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Erstmals ist im Februar in Bulle ein Wolf auf städtischem Boden gesichtet worden. Er hinterliess dann auch Spuren in Broc, Charmey, im Sensebezirk und dem Berner Oberland.
Grossrat Nicolas Kolly (SVP, Essert) wollte daraufhin in einer Anfrage vom Staatsrat wissen, ob dieser Wolf nicht zum Abschluss freigegeben werden sollte. Kolly sah genügend Gründe dafür, dass der Wolf als gefährlich einzuschätzen sei.
Die Forderung nach einem Abschuss lehnt der Staatsrat nun in seiner Antwort ab. Ein Abschuss sei nur in einem Wolfsrudel zulässig, das sich in einem Jahr der Regulierung erfolgreich fortgepflanzt habe. Eine Regulierung infolge Gefährdung von Menschen erfolge nur dann, wenn sich Wölfe aus einem Rudel regelmässig in der Nähe von Siedlungen aufhielten und sich gegenüber Menschen wenig scheu oder gar aggressiv zeigten.
All dies sei im Fall des Wolfs von Bulle nicht gegeben, schreibt der Staatsrat. Es konnte klar nachgewiesen werden, dass es sich beim Wolf von Bulle, Charmey und Broc um denselben handle. Das Tier konnte aber formell noch nicht identifiziert werden.
«Es hat kein Wolfsrudel im Kanton Freiburg», schreibt der Staatsrat. Neben den bisher bekannten Wölfen F13 und M64 gebe es nur noch diesen nicht identifizierten Wolf im Kanton. Die jüngsten Hinweise deuten darauf hin, dass er sich in den Kantonen Bern und Freiburg aufhalte. Dieses Einzeltier habe kein problematisches Verhalten an den Tag gelegt, heisst es in der Antwort.
Der Staatsrat zitiert eine europäische Studie, wonach der letzte Angriff auf einen Menschen 1975 in Spanien stattfand. Übrige beobachtete Fälle seien auf Tollwut oder Selbstverteidigung zurückzuführen.