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The Sect
Story:
Deutschland:
Die junge Lehrerin Miriam Kreisl (Kelly Curtis) fährt einen alten Mann über den Haufen. Doch dieser hatte Glück im Unglück: Ihm ist nichts passiert. Dennoch fährt sie ihn zu sich nach Hause und bietet ihm Unterkunft an. Doch diese wird nicht lange gebracht, denn der Mann stirbt in der Nacht. Der gerufene Arzt kann nur noch den Tod feststellen. Doch danach scheint sich Miriams Leben vollkommen zu verändern! Ihr Haustier stirbt, sie hat komische Visionen und Alpträume, bekommt Nachrichten von Toten etc. Sie weiss nicht, dass sie von einer Teufelssekte auserkoren wurde und den Anti-Christ gebären soll…
Meine Meinung:
Was sich jetzt wie ein dreistes Rip Off von Rosemaries Baby od. Welcome To Hell anhört, hat es nicht verdient, so genannt zu werden, denn The Sect von Dario Argentos (produzierte den Film u.a.) Schüler Michele Soavi (Dellamorte Dellamore, Aquarius, The Church) ist mehr als nur das, nämlich ein eigenes Stück Film, das seine eigene Erzählstruktur hat und von den oben genannten Filmen abweicht. Die Geschichte wird sehr langsam erzählt, so dass es einem z.T. auch schon fast wirr wird, doch am Ende wird alles gelöst. Der in Deutschland gedrehte Film entstand nach dem Zusammenbruch der italienischen Filmindustrie und kann es daher mit den grossen Klassikern aus den 80er Jahren nicht aufnehmen (z.B. Dämonen, Tenebre, Cut and Run), ist dennoch ein solider und guter Film (ähnlich wie der neue I Tre Volti Del Terrore). Die Kamera erinnert zwar immer noch stark an einen Argento Film, dennoch bietet er noch mehr, nämlich viele kleine Höhepunkte / Szenen, die sehr gruselig (in der Leichenkammer), spannend (am Ende in dem Haus), interessant (die Alptraumszene mit dem grossen Vogel als Teufelssymbol) und sehr gelungen (die vielen Maden im Zimmer, das Ende mit dem Feuer, die einzelnen kleinen Hinweise z.B. mit den blauen Fäden im Wasser…) sind. Der Film bietet wenig Effekte, sondern eher Schockeffekte. Diese stammen von Sergio Stivaletti (Wax Mask). Die Darsteller waren mir bis auf einige Ausnahmen unbekannt. Herbert Lom kannte ich sofort aus Filmen wie The Dead Zone od. Mark of the Devil und in einer kleinen Rolle kann man noch den inzwischen gealterten Giovanni Lombardo Radice (The Church, Aquarius, Cannibal Ferox, City of the Living Dead, Der Schlitzer, Asphaltkannibalen) sehen. Insgesamt ein guter und solider Film, den ich wohl noch ein zweites Mal schauen werde.
O: La
Setta
Italien
1990
R:
Michele Soavi
D: Kelly Curtis, Herbert Lom, Giovanni Lombardo Radice
Laufzeit der italienischen DVD: 112:07 Min.
Fassungen: Gibt es bisher nur in Italien auf DVD in Italienisch (u.a. DTS Sound) und in Englisch (nur DD 2.1). Das Bild ist sehr gut, Film ungeschnitten und ab 14 Jahren. Eine dt. DVD gibt es nicht.
Geschrieben von: MPAA
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