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Perimenopause: Ab wann beginnen eigentlich die Wechseljahre?
Überprüft von medizinisch geschultem Personal von Mylan 09 August 2019
Die Perimenopause ist der Zeitraum unmittelbar vor der nahenden Menopause, in dem der weibliche Organismus aufgrund hormoneller Schwankungen körperliche und emotionale Veränderungen durchläuft.
Die Perimenopause ist ein vage umrissener Zeitraum im reproduktiven Lebenszyklus einer Frau vor der Menopause. In dieser Zeit, gemeinhin auch als "Wechseljahre" bezeichnet, finden im Körper der Frau zahlreiche hormonelle Veränderungen statt. So sinkt etwa der Östrogenspiegel und der Spiegel des follikelstimulierenden Hormons (FSH) steigt an. Die Perimenopause kann 4 bis 10 Jahre vor der Menopause einsetzen. Bei den meisten Frauen tritt sie zwischen dem 44. und 54. Lebensjahr ein. Sie ebnet den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt.
Wann tritt die Perimenopause auf?
Die Perimenopause tritt gewöhnlich im vierten und fünften Lebensjahrzehnt der Frau auf . Bei den meisten Frauen dauert die Perimenopause üblicherweise etwa 4 Jahre; sie kann sich jedoch auch über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren erstrecken.
Welche hormonellen Veränderungen erfahren Frauen während der Perimenopause?
Während der Perimenopause durchläuft der weibliche Organismus zahlreiche körperliche und emotionale Veränderungen. Diese stehen im Zusammenhang mit einer Veränderung der Spiegel bestimmter Fortpflanzungshormone. Da das Reservoir an Eizellen fast aufgebraucht ist, setzen die Eierstöcke (Ovarien) weniger Hormone frei. Das Gehirn reagiert darauf mit einer vermehrten Ausschüttung des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und des luteinisierenden Hormons (LH) ins Blut, die den Eisprung anregen sollen. Da aber immer weniger Eisprünge stattfinden, steigen die Spiegel dieser Hormone allmählich an.
Neben diesen Veränderungen sinken andere Hormonspiegel, etwa die von Östrogen und Gestagen. Hormonelle Veränderungen während der Perimenopause sind die Ursache unregelmässiger Monatsblutungen. Die Unregelmässigkeiten im Menstruationszyklus sind individuell unterschiedlich.
Welche Anzeichen für die Perimenopause kann man feststellen?
Die Anzeichen für die Perimenopause sind durch verschiedene hormonelle Veränderungen bedingt, insbesondere durch einen sinkenden Östrogenspiegel. Diese Anzeichen können sich individuell unterscheiden und sind auch von Umweltfaktoren abhängig.
Die Perimenopause zeichnet sich hauptsächlich durch Unregelmässigkeiten bei der Monatsblutung oder im Menstruationszyklus aus. Es kann zu einer unregelmässigen Periode oder einem längeren bzw. kürzeren Menstruationszyklus kommen. Manche Frauen bekommen ihre Periode erst nach 60 Tagen, andere erst nach 3 bis 4 Monaten. Bei einigen Frauen kann sich die Blutung während des Menstruationszyklus abschwächen oder ganz ausbleiben.
Hormonelle Veränderungen während der Phase der Perimenopause sind ausserdem für verschiedene Symptome wie Hitzewallungen und nächtliche Schweissausbrüche/Nachtschweiss verantwortlich. Diese beiden Symptome sind die häufigsten Beschwerden von Frauen während der Perimenopause und in der Menopause.
Ausserdem heisst es, dass Frauen während der Perimenopause häufig unter Stimmungsschwankungen leiden. Diese emotionalen Hochs und Tiefs gehen mit dem Schwanken des Östrogenspiegels einher.
Manche Frauen klagen während der Perimenopause auch über Schlafmangel und/oder Schlaflosigkeit.
Wie lässt sich die Perimenopause behandeln?
Die Perimenopause ist ein natürlicher Vorgang im Leben einer jeden Frau und erfordert nicht in allen Fällen eine medizinische Behandlung. Da es in der Perimenopause zu Veränderungen verschiedener Hormonspiegel kommt, kann eine Hormontherapie zur Linderung von Beschwerden jedoch hilfreich sein.
Wann beginnt die Menopause?
Die Menopause beginnt, wenn bei einer Frau die Periode seit mehr als 12 Monaten bzw. einem Jahr ausgeblieben ist. Diese Zeitspanne markiert in der Regel das Ende der Perimenopause, wobei sich das Ende der Perimenopause und der Beginn der Menopause geringfügig überschneiden können.