Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03270.jsonl.gz/1732

Auf dem kleinsten der drei Bergsturzhügel, die den Flecken Glarus nach Norden hin abschliessen, steht die schmucke, dem Heiligen Michael geweihte, barocke Kapelle. Er ist der Ritter mit dem Flammenschwert, der den Drachen besiegt und Patron der Sterbenden, welcher für einen guten Tod angerufen wird.
Felix und Regula
Als Gründer der Kapelle gelten die Märtyrer Felix und Regula, die mit der thebäischen Legion ins Wallis gelangten, dort dem Tod entflohen und über die östlichen Pässe bis nach Glarus und Zürich gelangten. Dort wurden sie enthauptet und finden heute als Stadtheilige von Zürich Verehrung. Dieses schriftliche Zeugnis findet sich in der Abhandlung von Aegidius Tschudi «Gallia comata».
Sowohl in Säckingen als auch in Konstanz wurden Schriftstücke durch Brände vernichtet, diese hätten ein eindeutigeres historisches Bild über Entstehung und Bebauung des Burghügels gegeben. Glarus brannte insgesamt viermal im 13./14./15. und 19. Jahrhundert, deshalb sind auch hier nur wenige schriftliche Quellen erhalten geblieben.
Heute
Die Burgkapelle dient heute vor allem als Hochzeits- und Taufkapelle. Drei barocke Altäre schmücken den Innenraum. In der westlichen Mauer ist ein Handstein eingelegt, welchen die Kirchgänger berühren können. Eine kleine Orgel dient der musikalischen Umrahmung der Gottesdienste.
Glarus, 2021
Quelle: Kath. Pfarrei Glarus, G. Studer-Freuler; F. Jakober-Guntern