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Im kantonalen Budget geht es nicht nur um Einnahmen und Ausgaben. Unter anderem budgetiert der Kanton auch, wieviele Hirsche, Rehe und Gämsen in den Bündner Wäldern leben sollen.
In diesem Frühjahr ging man von einem Bestand von 16'500 Hirschen aus. Für nächstes Jahr sind 16'000 Hirsche geplant. Geht es nach den Bündner Förstern, sind das zu viele.
Förster wollen deutlich weniger Hirsche
In der Oktober-Ausgabe des Magazins «Bündner Wald» haben 15 Förster einen Artikel unterzeichnet, indem sie eine Reduktion des Hirschbestands fordern. Sie fordern einen Bestand zwischen 10'000 und 12'000 Hirschen. So könne der Schaden am Wald verringert werden.
Und auch während der Budget-Debatte des Grossen Rats wurden die Hirschbestände thematisiert. SP-Grossrat Beat Deplazes etwa wollte von der Regierung wissen, ob man zugunsten des Waldes nicht tiefer budgetieren soll.
Auf Nachfrage sagt der zuständige Regierungsrat Mario Cavigelli: «Ich tendiere auch dazu, zu sagen, eine tiefere Zahl wäre aus Sicht des Walds eine bessere Zahl.» Auf eine tiefere Zahl zu kommen sei aber schwierig. Einserseits sei es nicht einfach, genügend Hirsche zu schiessen.
Andererseits müsse man eine Zahl finden, mit der Förster, Jäger, Umweltorganisationen, aber auch die Bevölkerung leben könne. Wie diese Zahl aussieht, wisse er auch nicht: «Wir haben die Überlegungen noch nicht abgeschlossen.»