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Der Frauenstreik 19 ist kein Streik im rechtlichen Sinn, weshalb eine allfällige Arbeitsniederlegung nicht durch das Streikrecht gedeckt wäre. Es handelt sich also vielmehr um politische Kundgebungen, die nicht in einem direkten Zusammenhang zum konkreten Arbeitsverhältnis stehen.
Arbeitgeber Banken hat verschiedene Anfragen von Mitgliedsinstituten erhalten, die mit Gesuchen von Personalkommissionen oder einzelnen Angestellten um Gewährung von Freizeit für die Teilnahme an Veranstaltungen konfrontiert sind. Der Verband anerkennt legale politische Manifestationen als wichtige Elemente der Meinungsbildung und der Partizipation am demokratischen Prozess. Vor diesem Hintergrund geht Arbeitgeber Banken davon aus, dass die Mitgliedinstitute die Teilnahme an Veranstaltungen im Rahmen des Frauenstreiks auf Gesuch hin ermöglichen werden, sofern nicht betriebliche oder organisatorische Gründe dagegensprechen. Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen steht allerdings nicht in Zusammenhang mit der Ausübung der beruflichen Tätigkeit, weshalb sie in der Freizeit zu erfolgen hat. Es gelten die üblichen vertraglichen und gesetzlichen Bestimmungen (Gleitzeit, Freizeit, Ferien etc.).
Die Sozialpartner der Bankbranche (Kaufmännischer Verband Schweiz und Schweizerischer Bankpersonalverband) verzichten ausdrücklich auf den Aufruf zu Arbeitsniederlegungen. Vielmehr soll mit Aktionen ohne Beeinträchtigung des Arbeitsverhältnisses auf die Verbesserung der Gleichstellung von Mann und Frau aufmerksam gemacht werden (Tragen von violetten Foulards, Buttons etc.).