Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03261.jsonl.gz/1360

- In Kanada halten nach wie vor mehrere hundert Waldbrände tausende Feuerwehrleute auf Trab – viele der Brände sind ausser Kontrolle.
- Die Auswirkungen der Brände sind mittlerweile auch im Nachbarland USA zu spüren.
- In der Millionenmetropole New York ist die Luft so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
Die Schwaden Hunderter Feuer im Osten Kanadas zogen in südliche Richtung und führten unter anderem in New York zu einem dichten, nebligen Schleier und einer zeitweise orangen Färbung des Himmels.
«Mars oder Manhattan?», schrieb eine Twitter-Nutzerin und veröffentlichte ein Foto der Skyline samt Empire State Building. Ein verbrannter Geruch lag in der Luft, war fühlbar in Hals sowie Augen und sorgte für Kopfschmerzen.
Die Gouverneurin des Bundesstaats New York, Kathy Hochul, sprach von einer «Notfallkrise» und kündigte an, eine Million Mund-Nasen-Masken verteilen zu wollen. Der Extremzustand könne noch mehrere Tage anhalten. «Die Menschen müssen sich auf einen langen Zeitraum vorbereiten.»
«Es riecht wie bei 9/11»
Manhattans Stadtteilbürgermeister Mark Levine schrieb: «Die Luftqualität verschlechtert sich rapide.» Der gemessene Wert sei «mittlerweile mehr als doppelt so hoch wie der höchste Grad an Gesundheitsgefährdung auf der Skala der US-Regierung.»
In den Häuserschluchten nahm nicht nur die Sichtweite deutlich ab, der Rauch wurde für Millionen auch körperlich spürbar. «Es riecht wie bei 9/11», kommentierte eine New Yorkerin in Erinnerung an die Terroranschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001.
UNO-Generalsekretär António Guterres veröffentlichte ein Foto von sich auf Twitter, das ihn im UNO-Hauptquartier vor einer deutlich von Rauch eingehüllten New Yorker Skyline zeigte. «In unserem UNO-Hauptquartier können wir die sich verschlechternde Luftqualität fühlen, während der Rauch von den Waldbränden in Kanada nach Süden zieht», schrieb Guterres dazu.
Guterres schrieb weiter: «Angesichts des Anstiegs der globalen Temperaturen muss das Risiko von Waldbränden dringend gesenkt werden. Wir müssen Frieden mit der Natur schliessen. Wir können nicht aufgeben.»
Comeback der FFP2-Masken
Die Menschen in New York wurden aufgefordert, sich so weit wie möglich drinnen aufzuhalten, anstrengende körperliche Aktivitäten so weit wie möglich zu vermeiden und die Fenster zu schliessen.
An Schulen und Kindergärten wurden sämtliche Outdoor-Aktivitäten gestrichen, viele andere Veranstaltungen unter freiem Himmel sowie einzelne Theatervorführungen wurden ebenfalls abgesagt.
Das von Bademeistern beaufsichtigte Schwimmen an den Stränden der Stadt wurde abgebrochen, Tierparks und Bibliotheken schlossen früher. Die für Mittwoch angesetzten Spiele des Baseball-Teams New York Yankees sowie der Basketball-Frauen von New York Liberty wurden verschoben.