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1. Wie Corona die Einnahmen der Hilfswerke beeinflusst hat
2019 war ein hervorragendes Spendenjahr. Die Schweizer Bevölkerung spendete mit 1,91 Milliarden Franken soviel wie noch nie zuvor. Das zeigt die Spendenstatistik der Zewo.
Daraus ist ersichtlich, dass jeder zweite Franken, den zertifizierte Hilfswerke im Jahr 2019 erhielten, von einem privaten Haushalt gespendet wurde.
Hilfswerke im Lockdown
Doch ab dem 16. März 2020 war alles anders. Der Bundesrat erklärte wegen Corona in der ganzen Schweiz die «ausserordentliche Lage». Er schloss Läden, Restaurants, Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe. In der Folge führte er Reisebeschränkungen ein und bot die Armee auf, um die Kantone bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen.
Der Lockdown betraf die Hilfswerke gleich in mehrfacher Hinsicht: Sie mussten ihre Arbeit unter erschwerten Bedingungen fortführen und ihre Hilfeleistungen einem Bedarf anpassen, der sich über Nacht verändert und verschärft hatte. Dazu kam die Unsicherheit, wie sich Corona auf das Spendenverhalten und die Einnahmen der Hilfswerke auswirken würde.
Schweiz blieb in Zeiten von Corona solidarisch
Zu Beginn des Lockdowns befürchteten manche Hilfswerke, ihre Spenden würden wegen der Corona-Krise einbrechen. Zu Unrecht, wie die Umfrage der Zewo jetzt zeigt. Zwar erhielten drei von zehn Hilfswerken weniger Spenden aus privaten Haushalten als sonst. Fast jedes zweite Hilfswerk bekam während dem Lockdown aber etwa gleich viele Spenden wie sonst, jedes fünfte sogar mehr.
Ähnlich sieht es bei den Beiträgen aus, die Hilfswerke von Förderstiftungen bekamen. Die meisten Hilfswerke stellten kein Änderung fest, einige erhielten sogar mehr Beiträge, nur jedes fünfte weniger. Selbst von Unternehmen verzeichnete fast die Hälfte der Hilfswerke etwa gleich hohe oder höhere Beiträge als sonst. Jedes vierte Hilfswerk dagegen erhielt weniger Firmenspenden als sonst. Ein weiteres Viertel sammelte auch vor Corona keine Spenden von Firmen.
Besonders grosse Unterstützung für die Hilfe im Inland
Zusätzliche Spenden erhielten vor allem Hilfswerke, die im Bereich Soziales und Gesundheit im Inland tätig sind. Bis im Juni 2020 verzeichnete fast jedes dritte dieser Hilfswerke mehr Spenden aus privaten Haushalten als sonst. Jedes Vierte bekam zusätzliche Gelder von Förderstiftungen oder Unternehmen. Besonders deutlich zeigten sich zusätzliche Einnahmen aus der Sammlung der Glückskette, die über 40 Millionen Franken für die Corona Hilfe im Inland gesammelt hat. Sie leitet diese Spenden an im Inland tätige Hilfswerke weiter.
Obschon viele Inlandwerke wegen Corona zusätzliche Spenden erhielten, bekamen auch fast gleich viele Hilfsorgansationen aus dem Bereich Soziales und Gesundheit weniger Spenden von privaten Haushalten und Beiträge von Förderstiftungen. Bei den Firmenspenden registrierte ein Drittel der im Inland tätigen Hilfswerke einen Rückgang und nur jedes vierte eine Zunahme. Eine Erklärung dafür ist in Grafik 15 zu finden. Obwohl über die Hälfte der Inlandwerke während dem Lockdown besonders gut zeigen konnte, dass sie helfen, nutzte nur jedes vierte diese Zeit für zusätzliche Sammlungen oder Anträge. Dennoch erhielt jede dritte Organisation aus dem Sozial- oder Gesundheitswesen mehr finanzielle Unterstützung. Etwa gleichviele erhielten wegen Corona auch mehr Aufmerksamkeit für ihre Anliegen. Die Solidarität im Inland spielte also. Aber nicht alle Inlandwerke nutzten die Chance, die sich ihnen dadurch für das Fundraising bot.
Im Gegensatz zur Inlandhilfe erhielten Organisationen, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind, kaum mehr Spenden wegen Corona. Wenn, dann waren es vor allem Spenden, die sie via Glückskette bekamen, sowie direkte Spenden von privaten Hauhalten. Wie Grafik 15 zeigt, galt die Solidarität der Bevölkerung während dem Lockdown denn auch weniger der Entwicklungszusammenarbeit. Hier konnte nur jede dritte Organisation besonders gut zeigen, dass sie hilft. Zwar nutzten ebenso viele diese Zeit für zusätzliche Sammlungen oder Anträge. Aber nur jede sechste Entwicklungshilfeorganisation erhielt mehr finanzielle Unterstützung. In der Entwicklungszusammenarbeit bekam kaum ein Hilfswerk wegen Corona mehr Aufmerksamkeit für seine Anliegen.
Auch Hilfswerke, die sich dem Natur-, Umwelt-, Tier- oder Heimatschutz widmen, verzeichneten wegen Corona nur vereinzelt mehr Spenden. Bei den meisten blieben die Spenden während dem Lockdown aber stabil. Nur rund ein Viertel registrierte wegen Corona einen Spendenrückgang von privaten Haushalten.
Stabile Beiträge der öffentlichen Hand
Von 10 Hilfswerken erbringen 7 ihre Leistungen teilweise im Auftrag der öffentlichen Hand oder finanzieren ihre Projekte und Programme unter anderem durch Beiträge der öffentlichen Hand. Diese Einnahmen blieben während dem Lockdown für die meisten Organisationen stabil. Nur jedes fünfte Hilfswerk, das für seine Leistungen öffentliche Gelder erhält, bekam weniger als sonst.
Der Rückgang könnte damit zu erklären sein, dass Risikogruppen die Angebote der Hilfswerke wegen Corona weniger in Anspruch nahmen als sonst. Beispielsweise, weil Kurse verschoben wurden oder keine persönliche Beratung mehr angeboten wurde. Jedes zehnte Hilfswerk, das für seine Leistungen Beiträge der öffentlichen Hand erhält, bekam während dem Lockdown mehr Beiträge als sonst. Dies könnte damit zu erklären sein, dass diese Hilfswerke während dem Lockdown ihr Leistungsangebot im Auftrag der öffentlichen Hand erweiterten. Sie organisierten zum Beispiel Hilfe für Menschen in Not, halfen beim Corona-Test und unterstützen das Contact-Tracing.
Der Lockdown traf auch die Einnahmen von Hilfswerken
7 von 10 Hilfswerken erwirtschaften mit dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen Einnahmen. Bei jedem zweiten Hilfswerk gingen diese Einnahmen während dem Lockdown jedoch zurück. Nur jedes fünfte Hilfswerk erwirtschaftete gleich viel wie sonst. Kaum eine Organisation verzeichnete während dieser Zeit mehr Einnahmen aus Eigenleistungen. Hält man sich vor Augen, dass jedes zweite Hilfswerk einen Teil seiner Leistungen während dem Lockdown teilweise nicht mehr erbringen konnte, erstaunt dies wenig. Denn auch die Hilfswerke waren zumindest teilweise von Schliessungen betroffen, etwa wenn sie ein Brockenhaus, ein Restaurant, einen Secondhand-Shop oder einen Fairtrade-Laden betrieben.
Die Glückskette sammelte Spenden für Menschen, die in der Schweiz von der Corona-Krise am stärksten betroffen sind. Sie erhielt mehr als 40 Millionen Franken und verteilte diese breiter als sonst. So erhielten viele im Inland tätige Organisationen, die sonst keine Gelder aus Sammlungen der Glückskette bekommen, einen Beitrag. Insgesamt gab jedes vierte Hilfswerk an, mehr Gelder der Glückskette erhalten zu haben als sonst. Aber nur 3 von 10 Hilfswerken erhalten überhaupt Spenden, die via die Glückkette gesammelt wurden.
