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Die Nestlé SA ist der grösste Lebensmittelkonzern der Welt und will seine Marktposition in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, sind millionenschwere Investitionen in Europa, Asien und Südamerika in den nächsten Jahren geplant.
Im europäischen Fokus des Unternehmens liegen Deutschland, Grossbritannien und der skandinavische Raum. 45 Mio. Euro will Nestlé in die deutsche Tiefkühlpizzen-Tochter Wagner investieren. Mit dem Geld soll die Fabrik in Otzenhausen ausgebaut und das Produktionsvolumen ab 2013 auf bis zu 350 Mio. gesteigert werden.
In Bruxton (Grossbritannien) plant das schweizerische Unternehmen Investitionen in Höhe von 35 Mio. Pfund für eine neue Getränkefabrik. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2012 abgeschlossen sein und neben der Abfüllung sind erstmalig auch Lagerkapazitäten verfügbar. Aufgrund von neuen Flaschendesigns wird der Verbrauch von PET um 25% gesenkt und die Abfüllanlagen sollen deutlich weniger Energie verbrauchen, so das Management.
In Skandinavien vergrössert Nestlé seinen Einfluss ebenfalls. Das Unternehmen erwarb von der Pauling Gruppe Aktien sowie das Saucen-Geschäft, welches unter der Marke Oscar läuft, und verstärkte damit seine Präsenz in Nordeuropa. Allerdings machte der Lebensmittelkonzern keine genaueren Angaben zu der Investitionshöhe.
Auf dem asiatischen Kontinent will Nestlé seine führende Marktposition im Kaffee-Geschäft ausbauen. Bereits seit 20 Jahren ist der Konzern im Reich der Mitte vertreten und hält einen 75%-igen Marktanteil im Sektor Instant-Kaffee. In den vergangenen fünf Jahren verzeichnete das Unternehmen ein durchschnittliches Wachstum von 20%. Aufgrund dieser positiven Entwicklung will Nestlé seine Investitionen im Kaffee-Geschäft in den kommenden drei Jahren verdoppeln. Bereits jetzt lässt das Unternehmen ein drittes Werk für 94 Mio. Dollar in der Provinz Shandong bauen, um die steigende Nachfrage zu befriedigen.
Neben Europa und Asien ist auch Südamerika, speziell Brasilien, ins Visier von Nestlé gerückt. Im grössten südamerikanischen Staat will der Konzern 83 Mio. Schweizer Franken in den Bau einer neuen Getränkefabrik investieren. Die Fabrik soll in Três Rios im Bundesstaat Rio de Janeiro entstehen und 1.000 direkte oder indirekte Arbeitsplätze schaffen. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll die Fabrik eine jährliche Kapazität von 124.000 Tonnen aufweisen.
Auch Nestlé hat in den vergangenen Wochen einige Federn lassen müssen. Jedoch ist das Unternehmen sehr gut aufgestellt. Damit dies auch so bleibt, sind vorgenannte Investitionen sicher ein Weg zum Erfolg hinsichtlich der eigenen Präsenz sowie auch der Hinzugewinnung neuer Marktanteile. Von den erheblichen Kursschwankungen sollte man sich zurzeit nicht allzu beeindruckt zeigen, da dies der nach wie vor herrschenden Unsicherheit an den Märkten zuzuschreiben ist. Wir bleiben bei Nestlé investiert.