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Die Organisation Save The Children untersucht seit 15 Jahren, wie es weltweit um das Befinden von Müttern steht. Die Schweiz hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur verbessert.
Bereits zum 15. Mal erstellt die Kinderrechtsorganisation Save the Children in diesem Jahr den sogenannten «State of the World's Mothers Report» und bewertet darin das Wohlbefinden von Müttern in 178 verschiedenen Ländern. Die Schweiz belegt dabei den 13. Rang – und büsst damit einen Platz im Vergleich zum Vorjahr ein. Im Jahr 2002 lag die Schweiz sogar noch auf dem ersten Rang und galt damit als sicherstes Land für Mütter.
Die einzelnen Ränge, die die Schweiz in den vergangenen Jahren belegt hat, sind jedoch nicht direkt miteinander vergleichbar: «In diesem Jahr wurden 70 Länder mehr betrachtet als noch in der ersten Ausgabe», erklärt Projektleiterin Sarah Frattaroli gegenüber watson. Ausserdem seien die Unterschiede zwischen den Spitzenländern sehr gering. «Es ist deshalb nur natürlich, dass die Länder über die Jahre hinweg ‹die Plätze tauschen›.»
Des Weiteren sei die Methodik des Mütter-Index im Laufe der 15 Jahre zweimal komplett geändert worden. Veränderungen im Ranking könnten also auch damit zusammenhängen.
Ein Aspekt, der im Rahmen der Studie beleuchtet wird, ist die Frage nach der Müttersterblichkeit. Konkret bedeutet dies: Wie hoch ist die Gefahr, dass eine Frau an den Folgen einer Schwangerschaft oder einer Geburt stirbt?
In der Schweiz zeigt sich hier ein Negativtrend: Im Jahr 2000 lag der Wert noch bei einer Frau von 11'300. Heute ist es eine von 9500. Die Müttersterblichkeit ist somit in der Schweiz seit 2000 um 19 Prozent gestiegen.
Wie dieser Anstieg der Müttersterblichkeit zustande kommt, ist nicht abschliessend geklärt. Eine Vermutung ist, dass heute mehr Risikoschwangerschaften vorkommen, beispielsweise durch das steigende Alter der Mütter und die vermehrte Anzahl von Kaiserschnitten. Das Phänomen ist auch in anderen industrialisierten Nationen zu beobachten.
Die Schweiz konnte sich im Vergleich zum Vorjahr in drei von fünf Kategorien verbessern. Dass unser Land dennoch um einen Platz zurückgefallen ist, liegt daran, dass andere Nationen noch grössere Fortschritte gemacht haben. Italien hat die Schweiz somit überholt.
Angeführt wird der Mütter-Index in diesem Jahr von Finnland, Norwegen und Schweden – die letzten Plätze belegen Nigeria, Kongo und Somalia. Alle zehn Länder, die die hinteren Plätze der Rangliste belegen, erlebten im vergangenen Jahrzehnt bewaffnete Konflikte.
Die medizinische Versorgung für Mütter und Kinder war oder ist in diesen Ländern entsprechend schwierig, viele Frauen entbinden ohne ärztliche Betreuung. In Somalia stirbt eine von 16 Frauen an den Folgen einer Schwangerschaft oder Geburt.