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An einem der kältesten Juni-Tage des Jahrhunderts, nach 16 Monaten Planung und unter den Augen von Millionen von Zuschauern weltweit, war Ihre Majestät, die Königin von Grossbritannien, auf dem Weg zu ihrer Krönung. Mit einer der ältesten Zeremonien der Welt begann ein neues Elisabethanisches Zeitalter. Heute, da diese Herrschaft zur längsten eines britischen Monarchen geworden ist, spricht die Queen erstmals über jenen Tag.
Kein britischer Monarch zuvor hat jemals im Fernsehen über seine Krönung gesprochen. Und dank dem beispiellosen Zugang zu den Objekten im Besitz der Royal Collection erzählt diese Sendung die Geschichte der Kronjuwelen.
Wir treffen Zeitzeugen, die an der Zeremonie beteiligt waren. Endlich, nach 65 Jahren, können wir einen Insider-Einblick geben in die Geschichte der Kronjuwelen und der Krönung von Königin Elizabeth II.
Gerade haben die beiden Kronen, die in der Krönungszeremonie der Queen zum Einsatz kamen, ihr streng bewachtes Zuhause im Tower of London verlassen. Sie sind auf dem Weg zu einem nie zuvor dagewesenen Termin in Buckingham-Palast.
Nur drei Menschen dürfen die Krone berühren
(Nahaufnahme einer quadratischen Leder-Box, aus der die Hand des Kronjuweliers eine verschlossene hölzerne Box entnimmt und sie aufschliesst. Darin befindet sich, von weissen Seidenpolstern umgeben, die St.-Edward’s-Krone. Sie wurde 1661 zur Krönung von Charles II. angefertigt.)
Dieses unbezahlbare Stück darf nur von der Queen selbst, dem Erzbischof von Canterbury und dem Kronjuwelier berührt werden.
(Behandschuhte Hände entnehmen die Krone vorsichtig der Holzbox. Es folgt ein Interview mit «Coronation Expert» Alastair Bruce und der Queen)
2,27 Kilogramm schwer
Heute wurde die Krone aus ihrer Festung ins Thronzimmer Ihrer Majestät geordert. Bestückt mit 440 Edelsteinen und Halbedelsteinen, die in einem Rahmen aus Massivgold sitzen, wiegt sie 2,27 Kilogramm.
(Behandschuhte Hände setzen die Krone vor der Queen ab.)
Queen: Ist sie immer noch so schwer? (hebt die Krone mit beiden Händen an) Ja, ist sie. Sie wiegt eine Tonne. (Dreht die Krone, berührt Edelsteine, gold-Details) Sehr solide, nicht wahr?
Alastair Bruce: Ma’m, ich nehme an, Sie haben die Krone nicht oft gesehen...
Queen: Nein, habe ich nicht! Zum Glück nicht!
AB: Seit Ihrer Krönung.
Queen: Es ist unmöglich zu sagen, was vorne und was hinten ist ... [dreht und dreht die Krone] ... die Seiten sind identisch, würde ich sagen.
Ablauf ist 600 Jahre alt
Die Krönung mit der St.-Edward’s-Krone ist das Herzstück der Krönungszeremonie. Es ist der Moment, in dem der neue Monarch offiziell vor Gott und seinen Untertanen als König oder Königin anerkannt wird. Und diese Tradition ist über 1'000 Jahre alt.
Der Ablauf der Zeremonie wurde vor über 600 Jahren in einem mittelalterlichen Manuskript niedergeschrieben. Sie beschreiben die Schritte der Zeremonie, angefangen mit dem Nachweis, dass es sich um den wahren Monarchen und nicht um einen Betrüger handelt, über den Eid und die Salbung bis hin zur eigentlichen Krönung. Zum Abschluss huldigen die Ritter/Lords des Landes dem neuen Monarchen.
Und der Mittelpunkt jeden Teils der Zeremonie sind die Kronjuwelen, insgesamt 140 Gegenstände, die gemeinsam mehr als 23'000 Edelsteine enthalten. Die meisten davon werden in der Krönungszeremonie verwendet und sind bekannt als die Insignien.
