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Schriftgarten I
I Wiederholung: Glossar
experimentelle Lyrik
Die konventionellen Regeln der Lyrik werden weggelassen. So wird beispielsweise bei der konkreten Poesie der Inhalt einer Schrift vernachlässigt und die Schrift, respektive die Sprache wird zum eigentlichen Gegenstand.
Gedankenstroeme
Im Roman von Mayröcker werden wir Zeuge von diesen sogenannten Gedankenströmen, welche in der Lyrik auch oft “stream of consciousness” genannt werden. Dabei werden Eigenschaften wie Chronologie etc. weggelassen.
Gender
soziokulturell geprägte Geschlechtereigenschaften und -identitäten (zu unterscheiden vom biologischen “sex”
Glossar
Das Glossar ist ein Sammlung von Wörter, die einen Kontextbezug zwischen eigenem Text und (in userem Falle) mit dem Seminar setzt.
Interpretation, Beobachtung, Analyse
Konstruktivismus
Durch die Sprache wird die Welt nicht wirklich beschrieben, sondern konstruiert.
Medientraeger
Dieser Begriff wurde bei Mayröckers Text „Die seufzenden Gärten“ aufgegriffen; der Medienträger in Form eines Radios.
Ontische Differenz
Differenz in der Seinsart, z.B. zw. Signifikant und Signifikat
Raum, Zeit, Koerper
Rechtschreibung
Die Rechtschreibung sind allgemein anerkannte Regeln der geschriebenen Sprache.
Schrift
Wurde u.a. im Kontext mit der Begriffserklärung von ikonographischer Interpretation und Analyse anhand des Wandfreskos in Pompei besprochen; die Wachstafel
Schriftgarten
Name und Inhalt dieser Vorlesung; Diskussion diverser Formen von Kommunikation.
Sender/Empfaenger
Semiotik
Semmantik
Signifikant, Signifikat
“aliquid”, das Etwas, das für etwas anderes steht (z.B. die Laut- oder Schriftform eines Wortes) (Signifikant) ”aliquo”, das Andere, für das etwas steht (z.B. ein Apfel oder die Kategorie der Äpfel, der/die mit “der Apfel” gemeint ist (Signifikat)
Subjekt
Symbol
Technik
Die Technik ist ein Hilfsmittel zur Unterstützung des Menschen, die ihn jedoch von der Natur entfernt.
Wahrnehmung
Durch Stimulation unserer Sinne und das In-Bezug-setzen des Aufgenommenen mit Vorangegangenem (Erfahrung, Erinnerung) entsteht unsere persönliche Wahrnehmung. Sie steht immer in Kontext mit unserer Vergangenheit, da wir uns ständig darauf berufen. Zeichen ”aliquid stat pro aliquo”, etwas steht für etwas anderes. Kann symbolisch, indexikalisch oder ikonisch sein.
Betrachtung, Analyse, Interpretation
Beschreibe, was du im Bild siehst, eigne dir Wissen darüber an und erkläre die Bedeutung dazu.
Experimentelle Literatur/ experimentelle Lyrik
Bedeutet einerseits einen Bruch mit herkömmlichen Formen, andererseits eine höhere Gewichtung der Form, die als prägendes Element verstanden wird. Nicht der Inhalt wird der Form übergeordnet, sondern beide Kategorien sind ebenbürtig miteinander verschränkt. Früher Klassiker der Experimentellen Literatur: “Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman von Laurence Sterne. Weitere Vertreter: James Joyce, Arno Schmidt, Gertrude Stein, Friederike Mayröcker. Der wohl bekannteste Vertreter der experimentellen Lyrik ist der Österreicher Ernst Jandl.
Gedankenströme
Erzähltechnik, die scheinbar in ungeordneter Folge Bewusstseinsinhalte einer oder mehrerer Figuren wiedergibt.
Gender
Geschlechtereigenschaften einer Person in Abgrenzung zu ihrem biologischem Geschlecht. Im Kontext meist soziales Geschlecht und dient zum analytischen Kategorisieren.
Konstruktivismus
Philosophische Denkströmung, deren Geburtsstunde etwa 1900 war. Die These des Konstruktivismus ist, dass sich die Menschen ihre eigene Welt erschaffen: sie leben in einer Welt, die das Produkt ihrer sprachlichen Begrifflichkeit und ihres sprachlichen Ausdrucksvermögens ist.
Medienträger
Ein Medium, eine Art von Informationen, Text, Bild, Film oder Töne zum Transport oder Weitergabe geeignet.
ontologische Differenz
Zwischen dem Zeichen selbst und dem, worauf es verweist, bestehen gravierende Unterschiede.
Raum, Zeit, Körper
Der Mensch bewegt sich in den Ebenen des Raumes, der Zeit und des Körpers.
Der Körper und die Wahrnehmung durch die Sinne dienen dem Menschen als Basis der Erkenntnis. Raum und Zeit sind aus kulturwissenschaftlicher Sicht kulturelle Konstrukte, innerhalb derer menschliches Erleben und Handeln stattfindet und die sich mit der Geschichte des Menschen wandeln.
Rechtschreibung
Grammatik ist ein willkürliches Gesetz mit erfundenen Regeln und Ausnahmen.
Scheibe
In Bezug auf Mayröcker ist die Scheibe eine durchsichtige Trennung von Innen und Aussen, die einen Filter der Realität darstellt.
Schrift
Zeichensystem zur Bewahrung und Weitergabe von gesprochener oder anders kodierter Information.
