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«Twitter schiesst den Vogel ab», titelte die IT-Fachpublikation golem.de. Denn Elon Musk will das Firmenlogo der Social-Media-Unternehmen bald ändern und den blauen Vogel loswerden.
«Wenn heute Abend ein ausreichend gutes X-Logo gepostet wird, werden wir es morgen weltweit live schalten», twitterte Musk am späten Samstag auf seiner Plattform. Rund sechs Monate nach der Übernahme von Twitter für 44 Milliarden Dollar hat er das Unternehmen in eine Gesellschaft namens X Corp. überführt.
«Bald werden wir uns von der Marke Twitter und allmählich auch von allen Vögeln verabschieden», schrieb Musk in einem anderen Post.
Twitter hat auf seiner Website immer noch eine Seite mit einem Marken-Toolkit, auf der der hellblaue Vogel als sein «wichtigstes Erkennungsmerkmal» bezeichnet wird. Auf dieser Seite heisst es zwar, dass das Unternehmen sein Logo schützt und Richtlinien für die Verwendung des Logos anbietet, aber Musk ist offenbar kein Fan davon.
«Das hätte man schon vor langer Zeit tun sollen», sagte er während eines kurzen Auftritts bei Twitter Spaces und bezog sich dabei auf die Änderung des Logos. «Wir entfernen das Twitter-Logo mit Schneidbrennern aus dem Gebäude», sagte er und meinte damit vermutlich das Schild, das er bereits am Hauptsitz des Unternehmens in San Francisco verändert hat.
Die zahlreichen Änderungen bei Twitter, die Musk seit der Übernahme und der Dekotierung vorgenommen hat, haben sich für die Aktionäre nicht gerade positiv ausgewirkt. Fidelity hat im Mai den Wert seiner Beteiligung an dem Unternehmen um zwei Drittel gesenkt, während ARK Investment Management den Anteil um 47% abgeschrieben hat, wie ARK-Chefin Cathie Wood «letzte Woche» dem Wall Street Journal mitteilte.
Im März deutete Musk an, dass das Unternehmen die Kurve kriegen würde, indem es seine Werbung relevanter macht, und stellte das Erreichen der Gewinnschwelle auf Cashflow-Basis im zweiten Quartal in Aussicht. Diese Vorhersage war zu optimistisch. Musk twitterte Anfang Monat, dass der Cashflow von Twitter immer noch negativ sei, und machte dafür einen Rückgang der Werbeeinnahmen um etwa 50 Prozent sowie die Schuldenlast des Unternehmens verantwortlich.
rop, mit Material von Bloomberg