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Blick zurück - Die Geschichte
des Welsh Corgis

von Sally Williams
Während hunderten von Jahren lebten Corgis auf den Farmen und Hügeln von West Wales. Vielleicht waren sie nicht als Corgis bekannt. Welsh Heelers scheint eine beliebte Bezeichnung gewesen zu sein und manchmal einfach "kleine gelbe Treibhunde". Aber wie auch immer sie genannt wurden, so arbeiteten sie auf den Farmen und trieben das Vieh zu den Märkten in London oder den Midlands. Vor ungefähr tausend Jahren, zur Zeit von Hywel Dda (oder Howell der Gute, der geltend machte, dass ein guter Treibhund den gleichen Wert hatte wie ein Stier), findet man den kleinen und schnellfüssigen Corgi in den Geschichtsbüchern. Und in den frühen Jahren des Welsh Corgi Clubs konnte die Schreibweise des Wortes "Corgi" etwas variieren - "Corgie", "Curgi", "Curgie" wurden abwechselnd gebraucht, so wie ich es in diesem Artikel wiedergegeben habe.
Gezüchtet auf den abgelegenen Farmen in den Hügeln von West-Wales, war der Corgi ein unentbehrlicher Helfer für die Farmer , überall konnten sie gebraucht werden, sei es mit ihrem berühmten Treibinstinkt die Milchkühe zum Melken nach Hause zu bringen, die Schafe zusammen zu treiben, die Hühner zu bewachen, oder das Vieh auf den langen Strecken zu den Märkten zu begleiten.
Vor der Gründung des Welsh Corgi Clubs in 1925 wurden nur wenige Corgis ausgestellt. Der früheste Beleg, dass Corgis für ein Ausstellung vorgesehen waren, war im Jahr 1919, als der Kennel Club eine Beschreibung des Welsh Corgis haben wollte, nachdem sie das Programm für die St. David's Show in Pembrokeshire gesehen hatten. In der Folge garantierte ein Gründermitglied des Clubs Klassen für "Welsh Corgies" auf der Royal Welsh Agricultural Show in 1925, damit sein Hund nicht unter "AV Unclassified" (alle Rassen, unklassifiziert) gemeldet werden musste.
Das Interesse unter den Hunde-Liebhabern wurde im Laufe dieses Jahres immer grösser und im Oktober erkundigte sich Hubert Evans von der Zeitschrift "The Field" nach dem Rassestandard für den Corgi und erwähnte eine englische Dame, die im Begriff stand, alle ihre Field Spaniels zu verkaufen, um Corgis zu züchten, und die gerne Mitglied werden möchte, wenn der Klub gegründet wurde. Sogar so weit weg wie in Adelaide in Australien zeigte man Interesse für die Wiederbelebung des Welsh Corgi.
So erschien gegen Ende 1925 in einer Pembrokeshire Zeitung eine Notiz, dass alle, die sich für den Corgi interessierten, am 15. Dezember um 16.30 Uhr zu einer Versammlung im Castle Hotel in Haverfordwest eingeladen seien. Diese Anzeige war von J.H. Howell, M.F.H., unterzeichnet, der unter dem Namen Captain Jack von Solva in Pembrokeshire bekannt war und dessen Akten und Tagebücher in den Archiven der Grafschaft in Haverfordwest viele wertvolle und authentische Informationen lieferten. An dieser ersten Versammlung wurde Captain Jack als Vorsitzender des neuen Klubs gewählt. In seinem Tagebuch schrieb er, dass die Sitzung sehr gut verlief und dass "40-50 anwesend waren".
Das Mitgliedschaft/Statuten Büchlein, das noch im gleichen Monat herausgegeben wurde, enthält die Namen der Gründer und dass der Name des Klubs "The Corgi Club" sein soll. Der Zweck ist:
1) Die Förderung der Zucht reinrassiger Corgis;
2) Einen Rassestandard auszuarbeiten und zu publizieren und Züchter, Richter, Ausstellungskomitees, usw. aufzufordern, sich an diesen einzig anerkannten Standard für Corgis zu halten und Corgis nach diesem Standard zu richten, der in Zukunft als der allein gültige Standard für die Zucht und die Vergabe von Preisen an Corgis dienen soll.
