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11 Fragen über die angeborene Penisverkrümmung
- Warum wird man mit einer Penisverkrümmung geboren?
- Warum wird man mit einer Penisverkrümmung geboren?
- Welchen Herausforderungen können bei einer angeborenen Penisverkrümmung vorkommen?
- Welchen Herausforderungen können bei einer angeborenen Penisverkrümmung vorkommen?
- An welchen Spezialisten sollte man sich wenden?
- Ab wann sollte operiert werden?
- Wie erfolgt eine operative Begradigung des Penis?
- Welche Komplikationen können entstehen?
- Welche Auswirkung hat die Begradigung eines krummen Penis?
- Wie lange dauert die Heilungsphase nach einer operativen Korrektur?
- Wieviel kostet die Operation?
Warum wird man mit einer Penisverkrümmung geboren?
Die Ursache für die Ausbildung einer angeborenen Penisverkrümmung ist noch nicht vollständig geklärt. Häufig kommt es aufgrund einer zu kurzen Harnröhre (das so genannte „short urethral syndrom“) oder der Bildung von Narbengewebe in den Bindegewebeschichten des Penis zu einer asymmetrischen Ausbildung des Penisschwellkörpers, was letztendlich zur Bildung der angeborenen Penisverkrümmung führt. Die Verkrümmung kann dabei in alle Richtungen weisen.
Wie häufig sind angeborene Penisverkrümmungen?
In der Medizin geht man davon aus, dass ein bis zwei Prozent der Männer an einer angeborenen (kongenitalen) Penisdeviation leiden. Dies ist deutlich weniger verglichen mit dem Vorkommen der erworbenen Penisverkrümmung. Der Ausprägungsgrad der angeborenen Penisverkrümmung kann stark variieren. Die Verkrümmung kann minimal sein, allerdings auch so stark, dass die Penetration nicht mehr möglich ist.
Welche Herausforderungen können bei einer angeborenen Penisverkrümmung entstehen?
Die angeborene Penisverkrümmung wird nicht selten von einer erektilen Dysfunktion begleitet. Betroffene Männer berichten häufig von Problemen bei der Durchführung des Geschlechtsverkehrs durch die Ausprägung der Verkrümmung. Des Weiteren wird oft von Schmerzen beim Geschlechtsverkehr berichtet. Nicht zu unterschätzen ist die negative Auswirkung auf das Selbstwertgefühl des betroffenen Patienten. Vermehrt berichten Männer, dass sie aufgrund der angeborenen Penisverkrümmung Intimität meiden.
Welche Behandlungsoptionen gibt es?
Ein operativer Eingriff kann die angeborene Penisverkrümmung korrigieren. Die konservative Behandlungsmöglichkeit ist hierbei häufig nicht erfolgversprechend. Da weder Penisstrecker noch eine medikamentöse Therapie zu einer Begradigung der angeborenen Penisverkrümmung führen. Eine Behandlung mit den zuvor genannten Hilfsmitteln gilt in Fachkreisen als nicht seriös und sollte deshalb nicht in Betracht gezogen werden.
An welchen Spezialisten sollte man sich wenden?
Die Evaluation des genauen Problems sollte durch einen Facharzt für Urologie und Andrologie erfolgen. Idealerweise ist dieser ebenfalls spezialisiert auf das Gebiet der Genitalchirurgie.
Ab wann sollte operiert werden?
Die verschiedenen Fachgesellschaften empfehlen in ihren Richtlinien ab einem Verkrümmungsgrad von mindestens 30° einen korrigierenden Eingriff vorzunehmen. Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass die Ausprägung der vorhandenen Verkrümmung nicht das einzige Entscheidungskriterium für eine Operation sein sollte.
Allerdings gibt es auch Männer mit einer stärkeren Verkrümmung, die völlig beschwerdefrei sein können und ihre Sexualität genießen, ohne dabei beeinträchtigt zu sein. Ebenfalls gibt es wiederum betroffene Männer, die mit einer geringfügigen Verkrümmung große Beschwerden aufweisen und dadurch kein normales Sexualleben führen.
Als persönliche Entscheidungshilfe können folgende Punkte versucht werden zu beantworten:
- Nimmt die Ausprägung der angeborene Penisverkrümmung eine negative Auswirkung auf mein Sexualleben?
- Kommt es bei mir oder/und meinem Sexualpartner zu Schmerzen während des Geschlechtsverkehr?
- Gibt es negative Auswirkung auf mein körperliches und seelisches Wohlbefinden durch die angeborene Penisverkrümmung?
