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Kann mir mal jemand erklären warum dese Aktie in Deutschland so weinig gehandelt wird? Wenn ich das richrig raus gelesen habe ist der Laden doch nen halbstaatlicher Immobilienfinanzierer, das heißt doch er kann defakto nicht Pleite gehen. Und bauen werden die Leute in den USA wenn der Spuck vorbei ist auch wieder. Also müsste der Laden doch in eins zwei Jahren wieder richtig abgehen! Oder was meint Ihr?
AL, hat das mehrmals ganz verständlich erklärt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die JPS in die Höhe ihres alten Nennwertes von 25$ steigen könnten, ist mit dem, von Biden vorgeschlagenen möglichen neuen Direkto Calhoun wahrscheinlicher geworden. Außerdem gibt es ein historisches Verhältnis von 3 zu 1 im Preis der JPS zu den Altaktien. Insofern kehren wir wohlmöglich zu "normal" zurück. Die Einpreisung der Altaktien ist hier deutlich ungenauer unter dem neuen Direktor, auch wenn er bereits einige positive Äußerungen getätigt hatte. Jedoch bieten die JPS mit dem derzeitigen Kurs eine deutlich höhere Returnrate im Moment wieder und es macht Sinn, dass man dann eher die JPS gerade kauft, wenn man die Wahl zwischen beiden hat. Vielleicht switchen gerade auch einige von Alt- zu Vorzugsaktien um.
Mike Calhoun, den Biden als Thompson- bzw. Calabria-Nachfolger vorgeschlagen hat (ist noch nicht definitiv nominiert), wird vermutlich die Warrants der Regierung ausüben. Das verwässert die Stämme um den Faktor 5. Das ist aber immer noch deutlich besser als ein SPS-Swap, der eine Verwässerung um etwa den Faktor 100 bringen würde.
Calhoun hat als Co-Autors des Papiers der Brookings Institution...
(als ich den LInk hier im Feb. gepostet und kommentiert hatte, schrieben einige hier sinnigerweise, man müsse nicht jeden Mist kommentieren - rückblickend ein fataler Irrtum)
...die den Demokraten nahe steht, vorgeschlagen, dass die Regierung die SPS freiwillig (also aministrativ, ohne Gerichtsbeschluss) streicht. Aber er hat auch angedeutet, dass die Warrants ausgeübt werden sollen, was der Regierung noch einmal ca. 50 Mrd. $ für "affordable housing" einbringt.
Das ist für die Stammaktionäre keine wirklich schlechte Lösung, Bill Ackman (der seit 2013 10 % der Fannie- und 10 % der Freddie-Stämme hält, sein Einstieg war bei über 2 $) hat eine Warrants-Ausübung sogar ausdrücklich empfohlen. Sie führt nämlich dazu, dass Schwung in die Sache kommt: Die Regierung muss dann ziemlich bald die Freilassung / KE durchführen, um die Aktien, die sie über die Ausübung erhält, zu Geld zu machen. Und Ackman ist ja nicht blöd. Trotz über 2 Dollar Einstieg rechnet er mit hohen Gewinnen:
Bei einer Warrant-Ausübung werden aus den jetzt 1,8 Mio. Aktien von FnF (1,2 Mio. Fannie, 0,6 Mio. Freddie) anschließend ingesamt 9 Mio. Stücke, von denen 7,2 Mio. Stücke der Regierung zufallen. Bei einem Kurs von ca. 7 $, den ich nach der KE sehe, wäre der Anteil der Regierung 50 Mrd. wert. Für die Altaktionäre sind dann natürlich auch 7 $ (umgerechnet) drin.
Dass die Stämme nicht ebenfalls deutlich steigen, verstehe ich nicht so recht. Eine Ver-7-fachung ab jetzt ist doch ganz ansehnlich. Vielleicht haben einige Angst, dass trotz Calhoun noch ein SPS-Swap kommt.
Die JPS steigen, weil Calhoun gemäß obigem Paper die SPS löschen lassen will. Damit sind die JPS die ranghöchsten ausstehenden Aktien, die Halter werden wohl (nach der KE) 25 $ sehen - vermutlich in Gestalt geswappter Stämme, wobei vermutlich 1 JSP in 4 Stämme getauscht wird).
Tim Howard hat auch Stämme und JPS in jeweils gleichem Depotwert.
