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Personen, die positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wurden, müssen in Isolation. Personen, die engen Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatten oder aus einem Land mit erhöhtem Ansteckungsrisiko einreisen, müssen in Quarantäne.
- Isolation und Quarantäne
- Vorgehen bei Krankheitssymptomen
- Vorgehen bei einem positiven Testergebnis
- Vorgehen nach Kontakt mit einer positiv getesteten Person
- Kinder mit Symptomen
- Kinder nach Kontakt mit einer positiv getesteten Person
- Finanzielle Ansprüche bei Isolation/Quarantäne
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Hinweis zur aktuellen Lage
Swissmedic hat zwei Covid-19-Impfstoffe für die Schweiz zugelassen. Beachten Sie: Auch wenn Sie gegen das neue Coronavirus geimpft sind, müssen Sie die Quarantäne einhalten. Die Impfung schützt vor der Erkrankung. Heute ist noch nicht klar, ob die Impfung verhindert, dass Sie andere Personen anstecken können. Es ist jedoch das Ziel, in Zukunft das Vorgehen anzupassen, sobald mehr Daten dazu vorhanden sind.
Isolation und Quarantäne
Isolation und Quarantäne sind Massnahmen, um die Infektionsketten zu unterbrechen und so die Weiterverbreitung des Coronavirus einzudämmen. Eine Person, die eine bestätigte Infektion hat oder bei der eine Infektion vermutet wird, soll zu Hause bleiben und jeden Kontakt zu anderen Personen vermeiden. So können möglichst viele Neuansteckungen verhindert werden. Daraus ergeben sich folgende Regeln:
Personen, die positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet werden, müssen in Isolation.
Personen, bei denen eine Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, müssen für 10 Tage in Quarantäne (Verkürzung unter bestimmten Voraussetzungen möglich). Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung besteht in folgenden Fällen:
- Nach einem engen Kontakt mit einer Person, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Dies ist die Quarantäne nach einem engen Kontakt (kurz Kontaktquarantäne).
- Nach einem Aufenthalt in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko. Dies ist die Quarantäne für Einreisende (kurz Reisequarantäne).
Detaillierte Informationen finden Sie in den Anweisungen zur Isolation (PDF, 272 kB, 23.12.2020) und den Anweisungen zur Quarantäne (PDF, 363 kB, 08.02.2021).
Vorgehen bei Krankheitssymptomen
Es ist wichtig, dass möglichst alle Ansteckungen mit dem Coronavirus erkannt werden. Deswegen empfehlen wir auch bei leichten Symptomen einen Test. Das Vorgehen unten gilt für alle Personen ab 12 Jahren. Informationen zum Vorgehen bei Kindern unter 12 Jahren finden Sie im Abschnitt Kinder mit Symptomen.
1. Kontaktreduktion: Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie alle Kontakte zu anderen Personen.
2. Testempfehlung: Machen Sie den Coronavirus-Check. Sie erhalten am Ende des Checks unsere Empfehlung. Wenn Sie sich testen lassen sollen, erhalten Sie Informationen zum weiteren Vorgehen. Sie können auch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt anrufen und das Vorgehen besprechen.
Nehmen Sie Ihre Beschwerden und Symptome auch ernst, wenn sie vermutlich nicht mit dem neuen Coronavirus in Zusammenhang stehen. Rufen Sie bei Bedarf Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an. Bei Atemwegserkrankungen: Bleiben Sie bis 24 Stunden nach Abklingen der Symptome zu Hause. Dies entspricht auch der Empfehlung bei Atemwegserkrankungen wie der Grippe.
Falls bei Ihnen erneut Symptome auftreten, empfehlen wir Ihnen den Coronavirus-Check zu wiederholen.
3. Testen: Lassen Sie sich sofort testen, wenn der Coronavirus-Check oder Ihre Ärztin/Ihr Arzt dies empfiehlt. Testkosten werden vom Bund übernommen, wenn die Testkriterien des BAG (PDF, 179 kB, 27.01.2021) erfüllt sind. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Testen.
4. Bis zum Testergebnis: Bleiben Sie zu Hause und folgen Sie den Anweisungen zur Isolation (PDF, 272 kB, 23.12.2020). Vermeiden Sie alle Kontakte zu anderen Personen bis das Testergebnis vorliegt. Je nach Ergebnis: Folgen Sie den Anweisungen bei einem positiven Testergebnis oder einem negativen Testergebnis.
