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2019.07.14 - Drei Juventas-Mitglieder an der Universiade
Drei Juventas-Mitglieder an der Sommer-Universiade in Neapel im Einsatz
rs. Gleich mit drei Mitgliedern sind die Bogenschützen Juventas an der Universiade, den Studentenweltspielen, vertreten, die im italienischen Neapel ausgetragen werden. Alle drei wohnen in Riehen und mit Florian Faber war ein Athlet am Start, dem sogar Medaillenchancen eingeräumt werden durften.
Diese Ambitionen unterstrich Florian Faber dann auch mit einem starken Qualifikationswettkampf. Mit 659 Punkten erreichte er hinter dem Koreaner Woo Seok Lee (672) und dem Russen Erdem Tsydypov (666) das dritthöchste Resultat und war als Nummer 3 direkt für die Sechzehntelfinals gesetzt.
Dort kassierte Florian Faber dann aber gegen den Kasachen Alikhan Mustafin, in der Qualifikation mit 624 Punkten nur auf Platz 35 gelandet, eine schmerzliche 2:6- Niederlage (24:25/26:24/25:26/25:27). Damit belegt Florian den 17. Schlussrang. Die Halbfinals und Finals werden erst am Samstag ausgetragen. Noch schlechter als Florian erging es seinem älteren Bruder Adrian Faber. Dieser kam in der Qualifikation nur auf 586 Punkte, was den 58. Rang bedeutete. Damit verpasste er die K.o.-Runden um zwei Ränge beziehungsweise acht Punkte.
Ein hervorragender Einzel-Wettkampf gelang dafür Olga Fusek. Mit 611 Punkten erreichte sie in der Qualifikation den soliden 25. Platz.
In der ersten Runde der Direktausscheidung setzte sie sich dann gegen die Mongolin Zozzaya Munkhabat, Nummer 40 der Qualifikation, mit 7:3 durch (21:22/ 25:21/25:21/24:24/28:24). Ein veritabler Coup gelang ihr dann in den Sechzehntelfinals, als sie die Nummer 8 des Turniers, die Indonesierin Diananda Choirunisa, aus dem Turnier warf, und zwar gleich mit 7:1 (28:26/ 26:24/26:26/28:25).
In den Achtelfinals konnte Olga Fusek dann ihre sehr starke Leistung des Sechzehntelfinals nicht mehr ganz wiederholen. Gegen die Qualifikationsneunte Risa Horiguchi aus Japan unterlag sie mit 2:6 (23:26/ 24:20/22:23/18:26). Der neunte Rang ist für Olga Fusek aber ganz sicher ein Resultat weit über den Erwartungen.
Noch im Rennen waren die Riehener Bogenschützinnen und -schützen in den Teamkonkurrenzen. Florian und Adrian Faber qualifizierten sich als Sechzehnte gerade noch für die Achtelfinals im Teamwettbewerb der Männer, der wie jener der Frauen nur in Zweierteams ausgetragen wird.
Bei den Frauenteams ist Olga Fusek zusammen mit Iliana Deineko in die K.o.-Runden eingezogen. Und im Mixed schafften es Florian Faber und Olga Fusek als Siebtbeste direkt in die Achtelfinals.
In der Zweiten Woche schafften es sensationell beide Recurve-Teams in die Halbfinals
Nachdem Olga Fusek schon im Frauen-Einzel mit dem hervorragenden neunten Platz geglänzt hatte, zeigten die Riehener Bogenschützen in den Teamwettbewerben der Universiade mit dem olympischen Recurve-Bogen ganz Ausserordentliches.
Um sich für die Teamfinals der jeweils besten 16 Teams zu qualifizieren, hatte es für Florian und Adrian Faber bei den Männern und für Olga Fusek mit der Waadtländerin Iliana Deineko bei den Frauen noch etwas Glück gebraucht. Doch dann folgte ein Höhenflug.
Im Stechen China gebodigt
Olga Fusek und Iliana Deineko hatten als Vierzehnte der Qualifikation im Achtelfinal in reduzierter Besetzung (es wurde in Zweier- statt wie sonst bei Turnieren üblich in Dreierteams geschossen) gegen die Nummer drei China anzutreten. Die Schweizerinnen konnten die Chinesinnen unter Druck setzen, schafften es so beim Stand von 5:5 in ein Stechen, wo pro Wettkämpferin nur noch ein Pfeil abgegeben wird, und setzten sich dort mit 19 von 20 möglichen Punkten sensationell
durch.
