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Seit den 1970er-Jahren sind die Temperaturen in der Schweiz pro Jahrzehnt um 0,57 Grad gestiegen. Der Anstieg war damit doppelt so gross wie auf der übrigen Nordhemisphäre.Dieser Inhalt wurde am 27. Juni 2007 - 09:03 publiziert
Gemäss den Forschern des Eidgenössischen Instituts für Wald, Schnee und Landschaft erklärt sich die Zunahme durch die Entfernung von den Ozeanen und die nördliche Lage des Landes.
Die Ergebnisse der Studie belegen, dass die Temperaturen in der Schweiz seit Beginn des 20. Jahrhunderts deutlich angestiegen sind.
Die Forschungsergebnisse werden am 27. Juni in der Zeitschrift "Theoretical and Applied Climatology" veröffentlicht.
Wie Martine Rebetez, Klimatologin an der Forschungsanstalt, sagte, gebe es zwei Gründe für die überdurchschnittliche Erwärmung in der Schweiz. Erstens sei das Land relativ weit von den Ozeanen entfernt, die einen Teil der Wärme absorbierten.
Ein zweiter Grund ist die nördliche Lage der Schweiz. Die Forscher sind nämlich zum Ergebnis gelangt, dass die nördlichen Gebiete stärker von der Klimaerwärmung betroffen sind als die südlichen.
Rückgang der Gletscher
Die Alpenländer sind laut Rebetez alle in ähnlicher Weise vom überdurchschnittlichen Anstieg betroffen. Innerhalb der letzten 30 Jahre stiegen die Temperaturen jeweils im Frühling und Sommer am stärksten an, und zwar um mehr als 0,8 Grad pro Jahrzehnt.
Dies erkläre beispielsweise den massiven Rückgang der Schweizer Gletscher seit den 1980er-Jahren, sowie den früheren Vegetationsbeginn im Frühling.
Beeinflusst Gesundheit
Die Temperatur-Zunahme wirkt sich gemäss Mitteilung aber auch auf Landwirtschaft, Tourismus, Energieverbrauch und Permafrostböden aus. Auch die Gesundheit und die Sicherheit des Menschen vor Naturereignissen werde beeinflusst.
Die Zunahme der letzten 30 Jahre sei gleichzusetzen mit einem Höhenunterschied um etwa 300 Meter, hiess es.
Die Grundlagen der Untersuchung bildeten 12 Wetterstationen in der ganzen Schweiz. Diese befinden sich in Höhenlagen zwischen 316 und 2490 Meter über Meer.
swissinfo und Agenturen
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