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Es handle sich um einen früheren Manager bei UBS Frankreich, der die Bank 2009 verlassen und sich nun für Handlungen in den Jahren 2004 bis 2009 schuldig bekannt hat, heisst es unter Berufung auf die nationale Finanz-Staatsanwaltschaft. Es liege aber am Gericht das Schuldeingeständnis zu werten.
Weder die Untersuchungen gegen den ehemaligen Mitarbeiter noch das Schuldeingeständnis änderten etwas an der Position der UBS, hiess es laut AFP zudem von der Grossbank. Sie werde ihre Position weiter verteidigen. Gegenüber AWP war die Grossbank am Abend zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.
Der UBS droht im Nachbarland ein Gerichtsverfahren: Die französische Staatsanwaltschaft beantragte einen Prozess wegen Beihilfe zum Steuerbetrug, wie Ende Juni bekannt wurde. Die zuständige Behörde habe nun einen Monat Zeit, um darüber zu entscheiden, hiess es damals.
Der Bank wird vorgehalten, französischen Kunden bei der Steuerflucht geholfen zu haben. Das formelle Verfahren gegen die UBS wurde 2014 eröffnet, das gegen ihre französische Tochter 2015. UBS musste 1,1 Mrd EUR Kaution zahlen, der Ableger 10 Mio. Es war bereits bekannt, dass der Staatsanwalt gegen drei leitende Angestellte der Bank in Frankreich Anklage erheben wollte.
Ausserdem muss die UBS der eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) Daten zu einer Anzahl von UBS-Kontonummern mit Bezug zu ehemaligen oder aktuellen Kunden mit Domizil Frankreich liefern, wie erst seit dieser Woche bekannt ist. Die Bank erhielt eine Editionsverfügung, die auf einer Anfrage für internationale Amtshilfe in Steuersachen aus Frankreich basiert.
ys/
(AWP)