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Derjenige, der nichts ist, ist etwas.
Oh mein Gott, auf Deinen Kummer folgt immer Deine Gnade. Sonst wäre niemand fähig, diesen Kummer zu ertragen.
Mach mich stets trunken von Deiner Liebe, ohne Benommenheit. Denn ich möchte nicht die Betrunkenheit, die der Traubensaft verursacht.
Wir sind ein Röhricht, die Liebe des Geliebten ist ein Feuer. Wir warten darauf, dass das Feuer uns verbrennt.
Dieses Röhricht trinkt Wasser vom Feuer, das heisst, es wird mit Feuer bewässert, es wird mit Feuer ernährt. Je mehr Feuer es fängt und verbrennt, desto frischer und grüner wird es.
Bis in alle Ewigkeit bleiben wir mit dem Geliebten frisch und grün. Er ist so ein Frühling, hinter welchem kein Winter folgt.
Werden wir zu nichts, verlassen wir alles; denn nichts sein, ist etwas sein. Könnte ein Nichts je nichts sein?
Derjenige, der nichts ist, ist etwas. Der, der unsterblich ist und bis in alle Ewigkeit lebendig bleibt, ist jener, dessen Ego gestorben ist.
Hz. Mevlana, Divan-i Kebir
Band I, Gedicht Nr. 325
Firuzanfer, Band II, Gedicht Nr. 831
Übersetzung ins Türkische von Şefik Can