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Sieger bleibt der Mist: Dürrenmatts Allegorie auf die schweizerische Politik.
Herkules, ein Halbgott, ist pleite und muss ein unliebsames Arbeitsangebot annehmen. Im Beisein seiner Geliebten Deianeira landet er, verlebt, ausgepowert und nicht mehr ganz potent, im Land Elis, um es zu befreien – nicht etwa von gefährlichen Kreaturen, wie man es von antiken Heroen erwartet, sondern von Mistbergen, unter denen der Staat verschwindet.
Dies ist die Ausgangslage in Dürrenmatts Theateradaption seines satirischen Hörspiels, das sich an deutschsprachigen Bühnen seit jeher kontroverser Diskussion erfreut. Verschiedentlich aufgefasst als Abrechnung mit seiner Heimat, die auch für politische Blockaden der Gegenwart gültig ist, gibt Dürrenmatt kritische Einblicke in die soziale Macht der Beharrung.
Seltener als alle anderen Stücke inszeniert ist diese Aufführung eine Rarität, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte! Ein Update dieser Inszenierung ist der weibliche Anteil im Ensemble, so ist die Damenwelt stärker vertreten als im Original und in dieser Form leistet das Stück auch seinen Beitrag zur aktuellen Genderdiskussion.