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Schwerer Brand in Krankenhaus im Irak - mehr als 40 Tote
Wenige Monate nach einem verheerenden Brand in einem irakischen Krankenhaus sind bei einer ähnlichen Tragödie im Land erneut Dutzende Menschen ums Leben gekommen.
In Nassirija im Südirak starben am Montagabend mindestens 41 Menschen, wie das Staatsfernsehen berichtete. Der Sprecher der örtlichen Gesundheitsbehörde, Ammar Baschar, bestätigte die Zahl. Augenzeugen sprachen von 48 Todesopfern. Einsatzkräfte suchten in der Nacht nach weiteren Leichen. Das Imam al-Hussein Lehrkrankenhaus lag in verkohltem Schutt, nachdem der Brand gelöscht wurde.
Das Feuer brach ersten Erkenntnissen zufolge in einem Teil der Klinik aus, der in der Corona-Pandemie zur Isolierung von Covid-Patienten gebaut wurde. Darin war auf 600 Quadratmetern unter anderem Platz für bis zu 100 Betten. Baschar sagte, in der Isolierstation hätten sich 63 an Covid-19 Erkrankte befunden. Zeugen berichteten der Deutschen Presse-Agentur am Montag, das Feuer sei durch die Explosion einer Sauerstoffflasche ausgebrochen. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.
Erst im April waren 82 Menschen ums Leben gekommen, nachdem in einer Klinik in der irakischen Hauptstadt Bagdad ein Feuer ausbrach. Dort war in einer Station für Corona-Patienten laut Berichten eine Sauerstoffflasche explodiert.
Über dem Gebäude in Nassirija stieg schwarzer Rauch auf. Dutzende versuchten laut Augenzeugen, den Menschen im Krankenhaus zu helfen. Zivilschutzteams aus den umliegenden Provinzen seien zur Hilfe nach Nassirija gerufen worden und hätten das Feuer löschen können, teilte der Leiter der Zivilschutzabteilung, Kadhem Bohan, mit.
Ministerpräsident Mustafa al-Kasimi hielt eine Dringlichkeitssitzung mit mehreren Ministern und Sicherheitsbeamten ab, um die Ursachen für den Brand zu untersuchen. Einige der Minister und Beamte wurden in Nassirija erwartet. Die Leiter von Gesundheitsbehörde, Krankenhaus und dem Zivilschutz in der Provinz wurden von ihrem Dienst suspendiert. Al-Kasimi wies Provinzen in der Region auch an, medizinische Hilfe nach Dhi Kar zu schicken.
Im Irak wurden bisher rund 1,4 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Impfungen kommen dort nur langsam voran. Der Statistik-Website Our World in Data zufolge haben weniger als zwei Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfdosis erhalten.
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