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Beschreibung
Beschreibung der Fachrichtung
Die Mathematik, eine der ältesten Wissenschaften, ist aus den praktischen Aufgaben des Zählens, Rechnens und Messens hervorgegangen und hat sich – beeinflusst durch eine Vielzahl v.a. in den Naturwissenschaften und der Technik auftretenden durch Zahl und geometrische Figuren fassbare Problemstellungen – in eine Vielzahl von Spezialgebieten aufgefächert und sich andererseits aus einer inneren Gesetzlichkeit heraus zu einer Wissenschaft von den formalen Systemen entwickelt. Sie untersucht durch logische Definitionen geschaffene abstrakte Strukturen mittels der Logik auf ihre Eigenschaften und Muster.
Die Mathematik gliedert sich in die Arithmetik, die Geometrie, die Algebra und die Analysis. Wichtige selbständige Teilgebiete sind daneben die Ausgleichs- und Fehlerrechnung, die Funktionalanalysis, die Kombinatorik, die Mengenlehre, die Topologie, die Vektorrechnung, die Wahrscheinlichkeitsrechnung und die Zahlentheorie. Die einzelnen Teilgebiete durchdringen einander so stark, dass sich eine ständige und oft überraschende Vereinigung scheinbar unterschiedlicher Bereiche ergibt.
Unterschieden werden ferner die reine oder theoretische Mathematik und die angewandte Mathematik, die sich mit aussermathematischen Anwendungen befasst, wie zum Beispiel die Versicherungsmathematik. Auch hier sind die Übergänge zwischen den Gebieten fliessend.
Beschreibung des Angebots
Schwerpunkt der Lehre und ForschungZiel des Bachelorstudiums in Mathematik ist die Einführung in die wissenschaftlichen Grundlagen und Methoden der Mathematik.
Das Mathematische Institut betreibt Forschung in den mathematischen Teilgebieten der Algebra, Logik, Analysis, Numerik, Geometrie und Topologie.
Organisation des StudiumsDer Bachelor ist der erste Studienabschluss vor dem Master. Das Bachelor-Studium umfasst insgesamt 180 Kreditpunkte (ECTS). Es besteht aus einem Major (Hauptfach, 120 ECTS) und einem oder mehreren Minor (Nebenfächer, insgesamt 60 ECTS). Mathematik kann als Major oder als Minor (90, 60 30, 15 ECTS) belegt werden.
Aufbau der Ausbildung
Studienaufbau
Das Bachelorstudienprogramm in Mathematik ist aus Modulen aufgebaut.
- Das Grundmodul (GM30) zu 30 ECTS-Punkten setzt sich aus 5 Leistungseinheiten zusammen,
- das Aufbaumodul (AM30) zu 30 ECTS-Punkten aus 4 Leistungseinheiten sowie einer Vertiefungseinheit.
- Im Hauptmodul (HM30) und
- im Spezialisierungsmodul (SM20) zu mindestens 30 bzw. 20 ECTS-Punkten stehen auch Leistungseinheiten zur Auswahl, die nicht regelmässig angeboten werden.
Die Studierenden stellen sich die Leistungseinheiten für jedes Modul selber zusammen. Es gibt keinen festen Stundenplan und keine vorgeschriebene Reihenfolge, wohl aber sinnvollere und weniger sinnvolle Vorlesungszusammenstellungen. Der nachfolgende Studienplan skizziert einen möglichen Studienverlauf.
Ein Kreditpunkt ECTS entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden.
