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Drei der vier Titel bei der 12 ITF Luzern U18 Competition gingen ans Gastgeberland. Nina Geissler erlebte eine perfekte Woche.
Es war klar, dass es im Final eine ausgeglichene Partie geben würde. Zwischen Nina Geissler und Valentina Ryser gibt es viele Parallelen. Beide sind 16, Geissler ist zwei Monate älter, beide sind im nationalen Ranking Nachbarinnen (Ryser N3.41, Geissler N3.42) und beide hatten eines der bisherigen zwei Duelle für sich entschieden. Geisslers grössere Sicherheit setzte sich letztlich durch, sie siegte gegen die aktivere, aber auch fehlerhaftere Ryser 7:5, 6:3. Die Championne hatte im Halbfinal die Tessinerin Katerina Tsygourova besiegt, ihre Finalgegnerin blieb Siegerin gegen die uruguayische Fed-Cup-Spielerin Guillermina Grant.
Geissler schaffte damit als dritte Spielerin nach Julia Grabher (AUT, 2012) und Daniela Vukovic (SUI, 2014) das Luzerner Double und holte sich ihre ITF-Titel zwei und drei. Bereits am Vorabend hatte sie an der Seite von Lea Magun das Doppel-Endspiel gegen die topgesetzte schweizerisch-amerikanische Paarung Ryser/Luba Vasyliuk gewonnen. Die Partie war wegen des Dauerregens am Samstag in die Halle verlegt worden. In der Doppelkonkurrenz der Boys triumphierten Jérôme Kym/Dominic Stephan Stricker. Für den U14-Weltmeister und den um ein Jahr älteren Stricker war es der erste Titel überhaupt auf der ITF-Tour. Die Prognose ist nicht allzu gewagt: Es wird bei beiden nicht der Letzte bleiben.
Bei den Boys sorgten aus einheimischer Sicht Maurus Malgiaritta und Stricker mit ihren Halbfinalqualifikationen für die Bestmarken. Das Endspiel gewann der Deutsche Moritz Hoffmann gegen den Ungarn Sallay mit 6:0 im Entscheidungssatz. Hoffmann bewies, dass ein Turnier kein Sprint ist sondern ein Marathon. Er spielte sich zuerst erfolgreich durch die Qualifikation und feierte im Final seinen neunten Matchgewinn der Woche. Sechsmal ging der Doppel-Europameister in der Altersklasse U16 dabei über die volle Distanz. „Ich wollte dieses Turnier unbedingt gewinnen und ddas hat mir zusätzliche Energie gegeben“, sagte der erste deutsche Turniersieger. Einem prominenten Landsmann hat er damit etwas voraus: Alexander Zverev war 2011 nicht über die 2. Runde hinausgekommen.
Fast 160 Teilnehmer(innen), hochstehende und fast ausnahmslos faire Spiele und gute Leistungen der Schweizer: Verständlich, dass Co-Turnierdirektor Philip Horyna, der 2018 sein 10-Jahr-Jubiläum feiert, ein durchwegs positives Fazit ziehen konnte: „Das war eine der besten Austragungen überhaupt.“