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Am Vorabend der Machtübernahme durch den ersten schwarzen Präsidenten in der Geschichte der USA ist eine Debatte entbrannt über den ersten schwarzen Web-Browser: Blackbird.
Basierend auf der Mozilla-Technologie bietet der Browser verschiedene Add-ons, um das Web für Schwarze besser zu erschliessen. Dazu gehört Black Search (eine Suchmaschine, die Websites von und für Schwarze bevorzugt), ein News-Ticker mit Black News, handverlesene Bookmarks mit Black Content sowie ein Toolbar (sog. Services Bar), der raschen Zugriff auf ausgewählte Videos, Social Networks, Social Bookmarks und andere Service bietet.
Braucht es einen speziellen Browser für Schwarze? Die Meinungen gehen auseinander, und die Reaktionen waren teilweise heftig, nachdem Blackbird via TechCrunch in die Schlagzeilen geraten war. Wer 20 Minuten Zeit aufbringen kann, bekommt in der Talkshow von Brian Lehrer einige spannende Fragen und einige gute Antworten zu hören:
Persönlich habe ich zwar Verständnis dafür, dass sich die Schwarzen auch in den Online-Medien untervertreten fühlen, halte die Lancierung von Blackbird aber trotzdem für falsch. Nach dieser Logik müsste man auch einen Frauen-Browser, einen Schwulen-Browser, einen Linkshänder-Browser, einen Buddhisten-Browser und einen Rätoromanen-Browser entwickeln. Und dies würde zu einer Browser-Flut führen, welche das Publizieren und das Konsumieren von Web-Content nur schwieriger macht. Zudem könnte man die meisten Features von Blackbird auch mit einer Firefox-Extension abdecken.