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Mit der Auszahlung von 100 Prozent des Lohns will die Glarner Regierung beim Vaterschaftsurlaub eine vergleichbare Regelung einführen wie beim Mutterschaftsurlaub. Auch Väter mit tieferen Löhnen oder kleineren Pensen könnten sich den Bezug des Vaterschaftsurlaubs leisten, wenn sie den vollen Lohn erhielten, teilte die Exekutive am Donnerstag mit.
Die dadurch für den Kanton entstehenden Mehrkosten sollen jährlich lediglich 2000 bis 3000 Franken betragen. Im Vergleich zum bisherigen einwöchigen Vaterschaftsurlaub, welchen der Kanton Glarus zu 100 Prozent selbst finanzierte, seien die Kosten für den Kanton als Arbeitgeber jetzt deutlich tiefer.
Eine vergleichbare Regelung will die Regierung beim bezahlten Urlaub für die Betreuung von schwerkranken und verunfallten Kindern einführen. Auch in diesem Fall will die Regierung eine Lohnfortzahlung von 100 Prozent anstatt der bundesrechtlich vorgesehenen 80 Prozent gewähren.
Der Regierungsrat hat eine entsprechende Vernehmlassungsvorlage über die Änderung des kantonalen Gesetzes über das Personalwesen verabschiedet. Hintergrund der Vorlage ist die Zustimmung der Schweizer Stimmberechtigten zu einem zweiwöchigen bezahlten Vaterschaftsurlaub im September 2020 an der Urne.