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Die Parlamentarische Initiative Heim (15.489) verlangte vom Bund, gesetzliche Grundlagen zu schaffen, um die Chancen älterer Arbeitskräfte für den Verbleib im Erwerbsleben zu stärken und die Reintegration in den Arbeitsmarkt zu verbessern.
Der Nationalrat ist seiner Kommission gefolgt und hat die Initiative mit 105 zu 64 Stimmen abgelehnt. Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) begrüsst diesen Entscheid. Das Ausschöpfen des Potenzials für ältere Arbeitskräfte und der Erhalt guter Arbeitsmarktchancen für alle Altersgruppen ist auch ein Anliegen der Arbeitgeber. Der von der Initiantin aufgezeigte Weg – namentlich neue gesetzliche Regulierungen im Bereich der Weiterbildung – wurde als nicht zielführend erachtet.
Ältere Arbeitnehmende haben in der Schweiz eine gute Stellung im Berufsleben: Die Erwerbsquote zählt zu den höchsten im internationalen Vergleich. Zudem befinden sich ältere Arbeitnehmende häufiger als jüngere in stabilen Arbeitsverhältnissen. Das Risiko arbeitslos zu werden ist für ältere Erwerbstätige unterdurchschnittlich. Allerdings dauert beim Verlust des Arbeitsplatzes – unabhängig von der Qualifikation – die Stellensuche länger und gestaltet sich oft schwieriger. Die drei Nationalen Konferenzen zum Thema ältere Arbeitskräfte haben darum gezielte, programmatische Massnahmen beschlossen, die einen Beitrag zur Sensibilisierung der Akteure leisten.
Die Teilnahme älterer Arbeitnehmenden an berufsbezogener Weiterbildung ist in der Schweiz sowohl im internationalen Vergleich als auch im Vergleich mit jüngeren Personen hoch. Die Altersklasse der 45- bis 54-Jährigen und der 55- bis 59-Jährigen wird von den Arbeitgebern sogar am häufigsten bei der Weiterbildung unterstützt.