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Schloss Domleschg
Schloss Rietberg
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Beschreibung
Durch Conrad Ferdinand Meyers Roman „Jürg Jenatsch“ ist Schloss Rietberg, wie kaum ein anderes Schloss im Kanton Graubünden, weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden.
Die Geschichte der Festung, deren Namen von den ehemals sumpfigen Wiesen der Umgebung abgeleitet wird, beginnt mit dem Bau des imposanten, fünfgeschossigen Burgturms, der als Kern der Anlage wohl in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von den Herren von Rietberg ausgeführt wurde. Diese erscheinen in den Urkunden erstmals 1268 mit Ulrich und Simon von Rietberg als Inhaber einer kleinen Herrschaft, zu der die Familie bis zum 14. Jahrhundert noch weitere Rechte in der Umgebung und die Burg Oberjuvalta erwerben konnte.
Das Schicksal von Pompejus Planta
Johannes, der letzte männliche Spross derer von Rietberg, vermachte seinen Besitz seinem Vetter Hermann von Landenberg. Vom Ende des 14. Jahrhunderts weg verpfändete der Bischof die Burg der Reihe nach verschiedenen Familien. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts gelangte der Sitz in einen Zweig der Familie von Salis und wurde 1617 zwischen Herkules von Salis und Pompejus von Planta, dessen Gattin Catherina ein Salis-Rietberg war, geteilt.
Pompejus von Planta war zusammen mit seinem auf Wildenberg bei Zernez wohnenden Bruder Rudolf in den Bündner Wirren der führende Kopf der spanisch-österreichischen Partei. Er wurde 1618 vom fragwürdigen Thusner Strafgericht auf Antrag der venezianisch gesinnten Gegenpartei unter Führung der Prädikanten in Abwesenheit auf ewig verbannt, sein Vermögen konfisziert. Nach dem grausamen Veltlinermord und der Besetzung des Veltlins durch Spanien wagte der Herr von Rietberg wieder zurückzukehren. Doch die Gegenpartei blieb nicht müssig. Am 25. Februar 1621 drang eine Gruppe, die sich selbst als „die Gutherzigen“ bezeichnete, unter Führung von Georg Jenatsch in Rietberg ein, erschlug in Gegenwart der Tochter den verhassten Schlossherrn und riss ihm Herz und Eingeweide aus dem Leib. Die Überlieferung weiss im Schloss noch die Stelle zu zeigen, wo die Mörder ihr Opfer niederstreckten.
1664 veräusserte Anton von Salis seinen Anteil an Rietberg dem Obersten Christoph von Rosenroll aus Thusis, dessen Söhne ihn 1670 an Ulrich Buol von Dusch verkauften. 1758 erwarben die Buol-Schauenstein auch den Anteil der Planta, aber schon 1798 verkaufte Johann von Buol-Schauenstein Rietberg an seinen Bruder, den Churer Bischof Karl Rudolf von Buol. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam Rietberg an Gräfin Emilie von Travers, wechselte hierauf mehrmals den Besitzer, bis es 1822 Pfarrer Christian Casparis erwarb. Von dessen Nachfahren gelangte das Schloss 1917 durch die Heirat an die Familie Rudolf Planta-Casparis, die es noch heute mit viel Geschmack betreuen.
Gestalt aus dem 17. Jahrhundert
Die ganze Anlage hat ihre Gestalt in den westlichen Zügen im 17. Jahrhundert erhalten. Dies gilt einmal für den aus dem 12. Jahrhundert stammenden Bergfried, welcher, wie der Chronist Sererhard bemerkt, eines recht extraordinär dicken Gemäuers ist. Sein Innenausbau und sein Dachgeschoss mit den typischen „Ochsenaugen“ gehen auf das 17. Jahrhundert zurück. Aber auch der Turm mit Schlüssellochscharten, der im Hof über der in Fels gehauenen Zisterne errichtet wurde, sowie die Wohngebäude am Rande des Tobels sind unter Einbezug älterer Teile in der gleichen Zeit entstanden.
Im Schloss übernachten
Sie wollten schon immer einmal in einem Schloss übernachten? In einer sehr exklusiven, aufwändig sanierten Schlossresidenz im Schloss Rietberg ist dies möglich. Weitere Informationen finden Sie hier.
Zugang
Das Schloss Rietberg befindet sich in Privatbesitz und ist nur auf Anfrage zugänglich. Die Anlage liegt direkt am Burgenweg Domleschg.
Öffnungszeiten
Das Schloss Rietberg befindet sich in Privatbesitz und ist nur auf Anfrage zugänglich.
Karte
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