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Baiba Osina, Klavier
Laia Braun, Violine
Ursina Braun, Violoncello
Programm
Joseph Haydn (1732 – 1809) – Klaviertrio E-dur Hob XV/28 (1794)
Allegro moderato
Allegretto
Allegro
Alfred Schnittke (1934 – 1998) – Klaviertrio (1985/1992)
Moderato
Adagio
***
Johannes Brahms (1833 – 1897) – Klaviertrio H-dur op. 8 (1854/1889)
Allegro con brio – Tranquillo – In Tempo ma sempre sostenuto
Scherzo: Allegro molto – Meno allegro – Tempo primo
Adagio
Finale: Allegro
WAS HINTER NOTEN STECKEN KANN
Während seines zweiten Aufenthaltes in London um 1795 lernte Joseph Haydn die meisterhaft spielende Pianistin Theresa Jansen kennen. Ihre koloristischen Fähigkeiten inspirierten ihn zu Verzierungen und harmonischen Überraschungen in den für sie geschriebenen drei Klaviertrios. Der grössere Tastenumfang der neu entwickelten Klaviere in England und das kraftvolle Spiel dieser ihm sehr freundschaftlich zugeneigten Dame liessen ihn mehr Noten in der Tiefe schreiben, als die Klaviere zu dieser Zeit in Wien boten.
Die äusseren Umstände, wie es zum Klaviertrio des russischen Komponisten Alfred Schnittke kam, sind viel tragischer. 1985, im Jahr des ersten Hirnschlages entstand das Streichtrio als Auftragswerk zum hundertsten Geburtstag von Alban Berg.
Diese einfach zugängliche, aber erschütternde, von Grenzerfahrungen erzählende Musik bearbeitete Schnittke im Jahr 1992. Er änderte die Besetzung und widmete das neue Klaviertrio seiner Frau, der Pianistin Irina Schnittke und seinem Arzt Alexander Potapov, der ihm zweimal das Leben gerettet hatte.
Noch grössere Umbauten erfuhr das Klaviertrio in H-Dur von Johannes Brahms. Das 1854 als Jugendwerk in romantischem Überschwang komponierte Trio fand 35 Jahre später keinen Gefallen mehr beim selbstkritischen Brahms. Er kürzte und verdichtete das Werk radikal und teilte Clara Schumann in einem Brief mit: „… nun ist es ohne unnütze Schwierigkeiten…“
Mit der lettischen Pianistin Baiba Osina kommen Ursina und Laia Valentin Braun zurück nach Hinwil, wo beide aufgewachsen sind.
Nach einer vielfältigen und intensiven Ausbildungszeit im Ausland heisst Top Klassik Zürcher Oberland das Klaviertrio Braun herzlich willkommen und wünscht dem treuen und neugierigen Publikum viel Vergnügen beim Zuhören und Entdecken, was diese jungen Musiker und Musikerinnen hinter den Noten hervorzaubern.
Ursula Koelner
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[accordion-item title=“Baiba Osina, Klavier“]
Baiba Osina wurde in der lettischen Hauptstadt Riga geboren, wo sie bei Prof. Ilze Graubina und Sergejs Osokins studierte. Weitere Ausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Stefan Arnold, wo sie ihr Konzertfach Studium mit Auszeichnung abschloss. Darüber hinaus nahm sie an Meisterkursen von Paul Badura Skoda, Elisabeth Leonskaja, Alexander Jenner, Dmitri Alexeev und Vitaly Margulis teil.
Sie erhielt den Ersten Preis beim Staatswettbewerb Lettlands in Riga und beim Internationalen N. Rubinstein-Wettbewerb in Paris. Sie ist Preisträgerin des Kammermusik Wettbewerbs in Thessaloniki und des J. Windisch Kammermusik Wettbewerbes in Wien.
Auftritte als Solistin und Kammermusikerin gab sie in vielen Ländern Europas (u.a. beim Int. Chopin Festival in Gaming u.v.m. An der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien war sie in der Klasse von Prof. Heinrich Schiff als Korrepetitorin tätig.
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[accordion-item title=“Laia Braun, Violine“]
Laia Valentin Braun befindet sich derzeit im Masterstudium am Royal College of Music, London, bei Prof. Detlef Hahn. Im Rahmen seines Studiums hatte er bisher Gelegenheit, das RCM Philharmonic und das RCM Symphony als Konzertmeister anzuführen; begleitend zu seinem Studium wirkte er in zahlreichen Konzerten und Opernaufführungen des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, der English National Opera, der Sinfonia Cymru und von Spira Mirabilis mit. Er spielte dabei unter Dirigenten wie Bernard Haitink, Sir Roger Norrington, Nicholas Collon, Mark Wigglesworth, Edward Gardner und Vasily Petrenko.
