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Titel
Mayer,
1) Anton, Historienmaler, geb. 1843 zu Wien, zuerst Schüler seines Vaters, des Kupferstechers Christian M. (gest. 1870), dann der Akademie in Wien unter Rahl und nach dessen Tod unter ¶
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Führich. Von seinen wenigen bis jetzt bekannt gewordenen Bildern nennen wir: den nicht sehr ansprechenden, gefesselten Prometheus (1867), den Bilderschmuck im Gartensalon von H. Reichel in Wien und als spätere Arbeiten: das Urteil des Brutus, die Verkündigung der Geburt Christi und die Zerstörung des Tempels in Jerusalem (im Besitz des Barons v. Rothschild).
2) Constant, franz. Genremaler, geb. 1831 zu Besançon, kam schon in der Jugend nach Paris, trat in die École des beaux-arts und wurde Schüler von Cogniet. 1857 zog er von Paris nach New York, wo er jetzt ansässig ist. Unter seinen oft auch in Paris ausgestellten Genrebildern mit meist lebensgroßen Figuren sind die auch durch Vervielfältigung bekanntesten: der Trost (1864), Wiedererkennung (1865), Melancholie der Liebe, die Genesende, Reichtum und Armut, Straßenmusikanten, die Tochter der Hexe, der Traum der Liebe. Künstlerisch wertvoller sind im ganzen seine Porträte, z. B.: General Grant, General Sheridan und andre hervorragende Persönlichkeiten.
3) Eduard, Bildhauer, geb. auf der Asbacher Hütte im Hunsrücken, war Schüler der Akademie zu Dresden unter Rietschel und zu Berlin unter Rauch, lebte 1840-43 in Paris, wo er teils bei David d'Angers, teils selbständig arbeitete; 1842 ließ er sich in Rom nieder. Er bildet mit Vorliebe Gestalten aus der griechischen Mythologie oder kleine Genremotive, mehr im antiken als im naturalistischen Geist, z. B.: Bacchus, Venus Anadyomene, Amor mit dem Helm des Mars, Merkur als Argustöter (1877, Nationalgallerie in Berlin), Mädchen mit Ohrgehänge, Betendes Kind etc. In Paris und in Berlin erhielt er die kleine goldne Medaille.
4) Etienne François Auguste, franz. Marinemaler, geb. zu Brest, trat schon früh mit Marinebildern auf, bildete sich für dies Fach auf Reisen in Skandinavien, Holland und an den Küsten Kleinasiens zu einem tüchtigen Künstler aus, malte aber mitunter auch Genrebilder und Porträte. Zu seinen besten See- und Hafenbildern gehören: die Reede von Brest im Jahr 1698, Kampf des Bucentaur, die Korvette La Recherche zwischen den Eisbergen, ägyptische Fregatte, ein Schiffsbrand, das Nordkap, Einnahme der Insel Episcopia (Gallerie in Versailles), Schiffbruch des Algesiras, die Börse in Kopenhagen, Ankunft Napoleons III. im Hafen von Brest 1858, die Fregatte Herminia am Kap Horn, Leuchtturm der Halbinsel Kermorvan, Rettungsboot an der Küste der Bretagne u. a. sowie (1857) der Brand der Börse in Hamburg von 1842 und andre Bilder noch bis 1869. 1839 erhielt er das Ritter- und 1867 das Offizierkreuz der Ehrenlegion.
5) Frank, amerikan. Genremaler, geb. 1827 zu Baltimore, machte dort seine Studien unter Alfred J. (Anmerkung des Editors: Jacob) Miller (gest. 1874) und in Paris unter Gleyre und Brion. Später lebte er in seiner Vaterstadt und in Paris, ließ sich in Annapolis (Maryland) nieder und machte von dort Reisen in Europa und in den Vereinigten Staaten, wo er namentlich im Staat Minnesota ethnographische Studien machte, von denen mehrere in Schoolcrafts «Geschichte der indianischen Stämme» veröffentlicht wurden. Unter seinen übrigen Bildern sind nennenswert: indianische Danksagung, der attische Philosoph, die Kontinentaltruppen, das 19. Jahrhundert, der Hofnarr, der verlorne Brief etc.
6) Friedrich Karl, Architekturmaler und Architekt, geb. zu Tölz (Oberbayern), bildete sich 1844-48 auf der Akademie in München unter den Architekten Mezger und Voit sowie unter den Malern Schlotthauer und Zimmermann aus, dann bereiste er Belgien und wurde Assistent Heideloffs in Nürnberg und ist jetzt Professor an der dortigen Kunstgewerbschule. Unter seinen zahlreichen Architekturbildern, meistens Innenansichten von Gebäuden, die von trefflicher Zeichnung und höchst malerischer Behandlung sind, nennen wir nur als die bedeutendsten: das Sakramentshaus der Lorenzkirche in Nürnberg, das Sebaldusgrab, Rathaushalle in Braunschweig mit Staffage aus dem 16. Jahrhundert, das hohe Chor des Doms zu Augsburg, das Mittelschiff desselben Doms, Partie aus dem ¶
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Dom zu Magdeburg, die Brautthür der Sebalduskirche in Nürnberg, die St. Euchariuskapelle daselbst und viele andre Partien aus kirchlichen und profanen Gebäuden. Als Architekt leitete er die Restauration der Heiligkreuzkirche zu St. Johannes bei Nürnberg (1854), den Umbau des Roten Turms bei Oberwesel am Rhein, die Ausstattung des Schlosses «Fröhliche Wiederkunft» in Thüringen etc. Er erhielt mehrere Auszeichnungen und wurde 1875 auch Konservator der königl. Gemäldesammlungen in Nürnberg.
7) Ludwig, Historienmaler, geb. 1834 zu Kaniow in Galizien, war 1849-57 Schüler von Kupelwieser in Wien, ging dann nach Venedig und malte die Bilder des heil. Martin für die Kirche in Aspern und Christus im Haus des Lazarus. Nachdem er 1862 Deutschland, Belgien und Paris besucht hatte, führte er während eines zweijährigen Aufenthalts in Rom einen großen preisgekrönten Karton: Jerusalem nach dem Tod Christi, aus, dem dann noch andre sehr gerühmte biblische Bilder und 1880 ein trefflicher Christus folgten.