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Was bedeutet Kinderhandel?
Unter Kinderhandel versteht man die Verbringung eines Kindes an einen anderen Ort, die Übergabe an eine Drittperson oder die Entgegennahme eines Kindes mit dem Ziel, das Kind auszubeuten.
Zu den wichtigsten Risikobereichen zählen (unbegleitete und von ihren Eltern/Sorgeberechtigten getrennte Kinder innerhalb und ausserhalb des Asylbereiches, Kinder, welche zum Betteln oder Diebstahl gezwungen werden sowie Kinderhandel zwecks sexueller Ausbeutung.
Internationale Konventionen verpflichten auch die Schweiz, Kinder vor Kinderhandel zu schützen: Das Fakultativprotokoll betreffend den Verkauf von Kindern, die Kinderprostitution und die Kinderpornografie zum UNO-Übereinkommen über die Rechte des Kindes sowie das Übereinkommen des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels bilden wichtige Grundlagen, auf welchen die Arbeit von ECPAT Switzerland im Kampf gegen den Kinderhandel basiert.
Wie setzt sich ECPAT Switzerland gegen Kinderhandel ein?
Auch in der Schweiz werden Kinder Opfer von Kinderhandel. Im Rahmen der Ausarbeitung des neuen Nationalen Aktionsplans gegen Menschenhandel 2017-2020 setzt sich ECPAT Switzerland in verschiedenen Arbeitsgruppen für einen besseren Schutz von Kindern ein, welche Opfer von Kinderhandel wurden und sich in der Schweiz aufhalten.
Die verstärkte Erkennung und Identifizierung von Opfern ist der Schlüssel, um diesen Kindern die nötige Betreuung und Unterstützung zukommen zu lassen.
Aus diesem Grund hat ECPAT Switzerland ein Handbuch für die Praxis inklusive Literaturverzeichnis erarbeitet, welches hilft, mögliche Opfer von Kinderhandel zu identifizieren und Empfehlungen für ihre Betreuung bereithält.
Die wichtigsten Fakten zum Kinderhandel in der Schweiz zusammengestellt in einer Infografik.
Das Positionspapier beschreibt den Handlungsbedarf auf politischer Ebene.
Risikosituationen auf Kinderhandel im Asylbereich erkennen und adäquat handeln.
Ein praxisorientiertes Handbuch für Fachleute aus Justiz, Sicherheit, Medizin, Verwaltung und Opferhilfe.
In dieser Stellungnahme empfiehlt ECPAT Switzerland den Begriff «potentielles Opfer von Kinderhandel» einzuführen, um insbesondere Kindern in einer verletzlichen Situation den nötigen Schutz zukommen zu lassen.
ECPAT Switzerland hat den ersten NGO-Bericht zur Implementierung des Fakultativprotokolls zur UN Kinderrechtskonvention betreffend den Verkauf von Kindern, Kinderprostitution und Kinderpornografie verfasst.