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Im Gegensatz zur US-amerikanischen urologischen Gesellschaft hat die schweizerische Gesellschaft für Urologie stets ein PSA-basiertes Screening abgelehnt, um eine Überdiagnostik und zwangsläufig folgende Übertherapie mit bekannten Nebenwirkungen zu verhindern. Nebenbei bemerkt ist ein PSA-Screening zur Mortalitätssenkung des Prostatakrebses vergleichbar, wenn nicht gar etwas effizienter, als das Mammographie-Screening zur Senkung der Brustkrebsmortalität!
Differenziert eingesetzt, bleibt die PSA-Bestimmung eine unverzichtbare, kostengünstige und wenig belastende Massnahme für Patienten mit belasteter Familienanamnese bezüglich Prostatakarzinom, bei Miktionsbeschwerden, verdächtigem rektalem Tastbefund und als Früherkennungsmassnahme auf Wunsch des aufgeklärten Patienten ab 50 bis 70 Jahren.
Der PSA-Wert ist weiterhin der einzige bekannte organspezifische Marker; ein differenzierter Einsatz dieses kostengünstigen Untersuchs ist bei vielen Indikationsstellungen sinnvoll.
Eine einmalige PSA-Erhöhung über 3ng/ml soll nicht zwangsläufig direkt zur TRUS-Prostatabiopsie (transrektale utraschallgesteuerte Biopsie) führen. Eine Nachkontrolle des Wertes nach 3 Monaten ist in der Regel vertretbar, und bei weiterem Anstieg ist eine folgende Abklärung nötig.