Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03229.jsonl.gz/2417

Alte Visitenkarten aus Baden
Der Fotograf Josef Gutkaiss aus Niederösterreich arbeitete zwischen 1868 und 1876 in Baden. Er war verheiratet mit Salome Gutkaiss-Weiss (Schwester von Christof Weiss) und hatte sein Atelier an den Klarastrasse 44 in Basel. Es ist leider nicht mehr bekannt, wo in Baden seine Filiale war. Mit seinen Fotos von ca. 1865 bis 1870 gehört Gutkaiss zu den frühesten Fotopionieren Badens, der übrigens auch besonders wertvolle Portraits von Badener Personen erstellte. Etwas vollmundig steht auf der Rückseite der Visitenkarten: "Abdrücke hievon können jederzeit nachbestellt werden.".
Die Fotos wurden auf schwarz/weiss konvertiert.
Bruggertor.
Das Hotel Ochsen ist ein ehemaliges Hotel in Baden. Es steht an der Bäderstrasse im Bäderquartier und ist ein Kulturgut von regionaler Bedeutung.
Der spätgotische Kernbau des dreiteiligen Gebäudekomplexes ist ein dreigeschossiges Gebäude mit einem weit gespannten und tief heruntergezogenem Walmdach. Während die untere Partie gemauert ist, bestehen die oberen Geschosse aus verputztem Fachwerk. Das Erdgeschoss wurde um 1900 mit einem Fugenschnitt verziert. Es besitzt ein zierliches klassizistisches Pfeilerportal aus der Zeit um 1850. Von älteren Bauteilen des Hauses übernommen wurden eine Maskenkonsole und eine Löwenkopfskulptur an der Südseite des Hauses. Zahlreiche bauliche Eingriffe haben das Innere des Gebäudes markant verändert. Der 'Ochsensalon' im ersten Obergeschoss besitzt spätgotische Säulen zur Unterteilung von segmentbogigen Fensternischen, die Wände sind mit Täfer verkleidet. Im Saal steht ein Louis-seize-Ofen, dessen Kacheln mit Pflanzenmotiven verziert sind.
Von 2010 bis 2012 durchgeführte archäologische Untersuchungen erbrachten den Nachweis der Existenz eines Badehauses aus dem 13. oder frühen 14. Jahrhundert. Die erste Erwähnung des Gasthauses «zum Roten Ochsen» erfolgte Ende des 14. Jahrhunderts. Im Jahr 1569 ereignete sich ein Grossbrand, der sowohl dieses Gasthaus als auch den benachbarten Bären zerstörte. Der daraufhin errichtete Neubau ist im Kern des heutigen Gebäudes erhalten geblieben. Über die Jahrhunderte wuchs der Ochsen aus drei benachbarten, eng aneinanderliegenden Häusern zusammen. Der im Jahr 1967 für den gesamten Gebäudekomplex erteilte Denkmalschutz wurde 1989 auf den spätgotischen Kernbau beschränkt, der jedoch integral geschützt bleibt. Seit der Einstellung des Hotelbetriebs im Jahr 2004 steht das Gebäude leer.
Es bestanden Pläne, die Hotels Bären, Ochsen und Verenahof abzubrechen und durch ein Thermalbad zu ersetzen. Das Vorhaben stiess auf starken Widerstand und scheiterte 2005 endgültig. Seit 2009 wird ein anderes Konzept verfolgt: Die genannten Hotels sollen im Innern miteinander verbunden und zu einer Rehabilitationsklinik mit 78 Zimmern umgestaltet werden, wobei die denkmalgeschützten Teile erhalten bleiben.
Das Restaurant Belvédère bei der Ruine Stein.
Das Hotel Verenahof ist ein ehemaliges Hotel in Baden. Es steht am Kurplatz im Bäderquartier. Das denkmalgeschützte Gebäude ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung und ein herausragendes Beispiel der Schweizer Bäderarchitektur des 19. Jahrhunderts. Das Hotel steht seit 2002 leer - der Vorbesitzer vernachlässigte die Sanierung. Der Verenahof soll Teil einer Rehabilitationsklinik werden.
Die erste urkundliche Erwähnung des Hotel Limmathof geht auf das 13. Jahrhundert zurück. 1828 wurde die Limmatquelle erfasst und bereits 1834 wird der Limmathof gebaut. Mit seinem neo-barocken Speisesaal, der Grösse und Form des Gebäudes, wird der Limmathof zum Flaggschiff des Kurortes. Das Gasthaus 'Goldener Schlüssel' befindet sich gegenüber dem Limmathof und ist seit 1846 durch eine Passarelle mit dem Haus verbunden. 1993 wird die Verfilmung von Dürrenmatts «Justiz» im Limmathof gedreht. Im Jahr 2000 kam es zu einer kompletten Erneuerung des Hauses. Es entstanden Eigentumswohnungen, das Wellnessbad 'Novum Spa' mit Fitness und Kursangebot, sowie Hotelzimmer, Suiten und Studios. 2011 öffnete dann am gegenüberliegenden Ufer der Limmat das Limmathof Baden Hotel & Private Spa die Türen.
