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Bedeutendste Burganlage des Oberengadins, die westlich über Madulain GR auf einem Bergsporn liegt. Ein vorgelagerter Graben trennt das Burggelände bergseits ab. Der zweigeschossige, viereckige Hauptturm im Westen gehört zum ältesten Baubestand. Die einen unregelmässigen Grundriss aufweisende Ringmauer wurde nachträgl. an den Turm angebaut. Im Osten erhob sich ein mehrteiliger Wohntrakt mit Stall. In der Südecke der Ringmauer befinden sich Reste eines Zwingers. G. wurde um 1250 unter Bf. Volkard von Neuburg als Verwaltungszentrum der bischöfl. Güter im Oberengadin erbaut. Die Burg, die im späten 14. Jh. von den Vögten des Bischofs, den Herren von Planta aus Zuoz, bewohnt wurde, diente als Zollstation. Im frühen 15. Jh. wurde sie vom Bischof verpfändet, ab Ende des Jahrhunderts setzte mit der Auflassung ein allmähl. Zerfall ein. Anfang des 17. Jh. ist G. als Ruine erwähnt, 1937 erfolgten erste Konservierungsarbeiten.
Literatur
– O.P. Clavadetscher, W. Meyer, Das Burgenbuch von Graubünden, 1984, 235 f.
Autorin/Autor: Maria-Letizia Boscardin