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Ein Schwerpunkt: Würgerfeige
Würgerfeigen (Gattung Ficus) beginnen ihr Leben als Epiphyten: Fruchtesser (Vögel, Affen) lassen ihre Reste der Mahlzeit (Samen) auf den Aesten liegen, wo alsbald die Keimung beginnen kann. Von den Aesten des Wirtes hängen Wurzeln der wachsenden Feige weit nach unten bis in den Waldboden. Ueberall bildet die Feige nun Wurzeln, die den Wirtsbaum wie einen Korb umhüllen. Schliesslich stirbt der umgarnte Wirtsbaum. Allerdings haben nicht alle Würgerfeigen-Arten die Kraft, den Wirtsbaum zu erdrosseln.
Berühmtheiten
Alexander von Humboldt besuchte diesen Garten auf Teneriffa. Das Orotava-Tal begeisterte ihn besonders. Zu seiner Ehre wurde eine Stelle als "Humboldtblick" auf der Insel des "ewigen Frühlings" bezeichnet.
Der Bonner Botaniker Nees von Esenbeck begründete zu Ehren von Johann Wolfgang Goethe die Pflanzengattung Goethea. Die hier abgebildete Art heisst Goethea strictiflora und wurde benannt von Hooker (Synonym Pavonia strictiflora).
Bromelien
Bromelien -fast ausschliesslich in Amerika beheimatet- bestehen vorwiegend aus grossen Rosetten mit oft fleischigen und stacheligen Blättern; viele haben aber auch Trockenanpassungen (xeromorph). Einfache bis verzweigte Aehren, Trauben oder Rispen mit leuchtenden Farben der Tragblätter locken Fledermäuse und Kolibris an. Nicht wenige Arten leben als Epiphyten.
Cycadales (Palmfarne)
Orotava besitzt einige Arten der "Cycadales". Der Name "Palmfarne" ist völlig irreführend: Weder "Palme" noch "Farn" ist zutreffend, tatsächlich sind es aber Samenpflanzen. Die "Cycadales" sind zweihäusig und bilden grosse Zapfen mit männlichen (Mikrosporophyll = Staubblatt, bildet Pollen) und weiblichen Teilen (Megasporophyll = Fruchtblatt, bildet Samenanlage). Die Samenanlagen entwickeln sich zu grossen Samen.