Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03476.jsonl.gz/1271

Dazu das Bild eines
Jungen, der bis zum Hals im Wasser steht.
Das dramatische
Ansteigen des Meeresspiegels kann man z. B. hier sehen.
Im Artikel wird
erwähnt, um wie viel das Eis in der Antarktis jedes Jahr abnimmt (3mal der
Bodensee).
Es wird nicht erwähnt,
wie viel Eis es in der Antarktis gibt.
Laut Wikipedia nimmt das Eisvolumen in der Antarktis jedes Jahr um 1 Hunderttausendstel ab. Wenn der Prozess also linear verläuft (was sicherlich nicht der Fall ist), dauert es etwa 100’000 Jahre bis die Antarktis abgeschmolzen ist.
Als Physiker frage ich
mich, wie man etwas so genau messen kann. Das Eis in der Antarktis ist etwa
2000 m dick. Es schmelzen im Jahr daher etwa 2 cm ab. Laut Artikel haben sich
diese 2 cm um etwa 5% erhöht. Es sind jetzt 2.1 cm, also 1 mm mehr. Damit das
Messergebnis signifikant ist, muss die Messgenauigkeit noch geringer sein. Man
kann also die mittlere Eisdicke in der Antarktis auf weniger als einen 1mm
genau bestimmen. Hört sich formidabel an, nur mir fehlt der Glaube.
Meiner Meinung nach ist das Dramatisieren in der Klimawandelproblematik kontraproduktiv. Es verhindert jede sachliche Diskussion. Am Ende stehen sich alle mit geschlossenem Visier gegenüber und nichts passiert.
Sitzen zwei Touristen («Landratten») bei auflaufendem Wasser auf einer Bank auf dem Deich. «Schau mal wie der Meeresspiegel steigt! So dramatisch hatte ich mir das gar nicht vorgestellt!»
Greta Thunberg sagt, dass
man ihre Kindheit gestohlen hat.
Nichts was ich in
meinem Leben getan habe, habe ich getan, um den Klimawandel zu stoppen. Ich fahre
zwar wenig Auto und auch nur ein kleines Auto, aber nicht wegen des
Klimawandels. Habe daher auch ich ihre Kindheit gestohlen?
Vor kurzem las ich von
einem Psychologen, dass man die Psyche von Kindern beschädigt, wenn man ihnen
Angst macht. Greta Thunberg wurde ihre Kindheit gestohlen, weil sie in Angst
lebt. Die Ursache ihrer Angst ist der Klimawandel.
Jetzt haben die
meisten Kinder aber keine Angst vor dem Klimawandel. Vielleicht weil ihre
Eltern ihnen keine Angst vor dem Klimawandel machen. Vielleicht hat Greta Thunberg
ja Angst, weil ihre Eltern Aktivisten sind und ihr Angst vor dem Klimawandel
gemacht haben.
Greta Thunberg lebt in
Schweden. Schweden ist eins der Länder, das vom Klimawandel profitieren wird.
Wenn man, wie ich, 25
Jahre als Marathonläufer verbringt, dann stellt man sich irgendwann die Frage,
ob man unter Masochismus leidet. Es heißt ja auch, das Schönste am Marathon sei
das Nachlassen des Schmerzes. Ein wenig Masochismus gibt es wohl in jedem.
Wenn alle, die Angst
vor dem Klimawandel haben, etwas dagegen tun wollten, könnten sie es.
Man darf seine
Zimmertemperatur beliebig weit absenken (in Mietshäusern gibt es für
innenliegende Wohnungen vielleicht eine Begrenzung). Man darf den Kühlschrank
verschrotten. Man darf nur noch kalt duschen und hauptsächlich Rohkost essen.
Man darf alles Geld, das man nicht zum Überleben braucht, in eine Wärmepumpe
und Solaranlagen investieren.
Auch das Klimapaket der
Bundesregierung verbietet nichts davon. Wenn zu mindestens die 41% der
Bevölkerung, die Angst vor dem Klimawandel haben, ihren CO2-Ausstoss um 80% reduzieren,
sollten die deutschen Klimaziele in greifbare Nähe gelangen.
Wenn Deutschland den
Vorreiter macht und die Welt dann folgt, warum sollte es dann nicht auch innerhalb
Deutschlands funktionieren? 41% machen den Vorreiter und die anderen folgen.
Aber nein, so geht es
nicht. Wir wollen, dass die Bundesregierung uns so mit der CO2-Steuer quält,
dass wir laut aufschreien und sofort die Wärmepumpe bestellen und uns schon
darauf freuen, wie der Schmerz nachlässt, wenn sie geliefert wird.
Jakarta ist auf einem instabilen
Untergrund gebaut und es gibt keine ausreichende Wasserversorgung. Deshalb wir
ein Großteil des Trinkwassers aus illegalen Brunnen gefördert. Dadurch sinkt
der Grundwasserspiegel ab und der Boden schrumpft. Der Boden sinkt im Durchschnitt
60 mm im Jahr, also 20-mal mehr als dass der Meeresspiegel steigt.
Das bringt mich zu der Frage, wie man
den Meeresspiegelanstieg misst. Wie kann man unterscheiden ob sich der
Meeresspiegel hebt oder ob der Pegel sinkt?
Weltweit steigt der Meeresspiegel um 3.3 mm/Jahr, aber in der Nordsee nur um 1.5 mm. Hebt sich die Nordsee immer noch an, weil die Gletscher der letzten Eiszeit geschmolzen sind?
Im letzten
Sachstandsbericht hat sich der Weltklimarat auch dazu geäussert, wie hoch die
Schäden sein werden, wenn sich die globale mittlere Temperatur um 2°C erhöht.
