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Schwyz, 14. März 2014
Verpflichtungskredite für den Bau der Südumfahrung Küssnacht und der Kernentlastung Lachen
Die Kommission Bauten, Strassen und Anlagen stimmt den zwei Vorlagen zu
(KR/i) Die Kommission für Bauten, Strassen und Anlagen hat unter der Leitung ihres Präsidenten, Kantonsrat Johannes Mächler, beide Vorlagen zur Annahme an den Kantonsrat überwiesen.
Südumfahrung Küssnacht
Der Verpflichtungskredit über 125.77 Mio. Franken beinhaltet den Bau der Südumfahrung Küssnacht im Abschnitt Ebnet-Räbmatt, die Verbindung Zuger-/Artherstrasse und die dafür notwendigen Entwässerungsanlagen. An diesen Kosten beteiligen sich der Kanton mit 79.08 Mio. Franken und der Bezirk mit 46.69 Mio. Franken. Die Küssnachter Stimmbürger haben bereits im Sommer 2012 einem entsprechenden Baukredit zugestimmt.
Die Südumfahrung wird im Abschnitt Ebnet-Räbmatt auf einer Länge von 1230 Metern als zweispurige Strasse realisiert, wobei 500 Meter davon in einem Tunnel verlaufen. Die Verbindung zwischen Zuger- und Artherstrasse ist eine 300 Meter lange Strasse, die insbesondere den Verkehr zwischen Immensee und dem Autobahnanschluss aufnehmen wird. Mit der Strassenabwasserbehandlungsanlage (SABA) Giessenbach wird sichergestellt, dass die auf den neuen Strassen anfallenden Abwässer gereinigt und dosiert dem Giessenbach zugeleitet werden.
Mit dem Bau soll im Jahr 2015 begonnen werden. Die Eröffnung der Umfahrungsstrasse, die der Kernentlastung von Küssnacht dient, ist im Jahr 2020 vorgesehen. Die Verbindung Zuger-/Artherstrasse soll bereits im Jahr 2017 dem Verkehr übergeben werden, damit sie ihre Entlastungswirkung entfalten kann. Nach der Inbetriebnahme der Südumfahrung stellt der Bezirk im Dorfzentrum und auf den Zufahrtsstrassen mit flankierenden Massnahmen sicher, dass der Durchgangsverkehr auf die Umfahrungsstrasse geleitet wird. Mit einer Umgestaltung des Strassenraums wird die das Zentrum von Küssnacht fürs Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Flanieren aufgewertet.
Kernentlastung Lachen
Das Dorfzentrum Lachen soll vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Die Kernentlastungsstrasse wird von Kanton und Gemeinde Lachen gemeinsam realisiert und besteht aus verschiedenen Elementen: einem Ast West (Bauherrschaft Kanton Schwyz), einem Ast Ost und der Erneuerung des Bahnhofplatzes (Bauherrschaft Gemeinde Lachen) sowie dem neuen Bahnhofgebäude (Bauherrschaft SBB).
Im Westen beginnt die Kernentlastung beim neu zu erstellenden Kreisel Seehof auf der kantonseigenen Zürcherstrasse im Bereich des Seewasserwerks Lachen. Vom Kreisel Seehof wird die neue Entlastungsstrasse direkt zur Bahnlinie und danach parallel dazu bis zum bestehenden Kreisel Rütli geführt. Dieser 985 Meter lange Ast West verläuft teilweise über bereits vorhandene Strassenzüge. Mit verschiedenen Massnahmen wird beim Bahnhofareal die optimale Anbindung an den öffentlichen Verkehr gewährleistet. Der Ast Ost umfasst auf einer Länge von 680 Metern die Strassenverbindung vom Kreisel Rütli bis zum Anschluss St.Gallerstrasse. Neu gestaltet wird auch der Bahnhofplatz.
Der Gesamtaufwand beträgt 33.5 Mio. Franken. Davon entfallen 18.25 Mio. Franken auf den Kanton und Fr. 15.25 Mio. Franken auf die Gemeinde Lachen. Zudem kann aus den Agglo-Obersee-Projekten ein Bundesbeitrag an die Gesamtkosten erwartet werden.
Der Baubeginn ist für 2015 geplant und die Eröffnung für 2018. Gleichzeitig mit der Inbetriebnahme der neuen Entlastungsstrasse wird die Gemeinde mit flankierenden Massnahmen sicherstellen, dass das Dorfzentrum vom Durchgangsverkehr entbunden wird.
Kantonsrat
Die vorberatende Kommission