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Die Skicrosser Marc Bischofberger und Alex Fiva mussten im russischen Sunny Valley im Kampf um den Gesamt-Weltcup Rückschläge einstecken. Jonas Lenherr und Fanny Smith trumpften dagegen gross auf.
Das erste von zwei Weltcup-Rennen der Skicrosser im russischen Sunny Valley lief bis auf den Final-Durchgang ganz nach dem Gusto des Franzosen Jean-Frédéric Chapuis. Der 29-jährige Olympiasieger von Sotschi, der im Weltcup derzeit auf dem 2. Platz liegt, konnte als Dritter den Rückstand auf Leader Bischofberger auf 68 Punkte reduzieren. Chapuis profitierte davon, dass mit Bischofberger und Fiva gleich beide Schweizer Teamleader auf dem Kurs in Russland Probleme bekundeten.
Fiva, im Weltcup aktuell im 3. Rang klassiert, schied in Sunny Valley bereits in dem von Armin Niederer gewonnenen Achtelfinal aus. Der 32-Jährige übernahm in seinem Lauf nach dem Start zwar sogleich die Führung, fiel nach einem Duell mit Teamkollege Niederer allerdings ans Ende des Viererfeldes zurück. Niederer (16.) der seinen Achtelfinal-Lauf als Sieger beendete scheiterte später im Viertelfinal.
Durch sein Aus verpasste es der aktuelle Weltcup-Dritte Fiva im Gegensatz zu Chappuis, den Rückstand auf Teamkollege Marc Bischofberger in relevantem Mass zu reduzieren. Bischofberger, der Olympia-Silbermedaillengewinner von Pyeonchang, qualifizierte sich nach einem Sturz in der Qualifikation am Freitag nicht für den Finaldurchgang der besten 32.
Trotz des frühen Aus der beiden Teamleader durfte sich die Schweizer Männer-Equipe freuen. Mit Jonas Lenherr holte dennoch ein Fahrer aus den eigenen Reihen den Sieg. Der Ostschweizer verwies den Kanadier Kevin Drury in den 2. Rang, Chapuis schnappte sich als Dritter noch 60 Weltcup-Punkte. Für den 28 Jahre alten Lenherr ist es erst der zweite Sieg in einem Weltcup-Rennen, der erste seit 2016 in Italien.
Bereits am Sonntag können sich Bischofberger und Fiva für ihre missglückten Auftritte rehabilitieren. Beide Schweizer überstanden nämlich die Vorausscheidung für das zweite Weltcup-Rennen des Wochenendes am Sonntag. Mit Chappuis schaffte aber auch ihr französischer Widersacher den Cut der Vorausscheidung.
Bei den Skicrosserinnen ist die Entscheidung im Weltcup indes bereits gefallen. Die Waadtländerin Fanny Smith kann sich trotz ihres zweiten Saisonsieges keine Hoffnungen mehr auf den Gesamtsieg machen. Der Schwedin Sandra Näslund, an den Winterspielen in Pyeongchang noch untröstliche Vierte hinter Smith, war die Kristallkugel schon vor dem Wochenende in Russland faktisch nicht mehr zu nehmen. Die Deutsche Heidi Zacher, die einzige Skicrosserin, die Näslund theoretisch noch von der Spitze hätte verdrängen können, kuriert aktuell einen Kreuzbandriss aus.
Smith freute sich derweil über den Sieg auf dem "perfekten Kurs für mich". Der Kurs sei ideal für spannende Duelle, da er viele Überholmöglichkeiten biete, schwärmte die 25-Jährige über die Strecke. "Es war sehr wichtig, dass ich im Final einen so guten Start hatte. So hatte ich die Möglichkeit das Rennen zu kontrollieren", analysierte Smith die Entscheidung zu ihren Gunsten.