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A Midsummer Night's Dream
«Firlefanz, der kaum mehr Gehalt hat als ein Traum.» So beschreibt der Darsteller des Puck den «Sommernachtstraum» in seiner abschliessenden Rede und wirft zugleich die Frage auf, wer hier eigentlich geträumt hat? Dass das Theater ein Ort der Träume ist, führt Shakespeare wohl in keinem anderen Stück so deutlich vor wie in seinem beliebten «Dream».
Der Komponist Benjamin Britten, der sich in seinen Opern immer wieder mit dem Unterbewussten, dem Verdrängten und dem Tabuisierten auseinandergesetzt hat, konzentrierte sich auch in dieser Kammeroper ganz auf die menschlichen Schattenseiten: Sphärische Streicherklänge führen direkt in die Welt der Elfen, die mit einem Koloratursopran, einem Countertenor und Kinderstimmen musikalisch eine ganz eigene Farbe bekommt. In dieses mittsommerlich-schwüle Naturreich, in dem das Elfenkönigpaar Oberon und Tytania herrschen, verirren sich nicht nur zwei junge Paare aus der Athener Oberschicht, sondern auch sechs Handwerker, die anlässlich der Hochzeit des Herrscherpaars Theseus und Hippolyta eine tieftragische Komödie von «Pyramus und Thisbe» einstudieren sollen.
Mitglieder des Internationalen Opernstudios bringen das 1960 in Brittens Geburtsort Aldeburgh uraufgeführte Werk gemeinsam mit dem Musikkollegium Winterthur nun auf unsere Bühne.