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Bei ihrem Olympia-Debüt vor vier Jahren in Pyeongchang belegt Alexia Paganini Platz 21. Das Erreichen der Kür der besten 24 ist auch diesmal das Minimalziel.
Beim letzten Kräftemessen der weltbesten Eiskunstläuferinnen vor einem Jahr an der WM in Stockholm verpasste Paganini die Kür als 25. «Ich fühlte mich schrecklich», blickt die 20-Jährige im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zurück. Mittlerweile sieht sie darin aber auch Positives, zwang sie doch die Enttäuschung, stark an sich selber zu arbeiten.
Das Scheitern kam nicht von ungefähr, die ganze Situation wegen Corona machte ihr zu schaffen. So wurden viele Wettkämpfe abgesagt, was es für sie immer schwieriger machte, sich auf mögliche Wettbewerbe vorzubereiten. Sie vermisste es, zu reisen, und vor allem lebte sie das erste Mal ohne ihre Eltern, die sie während Monaten nicht sah. «Das war das härteste.» Paganini war im Mai 2020 von Harrison im Bundesstaat New Jersey nach Chambéry gezogen, um dort beim zweifachen Walliser Weltmeister Stéphane Lambiel zu trainieren. Dies wurde ihr von Swiss Ice Skating aufgrund der Pandemie angeboten.
Neue Inputs
Mittlerweile ist Paganini nicht mehr bei Lambiel. Als die beiden zusammensassen, um die Strategie für die Nebelhorn Trophy festzulegen, fanden sie keine Einigung – in Oberstdorf ging es für Paganini im vergangenen September darum, sich den an der WM verpassten Olympia-Quotenplatz doch noch zu holen. Paganini hatte andere Ideen wie Lambiel. Als sie nach Zürich zu ihrem langjährigen Choreografen Nikolai Morosow ging, tauschten sich die beiden aus, was für sie am besten wäre. Sie absolvierte ein Probetraining beim früheren rumänischen Läufer Gheorghe Chiper, der mit einer Schweizerin verheiratet ist, und dieses gefiel ihr.
«Bei Gheorghe ist die Herangehensweise sehr methodisch und technisch. Wir haben für jeden Wettkampf und jedes Training einen sehr klaren Plan. Bei Lambiel stand mehr das Künstlerische im Vordergrund, er ist sehr kreativ.» Zudem gefällt es ihr in Zürich deutlich besser als in Chambéry, mag sie das Leben dort und fand sie ein paar gute Freundinnen.
Kein Olympia-Neuling
Für Peking fühlt sich Paganini perfekt vorbereitet. An der EM im Januar in Tallinn belegte sie den 10. Rang. Mit ihren Leistungen dort war sie im Grossen und Ganzen zufrieden. Zwar hatte sie an der EM 2019 in Minsk den 4. Platz belegt, das könne jedoch nicht verglichen werden, so Paganini. «Es gibt viele neue Läufer.»
Dass sie schon einmal Winterspiele erlebt hat, führt dazu, dass sie weniger Stress empfindet und es mehr geniessen kann. Sie fühlt sich trotz der speziellen Umstände wohl in der chinesischen Hauptstadt, und auch das Eis passt ihr. Ohnehin hat sie nun grosses Vertrauen in ihre Sprünge. Ein Rangziel setzt sie sich nicht, aber selbstredend will sie nicht noch einmal die Kür verpassen. Das Kurzprogramm findet am Dienstag statt, die Entscheidung um die Medaillen fällt dann zwei Tage später.
sda