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Russland setzt die Eisbrecher ein, um den Nördlichen Seeweg von Nowaja Semlja an der Karasee zur Beringstrasse befahrbar zu machen. Über den Schiffsweg seien im vergangenen Jahr gut 36 Millionen Tonnen Waren transportiert worden - ein Rekord, teilte der Generaldirektor des Staatskonzerns Rosatom, Alexej Lichatschjow, bei der Zeremonie zum Baustart der «Leningrad» mit. Die Hafeninfrastruktur sei inzwischen für eine Auslastung von mehr als 40 Millionen Tonnen jährlich vorhanden.
Die «Leningrad» wird demnach der achte Atomeisbrecher in der arktischen Flotte, zu der auch 34 mit Diesel betriebene Schiffe gehören. Leningrad ist die frühere Bezeichnung für St. Petersburg. Der Name für den neuen Eisbrecher soll an die Leningrader Blockade von 1941 bis 1944 erinnern. Putin gedenkt in St. Petersburg an diesem Samstag (27. Januar) des 80. Jahrestages des Endes der Einkesselung der Millionenmetropole am Finnischen Meerbusen. In den rund 900 Tagen der Belagerung durch die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg starben nach Angaben von Historikern 1,2 Millionen Menschen.