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Spotlight: Preismomentum
Der Portfolio Manager kann die Shortpositionen meistens kaum umsetzen. Trotzdem erfolgreiche Strategie? Wie beurteilen, ob Portfolio Manager einen Mehrwert generiert?
Für die Berechnung der historisch erfolgreichen Risikopräme Preismomentum werden gemäss Fama/French vereinfacht gesagt die Titel mit tiefer Ausprägung verkauft und diejenigen mit hoher Ausprägung gekauft1. Über die letzten 25 Jahre wurden mit diesem Portfolio ähnliche Rendite- und Risikokennzahlen wie für globale Aktien erzielt. Besonders wertvoll ist in einem gemischten Portfolio die tiefe bzw. negative Korrelation zu Aktien (-0.21), wie die folgende Analyse aus dem Asset Allocation Expert zeigt:
Quelle: Asset Allocation Expert
Da der typische Portfolio Manager aber Aktien nicht shorten, sondern lediglich gegenüber der Benchmark bzw. Index untergewichten darf, ist die Performance des Long-Portfolios für die Beurteilung wichtiger:
Quelle: Asset Allocation Expert
Über die letzten 25 Jahre haben sich die zwei Portfolios wie in der obigen Grafik gut ersichtlich ziemlich spiegelbildlich verhalten und somit auch das Long-Portfolio klar positiv beigetragen. War dies auch in den letzten Kalenderjahren der Fall?
Quelle: Asset Allocation Expert
Die Zahlen je Kalenderjahr zeigen, dass bspw. 2017 Momentum klar positiv war, aber dies vor allem wegen dem nur schwer umsetzbaren Short-Portfolio. Das umsetzbare Long-Portfolio schloss nur knapp im Plus. 2019 war per Ende September positiv für Momentum.
P.S.: In der Praxis kann die Shortrestriktion auf Einzeltitel gelockert bzw. die Kosten für das Shorten gesenkt werden, indem der Future auf den Index verkauft und die Titel mit positiver Ausprägung gekauft werden.