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Nicht nur innenpolitische Themen dominieren die Münzbilder der Kaiserzeit, sondern auch die Siege in den Feldzügen gegen die Barbaren. Folgende Münze des Kaisers Trajan spielt auf dessen ersten Feldzug nach Dakien und den darauf folgenden Triumph im Jahre 102 n. Chr. an. Es handelte sich um den bedeutendsten Sieg Trajans. Die ganze Geschichte des Feldzuges findet sich im Fries auf der Trajanssäule in Rom dargestellt. Auf der Münze wird lediglich der siegreiche Kaiser durch den Ehrentitel Germanicus (Sieger über die Germanen) und durch die Darstellung der den Kaiser bekränzenden Victoria gefeiert. Der Palmzweig in der Hand der Victoria gilt als Auszeichnung für einen Sieg. Livius erzählt (10,47,3), dass 292 v.Chr. nach dem Sieg im Samnitenkrieg dieser griechische Brauch eingeführt wurde. Eine römische Didrachme aus der Mitte des 3. Jh. v.Chr. (RRC Nr. 22/1) zeigt bereits eine Victoria, die einen Siegeskranz an einen Palmzweig hängt. Danach findet man das Attribut häufig in Verbindung mit der Siegesgöttin oder ähnlichen Gottheiten wie der Venus victrix oder der Minerva in der ganzen Republik und in der Kaiserzeit wieder.
|RIC III 69 Trajan||Metall: AU, Gewicht: 7,287g, Durchmesser: 19-20 mm, Axis-Abweichung: 210°|
|Avers: IMP(erator) CAES(ar) NERVA TRA / IAN(us) AUG(ustus) GERM(anicus); Kaiserbüste nach rechts mit Lorberkranz, am vorderen Halsansatz aegis Perlkranz.|
|Revers: P(ontifex)•M(aximus)•TR(ibunicia)•P(otestas)•/ CO(n)S(ul) IIII •P(ater)•P(atriae); halbnackter Mann links im Vordergrund stehend, mit der rechten Hand stützt er sich auf einen Speer, mit der linken Hand greift er zu einem parazonium (kleines Schwert), rechts davon nach links gewendet halbnackte Frau (Victoria, die Siegesgöttin), die mit der rechten Hand einen Kranz über den Kopf des Mannes hält, in der linken Hand hält sie ein Palmzweig, Perlkranz.|