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Hammond-Orgeln klangen ursprünglich etwas statisch. Dagegen werden viele Naturinstrumente werden mit Vibrato gespielt, was diese lebendiger erklingen lässt. Donald Leslie entwickelte daher ein Lautsprecherkabinett, kurz Leslie genannt, in welchem die Lautsprecher rotierend montiert waren. Sinn der Rotation ist die Erzeugung eines Vibratos, das heisst, eine Modulation der Tonhöhe durch Ausnutzung des Doppler-Effekts und daraus resultierender Schwebung.
Wenn sich der rotierende Lautsprecher vom Zuhörer entfernt, wird damit der Ton tiefer. Gleichzeitig nähert er sich aber der gegenüberliegenden Wand, die daher mit einem höheren Ton beschallt wird, den sie auch in Richtung des Zuhörers reflektiert. Dieses geschieht zu jedem Zeitpunkt in alle Richtungen des Raumes. Der Zuhörer erfährt damit ein sehr komplexes Klangbild, das weit über ein einfaches Tonhöhen-Vibrato hinaus geht und den Hammondsound bereichert.
Dieser Leslie-Effekt kann heute mit digitalen Effektprozessoren (DSP's), wie sie z.B. im Tyros 2 zahlreich vorhanden sind, sehr gut nachgebildet werden, so dass es keine rotierenden Lautsprecher mehr braucht. Der Vorteil ist, dass der Effekt mit jedem Stereo-Lautsprecherpaar, also auch mit Kopfhörer, genossen werden kann.