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BAKOM
Schweizerisches Bundesamt für Kommunikation, Regulierungsbehörde für Domain-Namen mit der Endung .ch.
Country Code Top Level Domain ccTLD
Siehe TLD
Domain Name System. Ans Internet angeschlossene Rechner kommunizieren untereinander mittels Internet Protocol (IP) und haben mindestens eine IP-Adresse, die jeden Rechner eindeutig identifiziert. Dies ist eine Nummer wie z.B. <ip-pii>. Weil man sich solche Nummern schlecht merken kann, wurde das "Domain Name System" DNS entworfen, damit die Benutzer im Internet Wörter oder Namen verwenden können. Die Website von SWITCH zum Beispiel ist dadurch nicht nur via die IP-Adresse des Webservers http://<ip-pii>, sondern auch über den Domain-Namen http://www.switch.ch erreichbar. Ein weiterer Vorteil des DNS ist es, dass der Domain-Name derselbe bleibt, auch wenn beispielsweise die IP-Adresse des Webservers ändert (z.B. bei Providerwechsel).
Der Namensraum im DNS ist hierarchisch gegliedert, wobei die Konvention verwendet wird, die einzelnen Hierarchiestufen durch Punkte zu trennen und die oberste Stufe ganz rechts zu schreiben.
Die Übersetzung des Domain-Namens in die entsprechende IP-Adresse des Zielrechners wird von den Name-Servern erledigt. Dies funktioniert vereinfacht gesagt so (hier am Beispiel eines .ch Domain-Namens): Für jeden Domain-Namen, der im Internet funktionieren soll, muss es mindestens einen Name-Server geben, der Informationen über die IP-Adresse der Rechner geben kann, auf dem die Dienste wie z.B. WWW oder E-Mail laufen. Diese Name-Server müssen zusammen mit dem Domain-Namen ins Zonenfile für die Top Level Domain ch eingetragen werden. Dies geschieht automatisch, nachdem diese Name-Server beim betreffenden Domain-Namen in die Datenbank von SWITCH eingetragen worden sind. Wenn nun im Browser der Domain-Name aufgerufen wird, werden die Name-Server für die Top Level Domain ch angefragt. Diese verweisen weiter an einen der eingetragenen Name-Server für diesen Domain-Namen, welcher die IP-Adresse des Webservers zurückgibt. Der Browser hat nun die gesuchte IP-Adresse des Servers, bei dem er das gewünschte Dokument anfordern kann.
DNSSEC ist eine Erweiterung des Domain-Namen-Systems (DNS), die dazu dient, die Echtheit (Authentizität) und die Vollständigkeit (Integrität) der Daten von DNS-Antworten sicherzustellen. Mehr über DNSSEC
Domain-Namen sind eine Adressierungsmethode, um Rechner im Internet zu identifizieren. Sie ermöglicht es den Benutzern, statt Zahlenreihen (IP-Adressen) Wörter und Begriffe zu verwenden.
File Transfer Protocol. Ein Netzwerkprotokoll zur Dateiübertragung über TCP/IP-Netzwerke. Es wird benutzt, um Dateien zwischen Rechnern über das Internet zu übertragen, z.B. um die Dateien für eine Website auf den Webserver zu bringen.
Generic Top Level Domain gTLD
Siehe TLD
Halter
Die natürliche oder juristische Person, auf deren Namen ein Domain-Name registriert ist.
Unter Webhosting oder Hosting versteht man die Unterbringung einer Website auf einem an das Internet angeschlossenen Server eines Providers. Der Webhoster stellt dabei als Dienstleister Speicherplatz für die Dateien einer Website auf einem Server zur Verfügung. Der Kunde kann seine Daten dort selber verwalten.
Siehe auch FTP
Der Hostname ist der Name, der einen Rechner in seinem Netzwerk eindeutig bezeichnet. In einem URL steht der Hostname gerade nach der Angabe des Protokolls und vor dem Domain-Namen. Oft wird der Hostname nach dem Verwendungszweck des Rechners vergeben. Bekanntestes Beispiel dafür ist das "www" in URLs. Diese Bezeichnung hat sich eingebürgert als Hostname jenes Rechners, auf dem der Dienst WWW läuft, also des Webservers. Ob eine Website mit oder ohne www vor dem Domain-Namen aufgerufen werden kann (oder beides), hängt von der Konfiguration beim Provider ab.
