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Wenn Heimbewohner und -bewohnerinnen nicht mehr uneingeschränkt in der Lage sind, ihre Wünsche und Bedürfnisse für ein "gutes Sterben" zu äussern, übernimmt dabei insbesondere das Pflegepersonal eine tragende Rolle. Für die Heime ergibt sich in der heutigen Gesellschaft zudem die Notwendigkeit, sich mit der ausgeprägten Diversität von Bewohnerschaft und Personal auseinanderzusetzen, insbesondere solchen mit Migrationshintergrund.
Das Projekt beabsichtigt, das soziale Handeln und die kulturellen Deutungen des "guten Sterbens" im Altersheim auszuleuchten. Es interessiert sich dafür, wie mit gesellschaftlicher Diversität, insbesondere im Migrationskontext verfahren wird. Dabei wird untersucht, wie sich die Vergemeinschaftung respektive die Individualität im Alltag gestaltet. Methodisch wird eine offene ethnographische Forschungsstrategie gewählt. Geforscht wird in drei Typen von Abteilungen, die unterschiedliche Formen von Vergemeinschaftung aufweisen. Die Forschenden gehen davon aus, dass die verschiedenen Formen der Vergemeinschaftung unterschiedliche Ausgestaltungen des Lebensendes hervorbringen.
Die Studie soll ein besseres Verständnis davon gewinnen, wie gesellschaftliche Diversität das Lebensende im Altersheim strukturiert und wie die involvierten Akteure dabei interagieren. Dieses Verständnis trägt dazu bei, Elemente einer kompetenten beruflichen Handlungsfähigkeit und entsprechende Grundlagen für ein "gutes Lebensende" in der Gegenwart zu formulieren.
'Doing death' and 'doing diversity' in nursing homes