Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03531.jsonl.gz/1766

(07.08.19) Der Erfolg neuer Finanzierungsmodelle und die Zunahme der Zahl der Investoren erhöhen die Summe der Schulden bei privaten Kapitalgebern in der Schweiz. Laut einer Studie der Universität Luzern hat dieser sehr wenig bekannte Markt ein Volumen von CHF 3 Milliarden.
In der Studie ist der Begriff "Private Debt" im engen Sinne der Fremdfinanzierung von Unternehmen durch Nicht-Banken zu verstehen, wie die Autoren erläutern.
Andere Finanzquellen als Alternative zu den von den Banken angebotenen Modellen zu nutzen, wird immer beliebter. Diese Entscheidung ist der Grund für den Anstieg des "Private Debt"-Volumens in der Schweiz und anderswo. Aktuell werden weltweit USD 750 Milliarden in Private-Debt-Fonds investiert. Und allein 2018 wurde auf diesem Markt Kapital in Höhe von USD 100 Milliarden eingeworben.
Die Studie zeigt auch, dass das Finanzierungsvolumen hier sehr unterschiedlich ausfallen kann. Gegenüber beachtlichen Investitionssummen einerseits sind zum Beispiel die über Crowdfunding-Kampagnen gesammelten Beträge deutlich geringer. Aufseiten der Investoren sind die Hauptgründe für die Wahl dieser Finanzierungsart die Hoffnung auf höhere Renditen und die Suche nach einer stärkeren Diversifikation ihrer Anlagen.
Trotz dieses Anstiegs halten die Unternehmen überwiegend den Banken die Treue, wenn sie nach einem Kredit suchen. Wie aus dem Bericht hervorgeht, bleibt es ein Nischenmarkt, bei unternehmerischen Vorhaben auf private Geldgeber zurückzugreifen. Diese Option könnte jedoch an Bedeutung gewinnen, vor allem, indem private Darlehen mit einem klassischen Bankkredit kombiniert werden.
Letzte Änderung 07.08.2019