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Nach einem der schwersten Zugunglücke Indiens ist die Zahl der Toten auf 261 gestiegen. Zudem würden mehrere Hundert verletzte Passagiere in verschiedenen Krankenhäusern in dem Bundesstaat Odisha behandelt, teilte ein Bahnsprecher am Samstag mit.
Der Unfall geschah am Freitagabend gegen 19 Uhr Ortszeit (15 Uhr MESZ) in einer ländlichen Gegend des Bezirks Balasore, gut 200 Kilometer südwestlich von Kolkata (früher: Kalkutta). An dem Unfall seien zwei Personenzüge und ein Güterzug beteiligt gewesen, berichtete beispielsweise der örtliche Fernsehsender NDTV. Dutzende Krankenwagen seien bei den Rettungsarbeiten im Einsatz gewesen.
Bahnminister Ashwini Vaishnaw forderte eine Untersuchung der Unglücksursache an. Örtliche Medien berichteten, dass Premierminister Narendra Modi den Unfallort am Samstag besuchen wollte.
Schwere Zugunfälle keine Seltenheit
Bei schweren Zugunfällen starben in Indien in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach mehr als 100 Menschen, unter anderem bei den Unglücken von Kanpur 2016, Valigonda 2005, Rafiganj 2002, Gaisal 1999 und Khanna 1998. Als grösste Bahnkatastrophe der Geschichte gilt das Unglück von Seenigama in Sri Lanka, wo am 26. Dezember 2004 die Tsunami-Welle einen vollbesetzten Expresszug erfasste und ungefähr 1800 Menschen starben.
Zu den schlimmsten Unfällen im Schienenverkehr gehört auch das Unglück von Eschede in Niedersachsen mit 101 Toten – dort prallten vor genau 25 Jahren, am 3. Juni 1998, nach dem Bruch eines Radreifens mehrere ICE-Waggons bei Tempo 200 gegen eine Strassenbrücke.