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Der Sopranist Valer Sabadus wurde 1986 im rumänischen Arad geboren und zog mit seiner Familie im Alter von fünf Jahren nach Deutschland. Zunächst erhielt er Violin- und Klavierunterricht, ehe er mit siebzehn sein Studium als Countertenor bei Gabriele Fuchs an der Münchner Musikhochschule begann. 2009 wurde er an die Bayerische Theaterakademie aufgenommen, deren Musiktheater-Meisterklasse er vier Jahre später mit Auszeichnung abschloss. Als 23-Jähriger konnte Valer Sabadus bereits bei den Salzburger Pfingstfestspielen debutieren, wo er als Adrasto in Jommellis Demofoonte unter Riccardo Muti zu erleben war und von Musical America zum «Künstler des Monats» gekürt wurde; mit dieser Produktion gastierte er anschliessend beim Ravenna Festival und an der Opéra National de Paris. Bei den Schwetzinger Festspielen wirkte Sabadus als Sesto in Mozarts La clemenza di Tito mit; an der Oper Frankfurt war er mit Vivaldis Orlando furioso und Cavallis La Calisto zu Gast, an der Staatsoper Berlin mit Lucia Ronchettis Last Desire und an der Semperoper Dresden mit Martinis La Dirindina. Als Händels Xerxes feierte Valer Sabadus 2013 in einer Inszenierung von Stefan Herheim an der Deutschen Oper am Rhein einen triumphalen Erfolg; kurz darauf gab er seinen ebenso vielbeachteten Einstand beim Festival d’Aix-en-Provence. Im Sommer 2014 gestaltete er Glucks Orfeo bei der styriarte in Graz und wirkte bei einer szenischen Aufführung des Mozart-Requiems (Regie: Christof Nel) im Rahmen der Festspiele Herrenhausen mit. Die CD-Einspielungen, die Valer Sabadus vorgelegt hat, wurden vielfach preisgekrönt: Für Hasse Reloaded erhielt er den «Preis der deutschen Schallplattenkritik», für Baroque Oriental und Leonardo Vincis Artaserse wurde er 2012 und 2013 mit dem «ECHO Klassik» ausgezeichnet.
August 2014