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Brot lässt sich vielseitig backen. In der Schweiz gibt es bis zu 300 verschiedene Brotsorten. Kultur und regionale Unterschiede unseres Landes zeigen sich unter anderem bei den sogenannten Kantonsbroten, von denen es 22 Sorten gibt.
Das Baslerbrot zum Beispiel wird aus zwei Teiglaiben zusammengeschoben und hat eine mehlig-knusprige Kruste. Das grosslaibige Bernerbrot wirkt behäbig wie ein Emmentaler.
Das helle Tessinerbrot wird nicht geschnitten, sondern gebrochen und passt zur südlichen Lebensart. Das Walliser Roggenbrot ist rustikal und kräftig und lange haltbar, was für das Leben in den Talschaften besonders wichtig war.
Brot im Wandel der Zeit
Die Geschichte des Brotes beginnt vor rund 10'000 Jahren. Gemahlenes Getreide wurde mit Wasser vermischt und zu einem Brei verrührt. Auf einen heissen Stein gelegt, wurde die Masse fest, schmeckte besser und war länger haltbar.
Die kreativen Ägypter kannten bereits 2800 vor Christus rund 30 verschiedene Brotsorten. Später gelangte das Brot durch die Vergrösserung des Römischen Reiches nach Europa. Als Nahrungsmittel war es zuerst nur Adligen und Reichen vorbehalten. Später wurde Brot zum Arme-Leute-Essen.
Seit Mitte des letzten Jahrhunderts geht der Brotkonsum kontinuierlich zurück. Zum Vergleich: Im 15. Jahrhundert assen zum Beispiel die Baslerinnen und Basler im Durchschnitt täglich ein Pfund Brot. 2010 lag der Verzehr von Brot- und Backwaren nur noch bei knapp 140 Gramm pro Tag und Person.