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Lavio Müller dominierte bei den zwei OL-Schweizermeisterschaften vergangenes Wochenende, Kornel Ulrich gelingt ein Sieg. Das Wochenende im Entlebuch hatte es für die OL-Läuferinnen und OL-Läufer in sich: Sowohl über die Mittel- als auch über die Langdistanz fanden die Schweizermeisterschaften statt. Beide Läufe waren gespickt mit zahlreichen Höhenmetern. Und auch sonst ähnelten sich die beiden Laufgebiete unterhalb der Marbachegg und auf dem Hilferenpass; offene Alpweiden wechselten sich ab mit Waldstücken, welche teilweise wegen Heidelbeerstauden eher langsam belaufbar waren.
Zahlreiche Läuferinnen und Läufer der OL-Gruppe Goldau waren denn auch an beiden Tagen erfolgreich. Zuvorderst der 14-jährige Lavio Müller, welcher an beiden Tagen bei den Herren bis 14 Jahren obsiegte. Am Samstag in einem eher knappen Rennen mit nur 12 Sekunden Vorsprung, am Sonntag über die Langdistanz dann mit einem Glanzlauf und solidem Abstand auf die Konkurrenz. Auch Kornel Ulrich (Herren 55) durfte zweimal auf das Podest steigen, neben dem Sieg über die Langdistanz resultierte für den Immenseer am Samstag der 3. Rang. Andrea Schuler aus Schwyz überzeugte über die Mitteldistanz mit dem 2. Rang bei den Damen A Lang, über die Langdistanz erreichte sie den guten 5. Rang. Für Florian Steiner (Herren 10) resultierte der 3. resp. 4. Rang, in der gleichen Kategorie schnitt Jonas Rüegg aus Arth als 8. in der Mitteldistanz ebenfalls erfolgreich ab. Thomas Hodler (Herren 35) erreichte über die Mitteldistanz den 3. Rang, gleich taten ihm dies Rosmarie Feer (Damen 55) und Gian-Andri Müller (Herren 18) über die Langdistanz. Aufseiten des Nachwuchses komplettierten Corsin Müller (Herren 16, 4. und 6. Rang), Laura Wipfli (Damen 14, 7. und 9. Rang) sowie Julia Nadler (Damen 10, 10. Rang über die Mitteldistanz) die erfolgreiche Bilanz.
1982 zerstörte ein Sturm den Wald auf der Fallenflue. Knapp 40 Jahre später findet dort wieder der Innerschwyzer-OL statt – mit einem Ex-Weltmeister.
Die OL-Gruppe Goldau kartierte das Gelände auf der Fallenflue im Jahr 1978 das erste Mal und führte anschliessend auch gleich zwei grössere Wettkämpfe auf der markanten Felsnase ob Rickenbach durch. Gross die Ernüchterung dann, als 1982 ein heftiger Sturm den schönen Wald zerstörte und ihn für Orientierungslauf unbenützbar machte. Diesen Sonntag nun, knapp 40 Jahre später, kehrt die OLG Goldau zurück auf die Fallenflue und organisiert dort den 44. Innerschwyzer-OL.
WM-Medaillist am Start
Erwartet werden zwischen 200 und 250 Teilnehmende, die Jüngste unter ihnen 8 Jahre alt. Auf der anderen Seite steht der älteste gemeldete Läufer, der 87-jährige Eugen Röthlin aus Langenthal. Für eine Topbesetzung in der Hauptkategorie sorgt Martin Hubmann. Der Thurgauer gewann dieses Jahr an den Weltmeisterschaften in Tschechien die Bronzemedaille in der Staffel und wurde in seiner Karriere bereits Welt- und mehrfacher Europameister. Mit dem 32-jährigen wird somit einer der aktuell grössten Namen des OL-Sports ob Rickenbach an den Start gehen. Ihn konkurrenzieren wird Noah Zbinden, seines Zeichen 16. an den diesjährigen WM und der Region besonders verbunden.
Alle Läuferinnen und Läufer werden im Gebiet der Fallenflue starten, das Ziel befindet sich dann direkt beim Wettkampfzentrum in der Handgruobi. Dort ist auch die Anmeldung für die Anfänger- und Offenkategorien am Sonntag selber noch möglich. Kornel Ulrich, 1980 noch als absoluter OL-Anfänger im «alten» Fallenflue-Wald unterwegs, zeichnet sich für die Bahnlegung am Innerschwyzer-OL verantwortlich. Er verspricht: «Bei der Fallenflue handelt es sich um einen der schönsten und interessantesten Wälder der Zentralschweiz, alle Teilnehmenden dürfen sich auf dieses Bijou von einem Wald freuen.»
Nicht weniger als 12 Läuferinnen und Läufer aus dem OLG-Nachwuchs haben es in der Jahreswertung auf einen der ersten drei Plätze geschafft. HERZLICHE GRATULATION! Macht weiter so!
Vorne von links: Silas Elsener / Björn Nadler / Julia Nadler / Jonas Rüegg / Florian Steiner (Galgenen/Goldau)
Hinten von links: Aron Stüdeli / Florin Wey / Corsin Müller / Anna Stüdeli / Sara Filiberti / Laura Wipfli
(es fehlt: Gian-Andri Müller)