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Braunwald GL, Seblengrat (1905 m.ü.M.)
Die Studie zeigt: Die Migros tut der Natur gut.
Zeigt die von Reader’s Digest veranlasste Studie aber wirklich, dass die Migros der Natur gut tut? Auf den ersten Blick bestimmt; schliesslich belegt die Migros den 1. Platz in der Tabelle mit der Überschrift “Führend im Umweltschutz”.
Auf den zweiten Blick aber fällt auf: Der Claro Weltladen mit dem Motto “Fair gegenüber Mensch und Umwelt” liegt auf dem letzten Platz der Statistik. Noch schlechter schneidet der Weltladen (in dem alle Produkte ein bisschen teurer sind, weil sie unter besonders fairen Produktionsbedingungen hergestellt worden sind) in der Kategorie “Faire Produktionsbedingungen” ab:
Yakum Kambir, Leiter Werbemarkt von Reader’s Digest Schweiz, erklärt im Artikel des Migros-Magazins die Umfrage-Ergebnisse so:
Der Markt belohnt Unternehmen, die an die unmittelbaren Bedürfnisse der Konsumenten denken und an ihre Rolle der Gesellschaft.
Auf Nachfrage bei der Migros erfahre ich, dass die Fragetechnik von Reader’s Digest in etwa derjenigen der Sendung 5gegen5 entspricht. Anstatt 100 Schweizerinnen und Schweizer zu fragen “nennen Sie mir eine Stadt in der oft die Sonne scheint”, fragte Reader’s Digest rund 1700 Schweizerinnen und Schweizer: “Was denken Sie, welche Marke der Kategorie Detailhandel hat den besten Ruf, was das Thema Umwelt betrifft?” Und: “Welche Produktemarke ist aus Ihrer Sicht glaubwürdig, wenn es um das Thema ‘Faire Produktionsbedingungen’ geht?” Als Antwort konnte je eine Marke genannt werden.
So wie kaum jemand auf die Idee kommen würde, bei der oben gestellten 5gegen5-Frage “Yuma” (sonnigste Stadt der Welt) zu sagen – sondern wohl eher Barcelona oder Rom -, kam bei den Fragen von Reader’s Digest auch nur einer kleinen Minderheit als erstes der Claro-Weltladen in den Sinn.
Die Fragestellung führte sodann auch zum Ergebnis, dass 2011 immer noch 10% der Befragten finden, BP habe in der Kategorie “Benzin” den besten Ruf, was den Umweltschutz betrifft. (Tamoil ist übrigens im Gegensatz zu den Umfragen der letzten Jahren nicht mehr in den Top 8 mit dabei, was wohl eher mit gewissen Verbindungen nach Lybien zu erklären ist, als mit dem Umweltschutz…)
Bereits im Jahr 2010 erreichte die Migros bei dieser Umfrage ein tolles Ergebnis. In dem von Reader’s Digest veröffentlichten Communiqué “Lernen von den Profis – so werden Marken zu Gewinnen” äusserte sich Migros-Chef Herbert Bolliger zum guten Resultat. Auf Seite 3 der Broschüre: Eine ganzseitige Werbung für ein Waschmittel der Migros. Bezahlt von der Migros.
Reader’s Digest wirbt mit seiner Konsumenten-Umfrage für grösstenteils ohnehin starken Marken, in der Hoffnung, dass diese darauf im Reader’s Digest Magazin Werbung schalten, in der Hoffnung, bei der nächsten Umfrage ein noch besseres Ergebnis zu erzielen…
Aber wie fühlt sich ein Claro-Laden, der für soziale und umweltgerechte Produktionsbedingungen kämpft und schliesslich in Sachen soziale Glaubwürdigkeit abgeschlagen auf dem letzten Platz landet? Fühlt er sich durch eine solche Umfrage nicht veräppelt? Ganz im Gegenteil, findet Yolanda Roggo, welche bei der claro fair trade AG für die Kommunikation zuständig ist:
Es ist beachtlich, dass die Teilnehmer der Umfrage den “claro Laden” ungestützt so oft genannt haben, dass er bei beiden Fragen Rang 8 erreicht hat. Denn bei Umfragen dieser Art nennt der Befragte in der Regel das ihm am Besten vertraute, was meist gleich bedeutend ist mit am Meisten gesehen (real, in Medien etc.). Und in Anbetracht des offensichtlichen Grössen- und Kräfteunterschieds zwischen Grossverteilern und den claro Läden, können sich die claro Läden geschmeichelt fühlen ob dem erreichten Platz. Der 8. Platz ist bei beiden Fragen zudem nicht gleich zu setzen mit dem schlechtesten Platz, sondern ist die letzte in der Grafik dargestellte Platzierung. Zu den restlichen 15 % respektive 4 %, die nicht abgebildet sind, steht ja nichts.”
