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Der Kappeler Landfrieden überlässt es den Gemeinden, welchen Glauben sie nach einem Mehrheitsbeschluss annehmen. Die Reformierten gehen als Sieger aus dem Konflikt hervor. Bestehen bleibt das Christliche Burgrecht der Reformierten (1527/28) zur gegenseitigen Hilfe bei einem Angriff aus Glaubensgründen. Aufgelöst wird dagegen die am 22. April 1529 geschlossene Christliche Vereinigung der fünf katholischen inneren Orte Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug mit Österreich.
Frieden in letzter Minute
Dem Ersten Kappeler Landfrieden ist ein heftiger Glaubensstreit vorausgegangen, bei dem die Fürstabtei St. Gallen sowie die Gemeinen Herrschaften im Thurgau im Fokus standen. Nachdem die vom Reformator Ulrich Zwingli (1484–1531) geführten Zürcher 1528 im Thurgau einen katholischen Feldwebel hingerichtet und die Schwyzer 1529 einen reformierten Pfarrer verbrannt haben, versuchen die Züricher und Berner den Amtsantritt eines Unterwaldener Landvogtes in den Freien Ämtern zu verhindern. Am 9. Juni erklärt Zürich den fünf katholischen Orten den Krieg. Es droht ein langwieriger Waffengang. Erst in letzter Minute verhindert der Glarner Landammann Hans Aebli († 1547/48) den offenen Krieg.
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