Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03634.jsonl.gz/2032

Gestern starteten Dani und ich einen kleinen Versuch: Schon lange quälte uns die Frage, wie schnell der Luftvorrat auf einer bestimmten Tiefe dahinschwinden würde, wenn ein Mitteldruck-Schlauch platzt, die zweite Stufe abbläst oder ähnliche Unschönheiten.
Was ist einfacher, als dies unter Wasser zu ermitteln? In einem ersten Versuch nahmen wir eine Stahlflasche mit auf einen kleinen Tauchgang. Dieser sollte uns in eine Tiefe von genau 20m führen. Dort wurde die Flasche “befestigt” und für den Versuch vorbereitet. Folgende Rahmenbedingungen:
-
15L Stahlflasche mit 2 Abgängen
-
120 Bar Restdruck
-
Keine ersten Stufen (d.h. “nackte Abgänge”)
Ready – Set – Go: Und ein Ventil wurde vollständig aufgedreht. Luft ströhmte in riesigen Mengen aus der Flasche und verursachte ziemlich Action unter Wasser (oder sagen wir mal so: es war keine schlechte Idee die Flasche mittels einem Spool zu sichern). Nach 20 Sekunden “Sprudelbad” wurde das Ventil wieder vollständig geschlossen und die Flasche zur Restdruckmessung an die Oberfläche geführt.
An Land zeigte sich, dass in der Flasche noch 40 Bar Restdruck zurückgeblieben sind. Innert 20 Sekunden verloren wir somit rund 80 Bar oder aber 1200 Liter Luft. Beachtlich… weitere 10 Sekunden und die Flasche wäre leer gewesen.
Wie verhält sich das ganze aber, falls eine erste Stufe montiert ist? Diese sollte die abströhmende Luftmenge vermindern – oder nicht? Wie lange spielt eine erste Stufe bei einem solchen Experiment mit?
Dieser Frage werden wir wohl in einem nächsten Feldversuch auf den Grund gehen.