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Hans Stämpfli wurde am 21. April 1934 als zweites Kind von Ernst und Marie Stämpfli-Möri in Epsach geboren. Kurz darauf übernahmen sie 1935 den elterlichen Bauernbetrieb in Trümlisbach bei Heitenried. Dort kamen die weiteren sieben Geschwister zur Welt. Jeder musste mit anpacken. Am liebsten half Hans seiner Mutter. Zu ihr hatte er ein besonders inniges Verhältnis. Die obligatorische Schule besuchte er in Kessibrunnholz. Nach der Schule absolvierte er eine Lehre als Herrenschneider in Huttwil. Seine exakte und saubere Arbeitsweise verhalf ihm 1954 zu einem erfolgreichen Lehrabschluss. Nach seiner Rückkehr in den Trümlisbach verdiente er sein Geld mit Heimarbeit. So war es ihm auch möglich, seinen Eltern auf dem Hof zur Seite zu stehen. Als sein Vater einen Schlaganfall erlitt, übernahm er das Heimetli und sorgte mit Trudy zusammen für seine Eltern. Im Jahre 1968 begann er, bei der Wander AG zu arbeiten. Zuerst arbeitete er im Versand, danach im Rohstoffsektor. Ihm gefiel seine Arbeit, die er mit grossem Engagement und Pflichtbewusstsein ausführte. Man schätzte ihn als Mitarbeiter und Mensch.
In seiner Freizeit verbrachte er viel Zeit mit seinen Wanderkollegen. Er war Mitglied bei den Wanderfreunden Heitenried und wirkte jahrelang im Verein mit. Seine Welt waren die Berge. Er liebte das Singen und das Theater, war Aktivmitglied im Gemischten Chor Kessibrunnholz und half an manchen Waldfesten mit. Er galt als liebenswürdiger Mensch, auf den man sich in jeder Situation verlassen konnte. Durch seine unzähligen Interessen kam es auch zu seinen Reisen nach China und Amerika sowie zu der Wanderung nach Rom. Er genoss die Welt. Das Schönste war jedoch immer wieder, nach Hause zu kommen. Hans hatte nicht nur für seine neun Patenkinder einen grossen Platz in seinem Herzen, er war für viele der fürsorgliche, anteilnehmende «Götti». Er war ein bescheidener, grosszügiger Mensch, der gegenüber Neuem aufgeschlossen durchs Leben ging. Nach seiner Pensionierung konnte er sich seinen grössten Leidenschaften widmen: Wandern, Kochen, Lesen und Musikhören.
In den letzten Jahren seines Lebens machten ihm verschiedene Krankheiten und vor allem die eingeschränkte Bewegungsfreiheit zu schaffen. Nach längerem Spitalaufenthalt und kurz vor seinem 80. Geburtstag wurde ein Eintritt in das Pflegeheim St. Martin in Tafers unumgänglich. Durch seine zunehmenden Beschwerden wurde auch sein Lebensmut getrübt und so durfte er am 19. November 2015 friedlich einschlafen. Wir danken ihm für die gemeinsame Zeit und die unvergesslichen Erlebnisse wie auch für all die Spuren der Verbundenheit, die er in unseren Herzen hinterlassen hat. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Eing.