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Ford
Der in Dearborn (Michigan/USA) ansässige Ford-Konzern ist mit 164.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 129 Milliarden US-Dollar der fünftgrößte Autobauer der Welt. Lediglich Hyundai, Volkswagen, General Motors und Toyota weisen höhere Umsatzzahlen aus. Am 31. August 2012 lief in der Fabrik in Rayong/Thailand der 350-millionste Ford vom Band.
Geschichte
Der Firmengründer Henry Ford revolutionierte zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Automobilbau, als er das im Volksmund als “Tin Lizzy” bekannte Model T in Fließbandproduktion herstellen ließ. Dieser Schritt wurde erforderlich, um die enorme Nachfrage des immer stärker wachsenden Fahrzeugmarktes in den USA zu befriedigen.
Im Laufe seiner Firmengeschichte hat Ford eine Reihe von Elektronik- und Automobilbaufirmen aufgekauft. Im Jahr 1961 erwarb der Konzern Philco, einen bekannten Hersteller von Elektrogeräten. 1989 wurde die englische Traditionsmarke Jaguar übernommen, zehn Jahre später die Personenfahrzeug-Sparte von Volvo. Weitere Marken, die unter dem Ford-Dach firmieren, sind Aston Martin, Land Rover, Mazda und Daimler.
Sowohl Land Rover als auch Jaguar wurden im März 2008 an den indischen Konzern Tata Motors verkauft. Das Volumen der Transaktion lag Analysten zufolge bei rund 10 Milliarden US-Dollar.
Geschäftspolitik
Nach einer Absatzkrise zu Beginn der 2000er Jahre vollzog Ford eine radikale Wende. Seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts liegt der Schwerpunkt nicht mehr auf Pickups und SUVs, sondern auf benzinsparenden Autos. Im Mittelpunkt stehen dabei Kompaktwagen und leichte Geländefahrzeuge. Das 2006 beschlossene Sanierungsprogramm trägt inzwischen erste Früchte: Vor allem in Europa und Asien verzeichnet Ford sprudelnde Gewinne, die nicht zuletzt auf die immense Beliebtheit der Modelle “Focus” , “C-Max” und “Ka” zurückzuführen sind.
Übersicht der wichtigsten derzeit angebotenen Modelle (Auswahl)
Ka
Mit dem Ka drang Ford 1996 in das bis dahin wenig beachtete Kleinstwagen-Segment vor. Der in zwei Motorvarianten angebotene Stadtwagen gilt aufgrund seines markanten Designs als stilbildend. Im Jahr 2008 wurde die erste Generation, die 12 Jahre lang ununterbrochen gebaut worden war, durch eine neue ersetzt. Das Folgemodell wurde in Zusammenarbeit mit dem Fiat-Konzern entwickelt, der den einstmals populären “500” wiederbeleben wollte. Beide Fahrzeuge sind prinzipiell baugleich, weisen jedoch beim Karosserie- und Innenraumdesign deutlich sichtbare Unterschiede auf.
Fiesta
Der Fiesta ist seit fast 40 Jahren eines der wichtigsten Fahrzeuge im Programm von Ford. Der viersitzige Kleinwagen ist nicht nur im weltweiten Maßstab, sondern auch auf dem Schweizer Markt äußerst erfolgreich: Pro Jahr werden mehr als 4.000 Neufahrzeuge verkauft. Das aktuelle Modell wird seit 2008 im spanischen Almussafes und in Köln-Niehl hergestellt. Gegen Ende des Jahres 2012 wurde ein Facelift vorgenommen, das einige technische und optische Neuerungen brachte.
B-Max
Der B-Max ist seit 2012 Teil der Angebotspalette von Ford. Technisch basiert der Minivan auf dem aktuellen Fiesta-Modell. Das Fehlen von B-Säulen ermöglicht den Fondpassagieren einen leichten Einstieg. Der B-Max ist in seiner Klasse eines der sichersten Fahrzeuge überhaupt: Bereits das Basismodell “Ambiente” verfügt serienmäßig über ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung, eine Fahrdynamikregelung (ESP) mit Antriebsschlupfregelung, ein Reifendruckkontrollsystem und sieben Airbags. Im Jahr 2012 erhielt der B-Max beim Euro NACP-Crashtest die Bestnote von fünf Sternen.
Focus
Der Focus ist ein klassisches “Weltauto”, das in jeweils angepasster Form auf allen fünf Kontinenten angeboten wird. Als Nachfolger des Escort bzw. Orion, der von 1968 bis 1998 gebaut wurde, trug die erste Version des Kompaktwagens die Handschrift des “New Edge”-Designs, das sich durch eine sachliche Linienführung und klare Kanten auszeichnete. 2000 und 2001 war der Ford Focus das weltweit meistverkaufte Auto. Im Oktober 2001 wurden die Optik und die Technik überarbeitet, bevor 2008 eine neue Generation präsentiert wurde. Diese weist ein vollkommen verändertes Karosserie-Design auf, das sich an anderen aktuellen Ford-Modellen wie dem Mondeo und dem S-Max orientiert.
Mondeo
Ein weiteres Modell, das als “Weltauto” konzipiert wurde, ist der Mondeo. Die Produktion der Mittelklasselimousine begann 1993. Die Konstrukteure setzten erstmals auf Front- statt Heckantrieb und quer eingebaute Motoren. Nach einem Facelift im Jahr 1997 wurde 2001 eine komplett neu entwickelte Version im New-Edge-Design vorgestellt.
