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Der jährliche Bericht über die Sozialversicherungen liegt vor. Er umfasst im Sinne einer Gesamtübersicht aktuelle Informationen zu den Sozialversicherungen, einen Überblick über die jüngsten politischen Diskussionen und die sich bietenden Perspektiven. Er gibt Auskunft über die neuesten Kennzahlen der einzelnen Sozialversicherungen und stellt Querbezüge zwischen den verschiedenen Sozialversicherungen dar. Ausserdem vermittelt er eine Gesamtsicht über die anstehenden Herausforderungen und zeigt auf, mit welchen Strategien der Bundesrat diesen begegnet und welche Massnahmen dazu erforderlich sind. Gedruckte Exemplare des Berichts können ab Ende August bestellt werden via www.bundespublikationen.ch (Bestellnummer 318.121.17D).
Statistik
BFS. 2017 sind in der Schweiz 67 000 Menschen gestorben, dies sind 2000 mehr als im Vorjahr (+3,1%). Bei den Personen ab 65 Jahren erhöhte sich die Zahl der Todesfälle um 3,5%, bei den jüngeren Personen um 0,3%. Dieser Anstieg betraf Männer (+3,6%) ebenso wie Frauen (+2,6%) und sowohl die schweizerische (+2,8%) als auch die ausländische Bevölkerung (+5,4%). Die Anzahl Todesfälle nahm in nahezu allen Kantonen zu. Lediglich in den Kantonen Schwyz, Schaffhausen, Jura und Appenzell Innerrhoden war ein Rückgang zu beobachten.
Diese Übersterblichkeit hat kurzfristige Auswirkungen auf die Lebenserwartung und dürfte somit deren allgemeinen Aufwärtstrend nicht nachhaltig beeinflussen. Die Lebenserwartung bei Geburt entwickelte sich bei den Männern und Frauen unterschiedlich. Während sich diejenige der Männer von 81,5 Jahren im Jahr 2016 auf 81,4 Jahre im Jahr 2017 geringfügig verringerte, nahm jene der Frauen von 85,3 Jahren auf 85,4 Jahre leicht zu. 2017 betrug der Unterschied zwischen der Lebenserwartung der Frauen und jener der Männer 4 Jahre, im Jahr 2001 waren es noch 5,7 Jahre.
Im Alter von 65 Jahren verringerte sich die Differenz geringfügig. Bei den Männern veränderte sich die verbleibende Lebenserwartung von 19,8 Jahren im Jahr 2016 auf 19,7 Jahre im Jahr 2017, bei den Frauen von 22,6 Jahren auf 22,5 Jahre. Seit 2001 hat sie sich bei den Männern stärker erhöht (+4,1 Jahre) als bei den Frauen (+2,7 Jahre).
Das BFS hat Stand und Entwicklung von mehrfacher Erwerbstätigkeit im Rahmen der Arbeitskräfteerhebung (SAKE) erfasst und die neusten Daten per 2017 publiziert. Das Thema bildet auch Teil der Diskussion um die BVG-Revision und es wird vielfach gefordert, die Situation der mehrfach Erwerbstätigen in der 2. Säule zu verbessern, da sie aufgrund des Koordinationsabzugs und der Eintrittsschwelle für die obligatorische Versicherung benachteiligt werden und Leistungseinbusse hinnehmen müssen. Die Daten des Statistischen Bundesamtes geben Auskunft, wie bedeutsam das Problem real ist. In der Einleitung zur ausführlichen Darstellung des BFS heisst es:
Im Jahr 2017 gingen 7,6% der Erwerbstätigen in der Schweiz mehr als einer Beschäftigung nach. Dieser Anteil ist in den vergangenen 25 Jahren deutlich gestiegen. Vor allem Frauen, Erwerbstätige in den mittleren Altersgruppen, solche mit hohem Bildungsstand und Selbstständigerwerbende sind häufig mehrfacherwerbstätig.
Die Mehrfacherwerbstätigkeit ist in der Schweiz stärker verbreitet als in der Europäischen Union. Ähnlich hohe Quoten wie in der Schweiz finden sich in mehreren nordeuropäischen Ländern.
