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Vereinschronik der Pontoniere Schmerikon
Von Michael Helbling
Nachfolgend möchten die Pontoniere Schmerikon den Besuchern der Homepage einige ausgewählte Stationen des Vereines der vergangenen Jahrzehnte näherbringen.
Zu den Anfängen:
1916: Am 4.Juli 1916 versammeln sich junge Männer im Gasthaus Kreuz zur Gründungsversammlung des Pontonierfahrvereins Schmerikon (wie er bis 2008 hiess) unter der Ägide von Gründungspräsident Johann Helbling.
1917: Der Verein zählt jetzt 24 Aktivmitglieder. Das Vereinsvermögen beläuft sich auf 108.45.- . Die erste grosse Ausfahrt, mit dem neuen aus Brugg eingetroffenen Ponton, führt die Seebueben zum Walensee. Damals wurde gratis von Herrn Holdener der Ponton von Pferden den Linthkanal hinauf gereckt (gezogen). Die erste Inspektion steht an. Oberleutant Walter Schaffhauser attestiert den Schmerknern; dass er solche Leistungen vom PFV Schmerikon nicht erwartet hätte.
1919: Zum ersten Mal seit der Gründung kann die HV ohne Kanonenlärm abgehalten werden. Die ersten Unstimmigkeiten unter den Mitgliedern führen zu mässigem Besuch der HV. So ist der Traktandenliste einer ausserordentlich einberufenen HV zu entnehmen: “man sollte einige aus der Kommission (Vorstand) hinauswerfen und nachher die Kasse verputzen und den Verein dem Schicksal überlassen“. Der Verein droht nach nur 4 Jahren auseinanderzubrechen.
1920: Es ist soweit; der Verband wird orientiert den Verein aufzulösen. Der Verband beginnt mit Erfolg zu schlichten. Es wird ein neuer Vorstand gewählt, der Präsident aber wirft das Handtuch einige Monate später wieder. In nur einem Jahr wurde der PFV von 3 Präsidenten geführt („Drei- Päpste-Jahr“).
1924: Der Neubau eines Depots am Linthkanal, anstelle der alten Kohlhütte im Heimatdorf, wird beschlossen und das dafür benötigte Holz von der Genossengemeinde gratis zur Verfügung gestellt. Vier Kommissionsmitglieder lehnen dem jungen Verein je 200.- bei einer Jahresverzinsung von 5%. Ein Austritt nach weniger als drei Jahren kostet 10.-. Im Mai ist das neue Depot (heutiges Vereinshaus des Hundesportverein Linth) der Pontoniere für die Einweihung reif.
1926: Der gesamte Vorstand tritt wegen persönlicher Querelen mit Mitgliedern zurück, wird aber bis auf den Kassier wieder gewählt. Zwei Wochen später ist die nächste Versammlung fällig. Diesmal geht es um die Nachfolge des Fahrchefs. Nach 1918 wurde wieder eine Vereinsreise unternommen. Diesmal nach Brugg/AG. Aus Kostengründen wurde auf dem Ausflugsschiff selbst gekocht.
1928: Es werden die Pflichtfahrübungen für Ledige und Verheiratete (3/4 des Ledigentarifs) festgelegt. Auch dieses Jahr kommt der Vorstand nicht zur Ruhe. So bricht die Vorstandsspitze weg. Präsident und Fahrchef legen ihre Ämter nieder.
1929: Eine Vereinsfahne soll mittels freiwilliger Spenden angeschafft werden. Diese wird mit feierlichem Festumzug unter Anwesenheit der anderen Dorfvereine und der Patensektion Zürich eingeweiht. Der Präsident ermahnt die Mitglieder zu anständigem Verhalten an der nachfolgenden Abendunterhaltung.
1932: Ein erstes Ehrenmitglied wird ernannt.
1933: Der Platzmangel im Depot löst einen Bauschub aus und das Depot wird unterkellert. Auf eine Teilnahme am Wettfahren wird wegen finanziellen Gründen, bedingt durch eine hohe Arbeitslosigkeit, verzichtet.
1934: Eigentlich wäre die Sektion Schmerikon dran das Rayonwettfahren auszutragen, aber defizitäre Ängste waren in diesem Moment noch stärker.
1935: Ein Jahr später besann sich der Verein dennoch anders und am 30. Juni war es dann soweit und die Sektion Schmerikon hält ihr erstes Wettfahren ab. Der Verein zählt nun 37 Mitglieder.
