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Glücksrad – Vom Steigen und Fallen
Das Glücksrad schmückt ein monumentales Rundfenster am Nordquerhaus des Münsters. Zehn in Sandstein gehauene steigende und stürzende Figuren sind zu sehen. Zusammen veranschaulichen sie die Wechselhaftigkeit des irdischen Glücks.
Das Besondere am Basler Glücksrad ist seine Beschaffenheit: Das eigentliche Rad mit Speichen und Felge ist nicht wie sonst üblich aus Stein, sondern aus Eichenholz. Wegen zunehmender Verwitterung mussten die Holzkonstruktion und die Sandsteinfiguren im Laufe der Zeit ersetzt werden. So wurde anlässlich der Aussenrestaurierung zwischen 1880 und 1890 das gesamte hölzerne Rad ausgebaut und durch ein steinernes ersetzt.
Ein Teil der Nabe sowie verschiedene Sandsteinskulpturen aus dem 13. Jahrhundert sind im Obergeschoss des Museums Kleines Klingental zu sehen: ein schlanker, bärtiger Greis, der eine Stufe erklimmt; von der anderen Seite des Rads ein stürzender Mann mit eingeknickten Beinen und nach unten fallendem Haar; und schliesslich der im Zenit des Rads thronende König.