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«Yiddish Displayed» ist ein typografisches Experiment mittels der jiddischen Sprache. Im Zentrum des Projekts steht Jiddisch, die alte Sprache, die von aschkenasischen Juden gesprochen wird und eine Brücke zwischen der deutschen und der hebräischen Welt bildet. Inspiriert von den typografischen Elementen, die vom lateinischen Stil früherer Epochen abgeleitet sind, legt das Projekt den Grundstein für eine «Yiddish Display Type Foundry», in der die Schriften bi-schriftlich (lateinisch und hebräisch) sind, in Übereinstimmung mit den drei Sprachen Deutsch, Jiddisch und Hebräisch. Um die Geschichte und die Kultur der Sprache sowie ihre Stellung zwischen Deutsch und Hebräisch zu betonen, beinhaltet das Projekt eine Publikation, die als Schriftmuster dient, sowie ein digitales Transkriptionswerkzeug, das einen zeitgenössischen Diskurs zum Thema bringt.
Die Arbeit ist eine Multiscript-Lösung der besonderen Art. Es werden nicht nur zwei Schriftsysteme miteinander verbunden, sondern zwei Sprachen und Kulturen. Doch dabei bleibt es nicht, denn die Arbeit liefert eine gänzlich neue Schrift und damit verbunden neue Zeichen für die Sprache «Yiddish».
«Ich möchte als Grafik- und Schriftdesigner meine eigenen gestalterischen Methoden anwenden, um eine Brücke zwischen verschiedenen Kulturen, Perspektiven, Sprachen und Meinungen zu schlagen.» – Noam Benatar