Die Mehrfacherwerbstätigkeit konzentriert sich auf einige wenige Wirtschaftszweige. In drei von vier Fällen wird die Nebenbeschäftigung nicht in derselben Branche wie der Haupterwerb ausgeübt und bietet somit eine Diversifizierungsmöglichkeit.
Ein Drittel der Mehrfacherwerbstätigen arbeitet im Haupterwerb mit einem Vollzeitpensum. Die wöchentliche Normalarbeitszeit im Nebenerwerb entspricht im Schnitt knapp einer Viertelstelle. Die wöchentliche Gesamtarbeitszeit der Mehrfacherwerbstätigen entspricht derjenigen von Erwerbstätigen mit einer einzigen Stelle.
Die Analyse nach Geschlecht zeigt jedoch, dass sich mehrfacherwerbstätige Männer diesbezüglich abheben und eine deutlich höhere kumulierte Wochenarbeitszeit aufweisen als solche mit nur einer Beschäftigung.
Die Pensionskassen im UBS-Sample erzielten im Mai eine durchschnittliche Monatsperformance von –0,48% nach Gebühren. Die grossen Vorsorgewerke mit über 1 Mrd. Franken notieren mit –0,35% am besten. Die kleinen Pensionskassen mit weniger als 300 Mio. verbuchten mit –0,64% das schlechteste Ergebnis, die mittleren Vorsorgewerke mit 300 Mio. bis 1 Mrd. Franken liegen mit –0,41% in der Mitte.
AHV
Im Dezember 2017 erhielten 2’324’800 Personen eine Alters- und 186’300 eine Hinterlassenenrente. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der Bezügerinnen und Bezüger von Altersrenten um 39’400 Personen, d. h. um 1,7 % zugenommen. Davon wurden 12’800 AHV-Renten an Versicherte im Ausland entrichtet.
Mit 31 Milliarden stammt der grösste Teil der Einnahmen aus den Beiträgen der Versicherten. Der Bund als zweitwichtigste Finanzierungsquelle steuerte 8,5 Milliarden Franken bei. Über das Mehrwertsteuerprozent zugunsten der AHV wurden Einnahmen von 2,4 Milliarden Franken erzielt.
Die Finanzierung der AHV basiert auf dem Umlageverfahren, das heisst, die jährlichen Einnahmen sollten die jährlichen Ausgaben decken. Das war 2017 beim Umlageergebnis der AHV nicht der Fall. Die Ausgaben von 43,3 Milliarden überstiegen die Einnahmen von 42,3 Milliarden um 1039 Millionen Franken. 2016 war dieser Ausgabenüberschuss durch die Erträge des AHV-Fonds sowie durch die Zinsen auf Forderungen der IV gedeckt (2126 Millionen Franken).
IV
Die Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) richtete 2017 an rund 432’000 Personen Leistungen aus. Dank Einnahmen von 10,0 und Ausgaben von 9,2 Milliarden Franken konnte ein positives Umlageergebnis von 0,8 Milliarden Franken erzielt werden. Den grössten Ausgabenteil bildeten die Renten mit 5,3 Milliarden Franken.
Von 249’000 Invalidenrenten wurden rund 219’000 in der Schweiz und 31’000 im Ausland ausgerichtet. Die individuellen Massnahmen – sie sollen die Eingliederung invalider oder von Invalidität bedrohter Personen ermöglichen – kosteten 1,8 Milliarden Franken und kamen rund 200’000 Versicherten zugute. Mit 106’000 Leistungen standen die medizinischen Massnahmen (vor allem bei Kindern mit Geburtsgebrechen) an der Spitze, es folgte die Abgabe von Hilfsmitteln an 66’000 Personen. Für rund 41’000 Personen vergütete die IV berufliche Massnahmen im Umfang von 690 Millionen Franken.
pw. Swisscanto hat die 18. Ausgabe ihrer Pensionskassen-Studie präsentiert. Mit 535 Vorsorgeeinrichtungen hat die Teilnahme an der Umfrage einen erneuten Höchststand erreicht. Erfasst wurden damit 680 Mrd. Vorsorgevermögen, 3,2 aktiv Versicherte und 900’000 Rentner. Damit können rund drei Viertel der beruflichen Vorsorge abgedeckt werden. Dank der Teilnahme vieler kleiner und praktisch aller grossen Pensionskassen geben die Resultate einen detaillierten Einblick in zahlreiche Aspekte der 2. Säule. Dazu gehören die Kapitalanlage, die technische Verwaltung und die Leistungsgestaltung. Angeschnitten werden aber auch die Situation der Sammelstiftungen oder die unterschiedliche Verzinsung von Aktiven und Rentnern.
