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Wenn die Staaten ihre Energie- und Klimazusagen vollständig umsetzen, werde sich der Herstellungswert von sauberen Energietechniken bis 2030 auf gut 600 Milliarden Euro mehr als verdreifachen, erklärte die IEA in ihrem am Donnerstag in Paris vorgelegten Energietechnikbericht. Die Zahl der damit verbundenen Arbeitsplätze könne sich auf fast 14 Millionen im Jahr 2030 mehr als verdoppeln. Auch in den folgenden Jahrzehnten erwartet die IEA mit dem Fortschreiten der Energiewende ein weiteres rasches Industrie- und Beschäftigungswachstum.
Gleichzeitig warnt die IEA vor Risiken in den derzeitigen Versorgungsketten, denn es gibt eine Abhängigkeit von wenigen Ländern beim Abbau und der Verarbeitung von Ressourcen sowie bei der Herstellung von Technologien. Bei Solarmodulen, Windkraftanlagen und Batterien für Elektrofahrzeuge entfielen mindestens 70 Prozent der Produktionskapazitäten auf die drei grössten Herstellerländer, allen voran China. Gleichzeitig konzentriere sich ein Grossteil des Abbaus kritischer Mineralien auf eine kleine Anzahl von Ländern. So werden beispielsweise im Kongo mehr als 70 Prozent des weltweiten Kobalts gefördert, und auf nur drei Länder - Australien, Chile und China - entfallen mehr als 90 Prozent der weltweiten Lithiumproduktion.
"Wenn alles, was bis heute angekündigt wurde, gebaut wird, betragen die Investitionen in die Herstellung sauberer Energietechnologien zwei Drittel dessen, was auf dem Weg zur Klimaneutralität benötigt wird", sagte IEA-Direktor Fatih Birol. "Der derzeitige Schwung bringt uns der Erreichung unserer internationalen Energie- und Klimaziele näher - und es wird mit Sicherheit noch mehr kommen."
(AWP)