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Maag
Seit über 160 Jahren dem Pflanzenschutz verpflichtet
Maag blickt auf eine lange und abwechslungsreiche Geschichte zurück. Seit der Gründung von Syngenta gehört es zum Unternehmen, wird aber als eigenständiger Geschäftsbereich "Maag Professional Products" sowie "Maag Haus & Garten" geführt.
Die Anfänge Maags gehen ins 19. Jahrhundert zurück, als Textilien der wichtigste Exportartikel der Schweiz und ihre grösste Einnahmequelle waren. Rudolf Maag, damals auch als „Färber Maag“ bekannt, verkaufte seit 1844 den mit Indigo dunkelblau gefärbten Leinenstoff für die weit verbreiteten Trachten. Daneben stellte er auch noch mit Knochenmehl Dünger her, das in der aufstrebenden Landwirtschaft verwendet wurde. Sein Sohn war nicht nur sein Nachfolger, er trug auch den gleichen Namen wie Gründervater Rudolf Maag. Als „Chemiker Maag“, weitete der Junior das Geschäft aus, indem er zusätzliche Farbstoffe in die Produktion aufnahm und bis nach England exportierte.
Im Jahre 1887 erwarb er den heutigen Standort des Unternehmens: den 15 Hektar grossen Gutsbetrieb in Dielsdorf, wo in der Folge mit komplexeren chemischen Düngemitteln experimentiert wurde. Die Experimentierfreudigkeit lohnte sich, denn mit der Herstellung des so genannten „Maag’schen Pulvers“ wurde im Jahre 1895 eine der aggressivsten Pilzkrankheiten der Reben bekämpft: der „Falsche Mehltau“. Dieses erste Pflanzenschutzmittel war später auch als Bordeauxbrühe und Kukaka Maag bekannt.
Im 20. Jahrhundert erlebte das Unternehmen in der dritten Generation einen Quantensprung: Die Pflanzenschutzproduktion wurde auf den Wein-, Obst-, Gemüse-, Kartoffel- und Getreideanbau, etwas später auch auf den Forst- sowie den Gartenbau und weitere Feldkulturen ausgeweitet.
Rudolf Maag war sich stets bewusst, dass nur eine verständliche, regelmässige Information seiner Kunden die Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz seiner Produkte schaffen konnte. Daher erschien 1936 die erste „Maag Beratungs-Zeitung“, die in der Folge in den landwirtschaftlichen Kreisen grosse Beachtung fand.
Über ein ausgedehntes Netz an Aussendienstmitarbeitern gelangte die Firma immer wieder direkt an die Bauern und Gärtner, die wichtigsten Anwender von Pflanzenschutzmitteln. Mit Filmen und Dutzenden von grossformatigen Plakaten wurde in den Dörfern von Maag-Mitarbeitern über Schädlingsbefall sowie über mögliche Behandlungen informiert.