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Der Esel gehört bekanntlich zu den wichtigsten Tieren und Helfern in unserer Kulturgeschichte, und in Entwicklungsländern spielt er auch heute noch eine überlebenswichtige Rolle (s. Abbildungen). Er verdient höchste Anerkennung und bestmögliche Betreuung - trotz seiner legendären vegetarischen Anspruchslosigkeit und Bescheidenheit. Er stammt ja aus Steinsteppen mit hartem Gras, Büschen und Sträuchern, also wenig Fressbarem. Sowohl dieses bescheidene Angebot wie auch sein kleiner Magen fordern darum eine suchende, langsame Futteraufnahme. Bei uns sind für ihn Hafer, Gerste, Weizen und Mais, Gras und Trockengrüngut Leckerbissen, die ihres hohen Energiegehaltes wegen aber nur zurückhaltend verabreicht werden sollen. Er beknabbert gerne Baumrinden und -äste sowie Sträucher und Obst; alle Futtermittel müssen aber frei von Schmutz und Schimmel sein. In Bezug auf den Weidegang muss beachtet werden, dass Esel (mangels fettigem Haarkleid) gegen Nässe empfindlicher sind als Pferde. Sie brauchen eine trockene und windgeschützte Weide und bei länger anhaltendem Regen muss ihnen mit einem Unterstand Schutz geboten werden. Auf eine regelmässige Aufnahme von Wasser ist er wegen des geringen Fassungsvermögens seines Magens angewiesen.