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Nabelbruch
Im Bereich des Nabels ist bei Säuglingen eine kleine Schwachstelle in der Bauchdecke. Presst oder schreit das Baby, erhöht sich der Druck im Bauchraum. Ein Stück Bauchfell oder Darm kann dann durch die Muskulatur gepresst werden. Lässt die Anspannung nach, verschwindet die erbsen- bis kirschgrosse "Beule" wieder. Solch ein Nabelbruch oder Nabelhernie lässt sich auch leicht von Hand zurückdrücken. Er kommt durchschnittlich bei einem von fünf Neugeborenen vor.
Der Säugling hat meist keine Beschwerden und eine Behandlung ist deshalb nur selten notwendig. Nabelbinden oder -pflaster, die den Nabel wieder zurückdrücken, bringen keinen langfristigen Erfolg, führen sogar eher noch zu Hautreizungen.
Eine Operation ist nur dann notwendig, wenn der Nabelbruch sehr gross ist oder die Durchtrittsstelle des Darms sehr klein ist und er eingeklemmt wird. Solche eine "Inkarzeration" ist sehr schmerzhaft. Das Kind schreit und erbricht und muss sofort operiert werden. Das geschieht aber glücklicherweise sehr selten.
In der Regel sieht ein Nabelbruch nur unschön aus, verschwindet aber im Laufe der ersten Lebensmonate, wenn sich die Bauchdecken kräftigen. Bleibt der Nabelbruch bestehen, kann ein kleiner operativer Eingriff nach dem dritten Geburtstag, aber vor dem Schuleintritt helfen. Er wird in der Regel ambulant durchgeführt.
Stand: 12/17, BH
Letzte Aktualisierung : 04-11-19, BH