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Chypré ist eine Unisex-Duftfamilie innerhalb der Parfumwelt, die nicht einfach mit der Nase zu identifizieren ist, da Chypré keinen offensichtlichen Eigengeruch besitzt, jedenfalls nicht für den Laien.
Der Begriff ist auf das Parfum Chypre von Guerlain im Jahre 1840 zurückzuführen; Chypre ist die französische Bezeichnung für die Insel Zypern. Unter dem gleichen Namen kreierte 1917 Francois Coty einen Bestseller, dessen Inhaltsstoffe hauptsächlich aus dem mediterranen Gebiet stammten, womit er dachte, Zypern gut olfaktorisch darstellen zu können. Später folgten weitere Bestseller, die olfaktorisch Bezug zu Coty’s Duft nahmen. Damit bürgerte sich der Begriff Chypré in der Parfümerie ein und ausgehend von der Zusammensetzung dieser Parfums etablierte sich eine diffuse Vorstellung davon, aus welchen Inhaltsstoffen ein Chypré-Parfum bestehen solle.
Als klassische Inhaltsstoffe gelten eine hesperidische Kopfnote (z. B. Bergamotte, Zitrone, Orange oder Neroli), eine blumige Herznote (typischerweise Rose oder Jasmin) sowie eine holzig-moosige Basisnote aus Moschus und Eichenmoos. Die holzige Facette wird gerne mit Patchouliöl, Vetiver, Labdanum oder Sandelholz ausgebaut. Sehr wichtig in der Komposition ist das Eichenmoos, das nie fehlen durfte. Da Eichenmoos heutzutage sehr stark reguliert ist (Allergiepotenzial), wird bei modernen Chypré-Kompositionen häufig das synthetische Molekül Evernyl verwendet, das mit dem Geruch von Eichenmoos sehr verwandt ist.
Die Duftfamilie Chypré wird in folgende Untergruppen unterteilt: Chypré-Blumig, Chypré-Aldehydisch, Chypré-Fruchtig, Chypré-Grün, Chypré-Aromatisch und Chypré-Ledrig.
Chypré Parfums: