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GENACIS: GENDER, ALKOHOL UND KULTUR: EINE INTERNATIONALE STUDIE
GENACIS ist ein gemeinschaftliches Projekt, das durch die Arbeit der IRGGA (International Research Group on Gender and Alcohol), einem internationalen Zusammenschluss von Alkoholforschenden, die der Kettil Bruun Society for Social and Epidemiological Research on Alcohol angeschlossen sind, entstanden ist.
Das GENACIS-Projekt wird von IRGGA-Mitgliedern der University of North Dakota, der University of Southern Denmark, der Freien Universität Berlin und von Sucht Schweiz koordiniert. Die Projektteilnehmenden werden durch die Europäische Union, das U.S. National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism, die Weltgesundheitsorganisation, das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesamt für Bildung und Wissenschaft gefördert. Die Unterstützung für einzelne Länderstudien kam von verschiedenen Regierungsstellen und anderen nationalen Fonds. Die Projektziele sind:
- innerhalb von Landesgrenzen die Trinkmuster und Trinkkontexte von Männern und Frauen vergleichen; über Landesgrenzen hinweg die Trinkmuster und Trinkkontexte von Männern und Frauen vergleichen sowie die Geschlechterunterschiede bei Trinkmustern und Trinkkontexten. /li>
- innerhalb von Landesgrenzen die alkoholbedingten Probleme von Männern und Frauen vergleichen, und über Landesgrenzen hinweg die Verbreitung von Alkoholproblemen bei Männern und Frauen vergleichen, sowie die Geschlechterunterschiede bei der Prävalenz von alkoholbedingten Problemen.
- innerhalb von Landesgrenzen und über Landesgrenzen hinweg das Erleben von Gewalt in engen Beziehungen hinsichtlich dem Trinkverhalten von Männern und Frauen vergleichen.
- innerhalb von Landesgrenzen und über Landesgrenzen hinweg Geschlechterunterschiede bei sozialen Ungleichheiten hinsichtlich Alkoholkonsum/Alkoholmissbrauch vergleichen sowie den Einfluss der Kombination von gesellschaftlichen Rollen auf starken Konsum.
- analysieren wie sich aus gesellschaftlichen Faktoren (z. B. Geschlechtergleichstellung, Trinknormen) der Alkoholkonsum von Frauen und Männern sowie alkoholbedingte Probleme in verschiedenen Regionen Europas und darüber hinaus vorhersagen lassen. Durch die Verwendung von zentralisierten Datenanalysen und einheitlichen Massen wird diese Studie frühere internationale und europäische Alkoholforschungsresultate verbessern. Ausserdem wird sie der europäischen Public-Health-Politik noch bessere Informationen liefern, indem sie geschlechterspezifische Unterschiede bei gefährdeten Untergruppen identifiziert mit dem Ziel, die abweichenden Übereinstimmungen und Bedingungen eines problematischen Alkoholkonsums zwischen den Geschlechtern genauer zu bestimmen und zu verstehen.