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IC 405, Flammenstern-Nebel
Objektbeschreibung
IC 405 wurde am 21. März 1892 vom deutsch-amerikanischen Astronomen Johann Martin Schäberle entdeckt und im gleichen Jahr im September vom deutschen Astronomen Max Wolf und im Oktober vom ungarischen Astronomen Eugen von Gothard gesichtet.
Es handelt sich bei IC 405 um einen Emissions- und Reflexionsnebel, der Teil einer ausgedehnten H-II Nebelkomplexes im Sternbild Auriga ist, zu dem auch NGC 1931, IC 410 und IC 417 gehören (siehe Abb. 2). Seine Entfernung zur Erde beträgt etwa 1500 Lichtjahre.
Verantwortlich für das Leuchten von IC 405 ist die starke UV-Strahlung des unregelmässig Orion-Veränderlichen, etwa sechs Magnituden hellen Sterns Sterns AE Aurigae (HR 1712, HIP 24575). Dieser Stern hatte sich allerdings nicht in dem Nebel gebildet. AE Auriga ist ein Runaway-Stern, welcher durch seine hohen Raumbewegung von 113 km/s auffällt. Diese konnte zum Orionnebel zurückverfolgt werden, von dem er heute etwa 60 Grad entfernt ist. Vor etwa 2.6 Millionen Jahre führte eine Beinahe-Kollision von zwei Doppelsternsystemen dazu, dass AE Aurigae aus dem Trapez-Haufen im Orionnebel heraus geschleudert wurden. Andere Sterne, welche vermutlich diesem Ereignis entstammen sind μ Columbae und 53 Arietis. Das Doppelsternsystem ι Orionis könnte die andere Hälfte dieser Beinahe-Kollision gewesen sein. Einer anderen Theorie zufolge könnte hierfür eine Supernova-Explosion verantwortlich gewesen sein. [196,298]
Auffindkarte
IC 405 befindet sich im südlicheren Teil des Auriga-Fünfecks. Die beste Beobachtungszeit ist September bis April.