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Antwort:
Wenn die Temperaturen nachts öfters unter -10°C und in Hausnähe - wo sich die Balkon- und Kübelpflanzen meistens befinden - knapp über oder bei 0°C liegen, müssen Fuchsien in ihr Winterquartier. Die Empfehlung für die Überwinterung lautet:
Optimale Bedingungen: Temperaturen von 5 bis 10 °C in einem hellen und trockenen Quartier.
Beim Einräumen sollte die vorhandene Blattmasse um ein Drittel eingekürzt, kranke oder verfaulte Blätter und Triebe sollten entfernt werden. Die Pflanzen sind auf Schädlingsbefall zu kontrollieren, Schädlinge eventuell bekämpfen. Nicht mehr düngen, da die Pflanzen in eine Ruhephase übergehen, in der sie nicht mehr wachsen und keine Nährstoffe aufnehmen können. Nur sehr selten und mässig bewässern, die Pflanzen sollen nur vor dem Austrocknen bewahrt und Pilzbefall vermieden werden. Kurz vor dem Ausräumen werden die Pflanzen erneut um ein Drittel gekürzt. Sie danken es mit einem starken Neuaustrieb aus dem unteren Pflanzenbereich, was zu einem buschigen Pflanzenbild führt. Auf den Balkon sollten sie erst nach den "Eisheiligen" - Mitte Mai - zurück, auch wenn der April noch so sonnig erscheint. Die neu gebildeten Triebe sind den bekannten Spätfrösten gegenüber sehr empfindlich und können erfrieren.
Optimale Bedingungen sind im Überwinterungsquartier nur selten vorhanden. Prinzipiell ist eine kühle und dunkle Überwinterung einer hellen und warmen Überwinterung vorzuziehen. Zwar verlieren die meisten Balkon- und Kübelpflanzen in einer dunklen und kühlen Überwinterung ihre Blätter aber sie erfahren dennoch ihre notwendige Ruhephase und treiben im Frühjahr wieder aus. Auch die Fuchsie kann bei Temperaturen von 2 bis 5°C bei wenig Licht überwintern. Sobald der Laubfall eintritt, die herabgefallenen Blätter entfernen, um Pilzbefall zu vermeiden.
Die Fuchsie gehört zu den Pflanzen, die in unserer Region nicht frosthart ist. Sie erfriert bei den strengen Frösten im Freiland. Eine Strohabdeckung bietet keinen ausreichenden Schutz. Die Eindeckung von Gefässen und Kübeln mit Stroh, Noppenfolie oder ähnlichen Materialien kann erste Frühfröste abwehren, mehr jedoch nicht. Nur winterharte Gehölze und Stauden, zum Beispiel Rosen, Lavendel oder Clematis, die in Kübeln an einer Hauswand stehen, können auf diese Weise besser über den Winter kommen. Dazu gehört auch die Malve. Naturgemäss verliert diese ihren oberirdischen Sprossteil, treibt im nächsten Jahr aber wieder aus. Eine Überwinterungsmöglichkeit mit oberirdischem Sprossteil gibt es nicht, da dieser sehr krautig, weich und wasserhaltig, ist und nicht verholzt.
In den letzten Jahren ist bei meinen Fuchsien regelmässig ein Schaden zu beobachten, der zu Beginn nicht auftrat. Im Sommer werden die Blätter braun und fallen später ganz ab. Ich habe auch schon versucht, die Pflanzen in die Sonne oder den Schatten zu stellen, ohne Erfolg. Was fehlt den Fuchsien?
Antwort:
Das von Ihnen beschriebene regelmässig wiederkehrende Schadsymptom - unabhängig vom Standort - lässt vermuten, dass die Topferde für die Fuchsien zu stark versalzen ist. Dies kann sowohl durch schlechte Giesswasserqualität als auch durch übermässige Düngung verursacht werden. Die Pflanzen sollten umgetopft werden, wobei so viel wie möglich von der alten Erde zu entfernen ist. Fuchsien gehören zu den salzempfindlichen Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf. Daraus leiten sich folgende Empfehlungen ab:
Düngung:
Einstellung der Düngung Anfang September, im Überwinterungsquartier nicht düngen und nur sehr sparsam giessen. Im April, mit Beginn der Wachstumsphase, kann wieder mit der Düngung begonnen werden. Aufgrund der Salzempfindlichkeit ist ein häufigeres Düngen mit niedriger Konzentration dem seltenen Düngen mit hoher Nährstoffkonzentration vorzuziehen. 2 g pro l Wasser eines handelsüblichen Volldüngers (0,2%) reichen aus. Düngerbeschreibung beachten!
