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Zum ersten Mal fanden dieses Jahr Studentenweltmeisterschaften in der Sportart Ski-OL statt. Der internationale OL-Verband erhofft sich dadurch einer Aufnahme ins olympische Programm näherzukommen. Die Première ging im russischen Tula über die Bühne, rund 200 km südlich von Moskau.Zweimal fehlten Sandro Truttmann nur wenige Sekunden für den Gewinn eines Diploms an der Studenten-WM im Ski-OL.
Rang 8 als Bestresultat
Im Sprintrennen zum Auftakt belegte der Oberarther Sandro Truttmann den 11. Rang. Ihm fehlten 7 Sekunden zum Gewinn eines Diploms. Diese Sekunden verlor er vermutlich, weil er einen Kilometer vor dem Ziel einen Stockbruch zu beklagen hatte. In der Verfolgung am Tag darauf zeigte Truttmann dann ein starkes Rennen, er konnte drei Ränge gutmachen und es fehlten ihm wieder nur wenige Sekunden, vier, zum Diplomgewinn. Der Rückstand auf die Medaillenränge rund eine halbe Minute. „Die Sekunden waren nicht auf meiner Seite, aber mit meinen Leistungen bin ich zufrieden", meinte der 23-jährige. Positiv überrascht habe ihn vor allem, dass er in einem solch dichten Spurnetz mit den Besten mithalten konnte, was er, insbesondere nach 10 Tagen Krankheit, nicht erwartet hätte. Im abschliessenden Mitteldistanzlauf schaute ein 13. Rang heraus. „Physisch habe ich hier keinen guten Tag erwischt, und meine Ski bauten schon früh stark ab, so dass ich den Anschluss an die Spitze verlor", erklärt Truttmann dieses Resultat.
Fehlende Neulinge
Überragende Figur der Woche war der Bulgare Stanimir Belomazhev, welcher alle drei Einzelrennen gewann.
Nicht mit dabei an den Wettkämpfen waren die besten Läufer aus Schweden und Russland, welche sich für die EM schonten. Im übrigen ist es der Sportart auch mit der Aufnahme in den internationalen Hochschulsport noch nicht gelungen, Teilnehmer aus neuen Ländern zu rekrutieren. Auch in Russland nahmen vorwiegend Nord- und Osteuropäer teil. Was noch nicht ist, kann aber noch werden, denn zusammen mit den Militärweltmeisterschaften sind die Studenten-WM wohl der vielversprechendste Weg, die Sportart weiter zu verbreiten und damit den Olympia-Traum zu verwirklichen.