Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03265.jsonl.gz/2152

Ein herber Schlag für Syngentas Blockbuster „Paraquat“: Eine neue Studie aus Burkina Faso zeigt, dass das Syngenta-Produkt Gramoxone wegen seinem Wirkstoff Paraquat zu den meisten Pestizid-Vergiftungen im Land führt. Deshalb beantragt Burkina Faso bei der FAO dieses Produkt auf den Annex der Rotterdam-Konvention zu setzen – was für Syngenta Konsequenzen für dessen globalen Vertrieb hätte.
Die kürzlich veröffentlichte Untersuchung zeigt, dass von total 296 dokumentierten Pestizidvergiftungen 54 auf das Konto des Syngenta-Herbizids Gramoxone gehen. Gramoxone ist somit das Produkt, welches landesweit mit Abstand zu den meisten Pestizidvergiftungen führt. Die Symptome gehen von Kopfschmerzen, Sehstörungen und Erbrechen bis zur kompletten Zerstörung kontaminierter Haut, Ohnmacht und Atemproblemen.
Zusätzlich zum Antrag Burkinas im Rahmen der Rotterdam-Konvention beabsichtigen neun Staaten Westafrikas das Produkt gänzlich zu verbieten. „Syngenta weiss seit Jahren, dass die Verwendung von Paraquat, insbesondere in Entwicklungsländern, grosse Gesundheitsschäden verursacht. Ungeachtet der Opfer haben sie den Verkauf weiter gefördert und ihre soziale Verantwortung sträflich vernachlässigt. Die Initiative von Burkina Faso ist deshalb sehr zu begrüssen“, kommentiert François Meienberg von der Erklärung von Bern.
Bild: Erklärung von Bern