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Was ist die beste Strategie für Berufstätige ab 40, um ihr Geld erfolgreich zu investieren?Lesezeit 6 min / von Erik Gloerfeld
Vor kurzem 40 geworden? Wenn Du mit 65 in Rente gehen willst, bist Du schon fast in der Mitte Deiner beruflichen Karriere angekommen. Es ist an der Zeit, Dir Deine finanzielle Zukunft anzusehen und festzustellen, ob Du auf dem richtigen Kurs bist.
Menschen dieser Altersgruppe stellen uns häufig folgende Fragen:
„Spare ich genug für den Ruhestand?“
„Was ist die ideale Anlagestrategie für Leute um die 40?“
„Sollte ich eher konservativ oder aggressiv investieren?“
„Wie aggressiv sollte ich investieren?“
„Was ist die beste Vermögensstrategie für 40-Jährige?
Bevor wir tiefer eintauchen, gute Neuigkeiten: Mit 40 Jahren hast Du noch genug Zeit, um Deine Ersparnisse zu vergrössern – wenn Du es richtig angehst. In diesem Artikel zeigen wir Dir, wie Du mit einem beträchtlichen finanziellen Ruhepolster in Rente gehen kannst – ohne auf die Aktivitäten zu verzichten, die Du liebst (es geht darum, klüger zu arbeiten, nicht härter).
Regel Nr. 1: Investiere nicht in Dein Bankkonto
Nehmen wir zum Beispiel Anne – eine 40-jährige, berufstätige Frau. Anne hat (fast) alles richtig gemacht, und sie hat 100’000 Franken in der Bank. Sie benötigt dieses Geld kurz- oder mittelfristig nicht; es ist für den Ruhestand vorgesehen.
Um angenehm leben zu können, hat sich Anne zum Ziel gesetzt, im Alter von 65 Jahren mit 1’000’000 Franken in Rente zu gehen. Damit würde sie 20 Jahre lang über ein Jahreseinkommen von rund 50’000 Franken verfügen, zusätzlich zu den Zahlungen aus dem Alterssicherungssystem (aka “AHV”, Säule 1) und der Pensionskasse (aka ”BVG”, Säule 2).
Annes Ziel ist sehr realistisch.
Aber eines sollte sie sofort tun – die 100’000 Franken aus der Bank nehmen, wo sie nahezu null Zinsen erhält!
Sie verpasst nicht nur eine Gelegenheit, ihre Ersparnisse zu vergrössern, sondern ist mit dem Problem der Inflation konfrontiert.
Nehmen wir an, die Inflation verharrt bei der heutigen Rate von 0,7 Prozent pro Jahr, und ein typisches Schweizer Bankkonto bietet weiterhin 0,01 Prozent Rendite. In fünf Jahren brauchst Du also 10’350 Franken, um Dir das zu kaufen, was Du heute mit 10’000 Franken gekauft haben könntest.
In der Zwischenzeit ist Dein Bankkonto aber nur auf 10’005 Franken angewachsen. Mit anderen Worten; Du wirst ärmer sein, als zu dem Zeitpunkt, als Du Dein Geld eingezahlt hast.
Regel Nr. 2: Nicht zu konservativ investieren
Was ist die beste Anlagestrategie für 40-jährige Frauen? Es gibt keine Einheits-Anlagestrategie für Annes demografische Gruppe. Alter ist einer von vielen Faktoren, die Yova bei der Gestaltung einer Anlagestrategie berücksichtigt – das Alter ist ein wichtiger Faktor, weil es direkt mit dem Anlagehorizont einer Person in Verbindung steht.
Mit 40 Jahren beträgt Annes Anlagehorizont etwa 25 Jahre (mehr oder weniger). Da sie bei ihrer Pensionierung auf ihr Geld zugreifen muss, ist das der Zeitpunkt, ab welchem ihre Investitionen in Bargeld umgewandelt werden. Schliesslich haben Rentner nicht den Luxus, auf den Markt zu warten, um sich nach einem Einsturz zu erholen!
