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Die ukrainische Regierung hat einige der grössten Energiehändler der Welt aufgefordert, den Handel mit russischem Rohöl einzustellen. Dies berichtet die «Financial Times». Anbieter wie Vitol, Trafigura, Glencore und Gunvor würden weiterhin grosse Mengen an russischem Rohöl und russischen Produkten, inklusive Diesel, handeln.
Oleg Ustenko, Wirtschaftsberater des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski, forderte die vier Unternehmen Ende März schriftlich auf, den Handel mit den russischen Rohstoffen unverzüglich einzustellen, da die Exporteinnahmen den Kauf von Waffen und Raketen durch Moskau finanzieren.
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«Tatsache ist, dass die Händler handeln und Russland dabei helfen, dieses Blutgeld zu erhalten», sagte Ustenko der «Financial Times». «Sie befinden sich in einem Kreislauf der Finanzierung von Kriegsverbrechen und Völkermord an ukrainischen Bürgern.»
Die russischen Ausfuhren von Rohöl, raffinierten Produkten und Gas nach Europa würden Moskau rund 850 Millionen Dollar pro Tag einbringen, heisst es in dem Bericht.
Die betroffenen Unternehmen teilten mit, sie würden die Geschäfte herunterfahren: So lässt Vitol wissen, dass keine neuen Geschäfte mit russischem Öl abgeschlossen würden. Der Handel mit Rohöl und Produkten russischen Ursprungs werde eingestellt. Ähnlich äusserte sich Trafigura.
Gunvor erklärte, es sei gesetzlich verpflichtet, bestehende Handelsverträge zu erfüllen, die nicht sanktioniert seien. Neue Geschäfte würden nicht getätigt. Laut Glencore würden keine neuen Handelsgeschäfte mit russischen Rohstoffen eingegangen.
(tim)