Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03330.jsonl.gz/485

An der Schweizer Meisterschaft im Sprint-OL, die am Sonntag in Winterthur ausgetragen wurde, gewannen Paula Gross (Richterswil) und Daniel Rohr (Gattikon) die Rennen ihrer Kategorien, dies obwohl sich beide nur ungenügend auf den Wettkampf vorbereiten konnten.
Die Mittelschülerin Paula Gross arbeitete während ihrer ersten Frühjahrsferienwoche in einem Lebensmittelgeschäft und musste aus diesem Grund ihr Trainingsprogramm stark reduzieren. „Ich war während der vergangenen Woche mit der Arbeit bei meinem Onkel so beschäftigt, dass ich kaum an die Schweizer Meisterschaft denken konnte, was vielleicht gar kein Nachteil war“, meinte Gross nach dem Wettkampf. Zum Glück schaute sie sich vor dem Rennen vom Zuschauerbereich aus das unübersichtliche Zielgelände genau an, denn wer hier eine schlechte Route erwischte, konnte noch kurz vor dem Ziel entscheidende Sekunden verlieren. Tatsächlich siegte Gross schliesslich mit einem knappen Vorsprung von sechs Sekunden.
Im Gegensatz zu Gross hatte sich Daniel Rohr in der Woche vor der Sprint-Meisterschaft intensiv mit Orientierungslauf beschäftigt. Doch als Hauptleiter eines OL-Lagers trug er in erster Linie viel Verantwortung, erlebte lange Tage und kurze Nächte. Entsprechend müde reiste Rohr am Sonntagmorgen an die Sprint-SM nach Winterthur. „Ich war froh, dass heute die Sprint-SM und nicht die Langdistanz-SM stattfand. Für die gut 15 Minuten Laufzeit reichte die Kraft gerade noch“, gestand der Sieger der Kategorie Herren A mittel.
Den dritten Podestplatz der Zimmerberg-Delegation besorgte Jan Cahlik aus Obfelden. Er klassierte sich in der Einsteigerkategorie Herren B auf dem dritten Rang. Schon an der Nacht-SM hatte Cahlik den Sprung auf Podest geschafft und nun ist ihm das Kunststück auch an der zweiten Einzel-SM in diesem Jahr gelungen.