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Der Bündner Arthur Wieser arbeitete etwa von 1972 bis 1974 als Fotograf bei der Comet Photo AG in Zürich. Mit seinen Kollegen Walter Schmid und Werner Catrina verband ihn die gemeinsame Herkunft aus dem Kanton Graubünden. Der gelernte Metallbauer kam über die Industriefotografie zu Comet und erledigte als Allrounder alle Arbeiten von der Flugfotografie über die Pressefotografie bis zu Laborarbeiten. Seine handwerkliche Begabung kam ihm auch auf Reportagen im Gotthard, im Seelisbergtunnel oder für die Elektrowatt AG zugute. Der Einstiegslohn bei Comet lag in den 1970er Jahren bei 2’000 Franken.
Fotografie
Einblicke in die Mutter-Kind-Abteilung des Frauengefängnis Hindelbank im Jahre 1966
Eine junge Mutter mit Kochschürze steht in der Küche und rüstet Früchte. Daneben eine Schüssel Brei, wohl gedacht für ihr kleines Kind, welches nur wenig neben ihr in einem Hochstuhl sitzt und seiner Mutter gespannt zuschaut. Diese Momentaufnahme zeigt nicht etwa den Familienalltag einer Mutter mit ihrem Kind, sondern ist Teil einer Fotoreportage aus der Mutter-Kind-Abteilung des Frauengefängnis Hindelbank im November 1966, fotografiert vom Pressefotografen Jack Metzger der Comet Photo AG. Bereits im Jahr 2000 übernahm die ETH-Bibliothek den gesamten Archivbestand der Comet Photo AG, da die Agentur im Jahr zuvor im Zuge der aufstrebenden Digitalisierung Konkurs ging. Mit dem Erwerb der rund einer Million Fotografien mutierte das noch junge ETH-Bildarchiv zu einer der grössten Fotosammlungen der Schweiz.
Die Cometen: Hans-Ruedi Bramaz
Hans-Ruedi Bramaz (oder manchmal auch Hansruedi Bramaz) mit Jahrgang 1946 (nach anderen Quellen 1948) arbeitete bei Comet von etwa 1976 bis 1978, also wesentlich kürzer als seine Kollegen Walter Schmid, Christof Sonderegger, Hans Krebs und Jules Vogt. Vielleicht deshalb sind bisher im Comet-Bestand nur gerade drei Fotos aufgetaucht, auf denen Bramaz selbst abgebildet ist.
Ein poetisches Stadtinventar: Das “Zurich Project” von Heinz Baumann
Das “Zurich Project” des Comet-Fotografen Heinz Baumann entstand Mitte der 1990er Jahre. Baumann war zu dieser Zeit bereits nicht mehr bei Comet und arbeitete für das Schweizer Fernsehen als Kameramann für die Sendungen “Tagesschau” und “10 vor 10”. In der Freizeit streifte er mit der Fotokamera durch die Stadt. Er wollte das Projekt einem namhaften Verlag in Zürich anbieten, aber dort sagte man ihm, die Idee komme zehn Jahre zu spät.
Die Cometen: Hans Krebs
Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen bei Comet war der Fotograf Hans Krebs Autodidakt. Geboren am 6.5.1938 in Winterthur, absolvierte Krebs von 1953 bis 1956 eine Lehre als Maschinenschlosser bei Sulzer. Von 1959 bis 1962 machte er ein Volontariat und Praktikum bei der Comet Photo AG, wo er von 1968 bis 1980 als Fotoreporter angestellt war.
Die Cometen: Jules Vogt
Ein weiteres Kurzporträt aus unserer Reihe zu den Comet-Fotografen ist Jules Vogt gewidmet. Er wurde am 9. Dezember 1928 in Zürich geboren, wo er von 1944 bis 1946 eine Fotografenlehre bei Foto Saager absolvierte und Kurse an der Kunstgewerbeschule bei Hans Finsler belegte. Danach war er für die Agenturen von Otto Pfister, die Illustrations- und Photopress AG (1961-1974) und Comet (1963-1996) tätig. Nach seiner Zeit bei Comet war Vogt vermehrt in der Werbung anzutreffen und fotografierte regelmässig für die Züspa, den Autosalon Genf und verschiedene Industrieunternehmen. Vogt war zudem ein namhafter Flugfotograf. Jules Vogt verstarb am 30. Juli 2006 in Ascona.
11 Jahre nach der Schliessung der Stiftung Documenta Natura liegt der Bildbestand digital vor
Wer kennt sie nicht, die paarweisen Vergleichsbilder, in denen wir auch noch im Erwachsenenalter gerne nach den zehn Unterschieden fahnden. Eine unvergleichbare Entdeckungslust fordern auch die Bildsequenzen von Documenta Natura. Allerdings übersteigen hier die Unterschiede meist die Zahl zehn. Eine Grünfläche ist durch ein Shopping-Paradies ersetzt worden, eine Schrebergartenanlage durch eine Zollstation, das lauschige Wäldchen durch ein Tunnelportal, der spärliche Baumwuchs durch einen neuen Bannwald.
Charles Le Morvans “Carte photographique et systématique de la lune”
Rund zehn Jahre vor Charles Le Morvan (1865-1933) veröffentlichten die Pariser Astronomen Maurice Loewy und Pierre Henry Puiseux vom Observatoire de Paris ihren Atlas photographique de la lune, an dem Le Morvan offiziell als Assistent mitwirkte, aber eigentlich als Mitautor genannt werden müsste (Launay 473). Es war mit 80 Fotografien der erste umfassende fotografische Mondatlas.