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Horror
Horrorfilme wollen in der Regel nur eines beim Zuschauer auslösen: Angst und Schrecken. Hierzu bedienen sich die Filmemacher verschiedenster Elemente, um einerseits die Präsenz des Unheimlichen hervorzuheben und andererseits Unbehagen beim Publikum auszulösen. Hierzu gehören eine düstere Szenerie, die musikalische Untermalung, das Auftreten von Monster und anderen übernatürlichen Phänomenen, Klangeffekte und Kameraschnitte – um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Eine Formel für einen erfolgreichen Horrorfilm gibt es selbstverständlich nicht, wenngleich oftmals diejenigen zu den beliebtesten zählen, die zahlreiche dieser Elemente in Einklang bringen.
Die Historie des Gruselkinos
Der Horrorfilm zählt zu den ältesten Filmkategorien und sorgte bereits in den frühen 1920er Jahren für klingelnde Kinokassen. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch die Einführung des Stummfilms kurze Zeit später. Noch heute nennen Filmexperten die beiden 1931 erschienenen Klassiker Frankenstein mit Boris Karloff und Dracula mit Bela Lugosi als Meilensteine des Horrorfilms. Insbesondere diese beiden Monster dienten neben Mumien, Zombies und Werwölfen in den darauffolgenden Jahrzehnten dutzenden Filmen des Horrorgenres als Grundlage.
Nach dem zweiten Weltkrieg durchlebte das Genre sowohl in cineastischer Hinsicht als auch im Hinblick auf die Besucherzahlen eine längere Durststrecke. Erst Anfang der 1960er Jahre konnten Filmemacher wie Roman Polanski (Tanz der Vampire, 1962) und Alfred Hitchcock (Psycho, 1960 und Die Vögel, 1963) dem Genre neues Leben einhauchen. Immer mehr erfolgte hier aber die Abkehr von furchteinflössenden
Monstern hin zum subtilen Horror, der auf psychologischer Ebene ansetzt.
Subgenres des Horrorfilms
Seither kann der Horrorfilm ein breites Spektrum an Subgenres mit jeweils eigenen Merkmalen aufweisen. Hierzu zählen beispielsweise Gore- und Splatter- (Blutgericht in Texas, 1974), Tierhorror- (Der weisse Hai, 1975), Gothic- (Bram Stoker’s Dracula, 1992), Exploitation- (Saw, 2004), Okkultismus- (Der Exorzist, 1973) und natürlich die weithin bekannten Monster-Filme (Das Ding aus einer anderen Welt, 1951).