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Alle zurzeit laufenden und abgeschlossenen HTA-Projekte sind unten aufgelistet. Im Verlaufe des Projekts publizieren wir hier jeweils das HTA-Protokoll und den HTA-Bericht, sowie die Stakeholder-Stellungnahmen. Die Berichte sind in Englisch verfasst, enthalten am Anfang jedoch eine Zusammenfassung auf Deutsch, Französisch und Italienisch.
Dieser Bericht fasst ein von der Canadian Agency for Drugs and Technologies in Health (Kanadische Agentur für Arzneimittel und Technologien im Gesundheitswesen) veröffentlichtes Health Technology Assessment (HTA) zusammen, in dem die Evidenz bezüglich der klinischen Wirksamkeit und Sicherheit der sechs- bis zwölfmonatigen dualen antithrombozytären Therapie (Dual Antiplatelet Therapy, DAPT) im Vergleich zur erweiterten DAPT (>12 Monate) nach perkutaner Koronarintervention mit Stenteinlage bei Patientinnen und Patienten mit koronarer Herzkrankheit und verschiedenen Subpopulationen geprüft wurde.
Infliximab ist ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten wie rheumatoide Arthritis. In 2016 war Infliximab der kostenintensivste Wirkstoff in der Schweiz und verursachte direkte Medikamentenkosten von über 128 Mio. CHF. Für biologische Arzneimittel wie Infliximab sind Biosimilars verfügbar, welche eine genügende Ähnlichkeit mit einem zugelassen biologischen Arzneimittel (Referenzpräparat) aufweisen und die zu einem günstigeren Preis als das Referenzpräparat erhältlich sind. Das Ziel des HTA ist die Überprüfung der Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und der budgetären Auswirkungen von
- einer Behandlung von Patienten mit rheumatoider Arthritis mit einem Infliximab Biosimilar anstelle des Infliximab Referenzpräparats,
- einer Umstellung der Patienten mit rheumatoider Arthritis von einer Behandlung mit dem Infliximab Referenzpräparat auf eine Behandlung mit einem Infliximab Biosimilar (oder auch umgekehrt).
Das Health Technology Assessment (HTA) hat zum Ziel die Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und die budgetären Auswirkungen des Einsatzes von Vitamin D Tests in Risikogruppen gemäss Definition der Eidgenössischen Ernährungskommission (Personen mit Knochenerkrankungen, ältere Erwachsene, adipöse Personen, Schwangere, Menschen mit dunkler Haut sowie Sportlerinnen und Sportler) zu überprüfen. Ferner wird die Evidenz zur klinischen Wirkung einer Vitamin-D-Supplementierung bei denselben Risikogruppen analysiert.
Aufgrund des Scoping-Berichts wurde die Durchführbarkeit eines vollständigen HTA ermittelt. Ein vollständiges HTA wäre derzeit nicht gerechtfertigt, da es keine klinischen Studien zur Bewertung von Vitamin D Tests gibt. Erst nach Vorliegen solcher Studien könnte das Thema neu behandelt werden.
Das Health Technology Assessment (HTA) hat zum Ziel die Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und die budgetären Auswirkungen einer Therapie mit Cannabisarzneimittel im Vergleich zu Placebo, keine Therapie oder Standard of Care in Patienten mit verschiedenen Symptomen (Schmerz, Spastik, Erbrechen und Übelkeit bei Krebspatienten, unbeabsichtigter Gewichtsverlust) zu überprüfen.
Mit Hilfe des Scoping-Berichts wird die Durchführbarkeit eines HTAs ermittelt.
CDK4/6 Inhibitoren wie Palbociclib, Ribociclib und Abemaciclib sind eine neue Wirkstoffklasse, die in Kombination mit einer endokrinen Therapie zur Behandlung von fortgeschrittenem Hormonrezeptor-positiven, HER2-Rezeptor-negativen Brustkrebs eingesetzt werden. Resultate aus klinischen Studien deuten darauf hin, dass diese neuen Wirkstoffe teilweise starke Nebenwirkungen verursachen können. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass nicht alle CDK4/6 Inhibitoren gleichermassen dazu beitragen, das Überleben von Burstkrebspatientinnen zu verlängern und deren Lebensqualität zu verbessern. Das Ziel des HTA ist deshalb die Überprüfung der Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und budgetären Auswirkung der Behandlung mittels CDK4/6 Inhibitoren im Vergleich untereinander sowie im Vergleich zu einer Behandlung mittels Standardtherapie.
Das Bundesamt für Gesundheit reevaluiert die subakromiale Dekompression aufgrund kürzlich veröffentlichter Erkenntnisse, die auf eine begrenzte Wirksamkeit des Verfahrens hindeuten. Dieser Scoping-Bericht soll die Literatur zu Sicherheit, Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und budgetären Auswirkungen der subakromialen Dekompression bei Patientinnen und Patienten mit subakromialen Schmerzen identifizieren, um die Durchführbarkeit eines Health Technology Assessment (HTA) der subakromialen Dekompression zu ermitteln.
Das Health Technology Assessment (HTA) hat zum Ziel die Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und die budgetären Auswirkungen einer Therapie mit Ezetimib-haltigen Medikamenten im Vergleich mit Statinen oder Fenofibrat in Patienten mit primärer Hypercholesterinämie oder gemischter/kombinierter Hyperlipidämie zu überprüfen. Mit Hilfe des Scoping-Berichts wird die Durchführbarkeit eines HTAs ermittelt.
