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Offener Zufluchtsort für Männer
James, Schüler im Abschlussjahr an der Inter-Community School Zürich, hatte die Möglichkeit, Ende Juni 2016 nach Chennai zu reisen. Während drei Wochen begleitete er das Team und bekam Einblick in die Arbeit im offenen Zufluchtsort für Männer von The Banyan.
Inspiriert durch das, was er sah, und die Menschen, die er traf, möchte James die Arbeit des Zufluchtsorts für Männer fördern.
Augenzeugenbericht von James
«In der ersten Zeit nach ihrem Eintritt in den offenen Zufluchtsort, sind die Männer sehr verletzlich. Nach einem Leben auf der Strasse unter schwierigen Bedingungen sind sie bei schlechter körperlicher und geistiger Gesundheit. Es braucht sehr viel Zeit, bis sie den Sozialarbeitern vertrauen. Sehr einfühlsam und geschickt bauen die Sozialarbeiter Vertrauen zu den fragilen Männern auf und erhalten so einen Überblick der individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Klienten. Das Programm der Pflege und Rehabilitation ist in 3 Stufen unterteilt.
Anfangs tendieren die Klienten sehr ruhig zu sein. Einfache Aktivitäten, wie zeichnen, färben und Papier kleben, unterstützen sie dabei fokussiert und ruhig zu bleiben. Sobald sie ansprechbarer und geselliger werden, können sie an handwerklichen Tätigkeiten teilnehmen. Dort stellen sie Produkte her, welche die Männer dann selbst am nahe gelegenen Strand verkaufen können. Der kommerzielle Aspekt der Therapie ist ein Anreiz, sich zu engagieren und unterstützt die Klienten zusätzliche Fähigkeiten zu entwickeln. Das sind Fähigkeiten, welche in Jobs einfliessen können sobald sie den offenen Zufluchtsort verlassen haben. Die letzte Stufe des Programms ist die berufliche Weiterbildung. Die Klienten lernen Kerzen herzustellen, waschen Autos, machen Hausabwartsjobs und einige von den Männern werden ermutigt kleine Unternehmen zu gründen. Ein Laden beim Eingang zum offenen Zufluchtsort wird vollständig von Männern geführt. Über das eingenommene Geld können sie frei verfügen.
Ich hatte die Möglichkeit einige der Klienten im offenen Zufluchtsort zu interviewen. Einer von ihnen ist jetzt Wachmann im Zufluchtsort von The Banyan und sehr stolz auf seine Arbeit und freut sich, dass er über ein gutes Monatsgehalt verfügen kann. Zwei weitere Klienten haben durch die Unterstützung von The Banyan eine Anstellung in einem Restaurant gefunden. Sie sind jetzt in der Lage, sich selber zu versorgen. Einer der beiden lebt wieder mit seinem Vater zusammen und kann etwas zum Haushalt beitragen. Die berufliche Ausbildung ist von entscheidender Bedeutung für das Selbstvertrauen und Rehabilitation der Männer.
Im Weiteren unterstützen die Mitarbeitenden von The Banyan ihre Wähler-ID und Staatsbürgerschaft Identitätskarte zu erwerben. Ohne diese ist es nicht möglich, an Wahlen teilzunehmen oder eine Beschäftigung zu finden. Wie ein Sozialarbeiter im offenen Zufluchtsort sehr schön beschreibt, hilft The Banyan die unsichtbaren und psychisch kranken Obdachlosen in sichtbare, mittragende Mitglieder der Gesellschaft zu transformieren.
Ich verbrachte viel Zeit mit Mrilanili. Sie ist für den Betrieb des offenen Zufluchtsorts verantwortlich. Ich fragte sie nach den grössten Herausforderungen in der Einrichtung. Sie beschreibt die Schwierigkeit wegen fehlenden Spenden, die grosse Zahl der hungernden Menschen zu versorgen, die am Abend beim Zufluchtsort eintreffen. Zahlen sind nicht voraussehbar und es ist schwierig auf spezielle Bedürfnisse in der Ernährung einzugehen. Ein Motorroller würde den Alltag im offenen Zufluchtsort wesentlich verbessern. Die Männer könnten so die Produkte am Strand entlang verkaufen und falls nötig, könnten die Klienten zum Arzt gebracht werden. Sie hofft möglichst bald ein Gartenprojekt starten zu können. Dieses würde das therapeutische Angebot für die Männer zweifelsohne verbessern.»
Für James ist seine Zeit im offenen Zufluchtsort für Männer von The Banyan ein bewegendes Erlebnis. Es ist ein Beispiel dafür, wie The Banyan auch weiterhin die Grenzen im Bereich der psychischen Gesundheit in Indien überwindet.
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Mit CHF 30.- unterstützen Sie den Kauf einer Autorikscha, welche dringend im offenen Zufluchtsort für Männer gebraucht wird.
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Über den offenen Zufluchtsort
Der offene Zufluchtsort für Männer ist eine Partnerschaft mit der ‘Corporation von Chennai‘ und bietet rund 30 obdachlosen Männern mit einer psychischen Beeinträchtigung ein zu Hause. Viele von den Männern werden schliesslich wieder mit ihren Familien vereint.