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Wenn das Wasser gereinigt ist, hat die Abwasser-reinigungsanlage ihre Arbeit noch lange nicht getan. In einem komplexen Verfahren muss der bei der Reinigung angefallene Schlamm so aufbereitet und reduziert werden, dass er möglichst umweltschonend in der Kehrichtverbrennunganlage verbrannt werden kann.
Der Frischschlamm, der im Vorklärbecken angefallen ist, besteht zu etwa 95 Prozent
aus Wasser. Um ihn von störenden und zopfbildenden Stoffen - bspw. Haaren - zu
befreien, wird er gesiebt und anschliessend mechanisch eingedickt. Dabei wird das
Volumen auf rund einen Drittel reduziert. Für die Dauer von etwa drei Wochen kommt
der Schlamm in einen Faulturm, wo er langsam gärt. Spezielle Mikroorganismen bauen
hier den vorhandenen Kohlenstoff ab und produzieren ganz nebenbei einen
hochwertigen Energieträger, nämlich Methangas, besser bekannt als Biogas.
Der gegärte Schlamm wird in einem Stapelbehälter gelagert, bis er in die Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) abgegeben wird. Während dies normalerweise mit Lastwagentransporten bewältigt wird, verfügt die Abwasserreinigungsanlage in Aarburg über eine Pipeline zur KVA in Oftringen. Das schont die Umwelt und spart Transportkosten. Rund 20'000 Tonnen Schlamm liefert die ARA Aarburg jedes Jahr - das entspräche etwa drei Lastwagen pro Tag...