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Praxis für

klassische Homöopathie
Beatrice Stutz-Lämmli
Rütliweid 3
CH-6043 Adligenswil
Tel. 041 - 370 04 54

Ohrenschmerzen
Ohrenschmerzen
Das Ohr besteht aus:
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Äusseres Ohr: Ohrknorpel, Ohrmuschel, äusserer Gehörgang.
Das Aussenohr dient dem Einfangen von Schallwellen. Die Schallwellen werden von der Ohrmuschel wie ein Trichter gebündelt und über den äusseren Gehörgang zum Trommelfell geleitet.
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Mittelohr: Das Mittelohr beginnt am Trommelfell und beinhaltet in der Paukenhöhle die Gehörknöchelchen, die Ohrtrompete/ Eustachische Röhre, und den Warzenfortsatz. Das Mittelohr dient der Schallübertragung auf das Innenohr.
Die Ohrtrompete verbindet Mittelohr und Nasenrachenraum miteinander. Sie dient der Belüftung des Mittelohres, indem Flüssigkeit vom Mittelohr in den hinteren Rachenraum abgegeben werden kann. Diese Belüftung ist wichtig, damit die Gehörknöchelchen frei beweglich sind, sie leiten die Schwingung des Trommelfells an das Innenohr weiter. Über die Ohrtrompete findet beim Schlucken auch der Luftdruckausgleich statt.
-
Innenohr: Das Innenohr setzt sich aus mehreren flüssigkeitsgefüllten Räumen zusammen, es beinhaltet die Gehörschnecke (der Schall wird hier in Nervenimpulse umgesetzt wird) und das Labyrinth, auch Bogengänge genannt, es dient als Gleichgewichtsorgan.Von der Gehörschnecke geht der Hörnerv in Richtung Gehirn.
Ursachen für Ohrenschmerzen
Das Ohr
ist ein sehr empfindliches Organ welches sehr schnell mit Schmerzen auf
die verschiedensten Reize reagiert. Am häufigsten kommt die Mittelohrentzündung
(Otitis media) vor. Bei Kleinkindern sind Ohrenschmerzen eine häufige Begleiterscheinung
bei Infektionskrankheiten wie Schnupfen, Mumps, Masern, Röteln,
Ringelröteln, Keuchhusten, Scharlach, Windpocken, Mandelentzündungen.
Da bei Kindern der Gehörgang noch sehr kurz ist, gelangen Krankheitskeime
bei einer Infektionskrankheit leichter über die Ohrtrompete ins Innenohr.
Bei Erwachsenen sind eher Erkrankungen im Zahnbereich, des Kiefergelenks,
der Mandeln, der Ohrspeicheldrüse oder der Halswirbelsäule die
Ursache für Ohrenschmerzen.
-
Entzündungender Ohrmuschel (Bakterien,
Pilze, Sonnenbrand, Insektenstiche)
-
Erkältungen : Über die Nasen- oder Rachenschleimhaut
breiten sich Bakterien und Viren über die Ohrtrompete ins Mittelohr
aus. Dadurch kommt es zu einer Schwellung der Schleimhaut und zur Flüssigkeitsansammlung.
Dies führt zu einem schmerzhaften Über- oder Unterdruck der das
Trommelfell in eine schmerzhafte Spannung setzt. s. Mittelohrentzündung
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Gaumenmandelentzündung (Tonsillitis). Bakterielle
Entzündungen der Gaumenmandeln führen neben den übrigen
Krankheitszeichen zu stechenden, in die Ohren ausstrahlenden Schmerzen.
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Rachenentzündung (Pharyngitis). Bakterielle Entzündungen
des Rachens und der Seitenstränge (Angina lateralis) führen zu
Schmerzen die in die Ohren ausstrahlen.
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Entzündungen des Mittelohres
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Entzündung oder Verschluss des Paukenganges . Wenn
sich dieser völlig verschliesst ist kein Druckausgleich mehr möglich.
Es entsteht ein Unterdruck, das Trommelfell wird nach innen gezogen. Es
kommt dabei zu besonders starken Schmerzen, Druckgefühl, Knackgeräuschen
beim Schlucken sowie zu einem verschlechterten Hörempfinden.
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Nasen-, und Nebenhöhlentzündungen
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Zugluft, kalter Wind, Tauchen, Schwimmen
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Druckunterschiede durch Höhenunterschied, z.B. Bergbahn,
Fliegen, Tauchen
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Verletzungen durch Fremdkörper (besonders bei
Kindern), Wattestäbchen, Bleistifte, usw., aber auch durch Schlag
aufs Ohr, Explosion, Tauchunfall.Es kommt zu
einem plötzlichen, heftigen Schmerz, es kann Blut oder Flüssigkeit
austreten. Manchmal kommt Schwindel, Hörverlust oder Ohrgeräusche
hinzu. Eine Trommelfellverletzung heilt meist innerhalb zwei Wochen ab.
