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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient, Freie Universität Berlin (Otto Suhr Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel dieser Studienarbeit ist es, die charismatische Strategie des Mohammed VI. zu analysieren. Hierbei wird auf das Konzept der charismatischen Herrschaft nach Max Weber zurückgegriffen. Diese Arbeit möchte damit einen wesentlichen Punkt in der Strategie des Machterhalts, Machtausbau und der Legitimation der Monarchie in Marokko hervorheben: die Vermarktung der Person des Königs selbst. Dieser theoretische Zugang wird durch eine kurze Betrachtung des marokkanischen Regierungssystems und durch einen Vergleich mit den zwei Vorgängern des jetzigen Königs ergänzt. Diese Gegenüberstellung verdeutlicht zudem auch die historisch gewachsene Stellung der Königsdynastie nach der Unabhängigkeit Marokkos. Klar ist, dass die marokkanische Monarchie an sich auf einer soliden Machtbasis fundiert und nahezu unverletzlich ist, im Sinne der weberschen traditionalen Herrschaft. Außerdem werden mehrere direkte Beobachtungen geschildert, die die Argumentation unterstützen und die sich aus Presseartikeln, Interviews, Fernsehbeiträgen und nicht zuletzt einem langjährigen Aufenthalt des Autors in Marokko speisen. Es wird die These vertreten, dass Mohammed VI. seine Macht über mehrere Kanäle zu sichern versucht, in einer globalisierten, digitalisierten und vernetzten Welt, in der die Ausübung von Repressalien und Zensur nahezu unmöglich erscheint. Er versucht, den Kult um seine Person wieder aufleben zu lassen und zeigt sich gleichzeitig als Monarch des neuen Jahrtausends in einem technisierten und modernisierten Königshaus. Wie hat sich die Monarchie in Marokko nach zehn Jahren Machtwechsel gewandelt? Wie hat sie auf die internationalen und nationalen Ereignisse reagiert? Und warum bedarf es einer charismatischen Strategie?