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Er hat seine starke Zeit von 13-15 Uhr, nach dem Mittagessen. Vielleicht kennst Du um diese Tageszeit eine gewisse Müdigkeit und ein Mangel an Energie nach dem Essen.
Würde man den zusammengelegten Dünndarmschlauch langziehen, wäre er ungefähr fünf bis sechs Meter lang. Würde man diesen Schlauch jedoch ausbügeln, bekäme man eine Fläche von über 500 Quadratmetern! Dies weil die gesamte Oberfläche der Darmschleimhaut stark gefaltet ist, es befinden sich etwa vier Millionen sogenannter Zotten, kleine Hügelchen, welche die Oberfläche des Dünndarms auf diese Weise vervielfachen. Dank diesen Falten, Erhebungen und Tälern kann der Darm viel mehr Nährstoffe ins Blut und in die Lymphe aufnehmen.
Rhytmische Bewegungen sorgen im Dünndarm für das Vorwärtskommen. Der Nahrungsbrei bleibt viele Stunden im Dünndarm, wo die Nährstoffe entnommen und einen Grossteil des Wassers dem Nahrungsbrei Entzogen werden.
Damit der Nahrungsbrei und die dazugegebenen Chemisäfte in Ruhe vom Magen in den Dünndarm reisen können, machst Du am besten eine kurze Siesta. Dann kann der Dünndarm seine Arbeit in Ruhe beginnen, die chemische Verdauung und Umwandlung und Spaltung Deines Mittagessens in Körperkompatible Einzelteilchen.
Emotion
Der Dünndarm mit seiner Energie und seinem Feuer, hat die Freude und Begeisterung als zugeordnete Emotion. Von was bist Du selber Feuer und Flamme und wie viel Energie spürst Du, wenn Du Dinge erledigen darfst, welche dich begeistern? Hast Du vielleicht sogar eine Arbeit, für die du brennst?
Der Dünndarm ist ein Yang Organ. Yang Energie ist aktiv, Yang ist der Jäger, Krieger, Arbeiter, im Gegensatz zur Yin Energie, welche für die Ruhe, die Erholung, Regeneration, die Pflege oder die Aufbewahrung steht.
Es gibt kein Yang ohne Yin. Wenn Du nur arbeitest, andauernd auf Hochspannung bist oder auf Kriegsfuss, vor Freude und Begeisterung nicht auf die Regeneratinon achtest, schadet dies der Kraft und Leistungsfähigkeit des Dünndarms auf Dauer genauso wie Deiner Kraft zur Arbeiten. Wenn das Darmfeuer zu lange und zu schnell, zu stark brennt, droht die passend benannte Krankheit Burnout. Ausgebrannt sein. Kein Feuer, keine Energie mehr haben.
Meditation
Geh mit Deinen Gedanken zu diesem riesengrossen Organ in der Mitte Deines Bauches.
Aufnehmen, das Reine vom Unreinen trennen, absorbieren und zu transformieren.
Das sind Aufgaben die Dein Dünndarm täglich für dich macht. Verwerten der Nahrung, die Du zu Dir nimmst.
Der Dünndarm kann Dich auch darin unterstützen, Eindrücke aufzunehmen und zu verarbeiten.
Nahe des Dünndarms liegt das Sonnengeflecht, der Solarplexus. Der Sitz unserer Intuition. Nimm diese ganz kleinen Signale aus Deinem Bauch wahr, wenn Du Dich entscheiden musst, denn der Dünndarm kann gut unterscheiden, was Du brauchst und was nicht, oder anders ausgedrückt, er trennt er das nützliche von dem, was Dir schadet.
Spüre jeden Tag in kleinen oder grossen Dingen die Begeisterung, mit der Du bei einer Sache bist. lass dich begeistern von einem kleinen Schmetterling oder einem lieben Menschen, der Dir einen glücklichen Moment schenkt. Sei wieder einmal Feuer und Flamme, über einen gelungenen Ausflug, eine Gipfelbesteigung oder einen Sprung in einen kühlen Fluss. Freu Dich ganz fest über eine erledigte Pendenz, ein geputztes Haus, einen erfolgreichen Tag bei der Arbeit.
Freude, Feuer, Begeisterung, Eindrücke verarbeiten, sei dankbar für diese Qualitäten. Gehe achtsam mit ihnen um, damit sie nicht zu stark brennen oder zu viel Energie in zu kurzer Zeit verbrauchen.
Mach Pause, kühl Dich ab, lass auch dem Dünndarm regelmässig lange Pausen zwischen den Mahlzeiten, damit er für neue Nahrungsportionen genug Energie hat.
Naturheilmittel
Für den Dünndarm, dieses Bakterienbevölkerte Organ habe ich die Salbei als passendes Kraut gewählt. Salbei kommt von „salvare“ – retten auf lateinisch.
Salbei wirkt bei Entzündungen der Schleimhäute im Rachen und Bauch, Durchfall oder Verdauungsstörungen. Salbei hilft auch dem überschüssigen Yang-Feuer der Wechseljahre entgegen, Salbei reduziert Hitze und vermindert die Schweissbildung.
Die folgenden Themenbeiträge passen ebenfalls zur Verdauung:
Oregano
Kamille
Kümmel
Reflexzonen
Am Fuss und an den Händen findet man die Reflexzonen zum Dünndarm am besten.
Bei einem unruhigen Dünndarm, Reizdarmsyndrom oder Durchfall, eignen sich sanfte und beruhigende Griffe. Bei einer eher trägen Darmtätigkeit kann der Darm mit anregender und tonisierender Massage unterstützt werden.