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Schon wieder Rekordwärme: Das Jahr 2020 war ebenso warm wie das bisherige Rekordjahr 2018. Nach einem rekordwarmen Winter folgte der drittwärmste Frühling mit einer anhaltenden Trockenperiode. Der Sommer brachte zwei moderate Hitzewellen. Im August und im Oktober fielen auf der Alpensüdseite und in angrenzenden Gebieten massive Niederschläge. Kräftige Neuschneefälle lieferten Anfang Dezember in vielen Gebieten der Alpen überdurchschnittliche Schneehöhen.
Die Jahrestemperatur 2020 stieg in den meisten Gebieten der Schweiz 1,4 bis 1,6 °C über die Norm 1981–2010. Auf der Alpensüdseite und im Engadin lagen die Werte 1,0 bis 1,4 °C, in den Alpen regional 1,7 bis 1,9 °C über der Norm. Im landesweiten Mittel ergibt sich eine Jahrestemperatur von 1,5 °C über der Norm und damit der höchste Wert seit Messbeginn 1864, zusammen mit dem Jahr 2018.
Die Jahresniederschläge 2020 erreichten nördlich der Alpen verbreitet 75 bis 90 % der Norm 1981–2010. In den Alpen und auf der Alpensüdseite lagen die Werte meist zwischen 80 und 100 % der Norm. Einzelne Messstandorte registrierten Jahressummen knapp über 110 % der Norm, so am östlichen Alpennordhang und in der Region Val Müstair.
Die Jahressumme 2020 der Sonnenscheindauer lag verbreitet zwischen 110 und 130 % der Norm 1981–2010. Im Wallis, im Engadin sowie in Teilen Nordbündens bewegte sich die Sonnenscheindauer zwischen 100 und 110 % der Norm. Basel verzeichnete mit über 2050 Sonnenstunden das sonnigste Jahr, Bern mit über 2140 und Zürich mit über 2040 Sonnenstunden je das dritttsonnigste Jahr seit Messbeginn. An allen drei Messstandorten liegen homogene Daten zur Sonnenscheindauer seit den 1880-er Jahren vor.