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Perikarderguss wird meist als Zufallsbefund auf einem Röntgenbild oder im Rahmen einer Echokardiographie festgestellt. Die Echokardiographie kann ausschliessen, dass der Erguss das Herz bei der Arbeit 'stört'. Ursachen sind Schilddrüsenfehlfunktionen, Entzündungen etc. Oft wird der Grund nicht gefunden und der Erguss verschwindet mit der Zeit, trotzdem sollte der Grund aktiv gesucht werden.
Das Perikard umschliesst das Herz und bietet ihm eine gleitfähiges immer leicht befeuchtetes Milieu welches die Kontraktion des Hezrens ohne Energieverlust erlaubt. Zwischen dem Perikard und dem Epikard (der äussersten Schicht des Herzens) findet sich inder Regel ein dünner Flüssigkeitsfilm. Bei systemischen Entzündlichen Erkrankungen aber auch nach Reitzungen des Hezens (nach Infarkt, Schrittmacher oder auch nur Stenteinlage etc.) kann die Menge der Flüssigkeit im Herzbeuten massiv zunehmen. Nimmt diese Menge langsam zu, können sich bis zu 2 Liter um das Herz bilden, ohne das die Funktion des Herzen auf lebensgefährliche Art behindert wird (Tampoade).
Beim klicken auf das links oben stehende Bild sehen Sie ein Video eines Patienten mit Perikarderguss (PE). Das rechts stehende Bild zeigt das gleiche Herz im Querschnitt.
(LA=linker Vorhof, LV=linker Ventrikel, RA=rechter Vorhof, RV=rechter Ventrikel)
Wird ein Perikarderguss festgestellt, so sollte versucht werden, die Ursache dafür zu finden. Die häufigste Ursache in der Schweiz sind Schilddrüsen Über- oder Unterfunktion. Mittels Blutuntersuchungen kann diese und viele andere Ursachen (Entzündungen, Infektionen etc.) gefunden oder ausgeschlossen werden. Ein Thoraxbild und bei Frauen eine Mammographie sind weitere sinnvolle Untersuchungen. Ab einer bestimmten Menge Erguss kann dieser punktiert und das gewonnene Material zytologisch untersucht werden. Dies ist selten nötig.
Perikarderguss tritt bei Frauen ums Alter der Menopause nicht selten auf und meist verschwindet er nach Monaten oder Jahren wieder ohne das eine spezifische Ursache dafür gefunden werden konnte.
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