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«Es begann im Alter von vierzehn oder fünfzehn mit viel Hass gegen mich selbst. Ich wog um die 130 Kilo, als mir klar wurde, dass ich so nicht weiterleben kann. Ich nahm mit ärztlicher Hilfe ab, dann wieder zu. Vor sechs Jahren liess ich mir den Magen verkleinern. Wegen Komplikationen musste mir in einer zweiten Operation ein Magenbypass gelegt werden, die Speiseröhre wurde also direkt an den Darm angeschlossen.
Viele denken, mit einer Operation abzunehmen wäre einfach. Ist es nicht. Ich kann nur noch Mini-Portionen essen. Ein Löffel Joghurt kann meinen Zuckerspiegel so stark ansteigen lassen, dass ich Herzrasen bekomme.
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«Ich schränkte mich ein, verbot mir Dinge. Weil ich überzeugt war, dass es mir nicht zustehe, so wie ich aussah»
Paradoxerweise wurden meine Probleme grösser, je schlanker ich wurde. Angezogen konnte ich die überschüssige Haut kaschieren. Aber nackt wirkte sie abstossend. Vergangenen Sommer wurde ich operiert. Ich wurde einmal rundherum aufgeschnitten. 3.5 Kilo Haut wurden entfernt, der Bauchnabel versetzt. Die Wunde heilte schlecht, ich litt wahnsinnige Schmerzen, aber ich würde es sofort wieder tun.
Früher entschuldigte ich mich ständig für mich. Ich schränkte mich ein, verbot mir Dinge. Weil ich überzeugt war, dass es mir nicht zustehe, so wie ich aussah. Ich vermisste so vieles, Partnerschaft etwa und Sex. Inzwischen habe ich mit mir Frieden geschlossen, mit meinem Körper und mit meinen seelischen Problemen. Die sind nicht einfach weg, an ihnen werde ich wohl ein Leben lang arbeiten. Aber sie machen das Leben lebenswert. So sehe ich das heute.» – Alma (31), Name geändert