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Zum Lernen und Entwickeln von Choreografien für Kinder und mit Kindern gibt es zahlreiche Methoden. Drei davon seien hier vorgestellt. Sie lassen sich je nach Zeitrahmen allein oder in Kombination einsetzen.
Verwendung bekannter Choreografien
Der einfachste Ansatz besteht darin, eine bekannte Choreografie – etwa die «Macarena» oder den «Ententanz» – zu verwenden. Diese Choreografien werden in der Regel zu einem bestimmten Musikstück getanzt; es finden sich dazu zahlreiche Versionen für kleine Kinder. Die Lehrperson stösst im Internet problemlos auf Videos solcher Choreografien, um sie sich selbst einzuprägen und dann den Kindern zu vermitteln.
Kinderchoreografie entwickeln
Die Lehrperson kann vorgängig für die Schülerinnen und Schüler eine Choreografie entwickeln. Um die Vermittlung zu erleichtern, empfiehlt es sich, die verschiedenen Bewegungssequenzen zu notieren, um sich deren Abfolge merken zu können.
Die Kinder entwickeln eine Choreografie
Dieser Ansatz ist der komplexeste, dürfte aber auch am interessantesten sein: Die Lehrperson lässt der Kreativität der Kinder freien Lauf, gibt ihnen aber einen Rahmen und Leitideen vor, um sie in der Ausführung anzuleiten (siehe «Die Kinder entwickeln eine Minichoreografie»). Möglich ist auch, die beiden letzten Ansätze zu kombinieren: die Lehrperson entwickelt einen Teil der Choreografie und die Kinder erfinden den Rest dazu.
Praktische Empfehlungen
- Musik: Die Wahl eines passenden Musikstücks im Vorfeld kann insofern von Interesse sein, als es den Kreationsprozess eingrenzt. Damit die Bewegungen perfekt mit der Musik synchronisiert sind, kann man sich vom Text oder der musikalischen Struktur inspirieren lassen.
- Raum: Unbedingt Verschiebungen, auch sehr einfache einsetzen, beispielsweise zwei Reihen, die den Platz wechseln. Damit gewinnt die Choreografie an Weite und der Raum wird besser ausgenutzt.
- Choreografie wiederholen: Kinder haben öfters Mühe damit, konzentriert zu bleiben und sich längere Sequenzen einzuprägen. Lässt man die Kinder zweimal dieselbe Sequenz ausführen, kann man das Problem entschärfen. Man kann vor der Wiederholung eine kleine Verschiebung einfügen, insbesondere bei grossen Gruppen, so dass alle Kinder mindestens einmal vorne auf der Bühne stehen.
- Bewegungen
- Sie sollen recht einfach sein und von der ganzen Gruppe ausgeführt und identisch nachgeahmt werden können (kein Spagat, wenn nicht alle Kinder dazu fähig sind!).
- Sie lassen sich individuell, aber auch zu zweit (ein Kind steht neben dem andern, gibt ihm die Hand und dreht sich in den Arm des Kameraden) oder in der Gruppe (die Kinder sind im Kreis, halten sich an der Hand und drehen sich im Kreis) ausführen.
- Man kann eine Bewegung pro Schlag oder eine längere Bewegung über mehrere Schläge ausführen.
- Den ganzen Körper und den gesamten Raum ausnützen; denkbar sind auch kleine Verschiebungen im Raum.
- Die Kinder können über die Aufstellung zur Ausführung ihrer Sequenz entscheiden (auf einer Reihe, in zwei Kolonnen, im Kreis usw.).
- Um die Aufgabe schwieriger zu gestalten, können die Kinder ihre Bewegungen versetzt ausführen (nicht alle machen die Bewegung auf denselben Schlag) oder nicht alle genau dieselbe Bewegung ausführen.
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