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Regional
2022-08-22 09:05:04
Ein Ort für Kinder, Vereine und das Quartier (Bild: Stadt Luzern)
Die Schulanlage Littau Dorf wurde in Etappen gebaut: 1923 das Hauptgebäude (Trakt A), 1959 bis 1961 ein Ergänzungsbau (Trakt B) und eine Turnhalle, wie die Stadt Luzern ausführt.
Eine weitere Turnhalle, Provisorien und Pavillons kamen im Laufe der Zeit hinzu. Das Hauptgebäude, der Ergänzungsbau und die obere Turnhalle seien aus denkmalpflegerischer Sicht erhaltenswert.
Die Gebäude seien sanierungsbedürftig und weisen eine schlechte Energiebilanz auf.Im Schuljahr 2019/2020 wurden rund 420 Schülerinnen und Schüler in 18 Primarschulabteilungen und sechs Kindergärten unterrichtet. Die vor langer Zeit erstellten Provisorien werden noch immer für den Unterricht verwendet.
Der Platz sei knapp, und verschiedene schulische Angebote mussten bereits ausgelagert werden: Das Textile Werken und ein Teil der Betreuung an die Cheerstrasse; ein weiteres Betreuungsangebot, ein Kindergartenlokal und die Logopädie befinden sich am Mattweg, die Psychomotorik am Ruopigenring. In den Quartieren rund um die Schulanlage Littau Dorf werden viele Wohnungen gebaut.
Die Zahl der Schülerinnen und Schüler werde bis ins Jahr 2025 auf etwa 580 Kinder steigen. Auch die Räume und die Infrastruktur für die schulergänzende Betreuung müssen erweitert werden.2019 habe der Grosse Stadtrat für die Gesamtsanierung und Erweiterung der Schulanlage Littau Dorf einen Sonderkredit für die Durchführung eines Architekturwettbewerbs bewilligt.
Das siegreiche Projekt wurde im Sommer 2020 gekürt. Es sieht die Sanierung und den Umbau des Hauptgebäudes (Trakt A) und des Ergänzungsbaus (Trakt B) vor.
Das Erscheinungsbild der Trakte A und B könne durch die Sanierung erhalten oder wiederhergestellt werden. Die Innenräume werden energetisch saniert und für die Umsetzung pädagogisch zeitgemässer Konzepte umgestaltet.
Zusätzlicher Schulraum entsteht durch einen Neubau (Trakt C). Auch für die Betreuungsangebote und für den Sport werden neue Gebäude geschaffen: In einem neuen Betreuungsgebäude (Trakt D) finden zwei Kindergärten, die Betreuung mit Produktionsküche und eine Aula Platz.
Eine Dreifachturnhalle (Trakt E) ersetzt die beiden bestehenden Einzelturnhallen.Die Aussenräume werden naturnah gestaltet und ökologisch aufgewertet. Die Neubauten werden den Gebäudestandard 2019.1 erfüllen und im Minergie-A-ECO-Standard zertifiziert.
Beim Trakt B steht das Zertifikat Minergie-A-ECO-Erneuerung in Aussicht. Dieses Zertifikat solle auf Wunsch des Parlaments auch beim Trakt A angestrebt werden.
Die Schulanlage werde insgesamt eine sehr hohe Energieeffizienz aufweisen: Sie sei ans Fernwärmenetz angeschlossen, es werden Photovoltaikanlagen auf allen Dächern und an Fassaden installiert, und die Neubauten werden wo möglich in Holzbauweise erstellt.Die Schulanlage Littau Dorf sei für das Quartier ein wichtiger Ort. Sie solle es auch bleiben.
Deshalb wurden Schülerinnen, Schüler, Lehr und Betreuungspersonen, Vereine sowie die Bevölkerung in die Planung eingebunden. Sie konnten an Workshop ihre Anliegen und Wünsche einbringen.
