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Die Schweizer Rekordhalterin und Hallen-Europameisterin setzte sich in einem international bestückten Feld souverän durch. Die Tessinerin ist derzeit ein Muster an Konstanz. Zwar reichte es in Bern nicht zum vierten Rennen unter 11 Sekunden, gleichwohl war der Auftritt bei leichtem Rückenwind überzeugend - mit 11,04 Sekunden wäre man im Olympia-Final von Tokio nicht Letzte geworden.
Auch Jason Joseph überzeugte. In 13,28 Sekunden gelang dem Basler über 110 m Hürden der zweitbeste Wert seiner Karriere. Der Rekord vom vergangenen Wochenende in La Chaux-de-Fonds (13,12) lag ausser Reichweite, weil der Lauf technisch nicht sauber war.
Lea Sprunger machte ihren mässigen Olympia-Auftritt vergessen. Die Romande brillierte mit einem starken Rennen über 400 m Hürden in 54,51 Sekunden. Den viertbesten Wert ihrer Karriere schaffte sie, obwohl das Schrittmuster nicht perfekt passte. Die Europameisterin 2018 und WM-Vierte 2019 befindet sich auf Abschiedstournee. Ende Saison ist Schluss. An der Athletissima in Lausanne, bei Weltklasse Zürich und zum Schluss in Bellinzona liegt für 31-Jährige noch eine Steigerung drin. Vielleicht wackelt sogar ihr Schweizer Rekord von 54,06 Sekunden.
Speziell verlief der 100-m-Lauf der Männer aus Schweizer Sicht. Der 200-m-Läufer William Reais und der 400-m-Spezialist Ricky Petrucciani entscheiden sich für einen Start auf der Unterdistanz und forderten den Schweizer Meister Silvan Wicki heraus. Das Olympia-Trio lief innerhalb von 3 Hundertstel und in überraschender Reihenfolge ein: Reais (10,22) und Petrucciani (10,24) hielten beide mit persönlicher Bestzeit Wicki (10,25) in Schach. Reais und Petrucciani hatten schon zuvor über 200 m (20,26 bzw. 20,72) überzeugt.
Der Mehrkämpfer Simon Ehammer überzeugte Weitsprung mit einen 8-m-Flug (8,06).