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Stunt-Doubles stehen oft im Schatten der Stars, obwohl sie die schwere und gefährliche Arbeit verrichten. So auch David Holmes, der Stuntmann von Daniel Radcliffe. Seine Karriere begann, als er erst siebzehn Jahre alt war. Sieben Filme lang übernahm Holmes die Stunts von Radcliffe – von «Harry Potter und der Stein der Weisen» bis «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1». Doch bei den Dreharbeiten für diesen Film ereignete sich am Set ein Unfall, der Holmes lähmte.
Knapp 15 Jahre ist dies nun her und Radcliffe und Holmes sind immer noch befreundet. Sie wurden enge Freunde während der Dreharbeiten. Radcliffe beschreibt Holmes als «der coole, Rückwärtssalto springende, ältere Bruder, den ich nie hatte».
Für «David Holmes: The Boy Who Lived» sind die beiden nun wieder gemeinsam an einem Filmset. Die Dokumentation, die von HBO produziert wurde, erzählt anhand von Originalaufnahmen, wie sich die Freundschaft zwischen Holmes und Radcliffe über die Jahre entwickelte und wie die Leute am Set zu einer Familie wurden.
Zu sehen sind Aufnahmen, die zeigen, wie viel Spass Holmes immer an den «Harry Potter»-Sets hatte und wie er erzählt, dass Stunt-Double zu sein, «der beste Beruf der Welt» sei. Mit dem, was 2009 bei den Dreharbeiten für «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1» passierte, konnte jedoch niemand rechnen. Während eines Stunts hat Holmes sich das Genick gebrochen. Der aufgestellte und aktive 28-Jährige war ab sofort an einen Rollstuhl gefesselt.
Bemerkenswert ist, dass sich Holmes von diesem Unfall nicht unterkriegen liess. Bereits im Trailer ist die inspirierende Stimmung zu spüren. Es sind kurze Ausschnitte zu sehen, wie Holmes jetzt junge Menschen mit Beeinträchtigungen inspiriert.
«Ich habe ein so verrücktes Leben gehabt. So viele Höhen und so viele Tiefen. Aber ich konnte das Licht an den dunkelsten Orten finden», erzählt Holmes.
In einem Interview mit «Entertainment Weekly» sagt Holmes, dass die Stunt-Double-Community ihn sofort unterstützt hat. Es gibt die Taurus World Stunt Awards, die Preise an Stunt-Doubles vergeben und von Red Bull gesponsert sind. «Gleich nach meinem Unfall schickte mir die Taurus Foundation einen grossen Scheck, und ich konnte mir einen elektrischen Rollstuhl kaufen und mein Haus umbauen lassen.» Die Stunt-Gemeinde hat ihm immer den Rücken gestärkt und er möchte nun das Gleiche für sie tun, indem er in dieser Dokumentation seine Geschichte erzählt.
2020 gründete er gemeinsam mit Radcliffe den Podcast «Cunning Stunts». Darin interviewen sie andere Stunt-Doubles und machen auf die Risiken aufmerksam, denen sie ausgesetzt sind.
Die Dokumentation ist ab dem 24. Dezember auf Sky Show verfügbar.
(cmu)