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Über Sils, welches das fruchtbare und geschichtlich höchst anregende Domletschg abschliesst, ragt nahe dem Weg nach Hohenrätien die Burg Ehren fels empor. Ihre Geschichte beginnt mit einer kleinen Grundherrschaft, deren Mittelpunkt sie bildete und die vermutlich den Herren von Sils gehörte. Der Name Ehrenfels ist gleichbedeutend mit Herrenfels, da im Mittelhochdeutschen "ehr" Herr bedeutet.
In den Urkunden treten die Herren von Ehrenfels erstmals im Jahre 1257 auf. Laut einer Wappenrolle aus dem 14. Jahrhundert hatten die Ehrenfelser drei Fische im Wappen, ein weiterer sass auf der Helmzier.
Am Ende des 15. Jahrhunderts kam die Burg an das Kloster Cazis. Die Feste soll damals dem Verwalter für die umliegenden Güter Wohnung geboten haben.
Im 16. Jahrhundert bewohnten die Brüder Rudolf und Kaspar von Schauenstein eine Zeitlang die Burg.
Das Geschlecht der Ehrenfels-Schauenstein verarmte und starb im Jahre 1742 mit dem Tod von Titeln, Wappen und Namen an seinen Schwestersohn Johann Anton von Buol über. Die Burg war jedoch damals nur noch eine Ruine. Und als Steinbruch für den Bau von Häusern benutzt.
In den 30er Jahren wurde die Burg Ehrenfels vom Architekten Eugen Probst, dem damaligen Präsidenten des Schweizerischen Burgenvereins, wieder zu einer vollständigen Burg aufgebaut.
Zahlreichen jugendlichen Arbeitslosen verschiedener Berufsgattungen konnte so, wenigstens vorübergehend, eine befriedigende Tätigkeit zugewiesen werden. Sie rodeten das Unterholz aus, fällten Bäume, gruben die vom Schutt bedeckten Teile der Burg aus und führten Baumaterialien zu. In dem fast noch auf die ursprüngliche Höhe erhaltenen Balken eingezogen und ein Dach aufgesetzt
1954 erwarb der Verein fur Jugendherbergen die romantische Burg
Bibliographie