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Der Kopf des Elches ist lang und ausgeprägt, mit einer stark überhängenden Oberlippe. Die langen Lippen eigenen sich hervorragend zum Abstreifen vom Laub. Hervorragend entwickelt ist bei einem Elch der Geruchssinn. Er kann anhand des Geruches nicht nur das Objekt, sondern auch die Entfernung feststellen.
Seine Augen sind klein, von brauner Farbe und treten leicht hervor. Untersuchungen haben ergeben, das sich der Elch dem Dämmerlicht zwar hervorragend angepasst hat, dafür allerdings fast farbenblind ist. Die Ohren sind breit und sehr beweglich, da sich das Waldtier oft auf seinen Gehörsinn verlassen muss. Wie bei Pferden erkennt man auch beim Elch durch die Ohrstellung die jeweilige Gemütslage.
Der Huffüssler besticht in erster Linie durch seine auffallend hohen Beine die er benötigt um in den unwegsamen Wäldern auch größere Hindernisse überwinden zu können. Die Hufe der Tiere bestehen aus zwei starken, schmalen und spitzen Klauen mit einer Länge von ca. 15 cm. Die stärker ausgeprägten Afterklauen verhindern das Einsinken auf moorigem Untergrund. Zwischen seinen Läufen besitzt der Elch kleine Drüsen, mit denen er seine Duftspuren legt.
Die Schrittweite kann bei Sprüngen bis zu 3,50 m betragen. Im Trab - auch Troll genannt - kann man beim Aufschlagen der Afterklauen ein eigentümliches Knacken vernehmen. Der Elch bewegt sich sowohl im Kreuzgang, als auch im Passgang vorwärts, wobei die Schrittlänge vom Bullen länger ist, als die einer Kuh.
Das Fell des Elches ist braun und von besonders dichtem Wuchs. Das einzelne Haar ist hohl, was besonders zur Wärmeisolierung im Winter ein hervorragender Schutz ist. Das Fell ist brüchig und von hohem Fettgehalt. Im Frühjahr findet der Haarwechsel statt.
Fortpflanzung:
Elchkühe werden mit etwa 2 Jahren, Elchbullen erst mit 3 Jahren geschlechtsreif. Die Paarungszeit beginnt meist im frühen Herbst und dauert 2 Monate.
Der Paarungsakt erfolgt mehrmals am Tag, dauert jedoch nicht länger als 5 Sekunden. Das Elchpaar bleibt nur solange zusammen, bis die Elchkuh begattet und somit nicht mehr Paarungswillig ist. Danach trennen sich ihre Wege und der Bulle zieht weiter zur nächsten paarungswilligen Elchkuh.
Die Tragezeit der Elchkühe beträgt ca. 9 Monate. Zwischen April und Anfang Juni kommen die Kälber zur Welt.
Zur Geburt zieht sich die Elchkuh an einen ruhigen Platz zurück und gebährt ihren Nachwuchs in einem weichen Lager aus Moos oder Laub. Erstgebärende bekommen immer Einzelkinder. Aber auch Zwillinge - selten hingegen Drillinge - werden geboren.
Die ersten Tage nach der Geburt säugt die Elchkuh ihr Kalb im Sitzen. Ca. 8 - 10 Mal am Tag säugt sie ihren Nachwuchs, der schnell an Gewicht zulegt. Lediglich im Herbst erreicht die Gewichtszunahme einen Stillstand, der auch über die Wintermonate anhält. Im Frühling geht die Gewichtszunahme dann wieder unvermittelt weiter.
Wie viele Tiere verständigen sich Mutter und Kind durch Blöklaute, wobei das Elchjunge hierbei Schreie ausstoßen kann, die wie menschliches Babygeschrei klingen.
Die ersten Tage noch recht hilflos, folgen sie ihrer Mutter nach ein paar Tagen auf deren Streifzüge durch das Revier.
Ungefähr ein halbes Jahr nach der Geburt wird das Elchjunge von der Mutter entwöhnt. Das ist meist der Zeitpunkt, an dem die Elchkuh erneut trächtig geworden ist. Bis zur Geburt des nächsten Nachwuchses bleiben die Kälber bei ihren Müttern. Kurz vor der erneuten Niederkunft verjagt die Kuh ihr Einjähriges mit aller Härte.