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Dabei geht es um Vorgaben, die nach der Finanzkrise erlassen wurden und mit denen Geldinstitute verpflichtet werden, nicht zu große Risiken einzugehen. Mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, unter den betroffenen Banken seien Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan Chase. Nach Darstellung der Konzerne können sie bestimmte Beteiligungen etwa an Investmentfonds im Moment kaum verkaufen. Sie fordern deswegen von der Notenbank weitere fünf Jahre Zeit, um die sogenannte Volcker-Regel zu erfüllen.
Der Volcker-Regel zufolge kann Geldinstituten eine Übergangsphase von fünf Jahren eingeräumt werden, um "illiquide" Anlagen zu veräußern. Den Insidern zufolge hat die Fed die Banken bereits aufgefordert, Einzelheiten zu den betroffenen Investments zu übermitteln. In der Branche wurde bereits erwartet, dass die Geldhäuser um Aufschub bitten. Die Fed-Bankenaufseher sind dabei in einer schwierigen Lage: Kommen sie der Wall Street weit entgegen, dürfte dies auf Kritik in der Öffentlichkeit stoßen. Legen sie die Regeln streng aus, könnten sie für Verluste verantwortlich gemacht werden, die die Banken mit Notverkäufen einfahren.
Die Wall-Street-Institute sind von den Vorgaben unterschiedlich stark betroffen: So hatte Goldman Ende Juni sieben Milliarden Dollar in Private-Equity-Fonds, Immobilienholdings oder Hedgefonds investiert, die unter die Volcker-Regel fallen. Bei JPMorgan sind es etwa eine Milliarde Dollar.
(Reuters)