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In der Stadt St.Gallen stehen gegen 13‘500 Bauten. Einem Teil davon kommt aufgrund ihres künstlerischen oder geschichtlichen Werts eine besondere Bedeutung zu. Sie tragen zur Unverwechselbarkeit unserer Stadt bei, schaffen für die Bewohnerinnen und Bewohner Identität und bilden das baugeschichtliche Erbe.
Das Gebiet, auf dem heute die Stadt St.Gallen steht, eignet sich aus topografischen Gründen wenig zur Anlage einer grösseren Siedlung. Es ist im Norden und Süden durch Hügelzüge, im Westen und Osten durch Tobel vom Umland abgeschnitten. Grössere Gewässer fehlen, und dennoch ist der Baugrund an vielen Stellen moorig.
Trotzdem entwickelte sich hier eine Stadt. Sie entstand aus kleinsten Anfängen im Schatten des Benediktinerklosters St.Gallen. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte sie mehrere wirtschaftliche Blütezeiten. Sie hatten ihre Grundlage im Leinwandgewerbe und -handel des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit, in der Stickereiindustrie des späteren 19. und frühen 20. Jahrhunderts und in der nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzenden weltweiten Hochkonjunktur. Die wirtschaftlichen Erfolge lösten jeweils einen eigentlichen Bauboom aus. Und man leistete sich in jenen Zeiten die Erstellung von Gebäuden, die wir heute als die Wahrzeichen und wichtigen Bauwerke der Stadt wahrnehmen.
Dieses baugeschichtliche Erbe zu schützen ist Aufgabe der Stadt, insbesondere der Denkmalpflege.