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Optionen bieten große Vorteile gegenüber anderen Finanzinstrumenten, unabhängig davon, ob sie zum Erzielen von Gewinnen oder zur Absicherung eines Portfolios eingesetzt werden. Um Optionen richtig zu handeln, ist es wichtig, die Mechanismen zu verstehen, die die Optionspreise beeinflussen.
Die implizite Volatilität ist ein wesentlicher Bestandteil der Preisbildung von Optionen. Ihre Erfolgschancen als Optionshändler können erheblich gesteigert werden, indem Sie die implizite Volatilität in Ihren Handelsentscheidungen berücksichtigen. Was die implizite Volatilität überhaupt ist und wie Sie strategisch davon profitieren können, erfahren Sie jetzt.
Implizite Volatilität und historische Volatilität: Ein wichtiger Unterschied
Die implizite Volatilität ist ein Maß für die erwarteten Schwankungen des Marktes oder einer Aktie in der Zukunft. Sie wird in Prozent ausgedrückt. Dieser Wert kann Ihnen helfen, die Intensität der Kursbewegung einer Aktie in einem gewissen Zeitraum einzuschätzen. Allerdings liefert die implizite Volatilität keine Prognose darüber, in welche Richtung sich die Aktie bewegen wird. Die implizite Volatilität ist also per Definition einfach der Betrag, um den der Aktienkurs über eine gewisse Zeit schwanken könnte, ohne Rücksicht auf die Kursrichtung.
Das berühmteste Maß für eine implizite Volatilität ist der Volatilitäts-Index VIX von der Chicago Board Options Exchange (kurz: CBOE). Der VIX, auch „Angst-Index“ genannt, misst die implizite Volatilität des amerikanischen Indexes S&P500. Sein Wert wird anhand der Preise von S&P500 Optionen ermittelt.
Die historische Volatilität wiederum bezieht sich auf die vergangenen Schwankungen des jeweiligen Markts oder der jeweiligen Aktie. Die historische Volatilität besitzt keine Aussagekraft in Bezug auf zukünftige Schwankungen. Eine Aktie kann historisch sehr volatil gewesen sein, in den kommenden Monaten aber nur niedrigen Schwankungen unterliegen.
Für den vorausschauenden Optionshändler ist die implizite Volatilität wichtiger als die historische Volatilität, da sich die implizite Volatilität auf die zukünftigen Kursbewegungen bezieht. Wenn zum Beispiel ein Termin für die Zulassung eines neuen Arzneimittels ansteht, wird die Aktie des jeweiligen Pharma-Unternehmens eine hohe implizite Volatilität aufweisen. Diese hohe implizite Volatilität hat dann eine Auswirkung auf den Preis der Optionen, die nach diesem Termin verfallen.
Die implizite Volatilität ist eine dynamische Zahl, die sich aufgrund der Aktivität auf dem Optionsmarkt stets ändert. Sie wird stark von dem Angebot und der Nachfrage nach Optionen auf dem zugrunde liegenden Basiswert beeinflusst.
Beziehung zwischen impliziter Volatilität und Standardabweichung
Wenn Sie sich für die implizite Volatilität interessieren, werden Sie ab und zu dem Begriff „Standardabweichung“ begegnen. Ohne lange in den mathematischen Fachjargon zu verfallen, sollte an dieser Stelle eine Erklärung dieses Begriffs anhand eines Beispiels geliefert werden.
In der Statistik ist eine Standardabweichung eine Messung, die ungefähr 68% aller Ergebnisse umfasst. Der Wert der impliziten Volatilität in Prozent entspricht einer jährlichen Standardabweichung.
Mit anderen Worten: Wenn die implizite Volatilität einer Aktie, die bei 100 Euro notiert, bei 15% liegt, heißt das, dass es eine 68-prozentige Wahrscheinlichkeit gibt, dass sich die Aktie über ein Jahr zwischen -15% und +15% bewegen wird, also zwischen 85 Euro und 115 Euro. Wir könnten es auch so formulieren: Es gibt nur eine Wahrscheinlichkeit von 32%, dass sich die Aktie in einem Jahr außerhalb der Kursspanne von 85 Euro und 115 Euro befindet. Nur in 16% der Fälle würde sie über 115 Euro notieren und nur in 16% der Fälle würde sie unter 85 Euro notieren.
