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Der Benzinpreis ist auf den höchsten Stand seit Jahresbeginn gestiegen. Der Literpreis hat innerhalb eines Monats um 10 Rappen zugelegt. Die Märkte nehmen eine starke US-Nachfrage in den nächsten Monaten vorweg.Dieser Inhalt wurde am 30. April 2001 - 14:32 publiziert
"Das Problem der hohen Preise ist aus den USA importiert", erklärte Philippe Cordonier, Sprecher der Erdöl-Vereinigung, am Montag (30.04.). Die Entwicklung der Preise an der Zapfsäule in Europa sind laut Cordonier das Resultat der Käufer aus den USA, die für das starke Verkehrsaufkommen in den Sommermonaten vorsorgen.
Der hohe Dollarkurs sei ein weiterer Grund. In der Tat bewegt sich der Kurs des US-Dollars seit geraumer Zeit um das hohe Niveau von 1,70 Franken.
US-Raffinerien mit Kapazitäts-Problemen
Wie jedes Jahr hätten die USA mit Kapazitäts-Problemen zu kämpfen, weil ein Grossteil der einheimischen Raffinerien überaltert sei, sagte Cordonier weiter. Der Markt kenne diese Probleme und kalkuliere diese bei ihren Benzinpreis-Berechnungen mit ein. Es sei nicht damit zu rechnen, dass das Kapazitätsproblem der US-Raffinerien kurzfristig behoben sei.
Höchstand erreicht
Er gehe jedoch davon aus, dass die gegenwärtigen Treibstoffpreise bis Ende Sommer kaum noch steigen werden, sagte Cordonier weiter. Die aktuelle Preiserhöhung sei konjunktureller Natur und werde kaum einen Einfluss auf den Verbrauch haben.
Der durchschnittliche Zapfstellenpreis beläuft sich gegenwärtig auf 1,46 Franken pro Liter Bleifrei 95 und auf 1,51 Franken für Bleifrei 98. Dies entspricht dem Preisniveau des vergangenen Dezembers. Von der Verteuerung sind nur die Benzin-Treibstoffe betroffen. Der Diesel-Treibstoff sowie das Heizöl sind nicht teurer geworden.
OPEC-Beschlüsse
Im vergangenen März hatte die Organisation Erdöl-exportierender Länder (OPEC) beschlossen, ihre Produktion ab dem 1. April um 1 Mio. Barrel (159 l) pro Tag zu kürzen. Ende April bestätigte die Organisation diesen Beschluss. Damit will die OPEC nach eigenen Angaben verhindern, dass mit dem zu Ende gehenden Winter in der nördlichen Hemisphäre die Erdölpreise zusammenbrechen.
Ende April hatte sich der Barrel-Preis bei 27 Dollar eingependelt. Damit situierte er sich in der von der OPEC angestrebten Preisspanne von 22 bis 28 Dollar. Dieser Preis ist allerdings noch weit entfernt vom Rekordwert von 34 Dollar, den das OPEC-Öl im September des letzten Jahres erreicht hatte.
swissinfo und Agenturen
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