Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03265.jsonl.gz/2133

- Biel aktuell
- Leben
- Wirtschaft
- Freizeit
- Behörden / Verwaltung
- Services
vom 2. Oktober 1998
Der Gemeinderat der Stadt Biel,
beschliesst:
Wohnhygienisch beeinträchtigte Verhältnisse, welche die Herabsetzung oder Aufhebung der festgelegten Wohnnutzungsanteile rechtfertigen, liegen insbesondere vor:
a. wenn die Immissionsgrenzwerte der massgebenden Lärmempfindlichkeitsstufe überschritten werden,
b. wenn die betroffenen Räume gegen einen nur ungenügenden freien Luftraum orientiert sind. Dies ist in der Regel der Fall, wenn gegenüber einem bestehenden oder baurechtlich zulässigen Gebäude der Lichteinfallswinkel von 45° nicht eingehalten ist.
1 Wer die Herabsetzung oder Aufhebung des geltenden Wohnnutzungsanteils aus wohnhygienischen Gründen beansprucht, hat im Baugesuchsverfahren anhand der massgebenden Beurteilungskriterien die betroffenen Flächen und das Mass der jeweiligen Beeinträchtigung auszuweisen.
2 Überdies ist der Nachweis zu erbringen, dass die Beeinträchtigungen nicht durch zumutbare konzeptionelle Massnahmen am Gebäude behoben oder herabgesetzt werden können.
3 Die Herabsetzung oder Aufhebung des Wohnnutzungsanteils aus wohnhygienischen Gründen erfordert keine Ausnahmebewilligung.
1 Soweit wohnhygienische Beeinträchtigungen durch zumutbare konzeptionelle Massnahmen am Gebäude nicht behoben werden können, hat die Bewilligungsbehörde den Wohnnutzungsanteil im Ausmass der zusätzlich beeinträchtigten Bruttogeschossfläche herabzusetzen.
2 Der Wohnnutzungsanteil ist vollständig aufzuheben, wenn er unter 30 Prozent der auf dem Grundstück vorgesehenen oder bestehenden Bruttogeschossfläche der Obergeschosse fällt.
1 Die beteiligten Grundeigentümer können mit Dienstbarkeitsvertrag vereinbaren, dass Wohnnutzungs- oder Grünflächenanteile unter unmittelbaren aneinander angrenzenden Grundstücken übertragen werden.
2 Nutzungsübertragungen sind nur innerhalb der jeweiligen Zone mit Wohnnutzungsanteilen oder mit einer Grünflächenziffer zulässig. Uebertragene Wohnnutzungsanteile dürfen auf dem belasteten Grundstück nicht zu wohnhygienisch beeinträchtigten Verhältnissen führen.
3 Die Nutzungsübertragung ist vor Baubeginn im Grundbuch zur Eintragung anzumelden.
4 Nutzungsübertragungen aufgrund eines grundbuchlich behandelten Dienstbarkeitsvertrages erfordern keine Ausnahmebewilligung.
Das Bauinspektorat führt für die einzelnen Grundstücke und die jeweiligen Zonen mit Wohnnutzungs- oder Grünflächenanteilen ein Verzeichnis der übertragenen Nutzungen.
1 Der höchste Punkt eines Sattel- oder vergleichbaren Daches von unbewohnten An- und Nebenbauten im Grenzabstand darf die effektive Gebäudehöhe um nicht mehr als 2.0 m überragen. Pultdächer dürfen auf einer Seite die Gebäudehöhe um 1.0 m überragen.
2 Die Gebäudehöhe unbewohnter An- und Nebenbauten mit Flachdächern wird bis OK Dachfläche gemessen. Brüstungen dürfen dieses Mass um 1 m überragen. Über dem Flachdach sind nur Treppenaufbauten und auf mindestens zwei Seiten offene Pergolen oder Gartenhallen gestattet. Ohne schriftliche Zustimmung des Nachbarn dürfen diese einschliesslich allfälliger Vordächer nicht mehr als 20 m2 betragen.
3 Für Terrassen, Gartenhallen und dergleichen, welche die Höhe und Ausdehnung der unbewohnten An- und Nebenbauten nicht übersteigen, gelten dieselben Grenzabstände [3].
1 In Zonen für öffentliche Nutzungen sind Kleinbauten - im Rahmen der Zweckbestimmung der jeweiligen Zone - ausschliesslich für die benötigten Infrastrukturanlagen zugelassen.
2 Kleinbauten dürfen - Vordächer nicht angerechnet - höchstens eine Grundfläche von 200 m2 aufweisen und insgesamt nicht mehr als 10 % des Anteils der Grundstücksfläche erfassen, welche der Bauzone K zugewiesen ist.