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Ohrschmalz/Cerumen , beim Baden kann der Ohrpfropf aufquellen
und den Gehörgang verstopfen. Durch den zunehmenden Druck kommt es
zu Schmerzen und einer Hörminderung. Ein Ohrpfropf darf nur vom Arzt
entfernt werden, Wattestäbchen verschlimmern das Problem, indem sie
den Ohrschmalz noch mehr in den Gehörgang drücken.
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Zahnentzündung, Zahnen bei Kindern, Zahnfehlstellungen
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Kiefergelenksentzündung (z.B. durch Zahnfehlstellungen)
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Viruserkrankungen wie Mumps, Masern, Grippe. Virale
Infektionen begünstigen oft eine nachfolgende bakterielle Infektion.
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Nasenpolypen
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Fehlstellungen, Abnützungen der Halswirbelsäule
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Diabetes (besonders bei der Otitis externa)
Tubenkatarrh / Entzündung des
äusseren Gehörganges
(Otitis externa)
Ein Tubenkatarrh tritt durch eine Erkältung auf. Bei einer akuten
Form spielen meist Bakterien oder Pilze eine
Rolle. Bei der chronischen Form hingegen spielen Allergien die grösste
Rolle, wobei natürlich auch Verletzungen zu Entzündungen führen.
Symptome
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Kein Fieber
-
Kein schweres Krankheits-Gefühl , die Kinder können
allerdings ängstlich sein, weil sie auf Grund des sich bildenden Ergusses nichts
hören. Sie fassen sich auch oft ans Ohr, was als Ohrenzwang
fehl gedeutet werden kann.
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Zu Beginn besteht Juckreiz, Rötung und a nfallsartige, plötzliche
stechende Schmerzen, die wellenartig kommen.
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Schreitet die Erkrankung fort, kommen Ohrausfluss, Ödem, Hörminderung
hinzu.
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Bei Zug auf die Ohrmuschel nehmen die Schmerzen zu.
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Bei starken Infektionen kommt es auch zu Lymphknotenschwellungen im Kieferbereich.
Behandlung, siehe unter:
-
Schulmedizinische Behandlung von Ohrenschmerzen
-
Behandlung Klassische Homöopathie
-
Tipps
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Tipps aus der Naturheilkunde
Mittelohrentzündung
(Otitis Media/ OM)
Die wichtigste Ursache für Ohrenschmerzen ist aber nach wie vor eine
Mittelohrenentzündung. Vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern
eine ausgesprochen häufige Erkrankung: 2/3 aller 3-jährigen Kinder
haben in ihrem Leben mindestens eine Mittelohrenentzündung durchgemacht.
Eine Mittelohrentzündung tritt verstärkt im Winter im Zusammenhang
mit einer Erkältung auf (ca. 60 % der Fälle werden durch Bakterien,
ca. 40 % durch Viren verursacht). Bei einer Erkältung gelangen Bakterien
leicht aus dem Rachenraum über die Ohrtrompete zum Mittelohr. Bei viralen
Infekten wie Schnupfen, Grippe, Masern, Mumps treten Ohrenschmerzen als Begleiterscheinung
auf. Infektionen von aussen (durch eine Verletzung des Trommelfells) sind eher
selten.
Eine OM kann akut oder rezidivierend (wiederkehrend), d.h. chronisch auftreten.
Eine akute Mittelohrentzündung ist zwar schmerzhaft, sie heilt jedoch
meist komplikationslos ab.
Symptome
Durch die Entzündungsreaktion kommt es zu einer Schwellung der Schleimhaut.
Schleim und Flüssigkeit kann nicht mehr aus dem Innenohr abfliessen. Durch
den Druck (Über- oder Unterdruck) auf das Trommelfell kommt es zu stechenden,
pulsierenden Schmerzen. Wird der Druck im Innenohr zu hoch, kommt es zu einem
Riss im Trommelfell, der Abfluss der entzündlichen Flüssigkeit kommt
dadurch in Gang. Die Schmerzen lassen dadurch schlagartig nach.
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Sind die Symptome nicht so ausgeprägt, ist das schlechte
Trinkverhalten oft das erste Zeichen für die Schmerzen
(das Schlucken löst einen Schmerz Richtung Ohr aus).
