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Im Sommer 2013 hat der Krakauer Pianist und Komponist Slawomir Zubrzycki seine 2009 begonnene Viola organista fertiggebaut. Charakteristisches Merkmal dieses Tasteninstruments, das auch Geigenwerk oder Bogen- bzw. Streichklavier genannt wird, ist die Art und Weise, wie die jeder Taste zugeordnete Saite angeregt wird: sie wird nämlich nicht gezupft wie beim Cembalo oder angeschlagen wie etwa beim Klavier, sondern gestrichen. Ermöglicht wird dies durch vier Bogenräder, die der Streichklavierspieler über ein Fusspedal antreibt. Die Grundidee dieses Mechanismus ist bereits in Leonardo da Vincis Aufzeichnungen der Jahre 14891492 skizziert. Vom 16. bis 18. Jahrhundert wurden verschiedene Versionen der Viola organista gebaut, die sich aber gegen die anderen Tasteninstrumente nie durchsetzte. Bis heute existieren ausser den Museumsstücken weltweit nur wenige Liebhaberexemplare. Am Herbstkonzert stellt der Verein «frisch gestrichen!» Slawomir Zubrzycki zusammen mit seinem einzigartigen Instrument dem Basler Publikum vor. Es wird ein eigentliches kleines Streicherensemble zu hören sein, da die vielstimmige Viola organista mit dem Cello und teilweise mit der Geige zusammenklingt. Im Hinblick auf diese Premiere wurde ein Programm mit Barockmusik für verschiedene Streicherbesetzungen zusammengestellt.