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Globaler Handel und zunehmende Extremwetterereignisse wie Dürren begünstigen die Ausbreitung von invasive Schädlingsarten, welche zu Waldsterben und Ökosystemstörungen beitragen können. Ein invasiver Pilz, der zum Eschentriebsterben führt, beeinträchtigt die Esche in ihrer Ausbreitung und Entwicklung stark. Zudem führte in den U.S.A. der invasive asiatische Eschenprachtkäfer zu einem massiven Eschensterben. Vor einigen Jahren wurde der Käfer auch in Osteuropa nachgewiesen und ist daher eine zusätzliche potentielle Gefahr für europäische Eschenbestände.
Die direkten und indirekten Abwehrmechanismen der Europäischen Esche gegen Schädlinge sind nicht gut untersucht. Einzelne Eschen (Genotypen) weisen aufgrund von genetischen Unterschieden erhöhte Resistenzen gegenüber dem Eschentriebsterben auf. Es ist jedoch unklar, ob diese Genotypen auch eine erhöhte Resistenz gegen den Eschenprachtkäfer besitzen und in wie fern mögliche Resistenzmechanismen durch Trockenstressereignisse beeinflusst werden.
In einer ersten Phase werden verschiedene Eschengenotypen, die unterschiedliche Resistenzen gegen das Eschentriebsterben aufweisen, auf deren Widerstandsfähigkeit gegen den Eschenprachtkäfer getestet. Dies soll aufzeigen ob pilzresistente Eschen auch eine erhöhte Resistenz gegen den Käfer besitzen. Eine Untergruppe an Genotypen, welche eine Spannbreite an Resistenzniveaus gegen den Eschenprachtkäfer aufweist, wird in einer zweiten Phase dazu benutzt um die chemische Abwehr und Duftstoffe der Europäischen Esche, unter Schädlingsbefall als auch unter Trockenstress zu charakterisieren. In einem letzten Schritt wird untersucht ob Eschenduftstoffe vom Käfern bzw. dessen natürlichen Feinde, parasitoide Wespen, zur Lokalisation geeigneter Wirte benutzt werden können. In Verhaltenstests wird analysiert ob sich die Duftstoffe von unterschiedlichen Eschengenotypen die unterschiedlichen Stressszenarien ausgesetzt sind in ihrer Wirkung unterscheiden.