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McKinsey kritisiert: Zu kleine "Cluster" in Europa, zu geringe Forschungsinvestitionen, Arbeitgeber zu wenig attraktiv und falsche Fokussierung der öffentlichen Ressourcen.
Das weltweit tätige Beratungsunternehmen McKinsey hat eine Studie zum "Hightech-Standort Europa" veröffentlicht. Die Untersuchung fokussiert klar auf Gross- und Grösstunternehmen. Europa ist drauf und dran, so die alarmistisch formulierten Resultate der Studie, den Anschluss in diversen Hightech-Sektoren zu verlieren.
So haben nur drei europäische Hightech-Unternehmen einen Umsatz von über einer Milliarde Dollar, während es in den USA 14 sehr grosse Hightech-Firmen gibt. Und nur 17 % der weltweit grössten Technologie-Companies kommen aus Europa. Noch schlimmer: Gemäss McKinsey kommen nur 57 der 336 der weltweit "erfolgreichsten" Hightech-Firmen aus Europa. Der europäische Hightech-Sektor sei abgesehen von wenigen Erfolgsbeispielen akut gefährdet, sagt Claudia Funke, die Autorin der Studie.
Zu kleine Cluster
Die Berater nennen mehre Gründe für den verhältnismässig geringen Anteil von Technologie-Firmen an der Wertschöpfung in Europa. So seien die "Cluster", die geografische Ballung von Hightech-Firmen und -Institutionen in Europa zu klein. Im Silicon Valley in Kalifornien gibt es beispielsweise 300'000 Arbeitsplätze, während es im grössten europäischen "Cluster", im finnischen Oulu nur 58'000 Jobs gibt.
Weiter beklagt McKinsey die zu geringen Forschungsausgaben Europas (189 Milliarden Dollar per 2003) gegenüber der USA (268 Milliarden Dollar). Die europäischen Unternehmen seien zudem zu wenig attraktiv für Topleute, da sie zu wenig in "Talentmanagement" investierten.