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Das Zugunglück passierte im November 2013. 14 Passagiere wurden leicht bis schwer verletzt. Der Lieferwagen überfuhr den unbewachten Bahnübergang zur falschen Zeit, wie der Bericht der Untersuchungsbehörde nun zeigt. Zum Unfall habe allerdings die für den Autofahrer eingeschränkte Sicht auf den von Mörel herkommenden Zug beigetragen, heisst es im am Freitag veröffentlichten Schlussbericht der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (SUST).
Der Lieferwagenfahrer hatte im benachbarten Elektrizitätswerk Aletsch zuvor ein Paket abgeliefert. Der Lokführer hatte ungefähr 200 Meter vor dem Bahnübergang noch ein Achtungssignal abgegeben. Weil sich der Lieferwagen zu diesem Zeitpunkt hinter dem Gebäude des Elektrizitätswerkes befand, könnte er das Warnsignal eventuell nicht gehört haben, schriebt die SUST.
Der Lieferwagenfahrer fuhr ab und gelangte nach wenigen Metern an den lediglich mit Andreaskreuzen gesicherten Bahnübergang. Der Lokführer leitete 26 Meter vor dem Bahnübergang noch eine Schnellbremsung ein, erfasste den Lieferwagen dennoch mit 45 Stundenkilometer.
Unter Berücksichtigung des Gefälles und der Geschwindigkeit hätte der Zug 160 Meter gebraucht, um anzuhalten. Der Zug hatte die Höchstgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometer auf diesem Streckenabschnitt eingehalten.
Bahnübergang bereits saniert
Gemäss der Untersuchungsbehörde SUST waren die Bahnfahrzeuge in Ordnung. Beim betroffenen Bahnübergang wurden bereits vor dem Unfall Fundamente und Schächte für die Einrichtung einer Barriere gebaut. Deren Inbetriebnahme ist für Oktober geplant. Da somit die notwendigen Schritte zur Sicherung des Bahnübergangs schon in der Umsetzung sind, verzichtet die SUST auf Sicherheitsempfehlungen.