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Schweden: Oskarshamn-1 stellt Betrieb endgültig ein
Die Mehrheitsaktionärin der schwedischen OKG AB, die E.On Sverige AB, hatte im Juni 2015 angekündigt, Oskarshamn-1 (BWR, 473 MW) vorzeitig stilllegen zu wollen. Der Vorschlag wurde im darauffolgenden Oktober an einer ausserordentlichen Aktionärsversammlung gutgeheissen. Das anhaltend tiefe Strompreisniveau und die Steuern auf Kernenergie in Schweden führten unter anderem zu diesem Entscheid, erklärte damals die OKB. Im Februar 2016 teilte das Unternehmen mit, dass es den Leistungsbetrieb der Einheit Ende Juni 2017 endgültig einstellen wolle.
Nach Angaben der OKG wurde Oskarshamn-1 am 17. Juni 2017 wegen einer Betriebsstörung automatisch heruntergefahren. An einer am 19. Juni abgehaltenen, ausserordentlichen Sitzung entschieden die Verantwortlichen, den Block nicht wieder anzufahren, womit Oskarshamn-1 den Leistungsbetrieb einige Tage früher als endgültig vorgesehen eingestellte.
Oskarshamn-1 war Schwedens dienstältester Kernkraftwerksblock. Die Einheit gab im August 1971 nach einer Bauzeit von fünf Jahren zum ersten Mal Strom ab und wurde 1972 kommerziell in Betrieb genommen. Sie produzierte in ihren 45 Betriebsjahren rund 110 Mrd. kWh elektrische Energie.
Die E.On hatte 2015 bereits entschieden, Oskarshamn-2 (BWR, 638 MW) stillzulegen. Die Einheit wurde 2013 für Nachrüstungen abgeschaltet. Sie produziert seither keinen Strom und soll bis zur endgültigen Ausserbetriebnahme – bis 2020 – auch nicht wieder angefahren werden. Am Weiterbetrieb des mit 1400 MW leistungsstärksten Blocks am Standort, Oskarshamn-3, will die E.On festhalten.