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Kakawe, Akuamoah, Bailey, Akuamoah und Dominica haben wieder Zeit in der Schule miteinander zu spielen. Dank eines neuen Bohrlochs in ihrer Gemeinde müssen sie keine langen Strecken mehr zur nächsten Wasserquelle laufen.
Text: World Vision Schweiz
Ein Bericht der UNICEF zeigt, dass in den 41 reichsten Ländern vor allem die mentale Gesundheit vieler Kinder leidet, was sich in den letzten Monaten während der Corona-Pandemie noch verstärkt haben dürfte. Nationen wie Neuseeland und Japan sind hierbei am schlechtesten aufgestellt. Wirtschaftlicher Reichtum garantiert auch nicht zwingend körperliche Gesundheit. In 10 der untersuchten Länder ist mehr als jedes dritte Kind übergewichtig oder fettleibig. Die Zahl der übergewichtigen Kinder zwischen 5 und 19 Jahren weltweit wird voraussichtlich bis 2030 von 158 Millionen auf 250 Millionen steigen. Dem UNICEF-Bericht zufolge führt die USA hier die Negativ-Liste an. Bei den akademischen und sozialen Fähigkeiten von Kindern befinden sich Chile, Bulgarien und die Slowakei auf den letzten Plätzen.
In den Niederlanden leben die glücklichsten Kinder
Aber wo sind die Kinder am glücklichsten? Auf den vorderen Rängen im Bezug auf das Wohlbefinden, die physische Gesundheit sowie die sozialen und geistigen Fähigkeiten von Kindern liegen die Niederlande, Dänemark und Norwegen – es ist gemeinhin bekannt, dass die nördlichen Länder Europas hier eine führende Rolle übernehmen. Das liegt unter anderem an der Gleichberechtigung, die in diesen Ländern zu einem hohen Grad sowohl im familiären als auch beruflichen Kontext gelebt wird. Unerwartet hingegen ist die Rangfolge der Nationen bei der Frage nach der allgemeinen Lebenszufriedenheit von Kindern im Alter von 15 Jahren: Hier führt auch die Niederlande direkt gefolgt von Mexiko und Rumänien.
Woran liegt das? Glaubt man doch, dass die Kinder der reichsten Nationen über alles verfügen, was sie brauchen wie beispielsweise Bildung, ein Dach über dem Kopf, ausreichend Nahrung oder stabile Gesundheitssysteme.
Eine Studie aus Grossbritannien ergab jedoch, dass Kinder mit geringer Lebenszufriedenheit im Vergleich zu Kindern mit mässiger oder hoher Zufriedenheit achtmal häufiger von familiären Konflikten berichten. Zudem gaben diese Kinder mehr als doppelt so häufig an, dass sie sich nicht darauf freuten, in die Schule zu gehen und es war fünfmal so wahrscheinlich, dass sie gemobbt wurden. Viele der Kinder leiden unter Stress, Angstzuständen und Depressionen. Hinzu kommt, dass fast ein Viertel der befragten Kinder mit geringer Zufriedenheit angaben, dass sie sich zu Hause nicht sicher fühlen.
Die vier Brüder Borin (4), Boreach (8), Bora (12) und Borey (10) aus Kambodscha mit ihren Eltern. Sie lieben es nach der Schule Fussball zu spielen und mit ihren Eltern gemeinsam Zeit verbringen.
Aktive Teilhabe und ein stabiles soziales Netz als zentrale Glücksfaktoren
Konflikte im sozialen und familiären Umfeld stellen demnach für die mentale Gesundheit und die Lebensqualität von Kindern einen wesentlichen Faktor dar. Für viele Kinder sind gute Beziehungen entscheidend für die Bewertung ihres persönlichen Glücks. Kinder innerhalb unterstützender Familiensysteme haben ein besseres psychisches Wohlbefinden und damit auch grössere Chancen auf gute Beziehungen und körperliche Gesundheit im Erwachsenenalter. Zudem steigert dies die Konzentrationsfähigkeit und damit die schulischen Lernerfolge.
Für einen Grossteil der Kinder ist das Gefühl der Mitsprache und Teilhaben ein weiterer entscheidender Glücksfaktor, sei es in der eigenen Familie oder im erweiterten sozialen Umfeld. Eine ebenso wichtige Komponente für Kinder ist es, die Möglichkeit und Zeit zu haben, mit Gleichaltrigen und Freunden zu spielen. Das fördert ihre körperliche Gesundheit und intensiviert die soziale Interaktion. Dafür braucht es entsprechende Ressourcen wie Spielplätze und Freizeiteinrichtungen.
lda aus Albanien (rechts): "Zu spielen, macht mich sehr glücklich." In Zusammenarbeit mit der albanischen Gemeinde Lehza organisiert World Vision Spiel- und Freizeitaktivitäten für Kinder.
So setzt sich World Vision Schweiz weltweit für das Glück von Kindern ein
Gemeinsam mit dem gesamten Umfeld der Kinder und starken Partnern vor Ort setzen wir uns dafür ein, ein sicheres und stabiles Fundament zu schaffen, auf dem sich Kinder körperlich und mental gut entwickeln können. Das beinhaltet unter anderem Zugang zu sicherem Trinkwasser, Aufklärung zu Gesundheitsthemen sowie Fortbildungskurse zur Sicherung der finanziellen Situation der Familien und somit die Möglichkeit auf Bildung. Zusätzlich sensibilisieren wir Eltern, Lehrer und politische Akteure für die Rechte der Kinder. Für ein Recht auf ein Leben frei von Gewalt, Diskriminierung und Unterdrückung.
Die 8-Jährige Darlin Sarai Yamilet Lopez Michicoj aus Guatemala hat sich ihren Paten ausgesucht.
Die Mitbestimmung und Teilhabe der Kinder spielt dabei eine zentrale Rolle unseres Agierens. Durch Kinder- und Jugendclubs, Schulungen und Workshops werden die Kinder ermutigt, sich in ihrem sozialen Umfeld und auf politischer Ebene aktiv für ihre Rechte einzusetzen. Auch bei den Patenschaften setzen wir mit «Chosen» auf die aktive Teilhabe der Kinder. Denn nun entscheiden die Kinder, wer ihr Pate oder ihre Patin sein soll.
Verhelfen auch Sie einem Kind zu mehr Mitsprache und Selbstwirksamkeit: Melden Sie sich noch bis zum 14. Mai für unseren kommenden Chosen-Event an und lassen Sie sich als Patin oder Pate auswählen.