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In der Schweiz sind weitere Gelder aus dem Umfeld des früheren peruanischen Geheimdienstchefs Montesinos gesperrt worden. Auf einer Bank in Zürich wurden mehr als zehn Millionen Dollar (umgerechnet über 17 Mio. Franken) sichergestellt.
Der peruanische Justizminister Diego Garcia Sayan sagte am Donnerstag (29.03.), die Schweizer Behörden hätten ihm mitgeteilt, dass Bankkonten mit knapp über 10 Mio. Dollar gefunden worden seien.
Gemäss dem Sprecher des Bundesamtes für Justiz, Folco Galli, wurde die peruanische Botschaft am Mittwoch (28.0.3) informiert, dass im Rahmen des Strafverfahrens wegen Geldwäscherei auf einer Bank das Geld sichergestellt wurde. Das Strafverfahren stehe in Zusammenhang mit jenem gegen Montesinos, der aber selber nicht Berechtigter der Konti sei. Um weitere Informationen zu bekommen, müssten die peruanischen Behörden nun ein neues Rechtshilfegesuch stellen.
Justizminister Sayan sagte, die gesperrten Bankkonten gehörten Luis Venero und Victor Alberto Garrido, zwei Verbündeten von Montesinos. Seit dem vergangenen Oktober sind auf Schweizer Bankkonten bereits rund 70 Millionen Dollar blockiert worden, die Montesinos oder seinem Umfeld zugerechnet werden. Die peruanischen Behörden gehen davon aus, dass Montesinos und seine Verbündeten insgesamt rund 120 Millionen Dollar aus dem Land geschafft haben.
Montesinos galt in Peru jahrelang als starker Mann hinter dem inzwischen zurück getretenen Präsidenten Alberto Fujimori. Nach einem Bestechungs-Skandal war er im vergangenen Herbst zunächst geflohen, kehrte nach Peru zurück und tauchte wiederum unter. Die peruanischen Behörden fahnden nach ihm.
swissinfo und Agenturen