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|Zembîlfiroş (2018)|
Kunstheft, Studio Smithy Street, Stepney, London
In Zusammenarbeit mit Newroz und Anina Jendreyko
Newroz, der Sänger, erzählt, wie er singen lernte. Seine kurze Geschichte ruft das wunderbare Bild eines klingenden Dorfes hervor. „Ich wuchs in einem kleinen südkurdischen Dorf an der Grenze zum Iran auf. Schon mein Vater sang, vor allem wenn er krank war. Er sang immer dann, wenn er krank war. Die Leute im Dorf sangen, um eben wieder gesund zu werden und so die Heilung voranzutreiben. Das war in unserem Dorf so üblich. Eigentlich kannst du davon ausgehen, dass, wenn du durch ein Dorf spazierst und Leute singen hörst, sie vielleicht Fieber haben, sich so Erleichterung verschaffen. So lernte ich singen.“
In diesem Kunstheft wird nun erstmals das sehr alte kurdische Liebeslied „Zembîlfiroş“ ins Englische übersetzt. Es erzählt die Legende eines jungen Prinzen der Marwaniden, einer kurdischen Dynastie, die von 983 bis 1085 herrschte und deren Macht in der Gegend der heutigen Stadt Amed/Diyarbakır konzentriert war. Der Prinz lebte in Saus und Braus, bis er eines Tages dem Licht – Gott, Göttin – begegnete. Da änderte er seinen Lebensstil radikal und wandte sich von materiellem Reichtum ab. Fortan ging er als Bettler und Korbverkäufer durchs Land und verdiente so den Lebensunterhalt für sich, seine Kinder und seine Familie. Melaye Batê (1417–1491), ein kurdischer Dichter und Geschichtswissenschaftler, brachte die gesungene Legende und viele andere zu Papier. Bis heute singen Alt und Jung das Lied in allen vier Teilen Kurdistans und in der Diaspora. Es gibt drei Stimmen: den Erzähler, die Ehefrau und den Korbverkäufer.
Übersetzung: Anina Jendreyko und Roni
|Kairo - Frühstücksgasse, Nachtkaffee, Cinéma Odeon (2016)|
Bildband
In drei Serien gegliedert, fügt sich die umfangreiche Sammlung der im Winter 2008/09 in Kairo entstandenen Fotografien von Daniela Keiser in diesem Bildband zusammen. Vom Innern eines Gebäudes an der Champollion Road aus beobachtet, entfaltet sich in 296 Fotografien ein Bild des angrenzenden Areals. Immer wieder erscheinen dieselben Gebäude, Dächer und Bäume, im Mittagslicht, bei Sonnenuntergang oder nachts im Widerschein elektrischer Beleuchtung. Eine Wiederholung, die unsere Wahrnehmung schärft. Leichte Verschiebungen von Perspektive, Tageszeit und Wetter lenken den Blick auf immer wieder neue Details. Den Bildband begleitet eine Sammlung von Gesprächen, in denen – ausgehend vom Betrachten der Fotografien – der ägyptische Alltag im Zentrum steht. Die akustischen Aufzeichnungen dieser Beobachtungen, Schilderungen und Erzählungen eröffnen zusätzliche Einblicke in dieses Stadtviertel. Sie sind als Audiosequenzen online zugänglich und können nebst weiterführenden Informationen über die Projektwebsite abgerufen werden.
Kairo, Audioarchiv, Gespräche von Romana Costa und Daniela Keiser mit Mohamed Abdel Aziz, Nevine Fayek, Husseni El Hefni, Mahmoud Sayed Hanafy, Moustafa Rizk, Thomas Seelig, Susanne Schanda
256/224/112 Seiten, 296 Abb. in Farbe, 28,5 x 19 cm, Fadenheftung, 3 Broschuren ohne Umschlag, Schuber mit Schutzumschlag, Gestaltung: Georg Rutishauser, edition fink, Zürich 2016
|Clugén Magùn Promigiur (2015)|
Kunstheft
Mit einer Transkription des Symposiums für Übersetzung In and Out of Translation
Clugén, Magùn, Promigiur bezeichnet drei Orte im Kanton Graubünden: ein Dorf und zwei Maiensässe am Schamserberg (rätoromanisch ‚Muntogna da Schons‘), der an der südöstlichen Flanke des Piz Beverin und am westlichen Talhang des Schams liegt. Dieser sprachliche Dreiklang ist der Titel einer konzeptuellen Übersetzungsarbeit.