3) Alles zu tun, was in seiner Macht steht, um die Rasse zu schützen und das Interesse an ihr zu fördern, sei es mit gespendeten Preisen und, falls die Mittel es erlauben, mit der finanziellen Unterstützung bestimmter Ausstellungen und, falls notwendig, mit weiteren Massnahmen".
Die nächste Vorstandssitzung wurde am 26. Dezember 1925 abgehalten. Man stelle sich vor, heutzutage eine Sitzung am zweiten Weihnachtstag abhalten zu wollen!!
Rose (Tim x Teddy)
Der erste Corgi, der beim Kennel Club registrier wurde
Die Tagebücher offenbaren viele kleine Details. Anfang des Jahres hatte Capt. Howell für £5 einen "Curgie" von Mrs. Harries in Caerfariog gekauft. Es handelte sich um Rosebud von Felix aus Freda. Dann verschaffte ihm sein Verwalter eine Hündin namens Rose von einer Farm in den Hügeln. Sie war der erste Corgi, der vom Kennel Club registriert wurde. Capt. Howell hatte einen wilden Stier, den keiner seine Hunde kontrollieren konnte, und Jim, sein Verwalter, erzählte ihm, dass Rose den Stier meistern könne - was sie auch tat! Rosebud musste trächtig gewesen sein, als sie verkauft wurde, denn am 6. Januar 1926 warf sie zwei Hündinnen und einen Rüden, und ihr Meister notierte, dass der Rüde und eine der Hündinnen eine Stummelrute hatten. (Eine wichtige Notiz mit Hinblick auf das Kupierverbot). Capt. Howell behielt die beiden Hündinnen.
Es bleibt in der Familie
Adrian, der Bruder von Capt. Howell, hatte eine Hündin namens Phoebe, die von Buller gedeckt wurde und fünf "Curgie"-Welpen warf. Adrian Howells Tochter, Nancy Bayly, die ebenfalls viele Informationen lieferte, hat immer noch eine "Phoebe", die Dritte in der Familie. Phoebe und Buller, mit Caleb, Shan, Bowhit Pepper und Rose waren einige der Namen, die in jenen frühen Tagen die Rasse dominierten und in vielen Ahnentafeln figurierten.
Am 27. Mai 1926 notierte Capt. Howell, dass Solva Rosebud (Corgi) zwei erste Preise gewann und eine Medaille für den besten Corgie auf der heutigen Ausstellung in Carmarthen. (Interessehalber habe ich die verschiedene Schreibweise getreu kopiert).
Zwei Tage später warf Eliza einen Rüden und eine Hündin. Im Juli wurde die Hündin an eine Mrs. Lloyd zum Preis von £8.10s verkauft.
Die Llangeitho Ausstellung fand am 25. August statt. Der Richter war Capt. George Checkland Williams. Solva Rosebud wurde zweimal Erste und gewann 2 x 10s. und Solva Tyrant wurde zweimal Zweiter und gewann 2 x 5s. Am 27. November brachte die Western Mail eine Geschichte mit der Schlagzeile: "Die Corgis erlangen Berühmtheit - Alter Treibhund aus West Wales ist die Überraschung in London". Der Kolumnist schreibt weiter: "An einem Tag wurde der Corgi zum Publikumsliebling. Einer dieser Hunde erschien diese Woche auf der Mitchum Hundeausstellung im Crystal Palace und sobald seine Anwesenheit bekannt wurde, drängten sich Journalisten und Fotografen auf der Stelle, um mehr über diese Rasse zu erfahren."
"Der Besitzer, Mr. J. Williams, ein Lehrer an der Dulwich Schule, der wie seine Ehefrau aus Solva stammt, erzählte mir heute etwas Interessantes über die Rasse. "Unserem eigenen Hund" sagte er, "haben wir den Namen Dewsland Smudge gegeben, weil der Bezirk von Dewsland in Pembrokeshire der Ort ist, woher die Hunde ursprünglich stammten. Den Hund erhielt ich von Mr. Adrian Howell, dem Bruder des Vorsitzenden des Corgi Clubs, der 1925 in Wales gegründet wurde, um die Rasse wieder zu beleben, und ich war damals dort auf Urlaub. Ich wollte ihn zuerst nicht ausstellen, sondern züchten, was ich immer noch beabsichtige, wenn ich eine Hündin finde. Aber durch diese plötzliche Aufmerksamkeit scheinen sie selten geworden zu sein".
