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Philip McMichael und Mindi Schneider*
aus Debatte Nr. 23 – Winter 2012
Die Welternährungslage mit fast einer Milliarde hungernder Menschen ist das vielleicht beste Beispiel, um die Folgen der sozialen Ungleichheit im Kapitalismus aufzuzeigen. Die von WTO & Co. propagierte Markt- und Exportorientierung der Landwirtschaft ist nicht die Lösung, sondern eine der Hauptursachen von Abhängigkeit und Hunger. Der Artikel spiegelt keine reine Expertenmeinung sondern im Wesentlichen die Politik der globalen Bauernorganisation Via Campesina. (Red.)
Die Ernährungskrise von 2008 wurde verschiedentlich mit der Erhöhung der Nahrungsmittelpreise und der damit verbundenen Erhöhung der Hungerrate weltweit, vor allem im globalen Süden, in Verbindung gebracht. Sie hat dazu geführt, dass dem Phänomen Hunger (und seiner möglichen Ausbreitung) wieder mehr Beachtung geschenkt wird. 15 Prozent der Menschheit und somit über eine Milliarde Menschen, wobei Frauen überdurchschnittlich betroffen sind, sind mangel- oder unterernährt. Die Mehrheit der Hungernden leben in Indien, China, der Demokratischen Republik Kongo, Bangladesch, Indonesien, Pakistan und Äthiopien. In Zentralamerika – auf Grund seiner Abhängigkeit von Nahrungs- und Ölimporten besonders verletzlich – warnt eine Studie des Welternährungsprogramms1 davor, dass alleine zwischen September 2007 und Juni 2008 mehr als eine Million Menschen unter die Armutsgrenze gerutscht sind.
Landwirtschaftspolitik am Scheideweg
Obgleich ein allgemeiner Konsens darüber besteht, dass vor allem die prekäre Lage der Kleinbauern angegangen werden sollte, gehen die Vorschläge über mögliche Lösungsstrategien weit auseinander. Es geht dabei um die Frage: Sollte Landwirtschaft als Mittel zur Förderung des Wirtschaftswachstums dienen, oder sollte Landwirtschaft als multifunktional verstanden werden; als fundamentales Mittel und Quelle der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit? Dieser Artikel beleuchtet und vergleicht die beiden Positionen bzw. Paradigmen, speziell im Kontext der Nahrungskrise.
Der Ansatz der Wertschöpfungskette
Der gegenwärtige Fokus auf die Verbesserung der Produktivität der Kleinbauern durch neue Technologien sowie deren Integration in den «freien Markt» bzw. in globale «Wertschöpfungsketten» beruht auf dem Konzept der industriellen Landwirtschaft. Sie stellt eine wichtige Säule der Weltbank-Initiative «Landwirtschaft für Entwicklung» dar. Beispiel: Im Kontext der Nahrungsmittelkrise haben sich die Anstrengungen darauf gerichtet, die Reiserträge in Afrika zu erhöhen. Das Problem wird somit als Problem der mangelnden Effizienz verstanden, das durch Intensivbewirtschaftung behoben werden soll. Dies hat zum Projekt «New Rice for Africa» (Nerica)2 geführt, das von privaten Investoren unterstützt wird und sich vor allem auf das westafrikanische Hochland konzentriert. Nerica-Sorten, die im Labor mittels Hybriden3 der CGIAR-Datenbank4 entwickelt wurden, werden mittels «participatory variety selection» («partizipativer Sortenauswahl») oder über Vertragsmechanismen unter lokalen Bauern vertrieben, oder aber von grossen industriellen Betrieben angebaut.
Das Nerica-Projekt ist symptomatisch für einen Prozess, in dem versucht wird, die afrikanischen Kleinproduzenten, die einen wichtigen Teil der Landwirtschaftskultur dieser Welt ausmachen, in ein neues Entwicklungsprojekt einzubinden. Angesichts der Tatsache, dass in Afrika verhältnismässig noch viel potentielles Ackerland ungenutzt ist, verwundert es nicht, dass 80% der weltweit geplanten Landexpansion in afrikanischen Ländern südlich der Sahara und in Lateinamerika vorgesehen ist. Während zurzeit noch 90% des Saatguts in Afrika lokalen Ursprungs ist, erinnert das Nerica-Projekt an die massiven Privatisierungen, die geplant sind. Und da das aktuelle Entwicklungsparadigma Produktivität durch das Verhältnis von Ertrag pro Pflanze definiert, wird vor allem nach neuen Saatguttechnologien geforscht.
