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Information Independent Commission of Experts Switzerland-Second World War (ICE) (UEK)
Info UEK/CIE/ICE ( deutsch français italiano english): ________________________
Sitzungsprotokoll des Bundesrates, 22.1.1946
Diskussionspunkt: - Schwierigkeiten bei der eindeutigen Festmachung von deutschen Vermögenswerten. - Problematik beim vollständigen Aufspüren von Raubgütern in der Schweiz. - Problematik des guten Glaubens.
o.A., 18.1.1946
Die Basler Nachrichten berichten, dass Handel mit ausländischen Devisen verboten sei. Die Adlerbank in Basel handelt aber mit "Millionen deutsche Mark aus Italien"
Kohli an Legation de Suisse aus Pays Bas, 22.1.1946
Anfangs Dezember 1945 hat die holländische Regierung ein Büro eingerichtet, welches sich mit Raubgut befasst. Die Herren Amstel und Fischer sollen sich mit der Legation in Verbindung setzen. Die in Verbindung mit Holland aufgetauchten Intermediäre sind: Kadgien, Kurt Herrmann, Walter Büchi (auch im Zusammenhang mit Raubkunst), Flessche (Freund Miedls, der im Tessin wohnt), Strahlberg (Mit Hilfe der Bank Seligman in Basel verschiebt er holländisches Vermögen in die Schweiz. Enge Beziehung zur Bank Leu und zur UBS Zürich), Rebholz Bankierskantor Amsterdam (Verschiebung jüd. Vermögens in die Schweiz v.a. bei Kantonalbank Zürich)
Bundesanwaltschaft an EPD, 13.2.1946
Genaue Daten zu den oben aufgelisteten Personen.
Kadgien, Friedrich, 23.6.1907. Aktenkundig erst seit Januar 1945, als Leiter des Finanz Trust Göring. Er soll für Göring Brillanten nach der Schweiz verschoben haben.
Herrmann, Kurt, 20.5.1888, preuss Staatsrat, Verlagsbuchhändler, s.Zt. in Leipzig, dann Berlin, zuletzt Vaduz. Seit 1941 aktenkundig. Unklar, ob er mit Kapitalverschiebung zu tun hatte. Einzige Information, dass er eng mit Göring befreundet sei.
Büchi, Walter, 9.2.1909, Vertreter, früher in Zürich, dann in Amsterdam, z.Zt. in Zürich. Seit 1942 aktenmässig bekannt wegen "Emigrantenschlepperei".
Flesche, Alfred, dt. Staatsangehöriger, 24.3.1892. Direktor der Bank für Westeuropäische Wirtschaft, Amsterdam. Aktenkundig seit März 1945. Er sei wegen seiner Tätigkeit in Holland nach dem Krieg zum Tode verurteilt worden.
Stahlberg, Gerhard. Dr. Dt. Staatsangehöriger. 1.5.1903. Legationsrat, zuletzt wohnhaft in Berlin.
Rebholz ist aktenmässig nicht bekannt.
Ulrich, Aktennotiz, 5.3.1946
Gespräch mit Vodoz (EDI) über Verschiebung und Verkäufe von Raubkunst in der Schweiz
Ulrich, Aktennotiz, 29.4.1946
Gespräch zwischen dem engl. Militärattaché, Fryer, und einem Schweizer Grossindustriellen (grösster Schraubenfabrikant) über Nachkriegspläne betr. Frankreich und Dt. Fryer erklärt: England und Amerika werden auf Kosten Deutschlands grosse Konzessionen (v.a. im Bergbau, Kohlenproduktion) an Frankreich auf Kosten Deutschlands machen müssen, um Frankreich nicht in die russische Abhängigkeit kommen zu lassen. Der Schweizer Industrielle meint, Fryer habe ein paar Schrauben locker im Gehirn.
