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Eisenbahn-landschaft
Am Anfang war die Idee und Babà hatte die Idee: Lasset uns eine Eisenbahnlandschaft bauen, auf dass die Menschen sich freuen!
Und Ymér und Aniflur und Babà machten sich an die Arbeit.
Noch war alles öde und leer und Finsternis lag über dem Raum.
Da sagte Babà: Das können wir nicht brauchen. Es werde also Licht! Und er drückte den Lichtschalter.
Und es ward Abend und Morgen: der erste Tag.
Dann hub er an und sprach: Wir brauchen ein Fundament und einen Tisch, der die Eisenbahn vom Boden trennt. Und so machten sie es. Und fürwahr, sie sahen, dass es gut war.
Und es ward Abend und es ward Morgen: der zweite Tag.
Sodann sprach Babà: Es werde das Wasser in zwei Flüssen gesammelt und das Trockene sichtbar. Und so geschah es. Und sie nannten das Trockene Eisenbahntrassee und das zusammengeflossene Wasser nannten sie die Thur und das Meer. Des Weitern wollte Babà, dass Grünes spriesse und so geschah es; sie nannten das Grüne Pflanzen.
Und sie sahen, dass es gut war.
Und es ward Abend und Morgen. der dritte Tag*.
Alsdann sprach Baba: Wir brauchen eine Sonne, wie sollen die Blumen und Bäume sonst überleben, eigentlich hätten wir sie schon vorher erschaffen sollen, dann hätte es auch kein Licht gebraucht. Darum soll von jetzt an am Tag die Sonne scheinen und in der Nacht der Mond und die Sterne.
Aber damit nicht genug: Es soll auch Berge geben, die Feuer speien und Berge, durch die Tunnels führen, damit die Eisenbahnen auf sicheren Schienen fahren.
Und so geschah es. Baba und Ymér und Aniflur bauten Tunnels und verlegten Schienen und sie sahen, dass es gut war.
Es ward Abend und Morgen: der vierte Tag.
Am fünften Tag sprach Babà: Es sollen Bahnhöfe und Häuser entstehen und Brücken. Und Schlösser auf hohen Bergen.
Und einer der Bahnhöfe soll Ymérkon und der andere soll Anikon heissen. Aber zuerst lasst uns eine Trafo-Station bauen.
Und Ymér und Aniflur machten sich an die Arbeit und bauten Häuser und Bahnhöfe und die Trafostation.
Aber immer noch fehlte etwas. Nämlich Fische und Vögel. Und Ymér und Aniflur machten aus Papiermachée Fische und Vögel und auch einen Drachen machten sie.
Und sie sahen, dass es gut war.
Und es ward Abend und Morgen: der fünfte Tag.
Dann sprach Babà: Lasst uns jetzt noch Landtiere schaffen und Menschen, die für die Eisenbahn schaffen. Und die Menschen sollen herrschen über die Eisenbahnlandschaft, über die Berge und Bahnhöfe. Und sie sollen Eisenbahnen kaufen, massstabgetreu und den richtigen Bahnen ähnlich, und sie auf die Schienen stellen und ihnen Leben einhauchen. Und so machten sie es. Und fürwahr, sie sahen, dass es gut war.
Es ward Abend und Morgen: der sechste Tag.
So wurde vollendet die Eisenbahnanlage und die Berge und alles, was nötig war. Babà und Ymér und Aniflur beendeten ihr Werk am siebten Tag und ruhten sich aus.
Sie ruhten aus von ihrem Werk, an dem sie gearbeitet hatten sechs ganze Tage lang. Sie assen Zwieback und tranken Tee, hörten Musik und gingen eine Runde schwimmen.
*Mit der Erschaffung der Eisenbahnlandschaft verhielt es sich wie mit der Erschaffung des Universums, die Tage dauerten länger als im gewöhnlichen Leben.
Ein biblischer Schöpfungstag soll 7000 Jahre gedauert haben, sagt ein Oberhaupt der Zeugen Jehowas. Keine Ahnung, wie er auf die Zahl kam. Demnach hätte die Erschaffung der Welt 42'000 Jahre gedauert.
Beim Bau der Modelleisenbahnlandschaft dauerte ein Tag ganz unterschiedlich lang. Hing stark von Lust und Laune ab, von Frust und Verzweiflung. Genau wurde nicht Buch geführt, aber wenn wir eine Zahl nennen müssten, so würden wir sagen, ein Eisenbahnbau-Tag dauerte im Schnitt zwei Monate.