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Brasilien gegen Deutschland – was nach einem Final an der Fussball-Weltmeisterschaft tönt, ist in Tat und Wahrheit der Kampf um die olympische Goldmedaille im Beachvolleyball der Frauen. Diese Konstellation ist historisch und überraschend zugleich.
Historisches schafften Laura Ludwig und Kira Walkenhorst:
- Der Finaleinzug des deutschen Duos ist mehr als nur verdient. Nur einen Satz mussten Ludwig/Walkenhorst in den 6 bisherigen Partien abgeben.
- Die Europameisterinnen von 2015 und 2016 haben damit Historisches erreicht: Erstmals überhaupt hat bei den Frauen ein europäisches Team eine Olympia-Medaille auf sicher.
- Seit der Premiere in Atlanta 1996 gingen bisher sämtliche Medaillen nach Brasilien, Australien, China und die USA.
Überraschendes schafften Barbara Seixas und Agatha Bednarczuk:
- Der Halbfinal-Sieg über die Topfavoritinnen Kerri Walsh Jennings und April Ross aus den USA ist als Coup zu bezeichnen. Zwar sind Agatha/Barbara die amtierenden Weltmeisterinnen. Walsh, Weltmeisterin von 2003, 2004 und 2007, musste jedoch wegen einer Schulterverletzung auf die WM in Den Haag verzichten.
- Agatha/Barbara haben ihr erstes Edelmetall an Olympia sicher. Seit Beachvolleyball olympisch ist, hat Brasilien bei den Frauen stets eine Medaille geholt.
- Mit dem Coup gegen die Amerikanerinnen verhinderten Agatha/Barbara vorzeitig, dass Walsh zum 4. Mal in Folge Olympiasiegerin werden kann.
Zum ersten Mal seit 2000 werden also nicht Walsh/May-Treanor Olympia-Gold holen. Ludwig/Walkenhorst oder Agatha/Barbara gehen als erst 4. Olympiasieger-Duo in die Geschichte des Frauen-Beachvolleyballs ein.
Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung