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Ordnerverwaltung für Erhebungsdesigns für quantitative Analyse
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Welche Vorentscheidungen müssen zu Beginn jeder Datenerhebung bzgl. Erhebungsdesign getroffen werden?
Querschnitt- oder Langzeitdesign: Einmalige oder mehrfache Datenerhebung erforderlich?
Stichprobenziehung: Auswahl der zu berücksichtigenden Personen
Einzusetzende Erhebungsinstrument: Fragebogen etc.
Was sind Querschnittdesigns und wozu eignen sie sich?
Für eine Studie wird eine Auswahl der zu befragenden Personen getroffen, Festlegung eines Erhebungszeitpunkts
Eignet sich um stark deskriptive Interessen zu verfolgen: d.h. Beschreibung einer Population, ihrer Zusammensetzung, die Häufigkeit verschiedener Handlungen oder die Intensität von Einstellungen (z.B. Kriminalitätsfurcht)
Wovon ist Ausgang einer Querschnittstudie u.a. abhängig? (3)
Welche Aussagen können gestützt auf solche Studien getroffen werden?
Wer soll befragt werden (einmalige Auswahlentscheidung des Forschers)
Kooperationsbereitschaft der konkret befragten
Erhebungszeitpunkt: eher kurze Feldzeit, um zwischenzeitliche Ereignisse während der Feldphase möglichst auszuschliessen (welche bspw. Kooperationsbereitschaft beeinflussen) und trotzdem ausreichend Zeit zur Umsetzug
Einmalige Stichprobenzieheung und einmalige Befragung mit Hilfe eines Fragebogens: deskriptive Aussagen über die untersuchte Population mit ggf. Schlüssen auf Grundgesamtheit
Wie kann Kausalität festgestellt werden von A auf B?
A ist Ursache von B wenn:
A (z.B. Substanzkonsum) und B (Delinquenz) miteinander korrelieren. (KORRELATION)
diese Korrelation nicht durch C (z.B. vorbestehende Aggressivität) verursacht wird (KEINE DRITTVARIABELN)
A (Beginn Substanzkonsum) zeitlich B (Delinquenz) vorausgeht (ZEITLICH VOR DELINQUENZ)
Was sind Länsschnittdesigns?
wiederholte Datenerhebung zu mehr als nur einem Zeitpunkt, bei welchem zumindest ein Teil des Erhebungsinstruments mehrfach eingesetzt wird oder die erneute Erhebung mit der gleichen Befragtenauswahl stattfindet
Was ist ein Trenddesign? Welche Probleme stellen sich?
Aus einer Grungesamtheit werden zu mehreren Zeitpunkten Stichproben für Befragugen mit einem (weitgehend) unveränderten Fragebogen geführt, ohne dabei einzelne Befragte mehrfach zu interviewen.
Schwierigkeit der vollständigen Konstanthaltung des Erhebungsverlaufs (bspw. Veränderung in Zusammensetzung und Ausstattung des Forscherteams), Kausalität kann nicht beantwortet werden (wenigstens Chance eines Zeitvergleichs)
Was ist ein Paneldesign? Und was lässt sich feststellen?
Ein konstantes Erhebungsinstrument (z.B. Fragebogen) wird mehrfach eingesetzt mit dem Ziel, zu jedem Zeitpunkt die gleichenPersonen zu befragen (einmalige Stichprobeziehung zu Beginn der Studie)
Im Unterschied zu Querschnitt- und Trenddesigns lassen sich nicht nur inter-individuelle Vergleiche anstellen, sondern auch intra-individuelle Entwicklungen beschreiben und kausale Bezieheungen nachzeichnen.
D.h. dort wo kausale Beziehungen geprüft werden sollen, kann zusätzlich die zeitliche Absolfe von ursächlichen und zu erklärenden Konzepte festlegen zu können, anstatt diese nur zu unterstellen.
Was sind die Nachteile eines Paneldesigns?
Hoher Erhebungsaufwand
methodische Probleme: Abhängigkeit von Kooperationsbereitschaft (inkl. Zustimmung auch der Eltern etc.)
Paneömortalität: vrübergehende oder dauerhafte Nichtteilnahme bestimmter Gruppen (bspw. Befragte aus kriminalitätsbelasteten Stadtteilen)
Erreichbarkeit der zuvor befragten Teilnehmer (Adressänderungen, Tod, Krrankheit etc.)
Paneleffekte: Verzerrungen aufgrund der wiederholten Teilnahme an der Befragung (bspw. kann Befragung erst Einstellung hervorrufen, verändern oder vertiefen; Vertrautheit mit Erhebungssituation verhindert "unparteiische" Überraschungsreaktion bzw. Spontanität)