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Baryumverbindungen.
Baryumchlorid hinterläßt, wenn man die Lösung mit überschüssiger Schwefelsäure [* 3] versetzt, filtriert und verdampft, schließlich keinen Rückstand. Kupfergehalt wird durch Einstellen von blankem Eisen [* 4] in die Lösung erkannt. Wäscht man den mit Schwefelsäure erhaltenen Niederschlag aus, erwärmt ihn gelind mit verdünnter Natronlauge, filtriert und übersättigt mit verdünnter Schwefelsäure, so entsteht bei Gegenwart von Blei [* 5] ein weißer Niederschlag.
Arsen wird aus der schwach salzsauren Lösung durch Schwefelwasserstoff als gelber Niederschlag gefällt, der sich in kohlensaurem Ammoniak farblos löst. Erheblichere Mengen von Eisenchlorid färben das Baryumchlorid gelb, Manganchlorür färbt es rötlich. Zieht man das gut getrocknete Präparat mit absolutem Alkohol aus, so gehen Chlorstrontium und Chlorcalcium in Lösung, ersteres färbt die Alkoholflamme tiefrot, letzteres gelbrot. Zur quantitativen Bestimmung des Baryts fällt man aus der salzsauren Lösung mit verdünnter Schwefelsäure schwefelsauren Baryt, den man glüht und wägt.
Baryumhydroxyd enthält wohl stets etwas Baryumcarbonat, auf andre Verunreinigungen prüft man es nach dem Übersättigen mit Salzsäure wie Baryumchlorid. Baryumnitrat wird wie Baryumchlorid geprüft. Absoluter Alkohol entzieht dem scharf getrockneten Präparat nur Calciumnitrat. Dies bleibt beim Verdunsten der Lösung als zerfließliche Masse zurück und gibt in wässeriger Lösung mit Ammoniumoralat einen weißen Niederschlag. Strontiumnitrat erkennt man an der intensiv roten Färbung der Spiritusflamme, wenn man eine Probe des Salzes am Platindraht in diese einführt. Das Präparat muß neutral reagieren, da anhängende freie Salpetersäure bei der Benutzung in der Feuerwerkerei schädlich ist. Den Barytgehalt bestimmt man quantitativ wie beim Baryumchlorid.