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© Jürg Meyer
Gesteinszone 1: Juragebirge mit Jurakalk Ablagerungsgesteine aus dem Meer mit dem hellen Kletter-Kalkstein
Der Jura – ein gefaltetes Mittelgebirge, die jüngste Auswirkung der Alpenbildung
Nach dem Juragebirge wurde die geologische Zeitepoche der Jurazeit benannt (vor 201 - 145 Mio. Jahren), weil sich in dieser Zeitspanne hier eine grosse Vielfalt von Meeresablagerungen mit einer noch grösseren Vielfalt von Versteinerungen bildete. Das in der letzten Phase der Alpenbildung durch Verfaltungen und Überschiebungen gebildete Juragebirge zeigt eine Schichtabfolge mit ganz unterschiedlichen Sedimentgesteinen wie Kalksteinen, Mergeln, Tonsteinen, Sandstein, Dolomit, Gips und Salz. Die weicheren Gesteine wie Mergel und Tonstein sind meist wiesenbedeckt, die harten Kalksteine hingegen bilden die Felswände und Grate – sozusagen das «Skelett» des Juragebirges. Die markanteste Kalksteinschicht ist der Oberjurakalk und bis 500 m dick (früher auch Malmkalk genannt), in dem praktisch alle Klettergebiete liegen und der mit seiner hellen, manchmal fast weissen Verwitterungsfarbe die Juralandschaften prägt.