Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03495.jsonl.gz/2386

Quelle: imago/ABACAPRESS
Boris Becker coacht nicht mehr länger Jungtennisspieler Holger Rune. Das hat die deutsche Tennis-Legende auf X erklärt. Becker habe die Zeit gefehlt, das dänische Top-Talent angemessen zu trainieren.
Tennis-Legende Boris Becker (56) hat nach noch nicht einmal vier Monaten als Coach des Topspielers Holger Rune (20) aufgehört. Das gab der frühere Wimbledonsieger am Dienstag auf dem Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter) bekannt. „Ich möchte mitteilen, dass ich mit sofortiger Wirkung als Cheftrainer von Holger Rune zurücktreten werde“, erklärt Becker.
Zu wenig Zeit für Holger Rune
Zur Begründung führt der Tennis-Star an, dass er seinem 20-jährigen Schützling „viel mehr zur Verfügung stehen muss, als ich kann, um erfolgreich zu sein“. Das sei Becker jedoch „aufgrund beruflicher und privater Verpflichtungen“ nicht möglich, weshalb er dem Top-Ten-Spieler nicht das geben könnte, „was er braucht“. Becker betont jedoch, dass er immer Runes „grösster Fan“ sein werde.
Erst im Oktober letzten Jahres hatte der ehemalige deutsche Tennisprofi die Zusammenarbeit mit Rune bekannt gegeben. Den Dänen bezeichnete er damals nahezu euphorisch als „Rohdiamant, der Schliff braucht“. Rune lag zu Beginn von Beckers Engagement auf Platz sechs der ATP-Weltrangliste. Momentan belegt er den siebten Rang.
Bei den Australian Open zu Beginn des Jahres war Rune bereits in der zweiten Runde ausgeschieden. Sein Trainer hielt sich während des Turniers in Deutschland auf. Rune hatte sich schon vor einigen Tagen von Roger Federers (42) Ex-Coach Severin Lüthi (48) getrennt, den er kurz nach Boris Becker in sein Team geholt hatte. Ihr Sohn brauche einen Trainer, der immer bei ihm sei, hatte die Mutter des Tennisspielers im Anschluss an die Trennung von Lüthi laut SRF dem dänischen TV-Sender TV 2 Sport verraten.
Boris Beckers Erfolge als Tenniscoach
Der in Leimen geborene Becker war von 2013 bis 2016 bereits als Trainer für den Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic (36) tätig. Der serbische Tennisspieler gewann in diesem Zeitraum sechs Grand-Slam-Titel.