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Johann Ludwig Bach(1677–1731) «Meininger Bach» Concerto in D-Dur für 2 Violi- nen, 2 Oboen, Streicher und Basso continuo (bisher unveröffentlicht)
Johann Bernhard Bach (1676–1749) Cousin von Johann Sebastian Orchestersuite in e-Moll für Streicher und Basso continuo
Hans Zimmer(*1957) Chevaliers de Sangreal aus The Da Vinci Code für Cembalo und Streicher
Johann Christoph Friedrich Bach(1732–1795) «Bückeburger Bach» Cembalokonzert A-Dur für Cembalo und Streicher
Johann Ludwig Bach Orchestersuite in G-Dur für 2 Oboen, Fagott, Streicher und Basso continuo
Stellen Sie sich Johann Sebastian Bach so vor: Ein regnerischer Sonntagnachmittag, die zahlreichen Kinder spielen draussen, Johann Sebastian nimmt Manuskripte aus seiner Bibliothek, hier und da schreibt er neue Umschläge, korrigiert in den alten Partituren einige Fehler oder ergänzt lückenhafte Gesangstexte. Einige dieser Werke möchte er in den Leipziger Kirchen aufführen lassen; zu diesem Zweck stellt er neues Aufführungsmaterial her. Es sind Stücke seiner Verwandten, die heute in Vergessenheit geraten sind. Für J.S. Bach bedeuten sie viel mehr als familiäre Andenken: Sie helfen ihm, seine eigenen künstlerischen Wurzeln zu erforschen.
Dass wir heute diese Komponisten überhaupt wieder hören können, haben wir dem Sammler J.S. Bach zu verdanken, der in seiner Notenbibliothek Werke seiner komponierenden Familie bewahrte. So etwa von Johann Ludwig Bach, dem «Meiniger Bach». Dieser entfernte Verwandte hatte sogar eine Kantate komponiert, die lange J.S. Bach zugeschrieben wurde.
Mathematische Rätsel und versteckte Codes waren in dieser Zeit fast so beliebt wie heute. J.S. Bach hat bei der Bearbeitung fremder Werke oft seinen verschlüsselten Namen eingesetzt und in eigenen Werken zahlreiche Geheimcodes versteckt. Bis heute bleiben einige dieser Botschaften enigmatisch.
Im Programm «Hans im B•A•C•H» erklingen Werke der Familie Bach unter Ausschluss ihres heute berühmtesten Mitglieds. Johann Sebastian bleibt im Hintergrund. Auf spielerische Weise geht das Konzertprogramm jedoch weiter und versucht Musikkryptologisch einige Rätsel zu lösen, die Johann Sebastian Bach der Nachwelt hinterlassen hat.
In diesem Kontext kommen einige Komponisten vor, die irgendwie etwas mit dem Namen H•A•N•S zu tun haben. Ihre Werke beruhen teilweise ebenfalls auf Codes oder sind nur mit Spezialschlüsseln zu knacken.
Veranstaltungen rund um das Konzert:
Vom Schafstall in den Konzertsaal:
Die CAMERATA BERN ist mit dem Projekt "Hans im B•A•C•H" Praxispartner für das Forschungsprojekt "From Field to Fiddle" der Hochschule der Künste Bern, welches mit einem Hightec Verfahren eine ganz neue Art von Darmsaiten aus Schafsdärmen herstellt. Mehr
Vom Hörsaal in den Konzertsaal:
Das Konzept von "Hans im B•A•C•H" ist in Zusammenarbeit mit Barbara Balba Weber, Dozentin für Musikvermittlung an der Hochschule der Künste Bern, entstanden und bezieht verschiedene Projekte von Studierenden der HKB mit ein. In dem Kontext findet die Tagung "Das Konzertpublikum der Zukunft" statt, bei welcher die CAMERATA BERN ebenfalls als Praxispartner teilnimmt. Mehr