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Wie entsteht eine altersbedingte Makuladegeneration?
Im Laufe des Lebens können sich unter der Pigmentschicht Ablagerungen bilden, die die Sauerstoffversorgung der Netzhaut zunehmend beeinträchtigen. Davon merken betroffene Menschen anfänglich meist nichts, denn die Sehschärfe ist in der Regel nach wie vor intakt. In einem späteren Stadium kann die Netzhaut versuchen, durch neu gebildete Blutgefässe diese Unterversorgung auszugleichen. Dafür werden vermehrt Wachstumsfaktoren freigesetzt. Da diese neu gebildeten Gefässe jedoch eine schlechte und teilweise undichte Wandqualität aufweisen, kann Flüssigkeit austreten. Bei der altersbedingten Makuladegeneration wird die Makula, insbesondere die Fovea als Zentrum des schärfsten Sehens, geschädigt. Es wird zwischen der trockenen und der feuchten Form unterschieden, wobei die trockene in eine feuchte Form übergehen kann.
Die altersbedingte Makuladegeneration betrifft die Sehsinneszellen der Netzhaut, die Pigmentschicht und die Aderhaut.
Meist betrifft die altersbedingte Makuladegeneration zuerst ein Auge. Später kann die Erkrankung auch im zweiten Auge beginnen, in der Regel jedoch mit unterschiedlicher Ausprägung. Liegt in einem Auge eine feuchte Form vor, erhöht sich das Risiko, dass das zweite Auge ebenfalls eine feuchte Form entwickeln wird.
Sofern nicht zusätzliche schwerwiegende Augenerkrankungen vorliegen, erblinden Personen mit altersbedingter Makuladegeneration selbst ohne Therapie nicht vollständig. Im Zentrum des Gesichtsfeldes wird ein Schatten oder ein lokaler Ausfall des Sehsinns (sogenanntes Skotom) wahrgenommen, sodass zum Beispiel Gesichter nicht mehr erkennbar sind oder es nicht mehr möglich ist zu lesen. Bewegen sich betroffene Menschen in einer bekannten Umgebung, können sie sich je nach Grösse dieses Schattens oder Ausfalls dank des verbleibenden äusseren Gesichtsfeldes einigermassen bis ausreichend gut zurechtfinden.