Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03230.jsonl.gz/304

Tai Chi / Qi Gong
OLD EAGLE Tai Chi / Qi Gong basiert auf dem traditionellen Yang-Stil.
Unterrichtet werden:
- Qi Gong (Atemübungen / Energiearbeit)
- Grundtechniken (stehend und mit Schritten)
- Form mit 85 Folgen
- Form mit 108 Folgen
- Tui Shou (Partnerübungen)
- Anwendungen (Selbstverteidigung)
- Tai Chi Schwert
- Tai Chi Fächer
Entstehungsgeschichte
Qi Gong
Qi Gong ist eine über 1500 Jahre alte Kunst, deren Ziel es ist, die Lebensenergie (Qi) zu kultivieren. Dies wird auch mit “Energiearbeit“ übersetzt.
Die Legende besagt, dass der indische Mönch Bodhidharma 527 n. Chr. das Shaolin Kloster besuchte und die Mönche in so schlechter, körperlicher Verfassung vorfand, dass sie unfähig waren zu meditieren. Deshalb lehrte er sie einige seiner Übungen.
Heute umfasst der Begriff Qi Gong unzählige Übungsformen und Systeme, welche in verschiedenen Bereichen wie der Medizin, der Kampfkunst und Spiritualität zur Anwendung kommen.
Allen gemeinsam ist, dass sie sowohl den Körper, das Qi (Energie) wie auch den Geist trainieren.
Tai Chi Chuan
Das Tai Chi Chuan ist ca. 800 Jahre alt und hat eine bewegte Geschichte durchlaufen.
Die genaue Herkunft des Tai Chi Chuan ist unsicher. Die bekannteste Theorie besagt, dass der taoistische Mönch Zhang San Feng (ausgesprochen Chang San Fung) der im 13. Jahrhundert gelebt hat, der eigentliche Begründer des Tai Chi Chuan ist.
Nachdem er seine Ausbildung im berühmten Shaolin Kloster abgeschlossen hatte, lernte Zhang San Feng von unterschiedlichen taoistischen Meistern bis er sich schliesslich in die Wudang Berge zurückzog.
Eines Tages beobachtete er einen Kampf zwischen einer Schlange und einem Kranich. Inspiriert durch diesen Kampf, begann er sein relativ hartes Kungfu in einen weicheren Stil umzuwandeln. Zhang San Feng war der Erste, der äussere Trainingsmethoden wie "Sandsäcke schlagen", "Gewichte heben" und "Bohnen stossen" durch innere Methoden, wie die Atmung, das "Chi lenken" oder Visualisierungen ersetzte. Er wird deshalb auch als der Vater aller "inneren" Stile angesehen (Baghuazhang, Xingyiquan, Tai Chi Chuan).
“Aussen Weichheit üben – innen Festigkeit bergen“.
Sind Weichheit und Härte ausgewogen, offenbart sich Yin und Yang.
Traditioneller Yang-Stil
Der traditionelle Yang-Stil hat seinen Ursprung in Yongnian, einem kleinen Ort in der nordchinesischen Provinz Hebei und lässt sich dort lückenlos über fünf Generationen von seinem heutigen Vertreter, Grossmeister Yang Zhen He, bis zu seinem Begründer, Altmeister Yang Lu Chan (1799-1872), zurückverfolgen.
Yang Lu Chan
Yang Lu Chan lebte in Armut, und musste mit 10 Jahren seine Familie verlassen und begann als Diener bei der wohlhabenden Beamtenfamilie Chen De Hu zu arbeiten. Hier begegnete er dem Taiji-Quan-Meister Chen Chang Xin (1771-1853) und begann bei ihm diese innere Kampfkunst zu erlernen. Yang Lu Chan entwickelte sich zu einem seiner besten Taiji-Quan-Schüler. Als sein Hausherr starb, kehrte er in sein Heimatdorf zurück und unterrichtete Taiji im Chen-Stil. Einige Jahre später ging er nach Peking, um auch dort zu Unterrichten.
Hier begann er einzelne Bewegungen ebenso wie die gesamte Bewegungsabfolge des Chen-Stils zu verändern, um die darin enthaltenen Möglichkeiten die der Erhaltung der Gesundheit und der Schulung des Körpers und des Geistes dienen, wirksamer hervortreten lassen zu können.
Daraus entstand die ursprüngliche Form des Yang-Stil Tai Chi Chuan mit 108 Folgen: Alte Form (Laojia). Diese wurde von seinem Sohn Yang Ban Hou weiter verbreitet. Dies war jedoch erst der Anfang einer Reihe von Veränderungen, welche später von seinem dritten Sohn Yang Jien Hou (1839-1917) und seinem Enkel Yang Cheng Fu (1883-1936), eingeführt wurden.
Yang Chen Fu modifizierte und kürzte die alte Form auf 85 Folgen. Er nahm die schwierigen Teile und Sprünge heraus und verlieh der Form dadurch die typische Weichheit.