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Märzen
Das Märzen, oder auch Märzenbier genannt, ist ein untergäriger Bierstil, der vor allem im Süden Deutschlands und in Österreich getrunken wird. Die Stammwürze bei diesem Bierstil liegt in Deutschland bei 13 bis 15 Grad Plato, womit das Märzen zu den Vollbieren zählt und einen durchschnittlichen Alkoholgehalt von 5 bis 6 Prozent aufweist. Somit ist der Alkoholgehalt eines Märzens höher als der eines durchschnittlichen Lagers. Aufgrund der dennoch charakteristischen Nähe zum Lagerbier wird das Märzen häufig auch als stärkere Version des Lagers bezeichnet. Der Geschmack eines Märzen ist zwar leicht malzbetont, abhängig vom Gusto des Brauers kann es aber auch eine deutliche Hopfenbittere als Gegenspieler zur malzigen Süße haben. Insgesamt lässt sich das Märzen als ein kräftiges, vollmundiges und süffiges Bier mit einer herzhaften Würze bezeichnen, das vor allem im Ausland als traditionelles, untergäriges deutsches Bier überaus geschätzt wird.
Die Bittere ist mit durchschnittlichen 20 bis 30 IBU leicht höher als die eines Hellen. Dabei sind die malzigen und süßlichen Noten vor allem im Antrunk deutlicher wahrnehmbar, die Bittere kommt im Nachgang zum Vorschein. Neben den beschriebenen geschmacklichen Charakteristika zeichnet sich das Märzen auch durch seine Farbintensität aus, die beispielsweise im Vergleich zu einem Pils etwas intensiver und bernsteinfarbener ist. Das liegt unter anderem daran, dass zum einen mehr Malz verwendet wird. Zum anderen kommen dabei auch häufiger dunklere Karamell-Malze zum Einsatz.
Das Märzen und Oktoberfestbier
Das Märzen ist gemeinläufig bekannter unter der Bezeichnung Oktoberfestbier. Stilistisch handelt es sich beim Oktoberfestbier also um ein Märzen. Allerdings dürfen als „Oktoberfestbier“nur Biere von Münchner Brauereien deklariert werden, die auch auf dem Oktoberfest vertreten sind. Hierunter fallen die sechs Brauereien:
Der Ursprung des Märzenbieres
Die Frage die sich stellen sollte ist die, warum beim gleichen Bier zwei unterschiedliche Monate in den beiden Bezeichnungen vorkommen (März und Oktober)? Das Oktoberfestbier wird entgegen der Bezeichnung nicht im Oktober gebraut, es ist vielmehr, geschichtlich betrachtet, ein Überschuss des Märzenbieres, das im März gebraut und für die Sommermonate in gekühlten Fässern gelagert wird. Dieser Überschuss des Märzens war kein Übel sondern gewollt. Der Hintergrund hierfür ist, dass, aufgrund eines im Jahre 1539 erlassenen Dekrets, Bier nur zwischen den Monaten September und März gebraut werden durfte, um so der Brandgefahr entgegenzuwirken, die beim Biersieden oftmals entstand. Um den Bedarf an Bier in den Sommermonaten zu decken, wurde also ein Überschuss an Märzen produziert. Kühlungsmöglichkeiten waren zur damaligen Zeit begrenzt, so dass man mit Hilfe eines höheren Alkoholgehaltes das Märzenbier haltbarer gemacht hat.
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