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Zentrum Paul Klee
ALPEN-SINFONIE
Antje Weithaas Violine, Leitung
Júlia Gállego Flöte
Viola Wilmsen Englisch Horn
Konzerteinführung 16.15 Uhr
LUDWIG V. BEETHOVEN (1770–1827)
Sonata in A-Dur op. 101 für Klavier (Fassung für Streichorchester von Martin Merker)
ARTHUR HONEGGER (1892–1955)
Concerto da camera für Flöte, Englisch Horn und Streicher
DAVID PHILIP HEFTI (*1975)
Chiaroscuro, Kammersinfonie, 2017 für die CAMERATA BERN komponiert,
Uraufführung
FRANZ SCHUBERT (1797–1828)
Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485
Vier «Symphonisten» die entlang des Alpenbogens von Wien bis Zürich lebten und wirkten, vertreten hier die musikalische Identität dieses gewaltigen Kulturraums.
Martin Merkers streichersymphonische Transkription der Klaviersonate von Beethoven nimmt Bezug auf die polyphonen Satztechniken, die den 2. und 4. Satz dieses Werks charakterisieren. Wie auch in seinen weiteren späten Kompositionen, experimentiert Beethoven mit komplexen Formen und verfeinert seine Behandlung der Themen und Motive.
Honegger selber strich den populären Charakter der Themen seines «Concerto da camera», sowie die leicht melancholische Ruhe des zweiten Satzes heraus. Der Kontrapunkt dominiert den Dialog der Solistinnen mit dem Orchester.
Obschon David Philip Hefti sich in die Traditionen des Modernismus einreihen lässt, besitzt seine Musik eine Unmittelbarkeit, die Musiker, Kritiker und Publikum gleichermassen anspricht. Die starke Ausdruckskraft seiner Musik ist sicherlich mit ein Grund, warum Hefti zu den meistgespielten Schweizer Komponisten der vergangenen fünfzig Jahre gehört.
Unergründlich bleibt Schubert. War er ein ausschweifender Nachtschwärmer, ein depressiver Einzelgänger oder nichts von alldem? Lagen seine höchsten Ambitionen in der Oper, der Symphonie, der Kammermusik oder im Lied? Es scheint, dass Schubert starb, bevor sein Charakter völlig ausgebildet war. Dennoch besass er eine ausgeprägte musikalische Identität, auch wenn er sich in seiner leichten und heiteren 5. Symphonie Mozart annähert.