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Dauer 20 - 40 Minuten (bei geübten Spielern ohne viel zu grübeln 20 - 30 Minuten)
Thema
Wir leiten Expeditionen und schliessen Wetten ab, wie erfolgreich wir diese realisieren. Es gibt 5 mögliche Expeditionen: Das alte Ägypten, Unterwasser (Atlantis), Kultur in den Bergen (Mount Everest), Indianerkultur im Urwald (Maya oder Atzteken), Kultur in einer Höhle (allenfalls Lascaux).
Spielregeln
Ziel des Spiels
Ziel des Spiels ist es, seine Expeditionen gewinnbringender zu vermakrten als der Gegenspieler. Dabei ist es unerheblich, wer mehr Expeditionen geleitet hat.
Aufbau
Die beiden Spieler nehmen gegenüber von einander an einem Tisch Platz. Der Spielplan wird zwischen die beiden Spieler gelegt. Im Spiel befinden sich je Farbe (Expedition) folgende Karten: 3 Wettkarten (Handschlag), je eine Karte mit den Werten von 2 - 10
Alle Karten werden auf einen Stapel gelegt und gut gemischt. Jeder Spieler erhält verdeckt 8 Karten auf die Hand. Die restlichen Karten werden auf einen Ablagestapel neben das Spielbrett gelegt.
Ablauf einer Runde
Ist man am Zug, hat man zwei Möglichkeiten. Man kann eine Karte in einer Reihe seiner Expedition legen. Dabei sind folgende Regeln zu beachten: Jede Expedition, welche ich starte, kostet mich 20 Geld (Punkte). Meine Expedition lege ich jeweils am Spielbrett bei der entsprechenden Farbe an. Kartenwerte, welche ich bei einer Expedition anlege, müssen höher sein als die bereits ausliegenden Karten. Wettkarten können nur gespielt werden, solange ich noch keinen Zahlenwert als Expeditonsstart gelegt habe. Es dürfen mehrere Wettkarten gelegt werden. Wettkarten gelten als Multiplikatoren des Expeditionerfolgs. Bei einer Wettkarte multipliziere ich mit zwei, bei zwei Karten mit drei und bei drei Karten mit vier.
Wenn ich bei meinen Expeditionen nichts anlegen kann oder will, kann ich eine Karte auf ein der Farbe entsprechendes Feld auf das Tableau legen. Wenn bereits eine Karte derselben Farbe liegt, wird diese durch die neue abgedeckt. Die unteren Karten sind dabei nicht mehr sichtbar.
Nachdem ich eine Karte gelegt habe, darf ich entweder eine Karte vom verdeckten Nachziehstapel ziehen oder eine (die oberste) Karte eine Expedition auf dem Tableau. Auf dem Foto wären also je eine Wettkarte in den Farben rot, weiss, blau und gelb oder die grüne fünf erhältlich.
Das Spiel endet, wenn der Nachziehstapel aufgebraucht ist. Man darf jederzeit die noch verbleibenden Karten zählen.
Anhand des unteren Spieletableaus erkläre ich die Wertung.
Die rote Expedition wurde nicht begonnen. Somit gibt es keine Kosten und keine Punkte.
Bei der grünen Expedition wurden 24 Punkte (9+8+4+3) erzielt abzüglich der Kosten von 20, ergibt einen Ertrag von 4, welcher mit 3 multipliziert wird (zwei Wettkarten) = 12 Punkte
Bei der weissen Expedition wurden 28 Punkte erzielt abzüglich der Kosten von 20, ergibt einen Ertrag von 8, da keine Wettkarte gespielt wurde wird der Wert mit 1 multipliziert = 8 Punkte
Bei der blauen Expedition wurden 25 Punkte erzielt abzüglich der Kosten von 20, ergibt einen Ertrag von 5, welcher mit 2 multipliziert wird (eine Wettkarte) = 10 Punkte
Bei der gelben Expedition wurden 17 Punkte erzielt abzüglich der Kosten von 20, ergibt einen Verlust von - 3, welche mit 3 multipliziert wird (2 Wettkarten) = - 9 Punkte
Total also 21 Punkte (12+8+10-9)
Besteht eine Expedition aus mindestens 8 Karten erhält man ausserdem noch einen Bonus von 20 Punkten (nach dem Multiplizieren).
Fazit
Hinter den einfachen Regeln von Lost Cities verstecken sich viele knackige Entscheidungen. Welche Expeditionen soll ich starten? Bekomme ich im nächsten Zug eine tiefere Karte, welche ich bei meiner Expedition noch anlegen kann oder wird die Karte von meinem Gegenspieler blockiert? Wie lange soll ich meinen Gegenspieler blockieren und damit meine eigene Kartenhand um wertvolle Optionen und Möglichkeiten verringern? Gegen Ende des Spiels kann ich das Tempo erhöhen, indem ich mich immer beim Nachziehstapel bediene oder es hinauszögern, indem ich die Karten aus der Auslage nehme.
Planen und ein gewisses Mass an taktischem Geschick helfen hier ungemein. Aber auch ein Quentchen Glück ist von Nöten. Genau dies macht das Spiel auch aus. Meistens kommen 2-Personenspiele in Paarbeziehungen zum Einsatz. Selten sind die Partner sich in Planung und Taktik ebenbürtig. Es mag für den Stärkeren zwei bis drei Partien Spass machen zu gewinnen. Wenn das Pendel aber zu sehr zugunsten eines Spielers ausfällt, wird der andere bald nicht mehr mitspielen und die Schachtel verstaubt in einem Regal. Dies ist der Grund, weshalb ich den Glücksfaktor in diesem Spiel so schätze. Ausserdem wird auch der Zocker in mir angesprochen. Manchmal wagt man ganz unvernünftig eine neue Expedition und kann diese sehr erfolgreich abschliessen. Ein anderes Mal ist man sich der Sache sehr sicher und zieht kurz vor Schluss dennoch den kürzeren.
Zugegeben, bei Lost Cities bin ich vielleicht nicht ganz objektiv. Das Spiel begleitet uns seit vielen Jahren und ist in dieser Zeit auch schon weit gereist. Geübte Spieler nehmen nur noch die Karten in den Urlaub mit. Das Brett ist nicht zwingend nötig. Es gehört mit Sicherheit zu den 10 meist gespielten Spielen in meinem Leben und aufgrund der damit verbundenen Erinnerungen auch in meine Top 20. Noch heute freue ich mich, wenn es auf den Tisch kommt oder ich es andern Paaren zeigen kann, welche noch kein geeignetes 2-Personenspiel gefunden haben.
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Wenige Regeln, welche in einer sehr übersichtlichen Anleitung festgehalten sind.
Viele spannende Entscheidungen.
Sehr gute Balance zwischen Strategie und Glück.
Mit sehr wenig Material wird sehr viel geboten.
Sehr hoher Wiederspielreiz.
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Wer ein rein strategisches Spiel sucht, wird hier nicht fündig.
Über die Grafiken lässt sich streiten.
Wertung:
8 1/2 von 9 Jockern
Lost Cities gibt es auch für IOS. Das App kann ich empfehlen Es funktioniert bei mir seit geraumer Zeit einwandfrei. Der Charme, der ein Spiel am Tisch entwickelt, geht natürlich verloren.