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Archiv zu Herzinfarkt, 3.9.2010 bis 25.3.2011
Bei gelegentlichem Sport steigt das Risiko für Herzinfarkt auf das 3,5-fache des Durchschnittswerts an, bei gelegentlichem Sex auf das 2,7-fache. Für Untrainierte, die schon beim Treppensteigen ausser Atem kommen, kann dieses Risiko noch höher sein. Kaum messbar ist es hingegen bei fitten Personen. Zudem sinkt das Risiko in der übrigen Zeit ohne Sex und ohne Sport massiv. Zu diesem Schluss kommt die Auswertung von vierzehn Studien mit zusammen etwa zehntausend Personen. Fazit: Sport und Sex sind gut für das Herz, wenn regelmässig betrieben. [2834]
25. März 2011 – Süddeutsche Zeitung
Der Clean Air Act, das amerikanische Gesetz zum Schutz der Luft gegen Schadstoffe, verhindert pro Jahr 160'000 vorzeitige Todesfälle, 130'000 Herzinfarkte, 1,7 Millionen Asthmaanfälle und 3,2 Millionen Tage Schulabsenzen. Diese Bilanz zieht die amerikanische Umweltbehörde EPA. Sie warnt davor, die Umweltauflagen aus wirtschaftlichen Überlegungen zu lockern. [2823]
8. März 2011 – UPI Health News
Alkohol kann dem Herzen schaden oder auch nicht: Es kommt vor allem darauf an, wie und wann man ihn trinkt. Schädlich sind zum Beispiel Trinkgelage am Wochenende; unschädlich ist dagegen die gleiche Menge Alkohol, regelmässig über die ganze Woche verteilt. Das zeigen Studien, die unterschiedliche Trinkgewohnheiten in Frankreich und Nordirland verglichen haben. In Nordirland, wo der Wochenendkonsum Tradition hat, sind Herzinfarkte bei den Konsumenten etwa doppelt so häufig wie in Frankreich - sofern alle anderen, nicht alkoholischen Risikofaktoren gleich sind. [2758]
25. November 2010 – Spiegel
Regelmässige Bewegung senkt die Risiken der folgenden Krankheiten: Krebs des Dickdarms, der Prostata und zahlreicher anderer Organe; Herzinfarkt, Herzschwäche und Angina pectoris; Schlaganfall; Alzheimer und andere Formen von Demenz; Depression, Diabetes Typ 2, Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Osteoporose und Impotenz. Die Liste umfasst mehr als zwanzig verschiedene Krankheiten. Sie basiert auf einer Auswertung von vierzig Studien, die in den vergangenen vier Jahren veröffentlicht worden sind. [2752]
17. November 2010 – AOL Health
Der Tod eines geliebten Menschen belastet das Herz: In der ersten Zeit nach dem Schicksalsschlag liegt der Puls im Durchschnitt um etwa fünf Schläge pro Minute höher als zuvor. Die höhere Herzfrequenz lässt auch das Risiko für Herzinfarkt ansteigen. Nach etwa sechs Monaten hat sich das Herz wieder erholt. Deutlich länger dauert allerdings die Erholung von Depressionen und Angstattacken als Folge der Trauer. [2750]
15. November 2010 – Spiegel
Ob eine Impfung gegen saisonale Grippe auch gegen Herzinfarkt schützt, ist schon in einigen Studien erforscht worden, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Die neuste Studie vergleicht über sechzehntausend Infarktpatienten mit öhnlichen, aber gesund gebliebenen Personen in Wales. Sie kommt zum Schluss, die Impfung senke das Risiko für Herzinfarkt um etwa zwanzig Prozent. Dies gilt allerdings nur bei Personen mit erhöhten Risikofaktoren für Herzinfarkt. Kritiker bemängeln, dass solche Fallvergleiche problematisch sind, sogar in grosser Zahl: Zahlreiche nicht kontrollierte Faktoren verzerren das Ergebnis und können so zu falschen Schlüssen führen. [2717]
23. September 2010 – Ärzteblatt
Menschen, die oft nach innen gekehrt sind, wenig Selbstvertrauen und viel Kummer haben, leicht zu irritieren und zu ärgern sind und daher Kontakte mit anderen Menschen meiden - solche Persönlichkeiten bezeichnet man an der Universität von Tilburg, Holland, als Typ D. Verglichen mit psychisch stabilen Personen haben sie ein dreifach höheres Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben. Der Buchstabe D steht für Distress, also negativen Stress. [2712]
16. September 2010 – Ärzteblatt
Entzündungen in den Gelenken sind die Ursache für rheumatische Schmerzen. Daneben droht die Gefahr, dass sich die Entzündungen auch in die Blutgefässe ausbreiten, dort die Innenwände der Arterien schädigen und so die Verkalkung fördern. Besonders gefährdet sind die Herzkranzgefässe, was zum Herzinfarkt führen kann, und die Arterien, die das Gehirn versorgen, was einen Schlaganfall fördert. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie, Gelenkbeschwerden früh zu behandeln. Das lindert Beschwerden, schützt aber auch den Kreislauf. [2710]
14. September 2010 – Welt
Gut für die Knochen, aber in zu grossen Mengen schädlich für das Herz: Nach neusten Studien kann zu viel Kalzium das Risiko für Herzinfarkt um 30 Prozent erhöhen. Dieses Risiko ist aus Daten von über zehntausend Personen errechnet worden. Gesunde Menschen kommen mit einer gesunden Ernährung und ausreichend Käse, Milch, Grünkohl, Mandeln und anderen natürlichen Quellen genügend Kalzium. Deshalb raten Experten, Präparate aus Drogerie und Apotheke, etwa bei Osteoporose, nur nach Absprache mit dem Arzt zu nehmen. [2707]
9. September 2010 – Süddeutsche Zeitung
Schon eine bis zwei Tassen Kaffee pro Tag reichen aus, um die Hauptschlagader (Aorta) deutlich elastischer zu halten. Dadurch wird die Pulswelle weniger hart, was die Wände der Arterien schont und so das Risiko für Herzinfarkt senkt. Die Wirkung hat sich in einer Studie an über 600 Bewohnern einer griechischen Insel gezeigt. Sie beruht vermutlich auf Pflanzenfarbstoffen (Polyphenolen) und nicht auf dem Koffein. [2703]
3. September 2010 – Focus
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