Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03623.jsonl.gz/277

Wer sich gesund ernähren will, dem fällt es nicht immer leicht, die Übersicht innerhalb der schnell wechselnden wissenschaftlichen Erkenntnisse zu bewahren. Regeln und Empfehlungen sind oft so schnell überholt, wie sie gerade erst aufgestellt wurden. Wir haben für Sie die zehn wichtigsten Fakten rund um das Thema der gesunden, ganzheitlichen Ernährung zusammengestellt.
Faktum 1:
Es ist besser, ein Glass Wasser vor dem Essen als während des Mahles zu trinken.
Es besteht die Meinung, dass man dicker werden könne, falls man während des Essens etwas trinke. Die Ernährungswissenschaftler sind aber damit nicht einverstanden und stellten während ihrer Untersuchungen keine solchen Tendenzen fest. Tatsächlich ist es aber besser, die Flüssigkeit vor als nach dem Essen zu trinken, damit sie den Magensaft nicht verdünnt und die normalen Verdauungsprozesse und die Nahrungsaufnahme nicht stört. Der gesunde Organismus produziert eine genügende Quantität von Speichel, um die Speise weich zu machen.
Faktum 2:
Kartoffeln und Makkaroni machen schlank.
Ausführliche Untersuchungen der Kartoffelknolle liessen die Schlussfolgerung zu, dass die Kartoffelstärke beim Verdauungsprozess hilft. Sie fördert die Synthese des Vitamins B2 von den Darmbakterien und aktiviert die Gallensäure. Infolgedessen vermindert sich das Cholesterin-Niveau im Blut. Nudeln haben die notwendige Proteinquantität (13 Gramm Protein pro 100 Gramm Produkt) in sich, dessen Verbrauch die Gewichtsabnahme fördert. Dabei verringert sich nicht das Muskelgewebe, sondern das Fett. Makkaroni sind auch reich an speziellen Kohlehydraten, die langsam und vollständig vom Organismus aufgenommen werden. Dabei kann man keine überflüssigen Kilos zulegen und lange satt bleiben. Nach Meinung der Wissenschaftler sind diese Kohlehydrate für den Sportler die beste Energiequelle, weil sie den Glykogenbestand in den Muskeln auffüllen. Makkaroni sind auch eine gute Quelle von Vitamin B1, welches die Müdigkeit verringert.
Man nimmt also nicht wegen Pasta oder Kartoffeln zu, sondern wegen fettiger Sossen, Käse oder Butter, mit denen man diese Speisen isst.
Faktum 3:
Schnell gefrorenes Obst und Gemüse sind nicht schlechter als frisches.
In der Saison - wenn es viel Obst und Gemüse gibt - sollte man natürlich diese Naturgaben möglichst oft im frischen Zustande verzehren. In anderen Monaten sind aber Obst und Gemüse aus der Gefriertruhe oft viel nützlicher und vitaminreicher als die von auswärts zugestellten "frischen", die während des langen Wegs viele nützliche Stoffe verlieren. Das auf dem Ladenregal liegende Obst und Gemüse, das frisch zu sein scheint, verliert seine Vitamine in wesentlicher Quantität – bis zu 20 Prozent. Die in einigen Stunden nach dem Sammeln gefrorenen Gemüse und Früchte erhalten aber ihren Ernährungswert fast vollständig.
Nach Angaben von deutschen Wissenschaftlern enthalten 100 g frisch gepflückter Möhren 4,4 mg Vitamin C und 100 g schnell gefrorener – 3,4 mg. Die Bohnen verlieren beim Gefrieren noch weniger Ascorbinsäure – 0,5 mg (frische Bohnen haben 9,4 mg und die gefrorenen 8,9 mg Vitamin C). Grüne Erbsen aus der Gefriertruhe enthalten noch mehr Ascorbinsäure als frische (20 und 19 mg). Der Kühlschrank ist der sicherste Platz, um Gemüse und Obst zu lagern: Der Monatsverlust der nützlichen Stoffe macht nicht mehr als 1 Prozent aus.
