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Laut einer vom Ponemon Institute in den USA durchgeführten Studie, sind Rechenzentren in den letzten Jahren verlässlicher geworden. Sowohl Teilausfälle als auch Totalausfälle dauern weniger lang, als noch vor drei Jahren. Trotzdem sind Ausfälle im Schnitt teurer geworden.
Für die Studie wurden die Betreiber von 67 Rechenzentren mit einer Minimalgrösse von rund 250 Quadratmetern befragt. Um die Kosten eines Ausfalls abzuschätzen, versuchten die Autoren sowohl direkte als auch indirekte Kosten zu erfassen, zum Beispiel Schäden an der Infrastruktur, veringerte Produktivität, nicht realisierte Umsätze oder Vertrauensverlust bei potentiellen Kunden.
Mehr als 90 Prozent der untersuchten Rechenzentren hatte in den letzten zwei Jahren mindestens einen grösseren Ausfall zu beklagen. Totalausfälle dauerten im Schnitt 119 Minuten - bei der ersten Ausgabe der Studie 2010 waren es noch 134 Minuten. Die Länge von Teilausfällen verringerte sich zwischen 2010 und 2013 von 59 auf 56 Minuten. Gleichzeitig stiegen die durchschnittlichen Kosten pro Minute von 5600 auf 7900 Dollar, so dass sowohl Teilausfälle als auch Totalausfälle signifikant teurer wurden.
Aufgrund von Trends wie Virtualisierung, Rechenzentrumskonsolidierung und der generell steigenden Leistungsdichte der Hardware laufen heute in einem durchschnittlichen Rechenzentrum mehr unternehmenskritische Services als noch vor drei Jahren. Zudem werden Geschäftsmodelle von Unternehmen zunehmend "digitalisiert" und Einnahmen ganz direkt von einer funktionierenden IT abhängig. Wie das Ponemon Institute anmerkt, macht sich dies gegenwärtig vor allem in Branchen bemerkbar, die früher noch etwas weniger IT-abhängig waren als der Durchschnitt aller Unternehmen, bespielsweise in der Tourismusbranche oder im öffentlichen Sektor. (hjm)