Statistiken sagen uns auch, dass die Aktie in 95% der Fälle zwischen 70 Euro und 130 Euro (zwei Standardabweichungen) und in 99% der Fälle zwischen 55 Euro und 145 Euro bleiben würde (drei Standardabweichungen).
Aber Vorsicht! Bedenken Sie, dass sich diese Zahlen auf eine theoretische Welt beziehen. Tatsächlich gibt es Fälle, in denen sich eine Aktie außerhalb des durch die dritte Standardabweichung festgelegten Bereichs bewegt, und dies häufiger als Sie denken. Eine unerwartete Hiobsbotschaft zum Beispiel könnte eine Aktie so dermaßen auf Talfahrt schicken, dass der Bereich innerhalb der drei Standardabweichungen nach unten verlassen würde. Die implizite Volatilität ist also kein unfehlbarer Indikator für die Kursbewegung!
Die Wichtigkeit, diese statistischen Zusammenhänge zu verstehen, liegt allerdings auf der Hand. Wenn Sie einschätzen können, wo die Aktie nach einem gewissen Zeitraum statistisch notieren könnte, sind Sie auch besser in der Lage zu entscheiden, welche Optionen Sie kaufen oder leerverkaufen möchten, und welche Strategien Sie implementieren möchten.
Wie bereits erwähnt, können Sie anhand der impliziten Volatilität die Wahrscheinlichkeit abschätzen, mit der eine Aktie am Ende eines Zeitraums von 12 Monaten zu einem bestimmten Kurs notieren wird. Sie könnten aber jetzt zu Recht einwenden: „Das ist alles in Ordnung, aber ich handle nie Optionen mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Wie kann die implizite Volatilität meinen kurzfristigen Trades helfen? “
Das ist ein exzellenter Einwand. Die am häufigsten gehandelten Optionen haben eine Laufzeit von 30 bis 90 Kalendertagen bis zum ihrem Verfall. Ich liefere Ihnen hier eine Faustformel, mit der Sie die implizite Volatilität über die Laufzeit Ihrer Option berechnen können:
Wenn die jährliche implizite Volatilität beispielsweise bei 15% liegt und Sie eine Option mit einer Laufzeit von 45 Tagen handeln, dann liegt die implizite Volatilität für die 45 Tage bei ca. 6,3%. Es gibt dementsprechend eine Wahrscheinlichkeit von 68%, dass sich die zugrunde liegende Aktie zwischen -6,3% und +6,3% in den kommenden 45 Tagen bewegen wird.
Wie die implizite Volatilität Optionen beeinflusst
Die implizite Volatilität entspricht den erwarteten Schwankungen (unabhängig der Kursrichtung) einer Aktie über die Laufzeit der Option. Wenn sich die Erwartungen ändern, reagieren die Optionspreise dementsprechend. Wenn hohe Schwankungen erwartet werden und wenn große Unsicherheit in Bezug auf eine Aktie herrscht, steigt die implizite Volatilität dieser Aktie. Optionen mit hoher impliziter Volatilität sind teurer und bieten entsprechend höhere Prämien.
Umgekehrt nimmt die implizite Volatilität ab, wenn nur niedrigere Schwankungen erwartet werden und wenn die Unsicherheiten vergehen. Optionen mit geringerer impliziter Volatilität führen zu günstigeren Optionspreisen. Dieser Zusammenhang ist wichtig zu verstehen, da der Anstieg und der Fall der impliziten Volatilität bestimmen, wie teuer oder billig der Zeitwert einer Option ist, was wiederum den Erfolg Ihres Optionshandels beeinflussen kann.
Die Sensibilität einer Option gegenüber Änderungen der impliziten Volatilität wird durch einen griechischen Wert namens „Vega“ gemessen.
