Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/163293

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Schweiz hat sich an der Expo Milano wieder einmal mehr wie ein Musterschüler verhalten und sich brav an das vorgegebene Thema "Den Planeten ernähren" gehalten. Das hat sie zwar gut getan, jedoch haben andere Länder zusätzlich zum Thema auch noch ihre Kulturen und landschaftlichen Schönheiten präsentiert.</p><p>1. Hat die Schweiz ihre Werte und Kultur überhaupt präsentiert? Wenn ja, wie und wann?</p><p>2. Wird die Schweiz bei zukünftigen Expos die Kultur und den Tourismus besser mit einbeziehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Schweiz präsentiert sich an der Expo 2015 in Mailand als solidarisches und verantwortungsbewusstes Land im Ernährungsbereich, ihre Werte bilden somit ein zentrales Element des Auftritts. Auch die kulturelle Vielfalt unseres Landes ist im Schweizer Pavillon stark vertreten, dies unter anderem auch dank der Partnerschaft mit den Gotthardkantonen (Graubünden, Tessin, Uri, Wallis), den Städten Basel, Genf und Zürich und den Partnern aus der Privatwirtschaft. Die Städte haben ein vielfältiges kulturelles Programm auf die Beine gestellt (Konzerte, Performances, Ballettstücke, Modeschauen, Game-Design, Konferenzen, Debatten und temporäre Ausstellungen). Jeden Tag tritt ein Schweizer Alphornspieler auf. Bis heute haben mehr als 500 kulturelle Veranstaltungen im Pavillon stattgefunden. Am Schweizer Nationentag hat z. B. der Schweizer Pavillon einen Querschnitt der Schweizer Volkskultur präsentiert mit einer Fasnachtsclique (Basel-Stadt), Ländlermusik (Graubünden) und weiteren Formationen (Tessin, Uri). Mit verschiedenen Konzerten von Jazz bis Elektro haben die Städte Zürich und Basel das musikalische Programm bereichert.</p><p>Gezeigt wird, dank der Zusammenarbeit mit dem m.a.x. Museo in Chiasso, auch ein Exklusivwerk des Schweizer Künstlers Daniel Spörri. In den Ausstellungen der Partnerstädte ist die Kultur ebenfalls stark vertreten. Im Pavillon wird auch die gastronomische Kultur präsentiert, so werden im Restaurant kulinarische Spezialitäten der Partnerstädte und -kantone serviert (z. B. Raclette, Fondue, Pizzoccheri, Zürcher Geschnetzeltes und Schweizer Weine). Das Kommunikationsprogramm "Verso l'Expo 2015" und das Programm "Lombardia 2014" von Pro Helvetia haben auch die kulturellen Beziehungen mit besonderem Fokus auf die gemeinsame italienische Sprache verstärkt. </p><p>2. Schweiz Tourismus präsentiert im Pavillon das Objekt "Switzerball", mit dem die "Grand Tour of Switzerland" lanciert wird. Diese elektromechanische Riesenskulptur war schon Botschafterin des helvetischen Tourismus an zahlreichen öffentlichen Ausstellungen und Veranstaltungen. Das mechanische Kugelspiel inszeniert Ferien in der Schweiz sowie eine Entdeckungsreise in malerischen Landschaften und auf dem weltweit einzigartigen Verkehrsnetz. Die landschaftlichen Vorzüge der Schweiz werden in der Gotthardausstellung auch mit Postkarten zur Alpenlandschaft in den Vordergrund gerückt, welche die Besucherinnen und Besucher mitnehmen können. Zudem hat Schweiz Tourismus zusammen mit ihren Partnern die Initiative "Die Schweiz - keine zwei Schritte von der Expo" organisiert, um Touristen zur Planung einer Reise in die Schweiz einzuladen. Mehr als 1,3 Millionen Personen haben den Schweizer Pavillon an der Expo 2015, inklusive der Ausstellung von Schweiz Tourismus, besucht. Auch in den künftigen Weltausstellungen werden Kultur und Tourismus eine entscheidende Rolle spielen, um das Image der Schweiz im Ausland zu fördern.</p>