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Auszüge aus dem Buch
City-Kirchen (Offener St.Jakob)
Waren die Stadtkirchen, das heisst die im Stadtzentrum der jeweiligen Städte gelegenen Kirchen, früher Zentren geistlichen Lebens, sind sie heute wenig frequentiert und vor allem Orte touristischen Interesses geworden. Der Ursprung des Stadtkirchen- oder City-Kirchen-Modells liegt in England (und Holland), als Mitte der 1980er-Jahre begonnen wurde, das Angebot der Stadtkirchen auszudehnen. In England und Holland kennt man keine Kirchensteuer, und die Kirchgemeinden sind auf freiwillige Spenden angewiesen. Durch den Mitgliederschwund der letzten Jahrzehnte bedingt, mussten zahlreiche Gotteshäuser aufgegeben, einer neuen Nutzung zugeführt (Kino, Parkhaus, Museum etc.) oder sogar abgerissen werden. So mussten neue Wege gesucht werden, um den drohenden Bankrott aufzuhalten. Amsterdam zum Beispiel war früher die grösste protestantische Stadt der Welt, zu Ende des 20. Jahrhunderts gab es in ihr nur noch rund 26000 Reformierte und Lutheraner (bei 700000 Einwohnern). Der grosse Rest ist konfessionslos, gehört einer anderen Religion an oder ist Mitglied bei einer der vielen neuen christlichen Drittweltkirchen, die vielmals evangelikal-charismatischer Prägung sind. Um diese Entwicklung – welche auch in anderen Städten zu beobachten
City-Kirchen im eigentlichen Sinn gibt es in der Schweiz je eine in Basel, Bern, Zürich und St.Gallen. In Zürich begann die City-Kirchen-Arbeit Anfang der 90er-Jahre mit dem Offenen St.Jakob (Kreis 4, beim Stauffacher). Durch eine Vielfalt von Aktivitäten wurde eine enorme Belebung der Kirche zu St.Jakob erreicht. Seither finden täglich Anlässe statt. Die Kirche St.Jakob kann auch gemietet werden, so zum Beispiel für grössere Partys, was als ein Versuch gesehen wird, etwas zu tun, was nichts mit Kirche zu tun hat. Im Jahre 2001 fand die internationale City-Kirchen-Konferenz, ein Erfahrungsaustausch von über 80 Pfarrerinnen und Pfarrern, erstmalig in Zürich statt. Vermehrt werden in Zürich auch von den Altstadtkirchen bewusst City-Kirchen-Dienste angeboten. Es besteht eine Gruppe, die seit der internationalen City-Kirchen-Konferenz aktiv ist. Zu ihr gehören die Altstadtkirchen, die römisch-katholische Kirche Liebfrauen und der Offene St.Jakob. Weitere können dazukommen. Zurzeit wird diesen Kirchen innerhalb der City-Kirchen-Arbeit ihr spezieller Standpunkt zugeordnet. Der Gemeinschaftsgedanke steht im Vordergrund, das heisst, gemeinsam werden City-Kirchen-Dienste angeboten, die untereinander koordiniert und abgesprochen werden.
Veranstaltungen:
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Literatur:
• Dossier City-Kirchen (Artikel von Griete Rüedi im Kirchenboten 1/2002)
• Christoph Siegrist: City Kirche im Aufwind, KiK Verlag, Berg am Irchel 2000
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