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Umthathi, der Name des Projektes, ist ein Xhosa-Wort für einen Baum, der Stärke und Erneuerung des Lebens symbolisiert. So vermittelt das Projekt vor allem Kenntnisse über ökologischen Gartenbau, Heilpflanzenanbau, Ernährungsberatung und Hygiene.
Die Provinz Ostkap ist eine der ärmsten Regionen Südafrikas. In dieser Provinz lebt die grösste Zahl der Armen des Landes, die mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert sind: Niedrige Einkommen, Arbeitslosenrate von 42,5%, geringe Bildung und eingeschränkter Zugang zu staatlichen Dienstleistungen wie Trinkwasser und Elektrizität.
Oft wandern Männer im erwerbsfähigen Alter in die Grossstädte oder in die Bergbaugebiete ab. Frauen, Kinder und alte Menschen bleiben zurück und bilden die Bevölkerungsmehrheit. Ihre Ernährungs- und Gesundheitslage ist meist prekär.
Die Fastenopfer-Partnerorganisation Umthathi arbeitet in 25 Dörfern dieser Region, in einem Radius von bis zu 200 km Entfernung von der Stadt Grahamstown. Umthathi ist ein Xhosa-Wort für einen Baum, der Stärke und Erneuerung des Lebens symbolisiert. Entsprechend sind die Vision und die Arbeitsweisen der Organisation eng in der lokalen Kultur verankert.
Gesundes Land und gesunde Menschen
Das Projekt leistet einen Beitrag zur Ernährungssicherung und zur sozialen und physischen Gesundheit stark benachteiligter Frauen, Kinder und Männer. Umthathi vermittelt Kenntnisse über ökologischen Gartenbau, Heilpflanzenanbau sowie Ernährungsberatung und Hygiene.
Die Ausgebildeten, mehrheitlich Frauen, legen Haus- und Gemeinschaftsgärten an. Diese ermöglichen eine bessere und ausgewogene Ernährung der im Projekt beteiligten Familien. Die Anbaumethoden gründen auf traditionellem Wissen, welches weiterentwickelt und dem Klimawandel angepasst wurde.
Mit der Bildung von dorfeigenen Genossenschaften und Schulungen in Vermarktung wird der lokale Verkauf von Gartenprodukten und Heilsalben gefördert. Dies stellt zwar eine kleine, aber wichtige Einkommensquelle dar.
Um das vermittelte Wissen nicht nur in einzelnen Familien, sondern in ganzen Dörfern zu verankern, bildet Umthathi Dorfanimatorinnen aus. Diese multiplizieren die Kenntnisse in den Dörfern und sind verantwortlich für die Bildung der Kooperativen und dörflichen Netzwerke.
Die Netzwerke setzen sich aus Vertreterinnen und Vertretern der örtlichen Interessensgruppen zusammen. Sie stellen die Verbindung zu den lokalen Behörden und Dienstleistungsstellen her und fordern staatliche Grundleistungen (Wasser, Elektrizität, Gesundheitsversorgung) ein.