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Am 25. Juli wurde bekannt, dass das Forschungsschiff «Mikhail Somov» in der Nähe des Franz-Josef-Land-Archipels auf Grund lief. Laut der Besatzung soll keine Gefahr eines Treibstoffaustritts bestehen. An Bord des Schiffes befinden sich 91 Menschen, niemand wurde verletzt. Die Staatsanwaltschaft für Verkehr in Archangelsk führt eine Untersuchung im Zusammenhang mit dem Auflaufen durch.
Gemäss russischen Medien inspizierte die Besatzung alle Räumlichkeiten, um den Zustand des Schiffes zu begutachten. Es werden Untersuchungen rund um das Schiff durchgeführt und die Tiefe gemessen. Die Expeditions- und Besatzungsmitglieder sind vollständig mit Trinkwasser und Lebensmitteln versorgt, die Kombüse ist in Betrieb.
Das Schiff hatte Archangelsk am 4. Juli verlassen und sollte etwa 800 Tonnen Fracht an 21 Polarstationen auf den Inseln und entlang der Küste des Weissen Meeres, der Barents- und der Karasee liefern. Ein Teil des Auftrages war bereits erfüllt und Teile der Ladung ausgeliefert worden. Zudem war geplant, dass Wissenschaftler einige automatische Wetterstationen warten, oder diese wieder instandsetzen.
Das Forschungs-Expeditionsschiff «Mikhail Somov» ist ein dieselelektrisch angetriebenes Schiff, das für Eisnavigation mit einer festen Eisdicke von bis zu 70 cm eingesetzt werden kann. Das Schiff wurde von der Sowjetunion in den Werftanlagen des damaligen ‘Kherson Shipbuilding Plant’, welches heute in der Ukraine liegt, gebaut und am 28. Februar 1975 vom Stapel gelassen.
Taucher müssen das Schiff untersuchen
Das in der Nähe von Franz-Josef-Land auf Grund aufgelaufene Schiff soll von Tauchern untersucht werden, die am 27. Juli an Bord des Forschungsschiffes «Professor Molchanov» von Murmansk aus gestartet sind und in fünf Tagen die Unglückstelle erreichen sollen.
Nach der Untersuchung wird entschieden, wie das Schiff wieder flott gemacht werden kann und ob die Expedition evakuiert werden muss. Es ist nicht bekannt, wie lange die Untersuchung der «Mikhail Somov» dauern wird.
Heiner Kubny, PolarJournal