Die wichtigsten Insignien, die in der Krönungszeremonie verwendet werden, sind die beiden Kronen der Königin. Die Queen trug die St.-Edward’s-Krone nur einmal, doch sie ist viel vertrauter mit dieser hier – (behandschuhte Hände setzen vorsichtig eine Krone vor ihr ab) - der diamantenbesetzten Imperial State Crown. Die Monarchin trug sie am Ende ihrer Krönung und zu den meisten offiziellen Parlamentseröffnungen seitdem.
«Wenn man den Kopf senkt, bricht man sich das Genick»
Queen: Sehen Sie, diese hier ist viel kleiner. Wissen Sie, sie war mal genauso hoch – sehen Sie, sie war ungefähr so hoch, als mein Vater sie trug [Foto von George VI mit Krone, die wesentlich höher ist]
AB: Sie war riesig damals.
Queen: Ja, sehr unhandlich.
AB: Es ist leicht zu vergessen, dass Diamanten Steine und damit sehr schwer sind.
Queen: Ja, richtig. Glücklicherweise haben ich und mein Vater ungefähr die gleiche Kopfform. Wenn man sie einmal aufgesetzt hat, bleibt sie auch da. Ich meine, sie sitzt fest auf dem Kopf.
AB: Sie müssen Ihren Kopf sehr still halten.
Queen: Ja, man kann nicht nach unten sehen, um die Rede abzulesen, sondern man muss die Rede hochhalten auf Augenhöhe. Denn, wenn man den Kopf senken würde, würde man sich das Genick brechen, oder die Krone würde runterfallen (lacht ein wenig). Kronen haben also durchaus ihre Nachteile, aber ansonsten sind sie ziemlich wichtig (lächelt schelmisch).
AB: Könnte ich darum bitten, dass die Krone etwas näher an die Königin herangerückt wird?
(Weissbehandschuhte Hände des Kronjuweliers ergreifen die Krone ehrfürchtig und schieben sie näher zur Queen heran. Ungeduldig packt diese die Krone mit beiden Händen und zieht sie noch näher zu sich)
Queen (Lacht): So mache ich das, wenn ich sie trage! Kann ich mal diese Seite sehen? (Dreht Krone um 180 Grad) Ich mag den Black Prince’s Ruby.
Die unglücklichen Perlen
Diese Krone enthält 1'000 Jahre britischer königlicher Geschichte. Der Rubin, genau genommen ein Halbedelstein, der in Afghanistan gefunden wurde, soll von Heinrich V. in der Schlacht von Agincourt im Jahre 1415 getragen worden sein. Er soll eine Feder in ein Loch gesteckt haben, das in den Rubin gebohrt wurde.
Queen: Es ist lustig, diese Vorstellung, dass er seine Hutfeder in dieses Loch gesteckt hat, an seinem Helm. Ein bisschen unbedacht, aber solche Dinge machten sie eben damals, in diesen Zeiten.
Vier Perlen hängen unter den Bögen. Zwei davon, so heisst es, gehörten Mary, der Königin Schottlands, und wurden nach ihrer Hinrichtung von ihrer Rivalin, Elizabeth I., gekauft.
Queen: Das sollten eigentlich Queen Elizabeths Ohrringe werden. Aber heute sind sie nicht sehr glücklich. Die meisten Perlen sind so eine Art lebende Organismen. Und diese hängen hier herum, seit vielen Jahren. Das ist eigentlich traurig. Sie sehen also nicht sehr glücklich aus.
AB: Ein bisschen tot?
Queen: Nun ja, leider. Die Sache ist, dass Perlen eben lebende Dinge sind, und sie brauchen es, aufgewärmt zu werden.
Mit elf Jahren an der Krönung ihres Vaters
Die Bekanntschaft der Queen mit den Insignien begann 1937, zur Krönung ihres Vaters, König George VI. Sie lief nicht ganz wie geplant ab: Der Erzbischof von Canterbury, der die Zeremonie leitete und durchführte, glaubte, er hatte die Vorderseite der St.-Edwards-Krone mit einem kleinen Stück Leinen markiert, doch im entscheidenden Moment konnte er den Leinenfaden nicht finden.
AB: Der König schrieb in seinem Tagebuch: «Ich weiss bis heute nicht, ob die Krone richtig herum aufgesetzt wurde oder nicht.» Ich glaube, er war nicht beeindruckt.