Wir sehen jedoch oft, dass Menschen in ihren Vierzigern mit ihren Investitionen zu konservativ umgehen – sie behalten grosse Geldbeträge auf ihren Bankkonten oder setzen auf Investitionen, die nur ein sehr geringes Wachstum bieten.
Das ist verständlich. Mit der globalen Finanzkrise in ihrer Erinnerung neigen einige Menschen dazu, bei Finanzgeschäften an der Börse kein Risiko einzugehen.
Aber wusstest Du, wie lange es dauerte, bis sich der Aktienmarkt nach der Finanzkrise erholte?
Nehmen wir zum Beispiel den unglücklichsten Investor, der sein Geld 2007 genau am höchsten Punkt des Aktienmarktes an die Börse gebracht hat. Wie lange hat es gedauert, bis er Gewinn gemacht hat?
Nur viereinhalb Jahre.
Wie diese Grafik zeigt, erzielten Anleger, die den Sturm einige Jahre überstehen konnten, bald wieder kräftige Zugewinne.
Entwicklung des Aktienmarkts seit 2006
Yova Grafik
Wenn wir zurückblicken auf den Einbruch der Börse von 1929, der die Weltwirtschaftskrise auslöste, sehen die Grafiken so aus, als bräuchte es mehr als 25 Jahre, bis sich der Markt wieder erholte. Die von den New York Times gemeldete Untersuchung ergab jedoch, dass die Anleger bereits nach vier Jahren und fünf Monaten wieder aus den roten Zahlen waren, unter Berücksichtigung der erhaltenen Dividenden, sowie des Verbraucherpreisindexes.
Natürlich ist die Wertentwicklung in der Vergangenheit kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen, und es ist wichtig, bei jeder Investition zu verstehen, dass Du mit ihr auch Geld verlieren könntest.
Regel Nr. 3: Verteile Deine Vermögenswerte korrekt
Nachdem Yova das Risikoprofil von Anne ermittelt hat, wird Yova entscheiden, wie sie ihr Anlagegeld zwischen Aktien und Anleihen aufteilen soll (Mehr lesen: Wieso Aktien und Staatsanleihen?).
Aktien sind die aggressivere oder „dynamischere“ Option, da sie dazu neigen, tagtäglich zu steigen oder zu fallen. Anleihen sind konservativer, weil sie eine bessere langfristige Stabilität haben. Sie weisen jedoch auf lange Sicht ein geringeres Wachstum als Aktien auf.
Die Aktienmärkte erzielten in den vergangenen 150 Jahren durchschnittliche Renditen von 6% im Jahr. Aber wie bereits erwähnt, waren einige dieser 150 Jahre hart: der Börsencrash von 1929 und die darauf folgende Weltwirtschaftskrise, der Schwarze Montag 1987 und die Finanzkrise 2008.
Die Frage ist nicht, ob man aggressiv oder konservativ investieren sollte. Für den Moment empfehlen wir Anne zu einem ausgewogenen Ansatz. Sie hat ein verlässliches Einkommen und einen langen Anlagehorizont vor sich. Aber sie hat auch von ihr abhängige Kinder und andere finanzielle Verpflichtungen. Aus diesem Grund würden wir normalerweise empfehlen, dass sie ihr Investment zwischen dem Aktienmarkt und Anleihen, die weniger volatil sind, aufteilt.
Wie sieht die ideale Aufteilung von Vermögenswerten für jemanden um die 40 aus?
Eine allgemeine Investitionsregel besteht darin, das Alter einer Person von 100 (oder 110 für Personen mit einer höheren finanziellen Risikobereitschaft) abzuziehen. Die Antwort gibt den typischen Prozentsatz an, den eine Person in Aktien halten sollte. Der Rest sollte in erstklassige Staatsanleihen und andere Anlagen investiert werden, die stabiler sind (wenngleich sie auch geringere Renditen aufweisen).
Einfach gesagt würde das bedeuten, dass Anne in Betracht ziehen könnte, 60 Prozent ihres Geldes in Aktien und 40 Prozent in Anleihen anzulegen. Sie müsste auch andere getätigte Investitionen, einschliesslich Immobilien, bei der Ermittlung ihrer endgültigen Vermögensstrukturierung einbeziehen.
