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Es ist nicht das erste Mal, dass sich Roger Federer bei den ATP Finals nach der 1. Runde in Rücklage befindet. Vor der Niederlage gegen Kei Nishikori in diesem Jahr hat der Schweizer schon 3 Mal sein Auftaktspiel verhauen:
- 2007: 6:3, 6:7, 5:7 gegen Fernando Gonzalez
- 2008: 6:4, 4:6, 3:6 gegen Gilles Simon
- 2013: 4:6, 7:6, 2:6 gegen Novak Djokovic
Konsequenzen hatte das nur in einem Fall: 2008 verpasste Federer nach einer weiteren Niederlage gegen Andy Murray und einem Sieg gegen Radek Stepanek die Halbfinals.
Es sollte bisher das einzige Mal (!) bei seinen 16 Teilnahmen an den ATP Finals oder am Master Cup (bis 2008) bleiben, dass der Baselbieter in der Gruppenphase hängen blieb.
Turniersieg trotz Startniederlage
2013 zog Federer mit Siegen gegen Richard Gasquet und Juan Martin del Potro den Kopf noch aus der Schlinge, blieb im Halbfinal dann aber an Rafael Nadal hängen.
2007 holte Federer dank klaren Zweisatz-Siegen gegen Nikolai Dawydenko und Andy Roddick gar noch den Gruppensieg. Im Halbfinal liess er Nadal keine Chance und bezwang schliesslich im Endspiel David Ferrer in 3 Sätzen.
Steigerung notwendig
Noch ist also nichts verloren für Federer. Zwei Siege (gegen Dominic Thiem am Dienstag und Kevin Anderson am Donnerstag) dürften reichen, um den Fehlstart auszumerzen und doch noch in den Halbfinal einzuziehen.
Für das zweite Spiel muss ich mich steigern.
Mehr Anlass zur Sorge als die Ausgangslage dürfte aber Federers Auftritt gegen Nishikori geben. «Es war eine enttäuschende Leistung», gab der 37-Jährige unumwunden zu. Er agierte äusserst fehlerhaft und fand nie zu seinem Spiel.
«In der 1. Runde ist es halt manchmal ein Kampf und Krampf», bilanzierte Federer, «für das zweite Spiel muss ich mich steigern». Damit 2008 auch 10 Jahre später der einzige Ausrutscher Federers beim Saisonfinale bleibt.
Programm-Hinweis
Verfolgen Sie das 2. Gruppenspiel von Roger Federer an den ATP Finals in London am Dienstag gegen Dominic Thiem ab 21:00 Uhr live auf SRF zwei.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 11.11.2018, 21:00 Uhr.