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Quelle: CH Media Video Unit / Melissa Schumacher
Als Elizabeth Alexandra Mary aus dem Haus Windsor 1926 zur Welt kam, deutete wenig darauf hin, dass sie einst die am längsten regierende Monarchin der Welt werden würde. Denn sie wurde am 21. April nur als dritte in der Thronfolge geboren. An erster Stelle stand ihr Onkel, Prinz von Wales, und danach folgte ihr eigener Vater, der Herzog von York.
Der Onkel dankt nach wenigen Monaten ab
Dies alles änderte sich im Dezember 1936, als ihr Onkel, damals König Eduard VIII., sich entschied, bereits nach wenigen Monaten seiner Regentschaft als König abzudanken. Damit wurde Elizabeths Vater König, von nun an Georg VI. Und die junge Frau war plötzlich die Nummer eins in der Thronfolge.
Damit änderte sich auch ihr verhältnismässig ruhiges Leben. Sie begann fortan mit Aufgaben in der Öffentlichkeit und lernte Verfassungsgeschichte und Recht, um sich auf ihre zukünftige Aufgabe vorzubereiten. Selbst den Wirren des Zweiten Weltkrieges wich die voraussichtliche Thronfolgerin nicht aus. Sie diente in der Frauenabteilung des britischen Heeres, fuhr Lastwagen und betätigte sich als Mechanikerin.
Verlobung und Heirat mit Prinz Philip
Am 9. Juli 1947 wurde offiziell ihre Verlobung mit Prinz Philip von Griechenland und Dänemark bekannt gegeben. Die beiden heirateten kurz darauf, am 20. November 1947. Philip wurde damit Herzog von Edinburgh und Elizabeth selbst verlieh ihm 1957 den Prinzentitel.
Die neue junge Queen
Am 6. Februar 1952 bestieg Elizabeth nach dem Tod ihres Vaters den Thron. Die Krönung selbst fand am 2. Juni 1953 in der Westminster Abbey statt – und war die erste Krönung, die im Fernsehen übertragen wurde. Die Queen hatte damit in den 70 Jahren den Thron länger inne als jeder britische Monarch oder jede britische Monarchin vor ihr – diesen Meilenstein erreichte Elizabeth bereits am 9. September 2015. Zusätzlich war sie bis zu ihrem Tod das am längste amtierende Staatsoberhaupt der Welt.
Bereits vier Jahre vor ihrer Thronbesteigung kam ihr ältester Sohn, und damit aktuell die Nummer eins in der Thronfolge, Prinz Charles, zur Welt. Insgesamt hatten die Queen und ihr Ehemann vier Kinder. Neben Charles (Jg. 1948), Anne, die «Königliche Prinzessin», Andrew, den Herzog von York und Edward, den Graf von Wessex.
Die schwersten Stunden der Königin
Lady Diana: Ihr ältester Sohn Charles heiratete 1981 Prinzessin Diana. Die beiden haben gemeinsam zwei Söhne, Prinz William und Prinz Harry, die Grosskinder der Queen. Es war jedoch eine Heirat, die viel Wirbel in die Königsfamilie brachte. Denn die Ehe des «Traumpaars» scheiterte letztlich. Die offizielle Trennung wurde 1992 bekannt gegeben. Dies war einer der Gründe, der die Queen dazu veranlasste, das Jahr 1992 als «annus horribilis», also als schreckliches Jahr, zu bezeichnen.
Die Heirat von Prinz William mit der bürgerlichen Kate Middleton brachte 2011 frischen Wind in das Königshaus. Diese bürgerliche Herkunft der Ehefrau des Herzogs von Cambridge war für Queen Elizabeth jedoch nie ein Problem.
Tod ihres Ehemannes: Im Jahr 2017 hatte sich ihr Ehemann Prinz Philip aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und war in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Er verstarb im April 2021 99-Jährig.
Corona-Krise: Während der Corona-Krise geschah etwas aussergewöhnliches. Elizabeth sass mittlerweile seit 68 Jahren auf dem Thron. In dieser Zeit hatte sich sie sich nur drei Mal mit einer ausserordentlichen Ansprache an ihr Volk gewendet. Sie tat dies während der Pandemie, um ihr Volk zum Durchhalten in der Corona-Krise aufzurufen.
2022: Das aktuelle Jahr begann nicht einfach für die Königin. Da wären zunächst einmal die schwerwiegenden Anschuldigungen gegen ihren Sohn Prinz Andrew. Ihm wird unter anderem der sexuelle Missbrauch einer Minderjährigen vorgeworfen. Das dürfte die Königin emotional stark belasten. Hinzu kommt der andauernde Streit mit Prinz Harry und Meghan Markle. Insider aus dem Palast denken, dass diese Schläge nicht spurlos an Queen Elizabeth vorbei gezogen sind.
Nun ist diese aussergewöhnliche Frau 96-jährig gestorben. Ihre ruhige und besonnene Art wird schmerzlich vermisst werden. Farewell, Queen Elizabeth.