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Frontal-Zusammenstoss zweier Sattelschlepper
Kurz vor zehn Uhr am Morgen waren rund einen Kilometer vor dem Südportal des Tunnels im Tessin zwei Lastwagen frontal zusammengestossen. Der eine hatte Reifen und Kunststoff-Planen geladen, die sofort Feuer fingen, der andere Isoliermaterial.
Feuer und starke Rauchentwicklung hinderten die Rettungskräfte mehrere Stunden lang, zum Unfallort vorzustossen. Die Bevölkerung von Airolo wurde aufgefordert, in den Häusern zu bleiben und die Fenster geschlossen zu halten.
Das Feuer im Tunnel noch konnte bis am Abend nicht gelöscht werden. Man habe wegen der Hitze und der starken Rauchentwicklung grosse Probleme, sich den brennenden Autos zu nähern. Nach dem Unfall ereignete sich im Tunnel zudem eine starke Explosion. Das Feuer habe auf einer Länge von bis zu 300 Metern gewütet. Die Decke im Tunnel stürzte auf einer Länge von 100 Metern ein.
Der Chauffeur einer der beiden Lastwagen, die in den Unfall verwickelt waren, überlebte. Er gab an, ein entgegenkommender Lastwagen habe ihn gerammt. Dieser sei darauf gegen die Tunnelwand geprallt und der Lenker in der Kabine eingeklemmt worden.
Zur Zeit des Unfalls befanden sich laut Polizei rund 200 Fahrzeuge im Tunnel. Ein Grossteil der Autos konnte wenden und nordwärts ins Freie fahren. In südlicher Richtung mussten die Autolenker über den Rettungs-Stollen zu Fuss flüchten. Mehrere Personen, darunter ein Feuerwehrmann, mussten mit starken Rauchvergiftungen ins Spital gebracht werden.
Weiter wurde die Autobahn A2 bei Bellinzona gesperrt. Der Personenverkehr wird ab Göschenen über den Gotthardpass umgeleitet. Der Schwerverkehr wird grossräumig auf die die San-Bernardino-Route umgeleitet.
Bundespräsident Moritz Leuenberger bezeichnete den Unfall im Gotthard-Tunnel als sehr tragisch. Er betonte jedoch, dass dank der Sicherheitsröhre der Tunnel nicht zu einer Feuerfalle geworden sei wie beim Unfall im Mont Blanc-Tunnel. Viele Menschen hätten den Tunnel über den Stollen verlassen können. Auch sei der Rauch durch die Lüftung abgesogen worden. Dies zumindest zum Teil.
Quelle: Swissinfo® und Agenturen.