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Die Eroberung Ägyptens durch die Araber im Jahre 642 initiierte eine neue Epoche in der Geschichte des Landes; wieder einmal Ägypten kam unter dem Einfluss einer fremden Macht. Im Gegensatz hingegen zur Machtübernahme der Römer in Ägypten knapp 700 Jahre früher fehlen jedoch detaillierte Untersuchungen in gesellschaftsgeschichtlicher, wirtschaftlicher und administrativer Hinsicht für diese Übergangsphase von der Antike ins Frühmittelalter. Sprachbarrieren und Fachgrenzen haben bislang eine Behandlung dieser einschneidenden Jahrzehnte als geschichtliches Kontinuum verhindert. Ziel dieses interdisziplinären Projekts, dass sich aus Althistorikern, Byzantinisten, Arabisten, Papyrologen und Koptologen zusammen setzt, wird es daher sein, die Kontinuitäten und Brüche beim Übergang von der klassischen bis zur nachklassischen Epoche bzw. von einer christlichen zu einer islamischen Gesellschaft aufzuzeigen. Dafür werden sowohl griechische, koptische als auch arabische Quellen ausgewertet, die den gleichen Zeitraum abdecken, aber aufgrund von künstlich gesetzte Disziplin- und Epochengrenzen bislang noch nicht umfassend und gebündelt hinweg berücksichtigt wurden.