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(24.06.2020) Die COVID-19-Pandemie bringt die Weltwirtschaft in Schwierigkeiten. Laut der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) wird der internationale Handel 2020 voraussichtlich um 20% schrumpfen. Die Folgen der Pandemie sind überall auf der Welt zu spüren.
Die Prognosen der UNCTAD für das erste Quartal 2020 wurden nach unten korrigiert. Während die Experten der UNO zunächst eine Rezession des Welthandels um 3% vorhersagten, dürfte sich diese nunmehr auf 5% belaufen. Diese Zahl wird sich im zweiten Quartal erheblich verschlechtern. Die Schätzungen für den Einbruch des internationalen Handelsaufkommens reichen bis mehr als 25%.
Anfang April hielt es die Welthandelsorganisation (WTO) für unvermeidlich, dass der internationale Handel um 13% bis 32% abnimmt. Diese Schätzungen werden somit durch die Prognosen der UNCTAD bestätigt. Die Agentur betont die zunehmende Unsicherheit im Zusammenhang mit der Pandemie, welche die internationale Wirtschaft ausbremst.
Alle Wirtschaftszweige scheinen von der Krise betroffen zu sein. Weltweit konnten nur der Nahrungsmittelsektor und die Energiebranche ihr Wachstum im ersten Quartal fortsetzen. Die Nachfrage nach bestimmten Produktgruppen stieg wiederum in den ersten Monaten des Jahres deutlich an. Der Handel mit medizinischen Produkten und Ausrüstung (Atemgeräte, Masken, Handschuhe, Sterilisatoren usw.) verdoppelte sich im April 2020 sogar.
Die Krise hinterlässt in allen Regionen ihre Spuren. Es sind jedoch Unterschiede zwischen den Schwellenländern und den Industrieländern zu beobachten. Erstere scheinen mit einem Exportrückgang um mehr als 18% im April schwerer getroffen zu sein (gegenüber 14% in den Industrieländern). Von den grossen Akteuren kommt China offenbar am besten zurecht, was es insbesondere seiner Medizinindustrie zu verdanken hat. Die Asien-Pazifik-Region lässt insgesamt Zeichen eines Aufschwungs erkennen.
Letzte Änderung 24.06.2020