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Beim Vergleich der höchsten Gipfel der Gebirge Europas, Amerikas und Asiens findet man, daß sie sich verhalten wie die Zahlen 10, 14, 18, 24.
Vergleicht man die mittlere Höhe der Kämme, zeigt sich, daß sie sich in fast allen Gebirgsketten zur Höhe der Gipfel verhält wie 1 zu 1 8/10 oder wie 1 zu 2. In den Pyrenäen ist der Unterschied viel geringer, und die mittlere Höhe des Kamms der Hochpyrenäen übertrifft sogar die des Hochalpenkamms, während die Gipfel der ersten Kette bei weitem nicht die der zweiten erreichen. In den Pyrenäen liegt das Verhältnis zwischen Kamm und Gipfeln also nur bei 1 zu 1 ½.
Die mittlere Höhe der Kontinente über dem Meeresspiegel liegt zwischen 120 und 160 Metern.
Die Kette des Himalaya unterscheidet sich von der Andenkette sowohl durch ihre Höhe als auch durch die mineralogische Beschaffenheit ihrer Gebirgsmassen. Einer der Gipfel des Himalaya, der Jawahir, überragt den höchsten Gipfel der Anden um 676 Toisen; und es gibt einen weiteren, genannt Dhawalagiri oder Weißer Berg, der die erstaunliche Höhe von 4.390 Toisen erreicht.
In den Anden sind die Porphyre oder die Trachyte und die Phonolithe des basaltischen Gebildes vorherrschend; alles Gebirgsarten, die durch das Feuer emporgehoben oder verändert worden zu sein scheinen. Nur an einer Stelle sieht man sie die gemeinhin uranfänglich genannten Gebirgsarten durchstoßen. Diese jedoch dominieren im Himalaya; er besteht aus Graniten, Gneis, Glimmerschiefer mit Disthen und aus jenen Hornblenden, die man gewöhnlich als Ur-Grünstein bezeichnet. Die Umgebungen des Sees Mahasarowar und des Gletschers der Ganges-Quellen zeigen dabei eine verblüffende Ähnlichkeit mit der geognostischen Zusammensetzung der Alpen um den Sankt Gotthard.
Der ewige Schnee beginnt auf dem Chimborazo bei 2.460 Toisen; aber am Nordabhang des Himalaya beginnt er erst 140 Toisen höher, ein Umstand, der auf die Abstrahlung der Wärme von den Hochebenen Asiens zurückzuführen ist. (Analyse des travaux de l’Académie des Sciences pour 1825 [Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften für das Jahr 1825].)
Vergleich der Höhen verschiedener Gebirgsketten der Erde