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Vermögen im Jahr 2023
Rang
5
Branche
Luxus/Genuss
Kanton
Genf
Die Genfer Mediterranean Shipping Company (MSC), die sich im Besitz der Familie Aponte befindet, hat noch nie Finanzzahlen veröffentlicht. Ein Hinweis auf hohe Umsätze und noch höhere Erträge liefert die Familienholding, die 2022 ihr Kapital um 8,7 Milliarden Dollar erhöhte. Dass das Geschäft bei MSC boomt, zeigt sich auch beim Konkurrenten A.P. Møller-Mærsk; die Dänen wiesen für 2022 einen Umsatz von 82 Milliarden und einen Gewinn von 29 Milliarden Dollar aus. Während der Pandemie fehlte es im Seetransport an Kapazitäten und Containern, die Frachtraten explodierten.
Doch die goldenen Zeiten sind vorbei. Nach zwei Geschäftsjahren mit exorbitanten Resultaten hat der Containermarkt gedreht, die Gewinne brechen ein. Für 2024 prognostizieren die Analysten der Brache sogar ein ertragsloses Jahr; die sich deutlich abkühlende Weltwirtschaft sorgt für hohe Überkapazitäten. MSC ist eine familiäre Angelegenheit: Gianluigi Aponte (83) und Gattin Rafaela (78) halten je die Hälfte der Aktien an der weltgrössten Reederei, die Kinder Diego (48) und Alexa (51) sowie Schwiegersohn Pierfrancesco Vago (62) sind fürs Operative zuständig. MSC verfügt über 760 Schiffe und beschäftigt 180'000 Mitarbeitende.
Obwohl die Schulden mit 26 Milliarden Euro erklecklich sind, werden laufend Übernahmen getätigt. Neben dem Kauf von 50 Prozent am Eisenbahnbetreiber Italo wurde für 5,6 Milliarden Franken Bolloré Africa Logistics akquiriert. Diese betreibt Häfen und Terminals sowie Eisenbahnlinien in den meisten afrikanischen Ländern und in Indien. Zusammen mit Johann Rupert sind die Apontes Miteigentümer von Mediclinic International, die 74 Kliniken betreibt.
(Stand: November 2023)