Von zehn Hilfswerken finanziert nur eines seine Leistungen mit öffentlichen Geldern, die aus dem Ausland stammen. Entsprechend gering wirkte sich Corona auf diese Einnahmen von Schweizer Hilfswerken aus.
2. Hilfswerke haben ihre Leistungen wegen Corona verstärkt
Jedes vierte Hilfswerk baute während dem Lockdown seine Leistungen aus. Es entstanden zum Beispiel neue Angebote in der Nachbarschaftshilfe, bei der Verteilung von Mahlzeiten und es gab zusätzliche Budgethilfen. Jedes fünfte Hilfswerk setzte wegen Corona andere Prioritäten, um auf die veränderten Bedürfnisse zu reagieren. So wurden etwa innerhalb von Programmen der Entwicklungszusammenarbeit die Gesundheitsprojekte mit Hygienemassnahmen verstärkt. Andere thematisierten die Folgen von Corona für die Menschenrechte. Doch die Hilfswerke waren auch selber vom Lockdown betroffen. Vorübergehend konnte jedes zweite Hilfswerk einen Teil seiner Leistungen nicht mehr erbringen. Den Betrieb ganz einstellen oder die Leistungen insgesamt reduzieren musste zum Glück nur jede zehnte Hilfsorganisation.
Corona wirkte sich am stärksten auf das Leistungsangebot jener Hilfswerke aus, die im Sozial- und Gesundheitsbereich im Inland tätig sind. Zwar mussten sie insgesamt häufiger als die international tätigen Hilfswerke einen Teil ihrer Leistungen vorübergehend einstellen
oder den Betrieb schliessen. Trotzdem bauten sie ihre Leistungen insgesamt stärker aus als die in der Entwicklungszusammenarbeit tätigen Hilfswerke. Diese änderten wegen Corona etwas häufiger ihre Prioritäten als die im Inland tätigen Hilfswerke.
Im Inland tätige Organisationen verstärkten zum Beispiel die Direktzahlungen für Menschen, die in prekären Verhältnissen leben. Sie bauten die Budgetberatung aus oder sorgten dafür, dass Grundnahrungsmittel günstiger eingekauft werden konnten. Bei den Projekten im Ausland verstärkten die Hilfswerke die Hygienemassnahmen und klärten über die Verbreitung des Virus auf. Sie leisteten gezielte Überlebenshilfe für die Schwächsten der Gesellschaft, um die Folgen der Pandemie, die diese Gruppe besonders hart trifft, zu mildern.
Neue und veränderte Hilfsangebote wegen Corona – wie nachhaltig?
Die Hilfswerke passten wegen Corona nicht nur den Umfang ihrer Angebote an. Sie veränderten auch deren Form und Inhalte. Nur ein Viertel erbrachte genau die gleichen Leistungen wie vorher. 3 von 5 Hilfswerken boten ihre Leistungen auf neue Weise an, beispielsweise indem persönliche Gespräche und Beratungen online oder telefonisch erfolgten. 2 von 5 Organisationen richteten ihre Angebote inhaltlich auf den veränderten Bedarf aus. Jedes vierte Hilfswerk entwickelte wegen Corona völlig neue Angebote.
Diese neuen Hilfeleistungen erbrachten vor allem Werke, die im Inland tätig sind. So errichteten sie mobile Testzentren, verteilten Masken und unterstützten Contact-Tracer. Sie organisierten Heimlieferservices für Medikamente und Güter des täglichen Gebrauchs oder Reparatur-Dienste für Velos. Freiwillige unterstützten ungeübte Personen beim Ausfüllen von digitalen Formularen oder beim Bezahlen von Rechnungen mittels E-Banking.
Oft musste die Form, in der die Hilfe geleistet wurde, den veränderten Bedingungen angepasst werden. So wurden persönliche Gespräche, Kurse und Veranstaltungen durch telefonische Kontakte, Videokonferenzen und Online-Angebote ersetzt.
