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Neue Bergfahrten in den Schweizer Alpen
Mont-Blanc-Grebiet. m Col de la Flégère. 1. Juli 1894. MM. E. A. Fitz Gerald und W. M. Conway mit J. B. Aymond und Louis Carrel und den Gurkhas Karbir und Amar Sing verließen die Floriazhütte oberhalb der Flégère um 3 Uhr morgens, stiegen in einer Stunde zu dem Col, südlich der Aiguille de la Glière ( 2851 m ) empor. Von da ein sehr steiles und steingefährdetes Couloir in sk Stunden hinab, hierauf rechts und zum Col de Bérard in 3i4 Stunden, von wo sie noch den Buet erstiegen. A.J.2 ) Nr. 128, pag. 441.
Buet. Neuer Weg über die Nordwand. 20. September. MM. A. Vagnon und P. Beaumont mit den Führern Fournier und Beauchatey stiegen von Vallorcine empor in den Hintergrund des Thales von Entre-les-Eves bis zum Gletscher, der sich längs der Nordwand der Kette Buet Mont Oreb zieht. Von hier bestiegen sie über die linke Moräne den Gletscher, von diesem über lange Geröllhalden und einen Kamin in einer etwa 10 m hohen Wand den Grat zwischen Buet und Mont Oreb, und sich nach Westen wendend, den Dôme du Buet. Bull. C.A.F. 1895, pag. 303.
Pointe des Lanchettes ( 3088 m ). 30. September. M. R. Godefroy verließ das Wirtshaus von Mottets unter dem Col de la Seigne und erreichte über das linke Ufer des Gletschers den Fuß des Gipfels und durch dine steile Rinne in schlechten Felsen den Westkamm und über Felsen den Gipfel. Der bisher unbenannte Punkt liegt nordöstlich vom Mont-Tondu und ist von diesem durch den Col du Mont-Tondu getrennt. R. A.L. 1896, Nr. 1, pag. 15.
Col supérieur des Essettes ( 3222 m ). 4. September. Rev. A. C. Downer und Mr. A. E. Field mit Onésime Crettex verließen die Saleinaz-Clubhütte um 6 Uhr 50 Min. und stiegen über einen Eis- und Schneehang zum Col de Planereuse, den sie um 7 Uhr 57 Min. erreichten. Dann querten sie den Planereusegletscher, etwas zu hoch, und passierten um 9 Uhr 34 Min. den Rücken zwischen dem Planereuse- und dem Darreïgletscher nahe beim Buchstaben ï des Wortes Darreï ( Siegfr. Blatt Orsières ). Der Darreïgletscher wurde gequert und über ein langes Schneecouloir hinauf um Mittag Punkt 3222 im Kamm der Essettes erreicht. Auf der Westseite durch ein kurzes Schneecouloir und über steile Gerb'llhalden absteigend, erreichten sie den La Neuvagletscher um 12 Uhr 34 Min. Hier erkannte Rev. Downer, daß er 1894 den Punkt 3124, den Col inférieur des Essettes, betreten habe. Jetzt versuchte man vom La Neuvagletscher zum Col supérieur du Tour noir aufzusteigen, wurde aber durch unpassierbare Schrunde zurückgetrieben und stieg deswegen nach La Folly im Ferres> thal ab. A.J. Nr. 130, pag. 579.
Col des Fourches ( 3434 m ). 14. Juli. MM. Louis Kurz und P. Bovet mit Justin Bessart verließen die Saleinaz-Clubhütte um 3 Uhr 40 Min. und erreichten in 2 Stunden den Fuß des großen Schneecouloirs, welches die Ostseite des Passes bildet. Nach einem Halt von 20 Minuten stiegen sie direkt zu den Felsen empor, welche den obern Teil des Couloirs in zwei Arme teilen. Da der nördliche Arm, der direkt zum Paß geführt hätte, zu steil schien, hielten sie sich zuerst an den südlichen Arm, wandten sich dann etwas nach rechts und erreichten durch eine steile Schlucht und einen Kamin hinauf die Paßhöhe etwas südlich von der tiefsten Einsattlung um 10 Uhr. Der Abstieg auf der andern Seite des Glacier du Tour ist ganz leicht. Weder Michel Charlet im Jahr 1838, noch Professor Forbes im Jahr 1850, welche den Paß vom Glacier du Tour erstiegen hatten, haben ihn nach der Saleinazseite gequert. Der Paß führt nicht, wie Siegfr. angiebt, auf das Plateau des Trientgletschers. A. j. Nr. 131r pag. 47.
Aiguille Forbes ( 3549 m ). Dieser 1893 von MM. Holmes, Brigg und, Greenwood zum erstenmal erstiegene Punkt nordöstlich von der Aiguille du Chardonnet, bisher namenlos, wird mit diesem Namen auf der neuen Mont-Blanc-Karte figurieren ( siehe S.A.C. XXIX, pag. 259 ). A.J. Nr. 127, pag. 357.
Penninische Alpen, Punta Fiorio ( 3357 m It.K .) und Colle Berlo ( cirka 3000 m ). 21. August. Sig. E. Canzio, N. Vigna und F. Mondini mit dem Träger Giacomo Noro machten von der Alpe di By zu oberst in der Valle d' Ollomont über die Nordwand die erste Ersteigung dieses Gipfels, der im Osten des Thales in der Kette des Monte Morion und genau südwestlich vom Monte Clapier liegt. Der Gipfel hat auf der italienischen Generalstabskarte keinen Namen, sondern nur eine Quote und wurde getauft zu Ehren von Cesare Fiorio. Die Gesellschaft stieg auf der Südseite des Gipfels ab und kehrte über eine Einsenkung zwischen Monte Fiorio und Monte Berio nach By zurück, das man erst um 2 Uhr nachts wieder erreichte.
