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Ägypten: Kernenergie zurück auf der Agenda
Der Präsident habe die Parteispitze bereits vor fünf Monaten aufgefordert, die Kernenergie wieder auf die politische Agenda zu setzen. Gamal Mubarak betonte, dass Ägypten die Atomsperrverträge unterzeichnet habe: «Dies erlaubt uns, die Kernenergie zu friedlichen Zwecken zu nutzen.» Er ist der Meinung, dass - nach einer umfassenden Prüfung dieser Option - innerhalb von sieben oder acht Jahren ein Nuklearprogramm gestartet werden könne.
Ägypten hatte bereits früher ein Programm zur Nutzung der Kernenergie ausgearbeitet. Dieses wurde jedoch nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahre 1986 eingestellt. «In der Zwischenzeit sind aber bedeutende Fortschritte in der Sicherheit der Kernanlagen erzielt worden», erklärte Mubarak.
Unterstützung aus den USA
Laut der NDP hat der amerikanische Botschafter in Kairo, Francis Ricciardone, die Bereitschaft der USA erklärt, Ägypten im Rahmen der Global Nuclear Energy Partnership (GNEP) beim Aufbau eines Nuklearprogramms zu unterstützen. Mit der GNEP wollen die USA die weltweite Nutzung der Kernenergie fördern und einen Beitrag zum Aufbau eines proliferationsresistenten Kernbrennstoffkreislaufs leisten.
Bisher sind in Ägypten keine Kernanlagen zur Stromerzeugung in Betrieb. Das Land besitzt jedoch zwei Forschungsreaktoren, die beide von der Atomic Energy Authority of Egypt unter Aufsicht der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) betrieben werden.