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Ursache
Die Achillessehnentendinopathie scheint weniger Entzündung als Degeneration zu sein. Hervorgerufen durch Fehl- und Überlastungen kommt es zu Degenerationsprozessen im Gleit- und Sehnengewebe.
Es resultieren krankhafte Veränderungen oder kleinere Verletzungen der Achillessehne. Diese können hervorgerufen werden durch:
Ist eine Sehne überlastet und hat dadurch Schaden an ihrer Kollagenstruktur genommen, werden sofort Reparaturmechanismen in Gang gesetzt, die mit einer gesteigerten Durchblutung (Neovaskularisierung) einhergehen, um die Heilung einzuleiten. Doch der bradytrophe Sehnenstoffwechsel mit einer Zellteilungsrate von 8 Wochen ist sehr langsam. Daher erstreckt sich der Heilungsprozess über Monate. Bei anhaltenden Beschwerden zeigt sich eine Fehlheilung mit Narbenbildung in der Sehne. Man spricht von einer Degeneration der Sehne.
Symptome
Bei der akuten Achillessehnenentzündung kommt es für einige Tage, meist als Folge auf verstärktes Training, zu einem stufenweise stärker werdenden Schmerz, der sich unter Belastung bessert. Der Schmerz kann temporär durch Ruhigstellung gelindert werden.
Bei der chronischen Achillessehnenentzündung kommt es dann auch in Ruhe und bei Belastungen zu Symptomen, die über Wochen bis Monate anhalten können.
Die Schmerzen sind morgens nach dem Aufstehen oder nach Ruhephasen besonders stark, da die Achillessehne in der Ruhezeit versteift und danach nicht elastisch genug ist, um Belastungen schmerzfrei auszuführen. Der Schmerz und die Schwellung treten meist 2-5 cm oberhalb der Ferse auf, die Region wird auch die Achillessehnentaille genannt und wird schlecht durchblutet, sodass Regenerationen nur verzögert und langsam ablaufen können.
Oft lässt sich in dieser Region auch eine druckschmerzhafte Verhärtung der Achillessehne tasten, die mikroskopisch betrachtet fortgeschrittene Degenerationen und Veränderungen in der Anordnung der Kollagenfasern zeigt. Histologisch zeigen sich in diesem Bereich neu einspriessende Nerven und Blutgefässe. Die Nerven führen zum Schmerz, die Blutgefässe zur schnelleren Heilung der Verletzung.
Diagnostik
Die klinische Untersuchung zeigt typische Belastungs- und lokale Druckschmerzen, Überwärmung und Schwellungssymptome. Weiterhin kann sich eine Steifigkeit der Sehne mit Bewegungseinschränkungen zeigen.
In der Sonographie kann eine Verdickung der Sehne, Abschwächung des Ultraschallechos, sowie abnorme Faserstrukturen dargestellt werden. Zusätzlich auch Entzündungen der Schleimbeutel (Bursitiden) und der Gleitschichten (Peritendinitis).
Im Röntgen lassen sich knöcherne Veränderungen z.B. am Fersenbein (z.B. Haglundexostose) darstellen.
Das MRI ist bei komplexen Erkrankungsmustern indiziert. Hiermit lassen sich die anatomischen Verhältnisse und Begleitverletzungen dokumentieren.
Kleinste Risse in der Sehne und Begleitverletzungen wie z.B. Knochenmarködeme oder Stressfrakturen des Fersenbeines können nachgewiesen werden.
Therapie
Tritt eine Achillessehnenentzündung zum ersten Mal auf und wird sie zügig behandelt, heilt sie meistens ohne Folgeschäden aus. Besonders wichtig ist dem Heilungsprozess genügend Zeit einzuräumen, bevor man diese wieder voll belastet, da sonst die Gefahr der Chronifizierung besteht und sie damit schwerer zu behandeln ist.
Konservativ
Operativ
Bei sehr ausgeprägten Fällen ist ein größerer Hautschnitt erforderlich. Die Achillessehne wird längsgespalten und die abgestorbenen, zentral gelegenen Sehnenanteile werden entfernt. Dann kann die Sehne wieder vernäht werden. Ggf. können hierbei auch Begleiterkrankungen wie z.B. die Haglundexostose mitbehandelt werden.
Prävention
Komplikation
Eine gefürchtete Komplikation einer chronischen Tendinose der Achillessehne ist die Ruptur.