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Goldlüster, weniger glänzend als Glanzvergoldung, erhält
man durch Auftragen und Einbrennen einer Mischung von Knallgold
und Schwefelbalsam, er dient besonders zum Überziehen ganzer Flächen; der zarteste Goldlüster, der Burgoslüster,
färbt die Glasur rosa, ist vollständig metallglänzend und so dünn, daß Druck und Malerei, welche man vorher auf dem Geschirr
angebracht hat, durchschimmern. Silberlüster erhält man durch Aufbrennen von Silberpräparaten unter Einwirkung reduzierender
Dämpfe, er ist gelb und gibt auf blauem Grunde den schönen grünen Kantharidenlüster.
Kupferlüster ist dem Burgoslüster ähnlich und kommt besonders auf gewöhnlicher spanischer Fayence,
auch auf Majolika vor. Wird Geschirr mit Bleiglasur beim Brennen reduzierenden Dämpfen ausgesetzt, so entsteht der glänzende,
in Regenbogenfarben spielende Bleilüster, welcher besonders schön bei Gegenwart von Chlorsilber in der Glasur erscheint. Wismutlüster
gibt mit Glanzgold schönen Kupferlüster mit goldig kupferfarbenem Reflex, mit mehr Wismut einen blauvioletten
spiegelnden Überzug, mit überwiegendem Gold
[* 7] in starker Verdünnung einen rosenroten und mit überwiegendem Wismut einen blauen
Überzug. Gute Lüster geben auch die Niederschläge, welche Harzseife in Metallsalzlösungen erzeugt.