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Der Boogie-Woogie erinnert spontan ans Tanzen im Stile der 1950-er Jahre. Er gilt deshalb als einer der Vorläufer des Rock’n’Roll. Der afroamerikanisch geprägte Swing-Tanz, nicht zu verwechseln mit dem Musikstil Boogie-Woogie, wurde im zweiten Weltkrieg von amerikanischen Soldaten nach Europa gebracht und hier von der Jugend entdeckt.
Der Tanz wurde im Nachkriegs-Europa vorerst als unmoralisch empfunden. Auch wegen seiner schwarzen Wurzeln weigerten sich die Tanzlehrer, ihn zu unterrichten. Der Tanz wurde in die Milch- und Tanzbierbars oder in die Hinterzimmer der Tanzschulen verbannt. Erst der Film „Ausser Rand und Band“ (1956) ebnete den Weg zum salonfähigen Gesellschaftstanz. Er wurde an die europäischen „Gepflogenheiten“ angepasst und bekam den Namen „Boogie-Woogie“. In Amerika ist Boogie-Woogie als Tanz weitherum unbekannt. Die Ursprungsform, vermutlich der East Coast Swing, hat sich aber bis heute gehalten.
Aus der weiteren „Europäisierung“ des Swing-Tanzes entwickelten sich zum Beispiel der Jive und der Rock’n’Roll.