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Eine Mehrheit des Parlaments im Aargau will mit einer Änderung des Stipendiengesetzes das sogenannte Splittingmodell einführen. Dies bedeutet, dass ein Drittel der Stipendien nur noch als Darlehen bezogen werden kann. Dadurch müssten sich Studierende, die sich ein Studium nicht leisten können, künftig verschulden.
Wir sagen am 4. März klar NEIN zur Änderung des Stipendiengesetzes
- … weil das Splittingmodell der Chancengleichheit widerspricht.
- … weil es den Aargau bei den Stipendienausgaben schweizweit auf den letzten Platz befördern würde: Bereits heute sind die Ausgaben des Aargaus für Stipendien im kantonalen Vergleich unter dem Durchschnitt.
- … weil sich neben Studierenden der Universitäten und Fachhochschulen auch Studierende der höheren Fachschulen verschulden müssten. Die grösste Gruppe sind dort die Studierenden im Pflegebereich, die wir dringend benötigen.
- … weil der Kanton gar nichts spart: Erfahrungen aus den wenigen Kantonen, die das Splittingmodell kennen, zeigen, dass Studierende aus finanziell schwächeren Schichten eher eine längere Studiendauer in Kauf nehmen und zur Finanzierung des Studiums eine umfangreiche Nebenerwerbstätigkeit ausüben, statt sich zu verschulden. Eine längere Studiendauer führt jedoch zu höheren interkantonalen Beiträgen des Kantons Aargau an die Hochschulen.
- … weil der Bildungsbericht Schweiz 2014 aufzeigt, dass eine Erwerbstätigkeit während des Studiums das Risiko eines Studienabbruchs erhöht. Das können wir uns nicht leisten.
Bildung muss für alle bezahlbar sein und darf nicht zu einem Privileg für Reiche werden.