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French Open - Roger Federer verlor den French-Open-Final gegen Rafael Nadal 5:7, 6:7 (3:7), 7:5, 1:6. Der Schweizer verpasste damit seinen 17. Grand-Slam-Titel.
Federer war nahe dran, sich zum zweiten Mal den Titel in Roland Garros zu sichern. Er spielte eine starke Partie, zeigte phänomenale Punkte und war auch kämpferisch auf der Höhe. Doch Nadal ist auf dem Sand von Paris schlichtwegs eine Klasse für sich. Der Spanier war in den entscheidenden Momenten eine Spur besser und effizienter als Federer.
Ärgerlich war für Federer vor allem der Verlust des ersten Satzes. Der Weltranglisten-Dritte führte 5:2 und spielte bis zu diesem Zeitpunkt herausragend. Er hetzte Nadal über den Platz. Dieser wusste sich kaum zu helfen. Sogar einen Satzball besass Federer. Diesen konnte er nur ganz knapp nicht nutzen: Sein Stoppball landete Zentimeter neben der Linie.
Danach wachte der zu Beginn nervös wirkende Mallorquiner auf und begann, traumhafte Konterschläge zu zeigen. Obwohl Federer viel Druck machte, hatte sein Gegenüber in dieser Phase fast immer die bessere Antwort parat. Nadal gewann die nächsten sieben Games und führte 7:5, 2:0. Federer kam zurück in den zweiten Satz, verlor diesen aber relativ klar im Tiebreak.
Selbst bei 0:2-Sätzen liess Federer aber nicht locker. Zu keinem Zeitpunkt verlor er den Mut, auch nicht als er im dritten Umgang 2:4 zurücklag und kaum einer der 15'000 Zuschauer im Court Philippe Chatrier noch auf ihn gewettet hätte. Er steigerte sich nochmals, punktete mit Vor- und Rückhand, zeigte einige traumhafte Stoppbälle und wurde mit dem dritten Satz belohnt. Im vierten vergab er dann gleich zu Beginn drei Breakbälle. Davon erholte er sich nicht mehr.
Im 23. Grand-Slam-Final verpasste Federer damit seinen ersten Major-Titel seit Februar 2010 (Australian Open). Nadal feierte derweil seinen zehnten Grand-Slam-Titel, den sechsten in Paris, womit er den Rekord von Björn Borg egalisierte. Gleichzeitig verteidigte der Spanier seine Führung in der Weltrangliste.
SDA-ATS