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Das Programm zur Unterstützung von problemgebeutelten Kleinunternehmen ist eine Überbrückungsmassnahme
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Katie Deal, Washington Analyst US Equity Division
Weitere Schritte zur Unterstützung kleiner Unternehmen und ihrer Mitarbeiter sind erforderlich.
Von den unzähligen fiskalischen Massnahmen gegen die Folgen der Coronavirus-Pandemie hat wahrscheinlich keine in den Vereinigten Staaten mehr Beachtung gefunden als die föderalen Programme für Kleinunternehmen. Und das aus gutem Grund.
Kleine Unternehmen sind eine wichtige Quelle für das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen in den Vereinigten Staaten, die laut der Small Business Administration (SBA) fast die Hälfte der nationalen Beschäftigung und 43,5% des Bruttoinlandsprodukts der Nation ausmachen. Darüber hinaus ist deutlich geworden, dass kleine Unternehmen unverhältnismässig stark von der Pandemie betroffen sind. Kleine Unternehmen machen 38% der Gesamteinnahmen von Unternehmen aus, aber in der stark betroffenen Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sind sie für 65% des Gesamtumsatzes verantwortlich. Systemische Schocks und Belastungen durch die Pandemie werden so zur Schliessung von Betrieben führen, die zuvor gesund waren.
Als Reaktion auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie hat die US-Regierung Kleinunternehmen durch zwei getrennte Gesetzesvorlagen unterstützt.
Der bahnbrechende Coronavirus Aid, Relief, and Economic Security (CARES) Act finanzierte über das Paycheck Protection Program (PPP) 349 Milliarden USD an zinsgünstigen Darlehen für Kleinunternehmen. Da die Mittel aufgrund der überwältigenden Nachfrage rasant aufgebraucht waren, genehmigte der Kongress in einem separaten Gesetzentwurf weitere 310 Milliarden USD.
Aber so attraktiv sie auch sind, PPP-Darlehen waren in der Abwicklung und Implementierung eine Herausforderung. Das Programm ermöglicht es kleinen Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern oder bestimmten Franchiseunternehmen, für die Erlöse einen Darlehenserlass zu erhalten, sofern 75% des Darlehensbetrags zur Deckung der Lohnkosten über einen Zeitraum von acht Wochen verwendet werden. Mit dem Restbetrag können bestimmte Betriebsausgaben wie Hypothekenzinsen und Nebenkosten finanziert werden. Das Darlehenslimit beträgt 10 Millionen USD mit einem festen Zinssatz von 1% und einer Laufzeit von zwei Jahren.
Das Flugzeug bauen, während es fliegt: Das Problem mit der schnellen Skalierung
Das PPP hat unter dem doppelten Problempunkt von Ausmass und Ausführung gelitten. Nach Angaben des US-Finanzministeriums deckte die SBA innerhalb der ersten 14 Tage des Programms fast 14 Jahre der Kreditvergabe ab. Die massive Nachfrage zwang die Mitarbeiter der SBA dazu, den Betriebsablauf schnell hochzufahren, während sie aufgrund von Massnahmen zur Eindämmung des Virus dezentral arbeiten mussten.
Darüber hinaus brauchte das Finanzministerium mehrere Wochen, um die Schwachstellen in der Gesetzgebung auszubügeln, die Schlüsselakteure wie Franchise-Eigentümer und Private-Equity-gestützte Unternehmen betrafen. Diese Verzögerung führte zu Mängeln bei der Einführung des Programms.
Da sich die SBA bei der Verwaltung dieser Darlehen auf zugelassene Kreditgeber aus dem Privatsektor verliess, hafteten die Banken für Forderungen im Zusammenhang mit Betrug oder Missbrauch von Geldern. Dieses Risiko gab den Banken einen Anreiz, bestehende Kunden zu begünstigen, was die Anzahl und Art der Unternehmen mit Zugang zu den Hilfsmassnahmen einschränkte.
Das Finanzministerium und die SBA waren zudem wegen zweier zusätzlicher Probleme der politischen Kontrolle ausgesetzt: die Bewilligung von Krediten für kleine Unternehmen, für grosse, öffentliche Unternehmen mit Zugang zu privatem Kapital und Unternehmen in den sogenannten «Swing»-Staaten, die im Vergleich zu Unternehmen in nicht wechselwählerischen Staaten unverhältnismässig viele Kredite erhalten haben.
Künftige Unterstützung
Die SBA und das Finanzministerium haben nun mehr Mitarbeiter für die Administration des Programms eingestellt und einen notwendigen Leitfaden für die Abwicklung von Krediten eingeführt. Der Kongress füllte inzwischen die Mittel des CARES-Gesetzes, die bislang schnell versiegten, wieder auf und stellte Mittel für finanziell unterversorgte Unternehmen mit den wenigsten Beschäftigten zur Verfügung. Das Finanzministerium erliess auch eine Rückzahlungsbestimmung, die börsennotierte Unternehmen zur Tilgung ihrer PPP-Darlehen verpflichtete.
Wir gehen davon aus, dass der Kongress über das Ablaufdatum des Programms am 31. Juli hinaus zusätzliche Finanzierungsmassnahmen für die SBA einführen und gezieltere Finanzierungsquellen – insbesondere für kleine Unternehmen mit Liquiditätsbedarf – schaffen wird. Die Finanzierung von Kleinunternehmen wird weitgehend von beiden grossen politischen Parteien unterstützt, was zusätzliche Stimulierungsbemühungen antreiben dürfte. Allerdings erscheinen strengere Richtlinien für künftige Kredite wahrscheinlich, zumal die Regierung aktuell aus der massiven Ausweitung des PPP in Echtzeit lernt.
Obwohl das PPP für viele Unternehmen Probleme mildern wird, ist es jedoch unwahrscheinlich, dass das Programm den Untergang kleiner Unternehmen inmitten einer langen Periode gedämpfter Nachfrage zu verhindern vermag.