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Osaka Sehenswürdigkeiten Top 10
Osaka ist mit seinen 2,6 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt und das wirtschaftliche Zentrum Japans. Sowohl politisch, als auch kulturell, spielte sie schon im Altertum eine große Rolle in der Geschichte des Landes. Anfangs hieß Osaka noch Niniwa und war als Hafenstadt für Besucher das Tor zu Japan. Schon zu dieser Zeit entwickelten sich sehr gute Handelskontakte zu China und Korea. Im Jahre 593 wurde in Osaka der erste buddhistische Tempel Japans gebaut, der Shitennoji Tempel und von hier aus verbreitete sich die Religion über das restliche Land. Außerdem war Osaka auch knapp 1000 Jahre später bei der Vereinigung Japans das Zentrum des Geschehens. Heute ist die Stadt außerdem für seine Küche und für Manzai, eine japanische Version der Stand-up-Comedy, bekannt.
1. Osaka Burg
Die Osaka Burg Japan spielte eine große Rolle bei der Vereinigung Japans. Sie ist eine Niederungsburg, die auf zwei erhöhten Plattformen erbaut wurde, die von zwei Burggräben umgeben sind. Das gesamte Burggelände umfasst ungefähr einen Quadratkilometer. Der Hauptturm besteht aus fünf über- und drei unterirdischen Stockwerken und ist 42 m hoch. Mehr als 100 kleinere Schutztürme, sowie eine 36 Meter hohe Mauer dienen zu seiner Verteidigung. Heute beherbergt die Burg ein Museum über ihre Vergangenheit und das Leben ihres Erbauers Toyotomi Hideyoshi. Um die Burg herum befindet sich ein Park, in dem im Frühling die Kirschblüten erblühen.
Der Bau der Osaka Burg wurde 1583 vom Politiker und Feldherr Toyotomi Hideyoshi in Auftrag gegeben und schon 1585, also nur zwei Jahre später, fertiggestellt. Hideyoshi strebte die Vereinigung Japans, mit sich selbst als oberstem Herrscher und seiner Burg als Zentrum seines Reichs, an. Als Vorbild diente die Burg Azuchi in Kyoto, die jedoch noch übertroffen werden sollte. Die Osaka Burg war zu ihrer Zeit die größte Festungsanlage Japans und galt anfangs als unbezwingbar. Trotzdem wurde sie schon 1616 beim letzten Kampf um die Vorherrschaft Japans eingenommen und zerstört, allerdings erst nach wochenlanger Belagerung durch Tokugawa Ieyasu. Dieser läutete daraufhin eine 250 Jahre währende Zeit des Friedens ein.
Nachdem der Hauptturm rekonstruiert wurde, brannte er 1665 nach einem Blitzeinschlag erneut nieder. Trotzdem diente die Burg aber noch lange Zeit als wichtiges Mittel zur Kontrolle Westjapans. Im Laufe der Zeit wurde die Burg noch mehrmals wieder aufgebaut und zerstört, sodass sie größtenteils nicht mehr wie früher aus Stein und Holz, sondern hauptsächlich aus Beton besteht.
2. Universal Studios
Die Osaka Universal Studios Japan sind der erste Universal Studios Themenpark in Asien. Er wurde 2001 eröffnet und umfasst eine Fläche von 39 Hektar. Der Park ist in die acht Abschnitte Hollywood, New York, San Francisco, Jurassic Park, Lagoon, Waterworld, Amity Village und Universal Wonderland unterteilt. In 2014 soll ein weiterer Bereich, der sich um den Zauberlehrling Harry Potter dreht, eröffnet werden. Die vielen verschiedenen Fahrgeschäfte und Shows beruhen auf berühmten Filmen, Märchen, Zeichentrickserien und Comics. Die Zielgruppe der Fahrgeschäfte reicht von jung bis alt und so werden für Kinder extra altersgerechte sanftere Fahrten angeboten. Zudem gibt es viele themenbezogene Restaurants und Geschäfte auf dem Parkgelände. Außerdem bietet sich die Möglichkeit, sich mit einem der vielen bekannten Maskottchen fotografieren zu lassen.
Vor den Universal Studios befindet sich der Universal Citywalk, ein Einkaufszentrum, in dem man neben Restaurants Geschäften und Hotels auch Souvenirläden findet, die Universal Studios Merchandise und Osaka Artikel verkaufen.