BSc Mathematik, Major (120 ECTS)
|Semester||Lehrveranstaltungen||ECTS|
|G r u n d m o d u l (GM30)|
|1||Lineare Algebra 1||6|
|Analysis 1||6|
|2||Lineare Algebra 2||6|
|Analysis 2||6|
|Kombinatorik und Wahrscheinlichkeit||6|
|A u f b a u m o d u l (AM30)|
|3 - 4||4 Vorlesungen, darunter dringend empfohlen*:

- Analysis 3 oder Komplexe Analysis
- Algebra 1 oder Algebra 2
- Differentialgeometrie
- Angewandte Statistik
|24|
|4||Vertiefungseinheit mit mdl. Prüfung||6|
|H a u p t m o d u l (HM30)|
|5||Vorlesungen aus dem Bachelor-Programm,

inkl. nicht regelmässig angebotenen Vorlesungen
|30|
|S p e z I a l I s I e r u n g s m o d u l (SM20)|
|6||Vorlesungen aus dem Bachelor-Programm,

inkl. nicht regelmässig angebotenen Vorlesungen
|20|
|6||Bachelor-Arbeit||10|
|Total||120|
* Dies sind Pflichtvorlesungen des Bachelor-Programms. Sie müssen nicht zwingend im Modul AM30, sondern können auch im Rahmen der Module HM30 oder SM20 belegt werden. Sie sind aber häufig inhaltliche Voraussetzung, um weiterführende Vorlesungen des Bachelor- oder Master-Programms zu verstehen.
Im Bachelorstudium an der Universität Bern dürfen im letzten Semester (oder bei Erreichen von 150 ECTS-Punkten aus Leistungseinheiten des Bachelorstudiengangs) Leistungseinheiten aus dem Angebot der Masterstufe besucht und an das Mastermodul angerechnet werden; die Anrechnung erfolgt erst nach der Immatrikulation im Master. Bedingung ist, dass im Bachelor ein Grundmodul GM30 sowie ein Aufbaumodul AM30 bestanden sind.
Fächerkombination
Zum Bachelor Studienprogramm Mathematik können alle an der Universität Bern im entsprechenden Umfang angebotenen Minor belegt werden. Die Wahl des Major und Minor in derselben Studienrichtung ist nicht zulässig.
Mögliche Varianten für die Aufteilung der insgesamt 60 ECTS für die Minor sind:
- 60 ECTS-Punkte,
- 30 / 30 ECTS-Punkte,
- 30 / 15 / 15 ECTS-Punkte.
Höchstens ein Minor zu 15 ECTS Punkten kann durch freie Leistungen ersetzt werden.
Beschreibung als Nebenfach / Minor / Teilstudium / auch ausserfakultär
Studium als Nebenfach
Das Studium der Mathematik als Minor vermittelt mathematische Grundkenntnisse.
Aufbau Nebenfach
Studienplan
Der Bachelor Mathematik, Minor (90 ECTS-Punkte) setzt sich zusammen aus
- dem Grundmodul GM30 zu 30 ECTS-Punkten,
- dem Aufbaumodul AM30 zu 30 ECTS-Punkten,
- dem Hauptmodul HM30 zu mindestens 30 ECTS-Punkten.
Der Bachelor Mathematik, Minor (60 ECTS-Punkte) setzt sich zusammen aus
- dem Grundmodul GM30 zu 30 ECTS-Punkten,
- dem Aufbaumodul AM30 zu 30 ECTS-Punkten.
Der Bachelor Mathematik, Minor (30 ECTS-Punkte) besteht aus dem Grundmodul GM30.
Der Bachelor Mathematik, Minor (15 ECTS-Punkte) besteht aus dem Ergänzungsmodul EM15.
Jeder Minor kann nach Abschluss zu jedem grösseren Minor aufgestockt werden. Schon erworbene Leistungen werden als Teilleistungen in den grösseren Minor einbezogen.
Voraussetzungen
Zulassung
Direkte Zulassung
- Schweizerische oder schweizerisch anerkannte gymnasiale Maturität
- Eidgenössische Berufsmaturität mit bestandener Ergänzungsprüfung (“Passerelle”)
- Bachelor einer schweizerischen universitären Hochschule, Fachhochschule oder pädagogischen Hochschule
- Master, Lizentiat oder gleichwertiger Abschluss einer schweizerischen universitären Hochschule
Weitere Informationen unter www.zib.unibe.ch.
Zulassung mit anderen Abschlüssen
Inhaberinnen und Inhaber weiterer Ausweise (schweizerische oder ausländische) können sich mit ihren Fragen bezüglich Zulassung direkt an die Kanzlei der Universität wenden.
Weitere Informationen unter www.zib.unibe.ch.
Anmeldung
Voranmeldung
Wer an der Universität Bern ein Bachelorstudium in einem nicht-medizinischen Fach aufnehmen oder wiederaufnehmen will, muss sich für das Herbstsemester jeweils bis zum 30. April mit den dafür vorgesehenen Formularen bzw. per Internet voranmelden (der Studienbeginn ist nur im Herbstsemester möglich).
