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In Corpus Christi, wo Hurrikan "Harvey" am Wochenende wütete, soll der Hafen am Golf von Mexiko ab Montag wieder vollständig nutzbar sein, wie eine Sprecherin sagte.
Es wird erwartet, dass viele Betreiber von Erdöl-Raffinerien schrittweise ihr Geschäft wieder aufnehmen. In ganz Texas und auch im benachbarten Louisiana mussten Raffinerien wegen des Sturms und der Überschwemmungen geschlossen werden. Sie stehen für fast ein Viertel der Förderung in den USA.
Den Hafen wieder nutzen zu können, sei entscheidend, sagte Cleo Rodriguez Jr., Chef der Handelskammer von Corpus Christi. "Es ist der Wirtschaftsmotor für die gesamte Region." Güter im Wert von rund 100 Millionen Dollar werden dort für gewöhnlich pro Tag umgeschlagen.
Auch im besonders stark betroffenen Houston machten die ersten Geschäfte wieder auf. Der öffentliche Nahverkehr in der Millionen-Metropole lief zumindest im begrenzten Umfang auf 21 Buslinien und einer Zugstrecke an. Die ersten Flüge von United und American Airlines wurden wieder aufgenommen.
Auch die Paketdienste UPS und FedEx steuerten Houston an. In Corpus Christi werden Kunden bereits wieder beliefert. In Houston wird es noch länger dauern. Lieferungen werden zunächst nur in einigen Stadtteilen möglich sein.
Die kleineren Explosionen in einer Chemieanlage nahe Houston lösten nach ersten Erkenntnissen bisher keine grösseren Gesundheitsgefahren aus. Es sei derzeit nicht bekannt, dass Menschen zu Schaden gekommen seien, sagte der Heimatschutzberater von Präsident Donald Trump, Tom Bossert, am Donnerstag in Washington.
Allerdings werde die Luftqualität in der Gegend um die Anlage gegenwärtig noch getestet. Bisher gebe es keine Hinweise auf Risiken. Die Betreiberfirma Arkema hatte gewarnt, weitere Explosionen könnten nicht ausgeschlossen werden. 15 Polizisten, die vorsorglich wegen Atemwegsreizungen ins Krankenhaus gebracht worden waren, seien wieder entlassen worden, berichteten US-Medien.
Die Explosionen seien vermutlich durch einen Stromausfall hervorgerufen worden, sagte Bossert. Es sei nicht gelungen, die Stromversorgung unter anderem für Kühlanlagen rechtzeitig wieder in Gang zu setzen. Der Temperaturanstieg habe dann zu den Bränden geführt.
Derweil trafen Hilfsangebote aus weiteren Nationen für die Überschwemmungsregion ein. Nach Mexiko sagte mit Kanada ein weiterer Partner der USA im nordamerikanischen Handelsbündnis NAFTA der Regierung in Washington Hilfe für die Opfer von Hurrikan "Harvey" zu.
Nach Angaben des Weissen Hauses bot Kanadas Premierminister Justin Trudeau am Donnerstag in einem Telefongespräch mit US-Präsident Donald Trump die Unterstützung seines Landes an. Trump sei "tief gerührt gewesen" von der Geste, sagte Heimatschutzberater Tom Bossert dazu.
"Wir würdigen die nachbarliche Geste" der Kanadier, zitierte Bossert den Präsidenten. Trump hatte das NAFTA-Abkommen schon während seines Wahlkampfes heftig kritisiert und Neuverhandlungen angekündigt, weil NAFTA, wie Trump sagt, die USA benachteilige. An diesem Freitag beginnt die zweite Runde der Neuverhandlungen in Mexiko-Stadt.
(SDA)