Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03161.jsonl.gz/741

Jürg Keller ist Totengräber. In dieser Tätigkeit setzt er auf dem Friedhof Glattfelden Tote bei und ist täglich auf seinem Kontrollgang unterwegs. Zu seinem Missfallen trifft er dabei regelmässig auf Hundekot. Wie er gegenüber dem "Zürcher Unterländer" erzählt, muss er täglich zwei bis drei Haufen entfernen. Und das, obwohl auf dem Friedhof keine Hunde erlaubt sind.
Trotz Hundekot: Videoüberwachung wird abgelehnt
Der Totengräber hat die Vermutung, dass die Haufen vom gleichen Hund stammen, der von seinem Herrchen oder Frauen bewusst aufs Areal gelassen wird, um dort sein Geschäft zu verrichten. Weil Keller die Übeltäter bisher nicht auf frischer Tat ertappen konnte, wandte er sich an die Gemeinde und bat darum, dass eine Überwachungskamera installiert wird.
Die Gemeinde verweigerte ihm diese Bitte mit der Begründung, dass der Friedhof ein öffentliches Areal sei, wo man ohne Bewilligung keine Kameras installieren dürfe. «Aus Pietätsgründen sieht die Gemeinde von einer Videoüberwachung auf dem Friedhofsgelände ab», lässt sich eine Sprecherin der Gemeinde Glattfelden zitieren. Die Gemeinde sei über das Problem informiert. Die vorhandenen Hinweistafeln wurden mit grösseren Schildern ersetzt.
Busse von bis zu 100 Franken
Gemeinde wie Totengräber hoffen, dass sich die Hundehalterinnen und -halter an das Verbot halten. Sollte Keller einen Hundehalter erwischen, dessen Hund sich unerlaubt auf dem Gelände aufhält, muss er laut dem Totengräber mit einer Busse von 100 Franken rechnen.