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2013
2013
Neal Byrne Jossen
Mentorat: Jacqueline Baum
Daniela Keiser
About my two artworks: «1000» and «beams»
Momentarily my art evolves within themes such as repetition, chance, simplicity and probably many more of which I am not yet conscious.
For my artwork entitled ì1000î I have chosen to repeat the same drawing (an underlined circle) one thousand times using the old ìonion skinî animation technique (drawing one layer after another, always starting off from the last drawing) to create a sequence running at twelve images per second, thus bringing a whole new perception of the drawings. What could have been perceived as flaws or mistakes from one drawing to the other now becomes the hole interest of the work. Combining repetition with rudimentary handmade drawing allows inexactitude, which is the core of this piece. These inexactitudes provide the animation with some sort of autonomy, I have cautiously drawn every frame, always trying my best to reproduce faithfully the last drawing, but in the end I have no control over what the sequence will look like. As if the artwork had been running its own course, independently from my own will.
For the second work, which is not yet titled, I used only two drawings to create an animated sequence. This sequence I now use as raw material, projecting it on pieces of architecture I find appealing. I like the simplicity of the action (laying a beamer on the ground and playing with the angle), an action I can reproduce in many different locations always resulting in something slightly different; repeatability and randomness. I also find interesting the idea of transforming radically a simple drawing into something animated that has the potential of modifying a hole space.
What brings the two works together in my opinion is their flowing, cyclic quality but also there tranquility. There's nothing to insistent about them and there is a nice ambivalence in the way you can stare indefinitely at them as well as you can just keep walking, barely noticing them, just like a fireplace or a fish tank.
Links to the videos:
http://www.nealbyrnejossen.com/#!beams-fr
http://www.nealbyrnejossen.com/#!1000-f
2013
Jodie Zbinden
Mentorat: Urs Aeschbach
Huile sur toile, différents formats
Lawren Harris est transporté par les grands espaces blancs, les pics et les lacs du Canada à la façon des romantiques, Emily Carr s’attache à l’art des populations autochtones peuplant les paysages et forêts du Nord-Ouest, la peinture de Georgia O’Keeffe prend son essor grâce aux couleurs du Nouveau-Mexique et Peter Doig réinterprète son territoire natal du Canada par l’influence d’histoires contemporaines et de pays étrangers dans lesquels il réside.
La spécificité de mon territoire, elle, réside peut-être dans son essence même de modestie un peu quelconque. La région grouille de recoins à moitié utilisés. C’est souvent ce que donnent comme impression les zones agricoles. Zones semi-habitées, semi-exploitées. Une atmosphère légèrement hors temps. Non pas qu’il ne s’y passe rien, mais le rythme visuel change plus lentement: Les évènements sont ici ceux du paysage, des cultures agricoles, des saisons. Le temps semble plus suspendu dans ces espaces tout juste marqués par l'homme et ses objets, bribes de petites histoires.
«The surface is an abstraction of the memory of being in a certain frame of mind under certain weather conditions and in certain places.»
– Peter Doig
Kontakt: E-Mail-Adresse
Webseite
2013
Carol Baumgartner
Mentorat: Theres Roth-Hunkeler und Daniel Schoeneck
Inspirationen sammeln, Ideen teilen, Arbeiten publizieren – Die Webseite ist eine Plattform für Anagramme aller Art. Sie ermöglicht es unterschiedliche Medien zu vereinigen. Sowohl visuelle als auch akustische Anagramme finden ihren Platz in diesem gemeinsamen Gefäss, das auch die Möglichkeit zur Vernetzung und zur Zusammenarbeit bietet. Die Anagramm Enzyklopädie dient somit nicht nur zum Publizieren meiner eigenen Arbeiten, sondern alle können mir Beiträge rund um das Anagramm senden. Ein Austausch unter Anagrammatikern beginnt, dialogische Texte entstehen, neue Formen des Wortspiels werden erfunden.
2013
Lisa Kirschenbühler
Mentorat: Jacqueline Baum und Daniela Keiser
Auslöser für die Videoinstallation sind zwei gegensätzliche Eigenschaften, die im Menschen verankert sind. Das Bedürfnis nach Geborgenheit und die Lust am Beobachten.
