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Weil er als 20-Jähriger Liebsbeziehungen mit einer 14- und einer 15-Jährigen hatte, verurteilte das Luzerner Kriminalgericht den Mann zu 18 Monaten Haft. Der Sex war einvernehmlich und dem Beschuldigten wird eine verminderte Schuldfähigkeit anerkannt. Gegen das Urteil wurde Berufung angemeldet.
zentralplus Redaktion
Ein junger Mann hat im Jahr 2015 eine einvernehmliche Liebsbeziehung mit einem 14-Jährigen Mädchen begonnen, später hatte er auch Sex mit einer 15-Jährigen. Der damals 20-Jährige wurde vom Luzerner Kriminalgericht nun für diese Liebesbeziehungen zu 18 Monaten Haft verurteilt, wie die Nachrichtenagentur «SDA» berichtet.
Laut dem Urteil waren die sexuellen Kontakte einvernehmlich. Das Vergehen wurde festgestellt, als die Polizei den Mann die Wohnung wegen anderen Delikte durchsuchte und das Mächden dabei entdeckte. Die Beziehung führte er weiter auch nachdem die Strafuntersuchung eingleitet wurde. Später hatte er ausserdem eine Beziehung mit einer 15-Jährigen.
«Auf Augenhöhe gelebte Jugendliebe»
Der verurteilte Mann leidet aufgrund des Alkoholkonsums seiner Mutter unter einer vorgeburtlichen Schädigung und wuchs in einer Pflegefamilie auf. Er machte keinen Schulabschluss und war bereits mehrfach in psychiatrischen Kliniken untergebracht. Bei der Beziehung zur damals 14-Jährigen handelt es sich laut dem Gericht aufgrund der Persönlichkeitsentwicklungen der beiden um eine auf Augenhöhe gelebte Jugendliebe.
Jedoch habe der Mann Gericht die sexuelle Entwicklung der Mädchen gefährdet und sei sich der Strafbarkeit seines Verhaltens bewusst. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Berufung wurde angemeldet.