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Nächster Rücktritt: Alligators Kevin Berry beendet seine Karriere
Alligator Malans muss einen weiteren Rücktritt verkraften. Nach 360 Partien in der höchsten Spielklasse hat sich der abschlussstarke Verteidiger Kevin Berry für den Rücktritt entschieden.
Alligator Malans muss einen weiteren Rücktritt verkraften. Nach 360 Partien in der höchsten Spielklasse hat sich der abschlussstarke Verteidiger Kevin Berry für den Rücktritt entschieden.
Nach 13 Saisons in der höchsten Spielklasse und 360 Partien ist Schluss. Verteidiger Kevin Berry gibt seinen Rücktritt bekannt. Dies vermeldet der Unihockeyverein Alligator Malans auf seinem Instagramkanal. Der Grund? Der Familienvater möchte künftig mehr Zeit für seine Liebsten haben. Denn diese fehlt in der aufwendigen Sportart mit bis zu vier Trainings pro Woche bei mindestens 80-prozentiger Anstellung im Berufsleben.
Wie Berry als Unihockeyspieler in Erinnerung bleiben wird? Nicht nur als kompromissloser Verteidiger, sondern auch als Spieler mit überdurchschnittlicher Spielintelligenz und Übersicht. Obwohl verlässliche Daten fehlen, dürfte sein gefährlicher Slapshot aus der Distanz zu den härtesten Schüssen der Liga gehört haben. All diese Fähigkeiten konnte er auch in seinen letzten Partien abrufen, als er mit Alligator Malans im Play-off-Viertelfinal GC an den Rand des Ausscheidens brachte und erst in der Finalissima unterlag. Seine offensive Spielweise brachte es mit sich, dass sich der 30-Jährige Saison für Saison in den vorderen Rängen der Skorerliste eintragen konnte. In den 360 Spielen steuerte er 301 Punkte (157 Tore, 144 Assists) bei. Auch in der vergangenen Spielzeit, die für Alligator Malans äusserst enttäuschend verlief, sammelte er 29 Skorerpunkte. Nur die Stürmer Remo Buchli und Dan Hartmann sammelten je einen Zähler mehr als Verteidiger Berry.
Zwei WM-Teilnahmen
Aufgrund seiner Fähigkeiten war er lange auch Bestandteil der Schweizer Unihockey-Nationalmannschaft. An den Weltmeisterschaften 2016 und 2018 durfte er mit dem Schweizer Kreuz auf der Brust auflaufen. 2021 verzichtete er aus privaten Gründen auf die Endrunde in Finnland, im vergangenen Jahr fiel er vor der Heim-WM dem letzten Kaderschnitt zum Opfer und musste von zu Hause mitansehen, wie seine Nationalmannschaftskollegen als Vierte leer ausgingen.
So überzeugend er auf dem Feld auftrat, so zurückhaltend und ruhig verhielt er sich in Interviews. Und doch stand auch er immer zur Verfügung. Auch in der enttäuschend verlaufenen letzten Saison, die nun gleichzeitig auch die letzte seiner Karriere gewesen war.