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Kaum Mindererträge bei Mais und Weizen trotz Reduktion des Pestizid- und Düngereinsatzes
Französische Agrarforscher haben zwölf europäische und amerikanische Studien miteinander verglichen, in denen die Erträge von Mais und Winterweizen bei reduziertem Pestizid- und Düngereinsatz gemessen wurden.
Die Ergebnisse sind erstaunlich: Obwohl im Mais im Durchschnitt der Versuche nur 50 Prozent der üblichen Pestizidmenge und 74 Prozent des üblichen Nitratdüngers eingesetzt wurden, waren die Erträge praktisch gleich hoch wie auf Feldern, die mit den üblichen Hilfsstoffmengen bewirtschaftet wurden. Bei Winterweizen wurden die Pestizide um durchschnittlich 70 Prozent und der Stickstoffdünger um durchschnittlich 28 Prozent reduziert. Dies hatte aber eine Ertragseinbusse von lediglich 12 Prozent zur Folge. Bei Berücksichtigung der Vollkosten erweist sich ein reduzierter Pestizid- und Stickstoffdüngereinsatz als ökonomisch sehr interessant. Der geringere Pestizidaufwand dürfte auch vielen Kleintieren zugute kommen.
Quelle: Hossard, L. et al. (2016): A Meta-Analysis of Maize and Wheat Yields in Low-Input vs. Conventional and Organic Systems. Organic agriculture & agroecology 108 (3). 1-13.