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Kubatur
Kubatur
2500 mᶟ
Baubeginn
Mai 2009
Fertigstellung
Dez 2010
ArchitektIn / Achitektenteam
Mierta & Kurt Lazzarinis Architekten
Bauingenieur
Donat Deplazes, Chur
Das Wohnhaus reagiert auf die heterogene Struktur des Quartiers mit einem gesamtheitlich klaren und ruhigen Gebäudevolumen. Die Aussenwände sind untereinander abgewinkelt, sie bilden im Norden einen Eingangsbereich aus, im Süden spannen sie zwei Aussenbereiche für die unteren Wohnungen auf. Über diesen unregelmässigen Grundriss ist die Richtung des Giebels so gewählt, dass er zur Strasse hin sofort sichtbar ist, aber im Verlauf des Daches ändert er seine Richtung, sodass zwei Knicke entstehen. Durch diese Brechung erscheint der Baukörper trotz seiner Grösse vielseitig und differenziert. Der aus dem Grundriss und dem Firstverlauf resultierende Verlauf der Dachkante bricht den Baukörper und generiert eine lebendig verlaufende Dachkante.
Durch die topografische Lage werden Assoziationen zum Flimser Stein hergestellt: Einerseits erscheint durch die Form des Baukörpers die Bergsilhouette andererseits wird über das Material ein monolithischer Charakter herbeigeführt. Denn die Fassade ist in Kalksteinbeton materialisiert, woraus eine beigebraune Farbgebung resultiert. Die Oberfläche ist nachträglich mit einem Stockhammer bearbeitet, so dass die Zuschlagsstoffe sichtbar werden. Dadurch treten differenzierte Materialeigenschaften des Kalksteins wie Farbgebung und Oberflächenstruktur hervor. Der Beton erhält seinen steinigen Charakter zurück.
In diesem Mehrfamilienhaus befinden sich drei unterschiedlich grosse Wohnungen, die sowohl getrennt voneinander als auch miteinander genutzt werden können. Die Erschliessung erfolgt über die Nordweite und einem innen liegenden Treppenhaus. Jedes Zimmer dieser Wohnungen vermittelt durch seine Geometrie, Grösse und Ausrichtung einen anderen Raumeindruck: Von kleinen in sich gekehrten Schlafräumen bis hin zu einem zweigeschossigen Raum, in dem die asymmetrisch verlaufende Firstlinie sichtbar wird, reichen die Raumeindrücke.