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Drückende Drückebergerfragen
Von zweimal-unendlich-und-dreiviertel Fragen, die ich dir gerne stellen würde, seit sich unsere Wege damals kreuzten und ineinander verhedderten, drückt eine mit Abstand am meisten. An dieser einen Stelle zwischen den Rippenbögen drückt sie mich immer wieder, ebenso fahrig wie unbequem. Waschechte Drückebergerfrage, die sie nun mal ist.
Ich schaue an mir hinunter und lege vorsichtig zwei Finger darauf. Auf jene Stelle zwischen den Rippenbögen, wo all die enttäuschten Erwartungen und verprasst-verblassten Gefühle zusammenfliessen und über die Zeit einen zähen, gallertartigen Klumpen gebildet haben. Ich kann ihn fühlen, jedes Mal, wenn ich Pläne schmiede, die dich miteinbeziehen, statt (auch nur einmal) bloss mich selbst zu betreffen, jedes Mal, wenn ich daran denke, was hätte sein können und dennoch nie war. Jedes Mal, wenn ich tief Luft hole, um eine frische Brise Hoffnung zu atmen, mich dabei verschlucke und nichts als Keuchen und einige Zeit später ein stockendes Seufzen zustande bringe.
Jene Frage, die da drückt, genauso zäh wie der Gefühlsabfallklumpen an dieser einen Stelle zwischen den Rippenbögen und gallertartig erst recht, hat in Tat und Wahrheit vielleicht weniger mit mir selbst zu tun, als ich es gerne hätte. Zu tun hat sie aber in jedem Fall mit all dem, was mich über die langen Stunden dieser Tage hinweg trägt und zur selben Zeit weit über die Schmerzgrenze hinaus:
»Würden wir uns vermissen, erhielten wir die Gelegenheit dazu?«