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«Ich bin eine erstklassige Schriftstellerin zweiter Güte», schrieb die 1888 in Wien geborene Autorin Vicki Baum über sich selbst und untertrieb dabei gewaltig. Ihr erfolgreichster Roman «Menschen im Hotel» füllte in den 1920er-Jahren in seiner Broadway-Umsetzung die Kassen. Elegante Posen, mondänes Flair: Baums Texte bieten von cognac-trockenem Understatement bis zu überdrehter Selbstdarstellung ein Panoptikum an Charakteren. Die Stimmung des Fin de siècle machte sich auch in der Musik bemerkbar: Paul Hindemith oder Camille Saint-Saëns komponierten Elegien, die in ihrer verschwenderischen Noblesse an die Grand Hotels der Autorin erinnern. Delia Mayer wird aus dem Roman lesen, Elke Heidenreich hält die Einführung und Musiker des Tonhalle-Orchesters führen Stücke von Poulenc und Saint-Saëns auf.