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Figuren dagegen nicht immer gelungen, z. B. der durch Erbschaft reich
gewordene Student (1838). Zu seinen besten Stillleben gehören: Punschservice bei Lampenlicht (1840), die Revolution im Maleratelier
(1851), ein Eichhörnchen, Frühstück mit Champagner, Erdbeeren u. a.
Anton, Landschaftsmaler, geb. zu Pfarrkirchen (Niederbayern), erlernte,
unter sehr bescheidenen Verhältnissen aufwachsend, bis 1851 das Tischlerhandwerk, wandte sich dann zur
Zimmermalerei und trat 1862 bei einem Dekorationsmaler in München ein, wo er daneben seinem innern Beruf zur Landschaftsmalerei
folgte und es nun als Autodidakt so weit brachte, daß er 1870 im dortigen Kunstverein sein erstes Ölbild ausstellen konnte.
Der Erfolg desselben ermutigte zu weiterm unermüdlichen
Streben. Seinen Stimmungslandschaften weiß er
je nach der Jahres- und Tageszeit eine treffliche Wirkung zu verleihen, z. B.: Abend bei
Dachau, Winterlandschaft aus dem Englischen Garten bei München, Motiv aus dem Amperthal.
MårtenEskil, schwed. Historienmaler, geb. zu
Stockholm, besuchte 1848 die Universität in Upsala, war eine Zeitlang als Postbeamter angestellt und
bezog die Akademie in Stockholm, wo er 1857 für das Bild: Karl X. am Totenbett Axel Oxenstiernas die Preismedaille und ein
Reisestipendium erhielt. Er ging nach Düsseldorf und Paris, wo er Schüler von Couture war, von da nach Rom und kehrte 1863 über
München nach Schweden zurück. 1864 wurde er dort Mitglied der Akademie und Hofmaler, 1867 ordentlicher Professor.
Aus seinem Hauptfach, der nordischen Mythologie und Heldensage, schickte er 1862 das Bild: Kraka (Nationalmuseum in Stockholm),
das große Erwartungen für die Zukunft erweckte und ihn veranlaßte, auf dieser Bahn fortzuschreiten. Es folgten
zunächst:
Thor raubt dem
Riesen den großen Kraftsieder, Olof Tryggvesson und Sigrid Storråda in Konghäll, Hialmar und Orvar
Odd auf Samsö, Loke und Sigyn und (1868) der großartige Kampf Thors mit den
Riesen (die drei letzten ebenfalls im Nationalmuseum).
Auch
das Gebiet der biblischen Geschichte kultivierte er mit Erfolg in den Altarbildern: Christus am
Ölberg, Christi Auferstehung, Kreuzabnahme, Christi letzter Friedensgruß, Christus mit Brot und Wein. In allen diesen Bildern
herrschten eine großartige Auffassung und kühne Zeichnung, aber ein mangelhaftes Kolorit. Außerdem brachte er mehrere
bedeutende Kohlezeichnungen u. im Treppenhaus des Nationalmuseums zu Stockholm acht Porträtmedaillons.
- Seine Gattin Hanna W., geborne Tengelin, geb. Schülerin
Boklunds und der Akademie in Stockholm,
ist eine geschätzte Genremalerin, die für ihr Fach 1864 Deutschland und 1872 Frankreich bereiste und einige ansprechende
Scenen aus dem schwedischen Volksleben brachte, bis sie vor mehreren Jahren wegen eines Augenübels der Ausübung der Kunst
entsagen mußte.
1)
Heinrich, Genremaler, geb. 1843 zu Frankfurt a. M., besuchte schon
vom 13. Jahr an das Städelsche Institut und wurde Privatschüler Jakob
Beckers, bei dem er sich der Figuren- und der Landschaftsmalerei
widmete. Mit 21 Jahren aber wendete er sich seiner ursprünglichen Neigung für die Darstellung des Pferdes
zu und wurde 1868 durch seinen Landsmann, den Pferdemaler Adolf
Schreyer, zu einer Reise nach Ungarn veranlaßt, wo er auf
den großen Pußten die Pferde aller Rassen gründlich kennen lernte. Bei seiner Rückkehr machte er als Freiwilliger beim
Sanitätskorps den Krieg von 1870/71 mit und erlebte alle Schrecknisse desselben. Die Früchte dieses
Feldzugs sind unter seinen
Skizzen und Zeichnungen z. B.: Transport französischer
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Gefangenen durch Loigny, Gefangene und Verwundete auf einem Wagen im Schnee, mehrere Bivouakscenen und andre Bilder, die das
Gepräge der persönlichen Anschauung tragen. 1874 machte er eine für ihn sehr erfolgreiche Reise in den Orient.
2) Louis de, belg. Landschaftsmaler, geb. 1819 zu Antwerpen, Schüler
von Jacobus Jacobs (gest. 1879), bereiste Deutschland und Frankreich und malte sehr
geschätzte landschaftliche Darstellungen und Marinen, z. B.: Übergang durch eine Furt,
Partie aus den Ardennen, Sonnenuntergang, Mondschein u. a.