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Das Kind hatte eine Erkältung welche eben abheilt, ist jetzt aber
quengelig, hat keinen Appetit, klagt über Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen.
Die Ohrenschmerzen beginnen meistens abends oder nachts. Mittelohrentzündungen
beginnen meist heftigen Schmerzen und mit hohem
Fieber.
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Die Schmerzen können sehr heftig sein, sie werden als pochend, stechend,
reissend, beschrieben.
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Kleine Kinder weinen oder schreien schrill, sind unruhig oder einfach
nur quengelig. Sie werfen den Kopf hin und her, schlagen sich evtl. aufs
Ohr oder ziehen daran. Man spricht hier von einem Ohrzwang.
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Das Gesicht ist rot, ebenso das betroffene Ohr.
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Oft fällt auf, dass das Kind auf einem Ohr nicht "richtig hört" (durch
Schleim- und Flüssigkeitsansammlung).
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Ziehen des Ohrläppchens löst Schmerz aus.
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Der Appetit ist meist vermindert.
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Kopfschmerzen
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Durch den steigenden Druck kann das Trommelfell reissen und der Eiter
fliesst ab. Der Schmerz lässt dann schlagartig nach. In den meisten
Fällen heilt die Trommelfellverletzung innerhalb von zwei Wochen komplikationslos
ab. Der Ausfluss kann jedoch wochenlang anhalten.
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Später sollte Verschluss des Trommelfells kontrolliert
werden (Schwimmen, Tauchen erst wieder, wenn das Trommelfell wieder
o.k. ist). Sie sollten nach der Abheilung des Ausflusses auch ein Hörtest
machen lassen.
Komplikationen
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Die Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr kann das Hörvermögen
beeinträchtigen. Hat Ihr Kind häufig eine Mittelohrentzündung,
so kann sich das Hörvermögen dauerhaft verschlechtern.
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Wird die Flüssigkeit nicht entfernt oder bleibt die Ohrtrompete
für längere Zeit blockiert, können sich dort Bakterien ansiedeln,
die eine zweite Infektion verursachen.
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Entzündungen der angrenzenden Knochen (Mastoiditis) mit Rötung
hinter dem Ohr und abstehender Ohrmuschel (selten).
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In seltenen Fällen können eine Hirnhautentzündung (Meningitis)
oder eine Gesichtsnervenlähmung die Folge sein.
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Es ist möglich, dass die sprachliche Entwicklung verlangsamt wird
(Gehöreinschränkung).
Achtung: Bei anhaltendem Erbrechen, Schwellung, Schmerzen hinter dem
Ohr, Schwindel, Kopfschmerzen, steifem Nacken, Bewusstseinstörungen: Hier
ist eine sofortige medizinische Intervention notwendig - nehmen
Sie sofort Kontakt mit Ihrem Homöopathen, Hausarzt, Kinderarzt oder einem
Notfalldienst auf.
Diagnose
Der Arzt untersucht das Ohr mit einem Otoskop (Ohrtrichter
mit Lichtquelle und Lupe). In der Regel testet er das Gehör ihres Kindes.
Er kann auch eine Überprüfung der Trommelfellbeweglichkeit (Tympanometrie)
durchführen, um einen so genannten Paukenerguss (Flüssigkeitsansammlung
im Mittelohr) zu erkennen.
Behandlung, siehe unter:
-
Schulmedizinische Behandlung von Ohrenschmerzen
-
Behandlung Klassische Homöopathie
-
Tipps
-
Tipps aus der Naturheilkunde
Schulmedizinische Behandlung
bei Ohrenschmerzen
Es wird die Ursache behandelt
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Ohrspülung bei Ohrschmalzpfropf
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Abschwellende Nasentropfen, sie halten den Nasen-Rachenraum
frei (z.B. bei Ohrtrompetenentzündung/Paukenenentzündung).
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Wärme in Form von Rotlicht
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Parazentese/Trommelfellschnitt: Im unteren Bereich
des Trommelfells macht der Arzt ein kleiner Einschnitt, damit sich die
dahinter liegende Flüssigkeit aus dem Mittelohrraum entleeren kann.
Kindern, die über einen längeren Zeitraum an einer Flüssigkeitsansammlung
im Mittelohrraum leiden, kann damit kurzfristig geholfen werden. Langfristig
sollte die eigentliche Ursache für die Flüssigkeitsansammlung
behandelt werden. Ein Trommelfellschnitt wächst meist von selber zu
(wie auch ein spontaner Durchbruch).
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Schmerz- und Fiebermedikamente, z.B.Paracetamol-Zäpfchen,
z.B. zum Überbrücken bis zum Arztbesuch am nächsten Morgen.
