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Mit Courchevel und Méribel rücken zwei Wintersportorte in den französischen Alpen im Februar in den Fokus der internationalen Ski-Öffentlichkeit. Beide waren vor 31 Jahren Teil der dezentralisierten Olympischen Winterspiele rund um Albertville.
Anlässlich des 51. FIS-Kongresses im Mai 2018 in Costa Navarino in Griechenland erhielten Courchevel und Méribel aus dem Département Savoie (Savoyen) den Zuschlag für die Ausrichtung der 47. alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2023. Die Franzosen setzten sich dabei mit 9:6 Stimmen gegen die Kandidatur von Saalbach-Hinterglemm (mittlerweile WM-Gastgeber 2025) durch.
Die beiden Orte Courchevel und Méribel sind zusammen mit Les Menuires und Val Thorens Bestandteil des Skigebiets Trois Vallées. Dieses ist mit rund 600 Pistenkilometern das – nach eigenen Angaben – grösste zusammenhängende Skigebiet der Welt. Anlässlich der alpinen Ski-Weltmeisterschaften vom 6. bis 19. Februar werden in Méribel alle sechs Wettkämpfe der Frauen (Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom, Kombination, Parallel) ausgetragen, ebenso das Parallel-Rennen der Männer sowie der Team Event (Mixed). Die Männer ermitteln in Courchevel die Weltmeister in den Disziplinen Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom und Kombination.
In Méribel fuhren die Alpin-Frauen bereits 1992 um Medaillen, nämlich um jene der Olympischen Winterspiele. Die Schweizerinnen mussten die Heimreise damals mit mehreren Enttäuschungen und ohne Medaillengewinn antreten. Für die besten Klassierungen zeichneten Chantal Bournissen (Platz 4 in der Kombination) und Vreni Schneider (Platz 7 im Slalom) verantwortlich. Die Goldmedaillen umhängen lassen durften sich derweil die Kanadierin Kerrin Lee-Gartner (Abfahrt), die Italienerin Deborah Compagnoni (Super-G), die Schwedin Pernilla Wiberg (Riesenslalom) sowie die Österreicherin Petra Kronberger (Slalom und Kombination). Überdies war Méribel 1992 Austragungsort sämtlicher Spiele des olympischen Eishockey-Turniers gewesen.
In Courchevel wiederum wurden während der Winterspiele vor 31 Jahren die Skisprung-Wettkämpfe ausgetragen – mit dem Finnen Toni Nieminen als herausragendem Akteur. Als damals 16-Jähriger gewann er Gold von der Grossschanze sowie mit dem Team, dazu Bronze von der Normalschanze. In der vergangenen Saison fand das Weltcup-Finale der Alpinen in Courchevel und Méribel statt. Marco Odermatt durfte in Savoyen die grosse Kristallkugel für den Gewinn des Gesamtweltcups und die kleine Kristallkugel für den Gewinn des Riesenslalom-Weltcups in Empfang nehmen. Und auch ansonsten gab es vor elf Monaten an den diesjährigen WM-Stätten viele Schweizer Erfolge zu bejubeln. Die Männer fuhren insgesamt sechs Podestplätze heraus, die Frauen zwei. Im Team Event siegte die Schweiz vor Österreich und Deutschland.