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In Lateinamerika und der Karibik wird dieses Jahr die Wirtschaft wohl schrumpfen – und die Schuld daran tragen vor allem vier Länder. In einigen Staaten läuft der Wirtschaftsmotor aber rund.
Die Wirtschaft in Lateinamerika und der Karibik wird nach einer Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) im laufenden Jahr um 0,5 Prozent schrumpfen. Verantwortlich dafür sei vor allem die negative Entwicklung in Brasilien, Venezuela, Ecuador und Argentinien.
Für Brasilien rechnet der IWF für 2016 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,8 Prozent, sagte Regionaldirektor Alejandro Werner bei der Vorstellung des Berichts am Mittwoch in Mexiko-Stadt. Die grösste Volkswirtschaft der Region steckt wegen der Korruptionsaffäre beim Energiekonzern Petrobras in einer tiefen politischen Krise.
Panama als Gegenbeispiel
In Venezuela dürfte die Wirtschaft im laufenden Jahr um acht Prozent schrumpfen. Das Land leidet unter dem niedrigen Ölpreis und staatlicher Misswirtschaft. Die ganze Region sei von geringerer Nachfrage auf den Weltmärkten und niedrigen Rohstoffpreisen betroffen, hiess es in dem Bericht.
«Die Mehrheit der Länder wächst jedoch weiter – moderat, aber beständig», schrieben die IWF-Analysten. Mit kräftigem Wachstum rechnet der Fonds in Panama (6,1 Prozent), Nicaragua (4,5 Prozent) und Peru (3,7 Prozent). Im kommenden Jahr soll auch die ganze Region wieder um 1,5 Prozent zulegen.
(awp/mbü)