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Michael Seidl, der mutmassliche Finanzbetrüger der gescheiterten Finanzgesellschaft MSG, kommt in Liechtenstein vor Gericht.
Wie «Radio L» am Sonntag unter Berufung auf Angaben der Staatsanwaltschaft berichtete, hat das Gericht den Einspruch Seidls gegen die Anklage abgelehnt.
Damit sei der Weg gegen Michael Seidl (Bild), den Chef des Finanzdienstleisters Money Service Group (MSG), für einen Prozess in Liechtenstein frei, wie das «Liechtensteiner Volksblatt» schreibt.
Die Staatsanwaltschaft in Vaduz hatte Mitte Mai Anklage gegen Seidl erhoben, wie auch finews.ch berichtete. Bei einer Verurteilung drohen dem Betrüger bis zu zehn Jahre Haft. Seidl sei bereits von St. Gallen, wo er vor einem Jahr festgenommen wurde, ins Fürstentum überstellt worden.
Prominente Geschädigte
Ihm wird zur Last gelegt, «persönlich oder als Verantwortlicher von Gesellschaften», die teilweise unter dem Markennamen Money Service Group (MSG) geführt wurden, insgesamt 44 Anleger betrogen zu haben.
Seidl soll Kundengelder im Umfang von bis zu 40 Millionen Franken nicht wie versprochen angelegt haben. Das Geld sei stattdessen in den Geschäftsbetrieb der MSG-Gesellschaften sowie in den aufwendigen Lebensstil Seidls und dessen Familie geflossen.
Zu den bekanntesten Opfern gehören Ex-Formel-1-Fahrer Niki Lauda und der liechtensteinische Unternehmer Harti Weihrather. Wann der Prozess gegen Michael Seidl beginnt, sei noch unklar, heisst es.