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Wieder geht eine Saison mit Höhen und Tiefen zu Ende. Dieses Jahr war ich leider nur die Hälfte der Saison an der Startlinie, dafür umso erfolgreicher.
Die Vorbereitungen für diese Saison waren gut. Die Trainingssituation passte gut und mit den vielen Trainingslagern kam ich oft aufs Wildwasser. Das erste grössere Trainingslager in diesem Jahr fand im Februar in St. Pé/ Pau (FRA) und La Seu d’Urgell (ESP) statt. Während den drei Wochen konnte ich einerseits meine Technik auf dem Wildwasser, aber auch meine physischen Fähigkeiten verbessern. Somit hatte ich eine gute Grundlage für den Saisonstart am ersten Qualirennen in Ivrea.
Anfang Juni fanden die Schweizermeisterschaften der Elite in Bern statt. Ich zeigte, dass ich in guter Form war und fuhr auf den ersten Platz. Ich bin nun Schweizermeisterin in der offenen Kategorie der Damen.
An den Qualirennen im April hatte ich mich erneut für die Junioren WM und EM qualifiziert und ausserdem für 3 Weltcups. Die Junioren WM in Ivrea (ITA) stellte meinen Saisonhöhepunkt dar, weshalb wir im Vorneherein mehrmals nach Ivrea gingen um zu trainieren. Bereits letzten November waren wir eine Woche da, um uns auf den Grossanlass vorzubereiten, dann mehrere Male im Frühling und Anfang Sommer. Bevor es aber nach Ivrea für die WM ging, fuhren wir noch in ein Trainingslager nach Bratislava (SVK) und zum Weltcup nach Liptovsky (SVK). In Liptovsky konnte ich mit zwei guten Läufen beweisen, dass ich bereit für die WM war.
Als wir dann zum letzten Mal nach Ivrea fuhren, stand die WM vor der Tür. Die letzten Tage vor dem Wettkampf trainierten wir nochmals auf der Strecke damit wir am Wettkampf alles im Griff haben würden. Der Wettkampf fing für mich nicht sehr gut an, ich qualifizierte mich jedoch im zweiten Lauf doch für das Halbfinale. Da wiederum kam als neunte von zehn Plätzen knapp ins Finale. Im Finale gelang mir ein sehr guter Lauf, und fuhr auf den dritten Platz. Meine Bronze-Medaille an der Junioren Weltmeisterschaft kam überraschend, obwohl ich wusste, dass es möglich war.
Nach diesem Höhepunkt hatte ich mir zwei Wochen Ferien verdient, bevor es wieder nach Bratislava für die Junioren EM losgehen sollte. Doch dann kam die grosse Enttäuschung, ich brach mir beim Ballspielen das Bein. Damit war meine Saison beendet; keine Junioren Europameisterschaft, keine Weltcups mehr.
Die Enttäuschung war gross und während den vergangenen zwei Monaten fehlte mir der Kanuslalom sehr. Doch nun ist diese Zeit vorbei und ich kann wieder anfangen zu paddeln. Bis das Bein ganz verheilt ist, geht es noch einen Monat, doch beim paddeln habe ich keine Einschränkungen mehr. Ich bin sehr motiviert nach meinen ersten Trainingswochen und freue mich auf die kommende Saison.
Ein grosses Dankeschön geht an alle meine Unterstützer, ohne euch wäre ich nicht so weit gekommen und würde auch nicht mehr weiterkommen.