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Begonnen hat die Schulgeschichte des Dorfes – aber auch diese der ganzen Gemeinde – in einem Haus, das 1746 an der Stelle der heutigen alten Post in Lauperswil erbaut wurde. Schon damals gab es übrigens Beiträge der Obrigkeit: der Landvogt von Trachselwald (zu dieser Vogtei gehörte damals Lauperswil) zahlte an diesen Neubau 166 Pfund.
Als dann im Oberdorf ein neues Schulhaus erstellt wurde, übernahm der damalige Lehrer das alte Schulhaus, riss es aber ab. In der alten Post sind noch heute Türen aus diesem ersten Schulhaus erhalten.
Das zweite Schulhaus steht noch heute: es ist das Wohnhaus der Familie Baumgartner im Oberdorf. Es wurde 1819 erbaut und diente als Schulhaus für die Bezirke Dorf, Wittenbach, Längenbach und Emmenmatt. Zum Schulhaus gehörte auch ¼ Jucharte Land – der Pflanzgarten für den Lehrer! Im Dachstock richtete man einen kleinen Saal ein, der für die Versammlungen der Gemeindebehörden diente.
Dorfschulhaus Nummer drei entstand 1875 auf dem Gemeindeplatz, dort, wo heute das Gemeindehaus steht. Zwar galt es, nach seiner Vollendung, als eines der stattlichsten und schönsten, aber es wies auch schlimme Baufehler auf. So war z.B. das Treppenhaus mitten im Haus angelegt, so dass es dort immer dunkel war. Wer das Haus nicht kannte, konnte sich nur tastend vorwärtsbewegen, wenn er nicht verunglücken wollte. Zudem waren die Kellerfundamente so schlecht gebaut, dass sie schon früh mit Eisenspangen gesichert werden mussten. Als Pausenplatz wurde der Dorfplatz genützt, des stetig zunehmenden Verkehrs wegen war er dazu jedoch immer weniger geeignet.
Als schliesslich ein Umbau unumgänglich wurde, kam es zu einer Aufteilung der Schulkreise, die Emmenmatt erhielt 1954 ein eigenes Schulhaus. Ab 1957 diente das alte Schulhaus zusätzlich als Gemeindeschreiberei und Zivilstandsamt.
Der Architekt Ernst Mühlemann plante das heutige Schulhaus, dem, verbunden durch eine Pausenhalle, ein Lehrerhaus angegliedert wurde. Am 14. September 1958 konnte der Neubau durch den damaligen Gemeindepräsidenten Gottfried Aeschbacher und den Präsidenten der Baukommission, Fritz Geissbühler, eingeweiht werden.
(Nach H. Minder, Hist. Lexikon d. Gem. Lauperswil)
Das alte Schulhaus steht heute nicht mehr, es wurde 1965 abgebrochen. An seiner Stelle steht das Gemeindehaus, in dessen Anbau sich die Kochschule und die Turnhalle befinden.
In den Jahren 2010 und 2011 wurde die Schulanlage modernisiert und erweitert. Das Lehrerhaus wurde abgerissen und durch einen Neubau im Minergiestandard ersetzt, der Raum für zwei Kindergartenklassen, einen Mittagstischraum, ein Musikzimmer und eine Mediothek bietet. Damit konnte die bisher in der Kalchmatt eingemietete Kindergartenklasse nach Lauperswil ziehen. Auf Ende Schuljahr 2011-2012 wurden die fünf Schulklassen auf deren vier reduziert, dafür konnte eine zusätzliche Kindergartenklasse eröffnet werden.
Das 1958 erbaute Schulhaus Lauperswil, vor der Gesamtsanierung.
Schul- und Lehrerhaus am 26.06.2010, wenige Tage bevor das Lehrerhaus abgerissen und mit dem Neubau begonnen wurde.
Fotos: H.Wittwer
Juli 2010: Abriss des Lehrerhauses.
Der Neubau im Rohbau (Oktober 2010).
Aufrichte Neubau (November 2010).
Im März 2011 ist der Neubau fertig.
Sanierung der Fassade am Altbau.
Rucksack-Anbau am alten Schulhaus.
Im Herbst 2011 sind die Arbeiten im Wesentlichen abgeschlossen.