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1964 und 1978 steht die Tiroler Landeshauptstadt anlässlich der Olympischen Spiele im internationalem Rampenlicht. Die Schweizer Delegation geht 1964 leer aus und holt 1978 immerhin fünfmal Edelmetall. Die Schweizer Eishockeyaner belegen 1964 noch Rang acht, ehe sie 14 Jahre später auf dem elften- und zweitletzten Rang abschneiden.
Neun Jahre später steht ausgerechnet ein Schweizer am Ursprung des jüngsten Erfolges Innsbrucks. Rudi Killias führt den damaligen «Gösser EV» Innsbruck zuerst als Trainer-, dann als Manager an die nationale Spitze. In den Glanzzeiten haben die «Grün-weissen» einen Schnitt von 5’800 Zuschauer pro Spiel und die Krönung folgt am 10. März 1989 mit dem siebten Meistertitel, es sollte der letzte in der Geschichte des Gösser Eissportvereins sein.
Als «Gösser EV» gastiert der österreichische Meister zwischen dem 13. und 15. Oktober in Bern und spielt anlässlich des Europa-Cup-Turniers im grün-weissen Puma-Bier-Tenü. Der Grazer Bierkonzern steigt 1987 als Hauptsponsor ein und bleibt den Innsbruckern auch als Gründungsverein der 1991 neu geschaffenen Alpenliga treu.
Die Alpenliga ist zu diesem Zeitpunkt eine Weltpremiere, nie zuvor wurde eine Länderübergreifende Meisterschaft gespielt und die Innsbrucker bestreiten das Eröffnungsspiel gegen den italienischen Meister HC Forum Mailand. Als die Mailänder an der Inn gastieren strömen 8’500 Fans in die Olympiahalle. Zahlen von denen die heutigen Innsbrucker Haie nur noch träumen können.
Nach dem finanziellen Kollaps des EV’s wird 1994 der HC Innsbruck aus dem Wasser der Inn gehoben. Fünf Jahre später steigen die Tiroler Wasserkraftwerke (Ti-W-AG) ein und die Olympiahalle, zur Weltmeisterschaft 2005 renoviert, weicht als Hauptspielstätte der kleinen Tiwag-Arena. Beide Arenen sind ein Bijou und bieten den Haien in der Kombination eine Top-Infrastruktur, von welcher mancher Schweizer Klub träumen würde.
Als ehemaliger «Schweizer» träumt Martin Ulmer von einem ICE-Hockey-League-Titel, wie sich die neu formierte «Alpenliga» sich seit zwei Jahren nennt. Aktuell sind mit drei Klubs aus Italien, einem aus Slowenien und sechs aus Österreich so viele Gründungsklubs wie seit der Premiere nicht mehr dabei, wobei sich die Feldkircher, Grazer und Wiener, wie die Innsbrucker, zwischenzeitlich neu formieren mussten. Dennoch mahnt die 14er Liga in ihrer Zusammensetzung an die guten, alten Tage der 90er Jahre. «Grün-weiss» ist in Innsbruck aber nur noch der prominente Fussball-Nachbar des FC Wacker und ein «Gösser» gibts nur noch in der Innenstadt oder beim tippen dieser Zeilen, irgendwo im Tiroler Inntal.