Entstanden ist das Video für ein Fenster im Progr, in welchem die Arbeit an vier Abenden beim Überqueren des Waisenhausplatzes zu entdecken war.
blicke ziehen ist ein Wechselspiel zwischen
beobachten und beobachtet werden
Transparenz und Verhüllung
Schein und Realität.
https://www.youtube.com/watch?v=HG9PYdGljkM
2013
Eliane Hürlimann
Mentorat: Andrea Wolfensberger
Während dem Majorprojekt habe ich seriell an Objekten aus Fimo gearbeitet. Die Objekte haben alle die gleiche Masse, da ich jeweils einen Pack Fimo von 56 Gramm verwendet habe, welcher industriell verpackt wurde.
Die Objekte erscheinen als künstliche Minerale, Steine oder Felsen. Der Massstab ist bei den Objekten nicht immer gleich. Während einige den Charakter als 1:1-Objekte aufweisen, haben andere Modellgrösse.
Das künstliche Material Fimo und die natürliche Form des Steins werden in meinen Objekten vereint. Es entsteht eine Irritation des Materials. Die Ambivalenz zwischen falsch und echt, natürlich und unnatürlich und Schein und Sein ist dabei wichtig.
Die Objekte sind so klein, dass sie genau in eine Menschenhand passen. Diese kleine Grösse bewirkt, dass die Objekte niedlich erscheinen. Es sind Miniaturen von etwas real Grösserem, nämlich Steinen. Ähnlich wie bei Bonsai in Bezug zu Bäumen findet eine Ästhetisierung statt.
Ich übernehme mit dem Handlungsablauf, mit der Wiederholung der Geste, die Rolle als «Steinformerin». Die Handlung ist strukturiert und obsessiv. Mit der Repetition eigne ich mir die Steine an.
Kontakt: E-Mail-Adresse
2013
Helena Schmidt
Mentorat: Stefan Sulzer und Theres Roth-Hunkeler
Ein Projekt über das Nie-Dagewesene, das Verlorene oder das potentiell Vorhandene
«Lücken füllen» geht aus von der Suche nach der eigenen künstlerischen Arbeit und verwandelt sich in einen demokratischen Pool im Internet, in dem jede und jeder unangemeldet Inhalte auf die beiden Webseiten «Lücken füllen» und «Lückentext» laden kann. Diese sind Sammelstelle für das Material und zugleich Grundlage meiner Recherche. So wird etwas gefüllt und gleichzeitig weiter geöffnet, das sich immer wieder als gar nicht füllbar herausstellt.
Die im Internet gesammelten Bilder und Texte werden in einer Installation zusammengebracht und bilden durch zufällige Wiedergabe ständig neue Kombinationen.
Video der Installation
Kontakt: E-Mail-Adresse
2013
Aline Roux
Material: Körperseife
Mentorat: Andrea Wolfensberger
Aline Roux hat das Material Seife als Gegenstand ihrer künstlerischen Auseinandersetzung im Rahmen des Major-Projektes gewählt. Die Seife als alltäglichen Gegenstand übernimmt die zentrale Hauptrolle im Akt der Reinigung, steht in enger Verbindung mit unserer Physis und ist so Ausdruck von Intimität.
Sie arbeitet mit transparenter und opaker Körperseife. Die anfängliche Verarbeitung des Materials ist stets die gleiche: In einem Topf im Wasserbad wird das harte und trockene Stück Seife zu einer liquiden Masse geschmolzen. Danach schüttet sie die Masse in einem Guss aus oder appliziert sie mit einem Werkzeug zu einer Form. Fast immer färbt sie die Seife ein oder gibt Pigmente dazu.
Das Werk: Seife - ausgegossen, am Boden platziert. Es ist die Abstraktion und Interpretation an unsere eigene Hülle. Das Werk spielt zwischen Bodenmalerei und Körpererinnerung. Die Platzierung am Boden soll die physische Wahrnehmung verdeutlichen - Der Betrachter kann sich um das Werk bewegen, die Seife ist uns ausgeliefert.
«Die Fläche meiner persönlichen Körperoberfläche, auf den Boden ausgegossen, versinnbildlicht den Prozess und die Auseinandersetzung, die ich mit diesem bestimmten Material hatte.»
Aline Roux, Bern
<email-pii>
alineroux.blogspot.com
2013
Tamara Hauser
Mentorat: Andrea Wolfensberger
Material: Stricknadeln, Magnete in diversen Grössen, farbige Folien, Stickrahmen, Vorhangstanden, PVC-Schläuche in diversen Grössen, diverse gefundene Kunststoff-, Glas- und Metallobjekte, transparente Plexiglasstäbe, gelaserte Plexiglasteile, gelaserte Glasplatten, Schaumstoffplatten, gelaserte Spiegel, Holzboxen, diverse Leuchtkörper.
