Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03565.jsonl.gz/3217

Das neue Projekt der Diözese verlegt seinen Fokus nun die Ärmsten der Gesellschaft aller Religionen, unterstützt sie, aus der Schuldenfalle zu kommen und ihre Grundbedürfnisse decken zu können.
Die Mehrheit der Menschen im Hügelland von Machakos County und dem eher trockene Makueni County lebt von der Landwirtschaft. Aufgrund unfruchtbarer Böden, regelmässiger Dürren, ungeeigneter Agrartechniken sowie wegen Erbteilung stetig schrumpfender Parzellengrössen können sich viele Familien jedoch kaum mehr selber ernähren.
Die Erträge decken nur knapp die Produktionskosten, da Saatgut, Dünger und Insektizide teuer sind und Wucherer den Markt kontrollieren. Hohe Schulgebühren und Gesundheitskosten sind weitere Gründe dafür, dass viele Familien hoch verschuldet sind.
Unterstützt durch Fastenopfer arbeitet das Bistum von Machakos seit sechs Jahren daran, den Menschen wieder Hoffnung und Kraft zu geben.
Basierend auf der katholischen Soziallehre konzentrierte sich das vorherige Projekt Faith in Action auf die Stärkung der kirchlichen Laienstrukturen. Die Diözese bildete Katechet/innen aus und stärkte christliche Basisgruppen.
Bis anhin erhielten sie Ausbildungen in Buchhaltung, um kleine Geschäftstätigkeiten aufzunehmen und wurden von Experten in ökologischen Anbaumethoden geschult. Die Menschen begriffen, dass Hilfe nicht nur in Form von Finanzen, sondern Wissen sehr wertvoll ist. Nur so können Ungerechtigkeiten bekämpft und Einkommen nachhaltig gesteigert werden. Die Basisgruppen wurden auch darin bestärkt, das Spirituelle mit dem Lebensalltag zu verbinden. So bezahlten einige Basisgruppen die Schulgebühren von Waisenkindern.
Das neue Projekt der Diözese unterstützt nun die Ärmsten der Gesellschaft aller Religionen. Es konzentriert sich auf den Kampf gegen die Verschuldung und auf die Deckung der Grundbedürfnisse.
Lernen, wie Regenwasser im Boden gespeichert und Bäume gepflanzt werden
Als erstes werden die Menschen ermuntert, sich in Gruppen zusammenzuschliessen, um gemeinsam für Notfälle zu sparen oder Gemeinschaftsarbeit auf den Feldern zu verrichten. Dies gibt Zuversicht, Vertrauen und wieder eine Perspektive. Die Menschen beginnen wieder an die eigenen Fähigkeiten zu glauben und schaffen sich Handlungsspielraum.
Sie werden auch von lokalen Animateurinnen und Animateuren in nachhaltigen Bodenschutz- und agrarökologischen Anbaumethoden geschult. Sie lernen, wie Regenwasser im Boden gespeichert, Bäume gepflanzt und die Bodenfruchtbarkeit erhöht wird.
In sogenannten Food Forests können die Menschen zu jeder Jahreszeit etwas ernten, ihr Feuerholz selber bewirtschaften und dank Verzicht auf Kunstdünger und Insektizide viel Geld sparen. Solidaritätsgruppen mit 469 Mitgliedern (383 Frauen und 112 Männer) profitieren direkt von den Aktivitäten.