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Nach der Primarschule in Freiburg besucht er das Kollegium St. Michael, das er mit der Handelsmatura abschliesst.
1968 schreibt er sich an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg ein und schliesst seine Studien 1972 mit dem Lizentiat ab. Als Angestellter einer Grossbank absolviert er Praktiken in Deutschland und England. Nach der Rückkehr in die Schweiz ist er bis 1979 für seinen Zürcher Arbeitgeber tätig. Anschliessend orientiert er sich beruflich neu und arbeitet für seine neue Wohnsitzgemeinde Marly als Volkswirt, der für den Finanzdienst verantwortlich ist, und als Generalsekretär. 1985 wechselt er zum Fotochemie-Unternehmen Ilford AG, dessen Personalchef er wird, und 1989 zur Ciba-Geigy AG, in der er bis 1992 zum Verwaltungsdirektor aufsteigt. In der Armee ist er Oberstleutnant.
1986 beginnt der 37-jährige Claude Lässer aktiv Politik zu betreiben. Auf der freisinnigen Liste wird er in den Gemeinderat von Marly gewählt und übernimmt die Finanzen. Von Beginn seiner Tätigkeit an Vizeammann, wird er 1991 zum Ammann gewählt. Ab 1986 sitzt er im Vorstand der Vereinigung Gérine-Nesslera für Abwasserreinigung, und seit 1988 gehört er der kantonalen Beratenden Kommission für Verwaltungsangelegenheiten der Spitäler an. Im gleichen Jahr übernimmt er das Präsidium des Stiftungsrats des Pflegeheims « Les Epinettes ».
1991 wird er in den Grossen Rat gewählt. Er sitzt von Anfang an in der wichtigen kantonalen Volkswirtschaftskommission und gehört der einflussreichen Gruppe der im Parlament vertretenen Ammänner an. Von 1993 an präsidiert er die kantonale Kommission für Informatik im Unterrichtswesen.
1996 stellt ihn seine Partei als Kandidaten für die Staatsratswahlen auf, und am 8. Dezember wird er im zweiten Wahlgang gewählt. In der Regierung übernimmt er die Baudirektion, die für Raumplanung, Umwelt und Bauten verantwortlich ist. Drei gewichtige Dossiers beanspruchen seine Aufmerksamkeit : die Abfallverbrennungsanlage Freiburg, die Umfahrungsstrasse Bulle und die Poyabrücke. Am 10. Juni 2001 wird der Verpflichtungskredit für das zweite dieser Projekte in der Volksabstimmung mit 68% der Stimmen angenommen. Über das dritte stimmt das Volk ebenfalls ab, doch zu einem Zeitpunkt – am 24. September 2006 –, als Claude Lässer bereits Finanzdirektor ist.
2004 übernimmt er die Finanzdirektion von Urs Schwaller, der in den Ständerat wechselt. Er entwickelt eine Strategie, die Einnahmen nicht über Steuern zu erhöhen, sondern durch die Verbesserung des kantonalen Einkommens aus wirtschaftlichen Aktivitäten mit hoher Wertschöpfung. Gleichzeitig gelingt es ihm, die Staatsschuld nach und nach abzubauen, vor allem dank der Goldverkäufe der Nationalbank, deren Erlös den Kantonen zugute kommt. Zudem zeichnen sich die Rechnungen des Kantons durch schwarze Zahlen aus. In den allgemeinen Wahlen von 2006 wird der Finanzdirektor im zweiten Wahlgang an der Spitze der Mitbewerber wiedergewählt.
Als Vorsteher der Finanzdirektion präsidiert Claude Lässer den Vorstand der Pensionskasse des Staatspersonals des Kantons Freiburg. Er sitzt im Vorstand der Schweizerischen Finanzdirektorenkonferenz und in den Verwaltungsräten folgender Gesellschaften : Groupe E, EOS Holding S.A., Alpiq S.A., Freiburger Kantonalbank, Freiburgische Verkehrsbetriebe und Schweizer Rheinsalinen AG. Ans Ende seiner dritten Amtszeit gelangt, scheidet er am 31. Dezember 2011 im Alter von 62 Jahren aus dem Staatsrat aus, den er 2003 und 2009 präsidiert hat. Als Finanzdirektor hat er die Genugtuung, Jahr für Jahr ein Steuersenkungsprogramm aufgestellt zu haben. 2011 zum Präsidenten des Verwaltungsrats der Groupe E gewählt, behält er sein Mandat im Verwaltungsrat von Alpiq S.A. bei.