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4. Permafrost im Lockergestein
Ein Blockgletscher ist eine mit Eis übersättigte Ansammlung von Blöcken, die sich langsam talwärts bewegt. Er stellt die typischste Form des Kriechens von Lockermaterial unter Permafrostbedingungen im alpinen Raum dar.
Die Blockgletscherdynamik ist komplex, da sie von vielen topografischen, glaziologischen, thermischen und hydrologischen Faktoren gesteuert wird.
Je nach Bewegungsgeschwindigkeit und Eisgehalt werden Blockgletscher in drei Kategorien unterteilt: aktiv, Übergangsformen (inaktiv) und fossil.
In den Alpen haben sich die heute fossilen Blockgletscher während des Spätglazials (vor 15.000 bis 11.500 Jahren) gebildet, während die heute aktiven Blockgletscher während des gesamten Holozäns entstanden sind.
Seit den 1990er Jahren ist in den Alpen aufgrund der Erwärmung des Permafrosts ein Trend zu einer allgemeinen Beschleunigung der aktiven Blockgletscher zu beobachten.
Einige aktive Blockgletscher bewegen sich manchmal mit ungewöhnlich hohen Geschwindigkeiten. Sie können dann in eine instabile Phase kommen, die sich in einer erheblichen Veränderung ihrer Form äussern kann.
Blockgletscher sind an der Speicherung und dem Transfer von Sedimenten hangauf- bis hangabwärts beteiligt. Wenn sie mit einem Gerinne verbunden sind, sind sie ein integraler Bestandteil der Sedimentkaskade.
Schutt-/Geröllhalden sind weniger gut erforscht als Blockgletscher. Nichtsdestotrotz stellen sie einen wesentlichen Bestandteil der alpinen periglazialen Zone dar. Sie werden als steil abfallende Sedimentablagerungen definiert, die aus Blöcken bestehen, welche in Felswänden durch Frostsprengung entstanden und dann durch gravitative Prozesse an den Hangfuss transportiert worden sind.
Gletschervorfelder sind komplexe Systeme, die zahlreiche geomorphologische Formen umfassen ((gestreifte) Grundmoräne, Stauchmoränen, schuttbedecktes Gletschereis, Blockgletscher usw.) und in denen die räumliche Permafrostverteilung sehr heterogen sein kann.