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Grünabfall
Der KBA Hard werden jährlich 5'500 Tonnen Grünabfälle angeliefert. Davon stammen 5'000 Tonnen aus der kommunalen Sammlung in den Verbandsgemeinden. Das Sammelgut besteht vor allem aus pflanzlichen Gartenabfällen (Rasenschnitt, Strauch- und Baumschnitt, Stauden, Laub). Diese sind mit Küchenabfällen und Speiseresten vermischt, da in den Verbandsgemeinden die organischen Küchenabfälle für die Grünabfuhr zugelassen sind.
Das Grüngut wird triagiert, um geeignete Fraktionen für die zur Verfügung stehenden Verwertungswege bereitstellen zu können.
Axpo Kompogasanlagen
Von der angelieferten Grünabfallmenge werden rund 60% in externen Biogasanlagen zur Biogasgewinnung eingesetzt. In einem Vergärungsprozess wird in diesen Anlagen aus den Grünabfällen Biogas gewonnen, aus dem entweder mittels Gasmotor und Generator Elektrizität produziert wird oder das nach einer Gasreinigung direkt in das Erdgasnetz eingespeist wird. Die KBA Hard arbeitet in diesem Bereich mit der Firma Axpo Kompogas zusammen, die in der Schweiz 15 Biogasanlagen zur Verwertung von Garten- und Küchenabfällen aus der Grünabfallsammlung betreiben.
Kompostierwerk Buchs
40% der Grünabfälle werden im Kompostwerk Buchs zu Komposterde verarbeitet. Im Kompostierwerk wird das zerkleinerte Grüngut zu trapezförmigen Mieten aufgeschichtet. Danach beginnt der durch Bakterien und Pilze gesteuerte Rotteprozess, bei dem im Verlauf mehrerer Wochen das Grüngut zersetzt wird. In der ersten Phase steigt die Temperatur in den Mieten auf über 70°C, wodurch eine Hygienisierung erreicht wird. Darauf folgt die Umbauphase bei 30-40°C, in der die Pflanzenzellulose von Pilzen aufgeschlossen wird. In der sich anschliessenden Aufbauphase übernehmen bei rund 20°C Milben, Asseln, Tausendfüssler und Kompostwürmer ihre Tätigkeit. Sie vermengen die organischen und mineralischen Bestandteile in ihrem Darm zu Humuskrümeln.
Während des Rotteprozesses werden die Mieten in regelmässigen Abständen umgesetzt und durchmischt. Dieser Arbeitsschritt ist zur Erreichung der gewünschten Qualität ausserordentlich wichtig und wird bis zu zehnmal durchgeführt. Nach fünf- bis achtwöchiger Rotte ist Frischkompost entstanden. Der Frischkompost wird gesiebt, um unerwünschte Fremdstoffe und grobe Bestandteile zu entfernen. Der Frischkompost wird unter der Marke RHEIKO-Kompost vor allem für den Einsatz in Freilandkulturen oder als Grundlage für Pflanzenerdemischungen abgegeben.
Für den Einsatz in Spezialkulturen, in der Pflanzenanzucht oder als Bestandteil von Kulturerden wird der Frischkompost nachgerottet, dabei entsteht hochwertiger Reifekompost.