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Achtung - 5.5.2020: Tag der Inklusion
Behinderte! Benachteiligte! Sind wir eine Gemeinschaft: Dann gehören alle Menschen in einen Kreis! Sind wir eine Gesellschaft: Dann gibt es Menschen, die draussen sind... nicht alle sind in der Gesellschaft im Kreis. Unsere Tochter studiert dieses Thema an der Universität in ihrer Master Klasse und daneben arbeitet sie mit und für die Menschen, die draussen sind... Trisonomie 21, Hirnverletzte, Autismus... in Wohnheimen lebend... ausgegrenzt? Sie gehören zur Gemeinschaft, also zu uns! Beachte die morgigen Medien und die Berichterstattung zum Thema: Inklusion!
"help for heroes" - das Gummiband trage ich jetzt an der rechten Hand. Hier auf dem Bild habe ich es um die "Wunderlampe" gelegt, denn die Gemeinschaft soll sich um die Inklusion bemühen. Fragen, Helfen, sich damit auseinandersetzen... Ist es, zum Beispiel, nicht ein Zufall, dass unsere Geburt gut verlief? Nur ein Moment keinen Sauerstoff... und die Welt ist komplett anders... Wie geht es Menschen, die für die "Freie Welt" in den Krieg mussten und schwer verletzt nach Hause kamen?
Dazu eine kleine Geschichte, die ich erlebt habe:
Der "Cheltenham-Mann"
Am Donnerstag, den 17. März 2016 bin ich auf dem Parkplatz der Pferderennbahn in Cheltenham/GB einem Wunder begegnet. Ehrlich! Hier die Geschichte:
Ich sass in unserem Mietwagen und per Zufall schaute ich in den Rückspiegel. Da sah ich einen Mann, der sein Handy mit den Zähnen auf das Autodach legte!
Unglaublich, aber ich habe es selber gesehen. Er legte sein Handy auf das Dach und dann versorge er es mit den Zähnen in seiner Jacke. Ich nenne den Mann den “Cheltenham-Mann”, denn ich werde ihn nie, nie mehr vergessen.
Nach einigen Augenblicken marschierte er an unserem Auto vorbei zum Eingang der Rennbahn. Ich starrte hin, ich gebe es zu. Der Mann hatte keine Arme, trug sicher eine Beinprothese oder gar zwei. Er trug eine Jacke, die mich irgendwie an die Armee erinnerte. Auf der rechten Seite sah ich eine britische Fahne aufgestickt. Er “wankte, stakelte, humpelte…” weiter.
Als er aus den Augen war, musste ich mir sein Auto ansehen, denn er kam ganz alleine auf den Parkplatz. Ich war mir sicher. Ich sah einen dunkelblauen BMW, innen voller Technik. Es sah aus wie in einem Flugzeug-Cockpit eines Kampfflugzeuges! Der Mann konnte mit der technischen Hilfe alleine Autofahren. Unglaublich! Nach den Rennen, zurück auf unserem Parkplatz, da war der BMW bereits weggefahren.
War er ein Offizier der britischen Armee, der in einem Einsatz schwer verwundet worden war? Er war nicht von Geburt her behindert, es sah irgendwie anders aus. In seinem Körper war eine beeindruckende Haltung sichtbar. Aufrecht. Rücken durchgedrückt, fast stolz “ging” er. Haltung!
Da kam mir mein Armband in den Sinn: HELP for HEROES (Hilfe für die britischen Helden = Opfer von Kriegen. Mein Sohn schenkte mir das Armband bei einem vorherigen England Besuch)
Ein Besuch auf der Website lohnt sich. Ich erlebe dabei immer wieder, mit wieviel Mut und “Lebens-Lust” diese Menschen leben.
Sie sind für mich Vorbilder. Ich betrachte das Armband und denke dabei an den “Cheltenham-Mann”… Ich hoffe, dass es ihm gut geht!
Auf Wiedersehen!
Jetzt denke ich an die vielen Kriege auf dieser Welt und die Opfer. Tot ist das eine, aber verwundet, schwer verwundet an Körper, Geist und Seele…?
Zivilisten, Soldaten, Frauen, Männer, Kinder… Zerstörung. Flucht. Elend.
Warum?
Und was bewirkt das Virus auf die Menschen?
Patienten, Angehörige, Personal im Spital, Arbeitgeber, Arbeitnehmer...
Zitat:
"Bewahre in allen Dingen die Freiheit des Geistes und sieh zu, wohin er dich führt." Ignatius von Loyola (spanischer Offizier, später Einsiedler, Gründer der Gesellschaft Jesu, 1491-1556)
Bliib gsund und heb dir Sorg!
Herzliche und fröhliche Grüsse
Marcel
Wort-Maler und Zuhörer