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Statt einfach die Sitze nach der gerundeten Stimmenzahl zuzuweisen, gibt es komplexe Verfahren mit Listenverbindungen und Unterlistenverbindungen. Kleine Wahlkreise führen dazu, dass kleine Parteien keine Chance haben. Wer also das Pech hat, in einem kleinen Kanton zu wohnen, verliert seine Stimme, wenn er sie z.B. den Piraten, der AL gibt. Bei manchen Wahlen gibt es 5%-Hürden, die den Wählerwillen zusätzlich verfälschen.
Diese Verfahren sind nicht dazu geeignet, die Transparenz zu fördern. Ich wage sogar zu behaupten, dass die Mehrheit der Stimmbürger die verschiedenen Wahlverfahren nicht verstanden hat. Hinzu kommt, dass Listenverbindungen die Stimmbürger zu anderem Verhalten nötigen. Beispielsweise hätte ich 2007 (als es noch keine Piraten gab) die glp gewählt, wenn diese nicht mit EVP und EDU eine Listenverbindung eingegangen wäre. Auch wird sich das Problem stellen, mit wem wir Piraten eine Listenverbindung eingehen sollen. Mit der glp gern, aber nur wenn EVP/CVP/EDU nicht dabei sind. Würden wir mit der SVP zusammenspannen, würden wir in die rechte, mit der SP in die linke Ecke abgeschoben. Eine geeignete Listenverbindung zu finden, wird für uns noch ein grosses Problem werden. Aber ohne Listenverbindung haben wir wegen dem Wahlverfahren ohnehin keine Chance.
Richtig wäre es, den Wähleranteil über die ganze Schweiz zu berechnen, dann die Sitze gerundet an die Parteien zu verteilen und darauf schliesslich noch die Kandidaten zu bestimmen. So hätten alle Parteien die gleichen Chancen und der Wählerwille würde bestmöglich abgebildet.