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Phthalate werden als Weichmacher in Dispersionsklebern für Papiere und Verpackungen eingesetzt. Diese Leimstoffe werden insbesondere bei der Herstellung von Verpackungen (z.B. Wellpappen, Kartonverpackun-gen) verwendet.
So ist bekannt, dass Di-n-butylphthalate (DnBP) gesundheitliche Schädigungen hervorrufen können. Die Verarbeitungsindustrie hat in jüngerer Zeit deshalb vermehrt Di-isobutylphthalate (DiBP) als Ersatz für DBP eingesetzt. Nun ist aufgrund toxikologischer Untersuchungen bekannt geworden, dass DiBP ebenso gesundheitliche Schädigungen hervorrufen kann wie DnBP (Beeinträchtigung der Fertilität und Hemmung der Entwicklung). Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung BfR hat bereits vor dem verstärkten Einsatz von DiBP gewarnt (www.bfr.bund.de )
Die Papierindustrie erhält diese Stoffe in der Form von Altpapier zurück. Es versteht sich von selbst, dass sie nicht in der Lage ist, herauszufinden woher das Altpapier kommt und ob allenfalls Phthalate darin enthalten sind. Im Regelfall stammt das Altpapier aus vielen unterschiedlichen Quellen. Wenn nun darin signifikante Anteile von Phthalaten zu finden sein sollte, dann könnte Altpapier je länger je weniger als Rohstoff für Rohpapiere / Rohkartons für den Anwendungsbereich Lebensmittel verwendet werden. Das würde den Recycling-Kreislauf massiv beeinträchtigen. Die Papierindustrie würde es daher begrüssen, wenn die Verarbeitungsindustrie auf den Einsatz von Phthalat-haltigen Leimen verzichten würde.
Phthalate in Papier- und KartonverpackungenHome