Mont Gelé ( 3530 m ). Neuer Abstieg. 23. August. Die gleiche Gesellschaft erstieg über den Gletscher von Faudery und die Südwestseite diesen Gipfel und stieg auf der Südseite ab, wobei sie den genannten Gletscher fast ganz vermieden.
Colle di Livournea ( 2881 m ). 27. August. F. Mondini überschritt allein von Prarayé nach Nus diesen Paß zwischen dem Monte Redessau und der Cima di Livournea, ohne den Gletscher zu berühren, der den Hintergrund der Schlucht von Livournea ausfüllt. R.M. XIV, pag. 352.
Punta di Cian ( 3121 m ) über die Südwand. 7. Oktober 1894. Sig. Leone und M. Sinigaglia mit den Führern Carlo und Agostino Gorret und Leonardo Carrel verließen die Hütten Tzignana ( 2050 m )? 2 Stunden oberhalb Valtournanche, morgens um 6 Uhr 50 Min., stiegen über den Gletscher von Balancelme hinauf, der an der Nordseite der Punta di Cian liegt, erreichten den Colle del Fort ( 2774 m ), stiegen auf der entgegengesetzten Seite, gegen Torgnon, ab und umgingen auf Felsbändern die Ostflanken der Punta di Cian, in westlicher Richtung bis zum Fuß der gewaltigen Südwand, deren Ersteigung sie versuchen wollten, Sie begaben sich zu dem Zweck an die Mündung des schmalen Felscouloirs, das von dem östlichsten der drei großen Felstürme des südwestlichen Gipfelgrates herabkommt. Dieses Couloir links lassend, stiegen sie in nordöstlicher Richtung über glatte Platten, eine Felskante, einen 8-10 m hohen Kamin, gute Felsstufen und zuletzt ein Felscouloir zum Gipfelkamm empor, den sie südwestlich unter der höchsten Spitze erreichten. Die Gipfelwand war so vereist, daß man die Besteigung aufgab, da hier die gewöhnliche Route gewonnen und somit das Problem gelöst war. Abstieg über die Nordwand auf den Chavacourgletscher und Rückkehr über den Colle del Fort und den Balancelmegletscher zu den Hütten von Tzignana, wo man abends 8 Uhr nach 13stündigem Marsche ankam. R.M. XIV, pag. 477.
Amianthe ( 3600 m ) von Osten. 26. August 1895. MM. H. V. Reade und T. H. Dickson ohne Führer verließen die Clubhütte von Chanrion, überschritten die Drance, verließen kurz darauf den zum Col de Fenêtre führenden Weg und stiegen eine Stunde lang an den Grashängen des Mont Avril empor, immer neben der rechtsseitigen Moräne des Glacier du Mont Durand hin, verfolgten dann die Moräne selber eine halbe Stunde lang und betraten den Gletscher gerade oberhalb des Eissturzes. Von hier hielten sie sich zuerst auf dem rechten Gletscherufer, überschritten diesen dann in der Höhe der Quote 2680 m zu der kleinen Mittelmoräne gerade unter der Tour de Boussine.Vom Ende der Moräne stiegen sie die zerv schrundeten und steilen Schneehalden zum Gipfel empor, auf welchem ein großer Steinmann mit Pfahl gefunden wurde- Zeit: 68/é Stanctëa von der Hütte, bei langsamem Gehen. A.J. Nr, 131, pag. 48.
Bec d/Aget ( 2983 m ). 24. August. Die nämliche Gesellschaft bestieg diesen kleinen Felsgipfel über den kurzen West-Nordwest-Kamm in einer halben Stunde tüchtiger Kletterei vom Gletscher aus. Abstieg über die Südwand ( Felsen und Gras ) ohne Schwierigkeit. Von Fionnay zu den Hütten der Louviealp und bis zum Gletscher müssen wenigstens 3 Stunden gerechnet werden, obschon meist ein Weg vorhanden ist.
Mont Morion ( 3520 m It.K.. ). 18. Juli. Mr. Alfred Topham mit Jean Maître und Pierre Maurice stieg von Bionaz in Valpelline in 3 Stunden zum Fuß des größten Couloirs unmittelbar nördlich von Punkt 2887 It.K.. Die Felsen dieses Couloirs waren zuerst sehr glatt. Aufstieg auf der Südseite eine halbe Stunde lang, dann quer über das Couloir und Anstieg über die Felsen an der Nordseite zu einem Einschnitt im Gipfelkamm. Über den Nordkamm in lU Stunde zum Gipfel ( 4V2 Stunden vom Fuß der Felsen ). Auf dem Gipfel wurde eine Flasche mit Karte von Mr. F. Baker-Gabb gefunden, welcher den Gipfel im August 1891 vom Colle Crête Sèche aus erreicht hatte. Mr. Topham verfolgte den Hauptgrat inder Richtung von Punkt 2887 eine halbe Stunde lang und stieg dann unter großer Gefahr von Steinfällen direkt über die Südwand nach Oyace ab, 372 Stunden vom Gipfel; von da 2 Stunden nacht Bionaz. Ju J. Nr. 130, pag. 580.
