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Wald–Rüti
|Kürzel||WR|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1876-09-29|
|Mutiert||Ab 1902-07-01 Schweizerische Bundesbahnen|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1876 eröffnete WR war eine Aktiengesellschaft und bediente mit einer Betriebslänge von 7 Kilometern lediglich zwei Stationen, nämlich Wald und Rüti im stark industrialisierten Zürcher Oberland. Netzstrategisch war sie jedoch trotz ihrer Kürze von Bedeutung, weil sie die Verbindung zwischen den Linien der Tösstalbahn (TTB, Winterthur–Wald) und den Vereinigten Schweizerbahnen (VSB, Wallisellen–Rapperswil) herstellte.
Der grösste Teil des Anlagekapitals von 1877 total 1.3 Mio. Franken stammte mit 749'000 Franken von den VSB. Die Beteiligung der VSB wies die Statistik erst nach 1890 als Aktienkapital aus; wir haben sie auch für die Zeit davor hinzugerechnet. Die WR verfügte über kein eigenes Rollmaterial. Den Betrieb bersorgten bis zu ihrer Verstaatlichung 1902 die VSB, die auch massgeblich die Deckung der Defizite mittrugen. Diese Beträge wurden in der Datenbank zur besseren Transparenz als «Betriebssubventionen» erfasst, obwohl sie in der Statistik nicht als solche erschienen. Sie wurden anfangs in der Gewinn- und Verlustrechnung als Einnahmen aus gemeinschaftlichen Linien zugunsten der WR bzw. zulasten der VSB eingestellt, später dann aber leider direkt mit dem Betriebsaufwand der VSB verrechnet, weshalb die Defizitdeckungen nicht mehr ausgeschieden werden konnten. Obwohl also in der Datenbank ab 1886 bei den Betriebssubventionen Nullwerte stehen, erhielt die WR weiterhin Jahr für Jahr solche Zuschüsse, zumal das Transportgeschäft einzig 1912 knapp kostendeckend war (Betriebsüberschuss von 46 Franken). Die wachsenden Gesamtdefizite schob die WR durch Passivsaldovorträge respektive schwebende Schulden vor sich her. Rückstellungen konnte sie mangels Erträgen keine tätigen und somit auch keine Reserven bilden.
Die WR ging auf den 1. Juli 1902 in den Besitz des Bundes über respektive wurde in die SBB integriert, die den Betrieb zuerst selbst ausführten, danach an die Tösstalbahn (TTB) übergaben. Die alljährlichen Defizite hatten nun die SBB zu tragen. Diese Beträge wies die Statistik jedoch nicht als Betriebssubventionen für die WR aus, sondern sie wurden – vermengt mit anderen Ausgaben – in der Gewinn- und Verlustrechnung der SBB unter den «Verschiedenen Verwendungen» verbucht. Der Kaufpreis der WR betrug 56'050 Franken. Die Baukosten hatten sich auf knapp 1.3 Mio. Franken beziffert und wurden somit bei der Handänderung fast vollständig abgeschrieben.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: