Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03633.jsonl.gz/459

Wie die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) kürzlich mitteilte, beziffern die Washingtoner Analysten die Anfangsbestände nun auf 112,4 Mio t; gegenüber der Vormonatsschätzung ist das ein Minus von 1,85 %. Zudem wurde die Prognose für die weltweite Erzeugung geringfügig um 0,4 Mio t auf 341,4 Mio t gesenkt.
Deutliche Korrekturen
Die deutlichste Änderung wurde für die Sojabohnenvorräte am Ende des laufenden Wirtschaftsjahres vorgenommen. Diese sollen sich nur noch auf 99,2 Mio t belaufen; das sind 2,5 % weniger als in der Augustschätzung angenommen wurden. Das Rekordniveau des Vorjahres würde damit um 11,8 % verfehlt; die Bestände würden dennoch auf dem zweithöchsten Niveau aller Zeiten liegen. Für das eigene Land hat das USDA hinsichtlich der Produktionserwartungen auf Ebene einzelner Bundesstaaten teilweise deutliche Korrekturen vorgenommen, die sich unter dem Strich aber fast ausgleichen.
Starkregenfälle und Überschwemmungen
Wenig überraschend wurde die Ernteschätzung für die USA um 1,3 % auf 98,87 Mio t nach unten revidiert. Das Rekordniveau der Vorsaison würde damit um gut 20 % verfehlt und es wäre das schwächste Ernteergebnis seit sechs Jahren, berichtete die UFOP. Der Grund dafür seien Starkregenfälle und Überschwemmungen, die die US-Sojaaussaat im Frühjahr verzögert und die frühe Pflanzenentwicklung beeinträchtigt hätten. Davon hätten sich die Feldbestände im Vegetationsverlauf nicht mehr vollständig erholen können, wie die wöchentlichen Daten zur Feldbestandsentwicklung in den USA und auch die monatlichen Ernteschätzungen des USDA zeigten.