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Gedächtnislücken: Wann sollte man sich Sorgen machen?
Den Autoschlüssel nicht mehr finden, sich nicht mehr an den Titel eines Films erinnern oder nicht mehr wissen, warum man einen Raum betreten hat… Solche Erinnerungslücken passieren jedem, insbesondere in Stresssituationen. Sie weisen auf eine normale Aktivität des Gehirns hin, das ständig Informationen speichern und abrufen muss. Die Gedächtnisfähigkeit kann aufgrund des Alterungsprozesses im Laufe der Jahre nachlassen. Wenn Gedächtnislücken häufiger auftreten und die täglichen Aktivitäten erschweren, könnte dies auf ein kognitives Problem zurückzuführen sein. Es ist wichtig, die Symptome frühzeitig ernst zu nehmen.
Anzeichen, die Anlass zur Sorge geben können:
- Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis – z. B. das Vergessen von Ereignissen des gleichen Tages oder des Vortages;
- Schwierigkeiten, sich auszudrücken – z. B. die richtigen Worte zu finden;
- Verwirrung über Orte, Daten und Zeiten;
- Schwierigkeiten bei der Durchführung von Routineaufgaben des Alltags;
- Orientierungsverlust – z. B. Schwierigkeiten bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel;
- Schwierigkeiten bei Planung und Organisation;
- Stimmungsschwankungen;
- Sorgen und Ängste;
- Energiemangel und Abkapselung.
Wenn Sie bei sich eines oder mehrere der oben genannten Symptome beobachten, wenden Sie sich an Ihre Ärztin/Ihren Arzt. Sie oder er wird auf Ihre Bedenken eingehen und einen kurzen Test durchführen, um die Ursachen für Ihre Schwierigkeiten zu finden.
Liegt tatsächlich eine kognitive Beeinträchtigung vor (z. B. Alzheimer), kann im Rahmen einer Untersuchung eine Abklärung gemacht, Routinen eingerichtet, die den Alltag erleichtern und ggf. eine Behandlung durchgeführt werden. Ein besseres Verständnis der eigenen Situation ermöglicht eine bessere Anpassung.
Wie kann man einen guten kognitiven Zustand aufrechterhalten?
Gegen das Alter und die Genetik können wir nichts tun. Folgendes kann jedoch jede und jeder tun, um geistig fit zu bleiben:
- neugierig und offen bleiben für Neues;
- lesen, Kreuzworträtsel lösen oder Gesellschaftsspiele spielen;
- musizieren oder Musik hören;
- auf eine ausgewogene Ernährung achten;
- regelmässig körperlich aktiv sein;
- die «soziale Intelligenz» pflegen durch häufigen Kontakt mit Familie und Freundinnen und Freunden.
Ressourcen
- Mit 21 kantonalen Sektionen ist sie die erste Anlaufstelle für Fragen zum Thema Demenz. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen finden hier Rat, Anleitung und Unterstützung.
Die Internetseite memo-info.ch bietet Informationen zu den Themen :
- Demenz und Prävention
- Den Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene und deren Angehörige.