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Gemälde und Zeichnungen von Justine Stockmann-Imfeld. Sie war eine eigenwillige Frau und die erste Obwaldnerin, die konsequent den Weg als Malerin ging.
Das Historische Museum widmet Justine Stockmann-Imfeld eine kleine, aber feine Ausstellung. Sie war eine eigenwillige Frau und die erste Obwaldnerin, die konsequent den Weg als Malerin ging. Die Tochter des Landarztes Leopold Imfeld liess sich schon als Jugendliche von der einsetzenden Frauenbewegung begeistern, doch ihr Berufswunsch, Ärztin zu werden, ging nicht in Erfüllung. Weil sie ein Mädchen war, durfte sie das Gymnasium nicht besuchen. 1904 heiratete sie den bekannten Maler Anton Stockmann. In ihrer Ehe standen ihr Mann und seine Werke im Zentrum. Sie führte den Haushalt, half ihm in der Korrespondenz und pflegte ihn, da er oft krank war. Die Ehe blieb kinderlos. Nach ihrer Scheidung litt Justine Imfeld an Vereinsamung und Ausgrenzung. Sie malte und bedauerte im Nachhinein, den Weg als Malerin nicht noch konsequenter verfolgt zu haben.
Literatur: «Mis lozärn- Neun Streifzüge durch die Zentralschweiz für Frauen» Hrsg v. Cécile Bühlmann und Eva Bachmann, Xanthippe Verlag, Juli 2019