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Sativa und Indica sind die zwei wichtigsten und sicherlich auch bekanntesten Cannabis-Typen. Davon gehört haben schon sehr viele. Geschmackliche Unterschiede haben schon einige erkannt. Doch was genau macht die beiden Sorten so unterschiedlich und wie genau unterscheiden sie sich? Hinter der Antwort dieser simplen Frage verbergen sich etliche interessante und wissenswerte Erkenntnisse.
Alles Wissenswerte über Indica und Sativa
Herkunft - Woher stammt Cannabis?
Rollen wir das ganze erstmal historisch auf.
Cannabis ist einer der ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Vor über 5000 Jahren entdeckten die Menschen in China und Persien zum ersten mal den Nutzen und die Vielfältigkeit. Zu Beginn als wichtiger Getreidelieferant und dank ihren Samen. Später erkannte man die Beständigkeit ihrer Fasern und nutzte dies für die Produktion von Kleidern, Seilen, Papieren und vielen weiteren Gebrauchsgegenständen.
Man geht davon aus, dass das Klima eine entscheidende Rolle bei der evolutionären Entwicklung von den beiden Sorten Indica und Sativa spielte.
Indicas stammen ursprünglich aus trockenen Gebieten. Die meisten Pflanzen stammen aus Zentralasien und dem indischen Subkontinent – Afghanistan, Pakistan, nördliches Indien, Nepal, Tibet usw.. Hier entwickelte sich das Cannabis eher kurz und stämmig, mit dickeren Blättern. So konnte die Pflanze das Wasser besser speichern und eine längere Überlebenszeit garantieren.
Sativas hingegen wuchsen in feuchten, äquatorialen Regionen auf. Beispielsweise in Thailand, Jamaika oder Mexiko. Man geht davon aus, dass die dünnen, langen Stängel und Blätter eine bessere Sauerstoffaufnahme in tropischen Klimas ermöglichen.
Die wissenschaftliche Aufteilung erfolgte dann aber erst “ein paar” Jahre später. 1753 taufte Carl Linnaeus die Pflanze offiziell mit dem Namen Cannabis. Damals ging er nur von einer einzigen Art aus und so war der vollständige Name “Cannabis Sativa L.” (L stand für seinen Namen). Nur kurz darauf wurde seine Annahme dann vom Biologen Jean-Baptiste Lamarck widerlegt. Er entdeckte in Indien eine weitere Cannabisart und nannte diese konsequenterweise Indica.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts identifizierten Russische Forscher eine weitere, bis jetzt noch praktisch unbekannte Art, Cannabis Ruderalis. Vom Aussehen her eine Mischform der bisherigen zwei Arten. Es ist immer noch umstritten, ob es sich hierbei um eine eigene Art handelt und daher belassen wir es hiermit auch bei der Erwähnung dieser Sorte und gehen über zu den Unterschieden von den “wichtigen” Arten.
Bei goodvibe haben wir ein grosses Angebot an Indica-, Sativa- und Hybridsorten. Alles was dein Herz gerade begehrt.
Physisches Erscheinungsbild von Indica und Sativa
Cannabis Indica Pflanzen wachsen eher niedriger (bis zu 2 Meter) als Sativa Pflanzen (3-4 Meter maximal sogar 7 Meter). Indicas generieren eher dicke, feste Blüten (Buds) und eignen sich aufgrund ihrer Höhe optimal für Indoor Growing. Die Blüten von Sativa Pflanzen sind zwar in der Anzahl geringer, sie können dafür aber riesig werden. Der Geruch von Indica Pflanzen ist hingegen einiges stärker als bei Sativas.
Geht es um die Ernte, fällt diese bei den Sativa Pflanzen grundsätzlich geringer aus. Das ist definitiv auch ein Grund dafür, dass sich viele kommerziell ausgerichtete Grower für einen Indica Strain entscheiden. Auch wenn heutzutage praktisch keine “reinen” Sorten mehr im Umlauf sind. Meistens ist Indica eine Indica-dominante und Sativa eine Sativa-dominante Sorte.
Wirkung der beiden Cannabissorten
„Indica macht müde, Sativa aktiviert das Gehirn?“
Ist es denn möglich, die Wirkung der beiden Sorten so einfach zu kategorisieren? Oftmals spricht man auch davon, dass das Konsumieren von Sativa Pflanzen zu einem kopflastigen “High” während man dem Indica ein körperliches “Stoned” zuschreibt. Erfahrene Cannabis User werden damit bereits einige Assoziationen verknüpfen können oder kennen Situationen wie: “Ich bin so stoned, mein Sofa fühlt sich an wie ein 5 Sterne Luxus Bett” oder “Ich bin komplett high und habe soeben das ganze Universum. Fünf Minuten später: habe schon wieder vergessen, worum es genau ging”. Zugegebenermassen ein bisschen plakativ gesprochen und zu beachten ist, dass diese Effekte vor allem bei THC-haltigen Cannabisprodukten einiges spürbarer sind.
Wissenschaftlicher beschrieben, assoziiert man das Indica mit einem Gefühl der körperlichen Entspannung. Die Muskeln entkrampfen sich, was auch ein Grund dafür ist, dass zur Behandlung von akuten oder auch chronischen Schmerzen oftmals Indica Cannabissorten zur Anwendung kommen.
Sativa Sorten hingegen stimulieren eher das Gehirn und den Geist. Eine Vielzahl von Gedanken schiessen durch den Kopf, neue Assoziationen werden verknüpft und komplexe Zusammenhänge werden plötzlich völlig verständlich. Die Kreativität wird oftmals gefördert und Lachanfälle sind auch keine Seltenheit, sobald der Fokus von witzigen Aussagen oder Aktionen einfach nicht mehr abweichen will.
Die ausgiebige Cannabisforschung steht aber erst am Anfang. In Zeiten der Legalisierungsfortschritte, ermöglicht es der Wissenschaft auch langfristigere und kostenintensive Studien durchzuführen.
Wieso wirkt Cannabis in unserem Körper?
Die Frage, wieso löst Cannabis bei Menschen überhaupt etwas auslöst lässt sich einfach beantworten. Die Menschen besitzen ein sogenanntes Endocannabinoidsystem, welches für eine direkte Wirkung verantwortlich ist. Dieses besitzt 2 Cannabinoid-Rezeptoren, und sorgen für diverse physische und psychische Effekte in unserem Körper. Bevor es aber zu detailliert wird, verweisen wir gerne an unseren Guide, der dieses Thema ausführlich behandelt. Dafür einfach hier klicken.