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Die Aktienmärkte verzeichneten einen sehr positiven Start im Jahr 2020, wodurch sich die Beschleunigung der im Oktober begonnenen Aufwärtsbewegung fortsetzte. Die US-Börse verzeichnete neue Höchststände.
Die Einschätzungen von Eurizon für die wichtigsten Anlageklassen
Aber auch die europäischen und die Börsen der Schwellenländer setzten ihre Erholung in Richtung der historischen Höchststände von 2007 und 2018 fort. Jedoch hat das Auftreten des Coronavirus die Bewegung unterbrochen und einen Auslöser für Gewinnmitnahmen geschaffen.
Die Renditen für US-amerikanische Anleihen und Bundesanleihen waren rückläufig. Die 10-jährigen US-Anleihen fielen auf einen absoluten Tiefstwert von 1,50%, ebenso lang laufende Bundesanleihen fielen unter -0,3% und damit auf ein Niveau, auf dem sie sich seit November 2019 bewegen.
Worauf vor diesem Hintergrund geachtet werden sollte
Die Entspannung in den Beziehungen zwischen den USA und China sowie die von den Zentralbanken in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres beschlossenen geldpolitischen Impulse stützen die Erwartung auf eine Fortsetzung des globalen Wirtschaftswachstums.
Die Suche nach Aktienrenditen könnte sich fortsetzen, sofern die Zinssätze niedrig bleiben — wovon auszugehen ist — und den Investoren keine echte Alternative bieten. Ebenso, wenn die Wirtschaftsdaten eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums und eine Steigerung der Unternehmensgewinne erwarten lassen. Daher wird die Entwicklung der makroökonomischen Daten, insbesondere die der industriellen Tätigkeit und des internationalen Handels, in den kommenden Monaten im Fokus der Anleger stehen.
Was überdies beachtet werden sollte, ist die Ausbreitung des Coronavirus. Die Furcht vor einer weiteren Ausbreitung hat sicherlich das Potenzial, das Wirtschaftswachstum negativ zu beeinflussen. Erfahrungsgemäß sind solche Phänomene jedoch von vorübergehender Natur und werden daher von den Anlegern auch als solches angesehen.
Beurteilung der Anlageklassen:
Aktien werden als neutral beurteilt, was an kurzfristigen Gewinnmitnahmen nach einer langen Phase steigender Kurse liegt.
Es gilt die folgende geografische Präferenz: (1) USA, (2) Japan, Europa, Schwellenländer, (3) Pazifik ohne Japan.
Staatsanleihen: Die Duration von US-Anleihen wird weiterhin mit neutral beurteilt, die Duration von Bundesanleihen und Quasi-Core-Bonds der Eurozone als negativ.
Die Beurteilung der Nicht-Core-Titel der Eurozone fällt ebenfalls neutral aus.
Anleihe-Spreads: Die Beurteilung der Anleihe-Spreads fällt weiterhin positiv aus. Es gilt die folgende Präferenz: (1) Schwellenländer und High Yield, (2) Corporate Investment Grade.
Quelle: BondWorld.ch