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Rheinklingen
Der Name des schmucken Dorfes im Nordwesten unserer Politischen Gemeinde hat weder etwas mit dem Rhein, noch mit der Burg Hohenklingen zu tun. Rheinklingen heisst erst seit etwa 150 Jahren so.
Der Name gehört zu der Gruppe der Siedlungsnamen, die auf «lingen» und «ingen» enden, wie die vielen «hofen», «heim», «hausen», die alle alemannischen Ursprungs sind. Ein Alemanne namens Rikile baute sich hier in der Gegend aus römischen Trümmern seine Behausung. Der Name des Gründers wurde im Althochdeutschen bereits «Richilo» geschrieben. So erhielt die Siedlung zu Ehren ihres Gründers den namen «Richlingen». Andere Urkunden nennen den Ort «Richilingun» (868), «Richilingen» (888), «Richilinga» (903). Da es für Ortsnamen noch keine offizielle Schreibweise gab, erschien ums Jahr 1150 wieder der Name «Richilingen», und im Jahre 1336 hiess es dann «Richlingen» (wie man es heute noch in der Mundart ausspricht).
Um die gleiche Zeit kam der schwarze Tod, die fürchterliche Pest, die in einer ersten Welle ganz Europa durchzog und einen Drittel aller Menschen hinwegraffte. Auch unsere Gegend wurde nicht verschont. Es sollen sämtliche Bewohner von Rheinklingen gestorben sein bis auf zwei Männer.
Es werden wohl wetterfeste, zähe Fischer gewesen sein, darum musste zu ihnen der Kahn ins Familienwappen. Sie stellten sich bewusst über die Jahreszahl 1348 neben den Stachel, was andeuten soll, dass weder die Wasserfluten, noch die Pestwelle jenes Jahres sie umbringen konnten. Sie reichten einander die Hände als Zeichen der Freundschaft bis in den Tod und nannten sich von nun an Vettern. Dieses Wort liessen sie in Mundartform über das Wappen schreiben, es lautet: Vetterli
Nach Hans Kugler