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Harry Lavreysen, der 24-Jährige «Pfeil von Brabant», hätte im Keirin seine dritte Goldmedaille in Tokio holen wollen. Das Unternehmen «Triple Gold», das ihm vor drei Jahren in Berlin an den Bahn-Weltmeisterschaften noch gelungen war, missriet ihm diesmal. Mit drei Medaillen (2x Gold und 1x Bronze) war Lavreysen dennoch der erfolgreichste Radler auf der Bahn.
Ein noch erfolgreicherer Bahnfahrer, der Brite Jason Kenny, überlistete Lavreysen und die Konkurrenz im Final. Unmittelbar nach der Freigabe des Rennens (nach drei Runden hinter dem E-Bike) setzte sich Kenny unwiderstehlich ab. Kenny gewann seine siebte olympische Goldmedaille. In Tokio holte er indes zuvor nur Silber im Teamsprint.
Mit sieben goldenen und insgesamt neun Olympia-Medaillen ist Kenny nun der erfolgreichste britische Olympionike überhaupt. Der 33-Jährige überholte die legendären Chris Hoy (nach Anzahl Goldmedaillen) und Bradley Wiggins (nach Anzahl Medaillen) - beides ebenfalls Radsportler.
Insgesamt erwiesen sich die britischen Bahnfahrer aber als nicht mehr derart dominant wie noch vor fünf Jahren in Rio de Janeiro. In Brasilien gewannen die Briten auf der Bahn sechs Goldmedaillen, jetzt bloss noch drei und damit gleich viele wie die Niederlande. Über alle Radsportanlässe gewannen in Tokio nur die Briten und Holländer (je 12) mehr Medaillen als die Schweiz (6).