IANA
Internet Assigned Numbers Authority. Eine Organisation, die die Vergabe von IP-Adressen, Top Level Domains und IP-Protokollnummern regelt. Die IANA ist organisatorisch eine Unterabteilung der ICANN.
ICANN
Internet Corporation for Assigned Names and Numbers. ICANN koordiniert die Zuteilung der folgenden Bezeichnungen, die für das Funktionieren des Internets weltweit eindeutig sein müssen:
- Domain-Namen
- IP-Adressen
- Protokoll-Parameter und Port-Nummern
Zusätzlich koordiniert ICANN den stabilen Betrieb des Root Name Server Systems im Internet.
IDN
Internationalized Domain Names. Dies sind Domain-Namen, die andere als die bisher erlaubten ASCII-Zeichen enthalten können, z.B. Zeichen mit Umlauten und Akzenten. Dabei wird ein Standard verwendet, mit welchem Domain-Namen, die Nicht-ASCII-Zeichen enthalten, als gültige ASCII-Strings abgebildet werden.
IP ist die Abkürzung für Internet Protocol, ein in Computernetzwerken weit verbreitetes Netzwerkprotokoll. IP-Adressen erlauben eine logische Adressierung von Geräten (Hosts) in IP-Netzwerken wie z.B. dem Internet. Ein Host besitzt dabei mindestens eine eindeutige IP-Adresse. Eine IP-Adresse der IP-Version 4 erscheint normalerweise als Folge von vier Zahlen, die jeweils durch einen Punkt getrennt werden, z.B. <ip-pii>. IPv6 (Internet Protocol Version 6) ist der Nachfolger der heute im Internet eingesetzten Version 4. IPv6-Adressen sind 128 Bit lang (IPv4-Adressen: 32 Bit). Dies erweitert die Anzahl der Adressen ganz beträchtlich.
Der IP-Adressraum wird derzeit weltweit von fünf Regional Internet Registries (RIRs) verwaltet: RIPE NCC, ARIN, APNIC, LACNIC und AfriNIC. Für den europäischen Raum ist das RIPE NCC in Amsterdam zuständig. Das RIPE NCC weist grosse Adressblöcke seinen Mitgliedern, den lokalen Internet Registries (LIRs) zu. Dies sind lokale Internet Service Provider, die ihrerseits ihren Kunden IP-Adressen zuteilen.
Siehe auch DNS
Name-Server sind ein Element des DNS und verwalten die Information, welche IP-Adressen zu welchem Domain-Namen gehören. Wenn im Browser der URL einer Webseite eingegeben wird, muss ein Name-Server die entsprechende IP-Adresse zurückliefern, damit der Browser eine direkte Verbindung zur Seite aufbauen kann.
Damit ein Domain-Name im Internet funktionieren kann, muss mindestens ein Name-Server für diesen Domain-Namen konfiguriert und in der Datenbank der Registrierungsstelle bzw. im Zonenfile eingetragen sein.
Provider
Ein Internet Service Provider (ISP) stellt den Zugang zum Internet zur Verfügung (auch Access-Provider genannt). Die meisten Provider bieten auch Dienstleistungen rund um Domain-Namen und Internet-Auftritt an (Hosting-Provider).
Eine Registry ist eine Organisation, die das Domain Name System (DNS) eines bestimmten Landes zentral verwaltet. Sie ist insbesondere für die Vergabe von Domain-Namen der jeweiligen Länderendung (ccTLD) zuständig. SWITCH ist die Registry für die Schweiz und für Liechtenstein. Sie wurde vom BAKOM bzw. vom Amt für Kommunikation des Fürstentums Liechtenstein mit der Vergabe von Domain-Namen der Endungen .ch und .li betraut.
Ein Registrar ist ein Unternehmen, das einen Vertrag mit einer Registry (z.B. SWITCH) hat und seinen Kunden neben anderen Dienstleistungen die Registrierung von Domain-Namen anbietet. Der Registrar ist somit Wiederverkaufspartner einer Registry.
RIPE
Réseaux IP Européens. Ein Zusammenschluss diverser Organisationen und Individuen, die IP-Netze in Europa und darüber hinaus betreiben. Das Ziel der Gemeinschaft ist, die administrative und technische Koordination sicherzustellen, die für den Betrieb der IP-Netze notwendig ist. In diesem Rahmen betreiben die RIPE-Mitglieder das RIPE NCC (Network Coordination Centre), welches unter anderem für Vergabe von IP-Adressen im europäischen Raum zuständig ist.
