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Bruno Würtenberger, 1960 geboren, eröffnete 1988 eine Praxis für natürliches Heilen und mediale Beratungen. Als gelernter Koch und Absolvent der Hotelfachschule hatte er vorher als Sous-Chef auf einer Luxus-Yacht die ganze Welt bereist und so viel Erfahrung und Wissen sammeln können. 1993 meldeten sich bei ihm zum ersten Mal auf medialer Ebene "die Freunde des Lichts", Wesenheiten, die aus einem anderen Raum und Zeit zu den Menschen sprechen würden. Wenige Monate später empfing Würtenberger Botschaften von einer Wesenheit, die sich als Jesus Christus ausgab. Er nannte den übermittelten Text "Botschaft aus dem Christus-Bewusstsein", den man bei ihm beziehen kann. 1996 veröffentlichte Würtenberger sein erstes Buch: "Die Freunde des Lichts", in dem er einige Botschaften sowie seine eigene Biographie und Lebensweisheit darstellt.
Würtenberger channelt seine Botschaften öffentlich, das heisst seine Praxis, das Lichtzentrum ist jeden zweiten Donnerstag für jeden offen, der sich eine direkt übertragene Botschaft anhören will. Dieser sogenannte Meditationszirkel basiert auf Spenden und ist weder religiös noch politisch gebunden. Würtenberger lebt sonst von seiner Arbeit als Heiler, von Vorträgen und Workshops. Er bietet eine zweijährige Ausbildung für Medialität und Channeling an, in der jeder selbst erlernen kann, wie Wesenheiten aus anderen Dimensionen kontaktiert werden.
Das Weltbild der Lehre Würtenbergers besteht aus verschiedenen esoterischen Ansichten und ist vor allem durch die Ideen der I Am-Bewegung beeinflusst. Würtenberger sagt selbst, dass er aus verschiedenen Lehren jene Aspekte nehme, die ihm plausibel erscheinen, um daraus sein eigenes Ganzes zu formen.
Das Weltbild basiert darauf, dass am Anfang Gottes Schöpfung vollkommen gewesen war. Sie bestand aus Licht und Liebe und erst das Abfallen einiger Wesenheiten führte zu Veränderungen. Die hohe Lichtschwingung der Schöpfung sank, und andere Dimensionen wurden daraus erschaffen, in denen alles viel träger und langsamer funktionierte. Schliesslich entstand die Materie, die schwerfälligste Art der Schöpfung, in der man die göttliche Kraft nur noch entfernt wahrnehmen kann. Die Materie bindet den freien Geist und die göttliche Seele an sich, und verhüllt ihnen den Weg zu Gott. Der Geist sollte erkennen, dass die Materie nur eine Illusion ist, versteinertes Licht und formbar durch die eigenen Gedanken. Denn in einer höheren Dimension formen Gedanken und Gefühle die niederen Welten, die so das Abbild unserer Gedanken sind.
Der Mensch sollte den eigenen Fall erkennen und versuchen, zurück in die Vollkommenheit zu gelangen. Dies kann er durch positives Denken, durch das Aussenden und das Leben der Liebe. Er soll bemerken, dass die Welt um ihn herum beseelt ist und alle Seelen miteinander zusammenhängen, dadurch wird er die Liebe stärker ausleben können. Denn durch das Gesetz von Ursache und Wirkung kommt alles, was ein Mensch von sich gibt, wieder auf ihn zurück, darum ist Vorsicht geboten bei Gedanken, Gefühlen und Handlungen. Durch die eigenen "positiven Schwingungen" kann der Mensch die Materie beeinflussen, und dadurch sein eigenes Leben.
Auch die Lehre Würtenbergers ist nicht ganz neu und unbekannt. Viele seiner Ideen und Aufforderungen gleichen den Ansichten des Ashtar Command, einer Gruppe von Wesenheiten, die angeblich seit Jahrzehnten immer wieder verschiedene Medien auf der Erde kontaktieren ( z.B. Trixa) und deren Anführer Ashtar Sheran genannt wird.
