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Covid-19 hat sich zu einer Pandemie entwickelt, die etwa 4 Mio. Menschen betrifft und bisher dreihunderttausend Patienten getötet hat. In einer ersten Phase entwickeln sich bei den Infizierten leichte oder schwerere Symptome wie Myalgien, Fieber, Husten sowie Geschmacks- und Geruchsverlust. Bei einer Minderheit folgen eine zweite und eine dritte Phase, die durch Atemnot, schwere Müdigkeit und Bewegungsunfähigkeit gekennzeichnet sind und einen Krankenhausaufenthalt, teilweise einschliesslich Beatmung, erforderlich machen.
Es ist wichtig, frühe Veränderungen der Lungenfunktion zu erkennen, bevor Stadium 3 eintritt, und die Atmungsfunktionen, Sauerstoffsättigung und Körpertemperatur genau zu überwachen. Eine neue Generation telemedizinischer Anwendungen für die geführte Überwachung von Covid-19-Patienten zu Hause wird diese Fähigkeit haben, da sie die Atmung in Kombination mit einer Beurteilung der Sauerstoffsättigung und Körpertemperatur des Körpers direkt und präzise überwacht - alles entscheidende Parameter für die Frühdiagnose einer pulmonalen Beteiligung von Covid-19.
Es versteht sich von selbst, dass Früherkennung und Krankenhausaufenthalt für diejenigen, die ein Risiko für eine Lungendekompensation haben, wichtig und entscheidend sein werden, da wirksame Medikamente (d.h. Tocilizumab, Remdesivir u.a.) derzeit getestet werden und zur klinischen Praxis werden. Bemerkenswert ist, dass digitale telemedizinische Lösungen für häusliche Anwendungen zur geführten Selbstüberwachung von Covid-19-Patienten in der Genesungsphase jetzt verfügbar sind. Die digitale Gesundheitsfürsorge kann daher eine dringende diagnostische Lücke in der gegenwärtigen Epidemie schließen.
Prof. Thomas F. Lüscher, FRCP
Chairman of the Board STBL