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Die Botschaft des Osterfestes ist: Jesus lebt.
Fünfzig Tage danach waren die Jünger Jesu in Jerusalem versammelt und empfingen den Heiligen Geist, was heute von Christen am Pfingstfest gefeiert wird. Das Pfingstfest ist nicht der Beginn von etwas vollkommen Neuen, sondern die Fortsetzung des Osterfestes. Pfingsten stellt so etwas wie eine Garantie dar, dass die Auferstehung Jesu von Ostern und die damit verbundenen Verheissungen immer noch gültig sind. Pfingsten wird ausserdem als Geburtstag der christlichen Gemeinde angesehen.
Das biblische Geschehen von Pfingsten
Die Pfingsterzählung der Apostelgeschichte (Kapitel 2, Verse 1-41) gilt als Gründungsbericht der ersten christlichen Gemeinde und somit auch als Ursprung der heutigen Kirche. Der Verfasser der Apostelgeschichte, Lukas, berichtet, dass sich die Apostel und Jünger Jesu am jüdischen Schawuot in Jerusalem versammelt hatten. Plötzlich erhob sich vom Himmel her ein Dröhnen wie von einem Sturm. Die Jünger sahen etwas wie züngelndes Feuer, das sich auf sie niederliess: Der Heilige Geist hatte sie erfüllt. Dieser gab ihnen die Fähigkeit, sich in fremden Sprachen zu verständigen. Juden, die aus aller Welt zum Schawuot angereist waren, kamen herbeigelaufen und waren verwundert, dass sie die Apostel in ihren eigenen Sprachen reden hören konnten. Die einen sahen darin ein Wunder Gottes, andere hingegen hielten die Jünger für betrunken. Petrus hielt bestärkt durch den Geist Gottes vor der Menschenmenge eine Rede. Er verkündete, dass Jesus der von den Juden erwartete Messias sei und forderte anschliessend die Zuhörer auf, ihr Leben zu ändern und sich taufen zu lassen. Etwa dreitausend Menschen folgten dieser Aufforderung und so wurde an diesem Tag die erste christliche Gemeinde begründet.
Die Bedeutung der Pfingstereignisse
In der Apostelgeschichte werden die Ereignisse am Sinai mit dem Geschehen am Pfingsttag in Verbindung gebracht. Der Verfasser Lukas wollte wohl deutlich machen, dass nun eine neue Gesetzgebung für die neue Gemeinde erfolgte, so wie damals die Gesetzgebung am Sinai. Das sogenannte „Pfingstwunder” war die Fähigkeit der Jünger, in allen Sprachen zu sprechen und alle Sprachen verstehen zu können. Aus christlicher Sicht wurde damit einerseits die alttestamentliche babylonische Sprachverwirrung aufgehoben, womit Gott einst die Arroganz der Menschen während des Turmbaus zu Babel bestraft hatte.
Weiterhin steht dieses Wunder dafür, dass die Botschaft von Jesu Christi allen Menschen, unabhängig von der Nationalität, gilt. Der Heilige Geist überwindet die Verständigungsschwierigkeiten zwischen den Menschen, aber auch zwischen Mensch und Gott.
Schlussfolgerungen;
1. Wäre es nicht erfreulich, wenn wir heutigen Menschen auch etwas von diesem damaligen “Pfingstwunder” abbekommen würden, nämlich die Fähigkeit der Jünger, in allen Sprachen zu sprechen und alle Sprachen verstehen zu können.
2. Diese Fähigkeit möge allen Menschen, unabhängig ihrer Nationalität, jetzt offen stehen.