Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03381.jsonl.gz/971

Geologie
Der Randen ist ein nordöstlicher Ausläufer des Tafeljuras. Er besteht zum grössten Teil
aus Malmformationen, dem sogenannten Weissen Jura. Typisch für den Randen sind die weitgehend unbesiedelten land- und forstwirtschaftlich genutzten Hochflächen. Wald-
föhrenstreifen, die Ende des neunzehnten Jahrhunderts auf stillgelegtem Ackerland an-
gelegt wurden, verleihen diesen ein parkähnliches Aussehen.
Die Randenhochflächen fallen von Nordwesten nach Südosten leicht ab. Der höchste
Punkt befindet sich in der Gemeinde Merishausen im Bereich des Hagenturms auf 912 m
über Meer. Da die geologischen Schichten noch etwas stärker geneigt sind als die Hoch-
flächen, kommt man von Nordwesten nach Südosten zwar in topographisch tiefere Lagen, aber in geologisch jüngere Schichten. Die Randenhänge sind durch unterschiedlich harte Schichten der Malmformation geprägt. Während die harten Kalkschichten steil und zu
einem grossen Teil bewaldet sind, bilden die weicheren Mergelschichten flachere
Terrassen, die landwirtschaftlich genutzt werden.
Klima
Das Klima im Randen ist insbesondere auf den windexponierten Hochflächen relativ rau.
Die mittlere Jahrestemperatur beträgt etwa sechs Grad Celsius. Das sind zwei Grad
weniger als in Neuhausen am Rheinfall. Die Vegetationsperiode ist deshalb zwei bis drei Wochen kürzer als im Mittelland. An den gut exponierten Randenabhängen gibt es aber
auch zahlreiche Stellen mit ausgesprochen warmem Mikroklima.
Schutz
Im Jahre 1977 wurde der Randen als typische Tafeljura-Landschaft in das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN-Inventar Nr. 1102) aufgenommen. Das BLN-Gebiet umfasst eine Fläche von 74 Quadratkilometern. Zehn Gemeinden liegen teilweise oder ganz im BLN-Perimeter. Im Rahmen der Richtplanrevision
von 2001 sind die bestehenden Schutzobjekte teilweise zu grossflächigen kantonalen Schutzzonen zusammengefasst worden, welche auch anspruchsvollen Tier- und Pflanzenarten ein langfristiges Überleben ermöglichen sollten.
Die kantonalen Schutzzonen und -objekte umfassen insgesamt eine Fläche von 885 Hektaren. Dies entspricht 12 % des BLN-Objektes "Randen". Die kantonalen Schutzzonen und -objekte werden durch kommunale Schutzobjekte und durch Projektflächen der KURA, welche teilweise ausserhalb von Schutzgebieten liegen, ergänzt.