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Die Organisation
In den 1960er Jahren zogen zahlreiche Maya-Familien im Rahmen eines staatlichen Programms ins unwirtschaftliche Urwaldgebiet des Petén, dem tropischen Tiefland im Norden Guatemalas. In kurzer Zeit entstanden Genossenschaften, die gemeinsam Probleme wie das Fehlen jeglicher Infrastruktur oder das Bebauen von schwer zugänglichem Land zu lösen versuchten. Da die Besitzverhältnisse für die Mayaangehörigen nicht geregelt waren und die Kleinbauern für die Honigproduktion kein eigenes Land brauchten, lag Bienenzucht als Lösung auf der Hand. Und so schlossen sich im Jahre 1968 zwei Dutzend Kleinbauern zu einer Kooperative zusammen, mit dem Ziel die Honigproduktion gemeinsam voranzutreiben. COADAP gehört damit zu den Gründungsmitgliedern eines Netzwerkes von Klein-Imkern Lateinamerikas, dem PAUAL (Pequeños Apicultores Unidos de América Latina). Bereits in den 1980er Jahren fanden Erstkontakte zwischen claro fair trade (damals OS3) und COADAP statt. Doch kam es aufgrund des guatemaltekischen Bürgerkrieges erst anfangs der 1990er Jahre zu regelmässigen Handelsbeziehungen. Heute besitzen die über 80 BienenzüchterInnen in der Regel zwischen 20-50 Bienenstöcke und pachten hierfür Land, welches oft weit entfernt im dichten Urwald Peténs liegt. Ziel der Kooperative ist nach wie vor, die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten und sie wirtschaftlich, anhand der direkten Vermarktung des Honigs, besser in die Region einzubinden. Da der Honigverkauf für einen Grossteil der Mitglieder die einzige Verdienstmöglichkeit ist, wird mit der Fair Trade-Prämie auch in die Qualität investiert. Mit den Geldern konnten eine Schleuder- und Abfüllanlage eingerichtet werden sowie Imker-Ausbildungskurse für die Mitglieder. Durch die Investition in und der Transfer von Know-how konnte über die Jahre nicht nur die Honigqualität gesteigert, sondern auch die Produktivität der Bienenstöcke erheblich erhöht werden. Dies hängt auch vom sorgsamen Umgang mit der Natur ab, so dass landwirtschaftliche Intensivkulturen im Anbau vermieden werden und zunehmend auch Produkte angebaut werden, die für den lokalen Markt bestimmt sind und zusätzliches Einkommen bedeuten.
Das Produkt
claro bezieht von COADAP den Fairtrade-Zertifizierten cremigen Quetzal Urwaldblüten-Honig. Es handelt sich dabei um eine Honigmischung zweier Produzentengruppen (COADAP und Guaya’b), die dadurch ihren charakteristischen Geschmack der Blüten des guatemaltekischen Urwalds erhält.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Sicheres Einkommens für landlose indigene Familien
- Unterstützung der Qualitätsverbesserung durch die Fair Trade-Prämie sowie der schulischen Ausbildung der Produzentenkinder