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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in Immobilien zu investieren. Direktanlagen in Immobilien zeichnen sich durch eine hohe Stabilität der Einkünfte aus. Ein Grund dafür ist die Mietbindungsdauer. Zudem sind die Preisschwankungen bei Direktanlagen niedriger als bei anderen Vermögensklassen wie beispielsweise bei Aktien. Langfristig zeichnen sich Immobilien als verlässliche Teilabsicherung gegen Inflation aus, da die Mieterträge an die Inflationsrate gekoppelt sind. In den USA beträgt die durchschnittliche Mietdauer zwischen fünf und zehn Jahre bei jährlicher Überprüfung der Mietstruktur. In den Niederlanden wird jährlich eine Mietstrukturüberprüfung durchgeführt, die sich an einem Referenzwarenkorb orientiert (SG Research). Da Direktanlagen sehr kapitalintensiv sind, gestaltet es sich insbesondere für Privatinvestoren schwierig, eine hohe Risikostreuung zu erreichen.
Indirekt in Immobilien anlegen
Investoren haben jedoch auch die Möglichkeit, indirekt an der Wertentwicklung von Immobilienfirmen zu partizipieren. Mittels einer Anlage in Immobilienaktien können Anteile von Gesellschaften erworben werden, die in Immobilien investieren oder hauptsächlich im Immobiliensektor tätig sind. Börsengelistete Immobilien-Aktiengesellschaften beinhalten Real Estate Investment Trusts (REIT) und Unternehmen aus Immobilienverwaltung und -bau. Ein Real Estate Investment Trust (REIT) ist eine Kapitalgesellschaft, deren Hauptaktivität darin besteht, Immobilien zu besitzen und oder zu verwalten (z.B. Industrieimmobilien oder Büros). Den REIT-Status kann zudem eine Gesellschaft haben, die Immobilien finanziert. REIT schütten einen Grossteil ihrer Gewinne als Dividende aus. Die Ausschüttungsquoten variieren je nach Land. Auf Gesellschaftsebene sind Ausschüttungen steuerfrei. Die Anteilseigner hingegen sind steuerpflichtig. Unter den Begriff Immobilienverwaltung und -bau fallen Unternehmen ohne REIT-Status aus den Bereichen Projektentwicklung, Immobiliendienste- und -betriebsgesellschaften. Börsennotierte Immobilienaktien weisen im Gegensatz zu Direktanlagen ein hohes Mass an Liquidität auf. Gleichzeitig sind sie anfälliger für Preisschwankungen an den Aktienmärkten. Die niedrigen Mindestinvestitionssummen erlauben es auch Privatinvestoren, Immobilieninvestments zeitnah und kostengünstig zu tätigen. Über Investitionen in Immobilienaktien kann zudem mit geringem Kapitaleinsatz eine breitere Riskostreuung über Immobilienobjekte, Regionen und Branchen erreicht werden als über Direktanlagen. Der Indexanbieter MSCI Barra bedient sich der Branchenstruktur Global Industry Classification Standard (GICS), um eine Aktie der Industriegruppe Immobilien zuzuordnen. Eine Gesellschaft qualifiziert sich dann für die genannte Industriegruppe, wenn sie im Minimum 60% der Erträge im REIT/Immobilienbereich erwirtschaftet. Zudem muss sie eine vorgegebene Mindestkapitalisierung aufweisen. Aktien von börsengelisteten Immobilienunternehmen stellten per Ende März 2010 rund 7% des MSCI World Index dar.Bei der Betrachtung von historischen Wertentwicklungen ausgewählter Immobilienindizes fällt auf, dass Immobilienaktien kurzfristig stärker von Aktienmarktschwankungen abhängen, das heisst einen tendenziell grösseren Aktien- als Immobiliencharakter aufweisen.
Attraktives Risiko-Rendite-Profil
Über längere Zeiträume bieten Immobilienaktienindizes ein attraktives Risiko-Rendite-Profil. Der MSCI World Real Estate Index (USD) mit re-investierten Ausschüttungen erzielte über einen Zeitraum von zehn Jahren (Januar 1999 bis Dezember 2009) eine annualisierte Rendite von 6,5%. Der MSCI World Index verzeichnete eine jährliche Durchschnittsrendite von 2,3%. Über den gleichen Zeitraum hatte der MSCI World Real Estate Index im Durchschnitt eine um 1,62% höhere jährliche Dividendenrendite als der MSCI World Index (MSCI, Datastream).Exchange Traded Funds auf Immobilienaktienindizes bieten einen einfachen und effizienten Zugang zum Sektor Immobilien. Durch deren tägliche Handelbarkeit an der SIX Swiss Exchange können Anleger Immobilienaktienkörbe mittels einer Transaktion erwerben. Market Maker stellen an der Börse fortlaufend An- und Verkaufskurse und gewährleisten somit die Liquidität der Produkte.