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Was ist Biodiesel?
Biodiesel ist als Kraftstoff eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichem Mineralöldiesel. Das Gemisch aus vorwiegend pflanzlichen Ölen und Methanol hilft die CO2-Emissionen zu verringern und das Klima zu schützen.
Biodiesel existiert bereits seit dem 19. Jahrhundert, lange bevor der Biokraftstoff kommerziell hergestellt und dessen Markt durch politische Rahmenbedingungen gefördert wurde. Der Erfinder des Diesel-Motors, Rudolf Diesel, setzte Biodiesel erstmals auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 ein. Er bewies damit, dass ein Diesel-Motor nicht nur mit Mineralöldiesel, sondern auch mit Pflanzenöl-Diesel angetrieben werden kann. Aber erst im Rahmen des Kyoto-Protokolls, mit dem sich die Schweiz zur Verringerung des CO2-Ausstoßes verpflichtet hat, ist der Alternativkraftstoff Biodiesel für Endverbraucher flächendeckend erhältlich. Seit 2008 sind Biokraftstoffe in der Schweiz zudem steuerfrei, sofern sie den gesetzlich festgeschriebenen ökologischen und sozialen Mindestkriterien genügen. An Schweizer Tankstellen werden derzeit zwei Arten von Biodiesel angeboten: B5 und B100. Der Diesel-Kraftstoff B5 besteht aus 95 % Mineralöl-Diesel und 5 % Biodiesel. B100 ist reiner Biodiesel, der zu 100 % aus regenerativen Rohstoffen hergestellt wird.
Biodiesel – der umweltfreundliche Kraftstoff
Im Gegensatz zu herkömmlichem Diesel auf Erdölbasis wird Biodiesel aus regenerativen Rohstoffen hergestellt. Als Rohstoffe dienen vorwiegend pflanzliche Öle, wie zum Beispiel Rapsöl, Sonnenblumenöl und Sojaöl. Da die Produktion von Biomassebrennstoffen nicht zu Lasten der Nahrungsmittelproduktion gehen soll, werden zunehmend Altöle, wie beispielsweise Frittierfett aus der Gastronomie, verwendet. Diese Altöle werden zunächst gereinigt und aufbereitet. Durch Erhitzung des Öls und unter Zugabe von Methanol wird eine chemische Reaktion, die Umesterung, ausgelöst. Die dadurch entstandenen Nebenprodukte, wie beispielsweise Gylcerin, werden anschließend herausgefiltert. Das Endprodukt, auch Methylester genannt, wird als reiner Biodiesel B100 oder als 5-prozentiges Beigemisch im Biodiesel B5 für den Antrieb von Dieselmotoren eingesetzt. Biodiesel, der vorwiegend aus Rapsöl hergestellt wird, wird auch als Rapsmethylester (RME) bezeichnet.
Biodiesel B5 ist für alle Dieselmotoren geeignet. Für den Gebrauch von B100 muss eine spezielle Freigabe des Herstellers vorliegen, da reiner Biodiesel den Motor einiger Fahrzeuge beschädigen kann.
Im Zuge der Verknappung fossiler Brennstoffe trägt der Biokraftstoff dazu bei, die Abhängigkeit von Kraftstoffen auf Erdölbasis zu verringern. Gleichzeitig können durch den Einsatz von Biodiesel die Emissionen des klimaschädlichen Triebhausgases CO2 verringert werden. Durch den Einsatz von Altöl können Rohstoffe zudem optimal genutzt werden und die Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion vermieden werden.