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Lexikon – M
- Mahākāshyapa (Mahākaśyapa)
- Mahāyāna
- Mandala
- Manjushri
- Māra
- Meditation
- Meditationsheft
- Meister Eckhart (1260-1328)
- Metta (Skrt. Maitri)
- Mu
- Mudra
- Müller, Max (1823-1900)
Mahākāshyapa (Mahākaśyapa)
Kurz: Kashyapa. Herausragender Schüler Buddhas. Er war berühmt für seinen asketischen Lebenwandel. Seine Erkenntnis war so durchdingend und teifgründig, dass ihn Buddha als seiner ebenbürtig erklärte und ihn zum Dharma-Nachfolger ernannte. Die Traditionslinie des Zen-Buddhismus zählt ihn zum ersten Patriarchen.
Mahāyāna
Mahayana (von mahā ‚gross‘ und yāna ‚Fahrzeug‘ oder ‚Weg‘, also Grosses Fahrzeug bzw. Grosser Weg) ist eine der Hauptrichtungen des Buddhismus. In den Oberbegriff Mahayana werden auch mehrere Strömungen des Buddhismus eingeordnet, die als eigenständige Traditionen bekannt sind, etwa Vajrayana, Zen oder der Amitabha-Buddhismus. Die Einteilung des Buddhismus hauptsächlich in Hinayana und Mahayana ist eine Konzeption, die dem Mahayana entstammt. Die Nicht-Mahayana Schulen bezeichnen sich selbst jedoch anders, unter anderem als Theravada.https://de.wikipedia.org/wiki/Mahayana
Mandala
(Skrt. Kreis, Bogen) Symbolische Darstellung kosmischer Kräfte. Es ist meist quadratisch oder kreisrund und stets auf einen Mittelpunkt orientiert. Im Buddhismus werden Mandals als Hilfsmittel zur Meditation und Visualiserung von geistigen Zusammenhängen benutzt.
Manjushri
(Skrt. Mañjuśrī): Verkörperung der allumfassenden Weisheit Buddhas. Das Wort Manju bedeutet charmant, schön, angenehm und Shri steht für Ruhm, Pracht.
Manjushri ist auch bekannt als Bodhisattva des Wissens und des Lernens, der Weisheit oder als Weisheits-Buddha. Manjushri hat diesen Titel, weil er während vieler Zeitalter sieben verschiedene Buddhas instruiert haben soll, von denen der letzte Shakyamuni Buddha war.
In der rechten Hand trägt er das Flammenschwert der allumfassenden Weisheit, die den Schleier der Ignoranz durchtrennt und gleichzeitig als eine Fackel Licht in die Dunkelheit bringt. In der linken Hand hält er das Buch der transzendenten Weisheit, Prajñāpāramitā. Oft wird er auf einem Löwen sitzend dargestellt.
Das Buch oder die Schriftrolle repräsentiert die Vervollkommnung der höchsten Weisheit. Der Löwe als der sogenannte König der Tiere symbolisiert die würdige Majestät der Weisheit.
Māra
Māra personifiziert üble Impulse, Ungeschicklichkeit, den Tod des spirituellen Lebens. Er ist ein Versucher, der die Menschen in der spirituellen Praxis stört, indem er das Weltliche verführerisch und das Negative positiv erscheinen lässt.
Meditation
«Meditation ist etwas ganz Ausserordentliches, und wer nicht weiss, was es ist, ist wie ein blinder Mensch inmitten einer Welt von Farben, Schatten und tanzendem Licht. Es ist keine intellektuelle Sache, aber wenn das Herz in den Geist eintritt, dann hat der Geist eine ganz andere Qualität: Er ist dann wirklich grenzenlos, nicht nur in sei- ner Kapazität des Denkens und des effizienten Handelns, sondern auch im Gefühl, in einem unermesslichen Raum zu leben, in welchem man Teil von allem ist. Meditation ist der Fluss der Liebe. Nicht der Liebe zu diesem oder jenem. Es ist wie Wasser, das jedermann trinken kann aus irgend- einem Gefäss, ob dieses aus Gold oder aus Tonerde ge-schaffen ist: es ist unerschöpflich.
Und es geschieht etwas Seltsames, das weder Drogen noch Selbsthypnose hervor- rufen können: Es ist, als träte der Geist in sich selbst ein, beginnend an der Oberfläche dringt er tiefer und tiefer, bis Tiefe und Höhe ihre Bedeutung verloren haben und jegliches Mass aufhört zu sein. In diesem Zustand existiert vollkommener Friede – nicht Zufriedenheit, die durch eine Befriedigung zustande gekommen ist – sondern ein Friede mit Ordnung, Schönheit und Intensität. Es kann alles zer- stört werden, so wie man eine Blume zerstören kann, doch gerade wegen dieser Verletzlichkeit ist er unzerstörbar. Diese Meditation kann man nicht von jemandem anderen lernen. Man muss damit anfangen, ohne etwas davon zu wissen und von Nichtwissen zu Nichtwissen fortschreiten.»aus J. Krishnamurti Meditations; 1969; Part 4
Meditationsheft
Meister Eckhart (1260-1328)
Spätmittelalterlicher Philosoph und Theologe. Sein Gedankengut wurde vom Papst als Ketzerei verurteilt, hatte aber trotzdem zu seiner Lebzeit und bis heute beträchtlichen Einfluss auf die Spiritualität im deutschsprachigen Raum.
Metta (Skrt. Maitri)
Deutsche Übersetzungen: Freundlichkeit, Güte, Wohlwollen, allumfassende Liebe
Vergleichbar mit der Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Aber ohne Egoismus und nicht nur auf das eigene Kind bezogen, sondern auf alle fühlenden Lebewesen. Metta ist das Fundament aller buddhistischen Meditationsformen.
Mu
Mu ist ein Wort.
Es wird wie ein Zen-Koan verwendet, das erfahren und nicht intellektualisiert werden soll.
Wörtlich heisst es „nein“ oder „nichts“. In der Zen-Schulung symbolisiert das Wort den allumfassenden, nicht konzeptionelle Geist, der intuitiv erlebt, aber nicht mental erfasst werden kann.
Mudra
Eine symbolische Handhaltung, eingenommen während der Sitzmeditation. Mehr… (genug? 😸)
Müller, Max (1823-1900)
Friedrich Max Müller war ein deutschstämmiger Philologe und Orientalist. Er lebte und studierte die meiste Zeit seines Lebens in England. Unter seiner Leitung entstand The Sacred Books of the East. (Anmerkung: Dies ist ein Werk von unschätzbarem Wert. Es ist im Internet allgemein zugänglich.)