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Fühlen Sie sich manchmal wie ein Hamster im Rad? Haben Sie das Gefühl, alles, was Sie tun, ist sinnlos? Dass Ihr Leben an Ihnen vorbeizieht, ohne dass Sie etwas Bedeutendes erreichen? Wir wollen heute darüber sprechen, wie Sie Ihr Rennen laufen können und wie Sie es gut laufen können. Wir wollen herausfinden, wo Ihre Berufung liegt und wie Sie darin vorwärts gehen können - nicht in Ihrer eigenen Kraft, sondern in der Kraft des Heiligen Geistes. Nehmen Sie Ihre Bibel zur Hand. Wir werden uns gleich zusammen Gottes Wort ansehen.
Philipper, Kapitel 3. Vor dem Vers, ab dem wir gleich lesen werden, hat Paulus schon über viele verschiedene Dinge gesprochen. Einer der letzten Punkte davon war sein Verlangen, Gott absolut gehorsam zu werden. Er wollte Ihm so gehorsam werden wie Christus, der sich demütigte und dem Vater sogar bis in den Tod gehorsam war. Darüber hinaus betete er, dass er die volle Auferstehungskraft Christi erfahren möge; die Kraft des Heiligen Geistes, die wirkte, als Jesus von den Toten auferweckt wurde. Und von da an spricht er sehr offen über die Tatsache, dass er noch nicht angekommen ist. Philipper, Kapitel 3, Vers 12:
Philipper 3:12-14
„Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet bin; ich jage ihm aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, weil ich auch von Christus Jesus ergriffen bin. Brüder, ich denke von mir selbst nicht, es ergriffen zu haben; eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.“
Ich möchte darüber sprechen, wie Sie den Kampfpreis gewinnen, wie Sie Ihr Rennen gut laufen und am Ende den Lohn dafür bekommen können. Dafür greife ich einige Punkte aus diesen Versen auf.
Der erste ist: Wenn Sie den Preis gewinnen wollen, müssen Sie vorwärts streben. Deshalb sagte er in Vers 13: „Ich denke nicht, es ergriffen zu haben… Nein das ist Vers 12: „Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet bin; ich jage ihm aber nach…“ Mit anderen Worten: Ich wachse weiter. Einer unserer größten Schätze im Leben ist, dass wir Raum für Wachstum haben. In dem Moment, wo man glaubt, angekommen zu sein, ist man draußen. Paulus erkannte nicht nur, sondern gestand auch offen ein, dass er noch nicht alles erreicht hatte; dass er nicht vollkommen war und noch nicht die volle Reife erlangt hatte. Von dem Punkt an, wo man Euch das eingesteht, ist es noch ein langer Weg, bis man Gottes Weisheit empfängt. Und wenn Ihr geistliches Leben fade wird oder ins Stocken gerät, ist es wichtig, dass Sie sich fragen, warum.
Was behindert mein Wachstum?
Warum gewinne ich kein Land für Jesus?
Warum stagniert mein geistliches Leben?
Warum komme ich nicht vorwärts?
Wenn man nach dem Warum fragt und eine Antwort bekommt, kann man daran arbeiten und im Leben weiter vorwärts gehen.
Wenn man einen kleinen, fingergroßen Wels - einen getüpfelten Gabelwels oder einen Flachkopfwels - in ein Aquarium mit einem halben Meter Breite tut, wird er etwa 15 Zentimeter groß werden. Aber wenn man denselben kleinen Fisch in einen See wirft, wird er 90 Zentimeter lang werden und 12 bis 15 Pfund wiegen. Was sein Wachstum hindert, ist seine Umgebung. Das ist wie bei einer Pflanze, die keine Sonne bekommt. Der Schatten verlangsamt ihr Wachstum. Sie wächst viel schneller, wenn man sie an einen sonnigen Ort pflanzt. Oder vielleicht bekommt sie nicht die richtigen Nährstoffe. Aber wenn man sie mit dem versorgt, was sie braucht und sie regelmäßig gießt, wird sie wachsen.
