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Zum Sommer gehört viel Sonnenschein. Doch ausgerechnet auf den Monat Juli hin, dem Beginn der Sommerferien, zeigte sich auf der Alpennordseite im vergangenen Vierteljahrhundert eine ausgeprägte Neigung zu trüben Witterungsverhältnissen.
Trübes Juliwetter
Wie sonnig ein Tag ist, lässt sich mit der relativen Sonnenscheindauer ausdrücken. Dazu werden die tatsächlich gemessenen Sonnenstunden mit den für diesen Tag absolut möglichen Sonnenstunden verglichen, von Sonnenaufgang bis -untergang. Scheint zum Beispiel die Sonne wegen Wolken nur zur Hälfte der möglichen Zeit, ergibt dies eine relative Sonnenscheindauer von 50 Prozent.
Anfang Juli oft trüb
Der über die vergangenen 25 Jahre gemittelte Verlauf der relativen Sonnenscheindauer weist im Mittelland vom 5. bis zum 8. Juli ausgeprägt tiefe Werte auf. Im Berggebiet kann sich diese Phase auch bis zum 9. Juli erstrecken. Dieses starke Signal im langjährigen Mittel der relativen Sonnenscheindauer heisst, dass Anfang Juli auf der Alpennordseite häufig trübe Verhältnisse herrschen.
Die Alpensüdseite weniger betroffen
Auch auf der Alpensüdseite zeigt die relative Sonnenscheindauer Anfang Juli einen Einbruch. Dieser ist allerdings weniger ausgeprägt und fällt auch weniger ins Gewicht, da auf der Alpensüdseite die Sonnenscheindauer höher liegt als auf der Alpennordseite.
Trübe Juliphase früher kein Thema
Eine in den ersten Julitagen markant ausgeprägte Phase mit trüben Witterungsverhältnissen war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf der Alpennordseite kein regelmässig auftretendes Witterungsphänomen. Die Analyse der verfügbaren Daten der Periode 1901-1950 ergibt für den gesamten Juli im Mittel einen sehr ausgeglichenen Verlauf der relativen Sonnenscheindauer.
Kein Einbruch im Süden
Auch auf der Alpensüdseite ist in dieser Periode im Juli kein über mehrere Tage anhaltender markanter Einbruch der relativen Sonnenscheindauer auszumachen.