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Der Zusammenbruch der Credit Suisse ruft auch den Mosambik-Skandal in Erinnerung. 2013 gewährte die CS Mosambik einen Kredit von 1004 Milliarden (einen Kredit in gleicher Höhe gewährte die russische Staatsbank VTB), ohne dass beim mosambikanischen Parlament die dafür erforderlichen Zustimmungen eingeholt worden wären.
Als die geheim gehaltenen, illegitimen Kredite 2016 öffentlich bekannt wurden, stürzte der dadurch ausgelöste Skandal das Land in eine schwere Krise. Die Weltbank und internationale Geberländer sistierten in der Folge ihre finanziellen Unterstützungen an Mosambik, das Land war zahlungsunfähig. Die Folgen hatte und hat die Bevölkerung zu tragen, auch wegen der Rückzahlung der Kredite, die den Staatshaushalt auf Jahre hinaus belasten.
Eine unabhängige Untersuchung brachte zu Tage, dass das Geld vollumfänglich an die Firma Privinvest geflossen war und Schmiergelder in Höhe von 200 Millionen an CS-Banker*innen und Regierungsvertreter*innen in Mosambik geflossen waren. Strafrechtliche Verfahren sind in den USA und Grossbritannien durchgeführt worden oder sind am Laufen. In der Schweiz geschah bis auf einen lauen Verweis der Finanzmarktaufsicht bisher nichts.
Von 2017 an informierte die KEESA mit Veranstaltungen und Publikationen regelmässig über den Skandal und unterstützte die Forderung der mosambikanischen Zivilgesellschaft nach Streichung der illegitimen Schulden. Das öffentliche Interesse am CS-Mosambik-Skandal war gering, weder Politik noch Justiz, Finanzmarktaufsicht oder Medien waren bereit, das Thema und dessen Tragweite für die Menschen in Mosambik aufzugreifen. Um so wichtiger sind die im Infosperber erschienenen Beiträge von Thomas Kesselring, wie jener vom 22. März (siehe Link).
Mosambik-Skandal der Credit Suisse war Vorbote ihres Untergangs