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Meiji-Schrein-Museum: Kengo Kumas neuestes Bauwerk
Kengo Kuma gehört zu Japans gefragtesten Architekten. Er ist bekannt für seine innovativen Arbeiten mit natürlichen Materialien wie Holz und seinen Fähigkeiten, zeitgenössische Designs zu kreieren, die die japanische Ästhetik miteinbeziehen. Sein zurzeit bekanntester Bau ist das neue Nationalstadion in Tokio, das zum Zentrum der Olympischen Spiele 2020 wird (Asienspiegel berichtete). Im Oktober feierte ein weiteres Bauwerk von Kengo Kuma Eröffnung: Es ist das Meiji Jingu Museum (oder Meiji-Schrein-Museum) in Tokios Stadtteil Shibuya. Als Teil der imposanten Anlage des Meiji-Schreins bietet das neue Museum einen Einblick in die Welt von Kaiser Meiji (regierte von 1867 bis 1912) und Kaiserin Shoken. Die Handschrift von Kengo Kuma ist bei diesem Neubau, der sich durch eine schlichte Eleganz und viel Holz auszeichnet, unübersehbar.
Ein Einblick in eine Epoche, die alles veränderte
Auf mehr als 3200 Quadratmetern, die sich auf zwei Etagen erstrecken, zeigt das Meiji-Jingu-Museum 2500 wichtige Kulturgüter, die aus dem Schatzmuseum des Schreins stammen. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die Kutsche, die Kaiser Meiji einst vor mehr als 120 Jahren am Tag nutzte, an dem er die japanische Verfassung unterzeichnete. Besucher erhalten einen Einblick in Meilensteine jener Epoche. So war die Meiji-Zeit eine der wichtigsten Perioden für das moderne Japan. In nur wenigen Jahrzehnten verwandelte sich das Land von einem abgeschlossenen Feudalstaat zu einer industrialisierten Grossmacht (Asienspiegel berichtete). Es waren Jahrzehnte des kompletten Umbruchs, in denen die Samurai-Kriegerklasse ihren Status verlor, das Tokugawa-Shogunat aufgelöst (Asienspiegel berichtete) und der Kaiser zum politischen Machtzentrum wurde. Kaiser Meiji ist der Ururgrossvater des aktuellen Kaisers Naruhito (Asienspiegel berichtete).
Ein riesiger künstlicher Wald
Im Erdgeschoss werden der Meiji-Schrein und die Shinto-Religion auf leicht verständliche Weise vorgestellt. So wurde diese heilige Stätte 1920 zu Ehren von Kaiser Meiji errichtet. Speziell an dieser riesigen Anlage ist, dass es sich um einen künstlich angelegten Wald handelt. Beim damaligen Bau wurden über 100’000 Bäume angepflanzt. Die Meiji-Schrein-Anlage ist so zugleich eine grüne Oase mitten in der Stadt (Asienspiegel berichtete). Das neue Meiji-Schrein-Museum wurde zum bald anstehenden 100-jährigen Geburtstag dieser shintoistischen Stätte erbaut.
Das Meiji-Jingu Museum ist täglich von 10 Uhr bis 16:30 (donnerstags geschlossen) geöffnet. Der Eintritt kostet 1000 Yen. Weitere Informationen zu Tokio findet man www.gotokyo.org und www.tokyotokyo.jp.
Der Standort des Meiji-Schrein-Museums
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