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Letztmals gemessen im Zeitraum 2011-2015 weist der Kanton St.Gallen, standardisiert auf eine Höhe von 500 m ü. M., gut 250 Gefässpflanzenarten je Quadratkilometer auf. Zu beachten ist, dass die Werte Hochrechnungen auf Basis einer Stichprobenerhebung sind und dem Stichprobenfehler unterliegen. Die Unterschiede zu den anderen Kantonen und den früheren Zeiträumen sind fast durchgängig als nicht statistisch signifikant einzustufen, weil sich die Vertrauensintervalle überlappen.
Pflanzen stehen als Primärproduzent an der Basis vieler Nahrungsketten. Kommen viele verschiedene Gefässpflanzen vor, dann können auch viele Konsumenten vorkommen. Entsprechend kann eine hohe Pflanzenartenvielfalt stellvertretend für eine insgesamt hohe Biodiversität angesehen werden.
Neben dem menschlichen Einfluss bestimmen biogeografische Verbreitungsmuster und physische Faktoren wie Geologie, Relief und Klima das natürliche Potenzial der Artenvielfalt von Landschaften. Bei der Berechnung des Indikators wurden die Höhenunterschiede zwischen den Kantonen, die einen grossen Teil des natürlichen Potenzials der Artenvielfalt in einem Kanton erklären, berücksichtigt. Weitere naturgegebene Unterschiede zwischen den Kantonen, zum Beispiel aufgrund der geologischen Verhältnisse oder des Waldanteils, sind bei der Interpretation des Indikators zusätzlich zu berücksichtigen.
Der Indikatorwert entspricht der mittleren Artenzahl der Gefässpflanzen pro Quadratkilometer, standardisiert für eine Höhe von 500 m ü. M. Die Rohdaten für die Berechnung des Indikators stammen aus den schweizweiten Erhebungen der Gefässpflanzen zum Indikator Artenvielfalt in Landschaften (Z7) des Biodiversitätsmonitorings Schweiz (BDM). Die Vorkommen von Gefässpflanzen werden auf Stichprobenflächen (Rasterzellen) von einem Quadratkilometer nach standardisierten Methoden erhoben. Das Stichprobenetz bildet ein regelmässiges Raster, das über der Schweiz liegt, ausgehend von einem zufällig gewählten Punkt. Entsprechend der Kantonsgrösse liegen unterschiedlich viele BDM-Stichprobenflächen in den einzelnen Kantonen. Bei kleinen Kantonen mit einer geringen Anzahl BDM Flächen ist der Indikator stark abhängig von der Lage der BDM Flächen und der Indikatorwert ist entsprechend ungenau und zufällig. Aus diesem Grund wird für Kantone mit weniger als fünf Stichprobenflächen kein Indikatorwert veröffentlicht.
Die Ergebnisse sind Hochrechnungen auf die Gesamtkantone. Diese unterliegen einem Stichprobenfehler und sind deshalb als Schätzungen zu interpretieren. Der Stichprobenfehler der Schätzwerte wird hier durch Vertrauensintervalle auf Basis einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent ausgewiesen. Beispiel: Der Schätzwert des Indikators beträgt 250 Gefässpflanzen pro km2 mit einem Vertrauensintervall von +/- 15: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent liegt der wahre Indikatorenwert zwischen 235 und 265 Gefässpflanzen pro km2.
Nächste Aktualisierung bis spätestens: 30.11.2019
Die Infografik sowie die Zahlen, die ihr zugrunde liegen,...
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Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen
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9001 St.Gallen