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Der Zwergbandwurm (Hymenolepis nana) ist der kleinste Bandwurm des Menschen. In wärmeren Gegenden ist er am häufigsten für einen Bandwurmbefall verantwortlich. Die Zwergbandwurm-Infektion ist dabei vor allem bei Kindern verbreitet.
Der Zwergbandwurm ist etwa einen Millimeter breit und nur ein bis vier Zentimeter lang (daher der Name Zwergbandwurm). Andere Bandwürmer erreichen eine Länge von mehreren Metern. Bandwürmer sind Parasiten, die vor allem in der nördlichen Erdhalbkugel vorkommen. Sie wechseln während ihrer Entwicklung vom Ei über die Larve bis zum ausgewachsenen Bandwurm in der Regel mehrmals ihren Wirt (sogenannter Wirtswechsel). Dabei haben sie in der Regel einen oder zwei Zwischenwirte und einen Endwirt, der die Bandwurmeier über den Kot ausscheidet. Der Zwergbandwurm benötigt jedoch keinen Zwischenwirt: Seine gesamte Entwicklung kann im Menschen als Endwirt ablaufen. Daher ist die Zwergbandwurm-Infektion von Mensch zu Mensch übertragbar.
Man schätzt, dass weltweit bis zu 75 Millionen Menschen mit einem Zwergbandwurm infiziert sind. Die Infektion erfolgt durch die Aufnahme von Eiern mit verunreinigter Nahrung oder als Schmierinfektion bei schlechten hygienischen Verhältnissen. Die Zwergbandwurm-Infektion verläuft oft unbemerkt oder ist mit leichten Magen-Darm-Beschwerden verbunden. Die Diagnose erfolgt durch den mikroskopischen Nachweis der Zwergbandwurm-Eier im Stuhl.
Zwergbandwurm-Infektionen lassen sich mit Niclosamid- oder Praziquantel-Tabletten behandeln. Die Infektion kann jedoch auch von selbst (spontan) abheilen. Die sichere Beseitigung menschlicher Fäkalien sowie die Einhaltung hygienischer Massnahmen tragen entscheidend dazu bei, einen Befall mit dem Zwergbandwurm zu vermeiden.
Der Zwergbandwurm (Hymenolepis nana) ist ein Parasit, der bei Befall des Menschen Magen-Darm-Beschwerden auslösen kann.
Alle Bandwürmer sind Parasiten und gehören zur Gruppe der Plattwürmer. Sie leben im Darm ihrer Endwirte und können dort eine Länge von wenigen Millimeter bis mehreren Metern erreichen. Beim Rinderbandwurm (Taenia saginata: Zwischenwirt Rind), Schweinebandwurm (Taenia solium: Zwischenwirt Schwein) und Fischbandwurm (Diphyllobothrium latum: Zwischenwirt Fisch) ist – ebenso wie beim Zwergbandwurm – der Mensch der Endwirt. Der ausgewachsene Zwergbandwurm ist etwa einen Millimeter breit und nur ein bis vier Zentimeter lang und somit der kleinste Bandwurm (daher Zwergbandwurm genannt).
Der Entwicklungszyklus der Bandwürmer ist durch Wirtswechsel geprägt. Das bedeutet: Bandwürmer wechseln während ihrer Entwicklung vom Ei über die Larve bis zum ausgewachsenen Bandwurm mehrmals ihren Wirt. Beim Zwergbandwurm ist der Mensch der Endwirt. Als Zwischenwirt können Flöhe und andere Insekten dienen, aber auch der Mensch selbst – der Zwergbandwurm benötigt also keine Tiere als Zwischenwirte: Seine gesamte Entwicklung kann im Menschen ablaufen. Daher ist die Zwergbandwurm-Infektion von Mensch zu Mensch übertragbar.
Ein ausgewachsener Zwergbandwurm heftet sich – wie alle Bandwürmer – mit dem Kopf an der Darmwand des Endwirts fest. Dazu tragen Bandwürmer am Kopf Saugnäpfe und einen Hakenkranz. An den Kopf schliessen sich die Glieder (Proglottiden) an. Die Bandwurmglieder enthalten sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane. Bandwürmer sind also Zwitter. Die Eier reifen nach der Befruchtung im Bandwurm heran. Bandwurmglieder, die reife Eier enthalten, lösen sich vom Wurm ab – die Betroffenen scheiden sie dann mit dem Stuhl aus. Nun kann ein Zwischenwirt die Eier des Bandwurms aufnehmen. Beim Zwergbandwurm kann dies ein Mensch sein. In dem Fall schlüpfen im menschlichen Darm die Larven (sogenannte Onkosphären), die sich in den Darmzotten festsetzen und zum zweiten, als Finne bezeichneten Larvenstadium entwickeln. Die Finne gelangt wieder in den Darminnenraum, heftet sich an der Darmschleimhaut an und entwickelt sich dort weiter zum ausgewachsenen Zwergbandwurm – der Entwicklungszyklus beginnt von vorn.
