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Geprägt durch die Schnelllebigkeit unseres Alltags, neigen wir dazu, vornehmlich Yang-Yogastilen oder anderen Yang-Aktivitäten nachzugehen, die hauptsächlich darauf abzielen, das Yang-Gewebe des Körpers, sprich, die Muskeln und den Blutkreislauf durch sich wiederholende Kontraktionen oder dynamische Abläufe zu aktivieren und zu stärken.
Häufig vergessen wir dabei, unseren Körper mit passiven und eher statischen Yin-Haltungen, die mit entspannten Muskeln, über einen längeren Zeitraum gehalten werden, auszugleichen, um unser dichtes Bindegewebe, unsere Faszien, Sehnen und Bänder, unser sogenanntes Yin-Gewebe, das unsere Gelenke flexibel hält und auch unsere Muskeln und alle Organe durchzieht und umhüllt, zu stimulieren.
Yin Yoga aktiviert, mobilisiert und vitalisiert die verschiedenen Arten der Bindegewebsstrukturen des Körpers,
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- Knöchernes Bindegewebe (Knochen)
- Knorpeliges Bindegewebe (hyaline, faserige, elastische Knorpel)
- Dichtes, straffes Bindegewebe (z.B. Sehnen und Bänder)
- Lockeres Bindegewebe (oberflächliche Faszien unter der Haut, Fettgewebe)
- Flüssiges Bindegewebe (Blut, Lymphe und Schleim)
durch Kompression- und Dehnungsreize, auf die weniger Augenmerk in aktiven, mehr Yang-orientierten Yogastilen, die gezielt die Muskeln ansprechen, gelegt wird. – „Use it or loose it“.
Ebenso, zielt Yin Yoga darauf ab, unseren Geist zu beruhigen, da wir für eine gewisse Zeit in der Stille verweilen und uns auf unsere körperlichen und geistigen Wahrnehmungen und Empfindungen während der Praxis konzentrieren.
So kultivieren wir Achtsamkeit, schulen unser Bewusstsein und unsere Empfänglichkeit, um das in der Tiefe versteckte, das Subtile, das Dahinter-Liegende, die Stille, die Weite, eben die Yin-Elemente, zu erfahren.