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pd. Man kann sich wohl keinen besseren Abschluss der 60. Ausgabe des CHI Genf wünschen als mit einem Schweizer Sieg im Rolex Grand Prix, der vierten Etappe des Rolex Grand Slam of Show Jumping. Martin Fuchs gewann seinen bereits zweiten GP in Genf in Folge, nach seinem ersten Sieg im 2019 mit Clooney 51.
Was für ein subtiler und komplizierter Initialparcours! 24 Reiter lang musste man sich gedulden, bis ein erstes Paar die Herausforderungen von Gérard Lachat und seinem Team fehlerfrei meisterten. Einige grosse Champions, darunter der frischgebackene Gewinner des Rolex IJRC Top 10-Finals, Ben Maher, oder die beiden Anwärter auf den Grand Slam, Steve Guerdat und Daniel Deusser, bissen sich die Zähne daran aus. Die Reiter lobten jedoch die hervorragende Arbeit der Parcourschefs: “Es war ein sehr selektiver Parcours, aber fair für die Pferde, und auch die Zeit wurde perfekt berechnet”, lobte Harrie Smolders am Ende der Prüfung. Und Martin Fuchs ergänzte: “Als ich den Parcours besichtigte, sagte ich zu Gérard, dass dies der beste Parcours sei, den man sich vorstellen könne.” Schwierig zu reiten, aber brillant gestaltet. Das Publikum fieberte entsprechend mit, insbesondere beim Neuenburger Bryan Balsiger, der jedoch am letzten Hindernis einen unglücklichen Anwurf hinnehmen musste. Der Ire Darragh Kenny schloss als Erster den Parcours ohne Strafpunkte ab. Gleich darauf sorgten Martin Fuchs und Leone Jei mit einer ebenfalls makellosen Runde, dass es zum Stechen kam vor dem Genfer Publikum. Am Ende waren es sechs Kandidaten, die nochmals in die Arena des Palexpo einritten, um den lang ersehnten Sieg des Rolex Grand Prix zu erringen.
Ein krönender Abschluss
Als erster Starter in diesem Stechen setzte Darragh Kenny seine Nachfolger mit einem schnellen Nullfehlerritt unter Druck. Das anschliessende Paar, das bei den Europameisterschaften zwei Medaillen gewonnen hatte, konnte dies jedoch nicht beeindrucken. Martin Fuchs setzte auf die Qualitäten seines schönen Schimmels, um in der ersten und letzten Linie auf Risiko zu reiten und gleichzeitig die perfekten Distanzen auf die neun Hindernisse dieses Stechparcours zu finden. Der ultraschnelle Kent Farrington und seine geniale Gazelle brachten die Tribünen zum Beben und spielten bis zum Schluss mit den Nerven des Schweizers. Die Zeit war besser als bei Martin, aber die Stange des letzten Oxers fiel zu Boden. Als Letzter gestartet, ritt Harrie Smolders alle Wendungen eng und versuchte so, Zeit gutzumachen, am Ende war er winzige 23 Hundertstel langsamer. Max Kühner und Elektric Blue P, die das Podium des Rolex Grand Prix vervollständigten, lobten die Leistung von Martin Fuchs und Leone Jei: “Leone Jei ist vielleicht nicht das schnellste Pferd der Welt, aber Martin hat seine Stärken genutzt, um ihn schnell zu machen.”
Ein sehr schöner Sieg für den Schweizer Reiter, der damit einen Doppelsieg beim Rolex Grand Prix erzielte und den krönenden Abschluss der 60. Ausgabe des CHI Genf bildete. Die Veranstaltung war ein grosser Erfolg und zählte über die vier Tagen 41.000 Zuschauer. “Ich bin natürlich überglücklich, nicht nur, weil ich dieses Turnier, das ich so sehr liebe, zum zweiten Mal gewonnen habe, sondern auch, weil ich wieder ein Anwärter auf den Rolex Grand Slam bin”, lächelte Martin Fuchs. “Und dies mit diesem grossartigen Leone Jei, der ja erst neun Jahre alt ist und mich immer wieder verblüfft.»