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Es war einmal ein Wesen… das Weihnachten nicht mochte. Die Geschichte vom Grinch ist fast märchenhaft. Sie beginnt traurig und endet glücklich und fröhlich. Man könnte sie daher ein «modernes Märchen» nennen.
Das Wunder, das Weihnachten vereint
Zu Beginn des Films gibt es zwei verschiedene Einstellungen. Einerseits gibt es die Bewohner von Whoville. Diese freuen sich sehr auf Weihnachten und bereiten sich friedlich darauf vor. Andererseits gibt es den Grinch, welcher zusammen mit seinem Hund in einer Höhle auf einem Berggipfel oberhalb von Whoville wohnt. Im Gegensatz zu den Bewohnern von Whoville ist dieser böse und mag Weihnachten überhaupt nicht, aufgrund schlechter Kindheitserinnerungen. Er kann die fröhlichen Gesänge, die er bis zu seiner Höhle hört, nicht ausstehen und entscheidet sich dazu, Weihnachten zu verhindern. Dazu will er den Bewohnern von Whoville alle Geschenke und Dekorationen stehlen. Trotz diesem Diebstahl feiern die Einwohner von Whoville gemeinsam Weihnachten. Dies zeigt dem Grinch, wie auch dem Publikum, dass Weihnachten ein Fest der Liebe ist und das Zusammensein viel wichtiger ist als Geschenke und alles Materielle. So entscheidet sich dann der Grinch um, bringt alle gestohlenen Sachen zurück und feiert dann, mit den Dorfbewohnern vereint, Weihnachten.
Drei Versionen – Ein Grinch
Die Filme des Grinches basieren auf dem Kinderbuch Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat aus dem Jahre 1957 von Dr. Theodor Seuss Geisel, einem US-amerikanischen Kinderbuchautor. Ein erster Zeichentrickfilm wurde 1966 produziert. Später folgten im Jahre 2000 der Spielfilm mit Jim Carrey in der Rolle des Grinches und 2018 nochmals ein 3D-Animationsfilm.
Der Zeichentrickfilm von 1966 dauert nur etwa 25 Minuten und ist sehr schön anzuschauen. Es ist sozusagen das «Original» und das hat seinen Charme. In der originalen englischsprachigen Fassung verleiht Boris Karloff dem Grinch die Stimme, wie auch gleichzeitig dem Erzähler. Diese Version mag ich am liebsten.
Der Spielfilm hat ein sehr schönes Szenenbild. Dort sind auch die Charaktere sehr gut geschminkt und verkleidet. Die Schauspieler sind gut, obwohl der Film etwas kitschig sein kann. Der neue 3D-Animationsfilm ist gut animiert und ebenfalls mitreissend. Benedict Cumberbatch spricht in der Originalfassung den grünen Weihnachtshasser, während ihm Comedy-Star Otto Waalkes in der deutschen Version die Stimme lieh.
Ein schönes Weihnachtsmärchen
Die Geschichte des Grinches beginnt tragisch und man kann seine Traurigkeit spüren, obwohl er böse ist. Es ist schön, dass sich der Grinch am Schluss mit den Einwohnern von Whoville vereint und mit ihnen ein frohes Weihnachtsfest feiert. Wer die Geschichte des Grinches noch nicht in einer Verfilmung gesehen hat, dem empfehle ich sehr, eine oder sogar mehrere Versionen anzuschauen. Aber auch Personen, die schon die eine oder andere Version gesehen haben, rate ich, den Film erneut anzusehen, oder sich mit einer anderen Fassung bekannt zu machen.
Wenn ihr den griesgrämigen Grinch nicht sehen wollt und vielmehr Lust auf eine tolle Komödie habt, könnt ihr nachsehen, was wir euch gestern empfohlen haben.