Substrat / Umtopfen:
Bei jedem Giessen, auch ohne Düngerbeigabe, lagern sich im Laufe der Zeit sogenannte Ballastsalze in der Topferde ab, die von der Pflanze nicht verwertet werden können, sondern je nach Empfindlichkeit der Pflanzenart schädigend wirken. Oft sind diese weissen, kristallinen Ablagerungen an der Substratoberfläche oder dem Topfrand zu erkennen. In diesem Fall sollte die Pflanze umgetopft werden.
Topfgrösse:
Zu grosse Töpfe führen zu einem Vernässen des Substrates. Bei zu kleinen Töpfen muss das Umtopfen zu schnell wiederholt werden. Der neue Topf sollte rund 5 cm mehr Durchmesser haben. Bei älteren Pflanzen sollte versucht werden, diese wieder in die alte Topfgrösse zu pflanzen. Dabei ist so viel wie möglich vom alten Substrat zu entfernen. Bei starkem Wurzelwachstum dürfen die Wurzeln auch mit einem scharfen Messer zurückgeschnitten werden. Mit Hilfe eines alten Schraubenziehers lockert man vorsichtig den übrigen Ballen auf und entfernt lose Wurzelteile.
Vorgehensweise:
Vor dem Einsetzen in den neuen Kübel wird eine 5 cm starke Drainageschicht aus Blähton eingefüllt. Darauf eine dünne Schicht der neuen Erde. Anschliessend die Pflanze aufsetzen und die Randbereiche mit neuer Erde auffüllen. Gelegentliches Aufstuken des Topfes oder Nachdrücken mit einem Holzstab erleichtert das Befüllen der schmalen Ränder zwischen Topf und Ballen. Die Pflanzen sollten in ihrer ursprünglichen Tiefe eingepflanzt werden. Ein Giessrand muss vorhanden sein..
Für die Zeit danach sollten die Pflanzung keiner starken Sonneneinstrahlung, hohen Temperaturen oder Wind ausgesetzt werden, da ein normaler Wasser- und Nährstofftransport bis zum richtigen Einwurzeln noch nicht gewährleistet ist.
Erde:
Die Anforderungen an das Substrat liegen bei Kübelpflanzen etwas anders als bei Beet- und Balkonpflanzen. Kübelpflanzen halten sich über einen längeren Zeitraum im gleichen Substrat auf. Demzufolge müssen die verwendeten Erden eine stärkere Strukturstabilität und eine längere Nährstoffreserve aufweisen. Neben der Torfbasis sind folgende Bestandteile enthalten:
Im Handel sind spezielle Kübelpflanzenerden erhältlich, die bereits geeignete Mischungsverhältnisse haben. Wollen Sie Ihre vorhandene Blumenerde anpassen, mischen Sie 30 bis 40 % Blähton oder Perlite und einen Depotdünger (3 g pro Liter Substrat) unter.
Wann kann ich meine Geranien, die zurzeit noch auf einer Leine überwintern, eintopfen? Welche Pflegearbeiten muss ich für die Frühjahrsanzucht beachten?
Antwort:
Die von Ihnen gewählte Überwinterungsmethode für Geranien ist sehr platz- und arbeitsextensiv. Es gibt einige wichtige Punkte,die zu beachten sind:
Vorbereitungen zur Überwinterung:
Die Pflanzen aus den Kästen oder Töpfen nehmen, schwache Triebe ganz entfernen, Haupttriebe stark einkürzen. Die Erde vollständig aus dem Wurzelballen entfernen und die Wurzeln einkürzen. Die Pflanzen einzeln an Schnüren im Keller aufhängen. Sie müssen sehr sauber - ohne Substratreste und mit nur wenig Blattmasse - überwintert werden, da absterbendes Material und Erdreste leicht von Pilzen befallen werden können, die auf das gesunde Pflanzenmaterial übergreifen könnten. Die Luftfeuchte am Aufbewahrungsort sollte nicht so hoch sein, dass Fäulnis an den Pflanzen auftreten kann. Jedoch sollte die Luft auch nicht so trocken (ständiger Luftzug oder Trockenkeller) sein, dass die auf Sparflamme überwinternden sukkulenten (wasserspeichernden) Pflanzen verstärkt zur Verdunstung gezwungen werden.
