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Das in Belgien ansässige Ensemble Vox Luminis, das 2004 von dem 1981 geborenen französischen Bassisten Lionel Meunier gegründet wurde, widmet sich vorrangig der Vokalmusik des 16. bis 18. Jahrhunderts, die es in variablen Besetzungen von acht bis 14 Gesangssolisten, Continuo-Musikern und weiteren Instrumentalisten zur Aufführung bringt. Seine Mitglieder, die aus verschiedenen Ländern stammen, haben meistenteils am Königlichen Konservatorium von Den Haag studiert. Vox Luminis prononciert einerseits den individuellen Ton der einzelnen Stimmen, erreicht aber andererseits eine bestechend reine Intonation und hohe Homogenität im Zusammenklang. Einladungen führten das Ensemble zu Festivals nach Frankreich, Deutschland, in die Niederlande, nach Belgien, Portugal, Grossbritannien und Israel. 2014 standen u. a. Auftritte bei den Regensburger Tagen Alter Musik, beim Berkeley Festival, beim Festival de Wallonie, beim Festival des Saintes, beim Bach-Sommer in Thüringen und beim Bremer Musikfest auf dem Terminkalender, hinzu kam im Herbst eine USA-Tournee. Sechs CDs hat das Ensemble mittlerweile vorgelegt: Gleich die erste Aufnahme mit Vokalmusik von Domenico Scarlatti (2007) gelangte auf die Bestenliste des «Preises der deutschen Schallplattenkritik». Die Einspielung der Musikalischen Exequien von Heinrich Schütz (2012) markierte den internationalen Durchbruch und wurde von Gramophone als «Recording of the Year» ausgezeichnet und mit dem «Baroque Vocal Gramophone Award», dem «Diapason d’Or» sowie dem «International Classical Music Award» prämiert. Zuletzt veröffentlichte Vox Luminis im März 2014 Reinhard Keisers Brockes-Passion, die den «Choc de Classica» erhielt. Vox Luminis wird von der Stadt Namur und der belgischen Region Wallonie-Bruxelles unterstützt.
März 2015