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Sonniger Oktober mit wenig Niederschlag
Der Oktober präsentierte sich als sonniger Herbstmonat, wobei die Niederschlagsmengen verbreitet unterdurchschnittlich blieben. Er begann verbreitet schön und warm. Am 2. und 3. Oktober stellte sich eine Südföhnlage ein. In den Föhntälern der Alpennordseite erreichte der Föhn Windspitzen zwischen 80 und 110 km/h, in den Bergen über 130 km/h. Am 3. Oktober setzte der Niederschlag im Westen und im Süden ein. Bis am 6. Oktober blieb das Wetter tiefdruckbestimmt und regnerisch. Feuchte Polarluft aus Nordwesten liess die Schneefallgrenze am 6. Oktober bis gegen 1500 Meter sinken.
Hoch bringt viel Sonnenschein: Vom 7. bis zum 19. Oktober zeigte sich das Wetter in der Schweiz überwiegend hochdruckbestimmt mit viel Sonnenschein. Am Vormittag lag über den Niederungen der Alpennordseite oft Nebel, der sich jedoch meist auflöste. Am 12. Oktober unterbrach eine kühle Nordwestströmung die sonnige Hochdruckserie. Dabei fiel auf der Alpennordseite etwas Regen, in den Bergen Schnee bis auf 1100 Meter. Im Süden blieb es mit Nordföhn sonnig.
Erster Herbststurm: Nach einer kurzen Südföhnphase am 20. Oktober brachte eine kräftige Westströmung am 21. Oktober den ersten Herbststurm, der mit Böenspitzen von 130 bis 135 km/h über die Jurahöhen fegte. In den Tieflagen der Alpennordseite erreichten die Böenspitzen 60 bis 90 km/h, lokal auch über 100 km/h.
Bis zum Monatsende meist sonnig: Ab dem 22. Oktober wurde unser Land von einem Atlantikhoch erfasst, das sich anschliessend über Mitteleuropa nach Osteuropa verschob. Neben herbstlichem Nebel in den Tieflagen der Alpennordseite gab es abermals viel Sonnenschein.
Am 26. Oktober wurde das sonnige Herbstwetter auf der Alpennordseite von einer schwachen Kaltfront mit wenig Regen kurz unterbrochen. Auf der Alpensüdseite und im Engadin blieb es sonnig. Ein weiteres Atlantikhoch brachte ab dem 27. Oktober wieder verbreitet sonnige Verhältnisse. Nach einer schwachen Kaltfront mit wenig Niederschlag am 30. Oktober, brachte der Föhn am 31. Oktober in vielen Gebieten der Alpennordseite nochmals sonniges Herbstwetter.
Monatsbilanz Oktober 2021
Die landesweite Oktobertemperatur betrug 6,3 °C und lag damit 0,2 °C unter der Norm 1981−2010. Im Wallis, in Gipfellagen sowie in den Föhntälern der Alpennordseite bewegten sich die Werte im Bereich der Norm. In den Bergen der Alpensüdseite stieg die Oktobertemperatur regional bis 0,5 °C über das langjährige Mittel.
In weiten Gebieten erreichten die Niederschlagssummen weniger als die Hälfte der Norm, regional war es auch weniger als 30 % des langjährigen Mittels.
Die Sonnenscheindauer erreichte im Oktober in der West- und Nordwestschweiz 130 bis 170 % der Norm. Lokal wurde einer der sonnigsten Oktober seit Messbeginn registriert. Im Mittelland gab es meist Werte zwischen 125 und 155 % des langjährigen Mittels. In den übrigen Gebieten der Schweiz bewegte sich die Sonnenscheindauer verbreitet zwischen 110 und 130 % der Norm.
Trockener November mit Sonnenschein in den Bergen
Der November brachte auf der Alpennordseite oft Hochnebel, während die Bergebiete und die Alpensüdseite sonnige Tage verzeichneten. Die Niederschläge lagen verbreitet unter dem Durchschnitt. Vom 1. bis am 4. November fiel verbreitet Niederschlag. Dabei erhielten vor allem die Ostalpen gebietsweise reichlich Schnee mit 4-Tages Neuschneesummen von 50 bis 60 cm. Vom 5. bis am 12. November brachten Hochdrucklagen über den Niederungen der Alpennordseite viel Nebel oder Hochnebel, der sich am Nachmittag oft auflöste.
In den Alpen und auf der Alpensüdseite war es sonnig und vom 10. bis am 12. November auch mild. Das anhaltende Hochdruckwetter wurde am 10. November durch feuchte Mittelmeerluft unterbrochen. In den Alpen blies ein kräftiger Föhn.
Anhaltendes Hochdruckwetter: Nach einer Tiefdruckphase vom 13. bis am 15. November mit etwas Schneefall bis gegen 1000 Meter war das Wetter in der Schweiz bis am 24. November wieder weitgehend hochdruckbestimmt. Damit stellte sich auch der Hochnebel über den Niederungen der Alpennordseite wieder ein, der meist ganztags liegen blieb. In den Bergen und auf der Alpensüdseite war es meist sonnig.
Ab dem 25. November floss zwischen einem kräftigen Hochdruckgebiet über dem nördlichen Atlantik und einem Tiefdruckgebiet über Skandinavien polare Kaltluft in Richtung Alpen. Am Abend des 25. und am 26. November fiel auf der Alpennordseite gebietsweise der erste Schnee bis in tiefen Lagen. Bis am 30. November schneite es im Norden weiter und regional bildete sich auch in tiefen Lagen zeitweise eine Schneedecke.
