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Marian Anderson, 27.2.1897-8.4.1993, galt als eine der besten Altistinnen ihrer Zeit und war 1955 die erste Afroamerikanerin, die an der New Yorker Metropolitan Opera auftrat.
In den 1930er Jahren trat sie in europäischen Städten, wie Berlin, London und Paris auf. Als ihr der Dirigent Bruno Walter für ein Konzert in Wien eine Solopartie übertrug, erhielt er eine Morddrohung, weil er eine Afroamerikanerin auftreten lassen wollte. Das Konzert fand trotzdem statt.
Trotz ihres Erfolges war Amerika noch nicht bereit ihr Talent anzuerkennen. Als ihr Manager 1939 versuchte, für sie einen Auftritt in der Constitution Hall in Washington, D.C., zu arrangieren, teilten die Eigentümer der Halle, die Daughters of the American Revolution (D.A.R.), Marian und ihrem Manager mit, dass keine Termine verfügbar seien. Das entsprach aber nicht der Wahrheit. Der wahre Grund für die Ablehnung Marian Andersons lag in der Politik der D.A.R., die den Saal ausschließlich weissen Künstlern zur Verfügung stellte.
Als die Öffentlichkeit davon erfuhr, kam es zu einem Aufruhr, der unter anderem von Eleanor Roosevelt angeführt wurde, die Marian Anderson einlud, stattdessen am Ostersonntag vor dem Lincoln Memorial aufzutreten. Vor mehr als 75 000 Zuschauern bot Marian Anderson einen fesselnden Openair-Auftritt, der für Millionen von Radiohörern live übertragen wurde.
Quellen: wikipedia.org , fembio.com, biography.com