Regel Nr. 4: Sparen – Bereits 100 Franken pro Monat machen einen grossen Unterschied
Viele Leute erreichen ihr Spitzeneinkommen zwischen 40-50. Sie können dann durchaus über die Stränge schlagen und sich schöne Dinge leisten – von Kleidung über technische Gadgets bis hin zu Autos und Urlauben.
Und das ist toll!
Wir wollen den Spass, den Du hast, keinesfalls dämpfen. Du musst Dir lediglich im Klaren sein, dass die Investitionsbeiträge ab Deinem 40. Lebensjahr frühzeitige Einlagen sind; sie lassen Zinseszinsen anwachsen. Wenn man in der Vergangenheit in den Aktienmarkt investiert hat, haben sich diese Einlagen etwa alle 10 Jahre verdoppelt.
(Wir diskutieren Zinseszinsen in unserem Artikel Die einfachste Art, um Dein Geld zu verdoppeln).
Denkst Du, Du kannst 100 Franken zusätzlich pro Monat sparen? Oder 500? Beide Optionen werden Dein Investment erheblich erhöhen und mit Yova zahlst Du keine zusätzlichen Gebühren, wenn Du Deine Investitionen erhöhst.
Obwohl kleine Sparangewohnheiten einen grossen Einfluss auf Deine Anlagerenditen haben können, gibt es ein weiteres sehr häufiges Phänomen: Die sogenannte „Lifestyle Inflation„. Das bedeutet, dass Deine Ausgaben zusammen mit Deinem Einkommen steigen (z.B. Bist Du zum Beispiel früher noch mit dem Rad gefahren, fährst Du jetzt ein Auto neueren Modells).
Wenn Du das ungeprüft hinnimmst, kann der Anstieg Deines Lebensstils es schwierig machen, Deine langfristigen finanziellen Ziele zu erreichen.
Neben ihrer Anfangsinvestition von 100’000 Franken hat Anne beschlossen, monatlich weitere 500 Franken auf ihr Anlagekonto einzuzahlen.
Das ist ein hervorragender Ansatz. Mit ihrem neuen Sparplan und ihrer Anlagestrategie mit Yova wird ihre Investition bis zum Renteneintritt in 25 Jahren auf mehr als 1’000’000 Franken steigen.
|Anlageklasse||Jahr 0||Jahr 1||Jahr 10||Jahr 15||Jahr 20||Jahr 25|
|Aktien||65,000||65,400||203,300||319,000||475,400||686,700|
|Anleihen||35,000||40,800||126,800||199,000||296,600||428,400|
|TOTAL||100,000||106,200||330,200||518,100||772,100||1,115,100|
Quelle: Yova. Alle Angaben in Schweizer Franken. Die Zahlen sind gerundet.
Anne wird ihr Sparziel erreichen!
Diese Grafik ist übrigens konservativ, da sie ein jährliches Rebalancing beinhaltet (wichtig für das Risikomanagement), sowie die Überlegung, dass Anne wahrscheinlich mehr von ihrer Investitionen in Anleihen anlegen wird, je älter sie wird.
Kurzanleitung: Die beste Anlagestrategie für Berufstätige um die 40
- Setze Dir ein Ziel: Wie viel Einkommen benötigst Du im Ruhestand?
- Verteile Deine Vermögenswerte korrekt – finde das richtige Gleichgewicht zwischen konservativem und aggressivem Investieren.
- Richte einen automatischen Investitionsbeitrag ein, damit sich Dein Geld vermehrt.
Es ist ganz einfach, mit Yova zu starten. Stelle Dir als Erstes Deine personalisierte Anlagestrategie. zusammen – kostenlos und unverbindlich. Wähle Impact-Themen, die auf Deine Werte und Interessen abgestimmt sind. Du kannst Dir jede einzelne Aktie und Obligation ansehen und erfährst, warum wir sie Dir empfehlen
Das Beste daran ist, dass Yova-Strategien auf Deine persönlichen Interessen und Werte zugeschnitten sind – mit Kriterien wie erneuerbare Energie, Elektromobilität, Menschenrechte, Gleichberechtigung und viele mehr.
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