1936: Vom Gemeinderat Schmerikon aufgefordert, gründet der Verein ein Hochwasserschutzdetachement. Zudem wird auch der Theaterleidenschaft mit zwei Lustspielen gefrönt. Die Sektion Wangen an der Aare trägt das Eidg. Wettfahren aus. Die Sektion belegt den guten 5. Rang im Sektionswettfahren.
1939: Am Eidg. Pontonierwettfahren in Bremgarten (Rang 8) wird die Teilnahme zugesichert. Probleme bereiten die obligaten Gottesdienstbesuche vor dem Wettfahren. Aus den Protokollen sind Disziplinschwächen auszumachen, was Geldsanktionen für fehlende Präsenz an Trainings nach sich zieht.
1940/41: Der Krieg in Europa tobt. Jedem Aktivdienst leistenden Armeeangehörigen werden aus der Vereinskasse Socken geschenkt. Wiederum wurde das Depot einem erneuten Ausbau unterzogen.
Mit einer Jubiläumsveranstaltung (HV, Theateraufführung) zum 25 - jährigen Bestehen wurde dieser Anlass unter dem Beisein von etlichen, hochrangigen Gratulanten aus Militär und Politik würdig gefeiert.
1943/44: Wegen hohem Einzug von Aktivdienstlern wird lange über eine Teilnahme am Eidg. in Schönenwerd (Schlussresultat: 3. Rang) beraten, aber schlussendlich doch teilgenommen. Um die Mitglieder auf eine gemeinsame Linie einzuschwören, veranlasst der Fahrchef eine Inspektionsübung mit einem gemeinsamen Marsch durch das Dorf am Nationalfeiertag. Die harten Trainings neben Aktivdienst und der Umsetzung des Anbauschlacht „Wahlen“ (Bundesrat Friedrich Traugott Wahlen) fordert seinen Tribut. Einige Mitglieder treten kurzfristig aus und der Mitgliederbestand beträgt 47.
1946: Teilnahme am Eidg. Wettfahren vom 3. – 5. August in Murgenthal. Der 9. Rang im Sektionswettfahren wurde erreicht.
1947: Hermann Müller wird erster Ehrenpräsident. Fahrchef Franz Müller erhielt im Jahr zuvor den General Guisan Preis für seine Verdienste im Zusammenhang mit der Teilnahme am Eidg.
1948: Beschlussfassung über die Durchführung des Rayonwettfahrens vom 11.7. an der Linth.
1949: Am Eidg. Pontonierwettfahren in Dietikon/ZH konnten die Schmerkner den 1. Rang im Sektionswettfahren erreichen. Die Sektion Schmerikon steht bei der Fahnenweihe der Sektion Buchs Pate.
1951: Für sein bereits 20-jähriges Wirken als Fahrchef, einer ausserordentlichen Leistung, wird Franz Müller geehrt.
1952: Die Teilnahme am Eidg. Pontonierwettfahren in Schaffhausen stand an. Mit 5 Pontons konnte eine gute Leistung erreicht werden, welche mit dem 3. Rang belohnt wurde. Der Ehrenpräsident weist anhand einer gut dokumentierten HV die Aspiranten für die Rekrutenschule in die Schranken und „befiehlt“ Wohlverhalten in allen Belangen.
1953: Nach 22-jähriger Tätigkeit wurde Franz Müller zum Ehrenfahrchef ernannt und wurde durch August Kuster sen. ersetzt. Vor allem die Hochwasserkatastrophe bereitete einigen Pontonieren kurze, teils schlaflose Nächte.
1954: Besuch des Rayonwettfahrens in Dietikon (Rang 1). Es konnte eine stattliche Truppe von 6 Jungfahrern zur Aufnahme in den Verein vorgeschlagen werden.
1955: Ein weiteres Eidg. fand in Brugg seine Ausrichtung. Am Familienabend wurde ein Werkfilm der Firma Kibag gezeigt. Die Geschichte der Kibag AG ist eng mit dem Seedorf und den Mitgliedern des Fahrvereins bis zur heutigen Zeit verbunden.
1956: Die 40-Jahre Jubiläen von drei Gründungsmitgliedern konnten gefeiert werden. Die Idee mit einer reinen Weidlingsgruppe an Sektionswettfahren zu starten, wurde geboren. Dies wahrscheinlich nach dem Triumpf ein Jahr zuvor in Brugg mit dem 3. Sektionsrang. Hoher Besuch beehrte die Pontoniere Ende Mai an einer Talfahrt. Die für die Linthverbauung zuständige National-und Ständeratskommission wünschte eine Talfahrt (Weesen-Schmerikon).
