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Das Freiburger Spital HFR ist neben dem Kantonsspital Aarau das erste Schweizer Spital, das eine datenbasierte Studie zur Betreuung und Entwicklung von Covid-19-Patienten veröffentlicht hat. Das teilte das Spital gestern mit. Die Studie helfe, das typische Patientenprofil und den Verlauf der Erkrankung besser zu verstehen.
Geschlecht, Alter, Vorerkrankungen, Symptome, Dauer und Art des Spitalaufenthalts, Dauer der Symptome: Diese Informationen könnten laut Medienmitteilung in Zukunft helfen, die Betreuung der Patientinnen und Patienten während und nach ihrem Spitalaufenthalt zu steuern.
Lange Atembeschwerden
Konkret zeigt die Studie, dass ein typischer Coronavirus-Patient männlich und rund 70 Jahre alt ist und Vorerkrankungen – insbesondere Diabetes, Bluthochdruck und Adipositas – aufweist. Das bedeute jedoch nicht, dass sich eine junge Person nicht anstecken und eine schwere Infektion erleiden könne, schreibt das Spital.
Mehr als 60 Prozent der hospitalisierten Patientinnen und Patienten waren 30 Tage nach Beginn der Symptome wieder zu Hause. Zwei Drittel davon wiesen aber auch nach diesen 30 Tagen noch Symptome auf, insbesondere Müdigkeit und Atembeschwerden, schreibt das Spital. Trotz eines relativ hohen Ansteckungsgrads in der Bevölkerung mache die Infektionsrate in Akutspitälern nur drei Prozent der Infektionen aus; das zeige, dass die im Spital umgesetzten Schutzmassnahmen wirkten.