Viele gute Qualitäten
"Wie Sie sehen, hat der Hund kein auffälliges Aussehen - ich meine, er hat nichts, was einem auf den ersten Blick in die Augen fallen könnte. Aber er hat etwas sehr Gewinnendes. Er ist intelligent und arbeitsam, und trotzdem sanft im Umgang mit Kindern und er ist ein wunderbarer Haushund." Mr. Williams fuhr fort, den Corgi zu beschreiben, wie er das Vieh treibt, seinen Kopf und die Rute (oder das Fehlen der Rute), alles charakteristische Eigenschaften der Rasse, und dann setzte er fort: "Der Vater, die Mutter, der Wurfbruder sowie ein Vollbruder von Dewsland Smudge haben alle Preise gewonnen in Wales. Die St. David Pferde- und Hunde-Schau in 1919 hatte zum ersten Mal Klassen für Corgis. Im kommenden Februar wird es auf der Crufts, einer der wichtigsten Ausstellungen des Jahres, in der Agricultural Hall in London fünf Klassen für Corgis geben. Gemessen an der Popularität meines Hundes, werden sie bestimmt ein Riesenerfolg werden."
Im November jenes Jahres erschien in der Zeitung The Pembrokeshire County Guardian noch eine interessante Notiz von Sir William Beach Thomas: "Viehtreibende Corgies von West Wales - Die angeborene Kunst einem Tritt auszuweichen. Ein Hund von äusserst einnehmender Erscheinung und Wesen wurde von den Jägern und Farmern eines kleinen Distrikts in Süd-Wales entdeckt oder neu entdeckt. Ältere Anwohner erinnern sich, dass die Kleinbauern des Distrikts vor vielen Jahren Hunde hielten (die sie Corgis nannten), um ihr Vieh nach Hause zu treiben, ganz ähnlich wie ein Hirtenhund die Schafe zusammen treibt." Weiter beschreibt er, wie die Hunde das Vieh in die Fersen schnappen und dass viele ohne Rute geboren werden und fährt fort..."Die Corgis wurden in Pembrokeshire für ganz verschiedene Zwecke gebraucht, um Ratten und Kaninchen zu fangen, was sie äusserst erfolgreich taten, und auch als Haushunde. Sie sind sauber, ausserordentlich intelligent und sehr schnell". Er konkludiert: "Die Rasse muss sehr alt sein, denn sie entspricht ganz und gar dem Rassestandard; aber ausserhalb den engen Grenzen ihres Ursprungsortes genoss sie nie die Popularität, die sie verdient."
In Capt. Howells Tagebuch von 1926 findet sich hinten ein Vermerk: "10.7.26. Es wurde beschlossen, dass der Club beim Kennel Club registriert werden soll". In jenem ersten Jahr waren es 73 Mitglieder. Am 18. Mai 1927 richtete Captain Jack auf der Cardiff Championship Show, wo es für Corgis sechs Klassen gab. Im Oktober bestimmte eine "Corgie Vorstandssitzung" mit 12 Anwesenden, dass T.D. Davies auf der Crufts richten solle. Im Februar des folgenden Jahres besuchte Captain Jack Howell die Crufts. Er notierte in seinem Tagebuch, dass Rosebud einen Preis gewann und zusammen mit ihrer Schwester Roseleaf, als Siegerin der Paarklasse hervorging. Die Meldegebühren waren £3.2s.6d. (£3 12½p), die Fahrkarte für die Bahn 19s.6d (97½p.), aber das Preisgeld war nur £2.10s (£2.50). Somit waren die Aussteller damals auch nicht gut bei Kasse!
