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- Vier Wochen nach dem Start ist die indische Mondmission «Chandrayaan-2» offenbar gescheitert.
- Kurz vor der Landung auf dem Mond riss die Kommunikation der unbemannten Raumfähre «Vikram» ab, wie die indische Raumfahrtbehörde Isro mitteilte.
- Indien hatte versucht das vierte Land zu werden, dem eine kontrollierte Landung auf dem Mond gelingt.
Die Annäherung an den Mond sei bis auf 2.1 Kilometer über der Oberfläche normal gewesen, sagte der Chef der indischen Raumfahrtbehörde Isro. Die Landung sei der schwierigste Teil der gesamten Mission gewesen. Was genau zum erneuten Fehlschlag führte, ist noch unklar. Die Daten würden nun ausgewertet.
Die Sonde war gut zwölf Stunden zuvor in die Mondumlaufbahn eingeschwenkt. Das Manöver, das die Endphase des Mondflugs einleitete, dauerte 29 Minuten. In der Nacht auf Samstag sollte die Landeeinheit des indischen Mondflugprojekts dann eigentlich mit einem kleinen Rover an Bord am Südpol des Erdtrabanten aufsetzen. Das Manöver sollte Indien nach den USA, der Sowjetunion und China, zur vierten Raumfahrtnation machen, der eine weiche Landung auf dem Mond gelingt.
Was hatten die Inder vor?
«Chandrayaan» bedeutet auf Sanskrit «Mondfahrzeug». Ziel der 142 Millionen Dollar teuren Mission war es, die Oberfläche der Südpolregion zu kartieren, den Boden zu analysieren und Wasser zu suchen. Anfang Juli musste ein erster Startversuch der "Chandrayaan-2" nur eine Stunde vor dem Start abgebrochen werden. Es hatte ein Leck an der Trägerrakete gegeben. Am 22. Juli hatte der Start dann geklappt.
Für Indien war es bereits die zweite Mission zum Mond. Die erste Mondsonde «Chandrayaan-1» war 2008 gestartet und hatte den Mond umkreist, ohne auf ihm zu landen. Mit der Landung wollte das aufstrebende Schwellenland mit seinen gut 1,3 Milliarden Einwohnern Raumfahrtgeschichte schreiben.