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Im Verlauf von FUPSOL-I haben wir neue Rekonstruktionen der spektralen solaren Einstrahlung für den Zeitraum 1600-2100 veröffentlicht. Diese wurden zusammen mit den weiteren notwendigen Rahmenbedingungen (sogenannte forcings) für Simulationen mit einem neu entwickelten Atmosphären-Ozean-Chemie-Klima-Modell (AOCCM -- Atmosphere-Ocean-Chemistry-Climate Model) zur Berechnung des Klimas und der Ozonschicht dieses Zeitraums verwendet. Die Resultate zeigen, dass der vorausgesagte Rückgang der Sonnenaktivität in der zweiten Hälfte des 21ten Jahrhunderts bis zu 20 % der Treibhausgas-Erwärmung kompensieren könnten. Es zeigte sich aber auch, dass einerseits das verwendete Klimamodell noch Mängel aufweisen, u.a. zu stark auf den Anstieg der Treibhausgase reagiert und das Europäische Winter-Klima nicht richtig reproduziert, und anderseits gibt es Beobachtungs-Hinweise, dass die solare UV-Einstrahlung stärker variiert als in unseren Rechnungen angenommen wurde. Ein weiteres wichtiges Resultat war, dass der simulierte Zeitraum bis 2100 zu kurz ist, um den möglichen zukünftigen Sonneneinfluss auf die Klimaerwärmung richtig zu definieren. Das Fortsetzungsprojekt FUPSOL-II wird daher mit einer Serie von Untersuchungen das Klimamodell verbessern und unter Berücksichtigung von neuen Erkenntnissen zu den Randbedingungen Simulationen bis 2200 berechnen.Die FUPSOL-II Untersuchungen sind sehr aktuell, da sich die Hinweise für eine zukünftige reduzierte Sonnenaktivität verstärken. Das Projekt wird unser Wissen über den Sonneneinfluss auf das Klima auf eine solidere Basis stellen und zusammen mit neuen Beobachtungsdaten wird das Verständnis unseres Klimasystems auf allen Zeitskalen, von Wetter bis zu Langzeittrends, wesentlich verbessert.