Fast die Hälfte der Hilfswerke, die ihre Angebote wegen Corona veränderten, konnte im Juni 2020 noch nicht abschätzen, wie nachhaltig dies ihr Leistungsangebot beeinflussen würde. Wer eine Aussage dazu machte, gab meist an, dass sich das Leistungsangebot bloss kurzfristig wegen Corona verändert habe. Nur rund jede zehnte Organisation war im Juni 2020 der Ansicht, dass sich ihr Angebot wegen Corona langfristig verändern werde. Es wird interessant sein, zu einem späteren Zeitpunkt in Erfahrung zu bringen, ob sich diese Einschätzung bestätigt.
3. Hilfswerke meistern während Corona neue Herausforderungen
Ähnlich wie das Gewerbe und die Wirtschaft erbrachten auch die allermeisten Hilfswerke ihre Arbeit wegen Corona unter erschwerten Bedingungen. Praktisch alle waren von Social-Distancing-Massnahmen wie Homeoffice und Besuchsverboten oder dem Ausfall von freiwilligen Helferinnen und Helfern betroffen. Zudem führten sie neue Hygienemassnahmen ein.
Drei Viertel der Hilfswerke mussten Veranstaltungen absagen oder verschieben. Dies erschwerte die Kommunikation mit Mitgliedern, Spenderinnen und Spendern, Leistungsempfängern und Klientinnen sowie den Austausch im eigenen Netzwerk. Die Reisetätigkeit ins Ausland war naturgemäss für Hilfswerke, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind, besonders schwierig.
Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit erhielten weniger Aufmerksamkeit
Umwelt- und Naturschutz-Organisationen hatten im Jahr 2019 und Anfang 2020 mit der Klimadebatte viel Aufmerksamkeit für ihre Anliegen erhalten (Mehr dazu erfahren Sie im Spendenreport 2019). Dies änderte sich mit Corona deutlich. Jede zweite Umweltorganisation erhielt wegen Corona weniger Aufmerksamkeit für ihre Anliegen. Das traf auch auf jedes dritte Hilfswerk aus der Entwicklungszusammenarbeit zu, aber nur auf jedes zehnte aus dem Sozial- und Gesundheitswesen.
Hilfswerke mussten teilweise Kurzarbeit einführen
Jedes fünfte Hilfswerk stand wegen Corona vor finanziellen Problemen, etwa weil die Einnahmen zurückgingen oder weil die liquiden Mittel knapp wurden. Jedes zweite Hilfswerk, das im Inland im Sozial- oder Gesundheitswesen tätig ist, musste zumindest für einen Teil seiner Beschäftigten Kurzarbeit beantragen. In der Entwicklungszusammenarbeit traf dies auf jedes vierte Hilfswerk zu. Andere finanzielle Leistungen wie Überbrückungskredite oder Mietzinsreduktionen nahmen die Hilfswerke nur vereinzelt in Anspruch. Die Hilfswerke waren bisher auch kaum von Stellenabbau betroffen. Wenn überhaupt, betraf dieser primär Hilfsorganisationen, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind.
4. Hilfswerke sehen Homeoffice und Digitalisierung als Chance
Drei von vier Hilfswerken sehen neue Arbeitsformen wie Homeoffice als Chance. Über die Hälfte macht Fortschritte in der Digitalisierung. Beides trifft stärker zu auf Organisationen, die in der Entwicklungszusammenarbeit oder im Umwelt- und Naturschutz tätig sind, als auf Hilfswerke aus dem Sozial- und Gesundheitswesen. Heime sehen vor allem in neuen Arbeitsformen eine Chance.
5. Viele Hilfswerke befürchten einen Spendenrückgang
Mehr als die Hälfte der Hilfswerke erwartet, dass sie wegen Corona mittelfristig weniger Spenden von privaten Haushalten erhalten werden. Die Werke aus dem Bereich Soziales und Gesundheit, die während dem Lockdown grosse Unterstützung erhielten, befürchten dies etwas häufiger als Entwicklungshilfeorganisationen.
