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Das globale Energiesystem der Zukunft – Schlüsselfaktoren der Klimaveränderung
Freitag, 1. Oktober 2004 | 8:30 Uhr
Freitag, 1. Oktober 2004 | 8:30 Uhr
Referent
Organisation
Heute macht der CO2-Anteil an der Gesamtklimabelastung durch sämtliche zivilisationsbedingten Treibhausgase 60 % aus. Der Hauptteil der anthropogenen CO2-Emission ist mit dem menschlichen Energieverbrauch verbunden. Wenn die Geschwindigkeit und der Grad der Klimaveränderung auf ein erträgliches Mass beschränkt werden sollen, muss die globale CO2-Emission in den nächsten hundert Jahren um 50 bis 70 % reduziert werden. Im Gegensatz dazu sagen Modelle voraus, dass der globale Energiebedarf in der gleichen Zeit um das 3- bis 5-fache ansteigen wird. Es werden Optionen sowohl für die Bedarfs- als auch für die Bereitstellungsseite analysiert, die einen Ausweg aus diesem weltweiten Dilemma bieten könnten.
Dieter Imboden ist seit 1988 ordentlicher Professor für Umweltphysik am Departement Umweltwissenschaften. Er leitete dieses sowie die gleichnamige Abteilung von 1992 bis 1996 als Vorsteher. Seine Forschungsgruppe gehört zum Institut für Gewässerschutz und Wassertechnologie (IGW). Geboren am 22. August 1943 in Zürich studierte er theoretische Physik in Berlin und Basel und promovierte 1971 bei Professor Baltensperger an der ETH Zürich mit einer Arbeit über theoretische Festkörperphysik. Seine Faszination für die Umwelt und das Element Wasser brachte ihn an die EAWAG, an die Scripps Institution of Oceanography (California) sowie an andere amerikanische Universitäten. Ab 1974 war er als Lehrbeauftragter an der ETH tätig, habilitierte sich 1982 auf dem Gebiet der mathematischen Modellierung und der Umweltphysik und war 1987 einer der Mitbegründer des neuen Studienganges in Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich. Von 1998 bis 1999 leitete er das Projekt novatlantis, Nachhaltigkeit im ETH-Bereich, und initiierte das Pilotprojekt ‘Die 2000 Watt-Gesellschaft’.
Während vielen Jahren beschäftigte er sich mit der Untersuchung natürlicher Gewässer, insbesondere der grossen Seen der Erde (Baikalsee, Kaspisches Meer u.a.). Es ist ihm ein wichtiges Anliegen, die Methoden der Physik zusammen mit andern Disziplinen auf die komplexen Probleme der Umwelt anzuwenden. Das mit René Schwarzenbach (ETH Zürich) und Phil Gschwend (MIT) verfasste Standardwerk ”Environmental Organic Chemistry” wurde 1993 von der Association of American Publishers als bestes Chemiebuch des Jahres ausgezeichnet. An Beispielen wie «globale Klima-Veränderungen» oder «Energiepolitik» versucht er einen Brückenschlag zwischen Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften. Er ist Mitglied des Forschungsrates des Schweizerischen Nationalfonds und verschiedener Fachkommissionen.
Donatoren und Partner
Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.
Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.
DIE HIRSCHMANN STIFTUNG ist eine gemeinnützige schweizerische Stiftung. 1985 wurde sie vom Unternehmer und Aviatik-Pionier Carl W. Hirschmann gegründet.
Das Benediktinerkloster Engelberg prägt die Geschichte des wunderschönen Bergtales seit seiner Gründung im Jahr 1120.
Die heutigen Tätigkeiten der Mönche erwuchsen weitgehend den Bedürfnissen des Ortes. Bildungsarbeit an der Stiftsschule, Seelsorge in der Pfarrei, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, Kultur- und Landschaftspflege sind Bereiche, in denen sich die Mönche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters engagieren.
Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2011 bis 2015 eine Zusammenarbeit vereinbart.
Seit Sommer 2013 besteht eine Partnerschaft mit der Universität Luzern. Und seit 2016 auch eine partnerschaft mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Mit diesen Partnerschaften werden Synergien genutzt und gemeinsame Projekte geprüft und realisiert. Die Universität Luzern besteht derzeit aus drei Fakultäten, nämlich der Theologischen, der Kultur- und Sozi-alwissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.
Im Fokus der Stiftung steht die Förderung von Organisationen in den Bereichen Kultur und Kunst, Architektur, Design, Musik, Sport, Bildung und Wissenschaft. Sie ist seit 2014 Partner der Stiftung Academia Engelberg.