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Die Ursachen von Kinderarbeit bekämpfen
| Datum: 11/06/2021
Das Jahr 2021 wurde zum Internationalen Jahr für die Abschaffung der Kinderarbeit erklärt. Denn als Folge der Covid-19-Pandemie nimmt die Kinderarbeit zum ersten Mal seit über zwanzig Jahren wieder zu. Der überwiegende Teil findet in der Landwirtschaft statt, aber auch der Dienstleistungs- und Industriesektor muss sich mit diesem Problem auseinandersetzen. Wir sind in einigen Regionen tätig, in denen Kinderarbeit besonders häufig vorkommt – unter anderem in Afrika.
In der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo), wo wir grosse Kobaltbetriebe haben, sind wir häufig mit dem Problem der Kinderarbeit im Zusammenhang mit dem artisanalen Kleinbergbau konfrontiert. Glencore verarbeitet, kauft oder verkauft kein Material aus dem artisanalen Kleinbergbau. Wenn er verantwortungsvoll und transparent betrieben wird, kann der legale Kleinbergbau aber eine wichtige und nachhaltige Rolle in der Wirtschaft der DR Kongo spielen.
Wir tolerieren keinerlei moderne Sklaverei und Form von Kinder- oder Zwangsarbeit – weder in unserem Unternehmen, noch in unserer Lieferkette. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass die Antwort zur Bekämpfung der Kinderarbeit nicht darin besteht, sich aus Ländern und Regionen zurückzuziehen, in denen dieses Problem besteht. Viel mehr sind Investitionen notwendig, um die sozioökonomische Situation vor Ort zu verbessern. Nur so kann das Problem auf globaler Ebene angegangen werden.
Projekte vor Ort leisten Hilfe
Wir wollen Teil der Lösung sein. Deshalb sind wir im August 2020 der Fair Cobalt Alliance (FCA) beigetreten. Die Mission der FCA ist es, einen positiven Wandel des artisanalen Kleinbergbaus in der DR Kongo herbeizuführen. Zu ihren Zielen gehört, Kinderarbeit abzuschaffen und den artisanalen Kleinbergbau durch die Einführung verantwortungsvoller Bergbaupraktiken zu professionalisieren und alternative Einkommensmöglichkeiten zu fördern, um so die weitreichende Armut der Region zu verringern.
Lesen Sie hier von weiteren Projekten, die wir basierend auf lokalen Bedürfnissen erstellt haben.
Lesen Sie hier von weiteren Projekten, die wir basierend auf lokalen Bedürfnissen erstellt haben.
Wir unterstützen seit vielen Jahren ein Sommercamp-Programm in Kolwezi. Es ermöglicht Eltern, weiter zu arbeiten, während ihre Kinder an einem breiten Spektrum von Freizeit- und Bildungsaktivitäten teilnehmen. Wegen der Pandemie und der daraus resultierenden staatlichen Einschränkungen konnten wir unser übliches Sommercamp im Jahr 2020 nicht durchführen. Stattdessen haben wir Schulmaterial wie Schultaschen, Uniformen und Schulhefte für 10’300 Kinder gekauft, um die Familien finanziell zu entlasten. Wir planen, das Sommercamp wiederaufzunehmen, sobald es die Situation erlaubt.
Unser Team in der DR Kongo hat vier Jugendkioske in den Gemeinden in der Nähe unserer Betriebe eingerichtet. Ein Kiosk ist ein System, das Informationen via Touchscreen bereitstellt. Diese Kioske helfen bei der Lösung von Problemen wie auch bei der Organisation von kulturellen und sportlichen Aktivitäten. Ein Beispiel hierfür sind die vier Gesundheitsspaziergänge, die von unserem Tochterunternehmen KCC durchgeführt worden sind und an denen 431 Teilnehmende dabei waren.
Wir sind ausserdem stolz, den Bau des Waisenhauses «Maison Kwetu» unterstützt zu haben. Es hat eine Kapazität von 130 Betten und befindet sich in einem Vorort von Kolwezi.
Mit all diesen Programmen tragen wir dazu bei, die sozioökonomischen Ursachen von Kinderarbeit zu bekämpfen und den Kindern durch Bildung und Kompetenzentwicklung bessere Möglichkeiten zu bieten. So unterstützen wir die lokalen Gemeinden dabei, ihre Wirtschaft zu diversifizieren und der Armut zu entkommen – dem Hauptgrund für Kinderarbeit.