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AlleNaturkräfte lassen sich zurückführen auf solche, welche in der geraden Verbindungslinie je zweier aufeinander wirkender
Stoffteilchen anziehend oder abstoßend thätig
sind. Dabei ist die Wirkung eines Körpers auf einen andern immer eine gegenseitige,
und zwar wird jeder der beiden Körper mit der gleichen Kraft angezogen oder abgestoßen. Dieses Gesetz der
Gleichheit von Wirkung und Gegenwirkung ist eins der einfachsten und allgemeinsten Naturgesetze, von welchem man keine Ausnahme
kennt.
bewegte Körper, sondern auch solche, welche sich in völliger Ruhe befinden, können Energie besitzen. Wird z. B. ein in die
Höhe geworfener Stein, wenn er sich im höchsten Punkt seiner Bahn befindet, von dem Dach
[* 9] eines Hauses aufgefangen, so bleibt
er daselbst liegen ohne Bewegung, jedoch nicht ohne das Vermögen, Arbeit zu leisten, und demnach nicht
ohne Energie. Denn läßt man ihn von dort wieder zum Boden herabfallen, so erreicht er ihn mit der nämlichen Geschwindigkeit
und sonach mit derselben lebendigen Kraft, welche er beim Aufwärtswerfen besaß, und vermag daher jetzt eine Arbeit zu verrichten
ebenso groß wie diejenige, welche zum Hinaufwerfen aufgewendet wurde.
Die Energie, welche dem auf dem Dach liegenden Stein innewohnt und welche beim Herabfallen zum Vorschein kommt, verdankt derselbe
seiner erhöhten Lage, d. h. dem Umstand, daß er vom Anziehungsmittelpunkt der Erde weiter entfernt ist, als da er noch am
Boden lag. Man nennt diese im ruhenden Körper gleichsam aufgespeicherte Arbeitsfähigkeit deswegen Energie
der Lage, ruhende oder potentielle Energie und bezeichnet im Gegensatz hierzu die lebendige Kraft oder Wucht eines bewegten Körpers
als Energie der Bewegung, thätige, aktuelle oder kinetische Energie.
Die zum Spannen einer Armbrust
[* 10] verbrauchte Arbeit findet sich als potentielle Energie in der gespannten Sehne und
verwandelt sich beim Abdrücken in die aktuelle Energie des fortgeschleuderten Pfeils. Die Arbeit, welche unsre Hand
[* 11] beim Aufziehen
einer Uhr
[* 12] leistet, geht als potentielle Energie in die gespannte Feder oder das emporgehobene Gewicht über und verweilt in diesem
Ruhezustand, solange das Uhrwerk gehemmt ist; wird es ausgelöst, so setzt sich diese potentielle Energie
allmählich in die Bewegungsenergie der sich drehenden Räder um. Aus den letztern Beispielen erhellt zugleich, warum die potentielle
Energie zuweilen auch Spannungsenergie genannt wird.
Wird ein Stein vertikal aufwärts geworfen, so vermindert sich seine Geschwindigkeit unter dem Einfluß der entgegenwirkenden
Schwere; was er aber beim Emporsteigen an Bewegungsenergie verliert, gewinnt er anEnergie der Lage, bis
sich im höchsten Punkt seines Flugs, wo seine Geschwindigkeit erschöpft ist, seine ganze anfänglich vorhandene Bewegungsenergie
in Energie der Lage verwandelt hat. Fällt er nun wieder herab, so beginnt er seinen Lauf nach unten mit diesem Betrag von potentieller
Energie, und während er immer tiefer fällt, wird seine potentielle Energie geringer und seine Bewegungsenergie
größer, und zwar so, daß die Summe beider immer die nämliche bleibt. In demAugenblick endlich, in welchem er denBoden erreicht,
hat sich seine Energie der Lage wieder völlig in Bewegungsenergie verwandelt, welche ebenso groß ist wie
diejenige, mit welcher er anfänglich emporstieg. Die Gesamtenergie des geworfenen Steins bleibt also während seiner ganzen
Bewegung unverändert, indem sich nur die eine Art Energie in die andre ohne Verlust und ohne Gewinn allmählich verwandelt.
die Verbrennungswärme
des entwickelten Wasserstoffs ist nämlich der im Schließungskreis vermißten Wärmemenge genau gleich.
Leitet man den
elektrischen Strom durch die Drahtwindungen einer elektromagnetischen Kraftmaschine (s. d.), so leistet er mechanische Arbeit,
wofür im Schließungskreis eine äquivalente Wärmemenge verschwindet. Endlich seien noch erwähnt die Umwandlungen der Energie,
welche die Sonne
[* 22] durch
¶
[* 2] 1) Adam, Bildhauer der NürnbergerSchule, war geboren um 1440, wahrscheinlich zu Nürnberg.
[* 33] Über seinen Lehrmeister,
seine Wanderjahre und seine Schicksale wissen wir nichts. Seine uns bekannte Thätigkeit beginnt in Nürnberg im J. 1490 mit
den von Martin Ketzel gestifteten sieben Stationsbildern in
Relief, welche noch heute auf dem Weg nach
dem Johanniskirchhof stehen. Daran schließen sich verschiedene Grabmäler: das für Sebald Schreyer, Kirchenmeister der St.
Sebalduskirche, von 1492;
dann einige Reliefs in der Sebalduskirche und (sein letztes Werk) die große
Grablegung Christi, bestehend aus 15 lebensgroßen Statuen, in der Holzschuherschen Grabkapelle auf dem Johanniskirchhof (1507).
2) Gustav, Forstmann, geb. zu Klausthal, studierte 1845-47 auf der Forstschule zu Münden, 1850 und 1851 in
Göttingen,
[* 39] war 1852-1865 Hilfsarbeiter der hannöverschen Zentralforstverwaltung, sodann Oberförster in Bovenden bei
Göttingen, Forstmeister in Dassel am Solling, später in Hannover
[* 40] und wurde 1885 zum Oberforstmeister ernannt. Er schrieb: »Beiträge
zur forstlichen Wasserbaukunde« (Hannov. 1863);
»Anfangsgründe der Theodolitmessung und der ebenen Polygonometrie«
(das. 1865);
»Zur Praxis der Waldwertrechnung und forstlichen Statik« (das. 1882);