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Sommerserie Schweizer Holz – Der Ahorn
Bergahorn
Bild Marketing Schweizer Holz
Spitzahorn
Der Spitzahorn führt die wissenschaftliche Bezeichnung Acer platanoides. Das lateinische Wort platanoides bedeutet ‹platanenähnlich›, was sich auf die Blätter bezieht. Die Verbreitung des Spitzahorns erstreckt sich über ganz Europa, in Richtung Osten bis zum Ural und in Richtung Süden bis nach Kleinasien, zum Kaukasus und bis nach Nordpersien. In den nördlichen Teilen der Alpen gedeiht er noch in Höhenlagen bis 1100 m. Als Schwerpunkt seiner Verbreitung gilt der mitteleuropäisch- gemässigte Klimabereich.
Zu den bevorzugten Standorten des Spitzahorns gehören sowohl ebene Landstriche und Täler als auch Hügel- und niedrige Bergregionen. Er ist in der Lage, sich einem Standort aus Boden und Klima anzupassen. Der Spitzahorn erreicht eine Baumhöhe von 20 bis 30 m und im Freistand eine Breite von 15 bis 20 m. Er hat eine runde und dicht geschlossene Krone; im Freistand entwickelt er weit ausladende und stärker verzweigte Äste.
Das Holz des Spitzahorns ist gelblich bis rötlichweiss. Es kann für die Herstellung diverser Holzwaren und auch als Wagner- oder Schnitzerrohmaterial verwendet werden, genügt aber den Anforderungen an Möbelhölzer nicht. Hierfür wird das Holz des Bergahorns vorgezogen.
Feldahorn
Der Feldahorn, Acer campestre, wird auch Massholder genannt und ist in ganz Europa sowie auch in Nordafrika, Kleinasien, im Kaukasus und im Nordiran verbreitet. In Mitteleuropa wächst er im Tiefland und in Gebirgslagen bis etwa 1000 m Höhe, in den Alpen geht er aber über 1000 m hinaus. Der Feldahorn ist ein eher nur mittelgrosser Baum, der Höhen von maximal 20–25 m erreicht und 150 bis 200 Jahre alt wird. Häufig wächst er auch als mehrstämmiger Grossstrauch.
Der Feldahorn ist wärmeliebend und wächst gern auf mässig trockenen bis frischen und nährstoffreichen Böden, ebenso auch auf Kalk. Man findet ihn häufig in Eichen-/ Hainbuchenmischwäldern, Buchen- und Auenwäldern sowie als Begrenzung von Gebüschen, Waldrändern, Feldrainen und Hecken.
Das Holz des Feldahorns hat einen rötlichen Farbton, manchmal ist es auch hellfarbig/weiss und attraktiv gemasert. Es ist ein gutes Tischler- und Drechslerholz. Wenn gemaserte Stämme anfallen, können diese gut zu Furnieren aufgearbeitet werden. Gut ist auch der Brennwert des Feldahornholzes. Man kann daraus Holzkohle von hoher Qualität gewinnen.
Schneeballblättriger Ahorn
Diese Ahornart, Acer opalus, ist auch unter den Bezeichnungen Stumpfblättriger Ahorn, Frühlingsahorn oder Italienischer Ahorn bekannt. Sie hat eine relativ grosse Verbreitung in den Gebirgsregionen Südeuropas (Mittelmeerraum), am Schwarzen Meer und im Libanon. In Europa geht der Schneeballblättrige Ahorn auch bis in die Süd- und Westalpen und in den Schweizer Jura. Als Standorte bevorzugt der wärmeliebende Schneeballblättrige Ahorn die warmen Lagen in trockenen Eichenmischwäldern sowie auch in Buchen- und Lindenmischwäldern.
Der Schneeballblättrige Ahorn wird nur 8–15 m hoch. Er hat eine breite, gewölbte Krone und einen in der Regel stärkeren, knorrigen Stamm, der eine auffallend grobe und geschuppte Borke hat. Dieser kleine, eher malerische Baum hat keine forstliche Bedeutung, er ist aber ein hervorragendes Ziergehölz, vor allem aufgrund seines attraktiven Blütenstandes und seiner leuchtend orangeroten Herbstfärbung der Blätter, so dass er sich für eine Verwendung in Garten- und Parkanlagen geradezu anbietet.
* Dr. rer. nat. (forest.) Rudolf Beyse, Fritzenwiese 29, D-29221 Celle
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