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Wenn jemand an nichts anderes mehr denken kann als an seine/ihre Figur, sein/ihr Aussehen, sein/ihr Gewicht, ans Essen, an Kalorien oder an Diäten, hat er oder sie vermutlich eine Essstörung.
Aber vergiss nicht: Für eine professionelle Diagnose braucht es eine qualifizierte Fachperson (z.B. einen Arzt oder eine Ärztin, eine/n Psychiater/in oder eine/n Psychologen/in).
Hier findest du Merkmale, die auf eine Essstörung hindeuten. Wenn mindestens eines der nachfolgend aufgeführten Merkmale auf dich zutrifft, ist es möglich, dass du an einer Essstörung leidest:
- Du beginnst jeden Tag damit, auf die Waage zu stehen, und schmiedest immer wieder Diätpläne.
- Essen oder Nichtessen nimmt einen wichtigen Platz in deinem Leben ein; deine Hobbies, deine Ausbildung oder dein Job, deine Eltern und deine Freundinnen und Freunde sind dir nicht mehr so wichtig.
- Du weisst nicht mehr, wie es sich anfühlt, Hunger zu haben oder satt zu sein.
- Du isst nicht mehr zu bestimmten Tageszeiten, sondern (praktisch) gar nicht mehr oder mehr oder weniger den ganzen Tag.
- Du vermeidest es, mit der Familie oder mit Freunden zu essen.
- Du fühlst dich dick, obwohl andere dich nicht für dick halten.
- Die Vorstellung zu essen bereitet dir Sorgen und negative Gefühle – z.B. Schuldgefühle.
- Du geniesst es nicht mehr zu essen, sondern empfindest Essen nur noch als Belastung.
- Du fühlst dich innerlich leer und willst diese Leere mit Nahrung stopfen.
Essstörungen entstehen nicht aus einem Mangel an Wissen über gesunde Ernährung. Meistens haben Essstörungen seelische Gründe. Die meisten Menschen mit Essstörungen wissen, was gesund und was ungesund ist. Sie wissen auch, was dick und was schlank macht. Der Grund für ihre Essstörung liegt also nicht an mangelndem Wissen, sondern hat meistens etwas mit ihrer Seele zu tun.