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Russland hat dem finanziell angeschlagenen Zypern günstigere Konditionen für einen im Jahr 2011 abgeschlossenen Kredit gewährt. Wie das Finanzministerium in Moskau am Freitag mitteilte, stimmte das Kabinett einer Senkung der Zinsen für den Kredit von 2,5 Milliarden Dollar zu.
Diese würden von 4,5 auf 2,5 Prozent verringert. Zudem muss Zypern den Kredit nicht wie ursprünglich vorgesehen 2016 in einem Zug zurückzahlen, sondern kann ihn in acht Raten im Abstand von jeweils sechs Monaten tilgen.
Der russische Präsident Wladimir Putin hatte im März nach der Verabschiedung des internationalen Rettungsplans für Zypern versprochen, bei dem Kredit günstigere Konditionen zu gewähren, um die Belastung für den hoch verschuldeten und wirtschaftlich angeschlagenen Inselstaat zu verringern.
Zypern war im März von der Europäischen Union, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds mit einem Hilfspaket von 10 Milliarden Euro vor der Pleite gerettet worden.
Eine erste Version des Hilfsprogramms hatte die Russen verärgert, die in Zypern wegen der niedrigen Steuern zahlreiche Unternehmen haben und grosse Vermögen besitzen. Denn der Plan sah eine Sondersteuer auf alle Bankguthaben vor.
Eine zweite Fassung des Rettungsplans legte dann fest, dass lediglich die Grosssparer der Bank of Cyprus im Zuge der Rekapitalisierung des Geldhauses 47,5 Prozent ihres Guthabens verlieren, während die zweitgrösste Bank Laiki vollständig abgewickelt wurde.
(sda/chb)