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Das ist die Herausforderung der Gebäude von heute und morgen
Ein Beitrag von Solarwall
An den Gleisen der SBB zwischen Lausanne und Renens steht ein markantes 15-stöckiges Gebäude, in dem seit Januar dieses Jahres Studierende in 273 Einzimmerwohnungen untergebracht sind. Dieses Haus mit hoher Energiequalität erfüllt die Anforderungen des Minergie©-P-Labels.
Zu wenig Platz
Der einfache, hochaufragende Aufbau des Gebäudes bot zu wenig Platz auf dem Dach für die Installation von Photovoltaik, zumal die grosse Terrasse im 14. Stock für einen Aufenthaltsbereich für die Bewohner reserviert war. Schon in der Anfangsphase des Projekts wurde die Entscheidung für die Integration von Photovoltaik in die Fassade deutlich. Für diesen Prozess war die Zusammenarbeit zwischen dem Architekten und dem Photovoltaikintegrator entscheidend.
In Anlehnung an die Innenstruktur der Einzimmerwohnungen zeichnen sich die Fassaden durch ein regelmässiges, horizontales und vertikales metallisches Raster aus, das Öffnungen definiert. Diese bestehen abwechselnd aus Fenstern und opaken Photovoltaikelementen. Der ästhetische Aspekt wurde besonders berücksichtigt. Die schwarze Farbe bildet die Grundlage. Der Wunsch, die Technologie «zu zeigen», hat zu dünnen, sichtbaren elektrischen Verbindungslinien geführt, die das Vertikale der Architektur hervorheben.
427 Elemente, 131 kW Leistung
An den vier Fassaden ist das Gebäude mit 427 Photovoltaikelementen, die eine maximale Leistung von 131 kW erzeugen, ausgestattet. Um die konstruktiven Anforderungen an ein Hochhaus zu erfüllen, bestehen diese Module aus zwei Verbundssicherheitsgläsern, die monokristalline Photovoltaikzellen verkapseln. Der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms wird gefördert. Das Konzept dieses Standortes schliesst beispielsweise die Nutzung von Autos aus und begünstigt die sanfte Mobilität, insbesondere Elektrofahrräder. Der Batteriespeicher wird hinzugefügt, um das System zu vervollständigen.
Um die Solarstromerzeugung auf dem Gelände zu fördern, wurde die Abdeckung der Loungefläche der Terrasse im 14. Stock, die ursprünglich mit Stoffstoren geplant war, durch eine 190 m2 grosse Photovoltaik-Pergola ersetzt. Diesmal sind die PV-Gläser halbtransparent, um Sonnenschutz zu bieten, ohne den Platz zu verdunkeln.
Die architektonische und konstruktive Integration der Photovoltaik war bei diesem Projekt besonders sorgfältig und macht dieses Silo Bleu zu einer Referenz in der Schweiz.