Das Ziel des HTA ist die Überprüfung der Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und budgetären Auswirkung von Olmesartan-Mono- und Kombinationstherapien im Vergleich zu allen anderen in der Schweiz verfügbaren Sartan-Mono- und Kombinationstherapien bei Patientinnen und Patienten mit essentieller Hypertonie.
Das Ziel des HTA ist die Überprüfung der Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und der budgetären Auswirkung einer kontinuierlichen Langzeittherapie mit Protonenpumpeninhibitoren (PPI) im Vergleich zu einer PPI-Langzeittherapie nach Bedarf bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit einer nicht-erosiven Refluxerkrankung (NERD) oder einer nicht endoskopisch untersuchten gastroösophagealen Refluxerkrankung (GERD).
Das Ziel des Short Reports ist die Überprüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von Gliniden und Glitazonen im Vergleich zu allen anderen in der Schweiz verfügbaren nicht-Insulin basierten Antidiabetika bei Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2.
Das Ziel des HTA war es,
- die Wirksamkeit und Sicherheit einer Eisentherapie (oral oder mittels Infusion) bei Patientinnen und Patienten mit symptomatischem Eisenmangel aber ohne bestehende Blutarmut (Anämie) zu untersuchen, und zwar im Vergleich mit anderen Therapien resp. einer Scheintherapie (Plazebo),
- Erkenntnisse darüber zu gewinnen, anhand welcher Beschwerden und diagnostischer Parameter ein behandlungsbedürftiger Eisenmangel festgestellt werden kann und ob bestimmte Untergruppen von einer Eisentherapie mehr profitieren als andere,
- für diejenigen Anwendungsgebiete, bei denen die Wirksamkeit von Eisen nachgewiesen wurde, die Wirtschaftlichkeit einer Infusions-Eisentherapie im Vergleich zu einer oral verabreichten Eisentherapie zu untersuchen.
Assessment-Dokumente
Ergänzendes Gutachten zu publizierten Registerdaten Eurofer/Swissfer (Bericht auf Englisch (PDF, 617 kB, 05.06.2020), zusammenfassendes Kapitel 5 auf Deutsch (PDF, 139 kB, 05.06.2020))
Scoping-Dokumente
Der Scoping-Bericht hat zum Ziel, die Durchführbarkeit eines Health Technology Assessment (HTA) Berichtes zu Statinen zur Primärprävention kardiovaskulärer Ereignisse und der Mortalität in der Schweiz zu ermitteln. Dies erfolgt aufgrund der identifizierten Anzahl und Qualität der Primärliteratur.
Im HTA-Bericht wird basierend auf dem Scoping-Bericht die Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und die budgetäre Auswirkung einer Statintherapie bei Erwachsenen ohne nachgewiesene Herz-Kreislauf-Erkrankung mit geringem, mittlerem oder (sehr) hohem kardiovaskulärem Risiko im Vergleich zu keiner Behandlung und/oder einer Anpassung des Lebensstils überprüft werden.
Das Ziel des HTA ist die Sicherheit und Wirksamkeit von Chondroitinsulfat zu vergleichen mit jenen der Placebo, Schmerzmitteln nach Bedarf und entzündungshemmenden Medikamenten in der Behandlung von Patienten mit Hand-, Knie und Hüftosteoarthrose. Darüber hinaus werden auch die Wirtschaftlichkeit und die budgetären Auswirkungen von Chondroitinsulfat untersucht.
Das Ziel des HTA ist die Überprüfung der Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und budgetären Auswirkung von perkutane Vertebroplastie und perkutane Ballonkyphoplastie bei Patienten mit symptomatischen osteoporotischen Wirbelkompressionsfrakturen, die nicht auf eine nicht-chirurgische Behandlung ansprechen.
Fragestellung
- Welchen Einfluss auf den HbA1c-Verlauf hat die Blutzuckerselbstmessung bei nicht insulinpflichtigen Patienten mit Typ-2-Diabetes?
- Wie wirkt sich eine Senkung vom HbA1c-Wert auf klinische Endpunkte aus?
- Wie ist das Sicherheitsprofil der Blutzuckerselbstmessung?
- Wie gestaltet sich das Kosten-/Nutzen-Verhältnis für verschiedene Formen der Blutzuckerselbstmessung?
Ziel des Berichts ist
- die systematische Prüfung der Evidenz zur klinischen Wirksamkeit und Sicherheit von Kniearthroskopien zur Behandlung von Beschwerden aufgrund degenerativer Veränderungen des Knies (Meniskus und angrenzende Strukturen) im Vergleich zu anderen nicht-invasiven Therapieformen,
- die Untersuchung der Kosteneffektivität und Berechnung des Budget Impact für die besagten Eingriffe,
- die Prüfung der Evidenz der klinischen Wirksamkeit und Sicherheit, so wie die Untersuchung der Kosteneffektivität und Berechnung des Budget Impact beim Vergleich der stationären mit einer ambulanten Durchführung der besagten Eingriffe.
Fragestellung: Wie wirkt sich die Entfernung von Osteosynthesematerial bei Patienten ohne medizinische Indikation (elektive oder Routineentfernung) auf Komplikationen, klinische Endpunkte, gesundheitsbezogene Lebensqualität und Kosteneffektivität aus, im Vergleich zum Belassen des Osteosynthesematerials?
Ziel des Berichts ist die systematische Überprüfung der Evidenz zur klinischen Effektivität und Sicherheit von Bandscheibenprothesen in der Hals- und Lendenwirbelsäule sowie der interspinalen oder stielbasierten Stabilisierung bei Patientinnen und Patienten mit degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule, dies entweder im Vergleich zur direkten Dekompression allein oder zur Fusion.
Letzte Änderung 01.04.2021