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Das revidierte Asylgesetz enthält eine Liste von Aufgaben, welche die Beratung und Rechtsvertretung während des Aufenthalts von Asylsuchenden in den Zentren des Bundes übernehmen. Diese Liste ist nicht abschliessend (Art. 102k rev. AsylG).
- Die Beratung und die Rechtsvertretung informieren und beraten die Asylsuchenden.
- Die Rechtsvertretung nimmt sowohl an der ersten Befragung (zur Identität, der Herkunft und den Lebensumständen, zum Reiseweg sowie – summarisch – zu den Asylgründen) als auch an der (ausführlichen) Befragung zu den Asylgründen teil.
- Die Rechtsvertretung verfasst eine Stellungnahme zum Entscheidentwurf, falls das SEM im beschleunigten Verfahren vorhat, einen negativen Entscheid zu fällen. Kein Entscheidentwurf ist vorgesehen für Dublin-Verfahren und im erweiterten Verfahren, für diese entfällt damit auch die Möglichkeit einer Stellungnahme vor dem erstinstanzlichen Entscheid. Für diese Verfahren ändern sich aber auch die Beschwerdefristen nicht.
- Die Rechtsvertretung nimmt ihre Pflichten auch in einem allfälligen Beschwerdeverfahren wahr (Verfassen von Beschwerden, Stellungnahmen etc.).
- Die Rechtsvertretung fungiert als Vertrauensperson von unbegleiteten Kindern im Asylverfahren und handelt als solche in deren Interesse (solange diese sich in einem Bundeszentrum oder im Flughafen aufhalten).
- Wird die Prüfung des Asylgesuchs einer Person ins erweiterte Verfahren verwiesen, weil es sich um einen besonders komplexen Fall handelt, so gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder informiert die Rechtsvertretung die kantonale Rechtsberatungsstelle die das Mandat übernimmt über den Verfahrensstand oder sie vertritt die betroffene Person weiterhin und nimmt auch im erweiterten Verfahren an den entscheidrelevanten Verfahrensschritten teil.