Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03300.jsonl.gz/3543

Externer Inhalt
TOKIO (awp international) - Japan will mit einem Aufkauf von Anleihen des europäischen Rettungsfonds zur Eindämmung der Schuldenkrise in der Euro-Zone beitragen. Die Regierung "denkt darüber nach", mehr als 20 Prozent der von der "Europäischen Finanz-Stabilitäts-Fazilität" (EFSF) geplanten Staatsanleihen zu erwerben, kündigte der japanische Finanzminister Yoshihiko Noda am Dienstag vor der Presse in Tokio an. Eine Stabilisierung der Euro-Zone samt einem starken Euro ist im Interesse von starken Exportnationen wie Japan oder China.
Es sei für Japan "angemessen", dem europäischen Rettungsfonds zu helfen, unter den Marktteilnehmern "etwas Vertrauen zu gewinnen", wurde Noda von der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zitiert. Seine Regierung beabsichtige, für den geplanten Kauf der Euro- Anleihen auf die eigenen Währungsreserven zurückzugreifen. Die beliefen sich nach Angaben des Finanzministeriums zum Ende Dezember auf 1,096 Billionen Dollar.
Irland war kürzlich als erstes Euro-Land unter den Rettungsschirm von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds (IWF) geschlüpft und soll 85 Milliarden Euro Unterstützung bekommen. Dafür werden von der EFSF eigene Anleihen begeben, die von den Euro- Ländern garantiert werden und damit als besonders sicher gelten. Noch im Januar soll die erste Anleihe mit einem Volumen von mindestens fünf Milliarden Euro am Markt platziert werden. Der Chef des Euro- Rettungsfonds, Klaus Regling, hatte bereits im Dezember betont: "Das Interesse internationaler Anleger ist gross."
China hatte unlängst zudem angekündigt, zur Stabilisierung des Euro noch mehr Staatsanleihen europäischer Schuldensünder aufzukaufen. Dabei geht es um nationale Anleihen etwa von Ländern wie Spanien, Portugal und Griechenland. China verfügt mit etwa 2,65 Billionen Dollar vor Japan über die weltweit höchsten Währungsreserven. Japan hatte seinerseits in den vergangenen Monaten insgesamt 970 Millionen Dollar an Notkrediten für Griechenland und die Ukraine bereitgestellt und dabei zum Teil auf seine Währungsreserven zurückgegriffen.
ln/DP/jha
???source_awp???