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Am Samstagmorgen überquerten zwei Alpinistinnen den Firnschnee des Gletschers Basodino. Auf einer Höhe von rund 3100 m ü.M. brach plötzlich die Schneedecke ein. Eine der beiden Frauen stürzte in eine Spalte, die sich urplötzlich unter ihr auftat. Ihrer Gefährtin gelang es nicht, sie alleine herauszuziehen, und sie alarmierte die Einsatzzentrale der Rega.
Die Spaltenrettung der Alpinistin war kompliziert und erforderte den Einsatz des Rettungshelikopters der Rega-Basis in Locarno sowie von vier Bergrettern des Schweizer Alpen-Club SAC, sogenannte Rettungsspezialisten Helikopter (RSH), aus dem Tessin und dem Kanton Uri. Ausserdem war auch ein Helikopter der Heli Gotthard aus Erstfeld im Einsatz, um das spezielle Rettungsmaterial für die Rettung aus der Spalte auf den Gletscher zu fliegen.
Spaltenrettung mit Dreibein und Winde
Eine Landung auf dem Gletscher war nicht möglich. Die Bergretter, der Rega-Notarzt und das Material mussten schwebend auf der dünnen Schneeschicht des Basodinogletschers abgesetzt werden. Einer der Rettungsspezialisten seilte sich 15 Meter tief durch die immer enger werdende Spalte ab, bis er die verletzte Alpinistin erreichte. Nur mühsam gelang es ihm, der Eingeklemmten in der Enge die notwendige Sicherheitsgurte anzulegen.
In der Zwischenzeit stellten die anderen drei Bergretter über der Spalte ein sogenanntes Dreibein auf – eine dreibeinige Winde mit elektrischem Aufzug, mit dem die Verletzte hochgezogen werden konnte. Und der Rega-Helikopter brachte die unversehrte Kollegin in Sicherheit und flog sie nach Robiei. Nachdem die Verletzte aus der Spalte gerettet war, wurde sie vom Rega-Notarzt erstversorgt und anschliessend mit dem Rega-Helikopter mit mittelschweren Verletzungen ins Spital geflogen. Der Helikopter von Heli Gotthard kümmerte sich derweil um den Rücktransport der vier Bergretter und des ganzen Rettungsmaterials.
Federica Mauri
Rega-Mediendienst