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In zunehmendem Masse werden die Kriege über die Ukraine und des Mittleren Ostens durch den Einsatz von Drohnen der Kriegsparteien bestimmt.
Bereits in den Kriegen über Afghanistan und dem Irak wurde das Gefechtsfeld durch Drohnen aufgeklärt. Diese verfügen teilweise über eine Flugdauer von über 24 Stunden.
Einzelne Typen wie die Aufklärungsdrohne Global Hawk von Northrop Grumman erreichen eine Dienstgipfelhöhe von beinahe 20 km und eine Reichweite von 15’186 km. (1)
Für die Angriffe auf die zivile und militärische Infrastruktur sowie auf Waffenstellungen des Gegners verwenden die Kriegsparteien heute immer mehr Kamikaze-Drohnen.
Dazu gehören iranische Drohnen Hesa Shahed-136, die die russische Kriegführung gegen die Ukraine einsetzt. (2)
Diese Drohnen weisen einen Gefechtskopf von 40 kg, eine Reichweite von 2’500 km, eine Dienstgipfelhöhe von 4’875 Meter und eine Flugdauer von 20 Stunden auf.
Denkbar ist, dass in der Zukunft Kriegsparteien Kamikaze-Drohnen in einen Warteraum fliegen lassen und nach Bedarf für Angriffe einsetzen werden.
Vorläufer der Kamikaze-Drohnen dürften die Fieseler Fi 103 (V1, Vergeltungswaffe 1) sein, die das Dritte Reich vom Juni 1944 bis März 1945 gegen Ziele in England und Belgien einsetzte.
Nach dem Abschuss flog eine V1, ausgerüstet mit einem Sprengkopf von 847.11 kg, autonom gegen ein anvisiertes Ziel.
Die Reichweite betrug 257 km und die Dienstgipfelhöhe 3 km. Die Zielgenauigkeit war bescheiden.
Die neueste Version der Drohnen dürften Ramm-Drohnen sein, die in einem Warteraum fliegen und KI-gesteuert gegnerische Offensiv-Drohnen rammen.
In der Kriegführung findet zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Revolution der Waffen und Einsatzarten statt.
Jede Armee, die dies nicht erfasst, dürfte spätestens durch Niederlagen in einem Krieg bestraft werden.
1 Müller, Cl., Flugzeuge der Welt 2023, Motorbuch Verlag, Zlin, 2023, S. 254/255.
2 Müller, Cl., S. 178/179.