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Aarestege Rupperswil und Auenstein
Für die Neugestaltung der Flussauen entlang der Aare erstellte man zwei neue Fussgängerbrücken über die Aare und den Unterwasserkanal des Kraftwerks. Sie verbinden die Gemeinden Rupperswil und Auenstein miteinander und erschliessen gleichzeitig die Halbinsel zwischen den beiden Gewässern.
Zwei leichte Spannbandbrücken mit schmalen Gehwegen überspannen die Gewässer mit Öffnungen von 15.20, 74.00 und 13.20 Metern (Aaresteg Rupperswil) sowie von 14.80, 53.33 und 14.80 Metern (Unterwasserkanal Auenstein). Beide Brücken folgen der gleichen Konzeption: Die Mittelöffnung spannt zwischen geneigten Stielen, die einerseits die Spannweite reduzieren und andererseits mit den seitlichen «Rampen» die Höhe für das Freibord gegen Hochwasser ohne starkes Verändern der Dämme und Zugänge erreichen.
Die Wahl für Spannbänder erfolgte einerseits aus wirtschaftlichen Gründen, aber auch, um die zahlreichen Vögel des Auengebiets zu schützen. Hängebrücken, die rein technisch auch denkbar gewesen wären, hätten in dieser Umgebung mit ihren Seilen eine Gefahr für tieffliegende Vögel bedeutet. Auf die Schonung der Umgebung wurde viel Wert gelegt: so konnte der Aushub am Flussufer durch die Verwendung vorfabrizierter Brunnenringe gering gehalten werden.
Die Tragwerke sind leicht und können vertikal merkbar schwingen. Horizontal sind die ausserhalb des Gehwegs angeordneten Spannbänder in Stahl durch breite Fachwerke versteift. Die Befestigung der Spannbänder an den Auflagern erfolgt mit gut sichtbaren Edelstahl-Gelenken. Damit werden Zwängungen und Ermüdungserscheinungen vermieden. Die Gelenke weisen die Benutzer:innen darauf hin, dass die Brücken schwingen, was die Akzeptanz der Vibrationen fördert. Auch deshalb, weil grosse Menschenansammlungen auf diesen Brücken kaum je vorkommen.