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US-Präsident Donald Trump hält nach Angaben seines Sprechers an den Abhörvorwürfen gegen seinen Vorgänger Barack Obama fest. Der Geheimdienstausschuss des Senats hatte zuvor mitgeteilt, keine Beweise für die Vorwürfe gefunden zu haben.
«Er bleibt dabei», sagte Trumps Sprecher Sean Spicer am Donnerstag. Senat und Repräsentantenhaus hätten noch nicht alle relevanten Informationen darüber erhalten.
Der republikanische Präsident hatte Anfang des Monats dem Demokraten Obama über Twitter vorgeworfen, seine Telefone im Trump Tower in New York während der heissen Phase des Wahlkampfes im vergangenen Jahr angezapft zu haben. Ein Obama-Sprecher hatte die Vorwürfe, für die keine Belege vorgelegt worden sind, zurückgewiesen.
Der republikanische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, Richard Burr, und sein Stellvertreter von den Demokraten, Mark Warner, teilten in einer gemeinsamen Erklärung mit, dass das Gremium keine Hinweise auf ein Abhören gefunden habe. Selbst der republikanische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, Paul Ryan, sagte, dass es keine Anzeichen dafür gebe.
Sammeln von Informationen
Trump-Sprecher Spicer verteidigte dagegen die Vorwürfe des Präsidenten. Dabei verwies er auf Medienberichte, in denen über geheimdienstliches Sammeln von Informationen über mögliche Kontakte von Trump-Vertrauten zu Russland spekuliert wurde. «Es ist keine Frage, dass dabei Überwachungstechniken genutzt wurden», sagte er.
Trump ist wegen Kontakten zwischen seinen Vertrauten und russischen Regierungsvertretern in Bedrängnis geraten. Der Senatsausschuss befasst sich auch mit Vorwürfen von US-Geheimdiensten und der Bundespolizei FBI, Russland stehe hinter Hackerangriffen auf Demokraten im Wahlkampf, um damit das Ergebnis zu beeinflussen. Russland weist dies zurück. (sda/reu)