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DIE PRIMÄRE WAHRNEHMUNG DES KORAN GESCHIEHT ÜBER DEN KLANG DER GESPROCHENEN WORTE
Herausforderung bei der Übersetzung des Korans:
Im Koran sind tonale Formen und Sinn eng miteinander verbunden.
Die Übersetzung des Korans ist nicht verboten, ihr kommt aber keine religiöse Bedeutung zu. (Ästhetik des Klangs)
➔ Bei der Übersetzung gehen der unnachahmliche Klang und der eigentliche Geist verloren Selbst bei einer normalen Rezitation des Korans muss man viele Regeln beachten, um die
ganze Schönheit des Gotteswortes zu zeigen.
Das Arabische als heilige Sprache → in dieser Sprache hat Gott seinen Willen offenbart. Er kann in rechter und religiös gültiger Form nur rezitiert werden, wenn es auf Arabisch geschieht. (Muslime sagen, dass Koran unmittelbar von Gott geschrieben ist. → s. Wissensfragen)
Ist der Koran übersetzbar? → Weil das Wort Gottes auf Arabisch offenbart wurde, Arabisch als auf besondere Weise mit der Offenbarung verknüpft ist und diese Offenbarung ihre besondere Ästhetik durch diese Sprache erhält, ist der Koran eigentlich unübersetzbar.
[Zusammenhang Offenbarung –Unvergleichbarkeit –„Heiligkeit“ der Sprache –Rezitation als Teil der Schriftwahrnehmung; Bezug auf Problematik von Übersetzung in eine andere Sprache, die niemals ästhetischen Charakter und inhaltliche Bedeutung in vollem Umfang übertragen kann –Gefahr der Verfälschung –Hinweis, wie dennoch versucht werden kann, die mit der Sprache einhergehenden Empfindungen in eine andere Zielsprache zu übersetzen.]