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Senntumsmalerei
Malereien auf Holzbohlen und Glasmalereien mit bäuerlichen Darstellungen aus dem 16. und 17. Jahrhundert sowie die seit dem 18. Jahrhundert bemalten Möbel dürfen als Anfänge der Senntumsmalerei gesehen werden. Nach 1800 begann das kunstvolle Bemalen der zur Alpfahrt gehörenden Böden der hölzernen Melkeimer, den Fahreimerbödeli. Gleichzeitig entstanden sogenannte Sennenstreifen mit gemalten Alpfahrten. Diese langen und schmalen Streifen zeigten den Viehbestand eines Bauern und wurden daher bevorzugt über Stall- oder Scheuneneingänge gehängt. Tafelmalereien mit sennischen Motiven wurden um 1830 beliebt. Dabei blieb die Alpfahrt bis zum Zweiten Weltkrieg Hauptthema. Später kamen weitere Szenen des bäuerlichen Lebens dazu.
Nicht alle Maler sind selbst Bauern. Viele sind Handwerker, Heimweber, Sticker, Stickereizeichner, Knecht, Hausierer oder Taglöhner. Anders als die darauffolgende Generation gaben diese Maler real den Alpaufzug eines bestimmten Bauerns wieder. Die vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts arbeitenden Künstler folgten den traditionellen Vorgaben von Alpaufzug und Trachten, gestalteten jedoch die Viehbestände und Bildhintergründe freier. Bereits während des Zweiten Weltkriegs wuchs die Wertschätzung dieser bäuerlichen Kunst.
Nach den 1960er Jahren kamen zu den traditionellen Bildmotiven des Brauchtums Themen des bäuerlichen Lebens innerhalb der Jahreszeiten dazu.