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Als Varikozele bezeichnet man eine Erweiterung des venösen Gefässkomplexes im Hodenfach entlang des Samenstranges. Betroffen sind die Venen, also die Blutgefässe, die das Blut von den Hoden und Nebenhoden zurück zum Herzen transportieren. Nicht jede Varikozele bedarf einer Therapie.
Die Venenklappen schliessen nicht mehr richtig – es resultiert ein Blutrückstau, der zur Ausbildung eines tastbaren und manchmal auch sichtbaren Gefässknäuels im Hodenfach führt. Aufgrund der unterschiedlichen Verläufe beider Hodenvenen (die linke Hodenvene mündet rechtwinklig in die linke Nierenvene während die rechte Hodenvene spitzwinklig in die Hohlvene mündet) tritt die Varikozele zu ca. 90% auf der linken Seite auf. Dies kann je nach Ausprägung zu einem erhöhtem Gefässdruck und somit zu unten stehenden Symptomen und Einschränkungen führen. Häufig verursachen die Varikozelen auch keinerlei Beschwerden. Zur Diagnostik gehört eine Tast- und Ultraschalluntersuchung.
Nicht jede Varikozele bedarf einer Therapie. Bei entsprechenden Befunden empfiehlt sich jedoch eine Behandlung. Sie besteht aus einer operativen Unterbindung oder Verödung der entsprechenden Vene. Die unterschiedlichen Verfahren haben sich als gleichwertig erwiesen. Das Blut läuft dann über Umgehungskreisläufe aus dem Hodenfach ab.
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