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Die Sopranistin Barbara Hannigan, 1971 im kanadischen Waverley geboren, studierte Gesang bei Mary Morrison an der University of Toronto und bei Meinard Kraak am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Als Interpretin zeitgenössischer Musik gelangte sie rasch zu weltweiter Bekanntheit: Bis heute gestaltete sie mehr als 85 Uraufführungen und arbeitete dabei mit Komponisten wie Pierre Boulez, Sir George Benjamin, Gerald Barry, Salvatore Sciarrino, Pascal Dusapin, Hans Abrahamsen und Brett Dean zusammen. Gerühmt wird neben ihren vokalen Fertigkeiten auch ihre darstellerische Präsenz auf der Opernbühne: Höhepunkte der vergangenen Jahre bildeten Toshio Hosokawas Matsukaze und Alban Bergs Lulu in Brüssel, George Benjamins Written on Skin und Debussys Pelléas et Mélisande in Aix-en-Provence, Bernd Alois Zimmermanns Die Soldaten in München und Benjamins Lessons in Love and Violence am Londoner Royal Opera House. In der Saison 2019/20 wird sie bei der Weltpremiere von Abrahamsens The Snow Queen zu erleben sein. Im Konzertsaal tritt Barbara Hannigan regelmässig mit Sir Simon Rattle auf, aber auch mit Kent Nagano, Andris Nelsons, Vladimir Jurowski, Reinbert de Leeuw, Sir Antonio Pappano und Kirill Petrenko. Seit 2011 ist sie selbst als Dirigentin tätig, oft parallel zu ihren Engagements als Sängerin: So leitete sie Konzerte beim Cleveland Orchestra, beim Mahler Chamber Orchestra, beim London und beim Toronto Symphony Orchestra, bei den Münchner Philharmonikern und bei den Göteborger Sinfonikern, die sie zur neuen Spielzeit als Erste Gastdirigentin berufen haben. Mit Strawinskys The Rake’s Progress dirigierte sie im Frühjahr 2019 im Rahmen ihres Mentoring-Programms «Equilibrium» ihre erste Oper. Im Sommer war sie dann «artist-in-residence» beim Aldeburgh Festival und leitete das kalifornische Ojai Festival. 2020 erhält Barbara Hannigan den Léonie-Sonning-Musikpreis.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 24. August 2008 im Rahmen des «Pollini-Projekts» mit Werken von Luigi Nono.
August 2019