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Die EU-Kommission hat «Zweifel» an der Rechtmässigkeit des Steuersparmodells von Apple in Irland bekräftigt. Sie nimmt dieses daher genauer unter die Lupe. Dem US-Konzern könnten damit happige Steuernachzahlungen drohen.
Bereits im Juni hat die Kommission ein Wettbewerbsverfahren gegen Irland wegen der Besteuerung multinationaler Konzerne eingeleitet. Ein Sprecher des scheidenden Wettbewerbskommissars Joaquin Almunia kündigte am Montag nun eine vertiefte Prüfung des Falles «Apple» an. Untersucht wird, ob die irische Regierung dem Technologieriesen günstigere Steuerkonditionen als anderen Unternehmen gewährt habe.
Die «Financial Times» berichtete am Montag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Quellen, die EU-Kommission stufe das Steuersparmodell des iPhone-Herstellers in Irland als illegale Staatshilfe ein. «Wir untersuchen den Fall weiter», sagte Almunias Sprecher und lehnte es ab, bereits eine endgültige Bewertung des Falls abzugeben.
Irland lockt seit Jahren mit niedrigen Unternehmenssteuern von 12,5 Prozent, um attraktive Arbeitsplätze zu sichern. Dieses Vorgehen löste verstärkt Proteste aus, als das Euro-Mitglied im Jahr 2010 mit einem internationalen Kreditpaket vor der Pleite gerettet wurde. Andere Länder werfen Irland vor, ihnen Steuereinnahmen wegzunehmen.
Viele Grosskonzerne haben wegen den tiefen Steuern ihren Europa-Sitz in Irland registriert. Apple soll gar weniger als zwei Prozent an Steuern bezahlt haben. Irland und Apple weisen Vorwürfe zurück, wonach dem Technologie-Riesen besondere Konditionen gewährt worden seien. (whr/sda/afp/reu)