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Josia Haab wurde 1995 im zumindest dem Namen nach schönen Dorf Wald, das er bis heute nicht wiedergesehen hat, von seiner lieben Mutter geboren. Für ebendiese Mutter sicherlich sehr lange Jahre später versuchte er sich in universitären Studien, worin er kläglich scheiterte, und landete schliesslich am Schweizerischen Literaturinstitut. Nun wurde ihm sogar die unterschwellige Hoffnung genommen, nie einen derartigen Text über sich selbst schreiben zu müssen. Oder wie es die bereits bestens bekannte Mutter sagen würde: Oh wehe mir geschlagnem Tropf…
Meine Bachelorthese ist ein sehr kurzes Roman- oder, wenn man so will, ein regelmissachtendes Novellenprojekt. In diesem Büchlein ist der Anfang zu finden.
Der Text dreht sich primär um zwei Jugendliche in den 70er-Jahren, die sich näherkommen. Grosse Teile des Textes drehen sich um die ländliche, extrem repressive und zurückgebliebene Lebensrealität und die Beziehung der beiden Jugendlichen.
In einem zweiten Erzählstrang treffen die beiden Personen nach Jahrzehnten erneut aufeinander und könnten unter-schiedlicher nicht sein. Ein Wochenende lang sind sie zusammen unterwegs und versuchen, eine gemeinsame Verbindung wie-der herzustellen, was nicht unbedingt gelingt.
Vor allem die Fragen nach der Herkunft und dem sozialen Milieu sowie deren Tragweite für unser Leben waren für dieses Projekt ausschlaggebend.