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Die für die Romandie charakteristische, sehr alte Rebsorte Chasselas stammt aus der Genferseeregion, wo sie bereits im 17. Jahrhundert unter dem Namen Fendant bekannt war, eine Anspielung auf ihre Trauben, die unter dem Druck der Finger «platzen» (frz. se fendre). Im Kanton Waadt ging man im Lauf der Zeit dazu über, die Rebsorte stattdessen nach ihrem Herkunftsort zu benennen. Als Folge davon darf der Name Fendant seit 1966 nur noch im Wallis verwendet werden, wo die Rebsorte 1848 eingeführt wurde. Chasselas bzw. Fendant ist die am weitesten verbreitete weisse Schweizer Rebsorte und wird hauptsächlich in den Kantonen Waadt, Wallis, Genf und Neuenburg angebaut. Die früh reifende, sowohl im Rebberg als auch im Weinkeller empfindliche Chasselas-Traube bringt subtile und elegante Weine hervor, die sich als Aperitif sowie als Begleiter zu einem guten Essen eignen.
Weitere Namen: Fendant, Gutedel
Die Chasselas-Weine bringen das jeweilige Terroir hervorragend zur Geltung. Sie bieten eine subtile, doch sehr breite Aromenpalette. Trotz ihrer geringen natürlichen Säure können Chasselas-Weine im Lauf der Zeit Aromen von Honig, Holunderblüte und Kamille entfalten, mit einer cremigen, üppigen Textur, die im Gegensatz zur Spritzigkeit im jungen Alter mit Noten von weissen Blüten, Feuerstein, Butter oder Zitrone steht.
Chasselas wird in mehreren Weinbauregionen angebaut.
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