Schmerzmittel- und Fiebermitteln lindern zwar Schmerzen und senken Fieber,
so dass es Ihrem Kind meistens besser geht, sie beschleunigen die Heilung
des Ohres jedoch nicht.
Vorsicht: Acetylsalicylsäure-haltige Medikamente (z.B. Aspirin,
ASS etc.) sollten Sie einem fiebernden Kind unter keinen Umständen
geben. Sie können bei Kindern eine seltene, aber gefährliche
Krankheit, das sogenannte Reye-Syndrom, auslösen. Grundsätzlich
können alle Medikamente, auch "harmlose" Fieberzäpfchen,
bei manchen Kindern Allergien, mit zum Teil schwerwiegenden Folgen, auslösen.
Vor jeder Medikamentengabe sollte daher immer überlegt werden, ob
sie wirklich notwendig ist.
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Antibiotika: Bis vor wenigen Jahren war die Verabreichung
von Antibiotika die Standartbehandlung. Mittlerweile ist diese Methode
auch in der Kinderheilkunde umstritten (Nebenwirkungen, der Krankheitsverlauf
wird nicht verkürzt, Chronifizierung des Leidens, die Ursache wird
nicht behoben). s. auch unten unter Behandlung klassische Homöopathie
-
Siehe
auch: Website Urs Maurer: http://www.groma.ch/Otitis-media-Antibiotika.238.0.html
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Verbessern Antibiotika das Therapieergebnis?
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Lassen sich mit Antibiotika Komplikationen verhindern?
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Profitieren Risikopatienten von der Antibiotikatherapie?
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Ohrentropfen: Bei Ohrenschmerzen im äusseren Ohr
(Durchzug, kalter Wind), die Tropfen wirken nur im äusseren Gehörgang
bis zum Trommelfell. Ohrentropfen dürfen nicht bei geplatztem Trommelfell
gegeben werden. Die Tropfen sollten immer vor Gebrauch auf Körpertemperatur
erwärmt werden, da sie sonst Schmerzen und Übelkeit verursachen
können.
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Nasentropfen
Copyright © 1997-2006 by Ärzte Zeitung, Neue Studie bestätigt
Vorteil / HNO-Kollege:
Nasentropfen nicht vergessen!
TÜBINGEN (hub). Kollegen handeln richtig, wenn sie bei Kindern
mit akuter Otitis media mit Antibiotika zurückhaltend sind. Bewährt
hat sich: Die Eltern erhalten ein Rezept, das sie nur bei Bedarf einlösen.
"Dieses Vorgehen ist sehr gut für die Praxis geeignet", sagte
Professor Hans Peter Zenner von der HNO-Uniklinik Tübingen zur "Ärzte
Zeitung". Denn die akute Mittelohrentzündung dauere sechs bis acht
Tage und laufe ab "wie ein Uhrwerk".
"Am dritten Tag sind die Schmerzen am stärksten", so
Zenner. "Zu diesem Zeitpunkt kommen die meisten Eltern mit ihren Kindern
zum Arzt." Dann klinge die Erkrankung aber bereits ab. "Hier
zunächst mit Antibiotika zu warten, ist daher eine gute Strategie",
so Zenner. Nehmen die Schmerzen jedoch nicht ab, haben die Eltern mit einem
Bedarfsrezept die Möglichkeit, ein Antibiotikum in der Apotheke zu holen,
ohne erneut zum Arzt zu müssen. Dass so auch Antibiotika gespart werden
können, bestätigt jetzt eine Studie mit 283 Kindern mit akuter Otitis
(JAMA 296, 2006, 1235). Ein Teil der Eltern bekamen das Rezept für ein
Antibiotikum wie üblich. Die anderen sollten es nur einlösen, wenn
keine Besserung einträte. Das Ergebnis: In der Gruppe mit Bedarfsrezept
lösten 62 Prozent das Rezept nicht ein, in der anderen Gruppe 13
Prozent.
"Absolut unverzichtbar und vorrangig vor Antibiotika sind alpha-Sympathomimetika zum
Abschwellen der Tuben", erinnert Zenner. Denn die Otitis
gehe mit einem Empyem einher. "Und wo Eiter ist, muss
er raus." Abfliessen könne der Eiter dann über die Tuben. Zenner
rät, zusätzlich ein Tuch mit warmem Wasser aufs Ohr zu
legen. Das sei ein auch in der Schulmedizin anerkanntes Hausmittel.
