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Im Rahmen seiner Europatour im Frühsommer 1947 hatte Thomas Mann sich auch einen guten Monat in Zürich aufgehalten und dort am 10. Juni 1947 eine Ansprache an die Zürcher Studentenschaft gehalten, die im Zürcher Student abgedruckt worden war. Im Oktober des darauffolgenden Jahres erreichte ihn eine Sendung mit zwei Ausgaben des Magazins, die spaßhafte Beiträge über den 1947 erschienenen Roman Doktor Faustus enthielten. Mann reagierte darauf mit diesem Text, den er unmittelbar am nächsten Tag verfasste und an die Redaktion sandte, die ihn in das nächste Heft (Jahrgang 26/1948) aufnahm. Dass seine studentischen Leser auf den Humor aufmerksam geworden waren, erfreute Mann offenbar: »Wenn ich jenem Adrian Leverkühn irgend etwas von mir selbst mitgegeben habe, so ist es der Sinn für Komik und die Neigung zur Parodie.«
Autorentext
Thomas Mann, 1875 1955, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Ab 1933 lebte er im Exil, zuerst in der Schweiz, dann in den USA. Erst 1952 kehrte Mann nach Europa zurück, wo er 1955 in Zürich verstarb.