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Schultersteife (Frozen shoulder)
Ursachen
Bei der primären (idiopathischen) Schultersteife sind keine auslösenden Ereignisse bekannt. Es bestehen jedoch bei verschiedenen Begleiterkrankungen, wie z.B. Diabetes mellitus oder Schilddrüsenüber-/-unterfunktion, erhöhte Wahrscheinlichkeiten, dass eine Schultersteife auftritt.
Die sekundäre Schultersteife kann mit einem traumatischen Ereignis (Unfall, Operation) in der Vorgeschichte in Verbindung gebracht werden.
Zur eigentlichen Steife führt eine entzündliche Veränderung der das Schultergelenk umgebenden Kapsel mit Verdickung und Schrumpfung des Kapselgewebes.
Symptome
Symptome: Die Symptome der Schultersteife kann man grob in drei Phasen unterteilen:
- Zu Beginn die entzündliche, schmerzhafte Phase mit Ruhe- und Nachtschmerzen. Die Beweglichkeit ist noch nicht stark eingeschränkt.
- Nach mehreren Wochen nehmen die Schmerzen
langsam ab, die Bewegungseinschränkung nimmt jedoch zu und ist bald das führende Symptom.
- Nach Monaten langsamer Rückgang der Bewegungseinschränkung
Therapie
Je nachdem in welcher Phase der Schultersteife sich der Patient befindet, der sich in der Sprechstunde vorstellt, variiert die Therapie. In den meisten Fällen ist eine konservative Therapie mit Physiotherapie zu Verbesserung der Beweglichkeit ausreichend und sinnvoll. Unterstützend, weil schmerzlindernd und entzündungshemmend können in der ersten Phase Injektionen in das Schulter- gelenk durchgeführt werden. Wichtig ist jedoch, darauf hinzuweisen, dass eine relativ langwierige Rehabilitation bis zur Wiedererlangung der vollen Beweglichkeit bevorsteht.
Bei Fortbestehen der Steife trotz Physiotherapie über einen längeren Zeitraum kann eine arthroskopische Kapseldurchtrennung durchgeführt werden. Die intraoperativ erreichte Beweglichkeit der Schulter muss postoperativ durch direkte physiotherapeutische Beübung erhalten und ausgebaut werden.