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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00452 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiber Klemmt Urteil vom 5. August 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Stéphanie Baur Baur Imkamp & Partner, Rechtsanwälte Bahnhofstrasse 55, 8600 Dübendorf gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Der 1981 geborene X.___ brach die Lehre zum Fahrrad/Töff-Mechaniker im dritten Lehrjahr ab. Während dieser Zeit konsumierte er Drogen ( Urk. 13/2/5, Urk. 13/11/3 ). Nachdem er vom 1. April 2006 bis 2 9. Februar 2012 zu 100 % und – nach einer gesundheitsbedingten Pensumsreduktion - vom 1. März bis 3 1. Dezember 2012 zu 80 % für die Y.___ GmbH als Farb mischer und Lagermitarbeiter tätig gewesen war ( Urk. 13/1, Urk. 13/2/5, Urk. 13/11/2 ), meldete er sich am 3 0. April 2013 unter Hinweis auf eine psychi sche Erkrankung, die seit 1. Januar 2013 belegt sei, bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 13/2/7-9). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte daraufhin mit dem Versicherten ein Standort gespräch durch ( Urk. 13/11 ). Da ihr trotz Aufforderung kein Arztbericht einer behandelnden Arztperson eingereicht wurde ( Urk. 13/12-17), verneinte sie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 13/18, Urk. 13/20-26) mit Verfü gung vom 1 5. April 2014 ( Urk. 13/27) das Bestehen eines Leistungsanspruchs. Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 2 7. Juni 2014 im Prozess IV.2014.00503 nicht ein, weil der Versicherte die formellen Mängel seiner Beschwerde nicht innert Frist nachgebessert hatte ( Urk. 13/29 ). 1.2 Nachdem sich der Versicherte am 2 1. Mai 2015 wegen einer Angststörung und einer Depression erneut zum Leistungsbezug angemeldet hatte ( Urk. 13/36; vgl. auch Urk. 13/46-49), holte die IV-Stelle das psychiatrische Gutachten von Dr. med. Z.___ vom 2 3. August 2016 ein ( Urk. 13/70 ; vgl. auch Urk. 13/52, Urk. 13/60-62, Urk. 13/66 ) und verpflichtete den Versicherten gestützt darauf, eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung aufzunehmen ( Urk. 13/71/ 1). Nach einem erneuten Standortgespräch a m 1 1. Januar 2018 ( Urk. 13/85, Urk. 13/111/4-6) übernahm die IV-Stelle die Kosten für ein Belast barkeitstraining vom 1 2. Februar bis 1 1. Mai 2018 ( Urk. 13/ 89) mit dem Ziel, eine Präsenzzeit am Arbeitsplatz von vier Stunden zu erreichen ( Urk. 13/92), und sprach dem Ver sicherten für die Dauer der Massnahme mit Verfügung vom 1 3. Februar 2018 Taggelder z u ( Urk. 13/93 ). Mangels vollständiger Zielerreichung ( Urk. 13/100) wurde das Belastbarkeitstraining um zwei Monate verlängert ( Urk. 13/101, Urk. 13/103, Urk. 13/105 ). Am 1 2. Juli 2018 schloss die IV-Stelle die Eingliede rungsmassnahmen ab, da sie zur Einschätzung gelangt war, eine Weiterführung von Integrationsmassnahmen mit einer Steigerung der Präsenzzeit sei aus gesund heitlichen Gründen nicht möglich ( Urk. 13/110; vgl. auch Urk. 13/111/10-11, Urk. 13/112). In der Folge holte sie die neuropsychologische Expertise von Dr. phil. A.___ vom 1 6. Januar 2020 ( Urk. 13/154) sowie das psychiat rische Gutachten von Dr. med. B.___ vom 1 3. März 2020 ( Urk. 13/155) samt interdisziplinärer Mitbeurteilung der neuropsychologischen Befunde ( Urk. 13/156) ein. Nachdem sie das Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur versicherungsmedizinischen Würdigung vorgelegt ( Urk. 13/158/8-9) und eine Ressourcenprüfung vorgenommen hatte ( Urk. 13/158/10, Urk. 13/159), verneinte sie - nach Durchführung d es Vorbe scheidverfahrens ( Urk. 13/160 ) - mit Verfügung vom 3. Juni 2020 da s Bestehen eines Rentenanspruchs ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob de r Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Stéphanie Baur, mit Eingabe vom 3. Juli 2020 Beschwerde und beantragte die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsver treterin in der Person von Rechtsanwältin Stéphanie Baur ( Urk. 1 S. 2 ). Nachträg lich reichte er zudem den Bericht vom 1 2. August 2020 von med. pract. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein ( Urk. 6-7). Mit Beschwerdeant wort vom 1 0. September 2020 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 12). Mit Verfügung vom 2 2. September 2020 gewährte das Gericht dem Beschwerde führer die unentgeltliche Prozessführung und bestellte ihm Rechtsanwältin Stéphanie Baur als unentgeltliche Rechtsvertreterin ( Urk. 14). In der Replik vom 2 8. Oktober 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest ( Urk. 15). Die IV-Stelle verzichtete auf eine Duplik ( Urk. 18), was dem Beschwerdeführer am 7. Dezember 2020 mitgeteilt wurde ( Urk. 19). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherung srechts [ ATSG ] ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). 2. 2.1 Die IV-Stelle begründete die Verneinung eines Rentenanspruchs in der angefoch tenen Verfügung vom 3. Juli 2020 und in der Beschwerdeantwort vom 1 0. Sep tember 2020 damit, gestützt auf das neuropsychologisch-psychiatrische Gutach ten vom 1 3. März 2020 sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in der bisherigen und in sämtlichen anderen l eidensangepassten Tätigkeit en zu 3 0 % arbeits un fähig sei ( Urk. 2, Urk. 1 2. S. 1 -2 ). Auf die interdisziplinäre Beurteilung im Gutachte n vom 1 3. März 2020, dass er wegen seiner neuropsychologischen Defizite und der Angststörung in allen Tätigkeiten zu 50 % arbeitsunfähig sei, könne nicht abgestellt werden. In der Expertise würden nämlich keine Gründe dargetan, die eine – rechtsprechungsgemäss in der Regel nicht zulässige - Addi tion der 30%igen Arbeitsunfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht und der 20 30%igen Arbeitsunfähigkeit wegen der Ängste rechtfertigen würden. Recht spre chungsgemäss decke der Umfang der grössten Teileinschränkung normaler weise auch die weiteren Entlastungserfordernisse ab. Auch eine Prüfung der Stan dar dindikatoren im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens führe zum Ergebnis, dass eine Einschränkung in diesem Umfang aus rechtlicher Sicht gerade noch vertretbar sei. Die anlässlich der psychiatrischen Begutachtung erhobenen objek tiven Befunde deuteten auf einen lediglich geringen Schweregrad des psychischen Leidens hin. Gleiches gelte für die Tatsache, dass der Beschwerde führer nur unregelmässig eine Therapie wahrnehme und die Behandlungsopti onen nicht ausschöpfe. Zudem seien bei den Freizeitaktivitäten keinerlei Ein schränkungen ersichtlich, was auf Ressourcen schliessen lasse. D ie Angaben des Beschwerde führers seien ferner teilweise von unklarer Validität gewesen. Diesen Tatsachen sei in der psychiatrischen Expertise insoweit Rechnung getragen worden, dass dem Beschwerdeführer lediglich eine leichte Einschränkung der Arbeits fähigkeit von 20-30 % attestiert worden sei ( Urk. 12 S. 2 ). Diese Arbeits fähigkeit gelte mangels Hinweisen auf eine Veränderung für den gesamten anspruchs relevanten Zeitraum ( Urk. 12 S. 3). Zuletzt sei der Beschwerdeführer einer Hilfsarbeit als Lagerist nachgegangen. Die Einschränkung von 30 % ent spreche dem Invalidi tätsgrad ( Urk. 2 ). 2.2 Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, im neuropsychologi schen/psychiatri schen Gutachten sei klar fest g ehalten worden, dass er auch bezüglich sehr einfacher Tätigkeiten zu 50 % arbeitsunfähig sei. Dass die IV-Stelle hiervon abweiche, sei nicht nachvollziehbar, zumal er motiviert an Wie dereingliederungs massnahmen der Invalidenversicherung teilgenommen habe und in diesem geschützten Rahmen nur eine Arbeitsleistung von drei bis vier Stunden pro Tag erreicht habe. Der Gesamtverlauf der beruflichen Integrations massnahme zeige auf, dass eine Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt völlig utopisch sei und die von den Gutachtern attestierte 50%ige Restarbeits fähigkeit zu hoch sei ( Urk. 1 S. 4-5, Urk. 15 S. 5 f. ). Im Bericht der Tagesklinik für Psychotherapie und Sozialtherapie vom 2 1. November 2017 werde ihm eine 100%ige Arbeitsunfähig keit im ersten Arbeitsmarkt bescheinigt ( Urk. 1 S. 8). Zu beachten sei auch, dass der erste psychiatrische Gutachter Dr. Z.___ ihn in der bisherigen Tätigkeit als vollständig arbeitsunfähig eingeschätzt habe und im neuen Gutachten davon ausgegangen werde, dass die bisherige Tätigkeit bereits optimal leidensangepasst gewesen sei ( Urk. 1 S. 9). D er RAD habe sodann festge halten, dass auf das Gutachten abgestellt werden könne ( Urk. 1 S. 6). Das Vorge hen der IV-Stelle, abweichend von der gutachterlichen Beurteilung nur eine 30%ige Arbeitsun fähig keit anzuerkennen, beruhe auf einer klar fehlerhaften Anwendung der Indi katoren rechtsprechung, welche dem Rechtsanwender diese Befugnis nicht ein räume ( Urk. 1 S. 7, Urk. 15 S. 3 f.). Entgegen der Ansicht der IV-Stelle ergebe sich aus dem psychiatrischen Gutachten ohne Weiteres, dass er an funktionell schweren psychischen Einschränkungen leide ( Urk. 15 S. 4-5). Auch treffe es nicht zu, dass er die psychiatrische Therap ie nur unregelmässig wahrnehme. Dass er nicht an den bei ihm vorliegenden Diagnosen, den Tester gebnissen und allfälligen Behandlungsoptionen interessiert sei, sei der Autismus spektrums störung geschuldet ( Urk. 15 S. 6 f.). Unzutreffend sei, dass er im Frei zeitb ereich nicht eingeschränkt sei ( Urk. 1 S. 10, Urk. 15 S. 8). Auch seine Angst vor Menschen mengen mit Panikattacken sei mit einer Arb eitstätigkeit schwer ver ein bar ( Urk. 15 S. 9). Die angefochtene Verfügung sei auch deshalb fehlerhaft, weil die RAD-Ärztin Dr. med. D.___ es als erwiesen erachtet habe, dass vom 1 3. Oktober 2014 bis 1 2. März 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Richtigerweise hätte ihm nur schon aus diesem Grund eine befristete ganze Rente zugesprochen werden müssen ( Urk. 1 S. 6). Ihm stehe gestützt auf das Gutachten mindestens eine halbe Rente zu. Da er aber wegen seiner starken Einschränkungen auf dem ersten Arbeitsmarkt niemals eine Stelle finden werde und die Wiedereingliederungsmassnahmen gezeigt hätten, dass er den Anforderungen des freien Arbeitsmarktes nicht standhalte, sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen ( Urk. 1 S. 13). Bei der Bemessung des Invaliden einkommens sei für den Fall, dass ihm keine ganze Rente zugesprochen werde, der maximal mögliche leidensbedingte Abz ug von 25 % zu berücksichtigen ( Urk. 1 S. 14-16). 3. 3.1 Laut Bericht vom 2 1. August 2015 von med. pract. C.___, Facharzt für Psy chiatrie und Psychotherapie und ärztlicher Leiter der Tagesklinik für Psychothe rapie E.___, wurde der Beschwerdeführer in der Zeit vom 1 3. Oktober 2014 bis 2 0. Juli 2015 in der Klinik an zwei halben Tagen pro Woche behandelt und danach von ihm ambulant weiterbe treut. I n anamnestischer Hinsicht hielt d er Psychiater fest, der Beschwerdeführer habe von 1998 bis 2002 Cannabis, Cocain und Ecstasy konsumiert. V on 2008 bis 2012 habe er in einer Firma, die Druck farben her ge stellt hab e, g e arbeite t. Seine Mutter sei 2012 gestorben, worunter er sehr gelitten habe. Sein psychischer Zustand habe sich zunehmend verschlechtert, und er habe sich mit dem steigenden Leistungsdruck am Arbeitsplatz überfordert gefühlt. Deshalb habe er schliesslich selber gekündigt ( Urk. 13/45/1). Seither sei er vom Sozialamt abhängig. Im Jahr 2012 habe er unter depressiven Stimmungen und einer Panikstörung bei der Ben ü tzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen gelitten. Deswegen habe er psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen. Unter medikamentöser Behandlung sei es zu einer sehr langsamen Besserung gekommen. Aktuell sei er emotional verschlossen und sensibel, in der Grundstimmung deprimiert, zeitweise bestünden Angstzustände. Im Verhalten erscheine er unreif, unstetig und weise eine Fluchttendenz auf. Er fühle sich den Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes nicht gewachsen, zeige aber Motivation für ein Arbeitstraining im geschützten Rahmen. Wegen einer unreif-haltlosen Persönlichkeit (ICD-10 : F60.8) und depressiver Episoden mit Angstzuständen, zur Zeit mittelschweren Ausmasses (ICD-10: F33.10), sei er seit dem 1 3. Oktober 2014 zu 100 % a rbeitsunfähig im bisherigen Beruf. Er habe zeitlebens nicht die psy chischen Ressourcen aufbauen können, um in der Arbeitswelt zu bestehen beziehungsweise durchzuhalten. Deshalb benötige er Eingliede rungsmassnahmen im Sinne eines Aufbau- und B elastungstrainings im geschützten Rahmen ( Urk. 13/45/2). 3.2 Im Auftrag der IV-Stelle begutachtete Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie, den Beschwerdeführer psychiatrisch. Der Beschwerdeführer gab ihm an, die Beschwerden hätten während der letzten Tätigkeit etwa 2012 angefangen. Zu der Zeit habe er etwa 12-15 Stunden pro Tag gearbeitet und am Arbeitsplatz viel Stress gehabt. Auch am Wochenende habe er gearbeitet. Der Chef sei nicht gross auf seine Hinweise, dass es ihm zu viel sei, eingegangen. Dass die Mutter krank geworden sei, sei «der letzte Tropfen auf dem heissen Stein» gewesen ( Urk. 13/70/15). Der Expertise vom 2 3. August 2016 sind die Diagnosen einer Persönlichkeitsstörung mit unreifen, haltlosen Zügen (ICD-10: F60.8) sowie ein es Status nach rezidivierenden depressiven Episoden mit Angstzuständen, zum Teil mittelschweren Ausmasses (ICD-10: F33.10), gegen wärtig remittiert (ICD-10: F33.4 ), zu entnehmen ( Urk. 13/70/25). Dr. Z.___ führte dazu aus, die Persönlichkeitsstörung weise beim Beschwerdeführer objektiv betrach tet eine mittelgradige Ausprägung auf ( Urk. 13/70/29). Die Diagnose einer depressiven Episode lasse sich hingegen aufgrund der gegenwärtigen Situation nicht stellen; der Gesundheitszustand habe sich insofern im Vergleich zu den Vorbefunden verbessert ( Urk. 13/ 70/31). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit, bezogen auf den letzten Arbeitgeber, sei wegen der Konfliktsituationen und der Belastung eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Krankheitsbedingt seien seine Fähigkeiten zur Anpassung an Regeln und Routinen sowie Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen, die Durchhalte - und Selbst behauptungsfähigkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten und die Gruppenfähigkeit zumindest leicht- bis mittelgradig eingeschränkt ( Urk. 13/70/32- 33). In den all täglichen Aktivitäten weise der Beschwerdeführer kein reduziertes Aktivitäts niveau auf ( Urk. 13/70/27). Leidensangepasste, k lar strukturierte Tätigkeiten bei einem konfliktarmen Arbeitgeber mit der Möglichkeit, sich zurückzuziehen, wären ihm ab dem Begutachtungstermin zu 100 % zumutbar. Eine rückwirkende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit sei auf grund der Aktenlage nicht möglich. Wegen der Abwesenheit vom Arbeitsmarkt seit 2013 und der drohenden erneuten psychischen Dekompensation werde eine stufenweise Wiedereingliederung mit anfänglich zwei Stunden Arbeitszeit pro Tag im Rahmen einer Belastungserprobung empfohlen. Therapeutisch werde empfohlen, den nötigen strikten Verzicht auf den Konsum illegaler Drogen und von Alkohol durch regelmässige Drogenscreenings zu kontrollieren ( Urk. 13/70/ 33 -34). 3.3 Im Verlaufsbericht vom 2 1. November 2017 hielt der behandelnde Psychiater med. pract. C.___ fest, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei stationär ( Urk. 13/82/1). Die mehrmaligen Labortests der Hausärztin im Zeitraum vom 3. März bis 1 0. Juli 2017 hätten keine Hinweise für Drogen- oder Alkohol konsum ergeben (vgl. Urk. 13/78/6, Urk. 13/80/2-10). Seit August 2016 erfolge eine ambulante delegierte Psychotherapie durch eine Psychologin in der Tages klinik im 14täglichen Rhythmus. Die medikamentöse Behandlung werde fort geführt. Eine deutliche Besserung sei bezüglich der Verlässlichkeit sowie dem Einhalten von Terminen und Abmachungen eingetreten, zudem sei der Beschwer deführer in der Einzeltherapie zugänglicher. Nun solle im Rahmen eines Aufbau- und Belastungstrainings in einem angepassten Arbeitsumfeld mit einer anfäng lichen Präsenzzeit von mindestens zwei Stunden pro Tag das Ziel angestrebt werden, ein Arbeitspensum von 50 % zu erreichen ( Urk. 13/ 82/2). 3.4 Vom 1 2. Februar bis 1 1. Mai 2018 absolvierte der Beschwerdeführer ein von der IV-Stelle finanziertes, externes Belastbarkeitstraining ( Urk. 13/89) mit dem Ziel, eine Präsenzzeit am Arbeitsplatz von vier St unden zu erreichen ( Urk. 13/92). Mangels vollständiger Zielerreichung, wobei der zuständigen Eingliederungs fachperson nicht ganz klar war, ob sich der Beschwerdeführer in der damaligen Situation einfach bequem eingerichtet hatte ( Urk. 13/99/1, Urk. 13/100 /3 ), wurde das Belastbarkeitstraining um zwei Monate bis zum 1 1. Juli 2018 verlängert ( Urk. 13/101, Urk. 13/105 ). Dem Abschlussbericht vom 8. Juli 2018 ist zu ent nehmen, dass das Ziel einer stabilen Präsenz von vier Stunden ab dem zweiten Monat erreicht wurde. Ein Arbeitsplatzwechsel im Hinblick auf ein Aufbautrai ning scheiterte aber. Bereits die Besichtigungen der in Frage kommenden Betriebe hätten zu sichtlichem Stress mit Schweissausbrüchen und Angstzuständen geführt. Ein Schnuppertag in einem Brockenhaus am 2 6. Jun i 2018 mu sste nach zwei Stunden abgebrochen werden, weil es dem Beschwerdeführer psychisch über haupt nicht mehr gut g egangen sei : Er sei äusserlich wie zu Stein erstarrt und sei auf die Frage der Betreuungsperson, wie es ihm gehe, in Tränen aus ge brochen und habe nur noch «raus» gewollt. Dabei habe offenbar auch eine Rolle gespielt, dass er mit dem öffentlichen Verkehr angereist sei und die für ihn bereits damit verbundene psychische Belastung zur Überforderung ge führt hab e. In Absprache mit seiner Therapeutin gelangte die Eingliederungsfachperson deshalb zur Beurteilung, dass eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt nicht möglich sei, da die Gefahr einer nachhaltigen Dekompensation bestehe. Ziel sei es nun, mit Unterstützung des Sozialamts die Aufrechterhaltung der Tagesstruktur im Rahmen eines geschützten Arbeitsplatzes zu erreichen und in diesem Rahmen die bisher erzielten Erfolge zu sichern ( Urk. 13/112/2- 3). Die Kommunikation der IV-Eingliederungsberatung mit der externen Eingliede rungsfachperson ergab, dass diese einen Zusammenhang zwischen der geringen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers und der Tatsache, dass seine Lebens partnerin eine Invalidenrente bezog und nicht eingliederungsfähig war (vgl. auch Urk. 13/70/26), als möglich erachtete. D ie behandelnde Therapeutin hatte ihr angegeben, dass sie eine weitere Steigerung der beruflichen Belastung nach dem gescheiterten Arbeitsversuch im Brockenhaus als unmöglich erachte ( Urk. 13/111/10). Am 1 2. Juli 2018 schloss die IV-Stelle die Eingliederungsmass nahmen ab, da sie zur Einschätzung gelangt war, eine Weiterführung von Integ rationsmassnahmen mit einer Steigerung der Präsenzzeit sei aus gesundheitlichen Grü nden nicht möglich ( Urk. 13/110 ). 3.5 3.5.1 Im Auftrag der IV-Stelle erstellte Dr. phil. A.___ gestützt auf Testun tersuchungen vom 2 9. Oktober und 6. November 2019 ein neuropsychologisches Gutachten ( Urk. 13/154/1-2). Dr. A.___ diagnostizierte eine leichte bis mittelschwere neuropsychologische Funkt i onsstörung mit im Vordergrund stehenden attentionalen, exekutiven und mnestischen Minderleistungen ( Urk. 13/154/14). Hinweise für eine ungenügende Leistungsbereitschaft während de r Tests bestanden nicht ( Urk. 13/154/13-14). Die vom Beschwerdeführer ange ge bene rasche Reizüberflutung könne anhand der Testbefunde und der beschrie benen, seit der Kindheit bestehenden deutlichen Introvertiertheit nachvollzogen und erklärt werden. Es sei davon auszugehen, dass die sich in der aktuellen ruhigen und ablenkungsarmen, gut strukturierten Untersuchungs atmosphäre mani festierenden kognitiven Einschränkungen unter Ablenkung, Zeitdruck und Mehr fachbelastung sowie Stress noch intensivierten, wodurch es zu einer zunehmen den Ermüdbarkeit kommen könne ( Urk. 13/154/14-15). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Farbmischer und Lagerarbeiter sei aus rein th eoretisch-neuropsycho logischer S icht von einer 30%igen Einschränkung der Leistungs fähigkeit auszu gehen. Eine allfällige weitere Einschränkung der Leistungsfähig keit aufgrund der in den Akten erwähnten psychiatrischen Problematik, welche im Vordergrund stehe, müsse von ärztlicher Seite beurteilt und bei der Festsetzung der realisier baren Arbeitsfähigkeit mitberücksichtigt werden ( Urk. 13/154/17). Eine optimal angepasste Tätigkeit müsste eine ablenkungsarme, ruhige und gut strukturierte Arbeitsatmosphäre aufweisen ohne Mehrfachbe lastung, Zeit- und Termindruck sowie ohne zu viele Sozialkontakte. Die erho benen verminderten Lern- und Neu gedächtnisleistungen sprächen für eine Tätigkeit, in welcher bereits vorhandenes Fachwissen genutzt werden könne ( Urk. 13/154/17-18). 3.5.2 Das von Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zu Handen der IV-Stelle erstell t e psychiatrische G utachten vom 1 3. März 2020 basiert auf der gutachterlichen Untersuchung vom 1 1. Januar 2020 ( Urk. 13/154/3). Der Expertise sind als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkei t ein Aspergersyndrom (ICD-10: F84.5) und eine Agoraphobie und Panikstörung (ICD-10: F40.01) zu entnehmen ; nicht auf die Arbeitsfähigkeit wirke sich eine gegenwärtig remittierte rezidivierende depressive Störung (ICD-10: F33.4) aus ( Urk. 13/155/22-23). In anamnestischer Hinsicht hielt Dr. B.___ fest, der Beschwerdeführer sei laut den Vorakten und eigenen Angaben bereits früh in der Kindheit durch ein zurück gezogenes, einzelgängerisches Verhal ten aufgefallen. Mit 17 Jahren habe er begon nen, verschiedene Drogen zu konsumieren, was unter anderem zum Ab bruch seiner Lehre als Fahrradmechaniker geführt habe. Nach zweieinhalb Jahren A rbeitslosigkeit habe er eine Stelle im Verkauf gefunden, die er nach zwei Jahre n verlor en habe. Danach sei er abermals während zwei Jah ren arbeitslos gewesen. Damals habe er es geschafft, von den Drogen wegzukommen. Im Jahr 2004, mit 23 Jahren, habe er die Stelle als Lagerist gefunden. Diese habe ihm zugesagt, da es sich um eine repetitive Tätigkeit gehandelt habe. Nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 2012, zu der er ein sehr enges Verhältnis gehabt habe, sei es ihm schlechter gegangen. Er habe ihm, dem Gutachter, angegeben, dass er danach habe krankgeschrieben werden müssen und es in diesem Rahmen schliess lich zur Kündigung gekommen sei. Andernorts in den Akten werde hin gegen erwähnt, die Kündigung sei auf eigenen Wunsch erfolgt, weil er sich eine andere Tätigkeit habe suchen wollen; der Versuch, in einem anderen Betrieb Fuss zu f assen, sei ihm jedoch nicht gelu ngen. Im April 2013 sei die IV-Anmeldung erfolgt ( Urk. 13/155/24-25). Der Beschwerdeführer gab dem Gutachter an, Angst vor Menschenmengen sowie vor belebten Orten wie Bahnhöfen und Restaurants zu haben ( Urk. 13/155/14). Es komme alle 2-3 Wochen zu Panikattacken und er habe Angst, dass deren Frequenz zunehme. Zudem habe er Schwierigkeiten in der Interaktion und einen speziellen Bezug zu anderen Menschen. Er habe ausgeprägte Interessen und eine Tendenz zu repetitiven Verhaltensweisen. Ferner bestünden sensorische Empfind lichkeiten und Stimmungsschwankungen ( Urk. 13/155/14). Dr. B.___ erhob wenig e pathologische Befunde. Im Vordergrund stand eine reduzierte Mimik und Gestik, welche den Beschwerdeführer kalt und distanziert erscheinen liess en ( Urk. 13/155/18-21, Urk. 13/155/23-24). Es sei davon auszugehen, dass die Autis musspektrumstörung zu gewissen Beeinträchtigungen der Kommunika tionsfähigkeit, einer gewissen Rigidität und damit verbundenen Einschränkungen der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit führe. Die Agoraphobie schränke primär die Mobilität ein. Sekundär komme es bei beiden Störungen aufgrund des Ener gieverbrauchs zur Kompensation von Symptomen zu Einschränkungen der Durch haltefähigkeit ( Urk. 13/155/21, Urk. 13/155/29). Sowohl die Autismus spektrumstörung als auch die Agoraphobie mit Panikattacken liessen sich psy chotherapeutisch und medikamentös behandeln. Bei der Befragung habe sich herausgestellt, dass der Beschwerdeführer schon seit einiger Zeit nicht mehr in die seit längerem installierte Psychotherapie gegangen sei und keine Medika mente einnehme ( Urk. 13/155/26; vgl. auch Urk. 13/155/17). Hinsichtlich Kon sistenz und Plausibilität falle auf, dass der Beschwerdeführer verschiedentlich diver gierende Angaben zu wichtigen Punkten in der Anamnese gemacht habe, beispielsweise betreffend den Beginn der Erkrankung und die letzte Kündigung. Zudem fänden sich in den Akten Informationen, welche die geltend gemachten Einschränkungen etwas relativierten, beispielsweise über eine Fahrt mit dem öffent lichen Verkehr zu einem Mountainbike-Treffen und die Teilnahme an der Streetparade. Deshalb seien die Angaben des Beschwerdeführers teilweise von unklarer Validität und müssten mit Vorsicht beurteilt werden ( Urk. 13/155/26; vgl. auch Urk. 13/70/11, Urk. 13/99/1, Urk. 13/155/5). In seiner Würdigung der Fähigkeiten, Ressourcen und Belastungen legte Dr. B.___ dar, der Abbruch der Lehre und die längeren Arbeitslosigkeitsphasen bis 2012 wiesen auf mögliche Defizite der beruflichen Leistungsfähigkeit hin. Die Angaben des Beschwerdeführers deuteten zudem auf andauernde Defizite der sozialen Funktionsfähigkeit hin. Deren Ausmass werde dadurch relativiert, dass es ihm trotzdem gelungen sei, Freundschaften und Partnerschaften aufzubauen, und sein Kommunikationsverhalten letztlich recht unauffällig sei. Sein Hinweis, der Drogenkonsum habe sich positiv auf seine Kommunikationsfähigkeit ausge wirkt, weise trotzdem auf einen gewissen Leidensdruck hin. Ein entsprechender Leidensdruck werde auch durch den Umstand verdeutlicht, dass der Beschwerde führer schon seit längerem immer wieder therapeutische Kontakte habe. Gegen einen schweren Leidensdruck spreche, dass er immer wieder während längerer Zeit keine Therapie absolviert habe und sich weder für seine Diagnosen noch für therapeutische Optionen zu interessieren scheine. Hinsichtlich der Agoraphobie falle auf, dass keine antidepressive Therapie bestehe, welche die Ängste mildern könn t e, und der Beschwerdeführer nach Ausweis der Akten in seiner Mobilität nicht so stark eingeschränkt zu sein scheine, wie er teilweise geltend gemacht habe. Auch dies spreche dagegen, dass aktuell ein erheblicher Leidensdruck bestehe. Als Ressourcen zu nennen seien die trotz des diagnostizierten Autismus recht gute Kommunikationsfähigkeit, die guten intellektuellen Ressourcen mit einer Veranlagung für technisch-praktische Tätigkeiten und die schon länger währende Partnerschaft sowie gute Freundschaften. Auch die Tatsache, dass er den Drogenkonsum ohne fremde Hilfe habe sistieren können, spreche für das Vorliegen gewisser psychischer Ressourcen. Gleichzeitig bestünden verschiedene krankheitsfremde Faktoren, die einen negativen Einfluss auf eine Wiedereinglie derung haben könnten. Der fehlende Ausbildungsabschluss, das Fehlen einer Anste llung und die bestehenden Schuld en könnten sich negativ auf die Einglie derungsmotivation auswirken. Zudem sprächen die Erwerbsbiographie mit dem Abbruch der Lehre und mehreren Arbeitslosigkeitsphasen, die bisherigen subop timalen therapeutischen Bemühungen und der Umstand, dass der Beschwerde führer seit dem Abbruch der Eingliederungsmassnahmen nicht versucht habe, sich zumindest in einem Teilpensum einzugliedern, für das Vorliegen einer moti vationalen Problematik mit einer gewissen Selbstlimitierung und Passivität. Es entstehe der Eindruck, dass der Beschwerdeführer wenig Perspektiven für die Zukunft habe. In der Gesamtschau ergebe sich trotz gewisser Unsicherheiten bezüglich Details ein relativ konsistentes Bild ( Urk. 13/155/26-28 ). Hinsichtlich der rezidivierenden d epressiven Störung sei davon auszugehen, dass sie in Krankheitsphasen zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geführt habe ( Urk. 13/155/27). Unklar bleibe, wann genau es im Zusammenhang mit der Kün digung und dem Tod der Mutter im Jahr 2012 zu einer Depression gekommen sei. Im Bericht der Behandler vom August 2015 werde die Depression nicht nachvoll ziehbar beschrieben. In der anschliessenden Begutachtung durch Dr. Z.___ habe sich keine Depression mehr feststellen lassen. Trotz des Umstands, dass die Autis musspektrumstörung damals nicht erkannt worden sei, sei nicht davon aus zu gehen, dass damals erhebliche Einschränkungen bestanden hätten. Ängste würden im besagten Bericht vom August 2015 beschrieben; eine eigentliche Angststörung sei aber weder dort noch im Vorgutachten diagnostiziert worden, weshalb darauf zurückzuführende Einschränkungen erst ab dem Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung anzunehmen seien ( Urk. 13/155/28-29). Es sei davon auszugehen, dass die auf den Autismus zurückzuführenden Einschrän kungen im zeitlichen Verlauf einigermassen stabil gewesen seien. Eine Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit sei beispielsweise bei erhöhten Anforderungen an die Kommunikationsfähigkeit etwa in Verhandlungs- und Führungsfunktionen zu erwarten. In angepassten Tätigkeiten sei aber, wie die langjährigen Anstellungen des Beschwerdeführers zeigten, kaum von Leistungsdefiziten auszugehen. Sodann sei nun auch von einer verminderten Leistungsfähigkeit wegen der Angststörung auszugehen. Mit einer optimalen Unterstützung, nötigenfalls durch den Einsatz sedierender Medikamente, lasse sich die Einschränkung der Mobilität in einer ange passten Tätigkeit weitgehend kompensieren. Es sei jedoch davon auszuge hen, dass die Ängste und sporadisch auftretenden Panikattacken energieraubend seien. Daraus folge eine leichte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von 20-30 % ( Urk. 13/155/29-30). 3.5.3 Gestützt auf Konsensbesprechungen vom 1 8. Februar und 1 3. März 2020 erstell ten die beiden Gutachter Dr. A.___ und Dr. B.___ die interdisziplinäre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vom 1 3. März 2020 ( Urk. 13/156/1). Sie hielten fest, es lasse sich nicht klar beurteilen, s eit wann die festgestellten leichten bis mittelschweren neuropsychologischen Defizite bestünden und was deren genaue Ursache sei. Die Angststörung könne die Defizite nicht gut erklären. In der Literatur würden verschiedene neuropsychologische Defizite bei Autismusspekt rum störungen beschrieben, so dass diese Störung die vorhandenen Defizite erklären könnte. Allerdings bliebe dann unklar, wie es dem Beschwerdeführer gelungen sei, jahrelang trotz dieser Leistungsdefizite berufstätig zu sein, auch in einer einfachen Tätigkeit. Letzteres spreche eher für neu aufgetretene Defizite, möglicherweise entstanden nach einem Fahrradsturz im Jahr 201 1. Unklar sei, inwiefern hier weiterführende Abklärungen wie eine Bildgebung oder eine neu rologische Abklärung sinnvoll wären. In der Gesamtschau sei von erheblichen Einschränkungen der beruflichen Leistungsfähigkeit bedingt durch die neuropsy chologischen Defizite, die Autismusspektrumstörung und die Angststörung aus zugehen. In einer sehr einfachen Tätigkeit wie der zuletzt ausgeübten Arbeit als Lagerist komme es vor allem aufgrund der neuropsychologischen Defizite und der Angststörung zu einer Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Auch in anderen Tätig keiten im ersten Arbeitsmarkt bestehe eine entsprechende Einschränkung. Da die Angststörung erst im Rahmen der aktuellen Begutachtung diagnostiziert worden sei und unklar bleibe, seit wann die neuropsychologischen Defizite bestünden, gelte die attestierte Arbeitsunfähigkeit ab Dezember 2019 ( Urk. 13/156/2-3). Eine gezielte Behandlung der Angststörung mit einem Antidepressivum könnte mög licherweise eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit von 10-20 % bewirken. Da die vorliegende Angststörung häufig chronisch-rezidivierend verlaufe und schwer zu therapieren sei, könne sie sich aber auch als therapieresistent erweisen. Da der Beschwerdeführer aktuell keine Medikamente einnehme und eher unregelmässig in die Therapie gehe, sei n icht von einer ausreichenden psychiatrisch-psychothe rapeutischen Therapie auszugehen. Eine Aggravation habe nicht vorgelegen, hin gegen hätten selbstlimitierende Tendenzen bestanden. Diese Persönlichkeitsfak toren seien bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ausgeklammert worden. Ein Wegfall der bestehenden psychosozialen Faktoren, beispielsweise der psychisch erkrankten Lebensgefährtin, würde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht zu einer wesentlichen Zustandsbesserung führen. Die a ufgeführten Einschrän kun gen wirkten sich gleichermassen im privaten wie im beruflichen Alltag aus ( Urk. 13/156/3-4). 3.6 Med. pract. C.___ hielt in einer ärztlichen Bescheinigung vom 1 2. August 2020 fest, der Beschwerdeführer sei seit dem 1 3. Oktober 2014 im ersten Arbeits markt zu 100 % arbeitsunfähig. Die von der IV-Stelle organisierte Wiedereinglie derungsmassnahme habe wegen einer psychischen Dekompensation beendet werden müssen. Die Anforderungen - wie das verlangte Arbeitspensum und die erwartete Anpassung an ein anderes Arbeitsumfeld ( Brocki oder Schreinerei) mit anderen Mitarbeitenden und Vorgesetzen - seien zu hoch gewesen. Dadurch werde ersichtlich, dass dem Beschwerdeführer momentan maximal eine 50%ige Tätigkeit in einem angepassten, geschützten Bereich zumutbar sei. Eine Wie der eingliederung müsste in einem ersten Schritt im geschützten Arbeitsmarkt erfol gen, wo sich der Beschwerdeführer über eine längere Zeit angew öhnen und zurecht finden könnte ( Urk. 7). 4. Zwar wurde bereits mit Verfügung vom 1 5. April 2014 ( Urk. 13/27), welche in Rechtskraft erwachsen ist, das Bestehen eines Rentenanspruchs verneint. Vorlie gend ist aber nicht wie bei einer eigentlichen Neuanmeldung zu verfahren und zu prüfen, ob seit der letzten rechtskräftigen Rentenablehnung eine erhebliche Sach verhaltsänderung eingetreten ist. Die Rentenverneinung vom 1 5. April 2014 b asierte nämlich nicht auf einer umfassenden materiellen Prüfung des Renten anspruchs, da der Beschwerdeführer der IV-Stelle damals die Einholung von Arzt berichten verunmöglicht und damit seine Mitwirkung bei der Sachverhaltsab klärung im Sinne von Art. 28 Abs. 2 ATSG verweigert hatte ( Urk. 13/12-17, Urk. 13/18, Urk. 13/20-26 ). Wird die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht, kann sich die gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegte Sanktion – hier der Erlass der rentenverneinenden Verfügung gestützt auf die damals vorhandenen Akten – nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde ( Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 Rz 103 mit Hinweis). Der strittige Rentenanspruch ist somit ohne Bindung an die frühere Beurteilung zu prüfen. 5. 5.1 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers lässt sich aus dem psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 1 3. März 2020 problemlos nachvollziehen, weshalb die Gutachter nicht gestützt auf das Ergebnis des Belastbarkeitstrainings von einer 100%ige n Arbeitsunfähigkeit im freien Arbeitsmarkt ausgingen. Aufgrund eine r eingehende n Analyse der vorhandenen biografischen und anam nes tischen Informationen zeigte der psychiatrische Gutach ter Dr. B.___ Inkon sis tenzen auf, die mit schweren psychischen Beeinträchtigungen, die zu einer voll stän digen Arbeitsunfähi gkeit führen, nicht vereinbar sind. Zu nennen sind insbesondere die längerdauernden Phasen in der Vergangenheit, als der Beschwer de führer keine Psychotherapie in Anspruch nahm, der Umstand, dass er sich offenbar weder für seine Diagnosen noch für therapeutische Optionen inte ressierte und trotz der geklagten Agoraphobie keine antidepressive Medikation einnahm, und die Reise mit dem Zug an ein Bike-Treffen beziehungsweise die Teilnahme an der Streetparade, welche nicht für das Bestehen eines schweren Leidensdrucks sprechen. Zudem gingen die Gutachter davon aus, dass die frühe ren längeren Phasen von Arbeitslosigkeit und der Abbruch der Lehre auch auf motivationale Probleme zurückzuführen sind, und dass sich der Beschwerde führer auch in der aktuellen Lebensphase selbst limitier t ( Urk. 13/155/5, Urk. 13/155/27-28, Urk. 13/156/3-4 ). Auf der anderen Seite verfügt er ausweis lich der neuropsychologischen Test ergebnisse über gute intellektuelle Ressourcen, eine recht gute Kommunikationsfähigkeit, eine sta bile Beziehung zu seiner Lebens partnerin und er hat mindestens einen guten Freund ( Urk. 13/155/28). Ferner hat er vielfältige Interessen und Hobbys (etwa Fernsehen, Videospiele, Mountain bike fahren, Kochen, Zeichnen und Malen) und einen relativ aktiven Tagesablauf ( Urk. 13/155/16-17). Die damit durchscheinenden persönlichen Ressour cen sind mit einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit schwer zu verein baren. Zu beachten ist sodann, dass auch bei den Eingliederungsfachleuten der Verdacht aufgekommen war, der Beschwerdeführer habe sich in der damaligen Situation bequem eingerichtet und der Umstand, dass seine Lebenspartnerin eine Inva lidenrente erhalte, limitiere seine Eingliederungsmotivation ( Urk. 13/99/1, Urk. 13/100/3, Urk. 13/111/10 ). Letzten Endes basierte die Beurteilung im Abschluss bericht des Belastbarkeitstrainings vom 8. Juli 2018, dass momentan keine Arbeit auf dem freien Arbeitsmarkt möglich sei, auf der Einschätzung der behandelnden Psychot herapeuten ( Urk. 13/112/3). Diese diskutierten in den Berichten vom 2 1. August 2015 ( Urk. 13/45), 2 1. November 2017 ( Urk. 13/82) und 1 2. August 2020 ( Urk. 7) mögliches inkonsistentes und selbstlimitierendes Verhalten des Beschwerdeführers sowie invaliditätsfremde Faktoren nicht. Zudem war ihre Diagnose einer Depression im Bericht vom 2 1. August 2015 für den psy chiatrischen Gutachter Dr. B.___ nicht nachvollziehbar ( Urk. 13/155/29). Die im Bericht der Behandler vom 1 2. August 2020 geltend gemachte Eingliederungs motivation des Beschwerdeführers in einer geschützten Tätigkeit ( Urk. 7 S. 2) wird sodann dur ch den Umstand relativiert, dass er nach Beendigung der Einglie derungsmassnahmen die Tätigkeit an einem geschützten Arbeitsplatz offenbar trotz Unterstützung der Eingliederungsberater und des Sozialamtes nicht weiter führt e ( Urk. 13/111/10-11, Urk. 13/155/16-17). B ei den behandelnden Thera peu ten ist auch die Erfahrungstatsache, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pati entinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), zu berücksichtigen. Deshalb ist ihre anderslautende Schätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit nicht geeignet, den Beweiswert des psychiatrisch-neuropsycho logischen Gutachtens zu erschüttern. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, der erste psychiatrische Gutachter Dr. Z.___ habe ihn am 2 3. August 2016 in der bisherigen Tätigkeit als vollständig arbeitsunfähig eingeschätzt ( Urk. 1 S. 9), lässt sich daraus ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dr. Z.___ berücksichtigte nämlich bei dieser Einschät zung, dass es am letzten Arbeitsplatz Konflikte gab, und mutete dem Beschwer deführer deshalb keine Rückkehr in dieses konkrete Arbeitsverhältnis zu ( Urk. 13/70/15, Urk. 13/70/32). Andererseits hielt er fest, medizinisch-theoretisch bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Täti gkeit, wozu auch Tätigkeiten mit ähnlichem Belastungsprofil wie zuletzt gehörten, so lange das Arbeitsverhältnis konfliktarm sei ( Urk. 13/70/33). Mithin war die Beur teilung von Dr. Z.___ letztlich sogar noch optimistischer als diejenige des psychi atrischen Gutachters Dr. B.___. 5.2 Allerdings kann auch nicht ohne Weiteres auf die gutachterlich von Dr. B.___ und Dr. A.___ attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % in angepassten Tätigkeiten ( Urk. 13/156/2-3) abgestellt werden. Aus de r i nterdisziplinären Gesamt beurteilung der Gutachter vom 1 3. März 2020 geht hervor, dass sie die Ursache der von Dr. A.___ erhobenen leichten bis mittelschweren neu ropsychologischen Funktionsstörung nicht klären konnten. Dr. B.___ schloss einen Zusammenhang mit der Angststörung aus und erachtete auch einen wesent lichen Einfluss der Autismusspektrumstörung auf die Defizite als wenig wahrscheinlich, da ansonsten davon auszugehen wäre, dass der Beschwerde füh rer in der Vergangenheit nicht so lange hätte arbeiten können. Deshalb hielt er es für möglich, dass die Funktionsstörungen auf einen Fahrradsturz im Jahr 2011 zurückgehen, und wies darauf hin, eine neurologische Abklärung mit Bild gebung könne hier allenfalls weitere Erkenntnisse liefern ( Urk. 13/156/2). Die u nklare Genese der neuropsychologischen Defizite ist angesichts des erheblichen Gewichts der von Dr. A.___ deshalb bescheinigten 30%igen beruflichen Leistungseinbusse an der gesamthaften Arbeitsunfähigkeit von 50 % (bei einer psychiatrisch attestierten 20-30%igen Arbeitsunfähigkeit wegen der Angst- und Aspergers ymptomatik ) problematisch. Denn neuropsychologische Testresultate allein reichen nicht aus, um Diagnosen zu stellen und die Arbeitsunfähigkeit zu beurteilen. Die entsprechenden Untersuchungsergebnisse sind im Rahmen einer gesamthaften Beweiswürdigung nur insoweit bedeutsam, als sie überprüf- und nachvollziehbar sind und sich in die anderen (interdisziplinären) Abklärungs er gebnisse schlüssig einfügen (Urteile des Bundesgerichts 8C_261/2009 vom 7. Au gust 2009 E. 5.2 und I 542/05 vom 1 7. November 2006 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). Dies lässt sich aufgrund der gegenwärtigen Aktenlage nicht beurtei len, da die von Dr. B.___ erwähnten neurologischen und bildgebenden Abklä rungen zur Eruierung allfälliger somatischer, hirnorganischer Ursachen der neu ro psychologischen Störung bisher unterblieben sind. 5.3 Der IV-Stelle ist grundsätzlich beizupflichten, dass Dr. B.___ und Dr. A.___ in ihrer interdisziplinären Beurteilung vom 1 3. März 2020 die 30%ige Arbeits unfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht und die 20-30%ige Arbeits unfähigkeit wegen der Ängste und der Aspergersymptomatik fast vollumfänglich kumuliert haben, indem sie von einer gesamthaften Arbeitsunfähigkeit von 50 % ausgegangen sind ( Urk. 13/156/2-3). Auch trifft es zu, dass nach der Rechtspre chung häufig kein Anlass besteht, unter verschiedenen medizinischen Titeln aus gewiesene Teilarbeitsunfähigkeiten zu kumulieren, da der Umfang der grössten Teil einschränkung auch die weiteren Entlastungserfordernisse abdeckt (Urteil des Bundesgerichts 8C_483/2020 vom 2 6. Oktober 2020 E. 4.1 mit Hinweisen). Der interdisziplinären Beurteilung vom 1 3. März 2020 ist nicht zu entnehmen, weshalb und inwiefern die neuropsychologische und psychiatrische Teilarbeits unfähigkeit kumuliert wurden und ob daneben auch eine gegenseitige Überla gerung - denkbar wäre im Übrigen auch eine gegenseitige Verstärkung - der von den einzelnen Schäden ausgehenden Funktionseinbussen berücksichtigt wurde (vgl. Urk. 13/156/2-3). Ob sich die einzelnen aus mehreren Behinderungen resul tierenden Einschränkungsgrade summieren und in welchem Masse, betrifft eine spezifisch medizinische Problematik und Einschätzung, von der grundsätzlich nicht abzurücken ist. Deshalb durfte die IV-Stelle nicht von der Gesamtbeur tei lung der Arbeitsfähigkeit abweichen, ohne den Gutachtern Ergänzungsfragen zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_461/2019 vom 2 2. November 2019 E. 4.1-3). Ferner scheint die RAD-Ärztin Dr. med. D.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, einem Irrtum unterlegen zu sein, hielt sie in ihrer Stellung nahme vom 1 7. März 2020 doch aktenwidrig fest, im psychiatrisch-neu ro psy chologischen Gutachten vom 1 3. März 2020 sei dem Beschwerdeführer eine 30%ige (und nicht eine 50%ige) Arbeitsunfähigkeit in leidensangepassten Tätig keiten attestiert worden ( Urk. 13/158/8-9). 5.4 Die IV-Stelle, an welche die Sache zurückzuweisen ist, wird den Beschwerde führer zunächst noch fachärztlich-neurologisch und falls nötig auch bildgebend abklären lassen. Hernach wird sie – falls möglich und sinnvoll erneut durch Dr. B.___ und Dr. A.___ oder im Rahmen einer neuen polydiszipli nären Beurteilung – aus interdisziplinärer Sicht nochmals abklären lassen, ob die von Dr. A.___ festgestellte leichte bis mittelschwere neuropsycholo gische Funktionsstörung und die deshalb bescheinigte 30%ige Leistungsein schrän kung durch einen körperlichen oder psychischen Gesundheitsschaden oder eine multifaktorielle Genese (worunter auch Drogenabusus beziehungsweise dessen Konsequenzen fallen können, vgl. das Urteil des Bundesgerichts I 720/03 vom 1 6. März 2004 E. 2.3.2) nachvollziehbar und schlüssig erklärt werden können. Dabei wird auch zu berücksichtigen sein, dass sich der Beschwerdeführer gemäss Angaben in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung vom 1 3. März 2020 soweit bekannt keiner wesentlichen neuropsychologischen Beeinträchtigungen bewusst war ( Urk. 13/158/2). Auf Basis der neuen Erkenntnisse werden die beauf tragten Gutachter in einem nächsten Schritt die Arbeitsfähigkeit unter Berück sichtigung sämtlicher Gesundheitsstörungen zu beurteilen haben. Dabei werden sie dazu Stellung zu nehmen haben, wie sich die jeweiligen Teileinschrän kungen aus psychiatrisch er und gegebenenfalls neurologischer Sicht zueinander verhal ten und wie hoch die Gesamtarbeitsunfähigkeit im angestammten Bereich und in leidensangepassten Tätigkeiten ist. Sodann wird die IV-Stelle soweit nötig auch näher abzuklären haben, ab wann der Beschwerdeführer aus ärztlicher Sicht in welchem Ausmass in seiner Arbeits fähigkeit eingeschränkt ist. Die von der RAD- Psychiaterin Dr. D.___ in ihrer Stellungnahme vom 1 7. März 2020 getroffene Feststellung, der Beschwerdeführer sei in der angestammten und in einer angepassten Tätigkeit vom 1 3. Oktober 2014 bis zum 1 2. März 2020 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen ( Urk. 13/158/8-9), ist ohne weitere Begründung unter Bezugnahme auf die medizinischen Akten nicht nachvollziehbar. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 6. 6.1 Ausgangsgemäss gehen die Verfahrenskosten von Fr. 9 00.-- zulasten der unter liegenden IV-Stelle ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG). 6.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rück weisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2). Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozi alversiche rungs gericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Zwar hat die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung vom 1 0. September 2020 einge hend zur Beschwerde Stellung genommen und die angefochtene Verfügung aus führlicher begründet ( Urk. 12; vgl. auch Urk. 2). Dennoch erscheint der von der unentgeltlichen Rechtsvertreterin mit ihren Honorarnoten vom 3 1. August und 1 5. Dezember 2020 geltend gemachte Zeitaufwand von vier Stunden für die Durch sicht der IV-Akten, sieben Stunden für das Verfassen der Beschwerdeschrift ( Urk. 9-10) und sechs Stunden für die Replik ( Urk. 20) unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses sowie des in ver gleichbaren Fällen anerkannten Vertret ung saufwands als überhöht. I m Übrigen enthält die Replik teilweise repetitive Ausführungen ( vgl. etwa Urk. 15 S. 2 und 3 ). Für das Aktenstudium und für das Verfassen der Beschwerdeschrift kann je ein Aufwand von drei Stunden und für die Replik ein solcher von zwei Stunden anerkannt werden. Unter Berücksichtigung der übrigen Positionen der Honorar noten resultiert ein zu entschädigender Zeitaufwand von insgesamt 13,25 Stunden. Beim gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr. 220. -- ergibt sich unter Berücksichtigung der geltend gemachten Barauslagen von Fr. 67.30 ( Fr. 24.80 + Fr. 42.50) und der Mehrwertsteuer von 7,7 % eine Parteientschädigung von Fr. 3'212.--. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 3. Juni 2020 aufgeho ben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklär ung im Sinne der Erwägun gen, neu über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 900.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Stéphanie Baur, Dübendorf, eine Prozessentschä digung von Fr. 3’212.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stéphanie Baur - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber FehrKlemmt

