Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03342.jsonl.gz/1121

- Der US-Rocksänger Meat Loaf ist tot. Er wurde 74 Jahre alt.
- Der Tod wurde in einem Statement auf seiner Facebook-Seite bekannt gegeben.
- «I'd Do Anything For Love» und «Paradise By The Dashboard Light» gehörten zu seinen grössten Hits.
«Es bricht uns das Herz zu verkünden, dass der unvergleichliche Meat Loaf heute Nacht im Beisein seiner Frau Deborah gestorben ist», hiess es in einer Mitteilung in der Nacht zum Freitag auf der Facebook-Seite des Musikers.
Todesursache wird nicht bekanntgegeben
Seine Töchter Pearl und Amanda sowie enge Freunde seien in den vergangenen 24 Stunden bei ihm gewesen. Die Todesursache werde nicht bekanntgegeben, sagte sein langjähriger Agent Michael Greene dem Branchenblatt «Deadline».
Der als Marvin Lee Aday im US-Bundesstaat Texas geborene Musiker wurde 74 Jahre alt. Seine unglaubliche Karriere habe sich über sechs Jahrzehnte erstreckt, in denen er weltweit über 100 Millionen Alben verkauft habe und in über 65 Filmen mitwirkte, hiess es in der Mitteilung weiter. Darunter seien «Fight Club», «Rocky Horror Picture Show» und «Wayne's World».
Wie er zu seinem Künstlernamen kam, der auf Deutsch übersetzt Hackbraten heisst, erzählte er einmal in einem Interview: «Mein Vater nannte mich «Meat», weil ich als Baby so rot war. Auf der High-School wurde ich dann irgendwann von meiner Football-Mannschaft «Meat Loaf» genannt.»
Probleme nach seinem Durchbruch 1977
Im Alter von 20 Jahren begann die musikalische Karriere des Sängers mit der voluminösen Stimme, der auch eine Schauspielausbildung absolvierte. Er zog nach Los Angeles, sprach für Rollen in Musicals vor und sicherte sich Engagements in «Hair» und «The Rocky Horror Picture Show». Bei den Proben zu dem Musical «More Than You Deserve» traf er 1974 auf den Texter, Komponisten und Musikproduzenten Jim Steinman, mit dem er kurz darauf «Bat Out Of Hell» schuf.
Weggefährten nehmen Abschied
US-Sängerin Cher erinnerte sich, sie habe «so viel Spass» mit Meat Loaf bei den Aufnahmen zum Rocksong «Dead Ringer for Love» (1981) gehabt. «Bilde ich mir das nur ein oder sterben alle zwei Tage grossartige Menschen in der Kulturwelt?», schrieb sie weiter. Der britische Sänger Boy George sendete «Liebe und Gebete an all seine Familie und engen Freunde».
«Im Gewölbe des Himmels wird Rock erschallen. Ruhe in Frieden», twitterte der britische Star-Komponist Andrew Lloyd Webber. «Grüss Jim von mir», hiess es weiter unter Verweis auf den US-Texter, Komponisten und Musikproduzenten Jim Steinman, der im vergangenen April gestorben war. Mit Steinman schuf Meat Loaf unter anderem sein Debütalbum und feierte einige seiner grössten Erfolge.
Auf der folgenden Welttournee ruinierte sich der Rock-Koloss seine vier Oktaven umfassende Stimme. Meat Loaf stürzte ab: Depressionen und eine Alkoholsucht setzten ihm zu. Seine Manager verklagten ihn, er war pleite und auch die Freundschaft zu Steinman ging in die Brüche. Die folgenden Platten waren wenig erfolgreich.
Doch Meat Loaf rappelte sich auf. Anfang der 90er Jahre versöhnte er sich mit Steinman und produzierte mit ihm das zweite «Bat Out of Hell»-Album, das heute für eines der grössten Comebacks der Musikgeschichte steht. Die erste Auskopplung «I'd Do Anything for Love (But I Won't Do That)» eroberte die Charts – 16 Jahre nach seinem ersten internationalen Erfolg war er wieder ganz oben.
In seinen Songs geht es häufig um den siegreichen Kampf des Guten über das Böse. «Die Regel bei jeder meiner Platten, eigentlich die Regel meines ganzen Lebens war immer die gleiche», sagte Meat Loaf einmal in einem Interview. «Eines Tages werden wir zurückschauen – und lachen.»
Social Login
Für die Registrierung benötigen wir zusätzliche Angaben zu Ihrer Person.{* #socialRegistrationForm *} {* firstName *} {* lastName *} {* emailAddress *} {* displayName *} {* mobile *} {* addressCity *} {* /socialRegistrationForm *}