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Jeden Tag sterben nach Angaben des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF rund 2000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen, die fast immer durch schmutziges Trinkwasser, schwache Hygiene und fehlende Sanitäreinrichtungen verursacht werden.
Südliches Afrika und Südasien
«99 Prozent dieser vermeidbaren Todesfälle entfallen auf Entwicklungsländer, vor allem im südlichen Afrika und Südasien», schrieb UNICEF. Babys und Kleinkinder seien mit ihrem noch schwachen Immunsystem besonders bedroht.
Sauberes Trinkwasser und schon das Händewaschen könnten sie vor gefährlichen Krankheiten wie Lungenentzündung oder Parasiten schützen. Gebe es mehr Brunnen und Wasseranschlüsse, müssten Knaben und Mädchen zudem nicht täglich stundenlang mit Wasserholen verbringen und könnten zur Schule gehen.
Notdurft im Freien verrichten
Noch immer haben rund 2,5 Milliarden Menschen keine hygienischen Latrinen oder Toiletten. Der stellvertretende UNO-Generalsekretär Jan Eliasson rief zu mehr Anstrengungen auf. Es blieben nur noch etwa 1000 Tage Zeit, um das Millennium-Entwicklungsziel zu erreichen, wonach bis Ende 2015 die Zahl der Menschen halbiert werden soll, die keine Toiletten oder Latrinen nutzen können.
Etwa 1,8 Milliarden Menschen hätten seit 1990 Zugang zu Toiletten bekommen, teilte Eliasson am Donnerstag mit. Doch gebe es noch viel zu tun. In Indien etwa verrichten nach UNO-Angaben mehr als 40 Prozent der Bevölkerung ihre Notdurft im Freien.
Wasser - lebenswichtig, aber für viele Menschen knapp
Ohne Wasser können Menschen, Tiere und Pflanzen nicht leben. In vielen Teilen der Welt ist der Umgang mit Wasser verschwenderisch - anderswo ist Wasser ein seltenes und kostbares Gut. Zahlen und Fakten:
- Je nach Alter, Geschlecht und Kondition besteht der Mensch zu etwa 60 Prozent aus Wasser. Ohne zu trinken, überlebt er nur wenige Tage.
- Knapp drei Viertel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Experten warnen, dass der Klimawandel den Meeresspiegel steigen lässt.
- Knapp 900 Millionen Menschen in den Entwicklungsländern haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
- Krankheitserreger im Trinkwasser verursachen jährlich den Tod von mehr als 1,5 Millionen Kindern.
- Jedes Jahr sterben etwa 3,5 Millionen Menschen an den Folgen schlechter Wasserversorgung.
- Das meiste Wasser (70 Prozent) wird weltweit in der Landwirtschaft verbraucht.
- Weltweit fliessen 80 Prozent des städtischen Abwassers unbehandelt in Flüsse, Seen oder ins Meer. In Entwicklungsländern sind es bis zu 90 Prozent. sda/dpa