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(17.06.2020) Die Situation der Schweizer Unternehmen scheint sich zu stabilisieren. Der Geschäftslageindikator der Konjunkturforschungsstelle (KOF) kletterte zwischen April und Mai um 1,6 Punkte nach oben. Die Schweiz befindet sich jedoch weiterhin in einer Rezession.
Nach dem Sturzflug im April (-37,85 Punkte) scheint die Schweizer Wirtschaft aus dem von der COVID-19-Pandemie verursachten Chaos herauszukommen. Trotz allem ist ein Grossteil der 4'500 von der KOF befragten Unternehmen der Ansicht, dass die Situation gegenwärtig deutlich schlimmer ist als während der Finanzkrise 2019.
Die einzelnen Wirtschaftszweige entwickelten sich im Mai sehr unterschiedlich. Während sich die Branche Finanz- und Versicherungsdienstleistungen gegenüber dem Vormonat deutlich verbessern konnte (+27,3 Punkte), wiesen das Baugewerbe, der Projektierungssektor und der Detailhandel eine gewisse Stabilität auf (-1,4, +2,8 und +1,4 Punkte).
Dagegen rutschte der Geschäftslageindikator im Verarbeitenden Gewerbe weiter nach unten. Das Abflauen der internationalen Wirtschaft wirkt sich auf die Auftragseingänge aus, was sich auch in den Lagern bemerkbar macht. Die Branche verlor seit März insgesamt 22,5 Punkte und zwischen April und Mai 9,9 Punkte. Allerdings scheint sich die Stimmung in der Branche zu verbessern: Die Erwartungen in Bezug auf die Auftragseingänge in naher Zukunft werden optimistischer.
Der Blick auf die Regionen zeigt, dass sich die Lage in der Zentralschweiz, der Region Zürich und in geringerem Masse auch in der Genferseeregion stabilisiert hat. In der Ostschweiz, im Tessin und im Espace Mittelland kam es dagegen zu einer Verschlechterung der Geschäftslage. In der Nordwestschweiz ist der Rückgang besonders stark ausgeprägt.
Letzte Änderung 17.06.2020