Mont Collon über den Nord-Nordost-Grat. 15. August. Mr. W. W. Naisnüth mit Joseph Quinadoz von Evolena verließ das Hôtel du Mont Collon bei Mondlicht um 2 Uhr 50 Min., verfolgte den Paßweg zum Plan de Bertol, tiberschritt den Arollagletscher oberhalb des Eisfalls und erreichte den Fuß des gezackten Felskamms, der vom Gipfel aus nach dem nördlichen Col de Bertol weist, um 5 Uhr. Der untere Teil des Kammes ist zwar steil, aber die Felsen sind rundlich und deswegen leicht zu ersteigen. Etwa 1000 Fuß oberhalb des Gletschers, wo das Seil angelegt wurde, wurde der Rücken schmal und gezackt; die Felszacken wurden überklettert oder umgangen, zwei nach rechts über Schnee. Nach Erkletterung einer fast senkrechten Stelle am letzten Gendarmen fanden sie sich am Nordostende der Gipfel Calotte und in 15 Minuten, um 9 Uhr 20 Min., auf dem höchsten Punkte. Die neue Route ist eine interessante Felskletterei und frei von Steinfall, wenn man das Couloir auf der Ostseite des Kammes vermeidet. Durchschnittssteigung 60Abstieg über den Suibezgletscher und die Rochers noirs nach Aroila, wo sie um 2 Uhr 5 Min. ankamen. Der Nord-Nordost Kamm ist wohl zu unterscheiden von dem Nordostkamm, über den Mr. Gilson im Jahr 1890 ( 8. A. C. XXVIII, pag. 308 ) abgestiegen ist. A.J. Nr. 130, pag. 579.Ruinette über die Westseite. 16. August. Die Nämlichen erreichten diesen Gipfel über den langen Nordostrlicken, der vom Mont Blanc de Seiion herkommt, und stiegen auf neuem Wege direkt zum Giétrozgletscher ab. Sie verließen nämlich den Südwestkamm 300 m unter dem Giplel und stiegen in nordwestlicher Richtung eine steile Rippe gebrochener Felsen hinunter, welche nur wenige Fuß über den Firn herausragte; die Rippe endigte etwa 200 Fuß oberhalb des Bergschrundes; aber der dazwischen liegende Eishang von 45 ° war mit einer zollhohen Schicht guten Schnees bedeckt, so daß sie ohne Stufen zu hacken absteigen konnten und in weniger als einer Stunde, vom Gipfel gerechnet, auf dem ebenen Gletscher an- langten. A.J. Nr. 130, pag. 580.
Deits des Bouquetins ( 3848 m ) über den Ostgrat. 4. September. Mr. E. C. Oppenheim und Mr. Gerald Arbuthnot mit Jean Maître und Joseph Pollinger verließen Arolla um 2 Uhr 35 Min., folgten dem Weg zum Col des Bouqnetins und überschritten den Bergschrund auf der Ostseite der Mittelspitze der Dents des Bouquetins, südlich vom großen Couloir ( 6 Stunden ). Von hier in leichter Kletterei südwärts über gebrochene Felsen auf den Ostkamm ( 10 Min. ); dieser wurde verfolgt bis zu einer kleinen schneebedeckten Einsattlung ( 1 Stunde 5 Min. ). Von hier in die Nordwand über Platten und Eis und wieder auf den Kamm etwas unterhalb des großen Gendarmen ( 1 Stunde 15 Min. ); dieser wurde auf der Nordseite umgangen ( 25 Min. ) und über etwas schwierige und lose Felsen der Verbindungspunkt des Ostkammes mit dem Gipfelgrat erreicht ( 1 Stunde ), dann nordwärts ohne Schwierigkeiten in 5 Min. auf den Gipfel. Zeit von Arolla bis zum Gipfel IOV2 Stunden; Halte eingerechnet.A.J.. Nr. 131, pag. 48.
Mitre de l' Eveque ( 3672 m ) über den Ostkamm. 6. September. Die Nämlichen mit Georges Joseph statt Pollinger verließen Arolla um 4 Uhr morgens und verfolgten den Weg zum Col de Collon bis zum Fuß des kleinen Gletschers, welcher zwischen l' Echo und Mont Collon von der Ostwand der Mitre herabkommt. Sie erstiegen diesen und wandten sich südwärts zu der kleinen Einsattlung zwischen l' Echo und dem Ostkamm der Mitre. Über gebrochene Felsen und Schnee wurde von da der Ostkamm in 15 Min. erreicht und bis zum Gipfel verfolgt ( 5 Stunden 10 Min. ). Die zwei großen Gendarmen wurden beide auf der Nordseite mit ziemlichen Schwierigkeiten umgangen. Zeit von Arolla bis zum Gipfel, Halte inbegriffen, 10 Stunden 50 Min. A.J. Nr. 131, pag. 49.
Aiguille de la Za über die Westwand, Variante. 24. August. MM. C. Cookson und P. Fletcher mit Pierre Maître und F. Truffer wurden beim Versuch durch das Schneecouloir südlich vom Gipfel, das gewöhnlich benutzt wird, aufzusteigen, durch wiederholten Steinfall zurückgetrieben; sie wandten sich daher zu den Felsen oberhalb des kleinen Schneeflecks, der von Arolla direkt unter dem Gipfel zu liegen scheint, und stiegen diese empor, bis sie nach 1 Stunde durch glatte Platten in eine Schlucht südlich von der Mittelrippe des Berges gedrängt wurden. Von der Schlucht erreichten sie wieder die Mittelrippe und verfolgten diese bis zu dem Felsplateau unter dem Westpunkt der Schulter des großen Gendarmen; von hier brachte sie eine Traversierung auf die Südseite des Gendarmen und den gewöhnlichen Weg. Die Kletterei war etwas mißlich, wegen loser Steine, aber sicher vor Felsstürzen. A.J. Nr. 131, pag. 49.
Weisshorn vom Schallijoch. 2. September. Mr. Edward A. Broome mit den Führern Joseph M. Biener und Ambrosius Imboden von St. Nikiaus verließen ein Bivouac in der Höhe von 3100 m an der Südseite des Felssporns, welcher den Schalliberg vom Hohlichtgletscher trennt und nahmen von da den gewöhnlichen Weg zum Schallijoch; sie frühstückten auf dessen Schneesattel und verfolgten bxh Stunden lang den felsigen Südwestkammr indem sie die zahlreichen Felstürme überkletterten oder auf der rechten Seite ( aber nie auf der Zinalseite ) umgingen. Die Kletterei ist schwierig, aber die Felsen sind im ganzen gut. A.J. Nr. 130, pag. 581.
