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Um genügend gute Nahrung für alle Dorfgruppen sicherzustellen, werden Situationsanalysen durchgeführt, Beratung, Schulungen und Weiterbildungen angeboten, sowie Solidaritätskassen eingeführt.
In der neuen Programmphase wird die Association SOS-Santé et Développement (ASD) ihre Interventionszone verschieben und in Nanoro nur noch in den sechs „neusten“ Dörfern arbeiten, dafür aber mit 14 Dörfern in Sabou zusammenarbeiten. Die 20 Dorfgruppen vertreten 500 Haushalte mit 3000 Menschen. Die Ziele dieser Projektphase sind:
- Ausbildung und Weiterbildung der Dorfgruppen
- Die durchschnittliche Produktion der Felder wächst von rund 800kg auf rund 1500 kg/ha
- 80% der Haushalte haben Zugang zu alternativen Einkommen
Folgende Aktivitäten werden durchgeführt: Jede Dorfgruppe erhält eine Situationsanalyse und eine Beratung zum Thema Organisationsentwicklung. Die Repräsentanten der Dorfgruppen werden ausgebildet, gegenüber den Behörden ihre Interessen besser zu vertreten.
In allen 20 Dorfgruppen werden Solidaritätskassen eingeführt, um der Verschuldung entgegenzuwirken und die Solidarität zu stärken. Als zusätzliche Massnahme werden auch Solidaritätsspeicher ins Leben gerufen und von ASD begleitet, um die jährlich wiederkehrende Periode von Mangel an Nahrungsmitteln zu verkürzen und den bedürftigsten Familien Nahrungsmittelkredite geben zu können.
Die Dorfgruppen werden in verschiedenen Sensibilisierungsanlässen für die nachhaltige Anbauweise geschult. Diese Sensibilisierungen werden mit Theatervorstellungen verstärkt, welche die Vor- und Nachteile der konventionellen und agrarökologischen Landwirtschaft vermitteln. Die Dorfgruppen werden auch bei der Umstellung auf agrarökologische Anbauweisen begleitet. Die lokalen Sorten und ihr Saatgut sollen gefördert werden. Schliesslich werden die Dorfgruppen in nachhaltigen Methoden zur Produktionssteigerung und Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit ausgebildet und in der Umsetzung begleitet. Die Methoden sind dafür sind unter anderem Lebendhecken sowie die Halbmondmethode und Zai-Technik, die beide mit Kompost kombiniert werden.
Damit die Bauernfamilien besser gegen die Folgen des Klimawandels gewappnet sind, gibt es für sie eine Ausbildung, in der sie lernen, was sie gegen dessen lokale Auswirkungen tun können.
Im Bereich der alternativen Einkommen wird auf Eigenständigkeit und investitionsarme Methoden gesetzt, sodass die Familien keine Kredite aufnehmen müssen wie zum Beispiel die Verarbeitung von Waldprodukten, von Wildbienenhonig oder auch die Züchtung und Pflege von Hühnern und Ziegen.