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Über die Burg und das berühmte Geschlecht dieses Namens, deren Träger uns durch viele Jahrhunderte in der Freiburger Geschichte begegnen, oft in hervorragenden Stellungen, wissen wir bisher nur wenig. Die Burg mag im 13. Jahrhundert errichtet sein. Freiburg sah anscheinend nicht gerne unmittelbar an seiner Grenze diese grosse feste Anlage und hatte sich im Jahre 1315 derselben bemächtigt. Doch gab es durch Vermittlung des Grafen von Savoyen die Burg ihren rechtmässigen Eigentümern zurück, damals die Herren von Billens. Das gespannte Verhältnis zu Freiburg mag mit ein Anlass gewesen sein, dass Perrod von Billens 1317 die Burg mit einem Teil ihrer Ländereien dem Spital in Freiburg verkaufte. Drei Jahre später verkauften Jacob und Marmet von Billens auch den redlichen Teil.
Die Burg, eine der grössten des Kantons, lag gegenüber der Einsiedelei von Raesch, auf dem linken Ufer der Saane, und hatte die leichte Kurve des Flusses mit den Steil abfallenden Ufern als hervorragenden Schutz ausgenutzt. Noch viele Mauerreste sind sichtbar, zum Teil durch einen „Schatzgräber“ im Jahre 1934 blossgelegt, wobei auch einige leicht gekehlte Gesimsstücke und ein Teil der Anschlagleiste einer Tür gefunden wurden, aber nicht genügend als Anhalt zur Datierung. Auch ist die Gesamtanlage nicht sicher festzustellen. Zur Landseite war die Burg durch breite tiefe Doppelgräben gesichert. Die Hauptburg selber war vielleicht in einem unregelmässigen Rechteck angelegt mit vier Ecktürmen, wovon der eine als Bergfried ausgebaut war. Anscheinend war auch der erste Wall schon mit einem Turm oder zwei bewehrt, was die Reste schweren Mauerwerks vermuten lassen. Besonderes Interesse verdient der Gang, der am Fuss des Hügels in etwa 50 Meter Länge und in einer Höhe von etwa 1,80 Meter sehr sorgfältig aus dem Fels gehauen ist. Er verläuft in gerader Richtung mit einem rechtwinkeligen Knick etwa in der Mitte und drei Ausgängen, wovon aber einer erst in neuer Zeit gebrochen wurde an Stelle einer kleineren Öffnung. Nach Angabe eines Augenzeugen H. Hayoz, Stand der Gang früher durch einen senkrechten Schacht mit der Burg selbst in Verbindung, der aber sonderbarer Weise nicht mehr festzustellen ist. Er wäre dann im Falle höchster Gefahr der letzte Ausgang für die Burginsassen gewesen.
Die Burg ist offenbar früh zerstört worden, Näheres weiss man aber nicht. Ein Bild vom Anfänge des 19. Jahrhunderts zeigt auf dem ansteigenden Gelände noch einen ansehnlichen Mauerrest und die verschiedenen Hügel, die ebenfalls zur alten Burg in Beziehung stehn.
Bibliographie