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Verordnung über die Rekrutierung: Aushebung wird mit Blick auf Armee XXI neu organisiert
3003 Bern, 10. April 2002
Medieninformation
Verordnung über die Rekrutierung: Aushebung wird mit Blick auf Armee XXI neu
organisiert
Der Bundesrat hat am Mittwoch die Verordnung über die Rekrutierung (VREK)
verabschiedet und auf den 1. Mai 2002 in Kraft gesetzt. Die Aushebung der
Stellungspflichtigen wird mit Blick auf Armee XXI vollständig neu
organisiert. Die Rekrutierung erfolgt neu in sechs regionalen Zentren und
dauert zwei bis drei Tage. Als Standorte für die Zentren hat der Bundesrat
Lausanne VD, Sumiswald BE, Steinen/Nottwil LU, Losone TI. Windisch AG, Rüti
ZH und Mels SG bestimmt.
Die VREK ersetzt die bisherige Verordnung über die Aushebung der
Stellungspflichtigen und die Verordnung über den waffenlosen Militärdienst
aus Gewissensgründen. Gegenüber der bisherigen Aushebung unterscheidet sich
die Rekrutierung für die Armee XXI in wesentlichen Punkten.
Vor der Rekrutierung wird unter der Verantwortung der Kantone ein
Orientierungstag für die Stellungspflichtigen durchgeführt. In Absprache mit
den Kantonen wird die Schweiz in sechs regionale Rekrutierungszonen
aufgeteilt. An permanenten Standorten wird die Rekrutierung für die Armee
und für den Bevölkerungsschutz durchgeführt; sie dauert zwei bis drei Tage.
Während dieser eingehenden Rekrutierung soll das Gros der Eignungs- und
Spezialistenprüfungen absolviert werden.
Im wesentlichen geht es um die Information der Stellungspflichtigen sowie um
das Erfassen ihres physischen, psychischen, intellektuellen und beruflichen
Potenitals für die Einteilung. Es besteht keine Wahlfreiheit zwischen Armee
und Bevölkerungsschutz. Der Bedarf der Armee hat Vorrang.
Die neue Rekrutierung soll Flexibilität für den Einstieg in die Armee
sichern. Die Rekrutenschule soll im Prinzip nach der Berufslehre oder Matura
und vor dem Einstieg in Berufsleben oder Studium erfolgen. Während den
Rekrutierungstagen sollen auch Interesse und Eignung für den Dienst am Stück
(Durchdiener), für eine Kaderlaufbahn, für Einsätze im Ausland oder als
Zeitmilitär abgeklärt werden. Vorgesehen ist auch die Behandlung der Gesuche
um waffenlosen Militärdienst aus Gewissensgründen.
EIDGENÖSSISCHES DEPARTEMENT FÜR VERTEIDIGUNG, BEVÖLKERUNGSSCHUTZ UND SPORT
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