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Jebet hätte bereits an den Olympischen Spielen den Weltrekord in den Beinen gehabt, sie nahm aber auf den letzten Metern Tempo heraus und begnügte sich mit 8:59,75 Minuten. Nun machte sie ernst. Dabei ist sie erst 19 Jahre alt.
Jebet hat in diesem Jahr enorme Fortschritte erzielt. Vor 2016 war sie nie schneller als 9:20,55 Minuten gelaufen. Nun gehen drei der vier besten Zeiten über 3000 m Steeple auf ihr Konto. Jebet war schon Ende Mai in Eugene erstmals unter neun Minuten (8:59,97) geblieben.
Eine starke Leistung gelang auch der Britin Laura Muir über 1500 m. Die 23-Jährige, die sich an den Olympischen Spielen mit dem 7. Platz hatte begnügen müssen, verbesserte mit 3:55,22 Minuten die Jahresweltbestleistung der Kenianerin Faith Kipyegon um 1,19 Sekunden. Olympiasiegerin Kipygeon war mit 3:56,72 Minuten chancenlos und wurde Zweite.
Eine weitere Jahresweltbestmarke gelang dem Äthiopier Yomif Kejelcha mit 7:28,19 Minuten über 3000 m. Gleichzeitig stellte der 19-Jährige einen U20-Weltrekord auf. Die bisherige Saisonbestzeit hatte der Brite Mo Farah (7:32,62) inne gehabt.
Die kroatische Diskuswerferin Sandra Perkovic wahrte ihre Ungeschlagenheit in diesem Jahr. Mit 67,62 m distanzierte die Olympiasiegerin von 2012 und 2016 die zweitplatzierte Französin Mélina Robert-Michon, die auch in Rio de Janeiro Zweite geworden war, um 3,26 m. Perkovic muss bei Weltklasse Zürich nur noch antreten, um zum fünften Mal hintereinander das Diamond Race zu gewinnen.
Über 100 m Hürden war wie bereits zwei Tage zuvor in Lausanne die Amerikanerin Kendra Harrison eine Klasse für sich. Mit 12,44 Sekunden verpasste sie allerdings den im Juli in London aufgestellten Weltrekord um 24 Hundertstel. Die zweitklassierte Landsfrau Dawn Harper-Nelson kam nach 12,65 Sekunden ins Ziel. Harrison hatte an den US-Trials (6.) die Qualifikation für die Olympischen Spiele verpasst.
Einen packenden Wettkampf bekamen die Zuschauer im Kugelstossen zu sehen. Der amerikanische Olympiasieger Ryan Crouser (21,99) wurde im letzten Versuch noch um einen Zentimeter vom neuseeländischen Olympia-Dritten Tom Walsh von der Spitze verdrängt. Mit dem Amerikaner Kerron Clement (2./400 m Hürden), dem Deutschen Thomas Röhler (3./Speer) sowie der Amerikanerin Tianna Bartoletta (7./Weit) mussten sich weitere Sieger von Rio de Janeiro geschlagen geben.
(SDA)