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Am Montagabend wurde in Grossbritannien der erste Ebola-Fall bekannt: Eine Krankenschwester war nach ihrer Rückkehr von einem Einsatz gegen die Epidemie im westafrikanischen Sierra Leone erkrankt, wie die schottische Regierung mitteilte.
Nun wird eine zweite Person auf die Krankheit getestet. Wie die schottische Premierministerin Nicola Sturgeon gegenüber der Radiostation BBC sagte, sei die Wahrscheinlichkeit aber tief, dass die Person an Ebola erkrankt sei. Ihres Wissens habe die betreffende Person keinen direkten Kontakt mit Ebola-Patienten gehabt, so Sturgeon weiter.
Derweil wurde die Krankenschwester, die sich mit Ebola infiziert hatte, zur Behandlung nach London gebracht. Nach ihrer Rückkehr aus Sierra Leone war die Patientin am Montagmorgen wegen Unwohlseins auf die Isolierstation eines Krankenhauses in Schottland gebracht worden. Laut den Behörden ist ihr Zustand «stabil». Die Patientin befinde sich im frühen Stadium der Krankheit.
Über 20'000 Ebola-Kranke
Während die britischen Behörden die Gefahr für die Öffentlichkeit als «extrem tief» bezeichnen, fallen in Westafrika noch immer viele Menschen der Seuche zum Opfer. In den drei am stärksten betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone starben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) allein seit Heiligabend etwa 150 Menschen an der Virus-Seuche.
Die Zahl der in diesen Ländern erfassten Ebola-Toten stieg auf 7842. Insgesamt seien nunmehr seit Ausbruch der Epidemie vor einem Jahr 20'081 Infektionsfälle registriert worden. Die WHO geht zudem von einer hohen Dunkelziffer nicht registrierter Infektionen und Todesfälle aus.