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Baptisterium von Riva San Vitale
Zu Füssen des Monte San Giorgio, am Luganersee, liegt das Baptisterium von Riva San Vitale. Es ist das älteste noch erhaltene religiöse Bauwerk der Schweiz.
Damit wird auch nachgewiesen, dass die Ortschaft schon sehr früh besiedelt war und gewiss auf ein römisches "Vicus" zurückgeht. Die Taufkirche ist vermutlich im 5. Jahrhundert entstanden. Der achteckige Bau war ursprünglich wohl von einem Gang umgeben, von dem noch einige Spuren am Boden übriggeblieben sind. Das Kircheninnere weist tiefe halbkreisförmige Nischen und eine kleine Apsis auf, die später zugefügt wurde. In der Mitte befindet sich das Taufbecken in achteckiger Form, in dem die Taufe durch Eintauchen ausgeübt wurde, eine Praxis, die im 9./10. Jahrhundert aufgehoben wurde. In dieser Zeit wurde vermutlich ein zweites, rundes Taufbecken darauf gebaut. In den Nischen sind wertvolle romanische Fresken aus dem 12. Jahrhundert zu sehen. Sie stellen die Geburt Christi, die Aufnahme in den Himmel, das Jüngste Gericht, Christus als Richter und die Symbole der Evangelisten dar. In der Apsis sind Spuren einer Kreuzigung aus einer späteren Epoche zu finden. Ein Teil des Fussbodens, der aus schwarzem und weissem Marmor gemacht wurde, ist noch im Originalzustand erhalten.
Das ganze Jahr geöffnet.