Während der Überwinterung:
Die Pflanzen können ganz sich selbst überlassen werden und benötigen keinerlei Pflege. Ab und zu auf Pilz- und Fäulnisbefall kontrollieren und gegebenenfalls aussortieren.
Nach der Überwinterung:
Mitte März können die Geranien wieder in gute, neue Beet- und Balkonerde eingetopft werden. Kontrollieren Sie die Pflanzen auf abgestorbene Wurzeln und entfernen Sie sie gegebenenfalls. Kürzen Sie die Wurzeln eventuell ein Stück ein. Sollten sich aufgrund zu hoher Temperaturen neue dünne Triebe gebildet haben, müssen diese entfernt werden. Geranien sind sehr austriebsfreudig, auch aus älteren Trieben. Schneiden Sie die Haupttriebe bis auf 15 bis 20 cm Länge zurück. Die Pflanzen werden es Ihnen mit buschigem Wachstum danken. Bei alten, zu langen Trieben bleibt die Pflanze in der Mitte kahl. Vorsicht, stellen sie die Pflanzen nicht zu früh ins Freie. Die Pflanzen müssen erst einwurzeln. Optimale Temperatur ist dafür 18°C.
Unsere Geranien werden mit Blüten und Knospen geliefert. Nach der ersten Blüte werden die nächsten Knospen gelb. Was kann man tun?
Antwort:
Leider lässt der Zustand der Blüten allein keine Rückschlüsse auf eventuelle Ursachen für mangelhaften Wuchs zu. Wie sehen die übrigen Pflanzenorgane aus? Findet Wachstum statt? Gibt es Schäden an den Blättern, wie Aufhellungen, Vergilben, Absterbeerscheinungen? Wie oft giessen und düngen Sie die Pflanzen?
Ein wichtiger Orientierungspunkt für die Bedürfnisse von Pflanzen ist ihre Heimat. Die Pelargonien, die landläufig, aber fälschlich als Geranien bekannt sind, stammen in ihrer ursprünglichen Form aus Südostafrika und wachsen dort in Wüstengebieten immergrün als Halbstrauch oder Strauch. In den meistens sehr trockenen und sonnigen Regionen kommen der Pflanze ihre sukkulenten Eigenschaften zu gute. Sie ist in der Lage, in ihren fleischigen, dicken Blättern und Stielen einen gewissen Anteil Wasser zu speichern, um begrenzte Trockenperioden zu überdauern. Daraus lässt sich auf die Standortanspruche der immer noch beliebtesten Beet- und Balkonpflanze in unseren Regionen schliessen.
Sowohl Hänge- als auch Zonalpelargonien lieben einen vollsonnigen Standort und vertragen keine Staunässe. Am liebsten werden sie in Zyklen bewässert. Nachdem die Erde gut durchfeuchtet wurde, wartet man mit dem nächsten Wässern, bis die Erde im Kübel oder Balkonkasten gut abgetrocknet ist. Im Zweifelsfall lieber etwas weniger giessen, das verträgt die Pflanze besser als zu viel. Überschüssiges Wasser sollte gut aus dem Kübel oder Kasten abfliessen können. Staunässe führt zu einem Faulen und Absterben der Wurzeln.
Pelargonien gehören zu den Starkzehrern und benötigen daher mehr Nährstoffe als andere Balkonpflanzen. Sie sollten in ein Substrat gepflanzt werden, dass gut mit Nährstoffen versorgt ist und eventuell Langzeitdünger enthält. Ist kein Langzeitdünger vorhanden, muss nach dem Einwurzeln und beginnender Wachstumsphase alle 10 bis 14 Tage mit einem flüssigen Volldünger nachgedüngt werden.
Ein regelmässiges Ausputzen verblühter Blüten verbessert die Nachblüheigenschaften. Bei länger anhaltenden Temperaturen von weniger als 10°C legt die Pelargonie in dieser Zeit keine Blüten an. Daher kann bei zu früher Pflanzung oder im Herbst nicht mit einem Blütenmeer gerechnet werden.
Von Schädlingen wird die Pflanze kaum befallen.
Abgestorbene Blüten können die Ursache für einen falschen Standort oder eine zu starke Bewässerung mit Staunässe sein. In diesem Fall weisen auch die übrigen Pflanzenorgane Kümmerwuchs, Mangel- oder Absterbeerscheinungen auf.
