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Stelleninserate mit dem Charme einer Abrissbirne
Wer die besten Mitarbeitenden will, sollte auch die besten Stelleninserate schreiben. Hier geht’s zur Kolumne im KMU-Magazin “Erfolg”.
Stelleninserate mit dem Charme einer Abrissbirne
Wer die besten Mitarbeitenden will, sollte auch die besten Stelleninserate schreiben. Hier geht’s zur Kolumne im KMU-Magazin “Erfolg”.
1. Was braucht es, um bei Coop Karriere machen zu können?
A: Hartnäckigkeit
B: gute Ideen
C: eigene Antwort
C, Pragmatismus, weil man im Detailhandel sehr oft einfache und schnelle Lösungen finden muss.
2. Wen würden Sie zum Abendessen einladen?
A: Johann Wolfgang von Goethe / Zitat: Wenn man von den Leuten Pflichten fordert und ihnen keine Rechte zugestehen will, muss man sie gut bezahlen.
B: Albert Schweitzer / Zitat: Ein Beispiel zu geben ist nicht die wichtigste Art, wie man andere beeinflusst. Es ist die Einzige.
C: …
B, weil ich auch der Überzeugung bin: “Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.” Für alle Vorgesetzten bedeutet das: “Walk the talk” – mach, was du sagst.
(Da Albert Schweizer aber nicht mehr lebt, würde ich sonst auch ganz gerne mit Roger Federer oder Barak Obama essen gehen … :-))
3. Was sollen Ihre Kollegen über Sie sagen?
A: Sie hat für alle ein offenes Ohr.
B: Sie setzt Ziele hart aber sympathisch um.
C: …
B, weil ich hohe Ansprüche habe und andere gut dafür gewinnen kann, diese zu erfüllen
4. Welcher Führungsstil ist Ihnen am sympathischsten?
A: beratend
B: partizipativ
C: eigene Antwort
C, individuell, weil man nicht alle Mitarbeitenden nach dem gleichen Prinzip führen kann.
5. Welches Tool mögen Sie lieber?
A: Yammer
B: Outlook
C: …
B, weil ich aufgrund meines leicht chaotischen Arbeitsstils ohne Outlook verloren wäre.
6. Welcher Begriff aus dem Coop-Leitbild entspricht Ihnen als Person?
A: Vielfältig
B: Innovativ
C: …
A, weil es fast nichts gibt, was mich nicht interessiert.
7. Was kaufen Sie bei Coop häufiger ein?
A: Pasta
B: Salat
C: eigene Antwort
C, Nutella, weil ich nicht kochen kann und mich Schokolade glücklich macht.
E-Mails: Wie sie unser Zeitmanagement manipulieren
Überlegen Sie kurz, ob Sie Informationen, Fragen und Botschaften genauso häufig versenden würden, wenn Sie den Text von Hand auf Briefpapier schreiben, ein Kuvert beschriften und frankieren und dieses dann zur Post bringen müssten. Wahrscheinlich nicht. 95 % der Mails hätten sich bei diesem Gedanken schon erledigt.
Vielleicht sollten wir alle etwas öfter daran denken, bevor wir auf senden drücken und kurz überlegen, was man alles zu sagen hat und das in einer anstelle von fünf E-Mails tun. Es stellt sich auch die Frage, muss immer die halbe Welt über einen Sachverhalt informiert werden? Wahrscheinlich auch nicht.
Gehören Sie zu denjenigen Personen, die vom E-Mail-Programm darauf hingewiesen werden, wenn eine neue Mail eingetroffen ist? Wie reagieren Sie dann? Schaffen Sie es, einfach wegzuschauen, bis die Arbeit, an der Sie gerade dran sind, erledigt ist oder müssen Sie sofort wissen, wer da was von Ihnen will? Diese dauernden Unterbrüche bringen sehr viel Unruhe in den Arbeitsalltag und machen unproduktiv, weil man sich immer wieder neu in seine eigentliche Arbeit hineindenken muss. Es ist sinnvoller, all diese störenden Benachrichtigungen visueller und akustischer Natur auszuschalten und fixe Zeiten für die Erledigung von E-Mails einzuplanen.
