Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03130.jsonl.gz/297

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen, die ihn berühmt machten, verfasste Truman Capote für Magazine wie "Esquire" oder den "New Yorker" unzählige Reportagen und Porträts. Sie besitzen die erzählerische Kraft seiner Prosa - alles, was den Schriftsteller Capote ausmacht: Melancholie, Beobachtungsgabe, perfekte Dialoge und ein glühendes Interesse am Menschen. Angefangen bei den frühen Reiseskizzen des Zweiundzwanzigjährigen bis hin zu einem Porträt der Schriftstellerin Willa Cather, das er am Vorabend seines Todes fertigstellte, versammelt dieser Band erstmals das komplette nicht-fiktionale Schaffen Truman Capotes, darunter auch Texte, die noch nie in Buchform publiziert wurden. Mit seinem Tatsachenroman "Kaltblütig" revolutionierte Capote die Literaturgeschichte, indem er Journalismus und Literatur zusammenführte. "Die Hunde bellen" ist sein journalistisches Vermächtnis and die Nachwelt: ein ebenso intimes wie berührendes Porträt des zwanzigsten Jahrhunderts und seiner Menschen.
Portrait
Truman Capote wurde 1924 in New Orleans geboren; er wuchs in den Südstaaten auf, bis ihn seine Mutter als Achtjährigen zu sich nach New York holte. Mit neunzehn Jahren erhielt er für seine Kurzgeschichte Miriam den "O.-Henry-Preis". 1948 erschien sein Roman Andere Stimmen, andere Räume, der als das sensationelle Debüt eines literarischen Wunderkindes gefeiert wurde. 1949 folgte die Kurzgeschichtensammlung Baum der Nacht, 1950 die Reisebeschreibung Lokalkolorit, 1951 der Roman Die Grasharfe. Das 1958 veröffentlichte Frühstück bei Tiffany erlangte auch dank der Verfilmung mit Audrey Hepburn grosse Berühmtheit. 1965 erschien der mehrmals verfilmte Tatsachenroman Kaltblütig, 1973 Die Hunde bellen (Storys und Porträts), 1980 Musik für Chamäleons (Erzählungen und Reportagen). Postum wurden 1987 - unvollendet - der Roman Erhörte Gebete und 2005 das neu entdeckte Debüt Sommerdiebe veröffentlicht. Truman Capote starb 1984 in Los Angeles. Die Herausgeberin Anuschka Roshani studierte Verhaltensbiologie und Germanistik in Berlin und besuchte anschliessend die Henri-Nannen-Schule in Hamburg. Danach war sie sieben Jahre lang Redakteurin und Reporterin im Kultur- und Gesellschaftsressort des »Spiegel«. Seit 2002 lebt sie in Zürich, wo sie als Redakteurin für »Das Magazin« des »Tages-Anzeigers« arbeitet.