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Der Fussballclub SC Brühl wurde 1901 gegründet. In den ersten zehn Jahren wurden die Heimspiele an nicht weniger als fünf Spielorten auf dem Gebiet der Stadt St.Gallen ausgetragen: Spelteriniplatz/Brühl (daher auch der Name SC Brühl), Kreuzbleiche, Breitfeld, Weierweid und alte Eisbahn Grossacker. 1911 zogen die Brühler im Krontal ein.
Bedingt durch die sportlichen Erfolge musste bald eine Tribüne her. Die erste, ein 1913 erstellter einfacher Bretterbau, fiel allerdings schon kurz nach der Einweihung im Februar 1914 einem Föhnsturm zum Opfer.
Nach kurzer Zeit wurde die neue Tribüne eröffnet. Die Holzkonstruktion des Neubaus wurde viel beachtet. Aber in der Nacht vom 12. auf den 13. Oktober 1958 zerstörte ein Grossbrand die Tribüne.
In den Schadenakten der Gebäudeversicherungsanstalt (GVA) sind unter anderem das Schadenprotokoll, ein Auszug aus dem Protokoll der Sachverständigenkommission der GVA, der Brandrapport des Feuerwehrkommandanten samt Plan der Brandbewältigung, Berichte und Fotos des Erkennungsdienstes der Kantonspolizei sowie ein Situationsplan enthalten. Die Schadensumme betrug 59'000 Franken. Die Untersuchungen ergaben, dass der Brand mit grösster Wahrscheinlichkeit durch einen brennenden Zigarren- oder Zigarettenstummel ausgelöst wurde. Ein Zuschauer hatte ihn während des Spiels zwischen Brühl und Rapid Lugano am Vortag auf den Boden geworfen. Der Stummel fiel durch eine Ritze unter die Tribüne, wo sich allerhand brennbares Material (Sägemehl etc.) befand.
Signaturen: StASG BA 1/62.1 und StASG BA 1/62.2.10
Felix Stadler, Staatsarchiv St.Gallen
Nordfront
Situationsplan
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