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Konjunktivitis bei Covid-19-Infektion
Bei der Epidemie mit dem neuen Coronavirus (Covid-19) gibt es wie bei nahezu allen Viruserkrankungen eine Mitbeteiligung der Augen. Diese zeigt sich als einfache Bindehautentzündung und weist, im Gegensatz zu Bindehautentzündungen durch andere Viren, keine konjunktivalen Blutungen auf. Auch bei ausgeprägteren Verläufen kommt es zu keiner Mitbeteiligung des Augeninneren sofern keine bakterielle Superinfektion vorliegt. Die Tränenflüssigkeit ist schon von Beginn an Virusträger und somit hochansteckend. Es sollte darauf geachtet werden, sich nicht ins Gesicht zu fassen. Schon wenige Erreger können über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper gelangen und ihn infizieren.
Eine kürzlich veröffentliche Studie in China untersuchte 534 Patienten mit dem COVID-19 und beschreibt die Symptome, welche SARS-CoV-2 am Auge auslöst. Von den 534 Patienten konnten sich 62% an einen Hand-Augen-Kontakt erinnern. 21% davon litten an trockenen Augen, 13% an verschwommen Sehen sowie 12% an Fremdkörpergefühl im Auge. Bei 4,7% der Patienten konnte eine konjunktivale Injektion (rotes Auge) festgestellt werden. Bei drei von 534 Patienten handelte es sich um das Erstsymptom der Infektion durch den Coronavirus. Somit stellen Augensymptome neben Fieber, Husten und Krankheitsgefühl ein wichtiges Zeichen von COVID-19 dar.