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Wir verließen George Town am 03 Februar , um nach den Jumentos Inseln zu fahren. Wir machten einen ersten Halt in Salt Point, in Long Island und segelten dann nach Water Cays und Flamingo Cays.
Long Island
Wir verbrachten 3 Tage in Salt Point auf Long Island. Es ist eine riesige Bucht mit weitaus weniger Segelbooten als in Goerge Town und ein kleines Dorf mit einigen Geschäften (gut sortiert und billiger als in George Town) und Restaurants. Wir haben wieder die Crew von Exit gesehen, die wir vor fast 2 Monaten in Marsh Harbour getroffen hatten (siehe Artikel über Marsh Harbour).
Im „Baumarkt“ des Dorfes kauften wir etwas um eine neue Halterung für unsere UKW-Antenne zu basteln. Willi montierte dann unsere Antenne ganz oben, neben dem Radar. Wir hoffen, dass wir endlich eine gute Verbindung haben und die Übertragung nicht mehr durch den GPS behindert wird.
Wir sind einmal am Strand auf der atlantischen Seite der Insel gelaufen, wo es riesige Wellen gibt. Leider wo es viele Wellen gibt, gibt es auch viel Abfall…
Und natürlich gingen wir im Ninny’s Beach Club essen. Viele Segler hatten von deren Hamburgers geschwärmt und Willi wollte diese auch probieren. Diese Bar am Wasser ist sehr schön ausgestattet mit einem neuen Dinghy Ponton, Hängematten, Schaukeln und guter Musik.
Die Jumentos Cays
Die Jumentos Cays sind Inseln auf den südlichen Bahamas, die unbewohnt sind. Es gibt also keine WIFI-Verbindungen oder Geschäfte dort, sondern schöne Strände und Buchten mit keinen anderen Bewohnern als Eidechsen.
Jumentos Cays : Wasser Cays Nord
Der erste Halt war an den Water Cays, nachdem man den Comer Channel passiert hatte. Der Comer Channel ist ein enger und flacher Durchgang zwischen Sandbänken und Korallen. Eine Passage, die wir vor einigen Monaten nie gewagt hätten… Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt, nur wenige Zentimeter Wasser unter dem Rumpf zu haben, und wir schätzen es, dass unser Segelschiff vela dare nur 1,20 Meter Tiefgang hat.
Wir teilten uns die Bucht vor Water Cay mit einem Boot einheimischer Fischer und einer riesigen Schildkröte.
Jumentos Cays: Flamingo Cays
Dann ankerten wir in der Mitte der Coconut Cove in den Flamingo Cays. Zu seiner Zeit gab es 2 Kokospalmen am Strand, aber sie wurden von den letzten Hurrikanen weggefegt….. Der Name „coconut cove“ ist aber geblieben. Wir verbrachten 5 Nächte, 4 davon ganz allein, in dieser wunderschönen Bucht.
Wir überquerten die Insel mehrmals, um zum Nordstrand zu gelangen, der ein besonders schönes türkisfarbenes Wasser hat.
Unterwegs kamen wir an transparenten Wasserseen mit Mini-Garnelen vorbei. Es ist eine ganz besondere Landschaft. Ob es früher Flamingos gab, die diese Garnelen gegessen haben und die dann den Namen der Inseln gegeben haben?
Auf jeden Fall muss man vorsichtig sein: alles ist stachelig und scharf: Kakteen, Felsen und schneidenden Palmblättern….. Obwohl ich vorsichtig war, rutschte ich auf einem wackeligen Felsen aus und ich habe mich am Fuss geschnitten. Nichts Ernstes, aber es dauert lange, bis die Wunde mit Salzwasser und Sand verheilt wird.
Wir gingen mit dem Beiboot am Strand weiter südlich zum Schwimmen, da es dort weniger Wind gab. Wir kletterten auch die 30 Meter zum alten Leuchtturm, wo wir eine herrliche Aussicht hatten. Südlich dieses Strandes gibt es auch eine Höhle, in der man bei Ebbe mit dem Beiboot fahren kann.
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Programmänderung
Wir wollten nach Süden zu den Ragged Islands fahren, aber der Wind und die Wellen waren gegen uns. Wir machten nur 2,5 Knoten mit dem Motor…. Also kehrten wir um und kamen zurück nach Coconut Cove. Da für die nächsten 10 Tage keine Nordwinde vorhergesagt wurden, war es für uns unmöglich, Jamaika via den Ragged Island unter Segel zu erreichen. Also beschlossen wir, zu den Inseln weiter westlich zurückzukehren, um einen besseren Wind-Winkel zu haben, um nach Jamaika zu segeln. Wir wollten auch einen Internetzugang und damit detailliertere Wettervorhersagen für die Planung unserer Überfahrt haben.
So kamen wir zurück zu Water Cays und warteten dort, dass die Wellen auf der atlantischen Seite abnahmen. Leider sind die Strände mit Blick auf den Atlantik auch hier nicht nur mit Muscheln und Korallen, sondern auch mit Plastikabfällen bedeckt: Schuhe, Flaschen, Netze, etc…..
Dann fuhren wir am Freitagmorgen (15 Februar) mit dem Motor los und kamen nach 22 Stunden Motorfahrt vor der Insel Acklins (nahe Salina Point) an. Kein Wind, aber auch keine Wellen! Das Wasser war so flach während der Überfahrt, dass sich die Sterne darin spiegelten! Der positive Punkt ist, dass wir Internetzugang haben, aber der Ankerplatz ist rollig und das Wetter kündigt immer noch keinen Nordwind an…..
Wir müssen aber den schönen Bahamas verlassen und nach Süden fahren wenn wir bei guten Bedingungen den Pazifik überqueren möchten.