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Die erste Konferenz der EUSALP unter Schweizer Vorsitz in Freiburg ist dem Thema der Kreislaufwirtschaft gewidmet. Sie hat zum Ziel, die verschiedenen Ansätze der KLW in den europäischen Alpenregionen aufzuzeigen (siehe separate Medienmitteilung zur Konferenz). Bei dieser Gelegenheit wurde die «Roadmap Kreislaufwirtschaft des Kantons Freiburg» vorgestellt, die von der Volkswirtschaftsdirektion (VWBD) und der Direktion für Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität und Umwelt (RIMU) ausgearbeitet wurde.
Am Anfang der Idee einer solchen Roadmap stand eine Freiburger Delegation, die 2019 am World Circular Economy Forum in Helsinki teilgenommen hatte. Inspiriert von den Beispielen, die auf dieser Veranstaltung vorgestellt wurden, kehrte die Delegation mit dem Willen zurück, eine Roadmap zu diesem Thema einzuführen, wodurch Freiburg jetzt zu einem der ersten Kantone wird, der das Thema KLW auf diese Weise angeht.
KLW ist eine Wirtschaftsform, die darauf abzielt, weniger Ressourcen zu verbrauchen und die Umweltauswirkungen der Produktion zu reduzieren. Sie basiert auf einem zirkulären Ansatz und stützt sich auf Strategien wie Ökodesign, Teilen, Wiederverwenden, Reparieren, Wiederaufbereiten und Reduzieren. Auf diese Weise trägt sie nicht nur zu einer effizienten Ressourcennutzung bei, sondern auch zu Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Ziel der Roadmap ist es also, zu einer effizienteren Nutzung der Ressourcen beizutragen, die ökologischen Auswirkungen zu senken und die Widerstandsfähigkeit der Freiburger Wirtschaftstätigkeiten zu verbessern.
Das bestehende Engagement stärken
Die Roadmap besteht aus einem Massnahmenkatalog und einem erläuternden Bericht. Die meisten Massnahmen der Roadmap verstärken das bestehende Engagement des Staates zugunsten der Kreislaufwirtschaft und materialisieren Impulse, die von der Strategie für nachhaltige Entwicklung
oder von sektoriellen Planungen oder Programmen ausgehen, wie etwa dem kantonalen Klimaplan, der Strategie für die Land- und Ernährungswirtschaft oder der Neuen Regionalpolitik (NRP). Damit ist eine gute Verknüpfung der Massnahmen mit den sektoralen und übergreifenden Politiken gewährleistet.
Zu den vorgeschlagenen Massnahmen gehören beispielsweise die Stärkung der Grundausbildung von Ingenieuren und Ingenieurinnen sowie Architektinnen und Architekten an der HTA-FR in Bezug auf lokale, rezyklierte und biobasierte Materialien, das Angebot von Weiterbildungen im Bereich des zirkulären Bauens, die Unterstützung von kollaborativen Projekten in der Land- und Ernährungswirtschaft, die Energieeffizienz und wirtschaftliche Rentabilität verbinden (im Rahmen des nächsten NRP-Umsetzungsprogramms), die Lancierung eines Pilotprojekts zum zirkulären Bauen im Hochbauamt oder die Prüfung von Massnahmen zur Reduktion von Bau- und Verpackungsabfällen im Rahmen der Ausarbeitung des künftigen Abfallbewirtschaftungsplans.
Die am Freitag vorgestellte Version der Roadmap konzentriert sich auf zwei für die kantonale Wirtschaft wichtige Wertschöpfungsketten: die Bau- und die Nahrungsmittelindustrie. Die Roadmap ist iterativ angelegt: Sie kann in Zukunft durch die Aufnahme neuer Massnahmen und/oder, falls relevant, neuer Branchen erweitert werden.