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Das BAFU verwaltet die Daten zu Hochwasserereignissen, wertet sie statistisch aus und stellt sie in Form von Diagrammen und Resultatblättern zur Verfügung.
Eine systematische statistische Auswertung der Daten des Abflussmessnetzes hinsichtlich der Hochwasser erfolgte bei der damaligen Landeshydrologie erstmals auf den Stand 1984 (Messstationen mit über 30-jähriger Beobachtungsdauer) bzw. 1988 (kürzere Messreihen). Die Resultate wurden in der Reihe "Hydrologische Mitteilungen" publiziert. Nachberechnungen und Publikation einzelner Stationen erfolgten meist im Anschluss an grosse Hochwasser (1987, 1993, 1994 und 1999).
Unterdessen werden die Daten zur Hochwasserstatistik in einer speziellen Datenbank verwaltet und jährlich sowie zusätzlich bei Bedarf nachgeführt. Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit den bisherigen Arbeiten hält sich die Abteilung Hydrologie an die "Empfehlungen zur Berechnung von Hochwasserwahrscheinlichkeiten" des Deutschen Verbands für Wasserwirtschaft und Kulturbau (DVWK 1979; heute DWA). Es werden die plausibilisierten Maxima verwendet, die auch im Jahrbuch veröffentlicht sind. Weitergehende Überlegungen (z.B. zu Überflutungen) sind im Rahmen dieser routinemässigen Auswertungen nicht möglich. In einem konkreten Bemessungsfall müssen umfassendere Betrachtungen vorgenommen werden. Dabei setzt die Abteilung Hydrologie auf Anfrage hin auch neuere Verfahren ein (DVWK 1999).
Die Hochwasserstatistik-Datenbank ermöglicht das Speichern und Verwalten von jährlichen Hochwasserspitzenwerten, das Auswählen beliebiger Untersuchungsperioden sowie die Durchführung von statistischen Analysen nach den "Empfehlungen zur Berechnung von Hochwasserwahrscheinlichkeiten" (DVWK 1979). Die Analyse umfasst die deskriptive Statistik der Hochwassermessreihe mit allen notwendigen Kenngrössen für die Anpassung einer Verteilungsfunktion und die Berechnung der Hochwasserspitzenwerte für verschiedene Jährlichkeiten (T = 2, 5, 10, 20, 50, 100 und 200 Jahre).
Die Ausgabe der Resultate erfolgt in Form eines Resultatblattes mit zwei Grafiken. Diese zeigen einerseits die Messreihe der jährlichen HW-Spitzenwerte als Säulendiagramm und andererseits die Hochwasserwahrscheinlichkeiten mit eingetragener Verteilungsfunktion und den Messwerten als Frequenzdiagramm.
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