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Im November 2014 hat der Bundesrat eine Geschlechterquote beschlossen. Jedes Geschlecht im Verwaltungsrat soll mindestens zu 30 Prozent vertreten sein. Das bedeutet, dass in jedem wirtschaftlichen bedeutenden, börsenkotierten Unternehmen, 30% der Führungsspitze aus Frauen bestehen muss. Nicht nur wir in der Schweiz sondern auch unser Nachbar Deutschland beschäftigt sich mit der Frage rund um die Frauenquote in Spitzenpositionen. 43% des deutschen Arbeitsmarkts besteht aus Frauen. Aus diesen 43% gehen 53% Hochschulabsolventinnen hervor, jedoch nur 4% in einer Geschäftsführer-Position und 15% im Aufsichtsrat. Bis 2016 sollen 30 Prozent der Aufsichtsratsposten in den 108 grössten Unternehmen von Frauen besetzt werden.
Doch Marianne Bertrand, Professorin für Wirtschaftswissenschaften an der University of Chicago Booth School of Business, stellte fest, dass dieses Referendum wenig Erfolg zeigt. Norwegen ist uns bereits einen Schritt voraus. Seit 2008 gilt dort ein ähnliches Gesetz. Diese weibliche Spitze führt leider nicht zu einer positiven Veränderung im mittleren Management. Die Förderung des weiblichen Führungsnachwuchses bleibt unverhofft.
Auch die Differenz der Einstiegsgehälter zwischen Mann und Frau wurde nicht verkleinert. Nicht einmal unsere Mitbestimmung wurde verstärkt.
Aber trotzdem erhoffen sich dank der Reform mehr Frauen eine bessere Aufstiegschance.