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Nein, wir stimmen nicht über das Lauberhorn-Rennen ab. Das Entscheidende steht, wie so oft, auch bei der No-Billag-Initiative im Initiativtext.
Heute steht in der Bundesverfassung, Art. 93 Abs. 2: „[… Radio und Fernsehen] stellen die Ereignisse sachgerecht dar und bringen die Vielfalt der Ansichten angemessen zum Ausdruck.“ Nach dem Vorschlag der Initianten soll die Pflicht zur Sachgerechtigkeit und zur Berücksichtigung unterschiedlicher Meinungen ersatzlos gestrichen werden. Stattdessen steht da neu: „Der Bund versteigert regelmässig Konzessionen für Radio und Fernsehen.“ Eine solche Lizenz wäre also eine Lizenz zum Lügen für den Meistbietenden.
Ich will mich aber nicht belügen lassen! Nicht einmal mit Dingen, dich ich an sich gerne hören würde. Denn eine Gesellschaft, in der verschiedene Gruppen nur noch das hören, was sie selber denken, zerfällt in Teilgesellschaften. Und ein Land, das vom unbequemen Teil der Realität schon gar nichts mehr erfährt, wird wohl relativ schnell darüberstolpern. Insofern sind Medien, die der Wahrheit und Ausgeglichenheit verpflichtet sind, ein wichtiger Beitrag zum Funktionieren der Schweiz, oder, wenn sie so wollen, zur Landesverteidigung. Wem der Zusammenhalt der ganzen Schweiz am Herzen liegt, der lehnt diese Die Initiative ist in der Schweiz ein politisches Recht der ... ab.