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Die Schülerinnen und Schüler der Primarschule Grand-Pré in Marly betätigten sich gestern als Bauarbeiter. Die Mädchen und Jungen rissen sich förmlich darum, ein Kiesgemisch in eine Holzkiste zu schaufeln. Die Schüler begannen damit den Bau des Zusatzgebäudes der Primarschule Grand-Pré. An der Grundsteinlegung gestern Nachmittag erklärte Jean-Pierre Helbling, Syndic von Marly: «Wegen der Bevölkerungszunahme in Marly brauchen wir dieses Gebäude.»
Diskussion seit 2007
Er erinnerte daran, dass bereits 2007 eine Erweiterung der Schule zur Diskussion stand. Ein erster Kredit lehnte der Generalrat ab, doch 2010 wurde das Bedürfnis der Schulen nach mehr Platz überdeutlich und die Erweiterung genehmigt. Im Juni erteilte das Oberamt des Saanebezirks schliesslich die Baubewilligung. Nach mehreren Überarbeitungen sieht das aktuelle Projekt ein dreistöckiges Gebäude mit Platz für 220 bis 230 Schülerinnen und Schüler vor. Der Neubau wird rund 16,5 Millionen Franken kosten. Ein Pavillon aus den 1970er-Jahren wird abgerissen. Die Haltungskosten für den schlecht isolierten Bau seien zu hoch, sagte Helbling. Die Arbeiten für den Neubau werden voraussichtlich knapp zwei Jahre dauern, so dass im September 2015 vierzehn Klassen ihre neuen Zimmer beziehen können.
Der Syndic betonte: «Wir wollen für unsere Schüler die bestmöglichen Voraussetzungen zum Lernen schaffen.» Zu den Schülern gewandt fügte er hinzu: «Auch wenn ihr die Schule manchmal blöd findet–sie ist sehr wichtig für euer Leben.» Die Schüler indessen hatten selbst einen Beitrag für die Zeremonie vorbereitet: Sie steckten Bilder, Zeichnungen und bunte Karten jeder Klasse mit den Namen der Lehrer und Schüler in ein Plastikrohr; dieses wird ins Schulhaus eingemauert und soll eine Überraschung für künftige Generationen sein.
Enthusiastische Kinder
Dann packten Syndic Helbling, die für die Bildung zuständige Gemeinderätin Françoise Savary und ein Schüler Helme und Schaufeln, und begannen das Kiesgemisch gemeinsam in die Kiste zu füllen. Helbling und Savary posierten nur kurz für die Kamera und überliessen die Schaufeln und Helme bald den enthusiastischen Kindern.