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Salginatobelbrücke im Prättigau
Echt urig und World Monument zugleich
Die Salginatobelbrücke gilt als technische und architektonische Meisterleistung der Ingenieurkunst und wird heute an den technischen Hochschulen der ganzen Welt als Lehrobjekt gezeigt. 1991 wurde die Brücke von der American Society of Civil Engineers (ASCE) zum World Monument ernannt.
Die Salginatobelbrücke ist eine Strassenbrücke aus Stahlbeton zwischen Schiers und dem 1'250 Meter hoch gelegenen Schuders.
Der Entwurf der Brücke ging 1928 aus einem Architekturwettbewerb hervor. Maillart gewann diesen Wettbewerb, da er den preiswertesten unter 19 eingegangenen Entwürfen bot. Vor dem Bau der Strasse gab es nur einen Saumpfad, der zu Fuss benutzbar war. Die Brücke wurde von August 1929 bis August 1930 mit Hilfe eines Lehrgerüsts (vom Trinser Zimmermann Richard Coray, der schon die Gerüste des Wiesener Viaduktes, des Langwieser Viaduktes und des Gründjitobel-Viaduktes erstellt hatte) gebaut. Die Gesamtkosten der Brücke betrugen 190'000 Franken, wovon allein 45'000 auf das Lehrgerüst entfielen.
Die Brücke wurde 1930 fertiggestellt und überquert das Tobel der Salgina mit einer Spannweite von 90 Meter. Die lichte Höhe über dem Talgrund beträgt 93 Meter, die Gesamtlänge der Brücke 132,3 Meter. Die Brücke ist eine Bogenbrücke mit dem statischen Prinzip des Dreigelenkbogens und oben liegender Fahrbahn. Die 3,5 Meter breite Fahrbahnplatte hat einen Plattenbalkenquerschnitt, der alle 6,0 Meter auf 2,6 Meter breiten Querscheiben aufgeständert ist. In Bogenmitte verschmilzt die Fahrbahnplatte auf eine Länge von 54 Meter mit der Bogenplatte zu einem Hohlkasten, der in Brückenmitte 1 Meter hoch ist. Die im Scheitel 20 Zentimeter dicke Bogenplatte ist unten 6 Meter breit, oben nur noch 3,8 Meter.

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