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Peer Gynt, Sohn einer verarmten Witwe, träumt und säuft sich seine Zukunft schön. «König werd ich und dann Kaiser» schwadroniert er seiner Mutter vor, um gleich danach dem Nachbarn die Braut zu rauben, die er alsbald wieder sitzen lässt. Verantwortung für seine missglückten Unterfangen zu übernehmen, davor weiss Peer sich stets zu drücken. Getrieben von seiner Gier nach Macht, Frauen und Reichtum, verlässt er seine grosse Liebe Solveig und stolpert von einem Abenteuer ins nächste, von einem Land ins andere. Auf der Suche nach sich selbst reist er um die Welt, wird Grosskapitalist, Reeder und Waffenhändler, versucht sich als Playboy und landet schliesslich im Irrenhaus. Doch gereift ist Peer damit weder intellektuell noch moralisch, er bleibt ein narzisstischer Egomane.
Alle Lebensphasen Peers bieten den theatralen Stoff, um Sucht nach Anerkennung, Erfolg und Selbstfindung eines modernen Menschen als grosse Kasperiade für Erwachsene zu erzählen.
Henrik Ibsen (1828-1906) war ein bedeutender norwegischer Dramatiker. «Peer Gynt» hat er 1867 geschrieben. Die Uraufführung fand 1876 im Christiana-Theater in Christiana (heute Oslo) zusammen mit der Musik von Edvard Griegs «Peer Gynt»-Suite statt.
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