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WIE WIRKT AUGENAKUPUNKTUR?
Die Traditionelle Chinesische Medizin geht von der Vorstellung aus, dass wenn Qi (= Lebensenergie) ungehindert durch den Körper fließt, der Mensch gesund ist. Wird das Qi aber gestört, blockiert, gestaut, oder befindet sich an bestimmten Körperteilen zu viel oder zu wenig dieser Lebensenergie, dann wird der Mensch krank. Die Akupunkturnadeln bewirken, dass Störungen, Dysbalancen oder Stauungen beseitigt werden, und dass das Qi wieder in Fluss kommt.
Bei der Augenakupunktur arbeiten wir im Gegensatz zur Chinesischen Akupunktur, nicht über das Meridiansystem, sondern über das Nervensystem. Wir wählen grundsätzlich den gleichen Weg, wie wenn man sich z.Bsp. beim Kochen in den Finger schneidet. In Bruchteil von Sekunden registriert das Gehirn die Verletzung und bringt durch Freisetzung von einer Menge von regulierenden Enzymen und Hormonen, wie Adrenalin und Cortison, sofort den Selbstheilungsprozess in Gang. John Boel`s Entdeckung ist, dass sich rund um die Gelenke herum sehr empfindliche Punkte befinden, die in Verbindung mit verschiedenen Teilen des Gehirns stehen. Über diese Punkte simulieren wir bei der Augenakupunktur mittels kleiner Nadeln eine Verletzung im Auge und lösen so diesen, wie oben beschriebenen, Heilungsprozess aus.