Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/14782

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zu treffen, damit die Eidgenössischen Technischen Hochschulen, die Universitäten und die Fachhochschulen Kurse, Seminare oder andere Lehrveranstaltungen anbieten, in denen die Studentinnen und Studenten die notwendigen Kenntnisse erwerben können, um eigene Unternehmen zu gründen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Studierenden zu ermuntern, eigene Unternehmungen zu gründen, ist im gegenwärtigen Kontext ebenfalls eine Sorge der Verantwortlichen und Unterrichtenden unserer höheren Bildungsanstalten. Dabei ist jedoch zu bemerken, dass der Unternehmergeist eher eine persönliche Veranlagung - die man sicherlich ermuntern und entwickeln - als ein Wissen ist, das man vermitteln kann.</p><p>Die Eidgenössischen Technischen Hochschulen sind in dieser Beziehung bereits auf mehreren Ebenen aktiv, wie:</p><p>- an der ETHZ die (dem Rektorat angeschlossene) Einheit ETH-Tools, die seit kurzem genau zu diesem Thema Kurse organisiert ("Lust auf eine eigene Firma"), die von Hunderten von Personen besucht werden, wovon ein guter Teil Studenten und Doktoranden sind, zusätzlich auch mit Ausstellungen und Diskussionen; die in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen organisierte Vortragsreihe über die Innovation und das Risikokapital;</p><p>- an der ETHL das Programm "envie d'entreprendre" (Lust auf unternehmerische Tätigkeit) (Begegnung mit Firmenchefs), oder auch der künftige Nachdiplomstudienzyklus "Management of Technology" (in Zusammenarbeit mit der Universität Lausanne), um nicht die verschiedenen Aktionen zu vergessen, die den Technologietransfer fördern und bei den Studierenden ebenfalls als Anreize wirken können.</p><p>In den Eidgenössischen Technischen Hochschulen entspricht die entwickelte Tätigkeit der Besorgnis der Motionäre. Der Bundesrat erachtet die Anliegen der Motionäre hier als erfüllt.</p><p>Was die künftigen Fachhochschulen anbetrifft, wird der Bund die Einrichtung derartiger Kurse durch seine Subventionierung wie auch durch aktive Arbeitslosigkeits-Bekämpfungsmassnahmen unterstützen.</p><p>Hingegen verfügt er nicht über ein direktes Instrument, um solche Kurse an kantonalen Universitäten einzurichten, weshalb er der Motion keine Folge leisten kann. Hier wird sich der Bundesrat auf Empfehlungen beschränken, die z. B. an die Schweizerische Hochschulkonferenz gerichtet sind, und kann die Motion nur als Postulat entgegennehmen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.