Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03289.jsonl.gz/19

Kontingentsliste: Zehn Klubs streichen Spieler
Die Kontingentsliste wurde im Gründungsjahr der Swiss Football League 2003 eingeführt, um die Anzahl der Spieler über 21 Jahre (unabhängig ihrer Staatszugehörigkeit) und nicht lokal ausgebildeter Akteure (sogenannten No Home Trained Players) zu beschränken. Damit soll die Nachwuchsförderung in der Schweiz unterstützt und insbesondere Schweizer Talente geschützt werden. Das System wird in den Klubwettbewerben der UEFA (Champions League und Europa League) sowie in verschiedenen europäischen Ligen (Spanien, England, Polen etc.) angewendet. Die Adaption wurde hierzulande vorgenommen, um für die Schweizer Profiklubs sportlich gleiche Rahmenbedingungen zu schaffen.
Lokal ausgebildete U21-Spieler à discrétion
Die Klubs der Raiffeisen Super League dürfen während einer Saison 25 Spieler auf die Kontingentsliste setzen. Der Kader des Vereins kann diese Grenze überschreiten, doch nur die gelisteten Spieler, sind für den Spielbetrieb in der Meisterschaft und dem Helvetia Schweizer Cup zugelassen. Die Kontingentsliste darf aber maximal 17 No-HTP-Akteure umfassen. In der Brack.ch Challenge League ist die Liste auf 21 Spieler beschränkt (max. 9 No-HTP). U21-Spieler, die in der Schweiz ausgebildet wurden, unterliegen keiner Restriktion und können unbeschränkt eingesetzt werden.
Klubs haben einen «Joker»
Im Frühling 2015 hatte die Swiss Football League eine Regeländerung beschlossen und den Klubs einen «Joker» zugespielt. Absatz 3 des Artikels 18 im Reglement für die Qualifikation der SFL-Spieler erlaubt es den Mannschaften nun, einen Spieler von der Kontingentsliste zu streichen: «Spieler, die spätestens in der Winter-Qualifikationsperiode der vorherigen Spielzeit für einen Klub qualifiziert wurden, dürfen von diesem bis zum 30. September der laufenden Meister-schaft von der Kontingentsliste gestrichen werden.»
Drei Wechsel beim FC Lugano und dem FC Luzern - Sion und Lausanne streichen zwei Spieler
Von den 20 Klubs der Swiss Football League haben neun Vereine den Ball aufgenommen und ihre Kontingentslisten bis zum 30. September angepasst. Der FC Luzern zum Beispiel streicht drei Spieler aus dem aktuellen Kader, daruner (vorübergehend?) auch Francesco Margiotta. Der FC Lugano tut es den Zentralschweizern numerisch gleich. In Sion müssen Mickaël Facchinetti und der verletzte Arian Kabashi über die Klinge springen und bei Lausanne figurieren Nicolas Gétaz und Anthony Koura nicht mehr auf der Kontingentsliste.
In der Brack.ch Challenge League streicht der FC Chiasso gleich ein Quartett aus der Kontingentsliste. Auch der Grasshopper Club Zürich (1), der FC Stade-Lausanne-Ouchy (1) und der FC Thun (2) nutzen die Gelegenheit zur Kader-Bereinigung.
Alle weiteren Details finden sich in der nachfolgenden Tabelle:
ALLE ÄNDERUNGEN IN DER KONTINGENTSLISTE
|FC Basel||Yves Kaiser (Wechsel zu Xamax)|
|FC Chiasso||Gonzalo Gamarra, Merlin Hadzi, Junior Nzila (alle noch im Klub), Robin Huser (freigestellt)|
|FC Lausanne-Sport||Nicolas Gétaz, Anthony Koura (beide noch im Klub)|
|FC Luzern||Otar Kakabadze (Wechsel nach Teneriffa), Francesco Margiotta (noch im Klub), Idriz Voca (Wechsel zu Ankaragücü)|
|FC Lugano||Filip Holender (auf dem Absprung), Franklin Sasere (Wechsel zu Hamrun Spartans), Ransford Selasi (noch im Klub)|
|Servette FC||Andrea Maccoppi (noch im Klub)|
|FC Sion||Mickaël Facchinetti (noch im Klub), Arian Kabashi (fällt verletzt rund 6 bis 9 Monate aus)|
|FC Stade-Lausanne-Ouchy||João Barroca (noch im Klub)|
|FC Thun|
|Grasshopper Club Zürich||Allen Njie (noch im Klub)|