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hilf ahneh, hilft eigentli allne…
… oder, warum fallt’s üs so schwär hilf ahz’neh?
Hand uf’s Herz. Uferä Skala vo 1 bis 10: Wie liecht fallt’s eui, Unterstützig vo liebä Menschä us euiem Umfeld ahz’neh?
Letschti hät mi ä sehr gueti Fründin gfroget, ob ich das Gfühl au kenni, dass eim mengmol eifach alles z’viel isch? Dass mer schwimmt & schwimmt und trotzdem irgendwie kei Land gseht… . Oh joh, das chunt mir leider nur allzu bekannt vor! Und bevor mer jetz i die Diskusion ihstiegäd: Äs spielt kei Rolle, wieviel % mer bruefstätig sind, wieviel Chind mer händ, welli Wiiterbildig mer grad mached, oder was üs süsch viel abverlangt – mer händ alli legitimi Gründ däfür, dass üs alles ab & zue über dä Chopf wachst! Ich, für min Teil mach mer i so Moment oft mit mine eigenä übersteigertä Erwartige, was doch alles z’schaffe sie müesst, s’Läbe zuesätzlich schwär. I gseh irgendwenn nur no än Berg vo Pendenzä & weiss gar nöd, wo ich ahfange söll.
Vor äs paar Johr, woni i dä Vorwiehnachtsziit i dä Spedition & im Lade vo dä Papeterie gschaffet han, hät sich d’Arbet irgendwenn sichtbar & erdrückend um mich uftürmt! Wo min Chef mir i dem Chaos, än grosse Bindigsuftrag mit churzer Usfüehrigsziit hät wölle ufhalse, hani än Zämäbruch erlitte & bi in Träne usbroche. I dem Moment hani gar nöd gnau chöne ihordne, was eigentli mit mir los isch – i han eifach nüme chöne ufhöre brüelä. Vermuetlich hani mi unverstande und als Einzelkämpfer gfühlt, mi sälber übernoh & has i minerä Ohnmacht verpasst, mini Mitarbeiter um Hilf z’bitte! “Die händ sälber so viel um d’Ohre, i chan ihne nöd au no…” Chunt eui das irgendwie bekannt vor?
Aber macht üs nöd grad äbe d’Tatsach, dass mer nöd immer alles im Griff händ menschliche? Isches nöd au irgendwie erliechternd z’gseh, dass anderi hin & wieder genauso mit sich hadered. Wenn i ä Fründin han, wo Understützig brucht & i d’Möglichkeit han sie az’büte – denn fühl ich mich dankbar, dassi ihre chan hälfe/für sie chan doh sie. D’Alternative wär nämli, dassi hilflos müesst zueluegä, wie sie ällei kämpft.
Di tüüfste Verbindige pfläg i zu denä Menschä, wo mi so kennäd wieni bin – im Guetä, wie im Schlächte. Sie wüssed, dass wenn villicht noch usse alles in Ornig z’sie schiint, au ich ab & zue mini innerä Kämpf mit mir usfächte. I liedä sit Johre under widerkehrendä Schmärze im underä Ruggä. Das belastet mi oft nöd nur körperlich sondern au seelisch. A denä Täg, woni am Morgä mit Schmärze ufwache, bini oft g’reizt, dünnhütig & mag nüüt verliedä. Denn bini uf Hilf ahgwiesä, aber wenn min Mah mues vom Homeoffice weg, zum üse Chlii nochem Mittagsschlof usem Bett lupfe, isches mer nienä recht. Doch eigentli isch er sinersiits froh, wenn er mich so chan entlaste. D’Schmärze chan er mer nöd abneh, aber das goht. Min Verstand wüssti das… was hinderät mich also so fescht, um Unterstützig z’bitte/sie ahz’neh?
I dä Regel bini öper, wo gern ahpackt, mithilft & Neus in Ahgriff nimmt. Wenn doh nur nöd näbedra di “never-ending-to-do-list” no wär, wo sich trotz unzählige Versüech irgendwie nie ganz us mine Gedanke vertriebä loht! Me chan glaub scho über mi sägä, dass ich zuweilen chli ruhe- & rastlos bin – stillsitze & nüüt mache, das goht doch nöd! Zuesätzlich hani leider recht altmödigi Glaubenssätz über d’Ufgobe vo dä “Frau im Huus” mitübercho. Was Huusarbeitä ahgoht, lueg ich s’meischte als min Job ah & bin mit mir sälber unz’friedä, wenn ich nöd mit allem fertig wärde. Aber woher chunt die Einzelkämpfer-Ihstellig & wieso haltet sie sich eigentli so hartnäckig? Uf eigenä Bei stoh & unabhängig sie, isch mir immer scho uhsinnig wichtig gsi… und ich glaube, dött liegt s’Problem. Hilf ahneh & unabhängig si, sind zwei Gägesätz, wo sich nur schwär verihbare lönd. I hoffe fescht, i lärne irgendwenn äs gsunds Mittelmass. Und falls mer i dä nögste Kriesä ä Hand entgäge gstreckt & Hilf ahbote wird, fallt’s mer villicht liechter, sie ahz’neh. Denn soviel weiss i inzwüsche: Mer bruched üs gägesitig & mengmol gohts nume, wenn mer fürenand chönd doh sie. Together is better – und das gilt eigentli universell!