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1820 kaufte Stamford Raffels, ein Engländer, für 5’000 spanische Pesos die unfruchtbare Insel Sing(Leu)-pare (Land) dem König von Malaysia ab. Da es kein Wasser gab verhandelte er sich zudem das Recht Wasserbezug vom Festland für 0.1 Cent/Gallon für 200 Jahre. Erst kürzlich wurde es auf einen Dollar angepasst. Dank Erfahrung in industrieller Wasseraufbereitung verkaufen die Singapurer Wasser für 2 Dollar retour! Aber für die Malaien ist es auch ein Segen. Praktisch alles zum Leben und Wohnen können Sie dank den grossen zwei Brücken über die Grenze liefern.
Als englische Kronkolonie (Ausnahme im 2. Weltkrieg Japanisch) war es wichtiger Handelsplatz zwischen China, Indien und Europa. Nach Selbstständigkeit von Malaysia gab es grosse Unruhen zwischen Chinesen, Malaien, Indern, etc. und deren Religionen. Schweren Herzens wurde Singapur 1964 entkoppelt und als Multikultureller Staat neu gegründet.
Die Stadt/ Insel ist sehr dynamisch unterwegs. Noch im 2019 waren es 5.5 Mio. Einwohner und inzwischen ist eine weitere Million dazugekommen. Man sieht überall Baustellen und laufend wird Land dem Meer mit Auffüllungen entnommen. Bereits über 60 % sind Chinesen, daneben gibt es ein Vielvölkergemisch mit Malaien, Indern, Arabern etc. Ebenso findet man nah beieinander alle Tempel und Kirchen.
Der erste Premierminister Lee Kuan Yew ab 1970 sah die Entwicklungsmöglichkeiten und seit daher ist die Stadt fast „explodiert“. Sein Sohn macht es im gleichen Stil weiter. Streng kontrolliert und bestimmt entwickelt (Finanzviertel, Marina Bay), doch dank gewissen Freiheiten finden wir Chinesische, Arabische, Indische Viertel. Die Gegensätze könnten nicht grösser sein. Hinter kleinen ursprünglich Hafenhäusern ragen riesige Wolkenkratzer in den Himmel.
Wir staunen über die riesigen Einkaufscenter mit allen noblen Weltmarken und die Entwicklung mit der Marina Bay und .. Aber auch für Schweizer wird es hier recht teuer. Alles ist möglich – zu welchem Preis???
Am andern Morgen schlenderten wir durch Pärke zum berühmten Hotel mit 2’000 Zimmern und dem verbindenden Pool und genossen eine herrliche Aussicht auf die dicht besiedelte Stadt und die vielen Schiffe. Dass sie uns hier nicht verschiffen wollten, können wir jetzt besser nachvollziehen. Trotzdem wird unser Fahrzeug auch durch diese Strasse von Singapur geschifft werden..
Danach besuchten wir den botanischen Garten (weisse Muscheln oben). Welche grosszügige, kreative Pracht an Vielfalt.
Ja, Singapur kann jeden beeindrucken. Diese Dynamik, Kraft und Ordnung wirkt magnetisch. Aber Leben hier – schön dürfen wir weiter.