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- 12.07.2007
- Seebeben Asien
In zwei Artikeln beschuldigt die «Weltwoche» die Deza, die Hilfswerke SRK und Heks sowie indirekt auch die Glückskette, Schweizer Tsunami-Hilfsgelder in Sri Lanka in der Korruption versickern zu lassen. Angeführt werden einige Beispiele aus zwei Cash-for-Repair-and- Reconstruction-Projekten (CfRR), die teilweise falsch sind oder zumindest fragwürdig interpretiert wurden. Basis der völlig verzerrten Darstellung sind Aussagen von zwei ehemaligen Hilfswerkmitarbeitern, die seit letztem Dezember eine Medienkampagne inszenieren.
In CfRR-Projekten erhalten die betroffenen Tsunami-Opfer Direktzahlungen, um ihre Häuser selber wiederaufbauen zu können. Diese Art der Hilfe hat gegenüber klassischen Wiederaufbauprojekten Vorteile, sie birgt jedoch auch eine erhöhte Gefahr des Missbrauchs. Entsprechend streng sind Registrierung und Kontrolle der Geldempfänger. Deza, Hilfswerke und Glückskette, die ihre Hilfstätigkeiten in einem Konsortium koordinieren, kennen diese Schwierigkeiten und haben deshalb auch eine unabhängige Begleitexpertise durchgeführt.
Die entsprechenden Berichte attestieren den Projekten hohe Flexibilität und Effizienz, monieren gleichzeitig auch vereinzelte Missbräuche und schlagen Verbesserungen vor. Dies ist längstens bekannt und z.B. im Jahresbericht der Glückskette erwähnt. Potentiellen Missbräuchen wurde nachgegangen und notwendige Korrekturen wurden vorgenommen.
Dass Medien diesen Sachverhalt aufgreifen ist ihr gutes Recht. Völlig unhaltbar ist jedoch die Verzerrung, die den Eindruck erwecken will, die ganze Tsunami-Hilfe in Sri Lanka zerfalle in Missbrauch und Korruption. Die kritisierten Institutionen verwahren sich in aller Form gegen diese völlig verzerrte Darstellung, da diese nicht der Wahrheit entspricht.
Dass diese Hilfe speziell in Sri Lanka auf besondere Schwierigkeiten (Bürgerkrieg) stösst, ist bekannt und wurde mehrmals kommuniziert. Die Tsunami-Hilfe der Schweiz ist eine Erfolgsgeschichte, die Zehntausenden von Menschen rasche, effiziente und nachhaltige Hilfe bringt.
Allein die Glückskette finanziert beispielsweise den Bau und die Instandstellung von 18'600 Häusern in fünf Ländern und hat über 90% der Tsunami-Spenden bereits in Projekten erfahrener Schweizer Hilfswerke eingesetzt.