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Aufgrund der Funde geht man von einer ersten römischen Anwesenheit in flavischer Zeit (ab 69 n. Chr.) aus. Vom Holz-Erde-Kastell wurde jedoch bis heute noch nichts gefunden.
Eventuell bereits nach 140 n. Chr. wurde das Kastell in Stein umgebaut. Gegen Ende des vierten Jahrhunderts wurde die Nordfront gegen die Donau zu verlegt.
Später wurden in das erste Steinkastell Fächertürme - diese hatten die Form eines Fächers und standen von der Mauer ab - in den Ecken eingebaut. Beim spätantiken Kastell wurden zusätzlich Hufeisentürme - halbrunde Türme, welche von der Mauer abstanden - in die Seitenmauern eingebaut.
Es gibt jedoch auch Theorien, die besagen, dass die Nordfront früher bei der Donau lag und in der spätantike nach Süden verschoben wurde. In diesem Fall wäre der noch heute stehende Hufeisenturm nicht abgerissen wurden. Dies wird damit begründet, dass die überflüssigen Kastellmauern für die Zivilbevölkerung benutzt wurden.
Ausser dem erwähnten Hufeisenturm soll im Pfarrgarten ein Fächerturm der Nordwestecke erhalten sein. Der östliche Hufeisenturm soll durch ein Fenster des Nikolaihofes sichtbar sein.
Der Vicus (Lagerdorf) befand sich im Südosten und Osten des Kastells.
Der heilige Severins hatte hier ab 460 n. Chr. seinen Wohnsitz. Er verhandelte auch mit den Rugiern im Norden.
Es ist bekannt, das sich noch im fortgeschrittenen 5. Jahrhundert n. Chr. eine römische Besatzung in einem Restkastell in Favianis befand.
Auf der Strasse in Richtung Westen folgt das Dorf Mauternbach. Am Ende dieses Dorfes führt auf der rechten Seite ein Weg nach ca. 50 Metern zu einer römischen Strasse. Es handelt sich um einen Abschnitt der Verbindungsstrasse nach Ovilava (Wells).
An folgenden Orten in Richtung Westen sind noch die Überreste von Burgi (Wachttürmen) erhalten: Rossatzbach (Teile der Fundamente), St. Lorenz (ein Nachfolgebau nimmt den gleichen Grundriss ein) und in Bacharnsdorf (zum Teil über neun Meter hoch).