Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03124.jsonl.gz/524

Chaotische Gegendarstellung aus dem Brockhaus – Die Enzyklopädie:
Programm kommt vom griechischen Begriff „programma“. Die genaue Übersetzung dafür ist „schriftliche Bekanntmachung“ oder „Tagesordnung“. Wir verstehen unter einem Programm in unserem Alltag eine gewisse Reihenfolge. Bei einer Veranstaltung beispielsweise läuft ein Teil nach dem anderen ab, nach einem gewissen Programm. In einem Theaterprogramm hat man Notizen über die Darbietung. Sie sind ebenfalls der Reihe nach geordnet. In einem Programm können aber auch Grundsätze dargelegt werden. Bei einem Parteiprogramm geht es darum festzuhalten, welche Ziele man erreichen möchte und wie man dies zu tun gedenkt. Das Programm kann also auch eine Art Konzept sein, ein Arbeitsplan. Das Wort Programm kommt vor allem auch in der Informatik vor. In einem Computerprogramm handelt es sich um eine Befehle oder Anweisungen, die in einer gewissen Reihenfolge ausführt werden sollen. Das Programm dient hier als Werkzeug um ein Ziel zu erreichen. Beispiel: Ich arbeite mit dem Programm für das 10-Finger-System. Mein Ziel: Ich will das 10-Finger-System lernen.
Konditional-Programm
Sowohl Zweck- als auch Konditionalprogramme sind 'Einrichtungen', die die soziale Akzeptanz/Nichtakzeptanz von Verhalten regulieren. Programme kommen damit nicht nur in Organisationen vor. Sie waren auch bei Luhmann nie nur auf Verwaltungen beschränkt. Klare Ausführungen dazu in Luhmanns 'Soziale Systeme' (1984), S.432f.