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Ecuador hat sich im Streit um den gekappten Internet-Zugang von Wikileaks-Gründer Julian Assange in seinem Exil in der Londoner Botschaft des Landes gegen Behauptungen der Enthüllungsplattform gewehrt.
Assange habe sich sehr wohl dazu verpflichtet, sich während seines Exils in der Botschaft nicht zu inneren Angelegenheiten anderer Staaten zu äussern, teilte das Aussenministerium des südamerikanischen Landes am Samstag in einer Erklärung mit. Die von Wikileaks verbreiteten Behauptungen, dass dies nicht der Fall sei, seien «inakzeptabel», hiess es weiter.
Der 46-Jährige Australier hatte sich vor wenigen Tagen in einem Tweet aus der Botschaft heraus zur politischen Krise in der nordspanischen Regierung Katalonien geäussert und den in Deutschland festgenommenen Ex-Regierungschef Carles Puigdemont als «politischen Häftling» bezeichnet. Daraufhin war ihm am Mittwoch der Internet-Zugang abgeschaltet worden.
«Die Regierung von Ecuador bestätigt nachdrücklich, dass sich Herr Assange – unter Beachtung des von Ecuador gewährten internationalen Schutzes – verpflichtete, frei und willentlich, sich nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen», hiess es in der Erklärung. Die Äusserungen Assanges über soziale Medien gefährdeten die Beziehungen Ecuadors zu den EU-Staaten, hatte Ecuador zuvor gesagt.
Assange hatte sich 2012 in die Botschaft Ecuadors in London geflüchtet, um sich vor einer seiner Meinung nach drohenden Auslieferung an die USA zu schützen. Hintergrund sind US-Geheimdokumente über die Kriege im Irak und in Afghanistan, die die Enthüllungsplattform Wikileaks verbreitet hatte. (sda/dpa)