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Die WMO hat in den Philippinen 181 Teams (65 ausländische und 116 einheimische) im Einsatz, welche die medizinische Hilfe für die Katastrophenopfer organisieren. Die Bevölkerung wurde mit 72 Tonnen Medikamenten versorgt. Die höchste Priorität hat für die WHO die Versorgung der Verletzten und das Eindämmen von möglichen Seuchen im Katastrophengebiet und in den Hilfszentren.
Die sehr schlechten sanitären Verhältnisse und die der schlechte Gesundheitszustand der Menschen fördern die Ausbreitung von Seuchen. Ungesundes Trinkwasser erhöht das Erkrankungsrisiko durch Typhus- oder Dengueerreger.Infektionskrankheiten wie Masern oder Kinderlähmung können sich unter den in den Katastrophengebieten herrschenden Bedingungen schnell ausbreiten.
Die WHO hat für ihre Arbeit in den Philippinen vier Prioritäten gesetzt:
1. Räumliche und mengenmässige Ausweitung der medizinischen Hilfsmassnahmen:
Besondere Beachtung erhält die Gesundheitsversorgung von werdenden Mütter und Mütter mit neugeborenen Kindern sowie die Behandlung von chronischen Seuchen und Infektionen wie die Turbekulose. Es ist wichtig, dass die Erst- und die Notfallversorgung unentgeltlich sind.
2. Seuchenprävention:
Eine lückenlose Überwachung der gefährdeten Gebiete und ein schnelles Eingreifen beim Auftreten der ersten Krankheitssymptome hat höchste Dringlichkeit. Das vorsorgliche Verteilen von Impfstoffen auf die Gesundheitsteams muss rasch in die Wege geleitet werden. Diese Massnahmen werden begleitet durch eine Wiederinstandstellung der Infrastrukturen für die Trinkwasserversorgung sowie die Abwasserentsorgung.
3. Die Wiederinstandstellung der Gesundheitsinfrastrukturen und des Gesundheitssystems:
Viele Spitäler und Gesundheitszentren müssen repariert bzw. wieder neu gebaut sowie mit Medikamenten und medizinischen Geräten versorgt werden.
4. Der Gesundheitssektor muss wieder mit anderen sozialen Programmen verknüpft werden:
Die WHO und das Gesundheitsministerium der Philippinen haben einheimische Gesundheitsfachleute so ausgebildet, dass sie Überlebenden der Taifunkatastrophe psychologisch unterstützen können.
Die Gesunheit von Müttern und Kindern iat besonders gefährdet
Die WHO organisiert in den vom Tropensturm Haiyan verwüsteten Gebieten der Philippinen eine Massenimpfkampange für Kinder unter dem 5. Altersjahr.
Die Bevölkerung leidet auch unter Durchfallkrankheiten, Erkrankungen der Atemwege, hohem Blutdruck, Hautausschlägen sowie den Wunden, welche durch herumfliegende Trümmerteile verursacht wurden.
Ein besonderes Augenmerk richtet die WMO auf die Gesundheitsvorsorge der Kinder und ihrer Mütter. Im Durchschnitt werden in dieser Gegend der Philippinen jeden Tag 865 Kinder geboren. Bei rund 15% der Geburten treten Komplikationen auf. Einige von diesen Schwierigkeiten gefährden das Leben von Mutter und Kind.
Die WHO schätzt, dass in den Wochen nach dem Einschlag von Haiyan im Katastrophengebiet rund 12'000 Kinder in das lebensfeindliche Umfeld geboren wurden. Rund ein Drittel der Kleinkinder, welche vor dem Katastrophenereignis in diesem Gebiet geborenen wurden, sind weniger als 6 Monate alt und werden meistens noch von ihren Müttern gestillt. 9 von 10 Neugeborene werden von ihren Mütter mit Muttermilch versorgt. In der Stillphase sind Mutter und Kind besonders den Gefahren von Infektionskrankheiten ausgesetzt.
Die WHO möchte auch die rund 6'600 Neugeborenen im Katastrophengebiet, welche nicht von ihren Müttern gestillt werden, rasch identifizieren und die Mütter sowie ihre Kinder in ein Ernährungsprogramm integrieren. Kinder, die aus verdreckten Trinkflaschen mit Wasser gemischten Getränkten versorgt werden, sind noch grösseren Infektionsgefahren ausgesetzt als Babies, welche Muttermilch trinken. Die Pasteurierung der Getränke für Kleinkinder stellt eine grosse Herausforderung dar. Keimfreie Getränke sind der Schlüssel zu einer besseren Gesundheit.