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Das US-amerikanische Softwarehaus Citrix Systems mit Sitz in Fort Lauderdale (Florida) ist offenbar auf der Suche nach einem Käufer. Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat Citrix, das ursprünglich mit Terminal-Server-Anwendungen bekannt geworden ist, bereits das US-Brokerhaus Goldman Sachs eingeschaltet, um strategische Optionen auszuloten.
Citrix, das in den letzten Jahren sein Portfolio unter anderem um eine Virtual Desktop Infrastructure (Xendesktop), SSL VPN-Lösungen (Netscaler Gateway), Software-Defined WAN Lösungen (NetScaler SD-WAN), Lösungen zur WAN-Optimierung (NetScaler SD-WAN WANOP) oder Lösungen zur Web-Applikationsbeschleunigung bzw. zu Web-Application-Firewalls (Netscaler) erweitert hat, ist zuletzt mit etwa 13,2 Mrd. Dollar an der Börse bewertet worden. Das Unternehmen ist an der New Yorker Nasdaq gelistet.
Seit 2015 sitzt der Hegde Fund Elliott Management im Verwaltungsrat von Citrix und macht seither Druck auf das Management, durch Ausgliederungen bzw. den Verkauf von Sparten den Firmenwert zu heben. So hatte Citrix im Vorjahr bereits sein Gotomeeting-Geschäft mit Logmein fusioniert, die Transaktion wurde erst im Februar dieses Jahres in trockene Tücher gebracht.
Verschiedene Private Equity Firmen wie Thoma Bravo LLC sollen weiter an der Übernahme von Citrix interessiert sein. Goldman Sachs soll nun Citrix beim Evaluierungsprozess unterstützen, an dessen Ende ein Verkauf der Gesellschaft stehen könnte. Citrix hatte zuvor durchblicken lassen, auch Optionen für sein Netscaler-Geschäft prüfen zu wollen. Diese Sparte hilft Unternehmen dabei, Web-Anwendungen zu beschleunigen.