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Macht.
Du kannst sie brauchen um zu befähigen.
Du kannst sie missbrauchen um zu zerstören.
Es liegt nah bei einander, doch mit gewaltigen Unterschied
Der Schlüssel zur Befähigung
Liegt er in Bildung und finanzieller Hilfe
Oder ist es eher ein Charakterzug
Ein Wert, wie man andere behandelt
Der selbstlose Akt von Ehre?
Ehre bittet nicht um Authorität
Ehre sagt nicht, ich habe Macht, du nicht
Ehre sucht keine Perfektion
Im Gegenteil
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Eine zierliche Frau umringt von ein paar taff aussehenden Dörflern, ihre sanfte Stimme erklärt die nächsten Arbeitsschritte. Die Sonne ist kaum über den Horizont. Ihre Ärmel bis zu den Fingerspitzen gezogen, mit viel Zuversicht zeigt sie, wo die Erde hintransportiert werden soll. Ich bin von ihrer Entschiedenheit fasziniert. Als einer der ersten Aufgaben bei ICF Cambodia, Channa half mir mit Übersetzung auf der Baustelle – was damals in 2015 nicht viel mehr als eine Wüstenlandschaft war. Falls jemand ihr dies vor ein paar Wochen so vorausgesagt hätte, hätte jene Person bestimmt einen spielerischen Klaps eingefangen.
“Eigentlich wollte ich immer Floristin werden, eine Fernsehsprecherin oder eine Botschafterin für das Land. Meine Träume waren inspiriert von Filmen und meinen Verwandten welche mich in Richtung Karriere mit hoffentlich gutem Salär drängten. Meine strengen Eltern erzogen mich und meine drei Brüder mit dem einzigen Fokus auf Bildung. Neben zur Schule gehen gab es nicht viele Gründe, das Haus zu verlassen. Nicht einmal mit den Nachbarn zu spielen wurde gerne gesehen.
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Geboren vor rund 30 Jahren in der Provinz Siem Reap, Chamroeun wuchs mit fünf Schwestern umringt von Reisfeldern, Kühen und Wasserbüffeln auf. Seine Eltern waren erst Bauern, dann Bauarbeiter und Markthändler. Am meisten waren sie jedoch Überlebenskünstler. In der Verwandtschaft existieren traurige Geschichten von Menschenhandel und Verzweiflung, welche sogar dazu geführt hat, dass jemand zur Adoption nach Frankreich abgegeben wurde. Diese Person wurde erst vor kurzem wiedergefunden – dank Gebet und Facebook.
Ich kenne Chamroeun als eine speziell loyale und viel ertragende Persönlichkeit. Von einem Teammitglied vor langer Zeit ist er ein Bruder geworden, der eine aussergewöhnliche Gabe von Einfühlungsvermögen besitzt. Er kennt mich gut, er weiss irgendwie einfach immer, was los ist. Zum perfekten Zeitpunkt sendet er mir oft kurze, ermutigende Nachrichten. Manchmal wundere ich mich, wie aus jenem Bauernsohn ein erfolgreicher Caseworker wurde.
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Dachte ich zumindest. Gestern hätte ich aus Kambodscha verreisen sollen. Wegen der Corona Pandemie wurde – so scheint es – das normale Leben auf unbestimmt verschoben. Noch nicht einmal 24h bevor mein Flug hätte abfliegen sollen, wurden die Grenzen der Philippinen für Ausländer per sofort dicht gemacht. Das Ende des schönen Kapitels meines Lebens in Kambodscha wurde somit auch bis auf Weiteres verschoben.
