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(Turbatoreschori), vor alters in einigen Mönchsklöstern (besonders in
Preußen)
[* 10] angestellte Individuen,
deren
Funktion darin bestand, die feierlichsten
Stellen des
Chorgesangs durch ein widerliches Geplärr zu unterbrechen.
Nach der Meinung einiger sollte dieses Geplärr das Hohnlachen des
Satans darstellen.
in
Kloster- und Stiftskirchen die zu beiden Seiten des
HohenChors befindlichen hölzernen Sitzreihen für
die
Geistlichkeit, gewöhnlich zu zwei
Reihen hintereinander, so daß die hintere
Reihe eine
Stufe höher liegt. Die vordere
Sitzreihe ist durch eine
Brustwehr
[* 11] mit den darauf befindlichen
Betpulten nach dem
Chor zu abgegrenzt und
jeder einzelne Sitz durch eine Scheidewand von dem benachbarten Sitz getrennt. Die Sitze sind meist zum Aufklappen eingerichtet
und an der untern Seite mit den sogen. Miserikordien, kleinen, konsolenartigen Vorsprüngen,
auf die sich der
Geistliche während des vorgeschriebenen Stehens stützen kann, versehen.
Georg, griech. Dichter aus
Kreta, lebte am Ende des 16. oder im Anfang des 17. Jahrh. und ist
Verfasser des
Dramas »Erophile« (Ἐρωφίλη), das eins der ältesten neugriechischen
Dramen ist, jedenfalls das bekannteste und wegen seines
Reichtums an
Sentenzen ein Lieblingsgedicht des griechischen
Volkes (geschrieben
im
Dialekt der
InselKreta; neuerdings in
Sathas' »Κρητικὸν θέατρον«, Vened.
1879, abgedruckt). Das
Stück ist die
Nachahmung der italienischen
Tragödie »Orbecche« des
Giraldi, wahrscheinlich
mit gleichzeitiger Benutzung von »Filostrato e Pamfila« von
Antonio da
Pistoja.
Ein Beitrag zur Geschichte
der neugriechischen und der italienischen Litteratur (in den »Abhandlungen der
philosophisch-historischen
Klasse
der Königl.
SächsischenGesellschaft der
Wissenschaften«, Bd. 5, Leipz.
1870).
(Orgelton), diejenige
Stimmung, welche früher für die
Orgeln gebräuchlich war und sich vom sogen.
Kammerton
(s. d.) insofern unterschied, als sie um einen ganzen
Ton höher war als dieser. Ganz alte
Orgeln waren
sogar in dem sogen.
Kornettton ^[richtig: Kornetton] gestimmt, welcher eine kleine
Terz höher war als der
Kammer- oder Orchesterton.
Als
Grund für die höhere
Stimmung der
Orgeln gibt man an, daß die großen Kirchenräume eines durchdringendernTons
bedurft hätten als
Zimmer und Konzertsaal. Jetzt, wo die Kammertonstimmung so viel höher geworden ist, baut und stimmt man
die
Orgeln im
Kammerton.