Social-Media-Netzwerke in Unternehmen ersetzen E-Mails
Mittlerweile setzen schon einige Unternehmen in der Schweiz – vor allem grössere – auf neuere Technologien und bringen Social Media in die Firmen. Yammer beispielsweise gehört zu Microsoft und ist ein soziales Netzwerk, welches sich für den Einsatz in Unternehmen eignet. Mit Yammer kann Wissen ausgetauscht, Dokumente gemeinsam bearbeitet, Projekte verwaltet und in Teams kommuniziert werden. Insbesondere die vom Organigramm unabhängige Zusammenarbeit soll damit gefördert werden, was wiederum Innovation und Produktivität schafft. Gemäss den Angaben von Microsoft haben bereits über 200‘000 Unternehmen Yammer im Einsatz.
Der Einsatz von Yammer im Unternehmen kann die E-Mail-Flut massiv eindämmen, wenn das Tool richtig genutzt wird. Wenn natürlich die Benachrichtigungsfunktionen so eingestellt sind, dass man über jede Bewegung in Yammer per E-Mail informiert wird, funktioniert das Ganze nicht. Auch dieses Tool muss mit Verstand genutzt werden, damit es nicht ein weiteres Arbeitsinstrument ist, das einem Zeit und Nerven raubt.
Wie nutzen Sie E-Mail als Kommunikationsinstrument?
Erfahren Sie mit unserem kurzen Test “E-Mail-Nutzung”, ob Sie und Ihr Unternehmen E-Mails sinnvoll einsetzen oder ob Optimierungspotenzial vorhanden ist. Zudem haben wir 10 Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie E-Mail als Arbeitsinstrument effizienter nutzen können.
Gabriela Gees
Demographische Überraschungen – Gastbeitrag von Dr. Barbara Lang
© Dr. Barbara Lang, Geschäftsführer www.joba-ag.com
Familienunternehmer und KMU, die heute Fachkräfte oder Nachfolger suchen, sehen sich einem überraschend neuen Markt von Arbeitskräften gegenüber – mit einer gnadenlosen Demographie:
Die KfW betitelt ihre Studie aus 2013 „Demographiefalle Deutschland“: das Rennen gegen die Zeit hat begonnen. Unternehmen verlieren in der nächsten Dekade mehr Mitarbeiter als je zuvor in der Geschichte. Geburtenstarke Jahrgänge entschwinden in die Rente; Nachwuchs ist knapp. Die Welt titelte am 28.12.2014: „Deutsche Firmen taumeln ins Demografie-Desaster.“
Die Schweiz hat die Zeichen der Zeit erkannt und die „Fachkräfte-Initiative“ ausgerufen – man will in Ganztagsschulen investieren, in Infrastruktur zur Kinderbetreuung, damit man das wenig genutzte Potential gut ausgebildeter Frauen besser zur Verfügung stellen kann. Denn die Schweiz rangiert in der OECD unter denen, die die Erwerbskraft der Hälfte ihrer Bevölkerung so wenig nutzen wie wenige.
Das konnte man sich früher leisten. Es gab einen intakten Arbeitsmarkt mit einer ausreichenden Zahl verfügbarer qualifizierter Arbeitskräfte. Das ändert sich. Wir betreten historisches Neuland.
Der Fachkräftemangel kostet bereits heute Milliardenumsätze. In Deutschland präsentieren sich Politiker und Gewerkschaften als „Fachkräfte-Partner“ und sehen Potential in Zuwanderung, Asylanten, Langzeitarbeitslosen, Geringqualifizierten, und in der Erhöhung der Erwerbstätigenquote von Frauen.
Die Wirtschaft sieht das pragmatischer
Der Faktor Zeit und der Faktor Größenordnung sind inzwischen kritisch. Zu lange hat man die Tragweite dessen nicht verstanden, was sich unaufhaltsam auf Wirtschaft und Gesellschaft zu wälzt.
Wo findet man heute geeignete Fachkräfte und Nachfolger? Wie positioniert man das eigene Unternehmen attraktiv im knappen Fachkräfte-Arbeitsmarkt? Was muss man tun, um Arbeitskräfte im Hause optimal zu entwickeln, um im Wettbewerb mitzuhalten?