Ich fasse zusammen: Das Migros-Magazin findet, dass die Studie zeigt, dass die Migros der Umwelt gut tut. Reader’s Digest freut sich darüber, dass der Markt Unternehmen belohnt, die an die unmittelbaren Bedürfnisse der Konsumenten denken und an ihre Rolle der Gesellschaft. Und der Claro-Laden fühlt sich geschmeichelt, dass er es auf die letzte in der Grafik dargestellte Platzierung geschafft hat. Am lautesten aber jubelt wohl BP – darüber dass sie nach der Ölkatatastrophe 2010 bei den befragten Schweizerinnen und Schweizer in Sachen Umweltschutz noch den viertbesten Ruf in der Kategorie “Benzin” geniessen.
Quellen:
Migros-Magazin Nr. 13, 28.03.2011, S. 56 und S. 57
rdtrustedbrands.com
Reader’s Digest ETB 2011 – Faire Produktionsbedingungen
Reader’s Digest ETB 2011 – Der beste Ruf bei Umweltaktivitäten (1)
Reader’s Digest ETB 2011 – Der beste Ruf bei Umweltaktivitäten (2)
Communiqué: Lernen von den Profis – so werden Marken zu Gewinnen
Mehrwert:
Statistik für Anfänger
«20 Minuten» kritisierte die Coop-Ringier-BettyBossi-aldente-Connection und forderte implizit blindere Blindttests. In diesem Sinne veröffentliche ich nun einen Blindtest, für dessen Unabhängigkeit ich die Hand ins Feuer legen kann. Durchgeführt im Spätsommer 2010 im Rahmen eines geselligen Bierabends in einer Berner WG. Die professionelle Jury: Ein zusammengewürfeltes Team aus acht Bierliebhabern. Ein Grafiker, eine Politologin, ein Industriebodenleger sowie Juristen und Journalisten.
Die fröhliche Runde testete die folgenden 15 Biere (in Klammern das Herkunftsland):
Felsenau Lager (CH), Drinks of the World (CH), Prix Garantie (CH), Feldschlösschen (CH), Gralsburg Export (DE), Quöllfrisch (CH), Feldschlösschen Alkoholfrei (CH), Denner Lager (CH), Einsiedler Lager (CH), Egger Galopper (CH), Tell (CH), Löwenbräu (DE), Feldschlösschen Premium (CH), Kronenburg 1664 (FR) und Heineken (NL).
Die Produkte wurden in der oben erwähnten Reihenfolge aus neutralen IKEA-Gläsern degustiert und bezüglich Gesamteindruck benotet (Notenskala 1-10, wobei 10 die Maximalnote war). Weiter versuchten die Jurymitglieder Charaktereigenschaften der Biere (Süssigkeit, Kräftigkeit, Wässrigkeit, etc.) herauszuspüren und trugen auch diese Empfindungen im Testbogen ein (vgl. Detailauswertung). Um allfällige Abweichungen feststellen zu können, tischte der Testleiter drei Getränke zwei- bzw. dreimal auf.
Hier die Testergebnisse in der Kategorie Gesamteindruck:
Ein deutsches – mir bisher unbekanntes – Bier aus dem Denner, für umgerechnet weniger als 20 Rappen pro Stange, wurde Gesamtsieger. Gefolgt von einem französichen Massenbier und – endlich – einem Schweizer Bier aus der kleinen Brauerei Rosengarten in Einsiedeln. Meine vermeintlichen Lieblingslager von Egger und Felsenau landeten unten auf der Rangliste. Immerhin: Das einzige alkoholfreie Bier im Test schnitt am allerschlechtesten ab – jedenfalls in einem von zwei Degustationsdurchläufen.
