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Elektrische Strassenbahn nach Luzern.
Postbureau, Telegraph, Telephon. 22
Häuser, 456 kathol.
Ew. Die Kirchgemeinde Reussbühl zählt 122
Häuser und 2300 kathol. Ew. Eine Schappe- und Nähseidenzwirnerei, drei mechanische
Schreinereien, grosse Möbelfabrik und Parketterie, eine Kleiderhalterfabrik, Schlosserei, Werkplätze.
Wiesenbau. Auf einem Hügel links über der
Reuss stand einst die Burg Reussegg, Stammsitz der 1083 zum erstenmal
erwähnten Edeln vonReussegg, die als Freunde der
Habsburger von diesen Aemter und
Lehen erhielten.
Nach
der Ermordung Albrechts wurde aber von der rachedurstigen Königin Agnes 108 auch ihr
Schloss zerstört.
Die bis um die Mitte
des 19. Jahrhunderts noch sichtbare Burgruine ist heute vollständig verschwunden.
Ein Ilans von Reussegg war zur Zeit der
Eroberung des
Aargaues durch die
Berner 1415 Schultheiss von
Zofingen.
Der letzte Spross des Geschlechtes, Jakob von Reussegg,
starb 1847.
bedeuten eine Gegend, die durch
«reuten» oder «ausreuten»
des
Waldes mit der Axt urbar gemacht worden ist und entsprechen dem Französischen
Essert etc. Im Gegensatz dazu beziehen sich
die Namen
Schwanden,
Schwendi etc. auf solche Orte, deren Urbarmachung durch Niederbrennen des
Waldes erfolgt ist.
Oft in Verbindung
mit dem Namen des ersten Kolonen: Bollenrüti (von Bollo), Sammelsgrüt (von Samilin) etc.
Die sehr originelle Pfarrkirche hat Fresken aus dem Mittelalter. 1239 wird ein Wilhelm von Röitingen genannt. Zu Beginn
des Mittelalters gehörte Reutigen zur Herrschaft Strättlingen, kam dann an die HerrschaftBurgistein und
ging nach dem Erlöschen dieses Geschlechtes in verschiedene Hände über, bis es von Adrian von Bubenberg 1494 an die Stadt
Bern verkauft wurde, die es ihrem Landgericht Seftigen zuteilte. Später kam die Gemeinde an den Amtsbezirk Thun und endlich
an den Amtsbezirk Nieder Simmenthal. Kirchlich war Reutigen zuerst eine Filiale der Pfarrei Wimmis, die
dem Kloster Sels im Elsass zustand. Seit 1480 eigene Kirchgemeinde, deren Kollatur 1481 durch Kauf an Bern
überging. Fund eines
Beiles aus der zweiten Eisenzeit. 1296: Reutingen.