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Prävention
Den Konsumeinstieg verhindern
Primäres Ziel der Prävention ist insbesondere der Nichteinstieg:
- Informationen über die Risiken in Bezug auf den Konsum
- Stärkung individueller Kompetenzen, wie etwa die Fähigkeit, Leistungs und Erholungsphasen angemessen zu gestalten oder das Anerkennen eigener Grenzen
Schadesnminderung und Safer Use
Bei Konsumierenden ist in erster Linie das Präventionsziel, die Risiken in Verbindung mit dem Konsum zu reduzieren.
Eine Massnahme der Schadensminderung, welche direkt an Konsumorten und in mehreren Kantonen realisiert wird, ist das Testen der Drogen in mobilen Labors (Drug Checking), um die tatsächliche Zusammensetzung zu erfassen. Diese Tests werden durch Gespräche mit den Konsumierenden, Erklärungen zur Substanzanalyse und klare Präventionsbotschaften ergänzt.
Auf verschiedenen Webseiten können sich Konsumierende über Safer Use Regeln informieren ("Mehr dazu"). Sie liefern Empfehlungen zu Konsumpraktiken und detaillierte Informationen zu den spezifischen Substanzen (Risiken, Langzeiteffekte, etc.).
Hilfe für den Konsumausstieg
Konsumierende sollen zu einem Konsumausstieg bewegt werden. Hierfür sind zum Beispiel webbasierte niedrigschwellige Angebote entwickelt worden, die dazu anregen, den eigenen Konsum zu überdenken.
Überblick Prävention
Suchtprävention will nicht jeglichen Konsum von Substanzen oder gewisse Verhaltensweisen verbieten, sondern hat zum Ziel, schädliche Folgen, die dadurch entstehen, zu verhindern oder zu vermindern. Je nach Zielgruppe kann dies bedeuten:
- dass ein Einstieg in den Suchtmittelkonsum verhindert oder hinausgezögert werden soll
- dass ein verantwortungsvoller und kontrollierter Umgang mit gewissen Verhaltensweisen (z.B. dem Geldspiel oder Online-Games) gelernt wird
- dass negativen Auswirkungen des Konsums oder eines Verhaltens für Betroffene und die Gesellschaft vorgebeugt wird (Schadensminderung)
Prävention kann sich struktureller oder verhaltensorientierter Massnahmen bedienen. Idealerweise ergänzen und stützen sich diese beiden Ebenen.
Strukturelle Prävention
Strukturorientierte Prävention, auch Verhältnisprävention genannt, zielt auf Veränderungen in der Umwelt ab. Das kann im Rahmen von Gesetzen oder anderen Regulierungen sein (z.B. Preisgestaltung, Abgabeverbote, Werbeeinschränkungen, etc.), aber auch in der Verbesserung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (gesundheitsförderliche Arbeitsplätze, Quartiere etc.).
Verhaltensorientierte Prävention
Verhaltensorientierte Prävention zielt darauf ab, Menschen in einem verantwortungsvollen Umgang mit psychoaktiven Substanzen oder potenziell abhängig machenden Verhalten zu unterstützen. Dies erfolgt in Form von Förderung der Lebens- und Konsumkompetenz. Prävention beginnt im Kleinkindalter in der Familie und betrifft alle Lebensphasen.
Oft wird Verhaltensprävention unterschieden in universelle, selektive und indizierte Prävention, welche sich an Personengruppen mit unterschiedlichem Risikoverhalten richtet.