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Sprache in Variation - und warum sich die Deutschschweizer trotzdem verstehen
Donnerstag, 22. Nov 2012, 18:15 Uhr bis 20:00 Uhr
Alle wissen, dass sich das sogenannte "Schweizerdeutsche" aus zahlreichen unterschiedlichen Sprechweisen zusammensetzt. Diese werden von den Dialektologen erfasst, indem sie die Sprache ortstypischer Sprecher beschreiben und in Sprachatlanten darstellen. Wie aber kommt es, dass sich die Sprecher und Sprecherinnen verschiedener Dialekte verstehen, ohne die vielen unterschiedlichen Arten zu sprechen je "gelernt" zu haben? Offensichtlich bilden die Dialekte keine ungeordneten Mengen willk├╝rlich zusammengew├╝rfelter Sprachmerkmale, vielmehr stehen ihre Merkmale in Beziehungen zueinander, die sich formulieren und von den Sprechenden erfassen lassen. In diesem Vortrag versuche ich, diese Annahme anhand einiger schweizerdeutscher Beispiele zu illustrieren. Ich m├Âchte das Publikum davon ├╝berzeugen, dass die Dialektologie keine Nischendisziplin f├╝r Romantiker ist, wohl aber der Ausgangspunkt jeder ernsthaften Sprachwissenschaft.
Raum: KO2 F-180