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Cooper
(spr. kuhp'r), Thomas Sidney, engl. Tier- und Landschaftsmaler, geb. zu Canterbury, mußte anfangs ein Handwerk erlernen, zeichnete aber daneben mit solcher Geschicklichkeit die Bauwerke seiner Vaterstadt, daß er sich dadurch einige Mittel erwarb, die er noch vermehrte, als er 1820-23 Dekorationsmaler in Hastings war. Hierauf ging er nach London, studierte im Britischen Museum und auf der Akademie, war eine Zeitlang Zeichenlehrer in Canterbury und reiste 1827 nach Belgien, indem er unablässig zeichnete und seine Wirtshausrechnungen mit den Porträten der Wirte bezahlte. In Brüssel fand sein Talent namentlich durch Verboeckhoven Anerkennung; er gründete sein eignes Atelier und widmete sich, bewogen durch das Studium der alten Meister, der Idyllenmalerei, mußte aber infolge der belgischen Revolution 1830 nach England zurückkehren.
Von 1833 an stellte er regelmäßig seine Bilder aus, die aber im allgemeinen bei seinen Landsleuten weniger Anklang fanden als in Frankreich, wo er für einen der ersten Maler seines Faches gilt. Eins der besten derselben war 1842: der Abend an der Tränke; sodann aus den spätern Jahren: die Zeit des Melkens auf den Wiesen (1864), vorüberziehender Regenschauer (1870), die Kinder des Nebels (1872), der König der Wüste (1873, Aquarell), mütterliche Zuneigung (1876) und die 1878 in Paris ausgestellten Weiden in Kent und die düstern Felsen von Glencoe in Schottland. 1845 wurde er Genosse und 1867 Mitglied der Akademie in London.