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Höhenfeuer (Fredi Murer, 1985)
Einer der meistgesehenen Schweizer Filme aller Zeiten. Der Schweizer Filmemacher, Fredi Murer, zeigt die Geschichte einer isolierten Bergbauerfamilie. Der gehörlose Junge wird auf die Alp verbannt, weil er die Mähmaschine kaputt gemacht hat, wo seine Schwester zu seiner Liebhaberin wird, als sie ihn besucht. Als der Junge auf den Hof zurückkehrt, führen sie die Beziehung weiter und seine Schwester wird schwanger.
Mit wenig Dialog und kraftvollen Bildern zeigt der Film die Bergbauern jenseits idyllscher Klischees.
Inspiriert wurde die Geschichte von einer Isländischen Familie, als ein Vater seine Kinder umbringen wollte, nachdem er herausfand, dass sie Liebhaber waren. Versetzt hat Murer die Geschichte nach Uri. Die Berggipfel und die Skyline wird jedoch konsequent abgeschnitten, um nicht von der Geschichte abzulenken. Murer stellte unbekannte Profischauspieler an, die danach im Urnerdialekt synchronisiert wurden.
Home (Ursula Meier, 2008)
Die Familie in Ursula Meiers Home, lebt neben einer Autobahn, die seit Jahren nicht fertiggestellt wird. Als sie plötzlich zu Ende gebaut und in Betrieb genommen wird, arrangiert sich jedes Familienmitglied auf seine Weise. Die erwachsene Judith verschwindet, die Mutter findet keinen Schlaf, der Vater will gehen. Die Lebensmittel, welche selber angebaut werden, sind mit Blei belastet. Der Weg in die Stadt wird von der Autobahn versperrt. Um dem Lärm zu entkommen, mauert sich die Familie schliesslich ein, ohne frische Luft und Licht.
Der Film wurde in Bulgarien gedreht, an einer ehemaligen Langstrasse. Die Autofahrer stammten aus einem nahegelegenen Dorf. Die Strasse wurde tatsächlich neu asphaltiert, was auch im FIlm zu sehen ist.
Der Dreh dauerte 10 Wochen und die Produktion kostete 5 Millionen Euro. Uraufgeführt wurde er 2008 am Cannes Film Festival.
Reisender Krieger (Christian Schocher, 1981)
Der Schweizer Kultfilm Reisender Krieger ist ein Road Movie, eine Schweizer Odyssee vom Unterland nach Pontresina, über eine Woche im Leben eines Vertreters. Eine Reise durch die Deutschschweiz, mit dokumentarischen Aufnahmen, über die Orte und Landschaften.
Der Film hatte keine vorgeschriebenen Dialoge, künstliche Ausleuchtung, dafür aber zufällige Szenen.
1981 wurde der Film zuerst im ZDF ausgestrahlt, 1982 dann, im Kino. Obwohl sein Film Das Blut an den Lippen der Liebenden (1978) an den Solothurner Filmtagen ausgepfiffen wurde, erhielt Schocher vom ZDF 100 000 D-Mark und eine Carte Blanche für dieses Werk.
La Salamandre (Alain Tanner, 1971)
Rosemonde wird verdächtigt, einen Mordversuch auf ihren Onkel ausgeübt zu haben. Dieser Fall soll fürs Schweizer Fernsehen von einem Journalisten untersucht werden, der einen befreundeten Author hinzu zieht. Der eine führt eine Investigation durch, der andere lässt seiner Fantasie freien Lauf. Beide scheitern an der Dritten Protagonistin, Rosemonde, La Salamandre.
Vaters Garten (Peter Liechti, 2013)
Ein Jahr lang hat Peter Liechti seine Eltern mit der Kamera begleitet. Die Werte der Elterngeneration, die es bald nicht mehr gibt. Liechti hat ihr Kleinbürgerliches, religiös geprägtes Leben verfolgt und auch die schwierigen Fragen gestellt.
Eine Dokumentation, irgendwie, aber es ging nicht darum die Realität abzubilden, sondern um die Wahrheitsfindung. So verwebt er die Aufnahmen mit der Inszenierung in einem Kasperletheater, welches seine Kindheit repräsentiert.
Liechti versöhnt sich nicht mit seinen Eltern, aber er liefert sie auch nicht aus. Ein Jahr nach der Erscheinung, 2014, verstarb der Regisseur.