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Der Hauptstadtdistrikt Brasiliens wird die erste Metrostation Lateinamerikas beherbergen, die ausschließlich mit Solarenergie betrieben wird. Geplant ist die Inbetriebnahme der Fotovoltaik-Anlage im September. In Süd- und Zentralamerika nimmt Brasilien damit eine Vorreiterrolle ein.
Neben New York, Neu Dehli und Mailand wird Ceilândia im brasilianischen Hauptstadtdistrikt weltweit die vierte U-Bahnstation aufweisen, die ausschließlich mit Solarenergie betrieben wird, wie der U-Bahnbetreiber Metrô-DF konstatiert. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit einer chinesischen Firma ausgeführt und soll Bahnsteige und Verkaufsstellen der Station Guariroba mit Energie versorgen. Den Überschuß des produzierten Stroms wollen die Betrieber an den Stromversorger der Region verkaufen.
Auch wenn Brasilien von der Sonneneinstrahlung begünstigt ist, wird die Solarenergie bisher nur eingeschränkt genutzt. Die U-Bahnstation Guariroba dürfte somit auch für das südamerikanische Land die Fotovoltaiktechnik mehr ins Bewußtsein der Bevölkerung und Politiker rücken. Sie ist Teil des Programmes „Metrô Sustentável” (Nachhaltige Metro), mit dem unter anderem regenerative Energien stärker eingesetzt werden sollen.
Bei der solaren Metrostation Guariroba alleine soll es jedoch nicht bleiben. Vielmehr ist geplant, alle der 23 U-Bahnstationen des Hauptstadtdistrikts mit Hilfe der Sonnenkraft zu betreiben. Darüber hinaus wird überlegt, die Flotte von 46 Betriebswagen durch Elektroautos zu ersetzen. Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit dem Regenwasser. Geplant ist, das Niederschlagswasser von den Dächern der Metrostation in Zisternen zu sammeln und mit ihm unter anderem die U-Bahnwagons und Loks zu säubern.