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Der Geiger Manrico Padovani und die Pianistin Katarina Knazovicka entführen das Publikum in die transformierenden und modellierenden Klänge eines Karol Szymanowski und Witold Lutoslawski, der neben Komposition auch Mathematik studiert hat. In der Partita - einem Duo für Violine und Klavier, das als sein Signaturstück gilt - verbindet Lutoslawski zum einen seinen Impuls Solokonzerte für diese beiden Instrumente zu komponieren und zum anderen seine Fähigkeit die Bach- und Händel-Referenzen mit aleatorischem zu verknüpfen. Dank Pinchas Zukermann und Anne-Sophie Mutter avancierte die Partita innerhalb kürzester Zeit zu einem der meistgespielten modernen Werke für Violine.
Die Sonate für Violine und Klavier von Karol Szymanowski ist mit einem weiteren grossen Namen verbunden - nämlich Artur Rubinstein, der dieses emotional geladene und hoch virtuose Werk mit Pawel Kochanski in Warsaw uraufgeführt hat.
Im benachbarten Mähren hat ein bewegtes Schicksal Leos Janacek zu der Entstehung eines bedeutenden Klavierwerks - Sonate I.X.1905, mit dem ursprünglichen Titel „Von der Strasse am 1. Oktober 1905“ - bewogen.
Den Ton der musikalischen Transformation geben neben der Janaceks Sonate nicht zuletzt die schwebenden Klänge eines Arvo Pärt.