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Mini-Fisch ist so laut wie Düsentriebwerk beim Flugzeugstart
Sie nutzen die Laute vermutlich, um in trüben Gewässern mit Artgenossen zu kommunizieren, wie die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung am Dienstag in Dresden (D) berichtete. Ein internationales Forschungsteam untersuchte die in flachen und trüben Gewässern Myanmars heimischen Fische mit einer Kombination aus Hochgeschwindigkeitsvideos, Mikrocomputertomografie, Genexpressionsanalysen und mathematischen Verfahren. Dabei zeigte sich, dass die Männchen der Danionella-Art über einen einzigartigen Schallerzeugungsapparat verfügen, der einen Trommelknorpel, eine spezielle Rippe und einen ermüdungsresistenten Muskel umfasst.
Dieser Apparat beschleunige den trommelnden Knorpel mit erheblichen Kräften und "schiesst ihn auf die Schwimmblase, um einen schnellen, lauten Impuls zu erzeugen", erklärte Senckenberg-Forscher Ralf Britz. Aneinandergereiht erzeugen diese Impulse Rufe. Die Experten gehen davon aus, dass der Wettbewerb zwischen den Männchen in einer optisch eingeschränkten Umgebung zur Entwicklung dieses speziellen Mechanismus beigetragen hat.
Auch andere Tiere sind laut
Die dadurch erzeugten 140 Dezibel sind vergleichbar mit der Lautstärke, die ein Mensch in hundert Metern Entfernung beim Start eines Flugzeuges empfindet. Auch andere Tiere können laut sein. Bis zu 250 Dezibel laut ist der Knall, den der Pistolenkrebs mit seinen Scheren erzeugt.
Der flugunfähige Kakapo bringt es bei seinen Balzrufen auf 130 Dezibel, und Elefanten erzielen mit ihren Rüsseln Lautstärken von bis zu 125 Dezibel. Auch der männliche Nördliche Bootsmannfisch lockt seine Weibchen mit einem hörbaren Vibrato von etwa 100 Hertz und 130 Dezibel an. Die Studie erschien im Fachjournal PNAS.