So werden unter anderem ein Spielkiosk, ein Jugendraum sowie ein Depot für Instrumente der Musikvereine geschaffen. Die Ludothek sei weiterhin in der Schulanlage situiert – neu neben der Bibliothek.
Der Schulpark solle zu einem zentralen Begegnungsort für Vereine und die Quartierbevölkerung werden. Läuft alles wie geplant, könne die Schulanlage im Frühling 2027 eröffnet werden.Die Dringlichkeit für die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Littau Dorf war im Grossen Stadtrat unbestritten.
Alle Fraktionen zeigten sich vom Bauprojekt aus pädagogischer, sozialer und architektonischer Sicht überzeugt.Kritisch äusserte sich das Parlament zu den Kosten: Die Realisierung des erstplatzierten Projekts sei sehr teuer. Es handle sich aber um eine lohnende Investition in die Zukunft.
Der Mehrwert für die Schülerinnen und Schüler, die Lehrpersonen, die Vereine, das Quartier und die ganze Stadt sei ausgewiesen. Auch der Anschluss an die Fernwärme, der Einsatz von Holz als Baumaterial und die ökologische Begrünung für mehr Biodiversität wurden gelobt.Der Grosse Stadtrat erachtete aber die Energieeffizienz des Projekts als ungenügend.
Die Stadt müsse Vorbild sein – auch bei der energetischen Sanierung von erhaltenswerten Gebäuden. Die Projektverantwortlichen sollten nochmals über die Bücher, was die Innenwärmedämmung und die mechanische Lüftung von Trakt A betreffe.
Zudem forderte das Parlament die Realisierung des Maximums an Photovoltaikflächen: Integrierte Anlagen sollen auch auf dem Dach von Trakt A und an den Fassaden der Gebäude geprüft werden.Die FDP-Fraktion stellte den Antrag, den Sonderkredit um 5 Millionen Franken zu erhöhen. Dieser Betrag solle für die Prüfung, Planung und Realisierung der zusätzlichen Massnahmen im Bereich der Energieeffizienz eingesetzt werden.
Alle Fraktionen waren mit der Aufstockung des Kredits einverstanden. Der Grosse Stadtrat stimmte dem Sonderkredit von 63,07 Millionen Franken für die Gesamtsanierung und Erweiterung der Schulanlage mit 44 zu 0 Stimmen bei 0 Enthaltungen zu.Grosser Stadtrat und Stadtrat empfehlen den Stimmberechtigten, dem Sonderkredit von 63,07 Millionen Franken für die Ausführung der Gesamtsanierung und Erweiterung der Schulanlage Littau Dorf sowie für zusätzliche Stellenprozente ab 1. Januar 2025 bei der Dienstabteilung Immobilien, Bereich Management Betrieb, zuzustimmen.Den Architekturwettbewerb mit 38 Wettbewerbsbeiträgen gewann das Projekt «Lucky Luke und die Daltons».
Zum Planungsteam gehören Jäger Charpié Architekten ETH / SIA, Luzern; Berchtold, Lenzin Landschaftsarchitekten, Zürich / Basel; sowie Studer Partner AG, Neuenkirch.Während der Bauzeit seien mehrere Zügelbewegungen und Provisorien notwendig. Ab 2024 werde ein dreistöckiger Modulbau mit zwölf Klassenzimmern, sechs Gruppenräumen, drei Fachräumen sowie einem Lehrpersonenbereich in Betrieb genommen.
Dieser steht aktuell bei der Sanierung und der Erweiterung der Schulanlage Sankt Karli im Einsatz.Die Schule Littau Dorf sei seit 2014 eine sogenannte Sozialraumorientierte Schule (SORS-Schule). Nach diesem Prinzip sei die Schule als Begegnungszentrum und als Ausgangspunkt vieler Bildungs-, Betreuungs-, Freizeit- und Kulturangebote zu verstehen.Sie besuchen unseren Webauftritt mit dem Internet Explorer.
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