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Festkleidung für Männer - der Smoking
Was muss bei einer Einladung zu einem abendlichen Fest beachtet werden? Grundsätzlich besteht die festliche Kleidung für einen Herren aus einer Anzugjacke, einer Weste und einer Hose. Dazu wird in der Regel ein Hemd und eine Fliege oder immer öfter auch eine Krawatte kombiniert.
Für einen besonderen Festakt wie eine Gala oder eine Zusammenkunft im gehobenen Geschäftsbereich ist oft noch immer ein Smoking erforderlich. In der entsprechenden Einladung ist dann allerdings bereits vermerkt, wenn ein Smoking getragen werden soll, dass ein Gesellschaftsanzug als Bekleidung für den Herren erwünscht ist. Der Smoking als Herrenmode ist eine britische Erfindung aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In dieser Zeit wechselten die Männer nach dem offiziellen Teil des Abends, so zum Beispiel nach dem Essen, ihre Jacke. Das taten sie, um sich mit ihren Geschlechtsgenossen zum Rauchen oder Karten spielen ins Raucherzimmer zu begeben. Die Frackjacke mit den schwanzartigen Stössen, die sie vorher getragen hatten, blieb somit vom Rauch verschont. Ein weiterer Grund des Raumwechsels bestand darin, dass die Damen damit nicht belästigt wurden. Insgesamt gilt, dass der Smoking in der Regel Schwarz oder manchmal auch Dunkelblau ist und erst ab 18 Uhr getragen werden sollte, da er ein klassischer Abendanzug ist.
Woran ist ein Smoking erkennbar und was sind seine typischen Merkmale?
Die Jacke besitzt keinen Rückenschlitz und ist vorne ein- oder zweireihig. Das Revers dieses festlichen Abend-Anzuges des Herren besitzt als Obermaterial dunkle Seide, Satin oder auch Rips. Der Kragen ist verlängert und reicht vom Nacken bis zu den Knöpfen, die das Sakko schließen. Diese sind entweder glänzend und aus Steinnuss oder können alternativ ebenfalls mit Seide überzogen sein. Die Taschen im Bereich der Hüfte besitzen keine Klappen, sondern wurden lediglich verstärkt eingefasst. Bei der Hose des Smokings sind die Aussennähte und die Hosentaschen durch einen Satinstreifen verdeckt. Dies trägt zu seiner Eleganz entscheidend bei. Der eigentliche Hosenbund ist verbreitert und die Knöpfe zum Schliessen sind innen angebracht, so dass sie äußerlich unsichtbar bleiben. Die Hosen werden mithilfe von Hosenträgern, wenn sie sonst hinunter rutschen würden, gehalten. Die gängigen Farben der Seiden-Hosenträger sind Schwarz oder Weiss. Die Weste besteht als Oberflächenmaterial ebenfalls aus Seide. Sie hat einen tiefen Ausschnitt wegen des Revers der Jacke. Sie sollte bei geschlossener Jacke verdeckt bleiben. An der Weste befinden sich 4 bis 6 Knöpfe. Auf Taschen wird weitgehend verzichtet.
Das passende Hemd weist meist die Farbe Weiss auf. Es wird entweder mit Zierknöpfen zugemacht oder besitzt eine verdeckte Knopfleiste. Viele Hemden sind mit einem Stehkragen ausgestattet. An den Ärmeln fehlen die Knöpfe. Stattdessen kommen hier Manschettenknöpfe zum Einsatz.
Zum Smoking sollte vorrangig eine Fliege getragen werden, die am besten selbst gebunden worden ist. Oft trägt der Herr zusätzlich ein weisses Einstecktuch, um für die Dame im Bedarfsfall ein Tuch zur Hand zu haben.
Als Schuhe kommen in erster Linie Lack-Slippers in Betracht, um den schicken Gesamteindruck des Herren in dessen Abendmode noch zu unterstreichen. Schwarze Kniestrümpfe sind obligatorisch, um das unbekleidete Bein zu verhindern.
Bildquelle: Petra Bork / pixelio.de