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Daner Mamani Flores (4)
Der Junge aus Candial kann endlich wieder wachsen
Im Bezirk Sapahaqui (Departement La Paz) leben mehr als 95 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, und nur 23,5 Prozent der Gemeinden verfügen über ein Trinkwassersystem mit Hausanschluss. Im Dorf Candial reicht das Wasser des Flusses zwar, um die Felder zu bewässern – doch als Trinkwasser ist es zu schmutzig.
Bis vor kurzem blieb auch Daners Familie nichts anderes übrig, als sich täglich zwei Stunden auf den Weg für sauberes Wasser zu machen. Versiegte in der Trockenzeit diese Quelle, löschte die Familie den Durst mit Flusswasser aus dem Bewässerungskanal, aus dem auch die Tiere der Bauern trinken. «Wir liessen das Schmutzwasser mit ein paar Pfirsichblättern eine halbe Stunde im Eimer stehen, damit sich der schlimmste Dreck auf den Boden senkte.»
Nicht ohne Folgen: Der vierjährige Daner ist klein und schmächtig. «Daner hatte so oft Durchfall, dass er während Jahren nicht richtig wachsen konnte», erinnert sich Mutter Graciela Flores nur ungern zurück. «Heute geht es dem Jungen gut. Wir haben dank Caritas genügend sauberes Wasser zum Trinken, zum Kochen und auch für die Wäsche. Daner braucht nicht mehr dreckig zur Schule zu gehen.»
Über Daner Mamani Flores
Alter:
4 Jahre
Herkunft:
Candial, Bezirk Sapahaqui südwestlich von La Paz
Familie:
Daner lebt mit Mutter Graciela und vier Geschwistern auf einem kleinem Grundstück. Der Vater starb vor zwei Jahren an einem tragischen Arbeitsunfall.
Situation:
Um die Familie ernähren zu können, stellt Mutter Graciela «Tulmas» her, den traditionellen Kopfschmuck der Frauen, den sie in der Stadt verkauft. Seit dem Wasseranschluss hat sie mehr Zeit für ihre Kinder und die Arbeit.