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Ein Konflikt zwischen den Ländern Schweiz und Slowenien scheint nicht mehr abwendbar zu sein. Auf diesen Fall aufmerksam wurde die Direktion der HTL Brugg-Windisch, nachdem sie die Klasse IA92 auf elf Studenten zusammenschrumpfen liess und es ihr trotzdem nicht gelang, den letzten Ausländer aus dem Klassenverband entfernen zu lassen, weil dieser sich notorisch weigerte seine Noten seinem Verhalten anzupassen.
von Thomas Begel
Der Polizeiposten in Brugg zeigt sich daher sehr besorgt über den Stand dieser Tatsachen, denn schliesslich ist das kostbare Know-how, wie der Abteilungsvorstand der Informatik informierte, in akuter Gefahr. Das Land Slowenien könnte sich dem unschätzbaren und jahrelang erarbeiteten Wissen, insbesondere auf dem Gebiet der Betriebssysteme, nicht nur Zugriff verschaffen, sondern dieses auch zu seinen Gunsten erweitern.
Inwiefern könnte sich dieser junge Staat, gelegen zwischen Österreich, Italien, Kroatien, Ungarn und ein bisschen Meer mit gerade mal gut 1.5 Millionen Einwohnern überhaupt bereichern, fragten sich die Kriminalexperten? Dem Studenten, der übrigens unter dem Decknamen T. Begel arbeitete, konnte kein besonderes Interesse auf einem Gebiet der Informatik nachgewiesen werden. Doch genau dies war sein Fehler. Durch sein auffälliges Verhalten bezüglich Pünktlichkeit (kam oft zu spät) und Interesse (hat nie repetiert). Er installierte zu Beginn der Lektion, während die anderen Studenten am repetieren waren, jeweils eine Minifunkanlage, die die interessante Vorlesung direkt in die slowenische Hauptstadt Ljubljana übertrug, wo tausende wissbegierige slowenische Studenten den Vorlesungen andächtig mittels einem Dolmetscher, der das Ganze in die slowenische Sprache zu übersetzen versuchte, mitlauschten. Des Spions Arbeit war somit getan, und er brauchte sich um den Inhalt der Vorlesung nicht weiter zu kümmern.
Auf die Schliche kam man diesem Akt der übelsten Raubkopiererei durch 2 Spuren: Erstens beschwerte sich das Land Slowenien oft über das nicht definierbare Deutsch und das katastrophale Englisch, mit dem die Vorlesungen vorgetragen wurden. Zweitens faselte der Spionage-Student während der Lektionen oft wirres Zeug (er hatte ja keinen blassen Schimmer von der interessanten Vorlesungsmaterie), nur um dem gebeutelten Dolmetscher etwas Zeit zu verschaffen. Durch geschicktes Kombinieren dieser Tatsachen kamen die Polizei und der Abteilungsvorstand dem Übel auf die Spur. Nebenbei ist noch zu erwähnen, dass in Slowenien zu dieser Zeit überdurchschnittlich viele Computer repariert werden mussten... .
Die Schweiz und die HTL erwägen jetzt Herrn Hauri, den Hauswart der HTL zu beauftragen, alle Schulzimmer der HTL nach batteriebetriebenen Funksendern zu durchsuchen und nötigenfalls deren Leitungen durchzuschneiden. Dem Konflikt der beiden Länder kann damit entscheidend Einhalt geboten werden, wie der Abteilungsvorstand mitteilte. Die Polizei schliesst sich dieser Meinung an.