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Die Altersbeschwerden beim Mann, insbesondere sexuelle Störungen im Alter, sind sehr gut erforscht. Daraufhin weist der Amerikanische Professor Irwin Goldstein auf dem Europäischen Kongress über Sexual- und Impotenzforschung (ESSIR) in Hamburg hin. Ebenso eindeutig identifiziert beim Mann sind die Risikofaktoren wie Diabetes und Herzerkrankungen.
Weitaus vielschichtiger sind die sexuellen Störungen bei älteren Frauen. Hier aber gibt es sehr wenige Studien und wissenschaftliche Standards. Auch an der Identifizierung von eindeutigen Risikofaktoren fehlt es.
Frauenbeschwerden schlecht studiert
Welche Störungen ältere Frauen beklagen, dafür gibt es fast keine Daten. In den Altersgruppen von 18-59 Jahren sieht es ein wenig besser aus: Hier wird unterschieden zwischen Libidoverlust (22 Prozent), Frigidität (14 Prozent), Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (7 Prozent), Scheidentrockenheit (21 Prozent).
Die Scheidentrockenheit ausgenommen, leiden eher jüngere Frauen an den genannten Beschwerden. In einer englischen Studie gaben allerdings nur zehn Prozent der Befragten an, unter einer sexuellen Störung zu leiden.
Grosser Forschungsbedarf
Auch die Ursachen und Risikofaktoren sind nur sehr vage erforscht. Stress und der emotionale Zustand scheinen eine Rolle zu spielen, auch das Rauchen und vor allem die Wechseljahre.
"Die Libido nimmt während der Menopause stark ab", so Professor Goldstein. "Auch Depressionen bzw. die Einnahme von Antidepressiva wirken sich offenbar dämpfend auf die Libido aus.
Ansonsten spielen krankheitsbedingte Ursachen wie Diabetes, die für Männer so entscheidend sind, bei Frauen offenbar nur eine untergeordnete Rolle. Bei den Altersbeschwerden der Frauen besteht noch erheblicher Forschungsbedarf."