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Als der schöne Herzensbrecher Wesley Dalton Overtree der Tochter des Malers Claude Dupont in Lynmouth begegnet, scheint es ihm unmöglich, die nötige Distanz zu der attraktiven zarten Sophie Dupont zu halten. Der junge Adonis überredet sie, ihm Modell zu sitzen und verführt die unschuldige junge Frau. Sophie verliebt sich... Als der schöne Herzensbrecher Wesley Dalton Overtree der Tochter des Malers Claude Dupont in Lynmouth begegnet, scheint es ihm unmöglich, die nötige Distanz zu der attraktiven zarten Sophie Dupont zu halten. Der junge Adonis überredet sie, ihm Modell zu sitzen und verführt die unschuldige junge Frau. Sophie verliebt sich in den Maler, für den seinerseits stets die Kunst an erster Stelle steht. Nachdem sich ihm eine Mitreisegelegenheit bietet, verschwindet der charmante und leichtlebige Mann jedoch nach Italien und hinterlässt Sophie lediglich ein paar nichtssagende Zeilen zum Abschied. Nachdem kurz darauf unvermutet Wesleys Bruder Stephen in Lynmouth auftaucht, trifft er anstatt seinen Bruder nur dessen kompromittierte Geliebte an. Als Captain der britischen Armee und gottesfürchtiger Mann mit großem Ehrgefühl bietet er Sophie Dupont einen Ausweg aus ihrer misslichen Lage an und stürzt sie damit in einen großen emotionalen Konflikt… Bereits der Klappentext verspricht eine tief romantische Geschichte mit einigen Verwicklungen. Julie Klassens wunderschöne Sprache und die Handlung dieses Buches erinnern ein klein wenig an die Romane Jane Austens, worauf sie sich im Nachwort auch bezieht. Der erlesene Schreibstil, die exzellente Wortwahl und die behutsam beschriebenen Emotionen der handelnden Personen haben mich zutiefst berührt. Julie Klassen versteht es ausgezeichnet, ihren Figuren Leben einzuhauchen. Im vorliegenden Buch hat sie sowohl ihre Protagonisten, als auch die Nebenfiguren äußerst überzeugend dargestellt. Im grimmig erscheinenden Stephen Overtree mit seinem markanten Gesicht, seiner grüblerischen Persönlichkeit, seiner ruhigen Selbstsicherheit und der ihm eigenen tiefen Religiosität kreierte sie eine starke Kontrastfigur zu dessen leichtlebigen, sorglosen und das Abenteuer suchenden Bruder Wesley. Abgesehen von Kate Overtree und Sophies Freundin Mavis Thrupton waren meine favorisierten Nebenfiguren definitiv Stephens schrullige alte Kinderfrau Winnie Whitney und Stephens warmherziger Großvater, Colonel George Horton. Die größte charakterliche Entwicklung durchlebte die Person des Carlton Keith. Der ehrenhaft entlassene Leutnant ohne eigenes Vermögen, der sich an der Seite seines Freundes Wesley dem Laster des Trinkens hingab, erstaunte mich im Verlauf des Buches durch seine Läuterung und Umkehr. Das Buch verdeutlicht die schwierige und schier aussichtslose Lage einer kompromittierten jungen Frau im England Anfang des neunzehnten Jahrhunderts. Gesellschaftliche Konventionen werden zwar ebenso thematisiert, bleiben jedoch eher dezent im Hintergrund. Ehre und Pflichterfüllung spielen eine gewichtige Rolle, und zu meiner großen Freude hatte auch der Glaube an Gott hat eine wichtige Position im Buch inne. Speziell bei Stephen Marshall Overtree stellen das Gebet und sein christlicher Glaube wichtige Indikatoren bei all seinen Entscheidungen dar. Durch den Beruf von Wesley, Sophies Vater und Sophies eigener Mitarbeit in der Royal Academy of Arts in Lynmouth wird auch auf die Malerei großes Augenmerk gelegt. Auch die Gestaltung des Buchcovers ist dem Verlag meiner Meinung nach vortrefflich gelungen. Es zeigt die vor einem weißen Fenster stehende, im Profil abgebildete Sophie Dupont bei ihrer Arbeit an einer Portraitskizze, wobei die äußerlichen Beschreibungen der Protagonistin im Buch detailliert umgesetzt wurden. Fazit: Dieser Roman stellt eine exzellente Unterhaltung für Liebhaber historischer Romane mit christlichem Bezug dar, die ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann! Ich empfand „Die Ehre der Sophie Dupont“ als wundervolle, herzerwärmende Lektüre und habe jede einzelne Seite davon zutiefst genossen. Für mich persönlich war dies das bislang beste Buch aus der Feder Julie Klassens und es fiel mir wirklich schwer, mich nach knapp fünfhundert Seiten von den mir vertraut gewordenen Figuren verabschieden zu müssen.
