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Max Bill
Schweiz
22.12.1908, Winterthur - 9.12.1994, Berlin
Maler, Bildhauer, Architekt, Designer, Kunstpublizist
Herkunft, Biografie
Zunächst liess sich Max Bill an der Zürcher Kunstgewerbeschule zum Silberschmid ausbilden, bevor er von 1927 bis 1929 am berühmten «Bauhaus» in Dessau (Deutschland) Architektur studierte. Dort war er unter anderem Schüler von Walter Gropius und Hannes Meyer. Er kam mit Malern wie Kandinsky, Klee und Schlemmer in Berührung.
1930 kehrte er nach Zürich zurück, wo er als Architekt, Landschafts- und Stadtplaner, Industrie- und Möbeldesigner, Maler, Bildhauer, Kunstpublizist und Kunsttheoretiker tätig war. Politisch engagierte er sich von 1967 bis 1971 als Nationalrat des LdU, (Landesring der Unabhängigen).
Künstlerisches Schaffen
Durch seine künstlerische Suche nach einer Schnittstelle zwischen ästhetischen und mathematischen Denkweisen, wurde er schon 1936 ein vielbeachtetes Mitglied der Pariser Künstlergruppe «Abstraction-Création» und einer der bekanntesten Vertreter der sog. «konstruktiven Kunst».
Rechte Winkel, reine Farben und makellose Oberflächen sind bezeichnend für sein Werk, mit dem er sich gegen eine Welt voller Kompromisse, Fehlspekulationen und chaotische Zustände wandte.
Max Bill arbeitete auf mathematischen Grundlagen und seine geometrischen Zeichen sollen nur auf sich selbst verweisen, nichts darstellen oder symbolisieren. Unter «konkreter Kunst» verstand er alle Kunst, welche eine Idee im Raum, Zeit, Licht, Bewegung, Farbe und Materialien artikuliert.
Seine Idee und seine Überzeugung, dass die Kunst positiv auf den Menschen wirken kann, verbreitete er auch in seiner Lehrtätigkeit, als Gastreferaten, als Initiator von Ausstellungen sowie als Mitglied verschiedener Gruppierungen und Vereinigungen in der Schweiz, Deutschland und Frankreich.
Hinweise, Ausstellungen, Quellen
Ausstellungen, Auszeichnungen
Zahlreiche Galerien und Museen auf der ganzen Welt widmeten ihm schon zu Lebzeiten Ausstellungen. Er nahm an diversen Wettbewerben, Biennalen und Triennalen teil und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seine Werke finden sich weltweit in Museen und Privatsammlungen.
Quellen
«Ausstellung Max Bill», Staatsgalerie Stuttgart, in der Basler Zeitung vom 13.12.1994
Reclams Künstlerlexikon
Dokumentationen Galerie HILT