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Nigeria
In Nigeria betreibt Swisshand zurzeit über 25 Programme in ländlichen, meist sehr abgelegenen Gebieten. Obwohl Nigeria als sechstgrösster OPEC-Erdölproduzent bereits als Schwellenland gilt, gibt es viele vom Staat vernachlässigte Gebiete mit sehr grosser Armut. Insgesamt leben immer noch 70 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Vor Ort arbeitet Swisshand hauptsächlich mit katholischen Diözesen sowie mit einigen regional gut verankerten NGOs als Partnerorganisationen zusammen. Das Einsatzgebiet teilt sich in eine nördliche und eine südliche Region auf, die je von einem regionalen Koordinator geleitet werden.
In der nördlichen Region werden die Programme koordiniert von einer Mitarbeiterin der katholischen Diözese Makurdi. Sie erstrecken sich über sehr weite Gebiete und liegen teilweise bis zu 800 km auseinander. Die Gegend im Norden ist karg und trocken. Die Bevölkerung ist vorwiegend muslimisch. Sie litt in den letzten Jahren stark unter dem Terror von der Islamisten-Gruppe Boko Haram.
In der südlichen Region erfolgt die Koordination der Programme durch einen Mitarbeiter der katholischen Diözese Abakaliki. Partnerorganisationen sind bisher ausschliesslich katholische Diözesen. Einzelne Partner betreiben mehrere Programme, wobei auch Spezialprogramme für Subsistenz-Bauern zum Einsatz kommen. Das Gebiet im Süden ist halbtropisch, zum Teil sehr fruchtbar. Die Bevölkerung ist vorwiegend christlich.