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Im polnischen Chorzów hat Maciej Franta einen neuen Komplex von vier Einfamilienhäusern mit je zwei Wohnungen geschaffen, der sich in einer Formensprache sowie seiner Fassadenstruktur einzigartig zeigt.
Eingebettet
Der einzigartige Kontext des polnischen Ortes Chorzów und die potenziellen negativen Folgen der Umsetzung eines neuen Gewebes in diesem Gebiet erschwerten die Entscheidung für ein neues Gebäude. Denn es sollte sich direkt auf diese Richtlinien beziehen, nicht mit ihnen konkurrieren und dabei auf die Umgebung mit ihrer Einzigartigkeit auf eine zeitgemässe Weise „reagieren“.
Geschaffen
Realisiert wurde ein Neubau von vier Einfamilienhäusern mit je zwei Wohnungen von 76-75 m2, der auf den ersten Blick einem zusammenhängenden Mehrfamilienhaus gleicht, aber in vier unabhängig voneinander funktionierende Einheiten aufgeteilt ist. Das Erdgeschoss des Gebäudes ist grösstenteils ein leerer Raum, der als gemeinsamer Teil aller Bewohner und als Zone der Eingänge zu den Gebäuden mit technischen Räumen (Wärmetauscher, Stromanschluss, Wasserzähler) dient. Jede Wohneinheit hat einen unabhängigen Eingang im Parterre in Form einer Treppe, die zu zwei Räumen führt.
Formgebend
Die formale Ausgestaltung des Gebäudes ergab sich direkt aus der unregelmässigen polygonalen Form der Bauparzelle und aus der Idee, den Baumbestand auf dem Grundstück grösstmöglich zu belassen. Diese klaren Formulierungen wurden zur grundlegenden Richtschnur für die Gestaltung des Neubaus: Entsprechend des Wohnprogramms wurden die Räume optimal in die Form eines unregelmässigen Vierecks eingefügt und der Grundriss dementsprechend entwickelt. Danach wurde eine Begrenzungslinie entlang der Grundstücksgrenzen markiert und der Wohnblock mit Balkonen umgeben, um eine Panorama-Öffnung zur Umgebung zu erhalten. Da in der Umgebung zudem spitze Winkel nicht zu finden sind, wurden die Gebäudeecken abgerundet, wobei man sich gleichzeitig auf den Charakter der benachbarten Villen aus der Zwischenkriegszeit, den Baumkronen sowie den umliegenden Grünflächen bezog.
Aussichtsreich
Einen Blick auf diese einladende Umgebung eröffnen zudem die Aussichtsterrassen in Holz des Komplexes. Einen internen Bruch zu der Bauform schaffte der Architekt Maciej Franta mit dem Innenhof, der die Bäder und Eingangsbereiche der Wohnungen beleuchtet und einen abgeschotteten Aussenraum eröffnet. Darüber hinaus wurde der Boden des Wohnteils um eine Ebene angehoben, so dass das Erdgeschoss als Raum für soziale Interaktionen der Bewohner und zusätzliche externe Funktionen unbebaut blieb.
Gegliedert
In einem letzten Schritt wurde der Rhythmus der Fassade gestaltet. Die Aussenhülle gliedert sich vertikal, wodurch ausdrucksstarke regelmässige Quadrate entstanden und das frei geformte Volumen des Gebäudes förmlich rastern. Dabei wurde explizit darauf geachtet, dass die Gliederung der Fassade und ihr Rhythmus gleichmässig ausbilden und keine Anomalien in Form von Anbauten oder zusätzlichen Elementen aufweisen.
Mehr Informationen zu dem Projekt und dem Architekten finden Sie hier.