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Die Makula (gelber Fleck) liegt in der Mitte der Netzhaut (Retina) und ist vom Blutgefäßen umgeben. Mit gerade einmal einem halben Zentimeter Durchmesser enthält sie die grösste Dichte an Fotorezeptoren (Sehzellen), weshalb hier das Zentrum des schärfsten Sehens liegt. Als Drusen bezeichnet man Ablagerungen von extrazellulärem Material unterhalb der Netzhaut, auch Drusen genannt, die als Frühform der altersbedingten Makuladegeneration gelten.
Da das Alter das größte Risiko für Makuladegeneration (AMD) darstellt, ist sie die häufigste Erkrankung der Augen bei Personen ab dem 60. Lebensjahr. und gilt ebenfalls als die häufigste Ursache für Sehbehinderungen und Erblindung. Allerdings führt die AMD nicht zur vollständigen Erblindung. Bis zu einem gewissen Grad bleiben das Sehen in der Dunkelheit und die räumliche Orientierung erhalten. Dies ist möglich, da entsprechende Fotorezeptoren ausserhalb der Mitte der Netzhaut weiterhin funktionieren.
Risikofaktoren für eine Makuladegeneration
• höheres Lebensalter
• Veränderungen an der Makula, die altersabhängig sind
• Bluthochdruck (Hypertension)
• Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
• Stress
• Medikamente wie Tamoxifen, Canthaxanthin, Psychopharmaka
• Operationen
• UV-Strahlung
• genetischen Faktoren
Die Erkrankung kann sich in zwei Formen zeigen:
Trockene Makuladegeneration (AMD)
Bei der sehr langsam fortschreitenden Krankheitsform kommt es nach und nach zum Absterben von immer mehr Bereichen der Netzhaut. Dadurch treten, wenn überhaupt, ernsthafte Sehschwierigkeiten und Verringerung der Sehschärfe erst im fortgeschrittenen Stadium auf.
Die trockene AMD kann in die feuchte AMD übergehen. Eine erfolgreiche Methode für Behandlung ist derzeit noch nicht in Sicht, weshalb Eigeninitiative gefragt ist. Hilfreich sind: eine gesunde Ernährung, Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie Schutz der Augen vor UV-Strahlung.
Feuchte Makuladegeneration (VEGF)
Diese Form der Erkrankung betrifft mit bis zu fünfzehn Prozent bedeutend weniger Menschen als die trockene AMD. Allerdings ist sie mit einem schwereren Verlauf verbunden. Durch den entstehenden Sauerstoffmangel entwickeln sich neue, durchlässige (poröse) Blutgefässe (Neovaskularisation). Es kommt vermehrt zu Flüssigkeitseinlagerungen (Makulaödem) und Blutungen und somit zu frühzeitiger Sehverschlechterung bis hin zu extrem eingeschränkter Nah- und Weitsicht.
Die Behandlung der feuchten Makuladegeneration erfolgt durch Medikamente (Avastin und Lucentis), die einmal monatlich ins Auge gespritzt werden. Durch die Behandlung mit betäubenden Augentropfen ist der Einstich kaum spürbar. Die Medikamente bewirken die Hemmung der Wachstumsfaktoren, weshalb das Wachstum neuer Gefässe gezielt unterdrückt werden kann.
Sehtest für Makuladegeneration – Amsler-Gitter-Test
Dieser Test stellt eine praktische Art der Selbstkontrolle dar. Er dient zur Überprüfung, ob es bereits zu einem Verzerrtsehen (Metamorphopsie) gekommen ist.
Während ein Auge zugehalten wird, soll der Blick den weissen Punkt fixieren, der in der Mitte des Testblattes zu sehen ist. Sind die Gitterlinien verschwommen, wellig oder unterbrochen, sollten Sie unbedingt einen Termin bei Ihrem Augenarzt vereinbaren.