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Thomas König schreibt am 28. November 2016:
Die teuerste Schallplatte der Welt
Ringo Starr hat die Nummer 1 der Erstpressung des weissen Doppelalbums der Beatles für einen wohltätigen Zweck versteigern lassen und erzielte dabei $ 790'000.-! Da Ringo der älteste der Beatles ist, erhielt er die Nummer 1, die anderen drei Bandmitglieder analog die Nummern 2 bis 4. Nummer 5 wurde schon von einem Engländer kürzlich für € 23'000.- gekauft, das ist also das verkaufte Exemplar mit der tiefsten erhältlichen Nummer. Die Summe von $ 790'000.-gibt einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde und bestätigt wieder einmal, wie gewinnträchtig das Sammeln von Langspielplatten sein kann. Eigentlich wäre der Betrag für eine LP ja bloss die Hälfte, da es sich ja um ein Doppelalbum von 1968 handelt, aber darüber blicken wir grosszügig hinweg. Das weisse Doppelalbum gehörte bis jetzt schon in seinen frühen Pressnummern 1 bis 10 in der originalen Monoversion aus dem Fundus von John Lennon, die angeblich in seiner Wohnung auf dem Couchtisch lagen und guten Freunden bei Besuchen verschenkt wurden, zu den teuersten verkauften Langspielplatten, wurden diese Exemplare doch schon um $ 20'000.- veräussert. Bei mir selbst waren die LPs dieses Doppelalbum die ersten, selbst neu gekauften Platten und bilden heute noch die Basis meiner Plattensammlung. Der Wert einer Erstpressung in gutem Zustand liegt heute bei gegen 200 Euro, aber bei mir hat das viel mehr symbolischen Wert. Es gibt übrigens in New York den Sammler Rutherford Chang, der nur Exemplare des weissen Doppelalbums der Beatles sammelt (hier der Link zu seiner Homepage). Er listet die Nummern seiner Exemplare auf seiner Homepage auf und hat viele Exemplare davon, bei welchen die weisse Hülle oder auch die beigelegten vier Hochglanzfotos der Fab Four von den Besitzern (oder deren Kindern etc.) angemalt, bekritzelt oder einfach „grafisch ergänzt“ wurden. Auf jeden Fall handelt es sich hierbei um Schallplatten oder eben deren Hüllen und Beilagen, die alle eine sehr persönliche Geschichte haben und Nostalgie und Zeitgeschichte repräsentieren…
Thomas König schreibt am 20. März 2013:
Atlas ist der teuerste Tonabnehmer von Lyra. Wer bereit ist, beim Kauf eines Tonabnehmers in diese Sphären vorzudringen, dem kann diese Topzelle gemäss diesem Test empfohlen werden. Ich kenne aktuell die Lyra Dorian, die günstigste Zelle von Lyra, welche mehr als fünfmal weniger als die Atlas kostet. Diese klingt exzellent. Zu sagen ist, dass ich sie am hervorragenden Drehtonarm Simplicity von Micha Huber und auf einem exzellenten PTP-Lenco von Peter Reinders gehört habe. Huber und Reinders haben wohl beide ebenfalls einen gewichtigen Beitrag zum exquisiten Hörerlebnis geleistet!
Thomas König schreibt uns am 30. Januar 2012:
Sony gibt zum 125. Geburstag von Arthur Rubinstein eine neue Komplettedition heraus: 142 CDs, 2 DVDs 3 Bonus CDs. Alles was der Pianist bei RCA seit 1928 aufgenommen hat (+ HMV + LP bei Decca) mit original Liner Notes, die auf CD- Grösse kaum lesbar sind. Die Edition von 94 CDs, welche vor 12 Jahren herauskam, kostete je nach Land zwischen 1'400 und 2'000 Franken, kürzlich wurden auf Amazon noch $ 3279 dafür bezahlt. Die neue Box kostet gemäss Listenpreis ca. Fr. 300.- (also etwas über Fr. 2.- pro CD). Was lernen wir daraus? Digital ist praktisch wertlos, obwohl hier einzigartige Kulturdokumente angeboten werden. Nachdem Rubinstein mit Frauen, Cognac und Zigaretten fast sein Kapital, das Klavierspielen ruiniert hätte, schränkte er sich in diesen Bereichen nach wilden Jugendjahren (zusammen mit Picasso und Jean Cocteau!) etwas ein. Aber noch mit 90 Jahren verliess er seine seit 45 Jahren angetraute Ehefrau wegen einer 58 Jahre jüngeren Dame. Vermutlich hat sie sein Fingerspiel noch geschätzt? Wenn man nur die Hälfte davon glaubt, was er über sich erzählt hat, liegt man vermutlich immer noch auf der optimistischen Seite.