Schallihorn über die Südwand. 21. September. Mrs. Main mit Joseph und Roman Imboden verließ ein Bivouac am Hohlichtgletscher, ging links um die unteren Abstürze des Berges herum und gewann so allmählich deren Höhe. Mehrere Traversierungen und steile Felsrippen mit Gefahr von fallenden Steinen brachten sie zu den leichten und festen Felspartien in der Mitte der Gipfelwand; nach diesen kam eine Kletterei über einen losen und steilen Felskamm, der nach 20 Min. in einen festen Granitrücken überging; über diesen wurde der Gipfel erreicht in 5 Stunden 40 Minuten vom Bivouac. Abstieg zum Momingpaß. A.J., Nr. 130, pag. 582.
Mittelgab elhorn ( 3692 m ) über den Westkamm. 5. August. MM. A. und E. Michelin und Pierre Puiseux verließen das Wirtshaus auf der Triftalp und stiegen auf dem Obergabelhornweg bis zum letzten Plateau des Gabelhorngletschers. Hier wandten sie sich südlich, erreichten das Obergabeljoch, verfolgten, von hier 45 Minuten lang einen scharfen, aber leicht zu begehenden Kamm und erreichten so den Gipfel. R. A. L. 1896. Nr. 1, pag. 9 und 16.
;. Nadelhcrn ( oder West-Lenzspitze 4334 m ) von Westen. 17. August. Sig. Aug. Massoni und Ing. Aug. de Pretto mit den Führern Fr. und L. Pession, Joseph Furrer und Clemens Imseng verließen die Domhütte an der Festi um 4 Uhr morgens, überschritten um 6 Uhr 15 Min. den Paß zwischen Festi- und Hohberggletscher und traversierten den letzteren unter den vom Nadeljoch herabkommenden Abstürzen hin bis zum Fuße des Nadelgrats. Diesen erstiegen sie zur Rechten des Hohberghorns über Felsen neben einem großen Schneecouloir und erreichten so einen Schnee-^ sattel am Fuße des Stecknadelhorns. Sie überkletterten das letztere,, was wegen der Schärfe des Grates einige Schwierigkeiten machte, und attackierten dann über den Nordwestkamm das Nadelhorn, das sie kurz nach 12 Uhr erreichten. Der Abstieg wurde nach dem Windjoch und Saas-Fée genommen, wo sie kurz nach 5 Uhr nachmittags eintrafen. R.M. XIV, pag. 469.
Rundtour um das Laquinhorn. 27. August. Rev. L. S. Calvert mit Emanuel Burgener und Adolph Andenmatten von Saas-Grund verließ d#s Hotel auf der Triftalp um 3 Uhr 15 Min. und erreichte das Laquin- joch um 5 Uhr 30 Min.; dann wurde auf der östlichen, italienischen Seite unter dem Laquinhorn durchtraversiert, das 1. und 2. Couloir horizontal, das 3. und 4., indem man über steile, aber feste Felsen bis in die Nähe des Gipfelkamms emporstieg. Die nächsten zwei Couloirs wurden traversiert über Eis und Schnee und gebrochene Felsen, aber ohne Schwierigkeit; beim 7. stiegen sie gerade die Wand hinauf und dann über eine lange Schneehalde, die viel Stufenarbeit erforderte. Noch mehr Zeit und Arbeit brauchte ein breites und steiles Eisfeld, das sie zu traversieren hatten. In ungefähr einer Stunde Entfernung vom Fletschjoch, wagten sie es nicht, ein beständig von Steinfällen bestrichenes Eiscouloir zu traversieren, stiegen deshalb eine halbe Stunde weit ab, querten das Couloir unten und erreichten die Felsen auf der rechten Seite des Fletschhorngletschers; diese stiegen sie hinan bis zu einem Punkt etwas oberhalb des Fletsch- jochs und stiegen auf dem gewöhnlichen Weg des Roßbodenhorns zum Hotel Weißmies ab, das sie um 7 Uhr 20 Minuten abends erreichten. Marschzeit 14112 Stunden. A.J. Nr. 130, pag. 582.
Monte Leone - Ofenhorngruppe.
Turbenjoch ( cirka 3100 m, zwischen den Strahlgräten und dem Rappenhorn ). 15. Juli. Rev. G. Broke, Mrs. Broke und Miss Broke mit Adolf Andenmatten und einem Träger erreichten von Binn in 23k Stunden die Turbenalp und stiegen direkt nördlich die steilen Grashalden empor, wobei sie am Ostende des weißen Felsbandes unter dem Unter-Turbhorn vorbeikamen, und erreichten so in 40 Minuten den steilen, aber leichten Turbengletscher. Diesen erstiegen sie in einer weiteren Stunde und gelangten auf die Paßhöhe, welche sich bei Ziffer 5 von Punkt 3175 befindet ( die Wirklichkeit bietet vielleicht wegen Abnahme der Eisbedeckung infolge der heißen Sommer nicht das Bild, das die Karte erwarten ließe.Von Punkt 3200 der Strahlgräte bis Punkt 3175 tritt überall der Fels zu Tage und die Zugänge zum Paß sind auf beiden Seiten felsig ). Die Partie stieg über die auf der Karte markierten Felsen zum Blindengletscher hinunter, hielt sich an dessen rechte Seite und erreichte in 2 Stunden den Thalboden „ beim Keller ", von wo sie in einer Stunde das Blindenthal hinaus bis „ bei den Stadeln ", gegenüber Reckingen, wanderten. A.J. Nr. 130, pag. 582.
Berner Alpen.
Ober-Tatüshorn ( 2966 m ). 30. Juni. Mr. E.F.M. Benecke brach allein um 5 Uhr morgens von Kandersteg auf, folgte dem Gemmipaßweg bis zum Stock, überschritt den Schwarzbach und erreichte in 40 Min. von da das obere Ende eines Couloirs und den Einschnitt zwischen Unter und Ober-Tatlishorn um 9 Uhr 25 Min. Der Gipfel des Ober-Tatlishorns wurde um 11 Uhr 30 Min. erreicht. Sehr schöne Aussicht auf den Altels? der von hier aus leicht zu ersteigen wäre.
