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Heissi Marroni
In den italienischen Alpentälern sowie in den Regionen der Schweiz, die klimatisch so begünstigt waren, dass die Kastanie dort gedeihen konnte, galt sie früher als Bestandteil der Nahrungsmittel, mit denen man Zeiten der Missernten überstehen konnte. Man veranschlagte, dass die stärkereichen Früchte eines Baumes ausreichten, damit eine Person einen Winter überstehen kann. Aus diesem Grund wurde in vielen Gemeinden der oben genannten Regionen jedem Bewohner ohne eigenen Grund- oder Waldbesitz ein eigener Baum aus dem Gemeindeeigentum als Nahrungsreserve zugewiesen.
Raclette-Ofen
Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der «Bratkäse» einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Anlässlich der kantonalen Ausstellung von 1909 sollten die besten einheimische Weine dargeboten und mit «Bratkäse» begleitet werden. Zu diesem Zweck wurde der Name «Raclette» aus der Taufe gehoben. Abgeleitet vom französische Wort «racler», zu Deutsch schaben, entspricht es noch heute der im Wallis und in der Gastronomie typischen Zubereitungsart.