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Eine Herzverletzung kann lebensbedrohlich sein, wenn sie nicht sofort behandelt wird. Es gibt zwei Arten von Herzverletzungen, die unterschiedlich gefährlich sind.
Bei stumpfen Herzverletzungen bleibt die Haut intakt. Häufige Ursachen sind Verkehrsunfälle oder ein Sturz aus grosser Höhe.
Penetrierende Herzverletzungen entstehen dagegen meist durch einen Stich oder Schuss und sind entsprechend häufig mit schwerer Blutung verbunden. Beide Arten von Herzverletzungen unterscheiden sich hinsichtlich der Symptome, weiteren Begleitverletzungen, der Diagnostik und der Behandlung.
Bei einer schweren stumpfen Herzverletzung sind folgende Beschwerden möglich: Herzrhythmusstörungen, Kurzatmigkeit, niedriger Blutdruck. Gelegentlich kann sich Flüssigkeit oder Blut im Herzbeutel ansammeln (Perikarderguss oder wenn das Herz von der Menge der Flüssigkeit zusammengedrückt wird: Perikardtamponade). Eine penetrierende Herzverletzung ist in der Regel mit hohem Blutverlust verbunden. Sehr schnell entwickelt sich ein sogenannter Kreislaufschock, weil nicht mehr genügend Blut durch den Körperkreislauf zirkuliert.
Bei Verdacht auf eine stumpfe Herzverletzung ist neben der körperlichen Untersuchung die Echokardiographie (Ultraschall des Herzens) am wichtigsten. Mit dieser kann zum Beispiel ein Perikarderguss oder Verletzungen der Herzklappen entdeckt werden. Falls zusätzliche Auskünfte erwünscht sind (zum Beispiel die Darstellung der Aorta) ist eine Computertomographie die beste und schnellste Untersuchung.
Die Behandlung einer Herzverletzung hängt massgeblich davon ab, wie schwer sie ist. Bei penetrierender Verletzung muss der Patient oder die Patientin immer notfallmässig versorgt werden. Bei stumpfer Verletzung mit grossem Perikarderguss muss gelegentlich der Erguss mit einem kleineren Schnitt im Oberbauch oder seitlich am Brustkorb punktiert oder drainiert werden. Viele Patientinnen und Patienten mit leichteren Herzverletzungen müssen nur beobachtet und/oder mit Medikamenten behandelt werden.