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Israelische Archäologen haben im Naturreservat Banias einen antiken Goldschatz gefunden. Die 44 Münzen wurden im Sockel einer Steinmauer gefunden und stammen aus der Zeit der muslimischen Eroberung im 7. Jahrhundert, wie die israelische Antikenbehörde am Montag mitteilte. Banias liegt am Fuss des Hermongebirges in den Golanhöhen.
Bei den Münzen handelt es sich demnach um sogenannte Gold-Solidus-Münzen aus der Zeit der oströmischen Kaiser Phokas (602 bis 610 nach Christus) und Heraklius (610 bis 641 nach Christus). Damit stamme der Münzschatz aus der Zeit der muslimischen Eroberung des byzantinischen Palästina im Jahr 635. Vermutlich habe der Besitzer die Münzen auf der Flucht versteckt – in der Hoffnung, sein Eigentum später wiederzufinden, so der Archäologe Joav Lerer von der Antikenbehörde.
Die Münzen könnten den Angaben zufolge Aufschluss über die Wirtschaft der Stadt Banias während der letzten 40 Jahre der byzantinischen Herrschaft geben. Zudem seien sie ein Zeugnis aus einer wichtigen Übergangsphase in der Geschichte der Stadt und der gesamten Levante.
Bei den Grabungen im Vorfeld von Infrastrukturarbeiten für die angrenzende drusische heilige Stätte Makam Nabi Khader wurden laut Mitteilung zudem Überreste von Gebäuden, Wasserkanälen und -leitungen, ein Töpferofen, Bronzemünzen und Fragmente zahlreicher Keramik-, Glas- und Metallartefakte gefunden. Sie stammten aus dem frühen 7. Jahrhundert sowie aus dem frühen Mittelalter (12. und 13. Jahrhundert).
Der Name Banias geht zurück auf das griechische „Paneas“, was darauf hindeutet, dass sich dort seit hellenistischer Zeit ein wichtiges Pan-Heiligtum befunden hat. Seit 1988 wurden bei Ausgrabungen tempel- und palastähnliche Gebäude freigelegt. Die Blütezeit der Besiedlung der Stätte war während der Römerzeit. In den 1990er Jahren und 2020 wurden die Reste zweier byzantinischer Kirchen freigelegt.
KNA/akr/api