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Der Belgier Wout Van Aert hat zum Start des 72. Critérium du Dauphiné erneut seine bärenstarke Form unter Beweis gestellt. Nur 4 Tage nach seinem Erfolg beim Monument Mailand-Sanremo siegte der Klassikerspezialist vom Team Jumbo-Visma nach 218,5 km von Clermont-Ferrand nach Saint-Christo-en-Jarez im Zielsprint souverän.
Zweiter wurde der Südafrikaner Daryl Impey (Mitchelton-Scott). Erstaunlich sprintstark zeigte sich 17 Tage vor dem Start der Tour de France Egan Bernal. Der Kolumbianer, im Vorjahr Gewinner der Frankreich-Rundfahrt, landete auf Rang 3 und kassierte damit 4 Bonussekunden für die Gesamtwertung.
Hirschi und Küng nicht in der Spitzengruppe
Bester Schweizer auf dem welligen Teilstück mit 6 Bergwertungen, darunter eine der 2. Kategorie, war Sébastien Reichenbach. Der 31-Jährige überquerte die Ziellinie als 17. Marc Hirschi (62.) und Stefan Küng (67.) erreichten das Ziel rund eine Minute hinter der Spitzengruppe.
Michael Schär zeigte lange ein starkes Rennen. Der Luzerner gehörte einer fünfköpfigen Fluchtgruppe an, die sich schon nach 10 Kilometern gebildet hatte. Knapp 20 Kilometer vor dem Ziel fuhr Schär sogar allein an der Spitze. Danach büsste er aber für seinen Effort. Im Ziel traf er mit einem Rückstand von über einer Viertelstunde (137.) ein, führt nun aber die Bergpreis-Wertung an.
Wegen der Corona-Pandemie wurde das Critérium du Dauphiné in diesem Jahr von 8 auf 5 Etappen verkürzt, der Stopp in der Grossstadt Lyon wird aus Sicherheitsgründen ausgespart. Am Donnerstag kommt es zum ersten echten Kräftemessen der Bergfahrer. Zum Ende der 135 km langen zweiten Etappe wartet mit dem Col De Porte eine 17,5 km lange Bergankunft.