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Zürich (awp/sda) - Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse begrüsst den Start der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit China. Das Abkommen werde dem beiderseitigen Handel einen Impuls verleihen und der Schweizer Wirtschaft einen Wettbewerbsvorteil sichern.
Mit einem Freihandelsabkommen könnten die Zölle von durchschnittlich 10% und weitere Handelshemmnisse abgebaut werden, teilte Economiesuisse am Freitag in einem Communiqué mit. Eine Machbarkeitsstudie prognostiziere eine Steigerung des Handelsvolumens um schätzungsweise 50%.
In den ersten elf Monaten des Jahres 2010 hat die Schweiz Waren im Wert von 6,7 Mrd CHF nach China exportiert. Das ist ein Drittel mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Einfuhren stiegen derweil um 18% auf 5,6 Mrd CHF.
Insbesondere die Uhrenindustrie profitiert vom Nachfrageboom aus dem "Reich der Mitte": Die Ausfuhr von Uhren habe sich in den letzten zehn Jahren verzehnfacht, der Export von chemisch-pharmazeutischen Produkten vervierfacht.
Ein Freihandelsabkommen werde die Benachteiligung von Schweizer Unternehmen gegenüber Konkurrenten aus Freihandelspartnern Chinas wie den südostasiatischen Ländern oder Neuseeland beseitigen. Gegenüber Konkurrenten ohne Abkommen wie beispielsweise aus den USA oder der EU schaffe es gar einen Wettbewerbsvorteil. Insgesamt erhöhe sich mit einem Abkommen die Rechtssicherheit für Exporteure und Investoren.
Rund 300 Schweizer Firmen beschäftigen über 120'000 Personen in China. Umgekehrt fassen zunehmend chinesische Firmen bei uns Fuss und nutzen die Schweiz als Basis und Tor zu Europa.
dl
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