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Mit einer Entkoppelung würde ein "neues Regime hoher Inflation und Volatilität bei der Entwicklung der Realwirtschaft" drohen, sagte James Bullard am Montagabend bei einer Veranstaltung der AXA-Barcelona School of Economics.
"Die derzeitige makroökonomische Lage in den USA belastet die Glaubwürdigkeit der Fed in Bezug auf ihr Inflationsziel", so Bullard. "Die gegenwärtige Divergenz zwischen den tatsächlichen Inflationswerten und der auf TIPS basierenden erwarteten Inflation muss beseitigt werden."
Vor der Pandemie sei die US-Wirtschaft um 2,6 Prozent gewachsen, die am PCE gemessene Gesamtinflation - die von der Fed bevorzugte Metrik - lag bei 1,5 Prozent und die Arbeitslosenquote bei 3,6 Prozent. Indessen habe der Leitzins 1,55 Prozent betragen, 10-jährige US-Treasuries rentierten bei 1,86 Prozent und 30-jährige festverzinsliche Hypotheken bei 3,96 Prozent. "Dies könnte ein praktischer Anhaltspunkt dafür sein, wo sich die Zinskonstellation einpendeln könnte, sobald die Inflation in den USA unter Kontrolle ist", erklärte Bullard.
"Die Tatsache, dass die Marktzinsen ihre Referenzwerte vor der Pandemie überschritten haben, der Leitzins aber nicht, kann als Beispiel für die Wirkung glaubwürdiger Forward Guidance gewertet werden", so der Chef der St.-Louis-Fed. "Die US-Notenbank muss die zuvor gegebene Forward Guidance noch umsetzen, doch die Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Inflation sind bereits spürbar."
Die Risiken blieben indessen beträchtlich, so Bullard. Er verwies auf Russlands Invasion in der Ukraine und die Möglichkeit einer starken Verlangsamung in China.
(Bloomberg)