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Erster Weltcupsieg von Liensberger – Holdener auf dem Podest
Petra Vlhova macht den Kampf um die Slalom-Kristallkugel mit einem Patzer wieder spannend. Während Katharina Liensberger vor Mikaela Shiffrin und Wendy Holdener siegt, rettet sich Vlhova auf Platz 8.
Liensberger, im Februar Doppel-Weltmeisterin in Cortina d’Ampezzo, feierte nach neun Podestplätzen den fälligen ersten Weltcupsieg. Als Zweite nach dem ersten Durchgang schob sich die 23-jährige, nahe der Schweizer Grenze aufgewachsene Vorarlbergerin im zweiten Are-Slalom um 72 Hundertstel vor Shiffrin. Sie sorgte damit für den ersten Saisonsieg der ÖSV-Frauen und verhinderte, dass Shiffrin an ihrem 26. Geburtstag die Rekordmarke von Ingemar Stenmarks 46 Riesenslalom-Siegen egalisierte. Wendy Holdener büsste als Dritte bereits mehr als anderthalb Sekunden auf Liensberger ein.
Bei Petra Vlhova, der Leaderin in der Disziplinenwertung und Führenden im Gesamtweltcup vor Lara Gut-Behrami, ging es am Tag nach dem 20. Weltcupsieg unverhofft nicht um weitere Siege und Podestplätze, sondern um Schadensbegrenzung. Die Slowakin strauchelte am Morgen am fünften Tor und verhinderte nur knapp den ersten Ausfall im Slalom seit November 2019. Mit fast drei Sekunden Rückstand schaffte sie es als 27. gerade noch in den zweiten Durchgang. Dank Laufbestzeit rettete sie sich in den 8. Schlussrang.
Vlhova steigt damit nächste Woche mit 94 Punkten Vorsprung auf Gut-Behrami ins Finale in Lenzerheide. Im Slalom liegt sie noch 22 Punkte vor Liensberger und 37 Punkte vor Shiffrin. Vor dem zweiten Rennen in Schweden hatte Vlhovas Reserve zur ersten Verfolgerin noch 85 Punkte betragen.
Wendy Holdener machte im zweiten Lauf auf Kosten der Deutschen Lena Dürr einen Platz gut. Für die mit Trainingsrückstand in die Saison gestiegene Schwyzerin ist es der dritte Podestplatz aus den letzten vier Slaloms und der 27. insgesamt in ihrer Paradedisziplin, in welcher sie noch nie gewinnnen konnte.
Der Vielstarterin Michelle Gisin scheint im Saisonfinish den Preis für ihr Mammutprogramm zu bezahlen. Die Engelbergerin kam mit der weichen Piste erneut schlecht zurecht und musste sich mit Platz 13 begnügen. Schon am Vortag war die Semmering-Siegerin nicht über den 7. Rang hinausgekommen.
Camille Rast qualifizierte sich mit einem 18. Platz sicher für das Finale der besten 25 von kommender Woche. In diesem wäre auch Mélanie Meillard teilnahmeberechtigt, dank eines Rest-Pölsterchens von zwei Punkten. Ob die 22-jährige Neuenburgerin am 20. März zum letzten Slalom wird antreten können, ist indes fraglich. Nach einem positiven Corona-Test, herrührend von einer Probe am Donnerstag, befindet sie sich in Are mit leichten Erkältungssymptomen mindestens bis nächsten Donnerstag in Isolation. Um danach in die Schweiz reisen zu dürfen, braucht sie einen negativen PCR-Test.
(text:sda/bild:keystone)