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Weltweit konsumieren 185 Millionen Menschen illegale Drogen
GENF - 185 Millionen Menschen oder drei Prozent der Weltbevölkerung haben im vergangenen Jahr illegale Drogen konsumiert. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht des UNO-Büros gegen Drogen und Verbrechen (UNODC).
Weitaus am meisten von ihnen, nämlich 150 Millionen, konsumierten Cannabis, 38 Millionen Personen konsumierten Amphetamine, darunter 8 Millionen Ecstasy. 13 Millionen Menschen sind Kokain-Konsumenten und 15 Millionen konsumierten Opiate wie Heroin, Morhpium oder Opium.
Die Zahl der Raucher sei im Vergleich dazu sieben Mal höher (1,3 Mrd.), sagte UNODC-Direktor Francis Maertens. Die Massnahmen zur Bekämpfung illegaler Drogen hätten ermöglicht, die schädlichen Auswirkungen von Drogen einzudämmen. Sie seien nur ein Bruchteil des Schadens, den legale Substanzen wie Alkohol und Tabak verursachten.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO starben 2000 weltweit rund 200 000 an den Folgen des Drogenkonsums, heisst es in dem Bericht. Ebenfalls laut WHO sterben jährlich 4,9 Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens.
Die Opiate stellen die grössten Probleme. Sie sind Ursache für 67 Prozent der Behandlungen von Drogensüchtigen in Asien und für 61 Prozent in Europa. Die Produktion von Opium, dem Grundstoff für Heroin, hat sich seit Beginn der 90er Jahre bei jährlich 4000 bis 5000 Tonnen stabilisiert. Sie konzentriert sich jedoch zunehmend in Afghanistan.
Der Anbau der Coca-Pflanze hingegen ging von 1999 bis 2003 um 30 Prozent zurück, vor allem wegen der verschärften Kontrollen im Hauptproduktionsland Kolumbien.
Der Konsum von synthetischen Drogen hat sich offenbar wegen der Aushebung von zahlreichen Labors seit Mitte der 90er Jahre stabilisiert. Allein 2002 wurden weltweit 11 900 Labors zerstört.