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* 18.12.1873 in Zwingen
– † 09.02.1968 in Zwingen
Spitznamen: Badisteli, Badisch
Beruf: Krämer, Landwirt, Fotograf
Heimatort: Zwingen
Voller Name: Johann Baptist Anklin
Konfession: römisch-katholisch
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Sohn des Baptist Anklin und der Magdalena, geborene Hof. Heirat 1907 mit Rosa Philomena Jermann. Sechs Söhne, drei Töchter.
Johann Baptist Anklin wuchs zusammen mit zwei Brüdern und einer Schwester neben der Birsbrücke im Unterdorf von Zwingen auf. Nach der obligatorischen Schulzeit, die er in Zwingen absolvierte, hatte er eine erste Anstellung bei seinem Onkel, dem «Wyde-Müller». Danach arbeitete Anklin bei den Schweizerischen Bundesbahnen als Gleisarbeiter. Bekannt wurde Anklin durch seine Fotografien. So hielt er das Eisenbahnunglück von 1903 in Zwingen bildlich fest. Wie und wann er das Fotografieren erlernte, ist unklar. Anklin besass eine grossformatige Holzkamera sowie eine eigene Dunkelkammer und professionalisierte so seinen Nebenerwerb. Er war lange der einzige Fotograf im Laufental. Neben Personen, die oft einen weiten Weg auf sich nahmen, um sich von ihm ablichten zu lassen, fotografierte er auch das Dorfgeschehen. Nach der Heirat zogen Anklin und seine Frau in das Haus im Unterdorf, in dem er bereits seit einigen Jahren einen Krämerladen führte. Neben dem Geschäft unterhielt er auch einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb. Die modernen technischen Entwicklungen faszinierten Anklin: Er war einer der ersten Velofahrer in Zwingen, besass seit Mitte der 1920er-Jahren das erste Telefon und hatte auch schon in den 1930er-Jahren ein Radio. Anklin wurde 96 Jahre alt und war bis zu seinem Tode aktives Mitglied der katholischen Kirchgemeinde. Er hinterliess eine umfangreiche Fotosammlung.
Autorin: Manuela Nipp
Auskunft Pierre Gürtler, Familienbüchlein Anklin.
Wollmann, Heini: Johann Baptist Anklin-Jermann, 1873–1968. In: Laufentaler Jahrbuch, Nr. 13, Liestal 1998, S. 86–91.
Fotoarchiv Anklin. URL: www.fotoarchive.org/_archive/ankl/info.html, Zugriff: 19.08.2014.