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Die chinesische Währung heisst Renminbi – nicht, wie viele meinen, Yuan. Yuan ist die Basiseinheit, wie es beim britischen Sterling das Pfund ist. Renminbi heisst «Des Volkes Währung» und erinnert an die inzwischen verbleichten kommunistischen Ideen der Volksrepublik China.
Im prä-kommunistischen China zahlten die Menschen jahrhundertelang mehrheitlich mit Silber- und Kupfermünzen – auch dann noch vornehmlich, als im Westen schon das Papiergeld dominierte. Erstaunlich ist das, da das kaiserliche China als erstes Land beziehungsweise Reich bereits im neunten Jahrhundert Papiergeldnoten für den Zahlungsverkehr nutzte.
Gescheitert ist das chinesische Ur-Papiergeld an der Inflation. Die Herrscher im Reich der Mitte übertrieben es immer wieder mit dem Drucken von Geld, um Kriege und ihren höfisch-dekadenten Lebensstil zu finanzieren. Die von den Mongolen begründete Yuan-Dynastie ging soweit, das ausgegebene Geld nicht mehr mit Gold- und Silbervorräten zu decken. Es handelte sich um das erste geschichtlich verbriefte Fiatgeld.
Vor der Einführung des Papiergelds waren bereits schon einmal Münzen aus Silber und Kupfer als allgemeines Zahlungsmittel verbreitet. Sie lösten Geld aus Bronze ab – darunter Messergeld. Zunächst wurden Waren tatsächlich mit Messern bezahlt. Der Legende nach hatte sich ein Prinz, der kein Geld mehr flüssig hatte, um seine Truppen zu bezahlen, dadurch geholfen, dass er die Messer der Soldaten zu einem legalen Zahlungsmittel erklärte.
Der Kniff funktionierte. Messer haben sich in der Zeit ab 600 v. Chr. als weithin akzeptierte Währung etabliert. Im Laufe der Zeit wurden sie in Miniaturen ohne scharfe Klinge umgewandelt und neben anderen Bronzeminiaturen wie Spaten, Bratspiesen und Entenschnäbeln zu einer festen Währungseinheit.