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Die Schlacht von Visby fand am 27. Juli 1361 bei Visby auf der Insel Gotland statt. Es handelte sich dabei um einen Überfall dänischer Truppen auf die zu Schweden gehörende Insel.
Anbei ein paar Funde aus Massengräbern, die kurz nach der Schlacht angelegt wurden:
Bei Ausgrabungen hat man Reste von Kettenhemden gefunden, in denen zum Teil noch Knochen steckten. Man geht davon aus, dass aufgrund der sommerlichen Temeraturen nach der Schlacht bzw. der grossen Anzahl an Gefallenen zuwenig Zeit blieb um die Leichen auszurauben bevor der Verwesesungsprozess begann. Die Leichen mussten somit so schnell wie möglich mitsamt Rüstungsteilen begraben werden.
Auch über die Waffen und deren Wirkungsweise kann man beim Betrachten der Bilder einiges lernen. Die zeitgenössische Darstellung der Schlacht zeigt einen Tribock oder Trebuchet. Das ist eine grosse, einem Katapult ähnliche, Wurfmaschine. Sie wurde bei der Belagerung von Städten und Festungen verwendet und konnte grosse Steine und Brandbomben werfen. Mit dieser Distanzwaffe konnten Angreifer die Mauern von Festungswerken zerstören und die Festungen in Brand setzen.
Das Nachfolgende Bild zeigt einen Schädel, indem noch die Spitzen von drei Armbrustbolzen stecken. Die Frakturen lassen darauf schliessen, dass der Schädel zusätzlich von einem Streithammer oder einem Streitkolben zerschmettert wurde.
Der Schädel des folgenden Kriegers weisst starke Gesichtsverletzungen auf. Auch hier muss eine massive Gewalteinwirkung erfolgt sein.
Bei Ausgrabungen an anderen Orten Europas findet man Ähnliches. So z.B. in der Nähe des Schlachtfeldes, auf welchem sich die Schlacht von Towton ereignete. Die Schlacht bei Towton ereignete sich an einem Palmsonntag, dem 29. März 1461. Es handelte sich dabei um eine Schlacht der Rosenkriege zwischen dem Haus Lancaster und dem Haus York. Der folgende Schädel weisst die Spuren einer Hiebwaffe auf. Der massive Hieb traf den Soldaten im Gesicht.
Der nächste Schädel weisst eine Hiebverletzung am Hinterkopf auf.
Bei der Schlacht von Towton fand man auch Hinweise, die den Einsatz von Feuerwaffen bei der Feldschlacht nahe legen. Bereits vor dieser Zeit wurden Kanonen bei Belagerungen eingesetzt.