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Die Hängepartie bei der Präsidentenwahl in Montenegro hat der Amtsinhaber für sich entschieden. Die Wahlbehörde teilte mit, dass Filip Vujanovic die Abstimmung mit 51,2 Prozent der Stimmen gewonnen habe.
Damit wies sie den von der Opposition erhobenen Anspruch auf einen Wahlsieg ihres Kandidaten Miodrag Lekic zurück. Der Herausforderer kam den Angaben nach auf 48,8 Prozent. Seine Partei hat angekündigt, eine dritte Amtszeit von Vujanovic nicht zu akzeptieren.
Regierende sehen eine faire Abstimmung
Nach Schliessung der Wahllokale hatten die Kontrahenten sich beide unabhängig voneinander zum Sieger erklärt. Sie beriefen sich dabei jeweils auf eigene Berechnungen.
Lekic warf dem amtierenden Präsidenten einen Staatsstreich vor und erklärte, Betrug nicht hinzunehmen. Demgegenüber hatte die Regierung noch am Wahltag unterstrichen, die Abstimmung verlaufe fair und beweise «die demokratische Reife Montenegros».
Das Präsidentenamt hat in dem kleinen Balkan-Land mit 680'000 Einwohnern hauptsächlich repräsentative Funktionen. Montenegro strebt einen Beitritt zur Europäischen Union an. Gespräche, die über mehrere Schritte zu Beitrittsverhandlungen führen sollen, laufen seit Mitte 2012.