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Weniger Gefahren durch Waffen.
Abrüstungsprojekte finden immer in einem äusserst komplexen Umfeld statt und können nur dann gelingen, wenn alle damit verbundenen Probleme gelöst werden. Entscheidende Faktoren sind dabei fehlende Finanzen, Angst um Gesundheit und Umwelt auf Seiten der Bürger sowie strukturelle Umbrüche in Wirtschaft und Gesellschaft.
Hauptziel des Green-Cross-Abrüstungsprogramms ist die Förderung der sicheren und umweltverträglichen Eliminierung von nuklearen und chemischen Waffen, biologischen Pathogenen und die Sanierung von ehemaligen Militäranlagen. Das Programm setzt sich zudem für die vollständige Umsetzung von Rüstungskontroll- und Abrüstungsverträgen ein.
Die Umweltorganisation befasst sich mit den Auswirkungen der militärischen Nutzung von Nuklearmaterialien auf Umwelt und Gesundheit und setzt sich für den weltweiten Ausstieg aus der Kernenergie ein. Mit dem Fokus auf nuklearwaffenfreie Zonen sind unter anderem runde Tische zur Erweiterung des Vertrags über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen geplant.
Seit Inkrafttreten des Chemiewaffenübereinkommens im Jahr 1997 förderte das Programm Abrüstung die Vernichtung von Chemiewaffen durch Vermittlungs- und Informationsarbeit, wissenschaftliche Untersuchungen in Regionen, wo Chemiewaffenarsenale gelagert sind sowie durch soziale Projekte zugunsten betroffener Menschen. Von den total 72’531 Tonnen Chemiewaffen in Arsenalen wurden bis Ende 2013 58’528 Tonnen Chemiewaffen vernichtet. Damit ist der Chemiewaffenabrüstungsprozess auf gutem Wege. Wenn dieser herausforderungsvolle und teure Prozesses abgeschlossen ist, wird die Menschheit zum ersten Mal ein komplettes System von Massenvernichtungswaffen abgerüstet haben.
Mit dem Ziel, im Meer versenkte chemische Waffen zu heben und zu entsorgen, sind Studien über die Gesundheitsauswirkungen von versenkten Chemiewaffen und konventioneller Munition in Vieques (Puerto Rico) und im Baltikum in Arbeit.
Zum Schutz der Bevölkerung vor Biowaffen und Epidemien wird mit einem Pilotprojekt eine Verbesserung gesetzlicher Bestimmungen im Umgang mit infektiösen und radioaktiven Abfällen aus Laboratorien angestrebt. Dazu werden stellenlose Waffenexperten beschäftigt, die dadurch ihre Kenntnisse für friedliche Zwecke einsetzen. Um weitere absehbare Risiken in den Griff zu bekommen, werden angehende Wissenschaftler in Biowaffensicherheit ausgebildet.