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Arbeit hat in unseren Gesellschaften einen hohen Stellenwert. Zahlreiche Menschen haben jedoch wegen einer Behinderung einen schweren Stand auf dem Arbeitsmarkt. Ein Teil der Hindernisse, mit denen sie bei der Ausübung Ihrer beruflichen Tätigkeit konfrontiert sind - z. B. bauliche, technische, durch Vorurteile oder mangelnde Information bedingte Hürden - können vermieden werden.
Fachleute unterstützen diese Bemühungen, doch daneben kann jedes Amt und jede Dienststelle auf der eigenen Ebene aktiv werden, um die berufliche Integration von Menschen mit Behinderungen zu fördern. Hier einige Beispiele leicht umsetzbarer Massnahmen und Links zu einigen Fachstellen im Bereich berufliche Integration.
Was können Sie tun?
Einstellungsverfahren
Eine erste Hürde hat mit der Einstellung der Gesellschaft gegenüber Menschen mit Behinderungen zu tun. Diese ist allzu häufig defizitorientiert, während die beruflichen Kompetenzen einer Person ausgeblendet werden.
Gewisse Rekrutierungsverfahren haben indirekt Tendenz, Bewerbungen von Menschen mit Behinderungen auszuschliessen. Das führt dazu, dass diese - in vielen Fällen gut ausgebildeten und fähigen - Personen ihre Behinderung bei der Bewerbung nicht erwähnen oder, was schwerwiegender ist, sich gar nicht bewerben.
Enthält ein Stelleninserat den Hinweis «Bewerbungen von Personen mit Behinderungen sind besonders erwünscht», erlaubt dies den Betroffenen, mit offenen Karten zu spielen; laden Sie diejenigen Personen zu einem Vorstellungsgespräch ein, deren Fähigkeiten dem Anforderungsprofil entsprechen, geben Sie ihnen die Gelegenheit , sich zu ihren Qualifikationen / Fähigkeiten und zu den Problemen / Lösungen zu äussern, die am Arbeitsplatz auftreten könnten.
Anstellung von Praktikantinnen und Praktikanten
Es ist allgemein anerkannt, dass eine erste Berufserfahrung entscheidend ist, um in der Erwerbswelt Fuss zu fassen. In vielen Fällen geschieht dies in Form eines Praktikums. Durch die Anstellung von Praktikantinnen und Praktikanten mit Behinderung erhöhen Sie massgeblich deren Chancen, eine Stelle zu finden.
Anpassung der Arbeitsplätze
Das bauliche Umfeld und die technischen Bedingungen stellen ein weiteres Hindernis dar. Ein Mitarbeiter im Rollstuhl kann nicht in einem Gebäude ohne Aufzug arbeiten, eine blinde Mitarbeiterin nicht mit einem handelsüblichen PC. Schliesslich kann auch die Arbeitsorganisation eine Hürde sein: Ein tetraplegischer Mitarbeiter, der am Vormittag auf Pflege angewiesen ist, kann schwerlich bereits um 8.00 Uhr Büropräsenz gewährleisten.
Sehr oft existieren Möglichkeiten zur Beseitigung solcher Hindernisse. Die Installation eines Treppenlifts gestattet es dem Mitarbeiter im Rollstuhl, an seinen Arbeitsplatz zu gelangen; ausgestattet mit einem adaptierten PC kann die sehbehinderte Mitarbeiterin normale Büroarbeit verrichten; womöglich kann sogar eine flexible Arbeitsorganisation eine Lösung sein.
Die IV-Zweigstelle in ihrer Region verfügt über verschiedene Hilfsmittel zur Adaptierung der Arbeitsplätze ihrer (künftigen) Mitarbeitenden.
Fachorganisationen
Eidgenössisches Personalamt (EPA)
Das EPA ist der zuständige Ansprechpartner für das Personalmanagement des Bundes. Die Personal- und Sozialberatung für das Bundespersonal PSB des eidgenössischen Personalamtes bietet verschiedene Dienstleistungen an. Eine wichtige Massnahme ist die «Mittelzuteilung Berufliche Integration». Kontaktieren Sie die PSB und profitieren Sie von ihrer Erfahrung.
Invalidenversicherung IV
Die Invalidenversicherung fördert auch die berufliche Eingliederung von Menschen mit Behinderungen mit verschiedenen Massnahmen; zögern Sie nicht, sie zu Rate zu ziehen.
COMPASSO
"Compasso: Berufliche Eingliederung - Informationsportal für Arbeitgeber" ist die Informations-Plattform zur Beruflichen Eingliederung von Arbeitnehmenden mit einer Beeinträchtigung. Compasso richtet sich vor allem an Arbeitgebende.
PROFIL
Profil - Arbeit & Handicap ist eine Stiftung der pro Infirmis Schweiz; sie fördert die Integration von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt und stärkt deren Stellung im Berufsleben.
IPT Integration für alle
"IPT Integration für alle» ist eine Brücke zwischen zwei Welten - Wirtschaft und Sozialwesen.