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Boccherini ist mehr als sein Menuett. Er war ein äusserst fruchtbarer Komponist und in Personalunion ein ausgezeichneter Violoncellist. Fähig, «durch seinen unvergleichlichen Ton und die ausdrucksvolle Melodie seines Instruments zu bezaubern», wie ein Feuilletonist nach seinem Tod 1805 schrieb. Nach Studienjahren in seiner Heimatstadt Lucca sowie in Rom und Wien, kehrte der Cellist und Komponist Boccherini nach Lucca zurück mit einer Kantate und einem grandiosen Cellosolo darin, das seinen Ruf, ein Meister auf dem Cello zu sein, festigte. Boccherinis danach entstandene Sonaten für das Instrument sind an der Zahl ähnlich unübersichtlich wie seine Quintette – von denen es über hundert geben soll.
Gäste von Benjamin Herzog sind die Musikwissenschaftlerin Corinne Holtz und der Cembalist Thomas Leininger.