3. Kaiyukan (Aquarium)
Das Osaka Aquarium Kaiyukan Japan wurde im Jahre 1990 eröffnet und gehört zu den weltweit größten Innenaquarien. Hier findet man Nachbildungen der Lebensräume aus fünfzehn Gebieten rund um den Pazifischen Ozean in vierzehn großen und mehreren kleineren Aquarien. Insgesamt befinden sich in den Becken rund 11.000 m³ Wasser, in dem ungefähr 30.000 Tiere und 580 verschiedener Tierarten leben. Der Rundgang beginnt im sogenannten Aquagate, einem elf Meter langem Unterwasser-Glastunnel. Hier werden tropische und subtropische Fische wie das einfleckige Fuchsgesicht oder der Kuhkopfrochen ausgestellt. Im folgenden Bereich wurde das Ökosystem eines japanischen Waldes mit Flusslebewesen nachgebaut. Dann folgt der Bereich Aleuten –Inseln. Die Gebirgige Inselkette mit ungefähr 80 Vulkanen und teilweise sehr steilem Gelände ist ein schroffer Lebensraum, in dem zum Beispiel Seeotter zu finden sind. Das nächste Thema ist die Bucht von Monterey in Kalifornien mit ihren vielen Meeressäugetieren wie dem kalifornischen Seelöwen oder der Largha-Robbe. Anschließend wird der Golf von Panama während seiner Trockenzeit präsentiert. Hier können die Bewohner eines tropischen Waldes und eines Korallenriffs beobachtet werden. Das nächste Becken zeigt den Regenwald in Ecuador mit seiner riesigen Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Dann folgt das Antarktika-Becken, das drei verschiedene Pinguin-Arten beherbergt. Zwischen Australien und Neuseeland liegt das Thema des nächsten Beckens, der tasmanischen See, in der unter anderem Weißstreifendelfine zu finden sind. Im folgenden Becken, das das Great Barrier Reef repräsentiert, befinden sich eine Vielzahl an Tropenfischen, die das weltgrößte Korallenriff besiedeln. Anschließend gelangt man zum größten Becken mit dem Thema Pazifischer Ozean, einer Wassermenge von 5.400 Tonnen und der Hauptattraktion des Kaiyukan Aquariums, dem Walhai, der zur größten Fischart der Welt gehört. Daraufhin folgen noch das Seto-Inlandsee-Becken mit verschiedenen typisch japanischen Fischen, die chilenische Felsenklippe mit großen Sardinenschwärmen, die Cookstraße, eine stürmische Region mit sehr seltenen Fischen und der Japangraben mit der größten Krabbe der Welt. Zum Abschluss des Rundgangs befinden sich zwölf Becken mit über 600 majestätischen Quallen.
4. Shitennoji-Tempel
Der Osaka Shitennoji Tempel Japan wurde 593 von Prinz Shotoku Taishi erbaut und ist der älteste buddhistische Tempel Japans, der eine wichtige Rolle in der Entwicklung und Verbreitung der japanischen Religion spielte. Shotokus Clan wollte in Japan den Buddhismus verbreiten und kämpfte dafür gegen den Mononobe Clan, der die alte Religion weiterführen wollte. Deswegen betete Shotoku zu den Shitenno, den vier himmlischen Königen des Buddhismus und versprach ihnen zu ehren einen Tempel zu erbauen, wenn sie ihm halfen seine Feinde zu besiegen. Obwohl der Tempel im Laufe der Zeit mehrmals niederbrannte, gleicht er immer noch dem Original, denn bei den Rekonstruktionen wurde stark darauf geachtet, das ursprüngliche Aussehen beizubehalten.
Der Tempelhof besteht aus einem äußeren und einem inneren Bereich. In letzterem steht eine fünfstöckige Pagode, die man besteigen kann und in deren Haupthalle Prinz Shotoku als Statur der Kanon, der Göttin des Mitgefühls, bewahrt wird. Außerdem befinden sich auf dem Tempelgelände ein Schatzhaus mit Gemälden, Dokumenten und anderen Besitztümern des Tempels und der Gokuraku-jodo Garten, der nach Buddha Amitabhas Beschreibung des westlichen Paradieses gestaltet wurde. Buddha Amitabha wird in Japan zutiefst verehrt.
