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Die Grosse Königslibelle ist ein imposantes Tier: Sie erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 11 Zentimetern und erbeutet ihre Opfer im Flug. Bis im August ist sie an Weihern zu beobachten.
Ihre Masse sind imposant: Die Grosse Königslibelle (Anax imperator) erreicht eine Körperlänge von 8 bis 8,5 Zentimeter und hat eine Flügelspannweite von 9 bis 11 Zentimeter. Sie gilt als grösste in Mitteleuropa beheimatete Art. Bis im August kann man sie gut an Weihern und deren näherer Umgebung beobachten. Faszinierend ist das Flugverhalten der Libelle: Die unabhängig voneinander beweglichen Flügelpaare erlauben es dem Insekt, die Flugrichtung schlagartig zu ändern. Dabei bewegt die Libelle ihre Flügel bis zu 30 Mal in der Sekunde.
Beachtlich ist auch der grosse Kopf mit den riesigen Facettenaugen: Er hebt sich deutlich vom Brustsegment ab, die Augen bestehen aus fast 30 000 Einzelaugen. Ihr Beisswerkzeug ist kräftig ausgebildet und setzt sich aus vielen kleinen zahnartigen Auswüchsen zusammen. Beginnt die Zeit der Fortpflanzung (Juli bis August), greift sich das Männchen ein Weibchen im Flug und beginnt mit der Paarung, die dann meistens im Sitzen in der Ufervegetation ihren Abschluss findet. Die meisten Grosslibellen-Arten werfen die Eier knapp über der Wasseroberfläche ab. Dabei werden die Weibchen von den Männchen aus der Luft bewacht. Anders ist es bei der Grossen Königslibelle. Das Weibchen setzt sich und legt die Eier auf unter Wasser liegende Pflanzenteile ab. Dabei sticht es die Eier in diese Pflanzenteile und schlägt dabei heftig mit den Flügeln, um den notwendigen Druck zu erzeugen. Dieses Schauspiel kann mehrere Stunden andauern.
Die Grosse Königslibelle bleibt ihrem Revier sehr treu und vertreibt energisch Artgenossen und andere Grosslibellen. Sie ernährt sich von Insekten wie Mücken, Fliegen und anderen geflügelten Insekten. Mit ihren Fängen erbeutet sie die Opfer im aktiven Flug. Oft frisst sie auch andere Libellenarten. Die Königslibellenlarven ernähren sich im Wasser von Kleinstlebewesen. Nach vier Wochen schlüpfen die Larven.
Foto: Bildagentur Huber/Giel Oliver