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Radon Mitigation Efficiency
Radon Mitigation Efficiency ist ein nationales, vom Bundesamt für Gesundheit finanziertes Forschungsprojekt, das die langfristige Wirksamkeit der bisher durchgeführten Radon-Sanierungsmaßnahmen überprüfen soll.
Hauptziele des Projekts
Das Projektwird von der Regionalen Radonfachstelle der SUPSI geleitet, der wichtige und qualifizierte Partner auf nationaler und regionaler Ebene zur Seite stehen, wie die beiden anderen regionalen Radonfachstellen in Freiburg und Muttenz, das Bundesamt für Gesundheit und das Ingenieurbüro ECONS SA in Bioggio.
Mit dem Projekt sollten zum einen bisher unbekannte Informationen über die landesweit durchgeführten Radon-Sanierungsmaßnahmen gesammelt werden, zum anderen sollte die Effizienz der Sanierungsmaßnahmen nach Jahren der Durchführung überprüft, etwaige kritische Punkte identifiziert und Lösungen vorgeschlagen werden.
Projektbeschreibung
Da es keine zentrale Datenbank gibt, musste das Projekt zunächst eine ganze Reihe von Informationen über die in der Schweiz durchgeführten Radonsanierungen sammeln und zusammenfassen. Auf der Grundlage der gesammelten Informationen wurden die Gebäude ermittelt, in denen passive Messungen durchgeführt werden sollten.
Nach Vorliegen der Messergebnisse wurden bei Bedarf Inspektionen vor Ort und detailliertere Messungen durchgeführt, um die Ursachen für eventuelle Störungen zu ermitteln.
Die Ergebnisse der Inspektionen vor Ort und der zusätzlichen Messungen haben es ermöglicht, zu verstehen, welche kritischen Punkte und Aspekte bei der Radonsanierung zu berücksichtigen sind, welches die häufigsten Fehler sind und welche Wartungsmaßnahmen erforderlich sind, um das ordnungsgemäße Funktionieren der Systeme langfristig zu gewährleisten.
Auf diese Weise konnten, soweit notwendig, Instandhaltungsmaßnahmen festgelegt werden, die darauf abzielen, die Konzentrationen unter das Referenzniveau zu senken. In allen festgestellten Fällen von Überschreitungen wurden anschließend abschließende Kontrollmessungen durchgeführt, um die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Instandhaltungsmaßnahmen zu überprüfen.
Das Projekt wurde in einem Tätigkeitsbericht zusammengefasst, der alle gesammelten Informationen, die durchgeführten Analysen und die erzielten Ergebnisse enthält. Die Highlights wurden auch in einem Flyer zusammengefasst.
Ergebnisse
Die erste Messung (2019-2020) hat gezeigt, dass in 62 der 158 untersuchten Gebäude höhere Konzentrationen festgestellt wurden als der in der Strahlenschutzverordnung festgelegte Referenzwert von 300 Bq/m3 vorschreibt.
Darüber hinaus wurde bei etwa der Hälfte der Gebäude festgestellt, dass die am Ende des Sanierungsprozesses erforderliche offizielle Kontrollmessung nicht durchgeführt worden war.
Die durchgeführten Analysen belegen jedoch die allgemeine Wirksamkeit der Radonsanierung. Signifikante Unterschiede wurden aber beim Vergleich von aktiven (Vorhandensein eines Lüftungssystems) und passiven Lösungen festgestellt, wobei erstere effizienter waren. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Wirksamkeit aktiver Sanierungen bei Vernachlässigung der regelmäßigen Wartung im Laufe der Zeit geringer wird.
Die jüngsten Eingriffe erwiesen sich ebenfalls als effizienter, was vor allem auf zwei Gründe zurückzuführen ist: das niedrigere Alter der Anlage und die zunehmende Kenntnis der Technik.
Die Hauptprobleme, die dabei auftraten, waren mangelnde Wartung, Ausfall der Ventilatoren oder Verringerung des Durchsatzes der Ventilatoren. Auch bauliche Veränderungen im Innenbereich beeinträchtigten in einer beträchtlichen Anzahl von Fällen die Effizienz des Abwassersystems.
Aufgrund der durchgeführten aktiven Messungen und Inspektionen konnte eine Reihe von Abhilfemaßnahmen festgelegt werden, die im Folgenden aufgeführt sind:
- Bau einer neuen Ansaugstelle;
- Einbau eines neuen Ventilators mit höherer Förderleistung und Absaugkapazität;
- Inbetriebnahme oder Erhöhung der Drehzahl des Ventilators;
- Wartung der bestehenden Anlage.
Durch die Umsetzung dieser Empfehlungen konnte in etwa der Hälfte der Fälle die funktionelle Wirksamkeit des Radonsanierungssystems wiederhergestellt werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Radonkonzentration in sanierten Gebäuden im Laufe der Zeit schwankt, was auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen ist, darunter der Verlust der Wirksamkeit der Sanierungssysteme und die mangelnde Wartung der Systeme selbst, die ständig gereinigt werden müssen. Diese Mängel führen zu einem Anstieg der Radonkonzentration in Innenräumen und damit zu einer Radonexposition für Eigentümer, die glauben, ein funktionierendes System zu besitzen.
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