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Maurice Duruflé wurde am 11. Januar 1902 in
Louviers bei Rouen geboren. Schon als Kind erhielt er an einer
Chorschule in Rouen seine erste musikalische Ausbildung. 1920 - erst
achtzehnjährig - begann er sein Studium am Conservatoire de Paris.
Er studierte bei Dukas, Tournemire und Gigot. Es war das Jahr, in dem
Gabriel Fauré die Leitung des Conservatoires wegen seiner
körperlichen Leiden aufgeben musste. Trotzdem wurde Duruflé
von Faure und seinem "neuen Klassizismus" beeinflusst.
Nach dem Studium schlug Maurice Duruflé die Laufbahn eines
Organisten ein. Als Meister der Improvisation gab er unzählige
Orgelkonzerte in Paris sowie auf zahlreichen Welttournéen. Er
war ein Repräsentant der französischen Organistentradition
(wie Messiaen).
Maurice Duruflé hat im Verhältnis zu anderen Komponisten
nur wenige Werke geschaffen, aber seine Kompositionen zeichnen sich
durch höchste Subtilität und Dichte aus. Seine Musik ist
weitgehend von der Gregorianik geprägt, so vor allem seine vier
Motetten nach gregorianischen Themen (op. 10), die er Auguste le
Guennant, dem Direktor des Institut grégorien in Paris gewidmet
hat.
Duruflés Orgelmusik umfasst u.a. ein Prélude, Adagio und
eine Choralvariation über "Veni creator Spiritus" (op. 4),
schliesst auch eine Suite für Orgel (op. 5) sowie ein
Prélude und eine Fuge über den Namen A.L.A.I.N. (op. 7) im
Andenken an den Komponisten und Organisten Jehan Alain ein, der 1940 in
den Kriegsjahren umkam. Ferner schrieb er eine "Messe cum jubilo", ein
"Scherzo" (op. 2), ein "Pater noster" (op. 14) u.a.
Als sein Hauptwerk darf wohl das 1947 geschaffene Requiem bezeichnet
werden, das offensichtlich in seiner Form von Gabriel Fauré
beeinflusst worden ist und ebenfalls auf gregorianischen Themen fusst.
Dieses Requiem brachte Maurice Duruflé die verdiente
Anerkennung.
Duruflé starb 84-jährig in Paris.
Werner
Walz
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