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Beim Stichwort „Rum“ fallen den meisten Menschen sofort zwei Länder ein: Jamaika und Kuba. Zucker und Tabak sind die wichtigsten Exportgüter des sozialistischen Inselstaats, dessen flache bis hügelige Landschaft von ausgedehnten Zuckerrohrfeldern gesäumt wird. Ein gewisser Anteil der landwirtschaftlichen Erzeugnisse verbleibt im Land, um von einheimischen Brennereien in Rum umgewandelt und auf dem inländischen Markt vertrieben zu werden. Auf internationaler Ebene sind vor allem die Marken Ron Legendario, Havana Club, Santiago de Cuba, Arecha und Ron Caney bekannt. Beschäftigt man sich mit der Historie anderer Rumhersteller in der Karibik, stellt man schnell fest, dass viele von ihnen ihre Wurzeln in Kuba haben. Als Folge der gross angelegten Enteignung und Verstaatlichung florierender Familienunternehmen, den Revolutionskämpfen sowie andauernden politischen Spannungen zum kapitalistischen Amerika mussten jedoch viele Produzenten im Laufe der Jahre das Land verlassen. Der bekannteste Schicksalsschlag jener Art ereilte den Global Player Bacardi, der sich seit den 60er Jahren auf den Bahamas niedergelassen hat. Mit Arecha, Legendario, Caney, Santiago de Cuba und Havana Club sind der Welt jedoch einige original kubanische Rums erhalten geblieben.
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