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Die Übernahmekommission (UEK) habe nun am 7. Oktober eine Verfügung erlassen. Demnach stellt die UEK fest, dass die Refinanzierung inklusive Verpfändung und Verwertung der verpfändeten Aktien der Sulzer AG für die genannten Banken und die Tiwel Holding keine Angebotspflicht auslöst.
Der Sberbank of Russia werde eine Ausnahme von der Angebotspflicht gewährt, für den Fall dass diese die Stimmrechte verpfändeter Aktien von Sulzer infolge eines "Event of Default" an sich ziehe oder Aktien von Sulzer anlässlich einer Pfandverwertung erwerbe und dabei die angebotspflichtige Schwelle von einem Drittel überschreite. Diese Ausnahme ist mit der Auflage verbunden, dass Sberbank die diese Schwelle überschreitende Anzahl von Aktien innert einer Frist von 180 Tagen wieder veräussere. Ausserdem dürfe Sberbank im Zeitraum der Grenzwertüberschreitung keinen wesentlichen Einfluss auf Sulzer ausüben.
Die übrigen Anträge seien, soweit nicht gegenstandslos, abgewiesen worden. Weiter verfügt die UEK, dass die eingangs erwähnten Institute die UEK im Falle einer "Mandatory Deemed Early Termination" zu informieren hätten. Diese Informationspflicht gilt auch für einen "Enforcement Event" oder einen "Event of Default". Komme es in einem der letzten beiden Fälle oder auch unter anderen Umständen zu einem Erwerb von verpfändeten Aktien oder deren Stimmrechte, müsse ebenfalls informiert werden. Weiter müssen die Banken die UEK wissen lassen, ob und wie die Stimmrechte allenfalls erworbener Aktien bis zu einer Weiterveräusserung an einen Dritten ausgeübt werden.
Diese Verfügung musste Sulzer gemäss der UEK veröffentlichen, die Gebühr zu Lasten der Banken sowie von Tiwel und Renova beläuft sich auf 50'000 CHF.
Der Hauptaktionär von Sulzer, Viktor Vekselberg, hält über seine Beteiligungsgesellschaften Tiwel und Renova gemäss der letzten offiziellen Mitteilung einen Anteil an Sulzer von gut 63%.
cf/tp
(AWP)