Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03204.jsonl.gz/1245

Bevor wir auf die eigentliche Thematik eingehen, ist es wichtig zu verstehen, dass jede Bewegung im Körper Wärme erzeugt. Damit unser Körper nicht überhitzt, hat er ein «integriertes Kühlsystem»: den Schweiss. Durch das Schwitzen entsteht eine Verdunstungskälte auf der Haut und dieser Kühleffekt reguliert unsere Körpertemperatur.
Da wir nun wissen, was unser Schweiss bewirkt, schauen wir uns gemeinsam an, welche Unterschiede zwischen trainierten und untrainierten Personen auftreten.
Wenn eine trainierte und eine untrainierte Person eine Stunde bei einer individuell festgelegten Beanspruchung laufen (z.B. beide laufen mit 70% ihrer jeweils maximalen Sauerstoffaufnahme), schwitzt die trainierte Person mehr. Wieso?
Die untrainierte Person erreicht bereits nach wenig Aktivität die angegebene Beanspruchung. Der Trainierte muss hingegen eine höhere Aktivität erbringen, um seine 70% zu erreichen. Durch die verstärkte Aktivität wird folglich mehr Wärme freigesetzt als bei der untrainierten Person, die entsprechend auch (durch Schweiss) reguliert werden muss.
Ist die angegebene Belastung für die beiden Personen hingegen dieselbe (z.B. beide laufen mit einer fixen Geschwindigkeit von 12km/h), ist der Effekt umgekehrt. Die sportlich fittere Person ist weniger angestrengt und schwitzt bei gleicher Belastung weniger als der Einsteiger.
Auch unabhängig vom Training wirkt sich die Körpertemperatur auf die Schweissproduktion aus. Sitzen eine untrainierte und eine trainierte Person in der Sauna, schwitzt derjenige am meisten, dessen Körpertemperatur am höchsten ist. Die Körpertemperatur wird dabei durch mehrere Faktoren wie der Umgebungstemperatur, dem Alter, dem Geschlecht oder der Körperzusammensetzung beeinflusst.
Je besser die Ausdauer einer Person ist, desto schneller und optimierter schwitzt sie. Das Kühlsystem ist «top trainiert» und schnell einsatzbereit. Somit kann man sagen, dass sportlichere Menschen effektiver schwitzen als untrainierte.
Fazit
Als Fazit bleibt zu sagen, dass Schwitzen weder gut noch schlecht, sondern ein natürlicher Prozess ist. Der Schweiss reguliert unsere Körpertemperatur und schützt unseren Organismus vor Überhitzung. Ob jemand mehr oder weniger schwitzt, hängt teilweise vom Trainingsniveau, aber vor allem von der Körpertemperatur ab. Sportler optimieren den Kühlvorgang durch regelmässige Belastung.
Und nicht vergessen: wer viel schwitzt und sportlich aktiv ist, muss auch viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Wir schwitzen auch ohne sportliche Aktivität bis zu einem Liter pro Tag. Diese Menge erhöht sich durch Bewegung zusätzlich. Deshalb ist es wichtig, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um nicht zu dehydrieren.
Schreibt mich gerne direkt an, wenn Ihr weitere Informationen zum Thema möchtet.
Euer Nils