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In vielen Tauchbasen am Meer und auf Safaris ist das Mitführen einer Dekoboje (auch Signalboje, Strömungsboje oder Elefantenpariser genannt) obligatorisch. Sie dient dazu, im offenen Wasser beim Sicherheitsstop auf fünf Metern die Position der Taucher zu markieren und eine Referenz für die Tiefe zu bieten. Dank der roten oder orangen Signalfarbe können Dekobojen zwischen den Wellen schon von Weitem erkannt werden.
Die meisten Dekobojen werden mit einer 10 oder 15 Meter langen Schnur und einem kleinen Karabiner daran geliefert. Jeder, der schon Dekobojen gesetzt hat, weiss, dass wenn man die Boje mit dem Lungenautomaten aufblasen will, sich die Schnur gerne um einen selbst oder gar den Tauchbuddy wickelt und man dadurch mit in die Höhe gerissen wird, was gefährlich sein kann.
Zwei bewährte Vorgehensweisen
- Die Dekoboje wird an einem Spool befestigt, welches sich beim Aufsteigen der Boje schnell abwickelt. Das Spool dabei nur locker mit zwei Fingern an der Achse halten. Reels mit Kurbel und Halterung sind weniger geeignet, denn es kann vorkommen, dass sich die Rolle verklemmt oder die Schnur verwickelt. Die meisten handelsüblichen Spools kommen mit einer 30 oder 45 Meter langen Schnur daher. Das ist für diesen Verwendungszweck zu lange. 15 Meter reichen schon für die erste Dekostufe. Wenn es sich versehentlich ganz abrollt, muss nicht so viel Schnur aufgewickelt werden. Der Nachteil ist, dass man am besten drei Hände braucht, um die Dekoboje aufzurollen, das Spool zu halten und die Boje mit dem Lungenautomaten aufzublasen.
- Die Schnur an der Dekoboje wird auf fünf Meter gekürzt und daran ein Gewicht von einigen hundert Gramm befestigt. Am besten etwas, worauf die Schnur gut aufgewickelt werden kann. Es geht auch ein 1 Kilogramm Bleigewicht von der Tauchbasis. Lässt man die Schnur länger, kann es vorkommen, dass sie sich am Grund verheddert. Man schwimmt ins Freiwasser, wo es mehr als zehn Meter tief ist, taucht auf fünf Meter, schaut kurz nach unten, ob sich unter einem kein Taucher beendet, und dann einfach das Gewicht loslassen, bis es vollständig abgerollt ist. Die Schnur ist nun gespannt und kann sich nicht verwickeln. Dann Luft in die Dekoboje lassen und die Schnur locker in der Hand halten, solange die Boje nach oben schiesst. Durch das Gewicht steht die Boje senkrecht an der Wasseroberfläche.
Bei beiden Varianten gilt: Nie die Schnur am Jacket festmachen oder mit einer Schlaufe um die Hand wickeln, denn es kann vorkommen, dass ein unachtsam vorbeifahrendes Boot die Boje mitreisst. Man soll die Schnur auch nur als Referenz benutzen und sich nicht mit dem ganzen Gewicht an der Boje aufhängen, sonst geht man unter. Etwas Zug reicht, damit sie sich aufrichtet. Um aufzusteigen wird die Schnur langsam aufgewickelt bis man die Wasseroberfläche erreicht. Die Schnur nie lose im Wasser schwimmen lassen, sonst verwickelt man sich.
Die zweite ist für mich als «Blüemlitaucher» die bevorzugte Variante und viel einfacher in der Handhabung. Als Gewicht habe ich einen hübschen Blei-Delfin, den ich auf einer Tauchbasis auf den Philippinen gefunden habe. Es gibt auch Spools aus Inox, welche durch ihr höheres Gewicht beide Vorteile vereinen. Die fünf Meter Schnur reichen für den Sicherheitsstop, denn meistens dürfen auf Tauchsafaris sowieso keine Dekotauchgänge gemacht werden. Falls doch einmal im Freiwasser ein tieferer Dekostop gemacht werden muss, ist es unterhalb von fünf Metern einfacher, die Tiefe zu halten, da nicht schon jeder Atemzug die Tarierung ändert. Wer regelmässig Deep- und Dekotauchgänge macht, der ist sicher mit dem Spool besser bedient.