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Allen Unkenrufen zum Trotz hat der Schweizer Sebastian Paù-Lessi alias Sebalter am Donnerstag den Einzug ins Final des Eurovision Song Contests geschafft. Seit der Einführung der Halbfinale vor zehn Jahren ist der Tessiner erst der vierte Schweizer, dem das gelang. Zuletzt kam 2011 Anna Rossinelli in die Endrunde, beendete diese aber auf dem letzten Platz.
Am Schluss des Halbfinals wurde «Switzerland» gleich als erstes Land genannt, das weiterkommt – die Reihenfolge war allerdings zufällig. Wie viele Punkte die einzelnen Konkurrenten erhielten, wird erst am Sonntag nach dem Final bekanntgegeben.
Überraschend qualifizierten sich am Donnerstag in Kopenhagen auch Polen, Slowenien und Weissrussland, denen in den Wettbüros sogar noch weniger Chancen eingeräumt worden waren als dem 28-jährigen Anwalt aus dem Tessin.
Zumindest Polens Qualifikation dürfte optische Gründe gehabt haben: Der Beitrag «Slavic Girls» wurde «aufgemöpst» von erotisch aufgeladenen Darbietungen tiefdekolletierter «Bäuerinnen».
Weniger überraschend schaffte auch die bärtige Österreicherin Conchita Wurst die Qualifikation. Die weiteren acht Finalplätze sicherten sich die Beiträge aus Slowenien, Polen, Rumänien, Norwegen, Griechenland, Malta, Weissrussland und Finnland.
Am Final vom Samstag werden 26 Länder um den ESC-Sieg kämpfen: je zehn aus den beiden Halbfinalen vom Dienstag und Donnerstag plus die fünf «Gesetzten», die grossen Beitragszahler Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien und Grossbritannien sowie das Gastgeberland Dänemark. (jas/trs/sda)