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Martina Navratilova und John McEnroe hatten sich am Dienstag nach einem Legenden-Doppel für eine Umbenennung der «Margaret Court Arena» auf der Anlage im Melboure Park in «Evonne Goolagong Arena» stark gemacht.
Die umstrittene Grand-Slam-Rekordsiegerin Court war am Montag zum 50-jährigen Jubiläum ihres Grand-Slam-Gewinns von Tennis Australia für ihre sportlichen Verdienste geehrt worden. Navratilova und McEnroe hatten die Australierin – nach ihrer Karriere Pastorin und Gründerin einer Freikirche in Perth – schon mehrfach aufgrund ihrer wiederholten Tiraden gegen Homosexuelle und Transgender kritisiert.
«Protokoll gebrochen»
Navratilova hatte nach dem Match den Schiedsrichterstuhl erklommen und gerade eine Rede begonnen, als Tennis Australia die Übertragung der Livebilder stoppen liess. McEnroe kam daraufhin auf den Platz und hielt gemeinsam mit Navratilova ein Schild mit der Aufschrift «Evonne Goolagong Arena» hoch. Die frühere Weltranglisten-Erste Goolagong, sagte die Amerikanerin später, sei im Gegensatz zu Court eine «wahre Heldin und Vorbild».
Tennis Australia kritisierte in einer Stellungnahme, zwei «hochrangige Gäste» hätten das Protokoll gebrochen. «Wir begrüssen Diversität, Inklusion und das Recht auf freie Meinung, sowie das Recht, diese Meinung zu äussern», hiess es in dem Schreiben. Es gebe allerdings Regeln, «wie Fans, Spieler oder Gäste unsere Anlagen, den Wettbewerb und die Bühne nutzen können, die diese bieten».
Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 26.1.20, 18:30 Uhr