Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03553.jsonl.gz/1588

Der Amerikaner Tejay van Garderen gewann die Königsetappe der 80. Tour de Suisse, die über 224,3 km von Arbon zum Rettenbach-Gletscher oberhalb des Tiroler Skiorts Sölden führte. Der Captain des amerikanisch-schweizerischen BMC-Teams verwies im 10 km langen Schlussanstieg den Kolumbianer Angel Lopez und den Franzosen Warren Barguil um 16 Sekunden auf die Plätze 2 und 3.
Barguil, der bereits am Mittwoch bei der Bergankunft in Cari als Zweiter auf dem Podest gestanden hatte, löst damit den Niederländer Wilco Keldermann als Leader ab. Sein Vorsprung auf Lopez und den Amerikaner Andrew Talansky beträgt vor den letzten beiden Etappen 21 respektive 24 Sekunden. (drd/sda)
Stefan Strebel, Sie traten 2004 als dreifacher Eidgenosse vom aktiven Schwingsport zurück. Sie waren damals 27-jährig, also in einem Alter, das für einen Schwinger das beste Alter sein kann.
Stefan Strebel: Schon als Bub und Jugendlicher hatte ich das Ziel, drei eidgenössische Kränze zu gewinnen. Mit 27 hatte ich dieses Ziel erreicht. Schwingerkönig zu werden war mit meinem Teilverband und mit meinem Können nicht realistisch. Ich hatte auch noch andere Ziele im Leben. Ich wollte eine Familie gründen und eine eigene Firma leiten, und im Schwingen wollte ich einst Technischer Leiter werden. Ich war allerdings nie ein Mensch, der viele wichtige Dinge gleichzeitig richtig tun konnte. Ich hätte also weniger trainieren können. Damals trainierte ich fünf- oder sechsmal pro Woche. Dadurch hätte ich weniger Erfolg gehabt, hätte auch mehr Gänge verloren. Als Schwinger muss man auch verlieren können, aber ich hatte immer meine Mühe damit. Ich hätte mich damit auseinandersetzen müssen, mehr zu verlieren. Als ich nach dem Eidgenössischen in Luzern an einem Sonntag wie üblich auf den Vita-Parcours ging, war ich nur noch am Gehen. An diesem Sonntag schrieb ich den Rücktritt. Meine Ziele im Schwingen hatte ich erreicht. Und meine neuen Ziele erreichte ich auch.