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Seeforellen sind eine grosswüchsige Form der Forelle. Sie erreichen Längen von 40 bis 80 cm und wiegen zwischen 0,8 – 5 kg. Ihr Körper ist langgestreckt, seitlich leicht abgeflacht und hat eine je nach Wohngewässer unterschiedliche Färbung. Immer sind die meist sehr hellen Flanken mit unregelmässigen schwärzlichen, gelegentlich auch braunen oder rötlichen Punkten oder Ringen gemustert. Seeforellen sind Wanderfische, die zum Ablaichen in die Zuflüsse ihrer Wohngewässer aufsteigen. Ihre Wanderung vollzieht sich meist in der Dunkelheit. Sie laichen von September bis Dezember. Das Weibchen sucht einen geeigneten Platz für seine Laichgrube. Meist findet es diesen auf lockerem, kiesigem Substrat. Hat das Weibchen seinen Platz gefunden, beginnt es eine bis zu 40 cm tiefe Laichgrube zu schlagen. Das Männchen verteidigt derweil das Weibchen vor anderen Konkurrenten. Ein Weibchen legt dann pro Kilogramm Körpermasse 1000 bis 2000 Eier in die Laichgruben. Das Männchen befruchtet die Eier gleichzeitig mit seinem Samen. Nach Abschluss der Eiablage bedeckt das Weibchen die Laichgrube mit umliegendem Substrat und bewacht diese noch einige Zeit. Die geschlüpften Jungfische wandern im ersten oder zweiten Lebensjahr zurück in die Seen. Das maximale Alter liegt bei etwa 10 Jahren.
Mitte des 20. Jahrhunderts zählte die Seeforelle zu den wichtigsten Wirtschaftsfischen der Alpen- und Voralpenseen. Nährstoffbelastungen und Regulierungen der Laich- und Aufstiegsgewässer liessen die oft reichen Bestände verschwinden. Heute hindern vor allem Querbauten die Seeforelle daran, die für die Fortpflanzung nötigen Habitate zu erreichen.
Der Vorderrhein in der Ruinaulta gilt als eines der wenigen frei passierbaren Laichgewässer und ist daher ein wichtiger Lebensraum für die stark gefährdete Seeforelle.