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Reproduktion von Geschlechtsstereotypen seitens der Lernenden in schulischen Räumen (Klassenzimmern, Gängen, Schulhöfen, u.ä.)
Im geplanten Dissertationsprojekt wird empirisch untersucht, wie sich adoleszente Lernende (im Durchschnitt 16/17 Jahre alte Lernende) in drei Tessiner Berufsschulen untereinander verhalten und wie sie mit der Lehrerschaft interagieren.
Seit einigen Jahrzehnten fokussieren soziologische und pädagogische Forschungen zu Geschlechtsaspekten in der Bildung auf eine geschlechtergerechte Schule, die sich im Spannungsfeld zwischen Dramatisierung und Entdramatisierung von Geschlecht, Individualisierung, Intersektionalität und Vielfalt bewegt. Vor diesem Hintergrund ist das Ziel dieses Dissertationsprojekts, die Geschlechtsstereotypen zu untersuchen, die den schulischen Alltag unreflektiert prägen und deren Inszenierung im Unterricht einer geschlechtergerechteren Schule im Wege stehen.
Es wird zuerst analysiert, wie sich Schülerinnen und Schüler im Unterricht geschlechtlich inszenieren und rekonstruiert, ob und wie diese Inszenierung die Beziehungen zwischen den Geschlechtern im schulischen Alltag beeinträchtigen und /oder fördern. Zuletzt wird herausgearbeitet, was für Folgen und Widersprüche das verursacht.
Supervisor: Andrea Maihofer
Co-Supervisor: Gabriele Dietze