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Die frühere US-Aussenministerin Hillary Clinton ist mit Siegen in den Bundesstaaten Georgia und Virgina in den «Super Tuesday» der US-Vorwahlen gestartet. Das ergaben Projektionen auf der Grundlage von Wählerbefragungen der Sender CNN und NBC am Dienstag.
Auch in Tennessee, Alabama und Amerikanisch-Samoa konnte Clinton den Sieg davontragen. Im US-Aussengebiet wählten am «Super Tuesday» nur die Demokraten.
Clintons parteiinterner Kontrahent Bernie Sanders konnte dagegen wie erwartet seinen Heimatstaat Vermont mit sehr deutlichem Vorsprung für sich entscheiden. Diesen Staat vertritt er auch als Senator. Der Sieg in Vermont bedeute ihm sehr viel, weil ihn die Menschen dort gut kennen würden. «Natürlich wollen wir überall in den USA gewinnen», sagte Sanders vor Anhängern.
Nach dem Vorwahl-Sieg will Sanders weiter im Rennen um das Weisse Haus bleiben. Es gehe nicht nur darum, einen Präsidenten zu wählen, sondern darum, Amerika zu einem gerechteren Staatenbund umzubauen. Millionen von Menschen, die sich frustriert von der Politik abgewendet hätten, sollten wieder in den politischen Prozess zurückgeholt werden.
Auch Trump gewinnt
Bei den Republikanern gehen CNN und «New York Times» von einem engen Rennen zwischen Donald Trump und Marco Rubio in Virginia aus. Rubio hat bislang noch keine Vorwahl gewonnen. Der 44 Jahre alte Senator von Florida wird von manchen als Kompromisskandidat gegen Trump angesehen. In Virginia geht es bei den Konservativen um 49 Delegierte.
Trump gewann nach Hochrechnungen von Fernsehsendern die Vorwahl im Bundesstaat Georgia. «Danke, Georgia», schrieb Trump am Dienstag im Onlinedienst Twitter. Nach Angaben mehrerer US-Sender gewann er zudem in Alabama, Massachusetts und Tennessee.
Im Bundesstaat Oklahoma war das Rennen noch offen. Nach ersten Angaben mehrerer US-Sender lag dort Ted Cruz vorne, der Senator aus Texas.
Jagd auf Delegiertenstimmen
Der «Super Tuesday» ist im Kalender der US-Vorwahlen einer der wichtigsten Tage. Insgesamt wurde in 12 Staaten gewählt.
Um nominiert zu werden, muss ein republikanischer Bewerber auf mindestens 1237 Delegierte kommen, ein demokratischer auf 2383. Allein am «Super Tuesday» ging es bei den Konservativen um etwa 600 Delegierte, bei den Demokraten um rund 1000.
Die USA wählen dann am 8. November einen neuen Präsidenten. Der Demokrat Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten. (sda/dpa/reu/afp)