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und letzten Etappe seines Triumphs gewiss sein. Wegen des regnerischen Wetters erfolgte die Zeitnahme auf den 163 km von Cuneo nach Turin richtigerweise schon bei der ersten Zielpassage.
Danach ging es am Sonntag auf den nassen und deshalb rutschigen Strassen in der Turiner Innenstadt nur noch um den Tagessieg. Dabei setzte sich zwar Giacomo Nizzolo im Sprint durch. Doch weil der Italiener kurz vor der Ziellinie einen Schwenker einlegte und damit seinen Landsmann Sacha Modolo entscheidend behinderte, wurde ihm der Sieg von der Rennjury aberkannt. Profiteur war der Deutsche Nikias Arndt, der stattdessen zu seinem ersten Giro-Etappenerfolg gelangte.
Der in den ersten zweieinhalb Wochen des 99. Giro d’Italia viel gescholtene Nibali hatte mit seiner bekannt angriffigen Fahrweise in den zwei Alpen-Etappen am Freitag nach Risoul und am Samstag nach Sant’Anna di Vinadio für die nicht mehr erwartete Wende zum Guten gesorgt. Noch am Freitagmorgen war der Captain des Astana-Teams fast fünf Minuten hinter der Spitze zurückgelegen.
Im Gesamtklassement siegte Nibali letztlich mit 52 Sekunden Vorsprung vor Esteban Chaves. Der 26-jährige Kolumbianer hatte erst am Freitag vom gestürzten Niederländer Steven Kruijswijk die Maglia rosa übernommen, diese tags darauf aber gleich wieder abgeben müssen. Alejandro Valverde klassierte sich bei seiner ersten Giro-Teilnahme als Dritter ebenfalls in den Top 3. Der 36-jährige Spanier büsste 1:17 Minuten auf Nibali ein.
Seine erste grosse Rundfahrt hatte Nibali 2010, im Alter von erst 25 Jahren gewonnen. Damals hatte sich der Sizilianer, der als Jugendlicher in die Toskana gezogen war, um bessere Bedingungen zur Ausübung des Radsports zu haben, in der Vuelta durchgesetzt. Sein nächster Triumph in einer dreiwöchigen Tour folgte drei Jahre später beim Giro. 2014 schliesslich setzte sich Nibali mit dem souveränen Gesamtsieg bei der Tour de France die Krone auf.
Neben Nibali gibt es nur noch fünf Fahrer, die alle drei grossen Rundfahrten (Tour de France, Giro und Vuelta) mindestens einmal gewonnen haben: Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Felice Gimondi, Bernard Hinault und Alberto Contador.
(SDA)