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"Äusserst raffiniert ist die Bildsprache, mit der die unterschiedlichen Ebenen des Films fusioniert werden." Angela Schader, NZZKlappentext:
In seinem grossartigen Roman Das Museum der Unschuld erzählt der türkische Nobelpreisträger Orhan Pamuk von einer leidenschaftlichen und unglücklichen Liebe im Istanbul der 1970er Jahre. Kemal, ein junger Mann aus der Oberschicht, verfällt rettungslos der Liebe zur jüngeren und wunderschönen Füsun. Was als Affäre begonnen hat, wächst bald zur Obsession, doch das hindert Kemal nicht daran, die Beziehung mit seiner Verlobten fortzuführen. Nach dem rauschenden Verlobungsfest lässt sich die Geliebte nicht mehr blicken. Verzweifelt erkennt Kemal, dass er Füsun über alles liebt. Doch es ist zu spät.
Orhan Pamuk erzählt in diesem Liebesroman von einer Türkei, die in vielem westlich erscheint und doch traditionelle Züge trägt. 2012 richtete der Schriftsteller real in einem Haus in Istanbul ein Museum ein, das Fotos, Erinnerungsgegenstände und Dokumente versammelt, die aus der Welt seines fiktiven Buches stammen. Eine faszinierende und imaginäre Parallelwelt, die in diesem luziden Essayfilm von Grant Gee noch weiter in die Gegenwart gesponnen wird, indem der Schriftsteller mit dem Filmemacher eine Nebenfigur aus dem Roman im Heute erzählen lässt. Ein Film, der uns eintauchen lässt in den Kosmos des engagierten Autors und in die Nächte der schillernden Stadt am Bosporus. Schöne Seherfahrung! Walter RuggleÜber die Autorin / über den Autor:
Grant Gee ist ein Filmemacher aus Brighton, England. Er hat schon Filme über Anarchisten, Rock-Bands, Kletterer und Autoren gemacht. 1997 war er mit seinem Film Meeting People is Easy für den Grammy nominiert – ein Dokumentarfilm über die Band Radiohead, zu deren Song No Surprises Grant Gee auch das Kult-Video gedreht hat. 2008 hat er einerseits mit Joy Division den UK Grierson Award für Best Theatrical Documentary gewonnen sowie mit seinem Kurzfilm The Western Lands den Best Short Film Award am Banff Film Festival. 2012 feierte sein Film Patience (After Sebald) am New York Film Festival Premiere, worauf eine erfolgreiche Kinoauswertung in der UK und den USA folgte. 2016 arbeitet Grant Gee an seinem ersten Spielfilm, eine Adaption von Alison Moores Roman The Lighthouse.Preis: CHF 24.00