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Eigentlich ist Xu Xixian ein einfacher Reisverkäufer. Seit den 1960er-Jahren fotografiert er aber mit einer einfachen, analogen Kamera das Zentrum Schanghais und die umliegenden Dörfer.
Bis 2009 sind so rund 40'000 Aufnahmen entstanden. Das Museum im Bellpark in Kriens hat dem Schaffen des 73-Jährigen eine Ausstellungsraum gewidmet. Vom 6. April bis zum 6. Juli sind dort zahlreiche Aufnahmen unter dem Titel «Die Reisen des Herrn Xu» zu sehen.
Xu hat nie einen Auftrag für die Fotografien erhalten. «Aus eigenem Antrieb» sei dies geschehen, schreibt das Museum in einer Mitteilung.
Dem Filmemacher Yunlong Song erzählte Xu Xixian von seinen Beweggründen. Eigentlich wollte Xu reisen. Weil er dafür aber kein Geld hatte, widmete er sich den 19 Bezirken seiner Heimatstadt Schanghai.
Seine Freunde aber glaubten ihm die Besuche in den vielen Bezirken nicht. Also griff Xu zur Kamera. «Mit den Fotografien wollte ich beweisen, dass ich dort war», sagte er. Durch seine Aufnahmen hat Xu damit ein Langzeitporträt seiner Stadt geschaffen.