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Die Demokratische Partei (PD), die stärkste Einzelgruppierung im italienischen Parlament, hat einen neuen Präsidenten. Guglielmo Epifani, Ex-Chef der italienischen Gewerkschaftsorganisation CGIL, ist am Samstag in Rom zum neuen Vorsitzenden der PD gewählt worden.
Epifani war der einzige Kandidat im Rennen. Er übernimmt den Posten des vor drei Wochen zurückgetretenen Parteivorsitzenden Pierluigi Bersani. Der 63-jährige Epifani, der den Gewerkschaftsverband CGIL zwischen 2002 und 2010 geführt hatte, wird die PD bis zum Kongress im Oktober führen, bei dem er seine Kandidatur ein zweites Mal einreichen will.
Epifani, gebürtiger Römer, übernimmt das Zepter der PD in einer durchaus heiklen Phase. Interne Machtkämpfe, Konflikte um die Führungsstrategie und erbitterte Fehden unter Spitzenpolitikern rivalisierender Flügel hatten kurz nach der Wiederwahl des Präsidenten Giorgio Napolitano vor drei Wochen zur Demission des kompletten PD-Führungsgremiums geführt.
Der 61-jährige Bersani hatte nach dem Scheitern von EU-Kommissionspräsident Romano Prodi bei der Wahl des italienischen Staatspräsidenten das Handtuch geworfen.
Bersani zog damit die Konsequenzen aus der Tatsache, dass etwa 100 linke Parlamentarier Prodi beim vierten Wahlgang die Stimme verweigert hatten. Bersani war auch arg unter Beschuss geraten, weil er sich geweigert hatte, eine Regierung mit Mitte-rechts-Chef Silvio Berlusconi aufzubauen. Nach seinem Rücktritt war eine Regierung unter der Führung des stellvertretenden PD-Chefs Enrico Letta gebildet worden.
SDA-ATS