Aber alles der Reihe nach: Vor bald sechs Jahren zog ich nach Kambodscha um asiatische Luft zu schnuppern und bei ICF Cambodia ehrenamtlich mitzuarbeiten. Die Herausforderung, eine neue Sprache zu lernen, eine neue Kultur zu erforschen und natürlich die Hoffnung, das Leben anderer positiv zu beeinflussen, trieben mich an. Keine Ahnung hatte ich, dass ich nicht nur unglaublich viel lernen werde, sondern mich in ein Volk, eine Nation, eine obwohl so fremde Kultur verlieben werde. Einfach គួរអោយស្រឡាញ់ – was soviel heisst wie „du musst es lieben“. Ich wollte mich integrieren und realisierte bald, dass die Kambodschanische Kultur absolut inspirierend ist. Eine Kultur mit Werten, die ich ebenfalls schätze, oft mehr basierend auf „das Zusammen“ und Gemeinschaft als Individualismus. Zeit mit Leuten zu verbringen, gute Gespräche zu führen – das wurde mehr und mehr meine Lieblingsbeschäftigung. Ich schätze, es war schon immer einfach für mich, mich mit Menschen gut zu verstehen, aber ich habe dies als effektive Leidenschaft erst so richtig hier entdeckt.
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Analphabet. Ungebildet. Ein Niemand. „Überleben“ ist die ganze To-Do-Liste. „Karriere“, „Aussichtsvolle Zukunft“, „Riesiges Potential“ – Wörter ohne Bedeutung. Nur in seinen wilden Träumen existieren sie – wenn überhaupt. Und wahrscheinlich bleibt es auch so.
Er ist 23 Jahre alt, Ehemann, Vater eines kleinen Jungen. Raucht 2 Packungen täglich. Arbeitet auf der Baustelle seit 10 Jahren. Ein Jubiläum, welches niemand feiert. Niemand wahrnimmt.
Er ist arm. Aber nicht mit leeren Händen.
In unserer Bausaison 2017 war er einer von 50 Saisonarbeitern. Ich kannte nur die aussergewöhnlich Guten und Schlechten. Er gehörte zur ersten Gruppe. Er überraschte immer wieder mit seinem Engagement. Wegen seiner Bereitschaft zu helfen und die schwierigen Aufgaben zu erledigen fiel er oft auf. Ebenso bemerkenswert war sein Lächeln, welches selten verschwand. Trotz Hitze. Trotz Schweiss. Trotz harter Arbeit.
Es faszinierte mich.
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Als ich 18 Jahre alt war, reflektierte ich mein Leben. Ich realisierte, dass ich nicht das Leben lebte, für welches Gott mich designiert hat. Obwohl ich schon seit Jahren Christin war, erzählte ich niemanden davon. Ich schämte mich wegen meines Glaubens und hatte Angst, dass Leute mich auslachen würde. Erlebt habe ich das schon ein paar Male. Ich bat Gott, mir zu zeigen, für was er mich gebrauchen wollte. Ich hatte das Gefühl, dass es irgendwo mehr Sinn im Leben geben muss. IRGENDWO.
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Ein weites Land, leer, nur eine einzige Palme wächst krumm gen Himmel. Eine Wiese am Stadtrand. Geflutet in der Regensaison. Vertrocknet in der Trockensaison. Nur eine holprige, sandige Strasse führt dorthin. Aber es gab nicht viele Gründe, hinzufahren. Eigentlich keine.
UNSER VERSPROCHENES LAND.
Im Januar 2015 begannen wir zu graben – jedoch nicht für Gold. Graben um den restlichen Teil des Landes aufzufüllen. Normalität in Kambodscha. Und als wir gruben, wurden wir mit viel Grundwasser konfrontiert, welches uns zur Entscheidung brachte, das matschige Loch in einen See zu verwandeln. Wasserpumpen waren bemüht, das Wasser zu entfernen. Mitten in der Bausaison waren über 100 Arbeiter beschäftigt – sie legten Stein nach Stein am Ufer entlang, um es mit dem sogenannten RipRap zu sichern. Andere füllten die Löcher mit Zement. Oder fuhren Erde aus dem Loch heraus. Oder flickten die Wasserpumpe. Oder den Bagger. Maschinen sind gut, stark, schnell – und schnell kaputt. Sie sehen auch aus wie antike Monster. Wie auch immer, wir leben in Kambodscha. Dies ist Routine und sollten eigentlich relaxt sein – obwohl wir wissen, dass die Regensaison nicht auf uns warten wird und die Deadline immer näher und näher kommt.
