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Fürstentums Neuenburg
auch zur selbständigen politischen Gemeinde erhoben. Die Pfarrkirche datiert aus 1702. Zwei Pfarrhäuser, von
denen das der staatlichen Landeskirche zugehörende neue aus dem vom Mechaniker August
Perret-Gentil († seiner
Heimatsgemeinde
Les Planchettes vermachten Legat (das sich heute noch auf 65000 Fr. stellt) 1877 erbaut worden
ist. In dem sehr schön gelegenen alten Pfarrhaus wohnte der 1814-1810 in der Gemeinde als Pfarrer wirkende Daniel Eduard
Reynier (1790-1840) aus Neuenburg,
der sich als Astronom und Meteorologe einen Namen gemacht hat, ein Freund des Astronomen Herschell
und des Optikers
Guinand aus
Les Brenets (dessen Biographie er schrieb), sowie Korrespondent des Observatoriums
zu Greenwich war und zahlreiche Arbeiten veröffentlichte. An ihn erinnert eine in der Pfarrkirche aufgestellte Abendmahlstafel.
Von
Les Planchettes führen mehrere steile Fusswege zum
Doubs hinab, darunter der durch seine Aussicht bekannte und viel als
Spazierweg benutzte
Pfad von
Moron. Zur Sicherung der Grenze befanden sich hier im 17. Jahrhundert zwei
Corps de
Garde oder Wachthäuser, nämlich das heute fast gänzlich verschwundene von
Moron (nahe dem Aussichtspunkt) und das
von
Le Dazenet, dessen Ruine bei
Les Râpes am Weg nach der einstigen
Mühle Delachaux am
Doubs heute noch sichtbar ist.
Dieses letztere war mit Schiessscharten und einer gezackten Zinnenmauer, sowie an der N.-Ecke mit einem
zum Teil noch erhaltenen Türmchen versehen und soll das schönste und geräumigste aller einstigen
Neuenburger Wachthäuser
gewesen sein (vergl. das MuséeNeuchâtelois. Bd 22, 1885 S. 56, und Bd 32,1895 S. 229-234, 253-258). Hier stationierte im 17. Jahrhundert
eine Kompagnie Milizen. Es heisst in den Urkunden auch «corps
de garde des
Plaines». Bei
Les Plaines (830 m) unterhalb
Les Planchettes steht ein riesiger Wachholder, von 9 m
Höhe und 40 cm
Stammesdurchmesser, der in der Schweizer. Zeitschrift für das Forstwesen (1900) beschrieben worden ist.
(Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
2809 m. Felspyramide in der Gruppe der Darreï, wsw. über der Saleinazhütte des S. A. C., von wo aus sie in 1¼ Stunden
erklettert werden kann. Zum erstenmal 1892 bestiegen. Erhält oft Besuch.
(Grandeu.PetitePointe de) (Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
3156 und 2969 m. Zwei Felsgipfel in der Gruppe der
Darreï. Der höhere kann von der Saleinazhütte des S. A. C. in 2¼ Stunden ohne Schwierigkeiten bestiegen werden, ist
zum erstenmal 1892 erklettert worden und erhält jetzt sehr oft Besuch. Die ebenfalls 1892 zum erstenmal bezwungene Petite Dent
ist von der Saleinazhütte in 1¾ Stunden leicht zugänglich. Beide bieten eine sehr schöne Aussicht
auf die Grafischen Alpen und die Gruppe des Tour Noir.
(PetitClocherde) (Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
2704 m. Phantastisch geformter Felsobelisk in der Gruppe
der Darreï, rechts über dem Saleinazgletscher. Hat lange Zeit allen Bemühungen der Alpinisten, ihn zu
bezwingen, erfolgreich Widerstand geleistet, bis endlich der Führer Maurice Crettex 1896 die N.-Spitze und im selben Jahr
zusammen mit seinem Kollegen E. Revaz und mit E. L'Hardy auch die (höhere) S.-Spitze erreichte.
Besteigung sehr schwierig,
3-4 Stunden von der Saleinazhütte des S. A. C. aus.