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Japan: Sicherheitsüberprüfung von Kashiwazaki-Kariwa-6 und -7 aufgenommen
Die Besitzerin und Betreiberin des Kernkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa, die Tokyo Electric Power Co. Inc. (Tepco), hatte am 27. September 2013 bei der NRA ein Wiederinbetriebnahme-Gesuch eingereicht.
Danach geriet die Tepco jedoch wegen unkontrolliert austretendem kontaminiertem Wasser beim zerstörten Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi unter Druck. Der Vorsitzende der NRA, Shunichi Tanaka, entschied daraufhin, dass der Antrag zur Wiederinbetriebnahme von Kashiwazaki-Kariwa-6 und -7 erst bearbeitet werde, wenn wirksame Massnahmen gegen den Wasseraustritt ergriffen seien. Jetzt gab Tanaka bekannt, dass sich die Behörde mit dem Antrag der Tepco beschäftigen werde. Er betonte indes, dass die weitere Stabilisierung von Fukushima-Daiichi klar prioritär zu behandeln sei. Laut Behörde stellt sich die Tepco der Problembekämpfung gewissenhaft.
Die NRA wird die Untersuchungsergebnisse nach Abschluss der Überprüfung von Kashiwazaki-Kariwa-6 und -7 veröffentlichen.
Kashiwazaki-Kariwa ist nach Fukushima-Daiichi und Fukushima-Daini der dritte und grösste Kernkraftwerksstandort der Tepco. In Kashiwazaki-Kariwa an der Westküste Japans stehen sieben Siedewasserreaktoren, die zwischen 1985 und 1997 den Betrieb aufgenommen haben.
Die nach dem Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi vom 11. März 2011 nach und nach abgestellten Kernkraftwerke Japans dürfen erst wieder anfahren, wenn sie zusätzliche Sicherheitsüberprüfungen bestehen und die seither neu erlassenen Sicherheitsrichtlinien erfüllen. Zusammen mit der Tepco reichten bisher fünf Kernkraftwerksbetreiber entsprechende Anträge für zusammen 14 Kernkraftwerkseinheiten ein. Es sind dies Genkai-3 und -4, Ikata-3, Kashiwazaki-Kariwa-6 und -7, Ohi-3- und -4, Sendai-1 und -2, Takahama-3 und -4 sowie Tomari-1, -2 und -3.