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Er setzt sich zu mir aufs Bett, greift nach einem Kissen und befreit es von seinem Bezug, bevor er ein Taschenmesser aus seiner Hosentasche zieht und damit das Kissen aufschlitzt. Die Federn verteilt er auf dem Bett.
»Was machst du denn da?«, frage ich leise lachend, bevor ich eine Hand ausstrecke und ein paar der Federn auffange.
Auf seinen Lippen breitet sich ein Lächeln aus. »Ich zeige dir, dass Magie nichts Schlechtes ist.«
Ein aufgeregtes Ziehen beginnt in meiner Magengrube, als er den leeren Kissenbezug weglegt und mir eine Hand entgegenstreckt. Zögernd lege ich meine Hand in seine.
»Und jetzt?«, flüstere ich und versuche mich nicht zu sehr auf das Gefühl meiner Haut an seiner zu konzentrieren. Die Aufregung kommt ganz sicher nicht von unserer Berührung.
»Schließ die Augen und stell dir vor, die Federn könnten schweben.«
Es fällt mir nicht leicht, mir das vorzustellen. Sowas passiert doch nur in Filmen.
»Jetzt sprich mir nach: san mia anasa.«
Ich räuspere mich und tauche in Alex’ Singsang ein, erst zaghaft, aber dann werde ich mutiger und lauter, während sich vor meinem inneren Auge ein Bild von umherwirbelnden Federn festigt. Als Alex meine Hand drückt, öffne ich die Augen und erstarre.
Wir sitzen mitten in einem Federnregen.
Das gibt’s doch nicht.
»Wow«, flüstere ich und hebe meine freie Hand, um eine von ihnen zu berühren. Sobald ich sie angetippt habe, segelt sie langsam aufs Bett zurück.
Ich hebe den Blick und begegne dem Funkeln in Alex’ Augen.
»Das«, er deutet auf die fliegenden Federn, »ist Magie in ihrer schönsten Form.«
Kim Leopold schreibt Black Heart als Episodenroman, das heisst, jeden Monat erscheint ein E-Book. Ausserdem wird es Sammelbände als Taschenbuch geben, in dem alle meine Illustrationen vereint sein werden. 🙂
Digitale Skizze und Lineart (Photoshop), Finish mit Touch-Twin-Marker auf Strathmore Markerpapier