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Kein Klärschlamm mehr als Dünger
Klärschlamm wird aus der Schweizer Landwirtschaft verbannt. Ab 2003 soll dieser mit Schadstoffen belastete Dünger nicht mehr auf die Felder ausgebracht werden. Statt Klärschlamm soll vermehrt Kompostdünger eingesetzt werden.
In der Kleinen Kammer hat die Regierung über das geplante Vorgehen informiert - und Zustimmung gefunden. Der Klärschlamm aus den Abwasserreinigungs-Anlagen wird künftig verbrannt. Er enthält nicht nur Phosphor und Stickstoff, sondern auch Krankheitserreger, Schwermetalle und Hormone.
Die Nachfrage nach Klärschlamm als kostenlosem Dünger für die Landwirtschaft sinkt seit Jahren. In der Bioproduktion ist sein Einsatz wegen der Belastung schon lange untersagt.
Verbrennungs-Kapazitäten schaffen
In den über 900 Kläranlagen der Schweiz fallen jährlich rund vier Millionen Tonnen flüssiger Klärschlamm an, was einer Trockensubstanz (TS) von rund 200'000 Tonnen entspricht. In den letzten Jahren wurden davon gut 40 Prozent in der Landwirtschaft verwendet und 60 Prozent in speziellen Anlagen, in Kehrichtverbrennungs-Anlagen oder in Zementfabriken verbrannt.
Künftig sollen auch die heute noch in der Landwirtschaft verwendeten 80'000 Tonnen verbrannt werden. Bund, Kantone, Abwasserverbände, Entsorgungswirtschaft und Zementindustrie bereiten sich darauf vor. Die Zementindustrie hat eine zusätzliche Kapazität von 30'000 Tonnen angeboten. Ob die Kehrichtverbrennungs-Anlagen noch mehr Klärschlamm entsorgen können, wird geprüft.
swissinfo und Agenturen
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