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Der israelische Premier nahm auch seinen Geheimdienstchef mit.
Der israelische Regierungschef flog am Montagabend zu einem Kurzbesuch ins belgische Brüssel. Dort war noch für Montag eine Begegnung mit dem amerikanischen Aussenminister Mike Pompeo geplant. Eigentlich hätten die Beiden sich erst am Mittwoch treffen sollen, doch musste das Programm wegen der Beerdigung von ex-Präsident George W.H. Bush kurzfristig geändert werden. Laut Berichten im Vorfeld des Rendezvous wollten Pompeo und Netanyahu sich vor allem über regionale Entwicklungen unterhalten, aber auch über die Art und Weise, wie man sich gemeinsam mit der iranischen Aggressivität und den Aktivitäten der Hizbollah-Miliz am wirkungsvollsten befassen sollte. Bereits am Samstag hatte Pompeo Iran wegen dessen angeblichen Tests von ballistischen Mittelstrecken-Raketen scharf kritisiert. Diese Raketen sind im Stande, multiple Sprengköpfe zu transportieren, was als Verletzung des internationalen Abkommens über das iranische Nuklear-Programm angesehen wird. Vor seiner Abreise nannte Netanyahu seinen amerikanischen Gesprächspartner einen «wahren Freund Israels und des jüdischen Volkes». Pompeo seinerseits meinte, starke Beziehungen zu Alliierten wie Israel seien «kritisch für unsere Bemühungen, die destabilisierenden und bösartigen Aktivitäten im ganzen Nahen Osten und effektiv in der ganzen Welt zu neutralisieren.» - Dass Netanyahu unter anderen auch Yossi Cohen, den Chef des israelischen Mossad-Geheimdienstes mit nach Belgien nahm, unterstreicht, dass Sicherheitsfragen und Bekämpfung terroristischer Aktivitäten für die israelische Seite von vordringlicher Bedeutung sind. Laut israelischen Presseberichten vor dem Treffen sei dieses «wichtig und dringend». Worin diese Wichtigkeit bestanden haben könne, wurde allerdings nicht nähe genannt.