Wer hat das Hauptproblem? Denken wir an Fachkräftemangel, denken wir an Ingenieure. Doch der Strukturwandel zur Wissensökonomie bringt Überraschungen. Der Dienstleistungssektor beschäftigt mehr als Dreiviertel der Erwerbstätigen. Wer hier Fachkräfte und Nachfolger sucht, hat überraschend neue Statistiken vor sich.
Besonders deutlich ist das im Bereich Gesundheit, der bereits heute über 75% Frauen beschäftigt. Wir nehmen das nicht wahr, denn Leiter von Klinik und Verwaltung sowie Chefärzte sind zu über 90% Männer.
Der überraschend neue Fachkräftemangel
Branchen mit hohem Frauenanteil haben das höchste Potential. Unternehmen, die ihre neue demographische Realität nicht im Blick haben, verlieren ihre Mitarbeiter. In der Medizin haben vor allem im süddeutschen Raum viele Kliniken die „Familienfreundlichkeit“ ausgerufen. Dort hat man früher hochqualifizierte Ärzte an die Schweiz mit ihren hohen Gehältern verloren. Heute bleiben die Ärzte in Deutschland –Die Zeiten sind vorbei, wo hochqualifizierte Menschen ihre Lebensqualität auf dem Altar der Karriere opfern und sich antiquierten Strukturen beugen. Häusern, die weniger innovativ sind, laufen die Mitarbeiter weg. Entsprechend neu ist das Profil des Fachkräftemangels:
Quelle: Fachkräfteengpassbericht Bundesanstalt für Arbeit, Dez. 2014
Die Mehrheit der Hochqualifizierten wird in der Generation Y nicht mehr von den Männern gestellt:
OECD und IMF kommen zu dem Schlusse: wollen Deutschland und die Schweiz die demographische Klippe meistern, müssen sie die Frauen aus der Reserve locken. Frau Dr. Hausfrau ist eine Verschwendung von Humankapital, das sich diese reichen Länder im Angesicht der demographischen Krise nicht mehr leisten können, zumal die Frauen in diesen beiden Ländern seit den 1970er Jahren rekordtiefe Geburtenraten haben – und das, obwohl sie wenig Karriere machen.
“Länder wie Deutschland, Japan und Korea müssen annähernd Geschlechtsparität in der Arbeitsmarktpartizipation erreichen … besonderes Potential liegt in Deutschland, wo mehr als 30% Frauen Teilzeit arbeiten (OECD, 2012a)”
Wo sind die Männer bei den Hochqualifizierten?
Quelle: NZZ Oktober 2012 – Anteil der Frauen an Hochschulabgängern in der Schweiz.
Wer Nachfolger und Fachkräfte sucht, wird überrascht: Männer stellen bei Hochschulabgängern in allen Fächern außer exakte Wissenschaften und Engineering die Minderheit – auch in der Berufsmatur. Buben sind häufiger ohne Schulabschluss als Mädchen. Ziehen sich die hochqualifizierten Frauen binnen weniger Berufsjahre zurück, weil das Thema Familie/Beruf nicht entschärft wird, verschärfen sie den Fachkräftemangel. Und hier kommt noch ein neues Thema: „Elder Care“- betagte Angehörige – kommt mit dem demographischen Wandel auf Erwerbstätige und Arbeitgeber zu.
Werte haben sich geändert, Strukturen nicht
Vor allem aufgrund des Mediendrucks verstärken viele Firmen „Gender-Programme“. Doch diese haben nicht die erwartete Wirkung erzielt. Sie helfen Frauen nicht wirklich und demotivieren Männer. Es ist nachhaltiger, in innovative und flexible Arbeitsstrukturen zu investieren. Work-Life Balance ist ein Thema, das alle Mitarbeitenden wünschen – es ist kein Frauenthema.
Wie sieht Innovation aus?
Bei Google können alle Mitarbeiter 20% ihrer Arbeitszeit am Ort ihrer Wahl verbringen – denn Work-Life Balance ist kein Frauenthema. Freiheit im Handlungsspielraum, Freiheit in der Entscheidung über den eigenen Zeiteinsatz – das sind große Hebel aus der Forschung zu „High Performance Companies“.
