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Lebten 1970 rund 16300 Muslime in der Schweiz, hat sich die Zahl inzwischen auf rund 400’000 erhöht. Für sie gibt es 180 Gebetslokale, die von 10 bis 15 Prozent der Muslime in der Schweiz regelmässig besucht werden.
In den 80er- und vor allem 90er-Jahren begann die heutige Migrationsphase von Menschen muslimischen Glaubens. Damit begann auch das Bedürfnis der Muslime, sich hier in Vereinen zu organisieren und ihre Religion in entsprechenden Räumen zu praktizieren. Dies waren am Anfang vor allem Gewerbe- oder Industriegebäude, in den letzten Jahren sind 180 Gebetslokale dazugekommen. Vier Moscheen haben ein Minarett.
Die muslimischen Gemeinden in der Schweiz sind sehr heterogen. “Den” Muslim als solchen gibt es nicht: 56 Prozent stammen aus dem ehemaligen Jugoslawien (Kosovo-Albaner und Bosnier), 20 Prozent stammen aus der Türkei, und 15 Prozent sind aus Schwarzafrika. In ihren Vereinen sind die Muslime meist nach Nationalitäten organisiert. In der deutschsprachigen Schweiz gilt das insbesondere für die bosnischen und albanischen Muslime.
Das Religionswissenschaftliche Seminar der Uni Luzern geht davon aus, dass lediglich 10 bis 15 Prozent regelmässig eine Moschee besuchen. Der Rest ist unterschiedlich stark laizistsich geprägt.
Claude Longchamp