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Die diesjährige Berlinale endete mit einem Antisemitismus-Eklat. Einhellig stellten sich die Filmemacher gegen Israel und verloren kein Wort über den Terror der Hamas und die deutsche Schuld.
Am 26. Februr 2024 wurde auf der Berlinale der Film «No Other Land», der die israelische Perspektive im Nahostkonflikt nahezu ausblendet, als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Wie sehr sich der Wind gedreht hat, zeigt ein Blick dreissig Jahre zurück:
Am 22. März 1994 erhielt der Film «Schindlers Liste» von Steven Spielberg bei der Oscarverleihung sieben Prämierungen. Dazu gehören auch die Oscars für den besten Film und die beste Regie. Für den besten Film, das Drehbuch und die Regie gab es zudem je einen Golden Globe Award.
Der Film erzählt die Geschichte des Unternehmers Oskar Schindler, der mit grosser Raffinesse und unglaublichem Mut seine Möglichkeiten als Geschäftsmann nutzte, um unter immer wieder neuen Vorwänden Juden in seinen Fabriken zu beschäftigen und auf diese Weise vor der Ermordung durch die Nationalsozialisten zu bewahren.
Die letzten Bilder des Films sind Originalaufnahmen an Schindlers Grab in Jerusalem, wo sich während der Dreharbeiten Emilie Schindler und die damals noch lebenden «Schindlerjuden» mit den Filmdarstellern trafen. Sie alle legten nach jüdischer Tradition einen Stein auf Oskar Schindlers Grab, ehe Liam Neeson, der Darsteller von Oskar Schindler, zwei Rosen hinzufügte.
Zweifellos hat der Stimmungswandel der heutigen Filmschaffenden gegenüber Israel viel mit der gegenwärtigen Politik und Kriegsführung Israels zu tun. Aber es gibt zu denken, dass dabei die ganze Geschichte des Holocaust derartig in den Hintergrund tritt, als hätte es ihn nie gegeben. Handelt es sich bei den deutschen Kulturschaffenden um den möglicherweise unbewussten Wunsch, sich von den Lasten der Vergangenheit zu befreien?
Das Bild ist nicht näher bezeichnet und zeigt eine Szene aus dem Film «Schindlers Liste» von Steven Spielberg. Der Film wurde in Schwarzweiss aufgenommen.
(J21)