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Bei der Ehrlichiose handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit. Häufig tritt diese Infektion nicht alleine auf, da die Überträger der Ehrlichiose oft gleichzeitig andere Krankheiten übertragen.
Erreger
Es gibt verschiedene Stämme von Ehrlichien. Bei den in Europa vorkommenden, handelt es sich um Ehrlichia canis.
Verbreitung
Ehrlichia canis ist weltweit in tropischen und subtropischen Regionen, in Europa und im gesamten Mittelmeerraum zu finden.
Übertragung
Übertragen wird Ehrlichia canis durch die Braune Hundezecke. Die Bakterien werden beim Biss der Zecke auf den Hund übertragen.
Symptome
Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit dauert es 8-20 Tage. Danach unterscheidet man drei Krankheitsstadien:
Die akute Phase dauert 2-4 Wochen und verläuft meist mit milden Symptomen. Wenn Symptome auftreten, dominieren Fieberschübe, Verweigerung des Futters, Schwäche, Gewichtsverlust, Nasen- und Augenausfluss und blasse Schleimhäute. Die akute Phase geht in ein subklinisches Stadium über. In dieser Phase zeigen die Tiere meist keine Symptome. Es kann Wochen bis Jahre andauern. Die Hunde bleiben Träger des Bakteriums, welches sich meist in die Milz und das Knochenmark zurückzieht. Die Erkrankung wird bei uns meist in der chronischen Phase diagnostiziert. Es treten Blutungen in der Haut und auf Schleimhäuten, innere Blutungen, starker Gewichtsverlust, Lymphknotenschwellungen und Ödeme auf.
Diagnostik
Die Vorgeschichte des Tieres mit Aufenthalt in Gebieten, in denen die Ehrlichiose vorkommt, ist ein wichtiger Punkt. Das kann auch Jahre zurückliegen. In dieser Zeit kann das Tier die oben erwähnten leichten Symptome zeigen.
Die beste Nachweismethode der Erkrankung ist ein Bluttest.
Therapie
Die Therapie gestaltet sich schwierig. Haben die Tiere bereits einen grossen Blutverlust erlitten, braucht es eine Bluttransfusion. Weiter werden mehrere Medikamente kombiniert, die zum Teil starke Nebenwirkungen hervorrufen. Der Therapieerfolg wird mit Bluttests ermittelt. Eine vollständige Erregerelimination ist nicht immer möglich.
Prophylaxe
Meiden Sie die Risikogebiete, in denen der Erreger vorkommt. Schützen Sie Ihr Tier vor Zecken. Suchen Sie Ihr Tier regelmässig nach Zecken ab. Es gibt zurzeit keine Schutzimpfung.