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Mit ihrer Silbermedaille sicherte Selina Gasparin der Schweiz das erste olympische Edelmetall im Biathlon überhaupt. «Ich kann es noch gar nicht realisieren», so die erste Reaktion der überwältigten 29-Jährigen.
Die Engadinerin zeigte das Schiessen ihres Lebens: Sie verzeichnete keinen einzigen Schiessfehler und sicherte sich die Medaille mit einer zusätzlich starken Leistung in der Loipe. «Zum ersten Mal überhaupt habe ich alle 20 Schüsse getroffen. Das gelang mir noch nie», freute sich Gasparin nach dem Rennen.
Krönung nach enttäuschendem Olympia-Auftakt
Im Verfolgungs-Rennen über 10 km hatte Gasparin mit 2 Schiessfehlern noch den 15. Rang belegt und ein Diplom um 20 Sekunden verpasst.
Der Gewinn der Silbermedaille ist für Gasparin die Krönung einer aussergewöhnlichen Saison: Zu Beginn der Saison errang sie in Hochfilzen (Ö) ihren ersten Weltcup-Sieg, nur eine Woche später doppelte die Engadinerin im Sprintrennen in Le Grand-Bornand (Fr) nach.
Domratschewa siegt überlegen
Gold holte sich überlegen Daria Domratschewa. Die Weissrussin hatte bereits in der Verfolgung über 10 km triumphiert. Auch über 15 km distanzierte die 27-Jährige alle Konkurrentinnen und siegte trotz einer Strafminute mit einem Vorsprung von mehr als einer Minute. Bronze ging an ihre Landsfrau Nadeschka Skardino (+1,38 Minuten).
Den weiteren Schweizerinnen gelang kein Exploit: Elisa Gasparin, die im Sprint überraschend ein Diplom gewonnen hatte, beendete den Wettkampf auf dem 33. Rang. Je 3 Schiessfehler in den ersten drei Schiessen verhinderten ein besseres Resultat für die 22-Jährige. Irene Cadurisch lief auf Rang 37, die jüngste Gasparin-Schwester Aita wurde bei ihrer Olympia-Premiere 62.