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In China gab es bereits Rosengärten, ehe die westliche Zivilisation begonnen
hatte.
Rosenblätter und
Rosenparfüm sind bis heute Kultgegenstände. Konfuzius berichtet um 600 v. Chr., dass die kaiserliche Bibliothek rund 600 Schriften über Rosen enthalten habe. Rosenöl ist zu damaliger Zeit dort schon gewonnen worden. Die Rosen Chinas blieben für die Europäer jedoch lange Zeit noch unbekannt.
Zwar hatte die Ostindische Company (ca. 1650-1833) das Privileg des Handels mit China inne, aber erst 1752 gelangte die erste Chinarose Rosa chinensis ’Major’ zu Karl von Linne, dem führenden Botaniker jener Zeit, nach Upsala/Schweden und von dort 1769 nach Kew Gardens bei London. Im gleichen Jahr kam die Rose OldBlush nach Europa und wenig später folgte die Rose Crimson China, von Slatter importiert.
Die zweite „Rosenwelle" aus China begann 1793. Die Teerosen, die „Rosen-Aristokraten", landeten in Europa an. Als Vorzüge der Chinarosen/Teerosen wurden gerühmt: Schöne Knospen, schöner gestaltete, große Blüten, zarterer (Tee-)Duft und wiederholte/andauernde Blüte im Jahresverlauf.
Die Kreuzung europäischer mit chinesischen Rosen führte dann zu den Teehybrid-Rosen. Die erste Teehybride, die Beachtung gefunden hat, ist La France 1867. Mit dieser Züchtung setzte man den neueren Beginn der Rosengeschichte fest. Zwischen 1870 und 1914 entstanden dann zahllose Rosen-Neu-Züchtungen verschiedenster Zielrichtungen.
Nachdem die Mendelschen Vererbungsregeln Anfang des 20. Jh. wieder entdeckt und angewandt wurden, ergaben sich auch in der Rosenzüchtung neue Erkenntnisse.
1865 schickte Robert Fortune Rosa multiflora (vielblütige Rose) nach Europa. Durch Kreuzung zwischen ihr und
den
Teehybriden
entstanden
die
Polyantha-Rosen (= vielblütige Rosen). Es sind niedrige Buschrosen. Um die Frosthärte zu steigern und in den kurzen, europäischen Sommern viele Blüten zu produzieren, kreuzte Sven Poulsen frosthärtere Sorten ein. Als Ergebnis entstanden um 1900 die Floribunda-Rosen.
Die nächste Entwicklung zur Grandiflora-Rose vollzog sich 1950 bei Eammerts. Aus der Kreuzung der Teehybride Charlotte Armstrong mit der Floribundarose Floradora entstand Queen Elizabeth.