5. Sumiyoshi Taisha-Schrein
Der Osaka Sumiyoshi Taisha Schrein Japan ist eine religiöse Stätte des Shintoismus, der vermutlich im dritten Jahrhundert, also noch vor der Einführung des Buddhismus erbaut wurde und ist somit einer der ältesten Schreine Japans. Er besteht aus vier Schreingebäuden und ist er der Hauptschrein von allen über 2000 japanischen Sumiyoshi-Schreinen. Diese wurden zu Ehren der drei sogenannten Sumiyoshi-Kami, also den Geistern des Meeres, die die Menschen auf den Meeren beschützen sollen, gebaut. Zum Haupteingang des Tempels gelangt man über die Sorihashi Brücke, die in einem außergewöhnlich hohen Bogen von 48 Grad über einen See führt und für ihre Schönheit bekannt ist. Der Weg wird von insgesamt über 600 Laternen aus Stein gesäumt. Die Architektur des Schreins wird als Sumiyoshi-zukuri bezeichnet. Das ist ein echt japanischer Baustil, der nicht von anderen asiatischen Baustilen beeinflusst wurde und sehr selten vorkommt. Die Anzeichen für diese Architektur finden sich im Giebeldach des Hauptgebäudes, der typischen Unterteilung in einen vorderen und einen hinteren Tempelbereich und den schlichten Dächern, die mit ornamentalen Dachsparren verziert sind. Auch die Wände sind in schlichtem Weiß gehalten und einzig die Säulen sind rot. Außerdem ist besonders bemerkenswert, dass die Bauten des Sumiyoshi-Taisha-Schreins in Richtung Westen gebaut sind, während später erbaute Schreine dieser Art zumeist gen Süden weisen.
6. Umeda Sky Building
Das Osaka Umeda Sky Building Japan besteht aus zwei Wolkenkratzern mit 40 Stockwerken und befindet sich im Umeda-Viertel, dem wirtschaftlichen Zentrum Osakas. Die beiden Türme werden auf dem auf dem zweithöchsten Stockwerk durch das „Floating Garden“-Observatorium verbunden. Hier gibt es auch eine Aussichtsplattform, von der aus man auf die Stadt hinab blicken kann. Es hat somit die Form eines überdimensionalen Tors und als eines der höchsten Gebäude im Bezirk Umeda eignet es sich gut als Orientierungspunkt. Auf dem Dach befindet sich ein Observatorium und im Keller ein Markt, der die Atmosphäre Osakas aus dem zwanzigsten Jahrhundert erzeugen soll. Ansonsten befinden sich im Umeda Sky Building hauptsächlich Büros.
Die Planung des Gebäudes begann 1988. Ursprünglich sollte es im Bezirk Kita-ku in Osaka gebaut werden und aus vier untereinander verbundenen Türmen bestehen. Jedoch gab es Probleme bei der praktischen Umsetzung der Idee. Schließlich wurde es in seiner jetzigen Form von Hiroshi Hara entworfen und 1993 fertiggestellt.
7. Geschichtsmuseum
Das Osaka Geschichtsmuseum Japan beschäftigt sich mit der Geschichte der Stadt Osaka. Die Ausstellung beginnt im Altertum, als Osaka noch unter dem Namen Naniwa Japans erste Hauptstadt war und reicht bis in die Gegenwart. Das Museumsgebäude wurde auf den Überresten des Palasts von Naniwa, dem früheren Kulturzentrum Japans erbaut. Aus den obersten Stockwerken kann man teilweise die Überreste sehen und außerdem auch auf die Osaka Burg blicken. Die Ausstellung beginnt im zehnten Stock mit dem Altertum und je weiter man sich nach unten vorarbeitet, desto mehr nährt man sich der jüngsten Geschichte der Stadt an. Man bekommt viele Modelle, Videopräsentationen und Rekonstruktionen zu sehen. Im zehnten Stock werden unter anderem originale Ausgrabungsstücke aus dem Naniwa-Palast ausgestellt. Ein Stockwerk darunter steht eine realistische Rekonstruktion des Hauptgebäudes des Palast, dem Daikokuden. Auch weitere Rekonstruktionen, z.B. von Osaka zur Edo-Zeit oder in der Neuzeit, können im Museum angesehen werden. Im siebten Stock werden Puppen des Bunraku-Theaters ausgestellt. Bunraku ist ein traditionelles japanisches Figurentheater, bei dem meistens Liebesgeschichten mit einem tragischen Ende dargestellt werden. Die Puppen können im Museum sogar ausprobiert werden. In den unteren Stockwerken befinden sich ein Restaurant, ein Geschäft und die Lobby.
