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Der Post-Cup-Leader Christian Kreienbühl zu seiner Leaderposition.
Nach Jungfrau-Meile und Greifenseelauf geht der Post-Cup in eine achtwöchige Pause, ehe es mit den Vorweihnachläufen in Bulle, Basel und Zürich zum Finale kommt. Mit Christian Kreienbühl und Ursula Spielmann-Jeitziner führen zwei bekannte, aber auch überraschende Spitzenathleten das Klassement an.
Wie beurteilen Sie Ihren persönlichen Auftakt zum diesjährigen Post-Cup?
Das war ein Auftakt nach Mass. Besser wäre kaum möglich. Die Jungfrau-Meile (2.) lief perfekt und ebenso der Greifenseelauf (1.).
Wie schätzen Sie Ihre jüngste Leistungen am Greifenseealauf ein (Rang 10 und die Zeit von 1:08:02)?
Berauschend ist auch meine Zeit nicht, was für mich aber keine Rolle spielt, zumal sie noch immer besser ist als jene bei meinem letzten Greifenseelauf vor zwei Jahren.
Welchen Stellenwert genoss das Rennen?
Einen hohen. Ich wollte den Schweizer Meistertitel, ich wollte die Maximalpunktzahl im Post-Cup. Darum war die Pause nach dem WM-Marathon von Mitte August auch nur sehr kurz (2 Wochen). Darum werde ich mir nun nochmals eine Pause, diesmal von drei Wochen, gönnen.
Welche Perspektiven ergeben sich nun auf das Post-Cup-Gesamtklassement?
Auf November/Dezember werden die Karten nochmals neu gemischt. Und ich bin vorsichtig. Andreas Kempf, mein nächster Verfolger, ist vor allem am Greifensee (16./4. Post-Cup) sehr gut gelaufen. Und Michael Ott (12./3.) schreibe ich auch nicht ab. Wenn er vorbereitet zu den Vorweihnachsläufen antritt, ist mit ihm ebenso noch zu rechnen. Ich werde weiterhin mein Level abrufen müssen, sonst geht es plötzlich ruckruck, zackzack.
Welchen Stellenwert haben die Post-Cup-Rennen im Hinblick auf die Leichtathletik-Europameisterschaften des nächsten Jahres in Zürich?
Für mich ist die EM als Fernziel jetzt noch weniger zentral. Für mich ist der Post-Cup von Bedeutung. Bis vor einem Jahr gab’s für mich im Gesamtklassement kein Vorbeikommen an Philipp Bandi. Auch nicht vor zwei Jahren, als ich nach dem ersten Wettkampfblock ebenfalls in Führung gelegen hatte. Jetzt, nach Phils Rücktritt, lockt ein Podestrang, wenn’s weiter toll läuft gar der Sieg. Und diese Post-Cup-Rennen sind für mich höchst attraktiv: finanziell, von der Spannung und dem Vergleich mit den besten Schweizern, vom hohen Niveau her, von der Ambiance, den Zuschauern. Mir gefallen diese Rennen enorm.
(Text: Post-Cup, Jörg Greb | Bild: PHOTOPRESS)