Captain Stephen Overtree reist an die malerische Küste Devons um seinen Bruder Wesley zu finden. Wesley soll endlich seine Aufgaben als ältester Sohn und Erbe des Hauses ernst nehmen und seinem Vater zur Hand gehen, zumal dieser ernstlich erkrankt ist. Als Stephen in Lynmouth ankommt, stellt er mit Entsetzen fest,... Captain Stephen Overtree reist an die malerische Küste Devons um seinen Bruder Wesley zu finden. Wesley soll endlich seine Aufgaben als ältester Sohn und Erbe des Hauses ernst nehmen und seinem Vater zur Hand gehen, zumal dieser ernstlich erkrankt ist. Als Stephen in Lynmouth ankommt, stellt er mit Entsetzen fest, dass sich Wesley schon auf dem Weg nach Italien aufgemacht hat. Seine Geliebte und Modell Sophie Dupont, die Tochter eines Malers, hat er entehrt und ließ sie schwanger zurück. Captain Stephen fühlt sich nun verpflichtet die Ehre der jungen Dame zu retten und ihr folglich die Ehe anzubieten. Sophie ist nun von diesem Angebot und ihrer eigentlichen Liebe zu Wesley hin und hergerissen. Sie möchte ihr Kind jedoch keinesfalls in Schande zur Welt bringen und entschließt sich deswegen Captain Stephen, den sie eigentlich gar nicht kennt, zu heiraten. Ist es überhaupt möglich, dass die beiden in ihrer Ehe in Liebe zueinander finden werden? Julie Klassen hat mit dem Roman "Die Ehre der Sophie Dupont" eine emotional sehr bewegende Geschichte geschrieben. Ihre lockere und einfache Sprache ermöglicht es dem Leser sich unbeschwert auf eine große Reise einzulassen, die von Bangen, Hoffnung und Erwartung geprägt ist. Die Autorin setzt scharf detaillierte Chareterzeichnungen ein, um die Protagonisten eindeutig für die Story wirken zu lassen. Ihre Sprache ist jedoch auch einfühlsam und für die Geschehnisse psychologisch überzeugend gewählt. Somit entsteht im Leser ein authentisches und überzeugend realistisches Kopfkino in der angenehmen Atmosphäre einer Welt Englands des frühen neunzehnten Jahrhunderts. Der Roman zeigt sehr deutlich, wie schwer es zur damaligen Zeit ledige, schwangere Frauen hatten und welch hohen Preis ihnen die Gesellschaft dieser Epoche zahlen ließ. Für diese geächteten Frauen gab es praktisch keine Chance. Die Wege, die diese bedauernswerten Frauen gingen mussten äußerst schwer gewesen sein. Der Glaube spielt in diesem Roman eine große Rolle. Man erfährt wie sich die Proganisten in äußerster Not an Gott wenden und auf Hilfe hoffen. Gerade dies macht den Roman so glaubwürdig, denn auch wir beten oftmals nur dann, wenn wir uns in einer ausweglosen Situation befinden. Aus meiner Sicht ist dieser Roman sehr wertvoll und ich möchte ihn jedem an's Herz legen, der sich in einer ergreifend-fesselnden Geschichte in historischer Zeit wieder finden möchte. Ich schätze Julie Klassen als eine offensichtlich wahre Meisterin in der Darstellung von Sittengemälden der englischen Gesellschaft zu Beginn des 19. JH. Ein herzliches Dankeschön an SCM Verlag für diesen zu Herzen gehenden und sehr gelungenen Roman.
