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29.10.1940 - 1.8.1988
Professur für Politikwissenschaft
Prof. Dr. Daniel Frei, geb. 29.10.1940 in St. Gallen, gest. 1.8.1988 Zürich, Bürger von Diepoldsau/SG, war der erste Professor für Politikwissenschaft an der Universität Zürich. Er studierte Geschichte an der Universität Zürich, promovierte dort 1964 mit der Arbeit über "die Förderung des schweizersichen Nationalbewusstseins nach dem Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft 1798" und ging danach für Post-Doc-Studien an die London School of Economics und das Institut universitaire de hautes études internationales in Genf. 1968 habilitierte er sich an der Universität Zürich mit der Schrift "Dimensionen neutraler Politik" und erhielt 1971 dort die neu geschaffene Professur für Politikwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung der internationalen Beziehungen. Daniel Frei hat - nicht zuletzt durch seine Forschungen zur Sicherheitspolitik und zu den Ost-West-Beziehungen - die Entwicklung der Politikwissenschaft in der Schweiz massgeblich vorangetrieben. Ab Mitte der 1970er Jahre galt er als der profilierteste deutschschweizerische Vertreter seines Fachs. Ab 1986 war Frei Mitglied des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz IKRK, ab 1976 auch Delegierter des Schweizerischen Instituts für Auslandforschung (SIAF).