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Beim siebten Rennen der Enduro World Series in Crans Montana gehen die Siege in den Hauptkategorien an Melanie Pugin (FRA) und Richie Rude (USA). Als beste Schweizer klassieren sich Anita Gehrig und Patrick Lüthi, bei den U21 hingegen kommt es dank Lisa Baumann gar zu einem Schweizer Sieg.
Bei den Männern geriet das Rennen des Führenden Jack Moir (AUS/ Canyon Collective) gleich zu Beginn aus den Fugen, als er sich bei einem Sturz auf der Pro Stage eine so schwere Schulterverletzung zuzog, dass sich die Frage stellte, ob er die Etappen am Sonntag überhaupt bestreiten würde. Vielleicht spornte ihn die Tatsache, dass sein Hauptkonkurrent Richie Rude (USA/ Yeti/Fox Factory Team) die Pro Stage gewann, dazu an, es zu versuchen.
Rude begann die Etappen am Sonntag mit drei Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Jesse Melamed (CAN/ Rocky Mountain Race Face Enduro Team), und so ging es den ganzen Tag über weiter: Rude führte das Rennen von Anfang bis Ende an und gewann in überzeugender Manier. Melameds Beständigkeit, der vier der fünf Etappen unter den ersten drei beendete, wurde mit dem zweiten Platz belohnt. Martin Maes BEL/ (GT Factory Racing) war wieder in Form und auf dem Podium und vervollständigte die Top drei nach einer fehlerfreien Leistung. Moir beendete das Rennen auf einem sehr respektablen zehnten Platz - nicht genug, um die Serienführung zu übernehmen, die an Rude geht, aber genug, um zwei Rennen vor Schluss noch im Rennen zu bleiben.
Patrick Lüthi untermauert mit Rang 47 erneut seine Position als bester Schweizer, jedoch knapp. Denn Downill-Spezialist Basil Weber holt mit seiner 23. Zeit auf der letzten Etappe mächtig auf klassiert sich am Ende knapp hinter Lüthi auf Rang 48.
Pugin baut aus, Baumann siegt erstmals
Bei den Frauen verlief es ähnlich, denn die Führende der Serie, Melanie Pugin (FRA), kontrollierte das Rennen von Anfang an. Ein überzeugender Sieg auf der Pro Stage wurde von konstanten Top-3-Etappenergebnissen untermauert, so dass sie das Rennen mit einem Vorsprung von zehn Sekunden beendete. Morgane Charre (FRA/ Pivot Factory Racing) gewann die letzten beiden Etappen des Tages und belegte damit den zweiten Platz, während Noga Korem (ISR/ GT Factory Racing) nach einer enttäuschenden Pro Stage ein bewundernswertes Comeback hinlegte, das mit dem dritten Platz auf dem Podium belohnt wurde.
Auch ohne Grosserfolg ist Anita Gehrigs Rennwochenende ein Erfolg. Die Schweizerin fährt nach ihrer verletzungsbedingten Pause ihr erstes Rennen und klassiert sich mit fünf sicheren Abfahrten auf Rang 16. Unmittelbar dahinter belegt Sidonie Jolidon Platz 17, Lea Rutz belegt als dritte Schweizerin Platz 23.
Bei den U21 kommt es hingegen zum ersten Schweizer Sieg in der Enduro World Series. Lisa Baumann gewinnt das Rennen mit zwei Etappensiegen vor der Italienerin Sophie Riva und der Kanadierin Emmy Lan.