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Zehn Monate nach seinem abrupten Saisonende im Januar kehrt Aksel Lund Svindal am Samstag in Lake Louise in den Weltcup zurück. Mit dem 34-jährigen Norweger ist im Olympiawinter zu rechnen.
Elf Kristallkugeln hat Svindal in seiner Laufbahn gewonnen. Seit 2014 und dem Gewinn der Gesamtwertung in der Abfahrt und im Super-G kamen aber keine mehr hinzu. Aus einem einfachen Grund: Verletzungen. Steht Svindal am Start, ist er schnell, lautet die Formel. Im Frühjahr 2015 wurde er an der WM nach einem Achillessehnenriss ohne Weltcup-Praxis zweimal Sechster. Im Folgejahr gewann er sieben Rennen, ehe er sich in Kitzbühel erneut schwer verletzte. Beim erneuten Comeback im Dezember letzten Jahres startete er viermal und fuhr dreimal auf das Podest. Weil das linke Knie Probleme bereitete, musste er die Saison erneut abbrechen.
Nach seiner zweiten Meniskus-Operation fühlt sich Svindal nun wieder bereit anzugreifen. Es gehe ihm viel besser als vor einem Jahr. Auch habe er in der Vorbereitung viel mehr Skifahren können, sagte er vor dem Speed-Auftakt am Wochenende in Lake Louise mit der Abfahrt am Samstag (20.15 Uhr Schweizer Zeit) und dem Super-G am Sonntag (20.00 Uhr). Seine Ziele entsprechen seinem Renommee: "Ich will noch einmal den Gesamtweltcup gewinnen und Olympiasieger werden. Und ich will endlich einmal die Abfahrt von Kitzbühel gewinnen." Er räumte aber ein: "Wenn du ein kaputtes Knie hattest, wird es nie mehr gleich sein wie vorher. Aber die vordersten Plätze müssen das Ziel sein."
Anlaufzeit dürfte er auch diesmal keine benötigen, auch deshalb nicht, weil ihm der Hang von Lake Louise wie kein anderer liegt. Acht seiner 32 Weltcupsiege fuhr Svindal in der kanadischen Provinz Alberta ein. "Mein Vorteil ist, dass die Verletzungen erst kamen, als ich mich schon vorne etabliert hatte", so Svindal.
Das norwegische Ski-Team hält damit in den Speed-Disziplinen seinen zweiten grossen Trumpf neben Kjetil Jansrud im Olympiawinter wieder in den Händen. Auch Jansrud, dem Super-G-Gesamtsieger der Vorsaison, liegt Lake Louise. Seit 2012 hiess der Sieger in Kanada nur einmal nicht Svindal (5 Siege) oder Jansrud (2). Kandidaten, welche die Serie durchbrechen können, gibt es viele. Beat Feuz ist einer, Abfahrts-Disziplinensieger Peter Fill, dessen italienische Landsmänner Christof Innerhofer und Dominik Paris, der 2013 die Abfahrt gewann, die Österreicher mit Matthias Mayer, Max Franz und Hannes Reichelt (37) sind weitere.
SDA-ATS