Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03149.jsonl.gz/2312

Die erste Mannschaft von Olten gewann in der Stadthalle Olten sämtliche Spiele und somit sowohl den Dreitannen-Cup als auch die Schweizermeisterschaft. Silber ging an Sursee, Bronze an Wohlen.
War dies die letzte Sitzballmeisterschaft? Zwar beteiligten sich wie in den beiden Vorjahren sechs Mannschaften an den nationalen Titelkämpfen, doch die meisten von ihnen hatten nur gerade die erforderlichen fünf SpielerInnen – oder mussten gar auf die Unterstützung durch andere Teams hoffen. Vereinzelt waren jüngere Menschen auszumachen, aber von einem Boom kann wahrlich keine Rede sein. Zugegeben, bei einer Mannschaft lag das Durchschnittsalter vermutlich unter 30, aber das war eben die einzige deutsche Equipe, die sich um den Sieg im Dreitannen-Cup bewarb.
Von den beiden angemeldeten deutschen Mannschaften sagte Ravensburg kurzfristig ab, so dass sich sieben Teams im Modus „Jeder gegen Jeden“ bekämpften. Für die Schweizermeisterschaft wurden die fünf „Schweizer Spiele“ gewertet. Als Favoriten für die SM wurden Olten 1 und Titelverteidiger Sursee gehandelt. Salamander Kornwestheim war schwer einzuschätzen, da die Deutschen mit einer völlig anderen Formation antraten als bei den Turnieren im letzten Jahr. Die fünf jungen Leute waren aber sehr schnell und beweglich und mischten fröhlich um den Turniersieg mit.
Der Spielplan war so ausgelegt, dass die beiden Titelfavoriten erst in der allerletzten Runde aufeinander trafen. Das war gut so, denn so wurde diese Partie zu einem eigentlichen Final. Olten 1 geriet nur gegen Kornwestheim in Bedrängnis (24:23), die Gegner aus dem eigenen Land wurden alle klar besiegt. Genau gleich sah es bei Sursee aus, wobei die Luzerner Kornwestheim mit 25:21 noch etwas besser im Griff hatten als Olten.
Sursee musste etwa ab Turnierhalbzeit auf Routinier Walter Widmer verzichten, der mit einer Schulterverletzung ausfiel. Der „Final“ gegen Olten 1 verlief dennoch ausgeglichen und war dementsprechend spannend. Schliesslich konnte sich Olten mit 24:22 durchsetzen und Sursee den
Meistertitel entreissen.
Rangliste umgekrempelt
Olten 1 und Sursee machten wie erwartet den Titel unter sich aus, denn von den vier anderen Mannschaften ist keine in der Lage, diesen beiden Teams wirklich Paroli zu bieten. Aber auch auf den Plätzen drei bis sechs wurden die Plätze munter getauscht, keine Mannschaft erreichte den gleichen Platz wie vor Jahresfrist. Bei Plusport Thurgau, 2011 und 2012 jeweils auf Platz drei, fiel die Absenz der beiden Schlagleute Marcel Knellwolf und Walter Müller zu stark ins Gewicht. Die Ostschweizer verliessen sämtliche Partien als Verlierer und rutschten demzufolge auf den letzten Platz ab.
Den umgekehrten Weg beschritt Wohlen, das letztes Jahr das Tabellenende zierte. Die Aargauer konnten ihre in etwa gleichstarken Gegner schlagen und sich somit die Bronzemedaille umhängen lassen. St. Gallen fügte Olten 2 eine ziemlich deutliche Niederlage bei und konnte sich auf Kosten der Solothurner auf Rang vier verbessern.
Erfreulicherweise beehrten kantonale und lokale Politiker den Anlass in Olten. Leider gab es aber auch Enttäuschungen, was die Präsenz an der Meisterschaft betraf.
Ausklang mit Musik
Zu einer Sitzballmeisterschaft gehört eine kleine Feier, verbunden mit der Siegerehrung. Dazu verschob man sich von der Stadthalle ins Hotel „Arte“ und liess sich dort ein feines Nachtessen munden. Drei junge Musiker boten den Sportlern ein kurzes „Showcase“ und spielten einige rockige Songs akustisch und in angenehmer Lautstärke. Sänger und Gitarrist Joel Dietler, Schlagzeuger Nino Sperisen und Bassist Timo Probst (Sohn von OK-Präsident Paul Probst) nennen sich als Band „Diepro’s“ und können sicher auch lauter spielen. Paul Probst benützte die Gelegenheit, einigen Leuten zu danken, die an diesem Turnier oder auch sonst wertvolle Dienste für die Sitzballszene leisten.
Für eine Auswahl von Sitzballern folgt schon bald ein Einsatz auf einem anderen Kontinent. Sie werden anfangs Oktober die Schweiz am Sitzball Worldcup in Ruanda vertreten. Den Schlusspunkt unter die (kurze) Saison bildet im November der Martini-Cup in Sursee.
Rangliste Meisterschaft (fünf Spiele):
|1.||Olten 1||10 Pt.|
|2.||Sursee||8 Pt.|
|3.||Wohlen||6 Pt.|
|4.||St. Gallen||4 Pt.|
|5.||Olten 2||2 Pt.|
|6.||Thurgau||0 Pt.|
Rangliste Dreitannen-Cup (sieben Spiele*)
|1.||Olten 1||14 Pt.|
|2.||Sursee||12 Pt.|
|3.||Salamander Kornwestheim (D)||10 Pt.|
|4.||Wohlen||8 Pt.|
|5.||St. Gallen||6 Pt.|
|6.||Olten 2||4 Pt.|
|7.||Thurgau||2 Pt.|
|8.||Ravensburg||0 Pt.|
* Die ausgefallenen Spiele gegen Ravensburg wurden
mit einem 15:0 Forfaitsieg gewertet.
|Dokumente:||Rangliste SM|
|Rangliste Dreitannen-Cup|
|Matrix Resultate|
|Spielplan|
|Weiterer Bericht auf Homepage der BSG Olten|
Albert Büchi
Bilder:
Sieger: Die siegreiche Mannschaft von Olten 1:
Hinten: Urs Ramel und Jonas Zimmerli
Vorne: Ronny Hediger, Agnes Hubeli, Marcel Ragaz
Sursee (Urs Casanova) geriet gegen Olten (Marcel Ragaz) in Rücklage
und musste den Titel abgeben.
St. Gallens Reto Nieuwenhout gegen Walter Hediger von Olten 2.
Sieger: Die siegreiche Mannschaft von Olten 1:
Agnes Hubeli, Ronny Hediger, Marcel Ragaz, Urs Ramel und
Paul Probst (als Vertreter des abwesenden Jonas Zimmerli)
Rang 2 Sursee: Thomas Lötscher, Walter Widmer (sitzend),
Christine Meyer, Urs Casanova, Adrian Koch, Walter Filliger
Rang 3 Wohlen: Egon Köstenberger, Adrian Köppel, Heinz Lutz,
Marcel Brauchli, Albert Büchi