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Noch vor ein paar Jahren wühlte Giannis Antetokounmpo in einem Athener Armenviertel im Müll nach Essen. Als Sohn illegal nach Europa eingewanderter Nigerianer war er bis zu seinem 18. Lebensjahr staatenlos und verkaufte Sonnenbrillen an Touristen.
Das Basketspielen lernte er auf einem Betonplatz einige Kilometer entfernt. Weil der Familie das Geld für Schuhe fehlte, musste er sie bei einem Spiel mit seinem Bruder teilen.
Harte Zeiten
In Europa suchten sie nach einer bessere Zukunft für die Familie, fanden sich aber im Armenviertel wieder. «Wir haben viel Zeit als Familie miteinander verbracht, aber es war auch schwer. Wir wussten nicht, ob wir an diesem Tag Geld zum Essen haben würden oder ob ich aufstehen würde, um meine Eltern nicht zu sehen, weil sie abgeschoben worden waren.»
Sein Lebens-Leitsatz sei: «Ich wandle im Glauben, nicht durch das Sehen». Dazu Giannis: «Ich glaube, dass dies für jeden die richtige Lebenseinstellung ist.»
«Alles was ich tue, tue ich durch Gott»
Sein Talent fiel bald auch den Basketball-Scouts auf: Er wurde in die NBA gedraftet, wo er vor kurzem die Milwaukee Bucks ins Conference Finale führte und zum wertvollsten Spieler der Saison gekürt wurde.
«Alles, was ich tue, tue ich durch Gott», sagte der Grieche, der auch für die Nationalmannschaft der Hellenen antritt. Bei seiner Dankesrede hielt er weiter fest: «Zuerst möchte ich Gott dafür danken, dass er mich mit diesem erstaunlichen Talent gesegnet hat, dass er mich dahin gebracht hat, wo ich heute bin.»
Plötzlich Nationalspieler
Giannis räumt nicht nur in der Offensive ab, auch in der Defensive ist er ein solider Wert: Eins-gegen-Eins lässt der Ausnahme-Basketballer nur 40 Prozent aller Field Goals zu; ebenfalls ein Spitzenwert in der Liga.
Ende 2016 verlängerten die Bucks den Vertrag mit Antetokounmpo frühzeitig um vier weitere Jahre – was dem einstigen Hut- und Sonnenbrillen-Verkäufer 100 Millionen Dollar einbrachte.
Inzwischen haben auch seine Geschwister den griechischen Pass erhalten, sein älterer Bruder Thanasis spielt nun ebenfalls für das griechische Nationalteam. Und sein jüngerer Bruder Kostas ist mittlerweile ebenfalls NBA-Profi (bei den Dallas Mavericks). Zudem spielt er für die griechische U-20-Nationalmannschaft.
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