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In China sind seit der vorübergehenden Festnahme einer chinesischen Spitzenmanagerin in Vancouver 13 Kanadier festgenommen worden. Acht von ihnen wurden später wieder freigelassen, wie ein Sprecher des Aussenministeriums in Ottawa am Donnerstag (Ortszeit) sagte.
Unter den Freigelassenen ist nach Angaben eines Regierungsvertreters die Lehrerin Sarah McIver, die inzwischen nach Kanada zurückgekehrt ist. Die Namen der anderen Betroffenen wurden aus Datenschutzgründen nicht genannt.
Noch in Haft sitzen der ehemalige kanadische Diplomat Michael Kovrig und der in China lebende Nordkorea-Experte Michael Spavor, die am 10. Dezember festgenommen wurden. Die beiden Männer stehen Peking zufolge im Verdacht, die «nationale Sicherheit» zu gefährden - in China eine Umschreibung für einen Spionageverdacht.
Nach Einschätzung von Beobachtern war die Festnahme der beiden Kanadier eine Vergeltungsaktion der chinesischen Behörden für die Festsetzung der chinesischen Topmanagerin Meng Wanzhou in Kanada. Meng, die Finanzchefin des chinesischen Technologiekonzerns Huawei, war am 1. Dezember in Vancouver festgenommen worden.
Inzwischen wurde sie gegen Zahlung einer Kaution und unter strengen Auflagen freigelassen. Das Verfahren zu ihrer Auslieferung an die USA läuft aber noch.
Die chinesische Führung nennt Mengs Festnahme politisch motiviert. Ottawa bestreitet das und verweist auf den Haftbefehl der USA. Washington wirft der Unternehmerin Verstösse gegen die Iran-Sanktionen vor und fordert ihre Auslieferung.
Das US-Aussenministerium verschärfte am Donnerstag seine Reisehinweise für China und warnte darin auch vor Willkürmassnahmen der chinesischen Behörden. US-Bürgern wird weiterhin zu «verstärkter Vorsicht» in China geraten, eine offizielle Reisewarnung sprach Washington aber nicht aus. Das Ministerium warnte jedoch vor der «willkürlichen Durchsetzung örtlicher Gesetze», plötzlichen Ausreiseverboten und Schikanen gegen US-Bürger chinesischer Herkunft. (aeg/sda/afp)
Huawei wehrt sich laut eigenen Angaben gerichtlich gegen die Entscheidung der US-Kommunikationskommission (FCC), Huawei-Kunden in entlegenen Gebieten der USA Subventionen vorzuenthalten. Die FCC hatte den chinesischen Technologieriesen wegen angeblicher «Sicherheitsrisiken» von einem staatlichen Hilfsprogramm für ländliche Gebiete in Höhe von 8.5 Milliarden Dollar ausgeschlossen.
Konkret werden durch den FCC-Beschluss ländliche amerikanische Telefongesellschaften (Provider) daran hindert, …