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Die eine Gesellschaft hatte für sich selbst als Walmart für Initial Coin Offerings (ICO) geworben, bei der anderen handelte es sich um einen Hedgefonds, der digitale Assets angeboten hatte, ohne dass die Registrierungsanforderungen erfüllt wurden.
TokenLot und seine Eigentümer erklärten sich bereit, mehr als 500'000 Dollar zu bezahlen, um Vorwürfe der Securities and Exchange Commission (SEC) beizulegen, dass sie sich nicht als Broker-Dealer registriert habe. Der selbsternannte "ICO Superstore" und die Eigentümer Lenny Kugel und Eli L. Lewitt erhielten von Juli 2017 bis Februar mehr als 6000 Anlegerbestellungen und handelten mehr als 200 digitale Token ohne ordnungsgemäße Lizenzen. Sie stimmten zu, die Vorwürfe beizulegen, ohne Fehlverhalten zuzugeben oder zu bestreiten.
Im zweiten Fall wurde Crypto Asset Management vorgeworfen, zu vermarkten, was sie fälschlicherweise als den "ersten regulierten Krypto-Asset-Fonds in den USA" bezeichnete, wie die SEC separat mitteilte. Die Nichtregistrierung führte dazu, dass der Hedgefonds, der Ende 2017 über einen Zeitraum von vier Monaten ein Volumen von mehr als 3,6 Millionen Dollar hatte, illegal agierte. Der einzige Eigentümer, Timothy Enneking, stimmte zu, eine Strafe von 200'000 Dollar zu zahlen, ohne jedoch den Ergebnissen der Aufsichtsbehörde zuzustimmen oder sie zu leugnen.
"Anleger schützen"
"Die US-amerikanischen Wertpapiergesetze schützen die Anleger, indem sie Broker-Dealer und andere Gatekeeper der SEC-Aufsicht unterwerfen, einschließlich der Anbieter von ICOs und des Sekundärhandels mit digitalen Token", erklärte Stephanie Avakian, Co-Leiterin der Vollstreckungsabteilung der Behörde.
Den Fällen, die am Dienstag von der SEC vorgelegt wurden, werden wahrscheinlich weitere im Zusammenhang mit Kryptowährungen folgen. Ein Vollstreckungsbeamter hatte im Mai gegenüber dem Kongress geäußert, die Agentur habe "Dutzende von Untersuchungen laufen", die sich auf digitale Währungen konzentrieren.
Die SEC hat wiederholt darauf hingewiesen, dass insbesondere ICOs anfällig für Betrug sind. Trotz der Warnungen haben Token-Verkäufe Milliardenbeträge generiert. Die Aufsichtsbehörde hat weiter erklärt, dass sie die überwiegende Mehrheit dieser Angebote als Wertpapiere ansieht, was eine Registrierung erfordere, um dem Bundesgesetz zu entsprechen.
Darüber hinaus hat ein Bundesrichter am Dienstag geurteilt, dass die US-Wertpapiergesetze ICOs umfassen. Das war ein Sieg für die Strafverfolgungsbehörden. Der Richter lehnte es ab, einen Fall abzuweisen, bei dem eine Person beschuldigt wurde, digitale Währungen anzubieten, die mit Investments in Immobilien und Diamanten unterlegt waren, welche nach Ansicht der Staatsanwälte aber nicht existierten.
Bei den Angeboten verkauft eine Gesellschaft digitale Token, die letztlich für Waren und Dienstleistungen eingelöst werden können. Die ICOs können an Sekundärmärkten gehandelt werden, womit sie laut SEC zu Wertpapieren zählen und ihrer Aufsicht unterliegen.
(Bloomberg)