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Baumwissen
Was ist ein Baum?
Als Bäume gelten Gehölze mit Wurzeln, einem Stamm und einer Krone. Die verholzende Pflanze kann eine Wuchshöhe
- bis 10 Meter (kleine Bäume)
- bis 20 Meter (mittelgrosse Bäume)
- bis 40 Meter (grosse Bäume)
im ausgewachsenen Stadium erreichen. Diese zeichnet sich durch einen oder mehrere markante oberirdische Stämme aus, die Laub oder Nadeln tragen. Damit der Stamm, die Äste und die Wurzeln wachsen können, braucht es vor allem vier Dinge: Licht, Luft, Wasser und viel Platz.
Was leistet ein Baum in der Stadt?
Seit dem 19. Jahrhundert haben Bäume als Element der Grünplanung eine immer grössere Bedeutung erlangt und sind nicht mehr aus Städteplanung wegzudenken. Stadtbäume leisten einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität von Zürich und zur Identität unserer Stadt. Als Park- oder Strassenbäume reinigen sie die Luft, kühlen durch Verdunstung, spenden Schatten und verbessern das lokale Klima.
Wie die Bäume nach Zürich kamen
Vor der ersten Eingemeindung im Jahr 1893 war Zürich eine weitgehend baumlose Stadt. Die Linden und Kastanien auf dem Lindenhof, die Platanen-Alleen auf dem Platzspitz ausserhalb der Stadtmauern, die Gessnerallee sihlaufwärts, das Bauschänzli und das Sihlhölzli, eine Parkanlage zur Erforschung fremdländischer Gehölze, und die Linden an der Bahnhofstrasse waren die einzigen nennenswerten Baumbestände.
Zürich war eine steinerne Stadt, bestehend aus dem heutigen Kreis 1, umgeben von landwirtschaftlich geprägten Dörfern. Das Landschaftsbild wurde von den mit Reben bepflanzten Hängen dominiert.
Erst mit dem Bau der Quaianlagen (Uto- und Alpenquai / General-Guisan-Quai) sowie neuer Strassen in Aussersihl und dem Industriequartier wurden zahlreiche Bäume entlang der Strassen gepflanzt, wie dies die Luftaufnahmen von Anfang des 20. Jahrhunderts von Eduard Spelterini zeigen. Wenn man pflanzte, waren dies meist immer die gleichen Baumarten, die auch heute noch die Strassen säumen: Ahorn, Platane, Linde und Kastanie.