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Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) hat am Freitag die Ergebnisse von zwei Erhebungen zur Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen in Sprachen und Mathematik präsentiert. Die Freiburger Schülerinnen und Schüler haben bei diesen Tests mehr als erfreulich abgeschnitten.
Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren präsentierte letzten Freitag die Ergebnisse von zwei Erhebungen, die in den Jahren 2016 und 2017 stattgefunden hatten. Mit diesen beiden Erhebungen sollte überprüft werden, wie viele Schülerinnen und Schüler die Grundkompetenzen in Sprachen und Mathematik erreichen. Getestet wurde dabei Folgendes: Verschiedene Kompetenzbereiche und Handlungsaspekte für die Mathematik, für die Schulsprache (L1) – Lesen und Orthografie – Deutsch als erste Fremdsprache (L2) für die französischsprachigen Schülerinnen und Schüler sowie Französisch (L2) für die deutschsprachigen.
Ausgezeichnete Ergebnisse in der Mathematik mit gewissen sprachregionalen Unterschieden
Auch wenn die Ergebnisse der Freiburger Schülerinnen und Schüler für Mathematik im Allgemeinen über dem Schweizer Durchschnitt (62%) liegen, d.h. 83% für die französischsprachigen ‒ was hervorragend und das beste Ergebnis aller Kantone ist ‒und 63% für die deutschsprachigen, so lassen sich doch einige Unterschiede zwischen den beiden Sprachregionen erkennen, insbesondere was die Ergebnisse aufgeteilt nach Klassentypus betrifft.
So erreichen in den Realklassen am Ende der obligatorischen Schule weniger Schülerinnen und Schüler die Grundkompetenzen in Mathematik, wobei dieser Unterschied in Deutschfreiburg ausgeprägter ist als im französischsprachigen Kantonsteil. Für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarklassen ist der Unterschied geringer und bei den Progymnasialklasse lässt sich kein Unterschied feststellen; hier erreichen 99% der Schülerinnen und Schüler die Zielvorgaben. Auch scheint der Migrationsstatus im deutschsprachigen Kantonsteil einen etwas grösseren Einfluss auf den Erwerb der Grundkompetenzen zu haben, als im französischsprachigen Kantonsteil.
Diese Unterschiede erklären sich zum grossen Teil durch den Harmonisierungsgrad, der im französischsprachigen Kantonsteil dank des Westschweizer Lehrplans PER und der Erstellung gemeinsamer Lehrmittel gut vorangeschritten ist, wogegen er sich bei den Deutschschweizer Kantonen, einschliesslich Freiburg, erst am Beginn befindet. Die so gesammelten Daten sind wertvoll, da sich dank ihnen die Bemühungen auf das, was es noch zu verbessern gilt, konzentrieren.
Die Freiburger Schule, dank ihrer beiden Sprachregionen, ist ständig um eine Verbesserung ihrer Kohärenz und Qualität bemüht. Angesichts der hervorragenden Ergebnisse ihrer Schülerinnen und Schüler, kann sie stolz auf das Erreichte sein und ihre Arbeit fortsetzen, da die Ergebnisse bestätigen, die richtigen Entscheide getroffen zu haben.
Gute sprachliche Ergebnisse
Am Ende der obligatorischen Schule haben über 90% der Schülerinnen und Schüler der 8H die Grundkompetenzen in der Schulsprache (Lesen) erreicht, gegenüber 88% im schweizerischen Mittel. Bei der Orthografie sind es im französischen Kantonsteil 91% (Durchschnitt der Westschweizer Kantone: 89%) und im deutschsprachigen Kantonsteil 84% (Durchschnitt der Deutschschweizer Kantone: 84%). In der ersten Fremdsprache bzw. Partnersprache (L2) erreichen die deutschsprachigen Schülerinnen und Schüler mit 78% für das Leseverstehen (Durchschnitt der Deutschschweizer Kantone: 65%) und 96% für das Hörverstehen (89%) ausgezeichnete Ergebnisse. Bei den französischsprachigen Schülerinnen und Schüler erreichen 79% (Durchschnitt der Westschweizer Kantone: 72%) die Zielvorgaben für das Leseverstehen und 92% (88%) jene für das Hörverstehen. Es gibt keine signifikanten Unterschiede, weder nach Geschlecht, sozialer Herkunft, zuhause gesprochener Sprache noch nach Migrationsstatus.
(eingesandt)