Der Rummel nimmt zu
Im Mai 1929 reiste Captain Jack an die Ausstellung der Ladies Kennel Association, aber die tierärztliche Kontrolle verweigerte seinen Corgis Roseleaf und Petal den Zutritt. Der Rummel um die Corgis schien sich rasend schnell zu verbreiten. David T. Davies aus Fishguard schrieb an Captain Jack Howell betreffend den Corgi Club: "Wir haben hier sieben künftige Mitglieder, vier von ihnen mit Corgwn" (walisische Mehrzahl)... und der Rest auf dem Kriegspfad". Und etwa 11 km weiter südlich schrieb Ivor T. James aus Little Newcastle: "Alle in der Umgebung sind völlig verrückt nach Corgis".
Im März 1928 schrieb der Sekretär des Kennel Clubs an Captain Jack Howell. "Mit Bezug auf mein Schreiben vom 28. Februar freut es mich, Ihnen mitzuteilen, dass der Vorstand an seiner Sitzung vom Dienstag beschlossen hat, Welsh Corgis ins Rasseregister aufzunehmen". Im Mai 1928 kam es jedoch zu einer Kontroverse, als Captain Jack Howell einen Brief an den Sekretär des Welsh Corgi Clubs schrieb: "Sehr geehrter Herr, ich bedaure, dass ich an der morgigen Sitzung des Welsh Corgi Clubs nicht teilnehmen kann. Als Vorsitzender bin ich strikt gegen eine Fusion der beiden Clubs. Ich wünsche, dass sich der Vorstand voll und ganz bewusst ist, dass WIR nun den Kennel Club dazu gebracht haben, UNS Anwartschaften für den Champion-Titel zu bewilligen, und dass uns diese Anwartschaften für eine geraume Zeit nicht bewilligt werden, wenn wir mit dem Cardigan Club fusionieren. Diese Anwartschaften könnten uns bei einer Fusion weggenommen werden, weil sämtliche Mitglieder anwesend sein oder benachrichtig werden müssen. Diese Fusion muss auf unserer jährlichen Generalversammlung Anfang des nächsten Jahres stattfinden oder an einer zu diesem Traktandum einberufenen Generalversammlung. Die revidierten Statuten müssen auch an den Kennel Club geschickt werden, um die Bewilligung zu erhalten, unsere Statuten zu ändern".
Offensichtlich ging es nach dem Willen von Captain Jack Howell, dem Vorsitzenden des Clubs und infolge seines Einwandes dauerte es viele Jahre, bis die Cardigan Corgis Zugang zu den Clubausstellungen erhielten. Anwartschaften (CCs) wurden an Corgis zum ersten Mal 1928 in Cardiff vergeben und 1929 konnten 6 CCs vergeben werden. Die ersten gingen an ein nur sechs Monate altes Wurfgeschwisterpaar, gezüchtet von Mr. T. Jones in Fishguard, Pembrokeshire. Der Rüde war Fairmay Fondo und seine Schwester Shan Fach, die später im Besitz von Mr. Oliver Jones, Pantyblaidd, Champion wurde.
Shan Fach
Mrs. Thora Jenkins, die Tochter des berühmten Sid Bowler (Bowhit) erzählte, in Erinnerungen an die alten Tage schwelgend, wie das Haus immer voller Hunde war. Die Pioniere der Corgis hatten oft mehr als eine Rasse, aber Mrs. Jenkins hatte eine Vorliebe für die Corgis. Sie nannte eine Anzahl Hunde, die ihr besonders im Gedächtnis hafteten, unter ihnen zwei Champions ihres Vaters, Bowhit Pepper und Bowhit Prince. "Weiter waren da Mrs. Higsons Ch. Trier of Sealy, Ch. Golden Girl, Ch. Rozavel Red Dragon von Thelma Gray and Oliver Jones' Crymmych President. Aber auch die Cardigans Bob Llwyd (der erste Cardigan Champion), Ch. Brenig Brilliant, Olwen und so weiter". Der Ehemann von Mrs. Jenkins war mit der Rasse und dem Club involviert. 1935 war er Sekretär und 1952 Präsident des Clubs.
