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Im Rechtsstreit mit Apple muss Samsung (Aktie Samsung) auch in Australien den Marktstart seines neuen Tablet-Computers aufschieben. Samsung wartet jetzt bis Ende September, erst dann hat ein Gericht über einen von Apple beantragten Vertriebsstopp entschieden. Apple beschuldigt Samsung, bei seinem Tablet-Computer Galaxy Tab 10.1 das iPad kopiert zu haben.
In Deutschland stoppte das Düsseldorfer Landgericht bereits den Vertrieb des Galaxy Tab 10.1 per Einstweiliger Verfügung und will bis zum 9. September über die Vorwürfe von Apple entscheiden. In den Niederlanden war ein Richter anderer Meinung und verweigerte Apple eine Einstweilige Verfügung gegen Samsungs Tablet-Rechner.
Samsung betonte nun, das Gericht in Australien habe noch keine Einstweilige Verfügung gegen den Vertrieb des Tab 10.1 erlassen, wie die Zeitung «The Australian» berichtete. Samsung wolle einige Apple-Patente annullieren lassen und gegen den US-Rivalen zugleich wegen einer Verletzung weiterer eigener Patente klagen, hiess es. Erst letzte Woche hatte Samsung Apple vorgeworfen, das Konzept des iPads aus einem Film von Stanley Kubrick kopiert zu haben.
Die beiden Technikriesen sind in einen weltweiten Streit um das Design und die technischen Grundlagen ihrer Tablet-Computer verwickelt. Das Galaxy Tab 10.1 würde direkt mit dem iPad2 konkurrieren. Der deutsche Patent-Experte Florian Müller, der die Auseinandersetzungen in der Branche beobachtet, zählte bereits 19 Verfahren in neun Ländern nach gegenseitigen Klagen
(kgh/tno/awp)