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Die Europäische Kommission hat heute angekündigt, dass eine "gründliche Untersuchung" der geplanten Übernahme des niederländischen Anbieters von digitalen Landkarten Tele Atlas durch den ebenfalls niederländischen Navigationsgeräte-Hersteller TomTom eingeleitet worden sei. TomTom bot anfänglich
auf 2,9 Milliarden Euro, weil auch der US-amerikanische TomTom-Konkurrent Garmin Interessen an Tele Atlas bekundete. Garmin hat sich mittlerweile aus der Übernahmeschlacht zurückgezogen.
Nach ersten Marktuntersuchungen der EU-Kommission bestehen "ernste wettbewerbsrechtliche Bedenken" hinsichtlich der vertikalen Auswirkung des geplanten Zusammenschlusses. Die Kommission wird bis zum 17. April 2008 entscheiden, ob durch diesen geplanten Zusammenschluss der wirksame Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich beeinträchtigt würde.
Problematisch ist dabei die Tatsache, dass TomTom Marktführer in Europa ist und Tele Atlas zusammen mit dem US-Unternehmen Navteq den Markt für digitale Navigationskarten in Europa und Nordamerika beherrscht. Navteq soll von Nokia übernommen werden. Die Kommission sehe Anlass zu "erheblicher Sorge", die Übernahme könne angesichts des Duopols auf dem Markt für digitale Navigationskarten und der starken Stellung von TomTom zu "spürbaren Einschränkungen" des wirksamen Wettbewerbs im EWR führen.
TomTom liess heute wissen, dass das Übernahmeangebot für Tele Atlas aufgrund der andauernden Prüfung durch die EU verlängert worden sei. Die Annahmefrist läuft nun bis zum 31. März 2008. (mim)