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von Schülern aus den Nachbargemeinden besucht wurde. Die ersten Gesetzbücher der Landschaft stammen aus dem Beginn des 15. Jahrhunderts.
Das heute noch giltige Landrecht datiert vom und ist ein rein deutsches Recht, das nirgends Ergänzungen oder
Zusätze aus dem Gebiete des römischen Rechtes enthält.
1798 folgten die Bewohner der March dem Beispiel ihrer Nachbarn, der Zürcher Seeanwohner, indem sie
sich gegen die
Herrschaft der
Schwyzer erhoben und den Zürcher Bauern trotz allen Versprechungen oder Drohungen von Schwyz
zwei Kanonen
zur Verfügung stellten. Am ward die March endlich frei erklärt. Als dann der Kanton Schwyz 1828/29 die
Rechte und
Freiheiten seiner einstigen Untertanen neuerdings einschränken wollte, verbanden sich die Bewohner der March mit
denen von
Einsiedeln,
Küssnacht und den
Höfen zu einem von Schwyz
unabhängigen Halbkanton «Ausser Schwyz".
. Der Versuch der
Schwyzer, diesem Zustand durch Waffengewalt (Besetzung von
Küssnacht 1833) ein Ende zu machen, hatte die
Besetzung des Kantons durch eidgenössische Truppen zur Folge.
Nach langen Unterhandlungen vereinigten sich dann der äussere und innere Kantonsteil am neuerdings zum einheitlichen Kanton Schwyz
mit den gleichen
Rechten und Pflichten für alle Landesteile. Zur Zeit des sog.
Hörner- und Klauenstreites kam es 1838 in
Lachen zu einem blutigen Zusammenstoss beider Parteien. Im Sonderbundskrieg ergab sich die March durch
Vermittlung des Industriellen Kaspar
Honegger am den eidgenössischen Truppen. Von verdienten und bekannten Männern
aus der March seien hier folgende genannt: Landammann
Schmid aus
Lachen, einer der Führer im Streit von 1838;
Landammann Düggelin
aus
Wangen, der sich 1850 und die folgenden Jahre um den
Bau vonStrassen grosse Verdienste erworben;
Dekan Rüttimann (1807-1886)
in
Lachen und Landammann J. A. Winet (geb. 1827 in
Altendorf), die sich um die Hebung der allgemeinen Bildung und die Verbesserung
des Schulwesens bemühten;
der 1822 in
Lachen geborene Musiker Joachim Raff, der Zürcher Grossindustrielle
und Menschenfreund Kaspar
Honegger in
Siebnen, der Pfarrer und Dichter Henggeler in
Nuolen, der Feldprediger bei den deutschen
Truppen 1870/71 Jesuitenpater Rudolf Marty, der Missionsprediger Jesuitenpater Joseph Krieg, endlich der Arzt, Politiker
und dramatische Schriftsteller Dr.
Arn.
Diethelm in
Lachen.
(Coldu) (Kt. Waadt,
Bez.
Aubonne und La Vallée).
1450 m. Passübergang im Waadtländer
Jura, zwischen dem
Crêt de la Neuve (1498
m) und dem
Mont de Bière (1527 m); verbindet das Jouxthal mit
Aubonne und
Bière und ist seit 1766 mit einer stellenweise ziemlich
stark ansteigenden Fahrstrasse (bei
«Sous la
Roche» 16% Steigung) versehen. Armand Vautier charakterisiert
(in der Patrie Vaudoise,Lausanne 1903, S. 199) diese Strasse folgendermassen: «C'est un passage honnête,
à l'usage des gens du pays, une bonne route campagnarde, qui vient
sur les hauteurs voir si les vaches s'y trouvent bien
et respirer
l'air des forêts.» In der Tat dient diese Strasse jetzt seit dem Bau der Eisenbahnen Le
Pont-Vallorbe
und Le
Brassus-LePont fast nur noch als Zufahrtsroute zu den
Hochweiden,
Comben und Plateaux der benachbarten Berggegenden,
nachdem sie schon vorher durch den Bau der Strasse Le
Brassus-LaCure (1845) und die wenige Jahre nachher an
den Bergstrassen von Pétrafélix und Le
Molendruz vorgenommenen Verbesserungen in den Schatten gestellt worden war.
Der
Pass ist vermutlich schon seit dem 6. Jahrhundert begangen worden. Sicher ist, dass im 13. Jahrhundert Herzog Berthold
von Zähringen den dem Marchairuz benachbarten
O.-Hang des
Mont Tendre den
Herren von
Aubonne zu
Lehen gab, was auf eine damals
schon vorhandene gewisse Bedeutung des Ueberganges schliessen lässt. 1299 verkauften die Freiherren
von
Aubonne ihrerseits an die Gemeinden
Ballens,
Mollens,
Saint Saphorin u. a. eine Anzahl von dem
Pass benachbarten Sennbergen
(heute
Pré deBallens,
Prés deMollens, Druchaud etc. genannt).
Auf diesen
Weiden errichteten dann die Käufer mit der Zeit einige Sennhütten (vacheries). Da in der
Combe desAmburnex bereits 1264 ein
Haus stand (das erste weltliche Gebäude in der
Vallée), muss damals schon wenigstens während der guten Jahreszeit ein Verkehr
über den
Pass zwischen dem O.-Fuss des
Jura und dem Jouxthal bestanden haben 1360: Marchirioux. Die Ableitung des Namens ist
unsicher. Als linguistische Spielerei ist von vornherein die Annahme abzuweisen, die ihn als eine abgeschliffene
Form von «marcher rude» (beschwerlicher Weg) ansehen will; eher könnte
man an marchia = Grenze oder Grenzland denken, wie dies L. Reymond in seiner Arbeit über die
Vallée de Joux tut. Die Strasse
über den Marchairuz gestattet eine gute Uebersicht über den geologischen Bau der Kette des
Mont Tendre.
Vergl. den Art.
Joux
(Valléede).
(Sur la)(Kt. Waadt,
Bez. Aigle).
2300 m. So heisst der vom
Sex Rouge über den trigonometrischen Signalpunkt Le Lécherez (1933
m) nach NW. ziehende
Kamm, der mit einem jäh abfallenden Felsband, den sog.
Rochers de la Marchande endigt.
Hier führt der blos von Gemsjägern benutzte sog.
Passage des Échelles durch, dessen Zugang durch zwei schwankende
Leitern
ermöglicht wird.