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Streng genommen handelt es sich beim Paxillus-Syndrom nicht um eine Pilzvergiftung, sondern um eine immunhämolytische Anämie. Diese ist eher in den Bereich der Nahrungsmittelvergiftungen einzuordnen.
Typisch für diese Vergiftung ist, dass die Betroffenen die verursachenden Pilze oft schon ohne Probleme verzehrt haben (z.B. kahler Krempling (Paxillus involutus), Butterpilz (Suillus luteus)). Auch sind oft nicht nicht alle Pilzesser einer Mahlzeit betroffen.
Symptome
Die Latenzzeit beträgt 1 bis 2 Stunden. Es kommt dann zu Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Koliken und oft zu einem Kreislaufkollaps. Zusätzlich sind hämolytische Zeichen, wie Subikterus, Oligurie bis Anurie, Hämoglobinurie und Nierenschmerzen zu beobachten. Durch den Schock kann es zu einer Niereninsuffizienz kommen.
Ursache
Das auslösende Antigen ist bisher nicht bekannt.
Massnahmen
Die Patienten erhalten 1 g medizinische Kohle pro Kg Körpergewicht. Weitere Massnahmen erfolgen symptomatisch, wobei vor allem auf den Wasser- und Elektrolythaushalt zu achten ist. Die Patienten sind stationär zu behandeln.