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Löwen, Tiger und andere ausgebrochene wilde Tiere haben eine Kleinstadt im US-Bundesstadt Ohio in Angst und Schrecken versetzt. Die Bevölkerung von Zanesville musste sich US-Medienberichten zufolge in ihren Häusern verbarrikadieren, während die Polizei die von einer Farm entlaufenden Tiere jagte. Der Besitzer des exotischen Privatzoos war am Dienstagabend tot neben mehreren geöffneten Käfigen aufgefunden worden.
"Es ist eine sehr gefährliche Situation und wir unternehmen alle Vorsichtsmaßnahmen, die wir können", sagte Tom Stalf vom städtischen Zoo im nahegelegenen Columbus dem TV-Sender NBC. Der Zoo hat zur Unterstützung der Polizei mehrere Mitarbeiter nach Zanesville geschickt. Bei den ausgebrochenen Tieren handele es sich größtenteils um ausgewachsene Fleischfresser, sagte Stalf. Diese seien "besonders gefährlich", wenn sie aus dem Gehege in die freie Wildbahn entkämen.
Nach Polizeiangaben hielt der Farmbesitzer Terry Thompson knapp 50 wilde Tiere auf seinem Grundstück, darunter Grizzlybären, Schwarzbären und verschiedene Arten von Raubkatzen. Bis zum Morgen seien 25 der Tiere erschossen worden. Die Schulen in der Gegend blieben geschlossen, die Menschen wurden angewiesen, ihre Häuser nicht zu verlassen.
Die Todesursache von Thompson ist noch unklar. Der 62-Jährige war der Polizei zufolge erst vor wenigen Wochen aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er eine einjährige Haftstrafe wegen illegalen Waffenbesitzes verbüßt hatte. Medienberichten zufolge hatte die US-Bundespolizei FBI bei einer Razzia auf der Farm im Juni 2008 mehr als einhundert Waffen beschlagnahmt. Thompson sei in der Vergangenheit auch immer wieder mit Bußgeldern belegt worden, weil er seine Tiere frei herumlaufen ließ.