Bereits bekannt sind die gute Performance und damit verbunden der Anstieg der Deckungsgrade im Berichtsjahr 2017. Parallel dazu haben die Kassen ihre technischen Zinsen und Umwandlungssätze weiter gesenkt. Der Durchschnitt beim Umwandlungssatz liegt nun unter 6% und bewegt sich klar gegen die 5%-Marke. Bemerkenswert ist in diesen Zusammenhang der Rückgang der gemeldeten technischen Zinsen. Sie sanken in den letzten zehn Jahre von 3,6 auf durchschnittlich rund 2%.
Dass dies ohne eigentlichen Leistungseinbruch über die Bühne ging, ist bemerkenswert und beweist das Engagement der Sozialpartner für die berufliche Vorsorge. Dass das Leistungsziel dennoch sinkt, kann hingegen auch nicht überraschen. Denn wenn auch über die letzten Jahre trotz Tiefstzinsen dank boomenden Immobilien und einem ausgezeichneten Aktienmarkt sinkt seit fünf Jahren das Leistungsziel der autonomen Kassen kontinuierlich und erreicht noch 71 (2013: 80)%, wobei der Rückgang fast ausschliesslich auf den Anteil der 2. Säule zurückzuführen ist. Allerdings übersteigt es weiterhin klar die informelle Zielgrösse von 60% für die Altersvorsorge. Letztlich können mittelfristig die hohen Leistungen aber nur mit einer Erhöhung des Rentenalters gesichert werden.
Wie gut das Anlagejahr 2017 ausgefallen ist, lässt sich daran erkennen, dass der berühmte “3. Beitragszahler” mit 64 Mrd. etwa das Dreieinhalbfache der Beiträge der Arbeitnehmer mit 18 Mrd. erbrachte (Arbeitgeber 26 Mrd.). Die Swisscanto hat das zum etwas euphorischen Titel “Renditen retten Rentensystem” veranlasst. Man ist versucht anzumerken “purvue que ça dure” wie einst Napoleons Mutter angesichts der Siege ihres Sohnes.
Interessante Erkenntnisse bringt die Studie auch bezüglich der Entwicklung der Belastung durch Negativzinsen (zunehmend sind auch kleine Kassen betroffen) oder die Bedeutung der Erweiterungsbegründung bei Überschreiten der in der BVV2 gesetzten Anlagelimiten. Bald die Hälfte aller Kassen reichen solche Begründungen ein, was deren Bedeutung in Frage stellt. Sie betreffen überwiegend Immobilien (keine Überraschung) aber auch alternative Anlagen (in diesem Ausmass nicht erwartet).
2017 wurden in der Schweiz 7,9 Milliarden Arbeitsstunden geleistet. Zwischen 2012 und 2017 ging die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit der Vollzeitarbeitnehmenden durchschnittlich um 15 Minuten auf 41 Stunden und 7 Minuten zurück. Die Anzahl der jährlichen Ferienwochen stieg gemäss den Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) weiterhin stetig an und betrug 5,14 Wochen.
Gesundheitsbedingte Absenzen (Krankheit oder Unfall) waren für den grössten Anteil (77%) des jährlichen Absenzenvolumens der Arbeitnehmenden verantwortlich, gefolgt von Absenzen aufgrund von Mutterschaftsurlaub (11%) sowie von Militär- oder Zivildienst (7%). 2017 waren bei den Vollzeitarbeitnehmenden 3,1% der Absenzen gesundheitsbedingt. Die tiefste Quote (2,2%) wies der Wirtschaftsabschnitt «Gastgewerbe» auf, die höchste der Wirtschaftsabschnitt «Immobilien, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen» (4,3%).
