Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03371.jsonl.gz/2393

unter diesem Namen hat man jetzt ein außerordentlich lockeres und leichtes, im Äußeren der gereinigten
Baumwolle ähnliches Material, das aus äußerst feinen Glasfäden besteht und zum Filtrieren von starken Säuren, Laugen,
Silberbädern etc. benutzt wird. Man hat die in verschiednen Feinheitsnummern von Nr. 0 bis
Nr. 3 im Preise von 150-160 Mk. pro kg.
Die Gewinnung der G. besteht darin, daß man von einem fortwährend im Glühen erhaltenen Glasstabe das dünn ausgezogene
Ende desselben auf die Peripherie eines sich schnell umdrehenden großen Rades wirft; das rotierende Rad zieht dann den Glasfaden
von den glühenden Glasstück immer nach sich. Beim Abnehmen der Fäden von dem Rade rollen diese sich
lockenartig zusammen. - Zoll: gem. Tarif im Anh. Nr. 10 e,
bezw. für farbige G. Nr. 10 f.
als treffliches Filtriermaterial, welches von Chemikalien nicht angegriffen wird und leicht wieder zu reinigen ist. Die Glasspinnerei, welche
bis jetzt nur über sehr wenige Farben verfügt, dürfte eine große Zukunft haben, sobald es gelingt, das Glasgespinst von der
Trommel abzuhaspeln.
Vgl. Tscheuschner, Handbuch der Glasfabrikation
[* 16] (Weim. 1884);