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Nami*, Kopi*, Nelayan*, Tikar* und 4 weitere
Nami*, Kopi*, Nelayan*, Tikar* und 4 weitere
ca. 4,5 bis 5 Mio.
Islam
Unterschiedlich, von gar nichts bis ganze Bibel
Die Nami unterscheiden sich ethnisch deutlich von den übrigen Volksgruppen ihres Landes. Sie sind grösser gewachsen und haben eine hellere Haut. Das mag davon kommen, dass in dieser Gegend früher eine starke Völkervermischung stattgefunden hat.
Landwirtschaft, Bergbau und Industrie sind die Hauptwirtschaftszweige. Die Provinz ist reich an Bodenschätzen wie Kupfer, Gold, Eisen usw. Obschon die Provinz das grösste Erdöl- und Erdgasvorkommen des Landes besitzt, ist die Bevölkerung relativ arm. Die grosse Regenwaldfläche wird von Rodung bedroht, um Platz für Ölpalmen-Plantagen zu machen und Palmöl herzustellen.
Nami hat eine Geschichte der politischen Unabhängigkeit und des Widerstandes gegen die Kontrolle von Aussenstehenden. Das hat sich bis heute durchgesetzt. Dank eines Friedensabkommens im Jahr 2005 geniesst die Provinz seither als Sonderregion gewisse Autonomierechte.
In ihrer Kultur sind die Frauen verantwortlich für die Führung des Haushaltes. Die meisten Männer haben in häuslichen Angelegenheiten und in der Kindererziehung nichts mitzureden. Von allen Kindern, sogar von den jüngsten, wird erwartet, dass sie in der Familie mitarbeiten. Das islamische Gesetz sieht vor, dass die Männer das doppelte Erbe erhalten im Vergleich zu den Frauen. Dennoch wird die Verantwortung für Haus und Grundstück den Frauen überlassen, wie es in der vorislamischen Zeit Brauch war.
Die Nami sind strenggläubige Sunniten. Sie glauben, dass ihr Land heilig ist und Andersgläubige es verunreinigen. Nami ist die einzige Provinz des Landes, die nach dem islamischen Shari’a-Gesetz regiert wird. Die Nami haben entscheidend mitgeholfen, den Islam in Südostasien zu verbreiten. Sie lehnen andere Religionen strikte ab und scheuen sich nicht davor, gegen Andersgläubige Gewalt anzuwenden.
Trotz ihrer Hingabe an den Islam, sind viele Menschen noch vom animistischen Aberglauben an verschiedene Geister beeinflusst. Sie suchen Schutz durch Zauberei, indem sie Geister entweder zufrieden stellen oder sie zu kontrollieren versuchen.
Trotz vieler Bodenschätze ist die Bevölkerung relativ arm. Der Tourismus könnte noch weiterentwickelt werden. Bedingt durch das raue Gelände und die fehlende Infrastruktur kann das vorhandene Potenzial noch nicht ausgeschöpft werden. Auch müssten Leute für neue Aufgaben besser ausgebildet werden.
Geistlich gesehen herrscht ebenfalls noch eine grosse Armut, der schwierig zu begegnen ist, da der Islam fundamentalistisch und zum Teil gar militant ist und Andersgläubige nicht toleriert werden.
In drei Volksgruppen gibt es Bemühungen, die hoffentlich eines Tages in ein Projekt übergeführt werden können. Die Idee ist, ein Cluster-Projekt zu bilden (ein Projekt, das mit verschiedenen kleinen Teams in den verschiedenen Sprachen gleichzeitig arbeitet).
In der grössten Sprachgruppe der Provinz gibt es die ganze Bibel (1997) und inzwischen das Neue Testament auch als Hörbuch, was als ausreichend eingeschätzt wird. In den sieben anderen Sprachen besteht ein nachgewiesener Bedarf für Gottes Wort in der Lokalsprache, aber nur in einer dieser sieben Sprachen gibt es bereits biblisches Material.
*Pseudonym