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04.10.2021
von Jonas Albrecht
Wassoulou ist eine geschichtsträchtige Region südlich des Niger, in der die Musik von uralten traditionellen Gesängen abstammt. Und Wassoulou ist ein Genre westafrikanischer Musik, das folglich aus dieser Kulturregion entstammt. Wassoulou wird hauptsächlich von Frauen gesungen. Wiederkehrende Themen sind Kinderkriegen, Fruchtbarkeit oder Liebesbeziehungen. Oumou Sangaré hat sich in dieser Sparte einen Namen gemacht, indem sie kritische Themen in ihren Songtexten bearbeitet, die in einem konservativ-muslimisch geprägten Land provozieren oder tabu sind, z.B. freie Beziehungswahl oder Kinderheirat.
Sangaré's feministische Haltung hat sich schon früh manifestiert: Ihr Vater ging kurz mal eine nächste Frau heiraten und liess Mutter und Geschwister alleine in Bamako. Um Geld für die Familie zu verdienen verzichtete Oumou auf Schule und sang auf der Strasse. Dort hat sie sich offenbar stabile Stimmbänder antrainiert: Mit fünf gewann sie den ersten Gesangswettbewerb, mit 16 begleitete sie bereits andere Bands auf Touren durch die Welt. Das erste eigene Album liess dann nicht mehr lange auf sich warten: "Moussoulou" - übersetzt: Frau - erschien als ihr Debut 1991 und war in Afrika ein absoluter Hit. Einige Alben und einige Awards für ihre Musik als auch ihren Aktivismus folgten, u.a. ist sie auch in der Filmmusik für den neuen Lion King zusammen mit Queen B, Jay Z und Childish Gambino zu hören.
Worotan ist Oumou Sangaré's drittes Studioalbum und erschien 1996 via World Circuit Records.
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