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Wie verständigen sich die Elefanten untereinander?
Da Elefanten keine Einzelgänger sind, sondern in einem Herdenverband leben, brauchen sie verschiedene Möglichkeiten um sich untereinander zu verständigen. Zu diesen Kommunikationsmitteln gehören der Rüssel, die Ohren, der Schwanz, die Körperausstrahlung und natürlich auch die Stimme. Die Augen und der Sehsinn der Elefanten ist, im Verhältnis zum Geruchs- und Tastsinn, jedoch eher schlecht.
Was bedeutet die Rüsselstellung?
Die Haltung des Rüssels kann abwehrend und bedrohlich sein.
Mit dem Rüssel können sich die Elefanten aber auch betasten und beriechen. So merken sie wo der andere Elefant eben war, was er isst und wie er sich fühlt.
Wie riechen Elefanten?
Mit dem Geruchssinn stellt ein Elefantenbulle zum Beispiel fest, ob eine Elefantenkuh östrisch ist. Da Elefanten, wie Reptilien, ein aktives Jacobsonsches Organ (Organum vomeronasale) besitzen, sind sie in der Lage kleine Konzentrationen von Duftstoffen in der Luft wahrzunehmen und zu analysieren.
Wieso flattern Elefanten mit den Ohren?
Das Flattern mit den Ohren kann Erregung und Freude ausdrucken. Das Schlagen der Ohren auf die Haut ist wiederum zu hören. Dieser Ton lässt die anderen Elefanten aufhorchen und sie nehmen mit ihm Kontakt auf.
Bei heissem Wetter benutzen die Elefanten ihre Ohren aber vor allem zur Kühlung.
Was hat der Schwanz mit der Kommunikation zu tun?
Der Schwanz dient vielfach als ein nach rückwärts gerichtetes Tastinstrument. Die Elefanten tasten damit die Umgebung ab, die sich ausserhalb der direkten Sichtweite befindet. So informieren sie sich über den Abstand zu den Gruppenmitgliedern und der direkten Umgebung.
Elefanten können auch mit den Füssen hören
Trotz ihrer großen Ohren nutzen Afrikanische Elefanten noch ein weiteres „Hörorgan“: ihre Füße. Wie US-Forscher im britischen Wissenschaftsmagazin „New Scientist“ berichten, können sie damit Alarmsignale anderer Herden auffangen. Elefanten sind dafür bekannt, dass sie über Kilometer kommunizieren können, indem sie niederfrequente Töne erzeugen. Die Forscher von der kalifornischen Stanford-Universität vermuten, dass die Töne sich über den Boden verbreiten und durch die empfindlichen Füße der Tiere aufgefangen werden können.
Wie wichtig ist die Stimme und das Gehör?
Zusammen mit der Stimme und dem Gehör können Elefanten über grosse Distanzen miteinander kommunizieren.
Bekannte Artgenossen begrüssen sich mit leisem Grollen oder Schnurren, das an einen laufenden Dieselmotor erinnert. Kälber brüllen laut nach ihren Müttern wenn sie sich verloren fühlen. Ängstliche, angreifende und angegriffene Elefanten trompeten.
Was ist Infraschall?
Bekannt ist auch, dass sich die Elefanten mit Infraschall über weite Entfernungen unterhalten. Diese Töne der Niederfrequenzen kann der Mensch nicht mehr hören.
Menschliche Ohren nehmen Töne wahr, die in einem Bereich von 20 – 20000 Hertz liegen. Elefanten können aber auch Töne von sich geben, die in einem Bereich von 14 – 24 Hertz liegen. Dies mit einer Lautstärke zwischen 85 und 90 Dezibel. Bedeutend lauter, als der Lärmpegel von etwa 65 Dezibel, der ein menschliches Gespräch erzeugt.
Mit derartig energiereichen Tonwellen können Elefanten miteinander bis zu einer Distanz von einigen Kilometern kommunizieren.
Ist der Infraschall wichtig?
Forscher der University of Sussex in Brighton und das Amboseli Elephant Research Project haben nun aber herausgefunden, dass dies den Elefanten jedoch nicht so wichtig zu sein scheint.
Ihre Kontaktrufe zu Verwandten oder befreundeten Herden über grössere Entfernungen enthalten die wichtigsten Informationen im auch für uns hörbaren Bereich. Elefanten können demnach bis zu 100 Individuen an ihrer Stimme erkennen.
Die Reichweite der relevanten Informationen in einem solchen sozialen Ruf beträgt jedoch lediglich maximal 2,5 km. Die bisherige Vermutung war, dass die Elefanten über Distanzen bis zu 10 Kilometer Informationen austauschen würden.
Die Biologen hatten 1700 Elefanten im kenyanischen Amboseli Nationalpark über Jahre hinweg beobachtet und die Stimmen der Tiere aufgezeichnet. Bei Playback Versuchen reagierten die Elefanten auf die Aufnahmen von gut bekannten Kollegen, indem sie mit dem Rüssel in der Luft schnüffelten, Antwort gaben und auf die Lautsprecher zuliefen.
Die Forscher nehmen an, dass die Infraschall Frequenzen einfach auf Grund der Grösse der Tiere im Kehlkopf entsteht und nicht für die Kommunikation genutzt werde. Wichtiger für die „Ferngespräche“ sei der Rüssel, der die hörbaren Töne verstärken könne.
Wie hören sich die Elefantenstimmen an?
Da Elefanten eigentlich sehr ruhige Tiere sind, war es nicht einfach ihre Stimmen aufzunehmen. Auf ungewöhnliche Ereignisse reagieren Elefanten aber oft mit Brüllen und Quietschen. Das ist auch der Fall wenn der Bulle zur Elefantengruppe stösst.
Bei den Tonaufnahmen war das ungewöhnliche Ereignis aber nur ein „Rock and Roll“ Tanz des Elefantenpflegers mit der Schubkarre.
Verschiedene Elefantenstimmen:
Chhukha und Druk
Chhukha mit Vogelgezwitscher
Chhukha mit Ohrenflattern
Chhukha und Druk im Duett
Druk
Chhukha
Der Bulle Maxie kennt von seinem früheren Zirkusleben noch das Kommando „Speak“. Diesen Befehl führt er sehr gerne aus, da er nach der Ausführung sofort einen kleinen Leckerbissen in den geöffneten Mund bekommt.
Tonaufnahmen durch Beat Cadruvi: www.cadruvi.com