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Viele Mitglieder hielten eine "baldige" Zinserhöhung für notwendig, falls sich die Wirtschaft wie erwartet entwickle, heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur jüngsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC). Die anhaltend robuste Wirtschaftsentwicklung und eine Inflationsrate in der Nähe von 2 Prozent sprächen für weitere "graduelle" Leitzinsanhebungen.
Risiken für den wirtschaftlichen Ausblick sehen alle Mitglieder vor allem in der Handelspolitik. Ein breiter und langer Konflikt könne negative Effekte auf das Geschäftsklima, Investitionen und Beschäftigung haben. Breit angelegte Zölle könnten die Kaufkraft der US-Haushalte vermindern. Vor allem der Handelskonflikt mit China hatte sich zuletzt immer weiter zugespitzt.
Es gebe jedoch auch weitere Gefahren, heisst es im Protokoll. Die Mitglieder nannten eine merklich Abschwächung des Wohnungsmarktes, einen deutlichen Anstieg der Rohölpreise und eine merkliche Abschwächung in den Schwellenländern. Die jüngste dramatische Zuspitzung an den Finanzmärkten in der Türkei hatte allerdings erst nach der Sitzung stattgefunden.
Wirtschaft durch Fiskalpolitik gestützt
Grundsätzlich werde die Wirtschaft jedoch durch die Fiskalpolitik und den robusten Arbeitsmarkt gestützt. Einige Mitglieder sehen die Möglichkeit, dass die Wirtschaft sich stärker entwickelt als erwartet. Einige andere sehen jedoch die Gefahr, dass die Wirkungen der Steuersenkungen früher als erwartet auslaufen könnten.
Auf der Sitzung von 31. Juli bis zum 1. August hatte die Fed den Leitzins in einer Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent belassen. Im bisherigen Jahresverlauf hat die Notenbank bisher zwei Mal den Leitzins um jeweils 0,25 Prozentpunkte angehoben. Beobachter erwarten die nächste Zinserhöhung auf der kommenden Sitzung am 25. bis 26. September.
(AWP)