Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03399.jsonl.gz/1806

In der Debatte über Sinn und Unsinn der Atomenergie wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Bevölkerung einer natürlichen Strahlenbelastung in Gebäuden (Radon) sowie in den Bergen durch die Gesteinsstrahlung ausgesetzt sei. Die für diese Strahlung verantwortlichen Strahlungsquellen sind in den Gebäudemauern respektive im Gestein gebunden, sie werden nicht verfrachtet und von den Pflanzen nicht aufgenommen, es handelt sich um stationäre, immobile Strahlenquellen.
Bei der Erzeugung von Atomstrom entstehen die radioaktiven Elemente Cäsium 137 (Halbwertszeit 30 Jahre), Strontium 90 (Halbwertszeit: 28,5 Jahre) sowie Jod 131 (Halbwertszeit 8 Tage). Bei diesen Stoffen handelt es sich um mobile Strahlenquellen; sie entweichen mit der Abluft aus dem Kamin oder mit dem Abwasser. In der näheren Umgebung eines Abluftkamins atmet die betroffene Bevölkerung diese Partikel ein. Über den Boden gelangen diese Strahlenquellen in die Wurzeln der Pflanzen und von dort in unsere Nahrungsmittel. Einmal über die Luft oder die Nahrungsmittel aufgenommen, wird die Strahlenquelle Strontium 90 in den blutbildenden Knochen abgelagert. Jod 131 lagert sich in der Schilddrüse ab. Um Letzteres zu verhindern werden unschädliche Jodtabletten verteilt, die verhindern sollen, dass sich das radioaktive Jod in der Schilddrüse festsetzen kann. Hohe Konzentrationen von Cäsium 137 können Muskelgewebe und Nieren des Menschen schädigen. Es verteilt sich gleichmäßig im Körper, so dass seine Strahlung den ganzen Organismus trifft, auch die Keimzellen.