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Färbebad, welche ebenfalls sehr große Affinität zu den Farbstoffen besitzt, dann wird die S. verhindert, den Farbstoff allzu schnell aufzunehmen, sie muß denselben dem Sericin gleichsam entreißen, und wenn ihr dies schließlich auch gelingt, so verläuft doch der Prozeß so langsam, daß die Färbung sehr viel gleichmäßiger ausfällt. Ist der Farbstoff durch andre färbende Körper verunreinigt worden, so werden diese dem Sericin weniger leicht entzogen, weil die Schnelligkeit, mit der die Absorption durch das Fibroïn vor sich geht, von der Menge jedes vorhandenen Farbstoffes abhängt und die Verunreinigung doch stets zurücktritt.
Das Sericin erhöht also auch die Reinheit der Farbe, freilich alles auf Kosten eines Teiles des Farbstoffs, da dieser dein sericinhaltigen Bad [* 3] niemals vollständig entzogen werden kann. Bei der leichten Zersetzbarkeit des Sericins kann die gebrochene Seife nicht Handelsartikel sein, man benutzt deshalb statt derselben auch eine anhaltend gekochte Gelatinelösung oder eine Abkochung von getrocknetem Kot der Seidenraupe. Ein oft auch benutzter Zusatz von Stärkekleister zum Färbebad hat nur sehr geringe Wirkung, weil Stärkemehl nur geringe Affinität für Farbstoffe besitzt.