Vorgehen bei einem positiven Testergebnis: Isolation
Folgen Sie den Anweisungen zur Isolation (PDF, 272 kB, 23.12.2020) und vermeiden Sie jeden Kontakt zu anderen Personen. Falls Sie mit anderen im selben Haushalt leben: Richten Sie sich alleine in einem Zimmer ein. Normalerweise dauert die Isolation 10 Tage
Im Idealfall informiert Sie die kantonale Stelle, wann Sie die Isolation beenden können. Falls Sie keine Information erhalten: Die Isolation dauert mindestens 10 Tage. Je nach Gesundheitszustand kann sie aber auch länger dauern. Sie können die Isolation beenden, wenn mindestens 10 Tage vergangen sind und Sie seit 48 Stunden keine Symptome mehr haben. Ausser Ihnen fehlt nur noch der Geruchs- oder Geschmacksinn oder Sie haben einen leichten Husten. Bei diesen Symptomen kann es länger dauern, bis sie vollständig abklingen. Daher können Sie die Isolation beenden, wenn Sie nur noch diese Symptome haben.
Weitere Informationen zur Isolation:
- Überwachung Gesundheitszustand: Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt auf, wenn sich Ihre Krankheitssymptome verschlimmern oder sie Sie beunruhigen. Als Warnzeichen gelten folgende Symptome: mehrere Tage anhaltendes Fieber oder Schwächegefühl, Atemnot, starker Druck oder Schmerzen in der Brust, neu auftretende Verwirrung, bläuliche Lippen oder bläuliches Gesicht.
- Contact Tracing: Die zuständige kantonale Stelle wird sich bei Ihnen melden. Gemeinsam ermitteln Sie, welche Personen mit Ihnen in Kontakt standen. Diese müssen allenfalls in Quarantäne gehen. Beachten Sie: Es ist möglich, dass die kantonale Stelle Sie nicht zeitnah kontaktieren kann. Informieren Sie in diesem Fall Ihre engen Kontakte selber über Ihre Erkrankung. Im Abschnitt Vorgehen bei Kontakt mit einer positiv getesteten Person finden Sie und Ihre Kontaktpersonen Informationen, wie in einem solchen Fall vorzugehen ist.
- Covidcode: Wenn Sie die SwissCovid App nutzen, können Sie freiwillig einen Covidcode eingeben. Mit diesem persönlichen Code lösen Sie die Benachrichtigung in der App aus. So informieren Sie andere Nutzerinnen und Nutzer anonym über den Kontakt. Ihren Covidcode erhalten Sie von der kantonalen Stelle des Contact Tracings oder der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt. Beachten Sie: In der momentanen Situation ist es möglich, dass die kantonale Stelle Ihnen den Covidcode nicht zeitnah zustellen kann. Bitte haben Sie in diesem Fall Geduld.
- Lohnfortzahlung und Krankentaggeld: Informationen finden Sie im Abschnitt Finanzelle Ansprüche.
Vorgehen bei einem negativen Testergebnis
- Wenn Sie während des Tests nicht in Quarantäne waren: Bleiben Sie zu Hause bis Sie 24 Stunden keine Symptome mehr haben. Dies entspricht auch der Empfehlung bei Atemwegserkrankungen wie der Grippe.
- Wenn Sie während des Tests in Quarantäne waren: Sie dürfen die 10-tägige Quarantäne nur verkürzen, wenn Sie die Bedingungen im Abschnitt Verkürzung der Quarantäne erfüllen.
Falls bei Ihnen erneut Symptome auftreten oder Sie sich Sorgen machen, kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Vorgehen nach Kontakt mit einer positiv getesteten Person
Beachten Sie: Dieser Abschnitt richtet sich an Erwachsene und an Kinder, die Kontakt mit der positiv getesteten Person hatten.
Hatten Sie Kontakt zu einer Person, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde? Dann können Sie in den nächsten Tagen ansteckend sein, ohne es zu merken. Wie Sie sich nun verhalten sollen, hängt davon ab, ob die positiv getestete Person während dem Kontakt ansteckend war und ob der Kontakt eng war. Beantworten Sie dazu die folgenden Fragen:
1. War die Person zu diesem Zeitpunkt ansteckend?
Entscheidender Zeitraum: Eine Person ist 2 Tage vor Symptombeginn bis 10 Tage nach Symptombeginn ansteckend. Bei schweren Krankheitsverläufen kann die erkrankte Person auch länger ansteckend sein.
