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Tollwutrisiko nach einem Aufenthalt in Marokko
Bern, 08.11.2013 - Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) wurde darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich möglicherweise eine Touristin oder ein Tourist aus der Schweiz während den Ferien in Marokko mit Tollwut angesteckt hat oder dass ein Kätzchen, das Träger von Tollwut ist, in die Schweiz eingeführt wurde.
Ein aus Marokko eingeführtes Kätzchen ist am 28. Oktober in Frankreich an den Folgen der Tollwut gestorben.
Das BAG wurde informiert, dass sich zwei weitere Kätzchen, möglicherweise aus demselben Wurf, am gleichen Ort in Marokko befanden. Gemäss Aussagen eines Zeugen besteht die Möglichkeit, dass eine Schweizer Bürgerin oder ein Schweizer Bürger am 12. Oktober 2013 am Strand von Aïn Diab in Casablanca, wo die Tiere eingefangen wurden, ebenfalls Kontakt mit den Kätzchen hatte. Ein getigertes und ein weisses Kätzchen wurden eventuell von einer Touristin oder einem Touristen eingesammelt und in die Schweiz gebracht.
Diese Kätzchen waren bereits ansteckend und jeder Kratzer und jeder Biss sowie das Lecken verletzter Haut konnte für die Personen, die mit diesen Tieren in Kontakt waren, ansteckend sein.
Personen, auf welche diese Schilderung zutrifft und die Kontakt zu diesen Kätzchen hatten, sind gebeten, so rasch als möglich ihren Hausarzt oder ihre Hausärztin und gegebenenfalls ihren Tierarzt oder ihre Tierärztin aufzusuchen oder die Schweizerische Tollwutzentrale in Bern zu benachrichtigen.
Auf der Internetseite www.bag.admin.ch ist ein Foto der Kätzchen aufgeschaltet, das am oben erwähnten Strand aufgenommen wurde.
Tollwut wird durch ein Virus, das über den Speichel ausgeschieden wird, verursacht. Sobald Symptome auftreten, verläuft Tollwut immer tödlich, sowohl beim Menschen als auch beim Tier. Vor dem Auftreten der Symptome kann Tollwut mit einer so genannten postexpositionellen Impfung behandelt werden.
Bei infizierten Tieren treten nicht immer sofort erkennbare Symptome auf. Es kann bis zu sechs Monaten dauern, bis die ersten Symptome beobachtet werden. Tiere können aber schon ansteckend sein, bevor irgendein Symptom zu erkennen ist.
Adresse für Rückfragen
Beratung für die betroffenen Personen:
Schweizerische Tollwutzentrale Bern
Telefon 031 631 23 78
Information für die Medien:
BAG, Sektion Kommunikation, 031 322 95 05 oder <email-pii>
www.bag.admin.ch
Dokumente
Herausgeber
Bundesamt für Gesundheit
http://www.bag.admin.ch
Letzte Änderung 20.04.2018