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Das Projekt hat zum Ziel, dass rund 34'000 von der Dürre betroffene Menschen in Laisamis sich mittelfristig von der Dürre erholen und ihre Widerstandsfähigkeit im Hinblick auf zukünftige Dürren gestärkt wird. Hierzu erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner von 18 Dörfern sowie 21 Schulen mit insgesamt 4'500 Schülerinnen und Schülern Zugang zu sicherem Trinkwasser und verbessern dank Schulungen ihre Hygieneverhalten. Zusätzlich lernt die lokale Bevölkerung Umweltrisiken frühzeitig zu erkennen und für Notsituationen zu planen. Das Projekt umfasst konkret die folgenden Aktivitäten:
Aufgrund der Dürre fehlt es den Menschen und Tieren an trinkbarem Wasser. Die meisten Wassersysteme in den Dörfern sind in schlechtem Zustand und speichern das ohnehin knappe Regenwasser kaum. Als Folge davon müssen die Bewohnerinnen und Bewohner bis zu 25 Kilometer gehen, um eine Wasserstelle für sich und ihre Nutztiere zu erreichen. Durchfallerkrankungen nehmen zu. Die existierenden Wassersysteme werden deshalb saniert und wann immer möglich verbessert. Dabei werden unter anderem Regenauffangeinrichtungen, wie zum Beispiel der Bau eines Felsreservoirs, realisiert. Felsreservoirs bieten dank grossen Steinflächen eine ideale Voraussetzung zum Sammeln von Regenwasser. Am niedrigsten Punkt der Felsen wird ein Wehr errichtet, welches das Felsreservoir bildet. Dort wird das Wasser durch einen Sand-Kiesel-Filter vor dem Ablauf gereinigt und zur Aufbewahrung in Wassertanks geleitet. Die Tanks sind an ein Verteilsystem mit Wasserhähnen angeschlossen. Dank geschlossener Wassertanks wird der Verdunstungseffekt reduziert und das Wasser vor Verschmutzung geschützt. Das Wasser kann über längere Zeit gelagert werden und der Bevölkerung über Trockenzeiten hinweghelfen.
Die nachhaltige Funktionsfähigkeit der Wassersysteme wird gewährleistet, indem auf Gemeindeebene Komitees im sachgemässen Gebrauch und Unterhalt der Anlagen geschult werden. In den Schulen werden Schulräte im Unterhalt und der Instandhaltung der Wasseranlagen ausgebildet. Die Bewohnerinnen und Bewohner der begünstigten Dörfer erhalten weiter Schulungen zur Wasseraufbereitung, um die Trinkbarkeit des verfügbaren Wassers zu gewährleisten. Zusätzlich werden sie und die Schülerinnen und Schüler der 12 Dorfschulen für gesundheitsförderliche Hygiene- und Sanitärpraktiken sensibilisiert. In den Schulen werden zudem Latrinen gebaut.
In einem partizipativen Prozess führen die Gemeindemitglieder eine Analyse möglicher Umweltrisiken für ihre Dörfer, die Bewohnerinnen und Bewohner und deren Besitztümer durch. Unter Einbezug der zuständigen Behörden definieren sie anschliessend passende Massnahmen und planen deren Umsetzung. Die Gemeindemitglieder erfahren auf diese Weise auch, welche Unterstützungsangebote seitens der Behörden bestehen und wie sie diese in Anspruch nehmen können.
Das Projekt wird von Caritas Schweiz selbst umgesetzt. Alle Projektaktivitäten werden unter Einbezug lokaler Regierungsbehörden und den begünstigten Gemeinden realisiert, um eine breite Akzeptanz und die Nachhaltigkeit der Arbeit zu garantieren.