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Gemeinsam übten die Organisationen in der vergangenen Woche Kritik an der Agenda der französischen Regierung zur Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes. Das Engagement der Regierung wird zwar grundsätzlich positiv bewertet, betont wird aber die Notwendigkeit von Korrekturen.
Entscheidend sei, am Ziel der Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes um 50% festzuhalten und ein zügiges Verbot von krebserregenden, erbgutschädigenden und hormonaktiven Wirkstoffen durchzusetzen. Wenig zielführend sei es, die betroffenen Branchen bei der Umstellung auf eine umweltschonende Produktion mit einzubeziehen, denn diese hätten sich bereits bei den Runden Tischen zur Agrar- und Ernährungswirtschaft unkooperativ gezeigt, so die Umweltverbände.
Sie fordern neben dem Werbeverbot, dass die Forschung zu den Gesundheitsgefahren der Wirkstoffe in die Zulassungsentscheidungen mit einfliesst. Den Einsatz von verbesserten Düsen zur Reduzierung des Abdrifts sehen die Verbände kritisch. Sie wollen stattdessen auf Kultursysteme mit weniger Mittelaufwand setzen. Auf Anklang stösst bei ihnen die Absicht der Regierung, die Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes in der Ausbildung der Berater zu verankern und umstellungswillige Betriebe finanziell zu unterstützen.
Angemahnt wurde in diesem Zusammenhang allerdings Transparenz. Indes startete die ebenfalls beteiligte Umweltorganisation Générations Futures in der vergangenen Woche eine Petition, um die Regierung zu höherem Tempo bei der Umsetzung der Pläne zu bewegen. Die Initiative fordert unter anderem,
die bedenklichsten Wirkstoffe unverzüglich zu verbieten und den Einsatz von Pflanzenschutzmittel in unmittelbarer Nähe von Ansiedlungen einzuschränken.