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An der alten Landstrasse zwischen Sursee und Aarau reihen sich Bauernhöfe aus dem 19. Jahrhundert aneinander. Teils angebaut an stattliche Wohnhäuser, teils freistehend inmitten der flachen Landschaft, stehen ihre riesigen Satteldächer mit weit auskragenden Vordächern auf dicken Steinmauern der Erdgeschosse. Im Innern dieser Dachkonstruktionen verbergen sich hallenartige Räume, welche der Lagerung von Heu dienen.
Beim Wunsch einer jungen Familie eines dieser Gebäude umzunutzen, stand die Erhaltung des Raumgefühls der grossen Heubühne im Vordergrund. Die Idee von Andreas Schneller Architektur das Wohnhaus als Möbel zu verstehen, welches in den bestehenden Stall gestellt wird, schien dabei der richtige Ansatz zu sein. Basierend auf diesem Grundgedanken liessen sich die Fragen zur Positionierung der Wohnung im Stall, zur Materialisierung oder zum Verhältnis des Neuen zum Alten gut beantworten.
Die gegebenen räumlichen Strukturen des Stalles, eröffnete Möglichkeiten aus den gewohnten Raumvorstellungen des Wohnungsbaus auszubrechen. Die neuen Räume mussten in der bestehenden, teils sehr dichten Holzkonstruktion angeordnet werden, was teils unkonventionelle Raumdimensionen hervorbrachte. Gewohnt wird in einem Hochparterre, welches den Blick, unter dem grossen Vordach, hinaus auf die Felder gewährt. Durch das Absenken dieses Geschosses um 89 cm in die bestehenden Steinmauern der Ställe hinein, entsteht eine Brüstung, welche das Wohngeschoss fasst. Darüber, in der Konstruktion des Dachstuhls, befinden sich die Schlafzimmer. Die Erschliessung über eine Wendeltreppe schafft drei unterschiedliche Schlafzimmerniveaus, wodurch wiederum im Wohngeschoss verschiedene Raumhöhen entstehen.