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ADHS oder Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung ist ein hochgradig genetisch bedingtes hirnbasiertes Syndrom, das durch die Regulierung bestimmter Teile der Hirnfunktionen und Verhaltensweisen verursacht wird. Es handelt sich nicht um einen "Einheitsgrößen"-Syndromtyp. Die Gehirnfunktion und die damit verbundenen Verhaltensweisen können von Person zu Person unterschiedlich sein.
Eigentlich gibt es drei Haupttypen von ADHS, die unaufmerksam, hyperaktiv/impulsiv und kombiniert auftreten können:
Bei unaufmerksamem ADHS zeigt jemand genügend Unaufmerksamkeitssymptome, wie z.B. dass er leicht abgelenkt wird, aber nicht hyperaktiv oder impulsiv ist.
Bei hyperaktivem oder impulsivem ADS scheint eine Person ständig unterwegs zu sein, übermäßig zu reden, Schwierigkeiten zu haben, zu warten, bis sie an der Reihe ist, sich in ihrem Sitz zu winden, herumzurennen oder in unangemessenen Situationen zu klettern, und sie kann auch unfähig sein, ruhig zu sein und andere zu unterbrechen. Jemand mit Hyperaktivität und Impulsivität ADHS wird keine Unaufmerksamkeitssymptome haben.
Bei kombiniertem ADHS wird eine Person alle oben genannten Symptome aufweisen.
Behandlung von ADHS
Es gibt verschiedene Medikamente zur Behandlung der Symptome von ADHS. Am häufigsten werden stimulierende Medikamente wie Ritalin, Concerta und Adderall verschrieben, um die Hirnaktivität zu normalisieren, was die Symptome von ADHS zu lindern hilft.
Es gibt auch kognitive Verhaltenstherapien, die sich als wirksam erwiesen haben. Der Schwerpunkt liegt hier auf dem Aufbau neuer Fähigkeiten und Bewältigungsstrategien, um einen Weg zur Verarbeitung der emotionalen und zwischenmenschlichen Auswirkungen von ADHS zu schaffen. Oft erleben Patienten, bei denen ADHS diagnostiziert wird, Symptome von Angst und Depression. Für viele kann dies zusätzliche Medikamente oder eine Behandlung im Rahmen der Behandlung von ADHS erforderlich machen.
CBD zur Behandlung von ADHS
CBD wird als eine Form der Behandlung von ADHS ein wenig tabuisiert. Der Hauptgrund dafür ist der Mangel an Forschung darüber und die Tatsache, dass viele ADHS-Patienten Kinder sind. Es gibt viele öffentliche Foren im Internet, in denen Patienten, bei denen ADHS diagnostiziert wurde, ihre Geschichten über die Selbstmedikation erzählen. Oftmals werden Cannabinoide, einschliesslich CBD, diskutiert. Es gibt immer noch nicht genug Forschung, um die Verwendung des CBD als Behandlungsplan, den Ärzte verschreiben werden, voll zu unterstützen, aber es gibt genug Forschung, um weitere Forschungen über CBD und ADHS zu unterstützen.
Wir glauben dass, das CBD auf das endokrine System einwirkt, indem sie Dopamin bei ADHS-Patienten reguliert, um zur "Normalisierung" ihrer Symptome beizutragen. Dopamin wirkt als motivierende Komponente eines belohnungsbasierten Verhaltens. Niemand weiss genau, was ADHS verursacht, aber wir haben gelernt, dass bei Patienten, bei denen ADHS diagnostiziert wurde, niedrigere Dopaminspiegel vorhanden sind. Forscher glauben, dass dies durch Neuronen im Gehirn verursacht werden kann, die eine höhere Konzentration von Proteinen, die als Dopamintransporter bezeichnet werden, aufweisen. Diese Proteintransporter können verhindern, dass Dopamin in die nächste Zelle gelangt, d.h. sie verhindern im Wesentlichen, dass Dopamin dorthin gelangt, wo es hin muss. Dadurch werden dann die Auswirkungen von Dopamin gemildert, die verhindern, dass der Patient die Wirkung von Dopamin auf uns erfährt. Höhere Dopamintransporterspiegel sind auch mit ADHS verbunden. Die Entdeckung, dass CBD mit diesen Dopaminrezeptoren interagieren kann, gibt Anlass zu echter Hoffnung auf andere mögliche Behandlungen.
Das Journal of Psychopharmacology veröffentlichte 2012 eine Studie, die sich mit den Auswirkungen der CBD auf die Verringerung der Hyperaktivität, der Aufmerksamkeitsspanne und der Verringerung des sozialen Ermittlungsverhaltens befasste. Diese Studie wurde an Laborratten durchgeführt. Sie wurden mit 3 mg/kg/Dosis CBD behandelt. Die Ergebnisse der Anwendung von CBD bei den Ratten schienen die ADHS-Symptome der Hyperaktivität zu "normalisieren". Die anderen Symptome zeigten keine signifikante Veränderung. Was genau die CBD tat, um diese "Normalität" zu verursachen, muss weiter untersucht werden. Diese Studie allein ist ein sehr vielversprechendes Ergebnis und unterstützt erneut die Notwendigkeit weiterer Forschung über die CBD als Behandlungsoption für ADHS.
In einer vom Institut für Psychiatrie in London durchgeführten Studie untersuchten Forscher die Auswirkungen von Cannabinoiden auf Patienten mit ADHS. Viele Patienten in dieser Studie teilten mit, dass sie sich selbst mit Cannabinoiden behandelten und sie vor dieser Studie den Medikamenten gegen ADHS vorzogen. Die Studie bestand aus randomisierten, plazebokontrollierten Tests. Den Teilnehmern wurde nach dem Zufallsprinzip entweder das aktive Medikament, Sativex, oder ein Placebo zugeteilt. Sativex ist eine synthetische Form von Cannabis in einer Sprayform. Die Ergebnisse zeigten eine Zunahme der kognitiven Leistung und des Aktivitätsniveaus. Die Patienten erlebten eine Verbesserung bei Hyperaktivität/Impulsivität und eine Verbesserung bei Unaufmerksamkeit. Diese Studie lieferte vorläufige Beweise, die die Selbstmedikationstheorie des Cannabiskonsums bei ADHS und die Notwendigkeit weiterer Studien über das Endocannabinoidsystem bei ADHS unterstützen.