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Wir haben uns engagiert, um unserem exzellenten Ruf weiterhin gerecht zu werden, auch in Bezug auf spezielle Weissweine aus dem benachbarten Ausland und den traditionellen Schweizer Weissweinen. Die Exklusivsten präsentieren wir immer wieder an unseren Degustationen wie dem Frühlings Event, auf unsern beliebten Weinreisen sowie im Shop bei Hugi Weine.
Weisswein als Nachkomme des Rotweins: Genetik, Griechen, Gesundheit
In den ältesten Weinbauregionen der Welt im Iran, Irak, Armenien und Georgien wurden weisse Sorten schon vor 7000 Jahren angebaut. Nachweise und Zeugnisse über Kultivierung und Kelterung weisser Rebsorten stammen erst aus dem antiken Griechenland vor 2500 Jahren. Schon der bis heute als Vater der Medizin verehrte griechische Arzt Hippokrates empfahl seinen Patienten «Weinbergsweisswein» als Heilmittel.
Weitsicht beim Weinanbau im Norden
Die relativ rauen geografischen und klimatischen Bedingungen im Norden schränkten den Anbau mediterraner und vorrangig roter Rebsorten ein. Um die Legionäre im kalten Germanien mit einem gesunden Getränk zu versorgen, wurde dort vor allem mit weissen Sorten experimentiert. Diese erwiesen sich als deutlich robuster und besser an die vorherrschenden Witterungsverhältnisse vor Ort angepasst als rote Sorten.
Die Römer brachten Weisswein nach Mitteleuropa
Weisswein liess sich ausserdem im Sommer kühl sowie im Winter warm trinken, was auch heutzutage der Fall ist. Im Mittelalter begünstigte dann der florierende Flusshandel auf Rhein und Donau die Ausbreitung und den Anbau weisser Rebsorten.
Die im achten und neunten Jahrhundert verfasste Landgüterverordnung „Capitulare de villis“ fördert den Weinanbau in den Besitzungen Karls des Grossen. Hiervon profitierte der Weissweinanbau in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Weinberge in Mitteleuropa umfassten damals über 100'000 Hektar und damit das Dreieinhalbfache der Fläche in den 1990er-Jahren.
Verschnitt, Winterwetter und Schimmelpilz favorisierten den Weissweinanbau
Im 17. Jahrhundert erhielten Weissweine aus dem französischen Gebiet Charente als Rohstoff für Cognac einen bedeutenden Popularitätsschub. Über Loire und Garonne sowie Häfen in Bordeaux, La Rochelle und Nantes gelangten Frankreichs Weisse nach Holland, England und Skandinavien. Zur gleichen Zeit wurde auch spanischer Sherry als alkoholisch verstärktes Weissweinprodukt vor allem in Grossbritannien mit dem Namen Sack begehrt.
Auch die Kleine Eiszeit zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert in Europa sorgt für eine Intensivierung des Anbaus weisser Sorten. Zwar sank die maximale Höhenlage für den nördlichen Weinbau seinerzeit um gut 200 Meter. Aber weisse Trauben ergaben – anders als rote – bei unzureichender Reife noch gut trinkbaren Wein.
Ein Schweizer Weinforscher züchtet eine weltberühmte Weissweinsorte
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbreitete sich der Weissweinanbau in ganz Europa weiterhin stark und ungebremst. Als wegweisend für den deutschsprachigen Raum stufen Weinkenner die Gründung der Forschungsanstalt für Garten- und Weinbau 1872 in Geisenheim ein. Hier gelang dem Schweizer Botaniker, Pflanzenphysiologen und Önologen Hermann Müller-Thurgau 1882 die erfolgreiche Neuzüchtung der nach ihm benannten weissen Rebsorte.
Der aus einer Winzerfamilie aus Tägerwilen (Kreuzlingen) im Kanton Thurgau stammende Forscher wurde auch mit zahlreichen Arbeiten zu Rebkrankheiten bekannt. Müller-Thurgau veröffentlichte im Lauf seiner Karriere über 300 viel beachtete Publikationen u. a. zur Entwicklung der Edelfäule bei Trauben.
1891 wurde der Züchter erster Direktor der kurz zuvor in Wädenswil am Zürichsee gegründeten Versuchsstation für Obst-, Wein- und Gartenbau. Erst im Jahr 1998 wurde das Erbgut der aktuell in der Schweiz auf ca. 500 Hektar angebauten Rebsorte gelüftet. Anders als vom Erfinder vermutet, waren deren Eltern nicht Riesling und Silvaner, sondern Riesling sowie Madeleine Royale aus Chasselas (Gutedel).
Die Schweiz ist bei Weisswein kein Global Player
Die Trauben für Schweizer Weissweine wachsen zurzeit auf insgesamt annähernd 6400 Hektar Anbaufläche. Im Vergleich zu derjenigen in den Nachbarländern ist die Rebfläche für Weissweine in der Schweiz natürlich relativ klein. Aus den knapp vier Dutzend weissen Sorten werden aber nichtsdestotrotz zahlreiche edle Tropfen gekeltert.
Generell liegen die grössten und wirtschaftlich wichtigsten Anbaugebiete sowohl für Weiss- als auch Rotweine in der Westschweiz. Die mit aktuell 5200 Hektar grösste Rebfläche (ca. 3000 Hektar rote Sorten, 2200 Hektar weisse Sorten) beherbergt der Kanton Wallis. Hier lag auch die Keimzelle des Schweizer Winzerwesens, eine urkundliche Erwähnung aus der Abtei Saint-Maurice von 516 erwähnt erstmals Reben.
Bis heute stammen 40 Prozent aller Schweizer Weine aus dem Wallis mit seinen 3000 Sonnenstunden pro Jahr. Die meisten Weinberge liegen entlang der Rhone zwischen den Gemeinden Visp und Martigny. Das Wallis ist auch für alte autochthone (einheimische) weisse Sorten wie Amigne, Arvine, Heida, Humagne Blanc sowie Mennas und Resi bekannt. Typische weisse Walliser Sorten sind Fendant (Chasselas), Johannisberg(Walliser Sylvaner), und Malvoisie.
Beste Weissweine aus dem Wallis selektieren wir bei Hugi Weine AG selbstverständlich ebenfalls für unsere Kunden.
Lange Tradition beim Weinanbau in den westlichen Kantonen
Gleichermassen im Kanton Waadt, zwischen Villeneuve und Bex, befindet sich die kleine, aber feine Region Chablais. Als Experten für eidgenössische Weissweine haben wir auch Erzeugnisse aus den dortigen AOC-Appellationen Aigle und Yvorne in unserem vielseitigen Sortiment. Interessant für Weissweine sind auch die über 30 Weinbaugemeinden des Kantons Genf/Genève entlang der französischen Grenze.
Zu diesen zählt auch das Dörfchen Peissy mit seit 1988 eigener AOC-Appellation als Ortsteil der grössten Schweizer Weinbaugemeinde Satigny.
Weissweine aus bei uns am nahegelegensten Weinbaugebiet sind die sogenannte Drei-Seen-Land/Pays des Trois-Lacs mit Murtensee, Bielersee und Neuenburgersee verteilt über die vier Kantone Bern, Freiburg, Neuenburg und Waadt. Aus diesen Gebieten findet man auch hervorragende Schaumweine.
Zahlen und Fakten
Anbau
Die Rebfläche in der Schweiz umfasste im Jahr 2019 insgesamt 14 704 Hektaren. Sie nahm gegenüber dem Vorjahr um 8 Hektaren ab (-0,05 %). Insgesamt waren 8318 Hektaren mit roten (-32 ha) und 6386 Hektaren mit weissen Rebsorten bestockt (+25 ha).
Produktion und Import
Im Jahr 2019 wurden in der Schweiz rund 50 Millionen Liter Weisswein und beinahe 48 Millionen Liter Rotwein produziert. Die Lagerbestände an Schweizer Weisswein betrugen 81 Millionen Liter und diejenigen an Schweizer Rotwein 79 Millionen Liter. Der Weissweinimporte nahm um 0,9 % (insgesamt rund 40 Millionen Liter; +370 200 Liter) und einen leichten Rückgang der Rotweinimporte um 0,2 % (insgesamt 116 Millionen Liter; -222 300 Liter)
Konsum
Insgesamt wurden in der Schweiz im Jahr 2019 rund 255 Millionen Liter Wein konsumiert. Der Weinkonsum nahm damit verglichen mit dem Vorjahr um ungefähr 11 Millionen Liter zu (+4,7 %). Der Konsum von Schweizer Wein stieg um 5,2 Millionen Liter auf 94 Millionen Liter. Der Marktanteil des Schweizer Weins erhöhte sich damit um 0,4 % auf 37 %.
Neue Weissweine entdecken und erleben wo er wächst
Die aktuellen Weissweine und Neuheiten präsentieren wir an unseren Degustationen wie dem Frühlings Event, Amarone Festival, Piemont Festival, Weintagen oder andere Degustations Eventen. Auf unseren beliebten Genussreisen und Weinreisen in zahlreiche Weinregionen wie Italien, Portugal, Spanien und in der Schweiz können während den besuchen auf Familiengeführten Weingütern neue Weine probiert und entdeckt werden, wo er wächst. Einmalige Regionen werden gleichermassen wie regionale Kulinarik begeistern.