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Beginnende Fehlgeburt
Bei einem beginnenden Abort stirbt der Embryo oder Fetus und wird ausgestossen. Dies äussert sich beispielsweise in Blutungen aus der Scheide und krampfartigen Schmerzen im Unterleib bzw. im Rücken, die durch die Gebärmutterkontraktionen hervorgerufen werden. Vielleicht bemerken Sie auch den Abgang von Gewebeteilchen. Ist der Gebärmutterhals bereits erweitert, kann nur noch sehr wenig getan werden, um das Unvermeidliche zu verhindern.
Ein beginnender Abort kann „vollständig“ ablaufen (Abortus completus), wobei das gesamte Gewebe in der Gebärmutter, der Fetus und die Plazenta, ausgestossen wird. Ein weiterer Eingriff ist normalerweise nicht erforderlich. Nur gelegentlich muss eine instrumentelle Nachtastung (Curettage) durchgeführt werden, um Plazentareste zu entfernen.
Von einem „unvollständigen“ Abort (Abortus incompletus) spricht man, wenn ein Teil des Gebärmuttergewebes im Uterus verbleibt. In diesem Fall ist normalerweise eine Einlieferung ins Spital erforderlich, um eine Gebärmutterausschabung (Curettage, Auskratzung) vorzunehmen. Dabei wird die Gebärmutterschleimhaut im Inneren des Uterus vorsichtig unter Vollnarkose herausgelöst. Bei grossem Blutverlust wird in seltenen Fällen auch eine Bluttransfusion nötig.
Stand: 06/12, BH