Schriftgarten
Seminar-Titel, spielt das Konzept der “Adonisgärten” an: Adonis ist in der griechischen Mythologie das Sinnbild der Schönheit und Vegetation. Adonisgärten wurden bereits im 8.Jh.v.d.Z. erwähnt: In Töpfen wurden Pflanzen herangezogen, die nach dem “Aufblühen” aber nicht mehr gewässert werden. Die Blätter welken und fallen ab und werden darauf als Fruchtbarkeitszeichen in Quellen und Flüsse geworfen. Adonisgärten symbolosierten die Vergänglichkeit des Lebens.
Selbstschöpfung
Sprache ist Produkt menschlichen Schaffens aber auch das zentrale Werkzeug menschlicher Selbstschöpfung.
Selbstzweifel
Unsicherheit – Selbstzweifel hat negative Auswirkungen auf viele Bereiche unseres Lebens
Sender/Empfänger
Ein Inhalt wird mithilfe eines Codes vom Sender zum Empfänger übermittelt.
Semiotisches Dreieck
Das semiotische Dreieck ist eine Veranschaulichung davon, wie der Bezug von einem Zeichen (Signifikant) zur eigentlichen Vorstellung (Signifikat) des Referenzobjekts entsteht.
Symbol
Charles Sanders Peirce (amerikanischer Semiologe) unterscheidet aufgrund der Frage, wie das materielle Zeichen sich mit dem Signifikat verbindet, zwischen 3 Zeichentypen: Symbol, Index und Ikon. Ein Symbol beruht auf einer beliebigen Verknüpfung und ist damit ausschliesslich durch gesellschaftliche Konvention festgelegt.
Beispielsweise sagt Shakespears Julia:
“What’s in a name? that which we call a rose
By any other name would smell as sweet.”
Wenn die Verknüpfung von Signifikant und Signifikat auf einer Ähnlichkeit beruht, spricht er von einem ikonischen Zeichen (z.B. Bildschirm-Icon eines Druckers).
Beruht die Verbindung auf einem materiellen Kontakt, so spricht man von einem indexikalischen Zeichen (z.B. die Photographie).
Technik
Das Wort leitet sich ab von griechisch „téchne“, was soviel wie Kunst, Handwerk, Kunstfertigkeit bedeutet.
Technik kann als Prinzip der menschlichen Weltbemächtigung verstanden werden. Laut Karen Barad(Physikerin, Philosophin, Feministin) konstruiert der Mensch die Natur erst durch seine Gerätschaften.
Technik beinhaltet ein Distanznehmen der Menschen zur Natur. Durch diese Distanz kann der Mensch die Natur erfahren, ohne selbst dabei verletzt zu werden. Das ermöglicht eine gezielte Annäherung.
Technik hat immer ein Ziel/eine Funktion.
Wahrnehmung
Jeder Mensch nimmt die Welt anders wahr.
Französisch: Perception –> Deutsch : Wahr – vrai
: -nehmen – prendre
–> Was man wahrnimmt ist nicht unbedingt wahr
II KünstlerIn der Woche; Tweets der letzten Tage:
Wade Guyton, Brian Eno
Si certaines de ses œuvres renvoient à la structure et au langage de la peinture, au sens traditionnel du terme, elles en modifient néanmoins radicalement les codes et les modes de production. Les tableaux de Wade Guyton sont en effet réalisés à l’aide de grandes imprimantes jet d’encre dans lesquelles il fait passer plusieurs fois la toile, un processus dont les erreurs et défauts font partie du programme général de composition et en assurent l’unicité. « Les premiers travaux que j’ai réalisés sur ordinateur, c’était comme de l’écriture, le clavier remplaçant le stylo. Au lieu de dessiner un ‘X’, j’ai décidé d’appuyer sur une touche (1). »Répétés dans plusieurs formats, les signes générés par ordinateur qu’il utilise, que ce soit des « X », des « U » ou encore l’image d’une flamme, font désormais partie des icônes de l’art de ces dernières décennies.
III Lesen
IV: Input NR: e-flux http://www.e-flux.com/about/
Cultural Studies: Birmingham-Schule: „Kultur nicht das einbalsamierte Erbe einer nationalen Tradition, sondern der Schauplatz von Kämpfen um Macht, Geld, Anerkennung und Prestige… Der Kanon, die Idee einer verbindlichen gemeinsamen kulturellen Überlieferung, so hat es Stuart Hall zusammengefasst, ‚was blown apart by world migration, by fragmentation, by the rise of margins, by the struggle oft he margins to come into representation, by the contestation oft he margins for cultural power, by teh pluralizatin of ethnicity itself in English society‘“. Aleida Assmann, Einführung in die Kulturwissenschaft (Berlin: Erich Schmidt, 2008), S. 21.
Meiling Jin, „Strangers in a Hostile Landscape“: Watchers and seekers : creative writing by Black women in Britain / Rhonda Cobham and Merle Collins, ed.; ill. by Fyna Dowe. [Reprinted]. London : Women’s Press, 1991. 157 S. : Ill.. [001218419]
Assmann und Mediendenken-Maschinendenken vorstellen
V Aufgabe
Lege ein Buch an, indem Du ausgehend von Friederike Mayröckers Text Deine eigenen Wahrnehmungen an einzelnen Tagen beschreibst. Entwickle in der zweiten Hälfte Deines Buchs ein Register und ein Glossar mit Namen, Kunstwerken und Begriffen, im Seminar „Schriftgarten“ gefallen sind oder die für das Seminar relevant sind. Bis zur siebten Sitzung dokumentierst Du Aspekte und Passagen Deines Buchs für den Blog Mediendenken-Maschinendenken( http://mediendenken-maschinendenken.ch/) in einem Post. Im Header des Posts führst Du auf: Schriftgarten und Deinen Namen.
VI Best eye, ear and hand?
Gruppen a drei Personen: 6 Kapitel von Assmann.
VII Social Media
Twitter, Facebook : Wöchentlich ändernde Piloten