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Literaturtelefon ist ein komplexes Kunstwerk. Auf den ersten Blick erinnert es an eine Werkstatt. Aber es eher ein Spielzeug oder ein Theaterstück. Mit geschlossenen Augen betrachtet, ist es ein Call-Center bei dem Literatur vorgelesen wird. Jedoch, wer sind die Vorlesenden? Was ist Literatur? Was ist Kunst? Wie teuer ist eigentlich Kultur? Wie entsteht schreibtechnisch ein Lied? Was ist ein Palindrom? Was hat Kunst mit Genforschung zu tun? Was ist ein Off-space? Was läuft heute in der Stadt? Ist wirklich alles, was ein Künstler zur Kunst erklärt auch tatsächlich Kunst? Wieso ist so eine Idee niemandem aus dem Schreibinstitut in den Sinn gekommen? Wer geht heute für alle einkaufen?
Milenko Lazic (*1979 in Sozialistischer Föderativer Republik Jugoslawien. Seit 1998 schweizerischer Staatsbürger, seit 2006 zusätzlich bosnischer Staatsbürger und bald auch noch kroatischer Staatsbürger. Man kann nicht zu viel Pässe haben!!!)
studierte anfänglich Indologie, Islamwissenschaften und slawische Literatur- und Sprachwissenschaft an der Universität Zürich, um später an der ZHdK mit Master of Fine Arts anzuschliessen.
Als Zahnjähriger nahm er an verschiedenen Wettbewerben in Mathematik in damaligen Jugoslawien teil. Seit früher Kindheit spielt er verschiedene Musikinstrumente. Ud, Taschenrechner, Akkordeon, Keyboards, Gitarren, Pianos, Fensterscheiben, Trompeten, altes Geschir, Stimme, …
Während des Bachelors an der ZHdK war er Teil der Performancegruppe “Alptraum Theater”, wo er bei verschiedenen musikalischen und performativen Produktionen mitarbeitete.
2013 gründet er, aus der Unmöglichkeit für einen Kunststudiernden heraus irgendwas zu publizieren, Amsel Verlag Zürich. Amsel Verlag hat bis jetzt etwa 30 Publikationen verschiedener Formate herausgegeben. Im gleichen Jahr gründet er Fondacija Ambar, eine Stiftung in Bosnien und Herzegowina, die Kunststudierenden und Künstler unterstützt. Im November 2015 gründet Milenko Lazic aus einem Witz heraus das Literaturtelefon, eine Non-Profit Hot-Line für Literatur.
Zur Zeit arbeite er als Unterrichtsassistent im Bachelor of Fine Arts an der Zhdk mit Schwerpunkt in Performance, Sprache und Installation.
In Performance sieht er die Möglichkeit alle Disziplinen, Musikinstrumente und Sprachen, die er spricht, zu vereinen.
Sprachen: alle