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Hürlimann Areal Malzturm
Adresse
8002 Zürich
ZH
Architektur
Das Loftgebäude von Thomas Schregenberger, das im denkmalgeschützten Brauereiensemble die Umrisse des ehemaligen Malzturms aufnimmt, erhielt eine Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich 2006–2010. Die Lofts des stattlichen Volumens mit einer grosszügigen Raumhöhe von rund drei Metern entsprechen einem neuen Wohnungstyp, der aus brachgefallenen Industriegebäuden und Lagerhäusern entstanden ist.
Chronologie
Als die Brauerei Hürlimann 1996 ihren Betrieb einstellte, blieb eine grosse innerstädtische Industriefläche zurück. Die attraktive und zentrale Lage bot ein hohes Entwicklungspotenzial. Nach einem kooperativen Planungsverfahren zwischen den Eigentümern und der Stadt Zürich entstand ein städtebauliches Konzept und ein Gestaltungsplan. Der Denkmalschutz wurde in einem eigenen Schutzvertrag geregelt. 2004 wurden in einem anonymen Studienauftrag die Gestaltungsmöglichkeiten für Ersatzbauten mit neuer Nutzung an der Stelle der Gärtankanlage und des Malzturms eruiert. Das Projekt des Architekten Thomas Schregenberger überzeugte und konnte in den Jahren 2006 bis 2008 realisiert werden.
Lage
Das Hürlimann-Areal liegt zwischen dem Bahnhof Enge und der Sihl im Südwesten der Innenstadt. Die Anlage der ehemaligen Brauerei befindet sich an der steilen Hangkante im Westen hin zu einer Bahntrasse und der Sihl. Die Brandschenkestrasse erschliesst das heute unter anderem auch von einem ein Thermalbad, einer Ladenpassage und einem B2-Boutique Hotel genutzte Areal von Osten aus.
Beschreibung
Das Loftgebäude an der Stelle des alten Malzturms gehört zusammen mit dem etwas weiter nördlich situierten Bürogebäude DL4 zu den Ersatzbauten in dem denkmalgeschützten Brauereiensemble. Das ursprüngliche Volumen des Malzturms musste laut Schutzvertrag vom Neubau wiederhergestellt werden. Auf einem leicht L-förmigen Grundriss ragt das Loftgebäude siebengeschossig in die Höhe. Es ist zweiteilig gestaltet. Nach drei Geschossen folgt eine horizontale Zäsur durch eine mit hellerem Beton ausgeführte fassadensichtige Bodenplatte, darüber erheben sich die vier oberen Geschosse. Dasselbe horizontale Element formt den Dachrand. Dazwischen sind im Wechsel vertikale Wandscheiben und Fenster angeordnet. Der Sichtbeton der Wandscheiben ist bräunlich gefärbt und in Plattengrösse geschalt, was eine feine Textur und eine subtile Schichtung erzeugt. Die vertikalen Fensterbänder dazwischen sind in den (ursprünglich als Büros konzipierten) unteren Geschossen im gleichmässigen Wechsel gesetzt, in den oberen Etagen jedoch dazu leicht versetzt mit alternierenden schmalen und breiten Öffnungen angeordnet. Die bronzefarben gefassten, geschosshohen Fensterelemente haben vorgesetzte Glasbrüstungen, manche der Elemente sind für Loggien zurückgesetzt.
Die Fassaden und der Kern des Gebäudes sind tragend, sodass der Raum dazwischen frei unterteilbar ist. Das ermöglichte Flexibilität für die vielfältigen Ausbauwünsche der Wohneigentümer. Der Loftcharakter wird zudem durch eine Deckenhöhe von drei Metern unterstrichen.
Literatur