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Die Hörprobe
Zu guter Letzt widmen wir uns der Hörprobe. Klanglich kann über den normalen Klinkenausgang kein grosser Unterschied zwischen dem Pioneer XDP-100R und dem Onkyo DP-X1 wahrgenommen werden, zumal die gleichen Komponenten in den beiden DAPs verbaut wurden. Der grösste Unterschied liegt in der Lautstärke, wobei der Pioneer ungefähr um 25 Einheiten des Lautstärkereglers leiser ist. Dies spielt bei Kopfhörern mit niedrigem Widerstand nur eine kleine Rolle.
Beide Audioplayer bestechen grundsätzlich durch einen seidigen, transparenten Klang. Sämtliche Frequenzbereiche erscheinen sehr wohldefiniert und feingliedrig. Allerdings empfehle ich Freunden eines warmen Klangs entsprechende Kopfhörer, die diese Aufgabe übernehmen. Dies bedeutet, dass beide Geräte klanglich sehr neutral sind, was für einige Ohren kalt und irgendwie unspektakulär klingen kann.
Durch verschiedene Einstellungen kann die Musikwiedergabe in wenigen Klicks modifiziert werden, ohne Hand an den Equalizer oder die Voreinstellungen zu legen. Sehr empfehlenswert sind zwei Einstellungen: Lock Range "weit" und die Filtereinstellung "scharf". Akustisch bewirkt dies, dass die Musik an Räumlichkeit gewinnt. Dies führt jedoch zu einer gewissen klanglichen Unschärfe, die dem Scharf-Filter entgegenwirkt. Die zweite Einstellung, Lock Range auf "eng", führt zu einer Erhöhung der klanglichen Klarheit, wobei der Filter mit der Bezeichnung "langsam" dem seidigen, etwas texturlosen Klang eine gewisse "Faserigkeit" zurückgibt. Dies ist besonders bei Musik mit Saiteninstrumenten bis zu einem gewissen Grad willkommen.
Für Freunde des portablen Audiogenusses eher weniger gängig ist der symmetrische Ausgang des DP-X1. Diesen habe ich in den letzten paar Monaten sehr zu schätzen gelernt, so dass ich mir eine Welt ohne diesen kaum mehr vorstellen kann. Über diesen Ausgang kann in der Software zwischen zwei Betriebsmodi gewählt werden:
Der BTL-Modus (Bridged Transless) verbessert ganz simpel zusammengefasst die Leistung des DP-X1, was dazu führt, dass auch Kopfhörer mit bis zu 600 Ohm Widerstand benutzt werden können. In der Praxis sind hier die meisten Kopfhörer in erster Linie lauter.
Der ACG-Modus (Active Control Ground) ist für mich persönlich die Hauptattraktion. Die beiden Digital-analog-Wandler spielen hier so zusammen, dass das Musiksignal stabilisiert wird. Daraus ergibt sich ein satterer, unverfälschterer Klang mit etwas mehr räumlicher Tiefe.
In der Praxis ist dieser Betriebsmodus zumindest für mich revolutionär. Damit bin ich in den letzten Monaten immer wieder positiv überrascht worden durch Musik, die ich seit Jahren regelmässig höre. Momente wie "Ach da ist ja eine Rassel oder eine Zimbel im Hintergrund" sind deswegen keine Seltenheit mehr. Kurz: Kleine Details werden auf einmal hörbar. Die Musik wird generell hochauflösender und satter. Faszinierend!