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Mit einem absoluten Tiefstand an aktiven Mitgliedern wurde das letzte Viertel der ersten 100 Jahre des Turnvereins in Angriff genommen.
Beinahe als Periode der „Fäschter“ könnten die folgenden Jahre eingestuft werden: Turnfäschter, Schwimmbadfäschter in den sechziger Jahren, Flossrennenfäschter, Mehrzweckhallenfäschter in den siebziger und achtziger Jahren brachten viel Abwechslung und Arbeit. Dazwischen Mitarbeit an Jubiläen wie 1962 die Sekundarschule, 1973 Männerchor und Primarschule, 1977 der Damenturnverein und 1983 schlussendlich die 1100 Jahr-Feier von Kradolf.
An Turnfesten im Ausland und in verschiedenen Kantonen wurde mit unterschiedlichem Erfolg um gute Resultate gekämpft.
Vereine leben von Idealisten, die über Jahre hinweg einen grossen Teil ihrer Freizeit mit Freude und Hingabe zur Verfügung stellen. Eine dieser immer selten werdenden Personen, durfte 1968 eine hoch verdiente Ehrung erleben: August Rogenmoser trat nach 21-jähriger Tätigkeit als TV Präsident in die Reihen zurück. Als Dank für seine jahrelange, wertvolle Führungsarbeit wurde ihm die seltene Ehrung zuteil, als Ehrenpräsident ausgezeichnet zu werden.
Im Einzelturnen überragte in dieser Periode Paul Engelmann alle übrigen Vereinsmitglieder. Eine grosse Anzahl von Medaillen, Kränzen und Diplomen zeugen von vielen kantonalen und regionalen Spitzenrängen und Siegen in der Leichtathletik. Vor allem im Olympischen Zehnkampf, wo er von 1965-1970 an den Kant. Meisterschaften zweimal Sieger und viermal als Vizemeister den Wettkampf-Platz verliess und das Bündner-Glarner Kant. Turnfest 1971 in Ennenda gewann, konnte er seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen.
Im weiteren rief der Turnverein zwei neue Unterriegen ins Leben: 1966 die Mädchenriege, die dann 1978 an den Damenturnverein übergeben wurde und das freie „Turnen für Jedermann“, das seit 1972 mit grossem Erfolg jeweils im Winter unter der vorbildlichen Leitung von Karl Märki geboten wird.
Vom Kreisverband wurden zwei Anlässe, die Jugitage von 1972 und 1974, dem TVSK zur Verfügung übertragen. Ausserdem fanden 1969 der Kant. Waldlauf und 1975 die Kant. Crossmeisterschaften in Kradolf und Schönenberg statt. Auf kantonaler Ebene leisteten Ernst Egger von 1966-1969 und Paul Engelmann von 1973-1979 grosse Arbeit, indem sie während dieser Zeit im Vorstend des Kant. Leichtathletikverbandes mitwirkten. Letzterer wurde für seine Tätigkeit dann auch vom Verband mit der goldenen Verdienstnadel ausgezeichnet.
Kurz vor Ablauf der ersten 100 Jahre durfte der Turnverein von der alten, 1914 erstellten Turnhalle Abschied nehmen und kann nun seit 1982 in der neuen, prächtigen Mehrzweckhalle mit den herrlichen Aussenanlagen seine Turnstunden halten.