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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sieht in der Corona-Krise eine Gefahr für die Europäische Union, wenn reichere Länder sich nicht solidarisch zeigen. Für Europa sei die Krise ein «Moment der Wahrheit», sagte Macron der «Financial Times». Die reicheren Länder hätten eine besondere Verantwortung. «Wir brauchen Finanztransfers und Solidarität, und sei es nur, damit Europa durchhält.»
Er warnte davor, dass fehlende Solidarität den Populisten in Italien, Spanien und vielleicht Frankreich zum Sieg verhelfen könnten. Es gehe nun darum, «zu entscheiden, ob die Europäische Union ein politisches Projekt oder nur ein Marktprojekt ist. Ich denke, es ist ein politisches Projekt», sagte er.
Macron ist ausserdem der Ansicht, dass die Corona-Krise auch den Kampf gegen den Klimawandel nachhaltig verändern wird. «Wenn wir aus dieser Krise herauskommen, werden die Menschen nicht länger akzeptieren, schmutzige Luft einzuatmen», sagte er. Die Menschen hätten verstanden, «dass niemand zögert, sehr tiefgreifende, brutale Entscheidungen zu treffen, wenn es darum geht, Leben zu retten. Dasselbe gilt für das Klimarisiko». (ram/sda/dpa)