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Das FBI hat eine Warnung vor der Ransomware-Bande Cuba publiziert. Gemäss den Angaben hat diese "49 Einrichtungen in fünf kritischen Infrastrukturbereichen" in den USA angegriffen. Dabei habe die Bande mindestens 43,9 Millionen US-Dollar an Lösegeldern erpresst. Laut FBI zielt die Gruppe auf Behörden sowie Unternehmen aus den Bereichen IT, Finanzen, Gesundheitswesen und Fertigung.
Dass die Cuba-Gruppe trotz der erzielten Lösegelder nicht unter den Top 10 der Ransomware-Banden zu finden sei, zeige, wie lukrativ die Industrie ist, hält ein Analyst von Emsisoft gegenüber 'ZDnet' fest. In diesem Jahr seien 105 Cuba-Ransomware-Meldungen eingegangen, während es 653 für die Conti-Gruppe gegeben habe. "Cuba ist ein relativ kleiner Akteur", so der Analyst Brett Callow weiter. Wenn dieser aber schon über 40 Millionen Dollar eingenommen habe, könne man davon ausgehen, dass andere deutlich mehr verdienten.
Öfter und öfter doppelte Erpressung
Die Cuba-Bande existiert bereits seit mindestens 2019, zeigt ein Bericht von McAfee vom April. Die Opfer stammen demnach aus den USA, Südamerika sowie Europa. Obwohl bereits länger aktiv, betreibt die Bande erst seit Anfang 2021 eine Leak-Seite. Offenbar also hat auch diese Gruppe begonnen, Opfer mit der Veröffentlichung von Daten zu erpressen.
Insgesamt steigen die Fälle von doppelter Erpressung markant an, zeigt ein aktueller Bericht der Security-Firma Group-IB. Demnach wurden in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 47% mehr gestohlene Datensätze von Unternehmen auf den Leak-Seiten der Ransomware-Betreiber veröffentlicht als im gesamten Jahr 2020.