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Biographie
„ … das schöpferische und für die Allgemeinheit bedeutsame Erarbeiten kultureller Werte“. So definierte Prof. Bernhard Paumgartner 1952 die „Mission“ der CAMERATA. Schon die Namensgebung „CAMERATA“, als weltweit erstes Kammerorchester dieses Namens, in Erinnerung an die Camerata Fiorentina, einer Vereinigung aus Musikern, Poeten und Philosophen der Renaissance, die sich dem Ideal der Musik am antiken Vorbild verschrieben hatten, legte den Grundstein für die zutiefst humanistische Ausrichtung des Schaffens der CAMERATA.
Seit ihrer Gründung zählt die CAMERATA in ihrer Heimatstadt Salzburg als Konzert- und Opernorchester zu den Stammensembles der Salzburger Festspiele, der Mozartwoche und hat einen eigenen Abonnementzyklus im Großen Saal der Stiftung Mozarteum.
Die CAMERATA konzertiert regelmäßig in Europas Musikzentren vom Konzerthaus Wien über die Tonhalle Zürich, die Alte Oper Frankfurt, das Teatro Communale Ferrara, das Kultur- und Kongresszentrum Luzern und das Prinzregententheater München bis zur Kölner Philharmonie und der Philharmonie Paris, ist jedes Jahr bei diversen internationalen Festivals als Vertreter des Salzburger Mozartstils zu Gast und absolviert jährlich zumindest eine große Überseetournee.
Mehr als 60 Platten- und CD-Aufnahmen, von denen viele mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet wurden, dokumentieren die Musizierkultur der CAMERATA Salzburg aus sechs Jahrzehnten.
Musikerpersönlichkeiten wie Géza Anda, Sándor Végh, Sir Roger Norrington und András Schiff haben die CAMERATA geprägt. Bedeutende Musikerinnen und Musiker wie Clara Haskil, Dietrich Fischer-Dieskau, Heinz Holliger, Alfred Brendel, Philippe Herreweghe, Franz Welser-Möst, Pinchas Zukerman, Anne-Sophie Mutter, Teodor Currentzis, Matthias Goerne, Hilary Hahn, Ádám Fischer, Fazil Say und Isabelle Faust konzertierten im Laufe der Jahrzehnte mit der CAMERATA, deren klassisches Kernrepertoire mit dem Salzburger Genius loci Mozart und der Wiener Klassik im Mittelpunkt sich bis in die Romantik und Moderne erstreckt.
Als ihr größter Inspirator und langjährige Leiter legte Sándor Végh den Grundstein für den Weltruhm des CAMERATA-Klanges, der sich am Musizier-Ideal des Streichquartetts orientiert, aber weit über dieses hinausreicht. Sándor Véghs Aufforderung: „Suche in deinem Inneren, dann hast du etwas zu sagen!“ klingt bis heute nach und fordert die CAMERATA immer wieder heraus die „Seele der Kammermusik“ als das zentrale Element des CAMERATA-Klanges in den Werken, die sie zur Aufführung bringt, freizulegen und zum Leben zu erwecken.
Nach Véghs Tod prägte Sir Roger Norrington als Chefdirigent das Orchester nachhaltig. Heute ist Sir Roger Conductor Laureate der Camerata. Seine Nachfolger als Leiter des Orchesters waren der griechische Geigenvirtuose und Dirigent Leonidas Kavakos und von 2011 bis 2016 der französische Dirigent Louis Langrée.
Seit 2016 haben die Musiker der CAMERATA die künstlerische Leitung in die eigenen Hände genommen. Jeder Musiker für sich unterstellt sich dem höheren Ziel und bleibt sich als Individuum trotzdem treu. Jeder einzelne trägt Verantwortung für die Interpretation, das Volumen, den Rhythmus, die Feinheiten, den Klang.
Geleitet von ihrem Konzertmeister Gregory Ahss als „primus inter pares“ hat die CAMERATA schon in ihrer ersten Saison in musikalischer Freiheit und Selbstbestimmung national und international reüssiert.
Ein klares Zeichen dafür, dass der hohe Anspruch der CAMERATA an ihr eigenes Wirken bei Publikum und Kritik begeisterten Anklang findet.Télécharger la biographie