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Drohnen leben im Frühjahr und Sommer im Bienenstock. Wenn der Herbst naht, werden sie von den Arbeiterinnen aus dem Stock vertrieben und sind zum Sterben verurteilt.
Die Drohnen besitzen keinen Stachel und sind wehrlos; sie weisen auch keine Pollenkörbchen oder Wachsdrüsen auf und vermögen kein Gelée royale abzuscheiden. Die Drohnen sind nicht einmal im Stande sich selber zu ernähren. Sie müssen ständig von den Arbeiterinnen gefüttert werden. Ihre einzige Aufgabe besteht darin, sich mit neuen Königinnen zu paaren. Unmittelbar nach der Paarung, die stets ausserhalb des Stockes im Fluge stattfindet, sterben die Drohnen.
Die ersten Erforscher der Paarungsgewohnheiten von Honigbienen nahmen an, dass sich eine Königin nur einmal in ihrem Leben paart. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen brachten jedoch den Beweis, dass sich eine Königin in der Regel im Lauf einiger weniger Tage mit acht oder mehr Drohnen paart. Die freibeweglichen Samenzellen der Drohnen gelangen in ein kleines, sackartiges Organ, den als Spermatheka bezeichneten Samenbehälter, im Hinterleib der Königin. Die Spermien bleiben in diesem Behälter während des gesamten Lebens der Königin lebensfähig.