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Waldgesetze
Waldrelevante Gesetzesgrundlagen gibt es sowohl auf nationaler Ebene als auch für alle Kantone. Sie unterteilen sich in Gesetze und Verordnungen.
Bundesgesetz über den Wald (Waldgesetz, WaG)
Das erste Waldgesetz der Schweiz stammt von 1876. Damals hiess es noch Forstpolizeigesetz und hatte nur im Hochgebirge Gültigkeit. Hauptziel des Forstpolizeigesetzes vom späten 19. Jahrhundert war der Schutz des Waldes vor Abholzung und Rodung.
Bereits 1903 trat das neue - für die ganze Schweiz geltende - Waldgesetz in Kraft und blieb 90 Jahre lang bestehen. Bis heute trägt das Waldgesetz die Grundzüge dieser Vorversion.
Zu Beginn der 1990er-Jahre wurde das Waldgesetz total revidiert und in den folgenden Jahren in mehreren kleineren Teilrevisionen den ändernden Rahmenbedingungen angepasst.
Im Frühling 2016 ist das komplett überarbeitete Waldgesetz nach ausführlichen Diskussionen vom Parlament genehmigt worden. Die neue Version tritt am 1. Januar 2017 in Kraft.
Das Waldgesetz regelt den Schutz des Waldes und sorgt dafür, dass der Wald langfristig all seine Funktionen (Schutz-, Wohlfahrts- und Nutzfunktion) erfüllen kann.
Verordnung über den Wald (Waldverordnung, WaV)
Das Waldgesetz hat eine ihm untergeordnete Verordnung. Darin werden Gesetzesartikel konkretisiert und deren Umsetzung geregelt.
Die Verordnung muss meist bei Gesetzesanpassungen auch überarbeitet werden. Dies erfolgt durch das zuständige Bundesamt im Auftrag des Bundessrates; im Fall der Waldverordnung durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU).
Kanotnale Gesetzgebungen
Wie auf Bundesebene besitzt auch jeder Kanton ein eigenes Waldgesetz und eine dazugehörende Verordnung. Diese sind häufig ähnlich aufgebaut wie Gesetz und Verordnung des Bundes, sind ihnen hierarchisch aber untergeordnet. Sie dürfen Regelungen im Vergleich zum Bundesgesetz verschärfen, aber nicht lockern.