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Die „Fondation Gianadda“ in Martigny (CH), ein modernes Ausstellungsgebäude, das über den Ruinen (Vestiges) eines römischen Tempels gebaut wurde, gab mir die Idee zum Titel des Werkes. Entsprechend den Ruinen baut der Komponist sein Werk auf der Grundlage überlieferter Strukturen. Diese können als Vestiges (Spuren aus alter Zeit) aufgefasst werden. Im Sinne einer 12-Tontechnik verarbeitete, kleine Motive, evozieren abgebröckelte Mauern, scheinbar zufällig umherliegende Steine. Das Werk gibt dem Fagottisten Gelegenheit, sein Instrument, das sonst vorwiegend begleitende Aufgaben hat, in allen Schattierungen und klanglichen Möglichkeiten dem Publikum näherzubringen.