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Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat die Ukraine als «eines der korruptesten Länder der Welt» bezeichnet. Er sprach sich entschieden gegen die Aufnahme von EU-Beitritts-Gesprächen mit Kiew aus.
In einem Interview mit dem französischen Nachrichtenportal Le Point betonte Orbán, Ungarn sei Nachbar der Ukraine und kenne die Situation genau. Er kritisierte die Korruption in der Ukraine als «Witz», er lehne jegliche Diskussion über die Aufnahme der Ukraine in die EU ab.
Orbán betonte, die EU müsse noch viel Vorarbeit leisten, bevor sie bereit sei, die Ukraine aufzunehmen. Er warnte davor, dass die Aufnahme der ukrainischen Landwirtschaft in das europäische Agrarsystem verheerende Folgen haben würde. Stattdessen schlägt er einen «strategischen Partnerschaftsvertrag» vor, um die Zusammenarbeit zwischen der EU und der Ukraine zu stärken – ohne der Ukraine die EU-Mitgliedschaft anzubieten.
Orbáns Ausführungen kommen unmittelbar vor einem Treffen der EU-Chefs in Brüssel. Nächste Woche sollen zwei historische Entscheidungen hinsichtlich der Ukraine getroffen werden: die Aufnahme von Beitrittsgesprächen der Ukraine zur 27-Nationen-Union und die Freigabe von 50 Milliarden Euro an Hilfsgeldern für die Regierung von Wolodymyr Selenskyj.