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Microsoft-Gründer und Multimilliardär Bill Gates ist dieser Tage vor allem als Philanthrop und Weltverbesserer unterwegs. Für sein neuestes Vorhaben «Breakthrough Energy Catalyst» konnte er nun prominente Investoren gewinnen und insgesamt eine Milliarde Dollar einsammeln.
Unter anderen beteiligen sich Blackrock, Microsoft, Bank of America, American Airlines, Boston Consulting Group und ArcelorMittal an der Initiative. «Wir machen das nicht, um Geld zu verdienen», sagte Blackrock-Chef Larry Fink in einem Interview auf «Bloomberg Television». «Wir machen es, um diese Ideen massiv zu beschleunigen.»
Breakthrough Energy Catalyst hat zum Ziel, alternative Energietechnologien zum Durchbruch zu verhelfen, um den Klimawandel zu bremsen - etwa nachhaltigen Wasserstoff, grünes Kerosin oder langlebige Batterien. Das Geld soll als Anschubfinanzierung für Projekte dienen, bevor sich Staaten an den Vorhaben beteiligen.
Noch sind viele «grüne» Technologien wesentlich teurer als die herkömmlichen Energiequellen - aus Alkohol und Industrieabfall gewonnenes Kerosin ist beispielsweise rund fünf Mal so teuer wie normaler Flugzeugtreibstoff.
«Solar- und Windenergie wurden nach 30 Jahren konkurrenzfähig zu fossilen Energien. Wir haben nicht mehr 30 Jahre zur Verfügung. Wir haben nicht einmal zehn Jahre», sagte Fink von Blackrock mit Blick auf das Tempo des Klimawandels. Gates rechnet insgesamt mit Kosten von 10 Billionen Dollar, um das globale Energiesystem CO2-frei zu gestalten.