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Projektleitung: PD Dr. Robin Rehm
Das Hauptgebäude der Universität Zürich, bestehend aus Kollegien- und Biologiegebäude, nach den Plänen des Architekturbüros Robert Curjel & Karl Moser in den Jahren 1907 bis 1914 entworfen und ausgeführt, gehört neben Gottfried Sempers Eidgenössisches Polytechnikum (1858–1865) zu den baukünstlerisch aussagekräftigen Universitäts- und Hochschulbauten der Schweiz. Innerhalb der Gattung der Schul- und Universitätsbauten, die zwischen 1900 und 1920 errichtet worden sind, ist das Hauptgebäude der Zürcher Universität stilistisch vergleichbar mit Theodor Fischers Friedrich-Schiller-Universität Jena von 1908. Über diese Baugattung hinaus bestehen baukünstlerische Beziehungen zu Gebäuden von Peter Behrens und Hermann Muthesius in Berlin: Die Monumentalität als architekturästhetischer Terminus, anhand dessen der sich beim Rezipierenden einstellende Sinneseindruck erfassen lässt, kennzeichnet das baukünstlerische Verständnis.
Die Ausstattung ist zentraler Bestandteil der genannten Gebäude: Genauso wie die Architektur ist sie auf Evokation intensiver Sinneseindrücke angelegt. Darin gründet sich ein wesentliches Moment ihrer baukünstlerischen Qualität. Die Einrichtung des Universitätshauptgebäudes gehört zu Mosers bekannten Interieurgestaltungen etwa der Villa Langmatt (1899–1901) und der Villa Baumann (Villa Burghalde) (1904/05) in Baden. Der Grad an Aufmerksamkeit, den man damals entsprechenden Ausstattungen geschenkt hat, ist zeitgenössischen Buchpublikationen zu entnehmen, wie Paul Mebes Um 1800. Architektur und Handwerk im letzten Jahrhundert ihrer traditionellen Entwicklung von 1908 und der von Alexander Koch seit 1890 herausgegebenen Zeitschrift Innendekoration. Die Objekte der Moseriana der Universität Zürich umfassen verschiedene Bereiche der Architektur und Dekoration sowie der Ausstattung aus der Zeit nach Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 1914: Modelle, Schänke, Spinte, Vitrinen, Regale und Ablagen, Schreib- und Konferenztische, Sitzmöbel, Garderobenständer und Beleuchtungskörper. Die Ausstattung der Universitätsgebäudes wird in einem Gesamtinventar zusammengefasst. Zugleich erfolgen Beratungen bei Restaurierungsvorhaben.