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Die Krise in Europa und höhere Steuern lassen die Lust auf Zigaretten schwinden. Marlboro-Hersteller Philip Morris verzeichnete im vergangenen Quartal in Europa einen Gewinnrückgang von sechs Prozent
Die Schuldenkrise verleidet den Europäern das Rauchen. Der Marlboro-Hersteller Philip Morris International (PMI) ist im dritten Quartal in der Europäischen Union weniger Glimmstengel losgeworden. Dadurch fiel der Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf unter dem Strich 2,2 Milliarden US-Dollar.
Philip Morris lieferte 8,1 Prozent weniger Zigaretten in der Europäischen Union aus. Vor allem Italiener, Franzosen, Portugiesen und Spanier hielten sich zurück. Auch in Deutschland schrumpfte der Markt nach Firmenangaben leicht. Der Konzern selbst nannte als Gründe neben der schwierigen wirtschaftlichen Lage in den südeuropäischen Ländern vor allem höhere Steuern sowie den florierenden Schwarzmarkt.
Konzernweit sank der Umsatz - die hohen Steuern auf Zigaretten herausgerechnet - um 5 Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar. Auch Währungseffekte schlugen negativ zu Buche. Der Kurs fiel im frühen New Yorker Handel um annähernd 3 Prozent.
Philip Morris war 2008 aus dem US-Konzern Altria herausgelöst worden, zu dem nach wie vor das Tabakgeschäft in den USA gehört. Das Unternehmen sollte sich unabhängig von den Raucherklagen in den USA entwickeln können. Philip Morris International umfasst die ausländischen Aktivitäten, hat seinen Sitz aber in New York.
(rcv/tke/awp)