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Die Türkei ist ein altes Land und eine junge Republik. 1998 hat die Türkei den 75. Jahrestag der Gründung der Republik gefeiert. Im Jahr 1999 feierte aber die Türkei den 700. Jahrestag der Gründung des Osmanischen Reiches.
Die Geschichte des Anatoliens ist beeindruckend und reicht weit zurück. Einige der ältesten Siedlungen der Menschheit wurden schon 10 000 v. Chr. errichtet. Zu den best erhaltenen stadtähnlichen Siedlungen zählt Catalhüyük (6500 v. Chr.). Später blühten und verschwanden die Reiche (5000 v. Chr.) der Hethiter, Sumerer und Assyrer, Urartäer. Diese einheimische Zivilisationen wurden von Invasoren aus anderen Länder wie Phrygier, Lyder und Perser abgelöst und es wurden viele kleine, aber wichtige anatolische Städte gegündet. Cyrus, Darius, Alexander der Grosse usw. haben ihre Spuren hinterlassen. Die Stadt Troja, in der Nähe von Canakkale, war die Szene des Trojanischen Krieges um (1250 v. Chr.). Das römische Reich nahm Anatolien im letzten Jahrhundert v. Chr. ein und nannte es Kleinasien. Die römische Provinzhauptstadt Ephesus war eine der grössten und schönsten Städte jener Zeit, wo der hl. Paulus predigte und wo Jungfrau Maria starb. 330 n.Chr. gründete Konstantin der Grosse die östliche Hauptstadt des römischen Reiches in Byzans und nannte sie Konstantinopel (heutige Istanbul). Anatolien wurde von 1071 bis 1157 n.Chr. unter seltschukischen und bis 1231 n.Chr. unter Mogolischen Herrschaft gelebt. 1299 n.Chr. wurde das osmanische Reich gegründet und dauerte bis 1922.
Die moderne Türkische Republik wurde 29.Oktober 1923 ausgerufen, um das Land in eine Demokratie im modernen Sinne zu verwandeln. Mustafa Kemal Atatürk, der die nationale Unabhängigkeit nach dem ersten Weltkrieg so erfolgreich einführte, wurde einstimmig zum ersten Präsidenten der jungen Republik gewählt. Danach folgten die Reformen. Sowurde 1924 das Kalifat abgeschafft, das Rechtsystem und das Schulsystem modernisiert. 1926 wurde das Türkische Zivilrecht akzeptiert (Atatürk übernahm das Schweizer Zivilgesetzbuch und passte es an die türkischen Gegebenheiten an). 1928 wurde das neue türkische Alphabet, in lateinischen Buchstaben, akzeptiert.1934 erhielten die türkischen Frauen aktives und passives Wahlrecht.
Die folgenden heiligen Plätze sind zu Pilgerstätten bestimmt worden:
Der zweite Wallfahrtsort der Christen, Heimat der Jungfrau Maria und des hl. Johannes. 431 n.Chr. fand hier das zweite Ökumenische Konzil in der Kirche der Jungfrau Maria statt. Diese Kirche ist einer der Sieben Gemeinden der Apokalypse. Hier befindet sich auch eina Basilika, in der der hl. Johannes begraben wurde. In der Nähe liegt der Berg Bülbül, auf dem sich das Haus der Jungfrau Maria befindet.
Hier haben die ersten Christen Zuflucht vor Römer gefunden. Höhlenkirchen und deren Malereien mit religiösen Motiven, 8 stöckigen unterirdischen Zufluchtsstädten sind sehenswert.
Museum des hl. Nicolaus: Der hl. Nicolaus wurde in Patara gebohren. Im 4. Jhr. diente er als Erzbischof in dieser Kirche Er starb in der antiken Stadt Myra.
PAMUKKALE-HIERAPOLIS
Das Martyrium des hl. Phillippus: Pamukkale ist ein von der Natur geschaffenes weisses Märchenland. Es ist auch der Ort, an dem der hl. Phillippus sein Martyrium erlitt. Hier liegen die Überreste einer achteckigen Basilika aus dem 5. Jhr.
Die Kathedrale der hl. Sophie war der Sitz des Ersten Ökumenischen Konzils 325. n.Chr.
Die alte Synagoge aus dem 3. Jhr. v. Chr. ist der bedeutendste Fund bei den Ausgrabungen in Sardis. Sie ist eine der ältesten Synagogen in Anatolien.
Die Grotte des hl. Petrus: Diese Grotte ist der Ort, an dem die Anhänger Christi zum erstenmal die Bezeichnung "Christen" annahmen (Apost. 11/26). Der hl. Paulus ist von hier zu seiner ersten Missionenreise aufgebrochen.
Basilika des hl. Paulus: hl. Paulus hielt seine ersten Predigten in einer Synagoge (Apost. 13, 13-16) , auf deren Reste heute die Basilika steht.