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Mo, 7. März 2022, Ralf Hersel
Wie die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) am Donnerstag mitteilte, wurde beim Landgericht Hamburg eine Klageerwiderung gegen die Musikindustrie eingereicht. Damit unterstützt die GFF den Web-Hosting-Anbieter Uberspace gegen eine Klage von Sony Music, Universal Music und Warner Music. Die drei Unternehmen hatten geklagt, weil Uberspace die Webseite des Open-Source-Projekts youtube-dl hostet, einer Software zum Herunterladen von Videos aus dem Internet. Die GFF sieht in dieser Klage einen weiteren Versuch der Musikindustrie, unter dem Vorwand des Urheberrechts rechtmässige Netz-Aktivitäten wie Downloadwerkzeuge in die Illegalität zu treiben.
Nach Einschätzung der GFF ist die Klage von Sony Music etc. unberechtigt, weil Hosting-Anbieter nur offensichtlich illegale Inhalte sperren müssen, sobald sie von ihnen erfahren. Das Download-Tool youtube-dl ist aber legal, das Herunterladen von Videos von über tausend Webseiten wird ermöglicht, ohne dass dadurch wirksame Kopierschutzmassnahmen umgangen werden. Für den Schutz von Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und Kunstfreiheit ist die Möglichkeit von zentraler Bedeutung, legal Videomaterial aus dem Netz herunterzuladen und zu schneiden. Zitate, Parodien und Mashups sind sonst nicht denkbar.
Unter der Quelle erfahrt ihr, was der Politiker Felix Reda (arbeitet mittlerweile für die GFF) und Youtuber Rezo dazu sagen. Abgesehen von dieser Klage, empfehle ich yt-dlp anstelle von youtube-dl zu verwenden, da dieser Fork weitergehende Funktionen und Fixes enthält.