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Systematik
|Ordnung||Carnivora|
|Familie||Procyonidae|
|Unterfamilie|
|Gattung||Nasua|
|Art||Nasua narica|
Beschreibung
Die auffälligsten Merkmale sind die bewegliche rüsselartige Nase und der lange, meist steil hochgetragene Schwanz. Letzterer dient wahrscheinlich als Balance-Hilfe auf den Bäumen. Die Behaarung ist dicht und grob; die Fellfärbung ist meist graubraun mit weissen Flecken an der Schnauze, an den Wangen, der Kehle und am Bauch. Die Grundfarbe ist jedoch äusserst veränderlich und kann sogar beim gleichen Tier von Haarwechsel zu Haarwechsel verschieden sein. Der Nasenbär erreicht eine Kopfrumpflänge von rund 63 cm und ein Gewicht von 3 – 6 kg.
Biologie
Nasenbären sind gesellig, ihre Gruppen bestehen aus 4 bis 25 meist verwandten Weibchen und Jungtieren. Die Männchen leben mit Ausnahme der Brunstzeit allein. Wo sich in den Randzonen der Reviere ein starker Bestand fruchttragender Bäume befindet, kann es zur Ansammlung mehrerer Nasenbärengruppen kommen; diese zanken sich zwar geringfügig, aber sie dulden sich doch gegenseitig und manchmal teilen sie sogar auch eine Futterquelle mit einer Horde Brüllaffen. Den grössten Teil des Tages verbringen die Tiere mit der Futtersuche, die sie zwischendurch kurz unterbrechen, um sich der Körperpflege zu widmen. Bei Einbruch der Dunkelheit erklimmen sie Bäume und verbringen dort die Nacht eingerollt auf einem Ast oder in einer Astgabel. Nasenbären ernähren sich vorwiegend von Insekten, Spinnen, Krabben und kleinen Wirbeltieren. Vögel erbeuten sie nur selten. Während der Fortpflanzungszeit erlaubt eine Gruppe einem Männchen, sich zu nähern. Dieses ordnet sich durch Fellpflege und anderes unterwürfiges Verhalten den Weibchen unter, danach paart es sich mit allen Tieren und wird anschliessend wieder vertrieben. Nach etwa 77 Tagen Tragzeit bringt ein Weibchen zwei bis sieben Junge zur Welt. Zur Geburt errichtet es ein Blätternest in den Bäumen und zieht sich aus der Gruppe zurück. Die Jungtiere werden mit ca. 4 Monaten entwöhnt und sind mit rund 2 Jahren geschlechtsreif. Die männlichen Jungtiere werden zu diesem Zeitpunkt aus der Gruppe vertrieben.
Lebensraum
Das Verbreitungsgebiet des Weissrüssel-Nasenbärs erstreckt sich von den südlichen USA über Mexiko bis ins westliche Kolumbien. In seinem weiten Verbreitungsgebiet zeigt der Nasenbär eine ausserordentliche Anpassungsfähigkeit. Er ist sowohl in den tropischen Niederungen, als auch in den trockenen Hochlandwäldern und selbst am Rand der Wüste zu Hause.
Bedrohung
Zu den natürlichen Feinden der Weissrüssel-Nasenbären zählen Katzen, Greifvögel und Riesenschlangen. Von Menschen werden sie kaum gejagt, da sie keine Schäden auf Plantagen anrichten und ihr Fell wertlos ist. In den letzten Jahren haben sie ihr Verbreitungsgebiet nach Norden erweitern können, insgesamt sind sie häufig und nicht bedroht. Der Weissrüssel-Nasenbär kommt unter anderem auch im Papiliorama-Reservat Shipstern in Belize, Zentralamerika vor (www.itcf.ch). Durch das Reservat kann das Papiliorama nebst der Zucht zur Arterhaltung in der Schweiz auch direkt im Verbreitungsgebiet zum Schutz dieser Tierart beitragen.