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Die Wettbewerbskommission eröffnet eine Untersuchung gegen die Vertreiber französischer Bücher in der Schweiz
Monbijoustrasse 43, 3003 Bern, 17.03.2008 - Die Wettbewerbskommission (Weko) hat am 13. März 2008 eine Untersuchung betreffend den Import französischer Bücher in die Schweiz eröffnet. Die Untersuchung richtet sich gegen die Vertreiber, welche die französischen Verleger in der Schweiz vertreten. Untersucht werden soll, ob diese Vertreter im Schweizer Markt über eine marktbeherrschende Stellung verfügen. Im Falle des Vorliegens einer marktbeherrschenden Stellung soll weiter untersucht werden, ob die Vertreter diese Stellung im Rahmen ihrer Preispolitik missbrauchen.
Die Buchpreise werden in Frankreich durch die Verlage festgelegt und den Buchhandlungen über das „loi Lang", das französische Buchpreisbindungsgesetz, auferlegt. Anlässlich des Imports für den Schweizer Markt, erheben die Vertreiber auf dem französischen Preis einen Zuschlag, dessen Höhe unter den Vertreibern stark variiert. Der Zuschlag wird anhand einer „Umrechnungstabelle" festgelegt. Dieses Vorgehen erlaubt es den Vertreibern für die Schweiz Preise festzulegen, die deutlich über den französischen Preisen liegen. Dabei könnte es sich um einen Preismissbrauch im Sinne des Schweizer Kartellgesetzes handeln.
Jeder Vertreiber ist in der Schweiz exklusiver Vertreter des französischen Verlegers von welchem er beliefert wird. Die Schweizer Buchhandlungen decken sich fast exklusiv bei diesen Vertreibern ein. Eine zu den Vertreibern parallele Struktur für den Import von Büchern erscheint nur schwer realisierbar.
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Dr. Patrik Ducrey
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Wettbewerbskommission
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