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Die Atkins-Diät ist in aller Munde. Sie ist wohl die berühmteste Low Carb Diät, das heißt, sie versucht die Fettverbrennung dadurch anzukurbeln, dass die Aufnahme von Kohlenhydraten vermindert wird. Durch eine gezielte Ernährung soll der Körper gezwungen werden, eingelagerte Fettreserven zu verbrennen.
Die Nahrung, die wir zu uns nehmen, besteht aus Eiweißen (Proteinen), Fetten und Kohlenhydraten. Die Energie, die die Zellen benötigen wird in erster Linie aus den Kohlenhydraten bezogen. Diese lassen sich vom Körper leicht in verwertbare Form, zu Einfachzucker, umwandeln. Fette sind zwar energiereicher, sind aber schwerer in eine verwertbare Form zu überführen. Bei der Atkins Diät sollen aber genau dies erzwungen werden, weil dem Körper nicht mehr ausreichend Kohlenhydrate zur Verfügung stehen.
Darüber hinaus argumentieren die Vertreter der Atkins-Diät, dass der Mensch nicht an eine kohlenhydratreiche Ernährung angepasst ist. Die Umstellung geschah hauptsächlich durch die Entwicklung des Ackerbaus vor 10 000 Jahren – im Zeitrahmen der Evolution handelt es sich um eine sehr kurze und späte Phase.
In der Atkins-Diät stellt sich die Nahrung hauptsächlich auch fetthaltigen und proteinreichen Bestandteilen zusammen. Weil der Körper Eiweiße nicht speichern kann, darf man in der Atkins-Diät beliebig viele Eiweiße zu sich nehmen. Was aber oft vergessen wird, ist, dass auch Sport und gemüsereiche Ernährung zur Diät gehören.
Es gibt mehrere Phasen in der Atikins Diät. In der ersten Phase, die zwei Wochen dauert, sollen nur bis zu 20 Gramm Kohlenhydrate täglich eingenommen werden. Praktisch heißt das, dass Brot ganz vermieden werden sollte, und die Kohlenhydrate eher aus Salaten und Gemüse bezogen werden. Nach den ersten beiden Wochen können verstärkt wieder Kohlenhydrate aufgenommen werden – mit jeder Woche 5 Gramm mehr. In dieser Zeit muss man auf genau den Punkt achten, bei dem man nicht mehr abnimmt. So kann man festellen, wie viele Kohlenhydrate man einnehmen darf. Ab diesem Zeitpunkt verringert man die Einnahme wieder um 5 Gramm. Ab jetzt geht es darum, auf das Gewicht zu achten, wobei auch ausnahmsweise mehr Kohlenhydrate eingenommen werden können, wenn das Gewicht stimmt. Die letzte Phase wird als lebenslange Phase der ausgewogenen Kohlenhydrateinnahme angesehen. So wird ein Jojo-Effekt vermieden.
Studien können noch keinen Effekt, besonders bei extremen Formen der Low Carb Diäten feststellen. Auch für ältere Patienten und Low Carb Diäten über lange Zeiträume sind noch keine wissenschaftlich gültigen Aussagen möglich, da viele Studien zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Weil das Thema Ernährung und Gesundheit aber so beliebt ist, ist es ein Leichtes, sich im Internet über diverse Informationsportale informiert zu halten.