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Marthas Geige
und Biografien
Marthas Geige
Die Komponistin Martha von Castelberg war auch eine passionierte Geigerin. Im Jahr 1917 erwarb sie bei Giuseppe Fiorini eine Violine des ursprünglich elsässischen Geigenbauers Michele Deconet (1713–1799). Diese wurde in den 1750er Jahren – als typisch italienische Violine – in Venedig erbaut, wo sich Michele Deconet nach seinen Wanderjahren niederliess.
Seit 2020 verleiht die Martha von Castelberg Stiftung das Instrument in Kooperation mit der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker an junge Musiker*innen. Die Karajan-Akademie wurde zu Beginn der 1970er Jahre vom damaligen Chefdirigenten Herbert von Karajan gegründet und gilt als die hochkarätigste Ausbildungsstätte für Orchestermusiker*innen weltweit.
Das Meisterinstrument bietet den Stipendiat*innen der Akademie über seine reiche Palette an klanglichen Möglichkeiten grosses musikalisches Entwicklunsgspotenzial und kann sie so bei wichtigen Karriereschritten unterstützen. Nach Madeleine Vaillancourt, welche nun Geigerin beim renommierten NDR Elbphilharmonie Orchester ist, spielt Ania Filochowska Marthas Geige, die Deconet «ex-Castelberg».
Biografie Ania Filochowska
Die 1993 in Warschau Geborene debütierte im Alter von zehn Jahren gemeinsam mit dem Rybnik Symphony Orchestra. Bereits ein Jahr später begann sie ihr Studium am Pre-College der Juilliard School bei Itzhak Perlman. In der Saison 2017/2018 war Ania Konzertmeisterin des Curtis Symphony Orchestra. Am Curtis Institut wurde sie unterrichtet von Pamela Frank, Arnold Steinhardt und Aaron Rosand. Ania gastierte bei diversen Festivals, u.a. dem Verbier Festival, Ravinia Festival, Krzyzowa-Music und der Kronberg Academy. Als Kammermusikerin arbeitete sie mit bekannten Künstler*innen wie dem Dover Quartet, Jonathan Biss, Viviane Hagner, Kim Kashkashian und Torleif Thedéen zusammen. In den USA spielte sie u.a. in der Carnegie Hall, dem Lincoln Center und dem Chicago Cultural Center. Andere Engagements führten sie quer durch Europa, nach Kanada, Brasilien und Neuseeland.
Ania Filochowska ist seit September 2018 Stipendiatin der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und studiert nebenbei an der Hochschule für Musik Hanns Eisler bei Antje Weithaas.
Biografie Imogen Holst (1907–1984)
Die in London geborene Imogen Holst besuchte die St Paul’s Girls School in Hammersmith und studierte am Royal College of Music in London. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete sie von 1941 bis 1944 als Organisatorin beim Council for the Encouragement of Music and the Arts und von 1943 bis 1951 als musikalische Leiterin beim Arts Centre in der Dartington Hall School.
1952 ging Imogen Holst als Mitarbeiterin von Benjamin Britten nach Aldeburgh und wurde 1956 künstlerische Leiterin des dortigen Festivals. 1953 gründete sie die Purcell Singers, deren Dirigentin sie bis 1967 war.
Als Komponistin hinterliess Imogen Holst ein umfangreiches Werk, das instrumentale, vokale und orchestrale Genres umfasst. Ebenso vielseitig arbeitete sie als Arrangeurin.
Biografie Graziella Rossi
Sie absolvierte die Schauspielakademien Zürich und Prag. Seit 1983 arbeitet sie als Schauspielerin in der Schweiz, Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich, in den USA und in Kanada in den jeweiligen Landessprachen und in Russland.
Sie tritt als Sängerin bei musikalischen Abenden auf und wirkt in Hörspielen, Radioübertragungen, TV-Serien, Kinofilmen sowie literarischen Abenden mit.
larynx Vokalensemble
Aussergewöhnlichkeit, Exzellenz, Frische und Tiefgang zeichnen die Stimmen des larynx Vokalensemble aus. Das 2005 gegründete Basler Ensemble besteht aus jungen, professionell ausgebildeten Sängerinnen und Sängern und hat sich im Schwerpunkt auf die kammermusikalische Interpretation von wenig bekannten, jedoch musikgeschichtlich bedeutenden und anspruchsvollen Vokalwerken spezialisiert.
Diese Verbindung aus musikalischen Trouvaillen und Preziosen einerseits, sowie einem unverwechselbar homogenen Ensembleklang und virtuosen Einzelstimmen andererseits berührt und überzeugt Publikum und Fachwelt. Für seinen «innovativen Ansatz und seine professionelle Qualität respektive Exzellenz» wurde das larynx Vokalensemble 2012 mit dem Kulturförderpreis des Kantons Basel-Landschaft ausgezeichnet.