Natürlich ist es sehr schwierig so etwas vorherzusagen, wie immer bei
Vorhersagen über die Zukunft. Aber man bekommt aber zu mindestens einen
Eindruck von der Größenordnung. Hier der Text:
“the
incomplete estimates of global annual economic losses for additional
temperature increases of ~2°C are between 0.2 and 2.0% of income (±1 standard
deviation around the mean) (medium evidence, medium agreement).
Mit income ist hier das Bruttoinlandsprodukt gemeint. Maximal 2% des BIP. Die Zahl kommt einem irgendwie bekannt vor. 2% des BIP sind die geforderten Militärausgeben innerhalb der NATO.
Wir hören jetzt jeden Tag, dass die Welt durch den Klimawandel untergeht. Wieder sorgt der Weltklimarat im Kapitel 10 des fünften Sachstandsberichts für Verwirrung:
“For most economic sectors, the impact of climate change will be small relative to the impacts of other drivers (medium evidence, high agreement). Changes in population, age, income, technology, relative prices, lifestyle, regulation, governance, and many other aspects of socioeconomic development will have an impact on the supply and demand of economic goods and services that is large relative to the impact of climate change.”
Greta sagt, dass wir auf die Wissenschaftler hören sollen. Wenn die aber jetzt etwas anderes sagen als Greta?
In dem ganzen Klimaschutzpaket
wird davon geschrieben, dass von der Verbrennung von Kohle (oder Gas) auf Strom
umgestiegen werden soll.
Im Jahr 2018
produzierten die Kernkraftwerke noch 72 TWh Strom. Der Wind lieferte 112 TWh
und die Solaranlagen 46 TWh.
In den nächsten drei Jahren fallen die Kernkraftwerke weg. Realistischerweise kann der Kernkraftstrom CO2-frei nur durch Windkraftwerke ersetzt werden. Die Windenergie müsste innerhalb von 3 Jahren um 64% ausgebaut werden, um den Kernkraftstrom zu ersetzen. Das sind etwa 39’000 MW zusätzliche Windenergieanlagen. 2019 wurden von der Bundesnetzagentur 3675 MW ausgeschrieben. Bei diesem Tempo würde es 12 Jahre dauern, bis die Kernkraftwerke kompensiert sind.
In den bisher beendeten Auktionen wurden aber nur 1133 von 2500 MW vergeben. Wenn sich diese Quote nicht verbessert, dauert es sogar 23 Jahre, bis die Kernenergie kompensiert ist und CO2-Emissionen gesenkt werden können.
Auf die Solarenergie
würde ich nicht setzen, solange es keine preisgünstigen Speicher gibt und die
wird es in ausreichender Zahl in den nächsten 10 Jahren nicht haben.
Bei der
Pressekonferenz der Bundesregierung zum Klimaschutzpaket ist mir einiges
aufgefallen.
Angela Merkel spricht
vom Klimawandel und der Erderwärmung. Politisch korrekt muss es jetzt Klimakrise
und Erderhitzung heißen.
Markus Söder sprach davon,
dass man jetzt Einigkeit in der Bevölkerung schaffen könne und nicht noch
mehrere Wahlkämpfe zu dem Thema führen wolle.
SPD und CDU wollen,
dass das Thema vom Tisch kommt, weil das Thema nur den Grünen hilft.
Die Grünen haben jetzt
ein kleines Dilemma. Das Paket muss durch den Bundesrat und da sitzen die
Grünen in vielen Regierungen. Sie müssen natürlich das Paket jetzt kritisieren
und ihren Wählern eine Verschärfung im Bundesrat versprechen. Die Bundesregierung
hat die Belastungen für die Wähler sehr moderat gelassen. Kommt es zu Verschärfungen
und die Wähler ärgern sich später, wenn sie die Heizkostenrechnung bekommen,
können CDU und SPD dies leicht den Grünen in die Schuhe schieben.
Das Klimaschutzpaket
der Bundesregierung ist herausgekommen und ich werde mal schauen, was es für
uns bedeutet.
Wir emittieren mit
unserer Gasheizung 4 t CO2 pro Jahr. Zusätzlich verbrauchen wir noch
2400 kWh Strom und verfahren 360 l Benzin.
Mit den
vorgeschlagenen Aufschlägen und beim Benzin und der Einsparung beim Strom
erhalten wir folgende Tabelle:
Jahr
Gas
Benzin
Strom
Summe
2021
40
10
-6
44
2022
80
20
-12
88
2023
100
25
-15
110
2024
120
30
-18
132
2025
140
35
-21
154
In 6 Jahren zahlen wir
also 154 Euro mehr im Jahre für Gas und Strom. Die Einsparungen beim Strom sind
eigentlich zu vernachlässigen. Bringt uns das dazu von der Gasheizung auf eine
Wärmepumpe umzusteigen? Nein, denn dazu müssten wir mindestens 1000 Euro im Jahr
mehr zahlen. Unser «Kipppunkt» für eine CO2-Bepreisung liegt bei
fast 300 Euro / t.
Ich habe mal “Windenergie
Rendite” gegoogelt und bin auf einer Seite gelandet, die eine Verzinsung von
12% bei 2 Jahren Laufzeit verspricht.
Dann folgt dieser
schöne Satz:
«Gerade während der
Zeit von der Projektierung bis zur Fertigstellung des Windparks werden
wesentlich höhere Gewinne als während des eigentlichen stromproduzierenden
Betriebs erzielt. Auch daher ist der Ausstieg nach Beendigung der Bauphase
interessant.»
Warum zahlt jemand in einer
Niedrigzinsphase 12% Zinsen? Woher kommt der Gewinn in einer Zeit, wo nichts
produziert wird, sondern nur investiert wird? Ist keine Bank bereit dieses
Projekt zu finanzieren?