3 In Zonen für öffentliche Nutzungen mit der Zweckbestimmung "Sportanlagen (10)" und "Familiengärten (13)" dürfen Einzelgebäude eine Grundfläche von mehr als 200 m2 aufweisen, solange die Gebäude insgesamt nicht mehr als 10 % des der Bauzone K zugewiesenen Anteils der Grundstücksfläche erfassen.
1 In Mischzonen dürfen Kleinbauten - Vordächer nicht angerechnet - nicht mehr als 20 % des Anteils der Grundstücksfläche, welche der Bauzone K zugewiesen ist, belegen. Im übrigen unterstehen Kleinbauten den Bestimmungen für unbewohnte An- und Nebenbauten [4].
2 Die für überlagernde Nutzungszonen geltenden Vorschriften bleiben vorbehalten [5].
1 Der grosse Grenzabstand wird rechtwinklig zur Fassade gemessen.
1 Vorspringende offene Bauteile dürfen höchstens 1.2 m in den kleinen und 2 m in den grossen Grenzabstand hineinragen. Dachvorsprünge dürfen allseitig höchstens 1.2 m in den jeweiligen Grenzabstand hineinragen.
2 Vordächer und Dachvorsprünge sind in ihrer Länge nicht beschränkt. Andere offene Bauteile (insbesondere Balkone) dürfen zusammen höchstens die Hälfte der jeweiligen Fassadenlänge erfassen. Vorbehalten bleibt die denkmalpflegerisch begründete Erstellung längerer Balkone.
3 Geschlossene Bauteile dürfen auf maximal 20 % der jeweiligen Fassadenlänge in den Grenzabstand hineinragen. Das Mass des Vorsprunges beträgt höchstens 1.2 m im kleinen und höchstens 2.0 m im grossen Grenzabstand. In jedem Fall ist jedoch ein Abstand von mindestens 3.0 m zur Nachbargrenze einzuhalten. Die Länge einzelner vorspringender Bauteile beträgt maximal 3.0 m. Beschränken sich die vorspringenden Gebäudeteile ausschliesslich auf das Erdgeschoss und die Längsseiten der Gebäude, können sie sich auf die ganze Fassadenlänge erstrecken.
4 Offene und geschlossene Bauteile dürfen zusammen höchstens die Hälfte der jeweiligen Fassadenlänge erfassen.
5 In der geschlossenen und annähernd geschlossenen Bauweise sind vorspringende Bauteile vorbehältlich nachbarlicher Zustimmung seitlich um 1.5 m von der Grenze abzusetzen.
6 Die Regeln für vorspringende Bauteile im Grenzabstand gelten sinngemäss auch für die Hofbauweise.
Vorspringende Bauteile und Dachvorsprünge im Strassenabstand oder im Strassenraum werden unter Vorbehalt der nachfolgenden Abweichungen nach den Vorschriften des kantonalen Rechts [8] beurteilt.
a. Bauteile dürfen bis 1.2 m in den Strassenabstand oder in den Strassenraum hineinragen. In Geschäftszentren kann für Vordächer das Mass der Ausladung angemessen erhöht werden.
b. Die Länge geschlossener vorspringender Bauteile ist auf einen Drittel der entsprechenden Fassadenlänge beschränkt.
c. In der geschlossenen und annähernd geschlossenen Bauweise sind vorspringende Bauteile vorbehältlich nachbarlicher Zustimmung seitlich um 1.5 m von der Grenze abzusetzen.
d. Das Lichtmass, vorspringenden Bauteile über Fussgängerflächen im öffentlichen Verkehrsraum beträgt mindestens 3.2 m.
e. Kleine Vorsprünge, wie Schaukästen, Tür- und Fenstereinfassungen, Entwässerungsrohre und dergleichen dürfen maximal 15 cm in den öffentlichen Strassenraum hineinragen.
In den Grenzabstand für Gebäudeteile mit einer Höhe bis zu 10.0 m [9] dürfen nur offene oder technische Bauteile bis höchstens 1.5 m hineinragen. In den für höhere Gebäudeteile vergrösserten Grenzabstand dürfen vorspringende offene und geschlossene Bauteile auf eine Länge von 30% der jeweiligen Fassadenlänge hineinragen. Diese dürfen jedoch im Einzelfall eine Länge von 15.0 m nicht überschreiten. Technische und konstruktive Bauteile (Kranbahnen, Tragelemente, Belüftungsanlagen, etc.) dürfen in den vergrösserten Grenzabstand hineinragen, sofern sie keinen für Nachbarn nachteiligen Schattenwurf bewirken.
Gegenüber altrechtlichen Bauten verringert sich der Gebäudeabstand um das Mass des allenfalls fehlenden Grenzabstandes.
