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Vor 20 Jahren haben die Schweizerische Bankgesellschaft (SGB) und der Schweizerische Bankverein (SBV) ihre Fusion zur heutigen UBS bekanntgegeben. Ein Blick zurück in Bildern.
Vor 20 Jahren überraschte die Fusion von Bankgesellschaft und Bankverein zur UBS die Öffentlichkeit (siehe Bildergalerie oben). Bis zum Start der damals zweitgrösste Bank der Welt waren viele Hürden zu überwinden. Ein Rückblick auf die wichtigsten der vielen Schritte, bis der Zusammenschluss geglückt war:
5. Dezember 1997: Die Verwaltungsräte der Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG) und des Schweizerischen Bankvereins (SBV) stimmen der Fusion in getrennten Sitzungen zu.
8. Dezember 1997: Nachdem die eine oder andere Indiskretion an die Öffentlichkeit durchgesickert ist, geben die Spitzen der beiden Banken den Zusammenschluss vor den Medien bekannt.
23. Dezember 1997: In Genf, Zürich, Basel, Bern und Lugano protestieren rund 900 Menschen gegen den geplanten Zusammenschluss. Durch die Fusion sollen 13'000 von total 58'000 Stellen gestrichen werden, 7000 davon in der Schweiz.
21. Januar 1998: National- und Ständerat behandeln die Fusion in einer Sondersession. Zum Ausdruck kommt vor allem die Sorge um den Verlust der Arbeitsplätze. Der Bundesrat beurteilt die langfristigen Auswirkungen positiv.
3. Februar 1998: Die Aktionäre der beiden Grossbanken stimmen dem Zusammenschluss mit je 97 Prozent Ja-Anteil zu.
5. Februar 1998: US-Senator Alfonse D'Amato will die Fusion verhindern. Die Banken sollen sich vor einer Zulassung in den USA in der Diskussion um nachrichtenlose Vermögen von Nazi-Opfern kooperativ zeigen.
4. März 1998: Die EU-Kommission äussert zur Fusion von SBG und SBV keine Bedenken. Es entstehe keine marktbeherrschende Stellung. Die Grossbanken beginnen in Europa - ausser der Schweiz - einzelne Geschäfte im Investmentbanking zusammenzuführen
5. Mai 1998: Die Eidgenössische Wettbewerbskommission gibt die Genehmigung der Fusion unter Auflagen bekannt: So sollen rund 25 Bankstellen, die Solothurner Bank und die Banca della Svizzera Italiana verkauft werden.
4. Juni 1998: Der Staat New York bewilligt die Fusion. Er hatte sich zunächst widersetzt, bis die UBS zur Lösung des Konfliktes um die nachrichtenlosen Vermögen von Nazi-Opfern Hand biete. Zuvor haben sich die Bundesräte Kaspar Villiger und Flavio Cotti in den USA für die Fusion stark gemacht.
8. Juni 1998: Auch die US-amerikanische Nationalbank Fed bewilligt den Zusammenschluss.
27. Juni 1998: Die Fusion zwischen SBV und SBG wird rechtlich vollzogen.
29. Juni 1998: Die neue UBS tritt im Markt auf.
(Mit Material von sda)