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Schreibmotorische Leistungen im Primarschulalter in Abhängigkeit vom unterrichteten Schrifttyp
Im Kanton Luzern sind bereits viele Schulen dazu übergegangen, anstelle der Schweizer Schulschrift die neue Basisschrift zu unterrichten. Die Einführung ist mit der Erwartung verbunden, die Kinder im Vergleich zur herkömmlichen Schulschrift zu entlasten, weil dadurch nur noch ein Schriftsystem eingeführt wird, welches zunächst unverbunden gelernt wird und von den Lernenden dann zur teilweise verbundenen Schreibung weiter entwickelt wird.
Nachdem in einer eigenen Studie bei Drittklässlern positive Wirkungen der Basisschrift gegenüber der traditionellen Schweizer Schulschrift festgestellt wurden (Hurschler, Saxer & Wicki, 2008), wird nun die gleiche Gruppe in der 4. Klasse nochmals untersucht. Dabei steht wiederum die Frage im Zentrum, ob die Basisschrift im Vergleich zur bisherigen Schulschrift die Entwicklung einer leserlichen und geläufigen Handschrift erleichtert.Die Untersuchung soll somit die folgenden Fragestellungen beantworten:
- Unterscheiden sich Ende der 4. Primarklasse Leserlichkeit und Geläufigkeit der Handschrift von Kindern mit Basisschrift von der von Kindern mit Schweizer Schulschrift?
- Gibt es Kinder, welche von der Verwendung der Basisschrift oder der Schulschrift besonders profitieren?
- Lassen sich didaktische Merkmale des Schriftunterrichts identifizieren, welche die Entwicklung der Handschrift beeinflussen?
Das vom Nationalfonds geförderte Forschungsprojekt (DORE-Studie) sieht die Untersuchung der handschriftlichen Fertigkeiten (Geläufigkeit und Lesbarkeit) von insgesamt 96 Kindern der 4. Klasse vor. Der Hälfte der Kinder wurde die neue Basisschrift, der anderen Hälfte die traditionelle Schweizer Schulschrift gelehrt. Es werden 12 Kinder (6 Jungen und 6 Mädchen) aus je vier 4. Primarklassen ausgewählt. Für die Analyse der Schreibbewegungen (Geläufigkeit) wird das Erfassungs- und Analyseprogramm CSWin mit Grafiktablett eingesetzt. Die Leserlichkeit wird anhand bereits erprobter Bewertungsverfahren erfasst. Zusätzlich zur Untersuchung der Handschrift werden Schülermerkmale wie Geschlecht, Händigkeit sowie das Selbstkonzept erhoben. Merkmale des Schriftunterrichts werden durch Unterrichtsprotokolle erfasst.
Projektleiterin
Projektteam
Andrea Saxer Geiger
Laufzeit Projekt
Mai 2009 bis April 2010
Forschungsbericht
Einstein-Beitrag auf SF
Infos zur abgeschlossenen Projektstudie
Studie der Pädagogischen Hochschule Luzern in Zusammenarbeit mit der Dienststelle Volksschulbildung des Kantons Luzern.
Den Forschungsplan und Schlussbericht finden Sie hier: