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Am Sternenhimmel im März 2021
Meteorologisch beginnt der Frühling bereits am 1.3., real astronomisch am 20.3. um 9:37 Uhr. Die Sonne überquert in diesem Moment den Himmelsäquator und steht damit am Mittag auf ihrer mittleren Höhe am Himmel. Dies im Gegensatz zur tiefsten Stellung der Sonne im Winter und der höchsten Stellung im Sommer.
Am 20.3. ist die Sonnenmitte 12h lang am Himmel zu sehen. Weil der Sonnenauf- und der Sonnenuntergang aber jeweils den Zeitpunkt bezeichnen, an dem der obere Sonnenrand die Horizontlinie scheinbar berührt, ist die Sonne am 20.3. sogar 12h 10m lang zu sehen.
Die Erdachse hebt sich im Spiel der Jahreszeiten nun sehr deutlich an, so dass die Tageslänge bis zum Monatsende um 1h 41m von 11h 6m auf 12h 47m zunimmt
Die Sommerzeit beginnt am Sonntag, 28.3. um 02:00 Uhr. Die Uhr muss ab diesem Moment um eine Stunde vorgestellt, das heisst, von 2 Uhr auf 3 Uhr umgestellt werden. Der Nachtbeginn verschiebt sich dadurch ebenfalls um eine Stunde, wodurch die Sternwarte Sirius ab März erst um 21:30 Uhr geöffnet werden kann.
Die Sonne durchläuft bis zum 12.3. das Sternbild des Wassermanns, um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild der Fische fortzusetzen.
Merkur nähert sich den ganzen Monat über scheinbar der Sonne und kann höchstens noch zu Monatsbeginn in der Morgendämmerung tief über dem flachen östlichen Horizont gesehen werden.
Venus zieht scheinbar an der Sonne vorbei und bleibt daher den ganzen Monat über nicht sichtbar. Sie steht am 26.3. in oberer Konjunktion zur Sonne.
Der rote Planet Mars durchläuft den ganzen Monat über scheinbar das Sternbild des Stiers und kann bis in die zweite Nachthälfte hinein in bester Lage als heller rötlicher Lichtpunkt gesehen werden.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild des Steinbocks und kann jeden Tag besser gegen Morgen tief über dem flachen östlichen Horizont links von Saturn stehend gesehen werden.
Der Ringplanet Saturn durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild des Steinbocks und kann gegen Morgen über dem flachen östlichen Horizont gesehen werden.
Der Lauf des Mondes:
Letztes Viertel am 6.3. um 2:30 Uhr
Neumond am 13.3. um 11:21 Uhr
Erstes Viertel am 21.3. uu 15:40 Uhr
Vollmond am 28.3. um 20:47 Uhr
In den frühen Nachtstunden im März lässt sich die Milchstrasse weiterhin gut verfolgen. Sie steigt im Süden mit dem etwas schwächer zu erkennenden äusseren Scheibenbereich aus dem Horizont, läuft danach über den Zenit und geht im Norden mit dem leichter erkennbaren Scheibenzentrum unter. Damit scheint dieses zart milchige Band den gestirnten Himmel nun aufzuteilen.
Im Westen dominiert das Sternbilder des Stiers mitsamt seinen prächtigen Plejaden, während erst weit im Nordosten, tief über dem Horizont, das Sternbild der Andromeda mitsamt ihrer bei gutem Wetter bereits von blossem Auge sichtbaren grossen Spiralgalaxie, genannt M31, zu sehen ist. Im Osten ist das leicht zu erkennende Sternbild des Löwen zu sehen, während gegen Süden hin sich weiterhin das Wintersechseck mit den daran beteiligten und so schön anzuschauenden Sternbildern Orion, Stier und Zwillinge zeigt. Unterhalb des Gürtels im Orion lässt sich bei klarem Himmel mit blossem Auge sogar die Geburtsstätte von neuen Sternen entdecken. Bereits der Blick durch einen Feldstecher zeigt die ganze Pracht eines solchen Objektes. Mit Hilfe des Teleskops lässt sich danach noch so vieles weitere entdecken. So begegnen wir auf unserem Weg hinaus in die Tiefen des Universums jungen, eben erst entstandenen Sternen genauso wie ganzen Trümmerwolken von längst vergangenen Sonnen, um danach in fremde Galaxien vorzudringen.