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Seit ihrem dritten Album «Prism» sind rund vier Jahre vergangen. Jetzt meldet sich Katy Perry mit «Witness» und einer neuen Frisur zurück. Die Amerikanerin startet damit in eine neue Ära.
Alles neu bei Katy Perry (32): Neue Frisur, neue Platte, neues Image. Vier Jahre nach ihrem letzten Album brachte Katy Perry mit «Witness» ein Album auf den Markt, welches sich von den bisherigen Platten abhebt. «Es ist definitiv eine neue Epoche für mich. Ich nenne es die Ära des gehaltvollen Pop», sagte sie an der Grammy-Verleihung im Februar 2017 zu «E! News». Wo vorher tanzende Emojis, Regenbogen und Haifische zu sehen waren, wird es nun sexy, artistisch und gehaltvoll.
«Es ist ein Album der 360-Grad-Befreiung: der mentalen Befreiung, sexuellen Befreiung, der negativen Befreiung und der spirituellen Befreiung», verriet Perry vorab. Deshalb wurde das Album auch politischer. So hatte Perry die Lead-Single des Albums «Chained To The Rhythm» gleich nach der Wahl von US-Präsident Donald Trump geschrieben: «Gemütlich, dass wir in einer Blase leben. Gemütlich, dass wir die Probleme nicht sehen», sind zwei Zeilen aus dem Song. Katy Perry war im Wahlkampf von Hillary Clinton involviert und trat auch an der Generalversammlung der Demokraten auf.
«Mein neues Album ist ein Album der Befreiung. Das ist die Ära des gehaltvollen Pop.»
Anfangs der Nullerjahre startete Katheryn Elizabeth Hudson, wie Katy Perry mit bürgerlichem Namen heisst, einen ersten Versuch, im Musikbusiness Fuss zu fassen. Als Katy Hudson veröffentlichte sie 2001 ein Album mit christlichem Rock. Die Weltkarriere von Katy Perry startete aber erst 2008 mit dem Song «I Kissed A Girl». Seither sind ihre Veröffentlichungen ganz oben in den Hitparaden. Sie bricht Rekorde: Ganze fünf Songs ihres zweiten Albums «Teenage Dream» schafften es auf den ersten Platz der Billboard Charts. Das schaffte neben ihr nur Michael Jackson mit fünf Songs aus dem Album «Bad».
Auch wenn Perry mit ihrem vierten Album eine neue Richtung einschlägt, muss sie sich wohl keine Sorgen um ihren Erfolg machen. Mit Max Martin hat sie einen der besten Produzenten der Welt in ihrem Team. Was er anfasst, hat praktisch einen Hitparadenplatz auf sicher. Manche nennen ihn gar den König des Pop. Er machte Stars wie Britney Spears und die Backstreet Boys berühmt und arbeitete mit Weltgrössen wie Bon Jovi, Céline Dion und Ace of Base zusammen (siehe Box). Insgesamt 22 seiner Werke schafften es auf den ersten Platz der US-Billboard-Charts. Und das in einem Zeitraum von über 20 Jahren!
Ihr Produzent ist der Hitproduzent Nr. 1
«Er hat schon so viel erreicht, er könnte also einfach seine Idee der Musik durchboxen», erzählt Katy Perry in einem Beitrag des Polar Music Prize, den Martin Sandberg, wie Max Martin eigentlich heisst, im Jahr 2016 für seine musikalischen Verdienste verliehen bekam. «Aber er ist überhaupt nicht so, er geht auf die anderen Ideen ein und will etwas lernen. Es ist also mehr ein Geben und Nehmen.» Trotzdem weiss er, was er will: «Wenn es den Gesang betrifft, ist er sehr heikel», sagt Katy. «Ich muss die Passagen manchmal mehr einsingen, als ich persönlich für nötig halte. Aber er weiss genau, was wie sein muss und gibt sehr detaillierte Instruktionen.»
Jeder Song soll so eingängig wie möglich sein
Martin selbst lebt in Schweden, er arbeitet in den Cheiron Studios in Stockholm. Dort gibt es für jeden Abschnitt eines Liedes Experten – um das Ergebnis so eingängig wie möglich zu machen. Auf Katy Perrys neuestem Album steuerte Martin sechs Lieder bei.
Bevor Katy Perry im Juni 2018 in die Schweiz kommt, startet sie am 7. September 2017 ihre US-Tour. Es wird artistisch: Erste Saalpläne verraten, dass die Hauptbühne die Form eines Auges, die Nebenbühne die Form eines Tropfens haben wird. Auch Fans sind gespannt, was Perry präsentieren wird. Denn einen so drastischen Stilwechsel gab es bei ihr noch nie.