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(Morges 1871 - 1942 Ballaigues)
Sohn eines Apothekers. Über die Mutter, eine geborene Jeanneret, ist Soutter mit Le Corbusier verwandt. Frühe Neigung fürs Zeichnen und die Musik. Besuch der Ecole industrielle in Lausanne, 1892 Beginn eines Architekturstudiums in Genf, das er im selben Jahr wieder abbricht. Danach Ausbildung als Geiger bei Eugène Ysaye in Brüssel. 1895 wendet sich Louis Soutter wieder dem Zeichnen zu und arbeitet im Atelier von Benjamin Constant in Paris. Nach seiner Heirat mit einer Amerikanerin zieht er 1897 nach Colorado Springs, wo er Musik, Zeichnen und Malerei unterrichtet. 1903 kehrt er allein, physisch und psychisch geschwächt, in die Schweiz zurück. Bis 1922 spielt er Geige im Orchestre de la Suisse Romande, in Kinos und Bergkurorten. Er führt das Leben eines dandyhaften Vagabunden und gerät darob immer mehr zum sozialen Aussenseiter. Im Alter von 52 Jahren wird er von seiner Familie ins Altersasyl von Ballaigues im Jura zwangseingewiesen, wo er wieder zu zeichnen und zu malen beginnt. Ermutigt wird er von Le Corbusier und René Auberjonois. Der Grossteil des heute erhaltenen Werkes ist während Soutters Aufenthalt in Ballaigues entstanden.