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Medienmitteilung vom 25. Februar 2010
Die Parteileitung der Schweizerischen Volkspartei des Kantons Zug hat an der heutigen Sitzung beschlossen, eine Volksinitiative für das Notenobligatorium ab der ersten Primarklasse sowie für ein Moratorium von 10 Jahren gegen Schulexperimente ohne Noten zu lancieren.
Wie an der Generalversammlung vom 18. Februar 2010 in Aussicht gestellt, hat die Parteileitung der SVP des Kantons Zug heute beschlossen, die Volksinitiative für das Notenobligatorium und gegen Schulexperimente ohne Noten zu lancieren. Die Volksinitiative verlangt, dass ab der ersten Primarklasse und während der ganzen Schulzeit für die Sachkompetenz das Notenobligatorium gilt. Im weiteren verlangt die Initiative, dass nach ihrer Annahme durch das Volk an den öffentlichen Schulen während 10 Jahren keine Schulexperimente ohne Noten wie etwa Modellschulen, Innovationsschulen, Versuchsschulen und Laborschulen.
Der Wortlaut der Initiative ist wie folgt:
§ 4 Abs. 3 Kantonsverfassung neu
Ab der ersten Primarklasse und während der ganzen Schulzeit gilt für die Sachkompetenz das Notenobligatorium.
Schluss und Übergangsbestimmungen
§ 9 neu
Die Volksinitiative für das Notenobligatorium und gegen Schulexperimente ohne Noten tritt mit ihrer Annahme durch das Volk in Kraft. Eine Ausführungsgesetzgebung ist nicht notwendig.
Nach der Annahme der Volksinitiative für das Notenobligatorium und gegen Schulexperimente ohne Noten werden an den öffentlichen Schulen während 10 Jahren keine Schulexperimente ohne Noten durchgeführt wie etwa Modell-, Innovations-, Versuchs- und Laborschulen.
Die SVP reagiert mit der Volksinitiative für das Notenobligatorium auf die offensichtlichen Missstände in den öffentlichen Schulen. Viele Schulabgänger finden keine Lehrstelle, weil sie nicht einmal einen Brief schreiben können nach 9-jähriger obligatorischer Schulzeit. Hintergrund dieser Misere sind dauernde Reformen und Experimente, welche die Sachkompetenz (jeder kann lesen, rechnen und schreiben) zu Gunsten von kaum messbaren Begriffen wie Lernkompetenz, Eigenkompetenz oder Sozialkompetenz verdrängen. Die SVP findet, dass die Sachkompetenz und deren Benotung Dreh- und Angelpunkt der Schulausbildung bleiben müssen. Es ist völlig gleich, welche Lernkompetenz jemand hat, wenn er auf welche Weise auch immer gute Leistungen und damit Sachkompetenz erwirbt. Sozialkompetenz erlernt man in der Familie und im Umgang mit Menschen, die Schule wird damit überladen. Weniger ist mehr in der Schule, weniger Reformen und Experimente, mehr Sachkompetenz und Wissensaneignung. Endlich erachtet die SVP die Volksinitiative für das Notenobligatorium als Fortsetzung ihres Kampfes gegen Harmos, den sie zusammen mit dem Volk gegen alle anderen Parteien, den Gewerbeverband und die Zuger Wirtschaftskammer gewonnen hat.
Kantonsrat Stephan Schleiss, Präsident SVP Kanton Zug
Dr. Manuel Brandenberg, Leiter Medien und Kampagnen