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«Supertuscan» oder Supertoskaner – die Bezeichnung einer neuen Klasse von Spitzenweinen, welche das an und für sich schlichte Label «Vino da tavola» tragen und in der der Toskana produziert wurden.
Der Legende nach entstand der Begriff während einer Weindegustation in London. Ein Gast probierte einen Toskana-Tropfen und rief: «This is a super tuscan!» Bordeaux-Weine dienten zu dieser Zeit vielen Toskanern als Vorbild: internationale Traubensorten wie Cabernet Sauvignon, Cabernet franc oder Merlot, in der Barrique gereift. So entstand auch der erste Supertoskaner – der Sassicaia von der Tenuta San Guido. Winzer Marchese Mario Incisa della Rocchetta träumte von einem Wein aus typischen Bordeaux-Trauben und pflanzte in den familieneigenen Rebgärten die Varietäten Cabernet Sauvignon und Cabernet franc. Viele Jahre entstand daraus der Hauswein der Familie Incisa della Rocchetta, den man zügig nach der Pressung trank.
Wie gut die rote Assemblage aber nach ein paar Jahren der Reifung schmeckt, entdeckte die Familie erst, als eines Tages im Keller eine ältere, vergessene Flasche zum Vorschein kam. Das Ergebnis überzeugte und so wurde der Sassicaia der Öffentlichkeit vorgestellt: 1971 mit dem Jahrgang 1968. Kurze Zeit später folgte der Tignanello (Jahrgang 1971), gekeltert auf dem Weingut von Piero Antinori.