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Zum Anlass des vor 100 Jahren beginnenden Ersten Weltkriegs griff die Universitätsbibliothek Basel auf ihr Archiv zurück und setzte mit der Sonderausstellung den Fokus auf die Region und die Bibliothek während der Kriegsjahre. Die Ausstellung zeigte anhand von Zeitungsdokumenten, Fotografien oder Tagebücher, die aus dem Archiv stammen, wie sich die Region wirtschaftlich und politisch veränderte. Während einige Unternehmen vom Krieg profitierten, wurde die soziale Not der Ärmeren immer schlimmer. Wut, Verzweiflung und soziale Not führten zum Ausbruch eines Generalstreiks, der blutig niedergeschlagen wurde, wodurch das politische Klima für die nächsten Jahrzehnte vergiftet wurde. Die Universitätsbibliothek hatte während der Kriegsjahre mit Lieferschwierigkeiten und Personalmangel zu kämpfen. Das Heizmaterial war knapp. Nur gerade der Lesesaal war warm genug und lockte an Winterabende viele frierende Menschen an. Die UB wurde von offiziellen Stellen reich mit Kriegsliteratur beschenkt.
Die Ausstellung zeigt die Geschichte des Kriegs in der Region Basel anhand verschiedener szenografischer Mittel wie Material, Farbe, Installationen und einer speziell für die Bibliothek angefertigte musikalische Komposition. Die Raumgestaltung greift auf das „Provisorium“ zurück: Einfache Holzstege, Holzwände und Grenzbaracken, die während des Kriegs ganz schnell aufgebaut wurden, um sich „provisorisch“ zu schützen und abzugrenzen, bildeten die Grundstimmung der Ausstellung – denn niemand hätte gedacht, dass der Krieg mehrere Jahre dauern würde.