Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03657.jsonl.gz/1916

Ich bin mit Pferden aufgewachsen und die Leidenschaft für Pferderennen wurde mir in die Wiege gelegt. Meine Mutter arbeitete in einem Galopprennstall und mein Vater hatte am Wochenende über Jahre Galopprennpferde mit seinem Lastwagen an jedes Rennen im In- oder Ausland transportiert. Seit meiner Geburt bin ich auf den Schweizer Rennbahnen anzutreffen, besuche heute noch möglichst viele Renntage und bestreite mit meinem Pferd auch Trabrennen.Als ich fünf Jahre alt war, bekamen meine Schwester und ich unser erstes gemeinsames Pony. Ich hatte nur Freude am ausreiten und wollte nie Wettkämpfe bestreiten. Bis im Jahr 2005 unser Hufschmied mich ansprach, ob ich nicht an Ponytrabrennen interessiert bin, er hätte ein Shettlandpony für mich, um Ponyrennen zu bestreiten. Somit nahm alles seinen Lauf, ich bestritt fünf Saisons bei den «Kleinen» und holte auch den Titel als Champion. Fünf Jahre später, im Alter von 16 Jahren bestand ich auf Anhieb die Amateurfahrerlizenz. Mir wurde damals gesagt, dass ich einer der ersten war, der den Umstieg auf die «Grossen» direkt nach der Ponykarriere gemacht hat. Dass ist meine Motivation und der Grund, warum ich im Vorstand bin. Ich gebe sehr gerne etwas zurück, weil ich damals diesen Umstieg nur dank meinen Eltern und meiner damaligen Trainerin geschafft habe, wofür ich ihnen sehr dankbar bin. Ich weiss, dass nicht alle Jugendlichen die gleiche Unterstützung bekommen wie ich. Schlussendlich gehen talentierte junge Leute, von denen unser Sport in Zukunft leben soll, einfach verloren. Dass soll sich in Zukunft ändern und die «Kleinen» sollen auch eine Chance bekommen - wie ich damals.