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MR-proADM- Neuer hoch prädiktiver Marker für Sepsis
In der Nachmittagssession über Sepsis wurde über die Wichtigkeit von interdisziplinären Teams in der Behandlung der Sepsis berichtet. Am Ende noch eine kurze spannende Präsentation von Pierre Emmanuel Charles (Abstract #61760) über einen Biomarker als möglicher Baustein in der Prognose von Patienten mit Sepsis dem mid-regional-proadenomedullin (MR-proADM).
MR-proADM ist ein Vasodilator welcher in vielen verschiedenen Organen produziert wird (s. Review Cavallazzi 2014). Vorgestellt wurde eine prospektive Kohorten-Studie bei 173 septischen Patienten auf der Intenivstation (ICDU) bei welchen bei Eintritt und am Tag 5 Biomarker-Messungen erfolgte. Nebst MR-proADM wurde Procalcitonin, Copepetin und Co-endothelin-1 gemessen. Die Gesamtmortalität lag bei 36%. MR-proADM war der Biomarker welcher am besten mit der Mortalität korrelierte und war vergleichbar mit den gebräuchlichen Scores (SAPS II and Sofa). Hohe Levels von MR-proADM wie in Graphik 1 gezeigt sind ein guter Prädiktor für eine schlechtes Outcome.
Zusammenfassend ist dies möglicherweise in Zukunft ein Baustein mehr in der komplexen Beurteilung von septischen Patienten auf der Intensivstation.
Und wenn wir dann schon mal bei der Sepsis angelangt sind: Die Sepsis-Definitionen haben sich ja geändert (s. unseren Bericht). Ein Zeichentrickfilm der alle Unklarheiten der Sepsis-Kriterien beseitigt, ist doch sicher auch einer Erwähnung hier wert:
(gezeigt in der Session #S096 „Sepsis: moving the field forward“ im Referat von Mervin Singer „New sepsis definitions: message from the Sepsis Definition Task Force)