Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/48611

<h2>SubmittedText<h2><p>Angesichts der Entwicklung in den anderen Ländern des Alpenbogens wird der Bundesrat beauftragt, auf den alpenquerenden Transitachsen die Lastwagen mit Dieselmotoren der Abgasklasse Euro 0 zu verbieten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Bis jetzt konnte im schweizerischen alpenquerenden Transitverkehr keine Zunahme der Anzahl Euro-0-Lastwagen beobachtet werden. Generell werden Euro-0-Lastwagen schwergewichtig im regionalen Güterverkehr eingesetzt, während modernere Fahrzeuge mit besserer Abgastechnologie im Ferngüterverkehr Verwendung finden. Diese Feststellung gilt sowohl für schweizerische wie auch für ausländische Fahrzeuge. Der beabsichtigte Effekt, die Verbesserung der Luftqualität durch den Wegfall alter Euro-0-Lastwagen im Alpentransit, würde dabei hauptsächlich durch das Fehlen schweizerischer Euro-0-Lastwagen erreicht. Ausländische Euro-0-Lastwagen hätten nur geringen Anteil daran. Ein Euro-0-Alpentransitverbot würde deshalb vor allem die Schweizer Wirtschaft erheblich treffen. Mit der Differenzierung der LSVA nach Emissionskategorien hat die Schweiz ein geeigneteres Mittel, um den Alpentransit mit alten Fahrzeugen unattraktiv zu machen.</p><p>Die Ausrüstung von Fahrzeugen mit einem Dieselpartikelfilter ("Schadstofffilter") wurde bereits im Rahmen des Postulates Stump geprüft (99.3166, Schwere Nutzfahrzeuge. Partikelfilter). Der Bundesrat hat in der Stellungnahme zur Motion Weigelt 03.3056, "Förderung von Dieselpartikelfiltern im Strassenverkehr", vom 13. März 2003 zugesagt, sich für dieses Anliegen im Rahmen der bilateralen Verhandlungen mit der EU einzusetzen.</p><p>Der Bundesrat wird die Situation auf den alpenquerenden Transitachsen weiterhin aufmerksam verfolgen und insbesondere bei einer Verlagerung zu Ungunsten emissionsarmer Fahrzeuge entsprechende Massnahmen einleiten.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.