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Monique Ritz geborene Ramseier war die letzte Repräsentantin der Ritz-Dynastie und war die Frau von Charles Ritz, Sohn des weltberühmten Cäsar Ritz. Leider konnte sie Cäsar Ritz nie persönlich kennen lernen, da dieser im Jahre 1918 schon viel zu früh verstarb. Im Gegensatz dazu konnte sie seine Ehefrau, Marie-Louise Ritz, bestens kennen lernen, denn sie war ebenfalls eine grosse Managerin von Luxushotels. Monique Ritz kannte den Begriff Luxushotel am «Place Vendôme» gut. Sie lernte dort weltberühmte Personen kennen wie beispielsweise Ernest Hemingway. Eine treue Freundin wurde ihre Schwiegermutter, Marie-Louise Ritz. Monique Ritz kann sich noch sehr gut erinnern, wie Marie-Louise Ritz mit stolzen 90 Jahren noch an Festanlässen im «Ritz» bis morgens um 3.00 Uhr teilnahm. Eines war immer erstrangig: Cäsar Ritz war immer ihr grosses Vorbild und war immer ein «Souvenirs» in ihrem Herzen. Monique Ritz war es, die zusammen mit Charles Ritz, ihrem Gatten, die auf Wunsch von Cäsar Ritz gegründete «Cäsar Ritz Stiftung Niederwald» nach dem Tode von Marie-Louise Ritz weiterführte. Zusammen mit Charles Ritz bewältigte sie sämtliche grossen Aufgaben, die ihnen durch das Erbe übertragen wurden.
Nach dem Tode von ihrem Mann Charles Ritz, der 1976 im Alter von 85 Jahren starb, übernahm sie die Leitung des Hotel «Ritz» in Paris. Dies war eine grosse Aufgabe für Monique Ritz. Da aber die Nachkommen fehlten und die Zukunft des «Ritz» gewährleistet werden musste, verkaufte Monique Ritz 1979 das «Ritz» in Paris an die Familie Al Fayed. Ausschlaggebend war, dass die Al Fayeds sich bereiterklärten den Namen «Ritz» beizubehalten und nur die Innenrenovation in Angriff zu nehmen. Von den Erneuerungen waren aber die Kenner, als das «Ritz» nach dreijähriger Renovation wiedereröffnet wurde, nicht begeistert. Nach dem Verkauf suchte Monique Ritz Abstand und zog nach 35 Jahren in Paris nach Genf um, wo sie aufgewachsen war.
Monique Ritz nahm während mehreren Jahren das Amt als Präsidentin der «Cäsar Ritz Stiftung Niederwald» wahr. Auch sie war dem Dörfchen Niederwald immer eng verbunden. Sie schenkte der Bevölkerung einen neuen Dorfbrunnen mit einer Bronze-Statue, die Cäsar Ritz als Geisshirten darstellt. Dieses Denkmal mit der Inschrift «Schritte in die Welt hinaus, mit Flügeln im Geist und brennender Sehnsucht im Herzen.» soll symbolisieren, wie früher die Menschen auswandern mussten, um ein wenig Geld und Arbeit zu finden. Cäsar Ritz tat es ihnen gleich und wurde zu einem der weltberühmtesten Menschen unserer Zeit. Der letzte Besuch der Familie Ritz, durch Monique Ritz, in Niederwald war am 23. Februar 2000 anlässlich der 150-Jahrfeier zum Gedenken an Cäsar Ritz.