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Niemand muss in der Schweiz erklären, warum er die Covid-Impfung nicht will. So sind die Spielregeln, die wir uns selber gegeben haben.
Ich bin verärgert. Über den Bundesrat, das Parlament, die kantonalen Behörden und über alle anderen, die Recht und Gesetz verpflichtet sind.
Ich bin verärgert, weil sie in der Pandemie nicht verteidigen, was sie verteidigen müssen: die Rechte der Minderheit.
Das Volk hat ihnen auch diesen Auftrag erteilt. Es hat ihnen Vertrauen, Macht und Autorität gegeben, es bezahlt sie dafür, dass sie zum Wohle aller unsere Spielregeln erklären und durchsetzen.
Nötigenfalls auch gegen die Macht der Mehrheit. Aber sie tun es nicht.
Die Spielregeln lauten: Das Schweizer Recht kennt keine allgemeine Impfpflicht. Das gilt auch in der Pandemie.
Ich als Geimpfter muss weder erlauben noch verstehen, dass andere sich nicht impfen. Niemand muss erklären, warum er oder sie keine Impfung will.
Es braucht auch keine „guten Gründe“, um die Impfung abzulehnen. So wie es keine „guten Gründe“ braucht, um zu rauchen, ins Kino zu gehen, ein Klavierkonzert von Beethoven zu hören oder einen blauen Pullover zu tragen.
Wir tun es, weil wir es dürfen. Wer sich nicht impfen lassen