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Doxycyclin zählt zu den häufigsten Auslösern einer medikamentös-toxischen Oesophagitis. Die Liste weiterer medikamentöser Auslöser ist lang.
Die Beschwerden können innert Stunden bis Tage nach der Ersteinnahme auftreten. Das Risiko zur Entwicklung medikamentös-toxischer Oesophagitiden kann durch einfache Verhaltensregeln (ausreichende Trinkmenge während und nach der Tabletteneinnahme, Einnahme in aufrechter Körperposition circa 30 Minuten vor dem Zubettgehen) deutlich reduziert werden. Nach Absetzten des auslösenden Medikamentes und symptomatischer Therapie (Analgesie und Protonenpumpen-Hemmer) kommt es in den meisten Fällen zu einem komplikationslosen Abheilen.
Bei einer 47-jährigen Patientin wurde in einer Abdomensonografie eine Raumforderung zwischen Magen und linkem Leberlappen als Zufallsbefund festgestellt. Die darauf durchgeführte MR-Untersuchung vom Oberbauch zeigte eine solide beschaffene, kräftig homogen enhancende gastrale Raumforderung auf Höhe des Magenfundus, 4,3 x 3,3 x 3,9 cm gross. Differentialdiagnostisch wurden ein gastrointestinaler Stromatumor (GIST), ein Leiomyom oder ein Lymphom genannt. Ausserdem zeigte sich eine auffällige tumorverdächtige Neovaskularisation des Prozesses durch gastrale Gefässe am Fundus sowie fraglich auch durch Gefässe der angrenzenden Leberkapsel des linken Leberlappens als mögliches Zeichen einer Infiltration. Ansonsten normale Darstellung der Leber, insbesondere ohne Hinweise auf metastasensuspekte Läsionen. Normale locoregionäre Lymphknotenstationen im Oberbauch und im mitabgebildeten oberen Retroperitoneum. In der Gastroskopie zeigte sich im Corpus des Magens kleinkurvaturseitig eine submukosale Raumforderung, die aspektmässig sehr verdächtig auf einen GIST imponierte. Die anschliessend durchgeführte Staging-Computertomographie zeigte thorakoabdominal keine metastasensuspekten Läsionen. Der Tumor wurde in der Folge laparoskopisch problemlos reseziert und der Defekt am Magen primär mittels Naht verschlossen. Die Operationsdauer lag bei 100 Minuten. Im histopathologischen Befund zeigte sich überraschend kein GIST. Der Befund erwies sich als ein 4,5 cm messendes Schwannom mit zentraler Ulzeration, das im Gesunden entfernt werden konnte.