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Filmkritik: Zum Fressen gern79. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica 2022
Maren (Taylor Russell) ist mit ihrem Vater (André Holland) in den USA von Stadt zu Stadt gezogen und tut sich schwer damit, irgendwo Zugehörigkeit zu finden. Ihre Mutter hat die beiden verlassen, als sie noch ein kleines Kind war. Die Aussenseiterin fühlt sich anders als ihre Mitmenschen und verspürt ein unerklärliches, unersättliches Hungergefühl. Weil ihr Verhalten sie regelmässig in grosse Schwierigkeiten bringt und ihr Vater mit der Situation nicht mehr umgehen kann, entscheidet auch er sich, sie ihrem eigenen Schicksal zu überlassen.
Auf sich allein gestellt, reist Maren mit dem Bus nach Columbia und erkennt schon bald, dass es doch Menschen gibt, die ähnlich empfinden wie sie. Von dem mysteriösen älteren Mann Sully (Mark Rylance) lernt sie, dass sie ihresgleichen an deren Gerüchen erkennt. Doch erst als sie dem rebellischen Lee (Timothée Chalamet) begegnet, fühlt sie sich einem anderen Menschen zum ersten Mal richtig nahe.