Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03331.jsonl.gz/1420

Die Schweizer Hersteller von Schokolade sind in Sorge: Sollte sich die Ebola-Epidemie in Ghana und der Elfenbeinküste aus, wäre auch die Schoko-Produktion in Gefahr.
Schweizer Schokoladenproduzenten machen sich über die Ausbreitung des Ebola-Virus Sorgen, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet. Würde sich das tödliche Virus in Ghana und in der Elfenbeinküste von den Nachbarländer Sierra Leone, Liberia, Nigeria und Guinea her ausbreiten, wäre die ganze Schokoladenherstellung in Gefahr. Denn die beiden westafrikanischen Staaten kommen für 60 Prozent der weltweiten Kakaoernte auf. Preiserhöhungen wären unumgänglich.
Laut dem Schokoladeproduzenten Maestrani, der Marken wie Munz und Minor vertreibt, wären in diesem Fall gewisse Produkte «mit Sicherheit nicht mehr verfügbar». In Sorge ist auch Lindt. Die Kilchberger beziehen ihren westafrikanischen Kakao ausschliesslich in Ghana. «Zusammen mit unseren Lieferanten beobachten wir die Situation sehr intensiv», sagt Sprecherin Sylvia Kälin in der «Schweiz am Sonntag».
«Mehr aus Südamerika importieren»
Die Migros-Tochter Chocolat Frey und die Coop-Tochter Chocolat Halba geben sich gelassener. Sie würden grosse Lagerbestände haben, welche die Produktion mittelfristig sicherstellen. «Falls sich die Lage in Westafrika weiter zuspitzen sollte, würden wir umgehend mehr aus Zentral- und Südamerika importieren», sagt Coop-Sprecherin Nadja Ruch.
(me)