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Entlang dem Rhein von Schwaderloch, über Etzgen bis nach Sulz errichtete das BBB vor dem Krieg elf Bunker. Die sensibelste Stelle in diesem Abschnitt war der für leichte Motorfahrzeuge befahrbare
Rheinsteg beim Kraftwerk Albbruck-Dogern. Dieser wurde 1938 mit Sprengkammern versehen und Schächte für Stecksperren eingelassen. Wie im St.Galler Rheintal wurde auch hier als "Brückenwache" ein
Schindler Leichtstand errichtet. Bei den restlichen zehn Anlagen am Rhein handelte es sich um die klassischen BBB-Rheinbunker. Diese wurden nach Plänen des BBB von privaten Baufirmen erstellt.
Einheitlich war bei allen Bunker folgeendes festgelegt: Stärke von Wände (Feindseite 3 m) und Decken, Armierung und Betonmischung, Grösse und Dicke Panzerplatten. Für jeden Standort musste man
aber eigene - den Gegebenheiten angepasste - Pläne zeichnen. Wirkungsraum, Geländeform, Untergrund und Rheinpegelstand waren halt nirgends gleich.

Mit der Mobilmachung rückten die Grenztruppen an und begannen überall mit dem Bau von zusätzlichen Feldstellungen und Befestigungen. So wurden die Dorfkerne von Schwaderloch, Etzgen und Mettau zu
Stützpunkten ausgebaut. Hinter Etzgen errichtete eine Sappeurkompanie eine zusätzliche Tankmauer, welche mobil verteidigt werden sollte. Erst ab 1940 begann man dann damit - auf betreiben der hier
eingesetzten Truppen - die Verteidigung in die Tiefe zu staffeln und entlang der wichtigen Strassen zweite Verteidigungsstellungen zu bauen. So entstanden ab Sommer 1940 die Sperrstellen bei
Leidikon und Mettau. Diese Sperrstellen hatten teilweise bis zum Ende des Kalten Kries eine hohe Bedeutung und wurden teilweise sogar modernisiert. Mehr dazu erfahrt ihr im Kapitel über die
modernisierte Sperrstelle Mettau.
Eine besondere Anlage im Raum Etzgen ist der von der Truppe errichtete Minenwerfer Beobachterstand. Der Stand wurde mit einem drehbaren Türmchen ausgestattet. Die Teile dafür beschaffte sich die
Truppe auf einem nahe gelegenen Schrottplatz und richteten sich für ihre Zwecke her. Der Stand wurde mit den zwei 60 Meter rückwärtig gelegenen Minenwerferstellungen mittels eines Sprechrohr
verbunden. Gefunden wurde diese Anlage von Max Rudolf nach Studium von Truppen-Tagebücher. Das FWK hatte keinerlei Kenntnis von dieser Anlage. Danke an Markus Meier für den Hinweis zur Anlage. Ein
Danke für die Fotos geht ebenfalls an Markus sowie Silvio.

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Anlagen Schwaderloch
Anlagen Etzgen
Anlagen Sulz-Leidikon