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Was ist eine progressive familiäre intrahepatische Cholestase?
Hierunter sind seltene Erbkrankheiten der Leber zu verstehen, die als PFIC bezeichnet werden (nach der englischen Bezeichnung der Krankheit, Progressive Intrahepatic Familial Cholestasis). Sie sind durch eine Ansammlung von Gallenflüssigkeit in der Leber (Cholestase) gekennzeichnet.
Durch eine Störung des Transports der Gallenflüssigkeit aus den Hepatozyten (Leberzellen) in die Gallengänge sammelt sich die Gallenflüssigkeit in den Hepatozyten, die dadurch der toxischen Wirkung der Gallensäuren ausgesetzt sind.
Abhängig von den Molekülen, die von dieser Erbkrankheit betroffen sind, unterscheidet man vier Arten der PFIC:
FIC1 (PFIC-1), BSEP (PFIC-2), MDR-3 (PFIC-3) und TJP2 (PFIC-4).
Sie betreffen ein Neugeborenes auf 50.000 bis 100.000 Geburten.
Wie werden diese übertragen?
Die PFIC sind autosomal-rezessiv übertragene Krankheiten. Damit die Krankheit ausbricht, muss das Kind zwei defekte (rezessive) Gene geerbt haben, eines von jedem Elternteil.
Wenn die Eltern nicht krank sind, sagt man, sie sind ‚Träger‘ des rezessiven Gens. Immer mehr Studien deuten darauf hin, dass die Träger diese Krankheit bekommen können, jedoch zu einem späteren Zeitpunkt.
Was sind die Symptome?
Die Symptome treten am häufigsten im ersten Lebensjahr auf und die Krankheit führt zu einer Zirrhose.
Das häufigste Symptom ist ein Pruritis (Juckreiz), der sehr ausgeprägt ist und sich auf die Lebensqualität auswirkt.
Bei Babys beobachtet man eine Verschlechterung des Allgemeinzustands aufgrund des durch den ständigen Juckreiz hervorgerufenen Unbehagens. Im Gegensatz zu anderen Ursachen für eine Cholestase ist die Gelbsucht wenig sichtbar.
Es sind auch Wachstumsstörungen und Vitaminmangel zu beobachten.
Die Krankheitssymptome variieren jedoch abhängig vom Typ der PFIC
Wie wird die Diagnose gestellt?
Durch Durchführung von Bluttests, einschliesslich Gentests, und einer Leberbiopsie.
Wie wird die Krankheit behandelt?
Es gibt kein Medikament, das eine vollständige Heilung bringt. Das Ziel ist, den Gallenfluss zu erleichtern und so den Juckreiz zu verringern.
Zunächst werden Medikamente wie Ursodeoxycholsäure oder Rifampicin verschrieben. In einzelnen Fällen von PFIC-2, gibt es experimentelle Behandlungen.
Bei Fortbestand der Symptome kann eine Operation vorgeschlagen werden, um einen Teil des Gallenflusses umzuleiten in
Wenn sich trotz dieser Massnahmen die Situation verschlechtert (ständiger Juckreiz oder Zirrhose), wird eine Lebertransplantation durchgeführt.
Wie ist die Prognose?
Die Prognose ohne Lebertransplantation ist die Entwicklung in Richtung einer Zirrhose und das Risiko von Leberkrebs. Die Prognose mit Lebertransplantation ist ausgezeichnet.
Allerdings wurden Fälle einer Erkrankung beschrieben, die einem Wiederauftreten von PFIC-2 an der transplantierten Leber ähnelte.