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James Arthur, Gewinner der neunten englischen X Factor-Staffel, ist ein Mann der klaren Worte: „Ich will mich nicht mehr dirigieren lassen. Ich scheiße auf Marionetten wie One Direction“, so der britische Castingshow-Newcomer.
Song – Naked
Es klingt erst mal wie ein Albtraum, diese Textzeile von James Arthur: „I’m standing here naked.“ – „Ich stehe hier nackt“! Es ist ungefähr so wie in dem Traum, in dem man wieder 12 ist, ein Referat vor der Klasse halten soll und bemerkt, dass man nix an hat. Ganz so schlimm ist es in dem Song aber gar nicht, denn es geht nicht um körperliche Nacktheit. JamesArthur meint das Ganze eher im übertragenen Sinn: Er entblößt seine Gefühle. In „Naked“, ist er verliebt, aber es ist nur eine unverbindliche Affäre. Das möchte James ändern: „Hey, you there. Can we take it to the next level, baby, do you dare?“
Er hat genug von Schutz, er hat genug von Verteidigung. Er geht quasi „all in“ und legt die Karten auf den Tisch: Er möchte eine ernsthafte Beziehung. So singt er in der ersten Strophe: „Hier bin ich und versuche, dir klar zu machen – es reicht mir nicht, nur die Hälfte von dir zu kriegen.“
„Naked“ ist nicht autobiografisch
Interessant ist dabei übrigens: James Arthur verarbeitet in „Naked“ keine persönliche Geschichte. Auch wenn der Text so echt und so nah klingt, ist er komplett erfunden. James hat sich vorgestellt, dass der Text von einer Frau gesungen würde. Möglicherweise weil Frauen eher offener über Gefühle sprechen als Männer – oder anders gesagt: Sie machen sich im übertragenen Sinne „eher nackig“.