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Seit geraumer Zeit wurde der besenderte Rotmilan Oscar von den Satelliten immer in derselben Gegend im französischen Departement Tarn geortet. Es musste befürchtet werden, dass der Vogel umgekommen ist. Laut einer Mitteilung vom Naturhistorischen Museum Freiburg fanden die Ornithologen Vorgestern früh Oscar und seinen Sender.
Oscar ist Ende April 2004 bei Prez-vers-Noréaz (Kanton Freiburg) geboren und wurde als Nestling mit einem Solar-Sender versehen, der es erlaubte ihn während 9 Jahren praktisch täglich mehrmals zu orten. Oscar ist somit jenes Tier, das weltweit am längsten mit ein und demselben Sender verfolgt werden konnte. Oscar hat jeden Winter nördlich der französischen Pyrenäen verbracht. Er sorgte als knapp Einjähriger für Aufsehen, als er den Frühjahrszug vom Winterquartier in die Westschweiz gleich zweimal ausführte. Im Jahr 2007, als Oscar knapp dreijährig war, begann er zum ersten Mal bei Moudon (VD) zu brüten und zog seither fast alljährlich erfolgreich Junge auf.
Dank Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Vogelschutzorganisation LPO Tarn, fanden lokale Ornithologen den Kadaver nur wenige Stunden nachdem sie informiert worden waren. Nun sollen Röntgenaufnahmen und Laboruntersuchungen aufzeigen, was die Todesursache ist. Immer wieder werden in Frankreich Rotmilane und weitere Greifvögel geschossen und vergiftet.
Bild: Jens N. Roved [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons