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In der römisch katholischen Kirche St. Franziskus soll ein neuer Pfarrer das Priesteramt übernehmen. Der Kandidat, den die Pfarrwahlkommission vorgeschlagen hat, wurde jedoch vor sechs Jahren im Kanton Thurgau wegen sexuellen Handlungen mit einem Kind verurteilt. Der Beschuldigte musste damals eine bedingten Geldstrafe von 4’000 Franken bezahlen, wie das Regionaljournal Basel von SRF berichtet.
Pfarrwahlkomission kennt Vergangenheit
Der Pfarrwahlkommission ist die Vergangenheit des Priester-Kandidaten bekannt. Doch laut Pfarrwahlkommission Präsident, Stefan Suter, sei dies kein Grund gewesen den Mann nicht zu wählen. «Es ging damals um den Fall eines 14-jährigen Jungen, der im Anschluss an einen Massagekurs eine Fussmassage von dem Pfarrer bekommen hatte», so Suter gegenüber dem Radiosender. Das sei «nicht besonders schlau» gewesen, aber auch nicht «das Delikt des Jahrhunderts», so Suter weiter.
Gemeindemitglieder wehren sich
Einige Gemeindemitglieder sehen das etwas anders und wollen sich gegen die Wahl des neuen Pfarrers wehren. Bis zum 26. September müssen sie 100 Unterschriften von Wahlberechtigten der Gemeinde sammeln. Gelingt dies, würde der Priester-Kandidat in einer offenen Wahl gewählt werden müssen. Scheitert die Unterschriftensammlung, wird der Priester am 1. November nach einer «stillen» Wahl sein Amt in Riehen antreten.