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Die Wasserkraft hat in der Schweiz eine grosse Tradition. Im Jahr 1879 nahm der Hotelier Johannes Badrutt eine durch Wasserkraft betriebene Beleuchtungsanlage in Betrieb. Das erste Laufwasserkraftwerk der heutigen Axpo entstand 1902 in Beznau. 1908 nahm das Hochdruckwasserkraftwerk Löntsch seinen Betrieb auf. Auch heute hat die Wasserkraft eine wichtige Funktion für die Stromproduktion in der Schweiz. Sie steht aber vor grossen Herausforderungen, weil sich aktuell neue Investitionen in Wasserkraft nicht rentieren.
Auch in Zukunft wird die Wasserkraft den grössten Beitrag an die Stromversorgung der Schweiz leisten. Dank der beträchtlichen Wasserreserven in den Alpen, verfügt das Land über eine kostbare Ressource zur Stromerzeugung. Die Schweiz wird deshalb auch als Wasserschloss Europas bezeichnet. Rund 1350 Wasserkraftwerke produzieren heute durchschnittlich 39’000 GWh Strom pro Jahr. Je knapp 50 Prozent stammen von Speicherkraftwerken und Laufwasserkraftwerken, der Rest aus Pumpspeicherkraftwerken. Die Bergkantone Uri, Graubünden, Tessin und Wallis sind dabei von besonderer Bedeutung. Zusammen produzieren sie über 60 Prozent dieses Stroms.
Seit der teilweisen Öffnung des Strommarktes in der Schweiz, können die Gestehungskosten nicht mehr einfach auf die Verbraucher überwälzt werden. Vielmehr werden die Strompreise auf dem europäischen Markt gemacht. Dabei führen auch politische Eingriffe, etwa tiefe Preise für CO2-Verschmutzungsrechte, zu krassen Marktverzerrungen. Zusätzlich verringert die sehr hohe Belastung der Wasserkraft, insbesondere durch den Wasserzins, deren Wettbewerbsfähigkeit.