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Thomas, amerikan. Zeichner und Illustrator, geb. zu
Landau in der Pfalz, wanderte 1846 mit seinen Eltern nach Amerika aus, wo er Zeichner für
FrankLeslies«Illustrated Newspaper» wurde und, ohne einen Lehrer gehabt zu haben, zahlreiche
Skizzen und Zeichnungen für den Holzschnitt lieferte. In dieser Eigenschaft bereiste er 1860-61 für verschiedene englische
und amerikanische Journale Europa und trat nach seiner Rückkehr in Verbindung mit «Harper'sWeekly», für welches er zahlreiche politische Karikaturen und sonstige Zeichnungen von ungemeiner Gewandtheit liefert.
Nebenbei malt er auch in Öl und Wasserfarben.
Heinrich, Bildhauer, geb. im Dorf Graun in Tirol, wurde in Meran von einem Bildhauer,
Namens Bendel, fünf Jahre unterrichtet, ging dann nach Augsburg, wo er für den Bischof einen Christus
schnitzte und sich ein halbes Jahr unter
Geyer im Zeichnen vervollkommnete. Er besuchte darauf die Akademie zu München, wo
er
Widnmanns Schüler war, ging aber schon nach einem Jahr aus Gesundheitsrücksichten nach Riva, ließ sich in Venedig
nieder, bis der Krieg 1866 ihn zwang, sich unter die Fahnen zu stellen.
Nach Beendigung des Kriegs besuchte er, wenn auch nur auf kurze Zeit, Italien und kehrte zuletzt nach München zurück. Abgesehen
von einigen trefflichen Büsten, mit denen er zuerst aufgetreten war, sind seine
Hauptwerke: eine Kolossalstatue des germanischen
Gottes Wodan, der auf der
Wiener Ausstellung 1873 große Anerkennung fand (Privatbesitz in Bogenhausen
bei München), der meisterhafte
Kopf eines schlafenden Satyrs, ein Denkmal des Hauptmanns Schleining in Darmstadt und ein
Konkurrenzentwurf für das Schumann-Denkmal in Leipzig.
Julius, Historienmaler, geb. zu
Köchen, war anfangs Buchhändler, bildete sich dann
in Nürnberg unter Kreling und sechs Jahre lang in München unter Moritz v. Schwind und besuchte
später wiederholt Italien. Von seinen sehr poetisch aufgefaßten und nach Schwinds Vorbild höchst anmutig behandelten Sagen-
und Märchenbildern nennen wir: der Englische Gruß, der Krötenring (beide im Besitz des
Herzogs von Anhalt-Dessau),
KaiserHeinrich der Vogelsteller und Prinzessin Ilse (1866, Privatbesitz in Hamburg), die acht Freskogestalten
aus der Geschichte der Völkerwanderung (Villa Lingg bei Lindau am Bodensee), ein andrer Cyklus zur Geschichte der Völkerwanderung
in 15 Kohlekartons (in Photographien herausgegeben 1874), Schwinds Aschenbrödel in Wachsfarben im Römischen Haus zu Leipzig
(1874), die Kupferradierungen der Zeichnungen Schwinds zu Ed.
Mörikes «Historie von der schönen Lau», der große, überaus reizende
Freskencyklus: das Schicksal der Götter nach der deutschen Heldensage (1874-77, in einem Privathaus zu Hamburg) und sieben
Temperabilder aus dem germanischen Epos «Helgi und Sigrun» im v.
Flotowschen Schloß in
Mecklenburg (1879).
Karl Georg, Genremaler, geboren zu Königsberg i. Pr.,
war anfangs Schüler der dortigen Akademie unter
Rosenfelder und ging 1851 nach München, wo er sich aber autodidaktisch weiter
bildete. Seine beliebten Bilder sind treffliche humoristische Darstellungen aus dem Volksleben oder auch aus dem Leben der
katholischen Geistlichkeit, das er in der harmlosesten Weise vorführt. Hauptbilder von ihm sind: der
Anachoret, der Besuch im Kloster, die Schachspieler,
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Zitherspieleritt im Garten, zur Fastenzeit (ein geistlicher Herr als Angler), das Frühstück, Schmetterlingsjäger, der
alte Pechvogel u. a.