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Frage 2022

Liebe Forumer,
wie ist Joh.3,13 in Bezug auf 1.Mo. 5,24 und 2.Kö.2,11 zu verstehen?
Gruß
(Joh 3:13)
Und es geschah, während sie gingen und im Gehen redeten, siehe da, ein Wagen von Feuer und Rosse von Feuer, welche sie beide voneinander trennten; und Elia fuhr im Sturmwind auf gen Himmel.
(2Kö 2:11)
Und Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr, denn Gott nahm ihn hinweg.
(1.Mo 5:24)

Lieber Eckhard, 24.02.05
Zunächst einmal glaube ich, dass in Johannes 3:13 der Aspekt einer in dem Handelnden wohnenden Kraft betont wird. Es geht um eine Entscheidung die jemand freiwillig aus sich selbst heraus fällt. Tatsächlich können wir dann verstehen, dass in dieser aktiven Form nur der HERR handeln konnte.
Für jeden von uns ist leicht verständlich, das Henoch sein Hinwegnehmen passiv erduldet hat. Der Text sagt auch, dass Gott ihn hinwegnahm. Henoch konnte nicht beschliessen hinweggenommen zu werden. Ganz im Gegensatz dazu hat der HERR beschlossen herabzusteigen und hinaufzusteigen.
Bei Elia verhält es sich ähnlich wie bei Henoch. Elia hat weder Macht den Wagen zu bestellen, noch überhaupt einen aktiven Teil in der Szene. Es steht dort, dass sie beide voreinnander getrennt wurden und dann fuhr Elia im Sturmwind auf gen Himmel. Vielleicht wurde er mehr gefahren als das er fuhr. Elia ist, ebenso wie Henoch, passiv.
Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt. Aus 2. Kor. 12,2 wissen wir, dass es mehrere Himmel gibt. Der HERR ist in der gleichen Machtvollkommenheit als Mensch in den Himmel hinaufgestiegen, mit der er als der ewige Gott aus dem Himmel hinabgestiegen ist.
In Joh. 17 kann der Mensch Jesus von dem Vater verlangen (beachte, er hatte ein Recht darauf) "Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war." Wir müssen nicht notwendiger Weise davon ausgehen, dass Henoch und Elia bei ihrer Himmelfahrt örtlich dorthin gelangten, wo der HERR mit der Herrlichkeit die er hatte, ehe die Welt war, hingegangen ist.
Ich denke wir können aus dem Schluss von Hebr. 11 entnehmen, dass die Gläubigen die uns vorangegangen sind, ganz besonders die des alten Testamentes, noch nicht vollkommen gemacht sind. Römer 8 zeigt uns auch, dass die ganze Schöpfung seufzt und auf die Offenbarung der Söhne Gottes wartet. Auch wir warten auf die Erlösung unseres Leibes. Darum ist es sehr wahrscheinlich, dass weder Henoch, noch Elia an dem Ort sind wo der HERR nach seiner Auferstehung in HERRLICHKEIT und Machtvollkommenheit hingegangen ist.
Der HERR wird seine HERRLICHKEIT und seine Machtvollkommenheit mit uns teilen. Sonst könnten wir nicht sein, wo er ist. (Jesaja 53) ER muss in allem den Vorrang haben. Auch im Bezug auf die Qualität seiner Himmelfahrt ist er der Anfänger und der Vollender des Glaubens.
Übrigens könnte man auf den ersten Blick mit dem Begriff Erstgeborener aus den Toten ähnliche Probleme haben. Der HERR ist, auch nach dem Zeugnis der Bibel nicht der erste, der aus den Toten auferweckt wurde. Trotzdem trägt er den Titel "Erstgeborener aus den Toten" zurecht. Er ist als einziger aktiv auferstanden. Er ist der einzige, über den der Tod keine Macht hatte. Alle auferweckten Menschen sind wieder gestorben, sie standen noch unter der Macht des Todes. Der Auferstandene lebt immerdar um sich für uns zu verwenden!
herzliche Grüße
Ulrich

Lieber Eckard, 24.02.05
Jesus ist Gottes eingeborener Sohn, nach Joh.1 Schöpfer Gott, durch IHN und für IHN ist die gesamte Schöpfung entstanden.
Elia dagegen fuhr auf in die Höhe (den für Menschen sichtbaren Himmel). Henoch wurde entrückt.
Die Seelen der Menschen, ob verstorben, oder entrückt werden an einem Seelenaufbewahrungsort verwahrt. Die Gläubigen Seelen an einem anderen Ort, als die Nichtgläubigen. Das Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus macht das deutlich. Hier wird dieser Ort "Schoß Abrahams" genannt. Lukas 16,19-31
Oder in Lukas 23,43 wird dieser Ort Paradies genannt. Dort befinden sich auch Henoch und Elia.
Jesus ist Schöpfer und HERR. Wir verstehen nicht die Größe seiner Schöpfung. Wenn er sagt, dass niemand zuvor in den Himmel hinaufgestiegen ist, dann spricht er von einer Himmelswelt, die nur ihm zugänglich ist.
Gruß
Willy