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2017-11-18
Geniezeit wird auch Genieperiode genannt und ist eine Strömung der Literatur in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in der man das Genie als die höchste Form menschlicher Entwicklung ansah. Sie wirkte auf alle Bereiche der Kunst und Kultur und erreichte im Sturm und Drang ihren Höhepunkt beeinflußte aber auch die Romantik und lebt in der Philosophie Nitsches vom Übermenschen weiter fort.
Der Begriff Genie kommt aus dem lateinischen genius und heißt übersetzt soviel wie etwa Geist, Natur, Begabung. Für Diderot ist das Genie eine Person die schöpferisch tätig ist und mit göttlicher Begeisterung seine Werke schafft. Aus England (E. Young, Shaftesbury) wird der Begriff dahingehend definiert, das ein Genie im Einklang mit der göttlichen Natur handelt und als schöpferische Person selber in den göttlichen Stand erhoben wird.
Parabase (Unterbrechung, Abschweifung)
Ein Element der attischen Komödie wo am Ende des ersten Teils Chor und Chorführer auftraten. Der Auftritt hatte feste Formen und Regeln. Die Parabase bestand zumeist aus sieben Teilen indem sich der Chor unmittelbar ans Publikum wandte um über politische oder gesellschaftliche Ereignisse zu berichten bzw. diese zu bewerten. Oft wurde die Parabase auch dazu genutzt das der Dichter des Werkes seine Absicht die er mit seiner Komödie verfolgte, darlegen konnte. Die sieben Teile bestanden aus:
2017-11-17
Der Sonettenzyklus erschien, bis auf die letzten zwei Sonette, erstmalig 1815. Die beiden letzten Sonette in der Ausgabe letzter Hand von 1827.
Seit dem Tod Schillers im Jahr 1805 fing Goethe an sich poetisch umzuorientieren und läßt die klassische Phase der deutschen Literatur langsam hinter sich. Das in der deutschen Klassik nicht gerade beliebte Sonett ist Zeugnis dafür das Goethe auf den Weg zu seiner Alterslyrik war. Die Benutzung verschiedener Sprach.- und Stilebenen sind ein weiteres Indiz dafür das die Zeit der Klassik mit ihrem festen Regelwerk vorbei war und langsam eine Lyrik entstand, die inhaltlich und formal schon auf den alten Goethe verweisen dessen Alterslyrik oftmals eine Akrobatik der Worte ist. Die Sonette sind thematisch nicht einheitlich und neben ironischen und dramatischen Inhalten kommen auch alltägliche Themen im Zyklus vor.
Die Dichter der schlesischen Schule waren in der Barockzeit führend an der Entwicklung der Literatur des 17. Jahrhundert. Sie kamen meist aus bürgerlichen Kreisen und ihre Werke fanden Anerkennung im ganzen deutschen Sprachraum. Man unterscheidet 2 schlesische Dichterschulen. Die Mitglieder der Ersten waren Zeitgenossen von M. Opitz. (z.b. P. Flemming, F.v.Logau, S.Dach u.a.) Die zweite Schule, deren Hauptvertreter D.C.von Lohenstein und Ch.H.v.Hoffmannswaldau waren, pflegten im Gegensatz zur ersten Schule, einen schwulstigen Stil wie er in der Zeit des Spätbarocks üblich war.
Höfische Dichtung
Die Blütezeit der Dichtung war im 16. bis 18. Jahrhundert als der Orden der Jesuiten seine größte Bedeutung hatte. Die Dichtungen sind in lateinischer Sprache verfasst und vom Motiv her beinhaltet sie meist dogmatisch-religiöse Texte. Literaturgeschichtlich ist das Jesuitendrama von besonderer Bedeutung. Die Lyrik der Jesuitendichtung erfuhr mit der Veröffentlichung der Gedichte von F. Spee einen Höhepunkt. (Trutz Nachtigall, Güldenes Tugend-Buch)