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Kurze Prosastücke, in denen sich das Drama von Exil, Entwurzelung und Einsamkeit spiegelt. Sie handeln von der Suche nach einem verlorenen Glück, von der Hoffnung auf bessere Zeiten, von Resignation. Tiefschwarz, lakonisch und gnadenlos im Blick auf die Welt und das eigene Ich. Die frühen Erzählungen und kurzen Prosastücke, die in dem Band „Irgendwo“ versammelt sind, muten wie Skizzen zu ihrem Debütroman „Das grosse Heft“ an, der 1986 erschien und sie berühmt machen sollte.
Portrait
Agota Kristof wurde am 30. Oktober 1935 in Csikvand in Ungarn geboren. Sie verliess ihre Heimat während der Revolution 1956 und kam über Umwege nach Neuchatel in die französischsprachige Schweiz, wo sie bis heute lebt. Als Arbeiterin in einer Uhrenfabrik tätig, erlernte sie die ihr bis dahin fremde Sprache und schrieb auf Französisch ihre erfolgreichen Bücher, die in mehr als 20 Sprachen übersetzt woden sind. 2001 wurde sie mit dem Gottfried-Keller-Preis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet und 2006 erhielt sie den Preis der SWR-Bestenliste, 2009 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. 2011 verstarb Agota Kristof. Dagmar Manzel wurde einem grösseren Film- und Fernsehpublikum durch Rollen in "Nach Fünf im Urwald", "Crazy" und "Klemperer. Ein Leben in Deutschland" u.a. bekannt. Sie gehörte lange Zeit zum Ensemble des Deutschen Theaters Berlin.