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T
R Ä G E R V E R E I N Z U G E R J O D L E R

jodeln.
Unter Jodeln versteht man einen textlosen Gesang im Wechsel zwischen Brust- und
Kopfstimme (Falsett), wobei auch die Klangfarbe ändert. Das Wort stammt vom
mittelhochdeutschen Verb "jôlen", wie es noch heute für ein fröhliches
Schreien verwendet wird. Der Begriff jodeln kommt im Singspiel «Der Tyroler
Wastl» von Emanuel Schikaneder 1796 erstmals vor.
In der Schweiz unterscheidet man den Juchzer oder Jutz (Jauchzer), einen
schrillen, in der obersten Lage der menschlichen Stimme beginnenden und abwärts
in einem Atemzug gesungenen Freudenschrei, vom ein- oder mehrstimmigen
Naturjodel, einer melodiösen Folge von Tönen auf blossen Silben ohne
Wortbedeutung.
Neben diesen älteren Jodelarten ist seit 1818 das Jodellied, eine von
Jodelrefrains gegliederte Volksliedstrophe, bekannt. Es wurde nach dem Vorbild
der Tyroler Jodler, wie sie wandernde Sänger aus Österreich auch in der
Schweiz vortrugen, und des Kühreihens, dem traditionellen Eintreibelied der
Schweizer Hirten, geschaffen.
Die meisten Jodellieder haben die Bergwelt und die Heimat zum Inhalt. Seit 1971
gibt es geistliche Jodellieder und in der Jodelmesse wird eine Belebung der
Tradition angestrebt. 1972 wurden etwa mit dem Jodellied "Zum Umwältschutz"
neue Inhalte gesucht. Der experimentelle Jodel mit Techno-Begleitung ist
erfolgreich, an einem Jodlerfest aber verpönt.
(gefunden auf der Internetseite www.swissalpinemusic.ch)

© by H.Affolter