Am Abend des 27. November führte der Kaltlufteinbruch auf der Alpensüdseite auch im Tessin zu Schneefällen bis in tiefe Lagen, begleitet von einigen Gewittern mit heftigen Graupelschauern. Am 29. und 30. November war es im Süden wieder ziemlich sonnig mit Tageshöchstwerten von 9 bis 10 °C.
Monatsbilanz November 2021
Im landesweiten Mittel lag die Novembertemperatur im Bereich der Norm von 1,2 °C. In tieferen Lagen nördlich der Alpen lag sie verbreitet bis 0,5 °C unter dem langjährigen Mittel. In den Alpen bewegten sich die Werte meist zwischen 0,3 unter und knapp 1 °C über der Norm. Auf der Alpensüdseite stieg die Novembertemperatur 0,3 bis 1 °C über das langjährige Mittel.
Der November zeigte sich verbreitet niederschlagsarm. In vielen Gebieten blieben die Mengen unter 50 %, regional auch unter 30 % der Norm. In Graubünden erreichten die Novembersummen verbreitet 110 bis 140 % und im Tessin meist zwischen 50 und 90 % des langjährigen Mittels.
Die Sonnenscheindauer erreichte im November in den tiefen Lagen der Alpennordseite verbreitet 70 bis 90 % der Norm. Lokal gab es auch Werte um 60 %. In höheren Berglagen und auf der Alpensüdseite bewegte sich Sonnenscheindauer meist zwischen 100 und 115 % des langjährigen Mittels.
Dezember im Norden nass und trüb, im Süden sonnig und trocken
Der Dezember brachte im ersten Monatsdrittel häufig Schneefall in den Bergen und mehrmals Neuschnee bis in tiefe Lagen. Die Weihnachtstage waren mild, vielerorts regnerisch und in tiefen Lagen grün.
Die ersten elf Dezembertage zeigten sich vorwiegend tiefdruckbestimmt. In mittleren und höheren Lagen der Alpen und im Jura fiel an neun bis zehn Tagen Neuschnee. Auf der Alpennordseite schneite es mehrmals bis in tiefe Lagen. Vom 12. bis am 23. Dezember herrschte über der Schweiz anhaltendes Hochdruckwetter. Dabei verschwanden die tieferen Lagen der Alpennordseite unter einer hartnäckigen Hochnebeldecke, die sich oft tagelang nicht auflöste. Die Berggebiete und die Alpensüdseite erhielten hingegen viel Sonnenschein.
Weihnachtstauwetter und Stürme: Vom 24. bis am 27. Dezember führten Westströmungen milde Atlantikluft zur Schweiz. Auf der Alpennordseite und im Wallis fiel etwas Niederschlag bei einer Schneefallgrenze von rund 1500 Meter. Auf der Alpensüdseite und im Engadin blieb es über die Weihnachtstage verbreitet niederschlagsfrei.
Ab dem 28. Dezember floss mit einer stürmischen Westströmung sehr milde und feuchte Atlantikluft zur Schweiz. In Gipfellagen erreichten die Böenspitzen 130 bis 140 km/h, in den Niederungen der Alpennordseite 60 bis 80, lokal auch über 90 km/h.
Vom 29. auf den 30. Dezember gab es vor allem entlang des Alpennordhangs kräftige Niederschläge. Dabei fielen verbreitet 30 bis 50 mm, lokal auch über 70 mm. Die Schneefallgrenze stieg während des Niederschlagsereignisses von 1500 bis auf 2500 Meter. Am 30. und 31. Dezember führte ein Hochdruckgebiet über dem westlichen Mittelmeer sehr milde Luft aus dem subtropischen Atlantik zu den Alpen. Die Nullgradgrenze kletterte auf über 3400 Meter. Am 30. Dezember stiegen die Tageshöchstwerte nördlich der Alpen verbreitet auf 14 bis 15 °C. Auf der Alpensüdseite sorgte der Nordföhn am 30. Dezember für Temperaturen von 14 bis knapp 19 °C, am 31. Dezember an mehreren Messstandorten von 14 bis 16.5 °C.
Monatsbilanz Dezember 2021
Die landesweite Dezembertemperatur erreichte -0,7 °C oder 1,0 °C über der Norm. Im zentralen und östlichen Mittelland sowie in der Nordwestschweiz lag sie 1 bis 1,5 °C, lokal auch bis 1,8 °C über dem langjährigen Mittel. Im Zentralwallis blieb die Dezembertemperatur hingegen 1,5 bis knapp 2 °C unter dem langjährigen Mittel. In den übrigen Gebieten der Schweiz bewegte sich der Dezember meist zwischen 0,5 °C unter und 1 °C über der Norm.
Der Dezember brachte auf der Alpennordseite und im Wallis verbreitet Niederschlagssummen zwischen 130 und 150 % der Norm. In Nord- und Mittelbünden, im Engadin sowie im Val Müstair erreichten die Niederschlagssummen meist nur 50 bis 90 % der Norm. Die Alpensüdseite blieb niederschlagsarm mit nur 20 bis 40 % des langjährigen Mittels.
Die Sonnenscheindauer erreichte im Dezember auf der Alpensüdseite 120 bis knapp 140 % der Norm. In den übrigen Gebieten der Schweiz bewegte sie sich meist zwischen 70 und knapp 100 %, regional auch zwischen 100 und knapp 110 % des langjährigen Mittels.