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Leichtathletik-Show in London kann beginnen
Bolt oder Blake: Wer holt die Goldmedaille über 100 m? (Archiv Keystone)
Heute Freitag beginnt der Kampf um die 47 Medaillensätze in der olympischen Basissportart. Mit dem 100-Meter-Lauf der Frauen am Samstagabend und dem der Männer am Sonntagabend steht gleich zu Beginn die prestigeträchtigste Disziplin auf dem Programm.
Rein jamaikanisches Podest?
Eine der meist gestellten Fragen an den Olympischen Spielen 2012 betrifft die Leichtathletik-Sprinter: Usain Bolt oder Yohan Blake? Bolt stahl in Peking allen die Show: Mit seinen 3 Goldmedaillen über 100 und 200 Meter sowie in der 4x100-Meter-Staffel stellte er alle in den Schatten. An der WM in Berlin 2009 doppelte der Jamaikaner gleich nach und realisierte 2 neue Weltrekorde: 9,58 Sekunden über 100 Meter und 19,19 Sekunden über 200 Meter.
Doch in den vergangenen 2 Jahren vermochte Bolt seine Topform nicht mehr abzurufen. Sein Landsmann Blake nutzte die Gunst der Stunde und wurde 2011 aufgrund eines Fehlstarts von Bolt Weltmeister. In der laufenden Saison bezwang Blake seinen grössten Konkurrenten in den nationalen Ausscheidungen und ist bislang noch unbesiegt.
Der 3. im Bunde ist der ehemalige Weltrekordhalter Asafa Powell. Kann er sein ganzes Potenzial abrufen, liegt auch ein rein jamaikanisches Podest im Rahmen des Möglichen. Neben dem jamaikanischen 3-Kampf hofft aber auch das US-Duo Tyson Gay und Justin Gatlin, im 100-Meter-Final ein Wort mitreden zu können. Jamaika bleibt aber auch in der Sprintstaffel am 11. August der absolute Topfavorit.
Druck auf Mohamed Farah
Die britischen Hoffnungen auf Edelmetall in der Leichtathletik lasten auf Langstrecken-Spezialist Mohamed Farah. Er wird am Samstag über 10'000 Meter und eine Woche später über die Distanz von 5000 Meter an den Start gehen. Mit dem Druck einer ganzen Nation muss neben dem Weltmeister über 5000 Meter auch die Siebenkämpferin Jessica Ennins zurechtkommen.
Schweizer Einsätze
14 Schweizer Leichtathletinnen und Leichtathleten wurden von Swiss Olympic für London selektioniert. Den 1. Schweizer Einsatz hat Ellen Sprunger ab heute Freitag beim Siebenkampf. Am Montag finden dann die Vorläufe über 100-Meter-Hürden der Frauen statt, bei dem die Schweiz durch Noemi Zbären vertreten ist. Im 200-Meter-Sprint ist die Schweiz mit Lea Sprunger sowie Amaru Schenkel und Alex Wilson am Start. Am Dienstag folgt dann die Qualifikation im Weitsprung mit Irene Pusterla.
Schweizer Staffel
Für eine Erfolgsmeldung sorgte die Schweizer Frauenstaffel mit der erstmaligen Teilnahme an den Olympischen Spielen. Aufgrund des 6. Platzes an der EM in Helsinki stiess die Schweiz im Nationenenranking auf den 14. Platz vor, womit sie sich die Qualifikation für die Olympischen Spiele gesichert hat. Leider kann die Schweiz am Donnerstag nicht in Bestbesetzung antreten. Jacqueline Gasser musste aufgrund eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel auf die Teilnahme an Olympia verzichten. Die Bündnerin wird durch Maris Lavanchy ersetzt.
Krönender Abschluss
Zu den grössten Schweizer Hoffnungen gehört Marathon-Läufer Viktor Röthlin. Am letzten Tag der Olympischen Sommerspiele nimmt er die Hauptstadt Englands unter die Füsse. Der Obwaldner ist ein Routinier im Schweizer Olympia-Team. Bereits zum 4. Mal ist er an den Olympischen Sommerspielen dabei. Zuletzt in Peking reichte es ihm zum 6. Platz und somit zu einem Olympischen Diplom. Mit der Wiederholung dieses guten Resultates würde Röthlin für einen versöhnlichen Schweizer Abschluss der bislang wenig erfolgreichen Olympischen Spielen sorgen. (sf, saua)
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