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Geboren 1978 in Be’er Sheva im Süden Israels, erlernte Avi Avital mit acht Jahren das Mandolinenspiel und wurde bald in das Mandolin Youth Orchestra seines Lehrers Simcha Nathanson berufen. Später studierte er an der Jerusalem Music Academy und am Conservatorio Cesare Pollini in Padua. 2007 gewann er als erster Mandolinist die Aviv Competitions. Avi Avital gilt heute als führender Botschafter seines Instruments. Über 100 neue Werke für Mandoline hat er in Auftrag gegeben. So komponierte Jennifer Higdon für ihn ein Mandolinenkonzert, das er 2021 mit den Münchner Philharmonikern unter Krzysztof Urbański uraufführte; Giovanni Sollima schuf für ihn ein neues Solokonzert, das 2020 erstmals mit dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI Torino erklang. In der Saison 2021/22 gastierte Avital mit dem Ensemble Arcangelo in der Londoner Wigmore Hall und gab Konzerte mit Il Giardino Armonico, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Tonhalle-Orchester Zürich und dem Israel Philharmonic Orchestra. Er arbeitete mit Dirigenten wie Giovanni Antonini, Jonathan Cohen, Ton Koopman, Zubin Mehta, Kent Nagano und Omer Meir Wellber zusammen. Avi Avital widmet sich auch genreübergreifenden Projekten zwischen Barock und Moderne, Klezmer, Jazz und Improvisation, dies im Zusammenspiel mit der Akkordeonistin Ksenija Sidorova, den Tastenvirtuosen Mahan Esfahani und Kristian Bezuidenhout, dem Jazzpianisten Omer Klein, dem Countertenor Andreas Scholl, dem Dover und dem Danish String Quartet, der Schauspielerin Martina Gedeck und dem georgischen Puppentheater Budrugana Gagra. Er war Portrait Artist beim Schleswig-Holstein Musik Festival, im Brüsseler BOZAR und im Dortmunder Konzerthaus; ausserdem tritt er bei den Festivals in Salzburg, Aspen, Tanglewood, Spoleto, Ravenna und Verbier auf. Als Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon hat er sechs Alben veröffentlicht. Avi Avital spielt auf einer Mandoline des israelischen Geigenbauers Arik Kerman.
Juli 2022