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Zu unserem kritischen Kommentar “Wozu haben wir einen Geheimdienst?” erhielten (erhalten) wir wie erwartet etliche Zuschriften. Eine gewichtige Stimme merkt an:
“Es stellen sich die Fragen, ob die politische Behörde
a) Vertrauen in ihr nachrichtendienstliches strategisches Instrument hat,
b) ob sie mit der Institution und den Informationen/Warnungen umzugehen weiss und /oder
b) ob sie mit der Institution und den Informationen/Warnungen umzugehen weiss und /oder
c) ob sie dazu überhaupt richtig aufgestellt ist bzw über die richtigen Führungsunterstützung verfügt.
Die sind m.E. die Kernfragen, der die GP Del und die oberste politische und militärische Führung nachgehen müssten. Denn hier ist (seit Jahren) Handlungsbedarf angesagt. Insofern fällt ein Teil der Kritik der GP Del auch auf sie selber zurück.
Botschafter Dussey hat alle Voraussetzungen, um hier die erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen. Er hat im Strategischen Nachrichtendienst gearbeitet, er ist Generalstabsoffizier, Diplomat und verfügt über eine breite sicherheitspolitische Erfahrung. Er verdient das Vertrauen und die Unterstützung des Bundesrates und aller relevanten politischen Instanzen.”
Der Autor hat sowohl mit seinen Fragen als auch mit den Präzisierungen zu Botschafter Dussey Recht. Dussey amteirt seit dem 1. April 2022 als Chef des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB). Die militärische Ergänzung zum neuen Chef ist hoch erfreulich. Jeder Generalstabsoffizier im Gefüge der Bundesberner Sicherheit ist Gold wert.
Ein zweiter, ebenso hochrangiger Leser, schreibt uns zur Person von Divisionär Jean-Phillipe Gaudin, der von Bundesrätin Viola Amherd zum Rücktritt gezwungen wurde:
“Ja, Jean-Philippe Gaudin war hervorragend. Ich sprach mit ihm in seinem Büro vor seiner Freistellung. Er ahnte es und sagte wörtlich: “Man will im Bundeshaus Ost nicht hören, was ich sage”. Er hatte unter Frau Amherd drei Probleme: Er war keine Frau, kein Oberwalliser und nicht in der CVP. Ein paar Mimosinnen hatten direkten Zugang zu Amherd.”