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Eine Zikade überträgt die Goldgelbe Vergilbung von einem Rebstock zum anderen. 2004 wurde die Krankheit erstmals im Kanton Tessin entdeckt und nun ist sie auch nördlich der Alpen präsent. Im Kanton Genf wurde die Zikade erstmals im Jahr 1995 am linken Ufer des Genfersees beobachtet und sie kolonisierte danach schrittweise die zahlreichen Rebberge der Kantone rund um den Genfersee (GE, VD, VS). Bisher war sie noch nicht Träger des Phyptoplasmas, aber man musste davon ausgehen, dass es irgendwann auch nördlich der Alpen auftreten würde.
Frühzeitiges Melden ist zwingend
Sobald fünf oder mehr Reben pro Aare betroffen sind, ist es unerlässlich, dass Rebstöcke mit den entsprechenden Symptomen unverzüglich den verantwortlichen Stellen gemeldet werden. Dies ist umso wichtiger in Jahren, in denen die Schwarzholzkrankheit vermehrt auftritt, wie dies beispielsweise 2015 der Fall zu sein scheint. Es existiert keine kurative Behandlung gegen die Goldgelbe Vergilbung. Die Krankheit kann nur durch indirekte Methoden bekämpft werden (Ausreissen und Vernichtung von kranken Rebstöcken, Bekämpfung des Vektors S. titanus in den befallenen Regionen, Heisswasserbehandlung von Stecklingen durch die Rebschulisten, um gesunde Jungreben zu produzieren, und Verbreitung von Pflanzenmaterial der Art Vitis, das über einen konformen Pflanzenpass verfügt, der mit dem Vermerk ZP‑d4 versehen ist).