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Trummer
Christoph Trummer, geboren 1978 ist in Frutigen im Berner Oberland aufgewachsen, Sohn eines Spenglermeisters und einer Hausfrau. Seine erste Kassette mit selbstgeschriebenen Songs hat er mit 13 aufgenommen, sie hiess „I call on you“ und war, naja, sagen wir: verstimmt. Dann durfte er als 8. Klässler in der Schülerband der 9.Klässler mitspielen (The Nobodys…). Parallel zu den nachfolgenden Bands hat er zahlreiche weitere Kassetten als „Trummer“ aufgenommen. Eine hellsichtige Beraterin hat ihn davor bewahrt, eine Bürolehre zu machen, und so hat er nach einer Ehrenrunde das Lehrerseminar besucht. Nach Abschluss dieser Ausbildung verschickte er zunächst erfolglos seine Demos, welche schliesslich Matteo Hofer überzeugten mit Trummer eine erste professionell eingespielte EP zu machen. Samples dazu gibt’s hier. Andi Hug und Monic Matthys von Patent Ochsner spielten die Basics ein und das schief gesungene, aber herzliche Werk erschien 2002.
Der Innerschweizer Reto Burrell wurde auf Trummer aufmerksam und produzierte das erste Album „Night Light“, mit dem die Geschichte begann, die auf dieser Homepage erzählt wird. (Wer’s ausführlich mag: siehe Archiv)
Damit war Trummer SwissTop-Finalist bei DRS 3 und wurde ans Eurosonic Festival nach Groningen geladen. Nach dem zweiten englischen Werk („anyways“, 2005) verbrachte er einige Zeit in New York, spielte mit dem Folkduo The Bowmans eine Amerika- und zwei Europatourneen, um zurück in der Schweiz schliesslich ein erstes berndeutsches Album einzuspielen („Im Schatte vo däm Bärg“, 2007). Es folgten „Dr ganz Wäg zrügg“ (2009, mit dem Mini-Hit „Chunnt scho guet“), „Fürne Königin“ (2011, mit den Radio-Songs „Neon Liecht Meitschi“, „Paralleluniversum“ und „Bevor dr Herbscht chunnt“).
2011 wurde er geehrt mit dem Preis der Fondation SUISA für sein Schaffen als Songwriter, und machte sich an sein bisher ambitioniertestes Projekt: Das CD-Buch „Heldelieder“ erschien 2014 und erzählt in Songs, Texten und Bildern von einer Berner Bar, in der sich die Geschichten kreuzen von Menschen aus aller Welt.
Trummer spielt unterdessen noch bei Amarillo Brillo Gitarre, bei The Cotton Mafia Schlagzeug und taucht b und zu als Musiker und Darsteller auf in Theaterstücken. Das gefällt ihm, seit er sich 2009 hat sich hinreissen lassen, in einem Musical den Herrn Lehmann zu spielen: Herr Lehmann – Ein Berner in Berlin
Trummer hat von 2002 bis 2008 in Kandersteg und Bern die Reihe „Songwriters Round“ veranstaltet, in der neben der Musik über Songwriting, Kreativität und Inspiration diskutiert wurde. Seit 2014 läuft die Reihe in Biel wieder. Zu Gast waren u.v.a. Adrian Stern, Mat Callahan, Phillip Fankhauser, Tinu Heiniger, Shirley Grimes, Tobias Jundt (Bonaparte), Pink Pedrazzi, Noah Verguth, Hendrix Ackle oder Adrian Weyermann.
Seit 2007 veranstaltet er ohne Unterbruch als Moderator und Gastgeber das Open Mic „The Bridge“ im Café Kairo in Bern.
Seit 2013 ist er Präsident und Leiter der politischen Projekte beim Verband Musikschaffende Schweiz, wo er sich an vorderster Front und auch mal direkt im Bundeshaus für die Rechte und Anliegen der Urheber und Interpreten im digitalen Zeitalter einsetzt.
Trummer hat keine Lieblingsfarbe, aber mag das Licht.
Er lebt in der Nähe von Bern, darf und muss auch noch ein bisschen arbeiten und ist dreifacher Götti.