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Die obere Moesa und viele ihrer Seitengewässer werden für die Stromgewinnung genutzt, in der Regel bis zum letzten Tropfen. Doch ab Soazza, wo das turbinierte Wasser wieder in die Moesa zurückfliesst, strömt das Wasser einmal gemächlich durch breite Auenlandschaften, dann wieder schnell und schäumend zwischen Felsblöcken talwärts.
Wie lange wird die Moesa noch frei fliessen? Mit der Einführung der kostendeckenden Einspeisevergütung KEV drohte die frei fliessende Moesa ihren natürlichen Charakter zu verlieren. In Sorte plante Axpo, die frei fliessende Moesa auszuleiten und zu verstromen. Im Gegensatz zum bestehenden Kleinstkraftwerk Cama hätte dieses Projekt verheerende Auswirkungen auf das Ökosystem der Moesa. Mit einem verhandelten Gesamtpaket für die Restwassersanierung der Moesa und Calancasca konnte der WWF dies verhindern.
Eine Perlenkette aus Auen
Die Moesa ist in viellerlei Hinsicht einzigartig. Sie ist reich an Auenlandschaften. Wie eine Perlenkette reihen sie sich aneinander. Hier leben viele seltene und geschützte Tiere und Pflanzen. In den letzten Jahren hat der Kanton viel investiert, um diese vielfältigen Auenlandschaften aufzuwerten.
Die Perle unter den Bündner Gewässern
Bachforelle, Seeforelle, Marmorata-Forelle, Äsche, Groppe, Trüsche, Südbarbe und Aale. Mit dieser Vielfalt ist die Moesa der absolute Spitzenreiter unter den Bündner Fliessgewässern. Kein anderer Fluss bietet diese Vielfalt an. In den letzten Jahren wurden viele Fischhindernisse beseitigt und der Lebensraum der Fische aufgewertet.