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Populus pyramidalis Pyramiden-Pappel Populus tremula Zitter-Pappel auch Espe Populus trichocarpa Haarfrüchtige Pappel Populus alba Silber-Pappel auch Weiss-Pappel Populus nigra Schwarz-Pappel
Biologie
Die in unseren Breitengraden wohl am typischsten bekannte Pappel ist wohl die italienische Pappel, obwohl auch die anderen Arten verbreitet sind. Der Baum fällt offensichtlich durch seine schlanke Höhe auf. Er wird über 30 Meter hoch und kann nach 250 Jahren einen Stamm-durchmesser von über 2 m erreichen. Trotzdem wirkt er für das Auge in seiner Proportion eher wie eine Säule. Die Artgenossen der Italica- Pappel weisen jedoch durchaus eine Krone auf wie wir es von einem Baum eher gewohnt sind. Grundsätzlich sind die männlichen Pappeln alle etwas schlanker als die weiblichen Bäume. Pappeln sind zwei-häusige Gehölze, das heisst, es gibt typische weibliche und männliche Bäume. Die Pappeln finden sich in weiter Verbreitung wie Europa, Zentralasien, Nordafrika und sogar im Süden der Balkan-Halbinsel.
Es sind über dreissig Arten bekannt die sich in vier Hauptgruppen aufteilen. Die Pappel liebt Standorte wie Flussniederungen oder auch periodisch überschwemmte Gebiete.
Sie bevorzugt freie, lichte Stellen an Bächen oder Gebieten mit hohem Grundwasserspiegel. Obwohl sie also viel Wasser braucht, ist sie nicht auf Regengebiete gebunden, denn ihre tiefgründigen Wurzeln holen sich das Wasser aus der Tiefe.
Der lateinische Name leitet sich ab vom Wort „Populus“, das Volk. Der Baum soll diesen Namen wegen der fortwährenden Bewegung seiner Blätter erhalten haben, wie auch das Volk fortwährend in Bewegung ist. Die ganz nah verwandte Espe, heisst wegendieser Unruhe sogar Zitter-Pappel.
Das Pappelholz wurde früher gerne für den Flugzeugbau verwendet da das Holz weich und leicht ist, wurde dann aber vom noch leichteren und feineren Balsahoz abgelöst. Ausser der Pappel italica mit ihrem lockeren Alter von 300 Jahren sind Pappeln eher kurzlebige Bäume und erreichen einen Altersdurchschnitt von nur etwa 100 Jahren.
Mythologie
Die Pappel galt bei den Kelten als feinfühliger und verwundbarer Baum Alledings war den Kelten die Säulenartige Pappel italica noch nicht bekannt. Erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts begann sie sich bis nach Nordeuropa zu verbreiten. Eigenartig ist bei ihrer Verbreitung, dass sie sich nicht durch Sämlinge fortpflanzt, sondern durch Stecklinge
Es wird vermutet, dass es sich bei der italienischen Pappel um eine Mutation handelt und vor dem 18. Jahrhundert noch gar nicht auf der Erde weilte.
Napoleon machte sich die Tatsache der Vermehrung durch Stecklinge und dem gegenüber anderen Bäumen, ausserordentlich raschen Wachstum, zu nutze. Er liess entlang den strategischen Heeres-strassen kilometerlange Baumspaliere pflanzen, sozusagen Schatten und Nutzholz ohne Transportanstrengungen.
Die anderen Pappel-Arten waren schon bei den Griechen bekannt. Die griechische Mythologie spricht von der Nymphe Dryope, einer Tochter der Erdenmutter Gaia. Dryope soll eine heftige Affäre mit Gott Apollo gehabt haben und die Folge war ein Sohn namens Amphissos. Darüber aufgebracht entführten die anderen Nymphen Dryope und liessen als Amme für deren hilflosen Sohn eine Pappel zurück.
Baumspiegel Die Pappel zeigt sich elegant, filigran und schlank. Sie tanzt gegenüber den anderen Bäumen dieser Erde in ihrem Wuchs ein wenig aus der Reihe, jedoch nicht so, dass sie sich etwa zu sehr unterscheiden würden. Wie oft schöne Wesen besonders von einer gewissen Unruhe befallen sind, ist auch die Pappel aüsserst selten wirklich ruhig. Dieses Phänomen kann von geduldigen Beobachtern / Beobachterinnen fest-gestellt werden. Wer über längere Zeit eine Pappel betrachtet, wird fasziniert werden von der ständig scheinenden Bewegung der Blätter. Selbst bei Windstille wirken die flimmernden Reflexe des Sonnen-lichtes auf den glänzenden Blättern wie eine fortwährende Bewegung. Pappel sind sehr starken Schwankungen ausgesetzt, was sich durch plötzliches und unbegründet scheinendes Absterben grosser Aeste äussert.
Wie die Pappel selbst, verfügen Pappel-Menschen über starkes und tiefes Wurzelwerk, so dass sich die Pappel trotz Schwankungen und Unruhe stets wieder auffängt und weiterlebt, selbst wenn sie äusserlich fürs Auge arg zersaust aussehen mag. In den Kirchen und Klöstern verbreiteten die Blütenkätzchen einen lieblichen Duft. Daher wurden sie gesammelt, zerstampft, kurz aufgekocht und ausgepresst. Die weiche, grünliche Masse wurde dem Kerzenwachs untergemischt. Trotz Schöner Eleganz und lieblichem Duft erscheinen Pappeln zwischen den anderen Bäumen bescheiden und unaufdringlich.
