Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/175071

<h2>SubmittedText<h2><p>Im Herbst 2016 hat der Nationalrat beschlossen, dass das Obligatorium für Hundehalter für den Erwerb eines Sachkundenachweises aufzuheben sei. Dies ist nun seit 1. Januar 2017 so umgesetzt. In verschiedenen Kantonen bestehen für Hundehalter weiterhin Auflagen, wie die Pflicht zur Absolvierung einer praktischen Hundeausbildung, welche über den abgeschafften Sachkundenachweis des Bundes hinausgehen.</p><p>Folgende Fragen dazu:</p><p>1. Hatte das Aufheben des Obligatoriums für den Erwerb des Sachkundenachweises gemäss Bundesgesetzgebung Auswirkungen auf kantonale Regelungen? Wenn ja, welche?</p><p>2. Welche Kantone kennen immer noch eine kantonale Pflicht zur Absolvierung eines Hundekurses, und wie sieht diese aus?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Seit der Abschaffung der Sachkundenachweispflicht auf eidgenössischer Ebene haben verschiedene Kantone eine Kurspflicht für Hundehalterinnen und -halter geprüft, bzw. es laufen politische Bestrebungen, ein generelles Obligatorium oder eine Kurspflicht für Ersthalterinnen und Ersthalter einzuführen. Teils wurde dieses Ansinnen bereits verworfen, teils stehen die parlamentarischen Beratungen noch aus. In anderen Kantonen gibt es keine Bemühungen, eine Kurspflicht einzuführen.</p><p>2. Eine generelle Kurspflicht für alle Hundehalterinnen und -halter kennt aktuell kein Kanton. Dagegen besteht zurzeit in mehreren Kantonen, darunter Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Genf, Tessin, Thurgau, Waadt und Zürich, eine Ausbildungspflicht für das Halten bestimmter Hunde. Als massgebliches Kriterium stellen die Kantone teils auf die Rasse der Hunde ab, teils auf deren Gewicht und Grösse. Ebenfalls unterschiedlich sind die Anzahl Lektionen und deren Inhalt.</p>  Antwort des Bundesrates.