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Regelmässige körperliche Aktivität senkt die kardio-vaskuläre Mortalität und verzögert oder verhindert gar die Entwicklung der Atherosklerose (Ursache von Herz- und Hirnschlag). Frauen wie Männer, die regelmässig Sport oder Fitness treiben, haben einen tieferen Blutdruck, eine höhere Insulinempfindlichkeit des Fettgewebes, der Muskulatur und der innersten Anteile der Blutgefässe und benötigen sie weniger Insulin, was sich wiederum vorteilhaft auf die Fettzusammensetzung im Blut auswirkt und zu höherer HDL Konzentration führt. Zudem haben körperlich aktive Menschen ein günstigeres Profil der Entzündungsmarker im Blut. Tierexperimentell gibt es Hinweise, dass die Verkalkung resp. das Fortschreiten von degenerativen Erkrankungen (Abnutzung) an Herzklappen parallel zur Reduktion der Entzündungszeichen abnimmt. Der günstige Effekt von regelmässiger, körperlicher Aktivität ist dabei ‘dosisabhängig’. Aber exzessive körperliche Aktivität kann dann auch schädlich sein!
Körperliche Belastung aktiviert das sympathische Nervensystem. Zudem werden Adrenalin und Noradrenalin sowie weitere vasoaktive Substanzen ins Blut ausgeschüttet und beeinflussen so den Stoffwechsel und insbesondere Herz, Lunge und Kreislauf. Anpassungen werden durch regelmässige körperliche Aktivität stimuliert. Dabei führt eine Herzmuskelzunahme durch körperliches Training zu einer Verbesserung der Herzleistung während die Herzmuskelzunahme beispielsweise durch Aortenklappeneinengung oder hohen Blutdruck entstanden, mit einer Abnahme der Herzfunktion einhergehen. Zudem kann dieser eine elektrische Instabilität des Herzens (Rhythmusstörungen) provozieren. Körperliche Aktivität kann hingegen ruhende, gute Gene aktivieren und dadurch protektive Prozesse in den Muskelzellen fördern.
Es ist nie zu spät mit regelmässigem, körperlichem Training zu beginnen! Studien belegen, dass auch bei mittelalterlichen Probanden, die einen körperlich inaktiven Lifestyle führten, nach einem zweijährigen Trainingsprogramm, die Herzmuskelsteife reversibel war. Die cardio-vaskulär bedingte Mortalität konnte in Trainierten signifikant gesenkt werden! Die Empfehlung lautete: auf 3-5x/Woche verteilt mindestens 150 Minuten moderate Aktivität durchzuführen. Ausdauer- und Krafttraining wird unterschieden, dann die Intensität, Dauer und der Typ der Aktivität. Krafttraining fokussiert auf Wiederholung der Übung, Ausdauer auf Herzfrequenz, Leistung und Sauerstoffaufnahme.
Spitzensportler versuchen ihre Leistung zu optimieren und die Regenerationszeit zu verkürzen. Dies gelingt mittels Kälteeinwirkung. Die Ganzkörperkälteanwendung, beispielsweise in einem IceLab (bis -110° Celsius) wie es im Waldhotel zur Verfügung steht, hat sich im Leistungssport sowohl im Rahmen des Trainings als auch Wettkampfes etabliert. Die körperliche Belastung verursacht Stress mit entsprechenden Folgen bezüglich Hormone und Mediatoren in den Körperzellen und im Blut (z.B. Zytokine).
Durch Kälteexposition im Training kann diese Reaktion reduziert werden, insbesondere auch in der Muskulatur. Dadurch lässt sich die Leistungsfähigkeit optimieren. Nach dem Training beschleunigt die Kälteanwendung die Regeneration. Ähnlich können Freizeitsportler von der sogenannten Ganzkörperkryotherapie profitieren. Die Kälteexposition dauert im IceLab des Waldhotels 20 Sekunden bei -10°C, dann 20 Sekunden bei -60°C und schliesslich maximal 3 Minuten bei -110°C. Die Kryotherapie hat nicht nur auf die körperliche sondern auch die psychische Leistung einen günstigen Effekt und erzeugt ein erfrischendes, stimmungsaufhellendes Wohlgefühl.
Bereits die alten Griechen haben mit sehr kaltem Wasser entzündete Gliedmassen behandelt. Ergänzend zur klassischen Therapie hat die Kälteanwendung einen schmerzlindernden Effekt gezeigt beispielsweise bei entzündlichen rheumatischen Krankheiten (z.B. rheumatoide Arthritis, Spondylarthritis), degenerativen Gelenkerkrankungen (Arthrose), chronischen Schmerzen wie Fibromyalgie. Erkennbar ist die Wirkung am Rückgang des Schmerzmittelbedarfes und im Blut an den rückläufigen Entzündungszeichen. Eine günstige Wirkung wird teilweise auch bei Tinnitus, Schlafstörung und Burn out beschrieben. Immunmodulierende Wirkung wird der Kryotherapie nachgesagt und könnte die Reduktion der Grippeanfälligkeit erklären.
Regelmässige sportliche Aktivität wirkt sich also in vieler Hinsicht günstig auf den Körper und das Wohlbefinden aus. Auch das wussten bereits die alten Griechen! Heute untermauern dies wissenschaftlich Studien. Eine trainierte Muskulatur stabilisiert die Gelenke und kann dadurch Subluxationen und das Risiko für Stürze reduzieren. Sport bedeutet vermehrte Muskelaktivität und damit vermehrten Energieverbraucht, was helfen kann, das Übergewicht abzubauen. Die verschiedenen Hormone und Zytokine, die während körperlicher Aktivität freigesetzt werden, wirken günstig auf den mitochondrialen Energiehaushalt, die Eiweisssynthese, aber auch die Gehirnleistung und erfrischend und stimmungsaufhellend auf die Psyche.
Also ‘let’s start it’!