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Vergleich der kontinuierlichen versus der Bedarfeinnahme von Diclofenac bei Spondylitis ankylosans (M.Bechterew).
Es gibt Hinweise,dass nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Diclofenac die Bildung von Verknöcherungen bei der Spondylitis ankylosans (M.Bechterew) verlangsamen oder verzögern können. In Deutschland wurden 167 Patienten mit Spondylitis ankylosans über 2 Jahre untersucht. 50% der Probanden (Durchschnittsalter 43 Jahre) erhielten 75-150 mg Diclofenac bei Bedarf die andere Gruppe eine kontinuierliche Therapie mit dem nichtsteroidalen Antirheumatikum. Die Wirbelsäule der Probanden wurde zu Beginn und nach 2 Jahren geröngt. Die Einnahme der Medikation wurde alle 3 Monate erhoben. 75% der Probanden beendeten die Studie. Die „bei Bedarf“ Gruppe nahm ca 60% der Medikation mit Diclofenac ein im Vergleich zur kontinuierlichen Therapie Gruppe. Nach 2 Jahren zeigten beide Gruppen spinale Wirbelsäulenverknöcherungen ohne signifikanten Unterschied. In dieser Studie konnte deshalb kein krankheitsmodifizierender Effekt auf die Wirbelsäule bei kontinuierlicher Einnahme von Diclofenac gezeigt werden (1).
In einer ähnlichen Studie konnte dieser Effekt angeblich mit Celecoxib nachgewiesen werden. Ob die Cox-2 Selektivität oder andere Faktoren eine Rolle spielen ist unklar. Die bei Bedarf Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika scheint unter Berücksichtigung des Nebenwirkungsprofils bei Symptomen einer Spondylitis ankylosans sinnvoll,obwohl diese keinen Effekt auf die Progression der Erkrankung ausübt. Beim Einsatz von Biologicals muss ebenfalls sorgfältig das Nutzen/ Risikoprofil abgewogen werden.
- Sieper J et al. Effect of continuous versus on-demand treatment of ankylosing spondylitis with diclofenac over 2 years on radiographic progression of the spine: Results from a randomised multi-centre trial. Ann Rheum Dis 2016;Aug 75:1438