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Begleitstörungen bei Dyskalkulie
- Die häufigste Begleitstörung ist die Dyslexie. Einzelne Forscher sind sogar der Ansicht, dass die kombinierten Störungen häufiger sind als die Einzelstörungen Dyskalkulie oder Dyslexie.
- Eine andere häufige Begleitstörung ist die Angststörung. Dabei gilt es zwei verschiedene Formen zu unterscheiden:
– Mathematikangst in Alltagssituationen (generelle Angst vor Mathematik)
– Mathematikangst, die auf die Prüfungssituation beschränkt bleibt (auch gute Schülerinnen und Schüler können darunter leiden).
- depressive Störungen
Eine erst seit 60 Jahren bekannte seltene Vorläuferstörung der Dyskalkulie ist die taktile Agnosie. Betroffene Kinder spüren ihre Finger nicht. Das Spüren der Finger ist jedoch eine wichtige Vorbedingung des Zählens, welches das Kind meist mit dem Zählen der Finger beginnt. Spürt es seine Finger nicht (oder nicht alle, meist mit Ausnahme von Ringfinger und kleinem Finger), hat dies einen stark negativen Einfluss auf die Entwicklung der mathematischen Kompetenzen.
Vorbeugen lässt sich dieser Störung durch das häufige Bewegen der Finger zu jedem erdenklichen Zweck: Bewegungsspiele, Basteln, Instrumentalunterricht usw.