Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03245.jsonl.gz/836

Die Schweiz hat sich von Anfang an aktiv an den Verhandlungen über das UNESCO-Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen beteiligt.
Das von der Generalkonferenz der UNESCO am 20. Oktober 2005 verabschiedete Übereinkommen trat in der Schweiz am 16. Oktober 2008 in Kraft. Der vorausgehende Vernehmlassungs- und Ratifikationsprozess wurde von der Zivilgesellschaft und den zuständigen Behörden mit viel Engagement unterstützt.
Das Übereinkommen schafft eine völkerrechtlich verbindliche Grundlage für das Recht aller Staaten auf eine eigenständige Kulturpolitik, die darauf abzielt, „die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zu schützen und zu fördern“ und „die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Kulturen sich entfalten und frei in einer für alle Seiten bereichernden Weise interagieren können“.
Als Instrument zur Umsetzung des Übereinkommens wurde der Internationale Fonds für kulturelle Vielfalt (IFCD) geschaffen. Der durch freiwillige Beiträge finanzierte Fonds soll insbesondere die Kulturwirtschaft, Kulturpolitik und die kulturellen Infrastrukturen der Entwicklungsländer unterstützen. Nutzniesser des Fonds sind NGOs, Kulturproduzenten sowie kulturpolitisch Verantwortliche.
Grundlagendokumente
Creative Economy Report 2013Der vorliegende Bericht ist eine Bestandesaufnahme der lokalen Kreativwirtschaft in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Er wurde gmeinsam von der UNESCO und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNPD) publiziert, über dessen UN-Büro für Süd-Süd-Kooperation (United Nations Office for South-South Cooperation, UNOSSC). Der Bericht ist in zwei Bände geteilt: Ein Bericht zur Politik und eine Webdokumentation, welche Fälle aus der Praxis, Tendenzen, Möglichkeiten und die Herausforderungen der Kreativwirtschaft auf diesem Gebiet vorstellt. Deutsche Kurzufassung des Creative Economy Report 2013
Weltbericht zur kulturellen Vielfalt 2010 Der Weltbericht hat zum Ziel, über alles, was im Namen der kulturellen Vielfalt im intellektuellen, wissenschaftlichen und politischen Kontext gesagt, gedacht und getan wird, Bilanz zu ziehen. Dabei sollen die notwendigen Bedingungen identifiziert werden, die die Vielfalt zu einer Chance anstelle einer Bedrohung machen, damit diese eine Inspiration für politische Strategien für Entwicklung, sozialen Zusammenhalt und Frieden werden kann. Deutsche Kurzfassung des Weltberichts zur kulturellen Vielfalt 2010
Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen (2005)Verabschiedet von der Generalkonferenz der UNESCO am 20. Oktober 2005.
Allgemeine Erklärung zur kulturellen Vielfalt (2001)Verabschiedet von der Generalkonferenz der UNESCO am 2. November 2001.
Bericht über die kulturelle Vielfalt in der Schweiz (2012)Mit der Ratifikation des UNESCO-Übereinkommens zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen hat sich die Schweiz verpflichtet, alle vier Jahre einen Bericht über die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in ihrem Land vorzulegen. Der erste Bericht wurde am 25. April 2012 vom Bundesrat verabschiedet.
Kontakt
Stv. Generalsekretärin
Tel. +41 (0)58 465 53 39
E-Mail: annalisa.beltrami(at)eda.admin(dot)ch
«Die kulturelle Vielfalt ist ein bestimmendes Merkmal des Menschen.»