Fazit: Gutes Bier ist nicht unbedingt teuer, stammt nicht unbedingt aus der Region und schmeckt nicht unbedingt immer gleich gut. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Sicher ist deshalb nur eines: «Ein Blindtest ist neutral. Basta!»
Heute Mittag lag hier auf der grossen Schanze noch ganz viel Sand. Ein gelbes Baggerli fuhr zwischen dem Sandberg in der Mitte des Platzes und einer Mulde am Rande des Platzes hin und her. Mit voller Schaufel hin und mit leerer Schaufel her.
Wo die wohl diese Mulde mit all dem überflüssig gewordenen Sand vom Berner CityBeach hin brachten?
Heute Abend liegt auf dem Bundesplatz ganz viel Sand. Rund um die Sandtürme bauen starke Männer aus schweren Metallelementen eine Tribüne. Denn ab morgen findet hier die Schweizer Meisterschaft der Coop Beachtour (Beachvolleyball) statt.
Wo die wohl all diesen Sand her haben?
In der Nacht auf Montag geht Migipedia online. Die Migros will mit ihrem neuen Social Media Tool aus “Consumer” “Prosumer” machen: Migros-Kunden sollen auf der Internet-Plattform Produkte bewerten und der Migros ihre Meinung sagen. Aber das ist erst der Anfang. Das Projekt im Beta-Stadium hat noch ganz viel Potential.
Innovativ ist nicht nur das Produkt selber, sondern auch die Lancierung: Die Migros organisierte nicht einfach eine hundskommune Medienkonferenz, sondern lud über Twitter zur Präsentation ein. Etwa 25 Personen (Blogger, Twitterer, Wissenschaftler, Migros-Kunden, Kommunikationsexperten und Journalisten) erhielten gestern Abend in Zürich einen ersten Einblick in das Projekt Migipedia.
Leila Summa, Social Media Director, leitete durch die Veranstaltung. Zuerst vermittelte sie generelle Informationen zu Migros und Social Media. So sei jeder 25. Schweizer Facebook-User Fan der Gruppe “Migros Ice Tea”. Die Firma nehme die virtuelle Welt ernst und beobachte seit einiger Zeit Twitter, Facebook und Blogs.
Aber nur beobachten reicht der Migros nicht mehr. Leila Summa: “Wir wollen selber ein bisschen Social Media machen.”
Ohne sich registrieren zu müssen, können Migros-Kinder via Texteingabe oder durch Scannen eines Strichcodes mit der Webcam (in Zusammenarbeit mit Codecheck) nach Produkten suchen (zur Zeit sind etwa 5’000 Produkte registriert). Jeder Artikel hat seine eigene Seite: Darauf findet der Kunde Informationen zum Produkt (Nährwerte, Preis, etc.), kann es bewerten (mit dem bekannten Sternchen-System) oder Kommentare dazu abgeben. Wie aus anderen Communities bekannt, können andere User den Kommentaren dann zustimmen oder zeigen, dass sie anderer Meinung sind (im Migros-Fachchargon: “leike oder nödleike”). Wer bei seinem Kommentar (bzw. bei einer Frage oder Kritik) noch ein Häckchen bei “M-Infoline” setzt, der wird auch garantiert eine offizielle Antwort von der Migros erhalten.
Wie erwähnt, funktioniert die Seite auch ohne Account: Wer aber will, kann sich ein Profil anlegen und seinen Kommentaren ein Gesicht geben. Derjenige User, der eingeloggt die meisten Kommentare zu einem Produkt abgibt (bzw. “am meisten aktiv ist”), wird “Produkt-Pate”, was dann natürlich auch jeder sehen kann – ein Status-Symbol für Heavy-User also.
