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Das Wichtigste in Kürze
- Alfonso Cuarón ist vor 60 Jahren (28.11.) in der mexikanischen Millionenmetropole Mexiko-Stadt zur Welt gekommen.
Als kleiner Junge hatte er zwei grosse Zukunftsträume.
Neben dem Regisseur-Beruf fand er auch - wahrscheinlich wie jedes Kind - den des Astronauten anziehend. Doch mit einem Geburtstagsgeschenk, nämlich einer Kamera, war mit zwölf Jahren dann doch recht schnell klar, in welche Richtung die Reise gehen würde.
Seine Liebe zur Heimat brachte der exzentrische Künstler 2018 mit dem Meisterwerk «Roma» zum Ausdruck. Das schwarz-weisse Porträt der mexikanischen Gesellschaft in den 1970er Jahren wurde mit mehreren Oscars ausgezeichnet.
Der Mann, der trotz Protest viel wagt
Der Durchbruch gelang dem Mexikaner mit dem Blockbuster «Harry Potter und der Gefangene von Askaban» (2004). Doch der Weg zum endgültigen Film wurde durchaus von lauten Misstönen und Kritik begleitet. Alfonso Cuarón, der zuvor kein einziges Werk der Harry-Potter-Serie gelesen hatte, veränderte existenzielles an der Filmkulisse und den Charakteren, die in den ersten Filmen berühmt wurden.
Dabei hob er das Franchise auf ein neues Niveau, verschaffte ihm einen neuen Anstrich und sorgte dafür, dass die Filme mit ihrem Publikum wuchsen. Aus einer Kinderreihe entfaltete sich das epische Jugend - und Familienerlebnis, dessen Erfolg bis heute anhält.
Aus dieser Zeit stammt die Anekdote vom Set, als er die drei Schauspieler der Hauptcharaktere um einen kurzen Aufsatz bat, der ihre Filmcharaktere beschreiben würde. Während Emma Watson einen 16-seitigen Aufsatz verfasste, schrieb Daniel Radcliffe lediglich eine Seite und von Rupert Grint kam bis heute kein einziger Satz.
Ein Engagement beim vierten Film der Fantasy-Reihe - «Harry Potter und der Feuerkelch» - schlug Cuarón aus, um sich seinem eigentlichen Werk vollumfänglich zu widmen.
Internationale Preise en masse und trotzdem nicht zufrieden
Besonders die letzten 10 Jahre gehörten zu den erfolgreichsten seiner Karriere. Sein 3D-Weltraum-Thriller «Gravity» erhielt 2014 sieben Oscars. Der vorläufige Höhepunkt seiner Karriere aber wurde das Drama «Roma», das neben drei Oscars mit zahlreichen weiteren Preisen bedacht wurde. Der Film gilt als beliebtes Material im Schulunterricht, um Kontraste in der Gesellschaft aufzuzeigen und soziale Fragen zu beantworten.
Zweifelsohne bewies Cuarón nicht nur einmal, welch grosses Talent in ihm steckt, und zu welch starker Entfaltung seines Potenzials er im Stande ist, doch jemand ganz bestimmten schaffte er nicht zu überzeugen. Sich selbst. Einen eigenen Film schaut er sich nach der Veröffentlichung nie wieder an. Sein Perfektionismus lässt es bis heute nicht zu.