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Bei der Beschäftigung mit älteren deutschen Texten bemerkt man sehr schnell, dass sehr vieles unter «Deutsch» fällt, was uns heute recht fremd und unverständlich vorkommt. Texte in deutscher Sprache sind nämlich ab dem 8. Jahrhundert überliefert und in dieser Zeitspanne haben sich natürlich die Sprache und die Überlieferungsformen verändert.
Die vorliegenden Texte unterscheiden sich auf verschiedenen Ebenen, z. B. im Wortschatz, in Wortformen, in Satzkonstruktionen oder im Textaufbau. Veränderungen zeigen sich ebenfalls in der Entstehung von Texten (Schreibmedium, Handschrift, Druck), in der Überlieferungssituation (Klöster, Kanzleien) und in den kommunikativen Entstehungsbedingungen (Kirche, Alltag, Recht, Kunst etc.).
Es ist hilfreich, sich bei der zeitlichen Einordnung eines Textes an den sprachgeschichtlichen Perioden zu orientieren. Den Vorschlägen von Jacob Grimm und Wilhelm Scherer folgend, teilen wir die Geschichte der deutschen Sprache in vier Abschnitte ein: Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch, Neuhochdeutsch. Der deutschen Überlieferung geht noch eine Periode voraus, mit der erste schriftliche Zeugnisse des Germanischen erfasst werden.
Proposition de citation
Simone Berchtold: Ad fontes, die Sprachstufen des Deutschen, CC-BY, URL: https://www.adfontes.uzh.ch/tutorium/die-deutsche-sprache-in-den-quellen/die-sprachstufen-des-deutschen/.