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Glossar
In unserem Glossar erläutern wir Ihnen kurz und bündig wichtige Begriffe, die mit dem Erbrecht zusammenhängen.
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Mit einem Testament oder einem Erbvertrag kann der Erblasser Teilungsvorschriften erlassen. Beispielsweise kann er so regeln, dass der Sohn das elterliche Haus bekommt, während die Tochter das Bargeldvermögen erhält. Bei einer reinen Teilungsvorschrift geht das Gesetz davon aus, dass das Prinzip der Ausgleichung gilt, d.h. wenn die Liegenschaft mehr Wert hat als das Bargeldvermögen, so muss der Sohn der Tochter die entsprechende Differenz zwischen Liegenschaft und Bargeldvermögen bezahlen, so dass beide gleich viel erhalten.
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Das Testament, auch letztwillige Verfügung genannt, gibt den letzten Willen einer Person wieder. Der Erblasser setzt es alleine auf und kann jederzeit Änderungen anbringen oder es wieder aufheben, d.h. es handelt sich um ein einseitiges Rechtsgeschäft (im Gegensatz zum Erbvertrag).
Das Erbrecht sieht drei Formen vor, wie ein Testament gültig errichtet werden kann, wobei die dritte Form nur in Notsituationen gilt:
- Das eigenhändig geschriebene Testament: Dieses muss von Anfang bis Schluss handschriftlich geschrieben sein, mit dem genauen Datum versehen und unterzeichnet werden. Wichtig ist, dass im eigenhändigen Testament keine Formulierungen gewählt werden, die verschieden ausgelegt werden können, damit das Testament nicht angefochten werden kann. Deshalb lohnt es sich, das eigenhändige Testament von einem Experten überprüfen zu lassen.
- Das öffentliche Testament: Das öffentliche Testament wird unter Mitwirkung einer Urkundsperson, d.h. eines Notars, errichtet. Zwei Zeugen haben das Dokument ebenfalls zu unterschreiben und u.a. die Urteilskraft des Erblassers zu bestätigen.
- Das mündliche Testament (Nottestament): In einer ausserordentlichen Notsituation kann vor zwei Zeugen ein mündliches Testament erfolgen. Die beiden Zeugen haben das Gehörte sofort schriftlich festzuhalten, zu unterschreiben und beim Gericht einzureichen mit der Erklärung, dass der Erblasser ihnen im Zustand der Verfügungsfähigkeit in der beschriebenen Notlage den letzten Willen mitgeteilt hat.