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Maria Stuarda
Tragedia lirica in three acts by Gaetano Donizetti (1797-1848)
Libretto by Giuseppe Bardari
after the eponymous tragedy by Friedrich Schiller
In italian with German and English surtitles. Introduction 45 min before the performance.
Introductory matinee on 25 Mar 2018.
With the kind support of the Kühne-Stiftung
April 2018
May 2018
02May
19.00
Maria Stuarda
Opera by Gaetano Donizetti, Price F, Wednesday subscription B, Italian opera subscription
Maria Stuarda
Abstract
Maria Stuarda
In Gaetano Donizetti’s opera Maria Stuarda, there is a scene that holds a unique position in the bel canto repertoire of the 19th century: Queen Elizabeth I and her rival Mary Stuart stand opposite one another, hurling accusations and vitriolic insults. Historically, this scene never took place – the confrontation between the Scottish and the English monarchs is a stroke of genius from the pen of Friedrich Schiller. Gaetano Donizetti placed the fiery duel of the two queens at the heart of his opera – thus creating one of the most dramatically effective moments in his entire oeuvre. Donizetti’s librettist radically simplified Schiller’s tragedy. Mary Stuart has been held captive for years at Fotheringhay Castle, where Elizabeth I has had her imprisoned for fear of her claims to the English throne. When the two queens meet, their rivalry escalates, and Elizabeth makes up her mind to have Mary killed. When the Earl of Leicester asks for mercy for the Scottish queen, Elizabeth feels betrayed by the man she loves, and orders Mary’s execution. Maria Stuarda is a spine-chilling and highly emotional historical drama, entirely to the taste of the Italian Romantics. However, success was not forthcoming: King Ferdinand II banned performance of the politically dubious first version, and when the première finally took place at La Scala in Milan in 1835, the famous Maria Malibran took to the stage with a hoarse voice. Only in the mid-20th century did the opera become a permanent fixture in the repertoire and a bravura piece for the two queens.
We are sure that we have found a cast suitable for these prestigious roles: none other than the star soprano Diana Damrau will be singing the title role. The Italian soprano Serena Farnocchia, who recently performed at the Zurich Opera House, as Madama Cortese (Il viaggio a Reims) and Alice Ford (Falstaff), will be opposite her as Elizabeth I. Pavol Breslik will be singing the Earl of Leicester. David Alden, one of the most experienced practitioners of his craft, will be staging his first production at Zurich Opera House.
Enrique Mazzola, Musikalische Leitung
Enrique Mazzola
Enrique Mazzola ist seit Beginn der Saison 2012/13 Musikdirektor des Orchestre National d’Île-de-France. Geboren in Barcelona, studierte er Geige und Klavier. Später schloss sich ein Dirigier- und Kompositionsstudium am Giuseppe Verdi Konservatorium in Mailand an. 2012/13 debütierte er beim London Philharmonic Orchestra, dem Royal Scottish National Orchestra und der Staatsphilharmonie Nürnberg. Weitere Debüts folgten beim Orchestra of the Age of Enlightenment, Oslo Philharmonic Orchestra, Scottish Chamber Orchestra, Wiener Symphoniker und Brussels Philharmonic. Opernengagements führten ihn nach Glyndebourne (L’elisir d’amore, Don Pasquale, Poliuto), ans Théâtre des Champs-Elysée (Tancredi, Don Pasquale), an den Maggio Musicale Fiorentino (L’italiana in Algeri), ans New National Theatre Tokyo (Don Giovanni), an die Opéra du Rhin (Macbeth), an die Deutsche Oper Berlin (Il barbiere di Siviglia, Falstaff, Le Vaisseau fantôme), ans Bolschoi Theater Moskau (La sonnambula), an die Scala (Don Pasquale), ans Opernhaus Zürich (Il barbiere di Siviglia, Don Pasquale), die New Yorker Met sowie an die Festivals von Aix-en-Provence, Wexford, die Münchner Opernfestspiele und zum Rossini Opera Festival. Im Bereich der zeitgenössischen Musik dirigierte er u.a. die Uraufführung von Alberto Collas Il processo an der Mailänder Scala und Arnaldo de Felices Medusa an der Bayerischen Staatsoper. Von 1999 bis 2003 war er Künstlerischer Leiter des Cantiere Internazionale d’Arte in Montepulciano. Aktuelle Pläne umfassen u.a. sein Debüt an der Lyric Opera of Chicago mit Lucia di Lammermoor sowie Dirigate bei den Bregenzer Festspielen und den Wiener Symphonikern.
