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Hausfeier am Palmsonntag
Wenn keine Gottesdienste in der Kirche gefeiert werden dürfen, können Christinnen und Christen auch als kleine häusliche Gemeinschaften und Familien feiern.
Segnung der Palmzweige: Wenn möglich wird die Hausfeier am Palmsonntag mit einer Segnung von Palmzweigen verbunden. Segnen kann jeder Getaufte und Gefirmte. Im Leben der Familie segnen im Allgemeinen die Eltern.
Zur Vorbereitung
Die Hausfeier kann im Wohnzimmer am Tisch, in einer besonders gestalteten Ecke oder ev. auch im Garten gefeiert werden.
Stellt eine mit etwas Wasser gefüllte Vase dazu, die gross genug ist, um darin nachher die Zweige zu platzieren.
Ablauf der Feier
Wir versammeln uns für die Feier. Jemand zündet die Kerze an.
Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Die Eltern zeichnen den Kindern mit Wasser ein Kreuz auf die Stirn und sagen dazu „Gott hat Dich lieb“. So erinnern wir uns an unsere Taufe. Dann machen das die Kinder bei den Eltern.
Der Text ist der Kinderbibel von Kees de Kort (Kees de Kort, Das große Bibel Bilderbuch, Stuttgart 1994) sowie der Bibel in Leichter Sprache entnommen. Bilder können via Suchmaschine ausgedruckt werden. In Suchmaschine eingeben: ‚Einzug in Jerusalem Bilder von Kees de Koort‘
Wer eine Kinderbibel hat, verwendet diese.
Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem. Seine Freunde gehen mit.
In Jerusalem wollen sie das grosse Fest der Freiheit feiern, das Pascha-Fest. Jesus sagt zu seinen Freunden: „In Jerusalem wird man mich töten.
Aber nach drei Tagen werde ich vom Tod auferstehen.“
Seine Freunde verstehen aber nicht, was Jesus sagt.
Es ist nicht mehr weit nach Jerusalem. Jesus ruft zwei von seinen Freunden zu sich und sagt: „Geht voraus in das Dorf! Dort findet ihr eine Esel-Mutter und ihr junges Eselchen. Bindet die beiden los. Bringt sie her. Wenn euch jemand fragt, dann sagt: „Jesus braucht sie! Wir bringen sie bald wieder zurück.“
Seine Freunde holen die beiden Esel. Jesus reitet auf dem Esel nach Jerusalem. Viele Menschen sind auf dem Weg zum Fest. Sie sehen Jesus auf dem Esel und denken: Ist das vielleicht unser König? Viele Leute legen Kleider auf die Strasse. Die Kleider sind wie ein Teppich. Die Leute pflücken Zweige von den Bäumen. Sie winken mit den Zweigen. Die Leute rufen laut und singen ein Lied: „Hosanna. Jesus ist unser König. Jesus hilft uns. Hosanna.“
Jesus reitet in die Stadt. Die Leute fragen: „Wer kommt denn da?“ Die Menschen bei Jesus antworten: „Jesus, der Prophet aus Nazareth!“ Ein Prophet ist ein Mensch, der in seinem Herzen mit Gott redet. Der Prophet erzählt den Menschen, was Gott zu ihm sagt. Die Leute sagen weiter: „Jetzt trifft ein, was Gott durch den Propheten Sacharja gesagt hat: So sieht euer richtiger König aus: Euer richtiger König reitet auf einer Esel-Mutter. Mit einem kleinen Eselchen. Euer richtiger König ist ohne Waffen. Euer richtiger König bringt Frieden.“
Jede*r nimmt sich nun einen grünen Zweig aus der Mitte.
V: Die grünen Zweige sind ein Zeichen des Lebens. Wir wissen dieses Zeichen
des Lebens in diesem Jahr noch mehr zu schätzen als sonst.
Gemeinsam bitten wir Gott, diese Zweige zu segnen.
