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Ordnerverwaltung für Direkte Steuern (Teil 1 - bis Seite 49)
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Das StHG (Steuerharmonisierungsgesetz):
Auch dieses Gesetz ist ein Bundesgesetz, in dem es jedoch um kantonale Steuern geht (Einkommenssteuer, Vermögenssteuer, Grundstückgewinnsteuer sowie Gewinn- und Kapitalsteuer bei juristischen Personen). Wesentlich ist, dass das Steuerharmonisierungsgesetz eine Art vereinfachtes kantonales Steuergesetz ist, das den kleinsten gemeinsamen Nenner für alle kantonalen Steuergesetze bildet. Das bedeutet, dass alles, was im Steuerharmonisierungsgesetz steht, von allen Kantonen in die kantonalen Steuergesetze übernommen werden muss.
Das VStG (Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer):
Hier finden Sie die Regeln über die Erhebung der Verrechnungssteuer (wer muss unter welchen Voraussetzungen wofür die Verrechnungssteuer abliefern?) sowie die Regeln für deren Rückforderung (wer kann unter welchen Voraussetzungen, wann und wie die Verrechnungssteuer zurückfordern?).
Welche Elemente sind notwendig für ein Steuerrechtsverhältnis oder anders gefragt: Was alles braucht es, damit das Steuerwesen vollständig und korrekt funktioniert?
Steuerhoheitsgebiet: ein Gemeinwesen, das berechtigt ist, Steuern zu erheben
Steuersubjekt: Ist diejenige Person, die mit der Steuerverwaltung abrechnet
Steuerobjekt: Ist der Tatbestand, der die Besteuerung auslöst
Steuerberechnungsgrundlage: Es muss festgelegt werden, was wie hoch besteuert wird = sogenannte sachliche Bemessung und wann es besteuert wird = sogennante zeitliche Bemessung
Steuermass: Die Berechnung des geschuldeten Steuerbetrags
Steuerhoheitsgebiet - In der Schweiz sind - je nach Steuerart - der Bund, die Kantone oder die Gemeinden Steuerhoheitsgebiete
Die Einkommenssteuer (für natürliche Personen) und die Gewinnsteuer (für juristische Personen) müssen für...
...alle drei Hoheitsgebiete gezahlt werden, wobei die Steuerrechnung für Kantons- und Gemeindesteuern gemeinsam gestellt wird (in vielen Kantonen "Staats- und Gemeindesteuerrechnung" genannt). Die Rechnung für die direkte Bundessteuer wird hingegen separat gestellt.
Steuerhoheitsgebiet - In der Schweiz sind - je nach Steuerart - der Bund, die Kantone oder die Gemeinden Steuerhoheitsgebiete
Die Vermögenssteuer (für natürliche Personen) und die Kapitalsteuer (für juristische Personen) werden...
...nur auf Stufe Kanton und Gemeinde erhoben, die direkte Bundessteuer kennt keine Vermögens- und keine Kapitalsteuer.
Steuerhoheitsgebiet - In der Schweiz sind - je nach Steuerart - der Bund, die Kantone oder die Gemeinden Steuerhoheitsgebiete
Die Mehrwertsteuer wird...
...nur auf Bundesebene erhoben.
Zur Steuerhoheit gehört, dass das Gemeinwesen:
Steuergesetze aufstellen und abändern darf
das Recht hat, von den Steuerpflichtigen die Zahlung der Steuer sowie die Mitwirkung der Steuerpflichtigen bei der Steuerfestsetzung zu verlangen
das Recht hat, die eingenommenen Steuergelder im Rahmen des Budget zu verwenden (d.h. sie im öffentlichen Interesse zu investieren bzw. auszugeben)
Das Steuersubjekt ist die Person, die mit der Steuerverwaltung abrechnet. Dies muss nicht unbedingt die Steuerträgerin sein, die Person also, die die Steuerlast letztlich zu tragen hat. Wird die Steuer nämlich auf eine andere Person überwälzt, ist die Steuer zahlende Person nicht mehr identisch mit der Steuer tragenden Person:
Zahlen Sie Ihre Einkommenssteuer, sind Sie nicht nur Steuersubjekt (Sie zahlen schliesslich die Steuerrechnung), sondern auch Steuerträger (Sie können die Steuer niemandem weiter belasten)
Steuersubjekt für die Mehrwertsteuer hingegen ist die abrechnungspflichtige (mehrwertsteuerpflichtige) Unternehmung, Steuerträger hingegen ist der Endverbraucher (die Mehrwertsteuer ist eine Verbrauchssteuer, sie wird auf den Endkonsumenten überwälzt).