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Emile ANGÉLOZ und Bruno BAERISWYL, 1989. Freiburg ist nicht immer die ruhige Stadt gewesen, wie man sie heute kennt.
Im Gegenteil, sie war des Öfteren an der Front sich bekämpfender Kräfte, wie zum Beispiel anlässlich der Schlacht von Murten, als Karl der Kühne, Herzog von Burgund, 1476 gegen die Kontingente der Eidgenossen kämpfte. Letztere trugen den Sieg davon. Die Legende besagt, dass ein Bote von Murten ausgesandt worden war, um die Siegesbotschaft zu übermitteln und der nach einem Lauf von 17km mit einem Lindenzweig in der Hand tot vor dem alten Rathaus in Freiburg zusammengebrochen sei. Tatsächlich wurde aber die Linde bereits 1470 gepflanzt. Geschwächt durch das Alter und die Luftverschmutzung wurde sie 1985 von einem Lastwagen umgefahren. Vor dem Rathaus, geschützt vom Verkehr, entfaltet sich heute noch ein Ableger jener Linde. Das Werk der beiden Freiburger Künstler, ausgehend von metallischen Säulen und blättertragenden Trägern, symbolisiert den legendären Läufer, zu dessen Erinnerung jedes Jahr der berühmte Murten-Lauf durchgeführt wird.