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Ian Morris lehrt an der Stanford University, wo er mit dem Dean's Award for Excellence in Teaching ausgezeichnet wurde und als Senior Associate Dean of Humanities and Sciences tätig war. Er hat archäologische Ausgrabungen in Großbritannien, Griechenland und Sizilien durchgeführt. Er erforscht langfristige globale Geschichte und fragt, was die Muster der Vergangenheit über die Zukunft aussagen. Zu seinen fünfzehn Büchern gehören das preisgekrönte Why the West Rules-For Now sowie das jüngste Buch, Geography is Destiny: Britain and the World, a 10,000-Year History. Neben seinen Büchern hat er auch zahlreiche Essays veröffentlicht. Seine Forschung wurde von der Carnegie- und der Guggenheim-Stiftung, dem National Endowment for the Humanities und der National Geographic Society finanziert.
2023
«Die nächsten 30 Jahre werden die gefährlichsten in der ganzen Weltgeschichte werden. Es wird sich eine neue Weltordnung herausbilden», erklärte Ian Morris in seinem Keynote-Referat am SEF. Wie diese aussehen werde, sei noch unklar.
«Aber China ist erstarkt. Der Osten schliesst gerade seine Lücke zum Westen», so der 63-jährige Historiker, Archäologe und Professor an der Stanford University. Die Geschichte habe gezeigt, dass grosse geopolitische Umwälzungen oft mit schlimmen Kriegen einhergehen – und dieses Mal stünden viele Atomwaffen zur Verfügung.
Die kleine Schweiz habe sich in der Vergangenheit immer so positioniert, dass sie für die dominanten Staaten finanzielle Dienstleistungen erbracht habe. Es werde sich zeigen, ob diese Strategie zukünftig noch funktionieren könne.