Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03549.jsonl.gz/1201

20.04.2023
Der ehemalige US-Rennfahrer Jeremy Nobis (52) ist tot. Der Teilnehmer an den Olympischen Spielen 1994 in Lillehammer ist laut Medienberichten am 19. April tot in seiner Zelle im Gefängnis von Cedar City (US-Bundesstaat Utah) aufgefunden worden.
Diverse US-Medien berichten darüber, dass der ehemalige amerikanische Skirennfahrer und Freeskier Jeremy Nobis im Alter von 52 Jahren verstorben sei. Man habe Nobis, der für das US-Skiteam bei den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer den Riesenslalom (9. Platz) und den Slalom (im 2. Lauf ausgeschieden) bestritten hat, tot in seiner Zelle im Gefängnis von Cedar City (Utah) aufgefunden. Man habe Nobis leblos in der Zelle vorgefunden und die eingeleiteten Wiederbelebungsmassnahmen seien ohne Erfolg geblieben, heisst es. Über die Gründe des Todesfalles ist noch nichts bekannt, eine Untersuchung sei eingeleitet worden. Nobis ist nach seiner nur kurze Zeit dauernden Karriere als Alpin-Rennfahrer auf höchstem Niveau immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt geraten und wurde mehrfach verhaftet.
Meistens waren Fahren in angetrunkenem Zustand, Verkehrsunfälle oder Verfolgungsjagden, die er sich mit der Polizei geliefert hatte, Schuld an den Problemen, die er sich in mehreren US-Bundesstaaten eingehandelt hat. Weil er izu einer Gerichtsverhandlung (Online-Anhörung) einen Fall aus dem Jahr 2021 betreffend nicht erschienen/angetreten war, wurde erneut ein Haftbefehl gegen Nobis ausgestellt und am 11. Februar 2023 wurde er ins Gefängnis von Cedar City überstellt. Eine nächste Gerichtsverhandlung hätte laut www.stgeorgeutah.com am 25. April stattfinden sollen.
1988 wurde Nobis, dessen Schwester Shannon ebenfalls bei den Olympischen Spielen von 1994 für die USA am Start gestanden hat (Super-G), in Madonna di Campiglio (ITA) Junioren-Weltmeister im Super-G und ein Jahr später holte er sich bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Alyeska (USA) die Goldmedaille im Riesenslalom. Im Weltcup stand 15mal am Start und erreichte beim Riesenslalom am Chuenisbärgli von Adelboden im Jahr 1991 mit Platz 7 sein Bestresultat. Im Jahr 1995 bestritt er sein letztes Skirennen und war fortan als Big-Mountain-Freerider unterwegs und hat in Skifilmen mitgespielt.