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Die ökonomische Schutzwaldbewertung berechnet die Kosten und Nutzen ausgewählter Wälder in Bezug auf den Lawinenschutz.
Wir haben in der Gemeinde Andermatt eine ökonomisch ausgerichtete Fallstudie zur gesellschaftlichen Bewertung der Schutzfunktion durchgeführt. Die besondere Schutzfunktion des Waldes oberhalb der Gemeinde wurde bereits im Jahr 1397 erkannt und durch strikte Betretungsverbote und Nutzungseinschränkungen in einem Bannbrief sichergestellt. Seit 1874 führten Wiederaufforstungen zu einer Vergrösserung der Waldfläche von ursprünglich vier auf heute rund 24 Hektaren.
Die Resultate zeigen, dass die Bevölkerung durchaus gewillt ist, die Schutzmassnahmen mitzufinanzieren. Sie erachtet Konstruktionen aus Holz in Kombination mit Aufforstungsmassnahmen als die angemessensten Schutzmassnahmen. Aus wirtschaftlicher Sicht sind somit Erhalt und Pflege des Schutzwaldes die vorteilhafteste Lösung.
Projektleitung und Finanzierung
Das Projekt war Teil des Verbundprojekts „Externalitäten des Waldes und der Forstwirtschaft in der Schweiz“. Es wurde im Rahmen der Europäischen COST Action E45 durchgeführt und von Roland Olschewski geleitet. Die Finanzierung erfolgte durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI).