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Gesundheitliche Auswirkungen
Der Artikel gibt einen Überblick zu den Todesfällen und zur Übersterblichkeit für den Kanton Luzern und die Zentralschweiz. Die Daten werden laufend aktualisiert.
Im Jahr 2018 wurden 57'471 Hospitalisierungen von Luzernerinnen und Luzernern gezählt. Seit der Einführung von Fallpauschalen im Jahr 2012 nahmen die Hospitalisierungen um 11 Prozent zu. Die Zunahme fiel damit stärker aus als das Bevölkerungswachstum im gleichen Zeitraum (+6%).
Je nach Altersgruppen entwickelten sich die Hospitalisierungen unterschiedlich: Die stationären Spitalaufenthalte der Unter-65-Jährigen gingen seit 2016 zurück (−4%), dies unter anderem wegen der Verlagerung von Behandlungen in den ambulanten Bereich. Die Hospitalisierungen der Personen ab 65 Jahren hingegen nahmen seit 2016 weiter zu (+4%).
In der Analyse berücksichtigt werden alle stationären Hospitalisierungen von im Kanton Luzern wohnhaften Personen, die sich in inner- oder ausserkantonalen Spitälern und Geburtshäusern behandeln lassen. Im Vergleich dazu beinhaltet der Webartikel zu den Krankenhäusern im Kanton Luzern Ergebnisse zu den Spitälern und Kliniken im Kanton Luzern, die inner- und ausserkantonale Patientinnen und Patienten behandeln.
Mit der Hospitalisierungsrate wird die Zahl der Hospitalisierungen ins Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt. 2018 betrug die Hospitalisierungsrate der Unter-65-Jährigen 106 Spitalaufenthalte pro 1'000 Personen derselben Altersgruppe. Bei den Personen ab 65 Jahren lag die Rate bei 301 Hospitalisierungen pro 1'000 Personen derselben Altersgruppe. In der Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen überwiegen die Frauen aufgrund der Spitalaufenthalte bei Schwangerschaft und Geburt.
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, hospitalisiert zu werden. Bei den Männern nimmt dieses Risiko stärker zu als bei den Frauen. So kamen bei den Männern ab 85 Jahren 474 Hospitalisierungen auf 1'000 Einwohner derselben Altersgruppe, bei den gleichaltrigen Frauen waren es 386 Hospitalisierungen pro 1'000 Einwohnerinnen derselben Altersgruppe.
Im Jahr 2018 waren insgesamt 44'149 Luzerner Patientinnen und Patienten in einem inner- oder ausserkantonalen Spital in stationärer Behandlung. 80 Prozent von ihnen waren im Lauf des Jahrs nur einmal hospitalisiert, 14 Prozent wiesen zwei Spitalaufenthalte auf. 6 Prozent wurden 3-mal oder häufiger in einem inner- oder ausserkantonalen Betrieb stationär behandelt. Diese Anteile veränderten sich seit 2012 kaum; im Durchschnitt ergibt das 1,3 Hospitalisierungen pro Patient/in und Jahr. Mehrfachhospitalisierungen nehmen mit fortschreitendem Alter zu: Bei Patientinnen und Patienten unter 65 Jahren lag der Anteil bei 15 Prozent, bei den Patientinnen und Patienten ab 65 Jahren bei 29 Prozent.
Bei den Frauen erfolgte 2018 jeder sechste Spitalaufenthalt aufgrund von Schwangerschaft und Geburt. Ohne Berücksichtigung dieser knapp 5'000 Hospitalisierungen waren bei Männern und Frauen die häufigsten Gründe für einen Spitalaufenthalt: Unfallbedingte Verletzungen (14%) sowie Muskel-Skelett-Erkrankungen (14%), Krankheiten des Kreislaufsystems (12%) und Tumore (9%) oder Erkrankungen des Verdauungssystems (9%). Im Vergleich zu 2012 veränderten sich die Anteile dieser Hospitalisierungsgründe kaum.
Bei gut der Hälfte der Hospitalisierungen wurde 2018 als Hauptbehandlung ein chirurgischer Eingriff erfasst, bei rund einem Drittel diagnostische und therapeutische Massnahmen. Bei den rund 31'000 chirurgischen Eingriffen waren Operationen an den Bewegungsorganen (31%) am häufigsten. Diese erfolgten oftmals wegen künstlichen Hüft- und Kniegelenken, Bandscheibenbeschwerden oder infolge von Knochenbrüchen. An zweiter Stelle der chirurgischen Hauptbehandlungen standen Eingriffe am Verdauungstrakt (16%), gefolgt von geburtshilflichen Operationen (14%).
9 von 10 Spitalaufenthalten erfolgten 2018 in einer Hauptkostenstelle der Akutsomatik. Mittels Hauptkostenstellen werden die verschiedenen Leistungsangebote der Spitäler wie beispielsweise Chirurgie oder Innere Medizin erfasst. Die in einem Spital erbrachten Rehabilitationsleistungen werden somit der Hauptkostenstelle «Rehabilitation» zugeordnet. 2018 umfasste dieser Bereich 5 Prozent der Spitalaufenthalte, ebenfalls 5 Prozent wurden zur Hauptkostenstelle «Psychiatrie» gezählt. Diese Anteile veränderten sich seit 2012 kaum. Bei der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer zeigen sich im gleichen Zeitraum unterschiedliche Entwicklungen: Im akutsomatischen Bereich verkürzte sich die Aufenthaltsdauer um 10 Prozent auf 5,3 Tage, im Bereich Psychiatrie blieb sie relativ konstant bei 38,4 Tagen, und im Bereich Rehabilitation nahm sie um 17 Prozent auf 26,3 Tage zu.
Autorin: Agnes Zwimpfer /31. März 2020
Agnes Zwimpfer
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