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Aufgrund der bilateralen Veträge ist der Schweizer Zuckerpreis eng mit jenem der EU verknüpft. Weil die EU ihre Zuckerquoten 2017 aufgehoben hat, ist die Produktion ausgedehnt worden - mit der entsprechenden Folge von tieferen Preisen. Dieses tiefe Preisniveau schlägt auf die Schweiz durch. Damit sinken auch die Preise für die Zuckerrüben, was wiederum zu tieferer Anbaubereitschaft und schwächerer Auslastung der Fabriken führt.
Anfang 2019 setzte der Bundesrat als temporäre Stützungsmassnahmen einen Mindestzoll von 70 Franken pro Tonne Zucker sowie eine Erhöhung des Einzelkulturbeitrages von 300 Franken pro Hektare Zuckerrüben in Kraft. Diese Massnahmen sind bis 2021 befristet. Die Zuckerwirtschaft erklärte sich bereit, dafür vorgesehene Reserven zur Preisunterstützung einzusetzen und mittels externer Studie den Rübenanbau und die Zuckerwirtschaft auf Optimierungspotenziale zu durchleuchten. Die Resultate der betriebswirtschaftlichen Studie liegen nun vor, wie es in einer Medienmitteilung des Schweizerischen Verbandes der Zuckerrübenpflanzer (SVZ) heisst.
Sie zeigen, dass die Zuckerwirtschaft im aktuellen Preis- und Kostenumfeld defizitär ist, obwohl die Zuckerproduktion bei vergleichbarer Auslastung mit der Kostenstruktur ausländischer Konkurrenz gut mithält. Laut Studie lassen sich die Probleme mit reinen Optimierungsmassnahmen nicht lösen. Kleinere Flächenstrukturen und hohe Maschinen- und Gebäudekosten führen zu höheren Kosten als in der EU. Eine Schliessung eine der beiden Fabriken hätte gemäss Studie keinen positiven Effekt auf die Wirtschaftlichkeit.
Die Studie kommt weiter zum Schluss, dass ein weiter sinkender Rübenpreis einen starken Flächenrückgang zur Folge hätte. Es brauche neben der Realisierung der Kostensenkungspotenziale einen angemessenen Zuckerpreis.