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Die neue 1000-MW-Einheit am Standort Kosloduj soll nach «marktwirtschaftlichen Grundsätzen» entwickelt und gebaut werden – ohne staatliche Garantien und ohne Verwendung von Steuergeldern, erklärte der bulgarische Finanzminister Simeon Djankow. Zuvor hatte Premierminister Bojko Borissow bekannt gegeben, dass Bulgarien auf die ursprünglich für den Standort Belene vorgesehenen, teilweise schon gebauten Kernkraftwerkseinheiten verzichte. Der Bau einer siebten Einheit am Standort Kosloduj sei realistischer, begründete er den Entscheid. Dort sind noch zwei Einheiten des russischen Typs WWER-1000 (953 MW, PWR) in Betrieb, nachdem – als Bedingung für den EU-Eintritt Bulgariens – Kosloduj-1 bis -4 vom Typ V230 Ende 2002 und Ende 2006 vorzeitig vom Netz genommen worden waren.
Laut der Bulgarian Nuclear Forum (Bulatom) seien Komponenten mit langer Vorlaufzeiten bereits bestellt und für die beiden Belene-Einheiten hergestellt worden. Sie würden nun entweder an einen anderen WWER-1000-Kunden verkauft, für spätere Verwendung in der geplanten Kosloduj-Einheit gelagert oder verkauft, um dann eine eine völlig neue Ausschreibung einzuleiten.
Quelle
M.A. nach NucNet, 12. April 2012