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Die schnelle Veränderung unserer Natur- und Kulturlandschaft durch Überbauung, Melioration, Tourismus und der Rückgang der bäuerlichen Bevölkerung, die orts- und namenkundig ist, tragen zum Verschwinden der alten Orts- und Flurnamen bei. Anderseits entsteht durch die Urbanisierung, die veränderte Lebens- und Denkweise eine neue Nomenklatur. Die Bestandesaufnahme und Sicherung des luzernischen Namengutes ist ein dringendes Anliegen.
Das Projekt Luzerner Namenbuch hat zum Ziel, eine Sammlung der aktuellen und historischen Orts- und Flurnamen im Kanton Luzern aufzubauen. Die Arbeit folgt der Methode der modernen wissenschaftlichen Namenforschung.
Die Namen werden im Feld bei orts- und namenkundigen Gewährspersonen in der örtlichen Mundart erfragt und in einer Lautschrift festgehalten. Die erhobenen Namen werden in Karten genau lokalisiert und mit den Koordinaten versehen.
In Archiven werden die historischen Belegformen gesucht. Ziel ist es, die Namen von der Erstnennung weg zu erfassen und zumindest bis in die Zeit, in der ein Name sprachlich gefestigt ist oder aus dem Gebrauch verschwindet, zu dokumentieren.
Die gesammelten aktuellen und historischen Namen werden in einer Datenbank systematisch katalogisiert. Die beiden Dateien, die Namendatei mit den aktuellen Formen und die Belegdatei mit den historischen Formen, sind die Grundlagen für die Erklärung und Deutung der Namen.
Schweizerische Namenforschung
Das Luzerner Namenbuch ist in die schweizerische Namenforschung eingebunden. Das Projekt ist ein Teil der Bestrebungen, das gesamte schweizerische Namengut zu sammeln, zu erforschen und in kantonalen Namenbüchern der Wissenschaft und einer breiten Öffentlichkeit als Quellenwerk zugänglich zu machen. Die kantonalen Namensammlungen sind teilweise bereits in der Datenbank der Schweizer Namenbücher gespeichert und abrufbar.
Datenbank der Schweizer Namenbücher