David Alden, Inszenierung
David Alden
David Alden zählt zu den einflussreichsten Regisseuren der Gegenwart. Für seine Arbeit wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so erhielt er u.a. für seine Inszenierung von Brittens Peter Grimes an der Deutschen Oper Berlin den „South Bank Show Award“ und für seine Regie von Janáčeks Jenůfa an der English National Opera den „Olivier Award“. 2001 wurde seine langjährige Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsoper mit dem „Bayerischen Theaterpreis“ honoriert. 2006 wurden im Rahmen der Münchner Opernfestspiele zahlreiche seiner Produktionen wiederaufgenommen, so u.a. Ariodante, La Calisto, La forza del destino, L’incoronazione di Poppea, Orlando sowie Tannhäuser. Weitere bedeutende Produktionen an der Bayerischen Staatsoper waren Il ritorno d’Ulisse in patria, Pique Dame, Lulu, La donna del lago sowie Der Ring des Nibelungen. Zusammen mit seinem Bruder Christopher Alden inszenierte er halbszenische Aufführungen der drei Mozart/Da Ponte-Opern mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Daniel Barenboim. Seine Arbeit führte ihn ausserdem u.a. an die New-Yorker MET, die Lyric Opera of Chicago, die Komische Oper Berlin, die Volksoper Wien, die English National Opera, die Opera North, das Teatro Real Madrid sowie an die Opernhäuser von Dallas, Köln, Frankfurt und Graz. In der Spielzeit 2016/17 inszenierte er Les Huguenots an der Deutschen Oper Berlin und Semiramide an der Bayerischen Staatsoper, eine Co-Produktion mit dem Royal Opera House London. Ausserdem wird er bei Catalanis Loreley an den St. Galler Festspielen Regie führen. Seine Inszenierung von Thomas Adès’ Powder her Face für das Aldeburgh Festival, Ariodante für die English National Opera sowie Rodelinda, Rinaldo und Tannhäuser für die Bayerische Staatsoper sind auf DVD erhältlich.
Gideon Davey, Bühne und Kostüme
Gideon Davey
Gideon Davey, geboren in Bristol, Grossbritannien, arbeitet für Theater, Film und Fernsehen. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Regisseur David Alden, mit dem er u.a. bei Luisa Miller (Lyon), Radamisto (Santa Fe, English National Opera), Wagners Ring (München), Don Giovanni (Köln), Alcina (Berlin), Giasone (Spoleto Festival), Don Giovanni (Köln), Powder Her Face im Almeida Theatre in London, bei einer szenischen Produktion der Winterreise mit Ian Bostridge sowie bei Der Zigeunerbaron und Faust an der Wiener Volksoper als Kostüm- und teilweise auch Bühnenbildner mitarbeitete. Seine Kostüme für David Aldens Inzenierung von Il ritorno d’Ulisse in patria brachte ihm die Auszeichnung Bühnenbildner des Jahres 2005 der Zeitschrift Opernwelt ein. Auch bei Produktionen von Andreas Homoki wirkte Gideon Davey wiederholt mit, so etwa als Kostümbildner bei Pagliacci und Von heute auf morgen am Teatro la Fenice, Der Rosenkavalier und Robin Hood an der Komischen Oper Berlin, Roméo et Juliette an der Bayerischen Staatsoper und Charpentiers David et Jonathas in Aix en Provence. Ausserdem entwarf er u. a. Bühne und Kostüme für Robert Carsen, Rinaldo in Glyndebourne, Armide am Theatre Champs Elysees, für Das schlaue Füchslein in Strassburg, für Stephen Lawless (Acis and Galatea in Innsbruck), David Alden (Die Meistersinger von Nürnberg in Amsterdam) und Chabriers L’étoile in Frankfurt. Beim Feature-Film The Nine Lives of Tomas Katz (2000, Regie: Ben Hopkins) zeichnete Gideon Davey für das Produktionsdesign verantwortlich. Zukünftige Engangements werden ihn u.a. an die Opera de Lille (Das schlaue Füchslein, Robert Carsen) ans Moskauer Bolshoj Theater (Cosi fan tutte, Floris Visser), an die Oper Frankfurt (L'Orontea, David Alden), an die Opéra Comique in Paris sowie ans Theater an der Wien (Platée, William Christie) führen.
