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Zweite Medaille für die Schweiz an der Para-Leichtathletik-WM in London: Nach Gold durch Marcel Hug über 1500 m gewinnt Manuela Schär (Kriens) hinter Tatyana McFadden (USA) Silber über 800 m.
Nach den Enttäuschungen an den Paralympics in Rio (fünf Diplome, aber keine Medaille) und den bisher zwei ehrenvollen Klassierungen im Olympia-Stadion von London (1500 m/400 m) kamen bei Manuela Schär Zweifel an ihrem Leistungsvermögen auf. "Déjà-vu", sagte sie nach dem 1500-m-Wettbewerb (7.). "Über 800 m habe ich die Taktik gewechselt, mich nicht auf Tatyana McFadden konzentriert, sondern auf die anderen Medaillenanwärterinnen. Dies war der richtige Entscheid. Ich freue mich riesig, dass es endlich geklappt hat."
Manuela Schär wies vor dem Final die zweitbeste Saisonbestleistung und die zweitbeste persönliche Bestzeit auf. Darauf basierte die Neuausrichtung. "Ich bin zuvor oft nicht dazu gekommen, zu zeigen, was ich drauf habe, weil ich mich vor allem durch die taktischen Spiele der Amerikanerinnen überraschen und in die Defensive drücken liess. Diesmal ist ihnen dies nicht gelungen."
Hug glänzt auch über 400 m
Alexandra Helbling (Nottwil) überraschte erneut durch die Leistungskonstanz. 2014 wurde sie EM-Dritte in 2:04,71, nun Siebte mit 1:54,38.
Weiter geht auch die Erfolgsserie von Marcel Hug (Nottwil). Der zweifache Paralympics-Sieger qualifizierte sich über 400 m, in seiner nominell schwächsten Disziplin, als Sieger des Halbfinals mit Saisonbestleistung (46,98) für den Final.
SDA-ATS