Diese Fragen können betroffenen Patienten bei der Entscheidung helfen und behilflich sein bei der Frage, ob eine Behandlung sinnvoll ist oder nicht. Ein Spezialist für Penisverkrümmungen sollte auf jeden Fall bei einem entsprechenden Wunsch konsultiert werden.
Wie erfolgt eine operative Begradigung des Penis?
Das Ziel eines operativen Eingriffes ist die Begradigung des Penis und die Wiederherstellung eines funktionellen Penis. Dies soll dem betroffenen Mann ermöglichen wieder aktiv am Geschlechtsverkehr teilnehmen zu können.
Der operative Eingriff bei einer angeborenen Penisverkrümmung erfolgt in der Regel nach Nesbit, in Form einer Rafftechnik. Hierbei wird durch eine Verkürzung bzw. Raffung der längeren (konvexen) Seite des Penis versucht diesen zu begradigen.
Die Operation durch einen erfahrenen Chirurgen stellt eine gute Methode zur Begradigung des Penis dar und kann zu einer vollständigen Korrektur der Penisdeviation führen.
Die Rafftechnik nach Nesbit birgt allerdings gewisse Risiken, wie bei jeder Form des operativen Eingriffes. Nach einer Nesbit Operation kann es bei bis zu 27% der Fälle zu einer neuerlichen Verkrümmung kommen. Daneben berichten ungefähr 20% der Betroffenen von Erektionsstörungen.
Aufgrund dessen haben seit der Erstbeschreibung der Rafftechnik nach Nesbit (im Jahre 1964) einige Modifikationen der ursprünglichen Operationstechnik stattgefunden.
Beispiele hierfür sind:
- STAGE Technik (Superfizielle Tunica Albuginea Exzisions Technik)
- Yacchia Technik
- 16-Dot Technik
- Rotationstechnik
Die Modifikationen und Verbesserungen in der Operationstechnik der sogenannten STAGE Technik (Superfizielle Tunica Albuginea Exzisions Technik) führen laut publizierten Studien dazu, dass eine Begradigung der angeborenen Penisverkrümmung in 99% der Fälle möglich ist und keine Potenzstörungen zu erwarten sind. Dieses wird dadurch erreicht, dass während der Operation keine Öffnung des Schwellkörpers stattfindet und dadurch der Mechanismus der Erektion nicht beeinträchtigt wird.
Welche Komplikationen können bei einer operativen Begradigung des Penis entstehen?
Es kann, wie bei jeder Operation zu Risiken und Komplikationen kommen. Während und/oder nach der Operation kann es zu Blutungen, Entzündungen, Schmerzen, Verlust an Penislänge, Sensibilitätsausfälle, neuerliches Auftreten der Verkrümmung, erektile Dysfunktion, usw. kommen.
Welche Auswirkung hat die Begradigung eines krummen Penis?
Die operative Korrektur führt in der Regel zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität auf körperlicher und funktioneller, aber vor allem auch auf psychischer Ebene. Vor allem junge Männer, die an einer angeborenen Penisverkrümmung leiden, sollten sich deshalb nicht davor scheuen, den Rat eines Spezialisten in Anspruch zu nehmen, um eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen. Welche Operationstechnik angewandt werden sollte und kann, hängt von der Präferenz des Patienten und der Erfahrung des Operateurs ab.
Wie lange dauert die Heilungsphase nach einer operativen Korrektur?
Durchschnittlich ist damit zu rechnen, dass bereits nach vier bis sechs Wochen wieder aktiv am Geschlechtsverkehr teilgenommen werden kann.
Worauf belaufen sich die Kosten einer Operation?
Die Kosten beginnen bei 4900 Euro.
Das Wichtigste zur Behandlung einer angeborenen Penisverkrümmung kurz zusammengefasst:
- Ein bis zwei Prozent der Männer leiden unter einer angeborenen Penisverkrümmung, die häufig von einer Einschränkung des Sexuallebens begleitet wird.
- Bei einer Beeinträchtigung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens kann eine operative Begradigung in Erwägung gezogen werden.
- Die Korrektur verbessert häufig das Lebensgefühl der Betroffenen deutlich. Geschlechtsverkehr ist in der Regel bereits nach etwa vier bis sechs Wochen wieder möglich.
- Nach der Operation können Nebenwirkungen wie Blutungen, Entzündungen, Schmerzen, Verlust an Penislänge, Sensibilitätsausfälle, neuerliches Auftreten der Verkrümmung, erektile Dysfunktion auftreten.
- Eine operative Begradigung einer angeborenen Penisverkrümmung kostet in etwa 4.900 Euro aufwärts.
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