Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03331.jsonl.gz/301

Roger Federer zieht am Australian Open nach einem packenden Tennis-Thriller gegen den Australier John Millman zum 18. Mal in die Achtelfinals ein.
Der Weltranglisten-Dritte setzte sich nach gut vier Stunden gegen den Australier John Millman 4:6, 7:6 (7:2), 6:4, 4:6, 7:6 (10:8) durch. Am Tag des grossen Favoritensterbens im Melbourne Park erwischte es beinahe auch den sechsfachen Champion. Federer musste leiden, bis er seinen 100. Einzel-Sieg am Australian Open unter Dach und Fach hatte.
Die Entscheidung fiel weit nach Mitternacht im Super-Tiebreak des fünften Satzes, als Federer in dem 2019 in Melbourne eingeführten Format bereits mit 4:8 zurückgelegen hatte, dank sechs Punkten in Folge aber doch noch die Wende schaffte.
«Habe schon überlegt, wie ich mich in der Pressekonferenz erkläre»
Im Platzinterview nach dem Spiel sorgt Federer derweil einmal mehr für Lacher. Auf die Frage, wie er sich noch einmal aus der brenzligen Situation gerettet habe, antwortete er schmunzelnd: «Es war so hart. Gott sei dank war es ein Super-Tie-Break. Sonst hätte ich verloren. Ich dachte mir, okay ich versuche es jetzt einfach. Aber ich habe mir schon überlegt, wie ich mich nachher in der Pressekonferenz erkläre.»
Für seinen Gegner fand der 20-fache Grand-Slam-Sieger nur lobende Worte: «John hat grossartig gespielt. Er könnte genauso gut jetzt hier stehen wie ich.»
In den Achtelfinals trifft Federer auf Marton Fucsovics aus Ungarn, der dem Amerikaner Tommy Paul nur sechs Games zugestehen musste. Gegen die Nummer 67 der Welt hat Federer bereits vor zwei Jahren im Melbourne Park in den Achtelfinals gespielt und in drei Sätzen gewonnen.