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November 2016
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Der Reformationstag wird seit dem 17. Jahrhundert gefeiert. Er erinnert an den traditionell als Gründungsakt des Protestantismus verstandenen Thesenanschlag vom 31. Oktober 1517. Damals soll der Augustiner-Eremit Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg (Sachsen) genagelt haben. Mit Ablässen gewährte der Papst Geldspendern eine Art Sündenerlass, der ihnen den Einlass ins Paradies des ewigen Lebens erleichtern sollte. So sollte der Bau der Peterskirche in Rom (Vatikan) finanziert werden. In der Überzeugung, dass das Heil eine Gabe Gottes ist, verurteilte Luther, im Lichte des Evangeliums, diesen Handel als dem christlichen Glauben zuwiderlaufend. Die zentrale These des Protestantismus lautet denn auch: Gottes Gnade allein erlöst von den Sünden. Beglaubigt wird sie von den Bibeltexten, die an diesem Festtag von vielen Lutheranern und Reformierten gelesen werden.