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Augen und Krankheiten – Multiple Sklerose
Bei einer multiplen Sklerose handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung in der die Nervenzellen im ZNS angegriffen werden. Um genauer zu sein, es sind autoreaktive T-Zellen, die das myelin basic protein, das myelin oligodendrocyte protein und das proteolipid protein angreifen.
„Hä, was?“ Wenn das nun Ihre Reaktion am treffendsten beschreibt, so will ich Sie natürlich nicht im Dunkeln tappen lassen. Um eine Information an das Hirn weiterzuleiten, bilden sich in den Axonen (Nervenfasern) Aktionspotentiale die weitergeleitet werden müssen und dies möglichst schnell. Sie wollen ja auch nicht, dass Sie z.B. schon umgefallen sind bevor die Information des Stolperns Ihr Gehrin überhaupt erreicht und Sie keine Möglichkeit mehr haben, sich zu fangen. Die Myelinschicht ist lipidreich und umgibt die Nervenfasern unseres Gehirns, womit sie sie elektrisch isoliert. Ausserdem ist sie immer wieder an gewissen Stellen unterbrochen, die als Ranviersche Schnürringe bezeichnet werden. Dies ist notwendig um die Geschwindigkeit zu erzeugen, denn das Aktionspotential springt nun von Schnürring zu Schnürring, was als saltatorische Erregungsleitung bezeichnet wird.
Bei der MS besteht das Problem, dass eben genau diese Myelinschicht angegriffen wird, was sich natürlich an den betreffenden Nerven bemerkbar macht. Wie gesagt ist es eine Erkrankung des Zentralnervensystems. Dazu zählen das Gehirn und das Rückenmark, aber auch das Auge. Prinzipiell können alle Körperteile betroffen sein. Normalerweise macht es sich durch Sensibilitätsstörungen und Missempfindunge bemerkbar.
Auswirkungen auf das Auge sind nicht zwingend, kommen jedoch im Verlauf der Krankheit bei etwa der Hälfte der Patienten vor. Wenn der Sehnerv betroffen ist, so macht sich dies meistens als bemerkbar weil man nicht mehr scharf sieht oder einen milchigen Schleier vor dem Auge hat. Ausserdem ist oft das Farbensehen gestört, besonders häufig die Farbe rot. Die Symptome reichen bis zum Verlust des Sehvermögens. Wenn der Hirnstamm oder das Kleinhirn betroffen sind, so kann es zu Bewegungsstörungen der Augen kommen. Diese Symptome sind in relativ häufigen Fällen das erste Krankheitszeichen. Jedoch muss diese Aussage mit Vorsicht behandelt werden, denn ein Drittel der Leute mit diesen Sehstörungen sind nicht am MS erkrankt.
Leider ist diese Multiple Sklerose bis heute nicht heilbar. Auch die moderen Medizin kann hier nur die Symptome bekämpfen und stösst an ihre Grenzen.
Doch glücklicherweise sind die meisten Sehstörungen nicht auf MS zurückzuführen. Wenn Sie selbst Probleme mit den Augen haben, so suchen Sie am besten einen Optiker oder Augenarzt auf. Er wird Ihnen helfen Ihre Sehschwäche zu korrigieren und Sie beraten, welche Lösung, ob Brille oder Kontaktlinsen, optimal für Sie ist.