Martin Gebhardt, Lichtgestaltung
Martin Gebhardt
Martin Gebhardt war Lichtgestalter und Beleuchtungsmeister bei John Neumeiers Hamburg Ballett. Ab 2002 arbeitete er mit Heinz Spoerli und dem Ballett Zürich zusammen. Ballettproduktionen der beiden Compagnien führten ihn an renommierte Theater in Europa, Asien und Amerika. Am Opernhaus Zürich schuf er das Lichtdesign für Inszenierungen von Jürgen Flimm, Grischa Asagaroff, Matthias Hartmann, David Pountney, Moshe Leiser/Patrice Caurier, Damiano Michieletto und Achim Freyer. Bei den Salzburger Festspielen kreierte er die Lichtgestaltung für La bohème und eine Neufassung von Spoerlis Der Tod und das Mädchen. Mit Christoph Marthaler und Anna Viebrock arbeitete er beim Händel-Abend Sale und Rossinis Il viaggio a Reims zusammen. Seit der Spielzeit 2012/13 ist Martin Gebhardt Leiter des Beleuchtungswesens am Opernhaus Zürich. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn heute mit dem Choreografen Christian Spuck (Anna Karenina, Woyzeck, Der Sandmann, Sonett, Leonce und Lena, Paysage obscure). In jüngster Zeit war er ausserdem Lichtdesigner für die Choreografen Alexei Ratmansky, Wayne McGregor, Marco Goecke, Douglas Lee und Edward Clug.
Ernst Raffelsberger, Choreinstudierung
Ernst Raffelsberger
Ernst Raffelsberger, Chorleitung, stammt aus Gmunden, Oberösterreich. Er studierte Musikpädagogik und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien (Chorleitung bei Prof. Erwin Ortner) und anschliessend Chordirigieren am Salzburger Mozarteum bei Prof. Walter Hagen-Groll. Von 1983 bis 1986 war er Kapellmeister der Wiener Sängerknaben. In dieser Zeit leitete er das Ensemble in Wien und auf Tourneen durch Europa, Südafrika, Kanada und die USA. Ab 1986 war Ernst Raffelsberger Chordirektor und Kapellmeister am Landestheater Salzburg (Mitwirkung bei der Salzburger Mozartwoche und den Salzburger Festspielen). 1989 wurde er von Donald Runnicles als Chordirektor und Kapellmeister an das Theater in Freiburg/Breisgau berufen. Seit Herbst 1993 ist Ernst Raffelsberger am Opernhaus Zürich als Chordirektor engagiert. Hier hat er inzwischen über 100 Premieren betreut und mit vielen namhaften Dirigenten wie Riccardo Chailly, Christoph von Dohnányi, Vladimir Fedoseyev, Sir John Eliot Gardiner, Daniele Gatti, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta und Franz Welser-Möst zusammengearbeitet. Gastspiele mit dem Opernhaus Zürich führten ihn nach Wien, London, Paris und Tokio. Zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen dokumentieren diese Arbeit. Im Sommer 2012 begann zusätzlich seine Tätigkeit als Chordirektor der Salzburger Festspiele. Er ist dort für die Produktionen der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor verantwortlich. In seiner ersten Festspielsaison kam es u.a. zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Riccardo Muti und Sir Simon Rattle.
