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Zur Wahl waren die gut 187'000 eingetragenen Parteimitglieder aufgerufen. Nach Auszählung von mehr als 90 Prozent aller abgegebenen Stimmen kam der 45 Jahre alte Hochschullehrer Sánchez auf rund 50 Prozent, wie die Partei am späten Sonntagabend mitteilte.
Mit rund 40 Prozent hatte die Favoritin Susana Díaz keine Chance mehr. Die Regierungschefin der Region Andalusien war unter anderen von den früheren sozialistischen Ministerpräsidenten Felipe González und José Luis Zapatero unterstützt worden.
Sánchez war am 1. Oktober 2016 nach gut zwei Jahren als PSOE-Chef zurückgetreten, nachdem er sich monatelang geweigert hatte, in einer politischen Pattsituation eine neue Amtszeit des konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy zu tolerieren. Wegen dieser umstrittenen "Blockade" und auch aufgrund mehrerer Wahlschlappen war er auch intern immer mehr in die Kritik geraten.
Mit dem Spitzenkandidat Sánchez hatte die PSOE bei der Parlamentswahl im Dezember 2015 und bei der Neuwahl im Juni 2016 die schlechtesten Ergebnisse der Parteigeschichte erzielt. Im Vergleich zur Parlamentswahl des Jahres 2011 verlor die PSOE rund 1,5 Millionen Stimmen. Dabei hatte man 2011 bereits 4,3 Millionen weniger Stimmen als bei der Wahl von 2008 registriert.
(SDA)