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Die ICSI ist eine spezielle Inseminationsmethode. Wir wählen diese Methode typischerweise dann, wenn schwerstveränderte Spermiogrammbefunde vorliegen oder bei der unerklärten Sterilität. Bei veränderten Spermiogrammbefunden überweisen wir vor Beginn einer ICSI-Behandlung den Partner zu einer spezialärztlichen andrologischen Untersuchung, um die Ursache dieser Veränderungen zu untersuchen. Je nach Resultat können wir Ihnen eine Therapie anbieten, welche die Spermienqualität und damit auch die Erfolgsaussichten verbessert.
Bei der ICSI handelt es sich um eine Weiterentwicklung der IVF. Entsprechend führen wir die
ovarielle Stimulation, die
Eizellgewinnung, die
Embryokultivierung und den Transfer gleich durch wie bei der IVF.
Im Unterschied zur IVF (siehe Abb. 6a) inseminieren wir die Eizelle bei der ICSI unter dem Mikroskop. Dabei spritzt eine erfahrene Embryologin aus unserem Team ein einzelnes Spermium mit einer sehr feinen Glaspipette direkt in die Eizelle (Abb. 6b).
TESE
Das Spermium, das wir für die ICSI benötigen, stammt üblicherweise aus dem Samenerguss. Finden wir darin keine Spermien, kann ein spezialisierter Urologe aus der Klinik für Urologie dem Hoden mithilfe eines kleinen operativen Eingriffs ein kleines Gewebestück entnehmen. Sehr oft können wir daraus Spermien gewinnen (Testikuläre Spermienextraktion, TESE), die wir anschliessend für die ICSI nutzen.