Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/49736

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, einen Bericht über die Chancen der schweizerischen Industrie im Bereich "neues Rollmaterial von Eisenbahnen" zu erstellen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Dem Anliegen bezüglich einer möglichst raschen Rollmaterialsanierung bei den Bahnen wird in der Praxis bereits entsprochen. Die Umsetzung der im Bundesgesetz vom 24. März 2000 über die Lärmsanierung der Eisenbahnen geregelten Sanierung des bestehenden Rollmaterials ist in vollem Gang. Die Sanierung der Reisewagen wird bis Ende 2004 abgeschlossen sein; durchgeführt werden die Arbeiten in der Regel in den Revisionswerkstätten der jeweiligen Bahnunternehmen. Die Sanierung der Güterwagen dauert von 2004 bis 2009. Die Eigentümer der Güterwagen entscheiden, durch welchen der zugelassenen schweizerischen oder ausländischen Anbieter für Fahrzeugrevisionen die Arbeiten durchgeführt werden sollen. Neue Fahrzeuge werden in der Schweiz ab 2004 nur noch zugelassen, wenn sie dem Stand der Technik entsprechend lärmarm sind.</p><p>Das auf dem Bundesgesetz über die Lärmsanierung der Eisenbahnen basierende Sanierungskonzept enthält ein genau abgestimmtes Verhältnis von Massnahmen am Rollmaterial und von Schutzbauten. Die Rollmaterialsanierung erfolgt anlässlich der periodischen Revisionen; eine noch raschere Umsetzung wäre somit unwirtschaftlich, weil die Fahrzeuge zusätzlich aus dem Verkehr gezogen werden müssten. Ferner würde an den Baumassnahmen nichts ändern, da diese bereits netzweit auf die Lärmbelastung im Jahr 2015 mit saniertem Rollmaterial ausgerichtet sind.</p><p>Die Wirkung der Rollmaterialsanierung allein ist nicht ausreichend, denn 2015 würde die verbleibende Lärmbelastung nicht zuletzt aufgrund der erwarteten Verkehrszunahme für über 60 Prozent der Betroffenen noch immer über den Grenzwerten liegen.</p><p>Obwohl die wirtschaftlich vertretbaren technischen Möglichkeiten der Rollmaterialsanierung ausgeschöpft werden, kann deshalb nicht auf bauliche Massnahmen verzichtet werden. Das Lärmsanierungsprojekt ist in allen Bereichen angelaufen und verläuft bisher entsprechend der Terminplanung.</p><p>Ein separater Bericht zu dieser Thematik erübrigt sich.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.