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Gemeindewappen
Apfelbaum flankiert von zwei Rebstöcken.
Das Magdener Wappen, ein Apfelbaum flankiert von zwei Rebstöcken, taucht bereits 1833 als runder Prägestempel (sog. Oblatensiegel) auf einem Brief des Gemeinderats an den Bezirksschulrat auf. Während andere Gemeinden das Wappen ihres Grundherrn, des Kirchenpatrons oder eines Adelsgeschlechts übernahmen, weist das Magdener Wappen auf den früheren Haupterwerb seiner Bevölkerung hin, nämlich den Wein- und Obstbau. Das schildförmige Wappen, wie es 1915 in der Publikation über die Aargauer Gemeindewappen erschien, soll auf 1870 zurückgehen. Um die Mitte des 20. Jh. ziert das Wappen auch den Briefkopf des gemeinderätlichen Korrespondenzpapiers.
Wie das Magdener Wappen beinahe seine Rebstöcke verlor
Im Jahr 1945 begann die Aargauische Historische Gesellschaft sich mit den Gemeindewappen des Kantons zu befassen. Dazu wurde eine Kommission gegründet, welche im Jahr 1953 vom Regierungsrat mit der Bereinigung der Wappen betraut wurde.
Die Kommission wollte das Magdener Gemeindewappen durch das Weglassen der Rebstöcke vereinfachen. Dass der Weinbau in der Gemeinde Magden seit dem Jahr 1880 stark zurückgegangen ist, war die "heraldische Korrektheit" der Rebstöcke ebenfalls in Frage gestellt. Im Jahr 1964 unterbreitete die Kommission dem Gemeinderat Magden zwei Vorschläge und drängte die Gemeinde auf einen raschen Entscheid. Der Gemeinderat stimmte einem der zwei Entwürfe zu und so wurde auch das Wappen ohne Rebstöcke dargestellt.
Dies blieb jedoch nicht unbemerkt. Dem kantonalen Weinbaukommissär fiel das "Rebstock-Opfer" auf und erkundigte sich beim Regierungsrat nach den Gründen. Dieser liess die Anfrage durch den Präsidenten der Gemeindewappen-Kommission beantworten.
Auch in Magden stiess das vereinfachte Wappen nicht nur auf Zustimmung. Ein nachfolgender Gemeinderat mit neuer Zusammensetzung machte den Entscheid von 1964 rückgängig, indem er einen neuen Entwurf mit Rebstöcken guthiess.
Seit der Gründung des Rebbauvereins hat der Weinbau einen regelrechten Aufschwung erlebt. Somit kann man von Glück sprechen, dass die Rebstöcke im Magdener Wappen erhalten blieben.