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In der europäischen Geschichte wird die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) als Mittelalter bezeichnet. Im Übergang von der Spätantike ins Frühmittelalter zerbrach die politische und kulturelle Einheit des durch die griechisch-römische Antike geprägten Mittelmeerraums. Während das Byzantinische Reich im Osten intakt blieb, ging das Westreich 476 unter. Es entstanden neue Staaten, bewohnt von romanischen, germanischen, slawischen und keltischen Völkern.
Während der antike Kernraum bereits christlich geprägt war, wurden im Mittelalter die übrigen paganen (heidnischen) Gebiete Europas christianisiert. Im Frühmittelalter bildete sich im Wesentlichen die politische Grundordnung späterer Zeiten heraus.
Im Zentrum des damaligen Europas hatten die fränkischen Könige das Alemannische Herzogtum um 746/48 bereits zerschlagen. Von nun an setzten sie in ihren Gebieten Grafschaften ein und entlohnten die Grafen für die Dauer ihres Amtes durch ein Lehen. Amt und Lehen wurden mit der Zeit erblich.
Durch die Heirat im Jahre 1065 mit Adelheid von Winterthur kam der erste Graf von Dillingen, Hartmann I. in den Besitz der Grafschaft Kiburg oder Kyburg. Hartmann und Adelheid hatten sechs Kinder, drei Söhne (Hartmann II., Adalbert I. und Ulrich) und drei Töchter (Mathilde, Adelheid und Hedwig).
Die Grafen von Kyburg waren also ein Adelsgeschlecht einer älteren Seitenlinie der Grafen von Dillingen, dessen Herrschaftsschwerpunkte von Bayern über die halbe heutige Ostschweiz reichten. Nach dem Aussterben der Kyburger im Mannesstamm 1263 entstand durch weibliche Erbfolge der habsburgische Familienzweig Kyburg-Burgdorf oder Neu-Kyburg und damit einer Gebietserweiterung Richtung Westen.
Die Stadt Thun (1218 an Kyburg) und Winterthur können deshalb 2014 gemeinsam die 750 Jahre alte Unabhängigkeit von den Neu-Kyburgern feiern. Dabei werden auch einige Projekte in Zusammenarbeit mit der Stadt Thun realisiert. Das definitive Programm des Winterthurer Jubiläumsjahres soll im Herbst 2013 publiziert werden.