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Praxishilfen Mitglieder
Brief an «einen Freund/eine Freundin»
Dauer
Etwa 20 Minuten
Material
Pro TeilnehmerIn: 1 Briefbogen, 1 Briefumschlag, 1 Briefmarke
Ziel
1. Bewertung der Massnahme
2. Transfer in den Alltag fördern
3. Die Umsetzung überprüfen
Vorgehen
Die Teilnehmenden werden gebeten, einen Brief an ihren besten Freund/ihre beste Freundin zu schreiben: «Lieber Freund/liebe Freundin ...»
Der Brief enthält Antworten zu folgenden drei Fragen:
1. Was aus dieser Massnahme/Training hat mich besonders beeindruckt?
2. Was habe ich vermisst, was fehlte mir?
3. Was werde ich innerhalb der nächsten drei Monate für mich umsetzen, verändern?
Der Brief wird unterschrieben und in den Umschlag gesteckt. Der Umschlag wird von den Teilnehmenden an sich selbst adressiert und durch die Trainerin/den Trainer eingesammelt.
Die Briefe werden den Teilnehmenden nach drei Monaten zugeschickt – oder auf einem Follow-Up-Training verteilt.
Erfahrung: Ich habe durchweg positive Erfahrung mit dieser Art der Abschlussevaluation gemacht. Die Auseinandersetzung mit den Inhalten des Trainings unter den drei Zielfragen erleichtert eine abschliessende Blitzlicht-Runde;
die häufig wahrgenommenen Diskrepanzen zwischen «guten Vorsätzen» und der Realität nach einem Viertel Jahr erleichtert eine kritische Reflexion über die Alltagsblockaden, die einer Umsetzung in den Alltag oft im Wege stehen.
Hinweis: Ich lasse die Teilnehmenden entscheiden, den Umschlag zu verschließen oder ihn offen zu lassen. Dies ist ein Signal, dass ich die Rückmeldungen lesen darf.
Autorin: Cornelia Knösel