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Wasserläufer aus Blech
Das ultimative Accessoire für den technikverliebten Aquarianer kommt aus dem MIT: ein Miniaturroboter, der sich in der Art eines Wasserläufers auf der Wasseroberfläche fortbewegt. Das Kunstinsekt wurde von David Hu, Brian Chan und John Bush aus einer Getränkedose und rostfreiem Draht zusammengebastelt, wird von einem Gummiband angetrieben und hört auf den Namen Robostrider.
Primäres Ziel der Forschung der drei Studenten war allerdings nicht die Entwicklung eines wasserwandelnden Roboters. Ihnen ging es darum, zu entschlüsseln, auf welche Weise sich Wasserläufer über die Wasseroberfläche fortbewegen. Dies gelang ihnen mit Hilfe von Highspeed-Fotografie und eingefärbtem Aquarienwasser.
Dass die Insekten ihr mittleres Beinpaar als Ruder einsetzen, ist nämlich nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich werden bei der Ruderbewegung kleine Wellen erzeugt, die allerdings für das Vorangleiten kaum eine Rolle spielen. Statt dessen erzeugen die Wasserläufer mit ihren Beinen unter der Wasseroberfläche kleine Strudel, die die Tiere um jeweils eine Körperlänge voranschieben. Ihre äusserst dünnen Beine sind mit feinsten Härchen besetzt, die ein Durchbrechen durch die Wasseroberfläche verhindern. Tatsächlich beträgt die Oberflächenspannung des Wassers rund das Zehnfache dessen, was zum Tragen eines Wasserläufers nötig wäre.