1957: Der Verein stimmt der Gründung einer Veteranengruppe zu. Der Mitgliederbestand hat die 60er Marke geknackt. Die schweren Pontons konnten durch leichtere Fährboote ersetzt werden. Erstmals startete die Sektion Schmerikon mit zwei Gruppen im Sektionswettfahren am Rayonwettfahren in Baden. Die Statuten, welche bis 2008 ihre Gültigkeit behalten sollten, wurden erlassen.
1958: Das Eidg. wurde in der diesjährigen Auflage in Wangen an der Aare ausgetragen. Am Eidg. konnte der Goldkranz des 1. Ranges im Sektionswettfahren entgegengenommen werden. Zudem wurde das Einzelfahren durch die Gebrüder Fehr (Walter und Kurt) gewonnen. Die Lustspiele wurden fortan im neuen Seehofsaal aufgeführt. Dem Vorstand wurde ab jetzt ein Jahresgehalt von 100.- ausgerichtet.
1959: An einer ausserordentlichen Vereinsversammlung am 11. April wurde ein Depotneubau am heutigen Standort 150 m oberhalb des Landgasthofes Schloss Grynau beschlossen.
1960: Der Depotbau zog sich nur kurze Zeit hin und konnte dank grosszügigen Spenden und hohen Beständen an Fronarbeit am 25./26. Juni 1960 feierlich mit einem Rayonwettfahren eingeweiht werden. Eine lang andauernde Tradition, das Winterschiessen, wurde auch dieses Jahr hochgehalten.
1961: Der Höhepunkt bildet die Teilnahme am Eidg. in Rheinfelden. Als bester Fahrchef wurde August Kuster sen. mit dem General-Guisan Preis geehrt und die Sektion wurde wegen den 6 besten Fahrerpaaren im Boot mit dem Amerikanerbecher ausgezeichnet.
1963: Die Sektion Schmerikon trägt ein Wettfahren aus und erreicht auf dem Heimatgewässer den 1. Rang. Auch am Rayonwettfahren in Mellingen konnte ein Sieg nach Hause getragen werden.
1964: Die Idee der längst bewilligten Bootshabe beim Depot wurde erneut verschoben und bis dato nie verwirklicht. Am Eidg. in Aarwangen schoben sich die Seebueben weit vor und konnte den Sieg von dannen tragen.
1966: Der Verein feiert mit einem Rayonwettfahren auf der Linth sein 50-jähriges Bestehen unter dem Beisein von 6 Gründungsmitgliedern. Die Eidg. DV fand ebenfalls in Schmerikon statt. Das „Seedorffest“ wurde aus der Taufe gehoben und wurde erstmals durchgeführt.
1967: Immer wieder wurden die Pontoniere für ihre Wasserbaukenntnisse bekannt, auch um Auftragsarbeiten angefragt. So wurden beim Bau des „Strandhotels“ die Rammarbeiten übernommen. Am Eidg. in Mellingen konnte im Sektionswettfahren der 3. Rang mit Goldkranz entgegengenommen werden und die beiden zum Wettkampf angetretenen Bootsfährenbautruppen holten den 2. und 3. Rang. Zudem konnte mit der besten Sektionsgruppe der Grambach-Becher gewonnen werden.
1968: Nach langjähriger Absenz wurde wieder einmal ein Theaterstück aufgeführt. Ein Volksrudern auf dem See fand grossen Anklang und eine grössere Vereinsreise wurde beschlossen (bis Amsterdam).
1970: In Zürich nahm die Sektion vom 4. – 6. September am Eidg. teil. Für Schmerkner Verhältnisse wurde mit dem 7. Rang mässig abgeschnitten.
1971: Der seit 1953 amtierende Fahrchef August Kuster sen. tritt zurück und wird durch Jakob Müller ersetzt. Eine Vereinsreise führte die Ruderkameraden nach Bukarest. Das Jubiläumswettfahren der Sektion Wynau konnte gewonnen werden. Anno domini waren die Pontoniere auch noch im Schnüren (Seilverbindungen) stark und konnten sich in Buchs den 2. und 4. Rang sichern. Es galt den Hinschied von Ehrenmitglied Oberst Hans Müller zu verschmerzen.
1972: Nach 42 Jahren wurde eine neue Vereinsfahne angeschafft und mit einem Wettfahren wurde deren Taufe am 17./18. Juni feierlich umrahmt. Ehrensache war der Sieg der gastgebenden Sektion.
1973: Ehrenmitglieder wurden: die Fahnenpatin (Fahne 72) Sophie Müller-Kuster und Meinrad Helbling-Meli. Am Eidg. in Zurzach wurde nur der 7.Rang erreicht. In der Spezialdisziplin Bootsfährenbau brillierten die Seebueben mit dem ausgezeichneten 2. Rang. Zum 3. Mal konnte in der Vereinsgeschichte der Amerikaner-Becher entgegengenommen werden.
