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Der TTCN hat den langwierigen juristischen Kampf um den Schweizer Meister Titel 2013 der NLA Damen aufgegeben. Der sportlich im April 2013 mit zwei im Play-Off-Final klar erspielten Siegen gegen Wädenswil wurde von Swiss Table Tennis nachträglich aberkannt und dem in der Zwischenzeit in die NLB abgestiegenen Wädenswil zugesprochen.
Die TTCN-Clubleitung hatte sich während der Vorverhandlung beim Zivilgericht Bern-Mittelland und nach rechtlicher Beratung entschieden, die seit dem November anhängige Zivilklage zurückzuziehen, weil die Aussichten auf einen „Sieg“ zu gering waren. Der Titel bleibt damit definitiv beim Nutzniesser und seinerzeitigen Finalgegner Wädenswil, der damit den Titel 2013 behalten kann und sich in seinen Analen definitiv als zweifacher Schweizer Meister NLA Damen rühmen darf. Den Neuhausern bleibt einerseits die nicht neue Erkenntnis, dass Rechtssprechung nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat, die betroffenen Verbände nicht für ihre Fehler geradestehen müssen. Andrerseits wurde alles Mögliche getan um den sportlich klar gewonnenen Titel nicht zu verlieren und für die Zukunft soweit als möglich sicherzustellen, dass sich eine solches Ereignis nicht wiederholen kann.
Damit sich diese aus sportlicher Sicht höchst fragwürdige, aus Neuhauser Sicht willkürliche sowie völlig unverhältnismässige Sanktion nie mehr wiederholen kann und inskünftig eine einheitliche Anwendung des Sportreglements in allen Verbänden und Gleichbehandlung von ausländischen Spielern gewährleistet ist, hatten die betroffenen Vereine Rapperswil-Jona und Neuhausen im September 2013 einen Antrag zur Änderung des Sportreglements eingebracht. Dieser wurde im März von der STT-Delegiertenversammlung mit grosser Mehrheit angenommen und ist ab der Saison 2014/15 gültig. Demnach können Ausländerdokumente inskünftig auch nachgereicht werden. Massgeblich ist das Vorliegen der gültigen Aufenthaltsbewilligung im Zeitpunkt des Spieles und nicht der Zeitpunkt der Einreichung eines Dokumentes.
Ursache des Problems war, dass der als Stammverein für die Lizenzierung zuständige TTC Rapperswil-Jona die erneuerte Aufenthaltsbewilligung von Nicola Gallerachova der Geschäftsstelle von Swiss Table Tennis nicht rechtzeitig eingereicht hatte. Nicola Gallerachova war für Rapperswil-Jona (OTTV) als Stammverein und Neuhausen (Nationalliga/STT) als Damenverein gemeldet. Aus unerfindlichen Gründen fehlte ihr Name auf der von der Geschäftsstelle versandten Liste mit ablaufenden Ausländerbewilligungen. Rapperswil-Jona konnte den Fehler u. a. nicht bemerken, weil die im gleichen Zeitraum durchgeführten Aufstiegsspiele für Rapperswil-Jona von der Geschäftsstelle verarbeitet und vom OTTV gewertet wurden. Dass die Geschäftsstelle von Swiss Table Tennis vom OTTV für den Spielbetrieb mandatiert ist und für das Sportreglement für alle Regionalverbände und die Nationalliga gleichermassen gilt resp. gelten sollte, sei abschliessend ebenfalls nochmals erwähnt. Zurzeit ist noch eine Beschwerde des OTTV bei der Geschäftsprüfungskommission STT hängig, die u. a. auch diesen Vorfall beinhaltet jedoch nichts mehr am verbandsintern und zivilrechtlich erledigten Fall und Ergebnis ändern wird. „Die grossen (Verbände) lässt man laufen und die kleinen (Vereine) hängt man auf. Wir wurden mit der Höchststrafe sanktioniert ohne selbst eine Pflichtverletzung begangen zu haben“ so das abschliessende Fazit von TTCN-Präsident Urs Schärrer. „Immerhin hat dieser Vorfall vielen TT-Funktionären die Augen geöffnet und es bleibt zu hoffen, dass in den nächsten Jahren ausschliesslich die sportlichen Leistungen und Resultate über die Vergabe der Schweizer Meister Titel bestimmen werden.“
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