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Die mittlere Bodenbedeckung setzt sich aus einer räumlichen und zeitlichen Komponente zusammen. Die räumliche Bodenbedeckung ändert sich zum Beispiel durch das Wachstum der Kulturpflanzen und erreicht vor der Ernte nahezu 100%. Zeitlich markante Änderungen des Bedeckungsgrades findet man, wenn die Keimlinge an der Oberfläche sichtbar werden, aber auch nach dem Pflügen. Eine hohe Bodenbedeckung hat mehrere positive Effekte: Beispielsweise verringert sie die Auswaschung von Nährstoffen sowie die Bodenerosion und begünstigt die Artenvielfalt.
Ein Bodenbedeckungsgrad von weniger als 30% wird als kritisch für den Nährstoffverlust und die Erosion angesehen. Die Bodenbedeckung über einen bestimmten Zeitraum kann in sogenannten «soil cover days» (SCD) angegeben werden. Die Anzahl SCD wird berechnet, indem über den betrachteten Zeitraum die täglichen Bodenbedeckungswerte (zwischen 0% und 100%) aufsummiert werden. 1 SCD kann also bedeuten, dass eine Parzelle für einen Tag zu 100% oder für zwei Tage zu 50% bedeckt ist.
Der Bodenbedeckungsgrad im Rahmen von ZA-AUI wird als zeitlich und räumlich gewichtetes Mittel für jeden Betrieb berechnet. Dabei wird sowohl die Bedeckung durch Ernterückstände als auch die Bedeckung mit lebender Vegetation berücksichtigt (Büchi et al. 2016).