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Staatsanleihen (auch Staatsobligationen genannt) sind Obligationen, die von Staaten als Emittenten ausgegeben werden. Für die definierte Laufzeit geben Investoren dem Staat einen Kredit. Der Staat zahlt den Kredit nach Ablauf der Laufzeit mit einem Zins wieder zurück.
Es wird in der Regel unterschieden zwischen kurzfristigen (bis 4 Jahre), mittelfristigen (4 bis 8 Jahre) und langfristigen Laufzeiten (länger als 8 Jahre).
Staatsobligationen können durch den Staat selber (Selbstemission) oder durch eine dritte Instanz wie eine Bank (Fremdemission) ausgegeben werden.
Je nach Staatsanleihe wird diese privat oder öffentlich platziert. Bei öffentlichen Platzierungen können die Staatsobligationen zu einem Fixpreis verkauft werden oder aber nach einem festgelegten Versteigerungsverfahren (so genanntes Tenderverfahren).
Beispiel für Staatsobligationen mit einem Fixpreis sind die deutschen Bundesschatzbriefe, die nicht an der Börse gehandelt werden.
Beispiel für Staatsobligationen, die bei der Ausgabe versteigert werden, sind die Schweizer Bundesanleihen.
Schweizer Bundesanleihen werden nach dem holländischen Tenderverfahren vergeben, das heisst alle Zeichner zahlen schlussendlich denselben Preis. Beim amerikanischen Tenderverfahren hingegen zahlt jeder Zeichner denjenigen Preis, den er geboten hat.
Der Preis einer Anleihe kann somit bereits nach der Emission über dem Nennwert liegen. Man spricht dabei von Anleihen, die über pari ausgegeben werden. Es sind auch Emissionen zu pari oder unter pari möglich.
Nach der Versteigerung der Staatsobligationen können diese in der Regel auch am Sekundärmarkt gehandelt werden. In einem sinkenden Zinsumfeld steigen in der Regel die Preise von Anleihen.