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Thaddäus Kosciuszko war polnischer Freiheitskämpfer und Patriot, besuchte die Militärakademien von Versailles, Paris und Brest, nahm am nordamerikanischen Freiheitskrieg teil und wurde Brigade-General und amerikanischer Ehrenbürger. 1794 war er Anführer der polnischen Streitkräfte gegen die Russen und wurde gefangen genommen. 1797 zog er wieder nach Amerika, später nach Paris und kam durch Vermittlung des Schweizer Gesandten Peter Josef Zeltner nach Solothurn. Hier wirkte er als grosser Menschenfreund und Wohltäter. Er starb 1817. Seine Eingeweide wurden auf dem Friedhof in Zuchwil beigesetzt, der einbalsamierte Leichnam später von der Jesuitenkirche in Solothurn in die Königsgruft von Krakau übergeführt.Das Kosciuszkohaus in Solothurn, sein Sattel im Zeughaus, eine Haarlocke im Museum, der Kosciuszkoweg in Zuchwil, das Denkmal und die Steinbank in der Anlage westlich der katholischen Kirche, erinnern an den grossen Menschen.
Die alte 14-Nothelfer-Kapelle (heute Polenkapelle), mit der Reytan-Gedenktafel an der Ostseite, wurde während den Kriegsjahren durch polnische internierte Künstler vollständig restauriert. Mit dem alten Steinkreuz aus dem 17. Jahrhundert, der Sandstein-Altarplatte aus der Kirche von 1581 und den verschiedenen Weihwassersteinen, bildet die ganze Anlage ein sehenswertes Kleinod mitten im Dorfkern von Zuchwil.