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Der pakistanische Staatspräsident Asif Ali Zardari ist am Sonntag zu einem Kurzbesuch in Indien eingetroffen. Es ist die erste Indienreise eines pakistanischen Staatschefs seit 2005.
In der Hauptstadt Neu Delhi wollte Zardari zunächst mit Premierminister Manmohan Singh zusammentreffen. Anschliessend wollte er zum berühmten Ajmer-Schrein 350 Kilometer südwestlich der indischen Hauptstadt reisen, einem bei Muslimen beliebten Pilgerziel.
Zunächst war die Reise als private Pilgerfahrt nach Ajmer geplant. Nach Bekanntwerden des Besuchs hatte Premier Singh Zardari jedoch auch zu einem Treffen nach Neu Delhi eingeladen.
Die Terroranschläge von Mumbai Ende 2008 mit mehr als 160 Toten hatten die Beziehungen zwischen den Atommächten erheblich belastet. Neu Delhi macht pakistanische Extremisten für die Tat verantwortlich.
Annäherung
Inzwischen haben sich beide Seiten wieder angenähert und die 2008 ausgesetzten Friedensgespräche fortgesetzt. Auch die Spitzenpolitiker beider Länder haben sich seitdem immer wieder am Rande internationaler Konferenzen getroffen.
Zudem war Pakistans Regierungschef Yousaf Raza Gilani im März vergangenen Jahres nach Indien gereist, um auf Einladung Singhs das Halbfinale der Kricketweltmeisterschaft zwischen beiden Ländern anzusehen.
Beobachter erhoffen sich von Zardaris Besuch eine leichte Verbesserung der angespannten Beziehungen der beiden Atommächte Indien und Pakistan. Unter anderem dürfte die Lage in der geteilten, aber von beiden Staaten beanspruchten Unruheregion Kaschmir Thema des Gesprächs zwischen Zardari und Singh werden.
SDA-ATS