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Die Strecksehnen des Handgelenkes sowie der Finger verlaufen auf Höhe des Handgelenkes durch isolierte Sehnenkanäle, die sogenannten Strecksehnenfächer. Bei der De Quervain’s Tendovaginitis kommt es zu einer Entzündung derjenigen Sehnen, welche auf der Daumenseite des Handgelenkes im ersten Strecksehnenfach verlaufen und zum Daumen ziehen.
Ursachen
Am häufigsten führt eine Überbeanspruchung der Sehnen zur Entzündung. Auch nach einem Trauma, insbesondere einer Prellung des ersten Strecksehnenfaches, kann es zu einer Entzündung kommen.
Symptome
Das Hauptsymptom ist Schmerz auf der Daumenseite des Handgelenkes mit Ausstrahlung in den Daumen und in den Vorderarm. Der Schmerz kann durch bestimmten Daumen- und Handgelenksbewegungen verstärkt werden. Insbesondere Bewegungen, welche mit Daumenschluss und festem Daumengriff in Verbindung stehen, können den Schmerz auslösen (z. B. Schlüsseldrehen, um das Auto zu starten, Bedienen eines Türgriffes). Bei schweren Entzündungen kann der Schmerz in Ruhe auftreten und es kann eine Schwellung des daumenseitigen Handgelenks auftreten. Manchmal tritt ein Schnappen oder Klicken bei Daumenbewegungen auf, welche Folge der Entzündung und Schwellung um die Sehnen sind.
Diagnose
Die Diagnose einer De Quervain’s Tendovaginitis wird hauptsächlich klinisch aufgrund der Vorgeschichte und der Befunde gestellt. Allenfalls wird ein Ultraschall durchgeführt, um die Diagnose zu erhärten. Bei unklarem Befund kann auch ein Röntgen durchgeführt werden, um andere Ursachen des Schmerzes wie Arthrose oder einen Bruch auszuschliessen.
Behandlung
Das Ziel der Behandlung ist die Linderung der Entzündung und somit der Schmerzen. Zuerst kann versucht werden, mittels zwei- bis drei-wöchiger Ruhigstellung des Handgelenkes und des Daumens sowie durch antientzündliche Medikamente eine Abheilung zu erreichen. Dies kann allenfalls durch handtherapeutische Massnahmen unterstützt werden. Führt dies nicht zum Ziel, kann eine lokale Injektion (Spritze) mit einem Gemisch aus Lokalanästhesie und Cortison in das Sehnenfach durchgeführt werden. Falls diese konservativen Therapien den Zustand nicht verbessern, ist die chirurgische Therapie indiziert. Diese besteht im Eröffnen und Erweitern des ersten Strecksehnenfaches, in welchem die Sehnen verlaufen. Dadurch haben die Sehnen mehr Platz und die Entzündung kann abklingen.
Nachbehandlung
Nach der Operation wird ein Verband angelegt, der bis zur ersten Wundkontrolle nach zwei bis drei Tagen belassen wird. Je nach Schmerzen kann danach ein elastischer, leicht stützender Verband getragen oder lediglich die Wunde abgedeckt werden. Bis zur vollen Belastbarkeit dauert es in der Regel etwa vier Wochen.