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Durch den Taifun "Talas" sind im Westen Japans mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 50 weitere würden vermisst, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Sonntag.
Im Westen sowie im Zentrum des Landes seien 460'000 Menschen gewarnt und zur Evakuierung aufgefordert, meldete Kyodo weiter. Der Sturm war am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 108 Kilometern auf Land getroffen und hatte Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst.
In dem Dorf Totsukawa in der Präfektur Nara schwemmte ein Hochwasser führender Fluss mehrere Häuser weg. Dabei seien mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, teilten die örtlichen Behörden mit. Sieben weitere würden vermisst.
Aus der Präfektur Wakayama wurden zwölf Todesopfer des Taifuns sowie 29 Vermisste gemeldet. Eines der Todesopfer ertrank, als das Wasser einer Flutwelle in sein Auto eindrang, ein Mann starb, nachdem ein Erdrutsch sein Haus erfasst hatte.
TV-Bilder der Zerstörung
Bilder von NHK zeigten massive Erdrutsche, die Holzhäuser in Bergregionen zerstörten, und überflutete Strassen, auf denen Trümmer und Autos von den Fluten weggespült wurden. Unterspülte oder durch Erdrutsche blockierte Strassen behinderten die Rettungsarbeiten.
"Talas" bewegte sich am Sonntag mit weniger als 20 Stundenkilometer Richtung Norden auf das Japanische Meer zu, wie das japanische Wetteramt mitteilte. Zuvor hatte der Taifun auf der Insel Shikoku und im Westen der Hauptinsel Honshu gewütet.
Wegen der starken Winde mussten am Samstag 430 Flüge im westlichen Teil Japans abgesagt werden. "Talas" sei der folgenschwerste Sturm seit 2004, als ein Taifun 98 Menschen das Leben kostete, teilte das japanische Wetteramt mit.