8. Minami Viertel
Das Osaka Minami Viertel Japan ist eine der zwei großen Stadtzentren Osakas und ein beliebter Anlaufpunkt zur Vergnügung. Es befindet sich Rund um den Bahnhof Osaka Namba Japan und besteht aus mehreren Bereichen mit unterschiedlichem Angebot und Zielgruppen. Insgesamt gibt es hier viele Karaokebars, günstige Lokale und Spielhallen.
Dontonbori ist eine Straße, die für Unterhaltung, Essen und Einkaufsmöglichkeiten bekannt ist. Nachts wird sie von unzähligen Neonlichtern und Anzeigen beschienen. Hier finden sich auch zwei berühmte Schilder: der rennende Glico-man und die Kani-Doraku-Krabbe.
Die Shinsaibashi Einkaufspassage in der alles man an Geschäften von Einzelhandelsketten bis Modedesignern finden kann.
Amerikamura ist ein Shoppingviertel mit Amerikanischem Flair und Zentrum der Jugendkultur in Osaka.
Den-Den Town ist das Akihabara Osakas. Es bietet alles rund um Elektronik an. Außerdem gibt es hier viele Manga- und Animegeschäfte sowie Cosplay-Restaurants.
Das Namba Parks ist ein Büro- und Shoppingkomplex und besteht aus dem Bürogebäude Park Tower und einem Einkaufszentrum, das vom Design her einem Canyon ähnelt. Neben Geschäften und Restaurants gibt es hier auch ein Kino und ein Theater. Auf dem Dach befindet sich ein Garten.
9. Kita Viertel
Das Osaka Kita Viertel Japan ist eine der zwei großen Stadtzentren Osakas und ein beliebter Treffpunkt zur Vergnügung. Außerdem ist Kita Osakas Verkehrszentrum und viele internationale Unternehmen haben in einem der vielen Bürokomplexe ihren Sitz. Es befindet sich Rund um den Bahnhof Osaka Umeda und besteht aus mehreren Bereichen mit unterschiedlichem Angebot und Zielgruppen. Es gibt hier viele Hotels, Restaurants und unterirdische Einkaufspassagen.
Der Osaka Bahnhof an sich bietet viele Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten.
Nördlich davon liegt das Umeda Sky Building ein Bürokomplex, der aus zwei Wolkenkratzern, die auf einem der höchsten Stockwerke miteinander verbunden sind, besteht. Im Süden des Osaka Bahnhofs befindet sich das Vergnügungsviertel Kitashinchi mit hunderten Restaurants, Bars und Diskotheken. Außerdem befinden sich in Kita der Hankyu Entertainment Park, Yodobashi Camera Umeda und viele andere Einkaufszentren.
10. Minoo Park
Der Osaka Minoo Park Japan ist ein Tal am Rande Osakas. Besonders im Herbst, wenn das Blattwerk des Waldes sich bunt färbt, bietet sich ein schöner Anblick. In diesem ausgedehnten Naturgebiet, findet sich ein Gegensatz zur lärmenden Stadt. Hier kann alles problemlos zu Fuß erreicht werden und die schöne Umgebung regt zum entspannten Wandern an. Abgesehen von Wanderwegen befindet sich hier auch ein Insektenhaus.
Der Hauptwanderweg von Minoo Park erstreckt sich über drei Kilometer entlang des Minoo Flusses. Er fängt am Minoo Bahnhof an und führt zu einem Wasserfall, der 33 m tief fällt. Auf dem gepflasterten Wanderweg gibt es keine extremen Steigungen oder Gefälle und für den Hinweg benötigt man ungefähr 45 Minuten. Entlang des Weges befinden sich mehrere Geschäfte und Tempel. Im Herbst verkaufen die Geschäfte eine besondere Spezialität, die Momiji genannt wird und aus Ahornblättern im Backteig besteht. Außerdem gibt es noch weitere Wanderwege, mit längeren Strecken und Aussichtspunkten.