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Jolanda Neff konnte einzig zu Beginn kurzzeitig mit den Besten mithalten. Die St. Gallerin erwischte einen guten Start und hielt sich in der 1. Runde in einer fünfköpfigen Spitzengruppe auf.
Je länger das Rennen aber dauerte, desto mehr Zeit verlor die 3-fache U23-Weltmeisterin auf dem technisch anspruchsvollen Terrain in Vallnord. Bis ins Ziel büsste Neff, die ihr erstes WM-Rennen bei der Elite absolvierte, 4:57 Minuten ein und beendete das Rennen auf dem für sie enttäuschenden 9. Rang. In der abgelaufenen Weltcup-Saison war die Schweizerin nie schlechter als Vierte gewesen.
Neff plagten körperliche Beschwerden
Dass die Gesamtweltcup-Siegerin ausgerechnet beim Saison-Highlight nicht ihr vorhandenes Potential abrufen konnte, ist auch die Folge von körperlichen Problemen. Die Ostschweizerin wurde bereits zu Beginn der WM von einem Infekt heimgesucht und verspürte Grippe-Symptome wie Halsweh. Im Rennen konnte sie nicht verbergen, dass sie nicht bei hundertprozentiger Leistungsfähigkeit war.
Mein Ziel war natürlich ganz ein anderes.
Umso mehr beeindruckt es, dass Neff in der Endphase des Wettkampfs doch noch zu einer Aufholjagd imstande war. «Für meinen körperlichen Zustand bin ich sicher nicht so schlecht gefahren», meinte die Schweizerin denn auch. «Aber mein Ziel war natürlich ganz ein anderes.»
Ferrand Prevot in einer anderen Liga
Einen Traumtag erwischte Pauline Ferrand-Prevot. Die französische U23-Europameisterin setzte sich in der 2. von 6 Runden von ihren Konkurrentinnen ab und liess danach nichts mehr anbrennen. Für sie war es bereits der dritte WM-Titel innerhalb eines Jahres. Im Februar wurde die 23-jährige Radquer-Weltmeisterin, vor einem Jahr hatte die Allrounderin in Ponferrada WM-Gold auf der Strasse geholt.
Hinter Ferrand-Prévot sicherte sich Irina Kalentjewa (+58 Sekunden) aus Russland die Silbermedaille. Bronze ging überraschend an die Ukrainerin Jana Belomoina, die im Ziel etwas mehr als 1:30 Minuten Rückstand auf die Siegerin aufwies.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 05.09.2015, 11:55 Uhr