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access_time veröffentlicht 07.02.2019
Prävention kardiovaskulärer und neoplastischer Erkrankungen: kein primärprophylaktischer Nutzen von Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D
Prof. Dr. med. Reto Krapf
Praxisrelevant
Prävention kardiovaskulärer und neoplastischer Erkrankungen: kein primärprophylaktischer Nutzen von Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D
07.02.2019
Mit einer Nachbeobachtungszeit von median mehr als fünf Jahren wurde bei mehr als 25 000 Studienteilnehmern untersucht, ob entweder die tägliche Einnahme von Vitamin D3 (2000 U/Tag, [1]) oder von hochungesättigten Fettsäuren (marine oder sog. Omega-3-Fettsäuren, 840 mg/Tag, [2]) im Sinne der Primärprophylaxe die Ereignisrate von kardiovaskulären Erkrankungen oder Krebserkrankungen beeinflusst.
Keine der beiden Interventionen führte zu einer Reduktion dieser genannten Krankheiten über den Beobachtungshorizont. Die beiden Interventionen hatten auch nicht geschadet (bei den Fettsäuren keine erhöhte Blutungsneigung, beim Vitamin D keine erhöhte Inzidenz an Nierensteinen oder Hyperkalzämie), aber dafür mehr gekostet. Die Ehre der Omega-3-Fettsäuren wird gerettet, insofern als in derselben Ausgabe des New England Journal of Medicine [3] über eine signifikante Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse (inkl. Mortalität) bei Einnahme einer hochgereinigten und stabilen hochungesättigten Fettsäure (Icosapent-Ethyl; randomisiert, plazebo-kontrolliert) berichtet wird. Die Patient(inn)en waren solche mit Hypertriglyzeridämie bei oder trotz konkomitierender Statintherapie (sog. REDUCE-IT-Studie). Icosapent Ethyl führte allerdings hochsignifikant (p = 0,004) zu einer erhöhten Inzidenz von Vorhofflimmern.
Verfasst am 11.01.2019