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Wie die Forca Sindical als zuständige Gewerkschaft in der vergangenen Woche mitteilte, ist für de 19. März in landesweit 36 Häfen eine 24-stündige Arbeitsniederlegung angesetzt. Anlass sind Pläne der Regierung in Brasília, den Hafensektor zur Herstellung internationaler Wettbewerbsfähigkeit zu modernisieren und dazu als Finanzierungsmassnahme Terminalprivatisierungen zuzulassen.
Die Gewerkschaft befürchtet, dass Arbeiter auf teilprivatisierten Häfen unter vergleichsweise schlechten Bedingungen etwa hinsichtlich der Bezahlung eingestellt werden. UmPersonalkosten zu senken, würde es zudem zu einer stärkeren Mechanisierung kommen, was Arbeitsplätze gefährdete. Die Auseinandersetzung hatte bereits im vorigen Monat zu einem landesweiten Streik der Hafenarbeiter geführt, der trotz nur sechsstündiger Länge laut Angaben von Forca Sindical einen Schaden in Höhe von insgesamt 60 Mio. Real (29,4 Mio. CHF) verursachte.
Vertreter der Regierung und der Gewerkschaft hatten damals Gespräche und eine Aussetzung weiterer Arbeitsniederlegungen bis zum 22. März vereinbart. Nach Einschätzung von Forca Sindical laufen die Verhandlungen aber zu langsam. An Brasiliens Häfen kommt es aufgrund logistischer Probleme bereits ohne Streiks zu erheblichen Verspätungen bei der Verschiffung von Waren, was laut Medienberichten bereits potentielle Abnehmer, zum Beispiel von brasilianischem Soja, vom Kauf abgehalten habe.