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Die Zulassungsinhaberin informiert:
Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung
- Paxlovid soll bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung [eGFR <30 ml/min, einschliesslich Patienten mit Nierenerkrankung im Endstadium (End Stage Renal Disease = ESRD) unter Hämodialyse] nicht angewendet werden.
- Bei Patienten mit mittelschwerer Nierenfunktionsstörung (eGFR ≥30-<60 ml/min) sollte die Paxlovid-Dosis auf 150 mg/100 mg PF-07321332/Ritonavir alle 12 Stunden über 5 Tage reduziert werden, um eine Überexposition zu vermeiden. Der Tagesblister enthält zwei getrennte Abschnitte mit jeweils zwei Tabletten PF-07321332 und einer Tablette mit Ritonavir; dies entspricht der Standard-Tagesdosis für Patienten mit normaler Nierenfunktion. Patienten mit mittelschwerer Nierenfunktionsstörung sind gezielt darauf hinzuweisen, dass sie nur eine PF-07321332-Tablette anstatt zwei Tabletten zusammen mit einer Ritonavir-Tablette alle 12 Stunden einnehmen sollten.
Interaktionspotential von Paxlovid mit anderen gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln
- Paxlovid (PF-07321332/Ritonavir) ist ein CYP3A-Inhibitor und kann die Plasmakonzentrationen von primär über CYP3A metabolisierten Arzneimitteln erhöhen.
- Bei Anwendung von CYP3A inhibierenden oder induzierenden Arzneimitteln kann sich die Konzentration von Paxlovid erhöhen bzw. verringern.
- Mögliche Folgen solcher Wechselwirkungen können sein:
- Schwerwiegende Nebenwirkungen einschliesslich lebensbedrohliche oder tödliche Folgeereignisse durch höhere Exposition gleichzeitig angewendeter Arzneimittel.
- Klinisch signifikante Nebenwirkungen aufgrund einer höheren Paxlovid-Exposition.
- Verlust der Wirkung von Paxlovid und mögliche Entwicklung einer Virusresistenz.
- Die Einnahme von Paxlovid ist aufgrund des Interaktionspotential kontraindiziert bei gleichzeitiger Anwendung bestimmter anderer Arzneimittel. Die Informationen zu mit Paxlovid kontraindizierten Arzneimittel (siehe Rubrik «Kontraindikationen») sind dringend zu beachten.
- Bei gleichzeitiger Anwendung anderer Arzneimittel sollte grundsätzlich auch deren Fachinformation herangezogen werden, um sich über potenzielle Interaktionen sowie über daraus resultierende mögliche Risiken und eventuell erforderliche Dosisanpassungen (oder andere Massnahmen) zu informieren.
- Patienten sollen auf mögliche Nebenwirkungen im Zusammenhang mit den gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln überwacht werden.
Detaillierte Informationen dazu können dem PDF-Dokument entnommen werden.