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Frauen haben in den letzten Jahrzehnten bildungsmässig stark aufgeholt. Das schlägt sich auch im Paarungsverhalten der Schweizer Bevölkerung nieder, wie eine diese Woche veröffentlichte Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) im Rahmen der Volkszählung zeigt. In den letzten 20 Jahren ist der Anteil der Beziehungen, in denen der Mann einen besseren Schulsack hat, von 37 auf 31 Prozent zurückgegangen.
Zwar haben die Männer immer noch in drei von zehn Haushalten eine höhere Ausbildung abgeschlossen als die Frauen. Der Anteil der Paare mit gleichwertigem Bildungsstand ist aber gestiegen - von 56 Prozent im Jahr 1990 auf 58 in den Jahren 2010 bis 2014.
Noch ausgeprägter ist die Zunahme bei den Paaren, in denen die Frau höher gebildet ist als der Mann. Machten diese 1990 erst 7 Prozent aus, so waren es zuletzt 11 Prozent. Für das BFS weisen die Ergebnisse "eindeutig auf eine Aufweichung des traditionellen Musters der Paarzusammensetzung" hin.
Zwischen Stadt und Land variieren die Zahlen nicht gross. Deutlichere Unterschiede gibt nach Sprachregionen. So ist in der französisch- und italienischsprachigen Schweiz in 13 Prozent der Partnerschaften die Frau höher gebildet als der Gefährte.
In der Deutschschweiz liegt der entsprechende Wert bei 10 Prozent. Mit rund 32 Prozent ist im deutschen Sprachgebiet die Kombination mit einem Bildungsvorsprung des Mannes verbreiteter als in der lateinischen Schweiz (28 Prozent).
In der Gesamtbevölkerung hat heute etwas mehr als jede Fünfte Frau ein Hochschulstudium oder eine gleichwertige Ausbildung absolviert. 1990 waren es erst 7 Prozent. Damit liegen die Frauen zwar immer noch deutlich hinter den Männern (36 Prozent), doch nehmen die Unterschiede bei den jüngeren Generationen deutlich ab. Unterdessen schliessen sogar etwas mehr Frauen ein Studium ab als Männer.
(SDA)