Serena Farnocchia, Elisabetta I., Königin von England
Serena Farnocchia
Serena Farnocchia stammt aus Italien und studierte u.a. bei Gianpiero Mastromei. Sie ist Gewinnerin zahlreicher Gesangswettbewerbe und war Preisträgerin beim «Luciano Pavarotti Wettbewerb» in Philadelphia. Im Anschluss an den Wettbewerb sang sie dort neben Pavarotti die Titelpartie in Lucia di Lammermoor. 1997 wurde sie von Riccardo Muti ins Opernstudio der Mailänder Scala aufgenommen. Es folgten erste Engagements u.a. in Neapel, Lucca und Livorno. An der Mailänder Scala sang sie u.a. Donna Anna (Don Giovanni) und die Titelpartie in Paisiellos Nina. Seither folgten Auftritte an den Opernhäusern u.a. von Rom, Venedig, Lausanne, Basel, Stuttgart, Dresden, Bologna, Hongkong, San Francisco, Tokio und Chicago sowie bei den Festivals in Torre del Lago, Florenz und Wexford. Ihr Repertoire umfasst Partien wie Fiordiligi (Così fan tutte), Contessa Almaviva (Le nozze di Figaro), die Titelpartie in Luisa Miller, Leonora (Il trovatore), Amelia (Simon Boccanegra), Elisabetta (Don Carlo), Desdemona (Otello), Alice Ford (Falstaff), Adalgisa (Norma), Liù (Turandot), Mimì (La bohème) und Micaëla (Carmen). In der vergangenen Spielzeit sang sie u.a. Amelia in München, Desdemona in Seoul, Elisabetta (Don Carlo) in Tokio, Donna Anna an der Deutschen Oper am Rhein, Antonia (Les Contes d’Hoffmann) in Hamburg, Cio-Cio San (Madama Butterfly) in Luxembourg und Lille sowie Mimì in Rom. Am Opernhaus Zürich wird sie in dieser Spielzeit auch als Madama Cortese (Il viaggio a Reims) zu erleben sein. Zu ihren weiteren Plänen gehören die Titelpartie in Maria Stuarda an der Seattle Opera, Elettra (Idomeneo) an der Opera Vlaanderen und Cio-Cio San in Napoli.
Diana Damrau, Maria Stuarda, Königin von Schottland
Diana Damrau
Diana Damrau stammt aus Günzburg und erhielt ihre Gesangsausbildung bei Carmen Hanganu an der Musikhochschule Würzburg sowie bei Hanna Ludwig in Salzburg. Nach ersten Festengagements in Würzburg, Mannheim und Frankfurt startete sie 2002 ihre freiberufliche internationale Karriere. Sie gastierte an den grossen deutschen Opernhäusern von München, Berlin, Dresden, Hamburg und trat bald auch in Wien, Brüssel, Washington, London, Mailand, New York und Madrid sowie seit 2001 bei den Salzburger Festspielen auf. Renommierte Dirigenten wie Riccardo Muti, Zubin Mehta, Lorin Maazel, Sir Colin Davis, Christoph von Dohnányi, Nikolaus Harnoncourt, Pierre Boulez, Adam Fischer, Ivor Bolton und Peter Schneider begleiten ihren Weg auf der Opernbühne und dem Konzertpodium. Diana Damraus Repertoire ist weit gefächert und reicht vom italienischen und französischen Fach (Gilda, Norina, Adina, Rosina; Leila, Lakmé, Ophélie) über hohe lyrische Partien des deutschen Repertoires bis zu zeitgenössischen Kompositionen. Als gefragte Mozart- und Strauss-Sängerin war sie als Konstanze (Frankfurt, München, Wien), Königin der Nacht (München, London, Salzburger Festspiele), Susanna (La Scala, Wien, München, Salzburger Festspiele), Zdenka (München), Sophie (Dresden, München) und Zerbinetta (Dresden, Wien, London, Madrid, Met New York) zu erleben. Neben der Oper nehmen Liederabende einen grossen Raum im Schaffen der Sängerin ein. In dieser Saison singt sie u.a. Les Contes d’Hoffmann (alle vier Frauenrollen) in München, L’elisir d’amore an der Met, Mignon in Genf sowie Lucia di Lammermoor an der Deutschen Oper Berlin und an der Wiener Staatsoper.
