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Keine andere Farbe hat mehr Menschenleben gekostet!
Seit alters war die Gewinnung von Weisspigmenten aus Natur-materialien wie Kalk, Muscheln, Knochen, Eierschalen oder Alabaster bekannt. Bei der Maltechnik der Ölmalerei ver-sagten aber alle diese Farb-pigmente in ihrer Qualität. Um ein reines, dauerhaftes und deckendes Weiss zu erhalten, gab es nur ein zuverlässiges Weisspigment: das Bleiweiss. Die Gewinnung dieser Pigmente zur Farbherstellung basierte darauf, Essigsäure neben Bleistreifen zu verdampfen. Dabei bildete sich auf dem Blei ein weisser, schuppiger Belag, der abgekratzt und weiterverarbeitet werden konnte. Der ungeschützte Kontakt durch Einatmen oder Hautkontakt mit dieser hochgiftigen Substanz führte unweigerlich zu einer Bleivergiftung.
Der schleichende Malertod!
Auch wenn man schon damals um die Gefahren des Hantierens mit Bleiweiss wusste, wurde es im grossen Stil hergestellt und verwendet. Der Irisch-Britische Schriftsteller Georg Bernhard Shaw schrieb dazu: "Um 1900 hatten jene Mädchen, die nicht reich genug waren, um geheiratet zu werden oder nicht hübsch genug, um sich zu prostituieren, oft nur die Wahl qualvoll in einer Bleiweissfarbrik zugrunde zu gehen oder zu verhungern".
Wer über längere Zeit mit dem Bleiweiss ungeschützt in Kontakt war, wurde langsam aber sicher krank. Die blaue Verfärbung des Zahnfleisches, verschlechtertes Allgemeinbefinden, sowie Darm- und Blasenkrämpfe, waren die untrüglichen Zeichen der Bleivergiftung. Da das Krankheitsbild vor allem bei den Künstlern bekannt war, da diese immer wieder ihre Pinsel in den Mund nahmen, um sie anzufeuchten und dabei das Blei über die Schleimhäute aufnahmen, sprach man auch von "Malerkoliken".
Das Botox unserer Urgrossmütter!
Das Bleiweiss hatte neben der Anwendung in der Kunst bis Ende des 19. Jahrhunderts einen weiteren, unrühmlichen Verwendungszweck: Reiche und schöne, nicht mehr ganz junge Frauen, strichen es sich als Kosmetika auf die Haut. "Bloom ofYouth" hiess eines dieser heimtückischen Schönheitsgifte, das vor allem auf den Schminktischen der englischsprachigen Welt stand. Das Mittel verlieh eine ätherische Schönheit- bis die Zeichen der Bleivergiftung für die Ladies spürbar und für den Betrachter unübersehbar wurden. Lethargie, Schlaflosigkeit, blaue Flecken auf der Haut, Nierenversagen und Tod waren die unausweichlichen Folgen.
Erst mit der langsamen Einführung des ungiftigen Zinkweiss ab ca. 1840 wurde die Herstellung und Verwendung von Bleiweiss weniger. Heute ist der Verkauf des Bleiweiss in der Schweiz verboten. Es gibt aber heute noch Maler, die wegen der unerreichten Qualität der bsten Bleiweiss-Sorten, dessen Verwendung bevorzugen. In getrocknetem Zustand auf Bildern allerdings ungefährlich.
(Quelle: Landanzeiger vom 05.09.2013)
..dass die Kreisberechnungs- zahl für die Berechnung einer Kreisfläche und für den Umfang eines Kreises be- nötigt wird und ungefähr 3.14159... unendlich gross ist?
Klar doch, das lernt man ja in der Schule!
Wissen sie aber auch, was diese Zahl bedeutet?
Haben sie das auch in der Schule gelernt?
Nun, dass Bilder mehr sagen als 1'000 Worte ist ja allgemein bekannt!
Schauen sie sich doch das obenstehende Bild einmal genauer an und klicken sie es an!
Und schon wieder etwas gelernt!
Warum es bei der Auskreidung immer einen Belag gibt, der aus weissen und farbigem Pulver besteht, können nur wenige genau erklären. Dass es etwas mit freiliegenden Pigementen und Füllstoffen zu tun hat ist allgemein bekannt, wieso dieses Phänomen aber erst nach dem Bindemittelabbau sichtbar wird, ist für viele unerklärlich.
Die Erklärung liegt im "Brechungsindex" von Pigement und Füllstoff gegenüber dem Bindemittel. Da Füllstoffe (z.B. Kreide) eine ähnliche Lichtbrechung (1.58) aufweisen wie die meisten Bindemittel (z.B. Leinöl 1.55), sind sie darin praktisch nicht sichtbar. Die Pigmente (z.B. Titandioxid 2.71) weisen eine viel höhere Lichtbrechung auf, weshalb sie in allen Bindemitteln gut sichtbar bleiben und eine hohe Deckkraft in Anstrichstoffen besitzen.
Die durch den Bindemittelabbau freigelegten Füllstoffe und Pigmente sind dann an der Luft (Brechungsindex 1) gut sichtbar, weil sich der Brechungsindex dieser beiden Stoffe stark differenziert. Das Ergebnis ein milchig weisser Belag.