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Im Ozeanium soll unter den Augen der Besucher ein riesiges Korallenriff wachsen. Korallenriffe sind die grössten Strukturen, die je von Lebewesen erbaut worden sind. Sie bieten Lebensraum für Milliarden von Tieren und Pflanzen – damit verglichen sind unsere Grossstädte winzig. Korallenriffe wachsen nur entlang tropischer Küsten und in Gebieten, in denen das Wasser nie kälter wird als 20°C. „Korallen“-riffe bestehen nicht nur aus Korallen, sondern auch aus Muscheln, Würmern, Schwämmen, Algen und einer Vielzahl anderer Organismen, die kalkhaltige Strukturen produzieren können.
In den zerklüfteten Strukturen leben tausende von Arten. Viele weitere vermehren sich im Schutz der Riffe wie in einer Kinderstube. Darunter sind auch solche, die für die Fischerei von Bedeutung sind. Für die Fischerei und die Versorgung von fast einer Milliarde Menschen mit wichtigen Proteinen ist der intakte Fortbestand von Korallenriffen enorm wichtig. Zudem schützen Korallenriffe Strände vor Erosion und Sturmschäden, sie bilden für viele Dörfer und Städte die Existenzgrundlage (z.B. durch Fischerei oder nachhaltigen Tourismus) und sind für die Stabilität des Lebens im Ozean von zentraler Bedeutung.
Nach Angaben von Ozeanologen sind weltweit etwa 20 Prozent der Korallenriffe zerstört und weitere 50 Prozent sind ernsthaft gefährdet (Stand April 2007).
Mit dem wachsenden Korallenriff im Ozeanium und seiner immensen Vielfalt an Bewohnern werden die Besucher für die Korallenriffe begeistert und für ihre Bedrohung sensibilisiert. Basel ist dafür der perfekte Ort, denn unsere Region lag vor 135 Millionen Jahren unter Wasser; in einem Korallenriffgebiet des Jurameers.