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Schweizer Physiker identifiziert Pleyel-Flügel Chopins
Der Schweizer Physiker Alain Kohler hat einen Pleyel-Flügel identifiziert, der eine gewisse Zeit in Frédéric Chopins Pariser Wohnung stand. Das Instrument wurde 2009 von Edwin Beunk und Johan Wennink in den Niederlanden restauriert und befindet sich derzeit in Privatbesitz in Deutschland.
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- Foto: zVg
Wie Kohler selber schreibt, hat er sämtliche Unterlagen der Firma Pleyel, die den Zeitraum zwischen 1839 und 1847 betreffen, nach Flügeln gesichtet, die Chopin in dieser Zeit in seinen Pariser Wohnungen zur Verfügung gestellt worden sein können, und ist dabei auf die Seriennummern mehrerer Flügel gestossen, auf die das mit Sicherheit zutrifft.
Den Flügel Nr. 11265 hat er ausfindig machen können, weil er von der Reparaturwerkstatt Edwin Beunk zum Verkauf ausgeschrieben worden war. Die Entdeckung ist von Jean-Jacques Eigeldinger, emeritiertem Professor der Universität Genf und ausgewiesenem Kenner Chopins, bestätigt worden. Das Instrument stand zwischen Dezember 1844 und Juni 1845 in Chopins Wohnung am Square d’Orléans in Paris. Chopin gab dort Klavierunterricht. Die Sonate für Cello und Klavier op. 65 ist sicherlich auf diesem Instrument entworfen worden.
Fünf Pleyel Flügel sind nachweislich von Chopin benützt worden. Sie befinden sich in Museen auf Mallorca, in Paris, Stockholm, Krakau und Warschau. Vor neun Jahren hat Eigeldinger in der Sammlung Alec Cobbe in England einen weiteren Flügel entdeckt. Der von Alain Kohler entdeckte Flügel hat den Vorteil, dass die originale Mechanik gut erhalten ist. Er wird künftig für künstlerische Projekte zur Verfügung gestellt.
Anfragen sind unter www.fortepiano.nl an Edwin Beunk zu richten.