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Die dezimierte Schweizer Fussball-Nationalmannschaft hat ein weiteres Test-Länderspiel verloren. Acht Wochen nach dem 0:4 auf Zypern gegen Polen unterlag das Team von Enzo Trossero in Genf gegen Schweden mit 0:2.Dieser Inhalt wurde am 25. April 2001 - 20:51 publiziert
Ohne zehn Stammspieler, unter ihnen die sechs Leistungsträger Henchoz, Chapuisat, Fournier, Sforza, Patrick Müller und Sesa, wurden die Limiten der zweiten Schweizer Auswahl ersichtlich. Vor der tristen Kulisse von 6'062 Zuschauern gewann der Argentinier Trossero jedenfalls kaum neue Erkenntnisse vor den beiden vielleicht wegweisenden WM-Ausscheidungs-Spielen auf den Färöer- Inseln am 2. Juni und vier Tage später in Basel gegen Slowenien
Den Schweden genügte eine leichte Rhythmussteigerung nach der Pause und zwei sehenswerte Einzelleistungen, um den Test für sich zu entscheiden. Zunächst liess Fredrik Ljungberg von Arsenal seine Klasse aufblitzen, als er Lombardo und Zellweger aussteigen liess und auf den einschussbereiten Anders Svensson zurücklegte. Dann doppelte Anders Svensson mit einem Solo nach, indem er den in der zweiten Halbzeit eingewechselten Ramon Vega narrte. Der St. Galler Torhüter Jörg Stiel, der nach der Pause Stamm-Goalie Marco Pascolo ablöste, war gegen beide Treffer machtlos.
Trossero nur mit der ersten Halbzeit zufrieden
Nati-Coach Enzo Trossero bilanzierte das Spiel mit folgenden Worten: "Mit der ersten Halbzeit war ich zufrieden, da haben wir gut dagegen gehalten. Nach der Pause übernahmen dann die Schweden das Diktat und wir bekamen immer grössere Probleme. Es ist klar, dass möglichst alle Spieler, die jetzt fehlten, gegen Färöer und Slowenien wieder dabei sein müssen. Die Absenzen waren nicht zu überdecken."
Im 13. Heim-Länderspiel gegen Schweden verlor die Schweiz erst zum zweiten Mal. Der bisher einzige Ausrutscher datiert vom 9. Oktober 1976, als man mit 1:2 unterlag.
Russland schlägt Jugoslawien: Kampf um Platz 2 bleibt offen
In der "Schweizer" Gruppe 1 der WM-Qualifikation leistete sich Jugoslawien im Nachtragsspiel gegen Russland in Belgrad einen peinlichen 0:1-Ausrutscher. Russland nimmt damit vollends Kurs Richtung WM 2002. Der Kampf um Platz 2 bleibt jedoch offen.
Die jetzige Konstellation in der Gruppe 1 ist für die Schweiz recht günstig. Die Schweiz empfängt noch Slowenien und Jugoslawien und bestreitet ihr letztes Spiel in Moskau. Falls die Russen dannzumal schon für die WM qualifiziert sind, könnte sich bei ihnen eine "Kehrausstimmung" einstellen.
swissinfo und Agenturen
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