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393 getötete Nashörner allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2015, im Schnitt eines alle sieben Stunden: Das sind die alarmierenden Zahlen aus Südafrika.
Obwohl die Regierung des Landes der Wilderei den Kampf angesagt hat, nimmt die Jagd weiterhin zu. Daher wurde vor mehr als einem Jahr die länderübergreifende Initiative «Rhinos without Borders» zum Schutz der Tiere ins Leben gerufen. Sie sollen in ein neues Zuhause umziehen – die ersten Nashörner sind nun angekommen.
Der Plan der beiden renommierten Safari-Unternehmen «Great Plains Conservation» und «andBeyond» sieht vor, mindestens 100 der bedrohten Dickhäuter ins benachbarte Botswana umzusiedeln. An einem geheimen Ort sollen sie dort streng bewacht werden, damit sich die Population ungefährdet erholen kann.
Botswana ist ideal dafür. Es gilt als das am besten geschützte Gebiet Afrikas mit einer strikten Naturschutz-Politik und der geringsten Wilderer-Quote des Kontinents. Dafür sorgen Anti-Wilderer- Einheiten. Unterstützt durch das Militär des Landes gehen sie regelmässig auf Patrouille. Die umgesiedelten Rhinos werden in verschiedene Gegenden gebracht, in denen sie sich frei bewegen können.
Die grösste Umsiedlungs-Aktion aller Zeiten zur Rettung der Nashörner kostet acht Millionen US-Dollar, finanziert wird sie durch Spenden. Die Umsiedlung ist bereits angelaufen. Vielen Nashörnern, die während der ersten Phase nach Botswana gekommen sind, hat «Rhinos without Borders» schon das Leben retten können