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Der deutsche Autor Peter Wawerzinek hat in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis 2010 im Stechen gegen die Schweizerin Dorothee Elmiger gewonnen. Der Preis ist eine der bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum.
Der Doyen des diesjährigen Bachmann-Wettbewerbs, der 55-jährige Wawerzinek, hat sowohl den Bachmannpreis wie den Publikumspreis gewonnen. Die erst 24-jährige Schweizerin Dorothe wurde mit der zweiten Auszeichnung, dem Kelag-Preis geehrt.
Der Bachmannpreis ist mit 25'000 Euro dotiert, der Kelag-Preis mit 10'000 Euro.
Die in Appenzell Innerrhoden aufgewachsene zweitplatzierte Elmiger hatte sich im Vorfeld des Wettbewerbes skeptisch über die Bachmannpreis-Jury geäussert. Als Stipendiatin des letztjährigen Klagenfurter Literaturkurses sei ihr aufgefallen, dass die Jury einen konservativen Literaturbegriff pflegte.
Sie gab deshalb ihrem Text - über eine junge Frau, die in einem verwüsteten Landstrich in alten Sachbüchern eine neue Utopie sucht und sich auf die Suche nach dem mythischen Fluss "Buenaventura" macht - wenig Chancen, wie sie der St. Galler Zeitung sagte.
Der zweite Schweizer Bewerber, der 32-jährige Daniel Mezger, kam zwar auf die Shortlist der besten Sieben, blieb aber ohne Preis. Seine Nomination ergänzt aber den zweiten Rang von Elmiger zu einem schönen Erfolg für die Schweizer Literatur und speziell für das neue Literaturinstitut in Biel: Beide Schweizer Bewerber gehören zu dessen erstem Abschlussjahrgang.
Der Bachmannpreis wird seit 1977 in Erinnerung an die 1926 in Klagenfurt geborene Schriftstellerin verliehen. Seit Donnerstag hatten insgesamt 14 Autoren und Autorinnen ihre noch unveröffentlichten Texte vorgestellt.
swissinfo.ch und Agenturen