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Während sich vor Jahren nur Spezialisten mit Permafrost befasst haben, kommt diesem Phänomen heute auch gesellschaftliche Bedeutung zu.
Ab einer Höhenlage von ca. 2400 m ü.M. an Schattenhängen und 2800 m an Sonnenhängen ist der Boden im Nationalpark das ganze Jahr über gefroren. Nur im Sommer tauen die obersten 1 bis 2 m auf. Permafrost ist an der Oberfläche nicht sichtbar und wird deshalb auch kaum wahrgenommen.
Im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung wird dem Phänomen Permafrost heute eine grössere Bedeutung zugemessen. Auftauender Permafrost kann zu Hanginstabilitäten führen, was im Bereich von besiedelten Gebieten die Gefahr von Schlammlawinen erhöhen kann. So hat etwa die Gemeinde Pontresina im Oberengadin spezielle Schutzdämme gebaut, um diese Gefahr zu minimieren.
Murmeltiere scheinen zu wissen, wo der Permafrost beginnt. Ihre Winterbaue liegen jedenfalls nie im Permafrost. Da die Temperatur im Bau nicht unter den Gefrierpunkt absinken darf, sind diese Standorte ungeeignet.
Hier finden Sie eine Zusammenstellung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur im Schweizerischen Nationalpark.