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FMG Spiringen
Zur Geschichte
Die Gründung des Müttervereins Spiringen ist nur spärlich dokumentiert. Ein erstes Mitgliederverzeichnis ist datiert von 1914, im Buch „Geschichte der Pfarrei Spiringen“, heisst es; „1915 wurden durch Pfarrer Ehrenfried der Jungfrauenverein und der Mütterverein gegründet. “ Ein Rechnungsbuch und ein Protokollbuch sind datiert von 1918. Im Jahre 1989 hat sich der damalige Vorstand unter Präses Pfarrer Josef Arnold auf das erste Mitgliederverzeichnis von 1914 festgelegt und das75-Jahr-Jubiläum gefeiert.
Ein aufschlussreiches Dokument befindet sich im Pfarreiarchiv. Es ist ein Protokollheft von Pfarrer Alois Herger und beschreibt Vorstandssitzungen und Generalversammlungen von 1939 bis 1964. Auch wenn es nicht lückenlos geführt ist, widerspiegelt es die Aufgaben und die Bedeutung des Müttervereins zur damaligen Zeit. Es gibt Auskunft über Wahlen, über Kassabestände, über finanzielle Unterstützung an Familien oder Projekte und berichtet über Wallfahrten.
Die religiösen Aktivitäten bestanden zu dieser Zeit aus der Ansprache mit Andacht jeden ersten Sonntag des Monats während des Winters, und die Teilnahme war für jedes Mitglied selbstverständlich. Neben diesen Andachten wurde für die verstorbenen Mitglieder eine Gedächtnismesse gestiftet und nach Neujahr fand eine Christbaumfeier statt.
Der Mitgliederbestand war von Anfang an gross, ein Verzeichnis von 1932 zeigt bereits 120 Mitglieder. Ein Jahresbeitrag von Fr. 0.50 wurde erstmals 1954 festgesetzt, 1958 auf Fr.1.- und 1963 auf Fr.2.- erhöht, „zur Gründung eines Exerzitienfonds.“
Trotz des bescheidenen Jahresbeitrages erlaubte der Kassabestand, dass der Verein sich stets sehr solidarisch mit bedürftigen Familien zeigte. Ebenso konnten Institutionen und diverse Projekte und Objekte alljährlich auf finanzielle Unterstützung des Müttervereins zählen.
Protokollbücher dokumentieren die Generalversammlungen von 1974 bis 1997. An der GV 1984 wurden erstmals 2 Revisorinnen gewählt, vorher wurde die Rechnung vom Präses geprüft.
Seit den 80er-Jahren wird der Weltgebetstag der Frauen begangen, in diesen Jahren ist erstmals das Elisabethenopfer erwähnt, es wurde der Suppentag zu Gunsten des Fastenopfers eingeführt, und verschiedene Kurse wurden angeboten.
Wichtig aus der damaligen Zeit sind bis heute die Krankenbesuche, die Geburtstagsbesuche und Weihnachtsbesuche bei Mitgliedern ab 75 Jahren. Der Mütterverein leistet damit einen sozialen Beitrag zum Wohle unserer kranken und betagten Mitmenschen.
Grosse Projekte waren die Bazars in den 80er-Jahren die vom Mütterverein, unter der Anleitung von Madlen Moser organisiert wurden. Zu Gunsten des Alterswohnheims im Tal, der Totenkapelle Spiringen und des Altersheims Gosmergarten in Bürglen konnten dabei namhafte Beiträge erwirtschaftet werden.
Die Aufgaben und Themen haben sich weiter verändert und angepasst. Seit 1997 gibt es ein Jahresprogramm. So dienen die Kurse heute weniger der Alltagsbewältigung als mehr den Hobbys und Freizeitinteressen der Frauen. Das religiöse Leben hat sich ebenfalls stark verändert und Laien gestalten Maiandachten, Kreuzweg-Andachten und Gottesdienste zu verschiedenen Themen.
Mitte der 90er-Jahre wurden im Kanton Uri alle Urner Müttervereine einheitlich umbenannt in „Frauen- und Müttergemeinschaften“, 1999 wurde die Generalversammlung erstmals an einem Abend abgehalten. Im Jahre 2000 wurden die ersten Statuten erstellt und 2005 wurde ein Vereinslogo kreiert: Die Blume mit dem Kreuz in der Mitte.
Die Mitgliederzahl blieb über all die Jahre immer hoch. Ältere, ehemalige Vorstandsfrauen bestätigen, dass sie nie Nachwuchsprobleme gekannt hätten. Immer waren die Generalversammlungen mit 60 bis über 90 Mitglieder sehr gut besucht. Heute zählt der Verein immer noch einen Mitgliederbestand von ca. 140 Mitgliedern.
In dieser Zeitepoche von 100 Jahren haben alle Vorstandsfrauen ihr Bestes gegeben, haben sich dem Zeitgeist angepasst und ihre Werte, die Werte der momentanen Zeit, hochgehalten. Wenn wir daran denken, dass noch vor 60 Jahren ganz wenige Haushalte ein Telefon hatten, und heute trägt fast jeder eines im Hosensack, wie sich die sozialen Strukturen verändert haben, viele Frauen und Mütter heute teilzeitlich erwerbstätig sind, und wie mobil wir heute sind, so merken wir, wieviel sich verändert hat. Das Vereinsleben allgemein hat heute einen anderen Stellenwert. So hat auch die FMG die Angebote angepasst, probiert dies mit einer Mischung aus gesellschaftlichen und religiösen Angeboten attraktiv und vielseitig zu gestalten und zu organisieren. Heute sind vor allem gesellschaftliche Anlässe wie Jassen, Wandern oder Reisen gut besucht. So trägt unsere Frauen- und Müttergemeinschaft auf ihre Art dazu bei, dass gewisse Werte, die wichtig sind im Leben, erhalten bleiben und weitergegeben werden. Wenn auch der Stellenwert der FMG ein anderer ist als noch vor ein paar Jahren, tragen wir Sorge zu diesem Verein, dass er auch in Zukunft seinen Beitrag zum Wohl unserer Pfarrei und der Mitmenschen die hier leben, beiträgt.
Vorstand
Präsidentin
Michaela Arnold – Brand
041 879 15 71
Vizepräsidentin
Rita Imhof-Arnold
079 764 35 94
Aktuarin
Martina Imholz - Aschwanden
041 870 54 71
Kassierin
Marlis Gisler – Gisler
079 826 82 76
Mitglied
Vreni Arnold-Arnold
041 879 18 61
Mitglied
Cäcilia Arnold – Baumann
041 879 19 73
Präses
Joseph Athirampuzhayil
041 879 11 15
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Jahresprogramm 2002/2023
Sie können das Jahresprogramm hier herunterladen