Faktum 4:
Sojabohnen können sowohl sehr nützlich als auch schädlich für den Organismus sein.
Noch vor kurzer Zeit war die Meinung sehr populär, dass Sojabohnen ein sehr gesundes und nützliches Produkt seien. Die letzten Untersuchungen haben bewiesen, alles sei gut, solange es ideal abgemessen ist: mit positiver Wirkung aufs Herz, die Blutgefässe und den Magendarmtrakt hemmen die Sojabohnen das endokrine System. Man propagiert die Sojen als Produkt, das zur Verjüngung und Langlebigkeit beiträgt. Es ist aber schon durch einzelne Experimente bewiesen, dass ein Überschuss beim Sojaessen den Alterungsprozess beschleunigen kann.
Heutzutage ist der Anteil der genetisch veränderten Sojen unter Sojaprodukten ziemlich hoch. Übrigens - die Wirkung der genetisch modifizierten Soja auf den Menschenorganismus ist noch wenig erforscht und könnte schlimme Folgen haben. Einige Mediziner empfehlen auch, die Sojen bei starker Migräne aus der Kost auszuschliessen: Ihrer Meinung nach könnte sie dieses Krankheitsbild bestärken oder auslösen. Es ist aber wirklich schwierig, die Sojaquantität in der korrekt bemessenen Ration auszurechnen. Viele Nahrungsmittel enthalten versteckt Soja, zum Beispiel Brot, Makkaroni, Mayonnaisen, Süssigkeiten, Büchsenfleisch, Sossen und Fastfood. Man kann sie dort dem Geschmack nach kaum nachweisen. Wissenswerter Tipp: Soja steht in den Zutaten unter der Bezeichnung E479.
Faktum 5:
Das Essen muss gründlich gekocht und/oder gebraten sein.
Es ist eine Tatsache, dass wenig gekochte Speisen reicher an Vitaminen und Mineralien sind. Forscher aus New York behaupten, wenn man das Essen länger koche oder brate, verringere man damit das Niveau von potenziell gesundheitsschädigenden toxischen Chemikalien, welche durch die zu kurze Erwärmung aktiviert werden. Diese Stoffe entstehen bei der Wärmeeinwirkung aus einer Kombination von Zucker, Protein und Fetten, die in fast allen Lebensmitteln enthalten sind. Wegen deren Einwirkung können die Blutgefässwände allmählich ihre natürliche Elastizität verlieren. Das trägt in der Endkonsequenz zu Thrombosen bei. Der gesunde Menschenorganismus ist im Stande, die Folgen von schnell gekochtem Essen zu bewältigen. Aber Menschen, die anfällig sind für Diabetes, Herz- und Gefässkrankheiten, kann diese Hast ihre Gesundheit teuer zu stehen kommen. Darum ist es besser, das Essen länger bei kleinem Feuer und nur mit Qualitätszutaten zu kochen.
Faktum 6:
Sanddornfrüchte können als Hautpflegemittel eingesetzt und gegen den Alterungsprozess verzehrt werden.
Was wissen Sie über Sanddornfrüchte? Dieses orange Naturwunder schliesst einen Komplex von Multivitaminen, Mineralien und Antioxygen ein, die Sie jünger und schöner werden lassen. Als Kosmetikum sind Sanddornfrüchte besser als 39 sehr verbreitete pflanzliche Produkte, die von den Ernährungswissenschaftlern untersucht wurden. Um den Effekt einer halben Tasse Sanddornfrüchte zu erreichen, mussten die am Experiment Teilnehmenden jeden Tag ¾ Tasse Heidelbeeren, eine Tasse Erdbeeren, 1 ¼ Tasse Apfelsinenscheiben und 2 ¼ Tassen klein geschnittenen Spinat essen.
Faktum 7:
Oliven sind ein wunderbares Mittel gegen Kopfschmerzen und Migräne.
