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Der 9-jährige Hogarth begegnet im Wald einem gigantischen Wesen aus Eisen, mit dem er sich anfreundet. Sein neuer Riesenfreund entpuppt sich als zartfühlend und neugierig und ist mit einem riesigen Appetit auf Metall gesegnet. Ausgerechnet das Elektrizitätswerk hat er sich ausgesucht, um seinen Heisshunger zu stillen. Obwohl Hogarth sich alle Mühe gibt, seinen neuen Freund zu verstecken, wird es immer schwieriger, die hinterlassenen Spuren des unbändigen Metallhungers zu verwischen. Die Einwohner des kleinen Küstenstädtchens, wo Hogarth wohnt, werden misstrauisch: Ist es ein Monster, ein Ausserirdischer oder gar eine russische Geheimwaffe, die ihre Autos verschwinden lässt und Antennen anknabbert? USA im Jahr 1957 – Atomhysterie und Kalter Krieg befinden sich auf dem Höhepunkt. So kommt es, dass ein ehrgeiziger Regierungsagent und die US-Army sich in die Ermittlungen um die seltsamen Vorgänge einschalten – die Folge ist eine regelrechte Hetzjagd auf den gutmütigen Riesen. Kann Hogarth seinen Freund beschützen?
Der bekannte Filmkritiker Roger Ebert, der 2013 verstorben ist, fand den Film «bezaubernd» und freute sich an der unüblichen Abkehr von «niedlichen kleinen Tieren» und Gesangsnummern, die Kinderfilmen häufig eigen ist. Thematisiert werden grosse, ethische Fragen, denn das Eisenwesen wurde ursprünglich als Waffe konzipiert, hat aber ein viel zu gutes Herz und ist viel mehr daran interessiert, Freundschaft zu schliessen. Der Technisch aufwendige Sci-Fi/Fantasy-Animationsfilm mit ersten Computeranimationen basiert auf Ted Hughes Roman «Der Eisenmann». Als der Film erstmals gezeigt wurde nannte ihn Joe Morgenstern vom The Wall Street Journal einen «instant classic». «Der Gigant des Alls» hat neun Annie Awards und Regisseur Brad Bird mittlerweile 2 Oscars gewonnen.
Wir empfehlen den Film ab 10 Jahren.