Übersetzungen ins Rätormanische: Michele Badilatti (Puter), Arno Hassler (Sutsilvan), Catarina Morscher (Surmiran), Bartolome Tscharner (Surmiran), Annatina Nay (Sursilvan), Arnold Rauch (Vallader), Laura Decurtins Rosset (Vallader). Übersetzung ins Englische: Catherine Schelbert
28 Seiten, 1 Abb. in Farbe, 210 x 300 mm, Textheft und ein gefalteter Bildbogen als Umschlag (590 x 840 mm), Bündner Mund-Art / Rätoromanisch / Englisch, Gestaltung: Daniela Keiser, Annatina Nay
|bergen (2015)|
Kunstbuch
Geschichtliche Ereignisse aus heutiger Sicht betrachten, einen Raum für Autobiografisches freisetzen und eine authentische Stimmung und Verbindung zwischen Bild und Text schaffen: Diese Themen liegen dem Projekt «bergen» zugrunde.
Die Berge in der Umgebung von Berlin sind keine Berge, sondern humusarme Hügel, durchzogen von Armierungseisen, Backsteinen und anderem Schutt. Sie stammen aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. In den vergangenen Jahren hat Daniela Keiser diese Hügel immer wieder aufgesucht, um den Alltag zu fotografieren. Ausgangslage für das Buchprojekt war ein Atelierbesuch Olonetzkys zu einem Zeitpunkt, als Keiser gerade die ersten Fotografien aus bergen ausgewählt hatte. Davon inspiriert verfasste die Autorin einen Text zu ihrer Familiengeschichte, in dem sich Nachkriegsbilder und Kindheitserinnerungen vermischen.
Textbeitrag von Nadine OlonetzkyÜbersetzung aus dem Deutschen ins Englische: Lisa Rosenblatt
128 Seiten, 49 Abbildungen, 130 x 195 mm, Hardcover mit Fadenheftung, Deutsch / Englisch, Gestaltung: Elektrosmog, The Green Box, Berlin
|Ar & Or (2012)|
Kunstpublikation
Der Al-Azhar-Park ist jung. Er wurde auf einer ehemaligen Schutthalde im Herzen von Kairo als ein weitläufiger islamischer Garten angelegt und von der Aga-Khan-Stiftung finanziert. Dieses eine Bild, das nun die Basis für das Übersetzungsprojekt bildet, habe ich in diesem Park fotografiert. Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Berufen, die mit der arabischen Welt verbunden sind, wurden eingeladen, eine fiktive Biografie für die darauf abgebildete Person zu schreiben. Für eine Fotografie sind nun mehrere Fassungen von Texten entstanden. Die fünf Abbildungen für das vorliegende Buch wurden in unterschiedlichen Druckereien in Kairo produziert. Feine Farbabweichungen und variierende Druckintensität sind das Ergebnis unterschiedlicher Interpretationen desselben Bildes.
Textbeiträge von Bärbel Dalichow, Museumsdirektorin. Beat Häner, Filmemacher. Clara Saner, Künstlerin. Dominique Salathé, Architekt. Guido Hager, Landschaftsarchitekt. Hossam Adly, Ethnologe. Judith Kuckart, Schriftstellerin. Susanne Schanda, Journalistin. Franziska Zezulka, Übersetzerin
Übersetzungen aus dem Deutschen ins Englische: Catherine Schelbert. Übersetzungen aus dem Deutschen ins Arabische: Issa Gerber, Rashid Jassim. Herausgegeben von Georg Rutishauser, edition fink, Zürich
|Die Kairo Übersetzung / The Cairo Translation (2010)|
Kunstheft
Ausgangslage für dieses Übersetzungsprojekt von Daniela Keiser sind zwölf Fotografien, die während eines Atelieraufenthaltes in Kairo und Umgebung entstanden sind. Entsprechend der Anzahl der Bilder wurden zwölf Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadt eingeladen, zu jeweils einer der Fotografien einen Text in arabischer Sprache zu verfassen. Im vorliegenden ungebundenen Heft sind nun diese Bilder und die entstandenen handschriftlichen Texte zusammengestellt. Die Publikation erscheint in zwei Sprachausgaben je mit englischen respektive deutschen Übersetzungen der Texte und Faksimile der arabischen Handschriften.
