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Die Credit Suisse hält 40 Prozent einer Geschäftsbank in Sambia, deren Präsident Rajan Mahtani an Enteignungen ausländischer Unternehmen beteiligt ist.
Im Dezember 2012 hat Rajan Mahtani die Führung der Zementfabrik Zambezi Portland Cement im Norden des Landes übernommen. Auf die Frage nach seinen Beweggründen antwortete Mahtani im Interview mit der «NZZ am Sonntag»: «Sie ist nationales Eigentum.»
Die Firma war von dem Italiener Antonio Ventriglia gegründet und aufgebaut worden. Ventriglia fühlt sich rechtswidrig enteignet. Zwei seiner in Sambia geborenen Söhne wurden in den vergangenen Wochen ausgeschafft.
Vor dem Schiedsgericht in Genf
Ab Montag treffen sich Ventriglia und Mahtani vor einem Schiedsgericht in Genf. Mahtani erklärt im Interview, die Credit Suisse (CS) sei bei seiner Finance Bank of Zambia mehr als nur passiver Investor. «Wer 40 Prozent hält, wird niemandem erlauben, in seinem Namen zu sprechen», sagt er. «Die CS stellt sicher, im Verwaltungsrat der Finance Bank entsprechend repräsentiert zu sein.»
Die Schweizer Grossbank hatte sich 2008 wegen einer garantierten Rendite von 17 Prozent auf die Beteiligung an Mahtanis Institut eingelassen, wie die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf einen sambischen Untersuchungsbericht weiter schreibt.
Wegen Geldwäscherei-Vorwürfen in U-Haft
Inzwischen habe die CS die Investition abgeschrieben. Im Jahr 2010 war Mahtani kurzzeitig die Banklizenz entzogen worden. Wegen Geldwäscherei-Vorwürfen kam er in Untersuchungshaft, wurde allerdings nicht verurteilt.