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Blicken Sie mit uns in die nahe Zukunft der Schwellenkorporation Bödeli Süd, aber
lassen Sie uns mit einem Rückblick in die nahe Vergangenheit beginnen:
Beim Hochwasser vom 22./23. August 2005 wurde das Bödeli großflächig überflutet. Die Schäden an Gebäuden und Infrastruktur waren enorm (rund CHF 160 Mio.). Das Hochwasserereignis zeigte, dass die Sicherheit an verschiedenen Stellen ungenügend ist. Die Schwellenkorporation Bödeli Süd hat deshalb sofort umfangreiche Planungen zur Behebung dieser Defizite ausgelöst. Informieren Sie sich über unsere Rubrik "Alle Projekte der SKBS" wie viel bereits umgesetzt wurde und welche Projekte aktuell in Angriff genommen wurden.
Es war im Jahre 1864. Besorgte Männer aus den Gemeinden Wilderswil, Matten, Bönigen und Gsteigwiler, machten sich ernsthafte Gedanken, wie die ständigen und oft schweren Überschwemmungen der Lütschine verhindert werden könnten. Die Schwellenkorporation der Vereinigten Lütschinen war geboren.
Heute, 150 Jahre später, heisst die Organisation Schwellenkorporation Bödeli Süd. Sie besteht aus Vertretern der Gemeinden Bönigen, Gsteigwiler, Interlaken, Matten, Saxeten und Wilderswil.
Fotos: Schwellenmeister Dimitri Rubin und Simone Ingold
Dieses Projekt für den Hochwasserschutz Bödeli umfasst den Abschnitt am linken Ufer der Lütschine zwischen der Änderbergbrücke und der Oberen Bönigbrücke. Damit wird die letzte Massnahme zur Erhöhung der Gerinneabflusskapazität entlang der Lütschine auf dem Bödeli umgesetzt. Mit den Massnahmen wird einerseits der Hochwasserschutz sichergestellt, es sind aber auch hier umfangreiche ökologische Aufwertungen vorgesehen. Neben den Dammerhöhungen bildet die Entlastung «Ey» das zentrale Element des Teilprojekts. Bei seltenen Hochwasserereignissen sollen Teile der Wassermassen über den Abflusskorridor im Bereich des ehemaligen Militärflugplatzes entlastet werden und so insbesondere das Gemeindegebiet Bönigen besser vor Hochwasser schützen. Neben Stein- und Asthaufen sind mehrere Teiche, flache Uferbereiche und sogar ein künstlich erstellter Altarm wichtigste Bestandteile der ökologischen Aufwertung.
Die Realisierung des Teilprojekts 3 soll bis 2024 abgeschlossen werden