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Forscher haben eine mögliche Variante gefunden, wie die biblische Wasserteilung stattgefunden haben könnte.
Wer kennt ihn nicht. Den langhaarigen, bärtigen Reinhold Messner – Verschnitt, mit dem Gehstock in Händen. Der, der mit brennenden Büschen chattet und mit einem langen fetten Stock das Meer geteilt hat. Genau. Es geht um Moses. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, wie sich die berühmte Wasserteilung abgespielt haben könnte.
Dank neuster Computer und Software welche dazu dient das Verhalten von Flüssigkeiten zu simulieren, ist den Forschern vom US National Centre for Atmospheric Research der Nachweis gelungen, das eine Wasserteilung wie sie in der Bibel beschrieben wurde unter gewissen Umständen tatsächlich möglich gewesen ist.
Nun, als erste wichtige Annahme gehen die Wissenschaftler davon aus, dass das Pfadilager von Moses und seiner Crew nicht am roten Meer stattgefunden hat, sondern am nahegelegenen Tanis See. Das Rote Meer ist zu gross und vor allem zu tief um von irgend einer natürlichen Kraft – ausser vielleicht Steve Jobs – geteilt zu werden. Der Tanis See entstand übrigens durch einen Ableger vom Nil, dem sogenannten Pelusiac Nil.
Anhand der ozeanografischen Daten des Tanis See haben die Forscher ein virtuelles Modell mit den genauen Abmessungen und tiefen des Gewässers erstellt. Danach haben sie verschiedene Verhaltensweisen der Wassermassen unter dem Einfluss von starken Winden geprüft und simuliert. Wenn ein Wind stark und vor allem lange genug in ein und dieselbe Richtung über ein Gewässer bläst, verschieben sich automatisch die Wassermassen in die Windrichtung. Und dort wo das Wasser fehlt, sinkt der Pegel und somit die Wasseroberfläche. Dieses Phänomen kennt man in der Wissenschaft als “Windbedingte Wasserstandsänderung” dabei dürfen die durch den Windeinfluss resultierenden Pegelstanddifferenzen nicht unterschätzt werden, da diese erheblich sein können.
Mit der Computersimulation haben die Forscher nachgewiesen, dass eine biblische Wasserteilung wie es Moses gemacht haben soll unter den folgenden Bedingungen tatsächlich stattgefunden haben könnte:
- ein 101 km/h starker Ostwind,
- der 12 Stunden lang gleichmässig bläst,
- könnte zu einer 3 bis 4 Kilometer langen und 5 Kilometer breiten Landpassage geführt haben.
Ok, man kann sagen, dass dies ein kleinbisschen von der biblischen Schilderung abweicht.
Mose streckte seine Hand über das Meer aus und der Herr trieb die ganze Nacht das Meer durch einen starken Ostwind fort. Er ließ das Meer austrocknen und das Wasser spaltete sich.
Nun, etwas überspitzt gesagt wäre es dann gemäss der Bibel wohl so gewesen, das Moses seine Hand 12 Stunden lang ausgestreckt hat und die nächsten 2 Wochen über saumässige Muskelkrämpfe im Arm geflucht hätte.
Text: inspiriert, übersetzt und interpretiert von gizmodo.com
Cartoon: mit freundlicher Genehmigung vom Meister selbst: ronnytoons.at
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