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Bitte lest das -> Blade's Leidensgeschichte
HIER ein sehr umfangreicher, äusserst informativer und ins Detail recherchierter Beitrag über den American Bully.
Leider durften wir bis jetzt keine gesunden American Bullies kennenlernen. Die Bullies, welche wir gesehen oder von denen wir mitbekommen haben, litten unter schweren Allergien, Gelenkserkrankungen oder extremen Verdauungsstörungen.
Auch bekamen wir zu hören, dass die American Bullies für Shows mit Schmerzmitteln vollgepumpt werden, damit das Humpeln nicht zu sehen ist. Die roten kahlen Hautstellen werden mit Mittel überdeckt, der Hund sollte ja präsentabel sein.
Unser orthopädische Spezialist hat uns versichert, dass Blade's Diagnose von jahrelanger unkontrollierter Zucht herrührt.
Mich erreichen in letzter Zeit immer mehr Emails von American Bully Besitzern (keine Züchter), wessen Hunde ebenfalls schwere gesundheitliche Probleme haben, diese könnt ihr HIER lesen. Es stimmt mich unendlich traurig, dass so viele Bullies Blade's Schicksal teilen. Leider aber bestätigt dies auch, dass die Zucht von American Bullies auf dem falschen Weg ist und aus dem Ruder läuft.
Wohin führt dieser Weg und wo ist das Ende?
Der American Bully wurde aus diversen Molosser (Cane Corso, Bullmastiffs), mehrheitlich Bulldoggen und Amstaffs in den 90iger gekreuzt. Das Ziel dieser Kreuzungen waren schwere, muskulöse und sehr ruhige Hunde, welche in der Rap-Szene sehr gern gesehen und gehalten wurden. Dieses Klischee wird in Amerika noch gerne verbreitet, der prollige Gangster mit einem krassen American Bully an Kettenleine und Nietenhalsband, jedoch wird diese Rasse als liebenswerter, kinderfreundlicher und wundervoller Familienhund gehalten.
Leider ist das Ziel diverser Züchter noch breitere, muskulösere und tiefere Bullies zu züchten, der sogenannten Pocket Bully oder Short Bully. Diese Neuerscheinungen grenzen traurigerweise an Qualzuchten, da diese Hunde an erheblichen Gelenkbeschwerden und Atemnot leiden, da die imense Körpermasse auf den kurzen Beinchen kaum getragen werden kann.
Wie bei vielen Rassen ist es sehr wichtig, sich für eine seriöse Zuchtstätte mit gesunden und nicht überzüchteten Hunden zu entscheiden.
Fälschlicherweise wird der American Bully auch als American Bully Pit bezeichnet, jedoch wurde das "Pit" mit UKC Papieren angekauft.
Der American Bully hat einen muskulösen Körper, bewegt sich dennoch athletisch. Die Rüden erreichen eine Schulterhöhe von ca. 53cm und die Hündinnen eine Schulterhöhe von ca. 48 bis 50cm.
Da der American Bully in Europa nicht FCI anerkannt ist, sind auch keine Vorgaben betreffend Aussehen angezeigt. Ebenfalls wird dadurch diese Rasse unkontrolliert, das heisst ohne jegliche Gesundheitsauswertung der Zuchthunde oder Überprüfung der Zuchtstätte, vermehrt.
Der American Bully hat ein ausserordentlich liebevolles Wesen, nichts bringt ihn aus der Ruhe. Er liebt Kinder über alles. Seine Freundlichkeit steckt an und er ist zu allem sehr zugetan und zutraulich. Anderen Hunden gegenüber zeigt er sich freundlich und offen, er spielt sehr gerne und weicht Konflikten souverän aus. Seine Geduld und Gutmütigkeit ist grenzenlos. Er ist nicht ängstlich, aber auch nicht offensiv, weder angriffslustig noch provokativ. Er hat eine gesunde Neugierde, aber dennoch Respekt vor Unbekanntem.
Sein Temperament ist mässig. Er liebt es, draussen über die Wiese zu sprinten und mit dem Ball zu toben, jedoch stundenlange Spaziergänge sind nicht sein Ding. Zuhause angekommen, kuschelt er sich liebend gerne in das Bettchen und schläft gemütlich ein. In der Wohnung zeigt er sich absolut zivilisiert und ausgeglichen.
Trotz seines gemütlichen Charakters würde der American Bully für seinen Besitzer in den Tod gehen, er ist absolut loyal und möchte seinem Herren gefallen.
Mit anderen Tieren lebt der American Bully mit guter Sozialisierung sehr liebevoll zusammen.
Alles in Allem ein absoluter Traumhund, wäre da nicht dieser bittere Nachgeschmack.