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In zwei entscheidenden Etappen wurde der Himmel als Sitz der Götter entzaubert: Über einen grossen Zeitraum hinweg entstanden in Europa, Afrika und Asien die grossen monotheistischen Religionen. Das magische Denken und damit die Göttervielfalt wurde überwunden.
Mit der Aufklärung folgte die zweite Entzauberung der Religion. Rätselhaftes wurde fortan in zunehmendem Masse wissenschaftlich und logisch erklärt.
Wie verändert sich die Gottesvorstellung angesichts eines unermesslichen Universums, in dem die Erde nur ein winziger Planet unter Milliarden anderer ist? Für die Sozial- und Geisteswissenschaften bleibt das Rätsel, auch dann, wenn aus naturwissenschaftlicher Sicht alle Rätsel gelöst sind: Wie kann der Mensch einen leer geräumten Himmel aushalten?
Mit solchen Fragen werden wir uns an diesem Abend auseinandersetzen.