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Wussten Sie, dass pro Jahr 15‘000‘000 kWh an Energie eingespart werden könnten?
Da im Durchschnitt jede Kremation rund 300 kWh Energie benötigt und allein in der Schweiz pro Jahr rund 50 000 Personen kremiert werden, werden dazu rund 15‘000‘000 kWh Energie ver-braucht. Das ist etwa soviel, wie eine Kleinstadt von 10‘000 Personen an elektrischer Energie benötigt. Es stellt sich die Frage, ob man diese Energie doch nicht besser den Lebenden zur Verfügung stellen sollte, als damit die Toten zu verbrennen.
Die Bestattungsart einer Person ist auch ein Ausdruck seines Glaubens oder seiner Weltanschau-ung. So wie eine Gesellschaft glaubt, so geht sie auch mit ihren Toten um. Im Judentum und Islam wird seit jeher die Ganzkörperbestattung praktiziert. Auch im Christentum wurde bis vor gut hundert Jahren fast ausschliesslich die Ganzkörper-Bestattung praktiziert. Hingegen war bei den Heiden die Leichenverbrennung schon immer eine übliche Bestattungsart, so auch in Europa. Erst im Jahre 786 wurde durch einen Erlass von Karl dem Grossen die Leichenverbrennung unter Todesstrafe verboten. Grund dieses Erlasses war der götzendienerische Ursprung der Leichenverbrennung und ihre Nichtvereinbarkeit mit dem Christentum. In der Folge wurde im christlichen Europa die Feuer-bestattung jahrhundertelang abgelehnt. Bei dieser Ablehnung spielte auch der Glaube an die Auf-erstehung eine massgebende Rolle.
Im 18. Jahrhundert bemühten sich Freidenker, die Leichenverbrennung in Europa wieder einzufüh-ren. Sie wollten eine Bestattungsform, die dem Glauben an das Kreuz und an die Auferstehung widersprach. Um die Leichenverbrennung in der Politik und in den Kirchen durchzusetzen, wurden hygienische Gründe und Platzmangel auf den Friedhöfen vorgeschoben.
Naturbezogene Menschen wollen sich kremieren lassen, weil sie mit ihrer Asche einem Baum als Nahrung dienen möchten. Andere lassen ihre Asche in einen Fluss streuen, um nach ihrem Tod noch Teil eines ewigen Kreislaufes zu bleiben.
Die Bibel redet fast nur von „begraben, Begräbnis, Grab, Gruft oder Verwesung“ und nur wenige Male von Leichenverbrennung, und wenn, dann immer nur in Verbindung mit Gericht. Von Mose schreibt sie: „Der Herr begrub ihn in einem Tal bei Bet-Peor in Moab“ (5. Mose 34.6). Im Blick auf die Auferstehung heisst es in 1. Kor. 15.44: „Es wird gesät ein natürlicher Leib, es wird auferweckt ein geistlicher Leib.“ Auf Grund der biblischen Aussagen lehnten in der Vergangenheit Christen die Feuerbestattung ab und praktizierten die Erdbestattung.
Heute wird oft gelehrt, dass die Bibel keine klare Auskunft über dieses Thema gebe und somit ein Christ frei wählen könne, welche Bestattungsart er wolle. Einige, unter dem Einfluss der Freidenker stehenden, Theologen verpassen der Kremation einen christlichen Anstrich, damit diese auch von den Gläubigen akzeptiert würde.
Wer einen festen Glauben an das Wort Gottes und durch diesen auch eine innere Überzeugung von der Auferstehung der Lebenden und Toten hat, wird auch in seinem letzten Akt auf Erden das machen wollen, was Gott uns in Seinem Wort mitteilt. Mit einer Erdbestattung kann ein Mensch sicher sein, dass er damit Gottes Wort nicht widerspricht. Zugleich gibt er mit der Erdbestattung ein Zeugnis seines Glaubens an die Auferstehung Jesu Christi sowie an die 1. und die 2. Auferstehung der Toten: die 1. Auferstehung der Gläubigen zum Leben und die 2. Auferstehung der Ungläubigen zum Gericht. Auferstehen müssen so oder so alle. Wohl dem, der an der 1. Auferstehung teilhat.
Heute ist an vielen Orten die Kremation der Regelfall, das heisst, wenn nichts anderes verfügt wur-de oder von Familienangehörigen verlangt wird, wird kremiert. Deshalb empfiehlt der Verein für Erd-bestattung und Persönlichkeitsschutz (VE+P), dass jeder, der erdbestattet sein möchte, dies auch verfügt. Verfügungsformulare und eine Anleitung zum Verfügen kann beim Sekretariat, Post-
fach 16, 8514 Bissegg gratis bestellt werden oder unter folgender Internetadresse heruntergeladen und ausgedruckt werden: http://www.ve-p.ch/index.php/de/verfuegungsformulare.html werden.
Arthur. Bosshart Sekretär VE+P
Wussten Sie, dass pro Jahr 15′ 000’000 kWh an Energie eingespart werden könnte?
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