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Studien
In diesem Bereich finden Sie eine Übersicht über nationale und internationale Studien, welche für die Förderung von Grundkompetenzen von besonderer Relevanz sind:
Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC)
Im Rahmen der Erhebung über die Fähigkeiten und Fertigkeiten Erwachsener (PIAAC) wird das Kompetenzniveau von Erwachsenen in Lesekompetenz, alltagsmathematischer Kompetenz und technologiebasierter Problemlösekompetenz untersucht. Das Hauptaugenmerk von PIAAC richtet sich darauf, wie Erwachsene ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbilden, wie sie diese nutzen und welche Vorteile sie aus ihrer Nutzung erzielen. Die Studie wird in verschiedenen Ländern durchgeführt. An der letzten PIAAC Erhebungsrunde (2013) war die Schweiz nicht beteiligt, sie wird aber 2021 wieder daran teilnehmen. Die Koordination erfolgt durch die OECD.
Adult Literacy and Life Skills (ALL) war die Vorgängerstudie zu PIAAC. Die Schweiz hat sich 2003 an der Erhebung beteiligt, die Ergebnisse wurden 2006 durch das Bundesamt für Statistik publiziert:
Ökonomische Kosten von Illettrismus in der Schweiz
2007 wurde eine durch das Büro BASS im Auftrag des Bundesamtes für Statistik erarbeitete Studie publiziert, die sich mit den volkswirtschaftlichen Kosten der Leseschwäche in der Schweiz befasst. Sie zeigt, dass Illettrismus bedeutende ökonomische Kosten zur Folge hat. Allein das deutlich höhere Arbeitslosigkeitsrisiko der von Illettrismus betroffenen Personen verursacht jährlich volkswirtschaftliche Kosten von über einer Milliarde Franken.
Das PISA-Konsortium der OECD
Die OECD-Studie PISA vergleicht international die Lesekompetenz sowie die mathematische und die naturwissenschaftliche Grundbildung von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern. Um mögliche Ursachen für festgestellte Unterschiede herauszuarbeiten, werden ferner wichtige Aspekte schulischer und ausserschulischer Lern- und Lebensbedingungen analysiert. Die letzte Testrunde war 2015.
LEO-Studie
Die Level-One Studie erfasst die Lese- und Schreibkompetenzen der Deutsch sprechenden erwachsenen Bevölkerung in Deutschland. Dabei fokussiert sie auf die unteren Kompetenzstufen des Lesens und Schreibens, den sogenannten Alpha-Level. Neue Ergebnisse sind im Mai 2019 erschienen und bauen auf den Erkenntnissen aus der ersten Studie aus dem Jahr 2010 auf.
Definition des ‘funktionalen Analphabetismus’
Aus Anlass der Weltdekade der Vereinten Nationen zur Alphabetisierung 2003 bis 2012 hat das Deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Förderschwerpunkt «Forschung und Entwicklung zur Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener» aufgelegt. In diesem Rahmen hat eine Fachgruppe u.a. eine neue Definition des ‘funktionalen Analphabetismus’ aufgestellt, der heute noch grosse Bedeutung zukommt. Die zugehörige Abschlusspublikation wird vom wbv-Verlag als PDF-Dokument kostenlos zur Verfügung gestellt.
Agenda
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