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Gele DarreichungsformenGele bestehen aus gelierten Flüssigkeiten und werden mit geeigneten Quellmitteln wie beispielsweise Celluose-Derivaten, Stärken und Carbomeren hergestellt. Das Arzneibuch unterscheidet zwischen hydrophilen und lipophilen Gelen. Gele wirken kurzfristig kühlend und hydratisierend. Sie haben nur wenig hautpflegende Eigenschaften und trocknen die Haut eher aus. Gele werden unter anderem für die lokale Verabreichung von Wirkstoffen und für die feuchte Wundbehandlung verwendet. Aufgrund des hohen Wasseranteils sind sie empfindlich für eine mikrobielle Kontamination. Einige müssen nach dem Öffnen innert einer gewissen Zeitspanne aufgebaucht werden.ProdukteStruktur und Eigenschaften
Gele bestehen aus gelierten Flüssigkeiten. Sie werden mit geeigneten Quellmitteln (Gelbildnern) hergestellt. Dazu gehören beispielsweise Cellulosen (z.B. Hydroxypropylcellulose), Stärken, Carbomere, Gelatine, Xanthan, Bentonit, Agar, Tragant, Carrageen und Pektin.
Das Arzneibuch unterscheidet zwischen hydrophilen und lipophilen Gelen. Sie können durchsichtig oder undurchsichtig sein.Herstellung von Gelen
Ein häufiges Problem bei der Herstellung von Gelen ist die Bildung von Klumpen. Im Folgenden sind einige Tipps aufgelistet, um dies zu verhindern:
- Gel unter starkem Rühren mit einem mechanischen Rührwerk herstellen.
- Das Pulver langsam in die Flüssigkeit sieben.
- Unterschiedliche Löslichkeit in kaltem und heissem Wasser beachten.
- Pulver mit einem Alkohol oder Keton anreiben. Typische Beispiele sind Ethanol und Propylenglykol.
Gele wirken kurzfristig hydratisierend und durch die Verdunstung von Wasser kühlend. Sie haben wenig hautpflegende Eigenschaften und sind eher austrocknend.Anwendungsgebiete
Für die lokale oder systemische Verabreichung von Wirkstoffen. Gele werden unter anderem für die Behandlung von Insektenstichen, Sonnenbrand, bei Sportverletzungen, rheumatischen Beschwerden, Muskel- und Gelenkschmerzen und bei Wadenkrämpfen eingesetzt.
Sterile Hydrogele werden bei der Wundversorgung zur Feuchthaltung verwendet, z.B. bei trockenen Nekrosen oder bei einfachen Wunden in der Granulations- und Epithelisierungsphase. Dabei wird entweder das Gel alleine oder das Gel abgeschlossen in einer Wundauflage auf die Wunde gelegt.Nachteile
Gele sind weniger hautpflegend als Cremen und Salben. Aufgrund des hohen Wasseranteils sind sie empfindlich für eine mikrobielle Kontamination. Sie können austrocknen und einige müssen nach dem Öffnen innert einer gewissen Zeitspanne aufgebaucht werden. Bei einer fehlerhaften Herstellung können Klumpen entstehen.siehe auchLiteratur
- Arzneimittel-Fachinformation (CH, D)
- Europäisches Arzneibuch PhEur
- Lehrbücher der pharmazeutischen Technologie
Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.