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Während Cäcina römischer Oberbefehlshaber in der Schweiz war, empörten sich die helvetischen Soldaten der Stadt Baden gegen ihn. Als er zu ihrer Züchtigung gegen den Ort anrückte, entflohen sie auf den Bötzberg des Jura. Viele Einwohner, denen das römische Joch verhasst war, schlossen sich ihnen an; darunter war ein Jüngling, der seine Braut krank und bettlägerig hier zurücklassen musste. Zum Abschiede wollte er ihr die ersten Blumen des vaterländischen Frühlings pflücken. Doch weil die Primeln rasch welkten, schöpfte er Wasser an einem unbeachteten Sprudel und stellte sie darein; zu seiner Verwunderung wurden sie plötzlich wieder frisch und duftig. In dankbarer Ehrfurcht warf er sie nun zum Opfer in die Quelle voll Lebenskräftigung und gab seiner Braut den Rath, sich in demselben Sprudel zu baden. Sie that's und war bald genesen. Man sagt, dass seitdem die Heilquellen des Ortes berühmt worden seien.
Band 1, Quelle: Ernst L. Rochholz, Schweizer Sagen aus dem Aargau, Band 1 Aarau, 1856, Seite 18
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchen.ch.