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In Anlehnung an I. Kant's kategorischen Imperativ formulierte H. von Foerster seinen ethischen Imperativ:
„Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten grösser wird!" (Wissen und Gewissen: 234).
eine Inerpretation:
Die systemische Funktion von Text besteht in der Ausdifferenzierung meiner erlebbaren Eigenzustände, also in der Vervielfältigung meiner Umwelt. Texte erlauben mir, auf eine enorme Menge von Zuständen (zurück)zukommen, die mir ohne Texte nicht (wieder) ein- oder zufallen würden. Mittels Text kann ich beispielsweise beim Rechnen Konstruktionen machen, die ich ohne Text bei weitem nicht erreichen würde. Die Herstellung von externen Gedächtnissen unterstützt den oft missverstandenen Imperativ von Heinz von Foerster: „Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten grösser wird!" (zB. 1993c, S. 234). In einer Welt mit vielen Texten habe ich die grosse Wahlmöglichkeit. (aus: Hypertext oder Was heisst Konstruktion im konstruktivistischen Diskurs?
Der ethische Imperativ bezieht sich auf die eigene Für-wahr-nehmung, während der kategorische Imperativ das Handeln steuern soll. Der ethische Imperativ ist nicht immer leicht erfüllbar, aber es ist immer klar, ob man ihn erfüllt. Der kategorische Imperativ ist nicht generell operationalisierbar, er verkommt normalerweise im idiotischen Rollenspiel.