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Dass an der 89. Oscar-Verleihung fälschlicherweise «La La Land» statt «Moonlight» zum Gewinner der Kategorie «Bester Film» gekürt wurde, sorgte für grossen Aufruhr. Doch es ist nicht der erste peinliche Fehler, der im Live-TV vorgefallen ist.
2015 machten die Miss Universe Wahlen Schlagzeigen, als die Kolumbianerin Ariadna Gutierrez Arevalo fälschlicherweise zur schönsten Frau der der Welt gekürt wurde. Ihr Glück währte gerade mal zwei Minuten. Dann begann ein Albtraum, als der Moderator auf die Bühne zurückkehrte, sich für «seinen riesigen Fehler» entschuldigte und bekannt gab, dass eigentlich die Deutsch-Philippinerin Pia Alonzo Wurtzbach gewonnen hat. Er habe die Karte falsch abgelesen. Die echte Gewinnerin konnte ihr Glück kaum fassen. Ariadna hingegen wurden Krone und Schärpe wieder abgenommen – sie landete auf Platz 2.
Auch als 2010 Australiens Next Topmodel mit der üblichen Zeremonie live am Fernsehen gekürt werden sollte, geschah eine böse Verwechslung. Model Sarah Murdoch verkündete zuerst Kandidatin Kelsey als Siegerin. Doch nach dem Jubel wurde die Moderatorin plötzlich bleich im Gesicht und begann, fassungslos herumzustottern. «Oh Gott, ich weiss nicht, was ich jetzt sagen soll… Mir wird schlecht. Du bist es Amanda. Es tut mir so leid. Es wurde mir falsch übermittelt.», klärte sie die beiden fassungslosen Finalistinnen und die Zuschauer über die Verwechslung auf. Die Moderatorin schien sich beinahe schlechter zu fühlen als Kelsey selbst, die ihren Titel als «Australia's Next Topmodel» nach ein paar Minuten wieder abgeben musste. «Es ist okay», wiederholte sie immer wieder – und machte gute Miene zum bösen Spiel.
An den Olympischen Sommerspielen letztes Jahr in Rio de Janeiro passierte dem kanadischen Sportkommentator Elliot Friedman ein peinlicher Patzer. Er verwechselte den Schwimm-Superstar Michael Phelps mit seinem Teamkollegen und Dauerrivalen Ryan Lochte. «Lochte wird Phelps schlagen! Es könnte sein, dass Phelps es nicht einmal aufs Podest schafft», so Friedman aufgeregt im Live-TV, nicht ahnend, dass Phelps gerade dabei war, die 4. Gold-Medaille in Folge zu holen. Seine peinliche Panne wurde ihm erst später bewusst. «Es tut mir leid. Ich habs versaut. Keine Ausreden», entschuldigte er sich auf Twitter.
Brian Cullinan, Mitarbeiter von PricewaterhouseCoopers (PwC), war nicht der erste, der an einer Oscar-Verleihung dem Moderator das falsche Couvert aushändigte. Bereits 1964, an der 36. Award-Verleihung, ist der gleiche Fehler schon einmal passiert. Der Moderator Sammy Davis Jr. erhielt den falschen Umschlag und las einen falschen Gewinner in der Kategorie «Beste Filmmusik» vor. Der vermeintliche Gewinner befand sich aber nicht einmal unter den Nominierten in dieser Kategorie. Darum fiel der Fehler schnell auf.