- Wenn Sie mit dieser Person vor diesem Zeitraum Kontakt hatten, ist eine Ansteckung unwahrscheinlich und Sie müssen nicht in Quarantäne gehen.
- Wenn Sie mit der positiv getesteten Person Kontakt hatten während diese ansteckend war, dann beantworten Sie die folgende Frage:
2. War der Kontakt «eng»?
Als «enger Kontakt» gilt ein persönlicher Kontakt, bei dem Sie sich anstecken konnten. Je länger Sie Kontakt mit der positiv getesteten Person hatten, desto wahrscheinlicher ist eine Ansteckung. Wenn ein Schutz vorhanden war, beispielsweise durch eine Trennwand oder wenn Sie beide eine Maske trugen und den Abstand einhielten, gilt dies nicht als enger Kontakt.
Orientieren Sie sich an folgender Grundregel: Der Kontakt war eng, wenn Sie zu einer anderen Person über längere Zeit ungenügend Abstand hatten und kein Schutz vorhanden war. «Längere Zeit» heisst zusammengezählt mehr als 15 Minuten pro Tag (kumulativ). «Ungenügend Abstand» heisst weniger als 1,5 Meter Abstand.
Beachten Sie: Das Virus hat natürlich keine Stoppuhr. Daher sind die 15 Minuten ein Richtwert. Auf engem Raum (z.B. im Auto) kann der Kontakt auch «eng» sein, wenn er kürzer war.
- Sie wohnen zusammen und sehen sich häufig.
- Sie haben sich zum Essen getroffen.
- Sie arbeiten zusammen und machen morgens gemeinsame Kaffeepause (ca. 5 Minuten) und haben am Nachmittag ein spontanes Gespräch im Gang ohne Maske (ca. 10 Minuten). Dies ergibt zusammen 15 Minuten und ist somit ein enger Kontakt.
- Sie waren gemeinsam mit dem Auto unterwegs und trugen keine Maske.
- Sie wohnen in einer Wohngemeinschaft, haben einen unterschiedlichen Tagesrhythmus und sind sich während der ansteckenden Zeit nicht begegnet.
- Sie arbeiten zusammen in einem Grossraumbüro, tragen aber immer eine Maske wenn Sie sich begegnen.
Was müssen Sie jetzt machen?
Wenn die positiv getestete Person während dem Kontakt ansteckend und der Kontakt eng war, dann befolgen Sie die Anweisungen im Abschnitt Vorgehen nach engem Kontakt (Quarantäne). Wenn die positiv getestete Person während dem Kontakt ansteckend, aber der Kontakt nicht eng war, dann befolgen Sie die Anweisungen im Abschnitt Vorgehen nach nicht-engem Kontakt.
- Falls Sie sich innerhalb der letzten drei Monate vor dem Kontakt bereits mit dem Coronavirus angesteckt hatten und geheilt sind, dann müssen Sie möglicherweise nicht in Quarantäne. In diesem Fall kann die zuständige kantonale Stelle Ihre Quarantäne aufheben.
- Falls Sie im Gesundheitswesen oder für die öffentliche Sicherheit und Ordnung arbeiten, können andere Regeln gelten. Gesundheitsfachpersonen finden weitere Informationen auf der Seite Informationen für Gesundheitsfachpersonen.
Vorgehen nach engem Kontakt: Quarantäne
Begeben Sie sich sofort in Quarantäne und folgen Sie den Anweisungen zur Quarantäne (PDF, 363 kB, 08.02.2021). Grundsätzlich bedeutet dies: Vermeiden Sie alle Kontakte, auch zu Personen, die in Ihrem Haushalt leben. Wenn Sie 10 Tage nach dem engen Kontakt immer noch keine Symptome haben, dürfen Sie die Quarantäne beenden. Unter gewissen Voraussetzungen dürfen Sie die Quarantäne ab dem 7. Tag vorzeitig beenden. Informationen dazu finden Sie im Abschnitt Verkürzung der Quarantäne.