Dasselbe kann auch in unserem Leben passieren, wenn man eine Verletzung aus der Vergangenheit nicht loslässt oder geistlich ausgehungert ist, weil man nicht gelehrt wird. Sie brauchen eine Umgebung, wo das Wort Gottes gelehrt wird, wo Sie die richtige geistliche Nahrung bekommen. Wenn Sie nicht wachsen und in geistlichen Dingen nicht vorankommen, gestehen Sie es ehrlich ein und fragen Sie Gott, warum. Er wird es Ihnen zeigen. Im Jakobusbrief heißt es, „wenn es euch an Weisheit mangelt, bittet Gott und er wird sie euch reichlich geben, ohne euch Vorwürfe zu machen.“ Finden Sie heraus, was Ihr Wachstum hindert und dann tun Sie, was nötig ist, um es zu beseitigen.
Und noch ein Wort zur Ermutigung: Nehmen Sie sich diese Dinge eins nach dem anderen vor. Das führt uns zur nächsten Aussage von Paulus in Vers 13: „Brüder, ich denke von mir selbst nicht, es ergriffen zu haben; eines aber tue ich…“ Eines aber tue ich. Jesus sagte: „Eins fehlt dir.“ König David sagte: „Eins habe ich vom Herrn erbeten…“ Nachdem er geheilt worden war, sagte der blinde Mann: „Eines möchte ich.“ Eines! So viele Menschen verzetteln sich viel zu sehr. Sie versuchen alles zu machen und alles zu sein; sie wollen von allem etwas verstehen, aber sind in nichts ein Meister. Was ist die eine Sache, von der Sie wissen, dass Sie sie gerade tun sollen? Was ist die eine Hauptaufgabe Ihres Lebens?
Ich habe einen Freund, der sehr begabt ist. Aber er ist so konfus, dass er sehr ineffektiv ist. Jedes Mal, wenn ich mit ihm rede, hat er eine neue Vision, einen neuen Dienst oder macht sonst etwas Neues, für das er mich gewinnen will. Er hat so viele Eisen im Feuer, dass er bei nichts, das er tut, wirklich effektiv ist. Er konzentriert sich nie auf nur eine Sache. Und ich glaube, die Frage, die sich uns stellt, lautet: Wo sollten wir gerade besser werden? Was sollten wir tun? Paulus sagte: „Eines aber tue ich.“ Auch wenn es Bereiche in unserem Leben gibt, von denen wir wissen, dass wir sie ändern müssen, gibt es normalerweise ein Hauptproblem, auf das Gott uns aufmerksam macht. Und wenn wir uns mit dieser einen Sache befassen, stellen wir oft fest, dass sich viele andere, die damit zusammenhängen, von allein regeln. Sie sind wie Nebenwurzeln, die von einer großen Wurzel ausgehen und wenn wir uns mit der großen Wurzel befassen, lösen sich die Nebenwurzeln ganz automatisch mit. Aber wenn es darum geht, ihre Probleme zu lösen und Dinge in ihrem Leben zu klären, sind viele Menschen wie der Stier in der Arena, der auf das rote Tuch losgeht. Sie erkennen nicht, dass der Matador der Feind ist. Und so verausgabt sich der Stier, während er langsam getötet wird. Das tun auch viele Menschen. Sie versuchen eine Trillion Dinge gleichzeitig zu lösen und werden dabei von dem wahren Feind, was immer das ist, langsam getötet.
Lassen wir jetzt für den Moment einmal außen vor, was Sie verändern müssen und wenden uns stattdessen Ihrem Schicksal oder Ihrer Berufung zu. Was ist diese eine Sache? Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden sterben und noch heute vor Gott stehen. Was wäre diese eine Sache - sagen Sie: Diese eine Sache -, von der Ihr sicher wärt, dass Gott Sie danach fragen würde? Wenn wir bei einer Tasse Tee zusammen säßen und ich sagen würde: „Okay, bringen wir es auf den Punkt. Gibt es eine Sache, über die Sie einen Eindruck hatten? Die Sie angesprungen hat, als Sie in der Bibel lasen? Von der Sie wissen, dass Sie sie tun müssen, um Gottes Ziel oder Seine Bestimmung für Ihr Leben zu erfüllen? Den Anteil, den Sie an Seinem Wirken haben? Diese eine Sache, von der Sie sicher sind, dass Er sie Ihnen aufgetragen hat?“
Beantworten Sie diese Frage und dann beherzigen Sie meinen Rat: Handeln Sie schnell. Sterben Sie nicht mit einem unerledigten Dienst, mit nicht ausgeschöpftem Potenzial, mit nicht verwirklichten Träumen. Sterben Sie nicht mit ungepredigten Predigten, ungeschriebenen Büchern, unbereisten Straßen Ihrer Bestimmung. Sie haben eine Bestimmung. Sie sind ein kompliziertes Geschöpf. Sie haben viel zu entdecken; Sie haben Leben zu geben. Jemand sagte einmal: „Die Hauptsache ist, dass die Hauptsache immer die Hauptsache bleibt.“
Als Paulus diese Worte an die Philipper schrieb, war seine eine Sache zu vergessen, was hinter ihm lag. Vers 13: „Ich denke von mir selbst nicht, es ergriffen zu haben; eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist…“ Manche können sich nicht nach vorn ausstrecken, weil ihr Fokus auf dem liegt, was hinter ihnen ist - unsere Sünden, unsere Fehler, unser Scheitern aus der Vergangenheit.
