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Vor der US-Westküste sterben momentan Seesterne an einer mysteriösen Krankheit. Bis jetzt ist kein offensichtlicher Auslöser bekannt, es wird aber angenommen, dass ein Krankheitserreger dahinter steckt. Forscher der University of California in Santa Cruz sammeln nun Informationen über das Seestern-Sterben, welches als „Sea Star Wasting Syndrome“ bezeichnet wird.
Als erstes breiten sich weisse Läsionen von den Armen zur Körpermitte der Tiere hin aus. Dann zersetzt sich das Gewebe und die Arme fallen ab. Die Tiere lösen sich regelrecht auf, nach einer Woche ist nur noch eine schleimige Masse übrig. Das Phänomen war auch schon früher aufgetreten, allerdings immer in kleinerem Ausmass vor Südkalifornien. Damals wurden die Ausbrüche mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen in Verbindung gebracht, im jetzigen Fall liegen diese aber nicht vor.
Die Sterblichkeit der infizierten Seesterne ist sehr hoch, sie liegt bei 90 bis 95 Prozent. Besonders betroffen ist die Art Pisaster ochraceus, ein oranger oder violetter Seestern, der vor allem Muscheln frisst. Seit Juni wurden aber etwa zehn verschiedene Arten beobachtet, welche Symptome zeigen. Seesterne sind wichtig, da sie dafür sorgen, dass gewisse Regionen nicht komplett mit Muscheln überwuchert werden. Denn diese könnten anderen Lebewesen den Lebensraum streitig machen und somit die Artenvielfalt reduzieren.
In den nächsten Wochen wollen die Forscher nun herausfinden, wo das Syndrom überall auftritt und wie viele Arten genau betroffen sind. So soll schliesslich herausgefunden werden, was das „Sea Star Wasting“ verursacht.
Bild: D. Gordon E. Robertson [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons