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Hypnose bei Stottern
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Was ist Stottern?
Das Stottern ist eine Störung des Redeflusses, die geprägt ist durch häufige Unterbrechungen des Sprechablaufs (Wiederholungen von Lauten und Teilen eines Wortes). Es existieren zwei Typen des Stotterns: Beim „tonischen Stottern“ ist das Sprechen zeitweise völlig blockiert, während beim „klonischen Stottern“ Sprachelemente rasch aufeinanderfolgend wiederholt werden. Als Mischform gilt das tonisch-klonische Stottern.
Die Ursachen des Stotterns sind vielfältig. Stottern kann genetisch bedingt sein (leicht nervöses Verhalten), es können gravierende Störungen des emotionalen Gleichgewichtes vorhanden sein, aber auch organische, psychosoziale und linguistische Faktoren können eine Rolle spielen.
In Deutschland gibt es circa 800.000 Stotterer, die häufig trotz langwieriger Behandlungen nicht flüssig sprechen können. Die Schulmedizin ist zudem der Meinung, dass man Stottern nicht vollständig heilen kann.
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Wie unterscheidet sich die Hypnose von anderen Stottertherapien?
In der Regel bestehen herkömmliche Stottertherapien darin, durch das Erlernen bestimmter Techniken stottergefährdete Situationen zu entschärfen. Dies kann man sich wie ein Kaschieren der Symptome vorstellen und kostet den Betroffenen enorm viel Energie, um die erlernten das Stottern überdeckenden Strategien anzuwenden. Ob das langfristig wirksam ist oder den Betroffenen wertschätzend unterstützt, ist eine andere Frage.
Die Hypnose kann helfen, das Stottern zu „verlernen“. Dabei wird das Stottern körperlich erfahrbar gemacht und der Stotterer erlebt sich in Trance als normal sprechender Mensch. Nach der Sitzung, aus der er gestärkt hervorgeht, kann er auf diese kraftvolle und positive Ressource zurückgreifen.
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Wie entwickelt sich das Stottern, hat es körperliche oder psychische Ursachen?
Beobachtet man einen Stotterer, könnte man denken, dass eine körperliche Ursache zugrunde liegt. Diese Auffassung teilen auch viele Experten. Doch wie lässt sich erklären, dass Stotterer in Hypnose völlig fliessend sprechen können?
Stottern hat oftmals keine organischen Ursachen, es zeigt sich jedoch in körperlichen Symptomen. So kann ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit des Stotterers zu einer Beeinträchtigung des flüssigen Redeflusses führen. Häufig normalisiert sich das im Laufe der Jahre ganz automatisch. Steht der Betroffene jedoch aufgrund seines Stotterns permanent im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, wird er beispielsweise geschimpft, ermahnt, gehänselt oder gar gemobbt, wird er versuchen, sein Problem zu kontrollieren und ganz bewusst zu sprechen. Was – wir uns vorstellen können – nach hinten losgehen wird, denn wenn man versucht, den unbewussten Vorgang des Sprechens bewusst zu lenken, desto weniger wird das flüssige Sprechen gelingen. Und schon sind wir wieder bei der Angst, denn wenn man sich oft wegen seines Stotterns schämt, dann etabliert man eine Angst in bestimmten Situationen oder vor bestimmten Menschen. Diese Angst verstärkt wiederum das Symptom und man stottert noch mehr.
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Wie hilft die Hypnosetherapie beim Stottern?
In der Hypnose wird ein Zustand geschaffen, bei dem der rationale Teil des Gehirns inaktiviert wird, während der Gefühlsteil – das Unterbewusstsein – aktiviert wird. Durch die Hypnosetherapie kann das Stottern selbst reduziert werden oder die Ursache kann aufgelöst werden, die die Menschen zum Stottern treiben.
Beim Stottern wenden wir eine Kombination aus der ursachenorientierte Hypnose und der symptomorientierten Hypnose an. Die ursachenorientierte Hypnose beinhaltet die Auflösung der emotionalen Ursachen und Stressoren, die zum Stottern bedingen. Die symptomorientierte Behandlung führen wir mit einer Suggestionshypnose durch. In der Trance werden positive Suggestionen an das Unterbewusstsein gegeben. Vielfach kombinieren wir beide Formen, um die maximale Wirkung der Hypnose bieten zu können.