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Rioja ist nicht nur seit 1925 die Ursprungsbezeichnung (seit 1991 am höchsten qualifiziert) für diesen über die Landesgrenzen hinaus berühmten, spanischen Wein. Der Name steht auch für eine faszinierende Landschaft.
Die Rotweine der Rioja sind von der noblen Tempranillo geprägt (hier auch Tinto Fino, Tinto del País, Ull de Llebre und Cencibel genannt) und bestechen durch Eleganz, fruchtige Aromen und milde Tannine. Sie werden, wie im Bordeaux, in 225 Liter-Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche ausgebaut.
Die Region am Oberlauf des Flusses Ebro ist in drei Teilgebiete unterteilt. Die niederschlagsarme, eher flache Rioja Alta mit ihren kalkhaltigen Lehmböden brachte jahrelang die charaktervollsten Weine hervor. Rioja Baja ist das am tiefsten gelegene Gebiet mit kontinentalem Klima und unkomplizierten, aromatischen und säurearmen Gewächsen. Und der neue Shooting-Star heisst Rioja Alavesa: Im kleinsten, aber auch feuchten und wildesten der drei Anbaugebiete wachsen die Reben überwiegend in Südhanglage und sind vor zu grossen Winden geschützt. Hier entstehen tiefrote, ausbaufähige Weine mit samtenem Geschmack, Aroma und komplexem Bouquet.
Lange beanspruchte die Garnacha Tinta das meiste Land, wird heute aber oft für die Assemblage mit Tempranillo verwendet. Hier heimisch ist auch die säurehaltige Mazuelo (Spezialisten halten sie für die älteste aller Rioja-Rebsorten), die in Frankreich unter dem Namen Carignan bekannt ist. Weissweine werden heute vor allem aus der aromatischen Viura (guter Säuregehalt) aber auch aus Malvasia (harmonisches Bouquet) und der weissen Garnacha (sanft, rund) gewonnen.