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Inhalt - Buchhaltungsergebnisse, Produktionskosten
Buchhaltungsergebnisse und Produktionskosten
Dieser Bereich enthält die Ergebnisse der zentralen Buchhaltungsauswertungen der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon sowie eine Auswertung zu den Produktionskosten im Weinbau der Agridea, Lindau.
Die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART erfasst die Buchhaltungsdaten von landwirtschaftlichen Referenzbetrieben. Dabei werden die Betriebe nach Betriebsgrösse, Betriebstyp, Regionen und Landbauform eingeteilt. Die in die Auswertung einbezogenen Betriebe sind repräsentativ für rund 80 % der schweizerischen Betriebe oder für über 90 % der landwirtschaftlichen Produktion. Die ersten drei Kriterien (Betriebsgrösse, -typ und Region) bilden die Grundlage für die Gewichtung der Buchhaltungsergebnisse, die als gewichtetes arithmetisches Mittel der Referenzbetriebe publiziert werden. Jeder Referenzbetrieb zählt in der Gewichtung gemäss der Anzahl Betriebe, die er auf nationaler Ebene vertritt. Im Jahre 2006 wurde bei der Auswertung vom Rohertrag auf die Rohleistung umgestellt. Mit dem neuen System werden ab 2004 Tierverkäufe und zukäufe nicht mehr direkt verrechnet sondern in den Ergebnissen ausgewiesen. Dadurch werden die ausgewiesenen Erträge und Kosten im Schnitt erhöht. Auf das Einkommen hat diese Änderung keinen Einfluss. Der Rohertrag und die Fremdkosten der Jahre bis 2003 sind jedoch nicht mehr direkt mit der Rohleistung und den Fremdkosten ab 2004 vergleichbar.
Die Einkommenslage der Landwirtschaft wird beurteilt indem der Arbeitsverdienst landwirtschaftlicher Familienarbeitskräfte dem Vergleichslohn der in nichtlandwirtschaftlichen Bereichen tätigen Personen (aus der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik) gegenübergestellt wird. Die Familienarbeitskräfte werden in Jahresarbeitseinheiten (FJAE) gemessen. Eine Jahresarbeitseinheit entspricht 280 Arbeitstagen, wobei eine Person maximal 1,0 FJAE zählt. Der Vergleich des Arbeitsverdienstes der landwirtschaftlichen Familienarbeitskräfte und des Vergleichslohns auf der Basis der Löhne von nicht landwirtschaftlichen Arbeitnehmern bietet natürlich das Problem, dass der Arbeitsverdienst von selbständigen Landwirten mit den Löhnen von unselbständigen Arbeitnehmern verglichen wird. Wichtiger als der Vergleich der absoluten Werte ist hier wahrscheinlich der Vergleich der relativen Entwicklung. Zudem muss berücksichtigt werden, dass der Arbeitsverdienst der Familienarbeitskräfte als Mittelwert berechnet wird und der Vergleichslohn als Median. Bei Löhnen liegt der Median im Allgemeinen tiefer als der Mittelwert derselben Ausgangsdaten.
Wie die folgenden Tabellen zeigen, betrug das landwirtschaftliche Einkommen je Betrieb im Jahre 2014 im Mittel aller Betriebe 67 806 Franken. In der Talregion lag es bei 78 100 Franken, in der Hügelregion bei 65 319 Franken und in der Bergregion bei 53 208 Franken (Tabelle 9.1). Der Median (Zentralwert) des Arbeitsverdienstes je Familienarbeitskraft erreichte 48 350 Franken. In der Talregion erreichte er 77,7 %, in der Hügelregion 68,1 % und in der Bergregion 54,9 % des jeweiligen Vergleichslohns (Tabelle 9.4).