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Der Konsum zeigt an, wofür das Einkommen ausgegeben wird und welche materiellen Möglichkeiten, die das Einkommen eröffnet, tatsächlich realisiert werden (siehe OECD (2011) How's life?, S. 40). Der Konsum steht aber auch mit den Bereitstellungsaktivitäten in Verbindung, d.h. die Güter und Dienstleistungen, die konsumiert werden, müssen zuerst (im In- oder Ausland) hergestellt werden. Für die Volkswirtschaft ist der Konsum von enormer Bedeutung, sein Anteil am BIP beträgt über 60%.
Auch im Budget der privaten Haushalte sind die Konsumausgaben ein zentraler Posten. Dabei fallen die Ausgaben für Wohnen und Energie besonders ins Gewicht. Nach Abzug aller obligatorischen und nicht obligatorischen Transferausgaben sowie der Konsumausgaben vom Bruttohaushaltseinkommen resultiert der Sparbetrag, der einen Hinweis auf die Möglichkeit der Vermögensbildung gibt.
Die Deckung der materiellen Grundbedürfnisse ist wichtig für das persönliche Wohlergehen und die soziale Kohäsion der Gesellschaft. Mit verbesserten Lebensbedingungen (Einkommen, Konsummöglichkeiten, Wohnraum) steigen die Zufriedenheit und die Wohlfahrt der Gesellschaft.
Der Konsum zeigt an, wofür das Einkommen ausgegeben wird und welche materiellen Möglichkeiten, die das Einkommen eröffnet, tatsächlich realisiert werden (siehe OECD (2011) How's life?, S. 40). Der Konsum steht aber auch mit den Bereitstellungsaktivitäten in Verbindung, d.h. die Güter und Dienstleistungen, die konsumiert werden, müssen zuerst (im In- oder Ausland) hergestellt werden. Für die Volkswirtschaft ist der Konsum von enormer Bedeutung, sein Anteil am BIP beträgt über 60%.
Stand 13. Dezember 2017
Die wichtigsten Ergebnisse
Gesamthaft gesehen belaufen sich die Konsumausgaben der schweizerischen Haushalte 2012-2014 durchschnittlich auf 54% ihrer Bruttohaushaltseinkommen. Die Ausgaben für Wohnen und Energie machen über ein Viertel der Konsumausgaben aus und bilden den wichtigsten Konsumposten im Budget der Haushalte. Weitere wichtige Ausgabenposten sind Verkehr, Unterhaltung, Erholung und Kultur sowie die Nahrungsmittel und alkoholfreien Getränke. Rund 14% des Bruttohaushaltseinkommens bleiben den Haushalten durchschnittlich zum Sparen übrig.
Das gesamte Konsumniveau der Haushalte hat im Zeitraum zwischen 2006-2008 und 2012-2014 um rund 4% zugenommen. Der Anteil der Konsumausgaben am Bruttohaushaltseinkommen ist im selben Zeitraum jedoch geschrumpft, während der entsprechende Anteil der obligatorischen Ausgaben leicht gestiegen ist. Der Zuwachs des Bruttohaushaltseinkommens von rund 13% manifestiert sich somit schwächer bei den Konsumausgaben.
Kontext
Die Höhe der Konsumbudgets unterscheidet sich stark nach Einkommensgruppen: Die Konsumausgaben des obersten Einkommensfünftels sind im Durchschnitt mehr als doppelt so hoch wie diejenigen des untersten Einkommensfünftels. Die Ausgaben für Wohnen und Energie steigen stark mit zunehmender Einkommensgruppe.
Gemessen am Bruttohaushaltseinkommen schrumpft jedoch mit steigendem Einkommen der Anteil der Konsumausgaben insgesamt sowie der Ausgaben für Wohnen und Energie. Dementsprechend nimmt der Anteil zu, der für Ersparnisse übrig bleibt. Die einkommensstärksten Haushalte können durchschnittlich über ein Fünftel ihres Bruttohaushaltseinkommens sparen. Das einkommensschwächste Fünftel bildet hingegen im Durchschnitt keine Ersparnisse: Die Gesamtausgaben überstiegen hier die Summe der Einnahmen. Dies steht nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem verhältnismässig hohen Anteil von Rentnerhaushalten in dieser Einkommensgruppe, bei denen der Vermögensverzehr vermutlich einen Teil des Haushaltsbudgets finanziert. Neben Phasen, in denen vorher Angespartes ausgegeben wird, können aber auch längerfristige Schuldensituationen darunter zu finden sein.
