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Spannend ist, dass sich das Prinzip der Chakren in verschiedenen Kulturen entwickelt hat, unabhängig voneinander. Einen Ursprung der Chakren können wir auf die indischen Veden (aus der Praktizierung von Yoga und Tantra) zurückführen, ein anderer kommt aus Südamerika von den Inkas, dann gibt es das tibetische Chakra-System welches aus der schamanischen Bön-Religion Tibets stammt, in Südafrika gibt es Chakra-Systeme von den Zulu, aus Nordamerika entstanden ähnliche Systeme von den Tsalgi (Cherokee) und Hopi Stämmen. Die Anzahl der Energiezentren ist je nach Ursprung unterschiedlich. Moderne Chakra-Systeme haben bis zu 16 Chakren im und ausserhalb des Körpers.
In diesem Text möchte ich gerne auf die sieben Hauptchakren eingehen, welche ihren Ursprung vor allem in der Yoga Praktik (hinduistische Veden) wiederfinden.
Chakras zu definieren ist kein Leichtes. Was von Mensch zu Mensch weitergeben wird ist das Folgende. Chakren sind feinstoffliche Energiewirbel die abwechselnd links- und rechtsherum rotieren. Die Chakren sind an der Körpervorderseite und der Körperrückseite entlang von Meridianen (Energiekanälen) platziert. Jedes Chakra verbindet den physischen Körper mit dem feinstofflichen Körper (Aura).
Sich mit Chakras auseinander zu setzten heißt also, sich mit Energieflüssen im physischen und feinstofflichen Körper auseinander zu setzen. Mit unserer westlichen Art Dinge verstehen zu wollen, sie zu klassifizieren, zu isolieren und zu bewerten kommen wir bei den Chakras nicht sehr weit. Es geht um die Anschauung und das Gewahr werden von Blockaden, es geht darum, Energien fließen zu lassen, Verbindungen wahrzunehmen und zu vereinheitlichen.
Nachfolgend werden die sieben Hauptchakren aufgelistet. Weiter unten findet sich eine detaillierte Anschauung des Wurzelchakras. Die sogenannte Kundalini (freisetzende) Energie ist aufsteigend. Wenn das Wurzelchakra (das unterste Chakra) blockiert ist, muss man sich noch gar nicht groß mit den anderen Chakren auseinander setzten.
7. Kronenchakra (Scheitelchakra) — Sahasrara (Sanksrit Name) — weiss
6. Stirnchakra (Drittes Auge) — Ajna (Sanksrit Name) — violett
5. Halschakra (Kehlkopfchakra) — Vissudha (Sanksrit Name) — hellblau
4. Herzchakra — Anahata (Sanksrit Name) — hellgrün
3. Solarplexuschakra — Manipura (Sanksrit Name) — gelb
2. Sakralchakra — Svadhistana (Sanksrit Name)— orange
1. Wurzelchakra (Basischakra) — Muladhara (Sanksrit Name) — rot
Wie arbeitet man mit den Chakren?
- Akupunktur und Akupressur sowie Shiatsu
- Chakra Atmungsübungen (im Yoga als Pranayama bekannt)
- Tantra Techniken
- Chakra Mediationen
- Chakra Yoga (hauptsächlich Kundalini Yoga und Hatha Yoga)
- die Arbeit mit Heil- und Edelsteinen
- Mantras singen (Jedes Chakra hat eine eigene Tonlage sowie einen eigenen Laut. Das Wurzelchakra beispielsweise «Lam», das Sakralchakra «Vam»…)
- Klangschalen die zum Chakra abgestimmt sind
- Aromatherapie, insbesondere Räuchern
Das Wurzelchakra (Muladhara)
Alles Leben beginnt in der Körpermitte, noch genauer gesagt im Intimbereich. Dies ist der Ort, wo das Wurzelchakra zuhause ist. Das Energiezentrum liegt am Damm zwischen den Genitalien und dem Anus.
Das Wurzelchakra steht für Materialität, Erdung und Vertrauen.
Jedes Chakra verkörpert eine Farbe. Dem Wurzelchakra steht die Farbe rot bei. Nicht nur eine Farbe wird den Chakren zugewiesen sondern auch ein Laut. Das Wiederholen des Wortes «Lam» kann zu einer Öffnung des Wurzelchakras führen.
Aber weshalb soll man das Wurzelchakra aktivieren und öffnen?
Wer im Wurzelchakra gestört ist, wird von Unsicherheiten geplagt. Aufgrund der fehlenden inneren Sicherheit, baut sich die Person eine möglichst stabile äußere Welt auf. Das heißt viel Struktur, wenig Flexibilität und Freiheit. Es bereitet Angst, keine Kontrolle zu haben — loszulassen. Ein gestörtes Wurzelchakra kann zudem zu einem suchartigen Verhalten führen oder in einem Fluchtverhalten enden. Dies kann sich in einem gestörten Konsumverhalten gegenüber Essen, Drogen, Alkohol, Sex, Spiritualität oder sogar bestimmten Bestrafungsverhalten bemerkbar machen.
Das Element des Wurzelchakras ist die Erde. Wer sich nicht «geerdet fühlt», kann mit der Aktivierung des Wurzelchakras mehr Vertrauen und Sicherheit gewinnen. Wer das Gefühl kennt, als ob man neben sich selber steht oder nur im Kopf lebt und mit dem Körper nicht wirklich in Kontakt ist, kann sich sicher sein, das das Wurzelchakra mehr Aufmerksamkeit wünscht.
Das Wurzelchakra hat das Leben und Überleben zum Thema und alle damit verbundenen Ur-Instinkte, unsere körperlichen sowie auch psychischen Bedürfnisse, das Bedürfnis nach Nahrung, Kälte oder Wärme, Geborgenheit, das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und nach einer Berufung. Es geht darum stabil im Leben zu stehen, die Füsse und Beine sowie auch das Skellet sind von wesentlicher Bedeutung.
Wer ein geöffnetes Wurzelchakra geniesst, steht «mit beiden Beinen im Leben», fühlt sich mit der Erde verbunden und all ihren Bewohnern, hat eine lebensbejahende Haltung zum Leben, ist frei von Ängsten und offen für Veränderung im Leben, ist im Körper und auf diesem Planeten «zuhause» und geniesst eine innere Stabilität und Sicherheit.
Hört sich wundervoll an?
Dann gibt es hier einige Techniken, die das Wurzelchakra öffnen können.
- «Loslassen» kann ein Schlüsselwort sein um dem Wurzelchakra gesünder zu begegnen
- Das Wiederholen des Lautes «Lam»
- Lernen den Körper zu spüren, ihm zu vertrauen (Massage, Yoga, therapeutische Körperarbeit)
- Aufarbeitung von frühkindlichen Traumas (die ersten 1.5 Jahre)
- Physischer Genuss wie Zärtlichkeit, Sex, gutes Essen, Kuscheln…
- Begegnung mit der Natur (Gartenarbeit, Arbeit mit Lehm, Spazieren…)
- Wurzelchakra Ernährung; Wurzelgemüse, rotes Gemüse und rote Früchte, Bohnen, Nüsse, Sonnenblumenkerne, Sesam, Pinienkerne und Kürbiskerne
Viel Freude, den Fluss des Lebens angstfrei zu erleben!