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Eine Idee breitet sich aus
Nach der Schweiz haben auch andere Länder die Begegnungszone ins Strassenverkehrsrecht aufgenommen. Heute kennen folgende Länder Begegnungszonen mit ähnlichen Regelungen wie in der Schweiz:
In Deutschland haben es die zuständigen Bundesbehörden wiederholt abgelehnt, die Begegnungszone ins Strassenverkehrsrecht aufzunehmen. Die Stadt Berlin hat deshalb im Rahmen seiner Fussverkehrsstrategie eine Begegnungszone als Modellprojekt umgesetzt, indem sie geltende Regelungen miteinander verknüpft hat. Begegnungszone Maassenstrasse
Ein gutes Beispiel einer Begegnungszone in Österreich ist der Sonnenfelsplatz in Graz.
Verwandte Konzepte
International gibt es weitere Konzepte, welche ähnlich wie Begegnungszonen funktionieren und reguliert sind. Zu erwähnen sind insbesondere Shared Space und der verkehrsberuhigte Bereich.
Verkehrsberuhigter Bereich
Als Deutschland 1980 das ursprünglich niederländische Konzept der Wohnstrasse («Woonerf») im nationalen Verkehrsrecht verankerte, wurde bewusst darauf verzichtet, den Einsatzbereich auf Wohngebiete einzuschränken. In der Namensgebung verzichtete man im Gegensatz zur Schweiz und zu Österreich auf den Begriff «Wohnstrasse» und wählte stattdessen die neutrale Bezeichnung «verkehrsberuhigter Bereich». Einsetzbar ist dieser auch dort, wo in der Schweiz Begegnungszonen errichtet werden können. Weil im verkehrsberuhigten Bereich Schrittgeschwindigkeit gilt und das Kinderspiel überall erlaubt ist, ist der Einführungswiderstand grösser als für die Begegnungszone. Seit einer rechtlichen Änderung im Jahr 2009 erschwert eine fragwürdige Begrenzung auf Situationen «mit sehr geringem Verkehr» die Anwendung. Einzelne bewährte Anwendungsfälle auf Haupt- oder Geschäftsstrassen wurden danach zurückgenommen.
Shared Space
Shared Space ist ein Konzept aus den Niederlanden, das mit einer Gestaltung von Fassade zu Fassade zu einem besseren Miteinander im Verkehr führt. Shared-Space-Gestaltungen kommen von sich aus meist ohne eine zusätzliche Signalisation oder Markierung aus. In der holländischen Realität beginnt meist mindestens 50 Meter vor dem Shared Space eine Tempo-30-Zone. Das niederländische Verkehrsrecht hat das Prinzip der Kausalhaftung stark verankert; daraus ergibt sich fast ein Fussgängervortritt. Zudem ist die Verkehrskultur in den Niederlanden entspannter, deshalb ist unter den niederländischen Voraussetzungen eine separate Regelung für Verkehrsbereiche, wo das Prinzip der Verkehrstrennung aufgeweicht ist, nur bedingt notwendig.
Beispiele zur Umsetzung von Shared Space und die Regelungen im Detail finden sich auf der Website Netzwerk Shared Space.