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Wenn Prinz Andrew (61) derzeit die Zeitungen aufschlägt, dürfte seine Laune in den Keller rauschen. «Er war ein totaler Widerling», ist zu lesen, «Er ist eine Bedrohung für die Monarchie» oder «Steht Prinz Andrew bald ohne Polizeischutz da?». Nach den Missbrauchsvorwürfen von Virginia Guiffre, dem drohenden Prozess in den USA, der Reaktion der Queen, die ihm alle royalen Ämter entzog und der aussergerichtlichen Einigung mit der Klägerin, dreht sich die Abwärtsspirale des Prinzen immer weiter.
Auf Rückhalt von Freunden und grossen Teilen seiner Familie kann Andrew auch nicht mehr zählen – sein Bruder Prinz Charles will sogar, dass er aus seinem Zuhause auf dem Gelände von Schloss Windsor auszieht. In dieser doch etwas düsteren Situation gibt es einen Lichtblick: Seine Ex-Frau Sarah Ferguson soll laut britischen Medien «wie eine Löwin» für den gefallenen Prinzen kämpfen.
«Fergie», wie Sarah Ferguson gerne genannt wird, verbindet eine lange Geschichte mit Prinz Andrew. Am 23. Juli 1986 heirateten sie in Westminster Abbey und führten zehn Jahre lang eine relativ turbulente Ehe, aus der zwei Kinder – Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie – hervorgingen. 1996 liessen sich Fergie und Andrew scheiden aber blieben bis heute freundschaftlich verbunden. Sie leben sogar zusammen in einer Art Wohngemeinschaft in der Royal Lodge in Windsor.
Die Skandale belasteten die Familie stark und Prinz Andrew sah sich trotz der aussergerichtlichen Einigung gezwungen, sich bei seinen zwei Töchtern und seiner Ex-Frau zu entschuldigen. Besonders Fergie scheint es ihm mit besonderem Einsatz zu danken: «Sie rackert sich hinter den Kulissen ab, um in ihrer Familie alles ruhig und friedlich zu halten», so ein Palast-Insider.
Ob die Bemühungen von Sarah Ferguson um den Ruf ihres Ex-Mannes Früchte tragen, muss die Zukunft zeigen. Prinz Andrew selbst versucht die Wogen mit Abwesenheit und Schweigen zu glätten. Sein offizieller Twitter-Account «The Duke of York», existiert nicht mehr und auch seine YouTube-Seite ist nicht mehr erreichbar. Zwar erscheint der Herzog von York auf der Website weiterhin als Mitglied der königlichen Familie, die Liste seiner militärischen Titel und Schirmherrschaften wurde aber entfernt.
Seit bald drei Jahren wurde Prinz Andrew nicht mehr in offiziellem Auftrag in der Öffentlichkeit gesehen und das dürfte noch für eine Weile so bleiben. Wie er sich in Zukunft beschäftigen will, dass weiss wohl nicht einmal Prinz Andrew selber.