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Am Anfang war das Ballett. Ihre Mutter wollte damit ihre Fussstellung korrigieren. Und es gab eine zweite Hürde: An eine Karriere als Leichtathletin war für ein Schweizer Mädchen Anfang der 1960er-Jahre nicht zu denken. «Frauen waren in der Schweiz in der Leichtathletik inexistent», erinnert sich Meta Antenen. Ihre Ballettlehrerin entdeckte ihre Sprungkraft, und bei einem Schülerrennen stach dem Schaffhauser Leichtathletik-Trainer Jack Müller ihr Talent ins Auge. Mit 14 Jahren holte sie ihre erste Goldmedaille über 80 Meter, mit 15 den Schweizer Weitsprungrekord und mit 16 sechs Schweizer Meistertitel. An eine Profi-Karriere war dennoch nicht zu denken. An den Europäischen Jugendspielen konnte sie 1966 nur dank der finanziellen Unterstützung der Schweizer Illustrierten starten. Dort gewann sie Doppelgold in Hürden und Fünfkampf und wurde als «Goldgirl» die erste Schweizer Star-Athletin und «Sportlerin des Jahres». Doch es war ein einsamer Kampf, den sie führte: «In der Schweizer Leichtathletik-Delegationen war ich meist die einzige Frau und bei den Olympischen Spielen in Mexiko 1968 war ich die jüngste Teilnehmerin aus der Schweiz.» Gut, dass sie ab 1970 von der neu gegründeten Schweizer Sporthilfe unterstützt wurde! 1971 bei den Europameisterschaften in Helsinki folgte der Moment, der in die Geschichte einging: Meta schaffte beim Weitsprung 6,73 Meter, gewann Silber – und stellte damit einen Schweizer Rekord auf, der fast 40 Jahre hielt.