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00452 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiber Klemmt Urteil vom 5. August 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Stéphanie Baur Baur Imkamp & Partner, Rechtsanwälte Bahnhofstrasse 55, 8600 Dübendorf gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Der 1981 geborene X.___ brach die Lehre zum Fahrrad/Töff-Mechaniker im dritten Lehrjahr ab. Während dieser Zeit konsumierte er Drogen ( Urk. 13/2/5, Urk. 13/11/3 ). Nachdem er vom 1. April 2006 bis 2 9. Februar 2012 zu 100 % und – nach einer gesundheitsbedingten Pensumsreduktion - vom 1. März bis 3 1. Dezember 2012 zu 80 % für die Y.___ GmbH als Farb mischer und Lagermitarbeiter tätig gewesen war ( Urk. 13/1, Urk. 13/2/5, Urk. 13/11/2 ), meldete er sich am 3 0. April 2013 unter Hinweis auf eine psychi sche Erkrankung, die seit 1. Januar 2013 belegt sei, bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 13/2/7-9). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte daraufhin mit dem Versicherten ein Standort gespräch durch ( Urk. 13/11 ). Da ihr trotz Aufforderung kein Arztbericht einer behandelnden Arztperson eingereicht wurde ( Urk. 13/12-17), verneinte sie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 13/18, Urk. 13/20-26) mit Verfü gung vom 1 5. April 2014 ( Urk. 13/27) das Bestehen eines Leistungsanspruchs. Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 2 7. Juni 2014 im Prozess IV.2014.00503 nicht ein, weil der Versicherte die formellen Mängel seiner Beschwerde nicht innert Frist nachgebessert hatte ( Urk. 13/29 ). 1.2 Nachdem sich der Versicherte am 2 1. Mai 2015 wegen einer Angststörung und einer Depression erneut zum Leistungsbezug angemeldet hatte ( Urk. 13/36; vgl. auch Urk. 13/46-49), holte die IV-Stelle das psychiatrische Gutachten von Dr. med. Z.___ vom 2 3. August 2016 ein ( Urk. 13/70 ; vgl. auch Urk. 13/52, Urk. 13/60-62, Urk. 13/66 ) und verpflichtete den Versicherten gestützt darauf, eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung aufzunehmen ( Urk. 13/71/ 1). Nach einem erneuten Standortgespräch a m 1 1. Januar 2018 ( Urk. 13/85, Urk. 13/111/4-6) übernahm die IV-Stelle die Kosten für ein Belast barkeitstraining vom 1 2. Februar bis 1 1. Mai 2018 ( Urk. 13/ 89) mit dem Ziel, eine Präsenzzeit am Arbeitsplatz von vier Stunden zu erreichen ( Urk. 13/92), und sprach dem Ver sicherten für die Dauer der Massnahme mit Verfügung vom 1 3. Februar 2018 Taggelder z u ( Urk. 13/93 ). Mangels vollständiger Zielerreichung ( Urk. 13/100) wurde das Belastbarkeitstraining um zwei Monate verlängert ( Urk. 13/101, Urk. 13/103, Urk. 13/105 ). Am 1 2. Juli 2018 schloss die IV-Stelle die Eingliede rungsmassnahmen ab, da sie zur Einschätzung gelangt war, eine Weiterführung von Integrationsmassnahmen mit einer Steigerung der Präsenzzeit sei aus gesund heitlichen Gründen nicht möglich ( Urk. 13/110; vgl. auch Urk. 13/111/10-11, Urk. 13/112). In der Folge holte sie die neuropsychologische Expertise von Dr. phil. A.___ vom 1 6. Januar 2020 ( Urk. 13/154) sowie das psychiat rische Gutachten von Dr. med. B.___ vom 1 3. März 2020 ( Urk. 13/155) samt interdisziplinärer Mitbeurteilung der neuropsychologischen Befunde ( Urk. 13/156) ein. Nachdem sie das Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur versicherungsmedizinischen Würdigung vorgelegt ( Urk. 13/158/8-9) und eine Ressourcenprüfung vorgenommen hatte ( Urk. 13/158/10, Urk. 13/159), verneinte sie - nach Durchführung d es Vorbe scheidverfahrens ( Urk. 13/160 ) - mit Verfügung vom 3. Juni 2020 da s Bestehen eines Rentenanspruchs ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob de r Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Stéphanie Baur, mit Eingabe vom 3. Juli 2020 Beschwerde und beantragte die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsver treterin in der Person von Rechtsanwältin Stéphanie Baur ( Urk. 1 S. 2 ). Nachträg lich reichte er zudem den Bericht vom 1 2. August 2020 von med. pract. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein ( Urk. 6-7). Mit Beschwerdeant wort vom 1 0. September 2020 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 12). Mit Verfügung vom 2 2. September 2020 gewährte das Gericht dem Beschwerde führer die unentgeltliche Prozessführung und bestellte ihm Rechtsanwältin Stéphanie Baur als unentgeltliche Rechtsvertreterin ( Urk. 14). In der Replik vom 2 8. Oktober 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest ( Urk. 15). Die IV-Stelle verzichtete auf eine Duplik ( Urk. 18), was dem Beschwerdeführer am 7. Dezember 2020 mitgeteilt wurde ( Urk. 19). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherung srechts [ ATSG ] ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). 2. 2.1 Die IV-Stelle begründete die Verneinung eines Rentenanspruchs in der angefoch tenen Verfügung vom 3. Juli 2020 und in der Beschwerdeantwort vom 1 0. Sep tember 2020 damit, gestützt auf das neuropsychologisch-psychiatrische Gutach ten vom 1 3. März 2020 sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in der bisherigen und in sämtlichen anderen l eidensangepassten Tätigkeit en zu 3 0 % arbeits un fähig sei ( Urk. 2, Urk. 1 2. S. 1 -2 ). Auf die interdisziplinäre Beurteilung im Gutachte n vom 1 3. März 2020, dass er wegen seiner neuropsychologischen Defizite und der Angststörung in allen Tätigkeiten zu 50 % arbeitsunfähig sei, könne nicht abgestellt werden. In der Expertise würden nämlich keine Gründe dargetan, die eine – rechtsprechungsgemäss in der Regel nicht zulässige - Addi tion der 30%igen Arbeitsunfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht und der 20 30%igen Arbeitsunfähigkeit wegen der Ängste rechtfertigen würden. Recht spre chungsgemäss decke der Umfang der grössten Teileinschränkung normaler weise auch die weiteren Entlastungserfordernisse ab. Auch eine Prüfung der Stan dar dindikatoren im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens führe zum Ergebnis, dass eine Einschränkung in diesem Umfang aus rechtlicher Sicht gerade noch vertretbar sei. Die anlässlich der psychiatrischen Begutachtung erhobenen objek tiven Befunde deuteten auf einen lediglich geringen Schweregrad des psychischen Leidens hin. Gleiches gelte für die Tatsache, dass der Beschwerde führer nur unregelmässig eine Therapie wahrnehme und die Behandlungsopti onen nicht ausschöpfe. Zudem seien bei den Freizeitaktivitäten keinerlei Ein schränkungen ersichtlich, was auf Ressourcen schliessen lasse. D ie Angaben des Beschwerde führers seien ferner teilweise von unklarer Validität gewesen. Diesen Tatsachen sei in der psychiatrischen Expertise insoweit Rechnung getragen worden, dass dem Beschwerdeführer lediglich eine leichte Einschränkung der Arbeits fähigkeit von 20-30 % attestiert worden sei ( Urk. 12 S. 2 ). Diese Arbeits fähigkeit gelte mangels Hinweisen auf eine Veränderung für den gesamten anspruchs relevanten Zeitraum ( Urk. 12 S. 3). Zuletzt sei der Beschwerdeführer einer Hilfsarbeit als Lagerist nachgegangen. Die Einschränkung von 30 % ent spreche dem Invalidi tätsgrad ( Urk. 2 ). 2.2 Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, im neuropsychologi schen/psychiatri schen Gutachten sei klar fest g ehalten worden, dass er auch bezüglich sehr einfacher Tätigkeiten zu 50 % arbeitsunfähig sei. Dass die IV-Stelle hiervon abweiche, sei nicht nachvollziehbar, zumal er motiviert an Wie dereingliederungs massnahmen der Invalidenversicherung teilgenommen habe und in diesem geschützten Rahmen nur eine Arbeitsleistung von drei bis vier Stunden pro Tag erreicht habe. Der Gesamtverlauf der beruflichen Integrations massnahme zeige auf, dass eine Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt völlig utopisch sei und die von den Gutachtern attestierte 50%ige Restarbeits fähigkeit zu hoch sei ( Urk. 1 S. 4-5, Urk. 15 S. 5 f. ). Im Bericht der Tagesklinik für Psychotherapie und Sozialtherapie vom 2 1. November 2017 werde ihm eine 100%ige Arbeitsunfähig keit im ersten Arbeitsmarkt bescheinigt ( Urk. 1 S. 8). Zu beachten sei auch, dass der erste psychiatrische Gutachter Dr. Z.___ ihn in der bisherigen Tätigkeit als vollständig arbeitsunfähig eingeschätzt habe und im neuen Gutachten davon ausgegangen werde, dass die bisherige Tätigkeit bereits optimal leidensangepasst gewesen sei ( Urk. 1 S. 9). D er RAD habe sodann festge halten, dass auf das Gutachten abgestellt werden könne ( Urk. 1 S. 6). Das Vorge hen der IV-Stelle, abweichend von der gutachterlichen Beurteilung nur eine 30%ige Arbeitsun fähig keit anzuerkennen, beruhe auf einer klar fehlerhaften Anwendung der Indi katoren rechtsprechung, welche dem Rechtsanwender diese Befugnis nicht ein räume ( Urk. 1 S. 7, Urk. 15 S. 3 f.). Entgegen der Ansicht der IV-Stelle ergebe sich aus dem psychiatrischen Gutachten ohne Weiteres, dass er an funktionell schweren psychischen Einschränkungen leide ( Urk. 15 S. 4-5). Auch treffe es nicht zu, dass er die psychiatrische Therap ie nur unregelmässig wahrnehme. Dass er nicht an den bei ihm vorliegenden Diagnosen, den Tester gebnissen und allfälligen Behandlungsoptionen interessiert sei, sei der Autismus spektrums störung geschuldet ( Urk. 15 S. 6 f.). Unzutreffend sei, dass er im Frei zeitb ereich nicht eingeschränkt sei ( Urk. 1 S. 10, Urk. 15 S. 8). Auch seine Angst vor Menschen mengen mit Panikattacken sei mit einer Arb eitstätigkeit schwer ver ein bar ( Urk. 15 S. 9). Die angefochtene Verfügung sei auch deshalb fehlerhaft, weil die RAD-Ärztin Dr. med. D.___ es als erwiesen erachtet habe, dass vom 1 3. Oktober 2014 bis 1 2. März 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Richtigerweise hätte ihm nur schon aus diesem Grund eine befristete ganze Rente zugesprochen werden müssen ( Urk. 1 S. 6). Ihm stehe gestützt auf das Gutachten mindestens eine halbe Rente zu. Da er aber wegen seiner starken Einschränkungen auf dem ersten Arbeitsmarkt niemals eine Stelle finden werde und die Wiedereingliederungsmassnahmen gezeigt hätten, dass er den Anforderungen des freien Arbeitsmarktes nicht standhalte, sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen ( Urk. 1 S. 13). Bei der Bemessung des Invaliden einkommens sei für den Fall, dass ihm keine ganze Rente zugesprochen werde, der maximal mögliche leidensbedingte Abz ug von 25 % zu berücksichtigen ( Urk. 1 S. 14-16). 3. 3.1 Laut Bericht vom 2 1. August 2015 von med. pract. C.___, Facharzt für Psy chiatrie und Psychotherapie und ärztlicher Leiter der Tagesklinik für Psychothe rapie E.___, wurde der Beschwerdeführer in der Zeit vom 1 3. Oktober 2014 bis 2 0. Juli 2015 in der Klinik an zwei halben Tagen pro Woche behandelt und danach von ihm ambulant weiterbe treut. I n anamnestischer Hinsicht hielt d er Psychiater fest, der Beschwerdeführer habe von 1998 bis 2002 Cannabis, Cocain und Ecstasy konsumiert. V on 2008 bis 2012 habe er in einer Firma, die Druck farben her ge stellt hab e, g e arbeite t. Seine Mutter sei 2012 gestorben, worunter er sehr gelitten habe. Sein psychischer Zustand habe sich zunehmend verschlechtert, und er habe sich mit dem steigenden Leistungsdruck am Arbeitsplatz überfordert gefühlt. Deshalb habe er schliesslich selber gekündigt ( Urk. 13/45/1). Seither sei er vom Sozialamt abhängig. Im Jahr 2012 habe er unter depressiven Stimmungen und einer Panikstörung bei der Ben ü tzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen gelitten. Deswegen habe er psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen. Unter medikamentöser Behandlung sei es zu einer sehr langsamen Besserung gekommen. Aktuell sei er emotional verschlossen und sensibel, in der Grundstimmung deprimiert, zeitweise bestünden Angstzustände. Im Verhalten erscheine er unreif, unstetig und weise eine Fluchttendenz auf. Er fühle sich den Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes nicht gewachsen, zeige aber Motivation für ein Arbeitstraining im geschützten Rahmen. Wegen einer unreif-haltlosen Persönlichkeit (ICD-10 : F60.8) und depressiver Episoden mit Angstzuständen, zur Zeit mittelschweren Ausmasses (ICD-10: F33.10), sei er seit dem 1 3. Oktober 2014 zu 100 % a rbeitsunfähig im bisherigen Beruf. Er habe zeitlebens nicht die psy chischen Ressourcen aufbauen können, um in der Arbeitswelt zu bestehen beziehungsweise durchzuhalten. Deshalb benötige er Eingliede rungsmassnahmen im Sinne eines Aufbau- und B elastungstrainings im geschützten Rahmen ( Urk. 13/45/2). 3.2 Im Auftrag der IV-Stelle begutachtete Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie, den Beschwerdeführer psychiatrisch. Der Beschwerdeführer gab ihm an, die Beschwerden hätten während der letzten Tätigkeit etwa 2012 angefangen. Zu der Zeit habe er etwa 12-15 Stunden pro Tag gearbeitet und am Arbeitsplatz viel Stress gehabt. Auch am Wochenende habe er gearbeitet. Der Chef sei nicht gross auf seine Hinweise, dass es ihm zu viel sei, eingegangen. Dass die Mutter krank geworden sei, sei «der letzte Tropfen auf dem heissen Stein» gewesen ( Urk. 13/70/15). Der Expertise vom 2 3. August 2016 sind die Diagnosen einer Persönlichkeitsstörung mit unreifen, haltlosen Zügen (ICD-10: F60.8) sowie ein es Status nach rezidivierenden depressiven Episoden mit Angstzuständen, zum Teil mittelschweren Ausmasses (ICD-10: F33.10), gegen wärtig remittiert (ICD-10: F33.4 ), zu entnehmen ( Urk. 13/70/25). Dr. Z.___ führte dazu aus, die Persönlichkeitsstörung weise beim Beschwerdeführer objektiv betrach tet eine mittelgradige Ausprägung auf ( Urk. 13/70/29). Die Diagnose einer depressiven Episode lasse sich hingegen aufgrund der gegenwärtigen Situation nicht stellen; der Gesundheitszustand habe sich insofern im Vergleich zu den Vorbefunden verbessert ( Urk. 13/ 70/31). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit, bezogen auf den letzten Arbeitgeber, sei wegen der Konfliktsituationen und der Belastung eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Krankheitsbedingt seien seine Fähigkeiten zur Anpassung an Regeln und Routinen sowie Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen, die Durchhalte - und Selbst behauptungsfähigkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten und die Gruppenfähigkeit zumindest leicht- bis mittelgradig eingeschränkt ( Urk. 13/70/32- 33). In den all täglichen Aktivitäten weise der Beschwerdeführer kein reduziertes Aktivitäts niveau auf ( Urk. 13/70/27). Leidensangepasste, k lar strukturierte Tätigkeiten bei einem konfliktarmen Arbeitgeber mit der Möglichkeit, sich zurückzuziehen, wären ihm ab dem Begutachtungstermin zu 100 % zumutbar. Eine rückwirkende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit sei auf grund der Aktenlage nicht möglich. Wegen der Abwesenheit vom Arbeitsmarkt seit 2013 und der drohenden erneuten psychischen Dekompensation werde eine stufenweise Wiedereingliederung mit anfänglich zwei Stunden Arbeitszeit pro Tag im Rahmen einer Belastungserprobung empfohlen. Therapeutisch werde empfohlen, den nötigen strikten Verzicht auf den Konsum illegaler Drogen und von Alkohol durch regelmässige Drogenscreenings zu kontrollieren ( Urk. 13/70/ 33 -34). 3.3 Im Verlaufsbericht vom 2 1. November 2017 hielt der behandelnde Psychiater med. pract. C.___ fest, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei stationär ( Urk. 13/82/1). Die mehrmaligen Labortests der Hausärztin im Zeitraum vom 3. März bis 1 0. Juli 2017 hätten keine Hinweise für Drogen- oder Alkohol konsum ergeben (vgl. Urk. 13/78/6, Urk. 13/80/2-10). Seit August 2016 erfolge eine ambulante delegierte Psychotherapie durch eine Psychologin in der Tages klinik im 14täglichen Rhythmus. Die medikamentöse Behandlung werde fort geführt. Eine deutliche Besserung sei bezüglich der Verlässlichkeit sowie dem Einhalten von Terminen und Abmachungen eingetreten, zudem sei der Beschwer deführer in der Einzeltherapie zugänglicher. Nun solle im Rahmen eines Aufbau- und Belastungstrainings in einem angepassten Arbeitsumfeld mit einer anfäng lichen Präsenzzeit von mindestens zwei Stunden pro Tag das Ziel angestrebt werden, ein Arbeitspensum von 50 % zu erreichen ( Urk. 13/ 82/2). 3.4 Vom 1 2. Februar bis 1 1. Mai 2018 absolvierte der Beschwerdeführer ein von der IV-Stelle finanziertes, externes Belastbarkeitstraining ( Urk. 13/89) mit dem Ziel, eine Präsenzzeit am Arbeitsplatz von vier St unden zu erreichen ( Urk. 13/92). Mangels vollständiger Zielerreichung, wobei der zuständigen Eingliederungs fachperson nicht ganz klar war, ob sich der Beschwerdeführer in der damaligen Situation einfach bequem eingerichtet hatte ( Urk. 13/99/1, Urk. 13/100 /3 ), wurde das Belastbarkeitstraining um zwei Monate bis zum 1 1. Juli 2018 verlängert ( Urk. 13/101, Urk. 13/105 ). Dem Abschlussbericht vom 8. Juli 2018 ist zu ent nehmen, dass das Ziel einer stabilen Präsenz von vier Stunden ab dem zweiten Monat erreicht wurde. Ein Arbeitsplatzwechsel im Hinblick auf ein Aufbautrai ning scheiterte aber. Bereits die Besichtigungen der in Frage kommenden Betriebe hätten zu sichtlichem Stress mit Schweissausbrüchen und Angstzuständen geführt. Ein Schnuppertag in einem Brockenhaus am 2 6. Jun i 2018 mu sste nach zwei Stunden abgebrochen werden, weil es dem Beschwerdeführer psychisch über haupt nicht mehr gut g egangen sei : Er sei äusserlich wie zu Stein erstarrt und sei auf die Frage der Betreuungsperson, wie es ihm gehe, in Tränen aus ge brochen und habe nur noch «raus» gewollt. Dabei habe offenbar auch eine Rolle gespielt, dass er mit dem öffentlichen Verkehr angereist sei und die für ihn bereits damit verbundene psychische Belastung zur Überforderung ge führt hab e. In Absprache mit seiner Therapeutin gelangte die Eingliederungsfachperson deshalb zur Beurteilung, dass eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt nicht möglich sei, da die Gefahr einer nachhaltigen Dekompensation bestehe. Ziel sei es nun, mit Unterstützung des Sozialamts die Aufrechterhaltung der Tagesstruktur im Rahmen eines geschützten Arbeitsplatzes zu erreichen und in diesem Rahmen die bisher erzielten Erfolge zu sichern ( Urk. 13/112/2- 3). Die Kommunikation der IV-Eingliederungsberatung mit der externen Eingliede rungsfachperson ergab, dass diese einen Zusammenhang zwischen der geringen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers und der Tatsache, dass seine Lebens partnerin eine Invalidenrente bezog und nicht eingliederungsfähig war (vgl. auch Urk. 13/70/26), als möglich erachtete. D ie behandelnde Therapeutin hatte ihr angegeben, dass sie eine weitere Steigerung der beruflichen Belastung nach dem gescheiterten Arbeitsversuch im Brockenhaus als unmöglich erachte ( Urk. 13/111/10). Am 1 2. Juli 2018 schloss die IV-Stelle die Eingliederungsmass nahmen ab, da sie zur Einschätzung gelangt war, eine Weiterführung von Integ rationsmassnahmen mit einer Steigerung der Präsenzzeit sei aus gesundheitlichen Grü nden nicht möglich ( Urk. 13/110 ). 3.5 3.5.1 Im Auftrag der IV-Stelle erstellte Dr. phil. A.___ gestützt auf Testun tersuchungen vom 2 9. Oktober und 6. November 2019 ein neuropsychologisches Gutachten ( Urk. 13/154/1-2). Dr. A.___ diagnostizierte eine leichte bis mittelschwere neuropsychologische Funkt i onsstörung mit im Vordergrund stehenden attentionalen, exekutiven und mnestischen Minderleistungen ( Urk. 13/154/14). Hinweise für eine ungenügende Leistungsbereitschaft während de r Tests bestanden nicht ( Urk. 13/154/13-14). Die vom Beschwerdeführer ange ge bene rasche Reizüberflutung könne anhand der Testbefunde und der beschrie benen, seit der Kindheit bestehenden deutlichen Introvertiertheit nachvollzogen und erklärt werden. Es sei davon auszugehen, dass die sich in der aktuellen ruhigen und ablenkungsarmen, gut strukturierten Untersuchungs atmosphäre mani festierenden kognitiven Einschränkungen unter Ablenkung, Zeitdruck und Mehr fachbelastung sowie Stress noch intensivierten, wodurch es zu einer zunehmen den Ermüdbarkeit kommen könne ( Urk. 13/154/14-15). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Farbmischer und Lagerarbeiter sei aus rein th eoretisch-neuropsycho logischer S icht von einer 30%igen Einschränkung der Leistungs fähigkeit auszu gehen. Eine allfällige weitere Einschränkung der Leistungsfähig keit aufgrund der in den Akten erwähnten psychiatrischen Problematik, welche im Vordergrund stehe, müsse von ärztlicher Seite beurteilt und bei der Festsetzung der realisier baren Arbeitsfähigkeit mitberücksichtigt werden ( Urk. 13/154/17). Eine optimal angepasste Tätigkeit müsste eine ablenkungsarme, ruhige und gut strukturierte Arbeitsatmosphäre aufweisen ohne Mehrfachbe lastung, Zeit- und Termindruck sowie ohne zu viele Sozialkontakte. Die erho benen verminderten Lern- und Neu gedächtnisleistungen sprächen für eine Tätigkeit, in welcher bereits vorhandenes Fachwissen genutzt werden könne ( Urk. 13/154/17-18). 3.5.2 Das von Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zu Handen der IV-Stelle erstell t e psychiatrische G utachten vom 1 3. März 2020 basiert auf der gutachterlichen Untersuchung vom 1 1. Januar 2020 ( Urk. 13/154/3). Der Expertise sind als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkei t ein Aspergersyndrom (ICD-10: F84.5) und eine Agoraphobie und Panikstörung (ICD-10: F40.01) zu entnehmen ; nicht auf die Arbeitsfähigkeit wirke sich eine gegenwärtig remittierte rezidivierende depressive Störung (ICD-10: F33.4) aus ( Urk. 13/155/22-23). In anamnestischer Hinsicht hielt Dr. B.___ fest, der Beschwerdeführer sei laut den Vorakten und eigenen Angaben bereits früh in der Kindheit durch ein zurück gezogenes, einzelgängerisches Verhal ten aufgefallen. Mit 17 Jahren habe er begon nen, verschiedene Drogen zu konsumieren, was unter anderem zum Ab bruch seiner Lehre als Fahrradmechaniker geführt habe. Nach zweieinhalb Jahren A rbeitslosigkeit habe er eine Stelle im Verkauf gefunden, die er nach zwei Jahre n verlor en habe. Danach sei er abermals während zwei Jah ren arbeitslos gewesen. Damals habe er es geschafft, von den Drogen wegzukommen. Im Jahr 2004, mit 23 Jahren, habe er die Stelle als Lagerist gefunden. Diese habe ihm zugesagt, da es sich um eine repetitive Tätigkeit gehandelt habe. Nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 2012, zu der er ein sehr enges Verhältnis gehabt habe, sei es ihm schlechter gegangen. Er habe ihm, dem Gutachter, angegeben, dass er danach habe krankgeschrieben werden müssen und es in diesem Rahmen schliess lich zur Kündigung gekommen sei. Andernorts in den Akten werde hin gegen erwähnt, die Kündigung sei auf eigenen Wunsch erfolgt, weil er sich eine andere Tätigkeit habe suchen wollen; der Versuch, in einem anderen Betrieb Fuss zu f assen, sei ihm jedoch nicht gelu ngen. Im April 2013 sei die IV-Anmeldung erfolgt ( Urk. 13/155/24-25). Der Beschwerdeführer gab dem Gutachter an, Angst vor Menschenmengen sowie vor belebten Orten wie Bahnhöfen und Restaurants zu haben ( Urk. 13/155/14). Es komme alle 2-3 Wochen zu Panikattacken und er habe Angst, dass deren Frequenz zunehme. Zudem habe er Schwierigkeiten in der Interaktion und einen speziellen Bezug zu anderen Menschen. Er habe ausgeprägte Interessen und eine Tendenz zu repetitiven Verhaltensweisen. Ferner bestünden sensorische Empfind lichkeiten und Stimmungsschwankungen ( Urk. 13/155/14). Dr. B.___ erhob wenig e pathologische Befunde. Im Vordergrund stand eine reduzierte Mimik und Gestik, welche den Beschwerdeführer kalt und distanziert erscheinen liess en ( Urk. 13/155/18-21, Urk. 13/155/23-24). Es sei davon auszugehen, dass die Autis musspektrumstörung zu gewissen Beeinträchtigungen der Kommunika tionsfähigkeit, einer gewissen Rigidität und damit verbundenen Einschränkungen der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit führe. Die Agoraphobie schränke primär die Mobilität ein. Sekundär komme es bei beiden Störungen aufgrund des Ener gieverbrauchs zur Kompensation von Symptomen zu Einschränkungen der Durch haltefähigkeit ( Urk. 13/155/21, Urk. 13/155/29). Sowohl die Autismus spektrumstörung als auch die Agoraphobie mit Panikattacken liessen sich psy chotherapeutisch und medikamentös behandeln. Bei der Befragung habe sich herausgestellt, dass der Beschwerdeführer schon seit einiger Zeit nicht mehr in die seit längerem installierte Psychotherapie gegangen sei und keine Medika mente einnehme ( Urk. 13/155/26; vgl. auch Urk. 13/155/17). Hinsichtlich Kon sistenz und Plausibilität falle auf, dass der Beschwerdeführer verschiedentlich diver gierende Angaben zu wichtigen Punkten in der Anamnese gemacht habe, beispielsweise betreffend den Beginn der Erkrankung und die letzte Kündigung. Zudem fänden sich in den Akten Informationen, welche die geltend gemachten Einschränkungen etwas relativierten, beispielsweise über eine Fahrt mit dem öffent lichen Verkehr zu einem Mountainbike-Treffen und die Teilnahme an der Streetparade. Deshalb seien die Angaben des Beschwerdeführers teilweise von unklarer Validität und müssten mit Vorsicht beurteilt werden ( Urk. 13/155/26; vgl. auch Urk. 13/70/11, Urk. 13/99/1, Urk. 13/155/5). In seiner Würdigung der Fähigkeiten, Ressourcen und Belastungen legte Dr. B.___ dar, der Abbruch der Lehre und die längeren Arbeitslosigkeitsphasen bis 2012 wiesen auf mögliche Defizite der beruflichen Leistungsfähigkeit hin. Die Angaben des Beschwerdeführers deuteten zudem auf andauernde Defizite der sozialen Funktionsfähigkeit hin. Deren Ausmass werde dadurch relativiert, dass es ihm trotzdem gelungen sei, Freundschaften und Partnerschaften aufzubauen, und sein Kommunikationsverhalten letztlich recht unauffällig sei. Sein Hinweis, der Drogenkonsum habe sich positiv auf seine Kommunikationsfähigkeit ausge wirkt, weise trotzdem auf einen gewissen Leidensdruck hin. Ein entsprechender Leidensdruck werde auch durch den Umstand verdeutlicht, dass der Beschwerde führer schon seit längerem immer wieder therapeutische Kontakte habe. Gegen einen schweren Leidensdruck spreche, dass er immer wieder während längerer Zeit keine Therapie absolviert habe und sich weder für seine Diagnosen noch für therapeutische Optionen zu interessieren scheine. Hinsichtlich der Agoraphobie falle auf, dass keine antidepressive Therapie bestehe, welche die Ängste mildern könn t e, und der Beschwerdeführer nach Ausweis der Akten in seiner Mobilität nicht so stark eingeschränkt zu sein scheine, wie er teilweise geltend gemacht habe. Auch dies spreche dagegen, dass aktuell ein erheblicher Leidensdruck bestehe. Als Ressourcen zu nennen seien die trotz des diagnostizierten Autismus recht gute Kommunikationsfähigkeit, die guten intellektuellen Ressourcen mit einer Veranlagung für technisch-praktische Tätigkeiten und die schon länger währende Partnerschaft sowie gute Freundschaften. Auch die Tatsache, dass er den Drogenkonsum ohne fremde Hilfe habe sistieren können, spreche für das Vorliegen gewisser psychischer Ressourcen. Gleichzeitig bestünden verschiedene krankheitsfremde Faktoren, die einen negativen Einfluss auf eine Wiedereinglie derung haben könnten. Der fehlende Ausbildungsabschluss, das Fehlen einer Anste llung und die bestehenden Schuld en könnten sich negativ auf die Einglie derungsmotivation auswirken. Zudem sprächen die Erwerbsbiographie mit dem Abbruch der Lehre und mehreren Arbeitslosigkeitsphasen, die bisherigen subop timalen therapeutischen Bemühungen und der Umstand, dass der Beschwerde führer seit dem Abbruch der Eingliederungsmassnahmen nicht versucht habe, sich zumindest in einem Teilpensum einzugliedern, für das Vorliegen einer moti vationalen Problematik mit einer gewissen Selbstlimitierung und Passivität. Es entstehe der Eindruck, dass der Beschwerdeführer wenig Perspektiven für die Zukunft habe. In der Gesamtschau ergebe sich trotz gewisser Unsicherheiten bezüglich Details ein relativ konsistentes Bild ( Urk. 13/155/26-28 ). Hinsichtlich der rezidivierenden d epressiven Störung sei davon auszugehen, dass sie in Krankheitsphasen zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geführt habe ( Urk. 13/155/27). Unklar bleibe, wann genau es im Zusammenhang mit der Kün digung und dem Tod der Mutter im Jahr 2012 zu einer Depression gekommen sei. Im Bericht der Behandler vom August 2015 werde die Depression nicht nachvoll ziehbar beschrieben. In der anschliessenden Begutachtung durch Dr. Z.___ habe sich keine Depression mehr feststellen lassen. Trotz des Umstands, dass die Autis musspektrumstörung damals nicht erkannt worden sei, sei nicht davon aus zu gehen, dass damals erhebliche Einschränkungen bestanden hätten. Ängste würden im besagten Bericht vom August 2015 beschrieben; eine eigentliche Angststörung sei aber weder dort noch im Vorgutachten diagnostiziert worden, weshalb darauf zurückzuführende Einschränkungen erst ab dem Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung anzunehmen seien ( Urk. 13/155/28-29). Es sei davon auszugehen, dass die auf den Autismus zurückzuführenden Einschrän kungen im zeitlichen Verlauf einigermassen stabil gewesen seien. Eine Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit sei beispielsweise bei erhöhten Anforderungen an die Kommunikationsfähigkeit etwa in Verhandlungs- und Führungsfunktionen zu erwarten. In angepassten Tätigkeiten sei aber, wie die langjährigen Anstellungen des Beschwerdeführers zeigten, kaum von Leistungsdefiziten auszugehen. Sodann sei nun auch von einer verminderten Leistungsfähigkeit wegen der Angststörung auszugehen. Mit einer optimalen Unterstützung, nötigenfalls durch den Einsatz sedierender Medikamente, lasse sich die Einschränkung der Mobilität in einer ange passten Tätigkeit weitgehend kompensieren. Es sei jedoch davon auszuge hen, dass die Ängste und sporadisch auftretenden Panikattacken energieraubend seien. Daraus folge eine leichte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von 20-30 % ( Urk. 13/155/29-30). 3.5.3 Gestützt auf Konsensbesprechungen vom 1 8. Februar und 1 3. März 2020 erstell ten die beiden Gutachter Dr. A.___ und Dr. B.___ die interdisziplinäre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vom 1 3. März 2020 ( Urk. 13/156/1). Sie hielten fest, es lasse sich nicht klar beurteilen, s eit wann die festgestellten leichten bis mittelschweren neuropsychologischen Defizite bestünden und was deren genaue Ursache sei. Die Angststörung könne die Defizite nicht gut erklären. In der Literatur würden verschiedene neuropsychologische Defizite bei Autismusspekt rum störungen beschrieben, so dass diese Störung die vorhandenen Defizite erklären könnte. Allerdings bliebe dann unklar, wie es dem Beschwerdeführer gelungen sei, jahrelang trotz dieser Leistungsdefizite berufstätig zu sein, auch in einer einfachen Tätigkeit. Letzteres spreche eher für neu aufgetretene Defizite, möglicherweise entstanden nach einem Fahrradsturz im Jahr 201 1. Unklar sei, inwiefern hier weiterführende Abklärungen wie eine Bildgebung oder eine neu rologische Abklärung sinnvoll wären. In der Gesamtschau sei von erheblichen Einschränkungen der beruflichen Leistungsfähigkeit bedingt durch die neuropsy chologischen Defizite, die Autismusspektrumstörung und die Angststörung aus zugehen. In einer sehr einfachen Tätigkeit wie der zuletzt ausgeübten Arbeit als Lagerist komme es vor allem aufgrund der neuropsychologischen Defizite und der Angststörung zu einer Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Auch in anderen Tätig keiten im ersten Arbeitsmarkt bestehe eine entsprechende Einschränkung. Da die Angststörung erst im Rahmen der aktuellen Begutachtung diagnostiziert worden sei und unklar bleibe, seit wann die neuropsychologischen Defizite bestünden, gelte die attestierte Arbeitsunfähigkeit ab Dezember 2019 ( Urk. 13/156/2-3). Eine gezielte Behandlung der Angststörung mit einem Antidepressivum könnte mög licherweise eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit von 10-20 % bewirken. Da die vorliegende Angststörung häufig chronisch-rezidivierend verlaufe und schwer zu therapieren sei, könne sie sich aber auch als therapieresistent erweisen. Da der Beschwerdeführer aktuell keine Medikamente einnehme und eher unregelmässig in die Therapie gehe, sei n icht von einer ausreichenden psychiatrisch-psychothe rapeutischen Therapie auszugehen. Eine Aggravation habe nicht vorgelegen, hin gegen hätten selbstlimitierende Tendenzen bestanden. Diese Persönlichkeitsfak toren seien bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ausgeklammert worden. Ein Wegfall der bestehenden psychosozialen Faktoren, beispielsweise der psychisch erkrankten Lebensgefährtin, würde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht zu einer wesentlichen Zustandsbesserung führen. Die a ufgeführten Einschrän kun gen wirkten sich gleichermassen im privaten wie im beruflichen Alltag aus ( Urk. 13/156/3-4). 3.6 Med. pract. C.___ hielt in einer ärztlichen Bescheinigung vom 1 2. August 2020 fest, der Beschwerdeführer sei seit dem 1 3. Oktober 2014 im ersten Arbeits markt zu 100 % arbeitsunfähig. Die von der IV-Stelle organisierte Wiedereinglie derungsmassnahme habe wegen einer psychischen Dekompensation beendet werden müssen. Die Anforderungen - wie das verlangte Arbeitspensum und die erwartete Anpassung an ein anderes Arbeitsumfeld ( Brocki oder Schreinerei) mit anderen Mitarbeitenden und Vorgesetzen - seien zu hoch gewesen. Dadurch werde ersichtlich, dass dem Beschwerdeführer momentan maximal eine 50%ige Tätigkeit in einem angepassten, geschützten Bereich zumutbar sei. Eine Wie der eingliederung müsste in einem ersten Schritt im geschützten Arbeitsmarkt erfol gen, wo sich der Beschwerdeführer über eine längere Zeit angew öhnen und zurecht finden könnte ( Urk. 7). 4. Zwar wurde bereits mit Verfügung vom 1 5. April 2014 ( Urk. 13/27), welche in Rechtskraft erwachsen ist, das Bestehen eines Rentenanspruchs verneint. Vorlie gend ist aber nicht wie bei einer eigentlichen Neuanmeldung zu verfahren und zu prüfen, ob seit der letzten rechtskräftigen Rentenablehnung eine erhebliche Sach verhaltsänderung eingetreten ist. Die Rentenverneinung vom 1 5. April 2014 b asierte nämlich nicht auf einer umfassenden materiellen Prüfung des Renten anspruchs, da der Beschwerdeführer der IV-Stelle damals die Einholung von Arzt berichten verunmöglicht und damit seine Mitwirkung bei der Sachverhaltsab klärung im Sinne von Art. 28 Abs. 2 ATSG verweigert hatte ( Urk. 13/12-17, Urk. 13/18, Urk. 13/20-26 ). Wird die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht, kann sich die gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegte Sanktion – hier der Erlass der rentenverneinenden Verfügung gestützt auf die damals vorhandenen Akten – nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde ( Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 Rz 103 mit Hinweis). Der strittige Rentenanspruch ist somit ohne Bindung an die frühere Beurteilung zu prüfen. 5. 5.1 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers lässt sich aus dem psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 1 3. März 2020 problemlos nachvollziehen, weshalb die Gutachter nicht gestützt auf das Ergebnis des Belastbarkeitstrainings von einer 100%ige n Arbeitsunfähigkeit im freien Arbeitsmarkt ausgingen. Aufgrund eine r eingehende n Analyse der vorhandenen biografischen und anam nes tischen Informationen zeigte der psychiatrische Gutach ter Dr. B.___ Inkon sis tenzen auf, die mit schweren psychischen Beeinträchtigungen, die zu einer voll stän digen Arbeitsunfähi gkeit führen, nicht vereinbar sind. Zu nennen sind insbesondere die längerdauernden Phasen in der Vergangenheit, als der Beschwer de führer keine Psychotherapie in Anspruch nahm, der Umstand, dass er sich offenbar weder für seine Diagnosen noch für therapeutische Optionen inte ressierte und trotz der geklagten Agoraphobie keine antidepressive Medikation einnahm, und die Reise mit dem Zug an ein Bike-Treffen beziehungsweise die Teilnahme an der Streetparade, welche nicht für das Bestehen eines schweren Leidensdrucks sprechen. Zudem gingen die Gutachter davon aus, dass die frühe ren längeren Phasen von Arbeitslosigkeit und der Abbruch der Lehre auch auf motivationale Probleme zurückzuführen sind, und dass sich der Beschwerde führer auch in der aktuellen Lebensphase selbst limitier t ( Urk. 13/155/5, Urk. 13/155/27-28, Urk. 13/156/3-4 ). Auf der anderen Seite verfügt er ausweis lich der neuropsychologischen Test ergebnisse über gute intellektuelle Ressourcen, eine recht gute Kommunikationsfähigkeit, eine sta bile Beziehung zu seiner Lebens partnerin und er hat mindestens einen guten Freund ( Urk. 13/155/28). Ferner hat er vielfältige Interessen und Hobbys (etwa Fernsehen, Videospiele, Mountain bike fahren, Kochen, Zeichnen und Malen) und einen relativ aktiven Tagesablauf ( Urk. 13/155/16-17). Die damit durchscheinenden persönlichen Ressour cen sind mit einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit schwer zu verein baren. Zu beachten ist sodann, dass auch bei den Eingliederungsfachleuten der Verdacht aufgekommen war, der Beschwerdeführer habe sich in der damaligen Situation bequem eingerichtet und der Umstand, dass seine Lebenspartnerin eine Inva lidenrente erhalte, limitiere seine Eingliederungsmotivation ( Urk. 13/99/1, Urk. 13/100/3, Urk. 13/111/10 ). Letzten Endes basierte die Beurteilung im Abschluss bericht des Belastbarkeitstrainings vom 8. Juli 2018, dass momentan keine Arbeit auf dem freien Arbeitsmarkt möglich sei, auf der Einschätzung der behandelnden Psychot herapeuten ( Urk. 13/112/3). Diese diskutierten in den Berichten vom 2 1. August 2015 ( Urk. 13/45), 2 1. November 2017 ( Urk. 13/82) und 1 2. August 2020 ( Urk. 7) mögliches inkonsistentes und selbstlimitierendes Verhalten des Beschwerdeführers sowie invaliditätsfremde Faktoren nicht. Zudem war ihre Diagnose einer Depression im Bericht vom 2 1. August 2015 für den psy chiatrischen Gutachter Dr. B.___ nicht nachvollziehbar ( Urk. 13/155/29). Die im Bericht der Behandler vom 1 2. August 2020 geltend gemachte Eingliederungs motivation des Beschwerdeführers in einer geschützten Tätigkeit ( Urk. 7 S. 2) wird sodann dur ch den Umstand relativiert, dass er nach Beendigung der Einglie derungsmassnahmen die Tätigkeit an einem geschützten Arbeitsplatz offenbar trotz Unterstützung der Eingliederungsberater und des Sozialamtes nicht weiter führt e ( Urk. 13/111/10-11, Urk. 13/155/16-17). B ei den behandelnden Thera peu ten ist auch die Erfahrungstatsache, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pati entinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), zu berücksichtigen. Deshalb ist ihre anderslautende Schätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit nicht geeignet, den Beweiswert des psychiatrisch-neuropsycho logischen Gutachtens zu erschüttern. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, der erste psychiatrische Gutachter Dr. Z.___ habe ihn am 2 3. August 2016 in der bisherigen Tätigkeit als vollständig arbeitsunfähig eingeschätzt ( Urk. 1 S. 9), lässt sich daraus ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dr. Z.___ berücksichtigte nämlich bei dieser Einschät zung, dass es am letzten Arbeitsplatz Konflikte gab, und mutete dem Beschwer deführer deshalb keine Rückkehr in dieses konkrete Arbeitsverhältnis zu ( Urk. 13/70/15, Urk. 13/70/32). Andererseits hielt er fest, medizinisch-theoretisch bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Täti gkeit, wozu auch Tätigkeiten mit ähnlichem Belastungsprofil wie zuletzt gehörten, so lange das Arbeitsverhältnis konfliktarm sei ( Urk. 13/70/33). Mithin war die Beur teilung von Dr. Z.___ letztlich sogar noch optimistischer als diejenige des psychi atrischen Gutachters Dr. B.___. 5.2 Allerdings kann auch nicht ohne Weiteres auf die gutachterlich von Dr. B.___ und Dr. A.___ attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % in angepassten Tätigkeiten ( Urk. 13/156/2-3) abgestellt werden. Aus de r i nterdisziplinären Gesamt beurteilung der Gutachter vom 1 3. März 2020 geht hervor, dass sie die Ursache der von Dr. A.___ erhobenen leichten bis mittelschweren neu ropsychologischen Funktionsstörung nicht klären konnten. Dr. B.___ schloss einen Zusammenhang mit der Angststörung aus und erachtete auch einen wesent lichen Einfluss der Autismusspektrumstörung auf die Defizite als wenig wahrscheinlich, da ansonsten davon auszugehen wäre, dass der Beschwerde füh rer in der Vergangenheit nicht so lange hätte arbeiten können. Deshalb hielt er es für möglich, dass die Funktionsstörungen auf einen Fahrradsturz im Jahr 2011 zurückgehen, und wies darauf hin, eine neurologische Abklärung mit Bild gebung könne hier allenfalls weitere Erkenntnisse liefern ( Urk. 13/156/2). Die u nklare Genese der neuropsychologischen Defizite ist angesichts des erheblichen Gewichts der von Dr. A.___ deshalb bescheinigten 30%igen beruflichen Leistungseinbusse an der gesamthaften Arbeitsunfähigkeit von 50 % (bei einer psychiatrisch attestierten 20-30%igen Arbeitsunfähigkeit wegen der Angst- und Aspergers ymptomatik ) problematisch. Denn neuropsychologische Testresultate allein reichen nicht aus, um Diagnosen zu stellen und die Arbeitsunfähigkeit zu beurteilen. Die entsprechenden Untersuchungsergebnisse sind im Rahmen einer gesamthaften Beweiswürdigung nur insoweit bedeutsam, als sie überprüf- und nachvollziehbar sind und sich in die anderen (interdisziplinären) Abklärungs er gebnisse schlüssig einfügen (Urteile des Bundesgerichts 8C_261/2009 vom 7. Au gust 2009 E. 5.2 und I 542/05 vom 1 7. November 2006 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). Dies lässt sich aufgrund der gegenwärtigen Aktenlage nicht beurtei len, da die von Dr. B.___ erwähnten neurologischen und bildgebenden Abklä rungen zur Eruierung allfälliger somatischer, hirnorganischer Ursachen der neu ro psychologischen Störung bisher unterblieben sind. 5.3 Der IV-Stelle ist grundsätzlich beizupflichten, dass Dr. B.___ und Dr. A.___ in ihrer interdisziplinären Beurteilung vom 1 3. März 2020 die 30%ige Arbeits unfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht und die 20-30%ige Arbeits unfähigkeit wegen der Ängste und der Aspergersymptomatik fast vollumfänglich kumuliert haben, indem sie von einer gesamthaften Arbeitsunfähigkeit von 50 % ausgegangen sind ( Urk. 13/156/2-3). Auch trifft es zu, dass nach der Rechtspre chung häufig kein Anlass besteht, unter verschiedenen medizinischen Titeln aus gewiesene Teilarbeitsunfähigkeiten zu kumulieren, da der Umfang der grössten Teil einschränkung auch die weiteren Entlastungserfordernisse abdeckt (Urteil des Bundesgerichts 8C_483/2020 vom 2 6. Oktober 2020 E. 4.1 mit Hinweisen). Der interdisziplinären Beurteilung vom 1 3. März 2020 ist nicht zu entnehmen, weshalb und inwiefern die neuropsychologische und psychiatrische Teilarbeits unfähigkeit kumuliert wurden und ob daneben auch eine gegenseitige Überla gerung - denkbar wäre im Übrigen auch eine gegenseitige Verstärkung - der von den einzelnen Schäden ausgehenden Funktionseinbussen berücksichtigt wurde (vgl. Urk. 13/156/2-3). Ob sich die einzelnen aus mehreren Behinderungen resul tierenden Einschränkungsgrade summieren und in welchem Masse, betrifft eine spezifisch medizinische Problematik und Einschätzung, von der grundsätzlich nicht abzurücken ist. Deshalb durfte die IV-Stelle nicht von der Gesamtbeur tei lung der Arbeitsfähigkeit abweichen, ohne den Gutachtern Ergänzungsfragen zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_461/2019 vom 2 2. November 2019 E. 4.1-3). Ferner scheint die RAD-Ärztin Dr. med. D.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, einem Irrtum unterlegen zu sein, hielt sie in ihrer Stellung nahme vom 1 7. März 2020 doch aktenwidrig fest, im psychiatrisch-neu ro psy chologischen Gutachten vom 1 3. März 2020 sei dem Beschwerdeführer eine 30%ige (und nicht eine 50%ige) Arbeitsunfähigkeit in leidensangepassten Tätig keiten attestiert worden ( Urk. 13/158/8-9). 5.4 Die IV-Stelle, an welche die Sache zurückzuweisen ist, wird den Beschwerde führer zunächst noch fachärztlich-neurologisch und falls nötig auch bildgebend abklären lassen. Hernach wird sie – falls möglich und sinnvoll erneut durch Dr. B.___ und Dr. A.___ oder im Rahmen einer neuen polydiszipli nären Beurteilung – aus interdisziplinärer Sicht nochmals abklären lassen, ob die von Dr. A.___ festgestellte leichte bis mittelschwere neuropsycholo gische Funktionsstörung und die deshalb bescheinigte 30%ige Leistungsein schrän kung durch einen körperlichen oder psychischen Gesundheitsschaden oder eine multifaktorielle Genese (worunter auch Drogenabusus beziehungsweise dessen Konsequenzen fallen können, vgl. das Urteil des Bundesgerichts I 720/03 vom 1 6. März 2004 E. 2.3.2) nachvollziehbar und schlüssig erklärt werden können. Dabei wird auch zu berücksichtigen sein, dass sich der Beschwerdeführer gemäss Angaben in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung vom 1 3. März 2020 soweit bekannt keiner wesentlichen neuropsychologischen Beeinträchtigungen bewusst war ( Urk. 13/158/2). Auf Basis der neuen Erkenntnisse werden die beauf tragten Gutachter in einem nächsten Schritt die Arbeitsfähigkeit unter Berück sichtigung sämtlicher Gesundheitsstörungen zu beurteilen haben. Dabei werden sie dazu Stellung zu nehmen haben, wie sich die jeweiligen Teileinschrän kungen aus psychiatrisch er und gegebenenfalls neurologischer Sicht zueinander verhal ten und wie hoch die Gesamtarbeitsunfähigkeit im angestammten Bereich und in leidensangepassten Tätigkeiten ist. Sodann wird die IV-Stelle soweit nötig auch näher abzuklären haben, ab wann der Beschwerdeführer aus ärztlicher Sicht in welchem Ausmass in seiner Arbeits fähigkeit eingeschränkt ist. Die von der RAD- Psychiaterin Dr. D.___ in ihrer Stellungnahme vom 1 7. März 2020 getroffene Feststellung, der Beschwerdeführer sei in der angestammten und in einer angepassten Tätigkeit vom 1 3. Oktober 2014 bis zum 1 2. März 2020 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen ( Urk. 13/158/8-9), ist ohne weitere Begründung unter Bezugnahme auf die medizinischen Akten nicht nachvollziehbar. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 6. 6.1 Ausgangsgemäss gehen die Verfahrenskosten von Fr. 9 00.-- zulasten der unter liegenden IV-Stelle ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG). 6.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rück weisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2). Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozi alversiche rungs gericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Zwar hat die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung vom 1 0. September 2020 einge hend zur Beschwerde Stellung genommen und die angefochtene Verfügung aus führlicher begründet ( Urk. 12; vgl. auch Urk. 2). Dennoch erscheint der von der unentgeltlichen Rechtsvertreterin mit ihren Honorarnoten vom 3 1. August und 1 5. Dezember 2020 geltend gemachte Zeitaufwand von vier Stunden für die Durch sicht der IV-Akten, sieben Stunden für das Verfassen der Beschwerdeschrift ( Urk. 9-10) und sechs Stunden für die Replik ( Urk. 20) unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses sowie des in ver gleichbaren Fällen anerkannten Vertret ung saufwands als überhöht. I m Übrigen enthält die Replik teilweise repetitive Ausführungen ( vgl. etwa Urk. 15 S. 2 und 3 ). Für das Aktenstudium und für das Verfassen der Beschwerdeschrift kann je ein Aufwand von drei Stunden und für die Replik ein solcher von zwei Stunden anerkannt werden. Unter Berücksichtigung der übrigen Positionen der Honorar noten resultiert ein zu entschädigender Zeitaufwand von insgesamt 13,25 Stunden. Beim gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr. 220. -- ergibt sich unter Berücksichtigung der geltend gemachten Barauslagen von Fr. 67.30 ( Fr. 24.80 + Fr. 42.50) und der Mehrwertsteuer von 7,7 % eine Parteientschädigung von Fr. 3'212.--. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 3. Juni 2020 aufgeho ben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklär ung im Sinne der Erwägun gen, neu über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 900.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Stéphanie Baur, Dübendorf, eine Prozessentschä digung von Fr. 3’212.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stéphanie Baur - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber FehrKlemmt

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2020.00452 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiber Klemmt Urteil vom 5. August 2021

IV.2020.00452

IV.2020.00452

IV.2020.00452 I. Kammer

I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiber Klemmt

Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiber Klemmt

Urteil vom 5. August 2021

Urteil vom 5. August 2021 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Stéphanie Baur

vertreten durch Rechtsanwältin Stéphanie Baur Baur Imkamp & Partner, Rechtsanwälte

Baur Imkamp & Partner, Rechtsanwälte Bahnhofstrasse 55, 8600 Dübendorf

Bahnhofstrasse 55, 8600 Dübendorf gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 Der 1981 geborene X.___ brach die Lehre zum Fahrrad/Töff-Mechaniker im dritten Lehrjahr ab. Während dieser Zeit konsumierte er Drogen ( Urk. 13/2/5, Urk. 13/11/3 ). Nachdem er vom 1. April 2006 bis 2 9. Februar 2012 zu 100 % und – nach einer gesundheitsbedingten Pensumsreduktion - vom 1. März bis 3 1. Dezember 2012 zu 80 % für die Y.___ GmbH als Farb mischer und Lagermitarbeiter tätig gewesen war ( Urk. 13/1, Urk. 13/2/5, Urk. 13/11/2 ), meldete er sich am 3 0. April 2013 unter Hinweis auf eine psychi sche Erkrankung, die seit 1. Januar 2013 belegt sei, bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 13/2/7-9). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte daraufhin mit dem Versicherten ein Standort gespräch durch ( Urk. 13/11 ). Da ihr trotz Aufforderung kein Arztbericht einer behandelnden Arztperson eingereicht wurde ( Urk. 13/12-17), verneinte sie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 13/18, Urk. 13/20-26) mit Verfü gung vom 1 5. April 2014 ( Urk. 13/27) das Bestehen eines Leistungsanspruchs. Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 2 7. Juni 2014 im Prozess IV.2014.00503 nicht ein, weil der Versicherte die formellen Mängel seiner Beschwerde nicht innert Frist nachgebessert hatte ( Urk. 13/29 ).

