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Zwei Klassiker, die sich über die Improvisation gefunden haben: Der ukrainische Pianist und die Münchner Cellistin Anja Lechner. Bei Heinrich Schiff ausgebildet, zeichnet sich Anja durch ihre einfühlsamen Interpretationen, Improvisationen und ihren klaren Ton aus. Neben ihren Solo-Projekten pflegt sie zahlreiche langjährige Kollaborationen, etwa mit dem argentinischen Bandoneon-Meister Dino Saluzzi, dem Gitarristen Pablo Márquez sowie dem Tarkovsky Quartet und davon losgelöst mit dessen Pianisten François Couturier.
Vadim Neselovskyi war mit 15 Jahren der jüngste jemals vom Odesaer* Konservatorium aufgenommene Student. Noch während seines Studiums übersiedelte seine Familie mit ihm nach Deutschland, wo er sein Studium abschloss. Gleichzeitig begann er sich für die Improvisation und den Jazz zu interessieren und studierte weiter in Boston am Berklee College of Music, wo er seinen künftigen Mentor Gary Burton kennenlernte. Heute unterrichtet Vadim in Berklee und Maastricht. Im vergangenen Sommer veröffentlichte er das Solo-Album «Odesa Suite», eine Hommage an seine Heimatstadt am Schwarzen Meer.
Mit Anja Lechner arbeitet er an einem Programm nebst spontanen Improvisationen mit Vadims eigenen Kompositionen, Werken des ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov, der mit dem Ausbruch des Krieges nach Berlin geflohen ist, sowie dem verstorbenen Pianisten und Gründer des Moscow Art Trios, Mikhail Alperin, der vor allem auf Vadim Neselovskyi grossen Einfluss hatte und mit dem auch Anja Lechner für ECM-Produktionen zusammen gearbeitet hat.