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Es stellt sich erst die Frage nach der Lichtführung. Wo befanden sich die Lichtquellen? Öllampen, Kerzen und Petrollampen wurden vor allem auf Tischen, auf Wandablagen und nur in hohen Räumen auch unter der Decke positioniert. Das erzeugte durch die kleine Lichtquelle starke Akzentuierungen mit ausgeprägten Schatten. Die Helligkeit war sehr spärlich, das Licht jedoch sehr warmtonig und lebendig. Mit dem Aufkommen von Gas- und später auch Glühlampen-Leuchten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert wurden die meisten Lichtquellen an die Decke umpositioniert.
Die Leuchten wurden mit Glaskörpern oder textil bespannten Schirmen ausgestattet und das Licht somit diffusiert. Das gleichmässige Licht unterscheidet sich jedoch stark vom warmen, lebendigen und sehr akzentuierten Kerzen-, Öl- und Petroleumlampenlicht, das davor alltäglich war. Die klassische opale Kugelleuchte, wie sie in manchen historischen Objekten eingesetzt wurde, gibt es erst seit dem 20. Jahrhundert. Das daraus generierte diffuse Licht hat demnach keinen Bezug zur vorher prägenden Lichtqualität. Es fragt sich daher, ob nicht eine Lichtqualität zu bevorzugen sei, die näher am historischen Vorbild liegt. Mit Niedervolthalogenlampen bestückte Aufbauleuchten erzeugen in diesem Beispiel eine starke Akzentuierung und Modulation, aber auch ein sehr ausgeprägtes Ambiente.