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Anfangs Woche berichtete der Tagesanzeiger über Missstände im Asylheim Dübendorf: Ende Oktober wurden zwei Bewohner des Heims positiv auf das Corona-Virus getestet - dennoch wurden sie nicht in eine andere Unterkunft mit isolierten sanitären Einrichtungen verlegt, sondern mussten die sanitären Einrichtungen mit den restlichen 31 Bewohnern des Heims teilen. Ein Bewohner berichtete zudem, Desinfektionsmittel und Masken seien seit Ausbruch der Corona-Pandemie so gut wie keine zur Verfügung gestanden.
Diese Zustände reihen sich ein in eine lange Geschichte des institutionalisierten Sozialabbaus der marktwirtschaftlich konkurrierenden "Asyldienstleistungsanbietern" AOZ und ORS:
Schweizer Gemeinden müssen, basierend auf ihrer Einwohner*innenzahl, eine bestimmte Anzahl Asylsuchende aufnehmen und betreuen. In der Regel geben die Gemeinden diese Aufgabe an die Anbieter AOZ oder ORS weiter. Um sich bei den Mandatsverhandlungen gegenseitig ausstechen zu können, drücken diese die Preise ins unerträgliche - wobei leider nicht mehr genug Geld für menschenwürdige Behandlung übrig bleibt.
Deshalb fordern wir den den Kanton und die Gemeinden auf, ORS und AOZ augenblicklich sämtliche Mandate zu entziehen. Asylunterkünfte sollen fortan nicht an Anbieter mit kaputtgespartem Betreuungsangebot ausgelagert werden können, sondern unter direkter staatlicher Führung stehen.