Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/142060

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Weltfussballverband Fifa wird im Jahre 2022 in Katar die Fussballweltmeisterschaft austragen. Mehrere Firmen primär aus China, Saudi-Arabien und Europa bauen die entsprechende Infrastruktur mit einem Gesamtauftragsvolumen von mehr als 200 Milliarden Franken. Die dabei eingesetzten Gastarbeiter arbeiten unter menschenunwürdigen Bedingungen.</p><p>Wie kann der Bundesrat auf die Fifa einwirken, damit diese in Katar menschenwürdige Arbeitsbedingungen durchsetzt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat die verschiedenen Berichte über die problematischen Arbeitsbedingungen auf den katarischen Baustellen für die Fussballweltmeisterschaft 2022 zur Kenntnis genommen. Im Rahmen der verfassungsrechtlich garantierten Vereinigungsfreiheit verfügt der Bundesrat im vorliegenden Zusammenhang über keinerlei Rechtsinstrumente, um seitens der Fifa konkrete Sanktionsmassnahmen durchzusetzen. Der Bundesrat stellt fest, dass die Fifa die Problematik erkannt hat. Er unterstützt die Bestrebungen der Fifa, deren Vertragspartner dazu anzuhalten, faire Arbeitsbedingungen für alle mit der Vorbereitung und Durchführung der Fussballweltmeisterschaft engagierten Personen einzufordern und durchzusetzen. Der Bundesrat verfolgt die Situation und wird sich in allfällige Diskussionen zu den Arbeitsbedingungen in Katar - bilateral sowie etwa im Rahmen der Internationalen Arbeitsorganisation - einbringen, soweit sich dies aufgrund der laufenden Untersuchungen als notwendig erweisen sollte. In bilateralen offiziellen Kontakten der Bundesbehörden mit Katar wurde die Thematik ausdrücklich angesprochen.</p>