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Scholástik
(lat.), s. Scholastiker.
(lat.), s. Scholastiker.
(lat.), im allgemeinen jeder, der sich mit Lehren und Lernen beschäftigt, also überhaupt ein Mann der Schule (insbesondere ein Schulpedant); speziell die Philosophen des Mittelalters, deren Untersuchungen, Scholastik, Scholastizismus genannt, sich auf die kirchliche Theologie beschränkten und zwar nicht auf deren Inhalt, denn dieser galt als jeder Prüfung unzugänglich, sondern lediglich darauf, ihn (nach Anleitung der aus dem Altertum überlieferten Philosophie) zu systematisieren, zu begreifen und zu beweisen.
Den Namen S. haben diese Philosophen daher, daß sie ursprünglich meist Lehrer an den seit der Zeit Karls d. Gr. gestifteten Kloster- und bischöflichen Schulen waren. Den nötigen Apparat logischer Hilfsmittel entnahmen sie jahrhundertelang den dürftigen Überlieferungen aus dem klassischen Altertum, welche vorzüglich die Schriften des Boethius darboten, die metaphysischen Hilfsmittel teils Platonischen und (durch Vermittelung der angeblich von Dionysios Areopagita herrührenden Schriften) neuplatonischen, teils Aristotelischen Begriffen. Außerdem genossen die lateinischen Kirchenväter, namentlich Augustin, hohes Ansehen. Noch zu Anfang des 12. Jahrh. waren nicht einmal die logischen Schriften des Aristoteles vollständig bekannt; vom 13. Jahrh. an wurde für die Logik und Dialektik die logische Synopsis des Michael Psellus in der ihr