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Zürich Nord ist heute das bedeutendste Wachstums-gebiet der Schweiz. Das frühere Sumpfgebiet im mittleren Glattal hat sich zu einer faszinierenden, postmodernen Zwillingsstadt Zürichs entwickelt. Der amerikanische Stadtforscher Edward Soja nennt eine solche städtische Form "Exopolis": Sie liegt ausserhalb der alten städtischen Zentren und stülpt die Metropole gleichzeitig nach innen und nach aussen, ihre Zentralität ist virtuell allgegenwärtig und die Vertrautheit des Städtischen verdampft. Was sind die spezifischen Qualitäten und Probleme dieser exzentrischen, patchwork-artigen städtischen Konfiguration? Wir nähern uns dieser Fragestellung mit der Lektüre von theoretischen Texten (von Edward Soja, Joel Garreau, Thomas Sieverts und Rem Koolhaas) und mittels der Erforschung konkreter urbaner Situationen durch Typisierung, Beobachtung und Interview.