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Ar 201.198
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Ar 201.198
1819-1898
0.4 m
Die Anfänge der Kranken-, Invaliden-, Witwen- und Waisenkasse für Buchdrucker und Schriftgiesser in Zürich liegen im Jahre 1819. Die solidarischen Beiträge des damals gegründeten Unterstützungsvereins für Buchdrucker in Zürich halfen nicht nur bei Krankheit, sondern auch bei Arbeitsunfähigkeit im Alter. Zudem wurden die vorhandenen Gelder zur Finanzierung von Begräbnissen sowie zur Unterstützung von Waisen und Witwen eingesetzt. Als eigentlicher Gründer gilt der Buchdrucker Johannes Zürcher aus Thalwil, der auch die Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum der Kasse verfasste. Infolge interner Auseinandersetzungen entstanden 1832 zwei Nebenkassen, die bis ins Jahre 1841 parallel zur Hauptkasse existierten. 1839 wurden die Schriftgiesser in die erste Nebenkasse aufgenommen, die nun unter dem Namen „Krankenkasse für Buchdrucker und Schriftgiesser“ auftrat. Im Dezember 1841 erfolgte die Fusion der drei Kassen, respektive die Wiedereingliederung der beiden Nebenkassen in den Unterstützungsverein. 1849 kam es zu einer erneuten Abspaltung und zur Gründung einer weiteren Krankenkasse für Buchdrucker in Zürich.
1897 beschloss die Sektion Zürich des Typographenbundes den Beitritt zur neu geschaffenen Union der lokalen Kranken- und Invalidenkassen für Buchdrucker und verwandte Berufszweige auf den 1. Januar 1898. Der Zürcher Lokalkasse verblieb nach Bezahlung der Einkaufssumme kein Vermögen mehr. Die Geschäfte der Union wurden dann am 31.12.1899 dem Schweizerischen Typographenbund übergeben.
Der Bestand der Kranken-, Invaliden- und Waisenkasse für Buchdrucker und Schriftgiesser in Zürich gelangte am 30. November 2005 aus dem Sekretariat der Gewerkschaft comedia Zürich ins Schweizerische Sozialarchiv. Die Ablieferung wurde von Monika Saxer betreut.
Ältester bekannter Archivbestand zur Geschichte der schweizerischen Arbeiterbewegung.
Es wurden keine Kassationen vorgenommen.
Neuzugänge werden nicht erwartet.
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Die Bearbeitung des Bestandes erfolgte durch Urs Kälin und Jörg Spinatsch im Juli und August 2006.