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Das Blaue Kreuz hat 2018 seine Strategie «Alkohol plus» verabschiedet, die den Betrachtungshorizont vom Alkohol auf andere Suchtmittel und Verhaltenssüchte erweitert.
Wir betrachten Verhaltenssüchte als ein gesellschaftliches Problem, das von der Zivilgesellschaft und dem Staat angegangen werden muss, und bieten unsere Suchtexpertise an, um Menschen mit Verhaltenssüchten zu unterstützen. Die Prävention von Verhaltenssüchten muss sich insbesondere an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene richten.
Ein vom Zentralvorstand des Blauen Kreuzes Schweiz am 11. Mai verabschiedetes Positionspapier enthält unsere Forderungen an den Bund und die Kantone zur Bekämpfung von Verhaltenssüchten. Dazu gehören Massnahmen wie Altersbeschränkungen, Jugendschutzkontrollen, regionale Hilfsangebote, Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit sowie die Stärkung der Medienkompetenz.
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Darüber hinaus fordern wir die Regulierung von Mikrotransaktionen (Verkaufsangebote innerhalb kostenloser Videospiele), die Einführung von Spielerkarten und die Definition von Diagnosekriterien für Videospielsucht. Wir betonen die Bedeutung geschlechtsspezifischer Ansätze und schlagen vor, Steuern auf Transaktionen zu erheben. Wir heben auch die Rolle des Internets, der sozialen Medien und der Messaging-Dienste bei der Bekämpfung von Verhaltenssüchten hervor.
Das Positionspapier enthält eine Definition von Verhaltenssüchten sowie Zahlen und Fakten zu problematischer Internetnutzung, Geldspielsucht, Videospielsucht und Kaufverhalten in der Schweiz. Es zeigt auf, wie sich diese Verhaltenssüchte auf das Leben der Betroffenen auswirken können und welche Risiken damit verbunden sind.