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Kanton Uri / Staat
• 1 Landesstatthalter/Frau Landesstatthalter, 5 Regierungsräte/-innen
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• Landwirtschaftliche Nutzfläche • 24,2 % • 260,5 km2
• Siedlungsfläche • 1,9 % • 20,4 km2
• Unproduktive Fläche • 53,8 % • 579,24 km2
• Kt. Obwalden
• Kt. Bern
• Kt. Wallis
• Kt. Tessin
• Kt. Graubünden
• Kt. Glarus
• Kt. Schwyz
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• Bevölkerungsdichte (ohne unproduktive Fläche) • 75 Einw./km2
• Französisch • 0,2 %
• Italienisch • 1,3 %
• Andere • 4,4 %
• Islamisch • 2,5 %
• Andere Konfession • 3,8 %
• Keine Angabe • 6,2 %
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Früheste Zeugnisse aus der Geschichte Altdorfs stammen aus der Latènezeit um 400 vChr. / die Landschaft der Urner Reussebene erwies sich über lange Zeit als siedlungsfeindlich / Auenwälder und ausgedehnte Sumpfgebiete ermöglichten nur wenig Lebens- und Kulturraum / Ende des 7. Jh. wanderten Alemannen nach Uri ein und mischten sich mit der ursprünglich gallorömischen Bevölkerung / mit der Zuwanderung der Alemannen wurden die inselartigen Kulturflächen immer mehr verbunden und mehr Land urbar gemacht
Das Tal Uri wurde 853 von Ludwig dem Deutschen der von ihm gestifteten Fraumünsterabtei zu Zürich geschenkt / dadurch gelangte Uri unter die Gewalt der Reichsvogtei von Zürich / nach dem Aussterben der Zähringer, welche dieselbe besessen hatten (1218), verlieh Friedrich II. die hoheitlichen Rechte über Uri den Habsburgern / aber schon 1231 erwirkten sich die Urner von seinem Sohn König Heinrich VII. die Reichsunmittelbarkeit, welche ihnen 1274 auch von Rudolf von Habsburg bestätigt wurde
Die Urbarmachung des Talbodens schritt im Mittelalter voran und war Ende des 13. Jh. bis ans Reussufer vollendet / Altdorf bestand in dieser Zeit neben der Hauptsiedlung aus den Weilern Utzingen, Hartolfingen, Magigen und Untereien / die Eggberge waren bereits im 14. Jh. besiedelt / in den Gebieten nördlich und südlich des Dorfes wurden die guten Böden intensiv genutzt
Die Besiedlung des Hochtales erfolgte vorwiegend durch deutschsprachige Walser / die Erschliessung des Gotthardpasses brachte Handelsverkehr und Verdienst ins Tal / die Ursener wirkten aktiv an der Gründung 1291 mit und entfremdeten sich vom Abt von Disentis / die Rechte der Abtei und der übrigen Grundherren wurden nach und nach losgekauft
Nach dem Tod von König Rudolf I. von Habsburg 1291 erneuerten Uri, Schwyz und Nidwalden ihren Bund von 1230 mit dem Bundesbrief vom August 1291 / Obwalden stiess erst 1309 dazu, als Kaiser Heinrich VII. die Freiheitsbriefe der Urkantone bestätigte / mit dem Bund von Anfang August 1291 wurde die urschweizerische Eidgenossenschaft eine politische Realität
1382 erlangten die Ursener von König Wenzel in Frankfurt am Main die Reichsunmittelbarkeit und völlige staatliche Selbständigkeit / 1410 schloss das Urserental mit Uri das ewige Landrecht ab / Urseren behielt nach innen seine volle Autonomie / aussenpolitisch hatte es die Selbständigkeit an Uri abgegeben
Die Schöllenen trennt den Kanton in die 2 Kammern Uri und Urseren / die Sprache im Urserental erinnert an die Zuwanderung aus dem Wallis / ebenso erinnern die oftmals vorhandenen familiären Beziehungen an die einstige Zugehörigkeit zum Kloster Disentis
Der untere Teil war schon in prähistorischer Zeit besiedelt / während der Völkerwanderung im 4.-5. Jh. wurde das Urnerland endgültig besiedelt / in der 2. Hälfte des 7. Jh. erreichten die Alemannen den Alpennordfuss
Bau der Teufelsbrücke Ende des 12. Jh. (stiebender Steg) / um des Gotthards Willen erkauften sich die Urner als erste 1231 den Freiheitsbrief durch den deutschen König Heinrich / seit dem Jahre 1243 besitzt das Tal Uri ein eigenes Siegel / 1231 bildete sich die Landsgemeinde als oberste und freie Entscheidungsgewalt, ergänzt seit 1373 durch einen Landrat als Administrativorgan / seit 1273 stand ein Landammann als oberster Repräsentant und oberster Richter zugleich vor / 1291 bildete sich der Bund der Freiheit durch die Waldstätte
Im 14. Jh. nahm Uri an den Kämpfen zur Behauptung der Freiheit und Festigung des Ewigen Bundes teil: Morgarten (1315), Laupen (1339), Sempach (1386), Näfels (1388) / 1352 waren die 8 alten Orte beisammen / im Waffenstillstand von 1389 mit Österreich wurde die Unabhängigkeit der eidg. Orte samt ihren Eroberungen anerkannt
