Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03314.jsonl.gz/3801

Freundschaften
Durch die regelmässige Teilnahme an den sogenannten Turnusausstellungen der Schweizer Künstler – Elmiger war zeitweise auch Mitglied der Jury – ergaben sich vielfältige Kontakte zu anderen Künstlern.Er kannte Hodler, Valloton, Max Buri, und Cuno Amiet – um nur diewichtigsten zu nennen. Der selber wortkarge Künstler hat über diese Beziehungen weder mündliche, noch schriftliche Äusserungen hinterlassen.
Der Tiermaler
Elmiger gilt als Tiermaler. Man hat diese Seite seines Schaffens schon zu Lebzeiten intensiver wahrgenommen, als die frühen Genrebilder und die späteren zahlreichen und bedeutenden Landschaften. Das mag mit der spezifischen Umgebung zusammenhängen, in der Elmiger gearbeitet hat, das damalige Bauerndorf Ermensee und Luzern als Landwirtschaftskanton.
Franz Elmiger arbeitete während der Münchner Jahre hauptsächlich bei Heinrich Zügel, einem Spezialisten derTiersdarstellung. Zügel studierte mit seinen Studenten in einem eigens dafür eingerichteten Atelier nach dem lebenden Modell Rinder und Pferde.Viele Bilder, die vermutlich um 1908 entstanden sind, verdeutlichen die Zügelsche Schulung.
In den späteren Bildern Elmigers gewinnt die Umgebung, die Landschaft in seinen Tierbildern an Gewicht. Auch zeigen sich deutliche Abstraktionstendenzen, welche zu einer immer flächiger wirkenden Bildanlage führt.