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Verzweifeltes Gelddrucken wird die Blase nicht retten
Nehmen wir als Beispiel die amerikanische Federal Reserve (Fed). Sie beendete am 29.10. ihr QE-Programm in der bisherigen Form, weil nichts mehr zu kaufen da ist. Am 15.10. besaß die Fed 2,3 Bio.$ (2300 Milliarden $), etwa die Hälfte der ca. 5 Bio.$ sog. „nichtöffentlichen“ US-Staatsanleihen mit mindestens 3 Jahren Laufzeit. („Nichtöffentlich“ heißt: nicht im Besitz staatlicher Fonds wie der Rentenkasse, der öffentlichen Krankenkasse Medicare etc.). Die andere Hälfte der mittel- bis langfristigen USSchatzanleihen war größtenteils im Besitz der Zentralbanken Chinas, Japans und einiger anderer Länder sowie einiger staatlicher Fonds. Es war praktisch nichts mehr übrig, was die Fed noch hätte kaufen können.
Mit dem langjährigen Gelddrucken wurden diese 2,3 Bio.$ sowie weitere ca. 2 Bio.$, mit denen meist staatlich gestützte Unternehmen hypothekengedeckte Papiere kauften, ausnahmslos den größten westlichen Banken zugeschanzt. Diese benutzten das Geld, um ihre Reserven aufzustocken und zu spekulieren, aber nicht für Kreditvergabe an Unternehmen oder Privathaushalte.
Die Volkswirtschaften leiden unter Kreditmangel, während die Derivatblase auf 750 Bio.$ oder sogar 1 Billiarde $ Nominalwert aufgepumpt wurde. Aber während die Fed die langfristigen USSchulden hortete, ist wegen der Austeritätspolitik die Neuausgabe öffentlicher Schulden meistens zurückgegangen. Der einzige, riesige Gläubiger der US-Regierung, die Federal Reserve, drang als Bedingung für extrem niedrige Zinsen auf die Sparpolitik, die auch umgesetzt wurde.
Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).
Der lesenswerte Newsletter kostet 250 € im Jahr. Er wird vom E.I.R.-Verlag herausgegeben, zu bestellen bei: Caroline Hartmann, <email-pii>
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