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1822 wurde das erste Waisenhaus der Stadt Schaffhausen an der Rosengasse gegründet, wie die Stadt Schaffhausen mitteilt.
Seither sei viel passiert: Am 3. Dezember, fast genau 200 Jahre nach dem Einzug der ersten Kinder, feiert das Heim das 200-jährige Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Während sieben Tagen die Woche und rund um die Uhr werden die Mädchen und Jungen im Kinder- und Jugendheim betreut: Die Jüngsten unter ihnen besuchen den Kindergarten, die Ältesten befinden sich bereits in ihrer Ausbildung.
Das pädagogisch ausgebildete Fachpersonal sorgt für eine familienähnliche Betreuung, Bildung und Erziehung. Das Heim sei im Bereich Bildung der Stadt Schaffhausen angegliedert.
Betreuung rund um die UhrDas Kinder- und Jugendheim mit seinen Einzel- und Zweibettzimmern, einem Wohn- und Esszimmer sowie einem schönen Garten befindet sich auf dem Areal des Alterszentrums am Kirchhofplatz. Die sieben Betreuungsplätze werden von Kindern und Jugendlichen bewohnt, bei denen eine begründete Indikation für eine Heimplatzierung besteht.
Sie alle besuchen eine öffentliche Schule in der Stadt Schaffhausen. Erste SchritteEin erster Versuch eines städtischen Waisenhauses hatte Stadtbaumeister Christoph Jezler um 1770 mit dem Bau des heutigen Rheinschulhaus unternommen.
Aufgrund verschiedener Widerstände wurde dieses Gebäude aber nie als Waisenhaus genutzt. 1822 folgte dann auf Initiative und unter finanzieller Mithilfe der Hülfsgesellschaft Schaffhausen das erste Waisenhaus an der Rosengasse 26. Am 4. Dezember 1822 bezogen 24 Knaben und 12 Mädchen das Haus, welches vom sogenannten Waisenvater und seiner Frau sowie pädagogischen Gehilfen geleitet wurde.
Unterstützung boten Hausdamen, eine Magd, ein Knecht, ein Schuster und ein Schneider. Seit 1858 besuchen die Kinder die öffentlichen Schulen der Stadt.
Gang mit der Zeit1903 bekam das Waisenhaus an der Rosengasse elektrisches Licht, 1914 wurde es mit einer Warmwasserversorgung ausgestattet. 1975 übernahm mit Therese Müller erstmals eine Frau die alleinige Gesamtleitung des Kinder- und Jugenheims.
Die 1980er- und 1990er-Jahre waren geprägt von einem stetigen Rückgang an Heimkindern. 2003 zog das Heim an den heutigen Standort.
Aufgrund der geringen Anzahl betreuter Kinder wurde 2019 die Familienbegleitung eingeführt: Heute seien auch flexible Betreuungszeiten an einzelnen Tagen möglich zur Entlastung von Eltern oder für in Schichtarbeit tätige Erziehungsberechtigte. .
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