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Informations sur le bâtiment / l'institution
Vuisternens-en-Ogoz gehörte ursprünglich zur Pfarrei Farvagny und besass lediglich eine Kapelle, die dem hl. Johannes geweiht war und die erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts durch eine Kirche ersetzt wurde. Diese wurde noch vor der Mitte des 17. Jahrhunderts neu errichtet. Bei dieser Gelegenheit richtete der Pfarrer ein Benefizium ein und erreichte 1651 die Loslösung von der Mutterpfarrei Farvagny. Um 1719/20 wurde die Pfarrkirche restauriert und am 10. September 1724 durch Bischof Antoine Duding geweiht.
Die heutige Gestalt erhielt die Pfarrkirche mit ihrer Neuerrichtung 1836. Das verbreiterte Schiff erhielt einen Narthex, der eingezogene quadratische Chor erhebt sich über den älteren Grundmauern. Der Turmabschluss musste nach einem Sturm 1879 erneuert werden. Die letzte umfassende Restaurierung fand 1972 statt. Die Marmoraltäre der Kirche wurden 1890 von Guido Molinari geschaffen. Die drei Statuen des Hauptaltares sind Arbeiten des Lyoneser Bildhauers Joseph-Hugues Fabisch. Die Seitenaltäre schliessen zwei ältere Altarblätter Gottfried Lochers von 1772 ein, die von Joseph Reichlen um 1905 über- bzw. neugemalt wurden. Aus der Zeit vor dem Neubau stammen auch die Statuen der hl. Margaretha und eines hl. Apostels, Anfang 17. Jahrhundert. Die 1749–1753 von Johann Conrad Speissegger geschaffene Orgel stammt ursprünglich aus der Kollegiatskirche Neuenburg und wurde 1873 hierher überführt. Die Kirche besitzt zudem eine reiche Glasmalereiausstattung. Die figürlichen Glasmalereien des Chors und die östlichen Fenster der Schiffes stammen aus der Zeit um 1880 und werden Friedrich Berbig zugeschrieben. Die neubarocken Glasgemälde im westlichen Teil des Schiffes datieren um 1905. Die anderen Fenster der 1920er Jahre schliessen figürliche Motive aus der Zeit um 1880 ein. Die Wappenscheibe in der Sakristei wurde 1724 vom Pfarrer Claude Sottas in den damals restaurierten Vorgängerbau gestiftet und in den heutigen Neubau des Gotteshauses integriert (FR_341
).
Bibliographie
Waeber, L. et Schuwey, A. (1957). Eglises et chapelles du canton de Fribourg. Fribourg. p. 322–323.
Lauper, A., Biffiger, S. et Beytrison, I. (2012). Vuisternens-en-Ogoz. In: Fribourg/Freiburg, Valais/Wallis. Guide artistique de la Suisse. Bern: Soc. d'histoire de l'art en Suisse, p. 222–223.
Bergmann, U. (2014). Die Freiburger Glasmalerei des 16. bis 18. Jahrhunderts. Bern: Peter Lang. S. 128–130, Kat.-Nr. 341.