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Bei der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Präsidentschaftswahl in Simbabwe hat der langjährige Staatschef Robert Mugabe nach Angaben seiner Partei bis zu drei Viertel der Stimmen auf sich vereinen können. Der 89-Jährige könne mit "70 bis 75 Prozent" rechnen.
Dies sagte der Sprecher der Partei ZANU-PF, Rugare Gumbo, am Freitag. Am Donnerstag hatten bereits erste offizielle Ergebnisse zur Parlamentswahl vom Mittwoch einen deutlichen Vorsprung der Partei Mugabes angedeutet. Dessen Herausforderer bei der Präsidentschaftswahl, Morgan Tsvangirai, bezeichnete den Urnengang als "gewaltige Farce" und "null und nichtig".
Mugabe führt das südafrikanische Land seit 33 Jahren mit eiserner Hand und liess sich am Donnerstag bereit als Wahlsieger feiern. Tsvangirai trat bereits zum vierten Mal bei einer Präsidentschaftswahl gegen Mugabe an.
Im Jahr 2008 hatte er nach der ersten Runde deutlich vorn gelegen, woraufhin es blutige Angriffe auf seine Anhänger gab und er seine Kandidatur zurückziehen musste.
Mugabe regiert Simbabwe seit der Unabhängigkeit von Grossbritannien im Jahr 1980 ununterbrochen. Seine Politik bescherte dem Land einen rasanten wirtschaftlichen Niedergang. Die offiziellen Ergebnisse der Wahlen werden für Montag erwartet.
SDA-ATS