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Nino Schurter holt seine 13. WM-Medaille
Der Bündner Mountainbiker Nino Schurter ist an der Weltmeisterschaft in Schottland im Cross-Country aufs Podest gefahren und wird Dritter. Weltmeister wird Thomas Pidcock.
Der Bündner Mountainbiker Nino Schurter ist an der Weltmeisterschaft in Schottland im Cross-Country aufs Podest gefahren und wird Dritter. Weltmeister wird Thomas Pidcock.
Nino Schurter kommt an der Mountainbike-WM in Schottland im Cross-Country als Dritter ins Ziel und gewinnt Bronze. Er verpasst damit den 11. Weltmeistertitel. Insgesamt ist es die 13. WM-Medaille für Schurter, die erste in Bronze. Für das Schweizer Team ist es die erste Einzelmedaille an diesen Weltmeisterschaften bei der Elite.
Im Interview mit dem Schweizer Fernsehen sagte Schurter: «Ich glaube heute lag nicht mehr drin. Ich habe versucht, dran zu bleiben.» Mitte Rennen habe er sich nicht sehr gut gefühlt und habe schnell gemerkt, dass es nicht laufe. «Ich musste schauen, dass ich eine Medaille ins Ziel bringe.» Er habe sich im Vorfeld mehr erhofft. «Es ist schade, dass es nicht gereicht hat.»
Albin in den Top 15
Mit Vital Albin war ein weiterer Bündner Athlet am Start. Er wurde 14. «Ich bin ein konstantes Rennen gefahren und bin grundsätzlich zufrieden mit dem 14. Rang», sagte Albin im Interview mit dem Schweizer Fernsehen nach dem Rennen.
Gewonnen hat das hart umkämpfte Rennen der Brite Thomas Pidcock vor dem Neuseeländer Sam Gaze. Mitfavorit Mathieu Van der Poel stürzte in der ersten Runde.
So lief das Rennen
Pidcock, der dank einer umstrittenen Sondergenehmigung von Position 33 statt von ausserhalb der ersten 50 starten durfte, setzte sich in der sechsten von acht Runden von Schurter ab und holte sich nach dem Olympiasieg trotz eines Problems mit der Gangschaltung in der Schlussphase auch den WM-Titel. Am Ende betrug der Vorsprung des 24-jährigen englischen Rad-Allrounders auf den ohne Sondergenehmigung hinter ihm gestarteten Gaze 19 Sekunden und jener auf Schurter 34 Sekunden.
Keine Rolle spielte im Kampf um die Medaillen neben Mathias Flückiger (Zwölfter nach zwei Zusammenstössen in der Anfangsphase) Mathieu van der Poel. Die Hoffnungen des Niederländers auf das historische WM-Triple mit Gold auf der Strasse, im Radquer und auf dem Mountainbike zerschlugen sich schon kurz nach dem Start. Der 28-Jährige, der letztmals an den Olympischen Spielen 2021 in einem Mountainbike-Rennen angetreten war, stürzte nach weniger als drei Minuten aufgrund eines Fahrfehlers in einer abfallenden Kurve und gab auf.
Vor dem Rennen schienen Van der Poels Chancen auf das Triple intakt. Wie Pidcock und Sagan profitierte er davon, dass ihnen der UCI-Präsident David Lappartient einen Tag vor dem Rennen mit einem Alleingang eine Sondergenehmigung für eine bessere Startposition erteilt hatte. Dass der Entscheid bei der 40-köpfigen Athletenvereinigung nicht gut ankam, liegt auf der Hand. Sam Gaze und der viertplatzierte Franzose Victor Koretzky etwa, die beide schon Weltcuprennen gewonnen haben, mussten hinter den prominenten Quereinsteigern ins Rennen gehen.
Während sich Mathias Flückiger darüber ärgerte, dass er in der Startphase von Konkurrenten «zweimal sozusagen abgeschossen» wurde, beklagte auch Lars Forster Pech. Hätte der Sieger des Weltcuprennens in Leogang in der dritten Runde nicht einen Platten erlitten, wäre er «eventuell im Kampf um die Medaillen dabei gewesen», so Forster.
Als zweitbester Schweizer wurde Forster schliesslich Achter, vier Ränge vor Flückiger, sechs vor Vital Albin und acht vor Marcel Guerrini.
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Auch das WM-Strassenrennen der U23-Kategorie stand am Samstag auf der Agenda. Dabei blieben blieben die Fahrer blieben ohne Spitzenplatzierung. Als auf dem verwinkelten Stadtkurs in Glasgow, auf welchem vor Wochenfrist der Niederländer Mathieu van der Poel dominiert hatte, die entscheidenden Angriffe lanciert wurden, konnte kein Schweizer mithalten.
Am Ende der 154 km klassierte sich Fabio Christen mit fast fünf Minuten Rückstand im 33. Rang, sein jüngerer Bruder Jan Christen und Fabian Weiss gaben das Rennen auf. Der Sieg ging an den Franzosen Axel Laurance. (rac/red)