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Der Schweizer Tom Lüthi, der am Morgen im Regen im Warm-Up-Training stürzt, erreicht von Startplatz 5 aus im GP von Grossbritannien nur den 9. Rang. Johann Zarco feiert seinen bereits 5. Saisonsieg.
Auf der immer mehr abtrocknenden 5,9 km langen Strecke auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Silverstone löste sich der Hinterreifen von Lüthi in der zweiten Rennhälfte immer mehr auf. Der 125er-Weltmeister von 2005 konnte sich nicht mehr in der sechsköpfigen Spitzengruppe halten und fiel auf Rang 9 zurück. Der Rückstand auf den Franzosen Zarco betrug am Ende fast 35 Sekunden, in der WM-Wertung behält der 28-jährige Emmentaler mit 125 Punkten den 5. Rang.
Zarco baute die WM-Führung gegenüber dem Spanier Alex Rins, der Zweiter wurde, auf 85 Punkte aus (249:164). Dritter wurde Weltmeister Tito Rabat, der im Qualifying schwer gestürzt war und mit Knieschmerzen antreten musste. In den Zwischenfall am Samstag war auch Dominique Aegerter verwickelt, der Rabat nicht mehr ausweichen konnte. Der 24-jährige Oberaargauer fuhr in seinem 150. WM-Rennen mit Schmerzen auf den 13. Rang mit 47 Sekunden Rückstand.
Sein bestes Saisonergebnis egalisierte der 25-jährige Zürcher Oberländer Randy Krummenacher. Mit 39,190 Sekunden Rückstand fuhr Krummenacher auf den 12. Rang. Der Zürcher Rookie Jesko Raffin verpasste als 21. seinen ersten WM-Punkt um 10 Sekunden, Robin Mulhauser als 23. gar um 39 Sekunden.
In der MotoGP feierte Valentino Rossi in seinem 324. WM-Rennen den 112. GP-Sieg. Mit seinem ersten Triumph überhaupt beim GP von Grossbritannien übernimmt der 36-jährige Italiener wieder die WM-Führung vor seinem Yamaha-Teamkollegen Jorge Lorenzo (236:224). Der Spanier beendete das Regen-Rennen als Vierter hinter den beiden Ducati-Fahrern Danilo Petrucci und Andrea Dovizioso.
Für Marc Marquez, dem Weltmeister in der Königsklasse der vergangenen zwei Jahre, ist die Titelverteidigung in weite Ferne gerückt. Der Spanier stürzte an zweiter Stelle liegend und verzeichnete den vierten Ausfall in dieser Saison. In der WM liegt er nun sechs Rennen vor Schluss schon 77 Zähler zurück.
Für den Crash des Tages sorgte Jack Miller. Der australische Yamaha-Fahrer, von der Moto3 direkt in die Königsklasse aufgestiegen, schoss völlig übermotiviert nach drei Runden seinen britischen Teamkollegen Cal Crutchlow ab.