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Leerwohnungsziffer
Das Angebot an leerstehenden Wohnungen beeinflusst das Mietpreisniveau und die Zugangschancen für Wohnungssuchende zu Wohnraum. Niedrige Leerwohnungsbestände deuten auf eine starke Wohnungsnachfrage hin und erschweren die Anmietung von Wohnungen. Ab einem gewissen Wohnungsleerbestand steigt die Wahrscheinlichkeit eines gleichberechtigten Zugangs verschiedener Bevölkerungsgruppen.
Beobachtete Entwicklung

Am 1. Juni 2019 beträgt die Leerwohnungsziffer im Kanton Luzern 1,53 Prozent. Im Grössensegment mit 4 und mehr Zimmern stehen anteilmässig deutlich weniger Wohnungen leer als bei den Wohnungen mit bis zu 3 Zimmern. Im Durchschnitt der drei jüngsten erhobenen Jahre 2017 bis 2019 ist die Leerwohnungsziffer höher als zu Beginn der Referenzperiode von 1991 bis 1993.
Schweizweit liegt die Leerwohnungsziffer bei 1,66 Prozent (2019).
Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Bund und Kantone setzen sich in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür ein, dass Wohnungssuchende für sich und ihre Familie eine angemessene Wohnung zu tragbaren Bedingungen finden können.
Die Beurteilung erfolgt aufgrund folgender Kriterien:

Die Zunahme der Leerwohnungsziffer wird positiv beurteilt. Wünschenswert ist aus sozialer Perspektive eine steigende Leerwohnungsziffer. Eine steigende Leerwohnungsziffer verweist auf eine quantitative Zunahme des verfügbaren Wohnraums und damit auch auf eine mögliche Erhöhung der Versorgungschancen von Bevölkerungskreisen in beschränkten finanziellen Verhältnissen.
Definition
Die Leerwohnungsziffer bezeichnet das prozentuale Verhältnis zwischen der Zahl leerstehender Wohnungen und dem Wohnungsbestand am Ende des Vorjahrs. Als leerstehend gelten bewohnbare, möblierte oder unmöblierte Wohnungen und Einfamilienhäuser, die am Erhebungsstichtag nicht besetzt und zur Dauermiete (mind. 3 Monate) oder zum Verkauf ausgeschrieben sind.
Daten
Luzern:
Schweiz:
Analysen
Luzern: