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Das ist Thao. Er lebt in ärmlichen Verhältnissen in einem Land in Asien. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, möchte er einen kleinen Imbissstand eröffnen.
Die Bewilligung, die er dafür von den Behörden braucht, ist aber nur schwer zu bekommen. Ihm fehlen die nötigen Informationen, und so wird er von Behörde zu Behörde geschickt und scheint keinen Schritt vorwärts zu kommen. Als er scheinbar endlich das richtige Gebäude aufgesucht hat, wird ihm der Zugang verweigert. Damit der Schalter für ihn öffnet, muss er bezahlen – Geld, das er nicht hat. Thao ist niedergeschlagen und besorgt. Er fühlt sich ohnmächtig.
Hier setzt die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA an. Sie engagiert sich für die Verbesserung der Lebensumstände armer und benachteiligter Menschen durch eine bessere Regierungsführung. Sie befähigt insbesondere benachteiligte Bevölkerungsgruppen, ihre Rechte einzufordern. So unterstützt sie zum Beispiel zivilgesellschaftliche Organisationen dabei, Leuten wie Thao zu helfen. Damit er sich informieren kann und sie sich gemeinsam für ihre Anliegen einsetzen können.
Die DEZA unterstützt auch Medien in ihrer Rolle, öffentliche Anliegen aufzugreifen sowie Machtmissbrauch und Korruption publik zu machen. Das macht Thao und seine Organisation stärker. Wenn dann immer noch nichts passiert, besteht die Möglichkeit, den Rechtsweg einzuschlagen. Damit dies gewährleistet ist, setzt sich die DEZA dafür ein, dass auch Arme und Benachteiligte Zugang zu einem unabhängigen und professionellen Justizwesen haben. Dabei fördert sie Einrichtungen, die Rechtsberatungen anbieten, und stärkt Gerichte, damit entsprechende Fälle nicht auf die lange Bank geschoben werden.
Ausserdem setzt sich die DEZA für leistungsfähige Behörden ein, welche die Bedürfnisse armer Bevölkerungsgruppen berücksichtigen. Dies geschieht etwa durch Ausbildung und Beratung der Behörden auf dezentraler Ebene, welche die Bedürfnisse der Bürger besser kennen und für diese besser zugänglich sind. Damit die Gemeindebehörden die nötigen Handlungskompetenzen und Finanzmittel erhalten, unterstützt die DEZA Dezentralisierungsreformen.
Es ist aber auch wichtig, dass die Gemeindebehörden auf die Anliegen der Bevölkerung eingehen. Daher fördert die DEZA Instrumente, welche die Mitsprache der Bevölkerung ermöglichen. Parlamente haben die Aufgabe, die Tätigkeit der Behörden zu überprüfen und gesetzliche Grundlagen zu schaffen. Beispielsweise für die wirtschaftliche Entwicklung von Kleinstunternehmen – so wie der Imbissstand von Thao. Auch hier ist die DEZA aktiv, indem sie das Funktionieren nationaler wie lokaler Parlamente unterstützt – etwa durch Trainings, Beratung oder Erfahrungsaustausch mit anderen Ländern.
Wenn für Thao die Behörden immer noch nicht zufriedenstellend arbeiten und er sich durch die Mitglieder des Parlaments nicht richtig vertreten fühlt, kann er diese in den nächsten Wahlen abwählen. Die DEZA engagiert sich auch für die Durchführung fairer und transparenter Wahlen. So fördert sie beispielsweise Initiativen für eine ausgewogene Information der Öffentlichkeit und unterstützt die Wahlbehörden bei der korrekten Vorbereitung und Durchführung.
All diese Elemente gehören zu einer guten Regierungsführung. Um diese zu erreichen, braucht es zwar technisches Know-How, aber ebenso wichtig ist die Veränderung bestehender Verhaltensweisen und unausgewogener Machtstrukturen. Die DEZA arbeitet politisch informiert, knüpft an Bestehendem an und leistet langfristige Unterstützung.
Dank dem Schweizer Engagement haben sich Thaos Lebensumstände verbessert, und er fühlt sich weniger machtlos. Er sieht neue Perspektiven und Möglichkeiten für seine Zukunft.
DEZA – die Schweiz engagiert sich.