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Nicht-gut-zu-hören ist kein psychisches Problem, es hat sich körperlich in bestimmter Weise festgesetzt.
Durch die Wechselwirkung von Körper, Geist und Psyche ist es aber immer sinnvoll, auch körperliche Phänomene auf mehreren Ebenen zu betrachten und damit Beitrag zur Heilung des Ganzen zu leisten.
In diesem Sinne die Anregung zu “Reflektionen zu meinem eigenen Hören”:
Wem höre ich am häufigsten zu? Höre ich diese Stimme/n gern? Höre ich deren Inhalte gern?
Bauen mich diese Inhalte auf?
Welche Geräuschkulisse ist um mich, täglich, stündlich, häufig? Mag ich sie? Belastet sie mich? Inspiriert sie mich?
Höre ich meine innere Stimme? Höre ich ihr zu oder übertöne ich sie mit anderem?
Welche Themen meide ich, obwohl ich spüre, dass ich mich damit auseinandersetzen sollte?
Bin ich mir bewusst, dass ich auch meine Gedanken «höre», ebenso, wie was ich lese?
Gefallen mir meine Gedanken? Tun sie mir gut? Lese ich Aufbauendes oder Entmutigendes?
Höre ich mir selber zu, wenn ich mit anderen spreche? Was bekomme ich dabei zu hören?
Welche Hörgewohnheiten habe ich in Bezug auf verstärkte Übertragung:
höre ich häufig Musik? Als Hintergrundgeräusch? Gezielt zum Beleben/Entspannen oder als Informationsübertragung (Nachrichten)? Dauerberieselung? Lautstärke (objektiv!)? Über Kopfhörer? Über ein Handy oder eine Stereoanlage? Volle (CD) Qualität oder komprimierte Qualität (MP3)?
Kann ich wählen, was ich hören will oder bin ich Musik/Sprache/Lärm ausgesetzt (Arbeit, zuhause, unterwegs)
Kann ich ausblenden, wenn ich was nicht hören will in meiner Umgebung?
Was geschieht mit meinem Hören, wenn es still um mich ist? Nervt es? Macht es Angst? Geniesse ich es? Brauche ich es?