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Er ist der einzige Mensch, der sowohl den Friedensnobelpreis, den Gandhi-Friedenspreis sowie den Martin-Luther-King-Preis gewonnen hat. Einige – unter anderem Ex-US-Präsident Bill Clinton – haben ihn mit Martin Luther King Jr. verglichen. Nun starb John Hume im laufenden Monat im Alter von 83 Jahren nach kurzer Krankheit in einem Pflegeheim in Londonderry.
Von 1979 bis 2001 war er Vorsitzender der Sozialdemokratischen Labour-Partei. Im Jahr 1998 gewann er gemeinsam mit David Trimble den Friedensnobelpreis.
Nordirische Allianz lobt
David Smyth von der Evangelischen Allianz Nordirland sagt: «Ich bin John Hume zum Dank verpflichtet, für den Beitrag, den er zum Friedensprozess leistete. Er ging Risiken ein, um sich mit 'Sinn Fein' und dem Parteichef Gerry Adams zu treffen, als niemand sonst bereit war, dies zu tun.»
Weiter hielt Smyth fest: «Er ging das Risiko ein, weil es das Richtige war.» Und der Bischof von Derry, Donal McKeown, beschrieb Hume als «einen der grössten Friedensstifter und Vorkämpfer für soziale Gerechtigkeit unserer Zeit. Er widmete sein Leben dem Wohlergehen der Gemeinschaft, und zwar zu nicht geringen Kosten für sich selbst. Sein Name wurde zum Synonym für den Einsatz für die Sache des Friedens, ungeachtet aller Hindernisse oder Kritik.»
Am Priesterseminar
«Während er die Weltbühne betrat, blieb er fest in seiner Heimatstadt verwurzelt. Es waren die besonderen Umstände, die hier in seiner Geburtsstadt herrschten, die ihm halfen, seine Vision für die Zukunft zu entwickeln. Seine Erfahrungen aus erster Hand mit Ungerechtigkeit und Gewalt und seine breite europäische Vision ermutigten ihn, beharrlich Brücken und Freundschaften zu bauen», erläutert Donal McKeown.
Weiter erinnert sich der Geistliche: «John hatte einige Jahre im Priesterseminar verbracht, um herauszufinden, ob er eine Berufung zum Priesteramt hatte. In vielerlei Hinsicht behielt er immer dieses starke christliche Gefühl, berufen zu sein, ein Friedensstifter zu sein.»
«Vater des nordirischen Friedens»
«Der Vater des nordirischen Friedens» ist gestorben, berichtet beispielsweise «SRF». Und die «NZZ» hälft fest: «Die Insel hat einen grossen Friedenstifter verloren – der sich aus Sicht mancher Zeitgenossen mit dem Teufel an einen Tisch setzte.»
Und Hume selbst sagte in einer zeitlosen Rede im Jahr 2001: «Ich war Leiter eines grossartigen Teams von Menschen, die sich alle voll und ganz für Frieden und Stabilität auf unseren Strassen eingesetzt haben, und die alle alles in ihrer Macht Stehende getan haben, um ihren Schweiss, nicht ihr Blut, zu vergiessen, um Frieden und Stabilität auf unseren Strassen herbeizuführen.»
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