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Bern - Der Radiokonsum in der Deutschschweiz ist im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zu den Semesterzahlen 2009 ganz leicht zurückgegangen. Am einem durchschnittlichen Tag hörten 89,2 Prozent (90,3) der Deutschschweizer Radio.
Der Apparat lief im Durchschnitt während rund 130 Minuten pro Tag (133). Dies geht aus den am Dienstagabend veröffentlichten Zahlen der Publica Data AG hervor. In den anderen Sprachregionen war der Radiokonsum etwas geringer.
In der Romandie waren es 86,6 Prozent oder 121 Minuten und in der italienischsprachigen Schweiz 87,5 Prozent oder 120 Minuten. Verglichen zu den Semesterzahlen 2009 wurde auch dort ein minimer Rückgang des Radiokonsums registriert.
Ausländische Sender verlierenDie SRG-Radios konnten ihren Marktanteil von 66,6 im ersten Semester 2009 auf 66,8 Prozent leicht ausbauen, allerdings nicht auf Kosten der Privatradios. Diese legten nämlich ebenfalls leicht zu und zwar von 28,3 auf 28,6 Prozent.
Die ausländischen Sender hingegen wurde nicht mehr so oft eingestellt und mussten einen Marktanteil-Rückgang von5,2 auf 4,6 Prozent hinnehmen. Die SRG-Sender hatten rund 3,1 Millionen Hörerinnen und Hörer, die Privaten 2,3 Millionen und die ausländischen Radiostationen knapp über eine Million.
DRS 3 und DRS 4 legen zuDRS 1 beansprucht mit 35,1 Prozent den grössten Marktanteil für sich, musste aber im Vergleich zu den Zahlen der beiden Semester 2009 leichte Einbussen in Kauf nehmen. Gleiches gilt auch für DRS 2 (3,8). Demgegenüber legten DRS 3 (17,9), DRS 4 (0,7) und die DRS Musigwelle (4,5 Prozent) zu.
Bei den Privatradios behauptete Radio 24 seine Spitzenposition mit einem gesteigerten Marktanteil von nun 3,2 Prozent vor Radio Argovia mit 2,4 Prozent.
Dahinter folgen mit je 2,2 Prozent Energy Zürich mit kleinen Einbussen gegenüber 2009 und Radio Zürichsee mit geringen Gewinnen. Bei den privaten Kabelradios kommt Eviva auf einen Marktanteil auf 0,9 Prozent.
SDA-ATS