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Durch den Zusammenbruch der Börse 1873 stagnierte das wirtschaftliche Leben. Die wichtigsten Säulen der Wirtschaft Eisenbahnbau und Landwirtschaft verloren an Bedeutung. Durch den Bedeutungsverlust der Eisenbahn verlor die Stahlproduktion an Bedeutung. Die Förderung wichtiger Erze kam zu erliegen und Hochöfen mussten stillgelegt werden. Es gab nur wenige Orte, wo die Öfen noch liefen und Stahl erzeugt werden konnten.
Noch Besorgniserregender war die Situation in Ungarn. Der Getreidepreis sank um die Hälfte und konnte nicht mit der amerikanischen Konkurrenz mithalten. Die Wein- und Kartoffelernte fiel Katstrophen zum Opfer. Dazu kam noch, dass die Cholera die bäuerliche Bevölkerung reduzierte und viele Landwirtschaftsbetriebe verschwanden. Viele Adelige waren verschuldet und manche Bauerngüter mussten verstaatlicht werden. Dazu kam noch, dass der Wirtschaftsaufschwung vom Staat durchgeführt wurde. Der Börsenkrach von 1873 hatte für Ungarn den Bankrott zur Folge und aufgrund der leeren Staatskassen nur mit hohen Krediten gehalten werden konnte.
So geschehen auch in Veľké Rovné, ein Dorf im damaligen Ungarischen Reich, in der heutigen Slovakei gelegen. Ein beachtlicher Teil der Bevölkerung lebte damals, nebst der Landwirtschaft, von der saisonalen Drahtbearbeitung in Form von Gefässe-Reparatur, Gebrauchs- oder Kunstartikeln. (Fotos: Drahtmuseum Veľké Rovné)
Die grosse Depression veranlasste jährlich tausende von Handwerkern, so auch Josef Micsjeta, das Dorf Veľké Rovné, seine Heimat, zu verlassen um in anderen Gegenden mit seinem handwerklichen Können den Lebenunterhalt zu verdienen. Seine Reise endete 1881 in der Schweiz, im thurgauischen Islikon.
Übrigens wird in Veľké Rovné noch heute das damalige Handwerk in einem extra dafür eingerichteten Draht-Museum als wertvolle, regionale Tradition gezeigt und geehrt.
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HISTORIE
Im Jahre 1881 legte Josef Micsjeta, im thurgauischen Islikon, mit der Gründung eines kleinen Drahtflechtbetriebs, den Grundstein der damaligen Max Mitschjeta AG. Mit viel Handarbeit und Geschick entstanden diverse Haushaltartikel wie Schwingbesen, Seifenhalter, Schöpfkellen und Salatschleuderkörbe.
Die Artikelvielfalt und das Auftragsvolumen wuchs stetig, was ein Überdenken der begrenzten Räumlichkeiten und des Standorts zur Folge hatte. 1930 wurde dann die Sitzverlegung ins St. Gallische Gossau beschlossen und vollzogen.
Zeitgleich wurde, der besseren Aussprache halber, der Name auf Mitschjeta umgeschrieben.
Seit 1964 war die Firma als Aktiengesellschaft in sehr vielen Branchen als reiner Lohnfertiger von Draht-, Blech- und Rohrartikel im Auftrag des Kunden tätig.
Im November 2013 wurde das Label «aeon» ins Leben gerufen. Mit «aeon» erweitert die Max Mitschjeta AG ihr Angebot gegenüber der Lohnfertigung, mit hauseigenen Fertigprodukten für den Wohnbereich und mehr. Weitere Infos zu aeon finden Sie unter www.aeon-lifestyle.ch
Das Familienunternehmen überzeugte durch Tradition, Geschichte und Flexibilität. Dies hate sie ihren Treuen und zufriedenen Kunden und Mitarbeitern zu verdanken. Immer nach dem Motto: "Nur zusammen sind wir das, was wir gestern waren, heute sind und morgen sein werden."
5-GENERATIONEN-HAUS
1881 - 1930
1881 legte Josef Micsjeta in Islikon Thurgau seine Grundsteine, welche bis zum 31. Mai 2019 die Max Mitschjeta AG trugen. Seine Steine waren Gedanken über eigene Bedürfnisse und die der anderen, Taten aus geschenkten, entdeckten und umgesetzten Talenten, gesammelten Erfahrungen, Flexibilität gegenüber dem Markt und der Kundschaft, Vertrauen in sich und die Mitmenschen, Handeln nach bestem Wissen und Gewissen.
Dies alles waren Beweggründe, welche Josef zur Gründung seiner eigenen Firma ermutigten. Der stetige Wandel der Zeit und somit der Führungskräfte, der Mitarbeiter und der Produkte liess die bewährte Philosophie unberührt.
Wärend dieser Zeitspanne übergab Josef den Betrieb an seinen Sohn Johann Max Mitschjeta, einer seiner 5 Nachkommen (Josef, Franz, Johann Max, Anna und Alois) und Johann Max wiederum an seinen Sohn Max Mitschjeta, einer seiner 3 Nachkommen (Helen, Max und Trudi).
1930 - 1958
Nach der Sitzverlegung, im Jahre 1930 nach Gossau, leitete Max Mitschjeta den Betrieb in gleicher Art und Weise, weitere 28 Jahre, bis 1958, weiter.
1966 - 1999 / 2017
Die darauffolgenden 8 Jahre wurden als Übergangslösung überbrückt, bis die beiden jungen Zwillingsbrüder Bruno und Rolf Mitschjeta (Bild rechts), nach beendeter Ausbildung, 1966 den Betrieb übernahmen und diesen bis 1999, respektive bis 2017, erfolgreich führten.
2017 - 31. Mai 2019
Die bereits langjährigen «Jüngsten» der Familien, Natascha, Patrick und Janós Mitschjeta und dem ebenfalls langjährigen Team, konnten die Grundsteine von Josef bewahren und die Firma bis am 31. Mai 2019 durch die Gezeiten führen.
Nach 138 Jahren
Mit der geplanten Betriebsschliessung am 31. Mai 2019 ging ein weiterer traditionsreicher Familienbetrieb in der 5. Generation aus der binnenmarktorientierten Industrie verloren. Das 1881 in Islikon/TG gegründete und seit 1930 in Gossau tätige Unternehmen war auf die kundenspezifische Herstellung von Drahtartikel spezialisiert. Kombiniert mit der Blech- und Rohrverarbeitung mit interner Werkzeugmacherei und galvanischer Oberflächenveredelung zählte die Max Mitschjeta AG lange schweizweit zu den führenden Produktionsbetrieben dieser Art.
Zwar konnte sich die Max Mitschjeta AG dank Innovation und Flexibilität auch in den letzten Jahren im schwierigen Marktumfeld behaupten, jedoch führte der immer grössere Wegfall von Gross- und Mittelserien und die Spezialisierung auf Sonder- und Einzelartikel zu grossen Umsatzrückgängen. Gleichzeitig verursachten steigende Qualitätsanforderungen und die zunehmende Bürokratie Kosten, die bedingt durch den hohen Preisdruck, wirtschaftlich nicht gedeckt werden konnten.