1974: Im Juni fand eine weitere Premiere statt. Erstmals überwindeten die Seedörfler den Röstigraben und nahmen in Bex/VD an einem Wettfahren teil. Die Vereinsreise war für drei Tage angesetzt und wurde als Schweizer Reise „Bern-Genf“ abgehalten.
1975: An zwei Wettfahren errang das Fahrerpaar Krauer Jakob/Wespe Franz jeweils den Sieg im Boot. Am Kantonalbernischen Pontonierwettfahren in Ligerz konnte der Fahrchef den Goldkranz für den 1. Rang im Sektionswettfahren in Empfang nehmen.
1976: Ein weiteres Eidg. stand an. In Schönenwerd konnte mit der Sektion der 3. Rang erreicht werden und im Bootsfährenbau mit der Gruppe I den 2. Rang.
1977: Das Erfolgsduo Krauer/Wespe konnte wiederum zwei Wettfahren gewinnen. Eine Vereinsreise führte über Davos ins Südtirol.
1979: Immer wieder wurde der Verein auch in militärische Übungen einbezogen. Dies natürlich aufgrund der engen Verflechtung mit der Schweizer Armee. Ein 2. Rang konnte am Eidg. in Bremgarten/AG eingeheimst werden.
1980: Die Erfolgsgeschichte Krauer Jakob/Wespe Franz setzt sich fort und sie gewannen wiederholt zwei Wettfahren. Eine auf 5 Tage gross angelegte Auslandreise führte die Schmerkner nach Genua - Tunis. Die Planung eines Depotanbaus wurde an der HV beschlossen.
1981: Unter dem OK-Präsidium des langjährigen Vereinspräsidenten Meinrad Helbling wurde vom 19.-21.Juni ein Pontonierwettfahren in der Grynau ausgetragen. Die damalige Presse titelte „ Schmerikon auf der Heimstrecke nicht zu schlagen!“. Diese Zeile leitete den Zeitungsartikel ein und kommentierte den souveränen Sieg im Sektionswettfahren. Arthur Wespe und Josef Kuster brillierten in der Kategorie Boot und hatten den Sieg auf sicher. Am kantonalbernischen Wettfahren (Worblaufen) konnte die Sektion Schmerikon den Sieg nach Hause tragen.
1982: Zwei Varianten für den neuen Depotbau standen zur Diskussion (Anbau östlich oder Aufstockung). Man einigte sich auf den östlichen Depotanbau mit Giebeldach, welches auch auf den bestehenden Flachdachdepotteil ausgedehnt wurde. Der Arbeit nicht genug, galt es auch noch an einem Eidg. in Klingnau teilzunehmen. Nach dem 2. Rang im Sektionswettfahren in Schwaderloch, waren noch kleinere Finessen zu trainieren. Das Eidg. in Klingnau konnte gewonnen werden. Dieser Sieg legte den Grundstein für die schweizweit einmalige Situation, dass in Folge 4 Eidg. Sektionswettfahren durch die gleiche Sektion gewonnen werden konnten. Der Fahrchef Jakob Müller erhielt wie anno domini (1946) sein Vater als Fahrchef den General - Guisan-Wanderpreis.
1983: Die alte Garde trat nach teils langjähriger Tätigkeit im Vorstand ab. Besonders herausstach die 24-Jährige Amtszeit (8 Amtsperioden) von Ehrenpräsident Meinrad Helbling. Der Depotbau schritt zügig voran und begann am 5. März und bereits am 25. November konnte der Behördenapéro ausgerichtet werden. Mit mehr als 5000 Frondienststunden und grosszügigen Donatoren konnte das Generationenwerk vollbracht werden.
1984: Erstmals konnten zwei Mitglieder für ihr 60-Jahr Jubiläum an der HV geehrt werden. Eine ausführliche Würdigung der Verdienste von Ehrenpräsident Meinrad Helbling wurde vorgenommen und führte zur Ernennung zum zweiten Ehrenpräsident nach Hermann Müller. Auch sportlich gab es Erfolg zu verbuchen: In Mellingen am Rayonwettfahren konnte ein zweiter Podestplatz ergattert werden.
1985: In Ottenbach am Eidg. konnte der Titel verteidigt werden und somit war das 29. Eidg. auch durch die Schmerkner gewonnen. Zudem gab es einen Schweizermeister aus Schmerikon im Einzelfahren zu verbuchen (Koller Stefan/Schmucki Arthur).
