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Grundlagen
Das Thurrichtprojekt 1979 (TRP 79) wurde nach den Hochwassern in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts ausgearbeitet und beschlossen. Es beinhaltet im Wesentlichen:
- Die Wiederherstellung der Durchflusskapazität so, dass sie gross genug ist, ein Hochwasser zu fassen, wie es alle hundert Jahre einmal zu erwarten ist (das Hundertjährliche)
- Die Gewährleistung der Standfestigkeit der Hochwasserschutzdämme
- Die nachhaltige Sicherung der Grundwasservorkommen der ganzen Region
- Die ökologische Aufwertung des Lebensraumes Thur
Die Extremereignisstudie (nur Print, bestellen über <email-pii>) zeigt auf Grund zusätzlicher Untersuchungen im Jahr 1997, was passiert, falls mehr Wasser fliesst, als beim sogenannten "Hundertjährlichen" (normalerweise die für Hochwasserschutzbauten massgebende Wassermenge, sogenannte Dimensionierungswassermenge) angenommen wird. Die dafür benutzten Rechnungsmodelle bauen darauf auf, dass die Massnahmen des TRP 79 umgesetzt wurden (was noch nicht überall der Fall ist). Die Autoren der Studie berechnen dann Szenarios für einen Extremfall, sie schätzen das Schadenspotential eines solchen Ereignisses, sie schlagen Massnahmen vor, um Risiken zu minimieren, schätzen die Kosten des verbleibenden Risikos und errechnen die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Massnahmen:
- Im Extremfall würde das Thurtal zwischen Kradolf und Uesslingen weitgehend überflutet, inklusive grosse Teile des heutigen Siedlungsgebietes von Kradolf, Bürglen, Weinfelden und Müllheim bis zum Rande von Pfyn.
- Ohne weitere Massnahmen, aber nach der Umsetzung der Projekte des TRP 79, beträgt das Schadenpotential im Extremereignisfall 663 Millionen Franken (Stand 1997). Das Restrisiko, also der potentielle Schaden nach ergriffenen Massnahmen gemäss Extremereignisstudie, verbleiben bei 37 Millionen Franken. Die dazu notwendigen Investitionen belaufen sich auf geschätzte 6 Millionen Franken.
Die in der Extremereignisstudie vorgeschlagenen Massnahmen liegen im Rahmen jener, die im Laufe der 2. Thurkorrektion umgesetzt wurden.
Die Geschiebehaushaltstudie beinhaltet Überlegungen zum Umgnag mit den ungenügenden und ungleich verteilten Geschiebeverhalten der Thur: Geschiebehaushalt_07.pdf [2.52 MB]
Ein Grundwassermodell erleichtert die Auseinandersetzung mit dem Problem des Grundwasservorkommens knapp unter der Sole in der Thurebene: Flyer nur Print, bestellen über <email-pii>