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Der bekennende Kulturchrist und Agnostiker Rodney Stark (1934-2022), zu dessen Schlüsselwerk “Der Aufstieg des Christentums” (englische Ausgabe; Untertitel: “A Sociologist Reconsiders History“) ich eine knappe Zusammenfassung erstellt habe, beschliesst eines seiner Folgewerke “Der Sieg des Abendlandes” mit einem Zitat aus David Aikmans “Jesus in Beijing: How Christianity Is Transforming China and Changing the Global Balance of Power”:
Zu den Dingen, die wir uns vor Augen führen sollten, gehörten die Gründe für den Erfolg oder, besser noch, die Vorrangstellung des Westens auf der Welt. Wir studierten also alles, was uns eine historische, politische, wirtschaftliche und kulturelle Einsicht zu geben versprach. Zunächst dachten wir, es läge daran, dass ihr bessere Waffen besessen habt als wir. Dann dachten wir, es läge an eurem besseren politischen System. Später konzentrierten wir uns auf euer Wirtschaftssystem. Doch erst in den letzten zwanzig Jahren ist uns langsam aufgegangen, was das eigentliche Herz eurer Kultur ist: das Christentum. Aus diesem einen Grund ist der Westen so mächtig geworden. Die aus dem Christentum kommende moralische Grundierung des sozialen und kulturellen Lebens war es, was den Kapitalismus und danach den geglückten Wandel zu einer demokratischen Politik ermöglicht hat.