1987: Nach vier jähriger Präsidialzeit wurde Werner Müller jun. durch Bernhard Fürer abgelöst. Ein weiteres Mal wurde in Schmerikon ein Wettfahren abgehalten. Wegen des Hochwassers musste im letzten Moment der gesamte Parcours umgebaut werden, was dem sportlichen Erfolg aber nichts anhaben konnte. Das Sektionswettfahren konnte ebenso souverän gewonnen werden wie eine weitere Kategorie im Einzelwettfahren durch Angelo Baggenstos und Christof Rohner.
1988: Die Sensation ist perfekt und ein Kapitel Verbandsgeschichte wurde durch Schmerkner Feder geschrieben. In Aarburg konnte am Eidg. nach Klingnau und Ottenbach zum dritten Mal das Sektionswettfahren für sich entschieden werden. Wiederum erhielt der Fahrchef (Fredi Hildbrand) den General-Guisan-Preis. Das letzte Gründungsmitglied verstirbt.
1991: Der Verein wird 75-jährig. Es wird eine Jubiläumsgeneralversammlung im Rest. Seehof abgehalten, ein Bootsfährenbauwettkampf (1.6.) an der Linth ausgetragen (Gruppe Schmerikon 1 im 3. Rang) und eine Festschrift verfasst. Pirmin Kälin hängt seinen Posten nach 16 Jahren als Kassier/Aktuar an den Nagel. Das Starfahrerpaar Arthur Wespe/Jakob Krauer heimsten gleich zwei Bronzemedaillen ein. Der Festzeltanbau sowie die Schwimmwestentragpflicht beschäftigen die Pontoniere. Das Eidgenössische fand in Aarwangen statt und die Sensation gelang tatsächlich – zum 4. Mal in Folge konnten die Schmerkner den Titel verteidigen und schrieben somit Verbandsgeschichte. Nicht nur den Grambach (3. Rang)- sondern auch den Amerikanerbecher (3. Rang) und den Sektionswanderpreis (Sieg) konnten die Schmerkner für ihre hervorragenden Leistungen entgegennehmen. Zudem konnte mit Christian Kuster/Simon Weibel eine Kategorie an der JP-SM in Ellikon am Rhein gewonnen werden. Gleiches Fahrerpaar konnte am Eidg. in Aarwangen bereits den 3. Podestplatz besteigen.
1992: Eine weitere Vereinsreise soll an den Grossglockner führen. Eine weitere Auflage des Seedorffestes wurde durchgeführt. Erneuter Sieg für Kuster/Weibel in einer JP-Kategorie in Schwaderloch. 2. Podestplatz für Kuster Andreas und Näf Markus (Kat. I) sowie Kuster/Weibel im dritten Rang in der Kat. III an der JP-SM in Ottenbach.
1993: Ein neues Vereinstenue soll angeschafft werden. Zudem wird erstmals ein neues Liederbüchlein erarbeitet. Der Verband SPSV (Schweizerischer Pontoniersportverband) kann sein 100-jähriges Jubiläum (Sternfahrt nach Brugg/AG) feiern. Die erste Schweizermeisterschaft wird in Bern ausgetragen und die Sektion Schmerikon brilliert mit dem 2. Rang in der Sektionswertung. Sieg für Kuster Christian/Weibel Simon und 3. Podestplatz für Kistler Manuel/Rüegg Stefan in der Kat. B.
1994: Fahrchef Fredi Hildbrand gibt das Zepter an Paul Wohlgensinger weiter. Das alternde Depot erhält einen neuen Anstrich und sonstige Renovationsarbeiten werden ausgeführt.
1995: Nach knapp drei Amtsperioden übergibt Bernhard Fürer den Verein in die Hände von Hans Wohlgensinger als neuem Präsidenten. Zum ersten Mal nach 79 Jahren wird eine Frau (Doris Koller) in den Verein aufgenommen, welche flugs als Aktuarin in den Vorstand einsteigt. Am Eidg. in Zürich konnte der 5. Rang im Sektionswettfahren entgegengenommen werden.
1996: Eine viertägige Vereinsreise wurde zur Destination Malta gebucht. Eine Jungpontonierschweizermeisterschaft 1997 in Schmerikon wird ins Auge gefasst und Umgebungsarbeiten (Asphaltplatz) geplant. Am Jubiläumswettfahren des PFV Mellingen gewann die Sektion Schmerikon das Sektionswettfahren der Linth - Limmat- und Reusssektionen und belegte den 6. Rang beim Kantonalbernischen in Wynau.
