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Rhododendron ferrugineum
Die Rostblättrige Alpenrose liebt saure Böden. Das verbindet sie mit ihren grösseren Verwandten, den bunten Rhododendren in den Parks und Gärten des Flachlands. Pflanzen beziehen ihre Nährstoffe aus dem Boden und haben je nach Art unterschiedliche Ansprüche. Saure Böden entstehen bei der Erosion von kristallinen Gesteinsarten. Zu diesen kristallinen Gesteinen gehören vor allem Granite und Gneise, die chemisch aus Silikaten bestehen. Im Saastal überwiegen diese Gesteine, und deshalb findet man hier auch die Rostblättrige Alpenrose. Wie der Beiname sagt, sind ihre Blätter auf der Unterseite rostbraun gefärbt. Die Pflanzen mit ihren verholzten Stämmchen können über 150 Jahre alt werden.
Nicht alle Rhododendrenarten haben es gern sauer. In den Kalkgebieten wächst die etwas hellere Bewimperte Alpenrose (Rhododendron hirsuta). Sie mag es lieber, wenn der Untergrund basisch ist. Dies ist in Kalk- und Schiefergebirgen der Fall, weil das Karbonat im Kalkgestein die Säure im Boden neutralisiert.