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Planet Merkur steht der Sonne am nächsten. Die Nähe zur Sonne gilt als Mitgrund, weshalb er so schwer zu beobachten ist. Nicht so am Montagnachmittag. Während mehr als sieben Stunden durchlief Merkur die helle Scheibe der Sonne. Der Merkurtransit gilt als sehr seltenes Phänomen, es kann nur etwa 13 mal im Jahrhundert beobachtet werden. Ein Transit findet entweder im Mai oder im November statt.
Merkurs Charakter
Merkur umläuft die Sonne auf eine stark elliptischen Bahn. Kein anderer Planet unseres Sonnensystems läuft auf einer so langgestreckten Ellipse wie Merkur. Dies führt dazu, dass Merkurs Nähe zur Sonne stark variiert. Mal stehen sich Sonne und Merkur 46 Millionen Kilometer «nahe», mal sind die beiden 70 Millionen Kilometer voneinander entfernt. Merkurs Distanz zur Sonne beeinflusst auch sein Tempo. In der Nähe der Sonne läuft Merkur bis zu 50 Prozent schneller als wenn er weit von der Sonne entfernt ist. Die stark variierende und geneigte Umlaufbahn von Merkur beeinflusst die Häufigkeit der Merkurtransits.
Als Punkt vor der Sonne
In unregelmässigen Abständen von 3.5, 7, 9.5, 10 oder 13 Jahren durchwandert Merkur die Sonnenscheibe. Der nächste Merkurtransit findet am 11. November 2019 statt. Von Auge kann man das Spektakel allerdings nicht beobachten, unabhängig von der Helligkeit der Sonne. Denn im Vergleich zur Sonne nimmt Merkur lediglich 1/158 (Transit im Mai), respektive 1/194 (Transit im November) der Fläche ein. Vor der Sonne erscheint Merkur als winzig kleiner Punkt.