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Die «untere» Tuchfabrik, die Pfenninger & Cie. AG
auf dem Giessenhorn, entwickelte sich aus der 1826 gegründeten Handweberei von Ludwig Rensch zum bedeutenden Unternehmen, das ab 1887 über fünf Generationen von der Familie Pfenninger geleitet wurde. 1906 konnte für die Weberei und Appretur der viergeschossige Satteldachbau seeseits der Bahnlinie bezogen werden, einer der ersten armierten Betonbauten in der Schweiz: das Werk des Architekten Robert Maillart
(1872–1940). Der kleiner werdende Weltmarkt und zunehmende Importe aus dem europäischen Markt verschlechterten die Ertragslage der Pfenninger & Cie. AG in den 1960er Jahren.
1972 stellte die Tuchfabrik im Giessen ihre Produktion ein. Mit der Umwandlung zur Immobilienfirma entstand ab 1973 das «Industrie- und Gewerbezentrum Giessen». [pzi]