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Die Schweiz setzt sich weiterhin für den Abbau wirtschaftlicher und sozialer Ungleichheiten in der erweiterten Europäischen Union ein und zeigt damit ihre Solidarität und stärkt ihre bilateralen Beziehungen zu ausgewählten EU-Mitgliedstaaten. Der Schweizer Beitrag ist eine Investition in die Sicherheit, die Stabilität und den Wohlstand Europas durch die Bewältigung grenzüberschreitender Herausforderungen und den Aufbau nachhaltiger Partnerschaften zwischen Institutionen in den Partnerländern und der Schweiz.
Der zweite Schweizer Beitrag ist eine Fortsetzung der technischen und finanziellen Hilfe, die die Schweiz seit Anfang der 1990er Jahre an Bulgarien geleistet hat, einschliesslich des Erweiterungsbeitrags (2010 - 2019). Nach der Genehmigung der Rahmenkredite für Kohäsion und Migration durch das Bundesparlament am 03.12.2019 hat die Schweiz am 30.06.2022 eine Absichtserklärung mit der EU unterzeichnet, in der sie ausgewählten EU-Mitgliedstaaten (Bulgarien, Estland, Kroatien, Litauen, Lettland, Malta, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn, Griechenland, Italien und Zypern) einen Gesamtbetrag von CHF 1'302'000'000 (eine Milliarde dreihundertzwei Millionen Schweizer Franken) zusagt. Der Kohäsionsbereich, der durch den zweiten Schweizer Beitrag abgedeckt wird, beläuft sich auf 1,102 Milliarden CHF, wovon 92,5 Millionen CHF für die Umsetzung von Unterstützungsmassnahmen in Bulgarien vorgesehen sind. Der Schweizer Beitrag an Bulgarien ist in fünf Themenbereiche gegliedert: Förderung des Wirtschaftswachstums und Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit, Steuerung der Migration und Erhöhung der öffentlichen Sicherheit, Umweltschutz, Stärkung der Sozialsysteme sowie Förderung des bürgerlichen Engagements und der Transparenz. Er folgt den Grundsätzen der Eigenverantwortung des Landes und des Wissenstransfers, wobei Schweizer Fachwissen, wo verfügbar, einbezogen wird. Über einen Zeitraum von sieben Jahren (bis Ende 2029) konzentriert sich das schweizerisch-bulgarische Kooperationsprogramm auf die Integration der dualen Berufsbildung, die Verhinderung von Jugendkriminalität, die Einführung der bürgernahen Polizeiarbeit, die Innovation durch wissenschaftliche Zusammenarbeit und den Austausch in der Forschung, ein besseres Migrationsmanagement und (Re-)Integrationsmassnahmen für Opfer von Menschenhandel und andere Migranten, die Verbesserung der Luftqualität, die Entsorgung veralteter Pestizide und die Erfüllung der Gesundheits- und Bildungsbedürfnisse von gefährdeten und marginalisierten Minderheiten.
Die Direktion der zentralen Koordinationsstelle in der Verwaltung des bulgarischen Ministerrats wird die Aufgaben der nationalen Koordinationsstelle für das schweizerisch-bulgarische Kooperationsprogramm wahrnehmen. Die Einheit wird in Partnerschaft mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) vertreten durch das Büro Schweizer Beitrag bei der Botschaft der Schweiz in Bulgarien arbeiten.