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EM Glasgow
Beherzter Auftritt bleibt unbelohnt
Michael Albasini schien im Strassenrennen an den Europameisterschaften in Glasgow auf dem Weg zu einer Medaille zu sein, ehe ein Sturz seine Ambitionen zunichte machte. Im Spurt einer Fünfergruppe ging der EM-Titel an den Italiener Matteo Trentin.
Der Schweizer Teamleader Michael Albasini lag vielversprechend im Rennen, als er 9,5 km vor dem Ziel aus der Entscheidung gerissen wurde. Der Thurgauer kam in der zehn Fahrer umfassenden Spitzengruppe wie einige andere auf der regennassen Strasse zu Fall. Damit war es vorbei mit dem Traum, eine Medaille zu gewinnen.
Albasini, der in dieser Saison wegen einer Virus-Erkrankung im Frühjahr noch nicht sonderlich viele Rennen bestritten hat, kam zwar nochmals nahe an jene Fahrer heran, die den Zwischenfall unbeschadet überstanden hatten. Am Ende blieb dem Schweizer aber „nur“ der 7. Schlussrang, mit sieben Sekunden Rückstand auf die Spitze.
Gold ging an den 29-jährigen Italiener Matteo Trentin, der sich vor dem Niederländer Mathieu van der Poel und dem Belgier Wout van Aert durchsetzte. Trentin, bei Mitchelton-Scott Teamkollege von Albasini, hat auch schon zwei Tour-de-France-Etappen gewonnen. Auf den Rängen 2 und 3 folgten zwei Radquer-Spezialisten, gegen die Albasini im Spurt gewiss nicht chancenlos gewesen wäre. Van der Poel war 2015 Radquer-Weltmeister, Van Aert gewann den Quer-Titel zuletzt dreimal in Folge.
Peter Sagan, vor zwei Jahren Gewinner der ersten Strassen-EM und zuletzt dreimal in Folge Weltmeister, gab das Rennen rund 80 km vor dem Ziel auf. Der Topfavorit aus der Slowakei beklagte sich über Schmerzen im Rücken, die ihn seit seinem Sturz in der Tour de France plagen.