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Ölpreise sinken wieder30.10.2014
Die Ölpreise konnten ihre Gewinne vom Vortag nicht halten und sind am Donnerstagmorgen leicht gesunken. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete 87.00 US-Dollar. Das waren 12 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 24 Cent auf 81.96 US-Dollar.
Am Mittwoch wurden vom US-Energieministerium (EIA) die offiziellen Lagerbestandsdaten veröffentlicht. Die Reserven an Rohöl in den USA sind im Vergleich zur Vorwoche um 2.1 Millionen Fass auf 379.7 Millionen Fass gestiegen. Der Zuwachs lag leicht unter der Erwartung im Handel. Eine signifikante Erhöhung gab es jedoch bei der Ölförderung in den USA, die mit täglich 8.97 Millionen so stark angestiegen war wie zuletzt im Januar 1983.
Die Förderung von Schieferöl durch die Fracking-Methode hat in den letzten Monaten stetig zugenommen und liess das Überangebot am Markt weiter ansteigen. Das hohe Angebot und die schwächelnde Weltkonjunktur senkten die Ölpreise seit Juni um etwa 25 Prozent.
Der Generalsekretär der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), Abdalla Salem El-Badri, warnte kürzlich an der Branchenkonferenz vor den Auswirkungen der niedrigen Preise auf die Schieferölförderung. Da die Förderung von Schieferöl mittels Fracking-Technologie deutlich teurer sei als die konventionelle Ölförderung, sei die Branche auf höhere Ölpreise angewiesen.
Experten schätzen jedoch, dass die Schieferölgesellschaften erst etwa nach einem Jahr in die Enge getrieben würden. Es werde vor allem kleine Marktteilnehmer treffen.
Auch die OPEC-Mitglieder benötigen auf Dauer einen höheren Ölpreis um ihre Staatshaushalte auszugleichen. Bisher gab es keine Anzeichen der Organisation, Massnahmen zur Preisstabilisierung vorzunehmen. Die nächste OPEC-Tagung findet am 27. November statt.
Der weitere Handelsverlauf könnte von den Daten zum Wirtschaftswachstum der USA im dritten Quartal beeinflusst werden.
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Stand: 30.10.2014, nächstes Update: 31.10.2014
Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der Rohölpreise. US-Rohöl gilt als Referenzprodukt. Die Entwicklung dieses Produkts dominiert in der Regel auch die Preise für Heizöl und Benzin. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen.
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