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TREE-Studie
TREE (Transitionen von der Erstausbildung ins Erwerbsleben) ist eine gesamtschweizerische, längsschnittlich angelegte Befragung zum Übergang Jugendlicher von der Schule ins Erwachsenenleben (Transition). Im Zentrum der Untersuchung stehen die Ausbildungs- und Erwerbsverläufe nach Austritt aus der obligatorischen Schule. Die erste Stichprobe (TREE1) umfasst über 6'000 Jugendliche, die im Jahr 2000 am Projekt PISA (Programme for International Student Assessment) teilnahmen und im selben Jahr aus der obligatorischen Schulpflicht entlassen wurden. Die Stichprobe ist national und sprachregional repräsentativ. Eine zweite Stichprobe (TREE2) mit fast 10'000 Jugendlichen wird seit 2016 längsschnittlich befragt. Damit gehört TREE zu einer der weltweit wenigen Multi-Kohorten-Studien, welche kohortenvergleichende Analysen ermöglichen.
Die TREE1-Stichprobe wurde zwischen 2001 und 2020 insgesamt zehn Mal nachbefragt, das letzte Mal (2019/20) im durchschnittlichen Alter von rund 35 Jahren. Die TREE2-Stichprobe wurde zwischen 2017 und 2024 insgesamt sieben mal nachbefragt und hat inzwischen ein Durchschnittsalter von fast 25 Jahren erreicht. Die Daten beider Kohorten stehen der wissenschaftlichen Gemeinschaft als scientific use files zur Analyse zur Verfügung (siehe Rubrik "Daten"). Sie gehören zu den meist genutzten sozialwissenschaftlichen Datensätzen der Schweiz.
Bei TREE handelt es sich methodisch um eine prospektive Längsschnittbefragung auf der Basis von Zufallsstichproben. Sie erfolgt mittels einer Kombination von Telefon-Interviews (CATI) und schriftlichen Befragungsinstrumenten (CASI, Paper & Pencil). Die Befragungsinstrumente zielen zum einen darauf ab, die Ausbildungs-, Erwerbs- und übrigen biografischen Verläufe der Befragten möglichst detailliert nachzuzeichnen (monatsgenaue Rekonstruktion). Zum anderen werden die Verlaufsdaten mit einem umfangreichen Set von Kontext-Daten angereichert.
Seit 2008 wird TREE als sozialwissenschaftliche Dateninfrastruktur hauptsächlich durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziert. Die Studie ist seit 2014 an der Universität Bern angesiedelt.