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Sechs Reisende stranden an einem gottverlassenen englischen Bahnhof, wo sie in einem schäbigen Warteraum auf den nächsten Anschlusszug warten müssen. Der Zwischenhalt war nicht geplant, ein Mitreisender hatte die Notbremse gezogen, weil sein Hut zum Fenster hinausgeflogen war.
Damit hat er sich sicher keine Freunde gemacht. Dass die Gestrandeten die ganze Nacht im Warteraum verbringen müssen, weil der nächste Zug erst am anderen Morgen fährt, ist sehr ärgerlich, aber noch nicht der Gipfel des ganzen Übels. An dieser einsamen Bahnstation soll es nämlich auch noch spuken. Zumindest behauptet das der Bahnhofsvorsteher. In manchen Nächten, sagt er, erklinge auf einmal die Signalglocke und es fahre ein Geisterzug vorbei, mit knirschenden Bremsen und gellenden Pfeifen. Ein Geisterzug, der den Tod bringen könne. Gibt es diesen gespenstischen Zug tatsächlich?
Arnold Ridley schrieb «The Ghost Train» 1923. Das Stück wurde 1925 am Brighton’s Theatre Royal erstmals aufgeführt. Seither wurde und wird es an unzähligen Bühnen in zahlreichen Versionen immer wieder gespielt. Der Geisterzug wurde zudem schon 1927 erstmals fürs Kino verfilmt. Es folgten weitere Verfilmungen alle paar Jahre bis in die 70er. Auch ARD und ZDF produzierten deutschsprachige Versionen des Krimis für das Fernsehpublikum.
Regie
Katharina Schneebeli absolvierte von 1985–1989 die Schauspielakademie Zürich (heutige Zürcher Hochschule der Künste ZHdK). Seit 1989 arbeitet sie als freischaffende Schauspielerin bei professionellen Theatergruppen wie dem Theaterensemble Luzern, zamt & zunder, Gruppe zusammenstoss, lukiju, um nur einige zu nennen.
Katharina Schneebeli bildete sich im Gesang bei Erika Stucky in Zürich und David Moss in Amsterdam weiter. Im Spiel lm «Liebe Lügen» von Christof Schertenleib spielt sie eine der vier Hauptrollen. Mit Andreas Schertenleib war sie jahrelang mit dem «Mann-Frau Stück» auf Tournee.
Sie ist Mitglied und Mitbegründerin der Performancegruppe «mama tanzt» und der Theater gruppe «negaholics». Als Sprecherin ist sie an zahlreichen Hörspielen und Lesungen beteiligt. Sie unterrichtet Theater an Schulen und verschiedenen Institutionen.
Autor
Der Engländer Arnold Ridley war ein bekannter Schauspieler und Theaterautor. 1896 in Walcot bei Bath geboren, arbeitete er zuerst als Lehrer und betätigte sich nebenbei als Theaterschauspieler. Ab 1915 diente er im ersten Weltkrieg in Frankreich, wo er mehrmals verwundet wurde und bald aus der Armee entlassen werden musste. Darauf konzentrierte er sich vorerst wieder aufs Schauspiel und verkörperte zahlreiche Rollen in verschiedenen englischen Theatern.
Sein erfolgreichstes eigenes Stück «The Ghost Train» schrieb er 1923, nachdem er in der Nähe von Bristol auf einem verlassenen Bahnhof gestrandet war und einen Abend lang dort festsass. Später schrieb er zahlreiche weitere Stücke, von denen viele auch verfilmt wurden. Währenddessen arbeitete er weiterhin als Schauspieler in ungezählten Produktionen und zog 1939 wieder in den Krieg nach Frankreich. Dem wirklich breiten Publikum wurde Ridley bekannt, als er 1968 bis 1977 in der erfolgreichen britischen Sitcom «Dad’s Army» Private Charles Godfrey spielte. Neben «The Ghost Train» schrieb Ridley unter anderem «The Wreckers», «Keepers of Youth» und «Beggar My Neighbour». Er starb 1984 in einem Altersheim für Schauspieler.
Spieler:innen
Richard Winthrop – Beat Schwab
Der älteste der Gestrandeten sieht es als seine Pflicht, die Führung zu übernehmen. Er will die Frauen beschützen. Insbesondere seine Frau Liz, die seinen Schutz aber nicht will. Doch Richard, ein Mann mit Charakter, schützt sie trotzdem. Auf ihn ist Verlass!
Charles Murdock – Heinz Brunner
Ein aus gutem Hause stammender, geschäftlich erfolgreicher Herr mit positivem Charakter, der endlich die Liebe seines Lebens gefunden hat.
