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© Marcel Burkhardt
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Jenny, M. (2020)
Monitoring Brutvogel- und Feldhasenbestände im Klettgau - Erfassungsjahre 2018 und 2019.
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Schweizerische Vogelwarte Sempach
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Zusammenfassung
Dieser Bericht fasst die Ergebnisse der Brutvogelkartierungen und Feldhasenzählungen der Jahre 2018 und 2019 in den drei Gebieten Widen, Langfeld-Goldäcker und Plomberg des kantonalen Vernetzungsprojekts Klettgau zusammen. Ergänzend dazu werden die Ergebnisse der Brutvogelkartierung im Klettgauer Rebbaugebiet in den Jahren 2017 und 2018 dargestellt und kommentiert.
Ackerbaugebiete: Die Resultate bestätigen erneut, dass einige für das offene Kulturland prioritäre Vogelarten (Ziel- und Leitarten) wie auch der Feldhase im stark aufgewerteten Gebiet Widen und in Teilen des Gebiets Langfeld gute bis sehr gute Lebensraumbedingungen vorfinden. In diesen Gebieten sind die Bestände von Gold- und Grauammer, Schwarzkehlchen und Dorngrasmücke stabil. Der Bestand der Grauammer ist aber nach wie vor stark gefährdet, und die Verbreitung beschränkt sich auf das Gebiet Widen. Im Gebiet Plomberg hingegen nahmen die Bestände einiger prioritärer Vogelarten und des Feldhasen weiter ab. Mit zwei Feldhasen pro km2 erreichte er die tiefste Dichte seit Be-ginn des Monitorings im Jahr 1994. Dies deutet auf eine deutliche Verschlechterung der Lebensraumqualität im Gebiet Plomberg hin.
Nach dem Ausbau der Bahnlinie der Deutschen Bahn im Jahr 2013, die mit einem starken Verlust an wertvollen Lebensräumen verbunden war, hat sich die Qualität der Kompensationsmassnahmen positiv entwickelt. Vor allem die Goldammer besiedelte in der Erfassungsperiode wieder Reviere entlang des Bahndamms.
Rebbaugebiet: Die zweite flächige Brutvogelkartierung der Klettgauer Rebberge im Jahr 2018 bestätigte, dass diese für einige seltene und bedrohte Vogelarten sehr bedeutsam sind. Dank dem vom PNA initiierten Artenförderungsprojekt konnten 2019 erste wertvolle Lebensräume auf Rebflächen angelegt werden.