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Der Corgi und die EntchenDer Anblick einer Entchenschar, die ihrer Mutter folgen, löst bei den meisten Menschen ein "Ach, wie süüüss!" aus. Aber was ist mit den Entchen, die einem Hund folgen, wie auf diesem Foto, das vor einiger Zeit auf Animal Planets Wall of Fame erschien?
Während es wie eine merkwürdige Freundschaft zwischen zwei ungleichen Arten anmutet, ist diese Beziehung nichts Ungewöhnliches. Vögel und andere Tiere werden normalerweise auf ihre Mutter geprägt. Die Bindung geschieht gleich nach dem Schlüpfen oder der Geburt und so lernen die Jungen das spezifische Verhalten ihrer Art. Mit anderen Worten sind neugeborene Tiere im Laufe der Evolution dazu programmiert, ihrer Mutter zu folgen. Manchmal, wenn Tiere z.B. von Menschen aufgezogen werden, geschieht die Prägung auf den Menschen oder, wie im vorliegenden Fall, auf einen Hund.
Aber wie kam es dazu, dass die beiden Entchen einen Hund für ihre Mutter halten?
Frances Marsh und ihre Familie hatten die beiden erst zwei Tage alten Entchen in einem Gartenzenter in der Nähe ihres Wohnorts in Atlantic Beach, N.C. gekauft.
Yogi, der 5 Jahre alte Corgi der Familie, sass an jenem Tag im Auto. Als er die Entchen in der kleinen Kiste sah, war er völlig fasziniert und begann sogleich, sie zu lecken. Seither folgen die beiden Entchen, Biggie und Pac, dem Corgi als wäre er ihre Mutter.
Warum Yogi die Zuneigung erwidert, weiss man nicht genau. "Hunde sind ziemlich klug, aber ich will mich nicht schlau machen", sagt Sara Hallager, eine Vogelspezialistin des National Zoos von Amerika. "Es besteht ganz offensichtlich eine Bindung zwischen ihm und den Entchen, aber vielleicht ist es einfach eine Seite seiner Natur".
Frances Marsh hingegen ist überzeugt, dass Yogi die Entchen als seine Babys betrachtet. Er schläft neben ihnen, treibt sie sanft vor sich her, indem er sie mit der Nase stupst, oder macht bellend darauf aufmerksam, wenn eines auf den Rücken gefallen ist.
Und was geschieht, wenn die Entchen älter werden? Sara Hallager meint, es sei zu früh, um etwas zu sagen, aber wenn die Hormone erwachen, werde die Bindung zum Hund voraussichtlich abnehmen und sie werden sich mit der Zeit wie normale Enten benehmen.
Inzwischen sind Biggie und Pac zwei Monate alt geworden, sie haben ihren gelben Baby-Flaum gegen weisses Gefieder ausgetauscht und das ungleiche Trio ist immer noch unzertrennlich.
Oktober 2011
http://news.discovery.com/animals/
Fotos: Frances Marsh