Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03470.jsonl.gz/664

Fliegen in anderen europäischen Ländern
Im Hinblick auf die Umsetzung der neuen EU-Gesetzgebung über unbemannte Flugzeuge ändern sich die Vorschriften für den Betrieb von Modellflugzeugen in den meisten europäischen Ländern ab Januar 2021.
Fliegen in anderen europäischen Ländern
Ab Januar 2021 werden sich die nationalen Vorschriften für unbemannte Flugzeuge (UAV), also auch Modellflugzeuge, in den meisten EU Staaten ändern. Dies erfolgt im Zusammenhang mit der Einführung der neuen EU Gesetzgebung für UAV’s. Diese Neuerungen gelten in allen EU Staaten und zusätzlich in den EWR Staaten (Liechtenstein, Norwegen, Island). Auch die Vorschriften des Vereinigten Königreiches lehnen sich eng an die EU Gesetzgebung an.
Modellflugpiloten, die in einem dieser Länder fliegen möchten, müssen sich rechtzeitig über die geltenden nationalen Vorschriften informieren. Ein Ausgangspunkt ist die Website der Europäischen Modellflugunion (EMFU) (dann Implementation). Diese ist noch im Aufbau, wird aber laufend aktualisiert und erweitert. Weiter sollten die Piloten die Homepage der nationalen Behörden und der Modellflugverbände des jeweiligen Landes konsultieren. Fliegen die Modellflugpiloten in ausländischen Vereinen, so kann man sich auch bei diesen über die geltenden Vorschriften erkundigen.
Die neuen EU-Regeln definieren einen strengen Rahmen für den Betrieb unbemannter Flugzeuge der so genannten "offenen Kategorie". Sie erlauben aber den Mitgliedstaaten, besondere Regeln für den Betrieb von Modellflugzeugen "im Rahmen von Vereinen und Vereinigungen" festzulegen. Welche Aktivitäten unter diese Sonderregeln fallen und was diese Regeln beinhalten, ist Sache der nationalen Behörden.
Die besonderen nationalen Regeln für den Betrieb von Modellflugzeugen werden wahrscheinlich für Mitglieder nationaler Clubs und Verbände gelten, können aber auch für Gäste und andere Piloten gelten. Der SMV arbeitet mit Partnerverbänden in anderen EU-Ländern und über die EMFU zusammen, um sicherzustellen, dass unsere Mitglieder von diesen weniger restriktiven Regeln profitieren können. Der SMV will damit vermeiden, dass eine Vollmitgliedschaft im Verband des jeweiligen Landes notwendig ist.
Im Zuge der Überarbeitung der nationalen Vorschriften für den Betrieb von Modellflugzeugen ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese Vorschriften in einer Reihe von europäischen Ländern restriktiver werden. Zu den neuen Anforderungen wird gehören, dass sich der Pilot registrieren muss. Zusätzlich können auch Anforderungen für eine Online-Schulung und einen Online-Test, an Höhenbegrenzungen sowie technische Anforderungen, wie die elektronische Identifizierung, hinzukommen.
Obwohl die neuen EU-Vorschriften einen gemeinsamen Rahmen für den Betrieb unbemannter Flugzeuge in der gesamten EU festlegen sollen, ergreifen einige Länder bereits strengere Massnahmen. Frankreich beispielsweise verpflichtet die meisten Einsätze unbemannter Flugzeuge zur Installation einer elektronischen Identifikation und verlangt die Registrierung nicht nur der Piloten, sondern auch jedes einzelnen Flugzeugs.
Ok, also was ändert sich konkret ab dem 1. Januar 2021 wenn ich im EU-Ausland fliegen gehe?
- Registrierungspflicht: Nach den neuen EU-Bestimmungen müssen ab dem 1. Januar 2021 alle Modellflugpiloten registriert sein, wenn sie im EU-Raum fliegen wollen. Die Registrierungsnummer, die sie im Rahmen des Registrierungsverfahrens erhalten, muss auf ihrem Modellflugzeug sichtbar gemacht werden. Da die neuen EU-Regeln derzeit in der Schweiz nicht angewendet werden, können sich Piloten nicht in der Schweiz registrieren lassen. Stattdessen müssen sich in der Schweiz ansässige Personen, die in einem EU-Land fliegen wollen, im ersten EU-Mitgliedstaat, in dem sie fliegen wollen, registrieren. Einmal registriert, ist diese Registrierung für alle EU-Mitgliedstaaten gültig. In der Schweiz ansässige Personen, die Mitglieder von Modellflugzeugverbänden in einem EU-Mitgliedstaat sind, sollten prüfen, ob diese Verbände sie automatisch in ihrem Namen registrieren.
