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Der topgesetzte Wawrinka verlor im siebten Duell erst zum zweiten Mal gegen seinen besten Kumpel auf der Tennistour. Im Halbfinal trifft der als Nummer 8 gesetzte Paire (ATP 22) nun auf den Kroaten Marin Cilic (ATP 12).
Schon im Startspiel am Mittwoch gegen Sergej Stachowski hatte Wawrinka zwei Matchbälle abwehren müssen (6:4, 4:6, 7:6). Im Viertelfinal gegen Benoît Paire gelang ihm das gleiche Kunststück erneut. Allerdings reichte dies nicht zur Wende aus. Paire bot sich ein dritter Matchball, und den nützte der 26-jährige Franzose mit einem perfekten Lob über Wawrinka hinweg zum Überraschungssieg.
Wawrinka dürfte sich nach dem Spiel geärgert haben. Denn die Niederlage kam auf alles andere als zwingende Art und Weise zustande. Ein Fehlstart (0:2 nach fünf Minuten) kostete den Schweizer den ersten Satz. In der Folge dominierte aber der Schweizer die Partie klar. Paire kam bis zum Ende des zweiten Satzes nicht mehr in die Nähe einer Breakmöglichkeit. Den zweiten Durchgang sicherte sich Wawrinka in weniger als einer halben Stunde. Aber zu Beginn des dritten Satzes verlor Wawrinka wieder den Faden. Er nützte im ersten Game drei Breakbälle nicht und geriet wenig später mit 0:3 in Rückstand. Auch dieses Defizit machte Wawrinka noch wett, doch Paire liess sich nicht mehr abschütteln. Am Ende offerierte Wawrinka mit einem Doppelfehler dem Gegner die drei Matchbälle.
Benoît Paire, der es nicht ins französische Davis-Cup-Aufgebot von nächster Woche geschafft hat, überraschte nicht zum ersten Mal einen Top-5-Spieler. Letzten Herbst besiegte er am US Open nach abgewehrten Matchbällen den Vorjahresfinalisten Kei Nishikori. Paire machte 2015 in der Weltrangliste 99 Plätze gut (von 118 auf 19) und war erst der zweite Spieler in den letzten zehn Jahren (nach dem Belgier Steve Darcis 2007), der in einer Saison in allen drei Turnierkategorien (ATP Tour, Challenger Tour, Future-Turniere) zu mindestens einem Turniersieg kam. Im Halbfinal in Marseille trifft er auf den Kroaten Marin Cilic.
(SDA)