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Verschiedene Leberegel befallen bei Dikrozöliose oder Fasziolose pflanzenfressende Nutz- und Wildtiere sowie den Menschen als Endwirt.
Der Kleine Leberegel verursacht als Parasit Dikrozöliose, der Grosse Leberegel verursacht Fasziolose bei Pflanzenfressern (Rind, Schaf, Wildtiere) und beim Menschen. Beim Schwein verläuft ein Befall mit Grossem Leberegel (Fasziolose) meist ohne Krankheitsanzeichen.
Die Krankheit beim Tier
Die Tiere zeigen bei starkem Parasitenbefall Verdauungsstörungen, Gewichtsverlust, Schwellungen und blasse Schleimhäute.
Bei Rindern und Schafen verursacht die Fasziolose Wachstumsstörungen, Rückgang der Milchleistung, Wollschäden und Verlusten bei der Fleischkontrolle (Leber). Dies hat wirtschaftlich negative Auswirkungen zur Folge.
Bei Schafen kann die Fasziolose auch zu plötzlichen Todesfällen, Gewichtsverlust, vergrössertem Bauchumfang oder zu blassen, gelblichen Schleimhäuten führen.
Ansteckung und Verbreitung
Für den Kleinen Leberegel sind Landschnecken der erste und Ameisen der zweite Zwischenwirt. Befallene Ameisen beissen sich an Gräsern fest. Tiere können sich dann anstecken, wenn sie Futterpflanzen aufnehmen, auf denen die Ameisen sitzen.
Der Kleine Leberegel (Dicrocoelium dentriticum) ist weltweit verbreitet und auch in der Schweiz häufig.
Zwischenwirt beim Grossen Leberegel ist eine bestimmte Schneckenart, die in Feuchtgebieten vorkommt oder nach ausgiebigem Regen auftritt. Die Schnecken geben ein Zwischenentwicklungsstadium des Leberegels an Pflanzen, ins Wasser usw. ab.
Der Grosse Leberegel (Fasciola hepatica) kommt in den gemässigten Klimazonen vor – und damit auch in der Schweiz. Der dritte Leberegel Fasciola gigantica kommt in Afrika und Asien vor. Alle Leberegel sind parasitäre Saugwurmarten.
Was tun?
- Auf Weiden Lebensräume von Schnecken (Bäche, Entwässerungsgräben, zeitweise überflutete Uferzonen) mit Zäunen ausgrenzen.
- Für die Behandlung von mit Leberegeln befallenen Herden existieren Medikamente.
Dikrozöliose und Fasziolose sind nicht meldepflichtig und im Rahmen der Fleischkontrolle geregelt.
Dikrozöliose/ Fasziolose beim Menschen
Menschen zeigen im Allgemeinen keine oder nur wenig auffällige Krankheitsanzeichen. Beim Befall mit dem Kleinen Leberegel (Dikrozöliose) können dies Verdauungsstörungen und Blähungen, seltener Verstopfungen, Durchfall und Erbrechen sein.
Beim Grossen Leberegel (Fasziolose) sind es Fieber und Unwohlsein, in schweren Fällen Gelbsucht.
Der Mensch kann sich mit Dikrozöliose anstecken, wenn er Gras in den Mund nimmt, an das sich infizierte Ameisen festgebissen haben oder wenn er befallene Früchte oder befallenes Gemüse isst. Beim Verzehr von Wasser- oder Brunnenkresse ist auch eine Ansteckung mit Fasziolose möglich.
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Letzte Änderung 19.09.2016