Pavol Breslik, Roberto, Graf von Leicester
Pavol Breslik
Pavol Bresliks Karriere begann 2005, als er von der Zeitschrift «Opernwelt» zum Nachwuchssänger des Jahres gekürt wurde. Im Jahr 2000 hatte er den ersten Preis beim Antonín-Dvořák-Wettbewerb in Tschechien gewonnen. 2003-2006 gehörte Pavol Breslik dem Ensemble der Berliner Staatsoper Unter den Linden an. Seit 2006 freischaffend, trat er an der Metropolitan Opera und an den grossen europäischen Opernhäusern und Festspielen auf. An der Wiener Staatsoper sang er Lenski und Nemorino, an der Bayerischen Staatsoper gab er zwei wichtige Rollendebuts: den Gennaro (Lucrezia Borgia) an der Seite von Edita Gruberova und den Edgardo (Lucia di Lammermoor) mit Diana Damrau. Er sang dort auch Tamino, Idamante, Nemorino und Cassio und kehrte für die Opernfestspiele der Spielzeit 2015/16 als Gennaro und Don Ottavio (Don Giovanni) nach München zurück. Am Covent Garden war er als Lenski in der Neuproduktion Eugen Onegin sowie als Ferrando und Tamino zu hören. Er gastierte an der Pariser Oper, am Liceu Barcelona, Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, an der Berliner Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen und am Genfer Grand Théâtre. Am Opernhaus Zürich, dessen Ensemble er seit der Spielzeit 2012/13 angehört, sang er Števa (Jenůfa), die Titelpartie in Gounods Faust, Don Ottavio, Roberto Devereux, Nadir, Peter Quint, Alfredo Germont, Macduff, Belmonte und Nemorino. Bei den Festspielen von Aix-en-Provence sang er Don Ottavio, an der Oper Sydney gab er sein Australien-Debut als Nadir (Les Pecheurs de Perles). Zuletzt war er an der Bayerischen Staatsoper (Die Zauberflöte, Jenůfa, Falstaff), an der Pariser Opéra (Die Zauberflöte) sowie an der Wiener Staatsoper (Jewgeni Onegin) zu erleben.
Nicolas Testé, Giorgio Talbot
Nicolas Testé
Der französische Bass-Bariton Nicolas Testé studierte an der Opéra National de Paris und im Centre de Formation Lyrique in Paris. 1998 gewann er den zweiten Platz beim “Voix Nouvelles”-Wettbewerb. Er gastiert regelmässig auf internationalen Bühnen, u.a. an der Metropolitan Opera New York, der Staatsoper München, der Los Angeles Opera, der Deutschen Oper Berlin, der Opéra National de Paris, am Teatro San Carlo in Neapel, dem Grand Théâtre de Gènéve, am Teatro La Fenice in Venedig, am Theater an der Wien sowie beim Glyndebourne Festival und bei den Chorégies d’Orange. Konzertant war er u.a. im Festspielhaus Baden-Baden, in der Elbphilharmonie Hamburg, der Semperoper Dresden, der Philharmonie München, im Teatro Colón in Buenos Aires, der Shanghai Symphony Hall und in der Suntory Hall in Tokio zu erleben. Neben seinem Debüt an der Staatsoper München in La bohème (Colline) debütierte Nicolas Testé in der Saison 2015/2016 an der San Francisco Opera in Lucia di Lammermoor (Raimondo) und gastierte an der Met in einer Neuinszenierung von Les Pêcheurs de perles (Nourabad). Zudem sang er Raimondo an der Deutschen Oper Berlin, Sir Giorgio (I puritani) am Teatro Real in Madrid und Doktor Grenvil (La traviata) in Orange. 2016/2017 war er in München als Colline und Raimondo, in New York als Zuniga (Carmen), in Paris als Abimélech (Samson et Dalila) und in Los Angeles als die vier Gegenspieler in Les Contes d’Hoffmann zu hören. In der Spielzeit 2017/18 singt Nicolas Testé u.a. Don Basilio (Il barbiere di Siviglia) in Paris und Raimondo in München. Geplant sind Méphisto (Faust), Alvise (La Gioconda) und Giorgio Talbot (Maria Stuarda) an der Deutschen Oper Berlin.
