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von Michael Schmaedecke
Die oberhalb der Arlesheimer Eremitage gelegene Burg Birseck - ehemals "Dienstwohnung" des Basler Bischofs und seiner Vögte - war ursprünglich nicht den Park einbezogen, bildete jedoch als "point de vue" ein wichtiges Element der Anlage. Beim Wiederaufbau des Parks nach dessen Zerstörung 1792/1793 integrierte der neue Besitzer Konrad von Andlau, der Sohn des vormaligen bischöflichen Vogtes und der Mitinitiantin des Gartens, die ebenfalls beschädigte Burganlage in den Park. Konrad von Andlau, der hoffte, in der Region Fuss fassen zu können, versuchte die Kulissenarchitektur der Burg als Familienstammsitz zu etablieren und nannte sich fortan nach der Burg "von Andlau-Birseck". Er liess einen "Rittersaal" errichten und mit "Familienreliquien" ausstatten. Die Burgkapelle wurde neu eingewölbt und im neugotischen Stil, die Familientradition inszenierend, ausgemalt. Als sich die Hoffnung, nach Arlesheim zurückzukehren, zerschlagen hatte, trennte sich die Familie von dem Besitz. Nach mehreren Handänderungen erwarb ein Seidenfabrikant aus Basel die Burg, mit der er seinen wirtschaftlichen Erfolg repräsentativ demonstrieren konnte. Wohl sein Erbe liess an der Innenwand des Mauerberings Wappenschilder des Schweizer Wappens, der Schweizer Kantone und die Jahreszahlen 1308 und 1848 anbringen, mit denen er ein Bekenntnis zum neu entstandenen demokratischen Staatsgebilde der Schweiz ablegte.
, Michael : Die Burg Birseck als Element des englischen Gartens der Arlesheimer Eremitage
Mittelalter – Moyen Age – Medioevo – Temp medieval, Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins, 13. Jahrgang 2008, Heft 4, 159 - 170.