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In Frankreich hat am Sonntagmorgen die zweite Runde der politisch bedeutsamen Regionalwahlen begonnen. Einen Monat nach den Anschlägen von Paris sind rund 45 Millionen Franzosen landesweit zur Stimmabgabe aufgerufen, um die Parlamente der 13 Regionen neu zu wählen.
Mit besonderer Spannung wird erwartet, ob der rechtsextreme Front National (FN) erstmals in seiner Geschichte eine Region erobern kann. Die Partei von Marine Le Pen war im ersten Wahlgang vor einer Woche mit landesweit 28 Prozent stärkste Kraft geworden und in sechs der 13 Regionen vorne gelandet.
Allerdings dürften in der zweiten Runde in den meisten Regionen Kandidaten des konservativ-bürgerlichen Lagers um den früheren Staatschef Nicolas Sarkozy oder der Sozialisten von Präsident François Hollande das Rennen machen. Erste Hochrechnungen werden für 20 Uhr erwartet.
Die Regionalwahlen sind der letzte grosse Urnengang vor der Präsidentschaftswahl im Frühjahr 2017 und gelten deswegen als wichtiger Stimmungstest. Viele Franzosen machen Hollande und seine Sozialisten für die Rekordarbeitslosigkeit und die Wirtschaftskrise verantwortlich.
Dass die Beliebtheitswerte des Präsidenten nach den Anschlägen vom 13. November sprunghaft anstiegen, hat der Partei in der ersten Runde der Regionalwahlen nicht genutzt. (sda/afp)