Sich rücklings auf die verschneite Erde fallen zu lassen, gehört in unseren Breitengraden zu einem beliebten Spiel für Kinder und Erwachsene. Fünf Busstunden von Kairo entfernt, am Rande der Schwarzen Wüste, dort, wo die Dünenhügel zu wandern beginnen, legen sich Kinder und Erwachsene auf die Erde beziehungsweise auf den feinen Sand, um ihre Spuren zu legen. Im Unterschied zu hier werden dort die Beine nicht bewegt, der entstandene Abdruck wird aber ebenfalls als «Engel» gelesen.
Textbeiträge von Karem Albehari, Salah al Dao, Mahmoud Darwesh, Karim Farag, Mahmoud Hanafy, Mohammad al Kholy, Zinab Lashen, Mohammed Megahed, Mostafa Abd al Shafy, Olla Abd al Shafy, Mona Zakaria Sobh, Rame Yahya (arab./dt./engl.)
Übersetzungen aus dem Arabischen ins Deutsche und Englische: Franziska Zezulka und Anne Koch
Gestaltung: Marco Walser, Elektrosmog, Zürich; printed in Cairo. Herausgegeben von Georg Rutishauser, edition fink, Zürich
|Die Stadt (2007)|
Kunstpublikation
Cinecittà, Babelsberg oder Bavaria Studios: Traumfabriken der Filmindustrie, die im Kino neue Welten erschaffen und dadurch die Welt interpretieren. Neben diesen Drehorten berühmter Filme hat die Künstlerin Daniela Keiser auch noch andere europäische Stätten der Filmarchitektur besucht und während mehrerer Jahre das Projekt „Die Stadt“ entwickelt. Entstanden ist eine umfangreiche Serie von Fotografien, die offensichtlich nicht die Perspektive der Filmkamera übernehmen, für die diese Schauplätze eigentlich gebaut wurden. Die SchriftstellerInnen Julia Franck, Judith Kuckart, Monique Schwitter, Peter Stamm und Raphael Urweider wurden eingeladen, durch diese imaginäre Stadt einen literarischen Spaziergang zu unternehmen. Sie erhielten zunächst sämtliche Fotografien von „Die Stadt“, waren aber völlig frei, inwiefern sie sich in ihren Texten direkt auf diese Bilder beziehen wollten. Ausserdem bekamen sie fünf im Buch nicht abgebildete Fotografien, auf denen sich sieben Personen erkennen lassen, die sich alle in Bewegung befinden. Diesen Figuren, deren Gesichter nicht zu sehen sind, waren folgende Namen zugeordnet: Elisabeth, Sofie und Susanne, Barbara und Lukas, Alex, Anna. Es war den eingeladenen Autorinnen und Autoren überlassen, ob sie diesen Personenkreis reduzieren oder ausweiten wollten.
188 Seiten, 130 Farbabbildungen, gebunden, mit Texten von Julia Franck, Judith Kuckardt, Monique Schwitter, Peter Stamm und Raphael Urweider, Verlag Christoph Merian, BaselGestaltung: sofie's Kommunikationsdesign. Herausgegeben von Andreas Fiedler
|Land Logo Löwe (2007)|
Werkmonografie
Mit «Land, Logo, Löwe» legt die in Zürich lebende Künstlerin Daniela Keiser ihre erste umfassende Werkpublikation vor. Der monografisch angelegte und reich bebilderte Band erscheint zu den Einzelpräsentationen im Kunstmuseum Solothurn und in der Villa Merkel in Esslingen.
