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Die spektakulärsten Haftpflichtprozesse finden in den USA statt. Dies vor allem darum, weil grosse Unternehmen nicht nur zu einer Kompensation des effektiven Schadens verurteilt werden können, sondern auch in einem Zivilprozess zusätzlich zu einer sogenannten Punitive Damage, einer Strafzahlung. Diese Zahlung wird von der Gerichten so hoch angesetzt, dass die haftpflichtigen Unternehmen ihr schädliches Verhalten effektiv ändern. Einer der bekanntesten und illustrativsten Fälle ist der «McDonald’s Coffee Case», auch wenn dieser schlussendlich durch Vergleich abgeschlossen wurde. In diesem Fall hat sich eine Frau in den USA wegen des (zu) heissem Kaffees starke Verbrennungen zugezogen. Obwohl es mehrere entsprechenden Fälle gab, hat McDonald’s weder den Kaffee weniger heiss gebraut, noch vor dem heissen Kaffee gewarnt. Mittlerweile findet sich auf den McDonald’s Kaffee-Becher mindestens eine nicht zu übersehende Warnung (s. Bild; Details bei Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Liebeck_v._McDonald%27s_Restaurants).