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Massnahmen für Denkmäler in Mulegns, Sent und Brusio
Gleich für drei Denkmäler in Graubünden spricht der Kanton Beiträge im Wert von über einer halben Million Franken. Die historischen Gebäude befinden sich in Mulegns, Sent und Brusio.
Gleich für drei Denkmäler in Graubünden spricht der Kanton Beiträge im Wert von über einer halben Million Franken. Die historischen Gebäude befinden sich in Mulegns, Sent und Brusio.
Die Regierung sichert der Nova Fundaziun Origen für die umfassende Instandstellung des Wohnhauses «Französische Villa» in Mulegns einen Kantonsbeitrag von 252’040 Franken zu, wie es in einer Mitteilung heisst. Das 1856 errichtete Gebäude sei weitgehend in seiner originalen Bausubstanz erhalten. «Die spätklassizistische Fassadengestaltung sowie sein Interieur charakterisieren das Wohnhaus, das ein bedeutendes Zeugnis grossbürgerlicher Architektur und Wohnkultur des 19. Jahrhunderts im Tal darstellt», so die Verantwortlichen. Aufgrund seiner prominenten Lage im Dorfzentrum besitze das Gebäude grösste Bedeutung für das Ortsbild von Mulegns.
Des Weiteren sichert die Regierung der Corporaziun Evangelica Sent für die Restaurierung des Turmhelms des Kirchturms der Senter Kirche einen Kantonsbeitrag von 148’500 Franken zu. Die Senter Kirche steht weit ins Tal hinaus sichtbar auf einer leichten Anhöhe am unteren Dorfrand. Unverkennbar sei der um 1900 errichtete Kirchturm, dessen stark perforierter Turmhelm eine Leuchtturmfunktion wahrnehme. Die Betonkonstruktion des Turmhelms habe durch Feuchte und Frost gelitten und sei in einem schlechten Zustand. Wie es im Schreiben heisst, musste wegen abbrechender Teile der Umgang um die Kirche bereits vor einigen Jahren gesperrt werden. Die seither durchgeführten Untersuchungen und Prüfungen münden nun in einem Restaurierungskonzept.
Ausserdem sichert die Regierung der Stadtverwaltung von Tirano für die Generalsanierung der Kirche San Romerio in Brusio einen Kantonsbeitrag von 108’000 Franken zu. Die romanische Kirche liegt auf einer Felsenterrasse hoch über dem Lago di Poschiavo. Sie wurde 1517 von der Kirche von Santa Maria in Tirano übernommen. Heute gehört sie kirchlich zur katholischen Pfarrei Brusio und zum Bistum Chur. Die kleine Kirche befindet sich am Rand einer Klippe, von der im Laufe der Jahrhunderte mehrere Erdrutsche ausgingen. «Der Strebepfeiler, der während der letzten Restaurierung in den Jahren 1951 bis 1952 errichtet wurde, hat in den letzten Jahren erhebliche Schäden erlitten und muss stabilisiert oder repariert werden», heisst es abschliessend.