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(Kt. Graubünden,
Bez. Ober
Landquart). 2200 m. Felsenkar im
Rätikon, Typus einer vom
Gletscher bearbeiteten und von
Karren durchfurchten
Landschaft. Bildet einen weiten Zirkus, der im NW. und SO. von den hohen Felswänden der
Sulzfluh und
Scheienfluh und im N. von einer niedrigeren, dafür aber stark zerrissenen Felsenmauer abgeschlossen ist und sich nur
nach S. zu öffnet, wo er mit mehreren Felsstufen zum Thälchen des Partnunersees abfällt.
Hinten über dem oberen Abschnitt
des
Thales von
Partnun.
Ueber die abschliessenden Felskämme zieht die Landesgrenze gegen Oesterreich. Der Boden des Kars ist stark uneben und mit
einer grossen Anzahl von trichterförmigen
Löchern («
Gruben») durchsetzt; senkt sich gegen die
Scheienfluh hin und steigt
in steilwandigen Terrassen nach NO. zur
Sulzfluh auf. Der
Gletscher, der einst dieses Kar erfüllte, hat
überall und bis hoch hinauf noch die Spuren seiner Tätigkeit in Form von abgerundeten Felskanten und Rundhöckern hinterlassen.
Seltener haben sich eigentliche Gletscherschliffe erhalten, da der Kalkstein dieser Gebiete unter den Einflüssen der Atmosphärilien
rasch verwittert.
Zeugen für die ehemalige Vergletscherung sind auch noch einige erratische
Serpentin- und Dioritblöcke,
die von dem jenseits des
Grubenpasses stehenden Schwarzhornspitz stammen und bis in die ziemlich hoch
über
Gruben liegenden
Höhlen der
Sulzfluh transportiert worden sind. Neben den Rundhöckern finden sich hier viele grosse
und kleine Karrenlöcher, die z. T. wieder vom
Pflanzenwuchs überwuchert sind.
Einige dieser
Löcher sind sumpfig und füllen sich bei Regenwetter und zur Zeit der Schneeschmelze mit
Wasser, das keinen oberflächlichen Abfluss findet, sondern sich nach unten in Höhlungen und Spalten verliert. Solche
Karren sieht man besonders schön ausgebildet auf den gegen die
Wände der
Sulzfluh ansteigenden Terrassen. Von den
Gruben aus
führen verschiedene Passübergänge nach Oesterreich hinüber: der
Grubenpass (2235 m) geht längs der
Wände der
Scheienfluh nach NO. und dann durch einen schmalen Einschnitt zur Alp Tilisuna;
ein anderer, stärker begangener
Fussweg zweigt vom
Grubenpass nach S. ab und leitet direkt zur Tilisunahütte (Partnun-Tilisuna 2 Stunden, St. Antönien-Schruns 5 Stunden);
ein dritter Uebergang ist das
Grüne Fürkli (2354 m), das aber nur begangen wird, wenn man von der Tilisunahütte
aus die
Höhlen der
Sulzfluh besuchen will.
oder
Gruoben (Kt. Wallis,
Bez. Visp,
Gem.
Balen).
Alpweide, auf einer Terrasse nö. über
Balen, am Fuss der von
den
Jägihörnern und dem
Inner Rothorn gebildeten Felsgabel, am rechtsseitigen Gehänge des
Saasthales.
Eigentum der Bürgergemeinde
Balen. 5
Hütten und
Stadel.
Wird während 50 Tagen im Jahr mit 40-50 Kühen bezogen und produziert jährlich etwa 700 kg Fettkäse.
(Kt. Zürich,
Bez. Meilen,
Gem.
Männedorf).
470 m. Gruppe von 5
Häusern, am Hang rechts über dem
Zürichsee
und 1 km ö. über der Station
Männedorf der rechtsufrigen Zürichseebahn
(Zürich-Meilen-Rapperswil).
26 reform. Ew. Landwirtschaft.