Als ich gerettet wurde, kümmerte sich ein sehr freundliches Ehepaar um mich. Ich ging damals in eine kleine Pfingstgemeinde, wo es, wie ich manchmal stichle, keine jungen Leute gab. Ich glaube, ein paar waren dort. Aber ich unterschied mich von ihnen wie Ozzie Osbourne von Ozzie und Harriet. Einige von den Jüngeren hier haben keine Ahnung, wer Ozzie und Harriet sind. Da kann ich euch nicht helfen. Aber ich wusste damals, dass sich viele Menschen in der Gemeinde vor mir fürchteten, weil ich so ganz anders aussah als sie. Es sprachen auch nicht viele mit mir. Aber dieses eine Ehepaar bemühte sich sehr um mich und war sehr freundlich zu mir. Dafür werde ich immer dankbar sein. Sie waren keine engen Freunde, aber sie waren freundlich zu mir. Ich verlor den Kontakt zu ihnen, aber dann hörte ich, dass sie im Norden eine Gemeinde gegründet hatten. Von einem gemeinsamen Freund bekam ich ihre Telefonnummer. Ich rief sie an und sagte: „Hey, erinnert ihr euch an mich?“ Sie sagten: „O, natürlich.“ Ich sagte: „Ich komme in eure Gegend. Können wir uns zum Essen treffen?“ Und wir verabredeten uns in einem Restaurant. Zu meiner großen Überraschung leiteten sie die Gemeinde nicht mehr. Wir setzten uns hin, bestellten unser Essen und er fing an zu erzählen. Ein, zwei Jahre lang war in der Gemeinde alles wunderbar gelaufen. Menschen wurden gerettet, die Gemeinde wuchs. Aber dann ließ er sich mit einer Frau aus der Gemeinde auf eine Affäre ein und beging Ehebruch mit ihr. Als er die Geschichte erzählte, fing er an zu weinen. Er hatte Buße getan, aber sie hatten die Leitung der Gemeinde jemand anderem übertragen. Sie gingen zur Seelsorge und ihre Ehe wurde gerettet. Er schluchzte. Dann stand er vom Tisch auf. Das Essen kam, aber er aß keinen einzigen Bissen davon. Er ging zur Toilette, um sein Gesicht zu waschen und während er weg war, sagte seine Frau: „Bayless, ich weiß nicht, ob du ihm helfen kannst, aber wenn du es kannst, tu es bitte.“ Sie sagte: „Es ist wahr. Er hat sich mit dieser Frau eingelassen, aber das war vor zehn Jahren.“ Sie sagte: „Er hat Buße getan. Fast wäre unsere Ehe daran zerbrochen, aber wir haben es geschafft. Wir waren bei der Seelsorge. Er hat alles getan, was von ihm verlangt wurde. In den letzten zehn Jahren hat er ein reines und heiliges Leben geführt. Aber er kann sich selbst nicht vergeben und steckt immer noch in der Vergangenheit fest.“
Ich weiß nicht, ob er es je geschafft hat, das zu überwinden. Wir hatten an diesem Tag nur eineinhalb Stunden zusammen in diesem Restaurant. Aber ich glaube, es gibt viele Menschen, die in der Vergangenheit feststecken. Vielleicht hat Ihnen jemand etwas angetan oder Sie haben etwas getan oder versäumt zu tun. Paulus sagte: „Eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist.“ Und ich glaube, das bedeutet, dass wir auch Erfolge aus der Vergangenheit vergessen sollten, nicht nur Fehler.
Ich war schon in einigen Städten in diesem Land, die eine große Sache daraus machen, einen Helden zu feiern, der dort geboren wurde und etwas Bedeutendes getan hat. Und das ist großartig. Die betreffenden Tage wurden sogar zum Feiertag erklärt. Alle kleiden sich in den Gewändern aus der Vergangenheit und feiern diesen Helden ihrer Stadt. Sie haben viel Spaß während dieser Zeit des Feierns. Aber manche dieser Orte haben keine Vision für die Zukunft, weil sich alles darum dreht, wie das Leben früher war, als hier etwas Bedeutendes passierte. Freunde, feiern Sie Ihre Geschichte, aber schaffen Sie auch eine gute Zukunft. Als Christen sind wir nicht nur zu Historikern berufen, sondern auch zu Architekten der Zukunft.
Den nächsten Punkt finden wir in Vers 14. Er sagte:
Philipper 4:14
„… und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.“
Der Satz „ich jage auf das Ziel zu“ könnte wörtlich übersetzt werden mit: „Ich laufe innerhalb der Linien.“ Und der vierte Punkt ist: Bleiben Sie auf Ihrer Bahn. Das sagt der Vers in der ursprünglichen Sprache aus. Beachten Sie die Linien, bleiben Sie auf Ihrer Spur. Das ist es, worüber Paulus sprach. Er sagte: „Ich jage auf das Ziel zu. Eines tue ich: Ich vergesse die Vergangenheit und bleibe auf meiner Spur.“
In Vers 12 begann er: „Ich will es ergreifen, weil ich auch von Christus Jesus ergriffen bin.“ Er hat mich zu einem bestimmten Zweck ergriffen. Es gibt eine Stelle in dem großen Teppich, den Er webt, wo ich hineinpasse. Mit meinen Gaben und dem, was ich zu bieten habe, hat Gott einen Platz für mich. Und ich will es ergreifen, weil Er mich ergriffen hat. Und wenn ich es ergreife, werde ich in meiner Spur bleiben.
Die Leute fragten Johannes den Täufer: „Wer bist du? Bist du der Christus?“ Er sagte: „Nein.“ Sie fragten: „Bist du Elia?“ Er sagte: „Nein.“ „Bist du der Prophet?“ „Nein.“ Da fragten sie: „Wer bist du? Was sagst du über dich selbst?“ Er sagte: „Ich bin die Stimme eines Rufenden in der Wüste: Macht gerade den Weg des Herrn.“
Johannes wusste nicht nur, wer er war, er wusste auch, wer er nicht war. Es ist genauso wichtig für Euch zu wissen, wer Ihr nicht seid, wie zu wissen, wer Ihr seid. Das hält euch in der Spur.
Ich werde an viele Orte in der Welt eingeladen, um dort zu predigen. Aber ich wähle sorgfältig aus, wo ich hingehe, weil meine Zeit das höchste Gut ist, das ich habe. Ich weiß noch, wie ich einmal für denselben Monat zu zwei großen Evangelisationen in verschiedenen Regionen der Welt eingeladen wurde. Bei beiden wurden zwanzig- bis dreißigtausend Besucher erwartet. Aber ich fragte mich: „Bin ich dafür wirklich geschaffen?“ Das, worum sie mich baten, war nicht das, was ich am besten konnte. Ich hätte es machen können, aber ich hätte es nicht gut gemacht. Also rief ich sie an und sagte: „Ich fühle mich sehr geehrt, dass ihr mich eingeladen habt, aber worum ihr mich bittet, entspricht nicht dem, wer ich bin und wozu ich berufen bin.
Ich würde es sicher hinbekommen, aber ich würde es nicht besonders gut machen. Ihr braucht jemanden, dessen Hauptbegabung darin liegt. Wenn ihr niemanden kennt, kann ich euch ein paar Vorschläge machen, aber ich muss euch leider absagen.“ Für mein Ego wäre das natürlich eine großartige Gelegenheit gewesen. Aber wir müssen uns fragen: „Wer bin ich? Wo passe ich hinein? Wie passe ich in das hinein, was Gott mir aufgetragen hat?“
Wozu sind Sie berufen? Bücher zu schreiben? Ein Ermutiger zu sein? Ein Gebetskämpfer zu sein? Gottes Wirken materiell zu unterstützen? Ein Lehrer zu sein? Was immer es ist - bleiben Sie in Ihrer Spur, dann werden Sie, was den Preis angeht, nicht disqualifiziert werden. Denn wenn Sie aus der Spur geraten und in die eines anderen laufen, werden Sie den Lohn am Ende nicht bekommen. Wir werden nur für das belohnt, wozu wir berufen und wofür wir begabt sind.
