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Dieterich Buxtehude (um 1637–1707) wurde als Sohn des Organisten Johann Buxtehude und Helle Jaspersdatters geboren, wahrscheinlich im damals dänischen Helsingborg. Sein Vater war Organist an der St. Olaikirche in Helsingør. Dort absolvierte Dieterich Buxtehude vermutlich die Lateinschule. 1668 wurde er Nachfolger Franz Tunders an St. Marien in Lübeck, dessen jüngste Tochter Anna Margaretha er am 3. August desselben Jahres heiratete. Er führte die von seinem Schwiegervater begründete, seit 1673 Abendmusiken genannte Reihe adventlicher geistlicher Konzerte fort, die ihn als Komponisten und virtuosen Organisten bekannt und berühmt machte.
1705 legte Johann Sebastian Bach die mehr als 400 Kilometer von Arnstadt (Thüringen) nach Lübeck zu Fuß zurück, um sein musikalisches Vorbild Buxtehude zu hören, und nahm vermutlich Unterricht bei ihm. Der Aufenthalt in Lübeck bedeutete für Bach so viel, dass er diesen „Bildungsurlaub“ eigenmächtig erheblich verlängerte. Dieterich Buxtehude ist der berühmteste Vertreter der Norddeutschen Orgelschule. Sein bekanntester Schüler war Nicolaus Bruhns.
Als Komponist schuf Buxtehude ein umfangreiches Werk. Unter seinen weltlichen Werken herrschen Triosonaten und Klavierwerke vor. An geistlicher Musik schuf er viele Orgelwerke, etliche davon sind in ihrem Charakter nicht liturgisch, sondern konzertant, andere eignen sich als Vor- oder Nachspiel zum Gottesdienst wie zur konzertanten Aufführung. [de.wikipedia.org/wiki/Dieterich_Buxtehude]
Klangbeispiel
Aufnahme: Ref. Kirche Rothrist 2012
Beitragsbild: Dieterich Buxtehude (mit Notenblatt) zusammen mit Freunden (Johann Adam Reincken am Klavier)