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Bei vielen Menschen haben Wespen einen schlechten Ruf – oft zu unrecht, denn die meisten der über zehn mitteleuropäischen Arten sind völlig harmlos, zumindest solange man sie in Ruhe lässt. Zudem sind sie nützlich, denn sie vertilgen grosse Mengen von denjenigen Insekten, die wir als lästig empfinden. Auch werden gewisse Pflanzen durch Wespen bestäubt. Einzig die deutsche und die gemeine Wespe belästigen uns mit ihrer aufdringlichen Gier nach Süssigkeiten und Fleischwaren. Sie sind verantwortlich für die meisten Stiche.
Die grössten Vertreter der einheimischen Wespenarten sind die Hornissen. Entgegen landläufiger Meinung sind Ihre Stiche weder gefährlicher noch schmerzhafter als diejenigen anderer Wespenarten. Bienenstiche scheinen für Menschen sogar problematischer zu sein als Wespenstiche.
Die Nester einiger Wespenarten sind oft wahre Kunstwerke. Als Baumaterial dienen gesammelte Holzfasern die mittels einer speichelartigen Masse zu einer papierähnlichen Substanz verarbeitet werden. Nur die Königinnen überleben den Winter, das Volk stirbt im Herbst. Das alte Nest wird nicht weiter verwendet.
Die Orientalische Mauerwespe wurde aus Asien eingeschleppt. Diese Wespenart baut Brutzellen an trockenen, geschützten Orten, gerne auch in Innenräumen. Sie ist absolut ungefährlich.