Variationen und Etüden eine Installation in Transformation
Die Werkserie «Futterwechseleinrichtung» besteht aus 11 Variationsanweisungen, welche gleichzeitig für die jeweils entstandene Installation titelgebend waren.
Zu jeder Variationsanweisung wird eine Räumlichkeit von unterschiedlicher Grösser und Volumen benötigt.
Aus jeder Variationsanweisung resultieren verschiedene Etüden, welche als einzelstehende Werke betrachtet werden können, jedoch im Kontext der Variationsanweisung gezeigt werden sollen.
Es besteht die Möglichkeit Etüden aus vorhergegangenen Variationen in eine neue Variation zu integrieren oder sie in abgeänderter Form ein weiteres Mal zu zeigen.
Jede Variation benötigt einen abgesteckten Zeitrahmen. Während dem festgelegten Zeitrahmen besteht die Möglichkeit für eine Transformation der Installation.
Folgende Variationsanweisungen wurden zwischen Mai 2013 und Februar 2014 umgesetzt:
FS 13
Variation 0 - When I Finished With It I Started You ("warm-up")
Variation 1 - Keep Holding The Balance (altes Loeblager)
Variation 2 - Keep Holding It (Dachstock Progr)
Variation 3 - Should I Keep Holding On Or Let Go? ("calm-down")
Variation 4 - Keep Playing Around (Atelier)
HS 13
Variation 5 - Put Your Body Language On Display (Remise Zürich)
Variation 6 - Too Bent To Be Straight (Frauenraum Bern)
Variation 7 - Hang In There! (Kunsthaus Langenthal)
Variation 8 - Stand Alone And Lighten Up (Stadtgalerie Bern)
Variation 9 - Face Each Other And Hold Strong. Don't Leave Too Early... (Mo.ë contemporary Wien)
Variation 10 - Take Away Do It Yourself (in den Räumlichkeiten der Hochschule der Künste Bern)
2013
Simone Hofmann
Mentorat: Jacqueline Baum, Theres Roth-Hunkeler
Eine alte Fotografie aus dem Nachlass der Grosseltern diente als Ausgangspunkt für die Arbeit. Diese Aufnahme zeigt das Dorf der Göscheneralp, welches vor rund fünfzig Jahren einem Stausee weichen musste. Möglichst exakt an der Stelle, wo am 28. Juli 1954 die Fotografie aufgenommen worden war, wurde nun in einer fixen Einstellung der Stausees gefilmt.
In einer Montage wird nun dieses Seestück sichtbar, man hört ein fernes Rauschen. Eine männliche Stimme erzählt die Geschichte des verschwundenen Dorfes. Der Text beschreibt aber auch eine anderes Verschwinden, einen Einschnitt, geschehen in jüngster Gegenwart: Ein Mensch ist weggerückt aus dem Blickfeld. Wie vom ursprünglichen Zustand der Alp, bleiben auch von der verschwundenen Person die Bilder, die fast körperlichen Erinnerungen, die sich mit der wilden Landschaft verbinden. Etwas hat sich ereignet und verändert. Im Verlauf der Erzählung wird die alte Fotografie des Dorfes sichtbar. Die schwarz-weisse Bergkette verbindet sich mit der neuen farbigen Filmaufnahme. Es ist die gleiche Bergkette. Vergangenheit und Gegenwart verbinden sich auf Bild- und Textebene.
In der Videoarbeit verbindet sich somit ein historisch-dokumentarisches Ereignis mit einer ganz persönlichen Erfahrung. Um welche Erfahrung es sich handelt, bleibt bis zuletzt offen, doch der Verlust und die daraus entstandene Lücke sind spürbar.
2013
Fabrice Rossel
Téchnique: Vidéo, HD, couleur, son stéréo, 7’25’’ (loop)
Mentorat: Jacqueline Baum
Martin, personnage emblématique de cette oeuvre, vit une relation ambiguë révélée par fragments, suggérée au travers de prises figées et pesantes. Ce travail dresse le portrait psychologique d’un homme contemporain, cloîtré dans un système qui l’étouffe tout en se gardant d’imposer une piste de lecture unique. Il laisse au contraire le spectateur trouver ses indices pour construire le puzzle de l’intrigue.
