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Einige Tierschutzorganisationen forderten kürzlich ein striktes Angelverbot für Kinder, weil die Aktivität des Fangens und Tötens von Tieren sie Gefühlskalt werden lasse.
Ich bin überzeugter Tierschützer und Vegetarier, doch dass sehe ich anders. Meiner Meinung nach besteht die Problematik aus einem ganz anderen, eher gegenteiligen Thema. Der Konsument ist komplett vom Tier entfremdet. Deswegen sind auch so viele Leute angeekelt, wenn sie, beispielsweise erfahren, dass der Masse, aus der man Fleischkäse herstellt, Kuhaugen beigemischt werden, oder welche Teile vom Huhn zu McDonalds Chickennuggets verarbeitet werden. Während ich als Leiter in einem WWF-Lager mit den Kindern im Wald am grillieren war, hat mich eines der Kinder (10 Jahre alt) gefragt, ob Cervelats auf Bäumen wachsen würden.
Diese Entfremdung und Industrialisierung der Fleischindustrie ist was mich stört. Wenn ein Kind einen Fisch aber eigenhändig fängt und tötet, dann entwickelt es ein völlig anderes Verhältnis dazu. Es erkennt dass das was es gerade isst einmal ein lebendes und empfindungsfähiges Tier war. So entwickelt das Kind ein gesundes und aufgeklärtes Verhältnis zu seiner Umwelt und hinterfragt was es konsumiert, statt sich gedankenlos mit Fast-Food vollzustopfen.