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Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchien, also der unteren Luftwege. Hauptsymptome sind Husten, vermehrte Schleimproduktion und Auswurf. Die Erkrankung kann akut oder chronisch verlaufen.
Die akute Bronchitis tritt häufig im Zusammenhang mit Erkältungen auf, vor allem im Frühling und Herbst. Sie heilt in der Regel folgenlos innerhalb von etwa zehn Tagen.
Die „einfache“ chronische Bronchitis ist von der WHO definiert als „Husten und Auswurf an den meisten Tagen während mindestens je drei Monaten in zwei aufeinander folgenden Jahren“. Die Schleimhaut der Bronchien ist also während längerer Zeit und wiederholt entzündet.
Von chronisch obstruktiver Bronchitis oder von chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, oft abgekürzt mit COPD (Chronic Obstruktive Pulmonary Disease) spricht man, wenn das Lungengewebe mit betroffen ist. Durch die anhaltende Entzündung verlieren die Atemwege ihr Selbstreinigungsvermögen, die Schleimhaut produziert vermehrt Sekret. Die Bronchien sind verengt und es besteht Atemnot; allmählich entwickelt sich ein Lungenemphysem.
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung ist folgenschwerer als die „einfache“ chronische Bronchitis, da sie im Gegensatz zu dieser nicht gänzlich heilbar ist. 200 Millionen Menschen sind weltweit von der Krankheit betroffen. Ihre Häufigkeit nimmt zu und es wird angenommen, dass sie bis zum Jahr 2020 die dritthäufigste Todesursache weltweit sein wird. Gemäss Angaben der Lungenliga leben in der Schweiz über 400‘000 Menschen mit COPD.
Die zwei Verlaufsformen – akut und chronisch – haben unterschiedliche Ursachen:
Bei Bronchitis mit Auswurf (abgehusteter Schleim) soll der Hustenreiz nicht medikamentös unterdrückt werden, da sonst das Sekret in den Atemwegen liegen bleibt, was erneute Infektionen begünstigt.
Extreme Atemnot eines COPD-Kranken ist Anlass, den Notarzt zu rufen. Bis zu dessen Eintreffen werden beengende Kleider entfernt und das Fenster geöffnet. Hochlagern des Oberkörpers erleichtert das Atmen.
Bei chronischem Verlauf wird der Arzt neben einer körperlichen Untersuchung eine Blut- und eventuell Sputumanalyse (Analyse des abgehusteten Schleims), eine Lungenfunktionsprüfung, einen Belastungstest und gegebenenfalls Röntgenaufnahmen sowie ein EKG (Elektrokardiogramm) machen. Der Lungenspezialist kann zusätzlich eine Bronchoskopie (Spiegelung der Atemwege) durchführen.
Bakterielle Infekte erfordern oft eine Antibiotikatherapie. Verschiedene Medikamente, die mehrheitlich inhaliert werden, erweitern die Atemwege, verflüssigen den Schleim und hemmen die chronische Entzündung.
Besondere Behandlungsziele bei COPD sind Verbessern der Belastbarkeit, Verhindern von Atemwegsinfektionen, Vermeiden von Verschlechterung und Komplikationen.
Neben Medikamenten und regelmässigen Kontrollen beim Arzt ist für die Behandlung der COPD wichtig:
Eine gesunde Lebensweise, Verzicht auf Rauchen, ausreichend Schlaf und Entspannung, ausgewogene Ernährung sowie genügend körperliche Tätigkeit machen den Körper allgemein resistenter. Im Winter wirken sich regelmässiges Lüften der Wohnräume und gegebenenfalls das Befeuchten der Zimmerluft günstig aus.
Schutzvorschriften beim Arbeiten mit Staub und Gasen sollen konsequent beachtet werden.