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WACHSTUM.
Es ist nicht so, dass wir viel dafür tun konnten. Ja, wir haben unser Bestes gegeben und viel in Menschen, angepasste Inputs und Steigerungen investiert. Aber wir wurden auch mit einem enormen und schnellen Wachstum gesegnet, vor allem in unseren Kinder und Teenager Ministries. Und dies hat bestimmt niemand mit solch einer Wucht kommen sehen.
Dies bestätigt die unbeschreibliche Not in Kambodscha. Die jüngste Generation ist hungrig. Nicht einfach hungrig für physisches Essen – nein, es ist ein Hunger allgegenwärtig für geistliche Unterstützung. Ermutigung. Hoffnung. Liebe. Freude. Sie haben einen Mangel, wir verbreiten es, sie nehmen es. Sie wollen mehr. Sie wollen, dass ihre Familie und Freunde es auch kriegen. Sie laden sie ein. Und so wachsen wir.
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Vor einigen Tagen, feierte ICF Cambodia seinen zweiten Geburtstag. Am 7. September 2014 führten wir unser Grand Opening in Siem Reap durch. Vorher existierte ICF Cambodia bereits für ungefähr 1 Jahr. Damals als kleine Hauskirche mit Celebrations am Sonntag und einem sozialen Arm, welcher sich für die Armen investierte. Wir, oder wohl eher die Familie Strupler & Co. (ich begann im Juli 2014) wollten erst Leiter finden und sich an Menschen und Kultur gewöhnen. Von Anfang an wuchs die Kirche schneller als erwartet. Innerhalb weniger Monate hatten wir grossartige und (zukünftige) Leiter an unserer Seite.
Wenn man zurückschaut, findet man unzählige Geschichten von Menschen, welche sich immens verändert haben. Für mich etwas, was mich immer und immer wieder fasziniert.
Das eine Mädchen arbeitete als Cocktail-Kellnerin in einer Bar und ist nun Worship-Singerin und predigt in der ONEIGHTY (Teenager) Celebration.
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Kambodschanische Kinder lächeln. Vielleicht nicht immer, aber sehr oft. Speziell, wenn sie weisse Gesichter sehen. Sie lieben sie, was daran liegen könnte, dass in den Dörfern, wo sie leben, sie diese nicht allzu oft sehen. Oder weil weisse Gesichter oft hello sagen und winken. Ein Kambodschaner würde das nicht machen. Zu viele Kinder hat dieses Land – zu ermüdend. Jedoch gibt es bei Weitem mehr als weisse Gesichter und ein Lächeln im Leben eines Kindes. Manchmal kann man es in ihren dunklen Augen entdecken. Erschütternde Fakten. Unterernährung, Kinderarbeit, Kinderhandel, Tod eines Elternteils, … – alles, was man sich denken kann aber nicht vorstellen will. Und, auch wenn es – im Vergleich – nur so klein ist wie der Mangel an Liebe oder Aufmerksamkeit oder Vernachlässigung. Es hinterlässt Wunden in ihren Herzen. Je älter sie werden, umso tiefer werden diese sein.
Es existiert jedoch Hoffnung.
Gemäss John F. Kennedy, dem früheren Präsidenten der USA, sind Kinder „die wertvollste Ressource der Welt und ihre beste Hoffnung für die Zukunft“. Punkt. Das ist der Grund, warum wir die Kleinsten und Schwächsten beschützen müssen. Und ihnen zurückgeben sollten, was die Vergangenheit von Kambodscha – Kriege und Genozid – vor Jahren gestohlen hatte: Liebe. Anerkennung. Würde. Glauben an sich selber. Aufmerksamkeit. Ermutigung. Hoffnung. Kindheit. Eine unendliche Liste.
