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Fachgebiet
Französische Sprach- und Literaturwissenschaft, © Keystone; Library/British Library / Science Photo Library
In sprachlichen Studienrichtungen geht es nicht alleine um eine perfekte Sprachbeherrschung, sondern um das Erwerben von Kenntnissen und wissenschaftlichen Methoden, mit deren Hilfe die Sprache und die darin verfasste Literatur erforscht werden. Das Studium umfasst zwei Teilbereiche:
Die französische Literaturwissenschaft interessiert sich für alle Arten von literarischen Texten, deren Analyse, Interpretation und Einordnung in einen historischen Gesamtkontext etc. und stellt sich dabei Fragen wie z.B.: Wer ist der Erzähler? Aus welcher Perspektive wird erzählt? Wie lassen sich die Personen eines Stücks charakterisieren?
Die französische Sprachwissenschaft untersucht die französische Sprache, beleuchtet ihre Entstehung aus dem Latein und ihre Entwicklung vom frühen Mittelalter bis heute, analysiert Kommunikation, Stil und Form und stellt sich dabei Fragen wie z.B.: Was ist eine Metapher? Was sind Dialekte, Soziolekte, Regiolekte? Welche Gesetze gibt es in der menschlichen Kommunikation?
Studium
Studieninhalte
Das Studium beinhaltet sowohl sprach- als auch literaturwissenschaftliche Elemente. An gewissen Universitäten besteht vor allem auf der Masterstufe die Möglichkeit, einen Schwerpunkt in einem der beiden Bereiche zu setzen.
Grundsätzlich steht im Studium der Französischen Sprach- und Literaturwissenschaft der Spracherwerb nicht im Vordergrund. Die meisten Universitäten haben zwar Module für den Spracherwerb im Pflichtprogramm, im Vordergrund steht allerdings klar die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Sprache und Literatur. Zusätzlich ist die Beschäftigung mit dem Altfranzösischen (Ancien français) in den meisten Studiengängen Pflicht.
Französisch als Fremdsprache (Français Langue Étrangère FLE)
Die Westschweizer Universitäten bieten parallel zu den Studiengängen in Französischer Sprach- und Literaturwissenschaft auch spezielle Studiengänge für Studierende, die nicht französischer Muttersprache sind. In diesen Studiengängen kommt dem Spracherwerb mehr Gewicht zu.
«Sehr wichtig ist, dass man schon bei Studienbeginn sehr gute Sprachkompetenzen mitbringt.»Mehr dazu
Anforderungen
Wer sehr gerne liest und Freude daran hat, Sprache und Text genau unter die Lupe zu nehmen, wer sich nicht nur für Krimis, Science Fiction und Mangas, sondern auch für die grossen Romane des 19. Jahrhunderts, Komödien und Tragödien des 17. Jahrhunderts und für die Poesie begeistern kann, für den könnte ein Studium der Französischen Sprach- und Literaturwissenschaft das Richtige sein.
Ebenfalls erfordert ein Philologie-Studium eine selbständige Arbeitsweise, Abstraktionsvermögen und eine verständliche und strukturierte Ausdrucksweise, die es erlauben, selbst entwickelte Ideen und Theorien anderer zu begründen oder zu widerlegen.
Natürlich sind gute Französischkenntnisse wichtig, denn die Lehrveranstaltungen werden generell auf Französisch gehalten. Ebenfalls müssen die schriftlichen Arbeiten im Regelfall in französischer Sprache abgefasst werden.
Spezielles: Lateinobligatorium
An einigen – aber nicht an allen – Universitäten besteht ein Lateinobligatorium. Wer im Rahmen der gymnasialen Maturität nicht genügend Lateinkenntnisse erworben hat, kann dies parallel zum Studium nachholen.
Forschungsschwerpunkte
Forschung wird in der Sprach- wie in der Literaturwissenschaft betrieben. Sprachwissenschaftliche Forschungsthemen könnten z.B. sein: Französisch-lernen in der Deutschschweiz, das Phänomen des "Code-Switching", die Nachrichten-Übermittlung im Mittelalter etc.
Forschungsthemen der Literaturwissenschaft wären z.B.: Analyse der Korrespondenz eines französischen Autors, die Zensur in der Literatur, die Rolle des Geldes im Werk eines bestimmten Autors etc.
Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn
Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden Sie unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.
Studiengänge im Detail
Universität Basel
Universität Bern
Université de Genève
Université de Lausanne
Université de Neuchâtel
- Langue et littérature françaises, Bachelor
- Linguistique historique et variationnelle du français, Bachelor
- Littératures (Schwerpunkt Littérature française), Master
- Science du langage et de la communication, orientation linguistique du français moderne, Master
- Linguistique historique et philologie françaises, Master
Universität Zürich
Französisch als Fremdsprache (Français langue étrangère FLE)
Université de Fribourg
Beruf
Häufige Tätigkeitsfelder
Ein sprach- und literaturwissenschaftliches Studium führt nicht in einen bestimmten Beruf. Rund die Hälfte der französischen Philologinnen und Philologen ergreifen den Lehrberuf. Sie unterrichten Französisch an Gymnasien, Berufsschulen oder in der Erwachsenenbildung. Den Absolventinnen und Absolventen steht jedoch eine Vielzahl von weiteren Arbeitsfeldern offen. So sind Philologinnen und Philologen beispielsweise häufig auch als Übersetzerinnen, Informationsmanager, Redaktorinnen oder Lektoren bei Verlagen, Bibliotheken oder Universitäten tätig, arbeiten als Dramaturgen beim Theater oder als Texterinnen in der Werbebranche, sind wissenschaftliche Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung oder arbeiten in Lehre und Forschung an Universitäten.
Laufbahn und Stellensuche
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Berufsmöglichkeiten nach dem Hochschulstudium: Französische Sprach- und Literaturwissenschaft
Informationen zu den Arbeitsmöglichkeiten, den verschiedenen Laufbahnen, zum Arbeitsmarkt und zu den einzelnen Berufstätigkeiten mit Porträts
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Beschäftigung
Tipps und Hinweise zum Stellenmarkt, zur Stellensuche, zum Bewerbungsverfahren und zu Lohnfragen
Weiterbildung
Je nach Berufsperspektive unterschiedliche Angebote
Die wohl am häufigsten gewählte Weiterbildung für Romanistinnen und Romanisten ist die Ausbildung zur Gymnasiallehrerin / zum Gymnasiallehrer, das so genannte Höhere Lehramt. Die Voraussetzung für den Abschluss des Höheren Lehramts ist ein abgeschlossener Master in der Regel in zwei Fächern, welche an Maturitätsschulen unterrichtet werden. Mit dem Lehramtsstudium kann allerdings schon vor dem Master-Abschluss in den beiden Fächern begonnen werden.
Die Notwendigkeit und die Möglichkeiten von Weiterbildungen hängen sehr stark vom gewählten Berufszweig ab. Je nachdem bieten sich beispielsweise Weiterbildungen im Bereich Journalismus, Archivwissenschaft oder Pädagogik an.