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PHOTOMED STUDIE
Im Winter 2010/2011 führte Photomed eine umfassende Kundenbefragung durch. Im Rahmen dieser Befragung wurden das Kundenverhalten, mögliche Probleme sowie die Zufriedenheit der Nutzer von Solarien erforscht.
PHOTOMED VERBAND
Photomed fördert und unterstützt die wissenschaftliche Forschung zu allen Fragen der Photomedizin und betreibt aktiv die Verbreitung ihrer Ergebnisse in der Fach- und allgemeinen Öffentlichkeit.
Studie: E.Thieden et al., Sunbed Radiation Provokes Cutaneous Vitamin D
Synthesis in Humans. A Randomized Controlled Trial, Photochemistry and
Photobiology, Nov-Dez. 2008 ; 84(6):1487-92
Tatsache ist, alle Sonnenbänke erhöhen den Vitamin D-Spiegel. Auch die Nutzung von Solarien mit einem geringeren UV-B-Anteil am Strahlensprektrum erhöht den Vitamin D-Spiegel. Den Nachweis liefert jetzt eine Studie an der Universität von Kopenhagen, bei der
neben modernen Solarien mit sonnen-ähnlichen Strahlenspektren auch Bänke mit einem deutlich überproportionalen UVA-Anteil eingesetzt wurden. Dass sich diese einfache Lösung eines derart verbreiteten Gesundheitsproblems bisher nicht hat durchsetzen können, liegt auch an den ebenso unermüdlich wiederholten wie falschen Argumenten von einigen Dermatologen: Da das Solarium kaum oder kein UV-B (notwendig für die Vitamin D-Synthese) sondern fast ausschliesslich UV-A ausstrahle, so wird behauptet, könne es im Solarium nicht zu einer ausreichenden Vitamin D-Produktion kommen. Das ist, wie sich nun erweist, ein doppelter Trugschluss:
1.Ähneln moderne Solarien der Sonne im Anteil der abgegebenen UVB-Strahlen,
haben also in etwa die gleiche Wirkung und
2. beweist die neue Studie, dass auch Solarien mit höherem UV-A-Anteil die
Vitamin D-Produktion in der Haut in Gang bringen.
„Unsere Studienergebnisse zeigen, dass Sonnenbänke mit einer Strahlung von
nur 0,5% bzw. 1,4% UVB den Vitamin D-Spiegel (Serum 25 OH D) im Blut erhöhen.“ So der Leiter der Forschergruppe am Bispebjerg Hospital der Universität Kopenhagen. Zwei repräsentativ ausgewählte Gruppen gesunder europäischer Frauen wurden zunächt in Abständen von zwei-vier Tagen vier Mal für zunächst jeweils sechs Minuten später weitere vier Mal für 12 Minuten auf eine Sonnenbank mit niedrigem UVB-Anteil (Gruppe 1: 0,5% UVB, Grupps 2: 1,4% UVB) geschickt. Eine vergleichbare Kontrollgruppe erhielt keine Besonnung im Solarium. Ergebnis: Während sich bei der „unbesonnten“ Kontrollgruppe innerhalb von 9 bzw. 18 Tagen keinerlei Veränderung im Vitamin D-Spiegel zeigte, hatte sich in der Gruppe 1 innerhalb von 9 Tagen der Spiegel um 12, bei der Grupppe 2 um 27
nmol/mL gesteigert.
Studie: Alina Carmen Porojnicua et al., Sun beds and cod liver oil as
vitamin D sources, Journal of Photochemistry and Photobiology B: Biology,
doi:10.1016/j.jphotobiol.2008.02.007
Kann in einer Vitamin-D Mangel-Situation das Solarium mit ihren UV-Strahlen
helfen oder lässt sich der Mangel ebenso gut oder besser durch die Ernährung
oder Nahrungsergänzungen beheben? Dieser Frage ist eine Forschergruppe an der medizinischen Fakultät der Universität Oslo nachgegangen. Die Ergebnisse münden in ein Plädoyer für das Solarium:
Die Teilnehmer an dem Experiment, Norweger zwischen 20 und 35 Jahren, mit dem sensiblen Hauttyp I oder II, erhielten zweimal pro Woche eine Bestrahlung auf einer handelsüblichen Sonnenbank unterhalb der Erythem-Grenze (MED – die Bestrahlungsdosis, bei der die Haut eine erste Rötung zeigt) für die Dauer von vier Wochen. Es zeigte sich, dass ohne Hautschäden der Vitamin D-Spiegel (25 OH D3) in dieser Zeit um durchschnittlich 40 Prozent gesteigert werden konnte. Die Probanden entwickelten eine milde Bräunung ihrer Haut. Im Anschluss an die Besonnung im Solarium wurde einer Gruppe regelmäßig Lebertran – das effektivste Nahrungsergänzungmittel mit Vitamin D – verabreicht. Eine andere Gruppe erhielt keine zusätzliche Vitamin D-haltige Nahrung. Acht Wochen nach dem letzten Besuch im Solarium war der Vitamin D-Pegel bei allen Probanden wieder auf den ursprünglich gemessenen Stand zurück gegangen – auch in der „Lebertran-Gruppe“!
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