Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03174.jsonl.gz/2983

Greenpeace befürchtet trotz bestehendem Moratorium eine neue Welle der kommerziellen Jagd auf Wale. Die Umweltorganisation übergab der Bundeskanzlei in Bern deshalb am Mittwoch (28.06.) die Petition "Weltpark für Wale".Dieser Inhalt wurde am 28. Juni 2000 - 13:22 publiziert
Die Petition wurde von 55'000 Menschen unterschrieben, die von der Schweiz erwarten, dass sie an der Konferenz der Internationalen Walfangkommission (IWC) eine entschlossene Haltung zum Schutz der Wale zeigt, wie Greenpeace in einem Communiqué mitteilte.
Die IWC-Konferenz beginnt am nächsten Montag im australischen Adelaide. Die Schweiz ist seit 1980 Mitglied der Kommission, die einerseits für die Erhaltung der Walbestände zuständig ist, anderseits aber auch Fangquoten an die Mitgliedsländer verteilt.
Das Petitionskomitee fordert einen Weltpark für Wale. Greenpeace unterstützt damit die Idee, das seit 1994 geltende Schutzgebiet für die Wale rund um den Südpol auf die gesamten Weltmeere auszudehnen.
Aktivere Schweiz gefordert
Die Jagd auf Wale habe die Giganten der Meere an den Rand der Ausrottung gebracht; die Situation habe sich erst 1986 gebessert, als die IWC ein Moratorium des kommerziellen Walfanges beschloss, schreibt Greenpeace in der Petition. Dennoch erhöhten Japan und Norwegen eigenmächtig und trotz Verurteilung durch die Weltgemeinschaft die Fangquoten.
Die Schweiz müsse sich aktiv für den Weltpark einsetzen und sich nicht so verhalten wie 1994 und 1995: Sie enthielt sich damals der Stimme, als es darum ging, den jährlich wiederkehrenden Antrag von Japan zu verurteilen, kommerziell Wale fangen zu dürfen.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards