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«Chiroptera» heisst ihre neue Veröffentlichung, und die Platte ist ähnlich komplex wie die mathematischen Formeln. «Chiroptera» kommt komplex daher, ist schwer zu verstehen und muss erst geistig verarbeitet werden, um den vollen Hörgenuss zu erzielen. Die elf Songs auf dem Album schreddern und wechseln mit Leichtigkeit zwischen den Riffs hin und her, sodass ein Gefühl von nahtlosen Übergängen entsteht, was die volle Konzentration der Musiker und deren Zuhörer einfordert. Der Opener «Resuscitation» verkörpert genau dieses Konzept. Wenig Wiederholungen und technische, progressive sowie aggressive Musik, die Riffs nach Belieben austauscht.
Die Stimme von Sänger und Gitarrist Ed Nicod erinnert stellenweise an Helmets Page Hamilton. Der Gesang auf «Chiroptera» ist hart, zäh und unversöhnlich. Der Titeltrack führt schliesslich geschichtete Gitarrenarbeit ein, die auf «Suspect» experimentell weitergeführt wird, gepaart mit Griffbrettklopfern. Zusammenfassend ist «Chiroptera» von Algebra eine clevere, gut verarbeitete, manchmal dunkle Platte, die Schatten und Licht mit aufhellenden Riffwechseln vermischt, verbunden mit hörbar brüllenden Vocals. Algebra haben mit ihrem neuen Silberling sicherlich kein Mainstreamteil abgeliefert, sondern eine Scheibe, die die volle Aufmerksamkeit erfordert, um die Facetten und Botschaften heraus zu hören. Eine Platte mit Tiefgang.
Oliver H.