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(richtiger Gimelblättchen, v. hebr. Buchstaben Gimel, der auch die Dreizahl bedeutet), vulgärer
Name für ein im wesentlichen mit dem alten Landsknecht (franz. korrumpiert Lansquenet) übereinstimmendes
berüchtigtes Glückskartenspiel: Der Bankier macht einen beliebigen Aussatz, und ist dieser ganz oder teilweise gehalten,
so wird das oberste Blatt
[* 3] der Karte links, das nächste rechts und dann so lange eins in die Mitte gelegt, bis das linke oder
rechte erscheint. Links gilt für den Bankier, rechts für die Pointeure, und derjenige Teil gewinnt, dessen
Blatt fällt. Plié (links und rechts gleiche Karte) gewinnt dem Bankier die Sätze. Bei den wesentlichen dem Bankhalter vorbehaltenen
Vorteilen bietet das Kümmelblättchen den professionierten Hasardspielern, den sogen.
Bauernfängern, günstige Gelegenheit, beim Mischen, Abheben und Abziehen der Karten ihre betrügerischen
Kniffe zu verwerten.