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Über die Unmoral der Steuerprogression
Mit der Theorie der progressiven Besteuerung hoher Einkommen wurde individueller Wohlstand bald zur Schuld an der Allgemeinheit verwandelt.
Ungefähr bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das System der Steuerprogression in Wissenschaft und Politik weitgehend als unethisch, willkürlich und gegen das Gleichheitsprinzip verstossend abgelehnt. Erst als vor 160 Jahren, im Februar 1848 Das Kommunistische Manifest in London erschien, begann sich ein bedauerlicher und schwerwiegender Meinungsumschwung abzuzeichnen.
Allerdings kann eine „angemessene“, „gerechtfertigte“ oder gar „wünschenswerte“ Höhe individueller Einkommen nur entweder diktatorisch oder durch eine demokratische Mehrheit bestimmt und mit der Staatsgewalt entsprechend auch durchgesetzt werden. Wenn daher hohe Einkommen, Gewinne, oder auch Erbschaften mit steiler Progression bestraft werden, darf es nicht wundern, dass nicht nur Mensch und Kapital abwandern, sondern, dass es in der Folge auch zu demographischen Problemen und bedenklichen Übergriffen des Staates kommt.
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