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Wohl dem, der neben einer oversized XXXL-Portion Musik-Talent und Geschmackssicherheit in allen Stilfragen auch über einen Namen verfügt, mit dem man im Pop-Business etwas anfangen kann. So fand der Vorname der schwedischen Sängerin und Songwriterin Amanda Jenssen, die mit der Single „Happyland“ und dem gleichnamigen Album ihr Debüt in der Schweiz gibt, bereits in frühester Jugend Verwendung bei der Jazz-Cover-Combo, die ihr Vater dereinst ins Leben rief: Amanda And The Papas.
Mittlerweile ist die 21-jährige mit ihren eigenen Veröffentlichungen dermassen erfolgreich, dass die schwedische Presse der grassierenden Euphorie um sie sogar einen eigenen Namen gab: „Morbus Amandaphilus Chronicum“, oder kurz: „Amandaism“. Ihren ersten Plattenvertrag unterschrieb sie vor zwei Jahren. Den Singles „Do You Love Me“ und „Amarula Tree“ (das sie mit Wannadies-Gitarrist Pär Wiksten geschrieben hatte) folgte im Mai 2008 die Veröffentlichung des Debütalbums „Killing My Darlings“, das sich umgehend an die Spitze der schwedischen Charts setzte, Doppelplatin-Status erreichte und das meistverkaufte Album des Jahres war. Im Oktober 2009 erschien mit „Happyland“ der nicht minder erfolgreiche Follow-Up. Für 2010 hat sich die charismatische Chanteuse nun in den Kopf gesetzt, auch den Rest Europas mit ihrer aussergewöhnlichen Musik zu beglücken, in der sich die Energie und die Fröhlichkeit von Cab Colloway, das Drama und die Tiefe von Edith Piaf und Nina Simone, aber auch die Traurigkeit von Nick Drake, die Verrücktheit von Tom Waits und die Harmonie der Walker Brothers findet.
„Happyland“ ist wie ein Buch, in dem jeder Song ein Kapitel ist“, erklärt sie. „Ein Buch, an dem über anderthalb Jahre geschrieben wurde, in Tour-Bussen und in langen Nächten in meiner Einzimmerwohnung im Süden von Stockholm. Es ist stark und wirklich persönlich, rein und gleichzeitig schmutzig und voll überschwänglicher Eleganz. Ich hatte das Glück und das Vergnügen, mit allen zusammenarbeiten zu können, mit denen ich arbeiten wollte, und das immer nach meinen Bedingungen. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich habe so viel Glück.“
Veröffentlichung: 7. Mai 2010