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8. März 2009
Es ist vollbracht. Die Wahlen 2009 haben stattgefunden.
Zum ersten Mal wurde das Pukelsheim System im Kanton Aargau auf Herz
und Nieren geprüft. Die erwartete Zersplitterung des Rates traf auch
prompt ein. Kleinere Parteien wie die Grün Liberalen, oder die BDP
haben Sitze erhalten und ziehen nun neu in den Grossen Rat ein. Dies
wurde vor allem auch dadurch ermöglicht, dass auf ein Quorum verzichtet
wurde.
Die Stimmen von 2009 sind zu finden unter: Sitzzuteilung_Kanton.pdf>>
24. Februar 2008
Die Volksabstimmung ergab, dass die Grossratswahlen
2009 mit Hilfe des Doppelten Pukelsheimsystem durchgeführt werden. Auf
ein Quorum wurde verzichtet.
13. Juni 2007
Chef Rechendienst im federführenden Departement und
Inneres, Frank Klein befürchtet, dass durch den Versuch der SVP und FDP
ein anderes Wahlsystem zu lancieren bis zu den Aargauer Grossratswahlen
2009 keine Entscheidung gefällt werden kann.
11. Juni 2007
SVP und FDP bringen neuen Vorschlag, um den
"Pukelsheim" aus dem Rennen zu schicken. Das von der CVP bereits früher
präsentierte Vorverteilungsmodell 9+ solle als transparente Alternative
den Kampf um das neue Wahlverfahren gewinnen. Sie wollen verhindern,
dass das Parlament durch den "doppelten Pukelsheim" aufgesplittert
wird. Die CVP verhält sich jedoch zurückhaltend und will vorerst einmal
Abwarten, wie die Sache weiterverläuft.
21. März 2007
Der Grosse Rat des Kantons Aargau entscheidet sich für den "Doppelten
Pukelsheim", jedoch ist noch nicht klar, ob mit oder ohne Quorum. SP,
EVP und Grüne fordern immer noch das System ohne Quorum, wobei SVP und
FDP mindestens 5% verlangen.
20.
Dezember 2006
Die Kommission für Allgemeine Verwaltung (AVW) des Kantons Aargau
schlägt dem Grossen Rat den "Doppelten Pukelsheim" vor für die
Grossratswahlen im Aargau 2009.
6.
Oktober 2006
Der aargauische Regierungsrat will den "Doppelten Pukelsheim" ohne
Quorum für die Grossratswahlen 2009. Ein erstes provisorisches
Abstimmungsdatum wäre der 25. November 2007.
2. Mai
2006
Der Vorstand des Aargauischen Gewerbeverbandes lehnt in einer
Medienmitteilung vom "Doppelten Pukelsheim" ab und spricht sich
gleichzeitig für den FDP-Vorschlag "Wahlkreisverbände" aus.
12.
Februar 2006
Die Zürcher Gemeinderatswahlen wurden mit dem "Doppelten Pukelsheim"
durchgeführt. Es traten keine Schwierigkeiten auf. Das Resultat war
erwartungsgemäss sehr genau.
27.
Februar 2005
Der aargauische Grosse Rat wird noch mit dem rechtswidrigen
Proporzwahlsystem nach "Hagenbach-Bischoff" gewählt weil die Zeit nicht
reichte ein korrektes Wahlsystem zu finden und einzuführen.
Die Unstimmigkeiten bestätigten sich prompt. Im Bezirk Laufenburg
brauchte eine Partei 14% Stimmenanteil für ein Mandat.
1. Januar
2005
Die "doppelt proportionale Divisormethode mit Standardrundung" wurde in
Zürich eingeführt, ebenfalls nach einem Bundesgerichtsentscheid. In
Zürich wird auch der Name "Neues Zürcher Zuteilungsverfahren" verwendet.
27.
Oktober 2004
Das Bundesgericht erklärt das Grossratswahlgesetz als rechtswidrig,
weil die Chancengleichheit der grossen und kleinen Parteien in drei
Wahlkreisen verletzt wird.
Das Bundesgericht fordert die Änderung des Wahlsystems und schlägt
dafür die "doppelt proportionale Divisormethode mit Standardrundung"
vor, besser bekannt unter dem Namen "Doppelter Pukelsheim".
18.Mai 2003
Das Volk stimme
der FDP-Initiative "Abspecken beim Grossen Rat" zu. Diese hatte zur
Folge, dass ab 2005 nur noch 140 Personen den Grossen Rat vertreten.
Dies wiederum war zuständig für die grösseren Ungenauigkeiten des
Proporzsystems nach "Hagenbach-Bischoff".