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Die 2000-Watt-Gesellschaft ist ein energiepolitisches Ziel, dass jedem Menschen einen bestimmten Primärenergieverbrauch zugesteht. Es basiert auf dem weltweiten Primärenergieverbrauch von 2006, geteilt durch die Anzahl der damals auf der Erde lebenden Menschen. 2006 lag der Primärenergieverbrauch pro Kopf bei 2’000 Watt. Diese Zahl wurde als maximal verträglich für die Erde angenommen. Das Modell wurde an der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule Zürich) entworfen.
Die Gemeinde Grabs erhebt in regelmässigen Abständen Energieverbrauchsdaten für das Gemeindegebiet. Darin fliessen die Verbräuche von Elektrizität, Erdöl, Erdgas, Holz, Sonnenenergie, Umweltwärme ein. Dazu gezählt werden ausserdem aus Verkehrsstatistiken geschätzte Energieverbräuche für Mobilität.
Der Primärenergieverbrauch der Grabser Bevölkerung liegt im Schnitt bei 3’500 Watt pro Einwohner. Treibhausgasemissionen liegen in der Grössenordnung von 4.5 Tonnen pro Einwohner (Datengrundlage 2017). Ungefähr zwei Drittel der auf dem Gemeindegebiet verbrauchten Wärme stammen aus erneuerbaren Energiequellen, nämlich aus Holzheizungen, Fernwärmenetz, Wärmepumpen und einem ganz kleinen Teil Sonnenkollektoren. Bei der Elektrizität stammen rund 74 % aus erneuerbaren Quellen, hauptsächlich aus Wasserkraft und einem Anteil von rund 5 % aus Photovoltaikanlagen. Auf dem Gemeindegebiet können rund 26 % des benötigten Stroms selbst produziert werden. Gewerbe und Industrie machen einen Anteil von rund 50 % des gesamten Stromverbrauches aus, 50 % wird in Haushalten benötigt.
Ganz vergleichbar ist diese Zahl für das Gemeindegebiet nicht mit der Zahl 2’000 Watt aus der Weltenergiebilanz. Energie, die mit Konsumgütern über die Gemeindegrenze importiert bzw. exportiert wird, wird nämlich nicht berücksichtigt.
Übrigens lag der Primärenergieverbrauch der Schweiz in den 1960er Jahren noch bei rund 2’000 Watt pro Einwohner.
Wenn man für 2015 eine Weltenergiebilanz aufstellt, kommt man auf einen Primärenergieverbrauch von 2’400 Watt pro Einwohner. Die Bevölkerungszahl ist in diesem Zeitraum um 7 % gestiegen, der absolute Primärenergieverbrauch um 19 %.