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Die Synagoge von Delémont erinnert daran, dass die kleine, ursprünglich aus dem Elsass stammende jüdische Gemeinde hier zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine gewisse Bedeutung hatte. Die rund 80 Gläubigen hatten sich zuvor jeweils in der Orangerie des Schlosses versammelt. Die Synagoge mit den zwei gedrungenen Türmen und monumentalem Eingangsportal beherbergt eine einschiffige Halle mit hufeisenförmiger Empore. Nach jüdischer Tradition müssen für einen Gottesdienst mindestens zehn erwachsene Männer anwesend sein. Weil dies seit 1970 nicht mehr möglich ist, wurde seither kein Gottesdienst mehr gefeiert. Trotzdem konnte das Gebäude im Jahr 2000 renoviert werden. Eine gewisse Bekanntheit erlangte der Bau durch den Dokumentarfilm «Eine Synagoge zwischen Tal und Hügel» (1999) von Franz Rickenbach. Der Filmer hat dafür die sieben letzten Vertreter der jüdischen Gemeinde in der Region befragt und ihre Geschichte nacherzählt.
Wer das Innere der Synagoge besichtigen möchte, kann sich an das Tourismusbüro wenden.
Baujahr: 1911
Architektur: Arthur Roos, Mulhouse (F)
Baukultur entdecken
Synagoge
AdresseRoute de Porrentruy 12, 2800 Delémont
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz