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Ein bekannter Solothurner Baumeister erhielt einen speziellen Auftrag. Er sollte den Westturm der Vorstadtbefestigung bauen. Er sollte die Wachstube sein und dem Hochwasser der Aare widerstehen können. Der Baumeister ärgerte sich darüber, dass die Zimmerarbeiten einem jungen Zimmermeister anvertraut wurden. Denn dieser hatte ein Verhältnis mit seiner Tochter. Diesen wollte er ihr aber nicht ausreden. Ihm kam eine andere Idee, wie er den jungen Mann ärgern konnte. So baute den geplanten Turm so, dass dieser fünf ungleiche Eckwinkel besass. Er versprach dem Handwerker die Hand seiner Tochter, sobald er vollendet sei. Die Aufgabe stellten ihn vor Herausforderungen. Um den Bau nicht zu verzögern, begann er mit dem Bau, obwohl die Planung noch fehlte. Seine Versuche schlugen fehl. Der Handwerker stürzte sich in die Aare und starb. Der boshafte Baumeister wurde zur Strafe ins Turmverliess gesperrt. Jahre später wurde der Turm von einem anderen Zimmermeister vollendet.
PS: Das Verliess, von dem in der Sage die Rede ist, existiert wirklich. Im Gegensatz zum Turm ist es aber viereckig. Im Jahr 2014 wurde es nach langer Zeit zum ersten Mal wieder geöffnet. Im Rahmen der europäischen Denkmaltage konnten sich die Besucher vom SAC Weissenstein in die dunkle Gruft abseilen lassen. Unten angekommen, wurde ihnen Wasser und Brot serviert.