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Die Haupteinflussfaktoren auf der Alp für ein häufiges Vorhandensein und / oder eine starke Ausbreitung der Alpenblacken sind vor allem:
- die Bewirtschaftung
- die Topographie
- das Alpsystem und die gesömmerte Tierkategorie
- die Weideführung und
- eine fehlende / unsachgemässe Regulierung.
Durch die Sömmerung, also die Beweidung der Alpweiden durch Sömmerungstiere, entstehen bewirtschaftungsbedingte Alpenblackenstandorte wie Läger und Bereiche um Ställe / Melkplätze.
Die Topographie einer Alp bestimmt massgeblich die Anzahl und das Ausmass potentieller Alpenblackenstandorte. Kommen flache Weidebereiche auf einer Alp / in einem Weidegebiet häufig und grossflächig vor, so verteilen sich auch die Läger der Sömmerungstiere auf den gesamten vorhandenen flachen Bereichen, sofern es keine Einschränkung durch die Bewirtschaftung gibt. Gibt es hingegen nur wenige und kleine flache Weidebereiche, so konzentrieren sich die Läger dort. Ebenso verhält es sich mit den Mulden, also den natürlichen Nährstoffansammlungsstandorten.
Das Alpsystem, also die gesömmerter Tierkategorie und auch die Anzahl gesömmerter Tiere, beeinflussen das Ausmass bewirtschaftungsbedingter Nährstoffansammlungen auf Alpenblackenstandorten. Auf Lägern von grossen Jungvieh- oder Mutterkuhalpen sind bewirtschaftungsbedingte Nährstoffansammlungen weniger leicht vermeidbar als auf Milchkuhalpen, da hier durch die regelmässige Einstallung und das Melken ein grosser Anteil Kot und Harn im Stall oder auf Melkplätzen anfällt.
Die Bewirtschaftung hat insbesondere über die Weideführung und den Beweidungsablauf Einfluss auf die Alpenblacken. Durch die gezielte Weideführung kann Anzahl und Ausdehnung von Lägern unter Kontrolle gehalten werden. Zudem kann die Alpenblacke je nach Beweidungsablauf zu einem frühen Zeitpunkt durch die Sömmerungstiere noch als Futterpflanze genutzt werden.
Durch sachgemäss umgesetzte Bewirtschaftungsanpassungen und Regulierungsmassnahmen kann die Alpenblacke nachhaltig reguliert und wieder unter Kontrolle gebracht werden (Massnahmen zur Regulierung). Fehlen sachgemässe Bewirtschaftungsanpassungen und Regulierungsmassnahmen gänzlich oder werden sie unsachgemäss umgesetzt, wie zum Beispiel unregelmässig, zum falschen Zeitpunkt oder mit den falschen Hilfsmitteln, ist eine nachhaltige Regulierung nicht möglich und teilweise sogar kontraproduktiv.
Handlungsbedarf kann als gegeben beurteilt werden, wenn:
- die potentielle Futterqualität und,
- der potentiellen Futterertrag der Alpweiden
durch ein Zurückdrängen der Alpenblacke mit geeigneten Bewirtschaftungsanpassungen und Regulierungsmassnahmen verbessert werden kann und soll (Massnahmen zur Regulierung).
Von Seiten Vollzug besteht gemäss Direktzahlungsverordnung (DZV) die Anforderung, dass Problempflanzen, wie u.a. die Alpenblacke, bestimmte Flächenanteile auf Alpweiden nicht überschreiten dürfen. Zur Beurteilung dient folgender Leitfaden: "Verbuschung und Problempflanzen im Sömmerungsgebiet" - Leitfaden für Kontrollierende