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Diagnose
Zur Diagnosestellung wird eine Untersuchung des Augenhintergrundes durchgeführt. Zusätzlich wird noch die optische Kohärenztomographie (OCT), eine Schichtaufnahme des Augenhintergrundes, gemacht, um ein Makulaödem diagnostizieren zu können. Um einen ischämischen (mit Sauerstoffmangel) von einem nicht-ischämischen Venenverschluss unterscheiden zu können, kommt die Fluoreszenzangiographie (eine Farbstoffuntersuchung) in Einsatz.
Behandlung
Ein wichtiger Teil der Behandlung ist die Erkennung der Risikofaktoren sowie deren Behandlung respektive Optimierung.
- Beim Vorliegen eines Artreinverschlusses steht primär die Abklärung der Risikofaktoren wie bei einem Schlaganfall im Vordergrund. Danach erfolgen regelmässige Verlaufskontrollen, um mögliche Komplikationen ausschliessen zu können. Ein Medikament zur Behandlung eines retinalen Arterienverschlusses gibt es nicht. Es ist in der Regel mit einer dauerhaften Veränderung des Sehvermögens verbunden.
- Beim Vorliegen eines Venenverschlusses wird ebenfalls eine Abklärung der Risikofaktoren empfohlen und in der Regel über den Hausarzt durchgeführt.
- Ein Makulaödem im Rahmen eines Venenverschlusses wird mit einem Medikament (VEGF-Hemmer) behandelt, welches ins Augeninnere gespritzt wird.
- Wenn sich bei einem ischämischen Venenverschluss neue Gefässe bilden, werden diese mit einer Laserbehandlung therapiert.
Vorbeugung
Der optimale Weg, einen Gefässverschluss an der Netzhaut zu vermeiden, ist die Identifizierung der Risikofaktoren sowie deren Behandlung.
Gefässneubildungen bei starker Kurzsichtigkeit
Patientinnen und Patienten mit starker Kurzsichtigkeit können z.T. auch schon in jungen Jahren eine Neubildung von Blutgefässen am Augenhintergrund aufweisen. Treten diese Gefässe auf, kann es zu einer Schwellung des Nervengewebes an der Stelle des schärfsten Sehens kommen (Makulaödem) oder Blutungen im Auge. Das Sehen wird dann in der Regel schnell schlechter. Eine Behandlung erfolgt in der Regel heute mit Spritzen in den Glaskörper.