1.1 Der 1981 geborene X.___ brach die Lehre zum Fahrrad/Töff-Mechaniker im dritten Lehrjahr ab. Während dieser Zeit konsumierte er Drogen ( Urk. 13/2/5, Urk. 13/11/3 ). Nachdem er vom 1. April 2006 bis 2 9. Februar 2012 zu 100 % und – nach einer gesundheitsbedingten Pensumsreduktion - vom 1. März bis 3 1. Dezember 2012 zu 80 % für die Y.___ GmbH als Farb mischer und Lagermitarbeiter tätig gewesen war ( Urk. 13/1, Urk. 13/2/5, Urk. 13/11/2 ), meldete er sich am 3 0. April 2013 unter Hinweis auf eine psychi sche Erkrankung, die seit 1. Januar 2013 belegt sei, bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 13/2/7-9). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte daraufhin mit dem Versicherten ein Standort gespräch durch ( Urk. 13/11 ). Da ihr trotz Aufforderung kein Arztbericht einer behandelnden Arztperson eingereicht wurde ( Urk. 13/12-17), verneinte sie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 13/18, Urk. 13/20-26) mit Verfü gung vom 1 5. April 2014 ( Urk. 13/27) das Bestehen eines Leistungsanspruchs. Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 2 7. Juni 2014 im Prozess IV.2014.00503 nicht ein, weil der Versicherte die formellen Mängel seiner Beschwerde nicht innert Frist nachgebessert hatte ( Urk. 13/29 ). 1.2 Nachdem sich der Versicherte am 2 1. Mai 2015 wegen einer Angststörung und einer Depression erneut zum Leistungsbezug angemeldet hatte ( Urk. 13/36; vgl. auch Urk. 13/46-49), holte die IV-Stelle das psychiatrische Gutachten von Dr. med. Z.___ vom 2 3. August 2016 ein ( Urk. 13/70 ; vgl. auch Urk. 13/52, Urk. 13/60-62, Urk. 13/66 ) und verpflichtete den Versicherten gestützt darauf, eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung aufzunehmen ( Urk. 13/71/ 1). Nach einem erneuten Standortgespräch a m 1 1. Januar 2018 ( Urk. 13/85, Urk. 13/111/4-6) übernahm die IV-Stelle die Kosten für ein Belast barkeitstraining vom 1 2. Februar bis 1 1. Mai 2018 ( Urk. 13/ 89) mit dem Ziel, eine Präsenzzeit am Arbeitsplatz von vier Stunden zu erreichen ( Urk. 13/92), und sprach dem Ver sicherten für die Dauer der Massnahme mit Verfügung vom 1 3. Februar 2018 Taggelder z u ( Urk. 13/93 ). Mangels vollständiger Zielerreichung ( Urk. 13/100) wurde das Belastbarkeitstraining um zwei Monate verlängert ( Urk. 13/101, Urk. 13/103, Urk. 13/105 ). Am 1 2. Juli 2018 schloss die IV-Stelle die Eingliede rungsmassnahmen ab, da sie zur Einschätzung gelangt war, eine Weiterführung von Integrationsmassnahmen mit einer Steigerung der Präsenzzeit sei aus gesund heitlichen Gründen nicht möglich ( Urk. 13/110; vgl. auch Urk. 13/111/10-11, Urk. 13/112). In der Folge holte sie die neuropsychologische Expertise von Dr. phil. A.___ vom 1 6. Januar 2020 ( Urk. 13/154) sowie das psychiat rische Gutachten von Dr. med. B.___ vom 1 3. März 2020 ( Urk. 13/155) samt interdisziplinärer Mitbeurteilung der neuropsychologischen Befunde ( Urk. 13/156) ein. Nachdem sie das Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur versicherungsmedizinischen Würdigung vorgelegt ( Urk. 13/158/8-9) und eine Ressourcenprüfung vorgenommen hatte ( Urk. 13/158/10, Urk. 13/159), verneinte sie - nach Durchführung d es Vorbe scheidverfahrens ( Urk. 13/160 ) - mit Verfügung vom 3. Juni 2020 da s Bestehen eines Rentenanspruchs ( Urk. 2).

1.2 Nachdem sich der Versicherte am 2 1. Mai 2015 wegen einer Angststörung und einer Depression erneut zum Leistungsbezug angemeldet hatte ( Urk. 13/36; vgl. auch Urk. 13/46-49), holte die IV-Stelle das psychiatrische Gutachten von Dr. med. Z.___ vom 2 3. August 2016 ein ( Urk. 13/70 ; vgl. auch Urk. 13/52, Urk. 13/60-62, Urk. 13/66 ) und verpflichtete den Versicherten gestützt darauf, eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung aufzunehmen ( Urk. 13/71/ 1). Nach einem erneuten Standortgespräch a m 1 1. Januar 2018 ( Urk. 13/85, Urk. 13/111/4-6) übernahm die IV-Stelle die Kosten für ein Belast barkeitstraining vom 1 2. Februar bis 1 1. Mai 2018 ( Urk. 13/ 89) mit dem Ziel, eine Präsenzzeit am Arbeitsplatz von vier Stunden zu erreichen ( Urk. 13/92), und sprach dem Ver sicherten für die Dauer der Massnahme mit Verfügung vom 1 3. Februar 2018 Taggelder z u ( Urk. 13/93 ). Mangels vollständiger Zielerreichung ( Urk. 13/100) wurde das Belastbarkeitstraining um zwei Monate verlängert ( Urk. 13/101, Urk. 13/103, Urk. 13/105 ). Am 1 2. Juli 2018 schloss die IV-Stelle die Eingliede rungsmassnahmen ab, da sie zur Einschätzung gelangt war, eine Weiterführung von Integrationsmassnahmen mit einer Steigerung der Präsenzzeit sei aus gesund heitlichen Gründen nicht möglich ( Urk. 13/110; vgl. auch Urk. 13/111/10-11, Urk. 13/112). In der Folge holte sie die neuropsychologische Expertise von Dr. phil. A.___ vom 1 6. Januar 2020 ( Urk. 13/154) sowie das psychiat rische Gutachten von Dr. med. B.___ vom 1 3. März 2020 ( Urk. 13/155) samt interdisziplinärer Mitbeurteilung der neuropsychologischen Befunde ( Urk. 13/156) ein. Nachdem sie das Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur versicherungsmedizinischen Würdigung vorgelegt ( Urk. 13/158/8-9) und eine Ressourcenprüfung vorgenommen hatte ( Urk. 13/158/10, Urk. 13/159), verneinte sie - nach Durchführung d es Vorbe scheidverfahrens ( Urk. 13/160 ) mit Verfügung vom 3. Juni 2020 da s Bestehen eines Rentenanspruchs ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob de r Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Stéphanie Baur, mit Eingabe vom 3. Juli 2020 Beschwerde und beantragte die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsver treterin in der Person von Rechtsanwältin Stéphanie Baur ( Urk. 1 S. 2 ). Nachträg lich reichte er zudem den Bericht vom 1 2. August 2020 von med. pract. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein ( Urk. 6-7). Mit Beschwerdeant wort vom 1 0. September 2020 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 12).

2. Dagegen erhob de r Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Stéphanie Baur, mit Eingabe vom 3. Juli 2020 Beschwerde und beantragte die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsver treterin in der Person von Rechtsanwältin Stéphanie Baur ( Urk. 1 S. 2 ). Nachträg lich reichte er zudem den Bericht vom 1 2. August 2020 von med. pract. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein ( Urk. 6-7). Mit Beschwerdeant wort vom 1 0. September 2020 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 12). Mit Verfügung vom 2 2. September 2020 gewährte das Gericht dem Beschwerde führer die unentgeltliche Prozessführung und bestellte ihm Rechtsanwältin Stéphanie Baur als unentgeltliche Rechtsvertreterin ( Urk. 14). In der Replik vom 2 8. Oktober 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest ( Urk. 15). Die IV-Stelle verzichtete auf eine Duplik ( Urk. 18), was dem Beschwerdeführer am 7. Dezember 2020 mitgeteilt wurde ( Urk. 19).

Mit Verfügung vom 2 2. September 2020 gewährte das Gericht dem Beschwerde führer die unentgeltliche Prozessführung und bestellte ihm Rechtsanwältin Stéphanie Baur als unentgeltliche Rechtsvertreterin ( Urk. 14). In der Replik vom 2 8. Oktober 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest ( Urk. 15). Die IV-Stelle verzichtete auf eine Duplik ( Urk. 18), was dem Beschwerdeführer am 7. Dezember 2020 mitgeteilt wurde ( Urk. 19). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherung srechts [ ATSG ] ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherung srechts [ ATSG ] ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).

1.2 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).

Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):

Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)

Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)

Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)

Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)

Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)

Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2)

Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)

Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)

Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)

gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2)

behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4).

Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:

1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).

1.4 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). 2.

2. 2.1 Die IV-Stelle begründete die Verneinung eines Rentenanspruchs in der angefoch tenen Verfügung vom 3. Juli 2020 und in der Beschwerdeantwort vom 1 0. Sep tember 2020 damit, gestützt auf das neuropsychologisch-psychiatrische Gutach ten vom 1 3. März 2020 sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in der bisherigen und in sämtlichen anderen l eidensangepassten Tätigkeit en zu 3 0 % arbeits un fähig sei ( Urk. 2, Urk. 1 2. S. 1 -2 ). Auf die interdisziplinäre Beurteilung im Gutachte n vom 1 3. März 2020, dass er wegen seiner neuropsychologischen Defizite und der Angststörung in allen Tätigkeiten zu 50 % arbeitsunfähig sei, könne nicht abgestellt werden. In der Expertise würden nämlich keine Gründe dargetan, die eine – rechtsprechungsgemäss in der Regel nicht zulässige - Addi tion der 30%igen Arbeitsunfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht und der 20 30%igen Arbeitsunfähigkeit wegen der Ängste rechtfertigen würden. Recht spre chungsgemäss decke der Umfang der grössten Teileinschränkung normaler weise auch die weiteren Entlastungserfordernisse ab. Auch eine Prüfung der Stan dar dindikatoren im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens führe zum Ergebnis, dass eine Einschränkung in diesem Umfang aus rechtlicher Sicht gerade noch vertretbar sei. Die anlässlich der psychiatrischen Begutachtung erhobenen objek tiven Befunde deuteten auf einen lediglich geringen Schweregrad des psychischen Leidens hin. Gleiches gelte für die Tatsache, dass der Beschwerde führer nur unregelmässig eine Therapie wahrnehme und die Behandlungsopti onen nicht ausschöpfe. Zudem seien bei den Freizeitaktivitäten keinerlei Ein schränkungen ersichtlich, was auf Ressourcen schliessen lasse. D ie Angaben des Beschwerde führers seien ferner teilweise von unklarer Validität gewesen. Diesen Tatsachen sei in der psychiatrischen Expertise insoweit Rechnung getragen worden, dass dem Beschwerdeführer lediglich eine leichte Einschränkung der Arbeits fähigkeit von 20-30 % attestiert worden sei ( Urk. 12 S. 2 ). Diese Arbeits fähigkeit gelte mangels Hinweisen auf eine Veränderung für den gesamten anspruchs relevanten Zeitraum ( Urk. 12 S. 3). Zuletzt sei der Beschwerdeführer einer Hilfsarbeit als Lagerist nachgegangen. Die Einschränkung von 30 % ent spreche dem Invalidi tätsgrad ( Urk. 2 ).

2.1 Die IV-Stelle begründete die Verneinung eines Rentenanspruchs in der angefoch tenen Verfügung vom 3. Juli 2020 und in der Beschwerdeantwort vom 1 0. Sep tember 2020 damit, gestützt auf das neuropsychologisch-psychiatrische Gutach ten vom 1 3. März 2020 sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in der bisherigen und in sämtlichen anderen l eidensangepassten Tätigkeit en zu 3 0 % arbeits un fähig sei ( Urk. 2, Urk. 1 2. S. 1 -2 ). Auf die interdisziplinäre Beurteilung im Gutachte n vom 1 3. März 2020, dass er wegen seiner neuropsychologischen Defizite und der Angststörung in allen Tätigkeiten zu 50 % arbeitsunfähig sei, könne nicht abgestellt werden. In der Expertise würden nämlich keine Gründe dargetan, die eine – rechtsprechungsgemäss in der Regel nicht zulässige - Addi tion der 30%igen Arbeitsunfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht und der 20 30%igen Arbeitsunfähigkeit wegen der Ängste rechtfertigen würden. Recht spre chungsgemäss decke der Umfang der grössten Teileinschränkung normaler weise auch die weiteren Entlastungserfordernisse ab. Auch eine Prüfung der Stan dar dindikatoren im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens führe zum Ergebnis, dass eine Einschränkung in diesem Umfang aus rechtlicher Sicht gerade noch vertretbar sei. Die anlässlich der psychiatrischen Begutachtung erhobenen objek tiven Befunde deuteten auf einen lediglich geringen Schweregrad des psychischen Leidens hin. Gleiches gelte für die Tatsache, dass der Beschwerde führer nur unregelmässig eine Therapie wahrnehme und die Behandlungsopti onen nicht ausschöpfe. Zudem seien bei den Freizeitaktivitäten keinerlei Ein schränkungen ersichtlich, was auf Ressourcen schliessen lasse. D ie Angaben des Beschwerde führers seien ferner teilweise von unklarer Validität gewesen. Diesen Tatsachen sei in der psychiatrischen Expertise insoweit Rechnung getragen worden, dass dem Beschwerdeführer lediglich eine leichte Einschränkung der Arbeits fähigkeit von 20-30 % attestiert worden sei ( Urk. 12 S. 2 ). Diese Arbeits fähigkeit gelte mangels Hinweisen auf eine Veränderung für den gesamten anspruchs relevanten Zeitraum ( Urk. 12 S. 3). Zuletzt sei der Beschwerdeführer einer Hilfsarbeit als Lagerist nachgegangen. Die Einschränkung von 30 % ent spreche dem Invalidi tätsgrad ( Urk. 2 ). 2.2 Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, im neuropsychologi schen/psychiatri schen Gutachten sei klar fest g ehalten worden, dass er auch bezüglich sehr einfacher Tätigkeiten zu 50 % arbeitsunfähig sei. Dass die IV-Stelle hiervon abweiche, sei nicht nachvollziehbar, zumal er motiviert an Wie dereingliederungs massnahmen der Invalidenversicherung teilgenommen habe und in diesem geschützten Rahmen nur eine Arbeitsleistung von drei bis vier Stunden pro Tag erreicht habe. Der Gesamtverlauf der beruflichen Integrations massnahme zeige auf, dass eine Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt völlig utopisch sei und die von den Gutachtern attestierte 50%ige Restarbeits fähigkeit zu hoch sei ( Urk. 1 S. 4-5, Urk. 15 S. 5 f. ). Im Bericht der Tagesklinik für Psychotherapie und Sozialtherapie vom 2 1. November 2017 werde ihm eine 100%ige Arbeitsunfähig keit im ersten Arbeitsmarkt bescheinigt ( Urk. 1 S. 8). Zu beachten sei auch, dass der erste psychiatrische Gutachter Dr. Z.___ ihn in der bisherigen Tätigkeit als vollständig arbeitsunfähig eingeschätzt habe und im neuen Gutachten davon ausgegangen werde, dass die bisherige Tätigkeit bereits optimal leidensangepasst gewesen sei ( Urk. 1 S. 9). D er RAD habe sodann festge halten, dass auf das Gutachten abgestellt werden könne ( Urk. 1 S. 6). Das Vorge hen der IV-Stelle, abweichend von der gutachterlichen Beurteilung nur eine 30%ige Arbeitsun fähig keit anzuerkennen, beruhe auf einer klar fehlerhaften Anwendung der Indi katoren rechtsprechung, welche dem Rechtsanwender diese Befugnis nicht ein räume ( Urk. 1 S. 7, Urk. 15 S. 3 f.). Entgegen der Ansicht der IV-Stelle ergebe sich aus dem psychiatrischen Gutachten ohne Weiteres, dass er an funktionell schweren psychischen Einschränkungen leide ( Urk. 15 S. 4-5). Auch treffe es nicht zu, dass er die psychiatrische Therap ie nur unregelmässig wahrnehme. Dass er nicht an den bei ihm vorliegenden Diagnosen, den Tester gebnissen und allfälligen Behandlungsoptionen interessiert sei, sei der Autismus spektrums störung geschuldet ( Urk. 15 S. 6 f.). Unzutreffend sei, dass er im Frei zeitb ereich nicht eingeschränkt sei ( Urk. 1 S. 10, Urk. 15 S. 8). Auch seine Angst vor Menschen mengen mit Panikattacken sei mit einer Arb eitstätigkeit schwer ver ein bar ( Urk. 15 S. 9). Die angefochtene Verfügung sei auch deshalb fehlerhaft, weil die RAD-Ärztin Dr. med. D.___ es als erwiesen erachtet habe, dass vom 1 3. Oktober 2014 bis 1 2. März 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Richtigerweise hätte ihm nur schon aus diesem Grund eine befristete ganze Rente zugesprochen werden müssen ( Urk. 1 S. 6).

2.2 Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, im neuropsychologi schen/psychiatri schen Gutachten sei klar fest g ehalten worden, dass er auch bezüglich sehr einfacher Tätigkeiten zu 50 % arbeitsunfähig sei. Dass die IV-Stelle hiervon abweiche, sei nicht nachvollziehbar, zumal er motiviert an Wie dereingliederungs massnahmen der Invalidenversicherung teilgenommen habe und in diesem geschützten Rahmen nur eine Arbeitsleistung von drei bis vier Stunden pro Tag erreicht habe. Der Gesamtverlauf der beruflichen Integrations massnahme zeige auf, dass eine Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt völlig utopisch sei und die von den Gutachtern attestierte 50%ige Restarbeits fähigkeit zu hoch sei ( Urk. 1 S. 4-5, Urk. 15 S. 5 f. ). Im Bericht der Tagesklinik für Psychotherapie und Sozialtherapie vom 2 1. November 2017 werde ihm eine 100%ige Arbeitsunfähig keit im ersten Arbeitsmarkt bescheinigt ( Urk. 1 S. 8). Zu beachten sei auch, dass der erste psychiatrische Gutachter Dr. Z.___ ihn in der bisherigen Tätigkeit als vollständig arbeitsunfähig eingeschätzt habe und im neuen Gutachten davon ausgegangen werde, dass die bisherige Tätigkeit bereits optimal leidensangepasst gewesen sei ( Urk. 1 S. 9). D er RAD habe sodann festge halten, dass auf das Gutachten abgestellt werden könne ( Urk. 1 S. 6). Das Vorge hen der IV-Stelle, abweichend von der gutachterlichen Beurteilung nur eine 30%ige Arbeitsun fähig keit anzuerkennen, beruhe auf einer klar fehlerhaften Anwendung der Indi katoren rechtsprechung, welche dem Rechtsanwender diese Befugnis nicht ein räume ( Urk. 1 S. 7, Urk. 15 S. 3 f.). Entgegen der Ansicht der IV-Stelle ergebe sich aus dem psychiatrischen Gutachten ohne Weiteres, dass er an funktionell schweren psychischen Einschränkungen leide ( Urk. 15 S. 4-5). Auch treffe es nicht zu, dass er die psychiatrische Therap ie nur unregelmässig wahrnehme. Dass er nicht an den bei ihm vorliegenden Diagnosen, den Tester gebnissen und allfälligen Behandlungsoptionen interessiert sei, sei der Autismus spektrums störung geschuldet ( Urk. 15 S. 6 f.). Unzutreffend sei, dass er im Frei zeitb ereich nicht eingeschränkt sei ( Urk. 1 S. 10, Urk. 15 S. 8). Auch seine Angst vor Menschen mengen mit Panikattacken sei mit einer Arb eitstätigkeit schwer ver ein bar ( Urk. 15 S. 9). Die angefochtene Verfügung sei auch deshalb fehlerhaft, weil die RAD-Ärztin Dr. med. D.___ es als erwiesen erachtet habe, dass vom 1 3. Oktober 2014 bis 1 2. März 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Richtigerweise hätte ihm nur schon aus diesem Grund eine befristete ganze Rente zugesprochen werden müssen ( Urk. 1 S. 6). Ihm stehe gestützt auf das Gutachten mindestens eine halbe Rente zu. Da er aber wegen seiner starken Einschränkungen auf dem ersten Arbeitsmarkt niemals eine Stelle finden werde und die Wiedereingliederungsmassnahmen gezeigt hätten, dass er den Anforderungen des freien Arbeitsmarktes nicht standhalte, sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen ( Urk. 1 S. 13). Bei der Bemessung des Invaliden einkommens sei für den Fall, dass ihm keine ganze Rente zugesprochen werde, der maximal mögliche leidensbedingte Abz ug von 25 % zu berücksichtigen ( Urk. 1 S. 14-16).

Ihm stehe gestützt auf das Gutachten mindestens eine halbe Rente zu. Da er aber wegen seiner starken Einschränkungen auf dem ersten Arbeitsmarkt niemals eine Stelle finden werde und die Wiedereingliederungsmassnahmen gezeigt hätten, dass er den Anforderungen des freien Arbeitsmarktes nicht standhalte, sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen ( Urk. 1 S. 13). Bei der Bemessung des Invaliden einkommens sei für den Fall, dass ihm keine ganze Rente zugesprochen werde, der maximal mögliche leidensbedingte Abz ug von 25 % zu berücksichtigen ( Urk. 1 S. 14-16). 3.

3. 3.1 Laut Bericht vom 2 1. August 2015 von med. pract. C.___, Facharzt für Psy chiatrie und Psychotherapie und ärztlicher Leiter der Tagesklinik für Psychothe rapie E.___, wurde der Beschwerdeführer in der Zeit vom 1 3. Oktober 2014 bis 2 0. Juli 2015 in der Klinik an zwei halben Tagen pro Woche behandelt und danach von ihm ambulant weiterbe treut. I n anamnestischer Hinsicht hielt d er Psychiater fest, der Beschwerdeführer habe von 1998 bis 2002 Cannabis, Cocain und Ecstasy konsumiert. V on 2008 bis 2012 habe er in einer Firma, die Druck farben her ge stellt hab e, g e arbeite t. Seine Mutter sei 2012 gestorben, worunter er sehr gelitten habe. Sein psychischer Zustand habe sich zunehmend verschlechtert, und er habe sich mit dem steigenden Leistungsdruck am Arbeitsplatz überfordert gefühlt. Deshalb habe er schliesslich selber gekündigt ( Urk. 13/45/1). Seither sei er vom Sozialamt abhängig. Im Jahr 2012 habe er unter depressiven Stimmungen und einer Panikstörung bei der Ben ü tzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen gelitten. Deswegen habe er psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen. Unter medikamentöser Behandlung sei es zu einer sehr langsamen Besserung gekommen. Aktuell sei er emotional verschlossen und sensibel, in der Grundstimmung deprimiert, zeitweise bestünden Angstzustände. Im Verhalten erscheine er unreif, unstetig und weise eine Fluchttendenz auf. Er fühle sich den Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes nicht gewachsen, zeige aber Motivation für ein Arbeitstraining im geschützten Rahmen. Wegen einer unreif-haltlosen Persönlichkeit (ICD-10 : F60.8) und depressiver Episoden mit Angstzuständen, zur Zeit mittelschweren Ausmasses (ICD-10: F33.10), sei er seit dem 1 3. Oktober 2014 zu 100 % a rbeitsunfähig im bisherigen Beruf. Er habe zeitlebens nicht die psy chischen Ressourcen aufbauen können, um in der Arbeitswelt zu bestehen beziehungsweise durchzuhalten. Deshalb benötige er Eingliede rungsmassnahmen im Sinne eines Aufbau- und B elastungstrainings im geschützten Rahmen ( Urk. 13/45/2).

