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Raffainer will in den Weltverband und mit Del Curto die Russen düpieren
Am Samstag wird das Führungsgremium des Eishockeyweltverbands neu gewählt. Der Engadiner Raeto Raffainer tritt als einziger Schweizer Kandidat an. Vorher tritt er unter Del Curto am Legendenspiel an.
In St. Petersburg findet dieses Wochenende der Halbjahreskongress des internationalen Eishockeyverbandes (IIHF) statt. Dabei wird der Nachfolger des langjährigen Präsidenten René Fasel gewählt. Der Fribourger amtete 27 Jahre als höchster Eishockeyfunktionär.
Einen Schweizer Nachfolger wird es dabei zwar nicht geben, mit dem Engadiner Raeto Raffainer könnte der Einfluss der Schweiz im internationalen Eishockey dennoch gesichert werden. Der ehemalige HCD-Sportchef, der in der vergangenen Saison zum SC Bern wechselte, kandidiert für einen der sieben freien Plätze im Führungsgremium des Weltverbandes. Raffainer ist dabei einer von insgesamt 18 Kandidierenden.
Gegenüber «blick.ch» spricht Raffainer über seinen intensiven Wahlkampf: «Ich gehöre wohl zu jenen Kandidaten, die am meisten Wahlkampf betrieben haben. Ich will mir im Falle eines Scheiterns nicht vorwerfen müssen, nicht alles für die Schweiz versucht zu haben.» Er habe versucht, die Telefonnummern der Verbandspräsidenten ausfindig zu machen. Nach Jamaika, Neuseeland, Argentinien, China, Malaysia, Thailand, in die Philippinen und bis nach Libanon habe er telefoniert. Ob sich das intensive Weibeln gelohnt hat, zeigt sich am Samstag, wenn die Wahl in St. Petersburg über die Bühne geht. Laut Raffainer liesse sich das Amt gut mit der Tätigkeit als Chief Sports Officer beim SC Bern vereinbaren. Das Pensum betrage rund 15 Prozent.
Del Curto coacht Weltauswahl
Zuvor bestreitet Raeto Raffainer mit einer weltweiten Auswahl ein Show-Spiel gegen russische Legenden. Das Spiel findet laut IIHF zu Ehren des abtretenden Präsidenten René Fasel statt. Dieser wird beim Spiel als Ehrenschiedsrichter auf dem Eis stehen.
Unter den Spielern sind nebst Raeto Raffainer unter anderem der fünffache Stanley-Cup-Sieger Jarri Kurri (Finnland) und der dreifache Weltmeister Robert Reichel (Tschechien). Mit Martin Gerber, Christian Hofstetter und Antoine Descloux sind weitere Schweizer Spieler in der Weltauswahl. Gecoacht wird das Team von einer weiteren Legende: Ex-HCD-Trainer Arno Del Curto wird an der Bande stehen.
Die russische Auswahl tritt mit klingenden Namen wie Pavel Bure, Pavel Datsyuk, Vyacheslav Fetisov, Igor Larionov oder dem achtfachen Weltmeister Boris Mikhailov an. Ebenfalls dabei ist die Fribourg-Legende Andrei Khomutov sowie Ex-Kloten-Trainer Vladimir Yurzinov, der die russische Auswahl coacht.