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Ray Nagin, der als Bürgermeister von New Orleans während des Hurrikans "Katrina" 2005 Berühmtheit erlangt hatte, ist wegen Korruption und Bestechung schuldig gesprochen worden. Ein Gericht entschied am Mittwoch in New Orleans, dass sich der einst enorm populäre Politiker in 20 Fällen strafbar gemacht habe, wie die Zeitung "Times Picayune" berichtete.
Der 2010 aus dem Amt geschiedene Nagin nahm nach Ansicht der Geschworenen von Geschäftsleuten Bestechungsgelder in Höhe von mehr als 200'000 Dollar an. Im Gegenzug habe er sie etwa bei der Vergabe von Bauaufträgen begünstigt. Nur in einem der 21 Anklagepunkte ist der 57-Jährige nicht schuldig. Nach Medienberichten droht ihm eine Haftstrafe von höchstens 20 Jahren.
Der Prozess vor einem Bundesgericht in der Südstaaten-Metropole hatte neun Tage gedauert. Nagin hat dem Gericht zufolge auch Belohnungen in Form von Luxusreisen erhalten. Der Hurrikan im August 2005 hatte weite Teile der Stadt unter Wasser gesetzt, insgesamt starben 1800 Menschen. Der 2002 ins Rathaus gewählte Nagin trat als beherzter Krisenmanager ins internationale Rampenlicht. Später machten ihm langsame Aufbauarbeiten, wachsende Kriminalität und Korruptionsvorwürfe zu schaffen. (aeg/sda/dpa)