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Eine Verstaatlichung der ehemaligen Staatslinie schloss der Minister aus. "Mancher glaubt, es wird die x-te Rettung durch den Staat geben. Dann sage ich klar: Es wird keine geben."
Wirtschaftsminister Carlo Calenda stellte einen Brückenkredit für sechs Monate in Höhe von 300 bis 400 Millionen Euro in Aussicht, bis ein Käufer gefunden sei. Ein Sonderverwalter müsse den Erhalt des Unternehmens sicherstellen "und dann einen Käufer finden, der (Alitalia) managen kann", so Calenda bei Radio24. Um den Übergangskredit werde man sich bei der EU-Kommission bemühen, sagte er in einem anderen Interview.
Alitalia ist seit Jahren in Schwierigkeiten und steht erneut kurz vor der Pleite. Diese Woche hatten die Mitarbeiter einen Sanierungsplan, der drastische Sparmassnahmen beinhaltet, in einem Referendum abgelehnt. Wirtschaftsminister Calenda erklärte, dass eine ausserordentliche Sonderverwaltung - was einer Insolvenzverwaltung entspricht - die wahrscheinlichste Option sei. Das Unternehmen hat weltweit rund 12 500 Mitarbeiter. Für diesen Donnerstag wurde eine Hauptversammlung einberufen. Der Flugbetrieb soll laut Alitalia zunächst wie gehabt weitergehen.
Mit Abstand grösster Aktionär bei Alitalia ist die arabische Airline Etihad. Lufthansa wollte sich zu den seit Tagen zirkulierenden Spekulationen über eine mögliche Übernahme nicht äussern./reu/DP/tos
(AWP)