Reibereien zwischen Uri und Mailand führten seit 1403 zu einer Reihe von Feldzügen / 1440 schlossen die Urner ein Bündnis mit den Bauern der Leventina (Livinental) am Südhang des Gotthards / 2 Jz. später drängten sie ohne nennenswerte eidg. Hilfe bis nach Bellinzona / der Erwerb der lombardischen Südschweiz entsprang mindestens in den Anfängen fast rein urnerischer Initiative
Im 15.-16. Jh. entstand Uris ausgeprägte Expansionspolitik / die Verkehrspolitik wurde mit dem Ausbau und Sicherung des Gotthards fortgesetzt / Uri beteiligte sich an 12 Landvogteien und machte an den eidg. Unternehmungen zur Behauptung der Grossmachtstellung in Europa mit / bspw. Eroberung des Livinentales, Eroberung von Aargau und Thurgau, Alter Zürichkrieg, Ewige Richtung mit Österreich, Burgunderkriege, Schwabenkrieg, Mailänder Feldzüge, Kämpfe in Italien
Nach der Niederlage von Marignano (1515) wandten sich die geübten Urner Kämpfer aus den alten Familien dem Kriegsdienst im Ausland zu / mit dem Bestreben, die dort gesammelten Kenntnisse, Erfahrungen und Beziehungen zum Nutzen der Heimat zu verwenden / der grösste Teil der damaligen Magistraten und höheren Beamten gehörten dazu / durch eine kluge Politik gelang es, sich von den Grundherren und auch vom Fraumünster in Zürich loszulösen / 1525 verzichtete der Rat von Zürich auf die Lehnschaftsrechte über Uri
krähe, ein rüstiger kundiger Fussgänger ausgesandt werden und jeder nach dem jenseitigen Gebiet zulaufen / da wo beide Männer sich begegneten, solle die Grenzscheide festgesetzt bleiben / der kürzere Teil möge nun diesseits oder jenseits fallen
Beim Staldenhäreli ob den Fruttbergen stiessen die beiden Männer aufeinander / der Urner rief: «Hier ist die Grenze, Nachbar!» / da sprach betrübt der aus Glarus: «Sei gerecht und gib mir noch ein Stück von dem Weideland, das du errungen hastl» / der Glarner bettelte so lange, bis der Urner schliesslich einwilligte / «Soviel will ich dir noch gewähren, wie du mich auf deinem Rücken den Berg hinauf tragen kannst» / da fasste ihn der Glarner und klomm noch ein Stück bergan / aber plötzlich versagte ihm der Atem / da trank er jählings von dem kalten Wasser und zwar mit dem Urner auf dem Rücken, der ihm nur unter dieser Bedingung zu trinken erlaubt hatte und sank tot zu Boden / noch heutzutage wird das Grenzbächlein gezeigt, bis zu welchem der Glarner den siegreichen Urner getragen hat
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Nachdem die Mediationsakte Uri 1803 als selbständigen Kanton, aber ohne das Livinental, wiederhergestellt hatte / nahm es stets Anteil an den Sonderbestrebungen der ultramontanen Kantone und machte im Sonderbundskrieg einen siegreichen Einfall in sein früheres Untertanenland Tessin / kapitulierte jedoch nach dem Fall von Luzern am 27. November 1847
Am Anfang der Neuzeit standen die Genossamen / sie umfassten die einzelnen Dorfschaften / bei ihnen lag erstinstanzlich das Handeln / wichtigster Bestandteil dieser Gemeinschaften war die Nutzung von Allmenden und Wald / der Wald hat im ganzen Kt. Uri eine Schutzfunktion / der Urner Wald ist deshalb grösstenteils Bannwald
Als Oberverband über die Genossamen bildeten sich Talgenossenschaften heran / sie gaben sich Satzungen und eine Organisation mit Landammann, Landsgemeinde und Landrat / die Annahme der Kantonsverfassung 1888 institutionalisierte diese Organisation im Kantonsrecht / heute gibt es die Korporationen Uri und Ursern als Rechtsnachfolger der Talgenossenschaften / volle 87 % des Kantonsgebietes stehen im vollen Besitz der Korporation Uri sowie derjenigen von Ursern / viele Bergbauern wären ökonomisch nicht überlebensfähig ohne den Rückhalt an der Allmend, an Viehrechten auf ihren Alpen und an der Nutzung der Wälder
1848 bedurfte es dreier Landsgemeinden, bis die Urner der neuen Bundesverfassung zustimmten / damit war auch der Zusammenschluss von Urseren und Uri institutionalisiert / ab 1848 unterstützte der Bund land- und forstwirtschaftliche Bestrebungen, subventionierte den Ausbau des kant. Strassennetzes, förderte die Elektrizitätswirtschaft und half den Bergbauern
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Uri ist der Passstaat, der die Wacht am Gotthard hält / über den zugleich das zentrale Stück der alpinen Querverbindung zwischen den oberen Tälern der Rhone und des Vorderrheins verläuft / Uri bildet die eigentliche schweizerische Mitte
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Die Reformation brachte keine Veränderungen / Uri schloss sich stets der streng katholischen Politik von Schwyz und Luzern an / Uri nahm bei beiden Villmerger Kriegen teil / die Katholiken verloren den Kampf 1712
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