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Geschichte der Birmakatze
Ich habe viele Bücher, Berichte und Beiträge gelesen und die vielen verschiedenen, teils ähnlichen Geschichten / Legenden verglichen. Ich habe nachgewiesene Daten aus diversen Quellen studiert, hier ist meine persönliche Meinung und meine Version der Geschichte:
Es war einmal, vor langer Zeit, zwischen dem geheimnisvollen Indien, und dem grossen, unbekannten China, das
sagenumwobene Land Birma. (*1)
In diesem Land, am Fusse eines gewaltigen Gebirges, ragte ein grosser, reich verzierter Tempel, zu Ehren der mächtigen Göttin der Seelenwanderung, gegen den Himmel empor.
Der Ehrenvollste, der Meister der Kittahs, (*2) der sein Leben und seine Gedanken, wie alle anderen in diesem Kloster auch, dieser blauäugigen Gottheit geweiht hatte, besass eine wunderschöne Katze, die sein treuer Begleiter war und die ihm auch als Orakel diente.
Nach einem langen und erfüllten Leben hatte sich der Hohepriester zum Sterben hingelegt, als das nahegelegene
Dorf von Feinden angegriffen wurde und die Mönche erkannten, dass sich auch ihr Kloster in grosser Gefahr befand. Sie waren aber von den, alle auf einen Zeitpunkt fallenden Schicksalsschlägen so überrumpelt, dass sie nicht wussten was zu tun sei. Sie standen
hilflos um die Leiche ihres verehrten Lehrers herum, als die Tempelkatze in geschmeidigen Bewegungen auf die Brust ihres Meisters
sprang und auf das noch offene Haupttor des Klosters starrte. Die Mönche erkannten, dass sich die Seele ihres Anführers mit dem
wunderbaren Tier verbunden hatte und sie aufforderte, die Tore des Tempels blitzschnell zu schliessen. Mit dieser schnellen Tat
konnten sie den Angriff auf das Kloster abfangen und sie waren gerettet. Sie begaben sich zurück um am Leichnam ihres Lehrers und
Vorbildes zu beten und sahen, dass die Katze die noch immer wie meditierend auf ihrem Herrn sass, ihre Farbe und ihre Aura geändert hatte. Ihre Augen waren so tiefblau wie die der Tempelgöttin und erweckten die Gewissheit, dass sie bis ins innerste des Herzens
sehen konnten. Das Fell hatte einen hellen Goldton, ihr Gesicht, die Ohren, die Beine und der buschige Schwanz waren dunkel geworden und die vier Pfoten waren blütenweiss, als Zeichen der Reinheit dessen, was sie berührten.
Alle Katzen im Tempel hatten auf diese Weise ihr Aussehen verändert. Sie kamen heran, umringten den jüngsten Kittah und schauten ihn ehrerbietig an. Die Priester waren sehr dankbar für dieses Zeichen, das ihre verstorbenen Glaubensbrüder in der Gestalt der Heiligen Birmakatzen sichtbar gemacht hatten, denn nun wussten sie, dass dieser Mönch erwählt war, den Platz des Verstorbenen zu übernehmen, als ihr ehrenwertester Meister.
Die weisen Kittahs hegten, pflegten und verehrten diese wunderbaren Katzen und deren Nachfahren als Seelenträger ihrer verstorbenen Glaubensbrüder, bis ans Ende ihrer Zeit.
So etwa könnte es gewesen sein ...
*1 auch Burma und heute Myanmar genannt, angrenzend an Indien, Bangladesch, Laos, Thailand
und China
*2 Mönche
Die ersten Birma Katzen mit den klassischen Rassemerkmalen sind nachweislich in Frankreich ausgestellt worden.
Die Rasse wurde in Frankreich 1925 anerkannt. Als hauptsächliche Farbvariante in Seal Point.
Die Zucht blühte auf, da die Heilige Birma als die schönste Katze der Welt galt.
Auch hier wurde während dem 2. Weltkrieg die Zuchtarbeit fast gänzlich zerstört. Nur einige wenige Tiere überlebten.
Dank französischen Züchtern konnte die wunderbare Rasse gerettet werden und schon bald zogen Deutschland, England und die USA mit.
Die Rasse der Heiligen Birmakatze war endlich gesichert. Es wurde in allen europäischen Ländern gezüchtet, vielleicht auf der ganzen Welt. Weitere Farbvarianten wurden anerkannt, die tiefblauen Augen wirkten betörend, das halblange, seidig weiche Fell verzauberte die Menschen und der ruhige, menschenbezogene und charismatische Charakter der Heiligen Birma fand immer mehr Liebhaber.
Einmal Heilige Birmakatze, immer Heilige Birmakatze!
Letzte Aktualisierung am : 26.08.2018