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Uster–Oetwil
|Kürzel||UOe|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1909-05-28|
|Betriebseinstellung||1949-10-01|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1909 eröffnete, von Beginn an elektrifizierte (Gleichstrom) UOe war Eigentum einer Aktiengesellschaft. Für 100'000 Franken der Anleihen übernahmen Anliegergemeinden die Garantie. Die UOe hatte in Esslingen Anschluss an die Forchbahn (FB, ab 1912) sowie in Langholz an die seit 1903 verkehrende Wetzikon–Meilen-Bahn (WMB). Allerdings konkurrenzierten sich die Gesellschaften teils gegenseitig, was ihrer Wirtschaftlichkeit nicht förderlich war. Der Betrieb der UOe wurde 1909 für die ersten fünf Jahre dem Bauunternehmer übertragen, dem sämtliche Verkehrseinnahmen zufielen, der umgekehrt jedoch für alle Kosten einschliesslich der Zinsdienste und der Rückstellungen aufzukommen hatte. Dieses Arrangement wurde offensichtlich nicht erneuert respektive sistiert, jedenfalls war in späteren Bänden keine Rede mehr davon. Angesichts der (negativen) Ergebnisse aus dem Transportgeschäft ist es höchst unwahrscheinlich, dass die in der Statistik aufgeführten Zinsdienste geleistet und die Rückstellungen tatsächlich getätigt wurden. Wer die Verluste trug, ging aus der Statistik nicht hervor. Ebenfalls unklar ist, wie der Schuldenabbau 1915 finanziert wurde. 1921 musste die Bilanz der UOe grundlegend saniert werden, wobei praktisch das gesamte Aktienkapital verloren ging (Reduktion des Nominalwerts um 99 Prozent auf total 6500 Franken).
Über die auffällige Zunahme der Fahrleistungen der Triebwagen im Jahr 1919 äusserte sich die Statistik nicht näher. Es dürfte sich um eine fehlerhafte Angabe handeln. Baukosten, die bis 1914 unter der Rubrik Hochbau eingestellt waren, wurden hernach zu den elektrischen Einrichtungen umgebucht.
Die UOe stellte 1949 den Betrieb ein (Busersatz).
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: