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Der Kern der neuen gesetzlichen Vorgaben wurde indes nicht beanstandet, wie beispielsweise die Möglichkeit, die Entnahme an die Populationsentwicklung anzupassen. Geklagt hatten mehrere Naturschutzorganisationen, darunter auch France Nature Environment (FNE).
Der Verband erneuerte seine Kritik an der Regierung. Vor allem auf den Abschuss von Wölfen zu setzen, sende ein falsches Signal an die Landwirte und bremse die Entwicklung von wirksamen Schutzmassnahmen aus. Derweil erlitt das Pariser Umweltministerium in Zusammenhang mit einer 2015 erteilten Genehmigung für die Tötung von Wölfen im Nationalpark Vanoise eine juristische Niederlage.
Das Berufungsgericht in Lyon bestätigte eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts in Grenoble, das die Abschussgenehmigung bereits 2017 für rechtswidrig erklärt hatte. Das Pariser Umweltressort hatte die Entscheidung angefochten. Nach Angaben von FNE hatte 2015 der zuständige Präfekt auf Betreiben von örtlichen Tierhaltern den Abschuss von sechs Wölfen genehmigt, ohne die Naturschutzverbände zu konsultieren. Diese hätten daraufhin Klage in Grenoble eingereicht und Recht bekommen.
Laut FNE urteilten die Richter, dass vor einem Abschuss versucht werden müsse, die Wölfe mit ungezielteren Schüssen zu vertreiben. Die Entscheidung zeige, dass gezielte Tötungen nur als letztes Mittel verwendet werden dürften. Im vorliegenden Fall habe der Staat zudem nicht nachweisen können, dass durch die Wölfe tatsächlich erhebliche und wiederkehrende Schäden verursachtworden seien.