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Vom Frühjahr 2004 an bis zum Herbst 2006 wurden dreizehn Sorten von Wiesenrispengras (Poa pratensis L.) durch die Eidgenössischen Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW an sieben Versuchsstandorten auf ihre Anbaueignung geprüft. Dabei wurden die Eigenschaften Ertrag, Jugendentwicklung, Güte des Bestandes, Konkurrenzkraft, Resistenz gegen Krankheiten, Überwinterung, Verdaulichkeit der organischen Substanz, Ausdauer und die Anbaueignung für höhere Lagen systematisch erhoben und in einem Indexwert zusammengefasst. Der Indexwert erlaubte es, die Sorten miteinander zu vergleichen und zu bewerten. Zwei Neuzüchtungen erreichten den für eine Empfehlung notwendigen Indexwert. Davon kann aus rechtlichen Gründen zurzeit nur die Sorte Likollo neu in der «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» geführt werden. Die mitgeprüfte empfohlene Sorte Monopoly erreichte in dieser Prüfung den für eine Empfehlung notwendigen Index nicht mehr. Sie wird jedoch vorläufig auf der Liste belassen, um eine genügende Versorgung des schweizerischen Marktes mit Saatgut von Wiesenrispengras zu ermöglichen.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.
Fromental und Goldhafer sind typische, auch für Futterbaumischungen geeignete Heuwiesengräser. Von vier geprüften Fromental- und drei Goldhafersorten wird es wohl nur eine neue Sorte von Fromental auf die Liste der empfohlenen Sorten schaffen.
Pflanzenbau
Stevenel P., Wendling M., Brabant C., Suss H., Savoyat C., Dierauer H., Mascher F., Charles R.
Das FiBL und Agroscope haben Brotweizensorten auf Ertrags- und Qualitätsstabilität untersucht. Es zeigte sich, dass die Sortenwahl an den Standort angepasst werden muss und dass ein hohes Ertragspotenzial nicht mit einem hohem Proteingehalt einhergeht.