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Die Air France steht nach Ansicht der französischen Gewerkschaften als möglicher Käufer der SAir-Problemtöchter AOM, Air Liberté und Air Littoral im Vordergrund. Allerdings dürfte die Air France nur an einer Teilübernahme interessiert sein.
«Das ist die einzige Lösung», sagte Gilles Nicoli, Mitglied des Gewerkschaftsdachverbandes und Sekretär des Unternehmenskomitees von Air Liberté. Die französischen Gewerkschaften träumen seit längerem von dieser Lösung, die den Schaden begrenzen würde.
Bedarf vorhanden
Das Szenario sei plausibel, da die Air France derzeit einen Bedarf an 4'000 Personen habe, sagte seinerseits Pierre Condom, Direktor der französischen Aviatik-Zeitschrift «Interavia».
Allerdings sei auch eine solche Lösung nicht gratis zu haben.
Sie würde erhebliche Sozialkosten verursachen, da Air France wohl nur einen Teil des Personals der drei SAir-Töchter übernehmen wolle. Laut Condom wäre etwa die Eingliederung von 2'000 Spezialisten in den Air-France-Konzern denkbar.
Sozialplan unumgänglich
Mit der Übernahme von weiteren 1'700 Personen könnte Air France wieder in das vor einiger Zeit eingestellte Chartergeschäft einsteigen. Für mindestens 2'000 Personen werde aber ein Sozialplan unumgänglich sein, so Condom.
Die drei französischen SAir-Töchter erzielen mit zusammen rund 7'000 Personen einen Umsatz von insgesamt 2,5 Mrd. Franken. Sie sind jedoch tief in den roten Zahlen. Der neue starke Mann, Marc Rochet, hat den Verlust für 2000 unlängst auf über 600 Mio. Fr. geschätzt.
swissinfo und Agenturen