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Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), polychlorierte Biphenyle (PCB), polychlorierte Dibenzo-p-dioxine und -furane, dioxin-ähnliche PCB, bromierte Flammschutzmittel, perfluorierte Alkyl-Verbindungen, chlorierte Paraffine und Phthalate wurden in Kompost, Gärgut und Presswasser von 39 Anlagen gefunden. Die Gehalte lagen meist im Bereich von µg/kg TS, jedoch über den Konzentrationen von Böden mit einer üblichen Hintergrundbelastung. Die höchsten Gehalte wiesen PAK (600 bis 12470 µg/kg TS) auf. Etwa 25 % der Proben lagen über dem Richtwert von 4000 µg/kg TS gemäss ChemRRV. Gärgut zeigte für die meisten Stoffe in der Tendenz höhere Gehalte an organischen Schadstoffen im Vergleich zu Kompost. Verbrennungsprozesse waren vermutlich die Hauptquelle von PAK. Der Eintrag von PAK in die landwirtschaftliche Nutzfläche der Schweiz durch die Verwendung von Kompost und Gärgut lag deutlich höher im Vergleich zu Hofdüngern und Klärschlamm und betrug 18 % der Gesamtfracht. Die anderen Stoffgruppen hatten eine geringere Bedeutung. Die Resultate der ökotoxikologischen Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Ausbringung von organischen Schadstoffen mittels Verwendung von Kompost und Gärgut kein unmittelbares Risiko für den Boden darstellt. Für Stoffe wie PAK sind aber aus Gründen der Vorsorge und im Hinblick auf die Qualität dieser Recyclingdünger Massnahmen zur Verminderung der Gehalte zu empfehlen.
Ein Vergleich unterschiedlicher Verfahren für die Stickstoffdüngung von Winterweizen zeigte, dass sich mittels ortsspezifischer, variabler Stickstoffdüngung die Stickstoffüberschüsse deutlich reduzieren lassen.
Umwelt
Fabian Y., Roberti G., Jacot K., Gramlich A., Benz R., Szerencsits E., Churko G., Prasuhn V., Leifeld J., Zorn A., Walter T. (ꝉ), Herzog F.
Viele Drainagen von Ackerflächen sind erneuerungsbedürftig. Nun erhalten Kantone und Betroffene eine Entscheidungshilfe, um solche Flächen umfassend zu beurteilen und nachhaltige Lösungen zu finden.
Die Ammoniakemissionen der Schweizer Landwirtschaft haben in den letzten 20 Jahren wenig abgenommen. Denn die Faktoren, die zu einer Emissionszunahme bzw. -abnahme führen, haben sich zwischen 2000 und 2020 weitestgehend gegenseitig aufgehoben.