Sein Arcos Quartet gewann 2015 den Boconnoc Music Award, verbunden mit einer Konzertserie in Cornwall. Das Streichquartett tritt regelmässig in „Greater London“ auf; und gastierte am „Campten Music Festival“ sowie am „Lucca Classica Music Festival“. Im Sommer 2016 wurde Laia Braun ausgewählt, das RCM an einem Rezital in der Londoner Wigmore Hall zu vertreten.
Zusätzliche Anregungen erhielt Laia Braun in Master Classes und Ensemblearbeit durch Maxim Vengerov, Julia Fischer, Carolin Widmann, Alina Ibragimova, Thomas Zehetmair, Marco Rizzi, Thomas Brandis, Heinrich Schiff, Wenn-Sin Yang and Helmut Zehetmair. Er ist Hester Laverne Scholar – unterstützt durch den Norah Popple Award – sowie Empfänger der Drake Calleja Trust Scholarship; zuvor wurde er großzügig durch die LYRA Stiftung und einem Help Musicians UK Postgraduate Award gefördert.
Laia Braun begann das Geigenspiel mit vier Jahren und spielte schon früh im Trio mit seinen Schwestern Seraina (Klavier) und Ursina (Cello). Das Trio Braun tritt bei Gelegenheit noch immer gemeinsam auf und freut sich auf sein Engagement am „Top Klassik Zürcher Oberland“ 2018. Während seiner Schul- und Gymnasialzeit studierte Laia Braun bei Kemal Akçağ, Jörg Hofmann, Daria Zappa sowie bei Prof. Ulrich Gröner an der Zürcher Hochschule der Künste. Im Jugendsinfonieorchesters Zürich wirkte er während mehrerer Jahre als Konzertmeister und zum Abschluss als Solist in der Zürcher Tonhalle.
Seinen ersten Soloauftritt hatte er in einem Violinkonzert von Joseph Haydn mit der Camerata Zurich unter Kevin Griffiths.
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[accordion-item title=“Ursina Braun, Violoncello“]
Ursina Braun wurde 1992 in der Nähe von Zürich geboren. Im Alter von 6 Jahren erhielt sie ihren ersten Cellounterricht bei Seraina Puttkammer, einige Jahre später wurde sie zusätzlich von Claude Starck unterrichtet, bis sie mit 14 Jahren als Jungstudentin in die Klasse von Thomas Grossenbacher an der Zhdk aufgenommen wurde. 2010 hat Ursina Braun ihr Bachelor-Studium am Mozarteum Salzburg bei Clemens Hagen begonnen, welches sie 2014 mit Auszeichnung abgeschlossen hat; anschließend ist sie an die Universität für Musik und darstellende Künste in Wien gewechselt, wo sie bei Heinrich Schiff- bis zu seinem Tod im Dez. 2016- ihr Diplomstudium absolvierte.
Seit ihrem 14. Lebensjahr komponiert Ursina Braun und wurde darin durch mehrere Preise an Kompositionswettbewerben des Schweizer Tonkünstlervereins und der Camerata Zürich sowie Aufträge, u.a. vom Musikkollegium Winterthur, bestärkt.
Ursina Braun ist mehrfache Preisträgerin diverser Wettbewerbe, sie gewann u.a. den 1. Preis beim internationalen Enrico Mainardi Cellowettbewerb 2010 der Universität Mozarteum Salzburg, wurde 2016 am Bachwettbewerb in Leipzig mit dem 2. Preis sowie mit dem Publikumspreis ausgezeichnet und gewann zuletzt einen Studienpreis des Migros-Kulturprozent am Instrumentalwettbewerb 2016.
Seit 2009 ist Ursina Braun Mitglied des Projektes Spira mirabilis, welches Orchesterund Kammermusikrepertoire von Barock bis Moderne ohne Dirigenten erarbeitet und damit auch in europäischen Musikzentren gastiert.
Ein grosses Interesse von Ursina Braun gilt der historischen Aufführungspraxis; sie ist seit 2016 regelmässig mit dem renommierten, von Nikolaus Harnoncourt gegründeten Orchester Concentus Musicus aufgetreten.
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