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Hallo zusammen
Ich bin seit 7 Jahren geschieden und habe zwei Töchter im Alter von 15 + 17 Jahren. Die 17-jährige wohnt bei der Mutter, die 15-jährige seit 2.5 Jahren bei mir und meiner Partnerin. Die ältere Tochter ist im 1. Lehrjahr und bricht nun die Lehre ab, um zu studieren (Gymi und anschliessend Studium). Die 15-jährige beginnt im August ein Praktikum mit einer anschliessenden Lehre. Bis jetzt habe ich für die ältere Tochter Kinder-Alimenten bezahlt und bin jedes Wochenende von meinem Wohnort zur EX-Frau gefahren (1 Weg 50 km), um an einem Wochenende die grosse Tochter abzuholen und am nächsten Wochenende die jüngere Tochter zu bringen. Insgesamt jedes Wochenende 200 km. Für die jüngere Tochter, welche bei uns wohnt, habe ich von meiner Ex-Frau keine Alimenten erhalten. Als die Tochter vor 2.5 Jahren den dringenden Wunsch geäussert hat, sie möchte zu uns ziehen, musste ich meiner Ex-Frau einen Vertrag unterschreiben, dass ich weiterhin den "Shuttel-Dienst" für die Kinder mache und die Alimenten für die bei ihr lebende Tochter im vollen Umfang bezahle. Auf die Schnelle und dass meine Tochter zum Schulbeginn bei uns einziehen durfte, blieb mir nach langen Diskussionen und Gegenvorschlägen nichts anderes übrig, als dem zu ?zustimmen?. Spätere Abklären ergaben, dass ich von meiner Ex-Frau ebenfalls Alimente zu gut hätte, dies aber vor Gericht geklärt werden müsste, da sie nicht einsichtig war. Dazumal wurde mir abgeraten, da nach der Lehrzeit der älteren Tochter die Zahlungen ja dann eh hinfällig worden wäre und die Gerichts- und Anwaltskosten sicher auch hoch geworden wären, da meine Ex-Frau sich dagegen gewehrt hätte. Nach einem erneuten Versuch mit der Ex eine andere Lösung zu suchen und wenigsten den Fahrdienst zu teilen oder einen kleinen Anteil an Alimente von ihr zu erhalten, machte ich "gute Miene zum bösen Spiel" und bezahlte brav meine Alimenten weiter und hatte (habe) die Kosten der bei mir lebenden Tochter in vollem Umfang. Durch den Studienbeginn der bei der Mutter lebenden Tochter wird diese Zeit jedoch jetzt um nochmals mind. 7 Jahre verlängert und ich bin nicht bereit weiterhin die vollen Kosten und Hol-/bzw. Bringdienste der Teenies zu leisten. Ich habe mich bereits informiert und weiss, dass das Scheidungsurteil abgeändert werden muss oder wir eine einvernehmliche Lösungen finden müssen, wenn wir etwas ändern wollen. So wie ich es einschätzen kann, werden wir um einen gerichtlichen Beschluss nicht herum kommen. Nun meine Fragen:
Was wird alles berücksichtigt bei der Berechnung der zu zahlenden Alimenten? z.B. Wohngemeinschaft mit meiner Partnerin? Lehrlingslohn der jüngeren Tochter? Eigenheim?
Kann eine Rückzahlung der bis jetzt nicht erhaltenen (aber auch nicht vereinbarten Alimenten) beantragt werden?
Wer finanziert ein allfälliges Studium nach der Lehre der jüngeren Tochter?
Wird der bisherige Alimentenbetrag für die grosse Tochter neu berechnet?
Kann von der Ex-Frau verlangt werden, dass sie 100% arbeitet? Wenn ja, von welchem Gehalt aus, wird gerechnet? Vom momentanen Verdienst oder von einer angenommenen 100%-Anstellung
Wer ist für die Bring- bzw. Holdienst der Teenies verantwortlich (oder wer bezahlt die Kosten der öffentlichen Verkehrsmittel)?
Wird empfohlen zuerst mit der KESB Kontakt aufzunehmen oder muss ich beim Gericht vorsprechen? Wie ist da das beste Vorgehen?
