Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03229.jsonl.gz/1699

Landinfos Chile
Die Anden, mit einer Ausdehnung von 8000 km, das längste zusammenhängende Gebirge der Welt, bilden das Rückgrat von Chile und vermittelt dem Land den Charakter der Superlative und unfassbaren Kontraste.
Klimatisch könnten die Unterschiede zwischen Nord- und Südchile nicht ausgeprägter sein. Im Norden die glühendheisse, vegetationslose und trockenste Wüste die es gibt; im Süden das weltgrösste ausserpolare Gletschergebiet.
Tragen in den peruanischen Anden die Gipfel mächtige Gletscher, sind die Vulkankrater am Rande der Atacamawüste gletscherlos. Im südlichen Teil von Patagonien ragen die Vulkankrater nur noch aus den Eiskappen hervor. In dieser abweisenden Region ist die Landschaft auf ihre zwei rauesten Elemente degradiert: auf Feuer und Eis.
Die südlichen Anden sind nicht höher als 1'800 m. Aufgrund der Nähe zum südlichen Polarkreis besitzen sie ausgedehnte Gletscher. Viele von ihnen ragen bis ins Meer hinunter.
Kein anderes Land der Erde hat so viele Vulkane wie Chile. Allein in Chile sind von über 2'000 Vulkanbergen heute 130 wiederkehrend aktiv.
In Südbolivien und Nordchile trifft man auf die grösste Vulkandichte der Erde. Hier fanden die grössten Vulkanausbrüche statt. Ihre hinterlassene Tuffsteindecke hat eine ungeheure Ausdehnung von 180'000 km2. Wissenschaftler glauben, dass durch die damaligen Ausbrüche das Klima so verändert wurde, dass die Dinosaurier ausstarben.
Der 4'329 km lange Andenstaat ist das landschaftlich vielfältigste Land unseres Planeten. Die enorme Nord - Süd Ausdehnung reicht über 39 Breitengrade und präsentiert sämtliche denkbaren Klima- und Landschaftszonen der Erde. Mit der trockensten Wüste der Welt im Norden, den 130 aktiven Vulkanen, den grandiosen Geysiren von El Tatio und der phantastischen Fjord- und Gletscherlandschaft in Patagonien, ist dieses Land in seiner Vielfalt nicht zu überbieten.
Die atemberaubende Vielfalt der Natur liefert Landschaften von majestätischer Schönheit. Auf kleinstem Raum verbergen sich geographische Kontraste die ihresgleichen nicht zu finden sind. Chile ist das Land der unmöglichen Geographie, aber was für phantastische Unmöglichkeiten.
Liegt der Altiplano auf 4'000 Höhenmeter, so ist das südliche Gegenstück das zerrissene Verwirrspiel von Fjorden und die 5'580 meist unbewohnten chilenischen Inseln.
Gespiegelt auf Europa würde Chile von der deutsch-dänischen Grenze bis in die südliche Sahara reichen. Die Atacamawüste, die trockenste Wüste der Erde, liegt auf derselben südlichen Breite wie die Sahara auf der nördlichen Breite.
Chile bleibt den Abenteuern und Individualisten vorbehalten. Nur 20 Prozent weist keinen Gebirgscharakter auf. 25 % ist landwirtschaftlich nutzbar. Die restlichen 75 % sind Urwald, Wüste, Gebirge, und Gletscher. Die Küstenlänge von Chile misst über 7'500 km. Chile ist durchschnittlich nur 180 km breit.
Zwischen dem 8066m tiefen Atacamagraben und dem 6723 m hohen Vulkan Llullaillaco besteht der grösste Vertikalunterschied der Erde auf so kurzer Distanz.
Mit einer Landesfläche von 756'102 qkm, ist Chile das 37. grösste Land der Welt. Chile hat 17.6 Mio. Einwohner. Hauptstadt ist Santiago, mit 5.6 Mio. Einwohnern.
Chile im Guinnessbuch der Rekorde:
- der Guallatire ist mit 6060m der höchste aktive Vulkan der Welt
- der Ojos del Salado mit 6908m der höchste erloschene Vulkan der Welt
- der Lago Chungara auf 4538m der höchste Süsswassersee der Erde
- in Mittelchile gibt es den einzigen subarktischen Urwald der Welt
- die trockenste Wüste der Welt, die Atacamawüste, liegt in Nordchile
- das höchstgelegene Geysirfeld der Welt bei El Tatio liegt auf 4320m
- die höchste Mine der Welt in Collaguasi, auf 6100m
- die grösste oberirdische und unterirdische Kupfermine der Welt
- der Highspeed- Ski Geschwindigkeitsweltrekord in Portillo mit 223,74 km/h
etc. etc.