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Bei der Präsidentenwahl in Italien hat auch der vierte Durchgang keinen Erfolg gebracht. Bei der Abstimmung am Freitagnachmittag verfehlte der ehemalige Ministerpräsident und Mitte-Links-Kandidat Romano Prodi die erforderliche Mehrheit.
Der frühere EU-Kommissionspräsident kann sich am Samstag erneut zur Wahl stellen. Der vierte Wahldurchgang war Prodis erste Teilnahme an der Suche nach einem Nachfolger von Giorgio Napolitano.
Das Quorum war im vierten Durchgang von 672 auf 504 Stimmen gefallen. Trotzdem schaffte niemand die erforderliche Mehrheit. Prodi als Bewerber der Mitte-links-Allianz von Pierluigi Bersani war der meistgewählte Kandidat. An zweiter Stelle folgte der Jurist Stefano Rodota, der für die Protestbewegung "Fünf Sterne" ins Rennen ging.
Um Prodis Wahl zu boykottieren, beschlossen die Mitte-rechts-Allianz um Ex-Premier Silvio Berlusconi und die rechtsföderalistische Lega Nord, nicht am vierten Wahlgang für die Wahl des Präsidenten teilzunehmen.
(tke/sda)