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Die Gemeindeversammlung von Muntelier akzeptierte am Donnerstag einen Planungskredit für Verkehrsberuhigungsmassnahmen und verlangte zwei Projektvarianten.
Eine durchgehende 30er-Zone, optische Signalisationen und Markierungen, Rechtsvortritt, die Verbreiterung des Trottoirs an der Fabrikstrasse, die Versetzung des Fussgängerstreifens am Weidweg sowie die Vergrösserung des Dorfmatt-Kreisels gehören zu den Verkehrsberuhigungsmassnahmen, die der Gemeinderat von Muntelier realisieren möchte. Dem voraus gingen eine Umfrage unter der Bevölkerung und zwei Mitwirkungsanlässe.
An der Gemeindeversammlung am Donnerstag beantragte der Gemeinderat einen Planungskredit über 50‘000 Franken, um das Vorprojekt weiterzuentwickeln, ein Verkehrsgutachten zu erstellen und schliesslich das Bauprojekt reif für die Umsetzung zu machen. Nach heutigem Informationsstand würden die Ausführungskosten dann etwa 500‘000 Franken betragen. «Der Gemeinderat will eine Verbesserung der Sicherheit und der Wohnqualität durch Tempo 30», so Ammann Pascal Pörner.
Unterschiedliche Ansichten
In der Abstimmung lehnte die Versammlung allerdings den Antrag des Gemeinderats mit 45 gegen 37 Stimmen ab. Ebenso scheiterte ein Antrag auf einen Planungskredit von 45‘000 Franken mit der Auflage, ein Projekt in der Grössenordnung von bloss 200‘000 Franken auszuarbeiten. Hingegen nahmen die Stimmbürger einen Antrag aus der Bevölkerung an, der die Erarbeitung zweier Varianten verlangte: eine mit Tempo 30 und eine mit Tempo 50. So wird die Bevölkerung dann beim Vorliegen des Ausführungsprojekts auswählen können.
In der Debatte waren unterschiedliche Ansichten erkennbar. So wurde etwa gesagt, dass Muntelier bereits über eine ziemlich sichere Dorfdurchfahrt verfüge. Ein weiterer Bürger wollte wissen, ob das Vorgehen Murtens in die Überlegungen einbezogen sei. Er erinnerte daran, dass der Murtner Generalrat kürzlich den Betrag für Verkehrsberuhigungsmassnahmen deutlich zusammengestrichen hatte. Andere verteidigten das Vorprojekt mit Tempo 30. Der Verkehr im Dorf habe sich in den letzten 20 bis 30 Jahren verdoppelt, und gefährliche Zwischenfälle wurden beobachtet.
Rechnung mit einem Plus
Die Jahresrechnung 2021 der Gemeinde schliesst bei einem Umsatz von knapp fünf Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 45‘366 Franken ab. Das Budget hatte einen Verlust von 65‘000 Franken vorgesehen. Die Besserstellung um rund 110‘000 Franken ist hauptsächlich auf Mehreinnahmen bei den Steuern zurückzuführen. Die Investitionsrechnung schloss bei Gesamtausgaben von rund 200‘000 Franken mit Nettoinvestitionen von 23‘500 Franken. An der Versammlung vom Donnerstag genehmigten die Bürger noch einen Zusatzkredit über 70‘000 Franken zur Nachführung des Generellen Entwässerungsplans.