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Martin Wagenschein - genetisch,
sokratisch, exemplarisch
Wie kann ich Phänomene und Wissensinhalte darstellen,
so dass sie das Verstehen fördern und nicht bloss träges Wissen produzieren?
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Martin Wagenschein (1896 - 1988) war Physik- und Mathematiklehrer.
Von 1924 - 1933 unterrichtete er an der Odenwaldschule. In dieser Zeit entwickelte
er den genetisch-sokratisch-exemplarischen Unterricht.
Das Verstehen im Zentrum des Lernens und des Lernprozesses
genetisch
Ziel des genetischen Unterrichts ist das "Verstehen". Es geht dabei
nicht um das effiziente, schnelle Vermitteln des Stoffes. Vielmehr sollen sich
die Lernenden (und auch die Lehrenden) auf die Sache wirklich einlassen - gründlich,
kritisch, beharrlich. Man muss bei Bekanntem anfangen, um sich dann ins Ungewisse
vorzutasten.
> sich an die Sache herantasten
> mit den eigenen Erfahrungen beginnen
> sich ins Ungewisse begeben (gründlich, kritisch, beharrlich) und so
die Sache verstehen
Die Lehrperson hat also nicht die Aufgabe, Probleme
aus dem Weg zu räumen, sondern die Lernenden behutsam begleiten,
damit diese die Probleme selber bewältigen.
sokratisch
Zuhören statt erklären.
Bremsen statt drängen.
Kritisch nachfragen und so helfen, damit das Wissen Fuss fassen kann.
Die Lehrperson fragt kritisch nach und hilft behutsam,
damit Wissen entsteht.
exemplarisch
Sorgfältig ausgewählte Stellen als Brückenpfeiler für fachliche
Erkenntnisse.
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