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Kanton Jura: Gendarmerie wird demnächst mit Destabilisierungsgeräten ausgestattet
Die jurassische Gendarmerie wird demnächst mit Destabilisierungsgeräten als mittleres Mittel ausgestattet.
Die Gendarmen der jurassischen Kantonspolizei werden sich ausbilden lassen und sich mit einem mittleren Zwangsmittel ausstatten, das bei heiklen und riskanten Einsätzen nützlich ist.
Die Möglichkeit, unter bestimmten Umständen über ein Destabilisierungsgerät (DI) mit elektrischem Impuls verfügen zu können, soll die Sicherheit der angehaltenen Personen und der Einsatzkräfte erhöhen. Das DI liegt in der Skala der Verletzungsrisiken zwischen der Kontrolle mit blossen Händen und dem Einsatz von Schusswaffen und soll die Sicherheit erhöhen.
Der Stab der jurassischen Kantonspolizei wird die Beamten der Gendarmerie mit einem zusätzlichen Mittel ausstatten, damit sie unter den bestmöglichen Bedingungen eingreifen können. Eine angepasste, verhältnismässige Intervention ist eine Garantie für die Sicherheit. Mit dem DI wird die Sicherheit der Polizeibeamten und der festgenommenen Personen bei heiklen und gefährlichen Einsätzen deutlich erhöht. In den Situationen, auf die die Polizistinnen und Polizisten stossen, kann der DI beispielsweise bei einer Person eingesetzt werden, die für sich selbst oder andere gefährlich ist, die mit einem Gegenstand bewaffnet ist, der sie verletzen könnte, oder bei einer erheblichen körperlichen Bedrohung.
Für jeden Gendarmen wird eine Ausbildung angeboten. Sie wird neben den notwendigen rechtlichen und taktischen Grundlagen auch den Einsatz der DI zum Gegenstand haben. Dieses Mittel zur vorübergehenden Immobilisierung wird in die Skala der den Polizistinnen und Polizisten zur Verfügung stehenden Mittel integriert. Ziel ist es, eine Deeskalation der möglicherweise schwierigen Situation und damit einen möglichst gewalt- und verletzungsfreien Ausgang zu erreichen. Nur die Beamten der Gendarmeriepatrouillen des ersten Einsatzes werden mit diesem Mittel ausgestattet. Die Beamten der Einsatzgruppe der jurassischen Kantonspolizei verfügen bereits seit 2013 über dieses Gerät.
Die Einführung dieses neuen Geräts ist schrittweise ab Herbst 2022 vorgesehen.
Quelle: Kapo Jura
Bildquelle: Kapo Jura