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Der Ursprung des Kricketsports ist unklar, ...
... und es gibt verschiedene Theorien darüber, wie er entstand.
Eine Theorie besagt, dass Schafhirten ein solches Spiel spielten. Einer der Mitspieler soll vor der Schranke (engl. wicket gate) zum Schafspferch gestanden haben und ein anderer einen Stein oder etwas ähnliches in seine Richtung geworfen haben. Der erste musste den Stein dann mit seinem gekrümmten Stab schlagen. Der Hirtenstab wurde "cricce" genannt. Von diesem Ausdruck könnte das heutige Cricket bzw. Kricket her stammen.
Eine andere Theorie geht davon aus, dass das Wort Cricket bzw. Kricket von "cricquet" stammt. Ein cricquet war ein Knieschemel, welcher in der Kirche zum Niederknien benutzt wurde. Die Form dieser Schemel ähnelte der Form der Wurzelstöcke, die früher in Stockspielen verwendet wurden.
Eine weitere Theorie leitet Kricket von einem alten Spiel namens Club-Ball ab.
Ursprünglich wurde Kricket vor allem von Jugendlichen und Bauern gespielt. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts begann die Gesellschaft sich ernsthaft für diesen Sport zu interessieren. Gleichzeitig heisst es aber auch, dass es bereits um 1300 ein Spiel zwischen Prinz Edward und seinem Freund Piers Gaveston gegeben haben soll.

||Die ersten bekannten Fotografien entstanden 1857. Sie wurden von Roger Fenton auf dem Artillery Ground aufgenommen, wo die königliche Artillerie gegen Hounsdonbury spielte.

Erstmals fand am 29. Juni 1709 ein Kricketspiel zwischen zwei Grafschaften statt, und zwar in Dartford Brent, wo Surrey gegen Kent antrat.
Zur gleichen Zeit etwa begann man Kricket auch im Ausland zu spielen. Henry Teonge, ein Marinegeistlicher, erwähnt in seinem Tagebuch, dass Engländer in Aleppo und in der Levante Kricket spielten.
Die ersten bekannten Spielzentren entstanden in England, zuerst Hambledon und später der noch heute berühmte Lord's. Der Hambledon-Club wurde um 1763 in einem kleinen Dorf in Hampshire, Südengland, gegründet. Er zog vor allem wohlhabende Herren an und war 25 Jahre lang der Club mit den besten Spielern.
1787 eröffnete Thomas Lord sein erstes Stadion in Dorset Fields (heute Dorset Square) in London. Hier, im sog. Lord's Ground, gründeten der Earl of Winchelsea und der Duke of Richmond den Marylebone Cricket Club (MCC). Der MCC veranstaltete sein erstes grosses Spiel in Dorset Fields im Mai 1787, als Middlesex Essex schlug. Der Turf wurde 1810 nach St. Johns Wood verlegt und später, um 1814, nach seinem heutigen Standort, wo er mit hohen Gittern umfriedet wurde und wo auch ein Gasthaus und ein Pavillon gebaut wurden.
Im beginnenden 19. Jahrhundert galt der MCC als der führende Kricketclub und die einzig massgebende Kricket-Autorität. Die Regeländerungen, welche der MCC vornahm, wurden von allen Kricketspielern jeweils übernommen.
Wie der Hirtenstab, so waren auch die ersten Schläger Knüppel und Stöcke. Diese machten später langen, dünnen Schlaghölzern Platz, welche einem begradigten Hockeyschläger nicht unähnlich waren. Der Ball wurde von der Achselhöhle aus geworfen und der Schlagmann schwang sein Schlagholz wie einen Knüppel.
Bis zum 18. Jahrhundert wandelte sich das Schlagholz in eine längere, schwerere Version des Schlägers, den man heute benutzt. Er wurde damals aus einem einzigen Holzstück geschnitzt.
Der heutige Schläger wurde um 1853 eingeführt. Heute ist der untere Teil des Schlägers, der Schlagteil, aus Weidenholz gemacht, und der Griff ist ein Rohrstock, welcher mit Gummi überzogen ist um einen besseren Griff zu ermöglichen. Die Verbindung zwischen Schlagteil und Griff ist eine V-förmige Verlängerung des Griffes.
Die frühen "Bälle" waren Steine oder andere Wurfgeschosse. In der Tat ziemlich gefährlich. Daher ist es nicht verwunderlich, dass irgendwann irgendjemand mit einem Alternativvorschlag kam. Heute sind die Bälle aus Kork gemacht und mit handgenähtem und rot gefärbtem Leder überzogen.
Das Wicket besteht heute aus drei nebeneinander in den Boden geschlagenen Stöcken. Ursprünglich waren es lediglich zwei. Dazwischen einmal sogar vier. Die Grösse des Wickets veränderte sich im Laufe der Zeit ebenfalls. Im 17. Jahrhundert waren die Stöcke bis zu zwei Metern weit auseinander.