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Die heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Ägypten gehen weiter. Das Finanzamt in Kairo wurde in der Nacht in Brand gesetzt, wie das Staatsfernsehen berichtete. Teile des Gebäudes brannten lichterloh.
Bei den seit vier Tagen andauernden Protesten gegen die Regierung kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben. Es war damit eine der blutigsten Wochen seit Beginn des Aufstandes gegen den früheren Präsidenten Husni Mubarak. Ausgelöst wurde die jüngste Gewalt durch die Krawalle in einem Fussballstadion am Mittwoch, bei denen 74 Menschen getötet wurden.
International sorgt die neue Welle der Gewalt für Beunruhigung. Es wird befürchtet, dass die Lage ausser Kontrolle geraten könnte. In Ägypten fordern immer mehr Menschen einen schnelleren Wandel. Eine Berater-Gruppe des Militärrates schlug vor, die Vorbereitungen für die Präsidentschaftswahlen zu beschleunigen.
Demnach soll die Nominierung von Kandidaten bereits ab 23. Februar möglich sein und nicht erst Mitte April. Damit wäre eine Wahl bereits im April oder Mai möglich.