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Zervixkarzinom: HPV-Test verbessert Früherkennung präkanzeröser Läsionen
Die persistierende Infektion mit einem Hochrisikotyp des HPV (HR-HPV) ist eine Voraussetzung für die Entstehung des Zervixkarzinoms. Mit der Kombination von HPV- und Pap-Test lassen sich klinisch relevante Neoplasien (CIN3+) früher erkennen als mit konventioneller Zytologie, zeigt die im Lancet Oncology publizierte POBASCAM-Studie.
In die randomisierte, kontrollierte POBASCAM-Studie (POpulation-BAsed SCreening study AMsterdam) wurden 44'938 Frauen im Rahmen des Zervixkarzinom-Screenings in den Niederlanden eingeschlossen. In einer ersten Sreeningrunde wurde bei der Hälfte der Frauen eine herkömmliche Zytologie mittels Pap-Abstrich entnommen, bei der zweiten Hälfte zusätzlich ein HR-HPV-Test durchgeführt. Fünf Jahre später wurden bei einer zweiten Screeningrunde in beiden Gruppen beide Tests durchgeführt. Primärer Endpunkt waren präkanzeröse CIN3+-Läsionen, sekundär wurden mittelgradige Dysplasien (CIN2+-Läsionen) ermittelt.
Bei der ersten Screeningrunde wurden mit der Kombination beider Tests mehr CIN2+-Läsionen entdeckt als in der Kontrollgruppe (267 vs. 215, p=0.015). Bei den CIN3+-Läsionen unterschieden sich die beiden Gruppen nicht wesentlich (171 vs. 150, p=0.239); Allerdings hatten signifikant mehr Frauen mit einer CIN3+-Läsion einen unauffälligen zytologischen Befund (34 vs. 12, p=0.001). Bei der zweiten Screeningrunde wurden in der Gruppe, bei der zu Beginn beide Tests erfolgten, weniger CIN3+-Läsionen (88 vs. 122, p=0.023) und weniger Krebserkrankungen (4 vs. 14, p0.031) entdeckt. Die Gesamtzahl der CIN3+-Läsionen oder CIN2+-Läsionen war allerdings in beiden Gruppen vergleichbar.
Konklusion der Auoren: Mit der Kombination von HPV- und Pap-Test lassen sich klinisch relevante Läsionen (CIN2+- und CIN3+-Läsionen) früher erkennen und damit auch Zervixkarzinome vermeiden.
Lancet Oncology 2011, online Publication am 15 Dezember - Rijkaart DC et al.
19.12.2011 - gem