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This is a text translated from German to Rumantsch Grischun.
Vorbehalte zum Konzept Wolf Schweiz

Gegenüber dem Bund nimmt die Bündner Regierung Stellung zum Konzept Wolf Schweiz. Sie macht mehrere Vorbehalte, die sich insbesondere auf das Nebeneinander von Mensch und Wolf beziehen.

Die Regierung anerkennt die Bemühungen des Bundes, die Fragen, welche mit der Zuwanderung des Wolfs zusammenhängen, konzeptionell und zielgerichtet angehen zu wollen. Sie erklärt sich befriedigt darüber, dass verschiedene heikle Punkte in der Zwischenzeit geregelt worden sind (höhere Beiträge bei Schäden von Gross-Raubtieren und Delegation der Abschusskompetenz an die Kantone). Positiv wird auch die Absicht des Bunds gewürdigt, das Wolf-Konzept in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen und den massgebenden Interessengruppen weiterzuentwickeln.

Hinsichtlich der Koexistenz von Mensch und Wolf meldet die Regierung allerdings gewisse Bedenken an. Diese ist nach Ansicht der Regierung nicht in jedem Fall gewährleistet. Vielmehr ist sie laufend zu überprüfen und auch kritisch zu hinterfragen.

Bei der Abschussbewilligung vertritt die Regierung die Auffassung, dass eine flexiblere Lösung anzustreben ist. Dabei soll unterschieden werden, ob die Nutztier-Halter Vorsorgemassnahmen getroffen haben oder nicht. Im ersten Fall soll die Abschussbewilligung bereits erteilt werden können, wenn ein Wolf zwischen 25 und 50 Nutztiere gerissen hat. Werden hingegen keine oder ungenügende schadensverhütende Massnahmen getroffen, soll am Kriterium "50-Nutztier-Risse" festgehalten werden.

Dem Grundsatz "Schadenverhütung vor Schadenvergütung" ist oberste Priorität einzuräumen. Im Wolf-Konzept werden mehrere Massnahmen aufgezeigt. Der Kanton Graubünden ist interessiert und bereit, sich an entsprechenden Pilotprojekten zu beteiligen. Zielführende Massnahmen sind nur möglich, wenn sowohl auf Bundes- wie auf Kantonsebene die Jagd- und Landwirtschaftbehörden die Frage der Schadensverhütung gemeinsam angehen und beim Umsetzen dieser Massnahmen eine sinnvolle Aufgabenteilung erfolgt.

Weiter weist die Regierung darauf hin, dass sich die Entschädigung im Schadenfall nicht nur auf den Wert der gerissenen Tiere beschränken darf, sondern auch der zusätzliche Aufwand sowie allfällige Nebenkosten den Nutztier-Haltern zu vergüten sind. Die Regierung erwartet, dass der Bund im Rahmen der Landwirtschafts-Gesetzgebung zusätzliche Mittel bereitstellt.

Für die Akzeptanz von Gross-Raubtieren kommt der Öffentlichkeitsarbeit eine Schlüsselrolle zu. Entsprechende Informationskampagnen sind koordiniert auf nationaler, kantonaler und regionaler Ebene durchzuführen. Neben der breiten Öffentlichkeit sind als Zielgruppen vor allem die Nutztier-Halter und die Jägerschaft anzusprechen.

Weitere Vernehmlassungen an Expo-Leitung und Bund

In einem Schreiben an das Steuerungskomitee der Expo.02 äussert die Regierung ihre Enttäuschung darüber, dass die rätoromanische und italienische Sprache und Kultur an der Schweizerischen Landesausstellung kaum zu Zug kommen resp. vergessen gingen. Die Präsenz der rätoromanischen und italienischen Kultur und Sprache ist im Wesentlichen auf die Kantonaltage beschränkt. Die Kantone Graubünden und Tessin sind nie über eine vorgesehene Präsenz der Sprachen Rätoromanisch und Italienisch an der Expo.02 angefragt oder informiert worden. Die Regierung versteht, dass zum jetzigen Zeitpunkt eine Änderung des Programms und der Projekte nicht mehr möglich sein wird, bittet aber, dass der Präsenz der rätoromanischen und italienischen Sprache in Informationsunterlagen, Prospekten, Hinweisen u.dgl. der Expo.02 höchste Beachtung geschenkt wird.