Die gleichzeitige Voranmeldung für mehrere Studienrichtungen ist unzulässig.
Weitere Informationen: www.zib.unibe.ch.
Immatrikulation
Die Universitätsleitung lädt die Vorangemeldeten zur Einreichung der Immatrikulationsbelege ein. Die Immatrikulation kann zu Beginn des akademischen Jahres wahlweise für ein ganzes Jahr oder für ein Semester erfolgen.
Es gelten folgende Fristen:
- Herbstsemester: jeweils 31. August
- Frühjahrssemester: jeweils 31. Januar
Weitere Informationen unter: www.zib.unibe.ch.
Kosten
Abschluss
- Bachelor Universitäre Hochschule UH
Bachelor of Science in Mathematics, Universität Bern
Leistungskontrollen / Prüfungen
Zu jeder Leistungseinheit findet pro Semester eine Leistungskontrolle statt, in der Regel eine schriftliche Prüfung von 60 Minuten Dauer. Die Leistungskontrolle zur Vertiefungseinheit im Modul AM30 ist eine mündliche Prüfung von 30 Minuten Dauer.
Ungenügende Leistungskontrollen können einmal wiederholt werden.
Perspektiven
Weiterführende Masterstudien
- Master of Science in Mathematics, Universität Bern
- Master of Science in Statistics
- Master of Science in Climate Sciences
- Master of Science in Bioinformatics and Computational Biology, Universität Bern
Lehrer/in Sek. II
Um an der PH Bern das Lehrdiplom für Maturitätsschulen zu erlangen, muss man im Zweifächerdiplom einen universitären Master Major für das Erstfach (zusammen mit dem Bachelor mind. 120 ECT-Punkte) und einen Master Minor für das Zweitfach (zusammen mit dem Bachelor mind. 90 ECTS-Punkte) vorweisen. Für das Monofachdiplom muss ein abgeschlossener universitärer Master Major (zusammen mit dem Bachelor mind. 120 ECTS-Punkte) im gewählten Unterrichtsfach vorliegen.
Ausführliche Informationen unter
www.phbern.ch > Studiengänge > Sekundarstufe II
www.berufsberatung.ch > Aus- und Weiterbildung > Aus-, Weiterbildung suchen > Lehrdiplom für Maturitätsschulen
www.berufsberatung.ch > Aus- und Weiterbildung > Hochschulen > Studiengebiete > Unterricht, Pädagogische Berufe > Unterricht Mittel- und Berufsfachschulen
Obligatorische Lehrveranstaltungen für den Bachelor in Mathematik und für angehende Lehrkräfte Zweitfach Mathematik Sekundarstufe II:
- Analysis 1
- Analysis 2
- Lineare Algebra 1
- Lineare Algebra 2
- Kombinatorik und Wahrscheinlichkeitsrechnung
- Differentialgeometrie
- Analysis 3 oder Komplexe Analysis
- Algebra 1: Gruppen, Körper oder Algebra 3: Ringe, Moduln
- Angewandte Statistik.
Praktische Hinweise
Ort / Adresse
- Bern (BE)
Universität Bern
Departement Mathematik und Statistik
Sidlerstrasse 5
3012 Bern
Zeitlicher Ablauf
Beginn
Herbstsemester
Dauer
Die Regelstudienzeit für Vollzeitstudierende beträgt sechs Semester. Die Studienzeit kann bei Vorliegen wichtiger Gründe (Erwerbstätigkeit, Krankheit, Unfall, Schwangerschaft, Kinderbetreuung, Militärdienst/Zivilschutz) verlängert werden.
Zeitliche Beanspruchung
- Vollzeit
Unterrichtssprache
- Deutsch
Bemerkungen
Studienfachinformation, Reglemente
Universität Bern > Philosophisch-naturwissenschaftliche Fakultät
Reglemente der Fakultät
Studien- und Fakultätsreglemente: www.philnat.unibe.ch > Fakultät > Reglemente
Links
Auskünfte / Kontakt
Studienfachberatung: Prof. Dr. George Metcalfe (<email-pii> / 031 631 88 23)