Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03399.jsonl.gz/120

I have to take photos of Lealanie, but I’m too busy talking, catching up, been too long since we’ve hung out, and I have to keep reminding myself to actually take some photos. It’s too easy, maybe that’s it. Face like hers, it’s a breeze finding A Shot, comes real easy, so my mind wanders, see. Focuses on conversation, not possible photos to be taken. Or maybe it’s that I’ve taken pictures of her face for…jesus, almost ten years. The comfort that’s bred from familiarity. But it’s probably that some folks are just loads of fun to kibbitz with, photos have to take a backseat to a good kibbitz.
Not Far Away
Was there ever a more beautiful sound than your name? To speak it aloud makes my heart ring like a bell. Strange to imagine that, isn’t it – a heart ringing – but when you touch me that is what it is like: as if my heart is ringing in my chest and the sound shivers down my veins and splinters my bones with joy.
Why have I written these words in this blog? Because of you. You taught me to love this book where I had scorned it. When I read it for the second time, with an open mind and heart, I felt the most complete despair and envy of Sydney Carton. Yes, Sydney, for even if he had no hope that the woman he loved would love him, at least he could tell her of his love. At least he could do something to prove his passion, even if that thing was to die.
I would have chosen death for a chance to tell you the truth, Tessa, if I could have been assured that death would be my own. And that is why I envied Sydney, for he was free.
And now at last I am free, and I can finally tell you, without fear of danger to you, all that I feel in my heart.
You are not the last dream of my soul.
You are the first dream, the only dream I ever was unable to stop myself from dreaming. You are the first dream of my soul, and from that dream I hope will come all other dreams, a lifetime’s worth.
With hope at least
Nach der Musik kommt die Nacht, nach der Nacht der Sonnenschein und du lächelst, weil dich jemand im Arm hält ohne Erwartungen und ohne Fragen. Nach der Musik kommt die Nacht, immer wieder, sie ist kalt wie deine Füsse auf dem Kies in diesen viel zu dünnen Schuhen und den viel zu leicht genommenen Küssen, du spürst dich nicht und dein Herz, es schlägt. Ja doch, nur wie lange schon, in diesem Takt, der nicht zur Musik passt oder vielleicht auch viel zu gut; der Soundtrack deines Lebens ein trauriges Saxophon, gespielt von einem traurigen Mann mit eiskalten Fingern bei drei Grad Celsius. Ein trauriges Saxophon und dein trauriges Herz.
Winter bei 20 Zentimetern Neuschnee und du auf einem einsamen Spaziergang in den Bergen.
Wenn du gehst, nimmst du nichts mit von mir; meine Gedanken hängen dir nicht nach, vielmehr bleibt etwas von deinen an mir kleben. Kleine Gewissheiten deiner Gegenwart, deiner Existenz; Haut, Mund, Lippen; der weiche Ausdruck in deinem Gesicht; wie du mich an dich ziehst; wie ich vorsichtig dein Gesicht studiere, um nach Veränderung zu suchen, oder nach Kälte, aber nicht fündig werde, und seufzend vergrabe ich meinen Kopf an deiner Schulter und du freust dich, und ich freue mich; wir sind zwei warme Wesen, zwei warme Wesen, die sich gern noch näher wären jetzt, aber es sind Leute im Wohnzimmer, es sind noch andere im Haus, deshalb nur Haut zeigen, wo Haut erlaubt ist, und meine Hand greift sich dein Shirt, und du greifst in mein Haar.
Aber eins weiss ich mit Sicherheit: Dass wir das Leben führen, für das wir uns entscheiden. Dass wir so tief fallen, wie wir es zulassen, dass wir so weit sehen, wie wir es wagen, die Augen zu öffnen. Und dass die Worte, die wir sprechen, nur so lange weiterklingen, wie wir ihnen Nachdruck verleihen.
Ich gehe spazieren. Kurve um Kurve geht es hinauf auf die Anhöhe über der Stadt. Laub verschiedenster Form und Farbe säumt den Weg. Ein wenig Nässe der letzten Tage liegt verstreut hier und dort in den schattigen Stellen. Ich mag es, wenn meine Füsse in die bunten Blätterhaufen eintauchen. Ich mag es, sie davon zu stossen. Es ist ein sonniger Novembertag. Der Wind bläst. Schritt für Schritt erklimme ich die Anhöhe, die sich Biegung für Biegung immer weiter nach oben zieht. Ich blinzle in die Sonne, die mir mitten ins Gesicht scheint. Welch stilles Glück in diesen kleinen Momenten liegt.
Oben, auf dem Hügel angekommen, überblicke ich die Stadt, die links und rechts und rundherum zu meinen Füssen liegt.
