Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03510.jsonl.gz/1879

Focus
Überwindung von Armut und sozialer Ausgrenzung
«Den Blick auf die Armen gerichtet zu halten ist schwierig, aber notwendiger denn je, um unserem persönlichen und sozialen Leben die rechte Richtung zu verleihen.» Das schreibt Papst Franziskus in seiner Botschaft zum diesjährigen Welttag der Armen.
Der Welttag der Armen geht auf die Initiative von Père Joseph Wresinski zurück, dem Gründer der Bewegung ATD Vierte Welt. Am 17. Oktober 1987 folgten 100 000 Menschen seiner Einladung und ehrten auf dem Trocaderoplatz in Paris die Opfer von Hunger, Unwissenheit und Gewalt. Sie bekräftigten ihr Nein zum Elend und riefen die Menschheit auf, sich mit Nachdruck für die Achtung der Menschenrechte einzusetzen. 1992 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 17. Oktober zum Internationalen Tag zur Überwindung der Armut und der sozialen Ausgrenzung.
Papst Franziskus stellt die Überwindung der Armut in den Mittelpunkt seines Engagements für eine gerechtere humanökologische Wirtschaft. In seiner Enzyklika «Laudato si’» erläutert er folgende Wesenszüge: Durchsetzung der Menschenrechte, Überwindung des sozialen Ausschlusses und nachhaltiger Umgang mit der Umwelt.
Auch in der Schweiz sind rund zehn Prozent der Bevölkerung von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. Der Aufruf zur Überwindung der Armut gilt sowohl weltweit als auch für unser Land. Es braucht in der Schweiz einen grossen politisch-menschlichen Effort, um die Situation zu verbessern.