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Firmengeschichte
1882
Friedrich Rudolf Zurlinden gründet die Firma Zurlinden & Co. und errichtet im Scheibenschachen in Aarau eine Zementfabrik mit fünf Schachtöfen.
Bereits im Januar 1883 wird der erste Portlandzement produziert. Der Zement wurde mit einer Seilbahn hoch über der Aare von der Fabrik zum Bahnhof transportiert.
1890
Aufgrund stark steigendem Zementverbrauch veranlasst Friedrich Rudolf Zurlinden, eine zweite Zementfabrik in Wildegg zu bauen.
Friedrich Rudolf Zurlinden leistet auch Pionierarbeit im Brückenbau: Er lässt 1890 die erste Eisenbetonbrücke bauen, die den Wildegger Fabrikkanal überspannt.
1897
Die Kollektivgesellschaft Zurlinden & Co. wird 1897 in eine gemeinsame Aktiengesellschaft, die Jura-Cement-Farbriken AG umgewandelt. Die beiden Zementfabriken in Aarau und Wildegg werden in dieser Firma zusammengefasst. Noch zur Gründerzeit legt Friedrich R. Zurlinden den Grundstein zur sozialen Firmen-Entwicklung, darunter
- Gründung fabrikeigener Krankenkassen mit Zuschüssen aus den Geschäftsergebnissen
- Gründung eines Arbeiter-Unterstützungsfonds
- Bau von firmeneigenen Dienstwohnungen in Wildegg
1929
Stilllegung der Jura Cement Fabrik Aarau.
1933 - 1999
Die JURA-Holding verfolgt eine Expansionsstrategie. Mehrere Firmen, verteilt in der Deutschschweiz und Romandie im Bereich Beton, Sand + Kies und Transport werden von der JURA-Gruppe übernommen.
2000
Die JURA-Holding stösst zur internationalen CRH-Gruppe.
WER WAR FRIEDRICH RUDOLF ZURLINDEN?
Friedrich Rudolf Zurlinden wurde am 4.11.1851 in Zofingen geboren. Er legte eine wahre Tellerwäscherkarriere hin:
Als Kind lebte er zeitweilig im Waisenheim Zofingen. Nach der KV-Lehre in Aarau wurde er 1873 Geschäftsführer der Tonröhrenfabrik Richner. Die Tochter des 1873 verstorbenen Inhabers der Fabrik wurde später seine Ehefrau. 1882 gründete er mit zwei Teilhabern die Zementfabrik Zurlinden & Co. in Aarau. 1890 baute er eine zweite Zementfabrik in Wildegg. 1897 wurde die Zurlinden & Co. in die Aktiengesellschaft Jura-Cement-Fabriken AG umgewandelt. Ab 1906 wurde Zurlinden deren alleiniger Teilhaber.
Friedrich Rudolf Zurlinden war der Hauptinitiant bei der Bildung des schweiz. Kartells der Portlandzementfabriken 1895. 1914-23 war er Verwaltungsrat der Nordostschweiz. Kraftwerke (heute Axpo), 1916-23 des Aarg. Elektrizitätswerks (heute AEW).
1923 übergab Friedrich Rudolf Zurlinden die Unternehmensleitung an seinen Sohn Ferdinand, welcher die Firma 1884-1951 leitete. 1929 wurde die Zementfabrik in Aarau stillgelegt.
1932 starb Friedrich Rudolf Zurlinden in Luzern.