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Transkutane elektrische Nervenstimulation
Bei der TENS, der transkutanen elektrischen Nervenstimulation, wird mittels schmerzfreier Nervenreizung ein Gegengewicht zu den Schmerzsignalen geschaffen, die von den Nerven des Uterus und des Gewebes im Beckenbereich ans Gehirn gesandt werden. Dadurch werden die Schmerzsignale regelrecht überdeckt und abgeschwächt.
Der dazu benötigte Apparat besteht aus einem nur wenige Zentimeter grossen, handgesteuerten, batteriebetriebenen Kästchen (dem Stimulator), mit dem vier Polster oder Klebeelektroden verbunden sind, die zu beiden Seiten der Wirbelsäule befestigt werden. Das Gerät sendet winzige elektrische Impulse aus, die ein völlig schmerzloses Kribbel verursachen.
Die TENS sollte am besten direkt zu Beginn der Wehen und danach kontinuierlich eingesetzt werden. Der grosse Vorteil dieser Methode ist, dass Sie die Intensität der Stimulation (Stärke und Frequenz der Impulse) selbst kontrollieren und einstellen können und dabei beweglich bleiben. Viele Frauen empfinden jedoch die Wirkung als zu gering, insbesondere wenn ihre Wehenschmerzen sehr stark sind. Nicht angewendet werden kann das Gerät im Übrigen bei Wassergeburten. In den Fällen, bei denen eine kontinuierliche Überwachung der Schwangeren und/oder des Kindes durch das CTG erforderlich ist, stört die TENS-Stimulation die CTG-Kurve (Artefakte).
Wenn Sie die TENS während der Wehen nutzen wollen, kann Ihnen Ihre Klinik möglicherweise eines zur Verfügung stellen. Man kann das Gerät auch kaufen oder zu einem relativ geringen Preis mieten. Erkundigen Sie sich am besten bei Ihrem behandelnden Frauenarzt, Ihrer behandelnden Frauenärztin über die Möglichkeiten, ein solches Gerät zu beziehen. Benutzen Sie es zuvor auch einige Male zu Hause und machen Sie sich mit seiner Wirkungsweise vertraut.
Letzte Aktualisierung: 04.2016, BH / HG