Da lob ich mir doch LPs aus dem Brockenhaus von Arthur Rubinstein, dafür zahle ich ja auch nicht mehr als der Preis pro CD in der neuen Edition. Da habe ich dann zwar nicht alles, aber dafür einen kompletteren Ton vom Meister...
Im Folgenden suchen Mitglieder...
Interesse an einem Analog-Stamm in Frauenfeld?
Wir sind zwei Analoghörer und Vinylfreunde und suchen Kollegen und Kolleginnen mit gleichen Interessen zum Austausch, Musikhören, LP-Tauschen, Erfahrungsaustausch. Wer hat Interesse? Bitte melden Sie sich bei:
Stefan Hilzinger Tel. 052 740 01 05
Jürg Buchegger Tel. 052 720 62 73
Eintauchen in eine hochspannende Analogwelt
Matthew Rotunda, ein passionierter Musikliebhaber führt in San Franciso seit 2006 seinen Hörraum und sein Geschäft Pitchperfectaudio. Er führt an der amerikanischen Westküste Produkte wie: Shindo, Leben, Auditorium23, EMT, Sentec, Lignolab und weitere aus Europa, Asien und den USA. Wenn man ihn selbst schon kaum besuchen kann, möchte ich unseren Mitgliedern doch seine hochspannende Homepage empfehlen, auf der man mit Bildern und Texten in eine hochemotionale Analogwelt eintauchen kann. Viel Vergnügen wünscht
Thomas König
Furious?
Thomas König weist uns auf folgende Homepage hin:
Marc Phillips schreibt seit Februar 1998 praktisch monatlich seine Kolumnen unter "The Vinyl Anachronist". Er ist nur einer aus einer grossen Zahl von aktiven Personen, welche sich hier mit Ihren Beiträgen (primär über analoge Geräte und Schallplatten!) auf der Homepage vom "Perfect Sound Forum" artikulieren. Warum das unter http://www.furious.com/perfect/vinylanachronist.html läuft, war mir anfangs ein Rätsel, bis ich beim Lesen einiger Artikel feststellen musste, dass da immer wieder Frust und Wut von vielen Personen deponiert werden, weil ein grosser Teil der Industrie hinter der konservierten Musik und hinter den Geräten immer wieder (zum Glück vergeblich!) versucht hat, alles Analoge bei Seite zu schieben und kalt zu stellen. Aber gerade in letzter Zeit werden wieder mehr die analogen Qualitäten und deren "Querschnittskompetenzen" akzeptiert und gewürdigt. Somit werden, nebst der Kritik an allem Analogen - oder eigentlich gerade deswegen - auch die möglichen Qualitäten von analogen Musikaufzeichnungen und -Reproduktionen anerkannt! (Eintrag: 17. März 2011)
Free turntable strobe discs
Den folgenden "Gratistipp" haben wir von Thomas König erhalten:
Wer die rund Fr. 100.- für die legendäre KAB Strobe Disk (die ich grundsätzlich sehr empfehlen kann!) sparen möchte, dem wird bei "extremphono" geholfen. Denn hier gibt es sowohl für 50Hz wie für 60 Hz Strom (110Volt/230Volt) eine Gratisvorlage zum Downloaden und zum Ausdrucken. Hauptsache die Drehgeschwindigkeit stimmt genau; und mit dieser Vorlage (und eigener Lampe!) lässt sie sich gratis überprüfen und einstellen.