3.1 Laut Bericht vom 2 1. August 2015 von med. pract. C.___, Facharzt für Psy chiatrie und Psychotherapie und ärztlicher Leiter der Tagesklinik für Psychothe rapie E.___, wurde der Beschwerdeführer in der Zeit vom 1 3. Oktober 2014 bis 2 0. Juli 2015 in der Klinik an zwei halben Tagen pro Woche behandelt und danach von ihm ambulant weiterbe treut. I n anamnestischer Hinsicht hielt d er Psychiater fest, der Beschwerdeführer habe von 1998 bis 2002 Cannabis, Cocain und Ecstasy konsumiert. V on 2008 bis 2012 habe er in einer Firma, die Druck farben her ge stellt hab e, g e arbeite t. Seine Mutter sei 2012 gestorben, worunter er sehr gelitten habe. Sein psychischer Zustand habe sich zunehmend verschlechtert, und er habe sich mit dem steigenden Leistungsdruck am Arbeitsplatz überfordert gefühlt. Deshalb habe er schliesslich selber gekündigt ( Urk. 13/45/1). Seither sei er vom Sozialamt abhängig. Im Jahr 2012 habe er unter depressiven Stimmungen und einer Panikstörung bei der Ben ü tzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen gelitten. Deswegen habe er psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen. Unter medikamentöser Behandlung sei es zu einer sehr langsamen Besserung gekommen. Aktuell sei er emotional verschlossen und sensibel, in der Grundstimmung deprimiert, zeitweise bestünden Angstzustände. Im Verhalten erscheine er unreif, unstetig und weise eine Fluchttendenz auf. Er fühle sich den Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes nicht gewachsen, zeige aber Motivation für ein Arbeitstraining im geschützten Rahmen. Wegen einer unreif-haltlosen Persönlichkeit (ICD-10 : F60.8) und depressiver Episoden mit Angstzuständen, zur Zeit mittelschweren Ausmasses (ICD-10: F33.10), sei er seit dem 1 3. Oktober 2014 zu 100 % a rbeitsunfähig im bisherigen Beruf. Er habe zeitlebens nicht die psy chischen Ressourcen aufbauen können, um in der Arbeitswelt zu bestehen beziehungsweise durchzuhalten. Deshalb benötige er Eingliede rungsmassnahmen im Sinne eines Aufbau- und B elastungstrainings im geschützten Rahmen ( Urk. 13/45/2). 3.2 Im Auftrag der IV-Stelle begutachtete Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie, den Beschwerdeführer psychiatrisch. Der Beschwerdeführer gab ihm an, die Beschwerden hätten während der letzten Tätigkeit etwa 2012 angefangen. Zu der Zeit habe er etwa 12-15 Stunden pro Tag gearbeitet und am Arbeitsplatz viel Stress gehabt. Auch am Wochenende habe er gearbeitet. Der Chef sei nicht gross auf seine Hinweise, dass es ihm zu viel sei, eingegangen. Dass die Mutter krank geworden sei, sei «der letzte Tropfen auf dem heissen Stein» gewesen ( Urk. 13/70/15). Der Expertise vom 2 3. August 2016 sind die Diagnosen einer Persönlichkeitsstörung mit unreifen, haltlosen Zügen (ICD-10: F60.8) sowie ein es Status nach rezidivierenden depressiven Episoden mit Angstzuständen, zum Teil mittelschweren Ausmasses (ICD-10: F33.10), gegen wärtig remittiert (ICD-10: F33.4 ), zu entnehmen ( Urk. 13/70/25). Dr. Z.___ führte dazu aus, die Persönlichkeitsstörung weise beim Beschwerdeführer objektiv betrach tet eine mittelgradige Ausprägung auf ( Urk. 13/70/29). Die Diagnose einer depressiven Episode lasse sich hingegen aufgrund der gegenwärtigen Situation nicht stellen; der Gesundheitszustand habe sich insofern im Vergleich zu den Vorbefunden verbessert ( Urk. 13/ 70/31). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit, bezogen auf den letzten Arbeitgeber, sei wegen der Konfliktsituationen und der Belastung eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Krankheitsbedingt seien seine Fähigkeiten zur Anpassung an Regeln und Routinen sowie Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen, die Durchhalte - und Selbst behauptungsfähigkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten und die Gruppenfähigkeit zumindest leicht- bis mittelgradig eingeschränkt ( Urk. 13/70/32- 33). In den all täglichen Aktivitäten weise der Beschwerdeführer kein reduziertes Aktivitäts niveau auf ( Urk. 13/70/27). Leidensangepasste, k lar strukturierte Tätigkeiten bei einem konfliktarmen Arbeitgeber mit der Möglichkeit, sich zurückzuziehen, wären ihm ab dem Begutachtungstermin zu 100 % zumutbar. Eine rückwirkende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit sei auf grund der Aktenlage nicht möglich. Wegen der Abwesenheit vom Arbeitsmarkt seit 2013 und der drohenden erneuten psychischen Dekompensation werde eine stufenweise Wiedereingliederung mit anfänglich zwei Stunden Arbeitszeit pro Tag im Rahmen einer Belastungserprobung empfohlen. Therapeutisch werde empfohlen, den nötigen strikten Verzicht auf den Konsum illegaler Drogen und von Alkohol durch regelmässige Drogenscreenings zu kontrollieren ( Urk. 13/70/ 33 -34).

3.2 Im Auftrag der IV-Stelle begutachtete Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie, den Beschwerdeführer psychiatrisch. Der Beschwerdeführer gab ihm an, die Beschwerden hätten während der letzten Tätigkeit etwa 2012 angefangen. Zu der Zeit habe er etwa 12-15 Stunden pro Tag gearbeitet und am Arbeitsplatz viel Stress gehabt. Auch am Wochenende habe er gearbeitet. Der Chef sei nicht gross auf seine Hinweise, dass es ihm zu viel sei, eingegangen. Dass die Mutter krank geworden sei, sei «der letzte Tropfen auf dem heissen Stein» gewesen ( Urk. 13/70/15). Der Expertise vom 2 3. August 2016 sind die Diagnosen einer Persönlichkeitsstörung mit unreifen, haltlosen Zügen (ICD-10: F60.8) sowie ein es Status nach rezidivierenden depressiven Episoden mit Angstzuständen, zum Teil mittelschweren Ausmasses (ICD-10: F33.10), gegen wärtig remittiert (ICD-10: F33.4 ), zu entnehmen ( Urk. 13/70/25). Dr. Z.___ führte dazu aus, die Persönlichkeitsstörung weise beim Beschwerdeführer objektiv betrach tet eine mittelgradige Ausprägung auf ( Urk. 13/70/29). Die Diagnose einer depressiven Episode lasse sich hingegen aufgrund der gegenwärtigen Situation nicht stellen; der Gesundheitszustand habe sich insofern im Vergleich zu den Vorbefunden verbessert ( Urk. 13/ 70/31). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit, bezogen auf den letzten Arbeitgeber, sei wegen der Konfliktsituationen und der Belastung eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Krankheitsbedingt seien seine Fähigkeiten zur Anpassung an Regeln und Routinen sowie Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen, die Durchhalte - und Selbst behauptungsfähigkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten und die Gruppenfähigkeit zumindest leicht- bis mittelgradig eingeschränkt ( Urk. 13/70/32- 33). In den all täglichen Aktivitäten weise der Beschwerdeführer kein reduziertes Aktivitäts niveau auf ( Urk. 13/70/27). Leidensangepasste, k lar strukturierte Tätigkeiten bei einem konfliktarmen Arbeitgeber mit der Möglichkeit, sich zurückzuziehen, wären ihm ab dem Begutachtungstermin zu 100 % zumutbar. Eine rückwirkende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit sei auf grund der Aktenlage nicht möglich. Wegen der Abwesenheit vom Arbeitsmarkt seit 2013 und der drohenden erneuten psychischen Dekompensation werde eine stufenweise Wiedereingliederung mit anfänglich zwei Stunden Arbeitszeit pro Tag im Rahmen einer Belastungserprobung empfohlen. Therapeutisch werde empfohlen, den nötigen strikten Verzicht auf den Konsum illegaler Drogen und von Alkohol durch regelmässige Drogenscreenings zu kontrollieren ( Urk. 13/70/ 33 -34). 3.3 Im Verlaufsbericht vom 2 1. November 2017 hielt der behandelnde Psychiater med. pract. C.___ fest, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei stationär ( Urk. 13/82/1). Die mehrmaligen Labortests der Hausärztin im Zeitraum vom 3. März bis 1 0. Juli 2017 hätten keine Hinweise für Drogen- oder Alkohol konsum ergeben (vgl. Urk. 13/78/6, Urk. 13/80/2-10). Seit August 2016 erfolge eine ambulante delegierte Psychotherapie durch eine Psychologin in der Tages klinik im 14täglichen Rhythmus. Die medikamentöse Behandlung werde fort geführt. Eine deutliche Besserung sei bezüglich der Verlässlichkeit sowie dem Einhalten von Terminen und Abmachungen eingetreten, zudem sei der Beschwer deführer in der Einzeltherapie zugänglicher. Nun solle im Rahmen eines Aufbau- und Belastungstrainings in einem angepassten Arbeitsumfeld mit einer anfäng lichen Präsenzzeit von mindestens zwei Stunden pro Tag das Ziel angestrebt werden, ein Arbeitspensum von 50 % zu erreichen ( Urk. 13/ 82/2).

3.3 Im Verlaufsbericht vom 2 1. November 2017 hielt der behandelnde Psychiater med. pract. C.___ fest, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei stationär ( Urk. 13/82/1). Die mehrmaligen Labortests der Hausärztin im Zeitraum vom 3. März bis 1 0. Juli 2017 hätten keine Hinweise für Drogen- oder Alkohol konsum ergeben (vgl. Urk. 13/78/6, Urk. 13/80/2-10). Seit August 2016 erfolge eine ambulante delegierte Psychotherapie durch eine Psychologin in der Tages klinik im 14täglichen Rhythmus. Die medikamentöse Behandlung werde fort geführt. Eine deutliche Besserung sei bezüglich der Verlässlichkeit sowie dem Einhalten von Terminen und Abmachungen eingetreten, zudem sei der Beschwer deführer in der Einzeltherapie zugänglicher. Nun solle im Rahmen eines Aufbau- und Belastungstrainings in einem angepassten Arbeitsumfeld mit einer anfäng lichen Präsenzzeit von mindestens zwei Stunden pro Tag das Ziel angestrebt werden, ein Arbeitspensum von 50 % zu erreichen ( Urk. 13/ 82/2). 3.4 Vom 1 2. Februar bis 1 1. Mai 2018 absolvierte der Beschwerdeführer ein von der IV-Stelle finanziertes, externes Belastbarkeitstraining ( Urk. 13/89) mit dem Ziel, eine Präsenzzeit am Arbeitsplatz von vier St unden zu erreichen ( Urk. 13/92). Mangels vollständiger Zielerreichung, wobei der zuständigen Eingliederungs fachperson nicht ganz klar war, ob sich der Beschwerdeführer in der damaligen Situation einfach bequem eingerichtet hatte ( Urk. 13/99/1, Urk. 13/100 /3 ), wurde das Belastbarkeitstraining um zwei Monate bis zum 1 1. Juli 2018 verlängert ( Urk. 13/101, Urk. 13/105 ). Dem Abschlussbericht vom 8. Juli 2018 ist zu ent nehmen, dass das Ziel einer stabilen Präsenz von vier Stunden ab dem zweiten Monat erreicht wurde. Ein Arbeitsplatzwechsel im Hinblick auf ein Aufbautrai ning scheiterte aber. Bereits die Besichtigungen der in Frage kommenden Betriebe hätten zu sichtlichem Stress mit Schweissausbrüchen und Angstzuständen geführt. Ein Schnuppertag in einem Brockenhaus am 2 6. Jun i 2018 mu sste nach zwei Stunden abgebrochen werden, weil es dem Beschwerdeführer psychisch über haupt nicht mehr gut g egangen sei : Er sei äusserlich wie zu Stein erstarrt und sei auf die Frage der Betreuungsperson, wie es ihm gehe, in Tränen aus ge brochen und habe nur noch «raus» gewollt. Dabei habe offenbar auch eine Rolle gespielt, dass er mit dem öffentlichen Verkehr angereist sei und die für ihn bereits damit verbundene psychische Belastung zur Überforderung ge führt hab e. In Absprache mit seiner Therapeutin gelangte die Eingliederungsfachperson deshalb zur Beurteilung, dass eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt nicht möglich sei, da die Gefahr einer nachhaltigen Dekompensation bestehe. Ziel sei es nun, mit Unterstützung des Sozialamts die Aufrechterhaltung der Tagesstruktur im Rahmen eines geschützten Arbeitsplatzes zu erreichen und in diesem Rahmen die bisher erzielten Erfolge zu sichern ( Urk. 13/112/2- 3).

3.4 Vom 1 2. Februar bis 1 1. Mai 2018 absolvierte der Beschwerdeführer ein von der IV-Stelle finanziertes, externes Belastbarkeitstraining ( Urk. 13/89) mit dem Ziel, eine Präsenzzeit am Arbeitsplatz von vier St unden zu erreichen ( Urk. 13/92). Mangels vollständiger Zielerreichung, wobei der zuständigen Eingliederungs fachperson nicht ganz klar war, ob sich der Beschwerdeführer in der damaligen Situation einfach bequem eingerichtet hatte ( Urk. 13/99/1, Urk. 13/100 /3 ), wurde das Belastbarkeitstraining um zwei Monate bis zum 1 1. Juli 2018 verlängert ( Urk. 13/101, Urk. 13/105 ). Dem Abschlussbericht vom 8. Juli 2018 ist zu ent nehmen, dass das Ziel einer stabilen Präsenz von vier Stunden ab dem zweiten Monat erreicht wurde. Ein Arbeitsplatzwechsel im Hinblick auf ein Aufbautrai ning scheiterte aber. Bereits die Besichtigungen der in Frage kommenden Betriebe hätten zu sichtlichem Stress mit Schweissausbrüchen und Angstzuständen geführt. Ein Schnuppertag in einem Brockenhaus am 2 6. Jun i 2018 mu sste nach zwei Stunden abgebrochen werden, weil es dem Beschwerdeführer psychisch über haupt nicht mehr gut g egangen sei : Er sei äusserlich wie zu Stein erstarrt und sei auf die Frage der Betreuungsperson, wie es ihm gehe, in Tränen aus ge brochen und habe nur noch «raus» gewollt. Dabei habe offenbar auch eine Rolle gespielt, dass er mit dem öffentlichen Verkehr angereist sei und die für ihn bereits damit verbundene psychische Belastung zur Überforderung ge führt hab e. In Absprache mit seiner Therapeutin gelangte die Eingliederungsfachperson deshalb zur Beurteilung, dass eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt nicht möglich sei, da die Gefahr einer nachhaltigen Dekompensation bestehe. Ziel sei es nun, mit Unterstützung des Sozialamts die Aufrechterhaltung der Tagesstruktur im Rahmen eines geschützten Arbeitsplatzes zu erreichen und in diesem Rahmen die bisher erzielten Erfolge zu sichern ( Urk. 13/112/2- 3). Die Kommunikation der IV-Eingliederungsberatung mit der externen Eingliede rungsfachperson ergab, dass diese einen Zusammenhang zwischen der geringen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers und der Tatsache, dass seine Lebens partnerin eine Invalidenrente bezog und nicht eingliederungsfähig war (vgl. auch Urk. 13/70/26), als möglich erachtete. D ie behandelnde Therapeutin hatte ihr angegeben, dass sie eine weitere Steigerung der beruflichen Belastung nach dem gescheiterten Arbeitsversuch im Brockenhaus als unmöglich erachte ( Urk. 13/111/10). Am 1 2. Juli 2018 schloss die IV-Stelle die Eingliederungsmass nahmen ab, da sie zur Einschätzung gelangt war, eine Weiterführung von Integ rationsmassnahmen mit einer Steigerung der Präsenzzeit sei aus gesundheitlichen Grü nden nicht möglich ( Urk. 13/110 ).

Die Kommunikation der IV-Eingliederungsberatung mit der externen Eingliede rungsfachperson ergab, dass diese einen Zusammenhang zwischen der geringen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers und der Tatsache, dass seine Lebens partnerin eine Invalidenrente bezog und nicht eingliederungsfähig war (vgl. auch Urk. 13/70/26), als möglich erachtete. D ie behandelnde Therapeutin hatte ihr angegeben, dass sie eine weitere Steigerung der beruflichen Belastung nach dem gescheiterten Arbeitsversuch im Brockenhaus als unmöglich erachte ( Urk. 13/111/10). Am 1 2. Juli 2018 schloss die IV-Stelle die Eingliederungsmass nahmen ab, da sie zur Einschätzung gelangt war, eine Weiterführung von Integ rationsmassnahmen mit einer Steigerung der Präsenzzeit sei aus gesundheitlichen Grü nden nicht möglich ( Urk. 13/110 ). 3.5

3.5 3.5.1 Im Auftrag der IV-Stelle erstellte Dr. phil. A.___ gestützt auf Testun tersuchungen vom 2 9. Oktober und 6. November 2019 ein neuropsychologisches Gutachten ( Urk. 13/154/1-2). Dr. A.___ diagnostizierte eine leichte bis mittelschwere neuropsychologische Funkt i onsstörung mit im Vordergrund stehenden attentionalen, exekutiven und mnestischen Minderleistungen ( Urk. 13/154/14). Hinweise für eine ungenügende Leistungsbereitschaft während de r Tests bestanden nicht ( Urk. 13/154/13-14). Die vom Beschwerdeführer ange ge bene rasche Reizüberflutung könne anhand der Testbefunde und der beschrie benen, seit der Kindheit bestehenden deutlichen Introvertiertheit nachvollzogen und erklärt werden. Es sei davon auszugehen, dass die sich in der aktuellen ruhigen und ablenkungsarmen, gut strukturierten Untersuchungs atmosphäre mani festierenden kognitiven Einschränkungen unter Ablenkung, Zeitdruck und Mehr fachbelastung sowie Stress noch intensivierten, wodurch es zu einer zunehmen den Ermüdbarkeit kommen könne ( Urk. 13/154/14-15). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Farbmischer und Lagerarbeiter sei aus rein th eoretisch-neuropsycho logischer S icht von einer 30%igen Einschränkung der Leistungs fähigkeit auszu gehen. Eine allfällige weitere Einschränkung der Leistungsfähig keit aufgrund der in den Akten erwähnten psychiatrischen Problematik, welche im Vordergrund stehe, müsse von ärztlicher Seite beurteilt und bei der Festsetzung der realisier baren Arbeitsfähigkeit mitberücksichtigt werden ( Urk. 13/154/17). Eine optimal angepasste Tätigkeit müsste eine ablenkungsarme, ruhige und gut strukturierte Arbeitsatmosphäre aufweisen ohne Mehrfachbe lastung, Zeit- und Termindruck sowie ohne zu viele Sozialkontakte. Die erho benen verminderten Lern- und Neu gedächtnisleistungen sprächen für eine Tätigkeit, in welcher bereits vorhandenes Fachwissen genutzt werden könne ( Urk. 13/154/17-18).

3.5.1 Im Auftrag der IV-Stelle erstellte Dr. phil. A.___ gestützt auf Testun tersuchungen vom 2 9. Oktober und 6. November 2019 ein neuropsychologisches Gutachten ( Urk. 13/154/1-2). Dr. A.___ diagnostizierte eine leichte bis mittelschwere neuropsychologische Funkt i onsstörung mit im Vordergrund stehenden attentionalen, exekutiven und mnestischen Minderleistungen ( Urk. 13/154/14). Hinweise für eine ungenügende Leistungsbereitschaft während de r Tests bestanden nicht ( Urk. 13/154/13-14). Die vom Beschwerdeführer ange ge bene rasche Reizüberflutung könne anhand der Testbefunde und der beschrie benen, seit der Kindheit bestehenden deutlichen Introvertiertheit nachvollzogen und erklärt werden. Es sei davon auszugehen, dass die sich in der aktuellen ruhigen und ablenkungsarmen, gut strukturierten Untersuchungs atmosphäre mani festierenden kognitiven Einschränkungen unter Ablenkung, Zeitdruck und Mehr fachbelastung sowie Stress noch intensivierten, wodurch es zu einer zunehmen den Ermüdbarkeit kommen könne ( Urk. 13/154/14-15). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Farbmischer und Lagerarbeiter sei aus rein th eoretisch-neuropsycho logischer S icht von einer 30%igen Einschränkung der Leistungs fähigkeit auszu gehen. Eine allfällige weitere Einschränkung der Leistungsfähig keit aufgrund der in den Akten erwähnten psychiatrischen Problematik, welche im Vordergrund stehe, müsse von ärztlicher Seite beurteilt und bei der Festsetzung der realisier baren Arbeitsfähigkeit mitberücksichtigt werden ( Urk. 13/154/17). Eine optimal angepasste Tätigkeit müsste eine ablenkungsarme, ruhige und gut strukturierte Arbeitsatmosphäre aufweisen ohne Mehrfachbe lastung, Zeit- und Termindruck sowie ohne zu viele Sozialkontakte. Die erho benen verminderten Lern- und Neu gedächtnisleistungen sprächen für eine Tätigkeit, in welcher bereits vorhandenes Fachwissen genutzt werden könne ( Urk. 13/154/17-18). 3.5.2 Das von Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zu Handen der IV-Stelle erstell t e psychiatrische G utachten vom 1 3. März 2020 basiert auf der gutachterlichen Untersuchung vom 1 1. Januar 2020 ( Urk. 13/154/3). Der Expertise sind als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkei t ein Aspergersyndrom (ICD-10: F84.5) und eine Agoraphobie und Panikstörung (ICD-10: F40.01) zu entnehmen ; nicht auf die Arbeitsfähigkeit wirke sich eine gegenwärtig remittierte rezidivierende depressive Störung (ICD-10: F33.4) aus ( Urk. 13/155/22-23).

3.5.2 Das von Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zu Handen der IV-Stelle erstell t e psychiatrische G utachten vom 1 3. März 2020 basiert auf der gutachterlichen Untersuchung vom 1 1. Januar 2020 ( Urk. 13/154/3). Der Expertise sind als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkei t ein Aspergersyndrom (ICD-10: F84.5) und eine Agoraphobie und Panikstörung (ICD-10: F40.01) zu entnehmen ; nicht auf die Arbeitsfähigkeit wirke sich eine gegenwärtig remittierte rezidivierende depressive Störung (ICD-10: F33.4) aus ( Urk. 13/155/22-23). In anamnestischer Hinsicht hielt Dr. B.___ fest, der Beschwerdeführer sei laut den Vorakten und eigenen Angaben bereits früh in der Kindheit durch ein zurück gezogenes, einzelgängerisches Verhal ten aufgefallen. Mit 17 Jahren habe er begon nen, verschiedene Drogen zu konsumieren, was unter anderem zum Ab bruch seiner Lehre als Fahrradmechaniker geführt habe. Nach zweieinhalb Jahren A rbeitslosigkeit habe er eine Stelle im Verkauf gefunden, die er nach zwei Jahre n verlor en habe. Danach sei er abermals während zwei Jah ren arbeitslos gewesen. Damals habe er es geschafft, von den Drogen wegzukommen. Im Jahr 2004, mit 23 Jahren, habe er die Stelle als Lagerist gefunden. Diese habe ihm zugesagt, da es sich um eine repetitive Tätigkeit gehandelt habe. Nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 2012, zu der er ein sehr enges Verhältnis gehabt habe, sei es ihm schlechter gegangen. Er habe ihm, dem Gutachter, angegeben, dass er danach habe krankgeschrieben werden müssen und es in diesem Rahmen schliess lich zur Kündigung gekommen sei. Andernorts in den Akten werde hin gegen erwähnt, die Kündigung sei auf eigenen Wunsch erfolgt, weil er sich eine andere Tätigkeit habe suchen wollen; der Versuch, in einem anderen Betrieb Fuss zu f assen, sei ihm jedoch nicht gelu ngen. Im April 2013 sei die IV-Anmeldung erfolgt ( Urk. 13/155/24-25).

In anamnestischer Hinsicht hielt Dr. B.___ fest, der Beschwerdeführer sei laut den Vorakten und eigenen Angaben bereits früh in der Kindheit durch ein zurück gezogenes, einzelgängerisches Verhal ten aufgefallen. Mit 17 Jahren habe er begon nen, verschiedene Drogen zu konsumieren, was unter anderem zum Ab bruch seiner Lehre als Fahrradmechaniker geführt habe. Nach zweieinhalb Jahren A rbeitslosigkeit habe er eine Stelle im Verkauf gefunden, die er nach zwei Jahre n verlor en habe. Danach sei er abermals während zwei Jah ren arbeitslos gewesen. Damals habe er es geschafft, von den Drogen wegzukommen. Im Jahr 2004, mit 23 Jahren, habe er die Stelle als Lagerist gefunden. Diese habe ihm zugesagt, da es sich um eine repetitive Tätigkeit gehandelt habe. Nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 2012, zu der er ein sehr enges Verhältnis gehabt habe, sei es ihm schlechter gegangen. Er habe ihm, dem Gutachter, angegeben, dass er danach habe krankgeschrieben werden müssen und es in diesem Rahmen schliess lich zur Kündigung gekommen sei. Andernorts in den Akten werde hin gegen erwähnt, die Kündigung sei auf eigenen Wunsch erfolgt, weil er sich eine andere Tätigkeit habe suchen wollen; der Versuch, in einem anderen Betrieb Fuss zu f assen, sei ihm jedoch nicht gelu ngen. Im April 2013 sei die IV-Anmeldung erfolgt ( Urk. 13/155/24-25). Der Beschwerdeführer gab dem Gutachter an, Angst vor Menschenmengen sowie vor belebten Orten wie Bahnhöfen und Restaurants zu haben ( Urk. 13/155/14). Es komme alle 2-3 Wochen zu Panikattacken und er habe Angst, dass deren Frequenz zunehme. Zudem habe er Schwierigkeiten in der Interaktion und einen speziellen Bezug zu anderen Menschen. Er habe ausgeprägte Interessen und eine Tendenz zu repetitiven Verhaltensweisen. Ferner bestünden sensorische Empfind lichkeiten und Stimmungsschwankungen ( Urk. 13/155/14). Dr. B.___ erhob wenig e pathologische Befunde. Im Vordergrund stand eine reduzierte Mimik und Gestik, welche den Beschwerdeführer kalt und distanziert erscheinen liess en ( Urk. 13/155/18-21, Urk. 13/155/23-24). Es sei davon auszugehen, dass die Autis musspektrumstörung zu gewissen Beeinträchtigungen der Kommunika tionsfähigkeit, einer gewissen Rigidität und damit verbundenen Einschränkungen der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit führe. Die Agoraphobie schränke primär die Mobilität ein. Sekundär komme es bei beiden Störungen aufgrund des Ener gieverbrauchs zur Kompensation von Symptomen zu Einschränkungen der Durch haltefähigkeit ( Urk. 13/155/21, Urk. 13/155/29). Sowohl die Autismus spektrumstörung als auch die Agoraphobie mit Panikattacken liessen sich psy chotherapeutisch und medikamentös behandeln. Bei der Befragung habe sich herausgestellt, dass der Beschwerdeführer schon seit einiger Zeit nicht mehr in die seit längerem installierte Psychotherapie gegangen sei und keine Medika mente einnehme ( Urk. 13/155/26; vgl. auch Urk. 13/155/17). Hinsichtlich Kon sistenz und Plausibilität falle auf, dass der Beschwerdeführer verschiedentlich diver gierende Angaben zu wichtigen Punkten in der Anamnese gemacht habe, beispielsweise betreffend den Beginn der Erkrankung und die letzte Kündigung. Zudem fänden sich in den Akten Informationen, welche die geltend gemachten Einschränkungen etwas relativierten, beispielsweise über eine Fahrt mit dem öffent lichen Verkehr zu einem Mountainbike-Treffen und die Teilnahme an der Streetparade. Deshalb seien die Angaben des Beschwerdeführers teilweise von unklarer Validität und müssten mit Vorsicht beurteilt werden ( Urk. 13/155/26; vgl. auch Urk. 13/70/11, Urk. 13/99/1, Urk. 13/155/5).

