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Freitag, 19.05.2017 - Samstag, 20.05.2017
Was ist Improvisation? Was macht eine musikalische Aufführung authentisch? Und was haben Authentizität und Improvisation miteinander zu tun? Die interdisziplinäre Konferenz bringt Philosophie und Musikwissenschaft zusammen, um diese Fragen zu beantworten.
Die Begriffe Improvisation und Authentizität werden oft gebraucht, um musikalische Aufführungen zu klassifizieren und zu bewerten. Eine genauere philosophische Reflexion bringt aber Probleme an den Tag. So evoziert der Begriff der Improvisation die Vorstellung grenzenloser Spontaneität und Freiheit. Diese bleibt aber unerreichbar, denn in der Praxis ist der Rekurs auf bestehende Muster und Regeln unvermeidbar. Was die Authentizität angeht, so kann zwischen einer subjektiven und einer objektiven Spielart unterschieden werden. Erstere zielt darauf, dass die Interpretinnen und Interpreten authentisch sich selbst ausdrücken. Objektive Authentizität strebt hingegen zum wahren Ursprung oder einer vermeintlichen Intention eines musikalischen Werks zurück, um die „Originalfassung“ und/oder die hinter ihr liegende Erfahrung zu vergegenwärtigen. In beiden Fällen fragt sich aber, inwiefern volle Authentizität realisier- oder überhaupt denkbar ist.
Die Konferenz hat das Ziel, genauer zu verstehen, was Improvisation und Authentizität sein könnten und wie sich ihr Wechselverhältnis beschreiben lässt. Beide Begriffe sollen insbesondere dazu verwendet werden, ein Licht auf den musikalischen Werkbegriff zu werfen. Die Konferenz ist interdisziplinär und bringt Philosophie und Musikwissenschaft ins Gespräch.
In dieser Hinsicht werden in den Konferenzbeiträgen u.a. die folgenden Fragen behandelt:
Diese Fragen werden sowohl anhand theoretischer Argumente als auch konkreter Beispiele untersucht. Im interdisziplinären Dialog sollen dabei nicht nur die Kenntnisse unterschiedlicher Fächer zusammenfliessen, sondern auch verschiedene Perspektiven einander befruchten.
Die Konferenz wird grosszügig vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.