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Gabriel Esteban Violoncello
Kai Bumann Leitung
Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester SJSO
Piotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
«Rokoko-Variationen» A-Dur op. 33
für Violoncello und Orchester (1877) 19′
Pause
Dmitri Schostakowitsch (1906–1975)
Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 60
«Leningrad» (1941) 75′
Allegretto | Moderato, poco allegretto
Adagio | Allegro ma non troppo
Tschaikowsky schrieb seine Rokoko-Variationen zu einer Zeit, als der russische Zar im hauptstädtischen St. Petersburg residierte. Tschaikowsky war ein glühender Verehrer Mozarts, und in der Tat könnte man meinen, dass er das Thema für seine spielerischen Rokoko-Variationen beim grossen Wiener Klassiker entlehnt habe. Es ist aber Tschaikowskys ureigene Erfindung. Bei der deutschen Erstaufführung in Wiesbaden 1879 sass Franz Liszt im Publikum und meinte: «Nun, das ist doch endlich wieder einmal Musik.» 1918 wurde die Zarenfamilie im Gefolge der kommunistischen Revolution aus St. Petersburg verbannt und die Stadt 1924 in Leningrad umbenannt. Traurige Berühmtheit erhielt sie Anfang der 1940er-Jahre durch die Blockade der deutschen Wehrmacht. In dieser Zeit schrieb Schostakowitsch seine «Leningrader» Sinfonie – eine kolossale Kriegs- und Trauermusik, ein erschütterndes Zeugnis heldischen Widerstands- und Überlebenswillens. Gewidmet ist dieses einzigartige Werk der Stadt Leningrad.
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