Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/47544

<h2>SubmittedText<h2><p>Gemäss einer Medienmitteilung werden alle Strassensignalisationstafeln auf dem gesamten Strassennetz unseres Landes ersetzt. Diese Massnahme wird u. a. mit der Notwendigkeit einer lesbareren Schrift begründet.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, zu folgenden Fragen Stellung zu nehmen:</p><p>1. Wie viele zu ersetzende Signalisationstafeln umfasst das schweizerische Strassennetz (National-, Haupt- und Nebenstrassen)?</p><p>2. Innerhalb welchem Zeitraum findet diese Ersatzaktion statt?</p><p>3. Wie gross sind die Gesamtkosten (Abbau/Entsorgung der bisherigen Signalisation, Herstellung der neuen Tafeln und Aufbau vor Ort)?</p><p>4. Haben sich die Kantone und die Gemeinden an den Kosten zu beteiligen und, wenn ja, in welchem Umfang?</p><p>5. Werden die neuen Signalisationstafeln von Schweizer Unternehmungen hergestellt?</p><p>6. Erachtet er das Ersetzen der gesamten Strassensignalisation in Berücksichtigung der finanziellen Situation der öffentlichen Haushalte als eine vordringliche Aufgabe? Könnte er ein Hinausschieben dieser Perfektions- und Luxusaktion verantworten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Astra-Frutiger-Schrift löst die noch auf Schablonenzeichnungen basierende Schrift ab, die Anfang der Sechzigerjahre des letzten Jahrhunderts vom Schweizerischen Verband der Strassen- und Verkehrsfachleute ausgearbeitet worden war. Mit der nunmehr in digitaler Form vorliegenden Schrift, deren Erkenn- und Lesbarkeit gegenüber der alten verbessert wurde, steht allen Interessierten ein bisher fehlendes effizientes Arbeitsinstrument zur Verfügung.</p><p>Die Einführung der neuen Schrift hat indessen nicht eine generelle Erneuerung der bestehenden Strassentafeln zur Folge; dies wäre - wie in der Anfrage festgestellt wird - mit riesigen Kosten verbunden und ist auch gar nicht notwendig. Die neue Schrift soll vielmehr dort verwendet werden, wo Tafeln neu aufgestellt oder aus zwingenden Gründen (z. B. nach massiven Beschädigungen oder altershalber) ersetzt werden müssen. Da die Tafeln aus den genannten Gründen nur im ordentlichen Rahmen erneuert werden müssen, wird sich die Umstellung auf einen sehr langen Zeitraum erstrecken. Aus der Einführung der neuen Schrift resultiert somit keine zusätzliche finanzielle Belastung der Gemeinden oder der Kantone. Die eigentlichen Projektkosten von rund 40 000 Franken für die Entwicklung der neuen Schrift sind gering und werden vom Bund getragen.</p>  Antwort des Bundesrates.