Im EU28/EFTA-Ländervergleich verzeichnete Island im Jahr 2017 mit 42 Stunden und 54 Minuten die höchste tatsächliche Arbeitszeit pro Woche bei den Vollzeitarbeitnehmenden, gefolgt von der Schweiz (42 Stunden und 36 Minuten), dem Vereinigten Königreich (40 Stunden und 42 Minuten) sowie Rumänien (40 Stunden und 36 Minuten). Am Schluss der Rangliste lagen Frankreich (37 Stunden und 36 Minuten) und Finnland (37 Stunden und 48 Minuten), während der Durchschnitt in der EU28 bei 39 Stunden und 24 Minuten lag.
Der Gesamtwert der Aktiven stieg im Berichtsjahr um 4,6% und erreichte Ende 2016 den Bilanzwert von 823,9 Milliarden Franken. Seit 2012 entsprach dies einem jährlichen Wachstum von +5,2%. Darin nicht enthalten sind die teils lediglich im Anhang der Jahresrechnungen deklarierten Aktiven aus Versicherungsverträgen von 145 Milliarden Franken.
Der langjährige Trend hin zu vermehrtem Einsatz von kollektiven Vermögensanlagen hielt im Berichtsjahr unvermindert an. Mit einem Total von 497 Milliarden Franken erhöhte sich deren Anteil am Gesamtwert der Aktiven auf 60,3% gegenüber 46,5% im Erhebungsjahr 2012. Daraus resultierte eine durchschnittliche Jahreszuwachsrate von 12,3%.
Die Bilanzstärke der Pensionskassen scheint bei näherem Hinsehen kaum einen Einfluss auf die Höhe der Kosten zu haben. Somit wiesen sowohl Vorsorgeeinrichtungen mit einer Bilanzsumme von unter 30 Mio. Franken als auch solche von über 1 Milliarde Franken prozentual praktisch gleich hohe Vermögensverwaltungskosten aus. Total betrug der Aufwand der Vermögensverwaltung 4 Milliarden Franken (+3,6%).
4,09 Millionen aktive Versicherte (+0,5%) zählte die Pensionskassenstatistik im Berichtsjahr 2016. 745 000 Pensionierte (+3,4%) bezogen eine Rente und 35 600 (+3,9%) verlangten die Kapital- oder Teilkapitalauszahlung.
Insgesamt stiegen die reglementarischen Renten und Kapitalzahlungen kontinuierlich. Total wurden 35,5 Milliarden Franken (+3,3%) an Leistungen ausgerichtet. Die Altersleistungen, welche fast vier Fünftel aller Rentenleistungen ausmachten, erreichten 21,9 Milliarden Franken (+2,7%). Die Kapitalauszahlungen bei Pensionierung erhöhten sich um 8,3% auf 6,8 Milliarden Franken.
Die Anzahl der Vorsorgeeinrichtungen mit reglementarischen Leistungen und aktiven Versicherten sank weiter auf 1713 Einrichtungen (2015: 1782 Einrichtungen; –3,9%). Davon entfielen quasi unverändert 75 (–1) auf öffentlich-rechtliche Vorsorgeeinrichtungen. Die Zahl der Versicherten stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 579 200 (+1,5%) leicht an. Gleichzeitig nahm die Zahl der privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen überaus deutlich auf 1638 (–68) ab. Unverändert blieben Letztere mit 3 511 300 Versicherten (+0,4%) im Rahmen der Entwicklung der gesamten Versicherten.
Im Bericht des BFS zur Lohnstrukturerhebung 2016 wird zum Thema Lohnunterschiede festgehalten:
In der Gesamtwirtschaft belief sich das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern im Jahr 2016 auf 12,0% (2014: 12,5%). Frauen verdienten 2016 im privaten Sektor 14,6% weniger als Männer, im öffentlichen Sektor waren es insgesamt 12,5%. Dieser geschlechterspezifische Lohnunterschied lässt sich teilweise mit unterschiedlichen Tätigkeiten und strukturellen Merkmalen erklären (z.B. Verantwortungsniveau am Arbeitsplatz oder Wirtschaftszweig), die die unterschiedliche berufliche Eingliederung des weiblichen und männlichen Personals auf dem Arbeitsmarkt charakterisieren.
Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern fällt im Allgemeinen grösser aus, je höher die Hierarchiestufe der Stelle ist. So verdienten beispielsweise Frauen mit hohem Verantwortungsniveau 8861 Franken brutto pro Monat, während Männer mit demselben Verantwortungsniveau 10 878 Franken verdienten, was einer Differenz von 18,5% entspricht. Die Lohnunterschiede zuungunsten der Frauen waren bei Arbeitsstellen mit niedrigerem Verantwortungsniveau weniger stark ausgeprägt (10,5%). Bei Frauen ohne Kaderfunktion beliefen sie sich auf 8,4%.
2016 sah die Verteilung der Frauen und Männer nach Lohnklassen folgendermassen aus: Bei Stellen mit einem monatlichen Bruttolohn von weniger als 4500 Franken betrug der Frauenanteil 60%. Im Gegensatz dazu waren 83,3% der Stellen mit einem monatlichen Bruttolohn von über 16 000 Franken von Männern besetzt.
Die Oberaufsichtskommission hat die Ergebnisse ihrer Statistik für das Jahr 2017 publiziert. In der Medienmitteilung wird dazu ausgeführt:
Die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen waren im Jahr 2017 aufgrund des tiefen Zinsniveaus vergleichbaren Risiken wie in den beiden Vorjahren ausgesetzt. Gleichzeitig konnte dank einer ausserordentlich hohen Aktienperformance die durchschnittliche Netto-Vermögensrendite deutlich erhöht werden (6.9% gegenüber 3.6% im Vorjahr). Entsprechend verbesserten sich die ausgewiesenen Deckungsgrade im Durchschnitt auf 110.8% (gegenüber 107.1% im Vorjahr).
Trotz weiteren Senkungen bleiben indes die durchschnittlichen künftigen Zinsversprechen mit 2.75% deutlich über dem durchschnittlichen technischen Zinssatz von 2.22%. Entsprechend hoch fällt die ungewollte Umverteilung von aktiven Versicherten und Arbeitgebern zu Rentenbezügern aus. Diese betrug in den letzten Jahren knapp 1% der gesamten Vorsorgekapitalien resp. rund 7 Milliarden Franken pro Jahr.
Das VZ-Vermögenszentrum hat 30 Sammeleinrichtungen mit insgesamt über
1,5 Millionen Versicherten untersucht. Dabei wurden folgende Kriterien analysiert und verglichen: Deckungsgrad, Umwandlungssatz, Verwaltungskosten und Verzinsung der Altersguthaben.
Im Rating werden jeweils die 15 besten Sammeleinrichtungen tabellarisch dargestellt. Die Analysen haben laut Darstellung des VZ Folgendes ergeben:
• Per 31. Dezember 2017 wiesen alle Sammeleinrichtungen einen Deckungsgrad von über 100 Prozent
auf. Der tiefste Deckungsgrad beträgt 103,5 Prozent, der höchste 120,0 Prozent.
• Aufgrund der unterschiedlich hohen Umwandlungssätze resultiert bei der bestplatzierten
Sammeleinrichtung eine um 24,4 Prozent höhere Altersrente als bei der letztplatzierten.
• Bei den Verwaltungskosten gibt es grosse Unterschiede. So weist die letztplatzierte
Sammeleinrichtung im Schnitt fast neun Mal höhere Verwaltungskosten pro versicherte Person
aus als die bestplatzierte.
• Auch bei der Verzinsung unterscheiden sich die Sammeleinrichtungen deutlich. So hat die
bestplatzierte Sammeleinrichtung die Altersguthaben in den Jahren 2015 bis 2017 mehr als
doppelt so hoch verzinst wie die letztplatzierte.
Die Publikation Bau- und Wohnungswesen gibt einen Überblick über die Struktur des Gebäude- und Wohnungsbestandes, die Wohnverhältnisse der Bevölkerung, über die leer stehenden Wohnungen sowie über die Bauausgaben, -investitionen und die Wohnbautätigkeit.
