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Die Aufgabe eines Züchters ist, die Rasse zu erhalten und zu verbessern, unter dem Aspekt der Gesundheit und des Wohlbefindens des Hundes.
Der Berner Sennenhund wurde ursprünglich zum Ziehen der Milchwägeli gezüchtet. Diese Aufgabe formte sein Äusseres, seinen Körperbau und schliesslich auch seine Silhouette. Um kraftvoll und verschleissfrei einen Wagen zu ziehen, muss der Berner Sennenhund kräftig sein. Er braucht eine gutausgeformte Brust, um eine optimale Vorhandführung zu gewährleisten und eine Vorbrust, damit das Brustblatt schön aufliegt. Die Länge des Schulterblattes und des Oberarms sowie des Oberschenkels und des Unterschenkels müssen in einem bestimmten Verhältnis sein, damit die Statik stimmt und die Hinterhand viel Schub bringen kann.
Mit viel aussagekräftigem Bildmaterial und aufschlussreichen Erläuterungen zeigte Ausstellungsrichterin Regula Bürgi eindrucksvoll auf, wie der ideale Berner Sennenhund laut Standard auszusehen hat und welche anatomischen Fehler heute leider weit verbreitet sind und unbedingt züchterisch angegangen werden müssen. Vielen Rassevertretern fehlt heute die Vorbrust und die Brust ist zu wenig ausgeformt. Tendenziell ist das Schulterblatt im Verhältnis zum Oberarm zu lang, sowie der Oberschenkel im Verhältnis zum Unterschenkel oftmals zu lang ist.
Es ist eine wichtige Aufgabe der Züchter, bei der Wahl des Deckpartners die korrekte Anatomie im Auge zu behalten, um diesbezüglich eine Verbesserung anzustreben.
Herzlichen Dank an Regula Bürgi für ihr interessantes und lehrreiches Referat.