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Bières–Apples–Morges
|Kürzel||BAM|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1895-07-01|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1895 eröffnete BAM war eine Aktiengesellschaft. Am Anlagekapital (Anleihen) mitbeteiligt war die waadtländische Kantonalbank. 1899 übernahm die BAM zudem die Apples–L’Isle-Bahn (AL), welche die Zweiglinie nach L‘Isle 1896 in Verkehr gesetzt hatte. Der Kaufpreis der AL lag bei 425'000 Franken. Dem stand ein Bilanzwert von 731'000 Franken gegenüber. Die Differenz von 306'000 Franken wurde abgeschrieben (in der Datenbank als «Bausubvention» respektive Handänderungsverlust gespeichert). Den Betrieb der BAM besorgten bis zu ihrer Verstaatlichung 1903 die Jura–Simplon-Bahn (JS), danach für kurze Zeit die SBB.
Die vornehmlich dem Personenverkehr dienende BAM hatte von Anfang an und zunehmend erhebliche finanzielle Probleme. Nach der Übernahme der schwer defizitären AL 1899 lagen die Betriebsergebnisse praktisch durchwegs im Minus. Die Betriebssubventionen stammten von Anliegergemeinden, reichten jedoch zur Defizitdeckung in keiner Weise aus. Rückstellungen tätigte die BAM keine, die Passivsaldi und die schwebenden Schulden stiegen Jahr für Jahr an. Letztere wurden 1902 teilweise in feste Anleihen umgewandelt, was aber an der wachsenden Verschuldung nichts änderte. Obwohl die BAM vom Kriegsausbruch 1914 profitierte – 1916 und 1917 konnte sie vor allem dank des kräftig anziehenden Güterverkehrs die bislang besten Betriebsergebnisse präsentieren –, musste 1919 ihre Bilanz umfassend saniert werden. Der Nominalwert der Aktien wurde zur Defizittilgung um 60 Prozent reduziert und die waadtländische Kantonalbank verzichtete auf geschuldete Anleihezinsen in der Höhe von 1.2 Mio. Franken. Die in der Statistik aufgeführten Zinsen kamen folglich nicht oder bestenfalls partiell zur Auszahlung. Die annuelle Zunahme des Passivsaldos entsprach ungefähr den (nicht beglichenen) Anleihezinsen. Die durch den Kapitalschnitt gewonnenen Gelder verwendete man zu einem grossen Teil zur Reservenbildung. Wirklich solide war die Finanzbasis der BAM jedoch auch nach der Bilanzbereinigung nicht.
Die Elektrifikation (Wechselstrom) der BAM erfolgte erst 1943.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: