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Ursachen
Ursachen für den Klimawandel bzw. die globale Erwärmung
Eine der grössten Herausforderungen für die Menschheit wird die Bewältigung der Zunahme der Weltbevölkerung (Welt-Bevölkerungsexplosion) in den nächsten 50 bis 100 Jahren darstellen. Im Jahre 1050 lebten noch etwa 2.5 Milliarden Menschen auf der Erde, im Jahre 2007 waren es bereits ca. 6 Milliarden Menschen. Bis im Jahre 2050 wird sich die Weltbevölkerung nochmals um 50%, auf ca. 9 Milliarden Menschen vergrössern.
Wir zeigen zunächst das Wachstum der Bevölkerung nach Erdteilen von 1950 bis 2050. Die zweite Graphik zeigt die Bevölkerungsdichte (Anzahl Einwohner pro Quadratkilometer Fläche) wiederum pro Erdteil und von 1950 bis 2050. Nachfolgend Tabellen mit dem Bevölkerungswachstum bzw. der Bevölkerungsdichte pro Land.
Die Organisation «Oil Change International» hat Anfangs Dezember 2007 einen Bericht publiziert mit Zahlen über die Subventionierung der Öl- und Gasindustrie mit öffentlichen Geldern. Der Bericht zeigt sehr eindrücklich, dass weltweit gesehen im Energiesektor nach wie vor hauptsächlich in Technologien der Öl-, Gas- und Kohle-Technologien investiert wird.
Trotz aller Beteuerungen für den Klimaschutz wird die Anwendung fosssiler Brennstoffe mit Hilfe von öffentlichen Geldern wesentlich stärker subventioniert als Entwicklung und Anwendung von erneuerbaren Energien. Dabei ist es doch eigentlich offensichtlich, dass man den Klimawandel nicht aufhalten kann, wenn man genau jene Technologien fördert, welche ihn zur Hauptsache verursacht haben!
Auf einem 13 km langen Teilstück der A1 wurde ab Januar 2007 die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h um 30 km/h auf 100 km/h reduziert. An mehreren Stellen wurden die Anzahl und Art der Fahrzeuge sowie die Konzentrationen von CO2, NOx und Feinstaub gemessen und mit Werten der Vorjahre verglichen. Die Resultate der Geschwindigkeitsreduktion:
Die Klimaveränderung stellt ein globales Phänomen dar, bei dem der Verursacher der Emission nicht automatisch auch der Leidtragende ist. Ursache und Wirkung sind beim Klimawandel sowohl zeitlich als auch räumlich getrennt.
Folgende Aussagen sind recht typisch:
- "Ich alleine kann doch nichts bewirken, weshalb sollte ich denn mein Verhalten ändern?"
- "Ich tue ja nichts Verbotenes, ich halte alle Gesetze ein. Ihr könnt ja von mir aus gerne Energie sparen, aber lasst mich in Ruhe damit."
- "Ich verbrauche doch so wenig Energie, sollen sich die grossen Umweltverschmutzer erst bessern, danach überlege ich es mir vielleicht auch."
Bis heute wurde jede Nachfrage nach Energie automatisch befriedigt. Wer bereit war, entsprechend zu bezahlen, bekam jede beliebige Menge Energie geliefert. Diese Politik führte zu einem ständig steigenden Energiekonsum und zu den Werten wie in Tabelle 1 dargestellt. Niemand hat in diesem System ein Interesse an einem gemässigten Energiekonsum. Im Gegenteil: Alle kommerziellen Interessen sprechen klar für eine Zunahme des Energieverbrauchs. Dies führte denn auch dazu, dass das seit mehr als 20 Jahren bekannte Problem des Klimawandels bis vor kurzem ignoriert oder geleugnet wurde.
Nun ist eine Umkehr in der Energiepolitik notwendig: Wir müssen die natürlichen Ressourcen auf der Erde nach den Kriterien der Nachhaltigkeit bewirtschaften. Die Nachfrage an Energie muss sich nach dem Angebot an erneuerbarer Energie richten. Nur auf diese Art und Weise ist ein nachhaltiger Lebensstil - und damit ein langfristiges Überleben der Menschheit - überhaupt möglich.