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Anfang Januar entdeckten die Ärzte bei der 29-jährigen Brittany Maynard einen Hirntumor. Wenige Wochen später, nach einer Operation, gaben ihr die Ärzte noch sechs Monate zu leben. «Ich will nicht sterben, aber ich sterbe. Und ich will so sterben, wie ich es für richtig halte», sagte die angehende Lehrerin. Als Stichtag nannte Maynard vor drei Wochen den 1. November.
Brittany Maynard, die zum Gesicht der Sterbehilfe-Bewegung in den USA geworden ist, hat ihre Ankündigung in die Tat umgesetzt. Am Wochenende hat sie sich das Leben genommen, wie eine Sprecherin der Sterbehilfe-Organisation Compassion&Choices am Sonntagabend mitteilte.
Die Organisation veröffentlichte einen Nachruf Maynards auf deren Internetseite. Ob sie am Sonntag oder bereits am Samstag starb, konnte die Sprecherin zunächst nicht sagen.
Ärzte hatten Maynard, die an einem aggressiven Gehirntumor litt, im April noch sechs Monate zu Leben gegeben. Sie zog nach der Diagnose nach Oregon und damit in einen von fünf der 50 US-Bundesstaaten, der die Sterbehilfe erlaubt.
Mit ihrer Video-Ankündigung vor drei Wochen, die auf YouTube über neun Millionen Mal angesehen wurde, löste Maynard in den USA eine heftige Debatte über Sterbehilfe aus. In ihrem letzten Video, das vor wenigen Tagen erschien, fasste Maynard die Debatte um ihren Tod zusammen: «Es schmerzt mich, wenn Leute mich dafür kritisieren, dass ich nicht länger warte. Oder dass sie glauben zu wissen, was für mich das Beste ist. Wenn meine Träume sich erfüllten, würde ich das Ganze irgendwie überleben. Das wird aber nicht geschehen.»
«Heute ist der Tag, den ich gewählt habe, um in Würde von euch zu gehen», schrieb die 29-Jährige am Sonntag (Ortszeit) in einer Mitteilung, die in sozialen Netzwerken im Internet verbreitet wurde.
«Dieser furchtbare Gehirntumor hat mir schon so viel genommen, aber er hätte noch so viel mehr genommen», schrieb die todkranke Frau. Sie wolle daher all ihren lieben Freunden und ihrer Familie auf Wiedersehen sagen. (rey/sda/dpa/afp)