Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03538.jsonl.gz/2445

Seit es Banknoten gibt, sind sie zentraler Teil ökonomischer Spekulationen darüber, was sie tatsächlich sind. Sie wird oft als Urkunde oder gar als Wechsel bezeichnet. Davon abhängig, was als Banknote gesehen wird, ist natürlich auch, wann sie eingeführt wurde. Weil der Ausdruck Banknote in Währungen mit einer Zentralbank verbunden ist, wird in den Geldgeschichten oft von "privaten" Banknoten gesprochen. Die Wikipedia etwa: "Am 16. Juli 1661 wurden durch die Bank von Stockholm, eine private Notenbank, die ersten offiziellen Banknoten in Europa emittiert". Ein König wird dagegen oft nicht als Privatperson aufgefasst. "König William (erteilte) 1694 die Genehmigung zur Gründung der "Bank of England", die Banknoten herausgegeben hat. Die SNB wurde 1907, das FED erst 1913 gegründet, nachdem entsprechende Gesetze vom Kongress verabschiedet wurden.

Als Banknoten bezeichne ich Geld in Form eines bedruckten Papieres, das schon länger nicht mehr aus Papier besteht und von einer durch eine Währung begründete Zentralbank (Nationalbank) herausgegeben wird.
Man kann - viele Leute tun es - Banknoten als Dokumente oder Urkunden auffassen, also Geld als eigenen Tatbestand negieren. Meine obenstehende Definition ist in diesem Sinne restriktiv, aber immer noch sehr unscharf, weil darin vorausgesetzt wird, wer oder welche Art Staat wie eine Währung einführen kann. Die Unschärfe der Definition widerspiegelt die politischen Verhältnisse, in welchen Zentralbanken legitimiert sind. In vielen modernen Nationalstaaten beruhen Zentralbanken auf diffusen Verfassungsartikeln, die als Zentralbanken private Aktiengesellschaften vorsehen.
Beispiel:
Eine Banknote der 8. Notenserie misst in der Dicke ca. 1/10 Millimeter. Ein Bündel mit hundert Noten misst ca 1-1.5 cm. Das kann je nach Lagerung und Gebrauch (z.B. Feuchtigkeitseinfluss) und nach Zustand , neu oder gebraucht, variieren.
Es ist nicht leicht, eine Erklärung zu finden, wie Banknoten unter das Volk kommen. [lok]
Unter folgenden Links finden Sie viele weitere interessante Informationen z. B. für den Schulunterricht:
http://snbwebsite.snb.ch/de/iabout/cash
http://snbwebsite.snb.ch/de/iabout/pub
Zu behaupten, John Law habe das Papiergeld erfunden, wäre unrichtig. Bereits von 1609 an hatte die Bank von Amsterdam Banknoten ausgegeben, wobei jahrzehntelang sorgfältig auf jederzeit ausreichende Deckung durch Münzen geachtet wurde. 1661 waren in Stockholm von einer privaten Notenbank Banknoten emittiert worden – hier jedoch mangels Vertrauens mit mässigem Erfolg.
Das entscheidend Neue an Laws Vorgehen war, nicht nur Edelmetalle, sondern auch Grundvermögen – mit dessen in der Zukunft liegenden Ertragsaussichten – zur Deckung des Notenumlaufs heranzuziehen. Law strebte an, mittels so geschaffenen Papiergelds Deflation zu verhindern und Handel und Gewerbe mit hinreichend Liquidität zu versorgen – ein erst im 20. Jahrhundert als geeignet anerkanntes Konzept. Nach dem Platzen der Spekulationsblase 1720 waren jedoch seine Ideen für die darauffolgenden Generationen seriöser Geldpolitiker zunächst tabu. Karl Marx bezeichnete Law später als „eine Mischung aus Schwindler und Prophet.“ (aus WP)
Wikipedia
Eine Banknote ist eine Urkunde, die als Zahlungsmittel dient. Die Banknote wird von der nach dem Währungsgesetz des jeweiligen Staates berechtigten Bank ausgegeben und lautet auf einen runden Betrag einer Währungseinheit. Der Emittent gewährleistet (Währung) einen Rechtsanspruch auf eine Gegenleistung. Je nach Ausgestaltung kann dies ein Umtauschrecht in Sachwerte (z.B. in Goldmünzen, wie bei der Reichsmark) oder das Recht auf Werthaltigkeit (z. B. Deutsche Mark, Euro) sein.
Weil nach dem aktuellen Währungsrecht keine Einlösungspflicht der ausstellenden Notenbank besteht, ist diese damit auch an kein Recht auf Eintausch in Waren oder Dienstleistungen gebunden. Jeder Entgeltschuldner hat das Recht, Forderungen mit Banknoten zu begleichen. Banknoten verbriefen daher kein eigenständiges Forderungsrecht, sondern stellen einen Wert dar, der auf dem Vertrauen gegenüber der ausgebenden Notenbank bzw. der Aufrechterhaltung der Zahlungsfunktion der Banknote beruht.
Umgangssprachlich werden Banknoten aufgrund ihrer Beschaffenheit als Papiergeld oder Geldscheine bezeichnet. Banknoten zählen neben Münzen zum Bargeld.