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Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: In den letzten zehn Jahren verloren 30 Personen bei einem Staplerunfall ihr Leben. 247 wurden invalid.
Die meisten Unfälle mit Staplern passieren, weil:
Staplerfahrer brauchen spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten. Sie müssen sorgfältig ausgewählt, gezielt ausgebildet und instruiert werden. Dafür ist der Arbeitgeber verantwortlich.
Es bestehen dazu folgende Möglichkeiten:
Die Richtlinie EKAS 6518 beschreibt die notwendigen Standards, die bei der Ausbildung und bei der Instruktion für Bediener von Flurförderzeugen (Staplern) einzuhalten sind.
Ausführliche Angaben für die Zuteilung der Unterkategorien und die Sonderregelung für Teleskopstapler finden sich im Anhang 1 der Richtlinie EKAS 6518 .
Flurförderzeuge (Stapler) werden entsprechend ihrem Gefahrenpotenzial in zwei Hauptkategorien eingeteilt:
Zur Kategorie R gehören Flurförderzeuge (Stapler), die mit Fahrersitz oder Fahrerstand ausgerüstet sind und Lasten über Kopf heben können oder wenn der Bediener mit dem Bedienstand in grosser Höhe fährt (Höhe über 5 Meter).
Die Kategorie R ist in folgende Unterkategorien eingeteilt:
Kategorie S: Stapler ohne besondere Gefahren
Zur Kategorie S gehören motorisch betriebene Flurförderzeuge (Stapler) ohne Fahrersitz und Flurförderzeuge, welche nur für den horizontalen Materialumschlag gebaut sind (mit Fahrersitz).
Die Kategorie S ist in folgende Unterkategorien eingeteilt:
Ausführliche Angaben für die Zuteilung der Unterkategorien finden sich im Anhang 2 der Richtlinie EKAS 6518
Die vollständige Beschreibung der Anforderungen findet sich in Kapitel 5.2 und 6.2 der Richtlinie EKAS 6518
Die Anforderungen an Staplerfahrer unterscheiden sich je nach Staplerkategorie:
Die vollständige Beschreibung der Anforderungen findet sich in Kapitel 7 und 8 der Richtlinie EKAS 6518
Um Staplerfahrer ausbilden zu können, müssen Ausbilder folgende Anforderungen erfüllen:
Um angehende Staplerfahrer bei der Lernfahrt überwachen und instruieren zu können, müssen Fachpersonen folgende Anforderungen erfüllen:
Die Suva führt eine Liste von Ausbildungsstätten, welche die Ausbildungsstandards gemäss Richtlinie EKAS 6518 erfüllen.
Die vollständige Beschreibung der Anforderungen findet sich in Kapitel 5 und 6 der Richtlinie EKAS 6518 .
Staplerfahrer müssen belegen können, dass sie ausreichend ausgebildet und instruiert worden sind.
Hinweis: Bei Staplerfahrern mit Ausbildungsbestätigungen aus dem Ausland oder einer betriebsinternen Ausbildung besteht in der Regel Unklarheit darüber, ob deren Ausbildungsstand ausreichend ist. Diese Personen können direkt an einer Ausbildungsstätte eine Prüfung ablegen. Gegebenenfalls ist eine Auffrischung oder Wiederholung der Ausbildung notwendig.
Stapler dürfen nur in betriebssicherem Zustand benutzt werden. Sicherheitsmängel sind vor weiteren Einsätzen des Staplers zu beheben.
Der sichere Einsatz von Staplern hängt entscheidend von der Instandhaltung ab. Fahrwerk, Bremsen, Lenkung, Hubwerk, Sicherheitseinrichtungen und andere Ausrüstungsteile müssen einwandfrei funktionieren. Ein Versagen kann zu schweren Unfällen führen.
Stapler müssen nach den Angaben der Hersteller (Betriebsanleitung, Wartungsanleitung) periodisch instand gehalten werden. Diese Arbeit darf nur von einer Fachperson (z.B. Staplerlieferant) ausgeführt werden.
Die Suva empfiehlt, regelmässig den sogenannten «Sicherheitscheck» der Staplerlieferanten durchführen zu lassen. Dabei werden alle wesentlichen Sicherheitsfunktionen überprüft. Ist der Stapler in Ordnung, wird dies mit einer Vignette (siehe Bild) bescheinigt, die am Stapler angebracht ist, bestätigt.
Kippen Gabelstapler oder Seitenstapler um, werden ungesicherte Fahrer häufig vom Fahrzeug geschleudert und unter dem Fahrerschutzdach eingeklemmt.
Daher gilt: Rückhalteeinrichtung immer benutzen – auch bei kurzen Fahrten!
Rückhalteeinrichtungen wie Sitzgurte, Kabinentüren oder Bügeltüren sind lebenswichtig und deshalb für alle Gegengewichtsstapler und Seitenstapler bis 10 Tonnen Tragfähigkeit obligatorisch. Ältere Stapler ohne Rückhalteeinrichtung müssen nachgerüstet werden.
Kabinentüre
Bügeltüre
Sitzgurt
Die Sicherheit des Staplereinsatzes hängt wesentlich von der Qualität der vorhandenen Verkehrswege und Materiallager ab.
Die lebenswichtigen Regeln der Suva helfen Ihnen als Arbeitgeber oder Vorgesetzter, mehr Sicherheit im Betrieb zu schaffen:
Für Arbeitnehmende gilt: