Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03300.jsonl.gz/35

Sonnenbrillen sind heute nicht nur ein wichtiger Schutz gegen die schädliche UV-Strahlung, sondern auch ein trendiges Mode-Accessoire. Obwohl die Sonnenbrille heute als etwas sehr Modernes und Aktuelles angesehen wird, reicht deren Geschichte weit zurück bis ins 14. Jahrhundert. In diesem Beitrag wollen wir Euch die Geschichte der Sonnenbrille erzählen.
Gegen Schneeblindheit erfanden die Inuit (Eingeborene der Arktis) schon früh eine Idee, wie sie ihre Augen vor dem unangenehmen und blendenden Sonnenlicht schützen konnten. Sie hielten dazu Knochen oder Holzbretter mit feinen Sehschlitzen vor das Gesicht, um die Blendung zu minimieren. Sogar im alten Rom war Sonnenschutz für die Augen schon ein Thema und man fand heraus, dass farbiges Glas grelles Sonnenlicht dämpfen kann. Kaiser Nero beobachtete darum die Gladiatorenkämpfe durch grüne Smaragde. Andere Beispiele, um die Augen zu verdecken, finden sich in China im 14. Jahrhundert. Amtsrichter hielten zu dieser Zeit in Rauch gefärbte Gläser vor die Augen, um ihren Gesichtsausdruck während den Verhandlungen nicht preiszugeben. Ausser der Idee der Inuit gab es bis dahin aber noch keine Gläser, welche den Zweck hatten, die Augen vor den schädlichen UV-Strahlen zu schützen oder die Sehschärfe zu verbessern.
Als Vorreiter für die Entstehung der Sonnenbrille wie wir sie heute kennen, gilt der britische Konstrukteur James Ayscough. Er begann mit gefärbten Linsen zu experimentieren, obwohl er dabei nicht das Ziel verfolgte, die Augen damit vor den Sonnenstrahlen zu schützen. Zumindest der Form nach war Ayscoughs Entwurf der erste Lichtschutz für die Augen, der den heutigen Brillenformen ähnelt. Im Jahr 1752 führte der Brite erstmals Brillen mit zwei Bügeln ein. Zusätzlich schlug er Gläser vor, die bläulich oder grünlich gefärbt waren, um spezifische Fehlsichtigkeiten auszubessern.
Moderne Sonnenbrillen, welche die Augen vor den gefährlichen UV-Strahlen schützen, wurden erst im Jahre 1929 von Sam Foster und Brill Grant eingeführt. Einige Jahre später wurde die Sonnenbrille zu einem Must-Have-Accessoire und berühmte Musiker und Filmstars wie Marlene Dietrich galten als Trendsetter für Brillenträger. Die Brille erreichte Kultstatus.
Im Jahre 1930 wurde an die Firma Bausch & Lomb den Auftrag gegeben, eine Brille für die US Army herzustellen, welche Piloten beim Fliegen vor starker Blendung in der Höhe schützen sollten. Dabei entstand eine Brille, die heute noch unter dem Namen Pilotenbrille (Aviator) bekannt ist und sich bei vielen modischen Trends zeigt. Sieben Jahre später entstand das weltweit bekannte Modell mit dem Namen Ray Ban („banned the sun’s rays“).
Bald wurde allgemein bekannt, dass nicht nur das sichtbare Licht, sondern auch die unsichtbaren Lichtstrahlen (ultraviolette Strahlen und Infrarotstrahlen) im Sonnenlicht enthalten sind. Immer nachdrücklich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass es wichtig ist, auch die unsichtbare Strahlung zu mindern. Diese Auffassung, wie auch die Mode selbst, verhalfen zu einem rasant wachsenden Sonnenbrillenmarkt. Ähnlich erging es den normalen Korrekturbrillen, die zu einem beliebten und überall akzeptierten Begleiter wurden.
Wir empfehlen Ihnen beim Kauf einer Sonnenbrille einen Augenoptiker aufzusuchen, damit Sie Ihre Augen richtig schützen und das Sonnenerlebnis geniessen können. Auch Personen mit einer Sehschwäche müssen nicht auf perfekte Sicht mit Sonnenbrille verzichten; beim Augenoptiker bekommen Sie Sonnenbrillen mit Ihrer individuellen Sehstärke.
Quellen:
Bildquellen: