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Brigadier Philipp Eder zählt zu Österreichs brillanten Offizieren. Selbstverständlich bestand er an der Landesverteidigungsakademie (LAVAK) in der Wiener Stiftskaserne den dreijährigen Generalstabslehrgang, der die Teilnehmer hochwertig in der operativen Kunst schult. Er befehligte in Afghanistan das österreichische Kontingent AUTCON ISAF und leitete das Institut für Höhere Militärische Führung, bevor er seinen jetzigen Posten antrat: Er steht der Abteilung Militärstrategie im Verteidigungsministerium vor.
Wenn nun Philipp Eder Finnland und der Schweiz ein grosses Lob ausspricht, dann kommt das aus berufenem Mund. Vom Magazin “MilitärAktuell” gefragt, ob ein Offensivpotential für kleine Länder wie Österreich “überhaupt realisierbar” sei, antwortet er:
- “Natürlich, denken wir an Finnland und die Schweiz, die sich für die Beschaffung von F-35-Kampfflugzeugen entschieden haben, weil diese Jets dank ihrer Stealth-Technologie weitgehend unentdeckt in feindliches Gebiet eindringen und dort – oder mit weitreichender Präzisionsmunition sogar aus dem eigenen Luftraum – Ziele bekämpfen können.”
- “Allein schon die Tatsache, dass ein Gegner übers solche Mittelverfügt und sie jederzeit zum Einsatz bringen könnte, wirkt abhaltend und bindet bei einem Aggressor massiv Kapazitäten.”
Den letzten Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Was ist das anderes als Dissuasion, Abschreckung, wie sie in der Schweizer Armee Jahrzehnte lang als Grundlage galt?