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Die Canon T80, die nur 14 Monate von April 1985 bis Juni 1986 gebaut wurde, ist heute fast vergessen. Sie war Canons erster und einziger Versuch auf Basis des FD Bajonetts eine Autofokus Spiegelreflexkamera zu bauen. Der Autofokusmotor war nicht im Gehäuse, sondern in den drei für die T80 erhältlichen Autofokus Objektiven eingebaut bzw. aufgesetzt. Die T80 lag damals natürlich im Schatten der moderneren und vielseitigeren Minolta Autofokus Kameras 7000 und 9000, welche auf einen im Gehäuse integrierten AF Motor setzten und mit einem grossen Objektivsortiment aufwarten konnten. Der gehäuseintegrierte AF Motor der Minoltas galt damals als fortschrittlicher (heute ist es genau umgekehrt). Die T80 richtete sich nicht an engagierte Fotografen, sondern eher an den technisch unbedarften Knipser, da sie keinen manuellen Modus besass. Die T80 besass eine Programmautomatik und vier vollautomatische Motivprogramme und das wars. Der Filmtransport war komplett motorisiert. Neben den drei AF Objektiven konnten natürlich auch sämtliche normalen FD Objektive verwendet werden. Das Prinzip glich somit der bereits vier Jahre früher erschienenen Pentax ME F. Die T80 ist heute eher selten zu finden doch ab und zu findet man welche und zwar zu vergleichsweise günstigen Preisen.
Canon ging danach bekanntlich einen ganz neuen Weg. 1987 erschien das bahnbrechende EOS System mit dem neu entwickelten EF Bajonett, das gar keine mechanischen Übertragungselemente mehr besass. Canon war der Konkurrenz damals um viele Jahre voraus und ebnete Canon den Weg zur unangefochtenen Marktführerschaft, die bis heute besteht.
Fotos: kleinbildkamera.ch