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Am 2. Februar 2021 lancierte die Kunstkommission Parlamentsgebäude (KKPG) den Gestaltungswettbewerb «Kunst am Bau». 15 Schweizer Künstlerinnen und Künstler wurden eingeladen, ihre Projektvorschläge für das Tympanon des Parlamentsgebäudes einzureichen, 13 davon sind dieser Einladung gefolgt. Nach zwei Sitzungen am 12. und 13. Oktober 2021 sowie am 16. Februar 2022 entschied sich die Wettbewerbsjury für das Projekt des Studios Renée Levi und unterbreitete ihren Antrag der Verwaltungsdelegation. Diese folgte dem Juryantrag und entschied sich für dessen Umsetzung.
Das dreieckige Giebelfeld wird mit 246 dreieckigen Keramikplatten nahe am Farbton des Gebäudes wie ein Mosaik vollständig ausgekleidet. Durch unterschiedlich verlaufende Rillen und eine feine Glasur bricht sich das Tageslicht – und abends das Kunstlicht – immer wieder neu. Damit entsteht optisch eine leichte Bewegung in der statischen Fassade.
Der Titel des Werks ist – wie so oft bei Renée Levi – ein Vorname: Tilo ist eine Hommage an Tilo Frey (1923–2008), die als eine der ersten zwölf Frauen und als erste schwarze Frau 1971, direkt nach Inkrafttreten des Frauenstimm- und Wahlrechts, in den Nationalrat gewählt wurde.
Renée Levi ist eine Schweizer Künstlerin, deren Arbeitsgebiete die Malerei und die Installation umfassen. Sie ist ausgebildete Architektin und hat an der Zürcher Hochschule der Künste bildende Kunst studiert. Renée Levi hat zahlreiche Kunstpreise gewonnen und ist seit 2001 als Professorin für bildende Kunst und Malerei an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel tätig. Als Architektin schenkt sie der Raum- und der Bauproblematik besondere Beachtung. Sie will mit ihren Werken die Wahrnehmung der Umwelt, in die sie eingreift, verändern und misst dabei der Wahl der verwendeten Materialien und Farben besondere Bedeutung zu.