Kaufbar sind sie nicht. Aber geben kannst du sie. Und dies ist unsere Mission im ICF Cambodia.
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Restart – Neubeginn. Wenn Menschen ihr Leben Gott übergeben, ist das ein Neubeginn. Sie wollen ein Leben mit Gott anfangen und mit ihm als Freund, Vater und König durchs Leben gehen. Das wurde nur durch den Tod und der Auferstehung von Jesus ermöglicht. Als Zeichen für die sichtbare und unsichtbare Welt werden sie dann in Wasser getauft – dies symbolisiert das Reinwaschen vom alten Leben, alten Gewohnheiten und Sünden und einem Neustart ohne Schuld.
Um diese genialen Neuigkeiten zu verbreiten, organisierten wir ein Restart Festival am Osternsamstag. Es fand unter dem Dach auf unserem Campus statt. Etwa 400 Menschen nahmen an diesem speziellen Anlass teil. Es war eine Abendcelebration mit Worshipliedern. ND erklärte anhand den vier Punkten das Evangelium auf einfache Art und Weise: „Gott liebt mich. Ich habe gesündigt. Jesus starb für mich. Ich muss mich für ein Leben mit Gott entscheiden.“
Später durfte er die Taufen in unserem See vornehmen. Viele hatten Gänsehaut, als über 30 ins Wasser stiegen, um nacheinander getauft zu werden. Sie hatten sich entschieden, ihr Leben komplett Gott zu widmen. Anschliessend erhielten sie eine Bibel und ein Zertifikat sowie Gebet.
Doch die Party war noch nicht zu Ende! Innert Sekunden verwandelte sich das Gelände in eine geräumige Tanzfläche wo das Tanzbein geschwungen und Jesus gefeiert wurde.
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Hallo Welt.
Es wurde echt Zeit, mal wieder die neuesten Fortschritte vom Campus durchzugeben!
Als Erstes will ich euch mitteilen, dass wir den Namen geändert haben. Notiere, es gibt keinen ELEVATE CAMPUS mehr. Seit anfangs Jahr, haben wir nur noch einen Namen: ICF CAMBODIA – darum nennen wir unseren ehemaligen ELEVATE CAMPUS nun nur noch ICF CAMPUS. Dieser Wechsel ermöglicht es uns, transparenter und direkter zu arbeiten. Unser Ziel ist es, das Evangelium zu verbreiten und gleichzeitig den Kreis der Armut zu durchbrechen. Gleiche Vision also. Gleiche Aufgabe. Gleiches Ziel. Nur noch ein Name! Zugegeben, das mag vielleicht noch nit so aufregend gewesen sein. Aber es geht weiter…….
Glücklich und stolz können wir verkünden, dass es in …
SIEM REAP endlich den ERSTEN SPIELPLATZ hat!
Dies wurde nur dank eines Teams von YWAM Perth möglich gemacht. Mit viel Kreativität und Energie arbeiteten sie bei uns auf dem Campus für ein paar Wochen. Sie nahmen die Herausforderung an, einen Spielplatz zu bauen, wobei sie nicht viel mehr als alte Reifen, Bolzen und Holz brauchen durften. Noch bevor sie sich aufs Feld wagten, recherchierten und vermassen sie Reifen, zeichneten Pläne um sie dann wieder zu zerreissen und neu zu beginnen. Mehrere Stunden und rauchende Köpfe später hatten sie den Grundriss und die Bautaktik fertig ausgearbeitet. Mit viel Zuversicht und (fast) unlimitierte Möglichkeiten träumten sie von einem atemberaubenden Erlebnis für jedes Kind. Voller Leidenschaft für die kambodschanische Jugend, machten sie sich dann an die Arbeit, schwitzten, gruben Löcher in den Boden und schraubten Reifen zusammen.
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