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Die Mitarbeitenden des Kantons Freiburg haben Anspruch auf bezahlten Urlaub, während maximal 10 Tagen pro Kalenderjahr, um an Weiterbildungen oder anerkannten Aktivitäten des Sportförderungsprogramms «Jugend + Sport» (J+S) teilzunehmen (Teilnahme als Leiter/in, Coach, Ausbildner/in, Experte/in oder Kandidat/in für diese Funktionen sowie an Kursen oder J+S-Aktivitäten).
Die maximale Anzahl von 10 Urlaubstagen berechnet sich anteilsmässig zum Beschäftigungsgrad, der im Anstellungsvertrag vorgesehen ist.
Kein bezahlter Urlaub wird der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter in folgenden Fällen gewährt:
- wenn der gute Schulbetrieb durch deren/dessen Abwesenheit in Frage gestellt ist;
- wenn aufgrund einer formellen Personalbeurteilung festgestellt wurde, dass sie oder er die Anforderungen ihrer bzw. seiner Funktion nicht erfüllt;
- falls sie oder er im laufenden Schuljahr, abgesehen von den Ferien, bereits mehr als ein Monat bezahlt oder unbezahlt abwesend war oder dies noch vorgesehen ist;
- falls ein gleichwertiger Kurs oder eine gleichwertige Aktivität ausserhalb der Arbeitszeit oder während den Ferien angeboten wird.
Festlegung der Anzahl der bezahlten Urlaubstage
Die Anzahl der bezahlten Urlaubstage wird auf Grundlage des Anhangs I betreffend die Dauer von J+S-Kursen und –Aktivitäten festgelegt. Überschreitet der Kurs oder die Aktivität gemäss Anhang I die maximale Anzahl von 10 Urlaubstagen, müssen die zusätzlichen Abwesenheitstage als Ferien oder unbezahlter Urlaub bezogen werden.
Berücksichtigung in der Arbeitszeit
Für das administrative Personal, deren Arbeitszeit dem Verwaltungspersonal entspricht (42-Std-Wochen), wird zur Berechnung des bezahlten Urlaubs die Dauer des J+S-Kurses oder der J+S-Aktivität, Fahrzeiten eingeschlossen, berücksichtigt, jedoch höchstens bis zur maximalen Stundenzahl der betroffenen Arbeitstage (8,4 Std./Tag). Beträgt die Abwesenheit nur einige Stunden, wird nur diejenige Dauer berücksichtigt, welche in die Blockzeiten (8.30-11.00 und 14-16.30 Uhr) oder in die Pflichtpräsenz fällt. In allen Fällen kann die Dauer der Teilnahme an einer J+S-Ausbildung oder –Aktivität, kumuliert mit der Anwesenheit am Arbeitsplatz, die maximale tägliche Arbeitszeit von 8,4 Stunden nicht überschreiten. Darüberhinausgehenden Stunden werden nicht gezählt, ausser der/die Vorgesetzte bewillige dies.
Für das Lehrpersonal, deren Arbeitszeit sich nach Unterrichtseinheiten bestimmt, wird die Anzahl Unterrichtseinheiten berücksichtigt, welche infolge der Absenz für eine J+S-Ausbildung oder Aktivität nicht erteilt werden konnte.
Keine Berücksichtigung als Urlaub finden J+S-Kurse oder –Aktivitäten, die während den Ferien oder für das Lehrpersonal, das in Unterrichtslektionen entlöhnt wird, während den Schulferien stattfinden. Gleiches gilt für solche Veranstaltungen, die an Samstagen, Sonntagen oder arbeitsfreien Tagen stattfinden, ausser die ordentliche Arbeitszeit der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters erstrecke sich auch auf diese Tage.
Erwerbsersatzentschädigungen (EO)
Allfällige Erwerbsersatzentschädigungen (siehe Anhang I) stehen, in Anwendung der Randziffer 3018 der Wegleitung zur Erwerbsersatzordnung für Dienstleistende und Mutterschaft (WEO) des Bundesamtes für Sozialversicherung (gültig ab 1. Juli 2005), der Arbeitgeberin zu.
Die Mitarbeitenden schicken ihre EO-Meldekarte, unmittelbar nach Wiederaufnahme der Arbeit, über den Dienstweg an die zuständige Dienststelle für die Gehaltsadministration (POA-C).
Hingegen behält die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter, welche/r als Verwaltungspersonal angestellt (42-Std-Wochen), den Anspruch auf die Erwerbsersatzentschädigung, wenn die J+S-Ausbildung oder –Aktivität an einem Samstag, Sonntag oder arbeitsfreien Tag stattgefunden hat. Gleiches gilt für J+S-Kurse oder -Aktivitäten, die während ihren oder seinen Ferien stattfinden.
Das Lehrpersonal, das in Unterrichtseinheiten entlöhnt wird, behält den Anspruch auf die Erwerbsersatzentschädigungen, wenn die J+S-Ausbildung oder –Aktivität an einem Samstag, Sonntag oder arbeitsfreien Tag stattfindet. Fallen diese hingegen in die Schulferien, stehen die EO-Entschädigungen der Arbeitgeberin zu.
Entschädigungen
Mitarbeitende, die eine Entschädigung für die Teilnahme an einer J+S-Ausbildung oder –Aktivität erhalten haben und die dafür in den Genuss eines bezahlten Urlaubs gekommen sind, sind zur Rückerstattung des Differenzbetrags verpflichtet, welcher 100 Franken pro Tag überschreitet. Die Rückerstattung wird mit der Gehaltszahlung an die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter verrechnet.
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Die Lehrpersonen haben die Möglichkeit, eine Rückerstattung von Kursgeldern und/oder einen Urlaub für Weiterbildungen ausserhalb der PH FR zu beantragen, sofern die dafür festgelegten Voraussetzungen erfüllt sind.
Für alle Urlaubs- und/oder Kostenbeteiligungsgesuche betreffend eine externe Weiterbildung für die Stufen 1 bis 11H muss das Gesuch ausgefüllt und, mindestens zwei Monate im Voraus, der oder dem Vorgesetzten unterbreitet werden. Auf verspätete oder nachträgliche Gesuche wird nicht eingetreten.
Die zugesprochenen Maximalbeträge sowie die Voraussetzungen für die Rückerstattung sind unter anderem folgende:
- Der/Die Antragssteller/in ist bei der EKSD als Lehr- oder Kaderperson unbefristetet angestellt.
- Das Weiterbildungsvorhaben wird von der vorgesetzten Stelle unterstützt.
- Die PH FR bietet oder plant kein vergleichbares Angebot.
- Im vorangehenden Kalenderjahr wurde weniger als der Maximalbetrag rückerstattet.
- Der Antrag wurde spätestens 2 Monate vor Kursbeginn eingereicht.
Die beabsichtigte Weiterbildung dient entweder:
- a) dem Erwerb oder der Erweiterung fachdidaktischer Kompetenzen
- b) oder dem Erwerb, bzw. der Erweiterung des für den erteilten regulären Unterricht erforderlichen Fachwissens
- c) oder der Weiterentwicklung allgemeiner Schlüsselkompetenzen zur Förderung wirksamen Unterrichtes.
Bei Sprachkursen muss das Niveau zwischen B1 und C1 liegen.
In Zweifelsfällen bitten wir Sie ihre Schuldirektion zu kontaktieren.
Jugend und Sport (J+S) / Externe Weiterbildungen
Alle nachfolgenden Informationen betreffen das Lehrpersonal der EKSD