Das zweite Zusatzprotokoll zum Europäischen Rahmenübereinkommen über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Gebietskörperschaften oder Behörden (Madrider Übereinkommen) wird von der Regierung begrüsst. Es stellt die Binnenkantone und die Grenzkantone in Bezug auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gleich. Das Abkommen ist somit wichtig für das Programm Interreg III C der Europäischen Union, indem es eine intensivere Zusammenarbeit zwischen nicht an einander grenzenden Regionen, z.B. Binnenkantonen und anderen europäischen Regionen ermöglicht.

Die Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland muss an die Abkommen mit der EU und die daraus resultierenden Änderungen des einschlägigen Bundesgesetzes angepasst werden. Die Regierung ist mit diesem Ansinnen zwar grundsätzlich einverstanden, weist aber ausdrücklich auf den Mangel hin, dass Ferienwohnungen nach wie vor eine Fläche von 100 Quadratmetern nicht überschreiten dürfen. Dies führte dazu, dass die Bündner Tourismusorte sehr gute Gäste verloren haben, die ihre Traumwohnung nicht in Graubünden, sondern im Ausland erworben haben. Hier drängen sich nach Ansicht der Regierung unbedingt Lockerungen auf.

Der Entwurf für ein neues Bundesgesetz über die Förderung von preisgünstigem Wohnraum berücksichtig die legitimen Bedürfnisse des ländlichen Raums und vor allem der Berggebiete nur unzureichend. Vielmehr ist er ein Agglomerationsmodell, das schwergewichtig Mietwohnungen unterstützt und Wohneigentum für Haushalte mit geringen Eigenmitteln aber verhältnismässig hohen Einkommen fördert. Nicht berücksichtigt wurde im Entwurf die besondere Situation bei der Wohnungsversorgung im ländlichen Raum mit einem überdurchschnittlich hohen Eigentumsanteil bei tiefer Vermögens- und Eigentumslage. Damit der ländliche Raum bei der Wohnraum-Förderung nicht benachteiligt wird, muss der Gesetzesentwurf mit griffigen Instrumenten ausgestattet werden, die es erlauben, preisgünstiges und selbstgenutztes Wohneigentum zu fördern. Der Gebirgskanton Graubünden fordert, dass das Bundesgesetz über die Verbesserung der Wohnverhältnisse in den Berggebieten weitergeführt resp. seine Ziele ins neue Wohnraumförderungs-Gesetz integriert werden. Nur durch diese Fördermassnahmen kann für das Berggebiet generell und im Bereich der Landwirtschaft eine genügende Unterstützung in der Wohnungsversorgung sichergestellt werden.

Gegen die vorgesehenen Änderungen der Gewässerschutz-Verordnung hat die Regierung keine Einwände, betreffen sie den Kanton Graubünden doch nicht.

Die geplanten Änderungen der Verordnung des EJPD über Überwachungssysteme und Glücksspiele werden ausdrücklich unterstützt. Sie berücksichtigen die bisherigen Erfahrungen, welche vor der Eröffnung neuer Spielbanken umgesetzt werden sollen.

Gegenüber dem Bundesamt für Verkehr beantragt die Regierung, der Rothorn und Scalottas AG die Konzession für den Bau einer Sechser-Sesselbahn Parpan-Heimberg zu erteilen.

Kultur- und andere Beiträge

Es werden Beiträge und Defizitgarantien im Gesamtbetrag von 59'000 Franken gesprochen für die folgenden Projekte resp. Institutionen:

- Ausstellung "Expos.ch - die Schweiz ausstellen?" im April/Mai 2002 im Churer Rathaus, und

- Forschungsprojekt des Bündner Gleichstellungs-Büros "Politische Partizipation von Frauen auf Gemeindeebene".

Personelles

Reta Bossi Rhyner, geb. 1966, von und in Glarus, wird Oberärztin am Frauenspital Fontana in Chur. Sie tritt ihre 50-Prozent-Stelle Anfang 2002 an.

