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Politik & Recht
Die Vereinigten Staaten haben an Grossbritannien nun ein formelles Gesuch zur Auslieferung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange gestellt. Laut dem Londoner Innenministerium werden Assange im Gesuch unter anderem Verstösse gegen Spionagegesetze vorgeworfen. Im Falle einer Auslieferung droht ihm eine langjährige Haftstrafe.
In Neuseeland geht der jahrelange Rechtsstreit um die Auslieferung des deutschen Internetunternehmers Kim Dotcom an die USA in die vermutlich entscheidende Phase. Vor vor dem Oberstem Gerichtshof in Wellington beginnt ein Berufungsverfahren, mit dem der 45-Jährige seine Auslieferung noch verhindern will.
Das Bezirksgericht Uppsala in Schweden hat die Ausstellung eines Haftbefehls gegen den WikiLeaks-Gründer Julian Assange im Zusammenhang mit einem Vergewaltigungsvorwurf aus dem Jahr 2010 abgelehnt. Ein entsprechender Antrag der Staatsanwaltschaft, mit dem ein Auslieferungsverfahren gegen den Australier in Gang gesetzt werden sollte, wurde zurückgewiesen. Assange sitzt derzeit in Grossbritannien in Haft.
Der 1971 im australischen Townsville geborene Wikileaks-Gründer Julian Assange gibt sich kämpferisch. In der ersten Gerichtsanhörung zum US-Auslieferungsgesuch konstatierte Assange, der per Video aus dem Gefängnis zugeschaltet wurde: "Ich will mich nicht der Auslieferung ergeben, nur weil ich Journalismus betrieben habe, der viele Preise erhalten und viele Menschen geschützt hat."