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Der Internationale Währungsfonds hilft Argentinien mit bis zu 50 Milliarden Dollar. Die Kreditvereinbarung laufe über drei Jahre und müsse noch vom IWF-Aufsichtsgremium gebilligt werden, teilten die Regierung und der Fonds am Donnerstag in Buenos Aires mit.
Nach Angaben des Präsidialamtes verpflichtet sich das Schwellenland im Gegenzug, das Haushaltsdefizit von 2,2 Prozent auf 1,3 Prozent im Vergleich zur Wirtschaftsleistung zu verringern.
«Wir begrüssen die Absicht der Behörden, das Tempo zu beschleunigen, mit dem sie das Defizit verringern, und das Primärgleichgewicht bis 2020 wiederherzustellen», schrieb IWF-Chefin Christine Lagarde auf ihrem Twitter-Account.
Argentinien hatte am 8. Mai Hilfen des IWF beantragt. Hintergrund ist ein Verfall der Landeswährung, weil viele Investoren ihr Geld aus Schwellenländern abziehen.
Peso verlor massiv an Wert
Der frei schwebende Peso wurde im Mai um rund 25 Prozent abgewertet. Bei dem Versuch, die Abwertung zu bremsen, verlor die argentinische Zentralbank rund 10 Milliarden Dollar der Devisenreserven. Das Primärdefizit Argentiniens betrug 3,9 Prozent des Staatsetats in 2017. Die für 2018 geplante Senkung auf 3,2 Prozent wurde nach dem Abkommen mit dem IWF auf 2,7 Prozent beschleunigt.
Die Vereinbarung mit dem Fonds ist ein Wendepunkt für das südamerikanische Land, das 2001 und 2002 eine schwere Wirtschaftskrise durchlebte. Viele Bürger machten dafür die vom IWF verordneten Sparmassnahmen verantwortlich. Die Regierung argumentiert, die jetzt vereinbarten Hilfen seien ein Sicherheitsnetz. Damit würden Krisen wie in der Vergangenheit verhindert.