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Kurzfassung
Die Ecole Supérieure Spécialisée du Vakinankaratra (ESSVA) mit Sitz in Antsirabe ist eine vom madagassischen Staat anerkannte Berufsuniversität, die den Bedarf der Wirtschaft an Technikern deckt. Sie begrüßt fast 1000 Studenten für eine Ausbildung auf Bachelor-Niveau in drei Jahren. Sechs verschiedene Ausbildungskurse werden angeboten: Kommunikation und Journalismus, Management und Verwaltung, Lehre, Elektromechanik, Hotel- und Gaststättengewerbe und Ökotourismus. Jedes Jahr werden mehr als hundert neue Absolventen von Institutionen oder Unternehmen aus der ganzen Insel eingestellt.
Seit 2017 hat sie im Rahmen ihrer regulären Studiengänge einen Master-Studiengang für nachhaltige Entwicklung eröffnet, mit rund zwanzig Studierenden im Erstflug.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2002 hat die Fondation Avenir Madagascar materielle und finanzielle Hilfe für die Entwicklung der Schule und die Schulausbildung der ärmsten Schüler geleistet.
Hintergrund und Kontext
Die ESSVA (Spezialisierte Höhere Schule von Vakinankaratra) wurde im Jahr 2000 auf Initiative von José Ribeaud, Schweizer Journalist und Gründer der Stiftung Avenir Madagaskar, und des Bischofs der Diözese Antsirabe, Mgr Félix Ramananarivo, gegründet. Diese Schule setzt sich für die Ausbildung und berufliche Integration junger Menschen in den Berufen ein, die Beschäftigung bieten und für die spezifischen Bedürfnisse des Landes notwendig sind.
Während der Besuche von José Ribeaud, dem ehemaligen Ehrenpräsidenten der Stiftung für die Entwicklung von Radio Haja, schien das Projekt einer Berufsschule angesichts des dringenden Ausbildungsbedarfs der Jugendlichen in der Region von größter Bedeutung zu sein. Auf von Bischof Félix gestiftetem Land und mit Mitteln, die José Ribeaud in der Schweiz aufgebracht hat, wurden Ende Dezember 1999 zwei einstöckige Gebäude errichtet, gefolgt von vier Gebäuden im Erdgeschoss, in denen zunächst die Abteilungen „Kommunikation“ und „Ökotourismus“, dann „Erziehungswissenschaften und -techniken“ und „Management und Verwaltung“ untergebracht wurden. 2006 wurden zwei neue Gebäude für den Bach „Hotel und Restaurant“ in Zusammenarbeit mit der EHS-SMILE (Studentenvereinigung der Ecole hôtelière de Lausanne) und für den Bach „Elektromechanik“ dank der Unterstützung des CPNV (Centre professionnel du Nord-vaudois) errichtet. Eine neue Werkstatthalle beherbergt die von den Studenten und Professoren der CPNV überholten Maschinen.
Errungenschaften
Während die ersten Gebäude mit Hilfe von „New Planet“ und seinen Seniorenlagern errichtet wurden, wurde die Entwicklung des Schulcampus von der Stiftung zwischen 2007 und 2018 mit :
- Bau des Campusgeländes
- Bau des Hauses des Hausmeisters
- Bau des Masoandro, eines Hotel-Restaurants der Anwendung, mit Hilfe von HE-SMILE, der Studentenvereinigung der Ecole Hôtelière de Lausanne
- Gestaltung der gesamten Grünfläche: Nivellierung des Bodens, der Rasenflächen, der Pflanzen, des Fußball- und Basketballplatzes
- Bau der elektromechanischen Werkstatt, mit der spanischen NGO Manos Unidas
- Graben eines Brunnens und Bau eines Wasserturms
- Kauf und Installation von sechs Solar-Warmwasserbereitern
- Kauf und Erneuerung von Computer-, Lehr- und technischer Ausrüstung
- Sanierung und Erweiterung von Gebäuden zur Unterbringung des Master-Studiengangs
- Bau von Sanitäranlagen, die von einem neuen Brunnen gespeist werden
- Tiefbrunnenbohrungen für eine nachhaltige Wasserversorgung der Institution.
Einige Zeugenaussagen können hier eingesehen werden (auf FranZosisch, im PDF-Format): témoignages de Madagascar… et de Suisse.
Zukünftige Entwicklungen
In den kommenden Jahren ist der Bau einer Mehrzweckhalle auf dem ESSVA-Gelände geplant. Der Saal kann während der Regenzeit als Turnhalle und in der Regenzeit als Aufführungs- oder Versammlungsraum für von der Schule organisierte Veranstaltungen genutzt werden. Dieses Projekt ist von der Sonderfinanzierung ausgeschlossen.
Die Suche nach Mitteln für die Vergabe von Stipendien muss weiter intensiviert werden, um die Ausbildung von mehr jungen Menschen aus den unterprivilegierten Schichten der madagassischen Bevölkerung zu ermöglichen. Unser Ziel ist es, mehr junge Menschen, die zwar ein Abitur haben, aber zu arm sind, um eine Schule zu besuchen, in die Lage zu versetzen, von Stipendien zu profitieren, um berufliche Fähigkeiten zu erwerben und an der nachhaltigen Entwicklung ihres Landes teilzuhaben.
Die Aufrechterhaltung der bestehenden Infrastruktur und die zunehmende Befähigung der Institution sind unsere weiteren Prioritäten für die kommenden Jahre, insbesondere durch die Erneuerung des Computernetzwerks.
Mittelfristig sollen zwei neue Studienrichtungen das Licht der Welt erblicken: eine paramedizinische Studienrichtung und eine Studienrichtung für Management-Informationstechnologie. Um die neuen Studenten unterzubringen, müssen neue Gebäude gebaut werden.