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Berufsverbot für Ex-Weltmeister Zinédine Zidane: Der spanische Fussballverband hat den Trainer von Real Madrids zweiter Mannschaft gesperrt. Der Coach hatte das Team übernommen, ohne die nötige Trainerlizenz zu besitzen.
Zinédine Zidane hat Ärger mit dem spanischen Fussballverband RFEF. Der Weltmeister von 1998 ist als Coach des Reserveteams von Real Madrid wegen fehlender Trainerlizenz für drei Monate gesperrt worden.
Das Wettbewerbskomitee des Verbandes sperrte zudem Zidanes Mitarbeiter Santiago Sánchez, weil er mit seiner Lizenz die illegale Arbeit des Franzosen ermöglicht habe, berichtet die Sportzeitung «Marca» am Montag unter Berufung auf den Verband.
Nachdem Zidane in der vergangenen Saison bei den Königlichen als Assistent von Cheftrainer Carlo Ancelotti gearbeitet hatte, coacht der Franzose in dieser Spielzeit die in der dritten spanischen Liga spielende Reserve von Real. Dafür benötige der 42-Jährige den Trainerschein vom «Niveau 3», den er noch nicht habe, so «Marca».
Zidane, der den Trainer-Lehrgang in Frankreich absolviert, kann gegen das Urteil Berufung einlegen. Er gab vorerst keine Stellungnahme ab, auch Real Madrid äusserte sich zunächst nicht. In einem Interview mit der französischen Zeitung «Le Figaro» hatte Zidane am Samstag spekuliert, das Vorgehen gegen ihn habe mit «Eifersucht» zu tun.
In Spanien gebe es viele Trainer, die alle Prüfungen in drei Monaten machen dürften. «Ich lerne aber seit drei Jahren in Frankreich und habe Diplome erlangt», sagte Zidane. In Spanien seien viele Trainer in einer ähnlichen Lage wie er, «aber da sagt niemand etwas». Zidane war wegen der fehlenden Lizenz unter anderem auch von Nationaltrainer Vicente del Bosque kritisiert worden. (cte/dpa/syl)