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Shawn Layden, ehemaliger CEO der SIE Worldwide Studios, sieht den anhaltenden Trend zu immer größeren und längeren Spielen kritisch.
In einem Interview bei Gamelab Live äußerte Layden große Bedenken im Hinblick auf immer üppigere Welten und verlängerte Spielzeiten. Vor allem die miteinander verbundenen Faktoren Entwicklungszeit und -kosten sieht Layden als zentrales Problem für die Branche an. Seiner Meinung nach sei das derzeitige Geschäftsmodell nicht nachhaltig.
In der aktuellen Generation lägen die Kosten für ein AAA-Spiel zwischen 80 und 150 Millionen Dollar, ohne das Geld für das Marketing einzurechnen. Diese Kosten würden in der nächsten Konsolengeneration um PlayStation 5 und Xbox Series X weiter steigen, weil 4K-Grafik, HDR und weitere technische Verbesserungen nach mehr Geld in der Entwicklung verlangten.
Zugleich ist der Preis für ein Spiel seit vielen Jahren unverändert geblieben. "Es sind 59,99 Dollar, seit ich in diesem Business angefangen habe (Layden arbeitete von 1987 bis 2019 in verschiedenen Positionen für Sony; Anmerkung der Redaktion), aber die Entwicklungskosten haben sich seitdem verzehnfacht. Wenn es beim Preis keine Flexibilität gibt, die Kosten aber enorm schwanken, wird dieses Modell schwieriger."
Eine Lösung wäre aus seiner Sicht eine Rückbesinnung auf kürzere Entwicklungszeiten und, damit verbunden, weniger umfangreiche Spiele. Statt fünf Jahre an einem 80-Stunden-Titel zu arbeiten, könne man es auch wieder mit drei Jahren Entstehungszeit und 15 Stunden Umfang versuchen. Persönlich würde Layden diesen Schritt ebenfalls begrüßen, denn dann könne er einfach wieder mehr Titel durchspielen. Außerdem sehe er dadurch die Chance, ähnlich wie bei guter Literatur oder Filmen, dichtere und spannendere Geschichten zu erleben.