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Bud Spencer ist gestern im Alter von 86 Jahren gestorben. Wir blicken zurück auf ein Leben voller Abenteuer und Überraschungen! Machs gut, Bud, wir werden dich vermissen...
Bud Spencer hiess mit bürgerlichen Namen eigentlich Carlo Pedersoli. Sein Künstlername ist eine Verbindung aus seinem Lieblingsbier Budweiser und seinem Lieblingsschauspieler Spencer Tracy. Pedersoli wurde am 31. Oktober 1929 in Neapel geboren, es folgten 86 Jahre voller Abenteuer, lustiger Geschichten und viele viele Backpfeifen!
In seinen jungen Jahren war Bud Spencer noch nicht mit seiner kultigen Plauze gesegnet und war sogar ein Sportsass. 1950 gewann Spencer die italienische Meisterschaft im Brustschwimmen über 100 Meter und war der erste Italiener, der die Strecke unter einer Minute schaffte! 1952 und 1956 nahm Spencer sogar an den Olympischen Spielen teil! 2011 wurde ein Freibad in Schwäbisch Gmünd, Deutschland nach ihm benannt.
In seinen Filmen spielt Bud Spencer meist den grummeligen Doofen, im echten Leben war der Schauspieler aber ein kleines Genie! Als Kind übersprang Spencer zwei Schulklassen und studierte später Chemie und Rechtswissenschaften. Sein Jurastudium schloss Spencer in nur sechs Semestern ab! Sein Traum war es immer Arzt oder Rechtsanwalt zu werden, doch wegen seiner vielen Aktivitäten, fehlte ihm einfach die Zeit dazu. Spencer war eine Zeit lang sogar als Erfinder tätig und besass mehrere Patente, zum Beispiel für eine Spielzeugmaus oder einen Spazierstock mit ausklappbarem Stuhl.
Bud Spencer hatte unzählige Jobs und Hobbies. Mit 18 Jahren wanderte Spencer nach Brasilien aus, wo er unter anderem als Fliessbandarbeiter in einer Fabrik und Bibliothekar arbeitete. Eine Zeit lang war Spencer sogar als Sekretär in der italienischen Botschaft in Uruguay beschäftigt.
Spencer besass den Pilotenschein für Hubschrauber und Flugzeuge. Seine Liebe zur Luftfahrt war so gross, dass er die Fluggesellschaft Mistral Air gründete, die es heute noch gibt! Spencer war ein Naturfreund und bereiste die ganze Welt. 1965 gründete er eine Produktionsfirma, die fürs italienische Fernsehen Tierdokumentationen drehte. Seine Gesangsstärke wurde in seinen Filmen zwar oft ins Lächerliche gezogen (lalalala), in Wirklichkeit war Spencer allerdings ein begnadeter Sänger. 2003 veröffentlichte Spencer ein Album mit neapolitanischen Folksliedern. In seinen letzten Jahren erlangte Spencer erneuten Ruhm durch sein Schreibtalent, er veröffentlichte vier Bestseller über sein Leben.
1967 bekam Bud Spencer eine Rolle in dem Italo-Western «Gott vergibt… Django nie!» mit Terence Hill. Das Filmangebot kam urplötzlich als Peter Martel, die eigentliche Hauptrolle, am Abend vor Drehbeginn seinen Fuss brach. Die Komödie war ein Hit und leitete eine goldene Ära für das Duo Spencer-Hill ein! Zusammen drehten die vier Fäuste ganze 18 Filme und blieben ein Leben lang gute Freunde.
Im deutschsprachigen Raum erlangten die Filme des Comedy-Duos schnell kultstatus. Dies verdankten die Filme vor allem dem «Synchornisations-Papstes» Rainer Brandt, der sich enorm viel Freiheit für die Übersetzungen nahm. Brandt wollte einfach keine «langweiligen Dialoge» übersetzen, füllte die Filme mit schrulligen Aussagen und verwandelte die Filme zu dem klassischem Klamauk, den wir heute kennen und lieben - Aber was is nun mit de Kohlen??