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Nebbiolo ist eine der edelsten roten Rebsorten Italiens und hauptsächlich im Piemont verbreitet.
Wenn Pinot Noir als kapriziös gilt, ist Nebbiolo launisch, unberechenbar, abweisend – aber auch grandios. Die vornehme Piemonteser Sorte steht der Burgunderrebe in nichts nach; man könnte meinen, sie seien Geschwister. Dem ist nicht so, genetisch sind die beiden einander fremd.
Anfang des 14. Jahrhunderts berichtet der Schriftsteller Pier de’ Crescenzi von einer «schwarzen Rebe namens Nubiola» in der Gegend um Asti. Später soll Nebbiolo die halbe Rebfläche des Piemonts bedeckt haben, sie wurde durch andere ersetzt und in den Langhe in die Höhe gedrängt, bis sie fast nur noch auf den Hügelkämmen vorkam. Im 20. Jahrhundert bildeten die Nebbiolo-Weine in Barolo und Barbaresco eine klare, unverwechselbare Charakteristik heraus. Die Nuancen der Böden und der komplexe Charakter der Nebbiolo-Traube, deren Phenole mit expressiver Säure und kraftvollen Tanninen mithalten müssen, bedingen unterschiedliche Keltermethoden. Nebbiolo wächst auch im Veltlin und im Tessin.