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Für den Wirkstoff Glatirameracetat kann eine Studie der Neurologie des Klinikums der Ruhr-Universität Bochum (RUB) im St. Josef Hospital Müttern diese Sorge für die Stillzeit nehmen. Ein Vergleich zwischen Kindern, deren Mütter in der Stillzeit den Wirkstoff eingenommen hatten, und solchen, die ihn nicht eingenommen hatten, ergab keine wesentlichen Unterschiede in den ersten 18 Lebensmonaten der Kinder.
Keine negativen Auswirkungen beobachtet
«In der Studie COBRA haben wir die Entwicklung von insgesamt 120 Kindern verglichen, deren an MS erkrankte Mütter zur Hälfte Glatirameracetat während der Stillzeit eingenommen hatten», erklärt Dr. Andrea Ciplea vom RUB-Klinikum. Beobachtet wurden in den ersten anderthalb Lebensjahren der Kinder das Körperwachstum, Entwicklungsverzögerungen sowie Antibiotikabehandlungen und stationäre Krankenhausaufenthalte. «Wir konnten keine negativen Auswirkungen durch die Einnahme des MS-Medikaments beobachten», erläutert Ciplea.
Daraufhin wurde die Fachinformation von Copaxone geändert, sodass Patientinnen jetzt regulär während der Stillzeit mit dem Medikament behandelt werden dürfen.PS