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Eine Studie am Inselspital Bern hat ergeben, dass Frauen, deren Genitalien verstümmelt wurden, erhöhte Geburtsrisiken tragen. Sie müssen sich öfter einem nicht geplanten Kaiserschnitt unterziehen und erleiden häufiger schwere Dammrisse.
Praktiziert wird die "Mädchenbeschneidung" vor allem in Ländern südlich der Sahara. Insgesamt sind laut Schätzungen weltweit rund 132 Millionen Frauen und Mädchen beschnitten worden.
Die in der Berner Studie untersuchten Frauen stammten vorwiegend aus Somalia, dem Sudan und Äthiopien. In der Schweiz gilt diese Art von Verstümmelung laut der Unicef als schwere Körperverletzung.
Wie die Berner Wissenschaftler kürzlich im Fachmagazin "BJOG" berichteten, hatten die Frauen mit einer Genitalverstümmelung ein erhöhtes Risiko, sich einem nicht geplanten Kaiserschnitt unterziehen zu müssen. 18 von ihnen benötigten die Operation, verglichen mit drei Frauen in der Vergleichsgruppe.
Neun Frauen mit verstümmelten Genitalien erlitten während der Geburt zudem einen schweren Dammriss, der zu Stuhlinkontinenz führen kann. In der Kontrollgruppe erlitt nur eine Frau einen derartigen Dammriss.
Sechs Frauen verlangten von den Ärzten, dass sie nach der Geburt ihre Vaginalöffnung wieder so zusammennähten wie vorher. Diese Prozedur ist in der Schweiz gesetzlich verboten.
swissinfo.ch und Agenturen