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Rezension Ana de la Vega & Ramón Ortega Quero
Ersatzlösung
So reizvoll es wäre, diese Stücke auf der dafür gedachten Lira Organizzata zu hören, so wenig überzeugend erscheint die Bearbeitung.
Die Lira Organizzata, auf deutsch Orgelleier, war eine instrumentale Kuriosität des 18. Jahrhunderts, ein Hybridinstrument aus Drehleier und Miniorgel. Der spanische König Ferdinand IV. spielte sie und beauftragte renommierte Komponisten, ihm Werke dafür zu liefern: darunter auch Joseph Haydn, der für Ferdinand fünf Konzerte schrieb, allesamt leichgewichtige Werke im Divertimento-Stil von überschaubarer Faktur. So reizvoll es wäre, diese Stücke mit dem dafür gedachten Soloinstrument zu hören – es gibt eine einzige Aufnahme mit dem Ensemble Baroque de Limoges und einer nachgebauten Lira – so wenig überzeugend erscheint die Ersatzlösung einer Besetzung mit Flöte und Oboe, deren Potential in diesen Stücken nicht einmal ansatzweise ausgelotet wird. Daran ändert auch die luxuriöse Besetzung dieser Aufnahme wenig, selbst wenn die beiden Originalwerke von Stamitz einen Eindruck von deren Können vermitteln.
J. Haydn: Konzerte für 2 Lyren Nr. 1 & 3
Stamitz: Stamitz: Flötenkonzert D-Dur & Konzert G-Dur für Flöte, Oboe & Orchester
Ana de la Vega (Flöte), Ramón Ortega Quero (Oboe), Trondheim Soloists
Pentatone