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Zustand der Ufer
Der Vierwaldstättersee und seine Ufer gehören seit 1983 zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN-Gebiet). Damals wurde der Zustand der Ufer erstmals bewertet und ein Schutzkonzept empfohlen. In der Folge verbesserte man den Schutz der wertvollsten Uferabschnitte und wertete einzelne wichtige Flachwassergebiete auf.
Im Sommer 2008 wurden 96 von total 150 Kilometern des Seeufers erneut bewertet. Das Ergebnis: Etwa ein Viertel des Ufers kann als natürlich bezeichnet werden, mehr als 40 Prozent sind künstlich oder naturfremd.
Vor allem im 20. Jahrhundert hatte man im Bestreben, dem See möglichst viel Land abzutrotzen, Ufermauern direkt ins Wasser gebaut und damit die eigentliche Uferzone eliminiert. An solchen Stellen gibt es das Seeufer als Lebensraum nicht mehr. Häufig ist auch das Umland, das an das Ufer angrenzt, wenig naturnah (Parklandschaften statt natürliche Ufergehölze).
Von Aufwertungen profitieren Mensch und Natur
Das Potenzial für Aufwertungen ist gross. Die Erfolge solcher Massnahmen zeigen sich bei den wenigen bereits aufgewerteten Ufer- und Flachwasserzonen. Hier sind beliebte Erholungsräume für die Menschen und wichtige Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstanden. Von naturnahen Seeufern profitieren Mensch und Natur.