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Die Berliner Barock Solisten wurden 1995 von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker und renommierten Interpret*innen der Alten Musik in Berlin gegründet, um Werke des 17. und 18. Jahrhunderts stilgerecht und historisch informiert aufzuführen. Obwohl sie auf modernen oder modernisierten Instrumenten spielen, kommt das Resultat dem Originalklang sehr nahe. Mit dem Geiger Rainer Kussmaul, der 2017 verstarb, hatte das Ensemble in den ersten 15 Jahren seines Bestehens einen in der Barockmusik international erfahrenen Solisten als künstlerischen Leiter. Seit 2010 finden die Konzerte unter wechselnder Leitung statt, so etwa mit Bernhard Forck, Frank Peter Zimmermann, Gottfried von der Goltz, Daniel Hope, Daishin Kashimoto und Reinhard Goebel. Ein Schwerpunkt gilt Werken, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind, voran Kompositionen von Georg Philipp Telemann. Bei ihren Auftritten in ganz Europa, den USA und Asien haben die Berliner Barock Solisten mit Sängerinnen wie Christine Schäfer, Anne Sofie von Otter, Julia Lezhneva oder Dorothea Röschmann konzertiert. Die Schauspieler Armin Mueller-Stahl und Burghart Klaussner wirkten als Sprecher mit, am Klavier oder Cembalo waren Andreas Staier, Kristian Bezuidenhout und Igor Levit zu hören. Zahlreiche CDs dokumentieren die Arbeit der Berliner Barock Solisten: Für die Einspielung von Bach-Kantaten mit Thomas Quasthoff erhielt das Ensemble 2005 den begehrten Grammy, die Aufnahmen von Bachs Brandenburgischen Konzerten mit Reinhard Goebel und der Abel-Cellokonzerte mit Bruno Delepelaire wurden mit dem Opus Klassik ausgezeichnet, die Bach-Violinkonzerte mit Frank Peter Zimmermann mit dem International Classical Music Award.
Debut bei Lucerne Festival am 8. September 2003 mit Werken von Bach, Telemann, Albinoni und Vivaldi.
März 2024