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Der Zyklus und die Menstruation
Zyklus wird die Zeit vom ersten Tag einer Menstruation bis zum letzten Tag vor der nächsten Blutung genannt. Mit Menstruation werden die Tage bezeichnet, während denen das Menstruationsblut aus der Scheide fliesst. Der Zyklus ist bei jeder Frau unterschiedlich lang. Ungefähr alle 21 bis 34 Tage kommt es wieder zu einer Blutung. Die Anzahl Tage der Menstruation ist auch unterschiedlich. Meist sind dies 4 bis 7 Tage. Während einer Menstruation werden ca. 65 ml Blut ausgeschieden, davon 70 bis 80% in den ersten beiden Tagen. Der Zyklus kann auch als Prozess bezeichnet werden, der von verschiedenen Hormonen im Körper gesteuert wird. Im Verlauf eines Zyklus bereiten sich die Organe auf die Aufnahme eines befruchteten Eis und die Schwangerschaft vor.
Der zeitliche Ablauf in einem Monat
In einem der beiden Eierstöcke wird ca. alle 4 Wochen eine Eizelle reif. Sie verlässt den Eierstock und gelangt in den Eileiter. Dieser Vorgang wird als Eisprung bezeichnet. Das Ei gelangt durch den Eileiter in die Gebärmutter. Auf dem Weg durch den Eileiter kann das Ei befruchtet werden und zwar nur im oberen Drittel des Eileiters.
Zur gleichen Zeit bereitet sich die Schleimhaut in der Gebärmutter auf die Aufnahme eines befruchteten Eis vor. Sie tut dies, indem sie dicker sowie besser durchblutet wird und sich mit Nährstoffen anreichert. Wird eine Eizelle nicht befruchtet, geht sie unbemerkt verloren. Die Schleimhaut, die sich vorgängig aufgebaut hat, stösst ihre oberen Schichten ab, die Menstruation beginnt. Die Menstruation setzt sich aus den abgestossenen Schleimhautschichten, Blut und Scheidenflüssigkeit zusammen. Durch die Scheide tritt die Menstruation aus deinem Körper aus.
Das Menstruationsblut kommt also ca. 2 Wochen nach dem Eisprung und je nach Zykluslänge ungefähr 28 Tage nach dem ersten Tag der letzten Menstruation. Schon während der Menstruation beginnt sich im Uterus die Schleimhaut wieder neu aufzubauen.
Etwa alle vier Wochen reift eine Eizelle heran.
Der Eisprung: Sobald die Eizelle reif ist, verlässt sie den Eierstock und gelangt in den Eileiter.
Die Eizelle durchwandert den Eileiter zur Gebärmutter und erreicht sie nach 3 – 4 Tagen. In dieser Zeit hat sich die Gebärmutterschleimhaut verdickt und sich mit Nährstoffen angereichert.
Die Menstruation: Wird die Eizelle nicht befruchtet, löst sie sich auf. Ca. 2 Wochen nach dem Eisprung lösen sich die oberen Schichten der Gebärmutterschleimhaut und zerfallen. Dabei blutet es, denn aufgelöste Schleimhaut und Scheidenflüssigkeit tritt, vermischt mit Menstruationsblut, aus der Scheide.
Wird die Eizelle auf ihrem Weg durch den Eileiter befruchtet, nistet sie sich in der Gebärmutter ein.
Die Bilder auf dieser Seite wurden freundlicherweise von für Lust und Frust zur Verfügung gestellt.
Das Wechselspiel der Hormone im Körper
Der ganze Prozess des Zyklus wird von einem Wechselspiel von Hormonen gesteuert. Da ist einmal der Hypothalamus, ein Teil des Zwischenhirns, der eine grosse Rolle dabei spielt. Dort werden hemmende und fördernde Hormone produziert. Die Hormone gelangen durch das Blut in einen anderen Teil des Hirns, den Hypophysenvorderlappen. Hier werden zwei Hormone produziert. Diese werden auch östrogene und luteale Hormone genannt. Sie wirken wiederum auf die Eierstöcke, um dort die Produktion von weiteren Hormonen zu beeinflussen. Die östrogenen Hormone zu Beginn des Zyklus veranlassen die Östrogen-Produktion der Eierstöcke und sorgen für deren Aufrechterhaltung. Kurz vor dem Eisprung bewirkt das Östrogen die Produktion des Hormons Gestagen. Durch dieses wird die Eizelle nach dem Eisprung selbst zum hormonproduzierenden Organ, dem Gelbkörper. Der Gelbkörper produziert das Hormon Progesteron. Die beiden Hormone der Eierstöcke, Östrogen und Progesteron, gelangen durch das Blut in die Gebärmutterschleimhaut. Das Östrogen bewirkt, dass sich die Schleimhaut aufbaut und sich auf das befruchtete Ei vorbereitet.
Menstruationsbeschwerden
Viele junge Frauen haben vor oder zu Beginn der Blutungen mehr oder weniger heftige Beschwerden, die in der Fachsprache „Prämenstruelles Syndrom“ (oder PMS) genannt werden. Diese Beschwerden haben mit den starken Hormonveränderungen und sonstigen körperlichen Vorgängen rund um die Periode zu tun und nehmen bei den meisten Frauen im Laufe der Jahre ab. Junge Mädchen leiden aber zum Teil so darunter, dass sie sich in diesem Zeitraum z.B. mit Schmerzmitteln behelfen oder auch einfach mal zuhause im Bett bleiben müssen. Die Symptome können vielfältig sein, am häufigsten sind Bauchkrämpfe, Müdigkeit, Reizbarkeit, Schlafstörungen und ähnliches. Falls Du auch unter diesen Beschwerden leisten, versuche herauszufinden, was Dir dann hilft: ein warmes Bad, eine Wärmeflasche auf dem Bauch, ein paar Stunden Schlaf, Medikamente oder dir einfach etwas Gutes zu tun. Vielleicht kann dich auch deine Mutter oder eine andere ältere Frau mit Tipps dabei unterstützen.