Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03408.jsonl.gz/3392

Im Bewerbungsschreiben und auch im Vorstellungsgespräch sollte die Motivation des Bewerbers für die Position und/oder das Unternehmen kommuniziert werden. Das wissen die meisten Bewerber.
Allerdings ist mir aufgefallen, dass es bei dem Stichwort “Motivation” manchmal noch Missverständnisse und Unklarheiten gibt, welche Argumente man an dieser Stelle verwenden kann.
Um diese Motivation geht es
Die Motivation, die im Bewerbungsschreiben und im Vorstellungsgespräch vermittelt werden sollte, bezieht sich auf Deine “Arbeitsmotivation” oder Deine “berufliche Motivation”. Ein paar Beispiele (bitte immer nur sinngemäss und mit Deinen Worten verwenden):
- … dass Du nach Freude daran hast, Deine interkulturellen Kenntnisse einzubringen und auszubauen
- … dass Du besonders gerne Kundenkontakt hast und im Moment nur teilweise dazu die Möglichkeit hast
- … dass Du Dich zukünftig vermehrt auf das Thema XY konzentrieren willst, weil es Dir besonders liegt oder Du Deine Erfahrungen in diesem Bereich ausbauen willst.
- … dass Dich die Branche, in der der neue Arbeitgeber tätig ist, schon lange fasziniert…. (bitte an dieser Stelle konkret werden!)
- … dass Du bestimmte Erfahrungen gerne in dieser Branche/Position o.ä. einbringen und so (z.B.) einen wichtigen Beitrag leisten möchtest.
30
MRZ
2017
Immer wieder fällt mir auf, wie wenig Gedanken sich manche Kandidaten über konkrete Angaben zu ihren Sprachkenntnissen im Lebenslauf machen.
Oftmals werden nur die Sprachen erwähnt, ohne weitere Angaben zum Sprachniveau. Aber wie soll man als Leser eines Lebenslaufs in einem solchen Fall die Sprachkenntnisse eines Bewerbers einschätzen? Man kann es einfach nicht. Das mag relativ egal sein, wenn man sich für eine Position bewirbt, in der es nicht auf dieses Wissen ankommt, aber spätestens, wenn bestimmte Qualifikationen gefragt sind, ist eine klare Einschätzung sehr wichtig für den Personaler.
Negativbeispiel
Sprachkenntnisse:
Deutsch, Englisch, Französisch
Hier ist überhaupt nicht erkennbar, auf welchem Niveau sich die Sprachkenntnisse befinden. Reicht es für eine einfache Konversation oder hat die Person zuletzt in der Schule mal damit zu tun gehabt? Kann sie einfache/gehobene/komplexe Präsentationen in der Sprache verfassen? Ist sie in der Lage mit Gesprächspartnern flüssig auf Englisch über komplexere Sachverhalte zu diskutieren oder reicht es gerade mal für die Frage nach dem Weg in den Ferien? Du selbst weisst, wie Dein Sprachniveau ist, der Personaler kann es aufgrund so einer kurzen Aussage nicht einschätzen. Jedenfalls nicht ohne Glaskugel 😉
1
MRZ
2017
Bei den diesjährigen Grammy Awards war Adèle die grosse Gewinnerin – mit Sicherheit voll verdient!
Etwas Magenschmerzen macht mir allerdings die Tatsache, dass sie zum wiederholten Male eine Performance abgebrochen und neu begonnen hat, weil sie mit ihrer eigenen Leistung nicht zufrieden war. Denn das zeigt, dass sie eine totale Perfektionistin ist.
Viele von uns sind solche totalen Perfektionisten (ich neige auch dazu 😉 ). Das ist toll, wenn es um Qualitätsarbeiten geht, wenn man z.B. als Finanzbuchhalterin arbeitet. Aber die Sache hat auch einen Haken: Mit dem ansteigenden Druck in unserer Gesellschaft und im Berufsleben, geraten gerade Perfektionisten immer mehr unter enormen Druck. Mit steigenden Leistungsanforderungen ist es immer häufiger notwendig, seine eigenen Qualitätsansprüche herunter zu regeln und nicht durch Mehrarbeit dieselbe Leistung, wie schon früher erbringen zu wollen. Für kurze Zeit ist das vielleicht noch möglich, aber je länger so eine Phase dauert, umso grösser wird der Stress für den einzelnen Perfektionisten. Statt den Druck auf sich selbst zu erhöhen, ist es wichtig, dass man schaut, wo man bei den gelieferten Leistungen Abstriche machen kann, um nicht unter die Räder zu geraten. Denn gerade Perfektionisten sind auch aufgrund dieses Verhaltens sehr prädestiniert für einen Burnout.
13
FEB
2017