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Die Grundstückgewinnsteuer
Die Preise für Liegenschaften, Bauland und Boden steigen in den meisten Regionen stetig. Wird eine Liegenschaft oder ein Stück Land veräussert, erwirtschaftet der Verkäufer oft einen Gewinn. Auf den Gewinn wird eine Steuer erhoben, die Grundstückgewinnsteuer.
Unterschiede im Steuerrecht
Überwiegend wird diese Steuer in der Schweiz von den Kantonen erhoben. In einigen Kantonen auch von den Gemeinden. In Zürich oder Zug sind es ausschliesslich die Gemeinden. Auf Bundesebene wird keine Grundstückgewinnsteuer erhoben. Die Höhe der Besteuerung ist ebenfalls abhängig von der zuständigen Behörde. Die Methode der Berechnung ist jedoch bei allen Stellen gleich.
Besteuerung Liegenschaft
Die Höhe der Steuerschuld hängt vom Gewinnbetrag aus dem Verkauf und der Besitzdauer ab. Wird ein Objekt oder Grundstück bereits im ersten Jahr wieder veräussert, kostet das im Kanton Aargau 40 Prozent des Gewinns. Wird erst nach 20 Jahren veräussert, werden nur noch 11 Prozent Steuern erhoben. Der ursprüngliche Kaufpreis wird vom Verkaufsertrag abgezogen. Dazu kommen weitere Abzüge. Zusätzlich wird in den meisten Kantonen eine Handänderungssteuer erhoben. Das heisst, das Organ, welches die Steuerhoheit besitzt, besteuert die Übertragung von einem Besitzer auf den nächsten. Nehmen wir Herrn Hauser als Beispiel. Er veräussert sein Einfamilienhaus für zwei Millionen. Dieses hat er vor 15 Jahren zu einem Wert von 1.6 Millionen gekauft. Der Grundstückgewinn beträgt demnach CHF 400'000.-. Im Kanton Aargau beträgt die Grundstückgewinnsteuer nach 15 Jahren Besitz 16 Prozent. Der Betrag, den Herr Hauser also dem Fiskus abliefern muss, beträgt CHF 64'000.-. Es gibt jedoch auch Übertragungen, bei denen keine oder weniger Gewinnsteuer bezahlt werden müssen.
Eigentum wechseln
Die Besteuerung wird aufgehoben, wenn der Eigentumswechsel zwischen Ehegatten im Zusammenhang mit dem Güterrecht stattfindet. Genauer bei Tod, Scheidung oder der Ungültigkeitserklärung der Ehe. Die Handänderung wird nicht eingefordert, wenn die Veräusserung eines Grundstückes durch Eltern an ihre direkten Nachkommen oder umgekehrt stattfindet. Genauso wie der Besitzwechsel zwischen Grosseltern und Enkeln. Geschäfte unter Geschwistern, oder sonstiger Verwandtschaft sind jedoch nicht von der Handänderungssteuer befreit. Wäre der Käufer von Herrn Hausers Einfamilienhaus sein Sohn, würde keine Handänderungsteuer anfallen. Klären Sie diesen Umstand aber vorsichtshalber stets beim zuständigen Steuerbüro ab. In Zürich, als Ausnahmebeispiel, wird der Übertrag von Grosseltern auf Enkel ebenfalls von der Handänderungssteuer erfasst. Die vollständige Steuerbefreiung ist selten. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Besteuerung zu senken.
Steuern senken
Verwenden Sie den Ertrag aus dem Verkauf für den Kauf eines neuen Eigenheims, kann ein gewisser Betrag davon abgezogen oder zumindest aufgeschoben werden. Die Höhe der Reduktion stützt sich auf die Höhe des reinvestierten Betrags aus dem Verkauf. Stellen Sie sich vor, Herr Hauser will sich mit den neu erhaltenen Mitteln das Mehrfamilienhaus auf der gegenüberliegenden Strassenseite kaufen. Dafür muss er 2.5 Millionen Franken aufwenden. Damit kann die Besteuerung vollständig aufgeschoben werden. Würde das neue Objekt nur 1.8 Millionen kosten, müsste er die übrigen 200'000 versteuern. Liegt der neue Kaufpreis unter demjenigen, der vor 15 Jahren bezahlt wurde, gilt es den gesamten Ertrag zu versteuern. Für die Verrechnung von Verkauf und Neukauf darf eine Zeitspanne von 3 Jahren nicht überschritten werden.