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Geschichte
Walchwil und dessen Oberdorf Emmetten gehörten nach den ersten schriftlichen Nachrichten als ein Lehen Österreichs zum Streubesitz der Herren von Hünenberg. Im Jahre 1352 kam es an Werner von Stans; am 22. März 1379 kaufte die Stadt Zug für 450 Goldgulden die gerichtsherrlichen Rechte in den Dörfern Walchwil und Emmetten. Somit wurde Walchwil zur städtischen Vogtei.
Bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts lagen Verwaltung und Gericht beim Stadtrat von Zug, dann wurde dafür ein Obervogt bestellt, dem ein Untervogt aus der Bürgerschaft Walchwils zur Seite stand. Im Jahre 1497 erhielten die Walchwiler Dorfleute das Tauf- und Begräbnisrecht; in der Zeit von 1663-1666 wurde eine neue Kirche gebaut, die dann 1838 dem Bau der heutigen, 1979 renovierten Pfarrkirche weichen musste.
Die wirtschaftliche Eigenständigkeit Walchwils beruhte auf der Landwirtschaft, der Fischerei und dem Obst- und Weinbau. Die Walchwiler Bauern, Fischer und Handwerker lebten ein zwar nicht sorgenfreies, aber durchaus freiheitliches Leben im politischen und wirtschaftlichen Bereich.
Mit dem Untergang der Alten Eidgenossenschaft in der Französischen Revolution hörte die stadtzugerische Vogtei auf: Walchwil erhielt am 17. Februar 1798 die Gemeindeautonomie und damit die politische Selbständigkeit.
1798 zählte Walchwil 817 Einwohner, die 1960 erst auf 1400 angewachsen waren. Die sich in den fünfziger Jahren abzeichnende Entwicklung setzte sich in der Folge rasant fort. Eine starke Bautätigkeit und der notwendige Ausbau der Infrastrukturen brachte eine tiefgreifende Veränderung des Dorfbildes und der Bevölkerungsstruktur mit sich. Walchwil präsentiert sich heute mit seinen 3'690 Einwohnern als modernes, aufgeschlossenes, aber trotzdem traditionsbewusstes Dorf, das sich als bevorzugte Wohnlage grosser Beliebtheit erfreut.