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"Dank einer der wirkungsvollsten Partnerschaften in der öffentlichen Gesundheitsvorsorge konnten Millionen Menschen vor Gesundheitsschäden und Armut bewahrt werden", erklärte WHO-Chefin Margaret Chan. Im Jahr 2010 seien noch zwei Milliarden Menschen von diesen Krankheiten bedroht gewesen, nun seien es noch 1,6 Milliarden. Pro Jahr sterben an ihnen allerdings noch etwa 170'000 Menschen.
Bei diesen Krankheiten handelt es sich um Leiden wie Dengue-Fieber, die Schlafkrankheit oder den parasitären Guinea-Wurm. Zur ihrer Behandlung stehen eigentlich Therapien zur Verfügung - diese sind für die zumeist armen Patienten aber oft nicht zugänglich.
Im Jahr 2012 vereinbarten die WHO, Regierungen und Pharmafirmen in der sogenannten Londoner Erklärung einen gemeinsamen Kampf gegen diese Krankheiten. Die Konzerne haben seitdem jedes Jahr mehrere hundert Millionen Behandlungsdosen bereitgestellt, so dass im Jahr 2015 eine Milliarde Menschen wegen mindestens einer dieser Krankheiten behandelt werden konnte.
Wurm auf Rückzug
Bei einigen der schlimmsten Krankheiten vermeldete die WHO nun besonders grosse Erfolge in der Eindämmung: Im vergangenen Jahr seien nur noch 25 Fälle von Infektionen mit dem Guinea-Wurm registriert worden, der sich durch den Körper der Infizierten frisst. Im Jahr 1989 hatte es noch 900'000 Fälle gegeben. Die Krankheit könnte nun völlig ausgemerzt werden, erklärte die WHO.
Auch bei der Schlafkrankheit vermeldete sie Fortschritte: Im Jahr 1989 habe es noch 37'000 Fälle gegeben. Bis 2015 sei die Zahl der Erkrankungen nun auf 2804 gesunken. Auch hier sei eine Ausmerzung der Krankheit in Reichweite.
Auf zivilgesellschaftlicher Seite war die Stiftung des Microsoft-Gründers Bill Gates führend an der Kooperation beteiligt. Gates sprach angesichts der Ergebnisse von einem "Meilenstein in der globalen Gesundheit", der durch gemeinsame und abgestimmte Anstrengungen erreicht worden sei.