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Listenhunde sind Hunde, die in einzelnen Kantonen als potenziell gefährlich eingestuft wurden. Jeder Kanton verfügt über ein eigenes (Listen) Hundegesetz. In einigen Kantonen gibt es gar keine Auflagen, in anderen sind Listenhunde verboten und in wieder anderen braucht es eine Genehmigung, um einen Listenhund halten zu dürfen.
Die als potenziell gefährlich deklarierten Hunde variieren je nach Kanton. Jedoch sind die Rassen American Staffordshire Terrier, (American) Pit Bull Terrier, Bull Terrier und Staffordshire Bull Terrier auf allen Listen zu finden. Die Rasselisten wurden zum Schutz der Bevölkerung ausgearbeitet und erlassen. Ein gefährlicher Hund gehört jedoch nicht einer bestimmten Rasse an. Jeder Hund stellt Ansprüche an seinen Halter. Werden diese nicht oder nur teilweise erfüllt, kommt der Hund aus einer schlechten Zucht, wurde unzureichend sozialisiert, nicht ausgebildet, nicht artgerecht gehalten, sind dies «die besten» Voraussetzungen um einen unausgeglichenen und aggressiven Hund zu erhalten, unabhängig von der Rasse. Desweiteren kann ein Hund aggressiv gemacht werden, wenn er gezielt dazu ausgebildet wurde (z.B. Hundekampfarena).
Ob unabsichtlich zu einem aggressiven Hund «verzogen» oder absichtlich zu einem aggressiven Hund gemacht, das Problem ist nicht der Hund, sondern immer der Mensch. Die Massnahme, bestimmte Hunderassen zu verbieten kann nicht verhindern, dass es weiterhin gefährliche Hunde gibt.