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«Schon wieder einer, der in Huttwil zur Schule ging und anderswo erfolgreich wurde», dachte ich mir, als ich Manuel Rentsch beim sehr gut besuchten Wirtschaftsanlass der Einwohnergemeinde Huttwil zuhörte. Brain drain, in Deutsch Talentabwanderung, ist ein Thema, das mich sehr interessiert und ich kenne mittlerweile einige prominente Ausgewanderte, die in Huttwil die Schulbank gedrückt haben. Damit meine ich nicht etwa, dass alle Intelligenten weggezogen sind, gar nicht. Alleine schon nur die Geschwister dieser ausgewanderten Prominenten sind ja auch nicht von schlechten Eltern.
Positiv formuliert könnte man auch sagen, dass die Schule Huttwil es immer wieder schafft, Talente zutage zu bringen. Das Talentförderprogramm trägt dabei das Seinige bei. Bei allen Talenten, die nicht im Förderprogrammen vorkommen, kann man zumindest sagen, dass ihnen keine Steine in den Weg gelegt werden.
Vielleicht hätte Silvio Berlusconis Vater in Eriswil bleiben sollen, als er während dem zweiten Weltkrieg dort interniert war. Dann hätte der kleine Silvio in Huttwil die Sekundarschule besucht (ich träume ein wenig), hätte vielleicht den sieben Jahre älteren Fritz Gerber kennengelernt (ich träume ein wenig mehr) und hätte dann nicht mit Vladimir Putin Freundschaft geschlossen (jetzt träume ich definitiv). Damit hätte er dann sein Land nicht in Abhängigkeit Russlands gebracht, weil er lieber billiges Erdgas aus Russland gekauft und dafür die italienische Gasförderung runtergefahren hat. Der Vladimir hätte ja immer noch seinen anderen Kumpel gehabt, den Gerhard, und bei dem wäre mir nicht bewusst, dass er die Chance gehabt hätte, Huttwils Talentschmiede zu besuchen.
Luigi ging also zurück nach Italien, war an ein paar nicht ganz so sauberen Sachen beteiligt und sein Sohn stand im später in Nichts nach.
Huttwil ist zwar mitten in der "Blauen Banane" und doch wandern Talente ab. Immerhin kommmen einige für Gastreferate zurück.