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Basis der TCM

Bei uns im Westen definiert man Leben und Tod des Menschen aus einem physiologischen Verständnis heraus. In der Sichtweise der TCM ist das Qi Grundstoff allen Lebens. Unter Qi versteht man Lebensenergie. So basiert die TCM auf einer Energielehre. Im 22. Kapitel des Zhuangzi (550 v. Chr.) findet sich folgende Definition: „Das Leben des Menschen ist eine Ansammlung von Qi: Wenn es sich sammelt, bedeutet es Leben, wenn es sich zerstreut, bedeutet es Tod". Weiter sagt Baopzi (320 n. Chr.) „Der Mensch lebt inmitten von Qi und Qi erfüllt den Menschen. Angefangen bei Himmel und Erde bis zu den zehntausend Wesen, alles bedarf des Qi, um zu leben".

Grob gesagt tritt das Qi in zwei Hauptqualitäten auf. Als Yin (weibliche Energie) und Yang (männliche Energie). Der Mensch ist also, einfach gesagt, eine Verdichtung dieser zwei Energiequalitaten.
Das Qi durchfliesst in einem ganz genau definierten Energiesystem (Energieleitbahnen, sogenannten Meridianen) den menschlichen Leib. Jede Energieleitbahn versorgt bestimmte Organe, Zentren, oder unterstützt andere Meridiane. Nach ganz bestimmten Ordnungssystemen erfolgt diese Zusammenarbeit und ist bei allen Menschen gleich. So entsteht ein Funktionskreisgefüge.
Die chinesische Medizin hat im Laufe der Jahrhunderte die Arbeit mit den Symptomen, den Lebensäusserungen und Phänomenen präzisiert, indem sie ihre Aussagen in eine klar systematisierte Ordnung gebracht hat und nach dem System der acht Leitkriterien arbeitet.