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Im Qualifying fuhr Daniil Kvyat mit seinem Red Bull Racing-Renault auf den zwölften Startplatz. Im Rennen hatte sich der junge Russe nach dem ersten Boxenstopp bereits in die Top Ten nach vorne gekämpft. Dank einer cleveren Reifenstrategie während der sogenannten virtuellen Safety Car-Phase profitierte Kvyat im letzten Rennabschnitt von frischen Pneus. Nach seinem zweiten Stopp zog er innerhalb weniger Runden an Kimi Räikkönen, Felipe Massa und Sergio Perez vorbei. Durch den Ausfall von Sebastian Vettel, der das Rennen aufgrund eines Reifenschadens aufgeben musste, rückte Kvyat eine weitere Position nach vorne und überquerte die Ziellinie als Vierter.
Seinem Red Bull Racing-Teamkollegen Daniel Ricciardo gelang beim Grand Prix von Belgien ein nahezu perfekter Start. Der Australier schoss vom sechsten auf den dritten Platz nach vorne und lieferte sich packende Duelle mit der Konkurrenz. In der 20. Runde musste der 26-Jährige seinen RBR11-Renault jedoch auf der Start-Ziel-Geraden abstellen, nachdem sein Triebwerk plötzlich den Dienst versagte.
Max Verstappen wurde im Qualifying wegen eines Motorwechsels an seinem Toro Rosso um zehn Plätze nach hinten versetzt. Der junge Niederländer verzichtete daher freiwillig auf die zweite Qualifying-Session, um sich einen Reifensatz für das Rennen aufzusparen. Dank eines starken Startmanövers machte er bereits in der Anfangsphase einige Plätze gut. Der 17-Jährige überholte sowohl die beiden Sauber als auch den Finnen Valtteri Bottas im Williams. In der letzten Runde setzte er zudem Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen gehörig unter Druck. Am Ende verpasste Verstappen den siebten Platz mit rund zwei Zehntelsekunden Rückstand auf den Finnen denkbar knapp, sicherte sich und seinem Team mit Rang acht aber dennoch wertvolle WM-Punkte.
Teamkollege Carlos Sainz kämpfte in der Einführungsrunde mit plötzlichem Leistungsverlust an seinem Toro Rosso STR10 und steuerte daraufhin die Box an. Dort machten die Mechaniker eine gelockerte Steckverbindung am Motor als Ursache aus. Nachdem die Crew das Problem behoben hatte, nahm Sainz das Rennen mit knapp zwei Runden Rückstand wieder auf. Im 32. Umlauf beendete der Spanier den Grand Prix vorzeitig – damit profitiert er beim nächsten Rennen von einer relativ «frischen» Antriebseinheit mit geringer Laufleistung.
Remi Taffin, Leiter des Renault Sport F1 Einsatzteams: «Wir sehen dieses Rennen mit gemischten Gefühlen. Alles in allem hat unsere Antriebseinheit hier in Spa gut funktioniert und damit die Erwartungen erfüllt, die wir uns nach der Sommerpause erhofft hatten. Unsere Fahrer profitierten von guter Fahrbarkeit und höheren Topspeeds auf den Geraden. Somit konnten sie einige Duelle für sich entscheiden. Daniil Kvyat und Max Verstappen überholten im Laufe des Rennens mehrere Konkurrenten und sicherten sich wertvolle WM-Punkte. Andererseits haben wir leider auch zwei Ausfälle zu beklagen. Derzeit untersuchen wir noch, warum an Daniel Ricciardos Auto plötzlich der Motor ausging. Beim Auto von Carlos Sainz sieht es so aus, als sei die Ursache ein Bedienungsfehler. Wir werden beide Fälle genau analysieren und gleichzeitig die Arbeit mit unseren Partnerteams konzentriert fortsetzen, um gemeinsam ihre jeweiligen Saisonziele zu erreichen.»
Cyril Abiteboul, Geschäftsführer Renault Sport F1: «An diesem Wochenende hatten wir Licht und Schatten. Dank der Power des Renault ENERGY F1-2015 konnten die Fahrer unserer Partnerteams auf den Geraden sowohl an den Konkurrenten mit Ferrari- als auch mit Mercedes-Triebwerken vorbeiziehen. Und auch in den Kurven waren sowohl die Red Bull Racing-Renault als auch die Toro Rosso stark. Auf keiner anderen Grand Prix-Strecke steht die Motorleistung derart im Fokus wie hier in Spa. Umso erfreulicher, dass wir hier gleich zwei Autos unter den ersten Zehn platzieren konnten. Dennoch kamen zwei unserer Piloten leider nicht ins Ziel – im Fall von Daniel Ricciardo wäre hier sicherlich eine Podiumsplatzierung möglich gewesen. Die Gründe hierfür müssen wir genau eruieren. Zwar besteht in Bezug auf die Zuverlässigkeit noch Optimierungsbedarf, doch hinsichtlich der Motorleistung haben wir nun wieder ein Level erreicht, das es unseren Partnern erlaubt, um Podiumsplätze und WM-Punkte zu kämpfen.»