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Nachdem in der letzten Umfrage nach dem Anteil der PDF-Dateien, die mit Preflight geprüft werden, gefragt wurde, geht es in der neuen Umfrage darum, welche Preflight-Software regelmässig zum Einsatz kommt:
Das Ergebnis der letzten Umfrage zum Anteil der PDF-Dateien, die mit Preflight geprüft werden, ist überraschend sehr positiv. Die Mehrheit der PDF-Dateien der Leser von PDF-AKTUELL durchläuft eine Preflight-Prüfung. Es gibt aber immer noch fast 20% der Anwender, bei denen weniger als ein Viertel der Dateien (oder gar keine) geprüft werden:
In meinem neuen Seminar PDF Color Management in der Praxis behandle ich vier unterschiedliche Farbkonvertierungstechnologien:
- Reine ICC-Farbkonvertierung (ICC)
- ICC- Farbkonvertierung mit Ausnahmen (ICC-Plus)
- DeviceLink-Konvertierung (DVL)
- Smarte Farbkonvertierung (Smart)
Welche PDF-Tools diese Technolgien unterstützen kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Anlässlich der Vorbereitung meines neuen Seminars PDF Color Management in der Praxis habe ich die Bildkompression vor und nach der Farbkonvertierung in den bekanntesten PDF-Tools untersucht.
In Highend-PDF-Dateien für den Qualitätsdruck sind Bilder in der Regel mit maximaler JPEG-Qualität komprimiert. Vor der Farbkonvertierung müssen die Bilder zuerst dekomprimiert und nachher wieder komprimiert werden. Acrobat verwendet dazu immer die mittlere JPEG-Qualität. Dadurch erfolgt eine (unerwartete) Qualitätsverschlechterung der farbkonvertierten Bilder (siehe Tabelle).
Am 15. Oktober 2017 hat Adobe den Support für Adobe Acrobat XI und Adobe Reader XI eingestellt. Adobe unterstützt Programmversionen jeweils während fünf Jahren.
Das bedeutet, dass Adobe keine technische Unterstützung für diese Programmversionen mehr anbietet und es dafür auch keine Updates (inkl. Fehlerbehebungen und Sicherheitsupdates) mehr geben wird.
Die Software darf aber weiterhin genutzt werden!
Gemäss meiner Umfrage im letzten Jahr ist Acrobat XI die von meinen Lesern am meisten genutzte Acrobat-Version. Dies wird auch durch das Feedback der Teilnehmer meiner Seminare bestätigt.
Die ISO hat den neuen Standard ISO 16613-1 PDF/VCR (PDF for variable content replacement) veröffentlicht. Mit VCR können variable Daten mit PDF-Templates definiert werden. Die Templates basieren auf PDF/X-4 und enthalten Platzhalter für variablen Daten, die während der Druckproduktion im CSV-Format in Echtzeit zuhinzugefügt werden. Im Gegensatz zu PDF/VT müssen bei PDF/VCR die variablen Daten nicht gespeichert werden.
Anwendungsbereiche für diesen neuen Standard sind sicherheitskritische Druckanwendungen wie z.B. der Druck von Pins für Kreditkarten, Seriennummern (z.B. für pharmazeutische Verpackungen) oder Eintrittskarten. In einer Mitteilung der NPES wird das Format detailierter beschrieben.
OneVision hat angekündigt, dass die Workflow-Software Asura, die in den kommenden Wochen in der Generation 17.2 veröffentlicht werden wird, PDF 2.0 bereits komplett unterstützt. Anwender können damit unter anderem als PDF 2.0 angelieferte Dokumente auf z.B. PDF 1.3 „herunterrechnen“ so dass diese auch in anderen Applikation weiterhin verwendet werden können.
Ausserdem unterstützt Asura im Zusammenspiel mit dem PDF-Editor Solvero jetzt VDP – Variable Data Printing. Dabei werden variable Daten, wie zum Beispiel Adressen, Grafiken oder Bilder in eine PDF-Vorlage personalisiert eingefügt. Die resultierenden PDF-Dateien können dabei wahlweise manuell in Solvero oder automatisiert in Asura erzeugt werden.
Ausserdem gibt es weitere Verbesserungen bei der Iteration von Sonderfarben-Konvertierungen sowie eine verbesserte Verwaltung von Sonderfarben-Bibliotheken. Daneben gibts es Verbesserungen im Umgang mit Warteschlangen und Konfigurationen.
