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(SL) Es windete stark in der ersten Vorprüfung zum Grossen Preis von St. Moritz! Der aussen heranpreschende Earl of Winds fegte den innen kämpfenden Winterwind vom Siegerpodium und gewann überraschend als 19 : 1-Aussenseiter.
Der Zuschaueraufmarsch des ersten Renntags des diesjährigen White Turf in St. Moritz wurde mit 10 000 Personen angegeben, andererseits fiel der Wettumsatz mit knapp 60 000 Franken eher enttäuschend aus. Hingegen waren die Bedingungen hervorragend. Die Bahn befand sich in ausgezeichnetem Zustand, das Wetter war herrlich und die Temparaturen keineswegs unangenehm.
Lincence to Till, African Art und Pouvoir Absolu bildeten im Hauptereignis die erste Spitzengruppe, die sich durch den ersten Bogen etwas vom Feld absetzen konnte. Dieses wurde von Pont des Arts angeführt. In der Gegenseite ging African Art alleine in Front vor Pouvoir Absolu. Durch den letzten Bogen rückte das Feld zusammenund, Earl of Winds rückte aussen an dritte Stelle auf. Im Einlauf entbrannte ein spannender Kampf zwischen Earl of Winds ganz aussen, Winterwind innen und dazwischen The Bells O Peover sowie Pouvoir Absolu und African Art. Schlussendlich setzte sich Stall Allegra Racing Clubs Earl of Winds noch leicht gegen den letztjährigen GP-Sieger Winterwind durch. The Bells O Peover wurde Dritter.
Earl of Winds steht seit September bei Philipp Schärer im Training. Markus Monstein, Präsident vom Stall Allegra Racing Club erklärte: "Earl of Winds wurde uns von dessen Besitzer in Deutschland angeboten, weil er dort keine passenden Rennen mehr hatte und weil wir vom gleichen Züchter schon Rushing Dasher gekauft hatten."
Nachdem Mombasa vor dem Start zum Skiköring eine Runde ohne ihren Fahrer gedreht hatte, konnte sie trotzdem teilnehmen. Der Favorit Bergonzi ging noch vor dem ersten Bogen an die Spitze, die aussen gestarteten Still Standing, Mombasa und Warstein versuchten es ebenfalls mit einem Blitzstart. Es war aber Bergonzis Stallgefährte Bagmati, der sich an zweiter Stelle etablierte. In letzten Gegenseite setzten sich Bergonzi, Bagmati und Weipert von der Konkurrenz ab und liefen weit voraus ein Rennen für sich. Fadri Casty, der Sohn der Skikjöring-Legende Dury Casty, fuhr den in dieser Disziplin weiterhin ungeschlagenen Bergonzi aus der Scuderia del Clan.
Hochspannung gleich zu Beginn: Im Sprintrennen über 1300 Meter, welches erstmals vor der Tribüne gestartet wurde, kam es zu einem packenden Endkampf zwischen dem Leader Rushing Dasher sowie dem Schimmel Lodano und dem deutschen Gast Florentiner. Shuffle Champ, Rushing Dasher und Nordfalke fighteten gegen den ersten Bogen um die Spitzenposition, welche sich Shuffle Champ an der Innenkante sicherte. Rushing Dasher versuchte in der Gegenseite die alleinige Führung zu übernehmen, doch Shuffle Champ wehrte sich erfolgreich bis Eingangs des letzten Bogens, wo er den Rückzug antrat. Nun befand sich der zehnjährige Rushing Dasher alleine in Front und hatte den sechsten St. Moritzer Sieg im Visier, doch Steve Drowne brachte Stall Sigmas Schimmel Lodano auf den Punkt und gewann das erste Rennen der Saison mit einer halben Länge. Es war der ersten Schneesieg für Lodano, der von Champion Miro Weiss trainiert wird.
Nachdem Philipp Schärer im Hauptereignis und im Skikjöring erfolgreich gewesen war, konnte sein Bruder Andreas im 1600 Meter-Rennen einen Doppelsieg feiern. Devineur war der Animator des Rennens, doch Frédéric Spanu teilte die Kräfte von Ehepaar Kräuligers Ziking bestens ein und fing seinen Trainingsgefährten auf dem Zielstrich ab und gewann mit einer Halslänge.
Kilou du Val und Mask du Granit waren vor der Tribüne in Front, Laurence Kindler sicherte sich durch den ersten Bogen an den Innenrails und zog in der Gegenseite vom Feld weg. Oscar de la Rouvre verbesserte sich in der Gegenseite an die Spitze des Verfolgerfeldes, gefolgt von Maître de la Piste, Kilou du Val, Kodex und Quatuor du Martza, der durch den letzten Bogen an dritte Stelle aufrückte. Mask du Granit , der als erster in den Einlauf kam, verhaspelte sich und machte einen Fehler. Laurence Kindler vermochte ihn wieder zu parieren, wies die Schlussangriffe von Quatuor du Martza und Oscar de la Rouvre ab und passierte das Ziel als Erste. Nach einer ex-officio-Untersuchung wurde Mask du Granit disqualifiziert und Quatuor du Martza erbte den Sieg.
Aus der drittletzten Position griff André Humbert mit der 15:1-Aussenseiterin Sonate de Bomo aus dem letzten Bogen heraus im zweiten Trabrennen an. Er schlängelte sich zwischen seinen Konkurrenten hindurch und gewann noch mit über zwei Längen vor dem Neuling Palmin de Romagny. "Sie hat zwei Gänge hochgeschaltet, nachdem ich sie aufgefordert habe. Das habe ich auf Schnee noch nie erlebt", freute sich Trainer und Fahrer André Humbert.