Antiquierte Strukturen gefährden Produktivität und Attraktivität ganzer Branchen – das ist am Beispiel Medizin sichtbar. Wo Arbeitsmodelle und Zeitsysteme flexibilisiert werden und Positionen bis hin zu Führungspositionen aufgeteilt werden, verzeichnet man hervorragende Ergebnisse.
Produktivität und „Präsentismus”
Körperliche Präsenz ist in der Dienstleistung und vor allem bei „Wissensarbeitern“ kein Garant für Spitzenleistung. Im Gegenteil. Die jährlichen Gallup-Studien zeigen Produktivitätskiller Nummer Eins „Präsentismus“: mehr als 60% der Mitarbeiter sind anwesend, bringen aber nur Bruchteile der Leistung: sie können nicht, sie dürfen nicht – oder sie wollen nicht.
Viele Firmen nutzen daher neue Technologien: viele Jobs enthalten Teile, die nicht am Bürostuhl erledigt werden müssen. Flexible Zeitmodelle und Job-Sharing ermöglichen das Abarbeiten von emails oder Planung und Reporting, wo und wann es am besten passt: Die Qualität der Arbeit und die Zufriedenheit steigen.
Notwendigkeit einer beschleunigten Entwicklung
Firmen haben nicht mehr den Luxus, Programme aufzusetzen und dann Monate oder Jahre auf Effekte zu warten. Das Zeitfenster für Experimente wird kleiner. Sie müssen schon während der Projektlaufzeit wissen, ob Maßnahmen Wirkung zeigen. Intelligente Tools wie die von www.joba-ag.com helfen, die Wirkung von Investitionen in das Humankapital in Echtzeit zu steuern.
Dr. Barbara Lang is CEO of joba AG “Corporate Health Made in Switzerland”. The former IBM Manager and management consultant is working with companies to improve their „Corporate Health” with tools to develop a corporate culture that allows people to be their best.
Das Stelleninserat als wichtigstes Marketinginstrument
Wer die besten Mitarbeitenden will, sollte auch die besten Stelleninserate schreiben. Der demografische Wandel ist unaufhaltbar. Die Jahrgänge der Babyboomer werden in den nächsten Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden und ihre Positionen müssen neu besetzt werden. Der Fachkräftemangel ist bereits seit längerem ein Thema, das Wirtschaft und Medien beschäftigt. Die junge Generation an Arbeitskräften gelangt vermehrt in den Fokus. Diese tickt jedoch anders. Sie ist mit einer Vielfalt an Medien aufgewachsen und die Online-Welt gehört zu ihrem Alltag. Dem sollte bei der Personalrekrutierung ebenso eine wichtige Bedeutung beigemessen werden, wie der Ansprache im Stelleninserat. Das Stelleninserat ist heute mehr ein Marketinginstrument, denn je.
Der Arbeitgebermarkt wandelt sich zum Arbeitnehmermarkt
Die Demografie und das Selbstverständnis der neuen Generationen bestimmen das. Für Unternehmen heisst das, sie müssen um die Gunst der besten Mitarbeiter buhlen, denn diese wählen künftig selbst, für wen sie arbeiten wollen. Unternehmen, die Arbeitnehmer immer noch als Bittsteller betrachten, sollten sich dringendst von diesem Bild lösen, wenn sich für die Zukunft Mitarbeitende wünschen, die nicht einfach nur eine Arbeit erledigen, sondern zu nachhaltiger Wertschöpfung beitragen und die Unternehmensmarke mit Stolz nach aussen tragen. Ein attraktiver Arbeitgeber muss heute einiges mehr als nur einen guten Lohn bieten. Das Gesamtpaket muss stimmen und genau dieses sollte bereits im Stelleninserat vermarktet werden.
Stelleninserate, die kein Mensch lesen will
Viele Unternehmen vermarkten sich in Stelleninseraten mehr schlecht als recht und haben wohl die Macht dieses Kommunikationsinstruments noch nicht erkannt. Wir analysieren immer wieder Stelleninserate und was man da zu lesen bekommt sind öde Floskeln, langweilige Phrasen und Forderungen. Von Eigenwerbung keine Spur. Innovativer Schreibstil und attraktive Darstellung des Jobangebots? Fehlanzeige. Als Jobsuchender Mensch kann einem da schnell die Lust am Bewerben vergehen. Oft wird dann jedoch im Gegenzug von Personalrekrutierern erwartet, dass das Motivationsschreiben frisch, knackig und einzigartig daher kommt. Das passt alles nicht so richtig zusammen und zeigt deutlich das Missverständnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Diese Fakten zeigen deutlich, dass viele Unternehmen künftigen Mitarbeitenden immer noch mit autoritärem Gehabe entgegentreten. Das beginnt oft bereits im Stelleninserat.
