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Das Lavaux-Weingut Faverges im Besitz des Staates Freiburg dürfte in zwei Etappen saniert und ausgebaut werden. Das Projekt wurde hauptsächlich im Verlauf des letzten Jahres ausgearbeitet und gestern, bei der offiziellen Degustation des Jahrgangs 2017, eingehend vorgestellt. Der Staatsrat hat am 9. Januar das Projekt mit einem Betrag von 4,2 Millionen Franken bewilligt.
Mehr Diversifizierung
Gemäss der Verwaltung der Staatsreben wurden die Keller der Domaine für die Vinifizierung eines einzigen Weins gebaut, in erster Linie des Chasselas. Das entspreche aber nicht mehr dem heutigen Trend der Diversifizierung. In den letzten 20 Jahren seien nämlich auch verschiedene rote Trauben wie Pinot noir, Syrah oder Merlot hinzugekommen und hätten den Chasselas verdrängt. Diese Strategie habe zu einer Vinifizierung in kleineren Mengen geführt. Die findet in Barriques statt, was mehr Platz benötigt. Deshalb sieht das Umbauprojekt vor, den Keller zu vergrössern, indem der Boden unter dem Hof ausgehöhlt wird. Das schaffe Raum für einen Barrique-Keller, technische Räume und ein Carnotzet.
Das Weingut wird dominiert durch die «Grande Maison», die 1760 von den Mönchen des Klosters Hauterive erbaut wurde. Es ist nicht nur Betriebsgebäude, sondern dient dem Staatsrat auch als Ort für offizielle Empfänge. Zudem wird Kundschaft da empfangen. Der Staatsrat möchte das Bauwerk aufwerten und es auch für Weintourismus, Seminare und Veranstaltungen einrichten.
Dazu sind aber umfassende Renovationsarbeiten nötig, etwa bei der Statik, der Isolation und den Fenstern. Die letzten grösseren Arbeiten fanden 1952 statt. Der Bau einer Küche und zusätzlicher Toiletten sei unumgänglich.
Ein gutes Weinjahr
Gemäss der Verwaltung der Staatsreben war 2017 für die Faverges ein solides Weinjahr mit guten Erträgen und Weinen von ausgezeichneter Qualität. Im Gegensatz zu anderen Regionen war das Lavaux 2017 nicht von Frühlingsfrost betroffen.