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Ist man mit dem Auto gemeinsam längere Zeit unterwegs, kann es manchmal langweilig werden. Man will sich nicht unbedingt unterhalten, aber etwas zusammen machen. Warum nicht ein Spiel vorschlagen?
Die Kreativität spielen lassen
Mag man Wortspiele, kann es unterhaltsam sein, Sätze zu bilden. Und zwar mit Autokennzeichen als Vorgabe. Dazu nimmt man das erste Kennzeichen, das man sieht, und versucht, die Buchstaben des Kennzeichens der Reihe als Anfangsbuchstaben für die Wörter eines Satzes zu nehmen. Beispielsweise ist das Kennzeichen AB-CD 1234. Dann könnte der Satz lauten: Alle Bären chillen dort. Die Vorgabe kann entweder sein, dass man den Satz erst sagt, wenn jeder einen Satz in Gedanken formuliert hat, oder man sagt seinen Satz direkt, wenn man ihn zusammenhat. Entweder stimmt man ab, wer den besten oder lustigsten Satz kreiert hat, oder der bekommt einen Punkt, der als erster einen Satz sagt. Gewonnen hat am Ende der mit den meisten Punkten.
Wer sieht als Erster …?
Bei diesem Spiel überlegt man sich etwas, das voraussichtlich in der nächsten Zeit zu sehen ist, und stellt es vor. Beispielsweise „Wer sieht als Erster eine Kuh?“, wenn man auf der Autobahn ist und in der Nähe Weiden zu sehen sind. Der, der zuerst eine Kuh sieht, bekommt einen Punkt und darf das nächste Objekt in den Mittelpunkt stellen.
Zählen
Man kann auf einer längeren Autofahrt wetten, wer zuerst eine bestimmte Anzahl vorher festgelegter Sachen, Tiere oder Personen sieht. Der eine kann dabei zum Beispiel rote Autos zählen, der andere eine bestimmte Automarke. Man einigt sich im Vorfeld, wie viel jeder für den Siegplatz gezählt haben muss, beispielsweise der eine zehn VWs, der andere fünf grüne Autos. Es gewinnt der, der zuerst seine Aufgabe erfüllt hat. Dann wird die nächste Aufgabe gestellt.
Ebenso können alle die gleiche Aufgabe bekommen. Dann gewinnt der, der als Erster zum Beispiel zehn Fußgänger gesehen hat.
Früher konnte man unterwegs nur spielen, was man in der Tasche hatte. Heute sieht das anders aus: Wer ein Tablet, iPhone oder Smartphone hat, kann jederzeit auf eine ganze Reihe von Spielen zugreifen. Sogar auf einem simplen Handy können ein paar Spiele für Abwechslung sorgen.
Spiele in der App
Im AppStore oder im PlayStore kann man seinen Wünschen entsprechende Spiele herunterladen und sie unabhängig vom Internet spielen. Kopfhörer ermöglichen, die zum Spiel gehörende Geräuschkulisse zu genießen, ohne Mitreisende zu belästigen.
Die Spielauswahl ist groß. Ständig kommen neue Spiele hinzu oder alte Spiele werden neu aufgelegt. Sogar Spiele, die vor fast einem halben Jahrhundert als Video-Spiele bekannt wurden, werden heute als Retro-Games wieder gern gespielt. Dies aber nicht in Spielhallen oder Kneipen, sondern dort, wo man möchte, auf einem kleinen Gerät, mit dem man nebenher auch telefonieren kann.
Online-Spiele
Hat man eine stabile Internet-Verbindung, kann man auch Spiele im Internet aufrufen und sich damit beschäftigen. Hier ist es auch möglich, sich mit anderen im Netz zu treffen und gemeinsam zu spielen. Weshalb nicht: Auf dem Weg nach München oder Hamburg, im Auto oder der Bahn mit einem Freund in Berlin ein Spielchen wagen!
Ebenso kann man unterwegs ein Online-Casino besuchen und sich an vielen Automaten oder im Live-Casino mit Kartenspielen oder Roulette beschäftigen.
Für Brettspiele braucht man immer mindestens ein Brett, auf dem ein Spielfeld aufgezeichnet ist, sowie Spielfiguren. Würfel sind nicht immer für ein Brettspiel nötig, ebenso wenig Karten, Spielgeld oder anderes Zubehör.
Brettspiele gibt es schon seit vor unserer Zeitrechnung. Bereits auf dem steinernen Königsthron Karls des Großen, der im Aachener Dom zu besichtigen ist, ist an einer Seitenplatte ein Mühlespiel eingeritzt. Das wurde vermutlich Ende des achten Jahrhunderts von Steinmetzen oder Fuhrleuten genutzt, bevor die einzelnen Marmorplatten zu einem Sitz für den Regenten zusammengefügt wurden. Ein Mühleplan ist nachweislich aus dem 14. Jahrhundert vor Christus.
Das Schachspiel in seiner jetzigen Form existiert ungefähr seit dem siebten Jahrhundert. Der beim Schach genutzte Spielplan wird auch für das Damespiel verwendet, das wahrscheinlich im zehnten oder elften Jahrhundert entwickelt wurde. Halma ist das jüngste Spiel der hier vorgestellten Spiele. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. Alle drei Spiele werden von zwei Spielern bestritten.
Schach
Der Name des Königsspiels leitet sich von „Schah“ ab. Es wird mit 32 farblichen und von der Gestalt her unterschiedlichen Figuren gespielt. Dies sind jeweils acht Bauern, zwei Türme, zwei Läufer, zwei Springer, eine Dame und ein König, die einmal in „Weiß“ und einmal in „Schwarz“ vorhanden sind. Die Figuren haben verschiedene Möglichkeiten, sich über das Spielfeld zu bewegen. Das Spielfeld besteht aus je 32 schwarzen und 32 weißen, also 64 Feldern, die abwechselnd abgebildet sind. Ziel ist, den König matt zu setzen, sodass diese Figur keinen Zug mehr ausüben kann.
Dame
Beim Damespiel hat jeder Spieler 32 schwarze oder weiße Spielsteine. Ziel ist, alle Steine des Gegners durch Überspringen oder Blockieren zu eliminieren.
Mühle
Jeder Spieler hat jeder Spieler neun schwarze oder weiße Damesteine. Ziel ist, alle Steine des Gegners zu eliminieren.