Queen: Nein, das war er nicht.
Die elfjährige Elizabeth war bei der Zeremonie anwesend. Ihr Vater legte grossen Wert darauf, dass ihre eigene Krönung glatter verlaufen würde.
Queen: Ich weiss noch, dass mein Vater mich bat, aufzuschreiben, was mir von dieser Zeremonie besonders in Erinnerung blieb. Das war sehr nützlich. Haben Sie das noch nie gesehen?
Der Bericht der Queen, aufgeschrieben in einem Schulaufgabenheft, enthält interessante Einsichten. «Ich fand es alles sehr, sehr wunderschön, und ich denke, die Abtei fand das auch. Die Gewölbe und das Dachgebälk trugen eine Art Schleier von Wunder als Papa gekrönt wurde, so schien es mir jedenfalls.»
AB: Können Sie sich an diese Zeremonie fast genauer erinnern als an Ihre eigene?
Queen: Viel besser – ich tat ja nichts, ich sass nur da als Zuschauerin.
Die Queen wusste nichts vom Versteck in der Guetslidose
Von jenem Tag an, unter Anleitung ihres Vaters, bereitete sich die spätere Königin auf ihre eigene Krönung vor. Niemand war sich mehr im Klaren über die Bedeutung der königlichen Insignien für die Krönungszeremonie und die Nation als Queen Elizabeths Vater. Im Zweiten Weltkrieg, als Grossbritannien eine Invasion durch die Nazis drohte, war der König tief vertraut mit Plänen, die Kronjuwelen vor Hitlers Zugriff zu verstecken. Sie wurden aus dem Tower entfernt.
Nur eine Handvoll Eingeweihter wusste, wo sie versteckt waren. Bis heute. Vor kurzem enthüllte ein vertraulicher Briefwechsel, dass die Kronjuwelen 60 Meter unter Windsor Castle versteckt lagen.
Die Korrespondenz offenbart auch, dass einige der wichtigsten Gegenstände ihren üblichen Boxen entnommen und in Guetslidosen aufbewahrt wurden. Somit konnten sie schnell und einfach aus Windsor Castle transportiert und an einen noch sichereren Ort gebracht werden, falls die Nazis sich Windsor nähern würden. Für ihre Majestät ist das eine faszinierende und unbekannte Geschichte.
Queen: Sie denken, sie waren in Windsor?
AB: Ja, Ma’m, sie waren mit Sicherheit dort.
Queen: Oh.
AB: Der Bibliothekar entfernte die wertvollsten Diamanten und Edelsteine aus ihren Fassungen, verpacke sie gut, platzierte sie in einem Einmachglas und versteckte dieses in einer Keksdose. Brilliant, nicht?
Queen (skeptisch, not amused): Konnte er sich erinnern, wohin er sie getan hatte? Er hätte schliesslich mittendrin sterben können.
AB: Ich glaube, der König wurde darüber informiert, Ma’m.
Queen: Uns wurde gar nichts gesagt. Ich meine, wir waren natürlich nur Kinder, aber wir hatten keine Ahnung. Wissen Sie, alle Bilder verschwanden, alles Wertvolle, und uns wurde nichts verraten. Es war eben ein Geheimnis, denke ich.
Legendärer Diamant per Post verschickt
Unter den wertvollsten Gegenständen, die in der Nach vor der Krönungszeremonie 1953 in Westminster bewacht wurden, befanden sich zwei Steine aus einem der berühmtesten Diamanten, die jemals gefunden wurden: Der Cullinan Number One sitzt im Zepter – er ist der grösste farblose Diamant der Welt. Sein kleinerer Verwandter, der Cullinan Number Two, schmückt die Imperial State Crown.
Insgesamt wurden neun Diamanten aus dem legendären Cullinan geschliffen. Er wurde 1905 entdeckt, und – schwer zu glauben – per Post nach Grossbritannien geschickt. 1908 wurde Joseph Asscher, ein Juwelier in Antwerpen, mit dem Schleifen dieses Diamanten beauftragt, der im Ruf stand, der beste Diamantenschleifer der Welt zu sein.
