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BG als Praxis der Freiheit? Mit welcher Haltung könnte dieses Fach auf Gymnasialstufe im Sinne einer „Bildung als Praxis der Freiheit“, wie sie beispielsweise Paulo Freire oder bell hooks angedacht haben, angegangen werden?
Diese Arbeit ist ein erster Versuch, diese Haltung zu definieren. Über eine Auseinandersetzung mit den Begriffen „education“, „practice“ und „freedom“ und deren Übersetzung ins Deutsche, führt die Arbeit weiter in mögliche Herangehensweisen der kritischen Pädagogik ins Fach Bildnerisches Gestalten auf Gymnasialstufe. Somit stosst sie auf Fragen, wie Selbstreflexion aller Beteiligten praktiziert werden könnte, damit man durch Bildung der eigenen Lebenssituation bewusstwerden kann; wie „Sehen und Sichtbarmachen“ über „Schälprozesse“ kritisch-reflektiert angegangen werden kann und dadurch durch Bewusstwerdung eine Befreiung von Unbewusstem und Impliziertem geschehen kann; sowie auch die Frage, wie Freires „problemformulierende Pädagogik“, welche sich statt an Lernziele eher an selber formulierte Probleme orientiert, im BG angegangen werden könnte. Über praktische Erfahrungen in Form von Mikrosituationen, wird versucht, die theoretischen Gedanken auch in der Praxis zu verorten.
BG als Praxis der Freiheit? könnte als Anfangspunkt mit Richtung für eine alternative Herangehensweise an das Fach BG betrachtet werden, in der statt Hierarchien und Dominanz, kritisches Denken und Freiheit praktiziert werden können.