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„Wenn ich gross bin, möchte ich einen guten Beruf haben, der mit der Natur zu tun hat, zum Beispiel Naturforscher… Könnte ich nur einmal nach Sumatra, Borneo und Afrika und dort im tiefen Dschungel zwischen Gorillas, Orang Utans und anderen Tieren wie ein Höhlenbewohner hausen. Ich möchte alle Fabriken, die nicht lebensnotwendig sind, dem Erdboden gleichmachen. Einen grossen Wald mit klaren Bächen und vielen Tieren an dieser Stelle leben lassen.“
Aus einem Aufsatz des 12-Jährigen Bruno Manser
Der Basler Bruno Manser lebte von 1984 bis 1990 mit den Penan, dem Urvolk des Dschungels von Sarawak (Borneo). Er lernte ihre Sprache und eignete sich ihre Kultur an. Die Penan akzeptierten Manser als einen der Ihren und nannten ihn Laki Penan, den Penan-Mann. Als die ersten Bulldozer auftauchten und mit dem planmässigen Abholzen des Regenwaldes begannen, machte Manser durch spektakuläre Aktionen, die internationales Echo auslösten, auf das ökologische und menschliche Desaster aufmerksam und schuf sich dadurch mächtige Feinde … Im Frühjahr 2000, auf einer geheimen Reise zu den Penan, verschwand er spurlos.
Regisseur Christoph Kühn (NICOLAS BOUVIER, 22 HOSPITAL STREET) begibt sich auf den Spuren Bruno Mansers in den Dschungel von Sarawak. Es kommen jene Penan zu Wort, die zu Mansers zweiter Familie wurden: Sie erzählen von ihren gemeinsamen Abenteuern und Ängsten, Mansers Kämpfen mit Riesenschlangen, seinen Begegnungen mit Geistern – und von seiner Begabung, die Penan im Widerstand gegen die Holzfäller und Polizei zu vereinen. Dabei entsteht ein überraschendes, ganzheitliches Bild des leidenschaftlichen Naturforschers, Mystikers und Romantikers, der auch zorniger Umweltschützer und Menschenrechtler war.
BRUNO MANSER – LAKI PENAN wurde logistisch unterstützt vom Bruno Manser-Fonds, Basel. Er engagiert sich für die Erhaltung der tropischen Regenwälder und für die Rechte der Regenwaldbevölkerung, insbesondere der Penan.
Christoph Kühn
Aist Nyelit, Sigang, Pajak
Dokumentarfilm
CH 2007, 94'