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Korruption ist der Missbrauch einer Vertrauensstellung – vorab in einer Funktion in Wirtschaft, Verwaltung oder Politik –, um einen ungerechtfertigten Vorteil zu erlangen.
Aktive Bestechung ist die Zuwendung eines Vorteils, um eine pflichtwidrige Handlung zu erwirken. Das Strafgesetzbuch stellt dies nur im öffentlichen Bereich unter Strafe. Zwar ist sie nach Bundesgesetz im Privatbereich ebenfalls strafbar, aber die Bestimmung hat sich bisher als wirkungslos erwiesen.
Passive Bestechung ist die Annahme eines Vorteils, um im Gegenzug eine pflichtwidrige Handlung zu erbringen. Im Privatbereich – etwa unter Firmen – ist die passive Bestechung heute nicht strafbar. Mit dem Beitritt der Schweiz zum Strafrechtsübereinkommen und zum Zusatzprotokoll des Europarates gegen die Korruption wird eine entsprechende Gesetzesanpassung nötig.
Vorteilsgewährung und Vorteilsannahme liegen vor, wenn ein Amtsträger mit Geschenken günstig gestimmt werden soll, ohne dass von ihm – vorerst – eine konkrete Gegenleistung erwartet wird.
Vetternwirtschaft nennt sich die – für sich allein nicht unter Strafe stehende – Bevorzugung von Freunden, Bekannten und Verwandten gegenüber Dritten.