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Obwohl die Milchpreise am russischen Markt unter anderem als Folge des Importverbots für Milchprodukte aus mehreren westlichen Ländern gestiegen sind, verlangt der Verband höhere Subventionen für die Produktion von Rohmilch und weitere Hilfsmassnahmen für die Produzenten.
Sojusmoloko räumte ein, dass in Russland die Abgabepreise im Milchbereich gestiegen seien, so etwa bei Trinkmilch um 5,8%, bei Butter um 12,1%, bei Vollmilchpulver um 5,1%, bei Magermilchpulverpulver um 9,9% und bei Käse sogar um 16,2%. Diese Entwicklung sei allerdings auch die Folge des Mangels an Rohmilch am heimischen Markt.
Der Grund dafür liege in der Tatsache, dass die russischen Milchkuhbestände bereits seit Jahren abgebaut würden. Ausserdem seien die Kosten der Milchproduktion durch die Abwertung des Rubels gestiegen, wodurch sich der Import vonAnlagen und Futtermitteln verteuert habe, so der Verband. Darüber hinaus hätten sich die Kredite verteuert, und die Agrarbeihilfen seien im vergangenen Jahr verspätet ausgezahlt worden.
Die Importausfälle durch das seit August 2014 geltende Einfuhrembargo hätten die heimischen Molkereien deshalb nur teilweise ausgleichen können, stellte der Produzentenverband fest. Am deutlichsten seien die Einfuhren von Käse zurückgegangen: In den zwölf Monaten bis einschliesslich Juni 2015 sei hier ein Minus von 89,4% auf nur noch 41'000 t verzeichnet worden. Gleichzeitig hätten sich die Einfuhren von Butter um 87,2% auf 7'300 t verringert, die von Vollmilchpulver um 71,8% auf gut 8'500 t und die von Magermilchpulverpulver um 84,2% auf 7'100 t.
Im gleichen Zeitraum sei die heimische Erzeugung von Butter um 8,3% erhöht worden sowie die von Käse und Käseprodukten sogar um insgesamt 22,5%. Der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Andrej Danilenko, warf der Industrie vor, wegen der höheren Rohmilchpreise billigeres Pflanzenfett eingesetzt zu haben, um die Produktion von Käse rasch auszuweiten und dessen Abgabepreise vor demHintergrund der nachlassenden Marktnachfrage niedrig zu halten.