Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/216803

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, eine Ausweitung an der Beteiligung des Bundes an der Entschädigung von Schäden durch Grosse Beutegreife (durch Wolf uvm) vorzunehmen, wenn Angriffe auf geschützte Herden erfolgten und Nutztiere verletzt oder vermisst wurden oder abgestürzt sind.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Gemäss Artikel 13 Absatz 4 des Jagdgesetzes (JSG, SR 922.0) und Artikel 10 der dazugehörenden Jagdverordnung (JSV, SR 922.01) beteiligen sich Bund und Kantone an der Vergütung von Schaden, der durch Tiere bestimmter geschützter Arten, wie beispielsweise den Grossraubtieren, verursacht wird.</p><p>Die Kantone ermitteln die Schadenverursacher und die Höhe der Vergütung. Sie verlangen dafür das Vorweisen der von Grossraubtieren gerissenen oder verletzten Nutztiere. Den Kantonen steht es gemäss dem Konzept Wolf Schweiz offen, ob sie im Sinne der Kulanz in plausiblem Umfang auch die Kosten für vermisste Nutztiere, die Bergungskosten von Kadavern oder die Pflegekosten für verletzte Nutztiere entschädigen wollen.</p><p>Der Bund erstattet den Kantonen bereits heute 80 Prozent der von ihnen ausbezahlten Schadenvergütungen zurück. Dabei werden auch die erwähnten Kulanzzahlungen der Kantone gemäss der geltenden Praxis vom Bund grundsätzlich akzeptiert. Eine Ausweitung der Beteiligung des Bundes an der Entschädigung von Nutztierschäden erweist sich deshalb als nicht notwendig.</p><p>Der Bundesrat ist hingegen bereit, den Handlungsspielraum innerhalb des geltenden Jagdgesetzes durch Anpassungen auf Verordnungsstufe auszunutzen. Entsprechend beantragt er die gleichlautenden Motionen der Kommissionen für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates (20.4340) und des Ständerares (21.3002) "Schweizer Wolfspopulation. Geregelte Koexistenz zwischen Menschen, Grossraubtieren und Nutztieren" zur Annahme.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.