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Pontius Pilatus
Er lässt mit brutaler Gewalt den Zug von Leuten aus Samaria auf den heiligen Berg Garizim unterbinden. Er wird daraufhin durch den Legaten Syriens, Vitellius, abberufen, um sich vor Tiberius zu rechtfertigen. Sein Name: Pontius Pilatus.
Als Pilatus nach seiner Abberufung in Rom eintrifft, ist Tiberius bereits tot, sodass unbekannt ist, ob es zu einem Verfahren gegen ihn kommt und was weiter mit ihm geschieht.
Möglicherweise empfängt Pilatus 39 oder 40 n. Chr. die Gesandtschaft der alexandrinischen Juden, die nach Rom gekommen ist, um sich über die Zwangsumsiedlung der Juden innerhalb der Stadt Alexandria in getrennte Wohnorte zu beschweren.
Es ist auch möglich, dass Pilatus 40 n. Chr. den mauretanischen König Ptolemaeus auf Anordnung Kaiser Caligulas verhört und zum Tod verurteilt.
Pilatus erhält seine Bekanntheit vor allem durch die Erzählungen des Neuen Testaments, nach denen er Jesus von Nazareth zum Tod durch das Kreuz verurteilt und die Hinrichtung durchführen lässt. Ausser in den Passionsgeschichten wird Pilatus im Neuen Testament noch zweimal erwähnt. Zum einen im Lukasevangelium, das über die – auf seinen Befehl hin ausgeführte – Ermordung galiläischer Pilger berichtet. Zum anderen datiert Lukas den Beginn des Auftretens Johannes' des Täufers unter der Statthalterschaft des Pilatus (26-36 n. Chr.).