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Jubiläum 175 Jahre Stadt Bern als Einwohnergemeinde
Am 17. Oktober 1832 versammelten sich 546 Stimm- und Wahlberechtigte im Münster zur ersten Versammlung der Einwohnergemeinde Bern. Erstmals auf der Basis einer demokratischen Verfassung wurden die Gemeindebehörden gewählt und über Sachgeschäfte abgestimmt. Seit dieser Konstituierung der Stadt Bern als Einwohnergemeinde hat sich vieles verändert. Das anfänglich eingeschränkte Stimmrecht wurde noch im Laufe des 19. Jahrhunderts so stark erweitert – allerdings nur für den männlichen Bevölkerungsteil – dass auch bei schwacher Beteiligung der grösste Versammlungsraum in der Stadt nicht mehr ausreichte. 1887 stimmte die letzte stadtbernische Gemeindeversammlung – ebenfalls im Münster – dem Wechsel zur Urnenabstimmung und der Schaffung der Volksvertretung, des Stadtrats, zu.
Vor 25 Jahren ist diesem Ereignis eine Jubiläumsfeier im Münster, wo die erste Gemeindeversammlung stattgefunden hatte, gewidmet worden. Am 18. Oktober 2007 wurde im Stadtrat eine Feierstunde zu 175 Jahre Stadt Bern als Einwohnergemeinde abgehalten. Stadtratspräsident Peter Bernasconi hob die Bedeutung dieses Jubiläums hervor, das an die Schaffung der heute noch gültigen verfassungsmässigen Grundlagen auf Gemeindeebene erinnert, und Stadtpräsident Alexander Tschäppät ging in seinen Überlegungen der Entstehung und Entwicklung der Einwohnergemeinde als damals neuem Gemeindetyp nach, der bei allen seitherigen Veränderungen eine hohe Stabilität und immer noch eine starke Identität stiftende Wirkung aufweist .
Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde mit Berner Redoutentänzen aus dem frühen 19. Jahrhundert, vorgetragen von Brigitte Kunz Burkhalter und Martin Schranz, Klarinette, und Urs Etter, Bassklarinette. Eine vom Stadtarchiv herausgegebene Schrift ruft mit ein paar Facetten die Entstehung der Einwohnergemeinde Bern im Jahre 1832 in Erinnerung.