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Die Vorfahren der amerikanischen Ureinwohner kommen aus Eurasien. Vor etwa 20‘000 Jahren nutzten sie eine Landbrücke zwischen Sibirien und Alaska, die sich während der letzten Kaltzeit gebildet hatte.
Eine unerwartete Sensation
Bisher war man davon ausgegangen, dass sich diese Siedler in einer einzigen Einwanderungswelle über den Nord- und Südkontinent ausbreiteten (siehe Box).
Doch nun zeigen aktuelle Erbgut-Analysen, Link öffnet in einem neuen Fenster, dass mindestens zwei Amazonas-Völker eine starke genetische Ähnlichkeit mit den Menschen haben, die heute Neuguinea, Australien und Inseln im Golf von Bengalen bevölkern.
Wann und wie ihre Ahnen nach Amerika kamen, ist unklar. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine zweite Gründerpopulation handelt.
Weitere genetische Studien, etwa die Analyse archäologischer Funde, könnten klären, welche Gruppe von Zuwanderern den Kontinent zuerst erreichte.
Landbrücke nach Amerika
Während der letzten Kaltzeit erreichten eurasische Zuwanderer den Nordwesten Amerikas. Sie breiteten sich entlang der Küste aus und gelangten vor etwa 14'000 Jahren in den äussersten Süden, nach Feuerland. Mit dem Rückzug der schmelzenden Eismassen rund 1000 Jahre später spaltete sich eine Gruppe in Nordamerika ab und drang ins Landesinnere vor.