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Forscher fanden heraus, dass sich die Zeit, die man als Kind mit Freunden verbrachte, positiv auf die Gesundheit auswirkt.
Die Wissenschaftler der Texas Tech University und der University of Pittsburgh veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der englischsprachigen Fachzeitschrift "Psychological Science".
Freundschaften während der frühen Kindheit wirken sich noch im Erwachsenenalter positiv auf unsere Gesundheit aus. (Bild: lassedesignen/fotolia.com)
Viele frühere Studien haben bereits darauf hingewiesen, dass enge Beziehungen im Erwachsenenalter die körperliche Gesundheit fördern und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck senken können. Um herauszufinden, ob Beziehungen in der Kindheit die gleiche Wirkung auf die Gesundheit haben, untersuchten die Wissenschaftler insgesamt 257 Jungen im Alter von sechs Jahren.
Die Probanden wurden bis zum Alter von 16 Jahren medizinisch überwacht. Während der Studie befragten die Forscher außerdem die Eltern der Teilnehmer darüber, wie viel Zeit ihre Kinder während einer durchschnittlichen Woche mit ihren Freunden verbrachten. Die Mediziner sammelten auch Daten über die individuellen Merkmale der Teilnehmer, wie beispielsweise sozioökonomischen Status in der Kindheit und körperliche Gesundheit im Kindes- und Erwachsenenalter.
Nach der Analyse der Daten fanden die Experten heraus, dass Jungen, welche mehr Zeit mit ihren Freunden im Kindes- und Jugendalter verbrachten, im Alter von 32 Jahren einen gesünderen Blutdruck und einen besseren Body-Mass-Index (BMI) aufwiesen. Mit anderen Worten: die Betroffenen entwickelten seltener Übergewicht und Fettleibigkeit.
Die Ergebnisse blieben auch nach Berücksichtigung anderer Einflussfaktoren, wie der körperlichen Gesundheit in der Kindheit und der sozialen Integration im Erwachsenenalter erhalten, erläutern die Autoren der Studie.
Die Ergebnisse der Untersuchung legen nahe, dass unser frühes soziales Leben einen (geringen) schützenden Einfluss auf unsere körperliche Gesundheit im Erwachsenenalter haben kann, sagen die Forscher. Dies zeigt, dass nicht nur unsere Bezugspersonen oder finanziellen Umstände, sondern auch unsere Freunde die Gesundheit verbessern oder schützen können, erklärt die Psychologin und Studienautorin Jenny Cundiff von der Texas Tech University.
Die Untersuchungen, welche über einen Zeitraum von 16 Jahren durchgeführt wurden, können nicht durch andere potenziell beeinflussende Faktoren erklärt werden. Dies stärkt das Vertrauen in die Belastbarkeit der Ergebnisse, fügt die Medizinerin hinzu. Bei der Untersuchung handelte es sich keineswegs nur um ein einfaches Experiment, es war vielmehr eine gut kontrollierte longitudinale Studie in vielfältigen Stichprobe von Teilnehmern.
Die Ergebnisse liefern Hinweise dafür, dass eine frühzeitige Integration in die Gesellschaft unabhängig von einer Reihe anderer Faktoren - wie beispielsweise der Persönlichkeit der Person, dem Gewicht in der Kindheit und des sozialen Status der Familie, positiven Einfluss auf die menschliche Gesundheit hat, fügt Cundiff hinzu.
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