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Pablo Escobar wollte Peru-Coach Ricardo Gareca umbringen lassen
Ricardo Gareca führte Peru im Sommer erstmals nach 36 Jahren wieder an eine WM. Jetzt erfuhr der Trainer, dass er vor rund 30 Jahren beinahe Opfer des kolumbianischen Drogenkrieges wurde.
Jhon Jairo Velásquez, ein ehemaliger Auftragskiller von Drogenbaron Pablo Escobar, verriet in einem Interview mit der peruanischen Zeitung «El Popular», dass sein Ex-Boss den heutigen Nationaltrainer Perus Ricardo Garcea habe umbringen lassen wollen.
«Ja, Gareca war immer im Fokus von Pablo Escobar», wird Velásquez, der im August 2014 nach mehr als 23 Jahren Haft auf Bewährung frei kam, zitiert. Der frühere Auftragsmörder hatte bei der Aufklärung der Taten von Escobars Medellín-Kartell kooperiert.
Warum wollte Escobar den damaligen Fussballprofi Gareca umbringen lassen? Weil er beim falschen Klub spielte: CD America wurde von Escobars grössten Feinden, den Bossen des Cali-Kartells, unterstützt. Von 1985 bis 1988 spielte der Peruaner beim kolumbianischen Klub und erreichte in dieser Zeit den Final der Copa Libertadores.
«Pablos Liebe zum Fussball rettete Ricardo»
«Er (Escobar, d. Red.) dachte über eine Autobombe nach, als das Cali-Kartell einen Anschlag auf Pablos Familie verübte», so Velásquez, der unter dem Spitznamen Popeye bekannt war. Escobars Feinde liessen vor seinem Haus in Medellin eine Bombe hochgehen, weshalb er auf Rache sinnte. Aber: «Seine Liebe zum Fussball rettete Ricardo Gareca und die anderen Spieler von CD America.»
Gareca selbst reagiert sprachlos, als er vom geplanten Anschlag hört: «Darauf habe ich keine Antwort.» Kolumbien habe er dennoch in guter Erinnerung. «Wenn ich über Kolumbien rede, muss ich sagen, dass ich dort sensationelle Jahre verbracht habe. Diese Dinge sind nach 25 Jahren rausgekommen, und ich hatte davon keine Ahnung.»Zurück zur Startseite