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My Bodily Remains, Your Bodily Remains, And All The Bodily Remains That Ever Were, And Ever Will Be, ist eine phantastische Serie filmischer Tableaus, die sich aus verschiedenen Genres speist, von Horror bis hin zu technicolor Filmträumen, und in der vier Protagonist*innen auftreten; zwei Figuren, die “Them who Love” genannt werden, deren Beziehung unklar ist, die aber auf eine tiefe und epische, fast spirituelle Weise von der Liebe sprechen, “The Ghost for Revolution”, der Geist, der somatische Geschichten über den Faschismus erzählt, und “The Reader of The Book of Love”, der historische Zitate von Einzelpersonen oder Gruppen vorliest, die an nicht-gewaltfreien Aktionen beteiligt waren.
Der Film ist von verschiedenen Quellen inspiriert: von klassischen Werken der Literatur wie “Destroy, She Said” von Marguerite Duras, von Schriften von Wissenschaftler*innen wie Jackie Wang und von Werken von Filmemacher*innen wie Jacques Rivette. Der Film ist eine poetische Meditation über verschiedene historische Widerstandsbewegungen und -gruppen, die spirituellen Dimensionen des Anti-Herrschaftsdenkens, intersektionalen Queer-Feminismus, Kommunismus und revolutionären Denkens, um die emanzipatorische Kraft von Liebe und Vergnügen als Katalysatorin für radikale Veränderungen zu erkennen.
Der Film enthält Originalmusik, komponiert von Shanis langjährigen Mitarbeitenden Maxwell Sterling und Richard Fearless (“Death in Vegas”), die während der Southbank Centre Studio Residency entwickelt wurde, um Gamelan-Instrumente einzubeziehen, sowie digitale Animationen von Adam Sinclair, ebenfalls eine langjährige mitarbeitende Person Shanis.
Courtesy of the artist and Gathering, London. Im Auftrag des Contemporary Arts Center, Cincinnati, Art Night, Dundee; KM21, The Hage; und POR:TA, Lissabon. Weitere Unterstützung kommt vom Southbank Centre, London; Creative Scotland, Edinburgh; der Henry Moore Foundation, Hadham; Luminous Art Foundation, Lissabon; und dem Museum of London mit Unterstützung des Arts Council England.
Film Dauer: 01:02:48
Artist Bio:
Tai Shanis künstlerische Praxis, die Performance, Film, Fotografie und Installation umfasst, verwendet experimentelles Schreiben als Leitmethode. Zwischen theoretischen Konzepten und viszeralen Details oszillierend, versuchen Shanis Texte, poetische Koordinaten zu schaffen, um fragmentarische Kosmologien marginalisierter Nicht-Souveränität zu kultivieren.
Unter Rückgriff auf trauernde und untote Geschichten von Reproduktionsarbeit, Krankheit und Solidarität ist ihr Werk darauf angelegt, feminisierte ästhetische Modi – wie das Blumige, das Trippige oder das Gotische – in einem Register utopischer Militanz wiederzugewinnen. In diesem Sinne prägt das Epos, sowohl in seiner literarischen Langform als auch im exzessiven Affekt, oft Shanis Ansatz: Ihre Langzeitprojekte arbeiten sich an historischen und mythischen Erzählungen ab, wie Christine de Pizans allegorische Stadt der Frauen oder die Sozialgeschichte der psychedelischen Mutterkornvergiftung. Sie dehnen sich aus auf unterschiedliche Formate und Kollaborationen.
Shanis Projekte untersuchen das Begehren in seiner (infra-)strukturellen Dimension und erforschen einen Realismus, der die patriarchalische, rassistische und kapitalistische Gegenwart materiell fantasiert. Tai Shani ist gemeinsam mit Lawrence Abu Hamdan, Helen Cammock und Oscar Murillo Turner-Preisträgerin 2019. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen in Grossbritannien und international gezeigt.