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Plazentainsuffizienz: Symptome und Behandlung
Als werdende Mutter zählst du bestimmt jeden Tag bis zur Geburt und achtest ganz genau auf deinen Bauch. Wenn der nicht richtig wächst oder dein Baby ungewöhnlich still ist, könnte es unter Umständen an der Plazenta liegen. Denn der Mutterkuchen spielt eine wichtige Schlüsselrolle in deiner Schwangerschaft.
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Plazenta: So wichtig ist der Mutterkuchen
Die Plazenta ist die zentrale Verbindungsstelle zwischen Mutter und Kind und hat viele versorgende und schützende Aufgaben. Wenn ihre Funktion beeinträchtigt ist, wirkt sich das sofort auf das Wohlergehen und die Entwicklung vom Baby aus.
Welche Aufgaben übernimmt die Plazenta?
Über den Mutterkuchen bekommt das Baby Sauerstoff, Wasser, Vitamine und andere Nährstoffe. Er produziert Hormone und Immunstoffe, schützt das Kind vor Erregern und Schadstoffen und leitet die Stoffwechselabbauprodukte des Ungeborenen an die Mutter zurück. Da die Aufgaben der Plazenta zum Ende der Schwangerschaft erfüllt sind, wird sie bei der Geburt ausgeschieden.
Was bedeutet Plazentainsuffizienz?
Die Plazentainsuffizienz ist eine Fehlfunktion des Mutterkuchens, bei der die Bedürfnisse des Kindes nicht vollständig erfüllt werden. Mediziner unterscheiden zwei Formen der Störung, die akute Plazentainsuffizienz und die chronische Plazentainsuffizienz. Beide Formen gefährden das Baby und können sogar zum Tod des Ungeborenen im Mutterleib führen (intrauterinen Fruchttod).
Unterschied akute oder chronische Plazentainsuffizienz
Die Plazentainsuffizienz kann spontan auftreten (akute Form) oder sich über längere Zeit entwickeln (chronische Variante). Durch die akute Plazentastörung erleidet das Baby eine Sauerstoffunterversorgung, häufige Ursache ist das Vena-Cava-Kompressionssyndrom. Diese Komplikation tritt vor allem im späteren Verlauf der Schwangerschaft auf, selten vor der 23. Schwangerschaftswoche. Die chronische Form betrifft primär die Ernährung des Kindes. Sie kann bereits zu Beginn der Schwangerschaft entstehen, sich unbemerkt über Wochen oder gar Monate hinweg entwickeln, unterschiedlich stark ausgeprägt sein und zu einer Mangelentwicklung vom Baby führen.
Welche Symptome gibt es bei einer Plazentainsuffizienz?
Eine akute Plazentainsuffizienz kann sich mit Symptomen wie untypischem Bewegungsmangel oder ungewöhnlich schwachen Herztönen des Babys, Krämpfen, Schmerzen oder Blutungen äussern. Die chronische Plazentainsuffizienz bleibt für die Mutter häufig ohne Symptome. Oft wird sie nicht von der Schwangeren selbst, sondern bei der routinemässigen Kontrolluntersuchung beim Frauenarzt festgestellt.
Wie stellt der Arzt eine Plazentainsuffizienz fest?
Etwa ab der 9. Schwangerschaftswoche lässt sich mit dem Ultraschall feststellen, ob Fruchtwassermenge und Wachstum dem Stadium der Schwangerschaft entsprechen, das Baby ausreichend mit Blut versorgt wird und wie gesund die Plazenta ist.
Welche Frauen sind häufiger betroffen?
Raucherinnen und Frauen mit Allgemeinerkrankungen (Anämie, Diabetes, Nierenprobleme etc.) haben ein höheres Risiko für die chronische Plazentainsuffizienz. Alkohol- und Drogenkonsum sowie eine vitamin- und eiweissarme Ernährung steigern die Gefahr für eine Plazentafehlfunktion. Aber auch Faktoren wie das Alter (unter 18 oder über 35), die Anzahl der bisherigen Geburten und Schwangerschaftsabbrüche sowie die Rhesusinkompatibilität spielen bei der individuellen Risikokalkulation eine Rolle.
Was sind die Folgen einer Plazentainsuffizienz?
Weil der Mutterkuchen das Baby nicht richtig versorgt, ist seine Gesundheit in Gefahr. Wachstums-und Entwicklungsstörungen drohen. In den meisten Fällen kann binnen eines Jahres nach der Geburt die normale Entwicklung vom Baby aufgeholt werden. In Einzelfällen gibt es bleibende Schäden.
Wie wird die Plazentainsuffizienz behandelt?
Die Beseitigung der Ursache für die Insuffizienz steht im Vordergrund. Bettruhe und Linksseitenlage verbessern die Durchblutung der Plazenta. Ein Krankenhausaufenthalt und häufige Untersuchungen (Doppler und CTG) können notwendig werden. Ist das Leben des Kindes bedroht, wird eine frühe Entbindung nötig (vorzugsweise nach der 37. Schwangerschaftswoche, künstliche Geburtseinleitung oder Kaiserschnitt).
Welche Vorsichtsmassnahmen gibt es?
Um eine gesunde Entwicklung vom Baby zu begünstigen, müssen werdende Mütter auf Rauchen und Alkohol verzichten. Auch eine ausgewogene, vitamin- und eiweissreiche Kost ist während der Schwangerschaft wichtig. Zudem sollten alle Infektionen und Erkrankungen schnell und effizient behandelt werden.
Wenn du die Risikofaktoren Alkohol, Mangelernährung und Nikotin vermeidest, steigerst du deine Chancen für eine gesunde Schwangerschaft. Auch alle Vorsorgetermine sollten gewissenhaft eingehalten werden, denn so lassen sich eventuelle Probleme wie eine Insuffizienz frühzeitig erkennen und effektiv behandeln.
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