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Robin Mulhauser
Katar, Argentinien, Australien, Spanien, Grossbritannien – bei den Moto2-Rennen mit seiner Kalex, einer 600-cm3-Maschine mit 130 PS, lernt er die ganze Welt kennen. Wir haben ihn in seiner Werkstatt bei Fribourg getroffen: Robin «Roby» Mulhauser, der im Grand Prix die Nummer 70 trägt
Wie sind Sie auf den Motorsport gekommen?
Meine Familie hat mir bei der Wahl der Sportart geholfen, mein Onkel fuhr immer Autorennen. Mit 14 Jahren kaufte ich in einer Garage in Fribourg ein Pocket Bike. Meine ersten Fahrversuche machte ich auf einem Parkplatz! Ich finde, dass Motorräder mehr «Fun» sind als Autos.
Wie verlief Ihr Werdegang?
Für einen GP-Fahrer habe ich spät begonnen. Márquez, Lorenzo und Rossi z. B. sassen bereits mit 4 Jahren auf dem Pocket Bike. Ich stieg mit der Schweizer Meisterschaft im Pocket Bike ein. Bald machte ich Fortschritte. Dann habe mit zwei anderen Freiburgern ein Team gegründet, mit dem wir 3 Jahre an der Deutschen Meisterschaft teilnahmen, zuerst in der 125- er, dann in der 600er-Klasse. Danach folgten 2 Jahre Europameisterschaft, wo das GP-Team CarXpert auf meine guten Ergebnisse aufmerksam wurde. Derzeit fahre ich die 3. Saison im Moto2-GP. Die Konkurrenz ist gross, u. a. fahren 4 Schweizer. Das wird eine echte Herausforderung!
Was ist Ihre schönste Erinnerung in Ihrer noch jungen Karriere?
Die Deutsche Meisterschaft 2011, der R6-Dunlop Cup (Anm. Red.: Cup, bei dem alle Fahrer mit demselben Motorrad starten). Ich schaffte schon im ersten Rennen den Sprung aufs Podest. Der Final war richtig cool, mit Poleposition und Sieg. Das möchte ich auch im Moto2 erleben!
Welches sind ihre kurz- und langfristigen Ziele?
Mein kurzfristiges Ziel ist die Vorbereitung auf die Saison 2016. Letztes Jahr habe ich mich gleich nach dem letzten Rennen an der Schulter operieren lassen und war den ganzen Winter nicht voll belastbar. Mein langfristiges Ziel ist es, Punkte im Grand Prix zu sammeln, vor allem 2016. Ich will beweisen, dass ich meinen Platz verdiene.
Was für ein Verhältnis haben Sie zu Ihrer Gesundheit?
Jedes Detail ist wichtig, denn es geht um Hundertstelsekunden. Vor allem die körperliche Vorbereitung (ich habe mir 30-mal die Schulter ausgerenkt!), aber auch ein gesunder Lebensstil, eine ausgewogene Ernährung. Ausserdem unterstützt mich ein Mentalcoach.
Bonusfrage: Welche Piloten bewunderten Sie als Jugendlicher?
Ich mochte Valentino Rossi sehr. Marc Márquez hat dann alles auf den Kopf gestellt. Er gewann auf Anhieb 2 Weltmeistertitel.
Mit Robin Mulhauser sprach Stéphane Z. Ducret im November 2015, www.vitamag.ch