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Algerien: Gericht ordnet Schliessung zweier Kirchen an
Zwei protestantische Gotteshäuser in Algerien wurden nach einer kurzen Zeit der Öffnung wieder geschlossen.
Die Frage lautet, ob Algerien bereits wieder in eine neue Welle von Kirchenschliessungen zusteuert: Zwei protestantische Gemeinden haben gerade die Anordnung erhalten, zum Jahresanfang zu schliessen. Es handelt sich dabei um je eine Gemeinde in El Ayaïda sowie in Oran.
Sie waren bereits am 9. November 2017 und am 27. Februar 2018 versiegelt worden, bevor sie im Juni 2019 auf Anordnung der Behörden von Oran wieder geöffnet wurden.
Schliessung angeprangert
In ihrer am 19. Januar veröffentlichten Pressemitteilung prangerte die Evangelische Kirche von Algerien (EPA) «die Verfolgung, die Ungerechtigkeit und den Druck an, unter dem sie seit mehr als drei Jahren steht», erklärte aber, dass sie weiterhin zuversichtlich sei, «was den positiven Ausgang dieser Situation betrifft.» Die EPA fordert die algerischen Behörden auf, «dieser Welle der missbräuchlichen Schliessung protestantischer Gotteshäuser ein Ende zu setzen und mit der Wiedereröffnung der bereits versiegelten Orte fortzufahren.»
Die Welle der Kirchenschliessungen in Algerien begann im November 2018. Seitdem sind mehr als ein Dutzend geschlossen worden.