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Die als älteste und am längsten bestehende Synagoge der Welt geltende Ben-Esra-Synagoge in der Kairoer Altstadt wird erneut restauriert. Das kündigte das ägyptische Tourismus- und Antiquitätenministerium zu Wochenbeginn an, wie örtliche Medien berichteten. Zuletzt war das auch als Genisa-Synagoge bekannte Gotteshaus 1991 restauriert worden.
Unter anderem soll laut Berichten das Dach isoliert werden, um das Eindringen von Regenwasser und Feuchtigkeit zu verhindern. Ferner sollen die Wände und die Wandmalereien gereinigt und instandgesetzt werden.
Die sephardische Synagoge liegt in der römischen Festung Babylon, in dem auch das christliche Viertel von Alt-Kairo liegt. Der zweistöckige Bau umfasst neben einer sogenannten Bima – dem Platz, von dem im Synagogengottesdienst die Thora gelesen wird – einen reichverzierten Thoraschrein mit Thorarollen sowie eine Empore für Frauen.
Bekannt wurde die Synagoge durch den Fund ihrer „Genisa“, dem Depot für ausrangierte heilige Schriften, im 19. Jahrhundert. Sie umfasst rund 200.000 Manuskripte auf Hebräisch, Aramäisch und Judeo-Arabisch, die ältesten davon aus dem frühen 9. Jahrhundert. Der ursprünglich im 9. Jahrhundert errichtete Bau wurde in seiner Geschichte mehrfach zerstört und wiedererrichtet. Heute wird sie vor allem als Museum genutzt.
KNA/akr/pko/iki