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Vor einiger Zeit habe ich mich entschieden, an der Vintage Schweizer-Meisterschaft des FHRM (Freunde historischer Renn-Motorräder) teilzunehmen. Auf der Suche nach einem geeigneten Motorrad sollte es am liebsten ein englisches, noch besser eine BSA sein. Dabei bin ich auf eine zum Teil restaurierte 1971er BSA Thunderbolt gestossen. Sie besass bereits den OIF (Oil-in-Frame) Rahmen, welcher bekannt für seine Stabilität war. Der Motor wurde bei Flury Norton, Biberist quasi neu aufgebaut. So bekam er einen 750ccm Bigbore Kit von SRM, dem Spezialisten für Präzisionteile englischer Motorrad-Klassiker, und einen Primär-Zahnriemen-Antrieb samt Kupplung vom Hersteller Bob Newby. Die Elektrik besteht aus einer einfachen Magnetzündung. Der Thunderbolt Zylinderkopf wurde gegen einen revidierten Zweivergaser-Lighting Kopf getauscht mit neuen Amal 930er Concentric Vergasern. Die Kompression wurde auf 10:1 erhöht. Auf diese Weise konnten aus dem Motor, welcher üblicherweise 47 PS hat, stramme 55 PS herausgeholt werden. Meine erste Renn-Saison 2019 verlief hervorragend und ohne irgendwelche nennenswerte Pannen.
Die BSA Thunderbolt A65T 650 ccm aus dem Jahr 1970 wurde im Februar 2004 in der Ricardo-Online-Börse angeboten. Sie war jahrelang fast vollständig zerlegt in einer Garage gelegen, alles ziemlich angerostet. Das Motorrad hatte laut Tacho um die 40'000 km auf dem Buckel. Eineinhalb Jahre später im Sommer 2006, erstrahlte sie wieder in neuem Glanz. Der Motor wurde damals teilrevidiert d.h. Zylinder, Zylinderkopf und neue Kolben. Nach 16'000 gefahrenen Kilometern wurde nach einem Lagerschaden auch noch die Kurbelwelle samt Lagerung revidiert bzw. ersetzt. Eine Hochleistungs-Ölpumpe von SRM gewährleistet zusätzlich eine einwandfreie Schmierung. Inzwischen habe ich über 40’000 km mit der Thunderbolt zurückgelegt.
Die Triumph Twenty-One 350 ccm 3TA mit Jahrgang 1963, stand in der Schweiz wahrscheinlich für Jahre unbenutzt in einem Lagerschuppen. Der frühere Besitzer des Motorrades konnte aber nicht mehr ausfindig gemacht werden. Ebenso fehlten die Papiere dazu. Nur das Nummernschild wies darauf hin, dass die Twenty-One aus Irland stammen musste. Wir nehmen deshalb an, dass jemand aus Irland in den 60er Jahren in die Schweiz kam um hier zu arbeiten und sie bei seiner Rückkehr nach Irland zurückliess. Mit Hilfe des irischen «Veteran & Vintage Car Club Limited» (www.ivvcc.ie) konnten dann Fahrzeugpapiere beschafft werden die zur Verzollung in der Schweiz ausreichten. Nun ist sie wieder «On-The-Road-Again».
Diese Triumph Speed Twin 5TA mit Jahrgang 1961, wurde aus Holland importiert und im Jahre 2004 in der Schweiz verzollt. Nach einigen Umwegen gelangte sie in Teile zerlegt und ziemlich unvollständig nach Solothurn. Vor allem am Motor fehlte einiges. Mit Ersatz- und Neuteilen aus England, USA, Kanada, Deutschland und der Schweiz wurde der Motor von Flury-Norton, Biberist instand gestellt. Das Zündsystem wurde mit einer elektronischen Boyer Bransden-Einheit modernisiert. Für die Neulackierung nahmen wir die T100er-Modelle aus den 60er Jahren als Vorbild. Seit Oktober 2012 kann man die Triumph wieder auf der Strasse antreffen. Und sie lässt sich mit hohem Spassfaktor bewegen.