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Der neue Konzernchef Jan Jenisch peile im laufenden Jahr ein Wachstum des bereinigten Betriebsgewinns von fünf bis sieben Prozent an, teilte der Weltmarktführer am Freitag mit.
Der Konzern begründete die Senkung mit der Abschwächung der weltweiten Zementnachfrage. Bisher hatte sich LafargeHolcim eine zweistellige Ergebnissteigerung vorgenommen. Im dritten Quartal brach der Konzerngewinn um 59 Prozent auf 433 Millionen Franken ein. In der Vorjahrsperiode hatten Erlöse aus dem Verkauf von Teilbereichen den Gewinn aufgebläht.
Als Grund nennt das Unternehmen unter anderem höhere Veräusserungsgewinne im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um 1,3 Prozent auf 6,94 Milliarden Franken.
Er konzentriere sich momentan auf die Vereinfachung, die Kostendisziplin und das Leistungsmanagement, kündigte Jenisch zudem an. Komplexitäten würden abgebaut, Betriebsabläufe konzentriert und das Potenzial von LafargeHolcim voll ausgeschöpft, schreibt er weiter. Konkrete Massnahmen sollen demnach im kommenden März bekannt werden.
Jenisch nutzte damit die Publikation der Zahlen zum dritten Quartal, um eine erste Bestandesaufnahme bekannt zu geben. Der frühere Sika-Chef führt den Zementkonzern seit dem 1. September. Sein Vorgänger Eric Olsen war über eine Affäre um Schutzgeldzahlungen im syrischen Bürgerkrieg gestolpert und hatte den Zementriesen Mitte Juli verlassen.
LafargeHolcim entstand 2015 aus dem Zusammenschluss der Schweizer Holcim mit der französischen Konkurrentin Lafarge. Das Unternehmen mit fast 27 Milliarden Franken Jahresumsatz beschäftigt weltweit rund 115'000 Mitarbeiter, knapp 1200 davon in der Schweiz.
(Reuters/SDA)