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Die Lokalzeitung Fukushima-Minpo berichtete von einer Problematik mit der Anerkennung des Todesfalls, dessen Ursache ursprünglich in der Erdbeben- und Atomkatastrophe liegen. Der Grund des Todesfalls kann z. B. eine Verschlechterung der körperlichen Verfassung oder Überanstrengung durch einen provisorischen Lebenszustand sein, dem den Betroffenen ausgesetzt wurden, nachdem sie ihr Haus durch Erdbeben, Tsunami oder einen Brand verloren haben. In der Präfektur Fukushima mussten Menschen auch wegen des Atomunfalls ihr Haus verlassen.
Laut Rekonstruktionsagentur wurde bis Ende September 2014 3‘194 Menschen als solche anerkannt, dass ihre indirekte Todesursache auf die Katastrophe zurückzuführen ist.
Zuständig für die Prüfung sind die Gemeinden. Sie kennen die schwierige Lage der Bewohner, aber sie stehen selber etwas hilflos, weil keine klaren Kriterien zur Anerkennung festgelegt sind, und müssen teilweise den Gesuch ablehnen. Deshalb gibt es auch kritische Stimmen gegen die japanische Regierung und die Präfektur, dass sie alles den Gemeinden überlassen.
Ein 57-jähriger Japaner aus Iwaki, den die Lokalzeitung als Beispiel vorstellte, stellte bei der städtischen Behörde ein Gesuch, als seine 77-jährige Mutter starb. Sie hatte sich kurz vor dem 11. März 2011 wegen einer Kompressionsfraktur an der Wirbelsäule einer Operation unterzogen. Nach der mehrfachen Katastrophen geriet das Spital in riesiges Chaos und sie musste entlassen werden. Der Sohn protestierte vergebens. Sein Haus war halb zerstört, er wollte sich, seine Mutter und Familie, darunter auch zwei Hunde, in eine andere Präfektur retten. Sein Auto war neben den Menschen auch mit den Artikeln des lebensnotwendigen Bedarfs voll beladen, es gab keinen Platz, auf dem die Mutter sich hinlegen konnte. Ihr gesundheitlicher Zustand verbesserte sich danach auch nicht und zwanzig Monate später starb sie am Darmverschluss.
Die Stadt Iwaki hat sein Gesuch sowie den Einspruch abgelehnt. Der Grund: Die Diagnosen beim Spitalaufenthalt und beim Tod sind nicht gleich und nach der Katastrophe bis zu ihrem Tod ist eine lange Zeit vergangen. Der Sohn überlegt sich eine Klageerhebung, aber anderseits wäre es ihm auch unangenehm, wenn die Leute denken würden, dass er es auf das Trostgelt absieht. Obwohl es seine einzige Motivation ist: Die Mutter tut ihm leid.
Die Strahlendosis in den grösseren Städten Japans
Stand: 26.Feb. 2015, Quelle: Japan Atomic Energy Agency (J/E)