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She, a chinese
UK 2009 98'
Die junge Chinesin Mei beschliesst, aus dem öden Alltag ihres Heimatdorfs in die nächste Stadt, Chongqing, abzuhauen. Doch das Leben ist auch dort alles andere als einfach. Nach dem Rausschmiss aus einer Textilfabrik nimmt sie eine Stelle in einem Friseursalon an. Dort begegnet sie Spikey, einem Auftragskiller der lokalen Mafia. Sie fühlt sich zu dem brutalen Typen hingezogen, der von ihr verlangt, ihn auf offener Strasse mit einem Nunchaku zu schlagen, während sie für ihn bloss eine von vielen Eroberungen ist. Doch eines Abends kommt Meis Geliebter blutüberströmt nach Hause und stirbt vor ihren Augen. Mei findet mehrere Bündel Geldscheine unter der Matratze und flieht nach London, wo der 70-jährige Mister Hunt sie heiratet. Im stillen Haus ihres neuen Gatten beginnt sie ein neues Leben. Doch findet sie in diesem monotonen Alltag ihren Frieden? Unterlegt mit dem Soundtrack von John Paris - in Zusammenarbeit mit PJ Harvey und der Band Eels - und durchsetzt mit aussagekräftigen Kapitelüberschriften wie "Sometimes you wonder who you really are" oder "Mei feels love under the Big Ben calendar", zeigt Xiaolu Guo, wie Meis schwierige Erfahrungen sie nicht von ihrer Hoffnung auf eine bessere Zukunft abzubringen vermögen. Die Regisseurin setzt Motive aus der Natur ein - die drückende Sommerhitze, eine lebend geschröpfte Ente, ein Fuchs, der einen Hund reisst -, um die Erfahrungen der Hauptfigur zu illustrieren. Meis Lebensweg und ihre Begegnungen in She, a Chinese reflektieren die Vermischung der Kulturen zu Beginn dieses 21. Jahrhunderts an und schildern, wie Menschen, Lebensweisen, Konsumgüter und Musik sich zunehmend vermengen. Wenn dieser Kulturmix auch eine gewisse Unruhe in das Leben von Mei bringt, so ist ihr Willen doch ungebrochen, ihre Einsamkeit hinter sich zu lassen und die Flucht nach vorne, ins Unbekannte, fortzusetzen.