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- Erinnerungen
Diesen Brief (Mail) verschickte ich 2011, bevor 2012 die Affäre Mörgeli begann:
Gesendet: Sonntag, 19. Juni 2011 20:31
An: <email-pii>; <email-pii>; <email-pii>; <email-pii>;
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<email-pii>
Cc: <email-pii>
Betreff: Einleiten rechtsstaatlicher Massnahmen zum Verhalten von Nationalrat Mörgeli an der
Fernsehsendung "Arena" vom 17.06.11
Sehr geehrte und von mir geschätzte Frau Vorsteherin des Justizdepartementes
Sehr geehrter Herr Präsident des Nationalrates
Sehr geehrter Herr Präsident des Ständerates
Sehr geehrte Damen und Herren Fraktions- und Parteipräsidentinnen und -präsidenten
Sehr geehrter Herr Bundesanwalt
Sehr geehrte Frau Präsidentin des Universitätsrates der Universität Zürich
Die Fakten zum Verhalten von NR Mögeli anlässlich der gestrigen Fernsehsendung "Arena" sind bekannt, und ich gehe davon aus, dass bei Bedarf eine Aufzeichnung zur Verfügung steht.
Ich bin Schweizer Bürger, nicht bevormundet, wahl- und stimmberechtigt und somit Angehöriger des Souveräns, also der Wahl- und Aufsichtsinstanz des Parlamentes.
Zudem bin ich öffentlich-rechtlich Angestellter. Meine berufliche Funktion ermöglicht mir keine nebenamtliche Tätigkeit. Ich habe keine Spesen, keine Schulden und somit keine Möglichkeit, meine Steuern zu optimieren. Ich bin somit ein erheblicher Steuerzahler.
Ich habe weder die Befugnis noch das Wissen noch die materiellen und zeitlichen Ressourcen, um mich gegen das meiner Ansicht nach skandalöse, anmassende und die Parlamentarierfunktion beleidigende, entwürdigende und rechtsstaatswidrige Verhalten von Herrn Mörgeli, das mich erzürnt hat, zu wehren.
Ich verwahre mich in aller Form gegen alle Aussagen, die Herr Mörgeli in meinem Namen (Bürger, Wähler, Steuerzahler) gemacht hat. Für mich sind Anstand, Würde von Personen und Institutionen, Rechtsstaatlichkeit hohe Güter. Dass in meinem Namen dagegen verstossen wird, finde ich eine Ungeheuerlichkeit.
Hauptberuflich arbeitet Herr Mörgeli an einer aus Steuergeldern finanzierten Institution.
Als Angehöriger des Souveräns und als Steuerzehler erwarte ich
- dass durch die zuständigen und rechtsstaatlich befugten Institutionen und Gremien die politische Immunität von Herrn Mörgeli aufgehoben wird
- abgeklärt wird, welcher Vergehen sich Herr Mörgeli schuldig gemacht haben könnte. Ich denke dabei an Tatbestände wie
- Nötigung von Mandatsträgern
- Befugnisanmassung
- Amtsmissbrauch
- Beleidigung und Verunglimpfung von Beamteten und Institutionen
- Verleumdung, üble Nachrede
- Rufschädigung, Kreditschädigung
- Verstoss gegen das Amtsgeheimnis
- Verstösse gegen sie Sorgfaltspflicht des Arbeitgebers
- Vorsätzliche Falschinformation der Öffentlichkeit in Ausübung des Amtes
- durch die zuständigen Instanzen die Schuldfrage be- und gegebenenfalls verurteilt wird,
- durch die Anstellungsbehörden der Universität Zürich abgeklärt wird,
- wie weit Herr Mörgeli wissenschaftlich noch tragbar ist. Seine Äusserungen in der Arena lassen doch den Verdacht aufkommen, dass er entweder nicht in der Lage ist, Fakten richtig wahrzunehmen, zuzuordnen und weiter zu geben, oder dass er dies wissentlich tut.
- wie weit Herr Mörgeli zeitliche und andere Ressourcen, die der Universität Zürich zustehen, für politische Zwecke missbraucht
- Herr Mörgeli durch befugte Personen und Gremien angehalten wird, den Anstand und den Respekt, die seiner Funktion abverlangt werden zu wahren, und ihn nötigenfalls diesbezüglich zu instruieren.
Ich bin mir bewusst, dass ich mit diesem Schreiben keine Verhaltensänderung von Herrn Mörgeli erreichen kann. Ich bedaure, dass Herr Mörgeli eine genügend grosse Wählerschaft findet, die ihm seine Unterstützung gibt. Die Art und Weise, wie sich Herr Mörgeli gestern in der Öffentlichkeit aufgeführt hat, und dass er sich immer wieder anmasst, sich in meinem Namen (Bürger, Wähler, Steuerzahler) unwahr zu äussern, macht mich wütend.
Eigentlich wollte ich mich in meinem Schreibstil dem Stil von Herrn Mörgeli anpassen. Dies ist mir zum Glück nicht vollständig gelungen, da mir meine gute Erziehung in den Weg gekommen ist.
Ich versichere Ihnen, Ihrem Amt und Ihrer Arbeit meinen grossen Respekt und Dank, auch wenn ich mit Ihren Entscheiden nicht immer einverstanden bin.
Mit freundlichen Grüssen