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E-Gitarre
Im Gegensatz zu einer akustischen Gitarre erfolgt bei der elektrischen Gitarre die Tonabnahme elektrisch. Entwickelt wurden elektrische Gitarren seit den 1920er Jahren. Die Gitarre sollte eine größere Lautstärke erhalten. Speziell die Jazzgitarristen konnten sich schlecht gegen ein Klavier oder gegen die Bläser durchsetzen. Zuerst erhielten die akustischen Gitarren, die über einen Resonanzkörper verfügten, einen angebauten Tonabnehmer. Bald setzte sich allerdings die elektrische Gitarre ohne Resonanzkörper durch. Der Hals einer elektrischen Gitarre ist schmaler als bei einer klassischen Konzertgitarre. Deshalb umgreifen die Gitarristen beim Spielen den Hals der Gitarren, sie verwenden ebenfalls den Daumen zum Greifen einer Saite.
Entwicklung der elektrischen Gitarre ohne Resonanzkörper
Zuerst wurde versucht die Lautstärke einer Gitarre durch einen grösseren Resonanzkörper zu erhöhen. Bald wurden Tonabnehmer entwickelt, die sich die Schwingung der Stahlsaiten zunutze machten. In den nächsten Jahren befassten sich zahlreiche Gitarrenbauer mit der Entwicklung einer elektrischen Gitarre. Die erste E-Gitarre, die in Serie angefertigt wurde, entwickelte Leo Fender Anfang der 1950er Jahre. Noch heute ist die Solidbody-E-Gitarre unter dem Namen Telecaster bekannt, sie wird immer noch angeboten. Dieses Modell besitzt einen Korpus aus massivem Holz, der Hals ist durch einen Halsstab verstärkt, damit der Zug der Saiten den Hals nicht verbiegen kann. Vier Jahre später brachte Fender die elektrische Gitarre Stratocaster auf den Markt, dieses Modell verfügte über einen Tremolohebel. Die Stratocaster zählt zu den klassischen Modellen, die ebenfalls noch angeboten werden. Bekannt ist das Modell Les Paul der Marke Gibson, sowie eine siebensaitige elektrische Gitarre der Marke Ibanez. Entwickelt wurde sie von dem Gitarristen Steve Vai in Zusammenarbeit mit dem Hersteller. Inzwischen werden E-Gitarren von zahlreichen Herstellern angeboten, Vorbild dieser Modelle ist die Fender Telecaster.
Spielweisen der E-Gitarren
Namhafte Gitarristen haben die technische Entwicklung der Solidbody-E-Gitarre durch ihre Spielweisen beeinflusst und vorangetrieben. Beispielsweise verwendete Jimi Hendrix die Rückkopplung, legendär ist sein Rocksound, den er auf seiner Fender Stratocaster spielte. Ebenfalls ist Eric Clapton für sein besonderes Spiel auf der elektrischen Gitarre bekannt. Für sein experimentelles Gitarrenspiel mit dem Tremolohebel erhielt der Gitarrist Jeff Beck einen Grammy. Keith Richard benutzt häufig die offene G-Stimmung, er verzichtet bei seiner fünf-saitigen Gitarre auf die tiefe E-Saite. Unverwechselbar ist das Gitarrenspiel von Mark Knopfler durch seinen speziellen “Fingerstyle”. Edward van Halen verwendete erstmals das Tapping auf einer E-Gitarre.
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