Weitere Informationen zur Quarantäne:
- Contact Tracing: Die Anordnung der Quarantäne im Rahmen des Contact Tracings liegt in der Verantwortung der Kantone. Die kantonalen Stellen entscheiden, wie ihre Ressourcen fürs Contact Tracing am besten eingesetzt werden. Im Idealfall informiert Sie die zuständige kantonale Stelle telefonisch oder schriftlich, dass Sie in Quarantäne müssen. Es kann vorkommen, dass Sie nicht kontaktiert werden. In einem solchen Fall ist es wichtig, dass Sie die Quarantäne selbständig einhalten.
- Auftreten von Symptomen: Falls bei Ihnen während der Quarantäne Symptome auftreten, dann befolgen Sie die Anweisungen im Abschnitt Vorgehen bei Krankheitssymptomen.
- Testen: Die kantonale Stelle oder eine Ärztin/ein Arzt kann im Rahmen der Quarantäne oder einer Ausbruchsuntersuchung einen Test anordnen. In diesem Fall werden die Testkosten übernommen.
- Erwerbsausfallentschädigung: Informationen finden Sie im Abschnitt Finanzielle Ansprüche.
Verkürzung der Quarantäne
Sie können Ihre Quarantäne ab dem 7. Tag vorzeitig beenden. Dazu müssen Sie folgende Bedingungen erfüllen:
- Sie lassen sich ab dem 7. Tag Ihrer Quarantäne testen und erhalten ein negatives Testresultat (PCR- oder Antigen-Schnelltest). In diesem Fall bezahlen Sie die Testkosten selbst.
- Sie legen das negative Testresultat Ihrer zuständigen kantonalen Stelle vor. Zudem erhalten Sie eine Zustimmung der kantonalen Stelle, dass Sie Quarantäne verkürzen dürfen. Informieren Sie sich bei Ihrer kantonalen Stelle, wie Sie das Testresultate vorlegen müssen und wie die Zustimmung erfolgt.
Erfüllen Sie diese Bedingungen? Dann dürfen Sie die Quarantäne verkürzen. Sie sind jedoch verpflichtet, dass Sie bis zum eigentlichen Ablauf Ihrer Quarantäne, das heisst bis zum 10. Tag, ausserhalb Ihres Zuhauses/Ihrer Unterkunft eine Maske tragen und den Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen immer einhalten.
Beachten Sie: Falls Sie sich ab dem 7. Tag testen lassen und ein positives Testresultat erhalten, dann müssen Sie für 10 weitere Tage in Isolation. Folgen Sie in diesem Fall den Anweisungen im Abschnitt Vorgehen bei einem positiven Testergebnis.
Vorgehen nach nicht-engem Kontakt
Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich angesteckt haben, ist in dieser Situation kleiner als nach einem engen Kontakt. Sie müssen sich deshalb nicht in Quarantäne begeben. Es ist aber trotzdem wichtig, dass Sie umsichtig handeln. Falls Sie sich angesteckt haben, treten die ersten Symptome meistens innerhalb von 10 Tagen nach dem Kontakt mit der infizierten Person auf. Während dieser Zeit gilt folgendes:
- Befolgen Sie strikt die Hygiene- und Verhaltensregeln.
- Beobachten Sie Ihren Gesundheitszustand. Falls bei Ihnen Krankheitssymptome auftreten: Bleiben Sie zu Hause und folgen Sie den Anweisungen Vorgehen bei Krankheitssymptomen.
- Schützen Sie Ihre Familie, Ihre Freunde und Ihr Umfeld indem Sie unnötige Kontakte vermeiden.
- Falls Ihre persönlichen und beruflichen Umstände es erlauben, können Sie sich selbst in Quarantäne begeben und im Homeoffice arbeiten.
- Falls Sie nicht im Homeoffice arbeiten können, ist es besonders wichtig, dass Sie die Hygiene- und Verhaltensregeln befolgen, indem Sie Kontakte meiden, Distanz halten und eine Maske tragen, wenn Sie den Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht einhalten können.
Warnung durch die SwissCovid App
Haben Sie über die SwissCovid App eine Warnung erhalten, dass Sie mit einer positiv getesteten Person in Kontakt standen? Bitte melden Sie sich freiwillig bei der angegebenen Infoline. Diese klärt mit Ihnen die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung und die weiteren Schritte.
Kinder mit Symptomen und möglicher Ansteckung
Gemäss aktuellen Erkenntnissen können sich Kinder ebenfalls mit dem Coronavirus anstecken. Kinder unter 12 Jahren haben im Vergleich zu Jugendlichen und Erwachsenen jedoch weniger häufig Symptome und übertragen das Virus seltener auf andere Personen. Daher gilt für Kinder unter 12 Jahren das unten aufgeführte Vorgehen. Ist Ihr Kind 12 Jahre oder älter, dann gelten dieselben Grundsätze wie für Jugendliche und Erwachsene. Dieses Vorgehen finden Sie im Abschnitt Vorgehen bei Krankheitssymptomen.
Die speziellen Richtlinien für Kinder unter 12 Jahren wurden festgelegt, da für Kinder grundsätzlich der Besuch der Schule und Betreuungseinrichtungen möglich sein sollte. Kinder stecken sich in der Schule oder Betreuungseinrichtungen selten mit dem Coronavirus an. Sie werden vor allem in der Familie angesteckt, jedoch weniger häufig als Erwachsene.
Symptome nach engem Kontakt mit symptomatischer Person
Wenn Ihr Kind Symptome einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus hat und engen Kontakt mit einer symptomatischen Person (Kind ab12 Jahren oder Erwachsener) hatte, dann ist das weitere Vorgehen vom Testresultat der engen Kontaktperson abhängig:
- Bei einem positiven Testresultat der engen Kontaktperson: Ihr Kind muss zu Hause bleiben und wird in Absprache mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt getestet. Sie erhalten von der Kinderärztin/dem Kinderarzt Informationen zum weiteren Vorgehen.
- Bei einem negativen Testresultat der engen Kontaktperson: Ihr Kind darf die Schule oder Betreuungseinrichtung erst wieder besuchen, nachdem es 24 Stunden kein Fieber mehr hatte oder der Husten sich deutlich gebessert hat.
Symptome ohne engen Kontakt zu symptomatischer Person
Wenn Ihr Kind Symptome einer möglichen Ansteckung mit dem neuen Coronavirus hat und keinen engen Kontakt mit einer symptomatischen Person (Kind ab 12 Jahren oder Erwachsener) hatte, dann ist das weitere Vorgehen von den Symptomen und vom Gesundheitszustand des Kindes abhängig:
- Ihr Kind hat leichte Erkältungssymptome (Schnupfen und/oder Halsweh und/oder leichter Husten) und einen guten Allgemeinzustand: Ihr Kind darf die Schule oder Betreuungseinrichtung weiterhin besuchen.
- Ihr Kind hat Fieber und einen guten Allgemeinzustand: Ihr Kind muss zu Hause bleiben. Es darf die Schule oder Betreuungseinrichtung erst wieder besuchen, nachdem es 24 Stunden kein Fieber mehr hatte. Nehmen Sie Kontakt mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt auf, falls das Fieber Ihres Kindes drei Tage oder länger anhält.
Falls bei Ihrem Kind weitere Symptome (Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Verlust von Geruchs- und/oder Geschmacksinn) auftreten, dann besprechen Sie das weitere Vorgehen mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt.
- Ihr Kind hat starken Husten und einen guten Allgemeinzustand: Ihr Kind muss zu Hause bleiben. Es darf die Schule oder Betreuungseinrichtung erst wieder besuchen, wenn sich der Husten innerhalb von drei Tagen deutlich gebessert hat. Nehmen Sie Kontakt mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt auf, falls der starke Husten Ihres Kindes länger als drei Tage anhält.
Falls bei Ihrem Kind weitere Symptome (Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Verlust von Geruchs- und/oder Geschmacksinn) auftreten, dann besprechen Sie das weitere Vorgehen mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt.
- Ihr Kind hat Fieber oder starken Husten und/oder einen schlechten Allgemeinzustand: Nehmen Sie direkt Kontakt mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt auf, um das Vorgehen zu besprechen.
Wenn in einer Schulklasse/Betreuungsgruppe drei oder mehr Kinder Symptome haben und die kantonalen Stellen davon in Kenntnis gesetzt wurden, dann legen sie in Absprache mit den betreuenden Kinderärzten das weitere Vorgehen für die Kinder fest.
Angebote zum besseren Verständnis des Vorgehens
- Grafiken: Über das Register Links kommen Sie zu Informationsgrafiken, welche die oben aufgeführte Fälle einfach darstellen.
- Online-Fragebogen vom Inselspital: Beantworten Sie auf coronabambini.ch Fragen zum Gesundheitszustand Ihres Kindes. Am Ende erhalten Sie Empfehlungen, ob Ihr Kind zu Hause bleiben soll und ob ein Test nötig ist.
Vorgehen nach einem Test
Falls bei Ihrem Kind ein Test durchgeführt wird, dann ist das weitere Vorgehen abhängig von Testresultat.
Bei einem positiven Testresultat muss Ihr Kind zu Hause bleiben und sich isolieren. Grundsätzlich gelten auch für die Kinder die Regeln der Isolation. In Isolation darf Ihr Kind keinen Kontakt zu Personen ausserhalb des Haushaltes haben. Steht nur das Kind unter Isolation, so sollte der Kontakt zu anderen Haushaltsmitgliedern soweit wie möglich reduziert werden. Die Umsetzung der Isolation ist abhängig vom Alter des Kindes und von der Wohnsituation. Sie finden alle Informationen zur Isolation im Abschnitt Vorgehen bei einem positiven Testergebnis: Isolation.
Bei einem negativen Testresultat darf Ihr Kind unter 12 Jahren die Schule sofort wieder besuchen. Sofern Ihr Kind Fieber hatte, muss es jedoch 24 Stunden fieberfrei sein, bevor es wieder zur Schule gehen darf. Sofern Ihr Kind starken Husten hatte, muss es jedoch eine deutliche Besserung des Hustens haben.
Kinder nach Kontakt mit einer positiv getesteten Person
Falls Ihr Kind Kontakt zu einer Person hatte, die positiv auf das neue Coronavirus getestet wurde, dann muss es möglicherweise in Quarantäne. Informationen dazu finden Sie im Abschnitt Vorgehen nach Kontakt mit einer positiv getesteten Person.
Finanzielle Ansprüche bei Isolation/Quarantäne
Wenn Sie in Isolation müssen, weil Sie am Coronavirus erkrankt sind und ärztlich krankgeschrieben wurden, dann haben Sie Anspruch auf eine Lohnfortzahlung oder auf ein Krankentaggeld. Eine Lohnfortzahlung ist durch das Obligationenrecht (OR) geregelt. Ihr Arbeitgeber ist dadurch verpflichtet, Ihnen während mindestens drei Wochen den Lohn zu bezahlen. Viele Arbeitgeber schliessen eine Krankentaggeldversicherung ab, damit sie ihren Mitarbeitenden bei längeren Ausfällen infolge einer Krankheit 80 Prozent des Lohnes bezahlen können. Informieren Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber und in Ihrem Arbeitsvertrag, welche Regelungen für Sie gelten. Sind Sie selbstständig erwerbend, hängt die finanzielle Entschädigung davon ab, ob Sie eine Krankentaggeldversicherung für sich abgeschlossen haben.
Wenn Sie in angeordnete Quarantäne müssen, weil Sie Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatten, dann haben Sie Anspruch auf eine Erwerbsausfallentschädigung. Dieser Anspruch besteht, wenn die Quarantäne von einer kantonalen Stelle oder von einer Ärztin oder einem Arzt angeordnet wurde. Sie können den Anspruch auf Entschädigung bei der Ausgleichskasse geltend machen, bei der Ihr Arbeitgeber oder Sie als selbständig erwerbende Person angeschlossen sind. Nutzen Sie das entsprechende Anmeldeformular Ihrer Ausgleichskasse. Beachten Sie: Es ist möglich, dass die kantonale Stelle die Quarantäne nicht anordnen kann. In diesem Fall können Sie das Anmeldeformular trotzdem ausfüllen. Geben Sie dabei an, dass Sie von der kantonalen Stelle nicht kontaktiert wurden.
Weitere Informationen zur Entschädigung bei Erwerbsausfall finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV.
Informationen zur Quarantäne nach der Einreise in die Schweiz finden Sie auf der Seite Quarantäne für Einreisende.
Arztzeugnis
Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber darauf an, ab wann Sie ein Arztzeugnis vorlegen müssen. In der aktuellen Situation empfehlen wir Arbeitgebern, mit der Einforderung von Arztzeugnissen kulant zu sein.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Antworten zu häufig gestellten Fragen zu Isolation und Quarantäne finden Sie hier.
Dokumente
Links
Webseite der Nordwestschweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz mit Informationen zum Vorgehen bei Kindern mit Krankheits- und Erkältungssymptomen
Letzte Änderung 11.02.2021