Tipps
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Kleinkinder können oft nicht sagen wo es ihnen weh tut (sie
klagen deshalb manchmal bei Ohrenschmerzen auch über Bauch- oder
Kopfschmerzen)! Um festzustellen, ob das Kind Ohrenschmerzen
hat, können Sie am Ohrläppchen ziehen, oder mit dem Zeigefinger
langsam, mit etwas steigendem Druck gegen den Gehörgang pressen.
Weint das Kind, oder macht es eine Abwehrreaktion, könnte eine Ohrentzündung
vorliegen.
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Bei Ohrenschmerzen durch Luftdruckveränderung, z.B. im Flugzeug: Bei
geschlossenem Mund beide Nasenflügel zudrücken und gegen diesen
Druck atmen. Kinder: Mit Trinkhalm Blubber-Blasen machen oder Kaugummi
kauen, Gähnen.
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Ohrschmalz: Der Ohrschmalz hemmt das Wachstum von Bakterien
und Pilzen. Die Flimmerhärchen transportieren zudem feinste Schmutzteilchen
nach aussen. Durch wiederholte Gehörgangreinigung werden diese Vorgänge
nur gestört, der Ohrschmalz sogar gegen das Trommelfell geschoben. Bitte
verwenden Sie keine Ohrstäbchen, die Verletzungsgefahr ist
zu gross. Wird Ohrschmalz sichtbar, diesen mit etwas feuchter Watte oder
mit einem Waschlappen entfernen, dies geschieht am besten nach dem Baden
oder Haarewaschen.
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Schmerzen: Die Schmerzen bei einer Mittelohrentzündung
sind sehr stark. Erwachsene, die selber einmal eine Mittelohrentzündung
durchmachen können dies bestätigen! Deshalb gehört zur Behandlung
v.a. auch die Schmerzbehandlung. Ist kein Homöopath oder Arzt erreichbar:
Schmerzzäpfchen bei Kindern (s. oben unter schulmedizinische Behandlung).
Tipps aus der Naturheilkunde
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Bei einem Schnupfen sollte man diesen fliessen lassen oder zum Fliessen
bringen, z.B. mit Dampfinhalationen, salzhaltigen Nasentropfen. Diese wirken
zudem abschwellend.
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Wärme in Form von Wickeln, Wärmeflasche , Wollauflage.
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Zwiebel-Wickel: 1- 2 Zwiebeln enthäuten, hacken
und in der Pfanne leicht erwärmen, Zwiebeln auf ein Baumwolltuch
verteilen. Päckchen machen, auf die behandelnde Stelle auflegen,
mit Aussentuch oder Stirnband fixieren. Aufpassen wegen Hitze! Den
Wickel mehrere Stunden einwirken lassen, bei Bedarf wiederholen. Zwiebeln
nur einmal gebrauchen. Die Zwiebel kann auch roh verwendet werden.
Vorsicht: Kein direkter Hautkontakt, die Zwiebel reizt die Haut zu
stark.
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Kohlwickel: Blattachse beim Kohl herausschneiden,
Kohl etwas verquetschen (z.B. mit einer Flasche), dann direkt auf die
Haut auflegen, mit Zwischen- und Aussentuch fixieren. Wickel bei Bedarf
erneuern.
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Leinsamenwickel (in etwas Flüssigkeit erwärmen),
sonst gleiche Anwendung wie bei Zwiebelwickel
-
Knoblauchzehe: Zehe fein schneiden, in Gaze einwickeln,
aussen aufs Ohr auflegen. Achtung: Nie ins Ohr stecken, bei direktem Hautkontakt
kommt es zudem zu Hautreizungen!
-
Kamilledampfbäder (nicht während einer homöopathischen
Behandlung) oder Salzinhalationen . Beide wirken abschwellend, entzündungshemmend.
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Nasentropfen aus physiologischer Kochsalzlösung
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Oberkörper im Bett etwas hochlagern. Säuglinge mit erhöhtem
Oberkörper stillen, bzw. aus dem Fläschchen saugen lassen (Druckverminderung
im Ohr).
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Bettruhe (bei einer hochfiebrigen Mittelohrentzündung)
-
Viel Trinken! Besonders fiebernde Kinder brauchen eine
ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Von Vorteil sind Wasser und Tee oder
verdünnte Fruchtsäfte.
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Schützen Sie Ihr Kind vor Zigarettenrauch (dieser
erhöht die Anfälligkeit für Schnupfen, usw.).
