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1990 lancierte die Europäische Union die Interreg-Programme mit dem Ziel, die Integration im europäischen Raum und eine ausgewogene Entwicklung über die Landesgrenzen hinweg zu fördern.
Die Programme wurden seither laufend weiterentwickelt und unterstützen Regionalentwicklungsakteure bei der Umsetzung von grenzüberschreitenden Projektideen. Die Schweiz war von Anfang an dabei und beteiligte sich bereits an zahlreichen grenzüberschreitenden, transnationalen und interregionalen Projekten.
Interreg umfasst drei Bereiche:
- Interreg A: grenzüberschreitende Zusammenarbeitsprogramme
- Interreg B: transnationale Zusammenarbeitsprogramme
- Interreg Europe: interregionales Zusammenarbeitsprogramm
Die Beteiligung an Interreg A liegt in der Verantwortung der Kantone. Das Bundesamt für Raumentwicklung ARE koordiniert die Schweizer Beteiligung an transnationalen Programmen von Interreg B und das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO ist für Interreg Europe zuständig.
Was ist Interreg? Wie grenzübergreifende Zusammenarbeit gelingt
Transnationale Zusammenarbeit (Interreg B)
Die transnationale Zusammenarbeit zwischen nationalen, regionalen und lokalen Behörden soll die Integration des europäischen Raums durch die Bildung von Grossregionen fördern. Rund 20 Prozent des Budgets von Interreg sind für die transnationale Zusammenarbeit vorgesehen.
Die Europäische Kommission hat eine Reihe von Regionen für die Lancierung und Umsetzung transnationaler Projekte definiert. Die Schweiz ist an zwei transnationalen Programmen beteiligt: dem Programm Alpenraum und dem Programm Nordwesteuropa.
Schweizer Beteiligung an Interreg B
Die Schweizer Beteiligung an Interreg-Programmen erfolgt im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP). Um vom Bund finanziell unterstützt zu werden, müssen Projekte deshalb den NRP-Zielsetzungen entsprechen. Interessierte Kreise können allenfalls auch ohne Unterstützung im Rahmen der NRP bei Projekten mitmachen.
Das ARE vertritt die Schweiz in den Lenkungsausschüssen der Interreg B-Programme. Gleichzeitig nimmt es die Funktion als Kontaktstelle wahr. Dabei hat es die Aufgabe, die Programme in der Schweiz bekannt zu machen, an Projekten beteiligte Partner zu unterstützen und an einer Interreg-Teilnahme interessierte Kreise zu beraten.