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Werner Weber kam am 1. Januar 1892 im alten Schulhaus in Langnau am Albis als erstes Kind des Lehrers Adolf Weber und der Josefine geb. Würth zur Welt. Die Familie übersiedelte in seinen ersten Kinderjahren nach Zürich, wohin der Vater versetzt worden war. In seinem zwölften Altersjahr zog die Familie nach Andelfingen.
Von 1906 bis 1909 besuchte Werner Weber die Schule des Gewerbemuseums St. Gallen, wo er sich zum Stickereizeichner ausbilden liess. 1909/1910 zeichnete er am Eidgenössischen Polytechnikum und an der Stadlerschule in Zürich. 1914 besuchte er die Ecole Nationale des Arts Décoratifs und Privatakademien in Paris, wonach er in die Schweiz zurückkehrte und das Staatsexamen als Zeichenlehrer bestand. Dann liess er sich vorerst in Küsnacht nieder; 1917 bis 1919 wohnte er in Ossingen.
Bis 1923 weilte er mehrfach in Italien (Venedig, Florenz, Rom, Neapel, Massa, Carrara). Von 1924 bis 1934 arbeitete er vorwiegend in Spanien, auf Mallorca, zwischendurch auch in Genf. Hierauf bezog er das alte Koller-Atelier am Zürichhorn, bis das Gelände für die Landesausstellung benötigt wurde. Aber es zog ihn immer wieder in die Weite, nach Paris, Belgien und Holland, wo er die grossen Meister studierte.
1937 schliesslich liess er sich in Rüschlikon nieder; er wohnte im Brahmshaus hoch über dem Zürichsee, und seiner künstlerischen Arbeit ging er im Atelier hinter dem Nidelbad nach, in dem vor ihm der Porträt- und Landschaftsmaler Fritz Widmann tätig gewesen war. In beispielhaft disziplinierter und beharrlich stetiger Arbeit schuf er hier unbeirrt, in grosser Zurückgezogenheit und Sammlung, Werk für Werk. Nachdem Werner Weber eine Stiftung eingesetzt hatte, deren Aufgabe es ist, seinen künstlerischen Nachlass zu verwalten, ist er am 15. August 1977 im Alter von 85 Jahren in Rüschlikon gestorben.