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Rebberge an den Schweizer Ufern von Rhein und Bodensee werden im Jahr 850 erstmals urkundlich erwähnt. Dank des idealen Klimas bestand das historische Kreuzlingen während eines halben Jahrtausends aus Rebbergen.
Um 1850 erreichte das Rebgelände seine grösste Ausdehnung. Es erstreckte sich von Bottighofen bis nach Tägerwilen. Bilder des 18. und 19. Jahrhunderts lassen von Kurzrickenbach über Egelshofen bis Emmishofen einen fast geschlossenen Rebberg erkennen. Besitzerinnen und Besitzer der Rebberge waren die verschiedenen Freisitze der Gegend, Klöster aus dem benachbarten Deutschland und das Augustinerstift Kreuzlingen.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verschwand der Rebbau in Kreuzlingen aufgrund verschiedener Rebkrankheiten und Schädlinge. An die Weinbauzeit erinnern heute vor allem noch Strassen- und Häuserbezeichnungen, wie Weinstrasse, Weinberg oder Torggel.
In jüngster Zeit entstanden jedoch wieder zwei neue Rebberge. Einer am südlichen Rand des Seeburgparks (0.5 Hektar) mit vier Rebsorten im biologischen Anbau und ein kleines Feld über der Stadt, unterhalb des "Bodensee Planetariums und Sternwarte".