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Artikel-Schlagworte: „Frühling“
Es klappert die Mühle am rauschenden Bach: klipp, klapp!
Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach: klipp, klapp!
Er mahlet das Korn zu dem kräftigen Brot,
und haben wir dieses, dann hat’s keine Not.
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp!
Flink laufen die Räder und drehen den Stein: klipp, klapp!
Und mahlen den Weizen zu Mehl uns so fein: klipp, klapp!
Der Müller, der füllt uns den schweren Sack,
der Bäcker das Brot und den Kuchen uns backt.
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp!
Wenn goldene Körner das Ackerfeld trägt, klipp, klapp!
Die Mühle dann flink ihre Räder bewegt, klipp, klapp!
Und schenkt uns der Himmel nur immer das Brot,
so sind wir geborgen und leiden nicht Not.
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp!
Deutsches Volkslied, Ernst Anschütz (1780-1861)
Sunne, Sunne, Sunnestrahl:
Lüücht üs über Berg und Tal,
lüücht mer au zum Fenschter ii,
schiin uf alli, gross und klii,
schiin mer warm und hell ins Gsicht,
wärm mi uuf und das Gedicht,
won i do am Singa bi,
isch defür elei für dii!
(Text: Lorenz Pauli / Musik: Linard Bardill)
Hinderem Huus, vorem Huus
Mache mir Ringeltänzli
S’Osterhäsli luegt üs zue
Wädlet mit em Schwänzli.
Hinderem Huus, vorem Huus
Sueche mir Moos und Steinle
S’Osterhäsli gumpt dervo
Schlänkeret syni Beinli.
Hinderem Huus, vorem Huus
Baue mir chlyni Näschtli
S’Osterhäsli springt gschwind hei
Holt sys Eierchäschtli.
Hinderem Huus, vorem Huus
Tüend mir lustig singe
S’Osterhäsli tuet üs hüt
Gfärbti Eili bringe.
Im Wald im schöne grüene Wald
han ich es Plätzli wo mir gfallt
ich ligge det im weiche Moos
und luege stune bloss
Ich lose wie dä Vogel singt
und au wie s’Bächli lustig springt
und d’Chäferli und s’Müggli chli
die sümmeled verbi
Und d’Spinne mit dä lange Bei
diä chräslet über Moos und Stei
und s’Schnäggli chrücht im Pilzli nah
s’wett öpis z’Ässe ha
Doch öpis gfallt mir bsunders guet
wänns i dä Tanne rusche tuet
und s’Eichhörnli ganz still versteckt
sis Näsli füre streckt.
L’inverno è passato,
l’aprile non c’è più,
è ritornato il maggio
al canto del cucù.
Cucù, cucù,
l’aprile non c’è più,
è ritornato il maggio
al canto del cucù.
Lassù per le montagne
la neve non c’è più
comincia a fare il nido
il povero cucù.
Cucù, cucù…
La bella alla finestra
la guarda in su in giù
l’aspetta il findanzato
al canto del cucù.
Cucù, cucù…
Te l’ho pur sempre detto
che maggio ha la virtù
di far sentir l’amore
al canto del cucù.
Cucù, cucù…
(Überliefert)
Da chunnt die goldig Sunne, wo alli zäme weckt.
Si schiint i jede Egge, öb öpper sich versteckt.
Chumm füre, chumm füre, mier warted ja scho,
chumm füre, chumm füre, de Früehlig isch cho.
Variante A: Einige Kinder verstecken sich, die anderen sitzen im Kreis und singen das Lied bis die versteckten Kinder hervorkommen.
Variante B: Alle Kinder verstecken sich als kleine Samen irgendwo im Raum. Ein Kind geht als „Sonne“ herum und weckt jeden Samen auf und schaut zu, wie er „wächst“.
(Gerda Bächli, www.musicvision.ch)
Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt.
Er setz seine Felder und Wiesen instand.
Er pflüget den Boden er egget und sät
und rührt seine Hände frühmorgens und spät.
Die Bäuerin, die Mägde sie dürfen nicht ruh´n.
Sie haben im Haus und im Garten zu tun.
Sie graben und rechen und singen ein Lied
und freu´n sich, wenn alles schön grünet und blüht.
So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei.
Dann erntet der Bauer das duftende Heu.
Er mäht das Getreide, dann drischt er es aus.
Im Winter da gibt es manch herrlichen Schmaus.
(Überlierfert)
Schneeglöggli lüüt, de Früehlig chunnt no hüt.
Er het es Chränzli uf em Chöpfli,
i der Hand es guldigs Stöckli.
Schneeglöggli lüüt, de Früehlig chunnt no hüt.
Schneeglöggli lüüt, es git en andri Zyt,
voll Finkeschlag und Märzestaub
und Chriesibluescht und Buechelaub.
Schneeglöggli lüüt, es git en andri Zyt.
(Karl Weber)