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Legislaturindikator: Abgeschlossene Ausbildung der höheren Berufsbildung
Auszug aus dem Legislaturziel 6: Zum Erhalt des Wettbewerbsvorteils im Bereich Bildung betrachtet der Bundesrat die Pflege und Weiterentwicklung des dualen Bildungssystems als wichtigen Erfolgsfaktor. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, soll das Bildungssystem dynamischer und stärker auf die Anforderungen des Marktes ausgerichtet werden.
Bedeutung des Indikators: Auf Tertiärstufe wird zwischen Abschlüssen an Hochschulen (universitäre Hochschulen, Fachhochschulen, pädagogische Hochschulen) und Abschlüssen im Rahmen der höheren Berufsbildung (eidgenössische Berufs- und höhere Fachprüfungen sowie Bildungsgänge an höheren Fachschulen) unterschieden. Die höhere Berufsbildung baut auf der beruflichen Erfahrung auf und kombiniert Unterricht und Berufspraxis miteinander. Sie zeichnet sich durch einen starken Arbeitsmarktbezug aus, ermöglicht eine Spezialisierung und Vertiefung des Fachwissens sowie die Erlangung von Qualifikationen im Bereich der Unternehmensführung.
Der Indikator zeigt den Anteil der 30- bis 34-Jährigen mit einem höheren Berufsbildungsabschluss am Total der gleichaltrigen ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz.
Quantifizierbares Ziel: Im hochstehenden und durchlässigen Bildungssystem werden Berufs- und Allgemeinbildung als wichtige Pfeiler für die Förderung des qualifizierten Nachwuchses gestärkt. Die Abschlussquote auf der Sekundarstufe II erhöht sich, die Jugendarbeitslosigkeit bleibt im internationalen Vergleich tief.
2021 verfügten 15,6 Prozent der 30- bis 34- Jährigen über einen Abschluss der höheren Berufsbildung als höchsten Bildungsabschluss.
Der Anteil der 30- bis 34-Jährigen mit einem Abschluss der höheren Berufsbildung in der gleichaltrigen Wohnbevölkerung lag 2021 bei 15,6% und damit über dem Niveau von 2010. Im Vergleich dazu verfügten 39,7% der Personen derselben Altersgruppe 2021 über einen Abschluss einer Hochschule als höchsten Bildungsabschluss. Es ist möglich, dass Personen gleichzeitig über einen Abschluss der höheren Berufsbildung und einen Hochschulabschluss verfügen.
Vergleich mit der gesamten Erwerbsbevölkerung
Wird die Wohnbevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren betrachtet, so verfügten 15,4% der Bevölkerung 2021 über einen Abschluss der höheren Berufsbildung als höchsten Bildungsabschluss. 29,6% derselben Altersgruppe besassen einen Hochschulabschluss. Der Anteil der Personen mit einem Tertiärabschluss hat im Laufe der vergangenen Jahre insgesamt zugenommen.
Unterscheidung nach Abschlüssen
2021 wurden rund 29 100 Abschlüsse der höheren Berufsbildung erlangt, davon 15 800 eidgenössische Fachausweise nach Berufsprüfungen, 10 000 Diplome von höheren Fachschulen und 2900 eidgenössische Diplome nach höheren Fachprüfungen. Bei den restlichen 400 Abschlüssen handelte es sich um Abschlüsse von nicht auf Bundesebene reglementierten höheren Berufsbildungen. Die Anzahl der vom Bund reglementierten Abschlüsse der höheren Berufsbildung nahm seit 2010 zu, während die nicht auf Bundesebene geregelten Abschlüsse abnahmen.