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Die Geschichte der Bäckerfamilie beginnt mit Anton Arnold (1847-1923). Er hatte 1887 erstmals am heutigen Standort Brot gebacken und neun Jahre später den Grundstein für das Gebäude mit Backstube, einem Verkaufslokal und Keller gelegt.
1923 übernahm Viktor die Bäckerei und Landwirtschaft von seinem Vater «Bacher Tonu». Damals wurde höchstens einmal pro Woche Brot gebacken. Die Landwirtschaft hatte deshalb für die Familie weitaus grössere Bedeutung. Trotzdem erlernten beide Söhne Viktors, Meinrad und Amadé, den Bäckerberuf.
Während Meinrad eine Backstube in der heutigen «Stazüna» einrichtete, übernahm Amadé 1945 die «unner Bäckerii». Die Landwirtschaft überliess er seiner Mutter Marie und Tante Antonia. Für ein zusätzliches Einkommen war Amadé im Sommer als Koch auf Baustellen wie etwa am Mattmark tätig. In diesen Monaten sorgte seine Frau Gertrud für den Betrieb in der Backstube. Nach Amadés frühem Tod 1965 war «ds Bacher Trudy» alleine um die Geschicke in der Bäckerei und dem kleinen Kaffeestübli besorgt. Urs, das fünfte von neun Kindern, kehrte drei Jahre später nach seiner Ausbildung zurück ins Dorf, wo er seine Mutter jeweils im Sommer unterstützte.
Nach weiteren Lehrjahren in der West- und Deutschschweiz übernahm Urs am 1. Mai 1977 den elterlichen Betrieb. Mit viel Einsatz und unternehmerischem Flair hat «ds Bachi» zusammen mit seiner Frau Mathilde den Betrieb ausgebaut. Stets mit dem Gedanken an die nächste Generation wurden Backstube, Verkaufsladen, Tea-Room und Gartenterrasse mehrmals renoviert und vergrössert. Als Lehrmeister gab er sein Fachwissen an fünf junge Einheimische weiter, die teils noch heute im Betrieb arbeiten. Unter der vierten Generation hat sich die kleine Dorfbäckerei zu einem renommierten Familienbetrieb entwickelt, der schweizweit für sein ursprüngliches Sauerteig-Roggenbrot bekannt ist.
Nach 35 Jahren tritt Amadeo in die Fussstapfen seines Vaters. Als Vize-Europameister seines Fachs führt er die Tradition der Bäckerfamilie mit viel Engagement und neuen Ideen fort.