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Die Beschaffung des Kampfflugzeuges Gripen scheiterte 2014 an der Urne, weil man über einen bestimmten Flugzeugtyp abstimmte. Quer durch alle Parteien wurde dieser Flugzeugtyp als Papierflieger schlechtgeredet. Erst als es für diese Abstimmungsvorlage eng wurde, begannen sich die Reihen der Befürworter erfolglos zu schliessen. Zum Glück stimmen wir am 27. September nicht über einen bestimmten Flugzeugtyp ab, sondern über einen Kredit, welcher über das laufende Armeebudget finanziert wird. Die Frage, welcher Flugzeugtyp beschafft wird, können wir mit gutem Gewissen kompetenten Spezialisten überlassen.
Die Armee eines neutralen Staats wie der Schweiz ist nur glaubwürdig, wenn sie auch die luftpolizeilichen Aufgaben seriös wahrnehmen kann. Ohne moderne Luftwaffe manövriert sich die Schweiz längerfristig in die Arme benachbarter Nato-Staaten wie Deutschland oder Frankreich. Länder wie Frankreich würden sicher auch den Luftraum der Schweiz schützen, jedoch mit grosser Sicherheit zu einem stolzen Preis.
Der Coronavirus sei momentan für die Schweiz die grössere Bedrohung als ein Krieg, wird richtigerweise von den Gegnern argumentiert. Dank einem guten Krisenmanagement hat unser Land den Virus bisher gut im Griff. Ebenso wichtig ist es, dass die Schweiz für andere Krisen gewappnet ist. Die Armee muss den Luftraum auch in Zukunft mit geeigneten Kampfflugzeugen schützen können. Darum sollten wir Ja stimmen.