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13. Marly-Lauf – Jacques Krähenbühl und Regula Zahno überlegen
Autor: Von GUIDO BIELMANN
Im Vorjahr hatte Fabien Randrianarison vor Daniel Brodard und Michel Brügger gewonnen. Dass Jacques Krähenbühl nun in der Spitzengruppe Brügger, Brodard und Vorjahressieger Fabien Randrianarison (Madagaskar) in der ruppigen Steigung bei Streckenhälfte mit einem satten Antritt stehen liess, ist nicht weiter verwunderlich – Krähenbühls Stärke in den Steigungen sowie in den Zwischenspurts sind allgemein bekannt. Dass er als 42-Jähriger aber Brügger (25-jährig) und Brodard (33) um 1:17 bzw. 1:31 Minuten deklassierte, ist schon erstaunlich. Insbesondere Brodard, der sich wiederholt als Trainingspartner von Marathon-Ass Viktor Röthlin definiert hat und diesen Sommer zum Beispiel drei Wochen in St. Moritz trainierte, muss seine Leistung schon hinterfragen. Er gab sich denn am Ziel auch enttäuscht.Erstaunlich war im Weiteren, dass Jacques Krähenbühl am Ziel von fehlender Kraft in den Beinen sprach – etwas widersprüchlich zur Tatsache, dass er den Antritt in der Steigung lancierte. Er blieb übrigens in 42:29 nur neun Sekunden über dem Streckenrekord des Äthiopiers Lidetu.
Zwei Brügger
Für die Freiburger Läufer geht es nun um den Feinschliff für den Murtenlauf. Im Vorjahr war Michel Brügger als Zwölfter in 57:01 Minuten bester Freiburger. Zieht man nun den Marly-Lauf als Referenz heran, wird Krähenbühls Eigenprognose realistisch, wenn er sagt, er wolle eine 55er-Zeit laufen. Michel Brügger seinerseits meinte zum Rennen: «Als Krähenbühl antrat, hatte ich keine Chance.» Er wird eine Woche vor dem Murtenlauf noch die 10-km-SM bestreiten.Ein weiterer Veteran-40 setzte sich gut in Szene: Josef Brügger (Plaffeien) lief auf den 6. Gesamtrang. Er musste nach 9 km Jean-Pierre Bifrare (Marsens) vorbeiziehen lassen, konnte aber Randrianarison überholen. Brügger war übrigens schon vor dreissig Jahren in Marly am damaligen Niklaus-Lauf im November. Er war hinter einem gewissen Rolf Lauper Zweiter der Schüler A gewesen.Florian Sturny (LAT Sense) als Neunter, Mario Haenni (TSV Düdingen) als Elfter und Pascal Birbaum (LAT Sense) als Zwölfter schlossen die Deutschfreiburger Bilanz ab.
Zahno: Zu schnell gestartet
Regula Zahno hatte bei den Frauen keine Konkurrenz. Nach ihrer vorjährigen Babypause lief sie die 13 Kilometer in 50:50. Das war nur 16 Sekunden langsamer als ihr eigener, zweijähriger Rekord: «Das war hart. Ich startete zu schnell und war immer am Anschlag», meinte sie. Auf dem vierten Rang klassierte sich die 23-jährige und nur 1,45 m grosse Madegassin Emma Harisoa.Achte wurde Rachel Buchs (TSV Rechthalten), die als Juniorin einmal mehr ihr Talent aufzeigte. Sie sowie Cornelia Roux (St. Ursen) als Neunte und Duathletin Corinne de Gasparo (LAT Sense) als Zehnte lassen aus Deutschfreiburger Sicht einen spannenden Murtenlauf erwarten.