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Gerücht: IBM will sich ganz auf die eigenen Power-Prozessor konzentrieren und plant keine neuen Itanium-Modelle mehr.
Gemäss einem Bericht von "News.com", der sich auf Insiderquellen stützt, könnte IBM den Itanium-Chips ganz aus seiner Serverzukunft gestrichen haben. Gordon Haff, ein Analyst beim Marktforscher Illuminata, gab gegenüber "News.com" die Aussage eines IBM-Managers weiter, dass IBM keine weiteren Itanium-Systeme mehr plane. Ein zweite Quelle gab zu Protokoll, IBM werden keine Server, die auf der nächsten Itanium-Generation basieren, entwickeln.
Um Missverständnissen vorzubeugen; IBM wird natürlich auch weiterhin Xeon-basierte x86-Server produzieren.
IBMs Unterstützung für den Itanium war schon bisher eher halbherzig. Ein gänzlicher Ausstieg wäre wohl vor allem aus Prestigegründen ein Schlag für Intel.
Glaubwürdigkeit erhalten die beiden Aussagen dadurch, dass IBMs neue X3-Serverchipsets den Itanium im Gegensatz zu ihren Vorgängermodellen den Itanium nicht mehr unterstützen. Um Itanium-Server zu bauen, müsste IBM daher in Zukunft Chipsets von Drittherstellern benutzen. Ein IBM-Verantwortlicher erklärte gegenüber "News.com", dass die mangelnde Marktakzeptanz für den Itanium der Grund gewesen sei, die Unterstützung in den neuen Chipsets wegzulassen.
Der strategische Hintergrund könnte sein, dass IBM in den letzten Monaten mit der Power5-Generation erfolgreich frischen Wind in seine eigene CPU-Familie gebracht hat. Es besteht also für Big Blue wenig Grund, sich durch eigne Itanium-Server selbst konkurrenzieren. (Hans Jörg Maron)