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Belle Époque und Wiener Klassik
Konzert im Kursaal Engelberg
Konzert im Kursaal Engelberg
Franz Schreker (1878 – 1934)
Intermezzo op. 8, dritter Satz aus der «Romantischen Suite» op. 14
Joseph Haydn (1732 – 1809)
Sinfonia concertante für Violine, Violoncello, Oboe, Fagott und Orchester B-Dur Hob. I:105
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201
Im Kursaal Engelberg aus der Belle Époque wurde Geschichte geschrieben und wurde immer wieder musiziert. Denn der neulich frisch renovierte Saal aus dem Jahr 1902 bietet ein ideales Ambiente für musikalische Kostbarkeiten. Und nur ein knappes Jahr nach dessen Eröffnung damals komponierte Franz Schreker seine «Romantische Suite», wobei der idyllische dritte Satz, ein Intermezzo, besondere Beliebtheit erlangte. Mit seinen Londoner Sinfonien hatte Haydn in der Themse-Metropole derart Furore gemacht, dass die Konkurrenz zum Gegenangriff ausholte. So liess ein rivalisierender Konzertveranstalter im Februar 1792 eine «Sinfonia concertante» von Ignaz Pleyel aufs Programm setzen, was Haydns Konzertagenten Johann Peter Salomon veranlasste, seinen Schützling umgehend um eine eigene «Concertante» zu bitten. Haydn kam der Aufforderung nach, erlaubte sich im letzten Satz seiner Komposition aber einen besonderen Scherz: Die Solovioline tritt hier höchst effektvoll wie eine Operndiva auf. Klar, dass Salomon diesen Solopart bei der Uraufführung selbst spielte … Nur zwanzig Jahre zuvor reiste Mozart nach Wien und war verblüfft, was er dort hörte: nämlich Sinfonien von Haydn. Sie müssen ihn überwältigt haben, denn zurück in Salzburg stellte er sein eigenes Komponieren ganz auf diesen neuen sinfonischen Stil ein. Zu hören und zu bestaunen in der A-Dur-Sinfonie KV 201.
Dieses Projekt wird ermöglicht durch den «Maestro’s & Director’s Impulse Fund für das Luzerner Sinfonieorchester» von Adrian und Isabelle Weiss-Zweifel.