Wenn Sie beispielsweise Optionen gekauft haben, wird eine steigende implizite Volatilität dazu beitragen, dass sich Ihre Optionen verteuern. In dem Fall verfügt Ihre Position über einen positiven Vega. Natürlich spielen noch andere Faktoren in der Preisbildung der Option eine Rolle, wie der Aktienkurs selbst und die Restlaufzeit der Option. Optionen sind aber gegenüber Änderungen der impliziten Volatilität sehr empfindlich, sodass die Kursbewegung einer Aktie in einigen Fällen sogar nur eine untergeordnete Rolle in der Preisbildung der Optionen spielt.
Optionen, die am Geld oder nah am Geld sind, das heißt deren Basispreise sehr nah am aktuellen Kurs der zugrunde liegenden Aktie sind, reagieren stärker auf Änderungen der impliziten Volatilität als Optionen, die sich weit im Geld oder aus dem Geld befinden. Der Vega Wert von Optionen, die nah am Geld sind, ist dementsprechend hoch.
Diese Eigenschaft lässt sich einfach erklären. Optionen, die sich am Geld befinden, sind diejenigen, die am meisten gehandelt werden. Da die implizite Volatilität stark von Angebot und Nachfrage abhängig ist, sind diese Optionen in der Regel die mit der höheren impliziten Volatilität.
Optionen mit geringen Restlaufzeiten (zum Beispiel um die 50 Tage) werden weniger anfällig für Änderungen der impliziten Volatilität sein, während langfristige Optionen deutlich anfälliger sein werden. Für langfristige Option ist der Vega Wert höher.
Besondere Ereignisse wie Übernahmen, Gewinnwarnungen und Insolvenz-Gerüchte können allerdings diese Modelle ins Wanken bringen. Auf solche Ereignisse sollten Sie also stets achten.
Volatilitäten miteinander vergleichen: Alles ist relativ!
Wenn Sie die implizite Volatilität einer Aktie lesen, sagt dieser Wert noch nichts darüber, ob die Aktie gerade sehr oder wenig volatil ist. Der Wert muss immer in Relation gesetzt werden.
Wenn Sie z.B. lesen, dass die implizite Volatilität einer Aktie 25% beträgt, können Sie noch nicht feststellen, ob dieser Wert hoch oder niedrig ist. 25% mag für eine Aktie wie beispielsweise Procter & Gamble sehr hoch sein. Für eine Aktie wie Tesla sind 25% ein sehr niedriger Wert. Tesla ist grundsätzlich viel volatiler als Procter & Gamble.
Implizite Volatilität von TSLA (in schwarz) im Vergleich zu der impliziten Volatilität von Procter & Gamble (in blau):
Während die implizite Volatilität von Procter & Gamble mehrheitlich zwischen 11% und 30% pendelt, bewegt sich die implizite Volatilität von Tesla eher zwischen 40% und 85%.
Da jede Aktie einen eigenen impliziten Volatilitätsbereich aufweist, sollten diese Werte nicht mit dem Volatilitätsbereich einer anderen Aktie verglichen werden.
Werkzeuge zur Bewertung der impliziten Volatilität: Volatilitäts-Ranking und Volatilitäts-Perzentil
Volatilitäts-Ranking
Das Volatilitäts-Ranking ist eine Messung von 0 bis 100, die den tiefsten Punkt und den höchsten Punkt der impliziten Volatilität über einen bestimmten Zeitraum bestimmt und die aktuelle implizite Volatilität mit diesen Punkten vergleicht. Betrachtet wird normalerweise ein Zeitrahmen von einem Jahr. Wenn die implizite Volatilität einer Aktie beispielsweise ein Tief von 20% und ein Hoch von 60% aufweist, würde ein Volatilitäts-Ranking von 50 bedeuten, dass die implizite Volatilität derzeit bei 40% liegt. Wenn dieselbe Aktie eine implizite Volatilität von 20% oder weniger hätte, wäre das Volatilitäts-Ranking bei 0. Wenn sie eine implizite Volatilität von 60% oder mehr hätte, hätte sie ein Volatilitäts-Ranking von 100.
