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Die anglikanische Kirche von England hat entschieden: Weibliche Bischöfe werden künftig zugelassen.
Dieses Ja in der Synode der anglikanischen Mutterkirche ist ein starkes Signal an die anderen Mitglieder der Anglikanischen Gemeinschaft weltweit. Ein entsprechender Antrag war 2012 bei der Synode der Kirche von England noch gescheitert und löste eine tiefe Spaltung aus.
«Die Zeit war reif für diesen Entscheid», sagt SRF-Korrespondent Martin Alioth. Es seien Drohungen im Raum gestanden, dass das britische Parlament die Anerkennung weiblicher Bischöfe erzwingen könne. «Ausschlaggebend war auch die Blamage vor zwei Jahren, als eine handvoll Laien in der Synode sich dem erklärten Willen einer Mehrheit von Gläubigen widersetzte», so Alioth weiter.
Priesterinnen längst Normalität
Das Oberhaupt der anglikanischen Kirche, der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, hatte sich schon vor dem Entscheid in einem Interview mit der britischen BBC optimistisch gezeigt, dass der Vorschlag diesmal durchkommt.
In der Kirche von England sind Priesterinnen bereits seit 1992 im Amt. Ihnen ist jedoch das Bischofsamt bisher verwehrt. Anders als in der Mutterkirche der anglikanischen Weltgemeinschaft, sind Bischöfinnen in anderen anglikanischen Kirchen, etwa in den USA, bereits seit Jahrzehnten üblich.