Der Beschwerdeführer gab dem Gutachter an, Angst vor Menschenmengen sowie vor belebten Orten wie Bahnhöfen und Restaurants zu haben ( Urk. 13/155/14). Es komme alle 2-3 Wochen zu Panikattacken und er habe Angst, dass deren Frequenz zunehme. Zudem habe er Schwierigkeiten in der Interaktion und einen speziellen Bezug zu anderen Menschen. Er habe ausgeprägte Interessen und eine Tendenz zu repetitiven Verhaltensweisen. Ferner bestünden sensorische Empfind lichkeiten und Stimmungsschwankungen ( Urk. 13/155/14). Dr. B.___ erhob wenig e pathologische Befunde. Im Vordergrund stand eine reduzierte Mimik und Gestik, welche den Beschwerdeführer kalt und distanziert erscheinen liess en ( Urk. 13/155/18-21, Urk. 13/155/23-24). Es sei davon auszugehen, dass die Autis musspektrumstörung zu gewissen Beeinträchtigungen der Kommunika tionsfähigkeit, einer gewissen Rigidität und damit verbundenen Einschränkungen der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit führe. Die Agoraphobie schränke primär die Mobilität ein. Sekundär komme es bei beiden Störungen aufgrund des Ener gieverbrauchs zur Kompensation von Symptomen zu Einschränkungen der Durch haltefähigkeit ( Urk. 13/155/21, Urk. 13/155/29). Sowohl die Autismus spektrumstörung als auch die Agoraphobie mit Panikattacken liessen sich psy chotherapeutisch und medikamentös behandeln. Bei der Befragung habe sich herausgestellt, dass der Beschwerdeführer schon seit einiger Zeit nicht mehr in die seit längerem installierte Psychotherapie gegangen sei und keine Medika mente einnehme ( Urk. 13/155/26; vgl. auch Urk. 13/155/17). Hinsichtlich Kon sistenz und Plausibilität falle auf, dass der Beschwerdeführer verschiedentlich diver gierende Angaben zu wichtigen Punkten in der Anamnese gemacht habe, beispielsweise betreffend den Beginn der Erkrankung und die letzte Kündigung. Zudem fänden sich in den Akten Informationen, welche die geltend gemachten Einschränkungen etwas relativierten, beispielsweise über eine Fahrt mit dem öffent lichen Verkehr zu einem Mountainbike-Treffen und die Teilnahme an der Streetparade. Deshalb seien die Angaben des Beschwerdeführers teilweise von unklarer Validität und müssten mit Vorsicht beurteilt werden ( Urk. 13/155/26; vgl. auch Urk. 13/70/11, Urk. 13/99/1, Urk. 13/155/5). In seiner Würdigung der Fähigkeiten, Ressourcen und Belastungen legte Dr. B.___ dar, der Abbruch der Lehre und die längeren Arbeitslosigkeitsphasen bis 2012 wiesen auf mögliche Defizite der beruflichen Leistungsfähigkeit hin. Die Angaben des Beschwerdeführers deuteten zudem auf andauernde Defizite der sozialen Funktionsfähigkeit hin. Deren Ausmass werde dadurch relativiert, dass es ihm trotzdem gelungen sei, Freundschaften und Partnerschaften aufzubauen, und sein Kommunikationsverhalten letztlich recht unauffällig sei. Sein Hinweis, der Drogenkonsum habe sich positiv auf seine Kommunikationsfähigkeit ausge wirkt, weise trotzdem auf einen gewissen Leidensdruck hin. Ein entsprechender Leidensdruck werde auch durch den Umstand verdeutlicht, dass der Beschwerde führer schon seit längerem immer wieder therapeutische Kontakte habe. Gegen einen schweren Leidensdruck spreche, dass er immer wieder während längerer Zeit keine Therapie absolviert habe und sich weder für seine Diagnosen noch für therapeutische Optionen zu interessieren scheine. Hinsichtlich der Agoraphobie falle auf, dass keine antidepressive Therapie bestehe, welche die Ängste mildern könn t e, und der Beschwerdeführer nach Ausweis der Akten in seiner Mobilität nicht so stark eingeschränkt zu sein scheine, wie er teilweise geltend gemacht habe. Auch dies spreche dagegen, dass aktuell ein erheblicher Leidensdruck bestehe. Als Ressourcen zu nennen seien die trotz des diagnostizierten Autismus recht gute Kommunikationsfähigkeit, die guten intellektuellen Ressourcen mit einer Veranlagung für technisch-praktische Tätigkeiten und die schon länger währende Partnerschaft sowie gute Freundschaften. Auch die Tatsache, dass er den Drogenkonsum ohne fremde Hilfe habe sistieren können, spreche für das Vorliegen gewisser psychischer Ressourcen. Gleichzeitig bestünden verschiedene krankheitsfremde Faktoren, die einen negativen Einfluss auf eine Wiedereinglie derung haben könnten. Der fehlende Ausbildungsabschluss, das Fehlen einer Anste llung und die bestehenden Schuld en könnten sich negativ auf die Einglie derungsmotivation auswirken. Zudem sprächen die Erwerbsbiographie mit dem Abbruch der Lehre und mehreren Arbeitslosigkeitsphasen, die bisherigen subop timalen therapeutischen Bemühungen und der Umstand, dass der Beschwerde führer seit dem Abbruch der Eingliederungsmassnahmen nicht versucht habe, sich zumindest in einem Teilpensum einzugliedern, für das Vorliegen einer moti vationalen Problematik mit einer gewissen Selbstlimitierung und Passivität. Es entstehe der Eindruck, dass der Beschwerdeführer wenig Perspektiven für die Zukunft habe. In der Gesamtschau ergebe sich trotz gewisser Unsicherheiten bezüglich Details ein relativ konsistentes Bild ( Urk. 13/155/26-28 ). Hinsichtlich der rezidivierenden d epressiven Störung sei davon auszugehen, dass sie in Krankheitsphasen zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geführt habe ( Urk. 13/155/27). Unklar bleibe, wann genau es im Zusammenhang mit der Kün digung und dem Tod der Mutter im Jahr 2012 zu einer Depression gekommen sei. Im Bericht der Behandler vom August 2015 werde die Depression nicht nachvoll ziehbar beschrieben. In der anschliessenden Begutachtung durch Dr. Z.___ habe sich keine Depression mehr feststellen lassen. Trotz des Umstands, dass die Autis musspektrumstörung damals nicht erkannt worden sei, sei nicht davon aus zu gehen, dass damals erhebliche Einschränkungen bestanden hätten. Ängste würden im besagten Bericht vom August 2015 beschrieben; eine eigentliche Angststörung sei aber weder dort noch im Vorgutachten diagnostiziert worden, weshalb darauf zurückzuführende Einschränkungen erst ab dem Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung anzunehmen seien ( Urk. 13/155/28-29). Es sei davon auszugehen, dass die auf den Autismus zurückzuführenden Einschrän kungen im zeitlichen Verlauf einigermassen stabil gewesen seien. Eine Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit sei beispielsweise bei erhöhten Anforderungen an die Kommunikationsfähigkeit etwa in Verhandlungs- und Führungsfunktionen zu erwarten. In angepassten Tätigkeiten sei aber, wie die langjährigen Anstellungen des Beschwerdeführers zeigten, kaum von Leistungsdefiziten auszugehen. Sodann sei nun auch von einer verminderten Leistungsfähigkeit wegen der Angststörung auszugehen. Mit einer optimalen Unterstützung, nötigenfalls durch den Einsatz sedierender Medikamente, lasse sich die Einschränkung der Mobilität in einer ange passten Tätigkeit weitgehend kompensieren. Es sei jedoch davon auszuge hen, dass die Ängste und sporadisch auftretenden Panikattacken energieraubend seien. Daraus folge eine leichte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von 20-30 % ( Urk. 13/155/29-30).

In seiner Würdigung der Fähigkeiten, Ressourcen und Belastungen legte Dr. B.___ dar, der Abbruch der Lehre und die längeren Arbeitslosigkeitsphasen bis 2012 wiesen auf mögliche Defizite der beruflichen Leistungsfähigkeit hin. Die Angaben des Beschwerdeführers deuteten zudem auf andauernde Defizite der sozialen Funktionsfähigkeit hin. Deren Ausmass werde dadurch relativiert, dass es ihm trotzdem gelungen sei, Freundschaften und Partnerschaften aufzubauen, und sein Kommunikationsverhalten letztlich recht unauffällig sei. Sein Hinweis, der Drogenkonsum habe sich positiv auf seine Kommunikationsfähigkeit ausge wirkt, weise trotzdem auf einen gewissen Leidensdruck hin. Ein entsprechender Leidensdruck werde auch durch den Umstand verdeutlicht, dass der Beschwerde führer schon seit längerem immer wieder therapeutische Kontakte habe. Gegen einen schweren Leidensdruck spreche, dass er immer wieder während längerer Zeit keine Therapie absolviert habe und sich weder für seine Diagnosen noch für therapeutische Optionen zu interessieren scheine. Hinsichtlich der Agoraphobie falle auf, dass keine antidepressive Therapie bestehe, welche die Ängste mildern könn t e, und der Beschwerdeführer nach Ausweis der Akten in seiner Mobilität nicht so stark eingeschränkt zu sein scheine, wie er teilweise geltend gemacht habe. Auch dies spreche dagegen, dass aktuell ein erheblicher Leidensdruck bestehe. Als Ressourcen zu nennen seien die trotz des diagnostizierten Autismus recht gute Kommunikationsfähigkeit, die guten intellektuellen Ressourcen mit einer Veranlagung für technisch-praktische Tätigkeiten und die schon länger währende Partnerschaft sowie gute Freundschaften. Auch die Tatsache, dass er den Drogenkonsum ohne fremde Hilfe habe sistieren können, spreche für das Vorliegen gewisser psychischer Ressourcen. Gleichzeitig bestünden verschiedene krankheitsfremde Faktoren, die einen negativen Einfluss auf eine Wiedereinglie derung haben könnten. Der fehlende Ausbildungsabschluss, das Fehlen einer Anste llung und die bestehenden Schuld en könnten sich negativ auf die Einglie derungsmotivation auswirken. Zudem sprächen die Erwerbsbiographie mit dem Abbruch der Lehre und mehreren Arbeitslosigkeitsphasen, die bisherigen subop timalen therapeutischen Bemühungen und der Umstand, dass der Beschwerde führer seit dem Abbruch der Eingliederungsmassnahmen nicht versucht habe, sich zumindest in einem Teilpensum einzugliedern, für das Vorliegen einer moti vationalen Problematik mit einer gewissen Selbstlimitierung und Passivität. Es entstehe der Eindruck, dass der Beschwerdeführer wenig Perspektiven für die Zukunft habe. In der Gesamtschau ergebe sich trotz gewisser Unsicherheiten bezüglich Details ein relativ konsistentes Bild ( Urk. 13/155/26-28 ). Hinsichtlich der rezidivierenden d epressiven Störung sei davon auszugehen, dass sie in Krankheitsphasen zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geführt habe ( Urk. 13/155/27). Unklar bleibe, wann genau es im Zusammenhang mit der Kün digung und dem Tod der Mutter im Jahr 2012 zu einer Depression gekommen sei. Im Bericht der Behandler vom August 2015 werde die Depression nicht nachvoll ziehbar beschrieben. In der anschliessenden Begutachtung durch Dr. Z.___ habe sich keine Depression mehr feststellen lassen. Trotz des Umstands, dass die Autis musspektrumstörung damals nicht erkannt worden sei, sei nicht davon aus zu gehen, dass damals erhebliche Einschränkungen bestanden hätten. Ängste würden im besagten Bericht vom August 2015 beschrieben; eine eigentliche Angststörung sei aber weder dort noch im Vorgutachten diagnostiziert worden, weshalb darauf zurückzuführende Einschränkungen erst ab dem Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung anzunehmen seien ( Urk. 13/155/28-29). Es sei davon auszugehen, dass die auf den Autismus zurückzuführenden Einschrän kungen im zeitlichen Verlauf einigermassen stabil gewesen seien. Eine Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit sei beispielsweise bei erhöhten Anforderungen an die Kommunikationsfähigkeit etwa in Verhandlungs- und Führungsfunktionen zu erwarten. In angepassten Tätigkeiten sei aber, wie die langjährigen Anstellungen des Beschwerdeführers zeigten, kaum von Leistungsdefiziten auszugehen. Sodann sei nun auch von einer verminderten Leistungsfähigkeit wegen der Angststörung auszugehen. Mit einer optimalen Unterstützung, nötigenfalls durch den Einsatz sedierender Medikamente, lasse sich die Einschränkung der Mobilität in einer ange passten Tätigkeit weitgehend kompensieren. Es sei jedoch davon auszuge hen, dass die Ängste und sporadisch auftretenden Panikattacken energieraubend seien. Daraus folge eine leichte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von 20-30 % ( Urk. 13/155/29-30). 3.5.3 Gestützt auf Konsensbesprechungen vom 1 8. Februar und 1 3. März 2020 erstell ten die beiden Gutachter Dr. A.___ und Dr. B.___ die interdisziplinäre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vom 1 3. März 2020 ( Urk. 13/156/1). Sie hielten fest, es lasse sich nicht klar beurteilen, s eit wann die festgestellten leichten bis mittelschweren neuropsychologischen Defizite bestünden und was deren genaue Ursache sei. Die Angststörung könne die Defizite nicht gut erklären. In der Literatur würden verschiedene neuropsychologische Defizite bei Autismusspekt rum störungen beschrieben, so dass diese Störung die vorhandenen Defizite erklären könnte. Allerdings bliebe dann unklar, wie es dem Beschwerdeführer gelungen sei, jahrelang trotz dieser Leistungsdefizite berufstätig zu sein, auch in einer einfachen Tätigkeit. Letzteres spreche eher für neu aufgetretene Defizite, möglicherweise entstanden nach einem Fahrradsturz im Jahr 201 1. Unklar sei, inwiefern hier weiterführende Abklärungen wie eine Bildgebung oder eine neu rologische Abklärung sinnvoll wären. In der Gesamtschau sei von erheblichen Einschränkungen der beruflichen Leistungsfähigkeit bedingt durch die neuropsy chologischen Defizite, die Autismusspektrumstörung und die Angststörung aus zugehen. In einer sehr einfachen Tätigkeit wie der zuletzt ausgeübten Arbeit als Lagerist komme es vor allem aufgrund der neuropsychologischen Defizite und der Angststörung zu einer Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Auch in anderen Tätig keiten im ersten Arbeitsmarkt bestehe eine entsprechende Einschränkung. Da die Angststörung erst im Rahmen der aktuellen Begutachtung diagnostiziert worden sei und unklar bleibe, seit wann die neuropsychologischen Defizite bestünden, gelte die attestierte Arbeitsunfähigkeit ab Dezember 2019 ( Urk. 13/156/2-3). Eine gezielte Behandlung der Angststörung mit einem Antidepressivum könnte mög licherweise eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit von 10-20 % bewirken. Da die vorliegende Angststörung häufig chronisch-rezidivierend verlaufe und schwer zu therapieren sei, könne sie sich aber auch als therapieresistent erweisen. Da der Beschwerdeführer aktuell keine Medikamente einnehme und eher unregelmässig in die Therapie gehe, sei n icht von einer ausreichenden psychiatrisch-psychothe rapeutischen Therapie auszugehen. Eine Aggravation habe nicht vorgelegen, hin gegen hätten selbstlimitierende Tendenzen bestanden. Diese Persönlichkeitsfak toren seien bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ausgeklammert worden. Ein Wegfall der bestehenden psychosozialen Faktoren, beispielsweise der psychisch erkrankten Lebensgefährtin, würde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht zu einer wesentlichen Zustandsbesserung führen. Die a ufgeführten Einschrän kun gen wirkten sich gleichermassen im privaten wie im beruflichen Alltag aus ( Urk. 13/156/3-4).

3.5.3 Gestützt auf Konsensbesprechungen vom 1 8. Februar und 1 3. März 2020 erstell ten die beiden Gutachter Dr. A.___ und Dr. B.___ die interdisziplinäre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vom 1 3. März 2020 ( Urk. 13/156/1). Sie hielten fest, es lasse sich nicht klar beurteilen, s eit wann die festgestellten leichten bis mittelschweren neuropsychologischen Defizite bestünden und was deren genaue Ursache sei. Die Angststörung könne die Defizite nicht gut erklären. In der Literatur würden verschiedene neuropsychologische Defizite bei Autismusspekt rum störungen beschrieben, so dass diese Störung die vorhandenen Defizite erklären könnte. Allerdings bliebe dann unklar, wie es dem Beschwerdeführer gelungen sei, jahrelang trotz dieser Leistungsdefizite berufstätig zu sein, auch in einer einfachen Tätigkeit. Letzteres spreche eher für neu aufgetretene Defizite, möglicherweise entstanden nach einem Fahrradsturz im Jahr 201 1. Unklar sei, inwiefern hier weiterführende Abklärungen wie eine Bildgebung oder eine neu rologische Abklärung sinnvoll wären. In der Gesamtschau sei von erheblichen Einschränkungen der beruflichen Leistungsfähigkeit bedingt durch die neuropsy chologischen Defizite, die Autismusspektrumstörung und die Angststörung aus zugehen. In einer sehr einfachen Tätigkeit wie der zuletzt ausgeübten Arbeit als Lagerist komme es vor allem aufgrund der neuropsychologischen Defizite und der Angststörung zu einer Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Auch in anderen Tätig keiten im ersten Arbeitsmarkt bestehe eine entsprechende Einschränkung. Da die Angststörung erst im Rahmen der aktuellen Begutachtung diagnostiziert worden sei und unklar bleibe, seit wann die neuropsychologischen Defizite bestünden, gelte die attestierte Arbeitsunfähigkeit ab Dezember 2019 ( Urk. 13/156/2-3). Eine gezielte Behandlung der Angststörung mit einem Antidepressivum könnte mög licherweise eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit von 10-20 % bewirken. Da die vorliegende Angststörung häufig chronisch-rezidivierend verlaufe und schwer zu therapieren sei, könne sie sich aber auch als therapieresistent erweisen. Da der Beschwerdeführer aktuell keine Medikamente einnehme und eher unregelmässig in die Therapie gehe, sei n icht von einer ausreichenden psychiatrisch-psychothe rapeutischen Therapie auszugehen. Eine Aggravation habe nicht vorgelegen, hin gegen hätten selbstlimitierende Tendenzen bestanden. Diese Persönlichkeitsfak toren seien bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ausgeklammert worden. Ein Wegfall der bestehenden psychosozialen Faktoren, beispielsweise der psychisch erkrankten Lebensgefährtin, würde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht zu einer wesentlichen Zustandsbesserung führen. Die a ufgeführten Einschrän kun gen wirkten sich gleichermassen im privaten wie im beruflichen Alltag aus ( Urk. 13/156/3-4). 3.6 Med. pract. C.___ hielt in einer ärztlichen Bescheinigung vom 1 2. August 2020 fest, der Beschwerdeführer sei seit dem 1 3. Oktober 2014 im ersten Arbeits markt zu 100 % arbeitsunfähig. Die von der IV-Stelle organisierte Wiedereinglie derungsmassnahme habe wegen einer psychischen Dekompensation beendet werden müssen. Die Anforderungen - wie das verlangte Arbeitspensum und die erwartete Anpassung an ein anderes Arbeitsumfeld ( Brocki oder Schreinerei) mit anderen Mitarbeitenden und Vorgesetzen - seien zu hoch gewesen. Dadurch werde ersichtlich, dass dem Beschwerdeführer momentan maximal eine 50%ige Tätigkeit in einem angepassten, geschützten Bereich zumutbar sei. Eine Wie der eingliederung müsste in einem ersten Schritt im geschützten Arbeitsmarkt erfol gen, wo sich der Beschwerdeführer über eine längere Zeit angew öhnen und zurecht finden könnte ( Urk. 7).

3.6 Med. pract. C.___ hielt in einer ärztlichen Bescheinigung vom 1 2. August 2020 fest, der Beschwerdeführer sei seit dem 1 3. Oktober 2014 im ersten Arbeits markt zu 100 % arbeitsunfähig. Die von der IV-Stelle organisierte Wiedereinglie derungsmassnahme habe wegen einer psychischen Dekompensation beendet werden müssen. Die Anforderungen - wie das verlangte Arbeitspensum und die erwartete Anpassung an ein anderes Arbeitsumfeld ( Brocki oder Schreinerei) mit anderen Mitarbeitenden und Vorgesetzen - seien zu hoch gewesen. Dadurch werde ersichtlich, dass dem Beschwerdeführer momentan maximal eine 50%ige Tätigkeit in einem angepassten, geschützten Bereich zumutbar sei. Eine Wie der eingliederung müsste in einem ersten Schritt im geschützten Arbeitsmarkt erfol gen, wo sich der Beschwerdeführer über eine längere Zeit angew öhnen und zurecht finden könnte ( Urk. 7). 4. Zwar wurde bereits mit Verfügung vom 1 5. April 2014 ( Urk. 13/27), welche in Rechtskraft erwachsen ist, das Bestehen eines Rentenanspruchs verneint. Vorlie gend ist aber nicht wie bei einer eigentlichen Neuanmeldung zu verfahren und zu prüfen, ob seit der letzten rechtskräftigen Rentenablehnung eine erhebliche Sach verhaltsänderung eingetreten ist. Die Rentenverneinung vom 1 5. April 2014 b asierte nämlich nicht auf einer umfassenden materiellen Prüfung des Renten anspruchs, da der Beschwerdeführer der IV-Stelle damals die Einholung von Arzt berichten verunmöglicht und damit seine Mitwirkung bei der Sachverhaltsab klärung im Sinne von Art. 28 Abs. 2 ATSG verweigert hatte ( Urk. 13/12-17, Urk. 13/18, Urk. 13/20-26 ). Wird die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht, kann sich die gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegte Sanktion – hier der Erlass der rentenverneinenden Verfügung gestützt auf die damals vorhandenen Akten – nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde ( Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 Rz 103 mit Hinweis). Der strittige Rentenanspruch ist somit ohne Bindung an die frühere Beurteilung zu prüfen.

4. Zwar wurde bereits mit Verfügung vom 1 5. April 2014 ( Urk. 13/27), welche in Rechtskraft erwachsen ist, das Bestehen eines Rentenanspruchs verneint. Vorlie gend ist aber nicht wie bei einer eigentlichen Neuanmeldung zu verfahren und zu prüfen, ob seit der letzten rechtskräftigen Rentenablehnung eine erhebliche Sach verhaltsänderung eingetreten ist. Die Rentenverneinung vom 1 5. April 2014 b asierte nämlich nicht auf einer umfassenden materiellen Prüfung des Renten anspruchs, da der Beschwerdeführer der IV-Stelle damals die Einholung von Arzt berichten verunmöglicht und damit seine Mitwirkung bei der Sachverhaltsab klärung im Sinne von Art. 28 Abs. 2 ATSG verweigert hatte ( Urk. 13/12-17, Urk. 13/18, Urk. 13/20-26 ). Wird die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht, kann sich die gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegte Sanktion – hier der Erlass der rentenverneinenden Verfügung gestützt auf die damals vorhandenen Akten – nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde ( Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 Rz 103 mit Hinweis). Der strittige Rentenanspruch ist somit ohne Bindung an die frühere Beurteilung zu prüfen. 5.

5. 5.1 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers lässt sich aus dem psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 1 3. März 2020 problemlos nachvollziehen, weshalb die Gutachter nicht gestützt auf das Ergebnis des Belastbarkeitstrainings von einer 100%ige n Arbeitsunfähigkeit im freien Arbeitsmarkt ausgingen. Aufgrund eine r eingehende n Analyse der vorhandenen biografischen und anam nes tischen Informationen zeigte der psychiatrische Gutach ter Dr. B.___ Inkon sis tenzen auf, die mit schweren psychischen Beeinträchtigungen, die zu einer voll stän digen Arbeitsunfähi gkeit führen, nicht vereinbar sind. Zu nennen sind insbesondere die längerdauernden Phasen in der Vergangenheit, als der Beschwer de führer keine Psychotherapie in Anspruch nahm, der Umstand, dass er sich offenbar weder für seine Diagnosen noch für therapeutische Optionen inte ressierte und trotz der geklagten Agoraphobie keine antidepressive Medikation einnahm, und die Reise mit dem Zug an ein Bike-Treffen beziehungsweise die Teilnahme an der Streetparade, welche nicht für das Bestehen eines schweren Leidensdrucks sprechen. Zudem gingen die Gutachter davon aus, dass die frühe ren längeren Phasen von Arbeitslosigkeit und der Abbruch der Lehre auch auf motivationale Probleme zurückzuführen sind, und dass sich der Beschwerde führer auch in der aktuellen Lebensphase selbst limitier t ( Urk. 13/155/5, Urk. 13/155/27-28, Urk. 13/156/3-4 ). Auf der anderen Seite verfügt er ausweis lich der neuropsychologischen Test ergebnisse über gute intellektuelle Ressourcen, eine recht gute Kommunikationsfähigkeit, eine sta bile Beziehung zu seiner Lebens partnerin und er hat mindestens einen guten Freund ( Urk. 13/155/28). Ferner hat er vielfältige Interessen und Hobbys (etwa Fernsehen, Videospiele, Mountain bike fahren, Kochen, Zeichnen und Malen) und einen relativ aktiven Tagesablauf ( Urk. 13/155/16-17). Die damit durchscheinenden persönlichen Ressour cen sind mit einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit schwer zu verein baren.

