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Caritas Schweiz realisierte im Jahr 2018 Programme und Projekte in der Höhe von 112,9 Millionen Franken. Zugleich verzeichnete sie mit 30,6 Millionen Franken ein sehr gutes Spendenergebnis. Auch Glückskette, Bund und verschiedene internationale überstaatliche Institutionen sowie private Stiftungen unterstützten die Caritas-Projekte im In- und Ausland mit namhaften Beiträgen.
Das Aufwandergebnis erreichte im Rechnungsjahr 2018 die Summe von 112,9 Millionen Franken. Davon wurden 48,5 Millionen Franken für Projekte und Programme der internationalen Zusammenarbeit aufgewendet. Ins Gewicht fallen neben den Projekten der langfristigen Ernährungssicherung, der Wasserversorgung und des Umganges mit dem Klimawandel die humanitären Programme zugunsten der syrischen Kriegsvertriebenen in Jordanien, Libanon und Syrien. Die Caritas half den Bedürftigen in allen drei Ländern, Ernährung, Unterkünfte oder medizinische Versorgung zu sichern. Weitere Schwerpunkte der Auslandaktivitäten waren die Nothilfeprogramme in Sulawesi/Indonesien nach dem durch ein Erdbeben ausgelösten Tsunami, die Not- und Überlebenshilfe für die Opfer der Dürre am Horn von Afrika sowie die Hilfe für nach Bangladesch geflüchtete Rohingya. DEZA, Glückskette und private Stiftungen finanzierten diese Hilfsmassnahmen mit.
Im Inland förderte Caritas Schweiz unter anderem soziale Projekte im Umfang von 46,5 Millionen Franken. Im Vordergrund stand weiterhin die Integration von Armutsbetroffenen und Flüchtlingen. Dazu zählen die Sozial- und Schuldenberatung sowie das Engagement mit den Caritas-Märkten, wo Armutsbetroffene Güter des täglichen Bedarfs zu stark verbilligten Preisen einkaufen können sowie die Kultur-Legi der Caritas. Sie soll armen Familien den Zugang zu kulturellen Angeboten und zu Freizeitaktivitäten erschliessen. Diese Tätigkeitsschwerpunkte sind vor dem Hintergrund der Caritas-Erklärung „zur Bekämpfung der Armut in der reichen Schweiz“ zu sehen. Die Caritas verpflichtet sich darin, alles zu unternehmen, damit die Zahl der Armen in der Schweiz bis zum Jahr 2020 halbiert wird.
Neben konkreten Projekten zur Armutsbekämpfung bringt sich Caritas Schweiz auch regelmässig in die politische Diskussion ein. An der nationalen Armutskonferenz forderte Caritas im August 2018 eine wirksame Armutspolitik, unter anderem mit bildungs- und familienpolitischen Massnahmen. In Bezug auf die stetig steigenden Krankenkassenprämien, die einkommensschwache Haushalte in die Armut treiben, fordert Caritas von Bund und Kantonen, dass die jährliche Belastung durch die Prämien einen Monatslohn nicht übersteigen darf und die Prämienverbilligungen entsprechend auszugestalten sind.
9,4 Prozent der Ausgaben für Verwaltung und Werbung
Auf der Einnahmeseite konnten direkte Spenden in der Höhe von 30,6 Millionen Franken verbucht werden. Die privaten Beiträge Dritter – von Seiten der Glückskette und anderer Caritas-Organisationen – betrugen 20,6 Millionen Franken. Hinzu kamen eigene betriebliche Erträge in der Höhe von 11,9 Millionen Franken sowie Beiträge der öffentlichen Hand im Umfang von 44,7 Millionen Franken für die Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) sowie für Leistungsaufträge im Asyl- und Flüchtlingswesen. Daraus resultiert ein Einnahmetotal von 107,8 Millionen Franken.
Der allgemeine Verwaltungs- und Werbeaufwand der Caritas betrug im vergangenen Jahr 9,4 Prozent. Damit flossen 90,6 Prozent der Spenden und Beiträge direkt in die Projekte und Programme.