Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/107407

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in bestehenden oder geplanten nationalen Programmen zur Integration und zur Prävention gegen Jugendgewalt, insbesondere in der Umsetzung der aufgrund des bundesrätlichen Berichts "Jugend und Gewalt" vom 25. Mai 2009 beschlossenen Massnahmen, besonderes Gewicht auf die Gestaltung der Beziehung zwischen Kindern bzw. Jugendlichen und ihren männlichen Bezugspersonen (Väter, Mentoren, Lehrer usw.) zu legen. Dabei sind gesonderte Massnahmen einzuleiten und/oder bestehende Projekte zu ergänzen, die auch auf Väter aus bildungsfernen und sozial benachteiligten Milieus sowie auf Väter mit Migrationshintergrund abzielen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat am 11. Juni 2010 zwei Programme auf gesamtschweizerischer Ebene mit Massnahmen zur Förderung einer wirksamen Gewaltprävention und zur Verbesserung des Jugendmedienschutzes in der Schweiz verabschiedet. Grundlage dieser Programme bildet der bundesrätliche Bericht vom 20. Mai 2009 "Jugend und Gewalt - Wirksame Prävention in den Bereichen Familie, Schule, Sozialraum und Medien". Der Bericht zeigt, dass gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen und die Verfügbarkeit bzw. das Fehlen von männlichen Bezugspersonen wichtige Themen sind, die im Rahmen der Präventionsarbeit aufzugreifen sind.</p><p>Das gesamtschweizerische Präventionsprogramm Jugend und Gewalt zielt in erster Linie auf den Erfahrungsaustausch und die fachliche Unterstützung der für die Gewaltprävention zuständigen Kreise in den Kantonen und Gemeinden. Die konkrete Ausgestaltung von Präventionsmassnahmen muss hingegen vor Ort erfolgen. Dabei wird zu thematisieren sein, wie die Erreichbarkeit von risikobelasteten Familien und insbesondere von Vätern verbessert werden kann, um sie für Anliegen der Elternbildung zu gewinnen. Dies gilt in ähnlicher Weise für die geplanten Aktivitäten im Rahmen des nationalen Programms Jugendmedienschutz und Medienkompetenzen. Das Anliegen der Motion betrachtet der Bundesrat deshalb als erfüllt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.