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Stan Wawrinka hätte das abschliessende Gruppenspiel gegen den Weltranglistenersten Andy Murray gewinnen müssen, um im Rennen zu bleiben. Und zwar besser in zwei als in drei Sätzen. Der 31-jährige Waadtländer unterlag Murray aber in 87 Minuten mit 4:6, 2:6.
Eine halbe Stunde lang hielt Wawrinka Kurs. Er spielte am Anfang unheimlich gut. Den 10’000 Fans in der Londoner Arena, die grösstenteils ihrem Andy Murray die Daumen drückten, stockte der Atem. Die wawrinka’sche Herrlichkeit fand aber im siebenten Game des ersten Satzes ein jähes Ende. Plötzlich produzierte Wawrinka Fehler statt Gewinnschläge. Bei Andy Murrays erstem Breakball missriet ihm zuerst ein Passierball, dann spedierte er den Ball ins Netz.
Nach dem kassierten Break brach Wawrinka ein. Innerhalb von vier Aufschlagspielen kassierte er drei Breaks. Beim Stand von 4:6, 0:4 war mehr als eine Vorentscheidung gefallen. Freude an «Stan the Man» hatte bestenfalls noch der Fan in der ersten Reihe, der vom Schweizer ein Racket geschenkt bekam – aber erst, nachdem Wawrinka dieses in zwei Teile zerlegt hatte.
Nach Wawrinkas Niederlage stehen am Masters alle Halbfinalisten fest. Andy Murray gewinnt die Gruppe «John McEnroe» und trifft in den Halbfinals vom Samstag auf den Kanadier Milos Raonic. Den andern Halbfinal bestreiten Novak Djokovic und Kei Nishikori.
(SDA)