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Bahnlärm
Material & Gestaltung abgestimmt
Es gibt zwei Normtypen für Lärmschutzwände entlang der Eisenbahn, der eine aus Beton und der andere aus Holz. Die vorliegenden Projekte für den Kanton Zürich sehen den Einsatz von Betonwänden vor.
Betonwände
Lärmschutzwände aus Beton setzen sich aus Einzelfundamenten mit Stahlprofilen und dazwischen gestellten Wandelementen von 4 Metern Länge zusammen. Die vorfabrizierten Wandtafeln aus Beton weisen eine anthrazitgraue Farbgebung auf und sind in der Regel bahnseitig schallabsorbierend ausgebildet. Auf der Anwohnerseite ist die Oberflächenstruktur glatt und je nach Fabrikat mit einem Besenstrich versehen. Um auf der bahnabgewandten Seite Reflexionen von Strassenlärm zu vermeiden, werden entlang von stark befahrenen Strassen poröse und somit ebenfalls schallabsorbierende Oberflächen eingesetzt.
Gestaltung und Bepflanzung
Bei der Eingliederung der Lärmschutzwände in die örtlichen Verhältnisse gelten folgende Leitlinien:
- situationsangepasste, landschafts- und ortsbildgerechte Gestaltung
- Einheitlichkeit in Art, Struktur und Dimension mit möglichst wenig Versätzen
- begleitende, standortgerechte Bepflanzung mit Kletterpflanzen und Niederhecken
Auf der Anwohnerseite sind Strauchbepflanzungen vorgesehen, vor allem gegen gut sichtbare technische Anlagen, Wandanfänge und -enden, Versätze und topografische Übergänge. Sie dienen bei längeren Wandabschnitten auch als optische Auflockerung der streng linearen horizontalen Lärmschutzelemente.
Abstand zwischen Gleis und Lärmschutzwand
Um die bestmögliche Wirkung zu erbringen, sollten Lärmschutzwände möglichst nahe bei der Lärmquelle angeordnet werden. Damit sich das Unterhaltspersonal ungefährdet zwischen den vorbeifahrenden Zügen und der Lärmschutzwand aufhalten kann, ist hingegen ein möglichst grosser Abstand zum Gleiskörper einzuhalten. Diese Sicherheitsanforderungen und die anlagenbedingten Erschwernisse durch Fahrleitungsmasten, Kabelkanäle und Entwässerungseinrichtungen führten zur Festlegung eines Regelabstandes von 4 Meter zwischen der Wand und der Mitte des äusseren Gleises.