1997: Die Durchführung der Jungpontonierschweizermeisterschaft (JPSM) am 24. August unter der Ägide von OK-Präsident Hans Wohlgensinger nimmt zunehmend Form an. In der Kategorie I erklommen Roger Baggenstos/Remo Gähler den 2. Rang sowie Patrick Baggenstos/Michael Wespe den 2. Rang der Kategorie II und Andreas Kuster/Markus Näf behielten den Sieg der Kategorie III in heimischen Händen. Am 33. Eidg. Pontonierwettfahren in Dietikon konnten sich die Pontoniere Schmerikon auf dem 4. Rang im Sektionswettfahren behaupten. Mit dem 2. Rang behaupteten sich die Seedörfler auch im Bootsfährenbau souverän. In Mellingen konnte die Kat. C mit dem Fahrerpaar Karl Koller/Christof Rohner gewonnen werden.
1998: Der Mitgliedersaldo beläuft sich auf gegenwärtig 65 Mitgliedern (Rekord). Die Aufbauarbeiten für das Seedorffest beginnen. Die neuen Kunststoffübersetzboote anstelle der alten hölzernen „Kähne“ werden geliefert. Ebenso wurden die Pontoniere Schmerikon zu einem Drehtag für den Film „100 Jahre Lastschifffahrt auf dem Zürichsee“ eingeladen. Die Fahrerpaare Patrick Baggenstos/Michael Wespe, Remo Gähler/ Roger Baggenstos waren in ihren jeweiligen Kategorien äusserst erfolgreich und bestiegen das Podest. Mit historischen Gewändern wurde eine Talfahrt (Zinsfahrt) von Ziegelbrücke bis zur Grynau von unseren Kameraden begleitet. In Schönenwerd - Gösgen an der CH-Meisterschaft liefen die Schmerkner zur Bestform auf und ergatterten sich den ersten Platz im Sektionswettfahren und dies mit einer bemerkenswert jungen Crew. Das Fahrerpaar Michael Wespe/Patrik Baggenstos erklomm wiederum mehrmals das Podest. Alle drei Jahre wurde traditionell die Vereinsreise als Höhepunkt geplant. Über Basel nach Colmar hinüber nach Strassburg bereisten und bestaunten die Reisenden sämtliche Sehenswürdigkeiten.
1999: Das Hochwasser von 1999 steckte den Pontonieren noch in den Knochen. Nur mit schweren Baumaschinen konnte eine Katastrophe verhindert werden. Drei Wochen lang musste das Training unterbrochen werden. Am Kantonalbernischen in Ligerz konnten die Schmerkner im Sektionswettfahren den 3. Platz belegen. Erfolgreich war das Fahrerpaar Remo Gähler/Roger Baggenstos an der Jungpontonierschweizermeisterschaft (JPSM) in Klingnau. Sie erklommen den 3. Podestplatz der Kat. II.
2000: Ein ausserordentliches Jubiläum konnte Hans Murer (*1914) feiern, seine 70-jährige Vereinszugehörigkeit. Die Idee der Schweizermeisterschaft 2005 in Schmerikon wird geboren. In Schwaderloch wurde das Eidg. ausgetragen. Sämtliche Aktivfahrer konnten eine Kranzauszeichnung entgegennehmen und die Sektion schnitt mit dem 6. Rang passabel ab. Remo Gähler/Roger Baggenstos konnten den 3. Rang der Kat. II belegen und schnitten auch an der JPSM in Schaffhausen mit dem 2. Rang der Kat. II erfolgreich ab.
2001: An der HV wird beschlossen 2005 ein Rayonwettfahren mit Sektionswettkampf durchzuführen. Die Sektion wurde von einem Schub an Jungfahrern (26 Personen) beinahe überrannt. An der Jungpontonierschweizermeisterschaft gelang die Sensation mit den beiden Siegen in den Kategorien I (Dario Wohlgensinger/Manuel Rohner) und III (Patrik Baggenstos/Michael Wespe) sowie dem Vizesiegerpaar der Kategorie II (Roger Baggenstos//Remo Gähler).
2002: Der Verein beschliesst eine Vereinsreise nach Kopenhagen zu unternehmen. Die Planung des Rayonwettfahrens/Schweizermeisterschaft 2005 nimmt Konturen an. Am Kantonalbernischen in Wangen an der Aare schnitt die Sektion mit dem 3. Platz ab. Das Rayonwettfahren der Linth - Limmat - und Reusssektionen in Ottenbach wurde mit dem 3. Rang (Rayon - sowie Gesamtwertung) abgeschlossen. Die Cousins August Kuster jun. und Christian „Muck“ Kuster ergatterten sich die begehrte Siegesmedaille der Kategorie C des Rayonwettfahrens der Linth -, Limmat - und Reusssektionen in Ottenbach.