In der Online-Hilfe von ZePrA sind die Neuerungen ausführlich beschrieben.
In meinem neuen Seminar PDF Color Management in der Praxis setze ich die neue Version bereits ein.
Vor kurzem wurde ich von einem bekannten Blog für Online-Druckereien um ein schriftliches Interview zu PDF 2.0 gebeten. Leider fand der Eigentümer des Blogs meine Antworten “zu technisch” für seine Leser. Da meine Leser in dieser Hinsicht sicher mehr Verständnis haben, publiziere ich das Interview eben nun auf PDF-AKTUELL…
Die ECI hat das ICC-Farbprofil eciCMYK.icc veröffentlicht. Es basiert auf den Charakterisierungsdaten FOGRA53 der Fogra. Es ist als Austauschfarbraum mit einem grossen Farbumfang konzipiert, der alle möglichen Druckverfahren (Offset, Tiefdruck, Digitaldruck) abdeckt. Das eciCMYK-Profil kann kostenlos heruntergeladen werden.
Da der Farbraum von eciCMYK grösser ist, als jeder reale Druckfarbraum und das Profil einen sehr hohen Gesamtfarbauftrag zulässt, ist dieses Profil nicht direkt zum Drucken geeignet.
Am 5. Dezember 2017 führe ich mein Seminar PDF Color Management in der Praxis bei der Fogra in München durch. Die Fogra hat dem Seminar allerdings einen anderen Titel gegeben: Farbsicherer Workflow mit PDF/X. Der Leiter der Vorstufentechnik, Andreas Kraushaar, wird das Thema Multicolor behandeln.
Die Online-Anmeldung ist etwas kompliziert. Das Seminar vom 5.12. hat den Code FW17.
Am 31.8. hatte mein neues Seminar PDF Color Management in der Praxis Première in Olten. Das Seminar stiess auf grosses Interesse. Trotz Wechsel in einen grösseren Seminarraum, musste ich noch eine Warteliste einrichten.
Die Teilnehmer wurden mit vielen Hintergrund-Informationen, Tipps und Tricks rund um das Thema PDF-Farbe versorgt. Die umfangreiche Seminardokumentation (25% mehr als bei bisherigen Seminaren) mit vielen Screenshots hilft, bei der täglichen Arbeit schnell die richtige Funktion zu finden. Neu habe ich auch ein Symbol für “Beste Lösung” in der Dokumentation aufgenommen, damit die Teilnehmer sich noch besser und schneller orientieren können.
Das Seminar findet noch an weiteren Standorten in Deutschland und Österreich statt. Die Daten findet man wie immer in der Terminübersicht. Im nächsten Jahr wird das Seminar an den meisten Orten nochmals wiederholt.
Im Publishingblog wird das Script Page Exporter Utility (PEU) vorgestellt, mit dem man u.a. jede InDesign-Seite als einzelnes PDF exportieren kann.Das Script ist zwar bereits 10 Jahre alt, funktioniert aber auch noch mit InDesign CC 2017.
Das Update 9.3 der pdfToolbox von Callas bringt neu eine Funktion zur Farbseparation von CMYK- und Schmuckfarben-Seiten. Das tönt wie ein déjà vue, war doch die Farbseparation von PDF-Seiten in den späten 1990er-Jahren ein Riesenthema. (Ich habe selbst auch an einer Softwarelösung dafür gearbeitet.) Aber es scheint nachwievor einen Bedarf dafür zu geben. Vor kurzem hatte ich auch eine solche Anfrage von einem Kunden. Er möchte die einzelnen Separationen am Bildschirm überprüfen und ggf. auf einem Laserprinter ausdrucken können.
Beim ersten Test hatte ich ein Durcheinander bei der Beschriftung von Separationen im Feld der Seitenzahl bei mehrseitigen PDFs entdeckt. Ich habe den Fehler an Callas gemeldet und er wurde innert zwei Wochen durch ein Update behoben. Man sollte also unbedingt nach der Installation der Version 9.3 noch ein Update auf Version 9.3.434 machen.
Martin Bailey, CTO von Global Graphics und Mitglied mehrerer ISO-Kommissionen zu PDF-Standards, bespricht in einem englischen Whitepaper (19 Seiten) und einem Webinar (YouTube, 40′) die Auswirkungen von PDF 2.0 auf die Druckproduktion. Er machte sich auch einige Gedanken über die Risiken und gibt Empfehlungen für die Umstellung auf PDF 2.0.