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Alexander Rofés "Einführung in die Entstehung des Pentateuch" (1999) ist eine kurze Einführung in die übliche historisch-
Zusätzlich entdeckte Quellen und formkritische und traditionsgeschichtliche Kritik an der Standardhypothese machen nicht nur diese praktisch überflüssig, sondern zeigen auch, dass das ursprüngliche Modell stark von der realitätsfremden deutschen Romantik des 19. Jahrhunderts geprägt war.
Rofé selbst vertritt eine Vielzahl von nach dem babylonischen Exil zusammengeführten Fragmenten. Er beharrt auf 4 Aspekten: (1) wirkliche Textprobleme; (2) durch Kombination verschiedener Quellen entstanden; (3) Stil und Inhalt können Autoren definieren; (4) einige Texte können datiert werden. Doch praktisch alle konkreten Probleme, die Rofé nennt, erlauben alternative Interpretationen, die mit einem intakten inspirierten Text vereinbar sind, während seine anderen 3 Aspekte vom ersten abhängig sind.
Natürlich gibt es gelegentlich verschiedene Quellen, z.B. in Genesis, aber unterschiedliche Inhalte, Umstände und Zeiten können Unterschiede in Stil und Ausdrucksweise bedingen, sogar beim selben Autor. Da kaum andere hebräische Texte aus der für den Pentateuch bedeutsamen Zeit zur Verfügung stehen, kann eine Quellenscheidung wohl nicht mit der benötigten statistischen Signifikanz nachgewiesen werden.
Die Quellenscheidung hat praktisch die gesamte Geschichte Israels bis zum babylonischen Exil zerstört, einschliesslich der darin gründenden Theologie, sowie der alttestamentlichen Verheissungen und Prophetien. Wegen des historischen Fundaments des biblischen Glaubens scheitert jeder Versuch, gültige Theologie von (vermeintlich) falscher Geschichte zu trennen, und führt zu einer Vielzahl von "Theologien". Luthers Forderung "Das Wort sie sollen lassen stahn!" ist heute ebenso dringlich.