2003: In Wynau/BE am Eidg. konnte mit dem Segen von BR Schmid, welcher den Kameraden beim Einstieg in die Schiffe viel Glück wünschte, der dritte Rang erkämpft werden. Die Spezialdisziplin „Bootsfährenbau“ wurde in Schaffhausen demonstriert und die Schmerkner konnten sich auf Platz 4 behaupten. Die Vizeschweizermeister der Kat. I (JPSM Sisseln) kamen aus Schmerikon und heissen Stefan Fritsch/Jwan Baggenstos.
2004: Die Schweizerische Präsidenten - und Fahrchefkonferenz findet in Schmerikon statt. Es sind Wechsel im Vorstand zu verzeichnen. Ende Juni 2004 wurde das Vorfahren des Parcours der SM 2005 in Schmerikon zur Begutachtung seitens der TK (Technischen Kommission) des Verbandes vorgenommen. Eine Schweizerreise führte nach Montreux-Gstaad.
2005: Ehrenfahrchef Franz Müller (Jg. 1908) verstirbt (über 20-jährige Tätigkeit von 1931-53). Neu wird ein Mitgliederbeitrag erhoben. Die Veteranen Angelo Baggenstos und Christof Rohner siegten in der Kategorie D 2005 in Luzern. Die Aufbauarbeiten für die SM vom 1. – 3.7. 2005 in Schmerikon nehmen etliche Fronarbeitsstunden in Beschlag. Die Linthsanierung und das Hochwasser beschäftigen die Seebueben. An der heimischen SM konnten folgende Erfolge verbucht werden:
Kat. I Rang 2 Federspiel Kevin/Killer Oliver und Rang 3 Wespe Daniel /Wespe Remo.
Kat. II: Sieg Martin Eberle/Michael Baumann Rang 2. Jwan Baggenstos/Stefan Fritsch
Kat. D 3. Rang Angelo Baggenstos/Christof Rohner
Kat. C 4. Rang August und Christian Kuster.
2006: Nach 13-jähriger Amtstätigkeit als Fahrchef reichte Paul Wohlgensinger seinen Rücktritt ein. Der Vorstand wurde fündig und konnte Christian Kuster und Remo Gähler als Fahrchefteam an der HV 2007 zur Wahl vorschlagen. Die SM in Ligerz konnten August und Christian Kuster in der Kategorie C auf dem 2. Platz für sich entscheiden. Die Mitgliederzahl pendelt sich bei 60 ein. Regierungsrat Willi Haag beehrte die Schmerkner und wünschte sich in seinem Präsidialjahr eine Talfahrt. In Wangen an der Aare wurde die JPSM ausgetragen. In der Kategorie II haben sich Stefan Fritsch und Jwan Baggenstos auf dem 3. Platz rangiert.
2007: Die Schmerkner schnitten im Sektionswettfahren am Eidg. im thurgauischen Diessenhofen mit dem 5. Rang gut ab. Ramon und Benjamin Wespe wurden für Ihren Erfolg mit dem 1. Rang der Kat. I belohnt. Auch an der JPSM in Aarburg brillierten die Wespe’s mit dem Vizeschweizermeistertitel der Kat. I. Neben all den sportlichen Tätigkeiten, hilft der Verein auch anderen Schmerkner Dorfvereinen bei ihren Anlässen und führt Aufträge jeglicher Art aus (Talfahrten, Bauarbeiten, Seeuferreinigungen, Festwirtschaften, Zeltaufbau etc.).
2008: Ein „annus horribilis“ war das Jahr 2008 für die Seebueben, was das schlechte Abschneiden im Sektionswettfahren in Schönenwerd (18. Rang) und Murgenthal (08. Rang) anging. Eine viertägige Vereinsreise wurde nach Barcelona unternommen. Die Statuten von 1957 wurden totalrevidiert.
2009: In Ellikon am Rhein galt es für die am Eidg. in Diessenhofen (2007) gegründeten Veteranengruppe im Bootsfährenbau ernst. Am Eidg. in Aarwangen wurde wiederum mit zwei Gruppen, einer Boots-und einer Weidlingsgruppe gestartet. Dieser „Schachzug“ zahlte sich wegen hoher Bonuszuschläge für Jungfahrer aus. Die Sektion wurde mit dem 3. Rang geehrt und für die beste Sektionsgruppe, der Weidlingsgruppe, konnte der heiss begehrte Grambachbecher als Wanderpreis gewonnen werden. Letztmals wurde dieser in den 60er Jahren errungen. Zahlreiche Jungfahrer konnten zudem am Eidg. gute (Podest-)Plätze ergattern. Die JPSM in Ottenbach zahlte sich für Martin Eberle/Clemens Müller jun. mit dem 2. Rang der Kat. III aus.
