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WLAN einrichtenEinleitung
Nachdem ein (gebrauchter) Laptop ins Haus gekommen war, wollte ich seine mögliche Benutzung ohne jeglichen Kabelanschluss auch herstellen. Ich musste seine vorgesehene drahtlose Anbindung ans Internet mit Hilfe eines zusätzlichen Funkgeräts einrichten. Dieses Gerät, ein sogenannter Wireless-Router, war schnell gekauft. Router und Laptop aber soweit zu bringen, dass der Funkverkehr (Senden und Empfang) zwischen beiden stattfand, gelang nicht am ersten Tag. Noch etwas länger dauerte es, bis ich einigermaßen begriffen hatte, was schliesslich am zweiten Tag erreicht war, nämlich der drahtlose Zugang zum Internet von jedem Raum des Hauses und vom Garten aus. Viele Fragen sind offen geblieben. Ich nenne nur solche, deren Beantwortung mir vielleicht helfen würde, weiteres Nützliches mit dem angeschafften Gerät zu tun.Inhalt
1. Installation mit Hilfe einer mitgekauften CD oder "Installation ohne CD-Laufwerk" ?
2. "Installation ohne CD-Laufwerk"
2.1 "Konfiguration des Internetzugangs"
2.2 "Konfiguration der Wireless-Sicherheitsfunktionen"
3. "Anschluss von Wireless-Geräten an den Router"
4. Router und andere Begriffe
4.1 Router und andere verbindende Geräte
4.2 LAN und andere Netzwerke
5. Der Router in der Heimanwendung
6. Mein Router wurde Heimgenosse
7. Offene Fragen
1. Installation mit Hilfe einer mitgekauften CD oder "Installation ohne CD-Laufwerk" ? ↑ Anfang
Der 3. Schritt auf dem Beipack-Zettel "Schließen Sie den Computer an: Laptop oder Desktop-Computer" verwirrte mich bereits. Ich wollte eine Verbindung zu beiden, zum Laptop ohne, zum Desktop-Computer über Kabel. Vielleicht sollte das heißen, dass die Installation von jedem der angeschlossenen/anzuschließenden Geräte aus möglich sei. Ich wendete mich dem Desktop-Computer zu, vorwiegend aber deshalb, weil ich kein Kabel mit passendem Stecker für den Laptop besass. Später erfuhr ich auch, dass die Installation über Kabel der per Funk vorzuziehen sei, also deshalb ein Kabel zum funk-fähigen Laptop.
Im 6. Schritt wollte ich mit Hilfe der beigelegten CD weiter machen. Es stellte sich heraus, dass mein Browser (Internet-Explorer) nicht auf der Höhe ist. Ihn à jour zu bringen, wieder einmal etwas aus dem Internet herunter zu laden, widerstrebte mir, denn ich arbeite gewwöhnlich mit Firefox. Somit stieg ich auf die "Installation ohne CD-Laufwerk" um. Ich hielt das auch für die manuelle Arbeitsweise, von der ich generell erhoffe, mehr als von der automatischen zu lernen. Erst später erfuhr ich, dass die CD nicht mehr als eine (etwas umfangreichere) Bildschirm-Version der gedruckten Anweisung ist.
2. "Installation ohne CD-Laufwerk" ↑ Anfang
2.1 "Konfiguration des Internetzugangs" ↑ Anfang
Schon Punkt 1 funktionierte nicht. Es kam keine Verbindung zustande, und die Weiterarbeit musste vertagt werden. In einem Diskussionsforum im Internet fand ich am folgenden Tag den Tip, "<ip-pii>" anstatt "www.routerlogin.net" einzugeben. Das funktionierte, und ich konnte fortfahren.
Dass die Bildschirm-Anzeige inzwischen anders als auf dem Beipackzettel aussieht, ist weniger verwirrend und eher ein Schönheitsfehler. Dafür wird der Dialog in Deutsch geführt.
Die Verbindung zu meinem Provider, bei dem ich mich nicht anzumelden habe, und die diesbezüglichen Grundeinstellungen wurden ohne mein Eingreifen gefunden. Ich kam der Aufforderung nach, die Übernahme dieser Einstellungen zu veranlassen. Danach war ich allerdings erheblich verunsichert, denn es gibt keine Meldung über den Erfolg der Aktion. Statt dessen erscheint die Aufforderung erneut, und wieder und wieder, wenn man nicht selbst einmal um- oder abschaltet. Der Hinweis auf dem Beipackzettel, dass ich jetzt mit dem Internet verbunden sei, wirkt nur verunsichernd. Mit dem Internet verbindet mich mein Browser immer. Aufgabe war, den Router für den Internetzugang zu konfigurieren. Ob das nun erledigt ist, wird nirgends angezeigt und mit dem Hinweis auch nicht angedeutet. Der fehlenden Erfolgsmeldung sollte die Aufforderung folgen, mit der nächsten Aufgabe, der "Konfiguration der Wireless-Sicherheitsfunktionen" zu beginnen. Das halte ich für wichtiger, als sich jetzt um upgrades für den Router zu kümmern, wa auch nur auf dem Zettel steht.
