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Das Projekt der Lando Rossmaier Architekten, Ennenda, wird beim Studienauftrag für ein zentrales Gemeindehaus Glarus Süd zur Weiterbearbeitung empfohlen.
Seit der Gemeindefusion im Jahr 2011 verfügt die Gemeindeverwaltung Glarus Süd über keinen zentralen Verwaltungsstandort. Als «Startlösung» verteilte der Gemeinderat seine Departemente auf verschiedene Standorte in unterschiedlichen Dörfern. Vertiefte Abwägungen im Jahre 2014 bestätigten die überwiegenden Vorteile für einen gemeinsamen Verwaltungsstandort. Die damalige Weiterentwicklung wurde jedoch abgebrochen, weil die Standortabklärungen zu keinem befriedigenden Resultat führten.
Neuüberlegungen zum Verwaltungsstandort Schwanden
Die Sistierung der Weiterentwicklung änderte sich, als im Jahr 2017 auf der Nachbarliegenschaft vom Gemeindehaus an der Bahnhofstrasse in Schwanden Bauabsichten auftraten und sich die Möglichkeit auftat, die Planungen über die eigenen Parzellen hinaus gemeinsam anzugehen. Eine Zustandsanalyse des Gemeindehauses zeigte, dass in absehbarer Zeit eine Sanierung oder ein Ersatz vorzunehmen ist. Auch besteht das Manko, dass dieses Verwaltungsgebäude nicht behindertengerecht zugänglich ist. Daher beschloss der Gemeinderat Glarus Süd die Zukunft des Gebäudes mit einem Architektur-Studienauftragsverfahren vertieft abzuklären.
Voll- oder Teilzentralisierung der Verwaltungsstandorte?
Zur politischen Entscheidungsfindung galt es zwei Varianten zu entwickeln. Die Variante 1 soll Raum für alle Verwaltungseinheiten der Gemeinde Glarus Süd bieten. Variante 2 zentralisiert die beiden Verwaltungsstandorte von Schwanden in einem Gebäude in Schwanden. Dabei würde das heute im Strassenverkehrsamt untergebrachte Departement Gesellschaft und Sicherheit (Einwohneramt) aus der Mietverpflichtung abgelöst. Bei der Erarbeitung dieser beiden Varianten war die Fragestellung zentral, ob das jetzige Verwaltungsgebäude stehen gelassen oder mit einem Neubau ersetzt werden soll. Die Variante 3 beinhaltet lediglich eine bauliche Instandstellung des Verwaltungsstandortes an der Bahnhofstrasse für die bereits darin beheimateten Departemente ohne Erweiterung.
Planerisches Vorgehen der Gemeinde
Der Gemeinderat Glarus Süd startete im Januar 2021 den Studienauftrag im Einladungsverfahren mit einer vorgeschalteten Präqualifikation (Bewerbung). Ein breit abgestütztes Beurteilungsgremium wählte sechs Architekturbüros aus und beauftragte diese, eine Machbarkeitsstudie zu den Varianten 1 und 2 zu erstellen. Die Zwischenpräsentationen im Mai 2021 zeigte dem Beurteilungsgremium eine neue Vorgehensoption auf. Anstelle von zwei unterschiedlichen Varianten hatten nun die Architekturbüros als Vertiefung ihrer Machbarkeitsstudie ein Projekt zu erarbeiten, welches etappiert realisiert werden kann: Von der Teilzentralisierungsvariante 1 zur Vollvariante 2 mit dem Endziel, sämtliche Departemente in einem Gemeindehaus an der Bahnhofstrasse in Schwanden unterzubringen.
Einbezug der Stimmberechtigten
Im Herbst 2021 fand die Schlussbeurteilung der Studienaufträge statt. Das Beurteilungsgremium empfiehlt einstimmig das Projekt der Lando Rossmaier Architekten, Ennenda, weiter zu bearbeiten. Die Stimmberechtigten von Glarus Süd können an kommenden Gemeindeversammlungen via Planungs- und Projektkredit mitentscheiden, ob und an welcher Variante weitergearbeitet werden soll. Im Frühjahr 2022 werden alle Projekte des Studienauftrags anlässlich einer Ausstellung und Informationsveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt.
Autor
Gemeinde Glarus Süd
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Kategorie
- Glarus
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Publiziert am
Webcode
www.glarneragenda.ch/Wf9BSH