Das Kupierverbot
Mrs. Frances Hill, die Tochter von Mrs. Higson hatte Mitte der 1980er Jahre Kontakt zum Welsh Corgi Club. Sie erinnert sich an glückliche vergangene Tage, als sie und ihre Mutter bekannte und beliebte Aussteller und Richter waren. Vor vielen Jahren hatte sie als Spezialpreis drei Silberlöffel in Haverfordwest gewonnen und offerierte sie dem Club. Der Club nahm dieses Angebot freudig entgegen und vergab die Löffel an den besten Rüden, die beste Hündin und den besten Welpen auf der Diamant Jubiläumsschau in 1985.
Bis 1931 wurden Corgi Welpen, die mit einer Rute geboren wurden, fast immer kupiert, aber im Juli jenes Jahres erliess der Kennel Club ein Kupierverbot. Drei Jahre lang kämpfte der Welsh Corgi Club bis das Verbot 1934 aufgehoben wurde. Danach war der Pembroke Corgi auf der Liste der Rassen, die kupiert werden konnten. Es scheint jedoch, dass Pembrokes und Cardigans immer noch fleissig miteinander gekreuzt wurden und manchmal musste der Kennel Club die Besitzer nach der Abstammung ihrer Hunde fragen. Zum Beispiel war der Vater des bekannten Cardigan Rüd,n Ch. My Rockin Mawr der Pembroke Ch. Bowhit Pepper. Im Oktober 1934 wurde ein weiterer Meilenstein gesetzt, als auf der Kennel Club Ausstellung CCs für Pembroke und Cardigans vergeben wurden. Richter war Dr. Aubrey aus Irland.
Die Verbindung zum Königshaus
Die Western Mail berichtete am 12. Februar 1935 wie folgt: "London begeistert sich für die Hunde - Ganz London besuchte am letzten Wochenende die Crufts Dog Show. Eine Rute oder keine Rute, das ist die Frage, wenn es um Welsh Corgis geht. Es scheint eine grundlegende Frage zu sein, nachdem es nun separate Klassen für die beiden Varietäten der Rasse gibt, Pembroke und Cardigan. Beide sind äusserst attraktive und lustige Hunde. "
Nachdem der Herzog von York einen Corgi gekauft hatte, wurde die Rasse äusserst populär. Der Herzog kaufte einen Pembroke und neulich sah ich Prinzessin Elizabeth in einem Tweed-Mäntelchen und einer Baskenmütze wie sie ihn an der Leine im Park spazieren führte."
Prinzessin Elizabeth mit Dookie and Jane
Eines der Merkmale, das den Welsh Corgi berühmt machte, ist seine Beziehung zur königlichen Familie. Nachdem König Georg VI, damals Herzog von York, 1933 den ersten Corgi kaufte, sind sie als königliche Hunde bekannt. Der erste, von Thelma Grays Rozavel Zwinger, war bekannt als "Dookie". Drei Jahre später kam Jane dazu, die an Heiligabend einen Wurf hatte, aus dem die königliche Familie Cracker und Carol behielt. Zu ihrem 18. Geburtstag erhielt Prinzessin Elizabeth "Susan", die am 20. Februar 1944 geboren wurde und am 26. Januar 1959 starb. Sie wurde in Sandringham begraben, zusammen mit Sugar und Heather. Die Hunde der Königin werden in der Regel im Park des Hauses begraben, wo sich ihre Majestät zu gegebener Zeit aufhält. Die Königin hat inzwischen die 10. Generation, die in direkter Linie von ihrer ersten Hündin Susan stammt.
Nach einer Korrespondenz, die 1947 zwischen dem Buckingham Palast und Captain. Howell stattfand, erhielt Prinzessin Elizabeth einen echten (d.h. geboren in) Pembrokeshire Corgi als Hochzeitsgeschenk. Diese auserwählte junge Dame war bekannt unter dem Namen Solva Biscuit. Leider, erinnert sich Miss Nancy Bayly, bekundete sie Mühe, "rechtzeitig" den Weg aus dem Buckingham Palast zu finden, so dass sie schliesslich einer Hofdame mit einem leichter zugänglichen Garten übergeben wurde.
