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Bestattungsarten
In der Schweiz sind drei Bestattungsarten erlaubt.
1. Die Feuerbestattung
Statt Feuerbestattung wird oft der Ausdruck Einäscherung oder Kremation gebraucht. Das Wort "kremieren" stammt aus dem lateinischen "cremare" und heisst verbrennen.
Der Ort der Kremation ist der Bestattungsort. Der früheste Zeitpunkt der Kremation nach Eintritt des Todes ist kantonal geregelt. In den meisten Kantonen beträgt die Totenruhe 48 Stunden; im Kanton Tessin 24 Stunden. Herzschrittmacher sind vor der Kremation zu entfernen. Die Trauerfamilie kann dafür den Arzt oder den Bestatter beauftragen.
Nach der Kremation wird die Asche in einer Urne gesammelt. Der Urneninhalt besteht zum grössten Teil aus verbrannten Knochenteilchen. Einige Krematorien verarbeiten diese vor dem Abfüllen in die Urne zu einem feinen Granulat. Bei vielen Krematorien ist eine einfache Urne aus Holz, Ton oder Kupfer im Kremationspreis inbegriffen. Der Bestatter kann auf Wunsch Schmuckurnen aus verschiedensten Materialien anbieten.
Die Angehörigen können eine Urne selber im Krematorium abholen und haben auch das Recht, die Urne privat aufzubewahren oder anderweitig schicklich darüber zu verfügen. Die Beisetzung der Urne auf einem Friedhof regelt das örtliche Friedhof- und Bestattungsreglement. Die Grabruhe beträgt in der Regel 20-25 Jahre.
2. Die Erdbestattung
Der Sarg wird auf einem Friedhof in die Erde gelegt. Die Grabruhe ist kantonal geregelt und beträgt im Schnitt 25 Jahre. In ein bestehendes Erdbestattungsgrab können Urnen in der Regel nachträglich beigesetzt werden; die ordentliche Ruhezeit des Erdbestattungsgrabes wird aber dadurch nicht verlängert. Die Exhumierung einer Urne, die auf einem Friedhof beigesetzt wurde, ist bewilligungspflichtig.
3. Die Gruftbestattung
Eine Bestattungsart, die im Tessin, in der französischen Schweiz und in Klöstern vorkommt. Der Verstorbene wird in einem Sarg mit Zinkeinlage und Druckluftfilter eingesargt und findet seine Ruhe in einer Gruft.