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Drishti bezeichnet einerseits einen Fixpunkt während einer Asana (Körperhaltung), andererseits die Art des Blickes während der Meditation.
In der Asana-Praxis, gibt es 9 Drishtis:
Nasikagrai, Blick zur Nasenspitze (z.B. Setu Bandha Sarvangasana, Schulterbrücke)
Bhrumadhya, zum Augenbrauenzentrum (z.B. Simhasana, Löwe)
Nabi Chakra Blick zum Bauchnabel (z.B. Adho Mukha Shvanasana, Herabschauender Hund)
Hastagrai Blick zur Hand (z.B. Utthita Trikonasana, gestrecktes Dreieck)
Padhayoragrai Blick zu den Zehen (z.B. Pashchimottanasana, sitzende Vorbeuge)
Parshva Drishti Blick weit nach rechts (z.B. Ardha Matsyendrasana, Drehsitz)
Parshva Drishti, weit nach links
Angushtha Ma Dyai Blick zu den Daumen (z.B. Utkatasana, Kraftvolle Haltung)
Urdhva oder Antara Drishti Blick hoch zum Himmel (z.B. Parighasana, Querbalken)
Würden wir ständig von hier nach da schauen, wären unsere Augen unruhig. Es ist ähnlich wie bei unserem Atem. Ist der Atem unruhig, ist auch unser Geist unruhig. Wandern unsere Augen hin und her, wandern auch unsere Gedanken hierhin und dorthin. Wir sind dann nicht wirklich ganz bei uns, in unserer Mitte.
Dabei geht der Blick oft eher in die Ferne, wodurch sich die Augenmuskeln entspannen. Aber in Wirklichkeit schauen wir nach innen. Unser Fokus ist dann wie eine Taschenlampe, welche die Stellen in uns während jeder Körperhaltung beleuchtet. Etwas schiebt sich in den Vordergrund und durch unsere verfeinerte Aufmerksamkeit, können wir genau dies wahrnehmen.
Unser Sehsinn ist energetisch mit dem Manipura Chakra verbunden. (manipura = Stadt der Juwelen, chakra = Rad).
In der yogischen Anatomie stellt man sich verschiedene Energieräder in unserem Körper vor, die für verschiedene Eigenschaften stehen.
Manipura liegt als 3. Hauptchakra auf Höhe des Bauchnabels bzw. des Solarplexus an der Wirbelsäule und ist Sitz der Macht und des Gleichgewichtes, soll heissen, wenn hier die Energie gut fliesst, wissen wir, was wir wollen und was nicht und befinden uns in unserer Mitte.
Es ist nicht wichtig, sich die Drishtis im einzelnen zu merken, meist finden unsere Augen intuitiv den Fixpunkt in der jeweiligen Körperstellung. Entscheidend ist, dass man es macht.
Diese Internet Seite ist nicht dazu gedacht, die Übung zu unterrichten. Sie soll viel mehr Gedächtnisstütze für diejenigen sein, die diese Übung bei mir gelernt haben.