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Wegen der hartnäckigen Schifffahrtskrise sind die Preise für Neubauten gefallen. Die Werften in Asien und speziell in Südkorea sind hoch verschuldet, ebenso wie ihre meist staatlichen Finanziers. Die Nachfrage nach neuen Containerfrachtern oder Massengutschiffen ist gesättigt. Im koreanischen Schiffbau werden bereits in grossem Umfang Arbeitsplätze abgebaut.
Was auf den Werften noch läuft, sind Kreuzfahrtschiffe und andere hochkomplexe Einzelprojekte. Damit haben jedoch asiatische Schiffbaubetriebe wenig Erfahrung. Der Bau des Kreuzfahrtriesen "Aidaprima" sowie eines Schwesterschiffes wurde für die japanische Mitsubishi-Werft zum Desaster. Mehrfach verzögerte sich die Auslieferung, Strafzahlungen wurden fällig, und die aufgelaufenen Verluste für beide Schiffe betragen nach Angaben der Werft bisher rund 1,9 Milliarden Euro.
Dagegen haben deutsche Werften einen guten Ruf beim Bau von Kreuzfahrtschiffen. Gerade erst hat der malaysische Konzern Genting drei Werften in Ostdeutschland gekauft und mit einem Milliardenauftrag ausgestattet. Der VSM hält in der kommenden Woche in Hamburg seine Jahresversammlung ab und will dann näher zur Situation im deutschen Schiffbau informieren. Der deutsche Weltmarktanteil - gemessen an der abgelieferten Tonnage - betrug zuletzt ungefähr ein Prozent. Korea, Japan und China teilten dagegen mehr als 80 Prozent des Weltmarktes unter sich auf./egi/DP/he
(AWP)