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Seit Ende der 50er Jahre ist die landwirtschaftliche Produktion auf Ackerflächen stark intensiviert worden. Als Folge von primär physikalischen Bodenbeanspruchungen, ausgelöst durch die wendende Bodenbearbeitung, ist die Fruchtbarkeit der Ackerböden gefährdet. Es war angezeigt, mit einer Handlungsstrategie ein praxistaugliches Anbausystem einzuführen, das die natürlichen Ressourcen schont und auch wirtschaftlich interessant ist. Die pfluglosen Anbausysteme, insbesondere die Direktsaat, erfüllten beide Anforderungen. Der Verzicht auf eine wendende Bodenbearbeitung wird im Kanton Bern seit 1993 mit finanziellen Anreizen gefördert. Dabei verpflichten sich Bewirtschafter, Ackerflächen nur oberflächlich oder gar nicht mehr zu lockern. Innovative Lohnunternehmer halfen mit, Landwirte zur Direktsaat zu animieren. Gleichzeitig gelang es, mit Beratungen, Publikationen, Demonstrationen und einer landesweiten Diskussionsplattform die Direktsaat in der Schweiz bekannt zu machen. Mit Hilfe des geplanten neuen Artikels 77a im Eidgenössischen Landwirtschaftsgesetz können die kantonalen Anreize ergänzt werden, um eine möglichst flächendeckende Ressourcenschonung in der Ackerbauzone zu erreichen.
Ein Vergleich unterschiedlicher Verfahren für die Stickstoffdüngung von Winterweizen zeigte, dass sich mittels ortsspezifischer, variabler Stickstoffdüngung die Stickstoffüberschüsse deutlich reduzieren lassen.
Umwelt
Fabian Y., Roberti G., Jacot K., Gramlich A., Benz R., Szerencsits E., Churko G., Prasuhn V., Leifeld J., Zorn A., Walter T. (ꝉ), Herzog F.
Viele Drainagen von Ackerflächen sind erneuerungsbedürftig. Nun erhalten Kantone und Betroffene eine Entscheidungshilfe, um solche Flächen umfassend zu beurteilen und nachhaltige Lösungen zu finden.
Die Ammoniakemissionen der Schweizer Landwirtschaft haben in den letzten 20 Jahren wenig abgenommen. Denn die Faktoren, die zu einer Emissionszunahme bzw. -abnahme führen, haben sich zwischen 2000 und 2020 weitestgehend gegenseitig aufgehoben.