Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/239191

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Kanton Basel-Stadt ersucht das Bundesparlament und die Bundesbehörden,</p><p>- "Konversionstherapien" zu verbieten, welche zum Ziel haben, die sexuelle Orientierung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu verändern;</p><p>- aufzuzeigen, ob für Psychologinnen und Psychologen, Therapeutinnen und Therapeuten, Seelsorgerinnen und Seelsorger usw., die solche anwenden, ein Berufsverbot erwirkt werden kann;</p><p>- aufzuzeigen, was die Konsequenzen bei Zuwiderhandeln sein können.</p><p>Konversionstherapien sind psychologische Therapien, die zum Ziel haben, die homosexuelle Veranlagung eines Menschen in eine heterosexuelle Neigung 'umzupolen' oder die Geschlechtsidentität von betroffenen Personen zu verändern. Diese Praxis folgt den irrigen Grundgedanken, dass Homosexualität eine "Krankheit" oder ein "Symptom" sei und mit entsprechender Behandlung therapiert werden könne.</p><p>Nur in seltenen bekannten Fällen werden Konversionstherapien von Psychiaterinnen oder Psychiatern durchgeführt und von Krankenkassen zurückerstattet. Es sind aber nicht ausschliesslich Ärztinnen und Ärzte, die für Konversionstherapien verantwortlich sind. Diese vorgeblich "reparativen" Behandlungen werden von verschiedenen Personen, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen durchgeführt. Dazu gehören neben Ärztinnen und Ärzten auch Coaches, Sexualberaterinnen oder Sexualberater und Geistliche. Während Ärztinnen und Ärzte mit der Durchführung einer Konversionstherapie gegen die Berufspflichten verstossen und mit Disziplinarmassnahmen zu rechnen haben, existiert gegen die Konversionstherapien durch Coaches, Sexualberaterinnen oder Sexualberater und Geistliche keine Handhabe.</p><p>Konversionstherapien sind für betroffene Personen höchst traumatisierend. Das belegen zahlreiche Studien. Diese "Therapien" haben zum Ziel, den Betroffenen Schuldgefühle aufzubürden, was viele in die Verzweiflung treibt. Dabei sind Jugendliche besonders verletzlich. Sie können durch selbst ernannte "Heilerinnen" und "Heiler" in psychische Krisen bis hin zu Depressionen und Suizid gestürzt werden.</p><p>Es gilt, solche Praktiken in der Schweiz zu verhindern. Homosexualität ist keine Krankheit und deswegen auch nicht therapiebedürftig. Es braucht deshalb eine klare Grenze und ein Verbot der Konversionstherapie einschliesslich strafrechtlicher Konsequenzen. Ein entsprechendes Gesetz soll dabei möglichst weit fassen und insbesondere auch für Fälle gelten, in welchen Minderjährige betroffen sind.</p><h2>InitialSituation<h2><p>-</p><h2>Proceedings<h2><p class="Standard_d"><strong>12.09.2023 Ständerat</strong></p><p class="Standard_d">Keine Folge gegeben</p><p class="Standard_d"><br><strong>05.03.2024 Nationalrat</strong></p><p class="Standard_d">Keine Folge gegeben</p>