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In US-Medien ist Ebola das bestimmende Thema, vielfach werden Ängste geschürt. Präsident Obama versucht jetzt in seiner wöchentlichen Video-Ansprache gegenzusteuern.
US-Präsident Barack Obama hat die Amerikaner ermahnt, angesichts der jüngsten Ebola-Fälle in ihrem Land nicht in Angst oder Hysterie zu verfallen. «Wir müssen uns von der Wissenschaft leiten lassen», sagte Obama in seiner wöchentlichen Video-Ansprache am Samstag.
In den USA handle es sich auch nicht um einen «Ausbruch» oder eine «Epidemie», sondern lediglich um drei bekannte Fälle bei mehr als 300 Millionen Einwohnern. «Wir müssen das in der richtigen Perspektive sehen.» Jedes Jahr würden Tausende Amerikaner an der Grippe sterben. Es werde jedoch einige Zeit beanspruchen, die Verbreitung der Krankheit zu stoppen. «Bis es vorbei ist, könnte es weitere Einzelfälle hier in Amerika geben», so der Präsident.
Zu den Diskussionen über ein mögliches Flugverbot für Reisende aus den betroffenen Ländern sagte Obama, die USA könnten sich nicht einfach von Westafrika abschneiden. «Der Versuch, eine gesamte Region von der Welt abzuschotten - wenn das überhaupt möglich wäre - könnte die Lage tatsächlich verschlimmern.» Bereits am Donnerstag hatte sich der Präsident gegen eine Abschottung ausgesprochen.
Die USA würden die globalen Bemühungen im Kampf gegen das Virus in Liberia, Sierra Leone und Guinea weiter anführen, um die Krankheit an ihrer Quelle zu stoppen. Neben aktiven Armee-Angehörigen will Obama nun auch Reservisten und Mitglieder der Nationalgarde in das Krisengebiet Westafrikas schicken.
Bislang sind fast 4500 Menschen an Ebola gestorben. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird die Ausbreitung der Seuche noch Monate anhalten. (ore/dpa)