Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03466.jsonl.gz/808

Von der Assistentin zur Kultfigur
Die Begegnung mit Man Ray war Berenice Abbotts Ausgangspunkt für eine international erfolgreiche Karriere als Fotografin.
Berenice Abbott war eine US-amerikanische Fotografin, geboren 1898 in Springfield im US-Bundesstaat Ohio. Nach einem Studium in Journalismus und Bildhauerei in den USA ging Abbott nach Paris und traf dort 1923 den Fotografen und Surrealisten Man Ray. Sie wurde seine Assistentin in der Dunkelkammer und lernte von ihm das Foto-Handwerk. Bald eröffnete Abbott mit finanzieller Unterstützung der Kunstsammlerin Peggy Guggenheim ihr eigenes Fotostudio in Paris. Dort erhielt sie Besuch von berühmten Künstlern und Schriftstellern der 1920er-Jahre, welche sich für ein gutes Porträtbild ablichten lassen wollten.
Im Jahr 1929 kehrte Abbott in die USA zurück und dokumentierte im Laufe der 1930er-Jahre den rasanten Wandel der Stadt New York. Ihr Fotobuch «Changing New York», welches im Jahr 1939 erschien, machte sie schliesslich zu einer der berühmtesten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Anfang der 1940er-Jahre änderte Abbott ihr Interesse erneut. Mit der wissenschaftlichen Fotografie wollte sie die Gesetze der Technik und der Natur erklären. In den 60er-Jahren zog Abbott ins ländliche Maine, wo sie 1991 starb. Ihr Lebenswerk wurde mehrfach durch Ausstellungen und Retrospektiven gewürdigt.
Das Fotografiemuseum Huis Marseille zeigt aktuell die Retrospektive «Berenice Abbott: Portraits of Modernity» mit rund 200 Schwarzweissfotografien der US-amerikanischen Fotografin, vom 7. September bis 1. Dezember 2019 in Amsterdam.