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Die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs 1914 bis 1918 machten auch in der Schweiz deutlich, dass die Infanterie eine leichte vollautomatische Unterstützungswaffe brauchte. Diese Erkenntnis führte zur Entwicklung des leichten Maschinengewehrs 1925, welches dann bis Ende der 20er-Jahre in der Armee eingeführt war. Das Magazin des luftgekühlten Rückstossladers fasste 30 Schuss im Kaliber 7.5 mm (GP11) und wurde von der rechten Seite her in den Verschlusskasten eingeführt. Die Waffe konnte von einem Wehrmann getragen und ohne fremde Hilfe aus dem Stand abgefeuert werden. Ein gewaltiger Fortschritt, wenn man bedenkt, dass das Maschinengewehr 1911 noch eine Lafette und zwei Mann als Bedienung benötigte. Neben dem Zweibein besass die Waffe noch ein Griffstück, welches wahlweise als Hinterstütze am Koben oder Mittelstütze am Vorderschaft montiert werden konnte. Dieses in der Höhe verstellbare Griffstück mit breitem Stützsockel war sowohl Fixierhilfe beim Liegendschiessen als auch Traghilfe beim Sturmschiessen aus der Hüfte. Zu der Waffe gehörte ein Wechsellauf, der üblicherweise von einem zweiten Mann im Lmg-Trupp getragen wurde.
Unser Lmg-Schütze hat seine Waffe fürs Sturmschiessen mit der Mittelstütze versehen; das Stützfutteral ist an seiner rechten Hüfte am Ceinturon zu sehen. Um den Hals trägt er die Magazintragschlaufe, die in ihren zwei Ledertaschen Platz für insgesamt 4 Reservemagazine bietet.
Zusätzlich trägt der Schütze die Patronentaschen für die Karabinermunition und das Bajonett, welches ebenfalls zum Karabiner gehören würde. Die Gefechtspackung des Schützen umfasst die gerollte Plane, welche über der linken Schulter getragen wird, während der Brotsack mit der Gamelle und der Zeltpflocktasche über der rechten getragen wird. An der linken Seite, neben dem Bajonett am Ceinturon, ist die Gasmaskentasche zu finden. Der Stahlhelm Ordonnanz 1918 ist mit dem tarnfarbenen Überzug bedeckt, welcher zu Kriegsbeginn eingeführt wurde, um den damals noch glatten grünen Helmen ihren verräterischen Glanz in der Sonne zu nehmen. Der Lmg-Schütze ist mit der Uniform der Ordonnanz 1926 (mit Stehkragen) bekleidet.
Beim Schuss hatte der Wechsellauf des Lmg zur rechten Seite des Schützen bereitzuliegen, um den Laufwechsel rasch durchführen zu können. Gelegentlich machten sich schwarze Schafe unter den Instruktoren den Spass daraus, die Männer des Lmg-Trupps der erbärmlichen Weichheit zu bezichtigen, wenn ihnen der brennend-heisse Lauf beim Laufwechsel aus den Händen fiel. Laut Vorschrift musste der Lauf nämlich sorgfältig zum Kühlen beiseite gelegt werden.
Roger Rebmann,
Schweizer Soldat 5/2000