Eines der Probleme mit dem Volatilitäts-Ranking ist, dass es keine Ausreißer berücksichtigt. Wenn eine Gewinnwarnung nur für einen Tag die implizite Volatilität auf 200% hochschnellen lässt, würde das Volatilitäts-Ranking für die oben erwähnte Aktie auf 100 stehen, genauso, als wäre die implizite Volatilität nur bei 60%.
Volatilitäts-Perzentil
Das Volatilitäts-Perzentil versucht, diese Schwäche zu beseitigen und ermöglicht eine alternative Messmethode.
Das Volatilitäts-Perzentil zählt alle Tage, für die die implizite Volatilität der Aktie unter der heutigen impliziten Volatilität lag, und dividiert diesen Wert durch die Anzahl der Handelstage (typischerweise 252 Tage für ein Jahr). Wenn das Volatilitäts-Perzentil bei 93% liegt, heißt es, dass bei 93% aller Handelstage in dem betrachteten Zeitraum die implizite Volatilität niedriger war als die aktuelle.
Sowohl das Volatilitäts-Ranking als auch das Volatilitäts-Perzentil sind gute Methoden, um festzustellen, ob die implizite Volatilität einer Aktie hoch oder niedrig ist. Sie müssen diese Werte nicht selbst ermitteln. Die LYNX Handelsplattform TWS liefert sie auf einfache Weise:
Sie können in Ihrer Watchliste beispielsweise die 3 folgenden Spalten einfügen:
- Volatilität bei Schluss in %
- 52 Wochen IV-Perzentil (IV steht für implizite Volatilität)
- 52 Wochen IV-Ranking
So haben Sie alle wichtigen Volatilitäts-Werte auf einem Blick.
Strategischer Nutzen der impliziten Volatilität: Kaufen Sie die Ruhe, verkaufen Sie die Unsicherheit
Stellen Sie sich für eine Minute vor, Sie leben an den Stränden der Ostsee. Wenn Sie jeden Tag den Wasserstand am Strand sehen, können Sie leicht erkennen, wann der Wasserstand hoch oder niedrig ist. Ein Tourist würde das nicht so gut einschätzen können und könnte denken, ein extrem hoher oder niedriger Wasserstand sei normal. Mit der impliziten Volatilität ist es ähnlich. Anhand eines Charts wie dem obigen (Tesla im Vergleich zu Procter & Gamble) oder anhand des Volatilitäts-Rankings und des Volatilitäts-Perzentils, können Sie jetzt die Hochs und Tiefs der impliziten Volatilität über einen gewissen Zeitraum gut einschätzen.
Auf diese Weise können Sie bestimmen, wann die zugrunde liegenden Optionen relativ billig oder teuer sind. Wenn Sie sehen, wo die relativen Höchststände liegen, können Sie einen zukünftigen Rückgang der impliziten Volatilität oder zumindest eine Rückkehr zum Mittelwert antizipieren. Wenn Sie hingegen feststellen, dass die implizite Volatilität gerade niedrig ist, können Sie einen möglichen Anstieg der impliziten Volatilität antizipieren.
Die implizite Volatilität bewegt sich in Zyklen. Auf Perioden mit hoher Volatilität folgen Perioden mit niedriger Volatilität und umgekehrt. Bei der Festlegung einer geeigneten Strategie ist dieses Konzept von entscheidender Bedeutung, um die Rendite zu maximieren und das Risiko zu minimieren.
Die 3 Aspekte der Impliziten Volatilität
Es gibt drei Aspekte, die Sie bei Ihrer Analyse der Impliziten Volatilität berücksichtigen sollten:
1. Aspekt der Analyse der Impliziten Volatilität
Wenn Sie Optionen finden, die aufgrund der hohen impliziten Volatilität teure Prämien abwerfen, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass es dafür einen Grund geben muss. Überprüfen Sie die Nachrichten, um herauszufinden, warum hohe Schwankungen bei der zugrunde liegenden Aktie erwartet werden.
