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Über mehrere Monate hinweg hat im Nationalpark Chapaa Diamantina das Feuer gewütet und tausende Hektar zerstört. Jetzt erstrahltder Park in Bereichen der Serra da Larguinha in lila, durch die Blüten eines Strauches, der auf Brände angewiesen zu sein scheint. Das letzte Mal, dass die “Candombá“ geblüht hat, liegt 17 Jahre zurück.
Immer wieder sind von September bis Januar in verschiedenen Bereichen des Nationalparkes und der Umgebung Brände angefacht, die vermutlich durch menschliche Aktionen entstanden sind. Wochenlang waren Feuerwehrkräfte im Einsatz, um sie zu löschen.
Endgültig gelungen ist ihnen dies allerdings erst mit den Regenfällen im Januar. Nach Auskunft des Umweltsekretariates des Bundesstaates Bahia sind in der Chapada Diamantina 51 Hektar zerstört worden, 15.000 von ihnen liegen im Inneren des Nationalparkes.
Noch kann das ganze Ausmaß der Zerstörung nur erahnt werden. Mit der Bestandsaufnahme dazu wurde nach dem Karneval begonnen. Doch die Natur scheint sich ihr Terrarium zurückzuerobern. Bilder des Fotografen Rui Rezende zeigen Bereiche des Parks als ein Tal der Blüten. An der Spitze scheinbar toter, Ruß beschwärzter Stämme sind die lila-farbenen Blüten des “Candombá“ aufgegangen.
Wie der Botaniker Abel Augusto von der Universität Feira de Santana (Uefs) erklärt, benötigt der Candombá für das Hervorbringen seiner Blüten Brände. In der Regel geschieht dies etwa 30 Tage nach dem Feuer. Das letzte Mal soll das seltene Phänomen in der Chapada Diamantina vor 17 Jahren beobachtet worden sein.