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Die kommenden Tage wird das Schlachthaustheater in ein Puff verwandelt, genauer in ein Genderpuff. So heisst nämlich das Stück, welches 16 Mitglieder des Jugendclubs dort aufführen. Dabei geht es nicht nur um die Geschichte der Mütter, Grossmütter und Urgrossmütter, sondern um die Hinterfragung von Geschlechterrollen im Allgemeinen und um die Frage, von wo diese eigentlich stammen und warum jede/r Che Guevara, aber niemand Olympe de Gouges kennt. Dazu wird das Schlachthaustheater in ein Museum mit verschiedenen Stationen verwandelt.
100 Jahre alt wäre er dieses Jahr geworden, der deutsche Schriftsteller Heinrich Böll. Böll gehört zu den bekanntesten Literaten der Nachkriegszeit und wurde in den 70er-Jahren mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. In seinen Romanen, Kurzgeschichten, Hörspielen und zahlreichen politischen Essays setzte er sich kritisch mit dem zeitgenössisches Geschehen auseinander. So auch in seiner Erzählung «Die verlorene Ehre der Katharina Blum», in welcher Böll das Vorgehen von sensationsgeilen Boulevard-Zeitungen anprangert.
Zu Bölls 100. Geburtstag inszeniert Alexander Kratzer im Theater an der Effingerstrasse genau diese verlorene Ehre der Katharina Blum und zwar in einer eigenen, neuen Theaterfassung bei der auch Drum’n’Bass zum Zuge kommt.