Die Australier haben aus Olivenöl den Schmerzbetäubungsstoff Oleocanthal abgesondert, welcher nicht weniger effektiv als Ibuprofen oder andere Analgetika ist. Aber die Konzentration des Oleocanthals im Olivenöl ist gering. Um zum Beispiel Kopfschmerzen zu lindern, müsste man einen halben Liter Olivenöl trinken. Die Wissenschaftler fanden eine Lösung des Problems: sie möchten eine Arznei aus dem Ölextrakt gewinnen oder eine besondere Olivenart züchten, welche mehr Oleocanthal enthält.
Faktum 8:
Um beim Essen abzunehmen, wählen Sie sich den richtigen Personenkreis.
Beim Mittagessen im Frauenkreis kann eine Frau bis zu 44 Prozent mehr Essen vertilgen als allein und sie fühlt sich dabei weniger satt. Möchten Sie abnehmen? Dann treffen Sie sich mit den Freundinnen bei einer Tasse Tee und essen Sie zu Mittag unter Männern. Die amerikanischen Ernährungswissenschaftler haben es getestet: nur 11 Prozent der Frauen essen etwas zum Nachtisch, wenn sie mit dem Freund oder einem Kollegen die Mahlzeit teilen. Der Rest der Frauen demonstrierte auf solche Weise, dass sie den Prinzipien gesunder Ernährung folgen und auf ihre Figur achten. Das tägliche Unterlassen von «süssen» Kalorien (etwa 350 Kilokalorien) hilft Ihnen, pro Monat 1,2 Kilogramm Gewicht zu verlieren.
Faktum 9:
Entsalzung ist gefährlich: Der Mensch braucht Salz!
Ständiger Salzmangel im Organismus kann Infarkte und Nervenschläge verursachen. Dabei hätte doch die kochsalzfreie Diät gerade davor schützen sollen. Die Wissenschaftler bewiesen, dass der Mangel an dieser Essbeimischung eine Reihe von Fermenten aktiviert, die Salz im Organismus aufhalten. Frauen und Männer, die im Alter von 40 bis 50 Jahren ihre Essration plötzlich zu entsalzen beginnen, leiden nach 15 bis 20 Jahren öfter als andere an kardiovaskulären Krankheiten.
Die Forscher gelangten zur Schlussfolgerung, dass die Entsalzung kein Allheilmittel ist. Die täglichen Rationen von gesunden Menschen müssen wenigstens 2,5 Gramm Salz enthalten. Nur wenn man ständig die von Ärzten bestimmte Grenznorm – 7 Gramm – überschreitet, verursacht das unbedingt Herz- und Nierenüberbelastungen und Blutdruckerhöhung. Übrigens, das ins Essen beigemischte Salz macht nur 15 Prozent des vom Organismus verbrauchten Natriums aus. 75 Prozent nimmt man aus dem zubereiteten Essen zu sich. Eine Weissbrotscheibe enthält 150 mg Natrium, Wurst und Käse sind auch reich an diesem Mineral. 10 Prozent Natrium entnimmt der Mensch aus rohen Produkten. Ein Selleriestängel enthält 35 mg Natrium, eine gebackte Kartoffel 15 mg, eine Paprikaschote – 2 mg.
Faktum 10:
Sogar bei strenger Diät darf man vor dem Schlaf essen.
Nach dreijährigen Untersuchungen bewiesen die Experten der Medizinschule Harvard, dass das Menschengewicht nicht von der Essenszeit, sondern nur von der Quantität und dem Kaloriengehalt des Essens beeinflusst wird. Aber der müde Mensch kann beim Abendessen oft «gefrässig» sein. Es wäre besser, sich vor dem Schlaf ein leichtes Essen zu genehmigen: Gemüse, mageres Fleisch, Geflügel oder Fisch, Früchte. Die Produkte, welche «schnellen Zucker» enthalten (weisses Brot, Törtchen, Schokolade), sollte man nach 18 Uhr meiden. Man kann durch sie dicker werden, denn die Bauchspeicheldrüse erarbeitet in der Nacht mehr Insulin und der Organismus akkumuliert infolgedessen die Fette. Darum verschieben Sie den Genuss von Gebäck und Süssigkeiten aufs Frühstück oder Mittagessen.