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Alfred Eschers aussergewöhnliche politische Karriere beginnt in einer Zeit des Umbruchs: Die Berufung der Jesuiten nach Luzern, die Freischarenzüge und die Formierung des Sonderbunds lassen die unversöhnlichen Gegensätze zwischen den politischen Lagern 1847 eskalieren. Als Kopf der Antijesuitenbewegung knüpft der junge Escher Netzwerke und macht sich auf nationaler Ebene einen Namen. Nach dem Sieg über die Konservativen legen die Radikal-Liberalen 1848 mit der Bundesrevision den Grundstein für die moderne Schweiz. Wie kein anderer prägt Nationalrat Escher die Gründerjahre des Bundesstaates. Die erstmals erschlossenen Briefe beleuchten die Herausforderungen jener Zeit: Asyl- und Neutralitätspolitik, Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen, Zoll- und Münzwesen, Infrastrukturfragen.
Herausgeber Joseph Jung, Historiker und Publizist, Titularprofessor der Universität Freiburg i.Ü., Gastprofessor an Hochschulen und Universitäten. Ehemaliger Geschäftsführer und Leiter Forschung der Alfred Escher-Stiftung. Er ist auch Herausgeber der bei NZZ Libro erschienenen Alfred-Escher-Briefe in sechs Bänden und Verfasser der Biografie Alfred Escher 1819-1882. Aufstieg, Macht, Tragik (6. Aufl. 2017). Von ihm stammen grundlegende Publikationen zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte der Schweiz, zuletzt Das Laboratorium des Fortschritts. Die Schweiz im 19. Jahrhundert (2. Aufl. 2020), das sich als Standardwerk etabliert hat.