Behandlung Mittelohrentzündung mit klassischer Homöopathie
Abschwellende Tropfen, Schmerzmittel oder Antibiotika bekämpfen zwar
die Symptome, nicht aber die Ursache von Ohrschmerzen. Bei der Homöopathie
hingegen wird mit einem Arzneimittel ein Reiz zur Selbstheilung gesetzt. Es
gibt sehr wirksame homöopathische Arzneimittel gegen Ohrenschmerzen und
Mittelohrentzündungen. Akute Mittelohrentzündungen sprechen in wenigen
Minuten bis Stunden auf ein homöopathisches Arzneimittel an. Das gleiche
gilt für rezidivierende und chronische Mittelohrentzündungen.
Treten Ohrenschmerzen immer wieder auf, z.B. nach durch kalten Wind, Erkältungen,
Impfungen, usw., sollten sie im Rahmen einer Konstitutionsbehandlung behandelt
werden. Hier würde eine Lokalbehandlung (auch homöopathisch) zu einer
Unterdrückung von Symptomen führen.
Sehr oft erlebe ich es in der Praxis, dass Ohrenschmerzen auch durch
seelische Belastungen wie Eifersucht (Geburt eines Geschwisterchens), Überforderung,
Heimweh, Kummer, Tod eines Grossvaters/ Grossmutter oder des geliebten Haustieres
auftreten können. Ich versuche daher immer, das Kind in seiner Gesamtheit
zu erfassen und solche Auslöser und Ursachen bei der Arzneimittelwahl
mit einzubeziehen.
Manchmal tritt nach Verabreichung eines homöopathischen ArzneimittelsFieber oder Durchfall auf.
Es ist deshalb wichtig, dass die Eltern genau aufgeklärt werden, was nach
einem Arzneimittel alles geschehen kann. Fieber und Durchfall sind in der Homöopathie
gute Heilreaktionen. Sie sollten nicht eigenmächtig mit Fieber
senkenden oder Durchfall stillenden Arzneimitteln behandelt werden. Durch
das künstliche Senken der Körpertemperatur wird der Organismus, bzw.
die Lebenskraft beim Bekämpfen der Bakterien oder Viren gestört.
Der Zustand des Kindes kann dadurch schwieriger eingeschätzt werden. Der
Durchfall ist meist eine wichtige Entlastungsreaktion über den Darm. Bekommt
das Kind Fieber, muss dieses wiederum beobachtet werden, im gegebenen Fall
ist evtl. ein anderes homöpathischen Arzneimittel notwendig. Meist genügt
es aber abzuwarten, oder allenfalls das Mittel zu wiederholen. Wobei hier wiederum
die wohl anzeigenden Symptome vorliegen müssen! Ich bestehe deshalb auf
eine telefonische Rückmeldung in vorgeschriebenen Zeitabständen. Dies
ermöglicht mir einerseits ein Einschätzen der Heilwirkung des Arzneimittels,
andererseits aber auch das weitere Vorgehen bei der Behandlung. Sollte innert
wenigen Stunden keine fortschreitende Besserung der Schmerzen und des Allgemeinzustandes
eintreten, ist natürlich eine medizinische Abklärung notwendig.
Lassen Sie fiebersenkend Medikamente so oder so weg, sie bringen
keine Heilung, sondern nur eine Verzögerung der Ohrenschmerzen. Wird ein
Infekt mit diesen Mitteln oder mit Hilfe von Antibiotika leichtfertig unterdrückt,
können sie meist sicher sein, dass die Erkrankung in gleicher oder anderer
Form ein paar Wochen später wiederkehrt, oder das Kind weiter vor sich
hinkränkelt. Wie bereits oben erwähnt, kann ein Schmerzzäpfchen
im Notfall erst mal etwas helfen, ansonsten aber sollte mit dem homöopathischen
Arzneimittel innert kürzester Zeit (manchmal kommt es zu einem Sekundenphänomen),
der Schmerz weg sein.
Bitte verabreichen Sie Ihrem Kind wegen den Schmerzen kein Aspirin, es
besteht Gefahr des "Reye-Syndroms" (Schädigungen
von Leber und Gehirn). Bislang ist nicht bekannt, welche Faktoren das Reye-Syndrom
auslösen. Als mögliche Ursache wird eine genetische Veranlagung diskutiert.
Man beobachtet das Reye-Syndrom häufig nach Einnahme bestimmter Medikamente,
wie z. B. Acetylsalicylsäure (ASS) oder nach Infekten, die durch Viren
verursacht wurden. Fünf bis sieben Tage, nachdem sich das Kind vollständig
von der Ersterkrankung erholt hat, tritt heftiges Erbrechen auf. Es kann Stunden,
aber auch Tage anhalten und wird häufig von Fieber begleitet. Während
oder nach dem Erbrechen kommt es zu Verwirrtheitszuständen mit Ruhelosigkeit.
