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Glückskette

Die Sammlung der Glückskette für die Vertriebenen aus Kosova zeigte eine überraschende Solidarität der Schweizer: pro Kopf der Bevölkerung gingen allein bei dieser Sammlung ungefähr SFr. 7 an Spenden ein
Am 1. Juli fehlten nur noch einige Tausend Franken bis zur Marke von 50 Millionen Schweizer Franken. Dies ist die grösste Summe an Spenden, die für eine Sammlung der Glückskette je eingeganen ist. Die Glückskette, karitativer Arm der SRG SSR idée suisse (Schweizer Radio und Fernsehen), sammelt für Katastrophen - verursacht durch Mensch oder Natur - und beteiligt sich an der Finanzierung von Hilfsprogrammen ihrer Partner, den Schweizer Hilfswerken. Am 9. April war nationaler Sammeltag zugunsten der Flüchtlinge aus dem Kosovo; auch im newsletter Albanien lagen Einzahlungsscheine bei.
Finanzierte Hilfsprogramme
Weiteres Vorgehen
Die Beendigung des Krieges und die Rückkehr von Hunderttausenden von Vertriebenen aus dem Kosovo an ihre früheren Wohnorte haben unmittelbare Folgen für die humanitären Hilfsoperationen. Die Glückskette und ihre Partner-Hilfswerke evaluieren die neue Lage täglich. Es steht fest, dass ein Teil der Spendengelder für die Rückführung der Vertriebenen aus den angrenzenden Ländern und für den Wiederaufbau im Kosovo selbst eingesetzt wird.
Ein Grossteil der Hilfe wird sich ins Kosovo verlagern. Die Schwerpunkte liegen beim Wiederaufbau von Häusern für Zehntausende von Familien (Caritas), in der medizinischen Betreuung der Bevölkerung und in der Verstärkung der Infrastruktur durch Fachpersonal (SRK) und in der psychosozialen Betreuung von traumatisierten Vertriebenen (SAH, HEKS). Diese Programme werden in den nächsten Wochen nach den Bedürfnissen der Betroffenen noch genauer definiert, sobald die Aufteilung der Verantwortlichkeiten innerhalb der humanitären Hilfe international abgesprochen ist. Zu den Betroffenen gehören vermehrt auch die serbische Bevölkerung im Kosovo.
Bereits jetzt steht aber fest, dass zahlreiche Vertriebene in Albanien, Mazedonien und Montenegro noch über den Winter bleiben werden. Deshalb wird ein Teil der Hilfe nach wie vor in diesen Ländern geleistet (SAH, HEKS, Medair, Terre des hommes). Es geht dabei um die Wintertauglichkeit von Lagern und die Unterstützung einheimischer Familien, die nach wie vor Tausenden von Flüchtlingen Unterkunft und Verpflegung bieten.
Die Glückskette bedankt sich einmal mehr für die ausserordentlich grosse Unterstützung und Hilfe aus der Bevölkerung zugunsten notleidender Menschen.
Glückskette, Medienmittelungen
Kosovo-Konflikt: Beiträge der Glückskette an Hilfsprogramme, 26. Juni 1999

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