Vielleicht sind Sie heute hier und Ihr Leben scheint sehr durcheinander und willkürlich zusammengeschustert zu sein. Aber ich sage Ihnen: Sie haben eine Bestimmung. Sie sind wertvoll. Es gibt einen Grund, warum Sie zu dieser Zeit hier sind. Gott hat Sie erschaffen und Sie für diese Zeit in Sein Reich gebracht. Und das, was Sie haben, wofür Gott Sie ausgestattet hat, passt in den wunderbaren Teppich, den Gott webt. Sie haben ein Teil, das in das Puzzle passt, das Er zusammensetzt. Wir können nicht immer einen Schritt zurück machen und sehen, was Gott tut. Manchmal sehen wir nur einen kleinen Teil davon. Aber wenn Sie Gott suchen, wird Er Sie führen und Sie müssen in Ihrer Spur bleiben. Sie können von anderen lernen, aber Sie sollten sie nicht kopieren. Sie wurden als Original geboren. Es wäre eine Schande, wenn Sie als Kopie sterben würden. Sie sind dann zufrieden und gesegnet, wenn Sie in Ihrer Spur laufen und dort bleiben; wenn Sie aufhören, sich mit anderen zu vergleichen und mit ihnen zu wetteifern und anfangen für denjenigen zu laufen, der Sie berufen und ausgestattet hat.
Vor vielen Jahren wollte ich unbedingt, dass jemand in unserer Gemeinde eine starke Predigt über den Glauben hielt. Ich sprach mit ein paar Freunden und sie nannten mir den Namen eines Mannes. Sie sagten: „Bayless, dieser Mann wird es richtig machen. Er hat einen einzigartigen Stil und er wird eine solide Predigt über den Glauben halten.“ Also rief ich den Mann an und lud ihn ein, an einem Mittwochabend bei uns zu sprechen. Er wollte mich vorher noch treffen und so war ich eine Stunde früher in der Gemeinde. Ich wartete an der Tür, als er mit seinem Pick-up heranfuhr. Das Erste, was mir auffiel, war ein „Alarmgeschützt durch Smith und Wesson“-Aufkleber an der Heckscheibe. Das ist ein Waffenhersteller, falls ihr das nicht wisst. Und ich glaube, es waren Gewehrhalter in dem Truck. Dann stieg dieser Cowboy aus. Er trug Stiefel, Jeans, einen großen Gürtel und ein Cowboyhemd. Ich glaube, seinen Hut hatte er auf dem Sitz gelassen. „Pastor Bayless?“ Ich sagte: „Ja! Bist du der Soundso?“ Wir schüttelten uns die Hände, gingen in mein Büro und redeten. Im Lauf des Gesprächs fragte ich ihn: „Bist du ein Cowboy?“ Er sagte: „Ja“ und begann mir eine Geschichte zu erzählen. „Weißt du, Bayless, in den Kreisen, in denen ich mich bewege, tragen alle Männer dreiteilige Anzüge und Krawatten.“ Das habe ich früher auch getan. Ich bin so froh, dass diese Zeit vorüber ist! O Jesus! Jeden Sonntag predigte ich in einem dreiteiligen Anzug und Krawatte. Manche von euch wissen das noch. Ist jemand schon so lange bei uns? Okay. Erinnert ihr euch an den gelben Anzug mit den großen Aufschlägen? O ja. Und er sagte: „In den Kreisen, in denen ich mich bewege, trägt jeder einen dreiteiligen Anzug und Krawatte und fast alle Männer fahren einen Cadillac. Und ich betete: O Gott, ich möchte zu ihnen gehören. Schenk mir einen Cadillac, Gott. Aber Gott beantwortete mein Gebet nie. Als ich dann eines Tages wieder betete, fragte Gott: Willst du wirklich einen Cadillac? Ich sagte: Eigentlich nicht, Herr. Er sagte: Was möchtest du? Ich sagte: Ich möchte einen Pick-up. Der Herr sagte: Da kann ich dir helfen.“ Und dann öffneten sich auf übernatürliche Weise ein paar Türen und nach ein paar Tagen hatte er einen Truck. Er sagte: „Bayless, ich versuche nur, ich selbst zu sein.“ Und ich sagte: „Okay, es ist Zeit aufzusatteln und hinunterzugehen. Du musst predigen!“ Er hielt eine wunderbare Predigt. Ich glaube, der Rat, sich selbst treu zu sein, ist eine wahre Lektion. Wenn Sie ein Cowboy sind - juhu! Sattelt auf und los!