Beim Kauf von Pelargonien sollte man auf ein gutes, weises Wurzelwerk achten. Braune und weiche Wurzeln, die zu leicht abreissen oder sogar schon einen leichten Fäulnisgeruch aufweisen, zeigen Staunässe an. Achten Sie beim Substratkauf auf gute Markenqualität. Billigerden bergen die Gefahr einer mangelhaften Luftversorgung, eines schlechten Wasserabzugs und einer Unterversorgung mit Nährstoffen. Gerade bei wüchsigen Pelargonien fällt die Substratqualität bei verhältnismässig geringem Substratvolumen in Balkonkästen und Kübeln ins Gewicht.
Engelstrompeten (Brugmansien-Arten), besser bekannt unter dem Namen Datura, werden am besten bei einer Temperatur von 5 bis 10°C hell und gut belüftet überwintert. Notfalls ist bei gleicher Temperatur und Lüftung auch eine dunkle Überwinterung möglich. Dann allerdings muss in Kauf genommen werden, dass die Pflanzen während der Winterruhe Blätter verlieren und sich demzufolge anschliessend schwächer entwickeln und verspätet austreiben. Die Pflanzen sollten so lange wie möglich während der Herbstmonate im Freien bleiben, um eine Abhärtung zu erreichen. Bei mittleren Tageswerten von 8°C ist der Standortwechsel ins Winterquartier empfehlenswert. Wenn die schlimmste Frostgefahr im Frühjahr gebannt ist, sollten die Pflanzen an einen schattierten Ort ins Freie gebracht werden, um Sonnenbrand an den noch weichen und jungen Blätter zu vermeiden.
Brugmansien haben während der Wachstumsphase einen sehr hohen Wasser- und Nährstoffbedarf. Jährliches Umtopfen und grosse Gefässe, die Standsicherheit garantieren und all zu starke Schwankungen im Wasser- und Nährstoffhaushalt vermeiden, sind anzuraten. Im Winterquartier müssen die Pflanzen jedoch kaum gegossen werden. Der Pflanzballen sollte oberflächlich ab- jedoch nicht ganz durchtrocknen. Die Pflanzen vertragen Rückschnitt gut. Die Krone kann vor der Überwinterung auf die Hälfte reduziert werden. Stärkerer Rückschnitt, der im Laufe der Jahre erforderlich werden kann, führt zu einer Verspätung der Blüte im Folgejahr.
Wenn sich Nachtfröste ankündigen, müssen die Kübelpflanzen geschützt oder ins Winterquartier gebracht werden. Das bedeutet für die meisten Kübelpflanzen: hell, kühl, frostfrei und mässig feucht. Wer die Räumlichkeiten dazu hat, kann Kübelpflanzen selbst überwintern: Bevor aber die Pflanzen in die Winterruhe geschickt werden, sollten ihre artspezifischen Eigenschaften bekannt sein, da jede Pflanzenart anders reagiert.
Generell wird gesagt, dass die Pflanzen so spät wie möglich hereingeholt werden sollten. Denn je kürzer der Aufenthalt unter selten optimalen Bedingungen des Winterquartiers, desto weniger werden die Pflanzen geschwächt. Kühle Temperaturen können durchaus von Vorteil sein, denn sie bremsen das Wachstum und fördern die Triebreife. Doch gibt es Pflanzen, die schon bei Temperaturen von weniger als 10 °C geschützt werden müssen. Dazu gehören Fuchsia-Hybriden, Geranien, Knollenbegonien, Schönmalven, Gewürzrinde und Citrus-Arten. Ebenso die Gardenie, der Roseneibisch und die Zierbanane. Im Gegensatz hierzu halten zum Beispiel Oleander, Feige und Granatapfel auch kurzzeitig Temperaturen wenig unter 0 °C aus. Auch Aucube, Lorbeer und Rosmarin gehören zu dieser Gruppe. Bambus und Buchsbaum können den ganzen Winter draussen bleiben, sollten aber an einer Hauswand stehen. Die Pflanzen ab Ende August nicht mehr düngen, damit sie in die Ruhephase übergehen und ihre Triebe ausreifen können.
