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Mais oder Gras – was sorgt dafür, das Kühen mehr aus den Enden des Körpers entweicht? Forscher untersuchten in einem Versuchsbetrieb am Niederrhein, wie sich die Futter-Zusammensetzung auf die Schadstoffmenge auswirkt: Über 120 Tage erhielten zwei Gruppen Kühe unterschiedliche Mischungen.
Das Resultat: 48 Kühe, die in der Hauptsache Mais frassen, gaben im Schnitt 340 Gramm Methan pro Tier und Tag ab. Bei der zweiten Gruppe, die vor allem Gras bekam, lag der Wert bei 360 Gramm. Eine Tendenz sei ersichtlich, so die Wissenschaftler, doch dies lasse noch keine generelle Empfehlung für Maisfütterung zu.
Nach Angaben des deutschen Umweltbundesamtes stammten 2011 über 50 Prozent der Methan-Emissionen in Deutschland aus der Landwirtschaft. Doch Kühe tragen auch dazu bei, dass Grünland mit Weiden erhalten bleibt – und diese Art Landschaft bindet wiederum das Klimagas Kohlendioxid sehr effizient.
Mit Futtertricks gegen Methan
Methan gilt als etwa 25 Mal klimaschädlicher als Kohlendioxid. Um den Ausstoss via Rind einzudämmen, wurden auch Versuche mit Nahrungszusätzen gemacht, darunter Fetten, Saponinen aus Seifenbäumen und Tanninen aus Akazienbäumen. Sie alle schaffen etwas Abhilfe, doch das Tannin vertragen Kühe laut den Forschern vom Niederrhein nur in Grenzen gut.