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Von ihrem Vater Keusch Donat übernahmen Leo Keusch und Donat Keusch den Betrieb an der Weingasse 106. Die Brüder wollten beide heiraten und so sahen sie sich nach einem zweiten Wohnhaus um. Aus Villmergen wurde ihnen zugetragen, dass das „FürsprechHaus“ an der Weingasse 101 bald zum Verkauf ausgeschrieben würde. Nach kurzen Verhandlungen waren sich die Parteien einig und der Kauf des Hauses und des dazugehörigen Landwirtschaftslandes konnte besiegelt werden. Donat Keusch und Marie Baur (aus Sarmenstorf) heirateten im Jahre 1952.
Im August 1953 wurde Linus geboren und die Familie vergrösserte sich mit André, Irène, Peter, Armin und Marcel. Arbeitsreiche Jahre folgten und der Hof gedieh. An der Weingasse 101 pflanzte man die erste Apfelplantage und begann damals schon mit dem Direktverkauf ab Hof.
Ende der 70-iger Jahre konnten sie den Hof der Nachbarn Alois und Rosali Meier kaufen, die keine Kinder hatten. Es zeichnete sich ab, dass der Sohn von Leo, Felix, und die Söhne von Donat, Armin und Marcel, die Ausbildung zum Landwirt machen wollten. Die Brüder entschlossen sich den Hof aufzuteilen. Leo blieb auf dem Hof an der Weingasse 106 und Donat baute an der Weingasse 101 eine neue Scheune (1982). Mit seinen Söhnen pflanzte Donat eine neue Apfelplantage und baute im Jahre 1982 die ersten Erdbeeren an. Der Direktverkauf ab Hof wurde ausgebaut. Armin besuchte die Vorbereitungsschule zur Meisterprüfung. Vieles über die Zukunft wurde so besprochen, aber niemand konnte ahnen, dass Donat im März 1988 unerwartet versterben würde.
Marcel und Armin übernahmen nach dem Tode ihres Vaters den Hof als Gebrüderbetrieb. Dank guten Beziehungen konnten sie das Land der Lengg pachten und später auch kaufen. Vom Sandbüel konnten sie das Land von Hans Bürgi dazupachten.
Im Jahre 1996 heirateten Armin und Monika Bürgi von Hilfikon. Die alte Scheune an der Weingasse 103 wurde abgerissen und das neue Wohnhaus entstand. 1997 wurde Samuel geboren und später Andrea und Reto.
Die Milch lieferten sie damals in die Käserei nach Sarmenstorf, wo Emmentaler Käse produziert wurde. Im Jahre 2003 beschloss die Käsereiversammlung die Käserei aufzugeben und die Milch an die AZM nach Suhr zu verkaufen. So war auch Silofütterung möglich und die Milch wurde ab Hof abgeholt. Man beschloss die Milchkuhhaltung aufzugeben. Ein moderner Laufstall wurde gebaut und im März 2015 kauften sie die ersten Mutterkühe.
Im Jahre 2003 bauten Marcel und Armin einen Mastpouletstall mit Wintergarten. Am 19.8.2003 konnten die ersten "Güggeli" an die Firma Bell in Zell geliefert werden. Einen Tag der offenen Tür wurde im April 2004 mit grossem Erfolg durchgeführt.
Im Herbst 2008 pflanzten wir die neue Apfelplantage um die in die Jahre gekommene alte Anlage zu ersetzen. Nach und nach wurde die alte Anlage auch mit neuen Apfel-, Kirsch-, Birnen-, sowie Zwetschgenbäumen ersetzt. Heute beträgt die Fläche der ganzen Obstplantage 2 Hektaren.
Eine Christbaumanlage pflanzten wir im Frühling 2012 und hoffen, dass wir an Weihnachten 2016/2017 mit unseren Bäumen das Weihnachtsfest verschönern können.