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Eine Infektion während der Schwangerschaft erhöht die Gefahr für das Kind, an Autismus zu erkranken, um bis zu 79 Prozent. Das kindliche Risiko für Depressionen steigt durch einen Infekt um bis zu 24 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie der Universität Göteborg mit beinahe 1,8 Millionen Teilnehmern.
Schon länger ist bekannt, dass Infektionen während der Schwangerschaft dem Kind gefährlich werden können. Bislang konnte lediglich für einzelne Erreger nachgewiesen werden, dass sie das Gehirn des Ungeborenen schädigen. Dazu gehören Röteln, Herpes, Toxoplasmose und Zytomegalie.
Die neue Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Verena Sengpiel hat nun gezeigt, dass auch weniger schwerwiegende Infektionen – beispielsweise der Harnwege – die Wahrscheinlichkeit für Autismus oder Depression erhöhen.
So hältst du dein Infektions-Risiko während der Schwangerschaft niedrig:
- Ruhig bleiben, aber handeln: Höre auf dein Bauchgefühl und beobachte deinen Körper. Wenn du dich unwohl oder gar krank fühlst, solltest du möglichst rasch einen Arzt aufsuchen.
- Schwangerschaftsvorsorge: Gehe regelmässig zu deinen Vorsorgeuntersuchungen, damit eine mögliche Infektion schnell bemerkt und behandelt werden kann.
- Impfen: Wenn du in der Kindheit noch nicht an Röteln erkrankt bist oder dagegen geimpft wurdest, solltest du dich idealerweise noch vor der Schwangerschaft impfen lassen.
- Blasenentzündung: Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen oder Blut im Urin deuten auf eine Blasenentzündung hin. Informiere unbedingt deinen Frauenarzt.
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