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Damals seien Handgranaten von den Vereinigten Arabischen Emiraten unter Verletzung der vertraglichen Zusicherungen nach Syrien gelangt, stellt die Ruag in einer aktuellen Stellungnahme zu einem Bericht des "SonntagsBlick" fest.
Die Ruag hat, wie sie schreibt, "seit 2003/2004 keine Handgranaten mehr in den arabischen Raum geliefert". Das Unternehmen halte sich strikt an die Exportvorschriften der Schweiz, auch an den ausländischen Standorten.
Aktuelle Bilder der Dschihadisten-Allianz Haiat Tahrir al-Scham (HTS), die im "SonntagsBlick" publiziert sind, zeigen selbst gebastelte Bomben, Gewehre, Sprengstoffgürtel und Handgranaten. Laut der Zeitung haben mehrere Waffenspezialisten bestätigt, dass es sich bei den Handgranaten um Schweizer Handgranaten des Typs OHG92 und HG85 handelt.
Laut Ruag könnten diese tatsächlich von der Ruag hergestellt worden sein. Eine abschliessende Beurteilung sei jedoch nur möglich, wenn die Seriennummer - oder andere eindeutig zu identifizierende Merkmale - bekannt seien. "Um detaillierte Informationen zu liefern, müsste das Material physisch untersucht werden können", heisst es in der Mitteilung.
Die Ruag hält weiter fest, dass man Kriegsmaterial nur an Armeen und Sicherheitskräfte von Staaten liefere, die nach den Schweizer Exportvorschriften erlaubt seien. Jeder Einzelfall bedürfe einer schriftlichen Bewilligung durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco).
Es ist nicht das erste Mal, dass Kriegsmaterial in Syrien auftaucht. Im Zeitungsbericht und auch von der Ruag wird an einen früheren, ähnlichen Fall erinnert. 2012 wurde bekannt, dass Schweizer Handgranaten von der Freien Syrischen Armee in ihrem Kampf gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad eingesetzt worden waren.
Dies obwohl nach dem Inkrafttreten des Kriegsmaterialgesetzes im April 1998 laut Ruag keine Schweizer Waffenlieferungen an Syrien erfolgt waren.
(SDA)