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Gegen 1450 wurden die Herren von Baldegg die Besitzer des Schlosses und der Herrschaft Schenkenberg; in 1386 zerstörten die Eidgenossen ihren Stammsitz. Es scheint so, dass das Schloss Schafisheim zu dieser selben Zeit aufgerichtet wurde; das erste authentische Dokument erwähnt das Datum 1474. Dies war nicht der befestigte Sitz eines Herren, sondern ein kleines Wohn- und Jagdschloss. Bereits ab 1482 erscheint Walther von Hallwyl, Intendant des Hofes vom Bischof von Konstanz, als Eigentümer; die Berner gaben ihm das kleine Schloss als Lehen. Anfang des 17. Jahrhunderts gehörte das Gebäude Hans Friedrich von Hallwyl und seiner Ehefrau Katharina. Dieser liess den zylindrischen Treppenturm bauen und unternahm Umwandlungen im Innern des Gebäudes. Die Hallwyl blieben Eigentümer bis 1671. In 1736 übergaben die Berner das Lehen an Etienne Brütel (1683 -1756), der der neue Schlossherr wurde. Der Letztere liess einen Flügel an der Südflanke des Schlosses bauen. Das Unternehmen funktionierte bis 1821; die Felder der Umgebung wurden benutzt, um das Waschmittel zu bleichen. In 1845 gelangten das Schloss und seine Anhänge an einen neuen Eigentümer, dessen Nachkommen noch heute im Schloss wohnen.
Der Stamm des Gebäudes, sehr massiv, erstreckt sich über vier Stockwerken. Die unteren Stockwerke sind mit kleinen Fenstern, rechteckig und eng, versehen, mit roten Rändern, die mit der weissen Fassaden kontrastieren. Das obere Stockwerk, mit Holz bedeckt, umgibt das grosse Werk und führt zum Walmdach darüber. An der nördlichen Fassade, links von der zentralen Achse steht der Treppenturm, genannt „Wendeltreppe“ wegen seiner Form. Er wird von einem Pyramidendach bedeckt mit scharfen Kanten. Die Fenster, die dem Verlauf folgen; sind auf jeder Etage mit Abgrenzungen getrennt.
Von der östlichen Fassade aus, gelangt man ins Innere des Gebäudes wo eine Halle von anderthalb Stockwerken den Eintreffenden empfängt. Eine Wendeltreppe führt in die oberen Stockwerke. Der Saal in der Südostecke ist auf halber Höhe mit einer Tannenwandverkleidung desselben Zeitalters geschmückt, die mit triglyphesfriesen und einem Kranzgesims mit kleinen Zacken geschmückt wird. Das letzte Stockwerk des Turms schützt ein Zimmer, dessen Kassettendecke in Sternform strukturiert ist. Der Südflügel, der von Hallwyl angefügt wurde, wie auch die Indische Fabrik, wurden heute in Wohnungen umgewandelt, beide verlängert und von geringerer Höhe stellen sie auf keiner Art und Weise die klare Einfachheit in Frage das Schloss charakterisiert.
Bibliographie