Queen: Ich wünschte immer, ich wäre dabei gewesen, als sie den Stein in Stücke schlugen. (Fasst die grosse Diamant-Brosche an ihrem Kleid an) Das sind die Stücke, die davon übrig blieben. Es gibt noch zwei oder drei andere. Er schlug auf den Stein ein mit – was auch immer man benutzt, um die richtigen Stücke zu bekommen, wenn man einen Diamanten zerkleinert – und dann sah er die Stücke stundenlang an, und schliesslich fiel er in Ohnmacht, als er fertig war. Aber ich weiss nicht, ob das nur eine Anekdote ist. Der Stein hatte eine braune Imperfektion, und nachdem er ihn zerschlagen hatte, wurden daraus all die kleineren Stücke, und die Imperfektion war verschwunden! Sehen Sie, diese (greift wieder an die grosse Diamant-Brosche an ihrem Kleid, zeigt auf den grossen Stein in der Krone vor sich) haben einander nicht gesehen, seit der Diamant in Stücke geschlagen wurde.
Die Queen sieht Filmmaterial zum ersten Mal
Im Buckingham-Palast sieht sich die Queen Filmmaterial ihrer Krönung an. Kameras filmten den gesamten Tag über, und obwohl die Queen einige der Filme selbst in Auftrag gegeben hatte, ist dies das erste Mal, dass sie die Filme sieht.
Queen: Ein sehr langer Tag. Wenn man selbst Teil einer Veranstaltung ist, dann sieht man sie selbst eben nicht.
AB: Ich denke nicht, dass Sie diese Filme sehr oft gesehen haben, Ma’m?
Queen: Ich glaube, ich habe sie noch nie gesehen.
Als die goldene Kutsche der Queen den Hof von Buckingham Palace verliess, blieben ihre Kinder im Palast.
AB: Sehen Sie, da sind Ihre Kinder. Prinz Charles sagt, Sie hätten mit der Krone zu Hause geübt – während die Kinder gebadet wurden. Was ganz reizend ist! (Queen lacht kurz)
Nur Prinz Charles hat die Zeremonie tatsächlich gesehen – Prinzessin Anne blieb hier im Palast.
Queen: Und er kam nur für ungefähr zehn Minuten.
AB: Was taten denn die Kinder den grössten Teil des Tages? Können Sie sich erinnern?
Queen: Keine Ahnung, ich war ja nicht dort! Ich weiss beim besten Willen nicht, was sie gemacht haben. Es waren aber noch viele andere Leute im Palast, glaube ich. Viele Kinder.
Goldene Kutsche ist «nicht sehr komfortabel»
Die Queen fuhr in der goldenen Kutsche zur Westminster Abbey. Sie wiegt fast vier Tonnen.
Queen: Schrecklich. Sie war nie zum Reisen gedacht. Wissen Sie, die Kutsche wurde nur von Lederriemen gehalten.
AB: Sie schaukelte also sehr stark.
Queen: Ja, nicht sehr komfortabel.
AB: Waren Sie lange in der Kutsche, Ma’am?
Queen: Durch halb London. Wir müssen etwa vier oder fünf Meilen gefahren sein. Man kann ja nur Schritttempo fahren. Die Pferde konnten die Kutsche beim besten Willen nicht schneller ziehen. Sie ist ja so schwer.
AB: Aber es sieht aus, als sässen Sie sehr weit oben, also die Aussicht muss...
Queen: Ja, man sitzt sehr hoch.
Das Krönungskleid der Queen war bestickt in Seide mit Perlen und Gold- und Silberfaden.
Queen: Ich erinnere mich an einen Moment, als ich mein Kleid gegen den Teppich streifte, und plötzlich konnte ich mich gar nicht bewegen. Daran hatte niemand gedacht.
Die Zeremonie begann mit dem ersten Teil, der Anerkennung. Diese Tradition geht auf das Jahr 973 zurück. Die Queen bestätigte vor den versammelten Lords, dass sie die wahre Queen und kein Betrüger war. Dann, nach dem zweiten Teil, der Unterzeichnung des Eids, wurden ihr alle Zeichen ihrer königlichen Würde abgenommen und ein schlichtes weisses Kleid übergezogen. Nun kam die Salbung, der dritte Teil der Zeremonie.
