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Der Grossteil der Nachrichten über Leonardo Fibonacci stammen aus seinen Werken selbst, insbesondere aus dem Liber Abaci.
Sein Geburtsdatum ist unbekannt und war Gegenstand verschiedener Mutmassungen. Heute wird es gemeinhin auf wenig nach 1170 datiert. Sein Vater Guilielmus Bonacci (daher Fibonacci für Filius Bonacci) nahm ihn als Kind mit nach Bugia, einer Stadt in der Nähe des heutigen Algier, wo er als Diplomat der Gemeinde Pisa tätig war. Hier eignete sich Leonardo die ersten Kenntnisse der Mathematik an, die er dann im Verlauf zahlreicher Reisen durch den gesamten Mittelmeerraum vervollkommnete. Dadurch erwarb er sich den Übernamen „Bigollo“, der Vagabund.
In seine Heimat zurückgekehrt, schrieb er im Jahr 1202 den Liber Abaci, ein Werk, mit dem er grosse Berühmtheit erlangte. Ob Fibonacci nachfolgend in Pisa verblieb oder seine Reisen durch die Welt fortsetzte, ist nicht bekannt, da bis zum Jahr 1220 Nachrichten von ihm gänzlich fehlen. 1220 publizierte er ein anderes Werk, die Practica Geometriae. Im Jahr 1226 begegnete er in Pisa dem Kaiser Friedrich II., zu dessen Hof er in der Folge die besten Beziehungen unterhielt: Die Überarbeitung des Liber Abaci von 1228 ist dem kaiserlichen Philosophen, Michele Scoto, gewidmet. Ebenfalls aus diesen Jahren stammen drei kleinere Werke, geringer allerdings lediglich im Umfang, nicht aber in ihrer Bedeutung: der Liber Quadratorum, das Flos und die Epistola ad Magistrum Theodorum. Von zwei weiteren Werken sind bloss die Namen überliefert, ohne dass genauer bekannt wäre, wann sie verfasst wurden: ein Kommentar zum zehnten Buch der Elemente des Euklid und ein Buch von minderem Wert, sehr wahrscheinlich ein Kompendium des Liber Abaci.
Ein Dokument aus dem Jahr 1241, mit dem ihm die Gemeinde von Pisa eine Pension zuspricht, bezeugt, dass Fibonacci zu diesem Zeitpunkt noch am Leben war. Von diesem Zeitpunkt an fehlen aber weitere Nachrichten von Leonardo Fibonacci.
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