Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03230.jsonl.gz/691

Wie ist Gold entstanden?
Das gelbe Metall ist vor Urzeiten entstanden beim Kernverschmelzungsprozess in einer Supernova. Der alte Traum der Alchemisten, Gold künstlich herzustellen, wurde mit Hilfe von Teilchenbeschleunigern oder Kernreaktoren Wirklichkeit. Allerdings ist dieses Verfahren zu teuer.
Woher stammt der Name?
Vom indogermanischen «ghel». Es bedeutet glänzend, schimmernd, blank.
Wieso wird es in Karat gemessen?
Karat war die Bezeichnung für das Gewicht eines getrockneten Johannisbrotkerns, mit dem man Gold wog. Die Masseinheit Karat zeigt, in welchem Verhältnis Gold zu anderen Materialien in einem Metall steht. Die höchste Reinheit ist 24 Karat.
Wie schwer ist Gold?
Gold in reiner Form ist sehr schwer: Ein Kubikzentimeter wiegt 19,3 Gramm. Das scheint auf den ersten Blick nicht allzu viel zu sein. Doch eine Tonne Gold entspricht bloss einem Würfel von 37,3 Zentimetern Kantenlänge.
Wann schmilzt Gold?
Bei 1063 Grad Celsius wird Gold flüssig. Bei 2966 Grad siedet es.
Welches war der grösste je gefundene Goldnugget?
Er wurde 1872 in Australien gefunden und wog 214,3 Kilogramm.
Wo wird Gold eingesetzt?
Das Edelmetall findet vor allem in der Schmuckproduktion, als Reserve der Nationalbanken oder in der Münzprägung Verwendung. Doch auch in der Industrie wird Gold eingesetzt, etwa in Computern. Mit Gold werden im Weiteren wärmereflektierende Beschichtungen auf Brillengläser oder Spiegel gedampft. Wegen seiner Korrosionsbeständigkeit wird Gold auch in der Zahlheilkunde eingesetzt. Blattgold dient dem Vergolden beispielsweise von Bilderrahmen, wird unter der Bezeichnung E 175 aber auch als Lebensmittelfarbe verwendet.
Was greift Gold an?
Gold ist in reiner Form beständig gegen Luft, Wasser und Säuren. Nur das so genannte Königswasser, ein Gemisch aus Salzsäure und Salpetersäure, vermag Gold aufzulösen.
Welches sind seine Eigenschaften?
Gold ist ausserordentlich dehn-, polier- und walzbar, es kann auf eine Dicke von 1/12 000 Millimetern ausgewalzt werden; man spricht dabei von Blattgold. Aus einem Gramm Gold lässt sich ein Draht von drei Kilometern Länge ziehen.