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Um 1550 Die Wärmespeicherung des Specksteines wird entdeckt und es entsteht eine neue Industrie. Unterhalb von Mumpé Medel wird der Stein abgebaut. Vor allem im 19. Jahrhundert erlebt der Stein einen Höhepunkt. Der Steinbruch wird bis heute genutzt, machte allerdings im Jahr 2013 negative Schlagzeilen, da Asbest in einigen Adern gefunden wurde. Trotzdem ist der Einsatz des Ofens absolut unbedenklich.
1570 erbaute Landrichter Sebastian von Castelberg das Schloss Chischliun (Castelberg, Caschliun). Das Schloss brannte 1830 ab und wurde nicht mehr aufgebaut. Das Schloss gab dem Ortsteil seinen Namen und lebt demzufolge wenigstens auf dem Papier weiter. 1581 soll Erzkardinal Carolus Borromäus aus Mailand im Schloss Unterkunft gefunden haben. Ob dies zutrifft, ist eher unwahrscheinlich, da der Erzkardinal Herr über das Kloster war und eher dort als Gast untergebracht war. Sicher wird er die Adelsfamilie aber im Schloss besucht haben.
1581 Carolus Borromaeus, Erzbischof von Mailand, besucht das Kloster und die Pfarrei Disentis. Noch heute erinnert ein Bild in der Pfarrkirche Disentis von diesem ganz hohen Besuch in Disentis.
1584/85. Die Pest wütet in der Region und fordert viele Tote. Rund 500 Personen fallen in Disentis der Krankheit zum Opfer. Um der Pest entgegenzuwirken, führte man eine Prozession zu Ehren des Heiligen Valentins in Mumpé Medel ein. Später hielten die Buben und Mädchen die Prozession ab (analog Segnas).
1524 Die Reformation erreicht Graubünden.