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Ob ein Politiker schon mal was vom Pareto-Prinzip oder der 80-20-Regel gehört hat?
Vermutlich nicht, weil man das im ersten Studienjahr nicht lernt.
Vilfredo Pareto hatte herausgefunden, dass es häufig vorkommt, dass man für die ersten 80% des Aufwandes nur 20% des Einsatzes benötigt, für die letzten 20% aber 80% des Aufwandes nötig sind.
Dummerweise kann man häufig aber nicht nach 80% aufhören.
Für die Energiewende trifft die 80-20-Regel im Prinzip auch zu. Die ersten CO2-Einsparungen sind noch für Verhältnis wenig Geld zu bekommen. Die letzten Prozente werden aber immer teurer. Dies lässt sich auch mit Modellrechnungen belegen. Die letzte Elektrolyse-Einheit und die letzte Gasturbine, die sicherstellen, dass man die 100% erreicht, werden vielleicht nur alle paar Jahre für wenige Stunden genutzt. Das ist eine sinnlose Verschwendung.
Was sollte man also tun?
Die Länder beschränken sich auf eine hohe Reduzierung, aber nicht eine vollständige. Das eingesparte Geld für die restlichen Prozente wird international, marktwirtschaftlich vergeben. Wer am meisten CO2-Reduzierung für das wenigste Geld bietet, erhält das Geld.
Die Methode hätte aber einen großen Nachteil. Deutschland würde wohl nicht als Vorbild für die Welt in die Geschichte eingehen.