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Es kann länderübergreifend festgestellt werden, dass im akademischen Fach Philosophie eine im Vergleich zu anderen Geistes- und Sozialwissenschaften überdurchschnittlich große Geschlechterlücke besteht. In der Schweiz kann diese Problematik als besonders ausgeprägt beobachtet werden. Obwohl mehr junge Frauen als Männer die Maturität erlangen, ist die Abrecherrate von Frauen im Durchschnitt wesentlich höher als bei Männern. Sehr ähnliche Verläufe sieht man auch in Deutschland, den Vereinigten Staaten, Australien und Großbritannien. Das hat eine ausgeprägte Geschlechterlücke auf Ebene von ordentlichen Professuren zur Folge. Wir mittels einer explorativen Studie an Schweizer Universitäten untersuchen, ob dem Problem strukturelle Ursachen (z.B. geschlechterspezifische Diskriminierung, Vorurteile, Stereotypisierungen, fehlende Frauenvorbilder, fehlendes Zugehörigkeitsgefühl) zugrunde liegen, die bislang eher abstrakt in der Literatur diskutiert werden. Weiterhin stellen wir uns die Frage, ob es auch Ursachen für die Geschlechterlücke gibt, die sich spezifisch auf das Fach Philosophie zurückführen lassen.