Pappel-Geborene
Die Pappel sucht das Licht und die Pappel-Geborenen die Erkenntnis im Sinne der Ueberwindung ihrer Ungewissheit. Sie versuchen ihre verborgenen Aengste und die innere Unruhe durch Erfolge in den Griff zu kriegen. Sie beginnen mit dem lebensnotwendigen und bauen dann unaufhörlich darauf auf bis etwas solides daraus geworden ist. Pappel-Geborene sind Macher die stets zur Handlung bestrebt sind. Sie wollen immer vor den Anderen das Ziel erreicht haben. Sie sind überzeugt, durch ihre Flexibilität jedem Konkurrenzkampf gewachsen zu sein.
Die Pappeln und die Pappel-Menschen ertragen es nicht, ständig im Schatten anderer zu stehen. Sie sind sich ihrer Individualität bewusst und möchten als Einzelerscheinung respektiert werden. Das mag mit ein Grund sein, dass sich oft ein Machtstreben entwickelt, das die Anerkennung der eigenen Person als überaus wichtig erscheien lässt. Am liebsten würden sie dann den eigenen Willen als Gesetz gelten.
Vor allem sollten sich Pappel-Menschen bewusst machen, dass ihre raschen Erfolge in der Regel auf Kosten ihrer eigenen Kräfte gehen. Dieser Raubbau an den eigenen Kräften zeigt sich zu einem späteren Zeitpunkt des Lebens mit fast unabwendbarer Sicherheit.
Pappel-Geborene sind gut beraten, wenn sie sich von ungesundem Wettbewerb fernhalten, nicht überall muss ein Erfolg bewiesen sein. Sie würden mehr Kräfte sparen, wenn sie sich mit Bedacht an ein optimales Lebensumfeld herantasten würden. Nicht jedes Vorpreschen ist nur Vorteilshaft und kostet oft mehr Energie als der Nutzen wert ist.
Hat das ein Pappel-Mensch mal verstanden, bleibt der Erfolg trotzdem nicht aus aber der Weg dahin birgt eine optimalere Qualität.
In Konkurrenz mit anderen geht der/die Pappel-Geborene in der Regel stets als Sieger hervor. Aber Achtung! Das Holz der Pappel, ihr Inneres ist zu weich für aufreibende Auseinandersetzungen. Ihr geht rascher die Luft aus als den anderen. Das unmässige Streben nach Grösse und Sieg kann sich zur Falle entwickeln. Ehemalige Verlierer sind am Ende doch die Sieger, weil sie eben den längeren Atem haben. So sind Pappel-Menschen zwar Erfolgsmenschen, aber auch ausserordentlich verletzlich. Haben sie dies erkannt und beugen sie dementsprechend vor, so schützen sie sich damit bestimmt vor viel seelischem Leid.
Stärken
Pappel-Geborene verfügen über einen pragmatischen Realismus aus dem sie bei ihren Analysen der Situation rasch ihre Vorteile erkennen. Wenn sie sich entschliessen, einen Sinn zu suchen, so lassen sie nicht locker und gehen den Dingen auf den Grund. Sie sind stets vielseitig interessiert und wollen ihre Umwelt und ihr Umfeld erforschen und verstehen. Das Sein hinter dem Schein zu erkennen ist ihnen ein wichtiges Anliegen, was sie enorm tatkräftig, geistig rege und extrem lernfähig macht. Pappel-Menschen leiden sehr unter ungeklärten Fragen und kämpfen meist gegen permanenten Zweifel an. Sie sind ausserordentlich ehrgeizig, was ihnen auch schnelle Erfolge beschert.
Schwächen
Gerade der Ergeiz steht den Pappel-Menschen jedoch oft im Wege. Gefühle und Emotionen sind für sie ein Fakt der Unkalkulierbarkeit und damit ein grosser Unsicherheitsfaktor, das kann sie rasch aus der Bahn werfen. Da sie ihr Ziel mit aller Energie und Macht anstreben und dadurch oft den Eindruck von rücksichtslosem Streben erwecken, gehen viele Mitmenschen vor ihnen auf Distanz. Das erschwert es ihnen natürlich, echten Anschluss und Freunde zu finden, was sie oft wiederum durch neue Ziele und Zielstrebigkeit kompensieren wollen.
Damit kann sich eine Spirale entwickel, die den Pappel-Menschen am Ende zur Erschöpfung bringt. Das Streben nach Erkenntnis und Erfolg wird zu einem inneren Zwang und die Denkmodelle verkommen am Ende zu einer lapidaren Plus-Minus-Schablone. Die Folgen sind oft zu vorschnelle Urteile, Härte und Unnahbarkeit die in Erschöpfung enden.
Gesundheit
Als Heilmittel war die Espe, auch Zitter-Pappel, schon lange bekannt, bevor eine andere Pappelart in unsere Gegenden kam. Sie war dem Naturforscher Hyronimus Bock so bekannt wie auch Hildegard von Bingen. Sie entwickelte ein wirksames Rezept zur Herstellung von Pappelsalbe gegen Entzündungen und zur Schmerzstillung aber auch wirksam bei Abszessen, Furunkeln, Verbrennungen, Hämorrhoiden und juckende Hautausschlägen.
Die Anwendung als Tee hilft gegen Polyarthritis, Gicht, Rheuma und Erkrankungen des Urogenitalsystems wie Nieren, Blase, Harnröhre, Gebärmutter und gegen Prostataleiden.
Pappelbalsam:
100 gr. Frische Pappelknospen (März-April), 250 ml. Olivenoel und 30 gr. Bienenwachs.
Die Knospen in einem verschliessbaren Glas mit dem Oel übergiessen. Gut verschlossen drei Wochen anziehen lassen. Danach das Ganze in einem Gefäss knapp am Siedepunkt unter ständigem Rühren erhitzen. Abseihen und das Bienenwachs im noch warmen Ansatz unterrühren. In kleinen Döschen füllen. Vor Licht und Wärme geschütz aufbewahren