Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03173.jsonl.gz/727

Simon Ehammer hat in Paris seinen zweiten Podestplatz in einem Diamond-League-Meeting bejubelt. Wie schon im Vorjahr in Rabat klassierte sich der Zehnkämpfer im Weitsprung auf Rang 2. Seine 8,11 m wurden nur noch um 2 cm vom Griechen Miltiadis Tentoglou übertroffen. «Ich habe für Olympia Luft geschnuppert. Die Luft passt mir», freute sich Ehammer anschliessend.
Der Appenzeller knackte die 8-Meter-Marke gleich im ersten Versuch (8,01). Während sein Bestwert (8,45) ausser Reichweite blieb, kam er bis auf einen Zentimeter an sein Saisonbestergebnis ran. Nach keinem einzigen Fehlversuch war Ehammer, der in Götzis arg gepatzt hatte, erleichtert: «In mir drin wusste ich, dass ich mein Können beweisen muss.» Der Rhythmus habe wie gewünscht funktioniert.
Joseph kann Florenz nicht wiederholen
Jason Joseph verpasste seinen nächsten Podestplatz klar. In 13,29 s belegte der Baselbieter über 110 m Hürden den 7. Platz. Noch vor Wochenfrist war er in Florenz als Zweiter 19 Hundertstel schneller gelaufen und hatte seinen Schweizer Rekord verbessert. Nach dem langsamsten Start aller Teilnehmer fand Joseph nicht ins Rennen, wie er gegenüber SRF erklärte: «Ich habe mich schon im Warm Up schwer gefühlt, heute war nicht mehr möglich.»
Sieger Grant Holloway knackte in 12,98 s die 13-Sekunden-Marke und stellte die schnellste Zeit des Jahres auf. Hinter dem US-Amerikaner belegte, unter grossem Jubel, der Franzose Just Kwaou-Mathey (13,09) Rang 2. Er brachte mit seinem persönlichen Bestresultat das mit 19'000 Fans ausverkaufte Stade Charléty zum Toben.
Auf der Bahn
- 5000 m Frauen
Faith Kipyegon war vor 7 Tagen in Florenz die 1500 m in 3:49,11 Minuten gelaufen – als erste Frau unter 3:50 Minuten. Exakt eine Woche später stellte die Kenianerin gleich den nächsten Weltrekord auf: Auch über 5000 m lief Kipyegon in 14:05,20 Minuten der Konkurrenz davon.
- 2 Meilen Männer
Das nicht im Rahmen der Diamond-League-Wertung ausgetragene Rennen über 2 Meilen wurde zur klaren Beute von Jakob Ingebrigtsen. Der 22-jährige Norweger zeigte einen Lauf für die Geschichtsbücher und pulverisierte in 7:54,10 Minuten den vorherigen, 26 Jahre alten Weltrekord um viereinhalb Sekunden. Die Konkurrenz hatte um 15 Sekunden und mehr das Nachsehen.
- 100 m Männer
Um eine läppische Hundertstelsekunde blieb Noah Lyles vor Ferdinand Omanyala. Der US-Amerikaner krönte seinen Steigerungslauf und schnappte sich auf den letzten Metern in 9,97 s noch den Kenianer. Auf Rang 3 sprintete Letsile Tebogo aus Botswana (10,05).
- 3000 m Steeple
Dank Lamecha Girma durfte das Pariser Publikum über 3000 m Steeple einen weiteren Weltrekord bejubeln. Der Äthiopier unterbot die bisherige Bestmarke um anderthalb Sekunden.
- 800 m Frauen
Keely Hodgkinson wurde über die doppelte Bahnrunde ihrer Favoritenrolle gerecht – und wie: Die 21-Jährige glänzte bei ihrem Saisonauftakt in 1:55,77 Minuten mit britischem Rekord und Jahresweltbestleistung. Anschliessend gab Hodgkinson zu Protokoll: «Ich bin schockiert, dass ich so schnell gerannt bin.»
Im Oval
- Stabhochsprung Frauen
Die Australierin Nina Kennedy entschied die Konkurrenz der Stabhochspringerinnen etwas überraschend für sich. Mit 4,77 m blieb sie um je 6 cm vor der Französin Margot Chevrier und Katie Moon aus den USA. Sandi Morris, die einzige Athletin im Feld, die die 5-Meter-Marke schon einmal geknackt hatte, riss bei 4,71 dreimal und belegte mit 4,61 m nur Rang 5.