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Gemäss den Ausführungen von Verteidiger Bruno Steiner fanden zwischen September 2012 und Mai 2013 nur sechseinhalb Stunden fallbezogene Besprechungen zwischen Lerf und Behring statt. Man könne deshalb nicht von einer ausreichenden Verteidigung sprechen.
Dass dies so kommen werde, habe sich gemäss Steiner bereits bei der Übernahme des Mandats durch Lerf abgezeichnet. So seien in der entsprechenden Verfügung der Bundesanwaltschaft Vorgaben zur amtlichen Verteidigung festgehalten worden.
Diese sollte sich darauf beschränken, die amtlichen Handlungen auf ihre Rechtmässigkeit zu prüfen, wenn sich Behring quer stellen sollte.
Zwischen Herbst 2014 und Sommer 2015 fanden schliesslich 80 Einvernahmen statt. Gemäss Steiner nahm der amtliche Verteidiger an 4 davon teil. 16 delegierte er an einen Substituten, und der Rest wurde von der Praktikantin abgedeckt. Diese wurde im Laufe des Verfahrens zur Substitutin ernannt.
Diese "Nichtverteidigung" von Behring sei die Folge der Instruktion der Bundesanwaltschaft. Lerf habe sich dazu einspannen lassen, was den Standesregeln widerspreche, führte Steiner aus. Er forderte die Entlassung Lerfs aus dem Amt.
Der Prozess wird am Nachmittag weiter geführt. Nach wie vor befindet er sich im Stadium der Vorfragen, weil umstritten ist, ob Behring im Vorverfahren ausreichend verteidigt war.
cp/
(AWP)