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Der niederländische Gesundheitsminister Hugo de Jonge hat angekündigt, dass das Land drei weitere Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus vorbereiten könnte.
De Jonge schrieb am Mittwoch einen Brief an das Parlament seines Landes, in dem er vorschlug, dass die Niederlande zusätzliche Auffrischungsimpfungen zur Bekämpfung neuer Varianten in Betracht ziehen sollten, zwei davon im Jahr 2022 und eine weitere im Jahr 2023.
In dem Schreiben heißt es auch, dass die Niederlande über genügend Auffrischungsimpfstoffe für die derzeitige Auffrischungskampagne verfügen.
In dem Schreiben schrieb De Jonge: „Da für eine Auffrischungsdosis von Moderna nur die Hälfte eines regulären Impfstoffs benötigt wird, verfügen wir jetzt über genügend Impfstoffe für die aktuelle Auffrischungskampagne, und es gibt eine ausreichende Grundlage für mögliche zusätzliche Auffrischungsrunden im zweiten Quartal und im Herbst 2022 sowie im Jahr 2023.
Die Niederlande haben Impfstoffvorräte in großen Mengen gekauft, um Engpässe zu vermeiden.
Das Land hat fast 6 Millionen zusätzliche Impfstoffe zu den bereits bei Pfizer/Biontech gekauften 12 Millionen bestellt.
Es besteht bereits eine Vereinbarung mit Pfizer/Biontech über mindestens weitere 17,5 Millionen Dosen bis 2023. Es ist unklar, wer für diese Auffrischungsimpfungen gegen Coronaviren in den Jahren 2022 und 2023 in Frage kommen wird.
Pfizer/Biontech arbeitet an einem Impfstoff, der an die aktuelle Omicron-Variante angepasst ist.
Pfizer/Biontech hat angegeben, dass sie mindestens 100 Tage benötigen, um einen modifizierten Impfstoff zu entwickeln, zuzulassen und die Produktion hochzufahren. Die Auslieferung wird frühestens im April erwartet.
Am 29. Dezember wurden die 1983 und 1984 Geborenen von den städtischen Gesundheitsämtern zur Auffrischungsimpfung aufgefordert. Am folgenden Tag wurde den 1985 und 1986 Geborenen mitgeteilt, dass sie ihre Impfungen planen können.
Auf der Website der niederländischen Regierung sind auch die aktuellen Daten zur Impfquote im Lande zu finden.
Bis zum 26. Dezember hatten 89 Prozent der Personen über 18 Jahren mindestens eine Impfdosis erhalten. Insgesamt sind 85,9 Prozent der 18-Jährigen und Älteren vollständig geimpft.
Nur 20 Prozent der über 18-Jährigen sind vollständig geimpft und haben eine Auffrischungsimpfung erhalten, allerdings können derzeit nicht alle Altersgruppen einen Termin für die Auffrischung vereinbaren. Mehr Details siehe Quelle.
Auch die Schweiz scheint noch weitere „Auffrischungsimpfungen“ zu planen.
Bisher hat der Bund mit fünf Impfstoffherstellern Verträge abgeschlossen: Moderna (13.5 Millionen Impfdosen für das Jahr 2021 und 7 Millionen für das Jahr 2022), Pfizer/BioNTech (rund 6 Millionen Impfdosen), AstraZeneca (rund 5,3 Millionen Impfdosen), Curevac (5 Millionen Impfdosen) sowie Novavax (6 Millionen). Zurzeit sind bei den Kantonen die Impfstoffe von Moderna und BioNTech/Pfizer im Einsatz; Zulassungen weiterer Covid-19 Impfstoffe stehen noch aus. Der Bezug der Impfstoffe bei verschiedenen Herstellern soll sicherstellen, dass auch bei Lieferschwierigkeiten genügend Impfdosen eines zugelassenen Impfstoffs zur Verfügung stehen. Quelle