Hybride und gentechnisch verändertes Saatgut führen zwar zu einer individualisierten Ernte, vermindern aber die Erntevielfalt. Denn die Chemikalien, die herbizidresistenten Pflanzen verabreicht werden (ein Hauptprinzip der Biotechindustrie), verunmöglichen oder erschweren gemischte Anbausysteme. Letztere aber haben den Vorteil, dass sie die Bodenbelastung durch Dünger vermindern, das lokale Wissen über Anbautechnologien erhalten und einen höheren Output an Ernährungsvielfalt pro Anbaufläche erzeugen. Sie sind also effizienter als die von ständigen Investitionen abhängigen Monokulturen.
Im Mai 2008 behauptete die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung): «Der Fluch der Preiserhöhungen für Nahrungsmittel kann zum Segen werden, wenn die afrikanische Landwirtschaft endlich zum Geschäft [Business] wird.»5 Der Generaldirektor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO forderte, die Regierungen sollten nun zusammen mit den internationalen Partnern die nötigen öffentlichen Investitionen tätigen und ein günstiges Klima für private Investoren schaffen. Der Ansatz der Wertschöpfungskette forciert insbesondere die Exportorientierung und die Produktion für zahlungskräftige Schichten im Inland.
Das Beispiel Kenia
Kenia ist ein typisches Beispiel für eine export- und marktorientierte Landwirtschaft. Statistische Auswertungen zeigen die sinkende Produktion einheimischer Produkte (Sorghum6 und Hirse), demgegenüber den rasanten Anstieg vor allem der Teeexporte, aber auch grüner Bohnen und frischen Gemüses. Die Ausfuhr von Gemüse etc. nach Europa, vor allem nach Grossbritannien, hat in wenigen Jahren gar um 90 Prozent zugenommen. Die Exporterträge wiederum werden dafür verwendet, die Getreideimporte (Weizen und Reis) zu finanzieren. Diese Umgestaltung der Ernährungssicherheit mittels internationaler Arbeitsteilung (vor allem werden Ernteerträge gegen Saatgut getauscht) hat die Verletzlichkeit der Exportländer gegenüber Preisschwankungen, vor allem während Nahrungskrisen, deutlich erhöht.
Die Profite der kenianischen Exportlandwirtschaft basieren zu einem grossen Teil auf weiblichen und zugewanderten Arbeitskräften, die in einen globalen Markt eingebettet sind, auf dem internationale Grosshändler globale Güterketten organisieren. Die Umwälzung der kenianischen Landwirtschaft hat dazu geführt, dass mittlerweile 80 Prozent der Erträge im Rahmen zentralisierter Anstellungsverhältnisse auf Farmen und in Abpackfabriken erwirtschaftet werden, während Mitte der 1990er Jahre Verträge mit Kleinbauern noch dominierten. In diesem Zusammenhang ist die Arbeit der Migrantinnen sehr gefragt, weil sie es meistens sind, die für kurzzeitige Anstellungsverhältnisse migrieren, um ihre Familie und ihren Haushalt zu unterstützen.
Das Beispiel Kenia zeigt, wie die bäuerliche Landwirtschaftsproduktion vom Ansatz der Landwirtschaft als Teil der Wertschöpfungskette verdrängt wird – im Speziellen durch die Etablierung ungleicher bzw. käuferorientierter Handelsketten. So verbuchen nun die Handelsunternehmen Grossbritanniens fast 50 Prozent der Wertschöpfung der Exporte.
Zusammengefasst kann festgestellt werden, dass der Ansatz der Wertschöpfungskette die Integration von Kleinbetrieben in Netzwerke fördert, die von Grosshändlern dominiert werden. Diese wälzen die globalen Preisschwankungen nun verstärkt auf diese Netzwerke und damit die Nahrungsmittelproduzent_innen ab. Langfristig sinken die Preise durch den Wettbewerbsdruck. Die Nahrungsmittel selber werden dabei zu einer blossen (Handels-)Ware auf dem globalen Markt. Unter diesen Umständen können agroexportierende Länder zwar ihre Auslanderträge dazu nutzen, Grundnahrungsmittel einzukaufen. Längerfristig werden sie aber verwundbar und anfällig gegenüber Preisschwankungen, die Verfügbarkeit der eigenen Nahrungsmittelreserven sinkt. Der Zugriff der kaufkraftstarken urbanen Bevölkerung auf Nahrung nimmt im Gegensatz zu.
Der Multifunktionalitätsansatz
Ein alternativer Ansatz, der in Richtung Ernährungssouveränität geht, wird in einer von der Weltbank und den Vereinten Nationen finanzierten Studie des Weltagrarrates IAASTD (International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and Technology for Development)7 skizziert. Diese Studie spricht sich für eine multifunktionale Rolle der Landwirtschaft aus, um Armut sowie soziale und Geschlechterungleichheit zu vermindern, die ländliche Landwirtschaft zu stabilisieren sowie die Umweltzerstörung und den Klimawandel einzudämmen.
«Business as usual» ist keine Option: In Anbetracht der Gleichzeitigkeit von Klima-, Energie-, Wasser- und Ernährungskrise, kommt der Weltagrarrat zur Einschätzung, dass industrielle Landwirtschaft und Gentechnik keine Lösung sind, um die sozialen und ökologischen Probleme anzugehen. Den der «freie Markt» sei unfähig, die ökologischen und sozialen Schäden mit einzubeziehen.
Auch die Fokussierung auf Produktivität, die mit einem marktorientierten Ansatz einhergeht, wird in Frage gestellt. Stattdessen wird eine integrative Sicht auf Nahrung, Ressourcen und Ernährungssicherheit vertreten, die auch den vielfältigen Beitrag einer multifunktionalen Landwirtschaft für die soziale Reproduktion berücksichtigt.
Anknüpfend an wichtige Studien, die eine insgesamt höhere Produktivität von kleinräumiger Landwirtschaft nachweisen, hält Weltagrarrat-Mitarbeiter Jan van Aken fest, dass «auf einem halben Hektar in Thailand 70 Arten von Gemüse, Früchten und Kräutern angebaut werden können, die eine viel bessere Ernährung für eine grössere Anzahl Menschen bieten als ein gleich grosses Feld mit ertragreichem Reis». Um die Zukunft der kleinräumigen Landwirtschaft zu sichern, sollen neue institutionelle Arrangements getroffen werden, die den verschiedenen Funktionen der Landwirtschaft Rechnung tragen. Wichtig dabei sind nichthierarchische Entwicklungsmodelle, die auf dem Vertrauen in die Kenntnisse der Bäuerinnen und Bauern und auf der natürlichen Biodiversität aufbauen. Auch der Austausch von Saatgut (unter der bäuerlichen Bevölkerung) sowie die gemeinschaftliche Verwaltung von Ressourcen sollen angestrebt werden.
Der Weltagrarrat schlägt weiter vor, die Landwirtschaftssubventionen für den Norden zu streichen bzw. durch Subventionen für einen sparsamen Umgang mit Ressourcen zu ersetzen. Im Widerspruch zu den Liberalisierungen der Welthandelsorganisation, plädiert die Studie für das Recht einzelner Länder, ihre (Handels)Politik an die Bedürfnisse armer und bäuerlicher Bevölkerungsgruppen anzupassen.
Mit anderen Worten betont der Bericht das Hauptproblem des Paradigmas des freien Handels: Der Versuch, in einem globalen System, in dem zwar formal alle Länder «gleich» sind, einige aber «gleicher» sind als andere, Handelsbeziehungen zu standardisieren. In Wirklichkeit hat jedes Land seine eigenen und speziellen sozialen Verhältnisse und Bedürfnisse.
Ebenfalls wird betont, dass der internationale Handel von landwirtschaftlichen Gütern die Konsument_innen in verschiedenen Ländern in Konkurrenz um Boden und Wasserressourcen setzt. Ein Beispiel: Die globale Durchschnittsgrösse der Landwirtschaftsfläche beträgt 0,25 Hektar pro Person, doch der Nahrungsmittelkonsum in vielen, vor allem entwickelten Ländern, beansprucht weitaus mehr als diese Fläche.
