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Jeder zweite Mann erlebt im Alter eine gutartige Vergrösserung der Prostata. Das schränkt die Lebensqualität ein. Doch man kann auch vieles tun, damit sich das Harnverhalten wieder verbessert.
Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist etwa so gross wie eine Kastanie und umschliesst ringförmig die Harnröhre. Angesiedelt ist sie vor dem Enddarm, unmittelbar unter dem Blasenausgang. Mit der Pubertät beginnt die eigentliche Aufgabe der Prostata. Sie produziert ein Sekret, das die Samenzellen transportiert. Es ist milchig trüb, dünnflüssig und leicht sauer. Neben zahlreichen anderen Stoffen enthält es spermienverflüssigende Enzyme. Ebenso Spemin, welches die Erbinformationen der Spermien schützt und dem Sperma seinen charakteristischen Geruch gibt.
Eine weitere Aufgabe der Prostata ist der Verschluss der Harnblase. Beim Wasserlassen verschliesst die Muskulatur von Prostata und Blasenhals den Spermakanal – beim Geschlechtsverkehr sorgt dieselbe Muskulatur dafür, dass kein Sperma in die Harnblase gelangt. Auch am Hormonstoffwechsel
ist die Prostata beteiligt: Sie wandelt das männliche Geschlechtshormon Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) um. DHT ist die biologisch aktivste Form von Testosteron. Genau dieses Hormon ist im Zusammenwirken mit Östrogen – dieses steigt bei Männern mit zunehmendem Alter an – vermutlich dafür verantwortlich, dass sich die Grösse der Prostata im reiferen Alter verändert.
Bei jedem zweiten Mann über 45 Jahren wird ein übermässiges Wachstum der Prostatazellen festgestellt. Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl der betroffenen Männer.
Da die Prostata die Harnröhre umschliesst, beeinträchtigt die vergrösserte Prostata vor allem das Harnverhalten. Wie ein enger werdender Ring drückt die Prostata auf die Harnröhre. Dadurch sinkt der Druck, mit dem die Blase entleert wird, und es dauert entsprechend länger bis die Blase vollständig entleert ist. Oftmals bleibt ein Gefühl zurück, als ob noch nicht die ganze Blase entleert sei. Das führt dazu, dass schon nach kurzer Zeit erneut die Toilette aufgesucht wird – vor allem auch nachts. Gefährlich ist die Vergrösserung der Vorsteherdrüse nicht. Weil jedoch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung oftmals effektiv etwas Harn in der Blase zurückbleibt, können sich allerdings auch Bakterien gut vermehren; das feuchtwarme Milieu mögen Bakterien besonders gern. Das Risiko für Harnweginfekte nimmt deshalb bei betroffenen Männern zu.
Ein weiteres Problem, das, unabhängig vom Ausmass der Vergrösserung, entstehen kann, ist der sogenannte Harnverhalt. Die volle Blase kann nicht entleert werden. Weil der Rückstau zu einem Nieren versagen führen kann, muss die Blase mittels einer ärztlich durchgeführten Harnableitung erfolgen.
Fragen zur Klärung der Situation
Beantworten Sie die obigen Fragen für sich. Je häufiger diese Situationen in den letzten Monaten vorgekommen sind, desto schneller sollten Sie das Problem mit Ihrem Hausarzt besprechen.
1. Wie oft während des letzten Monats hatten Sie das Gefühl, dass Ihre Blase nach dem Wasserlösen nicht ganz geleert war?
2. Wie oft während des letzten Monats mussten Sie in weniger als zwei Stunden ein zweites Mal Wasser lassen?
3. Wie oft während des letzten Monats mussten Sie beim Wasserlösen mehrmals aufhören und wieder neu beginnen?
4. Wie oft während des letzten Monats hatten Sie Schwierigkeiten, das Wasserlassen hinauszuzögern?
5. Wie oft während des letzten Monats hatten Sie einen schwachen Strahl beim Wasserlösen?
6. Wie oft während des letzten Monats mussten Sie pressen oder sich anstrengen, um mit Wasserlassen zu beginnen?
7. Wie oft sind Sie im letzen Monat im Durchschnitt nachts aufgestanden, um Wasser zu lösen?
Quelle: www.prostatahilfe.ch
Eine der wichtigsten Heilpflanzen zur Behandlung von Prostatabeschwerden ist der Extrakt der Sägepalmfrüchte. Die Heilpflanze hat inzwischen sogar wissenschaftliche Anerkennung gefunden. Der Sägepalmextrakt (Sabal serrulata) beschleunigt den Abbau von Dihydrotestosteron (DHT) und hemmt die Bildung von DHT aus dem Geschlechtshormon Testosteron. Weil DHT wesentlich zur Vergrösserung der Prostata beiträgt, kann die Heilpflanze das Wachstum des Prostatagewebes reduzieren. So können der Urinfluss erhöht und die Blasenfunktion verbessert werden.
Zur Behandlung von Beschwerden infolge beginnender Prostatavergrösserung wird über die Dauer von mindestens ein bis zwei Monaten täglich eine Kapsel aus Sägepalmfrüchte-Extrakt eingenommen. Sollte nach vier bis sechs Wochen Behandlung keine Besserung der Symptome eintreten, ist eine ärztliche Untersuchung notwendig. Übrigens wirkt der Sägepalmextrakt auch sehr gut bei Frauen mit einer Reizblase.
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