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Lydia Vonlanthen erblickte das Licht der Welt am 1. Januar 1919 im Schleif bei St. Antoni als zweites Kind des Kanis und der Marie Vonlanthen-Ackermann. 1921 zog die Familie nach Herreschür bei Rechthalten. Als Lydia vier Jahre alt war, fiel sie vom Heuboden auf den harten Tennboden und verletzte sich so schwer, dass eine Behinderung zurückblieb. Die Schule besuchte sie in Rechthalten. Ihren Vater liebte und verehrte sie, bei ihm fand sie immer volle Unterstützung, so dass sein Tod an ihrem 22. Geburtstag sie sehr schwer traf. Mutter Marie führte den Bauernbetrieb mit ihren beiden Töchtern weiter. Als die ältere von ihnen, Agnes, 1942 Alois Schwaller heiratete und das Bauerngut in Pacht weiterführte, arbeitete Lydia weiter auf dem Hof.
Im Jahre 1949 schenkte Lydia ihrem Sohn Kanis das Leben. Das erfüllte sie mit Freude und Stolz. Neben vielen anderen Aufgaben liebte sie besonders das Arbeiten mit Blumen. Die Blumen fühlten sich wohl bei ihr, alles wuchs und erholte sich bei ihr. Sie war wirklich stolz auf ihren grünen Daumen. Als Kanis 1981 mit seiner Familie ins Eigenheim nach Oberschrot zog, nahm er seine Mutter – inzwischen im Pensionsalter – mit. Er hatte dort ein schönes Studio für sie eingerichtet. Doch die Kontakte mit Herreschür und Rechthalten liess Lydia nicht abbrechen und sie pendelte rege hin und her.
Als ihre Kräfte langsam nachliessen, zog sie ins Altersheim Ärgera in Giffers, wo sie sich dank der lieben Aufnahme rasch einlebte. Ein- bis zweimal die Woche erhielt sie Besuch vom Sohn und war glücklich. Vor zwei Jahren kam sie wegen eines schweren Beinbruchs in den Rollstuhl. Die kompetente Pflege durch das Personal erlaubte ihr trotzdem noch schöne Tage. Zehn Tage vor ihrem Tod ging es Lydia plötzlich schlechter. Die Vereinigung WABE bot grosse Hilfe und Unterstützung. Am Dienstagmorgen, 17. August 2010, verliess Lydia Vonlanthen für immer diese Welt. Eing.