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Die Korrelation zwischen der Entwicklung von Anleihen und Aktien ist nicht immer gleich. Bis vor Kurzem konnte man darauf vertrauen, dass Kursverluste bei den Aktien mit Gewinnen bei den Anleihen abgefedert werden. Zu Beginn des Februars 2018 haben aber beide Anlageklassen gleichzeitig Verluste erlitten. Auslöser dafür war, dass die Löhne in den USA stärker angestiegen sind als erwartet. Dies könnte zu einer noch stärker steigenden Inflation führen. Befürchtet wird, dass dies die Notenbanken dazu zwingen könnte, die Normalisierung ihrer expansiven Geldpolitik schneller voranzutreiben als geplant.
Eine steigende Inflation ist per se aber nicht zwingend schlecht. Im aktuellen Konjunkturumfeld unterstreichen höhere Inflationserwartungen tendenziell den positiven Ausblick auf die Wirtschaftsentwicklung. Eine weit grössere Gefahr würde ein unerwartet starker Anstieg der Inflation darstellen. Denn dies könnte zu einer raschen Umverteilung von Vermögenswerten und zur Flucht in Sachwerte führen.
Aktuell gehen wir aber nicht von einem solchen Szenario aus. Obwohl wir grundsätzlich mit einem Anziehen der Konsumentenpreise rechnen, dürfte auch die durch den technologischen Fortschritt zunehmend effizientere Wirtschaft, die gleichzeitig globalisierter und vernetzter ist als je zuvor, dazu führen, dass die Preise tiefgehalten werden. Das dämpft die Inflationsentwicklung.