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Der Verein "Gleiche Chancen für alle Familien" hat am 15.Juni 2010 eine Petition eingereicht, die das Recht auf Adoption für eingetragene Paare fordert.
Dies nur fünf Jahre nach der Abstimmung zum Partnerschaftsgesetz, bei der das Thema der Adoption behutsam ausgeklammert worden ist, da die Abstimmung sonst keine Chance gehabt hätte. Nun wird darauf gepocht, dass homosexuelle Paare auch in diesem Punkt die gleichen Rechte erhalten sollen wie heterosexuelle.
Damit will die Schweiz anderen europäischen Ländern wie Grossbritannien, Schweden, Norwegen, Island, Dänemark und Spanien folgen, die bereits ähnliche gesetzliche Regelungen kennen. Auch der europäische Gerichtshof sieht keinen Grund, dieses Recht homosexuellen Paaren vorzuenthalten.
Petition „Gleiche Chancen für alle Familien“
Die Unterzeichnenden dieser Petition fordern:
„- die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare mit Ehepaaren in Bezug auf Elternrechte und Adoption; - die rechtliche Gleichstellung von Kindern, die in eingetragenen Partnerschaften aufwachsen, mit Kindern, die in Ehegemeinschaften aufwachsen; - eine Ausgestaltung des Adoptionsrechtes, welches auf Interesse und Wohl des Kindes abstellt, und nicht auf den Zivilstand und die sexuelle Orientierung der adoptionswilligen Personen und Paare.“1)
Die UnterzeichnerInnen dieser Petition fordern den Bundesrat und das Parlament auf, gesetzliche Lösungen zu erarbeiten, welche Kindern, ungeachtet der sexuellen Orientierung ihrer Eltern, die vollen Rechte garantieren und welche allen Erwachsenen, ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung und ihres Zivilstandes, die gleichen Chancen geben, sich an Stelle der Eltern für das Wohl eines Kindes einzusetzen, wann immer dies für das Kind die beste Lösung darstellt. Die Petition hat laut eigenen Angaben die „offizielle Unterstützung“ der SP Schweiz und der Juso
Kindeswohl
Die homosexuellen Organisationen argumentieren bewusst mit dem Kindeswohl. Von der Schöpfung her ist es aber vorgegeben, dass ein Kind Vater und Mutter haben soll. Dass eine normale Familie aus einem Vater, einer Mutter und Kindern besteht, ist nur schon aus logischer und biologischer Sicht klar nachvollziehbar.
Christl Ruth Vonholdt, deutsche Autorin, Ärztin für Kinder- und Jugendmedizin, nennt zehn Gründe gegen ein Adoptionsrecht für homosexuell lebende Paare:
„1. Jedes Kind hat ein Recht auf Mutter und Vater. In der Struktur einer homosexuellen «Familie» wird dieses Recht dem Kind geplant und bewusst verwehrt. Das ist eine grundlegende Verletzung des Kindesrechts.
2. Ein Kind, das in dem Bewusstsein aufwächst, seine beiden Eltern seien zwei Frauen oder zwei Männer, wird in seinem Wissen um seinen zweigeschlechtlichen Ursprung manipuliert. Das wird sich negativ auf seine Identitätsbildung auswirken.
3. Verschiedenheit ist immer ein grösserer Entwicklungsanreiz als Gleichheit. Die Forschung der letzten vierzig Jahre zeigt übereinstimmend, dass Mutter und Vater geschlechtsabhängig Verschiedenes in die Entwicklung der Kinder einbringen. Ein Kind, das bei einem homosexuell lebenden Männer- oder Frauenpaar lebt, ist daher von vornherein in seinen Entwicklungsmöglichkeiten benachteiligt.
4. Die besten Voraussetzungen zur Entwicklung einer sicheren Geschlechtsidentität hat ein Kind, wenn es in der Geschlechterspannung von Mutter und Vater aufwachsen kann. Bei einem homosexuell lebenden Frauen- oder Männerpaar wird dies dem Kind bewusst vorenthalten.
5. Wenn Vater oder Mutter tragischerweise fehlen – wie etwa bei Alleinerziehenden – hat das Kind die Möglichkeit, diesen Verlust zu betrauern und konstruktiv zu bearbeiten. Wenn dem Kind dagegen vermittelt wird, eine homosexuelle «Familie» sei eine vollständige, nur eben alternative Familienform, verhindert dies, dass das Kind den realen Verlust von Vater oder Mutter betrauern kann. Damit bleibt der Verlust abgespalten und wird sich destruktiv auf die psychosoziale Entwicklung des Kindes auswirken.
6. Es gibt erhebliche Lebensstilunterschiede zwischen homosexuell und heterosexuell lebenden Paaren. Statistisch gesehen ist die Promiskuität bei homosexuell lebenden Männern deutlich höher als in einer üblichen Vater-Mutter-Beziehung. Das wirkt sich destruktiv auf die Bindungsbedürfnisse von Kindern aus.
7. Die allermeisten Studien, die eine angebliche Gleichheit von homosexueller mit heterosexueller Elternschaft behaupten, haben gravierende methodische Mängel. Aus keiner vorliegenden Studie können derart weitreichende Schlussfolgerungen gezogen werden.
8. Für die lesbisch lebende Frau ist es kennzeichnend, dass sie den Mann und das Männliche in der Nähebeziehung nicht haben will oder haben kann. Dies wird sich erschwerend und hemmend auf die männliche Identitätsentwicklung von Jungen auswirken.
9. Für das Mädchen ist der Vater das wichtigste Rollenvorbild dafür, was es selbst einmal von einem Mann erwarten kann. Studien zeigen: Adoleszente Mädchen, die ohne Vater aufgewachsen sind, haben größere Nähe-/Distanzprobleme zu gleichaltrigen Jungen und werden häufiger ungewollt schwanger.
10. Wenn bei einem vollen Adoptionsrecht in der Geburtsurkunde eines Kindes zwei Frauennamen oder zwei Männernamen statt eines Frauen- und eines Männernamens stehen, wird das Kind auch dadurch in seinem Wissen um seinen zweigeschlechtlichen Ursprung getäuscht.“
Wie geht es weiter?
Im Moment sind die Forderungen der kleinen, aber sehr aktiven Gruppe Homosexueller noch nicht Wirklichkeit. Wir können und sollen klar Stellung nehmen gegen die Aufweichung von traditionellen Familienstrukturen, ohne Homosexuelle zu diffamieren. Viele Homosexuelle erlebten bestimmte Probleme innerhalb der familiären Beziehungen in der Kleinkindphase, sexuellen Missbrauch, Gefühle der Minderwertigkeit und des Nicht-Dazugehörens gegenüber gleichgeschlechtlichen Gleichaltrigen, woraus Verunsicherungen in der eigenen männlichen oder weiblichen Identität folgten. Doch Gott, der uns wunderbar als Mann oder Frau geschaffen hat, kann allen, die bei ihm Hilfe suchen, Heilung schenken und Verhaltensweisen ändern. In Seinem Wort finden wir Seinen vollkommenen Fahrplan für ein erfülltes Leben.
Links:
1) www.familienchancen.ch/fc/index.php, 30.09.10
„Homosexualität verstehen“ von Christl Ruth Vonholdt, Bulletin Nachrichten aus dem deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft, Herbst 2006