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Die neue Ganztraubenpresse wurde angeliefert und steht nun bereit.
Bei der sogenannten Ganztraubenpressung wird auf das Entrappen der Trauben verzichtet. Sie presst also die ganzen Trauben samt deren Stiel und Stengel. Ein Verfahren, das für die Weißwein-Produktion zunehmend Bedeutung erlangt, weil es säurearmen Jahrgängen mehr Säure, Frische und Frucht erhält und den Alkohol- und Extraktgehalt geringfügig reduzieren hilft. Weil bei der Ganztraubenpressung die Stiele und Stengel der Trauben, die sogenannten Rappen, dem Pressdruck weitgehend standhalten, werden die Traubenkerne nicht zerstört, was weniger Bitterstoffe zur Folge hat. Und weil die Beerenhaut Gerb- und Bitterstoffe enthält, die bei zu starkem Abpressen der Maische unerfreuliche Geschmacksnoten auslösen können, sorgt die Ganztraubenpressung, bei der die Beerenschalen nicht mit dem Most in Berührung kommen, für besonders fruchtige, reintönige Moste, deren Trübung um fast zwei Drittel geringer ausfällt als bei der klassischen Maischepressung, was in der Folge sanftere Filtration ermöglicht. Für die Schaumweinherstellung ist die Ganztraubenpressung zudem vorgeschrieben.
Quelle: www.weinhalle.de