Lustig. Aber wie profitiert die Migros von Migipedia? Die Antwort gemäss Powerpoint-Präsentation: “Die von und über die Kunden gewonnenen Informationen können genutzt werden, um das Migros Angebot (online und offline) weiter im Sinne des bewussteren Konsums der Kunden zu verbessern.”
Auf die Folie folgte die Frage aus dem Publikum, was denn genau für Informationen über die Kunden gewonnen werden sollen. Bedenken sind berechtigt: Eine logische Erweiterung von Migipedia wäre die Verknüpfung der User-Accounts mit den Cumulus-Daten. Eine Option sei das natürlich schon, zur Zeit aber noch zu heikel. Das Cumulus-Programm trägt das “Good Privacy Label”, ein Datenschutzgütesiegel, das die Migros auf keinen Fall verlieren will.
Migipedia ist ein Experiment. Selbst die Entwickler wissen noch nicht genau wo es hinführen wird. In der Anfangsphase bietet die Seite Produkteinformationen und eine Diskussionsplattform. Nichts bahnbrechendes also. Aber die Idee soll ständig weiterentwickelt werden – die Migros zählt dabei auch auf die Nutzer: Sie sollen Ideen einbringen und mitbestimmen, wohin die Reise führt.
Was die Zukunft bringen könnte:
- Mit einer iPhone-App scannt der Kunde im Laden Produkte und erhält Informationen dazu (z.B.von welchem Bauernhof ein Ei kommt).
- Migipedia verschmilzt mit LeShop.ch. Produkte können mit einem Klick nach Hause bestellt werden.
- Lagerbestände werden angezeigt. Ein Beispiel: In welcher M-Electronic-Filiale in meiner Nähe gibt es noch einen der Aktions-Fernseher für Fr. 999.- ?
- Aktionen-Alarm: Immer wenn mein Lieblingswaschmittel Aktion ist, kriege ich eine Benachrichtigung per Email.
- Allergiker können ihre Allergien mit ihrem Profil verlinken. In der Filiale scannen sie die Produkte und werden bei gefährlichen Inhaltsstoffen gewarnt.
Der Grundstein ist gesetzt. Die Migros ist wieder um ein M besser. Nun gilt es das Projekt im Interesse der Nutzer weiter zu entwickeln. Innovativ, aber nicht überstürzt und vor allem transparent: Denn wenn die Migros ihre User verärgert, dann verärgert sie gleichzeitig auch ihre Kunden. Und dann gewinnt Coop.
Werbevideo der Migros
Mehr Bilder von der Präsentation gibts bei Benkö.
Gestern schrieb die SonntagsZeitung, dass Schweizer Konzerne (ABB, Nestlé, Credit Suisse, Swisscom, Cablecom, Migros) mit Software systematisch Blogs überwachen. Dies ermögliche den Firmen gezielt auf Blogeinträge zu reagieren. Ein Beispiel aus der SonntagsZeitung:
28 Minuten nach Mitternacht schrieb Roger Bühler entnervt auf seinem Blog: «war jetzt drei stunden lang vom netz abgehängt – war ein dummes gefühl.» Um 3.38 Uhr morgens antwortete ihm völlig unerwartet ein Mitarbeiter des Cablecom-Kundendiensts: «Guten Tag. Diesen Unterbruch bedauern wir und hoffen, dass Sie wieder online sind.»
Soweit so gut. Ich mach jetzt mal den Praxis-Test und schaue, ob die Migros auch so flink ist wie ihr Blog-Monitoring-Konkurrent Cablecom:
Liebe Migros,
Am späten Sonntagnachmittag stoppte ich an der Raststätte Kölliken Nord. Mein Magen knurrte und ich wollte mir im migrolino eine günstige Tiefkühlpizza holen. Von wegen günstig: migrolino verkauft nicht die preiswerten Migros-Finizza-Pizzas, sondern die teureren Original-Dr.Oetker-Pizzas. Nur, wieviel kostet so eine denn? Ich fand keinen Hinweis auf den Preis. Weder auf der Verpackung, noch vor, hinter, auf oder in der Tiefkühltruhe. Und dies obwohl Ihr Chef Herbert Bolliger in Interviews beteurte, dass zwar die Preise von den Produkten verschwinden, dafür aber gut sichtbare Preisschilder an den Regalen angebracht werden (“Es geht vor allem um eine zuverlässigere Preis-Information für die Kunden und nicht primär um die Einsparungen” – Zitat Bolliger im Blick vom 6. Januar 2010). Ihre Angestellte war dann so nett und scannte das Produkt für mich: Fr. 6.20. Sie werde dafür sorgen, dass dort ein Preisschild hinkomme, versicherte mir die junge Frau in Aargauer Dialekt.
