Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/162542

<h2>SubmittedText<h2><p>Gemäss Medienberichten hat eine EU-Studie der Schweiz sehr schlechte Noten bei der Integration von Zuwanderern gegeben. Selbst Frankreich, das mit massiven Integrationsproblemen kämpft, wird besser bewertet.</p><p>- Teilt der Bundesrat die Einschätzung und das Ergebnis der Studie?</p><p>- Wer war von Schweizer Seite an der Erstellung dieser Studie involviert (Namen aller Beteiligten)?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es handelt sich um eine Studie nicht der Europäischen Kommission, sondern von zwei Forschungsinstituten (Barcelona Centre for International Affairs, Cidob, und Migration Policy Group). Der von diesen beiden Instituten entwickelte Index Mipex misst nicht die Integration von Migrantinnen und Migranten in der Schweiz. Er beurteilt vielmehr die Effekte der nationalen Politiken in verschiedenen Bereichen, beispielsweise der Arbeitsmarktmobilität, der Bildung, der politischen Partizipation oder des Familiennachzugs.</p><p>Mipex ist durch den Europäischen Fonds für die Integration von Drittstaatenangehörigen mitfinanziert worden. In der Schweiz haben verschiedene Mitarbeitende des Schweizerischen Forums für Migrations- und Bevölkerungsstudien und der Hochschule für soziale Arbeit in Luzern mit den Autoren dieser Studie zusammengearbeitet.</p><p>In der Vergangenheit wurden verschiedene Studien zur Integration in der Schweiz mit international vergleichender Ausrichtung erstellt, welche der Bundesrat jeweils zur Kenntnis genommen und punktuell als Grundlage für die Weiterentwicklung der Integrationspolitik verwendet hat. So hat die OECD im Jahre 2012 einen umfassenden Ländervergleich anhand statistischer Daten vorgelegt, welcher der Schweiz hinsichtlich Arbeitsmarktintegration der Migrantinnen und Migranten grundsätzlich gute Noten ausstellt.</p>