Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03254.jsonl.gz/23

Dschunke, auch Dschonke (chinesisch 中國帆船 / 中国帆船, Pinyin zhōngguó fānchuán – „chinesisches Segelschiff“) bezeichnet eine Vielzahl ein- oder mehrmastiger Segelschifftypen traditioneller Bauart in China. Der deutsche Name stammt von der englischen Bezeichnung Junk und dieser wiederum ist abgeleitet von den malaiischen Bezeichnungen Dgong oder Jong, was wiederum auf den chinesischen Begriff chuán (船) für „Schiff“ zurückgeht.
Die Dschunke ist mit europäischen oder arabischen Schiffsbauten nur bedingt zu vergleichen, da es sich bei ihr um ein so genanntes Kastenboot handelt. Sie besitzt keinen Kiel, hat einen flachen Boden und die Seitenwände sind fast senkrecht hochgezogen.
Marco Polo (um 1254–1324), der selbst im 13. Jahrhundert auf Dschunken mitfuhr, beschreibt diese in seinem Reisebericht „Il Milione“ folgendermaßen:
- „Zuerst wollen wir mit der Beschreibung der Handelsschiffe anfangen. Diese sind von Tannenholz gebaut und haben nur ein einziges Deck. Unter diesem ist der Raum in sechzig kleine Kajüten eingeteilt, die zur Aufnahme der Kaufleute bestimmt sind. Sie haben vier Masten mit ebensoviel Segeln. Man kann die Schiffe mit fünf- bis sechstausend Körben Pfeffer beladen.“
Die größten Dschunken waren die Schatzschiffe des Admirals Zheng He im frühen 15. Jahrhundert. Sie befuhren den Indischen Ozean und erreichten sogar die afrikanische Ostküste.
Die im Juhee gestrandete Dschunke ist etwas kleiner. Trotzdem bietet sie mit einem Platz von 1.8 x 2.5 m genügend Raum selbst für lange Menschen und extreme Fägnäschter.
Geschlafen wird auf einer Heu/Futon-Kombination. Bei chuutigem Wetter wird eine durchsichtige Blache darüber gezogen. Und für den Morgenkaffe fläzt man sich in den ergonomisch geformten Bug und geniesst die Sicht auf die Linth-Ebene.
Die Dschunke in der Brandung, kurz vor der Kollision mit einer der Marmor-Skulpturen.
Die beiden Galionsfiguren von Sylvette Nick – www.artesylvettenick.ch – mit den Namen Gabriella und Isabella weisen den Weg durch die wolfumheulte Nacht.
Vorne der Tisch für das Diner. Für bis zu 6 Menschen mit Weitblick.
Gebettet wird zuerst mit der Heu-Gabel.
Dann wird der Futon ausgerollt …
… und die Decken und Kissen drapiert.
Als letztes das Moskito-Netz: Die Sterne sieht man trotzdem und fühlt den würzig-kühlen Nachtwind auf der Wange. Für en tüüüüfe, xuuunde Schlaf.