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Eine Literaturagentur vermittelt Rechte zwischen Verlagen bzw. zwischen AutorInnen und Verlag; Mohrbooks macht das hauptsächlich mit englisch- und deutschsprachiger Literatur. Einerseits geht es darum, Manuskripte zu lesen und zu entscheiden, ob sie im Zielmarkt ein Potenzial haben und welcher Verlag der geeignetste dafür ist, andererseits die Rechte zu klären und die Verträge abzuschliessen.
Vom Tellerwäscher zum Literaturagenten
Sebastian Ritscher sieht sich als schlechtes Beispiel, um zu zeigen, dass man beim Berufseinstieg strategisch vorgehen müsste. Er ist über den Beruf des Literaturagenten "gestolpert": Während des Anglistikstudiums verbrachte er ein Zwischenjahr in England. Er arbeitete in einem Restaurant als Tellerwäscher und besuchte Sprachkurse. In dieser Zeit stiess er auf ein Buch, das er gerne ins Deutsche übersetzen wollte. Er kontaktierte den Verlag, der ihn an die Literaturagentur Mohrbooks in Zürich verwies. So lernte er die Literaturagentur kennen und begann sich für deren Arbeit zu interessieren.
Sebastian Ritscher konnte dann studienbegleitend als Sekretariatshilfe dort arbeiten. Mit der Zeit wurde dann das Studium berufsbegleitend und die Präferenzen veränderten sich, so dass er heute als Literaturagent dort tätig ist.
Berufsziel "LiteraturagentIn"?
Es ist schwierig, Literaturagent zu werden, zumindest im deutschsprachigen Raum. Im englischsprachigen Raum ist der Beruf des "literary agent" bekannter und es gibt auch Ausbildungsangebote dazu. Im deutschsprachigen Raum existieren nur ein halbes Dutzend Literaturagenturen, die alle sehr klein sind.
Für Sebastian Ritscher ist klar, dass in der Buchbranche das Lesen Vergnügen und Arbeit gleichzeitig sein muss. Sonst stünden Zeitaufwand und Lohn in keinem befriedigenden Verhältnis.