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US-Präsident Joe Biden bezeichnete Brown als «erstklassigen Strategen», der sich durch sein unvergleichliches Urteilsvermögen und unerschütterliches Auftreten einen Namen gemacht habe. Biden dankte dem scheidenden Milley. Dieser habe «mit ruhiger Hand» durch eine der komplexesten Sicherheitslagen geführt, mit der die Welt seit langem konfrontiert sei. Milley hob die Bedeutung der Verfassung hervor, die verteidigt werden müsse «gegen alle Feinde - von aussen wie von innen».
Der Generalstabschef ist Militärberater des US-Präsidenten und leitet die strategischen Planungen des Verteidigungsministeriums. Brown war seit 2020 Stabschef der Luftstreitkräfte und vom damaligen Präsidenten Donald Trump vorgeschlagen worden. Dessen Nachfolger Biden nominierte den 1962 geborenen Brown im Juli als neuen Generalstabschef.
Der republikanische Senator Tommy Tuberville blockiert seit Wochen jedoch aus ideologischen Gründen die routinemässige Bestätigung wichtiger Personalien innerhalb des US-Militärs - und verzögerte damit auch die Bestätigung von Brown. Die Abstimmung über Hunderte weitere Berufungen, über die in der Regel in Gruppen abgestimmt wird, steht noch aus. Biden forderte Tuberville auf, seine Blockadehaltung aufzugeben. Es sei «völlig inakzeptabel», dass mehr als 300 Militäroffiziere und Reservisten in der Schwebe gehalten würden.
Brown hat in der Vergangenheit seine eigenen Erfahrungen mit Rassismus im Militär und anderen Bereichen des Lebens offen geteilt. So veröffentlichte er nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz ein Video, indem er von seinen Erfahrungen berichtet - etwa von dem Gefühl, ständig unterschätzt zu werden und doppelt so hart arbeiten zu müssen, um zu beweisen, dass die Vorbehalte gegen Schwarze nicht zutreffend sind.