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Die Bieler Malerfamilie Robert ist für ihre Illustrationen der regionalen Fauna und Flora der Alpen und des Jura bekannt. Über drei Generationen widmeten sich die Roberts der Schnittstelle von Naturwissenschaft und Kunst. Das Museum Neuhaus besitzt rund 2500 Naturillustrationen der Künstlerfamilie. Nun zeigt es in der Schau «Sélection tropicale» bisher wenig bekannte Aquarelle tropischer Pflanzen und Tiere von Paul-André Robert (1901–1977). In den Wintermonaten hielt sich Robert häufig im Ausland auf – unter anderem in Spanien, Portugal, Südfrankreich oder auf Korsika.
Die in der Ausstellung gezeigten Aquarelle entstanden jedoch auf seinen Exkursionen in die tropischen Gebiete von Australien, Mauritius, Sansibar, Borneo und Brasilien. Der frühe Malunterricht bei seinem Vater Léo-Paul (1851–1923) weckte und förderte die zeichnerische Begabung und das Interesse an der Natur bei Paul-André. Er half seinem Vater bei der Gestaltung der Raupen- und Vogelbilder und fühlte sich besonders von Libellen, Schmetterlingen und Pilzen angezogen, die später als Reproduktionen in vielen Büchern veröffentlicht wurden. Daneben malte er auch Landschaftsbilder, Stillleben und Porträts. Paul-André Robert arbeitete u. a. in Casablanca (1926) und Paris (1927–1929) und nahm, als der Vater starb, Malunterricht bei seinem Bruder Exotische Aquarelle (im Uhrzeigersinn) Calliandra brevipes Benth und Hoya carnosa, 1965, Echter Clownfisch, 1961, Spiegeleiqualle, 1961/62 und Thoas brasiliensis, 1960, von Paul-André Robert. Théophile.
Ab 1930 zog Paul-André Robert ins elterlichen Haus in Ilfingen im Jorat. Von dort startete er seine Reisen in die tropischen Länder, wo er hauptsächlich Schmetterlinge studierte und malte. Die gezeigten Aquarelle und Zeichnungen entstanden zwischen 1933 und 1966. Durch ihre Detailgenauigkeit und die Leuchtkraft der Farben dienten Paul-André Roberts Werke als Vorlagen für naturwissenschaftliche Publikationen. Ergänzt wird die Schau mit Tierpräparaten von Schmetterlingen, Papageien und Meeresfischen aus dem Musée de Saint-Imier.
Museum Neuhaus, Biel BE:
Bis 17. 2. 2012, Di–So 11–17, Mi 11–19 Uhr
www.mn-biel.ch