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Zahlen und Facts rund um den Nobelpreis
Ab Montag werden die Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger 2020 verkündet. Die wichtigsten Kennzahlen und Fakten zu einer der renommiertesten Auszeichnungen der Welt.
Nun ist es wieder so weit: Die diesjährigen Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger werden vom 5. bis 12. Oktober verkündet. Bereits seit 1901 werden die prestigeträchtigen Ehren in Stockholm und Oslo vergeben. Die übliche Preisverleihung findet jeweils am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel, statt. Die wichtigsten Zahlen rund um die Auszeichung.
31'587'202 schwedische Kronen hinterliess der Dynamit-Erfinder Alfred Nobel 1896 mit seinem Testament. Im Jahre 1901 erhielten die ersten Preisträger jeweils 150'782 Kronen. Diese Summe ist bis 2019 auf neun Millionen Kronen angestiegen. In diesem Jahr wird das Preisgeld auf zehn Millionen Kronen pro Kategorie angehoben – das sind umgerechnet etwas mehr als eine Million Franken.
919 Auserwählte und 24 Organisationen haben bisher den Nobelpreis in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie, Literatur, Frieden und Wirtschaftswissenschaften erhalten. Vier Persönlichkeiten und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR wurden zweimal, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) sogar dreimal ausgezeichnet.
Insgesamt 30 Preisträger stammen aus der Schweiz – die grosse Mehrheit davon sind Naturwissenschaftler. Erst im letzten Jahr wurden Michel Mayor und Didier Queloz mit dem Physiknobelpreis ausgezeichnet. Mit Henry Dunant, dem Gründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, erhielt ein Schweizer 1901 den allerersten Friedensnobelpreis.
97 Jahre alt war einer der letztjährigen Chemienobelpreisträger: Der US-Amerikaner John Goodenough war damit älter als jeder andere Preisträger vor ihm. 17 Jahre alt war die jüngste Preisträgerin Malala Yousafzai, als sie 2014 den Friedensnobelpreis erhielt. Die Bloggerin und Frauenrechtlerin hatte zuvor bereits den Kinder-Friedensnobelpreis gewonnen.
Seit 1901 wurde der Nobelpreis 54 Mal einer Frau zugesprochen – im Vergleich zu 787 Männer, die ausgezeichnet wurden. Marie Curie erhielt den Nobelpreis gleich zweimal – erst 1903 für Physik, dann 1911 für Chemie. Sie war sogleich die erste Preisträgerin in der Geschichte des Nobelpreises.
Vier Preisträger waren gezwungen, Nobelpreise abzulehnen. Adolf Hitler untersagte den Chemikern Richard Kuhn und Adolf Butenandt sowie dem Mediziner Gerhard Domagk die Annahme. Die Sowjetunion sagte für den Schriftsteller Boris Pasternak ab. Zwei Preisträger lehnten den Nobelpreis selbst ab: Jean Paul Sartre 1964, der aus Prinzip keine Ehrungen akzeptierte. Ebenfalls Le Duc Tho, der 1973 zusammen mit Henry Kissinger für die Aushandlung des Friedens in Vietnam ausgezeichnet werden sollte.
49 Mal hat es keinen Nobelpreis gegeben – vor allem in Weltkriegs- und Krisenjahren. Am häufigsten wurde der Friedenspreis ausgesetzt (19 Mal), gefolgt von Medizin (9), Chemie (8), Literatur (7) und Physik (6). Der Wirtschaftspreis wurde seit seiner Einführung 1969 immer vergeben.
Drei Friedensnobelpreisträger sassen am Tag der Bekanntgabe im Gefängnis: der deutsche Friedensstifter Carl von Ossietzky (1935), die myanmarische Politikerin Aung San Suu Kyi (1991) und der chinesische Menschenrechtsaktivist Liu Xiaobo (2010).Zurück zur Startseite