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Mitt Romney bringt von seiner Dreiländer-Tour ein schönes Erinnerungsfoto aus Danzig mit. Dort schüttelte ihm der frühere polnische Präsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa kräftig die Hand.
Mehr noch wünschte die Ikone des polnischen Widerstands gegen die Sowjetvorherrschaft dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten viel Erfolg. “Diesen Erfolg brauchen die Vereinigten Staaten wie Europa und der Rest der Welt.”
Der Rest der Welt fragt sich, was sich der Kandidat wohl dabei dachte, als er in einer Rede in Israel pseudowissenschaftlich erklärte, warum Israel wirtschaftlicher erfolgreicher sei als Palästina. “Die Kultur macht den Unterschied”, meinte Romney unter Berufung auf ein Buch des Harvard-Ökonomen David Landes. Was ihn nicht vor dem Vorwurf der Palästinenser schützte, “eine im Kern rassistische Äusserung gemacht zu haben.”
Die Palästinenser ärgerten sich ausserdem über Romneys ausgeschlagene Einladung von Präsident Mahmoud Abbas.
Team Romney versuchte nach dem Fehltritt die Nachrichtenagentur AP zu beschuldigen, seine Aussage aus dem Zusammenhang gerissen zu haben. Wie es vergangene Woche auch der Ansicht war, dass die Presse seine Abenteuer in Großbritannien einseitig dargestellt habe. Später war es dann der Jetlag.
Vielleicht hat Lech Waslesa einfach unrecht. So einen Präsidenten bräuchten weder die USA noch Europa oder der Rest der Welt.