Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03439.jsonl.gz/553

Die Qualität eines schulnahen Bachlaufes untersuchen, einen Regensammler installieren, die Wassermenge erheben, die zur Herstellung von Lebensmitteln oder Kleidern benötigten wird:Das sind einige Beispiele, die das internationale Programm „Wasserforscher“ für Schüler/-innen bereit hält. Yaelle Linder-Berrebi, Programmverantwortliche bei der Stiftung zur Entwicklung von Bergregionen, erläutert im Gespräch Inhalte und Ziele des Projekts.
Welches sind die Herausforderungen, die die Wasserforscher meistern müssen?
Das Programm umfasst folgende Bereiche: Wasser als wertvoller Rohstoff, Wem gehört das Wasser?, Virtuelles Wasser, Die globale Verteilung des Wassers. Jeder dieser Bereiche umfasst fünf Herausforderungen, die es zu bestehen gilt. Alle Aufgaben sind mit Anleitungen und Aufgabenblättern zuhanden der Lehrperson und der Schüler/-innen versehen, damit sie selbständig und mit wenig Vorbereitungsaufwand gelöst werden können. Die Aufgaben sind in drei Schwierigkeitsstufen unterteilt und umfassen Aktivitäten von einer Stunde und mehr.
Können Sie uns ein Beispiel nennen?
Nehmen wir das Beispiel des «Wasserlehrpfads». Dabei geht es darum, einen Lehrpfad zu gestalten, welcher auf das Wassersparen ausgerichtet ist. Die Schüler/-innen gestalten ihn anhand der Rückmeldungen, die sie bei einer Umfrage bei ihren Kolleg/-innen erhalten haben. Sie sammeln Daten und stellen Wassersparideen zusammen. Mit ihren Resultaten und der zur Verfügung stehenden Dokumentation gestalten sie dann den Lehrpfad.
Welche Spezialitäten beinhaltet das Programm?
Sämtliche Informationen, Anregungen und Ressourcen stehen auf www.explorateursdeleau.ch/startseite zur Verfügung. Zudem ist es eininternationales Programm, das in sieben Sprachen Kinder aus 11 Ländern zum gleichen Thema verbindet. Die Schüler/-innen können sich bei der Lösung einer Aufgabe oder bei einem Austausch gleichzeitig in einer Fremdsprache üben. Als weitere Besonderheit kommt der internationale Wettbewerb dazu: Je aktiver eine Equipe ist, umso weiter kommt sie im nationalen Vergleich und kann womöglich die Schweiz beim internationalen Wettbewerb vertreten.
Wie sieht der Austausch der Equipen über die Sprachgrenzen hinaus aus?
Bei der Einschreibung müssen die Equipen angeben, ob sie an einem solchen Austausch interessiert sind. Wir schlagen ihnen zum Beispiel vor, zu einem gemeinsam bestimmten Thema eine Telefonkonferenz abzuhalten. Diese Art des Austausches ist sehr bereichernd. Die Schüler/-innen erhalten so eine Stimme und die Möglichkeit, ihre Kommunikationskompetenzen und Leadership zu entwickeln. Sie können auch ihre Sprachkompetenzen testen und eine Beziehung zu einer anderen Klasse aufbauen, was zur Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Projekt führen kann.