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In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hat sich René Fasel, der Präsident des Internationalen Eishockey-Verbandes IIHF, auch zu einem möglichen «Plan B» für die Eishockey-WM 2021 geäussert. Sollte für das Turnier Belarus als Co-Gastgeber neben der lettischen Hauptstadt Riga wegfallen, sei man «selbstverständlich vorbereitet», sagte Fasel.
Slowakei, Dänemark – oder Lettland alleine?
«Wir haben seit vergangenem Herbst einen Plan B», so Fasel im Interview. Die Slowakei und Dänemark hätten ihr Interesse signalisiert, als Zweitspielort neben Riga einzuspringen. Und es gebe auch die Möglichkeit, «das gesamte Turnier in Lettland durchzuführen».
Der Beschluss, ob Belarus Co-Gastgeber der WM bleiben darf, dürfte Ende Januar an einer Sitzung des IIHF-Councils (Exekutivorgan des Verbands) gefasst werden.
«Überrumpelt worden»
Die IIHF ist in den letzten Wochen immer stärker in Kritik geraten, weil sie bislang an Belarus als Co-Organisator festgehalten hat. Dies, obschon im Land mit dem autoritären Machthaber Alexander Lukaschenko seit Monaten friedliche Proteste der Bevölkerung teils brutal niedergeschlagen werden.
Jüngst hatte Fasel mit seinem Treffen mit Lukaschenko in Minsk zusätzlich Öl ins Feuer gegossen. Dort war der Freiburger zu sehen, wie er sich mit dem Belarus-Präsidenten freundschaftlich umarmt. Er sei von der «Situation überrumpelt» worden, sagte Fasel dazu im Keystone-SDA-Interview.