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Warum baut der Kieferknochen sich ab?
Fehlende Zähne, die lange Zeit nicht ersetzt werden, erhöhen das Risiko für Knochenabbau. Die Zahnwurzeln der natürlichen Zähne übertragen den Druck beim Kauen gleichmäßig auf den Kieferknochen
und machen ihn widerstandsfähig und stark. Fehlt dieser Druck, wird der Knochen nicht mehr belastet. Er verliert an Dichte und Kraft und bildet sich allmählich zurück. Im Oberkiefer baut der
Knochen sich noch stärker ab als im Unterkiefer.
Bei unzureichender Mundhygiene können sich bakterielle Beläge zunehmen am Zahnfleischrand ansiedeln und zunächst eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) hervorrufen. Bei fortschreitendem Verlauf
kann daraus eine Parodontitis entstehen, eine tiefgehende Entzündung des Zahnhalteapparats. Sie greift den Kieferknochen an, verursacht Zahnfleischrückgang und sogar den Verlust völlig gesunder
Zähne, die im schwindenden Knochen den Halt verlieren.
Zu den weiteren Ursachen für Knochenverlust gehören lokal entzündliche Prozesse im Kieferknochen (Osteomylitis), zu starker Druck durch Zähneknirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne und mit
steigendem Lebensalter der altersbedingte Knochenschwund (Osteoporose).