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Am Ende wurde dem 65-jährigen Waadtländer die Niederlage im Cup gegen den Drittligisten Puy (0:1) am Samstag zum Verhängnis. Auch in der Meisterschaft belegt der ambitionierte Verein im Besitz des britischen Milliardär Jim Ratcliffe mit dessen Unternehmen Ineos nach 17 Runden nur den 11. Platz. Am Abend bestätigte der Verein die Entlassung Favres, betonte aber dessen Verdienste in Nizza. «Er wird immer ein aussergewöhnliches Mitglied der rot-schwarzen Familie sein», schrieb der OGC Nice.
Favre war erst im vergangenen Sommer nach Nizza zurückgekehrt, nachdem er den Verein in einer ersten Amtszeit von 2016 bis 2018 unter anderem auf den 3. Platz und in die Champions League geführt hatte. Danach wechselte er zu Borussia Dortmund, wo er im Dezember 2020 nach zweieinhalb Jahren entlassen wurde.
Bei der Rückkehr an die Côte d'Azur konnte Favre nicht mehr an seine vorherigen Erfolge anknüpfen. Diverse prominente Neuzuzüge aus der Premier League wie der Goalie Kasper Schmeichel, Aaron Ramsey oder Ross Barkley konnten die hohen Erwartungen beim Verein mit dem Schweizer Aussenverteidiger Jordan Lotomba nicht erfüllen. So endete Favres zweites Engagement nach nur gut sechs Monaten.
Mit ihm verlor auch sein Neuenburger Assistenztrainer Christophe Moulin seinen Posten. Nachfolger wird bis auf weiteres der 36-jährige Didier Digard, der im Herbst von der zweiten Mannschaft zum Trainerstaff des Fanionteams stiess. Bereits damals stand Favre gemäss Medienberichten kurz vor der Entlassung, eher er seinen Kopf mit sieben Spielen ohne Niederlage nochmal aus der Schlinge zog.
Favres grösste Erfolge liegen schon eine Weile zurück. In den 2000er-Jahren führte der ehemalige Schweizer Internationale und Filigrantechniker den FC Zürich zu zwei Meistertiteln und einem Cupsieg. Von 2007 bis 2015 arbeitete er dann mehrheitlich erfolgreich in der Bundesliga bei Hertha Berlin und Borussia Mönchengladbach.
(log)