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Die Aktionsgruppe Sauberer Murtensee erneuert ihre Forderung nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den geplanten Um- und Ausbau der Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Muntelier. Diese Untersuchung solle vom ARA-Verband Seeland-Süd bei einer neutralen Stelle in Auftrag gegeben werden, schreibt Peter Halbherr, Präsident der Aktionsgruppe in einem Communiqué. Er schlägt die Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) vor.
Eine Frist bis Ende Jahr
«Vom ARA-Verband bezahlte Ingenieure sind in ihrer Meinungsäusserung nicht frei, sondern durch das Auftragsverhältnis an die Ziele und Pläne des ARA-Verbandes gebunden», begründet er sein Misstrauen. Dem Verband setzt er für die Auftragserteilung eine Frist bis Ende Jahr.
Die UVP solle die Eignung verschiedener Standorte für das Klärwerk untersuchen. Halbherr nennt hier Muntelier, Kerzers und Kallnach. Von der Studie erwartet er ebenfalls Antworten auf die Fragen, ob der Murtensee für die Einleitung von geklärtem Abwasser geeignet und ob die Einleitung in die Aare eine mögliche Alternative sei.
Gemeinden für Muntelier
Der ARA-Verband Seeland-Süd will die ARA in Muntelier für über 60 Millionen Franken um- und ausbauen. Sie soll auch Abwässer der Region Kerzers aufnehmen, welche dann in den Murtensee gelangen. Nach vielen Diskussionen entschieden sich die beteiligten Gemeinden 2011 für das Projekt in Muntelier. Im Juni 2016 bildete sich die Aktionsgruppe Sauberer Murtensee, die den Standort Muntelier ablehnt. Deren Mitglieder verlangen, dass das ARA-Projekt in Kerzers realisiert wird.