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Unterweisungshaus
Die Bausubstanz und die Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen deuten darauf hin, dass der alte Gebäudeteil des „Unterweisungshauses“ aus dem 16. Jahrhundert stammt und früher als Ofenhaus benutzt wurde. In der Nordmauer wurden verschiedene Ofenbauetappen festgestellt. Diese Mauern bis zur Oberkante der Fenster im Obergeschoss sowie die Backofenfundamente sind noch gut erhalten.
Das Ofenhaus wurde später als Waschküche dem Pfarrhaus zugeteilt. 1901 wurde das Haus auf der Nordseite erweitert und diente der Kirchgemeinde fortan als Unterweisungslokal.
Als im Jahre 1924 die Sekundarschule Zweisimmen auf drei Klassen erweitert wurde, stellte die Kirchgemeinde das Unterweisungslokal als Klassenzimmer zur Verfügung. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Klassenzimmer als Kantonnement (Truppenunterkunft) und der Waschraum als Truppenküche benutzt.
Anfangs der 1950Jahre baute die Kirchgemeinde die Waschküche zum Jugendgruppenlokal um. Dieser Raum diente zugleich als Zimmer für Parallelklassen der Primarschule sowie viele Jahre als Gemeindebibliothek.
Wegen des schlechten baulichen Zustandes plante die Kirchgemeinde zunächst einen Um-, später auch den Neubau des Unterweisungshauses. Die Denkmalpflege bestand darauf, das ursprüngliche Ofenhaus als schützenwerte Bausubstanz zu erhalten, wogegen der Anbau aus dem Jahre 1901 zum Abbruch freigegeben wurde.
Am 12. August 1991 konnte nach langjährigen Planungsarbeiten und Verzögerungen endlich mit dem Bauarbeiten begonnen werden, und am 20. August 1992 fand der erste Konfirmandenunterricht mit Pfr. Willy Lempen im neuen Kirchgemeindehaus - dem alten "Unterwisigshüsi" (wie es von den Zweisimmern seit langem genannt wurde) - statt.
Heute sind im Erdgeschoss des Unterweisungshauses ein Sitzungszimmer für ca. 12 Personen und das Kirchgemeindesekretariat untergebracht. Im Obergeschoss finden Sie eine Teeküche und einen großen Saal für maximal 60 Personen. Im Dachgeschoß hat Pfr. Alfred Müller sein Büro.