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Julius Cäsar beschreibt in seinem «Gallischen Krieg» eine Wehrmauer, die er als «murus gallicus» (= gallische Mauer) bezeichnete. Es handelt sich um eine Anlage aus Erde, die auf einer Konstruktion aus aufeinander liegenden Schichten mit horizontalen Pfosten und einer Verkleidung aus Trockenmauerwerk besteht. Seit 1875 gelang es Archäologen in Europa und vor allem in Frankreich, ca. 40 solcher Anlagen ausfindig zu machen. Sie variieren stark in technischen Details und in ihren Dimensionen.
Eine andere Art von Befestigungen, die sich vom «murus gallicus» unterscheidet, sind Mauern mit frontalen Vertikalpfosten. Von ihnen sind etwas mehr als 20 Anlagen bekannt. Geografisch finden sie sich vor allem im Osten des keltischen Europas. Das Gebiet der Helvetier, das Mittelland, liegt im Schnittpunkt der Verbreitungsgebiete dieser beiden Konstruktionstypen. Die Wehrmauer auf dem Wistenlacher Berg gehört zur letztgenannten Gruppe, die sich durch einen grossen Variantenreichtum auszeichnet.