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Derzeit haben drei von vier OECD-Ländern, den wirtschaftlich entwickelten Ländern der Welt, entweder immer noch eine Arbeitslosenrate, die um mindestens zwei Prozentpunkte über dem Vorkrisenniveau liegt oder Durchschnittslöhne, die um mindestens fünf Prozent niedriger liegen, als bei gleichbleibendem Wachstum der Jahre 2000 bis 2007.
Auch wenn die Beschäftigungsquote (Anteil der Beschäftigten an den Arbeitsfähigen) langsam wieder auf das Vorkrisenniveau steigt, bleibt die Arbeitslosenrate höher, weil mehr Menschen als früher auf den Arbeitsmarkt drängen. Vor allem gehen ältere Menschen später in Pension und mehr Frauen suchen eine - bezahlte - Arbeit.
Auch in Ländern, in denen das Beschäftigungsloch wieder aufgefüllt wurde, bereiten Stellen mit geringer Entlöhnung und eine hohe Ungleichheit Sorge, so die OECD. Zwar hätten viele Arbeiter wieder einen Job, aber das Wachstum der Löhne ist gebremst und der Stress am Arbeitsplatz weit verbreitet. "Viele Arbeiter, die in der Industrie und am Bau nicht mehr gebraucht werden, mussten feststellen, dass ihre Fähigkeiten und Erfahrung sie nicht für besser bezahlte Stellen im Dienstleistungssektor qualifizierten."
Auch die Zahl der Teilzeitstellen legten in der Mehrheit der Mitgliedsländer zu - im OECD-Raum arbeiteten 15,7% der Menschen Teilzeit, 2007 waren es 14,6%. Besonders stark war der Anstieg in Österreich, Irland, Italien, Spanien und Chile.
Der OECD gehören 29 Staaten an. In Europa sind neben der Schweiz alle westeuropäischen Staaten Mitglieder der Organisation.
(AWP)