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Dmitrij Šostakovič: 24 Präludien und Fugen, op. 87
Mit Kirill Zvegintsov, Piano (Dauer des Konzertes: 130 Minuten, mit Pause) (Rahmenprogramm zur Doppelausstellung)
Der russische Komponist Dmitrij Dmitrievič Šostakovič (1906- 1975) hat seine «24 Präludien und Fugen für Klavier» im Jahr 1950 zum 200. Todesjahr von Johann Sebastian Bach komponiert. Begeistert und inspiriert vom «Wohltemperierten Klavier» Bachs und der Interpretation durch die russische Pianistin Tatiana Nikolaeva im Rahmen des Bachfestes in Leipzig wollte Šostakovič zuerst eine Serie von polyphonen Übungen schreiben. Daraus entstand dann ein grosser polyphoner Zyklus nach dem Muster des «Wohltemperierten Klaviers», den er in nur viereinhalb Monaten nach seiner Rückkehr in Moskau komponierte. Am 25. Februar 1951 beendete er die Arbeit daran und widmete es Tatiana Nikolaeva, die das beinahe dreistündige Werk im damaligen Leningrad uraufführen durfte. Dmitrij Šostakovič ist es gelungen, ein Werk zu schaffen, das eine innere Verwandtschaft zu Bach aufweist, ohne im Schatten seines grossen Vorgängers zu bleiben. Darin zeigt sich eine Würdigung, eine Annäherung, ein Dialog - eine musikalische Begegnung zwischen zwei Meistern.
Kirill Zvegintsov (*1983) bringt gerne unkonventionelle Programme und wenig bekannte Werke zur Aufführung. Das Repertoire des ukrainischen Pianisten, welcher seit 2005 in der Schweiz lebt, reicht von der zeitgenössischen Musik bis zum Barock. Eine besondere Bedeutung darin findet die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Er wurde bei verschiedenen Klavierwettbewerben, unter anderem beim OCI Wettbewerb in Orléans mit dem Spezialpreis «Samson François» ausgezeichnet. Ende 2019 erschien bei FY-Solstice seine neuste CD «EAUX-FORTES» mit Solowerken von F. Couperin, Debussy, Hugon und Lenot. Zurzeit studiert er Dirigieren bei Prof. Florian Ziemen an der Hochschule der Künste Bern. Davor studierte er Klavier an der Tschaikowsky Musikakademie bei Prof. Boris Archimowitsch und seit 2005 bei Prof. Tomasz Herbut an der Hochschule der Künste in Bern. Von 2011 bis 2013 studierte er zeitgenössische Kammermusik an der Musikakademie Basel bei Prof. Jürg Henneberger. Weitere wichtige musikalische Impulse bekam er von Roger Muraro, Robert Levine, Piotr Andrszewski und Konstantin Lifschitz, in dessen Klavierklasse er als Assistent wirkte.