Nachdem es 2003 und 2005 kleine Änderungen an der Optik gab, präsentierte Ford 2007 die aktuelle Generation des Bestsellers. Der dritte Mondeo besitzt größere Abmessungen als seine Vorgänger und basiert technisch auf derselben Plattform wie der Galaxy II und der S-Max.
C-Max
Der C-Max (bis 2007 “Focus C-Max”) basiert auf der zweiten Focus-Generation und hat bis heute mehr als 800.000 Käufer gefunden. Der Kompaktvan verfügte bereits bei der Markteinführung über ein umfangreiches Sicherheitspaket, das unter anderem Gurtstraffer und 6 Airbags beinhaltete. 2007 erfolgte ein Facelift, das einige optische Neuerungen brachte.
Mit der Einführung der zweiten Generation im Jahr 2010 erhielten die Fahrzeuge die neuen EcoBoost-Motoren, die sich durch einen sparsameren Verbrauch und eine höhere Leistung auszeichnen. Zeitgleich wurde eine um 14 Zentimeter verlängerte Version (“Grand C-Max”) eingeführt, die über zwei Schiebetüren im Fondbereich verfügt.
S-Max
Der S-Max ist eine kürzere und sportlichere Version des Familien-Vans “Galaxy”. Die Motorenpalette ist bis auf den Fünfzylinder-Turbo aus dem Mondeo II identisch. 2006 eingeführt, hat sich das fünftürige Modell zu einem der beliebtesten Personenwagen Europas entwickelt und erhielt mehrere bedeutende Auszeichnungen (u.a. “Auto des Jahres 2007” und “Auto 1 von Europa 2007”). Bis zu sieben Personen finden im Innenraum des S-Max Platz. Bei Bedarf lassen sich beide hinteren Sitzreihen im Fahrzeugboden versenken.
Kuga
Der Crossover-Geländewagen Kuga ist eines der meistverkauften Autos in der Schweiz. Allein im Jahr 2012 wurden mehr als 3.700 Exemplare abgesetzt. Der auf Basis des C-Max entwickelte Wagen war bei der Markteinführung ausschließlich als 2.0-Liter-Diesel erhältlich; später wurde weitere Motorvarianten ins Programm aufgenommen. Die zweite Modellgeneration (seit 2013) verfügt über eine automatisch öffnende Heckklappe mit Fußsensor und einen flexiblen Gepäckraumboden, der zusammen mit den umgelegten Rücksitzen eine ebene Ladefläche bildet.
Galaxy
Die erste Generation des Vans "Galaxy" wurde in Kooperation mit VW und Seat entwickelt. Die Modelle Sharan I und Alhambra I sind nahezu baugleich. Nachdem bei den Verhandlungen über den Bau eines Folgemodells keine Einigung erzielt werden konnte, überarbeitete Ford das Fahrzeug im Alleingang und glich die Karosserie dem “New Edge”-Design der anderen Modelle an. Im Zuge des Facelifts im Jahr 2000 wurden die Motoren durch stärkere Aggregate ersetzt.
Im Mai 2006 erschien der Galaxy II, der rund 18 cm länger war als der Vorgänger und das “Kinetic Design” aufwies. 2010 folgte ein Facelift, bei dem die Rückleuchten auf LED-Technologie umgestellt wurden. Das Motorenangebot wurde ebenfalls überarbeitet: Der Spritverbrauch wurde spürbar gesenkt, zudem erfüllen alle neuen Motoren die Euro-5-Norm.
Ranger
Der Pickup “Ranger” wird in Nordamerika bereits seit Anfang 1982 gebaut und ist dort seit 2006 in der fünften Generation erhältlich. In der Schweiz ist der Ranger erst seit etwa acht Jahren auf dem Markt. Im März 2012 erschien eine neue Modellgeneration, die serienmäßig über einen manuell zuschaltbaren Allradantrieb und eine umfangreiche Sicherheitsausstattung verfügt. Als erster Pickup erhielt der Ranger eine Fünf-Sterne-Benotung im NCAP-Crashtest.
Tourneo Connect
Der als familienfreundlicher Kleintransporter konzipierte Tourneo Connect zeichnet sich durch ein üppiges Platzangebot aus. Wenn der Wagen als Laster genutzt wird, lässt sich die Rückbank entweder umklappen oder ganz ausbauen. Auf diese Weise erhöht sich das Ladevolumen von 1.029 auf 2.410 Liter. Als Motorisierungen stehen ein Dreizylinder-Ecoboost-Benziner mit 100 PS, ein Vierzylinder-Benziner mit 150 PS sowie ein 1,6-Liter-Diesel (75/95/115 PS) zur Auswahl.
Tourneo Custom
Der Personentransporter “Tourneo Custom” wird seit der zweiten Jahreshälfte 2012 angeboten. Der Nachfolger des Transit, der in einigen Ländern auch unter der Bezeichnung “Transit Custom” verkauft wird, wurde 2013 zum “Van of the Year” gewählt. Er ist sowohl als Acht- als auch als Neunsitzer erhältlich. Die Sitze können auf 30 verschiedene Arten konfiguriert werden. Der Tourneo Custom ist das bisher einzige Fahrzeug seiner Klasse, das beim Euro NACP-Crashtest die Bestnote von fünf Sternen erhielt.
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