Bevor die Pflanzen hereingeholt werden, werden die Pflanzen ausgeputzt, also Blüten, dürre Blätter und Zweige sowie Unkraut im Topf werden entfernt. Dann sollten sie auf Schädlingsbefall unter die Lupe genommen werden. Eine befallene Pflanze sollte vorerst separat von den übrigen behandelt werden, damit sich der Schädling im Winterquartier nicht verbreiten kann. Nützlinge sind vor allem bei Wärme aktiv, so dass bei kühler Witterung Rapsöle, zum Beispiel "Naturen" gegen rote Spinne, Woll- und Schmierläuse, zur Schädlingsbekämpfung besser geeignet sind. Kombistäbchen Dünge- und Pflanzenschutzmitttel, die in die Erde gesteckt werden, entwickeln nur bei vollem Wachstum der Pflanze im Sommer ihre Wirkung und sind im Überwinterungsquartier nicht hilfreich.
Optimal stehen die Pflanzen hell, luftig und bei Temperaturen mit 5 bis 10 °C. Leider ist diese Kombination ohne Wintergarten oder Gewächshaus kaum zu verwirklichen. Laubabwerfende Arten können auch weniger günstige Lichtverhältnisse vertragen. Wichtig sind kühle Temperaturen. Einen besonderen Stellenwert hat das Bewässern der Wintergäste. Die Pflanzen grundsätzlich erst wieder giessen, wenn die Erde im Topf trocken ist. Es sollte nur das Substrat bewässert werden. Auf das Blattwerk darf kein Wasser gelangen, da es ohne Wind und Sonne schlecht abtrocknen kann und feuchte Flächen die Auskeimung von Sporen pilzlicher Krankheitserreger fördern. Um Krankheiten vorzubeugen, müssen vertrocknete Blätter, Blüten und anderes entfernt werden. Auch gutes Durchlüften bei frostfreier Aussenwitterung ist hilfreich.
Im März, sobald es wärmer wird, werden die Pflanzen in Form geschnitten und häufiger gegossen. Jetzt darf auch wieder gedüngt werden. Die Pflanzen bleiben noch im Winterquartier, auch wenn sie bereits mit dem Wachstum beginnen.
Ab Mitte Mai können Ihre Kübelpflanzen ausgeräumt werden. Dies geschieht am besten bei wolkenbedecktem Himmel, da die Pflanzen sonst einen quot;Sonnenbrand" bekommen können. Jetzt können Sie wieder mehr giessen und wöchentlich Flüssigdünger geben.
"Vor drei Jahren habe ich mir einen Tibouchina-Veilchenbaum aus einem Steckling gezogen. Die Pflanze ist gut gewachsen, im Herbst 80 cm hoch und voller Knospen, aber keine Knospe hat sich ganz geöffnet. Was kann ich machen"?
Antwort:
Der Prinzessinnenstrauch mit seinen violettblauen Blüten hat seine Heimat in Brasilien. Die Herkunft von Pflanzen lässt oftmals Rückschlüsse auf die benötigten Standortbedingungen zu. Für diese Pflanze ist ein warmer und sonniger Standort unbedingt erforderlich. Die Entwicklungsgeschwindigkeit der gesamten Pflanze und vor allem die Entwicklung der Blüten ist von der Licht- und Wärmemange abhängig. Sollte der Standort Ihrer Pflanze diesem nicht gerecht werden, ist die Ursache für die sehr spät (Herbst) erscheinenden Knospen und die ausgebliebene Weiterentwicklung der Blüten sicherlich darin zu suchen.
Pflegeanleitung für den Prinzessinnenstrauch (Tibouchina urvilleana)
Standort:
sonnig, im Schatten tritt keine Blüte und Laubfall auf.
Bewässerung:
Hoher Wasserbedarf im Sommer. Während der Überwinterung trocken halten, ohne dass die Pflanze vertrocknet. Möglichst nur mit Regenwasser giessen.
Düngung:
Der Nährstoffanspruch der Pflanze liegt im mittleren Bereich. Im Sommer sollte 1x wöchentlich flüssig gedüngt werden. Die Düngerkonzentration (handelsüblicher Volldünger) sollte bei 2 g/l Wasser liegen. Alternativ kann auch zu Langzeitdünger gegriffen werden. Hier bietet der Handel praktische Düngerkegel, die leicht zu dosieren und in die Erde zu stecken sind. Bei jedem Bewässerungsgang von oben wird ein Teil der Nährstoffe gelöst. Eine zusätzliche Flüssigdüngung ist dann nicht erforderlich.
Rückschnitt:
Die Pflanze erfordert beim Schnitt erhöhte Aufmerksamkeit. Sie verzweigt sehr schlecht und häufiges Stutzen ist erforderlich. Anfangs muss nach jedem neuen Blattpaar gestutzt werden, um einen guten Pflanzenaufbau zu erzielen. Die Triebknospen in den Achseln des oberen Blattpaares wachsen nach der Blüte weiter. Diese müssen wiederum auf die unterste Knospe zurückgeschnitten werden. Rückschnitt in das mehrjährige Holz wird nicht gut vertragen, da am alten Holz keine entwicklingsfähigen Knospen sitzen.
