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1955
wurde dieses Gelände zum Nationalpark erklärt, womit der Naciones
Unidas zu den fünf ältesten Nationalparks des Landes gehört.
Der grossteil der heute bestehenden Infrastruktur des Parks wurde in den
70er Jahren erstellt. Ursprünglich war vorgesehen, dass andere Nationen
ihre Kultur, Folklore, Handwerk und Lebensgewohnheit in den Park einfliessen
lassen. Letztlich wurden jedoch, infolge ausbleibenden interesses, andere
Ziele formuliert.
Schon bald diente der Park zur Naherholung der Bevölkerung von Guatemala
Stadt, welche nur 20 km entfernt liegt. In den 80er Jahren besuchten jährlich
über 150 000 Besucher das Gelände. Sie schätzten das Klima
in den Wäldern oder waren Teilnehmer eines Kurses, der im freien
Stattfand. Schliesslich handelte es sich um eines der letzten bewaldeten
gebiete der Stadt.
Die neue Parkleitung richtet heute ihr Augenmerk auf den Schutz der Natur,
auf die Instandhaltung der Infrastruktur aber auch auf den Schutz vor
Kriminalität. Viele einheimische machen aus furcht einen grossen
Bogen um den Park. Zuviel Mob aus Guatemala City sei in der Vergangenheit
in den Park vorgedrungen und ein Besuch empfiehlt sich wirklich nur bei
einem längeren Aufenthalt in der Stadt.
Heute hat der Park eine Grösse von ungefähr 140 ha und er hat
einen schweren Stand, da vermehrt Baumaschinen aufkreuzen...
Beim
"Parque Nacional Naciones Unidas" handelt es sich natürlich
nicht um ein Regenwaldschutzgebiet, sondern mehr um einen ausgelagerten
Stadtpark. Trotzdem sind hier Bäume und Pflanzen zu sehen, welche
seit Jahren gedeihen und so einen Kontrast zur Stadt bilden.