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Als Adel wird die im Mittelalter herrschende soziale Schicht (Stand) genannt. Seine Vorrechte gründete der Adel in erster Linie auf Geburt, erst in zweiter auf Besitz (--> Herrschaft) und Leistung. Durch besondere Lebensformen und ein hoch entwickeltes Standesethos hob sich der Adel vom Rest der Bevölkerung ab.
Man unterscheidet den mittelalterlichen Adel auf zwei Arten:
1. edelfrei - ministerialadelig:
Zum einen gibt es die Gruppe der Edelfreien, deren Vorfahren frei geboren wurden. Zum zweiten gab es die Ministerialadeligen, deren Vorfahren unfreie Diener und Dienstleute von Fürsten und Königen gewesen waren, und für ihre Dienste geadelt worden waren.
2. hochadelig - niederadelig:
Im Lauf des Mittelalters gab es viele Edelfreie (und vereinzelte Ministerialen), die durch das Ausüben königliche Ämter (Grafen- und Markgrafenämter etc.) sowie durch geschickte Heiraten aufstiegen und immer mächtiger wurden. Diese edelfreien Adelsgeschlechter stellten dann unter Umständen Herzöge oder gar Könige, aber auch Erzbischöfe, Bischöfe und Äbte. Man bezeichnet diese Gruppe als Hochadel. Andererseits gab es viele Edelfreie, deren Besitzstand so schmal war, dass die abstiegen, oft sogar in die Dienste eines Herrn traten und so zu Ministerialen wurden. Diese Adligen bildeten zusammen mit dem Hauptharst der Ministerialen die Gruppe des Niederadels.
Um diesen vielfach gespaltenen Adel zu einigen, propagierten die staufischen Königen das Ideal des christlichen --> Ritters. Dieses Ideal sollte als gemeinsames Band den gesamten Adel, vom König selbst und den höchsten Reichsfürsten bis hinunter zum kleinsten Ministerialen zumfassen und einigen.