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Zu einem Wettkampf treten je nach Liga und Stärkeklasse 16 oder 18 Athleten gegeneinander an. Der Spielablauf ist geteilt in die zwei Disziplinen Schlagen und Abtun. Jeder Spieler muss dabei beide Disziplinen ausführen.
Die Heimmannschaft beginnt mit 2 Streichen (Schlägen) pro Spieler. Jeder Spieler hat für seine 2 Streiche 3 Versuche. Vor jedem Versuch hat der Spieler mit einer leeren Schlagbewegung seine Bereitschaft zum Schlagen anzuzeigen. Haben alle Spieler ihre Schläge ausgeführt, wechselt die Mannschaft ins Spielfeld, wo sie versucht, je 2 geschlagene Hornusse pro Spieler der gegnerischen Mannschaft abzufangen. Um faire Bedingungen zu gewährleisten, wird dieser Wechsel einmal wiederholt.
Beim Schlagen wird der Hornuss mit einem Stück Lehm zuvorderst auf den Lauf des Bockes (Abschlagvorrichtung) gesetzt. Der Schläger versucht, den Hornuss mit dem elastischen Stecken vom Abschlagbock möglichst weit in Richtung des gegnerischen Spielfeldes (Ries) zu schlagen, welches 100 m nach dem Bock beginnt. Um grosse Schlagweiten zu erreichen, sind Kraft, Beweglichkeit, Dynamik aber auch Konzentrationsvermögen, verbunden mit regelmässigem, intensivem Training wichtige Faktoren. Die Abfluggeschwindigkeit eines Hornuss beträgt bis zu 306 km/h.
Die Schlagweite wird in Punkten anhand der Markierungen im Ries ausgedrückt. Ab 100m (= 1 Punkt) wird pro 10 m 1 Punkt dazugerechnet (160m = 6 Punkte; 300m = 20 Punkte). Das Total der vom einzelnen Schläger mit 4 Streichen geschlagenen Punktzahl ist sowohl für sein persönliches Resultat (Einzelrangliste) als auch für das Mannschaftsresultat massgebend. Alle Einzelresultate der Spieler einer Mannschaft zusammen ergeben das Mannschafts-Schlagresultat.
Die im Spielfeld (Ries) verteilten Abtuer (Spieler der gegnerischen Mannschaft) haben zwischen 4 und 8 Sekunden Zeit, um den anfliegenden Hornuss zu erkennen und diesen mit vorgehaltener oder hochgeworfener Schindel aufzuhalten. Die Flugbahn und die Geschwindigkeit des heranfliegenden Hornuss ist je nach Streichlänge unterschiedlich und erfordert von den Abtuern im vorderen Teil des Spielfeldes schnelle Reaktionen auf tieffliegende Hornusse, während im hinteren Teil des Spielfeldes gute Sehkraft, gutes Einschätzen der Flugbahn, Sprintereigenschaften und Mut (der Hornuss kommt mit noch ca. 180 km/h angeflogen) gefragt sind. Beim Schlagen schlecht getroffene Hornusse haben oft eine unstabile Flugbahn (Rotation) und können plötzlich von dieser abweichen. Auch Wind, Regen oder die Umgebung (Wald, Bäume) haben Einfluss auf die Flugbahn. Solche Nebeneinflüsse erfordern von den Abtuern ein zusätzliches Reaktionsvermögen. Das Abtun verlangt eine mannschaftliche Leistung, also Gemeinsamkeit und gegenseitige Unterstützung.
Zwei neutrale Schiedsrichter und drei Spielerschiedsrichter der jeweils schlagenden Mannschaft stellen fest, bei welcher Distanz der Hornuss abgetan wird oder ob er innerhalb des Ries unabgetan zu Boden fällt, was eine Nummer (Strafpunkt) für die abtuende Mannschaft zur Folge hat. Muss sich die abtuende Mannschaft eine Nummer notieren lassen, zeigt sie dies an, indem eine Schindel hochgehalten wird. Ausserhalb des Ries und in der Verlängerung wird keine Nummer sondern nur die Schlagweite notiert. Die Schlagweite des entsprechenden Schlägers wird notiert und fliesst in die Wertung für sein Einzelresultat und das Gesamtschlagresultat der Mannschaft ein.
Das Erreichen eines höheren Mannschafts-Schlagresultats als der Gegner ist das Hauptziel beim Schlagen. Spielentscheidend ist aber in erster Linie das Abtun, denn bei einem Wettkampf gewinnt diejenige Mannschaft, welche die wenigsten Nummern notieren musste. Erst bei Nummerngleichheit entscheidet das höhere Mannschafts-Schlagresultat. Damit wird die Gemeinsamkeit des Abtuns, des sich Verteidigens, über die eigene, individuelle Schlagleistung gestellt.