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Liebe Motorsportfreunde,
Am Donnerstagnachmittag machten wir uns auf die knapp 700 km lange Anreise zum vorletzten Rennwochenende der IDM nach Oschersleben. Nach einer langen Fahrt kamen wir kurz nach 0 Uhr im Fahrerlager an und gingen schlafen. Nach einer recht kurzen Nacht ging es am Freitagmorgen mit dem Aufbau und dem Einschreiben los.Um 10:50 Uhr startete dann das erste freie Training an diesem Wochenende. Das Training fand bei besten Wetterbedingungen statt, jedoch war ich mit den Einstellungen am Motorrad überhaupt noch nicht zufrieden. Ich hatte einige Schwierigkeiten meinen Rhythmus zu finden, konnte aber trotzdem 15 Runden fahren und das erste freie Training auf P10 mit einer Rundenzeit von 1:33.767 abschließen. Das zweite freie Training stand für 14:25 Uhr auf dem Programm. Zu diesem Training nahmen wir einige Veränderungen am Motorrad vor, die sich deutlich bemerkbar machen sollten. Ich fand viel besser in das zweite freie Training und kam nun auch deutlich besser mit dem Motorrad zurecht. Nach weiteren 15 Runden im zweiten freien Training schloss ich dieses zwar auf P11 ab, jedoch konnte ich meine Rundenzeit deutlich auf eine 1:32.128 verbessern.
Um 9:00 Uhr am Samstagmorgen ging es dann zum ersten Zeittraining auf die Rennstrecke. Voller Tatendrang drehte ich meine ersten Runden und hatte direkt ein gutes Gefühl für das Motorrad. Während des Zeittrainings konnte ich konstant 1:32er Zeiten fahren und mich zum Ende sogar noch einmal steigern. Ich konnte das erste Zeittraining nach 15 Runden und mit einer 1:31.599 auf P9 beenden. Zum zweiten Zeittraining ging es dann am Mittag um 12:30 Uhr nochmals auf die Rennstrecke. Ich fuhr noch einige Runden, aber ich konnte mich zeitlich nicht mehr verbessern. Mit einer Rundenzeit von 1:31.649 beendete ich das Zeittraining auf P12. Mit dem zweiten Zeittraining war ich nicht ganz zufrieden, was kombiniert mit der Zeit aus dem ersten Zeittraining Startplatz 12 für die Rennen am Sonntag bedeutete.
Am Sonntag ging es dann durch eine Verzögerung um 11:39 Uhr in das erste von zwei Rennen. Ich erwischte keinen optimalen Start, wodurch ich etwas zurückfiel. Nach einigen guten Runden mit konstanten 1:32er und 1:31er Zeiten konnte ich die Lücke schließen und an Toni Thurmayer auf P11 vorbeigehen. Im weiteren Verlauf des Rennens kam ich immer näher an den vor mir fahrenden Alen Györfi auf P10 heran und versuchte, diesen zu attackieren. Bei Kampf um P10 konnte ich dann in Runde 13 auch meine beste Rundenzeit mit einer 1:31:684 fahren. Der Vorsprung meines Vordermannes war auf 0.239 sek zusammengeschmolzen und ich versuchte noch einmal alles. Leider gelang es mir nicht mehr an Alen Györfi vorbeizugehen und ich kam auf Platz 11 und mit 5 weiteren Meisterschaftspunkten ins Ziel. Um 15:30 Uhr sollte es nach einem kurzen Regenschauer bei halbnassen Streckenbedingungen in das zweite Rennen gehen. Trotz einiger nasser Stellen auf der Rennstrecke entschlossen wir uns bei der Wahl für Trockenreifen. Nach einem recht verhaltenden Start mit noch recht langsamen Rundenzeiten, die den noch nassen Stellen auf der Strecke geschuldet waren, kam ich immer besser zurecht. Ab der 4. Rennrunde wurden die Rundenzeiten durch das antrocknen der Rennstrecke immer besser und ich machte mich an die Aufholjagd auf die vor mir fahrenden Fahrer. Bei freier Fahrt und mit dem Willen mich heranzukämpfen konnte ich schnell die Rundenzeiten aus der Gruppe zwischen Platz 3 und 5 mitgehen. Zwischen Runde 8 und Runde 15 konnte ich meine Rundenzeiten von einer 1:34:003 auf eine 1:31:536 verbessern. In dieser Phase des Rennens machte ich pro Runde zwischen 1 und 2 Sekunden auf meine Vorderleute gut und kämpfte mich bis auf einen Rückstand von 2 Sekunden an die Plätze 8 und 9 heran. In der letzten Runde war ich dann mit 0.188 sek Rückstand auf den vor mir fahrenden Kevin Wahr in Schlagdistanz. Auf den letzten Metern des Rennens versuchte ich dann noch einmal einen Angriff auf P9, aber Kevin konnte seinen kleinen Vorsprung in das Ziel retten und ich kam auf P10 ins Ziel. Mit weiteren 6 Meisterschaftspunkten im Gepäck beendete ich das Rennwochenende in Oschersleben.
Motorsportliche Grüße
Colin Rossi #51