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Die NNSA hatte bereits im November 2005 angekündigt, dass die USA in den kommenden Jahrzehnten 200 t HEU aus Waffenbeständen entnehmen werden, um es für andere Einsätze aufzubereiten. Die nun freigegebene Menge von 17,4 t HEU soll bis Ende 2012 in rund 290 t LEU rückverdünnt werden. Davon werden 230 t LEU in eine Brennstoffbank aufgenommen und der Rest wird zur Bezahlung der Rückverdünnung sowie der Prozesskosten verkauft. Mit der «The American Assured Fuel Supply» (AFS) genannten Brennstoffbank würden für rund sechs Brennstoffladungen an einem durchschnittlichen 1000-MW-Reaktor ausreichen, so die NNSA in ihrer Medienmitteilung.
Die AFS diene dazu, bei Versorgungsengpässen amerikanische oder ausländische Kernkraftwerksbetreiber mit Kernbrennstoff zum Marktpreis zu beliefern. Gemeinsam mit den Brennstoffbanken, die gegenwärtig die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) aufbaut, will die AFS die Versorgung von Betreibern in Ländern sichern, die ausdrücklich auf eigene Urananreicherungskapazitäten verzichten und die Nonproliferationsabkommen einhalten. Russland hat schon eine erste solche Brennstoffbank im Rahmen eines Zusammenarbeitsvertrags mit der IAEO in Angarsk nahe der sibirischen Stadt Irkutsk eingerichtet. Laut russischem Staatskonzern Rosatom liegen seit Anfang Dezember 2010 die vorgesehenen 120 t schwach angereichertes Uran bereit.
Quelle
D.S. nach NNSA, Medienmitteilung, 18. August 2011