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Der amerikanische Geiger Ryu Goto wurde 1988 als Kind japanischer Eltern in New York geboren – er ist der jüngere Bruder der Violinvirtuosin Midori. Als Dreijähriger begann er mit dem Geigenspiel, und vier Jahre danach, mit sieben, konnte er bereits beim Pacific Music Festival in Sapporo mit Paganinis Erstem Violinkonzert debutieren. Neben seiner Instrumentalausbildung, die er u. a. an der New Yorker Juilliard School absolvierte, schloss er 2011 ein Physikstudium an der Harvard University als Bachelor ab. Ryu Goto tritt als Solist mit vielen führenden Orchestern auf, darunter das National Symphony Orchestra aus Washington, D.C., das Philadelphia Orchestra, das London Philharmonic, die Münchner Philharmoniker, die Wiener Symphoniker, das Sydney Symphony Orchestra, das Orchestre symphonique de Montréal und das Orchestre national de Lyon. Dabei arbeitete er mit Lorin Maazel, Tan Dun, Vladimir Ashkenazy, Fabio Luisi, Leonard Slatkin, Kent Nagano, Myung-Whun Chung, Yannick Nézet-Séguin und Jonathan Nott zusammen. Im Januar 2018 präsentierte er Bernsteins Serenade mit dem NHK Symphony Orchestra in Tokio, im März ging er dann mit dem New York Philharmonic unter Jaap van Zweden auf Asien-Tour. Zur Förderung des musikalischen Nachwuchses hat er das «Ryu Goto Excellence in Music Initiative Scholarship» ausgelobt. Beim Label «Deutsche Grammophon» hat er seit 2005 zahlreiche CDs vorgelegt; zuletzt erschien Tschaikowskys Violinkonzert mit dem hr-Sinfonieorchester unter Andrés Orozco-Estrada. In Japan trat er von 2015 bis 2017 wöchentlich in der Fernsehshow Untitled Concert auf. Ryu Goto, der auch Träger des Schwarzen Gürtels in Karate ist, spielt auf der «Jupiter»-Stradivari von 1722, die ihm von der Nippon Music Foundation zur Verfügung gestellt wird.
Juli 2018