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Mit dem Begriff «Subkultur» habe ich mich intensiv auseinandergesetzt, nachdem ich 1996 das erste Buch des Projekts NONkONFORM – «Begerts letzte Lektion» – abgeschlossen hatte. Zur Klärung meiner eigenen Position begann ich Werkstücke zu schreiben, die nun in diesem Mäander versammelt sind. Dreimal habe ich für meine Klärungsarbeit journalistische Aufträge genutzt: 1997 in der «Fabrikzeitung» unter dem Titel «Subkultur: Fünf Faktoren und neun Thesen», 1998 in einer Anthologie zum zehnjährigen Bestehen der Reitschule Bern unter dem Titel: «Die Kunst, den Aufbruch zu verteidigen» und 2001 in der «Roten Revue» unter dem Titel: «Die Kultur der Autonomie. Und danach?»
Mein Vorgehen bei dieser Klärungsarbeit hat zu Überschneidungen von Aufsätzen und Werkstücken geführt. Ich baute damals einerseits Werkstückmaterial in journalistische Beiträge ein und legte andererseits journalistische Beiträge als Werkstücke ab, die unterdessen in der Abteilung «Feuilletonbeiträge/Aufsätze» der Textwerkstatt integral greifbar sind. Trotzdem habe ich mich entschieden, einzelne Abschnitte dieser journalistischen Beiträge hier wieder als Werkstücke zu isolieren und in den Mäander zu integrieren.
Zwar ist der Wortlaut der Abschnitte jeweils identisch. Jedoch gehören Werkstücke und Aufsatzausschnitte unterschiedlichen Textsorten an: Journalistische Texte sind auf Bestellung hergestellte Arbeiten, in denen zusammengetragenes Material so montiert wird, dass ein möglichst gefälliger, druckbarer Text entsteht mit dem Ziel eines handwerklich sauber gemachten, möglichst gut verkäuflichen Produkts. Werkstücke dagegen sind Schubladentexte – Momentaufnahmen, die einzelne Schritte des Nachdenkprozesses präzis dokumentieren.
(08.+12.12.2017; 12.07.2018)