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Das Verbreitungsgebiet des Birkhuhns in der Schweiz hat sich zwischen 1993–1996 und 2013–2016 nicht verändert. Die Bestände, ermittelt im Rahmen eines 1995 gestarteten Programms zur Zählung balzender Hähne, haben nach einem Rückgang auf ein Minimum im Jahr 1998 zugenommen und liegen heute wieder fast auf derselben Höhe wie im Jahr 1990 geschätzt worden waren (Bossert und Isler 2018). Dieser langfristige Trend ist überlagert von starken jährlichen Bestandsschwankungen, die vor allem auf wechselnde Wetterbedingungen während der Aufzuchtzeit zurückzuführen sind (Zbinden und Salvioni 2003).
Eine detaillierte Analyse der Bejagung des Birkhahns im Kanton Tessin hat gezeigt, dass die Bejagung bei den Hähnen additive Mortalität verursacht, welche wiederum zu einem stark zugunsten der Hennen verschobenen Geschlechterverhältnis sowie zu kleineren Balzgruppengrössen führt, doch auf den Bestandstrend bei den balzenden Hähnen keinen messbaren Einfluss hat (Zbinden et al. 2018).
Weil mehrere Faktoren den Birkhuhnbestand beeinträchtigen (Störung, Landschaftsveränderungen), müssen Verbreitung und Bestandsentwicklung auf räumlich repräsentativen Flächen auch in Zukunft besonders sorgfältig überwacht werden. Sobald sich gesamtschweizerisch ein negativer Bestandstrend abzeichnet, wie die kontinuierliche Abnahme während 5 Jahren, ist eine Reduktion des Jagddrucks angezeigt.