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Trotz dem möglichen Rekordgewinn wird es sicher keinen absoluten Teilnahmerekord geben, wie Swisslos-Mediensprecher Willy Messmer am Freitag auf Anfrage sagte. Der Teilnahmerekord aus dem Jahr 1990, als im Jackpot 18 Millionen Franken lagen, werde unerreicht bleiben.
«Damals war das natürlich ein Wahnsinnsbetrag», sagt Messmer. Zu jener Zeit sei aber noch die ganze Woche Lotto gespielt worden. Es habe keine Konkurrenz wie das Mittwochslotto oder Euromillions gegeben.
Der Einsatz pro Lottoschein dürfte allerdings höher sein als üblich. Aber nur im Rappenbereich. Menschen, die häufig Lotto spielten, würden beim Rekordjackpot etwa zwei Felder mehr ausfüllen. Neue Spieler würden es mit zwei oder vier Feldern versuchen. Über die gespielte Gesamtsumme pro Ausspielung gibt Swisslos jeweils keine Auskunft.
Um an den 50-Millionen-Jackpot heranzukommen, werden die verschiedensten Kombinationen ausprobiert. So hatten beispielsweise bei der Ausspielung vom vergangenen Mittwoch, als über 45 Millionen Franken als Gewinn möglich waren, etwa 300 Spielende die am meisten ausstehenden Zahlen getippt. Sie hätten sich damit im Fall eines Gewinns den fetten Jackpot aufteilen müssen.
Ein Blick in die Statistik zeigt beispielsweise, dass die Zahl 42 seit 24 Spieltagen nicht mehr gezogen wurde. Die Zahl 39 ist seit 22 Ziehungen überfällig. Allerdings wurden diese Zahlen in den bisherigen Lotto-Austragungen jeweils um die 400 Mal gezogen.
Erst einmal hat sich die gleiche Zahlenkombination zwei Mal als siegreich erwiesen. Vor ein paar Jahren seien einmal die selben sechs Zahlen gezogen worden wie bei einer vorangegangenen Ausspielung.
Während Frauen und Männer etwa gleich viel Lotto spielen, gibt es eine Art «Röstigraben», wie Messmer weiter sagte. Je höher der Jackpot, desto geringer sei der Einsatzanteil der Romandie. So liege der Anteil der Westschweiz am gesamten Einsatz über das ganze Jahr gesehen bei 23 Prozent. Bei der Ausspielung vom letzten Mittwoch hingegen lag er nur bei 17 Prozent.
Eine mögliche Erklärung, warum die Deutschschweizer bei grossen Jackpots sehr viel mehr spielen als die Westschweizer, sieht Messmer in den Medien. Die Deutschschweizer Medien würden viel stärker auf einen hohen Jackpot reagieren als die Medien in der Westschweiz. «Da wird jeweils ein richtiggehender Hype ausgelöst», sagte der Swisslos-Sprecher.
Sollte ein einzelner Mitspielender alle sechs Zahlen plus die Glückszahl richtig tippen, so könnte er einen Rekordgewinn einstreichen. Der bisherige Rekordgewinn datiert vom 23. August 2014 mit knapp 48,6 Millionen Franken.
Fast 35,8 Millionen Franken konnte ein Mitspielender am 10. März 2010 einkassieren. Der dritthöchste Gewinn betrug gut 34,5 Millionen Franken und wurde im Anschluss an die Ausspielung vom 30. November 2013 ausbezahlt. Vergleichsweise bescheiden nimmt sich da der bisher höchste Joker-Gewinn an. Am 12. August 2015 konnte ein Mitspielender knapp 5,9 Millionen Franken gewinnen.
Das Schweizer Zahlenlotto wird seit 1970 gespielt. Damals ging es darum, 6 von 40 Zahlen richtig zu tippen. Einen Jackpot gab es noch nicht. Dieser wurde erst 1979 eingeführt. Im April jenes Jahres gab es denn auch schon den ersten Lottomillionär. Seither sind in der Schweiz 697 Lottomillionäre gekürt worden.
Swisslos zahlt jedes Jahr über 600 Millionen Franken an Lotteriegewinnen aus. Das entspricht 55 Prozent des Umsatzes. Daneben werden rund 354 Millionen Franken an die kantonalen Lotterie- und Sportfonds ausgezahlt. So hat Swisslos seit der Gründung insgesamt sieben Milliarden Franken für wohltätige und gemeinnützige Zwecke erwirtschaftet und gilt als die bedeutendste Kultur- und Sportförderin der Schweiz. (SDA)Publiziert am 02.12.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016