- “Im Rahmen von Modellflug Vereinen und Vereinigungen”: die neuen EU-Regeln erlauben, dass alle Aktivitäten "Im Rahmen von Modellflug Vereinen und Vereinigungen" weiterhin bis am 1. Januar 2023 nach den derzeit in diesem Mitgliedstaat geltenden Regeln stattfinden können. Wichtig ist, dass alle Aktivitäten, die ausserhalb dieses Rahmens stattfinden, automatisch unter die "offene Kategorie" fallen und den strengen Regeln für diese Kategorie entsprechen müssen. Ob Gastpiloten unter die bestehenden Regeln oder unter die neuen Regeln der offenen Kategorie fallen, hängt davon ab, wie jeder Staat den Begriff "im Rahmen von" anwendet. Einige Staaten werden dies auf Mitglieder ihrer nationalen Verbände beschränken, was bedeutet, dass eine (Gast-)Mitgliedschaft in einem nationalen Verband erforderlich ist, wenn ein Pilot die strengen Anforderungen der offenen Kategorie nicht erfüllen kann oder will. Andere Länder werden auch Gastpiloten erlauben, nach den bestehenden Regeln zu fliegen. Es ist daher unerlässlich, die Anforderungen des Staates, in dem Sie fliegen möchten, zu prüfen.
Und was ändert sich dann konkret ab den 1. Januar 2023 wenn ich im EU-Ausland fliegen gehe?
Am 1. Januar 2023 läuft die Übergangsphase für Modellflugpiloten nach den neuen EU-Vorschriften aus, und die derzeit geltenden nationalen Gesetzgebungen treten ausser Kraft. Die Mitgliedstaaten können jedoch weiterhin besondere Regeln für den Betrieb von Modellflugzeugen durch eine Genehmigung für Aktivitäten "im Rahmen von Modellflug Vereinen und Vereinigungen" vorsehen. Eine solche Genehmigung kann nationalen Vereinen und Verbänden erteilt werden. In den meisten EU-Mitgliedstaaten werden derzeit Diskussionen über die Anforderungen an den Modellflugbetrieb im Rahmen dieser neuen Genehmigungen geführt. Wenn eine solche Genehmigung nicht bis zum 1. Januar 2023 erteilt wird oder wenn bestimmte Tätigkeiten nicht von einer solchen Genehmigung abgedeckt sind, müssen Modellflugzeugpiloten nach den Regeln der "offenen Kategorie" fliegen.
Und was sind diese "Regeln der offenen Kategorie"?
Die Regeln für die offene Kategorie beinhalten eine maximale Flughöhe von 120 m, Anforderungen an Ausbildung, ein Mindestalter sowie eine Begrenzung der Orte, an denen Piloten fliegen dürfen. Eine Zusammenfassung dieser Regeln finden Sie hier.
Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Website der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA).
Sonntag, 13. Juni 2021
Die Schweiz wendet die neue EU Regulierung für unbemannte Flugsysteme (UAS) nicht an.
Freitag, 2. April 2021
Die "Durchführungsverordnung 2019/947" der EU Kommission vom 24. Mai 2019 über die Vorschriften und Verfahren für den Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge ist per 1.1.2021 in Kraft und verlangt die Registrierung von Piloten ab dem 1.1.2021 innerhalb der EU.
Dienstag, 8. Dezember 2020
Aus der AeCS-News: Der Ständerat hat am 8. Dezember 2020 im Rahmen seiner Sitzung die Motion angenommen
Dienstag, 16. Juni 2020
Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie hat die EU die Anwendungsfristen verschoben (Anwendung neu ab dem 1. Januar 2021 statt ab dem 1. Juli 2020)
Freitag, 1. März 2019
Am Donnerstag, den 28. Februar, hat die EU neue EU-weite Regeln für den Betrieb unbemannter Flugzeuge verabschiedet. Obwohl der Schwerpunkt der Regeln auf so genannten "Drohnen" liegt, gelten sie auch für den gesamten Modellflugbetrieb mit Ausnahme des Indoor-Fliegens.
Dienstag, 16. Oktober 2018
Im Juni dieses Jahres hat Nationalrat und AeCS Zentralpräsident Matthias Jauslin eine Motion im Nationalrat eingereicht, welche darauf abzielt, den Betrieb von Modellflugzeugen vom bilateralen Luftverkehrsabkommen zwischen der EU und der Schweiz auszunehmen und den Betrieb von Modellflugzeugen weiterhin nach Schweizer Recht zu belassen. Leider hat der Bundesrat die Motion in seiner Stellungnahme vom 5. September nun dem Parlament zur Ablehnung empfohlen.
