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Die Region Südosteuropa umfasst die südlich von Osteuropa gelegenen Länder, die nicht zur EU gehören, sowie die Türkei. Mit 102 Millionen Einwohnern - davon über 80% in der Türkei - ist diese Region ein Knotenpunkt für den Personen- und Warenverkehr zwischen Ost- und West- sowie Nord- und Südeuropa. Als drittgrösstes Schwellenland nach Indien und China ist das G20-Mitglied Türkei, welches eine Zollunion mit der EU unterhält, vollständig in den internationalen Handel integriert. In der übrigen Region sind die Fort-schritte nicht einheitlich, obwohl alle Länder den Beitritt zur EU und die Übernahme ihrer Standards anstreben. Das Pro-Kopf-Einkommen der Türkei - ein Zehntel desjenigen der Schweiz - ist mit jenem von Serbien oder Montenegro vergleichbar.
Die Schweiz hat mit allen südosteuropäischen Ländern sowie mit der Türkei Investitionsschutzabkommen und Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Mit Ausnahme des Kosovo bestehen Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Ländern und allen Ländern der Region, die auch zur diagonalen Kumulationszone des Paneuropa-Mittelmeer-Ursprungs (Paneuromed) gehören.
Im bilateralen Handel dieser Region mit der Schweiz macht die Türkei den grössten Anteil aus (75%), vor Serbien (10%) und Bosnien und Herzegowina (5%). Die meisten Länder haben eine gewisse Tradition in den Bereichen Metallverarbeitung, Automobilindustrie (Herstellung von Einzelteilen und Ausrüstung), Textilien und Lebensmittelverarbeitung. In den letzten Jahren haben der Handel mit Dienstleistungen, insbesondere im Bereich der Informationstechnologie, sowie der Tourismus erheblich zugenommen, auch wenn die Pandemie die Aktivitäten in diesen Sektoren zeitweilig verringert hat.