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Der CRM-Spezialist Salesforce plant eine milliardenschwere Übernahme, mit der er sich auch auf ein neues Gebiet vorwagen würde. Salesforce hat sich mit dem Verwaltungsrat des seit einem Jahr börsenkotierten US-Softwareunternehmens Mulesoft auf ein Übernahmeangebot zuhanden der Mulesoft-Aktionäre geeinigt. Salesforce bietet 45 Dollar pro Mulesoft-Aktie, davon rund drei Viertel in Bar und der Rest in eigenen Aktien, insgesamt 5,9 Milliarden Dollar. Zusammen mit der Übernahme der Schulden von Mulesoft würde der Kauf Salesforce rund 6,5 Milliarden Dollar kosten.
Mulesoft beschäftigt rund 1100 Mitarbeitende und hat etwa 1200 Kunden, darunter Grosskonzerne wie Coca-Cola, Barclays, Unilever und Mount Sinai. Das Unternehmen wurde 2006 gegründet und hat seinen Umsatz vor allem in letzter Zeit kräftig steigern können, letztes Jahr um fast 60 Prozent auf 296 Millionen Dollar. Trotzdem schrieb Mulesoft einen Reinverlust von 80 Millionen Dollar.
Der Kaufkandidat ist nicht wie Salesforce Anbieter einer Applikation, sondern stellt Middleware her, die allerdings nicht nur lokale Applikationen, sondern auch Cloud-Applikationen integrieren können soll. Die API-basierte Plattform kann laut Mulesoft "nahezu alle Technologien in einer standardisierten Weise verbinden". Gemäss Salesforce soll die "Anypoint Platform" von Mulesoft die Basis für die kommende "Salesforce Integration Cloud" bilden, andererseits aber auch weiterhin gesondert weiterentwickelt werden. Salesforce würde damit via Mulesoft auch auf einem ganz neuen Gebiet, abseits von CRM, tätig. (hjm)