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Rund um den Kasinoturm
Nach seinen Büchern »Frohnauer Geschichten« und »Es geschah in Frohnau« stellt Klaus Pegler mit dem vorliegenden Band ein drittes Mal Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart der Gartenstadt vor. Es sind wie gewohnt Erinnerungen aus dem Leben des Autors sowie Ereignisse, von denen ihm nicht nur alteingesessene, sondern auch zugezogene Frohnauer berichtet haben. Daneben hat er für Frohnauer Themen noch wenig oder gar nicht erschlossene Quellen benutzt, wie Christoph Wehnelts opulentes Werk »Der Preussen Clan«, die traditionsreiche Zeitschrift »Die Sterne« oder die Moskauer Zeitschrift »Vokrug Sveta« (Aus aller Welt), wo er einen fantastisch anmutenden Artikel des russischen Autors Nikolaj Tscherkaschin fand, in dem das hiesige Buddhistische Haus eine wichtige Rolle spielt.
Diesmal gehen die Erinnerungen Klaus Peglers auch über die Gartenstadt hinaus; es sind eher Geschichten eines Frohnauers als Frohnauer Geschichten. Dennoch bleibt die Gartenstadt der Schwer- und Angelpunkt der vorliegenden Textsammlung. Es geht los mit der Beschreibung der ersten Jahre des neuen Gutsbezirks, wofür sich der Autor vor allem auf die Artikel der »Hermsdorf-Waidmannsluster und Frohnauer Zeitung« aus jener Zeit stützt. Dann wirft er einen erneuten Blick auf die Kriegs- und die Nachkriegszeit, wobei auch die Luftbrücke zur Sprache kommt. Ausserdem werden hiesige Persönlichkeiten gewürdigt, die trotz ihrer Bedeutung schon fast in Vergessenheit geraten sind.
»Frohnau bleibt« heisst das letzte Kapitel. So lautete auf einem Verteilerkasten eine so nicht beabsichtigte Botschaft von zwei Sprayergruppen, die vom rechten und vom linken Spektrum her die Gartenstadt in ein ihnen genehmes Licht rücken wollten und jeweils Teile der gegnerischen Aussage übermalten. »Frohnau bleibt«, meint auch der Autor und benutzt die eigentlich verstümmelte Bekundung als Slogan, den er am liebsten mit dem Wort »schön« ergänzen möchte.
Klaus Pegler
Klaus Pegler, geboren 1938, Studium der Anglistik und der russischen Philologie, zuletzt Lehrer an der Tegeler Humboldtschule, Urfrohnauer und inzwischen vielbeschäftigter Ruheständler. Mitarbeit in der Geschichts-AG der Johanneskirche, im Vorbereitungsteam für eine Festschrift zum 100. Geburtstag Frohnaus und in der Redaktion der Monatsschrift „Die Gartenstadt“, dem Informationsblatt des Grundbesitzer-Vereins der Gartenstadt Frohnau.