Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03156.jsonl.gz/1032

Die nordjapanische Stadt Sapporo will sich Medienberichten zufolge nicht mehr um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2030 bewerben. Wie mehrere japanische Medien übereinstimmend berichteten, will Sapporos Bürgermeister Katsuhiro Akimoto kommende Woche dem Präsidenten des Japanischen Olympischen Komitees, Yasuhiro Yamashita, den Entscheid mitteilen.
Hintergrund sind die massiven Bestechungsskandale im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen in Tokio im Sommer 2021. Es sei schwierig, in der Öffentlichkeit Verständnis für eine Bewerbung für 2030 zu wecken, berichtete der Fernsehsender NHK. Sapporo erwäge nun, stattdessen eine Bewerbung für das Jahr 2034 oder später anzustreben, hiess es.
Der Austragungsort der Winterspiele von 1972 war einst ein Favorit für eine erneute Austragung. Die Vergabe hätte bereits in diesem Jahr erfolgen sollen, wurde aber auf Juli 2024 verschoben. Nach dem Gigantismus der letzten Jahre und diversen Skandalen tut sich das Internationale Olympische Komitee IOC nun aber schwer, geeignete Kandidaten zu finden.
So wurden auch Winterspiele bereits in sieben Jahren in der Schweiz wieder ein Thema. Swiss Olympic prüft derzeit, ob eine Kandidatur realisierbar und wünschenswert wäre. Eine aktuelle Umfrage der Tamedia-Gruppe und von «20 Minuten» deutet auf ein gewisses Wohlwollen in der Schweizer Bevölkerung hin. 29 Prozent antworteten Ja auf die Frage, ob sie dezentrale Spiele in der Schweiz befürworten, weitere 27 Prozent sagen «eher Ja».
Befragt wurden vom Institut LeeWas am 19. und 20. September insgesamt 29'091 Personen in allen Landesteilen.