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In Rio de Janeiro nehmen erstmals in der Geschichte von Olympischen Spielen gleichzeitig eine Mutter und ihr Sohn teil. Nino Salukwadse und Tsotne Machavariani vertreten Georgien im Schiessstand.
Schon zum achten Mal ist die Schützin Nino Salukwadse an Olympischen Spielen dabei. Erstmals wird die 47-Jährige dabei von ihrem Sohn begleitet. Auch Tsotne Machavariani wird Georgien im Schiessen vertreten. «Wir werden alles dafür tun, um gut abzuschneiden», versprach die Mutter im Gespräch mit der Agentur Reuters. Sie sei sehr glücklich und sehr stolz, in Brasilien gemeinsam mit ihrem Sohn antreten zu können.
Dass Mitglieder verschiedener Generationen einer Familie an den selben Olympischen Spielen teilnehmen, gab es zwar schon. Aber es beschränkte sich auf die Kombinationen Vater/Sohn (56 Mal), Vater/Tochter (12 Mal) und Mutter/Tochter (2 Mal). Dass aber eine Mutter mit ihrem Sohn teilnimmt, kam seit den ersten Spielen der Neuzeit im Jahr 1896 noch nie vor.
Nino Salukwadse ist nicht bloss eine Olympia-Touristin. Ihr Highlight liegt beinahe dreissig Jahre zurück: 1988 wurde sie in Seoul Olympiasiegerin über 25 Meter mit der Sportpistole. Sie gewann in Südkorea auch noch eine Silbermedaille. Zwei Jahrzehnte später, 2008 in Peking, komplettierte sie ihren persönlichen Medaillensatz mit Bronze im Luftpistolenschiessen.
Aufsehen erregte Salukwadse damals an der Siegerehrung. Sie umarmte und küsste die Russin Natalina Paderina, welche Silber gewonnen hatte. Es war ein Zeichen des Duos gegen den Krieg, den Russland und Georgien damals gegeneinander führten.