Schönen Worten müssen Taten folgen
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Streichen Sie diese und ähnlich bekannte, viel zu oft verwendete Floskel ein für alle Mal aus Ihren Stelleninseraten. Oder: „Wir bieten Ihnen ein abwechslungsreiches und spannendes Aufgabengebiet“. Wenn das tatsächlich so ist, dann schreiben Sie doch ganz konkret, was Sie damit meinen. Wecken Sie Bilder in den Köpfen der Stellesuchenden. Wecken Sie den Wunsch bei den Bewerbern, bei Ihnen – und nur bei Ihnen – zu arbeiten. Selbstverständlich reicht es nicht aus, viel zu versprechen. Schönen Worten müssen stets Taten folgen, damit die Glaubwürdigkeit gegeben ist. Corporate Language ist das eine. Corporate Behaviour das andere. Was im Stelleninserat versprochen wird, muss der Job und das Unternehmen letztendlich auch halten können.
Gabriela Gees
Dream big and make it happen.
Haben Sie schon einmal jemanden nach seiner Vision, nach seinem ganz grossen Lebenstraum gefragt und bei der Antwort erstaunt festgestellt, dass der Inhalt oft nicht klar gezeichnet werden kann? Keine farbigen und anziehenden Bilder beschrieben werden können, welche einen Menschen motivieren, diese zu erreichen? Ist es eine schweizerische Eigenschaft, kleine Brötchen zu backen? Ist Bescheidenheit wirklich so hoch im Kurs oder darf man hierzulande einfach nicht zu seinen ganz grossen Träumen stehen?
Nicht anders ist das Echo, wenn man Unternehmer nach ihren Visionen fragt. Die beschriebenen Visionen sind mehr solide Ziele und Werte, als klare Unternehmensvisionen. Ist es tatsächlich so, dass Visionen gar nicht vorhanden sind oder ist es die Angst, als überheblicher Fantast zu gelten, wenn man nach den Sternen greift?
Hier einige Auszüge aus dem Internet von Statements, die Schweizer Unternehmen als Visionen deklarieren:
Wirklich grosse und vor allem klare Bilder einer schillernden Zukunft scheinen diese Unternehmen nicht zu haben. Oder trauen sie sich einfach nicht, ihre visionären Gedanken an die grosse Glocke zu hängen?
Der Motor für Management, Führungskräfte und Mitarbeiter
Die Vision ist die treibende Kraft in einem Unternehmen. Eine gute und gelebte Vision ist entscheidend für die Unternehmensstrategie und ist der Motor für die Mitarbeitenden. Sie ist sowohl wichtig für das Individuum als auch für das Unternehmen als Ganzes. Die erfolgreiche Realität beginnt immer mit einem klaren Bild, der Vision. Wie wollen Management und Führungskräfte ihre Mitarbeiter begeistern, wenn da kein gemeinsames Ziel ist, für das es sich einzusetzen lohnt? Eine gute Unternehmensvision schafft eine gemeinsame Basis, ist sinnstiftend und dient als Kompass. Wird sie von Management, Führungskräften und den Mitarbeitenden gelebt, arbeiten alle gemeinsam aktiv und engagiert auf die Erreichung des Zukunftsbilds hin.
Die besten Botschafter für die Unternehmensvision sind und bleiben die Mitarbeitenden. Können sie sich mit der Vision identifizieren, dann spüren sie den Sinn ihrer Tätigkeit und arbeiten motivierter und mit mehr Spass. Sie sind stolz darauf, für „ihr“ Unternehmen arbeiten zu dürfen und ihren Beitrag zur Erreichung der Unternehmensvision beizutragen.
Zukunftsbilder visionärer Unternehmen
Hier die Visionen einiger berühmter Unternehmen. Wissen Sie, zu welchen Unternehmen sie gehören?
Egal ob privat oder beruflich: Dream big and make it happen.
