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Die reichen Gemeinden geben, die armen Gemeinden nehmen: So kann der interkommunale Finanzausgleich im Kanton Freiburg vereinfacht dargestellt werden. Etwas komplizierter ist er aber doch, denn er besteht aus einem Ressourcen- und aus einem Bedarfsausgleich. Aufgrund des Ressourcenausgleichs müssen die Gemeinden mit hohem Steuerpotenzial den ärmeren Gemeinden einen Teil ihres Steuerpotenzials abtreten. Der Bedarfsausgleich hingegen wird vom Kanton finanziert und beträgt die Hälfte des Ressourcenausgleichs.
Jedes Jahr wird der Betrag für den Ressourcenausgleich neu berechnet; er beträgt 2,5 Prozent des Gesamtvolumens der Steuererträge von acht repräsentativen Steuerarten (Einkommens-, Vermögens-, Gewinn-, Kapital-, Quellen-, Liegenschafts- und Motorfahrzeugsteuer sowie die Kantonssteuer auf den Kapitalleistungen). Nun hat der Staatsrat die Zahlen für 2013 bekannt gegeben: Der Ressourcenausgleich beträgt 25,232 Millionen Franken, der Bedarfsausgleich 12,616 Millionen.
34 Gemeinden mit 137 548 Einwohnern zahlen in den Topf ein, aus dem die 130 anderen Gemeinden mit 147 120 Einwohnern Geld beziehen. Charmey, Domdidier und Rossens waren bisher begünstigt, werden jedoch ab 2013 beitragspflichtig. Bei Delley-Portalban ist es umgekehrt.
Im Seebezirk zahlen zehn Gemeinden in den Topf ein, während 15 Gemeinden Geld erhalten. Im Sensebezirk sind drei Gemeinden beitragspflichtig, 16 Gemeinden profitieren. Im Saanebezirk zahlen zwölf Gemeinden ein, während 24 Geld beziehen. njb