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Was war vor über 200 Jahren? Am 12. April 1798 wurde vom Aarauer Rathaus aus die Helvetische Republik ausgerufen und Aarau wurde für ein halbes Jahr zur provisorischen Hauptstadt dieses Zentralstaates nach französischem Vorbild erklärt. Das nationale Parlament tagte im Aarauer Rathaus und die Helvetische Regierung im Haus im Schlossgarten.
Ein neuer Feiertag? Das historische Ereignis soll gefeiert werden, fand der Einwohnerrat von Aarau. Er überwies 2019 einen Vorstoss, der auf der Idee von Aarauer Bürgern basierte. Das Parlament will, dass die Stadt jedes Jahr am 12. April den «Tag der Republik» feiert. Sie muss eine Feier in der Rathausgasse organisieren und Aktivitäten zum Thema Bürgerrechte organisieren. Das passiert nun erstmals am 12. April 2020, also genau am Ostersonntag.
Fest in der Rathausgasse: Organisiert wird die Feier dieses Jahr noch nicht von der Stadt Aarau, sondern von einem privaten Verein. Ivica Petrusic, Co-Präsident des Vereins, möchte, dass sich die Menschen schon vor dem 12. April mit Bürger- und Menschenrechten beschäftigen. Er stellt sich vor, dass man in den Schulen zum Beispiel Freiheitsbäume, die Symbole der damaligen Revolution, kreiert. Diese Bäume sollen dann am 12. April ausgestellt werden. Am Abend gibt es ein Fest in der Rathausgasse. Die Idee: Die Menschen reihen ganz viele Tische aneinander und essen und diskutieren gemeinsam. Der Balkon des Stadthauses steht Rednerinnen und Rednern offen, die etwas sagen wollen.
Wie geht es weiter? Die Motion ist zwar überwiesen, aber wie genau in Zukunft der «Tag der Republik» in Aarau gefeiert wird, muss der Stadtrat noch genau klären. Dieses Jahr ist die Initiative noch bei einem privaten Verein. Viele Fragen sind noch offen. Die Initianten sind noch daran, ein Gesuch für Unterstützung an den Stadtrat zu schreiben. Für sie ist aber klar, dass in Zukunft die Stadt den Lead hat beim jährlichen Feiertag zum «Tag der Republik» jeweils am 12. April. Künftig soll die Stadt dann die Initiative für das Fest übernehmen.