Ich wäre froh, wenn mir jemand diese Fragen dazu beantworten kann. Das Wohl der Kinder ist mir sehr wichtig, jedoch bin ich nicht mehr bereit nur den Zahlmeister zu spielen, auch im Wissen, dass die Ex nur 60 % arbeitet und jammert, sie hätte zu wenig Geld und sei darauf angewiesen, das sie Alimenten erhalte. Seit sie vor 5 Jahren die 50 km weggezogen ist, habe ich mit wenigen Ausnahmen die Kinder abgeholt und gebracht, die Alimenten oder Kosten für beide Kinder immer pünktlich bezahlt. Habe die Kinder mehr als üblich zu mir in die Ferien und an Wochenenden genommen. Das ist ebenfalls noch zu erwähnen: abgemacht war, dass die jüngere Tochter seit sie bei mir lebt, 4 Wochen Ferien bei der Mutter verbringt. Dies hat sie jedoch nie eingehalten. Um die Betreuung während den Ferien durften wir uns also meistens selber kümmern. Nebenbei noch: für die Ex-Frau muss ich nichts mehr bezahlen, da sie bereits wieder verheiratet war, es betrifft also nur die Kinderalimente.
Herzlichen Dank im Voraus für die Antworten
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Alimentenzahlung wenn 1 Kind beim Vater und 1 Kind bei der M
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Hallo zusammen
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Zuerst: ich finde es schön, dass Sie mit Ihren Töchtern eine gute Beziehung pflegen. Da beide bereits Teenies sind können Sie die Fahrkosten gleichmässig teilen (Eltern), da sie in der Lage sind die ÖV zu benutzen. Besprechen Sie dies direkt mit Ihren Töchtern und teilen Sie diese Vereinbarung Ihrer Ex-Frau schriftlich mit. Versuchen Sie Ihre Töchter nicht zu instrumentalisieren gebenüber ihrer Mutter, da diese offenbar ziemlich von ihren Emotionen gesteuert ist. Eine Abänderung der Alimente müssen Sie begründet an das zuständige Bezirksgericht stellen, wobei Sie die Situation belegt begründen müssen. Eventuell würde auch vorgängig ein klärendes Gespräch bei der KESB (nur zwischen den Eltern) helfen, damit gemachte Vereinbarungen eingehalten oder geklärt werden.
Da Sie als Vater überaus engagiert sind und die Lernbereitschaft Ihrer Töchter respektieren ist es für Sie nicht einfach, wenn die Gegenseite einfach nur fordert. Leider können Sie ihre Ex-Frau nicht zwingen, mehr Stellenprozente anzunehmen, überhaupt, ändern können Sie sie auch nicht. Versuchen Sie, auch wenn es schwierig ist, die Qualitäten zu sehen, die Ihre Exfrau als Mutter der gemeinsamen Töchter, sicher auch hat. Versuchen Sie beide Töchter beziehungsmässig so zu unterstützen, dass sie eigenständige Entscheidungen treffen können. Die Investition in die Ausbildung Ihrer Töchter wird noch ein paar Jahre hoch sein, jedoch lässt sich diese nicht einfach in Franken ausrechnen: Ihr Engagement ist unbezahlbar und das werden Ihre Töchter wahrnehmen. Ich denke, dass es für Sie wichtig ist, dass Sie verantwortungsvoll budgetieren können und das ist eigentlich für alle Beteiligten und auch für die Behörden verständlich. Ich denke, dass Sie es schaffen, die finanzielle Seite sachlich anzugehen! Ich wünsche Ihnen viel Kraft und das allerbeste für Sie und Ihre Töchter!
Boé Nagel
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Hallo Willi
Bin gerade auf deinen Beitrag gestossen.
Unsere Lage ist ähnlich.... auch bei uns ist ein Kind bei der Mutter und eins bei uns. Nur wir haben zusätzlich noch 3 weitere Kids bekommen das jüngste gerade 3.
Auch bei der Mutter hätt es noch 2 mal Nachwuchs gegeben. Mich würde interessieren wie das bei euch weiter gelaufen ist wegen Alimente. Wir sind gerade dabei eine Abänderung durchzuführen. Musstest du vor Gericht? Wir würden gerne darauf verzichten. Aber wie du so schön gesagt hast wir können nicht mehr nur wegen der guten Mine zum bösen Spiel...
LG Kyra
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