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"Mamma, lueg, de hät Schoggi is Gsicht gschmiert!" - Bild: Angels Book
Irgend woher haben nun auch wir den „Schwarzen Peter“. Keine Ahnung wie dieses Kartenspiel den Weg zu uns gefunden hat, aber es liegt nun schon seit einigen Tagen herum und der Grosse möchte endlich wissen, was er mit diesen Karten genau tun muss.
Da ich nicht so genau weiss, ob sich dieses Spiel heutzutage noch ziemt, sprich: „Ist dieses Spiel politisch überhaupt korrekt?“, weiss ich nicht so recht, was ich jetzt tun soll.
Was ich weiss: „Der Schwarze Peter“ ist neben dem „Quartett“ eines der verbreitesten Kartenspiele für Kinder. Das Ziel des Spiels ist es, alle seine Karten ablegen zu können und am Schluss nicht den Schwarzen Peter in den Händen zu halten.
Und genau da werde ich unsicher, denn: Die Redewendung „jemandem den Schwarzen Peter zuschieben“ bedeutet ja, jemand anderen etwas Unangenehmes tun zu lassen, sodass dieser die Verantwortung tragen muss. Und das Kind, welches das Spiel verliert bzw. den schwarzen Peter am Schluss in der Hand hat, das bekommt als Strafe einen schwarzen Punkt auf die Stirn.
Was soll ich tun? Das Spiel erklären und möglichst kein grosses Aufheben darum machen? Und vielleicht den „Schwarzen Peter“ besser „Pierino nero“ nennen, da es politisch zwar nicht korrekter, aber wenigstens herziger tönt? Oder soll ich das Kartenspiel auf dieselbe Weise „verschwinden“ lassen wie es bei uns aufgetaucht ist?
Müsste ich aber konsequenterweise nicht auch die Seite mit den schwarzen Buben im „Struwwelpeter“ heraus reissen? Und dafür sorgen, dass meine Kinder das Lied „Zehn kleine Negerlein“ nie zu Ohren kriegen?
Was halten Sie davon? Ich bin gespannt auf Ihre Meinung, die Sie mir als Kommentar bekannt geben können!
P.S. Wenn man dieses Thema weiter zieht, kommen da noch ganz andere, wunderbare Beispiele zusammen. Eines ist das „Billard-Spiel„, bei welchem die weisse Kugel immer die schwarze versenkt und nie umgekehrt. Soll das Billardspielen auch verboten werden?
Von A wie Arbeiten mit Kindern bis Z wie Zahnspange für Teenies - ich erzähle wahre Begebenheiten aus unserem facettenreichen Leben als italo-schweizer Familie. Dazu gibt es Rezepte, Bastelideen, Ausflugstipps und gesellschaftspolitische Denkanstösse zum Diskutieren. In den Hauptrollen meiner Geschichten: meine Jungs - «der Grosse» (14) und«der Kleine» (12) - sowie mein Mann, den ich mit einem Augenzwinkern «das Familienoberhaupt» nenne. Der Blog ist ein Gemeinschaftswerk, an dem wir uns alle beteiligen. Mein Mann liefert Episoden rund um Haus und Garten, die Jungs verfassen eigene Texte, führen Interviews und helfen bei der Bild- und Videoproduktion mit.