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Am Freitag, am letzten Wettkampftag der Junioren-WM im Unterengadin, gewann Paul Gross mit ihrem Team das Staffel-Rennen. Einen Tag zuvor hatte sie im Mitteldistanzrennen bei Lavin einen Diplomplatz nur ganz knapp verpasst.
Die Richterswilerin lief für das Team Schweiz 1 die Startstrecke. Sie kehrte zwar nicht als erste Läuferin in die Zielarena zurück, vermochte aber mit einem kontrollierten Lauf den Rückstand auf die Spitze im Rahmen zu halten. Teamkollegin Sofie Bachmann gelang es in der Folge zu den führenden Läuferinnen aufzuschliessen und bald darauf sich von ihnen abzusetzen. Mit einem Vorsprung von 1:15 Minuten schickte sie die Schlussläuferin Simona Aebersold auf den Parcours. Die frisch gebackene Doppelweltmeisterin beschränkte sich nicht nur darauf den Vorsprung zu verwalten, sondern baute diesen kontinuierlich aus. Derweil verfolgten ihre beiden Mitstreiterinnen im Zielgelände das Rennen. Auf die Frage des Speakers, wie sie sich im Moment fühlen, meinte Gross lachend: „Ich sterbe vor Nervosität!“ Als Aebersold wieder in die Zielarena zurückkehrte, wurde sie von ihren beiden Teamkolleginnen und vom begeisterten Publikum lautstark empfangen. Die letzten hundert Meter legte das Trio gemeinsam zurück, und mit einem Tänzchen auf der Ziellinie feierten die drei Schweizerinnen schliesslich ihren überlegenen Sieg.
Top-Ten-Resultat über die Mitteldistanz
Der 20-jährigen Richterswilerin gelang am Donnerstag in ihrem letzten Einzelrennen an einer Junioren-WM ein Wettkampf nach Wunsch. „Nahezu perfekt“, lautete der Kommentar von Gross. Sie sei eher langsam gelaufen, dafür technisch ohne grössere Probleme geblieben. Obwohl sie unmittelbar nach ihrem Zieleinlauf mindestens mit einem Diplom gerechnet hatte und während rund zwei Stunden die Zwischenrangliste sogar anführte, zeigte sie sich mit ihrer persönlichen Leistung und dem siebten Rang auch später noch zufrieden. Wenig fehlte und Gross hätte wie über die Langdistanz (Platz 5) auch über die Mitteldistanz einen Diplomrang erreicht. Nur zwei Sekunden trennte sie vom sechsten Platz. Weil ihre Teamkollegin Hannah Müller vor ihr klassiert war, hielt sich die Enttäuschung über den knapp verpassten Diplomrang aber in Grenzen.
Erfolgreichste Junioren-WM aller Zeiten
Mit dem Staffelwettkampf in Tarasp oberhalb Scuol sind die Junioren-Weltmeisterschaften im Orientierungslauf abgeschlossen. Für das Swiss Orienteering Team gehen die Titelkämpfe vor Heimpublikum als die erfolgreichsten aller Zeiten in die Geschichte ein. Mit sieben von acht möglichen Goldmedaillen, fünf weiteren Einzel-Medaillen sowie fünf zusätzliche Einzel-Diplomen führt die Schweiz den Medaillenspiegel unangefochten an.