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Die Entwaldung ist weltweit gesehen für rund 17% des Treibhausgasausstosses verantwortlich. Allein in den Tropen werden jährlich 13 Millionen Hektar entwaldet. Bei ungebrochenem Trend rechnet die Eliasch-Review bis 2100 mit jährlichen Kosten von 1 Billion US Dollar. In den internationalen Klimaverhandlungen engagiert sich die Schweiz im Rahmen von REDD+ (Vermeidung des Treibhausgasausstosses aus Rodungen und Waldzerstörung; Reduction of Emissions from Deforestation and Forest Degradation) aktiv an der Suche nach Lösungen für diese Problematik.
In den Entwicklungsländern wird allein aufgrund der Entwaldung etwa gleich viel CO2 ausgestossen wie weltweit durch den Transportsektor inklusive Flugverkehr. Wird der Treibhausgasausstoss aufgrund der Entwaldung nicht vermindert, kann das Ziel einer Erwärmung um höchstens 2 Grad nicht erreicht werden. Dieses Ziel hat sich die Weltgemeinschaft 2009 an der Klimakonferenz in Kopenhagen als Limite für die globale Erwärmung gesetzt.
Die Schweiz priorisiert REDD+ in Entwicklungsländern aus folgenden Gründen:
Angegangen werden soll die Entwaldungsproblematik, indem Entwicklungsländer finanzielle Unterstützung für die Erhaltung ihrer Wälder erhalten. Die Anstrengungen in diesem Bereich laufen im Rahmen der internationalen Klimaverhandlungen unter dem Namen REDD+ (Vermeidung des Treibhausgasausstosses aus Rodungen und Waldzerstörung; Reduction of Emissions from Deforestation and Forest Degradation and the role of conservation, sustainable management of forests and enhancement of forest carbon stocks in developing countries). Die Klimakonferenz 2011 in Cancun hat im Bereich REDD+ grosse Fortschritte erzielt, konnten doch die Grundlagen und Prinzipien festgelegt werden.
In den letzten Jahren sind bedeutende Mittel bereit gestellt worden, um Entwicklungsländer bei den wichtigen Vorarbeiten zu unterstützen und sie für den REDD+ Mechanismus fit zu machen (REDD+ readiness). Dazu hat auch die Schweiz über die Forest Carbon Partnership Facility der Weltbank FCPF (Staatssekretariat für Wirtschaft SECO) und über bilaterale Projekte (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA) beigetragen, bisher mit rund CHF 20 Mio.
Die Bundesverwaltung ist auf verschiedenen Ebenen an der Entwicklung von REDD+ beteiligt:
Verhandlungen im Rahmen der UNO-Klimakonvention
Addressing drivers of deforestation and forest degradation and robust and transparent national forest monitoring systems: Submission of Switzerland, Liechtenstein, and Monaco, 23.3.2012:
Vertretung der Schweiz in der REDD+ Partnership
Die REDD+ Interim Partnership bietet für alle REDD+ Aktivitäten eine Koordinationsplattform, um die Übersicht über die Projekte sicher zu stellen und um transparent über deren Qualität Auskunft zu geben. Im Rahmen der REDD+ Interim Partnership findet auch eine institutionelle Weiterentwicklung des Themas statt. Die Ergebnisse sollen wiederum in die Verhandlungen zur UNO-Klimakonvention zurückfliessen.
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