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Die Securities and Exchange Commission (SEC) hat Nexo angeklagt. Diese hatte nämlich das Angebot und den Verkauf des Krypto-Asset-Lending-Produkts, genannt Earn Interest Product, nicht registriert. Als Strafe hat Nexo zugestimmt, 45 Millionen US-Dollar an Bundes- und Landesbehörden zu zahlen. 22,5 Millionen US-Dollar davon werden als Strafe verwendet. Die restlichen 22,5 Millionen US-Dollar hingegen zur Begleichung ähnlicher Vorwürfe der staatlichen Aufsichtsbehörden.
Neben Strafen an SEC: Earn Interest Product wird eingestellt
Darüber hinaus hat Nexo zugestimmt, den Verkauf des Earn Interest Product an US-Investoren einzustellen. «Uns geht es nicht um die Etiketten, die auf die Angebote geklebt werden. Sondern um ihre wirtschaftlichen Realitäten», sagte Gurbir S. Grewal, Direktor der SEC-Abteilung für Rechtsdurchsetzung. «Kryptoanlagen sind nicht von den Bundeswertpapiergesetzen ausgenommen.»
Im Jahr 2020 begann Nexo ein neues Produkt namens Earn Interest Product anzubieten und zu verkaufen. Dieser gab den Anlegern die Möglichkeit, ihre Krypto-Assets an das Unternehmen zu überlassen. Im Gegenzug war das Versprechen, dass die Kunden Zinsen erhalten. Nexo bewarb das Produkt als eine Möglichkeit für Investoren, zusätzliches Einkommen zu generieren.
Nexo akzeptiert Unterlassungsverfügung und verlässt US-Markt
Ohne die Vorwürfe der Behörde zu bestätigen oder abzustreiten, hat Nexo eine Unterlassungsverfügung akzeptiert, die das Unternehmen daran hindert, gegen die Registrierungsvorschriften des Securities Act von 1933 zu verstossen. In einer Erklärung gab der Krypto-Lender bekannt, dass die Vereinbarungen auf einer «No-admit-no-deny»-Basis erreicht wurden. Kosta Kantchev, Mitbegründer von Nexo, sagte in einer Erklärung, dass das Unternehmen zuversichtlich ist. Schon bald wird sich ein klareres regulatorisches Umfeld herausbilden. Dadurch werden Unternehmen wie Nexo in der Lage sein werden, wertschöpfende Produkte in den Vereinigten Staaten auf konforme Weise anzubieten, so die Hoffnung.
Im Dezember gab Nexo bekannt, dass es sich von dem US-Markt zurückziehen wird und begründete dies mit einer «Impasse» in den Verhandlungen mit den US-Aufsichtsbehörden. Man komme einfach nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Im Januar führte die bulgarische Polizei in Büros der Firma eine Razzia durch. Nach Hinweisen ausländischer Ermittlungsbehörden bestehe die Vermutung auf Geldwäsche und die Umgehung antirussischer Sanktionen.
Am 12. Januar hat die SEC Klage gegen Gemini und Genesis erhoben, wegen des unregistrierten Angebots und Verkaufs von Wertpapieren an Privatanleger durch das Krypto-Kreditprogramm von Gemini. Experten betonten damals, dass die Anklage ein Warnzeichen für andere Börsen und Akteure in der Krypto-Branche darstellt, die ebenfalls rentable Produkte anbieten. (mck)