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Das Wichtigste in Kürze
- Der Diktatorensohn Marcos Junior wurde zum neuen Präsidenten der Philippinen erklärt.
- Er soll offiziell am 30. Juni ins Amt eingeführt werden.
- Menschenrechtsaktivisten befürchten, dass er noch autokratischer regieren könnte.
Der Diktatorensohn Ferdinand Marcos Junior ist zum nächsten Präsidenten der Philippinen erklärt worden. Der 64-Jährige wurde am Mittwoch bei einer gemeinsamen Sitzung von Repräsentantenhaus und Senat zum 17. Präsidenten der Philippinen ausgerufen.
Zuvor ratifizierten die Abgeordneten und Senatoren das Wahlergebnis und damit den klaren Sieg von Marcos bei der Präsidentenwahl Anfang Mai. Offiziell ins Amt eingeführt werden soll der neue Präsident am 30. Juni.
Der Sohn des langjährigen Diktators Ferdinand Marcos erhielt bei der Wahl am 9. Mai mehr als 58 Prozent der Stimmen. Das waren mehr als doppelt so viele Stimmen wie seine liberale Hauptrivalin, die bisherige Vizepräsidentin Leni Robredo.
Noch autokratischeres Regieren befürchtet
Nach seiner Bestätigung am Mittwoch sagte Marcos Junior vor Journalisten, er fühle sich «geehrt» durch das Vertrauen der Wähler: «Ich möchte es gut machen, denn wenn der Präsident es gut macht, geht es dem Land gut. Und ich möchte, dass es dem Land gut geht.»
Menschenrechtsaktivisten, Vertreter der katholischen Kirche und Politik-Experten befürchten, dass Marcos Junior als Präsident noch autokratischer regieren könnte. Dies nach sechs Jahren autoritären Regierens durch den bisherigen Staatschef Rodrigo Duterte. Eine Verurteilung der von Brutalität und Korruption geprägten Vergangenheit seiner Familie hatte Marcos Junior im Wahlkampf ausdrücklich abgelehnt. Seine Vizepräsidentin wird die Tochter des bisherigen Amtsinhabers, Sara Duterte.