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Primarschulgemeinde Homburg
Bilder
Pläne
Der Neubau ersetzt und verdoppelt den alten provisorischen Pavillon an ähnlicher Lage. Das in Hangrichtung positionierte Volumen vermittelt zwischen den beiden auf verschiedenen Niveaus gelegenen Bestandesbauten und definiert gegenüber dem offenen Wies- und Ackerland einen weilerartigen Raum. Mit seiner Höhenentwicklung und der Dachgestaltung zeichnet es den Hangverlauf nach. Durch die formale Verwandtschaft zu den benachbarten landwirtschaftlichen Bauten fügt sich das Schulhaus selbstverständlich ein.
Mit der halbgeschossig versetzten Anordnung der Geschosse werden vier gleichwertige gut belichtete Raumeinheiten organisiert. Das Treppenhaus nimmt räumllich die Mitte ein. Die grosszügige Spirale ist mehr als eine reine Verkehrsfläche. Sie ist ein Zirkulationsraum, der mit der Eingangshalle im Erdgeschoss beginnt und in den Obergeschossen in einer räumlichen Aufweitung bis an die Fassade endet, die als Aufenthalts- oder Lernzone und als Garderobe genutzt werden kann. Die Schulräume in den Obergeschossen erhalten mit den Dachschrägen eine grosszügige Raumstimmung.
Die sattelförmige Dachform und die kompakte Volumetrie bildet eine geeignete Grundlage für einen konstruktiv einfachen und nachhaltigen Holzelementbau.
Als hölzernes Schulhaus orientiert sich der Neubau an der ländlichen, lokalen Bautradition, strahlt aber mit der profilierten Fassade einen zeitgemässen Charakter aus. Über dem rohen Betonsockel wird die Fassade der Obergeschosse mit einer vertikalen Holzlattung verkleidet, die die innere Raumabfolge im Splitlevel mäanderartig nachzeichnet. Das robuste Ziegeldach komplettiert den farblichen Dreiklang.
Daten
Bauherrschaft: Primarschulgemeinde Homburg
Projektwettbewerb: 1. Rang, 2016
Realisierung: Oktober 2017 - Juni 2019