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15.2.1764 Zürich, 12.9.1841 Paris, ref., von Zürich. Sohn des Hans Rudolf, Kaufmanns und Textilfabrikanten, und der Anna Barbara Stocker. ∞ Martha Elisabeth Redwood, Tochter eines reichen Plantagenbesitzers, aus Newport (Rhode Island). H. verbrachte die Schulzeit in Zürich. Seine Berufsbildung begann im Textilbereich, in einer Indiennefabrik in Mülhausen, danach folgte der Einstieg ins Bankgeschäft. Über Genf, wo er bei den Bankiers Passavant und de Candolle ins Metier eingeführt wurde, gelangte er nach Paris und wurde Commis im bedeutenden Bankhaus Lecoulteux. Als 1786 die Firma Usteri, Ott, Escher & Co. gegründet wurde, die den Einstieg ins lukrative Pariser Bankgeschäft anstrebte, wählte sie H. und den erfahrenen Denis de Rougemont zu Geschäftsführern des grösstenteils mit deren Kapital ausgestatteten Bankhauses Rougemont, Hottinguer & Cie. Schon 1787 durch grosse ungedeckte Spekulationen geschädigt, wurde das Haus 1790 aufgelöst und H. gründete die Hottinguer & Cie., um möglichst viel Kapital aus dem revolutionären Frankreich zu retten. Bei Anbruch der Schreckenstage im Frühjahr 1793 wurde auch diese Firma durch H. und seine Kapitalgeber liquidiert. H. verbrachte daraufhin drei Jahre in Amerika und etablierte sich anschliessend als Marchand-Banquier und als Finanzmann von Charles-Maurice de Talleyrand in Paris. Als Präs. der Handelskammer, Oberst der Nationalgarde, Mitglied der Kammer der Hundert Tage und Regent bei der Gründung der Banque de France erlangte H. in Frankreich und im Verkehr mit Amerika eine beherrschende Stellung. H. zeichnete sich als Förderer und Kreditgeber des Zürcher Exporthandels nach Amerika aus. 1810 erhob ihn Napoleon zum Baron de l'Empire.
Literatur
– M. Gérard, Messieurs Hottinguer, banquiers à Paris, 1968
– H. C. Peyer, Von Handel und Bank im alten Zürich, 1968
Autorin/Autor: Martin Lassner