Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03226.jsonl.gz/99

Autor: Edgar FAHRNI
Gegen Angstgegner Richemond kassierte der FC Kerzers erneut eine schmerzhafte Niederlage. Bekanntlich verhinderte der FC Richemond Ende letzter Saison mit dem Sieg über den FC Kerzers massgebend dessen Aufstieg in die interregionale 2. Liga. Die Gäste boten von A bis Z einen cleveren Fussball und gewannen mehr als die Hälfte der Zweikämpfe. Baumeister des Sieges war klar Torhüter Vincent Clément, der unglaubliche Chancen der Einheimischen vernichtete. «Dass Clément bei halbhohen und hohen Bällen schwer zu bezwingen ist, wussten meine Leute, trotzdem haben sie kaum je flach geschossen», ärgerte sich Kerzers-Trainer Bruno Stulz.
Viele Chancen versiebt
In der ersten Halbzeit dominierte Richemond das Spielgeschehen. Kerzers hatte aber die grössere Anzahl an Topchancen. Die grösste hatte Kilchhofer, als er nach einem Pass von Maletti in die Arme von Clément spielte (20.), und Forster verfehlte das Gehäuse aus bester Position nur knapp (28.). Bei einem Freistoss von Pfister liess Clément den Ball abprallen, aber kein Spieler war gefolgt (32.), und Flühmann vergab mit dem Kopf knapp (34.). Aber auch Richemond hatte einige gute Chancen. Vorerst traf Sefa nur die Latte (12.), doch der von Nsamu gut eingesetzte Grégory Pelle liess Siffert wenig später keine Chance, und die Gäste lagen mit 0:1 in Führung (25.). Gnädig war Bakuba, als er alleine vor Siffert vergab (37.).
Dank der frühen und gelungenen Spielerwechsel wurde Kerzers in der zweiten Halbzeit immer gefährlicher. Vorerst lenkte aber Clément den Ball bei einem harten Freistoss von Pfister knapp über die Latte (55.). Krähenbühl wollte seinem Kollegen nicht nachstehen und jagte den Ball an die Latte (75.). Pfister war nun kaum mehr zu bremsen, scheiterte aber zweimal knapp. Kerzers warf nun alles nach vorne und wollte den Ausgleich unbedingt schaffen.
Enttäuschter Stulz
Es kam aber anders, denn in der 86. Minute spazierte der kurz zuvor eingewechselte Pompini durch die Defensive des FC Kerzers und liess auch Torhüter Siffert aussteigen. Damit war natürlich die Entscheidung gefallen und Kerzers hatte bis Spielende keine grossen Chancen mehr.
Etwas enttäuscht war Trainer Stulz: «Wir hatten wohl einige sehr gute Chancen, spielten aber zu ungenau. Zudem fehlte in der ersten Halbzeit etwas der letzte Biss. Auch hatte ich den Eindruck, dass bei einigen Spielern der letzte Wille fehlte.»