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Die Justizkommission des Grossen Rats bat den Freiburger Staatsrat im Juni in einem Postulat um einen Bericht über die Lage der öffentlichen Berufsbeistandschaften, deren Lage die Kommission als «besorgniserregend» bezeichnete. Nun liegt die Antwort des Staatsrats vor. Die Kantonsregierung befürwortet eine solche Studie und schlägt vor, einen Bericht zu erstellen, der die von der Justizkommission gestellten Fragen beantwortet. Der Staatsrat empfiehlt daher dem Kantonsparlament, das Postulat für erheblich zu erklären.
Die Zahl der Fälle, die den öffentlichen Berufsbeistandschaften anvertraut werden, klären laut der Kantonsregierung nicht alle Schwierigkeiten, mit denen die Dienste bei der Erfüllung ihrer Aufgaben konfrontiert seien. Es gehe dabei auch um Zuständigkeiten und Kompetenzen bei der Überwachung der Arbeit von Berufsbeiständen zwischen den Leitungen der Beistandschaften und den Friedensgerichten.
Allgemeingültige Grundsätze
Deshalb habe das Amt für Justiz einen Fragebogen erstellt, um die Schwierigkeiten der Beistandschaften zu ermitteln und Lösungen zu finden. Die dort formulierten Antworten dürften es gemäss dem Staatsrat erlauben, allgemeine, für den ganzen Kanton gültige Grundsätze abzuleiten. Die involvierten Behörden würden demnächst über das Ergebnis der Umfrage informiert.
Gleichzeitig hätten alle Friedensgerichte dem Amt für Justiz ihre Richtlinien und Arbeitsabläufe eingereicht, damit das Amt diese studieren und den Friedensgerichten anschliessend ein vereinheitlichtes Modell vorschlagen könne. Das soll voraussichtlich ebenfalls bis Ende Jahr der Fall sein.