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Nürnberg, 1562/63
Öl auf Leinwand
H. 91,5, B. 79 cm
Inv. 1920.143.
Die deutsche Goldschmiedekunst des 16. Jahrhunderts wurde geprägt vom Werk des 1585 in Nürnberg gestorbenen Wentzel Jamnitzer, der als Meister seinem berühmten italienischen Vorläufer Benvenuto Cellini ebenbürtig zur Seite steht. Nach Basel gelangten schon zu seinen Lebzeiten der Abguss des verlorenen, zur Krönung Maximilians II. gefertigten Silbersattels und mehrere Bleiabgüsse kleiner Werkstücke (Goldschmiedemodelle). Der ca. 55jährige hält einen selbstkonstruierten Eichstab zur Bestimmung der spezifischen Gewichte von sieben Metallen und einen Reduktionszirkel, beides Hilfsmittel zur Errechnung des Materialbedarfs für den Guss z.B. der vor ihm stehenden, noch nicht vergoldeten Silberstatuette. Eine Spezialität Jamnitzers waren feinste silberne Blumensträusse nach Naturabgüssen, wie im Hintergrund dargestellt. Unser Bild ist eine genaue Wiederholung des vom Niederländer Nicolas Neufchâtel im Auftrag Jamnitzers gemalten Portraits, das Napoleon aus dem Nürnberger Rathaus entführte und das sich heute im Musée d'art et d'histoire in Genf befindet.