Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03559.jsonl.gz/2

Labrador ist mit 390’000 km2 fast sieben Mal so gross wie die Schweiz. Die einzige Verbindung im Landesinnern ist der Labrador-Quebec-Highway, der durch endlose Wälder und entlang von Flüssen und Seen führt. Von Blanc Sablon, an der Nordküste, bis nach Baie Comeau, am St. Lorenz Strom, sind über 2’000 Kilometer zu fahren. Dazwischen liegen Goose Bay und Labrador City, zwei abgelegene Städtchen mit weniger als 10’000 Einwohnern.
Verschiedene Stichstrassen führen vom Highway an die Küste zu abgelegenen Fischerdörfern. Die meisten allerdings sind noch heute ohne Strassenanbindung und werden vom Meer her mit Fährschiffen versorgt. In einem medizinischen Notfall jedoch muss man auf ein Wasserflugzeug zurückgreifen und hoffen, dass kein Nebel herrscht oder die Bucht zugefroren ist.
Bis vor wenigen Jahren war der Labrador-Quebec-Highway eine Schotterstrasse. Inzwischen ist er zu sechzig Prozent geteert. Und bis in ein paar Jahren wird das Asphaltband von Blanc Sablon bis Baie Comeau reichen. Wir sind froh, dass wir diesen «Highway» noch fahren konnten, bevor er zur Autobahn wird. Mehr Asphalt heisst auch mehr Verkehr. Davon sahen wir nur wenig. Dafür jedoch unendlich scheinende Wälder, Flüsse in denen Lachse schwimmen und Seen, die zum Baden laden. Wenn da nur die Moskitos und Black Flies nicht wären…
PS. Apropos Tiere: Elche haben wir nur auf den Warntafeln gesehen!