Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03366.jsonl.gz/503

Wenn ein Fliessgewässer über 10 m breit ist und genügend Wasser führt, dass Fische im freien Wasser leben können, spricht man in der Regel von einem Fluss. Die wichtigsten Flüsse der Region sind Rhein, Seez, Thur und Sitter. Überwiegend sind unsee Flüsse zu künstlichen kanälen verbaut worden. Unverbaute Flussabschnitte finden wir noch an der oberen Thur und an der Sitter.
Äsche, Alet, Nase, Strömer.
Flüsse weisen natürlicherweise die grösste Artenvielfalt auf kleinem Raum auf. Sie sind ausserdem wichtige Verbindungskorridore und Laichgewässer für manche Fischarten, die in Seen leben.
Uferverbauungen engen viele Bäche und Flüsse ein und zerstören die Strukturvielfalt. Manche Fischarten finden dort nicht mehr die notwendigen Lebensräume und verschwinden. Stauwehre verhindern den nötigen Geschiebetransport und unterbinden den Zugang von wandernden Fischen zu ihren Laichplätzen. Kraftwerke verursachen eine gestörte Abflussdynamik und führen dazu, dass der Flusslebensraum nur zu einem kleinen Teil dauerhaft genutzt werden kann. Schliesslich führt das Gemisch von zahllosen Fremdstoffen im Wasser zu vielfältigen Schädigungen der Flussbewohner.
Die Summe dieser Beeinträchtigungen führt dazu, dass in unseren Flüssen nur noch ein kleiner Teil der ursprünglichen Artenvielfalt und Bestandesdichte unter den Fischen vorkommt.
Eine Dienstleistung des Naturmuseums St.Gallen