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Sein Film sei der erste gewesen, der extra für mobile Geräte produziert worden sei, obwohl er damals selber ja kein Telefon besessen habe, sagt Cory McAbee und grinst breit. Es ist Montagabend in einer schmucken Berner Altstadtwohnung, etwa 15 Filmnerds und Anverwandtes hat sich eingefunden, um diesen Cory McAbee und dessen Schaffen kennenzulernen.
McAbee ist einerseits Filmregisseur, wobei er eine Vorliebe für trashige Cowboy-Space-Musicals an den Tag legt (z.B. The American Astronaut oder Stingray Sam), hat daneben eine Vielzal an prämierten Kurzfilmen gedreht und hat 1995 beim renommierten Sundance Festival als erster einen Multimedia-Event anstelle eines gängigen Films präsentiert. Zudem ist dieser Cory McAbee ein begnadeter Sänger, der mit seiner Band The Billy Nayer Show Soundtracks für seine eigenen Filme produzierte und dann ist er auch noch Schauspieler, der, Sie ahnen es, gellen Sie, oftmals die Hauptrolle in seinen eigenen Filmen spielt. Ach ja: Und Vater ist er auch, und zwar einer, der die kleine Tochter in seinem Mobiltelefon-Film unter der Theke eine Art Aerobic aufführen lässt und ihr dafür 20 Dollar bezahlt. So habe zumindest jemand in der Familie etwas an diesem Projekt verdient, erklärt der in New York beheimatete McAbee gut gelaunt.
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In seinem neusten Unterfangen ist er nun auch noch eine Art Guru, dieser Cory McAbee, oder gibt zumindest vor, einer zu sein, und zwar einer, der eine neue Religion propagiert: Internal Astronomy. In seiner Konzert-Film-Performance «The Small Star Seminar» gibt der amerikanische Tausendsassa nämlich den singenden Motivationstrainer, welcher quer durch die Welt reist und Menschen dazu bewegen will, nach den Sternen im Innern eines jeden zu suchen, anstatt nach denen zu greifen, welche sowieso unerreichbar sind. Damit kommentiert McAbee einerseits ironisch den omnipräsenten Eso-Kitsch und die unsäglichen Heilsversprechungen von TV-Priestern. Andererseits sei «The Small Star Seminar» aber nicht nur als Parodie zu verstehen, betont Cory McAbee. Was er genau damit meint, will er am Montagabend nicht ausplaudern.
Die Small-Star-Seminar-Auftritte, welche Cory McAbee rund um den Planeten absolviert, werden aufgezeichnet und dann zu einem Film verarbeitet. Ursprünglich sei ja ein Dokumentarfilm geplant gewesen, und nun werde wohl eine Art Fantasy-Streifen draus, sagt MCAbee, der offensichtlich selber entzückt ist, wenn sich seine Arbeit in eine Richtung entwickelt, die er so nicht vorausgesehen hat. Und genau das zeichnet dann auch das Schaffen des Cory McAbee aus: Abseits der Norm und sich humorvoll jeglichen filmischen normativen Grundlagen entziehend. Schön!