Üblicherweise werden Sie einen Anstieg der impliziten Volatilität ein paar Wochen vor der Veröffentlichung von Quartalsergebnissen feststellen können. Das ist ein normales Phänomen: Vor den Quartalsergebnissen herrscht eine Unsicherheit in Bezug auf diese Berichte. Werden sie besser oder schlechter als die Erwartungen ausfallen? Solange diese Frage nicht beantwortet ist, wird die implizite Volatilität in der Regel hoch bleiben. Sobald die Quartalsergebnisse veröffentlicht sind, bricht dann die implizite Volatilität zusammen, da die Unsicherheit auf einmal verflogen ist.
2. Aspekt der Analyse der Impliziten Volatilität
Denken Sie immer daran, dass mit zunehmender impliziter Volatilität die Optionsprämien größer werden. Mit abnehmender impliziter Volatilität werden Optionen günstiger.
Wenn Sie feststellen, dass sich die implizite Volatilität einer Aktie in der Nähe ihrer Tiefs befindet, kann der Kauf von Optionen in Betracht gezogen werden. Dazu bietet sich zum Beispiel der Kauf von langfristigen Calls und Puts, Long Straddles, Long Strangles und Debit Spreads an.
3. Aspekt der Analyse der Impliziten Volatilität
Wenn Sie Optionen mit hoher impliziter Volatilität finden, also wenn ein schwankungsreicher Verlauf der Aktie antizipiert wird, ziehen Sie Verkaufsstrategien in Betracht. Wenn die implizite Volatilität nah an einem Hoch ist, sind die Optionenprämien entsprechend hoch: Hier könnte der Leerverkauf von Optionen ein erfolgssprechender Ansatz sein. Dazu bieten sich Strategien wie Covered Calls, Naked Puts, Short Straddles, Short Strangles und Credit Spreads an.
In beiden Ansätzen (Kauf von Optionen oder Leerverkauf von Optionen) würden die gehandelten Optionen von einem Rückkehr der Volatilität zu ihrem Mittelwert profitieren.
Weitere Handelsmöglichkeiten dank der impliziten Volatilität
Die implizite Volatilität erlaubt dem Optionshändler, den erwarteten Kursbereich einer Aktie über einen gewissen Zeitraum und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu bestimmen. Damit lassen sich zum Beispiel Profit-Ziele oder Stop-Loss Niveaus definieren. Die implizite Volatilität hilft dem Optionshändler entsprechend, das Risiko und das Gewinnpotenzial seiner Trades zu messen.
Fazit: Der Umgang mit der Impliziten Volatilität
Sie sollten jetzt ein besseres Gefühl dafür haben, wie nützlich die implizite Volatilität für Ihren Optionshandel sein kann.
Bei der Auswahl der richtigen Optionen und der passenden Optionsstrategien ist die Betrachtung der impliziten Volatilität absolut notwendig, um bessere Entscheidungen treffen zu können. Dieses Wissen wird Ihnen helfen, den richtigen Zeitpunkt zum Kauf oder zum Verkauf von Optionen zu identifizieren.
Die implizite Volatilität gibt Ihnen nicht nur einen Eindruck davon, wie volatil der Markt in Zukunft sein wird, sondern kann Ihnen auch dabei helfen, die Wahrscheinlichkeit zu bestimmen, dass eine Aktie zu einem bestimmten Zeitpunkt einen bestimmten Kurs erreicht.
Es kann jedoch nicht genug betont werden, dass implizite Volatilität nur das ist, was der Markt theoretisch von einer Aktie erwartet. Die reale Welt stimmt aber mit der theoretischen Welt nicht immer überein. Beim Börsencrash von 1987 bewegte sich der Markt um 20 Standardabweichungen. Statistisch gesehen waren die Chancen für eine solche Bewegung so gut wie null. Aber in Wirklichkeit ist es dennoch passiert.
Obwohl die implizite Volatilität nicht immer 100% genau ist, sollte sie ein unentbehrliches Werkzeug in Ihrem Optionen-Handel sein.
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