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Kapelle St. Niklaus auf dem Berge in Willisau
Die Kapelle St. Niklaus auf dem Berge ist in den Jahren 1975 — 1977 umfassend Innen und Aussen restauriert worden. Im Jahre 2009 wurden nötige Instandstellungsarbeiten im Aussen- und Innenbereich ausgeführt. Bei archäologischen Grabungen anlässlich der Restaurierung von 1975/77 konnten ein Gründungsbau aus dem Ende des 12. Jh. nachweisen werden. Um 1497 und um 1655 wurde die Kapelle umgebaut und vergrössert. In der Kapelle sind Wandmalereien erhalten die aus vier Epochen stammen. Malereifragmente die eine Verkündigung oder Kreuzigungsgruppe am Chorbogen zeigen stammt aus der 2. Hälfte des 15. Jh. Ein kleines Malereifragment mit zwei knienden Figuren (Stifter?) ist mit 1497 datiert. Die Rankenmalereien im Chor und das grosse Wandbild auf der Nordwand mit dem Martyrium der zehntausend Ritter ist um die Mitte des 16. Jh. entstanden. In den Fensterleibungen sind Rankenmalereien um 1650 ausgeführt. Im Innenbereich sind Putzsanierungen nötig. Die Raumschale mit den Wandmalereien werden gereinigt, Schadstellen gesichert, gekittet und Fehlstellen retuschiert. Die verschiedenen Bilder in der Kapelle werden ebenfalls restauriert.
St. Niklaus auf dem Berge
Die Kapelle ist auf einem steilen Hügel südöstlich von Willisau gelegen. An ein längsrechteckiges Schiff ist ein kleiner Chor angebaut. Über dem Chorbogen erhebt sich ein Dachreiter mit Spitzhelm. Westseitig zeigt sich ein grosszügiges Vorzeichen angebaut.
Chor mit Nordwand. Das grosse Wandbild auf der Nordwand stammt aus der Mitte des 16. Jh. und zeigt das Martyrium der zehntausend Ritter.
Chor mit Südwand. Über dem linken Fenster zeigt sich ein kniendes Figurenpaar mit der Datierung 1497. An den Wänden hängen verschiedene Leinwandbilder aus dem 17. und 18. Jh.
Wandbild mit dem Martyrium der zehntausend Ritter. Kartierung der ausgeführten Massnahmen.
Wandbild mit dem Martyrium der zehntausend Ritter nach der Restaurierung.
St. Nikolaus als Nothelfer
Martyrium der zehntausend Ritter
Bauherrschaft: Kath. Kirchgemeinde Willisau
Architekt: Wey Architekten AG Sursee, vertreten durch Gabriel Wey
Restaurierung: Martin Hüppi Littau
Experte: Hans-Christian Steiner Kantonale Denkmalpflege