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3R - Replace, Reduce, Refine
Die 3R-Prinzipien (Replacement, Reduction, Refinement) wurden bereits vor mehr als 50 Jahren von William Russel und Rex Burch beschrieben.
Replacement beschreibt die Nutzung von alternativen Methoden, die den Einsatz von lebenden Tieren reduzieren oder ersetzen. Alternativmethoden können auf einfachen Organismen wie Bakterien oder wirbellosen Tieren, tierischen oder menschlichen Zell- und Gewebekulturen oder Computermodellen basieren. Reduction bezieht sich auf alle Ansätze, die auf eine Reduzierung der Anzahl der eingesetzten Tiere im Tierversuch zielen. Dies können eine gute Versuchsplanung und moderne, statistische Auswertungsmethoden sowie bestimmte Techniken, wie z.B. bildgebende Verfahren, sein. Das dritte R, Refinement, beschreibt alle Massnahmen, welche die Belastung, von Versuchstieren reduzieren können. Dies schliesst Verbesserungen von experimentellen Bedingungen, artgerechte Tierhaltung und einen empathischen und schonenden Umgang mit Versuchstieren ein.
Heute ist das 3R-Prinzip in der Wissenschaft anerkannt und bildet die Grundlage für verantwortungsvolle Forschung mit Tieren. Das 3R-Prinzip ist sowohl in internationale als auch nationale Gesetzgebung eingeflossen und zeigt Wirkung, so ist seit den 80er Jahren die Zahl der Versuchstiere stark zurückgegangen. Die Universität Zürich ist sich ihrer Verantwortung gegenüber den im Versuch eingesetzten Tieren bewusst und unterstützt die Stärkung der 3R in Forschung und Lehre.