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Trotz einem relativ guten Arbeitsgesetz und staatlichen Institutionen zum Schutz von ArbeiterInnen, sind die Arbeitsbedingungen in den chinesischen Fabriken oft miserabel. Solidar Suisse unterstützt in zwei chinesischen Städten die Opfer von berufsbedingten Krankheiten mit Rechtsberatung.
In China arbeiten viele Beschäftigte weiterhin unter miserablen Arbeitsbedingungen. Sie schuften häufig 10 bis 14 Stunden am Tag, riskieren ihre Gesundheit, haben oft keinen Zugang zu Sozialleistungen und müssen für die Durchsetzung ihrer Rechte kämpfen. Unmut und Frustration über diese Verhältnisse entladen sich vielfach in Protesten und Streiks, die aber wegen der sehr effektiven chinesischen Zensur ausserhalb des Landes kaum wahrgenommen werden.
Bereits seit mehreren Jahren unterstützt Solidar Suisse die in Hong Kong basierte Partnerorganisation Labour Action China (LAC), die Opfern von berufsbedingten Erkrankungen in China hilft. LAC verbessert zum Beispiel Silikose- oder Benzol-Opfern den Zugang zum chinesischen Justizsystem und versuchtKompensationszahlungen zu erwirken. Angesichts der Langwierigkeit solcher Krankheiten und der sich rasch ändernden industriellen Landschaft (Firmenschliessungen und Produktionsverlagerungen) ist es allerdings sehr schwierig die Firmen zur Verantwortung zu ziehen und Kompensationszahlungen zu erhalten.
LAC betreibt auch Aufklärungsarbeit: So hat die Organisation den Film „Complicit“ über die Geschichte eines Opfers von berufsbedingter Benzol-Vergiftung mitermöglicht.
Das juristische Vorgehen durch lokale Partner hat dazu beigetragen, dass das oberste Gericht der Provinz Guangdong 2017 eine „Erklärung über schwierige Probleme bei der Beurteilung von Arbeitskonflikten“ publiziert hat, die berufsbedingte Vergiftungsopfer bei den untergeordneten Gerichten besser schützen dürfte. Gleichzeitig ist es mit dem 2017 in China in Kraft getretenen neuen NGO-Gesetz für Organisationen wie LAC schwieriger geworden, in China aktiv zu sein, da lokale Partner keine direkte ausländische Hilfe mehr entgegen nehmen dürfen.
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