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In seiner Arbeit der «Sahara-Sand Serie» dokumentiert Ingo Rasp mit Luftaufnahmen ein meteorologisches Phänomen in den Schweizer Alpen und nutzt es als Narration für den universalen Prozess des Werdens, Wandels und Vergehens.
Als sich Anfang Februar 2021 der Himmel über der Schweiz orange färbte, zogen Höhenwinde von Afrika über das Mittelmeer nach Europa. An einem einzigen Tag trugen sie rund 80’000 Tonnen Sand und Staub aus der Sahara-Wüste mit sich.
Der orange-braune Staub schlug sich in den Schweizer Alpen nieder. Gletscher wurden mit einer farbigen Schicht aus Sediment bedeckt, ganze Bergmassive schienen in warmes, oranges Licht getaucht. Das Phänomen ist als «Blut-Schnee» bekannt und wird in dieser Konstellation nur im Winter sichtbar.