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Betritt man
die Kirche durch den Eingang im Westen, so steht man zuerst unter der Empore. Nördlich
des Eingangs befindet sich ein freier Raum mit einer Garderobe an der Wand. Im
Süden des Hauptportals befindet sich der Aufgang zur Empore. Direkt vor einem
befindet sich der Mittelgang, der vorbei an den beiden Bankreihen zum Chor
führt. Die Bankreihen sind in warmer Naturholzfarbe gehalten und
korrespondieren so mit dem roten Sandsteinboden auf dem sie stehen, sowie der
Empore und der Decke aus Naturholz. Die Wände sind weiss. Sie werden jeweils
durch hervortretende Pilaster in der Länge in sechs und in der Breite in drei
Teile gegliedert. Die beiden Längsseiten (die Nord- und die Südwand) enthalten
in jedem Teil ein grosses Rundbogenfenster, also jeweils fünf, wobei je eines
auf eine Emporenseite entfällt. Die vier verbleibenden Fenster pro Seite
enthalten je eine Glasmalerei. Unter den Fenstern und in der Decke befinden
sich verschiedene Beleuchtungsanlagen, die dem Raum noch zusätzlich einen
warmen Ton verleihen.
Der Chor mit Kanzel, Abendmahltisch und Holzkreuz
Der Chor schliesst im Osten an das Kirchenschiff an. Er ist als Teil der Predigtsaalarchitektur nicht durch Einzug der Wände, sondern nur durch drei Stufen am Boden baulich vom Kirchenschiff abgegrenzt. Im Zentrum befinden sich seit 1966 das Holzkreuz, das zwischen zwei Pilastern an der Wand hängt, und der steinerne Abendmahlstisch, der vor dem Kreuz steht. Das Holzkreuz stellt als Ort des Christusgeschehens das Zentrum des christlichen Glaubens dar. In diesem Kirchenraum geht alles geht von ihm aus und führt wieder zu ihm zurück (siehe Glasmalerei). Seit 1998 kann es von hinten beleuchtet werden. Damit symbolisiert es auch die Erleuchtung der Welt.
Der Abendmahlstisch
Der Abendmahlstisch steht als Ort der Sakramentserteilung unter dem Kreuz. Abendmahl und Taufe erinnern an das Christusgeschehen, haben aber nicht die Kraft, effektiv die Gnade Jesu Christi zu verteilen und Menschen zu bekehren. Das kann nur Gott. So steht denn auch zu den Seiten im Norden, Westen und Süden des Tisches: «ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott». Glaube und Taufe sind durch den Gottesnamen und den Gottesbegriff eingeschlossen. Man muss (ganz im Sinn der Theologie Karl Barths) mit Gott, dem Anfang, anfangen. Er führt die Menschen zur Einheit mit ihm und zur Einheit untereinander.
In der Nordostecke des Chores befindet sich eine rundbogige Türe. Sie führt in die Sakristei resp. den Turm.
Die Kanzel, vor 1966 noch als Ort der Wortverkündigung im Zentrum des Chores aufgebaut, steht heute am südlichen Rand des Chores. Sie ist trapezförmig und besteht aus Naturholz. So korrespondiert sie in der Farbe mit dem Boden und den Bänken des Kirchenschiffs.
Die Empore aus Naturholz wurde im Jahr 1954 (gleichzeitig wie die heutige Orgel) erstellt. Sie ist durch den Aufgang südlich des Haupteingangs zugänglich. Sie hat einen gestuften Grundriss, was bedeutet, dass sie an beiden Seiten nach etwa einem Meter Abstand von der Wand etwas in den Raum hervortritt. Ihr Höhenprofil ist nicht eben, sondern verläuft von Osten nach Westen über drei Stufen in die Höhe. Im Zentrum der Empore steht die Orgel mit Rückpositiv. Nördlich und südlich der Orgel steht Platz für weitere Sitzplätze zur Verfügung. Die dazu nötigen Stühle werden hinter dem Orgelkorpus gelagert. Dort gibt es auch eine weitere Garderobe. Von der Empore lohnt sich ein Blick nach Osten über das Kirchenschiff hin zum Chor, damit man die dieser Kirche eigene Atmosphäre, erzeugt durch das Rot der Bänke, des Bodens und der Empore, und das Weiss der Wände und Pilaster, vermischt mit den verschiedenen Farben der Glasmalereien, erleben kann.
Der moderne Orgelprospekt
Im ersten Jahr des Bestehens der Kirche verfügte diese noch nicht über Instrumente. Der Gemeindegesang wurde vom Dorflehrer als Vorsänger geleitet. Da man den Gesang aber als zu schwach empfand, entschied man sich 1867 zur Anschaffung eines Harmoniums. Es wurde in Stuttgart bestellt und fortan vom Dorflehrer gespielt. Im Jahr 1884 musste man dieses jedoch ersetzen und beschaffte eine Orgel aus dem Hause Kuhn in Männedorf. Sie wurde der Gemeinde von Karl Hüssy geschenkt. Bereits im Jahr 1900 wurden erste Renovationen durchgeführt. 1906 waren wieder Reparaturen fällig. Im Jahr 1954 musste man die Kuhn-Orgel schliesslich abbrechen und ersetzte sie durch die heutige Orgel aus der Orgelfabrik Metzler in Dietikon. Sie besitzt zwei Manuale und 18 Register. Ein Rückpositiv ist in die Emporenbalustrade eingebaut. Die Anzahl Pfeifen beträgt 1240. Die letzte Orgelrevision fand 1992 statt.
Tauf- und Abendmahlsgeräte
Der Abendmahlskelch, der im Jahr 1633 der Kirchgemeinde Kölliken gestiftet worden war, wurde im Jahr 1866 zurückverlangt und wurde zum ersten Safenwiler Abendmahlskelch. Er erschien vielen jedoch als untauglich, deshalb wurde er nach Zofingen verkauft. Die Familie Hüssy spendete der Kirche zwei neue Abendmahlsbecher, die aussen silbern und innen vergoldet sind. Die Firma Hüssy trug zwei Handtücher und ein weisses Leintuch bei. Das weitere Inventar der Kirche umfasst zwei Zinnkannen, eine Brotplatte und ein Taufbecken, die alle von der Zinngiesserei Wehrli in Aarau hergestellt worden sind.