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Bin ich ein Risiko-Patient?
1.
Ich hatte Brustkrebs – ich fühle mich jetzt aber gesund und meine Nachsorge verlief zuletzt unauffällig – gehöre ich zu der Risiko-Gruppe?
Die Antwort ist Nein. Frauen nach Brustkrebs erkranken nicht häufiger an Infektionskrankheiten. Sie sind jetzt genau so gesund wie ihre Nachbarin und sollen sich auch so fühlen.
Das gilt auch für Frauen die in der Vergangenheit eine Chemotherapie hinter sich gebracht haben. Ihr Immunsystem wurde durch die Chemotherapie nur für einen kurzen Zeitraum eingeschränkt – in der Regel können Sie davon ausgehen, dass mit der Erholung der weissen Blutkörperchen (Leukozyten) eine regelrechte Immunabwehr vorliegt.
2.
Ich nehme eine anti-hormonelle Therapie ein – bin ich damit gefährdet?
Nein – Frauen unter oder nach anti-hormoneller Therapie (z.B. Tamoxifen/Nolvadex, Anastrozol/Arimidex, Letrozol/Femara, Exemestane/Aromasin, Faslodex/Fulvestrant) sind nicht mehr gefährdet.
3.
Ich habe meine Chemotherapie beendet und erhalte Infusionen mit Antikörpern (z.B. Trastuzumab/Herzeptin oder Pertuzumab/Perjeta) – bin ich damit gefährdet?
Nein – sofern ihr Blutbild sich von der Chemotherapie erholt hat, ist nicht mit einem erhöhten Risiko zu rechnen.
4.
Wer sind jene Frauen, die wir als gefährdet einstufen müssen?
a) Patientinnen die derzeit Chemotherapie erhalten.
b) Patientinnen welche sogenannte CDK4/6 Inhibitoren einnehmen (Palbociclib/Ibrance, Ribociclib/ Kisqali, Abemaciclib/Vercenios)
c) Patientinnen mit fortgeschrittenen Erkrankungen, welche dauerhaft Therapien brauchen- z.B. Everolimus/Afinitor, Alpelisib/Picray, Kortison-Präparate.
Patientinnen, welche unter Kategorie 4 fallen: bitte nehmen Sie Kontakt mit Ihrem behandelnden Onkologen auf.
Weiter Informationen finden Sie unter Krebsliga.