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Planung der Trinkwasserversorgung
Der Kanton Freiburg zählt ungefähr 150 öffentliche Wasserversorgungen, die Trinkwasser an die 300‘000 BezügerInnen und Firmen abgeben. Bis Ende 2020 wird der kantonale Sachplan der Trinkwasseranlagen erstellt, zur langfristigen Sicherstellung, von genügend Trinkwasser in einwandfreier Qualität, unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung und der klimatischen Veränderungen.
Der Nutzung von Trinkwasser beträgt im Kanton Freiburg jährlich rund 20 Millionen Kubikmeter Wasser, was rund 220 Liter pro Einwohner und Tag entspricht, oder gut zwei Mal den Inhalt des Montsalvens-Sees.
Dank der eingesetzten Planungsinstrumente berücksichtigen der Kanton und die Gemeinden die demographischen, raumplanerischen und klimatischen Herausforderungen zur langfristigen Gewährleistung der Verfügbarkeit von Trinkwasser zu den gleichen Bedingungen wie heute.
Gemäss kantonalem Trinkwassergesetz (TWG) hatten die freiburgischen Gemeinden bis Mitte 2016 um einen Entwurf des Plans der Trinkwasserinfrastrukturen (PTWI) zu erstellen.
Der PTWI definiert unter anderem die zu erstellenden Anlagen und Priorisierung der Massnahmen. Der PTWI enthält:
- ein Plan der bestehenden Infrastrukturen;
- der Wiederbeschaffungswert der Anlagen und deren technische Nutzungsdauer;
- eine Planung des zukünftigen Bedarfs und der benötigten Anlagen;
- allfällige weitere Ressourcen, die genutzt werden könnten;
- die notwendigen Massnahmen zur Bewältigung von Mangellagen.
Aufbauend auf den PTWI erstellt der Kanton bis Ende 2020 den Sachplan der Trinkwasserinfrastrukturen (STWI). Dieser enthält das Inventar der Anlagen und den Vorschlag zur Koordination, Rationalisierung und Vervollständigung der bestehenden Anlagen zur langfristigen Sicherstellung der Qualität und Menge, selbst in Mangellagen.
AquaFri ist das kantonale geographische Informationssystem (GIS) der Trink- und Löschwasseranlagen.
- Kantonale Planung der Trinkwasserinfrastrukturen zur Deckung des heutigen und zukünftigen Bedarfs der Bevölkerung und Wirtschaft
- Schlichtung von Konflikten zwischen Trinkwasserinfrastrukturen und anderen Anlagen, die die Wasserqualität gefährden könnten
- Begleitung der Umsetzung der PTWI-Massnahmen
- Zusammenarbeit mit dem Amt für Bevölkerungsschutz und Militär (ABSM) in der Planung der Massnahmen zur Bewältigung von Mangellagen, in Zusammenarbeit