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Embryo-Forschung - warum viele Schwangerschaften früh enden
Wenn eine Schwangerschaft in den ersten 3 Monaten (bis zur vollendeten 12. Schwangerschaftswoche) unfreiwillig endet, spricht man von einer frühen Fehlgeburt. Fehlgeburten in der Frühschwangerschaft kommen leider sehr häufig vor. Forschungen haben ergeben, dass etwa ein Drittel aller Schwangerschaften zu früh verloren geht. Die Schwangerschaft endet für die werdenden Eltern mit Schmerz und Unsicherheit. Mögliche Ursachen, Risiken, und Ergebnisse der Forschung beschreibt dieser Artikel.
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Der Embryo in der 3. Schwangerschaftswoche
Studien mit Tieren haben gezeigt, dass angeblich die 3. Schwangerschaftswoche ausschlaggebend für eine erfolgreiche Schwangerschaft sein soll. In der 3. Woche könnte auch eine Fehlbildung bereits ihren Anfang nehmen. Ausserdem passieren in dieser 3. Woche wichtige Vorgänge: Die ersten Anlagen für Körperteile und Organe entwickeln sich und die Körperachse entsteht. Es ist auch die Zeit, in der Ansätze des neuronalen Systems gebildet werden. Um diese 3. Schwangerschaftswoche jedoch besser erforschen zu können, müsste die Forschung an älteren Embryonen durchgeführt werden dürfen. Dies ist jedoch ethisch sehr bedenklich, da jede potenzielle Person, also auch der Embryo, das Recht auf Leben besitzt.
Mögliche Ursachen für eine frühe Fehlgeburt
Besonders in der frühen Schwangerschaft können Infektionen eine Fehlgeburt auslösen. In der späten Schwangerschaft jedoch verursachen Infektionen Fehlbildungen beim Baby. Auch Abstossungsreaktionen des mütterlichen Körpers gegen das Baby können eine mögliche Ursache für eine Fehlgeburt sein. Weitere Ursachen können beispielsweise ein Myom, ein gutartiger Knoten in der Gebärmutter, Hormonstörungen, eine Unterfunktion der Schilddrüse oder auch fruchtschädigende Medikamente sein. Frühere Entzündungen oder operative Eingriffe, durch die Verwachsungen entstanden sind, können ebenfalls das Wachstum des Embryos verhindern. Chronische Stoffwechselerkrankungen der Mutter oder Erbkrankheiten eines oder beider Elternteile können auch dazu führen, dass eine Schwangerschaft zu früh zu Ende geht. Die frühzeitige Öffnung des Muttermundes kann zu einer Fehl- oder einer Frühgeburt führen.
Studien belegen, dass etwa 1 von 200 Frauen von mindestens 3 aufeinanderfolgenden Fehlgeburten betroffen ist. Eine Neigung zu Fehlgeburten entsteht durch das Zusammenwirken genetischer, organischer und immunologischer Ursachen bei Mutter und Baby. Ein Zusammenhang zwischen Antikörpern, die den Mutterkuchen angreifen und Fehlgeburten konnte beobachtet werden. Untersuchungen haben ergeben, dass diesen Antikörpern mit Medikamenten leicht entgegengewirkt werden kann.
Behandlungsmöglichkeiten nach einer Fehlgeburt
Hormonelle Ungleichgewichte kann der Arzt mit Hormonpräparaten behandeln. Auch Diabetes oder andere Stoffwechselerkrankungen können vom Arzt adäquat behandelt werden und sind somit kein Hindernis für eine neuerliche Schwangerschaft. Eine Gebärmutterspiegelung oder auch eine nachfolgende Bauchspiegelung kann anatomische Fehlbildungen an der Gebärmutter diagnostizieren.
Fehlgeburten sind einschneidende Erlebnisse, die mit sehr viel Schmerz und Trauer verbunden sind. Die Eltern sollten daher unbedingt psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.
Mögliche Symptome einer Fehlgeburt und Risiken
Im frühen Stadium einer Schwangerschaft kann eine Fehlgeburt auch ohne Symptome und ganz unbemerkt geschehen. In späterer Folge können Unterleibsschmerzen, Kontraktionen der Gebärmutter sowie Schmierblutungen Anzeichen für eine mögliche Fehlgeburt sein. Wenn jedoch Blutklumpen oder Gewebeteile abgehen, und die plötzliche morgendliche Übelkeit abrupt nachlässt, deutet dies bereits auf eine durchgemachte Fehlgeburt hin.
Je älter die Mutter ist, desto höher liegt das Risiko, dass der Embryo nicht lebensfähig zur Welt kommt. Frauen über 35 erleiden doppelt so viele Fehlgeburten wie Frauen unter 30 Jahren. Bei ersten Beschwerden solltest du daher sofort deinen Gynäkologen aufsuchen. Oft können drohende Fehlgeburten mit Bettruhe, der Behandlung von möglichen Risikofaktoren und wehenhemmenden Medikamenten verhindert werden. Ein Ultraschall der Gebärmutter verschafft letztlich Klarheit, wie es dem Baby geht und ob eine Fehlgeburt stattgefunden hat.
Fazit: Die Ursachen für Fehlgeburten sind sehr vielfältig. Fehlgeburten treten häufig unbemerkt im sehr frühen Stadium der Schwangerschaft auf. Sie können allerdings auch in einer späteren Schwangerschaftswoche geschehen. Bei ersten Anzeichen von Beschwerden solltest du daher so schnell wie möglich deinen Gynäkologen aufsuchen. Viele drohende Fehlgeburten können durch professionelle Abklärung und mit der entsprechenden Behandlung verhindert werden.
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