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Ein junger Aargauer bringt es auf den Punkt: "Mir langets!". Er spricht aus was viele denken, doch sehen Sie selbst.
Wöchentlich flattern Zeitungen und Flyer der SVP in den Briefkasten (welche immer brav zurückgeschickt werden) und bis gut vor einer Woche waren Sie die einzigen, welche Werbefläche beansprucht haben. Es kommt einem so vor als wäre präventiv einfach mal alle Werbefläche in ganz Zürich eingekauft worden.
Die Frage stellt sich natürlich, ab wann ist ein Wahlkampf noch fair? Eine Partei, welche mit enormen Ressourcen die Gegenpartei erdrückt, das kennen wir aus teilen Afrikas. Der Vergleich ist naheliegend, denn auch dort gibt es Minderheiten, die einfach nicht die nötigen Mittel haben, um gegen die Propagandamaschine der dort herrschenden anzukommen.
Da frage ich mich, was man dagegen tun könnte? Offenlegung? Beschränkung? Teilung?
Nehmen wir mal an, im optimalen Fall zählt im Wahlkampf nur der Inhalt. Ein ausgeglichener Wahlkampf würde aber auch heissen, dass allen dieselben Ressourcen zur Verfügung stehen müssten, um ihre Inhalte zu transportieren.
Ich persönlich habe 5.- in den Topf (https://wemakeit.com/projects/mir-langets) geworfen, um ein Zeichen zu setzen.
Wann ist genug? Wann wird diese Art von Wahlkampf problematisch? Ich hab leider keine Antwort, aber mein Bauch sagt mir, dass die jetzige Situation problematisch wird.