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Die Bürgermeisterin von Paris hat vor Kurzem eine Investition von rund 303 Millionen Franken bestätigt, um die Champs-Élysées in einen “aussergewöhnlichen” Garten zu verwandeln.
Die berühmteste Allee der Welt, die Champs-Élysée im Zentrum von Paris soll bis 2030 in einen Garten umgebaut werden, wie aus einem Artikel der Zeitung The Guardian hervorgeht. Dazu hat die Bürgermeisterin der Stadt vor Kurzem einem Grossprojekt im Wert von rund 303 Millionen Franken zugestimmt, um die Champs-Élysées grüner, lebenswerter und vor allem weniger verschmutzt zu gestalten. Dazu soll zunächst die Luftqualität durch das Pflanzen vieler neuer Bäume verbessert werden.
Champs-Élysées-Projekt soll bis 2030 abgeschlossen werden
Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, hat gerade ihre Zustimmung zum millionenschweren Verkehrsprojekt der Champs-Élysées gegeben. Das gigantische Projekt, das 1,9 Kilometer der schönsten Allee der Welt umfasst, soll bis 2030 abgeschlossen werden. Es dürfte daher noch eine Weile dauern bis Paris von seinem neuen Garten schwärmen kann.
Ursprünglich hiess es bei der Vorstellung des Projekts im Jahr 2019, dass die Umwandlung der Champs-Élysés in einen Garten noch vor den Olympischen Spielen im Jahr 2024 abgeschlossen sein würde. Leider wird das Projekt aufgrund einiger Verzögerungen, die durch die Gesundheitskrise verursacht wurden, mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Geplant ist deshalb die Neugestaltung des “Place de la Concorde” noch vor den Olympischen Spielen und die Umgestaltung der Champs-Élysées bis 2030. “Wir werden den Place de la Concorde vor den Spielen sanieren und danach die gesamte Allee”, teilte Anne Hidalgo dem JDD mit.
Paris wird grüner und nachhaltiger
Mit dem neuen Projekt, das für die Champs-Élysée vorgesehen ist, soll zunächst die Hälfte der Strassen durch Fussgängerzonen und Grünflächen ersetzt werden. Zudem soll es für eine bessere Luftqualität Tunnel aus Bäumen geben und das Pflanzen vieler neuer Bäume in Erwägung gezogen werden.
Die achtspurige Strasse wird von durchschnittlich 3’000 Fahrzeugen pro Stunde befahren, was die Champs-Élysées zu einer noch stärker verschmutzten Verkehrsader macht als die viel befahrene Ringstrasse um die Hauptstadt.
Die Champs-Élysées ist zu einem Ort geworden, der die Probleme von Städten auf der ganzen Welt auf den Punkt bringt: Umweltverschmutzung, der Platz des Autos, Tourismus und Konsum. Sie müssen so umgestaltet werden, dass sie umweltfreundlich, begehrenswert und integrativ sind.Philippe Chiambaretta, verantwortlicher Architekt für das Projekt
Bevor die globale Pandemie den Tourismus traf, waren 72 Prozent der Fussgänger auf den Champs-Élysées Touristen und 22 Prozent Berufstätige. Die Pariser haben diese einst beliebte Prachtstrasse fast vollständig verlassen.
Die legendäre Allee hat in den letzten 30 Jahren einiges von ihrem Glanz verloren. Sie wurde nach und nach von den Parisern verlassen und wurde von mehreren aufeinanderfolgenden Krisen heimgesucht: Gelbwesten, Streiks, Gesundheit und Wirtschaft.Das Champs-Élysées-Komitee
Schliesslich werden nicht nur die Champs-Élysées eine neue Umgestaltung erfahren. Paris plant auch die Sanierung des Eiffelturm-Geländes. All diese Projekte sind Teil einer grösseren Vision, mit der die Stadt vor und nach den Olympischen Spielen 2024 einige Veränderungen wahrnehmen wird.
Paris vom Rückgang des Tourismus enorm betroffen
Seit Beginn der Coronakrise hat der Tourismus in Paris enorm abgenommen. In der ersten Hälfte des Jahres 2020 verzeichnete die Region Paris 14 Millionen weniger Touristen als im Jahr 2019. Normalerweise empfängt die Region 50 Millionen Besucher pro Jahr. Allein in der ersten Jahreshälfte gab es einen Verlust von 28 Prozent an Touristen. Derzeit sind noch keine offiziellen Daten über die Gesamtzahl der Touristen im Jahr 2020 bekannt, aber es ist davon auszugehen, dass Paris einen historischen Rückgang der Besucherzahlen verzeichnen wird. Die Region Paris ist eine der Regionen, die im Jahr 2020 am meisten unter dem Tourismusrückgang gelitten hat. Zwischen Juli und September 2020 gab es fast 70 Prozent weniger Hotelübernachtungen, verglichen mit 34 Prozent in Frankreich insgesamt. Zwischen Juli 2019 und Juli 2020 ist der Umsatz der Hotelbranche in Paris um 82 Prozent gesunken, wie aus den Ergebnissen einer französischen Studie von INSEE ersichtlich wurde.
Projekte zur Wiederbelebung der Stadt kommen daher zur rechten Zeit und sind Teil einer Strategie, die nicht nur darauf abzielt, Paris wieder zu alter Stärke zu verhelfen, sondern auch den Tourismus wiederzubeleben, der von der Pandemie schwer getroffen wurde.
Fazit zur Umgestaltung der Champs-Élysées in einen Garten
Die Bürgermeisterin von Paris hat vor Kurzem einem Projekt im Wert von rund 303 Millionen Franken zugestimmt, dass die weltberühmte Champs-Élysées grüner, lebenswerter und vor allem weniger verschmutzt gestalten soll. Und nicht nur die Champs-Élysées wird sich in den nächsten Jahren verändern. Der Place de la Concorde und der Eiffelturm sollen ebenfalls saniert werden. Mit diesen Investitionen erhofft man sich auch den Tourismus in Paris wiederzubeleben, der von der Pandemie schwer getroffen wurde und seitdem einen schweren Rückgang erlitt.