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Aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller."Hure" ist die Geschichte einer exzessiv gelebten Doppelexistenz: Eine junge Frau flieht vor der beklemmenden Enge ihres Elternhauses in der kanadischen Provinz in die Großstadt. Dort beginnt die Literatur-Studentin, ihr Geld als Prostituierte zu verdienen und steigt zur begehrten Nobel-Hure auf. Die Freier sind gut situierte Männer, die ihre Professoren sein könnten oder ihre Väter. Ihnen gibt sie sich mit einer Mischung aus Abscheu und Faszination hin. Bald nicht mehr nur wegen des Geldes, sondern um ihre Weiblichkeit zu beweisen, zwischen Macht und Unterwerfung.
REZENSION PERLENTAUCHER
Nein, ein Roman ist das nicht. Es ist etwas viel Fesselnderes. Es ist eine Suada. Es gibt keine Story, keine Personen, die sich kennenlernen, verlieben, trennen, die streiten oder sich Geschichten erzählen. Es gibt nur eine einzige Stimme: die der "Hure". Die ist Literaturstudentin und sie muss alles, was sie tut, alles, was mit ihr geschieht, was sie mit sich geschehen lässt, in Literatur verwandeln. Sonst versteht sie es nicht. Sonst bleibt es ihr fremd. Gerade so als wäre es ihr nicht passiert. Sie benutzt Sprache wie andere ihren Verdauungsapparat und sie ihr Genital. Sie wirft rücksichtslos hinein, was ihr widerfährt...
- Herausgeber : C.H. Beck Verlag; 2002
- Gebundene Ausgabe : 208 Seiten
- ISBN-10 : 3406493181
- ISBN-13 : 9783406493188