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Im Jahr 1989 wurde auf internationaler Ebene das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITIES) vereinbart, das den Handel mit Elfenbein verbietet. Seither gab es ähnliche Vernichtungsaktionen wie in Paris ebenfalls in den USA, China und auf den Philippinen. Trotz des Verbots und dem hohen Strafmass für Wilderei und Handel mit dem „weissen Gold“ floriert der Schwarzmarkt. Der Preis pro Kilo liegt schätzungsweise bei 2200 Dollar. Frankreichs Methode, um gegen den illegalen Elfenbeinhandel vorzugehen, stösst jedoch nicht überall auf Zustimmung. Kritiker sprechen von einer „verfehlten“ Aktion, da durch solche Vernichtungen das Angebot sinkt, wodurch automatisch der Preis für Elfenbein und damit auch der Ertrag für Wilderer und illegale Händler steigt.
1999 und 2008 schaffte man eine Art Grauzone, die es China und Japan erlaubte, insgesamt rund 200 Tonnen Elfenbein legal zu importieren, was den illegalen Handel im Land auch heute noch stark ankurbelt. Auf dem Markt lässt sich die illegale Ware kaum mehr von der legalen unterscheiden.
„Der legale Handel bietet einen Deckmantel für illegale Händler: Für sie ist es ein leichtes, ihre blutige Ware als legal auszugeben.“
Pro Wildlife
Eine weitere Reihe von Ausnahmen des Handelsverbots führten dazu, dass die Wilderei in alarmierendem Ausmass zunahm und sich damit der Bestand der Elefanten drastisch verkleinerte.
In Zentralafrika sind rund 60% der Elefanten in den letzten zehn Jahren ausgerottet worden. Trotzdem ist im südlichen Afrika oft von einer Überpopulation die Rede, welche die Natur und Landwirtschaft negativ beeinflusst. Der Elefant wird als Plattmacher dargestellt, der Pflanzenarten zerdrückt und damit deren Bestand gefährdet. Unter Wissenschaftler wird diese Aussage jedoch klar bestritten, da die Elefanten auf immer kleinere und begrenzte, teils umzäunte Gebiete konzentriert leben müssen, die nur etwa 2% der gesamten Landesfläche ausmachen. Im Jahr 2008 hat Südafrika zudem die Richtlinie erlassen, die es dem Staat nun theoretisch ermöglicht ganze Elefantenherden zu töten, dem sogenannten Culling.
„Die Abschusspläne haben vor allem politische und kommerzielle Hintergründe. Sie sind ein Armutszeugnis und das Ergebnis einer verfehlten südafrikanischen Naturschutzpolitik“
Daniela Freyer, Pro Wildlife
Die Stosszähne und gefertigten Elfenbeinskulpturen dienen vielen bloss als Zurschaustellung von Reichtum, als Prestigeobjekt, andere wiederum sprechen ihm medizinische Heilkraft zu. Die Stosszähne eines Elefanten sind fest in dessen Kopf verankert, weshalb die Wilderer den Tieren den Rüssels und Teile des Kopfes abschneiden müssen, um an den gesamten Stosszahn zu kommen. Vielfach gelingt es den Wilderer nicht, den Elefanten sofort zu töten, sodass dieser dann erst nach einigen qualvollen Stunden verendet. Auch heute ist in vielen Ländern das Jagen von Elefanten und anderen Wildtieren noch nicht verboten, was dazu führt, dass viele Hobbyjäger und Touristen die Elefantenjagd als Ferienabenteuer ansehen und damit den Bestand weiter dezimieren.
Durch diese Verantwortungslosigkeit befinden sich neben dem Elefanten auch viele andere Grosswildtierarten kurz vor dem Aussterben oder wurden bereits ausgerottet.