Peggy Murdock- Martina Diezi
Eine sehr verliebte, abenteuerlustige junge Frau. Sie versucht, ihre neue Rolle zwischen Jugendlichkeit und verheirateter erwachsenen Frau zu finden.
Teddie Deakin – Dieter Guggenheim
Ein respektloser, unerschrockener und überdrehter Mann. Er alleine ist schuld an der unbequemen Situation, in der alle stecken, was ihn nicht besonders beliebt macht.
Herbert Price – Dani Schnider
Ein forscher und zackiger Egozentriker, cholerisch und rücksichtslos – vor allem, wenn er sich über seine Schwester ärgert.
Liz Winthrop – Loni Brot
Eine Frau, die sich von ihrem Mann eingeengt fühlt. ln der Extremsituation ist sie bemüht, ihre Angst und Verletzlichkeit zu verbergen.
Sam Hodgkin – André Fischer
Der Stationsvorstand ist ein introvertierter, mürrischer, abergläubischer Eigenbrötler. Er ist leicht beeinflussbar, opportunistisch und mag keine Überraschungen. Fremden gegenüber begegnet er mit Misstrauen und Unfreundlichkeit.
Miss Bourne – Sibylla Hutter-Egloff
Eine liebe, propere und etwas hysterische alte Jungfer, welche sich gerne in den Mittelpunkt stellt.
Julia Price – Alexa Landolt
Eine geistig gestörte junge Frau, die auf der Flucht vor ihrem herrischen Bruder die gestrandete Gruppe auf Trab hält und deren ohnehin schon unselige Lage gehörig aufmischt.
Dr. Jane Sterling- Rose Haechler Galle
Eine seriöse Psychiaterin mit viel Energie und offensichtlich um das Wohl ihrer Patientin Julia bemüht.
Jackson – Max Senn
Ein Mann, der seinen Vorgesetzten bewundert und bestrebt ist, seinem Beruf als Polizist gerecht zu werden.
Backstage Team
Martin Gantenbein
Musik
Salomone Schneebeli
Choreografie
Katharina Schneebeli
Mundartbearbeitung
Gerda Mock-Swinnen, Claudia Herzog
Regieassistenz
Dieter Guggenheim, Fabio Trichter
Fotos
Fabio Trichter
Bühnenbild
Thomas Bhend und Team
Bühnenbau
Bernadette Meier und Team
Kostüme und Requisiten
Martha Mauche und Team
Maske
Dominic Erni und Team
Technik
Claudia Herzog und Team
Inspizienz
André Zuber und Team
Gastronomie
Bruno Boot & Team
Theaterfrühstück
Sylvia Zanni
Grafik
Elena Ibello
Kommunikation
Dani Schnider
Webseite
Alexa Landolt und Team
Kasse
Ticketville, ESPAS
Vorverkauf
André Fischer
Finanzen
Und viele andere fleissige Helferinnen und Helfer vor und hinter der Bühne!
Presse
«Geisterzug» auf der Hecht-Bühne
Redaktion Zürcher Oberländer Online, 9. März 2013
«Der Geisterzug» heisst das gruselige Stück, welches das Dübendorfer Laientheater «Einhorn» zurzeit probt. Gezeigt wird es dann vom 15. März bis zum 13. April.
Vollgas für den letzten Schliff
Von Jan Lüthi, Zürcher Oberländer, 12. März 2013
«Geisterzug» braust durch den «Hecht»
Von Martin Allemann, Glattaler, 15. März 2013
Das Theater Einhorn strandet nach seiner letztjährigen Jubiläumsproduktion im kanadischen Brandon auf einer verlassenen Bahnstation nahe des Assiniboine Rivers unfreiwillig.
Fernsehbericht in «ZüriReport»
Von Laiya Sievi, ZüriPlus, 25. März 2013
Theater sind feste Bestandteile in den Gemeinden, so auch das Theater Einhorn in Dübendorf.
«Der Geisterzug» von Arnold Ridley
Von Mareike Hennenkämper, theater-newsletter.ch, 26. März 2013
Die Newletter-Autorin hat im Theater Einhorn nicht nur ein gutes Frühstück bekommen, sondern als Dessert auch ein Theaterstück, welches ihr noch lange in Erinnerung bleiben wird. Entsprechend positiv hat sie die Frühstücksvorstellung vom 24. März beschrieben.
Wollen Sie mehr über das Theater Einhorn erfahren? Hier gibt es alle Informationen für Medienschaffende