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Die Pläne der Armee für ein Eingreifen in der Flüchtlingskrise werden immer konkreter. Wie Blick.ch heute berichtet, hat die Armeespitze im Januar den Wiederholungskurs (WK) für 5000 Soldaten kurzfristig verschoben. «Ziel ist, dass die Armee über das ganze Jahr immer genug Verbände für einen allfälligen Einsatz im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise bereit hat», erklärt Armeechef André Blattmann. Nun könne die Armee innert 48 Stunden rund 2000 Soldaten aufbieten.
Was heisst das genau für Angehörige der Armee? Müssen sie jetzt mit einem spontanen Flüchtlings-Einsatz rechnen? In gewissen Truppengattungen ist ein Einsatz im Rahmen des regulären WKs tatsächlich nicht ausgeschlossen. Zunächst würde die Armeeführung aber die Profis der Militärpolizei und die Infanterie-Durchdiener aufbieten, wie ein Armeesprecher erklärt. Für zusätzliche Mobilisierung bräuchte es dann einen Beschluss der Politik.
Klar ist, dass die Armee nicht zur Grenzsicherung eingesetzt würde. Vielmehr stünde eine Unterstützung der zivilen Behörden bei der logistischen Bewältigung von Flüchtlingsgruppen im Vordergrund. Ungewiss ist vorerst auch noch die Frage, ob Armeeangehörige bewaffnet im Einsatz sein werden. «Dies wird vom Einsatz abhängen und von den Auftraggebern bestimmt werden», heisst es bei der Armee.Publiziert am 26.02.2016 | Aktualisiert am 26.02.2016