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Mit Salt meldet nun auch der dritte grosse Mobilfunkplayer im hiesigen Markt in deutlichen Worten Bedenken am Vorgehen der anstehenden Auktion der Handyfrequenzen an. Das geschieht, nachdem Salt-Chef Andreas Schöneberger schon Ende letzten Jahres davor gewarnt
hatte, Swisscom könne über ein "unfaires" und "hochkomplexes" Auktionsformat anstreben, seine dominante Marktposition zementieren.
Bekanntlich hatte gestern schon Sunrise die für die Auktion vorgesehenen Regeln der eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) scharf kritisiert und mit einer Klage gedroht
, falls die Auktion zu Wettbewerbsverzerrungen führen sollte.
Auch Salt sagt, dass beim geplanten Vorgehen ein "hohes Risiko besteht, dass die Swisscom ihre Finanzkraft dazu nutzt, seine Wettbewerber davon abzuhalten, das kritische Mindestmass an Spektrum in allen Bändern zu erhalten". Kurz gesagt seien Anreize, die Nachfrage von Swisscom zu dämpfen, ungenügend, springt Salt dem Konkurrenten Sunrise in dieser Sache bei.
Weiter schreibt Salt zur Begründung seiner Kritik, dass es "die oberste Priorität der ComCom sein muss, das Fortbestehen der drei Player im Markt zu sichern". Das bedeute allerdings auch, dass alle Mobilfunkanbieter die "Auktion mit einem kritischen Mindestmass an Spektrum verlassen" müssen und zwar zu "einem erschwinglichen Preis". Erst so sei sichergestellt, dass "alle weiterhin investieren können und bei der Erbringung von 5G-Diensten der Wettbewerb spielen kann".
Glaubt man Salt, hat die ComCom in den Entwürfen der Vergabedokumentation diese zentralen Punkte eben nicht abgesichert. Dies sei umso bedauerlicher, weil man die ComCom schon mehrmals darauf aufmerksam gemacht habe, dass bei den "gegenwärtigen Vergabestrukturen, -prozessen und -regeln ein hohes Risiko besteht, dass Swisscom seine Finanzkraft dazu nutzt, Wettbewerber davon abzuhalten, das kritische Mindestmass an Spektrum in allen Bändern zu erhalten", so Salt.
Klar ist damit für Swisscom-Konkurrenten, dass mit dem geplanten Vorgehen in der Auktion dem Wettbewerb geschadet werde. Jedenfalls würden die in den letzten 20 Jahren getätigten Investitionen der Konkurrenten von Swisscom aufs Spiel gesetzt, meint man bei Salt.
Übrigens sind die Entwürfe der Vergabedokumentation derzeit nicht öffentlich zugänglich, wie die ComCom auf Anfrage bestätigt. Das Bakom sagte dazu bis Redaktionsschluss nichts. Wann die Entwürfe publiziert werden, konnte die ComCom ebenfalls nicht sagen. (vri)