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Was Sie über Gin wissen sollten
Gin Tonic ist für viele das absolute Lieblingsgetränk, denn es ist im Geschmack erfrischend und leicht. Die wenigsten wissen allerdings Genaueres über die Spirituose. Gin besteht aus mindestens zwei Zutaten: Alkohol und Beeren der Wacholderpflanze. Dabei handelt es sich um einen Neutralalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs (beispielsweise Korn oder Vodka), der mit Wacholder und anderen Gewürzen versetzt wird. Die sogenannten Botanicals machen den Geschmack eines Gins einzigartig und erklären, warum Gins so unterschiedlich schmecken. Laut Lebensmittelgesetz muss bei einem Gin geschmacklich die Wachholderbeere im Vordergrund stehen. Getränke, die als Gin verkauft werden, bei denen andere Aromen stärker herausgeschmeckt werden, sind streng gesehen kein Gin. Inzwischen gibt es allerdings viele Getränke, die Gin genannt werden, es faktisch aber eigentlich nicht sind.
Die Mythen des Gins
Um die Entstehung des Gins gibt es viele Mythen und Geschichten. Eine der ältesten Quellen, in denen Gin erwähnt wird, stammen aus der Zeit des 17. Jahrhunderts. Im holländischen Leidern erwähnte der deutsche Arzt Franz de le Boe (Franciscus Sylvius), erstmals den Wacholderschnaps namens „Genever“ (von „Jenever“, holländisch für Wacholder). Dieser erste Genever entstand laut seines Berichtes bei dem Versuch, aus einem Wacholderdestillat ein Mittel für Magen- und Nierenerkrankungen zu entwickeln. Bei dieser Entwicklung gefiel den behandelten Patienten geschmacklich das Wacholder-Gewürzdestillat und Genever wurde ein Tropfen mit heilendem Effekt. Genever wurde immer beliebter und um den Bedarf an Genever weiterhin decken zu können, beauftragte der Arzt eine Brennerei, um ihn bei der Herstellung zu unterstützen. Zu diesem Zeitpunkt begann die kommerzielle Produktion und Genever wurde für die Öffentlichkeit produziert und nicht nur für medizinische Zwecke. Da die Holländer im Handel sehr aktiv waren, wurde das Getränk auch in anderen Ländern konsumiert. Im holländisch-spanischen Krieg von 1568 bis 1648 unterstützen englische Soldaten die Holländer und Genever wurde auf die britische Insel gebracht. Dort erhielt es den Namen Gin, als eine Abkürzung von Genever. Gin wurde schnell auch dort ein beliebtes Getränk und das verstärkte sich als im Jahre 1689, als der niederländische König Wilhelm III. von Oranien-Nassau (William of Orange) die Einfuhr von französischem Brandy verbot und deutsche, französische und spanische Weine und Spirituosen hoch versteuerte. Die inländische Produktion von Getreide- oder Kornbranntwein wurde gefördert und Gin konnte im eigenen Land hergestellt werden. Gin wurde das billigste alkoholische Getränk in England und selbst die ärmsten Bevölkerungsschichten konnten es sich leisten.
Swiss Made Gin
Im 17. und 18. Jahrhundert war Gin schon ein sehr beliebter Alkohol. Seitdem hat sich die Popularität von Gin von Zeit zu Zeit stark verändert. Aktuell geniesst Gin wieder ein sehr hohes Ansehen. Viele denken bei typischem Gin an Bombay Sapphire London Dry Gin oder Tanqueray London Dry Gin, doch Gin kann auch Swiss Made sein. Die Distillerie Studer in der Schweiz wusste schon vor dem Hype, seit 2004, dass Gin ein absoluter Alleskönner ist. Das Familienunternehmen existiert seit 1883 und schreibt Unternehmensgeschichte. Für die Destillerie ist Authentizität das Erfolgsrezept und das wurde als Handwerk über Generationen verinnerlicht. Die Distillerie Studer steht für Zeitgeist und das auch in der Zukunft. In der Distillerie Studer gibt es vier verschiedene Gin Sorten. Dazu gehört zum Beispiel der Swiss Highland Dry Gin, der sich durch kräftige Würze mit Wacholder, Noten von Koriander, Ingwer und Kubebenpfeffer auszeichnet. Die stylischen Flaschen des Gins sind ein echter Hingucker und der Gin wird in Handarbeit produziert und abgefüllt. Jeder Gin - Kenner sollte die Gins dieser Destillerie unbedingt testen.
Erstellt: 17.08.2020 07:00 Uhr