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Die European Hearing Instrument Manufacturers Association (EHIMA) hat eine neue Partnerschaft mit der Bluetooth Special Interest Group (SIG) bekannt gegeben. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung eines neuen Bluetooth Standards für Hörgeräte. Neben der Verbesserung bestehender Funktionen soll dieser auch die Möglichkeit bieten, beispielsweise den Stereo-Klang von mobilen Endgeräten mit der Bluetooth Funktechnologie direkt in die Hörgeräte zu übertragen. Die EHIMA repräsentiert die sechs grössten europäischen Hörgeräte-Hersteller, die rund 90 Prozent der in Europa verkauften Hörgeräte produzieren.
Durch die Bluetooth Technologie werden die Nutzungsmöglichkeiten von Hörgeräten erheblich erweitert. Im ersten Schritt sollen bestehende Bluetooth Profile ergänzt und ein neues speziell für Hörgeräte entwickelt werden, über die Mono-Sprache oder Stereo-Klang in Musik-Qualität direkt in die Hörgeräte übertragen werden. Verschiedenste Anwendungen sollen unterstützt werden, zum Beispiel das Telefonieren mit Mobiltelefonen, das Stereo-Musik hören von Multi-Media-Geräten (Radio, Fernsehen, MP3-Player usw.) sowie der Empfang von Audio-Signalen in öffentlichen Einrichtungen. Das neue Hörgeräte-Profil wird dabei an die speziellen Anforderungen der Energie-Versorgung von Hörgeräten angepasst, die mit besonders kleinen Batterien arbeiten.
«Es ist wichtig, dass Hörgeräte sich mit möglichst vielen erhältlichen Smartphones und anderen Multimedia-Geräten verbinden und mit diesen zusammenarbeiten können,» sagt EHIMA Generalsekretär Soren Hougaard. «Um dies zu erreichen, müssen wir einen Standard definieren, den jeder Hersteller in seinen Geräten umsetzen kann.»
Der neue Bluetooth Standard wird voraussichtlich ab 2016 verfügbar sein und dann so bald wie möglich von den Herstellern von Unterhaltungselektronik genutzt werden.