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Das etwa 5 ha grosse Rösslimatt-Areal liegt in zentraler Lage etwa 400m entfernt vom Bahnhof Luzern. Der Grundeigentümer, die SBB, und die Stadt Luzern suchen im Rahmen eines Studienauftrags Antworten auf die Frage, wie die grosse Gleisfläche städtebaulich bespielt und umgezont werden könnte, um auf dieser Basis einen Gestaltungsplan für das Gesamtareal Rösslimatt zu erstellen. Zudem soll die Realisierung eines Bürogebäudes im nördlichen Teil des Areals geprüft werden.
Dieses Projekt geht von dem Ansatz aus, dass die erfolgreiche Entwicklung des neuen Quartiers in Abhängigkeit von einer guten Erschliessung und der Klärung der städtischen Räume steht. Aus diesem Grund beinhaltet die Ausgangsmassnahme die Erweiterung und Stärkung bestehender Verkehrsachsen. Mit dieser Massnahe wird das Stadtzentrum mit dem Quartier Tribschen verbunden und der Planungsperimeter von dem Gleisfeld für den Personenverkehr getrennt.
Die heute bestehende Rampe am Ende der Robert-Zünd-Strasse wird über das stillgelegte Gleisfeld verlängert und bildet zukünftig als Robert-Zünd-Passerelle das Rückrad des Quartiers, dessen zentrale Bedeutung in der Aufwertung und Verbesserung der Fuss- und Veloanbindung des Rösslimattareals an den Bahnhof Luzern liegt. Die Bebauung entlang der Passerelle bildet den Auftakt für das neue Rösslimattquartier, es stärkt zudem das aktive Gleisfeld räumlich, senkt die Lärmbelastung und klärt die städtebauliche Zugehörigkeit.
Die bestehenden Strassenfluchten werden als Quartierstrassen weitergeführt. Die Strassenbaulinien bilden grosse Baufelder aus, deren Nutzung gebündelt und strategisch sinnvoll bestimmt wird. Die Baufelder werden jeweils in etappierbare Blockränder bzw. in einem weiteren Schritt in kleinere Projektperimeter gegliedert. Innerhalb der Blockrandbebauung entstehen städtische Plätze und private Höfe.
Durch die Positionierung eines öffentlichen Platzes auf der Achse der Robert-Zünd-Strasse wird das Rösslimattquartier schon ab der ersten Bauetappe klar an das Stadtzentrum angebunden. Über einen längeren Zeitraum und in mehreren Etappen wird das Gewerbegebiet zu einer attraktiven öffentlichen Grünanlage entwickelt, die das Rösslimattquartier direkt mit dem Seeufer verbindet.
Die erste Bauetappe beinhaltet den Bau eines Headquarters für einen noch unbekannten Bauherrn. Das vorgeschlagene Projekt ist das Startprojekt für die Randbebauung des Areals. Der rationelle Baukörper ermöglicht durch seine typologische Konzeption eine grosse Flexibilität in seiner Bespielung. Der tiefe Baukörper wird in seiner Mitte über den ellipsenförmigen, repräsentativen Hof belichtet.
Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel
Mitarbeit: Patrick Ayer, Katarzyna Jóźwik
in Zusammenarbeit mit HHF Architekten, Basel
Mitarbeit: Cella Hubel, Pierre Escobar, Aleris Rodgers, Zdenek Liska, Mariana Santana
Landschaftsarchitektur: Topotek 1, Berlin
Mitarbeit: Elena Erickson, Francesca Venier
Bilder: Saida Dalmau