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Die RAIN-Praxis, die von der Psychologin Tara Brach entwickelt wurde, ist eine Achtsamkeitspraxis, die Menschen dabei helfen soll, auf die Herausforderungen des Lebens kompetenter zu reagieren. RAIN steht für Recognize (Erkennen), Allow (Zulassen), Investigate (Untersuchen) und Nurture (Nähren).
Erkennen (Recognize): Der erste Schritt der Übung besteht darin, zu erkennen, was im gegenwärtigen Moment geschieht. Dazu gehört auch, alle körperlichen Empfindungen, Emotionen und Gedanken wahrzunehmen, die gegenwärtig sind. Sich ein paar Augenblicke Zeit zu nehmen, um innezuhalten und zu beobachten, was im Körper vor sich geht, kann helfen, die gesamte Erfahrung des Augenblicks zu erkennen.
Zulassen (Allow): Der nächste Schritt besteht darin, diese Erfahrungen zuzulassen, ohne sie zu bewerten oder zu versuchen, sie zu ändern oder zu korrigieren. Wenn Sie sich erlauben, mit diesen Erfahrungen präsent zu sein, ohne zu versuchen, sie zu verdrängen oder zu kontrollieren, kann dies zu einem Gefühl der Sicherheit und Akzeptanz führen.
Untersuchen (Investigate): Sobald Sie die Erfahrung zulassen können, können Sie sie tiefer erforschen. Das kann bedeuten, dass Sie sich Fragen über die Vorgänge in Körper und Geist stellen, wie z.B. "Was fühle ich in meinem Körper?" und "Welche Gedanken kommen mir?". Dies hilft, die Erfahrung bewusster und verständlicher zu machen.
Nähren (Nurture): Der letzte Schritt der RAIN-Praxis besteht darin, sich selbst zu nähren. Das kann bedeuten, sich selbst Freundlichkeit, Mitgefühl und Verständnis entgegenzubringen. Es kann auch bedeuten, sich selbst positive Affirmationen zu geben oder freundlich zu sich selbst zu sprechen. Vielleicht berühren Sie sanft mit einer Hand Ihr Herz und mit der anderen Hand Ihren Bauch. Die Praxis der Selbstfürsorge und des Selbstmitgefühls kann dazu beitragen, ein Gefühl von Ausgeglichenheit und Wohlbefinden zu schaffen.
Die RAIN-Praxis kann ein hilfreiches Instrument sein, um mehr Selbstbewusstsein, Selbstmitgefühl und Widerstandsfähigkeit zu entwickeln. Indem wir unsere Erfahrungen anerkennen und zulassen, ohne sie zu bewerten, können wir sie besser erforschen und verstehen und uns letztendlich selbst in diesem Prozess nähren.