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Das mehrdimensionale Member Value Konzept des VMI geht über eine rein ökonomische Betrachtung hinaus.
Verbände und andere Organisationen, die auf freiwilliger Zugehörigkeit beruhen, erzeugen einen Member Value, indem sie ihre Leistungen und Aktivitäten in Übereinstimmung mit den Erwartungen ihrer Mitglieder bringen. Das ist bei marktfähigen Individualleistungen leichter zu erreichen als bei Kollektivleistungen (Clubgüter und öffentliche Güter), die einem latenten Trittbrettfahrerproblem ausgesetzt sind. Um den Member Value in Verbänden zu optimieren, ist das Bedürfnisspektrum in seiner ganzen Bandbreite, die über ein rein ökonomisches Kalkül hinausgeht, zu erfassen: Es reicht von Sicherheits- bis Wirksamkeitsmotiven, von Anerkennungs- bis Dominanzmotiven und von Integritäts- bis Selbstverwirklichungsmotiven. Vorliegender Beitrag ist die konzeptionelle Grundlage für eine Reihe von empirischen Studien. Mit Hilfe des Member-Value-Ansatzes lassen sich auf individueller Ebene die Mitgliederattraktivität und -bindung sowie ehrenamtliches Engagement erklären, auf kollektiver Ebene Merkmale der Verbandsidentität sowie Möglichkeiten und Grenzen der Verbandsentwicklung.
Markus Gmür