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Beat Wyss ist Inhaber des Lehrstuhls für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der HfG Karlsruhe, Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaft und war von 2008–2011 Professorial Fellow und Leiter des Biennale-Research-Projekts am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) in Zürich. Er ist Träger des Kunstpreises der Stadt Luzern.
Der Kunsthistoriker Beat Wyss erklärt die vier Tugenden der Kunst, die Geburt des modernen Künstlers und seine Rolle als Pionier der Marktwirtschaft. Streitlustig beerdigt er die Diskursheroen der Postmoderne und fordert: Wendet euch wieder den Dingen zu!
Am Anfang steht ein starkes Bild: die Autorin Linda Stibler sieht vor ihrem inneren Auge «das schweissgebadete Gesicht einer jungen Frau in den tiefen Kissenbergen einer hölzernen Bettstatt». Diese junge Frau, Anna Weibel von Nusshof im Baselbiet, ist unverheiratet schwanger geworden und wird während der Geburt ihres Kindes im April 1827 einem «Geburtsverhör» unterzogen. Die […]
Wo Kunsthandel zum Termingeschäft verkommt, läuft letztlich auch die Kunst Gefahr, ihre Stetigkeit als Institution zu verlieren. Der Autor beschreibt eine ungute Entwicklung, deren Ursachen er nicht etwa im Kapitalismus, wohl aber in Auswüchsen neoliberalen Wirtschaftens festmacht.