Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03230.jsonl.gz/767

Der Frauenanteil erhöhte sich demnach im Jahresvergleich um 0,9 Prozentpunkte auf 24,3 Prozent. Für die Studie wurde die Zusammensetzung von 50 nationalen Parlamenten untersucht, die im vergangenen Jahr neu gewählt wurden.
Ein Gleichgewicht von Männern und Frauen in der Politik sei auf globaler Ebene noch in weiter Ferne, sagte die IPU-Vorsitzende Gabriela Cuevas Barron. Die Interparlamentarische Union forderte weitere Anstrengungen, um den Anteil der Parlamentarierinnen weiter zu erhöhen. Wünschenswert seien etwa verbindliche Quoten sowie Parteilisten, die je zur Hälfte mit weiblichen und männlichen Kandidaten besetzt sind.
In den vergangenen Jahren war ein langsamer, aber stetiger Anstieg des Frauenanteils in den nationalen Parlamenten zu beobachten. 1995 lag dieser noch bei gut elf Prozent, im Jahr 2000 waren es bereits rund 13 Prozent und zehn Jahre später war knapp ein Fünftel aller Parlamentarier weltweit weiblich.
In dem aktuellen IPU-Bericht wurde das «historische» Ergebnis der US-Wahlen im November hervorgehoben. Sowohl im Repräsentantenhaus (23,5 Prozent) als auch im Senat (25 Prozent) sei der Frauenanteil so hoch wie nie zuvor.
Generell sind die Parlamente in Nord- und Südamerika (30,6 Prozent Frauenanteil) sowie in Europa (28,5 Prozent) weiblicher als im Rest der Welt. In der Schweiz liegt der Frauenanteil bei rund einem Drittel. In Asien sowie im Nahen Osten und in Nordafrika liegt der Frauenanteil hingegen noch unter 20 Prozent.