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Nach der Rückkehr aus Kanada musstest du einige Tage in Quarantäne verbringen. Warst du froh, dich etwas ausruhen zu können, besonders am Tag der Bekanntgabe deines Transfers zum EHCB? Oder hättest du deine Freude lieber mit allen geteilt?
Ich wäre lieber in den Urlaub gefahren, um mich zu erholen, denn es war meine 5. Quarantäne in einem Jahr! Natürlich wäre es cooler gewesen, wenn ich es mit meiner Familie und meinen Freunden hätte teilen können.
Während der letzten beiden Saisons hast du einen Grossteil der Saison in einer Bubble verbracht. Erzähl uns doch einmal, wie das genau das funktioniert.
Die erste Saison verlief normal, bis sie beschlossen haben, die Saison zu stoppen, dann gingen wir zurück in eine Bubble in Edmonton, um die Preplayoffs und Playoffs ohne Zuschauer zu machen. Als wir in der Bubble ankamen, konnten wir fünf Tage lang nur die Spieler unseres Teams sehen, danach gab es einen Bereich ausserhalb des Hotels, der mit Zäunen abgetrennt war, damit wir etwas frische Luft schnappen konnten. Zudem gab es jeden Tag einen Covid-Test. In der zweiten Saison haben wir nur gegen kanadische Mannschaften und immer ohne Zuschauer gespielt. Wir befanden uns in einer Bubble zwischen unserer Wohnung, den Hotels und den Stadien. Jeden Tag mussten wir zum Covid-Test antreten.
Wie war es, jeden Tag mit den besten Spielern der Welt auf dem Eis zu stehen? Was kannst du von Spielern wie Connor McDavid oder Leon Draisaitl lernen?
Es war wirklich unglaublich und eine Ehre, in der Nähe der wahrscheinlich zwei besten Spieler in der heutigen NHL zu sein.
Es ist wirklich schwer, von diesen Spielern technisch etwas zu lernen, da sie so viel Talent haben und so viel besser sind als alle anderen. Woran ich mich erinnern werde, ist die Arbeit und der Wille, jeden Tag der Beste zu sein.
Wie würdest du dein nordamerikanisches Abenteuer zusammenfassen?
Ich bin stolz auf mich, weil ich es in die beste Liga der Welt geschafft habe. Ich denke, ich habe die Erwartungen des Managements erfüllt. Ich für meinen Teil bin mit meiner Offensivleistung nicht zufrieden und denke, dass ich viel mehr hätte beitragen können. Es war eine unglaubliche Erfahrung für mich und meine Freundin.
Du hast einen langfristigen Vertrag mit EHCB abgeschlossen. Erzähl doch unseren Fans, was dich dazu bewogen hat.
Ich habe es damals gesagt, als ich gegangen bin: Ich werde eines Tages zurückkommen! Ich musste mich nicht entscheiden, es war ein No-Brainer und ausserdem ist das Team in den letzten Jahren sehr konkurrenzfähig geworden. Wenn dies das Ende für mich in der NHL sein wird, ist es der richtige Zeitpunkt, nach Hause zu kommen und mit dem Club Geschichte zu schreiben.
Du hast den EHCB vor ein paar Jahren verlassen und jetzt bist du zurück und wirst wieder mit den Bieler Beilen auf der Brust auflaufen. Was hat sich aus deiner Sicht seither in Biel verändert?
Der Appetit kommt beim Essen! Seit ich weg bin, ist das Team nicht mehr damit zufrieden, in die Playoffs zu kommen, sondern will gewinnen, es gibt eine bessere Mentalität.
Welche Rolle willst du in einem für dich neuen Team spielen?
Ich muss meinen Platz finden, jeden kennenlernen und einfach ich selbst sein. Dann werde ich natürlich meine Erfahrung einbringen und mein Bestes tun, um das Team nach oben zu bringen!
Interview: Mirio Woern