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Kaufmännische(r) Direktor(in)
Der/die kaufmännische(r) Direktor(in), oft auch Verwaltungs- oder geschäftsführender Direktor genannt, leitet das Theater in betriebswirtschaftlicher Hinsicht. Somit unterstehen ihm/ihr das Finanzwesen (Budget, Finanz- und Lohnbuchhaltung, Billettkasse, Anschaffungen, bauliche Investitionen usw.), die Personaladministration, Bürotechnik (EDV) und weitere Verwaltungsbereiche. Er/sie ist auch zuständig für alle Rechtsfragen im Zusammenhang mit Subventions- und Arbeitsverträgen, der Sozialversicherung, des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und den Nutzungsrechten usw. Bei all diesen Aufgaben arbeitet der/die kaufmännische Direktor(in) eng zusammen mit den Trägerschaftsorganen, dem Subventionsgeber und ganz besonders mit der künstlerischen Direktion, die mit ihm/ihr das Haus meist gemeinsam leitet. Er ist gehalten, deren Ziele zu fördern und den von der öffentlichen Hand vorgezeichneten Leistungsauftrag zu erfüllen. Aber er/sie ist umgekehrt ebenso verpflichtet, notfalls Gegensteuer zu geben, wenn die Haushaltsplanung aus dem Ruder zu laufen droht. Ein(e) Verwaltungsdirektor(in) muss daher über gründliche Kenntnisse auf dem Gebiet der öffentlichen Verwaltung, der Betriebswirtschaft, des Rechts und des Marketings verfügen. Zudem muss er/sie führungserfahren, organisatorisch bewandert, verantwortungsbewusst, entscheidungsfreudig und überdurchschnittlich belastbar sein. Das bedeutet, dass solche Funktionsträger eine kaufmännische Ausbildung, ein betriebswirtschaftliches oder juristisches Studium sowie eine mehrjährige Praxis in ähnlicher Position an einem Theater oder in einer vergleichbaren Institution hinter sich haben.