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Krisenmanagement ist der Prozess, mit dem ein Unternehmen auf ein Ereignis reagiert, das eine Bedrohung für das Unternehmen oder auch Interessensgruppen darstellt. Hierzu gehören auch Ereignisse, die nicht unbedingt zu einer Unterbrechung des Geschäftsbetriebs führen, beispielsweise eine negative Berichterstattung in den Medien, die das Ansehen des Unternehmens beschädigen könnte (Reputationsrisiko). Die Frage, ob eine gesonderte Krisenmanagementdisziplin notwendig ist oder nicht, könnte folgendermaßen umformuliert werden: Unterscheidet sich das Krisenmanagement bei Bedrohungen, die nicht unmittelbar den Geschäftsbetrieb betreffen, vom Krisenmanagement bei Bedrohungen, die den Betriebsablauf betreffen?
Wenn es einen Unterschied gibt, dann sind eindeutig weitere Elemente der Disziplin erforderlich, die in BCM nicht vorhanden sind. Aber selbst wenn es keinen Unterschied gibt, sind für das Krisenmanagement im Rahmen von BCM ebenso spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten wie bei anderen spezialisierten Elementen des BCM Programms notwendig. Mit Krisenmanagement muss sich jedes Unternehmen befassen, das BCM implementiert. Es sollte nicht von BCM abgekoppelt werden, da es ein integraler Bestandteil jeder erfolgreichen Sofortmassnahme bei einem Störfall ist. Selbst dann, wenn bei Störfällen nicht unmittelbar der Geschäftsbetrieb betroffen sein sollte.
Folgende Elemente sind beim Aufbau eines Krisenmanagements festzulegen:
- Die Krisenstufen
- Der Entscheidungsprozess/-kompetenzen
- Das Krisenteam
- Der Krisenraum
- Die Kommunikation
- Der Führungsrhythmus
- Die Hauptszenarien und Aktionschecklisten (Präventive und Reaktive Massnahmen)