfang 2019 zu verlassen und der Stadt die Schlüssel zurückzugeben. Grund war, dass der Mietvertrag für die gesamte Liegenschaft mit dem ursprünglichen Mieter Ende 2018 abgelaufen war. Die Stadt konnte es nicht verantworten, dass sich mehr Personen als im ursprünglichen Vermietungszweck vorgesehen im Gebäude aufhalten. Ein Gutachten hatte gezeigt, dass die Statik des Gebäudes vor allem im Anbau in einem besorgniserregenden Zustand ist.
Die Bewohnerinnen und Bewohner weigerten sich ursprünglich, die Liegenschaft zu verlassen. Am Dienstag, 8 Januar 2019, haben sie aber den Anbau und damit den am stärksten vom Einsturz gefährdeten Teil des Gebäudes verlassen und die Schlüssel für diesen der Stadt zurückgegeben. Die Stadt hat sich daraufhin bereit erklärt, mit den Besetzerinnen und Besetzern Gespräche über einen befristeten Nutzungsvertrag für das Wohngebäude aufzunehmen. Die Stadt beurteilt die vorübergehende Nutzung dieses Gebäudeteils als verantwortbar, wenn sich wie ursprünglich vereinbart, eine begrenzte Anzahl Personen im Gebäude aufhält und wenn die feuerpolizeilichen und weiteren sicherheitsrelevanten Auflagen eingehalten werden.
Ein allfälliger Nutzungsvertrag wäre auf ein halbes Jahr befristet. In dieser Zeit will die Stadt in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege eine Gebäudestrategie entwickeln. Ende 2017 hat die kantonale Denkmalpflege den Schutzwert der ehemaligen Soldatenstube von «erhaltenswert» auf «schützenswert» heraufgestuft. Die Stadt und der Kanton Luzern haben deshalb im Herbst 2018 gemeinsam eine Studie in Auftrag gegeben, um zu klären, ob und wie das Gebäude saniert werden kann und welche Nutzung sinnvoll ist.