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Grundstrukturen des Sehens entschlüsselt
09.03.2011 Was in der Netzhaut am Anfang des Sehvorgangs geschieht.
Beim Sehen löst Licht, das ins Auge fällt, einen mehrstufigen chemischen Vorgang aus. An dessen Ende steht ein Nervenimpuls, der den Lichteindruck in Richtung Gehirn weiterleitet.
Am Anfang steht die Wechselwirkung des Lichts mit dem Protein Rhodopsin. Dieses enthält den eigentlichen Lichtsensor - der von dem einfallenden Licht dazu angeregt wird, seine Form zu verändern und so den Vorgang anzustossen.
Forschern des Paul Scherrer Instituts ist es nun gelungen, zusammen mit Kollegen aus Grossbritannien und den USA, die genaue Struktur des Rhodopsinmoleküls in diesem kurzlebigen angeregten Zustand zu bestimmen und so ein genaues Bild der ersten Stufe des Sehvorgangs zu liefern.
Dieses Ergebnis dürfte zum besseren Verständnis der erblichen Augenkrankheit Retinitis Pigmentosa beitragen und möglicherweise Wege für deren Behandlung oder Verlangsamung aufzeigen.
Gleichzeitig liefert das Ergebnis die Basis für das Verständnis vieler weiterer Vorgänge im Organismus, die auf einem ähnlichen Mechanismus beruhen - etwa die Wahrnehmung von Gerüchen oder die Steuerung von Abläufen über Hormone.
Über ihre Ergebnisse berichten die Forschenden in der neuesten Ausgabe des Journals Nature.
Paul Scherrer Institut
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