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«Schweizer Fleisch ist geschätzt», stellte Präsident Jean-Daniel Andrey an der Versammlung der Freiburgischen Viehverwertungs-Genossenschaften fest. Laut Umfragen ist für 78 Prozent der befragten Konsumenten die Herkunft des Fleisches «sehr wichtig».
Kritik übte Andrey an der seit Anfang Jahr eingeführten Agrarpolitik 2014–17: «Wir sind machtlos gegenüber dem Diktat des Bundes.» Mit der Volksinitiative «Für Ernährungssicherheit» des Bauernverbandes solle im Hinblick auf die künftige Agrarpolitik ein deutliches Zeichen gesetzt werden, führte er aus.
Auf den fünf Annahmeplätzen im Kanton wurden anlässlich 105 überwachter, öffentlicher Schlachtviehmärkte 7303 Tiere vermarktet. Die Differenz zwischen dem neutralen Schätzungspreis und dem an der Versteigerung erzielten Preis betrug zugunsten des Viehproduzenten 144 Franken pro Tier, was mehr als eine Million Franken ausmache, berichtete Geschäftsführer Hubert Jungo.
Diese Preisentwicklung sei insbesondere auf das geringere Angebot zurückzuführen; vor allem im Sommer sei der Markt richtiggehend ausgetrocknet gewesen, sagte er. Deshalb mussten 13 500 Tonnen frisches Kuhfleisch in Schlachthälften importiert werden, was einer Herde von 45 000 Tieren entspreche.
Der inländische Fleischmarkt sei abhängig von den Milchbetrieben, erklärte Peter Christen, von der Branchenorganisation Proviande. Er plädierte für eine Rindviehproduktion auf Raufutterbasis.
Die Versammlung genehmigte die Erfolgsrechnung der Genossenschaft und bestellte den Verwaltungsrat mit Präsident Andrey für die nächsten vier Jahre neu. Anstelle von Werner Schick (Murten), der das Gremium nach 20 Jahren verlässt, wurde Peter Liniger (Courlevon) gewählt.