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Die italienische Hafenstadt Genua und Belo Horizonte in Brasilien haben bereits ihr Interesse an der Austragung des Final-Rückspiels der Copa Libertadores angemeldet. Die Partie soll am 8. oder 9. Dezember nachgeholt werden.
Boca weigert sich aber offenbar, zu der Partie anzutreten. «Wir haben nicht die Absicht, ein weiteres Finale zu spielen», sagte Vereinspräsident Daniel Angelici am Dienstag bei einer Pressekonferenz.
Der Verein werde «alle administrativen Möglichkeiten ausschöpfen und wenn nötig vor den TAS (internationaler Sportgerichtshof) ziehen.» Boca sei aufgrund der Vorfälle die Trophäe zuzuerkennen, so Angelici weiter.
Ausschreitungen verhindern Anpfiff
Das Rückspiel zwischen den argentinischen Erzrivalen River Plate und Boca Juniors (Hinspiel: 2:2) hätte am vergangenen Samstag stattfinden sollen. Auf dem Weg ins Stadion wurde der Mannschaftsbus der Boca-Spieler aber angegriffen und mit Steinen attackiert, die Polizei setzte Pfefferspray ein.
Mehrere Boca-Spieler wurden verletzt, Mittelfeldspieler Pablo Perez erlitt eine Augenverletzung. Das für Sonntag geplante Nachholspiel wurde ebenfalls abgesagt.
Der südamerikanische Verband Conmebol hat zudem ein Disziplinarverfahren gegen River Plate eingeleitet. Der argentinische Klub müsse binnen 24 Stunden beweisen, dass er nicht an den Fan-Krawallen am Wochenende in Buenos Aires beteiligt gewesen sei.
Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell», 26.11.2018, 22:35 Uhr.