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Auf den Kanarischen Inseln sorgt ein Sandsturm für Chaos im Flugverkehr. Die Wetterlage, die Calima genannt wird, bringt Wind und Sand aus der Sahara über den Atlantik. Auf Gran Canaria musste der Flugverkehr am Samstagnachmittag eingestellt werden, wie eine Sprecherin des Betreibers Aena sagt. Auch auf Teneriffa konnten keine Flugzeuge mehr starten.
In der Nacht auf Sonntag besserten sich die Sichtverhältnisse, wie die Behörde auf Twitter mitteilte. Der Flugverkehr wurde am frühen Morgen wieder aufgenommen, musste aber nach Verschlechterung der Wetterlage wieder eingestellt werden. Alle acht Flughäfen auf den Kanaren wurden geschlossen. Die Flugzeuge, die auf den Inseln landen sollten, wurden auf das spanische Festland, die Kapverdischen Inseln, Marokko, Mauretanien oder Portugal umgeleitet. Insgesamt wurden rund 280 Flüge gestrichen oder umgeleitet.
Die norwegische Reederei Fred. Olsen & Co. musste am Sonntag ihren Fährbetrieb zwischen den Inseln Fuerteventura und Lanzarote sowie zwischen San Sebastián und Valle Gran Rey auf der Insel La Gomera einstellen. Einheimische und Touristen werden angehalten, Aufenthalte im Freien auf ein Minimum zu reduzieren sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Grund dafür ist die starke Staubbelastung, die die Atemwege austrocknen und bei Allergikern starke Reaktionen hervorrufen kann.
Der Sturm, bei dem der heisse Wind feinen Sandstaub aus der Sahara mitbringt, kann mehrere Tage anhalten. Die Kanarischen Inseln, die zu Spanien gehören, liegen vor der marokkanischen Küste im Atlantik.