Um die Multifunktionalität zu gewährleisten, schlägt das Weltagrarrat eine ganzheitliche Vision der Agrar-Ökologie vor, in welcher die Regeneration natürlicher Kohlenstoffkreisläufe sowie die Ziele der Ernährungssicherheit wichtiger sind als die Fokussierung auf einen möglichst hohen Ernteertrag der konventionellen landwirtschaftlichen Entwicklung.
Mit seiner Studie unterstützt der Weltagrarrat die Kritik der Bewegung für Ernährungssicherheit und befürwortet die Stärkung lokaler und regionaler Landwirtschaftssysteme, eine Demokratisierung der Ernährungspolitik, die Priorisierung der Bedürfnisse der bäuerlichen Familien, den Zugang zu Saatgut, Boden, Wasser, Krediten, Informationen und Marktinfrastrukturen sowie einen fairen Handel.
Zusätzlich zur Frage der politischen und kulturellen Rechte der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern besteht eine Vielfalt an Studien, die die Behauptung stützen, dass kleine Bauernbetriebe auch ökonomisch produktiver sind als grosse Monokulturproduktionen. Miguel Altieri fasst den Vorteil der kleinräumigen und diversifizierten Landwirtschaft wie folgt zusammen: In von Kleinbauern angebauten Polykulturen ist der Ernteertrag pro Einheit grösser als bei der Ernte von Monokulturen, dies bei einem gleichen Bewirtschaftungsaufwand (level of management). Die Ertragsvorteile liegen zwischen 20 und 60%, da Polykulturen den Verlust durch Unkraut, Insekten und Krankheiten verringern und Wasser-, Licht- und Nährstoffressourcen effizienter eingesetzt werden können. Insgesamt bringt der diversifizierte Anbau also mehr Ertrag, selbst wenn er in Dollar gemessen wird. Zahlen aus den USA belegen diesen Befund: Die Produktion kleiner Farmen mit zwei Hektaren Land beläuft sich auf durchschnittlich 15’104 US-Dollar pro Hektar und wirft eine Gewinn von 2’902 US-Dollar pro Acre ab. Die grössten Betriebe (durchschnittlich 15’581 Hektare gross) erwirtschafteten 249 US-Dollar pro Hektar und einen Gewinn von 52 US-Dollars pro Hektar.8
Nicht nur die Erträge sind bei kleinen Farmen weitaus höher, auch die negativen Auswirkungen auf die Umwelt sind geringer. Altieri unterstreicht, dass Kleinfarmen «das Klima abkühlen», indem sie den Boden mit natürlichem Dünger behandeln, wodurch Kohlenstoffe besser absorbiert und gebunden werden als bei der industriellen Landwirtschaft. So würde die Umstellung von 10’000 kleinen und mittleren konventionellen Betrieben auf biologische Produktion so viel Kohlenstoffe im Boden binden wie 1,174 Millionen Autos produzieren.
Zurzeit sind es die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern (mit zwei Hektar oder weniger), die die Mehrheit der Grundnahrungsmittel für die urbane und ländliche Weltbevölkerung herstellen. In Lateinamerika produzieren 17 Millionen Kleinfarmen 51% des Mais, 77% der Bohnen und 61% der Kartoffeln für den eigenen Gebrauch. 33 Millionen Kleinfarmen in Afrika – meist von Frauen geführt – machen 80% aller Betriebe aus und produzieren einen erheblichen Anteil an Grundnahrungsmitteln, mit wenig oder ganz ohne Düngereinsatz. In Asien wird die Mehrheit des dort konsumierten Reises von über 200 Millionen Kleinfarmen produziert.9
Michel Pimbert kommt zum Schluss, dass «Ernährungssouveränität nicht gegen Handel und Wissenschaft» gerichtet ist, aber dass sie «einen grundsätzlichen Wechsel vom Status quo hin zur Unterstützung einheimischer Märkte und kleinräumiger Produktion [bedingt], die auf resistenten, biologisch und kulturell vielfältigen Anbautechnologien basiert».10
Fazit
Die Nahrungsmittelkrise [von 2008] hat den vermeintlichen Prozess der Reduzierung des Hungers klar unterbrochen. Wir gehen aber davon aus, dass es sich hierbei nicht um eine «Unterbrechung» sondern um ein tiefer liegendes strukturelles Problem handelt und dass Krisen in diesem Rahmen eher epidemisch als episodisch auftreten. In diesem Sinne sollte nicht von einer Preiskrise, sondern von einer Krise der industriellen Landwirtschaft gesprochen werden, die das globale Ernährungssystem kurzfristigen Investitionsschwankungen und langfristigen Umwelt- und Energieproblemen aussetzt. Auf der Strecke bleibt dabei die kleinräumige Landwirtschaft, die eigentlich einen wichtigen Teil der Antwort auf den Hunger und die Umweltkrise sein könnte. Das internationale Planungskomitee für Ernährungssouveränität11 hat festgestellt, dass Kleinbauern «die Welt ernähren und den Planeten abkühlen». Dieser Befund eröffnet einen Blick auf die Defizite der konventionellen Landwirtschaft, wie dies auch vom Weltagrarrat festgestellt wurde.
