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Die folgende Bilderstrecke ist Teil der Artikelreihe „Selhofen Zopfen im Wandel“.
Was wurde gemacht?
- Verlegung des neuen Aaredamms weiter landeinwärts
- Rückbau des alten Damms und der Ufersicherungen
- Verstärkung des Damms Auguetbrücke – Selhofen Zopfen
- Verlegung Giessenlauf und Errichtung Giessendamm
- Sanierung der Grundwasserfassung Selhofen
Wann?
Die Bauarbeiten fanden hauptsächlich vom April 2014 bis Ende 2015 statt.
Holzschlag
Damit schweres Gerät zum Fluss gelangen konnte, mussten provisorische Zufahrtswege und Baupisten errichtet werden. Auch der neue Damm sowie der begleitende Giessenlauf benötigten Platz, weshalb Rodungen unvermeidbar waren.
Bei den oben gezeigten Bildern ist zu bedenken, dass ein Teil der Waldfläche wieder zurückkehren wird. Nach den Bauarbeiten wurden Rodungsflächen neu bestockt und im Flussbett ist mit der Entstehung einer Weichholzaue zu rechnen.
Neuer Aaredamm
Um der Aare mehr Raum zu geben, wurde der neue Damm weiter landeinwärts verlegt. Damit der Hochwasserschutz gewährleistet blieb, geschah dies vor dem Rückbau des alten Damms und der Ufersicherungen.
Abb. 9: Der neue Damm bietet mehr Schutz vor ausserordentlichen Hochwassern, wie sie seit 1999 gleich mehrmals auftraten. Auch der verbleibende Damm zwischen Auguetbrücke und Selhofen Zopfen wurde entsprechend verstärkt.
Abb. 10: Die dunkle Dammoberfläche besteht aus aufgebrachter Walderde, die anschliessend mit standorttypischem Buschwerk bestockt wurde. Beim hellen Bereich wechselt der Damm in eine Südlage, wo andere Erde und Pflanzen gewählt wurden.
Flussbett
Giessen
Giessen sind typische Begleiterscheinungen grösserer Flüsse. Sie werden in erster Linie durch Grundwasseraufstösse gespeist und verlaufen als Bäche durch Auenwälder und Feuchtgebiete. Dabei nutzen sie meist seitliche Altläufe eines Flusses.
Abb. 16: Bevor der Giessen ins neue Bett umgeleitet werden konnte, musste zuerst der alte Bachlauf abgefischt werden. Insgesamt wurden 2800 (!) Fische aus zehn verschiedenen Arten umgesiedelt.
Wenn die Gürbe Hochwasser führt, wird der einmündende Giessen zurückgestaut, was zu Überschwemmungen der nahen Grundwasserfassung führen kann. Aus diesem Grund wurde auch für den Giessen ein kleiner Damm gebaut (im Bild oben nicht sichtbar).
Umzug der Biberfamilie
Der Zopfen wird seit geraumer Zeit von einer Biberfamilie bewohnt. Durch die Umleitung des Giessen wurden die dort befindlich Biberburgen unbewohnbar, weshalb vorgängig Kunstbauten angelegt wurden, um den Nagern eine Zuflucht zu bieten.
Abb. 20: Die Errichtung der Kunstbauten geschah unter der Projektleitung der Aktion „Hallo Biber!“ von Pro Natura. Als Berater stand Christof Angst von der Biberfachstelle des Bundes zur Seite. Die Aktion wurde ausschliesslich durch den Ökofonds der Kraftwerksbetreiberin Energie Wasser Bern (EWB) finanziert.
Mehr zum Thema Biber:
Lenkbuhnen
Drei neue Lenkbuhnen leiten die Strömung zum linken Flussufer, damit die Aare selbstständig ihr neues Bett erweitern kann. Zusätzlich werden die stark angeströmten Ufersicherungen auf der rechten Aareseite entlastet.
Uferweg
Alle Bereiche jenseits des Uferwegs sind nun einzig der Natur vorbehalten und dürfen nicht mehr betreten werden. Dies ist sicher zu begrüssen, denn es gibt nur noch wenige Uferbereiche, wo sich Tiere und Pflanzen ungestört entwickeln können.
Der folgende Artikel zeigt erste Veränderungen nach den Eingriffen: