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Der Gendarmenmarkt liegt im Berliner Bezirk Mitte und ist vielleicht der schönste Platz in Berlin.
Das zentrale Gebäude ist das Konzerthaus, das vom Französischen Dom auf der einen
Seite und vom Deutschen Dom auf der anderen Seite flankiert wird.
Der 48'000 m² grosse Platz entstand ab 1688 im Auftrag des späteren Königs Friedrich I. Sowohl die
lutherische die französische reformierte Gemeinde bekam einen Platz zum Kirchenbau zugewiesen. Beide Kirchen entstanden nach 1701,
allerdings ohne die später angebauten Türme. Die eigentliche Gestalt nahm der Platz erst an, als die beiden identischen
Kuppeltürmen neben den Kirchen in den Jahren 1780–1785 angebaut wurden. Als Vorbild diente die Piazza del Popolo in Rom.
Ursprünglich hiess der Platz 'Linden-Markt' dann 'Mittelmarkt' bzw. 'Friedrichstädter Markt', danach 'Neuer Markt'.
Seinen heutigen Namen bekam er 1799 in Erinnerung an die Stallungen des Kürassierregiments der 'Gens d'armes'.
Das Konzerthaus entstand auf den Ruinen des 'National Theaters', welches um 1800 gebaut wurde und 1817 bis auf die Aussenmauern abbrannte.
Es wurde am 18. Juni 1821 eröffnet und gilt als eines der wichtigsten Bauwerke seines Planers Karl Friedrich Schinkel.
Im Zweiten Weltkrieg brannte es wie sein Vorgänger bis auf die Aussenmauern aus und wurde von der DDR erst ab 1979 wieder
aufgebaut. War es vor dem Neubau als Schauspielhaus genutzt worden, diente es nach seiner Wiedereröffnung 1984 als Konzerthaus.
Der Französische Dom ist ein Kuppelturm, welcher ursprünglich für französisch reformierte Glaubensflüchtlinge, die
sogenannten Hugenotten, errichtet wurde. Während des Zweiten Weltkrieg wurde er vollständig zerstört. Nach der
Wiederherstellung der Friedrichstadtkirche wurde auch der Kuppelturm zwischen 1981 und 1987 wieder aufgebaut.
1987 wurde ein Glockenspiel mit 60 Glocken zur 750-Jahrfeier Berlins in die Kuppel des Doms eingebaut. Unterdessen wurde
auch die Fassade des Doms saniert. Im Innern des Französischen Doms ist ein Hugenottenmuseum beheimatet.
Der Deutsche Dom wurde auf dem ehemaligen Schweizer Friedhof für die lutherische Gemeinde der Friedrichstadt errichtet.
In den Jahren 1881 bis 1882 wurde die Kirche zum grossen Teil abgerissen und im Stil des Neobarock wiederaufgebaut.
Während dem zweiten Weltkrieg wurde auch er vollständig zerstört und erst wieder in der Zeit von 1982 bis 1996 wiederaufgebaut.
Der Deutsche Dom beherbergt übrigens eine Ausstellung zur Deutschen Geschichte.