Document ID: /entscheidsuche_html/filtered/documents_0428.jsonl.gz/786

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00041 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Rämi Urteil vom 2 3. Juni 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms schadenanwaelte AG Industriestrasse 13c, 6300 Zug gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1981, war zuletzt als Mitarbeiter in der Einsatzzent rale tätig ( Urk. 6/19/1-6 Ziff. 2.1-2.2). A m 1 5. April 2018 meldete er sich unter Hinweis auf eine Depression, ein Burnout sowie eine posttraumatische Belas tungsstörung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 6/7 Ziff. 5.4, 6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und zog die Akten der Kranken taggeldversicherung bei ( Urk. 6/13). Mit Mitteilung vom 1 8. Januar 2019 hielt sie fest, dass zurzeit keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien ( Urk. 6/23). Mit Vorbescheid vom 1 8. März 2018 ( Urk. 6/34) stell t e die IV-Stelle die Abwei sung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen der Versicherte am 6. Mai 2019 Einwände erhob ( Urk. 6/43). Die IV-Stelle holte sodann bei den behandeln den Ärzten einen weiteren medizinischen Bericht ein ( Urk. 6/54) und veranlasste eine Ressourcenprüfung ( Urk. 6/58). Mit Vo rbescheid vom 1 7. Oktober 2019 (ersetzt den Vorbescheid vom 1 8. März 2018; Urk. 6/34) stellte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht ( Urk. 6/59), wogegen der Versicherte am 1 2. November 201 9 Einwände erhob ( Urk. 6/62). In der Folge reichte er Arbeits unfähigkeitszeugnisse ( Urk. 6/65) sowie einen akt uellen Arbeitsvertrag ein ( Urk. 6/66). Mit Verfügung vom 1 6. Dezember 2019 verneinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch ( Urk. 6/68 = Urk. 2). 2. Der Versicherte erhob am 1 7. Januar 2020 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 6. Dezember 2019 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben, es seien ihm die gesetzlichen Leistungen (berufliche Massnahmen und Rentenleistungen) zu gewähren und er sei durch das Gericht medizinisch begutachten zu lassen. Even tuell sei die Sache zwecks Einholung eines medizinischen Gutachtens und anschliessendem Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 2.-4.). Mit Eingabe vom 1 7. März 2020 ( Urk. 7) reichte er einen weiteren Arztbericht ( Urk. 8) ein. Die Beschwerdegegnerin beantragte m it Beschwerdeantwort vom 2 4. Februar 2020 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 5), was dem Beschwerdeführer am 2 4. März 2020 zur Ke nntnis gebracht wurde ( Urk. 9). Mit Eingabe vom 2 5. Mai 2020 ( Urk. 10 ) reichte der Beschwerde führer einen weiteren medizinischen Bericht ein ( Urk. 11 ). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). 1.4 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit: a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1 bis ). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nahmen ( lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein gliederung ( lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln ( lit. d). 1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, dass der Beschwerdeführer an einer mittelgradigen depressiven Episode leide. Die dazugehörigen Ausprägungen seien jedoch mehrheitlich leicht- bis mittelgra dig. Durch die Weiterführung der psychiatrischen Behandlung sei mit einer Remission zu rechnen. Aufgrund der guten Prognose und der vorhandenen Ressourcen, sei es ihm möglich, mit den vorhandenen Einschränkungen einer Arbeitstätigkeit nachzugehen. Es handle sich somit nicht um eine langan dauernde und erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Ferner sei die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht ausreichend begrün det und nicht nachvollziehbar. Es seien zudem genügend medizinische Unter lagen vorhanden, die eine abschliessende medizinische Beurteilung zulassen würden (S. 2). 2.2 Demgegenüber wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein ( Urk. 1), dass er sich voraussichtlich im Jahr 2020 erneut in eine stationäre Behandlung bege ben müsse, weshalb der Rentenentscheid der Beschwerdegegnerin verführt gefällt worden sei (S. 5 Ziff. 12). Ferner liege noch keine zweifelsfreie Feststellung des medizinischen Sachverhalts vor, welche eine Beurteilung der Indikatoren nach BGE 141 V 281 zulassen würde (S. 9 Ziff. 21). Nach wie vor umstritten sei i nsbe sondere die Diagnosestellung (S. 9 f. Ziff. 22-23). Es bestünden Zweifel an den Einschätzungen der RAD-Ärztin, insofern wäre eine Begutachtung zwingend durchzuführen gewesen (S. 11 Ziff. 28). Auch das durch die Krankentaggeldver sicherung eingeholte Gutachten stelle keine genügende medizinische Grundlage dar, um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können (S. 11 Ziff. 29). Zudem habe sich sein Gesundheitszustand seither deutlich verschlechtert (S. 13 Ziff. 35). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat. 3. 3.1 Pract. med. Y.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete zuhanden der Krankentaggeldversicherung am 2 8. November 2018 ein psychiatrisches Gutachten ( Urk. 6/ 24/ 4-21) und stellte als Diagnose eine Erschöp fungsdepression bei Überforderung am Arbeitsplatz und chronisch hoher Arbeits belastung (S. 17 Ziff. 8.3). Folge man den Angaben des Beschwerdeführers zur Entstehungsgeschichte der psychischen Beschwerde n werde nachvollziehbar, dass er aufgrund der anscheinend über Wochen bestehenden hohen Arbeitsbelas tung mit Arbeitstagen mit einer Arbeitszeit von bis zu 16 Stunden und kaum vorhandenen Freitagen zunehmend an den Rand der körperlichen und psychischen Belastbarkeit geraten sei. Dass es nachfolgend zu einem Beschwer debild bestehend aus affektiven, kognitiven und körperlichen Symptomen gekommen sei, sei nachvollziehbar. I n diagnostischer Hinsicht sei am ehesten von einer Erschöpfungsdepression bei überstarker Belastung am Arbeitsplatz auszu gehen (S. 17 Ziff. 7.1). Der von der behandelnden Ärztin genannten posttraumatischen Belastungs störung könne jedoch nicht gefolgt werden. Gemäss den diagnostischen Kriterien könnten die Symptome zwar durchaus protahiert nach dem belastenden Ereignis auftreten, eine klinisch manifeste Symptomatik 15 Jahre nach dem Ereignis sei jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich. Ebenso wenig spreche seine berufliche Karriere sowie die Eheschliessung und Familiengründung für eine emotionale Stumpfheit und Gleichgültigkeit. Ebenfalls nicht zwingend festzustellen sei ein Vermeidungsverhalten, so sei der Beschwerdeführer beispielsweise wiederholt nach Ägypten gereist. Es sei dennoch möglich, dass er Ereignisse mit belastende m und allfällig auch traumatisierendem Charakter durchlebt habe, eine posttrauma tische Belastungsstörung sei jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich ausgewie sen. Bei diesem Krankheitsbild wäre auch funktionell eine derart kontinuierliche und auch soweit ersichtlich gelungene Biografie im Privat- und Berufsleben nicht unbedingt zu erwarten (S. 14 f. Ziff. 7.1). Der Beginn der aktuellen Krankheitsepisode im Herbst 2017 sei nachvollziehbar, auch die eingeleitete Therapie mit ambulanten und stationären Elementen sowie einer unterstützenden Psychopharmakatherapie sei stimmig. Der Verlauf habe sich positiv gestaltet. Ab Februar 2018 habe der Beschwerdeführer wieder über einen Zwischenschritt von 40 % zu 60 % seiner Tätigkeit nachgehen können, was im Verlauf durchaus mit der Symptomatik einer Erschöpfungsdepression korre liere (S. 15 f. Ziff. 7.2). Weshalb anschliessend keine Steigerung des Arbeitspen su ms möglich gewesen sei, sei nicht hinreichend durch eine entsprechende psychiatrische Symptomatik plausibilisierbar. Zu diskutieren seien auch nicht krankheitswertige Einflussfaktoren auf das Geschehen. Aufgrund der motiva tional beziehungsweise bewusstseinsnahen reduzierten Anstrengungsbereitschaft in der Testdurchführung hätten sich im Testergebnis kognitive Beeinträchtigun gen in einem Umfang ergeben, die aus psychiatrischer Sicht nicht krankheitsbe dingt begründbar seien (S. 16 Ziff. 7.3). Gesamthaft könne im Hinblick auf die erhobenen psychopathologischen und interaktionellen Befunde und unter Berücksichtigung des Ergebnisses der Beschwerdevalidierung keine wesentliche krankheitsbedingte funktionelle Einschränkung mehr festgestellt werden. Dementsprechend sei der Beschwerde führer in einer Tätigkeit, die seinen Fähigkeiten entspreche und an einem Arbeits platz mit einem Aufgabenprofil, das das normal übliche Mass nicht wesentlich dauerhaft überschreite, nahezu vollschichtig arbeitsfähig (S. 17 Ziff. 8.4). 3.2 Dr. med. Z.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in ihrem Verlaufsbericht vom 1 2. März 2019 ( Urk. 6/29) als Diagnose eine post traumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) und eine mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F32.1; Ziff. 1.2). Nach dem Wechsel in ihre Behandlung im Januar 2018 sei deutlich geworden, dass der Beschwerdeführer anhaltend unter Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und Intrusionen (nicht kontrollierbare Erinnerungen) bis hin zu Flashbacks gelitten habe. Wegen der erhöhten Erschöpf barkeit habe er daher vermehrte Erholungspausen benötigt, um an den Arbeits tagen die geforderte Leistung zu erbringen ( Ziff. 1.3). 6 bis 8 Stunden pro Tag könne er arbeiten, jedoch nicht täglich, da wegen der erhöhten Erschöpfbarkeit längere Erholungspausen erforderlich seien. Die aktuelle Tätigkeit sei optimal angepasst ( Ziff. 2.1). Inwiefern eine Verminderung der Leistungsfähigkeit vorliege, könne sie nicht quantifizieren ( Ziff. 2.2). Aufgrund seiner ausseror dentlichen Motivation sei es ihm gelungen gegenwärtig eine 60%ige Arbeits fähigkeit aufrechtzuerhalten. Eine Erhöhung auf 100 % sei erst nach einer stationären traumaspezifischen Behandlung zu erwarten ( Ziff. 3.3). 3.3 Die Fachpersonen der i ntegrierte n Psychiatrie A.___ führten in ihrem Bericht vom 2 7. Juni 2019 ( Urk. 6/54) aus, dass sie den Beschwerdeführer vom 2. April bis 1 9. Juni 2019 stationär behandelt hätten ( Ziff. 1.1), und nannten die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 2.5): - emotional instabile Persönlichkeitsstörung: impulsiver Typ (ICD-10 F60.30) - posttraumatische Belastungsstörung ( PTBS; ICD-10 F43.1) - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1) Aufgrund des komplexen und belasteten Zustandsbilds werde die Arbeitsauf nahme im angestammten Bereich, vor allem auch mit Führungsfunktion, mittel- bis langfristig als unmöglich eingeschätzt ( Ziff. 2.7). Die bisherige Tätigkeit sei daher nicht mehr zumutbar, da sie zu komplex und verbunden mit viel Leistungs druck und Zeitdruck sei und die Übernahme von Verantwortung und die Fähig keit der Beziehungspflege erfordere ( Ziff. 4.1). In Rücksprache mit dem Beschwer deführer ergebe der Einstieg in eine niederschwellige Tätigkeit ohne Führungsfunktion mit 20 %, verteilt auf zwei Tage à zirka 4 Stunden und 12 Minuten, Sinn ( Ziff. 4.2). Die Prognose sei bei einer niederschwelligen Tätigkeit ohne Überforderung, mit genügend Pausen sowie moderaten Leistungserwartun gen optimistisch ( Ziff. 4.3). 3.4 Am 4. September 2019 nahm RAD-Ärztin Dr. med. B.___, Fachärz tin für Psychiatrie und Psychotherapie, Stellung zum medizinischen Sachverhalt ( Urk. 6/57 /4-5). Als Diagnose mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit nannte sie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1). Leidensgerecht wäre eine Arbeitstätigkeit mit einem angenehmen Arbeitsklima und der Möglichkeit sich bei Anspannung kurz zurückzuziehen, in einem eher kleinen Betrieb, mit Unterstützung durch den Vorgesetzten. Tätigkeiten und Aufgaben mit Verantwortungsübernahme für Personen sowie Tätigkeiten und Aufgaben mit (hohen) Anforderungen an das Konzentrationsvermögen und Schichtarbeiten sollten vermieden werden. In der bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiter in der Einsatzzentrale bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 3). Die Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeit en solle in kleinen Schritten von zirka 20 % etwa monatlich bis zur Vollbelastung gesteigert werden. Unter Weiterführung der ambulanten psychiatrischen Behandlung sei mit einer Remission der mittelgradigen depressiven Episode zu rechnen. Eine posttraumatische Belastungsstörung und die dokumentierte Persönlichkeits störung im Sinne einer emotional instabilen Persönlichkeit vom impulsiven Typ könne nicht nachvollzogen werden. Hingegen sei nachvollziehbar, dass sich nach der festgestellten Erschöpfungs depression (vgl. vorstehend E. 3.1 ) eine mittelgra dige depressive Episode der rezidivierenden Depression entwickelt habe (S. 4). Es sei zudem nachvollziehbar, dass die Stellenlosigkeit zusätzlich zur gesundheit lichen Verschlechterung beigetragen habe. Psychosoziale Belastungen, wie beispielsweise ein sehr hoher Arbeitsdruck und wenige Freitage, hätten die Arbeitsunfähigkeit ausgelöst. Ein dauerhafter Gesundheitsschaden sei nicht aus gewiesen (S. 5). 3.5 In der Ressourcenprüfung vom 1 7. Oktober 2019 ( Urk. 6/58) wurde festgehalten, dass die Ausprägungen der mittelgradigen depressiven Episode mehrheitlich als leicht bis mittelgradig bezeichnet würden. Durch die Weiterführung der psychi atrischen Behandlung sei mit einer Remission der mittelgradigen depressiven Episode zu rechnen. Durch die gute Prognose und die Ressourcen des Beschwer deführers, sei es ihm möglich mit den vorhandenen Einschränkungen einer Arbeitstätigkeit nachzugehen. Ein IV-Gesundheitsschaden sei nicht ausgewiesen (S. 2). 3.6 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer weitere Berichte der A.___ ein. Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des Einspracheentscheides ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefoch tenen Verwaltungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver fügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sin d hinsichtlich des Austrittsb erichtes vom 1 1. März 2020 ( Urk. 8 ) und des Abschlussberichts 1 2. Mai 2020 ( Urk. 11) erfüllt, weshalb diese vorli egend berücksichtigt werden können. 3.7 Die Fachpersonen der A.___ berichteten am 1 1. März 2020 über den stationären Aufenthalt vom 2 3. Dezember 2019 bis 2 7. Februar 2020 ( Urk. 8), und nannten die folgenden Diagnosen (S. 1): - posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) - kombinierte Persönlichkeitsstörung (paranoid, emotional-instabil, selbst unsicher-vermeidend; ICD- 10 F61) - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1) Eine komplexe Traumafolgestörung sei ihrer Ansicht nach in allen relevanten Clustern erfüllt: Kernsymptomatik (Wiedererleben, Vermeidung, Überregung) sowie auch auf allen weiteren Symptomebenen (affektive Funktionen, Funktio nen des Selbst, Beziehungsfunktionen). Nach ICD-10 lasse sich das Zustandsbild gemäss ihrer aktuellen Einschätzung in eine PTBS sowie der aus der Belastung entstandenen depressiven Störung und einer kombinierten Persönlichkeitsstö rung mit paranoiden, emotional-instabilen sowie selbstunsicher-vermeidenden Zügen abbilden. Eine weitere Behandlung auf multimodaler Ebene werde dringend empfohlen (S. 4). Nach Abschluss des Schriftenwechsels reichte der Beschwerdeführer den Abschlussbericht vom 1 2. Mai 2020 über die ambulante Therapie ( Urk. 11) ein. Die Fachpersonen nannten dieselben Diagnosen wie im Bericht vom März 202 0. 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Stellungnahme von RAD-Ärztin Dr. B.___ (vorstehend E. 3.4 ) davon aus, dass die Diagnose einer mittelgra digen depressiven Episode ausgewiesen sei. Da die dazugehörigen Ausprägungen jedoch mehrheitlich leicht - bis mittelgradig seien und durch die Weiterführung der psychiatrischen Behandlung mit einer Remission zu rechnen sei, ging sie von keiner langandauernden und erheblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus. Die geltend gemachte posttraumatische Belastungsstörung erachtete sie sodann als nicht nachvollziehbar (vgl. vorstehend E. 2.1). Da die psychischen Beschwerden des Beschwerdef ührers im Vordergrund stehen, stellt sich im Folgenden die Frage, ob die vorhandenen Berichte ausreichen, um den medizinischen Sachverhalt rechtsgenüglich zu erstellen. 4.2 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1 4. April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom 7. März 2018 E. 4.2.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlich keit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbe lastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). 4.3 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). 4.4 Sowohl die behandelnde Psychiaterin als auch die behandelnden Fachpersonen der A.___ diagnostizierten eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine mittelgradige depressive Störung respektive eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradi ge Episode (vgl. vorstehend E. 3.2-3.3, 3.7 ). In den im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichten der A.___ vom März und Mai 2020 wurde zudem die Diagnose einer kombinierten Persönlich keitsstörung genannt (vgl. vorstehend E. 3.7 ). Bezüglich der Arbeitsfähigkeit führte Dr. Z.___ aus, dass dem Beschwerdeführer 6 bis 8 Stunden pro Tag eine Tätigkeit möglich sei, jedoch nicht täglich, da aufgrund der erhöhten Erschöpf barkeit längere Erholungspausen erf orderlich seien (vorstehend E. 3.2 ). Im Bericht der A.___ vom Juni 2019 wurde sodann festgehalten, dass die bisherige Tätigkeit aufgrund der Komplexität, des Leistungs- und Zeitdrucks, d er grossen Verant wortung und des Erfordernis ses der Beziehungspflege nicht zumutbar sei. Der Einstieg in eine niederschwellige Tätigkeit ohne Führungsfunktion mit 20 % verteilt auf zwei Tage erachteten sie als möglich, wobei die Prognose insgesamt o ptimistisch sei (vorstehend E. 3.3 ). Den aktuellen Berichten der A.___ vom März 2020 u nd vom Mai 2020 (vorstehend E. 3.7 ) sind bezüglich der sozialversiche rungsrechtlich relevanten Beurteilung der Arbeitsfähigkeit keine Angaben zu entnehmen, weshalb sie für die Beurteilung der Erwerbsunfähigkeit nicht ergiebig sind. Auf die Berichte der erwähnten behandelnden Fachpersonen kann für die Beur teilung des Gesundheitszustands und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähig keit indes nicht abschliessend abgestellt werden, zumal einerseits in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen ist, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Andererseits ist gestützt auf die erwähnten Berichte keine Beurteilung der rechtsprechungsgemäss geforderten Standardindikatoren mög lich (vgl. vorstehend E. 4.2-4.3 ). 4.5 Demgegenüber führte RAD-Ärz tin Dr. B.___ aus, dass die geltend gemach ten Diagnosen der PTBS und der Persönlichkeitsstörung die erforderlichen ICD-10 Kriterien nicht zu erfüllen vermögen und daher nicht nachvollziehbar seien. Als nachvollziehbar erachtete sie sodann, dass sich nach der festgestellten Erschöpfungsdepressi on (vgl. vorstehend E. 3.1 ) eine mittelgradige depressive Episode der rezidivierenden Depression entwicke lt habe. Die Stellenlosigkeit habe zusätzlich zur gesundheitlichen Verschlechterung beigetragen. Insgesamt sei ein dauerhafter Gesundheitsschaden nicht ausgewiesen. Für die bisherige Tätigkeit als Mitarbeiter in der Einsatzzentrale bestehe eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Eine angepasste Tätigkeit gemäss dem von ihr genannten Belastungsprofil sei dem Beschwerdeführer in kleinen Schritten von zirka 20 % ansteigend bis zur Vollbelastung zumutbar. Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist für alle psychischen Erkrankungen zudem ein strukturiertes, ergebnisoffenes Beweis ver fahren anhand von Standardindikatoren durch zuführen (vgl. vorstehend E. 4.2-4.3 ). Die Einschätzung von RAD-Ärztin Dr. B.___ vermag der geltenden Rechtsprechung, wonach insbesondere auch leichte und mittelschwere Depressi onen einem strukturierten Beweisverfahren zu u nterziehen sind (vorstehend E. 4.2 ), nicht zu genügen. Demnach lassen sich e inzig gestützt auf die knapp gehaltenen Ausführungen von RAD-Ärztin B.___ der psychische Gesund heitszustand des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeits fähigkeit nicht abschliessend erstellen. Auch die von der Beschwerde gegnerin getätigte Re ssourcenprüfung (vorstehend E. 3.5 ), welche sich nicht eingehend mit den massgeblichen Indikatoren auseinandersetzte und auf veral teten Begeben heiten basiert, hält den Anforderungen an das rechtsprechungs gemäss geforderte s trukturierte Beweisverfahren nicht stand. Des Weiteren ist zu bemängeln, dass die Beschwerdegegnerin, obwohl sie von einer Arbeitsun fähigkeit in der bisheri gen Tätigkeit ausging, keinen Einkommensvergleich (vgl. vorstehend E. 1.3 ) vornahm. Somit stehen weder der konkrete Gesundheitszustand des Beschwerdeführers fest, noch ist die Beurteilung der funktionellen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit möglich. Insbesondere hat eine rechtsgenügliche Auseinandersetzung mit den massgeblichen Standardindikatoren bis anhin nicht stattgefunden. 4.6 Der Beschwerdeführer machte sodann neu im Beschwerdeverfahren einen Anspruch auf berufliche Massnahmen geltend ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 2), wobei er in der Beschwerdeschrift dazu nicht weiter St ellung nahm. Invalidität liegt nur vor, wenn nach zumutbarer Eingliederung ein ganzer oder teilweiser Verlust der Erwerbsmöglichkeiten verbleibt ( Art. 8 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 ATSG sowie Art. 16 ATSG). Damit wird der Grundsatz «Eingliederung vor Rente» statuiert, welcher besagt, dass vor der Durchführung von Eingliederungsmass nahmen eine Rente nur gewährt werden darf, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes (noch) nicht eingliederungsfähig ist. Eine Invaliden rente soll also erst und nur dann zugesprochen werden, wenn die Möglichkeiten ausgeschöpft sind, welche Eingliederungsmassnahmen zur Verbesserung der gesundheitsbedingt beeinträchtigten Erwerbsfähigkeit bieten (Urteil des Bundes gerichts 8C_187/2015 vom 2 0. Mai 2015 E. 3.2.1, vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rz 1 zu Art. 1a und Rz 7 zu Art. 28). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung darf über einen Rentenanspruch unabhängig von allfälligen Eingliederungsmassnahmen dann entschieden werden, wenn ein rentenbegründender Invaliditätsgrad bereits vor der Eingliederung verneint werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2018 vom 1 5. Februar 2019 E. 2.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdegeg nerin hat bis anhin weder eine Invaliditätsbemessung vorgenommen, noch einen allfälligen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen geprüft, weshalb sich diesbezüglich eine weitere Prüfung des Leistungsanspruchs als erforderlich erweist. 4.7 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zu weisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210 E. 4.4.1.4 mit Hin weisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publiziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3). 4.8 Nach dem Gesagten ist ein abschliessender materieller Entscheid gestützt auf die vorhandenen medizinischen Akten nicht möglich. Da es die IV-Stelle unterlassen hat, den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit in psychiatrischer Hinsicht und insbesondere bezüglich der systematisierten Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 E. 4.1.3 rechtsgenüglich abzuklären, hat eine Rückweisung, nicht jedoch die Anordnung eines Gerichtsgutachtens (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 3 ), zu erfolgen. Dabei hat die IV-Stelle nach entsprechender Abklärung auch eine n allfälligen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen zu prüfen. Die Beschwerde ist folglich in dem Sinne gutzuheissen, dass d ie angefochtene Verfügung ( Urk. 2) aufgehoben wird und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück gewiesen wird, damit sie ein psychiatrisches Gutac hten einhole und über den Leistungsanspruch neu verfüge. 5. 5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. 5.3 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikos ten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemes sen ( § 34 Abs. 3 GSVGer ). Vorliegend erscheint eine Prozessentschädigung von Fr. 2'1 00.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen, welche ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 6. Dezember 2019 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2’100.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stephanie C. Elms - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle unter Beilage von Kopien von Urk. 10 und 11 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannRämi

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00041 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Rämi Urteil vom 2 3. Juni 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms schadenanwaelte AG Industriestrasse 13c, 6300 Zug gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1981, war zuletzt als Mitarbeiter in der Einsatzzent rale tätig ( Urk. 6/19/1-6 Ziff. 2.1-2.2). A m 1 5. April 2018 meldete er sich unter Hinweis auf eine Depression, ein Burnout sowie eine posttraumatische Belas tungsstörung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 6/7 Ziff. 5.4, 6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und zog die Akten der Kranken taggeldversicherung bei ( Urk. 6/13). Mit Mitteilung vom 1 8. Januar 2019 hielt sie fest, dass zurzeit keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien ( Urk. 6/23). Mit Vorbescheid vom 1 8. März 2018 ( Urk. 6/34) stell t e die IV-Stelle die Abwei sung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen der Versicherte am 6. Mai 2019 Einwände erhob ( Urk. 6/43). Die IV-Stelle holte sodann bei den behandeln den Ärzten einen weiteren medizinischen Bericht ein ( Urk. 6/54) und veranlasste eine Ressourcenprüfung ( Urk. 6/58). Mit Vo rbescheid vom 1 7. Oktober 2019 (ersetzt den Vorbescheid vom 1 8. März 2018; Urk. 6/34) stellte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht ( Urk. 6/59), wogegen der Versicherte am 1 2. November 201 9 Einwände erhob ( Urk. 6/62). In der Folge reichte er Arbeits unfähigkeitszeugnisse ( Urk. 6/65) sowie einen akt uellen Arbeitsvertrag ein ( Urk. 6/66). Mit Verfügung vom 1 6. Dezember 2019 verneinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch ( Urk. 6/68 = Urk. 2). 2. Der Versicherte erhob am 1 7. Januar 2020 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 6. Dezember 2019 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben, es seien ihm die gesetzlichen Leistungen (berufliche Massnahmen und Rentenleistungen) zu gewähren und er sei durch das Gericht medizinisch begutachten zu lassen. Even tuell sei die Sache zwecks Einholung eines medizinischen Gutachtens und anschliessendem Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 2.-4.). Mit Eingabe vom 1 7. März 2020 ( Urk. 7) reichte er einen weiteren Arztbericht ( Urk. 8) ein. Die Beschwerdegegnerin beantragte m it Beschwerdeantwort vom 2 4. Februar 2020 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 5), was dem Beschwerdeführer am 2 4. März 2020 zur Ke nntnis gebracht wurde ( Urk. 9). Mit Eingabe vom 2 5. Mai 2020 ( Urk. 10 ) reichte der Beschwerde führer einen weiteren medizinischen Bericht ein ( Urk. 11 ). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). 1.4 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit: a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1 bis ). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nahmen ( lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein gliederung ( lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln ( lit. d). 1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, dass der Beschwerdeführer an einer mittelgradigen depressiven Episode leide. Die dazugehörigen Ausprägungen seien jedoch mehrheitlich leicht- bis mittelgra dig. Durch die Weiterführung der psychiatrischen Behandlung sei mit einer Remission zu rechnen. Aufgrund der guten Prognose und der vorhandenen Ressourcen, sei es ihm möglich, mit den vorhandenen Einschränkungen einer Arbeitstätigkeit nachzugehen. Es handle sich somit nicht um eine langan dauernde und erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Ferner sei die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht ausreichend begrün det und nicht nachvollziehbar. Es seien zudem genügend medizinische Unter lagen vorhanden, die eine abschliessende medizinische Beurteilung zulassen würden (S. 2). 2.2 Demgegenüber wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein ( Urk. 1), dass er sich voraussichtlich im Jahr 2020 erneut in eine stationäre Behandlung bege ben müsse, weshalb der Rentenentscheid der Beschwerdegegnerin verführt gefällt worden sei (S. 5 Ziff. 12). Ferner liege noch keine zweifelsfreie Feststellung des medizinischen Sachverhalts vor, welche eine Beurteilung der Indikatoren nach BGE 141 V 281 zulassen würde (S. 9 Ziff. 21). Nach wie vor umstritten sei i nsbe sondere die Diagnosestellung (S. 9 f. Ziff. 22-23). Es bestünden Zweifel an den Einschätzungen der RAD-Ärztin, insofern wäre eine Begutachtung zwingend durchzuführen gewesen (S. 11 Ziff. 28). Auch das durch die Krankentaggeldver sicherung eingeholte Gutachten stelle keine genügende medizinische Grundlage dar, um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können (S. 11 Ziff. 29). Zudem habe sich sein Gesundheitszustand seither deutlich verschlechtert (S. 13 Ziff. 35). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat. 3. 3.1 Pract. med. Y.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete zuhanden der Krankentaggeldversicherung am 2 8. November 2018 ein psychiatrisches Gutachten ( Urk. 6/ 24/ 4-21) und stellte als Diagnose eine Erschöp fungsdepression bei Überforderung am Arbeitsplatz und chronisch hoher Arbeits belastung (S. 17 Ziff. 8.3). Folge man den Angaben des Beschwerdeführers zur Entstehungsgeschichte der psychischen Beschwerde n werde nachvollziehbar, dass er aufgrund der anscheinend über Wochen bestehenden hohen Arbeitsbelas tung mit Arbeitstagen mit einer Arbeitszeit von bis zu 16 Stunden und kaum vorhandenen Freitagen zunehmend an den Rand der körperlichen und psychischen Belastbarkeit geraten sei. Dass es nachfolgend zu einem Beschwer debild bestehend aus affektiven, kognitiven und körperlichen Symptomen gekommen sei, sei nachvollziehbar. I n diagnostischer Hinsicht sei am ehesten von einer Erschöpfungsdepression bei überstarker Belastung am Arbeitsplatz auszu gehen (S. 17 Ziff. 7.1). Der von der behandelnden Ärztin genannten posttraumatischen Belastungs störung könne jedoch nicht gefolgt werden. Gemäss den diagnostischen Kriterien könnten die Symptome zwar durchaus protahiert nach dem belastenden Ereignis auftreten, eine klinisch manifeste Symptomatik 15 Jahre nach dem Ereignis sei jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich. Ebenso wenig spreche seine berufliche Karriere sowie die Eheschliessung und Familiengründung für eine emotionale Stumpfheit und Gleichgültigkeit. Ebenfalls nicht zwingend festzustellen sei ein Vermeidungsverhalten, so sei der Beschwerdeführer beispielsweise wiederholt nach Ägypten gereist. Es sei dennoch möglich, dass er Ereignisse mit belastende m und allfällig auch traumatisierendem Charakter durchlebt habe, eine posttrauma tische Belastungsstörung sei jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich ausgewie sen. Bei diesem Krankheitsbild wäre auch funktionell eine derart kontinuierliche und auch soweit ersichtlich gelungene Biografie im Privat- und Berufsleben nicht unbedingt zu erwarten (S. 14 f. Ziff. 7.1). Der Beginn der aktuellen Krankheitsepisode im Herbst 2017 sei nachvollziehbar, auch die eingeleitete Therapie mit ambulanten und stationären Elementen sowie einer unterstützenden Psychopharmakatherapie sei stimmig. Der Verlauf habe sich positiv gestaltet. Ab Februar 2018 habe der Beschwerdeführer wieder über einen Zwischenschritt von 40 % zu 60 % seiner Tätigkeit nachgehen können, was im Verlauf durchaus mit der Symptomatik einer Erschöpfungsdepression korre liere (S. 15 f. Ziff. 7.2). Weshalb anschliessend keine Steigerung des Arbeitspen su ms möglich gewesen sei, sei nicht hinreichend durch eine entsprechende psychiatrische Symptomatik plausibilisierbar. Zu diskutieren seien auch nicht krankheitswertige Einflussfaktoren auf das Geschehen. Aufgrund der motiva tional beziehungsweise bewusstseinsnahen reduzierten Anstrengungsbereitschaft in der Testdurchführung hätten sich im Testergebnis kognitive Beeinträchtigun gen in einem Umfang ergeben, die aus psychiatrischer Sicht nicht krankheitsbe dingt begründbar seien (S. 16 Ziff. 7.3). Gesamthaft könne im Hinblick auf die erhobenen psychopathologischen und interaktionellen Befunde und unter Berücksichtigung des Ergebnisses der Beschwerdevalidierung keine wesentliche krankheitsbedingte funktionelle Einschränkung mehr festgestellt werden. Dementsprechend sei der Beschwerde führer in einer Tätigkeit, die seinen Fähigkeiten entspreche und an einem Arbeits platz mit einem Aufgabenprofil, das das normal übliche Mass nicht wesentlich dauerhaft überschreite, nahezu vollschichtig arbeitsfähig (S. 17 Ziff. 8.4). 3.2 Dr. med. Z.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in ihrem Verlaufsbericht vom 1 2. März 2019 ( Urk. 6/29) als Diagnose eine post traumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) und eine mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F32.1; Ziff. 1.2). Nach dem Wechsel in ihre Behandlung im Januar 2018 sei deutlich geworden, dass der Beschwerdeführer anhaltend unter Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und Intrusionen (nicht kontrollierbare Erinnerungen) bis hin zu Flashbacks gelitten habe. Wegen der erhöhten Erschöpf barkeit habe er daher vermehrte Erholungspausen benötigt, um an den Arbeits tagen die geforderte Leistung zu erbringen ( Ziff. 1.3). 6 bis 8 Stunden pro Tag könne er arbeiten, jedoch nicht täglich, da wegen der erhöhten Erschöpfbarkeit längere Erholungspausen erforderlich seien. Die aktuelle Tätigkeit sei optimal angepasst ( Ziff. 2.1). Inwiefern eine Verminderung der Leistungsfähigkeit vorliege, könne sie nicht quantifizieren ( Ziff. 2.2). Aufgrund seiner ausseror dentlichen Motivation sei es ihm gelungen gegenwärtig eine 60%ige Arbeits fähigkeit aufrechtzuerhalten. Eine Erhöhung auf 100 % sei erst nach einer stationären traumaspezifischen Behandlung zu erwarten ( Ziff. 3.3). 3.3 Die Fachpersonen der i ntegrierte n Psychiatrie A.___ führten in ihrem Bericht vom 2 7. Juni 2019 ( Urk. 6/54) aus, dass sie den Beschwerdeführer vom 2. April bis 1 9. Juni 2019 stationär behandelt hätten ( Ziff. 1.1), und nannten die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 2.5): - emotional instabile Persönlichkeitsstörung: impulsiver Typ (ICD-10 F60.30) - posttraumatische Belastungsstörung ( PTBS; ICD-10 F43.1) - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1) Aufgrund des komplexen und belasteten Zustandsbilds werde die Arbeitsauf nahme im angestammten Bereich, vor allem auch mit Führungsfunktion, mittel- bis langfristig als unmöglich eingeschätzt ( Ziff. 2.7). Die bisherige Tätigkeit sei daher nicht mehr zumutbar, da sie zu komplex und verbunden mit viel Leistungs druck und Zeitdruck sei und die Übernahme von Verantwortung und die Fähig keit der Beziehungspflege erfordere ( Ziff. 4.1). In Rücksprache mit dem Beschwer deführer ergebe der Einstieg in eine niederschwellige Tätigkeit ohne Führungsfunktion mit 20 %, verteilt auf zwei Tage à zirka 4 Stunden und 12 Minuten, Sinn ( Ziff. 4.2). Die Prognose sei bei einer niederschwelligen Tätigkeit ohne Überforderung, mit genügend Pausen sowie moderaten Leistungserwartun gen optimistisch ( Ziff. 4.3). 3.4 Am 4. September 2019 nahm RAD-Ärztin Dr. med. B.___, Fachärz tin für Psychiatrie und Psychotherapie, Stellung zum medizinischen Sachverhalt ( Urk. 6/57 /4-5). Als Diagnose mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit nannte sie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1). Leidensgerecht wäre eine Arbeitstätigkeit mit einem angenehmen Arbeitsklima und der Möglichkeit sich bei Anspannung kurz zurückzuziehen, in einem eher kleinen Betrieb, mit Unterstützung durch den Vorgesetzten. Tätigkeiten und Aufgaben mit Verantwortungsübernahme für Personen sowie Tätigkeiten und Aufgaben mit (hohen) Anforderungen an das Konzentrationsvermögen und Schichtarbeiten sollten vermieden werden. In der bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiter in der Einsatzzentrale bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 3). Die Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeit en solle in kleinen Schritten von zirka 20 % etwa monatlich bis zur Vollbelastung gesteigert werden. Unter Weiterführung der ambulanten psychiatrischen Behandlung sei mit einer Remission der mittelgradigen depressiven Episode zu rechnen. Eine posttraumatische Belastungsstörung und die dokumentierte Persönlichkeits störung im Sinne einer emotional instabilen Persönlichkeit vom impulsiven Typ könne nicht nachvollzogen werden. Hingegen sei nachvollziehbar, dass sich nach der festgestellten Erschöpfungs depression (vgl. vorstehend E. 3.1 ) eine mittelgra dige depressive Episode der rezidivierenden Depression entwickelt habe (S. 4). Es sei zudem nachvollziehbar, dass die Stellenlosigkeit zusätzlich zur gesundheit lichen Verschlechterung beigetragen habe. Psychosoziale Belastungen, wie beispielsweise ein sehr hoher Arbeitsdruck und wenige Freitage, hätten die Arbeitsunfähigkeit ausgelöst. Ein dauerhafter Gesundheitsschaden sei nicht aus gewiesen (S. 5). 3.5 In der Ressourcenprüfung vom 1 7. Oktober 2019 ( Urk. 6/58) wurde festgehalten, dass die Ausprägungen der mittelgradigen depressiven Episode mehrheitlich als leicht bis mittelgradig bezeichnet würden. Durch die Weiterführung der psychi atrischen Behandlung sei mit einer Remission der mittelgradigen depressiven Episode zu rechnen. Durch die gute Prognose und die Ressourcen des Beschwer deführers, sei es ihm möglich mit den vorhandenen Einschränkungen einer Arbeitstätigkeit nachzugehen. Ein IV-Gesundheitsschaden sei nicht ausgewiesen (S. 2). 3.6 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer weitere Berichte der A.___ ein. Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des Einspracheentscheides ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefoch tenen Verwaltungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver fügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sin d hinsichtlich des Austrittsb erichtes vom 1 1. März 2020 ( Urk. 8 ) und des Abschlussberichts 1 2. Mai 2020 ( Urk. 11) erfüllt, weshalb diese vorli egend berücksichtigt werden können. 3.7 Die Fachpersonen der A.___ berichteten am 1 1. März 2020 über den stationären Aufenthalt vom 2 3. Dezember 2019 bis 2 7. Februar 2020 ( Urk. 8), und nannten die folgenden Diagnosen (S. 1): - posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) - kombinierte Persönlichkeitsstörung (paranoid, emotional-instabil, selbst unsicher-vermeidend; ICD- 10 F61) - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1) Eine komplexe Traumafolgestörung sei ihrer Ansicht nach in allen relevanten Clustern erfüllt: Kernsymptomatik (Wiedererleben, Vermeidung, Überregung) sowie auch auf allen weiteren Symptomebenen (affektive Funktionen, Funktio nen des Selbst, Beziehungsfunktionen). Nach ICD-10 lasse sich das Zustandsbild gemäss ihrer aktuellen Einschätzung in eine PTBS sowie der aus der Belastung entstandenen depressiven Störung und einer kombinierten Persönlichkeitsstö rung mit paranoiden, emotional-instabilen sowie selbstunsicher-vermeidenden Zügen abbilden. Eine weitere Behandlung auf multimodaler Ebene werde dringend empfohlen (S. 4). Nach Abschluss des Schriftenwechsels reichte der Beschwerdeführer den Abschlussbericht vom 1 2. Mai 2020 über die ambulante Therapie ( Urk. 11) ein. Die Fachpersonen nannten dieselben Diagnosen wie im Bericht vom März 202 0. 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Stellungnahme von RAD-Ärztin Dr. B.___ (vorstehend E. 3.4 ) davon aus, dass die Diagnose einer mittelgra digen depressiven Episode ausgewiesen sei. Da die dazugehörigen Ausprägungen jedoch mehrheitlich leicht - bis mittelgradig seien und durch die Weiterführung der psychiatrischen Behandlung mit einer Remission zu rechnen sei, ging sie von keiner langandauernden und erheblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus. Die geltend gemachte posttraumatische Belastungsstörung erachtete sie sodann als nicht nachvollziehbar (vgl. vorstehend E. 2.1). Da die psychischen Beschwerden des Beschwerdef ührers im Vordergrund stehen, stellt sich im Folgenden die Frage, ob die vorhandenen Berichte ausreichen, um den medizinischen Sachverhalt rechtsgenüglich zu erstellen. 4.2 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1 4. April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom 7. März 2018 E. 4.2.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlich keit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbe lastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). 4.3 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). 4.4 Sowohl die behandelnde Psychiaterin als auch die behandelnden Fachpersonen der A.___ diagnostizierten eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine mittelgradige depressive Störung respektive eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradi ge Episode (vgl. vorstehend E. 3.2-3.3, 3.7 ). In den im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichten der A.___ vom März und Mai 2020 wurde zudem die Diagnose einer kombinierten Persönlich keitsstörung genannt (vgl. vorstehend E. 3.7 ). Bezüglich der Arbeitsfähigkeit führte Dr. Z.___ aus, dass dem Beschwerdeführer 6 bis 8 Stunden pro Tag eine Tätigkeit möglich sei, jedoch nicht täglich, da aufgrund der erhöhten Erschöpf barkeit längere Erholungspausen erf orderlich seien (vorstehend E. 3.2 ). Im Bericht der A.___ vom Juni 2019 wurde sodann festgehalten, dass die bisherige Tätigkeit aufgrund der Komplexität, des Leistungs- und Zeitdrucks, d er grossen Verant wortung und des Erfordernis ses der Beziehungspflege nicht zumutbar sei. Der Einstieg in eine niederschwellige Tätigkeit ohne Führungsfunktion mit 20 % verteilt auf zwei Tage erachteten sie als möglich, wobei die Prognose insgesamt o ptimistisch sei (vorstehend E. 3.3 ). Den aktuellen Berichten der A.___ vom März 2020 u nd vom Mai 2020 (vorstehend E. 3.7 ) sind bezüglich der sozialversiche rungsrechtlich relevanten Beurteilung der Arbeitsfähigkeit keine Angaben zu entnehmen, weshalb sie für die Beurteilung der Erwerbsunfähigkeit nicht ergiebig sind. Auf die Berichte der erwähnten behandelnden Fachpersonen kann für die Beur teilung des Gesundheitszustands und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähig keit indes nicht abschliessend abgestellt werden, zumal einerseits in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen ist, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Andererseits ist gestützt auf die erwähnten Berichte keine Beurteilung der rechtsprechungsgemäss geforderten Standardindikatoren mög lich (vgl. vorstehend E. 4.2-4.3 ). 4.5 Demgegenüber führte RAD-Ärz tin Dr. B.___ aus, dass die geltend gemach ten Diagnosen der PTBS und der Persönlichkeitsstörung die erforderlichen ICD-10 Kriterien nicht zu erfüllen vermögen und daher nicht nachvollziehbar seien. Als nachvollziehbar erachtete sie sodann, dass sich nach der festgestellten Erschöpfungsdepressi on (vgl. vorstehend E. 3.1 ) eine mittelgradige depressive Episode der rezidivierenden Depression entwicke lt habe. Die Stellenlosigkeit habe zusätzlich zur gesundheitlichen Verschlechterung beigetragen. Insgesamt sei ein dauerhafter Gesundheitsschaden nicht ausgewiesen. Für die bisherige Tätigkeit als Mitarbeiter in der Einsatzzentrale bestehe eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Eine angepasste Tätigkeit gemäss dem von ihr genannten Belastungsprofil sei dem Beschwerdeführer in kleinen Schritten von zirka 20 % ansteigend bis zur Vollbelastung zumutbar. Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist für alle psychischen Erkrankungen zudem ein strukturiertes, ergebnisoffenes Beweis ver fahren anhand von Standardindikatoren durch zuführen (vgl. vorstehend E. 4.2-4.3 ). Die Einschätzung von RAD-Ärztin Dr. B.___ vermag der geltenden Rechtsprechung, wonach insbesondere auch leichte und mittelschwere Depressi onen einem strukturierten Beweisverfahren zu u nterziehen sind (vorstehend E. 4.2 ), nicht zu genügen. Demnach lassen sich e inzig gestützt auf die knapp gehaltenen Ausführungen von RAD-Ärztin B.___ der psychische Gesund heitszustand des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeits fähigkeit nicht abschliessend erstellen. Auch die von der Beschwerde gegnerin getätigte Re ssourcenprüfung (vorstehend E. 3.5 ), welche sich nicht eingehend mit den massgeblichen Indikatoren auseinandersetzte und auf veral teten Begeben heiten basiert, hält den Anforderungen an das rechtsprechungs gemäss geforderte s trukturierte Beweisverfahren nicht stand. Des Weiteren ist zu bemängeln, dass die Beschwerdegegnerin, obwohl sie von einer Arbeitsun fähigkeit in der bisheri gen Tätigkeit ausging, keinen Einkommensvergleich (vgl. vorstehend E. 1.3 ) vornahm. Somit stehen weder der konkrete Gesundheitszustand des Beschwerdeführers fest, noch ist die Beurteilung der funktionellen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit möglich. Insbesondere hat eine rechtsgenügliche Auseinandersetzung mit den massgeblichen Standardindikatoren bis anhin nicht stattgefunden. 4.6 Der Beschwerdeführer machte sodann neu im Beschwerdeverfahren einen Anspruch auf berufliche Massnahmen geltend ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 2), wobei er in der Beschwerdeschrift dazu nicht weiter St ellung nahm. Invalidität liegt nur vor, wenn nach zumutbarer Eingliederung ein ganzer oder teilweiser Verlust der Erwerbsmöglichkeiten verbleibt ( Art. 8 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 ATSG sowie Art. 16 ATSG). Damit wird der Grundsatz «Eingliederung vor Rente» statuiert, welcher besagt, dass vor der Durchführung von Eingliederungsmass nahmen eine Rente nur gewährt werden darf, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes (noch) nicht eingliederungsfähig ist. Eine Invaliden rente soll also erst und nur dann zugesprochen werden, wenn die Möglichkeiten ausgeschöpft sind, welche Eingliederungsmassnahmen zur Verbesserung der gesundheitsbedingt beeinträchtigten Erwerbsfähigkeit bieten (Urteil des Bundes gerichts 8C_187/2015 vom 2 0. Mai 2015 E. 3.2.1, vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rz 1 zu Art. 1a und Rz 7 zu Art. 28). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung darf über einen Rentenanspruch unabhängig von allfälligen Eingliederungsmassnahmen dann entschieden werden, wenn ein rentenbegründender Invaliditätsgrad bereits vor der Eingliederung verneint werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2018 vom 1 5. Februar 2019 E. 2.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdegeg nerin hat bis anhin weder eine Invaliditätsbemessung vorgenommen, noch einen allfälligen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen geprüft, weshalb sich diesbezüglich eine weitere Prüfung des Leistungsanspruchs als erforderlich erweist. 4.7 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zu weisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210 E. 4.4.1.4 mit Hin weisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publiziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3). 4.8 Nach dem Gesagten ist ein abschliessender materieller Entscheid gestützt auf die vorhandenen medizinischen Akten nicht möglich. Da es die IV-Stelle unterlassen hat, den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit in psychiatrischer Hinsicht und insbesondere bezüglich der systematisierten Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 E. 4.1.3 rechtsgenüglich abzuklären, hat eine Rückweisung, nicht jedoch die Anordnung eines Gerichtsgutachtens (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 3 ), zu erfolgen. Dabei hat die IV-Stelle nach entsprechender Abklärung auch eine n allfälligen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen zu prüfen. Die Beschwerde ist folglich in dem Sinne gutzuheissen, dass d ie angefochtene Verfügung ( Urk. 2) aufgehoben wird und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück gewiesen wird, damit sie ein psychiatrisches Gutac hten einhole und über den Leistungsanspruch neu verfüge. 5. 5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. 5.3 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikos ten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemes sen ( § 34 Abs. 3 GSVGer ). Vorliegend erscheint eine Prozessentschädigung von Fr. 2'1 00.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen, welche ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 6. Dezember 2019 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2’100.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stephanie C. Elms - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle unter Beilage von Kopien von Urk. 10 und 11 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannRämi

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2020.00041 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Rämi Urteil vom 2 3. Juni 2020

IV.2020.00041

IV.2020.00041

IV.2020.00041 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Rämi

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Rämi

Urteil vom 2 3. Juni 2020

Urteil vom 2 3. Juni 2020 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms

vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms schadenanwaelte AG

schadenanwaelte AG Industriestrasse 13c, 6300 Zug

Industriestrasse 13c, 6300 Zug gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1981, war zuletzt als Mitarbeiter in der Einsatzzent rale tätig ( Urk. 6/19/1-6 Ziff. 2.1-2.2). A m 1 5. April 2018 meldete er sich unter Hinweis auf eine Depression, ein Burnout sowie eine posttraumatische Belas tungsstörung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 6/7 Ziff. 5.4, 6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und zog die Akten der Kranken taggeldversicherung bei ( Urk. 6/13). Mit Mitteilung vom 1 8. Januar 2019 hielt sie fest, dass zurzeit keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien ( Urk. 6/23).

1. X.___, geboren 1981, war zuletzt als Mitarbeiter in der Einsatzzent rale tätig ( Urk. 6/19/1-6 Ziff. 2.1-2.2). A m 1 5. April 2018 meldete er sich unter Hinweis auf eine Depression, ein Burnout sowie eine posttraumatische Belas tungsstörung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 6/7 Ziff. 5.4, 6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und zog die Akten der Kranken taggeldversicherung bei ( Urk. 6/13). Mit Mitteilung vom 1 8. Januar 2019 hielt sie fest, dass zurzeit keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien ( Urk. 6/23). Mit Vorbescheid vom 1 8. März 2018 ( Urk. 6/34) stell t e die IV-Stelle die Abwei sung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen der Versicherte am 6. Mai 2019 Einwände erhob ( Urk. 6/43). Die IV-Stelle holte sodann bei den behandeln den Ärzten einen weiteren medizinischen Bericht ein ( Urk. 6/54) und veranlasste eine Ressourcenprüfung ( Urk. 6/58). Mit Vo rbescheid vom 1 7. Oktober 2019 (ersetzt den Vorbescheid vom 1 8. März 2018; Urk. 6/34) stellte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht ( Urk. 6/59), wogegen der Versicherte am 1 2. November 201 9 Einwände erhob ( Urk. 6/62). In der Folge reichte er Arbeits unfähigkeitszeugnisse ( Urk. 6/65) sowie einen akt uellen Arbeitsvertrag ein ( Urk. 6/66). Mit Verfügung vom 1 6. Dezember 2019 verneinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch ( Urk. 6/68 = Urk. 2).

Mit Vorbescheid vom 1 8. März 2018 ( Urk. 6/34) stell t e die IV-Stelle die Abwei sung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen der Versicherte am 6. Mai 2019 Einwände erhob ( Urk. 6/43). Die IV-Stelle holte sodann bei den behandeln den Ärzten einen weiteren medizinischen Bericht ein ( Urk. 6/54) und veranlasste eine Ressourcenprüfung ( Urk. 6/58). Mit Vo rbescheid vom 1 7. Oktober 2019 (ersetzt den Vorbescheid vom 1 8. März 2018; Urk. 6/34) stellte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht ( Urk. 6/59), wogegen der Versicherte am 1 2. November 201 9 Einwände erhob ( Urk. 6/62). In der Folge reichte er Arbeits unfähigkeitszeugnisse ( Urk. 6/65) sowie einen akt uellen Arbeitsvertrag ein ( Urk. 6/66). Mit Verfügung vom 1 6. Dezember 2019 verneinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch ( Urk. 6/68 = Urk. 2). 2. Der Versicherte erhob am 1 7. Januar 2020 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 6. Dezember 2019 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben, es seien ihm die gesetzlichen Leistungen (berufliche Massnahmen und Rentenleistungen) zu gewähren und er sei durch das Gericht medizinisch begutachten zu lassen. Even tuell sei die Sache zwecks Einholung eines medizinischen Gutachtens und anschliessendem Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 2.-4.). Mit Eingabe vom 1 7. März 2020 ( Urk. 7) reichte er einen weiteren Arztbericht ( Urk. 8) ein. Die Beschwerdegegnerin beantragte m it Beschwerdeantwort vom 2 4. Februar 2020 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 5), was dem Beschwerdeführer am 2 4. März 2020 zur Ke nntnis gebracht wurde ( Urk. 9). Mit Eingabe vom 2 5. Mai 2020 ( Urk. 10 ) reichte der Beschwerde führer einen weiteren medizinischen Bericht ein ( Urk. 11 ).

2. Der Versicherte erhob am 1 7. Januar 2020 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 6. Dezember 2019 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben, es seien ihm die gesetzlichen Leistungen (berufliche Massnahmen und Rentenleistungen) zu gewähren und er sei durch das Gericht medizinisch begutachten zu lassen. Even tuell sei die Sache zwecks Einholung eines medizinischen Gutachtens und anschliessendem Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 2.-4.). Mit Eingabe vom 1 7. März 2020 ( Urk. 7) reichte er einen weiteren Arztbericht ( Urk. 8) ein. Die Beschwerdegegnerin beantragte m it Beschwerdeantwort vom 2 4. Februar 2020 die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 5), was dem Beschwerdeführer am 2 4. März 2020 zur Ke nntnis gebracht wurde ( Urk. 9). Mit Eingabe vom 2 5. Mai 2020 ( Urk. 10 ) reichte der Beschwerde führer einen weiteren medizinischen Bericht ein ( Urk. 11 ). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:

1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).

1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). 1.4 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:

1.4 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit: a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und

a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1 bis ).

Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1 bis ). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nahmen ( lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein gliederung ( lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln ( lit. d).

Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nahmen ( lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein gliederung ( lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln ( lit. d). 1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).

1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

1.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, dass der Beschwerdeführer an einer mittelgradigen depressiven Episode leide. Die dazugehörigen Ausprägungen seien jedoch mehrheitlich leicht- bis mittelgra dig. Durch die Weiterführung der psychiatrischen Behandlung sei mit einer Remission zu rechnen. Aufgrund der guten Prognose und der vorhandenen Ressourcen, sei es ihm möglich, mit den vorhandenen Einschränkungen einer Arbeitstätigkeit nachzugehen. Es handle sich somit nicht um eine langan dauernde und erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Ferner sei die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht ausreichend begrün det und nicht nachvollziehbar. Es seien zudem genügend medizinische Unter lagen vorhanden, die eine abschliessende medizinische Beurteilung zulassen würden (S. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, dass der Beschwerdeführer an einer mittelgradigen depressiven Episode leide. Die dazugehörigen Ausprägungen seien jedoch mehrheitlich leicht- bis mittelgra dig. Durch die Weiterführung der psychiatrischen Behandlung sei mit einer Remission zu rechnen. Aufgrund der guten Prognose und der vorhandenen Ressourcen, sei es ihm möglich, mit den vorhandenen Einschränkungen einer Arbeitstätigkeit nachzugehen. Es handle sich somit nicht um eine langan dauernde und erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Ferner sei die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht ausreichend begrün det und nicht nachvollziehbar. Es seien zudem genügend medizinische Unter lagen vorhanden, die eine abschliessende medizinische Beurteilung zulassen würden (S. 2). 2.2 Demgegenüber wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein ( Urk. 1), dass er sich voraussichtlich im Jahr 2020 erneut in eine stationäre Behandlung bege ben müsse, weshalb der Rentenentscheid der Beschwerdegegnerin verführt gefällt worden sei (S. 5 Ziff. 12). Ferner liege noch keine zweifelsfreie Feststellung des medizinischen Sachverhalts vor, welche eine Beurteilung der Indikatoren nach BGE 141 V 281 zulassen würde (S. 9 Ziff. 21). Nach wie vor umstritten sei i nsbe sondere die Diagnosestellung (S. 9 f. Ziff. 22-23). Es bestünden Zweifel an den Einschätzungen der RAD-Ärztin, insofern wäre eine Begutachtung zwingend durchzuführen gewesen (S. 11 Ziff. 28). Auch das durch die Krankentaggeldver sicherung eingeholte Gutachten stelle keine genügende medizinische Grundlage dar, um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können (S. 11 Ziff. 29). Zudem habe sich sein Gesundheitszustand seither deutlich verschlechtert (S. 13 Ziff. 35).

2.2 Demgegenüber wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein ( Urk. 1), dass er sich voraussichtlich im Jahr 2020 erneut in eine stationäre Behandlung bege ben müsse, weshalb der Rentenentscheid der Beschwerdegegnerin verführt gefällt worden sei (S. 5 Ziff. 12). Ferner liege noch keine zweifelsfreie Feststellung des medizinischen Sachverhalts vor, welche eine Beurteilung der Indikatoren nach BGE 141 V 281 zulassen würde (S. 9 Ziff. 21). Nach wie vor umstritten sei i nsbe sondere die Diagnosestellung (S. 9 f. Ziff. 22-23). Es bestünden Zweifel an den Einschätzungen der RAD-Ärztin, insofern wäre eine Begutachtung zwingend durchzuführen gewesen (S. 11 Ziff. 28). Auch das durch die Krankentaggeldver sicherung eingeholte Gutachten stelle keine genügende medizinische Grundlage dar, um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können (S. 11 Ziff. 29). Zudem habe sich sein Gesundheitszustand seither deutlich verschlechtert (S. 13 Ziff. 35). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat.

2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat. 3.

3. 3.1 Pract. med. Y.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete zuhanden der Krankentaggeldversicherung am 2 8. November 2018 ein psychiatrisches Gutachten ( Urk. 6/ 24/ 4-21) und stellte als Diagnose eine Erschöp fungsdepression bei Überforderung am Arbeitsplatz und chronisch hoher Arbeits belastung (S. 17 Ziff. 8.3). Folge man den Angaben des Beschwerdeführers zur Entstehungsgeschichte der psychischen Beschwerde n werde nachvollziehbar, dass er aufgrund der anscheinend über Wochen bestehenden hohen Arbeitsbelas tung mit Arbeitstagen mit einer Arbeitszeit von bis zu 16 Stunden und kaum vorhandenen Freitagen zunehmend an den Rand der körperlichen und psychischen Belastbarkeit geraten sei. Dass es nachfolgend zu einem Beschwer debild bestehend aus affektiven, kognitiven und körperlichen Symptomen gekommen sei, sei nachvollziehbar. I n diagnostischer Hinsicht sei am ehesten von einer Erschöpfungsdepression bei überstarker Belastung am Arbeitsplatz auszu gehen (S. 17 Ziff. 7.1).

3.1 Pract. med. Y.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete zuhanden der Krankentaggeldversicherung am 2 8. November 2018 ein psychiatrisches Gutachten ( Urk. 6/ 24/ 4-21) und stellte als Diagnose eine Erschöp fungsdepression bei Überforderung am Arbeitsplatz und chronisch hoher Arbeits belastung (S. 17 Ziff. 8.3). Folge man den Angaben des Beschwerdeführers zur Entstehungsgeschichte der psychischen Beschwerde n werde nachvollziehbar, dass er aufgrund der anscheinend über Wochen bestehenden hohen Arbeitsbelas tung mit Arbeitstagen mit einer Arbeitszeit von bis zu 16 Stunden und kaum vorhandenen Freitagen zunehmend an den Rand der körperlichen und psychischen Belastbarkeit geraten sei. Dass es nachfolgend zu einem Beschwer debild bestehend aus affektiven, kognitiven und körperlichen Symptomen gekommen sei, sei nachvollziehbar. I n diagnostischer Hinsicht sei am ehesten von einer Erschöpfungsdepression bei überstarker Belastung am Arbeitsplatz auszu gehen (S. 17 Ziff. 7.1). Der von der behandelnden Ärztin genannten posttraumatischen Belastungs störung könne jedoch nicht gefolgt werden. Gemäss den diagnostischen Kriterien könnten die Symptome zwar durchaus protahiert nach dem belastenden Ereignis auftreten, eine klinisch manifeste Symptomatik 15 Jahre nach dem Ereignis sei jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich. Ebenso wenig spreche seine berufliche Karriere sowie die Eheschliessung und Familiengründung für eine emotionale Stumpfheit und Gleichgültigkeit. Ebenfalls nicht zwingend festzustellen sei ein Vermeidungsverhalten, so sei der Beschwerdeführer beispielsweise wiederholt nach Ägypten gereist. Es sei dennoch möglich, dass er Ereignisse mit belastende m und allfällig auch traumatisierendem Charakter durchlebt habe, eine posttrauma tische Belastungsstörung sei jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich ausgewie sen. Bei diesem Krankheitsbild wäre auch funktionell eine derart kontinuierliche und auch soweit ersichtlich gelungene Biografie im Privat- und Berufsleben nicht unbedingt zu erwarten (S. 14 f. Ziff. 7.1).

Der von der behandelnden Ärztin genannten posttraumatischen Belastungs störung könne jedoch nicht gefolgt werden. Gemäss den diagnostischen Kriterien könnten die Symptome zwar durchaus protahiert nach dem belastenden Ereignis auftreten, eine klinisch manifeste Symptomatik 15 Jahre nach dem Ereignis sei jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich. Ebenso wenig spreche seine berufliche Karriere sowie die Eheschliessung und Familiengründung für eine emotionale Stumpfheit und Gleichgültigkeit. Ebenfalls nicht zwingend festzustellen sei ein Vermeidungsverhalten, so sei der Beschwerdeführer beispielsweise wiederholt nach Ägypten gereist. Es sei dennoch möglich, dass er Ereignisse mit belastende m und allfällig auch traumatisierendem Charakter durchlebt habe, eine posttrauma tische Belastungsstörung sei jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich ausgewie sen. Bei diesem Krankheitsbild wäre auch funktionell eine derart kontinuierliche und auch soweit ersichtlich gelungene Biografie im Privat- und Berufsleben nicht unbedingt zu erwarten (S. 14 f. Ziff. 7.1). Der Beginn der aktuellen Krankheitsepisode im Herbst 2017 sei nachvollziehbar, auch die eingeleitete Therapie mit ambulanten und stationären Elementen sowie einer unterstützenden Psychopharmakatherapie sei stimmig. Der Verlauf habe sich positiv gestaltet. Ab Februar 2018 habe der Beschwerdeführer wieder über einen Zwischenschritt von 40 % zu 60 % seiner Tätigkeit nachgehen können, was im Verlauf durchaus mit der Symptomatik einer Erschöpfungsdepression korre liere (S. 15 f. Ziff. 7.2). Weshalb anschliessend keine Steigerung des Arbeitspen su ms möglich gewesen sei, sei nicht hinreichend durch eine entsprechende psychiatrische Symptomatik plausibilisierbar. Zu diskutieren seien auch nicht krankheitswertige Einflussfaktoren auf das Geschehen. Aufgrund der motiva tional beziehungsweise bewusstseinsnahen reduzierten Anstrengungsbereitschaft in der Testdurchführung hätten sich im Testergebnis kognitive Beeinträchtigun gen in einem Umfang ergeben, die aus psychiatrischer Sicht nicht krankheitsbe dingt begründbar seien (S. 16 Ziff. 7.3).

Der Beginn der aktuellen Krankheitsepisode im Herbst 2017 sei nachvollziehbar, auch die eingeleitete Therapie mit ambulanten und stationären Elementen sowie einer unterstützenden Psychopharmakatherapie sei stimmig. Der Verlauf habe sich positiv gestaltet. Ab Februar 2018 habe der Beschwerdeführer wieder über einen Zwischenschritt von 40 % zu 60 % seiner Tätigkeit nachgehen können, was im Verlauf durchaus mit der Symptomatik einer Erschöpfungsdepression korre liere (S. 15 f. Ziff. 7.2). Weshalb anschliessend keine Steigerung des Arbeitspen su ms möglich gewesen sei, sei nicht hinreichend durch eine entsprechende psychiatrische Symptomatik plausibilisierbar. Zu diskutieren seien auch nicht krankheitswertige Einflussfaktoren auf das Geschehen. Aufgrund der motiva tional beziehungsweise bewusstseinsnahen reduzierten Anstrengungsbereitschaft in der Testdurchführung hätten sich im Testergebnis kognitive Beeinträchtigun gen in einem Umfang ergeben, die aus psychiatrischer Sicht nicht krankheitsbe dingt begründbar seien (S. 16 Ziff. 7.3). Gesamthaft könne im Hinblick auf die erhobenen psychopathologischen und interaktionellen Befunde und unter Berücksichtigung des Ergebnisses der Beschwerdevalidierung keine wesentliche krankheitsbedingte funktionelle Einschränkung mehr festgestellt werden. Dementsprechend sei der Beschwerde führer in einer Tätigkeit, die seinen Fähigkeiten entspreche und an einem Arbeits platz mit einem Aufgabenprofil, das das normal übliche Mass nicht wesentlich dauerhaft überschreite, nahezu vollschichtig arbeitsfähig (S. 17 Ziff. 8.4).

Gesamthaft könne im Hinblick auf die erhobenen psychopathologischen und interaktionellen Befunde und unter Berücksichtigung des Ergebnisses der Beschwerdevalidierung keine wesentliche krankheitsbedingte funktionelle Einschränkung mehr festgestellt werden. Dementsprechend sei der Beschwerde führer in einer Tätigkeit, die seinen Fähigkeiten entspreche und an einem Arbeits platz mit einem Aufgabenprofil, das das normal übliche Mass nicht wesentlich dauerhaft überschreite, nahezu vollschichtig arbeitsfähig (S. 17 Ziff. 8.4). 3.2 Dr. med. Z.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in ihrem Verlaufsbericht vom 1 2. März 2019 ( Urk. 6/29) als Diagnose eine post traumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) und eine mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F32.1; Ziff. 1.2). Nach dem Wechsel in ihre Behandlung im Januar 2018 sei deutlich geworden, dass der Beschwerdeführer anhaltend unter Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und Intrusionen (nicht kontrollierbare Erinnerungen) bis hin zu Flashbacks gelitten habe. Wegen der erhöhten Erschöpf barkeit habe er daher vermehrte Erholungspausen benötigt, um an den Arbeits tagen die geforderte Leistung zu erbringen ( Ziff. 1.3). 6 bis 8 Stunden pro Tag könne er arbeiten, jedoch nicht täglich, da wegen der erhöhten Erschöpfbarkeit längere Erholungspausen erforderlich seien. Die aktuelle Tätigkeit sei optimal angepasst ( Ziff. 2.1). Inwiefern eine Verminderung der Leistungsfähigkeit vorliege, könne sie nicht quantifizieren ( Ziff. 2.2). Aufgrund seiner ausseror dentlichen Motivation sei es ihm gelungen gegenwärtig eine 60%ige Arbeits fähigkeit aufrechtzuerhalten. Eine Erhöhung auf 100 % sei erst nach einer stationären traumaspezifischen Behandlung zu erwarten ( Ziff. 3.3).

3.2 Dr. med. Z.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in ihrem Verlaufsbericht vom 1 2. März 2019 ( Urk. 6/29) als Diagnose eine post traumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) und eine mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F32.1; Ziff. 1.2). Nach dem Wechsel in ihre Behandlung im Januar 2018 sei deutlich geworden, dass der Beschwerdeführer anhaltend unter Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und Intrusionen (nicht kontrollierbare Erinnerungen) bis hin zu Flashbacks gelitten habe. Wegen der erhöhten Erschöpf barkeit habe er daher vermehrte Erholungspausen benötigt, um an den Arbeits tagen die geforderte Leistung zu erbringen ( Ziff. 1.3). 6 bis 8 Stunden pro Tag könne er arbeiten, jedoch nicht täglich, da wegen der erhöhten Erschöpfbarkeit längere Erholungspausen erforderlich seien. Die aktuelle Tätigkeit sei optimal angepasst ( Ziff. 2.1). Inwiefern eine Verminderung der Leistungsfähigkeit vorliege, könne sie nicht quantifizieren ( Ziff. 2.2). Aufgrund seiner ausseror dentlichen Motivation sei es ihm gelungen gegenwärtig eine 60%ige Arbeits fähigkeit aufrechtzuerhalten. Eine Erhöhung auf 100 % sei erst nach einer stationären traumaspezifischen Behandlung zu erwarten ( Ziff. 3.3). 3.3 Die Fachpersonen der i ntegrierte n Psychiatrie A.___ führten in ihrem Bericht vom 2 7. Juni 2019 ( Urk. 6/54) aus, dass sie den Beschwerdeführer vom 2. April bis 1 9. Juni 2019 stationär behandelt hätten ( Ziff. 1.1), und nannten die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 2.5):

3.3 Die Fachpersonen der i ntegrierte n Psychiatrie A.___ führten in ihrem Bericht vom 2 7. Juni 2019 ( Urk. 6/54) aus, dass sie den Beschwerdeführer vom 2. April bis 1 9. Juni 2019 stationär behandelt hätten ( Ziff. 1.1), und nannten die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 2.5): - emotional instabile Persönlichkeitsstörung: impulsiver Typ (ICD-10 F60.30)

emotional instabile Persönlichkeitsstörung: impulsiver Typ (ICD-10 F60.30) - posttraumatische Belastungsstörung ( PTBS; ICD-10 F43.1)

posttraumatische Belastungsstörung ( PTBS; ICD-10 F43.1) - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1) Aufgrund des komplexen und belasteten Zustandsbilds werde die Arbeitsauf nahme im angestammten Bereich, vor allem auch mit Führungsfunktion, mittel- bis langfristig als unmöglich eingeschätzt ( Ziff. 2.7). Die bisherige Tätigkeit sei daher nicht mehr zumutbar, da sie zu komplex und verbunden mit viel Leistungs druck und Zeitdruck sei und die Übernahme von Verantwortung und die Fähig keit der Beziehungspflege erfordere ( Ziff. 4.1). In Rücksprache mit dem Beschwer deführer ergebe der Einstieg in eine niederschwellige Tätigkeit ohne Führungsfunktion mit 20 %, verteilt auf zwei Tage à zirka 4 Stunden und 12 Minuten, Sinn ( Ziff. 4.2). Die Prognose sei bei einer niederschwelligen Tätigkeit ohne Überforderung, mit genügend Pausen sowie moderaten Leistungserwartun gen optimistisch ( Ziff. 4.3).

Aufgrund des komplexen und belasteten Zustandsbilds werde die Arbeitsauf nahme im angestammten Bereich, vor allem auch mit Führungsfunktion, mittel- bis langfristig als unmöglich eingeschätzt ( Ziff. 2.7). Die bisherige Tätigkeit sei daher nicht mehr zumutbar, da sie zu komplex und verbunden mit viel Leistungs druck und Zeitdruck sei und die Übernahme von Verantwortung und die Fähig keit der Beziehungspflege erfordere ( Ziff. 4.1). In Rücksprache mit dem Beschwer deführer ergebe der Einstieg in eine niederschwellige Tätigkeit ohne Führungsfunktion mit 20 %, verteilt auf zwei Tage à zirka 4 Stunden und 12 Minuten, Sinn ( Ziff. 4.2). Die Prognose sei bei einer niederschwelligen Tätigkeit ohne Überforderung, mit genügend Pausen sowie moderaten Leistungserwartun gen optimistisch ( Ziff. 4.3). 3.4 Am 4. September 2019 nahm RAD-Ärztin Dr. med. B.___, Fachärz tin für Psychiatrie und Psychotherapie, Stellung zum medizinischen Sachverhalt ( Urk. 6/57 /4-5). Als Diagnose mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit nannte sie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1). Leidensgerecht wäre eine Arbeitstätigkeit mit einem angenehmen Arbeitsklima und der Möglichkeit sich bei Anspannung kurz zurückzuziehen, in einem eher kleinen Betrieb, mit Unterstützung durch den Vorgesetzten. Tätigkeiten und Aufgaben mit Verantwortungsübernahme für Personen sowie Tätigkeiten und Aufgaben mit (hohen) Anforderungen an das Konzentrationsvermögen und Schichtarbeiten sollten vermieden werden. In der bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiter in der Einsatzzentrale bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 3). Die Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeit en solle in kleinen Schritten von zirka 20 % etwa monatlich bis zur Vollbelastung gesteigert werden. Unter Weiterführung der ambulanten psychiatrischen Behandlung sei mit einer Remission der mittelgradigen depressiven Episode zu rechnen. Eine posttraumatische Belastungsstörung und die dokumentierte Persönlichkeits störung im Sinne einer emotional instabilen Persönlichkeit vom impulsiven Typ könne nicht nachvollzogen werden. Hingegen sei nachvollziehbar, dass sich nach der festgestellten Erschöpfungs depression (vgl. vorstehend E. 3.1 ) eine mittelgra dige depressive Episode der rezidivierenden Depression entwickelt habe (S. 4). Es sei zudem nachvollziehbar, dass die Stellenlosigkeit zusätzlich zur gesundheit lichen Verschlechterung beigetragen habe. Psychosoziale Belastungen, wie beispielsweise ein sehr hoher Arbeitsdruck und wenige Freitage, hätten die Arbeitsunfähigkeit ausgelöst. Ein dauerhafter Gesundheitsschaden sei nicht aus gewiesen (S. 5).

