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Rohstoffexperten der Commerzbank erklärten die steigenden Ölpreise mit den anhaltenden Waldbränden in der kanadischen Ölprovinz Alberta. Sie gehen davon aus, dass mittlerweile Produktionskapazitäten von mehr als einer Million Barrel pro Tag durch die Brände lahmgelegt sind. Am vergangenen Freitag wurde der Ausfall noch auf 600 000 Barrel pro Tag beziffert.
Kanada ist der wichtigste Öllieferant der USA. "Die USA müssen das Öl anderweitig importieren oder die Lagerbestände fallen innerhalb einer Woche um bis zu sieben Millionen Barrel", hiess es weiter bei der Commerzbank. Die US-Regierung wird ihre Lagerdaten am Mittwoch veröffentlichen.
Ausserdem stützten laut Händlern Meldungen über einen Wechsel an der Spitze des Ölministeriums in Saudi-Arabien die Preise. Am Wochenende wurde bekannt, dass der saudi-arabische Ölminister Al-Naimi durch den Chef der staatlichen Ölgesellschaft Saudi Aramco, Khalid Al-Falih, ersetzt wurde. Al-Naimi war der dienstälteste Opec-Ölminister und seit 1995 für die Energiepolitik des Landes verantwortlich. Nach Einschätzung der Commerzbank-Experten hatte Al-Naimi unter dem neuen saudischen König massiv an Einfluss verloren.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ging zuletzt zurück. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis am Freitag 40,55 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 60 Cent weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/bgf/fbr
(AWP)