Kleiner Lohner von Osten. „ Am 22. Juli 1893 habe ich diesen Berg mit Führer Jakob Reichen direkt über die Ostwand erstiegen. Unser Weg führte von Kandersteg über Bütschels in zwei Stunden auf die obere Allmen-Alp. Von hier überstiegen wir den Alpschelengrat und gelangten an dessen Südseite traversierend in cirka zwei Stunden zur Wand des Kleinen Lohner. Hier wurde das Seil angelegt und nach einstündiger Kletterei in gerader Richtung hinauf der Grat, und über diesen leicht der Gipfel erreicht. Die Kletterei über die Wand erforderte wegen Brüchigkeit der Felsen große Vorsicht, besonders beim Abstieg, zumal das Gestein durch den inzwischen eingetretenen Regen sehr schlüpfrig geworden war. Besondere Schwierigkeiten bietet dieser Weg nicht, nur hat man sich vor Steinschlägen in acht zu nehmen.A. Bernoulli ( Sektion Bern ).
Kleiner Lohner von Westen, Variante. 3. Juli. Mr. Henry Candler verließ mit Abraham Müller und Samuel Ogi Kandersteg um 5 Uhr morgens, erreichte den Allmengrat in drei Stunden, traversierte auf der Westseite bis über die Anstiegsroute von Mr. Stallard hinaus und stieg in einem zweiten, südlichen Couloir empor auf den Kamm, den sie mit einigen Abweichungen wegen gebrochener Felsen bis zum Gipfel verfolgten. Zeit vom obern Ende des Couloirs bis zum Gipfel 55 Min. A.J. Nr. 130, pag. 595.
Birrenstoch ( bei Kandersteg ) von Süden. „ In der Nummer 130 des Alpine Journal finde ich die Beschreibung einer Besteigung des „ Birrenhorns " ( Birrenstoch ) direkt von Süden aus; hierzu habe ich zu bemerken, daß ich den Vorgipfel, in Kandersteg „ Tschärit " genannt, bereits am il. Juni Ì894 auf dem nämlichen Wege mit Jakob Reichen erstiegen habe.Von diesem „ Tschärit " aus ist die „ Birre " ganz leicht zu erreichen. Genannter Führer Jakob Reichen hat diese Tour schon früher mit Fritz Ogi gemacht, behauptet jedoch, daß außer ihnen niemand diesen Aufstieg gekannt habe.A. Bernoulli ( Sektion Bern ).
Breitlaaijoch und Elwerrück, Ostgipfel. 14. Juli. MM. Benecke und Cohen verließen Ried um 3 Uhr 5 Min. und stiegen das Lötschenthal hinauf bis Kühmatt; hier bogen sie rechts ab in südöstlicher Richtung über steile Grashalden, Felsen und Geröll und erreichten den flachen Teil des Augstkummengletschers, den sie horizontal überschritten und an seinem rechten Ufer in Felsen emporkletterten. Über diese, gelegentlich €ouloirs überschreitend, erreichten sie die Einsattlung zwischen Elwerrück und Breitlauihorn um 12 Uhr 30 Min. Sie verließen den Paß um 1 Uhr 35 Min., stiegen über Schnee und Felsen zum niedrigeren Ostgipfel des Elwerrück « rnpor, den sie um 1 Uhr 55 Min. erreichten. Abstieg zum Fuß des Westgipfels ( 2 Uhr 40 Min. ) und Baltschiederjoch ( 3 Uhr 15 Min. ) nach Ried ( 5 Uhr 50 Min. ). Der neue Paß ist nicht besonders schwierig, obwohl er viel Stufenarbeit erfordert, aber enorm steil. A.J. Nr. 130, pag. 584.
Breitlauihorn ( 3663 m ) über die Südwand. 6. Juli. MM. E. Jeanneret-Perret, J. Gallet und H. Rieckel mit Joseph, Johann und Benjamin Kalbermatten. Siehe S.A.C. XXXI, pag. 84.
Baltschiederlücke ( cirka 3200 m ) zwischen Gredetschgletscher und Inner-Baltschiederfirn. 7. Juli. Die Nämlichen. S.A.C. XXXI, pag. 89.
Kruüghorn. 9. Juli. Die Nämlichen ohne Mr. Rieckel. S.A.C. XXXI, pag. 96.
Schienhorn von Südosten mit Abstieg nach Südwesten. 2. Septbr. MM. G. T. Walker, B. Hopkinson und J. G. Hopkinson verließen die Ober-Aletschhütte um 4 Uhr 20 Min. und stiegen empor zum Punkt 2807 am Oberaletschgletscher; von hier erstiegen sie die Felsen zur Linken, überschritten die vom Weißhorn herunterkommenden Firnhänge in der Richtung des Buchstabens „ r " im Wort „ Weißhorn " ( Siegfr. ), dann über Eishänge und Felsen direkt auf Punkt 3643, von wo sie den Felsgrat in nordwestlicher Richtung begingen, gelegentlich nach links ausweichend. Über die letzte Eiskante erreichten sie den Gipfel ( 3807 m ) um 11 Uhr 35 Min. Beim Abstieg, der um 12 Uhr 25 Min. angetreten wurde, gingen sie zuerst über die Felsen der Nordwestseite, um einen Schneegrat zu vermeiden, und folgten dann dem felsigen Südwestkamm bis in die Nähe von Punkt 3670. Hier wendeten sie sich südlich, stiegen über Felsen und Schnee hinunter auf den Gletscher, dessen Eissturz sie nach links traversierten. Um 4 Uhr 25 Minuten waren sie auf dem Beichfirn und um 6 Uhr 55 Min. auf der Belalp. A.J. Nr. 130, pag. 588.
