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Grosser Rat
Cussegl grond
Gran Consiglio
Mit der Anfrage Augustin wird die Regierung beauftragt, die Anzahl der Steuerpflichtigen aufzulisten, die in den Jahren 2000 bis 2004 aus dem Kanton weggezogen und in den Kanton zugezogen sind. Die Regierung hat die Abklärungen auf die Jahre 2001 bis 2004 eingeschränkt. Das Bemessungsjahr 2000 fällt in die Bemessungslücke, die durch den Wechsel zur Gegenwartsbemessung entstanden ist. Das Steuerjahr 2000 ist noch im alten EDV-Programm erfasst, welches die erforderlichen statistischen Elemente noch nicht umfasst. Eine Neuprogrammierung in einem alten Programm kann aus Kostengründen nicht verantwortet werden.
Auf die konkreten Fragen kann die Regierung wie folgt antworten:
1. In den Jahren 2001 bis 2004 erfolgten die folgenden Zu- und Wegzüge
2. Die Auswirkungen auf das Steueraufkommen pro Jahr waren nicht sehr gross. Beachtet man aber die ganze Periode von 2001 bis 2004 kann festgestellt werden, dass die Zuzüger eine Steuerleistung von Fr. 11.3 Mio und die Wegzüger eine solche von Fr. 18.9 Mio. erbracht haben. Die Details können in tabellarischer Form dargestellt werden:
3. Die Erhebungen zeigen, dass die Zahl der Wegzüger weit grösser ist als die Zahl der Zuzüger. Bezogen auf die Gesamtzahl der rund 112'500 Primärsteuerpflichtigen per Ende 2004 sind die Zahlen aber gering.
Aus der Migrationsbilanz könnte der Schluss gezogen werden, dass in steuerlicher Hinsicht ein Handlungsbedarf verneint werden kann. Ein Blick auf die Bevölkerungsentwicklung 1992-2002 des Bundesamtes für Statistik zeigt ein etwas anderes Bild. Der Kanton Graubünden verzeichnete in dieser Zeit eine Bevölkerungszunahme von 3.9%, davon 0.6% durch Wanderungsgewinne. In steuerlich günstigeren Kantonen fallen die Wanderungsgewinne weit höher aus. So führt der Kanton Zug mit 11.3% die Liste der Kantone mit den höchsten Zuwachsraten an. Dies zeigt, dass der Steuerbereich nicht vernachlässigt werden darf und dass Handlungsbedarf besteht, zumal sich die in den Jahren 1992–2002 erfassten Wanderungsgewinne zwischenzeitlich in einen Wanderungsverlust gewandelt haben.
4. Die Migrationsbilanz zeigt, dass auch im Bereich der natürlichen Personen Steuerentlastungen notwendig sind und dass die im Bericht über eine Revision des Steuergesetzes vorgeschlagenen Massnahmen umgesetzt werden müssen.
10. Oktober 2005