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Das politische Tauziehen nach den Wahlen vom 23. Juli, bei denen kein Lager eine klare Mehrheit erhielt, illustriert wieder einmal Spaniens Spaltung in zwei Blöcke. Auf der einen Seite stehen die Konservativen des Partido Popular (PP) und die 2013 gegründete rechtsextreme Vox.1 Beide Parteien stehen für einen zentralistisch organisierten Staat und das Konzept der nationalen Einheit: Spanien als eine einzige, unteilbare Nation.
Auf der anderen Seite steht ein Parteienbündnis, das die Linke im weiteren Sinne umfasst und Vertreter eines anderen Verständnisses von Nationalismus anzieht, dem der Peripherien. Bestimmte autonome Gemeinschaften wie Katalonien, Navarra, das Baskenland, Galicien oder die Kanarischen Inseln betrachten Spanien als ein Land, das sich aus mehreren Nationen zusammensetzt, die sich sprachlich und kulturell klar voneinander unterscheiden.