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So spannend der Zweikampf zwischen Tom Lüthi und Franco Morbidelli war, so unspektakulär ging er zu Ende. Der Italiener konnte sich schon vor dem Start zum GP Malaysia über den WM-Titel freuen. Dies, weil der Schweizer nicht zum zweitletzten Rennen der Saison starten konnte.
Kein Start, kein Titel
Lüthi war am Samstag in Sepang im Qualifying heftig gestürzt und hatte sich dabei das Sprungbein am linken Fuss gebrochen. Zudem prallte der Berner heftig mit dem Kopf auf. Letzte Untersuchungen am Renntag ergaben rasch, dass ein Start nicht möglich war.
Lüthi wies vor dem Grand Prix in Sepang einen Rückstand von 29 Punkten auf Morbidelli auf und war der letzte verbliebene Konkurrent des WM-Leaders und neuen Weltmeisters.
Titel verloren, nicht Platz 2 gewonnen
Lüthis Enttäuschung nach dem Forfait war gross. «Ich wäre bereit gewesen, noch einmal anzugreifen. Deshalb kann ich mich über den Vize-Titel auch nicht freuen. Ich habe heute den Weltmeistertitel verloren», sagte der Schweizer.
Aufgrund der starken Schmerzen im linken Fuss konnte Lüthi in der Nacht von Samstag auf Sonntag nicht richtig schlafen. Er wird nun die Heimreise in die Schweiz antreten. «Ich muss schauen, dass ich den Flug gut überstehe», so Lüthi, dessen Fuss eingegipst ist.
Die Zeit wird knapp
Es ist mehr als fraglich, ob Lüthi beim letzten Rennen der Saison in 2 Wochen in Valencia an den Start gehen kann. Danach stehen in Spanien bereits erste MotoGP-Tests an. Lüthi fährt kommende Saison zusammen mit Morbidelli im belgischen Team Marc VDS in der «Königsklasse».
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.10.17, 06:05 Uhr
Morbidelli Dritter
Der neue Moto2-Weltmeister Franco Morbidelli ging beim GP Malaysia kein Risiko ein und beendete das Rennen als Dritter. Den Sieg holte sich der Portugiese Miguel Oliveira vor dem Südafrikaner Brad Binder. Jesko Raffin, der einzige Schweizer am Start, fuhr als 15. zum 5. Mal in dieser Saison in die Punkte.