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Entschädigung für Eltern
Sie sind Eltern eines oder mehrerer Kinder unter 12 Jahren und erleiden einen Erwerbsausfall, weil Sie Ihre Kinder betreuen müssen, die nicht mehr wie üblich betreut werden können.
Der Betreuungsbedarf muss auf Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus zurückzuführen sein, wie z. B. die Schliessung von Schulen, Krippen, Kindergärten oder die Tatsache, dass die Betreuung nicht mehr möglich ist, weil sie von einer Person übernommen wurde, die sich auf ärztliche oder behördliche Anweisung in Quarantäne befindet. Befindet sich Ihr Kind selbst in Quarantäne, haben Sie Anspruch auf die Entschädigung, wenn Sie Ihre Erwerbstätigkeit für die Betreuung unterbrechen müssen. Ist die Betreuung jedoch weiterhin möglich, beispielsweise durch Ihren Ehepartner oder Ihre Partnerin oder durch eine andere Person, ist eine Entschädigung nicht notwendig.
Wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihre Kinder nicht mehr in die externe Kinderbetreuung zu schicken (z.B. in die Kita), obwohl dieser Dienst weiterhin zur Verfügung steht, haben Sie keinen Anspruch auf die Entschädigung.
Da für gefährdete Personen keine besonderen Massnahmen mehr gelten, haben Sie keinen Anspruch auf die Entschädigung, wenn die Person, die üblicherweise Ihr Kind betreut, einer Risikogruppe angehört (beispielsweise Grosseltern).
Vater und Mutter können Anspruch auf die Entschädigung haben. Wenn beide Eltern die Anspruchsvoraussetzungen erfüllen, wird pro Arbeitstag nur ein Taggeld ausbezahlt, da die Kinderbetreuung von einem Elternteil allein bewältigt werden kann.
Ihr Anspruch beginnt am 4. Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.
Der Anspruch endet, wenn eine Betreuungslösung gefunden wurde oder die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus aufgehoben werden (zum Beispiel, wenn die Betreuungsstruktur wieder öffnet). Er endet auch, wenn Sie Ihren Arbeitsplatz verlieren oder Ihre Erwerbstätigkeit aufgeben. Dies gilt sinngemäss für Eltern die selbstständigerwerbend sind.
Die Entschädigung beträgt bei Vollausfällen 80 Prozent des AHV-pflichtigen Einkommens, das vor Beginn des Anspruchs auf die Entschädigung erzielt wurde, höchstens aber 196 Franken pro Tag. Bei Teilausfällen beträgt die Entschädigung 80% des entsprechenden Erwerbsausfalls und wird für die gesamte Zeitperiode ausgerichtet.
Die Entschädigung infolge Ausfalls der Fremdbetreuung für Selbstständigerwerbende darf jedoch gesamthaft 80% des auf den Monat umgerechneten AHV-pflichtigen Erwerbseinkommens nicht übersteigen. Sind Sie selbstständigerwerbend und haben schon vor dem 16. September 2019 eine Entschädigung erhalten, so bleibt die Berechnungsgrundlage für das Taggeld gleich. Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des AHV-pflichtigen Einkommens, dem Ihre letzte Akonto-Beitragsrechnung für das Jahr 2019 zugrunde liegt, höchstens aber 196 Franken pro Tag.
Der Corona-Erwerbsersatz untersteht der Beitragspflicht. Das heisst, es werden die üblichen Beiträge für die AHV, die IV, die Erwerbsersatzordnung EO und gegebenenfalls die Arbeitslosenversicherung ALV abgezogen.
Wenn Ihr Arbeitgeber den Lohn weiterzahlt, kann die Entschädigung direkt von der Ausgleichskasse ausgerichtet werden.