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Die Grossstadt nahe der Grenze zu Ruanda ist dicht besiedelt und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Afrika. Aus Furcht vor einem Überspringen von Ebola schloss Ruanda die Grenzen zur Demokratischen Republik Kongo.
Die Behörden appellierten an die Bevölkerung, Ebola-Verdachtsfälle nicht zu verstecken, sondern umgehend zu melden: «Das Ebola-Behandlungszentrum ist kein Sterbehaus, die Kranken müssen rechtzeitig hierher gebracht werden», sagte der Ebola-Koordinator der Provinz Nord-Kivu, Aruna Abedi.
Der in der Nacht zum Mittwoch gestorbene Mann sei erst am elften Tag seiner Erkrankung in das Behandlungszentrum gebracht worden, für eine erfolgreiche Behandlung sei es da viel zu spät gewesen: «Es gab keine Hoffnung mehr, die Krankheit war schon in einem sehr fortgeschrittenen Stadium.» Eine einjährige Tochter des zehnfachen Familienvaters wurde am Mittwoch ebenfalls positiv auf das Virus getestet.
Gesundheitsexperten fürchten einen Ausbruch der Epidemie in Grossstädten, weil sich die Krankheit in dicht besiedelten Gebieten wesentlich schneller ausbreiten könnte als auf dem Land. Durch Verkehrsströme könnte das Virus von einer Metropole zudem rasch in andere Regionen übertragen werden.
Der erste Ebola-Todesfall in Goma war am 16. Juli aufgetreten. Am Tag danach rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen der Epidemie den internationalen Gesundheitsnotstand aus.
Die Epidemie war im August vergangenen Jahres in der Gegend von Butembo in der Provinz Nord-Kivu im Kongo ausgebrochen. Seitdem sind mindestens 2701 Menschen an Ebola erkrankt und 1813 Menschen gestorben. Dieser Ausbruch ist besonders schwer in den Griff zu bekommen, da in den konfliktreichen Provinzen Nord-Kivu und Ituri etliche Milizen aktiv sind.
Als Reaktion auf den neuerlichen Ebola-Fall in Goma schloss Ruanda laut kongolesischen Regierungsangaben seine Grenze zum Kongo. Die Stadt mit geschätzt zwischen einem und zwei Millionen Einwohnern liegt am Kivu-See und direkt an der Grenze zu dem Nachbarland.
In der Stadt geht die Angst um: «Ich fürchte, dass diese Krankheit uns alle befällt. Bisher haben wir immer nur aus der Ferne davon gehört, und auf einmal ist das Virus hier in der Stadt», sagte die 27-jährige Arbeiterin Anuarite Sifa.
(SDA)