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Eine friedliche Atmosphäre prägt den Anfang des zweiten Teils. Zum Sonnengesang von Franz von Assisi tanzt Parzival. Langsam verdüstert sich die Szenerie. Ein weiterer Gesang von Perotin setzt ein und führt uns zurück ins verlassene Waldstück zu Parzival und der Frau in der Astgabel – Sigune.
Die folgenden Dialoge der beiden vertiefen sich allmählich. Schon im Ersten erkennt Sigune ihren Cousin Parzival.
Sigunes Monolog, nach dem Auftritt des Minnesängers Walther von der Vogelweide, ist eine schwärmerische Lobrede an Parzival. Sie ist überzeugt, dass er die entscheidende Frage gestellt und damit König Anfortas von seinem Leiden erlöst hat.
Der zweite Dialog thematisiert die Anwesenheit des Leichnams in ihrem Arm, welcher offenbar ihr verstorbener Geliebter ist, mit dem sie in Treue weiterhin ihr Leben verbringt.
Im nächsten Gespräch bahnt sich, mit einem unbeabsichtigten Seitenhieb an Parzival, der unheilvolle Ausgang der Ereignisse an.
Der Schlussdialog klärt;
Parzival hat nicht gefragt!
Sigune verstummt. Ihr Bild des heroischen und edlen Parzival bricht in sich zusammen. Totaler Ernüchterung folgen Wut und Verbitterung.
Er hat versagt!
Ihre Vergötterung weicht abgrundtiefer Verachtung.
Zum Teufel mit ihm!
Gekränkt und beschämt verlässt Parzival den Ort des Geschehens. Noch während der Schlussworte des Erzählers beginnt die Musik des Troubadour Raimbaut de Vaqueiras: Kalenda maya.