Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03296.jsonl.gz/166

Die Energiestrategie 2050, die durch das schweizerische Volk im Mai 2017 angenommen wurde, zielt darauf ab, einen hohen Versorgungsstandard und eine umweltfreundliche Energieversorgung zu gewährleisten (BFE, 2018). Der Ausbau der Windenergie, die weltweit grosse Wachstumsraten verzeichnet, kann auch in der Schweiz einen Beitrag zur technologischen und saisonalen Diversifikation des Energiesystems und zur CO2-armen Stromerzeugung leisten und geniesst auf nationaler Ebene hohe Zustimmung. So gaben in einer 2018 durchgeführten, repräsentativen Umfrage 75% von 1019 Befragten an, dass sie die Windenergie als umweltfreundlich erachten, nur 8% erachteten die Windenergie als schädlich für die Umwelt. Dennoch sind zahlreiche geplante Projekte derzeit blockiert. Die vorliegende Studie möchte im Rahmen einer Fallstudie einen Beitrag zum besseren Verständnis lokaler Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse bei Windenergie-Projekten leisten und beruht auf einer Auswertung von 262 öffentlich verfügbaren Stellungnahmen, welche im Rahmen des Anhörungs- und Einwendungsfahrfahrens zum Windpark Honegg-Oberfeld (12. April 2018 bis 31. Mai 2018) eingegangen sind. Die Analyse trägt zur Erforschung der Bestimmungsfaktoren sozialer Akzeptanz vor Ort bei und kann einen Input für die Weiterentwicklung von Bewilligungsverfahren geben.
Nathalie Dällenbach, Rolf Wüstenhagen
23 Apr 2019