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Ein besseres Betreuungsangebot für Kinder wirkt sich signifikant auf die Arbeitspensen sowohl der Mütter als auch der Väter aus. Die Zahl der Vollzeit erwerbstätigen Mütter steigt. Gleichzeitig sinkt bei den Vätern der Anteil der Vollzeit Erwerbstätigen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Forschungs- und Beratungsbüros Infras und der Universität St. Gallen im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Gleichstellung der Geschlechter».
Das Forschungsteam hat das Angebot an familienergänzender Kinderbetreuung in mehreren Gemeinden der deutschsprachigen Schweiz verglichen. Ein besseres Kinderbetreuungsangebot begünstige «tendenziell» eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit, heisst es in der Studie. «Wenn mehr Mütter in einem Vollzeitpensum erwerbstätig sind, bedeutet dies, dass sich ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern und sich denjenigen der Väter angleichen». Hingegen bleibt offen, ob die Väter, die ihr Arbeitspensum reduzieren, mehr Zeit mit den Kindern verbringen.
Laut der Studie gibt es in der Schweiz nur für 11 Prozent der Kinder im Vorschulalter und 8 Prozent der Kinder im Schulalter einen familienergänzenden Vollzeit-Betreuungsplatz. Das ist vergleichsweise wenig. In der EU liegen die Zielvorgaben bei einem Vollzeit-Betreuungsplatz für 33 Prozent der Kinder im Vorschulalter und für 90 Prozent der Kinder im Schulalter. In der Schweiz gebe es eine «Angebotslücke» halten die Autoren der Studie fest. Sie fordern, das Angebot auszubauen. Es müsse mehr Krippenplätze geben, die bezahlbar und von guter Qualität sind. Am Ausbau könnten sich auch die Arbeitgeber beteiligen.
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Keine