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- Taschenbuch
- Erschienen: 04.2008
- wird besorgt, Lieferzeit unbekannt
-
Erschienen bei: Penguin Classics
- ISBN-10: 0-14-303941-5
- Herausgeber: Patricia Ingham
- Einband: Taschenbuch,
- Seitenzahl: 213
- Gewicht: 172 g
- Sprache(n): Englisch

Kurzbeschreibung zu "Cranford"
Soon coming to Masterpiece Theatre, Gaskell's witty and poignant comedy of country town life describes the small adventures of Miss Matty and Miss Deborah, two middle-aged spinster sisters trying to live with dignity in reduced circumstances.
Portraits
Elizabeth Gaskell: Elizabeth Gaskell wurde 1810 als Elizabeth Stevenson in London geboren, aufgewachsen ist sie in Knutsford (Cheshire) bei ihrer Tante. Die junge Frau heiratete 1832 William Gaskell, einen unitarisch freikirchlichen Geistlichen und Universitätsdozenten in Manchester, mit dem sie fünf Kinder hatte. Während sich ihr Mann für die Bildung der Arbeiter engagierte, ist in Elizabeth Gaskells Korrespondenz immer wieder von den sozialen Härten des Frühkapitalismus die Rede. Ihr Erstlingsroman "Mary Barton" verhalf ihr zur Bekanntschaft mit Dickens, für dessen Zeitschrift "Household-Words" sie von nun an literarische Beiträge lieferte. Ihr Erfolg brachte dem nicht gerade reichlich ausgestatteten Haushalt der Gaskells eine finanzielle Entlastung; nun konnte die Schriftstellerin Reisen unternehmen und in den literarischen Salons von London verkehren. Ein halbes Dutzend Romane und rund vierzig Erzählungen entstanden, außerdem eine Biographie von Charlotte Bronte. Sie starb 1865.
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«O, du glückliche Stadt der Amazonen»
von einer Kundin oder einem Kunden
(05.05.2010
):
Cranford ist eine Sammlung kleiner Anekdoten, die in der gleichnamigen englischen Kleinstadt in der Mitte des 19. Jahrhunderts angesiedelt sind. In Cranford haben die Frauen das Sagen, weil die Männer beruflich abwesend, freiwillig geflohen oder wahlweise verstorben sind. Zwei männliche Dauereinwohner nicht mitgerechnet: Der Rector, also der Pfarrer, ergreift die Flucht wenn er eine Frau im heiratswilligenfähigen Alter in der Nähe wittert, und der Arzt des Städtchens heißt Hoggins (benimmt sich auch oft recht ungehobelt) was ihn schon automatisch aus dem Kreis der gesellschaftsfähigen Männer ausschließt.
Kurz und gut, die erste und wichtigste Aussage des Buches ist die: Cranford gehört den Weibern. Und vielleicht ist das auch der Grund, warum die Geschichten durchweg versöhnlich sind und von Menschenliebe und Gutherzigkeit nur so überquellen, ohne je kitschig oder pathetisch zu sein.
Was zunächst erscheint, als würden die verklemmten, alten Schachteln von Cranford in ihren viktorianischen Sitten- und Denkkorsetts sich beinahe selbst ersticken, entpuppt sich unter der Oberfläche als der erlesene Zirkel von schrulligen aber liebenswürdigen Ladies mit großen Herzen und edlen Gedanken und ihren eigenen, traurigen und schönen Geschichten.
Elizabeth Gaskell hat es schon gleich mit ihrer ersten Episode über den armen, fehlgeleiteten Dickensliebhaber Captain Brown geschafft, mich über die Jahrhunderte hinweg zu erreichen und zum Schmunzeln und Mitfühlen zu bringen. Ihre Cranforder Amazonen-Gesellschaft ist sehr pointiert beschrieben, und die Herren der Schöpfung kommen gar nicht mal so schlecht weg, wie man angesichts der vielversprechenden Einleitung hätte vermuten dürfen. Ganz im Gegenteil, da stellt uns Mrs. Gaskell doch wahrlich lauter Kerle vor, die in all ihrer undecentness, mit all ihren Ecken und Kanten und Widerborstigkeiten einfach nur zum Knuddeln sind. Jeder für sich genommen ein echter Held!
Diese überschaubare Geschichtensammlung um Miss Matty Jenkyns und die spießprüde Gutmenschenstadt Cranford ist ein beschwingt geschriebenes (gemessen an der Entstehungszeit sogar richtig gepfeffert geschriebenes), herrlich witziges, scharfsinniges und vor allem herzerquickendes Schmankerl, mit respektvollen aber treffsicheren Seitenhieben in alle Richtungen, in die man im total vernagelten viktorianischen Zeitalter nur schlagen konnte. Ganz abgesehen davon, dass die Seitenhiebe auch heute noch absolut zielisicher in so manche Kerbe menschlicher Unzulänglichkeiten und Macken treffen ;o).
Einfach (und) grandios.
Und last but not least muss ich unbedingt auf die epische BBC-Verfilmung hinweisen, die fast alle Geschichtchen aus dem Roman enthält und noch ein paar zusätzliche aus anderen Kurzgeschichten von Gaskell, und die die Stadt mitsamt ihren Ladies m.E. perfekt eingefangen hat.

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