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Vor alten Zeiten gehörte die Lampertschalp hinter Zerfreila den Valsern. Aber schliesslich wurde die beste Alp des Tals für die geringe Summe von tausend Gulden an die Tessiner verkauft. Ein Advokat von Bellenz soll den Kaufbrief angefertigt haben, mit genauer Bezeichnung der Kaufbedingungen und Angabe der Grenzen. Es soll ausdrücklich vermerkt worden sein, dass die Alp auf der einen Seite bis zu einem gewissen siebenkantigen Steine, wo als March ein steinernes Kreuz stand, reiche, dass sie dagegen auf der andern Seite nicht weitergehe als bis zum Horabach. – Von diesem Kaufbriefe wurden zwei gleich lautende Exemplare gefertigt, und jede Partei erhielt eines davon.
Durch Unvorsichtigkeit oder Betrug ging dieser Brief den Valsern verloren, was den Tessinern im Bleniotal zu Ohren kam. Sie fälschten unverzüglich ihr Schriftstück, indem sie hineinflickten, «sie gehet auf der einen Seite ebenso weit als auf der andern.» Als nun «die Plender» (Bleniesi) mit dem Vieh über den Horabach rückten, übten die Valser Gegenrecht, worauf die Bleniesi behaupteten, die gekaufte Alp reiche auf beiden Seiten gleich weit hin, das stehe in ihrem Kaufbriefe, am Horabach stehe keine March; diese hatte nämlich ein Plender in den Bach hinuntergeworfen. Jetzt war freilich die Sache bald entschieden: March war keine da, und Schriften hatten die Valser keine. Der Prozess fiel zu Gunsten der Bleniesi aus. Der Bösewicht aber, der die March beseitigt hatte, fiel bald darauf in eine Gletscherspalte. Lange Zeit musste er auf einem feurigen Schimmel reiten, bei allem Unwetter talaus, talein, und schreckte während der Nacht die Hirten und Herden, bis er auf den Länta-Gletscher hinauf verbannt wurde, wo er in alle Ewigkeit sein Unwesen treiben muss.
Der Teufel mühte sich mit einem ungeheuren Felsblock ab, um die neu erbaute Campo Kapelle im Valsertal zu zerstören. Ein altes, schlaues, zittriges Mütterlein ( Baabi ) begegnete dem Bösen, und während sie ihn nach Weiberlist mit Schwatzen hinhielt, kam sie dazu, ein Kreuz in den Stein einzuritzen. Der Teufel musste den Stein fallen lassen, weil dieser wegen dem Kreuz immer schwerer wurde. Er fiel so schwer, dass er sich in mehrere Stücke spaltete. Der Teufel schämte sich so sehr, dass er zurück in die Hölle verschwand und nie mehr nach Vals zurückkehrte.
Wanderung zum Teufelstein:
Vals- Camp- St. Niklaus- Tüfelstei- Heidboda- Camp- Vals 1½ Std.
Als die Bewohner von Tersnaus zu Ehren von St. Katharina eine Kapelle erbauen wollten, soll der Teufel aus Eifersucht auf den Con della Ritta oberhalb Tersnaus gestiegen sein, um einen gewaltigen Felsbrocken auf die Kapelle zu werfen und sie so dem Erdboden gleichzumachen. Der Fürst der Finsternis soll wie durch ein Wunder sein Ziel verfehlt haben, der Klotz stürzte unter höllischem Gepolter in den Glennerbach hinunter. Aus Wut habe der Teufel den Stein danach noch ein gutes Stück die gegenüberliegende Halde hinaufgeworfen, wo er im Erlengebüsch stecken blieb. Schliesslich sei der Leibhaftige auf den Stein gesprungen. Dieser magische Stein ist heute unter dem Namen Crap della Gneida bekannt und als Schalenstein anerkannt, er gilt als Naturdenkmal eines prähistorischen Steinkultes des Bündner Oberlandes.
Vals – Surcasti (Postauto) – Crap della Gneida 1½ Std.
Die Kirchenburg Sogn Luregn liegt auf einem Geländesporn 70 Meter über dem Zusammenfluss von Valserrhein und Glenner. Zu den beiden Flüssen treffen hier auf engem Raum noch drei weitere Bergbäche: energetische Schwingungen eines Fünfflussortes.