Anzustreben ist ein Wechsel der Subventionen von den überproduzierenden Agrarexporten hin zu einer Stabilisierung kleinbäuerlicher Strukturen. So können die urbanen Zentren entlastet, die Landverwüstung durch chemische Dünger und die Ausbreitung der Agrarindustrie vermindert sowie die lokalen und nationalen Nahrungsmärkte wiederbelebt werden. Denn es sind diese Märkte, von denen ein grosser Teil der (insbesondere armen) Weltbevölkerung abhängt. Und angesichts der Abhängigkeit der industriellen Landwirtschaft von fossilen Brennstoffen, in Kombination mit Nahrungsinflation und Handelsstörungen, die die globale Versorgung weiter verschlimmern werden, wird die Bedeutung dieser lokalen und nationalen Märkte in Zukunft weiter zunehmen.
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* Philip McMichael (Professor für Entwicklungssoziologie an der Cornell Universität, USA) und Mindi Schneider (Doktorandin in Entwicklungssoziologie an derselben Universität): Food Security Politics and the Millennium Development Goals (Third World Quarterly, Vol. 32, No. 1, 2011, pp 119–139). Übersetzung und Kürzung des englischen Originals: David S. Zwischentitel und ein Teil der Fussnoten sind von der Debatte-Redaktion gesetzt.
1 Raul Gutierrez: «Poor eating less while food prices soar», Inter Press Service, 21. Mai 2008: http://ipsnews.net/print.asp?idnews.35921
2 GRAIN: «Nerica: another trap for small farmers in Africa», Briefing, January 2009: www.grain.org/article/entries/111-nerica-another-trap-for-small-farmers-in-africa
3 Eine Hybride ist eine Kreuzung zwischen unterschiedlichen Arten. In der Pflanzenzucht wird damit ein höherer Ertrag angestrebt. Jedoch kann aus Hybriden erzeugtes Saatgut dann zu Ertragsreduktionen von etwa 30% führen. Somit muss jährlich Saatgut zugekauft werden (Quelle: Wikipedia).
4 CGIAR, früher Consultative Group on International Agricultural Research genannt, ist eine Forschungsorganisation, die unter anderen von der FAO und der Weltbank finanziert wird.
5 OECD Developpment Centre: Policy Insights Nr. 66, May 2008: www.oecd.org/dev/europemiddleeastandafrica/40986119.pdf
6 Wichtiges Brotgetreide in Afrika und Südeuropa.
7 International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and Technology for Development (IAASTD), Executive Summary of the Synthesis Report, 2008: www.agassessment.org/docs/SR_Exec_Sum_280508_English.pdf
8 Miguel A. Altieri: «Small farms as a planetary ecological asset: Five key reasons why we should support the revitalization of small farms in the Global South»: www.foodfirst.org/en/node/2115.
9 Siehe Altieri, a.o.O.
10 Via Campesina, Sovranita Alimentare – Final Declaration: For a New Agrarian Reform Based on Food Sovereignty, 9 March 2006: http://movimientos.org/cloc/fororeformagraria
11 Ein Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationfür Ernährungssouveränität.