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Munition zu den Selbstladepistolen 7,65 mm PARA
Neben den schweizerischen Ordonanzpatronen wurden bei den Waffenversuchen auch
die Bergmann- Mannlicherpatronen getestet. Ein Beweis, dass diese Patronen in der Schweiz hergestellt wurden, konnte bis jetzt , trotz der schweizerischen Verpackung, nicht erbracht werden.
Die Munitionsfabrik Thun übernahm 1899, von den Deutschen Waffen- und
Munitionsfabriken Berlin, die Herstellung der 7,65 mm Pistolenpatrone. Sie wurde 1903 unter der Bezeichnung Ordonnanzpatrone 1900 fabriziert.
Modell 1903 – Ordonnanz Pist P 03
Der Zündsatz wurde analog der Gewehrpatrone geändert und laut Bundesratsbeschluss vom 7. August 1903 der Patrone die Bezeichnung Pistolenpatrone 03 gegeben.
Modell 1908 – Ordonnanz bl Pist P 03
Unter dieser Bezeichnung erhielt die Armee eine blinde Pistolenpatrone.
Modell 1916 – Ordonnanz Pist P 03/16
Das Geschoss erhielt eine Rille, in die der Hülsenhals eingewürgt werden konnte. Dadurch wurde es möglich, den Abzugswiderstand zu erhöhen und Geschoss und Hülse besser zu verbinden.
Modell 1941 – Ordonnanz Pist P 03
Die Rille am Geschoss verlegte man nach unten. Der Hülsenhals erhielt eine vierfache Würgung. Die über die Kriegsjahre 1942 bis 1945 hergestellten Hülsen sind meistens aus Avional.
Modell 1954 – Ordonnanz Pist P 03
Zur besseren Unterscheidung der Patronensorten (7,65 und 9 mm) entschloss sich die Munitionsfabrik, die Geschosse mit Tombak zu plattieren und die Zündkapseln blau zu färben. Seit Einführung der neuen Packung im März 1971 werden die Geschosse wieder Kupfer, Nickel plattiert, hergestellt.