5.1 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers lässt sich aus dem psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 1 3. März 2020 problemlos nachvollziehen, weshalb die Gutachter nicht gestützt auf das Ergebnis des Belastbarkeitstrainings von einer 100%ige n Arbeitsunfähigkeit im freien Arbeitsmarkt ausgingen. Aufgrund eine r eingehende n Analyse der vorhandenen biografischen und anam nes tischen Informationen zeigte der psychiatrische Gutach ter Dr. B.___ Inkon sis tenzen auf, die mit schweren psychischen Beeinträchtigungen, die zu einer voll stän digen Arbeitsunfähi gkeit führen, nicht vereinbar sind. Zu nennen sind insbesondere die längerdauernden Phasen in der Vergangenheit, als der Beschwer de führer keine Psychotherapie in Anspruch nahm, der Umstand, dass er sich offenbar weder für seine Diagnosen noch für therapeutische Optionen inte ressierte und trotz der geklagten Agoraphobie keine antidepressive Medikation einnahm, und die Reise mit dem Zug an ein Bike-Treffen beziehungsweise die Teilnahme an der Streetparade, welche nicht für das Bestehen eines schweren Leidensdrucks sprechen. Zudem gingen die Gutachter davon aus, dass die frühe ren längeren Phasen von Arbeitslosigkeit und der Abbruch der Lehre auch auf motivationale Probleme zurückzuführen sind, und dass sich der Beschwerde führer auch in der aktuellen Lebensphase selbst limitier t ( Urk. 13/155/5, Urk. 13/155/27-28, Urk. 13/156/3-4 ). Auf der anderen Seite verfügt er ausweis lich der neuropsychologischen Test ergebnisse über gute intellektuelle Ressourcen, eine recht gute Kommunikationsfähigkeit, eine sta bile Beziehung zu seiner Lebens partnerin und er hat mindestens einen guten Freund ( Urk. 13/155/28). Ferner hat er vielfältige Interessen und Hobbys (etwa Fernsehen, Videospiele, Mountain bike fahren, Kochen, Zeichnen und Malen) und einen relativ aktiven Tagesablauf ( Urk. 13/155/16-17). Die damit durchscheinenden persönlichen Ressour cen sind mit einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit schwer zu verein baren. Zu beachten ist sodann, dass auch bei den Eingliederungsfachleuten der Verdacht aufgekommen war, der Beschwerdeführer habe sich in der damaligen Situation bequem eingerichtet und der Umstand, dass seine Lebenspartnerin eine Inva lidenrente erhalte, limitiere seine Eingliederungsmotivation ( Urk. 13/99/1, Urk. 13/100/3, Urk. 13/111/10 ). Letzten Endes basierte die Beurteilung im Abschluss bericht des Belastbarkeitstrainings vom 8. Juli 2018, dass momentan keine Arbeit auf dem freien Arbeitsmarkt möglich sei, auf der Einschätzung der behandelnden Psychot herapeuten ( Urk. 13/112/3). Diese diskutierten in den Berichten vom 2 1. August 2015 ( Urk. 13/45), 2 1. November 2017 ( Urk. 13/82) und 1 2. August 2020 ( Urk. 7) mögliches inkonsistentes und selbstlimitierendes Verhalten des Beschwerdeführers sowie invaliditätsfremde Faktoren nicht. Zudem war ihre Diagnose einer Depression im Bericht vom 2 1. August 2015 für den psy chiatrischen Gutachter Dr. B.___ nicht nachvollziehbar ( Urk. 13/155/29). Die im Bericht der Behandler vom 1 2. August 2020 geltend gemachte Eingliederungs motivation des Beschwerdeführers in einer geschützten Tätigkeit ( Urk. 7 S. 2) wird sodann dur ch den Umstand relativiert, dass er nach Beendigung der Einglie derungsmassnahmen die Tätigkeit an einem geschützten Arbeitsplatz offenbar trotz Unterstützung der Eingliederungsberater und des Sozialamtes nicht weiter führt e ( Urk. 13/111/10-11, Urk. 13/155/16-17). B ei den behandelnden Thera peu ten ist auch die Erfahrungstatsache, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pati entinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), zu berücksichtigen. Deshalb ist ihre anderslautende Schätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit nicht geeignet, den Beweiswert des psychiatrisch-neuropsycho logischen Gutachtens zu erschüttern.

Zu beachten ist sodann, dass auch bei den Eingliederungsfachleuten der Verdacht aufgekommen war, der Beschwerdeführer habe sich in der damaligen Situation bequem eingerichtet und der Umstand, dass seine Lebenspartnerin eine Inva lidenrente erhalte, limitiere seine Eingliederungsmotivation ( Urk. 13/99/1, Urk. 13/100/3, Urk. 13/111/10 ). Letzten Endes basierte die Beurteilung im Abschluss bericht des Belastbarkeitstrainings vom 8. Juli 2018, dass momentan keine Arbeit auf dem freien Arbeitsmarkt möglich sei, auf der Einschätzung der behandelnden Psychot herapeuten ( Urk. 13/112/3). Diese diskutierten in den Berichten vom 2 1. August 2015 ( Urk. 13/45), 2 1. November 2017 ( Urk. 13/82) und 1 2. August 2020 ( Urk. 7) mögliches inkonsistentes und selbstlimitierendes Verhalten des Beschwerdeführers sowie invaliditätsfremde Faktoren nicht. Zudem war ihre Diagnose einer Depression im Bericht vom 2 1. August 2015 für den psy chiatrischen Gutachter Dr. B.___ nicht nachvollziehbar ( Urk. 13/155/29). Die im Bericht der Behandler vom 1 2. August 2020 geltend gemachte Eingliederungs motivation des Beschwerdeführers in einer geschützten Tätigkeit ( Urk. 7 S. 2) wird sodann dur ch den Umstand relativiert, dass er nach Beendigung der Einglie derungsmassnahmen die Tätigkeit an einem geschützten Arbeitsplatz offenbar trotz Unterstützung der Eingliederungsberater und des Sozialamtes nicht weiter führt e ( Urk. 13/111/10-11, Urk. 13/155/16-17). B ei den behandelnden Thera peu ten ist auch die Erfahrungstatsache, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pati entinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), zu berücksichtigen. Deshalb ist ihre anderslautende Schätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit nicht geeignet, den Beweiswert des psychiatrisch-neuropsycho logischen Gutachtens zu erschüttern. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, der erste psychiatrische Gutachter Dr. Z.___ habe ihn am 2 3. August 2016 in der bisherigen Tätigkeit als vollständig arbeitsunfähig eingeschätzt ( Urk. 1 S. 9), lässt sich daraus ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dr. Z.___ berücksichtigte nämlich bei dieser Einschät zung, dass es am letzten Arbeitsplatz Konflikte gab, und mutete dem Beschwer deführer deshalb keine Rückkehr in dieses konkrete Arbeitsverhältnis zu ( Urk. 13/70/15, Urk. 13/70/32). Andererseits hielt er fest, medizinisch-theoretisch bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Täti gkeit, wozu auch Tätigkeiten mit ähnlichem Belastungsprofil wie zuletzt gehörten, so lange das Arbeitsverhältnis konfliktarm sei ( Urk. 13/70/33). Mithin war die Beur teilung von Dr. Z.___ letztlich sogar noch optimistischer als diejenige des psychi atrischen Gutachters Dr. B.___.

Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, der erste psychiatrische Gutachter Dr. Z.___ habe ihn am 2 3. August 2016 in der bisherigen Tätigkeit als vollständig arbeitsunfähig eingeschätzt ( Urk. 1 S. 9), lässt sich daraus ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dr. Z.___ berücksichtigte nämlich bei dieser Einschät zung, dass es am letzten Arbeitsplatz Konflikte gab, und mutete dem Beschwer deführer deshalb keine Rückkehr in dieses konkrete Arbeitsverhältnis zu ( Urk. 13/70/15, Urk. 13/70/32). Andererseits hielt er fest, medizinisch-theoretisch bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Täti gkeit, wozu auch Tätigkeiten mit ähnlichem Belastungsprofil wie zuletzt gehörten, so lange das Arbeitsverhältnis konfliktarm sei ( Urk. 13/70/33). Mithin war die Beur teilung von Dr. Z.___ letztlich sogar noch optimistischer als diejenige des psychi atrischen Gutachters Dr. B.___. 5.2 Allerdings kann auch nicht ohne Weiteres auf die gutachterlich von Dr. B.___ und Dr. A.___ attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % in angepassten Tätigkeiten ( Urk. 13/156/2-3) abgestellt werden. Aus de r i nterdisziplinären Gesamt beurteilung der Gutachter vom 1 3. März 2020 geht hervor, dass sie die Ursache der von Dr. A.___ erhobenen leichten bis mittelschweren neu ropsychologischen Funktionsstörung nicht klären konnten. Dr. B.___ schloss einen Zusammenhang mit der Angststörung aus und erachtete auch einen wesent lichen Einfluss der Autismusspektrumstörung auf die Defizite als wenig wahrscheinlich, da ansonsten davon auszugehen wäre, dass der Beschwerde füh rer in der Vergangenheit nicht so lange hätte arbeiten können. Deshalb hielt er es für möglich, dass die Funktionsstörungen auf einen Fahrradsturz im Jahr 2011 zurückgehen, und wies darauf hin, eine neurologische Abklärung mit Bild gebung könne hier allenfalls weitere Erkenntnisse liefern ( Urk. 13/156/2). Die u nklare Genese der neuropsychologischen Defizite ist angesichts des erheblichen Gewichts der von Dr. A.___ deshalb bescheinigten 30%igen beruflichen Leistungseinbusse an der gesamthaften Arbeitsunfähigkeit von 50 % (bei einer psychiatrisch attestierten 20-30%igen Arbeitsunfähigkeit wegen der Angst- und Aspergers ymptomatik ) problematisch. Denn neuropsychologische Testresultate allein reichen nicht aus, um Diagnosen zu stellen und die Arbeitsunfähigkeit zu beurteilen. Die entsprechenden Untersuchungsergebnisse sind im Rahmen einer gesamthaften Beweiswürdigung nur insoweit bedeutsam, als sie überprüf- und nachvollziehbar sind und sich in die anderen (interdisziplinären) Abklärungs er gebnisse schlüssig einfügen (Urteile des Bundesgerichts 8C_261/2009 vom 7. Au gust 2009 E. 5.2 und I 542/05 vom 1 7. November 2006 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). Dies lässt sich aufgrund der gegenwärtigen Aktenlage nicht beurtei len, da die von Dr. B.___ erwähnten neurologischen und bildgebenden Abklä rungen zur Eruierung allfälliger somatischer, hirnorganischer Ursachen der neu ro psychologischen Störung bisher unterblieben sind.

5.2 Allerdings kann auch nicht ohne Weiteres auf die gutachterlich von Dr. B.___ und Dr. A.___ attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % in angepassten Tätigkeiten ( Urk. 13/156/2-3) abgestellt werden. Aus de r i nterdisziplinären Gesamt beurteilung der Gutachter vom 1 3. März 2020 geht hervor, dass sie die Ursache der von Dr. A.___ erhobenen leichten bis mittelschweren neu ropsychologischen Funktionsstörung nicht klären konnten. Dr. B.___ schloss einen Zusammenhang mit der Angststörung aus und erachtete auch einen wesent lichen Einfluss der Autismusspektrumstörung auf die Defizite als wenig wahrscheinlich, da ansonsten davon auszugehen wäre, dass der Beschwerde füh rer in der Vergangenheit nicht so lange hätte arbeiten können. Deshalb hielt er es für möglich, dass die Funktionsstörungen auf einen Fahrradsturz im Jahr 2011 zurückgehen, und wies darauf hin, eine neurologische Abklärung mit Bild gebung könne hier allenfalls weitere Erkenntnisse liefern ( Urk. 13/156/2). Die u nklare Genese der neuropsychologischen Defizite ist angesichts des erheblichen Gewichts der von Dr. A.___ deshalb bescheinigten 30%igen beruflichen Leistungseinbusse an der gesamthaften Arbeitsunfähigkeit von 50 % (bei einer psychiatrisch attestierten 20-30%igen Arbeitsunfähigkeit wegen der Angst- und Aspergers ymptomatik ) problematisch. Denn neuropsychologische Testresultate allein reichen nicht aus, um Diagnosen zu stellen und die Arbeitsunfähigkeit zu beurteilen. Die entsprechenden Untersuchungsergebnisse sind im Rahmen einer gesamthaften Beweiswürdigung nur insoweit bedeutsam, als sie überprüf- und nachvollziehbar sind und sich in die anderen (interdisziplinären) Abklärungs er gebnisse schlüssig einfügen (Urteile des Bundesgerichts 8C_261/2009 vom 7. Au gust 2009 E. 5.2 und I 542/05 vom 1 7. November 2006 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). Dies lässt sich aufgrund der gegenwärtigen Aktenlage nicht beurtei len, da die von Dr. B.___ erwähnten neurologischen und bildgebenden Abklä rungen zur Eruierung allfälliger somatischer, hirnorganischer Ursachen der neu ro psychologischen Störung bisher unterblieben sind. 5.3 Der IV-Stelle ist grundsätzlich beizupflichten, dass Dr. B.___ und Dr. A.___ in ihrer interdisziplinären Beurteilung vom 1 3. März 2020 die 30%ige Arbeits unfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht und die 20-30%ige Arbeits unfähigkeit wegen der Ängste und der Aspergersymptomatik fast vollumfänglich kumuliert haben, indem sie von einer gesamthaften Arbeitsunfähigkeit von 50 % ausgegangen sind ( Urk. 13/156/2-3). Auch trifft es zu, dass nach der Rechtspre chung häufig kein Anlass besteht, unter verschiedenen medizinischen Titeln aus gewiesene Teilarbeitsunfähigkeiten zu kumulieren, da der Umfang der grössten Teil einschränkung auch die weiteren Entlastungserfordernisse abdeckt (Urteil des Bundesgerichts 8C_483/2020 vom 2 6. Oktober 2020 E. 4.1 mit Hinweisen). Der interdisziplinären Beurteilung vom 1 3. März 2020 ist nicht zu entnehmen, weshalb und inwiefern die neuropsychologische und psychiatrische Teilarbeits unfähigkeit kumuliert wurden und ob daneben auch eine gegenseitige Überla gerung - denkbar wäre im Übrigen auch eine gegenseitige Verstärkung - der von den einzelnen Schäden ausgehenden Funktionseinbussen berücksichtigt wurde (vgl. Urk. 13/156/2-3). Ob sich die einzelnen aus mehreren Behinderungen resul tierenden Einschränkungsgrade summieren und in welchem Masse, betrifft eine spezifisch medizinische Problematik und Einschätzung, von der grundsätzlich nicht abzurücken ist. Deshalb durfte die IV-Stelle nicht von der Gesamtbeur tei lung der Arbeitsfähigkeit abweichen, ohne den Gutachtern Ergänzungsfragen zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_461/2019 vom 2 2. November 2019 E. 4.1-3).

5.3 Der IV-Stelle ist grundsätzlich beizupflichten, dass Dr. B.___ und Dr. A.___ in ihrer interdisziplinären Beurteilung vom 1 3. März 2020 die 30%ige Arbeits unfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht und die 20-30%ige Arbeits unfähigkeit wegen der Ängste und der Aspergersymptomatik fast vollumfänglich kumuliert haben, indem sie von einer gesamthaften Arbeitsunfähigkeit von 50 % ausgegangen sind ( Urk. 13/156/2-3). Auch trifft es zu, dass nach der Rechtspre chung häufig kein Anlass besteht, unter verschiedenen medizinischen Titeln aus gewiesene Teilarbeitsunfähigkeiten zu kumulieren, da der Umfang der grössten Teil einschränkung auch die weiteren Entlastungserfordernisse abdeckt (Urteil des Bundesgerichts 8C_483/2020 vom 2 6. Oktober 2020 E. 4.1 mit Hinweisen). Der interdisziplinären Beurteilung vom 1 3. März 2020 ist nicht zu entnehmen, weshalb und inwiefern die neuropsychologische und psychiatrische Teilarbeits unfähigkeit kumuliert wurden und ob daneben auch eine gegenseitige Überla gerung - denkbar wäre im Übrigen auch eine gegenseitige Verstärkung - der von den einzelnen Schäden ausgehenden Funktionseinbussen berücksichtigt wurde (vgl. Urk. 13/156/2-3). Ob sich die einzelnen aus mehreren Behinderungen resul tierenden Einschränkungsgrade summieren und in welchem Masse, betrifft eine spezifisch medizinische Problematik und Einschätzung, von der grundsätzlich nicht abzurücken ist. Deshalb durfte die IV-Stelle nicht von der Gesamtbeur tei lung der Arbeitsfähigkeit abweichen, ohne den Gutachtern Ergänzungsfragen zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_461/2019 vom 2 2. November 2019 E. 4.1-3). Ferner scheint die RAD-Ärztin Dr. med. D.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, einem Irrtum unterlegen zu sein, hielt sie in ihrer Stellung nahme vom 1 7. März 2020 doch aktenwidrig fest, im psychiatrisch-neu ro psy chologischen Gutachten vom 1 3. März 2020 sei dem Beschwerdeführer eine 30%ige (und nicht eine 50%ige) Arbeitsunfähigkeit in leidensangepassten Tätig keiten attestiert worden ( Urk. 13/158/8-9).

Ferner scheint die RAD-Ärztin Dr. med. D.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, einem Irrtum unterlegen zu sein, hielt sie in ihrer Stellung nahme vom 1 7. März 2020 doch aktenwidrig fest, im psychiatrisch-neu ro psy chologischen Gutachten vom 1 3. März 2020 sei dem Beschwerdeführer eine 30%ige (und nicht eine 50%ige) Arbeitsunfähigkeit in leidensangepassten Tätig keiten attestiert worden ( Urk. 13/158/8-9). 5.4 Die IV-Stelle, an welche die Sache zurückzuweisen ist, wird den Beschwerde führer zunächst noch fachärztlich-neurologisch und falls nötig auch bildgebend abklären lassen. Hernach wird sie – falls möglich und sinnvoll erneut durch Dr. B.___ und Dr. A.___ oder im Rahmen einer neuen polydiszipli nären Beurteilung – aus interdisziplinärer Sicht nochmals abklären lassen, ob die von Dr. A.___ festgestellte leichte bis mittelschwere neuropsycholo gische Funktionsstörung und die deshalb bescheinigte 30%ige Leistungsein schrän kung durch einen körperlichen oder psychischen Gesundheitsschaden oder eine multifaktorielle Genese (worunter auch Drogenabusus beziehungsweise dessen Konsequenzen fallen können, vgl. das Urteil des Bundesgerichts I 720/03 vom 1 6. März 2004 E. 2.3.2) nachvollziehbar und schlüssig erklärt werden können. Dabei wird auch zu berücksichtigen sein, dass sich der Beschwerdeführer gemäss Angaben in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung vom 1 3. März 2020 soweit bekannt keiner wesentlichen neuropsychologischen Beeinträchtigungen bewusst war ( Urk. 13/158/2). Auf Basis der neuen Erkenntnisse werden die beauf tragten Gutachter in einem nächsten Schritt die Arbeitsfähigkeit unter Berück sichtigung sämtlicher Gesundheitsstörungen zu beurteilen haben. Dabei werden sie dazu Stellung zu nehmen haben, wie sich die jeweiligen Teileinschrän kungen aus psychiatrisch er und gegebenenfalls neurologischer Sicht zueinander verhal ten und wie hoch die Gesamtarbeitsunfähigkeit im angestammten Bereich und in leidensangepassten Tätigkeiten ist.

5.4 Die IV-Stelle, an welche die Sache zurückzuweisen ist, wird den Beschwerde führer zunächst noch fachärztlich-neurologisch und falls nötig auch bildgebend abklären lassen. Hernach wird sie – falls möglich und sinnvoll erneut durch Dr. B.___ und Dr. A.___ oder im Rahmen einer neuen polydiszipli nären Beurteilung – aus interdisziplinärer Sicht nochmals abklären lassen, ob die von Dr. A.___ festgestellte leichte bis mittelschwere neuropsycholo gische Funktionsstörung und die deshalb bescheinigte 30%ige Leistungsein schrän kung durch einen körperlichen oder psychischen Gesundheitsschaden oder eine multifaktorielle Genese (worunter auch Drogenabusus beziehungsweise dessen Konsequenzen fallen können, vgl. das Urteil des Bundesgerichts I 720/03 vom 1 6. März 2004 E. 2.3.2) nachvollziehbar und schlüssig erklärt werden können. Dabei wird auch zu berücksichtigen sein, dass sich der Beschwerdeführer gemäss Angaben in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung vom 1 3. März 2020 soweit bekannt keiner wesentlichen neuropsychologischen Beeinträchtigungen bewusst war ( Urk. 13/158/2). Auf Basis der neuen Erkenntnisse werden die beauf tragten Gutachter in einem nächsten Schritt die Arbeitsfähigkeit unter Berück sichtigung sämtlicher Gesundheitsstörungen zu beurteilen haben. Dabei werden sie dazu Stellung zu nehmen haben, wie sich die jeweiligen Teileinschrän kungen aus psychiatrisch er und gegebenenfalls neurologischer Sicht zueinander verhal ten und wie hoch die Gesamtarbeitsunfähigkeit im angestammten Bereich und in leidensangepassten Tätigkeiten ist. Sodann wird die IV-Stelle soweit nötig auch näher abzuklären haben, ab wann der Beschwerdeführer aus ärztlicher Sicht in welchem Ausmass in seiner Arbeits fähigkeit eingeschränkt ist. Die von der RAD- Psychiaterin Dr. D.___ in ihrer Stellungnahme vom 1 7. März 2020 getroffene Feststellung, der Beschwerdeführer sei in der angestammten und in einer angepassten Tätigkeit vom 1 3. Oktober 2014 bis zum 1 2. März 2020 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen ( Urk. 13/158/8-9), ist ohne weitere Begründung unter Bezugnahme auf die medizinischen Akten nicht nachvollziehbar.

Sodann wird die IV-Stelle soweit nötig auch näher abzuklären haben, ab wann der Beschwerdeführer aus ärztlicher Sicht in welchem Ausmass in seiner Arbeits fähigkeit eingeschränkt ist. Die von der RAD- Psychiaterin Dr. D.___ in ihrer Stellungnahme vom 1 7. März 2020 getroffene Feststellung, der Beschwerdeführer sei in der angestammten und in einer angepassten Tätigkeit vom 1 3. Oktober 2014 bis zum 1 2. März 2020 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen ( Urk. 13/158/8-9), ist ohne weitere Begründung unter Bezugnahme auf die medizinischen Akten nicht nachvollziehbar. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.

In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 6.

6. 6.1 Ausgangsgemäss gehen die Verfahrenskosten von Fr. 9 00.-- zulasten der unter liegenden IV-Stelle ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG).

6.1 Ausgangsgemäss gehen die Verfahrenskosten von Fr. 9 00.-- zulasten der unter liegenden IV-Stelle ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG). 6.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rück weisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2). Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozi alversiche rungs gericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer ).

6.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rück weisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2). Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozi alversiche rungs gericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Zwar hat die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung vom 1 0. September 2020 einge hend zur Beschwerde Stellung genommen und die angefochtene Verfügung aus führlicher begründet ( Urk. 12; vgl. auch Urk. 2). Dennoch erscheint der von der unentgeltlichen Rechtsvertreterin mit ihren Honorarnoten vom 3 1. August und 1 5. Dezember 2020 geltend gemachte Zeitaufwand von vier Stunden für die Durch sicht der IV-Akten, sieben Stunden für das Verfassen der Beschwerdeschrift ( Urk. 9-10) und sechs Stunden für die Replik ( Urk. 20) unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses sowie des in ver gleichbaren Fällen anerkannten Vertret ung saufwands als überhöht. I m Übrigen enthält die Replik teilweise repetitive Ausführungen ( vgl. etwa Urk. 15 S. 2 und 3 ). Für das Aktenstudium und für das Verfassen der Beschwerdeschrift kann je ein Aufwand von drei Stunden und für die Replik ein solcher von zwei Stunden anerkannt werden. Unter Berücksichtigung der übrigen Positionen der Honorar noten resultiert ein zu entschädigender Zeitaufwand von insgesamt 13,25 Stunden. Beim gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr. 220. -- ergibt sich unter Berücksichtigung der geltend gemachten Barauslagen von Fr. 67.30 ( Fr. 24.80 + Fr. 42.50) und der Mehrwertsteuer von 7,7 % eine Parteientschädigung von Fr. 3'212.--.

Zwar hat die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung vom 1 0. September 2020 einge hend zur Beschwerde Stellung genommen und die angefochtene Verfügung aus führlicher begründet ( Urk. 12; vgl. auch Urk. 2). Dennoch erscheint der von der unentgeltlichen Rechtsvertreterin mit ihren Honorarnoten vom 3 1. August und 1 5. Dezember 2020 geltend gemachte Zeitaufwand von vier Stunden für die Durch sicht der IV-Akten, sieben Stunden für das Verfassen der Beschwerdeschrift ( Urk. 9-10) und sechs Stunden für die Replik ( Urk. 20) unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses sowie des in ver gleichbaren Fällen anerkannten Vertret ung saufwands als überhöht. I m Übrigen enthält die Replik teilweise repetitive Ausführungen ( vgl. etwa Urk. 15 S. 2 und 3 ). Für das Aktenstudium und für das Verfassen der Beschwerdeschrift kann je ein Aufwand von drei Stunden und für die Replik ein solcher von zwei Stunden anerkannt werden. Unter Berücksichtigung der übrigen Positionen der Honorar noten resultiert ein zu entschädigender Zeitaufwand von insgesamt 13,25 Stunden. Beim gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr. 220. ergibt sich unter Berücksichtigung der geltend gemachten Barauslagen von Fr. 67.30 ( Fr. 24.80 + Fr. 42.50) und der Mehrwertsteuer von 7,7 % eine Parteientschädigung von Fr. 3'212.--. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 3. Juni 2020 aufgeho ben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklär ung im Sinne der Erwägun gen, neu über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers verfüge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 3. Juni 2020 aufgeho ben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklär ung im Sinne der Erwägun gen, neu über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 900.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 900.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Stéphanie Baur, Dübendorf, eine Prozessentschä digung von Fr. 3’212.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Stéphanie Baur, Dübendorf, eine Prozessentschä digung von Fr. 3’212.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stéphanie Baur

Rechtsanwältin Stéphanie Baur - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

FehrKlemmt