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Bayern oder Real - egal. Hauptsache nicht Chelsea.
Etwa so präsentiert sich die Gefühlswelt der Fans von Atlético Madrid nach dem sensationellen Einzug in die Halbfinals der Champions League. Massgeblichen Anteil am Erfolg hatte der belgische Torwart Thibaut Courtois.
Dumm nur: Der 21-Jährige gehört immer noch Chelsea. Und der Leihvertrag enthält offenbar eine Klausel, die den Einsatz des Keepers gegen Chelsea verhindert.
So direkt ist das im Kontrakt natürlich nicht festgeschrieben - die UEFA würde es womöglich nicht akzeptieren. Atlético dürfte Courtois schon einsetzen, doch dann würde eine saftige Zahlung an Chelsea fällig. "Es ist ein Beitrag, den wir nicht bezahlen können", sagte Atlético-Präsident Enrique Cerezo letzte Nacht gegenüber spanischen Radiosendern. Angeblich geht es um sechs Millionen Euro.
Der belgische Nationalgoalie Courtois wechselte 2011 für neun Millionen Euro von Genk nach Chelsea. Die Londoner liehen ihn direkt an Atlético weiter. Dort sollte Courtois Spielpraxis und Erfahrung sammeln, um dereinst die Nachfolge von Petr Čech anzutreten. In Madrid überzeugte Courtois von Beginn weg und wurde mit dem Klub Europa-League-Sieger. Im Supercup traf Atlético 2012 auf Chelsea und siegte hoch mit 4:1 - mit Courtois im Tor. Im Sommer 2013 wurde ein neuer Leihvertrag für eine weitere Saison abgeschlossen. In diesem Vertrag wurde offenbar die umstrittene Klausel eingefügt.