Schienhorn vom Lötschenfirn über die Nordwestwand. Juli oder August. Jos. Rubin, Joh. und Gabriel Kalbermatten stiegen auf der Suche nach den verschollenen Touristen Benecke und Cohen direkt vom Langgletscher bis auf den Gipfelkamm etwa 100 bis 150 m unter der Spitze, also in der Gegend von Punkt 3670. Hier kehrten sie wieder um, da für ihren Zweck ein Weitergehen unnütz war. A.J. Nr. 131, pag. 47.
Nesthorn mit Abstieg über den Südostgrat. 4. Septbr. MM. J., C. und E. Hopkinson, C. Slingsby und G. T. Lowe mit einem Träger verließen das Hotel Belalp um 4 Uhr 25 Min. und erstiegen das Nesthorn durch das erste Couloir vom Beichfirn aus. Sie erreichten den Gipfel um 10 Uhr 30 Min. und stiegen dann über den Südostgrat ab, dem sie bis zum Unterbächhorn folgten. Der erste Gratturm wurde auf der Nordseite, der zweite auf der Südseite und die beiden bei der Einsattlung befindlichen wieder auf der Nordseite umgangen. Das Hotel wurde aus verschiedenen Gründen erst spät, um 9 Uhr 25 Min. abends, erreicht. A.J. Nr. 130, pag. 588.
Fußhörner ( Mittelgipfel ). 6. September. MM. J., E., B. und J. G. Hopkinson bestiegen diesen Gipfel, der im Aussehen dem höchsten Punkte ähnlich ist, vom Oberaletschgletscher aus meist durch ein Couloir, das etwas nördlich von dem gesuchten Punkte auf den Gipfelkamm führte. Abstieg über den steilen Südostkamm zu der ersten Einsattlung und dann durch ein Couloir und dessen anstoßende Seitenwände auf den Oberaletschgletscher hinunter. Zeit vom Hotel zum Gipfel 6 Stunden langsamen Marsches. A.J. Nr. 130, pag. 588.
Rothorn1 ) ( 3701 m ), Aufstieg von Südosten, Abstieg nach Westen. 2. September. MM. W. C. Slingsby, C. und E. Hopkinson und G. T. Lowe erreichten von Beialp aus über den Triestgletscher die Einsattlung zwischen Punkt 3628 der Fußhörner und dem Rothorn und erstiegen das letztere in IV2 Stunden über den felsigen Südwestgrat. Abstieg über den felsigen Westgrat direkt zum Oberaletschgletscher. A.J. Nr. 130, pag. 588.
Anengrat ( cirka 3700 m ). 2. September. Der im Siegfried-Atlas nicht markierte, höchste Punkt des Anengrates wurde erstiegen von MM. T. W. Danby und H. V. Reade mit Theodor und Johann Kalbermatten auf der Suche nach den verunglückten Benecke und Cohen. Vom oberen Ende des Anenfirns stiegen sie einen steilen und sehr zerklüfteten Gletscher hinan in nordöstlicher Richtung bis zum Gipfel ( 21k Stunden ); von hier in 25 Min. über den scharf abfallenden Rücken zum Anenjoch, dann wieder steil aufwärts in 20 Min. zu einem Schneegipfel und in weiteren 50 Min. zu einem kleinen Felsgipfel. Einer dieser beiden muß Punkt 3681 ( Siegfr. ) sein. Die Zeit erlaubte nicht, den Rücken weiter zu verfolgen über Punkt 3575 ( Anenknubel ) und einen namenlosen, doppelten Felsgipfel zur Lötschenlücke; deswegen stieg die Gesellschaft nach Süden zum Anenfirn ab in ungefähr l3k Stunden/— A.J. Nr. 131, pag. 46.
Ebnefluh vom Rottltal. 2. August. Mr. Claude Macdonald mit Chr. Jossi und Peter Bernet verließen wegen unsichern Wetters die Rotthalhütte erst um 4 Uhr 30 Min., querten den Gletscher und stiegen gerade aufwärts zur Nordostecke des Bergschrundes am Fuß der Ebnefluh, dann wandten sie sich südwestlich und überschritten den Bergschrund um 7 Uhr, direkt unter zwei in einer Entfernung von 50 Metern übereinander liegenden Felspartien. Der Schnee war hier gut und die Höhe dieser Felsen war um 9 Uhr erreicht. Der Abhang wurde nun viel steiler und das Eis härter, so daß eine links oben liegende Felspartie erst um 1 Uhr erreicht wurde. Diese Felsen waren sehr zerklüftet und gefährlich wegen Neuschnee, man verließ sie daher um 5 Uhr und stieg in nordöstlicher Richtung, diagonal nach rechts, unter einem Hängegletseher durch. Ein gewaltiger Bergschrund wurde um 6 Uhr 15 Min. überschritten und über einen weniger steilen Eishang wieder in nordöstlicher Richtung der Gipfel um 7 Uhr 15 Min. abends erreicht. Die Konkordiahütte um 1 Uhr morgens nach 20stündigem Marsche und in ausbrechendem Gewitter. Die Expedition war schwieriger und gefährlicher, als man erwartet hatte. A.J. Nr. 131, pag. 45.