Das bringt uns zum letzten Punkt und das ist der Preis. Es heißt: „Ich bleibe auf meinem Weg, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.“ Wer den Lauf vollendet, bekommt einen Lohn. Und das griechische Wort, das hier mit „Kampfpreis“ übersetzt wurde, steht für einen Preis, der öffentlich verliehen wird. Paulus spricht darüber mit Timotheus in 2. Timotheus, Kapitel 4, Verse 7 und 8:
2. Timotheus 4:7-8
„Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt; fortan liegt mir bereit der Siegeskranz der Gerechtigkeit, den der Herr, der gerechte Richter, mir als Belohnung geben wird an jenem Tag; nicht allein aber mir, sondern auch allen, die sein Erscheinen lieb gewonnen haben.“
Er sagte: „Der Herr wird ihn mir an jenem Tag geben.“ Der Tag ist noch nicht gekommen. Aber es wird einen Tag geben, wo der Lohn öffentlich verteilt wird. Das hat nichts mit Erlösung zu tun. Das erfolgt aus Gnade durch Glauben, nicht durch Werke. Werke haben nichts mit unserer Erlösung zu tun, abgesehen von dem Werk Christi am Kreuz. Aber wir werden dafür belohnt, dass wir leben und tun, wozu Gott uns berufen hat. Wir sollen ein gehorsames Leben führen, dem Bild von Jesus ähnlicher werden, großzügig sein, uns aufopfern, das Reich Gottes an die erste Stelle setzen… dafür bekommen wir unseren Lohn. An diesem Tag werden alle da sein. David wird da sein, Samuel, Mose, Elia, Elisa, Jesaja, Paulus, Petrus und jeder Heilige aus jedem Jahrhundert, der seit der Auferstehung für Gott gelebt hat. Und das wird eine öffentliche Angelegenheit sein.
Ich glaube, dass dieser Tag bald kommen wird, weil ich glaube, dass Jesus bald wiederkommt. Manche Menschen sagen: „Nein, alles wird bleiben, wie es immer war.“ Ich sage Euch: Ich glaube, dass Jesus bald wiederkommt und dann solltet Ihr nicht unvorbereitet sein. Ihr müsst vor Gott ein gerechtes Leben führen. Die Zeit vergeht so unglaublich schnell und ich glaube, ich werde schon sehr bald den König sehen. Und dann möchte ich hören: „Gut gemacht, mein guter und treuer Diener.“
Jesus kommt bald wieder. Gestern Abend habe ich das Gleichnis von Jesus gelesen, in dem Er sagt, dass die Person, die Gott repräsentiert, die Schafe zu Seiner Rechten und die Böcke zu Seiner Linken stellen wird. Und zu den Böcken wird Er sagen: „Geht von mir, ich habe euch nie gekannt.“ Und zu den Schafen wird Er sagen: „Kommt und erbt das Reich, das mein Vater für euch bereitet hat.“ Und Er wird sagen: „Ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich war krank und ihr habt mich besucht. Ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.“ Sie werden sagen: „Wir erinnern uns nicht daran.“ Und Er sagt: „Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan.“ Sie haben das Evangelium umgesetzt und für den Retter gelebt.
Ich glaube, mir sehen gerade Menschen zu, die von sich behaupten, Jesus nachzufolgen, aber ihr Leben trägt keine entsprechende Frucht. Reden Sie mit Gott. Und dann fangen Sie an, mit der Bibel als Ihrer letztendlichen Autorität zu leben. Denn Jesus Christus kommt bald und mit ihm Sein Lohn.