Technischer Kontakt
Die natürliche oder juristische Person, die bei einem Domain-Namen als Verantwortlicher für technische Belange eingetragen ist.
Die oberste Hierarchiestufe im DNS. In einem Domain-Namen steht der Top Level Domain ganz rechts. Man unterscheidet zwischen allgemeinen TLDs (Generic Top Level Domains, gTLDs) und länderspezifischen TLDs (Country Code Top Level Domains, ccTLDs). Beispiele für gTLDs: com (commercial), org (organisation), net (network). Beispiele für ccTLDs: ch (Schweiz), li (Liechentstein), de (Deutschland), fr (Frankreich), it (Italien). Die Bezeichnungen der ccTLDs entsprechen der Norm ISO-3166.
Siehe auch Second Level Domain
Transfer und Transfercode
Transfer: Bei einem Transfer geht die Verwaltung eines Domain-Namens von einem Registrar zu einem anderen über.
Transfercode: Ein Transfercode wird benötigt, um einen Domain-Namen von einem Registrar zum anderen transferieren zu können. Den Transfercode können Sie beim bisherigen Registrar beantragen und ihn dann dem neuen Registrar übermitteln.
Uniform Resource Locator. Eine standardisierte Methode, wie Ressourcen im Internet (z.B. eine Webseite) aufgefunden werden können. URLs identifizieren eine Ressource über den Zugriffsmechanismus (Übertragungsprotokoll, z.B. http) und den Ort der Datei. Man könnte einen URL also als Adresse eines Dokuments bezeichnen.
Im Beispiel http://www.switch.ch/about/index.html ist "http" das Übertragungsprotokoll, "www" der Hostname, "switch.ch" der Domain-Name, "/about/index.html" der Pfad und Name des gesuchten Dokuments.
Website, Webseite
Mit Website (engl. Web Site: Ort, Standort im Web) wird ein Webauftritt als Ganzes bezeichnet. Die Webseite ist eine einzelne Seite dieses Auftritts.
Ein Webserver ist ein Programm bzw. Netzwerkdienst auf einem mit dem Internet verbundenen Computer (Server), das auf Anfrage (z.B. eines Browsers) die gewünschten Dokumente (z.B. eine Webseite und ihre Grafiken) als Antwort zurückliefert. Ein bekannter Webserver ist z.B. der Apache HTTP Server.
Auch der Rechner, auf dem die Webserver-Software bzw. der Dienst WWW läuft und auf dem die Dateien der Website liegen, wird als Webserver bezeichnet.
Öffentlich zugänglicher Teil der Datenbank von SWITCH. Whois ist ein Dienst, mit dem Informationen zu Internet-Domain-Namen und deren Halter abgefragt werden können.
World Wide Web, der heute bekannteste Internetdienst. Das auf Hypertext basierende Informationssystem WWW wurde 1992 von Tim Berners-Lee am Kernforschungsinstitut CERN in der Schweiz entwickelt. Unter Hypertext versteht man eine netzartige Struktur von Texten und anderen Inhalten, die mittels Verweisen (Hyperlinks) miteinander verbunden sind. Hypertext-Dokumente haben zur Identifizierung innerhalb des Internets eine Adresse (URL). Dadurch wird eine eindeutige Bezeichnung aller Dokumente im Internet möglich, wobei es sich nicht nur um Text, sondern auch um multimediale Elemente wie Bild-, Video- und Audioinformationen handeln kann.
www (im URL bzw. in der Internet-Adresse)
Siehe Hostname
Das Zonenfile für die Top Level Domain ch beinhaltet eine Liste aller aktiven .ch Domain-Namen mit den Angaben der zuständigen Name-Server. Dieses Zonenfile befindet sich auf den Name-Servern für die TLD ch. Dasselbe gilt für die TLD li. Die Informationen zu den Name-Servern der einzelnen Domain-Namen kommen aus der Datenbank von SWITCH. Das Zonenfile wird stündlich aktualisiert.
Name-Server, die für Second Level Domains (wie z.B. switch.ch) autoritativ sind, haben pro konfiguriertem Domain-Namen ein Zonenfile, welches die A-Records (IP-Adressen) der Hosts dieser Domain enthält.
Siehe auch DNS