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Re: Antwort: [wilhelmtux-discussion] Bundesrat antwortet Postulate von Ständerat Pierre-Alain Gentil (SP/JU) und Nationalrat Josef Zisyadis (PdA/VD)
Manfred.Morgner at gmx.net
Manfred.Morgner at gmx.net
Mit Feb 26 19:44:22 CET 2003
Diese Aussage unterstellt, dass Software, die von unabhängigen Entwicklern
entwickelt wird zwangsläuftig nicht freie Software ist. Nun können wir bei
Herrn DR. EDGAR DAVID VILLANUEVA NUÑEZ nachlesen, das hier keinerlei Kausalität
besteht.
Meine Erfahrung (ich beziehe mich hier ausdrücklich ein):
Close Source und Proprietäre Lösungen sind geradezu eine Bastion unsauberer
Quicky-Programmierung. Wenn niemand reinschaut, macht man schnell mal etwas,
was man sich in aller Öffentlichkeit nicht trauen würde.
Richtig wäre also:
(1) Freie Software als Grundlage für Kantonsspezifische Lösungen
(2) Alle Software, die für staatliche Stellen entwickelt wird, wird
grundsätzlich freie Software unter GNU-GPL.
Es ist nicht bekannt, wieviel Freie Software unter Umgehung der
Lizensbestimmungen in "professioneller", proprietärer Software enthalten ist. Wieviele
Lizensverstösse also von Firmen begangen werden, die proprietäre Software
herstellen.
Den Code offen zu legen ist eine Möglichkeit, solche kriminellen
Machenschaften zu unterbinden. Es ist aber auch die Möglichkeit, dass ein Amt das
Ableben ihres Softwaregurus ohne grossen Schaden an Daten und Programmen übersteht.
Ich glaube, hier besteht ein enormes Defizit bei den Verantwortlichen
Mitarbeitern, die sich zwischen den vielen Begriffen nicht mehr zurechtfinden. So
sind "Open Source Software" und "Kommerzielle Software" zwar wohlklingende
Bezeichnungen, aber sie sind das ohne eine relevanz zu besitzen.
RedHat-Linux und Windows sind beides "Kommerzielle Software" aber was sagt
dieser Begriff über die mit der Software verbundenen Freiheiten aus? Genau -
eben gar nichts.
> "In der Schweiz gebe es viele kleine und mittlere Software-Anbieter, die
> kommerzielle Produkte anbieten würden und auch für deren Weiterentwicklung
> und Pflege gerade stünden. Auch wirtschaftspolitisch sei deshalb die
> ausschliessliche Nutzung von "freier Software" nicht zwingend sinnvoll."
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