Queen: Das einzige, was sie mir nicht abnehmen konnten, waren die Ohrringe.
AB: Das hätte zu lange gedauert?
Queen: Wir hatten genug Probleme mit dem Abnehmen der Kette. Sehr viel Rückwärtslaufen.
AB: Es ist ein regelrechtes Ballett, jeder weiss ganz genau, wo er sein muss.
Queen: Na, das möchte ich hoffen, nach all den Proben, die wir hatten.
Das heilige Salbungsöl
Die Salbung des Monarchen mit dem heiligen Öl ist so sakral, dass sie unter einem Baldachin ausgeführt wird. Der Ausschluss der Öffentlichkeit macht diesen Moment zu einem sehr persönlichen Erlebnis zwischen der Königin und Gott.
Das Salbungsöl wird in einer goldenen Flasche aufbewahrt, die Ampula genannt wird. Die Flasche hat die Gestalt eines Adlers. Das Salbungsöl befindet sich normalerweise in geheimer Aufbewahrung beim Dekan von Westminster in der Westminster-Abtei.
Dean of Westminster: Es wird hier sehr sicher aufbewahrt im Dekanat, an einem geheimen Ort in einer kleinen Box, sehen Sie hier, in der eine kleine Flasche mit dem Öl von 1953. Und es ist nicht einfach Olivenöl, es ist eine komplexe Mischung verschiedener Komponenten. Hier ist das Rezept für das Krönungsöl. Die Komposition basiert auf dem Rezept, das im 17. Jahrhundert verwendet wurde. Sie sehen hier, woraus es besteht – Sesam- und Olivenöl, parfümiert mit Rosen, Orangenblüten, Jasmin, Moschus, Zibet, und Ambra.
Für den fünften und letzten Teil der Zeremonie, die Inthronisierung und Huldigung, wurde die Queen von den Bischöfen von Bath, Wells und Durham symbolisch auf eine erhöhte Plattform gehoben.
AB: Man kann sehen, dass der Bischof von Bath sehr hilfsbereit war.
Queen: Ja, er war sehr gut.
AB: Nun ist die Rolle der beiden Bischöfe ja, symbolisch das Gewicht der Krone zu teilen, aber das mussten sie bei Ihnen ja gar nicht, Ma’am.
Queen: Wirklich? Ich dachte, sie waren nur da, um die Kleider zu halten. Um zu verhindern, dass man darüberstolpert.
Queen: Der Stuart-Saphir ist ein hellblauer. Er ist extrem nützlich, denn er sagt einem, wo vorne und wo hinten ist. Der Lord Great Chamberlain muss die Krone korrekt übergeben.
AB: Wie herum überreicht er sie Ihnen?
Queen: So, dass wenn ich die Krone übernehme, ich sie genau so herum aufsetzen. Sie ist sehr...
AB: Schwer?
Queen: Ich glaube, sie wiegt ungefähr 1,4 Kilo. Ganz schön schwer.
AB: Gut zu tragen?
Queen: Nein! So etwas ist nie komfortabel. Je mehr Juwelen, umso besser. George IV. hat das erfunden, richtig?
AB: Ich glaube, Ma’am.
Queen: Er liebte Juwelen und Farben.
AB: Wenn Sie ins Parlament gehen, Ma’am, dann tragen Sie, was er ursprünglich auf dem Weg zu seiner Krönung trug. Dieses Diadem.
Queen: Ja. Und, können Sie sich einen Mann vorstellen, der das für sich anfertigen liess? Faszinierend.
AB: Er hatte einen gewissen Stil.
Queen: Oh ja, den hatte er.
Nach der Krönung kommt die Queen beim Palast wieder an. Charles spielt mit der Schleppe ihres Kleides.
AB: So ein Spass für die Kinder.
Queen: Nicht das, was sie tun sollten. Die Krönung ist eine Art Beginn des Lebens als Monarch. Es ist eine Art prächtiges, ritterliches Schauspiel, eine altmodische Art, Dinge zu tun, denke ich. Aber es ist recht interessant, es zu wiederholen. Ich habe in meinem Leben eine Krönung gesehen und war die Empfängerin einer weiteren, und das ist schon recht aussergewöhnlich.
Transkribiert und übersetzt von Dagmar Seeland.