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Viertletzte Jangtse-Riesenweichschildkröte nach Besamung gestorben
Das letzte bekannte Weibchen der Jangtse-Riesenweichschildkröte ist in einem Zoo in China gestorben - ausgerechnet bei einem Besamungsversuch, um die seltene Tierart zu retten.
Die grösste Süsswasser-Schildkröte der Welt steht damit wohl unausweichlich vor dem Aussterben, wie chinesische Medien am Montag unter Verweis auf Experten berichteten.
Es gibt nun weltweit nur noch drei bekannte Exemplare - ein Männchen im Zoo in China und zwei in freier Wildbahn in zwei Seen in Vietnam. Deren Geschlecht sei aber nicht bekannt und schwer festzustellen, hiess es.
Der Mensch war der grösste Feind der mehr als ein Meter grossen Schildkröte mit dem Fachnamen Rafetus swinhoei, die einen weichen, lederartigen Panzer hat. Die Tiere wurden gejagt, weil das Fleisch als Delikatesse galt, wie es in Presseberichten hiess. Auch wurde ihr natürlicher Lebensraum zerstört.
Das mehr als 90 Jahre alte Schildkrötenweibchen starb am Samstag im Zoo der südchinesischen Stadt Suzhou, nachdem zuvor ein erneuter Versuch unternommen worden war, das Tier künstlich zu befruchten. Offenbar gab es Komplikationen, die genaue Todesursache ist nicht bekannt. Das Tier sei direkt nach dem Eingriff in guter Verfassung gewesen, aber 24 Stunden später gestorben, hiess es in chinesischen Presseberichten.
Die Schildkröte war 2008 vom Zoo in Changsha in Zentralchina in den Suzhou Shangfangshan National Forest Park gebracht worden, um ein Zuchtprogramm mit einem mehr als 100 Jahre alten Männchen zu starten. Seither waren fünf Versuche unternommen worden, die Schildkröte künstlich zu befruchten. Experten hätten beiden Tieren eine gute Gesundheit bescheinigt, bevor der letzte Eingriff vorgenommen worden sei, berichtete die «Suzhou Daily».