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Utah-Beach
Phare du Cap Lévi
Von Cherbourg fuhren wir noch etwas weiter in den Norden, bis zum Cap Lévi. Dort steht ein sehr ungewöhnlicher Leuchtturm, denn er hat gegen innen gebogene Wände. Der ursprünglich 1858 erbaute Leuchtturm Phare du Cap Lévi wurde 1944 von der deutschen Wehrmacht im 2. Weltkrieg zerstört. 1948 wurde ein 28m hoher Neubau in der heutigen Form erstellt.
(wie immer: Bild anklicken, damit es schärfer und grösser erscheint)
Ebbe und Flut
Für uns nach wie vor extrem faszinierend sind Ebbe und Flut in den Häfen, wie da die Boote bei Ebbe eine Weile auf dem Trockenen liegen und nach ein paar Stunden wieder schwimmen. Da muss man seinen Bootsausflug genau planen, sonst kommt man nicht weg oder nicht mehr zum Hafenplatz zurück.
Utah-Beach
Nicht weit von Cap Lévi befindet sich einer der berühmten Strände vom D-Day, also dort wo die alliierten Streitkräfte am 6. Juni 1944 landeten und Frankreich von den Nazis befreiten. In Wikipedia ist die Geschichte vom D-Day, inklusive den vielen Vorbereitungen und notwendigen Trainings sowie all die Massnahmen um die wahren Landungsorte geheim zu halten, sehr interessant beschrieben. Jeder Strand erhielt einen Code-Namen und hier in der Nähe vom Tiefseehafen Cherbourg hiess der Strandabschnitt Utah-Beach.
Als wir vor einigen Tagen in Cherbourg Joggen gingen entdeckten wir, dass zur Treibstoffversorgung dieser Truppen kurz nach dem D-Day eine Pipeline von England/Isle of Wight nach Cherbourg erstellt wurde. Die Pipeline namens Pluto bestand aus vier Leitungen und war am Anfang essentiell, da der Hafen von Cherbourg zu Beginn blockiert sowie vermint war und deshalb zuerst in einer aufwendigen Aktion geräumt werden musste.
Traber
Als wir die Erinnerungsstätte besuchten, hörten wir plötzlich vom Strand her ein eigentümliches Geräusch, ein Stampfen, nein ein Traben. Was wir sahen? Pferde trabten hier mit hoher Geschwindigkeit mit ihren Wagen, Sulky genannt, über den feuchten Sandstrand, hier scheinbar sehr populär.
Weiter gezogen
In der Zwischenzeit haben wir die Utah-Beach wieder verlassen und unser Jupi hat uns rund 400km in den Süden gefahren, in die Region von La Rochelle. Hier soll es etwas wärmer sein, denn in den letzten zwei Wochen stiegen die Temperaturen kaum über 22°C.
Gleich am ersten Abend haben wir zum ersten Mal seit langem wieder einmal einen Sonnenuntergang ins Meer erlebt.
Doch davon im nächsten Beitrag.