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Was ist Cashmere?
Die Cashmereziege ist eine seltene Ziegenart, die in der Mongolei, in China, Afghanistan, Indien und im Iran beheimatet ist. Mit «Cashmere» bezeichnet man nur das feine Unterhaar (Duvet), das den Ziegen aufgrund extrem kalter Temperaturen (bis –40°) im Hochgebirge wächst. Je härter die Umwelt-
bedingungen, desto schöner und dichter das wärmende flaumige Haar unter der rauhen, glatten Granne.
Dieses Unterhaar sieht aus wie Watte und wird den Ziegen während des Fellwechsels im Frühling sorgfältig ausgekämmt (eine Cashmereziege wird nicht geschoren wie ein Schaf).
Warum ist Cashmere teurer als andere Wolle?
Cashmereziegen sind Nomadentiere, sie können nur im Freien in kleinen Gruppen gehalten werden. Der Ertrag pro Ziege ist äusserst gering, ca. 120 Gramm Rohcashmere. Nach Säuberung und weiteren Verarbeitungsprozessen bleiben
noch ca. 50 Gramm Material, das zur Weiterverarbeitung verwendbar ist. Für die Herstellung eines 1-fädigen Pullovers wird der jährliche Ertrag von vier oder mehr Ziegen benötigt.
Cashmere bietet höchsten Tragkomfort
Cashmerebekleidung ist fein und leicht. Ein Cashmerepullover wirkt wie eine Klimaanlage: im Winter wärmend, im Sommer angenehm kühlend. Grund dafür sind die feinen Luftein-
schlüsse zwischen den Fasern, die als Isolator bzw. Wärmespeicher agieren: Die Kälte von aussen kann nicht eindringen und die Wärme nur in beschränktem Umfang.
Ein Cashmeregarn kann aus einem Faden, aus zwei
oder mehr Fäden gesponnen sein. Mehrfädige Pullover sind fester, robuster und wärmender als Produkte aus weniger Fäden.