3.4 Am 4. September 2019 nahm RAD-Ärztin Dr. med. B.___, Fachärz tin für Psychiatrie und Psychotherapie, Stellung zum medizinischen Sachverhalt ( Urk. 6/57 /4-5). Als Diagnose mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit nannte sie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1). Leidensgerecht wäre eine Arbeitstätigkeit mit einem angenehmen Arbeitsklima und der Möglichkeit sich bei Anspannung kurz zurückzuziehen, in einem eher kleinen Betrieb, mit Unterstützung durch den Vorgesetzten. Tätigkeiten und Aufgaben mit Verantwortungsübernahme für Personen sowie Tätigkeiten und Aufgaben mit (hohen) Anforderungen an das Konzentrationsvermögen und Schichtarbeiten sollten vermieden werden. In der bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiter in der Einsatzzentrale bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 3). Die Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeit en solle in kleinen Schritten von zirka 20 % etwa monatlich bis zur Vollbelastung gesteigert werden. Unter Weiterführung der ambulanten psychiatrischen Behandlung sei mit einer Remission der mittelgradigen depressiven Episode zu rechnen. Eine posttraumatische Belastungsstörung und die dokumentierte Persönlichkeits störung im Sinne einer emotional instabilen Persönlichkeit vom impulsiven Typ könne nicht nachvollzogen werden. Hingegen sei nachvollziehbar, dass sich nach der festgestellten Erschöpfungs depression (vgl. vorstehend E. 3.1 ) eine mittelgra dige depressive Episode der rezidivierenden Depression entwickelt habe (S. 4). Es sei zudem nachvollziehbar, dass die Stellenlosigkeit zusätzlich zur gesundheit lichen Verschlechterung beigetragen habe. Psychosoziale Belastungen, wie beispielsweise ein sehr hoher Arbeitsdruck und wenige Freitage, hätten die Arbeitsunfähigkeit ausgelöst. Ein dauerhafter Gesundheitsschaden sei nicht aus gewiesen (S. 5). 3.5 In der Ressourcenprüfung vom 1 7. Oktober 2019 ( Urk. 6/58) wurde festgehalten, dass die Ausprägungen der mittelgradigen depressiven Episode mehrheitlich als leicht bis mittelgradig bezeichnet würden. Durch die Weiterführung der psychi atrischen Behandlung sei mit einer Remission der mittelgradigen depressiven Episode zu rechnen. Durch die gute Prognose und die Ressourcen des Beschwer deführers, sei es ihm möglich mit den vorhandenen Einschränkungen einer Arbeitstätigkeit nachzugehen. Ein IV-Gesundheitsschaden sei nicht ausgewiesen (S. 2).

3.5 In der Ressourcenprüfung vom 1 7. Oktober 2019 ( Urk. 6/58) wurde festgehalten, dass die Ausprägungen der mittelgradigen depressiven Episode mehrheitlich als leicht bis mittelgradig bezeichnet würden. Durch die Weiterführung der psychi atrischen Behandlung sei mit einer Remission der mittelgradigen depressiven Episode zu rechnen. Durch die gute Prognose und die Ressourcen des Beschwer deführers, sei es ihm möglich mit den vorhandenen Einschränkungen einer Arbeitstätigkeit nachzugehen. Ein IV-Gesundheitsschaden sei nicht ausgewiesen (S. 2). 3.6 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer weitere Berichte der A.___ ein. Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des Einspracheentscheides ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefoch tenen Verwaltungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver fügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen).

3.6 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer weitere Berichte der A.___ ein. Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des Einspracheentscheides ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefoch tenen Verwaltungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver fügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sin d hinsichtlich des Austrittsb erichtes vom 1 1. März 2020 ( Urk. 8 ) und des Abschlussberichts 1 2. Mai 2020 ( Urk. 11) erfüllt, weshalb diese vorli egend berücksichtigt werden können.

Diese Voraussetzungen sin d hinsichtlich des Austrittsb erichtes vom 1 1. März 2020 ( Urk. 8 ) und des Abschlussberichts 1 2. Mai 2020 ( Urk. 11) erfüllt, weshalb diese vorli egend berücksichtigt werden können. 3.7 Die Fachpersonen der A.___ berichteten am 1 1. März 2020 über den stationären Aufenthalt vom 2 3. Dezember 2019 bis 2 7. Februar 2020 ( Urk. 8), und nannten die folgenden Diagnosen (S. 1):

3.7 Die Fachpersonen der A.___ berichteten am 1 1. März 2020 über den stationären Aufenthalt vom 2 3. Dezember 2019 bis 2 7. Februar 2020 ( Urk. 8), und nannten die folgenden Diagnosen (S. 1): - posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)

posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) - kombinierte Persönlichkeitsstörung (paranoid, emotional-instabil, selbst unsicher-vermeidend; ICD- 10 F61)

kombinierte Persönlichkeitsstörung (paranoid, emotional-instabil, selbst unsicher-vermeidend; ICD- 10 F61) - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1) Eine komplexe Traumafolgestörung sei ihrer Ansicht nach in allen relevanten Clustern erfüllt: Kernsymptomatik (Wiedererleben, Vermeidung, Überregung) sowie auch auf allen weiteren Symptomebenen (affektive Funktionen, Funktio nen des Selbst, Beziehungsfunktionen). Nach ICD-10 lasse sich das Zustandsbild gemäss ihrer aktuellen Einschätzung in eine PTBS sowie der aus der Belastung entstandenen depressiven Störung und einer kombinierten Persönlichkeitsstö rung mit paranoiden, emotional-instabilen sowie selbstunsicher-vermeidenden Zügen abbilden. Eine weitere Behandlung auf multimodaler Ebene werde dringend empfohlen (S. 4).

Eine komplexe Traumafolgestörung sei ihrer Ansicht nach in allen relevanten Clustern erfüllt: Kernsymptomatik (Wiedererleben, Vermeidung, Überregung) sowie auch auf allen weiteren Symptomebenen (affektive Funktionen, Funktio nen des Selbst, Beziehungsfunktionen). Nach ICD-10 lasse sich das Zustandsbild gemäss ihrer aktuellen Einschätzung in eine PTBS sowie der aus der Belastung entstandenen depressiven Störung und einer kombinierten Persönlichkeitsstö rung mit paranoiden, emotional-instabilen sowie selbstunsicher-vermeidenden Zügen abbilden. Eine weitere Behandlung auf multimodaler Ebene werde dringend empfohlen (S. 4). Nach Abschluss des Schriftenwechsels reichte der Beschwerdeführer den Abschlussbericht vom 1 2. Mai 2020 über die ambulante Therapie ( Urk. 11) ein. Die Fachpersonen nannten dieselben Diagnosen wie im Bericht vom März 202 0.

Nach Abschluss des Schriftenwechsels reichte der Beschwerdeführer den Abschlussbericht vom 1 2. Mai 2020 über die ambulante Therapie ( Urk. 11) ein. Die Fachpersonen nannten dieselben Diagnosen wie im Bericht vom März 202 0. 4.

4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Stellungnahme von RAD-Ärztin Dr. B.___ (vorstehend E. 3.4 ) davon aus, dass die Diagnose einer mittelgra digen depressiven Episode ausgewiesen sei. Da die dazugehörigen Ausprägungen jedoch mehrheitlich leicht - bis mittelgradig seien und durch die Weiterführung der psychiatrischen Behandlung mit einer Remission zu rechnen sei, ging sie von keiner langandauernden und erheblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus. Die geltend gemachte posttraumatische Belastungsstörung erachtete sie sodann als nicht nachvollziehbar (vgl. vorstehend E. 2.1).

4.1 Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Stellungnahme von RAD-Ärztin Dr. B.___ (vorstehend E. 3.4 ) davon aus, dass die Diagnose einer mittelgra digen depressiven Episode ausgewiesen sei. Da die dazugehörigen Ausprägungen jedoch mehrheitlich leicht - bis mittelgradig seien und durch die Weiterführung der psychiatrischen Behandlung mit einer Remission zu rechnen sei, ging sie von keiner langandauernden und erheblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus. Die geltend gemachte posttraumatische Belastungsstörung erachtete sie sodann als nicht nachvollziehbar (vgl. vorstehend E. 2.1). Da die psychischen Beschwerden des Beschwerdef ührers im Vordergrund stehen, stellt sich im Folgenden die Frage, ob die vorhandenen Berichte ausreichen, um den medizinischen Sachverhalt rechtsgenüglich zu erstellen.

Da die psychischen Beschwerden des Beschwerdef ührers im Vordergrund stehen, stellt sich im Folgenden die Frage, ob die vorhandenen Berichte ausreichen, um den medizinischen Sachverhalt rechtsgenüglich zu erstellen. 4.2 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1 4. April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom 7. März 2018 E. 4.2.1).

4.2 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1 4. April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom 7. März 2018 E. 4.2.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlich keit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbe lastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).

Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlich keit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbe lastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).

Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). 4.3 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):

4.3 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)

Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)

Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)

Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)

Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)

Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2)

Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)

Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)

Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)

gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2)

behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4).

Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). 4.4 Sowohl die behandelnde Psychiaterin als auch die behandelnden Fachpersonen der A.___ diagnostizierten eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine mittelgradige depressive Störung respektive eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradi ge Episode (vgl. vorstehend E. 3.2-3.3, 3.7 ). In den im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichten der A.___ vom März und Mai 2020 wurde zudem die Diagnose einer kombinierten Persönlich keitsstörung genannt (vgl. vorstehend E. 3.7 ). Bezüglich der Arbeitsfähigkeit führte Dr. Z.___ aus, dass dem Beschwerdeführer 6 bis 8 Stunden pro Tag eine Tätigkeit möglich sei, jedoch nicht täglich, da aufgrund der erhöhten Erschöpf barkeit längere Erholungspausen erf orderlich seien (vorstehend E. 3.2 ). Im Bericht der A.___ vom Juni 2019 wurde sodann festgehalten, dass die bisherige Tätigkeit aufgrund der Komplexität, des Leistungs- und Zeitdrucks, d er grossen Verant wortung und des Erfordernis ses der Beziehungspflege nicht zumutbar sei. Der Einstieg in eine niederschwellige Tätigkeit ohne Führungsfunktion mit 20 % verteilt auf zwei Tage erachteten sie als möglich, wobei die Prognose insgesamt o ptimistisch sei (vorstehend E. 3.3 ). Den aktuellen Berichten der A.___ vom März 2020 u nd vom Mai 2020 (vorstehend E. 3.7 ) sind bezüglich der sozialversiche rungsrechtlich relevanten Beurteilung der Arbeitsfähigkeit keine Angaben zu entnehmen, weshalb sie für die Beurteilung der Erwerbsunfähigkeit nicht ergiebig sind.

4.4 Sowohl die behandelnde Psychiaterin als auch die behandelnden Fachpersonen der A.___ diagnostizierten eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine mittelgradige depressive Störung respektive eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradi ge Episode (vgl. vorstehend E. 3.2-3.3, 3.7 ). In den im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichten der A.___ vom März und Mai 2020 wurde zudem die Diagnose einer kombinierten Persönlich keitsstörung genannt (vgl. vorstehend E. 3.7 ). Bezüglich der Arbeitsfähigkeit führte Dr. Z.___ aus, dass dem Beschwerdeführer 6 bis 8 Stunden pro Tag eine Tätigkeit möglich sei, jedoch nicht täglich, da aufgrund der erhöhten Erschöpf barkeit längere Erholungspausen erf orderlich seien (vorstehend E. 3.2 ). Im Bericht der A.___ vom Juni 2019 wurde sodann festgehalten, dass die bisherige Tätigkeit aufgrund der Komplexität, des Leistungs- und Zeitdrucks, d er grossen Verant wortung und des Erfordernis ses der Beziehungspflege nicht zumutbar sei. Der Einstieg in eine niederschwellige Tätigkeit ohne Führungsfunktion mit 20 % verteilt auf zwei Tage erachteten sie als möglich, wobei die Prognose insgesamt o ptimistisch sei (vorstehend E. 3.3 ). Den aktuellen Berichten der A.___ vom März 2020 u nd vom Mai 2020 (vorstehend E. 3.7 ) sind bezüglich der sozialversiche rungsrechtlich relevanten Beurteilung der Arbeitsfähigkeit keine Angaben zu entnehmen, weshalb sie für die Beurteilung der Erwerbsunfähigkeit nicht ergiebig sind. Auf die Berichte der erwähnten behandelnden Fachpersonen kann für die Beur teilung des Gesundheitszustands und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähig keit indes nicht abschliessend abgestellt werden, zumal einerseits in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen ist, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Andererseits ist gestützt auf die erwähnten Berichte keine Beurteilung der rechtsprechungsgemäss geforderten Standardindikatoren mög lich (vgl. vorstehend E. 4.2-4.3 ).

