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Tipps gegen Probleme beim Stillen kurz nach der Geburt
Ansaugschmerz
Über 90 Prozent der Frauen verspüren gemäss Berufsverband der Schweizerischen Stillberaterinnen in den ersten Tagen nach der Geburt einen starken Ansaugschmerz. Dieser entsteht meist zu Beginn des Stillens bevor die Milch fliesst. Der Schmerz sollte in den ersten Wochen von selbst abklingen. Es ist am Anfang normal, dass das Stillen unangenehm ist, da sich die Brustwarze erst an die Belastung gewöhnen muss.
Sollte der Schmerz nicht nachlassen, ist die Position des Babys beim Stillen eventuell nicht passend. Wichtig ist das korrekte Anlegen. Lassen Sie sich von einer Hebamme oder Stillberaterin die Stillpositionen zeigen.
Schmerzen beim Milcheinschuss
Es kommt vor, dass Frauen beim Milcheinschuss Schmerzen haben. Dieser tritt etwa 3 bis 4 Tage nach der Geburt auf. Dann beginnt die Milchproduktion erst richtig. Häufig sind die Brüste hart und gespannt. In einer Broschüre rät die Klinik für Geburtshilfe am Universitätsspital Zürich, das Baby häufig anzusetzen, um die Spannungen zu lösen. Auch kühlende oder wärmende Wickel können helfen, die Schmerzen zu lindern.
Schmerzende und wunde Brustwarzen
Schmerzende oder wunde Brustwarzen entstehen häufig dann, wenn das Baby nicht richtig saugt oder nicht gut positioniert ist, um an die Brustwarze zu kommen. Andere Gründe können ein zu kurzes Zungenbändchen des Babys sein oder Flach- und Hohlwarzen bei der Mutter. Auch hier gilt: Lassen Sie sich von einer Hebamme beim Stillen des Kindes beraten. Zudem können Sie folgende Dinge ausprobieren:
- Wechseln Sie mehrmals am Tag die Stillposition und geben Sie Ihrem Baby nicht immer die gleiche Brust, um die Brustwarzen zu schonen.
- Eine Massage der Brustwarze oder der Brust vor dem Stillen kann dem Baby helfen richtig zu saugen. Lassen Sie sich dazu von einer Fachperson beraten.
- Nach dem Stillen können Sie etwas Muttermilch auf der Brustwarze verteilen und antrocknen lassen.
- Waschen Sie Ihre Brustwarzen einmal täglich mit Wasser.
- Kleine Verletzungen können heilen, wenn Sie Ihre Brust offen an der Luft trocknen lassen.
- Benutzen Sie Stilleinlagen, wenn überhaupt nötig, aus Seide oder Wolle und wechseln Sie diese häufig.
- Stillen Sie Ihr Baby häufig und dafür kürzer. Schon bei den ersten Hungeranzeichen sollten Sie Ihr Kind anlegen, damit es nicht unruhig wird.
- Wenn Sie Ihr Baby von der Brust nehmen wollen, sollten Sie mit Ihrem Finger das Vakuum zwischen Mund und Brustwarze lösen.
- Bei starken Schmerzen können Sie für 24 Stunden die Muttermilch von Hand ausstreichen oder abpumpen.
- Lansinoh-Salbe (reine Lanolin-Salbe) kann ebenfalls helfen, wunde Brustwarzen zu heilen.
Quellen: La Leche League Schweiz, Berufsverband der Schweizerischen Stillberaterinnen, Schweizerische Stiftung zur Förderung des Stillens
Juckende und brennende Brustwarzen
Wenn die Brustwarzen jucken und brennen und Sie einen stechenden Schmerz während des Stillens verspüren, könnten Sie an der Pilzinfektion Soor leiden. Das Baby hat dann häufig weisse Flecken im Mund und auf der Zunge. Die Schweizerische Stiftung zur Förderung des Stillens empfiehlt, das Stillen nicht aufzugeben. «Dieser Pilz ist zwar unangenehm, aber harmlos», heisst es dort. Wichtig ist, einen Arzt oder eine Hebamme über die Probleme zu informieren. Zusätzlich sollten Sie sich immer die Hände mit Seife waschen, sowohl vor und nach dem Stillen, als auch vor und nach dem Wickeln.
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