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Das Dorf
Makaani liegt im Osten von Kenia im Kitui County, ca. 200 km von Nairobi entfernt in der semi-ariden Klimazone. Die Häuser der typischen Streusiedlung sind über viele Hügel verteilt, die zum Teil nur über steile, ausgewaschene Wege erreicht werden können.
Ungefähr 10 der 80 Familien haben ein regelmässiges Einkommen. Viele von ihnen unterstützen Verwandte
mit kleinen Beiträgen.
Ca. 60 Familien können sich vom Ertrag ihrer Felder ausreichend ernähren und das Notwendigste anschaffen.
Oft reicht das Einkommen nicht aus, um regelmässig das Schulgeld für alle Kinder, die Schuluniformen oder
ausserordentliche Ausgaben, wie zum Beispiel Krankheitskosten, zu bezahlen. Zahlreiche Männer haben ihre Familien verlassen; sie arbeiten in Nairobi in schlecht bezahlten Jobs und gründen nicht selten eine neue
Familie. Geld schicken sie nur unregelmässig oder gar nicht ins Dorf. Auch in Makaani hat Aids viele Familien zerstört. Die verwaisten Kinder werden von Verwandten, meist den Grosseltern, aufgenommen.
Ca. 10 Familien mangelt es an allem. Sie haben keine Verwandten, die sie unterstützen, und sehr wenig Land.
Ab und zu erhalten sie kleine Zuwendungen aus der Gemeinde – Lebensmittel oder abgetragene Kleider, ohne die sie nicht überleben könnten. Von der absoluten Armut betroffen sind Witwen mit Kindern und Grosseltern, die für ihre verwaisten Enkel verantwortlich sind.
Mango- und Papayabäume gedeihen reichlich. Die Früchte können im nächsten Ort verkauft werden. Für die Kinder ist der Schulweg während dieser Zeit ein Fest. Viele Bäume sind jedoch von einem Schädling befallen, der die Früchte ungeniessbar macht.
Durch das Dorf führt eine neue Stromleitung. Die Anschlussgebühren sind jedoch so hoch, dass sie sich erst wenige Haushalte und kaum ein Geschäft leisten können. Noch immer werden die schädlichen Kerosen-Lampen verwendet. Gekocht wird allgemein auf dem offenen Holzfeuer. Atemwegserkrankungen sind die häufigste Krankheitsursache von Kindern und Erwachsenen.
Die Firma M-Kopa bietet Miete-Kauf-Systeme an für ein Solarpanel, zwei oder mehr Lampen, Auflademöglichkeiten für Mobiltelefone, Stecker für Radio- und sogar Fernsehempfang. Nach einer Anzahlung fällt eine tägliche Überweisung von 50 Rappen an. Wird sie nicht geleistet, unterbricht eine SIM-Karte die Stromproduktion.
Für viele Menschen ist auch dieses Angebot zu teuer. Ein Landarbeiter verdient pro Tag zwischen 250 und 500 KES, umgerechnet CHF 2.50 und 5.
Die Strasse zwischen den Dörfern und in den Provinzhauptort ist nicht geteert, voller Schlaglöcher und in der Regenzeit kaum befahrbar. Am Morgen fährt ein Bus nach Nairobi; am Abend kommt er zurück. Für die 150 km lange Strecke benötigt er 6 Stunden. Tagsüber gibt es Motorradtaxis. Die Transportkosten sind in Relation zu den Einkommen sehr hoch; die meisten BewohnerInnen von Makaani sind zu Fuss unterwegs.
Komitee und Field Officer in Makaani
Dismus Mutunga Mulatia
Chairperson
Onesmus M. Mwandikwa
Vice Chairperson
Purity Kuthea
Treasurer
Ezekiel Mbau
School Link Person
Cosmus Musili Maluki
Community Link Person
Mwele Mulatya
Secretary
Augustine Muema
Field Officer