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Chorgestühl
Das Chorgestühl der Brüder Melchior und Heinrich Fischer von 1606 – 1610 nimmt innerhalb der schweizerischen Entwicklung eine wichtige Stellung ein. Stilistisch vertritt es die Stilstufe der Spätrenaissance und des Manierismus, verweist aber mit seinem malerisch unbestimmten Aufbau bereits auf den Barock. Die Rückwand des Gestühls zeigt eine Folge von Reliefs mit Szenen aus dem Neuen Testament, vor allem aus der Leidensgeschichte Christi. Die bildlichen Vorlagen sind teilweise bekannt. Zehn Reliefs sind Umsetzungen des 1590 – 1598 von Heinrich Goltzius in Rom gestochenen Passionszyklus.