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Nun wird als letzter Schritt das Problemorgan Magen direkt inspiziert. Unter Narkose wird eine Magenspiegelung durchgeführt - über die digitale Optik kann so die Magen- und Darmschleimhaut begutachtet werden.
Bei Roma zeigt sich, dass die Magenschleimhaut über weite Strecken glasig-weisslich erscheint. Sie enthält aber keine Blutungen, auch scheint der Magenausgang normal durchgängig und die Darmschleimhaut des oberen Dünndarms scheint normal. Durch einen Arbeitskanal im Endoskop werden mittels einer Biopsiezange mehrere Gewebeproben der Schleimhaut entnommen und in einem externen Labor untersucht.
Der Gewebebefund erscheint auf den ersten Blick wenig spektakulär - die Magenschleimhaut enthält etwas mehr Entzündungszellen als normal und trägt an der Oberfläche eine mässige Anzahl von Helikobaktern. Diese Bakterien sind beim Menschen mit einem erhöhtem Risiko einer Bildung von Magengeschwüren in Verbindung gebracht worden. Die Bedeutung des Keims beim Hund ist gegenwärtig noch nicht schlüssig geklärt - seltsamerweise kann man die Bakterien auch bei völlig gesunden Tieren finden.
Trotzdem nicht klar ist, ob die beobachteten Helikobakter die Ursache für das Erbrechen sind, wird eine antibiotische Therapie gegen den Keim eingeleitet. Der Erfolg der Behandlung spricht für sich - schon nach wenigen Tagen hört das Erbrechen auf, und auch nach Abschluss der Behandlung tritt das Problem nie mehr auf. Allerdings erhält Roma weiterhin ein Diätfuttermittel um den Auswirkungen einer möglichen Futterintoleranz vorzubeugen.