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Das Wichtigste in Kürze
- Nach zwei Wochen Handelsstopp sackte der Kurs der Kaisa-Aktien an der Börse in Hongkong am Montag um 14 Prozent ab.
Seit Jahresbeginn haben die Papiere des chinesischen Unternehmens rund 75 Prozent eingebüsst.
Wie der hoch verschuldete Immobilienriese Evergrande zählt auch Kaisa zu einer Reihe anderer chinesischer Konzerne, die im Zuge der Krise in Schwierigkeiten geraten sind. Die internationale Rating-Agentur Fitch hatte die Kreditwürdigkeit von Kaisa und des grösseren Wettbewerbers Evergrande vor eineinhalb Wochen heruntergestuft und vor einem Zahlungsausfall gewarnt. Evergrande hat Schulden in Höhe von mehr als 300 Milliarden US-Dollar.
Kaisa engagiert auch Vertreter der internationalen Anwaltskanzlei Sidley Austin als Rechtsberater. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen mit Vertretern der Inhaber seiner Anleihen über einen umfassenden Umschuldungsplan gesprochen. Noch sei keine Aufforderung zu einer Beschleunigung der Rückzahlungen eingegangen.
Das Unternehmen hatte eine am 7. Dezember fällige vorrangige Anleihe in Höhe von 400 Millionen US-Dollar nicht zurückgezahlt. Zudem blieb es die Zinsen für zwei Dollar-Anleihen zum Ablauf einer Nachfrist schuldig. Die Ratingagentur Fitch hatte Kaisa und Evergrande auf «Restricted Default» abgestuft, was so viel wie «eingeschränkter Kreditausfall» bedeutet. Evergrande hatte seinen Geldgebern ebenfalls fällige Zinsen nicht bezahlt.
Fitch hatte am Freitag zudem die auf Immobilien spezialisierte Investmentgesellschaft Shimao Group aus Hongkong auf «Ramsch» abgestuft. Kaisa gehört unter den chinesischen Immobilienentwicklern zu den grössten Emittenten von Dollar-Anleihen. Hier stehen bei Kaisa mehr als 11 Milliarden Dollar aus.