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Der jurassische Autor Alexandre Voisard erhält den renommierten französischen Prix Alain Bosquet. Die Auszeichnung für sein Gesamtwerk wird ihm am 28. April in Paris überreicht, wie die Association pour la promotion de la littérature jurassienne am Freitag mitteilte.
Frühere Preisträger waren etwa der als Nobelpreis-Kandidat gehandelte syrisch-libanesische Lyriker Adonis und die französischen Autoren Georges-Emmanuel Clancier und Franck Venaille.
Alexandre Voisard wurde 1930 in Pruntrut als Sohn eines Lehrers geboren. Er schrieb schon als Jugendlicher Gedichte und Prosa und liess sich ausserdem in Genf zum Schauspieler ausbilden.
Er war lange als Vorkämpfer der Separatisten in der Jurafrage aktiv und wurde 1979 zum Delegierten für Kulturfragen des neugegründeten Kantons Jura ernannt. Heute lebt er knapp jenseits der Schweizer Grenze im französischen Courtelevant.
Voisard erhielt unter anderem 1967 den Prix du Jura libre, 1994 den Gesamtwerkspreis der Schweizerischen Schillerstiftung und 2008 den Prix Edouard-Rod.
Der Prix Alain Bosquet ist benannt nach dem gleichnamigen 1919 in Odessa geborenen und 1998 in Paris verstorbenen Lyriker, Dramatiker, Epiker, Essayist und Literaturkritiker. Als französisch schreibender Autor russischer Herkunft war Bosquet insbesondere an den französischsprachigen Literaturen ausserhalb Frankreichs interessiert.
Die Auszeichnung ist dotiert, in welcher Höhe wird aber - wie in Frankreich üblich - nicht kommuniziert.