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Wissen Sie eigentlich, was der Unterschied zwischen Aguardente, Cachaça und Pinga ist?
Obwohl die drei Wörter sich auf das gleiche Getränk beziehen können, sind sie keine Synonyme. Aguardente, Schnaps, ist die Bezeichnung für alle Getränke, die durch Fermentierung süsser Pflanzen gewonnen werden.
Cachaça dagegen ist die Bezeichnung für Schnaps aus Zuckerrohr. Laut Maria das Graças Cardoso, Professorin des einzigen Kurses für Postgraduate Studies der Technologie der Cachaça-Herstellung im Land, entstand der Name im 16. Jahrhundert zur Zeit der grossen Zuckermühlen in Brasilien. Nach dem Landwirtschaftsministerium ist der Name typisch und exklusiv für in Brasilien produzierten Zuckerrohrschnaps, der bei 20°C einen Alkoholgehalt zwischen 38% und 48% hat. Das brasilianische Gesetz unterscheidet zwischen Cachaça und Zuckerrohrschnaps, der einen Alkoholgehalt zwischen 38% und 54% aufweisen kann. So ist jeder Cachaça Aguardente, aber nicht jeder Aguardente ist Cachaça.
Pinga ist der volkstümliche Name für Cachaça. Obwohl niemand sicher seinen Ursprung kennt, besagt die am meisten verbreitete Geschichte, dass das Getränk seinen Namen von den Sklaven bekommen hat, die für einen der Prozesse der Produktion, der Destillation, zuständig waren. Als sie den Zuckerrohrsaft in den Zuckermühlen kochten, kondensierte der Dampf an der Decke und tropfte (pinga = es tropft) auf sie.
…dass Bienen den Kaffee verbessern?
Tropische Regenwälder in unmittelbarer Nähe von Kaffeeplantagen können die Erträge der Pflanzen deutlich steigern. Die in den Wäldern heimischen Bienen besuchen auch die Kaffeepflanzen und bestäuben diese zusätzlich. Dadurch wird nicht nur der Ertrag, sondern auch die Qualität der Kaffeebohnen verbessert. Amerikanische Forscher stellten bei Kaffeepflanzen, die bis zu einem Kilometer vom Wald entfernt waren, tatsächlich eine Ertragssteigerung von bis zu 20 Prozent fest. Was die Qualität der Bohnen angeht, so gab es durch die zusätzliche Bestäubung weniger der so genannten Peaberries. Diese kleinen deformierten Samen entstehen durch unzureichende Befruchtung und führen zu einem minderwertigen Kaffee.
…dass transgenetische Produkte in der Entwicklung stehen?
Kopfsalat als Medizin
Er wird eine Substanz enthalten, die gegen Durchfall wirkt. Sie ist so wirksam, dass man sie nur in Kapseln einnehmen kann.
Die A-Banane
Die EMBRAPA untersucht die Entwicklung einer Frucht mit hohem Gehalt an Vitamin-A und Omega-3, die Herzkrankheiten vorbeugen soll.
Netz aus Soja
Die Soja-Körner enthalten ein Protein, welches von Spinnen zur Herstellung ihres Netzes eingesetzt wird. Ziel ist es, eine der resistentesten und gleichzeitig flexibelsten Fasern aller Zeiten zu entwickeln.
…dass Vanilleeis aus Orchideen hergestellt wird?
Die Gewürzvanille ist eine im tropischen Amerika beheimatete Orchideenart mit langen, elliptischen Blättern und gelblich weissen, duftenden Blüten. Die zu Beginn der Reife geernteten, ca. 30cm langen Früchte der Sorten Bourbon- und Mexikovanille werden durch Trocknen und Fermentieren zu Vanillestangen geschrumpft.
…dass die Stunde der organischen Lebensmittel geschlagen hat?
Eine Untersuchung der “Ipsos World Monitor“ zeigt, dass in sechs Ländern die Hälfte der Bevölkerung den Konsum von Fertiggerichten, oder solchen mit hohem Fettanteil, zu meiden beabsichtigt. Dieselbe Studie erfasste ebenfalls den wachsenden Bedarf an organischen Lebensmitteln.
Möchten weniger Fast-Food essen
27% der Amerikaner
26% der Kanadier
32% der Engländer
29% der Taiwanesen
14% der Brasilianer
23% der Spanier
Kehrten zu organischen Lebensmitteln zurück
27% der Amerikaner
62% der Kanadier
46% der Engländer
38% der Taiwanesen
37% der Brasilianer
36% der Spanier
…dass Schokolade ein tödliches Gift für Hunde sein kann?
Im Kakao ist eine chemische Verbindung enthalten, die man als Theobromin kennt – ähnlich dem Koffein – es wirkt extrem toxisch auf den Organismus eines Hundes, wenn es in grösseren Mengen von dem Tier aufgenommen wird (100 – 150 ml pro Kilo Hund). Jede Art von Schokolade enthält unterschiedliche Mengen dieses Theobromins, deshalb ist es unmöglich zu bestimmen, wieviel man seinem besten Freund davon geben darf – am besten gar keine Schokolade! Es ist allerdings nicht ungewöhnlich, dass sich Ihr Liebling über einen Osterkorb hermacht und ein halbes Kilo oder mehr jener Süssigkeiten vertilgt. Wenn es sich um eine kleinere Rasse handelt, kann dies für den Hund tödlich sein. Also besser, Sie halten ihn in einem permanenten Abstand zur Schokolade, auch wenn er beim Rascheln des Schokoladenpapiers sich anstellt wie ein Verrückter!
…dass Kakao bei den Mayas als Währung benutzt wurde?
Für das antike Volk der Maya in Zentralamerika hatte der Kakao einen ganz besonderen Wert. Einerseits brauten sie daraus ihr Getränk “Tchocolath“ für rituelle und zeremonielle Anlässe, ausserdem galt es als heilend bei Krankheiten – und die Kakaosamen wurden wie Geldmünzen untereinander ausgetauscht. 400 davon summierte man zu einem “Zontli“ – und der Besitzer von 8.000 Kakaosamen besass einen “Xiquipilli“. Und was konnte man damit anfangen? Nun, für ein Kaninchen musste man zum Beispiel 8 Kakaosamen bezahlen, während ein Sklave zirka 100 Einheiten kostete – also 0,25 Zontli.
…dass “Catupiry“ ein brasilianisches Produkt ist?
Der Schmierkäse “Catupiry“ ist eine brasilianische Erfindung. Er wurde 1911 von Mário und Isaíra Silvestrini kreiert, einem italienischen Einwandererpaar, auf der “Estância hidromineral de Lambari“, im Bundesstaat Minas Gerais. Die Bezeichnung “Catupiry“ stammt aus dem indianischen Tupi-Guarany-Wortschatz und bedeutet “exzellent“.
…dass die Süsskartoffel durch die Portugiesen von Amerika nach Europa gebracht wurde?
Die Süsskartoffel, ein unverzichtbarer Bestandteil bei den Sonnenwendfesten in Brasilien, ist eine native Pflanze Südamerikas. Sie wurde bereits von den Indios in Mexiko und Peru lange vor der Entdeckung Amerikas kultiviert. Die Portugiesen führten sie in ihren Kolonien in Afrika und Asien ein, und von dort breitete sie sich auch in Europa aus.