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Die Operation besteht darin, für jedem zu zählenden Objekt eine Zahl zuzuordnen, die in der Zahlenreihenfolge der vorangegangenen Zahl folgt. Ich stelle mir das so vor, dass ich für jedes Objekt einen Strich mache und anhand eines Codes die jeweilige "Strichmenge" durch eine Zahl ersetze, die konventionell - etwa als die Reihenfolge der natürlichen Zahlen - vereinbart wurde.

Eine spezielle Art des Zählens ist das Messen, wobei ich die Anzahl Masseinheiten zähle, die ich neben das zu messende Objekt legen muss, um Gleichheit zu erreichen.
Zu jedem Zählen/Messen gehört eine Wertedomäne und die Erwartung eines Wertes, wobei die Erwartung zwischen ganz unbestimmt und ganz bestimmt liegen kann. Wenn ich die Karten eines entsprechenden Katenspiels zähle, erwarte ich je 13 Karten von jeder Farbe. Wenn ich dagegen zähle, wie oft ich während eines Kartenspiels vier Asse in den Händen habe, ....
Zahlung
Literatur
"Ohne zusätzlichen Prozess des Zählens kann der Mensch nicht mehr als vier Elemente mit einem Blick erfassen (...). Dies wird auch an der Tatsache deutlich, dass die meisten der frühen Zahlschriften aus einer Aneinanderreihung gleichartiger Zeichen bestehen und in fast allen Kulturen, spätestens ab der fünften Position, ein anderes Zeichen verwendet wird (Ifrah, 1986, 169 - 183, ...)" (Keil-Slawik, 1990, 149f).
Diese Gruppierung von einzelnen Zeichen zu einem übergeordneten Zeichen könnte auf der sensitiven Ebene eine Entsprechung haben: Eine bestimmte Gefühlsmenge wird in einer Emotion zusammengefasst. Vgl. in diesem Zusammenhang auch den Ausdruck 'Zahlgefühl' unter dem Stichwort Gefühl!"
Zahlen sind das Produkt des Zählens. Quantitäten sind das Produkt des Messens. Dies bedeutet, daß Zahlen eben deshalb genau sein können, weil zwischen jeder ganzen Zahl und der nächsten eine Diskontinuität besteht. Zwischen zwei und drei liegt ein Sprung. Im Fall der Quantität gibt es keinen solchen Sprung; und weil in der Welt der Quantität Sprünge fehlen, kann keine Quantität exakt sein. Man kann genau drei Tomaten haben. Aber man kann nie genau drei Liter Wasser haben. Quantität ist immer approximativ. (S.65)