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Fernsehen ist langweilig, Frauen werden Riesen und in neuen Häusern wird es nur Kollektiv-Duschen geben, weil es die Hippies so wollen …
Die Zukunft bringt nicht immer das, was wir von ihr erwarten. Hier eine kleine Zeittafel sehr, sehr schlechter Zukunftsprognosen, die sich nicht bewahrheitet haben.
Dies behauptete Dr. Dionysius Lardner, Mathematiker, Physiker und Naturphilosoph, in einer seiner Enzyklopädien. Er geriet dabei mit einem anderen Ingenieur aus Grossbritannien in einen Streit. Lardner behauptete, wenn bei einem Zug die Bremsen ausfielen und dieser eine zehnprozentige Steigung hinabrollen würde, bekäme der Zug eine Geschwindigkeit von 193 km/h. Und diese sei dann eben Lebensbedrohlich für die Passagiere.
… fuhren die SBB letzten April mit 275 km/h durch den Gotthard. Ohne Erstickungsskandal.
Diese Antwort erhielt Edwin L. Drake von den Arbeitern, die er anstellen wollte, um nach Öl zu bohren. Niemand glaubte an sein Vorhaben oder wollte es gar unterstützen. Ende des Jahres 1859 gelang ihm dann aber die erste Öl-Bohrung. 10 Jahre nach dem Goldrausch in den USA löste er damit den Öl-Boom aus.
… ist Erdöl so teuer, dass Öl-Firmen Milliarden-Beträge in das Auskundschaften von neuen Öllagern investieren können. Auch in Lager, die vor einigen Jahren noch als wirtschaftlich nicht lohnenswert eingestuft wurden, weil die Erdöl-Bohrungen an diesen Orten zu kompliziert werden würden. So zum Beispiel in Sibirien.
Das sagte einst der Direktor des «Stevens Instituts of Technology», einer renommierten Ingenieursschule in den USA, über Edisons Erfindung der Glühbirne.
… nicht viel. Der Typ lag falsch, wir brauchen das «Ding» immer noch. Es ist genial.
Das behauptete der kanadische Astronom Simon Newcomb, genau 18 Monate bevor die Gebrüder Wright zum ersten Mal mit einem Doppeldecker in die Luft abhoben.
… kreist seit einem knappen Monat der Airbus Beluga XXL mit einem Maximalgewicht von 227 Tonnen durch die Lüfte.
Diese Aussage machte Thomas Edison, der grossartige Erfinder der Glühbirne, in einem 1911 veröffentlichten Interview mit der Miami Metropolis.
… Shabby Chic. Leute präparieren neue Holzlatten und -möbel so, dass sie mitgenommen («schäbig») aussehen. Und übrigens: Wer zur Hölle hat heute noch ein Boudoir?
Harry M. Warner war Mitbegründer von «Warner Bros». Zwei Jahre bevor der erste Tonfilm veröffentlicht wurde, fand er die Idee von sprechenden Schauspielern oder von vertonten Filmen generell noch sehr absurd.
… würde fast niemand mehr auf die Idee kommen, einen Stummfilm zu produzieren. Der grösste Teil der heutigen Gesellschaft will bei einem Film alle möglichen Reize ausgekostet haben.
Darryl Zanuck war ein Filmproduzent bei «20th Century Fox» und ein Kinoliebhaber. Das Heimkino, also den Fernseher, fand er nie so erquickend.
… ist die Menschheit befallen vom Phänomen des «Binge Watchings» und zieht sich teilweise zwölf 60-minütige Episoden von mittelalterlichen Fantasy-Schlachten am Stück rein. Allerdings oft auf Laptop-Bildschirmen. Vielleicht hatte Darryl Zanuck also doch recht mit den Sperrholz-Kisten. Zumindest ein bisschen.
Laut dem Wissenschaftsredaktor Waldemar Kaempffert soll es im Jahr 2000 sehr praktische Häuser geben. Dies prophezeite er 1950 in einer Sonderausgabe der New York Times namens «Wunder der nächsten 50 Jahre».
… müssen wir unsere Wohnungen immer noch staubsaugen. Aber wenigstens bleibt diese Aufgabe nicht mehr ausschliesslich den Hausfrauen überlassen.
Dies schrieb Dorothy Roe 1950 in der Associated Press. Angeblich aufgrund wissenschaftlicher Belege.
… hat sich das Frauenbild zum guten Glück tatsächlich ein bisschen verändert seit den 1950er-Jahren. Feministinnen leisten gerade viel Arbeit zur Auflösung von Körpernormen. Darunter sind bestimmt auch einige, die weniger als 183 Zentimeter messen.
Diese Prognose veröffentlichte das US-amerikanische «Time»-Magazin im Jahre 1966.
… haben Frauen – oh Wunder – auch ohne Shopping einen Grund, das Haus zu verlassen, und der Amazon-Chef Jeff Bezos hat 151 Milliarden US-Dollar auf dem Konto.
Diese Einschätzung gab es 1972 in der Zeitung Daily Northwestern zu lesen. Es wurde sogar ein Experte für Innenarchitektur befragt.
… leben die meisten Menschen immer noch mit ihren monogamen Liebespartnern zusammen in einer 3-Zimmerwohnung und Kommunen existieren nur in den Träumen 19-jähriger GymnasiastInnen, die für vier Monate durch Indien reisen.
Kenneth Harry Olson war der Präsident der «Digital Equipment Corporation». In den 80er-Jahren war das nach IBM der grösste Computerhersteller der Welt. Olsen gab zwar zu, die Aussage gemacht zu haben. Das Zitat sei aber aus dem Zusammenhang gerissen worden. Mit «Computer» habe er nicht Desktop-PCs gemeint, sondern die damals verbreiteten Grossrechner.
… haben wir eben alle einen PC und Smartphones und machen uns über Olsons vermeintlichen Irrtum lustig. Auch wenn er es nicht so gemeint hat. Zum Beispiel mit Memes (die wir an unseren PCs mit PC-Programmen von zu Hause aus erstellen.)
Clifford Stoll schrieb diesen Satz in einem Essay, das in der «Newsweek» abgedruckt wurde. Stoll war Astronom und ein renommierter Publizist.