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Das Bundesstrafgericht hat den Prozess-Beginn gegen den Ex-Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke, den Präsidenten des Clubs Paris Saint-Germain, Nasser Al-Khelaifi, und gegen einen weiteren Angeklagten auf den 14. September angesetzt. Es ist der zweite Prozess des Fifa-Komplexes.
Urkundenfälschung und passive Bestechung
Den Angeklagten wird mehrfache qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung und Anstiftung dazu, Urkundenfälschung und passive Bestechung vorgeworfen. Das Strafverfahren war im März 2017 eröffnet worden. Al-Khelaifi, der auch Verwaltungspräsident der katarischen Fernsehgruppe belN Media ist, wird vorgeworfen, dem Franzosen Valcke unrechtmässige Vorteile gewährt zu haben, um im Gegenzug die Fernsehrechte für die Fussball-Weltmeisterschaften 2026 und 2020 zu erhalten.
So soll Valcke, die rechte Hand des ehemaligen Fifa-Präsidenten Sepp Blatter, ein Luxusbesitz in Sardinen gratis zur Nutzung zur Verfügung gestellt worden sein. Al-Khelaifi und dem dritten Beschuldigten wirft die Anklage Anstiftung zu der von Valcke begangenen, qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung vor. Der dritte Beschuldigte ist gemäss früheren Aussagen der Bundesanwaltschaft ein Geschäftsmann im Bereich der Sportrechte.
1,25 Millionen Euro Schmiergeld
Vom dritten Beschuldigten soll Valcke drei Zahlungen im Gesamtwert von 1,25 Millionen Euro erhalten haben. Im Gegenzug sollte er dafür sorgen, dass das Unternehmen MP & Silva LTD die Medienrechte in Italien für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 und weitere Veranstaltungen erhält.
Das Unternehmen TAF Sports Marketing SA sollte die Medienrechte in Griechenland für die Weltmeisterschaften 2026 und 2030 und ebenfalls für weitere Turniere bekommen.