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Die deutschen Guthaben in der Schweiz zwischen Zwangsliquidierung und Freigabe (1945–1952)
Die Behandlung deutscher Vermögenswerte in der Schweiz gehörte zu den zentralen Aufgaben, welche die schweizerische Aussenpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg zu lösen hatte. Es ging dabei nicht nur um gewichtige materielle Interessen, sondern auch um die Stellung der Schweiz innerhalb des sich neu formierenden Systems internationaler Beziehungen. Aus alliierter Sicht hatte sich nämlich die Schweiz durch ihre Kooperation mit dem nationalsozialistischen Deutschland kompromittiert. Die Alliierten forderten daher, alle als Raubgut in die Schweiz gelangten Guthaben und sämtliche deutschen Vermögenswerte seien auszuliefern.
Der Verfasser rekonstruiert detailgetreu den Verhandlungsverlauf und zeigt die verschiedenen Interessenlagen der daran beteiligten Personengruppen und Institutionen auf. Er zeigt, wie es in einem «schmerzhaften Normalisierungsprozess» der schweizerischen Aussenpolitik gelang, die «Isolierung in der Weltgemeinschaft» zu überwinden.