Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03367.jsonl.gz/47

Šárka
Oper von Leoš Janáčeks
Das Liebespaar in Janáčeks erster Oper entstammt einer alten böhmischen Sage und findet sein Glück erst im Jenseits. Der Stoff behandelt den Kampf zwischen den Geschlechtern. Šárka ist die mythische Kriegerin, die den geliebten Feind Ctirad in eine tödliche Falle lockt. Gepeinigt von Reue und unerfüllter Liebe folgt sie dem Geliebten schliesslich selbst in den Tod.
«Šárka» ist Leoš Janáčeks erste Oper, die er nach der Vorlage eines Dramas von Julius Zeyers zu komponieren begann. Da Zeyer eine Zusammenarbeit mit ihm ablehnt, vergingen jedoch dreissig Jahre, bis Janáček das Werk vollenden und 1925 endlich zur Uraufführung bringen konnte.
Bis dahin immer im Zwiespalt zwischen Romantik und mährischer Folklore, wendet sich Janáček hier den volkstümlichen Wurzeln zu und scheint seinen unverwechselbar eigenen Stil gefunden zu haben, der sich später auch in seinen Meisterwerken «Jenufa» oder «Aus einem Totenhaus» abzeichnet.
Unterstüzt durch:
Baloise Bank SoBa