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Den Anfang hatte Stan Wawrinka gemacht. Als erster Top-Ten-Spieler verabschiedete sich der Waadtländer bereits am ersten Turniertag mit Knieproblemen aus Wimbledon. Sieben Aufgaben folgten bei den Männern in der 1. Runde, bei den Frauen überschattete die schwere Verletzung von Bethanie Mattek-Sands die erste Turnierwoche im All England Club. Und auch die beiden Schweizerinnen Viktorija Golubic und Timea Bacsinszky wurden von Blessuren gestoppt.
Verletzungen und Schmerzen gehören zum Tennis. Sie kenne niemanden, den keine Wehwehchen plagen würde, sagte Bacsinszky nach ihrem Ausscheiden. Gerade bei Murray und Djokovic kommen die Probleme nicht ganz überraschend. Djokovic war in den Jahren 2014 bis 2016 der dominierende Spieler auf der Tour und eilte von Sieg zu Sieg, Murray hatte sich und seinem Körper gegen Ende der letzten Saison auf der Jagd nach der Nummer 1 keine Pause gegönnt. Bereits im Frühjahr war er gezwungen, eine Pause einzulegen. Damals schmerzte der Ellbogen, vor und in Wimbledon traten beim Briten altbekannte Hüftprobleme auf.
Djokovic spürt seine Ellbogenverletzung seit eineinhalb Jahren – mal mehr, mal weniger. Im Lauf des Turniers wurden die Schmerzen immer stärker, nachteilig erwies sich, dass er nach seinem Sieg in den Achtelfinals am Dienstag gegen Adrian Mannarino nur 24 Stunden Pause zur Erholung hatte. Nach seiner Aufgabe gegen Tomas Berdych sprach der Serbe von einer möglichen längeren Pause. «Die Ärzte haben mir verschiedene Optionen aufgezeigt», so Djokovic. Eine davon sei, sich operieren zu lassen.
Roger Federer kann seinen beiden Rivalen nachempfinden. Die Situation von Murray und Djokovic ist vergleichbar mit seiner vor einem Jahr in Wimbledon. «Wegen den Rücken- und Knieproblemen konnte ich damals nicht frei aufspielen.» Federer zog die Notbremse, pausierte ein halbes Jahr, ehe er im Januar in Australien triumphal auf die Tour zurückkehrte.
Zuletzt verzichtete der Schweizer auf die Sandplatzsaison und bereitete sich so lang wie noch nie auf die Rasen-Saison vor. «Das Ziel war, dass ich in der zweiten Woche von Wimbledon körperlich in Topform bin.» Federers Planung scheint einmal mehr aufzugehen. «Ich bin frisch, fühle mich gut und habe viel Selbstvertrauen», sagte er nach seinem Einzug in den Halbfinal. «Ich bin für Grosses bereit.»
(SDA)