Standeskanzlei Graubünden

Gremium: Regierung

Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden

Data: 30.08.2001

Resalvas davart il concept dal luf en Svizra

Envers la confederaziun prenda la regenza grischuna posiziun tar il concept dal luf en Svizra. Ella fa pliras resalvas che sa basan cunzunt sin l'in sper l'auter da l'uman e dal luf.

La regenza renconuscha las stentas da la confederaziun da vulair a moda concepziunala ed intenziunada far frunt a las dumondas che stattan en connex cun l'immigraziun dal luf. Ella exprima sia cuntentientscha che differents puncts delicats sajan dentant vegnids reglads (contribuziuns pli autas en cas da donns d'animals gronds da rapina sco er delegar la cumpetenza da schluppettar als chantuns). Sco positiva vegn er taxada l'intenziun da la confederaziun da sviluppar il concept dal luf en stretga collavuraziun cun ils chantuns e cun las gruppas d'interess cumpetentas.

Areguard la coexistenza da l'uman ed il luf annunzia la regenza dentant tscherts dubis. Tenor l'avis da la regenza n' è questa betg garantida en mintga cas. Ella è plitost d'examinar cuntinuadamain ed er da metter en dumonda criticamain.

Tar la lubientscha da schluppettar è la regenza da l'opiniun ch'i saja da prender en mira ina schliaziun pli flexibla. Latiers duai vegnir differenzià sch'ils possessurs d'animals da niz han prendì mesiras da prevenziun u betg. En l'emprim cas duai gia vegnir concedida la lubientscha da schluppettar sch'in luf ha stgarpà tranter 25 e 50 animals da niz. Vegnan perencunter prendidas naginas mesiras per evitar donns u mesiras insuffizientas duai vegnir mantegnì il criteri "50 stgarps d'animals da niz".

Al princip "prevenziun da donns avant indemnisaziun da donns" è da conceder la prioritad suprema. En il concept dal luf vegnan preschentadas differentas mesiras. Il chantun Grischun è interessà e pront da sa participar a projects da pilot correspundents. Mesiras cun clera finamira èn be pussaivlas sche las autoritads da chatscha e da l'agricultura fan frunt cuminaivlamain a la dumonda da prevenziun da donns tant sin plaun federal sco er sin plaun chantunal e sch'ina repartiziun da la lavur raschunaivla resulta da la realisaziun da questas mesiras.

Plinavant menziunescha la regenza che l'indemnisaziun en cas da donn na dastgia betg mo sa restrenscher sin la valur dals animals stgarpads, mabain ch'era ils custs supplementars sco er ils eventuals custs accessoris sajan d'indemnisar als possessurs d'animals da niz. La regenza spetga che la confederaziun mettia a disposiziun ulteriurs meds finanzials en connex cun la legislaziun d'agricultura.

Per l'acceptanza dals animals gronds da rapina ha la lavur da publicitad ina posiziun-clav. Campagnas d'infurmaziun correspundentas èn da realisar a moda coordinada sin plaun naziunal, chantunal e regiunal. Dasper la publicitad vasta èn cunzunt da pledentar ils possessurs d'animals da niz ed ils chatschaders sco gruppa da destinataris.

Ulteriuras consultaziuns a la direcziun da l'Expo ed a la confederaziun

En ina brev al comité directiv da l'Expo.02 exprima la regenza sia dischillusiun davart il fatg che la lingua e cultura rumantscha e taliana na vegn strusch resguardada resp. è ida en emblidanza en l'exposiziun naziunala svizra. La preschientscha da la cultura e la lingua rumantscha e taliana è restrenschida en l'essenzial sin ils dis chantunals. Ils chantuns Grischun e Tessin n'èn mai vegnids dumandads u infurmads davart ina preschientscha previsa da las linguas rumantsch e talian a l'Expo.02. La regenza chapescha ch'ina midada dal program e dals projects na vegn uss betg pli ad esser pussaivla, giavischa dentant ch'i vegnia regalà la pli gronda attenziun a la preschientscha da la lingua rumantscha e taliana en documents d'infurmaziun, prospects, indicaziuns ed auter da l'Expo.02.

