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Die Kardinäle Pell und Barbarin verurteilt
Ein Bezirksgericht in Melbourne hat das Strafmass für Kardinal George Pell auf sechs Jahre Haft festgesetzt. Im Dezember hatte eine Jury den 77-Jährigen für schuldig befunden, 1996 als Erzbischof den damals 13 Jahre alten «J» in der Sakristei der Kathedrale von Melbourne missbraucht und einen anderen belästigt zu haben. Pell bestreitet die Vorwürfe, Anfang Juni wird ein Gericht über seine Berufung befinden. In Lyon ist der französische Kardinal Philippe Barbarin zu sechs Monaten Bewährungsstrafe für die Nichtanzeige sexueller Übergriffe verurteilt worden, wie die Richter am 7. März verkündeten. Der Priester Bernard Preynat soll in den 70er-Jahren im Erzbistum Lyon bis zu 70 Kinder missbraucht haben. Barbarin bestritt, von dem Missbrauch gewusst zu haben. Seine Anwälte wollen Berufung einlegen. Er selbst reichte dem Papst am 18. März seinen Rücktritt als Erzbischof von Lyon an.