Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/176512

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die SBB zu verpflichten, die Schliessung der 52 SBB-Drittverkaufsstellen aus zeitlichen Gründen bis 2020 auszusetzen. Damit bleibt genügend Zeit, die Strukturanpassungen mit möglichen Alternativen und Weiterführungen der SBB-Drittverkaufsstellen mit Unterstützung von weiteren Partnern der öffentlichen und privaten Hand aufzugleisen. In der kurzen Frist bis Ende 2017 lässt sich für potenzielle Partner sowie die betroffenen Kundinnen und Kunden keine technische Lösung realisieren, die allen Bedürfnissen gerecht wird. Für ein Moratorium spricht auch, dass die SBB einzelnen SBB-Drittverkaufsstellen bereits Entschädigungsangebote gemacht haben, die einen Bruchteil der heutigen Abgeltung ausmachen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Als Eigentümer gibt der Bundesrat den SBB für jeweils vier Jahre die strategischen Ziele vor. Er erwartet von den SBB, dass sie ihre Dienstleistungen unter Berücksichtigung der sich wandelnden Kundenanforderungen weiterentwickeln.</p><p>Der Entscheid der SBB, den Billettverkauf durch Dritte einzustellen, fällt in die operative Tätigkeit des Unternehmens, auf welche der Bundesrat grundsätzlich keinen Einfluss nimmt.</p><p>Im Rahmen der vom Bundesrat im April 2016 verabschiedeten Strategie Digitale Schweiz und gestützt auf den Bericht des Bundesrates über die zentralen Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft (Massnahme 3: Dienstleistungsübergreifende Transportketten) vom Januar 2017 wird geprüft, ob der Zugang zu den Vertriebssystemen des öffentlichen Verkehrs geöffnet werden soll, damit Dritte ohne Zustimmung eines Transportunternehmens Billette verkaufen dürfen.</p><p>Der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme zur Motion Büchler Jakob 16.3866, "Schliessung von SBB-Ticketstellen auf dem Land", vom 30. September 2016 ausführlich zu dieser Thematik Stellung genommen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.