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Mit der Verfütterung von energiereichem Raufutter kann der Energiebedarf von niedertragenden Sauen bis zu 50 Prozent und von hochtragenden Sauen bis zu 20 Prozent gedeckt werden. Kleegras- und Maissilagen weisen eine Verdaulichkeit der organischen Masse von zirka 60 Prozent auf und eignen sich deshalb für die Sauenfütterung besonders gut. Hilfreich ist, eine Rationsplanung aufgrund von Analysewerten durchzuführen und die Futteraufnahmemengen zu erfassen. Letztere liegen bei Kleegras- und Maissilage bei zwei bis vier Kilo Frischmasse.
Kleegrassilage kann mit Getreidemischungen ohne proteinreiche Futterkomponenten kombiniert werden. Empfohlen werden kann vier Kilo Kleegrassilage (Frischmasse) bei einer Kraftfuttergabe von 1.7 Kilo für niedertragende und 2 Kilo für hochtragende Sauen.
Wichtig: Bei der Wahl des Mineralfutters ist der hohe Kalziumgehalt der Kleegrassilage zu berücksichtigen. Maissilage muss mit einem eiweissreichen Kraftfutter angeboten werden. Die Rohproteingehalte pro Kilo Kraftfutter ähneln denen einer Laktationsmischung von knapp 160 Gramm pro Kilo. Die tägliche Vorlage von 3.5 Kilo Maissilage pro Sau kann eine Kraftfuttermenge von bis zu einem Kilo pro Sau und Tag gegenüber der reinen Kraftfutterfütterung kompensieren.
Raufutterraufen sollten ein gleichzeitiges Fressen aller Sauen ermöglichen. Der Abstand der Fressstäbe muss weit genug sein, um eine problemlose, selbständige Futteraufnahme durch die Schweine zu ermöglichen, aber eng genug, dass grössere Futterverluste vermieden werden.
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 21.02.2012