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Falls Sie sich bei der Pensionierung für einen Rentenbezug entscheiden, so wird Ihr angespartes Alterskapital unter Anwendung des aktuell gültigen Umwandlungssatzes in eine lebenslängliche Rente umgewandelt. Das für die Auszahlung Ihrer lebenslänglichen Rente benötigte Kapital wird als sogenanntes Rentendeckungskapital reserviert als zukünftige Verpflichtung der Pensionskasse gegenüber Ihnen als Rentenbezüger.
Bei der Festlegung des Umwandlungssatzes müssen dabei zwei Annahmen getroffen werden:
- Einerseits zur Lebenserwartung, die aus den aktuellen Tabellen der verwendeten technischen Grundlagen herausgelesen wird. Unsere Pensionskasse verwendet als technische Grundlagen die «Generationentafeln BVG 2015». Diese enthalten die aktuellsten statistischen Daten zur Lebenserwartung der verschiedenen Altersgruppen und Geschlechter, zur Wahrscheinlichkeit verheiratet zu sein, wieder zu heiraten, invalid oder wieder arbeitsfähig zu werden.
- Andererseits wird eine Annahme getroffen, wieviel Zinsertrag sich auf dem Rentendeckungskapital weiterhin realisieren lässt – dieser Ertrag ist bedeutsam und finanziert die Rentenzahlungen mit. Mit anderen Worten: Die bei der Pensionierung angenommene Renditeerwartung auf Ihrem Rentendeckungskapital steigert den zukünftigen Wert Ihres Alterskapitals. Dadurch kann eine höhere Rente gesprochen werden, als wenn lediglich das bei Pensionierung vorhandene Kapital berücksichtigt und durch die aufgrund der Lebenserwartung zu erwartenden Jahre mit Rentenbezug (Rentenbezugsdauer) geteilt würde.
Diese zweite Annahme wird als «technischer Zinssatz» bezeichnet und muss, genau wie die Lebenserwartung, periodisch geprüft und allenfalls angepasst werden, will die Pensionskasse nicht das Risiko eingehen, systematisch zu hohe Leistungen zu versprechen, weil die realisierbaren Kapitalerträge das Zinsversprechen an die Rentenbezüger nicht decken können oder weil die Rentenbezugsdauer in der Zwischenzeit angestiegen ist.
Eine Anpassung der geschätzten Lebenserwartung oder des technischen Zinssatzes hat damit konsequenterweise immer auch eine direkte Auswirkung auf den Umwandlungssatz einer Pensionskasse, und als Folge der geänderten Bewertung der Rentendeckungskapitalien auch auf den Deckungsgrad. Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, für die Berechnung realistische und aktuelle technische Grundlagen zu verwenden.