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Die Alpsömmerung in hohen Lagen (von 1800 Metern aufwärts) hat dieses Jahr früher eingesetzt als sonst. Die Tiere werden im letzten Junidrittel, im Schnitt zehn bis vierzehn Tage früher, auf die Hochweiden geführt. Peter Wäfler vom Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verband (SAV) in Hondrich führt dazu zwei Gründe an: Der Schnee ist wegen dem Temperaturanstieg in hohen Lagen einen Monat früher als sonst gewichen. Und das warme Wetter der Monate Mai und Juni hat die Vegetation schnell wachsen lassen. Dass die Bergbewirtschaftung allgemein verfrüht eingesetzt habe, kann Peter Wäfler so nicht bestätigen. Denn in den unteren und mittleren Lagen (bis 1800 m) sei der Schnee wie üblich geschmolzen, und hier habe es schon in den Vorjahren ähnlich gute Vegetationsstände gegeben, vor allem auf mittleren Lagen (zwischen 1400 bis 1800 m). Die Bewirtschaftung in diesen Lagen habe daher auch dazu geführt, dass die Tiere nicht schon früher auf die hohen Lagen geführt worden seien, denn der Vegetationsstand in den hohen Lagen hätte bereits eine um einige Tage vorgezogene Bewirtschaftung ermöglicht.
Jeder vierte Betrieb in Berner Händen
Nach Auskunft des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) wurden im Jahr 1994 (die Zahlen für das Jahr 1995 liegen noch nicht vor) für über 670,000 Tiere Sömmerungsbeiträge für die Bewirtschaftung entrichtet. Den grössten Teil der Tiere machen Kühe, Rinder und Kälber aus (415,000 Stück), gefolgt von Ziegen (238,000) und Schafen (228,000) sowie Pferden (5400). Laut Wäfler vom SAV werden die Tierzahlen für dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr wohl rückläufig sein. Annähernd jedes sechste Tier aus dem Kanton Bern wird in die Berner Oberländer Alpen (zum Teil aber auch in den Jura oder in die Freiburgerberge) geschickt. Der Kanton Bern weist auch die grösste Anzahl vertragsberechtigter Bewirtschafter auf. Von den total 8200 Unternehmen wird ungefähr jeder vierte Betrieb (2160) von Vertragspartnern aus dem Berner Kantonsgebiet geführt, gefolgt von den Kantonen Graubünden (800), Freiburg (740), Waadt (700) und Wallis (550).
Sömmerungsbeiträge im Schnitt bei 5600 Franken
Die ausbezahlten Sömmerungsbeiträge beliefen sich im Jahr 1994 auf 46,5 Mio. Franken. Der Maximalbetrag für Kühe war 230 Fr. und betrug für Rinder (70 Fr.) und Kälber (30. Fr.) etwas weniger als für Pferde, Esel und Maultiere (je nach Alter zwischen 40 bis 90 Fr.); am wenigsten wurde für Schafe entrichtet (7 Fr.). Jeder Beitragsberechtigte erhielt damit ungefähr rund 5600 Fr. LID