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Tissage Moutet, Orthez (Frankreich)
Know-how seit 1919
Tissage Moutet entwickelt seit 1919 ein einzigartiges Know-how für das Weben von baskischer Tischwäsche und von Textilien in Jacquard Technik. Ursprünglich webte Moutet jenen festen Leinenstoff mit Streifen in verschiedenen Farben und Breiten, der bis heute als typisch baskisch bezeichnet wird.
Durch die Einführung von Jacquard Webstühlen konnten komplexere Motive gewebt werden und Tissage Moutet erlebte eine technische und künstlerische Revolution. Die neue Webtechnik, die Verwendung von Baumwolle und ein in allen Moutet-Generationen vorhandener Drang zur Innovation liessen die Firma zum Spezialisten für hochwertige, originelle und farbenprächtige Tischwäsche werden.
Heute beliefert Tissage Moutet neben einem weiten Netz an Einzelhändlern auch Sternerestaurants, grosse Firmen und Shops von Museen in der ganzen Welt. Die hochqualitative Arbeit der fünf Webgenerationen von Tissage Moutet wurde durch die Labels "Ateliers d'Art de France" und "Entreprise du Patrimonie Vivant" ausgezeichnet.
Geschichte
1874 Moutets Erfolgsgeschichte beginnt im Jahre 1874. Jean-Baptiste Moutet übernimmt den Laden "LE BON COIN" in Orthez und nennt sein neues Geschäft "AU COIN DE LA RUE". Er verkauft dort verschiedene Stoffe und Stoffreste.
1913 Jean-Baptiste Moutet erwirbt vier Handwebstühle und wird selbst Hersteller. Coutilstoffe für Arbeitshosen und Ochsendecken werden von nun an in Orthez hergestellt und vor Ort verkauft.
1919 Eine erste Tischwäschelinie wird ins Leben gerufen, auf der Basis des robusten Coutilstoffes, der die Zugtiere auf dem Feld vor der Sonne und den Insekten schützte. Aufgrund des typischen Musters dieses Stoffes, bestehende aus sieben Streifen, die die sieben baskischen Provinzen symbolisieren, wird die Tischwäsche von nun an LINGE BASQUE (Baskenwäsche) genannt.
1937 Aufgrund des anhaltenden Erfolges wird ein zusätzliches Gebäude errichtet. Der Coutilstoff für die Tischwäsche wird nun mit roten, blauen, grünen und gelben Streifen gewebt.
1950 Aufgrund des technischen Fortschritts wird das Weben feinerer Stoffe möglich. Man webt nun mit dünneren Fäden in bunten Farben und ist nicht mehr auf das Streifenmuster beschränkt. Neue Muster werden kreiert und auf perforierte Kartons übertragen, wodurch die ersten Jacquardstoffe gewebt werden können. Die Firma Moutet entwickelt sich und wird zum wichtigsten Weber baskischer Tischwäsche.
1973 Ein neues Fabrikgebäude von 10'000 m2 Fläche wird errichtet. Dort finden 100 Webstühle und 250 Arbeiterinnen und Arbeiter Platz, die Tag und Nacht produzieren. Mit der Übernahme der Firma durch Georges Moutet, dem ältesten Sohn von Jacques, der Textilwirtschaft studierte, wird die Produktion massgeblich modernisiert.
1980-1990 Angesichts der wachsenden internationalen Konkurrenz positioniert sich Georges Moutet mit einem hochpreisigen Produktsegment und forciert den Export. Leider erfasst die Globalisierungswelle aber die gesamte Textilindustrie der Gegend. Die Liquidierung der Firma Tissage Georges Moutet wird 1998 vollzogen.
1999 Am 1. Januar 1999 entscheidet sich Catherine Moutet, das Wagnis einzugehen und die neue Firma TISSAGE MOUTET zu gründen. Ihr erklärtes Ziel ist es, das Know-how der Weber in Orthez zu erhalten und weiterhin 100% vor Ort zu produzieren. Bekannte Designer, kulturelle Einrichtungen, Küchenchefs und zahlreiche Privatpersonen schätzen Catherines Prinzipien und unterstützen sie. Eine neue Geschichte beginnt.
2019 Benjamin Moutet, die 5. Generation, leitet nun den hundertjährigen Betrieb. Seine Mitarbeiter sind durchschnittlich 30 Jahre alt und die Weitergabe des alten Know-hows bleibt eine lebendige Tradition.
Familie Moutet webt seit 1919, nun schon in der 5. Generation, Tischwäsche und Küchentextilien. Die Produkte werden ausschliesslich in Orthez, einer Stadt in Südwestfrankreich, hergestellt. Verwöhnen Sie sich mit bester Qualität und unterstützen Sie damit aktiv dem Weiterbestand der traditionellen Handwerkskunst.