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Das Bundesamt für Statistik hat neue Zahlen zum Schweizer Arbeitsmarkt veröffentlicht. Die Zahlen zeigen deutlich, wie unterschiedlich die Löhne in Europa noch immer sind.
In der Schweiz verdient man in einem Monat mehr als in Rumänien, Serbien, Bulgarien und Ungarn in einem Jahr. Dies zeigen die neuesten Zahlen des Bundesamtes für Statistik. Doch nicht überall steht die Schweiz an der europäischen Spitze. Hier eine Übersicht über das Lohnniveau in Europa in vier Grafiken:
Bei der Tabelle des medianen Äquivalenzgesamtnettoeinkommens (ÄNE) ist die Schweiz führend. Das ÄNE rechnet das Einkommen jedes Haushaltes durch Anzahl Haushaltsmitglieder. Es zeigt also an, wie viel jeder Bürger im Schnitt abzüglich Steuern und obligatorischen Sozialversicherungen zu Verfügung hätte, wenn er alleine leben würde. Davon wird in der obigen Tabelle der Median angezeigt, die Hälfte der jeweiligen Bevölkerung verdient also mehr, die andere Hälfte weniger.
In der Schweiz sind das umgerechnet 44'253 Euro im Jahr, in Rumänien nur 2'233 Euro. Damit verdient man in der Schweiz im Monat, was man in Rumänien im Schnitt in eineinhalb Jahren verdient. Was in dieser Tabelle nicht berücksichtigt wird, sind die Lebenskosten, die ebenfalls von Land zu Land variieren. Dazu mehr in der dritten Grafik.
Wie in dieser Zeitreihe zu sehen ist, wurde die Tabelle bis 2015 von Norwegen angeführt. Die skandinavischen Länder bilden mit der Schweiz zusammen seit Jahren die Spitze der europäischen Lohntabelle.
Bis vor der Finanzkrise 2008 gehörte auch Island zur Spitzengruppe. Die Krise traf Island besonders hart, die drei grössten Geschäftsbanken brachen zusammen. Das Land kämpft bis heute noch mit den Folgen von 2008.
Auf der anderen Seite der Tabelle bei den EU-Neuzugängen Ungarn, Bulgarien und Rumänien hat sich in den vergangenen zehn Jahren kaum etwas verändert. Dieser Gruppe nähert sich seit der Staatsschuldenkrise von 2010 auch Griechenland. In den letzten Jahren konnte sich das ÄNE wieder etwas stabilisieren.
Rechnet man das ÄNE der europäischen Länder in den sogenannten Kaufkraftstandard (KKS) um, fällt die Schweiz hinter Norwegen und Luxemburg auf den dritten Platz zurück. Im KKS ist die effektive Kaufkraft der Länder abgebildet, also das, was man mit seinem Lohn alles kaufen kann.
Die hohen Löhne gleichen die hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz und in Norwegen aus. Auch mit Einbezug dieser Kosten verdient man in der Schweiz immer noch fast sechs Mal mehr als in Rumänien.
Der geografische Vergleich zeigt, dass der Lebensunterhalt besonders in Osteuropa schwer zu bestreiten ist. Die Löhne und Lebenshaltungskosten stehen in einem sehr viel schlechteren Verhältnis als zum Beispiel in Mitteleuropa.
Die Studienautoren sind selber erstaunt, wie viele Befragte über Suizidversuche berichten. Am höchsten sind die Zahlen bei Menschen mit geringer Bildung und bei Alleinstehenden.
Je höher die Bildung, desto seltener versuchen Menschen, sich das Leben zu nehmen. Das hat sich in einer Befragung von fast 20 000 in der Schweiz wohnenden Menschen deutlich gezeigt. In den zwölf Monaten vor der Befragung hatte im Schnitt jede tausendste Person mit einem Hochschul- oder Fachhochschulabschluss einen Suizidversuch gemacht. Bei denjenigen, die nur die obligatorische Schule abgeschlossen haben, waren es dreizehn von tausend.
Erstaunt sind die Autoren darob nicht. «Wenn wir …