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Nach dem Sturz des Italieners Lorenzo Savadori musste dessen Motorrad geborgen werden. Deshalb verfügte die Renndirektion in der sechsten von sieben Runden den Abbruch des MotoE-Rennens.
Als erster Sieger durfte sich Niki Tuuli feiern lassen. Der Finne gewann vor dem ehemaligen britischen MotoGP-Fahrer Bradley Smith und dem ehemaligen 125-ccm-Weltmeister Mike Di Meglio aus Frankreich. Der von Position 17 gestartete Zürcher Jesko Raffin, der am Vortag zu spät zum Qualifying angetreten war, klassierte sich nur im 13. Rang.
Die MotoE-Motorräder leisten knapp 160 PS, wiegen allerdings rund 260 kg und sind deshalb auf dem Circuit in Sachsen mit durchschnittlich knapp 150 km/h etwas langsamer unterwegs als die nur 60 PS starken Moto3-Maschinen.
Der Saisonstart der neuen Rennserie mit den elektrisch angetriebenen Motorrädern war ursprünglich für den 5. Mai in Jerez vorgesehen gewesen. Doch nach dem ersten Testtag Mitte März ebenfalls in Jerez hatte ein Brand das komplette Lager mit allen MotoE-Maschinen vernichtet. Dabei entstand ein Gesamtschaden von rund 1,5 Millionen Franken.
Knapp vier Monate später haben zwar die zwölf Teams mit ihren 18 Fahrern ihre Ersatzmotorräder erhalten. Doch noch sind längst nicht alle Probleme gelöst. So werden zumindest auf dem Sachsenring und auch im österreichischen Spielberg (11. August) die Ladestationen für die rund 100 kg schweren Batterien mit Diesel-Generatoren betrieben. Diese Ladestationen sollen erst für die zwei Rennen von Mitte September in Misano ausgetauscht werden. «Ab dann möchten wir grüne Energie nutzen, wie wir von Beginn weg angekündigt haben», sagte der französische MotoE-Direktor Nicolas Goubert gegenüber «speedweek.com».
Die weiteren Rennen im MotoE-Weltcup 2019. 11. August: Spielberg (AUT). 14./15. September: Misano (ITA/2 Rennen). - 16./17. November: Valencia (2 Rennen). - Die Rennen werden im Rahmenprogramm der Motorrad-WM ausgetragen.