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Der ehemalige Kanzleichef der Schweizer Botschaft in Lima ist vom Bundesstrafgericht zu einer bedingten Strafe von 120 Tagessätzen zu 160 Franken verurteilt worden. Er wurde der Urkundenfälschung und der Korruption für schuldig befunden.Dieser Inhalt wurde am 13. Mai 2010 - 12:17 publiziert
Die Bundesanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, zwischen März 2001 und August 2004 in neun Fällen an Peruaner Besucher- oder Touristenvisa ausgestellt zu haben, obwohl für diese Personen die Voraussetzungen zur Erteilung eines Visums für die Schweiz gar nicht erfüllt waren.
In zwei weiteren Fällen hatte der 55-jährige Schweizer laut Anklage versucht, seinen Nachfolger in der Schweizer Botschaft hinters Licht zu führen. Er forderte diesen im August 2004 auf, die beiden Visa zu erteilen, obwohl die Voraussetzungen dafür fehlten.
Pro Unrecht erteiltes Visum soll der Diplomat jeweils 1500 Dollar kassiert haben. Die Deliktsumme belief sich gemäss Anklage auf 12'000 Dollar.
Wesentlich höher fielen die Kosten für das Ermittlungsverfahren aus. Diese wurden von der Bundesanwaltschaft auf 143'945 Franken beziffert. Davon werden 12'000 Franken dem Verurteilten auferlegt, wie das Bundesstrafgericht in Bellinzona am Mittwochabend mitteilte.
swissinfo.ch und Agenturen
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