Donnerstag, 21. Juni 2018
Der Bundesrat wird beauftragt, den Betrieb von herkömmlichen Modellluftfahrzeugen vom Anwendungsbereich des bilateralen Luftverkehrsabkommens herauszunehmen und unter nationaler Gesetzgebung zu belassen.
Mittwoch, 18. April 2018
In der Presse kursieren aktuell Informationen bezüglich einer Lizenz für Drohnenpiloten. Doch wie sieht es aktuell bei uns Modellfliegern aus?
Freitag, 16. Februar 2018
Die EASA hat am 6.2.2018 einen überarbeiteten Entwurf zur Regulierung des unbemannten Luftfahrtzeugen in der EU publiziert. Der SMV und auch das BAZL haben sich für eine ganze Reihe von Verbesserungen eingesetzt.
Donnerstag, 21. Dezember 2017
Am 18. Dezember tauschten sich die Vertreter des Deutschen und des Schweizerischen Modellflugverbandes mit dem EASA-Team aus, welches die europäische UAS Regulierung vorbereitet
Montag, 10. Juli 2017
Das BAZL ist zusammen mit dem AeCS und dem Modellflugverband für eine pragmatische Lösung in der Schweiz.
Montag, 3. April 2017
Ein neues Informationsvideo des BAZL über die Regeln für den Gebrauch von Drohen ist online.
Donnerstag, 23. März 2017
Eine ausführliche Abhandlung von Markus Dormann, Leiter Arbeitsgruppe Drohnen
Dienstag, 10. Januar 2017
Der Schweizerische Modellflugverband SMV nimmt mit zunehmender Besorgnis von Beinahe-Kollisionen zwischen Flugzeugen und ferngesteuerten Drohnen Kenntnis.
Dienstag, 13. Dezember 2016
Die neue interaktive Drohnenkarte des Bundesamtes für Zivilluftfahrt BAZL zeigt, wo Einschränkungen und Verbote existieren. Die Karte kann auch in der App „Swiss Map Mobile“ angezeigt werden.
Mittwoch, 1. Juni 2016
Das BAZL gibt Auskunft, welche Grundregeln es beim Betrieb von Multikoptern und Minidrohnen zu beachten gilt
Donnerstag, 28. April 2016
Mit dem Ziel attraktive Drohnen Rennveranstaltungen zu organisieren hat die Welt-Luftsport Organisation FAI eine neue vorläufige Klasse F3U eingeführt.
Samstag, 16. Januar 2016
Auch in den Vereinen des Schweizerischen Modellflugverbandes werden Drohnen betrieben. Über die Versicherung des SMV sind grundsätzlich alle privaten Einsätze (mit der bekannten Sicherheitsgrenze von max. 2'000 Franken Einnahmen pro Jahr) in der Dritthaftpflicht versichert.
Samstag, 21. Februar 2015
Markus Dormann übernimmt die Leitung der neu gebildeten Arbeitsgruppe Drohnen.
Mittwoch, 3. Dezember 2014
Der Swiss RPAS Challenge ist der einzige Anlass, an welchem durch einen Regulator Rahmenbedingungen geschafft werden, die zu einer Bewilligung führen, und das Ziel hat, Drohnen sicher im bestehenden Aviatiksytem zu betreiben.
Mittwoch, 26. November 2014
Lesen Sie die Präsentation des BAZL zum Thema "Drohnen und Flugmodelle im Luftraum" oder neue Teilnehmer im Luftverkehr aus dem AeCS Safetyseminar 2014 vom 22. November
Freitag, 21. November 2014
In Form von mehr als 60 Kurzpräsentationen berichteten die Referenten über ihre Arbeiten, Resultate und Projekte im Zusammenhang mit Drohnen aller Arten.
Mittwoch, 10. September 2014
Der rasche zunehmende Betrieb von Drohnen als Foto- oder Videoplattform, auch in bewilligungsfreien Privatbetrieb hat zu Irritationen in der Öffentlichkeit geführt.
Donnerstag, 10. Juli 2014
Der rasche zunehmende Betrieb von Drohnen als Foto- oder Videoplattform, auch in bewilligungsfreien Privatbetrieb hat zu Irritationen in der Öffentlichkeit geführt.
Dienstag, 18. Juni 2013
Was die ETH Zürich demonstriert, könnte einen fundamentalen Wechsel der Paradigmen des ferngesteuerten Modellfluges einleiten.
Mittwoch, 8. Mai 2013
Jedes Jahr sterben in der Schweiz über 3000 Rehkitze durch Mähmaschinen. Nun naht Rettung aus der Luft.