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Die Mastrilser Rheinauen liegen am Alpenrhein im Churer Rheintal oberhalb der Landquartmündung. Obwohl das rechte Ufer im Rahmen der Rheinkorrektion im vorletzten Jahrhundert begradigt und befestigt wurde, kann der Rhein immer noch Kiesbänke formen und sich verzweigen. Die Analyse der Luftbilder von 1930 bis 2009 zeigt eine markante Zunahme der Vegetation. Um 1930 waren die Mastrilser Rheinauen praktisch vegetationslos während heute verschiedene Kiesbänke eingewachsen sind. Gründe dafür sind Veränderungen im Abfluss- und Geschieberegime.
Die Auswertung von Querprofilen zeigt, dass die Mastrilser Rheinauen trotz dieser Veränderungen dynamisch sind und die scheinbar stabilen Bänke durch Seitenerosion langsam aber stetig erodiert werden und sich neue Bänke bilden. Mit Hilfe von georeferenzierten Luftbildern und Querprofilen sowie der gleichzeitigen Analyse des Abfluss- und Geschieberegimes kann die morphologische Entwicklung analysiert werden. Mit solchen Grundlagen lassen sich Erhaltungskonzepte erarbeiten.