Klein-Eiger über die Südwand und Eiger über den Südwesthamm. 7. Januar 1896. MM. Rev. J. Outram und F. W. Oliver mit Ulrich und Hans Almer und dem jungen Ulrich Almer verließen um 2 Uhr morgens das Scheidegghotel, erreichten um 5 Uhr den Eigergletscher und erstiegen, nachdem sie den unteren Sérac passiert hatten, die tiefverschneiten Felsen der Südwand des Klein-Eiger. Von dessen Gipfel aus wurde die Spitze des Eiger über den Südwestkamm um 2 Uhr 15 Min. erreicht. Die Traversierung einer Felsecke bei der Verbindungsstelle des Klein-Eiger mit dem Südwestgrat des Eiger war etwas mißlich. Der Rückweg wurde vom Eigersattel zum Eigergletscher hinunter genommen. Die kleine Scheidegg wurde um 6 Uhr 30 Min. und Grindelwald kurz nach 9 Uhr abends erreicht. A.J. Nr. 131, pag. 47. Gotthard - Gruppe, Saashorti ( 3041 * ). 18. Juli. Rev. G. Broke, Mrs. G. Broke und Miss Broke erreichten Kühboden im Gerenthal in 21k Stunden von Ober-; wald aus, bogen um die Thalecke gegen den Gerengletscher zu, 10 Min. lang, und dann scharf links eine grasige Schlucht hinaufsteigend, erreichten sie in 1Ì2 Stunde die Höhe des langen Rückens, der in südsüdwestlicher Richtung vom Gipfel herunterkommt. Diesen verfolgten sie eine Stunde lang bis zum Fuß einer großen Felswand, die von einem süd-südöstlichen Seitenkamm herunterkommt. Mit Hülfe eines langen Schneestreifens erstiegen sie diese Wand in 25 Min. bis nahe dem Kamm, traversierten dann unter demselben hin auf der Nordseite, 25 Min. lang, bis sie den Kamm wiederum überschreiten konnten; diesem folgten sie dann auf der Ostseite über gute, aber schwierige Felsen, in denen besonders eine enge Felsspalte kaum zu bewältigen war. Sie ließen hier ihr Gepäck und ihre Äxte zurück, banden sich ans Seil und erreichten in l1k Stunden einen ersten und in 35 Min. mehr den Hauptgipfel. Abstieg auf dem gleichen Wege, aber mit Vermeidung der Felsspalte in 2 Stunden bis zum Gepäck, in 35 Min. an den Fuß der großen Wand und in 3 Stunden nach Oberwald zurück. A.J. Nr. 130, pag. 583.
Poncione di Mpnigolo ( 2932 m ). 13. August. HH. Dr. A. Züblin, Hardmeier, Amberg, Caflisch und Bauer. S.A.C. XXXI, pag. 124.
Pizzo Gallina. 15. August. Die Nämlichen. S.A.G.. XXXI, pag. 130.
Pizzo San Giacomo ( Punkt 2923, Siegfr. Bl. 491 ). 17. August. HH. Dr. A. Züblin und Bauer. S.A.C. XXXI, pag. 184.
Pizzo di Grandinagia ( 2831 m Siegfr. Bl. 495 ) von Norden. 17. August. HH. Hardmeier, Caflisch und Amberg. S.A.C. XXXI, pag. 134.
-Urnèr und Ölarner Alpen« Galenstock mit Abstieg nach Osten. 21. Juli 1894. Mr. E. Ä*. Fitz Gerald und Mr. W. M. Conway mit J. B. Aymond und Louis Carrel und den Gurkhas Karbir und Amar Sing stiegen, nachdem sie den Gipfel auf dem gewöhnlichen Weg von der Grimsel aus erreicht hatten, wenige Schritte über den Nordgrat ab, wandten sich dann ostwärts und durch das auffallendste Couloir in der Ostwand hinunter auf den Firn des Tiefengletschers ( l1/* Stunde ). Von hier wurde das Gletschjoch in 3/4 Stunden erstiegen und der Abstieg zur Göscheneralp genommen.
Gurkhapaß ( 2856 m ), Viz Gurkha J ) ( 3063 m ), Piz Valpintga ( 2962 m und 2938 m ). 25. Juli 1894. Die Nämlichen verließen das Hotel S.A.C. im Maderanerthal um 5 Uhr 30 Min., erreichten in 2 Stunden die Hüfiälplihütte, in 3/4 Stunden den Hüfigletscher und stiegen in 1 xk Stunden über Gletscher, Schnee und Felsen zu einer Einsattlung im südlichen Grenzkamm empor. Hier teilten sie sich; Fitz Gerald, Carrel und Amar Sing wandten sich westlich, verfolgten den Grenzrücken und erstiegen beide Gipfel des Piz Valpintga. Die übrigen gingen ostwärts und erstiegen über einen leichten Felsgrat in 35 Min. eine namenlose Spitze mit prächtiger Aussicht. Beide Partien kehrten auf den Col zurück und erreichten in 20 Min. die Valpintga und in 1k Stunde mehr die Ruseinalp.
Hausttoclc, Variante über den Ostgrat. 28. Juli 1894. Die Nämlichen erstiegen diesen Gipfel von der Muttseehütte über den Ruchi und stiegen in dickem Nebel über den Ostgrat in sk Stunden zum Meerpaß ab. A.J. Nr. 128, pag. 441, 442.
Seewenstock ( 2966 m ) im Meienthal. 2. Dezember 1894. Herren E. Amberg und C. Seelig stiegen von Meiendörfli zum Seewenfirn empor, dann ein Stück weit diesen hinauf und erreichten über die Ostwand den Gipfel. Abstieg ungefähr auf dem gleichen Wege. Mitteilung des Herrn E. Amberg.
Sonnigwichel, Südgipfel ( 2910 m ), von der Westseite. 14. Juli. HH. Val. A. Fynn und P. Perrochet. Alp. III, pag. 106.
Kavestraulücke von Norden. 27. Juni. Rev. W. A. B. Coolidge mit Christ. Almer jun. S.A.C. XXXI, pag. 380.
Adula-Alpen.
Zervreilahorn, Variante über die Nordwestwand. 24. Juli. Dr. Jörger mit B. Schnyder und einem Hirtenknaben. S.A.C. XXXI, pag. 144.
Pi# Jut vom Lentathal aus, Variante. 25. Juli. Dr. Jörger und Dr. Bion mit B. Schnyder. S. A. S. XXXI, pag. 144.
