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Die Regierung in Portugal hat die Weichen für ein Verbot von Huawei-Equipment im 5G-Netz gestellt. In einem Dokument schlägt der Cybersicherheitsrat des Landes nach einer Überprüfung Restriktionen für Hersteller vor, die als "hochriskant" klassifiziert werden.
Dort heisst es: Ausrüstung gelte als hochriskant, wenn der Hersteller unter anderem mit Regierungen oder einem Rechtssystem verbunden sei, das über keine Abkommen mit Portugal oder der EU zum Schutz von Daten, Cybersicherheit oder geistigem Eigentum verfüge. Ausserdem würden Anbieter entsprechend eingestuft, wenn sie als verantwortlich für Spionage- oder Sabotageakte gegen Portugal oder seine Verbündeten gelten würden. Gemäss 'Bloomberg'
(Paywall) sind damit Ausrüster aus Nicht-EU-, Nicht-Nato- sowie Nicht-OECD-Ländern betroffen.
Mit diesen Plänen ist Portugal nicht alleine. Regierungen weltweit nutzen den Begriff "Hochrisikoanbieter", um die Verwendung von Hard- und Software gewisser Hersteller zu verbieten. Das Vereinigte Königreich, Dänemark, Schweden, Estland, Lettland und Litauen haben Huawei den Aufbau ihrer 5G-Netze untersagt. Auch Deutschland erklärte
dieses Jahr, die Verwendung chinesischer Komponenten in seinen 5G-Netzen zu überprüfen.
Huawei teilte in einer Erklärung mit, dass man sich bewusst sei, dass die portugiesische Regierung eine Erklärung über das Sicherheitsrisiko von Telekommunikationsgeräten veröffentlicht habe, heisst es bei der 'Financial Times' (Paywall)
. Das Unternehmen sei im Vorfeld nicht dazu konsultiert worden. "In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat Huawei mit portugiesischen Mobilfunkanbietern zusammengearbeitet, um drahtlose Netzwerke aufzubauen und qualitativ hochwertige Dienste anzubieten", so Huawei.