Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03272.jsonl.gz/520

Die Frauen, die das Thema dieses Buches bilden, waren die wichtigsten weiblichen Stars der spanischen, italienischen und deutschen Filmkunst in den Jahren des Zweiten Weltkriegs (1939-1945), in denen das neue totalitäre Regime in Spanien mit dem deutschen Nazismus und dem italienischen Faschismus koexistiert. In allen drei Diktaturen übte die Zensur nicht nur über politische Inhalte, sondern auch über Erotik und Sexualität eine schwere Kontrolle aus. Die weiblichen "Sterne" der Faschismen arbeiteten im Einverständnis, mehr oder weniger explizit, mit der Ideologie der Staaten, in denen sie ihre Filmographie entwickelten, aber ihr Körper sprach (aus den Bildern) und bot Botschaften, die oft im Widerspruch zur vorherrschenden Moral standen. Dieses Buch schlägt eine Studie über die Gesten dieser Körper vor und hinterfragt die zugrunde liegende Spannung zwischen sklavischer Weiblichkeit und befreiter Weiblichkeit, zwischen verneinter Sexualität und erotischer Affirmation. Auf seinen Seiten wird das Verhältnis zwischen Schauspiel und erotischer Bildsprache in den Filmen von Imperio Argentina, Estrellita Castro, Ana Mariscal, Conchita Montenegro, Conchita Montes, Mercedes Vecino und Amparo Rivelles für die spanische Filmkunst, Clara Calamai, Luisa Ferida, Anna Magnani, Isa Miranda, Assia Noris und Alida Valli im italienischen Kontext sowie Zarah Leander, Marika Rökk und Kristina Söderbaum für Deutschland.