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Muss der Maler die Gipserarbeiten abnehmen?
Nimmt der Maler die Arbeit des Gipsers ab? Und übernimmt er dabei die Verantwortung für die Qualität? Wir haben festgestellt, dass bei dieser Schnittstelle zwischen Maler und Gipser vieles unklar ist. Nachfolgend haben wir einige Grundsätze festgehalten.
- Verantwortlich für die Abnahme von Arbeiten auf dem Bau ist, sofern die Norm SIA 118 als Vertragsbestandteil bezeichnet ist, der Bauherr, also in der Regel der Bauleiter. Folglich hat der Bauleiter und nicht der Malerunternehmer die Arbeit des Gipserunternehmers abzunehmen.
- Diese Abnahme schliesst die Kontrolle der im Werkvertrag geforderten Qualitätsstufen mit ein.
- Es wird empfohlen, die Abnahme der Gipserarbeiten gemeinsam mit der Untergrundprüfung des Malers durchzuführen.
- Der Maler hat den Untergrund bezüglich Eignung zur Aufnahme einer Beschichtung zu prüfen. Mit Vorteil wird die Checkliste/Prüfprotokoll Weissputz und Spachtelungen (SMGV) verwendet.
- Punkt 1 dieser Checkliste («Ist die Qualitätsstufe des Untergrundes (Oberflächengüte) geeignet für die vorgesehene Beschichtung?») dient der Überprüfung der Qualitätsstufe. Maler- wie Gipserunternehmer können sich damit gegenüber späteren, unangemessenen Forderungen absichern
(Quelle: SMGV 2008, SMGV 2016)
Wir haben Walter Schläpfer, Bereichsleiter Technische Dienste Gipser SMGV, in einem Videointerview zum besten Vorgehen bei Abnahmen von Gipserarbeiten befragt.