Überwinterung:
Einräumen ins Winterquartier, sobald die Temperaturen nachts öfters unter 10°C sinken. Das Quartier sollte Hell und Kühl (5 bis 15 °C) sein.
Umtopfen:
Je nach Durchwurzelung nach 1-2 Jahren in einen etwas grösseren Topf umtopfen. Es sollten nur hochwertige Erden verwendet werden, die möglichst lange strukturstabil bleiben und Langzeitdünger enthalten (keine Billigerden).
Calla-Knollen können im Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden. Aus denen im Herbst gepflanzten Knollen entwickeln sich schöne Zimmerpflanzen, im Frühjahr ausgepflanzte machen sich gut im Kübel oder im Beet.
Die Zimmerkalla (Zantedeschia) kommt ursprünglich aus Südafrika, wo sie in sumpfigen Gebieten wächst, die im Sommer völlig austrocknen. Soll die Pflanze im Zimmer gut wachsen, müssen diese Standortbedingungen nachgeahmt werden. Während der Wachstumsphase benötigen die Pflanzen reichlich Wasser und einmal wöchentlich eine Düngergabe. In dieser Zeit blüht die Zimmercalla. Nach der Blüte benötigt sie eine Ruhephase bei niedrigen Temperaturen in einem ungeheizten Raum und völlige Trockenheit. Auch wenn's schwer fällt: zwei bis drei Monate gar nicht giessen! Die Pflanze trocknet dann völlig ein. Übrig bleibt nur die Knolle in der Erde. Sie wird nach der Ruhephase in einen neuen Topf mit neuer Erde gepflanzt und zunächst vorsichtig gegossen. Wenn die ersten Blätter austreiben, kann man wieder kräftig giessen.
Für die Gartenkultur ist wichtig, dass die Pflanzen im Herbst ins Haus geholt werden, wo sie frostfrei und trocken überwintern können.
Alte Blumenerde ist nicht mehr strukturstabil. Unter Umständen haben sich Krankheitskeime angesiedelt, wenn die Balkonpflanzen im vergangenen Jahr beispielsweise unter Pilzkrankheiten litten. Ausserdem reichern sich in der Erde durch die regelmässige Düngung Nährstoffe an, weil Pflanzen nicht alle Nährstoffe gleichmässig verbrauchen. Das führt zur Versalzung der Erde und kann den Wurzeln der neuen Pflanzen schaden.
Deshalb ist es besser, jedes Jahr neue Erde zu verwenden. Darin können sich die Pflanzen optimal entwickeln. Die alte Blumenerde kann gut mit anderen Materialien aus dem Garten kompostiert werden. Selbstverständlich lässt sich dieser Kompost, gemischt mit Gartenerde und Sand, wieder als Blumenerde verwenden.
Die Amaryllis wächst aus einer Zwiebel heran und benötigt wie alle Zwiebelpflanzen eine Ruhephase. Nach der Blüte giesst man immer weniger, bis das Laub langsam zu welken beginnt. Dann wird bis zum Spätherbst nicht mehr gegossen und die Pflanze sollte möglichst kühl stehen, Kellerräume sind hierfür gut geeignet. Ab November kann man die Zwiebeln in neue Erde pflanzen und giesst langsam wieder an. Sobald sich die Laubblätter zeigen, wird wieder normal gegossen und gedüngt.
Meine Yuccapalme ist so gewachsen, dass sie die Zimmerdecke erreicht hat. Kann ich die Spitzen abschneiden?
Nicht nur die Spitzen können geschnitten werden. Man kann Yuccapalmen bis auf den Stamm zurückschneiden. Anschliessend treibt die Pflanze aus unsichtbaren Knospen, den sogenannten schlafenden Augen neu aus. Oft wachsen zwei oder mehr neue Triebe aus dem gekürzten Stammstück. Die abgeschnittenen Spitzen kann man gut zur Vermehrung verwenden. Dazu die Stücke in Anzuchterde stecken, angiessen und wachsen lassen. Anfangs nicht zu viel Wasser geben, damit sich neue Wurzeln bilden.
