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Das Alter bezeichnet die Zeitdauer, welche zwischen der Geburt und einem bestimmten Beobachtungszeitpunkt vergangen ist. Es wird im Allgemeinen angegeben nach Jahren oder nach Jahren und Monaten bzw. auch nach Altersklassen. Man unterscheidet zwei Altersberechnungen:
Das in einem bestimmten Kalenderjahr erreichte Alter entspricht der Differenz zwischen der Jahreszahl des betreffenden Kalenderjahres und der Jahreszahl des Geburtsjahres.
Das erfüllte Alter ist das Alter beim letzten Geburtstag, d.h. es entspricht der Anzahl der vollendeten Lebensjahre.
Die Häufigkeit von demografischen Ereignissen hängt oft vom Alter der Referenzperson ab.
Ständige Wohnbevölkerung nach Alter und Altersquotient, 2018
Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich die Form der Alterspyramide von einer «Pyramide» (1900) über eine «Glocke» (1950) zu einer «Tanne» gewandelt. Für die Schweiz ist heute ein Altersaufbau typisch, bei dem die «Baby-Boom»-Generation dominiert. Ihr steht eine schwächer besetzte Jugendgeneration und eine wachsende Zahl älterer Menschen gegenüber.
Während es bei der Geburt mehr Männer als Frauen gibt, sind Frauen in den höheren Altersklassen stärker vertreten und leben länger als Männer.
Die Bevölkerung der Schweiz altert. Ihre Zusammensetzung nach Alter verändert sich und zeigt eine Zunahme des Anteils älterer Menschen sowie einen Rückgang des Anteils junger Personen. Die Faktoren der Alterung sind der Geburtenrückgang und die zunehmende Lebenserwartung.
Der Gesamtquotient vergleicht die Bevölkerungszahl der sogenannt inaktiven Altersgruppen (Kinder und ältere Menschen) mit der Anzahl Personen im erwerbsfähigen Alter (20–64 Jahre). Es wird zwischen dem Jugendquotienten, d.h. dem Verhältnis der «unter 20-Jährigen» zu den Personen im erwerbsfähigen Alter sowie dem Altersquotienten, d.h. dem Verhältnis der «über 64-Jährigen» zu den Personen im erwerbsfähigen Alter, unterschieden. Dieser Indikator zeigt die relative Zunahme der jungen und/oder der älteren Menschen ab 65 Jahren im Vergleich zu den 20- bis 64-Jährigen.
Der Jugendquotient hat sich in gut einem Jahrhundert halbiert. Der Altersquotient nimmt hingegen ständig zu und zeugt damit von der stetigen Alterung in der Schweiz. Bei der Bevölkerung mit schweizerischer Staatsangehörigkeit liegt der Altersquotient bereits seit 2013 über dem Jugendquotienten. Bei der Bevölkerung mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist der Jugendquotient doppelt so hoch wie der Altersquotient.
Zivilstand
Der Zivilstand ist eine häufig verwendete Variable, die jedoch kaum zur Sprache kommt. In Registern, statistischen Verzeichnissen, Ausweisen, Fragebogen und sonstigen Formularen bezeichnet der Zivilstand die familiäre und gesellschaftliche Situation einer Person. Im Laufe des Lebens verändert sich der Zivilstand einer Person, beispielsweise bei Heirat, Auflösung einer Ehe, durch Ungültigerklärung, Scheidung oder Verwitwung sowie bei der Eintragung oder Auflösung einer Partnerschaft.
Ständige Wohnbevölkerung nach Zivilstand, 2018
in Tausend
in Prozent
Total1
8 544.5
*
Ledig
3 797.5
44.4
Verheiratet
3 597.8
42.1
Verwitwet
405.3
4.7
Geschieden
723.3
8.5
Unverheiratet2
0.6
0.0
In eingetragener Partnerschaft
17.4
0.2
Aufgelöste Partnerschaft
2.3
0.0
1) inkl. "ohne Angabe"
2) Der Zivilstand "Unverheiratet" kann als Folge einer Ungültigerklärung der letzten Ehe oder als Folge einer Verschollenerklärung des letzten Ehepartners bzw. der letzten Ehepartnerin entstehen.
Quelle: BFS – STATPOP
Die Anzahl geschiedener Personen verzeichnete eine sehr rasche Entwicklung, während die Anzahl lediger, verheirateter oder verwitweter Personen konstant zugenommen hat. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung sind die Zivilstandskategorien «ledig» und «verheiratet» weiterhin am häufigsten. Der Anteil verwitweter Personen bleibt relativ stabil.
Staatsangehörigkeit
Die Staatsangehörigkeit gibt Auskunft über die rechtliche Zugehörigkeit einer Person zu einem bestimmten Staat. Die Variable dient zur Unterscheidung von inländischen und ausländischen Staatsangehörigen.
Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit, 2018
in Tausend
in %
Total
8 544.5
Schweizer
6 396.3
74.9
Ausländer
2 148.3
25.1
Quelle: BFS – STATPOP
Der Bevölkerungszuwachs der Personen schweizerischer Staatsangehörigkeit ist langsam und hängt seit den 1970er-Jahren in erster Linie von der Zahl der Einbürgerungen ab; der Geburtenüberschuss ist nicht ausreichend, um die Bevölkerung zu erneuern. Die Entwicklung der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung rascher, aber unregelmässiger. Sie schwankt je nach den Bedürfnissen der Wirtschaft und der politischen Lage.