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Krüger-Nationalpark – 19.500 Quadratkilometer Natur und Komfort
Der Krüger Nationalpark gehört zu den grössten Natur- und Wildschutzgebieten Afrikas. Er befindet sich im Nordosten des Staates Südafrika und grenzt zudem an Mosambik und Simbabwe. Im Jahr 2000 wurde damit begonnen, den Park mit dem mosambikanischen Limpodo-Nationalpark und dem simbabwischen Gonarezhou-Nationalpark zusammenzuschliessen.
Im südafrikanischen Teil des so entstandenen „Great Limpodo Transfrontier Park“ finden Sie neben der einzigartigen Natur Afrikas auch zahlreiche touristische Angebote. Neben einfacheren Unterkünften erwarten Sie auch in die Landschaft eingepasste Hotels, welche auch über Restaurants und Tankstellen verfügen. Der Park ist nur mit dem Auto besuchbar.
Historisches und Topografisches zum Krüger-Nationalpark
Der Krüger-Nationalpark entstand am Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund des Rückgangs zahlreicher Wildtierbestände. Die Jagd auf verschiedene Tiere führte in dieser Zeit dazu, dass nicht nur ihr Bestand zurückging, sondern auch das Ökosystem der Region nachhaltig gestört wurde. Um diesen und weiteren Folgen entgegenzuwirken, wurden mehrere Reservate und Schutzgebiete angelegt, die stetig Erweiterungen erfuhren. Der Name des Parks geht auf Paul Kruger zurück, der 1898 ein Areal von 2.500 Quadratmetern unter Schutz stellte.
Westlich des Parks liegt die „Grosse Randstufe“, eine natürliche Abgrenzung des Landes zum Ozean. Dieses Hochplateau fällt zur Grenze des Parks hin um 600 Meter ab und innerhalb des Parks nochmals um 400 Meter. So ergeben sich verschiedene Höhengebiete innerhalb des Parks. Sie finden hier zudem viele Flüsse, an denen sich die Wildtiere vor allem in der Regenzeit versammeln. 30 unterschiedliche regionale Ökosysteme lassen sich in sieben verschiedene Felder-, Wälder- und Berggebiete einteilen.
Flora des Parks
Im Krüger-Nationalpark finden Sie fünf verschiedene Arten von Akazien, den Bäumen, die meist mit der afrikanischen Natur und wie bei uns mit köstlichem Honig in Verbindung gebracht werden. Dazu kommen verschiedene Dornhölzer, Buschweiden, Feigen und Palmen. Auch exotischere Pflanze, wie den Leberwurstbaum, die Schakalbeere oder den Korallenbaum finden Sie in diesem Park. Zu den bekannteren Büschen gehört zum Beispiel die Wüstenrose.
Fauna des Parks
Der Krüger-Nationalpark beherbergt unzählige Wirbeltierarten, welche aufgrund der Ausmasse des Parks und der Schutzbestimmungen auch in sehr hohen Zahlen vorkommen. Allein die Zahl der grossen Raubtiere lässt auf das reichhaltige Angebot an Pflanzenfressern schliessen: Im Park gibt es zirka 1.500 Löwen, 1.000 Leoparden und 2.000 Fleckenhyänen.
Der wohl am häufigsten vorkommende Pflanzenfresser ist die Schwarzfersenantilope, deren Bestand im Park auf 150.000 Tieren geschätzt wird. Weitere grosse und zahlenmässig häufig vorkommende Tiere sind der Kaffernbüffel, das Steppenzebra, die Giraffe, der Elefant und das Streifengnu. Neben den genannten Arten sehen Sie bei einem Besuch mit hoher Wahrscheinlichkeit auch weitere Antilopen, Böcke, Schliefer, verschiedene Primatenarten, Grosskatzen, Hyänen, Mangusten, viele verschiedene Nagetiere und auch eine grosse Anzahl Fledertiere.
Noch grösser ist das Angebot an Vögeln. Neben Laufvögeln wie dem Strauss oder verschiedenen Wachtelarten, finden Sie hier auch neun Eisvogelarten, unzählige Habichtarten, Fliegenschnäpper, Kuckucksvögel, Eulen, Nektarvögel, Schwalben, Tauben, Lerchen, Grasmückenarten und viele mehr. Zudem zählt der Park auch über 30 Reptilienarten wie Krokodile, Warane, Pythons und Kobras, Ottern und Schildkröten.
Touristische Angebote innerhalb des Parks
In Südafrika befahren Sie den Park durch einen der neun Eingänge im Süden, Südwesten, Westen und Norden. Zudem gibt es zwei Zufahrten auf der mosambikanischen Seite des Parks. Neben Sand- und Schotterstrassen verfügt der Park auch über einige asphaltierte Strecken. Der Grenzübergang zwischen den Staaten ist innerhalb des Parks möglich; entsprechende Kontrollpunkte wurden angelegt.
Innerhalb des Krüger-Nationalparks haben Sie die Möglichkeit, in einem der 21 „Rest Camps“ eine Pause zu machen, etwas zu essen oder eine Unterkunft zu beziehen. Die“ Rest Camps“ sind eingeteilt in die einfacheren „Bushveld Camps“ und in die mehr auf Komfort ausgelegten „Main Camps“ – eines verfügt sogar über einen Golfplatz. Ausserdem finden Sie auch 11 Privat-Lodges und -Konzessionen im Park, die einer gehobenen Klasse von Unterkünften angehören.
Oberstes Bild: Elefantenfamilie im Krüger-Nationalpark, Südafrika (© freestock.ca, Wikimedia, CC)