Andrzej Filonczyk, Lord Guglielmo Cecil
Andrzej Filonczyk
Andrzej Filonczyk, Bariton, stammt aus Polen. Er erhielt ab seinem sechsten Lebensjahr Klavierunterricht. Seit 2014 studiert er Gesang an der Opernakademie der Polnischen Nationaloper in Warschau. Er feierte Erfolge bei mehreren nationalen und internationalen Wettbewerben. So gewann er etwa den ersten Preis und weitere Auszeichnungen beim Internationalen Bohuslav Martinů-Wettbewerb 2014 in Prag sowie den ersten Preis beim Internationalen Stanisław Moniuszko-Wettbewerb 2016 in Warschau. Sein Operndebüt gab er als Tonio (Pagliacci) an der Oper «Stanisław Moniuszko» in Poznań und wurde dafür mit dem Preis für das Debüt des Jahres ausgezeichnet. Am selben Haus sang er 2016 erstmals die Titelrolle in Eugen Onegin. Auf dem Konzertpodium war er u.a. als Solist in Faurés Requiem an der Oper Warschau zu hören. Als Teilnehmer des Young Singers Project bei den Salzburger Festspielen sang er 2016 den Diener in Thaïs. Ebenfalls 2016 sang er Schaunard (La bohème) am Teatro Lirico di Cagliari. In der Spielzeit 2016/17 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich und war hier u.a. als Mathias/Wirt (Der feurige Engel), Figaro (Il barbiere di Siviglia) sowie in Don Carlo zu hören. Bei den Salzburger Festspielen 2017 sang er Gubetta in Lucrezia Borgia. In näherer Zukunft ist u.a. Silvio in Pagliacci am Royal Opera House Covent Garden in London geplant; als Silvio war er in der Spielzeit 2016/17 bereits am Teatro Regio di Turino zu hören.
Hamida Kristoffersen, Anna Kennedy
Hamida Kristoffersen
Hamida Kristoffersen stammt aus Norwegen. Sie absolvierte ihre Gesangsausbildung an der Universität Tromsø, besuchte Meisterkurse bei Kiri Te Kanawa, Birgitte Fassbeander, Barbara Hendricks sowie Enza Ferrari und nimmt seit 2013 regelmässig Unterricht bei Patricia McGaffrey in New York. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem «Premio Verdi 2013» und einem Ingrid Bjoner-Stipendium bei der «Queen Sonja Competition». Bisher war sie als Mimì (La bohème) sowie als Contessa (Le nozze di Figaro) mit der Arctic Opera und dem Arctic Philharmonic Orchestra sowie am Oslo Opera Festival 2012 (Konzert zu Ehren von Kirsten Flagstad) zu erleben. Ausserdem sang sie 2014 in der Oslo Concert Hall sowie beim Neujahrskonzert mit dem NRK (Norwegian Radio Orchestra) und dem Oslo Philharmonic Orchestra. In der Spielzeit 2014/15 wurde Hamida Kristoffersen Mitglied im Internationalen Opernstudio in Zürich und war hier u.a. als Pamina (Die Zauberflöte), Tamiri (Il re pastore) sowie in Die Frau ohne Schatten, Luisa Miller, Fälle von Oscar Strasnoy, Giannetta (L’elisir d’amore) und Annina (La traviata) zu erleben. 2015 debütierte sie als Micaëla (Carmen) an der Oper Oslo. Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie Mitglied im Ensemble des Opernhauses Zürich, wo sie bisher als Dama (Macbeth) und Berta (Il barbiere di Siviglia) auf der Bühne stand. Zudem sang sie im Sommer 2017 Mimì (La bohème) an der Oper Hedeland in Dänemark.