Halluzinationen und gewalttätigen Ausbrüchen, im weiteren Verlauf
der Krankheit wird das Kind zunehmend schlechter ansprechbar, kann einen Krampfanfall
bekommen oder sogar ins Koma fallen.
Einige homöopathische Gedanken
-
Kinder können oft nicht sagen, wo es ihnen genau weh tut
und klagen deshalb manchmal bei Ohrenschmerzen auch über Bauch-
oder Kopfschmerzen!
-
Mittelohrentzündungen sind meistens nicht zu verhindern. Mit
dem Eintritt in eine Spielgruppe oder Kindergartenkommt
es oft zu einer Häufung von Infekten und Ohrentzündungen. Da
in diesem Alter das Immunsystem immer noch trainiert wird, sind häufige
Infekte völlig normal. Aus Sicht der Homöopathie lohnt es sich
hier, dem Kind und seinem Organismus Gelegenheit zu geben, auf natürliche
Weise (Bettruhe, Wickel, Trinken, Wärme) oder mit Hilfe der klassischen
Homöopathie (wenn denn Hilfe benötigt wird) gesund und
widerstandskräftig zu werden. Werden banale Infekte hingegen
bereits in diesem Alter mit fiebersenkenden Medikamenten, Antibiotika "unterdrückend" behandelt,
wird der Entwicklung von chronischen Krankheiten der Weg bereitet (z.B.
Nebenhöhlenbeschwerden, chronische Bronchitis, Heuschnupfen, usw.)
-
Kinder reagieren schon mal mit Durchfall bei Ohrenschmerzen. Bitte
lassen die Hände davon, diesen zu behandeln! Der Durchfall ist eine
Heilreaktion des Körpers, er entledigt sich so der Toxingifte welche
beim Abbau der Bakterien entstehen. Nach ein- zwei Tagen wird alles vorüber
sein, die Ohrenschmerzen werden so ausheilen. Achten sie aber darauf, dass
ihr Kind genügend trinkt. Bei Säuglingen ist dies besonders wichtig,
hier besteht schnell die Gefahr der Dehydration/Austrocknung.
Siehe: Durchfall
-
Trommelfellriss: Bei der akuten Mittelohrentzündung
kann es zu einer spontanen Perforation des Trommelfells kommen.
Die Schmerzen lassen danach schlagartig nach. Dieser Vorgang ist keine
Komplikation, sondern eine mögliche Art der Heilung, da sich Gewebsflüssigkeit
und Eiter einen Weg nach aussen schafft. Das Trommelfell heilt in der Regel
nach kurzer Zeit wieder ab. Ich empfehle hier aber nach angemessener Zeit
eine Hörkontrolle beim Kinderarzt machen zu lassen.
-
Antibiotika: Etwa 60 Prozent der akuten Mittelohrentzündungen
werden durch Bakterien und etwa 40 Prozent durch Viren ausgelöst.
Antibiotika können zur Bekämpfung von Bakterien, nicht aber von
Viren eingesetzt werden. Die Wirkung der Antibiotika setzt nicht sofort
ein. Auch die häufig zusätzlich vorliegende Erkältung oder
Grippe heilt nicht schneller ab. Bei der Behandlung von Mittelohrentzündungen
hat sich gezeigt, dass schwierige Verläufe (z.B. Ausbreitung der Entzündung
auf den Schädelknochen oder Hörverlust) durch die Behandlung
mit Antibiotika nicht vollständig verhindert werden konnten. Kinder,
die keine Antibiotika einnehmen, haben nahezu genauso selten mit ernsthaften
Folgen von Mittelohrentzündungen zu kämpfen, wie Kinder, die
von Anfang an mit Antibiotika behandelt werden. Auch die Dauer der Krankheit
lässt sich durch Antibiotika allenfalls um einen Tag verkürzen.
Kinder welche keine Antibiotika einnehmen, sind nicht länger
krank als Kinder, die Antibiotika einnehmen. Dafür treten
bei antibiotischen Behandlungen öfters Nebenwirkungen auf.
Antibiotika bekämpfen zwar die Erreger, aber wirken nur indirekt
auf den Schmerz und die Entzündung. Zudem können sich Resistenzen
gegen das Antibiotikum bilden, so dass dieses bei wirklich notwendiger
Gabe eventuell nicht mehr wirkt. Bei guter Zusammenarbeit zwischen
Therapeut und Eltern kann auf Antibiotika weitgehend verzichtet werden.
