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Kapitän Benjamin Morrell wollte in den 1820er Jahren zwei neue Inseln entdeckt haben. Seinen Angaben nach lagen sie inmitten fischreicher Gründe auf halber Höhe zwischen Kalifornien und Japan, nord-westlich von Hawaii. Umgeben von Korallenriffen, mit sicheren Ankergründen ausgestattet, sollen sie eine reiche Flora und Fauna sowie klares Quellwasser geboten haben. Die eine Insel taufte Morrell auf seinen eigenen Namen, die andere nannte er nach seinem Schiffseigner Byers.
Mit der Entdeckung dieser zwei Inseln wollte Morrell das finanzielle Desaster seiner Expeditionen ausgleichen und ein Argument für neue Reiseaufträge schaffen. Seine Karriere nahm ein tragisches Ende: Nachdem er schliesslich keinen Reeder mehr fand, der seine Reisen finanzieren wollte, geisterte er einige Jahre lang als Freibeuter durch den Pazifik - und erlag zuletzt in Mosambik dem Gelben Fieber. Immerhin aber blieben seine Phantominseln während vieler Jahre auf den Seekarten verzeichnet, ja auf den Globen der Lufthansa hatten die beiden Inseln Morrells gar bis in die 1980er Jahre hinein einen festen Platz.
First Publication: 11-2002
Modifications: 11-3-2009, 16-8-2011