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MARIA STUARDA di Gaetano Donizetti
Tragedia lirica in drei Akten von Gaetano Donizetti (1797-1848)
Libretto von Giuseppe Bardari nach der gleichnamigen Tragödie von Friedrich Schiller
In Gaetano Donizettis Oper Maria Stuarda gibt es eine Szene von singulärem Rang im Belcanto Repertoire des 19. Jahrhunderts: Königin Elisabeth I. und ihre Rivalin Maria Stuart stehen sich gegenüber und schleudern sich Vorwürfe und hasserfüllte Beleidigungen ins Gesicht. Historisch hat es diese Szene wohl nie gegeben. Die Konfrontation der schottischen und der englischen Königin ist ein Geniestreich aus der Feder von Friedrich Schiller. Gaetano Donizetti hat das hitzige Duell der Königinnen zum Herzstück seiner Oper gemacht – und damit einen seiner bühnenwirksamsten Momente überhaupt geschaffen. Donizettis Librettist hat Schillers Tragödie radikal vereinfacht: Maria Stuart ist seit Jahren im Schloss Fotheringhay gefangen. Aus Angst vor ihren Ansprüchen auf den englischen Königsthron hat Elisabeth I. sie dort einsperren lassen. Bei der Begegnung der beiden Königinnen eskalieren die Rivalitäten, und Elisabeth fasst den Entschluss, Maria töten zu lassen. Als der Graf von Leicester um Gnade für die schottische Königin bittet, glaubt sich Elisabeth von dem Mann, den sie selber liebt, verraten und ordnet Marias Hinrichtung an. Maria Stuarda ist ein schauriges und hochemotionales Historiendrama, ganz nach dem Geschmack der italienischen Romantiker. Doch der Erfolg wollte sich nicht einstellen: König Ferdinand II. verbot die Aufführung der politisch zu anrüchigen Erstfassung, und als die Uraufführung 1835 schliesslich an der Mailänder Scala stattfand, trat die berühmte Maria Malibran mit heiserer Stimme auf die Bühne. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts fand die Oper ihren festen Platz im Repertoire und wurde zum Bravourstück für die beiden Königinnen.
Wir sind sicher, eine dem hohen Rang der Partien angemessene Besetzung gefunden zu haben: Keine Geringere als die Starsopranistin Diana Damrau singt die Titelpartie. Die junge Georgierin Salome Jicia, die etwa beim Rossini-Festival in Pesaro für Aufsehen gesorgt hat, steht ihr als Elisabeth I. gegenüber. Pavol Breslik gibt den Grafen von Leicester. Mit David Alden inszeniert einer der erfahrendsten Vertreter seiner Zunft zum ersten Mal am Opernhaus Zürich.
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