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Fernwärme-Heizung
Wie der Begriff schon vermuten lässt, geschieht die Wärmeerzeugung nicht unmittelbar am Ort des Verbrauchs. Fernwärme wird in einer zentralen Anlage erzeugt. Diese Anlage ist zum Beispiel eine Kehricht-, Holzschnitzel-, Verbrennungs- oder Kläranlage oder ein Heizkraftwerk. Da, wo die Fernwärme entsteht, ist sie jedoch viel zu heiss. Erst Fernwärmestationen machen die Hitze aus diesen Anlagen nutzbar für den Hausgebrauch. Bildlich ausgedrückt funktioniert die Fernwärme wie eine grosse Zentralheizung, die Gemeinden, Quartiere, Städte und Regionen mit Wärme von einem oder mehreren grossen Wärmequellen versorgt.
Woher kommt die Wärme?
Als Wärmequellen kommen in Frage: Kehricht, Abwärme aus thermischen oder nuklearen Kraftwerken und industriellen Prozessen, Holzschnitzel, Kläranlagen, Geothermie sowie Umweltwärme. Zur Spitzenabdeckung und als Reserve können Erdgas und Öl herbeigezogen werden.
Wie kommt die Wärme in die gute Stube?
Die Fernwärme wird wie beispielsweise Trinkwasser über ein gut isoliertes Verteilnetz in Form von heissem Wasser (80°C bis 130°C) zum Endverbraucher zugeleitet. Das in den Heizungen abgekühlte Wasser (rund 50°C oder tiefer) fliesst über ein zweites Rohr in die Fernwärmezentrale zurück, womit der Kreislauf geschlossen ist.
Die Rechnung geht auf
Weil hauptsächlich erneuerbare Energieträger zum Einsatz kommen und die Abwärme oftmals ein Nebenprodukt ist, hilft Fernwärme den Verbrauch von Erdöl und Gas zu senken und ist daher generell ökologisch und nachhaltig. Und dank der Grösse der Wärmeerzeuger kann der Schadstoffausstoss auf ein Minimum reduziert werden. Fernwärme-Konsumenten ihre Energiekosten bestens budgetieren, weil die Kosten für Fernwärme praktisch keine Preisschwankungen kennen.
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