Das Grand Hotel mit der Dépendance Hinterhof (links) im Bau. Das 1876 eröffnete Grand Hotel Baden verfügte über eine Zentralheizung. Mit einem der ersten in der Schweiz installierten Fahrstühle gelangten die Gäste ins Souterrain. Dort befanden sich über 100 Einzelbäder, ausgestattet mit Sitz-, Regen- und Strahlduschen. Es gab Lichtbäder mit Glühbirnen und Spiegeln, um möglichst rasch einen Schweissausbruch auszulösen (patentiert von John Harvey Kellogg, einem berühmten amerikanischen Arzt, der zusammen mit seinem Bruder die Cornflakes entwickelte).
Am 18. August 1944 wurde das Grand Hotel gesprengt. Zuvor hatten es militärische Truppen als Übungsobjekt genutzt. Seither befindet sich dort ein Park, darunter ein Parkhaus.
Quelle der 5 kleinen Bilder: www.nzz.ch/zuerich/bildstrecke/grand-hotel-baden-der-vergangene-glanz-der-baederkultur.
Johann Adam Gabler (A. Gabler & Nachfahren) wurde am 25. März 1833 in Ottowind, Sachsen geboren und starb am 19. Mai 1888 in Interlaken. Von Beruf war er eigentlich Wagner, betätigte sich aber auch als Verleger und Atelierfotograf / Wanderfotograf. Er fotografierte Personen, Ortsbilder und Landschaften. Seine Haupt-Arbeitsorte waren im Emmental (1864 - 1869), im Berner Oberland und in Interlaken (1870 - 1888). Später übernahmen Arthur Gabler und Ed. R. Gabler das Geschäft. Die Bilder unten sind von 'A. Gabler, Photographe, Interlaken Suisse'.
Der Kursaal (das Bild zeigt ihn kurz nach dem Neubau) ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in Baden. Es gilt als einer der gesellschaftlichen Mittelpunkte des Kurorts und befindet sich im Kurpark zwischen dem Bahnhof und dem Bäderquartier, in der Nähe des Kurtheaters. Erbaut wurde das Gebäude 1875 nach Plänen des Architekten Robert Moser (ein früheres Projekt von Gottfried Semper scheiterte an zu hohen Kosten). Seit 2002 wird der Kursaal von der Spielbank Grand Casino Baden genutzt.
Kurz vor dem Neubau der Bäderstrasse riss man 1826 die Häuser 'Tiergarten' und 'Schröpfgaden' ab und ersetzte sie durch das Haus 'Drei Eidgenossen'. Mit seinem breiten gewölbten Durchgang ist es einem mittelalterlichen Stadttor nachempfunden. Neben dem Tordurchgang steht seit 1829 in der Nische einer Stützmauer ein klassizistischer Brunnen. Angefertigt von der Werkstatt des Hieronymus Moser in Würenlos, besteht er aus einem ovalen Becken und einem Brunnenstock in Form einer Säulentrommel.
Herkunft des Bildes unklar, aber in einem ähnlichen Orange gehalten wie die Karten von Gabler. Keine Quellenangabe auf der Rückseite.
Das Atrium-Hotel Blume ist auch heute noch ein Bäder-Hotel (direkt am Kurplatz gelegen).
Hinter der spätmittelterlich-barocken Fassade versteckt sich ein grosszügiger Bau aus dem Jahr 1873 des Architekten Robert Moser – Vater des berühmten Karl Moser –, der den beeindruckenden Lichthof mit den Balustraden auf den Etagen schuf, die bis heute vom 1897/98 erstellten Schindler-Lift Nr. 2 erschlossen werden. Robert Moser erstellte hangseitig einen dreigeschossigen Neubau, der heute mit einem beeindruckenden, sorgfältig restaurierten Speisesaal aufwartet. Im Anschluss an den Saal liegt die Borsingerstube, die an die prägende Besitzerfamilie Borsinger erinnert, die die Blume im Jahr 1800 erwarb und mit dem Aufschwung der Bäder im frühen 19. Jahrhundert aus dem mittelalterlich anmutenden Gasthof einen modernen Hotelbetrieb machte. Die Blume verblieb bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts im Besitz der Borsinger, die schliesslich 1972 das Hotel an die Familie Erne weitergab, die die Blume bis heute betreibt. Die Blume besitzt keine eigene Thermalquelle, sondern bezieht das Thermalwasser vom 'grossen heissen Stein', der seit der Römerzeit genutzten zentralen Quelle auf dem Kurplatz. Das Hotel betreibt nach wie vor einige Wannenbäder im Stil des 19. Jahrhunderts.
__________
Last update by Daniel Stieger (7 October 2018)