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SVP-Nationalrat Jean-François Rime sagte an der Generalversammlung der Jungen SVP am Donnerstag in Freiburg, dass die Jungsektion gemäss seiner Erinnerung erstmals mit einer Liste zu den Nationalratswahlen antrete. Jung-SVP-Präsident Anthony Marchand sagte, der Entscheid, mit einer vollen Siebnerliste anzutreten, sei nicht leichtgefallen, da eine Nationalratskampagne mit einem grossen Aufwand verbunden sei. Man wolle eine vernünftige Kampagne führen und nicht der Jungen CVP nacheifern, die vier Listen angekündigt hatte.
Gemäss Marchand bietet die Siebnerliste die Möglichkeit für junge SVPler, sich zu profilieren und dann eventuell 2016 bei den kommunalen oder kantonalen Wahlen von dieser Erfahrung zu profitieren. Zudem sei die Tatsache, dass alle grossen Parteien in Freiburg mit einer jungen Liste antreten, den Jungen ein Anreiz, wählen zu gehen.
Die Junge SVP hat sich für die Nationalratskampagne ein Budget von 5000 Franken bereitgestellt, zu dem sich gemäss Jean-François Rime noch ein Beitrag von der «grossen» SVP gesellen wird. Die Jungsektion will mit Flugblättern, Inseraten und auf Internet werben, zudem lanciert sie für den Wahlkampf eine Volksmotion (siehe Kasten).
Die sieben Kandidaten der Jungen SVP sind alle zwischen 19 und 29 Jahre alt, sie sind Studenten, Kaufleute, Bauern oder Käser, engagieren sich im Vereins- und Verbandswesen und sind mehrheitlich männlich und französischsprachig.
Mit der Schmittnerin Claudia Zosso kandidiert nur eine Frau und eine Deutschsprachige. Die Bankangestellte sagte, sie habe letztes Jahr den Grundsatzentscheid gefällt, sich für die Politik zu engagieren. Es sei ihre Leidenschaft. Der Sensebezirk ist auf der jungen Liste vertreten, nicht aber der Seebezirk, in dem die SVP auch wählerstärkste Partei sei, wie Parteipräsident Roland Mesot vermerkte.
Die junge Liste tritt zudem mit ihrem Präsidenten Anthony Marchand (20, Vesin/Broyebezirk) sowie dem Vizepräsidenten Stiobban Godel (22, Estavayer-le-Gibloux/Saanebezirk) an. Dazu kommen Rémy Gendre (22, Neyruz), Dimitri Mages (19, Marly), Sébastien Kolly (24, Corbières/Greyerzbezirk) und Michaël Li Rosi (29, Freiburg). Auch der Glane- und der Vivisbachbezirk sind somit nicht auf der Liste vertreten.
Bei ihrer Präsentation gaben die Kandidaten jene Themen als ihre Hauptanliegen an, welche die SVP auf allen Ebenen verteidigt: Sicherheit, Verteidigung und Neutralität, Unabhängigkeit, Landwirtschaft, KMU und Raumplanung.
Volksmotion: Landwirtschaft an den Schulen
A nthony Marchan, Präsident der Jungen SVP, sagte es ganz offen: Die Volksmotion «Für die Promotion der Freiburger Landwirtschaft an unseren Schulen» sei vor allem dazu da, das Terrain für die Wahlkampagne zu ebnen. Die Jungpartei komme mit der Unterschriftensammlung unter die Leute. Die Volksmotion solle die Jungen für die Landwirtschaft und deren Probleme sensibilisieren. Die Junge SVP habe bewusst nicht einen Vorschlag gewählt, bei dem dieses Thema einen bestimmten Platz im Lehrplan oder in einem spezifischen Schulfach haben solle. So habe der Staatsrat bei der Ausarbeitung eines Projekts freie Hand. uh