Die Fuchsie stammt aus den Bergwäldern der Anden und ist ein Gehölz, das in unserem Klimabereich leicht erfriert. Es gibt aber Arten, wie Fuchsia magellanica und Fuchsia corallina, die in der Lage sind, aus dem Wurzelbereich neue Austriebe hervorzubringen. Im Gegensatz zur normalen Fuchsie, die halbschattig stehen sollte, werden Staudenbeetfuchsien Mitte Mai bis Ende Juni ins Beet an einen sonnigen Platz gepflanzt. Dabei werden die Pflanzen etwa 5 bis 8 cm tiefer als normal gesetzt. Diese Giessmulde füllt sich nach und nach mit Erde. Gedüngt wird vorher mit etwas organischem Dünger und zur Förderung der Winterhärte mit Kalimagnesia.
Im Herbst dürfen die oberirdischen Teile der Pflanzen nicht zurückgeschnitten werden, weil sie ein Teil des Winterschutzes sind. Anfang Dezember werden die Stauden mit Laub und locker aufgelegtem Tannenreisig oder Farnkraut oder auch Stroh und Erde bedeckt, keinesfalls mit Folie. Diese Bedeckung darf im Frühjahr nicht zu früh abgenommen werden, je nach Wetterlage erst Ende April, weil sonst die unter dem Winterschutz gewachsenen jungen Triebe erfrieren. Auch nach dem Abhäufeln sollte bei zu starker Sonneneinstrahlung leichter Schatten erzeugt werden. Achtung bei Spätfrösten!
Ich habe drei Pflanzen geschenkt bekommen und hätte gerne Informationen zur Pflege: Marmeladenbusch (Streptosolen jamesonii), Seidenpflanze (Asclepias curassavica), Bleiwurz (Plumbago auriculata).
Streptosolen jamesonii: Das Kanarenblümchen, gehört in die Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Dieser Kletterstrauch stammt aus den Höhenlagen, rund 2 000 m über NN, Kolumbiens und Ecuadors. Dort herrscht eine hohe UV-Einstrahlung und ein grosser Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht. Aus den Standortbedingungen dieser Gebiete leitet sich auch die Blütenbildung ab. Je höher die UV-Einstrahlung und die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind, desto reicher blüht die Pflanze auch in unseren Breiten. Im Sommer benötigt die Pflanze einen sonnigen und tagwarmen Standort im Freiland, viel Wasser und Nährstoffe. Zur Überwinterung sollte man einen hellen Raum wählen, zum Beispiel Gewächshaus oder Wintergarten, der nicht zu warm sein darf. Optimal sind 5 bis 10 O C. Je heller und wärmer der Überwinterungsstandort, desto mehr Wasser benötigt die Pflanze im Winter. Wichtig ist regelmässiges Lüften, da die Pflanze sehr anfällig für pilzliche Erkrankungen ist. Im Frühjahr kann das Kanarenblümchen zurückgeschnitten werden. Insbesondere alte und schwache Triebe werden ausgeschnitten. Um eine gute Verzweigung zu erreichen, muss die Pflanze anschliessend mehrmals gestutzt werden, das heisst man knipst die Spitzen aus. Zur Vermehrung entnimmt man im Frühjahr Stecklinge, die bereits Blütenknospen angesetzt haben. Ansonsten kommt die neue Pflanze nicht in Blüte.
Asclepias curassavica, die Seidenpflanze, stammt aus dem tropischen Amerika. Im Sommer benötigt sie einen sonnigen Standort im Freiland und muss reichlich gewässert werden. Während der Sommermonate muss die Pflanze ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden (einmal wöchentlich mit einem handelsüblichen Blumendünger), damit sie reichlich Blüten ansetzt. Der Rückschnitt erfolgt im Frühjahr, wobei auch die Seidenpflanze während des Sommers 2 bis 3 mal gestutzt werden sollte. Die optimale Überwinterung erfolgt in einem hellen Raum bei 10 - 12 O C. Bei ausreichend Licht (Gewächshaus, Wintergarten) kann auch bei höheren Temperaturen überwintert werden. Weniger Licht und geringere Temperaturen führen dazu, dass die Pflanze eine Ruhephase einlegt und alle Blätter abwirft. Dadurch kommt die Entwicklung im nächsten Jahr allerdings nur langsam in Gang. In dunklen Kellerräumen kann die Seidenpflanze nicht überwintert werden. Während des Winters wird sehr mässig gegossen, abhängig auch hier vom Standort. Wird zuviel gegossen, kann es schnell zu Infektionen mit Bodenpilzen kommen. Die Vermehrung erfolgt über Aussaat im Januar/Februar.