Il segund protocol supplementar tar las convenziuns da basa europeicas davart la collavuraziun sur ils cunfins tranter corporaziuns territorialas u autoritads (cunvegnientscha da Madrid) vegn beneventà da la regenza. Areguard la collavuraziun sur ils cunfins metta el sin il medem plaun ils chantuns interns ed ils chantuns da cunfin. La cunvegna è pia impurtanta per il program Interreg III C da l'Uniun europeica cun pussibilitar ina collavuraziun pli intensiva tranter las regiuns che na cunfineschan betg ina cun l'autra, p. ex. chantuns interns ed autras regiuns europeicas.

L'ordinaziun davart l'acquist da bains immobigliars tras persunas a l'exteriur sto vegnir adattada a las cunvegnas cun la UE ed a las midadas da la lescha federala respectiva che resultan da quellas. La regenza è da princip d'accord cun questa pretensiun, fa dentant expressivamain attent a la mancanza che las abitaziuns da vacanzas na dastgian anc betg surmuntar ina surfatscha da 100 meters quadrat. Quai ha chaschunà ch'ils lieus da turissem dal Grischun han pers fitg buns giasts che n'han betg cumprà lur abitaziun da siemi en il Grischun, mabain a l'exteriur. Tenor l'avis da la regenza dovri en mintga cas schluccadas sin quest sectur.

In sboz per ina nova lescha federala davart la promoziun d'abitaziuns favuraivlas resguarda be insuffizientamain las necessitads legitimas da la regiun rurala e cunzunt dals territoris da muntogna. El è plitost in model d'aglomeraziun che sustegna principalmain las abitaziuns a fit e promova la proprietad d'abitar per chasadas cun paucs agens meds, dentant cun in gudogn proporziunalmain aut. Betg vegnida resguardada en il sboz è la situaziun dal provediment cun abitaziuns en regiuns ruralas cun ina gronda part da proprietad sur la media tar ina situaziun da facultad e proprietad bassa. Per che la regiun rurala na vegnia betg dischavantagiada tar la promoziun d'abitaziuns sto vegnir dotà il sboz da la lescha cun instruments effizients che permettan da promover proprietads d'abitar favuraivlas ed utilisadas sez. Il chantun Grischun sco chantun da muntogna pretenda che la lescha federala davart la meglieraziun da las relaziuns d'abitar en territoris da muntogna vegnia cuntinuada resp. che sias finamiras vegnian integradas en la nova lescha davart la promoziun da las abitaziuns. Be entras questas mesiras da promoziun po vegnir garantì in sustegn suffizient per il territori da muntogna en general ed en il sectur da l'agricultura.

La regenza n'ha naginas objecziuns cunter las midadas previsas da l'ordinaziun davart la protecziun da las auas, essend ch'ellas na pertutgan betg il chantun Grischun.

Las midadas previsas da l'ordinaziun dal DFGP davart il sistem da surveglianza ed ils gieus da fortuna vegnan sustegnidas expressivamain. Ellas resguardan las experientschas d'enfin uss che duain vegnir realisadas avant l'avertura da novs casinos.

Visavi l'uffizi federal da traffic fa la regenza la proposta da dar la concessiun a la Rothorn e Scalottas SA per construir ina sutgera da sis Parpan-Heimberg.

Contribuziuns culturalas ed autras contribuziuns

I vegnan conderschidas contribuziuns e garanzias da deficit en la summa totala da 59'000 francs per ils suandants projects resp. las suandantas instituziuns:

- exposiziun "Expos.ch - exponer la Svizra?" avrigl/matg 2002 en la chasa - cumin da Cuira, e

- project da perscrutaziun "participaziun politica da dunnas sin plaun communal" dal post da stab per dumondas d'egualitad.

Persunal

Reta Bossi Rhyner, naschida 1966, da ed a Glaruna, daventa media superiura da l'ospital Fontana a Cuira. Ella entra en sis plazza da 50 pertschient l'entschatta dal 2002.

Chanzlia chantunala dal Grischun

Gremi: regenza

Funtauna: rg chanzlia chantunala dal Grischun

Data: 30.08.2001