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Die SP-Basis entschied sich am Freitagabend in Siders fast einstimmig, mit einem Zweier-Ticket zu den Regierungsratswahlen vom kommenden 5. März anzutreten. Anwesend waren rund 250 Parteimitglieder aus dem Ober- und Unterwallis.
Rossini sagte nach der Nomination, nun sei es an der Zeit, Wahlkampf zu betreiben. «Ich bin bereit, meine Kompetenz und meine Netzwerke ganz in die Dienste des Wallis zu stellen.» Esther Waeber-Kalbermatten, die ein drittes Mandat in der Regierung anstrebt, verteidigte ihre bisherige Bilanz in der Exekutive auf Französisch kurz und knapp. Sie wolle nicht zu weit ins Detail gehen, Profilierungssucht liege nicht in ihrem Naturell. «Die Zeit des Dissens ist vorbei. Vereint werden wir unseren Sitz in der Regierung halten», sagte sie.
Fehlende Absprache
Die Regierungsratswahlen hatten in den vergangenen Monaten die SP des Oberwallis und jene des französischsprachigen Kantonsteils entzweit. Die amtierende Gesundheitsdirektorin und Regierungspräsidentin Waeber-Kalbermatten hatte im Mai bekannt gegeben, dass sie erneut antreten werde - ohne Absprache mit den Genossen aus dem französischsprachigen Unterwallis.
Dies sorgte wiederum bei der SP des Unterwallis für Empörung. Sie sah den früheren Nationalratspräsidenten Rossini übergangen, der nach seinem Abgang aus Bundesbern bei den Wahlen 2015 seine Ambitionen für die Kantonsregierung nie verborgen hatte. Esther Waeber-Kalbermatten hatte dargelegt, dass sie eine Einerkandidatur bevorzugt hätte. Die 64-Jährige ist die einzige Frau in der Walliser Regierung. Eine offene Liste lehnte sie ab, weil diese den Sitz der SP in der Walliser Regierung gefährden könnte.