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Diagnosestellung Burnout-Syndrom
Die Erkrankung ist von den behandelnden Medizinern nur sehr schwer gegen rein körperlichen Ursachen abzugrenzen und bleibt daher oft lange Zeit unentdeckt.
Erst Diagnose - dann Behandlung
Vor der Behandlung oder Therapie des Burnout-Syndroms muss eine exakte Diagnose erfolgen. In vielen Fällen ist es nicht einfach, Burnout von anderen Erkrankungen wie Depressionen zu unterscheiden. Bei Verdacht auf Burnout ist es äusserst wichtig, einen Facharzt oder Psychologen für eine genaue Diagnose aufzusuchen, da die meisten Hausärzte nicht in der Lage sind, "Burnout" zu diagnostizieren.
Burnout ist schwer zu diagnostizieren
Grundsätzlich gibt es für das Burnout-Syndrom keine einheitliche Möglichkeit, die Diagnose sicher zu stellen. Auch der Verlauf und die Erfolgskontrolle ist eben nicht durch Laborwerte nachzuvollziehen. Das Burnout-Syndrom führt beispielsweise nicht zur spezifischen Veränderung von Laborparametern. Auch bei der körperlichen Untersuchung hinterlässt das Burnout-Syndrom natürlich keine spezifischen Veränderungen. Der psychische Status und der Grad des „Ausgebranntseins“ lässt sich viel schwerer erfassen als ein Blutzuckerwert oder eine Entzündung am Finger.
Bei Verdacht auf Burnout
In jedem Falle ist es für Menschen, die unter dem Burnout leiden oder den Verdacht haben, unter einem Burnout-Syndrom zu leiden, notwendig, den Facharzt und/oder Psychologen aufzusuchen. Es gibt eine Reihe von Warnsymptomen in der Anfangsphase des Burnout, die charakteristisch sind. Die nachfolgende Auflistung von Warnsymptomen für das Vorliegen eines Burnout-Syndroms gibt einen Überblick.
In der Anfangsphase der Entstehung eines Burnout-Syndroms gibt es charakteristische Merkmale für die Entstehung eines Burnout-Syndrom. Zu diesen Anfangssymptomen des Burnout-Syndrom gehören beispielsweise:
- extremes Engagement für ein bestimmte(s) Ziel(e)
- Hyperaktivität
- chronische Müdigkeit und körperliche sowie geistige Erschöpfung
- praktisch pausenloses arbeiten und das Arbeiten zum wichtigsten Lebensinhalt machen
- Verzicht auf Urlaub aber auch Erholungsphasen und Entspannungsphasen
- die Menschen fühlen sich unentbehrlich und vollkommen
- die Menschen qualifizieren oftmals andere Menschen ab, um sich selbst (künstlich) zu erhöhen
- Burnout-Gefährdete sind oft bei Kollegen durch ihr Verhalten unbeliebt
- die Menschen ignorieren (zunehmend) ihre eigenen Bedürfnisse
- möglicherweise Gewichtsabnahme und Mangelerscheinungen durch unzureichende Ernährung bei gleichzeitig erhöhtem Bedarf
- verdängen von Misserfolgen und gegebenenfalls andere dafür verantwortlich machen
- Beschränkung von sozialen Kontakten auf den Arbeitsbereich – private Kontakte werden vermieden, auch zum Lebenspartner und gegebenenfalls Kindern und anderen Verwandten
- Ablenkung (bis hin zur Sucht) in Alkohol (Alkoholismus), Spielen (Spielsucht), Drogen aber auch Internet- und Computeraktivitäten und Sex (Sexsucht)
- Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen (Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen)
- Drehschwindel und Neigung zu (Pseudo)Tinitus
- Angstzustände
Körperliche Auswirkungen des Burnout-Syndroms
Auch körperliche Beschwerden sind im Zusammenhang mit dem Burnout-Syndrom keine Seltenheit. Äussern kann sich das Krankheitsbild dabei auf fast jede nur erdenkliche Weise, wobei hier nur ein kleiner Teil der möglichen Symptome aufgelistet wird:
- Kopfschmerzen
- Herzschmerzen und Beklemmungsgefühle in der Brust
- Muskel- und Gliederschmerzen
- Ohrgeräusche
- Dauermüdigkeit und Schlaflosigkeit gehen Hand in Hand
- aber auch Durchfall oder Verstopfung sind gleichermassen möglich
Daher ist die Erkrankung von den behandelnden Medizinern (meist Hausarzt) nur sehr schwer gegen rein körperlichen Ursachen abzugrenzen und bleibt daher oft lange Zeit unentdeckt.
Bei Unsicherheiten sei es Ihrerseits oder Ihres Hausarztes ist es auf jeden Fall ratsam, zusätzlich einen Psychologen aufzusuchen, der eine entsprechende Diagnose stellen kann.
Sind Sie von Burnout betroffen? Machen Sie jetzt den Test.