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Die Schutzzölle werden bereits seit 2013 erhoben. Timmermans gab an, dass bei der Verlängerung auch Unternehmen berücksichtigt werden müssten, die auf Importe angewiesen sind, um Produkte in Europa fertigzustellen.
Deshalb sei eine "Phase-out"-Periode, also eine Zeit des langsamen Auslaufens, für die Massnahmen vorgesehen. Die Übergangsphase solle dazu dienen, Herstellern von Sonnenkollektoren in der EU Zeit zu geben, sich auf die neue Marktsituation vorzubereiten. Der Vorschlag werde den Mitgliedstaaten zur Beratung vorgelegt.
Die EU-Kommission hatte im Dezember 2013 Antidumping-Massnahmen gegen Solarmodule aus China für zunächst zwei Jahre eingeführt. Begründet wurden die Massnahmen damals mit Dumpingpreisen, zu denen chinesische Panels und Solarzellen auf den EU-Markt gebracht würden, sowie einer staatlichen Subventionierung der Produkte.
Die Unternehmen der deutschen und der europäischen Solarbranche klagen aber weiterhin über Billigkonkurrenz aus China. Nach Angaben des Lobbyverbands EU Pro Sun werden in grossem Umfang chinesische Solarmodule und Solarzellen zunächst in Drittländer wie Malaysia und Taiwan verschifft und von dort dann in die EU eingeführt, um auf Direktimporte aus China fällige Zölle zu umgehen.
Die EU-Kommission eröffnete deshalb im Mai 2015 eine Untersuchung dieser Praktiken und stellte fest, dass die Vorwürfe berechtigt waren. Daraufhin erweiterte die Behörde die bestehenden Massnahmen gegen chinesische Importe im Februar 2016 auf Malaysia und Taiwan.
(AWP)