In den Viertelfinals gab es dann für das Duo einen engen Match gegen Spanien, in welchem die Schweizerinnen mit einem Unentschieden im vierten Umgang den 5:3-Erfolg sicherstellten.
Gegen die sehr stark schiessenden Russinnen folgte dann aber doch noch eine 0:6-Niederlage im Halbfinale und so schossen Olga Fusek und Iliana Deineko am Samstag um Bronze und nicht um den Titel.
Auf der ganz grossen Finalbühne vor dem Palast der Caserta bei Napoli, wo jeder Match einzeln vor Publikum ausgetragen wurde, durften Olga Fusek und Iliana Deineko gegen die Ukrainerinnen antreten. Und da fehlte ganz einfach die Konstanz. Iliana Deineko begann mit einer Sieben und einer Vier, womit Olga Fuseks gute 18 Punkte wertlos waren. Im zweiten Umgang schossen beide schlecht und als sich Iliana Deineko mit 17 Punkten im dritten Umgang aufgefangen hatte, kam Olga Fusek nicht über 14 Punkte hinaus. So ging der BronzeMatch gegen die nervenstarken Ukrainerinnen deutlich mit 0:6 verloren. Trotzdem durfte man mit dem Schweizer Frauenteam sehr zufrieden sein. Es war mehr ein gewonnener vierter Platz als eine verlorene Medaille.
Coup gegen Favorit Korea
Adrian und Florian Faber mussten in ihrem Achtelfinal gleich gegen den Kronfavoriten Korea ran, das zudem in absoluter Topbesetzung antrat, bei den Männern mit der Welt-Nummer 2 Lee und bei den Frauen mit der Weltranglistenersten Kang – die beiden haben vor einem Monat an der WM in Holland einen neuen Mixed-Team-Weltrekord aufgestellt – war die absolute Weltspitze am Start. Gegen die «White Sharks» schafften die beiden Riehener dennoch die Sensation des Turniers. Mit 5:3 (35:38/38:37/ 36:36/36:35) zogen sie in die Viertelfinals ein.
Im Viertelfinal kam es zum Duell mit Moldawien, das den Weltklasseschützen Dan Olaru in seinen Reihen weiss. Mit den wechselnden Windverhältnissen kamen die beiden Schweizer besser klar und gewannen mit 6:0.
So standen bereits ein zweites Schweizer Teams im Halbfinal einer Universiade – ein historisches Ereignis!
Russland erwies sich im Halbfinal als die erwartet harte Nuss. Nach einem 3:3 nach drei Sets verliess die Schweizer im dümmsten Moment das Wettkampfglück. Zwei sehr knappe Pfeile zu Ungunsten der Riehener entschieden den Match für die Russen.
Gegen USA nur durchschnittlich
Im Bronze-Match gegen die USA konnten die Faber-Brüder nicht ganz an die Leistungen der vorangegangenen Runden anknüpfen. Nach gewonnenem erstem Satz hielten die Nerven im zweiten nicht ganz und die folgenden zwei Sätze gingen jeweils knapp mit 35:36 verloren. Es war eine solide Leistung, aber eben nicht so gut, wie es möglich und nötig gewesen wäre. Auch der vierte Platz der Faber-Brüder war ein Achtungserfolg. Trotzdem waren sie schwer enttäuscht, die Medaillen verpasst zu haben.
Im Mixed-Team-Wettbewerb waren die Vorzeichen umgekehrt gewesen. Hier hatten sich Olga Fusek und Florian Faber als Qualifikationssiebte eine gute Ausgangslage geschaffen, mussten sich dann aber in ihrem ersten K.o.-Match mit 3:5 beugen, mit einem 36:36 im Schlusssatz. Dies bedeutete «nur» Rang neun – und trotz allem den vierten Schweizer Top-Ten-Platz an diesem Turnier.
Das ist alles in allem ein sehr erfolgreiches Abschneiden des Riehener Trios an den Bogenwettkämpfen der Universiade.
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