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Willkommen zur Konzertreihe Unterwegs mit Mozart
Das Thema der im September 2019 stattfindenden 7. Konzertreihe lautet
Mozart und Beethoven - Spurensuche.
Ludwig van Beethoven wurde vierzehn Jahre nach Mozart geboren. Beethoven hat Mozart sehr verehrt, hätte ihn persönlich gerne kennengelernt. "Ach, wenn ich nur einmal ein Stück so gut wie Mozart komponieren könnte"...
1787 durchlebte Wolfgang Amadeus Mozart eine schwierige Zeit. Er steckte inmitten seiner Arbeit zur Oper Don Giovanni und war wieder einmal in Geldnot. Ausserdem war sein Vater sterbenskrank, und so konnte Mozart den jungen Beethoven nicht empfangen. Beethoven war damals gerade siebzehn Jahre alt, wollte unbedingt in Wien bei Mozart oder Haydn Unterricht nehmen. Allerdings erkrankte seine Mutter schwer, was bereits nach zwei Wochen seine Rückreise nach Bonn notwendig machte. Beim erneuten Besuch im Jahr 1792 war Mozart bereits verstorben, und Beethoven konnte nur beim älteren Komponisten Joseph Haydn studieren. Graf Ferdinand von Waldstein war Beethovens erster adeliger Förderer und schrieb Beethoven werde"Mozart's Geist aus Haydns Händen" erhalten.
Es gibt viele Anknüpfungspunkte in den Kompositionen der Wiener Klassiker. Mozart, Haydn und Beethoven galten zu ihrer Lebenszeit als Aussenseiter. Haydn lebte und komponierte abgeschirmt in Esterhaza. Im hohen Alter eroberte er Paris, London und wurde weltberühmt. Mozart glänzte als Wunderkind und schrieb sich jedoch später ins Abseits von zu anspruchsvoller Musik. Mit unglaublicher Geschwindigkeit komponierte er seine Musik, oft wurde sie nicht fertig aufnotiert. Es gibt kaum Skizzen und Korrekturen - ganz im Gegensatz zu Beethovens Notenblätter. Dieser rang mit sich und seinen Kompositionen, feilte um Vollkommenheit. Als Jugendlicher glänzte er als Pianist und erreichte viel, war jedoch bereits seit 1802 taub, was seine Musik veränderte. Er galt als der respektlose, taube Einzelgänger. Seine Musik wurde in Wien nicht öffentlich gespielt. Mozart sagte jedoch voraus, dass die Welt "grosse Stücke von diesem jungen Komponisten bekommen wird."
Beethoven orientiert sich vor allem in der ersten Schaffensperiode an Haydn und Mozart, bis er zum eigenen Stil findet. Er scheint Mozarts Streichquartett A-Dur KV 464 bewundert zu haben. Dies zeigt eine Abschrift des Finales von seiner Hand. Im Beethoven Streichquartett Op. 18/5 A-Dur findet man viele Parallelen zu Mozarts Quartett. Christian Gottlob Neefe, Komponist und Lehrer von Beethoven schreibt 1784, Beethoven"werde gewiss ein zweyter Wolfgang Amadeus Mozart werden, wenn er so fortschritte, wie er angefangen."
Die drei Konzerte vom Donnerstag, 5. September um 19.30 Uhr, Freitag, 6. September um 19.30 Uhr und Sonntag, 8. September um 15.00 Uhr stehen thematisch in einem Zusammenhang: dennoch können sie einzeln oder als Zyklus besucht werden. Die Konzerte sind individuell gestaltet und werden im Sinne von Mozarts jährlich stattfindenden Akademiemusiken durchgeführt. Geplant sind kurze Erläuterungen zu den geschichtlichen und musikalischen Zusammenhängen. Weitere Informationen erfahren Sie bald im Flyer zur Konzertreihe 2019
Wenn Sie Fragen haben oder die Konzertreihe in Zukunft mit einem Gönnerbeitrag unterstützen möchten, wenden Sie sich an die Initiantin und Organisatorin von Unterwegs mit Mozart.