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Nachdem der erste Anlauf für die Neugestaltung des zentralen Platzes der St.Galler Innenstadt (Marktplatz, Bohl, Blumenmarkt) in der Volksabstimmung 2011 scheiterte, legte der Stadtrat ein abgespecktes Projekt vor, das die im Vorfeld der Abstimmung kritisierten Punkte entschärfen sollte:
- Mit 21 Millionen fallen die Kosten tiefer aus (Anteil der Stadt 14 Millionen)
- Die Calatrava-Halle bleibt erhalten
- Die Rondelle mit Kiosk und Imbissständen wird saniert
- Die Stadt beteiligt sich nicht am Bau einer Parkgarage, die unter anderem die wegfallenden Parkplätze ersetzen soll.
Dass auch in der neuen Version Zündstoff steckt, zeigte die Parlamentssitzung von Dienstagabend. Die FDP beantragte, die Vorlage zurückzuweisen. Sie sei ein zu starker Kompromiss. Für 21 Millionen erhalte man nicht viel mehr, als den etwas verbesserten heutigen Zustand. Zudem bleibe die Frage offen, ob zu einem späteren Zeitpunkt nicht doch eine Markthalle gebaut werden solle. Eine deutliche Mehrheit trat jedoch auf die Vorlage ein und verabschiedete sie mit kleinen Änderungen.
Abstimmung wahrscheinlich
Die Neugestaltung des St. Galler Marktplatzes untersteht dem fakultativen Referendum. Voraussichtlich wird das Projekt auch tatsächlich zur Abstimmung gelangen. Nachdem der Versuch der FDP scheiterte, im Parlament eine Volksabstimmung zu erzwingen, kündigte der FDP-Sprecher an, das Volksreferendum «zumindest zu unterstützen».
Früherer Baubeginn
Offen bleibt nach der Parlamentssitzung auch die Frage, wann mit dem Bau des neuen Marktplatzes begonnen werden soll. Der Stadtrat sieht 2019 vor. Die Baukommission empfiehlt, den Termin zu überprüfen und ihn allenfalls auf 2016 vorzuverlegen. Dann würden die Bauarbeiten allerdings mit der Neugestaltung des Bahnhofplatzes zusammenfallen.