Guter Gott, mit einem Palmzweig kündigte eine Taube dem Noah das
Ende der großen Flut an. Diese Zweige seien uns ein Zeichen der Hoffnung.
Wir loben dich.
A: Wir preisen dich.
V: Von Palmen umstandene Oasen gewährten dem Volk Israel Ruhe auf
dem langen Weg durch die Wüste. Diese Zweige mögen uns erinnern
an die Ruheorte, die Gott uns schenkt.
Wir loben dich.
A: Wir preisen dich.
V: Mit Palmzweigen begleitet kommt Jesus nach Jerusalem. Die Zweige,
die wir in den Händen halten, sollen uns Zeichen sein, dass er auch zu
uns kommt und Hilfe bringt.
Darum bitten wir: Gott, segne diese Zweige
(zeichnen Sie ein Kreuz über die Zweige).
Schütze uns und alle, die uns anvertraut sind.
A: Amen.
Die grünen Zweige erinnern an die Hoffnung, die die Menschen damals
auf Jesus gesetzt haben. Auch heute hoffen wir auf Jesus. Jede*r steckt
seinen grünen Zweig der Reihe nach in die bereitgestellte Vase und sagt,
was sie oder er sich von Gott erhofft oder wünscht für unsere Welt, für
die Familie, die Menschen, die wir gerne haben.
Das könnt Ihr so lange machen, bis alle Zweige in der Vase einen grossen
grünen Straus ergeben.
Diesen Straus aus grünen Zweigen könnt Ihr am Ostertag dazu gebrauchen, bemalte oder
bunte Ostereier daran aufzuhängen. Er erinnert Euch daran, was Gott uns an Ostern sagt:
„Eure Hoffnungen haben Zukunft!“
Alle stehen auf; in Kreis stehen und einander die Hände geben
Wir stehen ganz nahe zusammen, wir spüren einander, wir geben uns
Halt, wir geben uns Kraft. Gemeinsam können wir Hoffnung teilen.
Gemeinsam können wir glauben, dass die Zukunft gut wird.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Mit kleineren Kindern Bewegungen dazu:
So segne uns Gott, mit beiden Armen einen Kreis machen
der alles erschaffen hat.
Es beschütze uns Jesus, der mit uns Familie sucht selber eine Bewegung
verbunden bleiben möchte.
Es stärke uns der Heilige Geist, mit beiden Händen eine offene Schale
die Kraft von Gott, die in uns lebt bilden
und wirkt.
Amen.
Segen mit grösseren Kindern
Gott stärke, was in uns wachsen will.
Gott schütze, was uns lebendig macht.
Gott behüte, was wir weitertragen.
Gott bewahre, was wir freigeben.
Und Gott lasse in uns lebendig werden, was wir heute durch Jesus erfahren
haben: Die Hoffnung ist unsere Lebenskraft!
So segne uns (Kreuzzeichen machen) Gott der Vater, der Sohn und der Heilige
Geist. Amen.
Die Eltern können nochmals den Kindern mit Wasser ein Kreuz auf die Stirn
zeichnen und dazu sagen:
„Gott hat Dich lieb. Er begleite dich mit seinem Schutz und Segen“.
Diese Hausfeier wurde zusammengestellt mit Vorlagen von kathsg.ch und dem Liturgischen Institut liturgie.ch
April 2020/BE
Ev. könnte das Lied vom Impuls gestern nochmals gelesen, gehört oder gesungen werden:
Kirchengesangbuch bei der Nr. 390:
‚Korn das in die Erde‘.
Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt,
Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt.
Liebe lebt auf, die längst erstorben schien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab,
Wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab.
Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
Im Gestein verloren Gottes Samenkorn,
Unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn –
Hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
(Hier können Sie das Lied hören mit stimmigen Bildern dazu)
‘Das Seelsorgeteam hat einen Palmsonntagsgottesdienst gefeiert und alle Christinnen und Christen ins Gebet mit einbezogen.’