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Der Kanton Freiburg hat ein Abbruchgesuch für die Holzhütte im Burgerwald bei Le Mouret aufgelegt. Wenn niemand sonst die Hütte übernimmt, wird sie nicht mehr saniert.
Im Frühling dieses Jahres publizierte der Kanton ein Abbruchgesuch für die sich in seinem Besitz befindliche Hütte im Burgerwald von Le Mouret. Sie wurde um 1940 durch den Kanton gebaut, um Holzarbeiter zu beherbergen, die im Burgerwald arbeiteten. Insbesondere seit dem Bau der sogenannten Cousimbert-Strasse wurde die Hütte aber nicht mehr ihrem ursprünglichen Zweck gemäss verwendet, sondern vermehrt an Privatpersonen vermietet.
Gegen den geplanten Abbruch regten sich kritische Stimmen. So waren die Grossräte Nicolas Kolly (SVP, Essert) und Claude Brodard (FDP, Le Mouret) in einer Anfrage an den Staatsrat der Meinung, das Gebäude besitze unbestreitbar einen architektonischen Wert, nicht zuletzt, weil es mit Schindeln eingekleidet sei. Es handle sich um einen Zeugen aus der Vergangenheit, deshalb sei das Gebäude in den Augen der Grossräte schützenswert.
Nicht geschützt
Diese Meinung teilt der Staatsrat in seiner Antwort nicht. Es handle sich nicht um eine Alphütte, der Bau sei als «verschiedene Bauten, Nebengebäude» eingetragen. Sie sei weder erfasst noch geschützt. Die Hütte sei zudem nur für eine begrenzte Dauer gebaut worden.
Obwohl die Burgerwald-Hütte einen gewissen Charme habe, sei sie doch sehr marode, schreibt der Staatsrat. Das Dach und die Aussenwände aus Schindeln seien zum Teil stark beschädigt. Die Hütte entspreche nicht den Normen des Gewässerschutzes, das Aussen-WC-Abwasser fliesse direkt in den Bach. Der Bau habe keinen Stromanschluss und sei auch nicht mit dem Auto erreichbar. Das Brunnenwasser sei stark getrübt und könne nicht konsumiert werden. Zudem müsste ein Brandschutzkonzept mit einem Notausgang für den Schlafsaal im ersten Stock erarbeitet werden.
Zu grosser Aufwand
Der Kanton habe seit dem Jahr 2000 rund 130’000 Franken für notwendige Unterhaltsarbeiten investiert. Würde man das Gebäude heute renovieren, so würde das schätzungsweise nochmals 200’000 Franken kosten. Die Einnahmen für die Vermietung seien aber in den letzten vier Jahren bei durchschnittlich 1000 Franken gelegen, schreibt der Staatsrat.
Wenn ein Käufer kommt…
Wie er weiter schreibt, habe der Kanton die Hütte im Jahr 2000 dem Verein Amis du Burgerwald angeboten, dieser habe das Angebot aber abgelehnt. Deshalb bleibe der Staatsrat bei der Ansicht, ein Abbruch sei die sinnvollste Option. Er verpflichtet sich jedoch, sämtliche Angebote zur Übernahme der Hütte durch ein Gemeinwesen oder einen gemeinnützigen Verein zu prüfen. Er wolle dazu die Gemeinde und den Verein Amis du Burgerwald noch einmal kontaktieren.
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