Wie die Ashtar Command-Anhänger glaubt auch Würtenberger, dass in den kommenden Jahren grosse Katastrophen über die Menschheit einbrechen und sich die Erde von allem Sündhaften reinigen werde. Dies ist die letzte Aufforderung an die Menschen, sich der Liebe und dem Licht zuzuwenden und die grosse Illusion der Materie hinter sich zu lassen. Jesus hat sich unter anderem auch durch das Medium Würtenberger gemeldet, um den Menschen zu helfen, und sie auf die kommenden Weltveränderungen vorzubereiten. Nach den Katastrophen wird eine neue Zeit mit einer neuen Menschheit anbrechen, in welcher der Egoismus der Menschen keinen Platz mehr haben soll. Diejenigen, die sich auf das neue Zeitalter vorbereiten, nennen sich Lichtarbeiter und ihre wichtigste Aufgabe ist, alles was sie tun oder denken, in und mit Liebe zu tun. Die Liebe ist das oberste Gebot. Dabei können sie ganz in der Führung Gottes vertrauen und ihm den eigenen Willen überlassen. Jesus, der als Stellvertreter Gottes dargestellt wird, kann man alle schlechten Gefühle und Taten übergeben. Doch damit ist nicht alles getan. Mit eigener Verantwortung soll man durch das Leben gehen und sich immer wieder selbst überprüfen.
Natürlich gibt es auch Hindernisse auf dem Weg eines Lichtarbeiters, die er besser umgehen soll. Dies sind Macht, Ruhm, Hochmut und fremde Programmierungen durch Fernsehen, Radio, Zeitungen, Plaudereien, Nörgeleien und Kritik. Diese Eigenschaften verwirren den Menschen. Er verliert den Sinn für Zusammenhänge, seine Konzentrationsfähigkeit und Entscheidungskraft. Ohne diese Fähigkeiten wird er von der Materie und anderen Menschen abhängig. Er ist dann auch anfällig für schlechte Geister, die sich an ihn hängen und ihn negativ beeinflussen können. Erst durch Beten und Segnen kann der Lichtarbeiter solche Geister wieder loswerden. Auch die Sexualität ist ein weiteres Hindernis auf dem Weg ins Licht, doch je weiter man kommt, um so weniger wird man sich danach sehnen. In einer Liebesbeziehung hat sie einen schweren Standort. Es geht dort hauptsächlich darum, den anderen nicht an sich zu binden und sich selbst nicht an den anderen zu klammern, dies sei spirituelle Liebe.
Ein sehr wichtiger Teil auf dem Weg ins Licht ist die Ernährung. Ungesunde, chemisch manipulierte Nahrung benebelt den Geist und macht den Menschen zum Sklaven der Materie und seiner eigenen Begierde. Nur was naturgetreu gewachsen, geerntet und gepflegt wurde ist gesund für Körper und Geist.
Am wichtigsten ist jedoch die vegetarische Ernährung. Erstens ist es eine Sünde ein Tier zu töten, nur weil man sein Fleisch essen will, da die Seele des Tieres auch mit der Seele des Menschen verbunden ist. Zweitens nimmt man mit dem Fleisch des Tieres auch dessen Seele auf, seine Gedanken und Gefühle; das heisst, man geht in der Evolution wieder einen Schritt zurück zum Tier anstatt in die Vollkommenheit. Zugleich muss man sich unbewusst mit dem ganzen rniterlebten Trauma des Tieres auseinandersetzen, das es während seines Lebens und der Schlachtung erlebte. Fleischessen ist darum äusserst schädlich.
Wer sich an Würtenbergers Lebensweisheiten hält, ist vorbereitet auf die kommenden Weltveränderungen. Man kann dann zum Vorbild der Menschheit werden. Falls es auf der Erde zu gefährlich werden sollte, würden die geistigen Freunde die Lichtarbeiter mit ihren Ufos abholen und sie solange in Gewahrsam nehmen, bis sich die Erde wieder beruhigt hat.
Die Gruppe um Bruno Würtenberger ist sehr heterogen und unverbindlich zusammengebracht. Sie versucht, im privaten Leben die Lebensanweisungen Würtenbergers so gut wie möglich umzusetzen.
Dorothe Zürcher, 1997
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