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In Bedretto aufgewachsen hat Giovanni Orelli in Zürich und Mailand studiert, wo er mit einer Dissertation zur Mittelalterlichen Philologie promovierte. Bis zu seiner Pensionierung unterrichtete er hauptberuflich Mittelschullehrer an der Kantonsschule Lugano.
Seine literarische Karriere begann Orelli im 1965 mit dem umgehend auch ins Deutsche übersetzten Roman «Der lange Winter», dessen Manuskript mit dem Veillon Preis ausgezeichnet wurde. Orellis vielfältiges literarische und publizistische Werk gehört im weitesten Sinn zur engagierten Literatur, die regionale und nationale Politik bot seiner Arbeit wichtige Anreize.
Die solide humanistische Bildung wurde zur Grundlage für Orellis linguistisch-formal und thematisch reichhaltigen Interpretationen der komplexen aktuellen Welt. Von der Satire zum Sonett interpretierte er auf geniale Weise verschiedenste literarische Genres. Zahlreich waren denn auch die Preise, die den künstlerischen Lebensweg begleiteten. Das Gesamtwerk von Giovanni Orelli wurde 1997mit dem Gottfried Keller Preis und 2012 mit dem Grossen Schiller Preis ausgezeichnet.
Letzte Änderung 16.12.2020