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Ecuador gewährt Wikileaks-Gründer Julian Assange Asyl, wie Aussenminister Ricardo Patino am Donnerstag an einer Pressekonferenz bekannt gab. Dieser Entscheid dürfte die Spannungen zwischen Grossbritannien und dem südamerikanischen Staat noch verstärken. Erst Anfang Woche hatte Patino der britischen Regierung vorgeworfen, mit der Erstürmung der ecuadorischen Botschaft in London gedroht zu haben. Dorthin war der wegen angeblicher Sexualdelikte gesuchte Julian Assange Ende Juni geflüchtet, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen.
Zu den Vorwürfen Ecuadors hiess es am Mittwoch von britischer Seite nur, dass man verpflichtet sei, Assange an Schweden auszuliefern - und nach wie vor gedenke, dies zu tun. Gemäss der BBC ist es denkbar, dass der exterritoriale Status der Botschaft aufgehoben wird, um eine Verhaftung durchzuführen. Ob dies rechtlich überhaupt möglich wäre, ist jedoch umstritten.
Wahrscheinlicher ist, dass die britischen Behörden versuchen werden, Assange zu verhaften, sobald er die Botschaft verlässt, etwa um zum Flughafen zu fahren. Die Polizeipräsenz vor der Botschaft ist laut Medienberichten in der Nacht auf Donnerstag massiv verstärkt worden.