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Für die Festlegung der Grenzwerte, welche für Mobilfunkanlagen gelten, ist einzig der Bund zuständig. In der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung NISV sind die massgebenden Grenzwerte abschliessend definiert.
Einerseits darf an allen Orten, an welchen sich Menschen kurzfristig aufhalten können (OKA, Orte für kurzfristigen Aufenthalt) der Immissionsgrenzwert IGW nicht überschritten werden. Die IGW der NISV sind die gleichen Grenzwerte, wie sie auch im umliegenden Ausland mehrheitlich angewendet werden und sich auf Empfehlungen der WHO stützen. Im Bereich der Mobilfunkfrequenzen liegen die IGW zwischen 41 bis 61 Volt pro Meter (V/m).
Im Sinne der Vorsorge sind zudem in der NISV zusätzlich die strengeren Anlagengrenzwerte definiert. Diese sind rund 10x tiefer als die Immissionsgrenzwerte, müssen jedoch nur an Orten eingehalten werden, an denen sich Menschen dauerhaft aufhalten. Dies sind sogenannte Orte mit empfindlicher Nutzung (OMEN, z.B. Wohnräume, feste Arbeitsplätze, Schulen, Spitäler, Kinderspielplätze etc.).
Die in der NISV definierten Grenzwerte sind technologieneutral und gelten für alle zurzeit bewilligten Frequenzbänder und Mobilfunktechnologien von 2G bis 5G.
Kantone und Gemeinden haben keine Kompetenzen, abweichende Grenzwerte zu verlangen.