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20. DDR-Expeditionsgruppe – 30. SAE
- 1985 : 20. DDR-Antarktis-Expeditionsgruppe bei der 30. SAE (1984-1986)
DDR-Teilnehmergruppe an der 30.SAE 1984-86 1m Basislabor der DDR bei der sowjetischen Antarktisstation Novolazarevskaja Die Wissenschaftler hatten während ihres Aufenthaltes in der Antarktis ein umfangreiches Forschungsprogramm zu absolvieren. Als Hauptaufgaben sind hier die wichtigsten Themen genannt : – Untersuchung der Vertikalverteilung des atmosphärischen Ozons in der antarktischen Tropo- und Stratosphäre, – Messung der UV-Strahlung, Globalstrahlung und Trübung der Atmosphäre , – Empfang von Satelliten-Wetterbildern zur Untersuchung der Eisbewegungen der Weddell-See, – geomagnetische Messungen und Registrierungen, – isotopenhydrologisch- chemische Arbeiten und Messung der ionosphärischen Absorption des kosmischen Rau- schens. Reiseverlauf : die Teilnehmer reisten in zwei Gruppen in die Antarktis. Am 11.November 1984 reiste die erste Gruppe von Berlin-Schönefeld nach Leningrad und weiter über Moskau nach Maputo. Von Maputo flogen sie mit einer IL 18 D nach Molodjoslmaja. Am 29.11.1984 traf die Gruppe in Novolazarevakaja ein .Die zweite Gruppe reiste erst am 9.Februar 1985 von Berlin- Schönefeld nach Leningrad und weiter über Moskau nach Maputo.Die Weiterreise er:folgte mit dem MS. „Baikal“ nach Südgeorgien – Buenos Aires- Bellingshausen und Südgeorgien. Hier stieg die Gruppe auf das D/E.“Kapitän Mischewski“ um und fuhr bis zum Kap Ostry.Sie erreichten am 29.3.1985 das Basislabor der DDR. Während des Aufenthaltes der Überwinterungsgruppe konnte am 24. April 1985 das zehnjährige Bestehen des Basislabors begangen werden. Die Rückreise der Teilnehmer erfolgte in zwei Gruppen. Die erste Gruppe flog mit einer IL 76 TD am 26.2.1986 von Novolazarevskaja – Molodjoshnaja – Maputo auch Leningrad. Ankunft mit einer Linienmaschine am 5.3.1986 in Berlin-Schönefeld. Die zweite Gruppe, reiste mit dem D/E.“Kapitän Gotski“ am 30.3.1986 ab Kap Ostry – Molodjoshnaja – Las Palmas – Antwerpen nach Rostock zurück. Die Teilnehmer erreichten am 27.5.1986 wieder die DDR.
Im antarktischen Sommer 1984-85 (3O.SAE)nahm ein Geologe der Bergakademie Freiberg am sowjetischen Saisonprogramm „Geologie“ 1m Gebiet des Lambert-Gletschers teil. Ausgangspunkt für die geologischen Feldarbeiten war die Sommerbasis „Sojus“, die bei 70° 34′ 52″ südlicher Breite und 68° 47′ 08″ östlicher Länge liegt. Diese Basis wurde 1982- 83 während der 28.SAE in der Ostantarktis gegründet. Sie liegt im Gebiet der Jetty-Oase, in den nördlichen Prinz-Charles-Bergen, amWestrand des Lambert-Gletschers und am Ostufer des dortigen Beaver-Sees. Bis zum Nordrand des Amery-Schelfeises sind es 250 km. Wegen der zum Zeitpunkt der Entkonservierung der Sommerstation herrschenden ungünstigen Eisverhältnisse mussten Baumaterialien, Treibstoff und Ausrüstungsgegenstände für die Geologen mit Hubschraubern über eine Entfernung von 320 km vom eisgängigen Expeditionsschiff „Pawel Kortschagin“ eingeflogen werden, wobei sich das Schiff in der Pryrdz- Bay befand.
Reiseverlauf des DDR-Geologen: Gemeinsam mit vier anderen Polarforschern der DDR flog er am 11.Nov.1984 von Berlin nach Moskau,weiter mit einer sowjetischen Linienmaschine nach Maputo und von dort mit einer IL 18 D nach Molodjoshnaja. Eine IL-14 flog die Geologen zur Basis „Sojus“. Die Rückreise nach Beendigung der Forschungsaufgaben erfolgte wieder mit dem Flugzeug.
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