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privatrechtlichen Verkehr setzt die S. in der Regel einen Auftrag seitens der zu vertretenden Person voraus (s. Mandat). Handelt
es sich dagegen um die Vertretung eines öffentlichen Beamten, so wird der Stellvertreter oder Vikar (s. d.) in der Regel von der
vorgesetzten Dienstbehörde bestellt. Dem als Volksvertreter gewählten Beamten fallen die Kosten der
S. nicht zur Last. Die S. des deutschen Reichskanzlers (Generalstellvertretung durch einen Vizekanzler oder Spezialvertretung
durch die Chefs der Reichsämter) ist durch Reichsgesetz vom geordnet. Bei gekrönten Häuptern wird zwischen S. und
Regentschaft unterschieden. Letztere ist auf die Dauer berechnet und tritt kraft gesetzlicher Bestimmung
ein, während man unter S. die auf Anordnung des Monarchen selbst eintretende vorübergehende Vertretung versteht.
die in manchen Staaten, besonders vor 1870, dem Militärpflichtigen gesetzlich erlaubte Beschaffung
eines für ihn die Dienstpflicht erfüllenden Ersatzmanns.
Entweder hat ersterer sich mit letzterm selbst
mit Geld abzufinden, oder der Staat übernimmt gegen Zahlung einer bestimmten Summe das Beschaffen der Stellvertreter, wobei vorzugsweise
ausgediente tüchtige Soldaten, die weiter dienen wollen, gewählt werden. In denjenigen Staaten, welche die allgemeine Dienstpflicht
eingeführt haben, besteht S. nicht.