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Patrik Schedler über Karlheinz Weinberger, alias Jim
Ich beginne diesen Fotoblog zu Arbeiten von Karlheinz Weinberger mit einem besonderen Bild. Es entstand am 14. April 1967 im Zürcher Hallenstadion. An diesem Tag traten die Rolling Stones das erste Mal in Zürich auf.
Dieses rätselhafte Bild zeigte einen jungen, schlanken Mann, die Augen halb geschlossen und verzücktem Ausdruck auf dem hübschen Gesicht. Das war weder ein Rocker noch ein Halbstarker und trotzdem betitelte Weinberger dieses für ihn eher ungewöhnliche Portrait mit „Der Rebel“. Ich glaube, dass er sich in diesem Bild selbst wieder erkannte. Es git nur wenige Selbstportaits, die er aber allesamt verleugnete. Hier hatte er sich selbst als einen Anderen dargestellt. An der Erscheinung des Bildes lässt sich eigentlich nichts Rebellisches erkennen. Das Bemerkenswerte ist die festgehaltene Verzückung, die nach innen gekehrte Ekstase als andächtiger Ausdruck. Weinbergers Rebellion war keine nach aussen getragene Aktion, kein lautes Aufbegehren, kein wie auch immer gearteter Kampf, sondern die Souveränität seiner inneren Erfahrung.
I start this photoblog on works by Karlheinz Weinberger with a special picture.It was created on April 14, 1967 in the Zurich Hallenstadion.On this day, the Rolling Stones appeared for the first time in Zurich.
This enigmatic image showed a young, slender man, his eyes half-closed and his expression ecstatic on his pretty face.This was neither a rocker nor a „Halbstarker“, and yet Weinberger titled this rather unusual portrait with „Der Rebel“.I think he recognized himself in this picture.There are only a few selfportaits, but he denied them all.Here he had portrayed himself as another.There is nothing rebellious about the appearance of the picture.The noteworthy is the recorded rapture, the ecstasy turned inward as a devotional expression.Weinberger’s rebellion was not an outward action, not a loud rebellion, not a fight of any kind, but the sovereignty of his inner experience.