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Schon im Mittelalter wurden die Vorteile von Hochbeeten erkannt. Vor allem in Burg- und Klostergärten kam das Hochbeet in vielfältiger Weise zum Einsatz. Die in die Höhe gebauten Beete erwärmten sich im Frühjahr besonders schnell, was in einer früheren Ernte resultierte. Zudem wussten die Menschen wohl schon dazumal die bequeme und den Rücken schonende Höhe des Hochbeets zu schätzen.
Die Hochbeete brachten höhere Erträge. Dabei war ein besonderer Vorteil, dass Hochbeete keine weitere Düngung brauchten. Grünabfälle konnten Arbeit sparend im Inneren des Beetes gesammelt werden.
Gestoppt wurde der Erfolgszug der Hochbeete erst mir der fortschreitenden Industrialisierung. Die Selbstversorgung aus dem eigenen Garten – vor allem in stadtnahen Gebieten – verlor immer mehr an Bedeutung. Ein Garten sollte überwiegend schön und pflegeleicht sein. Die Hausgärten wurden mehr und mehr von Exoten und Ziergehölzen bevölkert. Das Anbaupotenzial auf Balkonen in städtischen Gebieten blieb unerkannt. Die Devise „Zeit ist Geld“ dominierte das Denken. Umso schöner, dass sich Ende des letzten Jahrhunderts eine Art Gegenbewegung entwickelte, bei der sich immer mehr Menschen auf das besannen, was unsere Urväter schon über natürliche Anbauweisen und praktisches Gärtnern wussten. Dank dem Internet (z.B. YouTube, Facebook usw.) kann jeder sich selber Wissen aneignen und selber anpflanzen – direkt vor der Küche.