Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03364.jsonl.gz/418

Wähle die Ordner aus, zu welchen Du "Coping" hinzufügen oder entfernen möchtest
0 Exakte Antworten
8 Text Antworten
0 Multiple Choice Antworten
Karte wurde gelöscht
Definition von Coping ?
Coping bezeichnet das Bewältigungsverhalten einer als bedeutsam oder belastend empfundenen Situation oder einer Lebensphase
Problemorientiertes Coping ?
Beim problemorientierten Coping wird die Situation analysiert und gezielt nach Information über die Problematik sowie nach Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten gesucht. Das erfordert zumeist aktives Handeln, manchmal aber auch das Unterlassen einer Handlung oder das Eingehen von Kompromissen bzw. Anpassung an die Gegebenheiten.
Emotionsorientiertes Coping ?
Auch „intrapsychisches Coping“ genannt.
hierbei wird in erster Linie versucht, die durch die Situation entstandenen Gefühle und Affekte abzubauen, ohne sich mit dem Problem selbst auseinanderzusetzen und nach einer Lösung zu suchen.
Beispiele für emotionsorientiertes Coping: Das Rauchen einer Zigarette oder das Trinken von Alkohol, um Ärger abzubauen; das Problem “eine Nacht überschlafen”, um es dann evtl. neu bewerten zu können.
Bewertungsorientiertes Coping ?
Das Hauptziel beim bewertungsorientierten Coping liegt darin, eine Belastung eher als Herausforderung zu sehen, weil so ein Lebensumstand positiv belegt wird und dadurch Ressourcen frei werden, um angemessen zu reagieren. Dennoch kann dies nur gelingen, wenn konkrete Problemlösungsansätze gefunden werden. Es müssen also verschiedene Bewältigungsstrategien kombiniert werden.
Drei Stufen der Bewertung
Jeder Mensch bewertet Situationen und deren Belastung unterschiedlich, und damit auch deren Bedrohlichkeit. Lazarus unterscheidet dabei drei Stufen:
Primäre Bewertung
Sekundäre Bewertung
Neubewertung
Was ist die "Primäre Bewertung" ?
Situationen können positiv, als irrelevant oder als bedrohlich bewertet werden.
Wenn eine Situation als bedrohlich erlebt wird, kann diese Bewertung in drei verschiede- nen Abstufungen erfolgen:
Als Herausforderung als Bedrohung oder als Schädigung/ Verlust.
Was ist die "Sekundäre Bewertung" ?
Bei der sekundären Bewertung erfolgt eine Überprüfung, ob die Situation mit den verfügbaren Ressourcen bewältigt werden kann. Nur wenn die Ressourcen nicht ausreichend sind, wird eine Stressreaktion ausgelöst. Es wird eine Bewältigungsstrategie entworfen, die abhängig von der Situation und von der Persönlichkeit und kognitiven Strukturen der Person ist. Mögliche Verhaltensweisen sind z.B. Angriff oder Flucht, Verhaltensalternativen, Änderung der Bedingungen oder Verleugnung der Situation. Über Erfolgs- oder Misserfolgs- rückmeldungen lernt die Person mit der Zeit, Bewältigungsstrategien selektiv einzusetzen.
Was passiert bei der "Neubewertung" ?
Die Neubewertung der Gesamtsituation findet kontinuierlich statt, dabei werden die bisherigen Bewältigungsansätze auf ihre Wirksamkeit überprüft.
Adaptive Copingstrategien tragen zu einer langfristigen und nachhaltigen Lösung eines Problems bei.
Bei Maladaptiven Copingstrategien steht der Ablenkungscharakter im Vordergrund, sie sind erfolglos in Bezug auf die Problemlösung.