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Mit der RNA-dirigierten DNA-Methylierung (RdDM) lassen sich gezielt Methylierungen in den regulatorischen Einheiten von Genen verursachen, womit die Häufigkeit der Genexpression gesteuert werden kann. Dazu werden Gene, die für eine identische Sequenz wie in regulatorischen Einheiten des Zielgens codieren, in die Zellen eingeführt. Diese Gene führen zur Synthese kurzer RNA-Doppelstränge, die den zelleigenen Mechanismus zur DNA-Methylierung in Gang setzen. Diese Methylierung kann an einem Gen-Promotor erfolgen und dadurch ein Gen abschalten, oder an einem Gen-Silencer und dadurch die Gen-Aktivität erhöhen. Die resultierende Methylierung ist meist vererbbar und über mehrere Generationen stabil. Je nach verwendetem Verfahren werden die eingebrachten Gene fest ins Genom eingebaut oder nicht. Werden sie fest eingebaut, können sie für das endgültige Produkt wieder herausgezüchtet werden, da sie nach erfolgter Methylierung nicht mehr gebraucht werden.
Anwendung
Mit der RdDM lässt sich die Genexpression ändern, ohne dass im Produkt fremde DNA enthalten ist und keine Veränderungen oder Mutationen in der Gensequenz verursacht werden. Die häufigste Anwendung ist das Abschalten von Genen, beispielsweise um die Produktion eines unerwünschten Proteins zu verhindern.
Entwicklungsstand
Die Technik wird in der Forschung angewendet. Zur Zeit werden aber keine Produkte damit entwickelt.