Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03393.jsonl.gz/2577

Mainz-Pouch
Der Begriff MAINZ bezeichnet die Bildung einer Ersatzblase aus Ileum und Kolon (Mixed Augmentation Ileum and Zecum). Dabei werden ca. 40 cm Kolon und 20 cm Ileum zu einem Reservoir geformt. Hierhin werden dann die beiden Harnleiter abgeleitet. Damit das Stoma kontinent ist, wird aus dem Wurmfortsatz ein Ventil mittels Invagination operiert. Sollte der Patient keinen Wurmfortsatz mehr besitzen, wird hier anstelle dessen ein weiteres 20 cm langes Ileum-Segment verwendet.
Dieses Ventil wird operativ über den Bauchnabel ausgeleitet. Zur Entleerung der neuen Blase werden die Betroffenen zur Einmal-Katheterisierung angeleitet. Das reguläre Füll-Volumen einer so operierten Blase beträgt ca. 300 bis 600 ml. Grundlage für eine solche Operation sind motivierte, medizinisch geeignete Betroffene.
Quelle: