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Eichen-Prozessionsspinner
Der Eichenprozessionsspinner ist ein nachtaktiver, plumper Falter. Seine Larven ernähren sich hauptsächlich von Eichenblättern. Der eigentliche Schaden, den die Larven anrichten können, entsteht allerdings weniger durch den Frass, sondern in erster Linie durch die auffälligen Brennhaare der Tiere. Auf der Haut können diese Haare heftige allergische oder pseudoallergische Reaktionen auslösen. Typisch ist Quaddelbildung und Juckreiz.
Da die Haare auch über den Wind in der Luft verteilt werden, kann es auch zu Reizungen der oberen Atemwege und zu entzündlichen Reaktionen der Augen kommen.
Bei Verdacht sollte in jedem Fall medizinischer Rat eingeholt werden.
Seit Ende des letzten Jahrhunderts hat sich der Eichenprozessionsspinner immer weiter ausgebreitet und kommt inzwischen auch in Regionen vor, die früher nicht zu seinem Siedlungsgebiet gehörten.
Grund dafür dürften mildere Frühjahre sein, welche die Entwicklung des Schädlings begünstigen.
Der Eichenprozessionsspinner überwintert im Eistadium. Ab April schlüpfen die ersten Larven, die sich im Laufe ihrer Entwicklung mehrfach häuten. Ab dem dritten Larvenstadium werden die Brennhaare gebildet. Am Ende der Larvenentwicklung werden gespinstartige Raupennester angelegt, in denen die Tiere sich im Juni/Juli verpuppen. Oft verlassen die gesellig lebenden Larven in prozessionsartigen Wanderungen die schützenden Nester um zu den Futterplätzen zu gelangen. Nach einer mehrwöchigen Puppenruhe schlüpfen die Falter. Nach der Begattung legen sie ihre Eier an ein bis zweijährigen Eichentrieben ab.
Massnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner
Treten Eichenprozessionspinner in Parkanlagen, Schwimmbädern oder in unmittelbarer Nähe von Kindergärten, Schulen und anderen stark frequentierten Plätzen auf, ist es am besten, wenn man mit der Bekämpfung oder der Entfernung der Raupennester spezialisierte Schädlingsbekämpfer beauftragt.