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Kasimir und Karoline
Schauspiel
Stückinfo
«Karoline: Eigentlich hab ich ja nur ein Eis essen wollen – aber dann ist der Zeppelin vorbeigeflogen und ich bin mit der Achterbahn gefahren. Und dann hast du gesagt, dass ich dich automatisch verlasse, weil du arbeitslos bist. Automatisch, hast du gesagt. Kasimir: Jawohl, Fräulein.»
Ödön von Horváth (1901–1938) nannte sein Stück eine «Ballade vom arbeitslosen Chauffeur Kasimir und seiner Braut, eine Ballade voll stiller Trauer gemildert durch Humor, das heisst durch die alltägliche Erkenntnis: Sterben müssen wir alle!» Amüsiert er sich noch, der Mensch? Oder ist er nicht schon längst, um es mit Horváth zu sagen, «abgebaut»? In all den Krisen und bei all dieser Politik!
«Kasimir und Karoline» ist ein Theaterstück voller Skurrilität und Volkstümlichkeit, mit dem Liliputaner, dem Mann mit dem Bulldoggenkopf, mit Juanita und der dicken Dame. Die Regie führt erstmalig am Theater Basel Ulrike Quade, eine der ungewöhnlichsten niederländischen Theatermacherinnen. Seit 2006 leitet sie in Amsterdam ihre eigene Kompanie, die Ulrike Quade Company, die auf namhaften Festivals in der ganzen Welt vertreten ist. In ihren Arbeiten kombiniert sie Puppen mit Schauspiel, Tanz, Performance, Musik. Angeregt zu ihrer sehr eigenwilligen Theaterform wurde sie in Japan von Hoichi Okomoto, bei dem sie auch das Puppenspiel und den Puppenbau lernte.
In künstlerischer Zusammenarbeit mit der Ulrike Quade Company, Amsterdam