Der Zwergbandwurm ist auf der ganzen Welt verbreitet, vor allem in den Tropen und Subtropen. Die Häufigkeit der Zwergbandwurm-Infektionen beträgt schätzungsweise bis zu 75 Millionen Fälle weltweit. In wärmeren Gebieten ist ein Bandwurmbefall meistens auf den Zwergbandwurm zurückzuführen. Dabei sind überwiegend Kinder betroffen.
Infektionen mit dem Zwergbandwurm (Hymenolepis nana) können die Ursachen für Magen-Darm-Beschwerden sein. Es ist jedoch ein starker Befall mit dem Erreger notwendig, um Anzeichen für den Bandwurmbefall auszulösen.
Zwergbandwürmer zählen wie alle Bandwürmer zu den Parasiten. Der beim Menschen im Dünndarm lebende ausgewachsene Zwergbandwurm (Hymenolepis nana) ist etwa einen Millimeter breit und nur ein bis vier Zentimeter lang. Damit ist er kleiner als jeder andere Bandwurm (daher auch die Bezeichnung Zwergbandwurm). Der Erreger befällt den Menschen als End- und als Zwischenwirt. In wärmeren Gegenden ist er die häufigste Ursache für Bandwurm-Infektionen des Menschen. Man geht von bis zu 75 Millionen infizierten Menschen weltweit aus. Vor allem Kinder sind von Zwergbandwurm-Infektionen betroffen.
Für eine Infektion des Menschen mit dem Zwergbandwurm kommen als Ursachen verschiedene Formen der Ansteckung infrage. Dabei führt der Übertragungsweg immer über die Aufnahme der Zwergbandwurm-Eier über den Mund (fäkal-orale Übertragung). Dies kann zum einen durch verunreinigtes Essen oder Wasser geschehen: Menschen mit Bandwurmbefall scheiden die Bandwurm-Eier mit dem Kot aus. Bei schlechten hygienischen Verhältnissen können die Eier an Nahrungsmittel oder ins Trinkwasser und hierüber wieder in den Verdauungstrakt des Menschen gelangen. Im Darm schlüpft eine Larve, die in die Darmschleimhaut einwandert. Nach fünf bis sechs Tagen gelangt die Larve zurück in das Darminnere und entwickelt sich innerhalb von etwa drei Wochen zum erwachsenen, geschlechtsreifen Wurm, der wieder neue Eier legt. So kann es bei einem Zwergbandwurm-Befall zu wiederkehrenden Selbstinfektionen kommen.
Diese Selbstinfektionen sind die Ursachen dafür, dass der Zwergbandwurm so häufig Kinder befällt: Bei Kindern sind Schmierinfektionen sehr verbreitet. Bei einer Schmierinfektion führt der Übertragungsweg nicht über verseuchte Nahrung oder verseuchtes Wasser, sondern die Übertragung der infektiösen Eier erfolgt direkt durch Berühren eines Menschen oder Gegenstands: Kleine Kinder stecken sich viele Dinge, auch ihre eigenen Hände, in den Mund; dabei können die aufgenommenen Zwergbandwurm-Eier auch aus ihrem eigenen Kot stammen.
Daneben kommt als Ursachen für eine Zwergbandwurm-Infektion Insekten infrage: Neben dem Menschen können auch Flöhe oder andere Insekten als Zwischenwirte für den Parasiten fungieren. Wenn ein Insekt ein mit dem Kot des Menschen ausgeschiedenes Zwergbandwurm-Ei aufnimmt, entwickelt sich das Ei in ihm zur Larve weiter. Der Übertragungsweg zum Menschen führt auch hier über den Mund: Verschluckt ein Mensch das Insekt, gelangt die Larve so in den Darm, wo sie sich zum ausgewachsenen Zwergbandwurm weiterentwickelt.
Beim Zwergbandwurm ist es – wie bei allen für Infektionen des Menschen als Ursachen infrage kommenden Würmern – wichtig, die Inkubationszeit (die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Erkrankung) von der sogenannten Präpatenzzeit zu unterscheiden: Die Präpatenzzeit ist die Zeit zwischen der Infektion mit dem Erreger (also der Aufnahme der infektiösen Zwergbandwurm-Eier) und dem Auftreten der ersten im ausgewachsenen Zwergbandwurm herangereiften Eier. Die Entwicklung vom Ei bis zum geschlechtsreifen Bandwurm ist mit etwa vier bis sechs Wochen beim Zwergbandwurm kürzer als beispielsweise beim Rinder-, Fisch- oder Schweinebandwurm.
