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Crispi,
Francesco, wurde nach dem Sturz Giolittis, obwohl er in dem Banca-Romana-Skandal mindestens sofern nicht ganz tadellos erschien, als er die Aufdeckung der Sache als Ministerpräsident nicht genügend gefördert hatte, wieder mit der Neubildung eines Kabinetts betraut, nachdem sie Zanardelli vergebens versucht hatte. Er selbst übernahm darin 15. Dez. das Ministerium des Innern und schlug die gefährlichen Unruhen in Sicilien, Unteritalien, der Romagna und der Lunigiana kräftig nieder, was ihm die erbittertsten Angriffe Cavallottis sowie einen Mordanfall des Anarchisten Lega eintrug, um dann mit Hilfe Sonninos und Bosellis durch Ersparungen und neue Steuern das Gleichgewicht [* 2] im Staatshaushalt herzustellen.
Infolge der
Angriffe
Giolittis (s. d.) vertagte
Crispi, zunächst die Kammer
die dann aufgelöst wurde, und regierte dann sechs
Monate ohne Parlament, weshalb er von
Rudini in einem
offenen
Briefe der Verfassungsverletzung beschuldigt wurde. Dennoch entschied das Land bei den Neuwahlen für
Crispi,, und
die neue Kammer vertagte jede
Beratung über die neuen Beschuldigungen von seiten Cavalottis und begnügte
sich gleichzeitig mit
C.s beruhigenden aber unbestimmten Erklärungen wegen des Vorgehens in
Afrika,
[* 3] bis sich
Crispi, durch
die
Niederlage von
Adua (s. d.) zum Rücktritt gezwungen sah. (S.
Italien,
[* 4] Geschichte.) – Vgl.
Barth,
Crispi (Lpz. 1893).