Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03265.jsonl.gz/2510

Auf Initiative des Neuenburger Unternehmers Eugène de Coulon nach seiner Rückkehr aus Kalifornien entsteht 1928 der Golfplatz Neuchâtel auf den Anhöhen der Stadt in einem Ort namens Pierre-à-Bot. Der Platz mit 9 Löchern wird von nur einem Gärtner, Arnold Stucki, gepflegt, während sich dessen Frau Mina um das Restaurant kümmert. Im Jahre 1930 wird der Golfplatz Neuchâtel offiziell Mitglied des Schweizerischen Golfverbands ASG.
Ende der 60er Jahre erhält der Golfplatz Neuchâtel aufgrund der Nichtverlängerung des Pachtvertrags eine neue Adresse. Die Wahl fällt auf Voëns, dem heutigen Standort. Es ist der ideale Ort zur Errichtung eines 18-Loch-Platzes. Aber die Gemeinde Saint-Blaise verweigert die Baugenehmigung während gleichzeitig die Umzonung in eine Sportanlage vom Kanton abgelehnt wird.
Dank der Beharrlichkeit des Club-Präsidenten Raoul Perrot gewinnt der Club das Gerichtsverfahren vor dem Bundesgericht. Das 1972 genehmigte Budget betrug 3 Millionen Franken für den Platz und die Renovierung der Gebäude. Die 1973 gegründete Immobiliengesellschaft von Voëns wird Eigentümerin der 50 Hektar, die jedoch durch das Vorkaufsrecht der Gemeinde Sainte-Blaise belastet sind.
Die Pläne des Platzes entwirft der berühmte deutsche Architekt Bernhard von Limburger. Zur Finanzierung der Bauarbeiten werden Anteile des Clubs verkauft, wovon einige seiner Mitglieder eine grosse Anzahl erwerben. Der „neue“ Golfplatz von Neuchâtel wird am 21. Juni 1975 offiziell eingeweiht.
Die Freude über die Neueröffnung wurde jedoch getrübt durch die Tatsache, dass die Gesamtkosten der Arbeiten deutlich über dem von den Mitgliedern beschlossenen Budget liegen, und die Gefahr eines Bankrotts schwebt wie ein Damoklesschwert über dem Club. Raoul de Perrot, Henri Du Pasquier, Denise Roethlisberger, Suzanne Roethlisberger, Denis Wavre und Robert Chatelanat gewähren dem Club hohe zinslose Darlehen. Dann, im November 1976, erklären sich die 24 Mitglieder des neu gegründeten „Clubs der 24“ bereit, einen zusätzlichen Beitrag von 1.000,– Franken pro Jahr zu zahlen. Der Club wird somit gerettet und alle privaten Darlehen vollständig zurückgezahlt.
1988 ist aufgrund von Unwettern die Errichtung eines neuen Dammes nach den Vorgaben des Bundes erforderlich. Zwischen 1989 und 1992 erhält der Club einen Pro-Shop, einen Veranstaltungsraum und eine Wagengarage unter der Terrasse des Clubhauses. 1998 wird, nach einer Evaluierung des Platzes durch den Architekten Peter Harradine, Loch 12 dank des Zukaufs eines weiteren Stücks Land verlängert und das Green an Loch 15 umgestaltet. 2004 werden auf Veranlassung des Präsidenten Serge Mérillat die Löcher 5 und 6 umgestaltet, insbesondere hinsichtlich des Angriffs auf die Greens und ihrer Grösse.