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Weitere Luftaufnahmen von Bioley-Magnoux
Bioley-Magnoux, zusammen mit den Dörfern Gossens, Oppens, Orzens, Correvon, und Ogens, band sich von Saint-Martin los und wurde zur unabhängigen Herrschaft beim Tod von Peter Saint-Martin, vermutlich in 1233 oder 1225; sein älterer Sohn Richard erbte Saint-Martin, während sein jüngere Sohn Wilhelm die Territorien von Bioley erhielt.
In 1244 ging die Herrschaft von Bioley in den Einflussbereich des Hauses von Savoyen ein. In den Projekten von Peter von Savoyen war die Ehrerbietung der Herren von Bioley eine zusätzliche Etappe seiner progressiven Eroberung des Waadtlandes. Zerstückelt und durch Kampf geschwächt, widmeten sich die grossen Familien dieser Stelle. In seinem Unternehmen konnte Peter von den beträchtlichen finanziellen Möglichkeiten profitieren, die ihm aus England kamen, da er somit der Gläubiger der waadtländischen Herren wurde. In Austausch erforderte er ihre Submission. Durch die persönlichen Vasallen-Verbindungen blieb die Herrschaft von Bioley im savoyischen Einflussbereich bis 1536.
Ohne Zweifel musste Wilhelm von Bioley am 2. Februar 1244, um die Kosten für die Konstruktion des Schlosses Bioley-Magnoux zu decken, sein Gebiet bei Peter aus Savoyen für die Summe von 1604 Livres verschulden, also gewiss ausreichend für die Errichtung des Schlosses. Noch in 1280 und 1298, war Iblet von Bioley Kopf der Herrschaft, der dann unter der Suzeränität von Philippe aus Savoyen bis in 1285 gesetzt wurde, dann den Herrschaften vom Waadtland, Ludwig I und Ludwig II. In 1311 liess Ludwig eine Anerkennung für die Herrschaft von Bioley erstellen, ein wichtiges Dokument, das eine Idee des Ausmasses seiner Reichtümer und seiner Bevölkerung gibt. In diesem Jahr musste Perrette von Bioley, vermutlich die Tochter von Iblet, die Herrschaft als Mitgift Wilhelm von Corbière zu bringen, die es als Erbe seines jüngeren Sohns Mermet übergab. Mermet von Corbière wurde bereits in 1326 Herrscher von Bioley.
Diese verkaufte zwischen 1331 und 1339 die Rechte auf Bioley an ihrem Schwiegersohn, ihr Ehemann behielt einen Teil und er kaufte von einer Kusine andere Rechte auf das gleiche Gebiet zurück. Schliesslich erwarb Jacques die ganze Herrschaft von Bioley und erhielt die Investitur des Grafen von Namur, Baron vom Waadtland, dann des Grafen von Savoyen am 20. Juli 1359.
Gegen 1438 heiratete die Tochter von Francois I von Goumoëns und Nicolette von Estavayer, Margerite, Wilhelm Velga, der aus einer reichen bürgerlichen Familie aus Freiburg stammte. Das hat vermutlich einen wesentlichen finanziellen Beitrag oder zumindest finanzielle Garantien erbracht. Denn ab diesem Zeitpunkt konnten die Goumëns grosse und beträchtliche Arbeiten am Schloss finanzieren und es wurde radikal umgebaut. In 1448 erhielt Francois II von Goumoëns die Genehmigung des Bischofs von Corneto, einen Altar im Schloss zu installieren. Auch zu dieser Zeit geschahen vermutlich die Errichtung des rechteckigen Turmes, der 1899 einstürzte und abgerissen wurde, wie auch des Behausungskörpers. Einige fünfundzwanzig Jahre später, während der Burgunder Kriege, wurde das Schloss Bioley-Magnoux von den Eidgenossen in 1475 besetzt. Er wurde sicher nicht wie seine Nachbarn Orbe oder Montagny-le-Corbe zerstört, vermutlich auf Grund der Allianzen zwischen Goumoëns und Velga von Freiburg. Am 4. und 5. Juni 1476, richtete Karl der Kühne sein Lager in der Gegend von Bioley ein, wahrscheinlich nahe der Wälder von Orjullaz und Orzens, am Lauf des Morat. Der Burgunder Herzog bewohnte das Schloss; diese Tatsache wurde in der Zeitung des Oberkellners festgehalten. In 1600, dank dem Testament von Francois von Goumoëns, das immer noch in den Archiven dieser Familie bewahrt wird, erhält man ein sehr detailliertes Inventar der Herrschaft. Jean-Charles von Goumoëns erhielt Bioley, während sein Neffe Jérémie das Schloss Goumoëns-le-Jux erbte.
Die Herrschaften von Goumoëns lösten sich ab im Besitz von Bioley bis 1608, als die Herrschaft von Daniel Morratel verkauft wurde. Dieser war ein Bürger von Bern, Tutor der Töchter von Jean-Charles von Goumoëns. Der Kauf ging an Petermann von Erlach, Bürger von Freiburg und Mitglied des Rates der Sechzig von dieser Stadt. Petermann von Erlach liess vor seinem Tod in 1635 ein Ecktürmchen errichten, das die Tür der Ringmauer flankiert, mit seinen Wappen und die seiner Frau Elisabeth von Got geschmückt. In 1643, verkaufte Antoine, Sohn von Petermann von Erlach, das Schloss an Jacques Guy von Haudanger, der aus einer Neuenburger Familie stammte, und in 1595 von Marie von Bourbon, Herzogin von Longueville, die damals die Grafschaft von Neuenburg besass, geedelt wurde.
Die Herrschaft ging danach in die Hände von Jean von Osterwald, Neffe von Jacques Guy von Haudanger, und seinen Nachkommen bis 1770. Während dieser Periode, oder eher gegen Anfang des 18. Jahrhunderts mussten die Osterwalds wichtige Arbeiten im Behausungskörper durchführen. In dieser Zeit entstand die grosse innere monumentale Treppe und die Längsmauer, die den Korridor bildet.
Als David von Osterwald in 1770 nach Amerika abreiste, verkaufte er die Herrschaft an Peter und Benjamin, Grafen von Moudon. Diese beiden trotzten der Liquidation der feudalen Rechte, die in Bern von den Einwohnern von Bioley und von Oppens bereits in 1791 gefordert wurden.
In 1802 erwarb Antoine von Blanchenay das Schloss. Er liess sicher einige Umbauarbeiten durchführen, insbesondere die Türe, die zur Terrasse führt. Ab 1829, unter den Bettens und den Percy, musste der Unterhalt des Gebäudes limitiert werden, da die Ringmauer mit Eingang verschwanden; in 1837 wurden die Gebäudekörper, die den Hof im Westen abgrenzten, abgerissen, und in 1890 stürzte der viereckige Wachtturm ein. Dies verursachte den Abriss des oberen Stockwerkes des Behausungskörpers.
Über dem südlichen Behausungskörper erhält das Dach, das bis zu Beginn dieses Jahrhunderts Walm war, dann einen halb-Walm ebenso wie der Westflügel, der anfangs durch ein Schutzdach umfasst wurde, was erlaubte, ein zusätzliches Dachstockwerk zu errichten. In der westlichen Fassade sieht man noch heute die Balkenberechnung, die das Amt machen musste.
In 1972, verkaufte Albert Percy das Schloss an Roger Bär, der das Bauwerk restaurierte.
Ab 1998 wechselte das Schloss den Eigentümer. Es bleibt Privatbesitz.
Bibliographie