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Das Migazin vom 23.06.2020 berichtet: Nach einem erneuten Bootsunglück vor der libyschen Küste sind Überlebende in illegale Haftlager gebracht worden. Italien stimmt der vorläufigen Aufnahme von Geretteten zu. Flüchtlinge auf der Sea-Watch 3 sollen jedoch zwei Wochen auf ein Quarantäne-Schiff. Bei einem Bootsunglück vor der libyschen Küste in der Nähe von Tripolis ist eine unbekannte Zahl von Menschen ums Leben gekommen. Die Überlebenden seien in ein illegales Haftlager gebracht worden, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) in der Nacht auf Sonntag auf Twitter mit. Ein Fischerboot rettete nach Angaben des italienischen Senders „Radio Radicale“ 19 Überlebende. Drei Leichen seien bei Al-Zawiya westlich von Tripolis an Land gespült worden.
Unterdessen gingen die 67 Bootsflüchtlinge, die am Freitagabend südwestlich von Lampedusa von dem Schiff „Mare Jonio“ gerettet worden waren, am Sonntag im sizilianischen Hafen von Pozzallo an Land. Das teilte die italienische Hilfsorganisation „Mediterranea Saving Humans“, die die „Mare Jonio“ betreibt, auf Twitter mit.