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Two Birds with one Stone
Das englische Sprichwort, welches im deutschsprachigen Raum seine Entsprechung in der Klappe und den Fliegen findet, macht es deutlich: Wir versuchen hier ein Kunststück, das nur in den wenigsten Fällen gelingt. Es soll eine Regulierung für den Stadtkörper gefunden werden, welche sowohl flexibel wie auch rechtssicher ist.
(…vorher) Die Typologie kann als Beschreibungssystem begriffen werden, welches die städtische Bauweise durchgängig zu charakterisieren vermag. Sie nimmt zum einen nicht nur auf quantitative Kriterien Bezug, wie das normale Baugesetzte tun. Sie hat auch eine formale Komponente. Zum anderen ist sie nicht nur der Regelung im Detail verpflichtet sondern, beschreibt auch eine übergeordnete Absicht. Im Begriff der Typologie ist also gleichermassen die Idee einer offenen Leitlinie und eines geschlossenen Werkzeugkataloges angelegt.
Der grosse Vorzug einer typologischen Beschreibung der Stadt ist ihre Durchgängigkeit. Zunächst klärt sie die Beziehung von gemeinschaftlich genutzten Flächen zu privaten Bereichen. Dann zeigt sie die Beziehung zwischen den einzelnen privaten Zellen auf. Zu guter Letzt beschreibt sie eine Vielzahl formaler Details. Diese Durchgängigkeit ist die Grundlage für die erfolgreiche Ausprägung eines Gebietscharakters. Innere Schlüssigkeit und Widererkennbarkeit, nicht nur von einzelnen Orten und Bauten, sondern von einer ganzen Struktur, sind kaum anders zu haben.
Wie aber könnte die Umsetzung eines typologischen Regelwerkes in der Realität aussehen? Für jedes Stadtgebiet wird ein detaillierter Typologiebeschrieb angefertigt. Nach diesem richten sich die Entwürfe der Architekten und die Bewilligungspraktik der Behörden. Hierbei stellt sich eine zentrale Frage: Können die Unterschiede zwischen den benachbarten Gebäuden begründet werden oder sind sie so gross, dass sie keinen gemeinsamen Quartierscharakter mehr bilden können?
Bei Streitfragen kann der Werkzeugkatalog beigezogen werden. Dieser listet auf, welche Formen, Abmessungen und Verhältnisse in einem Gebiet angewandt werden dürfen. Abweichungen könnten auf dieser Basis quantifiziert werden. Falls diese ein gewisses Mass übersteigen, ist das Projekt nicht Typologiekonform.
Die städtebauliche Definition wird so von zwei Seiten beschrieben. Sie artikuliert eine Hauptabsicht, nach der man sich im Normalfall problemlos richten kann. Sie hält aber auch einen Rahmen für jene Projekte bereit, die an die Grenzen der Interpretation dieser Zielwerte stossen. Die Flexibilität liegt damit in den Interpretationen des Zielwertbeschriebes. Die Rechtssicherheit liegt in der Möglichkeit die vorgegebenen Katalogbestandteile nach Wunsch miteinander zu kombinieren. (Weiter bei …)