2.2 "Konfiguration der Wireless-Sicherheitsfunktionen" ↑ Anfang
Anregungen, sich um Sicherheit zu bemühen, kommen immer an. Schließlich sind wir ein Volk der Versicherungsverträge. Im zweiten Satz steht glücklicherweise mit "Router-Sicherheitseinstellungen", dass es immer noch um die Konfiguration des Routers geht, und auch, dass solche Einstellungen lediglich an diesem Gerät vorzunehmen sind.
Warum der Name des Netzwerks zu ändern ist, wenn der neue Name leicht merkbar sein soll, ist nicht einsichtig (es sei denn, man möchte nicht den Firmennamen des Herstellers behalten). Warum ist eine "Passphrase" zu wählen? Was unterscheidet eine solche von einem Passwort? Ich bin inzwischen zum Administrator des Netzwerkes mit eigenem Passwort arriviert, nachdem ich später das Eröffnungs-"Password" (siehe 2.1) überschrieb. Ich habe mir dieses und ein anderes, dass aber eine "Passphrase" ist, zu merken.
Ich nahm meine Einträge an, wurde anschließend wieder dazu aufgefordert usw.. Dass kein erfolgreiches Ende angezeigt wird, war mir aber bekannt (s.2.1), und im Beipackzettel steht jetzt doch, dass der Browser nun zu schließen sei.
3. "Anschluss von Wireless-Geräten an den Router" ↑ Anfang
<< Teil 3 des Beipack-Zettels zum gekauften NETGEAR®-Wireless-N 150 Router
Als ich am zweiten Tag mit der Konfiguration begann, hatte ich mir ein Verbindungskabel zum Laptop beschafft und arbeitete jetzt mit diesem. Somit war ich der Meinung, ich hätte eine Verbindung zwischen ihm und dem Internet über den Router hergestellt. Ich glaubte, ich sei fertig und war überrascht, dass der Browser auf dem Laptop keine Verbindung ins Internet fand. Hinzu kam meine Unerfahrenheit. Mein alter Desktop-Computer ist nicht mit WLAN-Teilen ausgerüstet. Und der Laptop ist von Apple. Mit dem dort benutzten Betriebssystem hatte ich noch nicht gearbeitet.
Die "Passphrase" war also nicht nur für den eventuellen Anschluss anderer Geräte nötig. Und "Öffnen Sie die Wireless-Software, ... " (Punkt 1) meinte eine Software auf meinem Laptop. Weil ich einmal hörte, dass man bei Apple in diesem Zusammenhang von "AirPort" spricht, fand ich die zu öffnende Software auf dem Laptop bald und konnte ihn erfolgreich an unser neues drahtloses Hausnetz anschließen.
4. Router und andere Begriffe ↑ Anfang
4.1 Router und andere verbindende Geräte ↑ Anfang
Datenaustausch zwischen Computern ist von "einfach" bis "ziemlich intelligent" möglich. Dabei gehören die miteinander kommunizierenden Computer demselben Netzwerk oder verschiedenen Netzwerken an.
Innerhalb eines kleinen überschaubaren Netzwerks (LAN, s.4.2) werden die von und zu den Computern führenden Kabel im einfachsten Fall nur "zusammen gesteckt" (meistens sternförmig). Der Verbindungspunkt ist ein Hub (Knoten), der ausser Kabelverbinder nur noch Signalverstärker ist. Schon bei drei Computern "redet" der eine mit beiden anderen zugleich. Bei einem Switch (Weiche) kann ein Computer einen bestimmten zweiten mit Hilfe der MAC-Adresse (Media Access Control) der Computer (bzw. deren Netzkarte), die dieses Verbindungsgerät erkennt, "ansprechen".
Kommt ein zweites Netzwerk hinzu, vervielfacht sich die Zahl der Computer und der Kommunikationsbedarf zwischen ihnen. Geschieht die Verbindung mit dem World Wide Web (www, Internet), so ist die Erweiterung enorm. Das Wegenetz im Internet ist durch Vermaschung enger als dort, wo alle Wege zu und von einem Knoten führen. Das Suchen und Finden des kürzesten Weges zwischen zwei Computern - das Routing mittels eines Routers - ist geradezu das Markenzeichen des Internet. Die angeschlossenen Computer bringen beim Internet nicht ihre Adresse mit. Ihnen wird eine IP-Adresse (IP, Internetprotokoll) von den Betreibern (Providern) des Internet zugewiesen. Wer - wie die meisten Teilnehmer - nicht permanent über eine Standleitung mit dem Internet verbunden ist, sondern sich immer wieder neu einwählt, bekommt erst nach der Anmeldung eine IP-Adresse, die nur temporär und immer anders ist.
