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Während Jahrzehnten war Youssef Chahine (1926–2008) die zentrale Figur im Kino Ägyptens. Mit seinen sozialkritischen Filmen, die sich bald am Neorealismus, bald an populären Formen wie dem Melodram und dem Musical orientierten, hielt er der ägyptischen Gesellschaft den Spiegel vor. Nach seiner Schulzeit in Alexandria studierte er in den USA Schauspiel und Regie und kehrte 1948 nach Ägypten zurück. 1954 machte er in Cannes mit Siraa Fi al-Wadi (The Blazing Sun) Omar Sharif bekannt, 1958 lief sein Meisterwerk Bab el hadid (Cairo Station) an der Berlinale. Als Höhepunkt seines Schaffens gilt vielen die autobiografische Alexandria-Trilogie.