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Am 1. Mai 1791 wurde dieses zum eigentlichen Wahrzeichen von Alt-Wiedikon gewordene einstige Bet- und Schulhaus durch den berühmten St. Peter-Pfarrer J. C. Lavater und den Wiediker Katecheten H. C. Stumpf eingeweiht, wie eine Urkunde aus der Turmkugel bezeugt. Es kostete 21 466 Pfund, 4 Schilling an Geld, dazu noch 8339 Mass Wein, 4181 Portionen Brot und 1738 Pfund Käse. Nachdem schon seit 1620 das Gesellenhaus (jetzt «Falken») auch für Schule und Kirche gedient hatte, war um 1700 neben diesem ein erstes eigentliches Bet- und Schulhaus erbaut worden, im 19. Jahrhundert als Gemeindekanzlei bekannt, 1910 abgerissen. Im neuen Bet- und Schulhaus befand sich rechts unten die Schulstube, oben die Lehrerwohnung. Das Schulhaus diente bis 1842. Der Kirchenraum im andern Teil diente der Kirchgemeinde bis 1896, doch vor dem Bau der Bühlkirche war eigentlich beschlossen gewesen, der Raumnot durch Verdoppelung des Grundrisses zu steuern und erst noch einen 25 m hohen Turm zu bauen. Die beiden Glocken des Dachreiters wurden 1897 eingeschmolzen, eine neue erklingt seit 1949. Das Bethaus dient noch heute der Kirchgemeinde Wiedikon und auch der Chiesa evangelica di lingua italiana von Zürich, an Wochenabenden für Chor- und Orchesterproben.