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Indien hat in den vergangenen fünf Jahren laut einer Studie mehr Waffen im Ausland eingekauft als jedes andere Land der Welt. Zwischen 2006 und 2010 gingen neun Prozent der weltweiten Rüstungsexporte nach Indien.
Das ist dem in Stockholm veröffentlichten Bericht des schwedischen Friedensforschungsinstituts SIPRI zu entnehmen. Der überwiegende Teil der von Indien importierten Waffen - 82 Prozent - stamme aus Russland, 71 Prozent der gesamten indischen Rüstungsimporte seien Flugzeuge.
China und Südkorea auf zweitem Platz
Im Vergleich zu den fünf Vorjahren nahmen Indiens Waffenimporte gemäss den Angaben um 21 Prozent zu. Den hohen Anteil der Waffenimporte von Indien erklärt SIPRI mit der Rivalität zu den Nachbarstaaten China und Pakistan sowie mit Sicherheitsmassnahmen im Inneren des Landes.
Den zweiten Platz bei den Waffenimporten teilen sich laut SIPRI China und Südkorea. Beide Länder kommen für jeweils sechs Prozent der weltweiten Waffenkäufe aus dem Ausland auf.
Dahinter folgt Pakistan mit einem Anteil von fünf Prozent. Die Rüstungsimporte dieses Landes nahmen in den vergangenen fünf Jahren im Vergleich zum Zeitraum zwischen 2001 und 2005 um 128 Prozent zu.
Der grösste Waffenlieferant zwischen 2006 und 2010 waren die USA. Sie kamen auf einen Anteil von 30 Prozent an Exporten weltweit. Laut SIPRI leisteten sich die Waffenherstellerfirmen und -länder einen "intensiven Konkurrenzkampf" beim Verkauf von Rüstungsgütern.
"Potenziell lukrative Märkte"
Der Nahe Osten und die Staaten Nordafrikas, in denen es in den vergangenen Wochen Massenproteste gegen die Regierungen gegeben hatte und noch gibt, seien dabei als "potenziell lukrative Märkte" betrachtet worden, schreibt das Friedensforschungsinstitut.
SDA-ATS