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Carole Solvay
Zeitgenossiche Austellung // 13. März 2021 – 22 August 2021
Das letzte Stockwerk ist bis zum 22. August 2021 in festen Händen der Sonderausstellung von Carole Solvay. Die Künstlerin, die von Natur aus eine kontemplative Einzelgängerin ist, ist Autodidaktin. Der Anfang ihrer Karriere bestand überwiegend aus den traditionellen Techniken der Weberei. Bald bevorzugte Carole Solvay die Kreation von kleinen Stücken mit Schussfäden, anstatt den grossen Projekten, die sie Einschränkungen des Webstuhls aussetzten. Dank der Integration von Drähte und Metallnetze gelang es der Künstlerin dreidimensionale Objekte zu erschaffen.
Später begann sie Materialien einzusetzen, die sie während ihren üblichen Spaziergängen in der Natur fand: Knochen kleiner Nagetieren, Haare, Fischgräte, Federn. Damit begann sie mit der Herstellung von kleinen Dingen, die sie liebevoll «Grigris» nennt. Es sind ihre Schutzschilde und Gürtel. Die Federn werden mehr und mehr ein Bestandteil ihrer intimen künstlerischen Forschung und mit ihnen entwickelt sie eine Reihe von originellen Techniken: schneiden, trimmen, lochen und die Fragmente wieder zusammensetzen, um somit Objekte und Figuren zu erfinden, die Erinnerungen hervorrufen. Diese verbindet sie dann mit Fasern, Fäden und kleinen Stücken aus Plastikfolie. Alles was in ihren Kreationen berührt, bedeckt, streichelt, sticht, schwebt oder in einem Lichtstrahl verschwindet, bringt die Erinnerung einer internen Melodie hervor, welche sie im Verlauf ihrer Kindheit in der Natur gehört hat. Ihre Werke offenbaren die Emotionen ihrer Jugend, welche aus der Vergessenheit erhoben wurden.