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Warum gluten- und lactosefrei?
Wenn Sie durch den Supermarkt oder dem Bioladen gehen, werden Sie immer wieder neue Produkte finden, auf denen gross vermerkt ist, dass es sich um gluten- oder lactosefreie Lebensmittel handelt. Sollen Sie sich nun davon angesprochen fühlen, oder nicht? Eigentlich kann es Ihnen egal sein, wenn bei Ihnen keine Zöliakie oder Lactoseintoleranz festgestellt wurde, brauchen Sie diese Produkte nicht.
Gut dass es gluten- und lactosefreie Produkte gibt
Es besteht kein Zweifel daran, wie gut und wichtig es ist, dass gluten- und lactosefreie Produkte vermehrt im Handel erhältlich sind. Menschen, die unter Zöliakie leiden, können keine Lebensmittel vertragen, die Klebereiweiss (Gluten) enthalten. Dieses ist in allen Weissmehlprodukten enthalten. Wer unter Laktoseintoleranz leidet, kann keine Milchprodukte konsumieren, die Lactose enthalten. Es ist daher für Menschen mit einer derartigen Erkrankung oder Intoleranz von entscheidender Wichtigkeit, dass diese Produkte auf dem Markt sind.
Aufgrund der besonderen Aufbearbeitungsmethoden sind lactosefreie Milchprodukte teurer als herkömmliche Milchprodukte. Auf manchen Lebensmitteln steht auf der Verpackung vermerkt, dass sie gluten- oder lactosefrei sind, obwohl sie von Natur aus kein Gluten oder keine Lactose enthalten würden. Die Lebensmittelindustrie verdient in gewisser Weise Geld damit, weil diese Vermerke auf die Verpackungen gedruckt werden und die Konsumenten glauben, dass Sie durch den Kauf sich gesünder und bewusster ernähren. Das ist aber nicht so.
Zahlen Sie nicht zu viel
Eines ist sicher, wenn Sie weder unter Zöliakie oder Lactoseintoleranz leiden, brauchen Sie diese Produkte auch nicht zu kaufen. Sie leben dadurch nicht gesünder. Achten Sie lieber in allen Bereichen der Ernährung auf Abwechslung und Qualität und halten Sie sich von industriell aufbereiteten Lebensmitteln fern. Nur ein eher geringer Prozentsatz der Menschheit leidet unter Lebensmittelunverträglichkeiten. Das Gluten (Klebereiweiss) ist sogar bei der Zubereitung mancher Nahrungsmittel sehr wichtig.
Ohne Gluten würde Brot nur krümeln, aber keine Geschmeidigkeit haben. Das Backen von einem einfachen Pfannkuchen wäre fast unmöglich, wenn das Mehl kein Gluten enthält. Daher können Sie einem Brotteig, wenn Sie selber Brot backen, auch nur etwa 30 Prozent einer glutenfreien Mehlsorte dem Teig zufügen, ohne dass dieser seine Konsistenz verändert. Lassen Sie sich nicht von der Lebensmittelindustrie hinters Licht führen. Kaufen Sie keine teuren Produkte, wenn diese bei Ihnen keinen Sinn machen und keine Notwendigkeit besteht.
Falls Sie sich nicht sicher sind
Falls Sie sich nicht sicher sind, ob bei Ihnen eine Lebensmittelunverträglichkeit vorliegt oder nicht, sollten Sie einen Test bei Ihrem Arzt machen. Sollte dieser negativ ausfallen, können Sie bedenkenlos die herkömmlichen, viel günstigeren Lebensmittel einkaufen, ohne dass Sie Ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. Natürlich ist es gesünder, wenn Sie versuchen, den Weissmehlanteil auf Ihrem Speiseplan zu reduzieren, ob mit oder ohne Gluten, Weissmehl ist einfach nicht so gesund, wie Vollkornmehl. Es sind weniger Mineralien, Vitamine und Spurenelemente enthalten. Kaufen Sie daher kein glutenfreies Mehl, sondern Vollkornmehl, wenn Sie wirklich etwas für Ihre Gesundheit tun wollen.
Beschränken Sie sich auch nicht auf eine Mehlsorte. Weizenmehl können Sie mit Dinkel-, Roggen-, Buchweizen-, Hirse- und anderen Mehlsorten mischen. Werten Sie selber Ihren Speiseplan auf und Sie werden merken, wie schmackhaft die Speisen werden. Auf Dauer können Sie durch einfaches Mischen der Mehlsorten auch Ihr Gewicht reduzieren.
Bildquelle: condesign / pixabay.com