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Ist CBD in Deutschland legal?
CBD, das in Frankreich als “legales Cannabis” bezeichnet wird, profitiert von einem Rechtsvakuum, was die Auslegung der Texte über den Konsum von Cannabisprodukten betrifft. Das französische und das europäische Recht betrachten eine THC-Konzentration von weniger als 0,2 % als legal, ohne zu präzisieren, ob diese Schranke für die angebaute Pflanze oder das Endprodukt gilt.
Die Mildeca (Mission interministérielle de lutte contre les drogues et les conduites addictives), deren im Juli 2018 abgegebene Stellungnahme nur eine beratende Funktion hat, weist ihrerseits darauf hin, dass die Produkte keine Spuren von THC enthalten dürfen. Die ANSM (Agence Nationale de Sécurité du Médicament) unterscheidet nicht zwischen den verschiedenen Cannabismolekülen und stuft sie alle als Betäubungsmittel ein.
Was die Vermarktung betrifft, so ist es in Frankreich gesetzlich verboten, CBD als therapeutisches Produkt oder Heilmittel anzupreisen. Denn nur Ärzte und Apotheker sind berechtigt, Heilmittel zu verschreiben und zu vermarkten.
Trotzdem fand die Demokratisierung von CBD in Europa statt, wobei sie von dieser unklaren Rechtslage profitierte. Eine Unklarheit, die auch durch unterschiedliche Praktiken in den einzelnen Ländern aufrechterhalten wird, was eine Rückverfolgung der Endprodukte erschwert. Die größte Hürde ist der THC-Gehalt, der in Europa unterschiedlich hoch ist: 0,2 % in Frankreich und Deutschland, 0,6 % in Italien und 1 % in der Schweiz.