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2012 sorgte eine Studie aus den USA für einiges Aufsehen. Sie stellte einen Zusammenhang dar zwischen dem Röntgen beim Zahnarzt und (gutartigen) Hirntumoren. Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit relativieren jedoch die Aussagen aus den USA.
Personen, die sich mindestens einmal jährlich die Zähne röntgen lassen, haben ein um 1,4- bis 3-mal höheres Risiko für ein so genanntes Meningeom, einen gutartigen Hirntumor. Zu diesem Schluss kam eine Studie, die 2012 im Fachmagazin „Cancer“ veröffentlicht wurde. Die Untersuchung sorgte in Fachkreisen für einige Nervosität, warf aber auch verschiedene Fragen auf. Hinterfragt wurde insbesondere die Art der Datenerhebung. Diese basierte auf der Befragung von Patienten (sie mussten sich an die Röntgenuntersuchungen erinnern) und nicht auf dokumentierten Krankengeschichten.
So wenig wie möglich
Diesen Punkt nahm auch die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) in einer Stellungnahm auf. Sie empfiehlt ihren Mitgliedern grundsätzlich, die Patienten nur bei ausgewiesener Indikation und Notwendigkeit zu röntgen. So wenig wie möglich, soviel wie notwendig, laute die Devise. “Das Zahnröntgen stellt insgesamt ein wenig belastendes Diagnoseverfahren dar, das heute zur frühzeitigen Erkennung von krankhaften Veränderungen unumgänglich ist“, so der SSO abschliessend. Diese Aussage wird auch durch Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit gestützt. Diese zeigen zwar, dass Zahnröntgenaufnahmen 42 Prozent aller ärztlichen Röntgenbilder in der Schweiz ausmachen. Allerdings verursachen sie nur 0.7 Prozent der gesamten jährlichen Strahlenbelastung.