Antibiotika sollten nie leichtfertig eingenommen werden. Andererseits
wird Ihr Kinderarzt oder Notfallarzt kein Verständnis oder Begeisterung
zeigen, wenn Sie Ihn zur nächtlichen Stunde aufsuchen, um dann das
Antibiotikum zu verweigern. Er hat den Auftrag die Mittelohrentzündung
zu behandeln, und er versteht (meist) nichts von der Homöopathie.
Ich rate daher immer den gesunden Menschenverstand walten lassen. Eine
gewöhnliche Mittelohrentzündung muss nicht in der Nacht
antibiotisch behandelt werden! Da genügt es erst mal den Schmerz
zu beschwichtigen, und die Schwellung einzuschränken und evtl. eine
Diagnose zu haben. Deshalb, melden Sie sich doch bitte am nächsten
Tag bei mir, sei dies nach dem Arztbesuch, oder nach der Gabe des Schmerzmittels.
Wenn ein Antibiotikum eingesetzt wird, sollten Sie und Ihr Kind allerdings
die Einnahme über den gesamten vorgeschriebenen Zeitraum durchhalten,
dies sind normalerweise 5-7 Tage. Meistens geht es Ihrem Kind
nach 2-3 Tagen besser. Die Bakterien sind nach 2-3 Tagen jedoch noch
nicht vollständig "bekämpft"!
Nebenwirkungen Antibiotika: Wenn Sie sich für
Antibiotika entscheiden haben, empfehle ich Ihnen allfällige Nebenwirkungen
(z.B. Pilz, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Hautausschlag) homöopathisch
behandeln zu lassen. Das gleiche gilt, wenn trotz Antibiotika die Entzündung
immer wieder aufflackert, d.h. chronisch wird.
Auf Antibiotika kann verzichtet werden, wenn:
-
es sich um eine umkomplizierte Mittelohrentzündung handelt (also
keine ernsthaften Begleiterkrankungen wie sehr hohes Fieber, andauerndes
Erbrechen oder Krampfanfälle vorliegen) und
-
Eltern, Homöopath und Arzt gut zusammenarbeiten! Wenn man
sich homöopathisch behandeln lässt, sollte Antibiotika vermieden
werden können.
Link auf Website Urs Maurer:
http://www.groma.ch/Otitis-media-Antibiotika.238.0.html
-
Fieber: Die Frage, wie hoch die Temperatur steigen darf,
kann nicht pauschal beantwortet werden. Ein Kind, welches mit 40°C Fieber
spielt ist z.B. gesünder, als ein Kind das mit 38,5°C apathisch im
Bett liegt. Man kann sich an folgende Faustregel halten. Jedes Fieber hat
auch verschiedene Phasen. Steigt das Fieber an, kann es zu Schüttelfrost
kommen, um durch das Muskelzittern Wärme zu produzieren. Im Fieberanstieg
sind die Füsse und Unterschenkel kühl. Daran können sie
leicht erkennen, ob das Fieber noch weiter steigt. In dieser Phase dürfen
Sie keine Wadenwickel machen! Erwärmen sich die Füsse, ist die
Temperaturerhöhung abgeschlossen oder das Fieber sinkt. Jetzt können
Sie den Körper mit Wadenwickeln und kalten Waschungen unterstützen,
die Wärme abzugeben. S. auch: Fieber
-
Nachkontrolle/ Hörtest: Wenn Ihr Kind eine Mittelohrentzündung
hatte, sollte der Arzt nach 3-4 Wochen nachschauen, ob alles gut verheilt
ist und weder Ohr noch Hörfähigkeit gelitten haben. Dazu gehört
auch ein Hörtest. Achten Sie auch selber nach einer Mittelohrentzündung
darauf, ob Ihr Kind noch genauso gut hört wie vorher.
-
Ohrtropfen sind hinfällig, da diese bei intaktem
Trommelfell gar nicht bis zum Mittelohr vordringen.
-
Paukenröhrchen werden bei Kindern operativ in
Trommelfell eingelegt, um eine Belüftung des Mittelohres zu gewährleisten
(besonders bei Kindern mit grossen Rachenmandeln). Hier wäre die Homöopathie
eine gute Alternative.
-
Rachenmandeln: Bei rezidivierenden Mittelohrentzündungen
kann es sein, dass der Abfluss der Eustachischen Röhre behindert ist.
Heute ist man zwar mit dem Entfernen der Rachenmandeln etwas vorsichtiger
als noch vor einigen Jahren. Bevor Sie sich aber für eine Operation
entscheiden, sollten Sie auf jeden Fall eine homöopathische Behandlung
in die Wege leiten (Konstitutionstherapie).