Meine Meinung: Bei diesem Buch habe ich mich anfangs ein wenig schwer getan, mich in die Geschichte einzufinden und mit den Personen warm zu werden, doch von Abschnitt zu Abschnitt wurde es dann doch besser und ich habe mich zum Schluss wirklich wahnsinnig wohl gefühlt. Hätte ich so nicht erwartet. Der... Meine Meinung: Bei diesem Buch habe ich mich anfangs ein wenig schwer getan, mich in die Geschichte einzufinden und mit den Personen warm zu werden, doch von Abschnitt zu Abschnitt wurde es dann doch besser und ich habe mich zum Schluss wirklich wahnsinnig wohl gefühlt. Hätte ich so nicht erwartet. Der Schreibstil von Julie Klassen ist wie auch schon beim letzten Buch, welches ich lesen durfte einfach nur genial. Sie kann einen überzeugen, zeichnet die Charaktere so toll und so einzigartig, dass man sie sich super vorstellen kann und so, dass auch jede Person ihre Eigenheiten hat. Einfach nur klasse (wie auch schon ihr Name sagt). Ich fand den kompletten Handlungsaufbau echt gut gelungen. Man konnte sich richtig gut in den Aufbau einfühlen. Es war wirklich eine Achterbahn der Gefühle, man wusste nie, was als nächstes passiert, da sich alles immer wieder in eine andere Richtung als erwartet, entwickelt hat. Man kann wirklich hoffen, dass wir noch sehr viel von dieser wirklich tollen Autorin hören werden, denn sie verdient es wirklich bekannter zu werden. Fazit: Auf jeden Fall lesen!
Devonshire, England, im Jahre 1815: Hierher reist Wesley Overtree, um zu malen. Er verliebt sich nicht nur in die raue Landschaft, sondern auch in Sophie Dupont, die Tochter seines Gastgebers. Schon bald reist Wesley überstürzt und ohne sich von Sophie zu verabschieden nach Italien ab. Kurz darauf gesellt sich zu... Devonshire, England, im Jahre 1815: Hierher reist Wesley Overtree, um zu malen. Er verliebt sich nicht nur in die raue Landschaft, sondern auch in Sophie Dupont, die Tochter seines Gastgebers. Schon bald reist Wesley überstürzt und ohne sich von Sophie zu verabschieden nach Italien ab. Kurz darauf gesellt sich zu Sophie´s Enttäuschung auch Panik, stellt sie doch fest, dass sie schwanger ist. Die Rettung naht in Gestalt von Captain Stephen Overtree: Wesley´s Bruder ist auf der Suche nach diesem, als er auf Sophie trifft und ihre Lage erkennt. Stephen fühlt sich dazu verpflichtet, den Fehler seines Bruder wiedergutzumachen und Sophie zu helfen, und so bietet er ihr an, sie zu heiraten und für sie und das Kind zu sorgen. In ihrer Verzweiflung willigt diese ein. Im Laufe der Zeit verlieben sich Stephen und Sophe tatsächlich ineinander, sodass alles perfekt sein könnte - doch dann kehrt Wesley wider Erwarten aus Italien zurück und Stephen muss zum Regiment. Was tun, wenn Stephen nicht mehr zurückkehrt? Und wenn er es tut - für wen soll sie sich dann entscheiden? Für den Mann, den sie ursprünglich nur aus der Not heraus geheiratet hat, oder für den, der sie schon einmal bitter enttäuscht hat? ****** Der neueste Roman aus der Feder von Julie Klassen - wie gewohnt verzaubert die Autorin durch ihren atmosphärischen, bildhaften und detaillierten Schreib- und Erzählstil. Der Leser kann Satz für Satz genießen und in der Geschichte versinken, in Gedanken ins Devonshire des Jahres 1815 reisen. Die Grundidee dieses Romans kennt man schon von anderen Werken der Autorin. Die Figuren sind wie immer liebevoll und detailliert gezeichnet, mit Stärken und Schwächen, sodass man sich gut mit ihnen identifizieren und mitfühlen kann. Romantik und Spannung halten sich wie gewohnt die Waage. Auf mich persönlich wirkte das Hin und Her mit diesen beiden Männern fast schon ein wenig zu konstruiert - andererseits wird dadurch aber