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Ist ein Hochwasserschutzdefizit vorhanden?
Bei eingedolten Fliessgewässern ist im Einzelfall die Ausscheidung eines Verzichts auf den Gewässerraum möglich.
Geht vom eingedolten Fliessgewässer eine Hochwassergefährdung aus, oder dient es zur Behebung einer Hochwassergefährdung (überdeckter HW-Entlastungskanal), stehen der Ausscheidung eines Verzichts auf den Gewässerraum überwiegende Interessen entgegen. Die Ausscheidung eines Verzichts auf den Gewässerraum ist somit bei einer vorliegenden Hochwassergefährdung nur dann möglich, wenn ein Wasserbauprojekt auf Stufe Vorprojekt vorliegt, welches nachweist, dass die vorliegende Hochwassergefährdung mit Sicherheit nicht am gegenwärtigen Standort der Dole behoben werden kann und die Dole ihre Funktion als Gewässer verliert.
Deshalb prüfen Sie in einem ersten Schritt, ob vom eingedolten Fliessgewässer eine Hochwassergefährdung ausgeht, oder ob es als überdeckter HW-Entlastungskanal zur Behebung einer Hochwassergefährdung dient. Ist dies der Fall, und sofern kein Wasserbauprojekt auf Stufe Vorprojekt vorliegt, ermitteln Sie, ob der minimale Gewässerraum ausreichend ist.
Entscheidungsgrundlagen
- Schwachstellenkarte (Bezug bei der Gemeinde oder hier)
- Projektfestsetzung/Rechtskraftbescheinigung