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Agata hat kein einfaches Leben. Ihre Mutter stirbt bei der Geburt, ihr Vater ein wortkarger Schmied, interessiert sich nicht für sie. Auch seine Frau hat er nicht geliebt. Er wurde wie es damals üblich war mit seiner Kusine verheiratet und ihr Tod macht ihm nicht viel aus. Seine Schwester Teresa beschließt, sich um das Kind zu kümmern. Sie gibt ihm den Namen Agata. Agata erinnert sie an ihren Bräutigam, der sie damals nicht geheiratet hat. Dies schmerzt sie immer noch und da Teresa ihre Nichte gar nicht erst lieben will, sucht sie diesen Namen aus. Bis zum Alter von 5 Jahren wächst Agata gegen Bezahlung bei einer Hirtenfamilie auf. Hier erfährt sie auch nur wenig Zuneigung. Als sie dann zurück zum Vater kommt, besteht das Leben nur noch aus Schule, Arbeit und Strafen durch den Vater. Eine Lehrerin meint es gut mit Agata und will sie fördern. Doch sie verlässt die Insel, auf der Agata lebt und zieht aufs Festland. Sie schreibt Agata noch Briefe, aber Agata öffnet diese erst gar nicht. Sie scheint nicht mit ihrem Schicksal zu hadern, von früh bis spät in der Gastwirtschaft am Hafen bei einer herrschsüchtigen Chefin zu arbeiten und für ihren Vater tagaus tagein das gleiche Essen, eine Zwiebelfrittata, zuzubereiten. Dank ist ihr von keiner Seite gewiss. Auch die fromme Tante Teresa kümmert sich nicht wirklich um das junge Mädchen, das sich doch sehr sehr nach einer Mutter und Liebe sehnt. Einzig der Direktor des örtlichen Gefängnisses meint es gut mit dem Mädchen und behandelt es voller Höflichkeit und gibt ihr stets ein großzügiges Trinkgeld. Ohnehin hat der Direktor des Gefängnisses einen seltsamen Ruf. Die Gefangenen fördert er und treibt sie zur Arbeit und zur Freude an und gilt unter seinen Kollegen daher als seltsam.
Eines Tages ist Agata alleine in der Gaststätte, da ihre Chefin ihr Kind bekommt. Wie üblich erscheint auch der Gefängnisdirektor zum Abendessen und verlangt sein Mahl, gebratenes Zicklein. Nur Agata kann leider nicht wirklich kochen. Da sie für ihren Vater immer das gleiche Gericht all die Jahre lang zubereiten mußte, kennt sie sich nicht aus. Sie versucht sich aber in der Küche, da sie den freundlichen Direktor nicht enttäuschen will. Und so erfindet Agata an diesem Abend die berühmte Salsa, die so unglaublich gut schmeckt und zu allen Gerichten passt und diese nur noch verbessert. Der Direktor ist so begeistert von der Salsa, das er noch ein höheres Trinkgeld gibt. Der Duft der Salsa lockt auch andere Gäste an und es spricht sich herum, daß diese Salsa einmalig schmeckt. Agata nennt die Salsa "Salsa Agata". Als die Chefin zurückkehrt ist sie begeistert, der Umsatz steigt enorm und jeder möchte die Salsa essen. Doch Agata selbst hat keinen Vorteil. Wie eh und je bekommt sie den gleichen Lohn und keinen Dank. Aber da ihr der Gefängnisdirektor mit auf den Weg gegeben hat, daß sie nie das Rezept der Salsa verraten soll, hält sie sich daran und beginnt bald auf eigene Rechnung von zu Hause aus zu kochen. Agata wird über die Insel hinaus bekannt für ihre unglaubliche Salsa. Man neidet ihr den Erfolg und behandelt das junge Mädchen immer noch wie eine Außenseiterin, da sie eben anders ist ala andere. Schließlich aber will jeder die Salsa essen und auch der letzte Zweifler kauft bei ihr. Nur ihr Vater lehnt die Salsa wie auch Agata ab.
Eines Tages hat der Direktor des Gefängnisses die Idee, einen berühmten Zirkus im Gefängnis auftreten zu lassen und Agata soll zur Feier auch ihre Salsa kochen Sie willigt ein und trifft bei dieser Gelegenheit auf den Zigeuner und Zirkusartisten Dumitru. Beide fühlen sich sofort miteinander verbunden, doch Dumitru muß weiter mit dem Zirkus reisen und die Insel verlassen. Nur kurze Zeit später aber kehrt er zu Agata auf die Insel zurück und die beiden leben ohne Trauschein miteinander. Das hässliche Gerede über die beiden steigert sich noch, als Agata ein Kind bekommt, es aber nicht von Dumitru ist.
Die Zustände auf der Insel ändern sich leider auch schnell. Das Gefängnis wird geschlossen, der Direktor wird versetzt und der Tourismus beherrscht die Insel. Er soll Wohlstand und ein besseres Leben für alle bringen, doch leider zerschlagen sich die Hoffnungen für die Bewohner und sie werden sehr enttäuscht. Agata verdient weiter gut an ihrer Salsa. Die Tochter, die sie bekommt, kann leider keine Freude in ihr Leben bringen. Wie recht hatte der Gefängnisdirektor als er ihr auch sagte, daß man Glück nicht kaufen kann. Agata bewahrt sich ihre Natur. Man muß Träume haben und sie meistert ihr Leben, das noch viel Freude aber auch Leid für sie bereit hält. Sie gibt die Hoffnung nicht auf und wird gegen Ende der Geschichte für einen Wandel der Insel und zur Wendung zum Guten sorgen.
Die Geschichte ist gut geschrieben und interessant. Ich habe das Buch sehr schnell ausgelesen. Das mediterrane Gefühl und Leben auf der Insel wird gut vermittelt. Die vielen Widrigkeiten, die das Leben für Agata bereit hält sind ungerecht und stimmen traurig und nachdenklich. Doch wie sie ihr Leben meistert und nie Hoffnung aufgibt und daran festhält, daß man Träume leben muss, lassen einen die Lektüre mit einem zufriedenen Gefühl abschließen.
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