2010: Nach 5 Amtsperioden (jeweils 3 Jahre) legte Hans Wohlgensinger sein Präsidialamt nieder und wurde mit einem Präsent zum 3. Ehrenpräsidenten in der Geschichte der Pontoniere Schmerikon ernannt. Manuel Kistler wurde zu seinem Nachfolger gewählt. In Dietikon konnte das Sektionswettfahren mit zwei Gruppen (1 Weidlingsgruppe) gewonnen und etliche Kranzabzeichen abgeräumt werden. Das Schweizerische Wettkampfreglement wurde einer Totalrevision unterzogen.
2011: Der neue Präsident Manuel Kistler bestand seine Feuertaufe an der HV musste aber einen Drittel des Vorstandes wegen Rücktritten erneuern. Nach 10 - jähriger Amtsführung (6 Jahre Materialverwalter/ 4 Jahre Jungpontonierleiter) legte Michael Wespe seine Ämter niederlegen. Das alt bewährte Fahrerpaar der Veteranenkategorie D Urs Wespe/Clemens Müller sen. konnten den Vizeschweizermeistertitel, welches sie an der SM in Mellingen verdient haben, nach Schmerikon holen. Nach 26 Jahren Vorstandarbeit wurde Kassier/Aktuar Bruno Müller aus seinen treuen Dienst entlassen. Eine Auslandreise führte die Kameraden nach Köln/Koblenz.
2012: Der Stresstest konnte im Sektionswettfahren mit dem Sieg in Bremgarten bewältigt werden. Am Eidg.in Klingnau (genau 30 Jahre vorher konnte ebenda der Auftakt für den viermaligen Sieg eines Eidg. gelegt werden) konnte der 5. Rang und somit ein Goldkranz für die Sektion erreicht werden. Wie immer nach Eidg. wurde am Sonntagabend durch die Dorfvereine, Angehörige und Fans in Schmerikon unter musikalischer Begleitung durch die Musikgesellschaft ein fulminanter Empfang genossen werden. Eine Schweizermeisterschaft analog 2005 soll anlässlich des 100-jährigen Jubiläums geplant werden. Das OK der SM 2016 nimmt Formen an.
2013: Es wurden ausserordentlich viele Einsätze zugunsten Dritter getätigt (Vereine, Institutionen, Festorganisationen). Nach rund 10 - jähriger Vorstandszugehörigkeit (4 Jahre Beisitzer/ 6 Jahre Materialverwalter) trat Reto Oertig zurück.
2014: An der HV wird Werner Brunner zum neuen Präsidenten gewählt. Er löst Manuel Kistler nach 4 - jähriger Amtstätigkeit ab. An einer Mitgliederversammlung wurde beschlossen, dass ein neues Vereinstenue auf die Saison 2015 hin angeschafft, eine Damenumkleide inkl. Duschmöglichkeit eingebaut und der Kanalisationsanschluss erstellt wird. Die Vereinsreise führte 4 Tage nach Prag. Am kantonalbernischen Wettfahren mit Sektionsfahren in Ligerz musste mit dem 14. Rang eine herbe Niederlage eingesteckt werden.
2015: In Aarburg wurde den Schmerkner im Sektionswettfahren kurz vor dem Eidg. mit dem 18. Rang ein richtiggehender Dämpfer verpasst. Das Eidg. Wettfahren in Mumpf konnte mit dem 5. Rang im Sektionswettfahren und dem geschichtsträchtigen 1. Rang im Bootsfährenbauwettkampf abgeschlossen werden. In der Kat. II erruderten sich Simon Schubiger/Hans Müller den 2. Rang. Diverse Bauarbeiten im und ums Depot wurden an die Hand genommen. Ein neues Vereinstenü wird angeschafft.
2016: Die Pontoniere Schmerikon werden am 4.Juli 100 Jahre alt. Dieses für einen Verein aussergewöhnliche Jubiläum wird mit besonderen Festivitäten gefeiert werden. Es wird am 2./3. Juli an der Linth eine Schweizermeisterschaft mit Einzel- und Sektionswettfahren durchgeführt.
Vorstandsmitglied/Pressechef (2007-2015) Michael Helbling
Uznach, den 18. April 2016