Gabriela Gees
„Ich schreibe dir einen langen Brief, weil ich keine Zeit habe, einen kurzen zu schreiben“, hat Goethe einmal gesagt. Die Gedanken, die einem durch den Kopf schiessen, direkt auf die Tastatur zu übertragen und anschliessend unverzüglich auf „Senden“ zu klicken geht wahrlich am schnellsten.
Aber wer freut sich schon, wenn er eine E-Mail in Form der Unendlichen Geschichte erhält? Niemand. Jede und jeder von uns ist täglich 1000den von Informationen, Botschaften und Nachrichten ausgesetzt. Da danken wir es dem Schreiber, wenn er sich kurz fasst und das Wesentliche knackig auf den Punkt bringt.
Und genau das ist die Kunst beim Schreiben. Wir haben Ihnen hier die wichtigsten 7 Textregeln zusammengestellt, damit Ihre Texte kürzer und lebendiger werden sowie das Kino im Kopf des Lesers animieren. So werden Ihre Texte gerne gelesen und die Botschaften verankern sich nachhaltig beim Empfänger.
Die 7 Textregeln:
Ein Beispiel zu jeder Textregel können Sie sich hier kostenlos herunterladen.
Gabriela Gees
Praktisch jedes Unternehmen hat eins: ein eigenes Leitbild. Über die Qualität dieser kann man sich streiten. Ob ein Leitbild gut ist, erkennen Sie, wenn Sie einen x-beliebigen Mitarbeiter im Unternehmen fragen, was darin steht. Wir schätzen, in 90 % der Fälle haben die Mitarbeitenden keine Ahnung. Und gleich noch eine Schätzung: In mindestens 80 % der Fälle kann man die Leitbilder beliebig untereinander austauschen. Sprich, ob die Botschaft des Leitbilds einer Versicherungsgesellschaft gehört oder dem örtlichen Schreinereibetrieb, ist aufgrund der Sprache und des Inhalts meist nicht zu erkennen.
Wozu hat ein Unternehmen überhaupt ein Leitbild? Geht es nicht auch ohne?
Nach der Vision, welche die Richtung vorgibt und aufzeigt, was das Unternehmen langfristig erreichen möchte, stellt das Leitbild eine wichtige Orientierungshilfe im Umgang miteinander sowie für Entscheidungen, Verhalten und Handlungen dar. Es ist zudem auch die Visitenkarte nach aussen, da das Unternehmensleitbild meistens für Dritte zugänglich ist.
Ein Leitbild setzt sich unter anderem aus diesen drei Kernelementen zusammen:
Diese drei Kernelemente sollten mit Bedacht erarbeitet werden. Es ist ein hartes Stück Arbeit, die wahren Werte eines Unternehmens herauszuschälen, die Differenzierungsmerkmale auf den Punkt zu bringen und die Mission des Unternehmens authentisch zu beschreiben. Man läuft hier schnell Gefahr, Floskeln zum Opfer zu fallen.
Nur ein Leitbild, das verstanden wird, wird intern akzeptiert
Eine weitere Kunst ist es zudem, das Leitbild so zu formulieren, dass es von jedem Mitarbeitenden verstanden wird und in wenigen Worten wiedergegeben werden kann. Nur dann ist sichergestellt, dass das Leitbild in den Unternehmensalltag Einzug hält und seinen Zweck erfüllt. Die richtige Implementierung in den Alltag der Mitarbeiter ist das A und O. Die Sprache des Unternehmens soll von allen verstanden und gleich interpretiert werden. So kann garantiert werden, dass Handlungen und Entscheidungen nachvollzogen werden können.
Ein Leitbild sollte also nicht einfach vom Management definiert und nach unten diktiert werden, sondern an dessen Erstellung sollten Mitarbeitende aus allen Hierarchien beteiligt sein. Das schafft eine hohe Akzeptanz innerhalb des Unternehmens und erleichtert die Implementation des Leitbilds.
Wie steht es um Ihr Leitbild? Wissen Ihre Mitarbeitenden, was darin steht? Können Sie selbst kurz und knackig auf den Punkt bringen, was Ihr Unternehmen ausmacht? Welche Leitbilder finden Sie besonders toll?
Gabriela Gees