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In der Schweiz werden pro Jahr rund 3 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung von der Sozialhilfe unterstützt. Wird jedoch eine längere Zeitperiode von mehreren Jahren betrachtet, sind weit mehr Personen einmal auf Sozialhilfe angewiesen. Dies zeigt eine neue Studie des Bundesamtes für Sozialversicherungen.
Zwischen 2011 bis 2017 bezogen 6,1 Prozent zumindest einmal Sozialhilfe. Damit ist dieser Anteil rund doppelt so hoch wie bei der Betrachtung eines einzelnen Jahres. Bekannte Risikofaktoren für einen Sozialhilfebezug bestätigen sich in der Mehrjahresbetrachtung: Bei Alleinerziehenden steigt die Quote auf gut 26 Prozent, bei Einpersonenhaushalten auf 10 Prozent.
Weiter werden in der Studie Modelle geprüft, um die Wahrscheinlichkeit eines Sozialhilfebezugs im Verlauf des Lebens zu schätzen. Die Analysen zeigen, dass zwischen 8,7 und 9,1 Prozent alles 25- bis 63-jährigen in der Schweiz geborenen Menschen einmal in ihrem Erwerbsleben Sozialhilfe beziehen, das ist rund jede 11. Person. Bei im Ausland geborenen Personen liegt die Schätzung zwischen 15,2 und 17,2 Prozent.