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Unterscheiden wir Fakten von Gerüchten, Fake News und Vorurteilen!
«Die Schweiz ist kein Windland»
Falsch. Viele Regionen in der Schweiz, darunter auch der Kanton Freiburg, verfügen über ein beträchtliches Potenzial für die Windkraftproduktion. An manchen Orten sind das Windaufkommen und die Windstärken sogar vergleichbar mit Küstenregionen.
«Windkraftanlagen sind schlecht für die Natur»
Falsch. Die grösste Bedrohung für die Umwelt ist der Klimawandel. Windkraft kann dazu beitragen, die CO2-Emissionen und damit das Risiko für die Natur zu verringern. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf die Vogelwelt begrenzt sind. Ausserdem können technische Lösungen das Zusammenleben von Windkraftanlagen, Vögeln und Fledermäusen verbessern.
«Wir können die Kernkraft ersetzen, indem wir Strom sparen und die Fotovoltaik ausbauen»
Falsch. Stromsparen und Sonnenenergie sind sicher wichtige Bausteine, aber allein werden sie nicht reichen, um die Strommenge auszugleichen, die insbesondere nach der Abschaltung der Kernkraftwerke fehlen wird. Auch wenn die Bevölkerung mehr und mehr für das Energiesparen sensibilisiert ist und die Elektrogeräte effizienter werden, führen die Klimaschutzziele und der Anspruch, unsere Abhängigkeit von Ölimporten zu reduzieren dazu, dass der Stromanteil innerhalb des Schweizer Energiemixes steigt. Was die Solarenergie betrifft, spielt diese eine wichtige Rolle, doch um so viel Strom wie eine einzige Windkraftanlage zu produzieren, wären rund 40’000 Quadratmeter Solarzellen nötig; das entspricht 6 Fussballfeldern. Ausserdem ergänzen sich Windkraftanlagen und Fotovoltaikpanels: Erstere erzeugen hauptsächlich nachts und im Winter Strom, zweitere tagsüber und im Sommer.
«Windkraft in der Schweiz lohnt sich nicht»
Falsch. Langfristig könnte die Windkraft bis zu 7% des Stromverbrauchs in der Schweiz decken. Es stimmt, dass diese Menge nicht ausreicht, um die Produktion der Kernkraftwerke zu ersetzen, aber der grosse Vorteil der erneuerbaren Energien liegt in ihrer Komplementarität: Windräder erzeugen vor allem im Winter Strom, wenn der Bedarf hoch und die Produktion von Solaranlagen und Wasserkraftwerken niedrig sind. Zu diesen Zeiten kann Windkraft nicht nur den Strom aus den Kernkraftwerken ersetzen, sondern auch die Importe aus dem Ausland verringern.
«Wir können den Strom importieren, statt ihn in der Schweiz zu produzieren»
Richtig, aber nicht stimmig im Zusammenhang mit der Energiestrategie 2050, die 2017 vom Volk angenommen wurde, und im Widerspruch zur Versorgungssicherheit der Schweiz. Ausserdem kommt der Grossteil des aus Deutschland und Frankreich importierten Stroms aus klimaschädlichen Kohle- oder Kernkraftwerken. Darüber hinaus ist nicht sicher, dass die Schweiz langfristig Strom importieren kann. In Deutschland wird ein Atomkraftwerk nach dem anderen abgeschaltet und der endgültige Kohleausstieg ist bis 2038 vorgesehen. Jedes Land muss also seine eigenen Produktionskapazitäten auf der Grundlage erneuerbarer Energiequellen ausbauen.
«Windkraftanlagen wirken sich negativ auf die Immobilienpreise aus»
Nicht sicher. Der Wert von Immobilien hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Angebot, der Lage, dem Strassenlärm, den Anschlüssen an den öffentlichen Verkehr und das Strassennetz, den Steuern, den Hypothekenzinsen und der Nachfrage ab. Mehrere Studien aus der Schweiz und dem Ausland kommen zu dem Schluss, dass es keine Wertminderung von Immobilien in der Nähe von Windparks oder geplanten Windkraftanlagen gibt.