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Versorgung mit Lebensmitteln von aussen zusammengebrochen
Als die Massnahmen im Mai gelockert wurden und Reisen innerhalb des Landes wieder erlaubt war, fehlten die Händler aus China und Vietnam. Diese fahren in normalen Zeiten regelmässig in die Dörfer und kaufen den Familien Honig oder andere Waldprodukte wie Sprossen, Beeren, Wurzeln oder Pilze ab. Gleichzeitig bieten sie Reis zum Verkauf an.
Valérie Lange, bei Fastenopfer verantwortlich für das Programm in Laos, hat bisher keine Hilferufe aus den Projekten im Berggebiet erhalten, obwohl jedes Jahr vor der neuen Ernte zwischen Mai und Juli die Reisvorräte der Familien knapp werden. Hingegen berichten die Leute, dass sie Yams aus dem Wald essen. Das sind wildwachsende Wurzeln, nach denen sie tief graben müssen – die Nahrung scheint also knapper zu sein, wenn sie auf die Vorräte des Waldes zurückgreifen.
Ein weiteres Problem ist gemäss Valérie Lange der Preiszerfall: Wenn ein Kilo Honig bisher umgerechnet bis zu neun Franken einbringen konnte, beträgt der Preis aufgrund der fehlenden Nachfrage nun nur noch die Hälfte. Es hilft auch nicht, dass Honig sich leicht lagern lässt: Die Familien können nicht warten, bis die Preise wieder besser werden. Mit dem Einkommen aus dem Honig und anderen Waldprodukten überbrücken sie jeweils die Hungerperioden vor der Reisernte.
Lieber Hilfe zur Selbsthilfe als Lebensmittel verteilen
Etwas anders stellt sich die Situation im Süden des Landes dar, wo sich die Association for Community Development (ACD) für eine gute Ernährung von Kindern und schwangeren Frauen einsetzt. Zu Beginn der Arbeit von Fastenopfer mit ACD waren in der Projektregion fast 40 Prozent aller schwangeren und stillenden Frauen und fast die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren stark untergewichtig.