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Eine gut aufgestellte Trinkwasserversorgung ist von zwei wesentlichen Elementen geprägt: Die Ressource Wasser muss in ausreichender Menge und Qualität vorhanden sein und die Infrastruktur zur Gewinnung und Verteilung des Wassers gut ausgebaut und bewirtschaftet. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung gibt es verschiedene Herausforderungen zu bewältigen.
Auch in der Schweiz, dem Wasserschloss Europas, kann es zu Störungen der Wasserversorgung kommen, wie die Trockenheit in den Sommern 2003, 2015 und 2018 gezeigt hat. Lokal waren im Sommer 2018 einige Wasserversorgungen von Knappheit betroffen, während andere durch vorausschauende Massnahmen Probleme vermeiden konnten.
Die vielfältige Nutzung der Wasserressourcen stellt ebenfalls eine Herausforderung dar. Sie führt zu einer Konkurrenzierung: zwischen den landwirtschaftlichen Aktivitäten und der Ausdehnung der Siedlungsfläche einerseits und den Anforderungen des Gewässerschutzes und der Wasserversorger andererseits. Das kann dazu führen, dass Gewässerschutzzonen nicht mehr rechtskonform ausgeschieden werden können und Wasserfassungen aufgrund von Verunreinigungen aufgegeben werden müssen. Die Aufgabe von Wasserfassungen führt zu einer Schwächung der lokalen Wasserversorgung, auch weil dadurch das Versorgungsgebiet nicht mehr über verschiedene hydrologisch unabhängige Bezugsquellen verfügt. Gezielte Cyberattacken auf die Systemsteuerung eines Wasserversorgers können ebenfalls zu Einschränkungen führen.