Aber erst seit 2010. Davor hatte Howard nur Stammaktien - nämlich die, die er als Mitarbeiter (Finanzchef) von Fannie erhalten hatte.
Howards "Tauschverhältnis" lag 2010 ebenfalls bei 1 zu 2. Er hatte damals die Hälfte seiner Stämme für 1,90 $ verkauft und von dem Erlös die JPS für 3,90 $ erstanden.
Die absoluten Kurse spielen bei diesen Tauschaktionen gar keine Rolle. Howard hätte dasselbe Verhältnis bekommen, wenn er seine Stämme um 2009 für 25 Cents verkauft und die JPS für 50 Cents gekauft hätte. (Diese Kurse gab es am Langzeittief tatsächlich.)
Es ändert sich daher für dich auch nicht, wenn du in vielleicht einem Jahr die Stämme für 7 $ verkaufst und dafür die JPS für 14 $ kaufst.
wenn die Stämme in einem Jahr bei 50 Cents stehen und die JPS bei 25 Dollar, was im Falle eines SPS-Swaps tatsächlich passieren könnte.
Ein SPS-Swap ist unter Calhoun allerdings weniger wahrscheinlich geworden. Calhoun wird - falls er FHFA-Direktor wird - vermutlich "nur" für die Warrants-Ausübung plädieren. Dafür reicht es, wenn außer ihm auch Yellen einverstanden ist und beide ein entsprechendes Agreement unterschreiben.
Anti Lemming
: # 336 basiert auf folgender Bloomberg-Meldung
Kerninfo ist, dass die Eigenkapitalerfordernisse für Fannie/Freddie von 4 % (dieser überhöhte Wert kam auf Betreiben des GSE-feindlichen Ex-FHFA-Direktors M. Calabria zustande) auf 3 % reduziert werden sollen.
Ich halte sogar 2,5 % für möglich. Das ist gemäß HERA die untere zulässige Grenze für CET 1 und entspricht dem, was Tim Howard in seinem Blog vorschlägt.
Fannie Mae und Freddie Mac stehen kurz davor, weniger strenge Kapitalanforderungen zu erhalten, da ihre Regulierungsbehörde eine Überarbeitung der strengen Regeln plant, die am Ende der Trump-Regierung verabschiedet wurden.
In einer Erklärung vom Mittwoch teilte die Federal Housing Finance Agency mit, dass sie Änderungen an den Regeln vom November vorschlägt, die speziell auf so genannte Credit Risk Transfer Securities abzielen (CRT) - Vermögenswerte, die das Risiko des Ausfalls von Hypotheken auf private Investoren übertragen. Im Rahmen der Überarbeitung würden Fannie und Freddie mehr Kapitalerleichterungen bei der Emission solcher Wertpapiere erhalten.
"Die heute vorgeschlagenen Änderungen werden es den Unternehmen ermöglichen, den Wohnungsmarkt während des gesamten Wirtschaftszyklus auf sichere und solide Weise zu unterstützen", sagte die amtierende FHFA-Direktorin Sandra Thompson in der Erklärung. "Die vorgeschlagenen Anforderungen bieten den Unternehmen die notwendigen Anreize, um nachhaltige Kreditinitiativen zu unterstützen, indem ein erheblicher Teil des Kreditrisikos von den Steuerzahlern auf private Investoren übertragen wird."
Die Regeln der Trump-Ära, eine Priorität des ehemaligen FHFA-Direktors Mark Calabria, verlangten von Fannie und Freddie, Hunderte von Milliarden Dollar zur Absicherung gegen Verluste zu halten. Die Immobilienbranche kritisierte die Vorschriften mit dem Argument, sie seien übertrieben und würden zu höheren Hypothekenkosten führen.
Calabrias ursprünglicher Vorschlag war besonders hart für Credit-Risk-Transfer-Securities, und die Unternehmen beschwerten sich, dass es für Fannie und Freddie unwirtschaftlich wäre, diese zu emittieren, wie er es vorhatte. Als die Vorschriften Ende letzten Jahres fertiggestellt wurden, gab er leicht nach. Jetzt, unter demokratischer Führung, will die FHFA den Hypothekenriesen noch mehr Kapitalerleichterungen beim Verkauf der Wertpapiere gewähren.
Die Aufsichtsbehörde bittet 60 Tage lang um Kommentare zu ihrem Vorschlag.