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Wärmepumpen
Wärmepumpen können - bildlich gesprochen - Wärme von einem tiefen Temperatur-Niveau auf ein hohes Temperatur-Niveau bringen. Damit diese Temperaturanhebung möglich ist, muss dem Prozess Energie zugeführt werden, meist in Form von Strom.
Das heisst, ein Wärmepumpensystem besteht immer aus 2 Kreisen und einem Stromanschluss:
- Der Primärkreis, der Wärme auf tiefem Niveau aus der Umwelt entnimmt (Boden, Luft, Grundwasser oder Eisspeicher).
- Dem Sekundär- oder Heizkreis, der die nun nutzbare Wärme auf hohem Niveau im Gebäude wieder abgibt.
Je nachdem wo der Primärkreis seine Wärme bezieht und wie hoch die Temperatur im Sekundärkreis sein muss, kann die Wärmepumpe 60-80% der notwendigen Energie gratis aus der Umwelt beziehen, nur die restlichen 40-20% müssen als Strom zugekauft werden.
Erdsonden und Grundwasser-Systeme arbeiten am effizientesten, da die Temparatur der Primärquelle relativ hoch und konstant ist. Bohrungen dürfen aber nicht überall gemacht werden und sind relativ teuer, haben aber eine Lebensdauer von 50-100 Jahren. Grundwasserströme, die zu Heizzwecken angezapft werden dürfen, sind eher selten.
Die heute am weitesten verbreitete Wärmepumpe ist die Luftwärmepumpe. Diese benötigt zwar von allen Systemen am meisten Strom, da die Luft dann am kältesten ist, wenn am meisten geheizt werden muss. Relativ geringe Investitionskosten und immer leisere Geräte machen diesen Typ aber attraktiv.
Die untenstehende Grafik aus dem Wärmepumpenprospekt von Viessmann zeigt die 6 Arten, wie eine Wärmepumpe ihre Umweltenergie beziehen kann.