Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/109323

<h2>SubmittedText<h2><p>"Fitte Fachkräfte für die Cleantech-Märkte" sind in der EU-Strategie 2020 für eine soziale, ressourcenschonende und umweltfreundliche Wirtschaft wie auch im Masterplan Cleantech des Bundes eine zentrale Fördermassnahme.</p><p>1. Teilt der Bundesrat den Befund, dass die berufliche Grundbildung und die höhere Berufsbildung für das Qualifizierungspotenzial von Fachkräften für neue nachhaltige Märkte und Arbeitsplätze eine wichtige Vorraussetzung darstellen, die es zu nutzen und zu verbessern gilt?</p><p>2. Ist er bereit, dem Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) im Rahmen der Leistungsvereinbarungen eine besondere Aufgabe zu übertragen, damit dieses die Berufsentwicklung mit entsprechenden finanziellen und personellen Mitteln in den relevanten Cleantech-Feldern fördert und die verantwortlichen Organisationen der Arbeitswelt sowie die Berufsbildungsinstitutionen bei deren Umsetzung beratend unterstützt?</p><p>3. Ist er bereit, die Aktivitäten des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) in Zusammenarbeit mit der EU, dem Cedefop (European Centre for Development of Vocational Training) und der ILO (International Labour Organisation) bei den Initiativen "green skills for green jobs" durch eine verbesserte internationale Zusammenarbeit zu stärken?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der Wichtigkeit von Cleantech für die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz bewusst. Er hat daher 2010 durch das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) und das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) den Masterplan Cleantech erarbeiten lassen. Ziel ist insbesondere eine grössere und bessere Wissensbasis im Hinblick auf die erforderlichen Qualifikationen und die Aus- und Weiterbildung entsprechender Fachkräfte. Zu den einzelnen Fragen äussert der Bundesrat sich wie folgt:</p><p>1. Der Bundesrat teilt die Auffassung der Interpellantin, dass die berufliche Grundbildung und die höhere Berufsbildung eine wichtige Voraussetzung zur Qualifizierung von Fachkräften für neue nachhaltige Märkte und Arbeitsplätze darstellen. Die berufsbildenden Angebote sind laut Masterplan Cleantech à jour, und qualifizierte Cleantech-Fachkräfte sind grundsätzlich vorhanden. </p><p>2. Die Berufsentwicklung erfolgt in der Schweiz verbundpartnerschaftlich. Federführend sind die Organisationen der Arbeitswelt. Sie sind für die Bildungsinhalte und die Ausbildungsplätze verantwortlich. Bei den Kantonen liegen die Umsetzung und die Aufsicht, während der Bund sich um die strategische Steuerung und Entwicklung kümmert. </p><p>Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) unterstützt die Verbundpartner bei der Berufsentwicklung und -implementierung mit pädagogischer Beratung. Damit ist sichergestellt, dass das EHB seine berufspädagogische Kernkompetenz optimal einsetzen und zur schweizweit einheitlichen Ausgestaltung und Implementierung von Bildungserlassen nutzen kann. Es ist nicht sinnvoll, die gut eingespielte Verbundpartnerschaft in einem Wirtschaftszweig aufzubrechen und dem EHB Aufgaben einer Organisation der Arbeitswelt zu übertragen.</p><p>3. Die Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich Cleantech ist grundsätzlich erwünscht. Möglichkeiten zur Zusammenarbeit werden zurzeit geprüft.</p>  Antwort des Bundesrates.