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In welche Richtung ist die Wahrnehmung der Einkommensungleichheit nach Hauser und Norton (2017) bei US-am. VPn verzerrt?
nach unten, Ungleichheit wird als geringer wahrgenommen
Wie ist die Wahrnehmung der Einkommensmobilität verzerrt?
Die Versuchspersonen glauben, Mobilität aufwärts sei wahrscheinlicher als Mobilität abwärts.
Nennen und erklären Sie die drei Faktoren/Prozesse, die nach Hauser und Norton (2017) der Wahrnehmung von Ungleichheit zugrunde liegen.
- eigenes Umfeld: Menschen schätzen die Ungleichheit eher so ein, wie sie sie im eigenen Umfeld wahrnehmen (projizieren)
- Medienberichte: je mehr über Ungleichheit berichtet wird, desto ungleicher wird die Gesellschaft mit der Zeit wahrgenommen
- Akzeptanz von Hierarchien / Glaube an eigene Verantwortung: Menschen, die Hierarchien akzeptieren, nehmen Ungleichheit zwischen Gruppen weniger wahr, Glaube an eigene Verantwortung führt dazu, dass Ungleichheit als gerechtfertigt wahrgenommen wird
Sind Verzerrungen der Wahrnehmung der Einkommensungleichheit nach Hauser und Norton (2017) interkulturell gültig? Erläutern Sie Ihre Antwort.
verzerrte Wahrnehmung der Einkommensungleichheit existiert interkulturell, aber mit Variationen: z.B. US- und UK-Bürger*innen neigen dazu, Einkommensungleichheit zu unterschätzen, während z.B. Deutsche, Franzosen diese eher überschätzen
Welchen Effekt hat es nach Hauser und Norton (2017) auf die Bereitschaft zur Umverteilung finanzieller Ressourcen, wenn man Personen die tatsächliche Ungleichheit und ihre tatsächliche eigene Position in der EInkommenshierarchie vor Augen führt?
tatsächliche Ungleichheit: schwacher Effekt
tatsächliche eigene Position: wenn höher als erwartet, eher gegen Redistribution; wenn niedriger als erwartet, eher für Umverteilung
Diskutieren Sie potentielle positive und negative Auswirkungen verzerrter Ungleichheitswahrnehmung auf Individuen und Gesellschaften.
auf Individuen: positiv: pers. Wohlbefinden mglw gesteigert durch Überschätzung der eigenen Position;
negativ: wenn Unterschätzung der eigenen Position, z.B. wenn sehr reiches Umfeld
auf Gesellschaften: positiv: mehr Unterstüzung für redistributive Maßnahmen, wenn sie sich selbst als ärmer wahrnehmen, negativ: weniger wenn sie sich selbst als reicher einschätzen (ändert sich durch korrekte Info über eigene Position)
Was bedeutet "smoothing" im social sampling model (Galesic et al., 2012)?
"Extremfälle" innerhalb der Vergleichsgruppe werden in der Gesamteinschätzung weniger beachet (wenn vom eigenen social circle af die gesamte Population geschlossen wird) -> Verteilung wird "geglättet"
Nennen Sie drei Erklärungen, die Galesic et al. (2012) für smoothing anführen.
- Rauschen in Antwort- und Abrufprozessen
- anfängliches Urteil wird aktualisiert durch Infos über social circle
- absichtliches Angleichen (man weiß, dass die Menschen im eigenen circle gleiche Eig. wie man selbst, evtl. stark ausgeprägt, besitzen, was aber in der Gesamtpopulation nicht zwangsläufig der Fall ist)