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Der Franziskaner-Orden hat dubiose Finanzgeschäfte innerhalb der Organisation aufgedeckt. Er steht nach eigenen Angaben am Rande des finanziellen Zusammenbruchs.
Der Orden «hat schwere, ich unterstreiche schwere finanzielle Probleme mit einem beträchtlichen Betrag an Schulden», schrieb am Freitag Generalminister Michael Anthony Perry in einem Brief an seine katholischen Ordensbrüder weltweit.
Papst Franziskus hat sich nach Franz von Assisi benannt, der den Franziskanerorden im Mittelalter als Bettelorden gegründet hatte. Die Franziskaner leben nach dem Gelübde der Armut. Heute ist der Orden nach eigenen Angaben mit 14'000 Mitgliedern die zweitgrösste Bruderschaft der Welt und in etlichen Ländern aktiv. In der Schweiz umfasst der Orden derzeit 25 Brüder.
Hausinterne Ermittlungen hätten ergeben, dass möglicherweise «zweifelhafte Finanzoperationen» durchgeführt worden seien, die die «finanzielle Stabilität» in Gefahr gebracht hätte. Ermittlungsbehörden seien eingeschaltet worden. Nähere Angaben, worum es sich handelt, machte Perry nicht. Nach italienischen Medienangaben von Freitag geht es unter anderem um millionenschwere Investitionen in ein Hotel im Zentrum von Rom mit Blick auf den Petersdom. Dabei sei Geld verloren worden.
Ihren Lebensunterhalt verdienen die katholischen Franziskaner als Priester, als Pädagogen oder in sozialen und handwerklichen Berufen. Zu erkennen sind sie am weissen Strick um ihre meist braune Kutte. Die drei Knoten stehen für die Gelübde Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam. (whr/sda/dpa)