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Im Sammelband aus dem Jahre 1394 ist ein Extrakt des Super libros sapientie (ff. 1r-192r) von Robertus Holcot (ca. 1290-1349) enthalten. Zudem ist auf f. 1r ein Besitzvermerk Jste liber est h. wahter prespiteri et detur filijs fratris mei (et johanni . heinrici von einer anderen Hand) in remedium anime mee zu finden, der Heinrich Wachter (Priester) als Besitzer nennt. Geschrieben wurde die einspaltige Handschrift in einer Kursive von zwei verschiedenen Händen. Heinrich Wachter eindeutig zugeordnet werden können ff. 1r-86v. Die ff. 87r-192r wurden von einer unbekannten zweiten Hand verfasst. Der Rest des Sammelbandes kann ebenfalls, wenn auch nicht ganz eindeutig, den beiden zuvor genannten Händen zugeschrieben werden. Die Spiegel, das Vorsatzblatt und die Fälze stammen aus einem Namensregister, vielleicht aus einer Kanzlei. Der Holzledereinband ist zeitgenössisch.
Online seit: 10.12.2020
1394 auf Veranlassung der Äbtissin Luzia I. vom Notar Jakob von Schluderns konzipiertes und von dessen Sohn Peter in Reinschrift auf Pergament vorgelegtes Urbar. Im Verzeichnis sind 517 Zinsgüter in 36 Ortschaften erfasst. Die Ornamentierung ist einfach, aber sehr schön ausgeführt. Bedeutend sind zwei große farbige Figuren, die Johannes den Täufer als Patron und Karl den Grossen als Gründer des Klosters darstellen. Sprachgeschichtlich sehr wertvoll ist ein volkssprachlicher Passus einer im Urbar kopierten lateinischen Urkunde von 1389. Dabei handelt es sich um das älteste Zeugnis der rätoromanischen Sprache des Engadins bzw. Val Müstair.
Online seit: 26.09.2017
Die Sammelhandschrift vereint verschiedene, vor allem komputistische und astronomische Abhandlungen (Jakob Twinger von Königshofen, Johannes Münzinger, Johannes de Sacrobosco und andere). Sie wurde zwischen 1388 und 1394 in Strassburg bzw. in Rottweil am Neckar (Württemberg) von Konrad Justinger bzw. Werner Mardersberger geschrieben. Einer der Schreiber, Werner Mardersberger wurde später Leiter der Solothurner Stiftsschule. 1504 gelangte der Band in den Besitz der Solothurner Stiftsbibliothek.
Online seit: 21.12.2009