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In schweren Zeiten: Ich traue keinem Ernst, durch den nicht eine stille, demütige Bereitschaft von Humor durchschimmert.
06.03.2020
An allen Flussufern bringen wir Zäune und Drahtgitter an, damit unsere Kinder nicht ertrinken.
Gescheiter wäre, sie schwimmen zu lehren.
05.03.2020
In den Vehikeln der Städtischen Verkehrsbetriebe schaukelt und holpert gegenwärtig folgender Spruch von E.T.A. Hoffmann durch die Stadt Bern: Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an.
Hoffmann ist einer der wenigen Menschen, die eine solche Aussage wagen durften, navigierte er doch mit der gleichen Kompetenz in den Welten der Sprache und der Musik - abgesehen davon, dass er auch hervorragend zeichnete.
Gleichwohl kann ich mich damit nicht solidarisieren: Eine Sprache, die nicht „klingt“, und eine Musik, die nicht „spricht“, ist nichts als eitles Blabla und leeres Geplärr.
22.02.2020
„Geben Sie’s doch zu: Sie haben eine Leiche im Keller!“.
„Ich habe ja gar keinen Keller.“
(Gegenwärtig einmal mehr die sicherste Antwort.)
16.02.2020
Noch immer perenniert die Sage, Mozart habe beim Kegeln komponiert.
Nichts ist widersinniger als das.
Mozart hat beim Komponieren gekegelt.
15.02.2020