1 Der zwischen Nachbarn vereinbarte Näherbau ist im Rahmen der höchstzulässigen Gebäudedimensionen gestattet, sofern keine gesundheits- oder feuerpolizeilichen Gründe entgegenstehen.
2 Die für die Brandverhütung und die Brandbekämpfung erforderlichen Abstände sind offen zu halten. Die Anforderungen werden im Einzelfall durch die feuerpolizeilichen Organe festgelegt.
3 Der Näherbau ist nur erlaubt, sofern die betroffenen Fassaden keine für die ausreichende Belichtung und Belüftung notwendige Befensterung [10] aufweisen.
Gegenüber altrechtlichen Bauten mit zulässigem Grenzanbau ist ein Gebäudeabstand von 6 m einzuhalten, wenn die bestehende Fassade eine für die ausreichende Belichtung und Belüftung [11] notwendige Befensterung aufweist.
1 Bei Gebäuden mit unregelmässigen Grundrissen ist die Gesamtlänge am flächenmässig kleinsten umschriebenen Rechteck zu messen.
2 Die Gebäudetiefe ist für die einzelnen Gebäudeteile je gesondert zu messen.
3 Auch ausserhalb von Grenzabständen werden vorspringende Gebäudeteile nicht an die Gebäudelängen und Gebäudetiefen angerechnet, soweit sie die für vorspringende Gebäudeteile innerhalb des Grenzabstandes zulässigen Ausmasse nicht überschreiten.
1 Bei in der Höhe gestaffelten Bauten ist die Gebäudehöhe für die einzelnen Gebäudeteile gesondert zu messen.
2 Bei im Grundriss gestaffelten Bauten werden die einzelnen Fassadenabschnitte gesondert gemessen, wenn ihre Länge mehr als 2.0 m beträgt.
3 Abgrabungen des gewachsenen Bodens bis zu einem Drittel der jeweiligen Gebäudeseite sowie Garageneinfahrten werden bei der Ermittlung der Gebäudehöhe nicht angerechnet. Zusammen mit der Garageeinfahrt dürfen die Abgrabungen aber höchstens die halbe Gebäudeseite erfassen. Bei geschlossener Bauweise sind hofseitig Abgrabungen auf der gesamten Gebäudeseite zulässig.
4 Geländer werden bei Flachdächern wie Brüstungen gerechnet [12].
1 Zwischengeschosse gelten als Vollgeschosse, wenn ihre Fläche (Abmessungen), einschliesslich ihrer Erschliessungselemente, mehr als die Hälfte der durchschnittlichen Fläche der Vollgeschosse des Gebäudes ausmacht. Pro Gebäude ist maximal 1 Zwischengeschoss erlaubt.
2 Im Dachraum sind Galeriegeschosse zulässig, wenn sie unmittelbar von aussen genügend Licht und Luft erhalten [13]. Die horizontale Galerieöffnung hat deshalb - gemessen auf der Galerieebene - mindestens der Bodenfläche der Galerie zu entsprechen. Raumteile mit einer lichten Höhe von weniger als 1.5 m werden für die Ermittlung der Bodenfläche der Galerie nicht angerechnet.
1 Besondere Dachformen [14] (Mansardendächer, Tonnendächer, etc.) dürfen eine Dachneigung von höchstens 350 % aufweisen, sofern der höchste Punkt des Daches die für ein geneigtes Dach mit einer Dachneigung von 125 % massgebende Gebäudehöhe um höchstens 3.5 m überragt.
2 Bei Pultdächern darf die Fassade auf einer Gebäudeseite in ihrer Flucht um höchstens 2.0 m die für ein geneigtes Dach mit einer Dachneigung von 125 % massgebende Gebäudehöhe überragen.
1 Attikageschosse sind allseitig um mindestens 1.5 m von der Fassadenflucht des obersten Normalgeschosses zurückzusetzen. Soweit die Attika um mindestens 2.5 m von der Fassade abgesetzt wird, darf sie einschliesslich Windschutzmauern, Trennwänden und dergleichen auf denselben Seiten in jeweils gleichen Teilen auf die Aussenfassade des Normalgeschosses gestellt werden. Mehr als 0.5 m über die Fassaden der Attika hinausragende Vordächer und andere feste Überdachungen werden der Attika zugerechnet.
2 Bei einer sich wenigstens über das Baugrundstück und die betroffene Nachbarparzelle erstreckenden Hangsituation von mindestens 10 %, darf die Attika bergseitig auf die Fassade gestellt werden.
