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Eu vi Nanã Brasilien, Umbanda / trad.
Eu vi Nanã 4x - aué!
Übersetzung
Ich habe Nanã gesehen – aué!
Aussprache
brasilianisch:
v = wie franz. v in "la vie" / ã = a zwischen a und æ, etwawie deutsches "-er" am Wortende bei "besser" , mit leichter, vorne gebildeter nasalen Färbung; jedoch NICHT so weit hinten gebildet wie im Französischen - das war unser Ausspache-Fehler auf der CD amaLuma)
Hintergrund
Nanã ist in der afrobrasilianischen Kultur die Urmutter Erde, eine sehr alte Göttin. Sie ist der Ursprung alles Lebendigen, und ihre Verbindung zum ganzen Universum ist innig. Geboren vom ersten Sturm, ist sie auch Göttin des Regens und des Frischwassers. Als Erd- und Wassergöttin ist sie verwandt mit dem Schlamm, aus dem Alles hervorgegangen ist. Und wie die indischen Muttergöttinnen Durga und Kali, die Leben schaffen und nehmen können, erinnert uns auch Nanã als Hüterin des Tores ins Totenreich daran, dass zum Leben unausweichlich der Tod gehört. In afrikanischen Kulturen, z. B. in Benin, ist sie auch bekannt als ”Nana Buluku” oder ”Nanan-Bouclou”.
Takt
4/4
Tonart / Anfangstöne
Teil a) D-Moll: def d
Teil b) F-Dur: fga f
Akkorde
Teil a) · dm dm gm/A dm
Teil b) · F F B/C dm
Bemerkung zu dieser Variation & inspirierende Erfahrungen
Diese Aufnahme ist eine Variante der Ursprungsmelodie (siehe Quelle unten: Intro & Teil a).
Dieser neue, lebendige Wechsel von D-Moll und F-Dur hat sich in einigen Singgruppen entwickelt. In dieser Dynamik diente das Lied auch schon an gewaltfreien Demonstationen dazu, die eigenen Anliegen singend zu äussern und zum Mitsingen einzuladen (z.B. GrossmütterRevolution / Bern, Herbst 2017).
Hauptstimme mit Moll-Dur-Wechsel