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Allschwil (awp) - Im Streit zwischen Actelion und der japanischen Chemieunternehmen Asahi Kasei um das Medikament Fasudil der 2007 übernommenen CoTherix ist offenbar ein erster Entscheid gefallen. Wie das Baselbieter Pharmaunternehmen am Sonntagabend mitteilte, hat eine Jury eines kalifornischen Obergerichtes den Japanern bis zu 547 Mio USD zuerkannt. Am Dienstag werde die Jury die Beratungen bezüglich potentieller Schadenszahlungen fortsetzen.
Actelion zeigt sich in der Mitteilung enttäuscht, will den Entscheid der Jury in diesem weiterlaufenden Prozess aber respektieren. Sobald die Beratungen der Jury abgeschlossen seien, werde Actelion über weitere Schritte entscheiden, heisst es; ein Weiterzug wäre dabei eine Möglichkeit, aber nicht die einzige.
Die Streitigkeiten gehen auf ein Lizenzabkommen von CoTherix und Asahi im Juli 2006 zurück, das zur Weiterentwicklung des Rho-Kinase-Inhibitor Fasudil von Asahi abgeschlossen wurde. Im Januar 2007 übernahm Actelion dann CoTherix für 420 Mio USD.
Im Zuge der Übernahme hatte CoTherix Asahi davon in Kenntnis gesetzt, dass die Entwicklung von Fasudil nicht fortgesetzt werde und die entsprechenden Rechte an das japanische Unternehmen zurück gegeben würden. Asahi focht die Gründe für diese Entscheidung an und strengte im Oktober 2007 ein Schiedsgerichtsverfahren gegen CoTherix an. 2008 reichte Asahi dann auch eine Gerichtsklage gegen Actelion bzw. deren US-Tochtergesellschaften ein.
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