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Differenztheoretisch kann Umgangssprache durch die Differenz zwischen Umgangs- oder Alltagssprache und Terminologie gesehen werden, wobei die Umgangssprache ohne explizite Vereinbarung auskommt.
In der Umgangssprache weiss ich, was ein bestimmtes Wort heisst, aber ich weiss nicht, dass ich es weiss. Die Wortbedeutung erscheint mir natürlich (naturwüchsig) gegeben.
Die Umgangssprache begründet den Common Sense, der durch Fragen nach Begriffserläuterungen jeweils blockiert wird. Wer mächtiger ist, muss seine Begriffe nicht erläutern.

Anmerkung, Erläuterung:
Eine ganz andere Verwendung des Ausdruckes "Umgangssprache" wird in der Wikipedia vorgeschlagern:
Diese beiden Wortverwendungen haben sehr verschiedene Konsequenzen und geben damit auch ein Beispiel für die Differenz zwischen Umgangssprache und Terminologie.
Jede Terminologie wird in der Umgangssprache formuliert, sie lässt sich aber als autopoietisches Wesen begreifen. Je mehr einzelne Begriffe im Sinne eines Lexikons auf einander bezogen werden, umso definierter, bestimmter und eigenständiger wird die Terminologie. Die Systemtheorie etwa lässt sich auch als Entwicklung einer Terminologie begreifen (es gibt sogar die Idee einer universalen Wissenschaftssprache, also quasi einer allgemeinen Terminologie, die die Differenz aufhebt und mithin keine Terminnologie wäre).