Auch im Hinblick auf die Beiträge von Unternehmen blicken Hilfswerke skeptisch in die Zukunft. In der Entwicklungshilfe erwartet mehr als die Hälfte der Organisationen wegen Corona einen Rückgang. Die Firmenspenden machen allerdings den kleinsten Anteil der Spendeneinnahmen von Hilfswerken aus.
Grössere Bedeutung haben bei den institutionellen Spenden jene Beiträge, die Hilfswerke von Förderstiftungen und anderen NPO erhalten. Hier sind die mittelfristigen Prognosen der Hilfswerke etwas weniger pessimistisch als bei den anderen Spendeneinnahmen. Dennoch erwartet jedes dritte Hilfswerk im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie in der Entwicklungshilfe, dass die Beiträge von Förderstiftungen mittelfristig zurückgehen werden.
Hilfswerke, die für ihre Leistungen einen Beitrag der öffentlichen Hand erhalten, erwarten mehrheitlich keine Kürzungen wegen Corona. Nur jede vierte Entwicklungshilfeorganisation und jedes fünfte Hilfswerk, das im Bereich Soziales oder Gesundheit tätig ist, erwartet wegen Corona in Zukunft weniger öffentliche Gelder.
Umgekehrt wagt aber auch kaum ein Hilfswerk zu hoffen, dass es wegen Corona künftig mehr Spenden aus privaten Haushalten, von Firmen und von Förderstiftungen erhält oder dass es für seine Leistungen wegen Corona mittelfristig mehr öffentliche Gelder bekommt.
6. Hilfswerke sind in Bezug auf ihre Arbeit zuversichtlich
Hilfswerke sehen neue Arbeitsformen, die sie wegen Corona eingeführt haben, mittelfristig als Chance für ihren Betrieb. Das betrifft zum Beispiel Videokonferenzen oder Homeoffice und kommt in der Entwicklungszusammenarbeit stärker zum Ausdruck als im Sozial- und Gesundheitswesen.
Jene Werke, die wegen Corona ihre Hilfeleistungen einstellen mussten, planten im Juni 2020, diese wieder aufzunehmen und mittelfristig weiterzuführen. Kaum ein Hilfswerk befürchtet, dass es trotz staatlicher Hilfe wegen Corona mittelfristig Personal abbauen oder seine Hilfe einstellen muss.
Von den Leistungen, die Hilfswerke wegen Corona neu ins Leben gerufen haben, dürfte im In- und Ausland zumindest ein Teil mittelfristig bestehen bleiben. Zudem sind im Inland tätige Hilfswerke zuversichtlich, dass sie auch mittelfristig auf die Unterstützung von freiwilligen Helferinnen und Helfern zählen können, die sie wegen Corona neu gewonnen haben.
- Methodik der Untersuchung
Die Zewo führte gleichzeitig mit der Datenerhebung für die Spendenstatistik 2019 bei den von ihr zertifizierten Hilfswerken eine Online-Umfrage zu Corona durch. Der Fragebogen wurde am Mai 2020 an alle 498 zertifizierten Organisationen in deutscher oder französischer Sprache versandt. 329 Hilfswerke haben bis am 3. Juli 2020 die Fragen zu Corona beantwortet. Die Rücklaufquote beträgt 66 Prozent. Die Auswertung der Daten erfolgte durch Ueli Löffel M. Sc. und Prof. Dr. Markus Gmür vom Verbandsmanagement Institut (VMI) der Universität Freiburg/CH. Die Hilfswerke beantworteten die Fragen zu Corona grösstenteils im Juni 2020. Sie zeigen ein repräsentative Bild von zertifizierten Hilfswerken, die in der Schweiz Spenden sammeln.
Download Zewo-Studie
Autorinnen und Autoren
Texte und Grafiken: Martina Ziegerer und Erica Stauffer, Stiftung Zewo
Wissenschaftliche Begleitung und statistische Auswertung: Prof. Dr. Markus Gmür und Ueli Löffel M. Sc., Universität Freiburg/CH
Illustration: Annemarie Widmer, Stiftung Zewo