Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03603.jsonl.gz/3630

Minimalinvasive Behandlung von Uterusmyomen
Was sind Myome?
Myome sind gutartige knotenartige Wucherungen in der Muskelschicht der Gebärmutter bei Frauen im gebärfähigen Alter, welche häufig unbemerkt wachsen. Bei circa 20 Prozent der Betroffenen führen sie jedoch aufgrund ihrer Grösse oder Anzahl zu Beschwerden. Die Folgen können schmerzhafte, verstärkte und verlängerte Regelblutungen, Druck auf Blase oder Darm sowie Unfruchtbarkeit sein.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Solange Myome keine Beschwerden verursachen bedürfen sie keiner Behandlung, eine regelmässige gynäkologische Routineuntersuchung ist ausreichend. Bei symptomatischen Myomen stehen verschiedene Therapien zur Auswahl. Neben monatelangen Hormontherapien und komplizierten operativen Eingriffen gilt die komplette Entfernung der Gebärmutter, die Hysterektomie, als definitivstes Verfahren zur Behandlung von Myomen. Dies ist aber oftmals nicht notwendig. Als organerhaltende minimalinvasive Behandlung gibt es die Myomembolisation, welche eine gleichwertige und sehr sichere Alternative zur Hysterektomie darstellt.
Was ist eine Myomembolisation?
Bei der Myomembolisation handelt es sich um einen komplikationsarmen minimalinvasiven Eingriff der ohne Vollnarkose auskommt und dessen gleichwertige Wirksamkeit zur Operation in mehreren vergleichenden Langzeitstudien hervorragend belegt ist. Der Eingriff dauert etwa eine Stunde und findet unter Lokalanästhesie statt. Hierbei wird über die Leistenarterie ein dünner Katheter unter Röntgen-Kontrolle in die Arterie der Gebärmutter navigiert und die Blutzufuhr den Myomknoten durch Einspritzen von Mikrokügelchen unterbunden. Da die Anzahl der Myome keinen Einfluss auf die technische Durchführung der Myomembolisation hat, eignet sich dieses Verfahren gerade bei Frauen mit mehreren Myomen (Uterus myomatosus) besonders gut. Als Folge der Verödung kommt es in mehr als 90% zu einer Besserung der myombedingten Beschwerden und einer Schrumpfung der Myome.