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Es ist notwendig, den spezifischen Unterschied zwischen Information und Wissen anzusprechen, da die Rede von der "Wissensgesellschaft" im "Informationszeitalter" nicht ohne weiteres verständlich ist. Wir können diese Differenzierung hier nicht erschöpfend abhandeln, müssen aber zumindest wesentliche Merkmale der Begriffsdifferenz ansprechen.
Aus den Darlegungen in Abschnitt 2.2 geht hervor, dass Information, wie sie etwa in Datenbanken oder auch schon in herkömmlichen Hypertexten gespeichert ist, noch nicht als Wissen verstanden werden kann. Luhmanns Kriterium der Zugreifbarkeit, welches als moderne Variante des Zeiger-Paradigmas eines Campanella oder Wilkins (siehe 2.1.2) erscheint, suggeriert die Gleichung Wissen = zugreifbare Information, eine Gleichung, welche auch in der nicht-operationellen Formulierung, dass nämlich Wissen begriffene Information sei, Sinn macht. Wissen ohne Information reduziert sich auf leere Begriffe, ist ein Griff ins Leere; Wissen ohne den Begriff des Gegenstandes ist ein "Datenfriedhof" toter Information.
Diese Zugreifbarkeit ist aber als im Begriff eingefangene Tätigkeit nicht chaotisch, sie verlangt nach Ordnung: Begreifen meint notwending geordnetes Zugreifen. In diesem operativen Sinne verstehen wir mit Luhmann Wissen als geordneten Zugriff auf Information.
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