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(in seiner ältesten Form Hindui, in seiner wichtigsten Nebenform
Hindostani oder
Urdu, d. h.
Lagersprache, genannt, weil es in den
Armeen der mohammedanischen Mogulkaiser zur
Ausbildung gelangte), die verbreitetste der
lebenden
Sprachen des indobritischen
Reichs, von etwa 100 Mill.
Menschen gesprochen. Sie herrscht in dem größten Teil von
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Nordindien (Hindostan) und wird von den Gebildeten in ganz Indien gesprochen und geschrieben. Obwohl eine Tochtersprache des
Sanskrits (s. Indische Sprachen), enthält sie als »Hindostani« bis zu 40 und 50 Proz. persische und arabische Wörter und wird
auch meist mit der persischen Schrift geschrieben; dagegen hat sich das eigentliche Hindi von diesen Eindringlingen
ziemlich frei erhalten und wird stets mit dem Sanskritalphabet verwandten Schriftarten geschrieben.
Die neuerdings erwachten Bestrebungen, alle persischen Fremdwörter im H. durch dem Sanskrit entnommene zu ersetzen und aus
den zahlreichen Dialekten des eine allgemeine Schriftsprache herauszubilden, werden von der englischen Regierung eifrig unterstützt.
Die immer stärker werdende Litteratur besteht vorzugsweise in Übersetzungen aus dem Persischen und andern
Sprachen; außerdem hat die periodische Presse
[* 6] neuerdings einen großen Aufschwung genommen.