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Als Marge (französisch „Spanne“, „Spielraum“) wird als Differenz zwischen zwei Werten oder Preisen angegeben. Das können in der Wirtschaft Spielräume aller Art sein.
Solche Differenzen ergeben sich aus ganz verschiedenen Dimensionen. Zum Beispiel aus Ankaufs- und Verkaufspreisen, Kursen, Zinsen usw. Wobei eine Zinsspanne keine Marge oder Differenz darstellt, sondern eine Kennzahl zur Bestimmung der Rentabilität eines Kreditinstituts.
Im Handel werden Margen als Handelsspanne bezeichnet. Das ist die Differenz zwischen Selbstkosten und dem Verkaufspreis. Die Handelsspanne ist bei Handelsmarken meist höher als bei Herstellermarken.
Bei Banken kommt der Begriff Marge in mehreren Teilbereichen zur Anwendung. So werden kurs-, zins- und termingeschäftsbezogene Spreads (englisch „Spanne“) als Marge benannt. Zum Beispiel die Differenz (Zinsmarge) zwischen den Aktiv- und den Passivzinsen. Im Kreditgeschäft spricht man von Kreditmargen. Die Marge definiert sich im Wesentlichen aus dem Kreditrisiko (Rating des Kreditnehmers). Je schlechter das Rating, umso höher ist die Marge und umgekehrt.
Die Differenzen zwischen den Interbankenkursen und den Kursen im Kundengeschäft werden im Devisenhandel Margen genannt.
Der Unterschied zwischen dem Ausgabekurs und dem aktuellen Kurswert eines Wertpapiers wird im Wertpapierhandel als Marge bezeichnet. Ebenso die Differenz zwischen dem Geld- und dem Briefkurs eines Wertpapiers (Geld-Brief-Spanne).