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Stromerzeugung im Tagesverlauf
Strom ist im grosstechnischen Massstab praktisch nicht speicherbar. Um diese Beschränkung zu umgehen, versucht man potentielle Energie zu speichern, um sie später bei einem Anstieg des Verbrauchs in Strom umzuwandeln. Das Wasser ist eine dieser potentiellen Energien, die speicherbar und bei Bedarf nutzbar sind.
Die verschiedenen Kraftwerke üben innerhalb des Kraftwerksparks nicht alle die gleiche Funktion aus und verfügen auch nicht über das gleiche Produktionspotential.
Die Wärmekraftwerke (Kernkraftwerke, Kohlekraftwerke) decken den Grundenergiebedarf ab, der den ganzen Tag über durchgehend bereitgestellt wird. Laufwasserkraftwerke haben eine ähnliche Funktion. Alle diese Produktionsanlagen werden praktisch nie angehalten; sie erzeugen eine Energie-Grundlast, die auch als Bandenergie bezeichnet wird.
In geringerem Masse spielen bei der Erzeugung dieser Bandenergie auch die Wind- und Solarkraftwerke eine Rolle. Diese neuen Energien haben jedoch den Nachteil, dass sie nur zeitweise Strom erzeugen, wenn die potentielle Energie (Wind, Sonne) verfügbar ist. Wenn sie gerade keinen Strom erzeugen können, müssen andere Kraftwerke in der Lage sein, kurzfristig einzuspringen.
Während der Zeiten mit hoher Stromnachfrage müssen Produktionseinheiten sehr kurzfristig in Betrieb genommen werden, um die Lücke zu schliessen. Diese Nachfrage, die den variablen Teil des Bedarfs bildet, wird Spitzenenergie genannt. Hier bieten Wasserkraftwerke mit Stauwerk, Pumpspeicherkraftwerke sowie Gaskraftwerke die erforderliche Flexibilität, um die Leistungsentnahme sehr schnell zu bedienen.
Ein bestimmter Verbraucher ist nicht an ein Kraftwerk angeschlossen, sondern an ein ausgedehntes, sich über ganz Europa erstreckendes feinmaschiges Netz. Die Versorgung dieses Netzes wird von Tausenden von Kraftwerken sichergestellt.
Eine bestimmte Zahl dieser über ganz Europa verteilten Kraftwerke verbleibt im Wartezustand und ist bereit einzuspringen, falls eine Produktionseinheit nicht die erforderliche Leistung liefern kann.
Quelle: www.fmv.ch