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Nepal
Nepal ist ein Binnenland in Südasien. Es grenzt an die zwei bevölkerungsreichsten Staaten der Welt: an China im Norden und Indien im Westen, Süden und Osten. Im Norden und im Osten liegt ein grosser Teil des Himalaya-Gebirges, unter anderem der Mount Everest und sieben weitere der zehn höchsten Berge der Erde. Der tiefste Punkt dagegen liegt auf 70 Meter bei Kencha Kalan im Süden Nepals.
Von den 30 Millionen Nepalesinnen und Nepalesen lebt ein Viertel unterhalb der Armutsgrenze. Das Wachstum des Bruttoinlandprodukts liegt bei 7,9 Prozent pro Jahr, das Bevölkerungswachstum bei rund 1 Prozent. Nepal belegte beim Index der menschlichen Entwicklung (Human Development Index) im Jahr 2019 Rang 142 von 189 Staaten.
CBM engagiert sich für bessere Inklusion von Menschen mit Behinderungen
Die CBM stärkt in Nepal die Rechte und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Dafür werden Selbstvertretungsorganisationen und lokale Organisationen gefördert, um Menschen mit Behinderungen den gleichberechtigten Zugang zu gesundheitlichen Dienstleistungen, Bildung und Arbeit sowie zum Justizwesen zu gewährleisten. Zudem wird auf verschiedenen Ebenen die Harmonisierung von Gesetzen mit der UNO-Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK) vorangetrieben, die Nepal 2010 ratifiziert hat.
In den zentralnepalesischen Bezirken Gorkha, Lamjung und Kaski setzt die CBM zusammen mit einer Selbstvertretungsorganisation von Menschen mit psychosozialen Behinderungen und der lokalen Regierung zwei Projekte zur Stärkung der psychischen Gesundheitsversorgung um. Dadurch soll die Lebensqualität von Menschen mit psychosozialen Behinderungen erhöht werden. Mit einer weiteren Selbstvertretungsorganisation und lokalen Schulen engagiert sich die CBM ausserdem für die Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern.
Zudem unterstützt und stärkt die CBM eine Selbstvertretungsorganisation von Frauen mit Behinderungen sowie die Dachorganisation von Menschen mit Behinderungen in ihren Inklusionsbemühungen auf nationaler sowie lokaler Ebene. Durch politische Arbeit wird die Regierung zu den Rechten von Frauen mit Behinderungen oder von unterrepräsentierten Gruppen wie Menschen mit Lernschwierigkeiten oder mit psychosozialen Behinderungen sensibilisiert.
Eine langjährige Partnerschaft pflegt die CBM mit dem kinderorthopädischen Spital Hospital and Rehabilitation Centre for Disabled Children (HRDC), das viele Kinder vor bleibender Immobilität bewahrt. Der Partner International Nepal Fellowship (INF) betreibt gemeindenahe inklusive Entwicklung für Menschen mit Behinderungen in entlegenen Regionen und integriert sie damit in das lokale Leben.
Nepal in Kürze
Nepal ist geprägt von ethnischer und kultureller Vielfältigkeit mit über 100 verschiedenen ethnischen Gruppen und Kasten und über 124 Sprachen und Dialekten. Hinduismus, mit rund 80 Prozent Angehörigen, ist die am weitesten verbreitete Religion. Der Hinduismus war Staatsreligion, bis das Parlament sich nach der Entmachtung des Königs 2006 der Trennung von Staat und Religion bekannte. Weiter sind 9 Prozent der nepalesischen Bevölkerung Buddhisten, 4 Prozent Muslime und 1,4 Prozent Christen.
2007 wurde die Monarchie in Nepal abgeschafft und das Land im April 2008 offiziell zu einer konstitutionellen demokratischen Bundesrepublik erklärt. Jahrelang wartete die nepalesische Bevölkerung anschliessend auf eine neue Verfassung. Die neue Verfassung, die 2015 verabschiedet wurde, teilt den Himalaya-Staat in sieben Provinzen ein. Vor allem die ethnischen Minderheiten der Tharu und Madhesi im Süden Nepals fühlen sich dadurch ausgegrenzt. Sie befürchten, durch den neuen Zuschnitt der Provinzen noch weiter an den Rand gedrängt und nicht angemessen politisch repräsentiert zu werden.
Khagda Prasad Sharma Oli, Vertreter der Kommunistischen Partei Nepals (Vereinigte Marxisten-Leninisten, CPN-UML), war von 2015 bis 2016 der erste Premierminister nach Annahme der neuen Verfassung. Im Juli 2016 kam Oli einem Misstrauensantrag gegen ihn zuvor und trat selber zurück. Das Parlament wählte den Vorsitzenden der Maoistischen Schwesternpartei (CPN-MC), Pushpa Kamal Dahal als neuen Premierminister. Die von Oli und Dahal angeführten Parteien traten in Koalition. Im Februar 2018 wurde Oli, welcher der grösseren der beiden Parteien vorsteht, erneut als Premierminister vereidigt. Im Mai 2018 verkündeten Oli und Dahal den Zusammenschluss ihrer kommunistischen Parteien, der CPN-UML und der CPN-MC, zur Gründung der Nepal Communist Party (NCP), die aktuell die Regierungspartei im Parlament ist.
Seit einigen Jahren ist in Nepal ein Dezentralisierungsprozess in vollem Gange, der die Regierung und die Bevölkerung vor neue Probleme und viele Unklarheiten stellt. Gleichzeitig bringen diese Veränderungen aber auch Entwicklungschancen mit sich: Eine Folge des Dezentralisierungsprozesses ist, dass die lokalen Behörden besser in die Verantwortung genommen werden können.
Wie Sie helfen können
Unterstützen Sie unser Landesprogramm in Nepal und ermöglichen Sie so ganzheitliche Hilfe.
Unsere Projekte in Nepal
- Soziale Eingliederung von Menschen mit Behinderungen
- Einfordern der Rechte und soziale Teilhabe von Frauen mit Behinderungen
- Gemeindenahe Rehabilitierung von Kindern mit körperlichen Behinderungen
- Gemeindenahe Betreuung von Menschen mit psychosozialen Behinderungen
- Förderung der Teilhabe und Mitbestimmung
- Gemeinsam stark für die Suizidprävention
- Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern
- Corona-Nothilfe in Nepal