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Anhand von Aufnahmen und Interviews in Damaskus und Basel stellt die Installation Methoden einer Annäherung an ein städtisches Gefüge mit seinen Lebensrealitäten nebeneinander und fragt nach der jeweiligen Wissensgenerierung. Im ersten Kanal werden Anwohnerinnen in einem Interview zu ihrem Altstadtquartier in Damaskus befragt, im zweiten eine experimentelle Methodik der Architekturtheorie (Kamerafahrt) thematisiert und im dritten eine Präsentation einer Forschungsreise von internationalen Architekturstudierenden nach Damaskus dokumentiert. Dabei entstehen drei fiktive Erzählungen, die jeweils von demselben Ort ausgehen, sich aber durch ihren spezifischen diskursiven Hintergrund in unterschiedlicher Weise entwickeln. Mit den skizzierten (Denk-)Räumen wird die Wechselbeziehung zwischen den visuellen Kontexten und den Diskursen thematisiert, die sich gegenseitig beeinflussen sowie reproduzieren. Die Gleichzeitigkeit der drei Videoloops ermöglicht assoziative Beziehungen und Verknüpfungen der Perspektiven, weist auf Verbindungslinien und Widersprüche hin, und fragt nach den jeweiligen Machtverhältnissen. Westlich geprägte Blickregime, die beispielsweise das Bewahren der sozialen und architektonischen Struktur eines Altstadtquartiers in den Vordergrund rücken, sollen hinterfragt werden. So weist etwa eine Bewohnerin im Gespräch darauf hin, dass viele Frauen ihr "traditionelles" Haus gerne mit einer modernen Wohnung tauschen würden, da die Hausarbeit in einer modernen Wohnung um einiges leichter falle.