(Dieser Eintrag erfolgte am 9. März 2011)
Der Stammtisch Basel diskutierte über "Strain Gauge Cartridges"
Thomas König meldet uns:
Am Februarstammtisch 2011 der Region Basel waren die "Strain Gauge Cartridges" eine Hauptgesprächsthema. Diese Weiterentwicklung der keramischen TA macht Herr Ledermann von der Firma Soundsmith. Nachdem das Grundprinzip eigentlich aus den Anfängen der elektrischen Verstärkung von Schallplattensignalen kommt und in den 70er Jahren von den Firmen Technics und Panasonic für die Entwicklung der Quadrophonie der Schallplatte voran getrieben worden war, ruhte diese Technik seither in einer Art Dornröschenschlaf… bis Herr Ledermann sie wiederbelebte. Ledermann ist auch bekannt für seine hochwertigen Moving Iron-TA, spezielle TA für B&O-Geräte, und für das Retippen von TA.
Im Gegensatz zu allen übrigen TA, wo Generatoren (mit entsprechender Masse!) in Bewegung gebracht werden müssen und so kleinste bis kleine Spannungen entstehen, die unterschiedlich stark verstärkt werden müssen, besitzt ein Strain Gauge TA eine vergleichsweise extrem leichte Masse, die primär aus Cantilever mit Diamant und zwei piezoelektrischen Kristallen besteht, deren Abstand ändert und so ein Widerstandsunterschied entsteht. Mit einer externen Stromversorgung aus zugehörigem, ganz speziellem Phonoverstärker versorgt, arbeitet ein solches System grundsätzlich linear von 0 Hz bis über 50 kHz! Die weiteren Vorteile gegenüber "konventionellen" TA sind sehr vielfältig, so kann z.B. problemlos der Cantilever mit neuem Diamanten mit Umstecken gewechselt werden, sonst gibt es eigentlich keine Alterung in einem solchen System. Das ganze System funktioniert bestens mit nur 1Gramm Auflagegewicht! Ohrenzeugen schwärmen in den Foren. Dabei kommt natürlich die Frage auf, ob diese Technik so schwer zu nutzen ist, dass momentan nur ein kommerzieller Anbieter vorhanden ist. Oder steht uns eine analoge Evolution bevor? Die Preisspanne bei der Firma Soundsmith reicht in den USA von 5'000.- bis 15'000 Dollar, je nach Phonovorverstärker, das Ganze befindet sich also im Hoch- bis Höchstpreissortiment (aber die Phonovorstufe ist in diesem Preis dabei und man ist ja auch systemgebunden.) Weitere interessante Infos erhält dieser Link!
(Eintrag vom 28. Februar 2011)
Mein neuer Mono-Tonabnehmer
Auf der Suche nach einem an ein herkömmliches Headshell passenden Monotonabnehmer bin ich beim kleinen japanischen Hersteller Myiajima Laboratory (http://www.miyajima-lab.com/e-mono.html) fündig geworden, der mir durch Besprechungen in der Presse und in Foren aufgefallen ist.
Der Homepage (die leider auf eine abschreckende Weise auf Englisch übersetzt wurde) entnahm ich, dass der Hersteller eine beachtliche Auswahl an Monotonabnehmer anbietet. Für mein Budget und Set-Up schien mir das Spirit Mono High ideal zu sein. Dieses High-Output MC kann ich direkt an meinem GSP Jazz-Club Phono Amp anschliessen.
Übrigens, die Monoabtaster von Myiajima tasten nur die lateralen Auslenkungen der Platte ab, und sind somit für Stereoplatten nicht zu gebrauchen.
Anhören konnte ich den Abtaster vor dem Kauf nirgends, also der sprichwörtliche Griff in den Nebel. Aber ich wurde glücklicherweise positiv überrascht. Das Spirit Mono machte bei allen Monoplatten, die ich bis jetzt auflegte, sehr viel Spass und gefiel mit seiner kräftigen und offenen Abstimmung deutlich besser als das Denon DL 102, das zuvor in Gebrauch war.
Den Vertrieb in der Schweiz nimmt Audio Leman wahr, und der Preis liegt um die 700 Franken.
Autor: M.K. "Monk"
Und nochmals Begeisterung für einen Tonabnehmer
Begeistert von seinem neuen Tonabnehmer ist auch unser Mitglied Max Leuthold. Es handelt sich um einen "London Decca Maroon". In diesem PDF-File können Sie nachlesen warum...