Sie zeigt beispielsweise, dass
– über 40% des Gebäudebestandes vor 1960 gebaut wurde,
– die durchschnittliche Wohnungsfläche in neueren Gebäuden grösser ist,
– für jedes fünfte Kind keine Möglichkeit auf ein eigenes Zimmer besteht,
– die Leerwohnungsziffer im achten Jahr in Folge angestiegen ist,
– die Bauausgaben im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 0.5% gestiegen sind.
Zudem enthält die Publikation für jeden Kanton eine doppelseitige grafische Übersicht zu den wichtigsten Zahlen und Statistiken.
Die neuesten Daten der vom Thinking Ahead Institute durchgeführten Global Pension Assets Study zeigen, dass die weltweiten institutionellen Pensionsvermögen in den 22 grössten Pensionsmärkten per Ende 2017 auf 41,3 Billionen US Dollar gestiegen sind. Damit erreichten sie einen neuen Höchststand seit Beginn der Studie im Jahr 1997. Die Vermögenswerte wuchsen 2017 um insgesamt 4,8 Billionen (+13%). Noch nie zuvor war in den vergangenen 20 Jahren das Wachstum (gemessen in USD) in einem einzigen Jahr so hoch.
Aus dem Bericht geht zudem hervor, dass das Vermögen der Vorsorgeeinrichtungen in den vergangenen 20 Jahren stetig gewachsen ist und zwar um durchschnittlich 6,2% pro Jahr (in USD). Unter den Schweizer Vorsorgeeinrichtungen fällt das jährliche Wachstum mit 5,8% etwas niedriger aus.
Das Vermögen von Schweizer Vorsorgeeinrichtungen wuchs im vergangenen Jahrzehnt jährlich um 3,8% (gemessen in Franken). Damit belaufen sich die Vermögen von Schweizer Vorsorgeeinrichtungen neu auf 133% des BIP (2007: 112%). An den weltweiten Pensionsvermögen hat die Schweiz einen Anteil von etwas mehr als 2%.
Ferner ist gemäss der Studie in den letzten 20 Jahren die Heimatorientierung (sogenannte Home Bias) der Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der Aktien gesunken: von 68,7% im Jahr 1998 auf 41,1% im Jahr 2017. In den vergangenen zehn Jahren hatte der US-Pensionsmarkt die höchste Allokation in inländischen Aktien, während in den Märkten Kanada, Schweiz und Grossbritannien der heimische Aktienmarkt die kleinste Allokation darstellte.
Das BFS hat die Publikation “Die berufliche Vorsorge in der Schweiz – Kennzahlen der Pensionskassen-Statistik 2012-2016” herausgegeben. Anhand zahlreicher Themen wird die Entwicklung in dem Fünfjahres-Zeitraum graphisch und tabellarisch dargestellt.
Im Vergleich zu den fünf bevölkerungsreichsten Ländern Europas sind die Sozialausgaben pro Einwohnerin und Einwohner in der Schweiz relativ hoch. Während die Ausgaben in Deutschland und Frankreich nur leicht tiefer liegen, sind sie im Vereinigten Königreich, in Italien und in Spanien deutlich geringer. Die Funktionen Alter und Krankheit/Gesundheitsversorgung machen sowohl in der Schweiz als auch in den fünf untersuchten europäischen Ländern den grössten Teil der Sozialausgaben aus. Die Ausgaben nach Funktion widerspiegeln die demografischen, wirtschaftlichen und soziopolitischen Eigenheiten der untersuchten Länder.
Werden die Sozialausgaben hingegen in Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) gemessen, sind die Sozialausgaben in der Schweiz tiefer als in vier der fünf untersuchten Ländern. Ein Grund dafür ist auch das hohe BIP pro Einwohner in der Schweiz.
Im Beobachtungszeitraum sind die Ausgaben für Sozialleistungen in Prozent des BIP in der Schweiz und in Deutschland relativ stabil geblieben. In Frankreich, Italien und Spanien sind sie hingegen langfristig angestiegen. Besonders stark war die Zunahme während der Wirtschaftskrise von 2009.