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Die Forscher am Basler Unispital untersuchten 150 Patienten mit MS.
Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Die eine Gruppe bekam während 8 Wochen ein besonderes Achtsamkeitstraining; die andere Gruppe bekam ausser der normalen MS-Medikamente keine besondere Behandlung.
Das Achtsamkeitstraining beinhaltete, dass die Teilnehmer sich in ihren Alltagsbeschäftigungen wie Essen, Zähneputzen etc. beobachten und wahrnehmen, um so zu mehr innerer Ruhe zu finden. Auch sollte dieses Achtgeben zu einer besseren Akzeptanz von schwierigen Situationen oder Ereignissen führen.
Die Teilnehmer an diesem besonderen Training schienen sehr zufrieden zu sein mit dem Resultat: Sie berichteten über Verbesserungen der Erschöpfungszustände, der Depression sowie der Lebensqualität; nur 5 der Teilnehmer stiegen aus. Die meisten jener Teilnehmer, die kein solches Training bekamen, berichteten über leichte Verschlechterungen in den genannten Punkten.
Detailresultate
In der Trainingsgruppe gingen die depressiven Symptome gegenüber der anderen Gruppe um 30% zurück. Ein Drittel weniger berichtete am Ende der Studie sowie ein halbes Jahr später über schwere Symptome von Depressionen, Erschöpfung oder Ängste.
Die Forscher können nicht mit Sicherheit behaupten, die Verbesserungen seien durch das spezielle Achtsamkeitstraining erfolgt – der Placebo-Effekt könnte durchaus auch eine Rolle gespielt haben. Dennoch weisen sie darauf hin, dass Behandlungen, welche auf die psychische Befindlichkeit und damit auf die Lebensqualität von MS-Patienten hin zielen, wünschenswert seien.
September 28 issue of Neurology.
12.10.2010