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Prävention und Intervention von Nackenschmerzen
Prävention und Intervention von Nackenschmerzen bei Büroangestellten in der Schweiz (NEXpro)
Unspezifische Nackenschmerzen sind insbesondere bei Büroangestellten ein weit verbreitetes Phänomen. Sie reduzieren das körperliche Wohlbefinden, die Lebensqualität und die Arbeitszufriedenheit und wirken sich in Form von gesundheitsbedingter reduzierter Leistungsfähigkeit und Fehlzeiten negativ auf die Produktivität der Betroffenen aus.
Verschiedene Studien haben die starke Verbreitung von Nackenschmerzen bei Schweizer Büroangestellten aufgezeigt. Wissenschaftlich noch unzureichend erforscht ist, welche Massnahmen Schmerzen vorbeugen oder reduzieren sowie die Produktivität der Betroffenen erhöhen. Ergebnisse verschiedener jüngerer Studien deuten darauf hin, dass sich Übungen zur Stärkung des Nackens sowie eine Anpassung des Arbeitsplatzes gemäss ergonomischen Richtlinien positiv auf die Problematik auswirken können. Weiterhin unklar ist, welches die «besten» Massnahmen sind.
Zielsetzung
Das vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierte und auf vier Jahre angelegte Projekt untersucht zum ersten Mal, wie sich eine evidenzbasierte, mehrteilige Intervention zur Steigerung der Nackengesundheit bei Schweizer Büroangestellten auswirkt.
Das primäre Ziel der Untersuchung ist die Erhöhung der Produktivität: Die teilnehmenden Betroffenen sollen befähigt werden, ihre durch Nackenschmerz verursachte reduzierte Leistungsfähigkeit (Präsentismus) und ihre Fehlzeiten (Absentismus) zu reduzieren. Nackenschmerzen und Einschränkungen sollen reduziert und die Lebensqualität verbessert werden. Nicht zuletzt will das Projekt eine Massnahme entwickeln, welche an mehreren Stellen ansetzt und in der Arbeitswelt einfach umgesetzt werden kann.
Methode und Vorgehen
Die Studie wird direkt am Arbeitsplatz von Büroangestellten dreier mittelgrosser Organisationen in den Kantonen Zürich und Aargau durchgeführt.
Hierbei kommt ein mehrstufiges Verfahren zur Anwendung: Die teilnehmenden Büroangestellten wer-den basierend auf ihren Arbeitsplatzbedürfnissen in Gruppen aufgeteilt, welche allesamt die Interventions- und Kontrollphase durchlaufen. Die Intervention besteht aus vier Komponenten:
- Theoretische Gesundheitsinputs mit praktischen Übungen (Workshops)
- Arbeitsplatzanalyse und -anpassung gemäss ergonomischen Richtlinien
- Spezifisches Krafttraining (Nacken- und Schulterübungen)
- Rückmeldung und Unterstützung mittels einer Smartphone-App
Die Intervention wird von Gesundheits- und Bewegungswissenschaftler/-innen sowie Physiotherapeut/-innen durchgeführt und begleitet.