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IAEA-Chef Grossi reist zu Atomgesprächen nach Teheran
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) unternimmt einen neuen Versuch, Bewegung in den festgefahrenen Atomstreit mit dem Iran zu bringen.
IAEA-Chef Rafael Grossi traf am Samstagabend in Teheran ein, um sich am Sonntag mit Irans neuem Atomchef Mohammad Eslami und voraussichtlich auch mit Aussenminister Hussein Amirabdollahian zu treffen. Es ist der erste Teheran-Besuch des IAEA-Chefs seit dem Amtsantritt von Präsident Ebrahim Raisi im vergangenen Monat. Grossi will sich nach seiner Rückkehr am Sonntagabend in Wien zu den Ergebnissen äussern.
Hintergrund ist der Streit um das Atomprogramm des Irans. Aus dem jüngsten Bericht der IAEA, den die Aufsichtsbehörde vor wenigen Tagen vorgelegt hatte, ging hervor, dass Teheran die Menge an hoch angereichertem Uran noch einmal aufgestockt hat. Damit verstösst der Iran weiterhin ganz deutlich gegen Auflagen des Wiener Atomabkommens von 2015, das ihn am Bau einer Atombombe hindern sollte. Teheran behauptet seit jeher, dass sein Atomprogramm nur zivilen Zwecken diene.
Der Iran hatte zuletzt allerdings seinen Willen bekräftigt, die Verhandlungen zur Wiederbelebung der Vereinbarung in Wien fortsetzen zu wollen. Ein Termin dafür wurde nicht genannt. Die seit April laufenden Verhandlungen über die Rettung des Atomabkommens wurden nach dem Regierungswechsel im Iran unterbrochen. Die verbliebenen Partner der Vereinbarung - China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Russland - bemühen sich um die Rückkehr der USA zu dem Deal. Gleichzeitig soll auch der Iran seine Auflagen wieder einhalten.
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Sprecher: Iran wird Atomverhandlungen «definitiv» fortsetzen
Der Iran will nach Angaben seines Aussenamts die Wiener Atomverhandlungen fortführen. «Die (im April) begonnenen Verhandlungen zur Umsetzung des Wiener Atomabkommens von 2015 werden wir demnächst definitiv fortsetzen», sagte Aussenamtssprecher Said Chatibsadeh am Montag.
Frankreich gedenkt des von Islamisten ermordeten Lehrers Samuel Paty
Ein Jahr nach der Ermordung des französischen Geschichtslehrers Samuel Paty hat Frankreich des Terroropfers gedacht. Im Bildungsministerium in Paris enthüllte Premierminister Jean Castex am Samstag eine Gedenkplatte für Paty. Castex sagte in Anwesenheit der Familie des Ermordeten, man müsse die Erinnerung an den Lehrer immer wach halten. Sein Tod sei auch ein Angriff auf die Republik gewesen.
Anwalt: Britin im Iran muss weiterhin in Haft bleiben
Die britisch-iranische Doppelstaatlerin Nazanin Zaghari-Ratcliffe muss nach Angaben ihres Anwalts weiterhin in Haft bleiben. «Die einjährige Haftstrafe gegen sie wurde vom Berufungsgericht bestätigt», sagte Hodschat Kermani am Samstag dem Nachrichtenportal Emtedad. Er werde jedoch gegen diese Entscheidung des Berufungsgerichts erneut Rechtsmittel einlegen.