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Moritz, Historien- und Porträtmaler, geb. 1828 zu O-Becse in Ungarn, studierte anfangs
Jura, ging dann zur Malerei über und malte aus dem Krieg von 1849 mehrere Scenen in Aquarell. 1851 wurde er Schüler der
Wiener Akademie und trat in das Atelier Rahls, wo er z. B. eine Himmelfahrt Mariä malte. 1855 reiste
er nach Belgien und Paris und brachte darauf einige Jahre in Rom zu. Zu seinen sehr gut komponierten, ausdrucksvollen Bildern
gehören namentlich: Odysseus und Nausikaa, Odysseus und Penthesilea (beide im Besitz des Barons Sina), die im Nationalmuseum
in Budapest befindlichen: Liebe der Sonne und Fata Morgana, Rekrutierung, Ladislaus IV. und Rudolf von
Habsburg nach der Schlacht von Marchegg, die heil. Cäcilie, König Emmerich seinen Bruder verhaftend;
sodann mehrere Altarbilder in Kirchen Ungarns, im Redoutengebäude zu Pest (Treppenhaus) Scenen aus ungarischen Volksmärchen
(in Gemeinschaft mit Lotz), die vier Flüsse des Landes in Rubens' allegorischer Auffassung als Mann und Weib (Deckenfresken
im Hauptsaal) und Attilas Gastmahl (Kredenzsaal). Für das dortige neue Rathaus malte er die Bildnisse des KaisersFranz Joseph
und des Staatsmanns Franz Deák. Er ist Ritter des Franz-Josephsordens.
(angelsächs. thegn, thên; althochdeutsch degan; schott.
than, thayne), in angelsächs. Zeit Bezeichnung für die Mitglieder der persönlichen
Gefolgschaft des Fürsten. Der Dienst des Königs und das von ihm übertragene Amt blieb die Vorbedingung
der Thanschaft, dazu trat später, seit Alfred und seinen Nachfolgern, die Verbindung mit einem bestimmten Mindestbesitz von
fünf Hufen Landes. Die Than bildeten die Landesversammlung der Witenagemot (s. Angelsachsen).
Aus ihrer Menge hoben sich die Groß-Thans hervor, denen die bedeutenden Hofämter und die Würde des Ealdorman (s. Alderman)
vorbehalten blieben, und die auch die größten Grundbesitzer waren; 40 Hufen etwa galten für sie als
Mindestbesitz. Erblich war die Thanschaft nur, soweit sie an den Besitz geknüpft war; doch fand die Vererbung der Würde eines
Ealdorman thatsächlich öfter statt. Nach der normann. Eroberung (1066) änderte sich die Stellung der Than, sie
gingen in den niedern Baronen auf, nach einem Jahrhundert war in England der Name fast verschwunden, während er sich in Schottland
zur Bezeichnung höherer Würde noch bis zum Ausgang des Mittelalters hielt.