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Allein in den letzten zehn Jahren wären 20 Mrd. Tonnen CO2 zusätzlich ausgestossen worden, wenn die gleiche Menge an Strom mit Kohle erzeugt worden wäre, wie sie von der Kernenergie geliefert wurde. Dies entspricht den jährlichen Emissionen von China, den USA und Indien zusammen, den drei Ländern mit den höchsten CO2-Emissionen. Zu diesen Ergebnissen kommt der «Nuclear Performance Report 2021», welche die WNA anlässlich des Weltklimagipfels (COP26) in Glasgow veröffentlicht hat.
Demnach gab es Ende 2020 weltweit 441 betriebsbereite Kernkraftwerkseinheiten mit einer Gesamtkapazität von 392 GWe. Insgesamt erzeugten diese Anlagen im Jahr 2020 weltweit 2553 TWh Strom, also etwas mehr als 10% der globalen Stromversorgung. Die Gesamtkapazität der betriebsfähigen Kernkraftwerke ist in den letzten drei Jahren nahezu konstant geblieben. Zwischen 2018 und 2020 wurden 20 Reaktoren mit einer Gesamtkapazität von 21,3 GWe in Betrieb genommen. Im gleichen Zeitraum wurden jedoch 26 Reaktoren mit einer Gesamtkapazität von 20,8 GWe dauerhaft abgeschaltet.
«Mehr als die Hälfte der Reaktoren, die in den letzten Jahren dauerhaft abgeschaltet wurden, taten dies nicht aufgrund technischer Beschränkungen, sondern aufgrund politischer Ausstiegsmassnahmen oder des Versagens der Märkte, den Wert der bedarfsgerechten, kohlenstoffarmen und zuverlässigen Kernenergie angemessen zu erkennen. Dies ist ein Verlust an kohlenstoffarmer Stromerzeugung, den sich die Welt nicht leisten kann», sagte Sama Bilbao y León, Generaldirektorin der WNA. Es sei von entscheidender Bedeutung, dass der Beitrag der Kernenergie zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus fossilen Brennstoffen zunehme. Der Betrieb des bestehenden Kernkraftwerksparks müsse so lange wie möglich verlängert und das Tempo und der Umfang des Baus neuer Kernkraftwerke erhöht werden.
Der Bericht enthält auch vier Fallstudien, die den Beitrag der Kernenergie zur Eindämmung des Klimawandels beleuchten. Dazu gehört auch das Kernkraftwerk Grohnde in Deutschland, das mehr Strom produziert hat als jeder andere Reaktor.
Quelle
S.D. nach WNA, Medienmitteilung, 20. Oktober 2021