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Weingüter in Kalifornien
In Kalifornien gibt es über 3000 Weingüter, oder zumindest über 3000 Weingüter Namen.
Das rührt daher, dass es in Kalifornien nebst den Weingütern, die nach unserem mitteleuropäischen Verständnis aufgestellt sind, in Kalifornien gibt es auch «Weingüter», die ohne eigene Rebberge und ohne eigene Kellerei auskommen. Um das Kapitel der Weingüter übersichtlicher und transparenter zu gestalten, haben wir die verschiedenen Weingüterarten in drei nicht wertende Klassen unterteilt.
1. Die Weingüter mit eigenen Reben und eigener Kellerei, wo der Wein von der Familie oder einem/r angestellten Weinmacher/in produziert wird. Nicht selten sind diese verantwortlichen Weinmacher auch verantwortlich für den Rebberg und das ganze Drumherum. In der gleichen Kategorie sind auch die Weingüter mit eigenen Reben, die aber noch keine eigene Produktionsstätte haben, aber ein/e Weinmacher/in die Weine höchstpersönlich in einem angemieteten Kellerteil einer Winery keltert und ausbaut. Auch zählen für uns die Weingüter, die Rebland gepachtet haben und dies auch selber bewirtschaften, um im Herbst in einer Winery die Trauben selber zu keltern und in der Folge auch auszubauen, zu der Kategorie 1.
2. In Kategorie 2 sind die Weingüter zu finden, die zwar eigene Reben haben, aber keine Produktionsstätte und deren Weine von einem der vielbeschäftigten Starönologen und seinem Team in einem angemieteten Kellerteil einer Winery gekeltert und ausbaut werden.
3. In dieser Kategorie 3 sind die Weingüter eingeteilt, die weder eigene Reben noch eine eigene Kellerei besitzen. Die Weine werden aus zugekauften Trauben in einem angemieteten Kellerteil einer Winery gekeltert und ausbaut. Nicht selten ist hier einer der bekannten Önologen/innen am Werk. Man kann bei dieser Art von «Weingut», das in Tat und Wahrheit keines ist, auch von einem «Weinprojekt» sprechen. Meistens sind es reiche Investoren, die Gefallen am Wein gefunden haben und sich jetzt einen Traum erfüllen wollen. Zudem wird auch der Anschluss, mit Hintergedanken finanzieller Art, an die Wine High Society und deren vermeintlichen Lifestyle gesucht. Die wirkliche Wine High Society ist aber geerdet, besonnen, verschwiegen und will vor allem nur eines – in Ruhe gelassen werden! Kein Schickimicki und kein Sauglattismus!
Wir befassen uns aber vor allem mit der Klasse 1. Wir sind überzeugt und eigentlich versteht sich dies von selbst, dass nur hier und nur so überhaupt grosse Weine und die unabdingbaren dazugehörenden Geschichten entstehen und geschrieben werden können. Denn bis ein Weinmacher seinen Rebberg so gut kennt, dass er auch das jeweilig vorherrschende Terroir im Rebberg erfassen und verstehen kann, braucht es eine gewisse Erfahrung und diese wiederum braucht ja bekanntlich Zeit.
Wenn jetzt aber Traubengut für ein «Weingut» gekauft werden muss, steht natürlich die Frage im Raum, ob dies jedes Jahr vom gleichen Rebberg stammt. Oder ob einfach gutes gekauft wird, um daraus von einem Team den eigenen Wein herstellen zu lassen. So gut dieses Team auch sein mag, die Möglichkeit besteht, dass die jeweiligen Weine sehr unterschiedlich ausfallen können. Eine Geschichte, die die Evolution eines Weingutes und deren Charakteristik im Wein einmal aufzeigen könnte, rückt hier in weite Ferne. Gut sind diese Weine teilweise schon, aber letztlich Charakterlumpen und völlig austauschbar. Wir sprechen hier von designten Weinen.
Schauen Sie bitte gelegentlich hier auf dieser Seite vorbei, es wird laufend daran gearbeitet.
Wenn Sie jetzt aber ein Weingut wissen und der Meinung sind, dies sollte auch gelistet werden, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Danke!
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