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Robert S. Gessner stellt in seiner Biografie fest, dass er sich schon ab 1924 mit abstrakter und ungegenständlicher Malerei beschäftigte. Es sind jedoch die Dreissiger- und Vierzigerjahre, nachdem er Lehre und Studium abgeschlossen hatte, die seine Arbeiten als frühe Werke zusammenführen lassen. In diesem Zeitraum nimmt er aber auch schon ansatzweise formal und thematisch vorweg, was ihn später in reichem Masse und vielfältig beschäftigen wird. Er ist beruflich im Besitz verschiedenartigster Techniken, was sein Werk immer auszeichnen wird, und bestätigt mit sehr schönen Bildern einen frühen Rang. Man begegnet Zeichnungen sowohl in geometrischer Linie wie auch im narrativen Stil, also den beiden Polen, die Gessner in sich als eigenständige Qualität zu vereinigen weiss. Es entstanden bereits Bilder aus Konstellationen von runden, viereckigen und spitzwinkligen Formen in feiner Farbgebung, Versprechungen, die der Künstler dann sein Leben lang eingelöst hat.
Eugen Gomringer, 2015