Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03218.jsonl.gz/1773

An der Schweizermeisterschaft im Westernreiten werden sie folgende Disziplinen sehen:
Showmanship at Halter
Im Showmanship at Halter wird das Pferd an der Hand vorgestellt. Der Vorsteller sollteein gepflegtes, gesundes und williges Pferd vorstellen, welches er in einem vorgegebenenPattern möglichst exakt, flüssig und überzeugt zeigt.
Western Horsemanship
In dieser Disziplin muss der Reiter ein vorgegebenes Pattern präcise, fliessend und genau Reiten. Dabei muss er eine exakte Körperhaltung demonstrieren, Hilfen müssen präcise aber kaum sichtbar sein und das Pferd in sämtlichen Gangarten entspannt und kontrolle haben.
Western Pleasure
In Pleasure werden alle drei Gangarten des Pferdes bewertet. Das Pferd sollte in einer natürlichen Haltung entspannt, taktrein, gleichmässig und in gemässigtem Tempo am losen Zügel gehen. Es gewinnt, wer zeigen kann, dass es auf seinem Pferd das grösste Vergnügen(Pleasure) ist, zu reiten. Das Pferde sollte stets einen freundlichen Eindruck machen und dabei ein lebhaftes Ohrenspiel demonstrieren. Die Übergänge von einer Gangart zur anderen sollten weich und willig erfolgen.
Ranch Riding
Die Disziplin spiegelt die Gebrauchsfähigkeit eines guten Ranch Pferdes wieder. Es sollte sich in guter Vorwärtsbewegung einfach steuern und regulieren lassen. Hauptaugenmerk wird dabei auf Bewegungen, Haltung und Brauchbarkeit eines Arbeitspferdes gelegt. Das Show Outfit sowohl des Pferdes als auch des Reiters, sollten nicht zu viel Silber und Schmuck aufweisen. Das Ausrasieren der Ohren, Huflack oder Schweißtoupets sind sogar verboten. Ein Bridlepath ist allerdings erlaubt.
Vorgestellte Pferde dürfen nicht jünger als 3 Jahre sein. Es gibt 4 Pattern, die im aktuellen AQHA Rule Book gelistet sind. Die Richter können die Pattern noch etwas verändern und mit den verschiedenen Manövern an den Schwierigkeitsgrad anpassen. Gewertet wird mit einem Score zwischen 0-100, wobei eine 70 einen durchschnittlichen Score darstellt. Die geforderten Manöver beinhalten Walk, Jog und Lope auf beiden Händen: außerdem Extended Jog und Lope auf mindestens einer Hand. Weiterhin müssen Stopps, Richtungswechsel und Rückwärts während der Prüfung gezeigt werden. Manieren und Reaktionsfähigkeit des Pferdes während der Durchführung der Manöver und die Qualität der Bewegung sind die wichtigsten Aspekte, wonach gerichtet wird. Der Schwerpunkt liegt hier auf Vorwärtsbewegung und freie, fließende Bewegungen. Die Übergänge müssen ebenso sauber und fließend sein.
Ranch Trail
In einem Parcours, der aus mindestens sechs bis ca. neun Hindernissen besteht, wird Rittigkeit und Kooperation des Pferdes abgeprüft. Die unterschiedlichen Aufgaben simulieren Tätigkeiten, die aus dem normalen Alltag auf einer Ranch entlehnt sind. Wenn möglich, sollen natürliche Hindernisse verwendet werden. Wünschenswert wäre, dass der Parcours außerhalb der Arena aufgebaut wird, um das natürliche Terrain zu nutzen. Leider ist das nicht immer möglich, so dass innerhalb einer Reitarena diese Hindernisse nachgebaut werden.
Neben der Manier an den Hindernissen wird das Pferd zwischen diesen in den drei Grundgangarten (Schritt, Trab und Galopp) bewertet. Ein aufmerksames und williges Pferd wird positiv bewertet.
Pflichthindernisse sind das Reiten über am Boden liegenden Hindernissen (Stangen, Baumstämme in versch. Anordnungen), das Öffnen, Durchreiten und Schließen eines Tores, das Überqueren einer Holzbrücke, ein Rückwärtshindernis, ein Seitwärtshindernis sowie das Ziehen eines Baumstammes. Dazu kann das Showmanagement aus einer Auswahl von Wahlhindernissen wie z.B. einem Sprunghindernis, dem Ropen eines künstlichen Rindes, dem Ground Tie oder Durchreiten eines Wasserhindernisses den Parcours je nach Klasse und Schwierigkeitsgrad variieren.
Trail
Trail ist eine Gehorsamkeits- und Geschicklichkeitsprüfung bestehend aus minimum 6 Hindernissen. Bewertet werden Manieren, Ausdruck, Annehmen von Reiterhilfen sowie Gänge des Pferdes. Das Pferd muss sicher, kontrolliert, willig und mit Stil über sämtliche Hindernisse gehen und diesen Aufmerksamkeit zeigen.
Western Riding
Westernriding ist eine ruhige, gleichmässig gerittene, elegant wirkende Galoppwechselprüfung. Das Pferd soll willig und punktgenau wechseln, das ganze Pattern in gleichmässigem Tempo laufen und stets gute Manieren zeigen. Weiter soll sich das Pferd frei und leicht bewegen.
Superhorse
Diese Disziplin ist eine Kombination aus allen oben erwähnten Disziplinen plus des an der SM nicht gezeigten Reinings. Das Pferd soll willig, kontrolliert und in gleichmässigem Tempo in allen Gangarten vorgestellt werden. Die Maneuver müssen exakt und flüssig ausgeführt werden.
Hunt Seat Equitation
Hunt Seat Equitation ist eine Prüfung, die auf der Fähigkeit des Reiters basiert, verschiedene Manöver in Harmonie mit seinem Pferd auszuführen. Die Verständigung zwischen Pferd und Reiter durch leichte Hilfen soll möglichst unsichtbar sein. In Hunt Seat Equitation wird der Reiter gerichtet und seine Einwirkungen auf das Pferd. Diese Prüfung schafft die Basis für eine weitere Entwicklung in Richtung der gesprungenen Klassen. Das Genick solte sich auf Höhe des Widerrists befinden oder leicht darüber, so dass der Schub von der Hinterhand gut durchkommt. Der Kopf sollte nicht hinter oder extrem vor der Senkrechten gehalten werden.
Hunter under Saddle
Die in der Klasse Hunter under Saddle vorgestellten Pferde sollten ihrem Verwendungszweck entsprechen. Sie sollen sich mit langen, flachen Schritten leicht und weich vorwärts bewegen und sollen in der Lange sein, ihre Schritte zu verlängern und mit entspannter, frei fließenden Bewegung auszugreifen, wobei sie die korrekten Gänge im entsprechen Takt zeigen. Die Qualität der Bewegungen und die Gleichmäßigkeit der Gänge sind wichtige Bewertungskriterien. Die Pferde sollen gehorsam sein, eine positive Ausstrahlung mit aufmerksamen Ohren haben und auf den leichten Bein- und Zügelkontakt des Reiters willig reagieren. In den Übergängen sollen die Pferde folgsam und weich sein. Wenn der verstärkte Trab (Extended Trot) oder
verlängerter, im leichten Sitz gerittener Galopp (Hand Gallop) verlangt wird, sollen die Pferde mit gleichbleibend fließenden Bewegungen ausgreifen. Das Genick des Pferdes soll auf gleicher Höhe mit oder etwas oberhalb der Widerrists getragen werden um ein korrektes Untertreten der Hinterhand zu gewährleisten. Die Kopfhaltung sollte leicht vor oder an der Senkrechten sein.