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George Sand (1804-1876) war eine französische Schriftstellerin und schrieb romantische, idealistische Romane, in denen sie für die Emanzipation der Frau eintrat. Bekannt wurde sie vor Allem durch ihren unkonventionellen Lebensstil: mit ihren zahlreichen Liebschaften (u. A. mit Frédéric Chopin), ihrem betont männlichen Auftreten und ihren recht radikal sozialistischen und feministischen Ideen zählte sie im 19. Jahrhundert zu den berüchtigtsten Personen der Pariser Bohème. Eine bemerkenswerte Solidarität mit den Armen und Schwachen und die Kritik an den patriarchalischen Strukturen der französischen Gesellschaft sind typisch für Sands Texte. Die Darstellung weiblicher Figuren nimmt in ihrem Werk eine besondere Rolle ein, sie erlaubt einen spannenden Einblick in die Frauenwelt des 19. Jahrhunderts. Davon vermittelt auch der vorliegende Band einen Eindruck, der die Geschichten dreier aussergewöhnlicher Frauen enthält: "Lavinia", "Pauline" und "Kora".
Portrait
George Sand (1804-76), eigentlich Amantine-Aurore-Lucile Dupin, verheiratete Baronin Dudevant, zählt zu den grossen Autorinnen der Weltliteratur. Die französische Schriftstellerin und frühe Kämpferin für die Rechte der Frau war Mitarbeiterin von 'Le Figaro' und verfasste zahlreiche Romane und Dramen. Sie war mit vielen Schriftstellern und Künstlern ihrer Zeit befreundet und hatte unter anderem Beziehungen mit Franz Liszt, Hector Berlioz, Honoré de Balzac und Frédéric Chopin. George Sands libertäres Auftreten, sie trug gerne Männerkleidung, und ihre Vorstellungen hinsichtlich der Rolle der Frau sorgten in der Pariser Gesellschaft für Skandale.