2013
Jodie Zbinden
Mentorat: Urs Aeschbach
Installation; technique mixte (huile sur toile, bois, plâtre, feuilles de tabac, peinture acrylique)
Imprégnés du souvenir d’un paysage incertain et de l’atmosphère suspendue de leur environnement, ces objets dont les hommes se sont servis sont laissés, parfois même délaissés et ne sont alors plus que les reliques d’une activité rurale, récréative ou traditionnelle passée. Devenus traces, signes, indices, ces structures vides sont comme le vestige archéologique tout juste découvert et dont il faut à présent déterminer la fonction, la condition passée. Parfois fantomatiques et flottants, ces portraits calmes d’objets nous parlent de ces espaces campagnards médiatisés par l'homme et ses outils et nous racontent leurs histoires par fragments insaisissables.
Kontakt: E-Mail-Adresse
Webseite
2013
2013
Linda Costales
Mentorat: Jacqueline Baum
Technik: Videoarbeit
Dauer: 3’ 5’’
E-mail: <email-pii>
Die Videoarbeit „Triple View“ setzt sich, anhand des Phänomens des eineiigen Zwillings, mit der Thematik der physischen und psychischen Wahrnehmung und Kontrolle des eigenen Körpers auseinander.
Während 3min. und 5sek. werden zwei männliche, eineiige Zwillinge, einmal im Profil und einmal frontal, in einer Einstellung gezeigt. Der Mann der im Profil zu sehen ist, blickt in die Augen des Mannes, welcher den Betrachtenden anblickt und öffnet dabei mit beiden Händen dessen rechtes Auge. Die Dramaturgie in der Szene spitz sich vorlaufend, durch die Veränderung des Auges und die Mimik der Zwillinge zu. Das Auge verfärbt sich durch das erzwungene Offenhalten rot und es beginnt sich durch die Anstrengung eine Träne zu bilden. Diese Irritation des Sehorgans überträgt sich auf den Betrachter, welcher hinschaut und sich plötzlich der eigenen Wahrnehmung, des eigenen Schauens bewusst wird.
Die Arbeit zeigt eine scheinbar harmlose Handlung und stellt dabei die Frage der Beteiligung und der Involviertheit an den Betrachtenden: Wen schaue ich an und welche Mutmassungen stelle ich an während des Betrachtens? Bin ich Voyeur oder werde ich selbst zum Zuschauen gezwungen?
2013
Melanie Hirt
Technik: Graphit auf Papier, 1.5m x 3m und 1.3m x 3m
Mentorin: Andrea Wolfensberger
Die Majorarbeit entwickelte sich aus einem experimentellen Zeichnungsprozess heraus. Dabei wurden die Materialien Papier und schwarzes Pigment kombiniert und deren Zusammenwirken untersucht.
Die zwei Papierbahnen durchbrechen den Raum, nehmen die Bewegung des Betrachters auf, drehen sich und reflektieren dabei das Licht des Sheddaches. Die Leichtigkeit der Hängung und die daraus resultierenden Bewegungen stehen im Kontrast zur optischen Schwere des Graphits. Die Bahnen unterscheiden sich von der Papierdichte und der Bearbeitung. Die eine ist schmaler, zerknitterter und beidseitig mit Graphit eingerieben, während die zweite dunkler und schwerer erscheint und einseitig mit Graphit aufgetragen wurde. Dieses Leerlassen der einen Seite zeigt die Herkunft dieser Skulpturen aus der Zeichnung, in der das Auftragen des Graphitpulvers als Spur der Bewegung verstanden wurde.
2013
Grégory Sugnaux
Installation: Acrylfarbe, Beton, Holz
Mentorat: Urs Aeschbach
Die gleichzeitige Präsentation von Gemälden und Plastiken ist typisch für Grégory Sugnaux und unterstreicht die enge Verbindung zwischen den zwei- und den dreidimensionalen Bildern. Die präsentierte, kluge Installation ist ein faszinierendes Spiel mit Figur und Grund, mit Durchsicht und Bildraum, mit technisch und mit von Hand bearbeiteten Oberflächen, mit Materialillusion und Eigenfarbe und sie ist zugleich eine spannende Inszenierung, in der fliessende, schwebende, stehende und hängende Bildpartien aufs Schönste zueinanderfinden.
Textauschnitt von Urs Aeschbach
Kontakt: E-Mail-Adresse
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