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Der Kolumbianer Egan Bernal hat die 83. Tour de Suisse gewonnen. Der 22-Jährige vom Team Ineos verwaltete auf dem letzten Teilstück, einem 101 Kilometer langen Alpen-Circuit mit Start und Ziel in Ulrichen VS, seinen Vorsprung von 22 Sekunden auf Rohan Dennis. Der Australier attackierte zwar kurz vor dem letzten Gipfel, konnte Bernal aber nicht abschütteln.
Bernal war für die Tour de Suisse eigentlich nur als Edelhelfer von Geraint Thomas vorgesehen. Doch der britische Tour-de-France-Sieger stürzte in der 4. Etappe und musste das Rennen aufgeben. Bernal übernahm die Leaderrolle umgehend und ohne auch nur einmal Schwäche zu zeigen. Er ist in der Geschichte der Schweizer Landesrundfahrt der zweite Gesamtsieger aus Kolumbien. 2016 hatte sich Miguel Angel Lopez durchgesetzt.
Den Sieg in der Königsetappe holte sich auf höchst beeindruckende Weise Hugh Carthy. Der 24-jährige Brite setzte sich schon im ersten Anstieg ab und überquerte Nufenen-, Gotthard- und Furkapass solo. Carthy eroberte dank dieser Parforceleistung zugleich das Trikot des Bergpreiskönigs. Er feierte in Ulrichen den bislang wertvollsten Sieg seiner Karriere, wenige Wochen nachdem er den Giro d'Italia auf Gesamtrang 11 abgeschlossen hatte.
Bester Schweizer wurde in der Schlussetappe Mathias Frank als Vierter. In der Gesamtwertung verpasste Patrick Schelling die Top Ten nur knapp. Doch auch Rang 11 ist für den 29-jährigen Hemberger, der die Tour de Suisse als Mitglied der Nationalmannschaft bestritt, ein schöner Erfolg. «Damit bin ich sehr zufrieden, das Resultat hätte ich mir nicht erträumt», sagte Schelling im SRF. Er hoffe, dass sich nun grössere Teams bei ihm melden würden. (ram)