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Zwischen 2015 und 2030 soll die Bevölkerung um 3600 Personen auf total 40ʼ700 Einwohnerinnen und Einwohner wachsen. Das jährliche Wachstum wird auf 0,61% geschätzt. In den Jahren 2003 bis 2013 betrug das Wachstum durchschnittlich 1,02%. Die Zunahme der Beschäftigten wird mit 1600 Vollzeitäquivalenten angegeben und folgt in den Annahmen dem Bevölkerungswachstum.
Fragen und Antworten
Der kantonale Richtplan ist auf den Schwerpunkten der regierungsrätlichen Langfriststrategie 2022+ (LFS) aufgebaut. Er formuliert die daraus abgeleiteten raumbedeutsamen Ziele und benennt die geeigneten Instrumente sowie die nötigen Schritte einer entsprechend ausgerichteten Raumplanung. Mit der Raumplanung kann damit ein wesentlicher Beitrag geleistet werden, um die Ziele der LFS zu erreichen.
Antworten auf die 10 häufigsten Fragen zum Entwurf des revidierten Richtplans finden Sie unten stehend. Sollten Sie weitere Informationen benötigen, können Sie uns selbstverständlich auch gerne per Telefon (041 666 62 83) oder E-Mail (<email-pii>) kontaktieren.
Übersicht aller Fragen
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- 4. Wieso ist nur eine Auswahl an Arbeitsschwerpunkten und besonderen Wirtschaftsstandorten im Richtplan eingetragen?
- 7. Wie sieht es aus mit Baulandkompensation? Können Gemeinden, die keine Entwicklungsreserven zugute haben, durch Auszonungen an anderen Stellen einzonen?
Zwischen 2015 und 2030 soll die Bevölkerung um 3600 Personen auf total 40ʼ700 Einwohnerinnen und Einwohner wachsen. Das jährliche Wachstum wird auf 0,61% geschätzt. In den Jahren 2003 bis 2013 betrug das Wachstum durchschnittlich 1,02%. Die Zunahme der Beschäftigten wird mit 1600 Vollzeitäquivalenten angegeben und folgt in den Annahmen dem Bevölkerungswachstum.
Gemäss neuem Raumplanungsgesetz muss das zukünftige Wachstum in erster Linie innerhalb der bestehenden Bauzonen erfolgen. Nicht alle Gebiete sind dazu gleich geeignet. Durch die Vorgaben von verschiedenen Siedlungsgebieten will der Kanton verhindern, dass die Bevölkerung an schlecht erschlossenen Lagen wächst. Hingegen werden die zentralen Lagen in der Entwicklung gefördert. Auch sollen die wertvollen Kerngebiete behutsam weiterentwickelt werden.
Der Richtplan unterscheidet zwischen ländlichen und zentrumsnahen Gemeinden sowie der Zentrumsgemeinde Sarnen. Der Kanton will das Wachstum an denjenigen Orten konzentrieren, an denen eine gute Infrastruktur besteht. Dazu hat er die bisherigen Wachstumsraten der einzelnen Gemeinden hochgerechnet und die neuen Zahlen darauf abgestimmt.
Der Kanton hat seine Steuerstrategie, die zum Wachstum geführt hat, erfolgreich umgesetzt. Um im nationalen und internationalen Standortwettbewerb bestehen zu können, muss der Kanton bereit sein, für wertschöpfungsstarke Branchen optimale Rahmenbedingungen anzubieten. Besondere Standorte werden deshalb im kantonalen Richtplan bezeichnet, um ihre Entwicklung gezielt zu fördern. Dies hat keine negativen Auswirkungen auf bestehende lokale Arbeitszonen.
Die Planung hat gezeigt, dass im Kanton Obwalden bis ins Jahr 2030 genügend Kapazitäten für Deponien vorhanden sind.
Die Gemeinden müssen innert fünf Jahren ihre Bau- und Zonenordnungen anpassen. Grundlage dafür ist ein Masterplan, in dem die Gemeinden aufzeigen, wie sie sich entwickeln wollen. Gemeinden mit Vorgaben zu Zentrums- und Kerngebieten entscheiden, ob sie die entsprechenden Quartierplanungen vor oder nach der Ortsplanung durchführen wollen. Der Umfang bewegt sich im gleichen Rahmen wie bei der letzten Revision, wobei weitere Planungen zur inneren Entwicklung empfohlen werden. Damit können wertvolle Entwicklungsräume geschaffen werden, ohne dass landwirtschaftliche Flächen verloren gehen.
Bauzonen können weiterhin umgelagert werden. Sollen diese jedoch ausserhalb des im Richtplan festgelegten Siedlungsgebiets erfolgen, dürfen sie max. 2 Hektaren betragen, ansonsten muss der Richtplan angepasst werden. Eine Verlagerung oder Umnutzung von Grünflächen im Siedlungsgebiet ist möglich, wenn dadurch der Grünflächenanteil der Siedlung nicht beeinträchtigt wird und die Wohnqualität als Ganzes aufgewertet werden kann.
Die Güteklassen des öffentlichen Verkehrs zeigen, wie die aktuelle Versorgung mit Bus und Bahn erfolgt. Vorhaben, die zu einer hohen Konzentration von Personen führen, müssen innerhalb einer gewissen Versorgungsqualität liegen, d. h., sie müssen sich an gut erschlossener Lage befinden. Ist dies nicht der Fall, muss der öffentliche Verkehr ausgebaut werden oder die Vorhaben können nicht bewilligt werden.
Jede Gemeinde weiss, für welches Bevölkerungswachstum sie ihre Infrastruktur einrichten muss und wo die Schwerpunkte der Entwicklung sind. Zentrale Lagen können entwickelt werden, und bei anspruchsvollen Planungen im Zentrum und in Kerngebieten bietet der Kanton Unterstützung. Durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs können darüber hinaus die vielbefahrenen Strassen entlastet werden.
Zum einen profitieren alle Einwohnerinnen und Einwohner von der Stärkung des Kantons als Wirtschaftsstandort und der Verfügbarkeit von attraktiven Arbeitsplätzen. Zum anderen wird die Wohnqualität aufgewertet, insbesondere entlang stark befahrener Strassen in den Dörfern. Es wird mehr Wohnungen an gut erschlossenen Lagen geben, und es entstehen attraktive neue Wege für Velofahrer. Natur und Landschaft bleiben intakt. Dank dem Ganzjahrestourismus sind viele Freizeit- und Erholungsangebote vorhanden.