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3 Spiele, 9, Punkte, 9:0 Tore. Ein derart guter Start in die Meisterschaft glückte den Young Boys zuletzt 2013. Damals gewannen sie sogar die ersten fünf Spiele, bevor sie im Herbst stark abbauten. Das aufgewertete Kader dieser Saison könnte auf dem vorzüglichen Niveau eine Konstanz ermöglichen.
Zwischen YB und Lausanne tat sich ein Graben auf, was die spielerische Klasse betrifft. Es setzte für die Waadtländer im Stade de Suisse kein 2:7 ab wie vor einem Jahr, und dennoch waren die Unterschiede in jeder Hinsicht gross.
Der Mann des Spiels war Doppeltorschütze Leonardo Bertone. Er hatte zuvor in dieser Saison nur beim 4:0 bei GC von Beginn an gespielt. In jenem Match, wenige Tage vor dem wichtigen Heimspiel gegen Kiew, nominierte Trainer Adi Hütter zu Beginn nicht die stärkstmögliche Formation. Er schonte etwa auch Guillaume Hoarau.
Für die Partie gegen Lausanne bekam Bertone im Aufbauzentrum den Vorzug gegenüber Djibril Sow. Der Italo-Berner rief sich und seine Qualitäten auf eindrückliche Weise in Erinnerung. Zwei satte Schüsse - der erste nach einer Corner-Variante, der zweite nach einem schnellen Durchspiel vor dem Strafraum - führten innerhalb von sechs Minuten zur 2:0-Führung. Bertone erzielte erstmals zwei Tore in einem Super-League-Spiel.
Auch Yoric Ravet bewies, welch grossen Wert er in der Mannschaft darstellt. Der Franzose bereitete beide Tore Bertones vor, und nach 38 Minuten schlug er vor der eigenen Torlinie den Ball akrobatisch weg. Er verwehrte so Lausannes Neuzugang Joel Geissmann das sicher scheinende Anschlusstor.
Auch die zweite Halbzeit gehörte den Bernern. Derweil hatte die Mannschaft von Trainer Fabio Celestini kaum je die Möglichkeit zu reagieren und YB in irgendeiner Art zu bedrängen. Es blieb bei der genannten Chance von Joël Geissmann und einer Möglichkeit von Gonzalo Zarate nach einer Stunde. Ein deutlicheres Ergebnis als das 3:0 wäre nach dem Spielverlauf logischer gewesen als eine knapperes. Roger Assalé und der immer besser in Form kommende Guillaume Hoarau trafen Pfosten und Latte.