1982 herrschte im Club grosse Aufregung, als die Königin die St. David Kathedrale in Pembrokeshire besuchte, um Maundy Money zu verteilen. Nancy Bayly hatte dafür gesorgt, dass mehrere Komitee-Mitglieder sich mit ihren Hunden an einer Mauer aufstellten, die sich entlang der Route ihrer Majestät auf dem Weg zur Kathedrale befand. Diese Mitglieder hatten ein Willkommens-Transparent angefertigt und in grosser Vorfreude ihre Hunde auf Vordermann gebracht. In letzter Minute gab es jedoch ein Sicherheitsrisiko und die Gruppe wurde auf einen mit Gras bewachsenen Hügel am Rande der Kathedrale an der Haverfordwest Strasse "verbannt". Ihr langes und kaltes Warten wurde schliesslich belohnt, als der Wagen der Königin vorbeifuhr und man bemerkte, wie ihre Majestät zu Prinz Phillip sagte "Oh, schau, Corgis"! Vorstandsmitglied Miss Daphne Slark, Besitzerin von James, einem tricolor Pembroke aus der Zucht ihrer Majestät, nahm ihn mit zu einem kurzen Treffen mit der Königin in Haverfordwest. James wurde von königlicher Hand getätschelt und Miss Slark erhielt ein Kompliment für sein wunderschönes Haarkleid.
Die Registrierungen nehmen zu
Nun aber zurück zu den Anfängen. Zehn Jahre nach der Gründung des Clubs wurden neue Statuten herausgegeben. Als Präsident war Major Sir Charles Price aufgeführt und als Vize-Präsidenten Miss Thelma Evans (später Thelma Gray), Mrs. Bruce Fletcher, Mrs. Watts-Russell, P.J.S. Tufton, Baron de Rutzen (fiel im Krieg). Vorsitzende war Mrs. Victor Higgon (of Sealy), Vize-Vorsitzender J.M. Symmons, Sekretär W.J. Jenkins und Kassier A.L. Roberts. Inzwischen war die Zahl der registrierten Hunde von 10 im ersten Jahr auf 360 gestiegen.
Wir sollten dankbar sein für die moderne Veterinärmedizin. Viele Hunde starben damals an Staupe; Hepatitis (oder Gelbsucht) kam ebenso oft vor. Ein Tierhändler in Birmingham, der Corgi-Welpen gesucht hatte, um sie zu verkaufen, beklagte sich in einem Brief an Captain Howell, dass er sie nicht verkaufen konnte, weil alle an Durchfall litten und später auch an "Krämpfen". Der Zweite Weltkrieg legte einen grossen Teil der Hunde-Aktivitäten still. Vera Lister-Kaye erinnert sich an die letzte CC-Ausstellung in Harrogate, die am Tag des Kriegsausbruchs stattfand. Nur ganz wenige Richter waren überhaupt erschienen. Als Besitzer einer Farm konnten sie und ihr Ehemann einige Hunde behalten, aber viele andere mussten ihre Hunde einschläfern lassen. Am Ende des Kriegs in 1945 waren jedoch noch 1956 Pembrokes und 61 Cardigans registriert. Das Jahr darauf waren es bereits 3142 und 136.
Ab 1946 wuchs der Welsh Corgi Club unaufhörlich. Das Interesse von überall in Süd- und West-Wales war gross und daher wurde beschlossen, eine Süd-Wales Gruppe zu bilden, die jeweils ihre Sitzungen in Carmarthen hielt. Viele der Clubschauen während der 40er und 50er Jahre fanden immer noch in Pembrokeshire statt. Die Corgis glichen inzwischen mehr den Hunden, die wir heute kennen. In der Tat erinnerten einige der frühen Pembrokes mit ihren längeren Beinen, kürzerem Körper, ohne Stehohren und fuchsartigem Ausdruck eher an Terrier. In den späten 50er und frühen 60er Jahren wurde der Corgi enorm populär, mit jährlichen Registrierungen in den Achttausenden während ungefähr fünf Jahren. Elizabeth Somerfield beschreibt in The Field den Corgi als einen "grossartigen kleinen Hund", der den Cocker Spaniel vom dritten Platz der populärsten Rassen verdrängt hat und nun hinter dem Zwergpudel und dem deutschen Schäferhund steht. Sie erklärt diesen Erfolg mit dem Umstand, dass er in eine Wohnung passt und natürlich auch der Aufmerksamkeit, die ihm damals von der königlichen Familie zuteil wird.
Aus dem 1952 Jahrbuch geht hervor, dass nun W.J. Jenkins Präsident des Welsh Corgi Club war und Mr. M.M. Phillips Vorsitzender. Schirmherrin war Mrs. Victor Higgon. Mrs. Oliver Jones war Vize-Präsidentin, Mr. D.C. Evans war Sekretär und Mrs. Bert Harries Kassierin. Mr. Ivor Harries war Vorsitzender der Süd-Wales Gruppe.
Sechs Jahre später, in 1958, trat der Sekretär Mr. D.C. Evans nach 21 Jahren zurück und ein Festessen zu seinen Ehren fand im Red Lion Hotel in Carmarthen statt. Captain Jack Howell und sein Bruder Adrian waren als Ehrengäste eingeladen. Captain Jack, der erste Vorsitzende des Clubs starb am 10. Dezember 1970 im Alter von 91 Jahren. Nachdem die Süd-Wales Gruppe während 20 Jahren regelmässig ihre Sitzungen in Carmarthen gehalten hatte, wurde 1965 beschlossen, einen separaten Club zu bilden. An den Sitzungen nahmen hauptsächlich Mitglieder der Gruppe teil und nur wenige des Stammclubs. Der Antrag an den Kennel Club betreffend Gründung des Süd-Wales Corgi Clubs wurde genehmigt.
Mittlerweile hatten sich die Corgis als populäre Rasse etabliert. Es gibt zahlreiche Erzählungen über ihre Fähigkeiten, nicht nur als Treibhunde, sondern auch als Kaninchenfänger, Jagdhunde, Obedience Champions - der Corgi scheint jedes bei Hunden bekannte Talent zu haben. Jeder Corgi-Besitzer kennt die Intelligenz und Entschlossenheit dieses kleinen Hundes. Und jeder Corgi-Besitzer muss sich Geschichten anhören über diese "bissigen kleinen Hunde", aber Hand aufs Herz, wie viele von uns haben Hunde gekannt, die diesen Ruf verdienen? In der Regel ist es auf schlechte oder fehlende Erziehung zurückzuführen - oder bissige Besitzer!
Der Welsh Corgi Club hat also eine lange und stolze Geschichte. Vor drei Jahren feierte er sein Diamant Jubiläum. Kuchen und Sherry wurden serviert auf den Ausstellungen und auf der Clubschau, die in jenem Jahr in Caldicot, Gwent stattfand und durch den Besuch des Bürgermeisters von Haverfordwest geehrt wurde, wo damals der Club gegründet wurde. Den Corgi trifft man nicht länger auf den Farmen von Wales, obwohl es noch einzelne Exemplare gibt, welche die Milchkühe nach Hause treiben oder ein verirrtes Schaf finden. Als sich 1925 die wenigen Leute in Haverfordwest trafen, ahnten sie nicht, wie sich der kleine, robuste Hund von den Farmen in Pembrokeshire und den Hügeln in Cardiganshire auf der ganzen Welt verbreiten und als Hund der Königin bekannt werden würde. Wir schulden den Pionieren einen grossen Dank für alles, was sie in den Anfängen der Rasse getan haben und der Welsh Corgi Club von heute ist in der Tat allen dankbar, die sich im Dezember 1925 trafen und jenen, die während den folgenden Jahren dazu beigetragen haben, die Rasse und ihre Belange zu fördern.
Heute gibt es, wenn ich mich recht erinnere, 13 Clubs im Vereinigten Königreich, und Clubs überall auf der Welt, aber keinen mit dem Alter und der Erfahrung des Gründerclubs, der mit seinen energischen Vorstandsmitgliedern und dem Komitee, von denen heute die meisten wieder in Pembrokeshire leben, von Erfolg zu Erfolg schreitet.
Dieser Artikel erschien zuerst in der "Kennel Gazette" im August 1988 und wurde in "Our Corgi World", der Mitgliederzeitschrift der Welsh Corgi League, in den Ausgaben von Weihnachten 2016 und Sommer 2017 wiedergegeben.
Übersetzung: ANo mit freundlicher Genehmigung.