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Pia Stirnimann gründete 1983 das politisch und konfessionell unabhängige Sozialwerk Fraternitas Humana. Sie besuchte in der Schweiz das Arbeitslehrerinnen- und das Hauswirtschaftsseminar und bildete sich zusätzlich zur Heilpädagogin aus. Nachdem sie in Ecuador ein SOS-Kinderdorf und in der Schweiz während zehn Jahren eine IV-Berufsschule leitete, entschied sie sich, die Leitung eines peruanischen Sozialwerkes interimsweise zu übernehmen.
In diesem Zusammenhang konnte sie Frauengefängnisse in Peru besichtigen. Sie realisierte, dass die Kinder die Freiheitsstrafen ihrer Mütter “mitabsitzen” mussten, weil keine alternativen Betreuungsmöglichkeiten bestanden. Für sie war klar, dass sie sich gegen diesen Missstand einsetzen wollte und entwickelte die Idee, den Kindern ein familiäres Umfeld zu bieten, indem sie sich gesund entwickeln können. Zurück in der Schweiz arbeitete sie ein Projekt aus und setze es zwei Jahre später in die Tat um.
Pia Stirnimann leitete Fraternitas Humana ab 1984 während zwölf Jahren vor Ort. Aufgrund des Terrorismus in Peru sah sie sich 1996 gezwungen, in die Schweiz zurückzukehren. Das Werk wurde jedoch von einer peruanischen Sozialarbeiterin weitergeführt und durch Pia Stirnimann begleitet.