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Alle Schildkröten, die bei uns frei leben, sind illegal ausgesetzte Terrarientiere. Viele Tierliebhaber sind sich nicht bewusst, dass sie mit der Freisetzung das Überleben gefährdeter einheimischer Arten aufs Spiel setzen und fremde Parasiten und Krankheiten verbreiten. Deshalb ist das Freisetzen jeglicher fremder Tiere ausdrücklich verboten!
Die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) ist früher im Flachland heimisch gewesen, aber längst ausgestorben. Im Linthgebiet wurde die Art in den 90er Jahren ausgesetzt. Es ist nicht bekannt, ob sie dort überlebt hat.
Die Rotwangen-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta) ist ein häufig gehaltenes Terrarientier aus Nordamerika. Immer wieder kommt es vor, dass solche Tiere freigesetzt werden. Sie konnten sich bisher nie auf Dauer halten, da sie kälteempfindlich sind und sich vermutlich ungenügend vermehren können.
Die Kaspische Wasserschildkröte (Mauremys caspica) wird gelegentlich in Terrarien gehalten. Wiederholt wurde die Art am Bodensee ausgesetzt. Möglicherweise hat sie sich inzwischen fest angesiedelt.
Eine Dienstleistung des Naturmuseums St.Gallen