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Grat; in
Allières eine Magdalenenkapelle. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts als selbständige Kirchgemeinde von
Albeuve abgetrennt.
Die jetzt abgetragene alte Kirche war vom damaligen
BischofJean von
Wattenwil von
Lausanne geweiht worden. Sehr interessante
alte
Holzhäuser mit Inschriften und farbigem Schnitzwerk, schöne Beispiele des Holzbaues im
Freiburger und Waadtländer
Greierz. Ein Lokalwind trägt den Namen Ruhlio. Montbovon's frühere Geschicke waren an diejenigen der
GrafschaftGreierz geknüpft. 1476 schlug
der im Engpass von
La Tine im Hinterhalt liegende
Graf Ludwig von
Greierz 500 räuberisch ins Land eingefallene Burgunder und
Savoyarden in die Flucht. Das Thal von Montbovon bildet eine weite Mulde, die zwischen den Ketten der
Dent de Lys und des
Vanil Noir eingesenkt liegt und sich in der
Combe d'Allières fortsetzt. Die beiden Schenkel bestehen aus
obern Jurakalken und Neocom, ihr Kern aus roten oder graugrünen, schieferigen Kalken der mittleren und obern Kreide, die
stark gefaltet sind. 1255 und 1294:
Mons bovonis; 1365: Monbovom; 1492: Boemberg.
(Kt. Genf,
Rechtes Ufer, Gem. Genf).
395 m. Nördl. Aussenquartier von Genf,
aus grossen Mietshäusern und einigen
Villen bestehend. 251
Häuser 5825 Ew.
Mit dem Mittelpunkt der Stadt durch die elektrische Strassenbahn Genf
Fernex verbunden. Grosse öffentliche
Anlage des
Jardin des Cropettes. Primar- und Kleinkinderschulen. Güterbahnhof der Linien
Genf-Lausanne und
Genf-Bellegarde-Lyon;
Lagerplätze für Brennholz. Schlossereien, Wagnereien, mechanische Werkstätten. Der Name Montbrillant erscheint zum erstenmal
zu Beginn des 18. Jahrhunderts und wurde damals in zwei getrennten Worten geschrieben.
(Kt. Waadt,
Bez. Orbe).
561 m. Gem. und Dorf, links über der hier in einem tiefen
Tobel fliessenden
Orbe, an der Strasse
Orbe-Pontarlier und 2 km nw. der Strassenbahn
Orbe-Chavornay. Postbureau. Telegraph, Telephon; Postwagen
Orbe-Ballaigues-Vallorbe. 50
Häuser, 258 reform.
Ew. Kirchgemeinde
Orbe. Acker- und Weinbau.
Säge. Sehenswert ist eine grosse
Höhleim Wald über der die
Orbe begleitenden Felswand aus Urgonkalken, 800 m sw. vom Dorf. Die
Höhle ist in unbekannter Zeit
von Menschenhand in einem grossen
Lager von geologisch rezentem Kalktuff ausgearbeitet worden, wird heute
viel besucht und auch als Festplatz für Vereinsanlässe benutzt. Ein neuerer Versuch, den
Tuff abzubauen, hat keinen befriedigenden
Erfolg gehabt. Am anderen Flussufer befindet sich eine ähnliche, noch grössere
Höhle, die sog.
Grotte d'Agiez, die Material
für den Bau des Bundespalastes in Bern
geliefert hat. Das Dorf bildete einen Teil der
HerrschaftLes Clées
und gehörte dem unter dem Kloster
Payerne stehenden Priorat von
Baulmes. Seine Bewohner waren bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts
zu dem harten Frohndienst der sog. taille à miséricorde verpflichtet, der sie in grossem Elend verharren liess, bis sie 1369 durch
den damaligen Prior von
Payerne, Wilhelm von
Cossonay, davon befreit wurden. Sehr reiche Lokalflora (vergl. die
Floren von Gaudin
und Rapin).
Burgundergräber. Im Chor der vor Kurzem restaurierten Kirche hat man Fresken aus dem 11. oder 12. Jahrhundert entdeckt.
Ein mitten im Dorf stehendes Herrenhaus war der Reihe nach Eigentum der
Berner Patriziergeschlechter von
Stürler, von Muralt und von
Mülinen. Das schöne
Schloss über dem Eingang ins Dorf stammt aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts.
Unterhalb Montcherand befindet sich das 1904 und 1905 erstellte zweite
Wasser- und Elektrizitätswerk der Société des Forces
motrices de
Joux et de l'Orbe, das die Kraft des Unterlaufes der
Orbe ausbeutet.
Carasso(Kt. Tessin,
Bez. Bellinzona).
236 m. Gem. und Pfarrdorf, am rechten Ufer des Tessin
und 2 km w. vom Bahnhof
Bellinzona. Postablage;
Postwagen
Bellinzona-Gordola. Gemeinde, mit
Gaggio und
Pedemonte: 163
Häuser, 956 kathol. Ew.; Dorf: 120
Häuser, 686 Ew.
Acker-,
Mais- und Weinbau. Starke Auswanderung nach Nordamerika. Das Dorf liegt mitten in schönen Rebenpflanzungen, die einen
geschätzten Wein liefern. Ehemaliges Augustiner-Frauenkloster mit alter Kirche, 1450 gestiftet und 1857 aufgehoben. In der
Kirche schöne Fresken aus der Schule von Luini und interessante Holzschnitzereien.