Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/230426

<h2>SubmittedText<h2><p>In den Fernsehnachrichten und anderen Medien wurde diesen Sommer über die zahlreichen und dramatischen Brände in der Mittelmeerregion berichtet: in Frankreich, Italien, Algerien und vor allem in Griechenland und der Türkei. Die ausser Kontrolle geratenen Brände lösten Panik aus, viele Menschen starben, und die finanziellen und ökologischen Schäden sind immens. Die von der Katastrophe betroffenen Länder baten die Schweiz um Hilfe. Diese hat für die Feuerbekämpfung Kontingente an Feuerwehrleuten und Katastrophenhelferinnen und -helfern und Helikopter entsandt. Und das ist gut so.</p><p>Das Klima verändert sich, die Klimaerwärmung beschleunigt sich. Unser Land könnte sich kurz- bis mittelfristig mit verheerenden Bränden während der Hitzeperioden konfrontiert sehen. Der Waldbrand oberhalb von Brig vor einigen Jahren ist uns noch in Erinnerung, und dass die Wälder in den Alpen eine wichtige Rolle spielen bei der Stabilisierung des Bodens und der Verhinderung von Lawinen beispielsweise, muss nicht mehr gesagt werden.</p><p>Auch wir sind betroffen. Unsere derzeitigen Mittel für die Feuerbekämpfung scheinen rudimentär zu sein; so verfügt unser Land über keine Löschflugzeuge vom Typ Canadair. Ich bezweifle, dass unsere Löschhelikopter ausreichen, um massive Brände zu löschen. Und in schwer zugänglichen Gegenden ist ein wirksamer Eingriff nur über die Luft möglich.</p><p>- Wie schätzt der Bundesrat diese Bedrohung ein?</p><p>- Stehen angesichts dieser Probleme die Antizipierung, eine Beschaffungsstrategie und die Zusammenarbeit mit unseren europäischen Nachbarn auf der Sicherheitsagenda der Schweiz?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1) Der Bundesrat teilt die Einschätzung des Interpellanten zur zunehmenden Bedrohung durch Waldbrände für die Schweiz. Aufgrund der Waldbrandereignisse in der ganzen Welt in den letzten Jahren muss davon ausgegangen werden, dass die Brandgefahr aufgrund des Klimawandels weiter steigen wird. In der Schweiz betreffen Waldbrände mittlerweile das ganze Land und sind nicht mehr nur auf der Alpensüdseite ein Thema.</p><p>2) Der Bundesrat erarbeitet aktuell den Bericht in Erfüllung des Postulates von Siebenthal (19.3715) "Zeitgemässe, effiziente Waldbrandprävention und -bekämpfung". Der Bundesrat wird im Postulat dazu aufgefordert, verfügbare Löschmöglichkeiten aufzuzeigen und neue Systeme zu prüfen. Im Rahmen des Berichts werden auch die in der Interpellation aufgeworfenen Fragen thematisiert. Der Bericht wird bis spätestens Mitte 2022 vorliegen.</p>  Antwort des Bundesrates.