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«Transcendence» - Johnny Depp als Supercomputer
- Samstag, 26. April 2014, 12:45 Uhr
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Erste Ausstrahlung:
- Samstag, 26. April 2014, 12:45 Uhr, Radio SRF 3
Der SF-Thriller «Transcendence» handelt von einem Supercomputer, einer Künstlichen Intelligenz, die dank Internet, Quantenprozessoren und Nanotechnologie übermächtig wird. Und diese Supermacht hat das Gesicht von Johnny Depp.
Dr. Will Caster (Johnny Depp) wird nach einem Vortrag über Künstliche Intelligenz angeschossen. Der Attentäter, der sich selbst richtet, gehört zu einer technikfeindlichen Extremistengruppe, die Casters Supercomputer verhindern will.
Ironischerweise beschleunigen sie die Entwicklung sogar. Denn Caster liegt im Sterben, weil die Revolverkugel radioaktiv verstrahlt war. Deshalb laden seine Frau Evelyn (Rebecca Hall) und sein Freund Max Waters (Paul Bettany) Casters Gehirn in den Supercomputer hoch.
Maschine mit Bewusstsein
Das ist Sciencefiction, klar, aber diese Fantasie erlaubt es, eine Maschine mit Bewusstsein auszustatten. Als sein ehemaliger Lehrer (Morgan Freeman) das Ergebnis sieht, fragt er die Künstliche Intelligenz, die mit Casters Gesicht und Stimme auf Bildschirmen erscheint, ob sie beweisen könne, sich ihrer selbst bewusst zu sein.
«Eine schwierige Frage», antwortet sie. «Können Sie beweisen, dass Sie sich selbst bewusst sind?» Zum einen weicht die Künstliche Intelligenz hier aus, zum andern beweist sie Humor, etwas was Maschinen bekanntlich nicht haben.
Johnny Depp wirkt blass
Die philosophischen Komponenten des SF-Thrillers sind interessant und bieten Stoff für die Diskussion nach dem Kinobesuch. Etwas schade ist, dass der Film relativ schnell in einen Krieg zwischen Befürwortern und Gegnern ausbricht.
So cool Johnny Depp in den meisten Rollen ist, so wenig nimmt man ihm hier den genialen Wissenschaftler ab. Zudem stimmt die Chemie zwischen ihm und Rebecca Hall nicht. Fehlbesetzung nennt man das. Der wirkliche Coole ist diesmal Paul Bettany. 4 von 6 Filmbären.