Der Zufall wollte es, dass ich eine gute halbe Stunde später bei einer Shell-Tankstelle in Burgdorf Benzin tankte und dafür in einem migrolino-Shop bezahlen musste. Ich konnte es nicht lassen und guckte in die Tiefkühltruhe: Pizzas von Dr.Oetker ohne Preisschild weit und breit. Ihre Angestellte versicherte mir, diesmal auf Berndeutsch, sie werde “es weiterleiten”. Dass die Pizza Fr. 6.20 kostet, wusste sie übrigens auswendig.
Nun meine Frage: Muss ich mich in Zukunft im Einkaufsstress bei Ihrem Personal über die aktuellen Preise erkundigen oder kann ich dieses ernüchternde migrolino-Erlebnis ganz schnell wieder vergessen?
Ihre Antwort in Form eines Kommentars zu diesem Blogeintrag würde mich sehr freuen.
In der Hoffnung auf eine ebenso schnelle Reaktion wie diejenige von Ihren Kollegen bei Cablecom, verbleibe ich
mit freundlichen Grüssen
Kobi
“Schaaatz, du schmöcksch irgendwie nach Köbi Kuhn!” – so könnte Herr Schweizer schon bald von Frau Schweizer begrüsst werden.
Denn “Köbi Kuhn” ist eine beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum eingetragene Marke – unter anderem für Parfümeriewaren, Mittel zur Körper- und Schönheitspflege, Haarwasser und Deodorants. Inhaber der Marke Nr. 568072 ist ein gewisser Jakob Kuhn aus Zürich.
Eintragen liess Köbi Kuhn seinen Namen bereits vor zwei Jahren. Vielleicht auch als verspätete Reaktion auf den 10vor10-Beitrag “Die Marke Köbi Kuhn” vom 29. Juni 2006. Für diesen Bericht liess das Nachrichtenmagazin nämlich von der Marketingagentur BBDO den Wert der Marke “Köbi Kuhn” berechnen. Das Ergebnis: 9 Mio. Schweizer Franken.
Trotzdem, lieber Köbi, glaubst du wirklich, dass sich dein Name als Parfum gut verkaufen liesse?
Schweizerische Markensuchmaschine: swissreg.ch
Merci: TR
Nachtrag vom 10. April 2010:
20 Minuten Online fand das auch ganz lustig und hat meinen Beitrag weiterrecherchiert:
Die Frage wird leider nicht beantwortet, aber der Artikel ist trotzdem lesenswert .
Das ist ein weisses Hühnerei. Gekauft im Zähringer-Migros in Bern am 9. Januar 2010. Gelegt worden ist es an Heiligabend, also am 24. Dezember 2009.
Dank dem aufgedruckten Eiercode (Nr. 1-CH-542) und www.migros.ch/eier, dem neuen Eier-Tracking-Service der Migros, weiss ich aber nicht nur wann das Hühnererzeugnis gelegt worden ist, sondern auch wo: Auf dem Hof der Familie Schmid in Ueken AG. Der Bauernhof wurde 1976 von Robert Schmids Vater gebaut und heute leben auf der Farm 13’200 Hühner. Und so sieht Familie Schmid aus:
Dank all diesen Informationen schmeckt das Ei gleich dreimal besser – mindestens. Aber es könnte noch besser schmecken:
Ich wünsche mir von der Migros, dass der Service ausgedehnt wird auf die Hühner. Jawoll, ich fordere mehr Transparenz: Ich will ganz genau wissen, welches der 13’200 Hennen mein Ei gelegt hat – mit Name und Bild!
Bildquelle (Fam. Schmid): migros.ch/eier