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Gemeindesaal und Bibliothek
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Gemeindesaal und Bibliothek
Fassade (Detail)Download
Gemeindesaal und Bibliothek
Innenraum (Foyer)
Gemeindesaal und Bibliothek
Innenraum (Saal)
Gemeindesaal und Bibliothek
Adresse
6312 Steinhausen
ZG
Architektur
Das geschickt proportionierte Volumen und die glänzende Oberfläche heben den im Minergie P-Standard errichteten Gemeindesaal von Müller Sigrist Architekten an der Bahnhofstrasse hervor. Das Ortszentrum von Steinhausen hat ein weiteres architektonisches Highlight erhalten.
Chronologie
Die Gemeinde Steinhausen schrieb im Jahr 2010 einen Projektwettbewerb für den Bau eines Gemeindesaals, einer Bibliothek sowie eines daneben platzierten Wohn- und Gewerbegebäudes aus. Daraus entstand das Projekt «Dreiklang» von Begegnung, Wohnen und Einkaufen, das von der Müller Sigrist Architekten AG zwischen 2014 und 2017 realisiert wurde.
Lage
Der Baukomplex liegt im Dorfzentrum, das bereits mehrere öffentliche und architektonisch relevante Gebäude umfasst, unter anderem das ökumenische Kirchenzentrum (1976–1981) von Ernst Gisel und das Pfarreihaus (2003–2005), das von BDE Architekten aus Winterthur zusammen mit den Schleiss Zürcher Architekten aus Steinhausen realisiert wurde. Das Gemeindehaus wird von der Bahnhofstrasse und der Kirchmattstrasse gefasst. Die Schauseite und der Haupteingang sind nach Norden zur Bahnhofstrasse hin orientiert. An der Westseite befindet sich ein Seiteneingang, das leicht abfallende Gelände ist mit Treppenstufen nivelliert. Gegenüber, auf der anderen Seite der Kirchmattstrasse, sind das Wohn- und Gewerbegebäude und die Tiefgarage situiert. Die Anlieferung zum Gemeindehaus erfolgt über eine Rampe auf der Südseite.
Beschreibung
Der flach gedeckte Bau weist einen längsrechteckigen Grundriss auf. Nach Norden hin ist ein dreigeschossiger Kopfbau ausgebildet, die beiden Obergeschosse kragen deutlich aus und überdeckenden den Haupteingang. Der Eingangsbereich ist übereck zur Kirchmattstrasse geschosshoch verglast, was den «schwebenden» Charakter des Kopfbaus unterstreicht. Die beiden Obergeschosse sind visuell mit vertikalen, zweigeschossigen Fensterschlitzen zusammengefasst. Der südliche Teil des Baukörpers ist niedriger und nimmt den hohen Saalbau auf. Die Ostfassade ist wenig betont und wird lediglich durch einige Lochfenster gegliedert. Das gesamte Gemeindehaus ist mit glänzenden, dunkelblauen Keramikplatten verkleidet, die diagonal gefaltet sind und so die Umgebung je nach Witterung spiegeln. Die Form der Platten lockert die grossen, geschlossenen Flächen auf.
Die Tragstruktur besteht aus einem Stahlbetonskelett, womit eine hohe Flexibilität in der Nutzung erreicht wird. Den Kern der Anlage bilden das grosszügige Foyer im Kopfbau und der angrenzende Mehrzwecksaal. Letzterer erhält einen warmen Charakter durch eine vertikal strukturierte Wandverkleidung aus gelben, trapezförmigen Holzprofilen, die in den Saalecken abgerundet angeordnet ist. In den oberen Geschossen des Kopfbaus befinden sich Büros, Sitzungszimmer und die Bibliothek. Die Dachterrasse über dem Saal ist begehbar.
Literatur