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Die Bronzehand von Prêles stammt aus der mittleren Bronzezeit. Sie wurde vermutlich im 16. oder 15. Jahrhundert v. Chr. angefertigt. Damit ist sie die älteste Nachbildung eines menschlichen Körperteils. Geschmückt wurde sie mit einer Manschette aus Gold.
Erst im Oktober 2017 wurde diese aussergewöhnliche Bronzehand von illegalen Sondengängern nahe der Twannbachschlucht in Prêles auf dem Tessenberg entdeckt. Sie gehörte, nebst einem Bronzedolch und Keramikgefässen, zu den Beigaben im Hügelgrab eines Fürsten oder Priesters. Die Hand diente früher möglicherweise als Symbol der Macht oder sie wurde für Rituale benutzt. Ihre Herkunft und Bedeutung ist noch nicht vollständig geklärt. Auf jeden Fall zeugt sie davon, dass Menschen in dieser Zeit ausgezeichnete Bronze- und Goldschmiede waren und dass man schon damals mit weit entfernten Kulturen in Kontakt und Austausch war.
Zur Zeit ist die Hand von Prêles im Historischen Museum Bern im Rahmen der Ausstellung “Und dann kam Bronze!” zu besichtigen.