Vernohhörner ( Punkt 2919 neu ) und Punkt 3020 Hinteres VernoJehorn oder Torrone di Garzura von Nordosten. 27. Juli. Dr. Jörger mit B. Schnyder.
AI bnla-Gruppe, Piz d' Aela über den Ostgrat. 31. Juli. D. Stockar mit P. Mettier, Piz Kesch über den JSordwestgrat. 10. August. Die Nämlichen.
Piz Bial ( Punkt 3064 in der Val Mulix ). 13. August. Die Nämlichen,S.A.C.. XXXI, pag. 4 ff.
Tinzenhorn von Nord nach Süd traversiert. 11. August. W. Paulcke und J. Branger. S.A.C. XXXI, pag. 22 ff.
Küin-Ducan ( 3006 m ) vom Ducanpaß aus. 1. August. HH. Robert Helbling, Labhardt und Koch. S.A.C. XXXI, pag. 366.
Piz Michel über die Südtceslivand, Variante. 16. August. Rev. W. A. B. Coolidge mit Chr. Almer jun. verließen Savognino und folgten der Route Dr. Dieners über das große Geröllband der Südwestflanke bis über Punkt 2767 hinaus ( 3V2 Stunden ). Wegen dichten Nebels kamen sie zu weit nach rechts südöstlich und hatten einen unangenehmen Weg über die steilen Platten an der Nordseite des Westgrates. Die beste Route wurde erst nahe dem Gipfel erreicht und im Abstieg verfolgt. Sie liegt ziemlich links von Punkt 2767, führt über leichte Geröllhalden und gewinnt den Nordgrat etwa 1k Stunde unterhalb des Gipfels. Zeiten im Aufstieg von Punkt 2767 zum Gipfel 2 Stunden 25 Min.; im Abstieg nur 35 Min. Nach Savognino zurück in 2 Stunden. A.J. Nr. 130, pag. 590.
/ Silyretta - Gruppe.
Ungeheuerhorn ( cirka 3000 m ) über den Westgraf. 4. Juni. W. Paulcke.
— Alp. III, pag. 166.
Groß-Wzner direM über die Südwand mit Abstieg nach Osten. 2. August. W. Paulcke und A. Rzewuski. Alp. III, pag. 166.
Ober-Vermimtpaß ( 2931 m ). 4. August 1894. MM. E. A. Fitz Gerald und W. M. Conway mit J. B. Aymond und Louis Carrel und den Gurkhas „ Karbir und Amar Sing verließen das Madienerhaus in Nebel und Regen um 1 Uhr nachmittags und gingen in IV2 Stunden an den Fuß des Groß-Vermuntferners, von da in 2V2 Stunden im Schneesturm über den Gletscher und lange Schneefelder zur Paßhöhe zwischen dem Piz Mon oder Mont und dem Piz Mon oder Jeramins. Auf der andern Seite ein enges Thal und Trümmerhalden hinab zur Vereinigung mit dem Weg vom Vermuntpaß und nach Guarda in l3/4 Stunden vom Paß aus. A.J. Nr. 128, pag. 442.
Piz Fliana von Südwesten. 27. Juli. Mr. Coolidge und Mr. Mc. Crackan mit Chr. Almer jun. gingen von Lavin das Lavinuozthal hinauf bis zu den Hütten der Alp Da Mezz ( 1 Stunde 20 Min. ), dann nach Nordosten die Grashalden hinauf bis zu einer einzelnen Hütte ( 1 Stunde 5 Min. ). Von hier traversierten sie nordwärts über Gras und Steine in die Schlucht, die zu der Fuorcla d' Anchascha führt, und erstiegen diese bis fast zur Höhe ( 1 Stunde 10 Min. ), dann hielten sie sich links von den steilen Felsen, welche das große Schneefeld der Südflanke tragen, stiegen sehr lose Felsen und schneegefüllte Couloirs hinauf, traversierten nach rechts unter einem vorspringenden Felsen durch auf das große Schneefeld ( 1 Stunde 25 Min. ) und stiegen dieses hinauf zum Steinmann ( 20 Min. ). A.J. Nr. 130, pag. 590.
Pi.2 Fliana von Val Tuoi aus. 31. August. HH. E. Pühn und Pfarrer Punchera. S.A.C. XXXI, pag. 387.
Paßübergang zwischen OchsenJcopf uni Rauhenkopf ( 3038 m ). 19. September. Herr J. Duhamel mit Gotti. Lorenz machte diesen Übergang von der Wiesbadener- zur Jamthalhütte. Er verließ die erstere um 10 Uhr und erreichte die Scharte in leichtem Anstieg um 11 Uhr 7 Min. Abstieg um 12 Uhr über den Jamthalferner, der keine Randkluft zeigte, bis 11 Uhr 48 Min. In der Hütte um 1 Uhr 15 Min. M. D. Ö.A.V. 1895, pag. 240.
Rennerspitze ( Mittleres Fluchthorn 3405 m ), Ì. Abstieg in das Fimberthal. 10. Juli. HH. E. Renner und L. Petzendorfer mit Ignaz und Gotti. Lorenz verließen den Gipfel um 11 Uhr 30 Min. und stiegen ab über den zur obersten Gratscharte unter der Spitze ziehenden Firnhang bis etwa zur Mitte des Bergmassivs, wo zunehmende Steilheit und Unsicherheit des Schnees in die Felsen drängte; in diesen rechts ( südlich ) ohne besondere Schwierigkeiten abwärts steigend und mehrere Lawinenrinnen überquerend, erreichten sie den von der Scharte zwischen südlichem und mittlerem Fluchthorn zum Fimberferner herabziehenden Firnhang und üher diesen den Gletscher ( 5 Uhr 30 Min. ) und die Heidelbergerhütte ( 7 Uhr ); wegen steter Lawinengefahr konnte stets nur einer der Gesellschaft in Bewegung sein. M. D. Ö.A.V. 1895, pag. 198.