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Konkurrenz von Teilursachen: Keine der Teilursachen hätte für sich alleine den eingetretenen Schaden bewirkt.
Konstitutionelle Prädisposition: Insoweit als der Schaden nicht unfallbedingt ist, wird er dem Haftpflichtigen nicht zugerechnet (gesundheitsbedingte Schadensanfälligkeit respektive Veranlagung des menschlichen Organismus)
Alternative Kausalität: von mehreren möglichen Ursachen hat nur eine Ursache (aber welche?) zum Schaden geführt. Bsp. zwei Jäger schiessen unabhängig voneinander auf ein Reh, wobei ein Wanderer getroffen wird. Es ist nicht eruierbar, wer den fatalen Schuss abgegeben hat. Somit kann - bei streng juristischer Auslegung keiner der Beiden haftpflichtrechtlich belangt werden.
Kumulative Kausalität: Jede Ursache hätte für sich allein bereits für den gleichen Schaden ausgereicht. Bsp. Gleichzeitige Verursachung eines Fischsterbens in einem Fluss durch die Abwässer von zwei Fabriken. Die Gifte jeder beteiligten Fabrik für sich allein hätten genügt, die Fische zu töten.
Hypothetische Kausalität: Der Schaden wäre aufgrund anderer Ursache ohnehin eingetreten (Vorzustand) Bsp. Der von einem Motorfahrzeug angefahrener Fussgänger erleidet einen Körperschaden und wird invalid. Seine konstitutionelle Prädisposition (vorbestehendes Rückenleiden) hat bereits im Zeitpunkt der Kollision zu wirken angefangen (gelegentliche Rückenbeschwerden) und hätte später ebenfalls zur Invalidität geführt.
Überholende Kausalität: Eine Schadenursache wird, bevor sie sich auswirkt, von einer anderen Ursache überholt, die dann den Schaden herbeiführt. Bsp. ein Schiffspassagier verunfallt durch das Verschulden eines Matrosen und zieht sich so schwere Verletzungen zu, die mit Sicherheit zum Tod führen. Kurz darauf sinkt das Schiff in einem Orkan, bevor der noch lebende Verunfallte mit einem Helikopter evakuiert werden kann.