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Ein früherer Händler der Credit Suisse, der 2007 durch Falschbuchungen einen Milliarden-Schaden verursacht haben soll, will mit dem US-Justizdepartement einen Strafnachlass aushandeln. Kommt es zu einem solchen «Plea agreement», würde sich der Händler für schuldig erklären und im Gegenzug eine mildere Strafe erhalten.
Der Anwalt des Mannes sagte vor einem Londoner Gericht, dass er von einem erfolgreichen Verlauf der Verhandlungen ausgehe. Der 39-Jährige war vor zwei Monaten von der Londoner Polizei auf Antrag der US-Behörden festgenommen worden. Die Amerikaner verlangen seine Auslieferung.
Die Anhörung vor Gericht, bei welcher der Angeklagte lediglich seinen Namen und sein Alter bestätigte, ist Teil des Auslieferungsverfahrens. Die Verhandlung wird am 14. Januar fortgesetzt. Der einstige Händler befindet sich gegen Kaution auf freiem Fuss; zur Zeit der ihm vorgeworfenen Taten war er bei der Credit Suisse weltweit Chef für den Handel mit strukturierten Krediten.
Zwei in derselben Sache angeklagte frühere Händler der Bank bekannten sich im Februar vor einem US-Bundesgericht des Betrugs und der Urkundenfälschung schuldig. Die US-Behörden warfen ihnen vor, auf Ramsch-Anleihen basierende Wertpapiere in den Büchern der Bank zu hoch bewertet und Verluste von 540 Millionen Dollar verschleiert zu haben. Die Banker sicherten sich mit diesem Schritt ihre Boni.
Credit Suisse selbst sprach im März 2008 von einem absichtlichen Fehlverhalten einer kleinen Zahl von Händlern und musste auf mit Hypotheken unterlegte Wertpapiere insgesamt 2,65 Milliarden Dollar abschreiben.
(muv/chb/sda)