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Saaser Calanda 2584 m Archives d’itinéraires
Doppelgipfel: Im wenig ausgeprägten, südlichen P. 2555 zweigt der Seitengrat gegen Westen zum Jägglisch Horn ab; der 200 Meter weiter nordöstlich gelegene P. 2584 ist eine Schrofenkuppe, die allein die Bezeichnung Gipfel verdient. Südlich wie nördlich von P. 2584 liegen Einsattelungen, die von Westen erreicht werden können. Zur südlichen Einsattelung führt der «Rätschengang», zur nördlichen die engere «Tunnelschlucht», eine steile, an mehreren Stellen überdachte Rinne mit mehreren Stufen (T6). Die sich vom Saaser Calanda nach Südosten und Süden bis zum Geisshorn ziehende helle Felswand ist die weniger hohe Fortsetzung der Rätschenflue; sie bildet aus der Gegend von Küblis den Horizont und macht von hier einigen Eindruck.
Klettern am Saaser Calanda: An den vordersten Kalkwänden des Rätikons hoch über dem Prättigau findet man viel Schroffengelände und splitterigen Fels. Südlich des höchsten Punkts des Saaser Calanda besteht aber ein steiler Wandvorbau aus kompaktem Fels. An dieser Wand wurden 1993 verschiedene Routen eingerichtet. Die Routen links verlaufen mehrheitlich in steilem und gutem Rätkalk, jene rechts sind mit einigen splitterigen Passagen durchsetzt. Die Absicherung ist meist gut, wobei die ersten Haken für die heutige Zeit fast überall hoch gesetzt sind. Wer Gämse, Adler, Abenteuer und Einsamkeit sucht und dies den schönen langen Rätikonklassikern vorzieht, der ist hier am richtigen Ort.