Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03095.jsonl.gz/2030

Wie und wo legen Sie ihre Kleider nieder, wenn Sie abends ins Bett gehen? Haben Sie einen schönen geordneten Kleiderständer oder einen Stuhl mit einem großen Durcheinander? Haben Sie je bewusst diesen Kleiderstuhl wahrgenommen?
Der Künstler Florian Schwander hat seinen immer chaotischen Kleiderstuhl sehr wohl wahrgenommen! Die Zeichnungen des Kleiderstuhls sind in der station21 zu einer integrierenden Installation zusammengewachsen. Die Zeichnungen waren der Einstieg in einen Arbeitsprozess, der viele Fragen aufwarf.
Nachts sieht das Leben anders aus als am Tag. Man streift die Kleider, die man am Tag trägt, ab und geht ins Bett. Die eigene Hülle vom Tag liegt neben dem Bett. Als Abbild seines Selbst? (oder: Wie geht es Ihnen NACHTS. ALLEIN. IM BETT?)? „Der Ausgangspunkt zu dieser Arbeit war der Stuhl, der neben meinem Bett steht. Der, auf dem ich jeweils meine Kleider für die Nacht ablege. Er stach mir am Morgen immer als erstes in die Augen, und er nervte mich! Mir kam es so vor, als ob die Unordnung auf dem Stuhl etwas mit meinem Leben zu tun hat. Und so begann ich zu zeichnen.“