Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/242786

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, den nationalen Sprachaustausch zu fördern. Insbesondere Sprachaufenthalte innerhalb der Schweiz für Schülerinnen und Schüler sollen gefördert und ausgebaut werden. Das vom BAK geförderte ltaliando ist ein gutes Beispiel für ein erfolgreiches, vom Bund gefördertes Projekt. Dies sollte für alle Landesprachen eingeführt werden. Dem Parlament sei Bericht und Antrag über notwendige gesetzliche Anpassungen zu unterbreiten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Einschätzung, dass der schulische Austausch einen wichtigen Beitrag zur Verständigung zwischen den Kultur- und Sprachgemeinschaften und damit zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, zur Qualität und Weiterentwicklung des Bildungsraumes Schweiz und zur Erhaltung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Schweiz leistet. Austauscherfahrungen schaffen ein Bewusstsein für Mehrsprachigkeit, fördern den Spracherwerb und die Motivation zum Sprachenlernen und erhöhen damit die Arbeitsmarktfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen.</p><p>Aus diesen Gründen ist die Förderung des schulischen Austauschs ein wichtiger Pfeiler der Sprachenpolitik des Bundes. In der aktuellen Förderperiode steigen die Mittel für die Förderung des nationalen schulischen Austauschs von 2,4 Mio. (2020) auf 6,8 Mio. (2024) an. Die Agentur Movetia unterstützt im Auftrag des Bundes verschiedene Formen des Austauschs auf allen schulischen Ebenen, inklusive der beruflichen Grundbildung (Einzelaustausch, Klassenaustausch, Lehrpersonenaustausch). Im Rahmen der Förderung von Italienisch und Rätoromanisch unterstützt das Bundesamt für Kultur auch Projekte im ausserschulischen Bereich, wie das erwähnte "Italiando".</p><p>Zur Stärkung des nationalen Sprachaustauschs sind jedoch keine gesetzlichen Anpassungen erforderlich daher lehnt der Bundesrat die Motion ab. Im Rahmen der Kulturbotschaft 2025-2028 wird der Bundesrat aber erläutern, welches die nächsten Meilensteine sind, um den nationalen Austausch zu stärken.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.