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Einen kurzweiligen, höchst vergnüglichen und dennoch fachlich fundierten Einstieg in Leben, Werk und Nachruhm des genialen Dichters und geborenen Theatermenschen William Shakespeare (1564-1616) bietet Bill Brysons "Shakespeare, wie ich ihn sehe". Wie er ihn sieht, teilt er stets informiert und pointiert mit, nicht grundlos scharf trennend zwischen den (wenigen) Fakten und dem, was wir einfach nicht wissen.
Sehr gelungen scheint mir vor allem, wie der Autor Shakespeare in den historischen Rahmen des elisabethanischen bzw. jakobinischen London mit seiner damals einzigartigen Theater-Vielfalt einbettet. Im abschließenden Kapitel "Kandidaten" lässt Bryson all die berühmten Männer auftreten, denen im Bühnennebel einer 400jährigen Forschung die Ehre zuteil wurde, Shakespeares Werk geschaffen zu haben, um diese anschließend genüsslich hinter die Kulissen zu schieben: denn sämtliche Ansätze in jene Richtung seien weit weniger wahrscheinlich, als dass sich hinter den dürren Lebensdaten der einzig wahre schöpferische Shakespeare verberge.
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