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Der Seelisbergtunnel ist neben dem Gotthardstrassentunnel der grösste Gebirgsdurchstich der Nationalstrasse N2 Basel-Chiasso. Er verbindet die Kantone Uri und Nidwalden zwischen den Gemeinden Seedorf und Beckenried. Der Seelisbergtunnel ist der längste doppelröhrige Strassentunnel in der Schweiz.
Die Tunnelachsen beschreiben mit Rücksicht auf die Lüftungsbauwerke Hattig und Huttegg einen leichten Bogen gegen Osten. Bei den Portalen liegen die Achsen 25 m auseinander, im mittleren Abschnitt maximal 60 m. Die beiden Tunnelröhren weisen alle 300 m eine Querverbindung auf, wovon jede fünfte befahrbar ist.
Energieversorgung
Für den Betrieb des Seelisbergtunnels ist eine leistungsfähige Stromversorgung erforderlich. Die elektrische Energie wird aus den beiden unabhängigen 50-kV-Netzen der Elektrizitätswerke Altdorf (EWA) und des Elektrizitätswerkes Nidwalden (EWN) bezogen. Bei Ausfall eines Netzes ist das andere in der Lage, die Energielieferung für den gesamten Tunnel zu übernehmen. Eine Transitverbindung zwischen den beiden unterirdischen 50-kV-Schaltanlagen Hattig und Huttegg ermöglicht zudem einen Energieaustausch zwischen den beiden Lieferwerken.
Tunnelbeleuchtung
Die Tunnelbeleuchtung ist eine, der vom Tunnelbenützer am meisten beachteten Anlagen im Fahrraum. Neben der Lüftung ist die Tunnelbeleuchtung der grösste Verbraucher von elektrischer Energie.
Die wesentlichen Anforderungen an die Tunnelbeleuchtung sind:
Das Beleuchtungsniveau kann an die Erfordernisse einer Tag- und Nachtschaltung sowie bei einem Ereignis auf Vollbeleuchtung angepasst werden.
Belüftungssystem
Die beiden 9,25 km langen Röhren des Seelisbergtunnels sind je in zwei Abluftabschnitte und fünf Zuluftsektoren unterteilt. Im Seelisbergtunnel sind 18 Ventilatoren (10 Zuluft und 8 Abluft) mit Leistungen zwischen 580 und 1245 Kilowatt installiert. Die Struktur der Lüftungsregelung besteht aus den drei Ebenen: Ventilator, Lüftungsabschnitt und Tunnel. Im 2014 wurden steuerbare Abluftklappen eingebaut, Diese ermöglichen es im Falle eines Ereignisses den entstehenden Rauch konzentriert am Ereignisort abzusaugen und über den oberhalb des Fahrraumes angeordneten Abluftkanal zu den portalseitigen Abluftkaminen abzuführen. Beide Röhren wurden mit Rauchmeldern ergänzt.
Der Tunnel wird von vier unterirdischen Zentralen aus belüftet: Portalstationen Rütenen und Büel sowie den Mittelstationen Hattig und Huttegg.
Signalisation
Die Signalisation besteht aus Signalen im Tunnel und in den Vorzonen Nord und Süd des Tunnels. Für den Einsatz der Signalisation sind Tunnelfahrzustände und Betriebszustände definiert, welche zur Gewährleistung der Sicherheit im Tunnel und zur Durchführung der periodisch anfallenden Unterhaltsarbeiten notwendig sind.
Folgende Betriebszustände sind möglich:
Die Verkehrssteuerungsanlage sorgt für den korrekten und zeitfolgerichtigen Ablauf, so dass keine unverträglichen Signalbilder entstehen und die definierte Prioritätsordnung eingehalten wird.