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Das Dorfbild von Maloja ist vor allem durch zwei Bauten geprägt: das Hotel Maloja Palace und der Turm Belvedere. Sie stechen ins Auge, wenn man vom Engadin her ins Dorf fährt, und sie tragen zur Geschichte dieses Dorfes bei. Ein Dorf, das ab dem 15. Jahrhundert als Alp genutzt wurde. Die Alp Stampa.
Die Fusion der Gemeinden im Bergell im Jahr 2010 hat aus fünf Gemeinden eine gemacht. Eine der fünf war davor die Gemeinde Stampa, deren Bauern ab dem 15. Jahrhundert begannen, das heutige Maloja für ihre Maiensässe zu erschliessen. Ursprüngliche Bauten in den Weilern Cresta, Cad’Maté, Orden und Pila zeugen zum Teil noch davon. Im Sommer bringen die Bauern der ehemaligen Gemeinde Stampa noch immer ihr Vieh auf die Alp Casternam – die sich am Eingang zum Val Fedoz befindet.
Der Name Maloja
"Erlenwäldchen" bedeutet der Name des beschaulichen Dörfchens, das erstmals 1244 urkundlich als "Malongum", dann als "Malodia" und "Maloggia" erwähnt wird, bis 1947 schliesslich "Maloja" zur offiziellen Verwendung kam. Die Benennung geht zurück auf Hirten aus dem nahen Veltlin, die damit der Erle – Rätoromanisch: Malös bzw. Marös – ein sprachliches Denkmal setzten.
Die Geschichte Malojas beginnt jedoch bereits 2000 Jahre v. Chr., als die ersten Jäger durch die Gegend streiften. Die Ornamentsteine von Maloja, die Wannengräber und die Münzfunde sind beredte Zeugen dieser Geschichte. Die grosse Bedeutung als Passdorf kam der Siedlung bereits während der Römerzeit zu und noch heute finden sich auf dem Malögin, dem Wanderweg von Maloja nach Cavril, Karren-Spuren einer Römerstrasse. Auch der Einfluss der Schmuggler, die sich ihren Weg bis nach Italien und zurück bahnten, trug erheblich zur wirtschaftlichen als auch kulturgeschichtlichen Entwicklung Malojas bei."
Das Ende des 18. Jahrhunderts war geprägt durch Verwüstung. Eine Auswirkung der napoleonischen Kriege.
Aufbruchstimmung
100 Jahre später, mit dem Einzug des Bädertourismus, prägte ein ganz anderer Geist das Dorf. Der belgische Graf Camille de Renesse zeigte einen besonderen Pioniergeist und hegte die letztlich zu grosse Ambition, aus Maloja das "Monte Carlo der Alpen" zu machen. Er plante die eleganteste Feriendestination des Engadins vor allem für den Hochadel und liess in diesem Zuge u. a. das gigantische Hotel Maloja Palace, das Hotel Schweizerhaus, die beiden Kirchen, das Schloss Belvedere und verschiedene Villen erbauen. Der Turm ist heute im Besitz der Pro Natura und beherbergt im Sommer eine Ausstellung. Die Pläne des Grafen jedoch scheiterten und Maloja wurde stattdessen zum kleinen sympathischen Ferienort für die ganze Familie.
Nehmen Sie an einer der wöchentlichen Dorfführungen teil, um mehr über die Geschichte von Maloja zu erfahren.
Etwa, was es mit den Militärbunkern, die heute wieder zugänglich gemacht wurden, auf sich hat oder wo die rund 30 Gletschertöpfe zu finden sind.