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Hallo Anton! Viele Fans dürfte es erstaunen, dass du als schwedischer Staatsbürger so gut Schweizerdeutsch sprichst. Wie kam es dazu?
Ich bin in Österreich aufgewachsen. Ein Grossteil meiner jüngeren Jahre als Kind habe ich in Feldkirch verbracht und war dann bevor ich mit elf zurück nach Schweden ging noch für zwei Jahre in Langnau. Sprachen die man als Kind lernt, verlernt man eigentlich nie.
Die Jugend hast du dann in Schweden verbracht bei Frölunda. Wie lässt sich die Ausbildung in Schweden mit jener in der Schweiz vergleichen?
Hockeytechnisch kann ich es nicht gross beurteilen. Was die Trainingsmöglichkeiten betrifft, sieht es in Schweden schon massiv besser aus. Wenn es eine neue Eishalle braucht, wird nicht lange darum herum politisiert. Da sagt die Gemeinde schnell einmal: «Hier habt ihr Platz, baut einfach.» Betreffend der Ausbildung gibt es in Schweden eine grosse Unterstützung. Ich war an einem spezifischen Eishockeygymnasium, wo wir am Morgen jeweils trainieren konnten. Nach dem Training gab es dann erst das Morgenessen und anschliessend hatten wir Unterricht bis zum Mittagessen. Am Nachmittag folgte dann eine zweite Trainingseinheit. Bei Frölunda ging dann die ganze Hockeymannschaft gemeinsam ans Hockeygymnasium. Wir waren also stets zusammen.
Du wurdest 2008 an 21. Stelle von den Washington Capitals gedraftet, hast aber nur ein AHL-Spiel für das Farmteams der Caps absolviert. Was hat dich dazu bewogen, so rasch nach Schweden zurückzukehren?
Das ist eine lange Story. Nach dem Draft bin ich immer nach der europäischen Saison noch nach Nordamerika gegangen um zu trainieren. In der Saison 2009/10 konnte ich dann mein Debüt in der AHL geben, wobei ich sogar zwei Mal punkten konnte. Allerdings hatte ich damals immer wieder Probleme mit meinem Rücken. Der damalige Coach der Washington Capitals hatte zudem leider kein Vertrauen in mich, ich habe nie eine Chance erhalten und war nicht glücklich in Übersee. Zum Glück konnte ich den Vertrag auflösen und nach Europa zurückkehren, denn nur so habe ich meine heutige Ehefrau getroffen, mit der ich heute zwei Kinder habe. Wenn ich zurückschaue, würde ich also sicher noch einmal das Gleiche machen. ;-)
Du hast anschliessend 9 Jahre in Europa gespielt, darunter sieben Jahre bei den SCL Tigers. Wieso hast du das Emmental Richtung Seeland verlassen?
Biel hat früh sein Interesse manifestiert. Ich hatte auch das Gefühl, dass ich noch einmal etwas Neues sehen wollte und hatte bezüglich des Teams, des Staffs und der Stadt ein gutes Feeling. Der EHCB hat in den letzten Jahren grosse Schritte nach vorne gemacht, war konstant gut und konnte immer oben mitspielen.
Mit welchen Gefühlen gehst du nach dem Sommertraining in die neue Saison?
Ich konnte die Vorbereitung aufteilen zwischen dem Training in Biel und in meiner Heimat in Schweden. Ich fühle mich fit und bin bereit für die neue Saison. Persönlich will ich gesund bleiben und meinen Teamkollegen helfen, Erfolg zu haben. Das Ziel muss sein, die obere Tabellenhälfte anzuvisieren.
Interview: Mirio Woern
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