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Angaben zum Projektgebiet:
Der Niger zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. 80 Prozent der Landesfläche wird von der Sahara bedeckt, die restlichen 20 Prozent liegen in der Sahelzone, in der nur unregelmässig Regen fällt. Die Landgemeinde Dogon Kiria im Süden des Nigers gehört zu den am meisten benachteiligten Gebieten. Die Landwirtschaft und die Viehzucht bilden das wirtschaftliche Rückgrat der ländlich geprägten Region. Allerdings behindern die knappe Wasserverfügbarkeit und eine unzureichende Abwasserentsorgung die sozioökonomische Entwicklung der Gemeinde. Da sich die Wasserstellen oft weit entfernt von den Dörfern befinden, müssen Frauen und Kinder bis zu 6 Stunden täglich für das Wasserholen zur Versorgung der Familie aufwenden. Diese Zeit fehlt für Bildung und Arbeit zur Sicherung des Unterhalts. Der Wassermangel führt zunehmend zu Konflikten unter den Bauern sowie Handwerkern und den Privathaushalten. Bei der sanitären Grundversorgung sieht es nicht besser aus. Nach offiziellen Angaben verfügen nur 3,5 Prozent der Familien über sanitäre Einrichtungen.