Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/151363

<h2>SubmittedText<h2><p>SRF rühmt sich seiner neuen Signete wie eben für "Rendez-vous am Mittag" oder "10 vor 10", verschweigt den Gebührenzahlern aber die exorbitanten Produktionskosten. Für ein paar Sekunden Dauer werden Komponisten und Grossorchester aufgeboten. Bei privaten Medien belaufen sich vergleichbare Kosten auf maximal 2000 Franken pro Signet, bei der SRG liegen sie wohl zwanzigmal höher.</p><p>Ist der Bundesrat immerhin in der Lage, die Vollkosten für die Produktion der vorstehend erwähnten beiden Signete dem Publikum nachzuliefern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Transparenzpflichten der SRG sind deutlich grösser als jene privater Unternehmen. In ihrem Jahresbericht teilt die SRG der Öffentlichkeit regelmässig ihre Erfolgsrechnung, Bilanz und die wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen mit. Gegenüber dem UVEK hat die SRG weiter gehende Rechenschaftspflichten. Hingegen ist die SRG nicht verpflichtet, über jede einzelne Ausgabe zu orientieren.</p><p>Die Kosten für die Modernisierung der Sendungssignete liegen unter dem vom Fragesteller geschätzten Betrag. Die SRG darf zur Publikumsbindung ihre Sendungssignete modernisieren und attraktiv gestalten. Gemäss ihren Angaben wurde die Erneuerung des "10 vor 10"-Signets nötig, um den höheren visuellen Qualitätsvorgaben der HD-Technologie zu genügen. Die Kosten im Rahmen dieser Umstellung sind durch die normal budgetierte regelmässige Markenpflege abgedeckt. Bezüglich der Radiosendung "Rendez-vous am Mittag" handelt es sich um den Ersatz eines Signets, das aus dem Jahr 1997 stammt und ebenfalls im Zuge der Radiodigitalisierung aufgefrischt wurde.</p>