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Datum: Donnerstag 04.10.2018
Zeit: 19:30 - 21:00
Ort: Hauptgebäude, ETH Zentrum
Raum: HG G 26.5 (Karte)
Referent: Yvo Weidmann
Nach dem Kollaps der Sowjetunion und dem darauffolgenden Bürgerkrieg kollabierten auch die technischen Wissenschaften in der ehemaligen Sowjetrepublik Tadschikistan. Flucht und Migration der Fachkräfte, Studenten ohne Professoren an den Universitäten, Korruption und veraltete Strukturen ohne Anpassungen an das 21. Jahrhundert waren die Folge.
Nach der humanitären Soforthilfe während dem Bürgerkrieg engagieren sich unzählige Staaten und Organisationen am Wiederaufbau des Landes. Dabei spielt natürlich die Geoinformation eine zentrale Rolle. Aber tut sie dies wirklich? Wie findet die Transition in einem Land statt, in welchem bis heute Karten mit einem Massstab 1:50’000 und die Koordinaten von Triangulationspunkten als geheim gelten? Was sind die Hürden für einen Geoinformatiker unter den gegebenen Umständen freischaffend tätig zu sein. Eine kleine Reise durch ein paar Projekte aus meiner Zeit in Tadschikistan zwischen 2009 und 2012.