Vergleich mit subjektiven Daten
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Internationaler Vergleich
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Methodologie
Die Analysen der Einkommen und Ausgaben der Haushalte erfolgen auf Haushaltsebene, d.h. es wird jeweils das Haushaltseinkommen ausgewiesen. Die Einteilung in Einkommensklassen (Quintile, vgl. Indikator Einkommensverteilung (Quintilverhältnis S80/S20) erfolgte auf Basis des Bruttoeinkommensverteilung. Die Auswertungen basieren auf den Daten der Haushaltsbudgeterhebung (HABE) des BFS. Diese wird in der heutigen Form seit 1998 durchgeführt (ab 2000 jährlich mit reduzierter Stichprobengrösse) und erhebt detaillierte Angaben zu den Einkommen und Ausgaben der Privathaushalte. Da die Grösse der jährlichen Stichprobe der HABE (zum Beispiel 3858 Haushalte im Jahr 2014) keine vertieften Analysen zu kleinen Bevölkerungsgruppen zulässt, werden ab dem Jahr 2000 für gewisse Analysen jeweils drei aufeinanderfolgende Jahre zusammengelegt, so dass die Stichprobe vergrössert und folglich die Qualität der Ergebnisse verbessert werden kann. Die Stichprobe des Jahres 1998 ist dreimal so gross wie in den folgenden Jahren und wird daher nicht mit anderen Stichproben zusammengelegt. Daraus resultieren momentan sechs Stichproben mit je rund 9000-11‘000 auswertbaren Haushalten.
Detailliertere Angaben zur Erhebung sind im Statistikportal des BFS abrufbar: http://www.habe.bfs.admin.ch
Definitionen
Definition des Indikators
Das Bruttohaushaltseinkommen fasst die Einkommen sämtlicher Mitglieder eines Privathaushalts zusammen. Dazu gehören Löhne und andere Arbeitseinkommen (inklusive jährliche Zulagen und Naturalleistungen), Renten (von AHV, IV und Pensionskassen), Sozialleistungen, Zinsen, Dividenden und andere Vermögenseinkommen sowie Überweisungen von anderen Haushalten. Zu letzteren werden nebst Bargeldüberweisungen auch Naturalleistungen gerechnet.
Zieht man davon die obligatorischen Ausgaben ab, die der Haushalt für die Sozialversicherungen, die Steuern oder die Krankenkassenprämien der Grundversicherung sowie für regelmässige Transferzahlungen an andere Haushalte (wie z.B. Alimente) ausgibt, resultiert das verfügbare Haushaltseinkommen.
Unter der Rubrik «Wohnen und Energie» werden neben der Nettomiete oder den Hypothekarzinsen verschiedene Nebenkosten sowie Ausgaben für Energie und kleinere Reparaturen subsumiert, jeweils für den Hauptwohnsitz und eventuell vorhandene Nebenwohnsitze, wobei Letztere nur etwas über 5% der Haushalte betreffen. Fiktive Mieten werden hier nicht dazu gezählt. Ebenso wenig gehören Amortisationen der Hypothek sowie allfällige grössere Renovationen und Ausbauten des Wohnsitzes bzw. der Hauskauf in diesen Posten, sondern werden gemäss internationalen Normen als Investition betrachtet.
Der Sparbetrag wird indirekt berechnet, indem alle Einkommen (im vorliegenden Fall das Bruttoeinkommen) eines Haushalts zusammengezählt werden und davon alle Ausgaben (obligatorische Ausgaben, Konsumausgaben und übrige Prämien, Gebühren und Übertragungen) abgezogen werden. Spareinlagen, Einzahlungen in die 3. Säule, Wertschriftenkäufe, Investitionen, Amortisationen u.ä. werden nicht als Ausgaben betrachtet und sind somit im Sparbetrag enthalten.
Die sporadischen Einkommen (erhaltene Geschenke, Verkäufe und Rückerstattungen) werden nicht in die Berechnung des Bruttoeinkommens einbezogen.
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