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| Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).

Viertes Buch
XII. Kapitel
88.
1. Wenn nun einer von ihnen, um seine Lehre zu verteidigen, behauptet, der Märtyrer werde zwar wegen seiner Sünden gestraft, die er begangen habe, bevor er in diesen Körper eingegangen sei, er werde aber später auch wieder die Frucht des Wandels in diesem Leben erhalten, denn so sei die Weltordnung eingerichtet, dann werden wir die Frucht des Wandels in diesem Leben erhalten, denn so sei die Weltordnung eingerichtet, dann werden wir ihn fragen, ob diese Vergeltung auf Grund der Vorsehung geschehe.
2. Denn wenn sie nicht eine Folge der göttlichen Weltordnung ist, so ist es nichts mit der erzieherischen Bedeutung der Reinigung, und ihre Lehre ist hinfällig; wenn aber die Reinigung eine Wirkung der Vorsehung ist, dann sind auch die Strafen eine Wirkung der göttlichen Vorsehung.
3. Wenn aber die Vorsehung auch, wie sie sagen, von dem Archon den Anfang ihrer Bewegung erhält, so wurde doch in die Wesen zugleich mit der Entstehung der Wesen von dem Gott des Weltalls ein Keim eingepflanzt.
4. Da sich dieses so verhält, müssen sie notgedrungen zugeben, daß entweder die Strafe nicht ungerecht sei (und dann handeln die gerecht, die die Märtyrer verurteilen und verfolgen) oder daß auch die Verfolgungen durch den Willen Gottes bewirkt werden.
5. Also kommt Leid und Furcht nicht, wie sie sagen, zu den Dingen so hinzu wie der Rost zum Eisen, sondern sie kommen über die Seele auf Grund eines besonderen Willensentschlusses.