Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03412.jsonl.gz/1452

Prinz William (39) hat die Rolle Grossbritanniens im Sklavenhandel als «abscheulich» und als einen «Fleck in unserer Geschichte» beschrieben. Bei einem Abendempfang, den er in Jamaika mit seiner Frau Herzogin Kate (40) besuchte, nannte er die Sklaverei in seiner Rede «Daily Mail» zufolge eine «entsetzliche Gräueltat» und drückte seine «tiefe Trauer» darüber aus.
Er verwies auch darauf, wie sein Vater Prinz Charles (73) die Sklaverei bereits zuvor verurteilt hatte: «Ich stimme meinem Vater, dem Prinzen von Wales, zu, der letztes Jahr auf Barbados sagte, dass die entsetzliche Grausamkeit der Sklaverei unsere Geschichte für immer befleckt.» Er fügte den Medienberichten zufolge hinzu: «Ich möchte meine tiefe Trauer zum Ausdruck bringen. Die Sklaverei war abscheulich. Und hätte nie passieren dürfen.»
Kate in grüner Robe
William und Kate trafen bei dem Empfang in Kingston unter anderem mit Generalgouverneur Patrick Allen und seiner Frau Patricia sowie dem Premierminister Andrew Holness und seiner Frau Juliet zusammen. Auffallend war dabei das Kleid, das die Herzogin von Cambridge trug. Kate präsentierte eine schulterfreie grüne Robe der britischen Designerin Jenny Packham, kombiniert mit Schmuck, der ihr offenbar von Queen Elizabeth II. (95) geliehen wurden.
Jamaikas Premierminister Holness hatte bei einem Treffen mit dem Herzog und der Herzogin von Cambridge zuvor erklärt, dass seine Nation «weiterzieht» - und angedeutet, sich von der Queen als Staatsoberhaupt loszusagen. Auf Twitter schrieb er zu dem Treffen, er habe Prinz William gegenüber zum Ausdruck gebracht, dass es «unvermeidlich» sei, «dass wir uns darauf zubewegen, eine Republik zu werden und damit den Willen des jamaikanischen Volkes und unsere Ambitionen, ein unabhängiges, entwickeltes und wohlhabendes Land zu werden, erfüllen».
Der Ankunft der Royals in Jamaika gingen zahlreiche Proteste voraus. Der Hintergrund: Die ehemalige britische Kolonie war einst Dreh- und Angelpunkt des Sklavenhandels. Im Raum steht Berichten zufolge eine Reparationsforderung in Milliardenhöhe.