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Pflanzen richtig umtopfen
Pflanzen gedeihen auch in Kübeln und Töpfen prächtig. Allerdings nur dann, wenn sie regelmässig umgetopft werden.
(mb) Die meisten Pflanzen wachsen auch im Topf. Von Zeit zu Zeit benötigt das Gewächs aber einen grösseren Topf, damit es sich entwickeln und entfalten kann. Bei der Wahl des Topfes gilt es, die Grösse des Wurzelballens auf den Kübel abzustimmen. Ist der Topf zu gross, droht die Pflanze überwässert zu werden.
Wann muss eine Pflanze umgetopft werden?
- Wenn die Wurzel durch das Abzugsloch am Topfboden hinauswächst.
- Wenn die Wurzel an der Erdoberfläche sichtbar wird.
- Wenn die Pflanze den Topf sprengt.
- Wenn das Verhältnis von Pflanzen- und Topfgrösse optisch nicht mehr stimmt.
- Wenn der Topf umkippt.
- Wenn die Topferde rasch austrocknet.
- Als Faustregel gilt: einmal im Jahr umtopfen.
- Idealer Zeitpunkt ist der Frühling. Die Pflanze erwacht dann zu neuem Leben und braucht Platz.
Der neue Topf sollte im Durchmesser um etwa 5 cm grösser sein als der alte. Dies entspricht im Fachhandel einem Kübel, der rund 2 bis 3 Nummern grösser ist als der bisherige. Pflanzen gedeihen am besten in Gefässen, die nur wenig grösser sind als ihr Wurzelballen.
Richtig umtopfen
Man löst die Pflanze aus dem Topf und stellt den Wurzelballen kurz in ein Wasserbad, damit er Flüssigkeit aufnehmen kann. Allerdings nur dann, wenn der Wurzelballen trocken ist. Ist die Pflanze bereits zu stark in den Topf verwachsen, muss der Topf mit einem Werkzeug zerschlagen werden.
- Bevor Erde in den neuen Topf gefüllt wird, legt man einen Stein auf das Abzugsloch im Topfboden. Der Stein verhindert das rasche Abfliessen von Wasser und das Herausbröckeln von Erde.
- Danach die Erde in den Topf geben, die Pflanze gut einbetten und die Zwischenräume mit Erde auffüllen. Die Pflanze leicht andrücken.
- Nach dem Umtopfen muss die Pflanze gut angegossen werden.
- Die frische Erde sollte ausreichend mit Nährstoffen versorgt sein. Der Fachhandel bietet entsprechende Fertigprodukte an.
Das Angebot an Töpfen ist grenzenlos. Mit den verschiedenen Formen, Farben und Materialien lässt sich spielen. Allerdings bedenke man die Vor- und Nachteile.
- Ton: Das Material eignet sich ideal für Topfpflanzen, da das Wasser leicht verdunsten kann. Dies gilt allerdings nur für nicht glasierten Ton (unteres Preissegment).
- Terrakotta: Diese Töpfe werden bei 1300 °C gebrannt und sind deshalb winterfest. Terrakotta-Töpfe sind nicht porös, nehmen also wenig Wasser auf (oberes Preissegment).
- Steinzeug: Der Fachhandel bietet eine breite Palette an Farben an. Töpfe aus Steinzeug können kein Wasser aufnehmen. Sie sind stabil und winterfest (unteres Preissegment).
- Plastik: Töpfe aus Plastik sind nicht porös, folglich resistent gegen Frost. Auf dem Markt gibt es vom billigen Plastikkübel bis zum raffinierten Terrakotta-Imitat alles (je nach Modell unteres bis oberes Preissegment).
- Eichenholz: Diese Töpfe eignen sich besonders für Zitrusfruchtbäume, Oleander und andere Kübelpflanzen. Gefässe aus Eichenholz sind wetterbeständig (oberes Preissegment).
- Eternit: Das Material ist zwar zurzeit nicht besonders in Mode, gilt aber als Klassiker für Geranien. Eternit nimmt kein Wasser auf (mittleres Preissegment)
- Metall: Die Sonne heizt das Material enorm auf. Gefässe aus Metall sollten deshalb gut überlegt eingesetzt werden.
Wer seine Topfpflanzen draussen überwintern will, entscheidet sich am besten für ein Material, das nicht porös ist. Denn Töpfe, die Wasser aufnehmen, drohen in der Kälte zu sprengen. Im Winter stellt man den Topf auf kleine Hölzer und schützt ihn somit vor Schnee und Eis. Im Sommer unterlegt man den Kübel mit einem Unterteller und versorgt die Pflanze so mit einem kleinen Reservoir an Wasser.
Zusätzliche Informationen
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ImagePoint (Gustav Miller) Artikel drucken