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Im Prozess gegen den im Februar entmachteten ägyptischen Ex-Präsidenten Husni Mubarak wird in diesem Jahr wohl kein Urteil mehr gesprochen. Ein Strafgericht in Kairo entschied am Sonntag, den Prozess auf den 28. Dezember zu verschieben.
Dies wurde nach Angaben des staatlichen Nachrichtenportals "Egynews" damit begründet, dass erst am 26. Dezember über einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter im Mubarak-Prozess entschieden werde.
Ein Anwalt hatte beantragt, Richter Ahmed Rifaat auszutauschen, weil dieser früher für das Büro des Präsidenten gearbeitet habe. Ausserdem sei ein Bruder des Richters einst ein führender Funktionär von Mubaraks Regierungspartei NDP gewesen.
Schwere Vorwürfe
Der 83-jährige Mubarak, seine beiden Söhne Alaa und Gamal, Ex-Innenminister Habib al-Adli und sechs Polizeioffiziere sind wegen Korruption und tödlicher Angriffe auf Demonstranten während der Massenproteste gegen Mubarak im vergangenen Januar und Februar angeklagt.
Inoffiziell kursieren in Kairo noch Namen anderer ehemaliger NDP-Funktionäre, die Angriffe auf die Demonstranten organisiert haben sollen. Damals starben etwa 850 Menschen.
Mubarak ist gesundheitlich angeschlagen und wird deshalb stets im Krankenbett in den Gerichtssaal gebracht. Der Prozess gegen ihn hatte am 3. August begonnen.