Geradeaus, mit dem Rücken mir zugewandt, erblicke ich eine junge Frau, die ganz allein auf einem Stein sitzt. Ihr langes Haar und der dünne Schal an ihrem Hals flattern im Wind. Ihre Beine hat sie an sich herangezogen und mit ihren Armen umschlungen. Sie blickt hinab. Sie ist schön.
Regen. Nebel, Kaffee, zu zweit sein.
Gespräche, Blicke, Schatten, Bilder, je nach dem, auf was man steht und von wo aus man durchsieht.
Wenn das Feuer umkippt, ist immer einer da, der es für uns wieder einsammelt.
Zum Glück sind wir unbrennbar, sonst wären wir schon längst eine Geschichte im Wirrwarr der Zeit.
Uns gefällt das, aufheben, hinstellen und Gesprächsfetzen sammeln.
Ich schaue aus dem Fenster in den Herbst hinaus. Runter auf die Strasse und gegenüber läuft ein Fernseher.
Ja es dürfte bekannt sein, dass ich dem Sommer, aber insbesondere dem Frühling, sehr offensiv gegenüberstehe, um nicht zu sagen euphorisch. Der Herbst ist ja auch angenehm. Punkt.
Aber wenn ich krampfhaft etwas nennen sollte, was ich am Winter zu schätzen weiss, dann vielleicht diese angedeutete melancholische Stimmung, die in Verbindung mit den tiefen Temperaturen auftritt und die ansatzweise auch an den Herbst erinnert.
Das sitzen vor einem Feuer und starren auf die Flammen.
Aber im Sommer gibt es so viel mehr. Das allein-sitzen in einem Strassencafé und beobachten der Leute. Die Entdeckung des eigenen Willens, das Fahrrad stehen zu lassen und nachts nach Hause zu laufen. Nicht die Sonnencreme, sondern den Sonnenbrand. Nicht die Stimmung und die Leute auf all den Open-Airs, sondern,
das fühlen, bemerken, aufnehmen dieser Stimmung um einen herum, während man im Gras sitzt und irgendwo im Hintergrund nette Musik zu hören bekommt. Nicht der hohe Anteil der hellen Stunden am Tag, sondern die Chance, die Zeit von einem Sonnenuntergang bis zum Sonnenaufgang auf einer Spielplatzschaukel sitzend beobachten zu können und sich nicht dabei zu langweilen.
Du!
Die Sonne brennt mir ins Gesicht, Flimmern auf den Augen, Licht in den Wimpern. Der Sommer stiehlt sich an den Anfang des Herbstes; trotzt der Zeit mit blauem Himmel, obwohl der Schatten schon den ersten Winter mit sich trägt.
Ich drücke dich fest an mich und rolle mit dir zusammen über das Bett. Nach einer Weile bleiben wir liegen. Wir sind ganz still. Du liegst auf mir und bewegst dich nicht. Schaust mir in die Augen. Du berührst meine Nase mit deiner. Ich schliesse meine Augen und spüre deine weichen Lippen auf meiner Nasenspitze liegen. Mein Körper zittert. Dein Herz schlägt ganz schnell. Dein Haar liegt auf meiner Stirn. Dann küsst du mich. Berührst meine Lippen. Ich lausche deinem schnellen Atem, spüre ihn auf meiner Haut. Du spitzt deine schmalen Lippen, drückst sie vorsichtig auf meine. Bleibst einen Moment darauf liegen.
Diesen Moment grenzenlos gefühlter Schönheit, diesen Moment, den man auf ewig zu halten sucht, den man schwört, niemals gehen zu lassen.
Ein letzter Sonnenstrahl schält Dunkelheit von braunfarbenen Wänden und wuchtigen Holzbalken verströmen einen Duft aus vergangenen Zeiten. Ein schwerer Teppich, handgeknüpft, webt tiefes Ausatmen in einen Raum aus hölzernem Klang. Es klopft. Ich zupfe mir ein Lächeln zurecht und öffne die Tür. Lange Beine, in dunklen Strümpfen, verschwinden in einem kurzen Kleid. Du siehst bezaubernd aus, hinreissend, hübsch und süsse Erwartungen aus deinen hoffnungsfrohen Augen wünschen einen guten Abend. Als du in das Zimmer trittst, da tupft dein frohes Staunen ein wenig Grün an die braunfarbenen Wände. Wir stehen im Scheinwerferlicht eines jungen abends. Wir tanzen vielgehörte Lieder. Sind herrenlose Winde, die sich drehen, sich umwehen, nach einem Sturm in Zärtlichkeit verwehen, lass ebendies auch uns begehen. Ich lasse dich auf lila Kissen nieder und spüre dich in roten Küssen wieder. Das weiche Wachs abgebrannter Kerzen schmerzt süss in den Konturen eines zuckenden Körpers. Und am schlaflosen Ende einer verträumten Nacht malen wir mit rosaroten Filzstiften den Himmel neu.