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Mi, 11. November 2020, Ralf Hersel
Der Ubuntu-Hersteller Canonical Holdings Limited hat kürzlich seinen britischen Finanzbericht für das am 31. Dezember 2019 endende Geschäftsjahr vorgelegt. In der Zeit vor COVID erwirtschaftete das Unternehmen rund 22% mehr Einnahmen als 2018, arbeitete aber immer noch mit Verlust, wenn auch in geringerem Masse als in den Vorjahren.
Vor einigen Wochen hat die Canonical Group Limited ihre Unterlagen für das Geschäftsjahr 2019 beim UK Companies House eingereicht. Sie weisen für 2019 einen Umsatz von 119 Millionen USD aus, gegenüber 97 Millionen USD im Vorjahr. Ihr Betriebsverlust belief sich auf nur 2 Mio. USD und war damit besser als der Betriebsverlust von 11 Mio. USD im Jahr 2018 und die Verluste, mit denen sie seit einigen Jahren arbeiten.
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl von Canonical lag 2019 bei 473, gegenüber 437 im Vorjahr. Obwohl fast vierzig weitere Mitarbeiter hinzukamen, ist sie immer noch niedriger als die Zahl der über 500 Mitarbeiter vor der Umstrukturierung, als unter anderem die Aktivitäten im Smartphone-Bereich aufgegeben wurden.
Der Bericht geht auch auf die COVID-19-Pandemie ein. Da Canonical über eine globale, verteilte Belegschaft verfügt, die grösstenteils von zu Hause aus arbeitet und daher von Lock Downs weniger betroffen ist, sind die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens nicht allzu gross. Doch Störungen im Zusammenhang mit COVID-19, mit denen die Kunden konfrontiert sind, könnten zu geringeren Umsätzen oder weniger Vertragsverlängerungen führen. Canonical bereitet sich auf Szenarien vor, die bis zu einer 30%igen Verringerung der Verkäufe reichen, die getragen werden können, bevor Massnahmen zur Kostensenkung ergriffen werden müssten.