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CO2 und Klima
Klimaschutz ist eine globale Herausforderung. Die Schweiz verfolgt eine aktive Politik zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im Inland und auf internationaler Ebene. Wichtigste Grundlage für die schweizerische Klimapolitik ist das CO2-Gesetz.
Im Blickpunkt
Klimapolitik der Schweiz
Das Klima erwärmt sich unter dem Einfluss der Treibhausgase. Mit dem Ratifizieren des Kyoto-Protokolls hat sich die Schweiz dazu verpflichtet, zusammen mit anderen Staaten Massnahmen gegen die Klimaveränderung zu ergreifen. Im Vordergrund steht dabei die Reduktion der Emissionen von Kohlendioxid (CO2), die in der Schweiz mehr als 80 Prozent der Treibhausgase ausmachen. Das CO2-Gesetz ist das Hauptinstrument, um unsere Verpflichtungen einzuhalten. Es sieht vor, dass die CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber dem Ausstoss von 1990 um 20 Prozent gesenkt werden.
Massnahmen und Instrumente zur CO2-Reduktion
Die am 30. November 2012 vom Bundesrat gutgeheissene CO2-Verordnung konkretisiert für die Zeit nach 2012 die Bestimmungen des CO2-Gesetzes. Sie definiert die Instrumente zur Umsetzung der gesetzlich festgeschriebenen Reduktionsziele. Um die Verminderung des Ausstosses an Treibhausgasen im Inland um 20 Prozent bis 2020 gegenüber 1990 zu erreichen, sind unter anderem folgende Massnahmen vorgesehen:
- Vom Gebäudebereich wird bis 2020 eine Reduktion der Emissionen um 40 Prozent erwartet. Um dieses Ziel zu erreichen, kann die CO2-Abgabe auf Brennstoffe von heute 36 Franken auf 60 Franken pro Tonne CO2 ab dem 1. Januar 2014 erhöht werden, wenn das Ziel für den CO2-Ausstoss aus Brennstoffen im Jahr 2012 verfehlt wird. Bei einer Erhöhung der CO2-Abgabe auf Brennstoffe können bis zu maximal 300 Millionen Franken pro Jahr für die Förderung emissionsreduzierender Massnahmen im Gebäudebereich eingesetzt werden. Das Gebäudeprogramm, das aus einem Teil der Einnahmen aus der CO2-Abgabe auf Brennstoffe finanziert wird, wird weitergeführt.
- Der Verkehr soll seine Emissionen um 10 Prozent reduzieren. Die Verordnung sieht vor, dass die Importeure von Treibstoffen dazu verpflichtet sind, bis 2020 mindestens 10 Prozent des CO2-Ausstosses aus dem Verkehr mit Massnahmen im Inland zu kompensieren. Zudem werden die CO2-Emissionsvorschriften für neue Personenwagen weitergeführt.
- Von der Industrie wird eine Reduktion ihrer Emissionen um 15 Prozent erwartet. Als unterstützende Massnahme sieht die Verordnung einen Technologiefond vor, der mit 25 Millionen Franken pro Jahr aus den Einnahmen der CO2-Abgabe gespeist wird. Mit dem Fonds werden innovative Unternehmen mit Bürgschaften unterstützt, welche die Aufnahme von Darlehen erleichtern.
Die CO2-Abgabe: Sparsamer Umgang mit Energie zahlt sich aus
Am 1. Januar 2008 wurde in der Schweiz die CO2-Abgabe auf fossilen Brennstoffen eingeführt. Die CO2-Abgabe ist eine Lenkungsabgabe: Die Einnahmen der Abgabe werden an Bevölkerung und Unternehmen zurückverteilt.
Seit 2010 fliesst rund ein Drittel der CO2-Abgabe via Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen in die Förderung erneuerbarer Energien und die Sanierung von Gebäuden.
Klimaschutz im Alltag
Wer Heizenergie sorglos verpuffen lässt oder seine Ferienziele in Übersee wählt, lebt punkto Treibhausgasemissionen klar über seinen Verhältnissen. Zuhause, in der Gemeinde und an der Arbeit stehen zahlreiche Möglichkeiten offen, etwas fürs Klima zu tun.