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Der Dienst Infrastruktur ("I") beschäftigt sich vornehmlich mit denjenigen Märkten, auf denen die für eine funktionierende Volkswirtschaft notwendige Infrastruktur bereitgestellt und die entsprechenden Dienstleistungen angeboten werden. Es sind dies Telekommunikation, Post, Luft- und Bahnverkehr und Energie (v.a. Elektrizitäts- und Gasmarkt). Diesen Märkten ist gemeinsam, dass sie stark reglementiert sind und dass die öffentliche Hand entweder Eigentümerin der auf diesen Märkten tätigen Unternehmen ist oder zumindest grosse Eigeninteressen aufweist. Auf den Infrastrukturmärkten ist Deregulierung und Liberalisierung je nach Markt unterschiedlich weit. Die Marktentwicklung verläuft je nach Bereich sehr dynamisch.
Daneben hat der Dienst "I" ein Schwergewicht bei den Medien. Digitalisierung, zunehmende Konvergenz mit Telekommunikationsmärkten sowie die bereits seit längerem stattfindende Umstrukturierung und Konzentration in der Schweizer Medienlandschaft ergibt ständig neue Fragestellungen (z.B. Marktabgrenzungen, multimediale Konzentration). Die Wettbewerbsbehörden enthalten sich jeglicher Beurteilung nach medienpolitischen Gesichtspunkten, sie beschränken sich auf die wettbewerbspolitischen.
Im Vordergrund der Interventionen stehen in den Infrastrukturmärkten kartellrechtliche Verfahren gegen Missbräuche marktbeherrschender Unternehmen sowie die Zusammenschlusskontrolle. Angesichts der starken Reglementierung der Märkte im Infrastrukturbereich setzt der Dienst einen weiteren Schwerpunkt bei der Advocacy-Tätigkeit, indem er im Gesetzgebungsprozess für eine wettbewerbsfreundliche Regulierung eintritt.