viel Spannung und Dramatik aufgebaut. Es bleibt bis zuletzt offen, für wen sich Sophie am Ende entscheiden wird. Man möchte einfach weiterlesen, weil man wissen möchte, was noch passieren und wie das alles enden wird. Das christliche Element wurde wie immer stimmig und wohldosiert in die Handlung eingeflochten. ****** Fazit: Julie Klassen, wie man sie kennt und liebt! Mich persönlich konnte "Die Ehre der Sophie Dupont" ein klein wenig weniger fesseln und begeistern als ihre bisherigen Werke, da ich zum ersten Mal das Gefühl hatte, dass man diese Thematik und Handlung schon kennt, und sie ein wenig konstruiert wirkte. Aber das ist sicher Geschmackssache und ändert nichts daran, dass es eine sehr gut geschriebene, spannende und schöne Geschichte ist, die man als Leser einfach genießen kann. Alle, die Julie Klassen, England, das 19. Jahrhundert und/oder eine Mischung aus Spannung und Romantik lieben, werden die Lektüre sicher nicht bereuen! 4,5 Sterne
„Es scheint mir nicht richtig zu sein, ihn (Gott) um Hilfe zu bitten. Ich habe ihn doch all die Jahre einfach ignoriert, aber ich muss zugeben, dass ich in letzter Zeit so viel gebetet habe wie nie zuvor. Ich weiß nicht, ob er mich erhört, aber ich hoffe, er... „Es scheint mir nicht richtig zu sein, ihn (Gott) um Hilfe zu bitten. Ich habe ihn doch all die Jahre einfach ignoriert, aber ich muss zugeben, dass ich in letzter Zeit so viel gebetet habe wie nie zuvor. Ich weiß nicht, ob er mich erhört, aber ich hoffe, er vergibt mir.“ (S. 42) Devonshire, 1815: Sophie Dupont steckt in einer prekären Lage, als Wesley Overtree plötzlich nach Italien aufbricht, ohne sich richtig von ihr zu verabschieden. Der Maler hatte viele Monate bei ihr und ihrem Vater, welcher ebenfalls Maler ist, gewohnt. Nun steht plötzlich Captain Stephen Overtree vor ihr, der auf der Suche nach seinem älteren Bruder ist. Ohne zu wissen, wo genau sich Wesley befindet bzw. wann er zurückkehrt, sieht sich Stephen schon nach einem Tag gezwungen Sophie einen Heiratsantrag zu machen. Sophie ist hin- und hergerissen, ob sie auf ihre große Liebe warten oder den schutzbietenden Heiratsantrag annehmen und auf eine Liebesheirat verzichten soll. Sehr auffällig ist bei diesem Roman, dass Julie Klassen sich bemüht hat, christliche Bezüge von Anfang an in die Handlung einzuweben. Das habe ich oft in ihren früheren Büchern oftmals vermisst aber diesmal hat sie sich wirklich ins Zeug gelegt. Schon gleich zu Beginn steigt der Spannungsbogen enorm an. Ich flog nur so durch die Seiten, konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Lauter kleine Geheimnisse warten darauf gelöst zu werden und auch die Romantik kommt nicht zu kurz. Nach ca. der Hälfte flacht die Spannung etwas ab, trotzdem konnte ich die Story weiter genießen, weil sie sehr Jane-Austen-mässig war. Während des Lesens kamen mir ein paar Erinnerungen an Stolz und Vorurteil, aber auch eine Szene aus Jane Eyre hat sich Julie Klassen „gemopst“, wie sie selbst zugibt. Es ist aber nicht so, dass Klassens Roman starke Ähnlichkeiten hätte mit den beiden Klassikern. Ihr Werk hebt sich dann doch in vielem davon ab. Nun ja, was die Protagonistin betrifft hat sich die Autorin ein wenig wiederholt. Ein „gefallenes Mädchen“ gab es bei ihr schon ein paarmal. Gut gefiel mir die Rahmenhandlung, in der es um die Malerei geht. Interessant ist, dass die Perspektiven der Protagonisten häufig ineinander überfließen – also nicht wie sonst abschnitts-/kapitelweise wechselnd. So liest sich die Handlung wie aus einem Guss, man kann sich alles immer gut vorstellen und in die Regency-Zeit abtauchen. Meiner Meinung nach einer der besten Romane von Julie Klassen!