3 Über der Attika dürfen nur technische Aufbauten, Treppenaufgänge, mindestens auf zwei Seiten offene Pergolen oder Gartenhallen erstellt werden. Insgesamt dürfen diese nicht mehr als 30 %, andere als technische Aufbauten nicht mehr als 15 % der Attikafläche belegen. Bauten und Bauteile über der Attika dürfen das für zulässige geneigte Dächer, einschliesslich erlaubter Dachaufbauten, geltende Gabarit nicht überragen.
1 Dachaufbauten, Dachflächenfenster und Dacheinschnitte dürfen in den Bauzonen 1 und 2 zwei Drittel und in den Bauzonen 3, 4, 5 und 6 die Hälfte der jeweiligen Fassadenlänge pro Geschossniveau nicht überschreiten.
2 Bei geschlossener Bauweise dürfen Dachaufbauten, Dachflächenfenster und Dacheinschnitte ohne schriftliche Zustimmung des Nachbarn nicht näher als 1.5 m an die Grundstücksgrenze heranreichen.
Anlagen zur Gewinnung oder zur passiven Benutzung erneuerbarer Energie sind auf der ganzen Fassadenlänge zugelassen.
Für die Beurteilung der Gesamtwirkung von Bauten und Anlagen sind insbesondere
- die Gebäudestellung sowie die Orientierung der Fassaden,
- die Gebäudeformen und ihre Gliederung,
- die Materialwahl und ihre Farbgebung sowie
- die Gestaltung der Aussenräume zu berücksichtigen.
Aussenräume sind anhand der Terraingestaltung (Modellierung, Übergangsbereich zu den Fassaden und den benachbarten Grundstücken, Anordnung von Mauern, Wegen und Zufahrten, etc.) und der Oberflächengestaltung (Bepflanzung, Materialwahl, Anordnung der Abstellplätze für Fahrzeuge, etc.) zu beurteilen.
Die gute Gesamtwirkung von Bauten und Anlagen ist aufgrund der Bedeutung des Standorts zu beurteilen. Der Gesamtrichtplan Biel ist dabei wegleitend beizuziehen.
1 Die Einteilung der Siedlungseinheiten und die massgebenden Bezugsperimeter sind im Anhang festgelegt.
2 In den Siedlungseinheiten 1 gilt der jeweilige Gesamtperimeter und in den Siedlungseinheiten 2 der jeweilige Teilperimeter als Bezugsperimeter.
1 Bauvorhaben in Perimetern von Siedlungseinheiten sind aufeinander abzustimmen, wenn sie die im Anhang für die einzelnen Gebiete als massgebend erklärten städtebaulichen oder architektonischen Beurteilungskriterien berühren.
2 Für die einzelnen aufeinander abzustimmenden baulichen Veränderungen ist im ersten Baubewilligungsverfahren eine für den Bezugsperimeter massgebende Typologie durch den Gemeinderat festzulegen. Die betroffenen Grundeigentümer sind dazu anzuhören. Sie sind auch berechtigt, selbstständig die massgebende Typologie zu definieren und diese durch geeignete privatrechtliche Vereinbarungen für den gesamten Bezugsperimeter als verbindlich zu erklären.
Als schützenswerte Gebäudeelemente gelten innerhalb des Perimeters für besondere Gestaltungsvorschriften Altstadt insbesondere:
- bestehende Gebäudefluchten,
- innere Laubenfluchten und Lauben mit ihren vorhandenen Niveauverhältnissen,
- Dachformen und Dachvorsprünge und - mit geringfügigen Abweichungen - Trauf- und Firsthöhen,
- die gassenseitigen Fassaden und die historisch wertvollen Rückfassaden,
- Treppentürme und das Brandmauersystem,
- das Niveau der Geschosse,
- besonders wertvolle Innenräume sowie
- die Reste der Stadtbefestigung.
1 Baugesuche für Neu- oder Umbauten haben auch die Auswirkungen auf betroffene Nachbargebäude aufzuzeigen.
2 Baugesuche für Fassadenänderungen haben auch die Nachbarfassaden zu erfassen. Fassadenrenovationen sind in jedem Falle bewilligungspflichtig.
3 Baugesuche für Änderungen an Dächern, Giebelfassaden und für bestehende Dachaufbauten sowie für neue Dachaufbauten haben mindestens die Aufnahme der beiden obersten Stockwerke mitzuerfassen.
1 Die gassenseitigen Fassaden und ihre architektonische Gestaltung sind detail- und profilgetreu zu erhalten.
2 Es sind getönte Kalkverputze zu verwenden, deren Farbe im Einvernehmen mit der Baubewilligungsbehörde festzulegen ist. Kunstputze und Fassadenverkleidungen sind untersagt.
