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Die Pflichtlager umfassen einerseits direkt konsumierbare Nahrungsmittel wie Zucker, Reis oder Speiseöle, andererseits Produkte, die vor dem Konsum zu verarbeiten sind, wie etwa Brotgetreide. Schliesslich werden auch Produktionsfaktoren wie Dünger und Futtermittel gehalten. Die Warenmengen sollen dem durchschnittlichen schweizerischen Bedarf von drei bis vier Monaten entsprechen.
Bei der Sicherstellung der Energieversorgung stehen Mineralöl, Erdgas und Elektrizität im Vordergrund. Autobenzine, Diesel- und Heizöle entsprechen dem durchschnittlichen schweizerischen Bedarf von viereinhalb Monaten, Flugpetrol dem Bedarf von drei Monaten. Im Erdgasmarkt verfügen die Importeure über kleinere Erdgasspeicher, um kurzfristige Schwankungen von Angebot und Nachfrage ausgleichen zu können.
An Pflichtlager liegen Human-Antiinfektiva für fünf bis sechs Monate, die gegen alle gängigen Infektionskrankheiten eingesetzt werden. Für den Fall einer Influenza-Pandemie besteht ein Pflichtlager an Virostatika. Starke Schmerzmittel werden für einen 3-Monatsbedarf an Lager gehalten und seit 1. Oktober 2016 werden Pflichtlager mit ausgewählten Impfstoffen aufgebaut. Hämostatika, Insuline und diverse Medizinprodukte werden ergänzend gelagert. Im Veterinärbereich sind Arzneimittel für den durchschnittlichen Verbrauch von zwei Monaten an Pflichtlager.
Ergänzend bestehen Kunststoff-Vorräte für die Herstellung von Arznei- und Lebensmittelverpackungen.