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< Wiedereinführung des Präsenzunterrichts
Positionspapier zur Klassengrösse an Gymnasien und FMS
Klassen an Gymnasien und FMS haben im Schnitt fast 22 Schülerinnen und Schüler und sind damit rund 1/6 grösser als Klassen auf Volksschulstufe; die von den Kantonen vorgesehenen Maximalwerte (im Schnitt 25 Schülerinnen und Schüler pro Klasse; in der Probezeit bis 30) befinden sich an der oberen Grenze aller Stufen. Eine Umfrage des VSG bei seinen Kantonalverbänden über die Entwicklung in den vergangenen drei Jahren hat ergeben, dass es keinen Trend zur Reduktion der Klassengrösse gibt und dass umgekehrt die Anzahl der Kantone mit einer mittleren realen Klassengrösse von mehr als 20 Schülerinnen und Schülern sogar eher zugenommen hat.
Auf pädagogischer Seite steigt das Bedürfnis nach verstärkter Individualisierung (durch das kompetenzorientierte Unterrichten) und nach intensiverer persönlicher Betreuung, das Bedürfnis nach mehr Teamarbeit (z.B. in Gruppenarbeiten) und nach Stärkung der überfachlichen Kompetenzen (z.B. Präsentieren). Zugleich nimmt die Heterogenität der Klassen stark zu, u.a. durch die Integration von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bedürfnissen, was wiederum den binnendifferenzierten und individualisierten Unterricht erfordert. Diese Bedürfnisse lassen sich nur mit hinreichend kleinen Klassen realisieren.
Der VSG fordert daher in seinem Positionspapier für Klassen an Gymnasien und Fachmittelschulen
1. eine mittlere Klassengrösse von maximal 20 Schülerinnen und Schülern
2. eine maximale Klassengrösse von 22 Schülerinnen und Schülern
Mit diesen Klassengrössen lassen sich die Ansprüche eines modernen, kompetenzorientierten und individualisierten Unterrichts erfüllen, mit welchem die Schülerinnen und Schüler besser auf die veränderten Anforderungen der weiterführenden Schulen und des Berufslebens vorbereitet werden.