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Zwischen Rhein und Birs
Das Breitequartier befindet sich auf den untersten Flussterrassen von Birs und Rhein. Es hat die Form eines schmalen Bandes, das in der Nähe des St. Jakob-Stadions beginnt und nordwärts der Birs bis zu ihrer Mündung folgt.
Von Wasserwegen umgeben
Das Quartier hat die Form eines schmalen Bandes, das in der Nähe des St. Jakob-Stadions beginnt und zuerst nordwärts der Birs bis zu ihrer Mündung, dem «Birsköpfli», folgt. Von dort zieht es sich westwärts dem Rhein entlang bis zum Mühlegraben, der den Grenzverlauf zum Quartier Vorstädte darstellt. Während im Osten die Birs nicht nur die Quartier-,sondern auch die Kantonsgrenze bildet, ist es stadtwärts die St. Albanteich-Promenade, die das Wohnviertel Breite vom benachbarten St. Albanquartier trennt. Der St. Albanteich ist ein Kanal, der die ehemals im St. Alban-Tal ansässigen Gewerbe- und Industriebetriebe mit Wasser versorgte. Die Wasserfassung geschieht vor den Toren der Stadt, in der «Neuen Welt», einer Siedlung der zum Kanton Basel-Landschaft gehörenden Gemeinde Münchenstein. Heute steht dank der Spazierwege vor allem der Erholungswert der Anlage im Vordergrund, darüber hinaus dient das Wasser auch zur Papierherstellung in der als Museum betriebenen alten Basler Papiermühle.
Quartier entsteht hauptsächlich im 20. Jahrhundert
Zur Hauptsache wurde das Quartier erst im 20. Jahrhundert erbaut. Bis etwa 1920 entstand die kompakte Blockrand-Bebauung zwischen Rheinufer und dem unteren Bereich der Zürcherstrasse, die zu dieser Zeit noch vom eigentlichen Stadtgebiet isoliert war. Die bauliche Entwicklung setzte sich flickenteppichartig fort, Lücken wurden geschlossen und die Bebauung nach und nach auch auf die Birsterrasse ausgedehnt. Mehr oder weniger vollständig bebaut ist die Breite seit den 1950er-Jahren. Das Quartier grenzt an die zum Kanton Basel-Landschaft gehörende Gemeinde Birsfelden, die während der Hochkonjunktur in den 1960er- und 1970er-Jahren ein rasantes Wachstum verzeichnete und einige für jene Zeit typische Grossüberbauungen aufweist. Auf dem heute überbauten Birsfelder Sternenfeld befand sich zwischen 1923 und 1947 der Flugplatz von Basel, bevor dieser an den Rand von Saint-Louis verlegt wurde.
Das Quartier leidet unter starkem Verkehrsaufkommen
Das Breitequartier leidet heute teilweise sehr stark unter Verkehrsimmissionen. Obwohl flächenmässig nicht sonderlich gross, wird es von zwei Hauptverkehrsachsen zerschnitten: In westöstlicher Richtung ist es die vielbefahrene Zürcherstrasse, in Nord-Süd-Richtung und weiter über den Rhein sind es die Autobahn-Osttangente und die Bahnlinie. Es erstaunt darum nicht, dass die Bewohnerinnen und Bewohner dieses Wohnviertels seit langem mit viel Eigeninitiative für Wohnumfeldverbesserungen kämpfen. 1994 konnte schliesslich auf dem teils brachliegenden Areal zwischen Rhein, Schwarzwaldbrücke und Zürcherstrasse ein naturnaher Garten mit Kinderspielplatz, die Cécile-Ines-Loos-Anlage, eingerichtet werden.
Neues Quartierzentrum und Renaturierung der Birs
2005 wurde auch das von der Bevölkerung schon lange geforderte Quartierzentrum eröffnet. Das Breitezentrum an der Zürcherstrasse beherbergt einen Quartiertreff, einen Kindergarten sowie eine Bibliothek. Zudem ist im Neubau ein als geschützte Werkstätte geführtes Hotel untergebracht. Zur Aufwertung des Quartiers hat ausserdem die in den letzten Jahren durchgeführte Renaturierung der ehemals kanalisierten Birs beigetragen. Der Fluss wurde aus seinem Betonkorsett befreit, Inseln wurden aufgeschüttet und neue Büsche und Sträucher gepflanzt. Damit wurde die Birs mit ihren Ufern zu einem attraktiven Naherholungsgebiet.
Weiterführende Informationen
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