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Der amerikanische Tenor Kurt Streit, der in Japan geboren wurde, erhielt seine Gesangsausbildung in New Mexico und Ohio u. a. von Marilyn Tyler. Er begann seine Karriere 1986 im Ensemble der Hamburgischen Staatsoper, zwei Jahre später wechselte er an die Wiener Staatsoper. Bald führten ihn Auftritte an die grossen Bühnen in aller Welt, wobei er sich vor allem als Mozart-Tenor einen Namen gemacht hat. Allein die Rolle des Tamino in der Zauberflöte hat Kurt Streit mehr als 150 Mal an 23 verschiedenen Opernhäusern zur Aufführung gebracht, aber auch als Idomeneo, Tito, Lucio Silla, Don Ottavio, Ferrando und Belmonte feierte er Erfolge: bei den Salzburger Festspielen, am Londoner Royal Opera House, in Chicago, San Francisco, New York, München und Madrid. Überdies ist Kurt Streit ein gefragter Interpret von Werken des 19. und 20. Jahrhunderts. Bei der Styriarte in Graz war er als Don José in Carmen zu erleben, in Genf mit Les Troyens von Berlioz, in Chicago mit Janáceks Jenufa, an der Metropolitan Opera mit Rollen von Britten. Mittlerweile hat er sich auch diverse dramatische Partien erarbeitet, darunter den Erik im Fliegenden Holländer und den Florestan im Fidelio. Auf der anderen Seite seines Repertoirespektrums stehen zahlreiche Werke der Alten Musik wie Opern von Monteverdi oder Oratorien von Händel. Unter Leitung von Nikolaus Harnoncourt gestaltet Streit im März 2009 die Titelrolle in Haydns Orlando paladino bei den Berliner Philharmonikern. Im Konzertbereich wirkte er auch mit Dirigenten wie John Eliot Gardiner, James Levine, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Simon Rattle und Wolfgang Sawallisch zusammen. Seine künstlerische Arbeit ist auf zahlreichen CDs und DVDs dokumentiert; die Einspielung mit den Liebeslieder-Walzern von Brahms wurde für den Grammy nominiert.
Januar 2009