Plumbago auriculata: Plumbago auriculata, der Bleiwurz, stammt aus Südafrika. Man kann ihn sowohl an Klettergerüsten hochranken lassen als auch als Busch oder Hochstamm ziehen. Ab Mitte Mai, wenn die Frostgefahr vorbei ist, stellt man die Pflanze an einen hellen, sonnigen Standort. Nur dort blüht sie zufriedenstellend. Die Pflanze wird im Sommer gleichmässig feucht gehalten, wobei man streng darauf achten muss, dass überschüssiges Wasser nicht im Untersatz stehen bleibt. Gedüngt wird während der Wachstumszeit von Frühjahr bis Ende des Sommers einmal wöchentlich mit einem handelsüblichen Blumendünger. Zur Überwinterung stellt man die Pflanze in einen kühlen, frostfreien Raum (bis 10 Grad C), der luftig sein sollte. Ein lichtarmer Kellerraum wird ebenfalls vertragen, obwohl die Pflanze dort alle Blätter verliert und im nächsten Jahr entsprechend lange zur Regeneration benötigt. Der Rückschnitt erfolgt im ausgehenden Winter, wobei man leicht auslichtet und zurücksetzt. Haben sich während des Winters aufgrund eines ungünstigen Standortes lange Triebe gebildet, muss man diese ganz herausschneiden. Grosse Pflanzen kann man auch stark zurückschneiden, wobei man dann mit einer verzögerten Blüte rechnen muss. Die Vermehrung erfolgt am besten über Stecklinge, die man Ende Mai, Anfang Juni entnimmt. Sie dürfen nicht zu feucht gehalten werden, da sie schnell faulen.
Von meinem letzten Südafrika-Urlaub habe ich mir zwei Protea Pflanzen und Samen mitgebracht. Wie werden sie gepflegt?
Die Gattung Protea gehört in die Familie der Proteaceae. Ihr Vorkommen umfasst 115 Arten. Dabei haben die unterschiedlichen Pflanzen individuelle Ansprüche an Standort und Pflege. Deshalb kann man keine allgemeingültigen Angaben machen. Da das Sammeln von Pflanzen in der freien Natur in Südafrika verboten ist, werden Sie die Pflanzen in einer Gärtnerei gekauft haben und entsprechende Bescheinigungen mit den Namen der Pflanzen haben. Wir empfehlen Ihnen, sich mit diesen Pflanzennamen an den Botanischen Garten zu wenden.
Ich war für eine Woche in Urlaub und habe meine Pflanzen, Petunien, Geranien, Weihrauch, ins Treppenhaus gestellt. Meine Nachbarin hat sie gegossen. Alle Blüten sind abgefallen und die nachwachsenden Knospen sind gelb. Was wurde falsch gemacht?
Blüten- und Knospenfall kommt bei vielen Pflanzen vor, wenn man ihren Standort verändert. Insbesondere Sommerblumen, die im Freiland gehalten werden, sollte man während der Vegetationszeit nicht ins Haus holen. Weniger Licht und Sonne bereiten den Pflanzen Stress und als erste Gegenmassnahme werfen sie die kraftraubenden Blüten und Knospen ab. Werden die Pflanzen nach einiger Zeit wieder der Sonne ausgesetzt, erleiden sie wiederum einen Schock und reagieren zum Beispiel mit abgestorbenen, manchmal auch verbrannten Knospen und auch Blättern. In dem Fall hilft nur optimale Pflege und unter Umständen auch ein Rückschnitt, um die Pflanzen wieder ins Wachstum zu bringen und zur Blütenbildung anzuregen. Regelmässiges giessen und einmal wöchentliches düngen mit einem handelsüblichen Flüssigdünger für Blütenpflanzen wird Ihren Pflanzen rasch wieder auf die Beine helfen.
Welche Pflanzen eignen sich für einen Nordbalkon?
Die Bepflanzung eines Nordbalkons ist immer etwas schwierig, weil Sie nur schattenverträgliche Pflanzen verwenden können. Als blühende Pflanzen eignen sich zum Beispiel Knollenbegonien, hängende und stehende Fuchsien, Fleissige Lieschen, Edellieschen, Vanilleblume, Schneeflockenblume, Pantoffelblume. Efeu und Mottenkönig (Plectranthus) sind beispielsweise üppig herabhängende Beipflanzen
Quelle: Landwirtschaftskammer