Auf die Berichte der erwähnten behandelnden Fachpersonen kann für die Beur teilung des Gesundheitszustands und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähig keit indes nicht abschliessend abgestellt werden, zumal einerseits in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen ist, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Andererseits ist gestützt auf die erwähnten Berichte keine Beurteilung der rechtsprechungsgemäss geforderten Standardindikatoren mög lich (vgl. vorstehend E. 4.2-4.3 ). 4.5 Demgegenüber führte RAD-Ärz tin Dr. B.___ aus, dass die geltend gemach ten Diagnosen der PTBS und der Persönlichkeitsstörung die erforderlichen ICD-10 Kriterien nicht zu erfüllen vermögen und daher nicht nachvollziehbar seien. Als nachvollziehbar erachtete sie sodann, dass sich nach der festgestellten Erschöpfungsdepressi on (vgl. vorstehend E. 3.1 ) eine mittelgradige depressive Episode der rezidivierenden Depression entwicke lt habe. Die Stellenlosigkeit habe zusätzlich zur gesundheitlichen Verschlechterung beigetragen. Insgesamt sei ein dauerhafter Gesundheitsschaden nicht ausgewiesen. Für die bisherige Tätigkeit als Mitarbeiter in der Einsatzzentrale bestehe eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Eine angepasste Tätigkeit gemäss dem von ihr genannten Belastungsprofil sei dem Beschwerdeführer in kleinen Schritten von zirka 20 % ansteigend bis zur Vollbelastung zumutbar.

4.5 Demgegenüber führte RAD-Ärz tin Dr. B.___ aus, dass die geltend gemach ten Diagnosen der PTBS und der Persönlichkeitsstörung die erforderlichen ICD-10 Kriterien nicht zu erfüllen vermögen und daher nicht nachvollziehbar seien. Als nachvollziehbar erachtete sie sodann, dass sich nach der festgestellten Erschöpfungsdepressi on (vgl. vorstehend E. 3.1 ) eine mittelgradige depressive Episode der rezidivierenden Depression entwicke lt habe. Die Stellenlosigkeit habe zusätzlich zur gesundheitlichen Verschlechterung beigetragen. Insgesamt sei ein dauerhafter Gesundheitsschaden nicht ausgewiesen. Für die bisherige Tätigkeit als Mitarbeiter in der Einsatzzentrale bestehe eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Eine angepasste Tätigkeit gemäss dem von ihr genannten Belastungsprofil sei dem Beschwerdeführer in kleinen Schritten von zirka 20 % ansteigend bis zur Vollbelastung zumutbar. Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist für alle psychischen Erkrankungen zudem ein strukturiertes, ergebnisoffenes Beweis ver fahren anhand von Standardindikatoren durch zuführen (vgl. vorstehend E. 4.2-4.3 ). Die Einschätzung von RAD-Ärztin Dr. B.___ vermag der geltenden Rechtsprechung, wonach insbesondere auch leichte und mittelschwere Depressi onen einem strukturierten Beweisverfahren zu u nterziehen sind (vorstehend E. 4.2 ), nicht zu genügen. Demnach lassen sich e inzig gestützt auf die knapp gehaltenen Ausführungen von RAD-Ärztin B.___ der psychische Gesund heitszustand des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeits fähigkeit nicht abschliessend erstellen. Auch die von der Beschwerde gegnerin getätigte Re ssourcenprüfung (vorstehend E. 3.5 ), welche sich nicht eingehend mit den massgeblichen Indikatoren auseinandersetzte und auf veral teten Begeben heiten basiert, hält den Anforderungen an das rechtsprechungs gemäss geforderte s trukturierte Beweisverfahren nicht stand. Des Weiteren ist zu bemängeln, dass die Beschwerdegegnerin, obwohl sie von einer Arbeitsun fähigkeit in der bisheri gen Tätigkeit ausging, keinen Einkommensvergleich (vgl. vorstehend E. 1.3 ) vornahm.

Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist für alle psychischen Erkrankungen zudem ein strukturiertes, ergebnisoffenes Beweis ver fahren anhand von Standardindikatoren durch zuführen (vgl. vorstehend E. 4.2-4.3 ). Die Einschätzung von RAD-Ärztin Dr. B.___ vermag der geltenden Rechtsprechung, wonach insbesondere auch leichte und mittelschwere Depressi onen einem strukturierten Beweisverfahren zu u nterziehen sind (vorstehend E. 4.2 ), nicht zu genügen. Demnach lassen sich e inzig gestützt auf die knapp gehaltenen Ausführungen von RAD-Ärztin B.___ der psychische Gesund heitszustand des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeits fähigkeit nicht abschliessend erstellen. Auch die von der Beschwerde gegnerin getätigte Re ssourcenprüfung (vorstehend E. 3.5 ), welche sich nicht eingehend mit den massgeblichen Indikatoren auseinandersetzte und auf veral teten Begeben heiten basiert, hält den Anforderungen an das rechtsprechungs gemäss geforderte s trukturierte Beweisverfahren nicht stand. Des Weiteren ist zu bemängeln, dass die Beschwerdegegnerin, obwohl sie von einer Arbeitsun fähigkeit in der bisheri gen Tätigkeit ausging, keinen Einkommensvergleich (vgl. vorstehend E. 1.3 ) vornahm. Somit stehen weder der konkrete Gesundheitszustand des Beschwerdeführers fest, noch ist die Beurteilung der funktionellen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit möglich. Insbesondere hat eine rechtsgenügliche Auseinandersetzung mit den massgeblichen Standardindikatoren bis anhin nicht stattgefunden.

Somit stehen weder der konkrete Gesundheitszustand des Beschwerdeführers fest, noch ist die Beurteilung der funktionellen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit möglich. Insbesondere hat eine rechtsgenügliche Auseinandersetzung mit den massgeblichen Standardindikatoren bis anhin nicht stattgefunden. 4.6 Der Beschwerdeführer machte sodann neu im Beschwerdeverfahren einen Anspruch auf berufliche Massnahmen geltend ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 2), wobei er in der Beschwerdeschrift dazu nicht weiter St ellung nahm. Invalidität liegt nur vor, wenn nach zumutbarer Eingliederung ein ganzer oder teilweiser Verlust der Erwerbsmöglichkeiten verbleibt ( Art. 8 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 ATSG sowie Art. 16 ATSG). Damit wird der Grundsatz «Eingliederung vor Rente» statuiert, welcher besagt, dass vor der Durchführung von Eingliederungsmass nahmen eine Rente nur gewährt werden darf, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes (noch) nicht eingliederungsfähig ist. Eine Invaliden rente soll also erst und nur dann zugesprochen werden, wenn die Möglichkeiten ausgeschöpft sind, welche Eingliederungsmassnahmen zur Verbesserung der gesundheitsbedingt beeinträchtigten Erwerbsfähigkeit bieten (Urteil des Bundes gerichts 8C_187/2015 vom 2 0. Mai 2015 E. 3.2.1, vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rz 1 zu Art. 1a und Rz 7 zu Art. 28). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung darf über einen Rentenanspruch unabhängig von allfälligen Eingliederungsmassnahmen dann entschieden werden, wenn ein rentenbegründender Invaliditätsgrad bereits vor der Eingliederung verneint werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2018 vom 1 5. Februar 2019 E. 2.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdegeg nerin hat bis anhin weder eine Invaliditätsbemessung vorgenommen, noch einen allfälligen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen geprüft, weshalb sich diesbezüglich eine weitere Prüfung des Leistungsanspruchs als erforderlich erweist.

4.6 Der Beschwerdeführer machte sodann neu im Beschwerdeverfahren einen Anspruch auf berufliche Massnahmen geltend ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 2), wobei er in der Beschwerdeschrift dazu nicht weiter St ellung nahm. Invalidität liegt nur vor, wenn nach zumutbarer Eingliederung ein ganzer oder teilweiser Verlust der Erwerbsmöglichkeiten verbleibt ( Art. 8 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 ATSG sowie Art. 16 ATSG). Damit wird der Grundsatz «Eingliederung vor Rente» statuiert, welcher besagt, dass vor der Durchführung von Eingliederungsmass nahmen eine Rente nur gewährt werden darf, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes (noch) nicht eingliederungsfähig ist. Eine Invaliden rente soll also erst und nur dann zugesprochen werden, wenn die Möglichkeiten ausgeschöpft sind, welche Eingliederungsmassnahmen zur Verbesserung der gesundheitsbedingt beeinträchtigten Erwerbsfähigkeit bieten (Urteil des Bundes gerichts 8C_187/2015 vom 2 0. Mai 2015 E. 3.2.1, vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rz 1 zu Art. 1a und Rz 7 zu Art. 28). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung darf über einen Rentenanspruch unabhängig von allfälligen Eingliederungsmassnahmen dann entschieden werden, wenn ein rentenbegründender Invaliditätsgrad bereits vor der Eingliederung verneint werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2018 vom 1 5. Februar 2019 E. 2.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdegeg nerin hat bis anhin weder eine Invaliditätsbemessung vorgenommen, noch einen allfälligen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen geprüft, weshalb sich diesbezüglich eine weitere Prüfung des Leistungsanspruchs als erforderlich erweist. 4.7 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).

4.7 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zu weisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210 E. 4.4.1.4 mit Hin weisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publiziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3).

Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück zu weisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B GE 137 V 210 E. 4.4.1.4 mit Hin weisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publiziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3). 4.8 Nach dem Gesagten ist ein abschliessender materieller Entscheid gestützt auf die vorhandenen medizinischen Akten nicht möglich. Da es die IV-Stelle unterlassen hat, den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit in psychiatrischer Hinsicht und insbesondere bezüglich der systematisierten Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 E. 4.1.3 rechtsgenüglich abzuklären, hat eine Rückweisung, nicht jedoch die Anordnung eines Gerichtsgutachtens (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 3 ), zu erfolgen. Dabei hat die IV-Stelle nach entsprechender Abklärung auch eine n allfälligen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen zu prüfen.

4.8 Nach dem Gesagten ist ein abschliessender materieller Entscheid gestützt auf die vorhandenen medizinischen Akten nicht möglich. Da es die IV-Stelle unterlassen hat, den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit in psychiatrischer Hinsicht und insbesondere bezüglich der systematisierten Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 E. 4.1.3 rechtsgenüglich abzuklären, hat eine Rückweisung, nicht jedoch die Anordnung eines Gerichtsgutachtens (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 3 ), zu erfolgen. Dabei hat die IV-Stelle nach entsprechender Abklärung auch eine n allfälligen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen zu prüfen. Die Beschwerde ist folglich in dem Sinne gutzuheissen, dass d ie angefochtene Verfügung ( Urk. 2) aufgehoben wird und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück gewiesen wird, damit sie ein psychiatrisches Gutac hten einhole und über den Leistungsanspruch neu verfüge.

Die Beschwerde ist folglich in dem Sinne gutzuheissen, dass d ie angefochtene Verfügung ( Urk. 2) aufgehoben wird und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück gewiesen wird, damit sie ein psychiatrisches Gutac hten einhole und über den Leistungsanspruch neu verfüge. 5.

5. 5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.

5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. 5.3 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikos ten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemes sen ( § 34 Abs. 3 GSVGer ). Vorliegend erscheint eine Prozessentschädigung von Fr. 2'1 00.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen, welche ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist.

5.3 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikos ten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemes sen ( § 34 Abs. 3 GSVGer ). Vorliegend erscheint eine Prozessentschädigung von Fr. 2'1 00.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen, welche ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 6. Dezember 2019 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 6. Dezember 2019 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2’100.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2’100.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stephanie C. Elms

Rechtsanwältin Stephanie C. Elms - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle unter Beilage von Kopien von Urk. 10 und 11

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle unter Beilage von Kopien von Urk. 10 und 11 - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannRämi