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– Wie ist der Weingut entstanden, was ist seine Geschichte?
Die Geschichte der Fils Maye beginnt im 1889, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Für die meisten grossen Weingebiete Europas fallen die Jahre 1860 bis 1880 zwischen Pest und Manna. Unter Pest versteht man dieses zerstörerische Insekt, das den Weinstock vom Aussterben bedroht. Mit einem Pfropfreis, den man auf eine amerikanische Unterlage pfropft, versucht man dieser Plage den Garaus zu machen, was aber erst in den achtziger Jahren gelingt. Mit Manna meint man die Eisenbahn, die dem Produktehandel einen fantastischen Aufschwung verleiht und das Wallis aus seiner Isolierung herausführt.
1860 trifft der erste Zug in Sitten ein. Léonide Maye will die Gelegenheit einer Bahnverbindung nutzen und installiert kurzerhand sein Unternehmen neben dem Bahnhof von Riddes. Das Dorf liegt an den Vorposten von Vétroz, Leytron, Chamoson und Ardon.
Alle Wege führen nach Riddes...
– Wie bist du in dieses Berufsfeld gekommen?
"Schon als Kind habe ich meinen Eltern bei den verschiedenen Aufgaben im Weinberg und im Keller geholfen. Wie viele Walliser Familien besitzen wir nämlich zwischen den Gemeinden Saxon und Riddes einige Parzellen mit Reben.
Mein Vater vinifizierte auch einige Weine in unserem Familien-Carnotzet. Ich wurde schnell eingestellt, um ihm beim Umfüllen, Filtern und Abfüllen zu helfen.
Dann kam ich natürlich auf die Idee, ein Praktikum in einem der großen Kellereien der Region, Les Fils Maye, zu machen, und eins führte zum anderen, im August 1996 begann ich eine Lehre als Weinfachhändler."
– Was tust du während dieser Corona-Zeit ?
"In dieser ganz besonderen Zeit lernen wir die einfachen Dinge des täglichen Lebens. Die Kinder sind 24 Stunden am Tag zu Hause, also müssen wir genügend Aktivitäten finden, um sie zu unterhalten. Ich habe zwei Töchter von 3 und 6 Jahren. Wir entstauben die Gesellschaftsspiele, wir nehmen die Puzzle unserer Kindheit heraus und müssen dann auch noch Schule machen... Es hält unsere Tage beschäftigt! Auch haben wir einige Sträucher gepflanzt und einen kleinen Garten angelegt. Wir haben das Glück, außerhalb des Dorfes zu wohnen, so dass wir auch herumlaufen können, ohne Leute zu treffen."
– Ein paar Worte über die Organisation in dieser Covid-19-Situation?
Bei Les Fils Maye haben wir sehr früh die notwendigen Vorsichtsmassnahmen getroffen, um die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen und gleichzeitig die Produktion und Lieferung unserer Weine an unsere Kunden sicherzustellen.
In diesem Rahmen haben wir unsere bereits hohen Hygienestandards an unserem gesamten Standort weiter verbessert. Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, haben wir im gesamten Unternehmen zusätzliche Händedesinfektionsstationen sowie Informationsplakate eingeführt.
Geschäftsreisen sind bis auf weiteres gestrichen worden, und Sitzungen werden jetzt hauptsächlich nur noch digital abgehalten. Die meisten unserer Mitarbeiter arbeiten von zu Hause aus. Unsere oberste Priorität ist es, Ihnen weiterhin einen ausgezeichneten Service und qualitativ hochwertige Produkte zu bieten und gleichzeitig die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter jederzeit zu gewährleisten. Wir sind überzeugt, dass wir diese Herausforderung erfolgreich meistern werden.