SVSt an Gruppe Limmat (Zürich), 10.5.1946
Frau Helene Bär ist 1944 verstorben. In ihrer Wohnung wohnen heute Rudolf Bär und Elisabeth Bär, letztere ist Sekretärin des Anwalts Spahn. Ihre Schwester Anna ist mit Spahn verheiratet. Es besteht Möglichkeit, dass Gespräche in der Angelegenheit Orion, Opes, Adiba, Knorr, Inga, Bank für Anlagewerte, Lochmann usw. geführt werden. Limmat soll die Wohnung abhören.
Polizeidepartement Basel-Stadt, 5.7.1946, zum Fall Rosenthal und seine Bildersammlung
Abhörung, 8.10.1946
William McGaffin an Chicago News. ".. now the bankers are afraid of the violation for purposes seeking german assets will be used as precedent by french government to track down fortunes hidden by frenchman swiss banks for decades been favorite have for wealthy french tax wvaders. (...) With this background it can be understood why swiss should be grudging in their cooperation with us. Alies hepless to take direct action. They have work by indirect action to joint commission which swiss agreed to let cooperate with swiss comsation commission ... For this improtant job american british and french legations have mere handful of persons - so small that all than can be attempted is sampling process." Weiteres Dokument vom gleichen Author: "Swiss still terribly peeved over deal however - and thus the antiamerican propaganda in the press. What swiss press failed to say was that we were disturbing two of the most powerful factors in switzerland - the bankers and the industrialists." weiteres Dokument von gleichen Author: "... its conceivable that a good many administrators fail to file declarations at all. The penalty for not filing a return was set at the comparative low figure of 10'000 francs and or year in goal. If someone hiding say 100'000 francs it be worth taking risk.
Vorsteher des EJPD an Balsiger, 19.3.1947
Frage, ob der Bupo bekannt sei, dass Wertgegenstände aus Auschwitz in der Schweiz verkauft worden seien. Antwort: Tatbestand unbekannt.
Artikel der Berner Tagwacht, 11.3.1947 zum Thema NS-Fluchtgeld in der Schweiz und im speziellen zum Fall Ed Greuter & Cie.
Kleine Anfrage Meister vom 25.3.1947
Frage, ob durch die Reichsbank Wertgegenstände aus Auschwitz in die Schweiz gelangt seien.
Stellungnahme zum Brief des EPDs vom 22.5.1947 betr. Raubgut aus Polen
EPD am Bundesanwaltschaft, 8.7.1947
Liste der Übergriffe Alliierter Organe in der Schweiz im Zusammenhang mit der Ermittlung von Raubgut. Die Fälle Cooper, Fischer & Amstel, de Jong, Nederlandsche Bank, Dr. Rossiez und Branko Dragovitch werden behandelt.
SVSt an Bundesanwaltschaft, 3.11.1947
Gemäss Dt. Überseeische Bank Berlin vergütete Kurzmeyer 4,7 Mio. Sfr. an das Dt. Generalkonsulat in Zürich. Hierfür liegt eine Quittung vom 23.1.1945 durch Karl Dienstmann unterzeichnet vor. Das Konsulat hat das Geld an die Dt. Botschaft in Bern weitergeleitet. Verwendet wurde dieses Geld laut Kurzmeyer zur Deckung der Verpflichtungen der Reichsbank gegenüber schweizerischen Firmen.
Balsiger an SVSt, 11.11.1947
Die Affäre Kurzmeyer-Dienstmann soll vertraulich an den Chef der Deutschen Interessenvertretung in der Schweiz, Fröhlicher, weitergeleitet werden.
Verfügung, Bezirksanwaltschaft Zürich, 27.10.1947
Verfügung gegen Jakob Schäppi, Gottlieb Corrodi (beides Zürcher Rechtsanwälte) wegen Zuwiderhandlung gegen die Meldepflicht dt. Vermögenswerte. Schäppi ist Geschäftsleiter der SKAP (Steuerungen und Kupplungen AG, Maschinenfabrik Zürich-Seebach). Coorodi ist einziger Verwaltungsrat dieser Firma. Es kann aber kein fahrlässiges Unterlassen zum Vorwurf gemacht werden.