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Regenwasser muss wenn möglich versickert werden. Durch die Ausdehnung der Siedlungsgebiete wird der Untergrund immer mehr versiegelt. Das Regenwasser kann nicht mehr in den Boden versickern und wird deshalb abgeleitet. Dies vermindert nicht nur die Grundwasserneubildung, sondern hat auch hohe Abflussspitzen im Kanalisationsnetz zur Folge. Nicht oder wenig verschmutztes Regenwasser ist deshalb zu versickern.
Bewilligungspflicht
Das Versickern von Regenwasser ist bewilligungspflichtig. Zur Zulässigkeit von Versickerungsanlagen und zum Bewilligungsverfahren hat die Abteilung für Umwelt eine Dokumentation erarbeitet.
Wo kann Regenwasser versickert werden?
Der Generelle Entwässerungsplan GEP der Gemeinde enthält Angaben zu den Versickerungsmöglichkeiten. In der Versickerungskarte sind die geeigneten Flächen bezeichnet. In Randgebieten sind allenfalls zusätzliche hydrogeologische Abklärungen notwendig.
Wie kann Regenwasser versickert werden?
Flächenförmige Versickerung
Plätze und Wege, Zufahrten und Parkflächen von Personenwagen können wasserdurchlässig erstellt werden (Sickersteine, Rasengittersteine, Kies- oder Schotterflächen) oder das Wasser kann seitlich über humusierte Flächen versickert werden.
Indirekte Versickerungen
Indirekte Versickerungsanlagen sind künstlich angelegte, humusierte Mulden oder Gräben. Sie sind in Bezug auf den Grundwasserschutz die sichersten Anlagen und der direkten Versickerung vorzuziehen.
Direkte Versickerungen
Bei der direkten Versickerung kommen meist Sickerschächte (konzentrierte, punktförmige Versickerung) oder unterirdische Versickerungsgalerien (linienförmige Sickeranlagen) zum Einsatz.
Aufsicht und Kontrolle der Anlagen
Die Kontrolle über die korrekte Ausführung der Versickerungsanlage obliegt der kommunalen Bauaufsichtsbehörde. Das Muster-Abnahmeprotokoll dient auch zur Registrierung im Versickerungskataster.