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GLP-Nationalrätin Kathrin Bertschy fordert einen Vaterschaftsurlaub, der der heutigen Mutterschaftsentschädigung gleich kommt. Eine Kommission des Nationalrats hat sich dagegen gestellt.
Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK) lehnt eine Auszeit für beide Eltern nach der Geburt eines Kindes ab. Sie hat eine parlamentarische Initiative der Berner GLP-Nationalrätin Kathrin Bertschy mit dieser Forderung mit 13 zu 9 Stimmen verworfen.
Bertschy möchte die heutige Mutterschaftsentschädigung von 14 Wochen um eine Vaterschaftsentschädigung der gleichen Dauer ergänzen. Ihrer Ansicht nach fördert die geltende Regelung die traditionelle Rollenverteilung, weil sie voraussetzt, dass nach einer Geburt ausschliesslich die Mütter und nicht die Väter bei der Arbeit ausfallen. Bertschy kritisiert auch, dass Vätern die Möglichkeit verwehrt wird, sich früh und aktiv in die Kinderbetreuung einzubringen.
An Erwerbstätigkeit gebunden
Die Vaterschaftsentschädigung soll aber nur gewährt werden, wenn beide Eltern nach der Geburt wieder arbeiten. Der Anspruch auf Elternzeit wäre damit nicht bedingungslos, sondern an eine Erwerbstätigkeit gebunden. Von mehr erwerbstätigen Frauen verspricht sich Bertschy positive Impulse für die Wirtschaft.
Die Kommissionsmehrheit lehnt einen Ausbau der Sozialleistungen angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage ab, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Das Parlament habe bis heute zahlreiche Vorstösse mit der gleichen Stossrichtung verworfen. Zudem werde das Volk in absehbarer Zeit im Rahmen der Volksinitiative «Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub - zum Nutzen der ganzen Familie» darüber befinden können. Nun muss der Nationalrat entscheiden.
(sda/cfr/gku)