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Die Stadt Freiburg will künftig neue Plätze und Strassen vorzugsweise nach berühmten Frauen benennen. Doch die Bestrebungen gehen den Postulantinnen nicht weit genug.
Dem Gemeinderat sei bewusst, dass Frauennamen im öffentlichen Raum untervertreten sind, schreibt er in seiner Antwort auf ein überparteiliches Postulat mehrerer Generalrätinnen. Aus diesem Grund werde die Stadt künftig neue Strassen und Plätze vorzugsweise mit Frauennamen benennen. Ein erster wichtiger Schritt dafür sei bei einem Gässchen in der Nähe der Uni Miséricorde gemacht worden. Es ist nach der Pädagogin Laure Dupraz (1896–1967) benannt.
Stefania Boggian (Grüne) zeigte sich von der Antwort allerdings enttäuscht. Das Argument, dass die Umbenennung bestehender Strassen und Plätze für Unzufriedenheit sorgen könnte, weshalb man sich auf neu entstehende Strassen und Plätze konzentrieren wolle, sei nicht nachvollziehbar. Dies, zumal der Vorstoss genau aus dem Frust über die aktuelle Situation entstanden sei und man mit dem Postulat habe Abhilfe schaffen wollen. «Wir verstehen Ihre Antwort als fehlende Unterstützung unseres Anliegens.» Auch das Argument, dass sich die Menschen mit einem bestehenden Namen identifizierten, erachtete Boggian als fadenscheinig. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner des Jean-Marie-Musy-Quartiers mit dieser Person identifizieren.»
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