Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03451.jsonl.gz/578

Viele ADHS Betroffene sind oft hochsensibel und zeigen Symptome einer Hypersensitivität. Dies kann mit der bekannten Reizfilterstörung und der generellen Reizüberflutung in Zusammenhang gebracht werden. Hypersensible Wahrnehmung kann in emotionaler, sozialer oder körperlicher Form auftreten.
Hochsensible Menschen reagieren bereits auf kleinere Reize (= tiefere Wahrnehmungsschwelle) und bei Reizen normaler Intensität mit einer stärkeren bzw. überstarken Wahrnehmung (= normale Reizintensität führt unter Umständen zu unangenehm hoher Erregung). Zitat Elaine N. Aaron, Kalifornien.
So kann es sein, dass hochsensible Personen schon kleinste Veränderungen in der Umgebung wahrnehmen. Die “gereizte” Luft bei Streit, kleine Erdbeben oder ein anderer Duft lenkt dann das ADHS-Gehirn bereits vom eigentlichen Fokus ab. Veränderungen im Körper werden ebenfalls intensiver wahrgenommen. Dies kann zu Angst und Panikattacken führen, da der schnellere Herzschlag oder ein Unwohlsein im Bauch die Gedanken aus dem Konzept bringt und sich verselbständigt. Ich spreche gerne von einem Task, der im Hintergrund läuft und die Speicherkapazität meines “Rechners” verlangsamt oder blockiert. Gerne hätte ich dann den Befehl “Das Programm beenden” um mich wieder auf meine Aufgabe konzentrieren zu können. Die fehlende Impulskontrolle macht es schwieriger.
Leider kann mein Gehirn nicht einfach abschalten, also braucht es ein Training um bei entsprechenden Reizen die Gedanken neu zu programmieren. Trainieren solltest du, wenn du dich fit fühlst und aufnahmefähig bist, das verhält sich auch bei den Gedanken so. Dann bist du im “Notfall” vorbereitet und kannst neues Verhalten abrufen. Stell dir vor, die Feuerwehr würde nie eine Übung machen müsste zu einem Notfall ausrücken, das Chaos wäre vorprogrammiert.