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In einer wenig hochstehenden Partie verdienten sich die Freiburger den Sieg durch eine kämpferisch einwandfreie Leistung. Dem Team von Philippe Perret gelangen zwei Tore, obwohl man seit der 17. Minute in Unterzahl agiert hatte. Bedanken können sich die Gastgeber dabei vor allem bei Doppeltorschütze Alban Ahmeti, dem überragenden Jacques Boma Li Liba – und dem schwachen Gegner.
Steigerung in der zweiten Halbzeit
Terre Sainte begann die zweite Halbzeit offensiver, im Versuch, seine numerische Überlegenheit auszunützen. Gefahr entstand dadurch aber nur selten; Roger Wingeier hatte kaum etwas zu tun, und wenn er gebraucht wurde, war er zur Stelle. Vielmehr waren es die Freiburger, die nun vermehrt Zweikämpfe gewannen und durch die grösseren Räume zu Konterchancen kamen. So in der 52. Minute, als die Sturmspitze Alban Ahmeti seinen Gegenspieler ausdribbelte und aus spitzem Winkel Yohann Lacroix zu einer Parade zwang. Auch danach war das Heimteam durch schnelle Gegenangriffe gefährlicher. Bei einem Freistoss in der 76. Minute gelang es Terre Sainte nicht, den Ball aus dem Strafraum zu befreien, so dass dieser vor den Füssen Ahmetis landete. Dieser tankte sich entschlossen durch und traf zum glücklichen, aber verdienten Führungstreffer.
Harziger Spielbeginn
Dass Freiburg diese Partie gewinnen sollte, hätte zu Beginn kaum jemand gedacht. Beide Teams hatten extrem schwach und verunsichert begonnen. Die Passgenauigkeit war miserabel und die Spieler liessen jegliche Kreativität vermissen. Wegen ruppiger Foulspiele kam es zu zahlreichen Unterbrüchen. Diese wurden vom Stadionsprecher für Werbeansagen und zur Angabe der jeweiligen Spielminute gebraucht. Denn an diesem Abend funktionierte selbst die Stadionuhr nicht. Hinzu kam, dass die Pinguine ab der siebzehnten Minute in Unterzahl spielen mussten: Nach einem hohen Zuspiel hinter die Gästeabwehr hatte Ndarugendamwo gemerkt, dass sein Gegenspieler ihn zu überlaufen drohte. Er stoppte ihn mit seinem ausgefahrenen Ellbogen und sah dafür als letzter Mann die rote Karte. Wer gedacht hätte, dass Terre Sainte in der Folge mehr wagen würde, sah sich jedoch getäuscht: Die Sturmspitze blieb von den Freiburgern isoliert und nennenswerte Torchancen blieben aus.
Überragende Ahmeti und Boma Li Liba
Eine der auffälligsten Figuren auf Freiburger Seite war der unermüdlich rackernde Alban Ahmeti. Obwohl er als einzige Sturmspitze oft isoliert war, gewann er viele Zweikämpfe und holte Fouls heraus. Ahmeti war es auch, der in der Nachspielzeit alles klar machte: Nach einem langen Zuspiel setzte er sich gegen seinen Gegenspieler durch und traf im Nachschuss zum 2:0. Die andere überragende Figur war Freiburgs Nummer sechs. Jacques Boma Li Liba war nach dem Platzverweis in die Innenverteidigung gerückt, wo er in der Folge all seine Zweikämpfe gewann und teils auf spektakuläre Art und Weise den Ball befreite. Es war das dritte Spiel des kamerunischen Internationalen; mit ihm ist Freiburg noch ungeschlagen. Diese Serie aufrechtzuerhalten wird in einer Woche gegen Yverdon jedoch schwieriger, als es am Samstag gegen ein enttäuschendes Terre Sainte der Fall war.
Telegramm
Freiburg – Terre Sainte 2:0 (0:0)
St. Leonhard. 282 Zuschauer.Tore:76. Ahmeti 1:0. 91. Ahmeti 2:0.
FC Freiburg:Wingeier; Bourquenoud, Bondallaz, Ndarugendamwo, Brülhart; Boma Li Liba; Deschenaux, Cerezo Rendon (46. Thurnherr), Charrière, Dindamba (81. Neuhaus); Ahmeti.
US Terre Sainte:Lacroix; Nikravesh, Bovet, Fortolliet, Whibley ; Pilloud (80. Bryand) ; Rabhi (46. Mestari), Golay, Giannattasio (65. Ammar), F. Albii ; A. Albii.
Bemerkungen:17. Platzverveis für Ndarugendamwo (Freiburg).–Verwarnungen: Freiburg: 29. Boma Li Liba; Terre Sainte: 22. Whibley, 27. Pilloud, 29. Fontolliet, 63. Giannattasio, 67. Mestari.