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Als Luzia mit 19 als Vorstandsmitglied der europäischen Jugendpresse nach Moskau reist, verliebt sie sich in Russland. Im Winter 2011, als die Protestwelle gegen die russischen Parlamentswahlen ausbricht, bucht die Sarganserin spontan einen Flug nach Moskau, um als Korrespondentin für 20 Minuten zu berichten. Ihrer Mutter gibt sie erst Bescheid, als sie schon im Flieger sitzt. "Was ich gelernt habe, ist das zu tun, was man tun möchte", sagt sie. "Auch wenn einen ganz viele Leute für bescheuert halten."
Mitten drin in Kiew
Seitdem ist viel passiert: Sie war unzählige Male in Osteuropa, für Sprachaufenthalte, Praktika, Korrespondenz-Jobs. Ihr prägendster Einsatz war die Maidan-Revolution, als im Winter 2013 in Kiew bürgerkriegsähnliche Zustände ausbrechen, Autos brennen, Menschen sterben – und Luzia bei minus 20 Grad für die "Rundschau" mittendrin steht.
In der Schweiz studiert sie in der Zwischenzeit Politik-und Rechtswissenschaften, ist sechs Jahre lang Vorstand beim Verband Junge Journalisten, gründet die Jugendmedientage sowie das Netzwerk Medienfrauen Schweiz und wird 2014 vom "Schweizer Journalist" zur Newcomerin des Jahres gewählt. Ein Ziel hat sie noch: "Ich möchte definitiv mal länger in Russland leben." Jetzt wäre das Timing aber blöd – ihr Freund ist nämlich gerade von Moskau nach Berlin gezogen und sie zu ihm.