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Königin Agnes
Agnes, Tochter des ermordeten Albrechts, bestimmte für die nächsten fünfzig Jahre die Geschicke des Klosters. Sie hatte ihren Gatten, König Andreas III. von Ungarn, früh verloren und kam 1316 als Witwe nach Königsfelden
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1316-1364
Agnes bestattete die Gebeine ihrer Mutter Elisabeth in der Klosterkirche. In der Gruft fanden zehn weitere Habsburger ihre letzte Ruhestätte, auch Agnes selbst. Albrechts Leichnam hingegen gelangte nach Speyer, wo die Könige im Dom ihre Grablege hatten.
1317 liess sich Agnes in Königsfelden nieder, ohne ins Kloster einzutreten. Sie bezog ein Haus südlich neben der Kirche. Als einzige Frau hatte sie Zugang zum Chor – durch eine eigene Pforte.
1320 weihte der Bischof von Strassburg die Kirche. Als 1330 auch der Chor stand, weihte der Konstanzer Bischof die Kirche Maria und allen Heiligen.
Dank Stiftungen von Agnes und ihren Geschwistern verdoppelte sich 1337 der Franziskanerkonvent auf zwölf Mönche. Die Zahl der Nonnen setzte Agnes auf vierzig fest. Sie stammten mehrheitlich aus dem Hochadel und brachten grosses Vermögen ins Kloster.
Agnes prägte die Organisation des Klosters bis zu ihrem Tod mit 83 Jahren. Sie stattete das Kloster mit zahlreichen Schenkungen aus und trat als Vermittlerin bei politischen Konflikten in den habsburgischen Vorlanden auf.