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Der russische Investor Viktor Vekselberg ist neu im Besitz von rund einem Drittel der Züblin Immobilien Holding und damit grösster Aktionär. Über die Investitionsgesellschaft Lamesa hat er zwei Beteiligungen aufgekauft. Nun verlangt Vekselberg, dass der Züblin-Verwaltungsrat ausgetauscht wird.
Lamesa kauft die Aktien von einem langjährigen Züblin-Aktionär auf: Man habe über fünf Millionen Züblin-Aktien von der luxemburgischen Investmentgesellschaft Bruin und über 3,2 Millionen Aktien der von Bruin kontrollierten Beteiligungsgesellschaft Forum European Realty Income gekauft, teilte Lamesa am Montagabend mit. Die Höhe des Kaufpreises wurde nicht mitgeteilt. Damit verfüge Lamesa über einen Anteil von 33,02 Prozent aller Aktien der Immobiliengesellschaft, hiess es. Zuvor hatte Vekselberg über Lamesa nicht ganz 16 Prozent der Aktien der Züblin-Holding besessen.
Vekselberg will VR-Präsident austauschen
Vekselberg verlangt nun, dass Züblin eine ausserordentliche Generalversammlung einberuft. Dort solle ein neuer Verwaltungsrat gewählt werden. Der russische Grossaktionär verlangt auch, dass Vewaltungsratspräsident Pierre Nicolas Rossier abgesetzt wird. Man wolle, dass ein Verwaltungsratspräsident gewählt werde, hiess es. Vekselberg verlangt, dass das Gremium künftig mit «mehrheitlich unabhängigen» Mitgliedern besetzt werden solle.
Die Leistung und die strategische Ausrichtung von Züblin seien unbefriedigend, schrieb Lamesa. Man habe den Bestand an Züblin-Aktien mit der Absicht erhöht, eine aktivere Aktionärin zu werden und die notwendigen Änderungen für eine «nachhaltige und geschäftlichen Erfolg versprechende Zukunft» des Unternehmens einzuleiten.
Aktien sind über Jahre schwächer geworden
Im letzten Jahrzehnt hätten die Aktien von Züblin über 81 Prozent an Wert verloren, erklärte Lamesa. Die anhaltend schlechte Entwicklung der Aktien schädige alle Aktionäre der Gesellschaft. Lamesa will nun die kürzlich bekannt gewordene Absicht von Züblin bekämpfen, wonach alle Schweizer Vermögenswerte verkauft werden sollen. Züblin wollte sich auf die Märkte in Deutschland und Frankreich konzentrieren.
Für das Amt als neuen Verwaltungsratspräsidenten will Lamesa Iosif Bakaleynik vorschlagen. Bakaleynik ist Berater von Vekselberg. Er ist bereits in mehreren Unternehmen als Verwaltungsrat oder als Präsident des Verwaltungsrats der Statthalter des russischen Milliardärs.
(sda/gku)