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Endlich erscheint auf Deutsch auf über 2000 Seiten der Briefwechsel von Arthur Rimbaud. Kaum der Pubertät entwachsen, revolutionierte er die Poesie und Prosa mit seinem Werk «Eine Zeit in der Hölle». Doch dem Ruhm als Poeten schwörte er ab und reiste über den Gotthardpass in den Süden. Bis nach Afrika. Ins Herz der Finsternis. Dort wurde er statt Dichter zum Waffenhändler. Zuletzt trug man ihn in der Sänfte an die Küste, sein Bein faulte als Stumpf. Kurz darauf starb er in Marseille. Dort wurde wenige Jahre später Antonin Artaud geboren. Der radikale Rimbaud der Gegenwart. Als Surrealist erkundete er die Gefilde jenseits der normalen Realität. Aus der Enge von Paris floh er in die Hochebene der Tarahumara-Indianer in Mexiko. Im Rausch der Peyotl-Wurzel entdeckte er das Schreiben als Schreien. Bald wurde er, wie einst Rimbaud in Afrika, in einer Sänfte durch die Berge getragen.
In den Werken der beiden Klangpoeten zeichnen sich die Umrisse jenes dunklen Kontinentes ab, den wir alle in uns tragen und auf touristischen Reisen nie finden – aber wir finden ihn im Klangrausch ihrer Dichtungen.