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Die Schweizer Hochschulen haben einen Leitfaden Internationale Zusammenarbeit entworfen. Darin heisst es:
Hochschulen in der Schweiz und auf der ganzen Welt engagieren sich zunehmend in der internationalen Zusammenarbeit. Dies bietet ihnen einzigartige Möglichkeiten, ihren Wirkungskreis zu erweitern, drängende globale Probleme anzugehen und i hren Studierenden und Mitarbeitenden internationale Chancen zu bieten, erfordert aber auch ein stärkeres Bewusstsein und Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten. Sie teilen die Notwendigkeit und die Verantwortung, jede potenzielle Zusammenarbeit im Hinblick auf Werte wie akademische Freiheit und institutionelle Autonomie, ethische und rechtliche Aspekte sowie Nutzen und Vorteile des Wissenstransfers zu bewerten.
«Sie teilen die Notwendigkeit und die Verantwortung». Tatsächlich? Verantwortung kann man zwar teilen, aber mit wem genau? Und Notwendigkeit kann man halt nicht teilen.
Mein Vertrauen in die Schweizer Hochschulen hält sich in Grenzen, wenn die nicht einmal korrekte Sätze bilden können. Ich beschäme mich.
Sie: Das ist aber auch kein wirklich attraktiver Mann.
Er: Was heisst das?
Sie:Weiss nicht.
Er: Bin ich attraktiv?
Sie: Ja, schon.
Er: Warum?
Sie: Weiss nicht. Einfach.
Er: …?
Sie: Du hast Haare.
Sie hatten schon länger Schwierigkeiten miteinander und sie war hinter seinem Rücken eine andere Beziehung eingegangen. Nur oberflächlicher Sex ohne Bedeutung, hatte sie ihm versichert, als sie es ihm nach fast einem Jahr gestand. Und sie hatte, um ihn nicht zu verletzen, stets Termine gewählt, an denen er beruflich belegt war, also ohnehin keine Zeit für sie hatte, auf dass er nichts merke und ihm nichts abgehe, schliesslich wolle sie ihn auf keinen Fall verletzen. Eine Woche später musste er bei einem Anlass eine Rede halten. Vom Podium aus sah er sie, wie sie mit einem ihm Unbekannten sehr vertraulich sprach, mit den allen Liebenden eigenen Blicken, Gesten und Berührungen, bis sie gemeinsam mit dem Unbekannten aus dem Raum ging. Er wusste sofort, dass das ihr Liebhaber war. Später fragte er sie, ob er recht habe und sie bejahte. Dummerweise fragte er sie, ob sie ihn zum Abschied geküsst habe und auch das bejahte sie. Natürlich, sie sei doch kein empathieloses Monster.
Er hatte es mit der Frage darauf angelegt und auch geschafft, seinen ganz persönlichen Tag der Heuschrecke zu bekommen.
Ich war in London die Tage und war im Taxi auf dem Weg zum Flughafen, um zurückzufliegen. Der Taxifahrer, ein klassischer Cockney, hat sofort begonnen, sich mit mir zu unterhalten übe dies und das. Natürlich waren die schwierigen Zeiten und wir haben darüber gesprochen, wie schwer sie eben für die kleinen Leute sind. Brexit, Corona, die Inflation und jetzt der Krieg in der Ukraine. Draussen schneite es, und er sagte: Und jetzt noch dieser Wetter. Gott muss uns hassen. Ja, lachte ich, tatsächlich, es wäre nur schön, wir wüssten warum, was wir falsch gemacht haben.
Ist die Welt nicht ein wunderbarer Ort? Ich kann mit einem Taxifahrer, den ich nicht kenne, über Gott sprechen und wir verstehen uns auf Anhieb. Das Leben ist so fürchterlich schön, zum Fürchten schön.
Die Verwirklichung unserer Träume, schreibt Cesare Pavese einmal, ist unsere Träume nicht wert. Analog könnte man sagen, die Verwirklichung unserer Ängste ist unsere Ängste nicht wert, sprich: Die Verwirklichung unserer Ängste erreicht nicht die Wirkungsmacht dieser Ängste.
Nur die Liebe besiegt den Tod, heisst es. Kann es sein, dass das daran liegt, dass die Liebe eine Form von Tod ist?