Mit ihren Fotografien, Objekten und Installationen gehört Daniela Keiser zu den wichtigsten Schweizer Künstlerinnen ihrer Generation. In den letzten zehn Jahren wurde ihr Schaffen verschiedentlich in Einzelaspekten präsentiert. Fünf Texte vertiefen die Lektüre und beleuchten das Werk. Barbara Basting entwickelte eigens für diese Publikation die Form eines Stichwortglossars, das sich wie ein Hypertext entlang den Arbeiten Keisers lesen lässt und diese in ein (Text-) System einbindet. Andreas Fiedler befasst sich mit den jüngsten Fotoserien der Künstlerin, während Markus Stegmann exemplarisch eine einzelne Fotoarbeit vertieft. Isabel Zürcher bespricht die frühen Spracharbeiten und installativen Werke und thematisiert Fragen der Autorschaft. Christoph Vögele widmet sich dem Landschaftsmotiv im Spannungsfeld zwischen Modell und reale
m Raum und gibt einen umfassenden Überblick über das vielfältige Schaffen von Daniela Keiser.
Herausgegeben von Christoph Vögele, Kunstmuseum Solothurn, Textbeiträge von Andreas Baur, Barbara Basting, Andreas Fiedler, Christoph Vögle und Isabel Zürcher (dt./engl.)
ISBN 978-3-03746-109-9252/56 Seiten, 430 Abb. in Farbe, 22,4 x 19,6 cm, Fadenheftung, Broschur mit Schutzumschlag, Gestaltung Corina Neuschwander, Georg Rutishauser, Zürich, edition fink, Zürich
|Röschenhof (2003)|
Insert
Daniela Keiser/Peter Stamm, 14 Seiten Insert, Paarläufe im Kunstbulletin
Die «Paarläufe – zwischen Kunst und Literatur» starten in die vierte Runde. Diesmal haben sich die Künstlerin Daniela Keiser und der Autor Peter Stamm auf das Experiment eingelassen. Die Affinität zwischen Peter Stamms Roman «Ungefähre Landschaft» und Daniela Keisers Diaprojektionen, in denen sich kulturell aufgeladenes Bildmaterial mit eigenen Aufnahmen mischt und zu merkwürdigen Verschmelzungen von privaten Seelenlandschaften und historisch geprägten Szenerien führt, scheint offensichtlich. Ihr erstes gemeinsames Projekt, die Installation «Röschenhof» im Kunstmuseum Solothurn, ist zu einem atmosphärisch dichten Raum geworden, der einen über die merkwürdig öden und doch aufgeladenen Landschaften, die sich wiederholenden deemotionalisierten Dialogformeln und die suggestive Musikspur in Trance geraten lässt.
Claudia Jolles
|Daniela Keiser (1999)|
Ausstellungskatalog
Öffentliche Kunstsammlung Basel, Museum für Gegenwartskunst Basel, Konservatorin: Dr. Theodora Vischer, Ausstellungsassistenz: Heidi Naef, Katalog: Daniela Keiser und Theodora Vischer. Gesamtherstellung: Schwabe & Co. AG, Basel. Verlag Schwabe. Herausgeber: Öffentliche Kunstsammlung Basel
ISBN 3-7204-0117-0
|Südöstlich über dir (1998)|
Kunstheft
Übersetzerinnen und Übersetzer: H. Ariane Aksoy, Eva Caflisch, Tanja Dunker, Mirjam Egli, Ursula Freiburghaus, Gülsen Hatice Güler, Arno Hassler, Helen Hirsch, Satoshi Ito, Katja Iwanowa, Knut Jensen, Nurdin Megharia, Florian Marti, Hiromi Miyamoto, Patricia Nussbaum, Makiko Piguet, Arnold Rauch, Isabelle Rossi, Catherine Schelbert, David Steel, Marietta Tuor, Dorothea Trottenberg, Tanja Dunker, Anna Wadström, Mustafa Yesildeniz
24 Seiten, 30 cm x 21 cm, Drahtheftung, Auflage 100Herausgegeben von Daniela Keiser
|Lilien, Chrysanthemen, Gerbera (1997)|
Publikation
Cahier d'artistes 1997. Daniela Keiser, Lilien, Chrysanthemen, Gerbera, mit Texten von Beatrix Ruf und Andreas Fiedler, Verlag Lars Müller, Baden
48 Seiten, 24 cm x 16.5 cm, Gestaltung / Layout: Atelier Lars Müller, BadenHerausgegeben von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Zürich