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Mit dem Film «Ghostbusters» wurde er berühmt. Das war die «glücklichste, kreative Erfahrung meines Lebens», sagte er mal in einem Interview über den Film. 38 Jahre nach seinem grössten Erfolg ist Ivan Reitman gestorben, wie seine Familie nun bekannt gegeben hat.
1984 flimmerte der Streifen mit Stars wie Bill Murray und Sigourney Weaver über die Leinwände. Der schräge Spezialeffekte-Spass um eine Gruppe Parapsychologen, die in New York Geister jagen, wurde zum Kulthit. Knapp 300 Millionen Dollar spielte die erfolgreichste Horror-Komödie aller Zeiten weltweit ein.
Seinen Startschuss als Produzent in Hollywood feierte er bereits in den Siebzigerjahren – mit der College-Satire «Ich glaub, mich tritt ein Pferd». Ivan Reitman, der Sohn jüdischer Eltern, der 1946 in der damaligen Tschechoslowakei geboren wurde, hatte in Kanada zunächst Musik studiert, dann aber seine Liebe zum Film entdeckt.
In Hollywood hatte er den richtigen Riecher für Comedy-Darsteller. In seinem ersten Regie-Projekt «Babyspeck und Fleischklösschen» holte er 1979 den damals noch unbekannten Bill Murray als Betreuer in einem Sommercamp vor die Kamera. Es folgte die gemeinsame Militärsatire «Ich glaub, mich knutscht ein Elch», bevor das Duo mit «Ghostbusters» abhob.
Reitman erkannte auch in Actionstar Arnold Schwarzenegger eine komische Ader. Viermal brachte er mit Arnie die Fans zum Lachen, etwa an der Seite von Danny De Vito in «Zwillinge» und als schwangerer Wissenschaftler in «Junior».
Als Regisseur spannte er Hollywoods grösste Stars für seine schrägen Komödien ein: Robert Redford für «Staatsanwälte küsst man nicht» (1986), Kevin Kline und Sigourney Weaver für die Politsatire «Dave» (1993), Harrison Ford und Anne Heche für die Survival-Komödie «Sechs Tage, sieben Nächte» (1998), Uma Thurman als rachsüchtige Superheldin in «Die Super-Ex» (2006) und Natalie Portman und Ashton Kutcher für den Sex-Klamauk «Freundschaft Plus» (2011).
Die einzige Oscar-Nominierung verdankt Reitman der Teamarbeit mit Sohn Jason. Das Vater-Sohn-Duo produzierte die Tragikomödie «Up in the Air», mit George Clooney als einsamer Vielflieger. 2010 wurden beide als Produzenten in der Sparte «Bester Film» nominiert, Jason hatte zudem als Regisseur und Drehbuchautor Oscar-Chancen. Zuvor machte er als Nachwuchsregisseur in Hollywood schon mit der Teenagerkomödie «Juno» (2007) Furore.
Nun ist Ivan Reitman gestorben. Der Regisseur hinterlässt seine Frau, die Schauspielerin Geneviève Robert, mit der er 46 Jahre verheiratet war. Aus der Ehe stammen neben Sohn Jason auch die beiden Töchter Catherine und Caroline, die gelegentlich vor der Filmkamera stehen.
(rix,t-online,dpa )
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