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Die römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern unterstützt die Opfer des Tsunami und Erdbebens auf der Insel Sulawesi in Indonesien mit 10‘000 Franken. Der Synodalrat hat diesen Betrag für die Nothilfe der Caritas gesprochen.
Bei der Naturkatastrophe starben nach offiziellen Angaben über 2000 Menschen, 4600 wurden schwer verletzt und mehr als 68’000 Häuser zerstört ‒ das ist die Bilanz des Tsunami und Erdbebens vom 28. September. Zwei schwere Erdbeben hatten eine Flutwelle ausgelöst, welche die Westküste von Sulawesi traf, eine der grössten Inseln von Indonesien. Besonders schwer betroffen wurde die touristische Küstenstadt Palu. Viele Überlebende verloren alles. Wer in der Höhe Schutz gefunden hatte, fand nach der Rückkehr nur noch Trümmer vor. Die Vereinten Nationen schätzen, dass über 190’000 Menschen in den betroffenen Gebieten Nothilfe benötigen, darunter 46’000 Kinder und 14’000 ältere Menschen.
Das internationale Caritas-Netz hat seine Nothilfe umgehend lanciert und arbeitet dabei eng mit der nationalen Katastrophenschutzbehörde zusammen. Caritas Schweiz plant zusammen mit Caritas Österreich ein Projekt, das 2000 Familien zugutekommen wird. Diese Familien haben ihr Haus und ihr gesamtes Hab und Gut verloren und leben in Zelten. Die Caritas wird sie mit Nothilfegütern für den täglichen Gebrauch unterstützen, ihnen Zugang zu Trinkwasser ermöglichen, Hygienetrainings zum Schutz vor Krankheiten anbieten und Kindern helfen, sich von den Schrecken der Katastrophe zu erholen. Die Hilfe wird Menschen im Bezirk Sigi zugutekommen, die im Vergleich zu Palu-Stadt noch relativ wenig Unterstützung erhalten haben.
Für Soforthilfe stehen der Landeskirche jährlich 10’000 Franken zur Verfügung. In den vergangenen Jahren floss dieser Betrag jeweils über die Caritas nach Bondo (2017, Bergsturz), Syrien (2016, Schulprojekt), Nepal (2015, Erdbeben) und in den Balkan (2014, Überschwemmungen).