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Interpellation Nr. 620/2013
Lärm- und Verkehrsbelastung im Quartier Felmis
Dali Raphael, CVP, und Mitunterzeichner
Eingegangen am 21. Januar 2013
Schriftlich beantwortet am 21. März 2013 (siehe Anhang)
Der Durchgangsverkehr im Felmis-Quartier hat aus Sicht der Anwohnerinnen und Anwohner in der Vergangenheit erheblich zugenommen. Dies hat auch zu einem wesentlichen Anstieg der Lärm- sowie Verkehrsbelastung geführt. Ein Teil dieser erhöhten Frequentierungen ist dem Individualverkehr zuzuordnen, aber auch der erhöhten Bautätigkeit. Bei gewissen Strassenabschnitten sind die Auswirkungen deutlich zu erkennen. Teile des Fahrbahnbelags weisen markante Spurrinnen auf. Weiter ist die Problematik nicht ausser Acht zu lassen, dass ein grosser Strassenabschnitt als Schulweg markiert ist.
Wie unlängst bewiesen, reduzieren verkehrsberuhigende Massnahmen den Durchgangsverkehr, schonen den Strassenbelag, mindern die Abgas- und Lärmimmissionen, erhöhen die Sicherheit und führen zu einer verbesserten Wohnqualität.
In der ersten Version des Planungsberichts Gesamtkonzept Zonensignalisation Tempo 20/30 war im Quartier Felmis, von der Kastanienbaumstrasse 54 bis 93, eine entsprechende Zone vorgesehen. In der Detailberatung wurde diese Massnahme mit 18:9 Stimmen durch den Einwohnerrat abgelehnt. Bereits damals wies der Gemeinderat darauf hin, dass im Rahmen der Ortsplanung, Neueinzonung Gebiet Wide, bei einer Prüfung der Immissionsgrenzwerte die Lärmschutzverordnung nicht eingehalten werden konnte.
Vor diesem Hintergrund bitte ich den Gemeinderat, folgende Fragen, in Bezug auf das Felmis-Quartier, zu beantworten:
- Wann fanden die letzten beiden Verkehrsmessungen, -erhebungen statt?
- Gab es eine Zu- oder Abnahme des Verkehrs?
- Bei welchen Fahrzeugkategorien kam es zu einer Zu- oder Abnahme des Verkehrsaufkommens?
- Welche Resultate liegen bei von der Gemeinde durchgeführten Geschwindigkeitsmessungen vor? Nehmen die Geschwindigkeitsüberschreitungen zu oder ab?
- Wie hoch sind die Lärmbelastungen an den Standorten Kastanienbaumstrasse 54, 65, 81 und 93?
- Werden die Lärm- und Immissionsgrenzwerte überschritten? (Unterscheidung Tag und Nacht sowie bei trockener, nasser Fahrbahn)
- Wo sind die Lärmbelastungen am höchsten?
- Wie verhält sich die Lärmbelastung in Bezug zur topographischen Gegebenheit, sprich Höhenanstieg der Querstrassen: Stegenrain, -halde sowie Hürliweidallee?
- Welche Massnahmen sind in Bezug auf eine allfällige Lärmgrenzwertüberschreitung möglich (z.B. Tempo 30 etc.)?
- Welche Kosten würden diese Massnahmen auf dem Strassenabschnitt Kastanienbaumstrasse 54-93 generieren?
- Welchen ungefähren Nutzen (Dezibelreduktion) würden die entsprechenden Massnahmen bringen?
- Liegen auch aus anderen Horwer Wohnquartieren Rückmeldungen betreffend Verkehrszunahme und somit Lärmbelastung vor?
- Muss der Gemeinderat aufgrund der Lärmgrenzwertüberschreitung seine früheren vorgeschlagenen Bestrebungen (Zone 30 etc.) umsetzen oder denkt er zumindest darüber nach?
Mitunterzeichner:
Luthiger Jürg, CVP