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Wer einen universitären Abschluss erlangen will, kommt an einer Abschlussarbeit nicht vorbei. Dieser Text zeigt auf, was es mit der Bachelor-und der Masterarbeit auf sich hat.
Die Bachelorarbeit stellt für viele Studierende die erste wissenschaftliche Arbeit in grösserem Rahmen dar. Hier wird überprüft, ob die Studierenden die Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens verstanden haben. Die Bachelorarbeit wird gegen Ende des Bachelorstudiums verfasst. Die Arbeit hat meistens einen Umfang von um die dreissig Seiten. Je nach Reglement und Fach kann die Seitenzahl aber variieren.
Das Thema der Bachelorarbeit kann normalerweise selbst ausgewählt werden, genauso wie der Professor, der die Arbeit betreut. Es ist von enormer Bedeutung, sich über die Abgabefristen und das allgemeine Reglement bezüglich der Arbeit zu informieren. Oftmals ist es auch möglich, ein bereits in einer Seminararbeit untersuchtes Thema auszuweiten. Der Stellenwert der Bachelorarbeit variiert je nach Universität und Fach. In gewissen Fächern und Hochschulen hat die Bachelorarbeit eine grosse Bedeutung. In anderen Fächern, in denen bereits während des Studiums ständig Arbeiten verfasst werden, unterscheidet sich die Bachelorarbeit nur wenig von einer normalen Seminararbeit. Für die Bachelorarbeit erhalten die meisten Studierenden um die 15 Credits. Im Gegensatz zur Masterarbeit, muss die Bachelorarbeit nicht an allen Universitäten verteidigt werden.
Zuerst einmal gilt es, einen Professor zu finden, der sich dazu bereit erklärt, die Arbeit zu betreuen. Einerseits kann man sich an einen Professor wenden, den man kennt und mit dem man positive Erfahrungen gemacht hat. Andererseits kann es auch ratsam sein, sich zu informieren, welcher Professor sich am ehesten mit dem von mir gewünschten Thema auskennt und sich proaktiv an diesen zu wenden. Bei der ersten Besprechung wird der Professor vielleicht aufzeigen, dass das angestrebte Thema zu wenig eingegrenzt ist und den Rahmen der Bachelorarbeit sprengt. Der Professor wird aber mit Sicherheit interessante Alternativen aufzeigen. Informationen bezüglich der Themeneingrenzung sowie des wissenschaftlichen Arbeitens findest Du im Blog Wie schreibe ich eine wissenschaftliche Arbeit.
Sind das Thema und der betreuende Professor gefunden, kann die Arbeit beginnen. Die Arbeit erfolgt grösstenteils selbstständig, doch der Studierende kann bei Fragen Termine mit dem Professor vereinbaren. Je nach Universität fliessend die Regelmässigkeit und die Qualität der Treffen mit dem Professor in die Gesamtnote ein. Auch wenn diese nicht bewertet werden, sollte man sich dieser bedienen. Wenn ich weiss, dass ich mich in einer Woche mit dem Professor treffe, arbeite ich effizienter und setze mir selbst Deadlines. Allerdings muss gesagt werden, dass nicht alle Professoren gleich viel Zeit für die Studierenden haben. Eventuell sollte man diesen Faktor bei der Wahl des Betreuers miteinbeziehen.
In diesem Text soll nicht genauer auf die Ratschläge bezüglich des Verfassens einer wissenschaftlichen Arbeit eingegangen werden. Diese Ratschläge findest Du im Blog Wie verfasse ich eine wissenschaftliche Arbeit sowie in demjenigen über die Maturaarbeit. Generell gelten aber folgende Grundregeln: Wähle ein Thema, das Dich einerseits interessiert, das aber andererseits den Anforderungen und zeitlichen Möglichkeiten einer Bachelorarbeit gerecht wird. Beginne rechtzeitig und treffe Dich regelmässig mit dem Betreuer. Rechne genügend Zeit für unvorhersehbare Zwischenfälle ein und versuche nicht nur Struktur in deinen Schreiballtag, sondern auch in deine Arbeit zu bringen.
Die Masterarbeit ist die letzte Herausforderung des Studiums. Und zur gleichen Zeit wohl auch die Grösste. Im letzten Semester des Masterstudiums heisst es nochmals Zähne zusammenbeissen und sich in Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen zu üben. Im Verhältnis zur Bachelorarbeit sind die Erwartungen und Anforderungen an die Masterarbeit viel höher, hier sollte bereits ein aktiver Beitrag zur Forschung in einem gewissen Thema geleistet werden.
Für die Masterarbeit erhalten Studierende 30 Creditpunkte. Es ist also vorgesehen, dass man sich im letzten Semester des Studiums nur mit dieser beschäftigt. Dabei kommt es aber auch auf das individuelle Zeitmanagement an. Gewisse Studierende müssen neben der Masterarbeit noch andere Arbeiten schreiben, andere wiederum bevorzugen es, bereits im zweitletzten Semester mit der Arbeit zu beginnen. Insbesondere in Fächern, welche Experimente und Umfragen verlangen, kann man nicht erst im letzten Semester mit der Arbeit beginnen.
Der Umfang der Masterarbeit kann je nach Universität, Fach und Thema variieren. Es ist äusserst relevant, bezüglich der gewünschten Seitenzahl beim Betreuer nachzufragen. Als mittlerer Richtwert werden oft 80 Seiten angegeben.
Die Masterarbeit erfordert sehr viel Eigeninitiative sowie ein gutes Zeitmanagement. In den meisten Fällen hat der Studierende die Masterarbeit selbst zu planen. Das Thema, sowie der betreuende Professor müssen selbst ausgwählt werden.
Das Wichtigste bei der Masterarbeit ist, dass man die Fristen und Reglemente stets im Auge behält. Diese können je nach Universität und sogar je nach Fach variieren und müssen deshalb genauestens durchgelesen werden. An den meisten Universitäten wird beispielsweise festgelegt, bis zu welchem Datum man die Arbeit persönlich (!) beim Dekanat abzugeben hat. Weiter kann die Masterarbeit normalerweise nur verteidigt werden, wenn alle anderen Creditpunkte des Masterstudiums bereits validiert worden sind. Es ist wichtig, immer genügend Zeit einzurechnen und Spielraum zu haben, falls unerwartete Ereignisse eintreten (beispielsweise dass kurz vor Abgabe der Laptop schlapp macht). Auch für den Druck sollte genügend Zeit eingerechnet werden, obwohl Druckereien wie etwa Studyprint sehr schnell sind. Oftmals empfiehlt es sich, die Arbeit an der universitären Druckerei zu drucken, da diese Variante viel kostengünstiger ist. Aber Achtung, unbedingt die Drucknormen des Masterarbeitsregelements beachten!
Ist die Arbeit abgegeben, so ist eine erste grosse Hürde überwunden. Allerdings muss sich der Studierende anschliessend auf die Verteidigung seiner Arbeit vorbereiten. Während eines Zeitfensters von ungefähr einer Stunde hat der Studierende seine Masterarbeit vor dem Professor sowie einem oder mehreren Experten zu präsentieren. Für gewöhnlich gilt es in einem ersten Teil, die wichtigsten Thesen und Erkenntnisse der Arbeit zu präsentieren. Auch die kritische Selbstreflektion sowie das Aufzeigen von weiteren Forschungsansätzen gehören dazu. Anschliessend stellen der Professor und der Experte kritische Fragen. Da die Verteidigung der Masterarbeit in die Gesamtbenotung miteinfliesst (je nach Universität sogar ein Drittel der Gesamtnote), sollte man sich seriös auf die Präsentation vorbereiten.
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