Die wörtliche Übersetzung für den englischen Begriff Router ist Wegsucher. Routing bedeutet, einen guten (schnellen oder billigen oder sicheren oder sonst günstigen) Weg finden. Die auf den Weg zu bringenden Daten werden im Internet auf Pakete verteilt. Das nächste Daten-Paket kann einen anderen Weg nehmen, wenn sich inzwischen herausstellte, dass es einen besseren gibt, usw.. Router und Routing sind also nicht auf lokalen Gebrauch begrenzte Begriffe. In einem kleinen Haus-Netzwerk ist in der Regel gar kein optimaler Weg für den Datenaustausch findbar. Das IP-Protokoll ist nicht anwendbar. Dem Haus-Netzwerk bzw. seinem Access-Point (Zugangspunkt), dem Router wird als ganzes aus dem Internet heraus eine IP-Adresse gegeben. Es ist Aufgabe dieses Routers, seine heimischen "Pappenheimer" zu kennen, um hereinkommende Post an den richtigen von ihnen weiter zu leiten.
4.2 LAN und andere Netzwerke ↑ Anfang
LAN ist die Abkürzung für die englischen Worte local area network, ist also ein kleines, in der Regel auf ein Gebäude beschränktes lokales Netzwerk. Das oben erklärte Routing spielt hier noch keine Rolle. Die verbindenden einfacheren Elemente heißen Hub oder Switch. Die Kommunikation erfolgt auf den unteren Schichten 1 und 2 des OSI-Modells (Open Systems Interconnection). Geschieht die Verbindung der Geräte drahtlos (wireless) über Funk, so handelt es sich um ein WLAN. WAN geht wieder/noch über Kabel. Es ist im Unterschied zu LAN nicht ein lokales, sondern ein weites (wide, W) Netz. Das Internet ist ein WAN, neben dem andere WANs und viele LANs bestehen. Seine Kommunikation erfolgt intern und mit anderen Netzwerken auf der 3. Schicht des OSI-Modells. Das ist die Vermittlungs-Schicht, in der Vorgänge wie das Bereitstellen netzwerkübergreifender Adressen (hier IP-Adressen) und das Routing sprachlich formal eingeschlossen sind.
5. Der Router in der Heimanwendung ↑ Anfang
Bei Heimanwendern wird der Router meist als Kontaktstelle zwischen dem Internet und dem lokalen Netzwerk gebraucht. Er ist nötig, wenn man mehrere Computer über denselben Anschluss mit dem Internet verbinden möchte. Dabei werden vom Internet aus bereits zwei Computer als Bestandteile eines externen Netzwerks betrachtet und mit nur einer (1) IP-Adresse versehen (s.4.1). Der zweite persönliche Computer ist meistens ein Laptop. Für den möchte man nicht einen zweiten Anschluss mieten, ihn auch nicht am einzigen Anschluss gegen den ersten Computer umstöpseln. Weil man ihn herumtragen kann, möchte man sich mit ihm auch gerne drahtlos ins Internet einschalten. Das Mittel zum Zweck ist ein WLAN-Router. Der Wortteil LAN ist dabei unbedeutend, denn die zusätzlich mögliche Kommunikation zwischen den Computern im Hause ist meistens nicht der Grund zur Anschaffung. Mein Gerät heißt wohl deshalb auch nur Wireless-Router.
6. Mein Router wurde Heimgenosse ↑ Anfang
Was heißt es eigentlich, den Router installieren (s.2.), konfigurieren oder administrieren?
Ich wurde sein Herr durch Ändern des Passwortes (s.2.2). Seitdem lässt er sich nur noch damit "aufschliessen" und allenfalls verstellen. Er wurde durch Taufe mit einem eigenen Namen (SSID, Service Set Identifier) zum Individuum. Dieser Name gilt zwar auch für das Netzwerk, das er mit dem Internet verbindet, aufgeschrieben ist der Name aber nur im Router (in seinem Software-Teil).
Seine Einbindung in eine Organisation, die bis ins Internet reicht, macht den Gebrauch eines Browsers nötig. Den Router aber mit einer Internet-Adresse (http://www.routerlogin.net, s.2.1) aufzurufen, wo er doch vor mir stand, verwirrte mich ziemlich. Tatsächlich ist er auch bei abgeklemmtem Internetzugang ansprechbar. Aber er muß ja mit dem Internet bekannt gemacht werden, also zu ihm Zugang haben.
7. Offene Fragen ↑ Anfang
Siegfried Wetzel, CH 3400 Burgdorf, Dezember 2010