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(Kt. Solothurn,
Amtei Thierstein).
590 m. Gemeinde und Pfarrdorf, in einem anmutigen Thälchen 6 km s. der Station
Grellingen der Linie
Delsberg-Basel. Postbureau, Telephon; Postwagen
Bretzwil-Breitenbach und Meltingen-Grellingen. 50
Häuser, 363 kathol. Ew. Ackerbau
und Viehzucht. Etwas Seidenindustrie.
Mineralquelle mit einem einst weit bekannten Heilbad. Die Kirche
steht auf einem nahe dem Dorf schroff aufsteigenden Felskopf. Sie ist zugleich Wallfahrtskirche und wurde der
Sage nach an
der Stelle erbaut, wo man einst ein prächtiges Madonnenbild unter einem Hollunderbusch gefunden haben soll, auf den ein
Windstoss den Schleier der auf der benachbarten Burg
Gilgenberg wohnenden Susanna von
Breitenlandenberg
geweht hatte. Meltingen ist 1438 kirchlich von der Pfarrei
Laufen abgelöst worden.
(Kt. Appenzell
I. R., Gem. Appenzell).
921-1060 m. 155 ha grosses
Feld, ö. der Strasse
Appenzell-Gais und 3 km nö.
Appenzell.
Der heutige Name ist eine Abkürzung des Ausdruckes
Allmend, als welche dieser Boden einst diente. 1061-1494 war das Mendli
im Besitz der Roden
Lehn und
Rüte, sowie einiger Privatleute; 1495 wurde auch der Roden
Gais Miteigentümer, und 1532 kaufte
Appenzell
mit Hilfe aller übrigen Roden (mit Ausnahme von
Stechlenegg) den auf dem Grundstück lastenden Zehnten
auf die Haferernte vom Abt von St. Gallen
los.
Nachdem man 1552 den Hackbühl an die Bürger von
Gais und später den Rietliwald an einige
Private abgetreten hatte, schmolz die Fläche des einst bis zum
Stoss reichenden Mendli auf nahezu die Hälfte zusammen. 1820 endlich
wurden die letzten der Gemeinde
Gais zustehenden Rechte abgelöst.
Das Mendli diente lange Zeit als Pferde- und
Viehweide.
Im Hungerjahr 1817 wollte man hier Getreide anpflanzen, und 1854 bestimmte man die Hälfte der Fläche zum Ackerfeld. Da
hier aber das Getreide nicht regelmässig zur Reife gelangte, teilte man 1872 den
Boden unter die drei
Bezirke von Ausserroden auf und benutzt ihn seither ausschliesslich als Streuland.
deutsch Mendris. Südlichster Bezirk des Kantons Tessin
und der
Schweiz überhaupt. 10230 ha Fläche und 24292 Ew.; ist
mit 236 Ew. auf einen km2 der am dichtesten bevölkerte Bezirk des Kantons. 3325
Häuser, 5355 Haushaltungen; 270 Ew.
deutscher Zunge. 189 Reformierte, die meist aus der deutschen
Schweiz stammen. Umfasst folgende 28 Gemeinden: Kreis Mendrisio
mit Mendrisio,
Coldrerio,
Salorino und
Genestrerio;
In den Bezirk reichen die letzten Ausläufer der
Alpen hinein, die hier nur noch einige mit
Dörfern und Landhäusern besäte
und gegen die grosse
Ebene der Lombardei ausstreichende Hügelzüge bilden. Eigentliche
Berge sind blos noch der
Monte Generoso
(1704 m) u. derMonteSan Giorgio (1094 m) im n. Abschnitt des Bezirkes. Der
Sasso Gordona (1409 m) u.
Monte
Bisbino (1325 m) gehören bereits zu Italien. Das einzige alpine Thal ist das
Val di Muggio mit dem am
Generoso und
Sasso Gordona
entspringenden
WildbachBreggia.
Sehr gesunde und fruchtbare Landschaft. Der Kulturboden umfasst 98 der gesamten Fläche; davon entfallen
wieder 49% auf
Wald. Der mit Moränenschutt überführte Boden ist ein Gemisch von Kalk und Lehm und eignet sich zum Getreide-,
Mais-, Tabak- und Maulbeerbaumbau, ganz besonders aber zum Anbau der Weinrebe, die einen sehr geschätzten Ertrag liefert.
Leider haben in den letzten Jahren auch hier Pilzkrankheiten und Phylloxera ihr Vernichtungswerk begonnen,
so dass die 1871 noch 15229 hl (im Wert von 399719 Fr.) betragende Weinernte im Jahr 1902 auf 4823 hl (im Wert von 106262
Fr.) gesunken ist. Die Weinbauern hoffen aber, durch Anpflanzung von amerikanischen
Reben dem Uebel Einhalt
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