Die von einem Zwergbandwurm (Hymenolepis nana) ausgelösten Symptome hängen davon ab, wie schwer der Bandwurmbefall ist: Oft verläuft eine Zwergbandwurm-Infektion unbemerkt. Nur ein starker Befall äussert sich durch Anzeichen einer Infektion. Die dann auftretenden Beschwerden sind jedoch wenig kennzeichnend: In der Regel entstehen durch einen starken Zwergbandwurm-Befall leichte Magen-Darm-Beschwerden (zum Beispiel Bauchschmerzen oder Durchfall).
Diese Symptome sind darauf zurückzuführen, dass der Zwergbandwurm im Darm des infizierten Menschen lebt: Die Zwergbandwurm-Larven setzen sich in den Darmzotten des Dünndarms fest und entwickeln sich dort zum zweiten Larvenstadium weiter. Bei starkem Befall führt der Zwergbandwurm zu einem Gewebeschwund (Atrophie) an den Darmzotten, der mit einer Darmentzündung (Enteritis) einhergeht.
Der Zwergbandwurm (Hymenolepis nana) bereitet oft keine Beschwerden, sodass die Diagnose trotz Befall häufig ausbleibt. Wenn eine Zwergbandwurm-Infektion Symptome auslöst (etwa Bauchschmerzen oder Durchfall), sind diese uncharakteristisch und reichen alleine nicht aus, um die Wurmerkrankung zu diagnostizieren.
Zur Diagnose der Zwergbandwurm-Infektion ist eine Stuhlprobe erforderlich: Sie ermöglicht den mikroskopischen Nachweis der Zwergbandwurm-Eier im Stuhl. In seltenen Fällen sind auch die Bandwurmglieder (Proglottiden), die reife Eier enthalten und sich vom Wurm abgelöst haben, aufgelagert im Kot zu erkennen.
Ein Zwergbandwurm (Hymenolepis nana) verschwindet in manchen Fällen ohne Therapie mit zunehmendem Alter von selbst (spontane Heilung). Eine Zwergbandwurm-Infektion lässt sich aber auch durch Medikamente schnell behandeln: Wirksames Mittel gegen die Bandwürmer ist Niclosamid oder alternativ Praziquantel: Durch die einmalige Einnahme dieser Mittel in Form von Tabletten wird der Bandwurm entfernt. Die Tabletten werden gründlich zerkaut oder in Wasser aufgelöst und auf einmal nach dem Frühstück eingenommen.
Gelegentliche Nebenwirkungen der gegen den Zwergbandwurm-Befall eingesetzten Therapie sind Bauchschmerzen, Übelkeit und Überempfindlichkeitsreaktionen. Schwangere oder stillende Mütter sollten die Notwendigkeit der Wurmkur mit einem Arzt abwägen.
Eine Zwergbandwurm-Infektion nimmt oft einen symptomlosen Verlauf oder ist mit leichten Magen-Darm-Beschwerden verbunden. In manchen Fällen verschwindet der Zwergbandwurm auch ohne Medikamente mit zunehmendem Alter von selbst (spontane Heilung). Selbst bei einem starken Bandwurmbefall ist die Prognose der Wurmerkrankung gut: In der Regel gelingt es durch eine konsequente Wurmkur, die infizieren Menschen vollständig von den Zwergbandwürmern (Hymenolepis nana) zu befreien.
Einer Infektion mit dem Zwergbandwurm (Hymenolepis nana) kann man durch konsequente Hygienemassnahmen wirksam vorbeugen: Ein vom Zwergbandwurm befallener Mensch scheidet die infektiösen Bandwurm-Eier mit dem Stuhl aus. Wenn diese Eier durch mangelnde Hygiene über verunreinigte Nahrungsmittel oder kontaminiertes Wasser oder durch Schmierinfektion in den Mund gelangen, kommt es zu einer neuen Zwergbandwurm-Infektion. Daher tragen die sichere Beseitigung menschlicher Fäkalien sowie die Einhaltung hygienischer Massnahmen entscheidend zur Vermeidung von Zwergbandwurm-Infektionen bei. Da der Zwergbandwurm vor allem in den Tropen und Subtropen verbreitet ist, sind folgende Massnahmen bei einem Aufenthalt in wärmeren Gebieten wichtig, um eine Zwergbandwurm-Übertragung zu vermeiden: