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Frauenhaarfarn
Pflanzenprofis nennen mich Adiantum raddianum. Meine Gattung hat ihren Ursprung im Bereich der Südalpen, zum Beispiel im Tessin.
Licht und Standort
Ich brauche viel Licht, aber kein direktes Sonnenlicht. Bitte vermeide, mich direkt neben Heizungen zu stellen oder an Orten mit Zugluft. Temperaturen unter 10°C sind mir zu kalt.
Wässern und Düngen
März bis September:
Wenn der obere Teil der Erde (ca. 1-2 cm) trocken ist, ist das der ideale Zeitpunkt, mich zu giessen. Zudem brauche ich 1 × monatlich ein bisschen Dünger.
Oktober bis Februar:
Während dieser Zeit brauche ich ein bisschen weniger Wasser, daher solltest du mich nur gelegentlich giessen. Dünger brauche ich im Winter keinen.
Sonstige Pflege
Wenn du mir etwas Gutes tun willst, kannst du meine Blätter ab und zu mit einem feuchten Tuch abstauben. Ich mag hohe Luftfeuchtigkeit,
deshalb gerne meine Blätter hin und wieder mit
Wasser besprühen.
Herkunft des Frauenhaarfarns
Der Frauenhaarfarn gehört zur Familie der Saumfarngewächse und kommt in den tropischen Teilen Südamerikas, insbesondere in Brasilien, vor. Es gibt etwa 250 Arten, von denen ein Paar auch in kühleren Regionen gedeihen. In Europa kommt der Farn auch zum Beispiel in den Südalpen vor. Die Zimmerpflanze mag die Kälte nicht und liebt eine leicht feuchte Umgebung: Küche und Bad sind die Lieblingsplätze des Frauenhaarfarns.
Vermehrung des Frauenhaarfarns
Ein kräftiges Exemplar lässt sich simpel durch eine sogenannte Teilung vermehren. Diese sollte im Frühjahr noch vor Beginn der Wachstumsphase vorgenommen werden. Eine Teilung bedeutet grundsätzlich einfach die Pflanze so auseinander zu schneiden, dass du mehrere kleine Pflanzen aus einer erhältst. Gehe dafür wie folgt vor:
– Nimm die Pflanze aus dem Innentopf
– Teile den Wurzelballen mithilfe eines scharfen Messers in eine gewünschte Anzahl von Segmenten
– Beachte dabei, dass jedes Segment mindestens drei Wedel besitzen sollte
– Pflanze jedes Wurzelsegment nun in ein nährstoffreiches Substrat ein
– Giesse das Substrat mit einigen Schlücken Wasser
– Düngen musst du die neuen Pflänzchen erst im Folgejahr
Krankheiten und Schädlinge des Frauenhaarfarns
Arttypische Erkrankungen sind beim Frauenhaarfarn bis jetzt nicht bekannt. Allerdings kann Staunässe wie bei vielen anderen Zimmerpflanzen zu einer Erkrankung führen, die im schlimmsten Fall den Frauenhaarfarn absterben lässt.
Wurzelfäule
Wenn du den Frauenhaarfarn zu oft gegossen hast oder es zu Staunässe gekommen ist, lässt die Wurzelfäule meist nicht lange auf sich warten. In diesem Fall muss der Frauenhaarfarn sofort von der nassen Erde getrennt und getrocknet werden. Wurzelfäule erkennt man an aufgeweichten Wurzelteilen und einem weißen Belag auf den Wurzeln. Trenne diese Wurzelbereiche mit einem scharfen Messer ab.
Blattälchen
Die Blattälchen-Schädlinge zieht es überwiegend dorthin, wo viel Feuchtigkeit zu finden ist. Der Befall mit Blattälchen macht sich durch braune Blätter bemerkbar. Hier solltest du sofort handeln. Schneide alle braun gefärbten Blätter ab. Reduziere gleichzeitig das Giessvolumen und besprühe die Blätter vorerst nicht mehr. Pflanzenschutzmittel auf biologischer Basis unterstützen die Bekämpfung.
Blattläuse
Blattläuse fühlen sich nahezu auf allen Grünpflanzen wohl. So auch auf dem Frauenhaarfarn. Zu erkennen sind die kleinen Krabbeltiere an ihrer weißen, punktartigen Form. Meist setzen sie sich auf der Blattoberseite ab.
Bei kleinem Befall reicht in der Regel schon ein Abduschen mit hartem Wasserstrahl. Hilfreich ist bei grösserem Befall eine Seifenlauge. Besprühe ihn damit täglich über mindestens sieben Tage.
Spinnmilben
Spinnmilben sind optisch ähnlich wie Blattläuse, befinden sich allerdings meist unter den Blättern. Ein erfolgsversprechendes Mittel gegen die Schädlinge ist das Einstellen des Frauenhaarfarns in eine transparente, lichtdurchlässige Plastiktüte. Innerhalb von zehn Tagen sind die Spinnmilben in der Regel abgestorben. Du solltest den Frauenhaarfarn auch während dieser Quarantänephase weiter giessen.