3 Für Fenster- und Türeinfassungen sind für das Objekt geeignete in der Altstadt verwendete Natursteinarten zu gebrauchen.
4 Es sind ausschliesslich Fenster in Holz sowie mit Doppelverglasung und Sprossenteilung zu verwenden. Wo Fensterläden zur Fassadenstruktur gehören, sind sie zu erhalten. Schaufenster sind unauffällig zu gestalten. Sie haben sich - unter Belassung genügender Mauerflächen - der Struktur der Gesamtfassade anzupassen.
5 Neue Balkone, Markisen und dergleichen sind gassenseitig nicht zulässig.
6 Bauhistorisch wertvolle Elemente der Rückfassaden sind zu belassen.
Zur Verbesserung der Wohnverhältnisse, im Interesse eines Gewerbebetriebes oder in anderen begründeten Fällen können Brandmauerdurchbrüche bis zur normalen Türgrösse bewilligt werden.
1 Dachaufbauten, Dachterrassen, liegende Dachfenster und Glasziegel dürfen das Altstadtbild nicht beeinträchtigen.
2 Die Eindeckung der Dächer, Dachaufbauten und Kaminhüte hat mit alten Biberschwanzziegeln zu erfolgen. Die unregelmässige Mischung alter und nicht engobierter neuer (roter) Biberschwanzziegel ist zulässig.
1 Aussenreklamen sind möglichst unauffällig zu gestalten. Hausaufschriften sind auf das Notwendigste zu beschränken und unaufdringlich zu halten. Werbung für nicht im Gebäude angesiedelte Betriebe ist nicht gestattet.
2 Die in ein besonderes Verzeichnis aufgenommenen schmiedeisernen Aushängeschilder sind schützenswert und zu erhalten. Das Verzeichnis kann durch den Gemeinderat ergänzt werden.
Die städtische Stelle für Altstadt- und Denkmalpflege steht für Beratungen bei Neu- und Umbauten, Renovationen oder andern Anfragen zur Verfügung.
1 Innerhalb des Perimeters der Gestaltungsvorschriften Bahnhofquartier haben die Erdgeschosse eine einheitliche Höhe von 4.5 m (Bauzone 6), bzw. 4.2 m (übrige Bauzonen) und die Obergeschosse eine einheitliche Höhe von 3.1 m aufzuweisen.
2 Die Höhe der Erdgeschossfussböden wird im Baugesuchsverfahren jeweils von der Baubewilligungsbehörde festgelegt.
1 Das vorgeschriebene Attikageschoss muss im Bahnhofquartier strassenseitig um 1.50 m von der Fassadenflucht des darunter liegenden Normalgeschosses zurückgesetzt werden. Rückseitig kann es auf die Aussenfassade gestellt werden.
2 Die Höhe des Attikageschosses muss - gemessen ab oberkant Decke über dem letzten Vollgeschoss - 2.80 m betragen.
3 Über dem Attikageschoss sind Aufbauten mit einer Höhe von höchstens 2.60 m, gemessen von oberkant Decke über Attika bis zum höchsten Punkt der Aufbaute, erlaubt. Sie sind um mindestens 5.00 m von der strassenseitigen Fassade des Attikageschosses zurückzusetzen. Vorspringende offene oder geschlossene Bauteile, hof- und strassenseitig, sind ausgeschlossen. Über dem Dach sind keine weiteren technischen Aufbauten oder Installationen zulässig. [15]
4 Über dem Dachrand des obersten Geschosses und des Attikageschosses ist ein quartierübliches Metallgeländer anzubringen. Das Geländer über dem Attikageschoss ist um 1.50 m von der Dachkante zurückuzusetzen. Durchgehende Pflanztröge und dergleichen sind nicht zulässig. [16]
1 Die Fassadengestaltungen sind mit quartierüblichen Materialien und Farben auszuführen. Im Erdgeschoss sind Natur- oder Kunststein, Stahl, Glas oder Beton zu verwenden.
2 Die Strassenfassaden sind horizontal mit den quartierüblichen Elementen (Fensterbänder, Fenstersimse) zu gliedern. Die Fenstereinteilung hat ein Achsmass von 3.8 m bis 4.2 m aufzuweisen.
1 Die Unterkante des Vordaches entlang der Bahnhofstrasse und den nördlichen Bahnhofplatzseiten muss 4.5 m über dem Erdgeschossfussboden liegen. Die Ausladung beträgt 4.0 m.
2 Das Vordach ist aus Beton und Glas zu konstruieren.
Schriften und Reklamen müssen sich in die architektonische Gesamtwirkung der Gebäude einordnen.
Biel, 2. Oktober 1998

Der Stadtpräsident:

Der Vize-Stadtschreiber:

Hans Stöckli

Pio Pagani
Vom Amt für Gemeinden und Raumordnung genehmigt am 30. Juli 1999.
(Die Anhänge können im PDF-Version eingesehen werden)

SGR 721.1

SGR 101.1

Art. 21 Abs. 3 des Baureglements der Stadt Biel vom 7.6.1998 (SGR 721.1)

Art. 21 Abs. 3 des Baureglements der Stadt Biel vom 7.6.1998 (SGR 721.1)

Art. 11, 12, 14 und 17 des Baureglements der Stadt Biel vom 7.6.1998 (SGR 721.1)

Art. 21 Abs. 1 und 2 des Baureglements der Stadt Biel vom 7.6.1998 (SGR 721.1)

Art. 21 Abs. 4 des Baureglements der Stadt Biel vom 7.6.1998 (SGR 721.1)

Art. 65 und 68 des Gesetzes vom 2.2.1964 über den Bau und Unterhalt der Strassen (SBG; BSG 732.11)

Art. 18 Abs. 2 des Baureglements der Stadt Biel vom 7.6.1998 (SGR 721.1)

Art. 64 der Bauverordnung vom 6.3.1985 (BauV; BSG 721.1)

Art. 64 der Bauverordnung vom 6.3.1985 (BauV; BSG 721.1)

vgl. Art. 23 Abs. 1 des Baureglements der Stadt Biel vom 7.6.1998 (SGR 721.1)

vgl. Art. 64 der Bauverordnung vom 6.3.1985 (BauV; BSG 721.1)

vgl. Art. 24 Abs. 3 des Baureglements der Stadt Biel vom 7.6.1998 (SGR 721.1)

Gemäss Gemeinderatsbeschluss vom 5. März 2004 und Genehmigung vom Amt für Gemeinden und Raumordnung vom 29.03.2004

Gemäss Gemeinderatsbeschluss vom 5. März 2004 und Genehmigung vom Amt für Gemeinden und Raumordnung vom 29.03.2004