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Nord-und Mittelamerika
Karibik
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Karibik
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Geschichte
Größter Kontinent auf der westlichen Halbkugel. Aus
physikalisch-geographischer Sicht zählen dazu auch Mittelamerika die Inseln des
Amerikanischen Mittelmeers (Karibisches Meer und Golf von Mexiko) und Grönland.
Von Asien getrennt durch das etwa 75 km breite Beringmeer mit Südamerika
verbunden durch den 48 km breiten Isthmus von Panama.
Der nördlichste Punkt des Festlandes ist Cape Murchison auf der Halbinsel
Boothia Kanada 71°50' n.Br.- der südlichste das Kap Punta Mariato auf der
Peninsula de Azureo in Panama 7°12' n.Br. der westlichste Cape Prince of Wales
auf der Seward-Halbinsel von Alaska 168°05' w.L . und der östlichste Cape
Charles auf der Halbinsel Labrador 55°40' w.L. .
Die Küste ist vor allem im Norden sehr gegliedert. Den ältesten Teil des
Kontinents bildet der kanadische vorpaläzoische Schild im Norden des Festlandes
im Süden und Westen umgeben von jüngeren Gesteinen. Im Osten erstrecken sich die
Appalachen aufgefaltet im Paläozoikum. Den westlichen Teil des Kontinents säumen
der ganzen Länge nach die Kordilleren die im Mesozoikum und Tertiär durch
Faltung entstanden sind.
Die mächtigen Ketten der Kordilleren schließen Plateaus und Becken ein. Im
Inneren des Festlandes erstrecken sich die großen Plateaus und Ebenen. Die
Lazrentian Mountains im Norden und die Appalachen im Osten haben mesozoisches
Gepräge. Den Golf von Mexiko und den Atlantischen Ozean säumen Küstentiefebenen
die sich nach Süden ausweiten. Der nördliche Teil des Kontinents trägt Spuren
einer Gletschermodellierung in den jüngeren Gebirgen im Westen dauert die
Vulkantätigkeit an.
Nordamerika ist in drei klimatische Zonen geteilt: die Inseln im Norden liegen
in der kalten polaren Klimazone der mittlere Teil des Festlandes hat das Klima
der gemäßigten Zone und im Süden erstreckt sich die subtropische Klimazone mit
einer ausreichenden Menge an Niederschlägen an der östlichen Küste und einem
Mangel an Feuchtigkeit an der westlichen Küste. Mittelamerika und die Inseln des
Amerikanischen Mittelmeeres haben tropisches ozeanisches Klima. Im Sommer sind
im Südosten des Festlandes aber vor allem auf den Inseln Tornados und Hurrikane
eine häufige Erscheinung.
Das Flußnetz ist dicht und gut entwickelt. Die Hochgebirgszone im Westen bildet
die Wasserscheide zwischen dem Stromgebiet des Pazifischen und Atlantischen
Ozeans. Der größte Teil der nordamerikanischen Flüsse gehört zum Stromgebiet des
Atlantischen Ozeans.Außer den größten trocknen die Flüsse im Westen der USA
gegen Sommerende aus.
Geologie
Aus geologischer Sicht ist Nordamerika ein altes Land, wenngleich auch in
ständiger Umgestaltung begriffen. Unter der kanadischen Tundra findet man 3960
Millionen Jahre altes Gestein, während die weiter südlich gelegene kalifornische
Küste ihre derzeitige Form erst vor 150 Millionen Jahren angenommen hat.
Rocky Mountains
Die Rocky Mountains oder auch nur einfach "Rockies" genannte Gebirgskette
erstreckt sich vom Nordwesten Kanadas bis zum Statt Neumexiko in den USA.
Zahlreiche Geologen sind sich jedoch dahingehend einig, daß die Rocky Mountains
zusammen mit den Bergen Alaskas und der mexikanischen Sierra Madre in
Wirklichkeit derselben geologischen Formation sind. Und gäbe es da nicht die
kleine Bruchzone Panamas, so würde sich diese Gebirgskette sogar in den Anden
Südamerikas fortsetzen.
Geologisch betrachtet sind die Rocky Mountains eine junge Formation. Deshalb
erreichen ihre Gipfel Höhen bis zu 4 000 m und weisen einige sehr schroffe
Formen auf. Ihre höchste Erhebung ist der Mount Elbert (4 399 m), der im
mittleren Teil der Gebirgskette - im Staats Colorado - liegt.
Die kanadischen Rockys zeichnen sich durch steile Berge und eine große Zahl und
die Schönheit von Nationalparks aus.
Die Appalachen
Die Appalachen haben sich vor 450 Millionen Jahren gebildet und gelten als eine
der ältesten Gebirgsformationen der Erde. Die abgerundete Form ihrer Gipfel und
die mäßige Höhe sind Folgen der Erosion, die jahrhundertelang auf dieses Gestein
eingewirkt hat. Die Appalachen erstrecken sich von Neufundland (Kanada) bis nach
Alabama (USA). Ihr höchster Berg ist mit
2 037 m der Mount Mitchell.
Grönland
Die größte Insel der Welt besitzt mit einer Ausdehnung von 1,8 Millionen km2
nach der Antarktis die zweitgrößte Eisdecke der Erde. Der weitaus größte Teil
dieses Eises bedeckt das Landesinnere der Insel und kann dort eine Dicke von bis
zu 3 km erreichen. Aufgrund des Gewichts dieser enormen Masse ist dort die
felsige Oberfläche gewisser Regionen eingesunken und befindet sich jetzt mehr
als 1 km unter dem Meeresspiegel. In den letzten Jahrzehnten ist jedoch infolge
der globalen Erwärmung ein Rückgang dieser enormen gefrorenen Masse zu
verzeichnen: Grönland verliert jedes Jahr netto 227 Milliarden Liter.
Die Platte der Karibik
Die Kleinen und Großen Antillen bilden einen Inselbogen vulkanischen Ursprungs,
der zwischen zwei Kontinentalplatten liegt: der Karibischen Platte und der
Amerikanischen oder auch Atlantischen Platte im Osten, die sich auf die andere
Platte schiebt und diese 50 km unter die Kleinen Antillen drückt. Feststellen
läßt sich die Bewegung dieser Platten insbesondere durch die Verschiebung der
Insel Hispaniola um einige Zentimeter pro Jahr sowie die fortgesetzten
seismischen Bewegungen und die Vulkantätigkeit, die man auf mehreren dieser
Inseln beobachten kann.
Vulkane und Erdbeben
Am San-Andreas-Graben stoßen die Amerikanische und Pazifische Platte aneinander.
Diese Verwerfung erreicht eine Tiefe von 1 700 m, erstreckt sich über mehr als
900 km parallel zur kalifornischen Küste und verläuft durch die Stadt San
Francisco. Die ständigen Erschütterungen und die Verschiebungen dieser beiden
Platten entlang der Verwerfung lösen in der Region immer wieder verheerende
Erdbeben aus.
Trotz seiner Länge ist der San-Andreas-Graben nur ein kleiner Teil dessen, was
man als den Feuerring ("Ring of Fire") bezeichnet. Dieser Gürtel aus Vulkanen
und Zonen starker seismischer Tätigkeit umspannt praktisch den gesamten
Pazifischen Ozean (von der Antarktischen Halbinsel bis nach Neuseeland) und
umfaßt 75% der Vulkane unseres Planeten. In Nordamerika macht sich die
Vulkantätigkeit des Feuerrings besonders auf den Aleuten, auf der
Alaska-Halbinsel und in der Kette der Kaskaden (Nordwesten der USA) bemerkbar.