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Sammlung Guido Leopold Brettauer – Französische illustrierte Werke des 18. Jahrhunderts
Über Guido Leopold Brettauer (1882 – 1956) ist nur wenig bekannt. 1908 in München zum Dr. iur. promoviert und danach in der bayerischen Staatsverwaltung tätig, teilte er nach 1933 das Schicksal der deutschen jüdischen Intelligenz. 1936 oder 1937 emigrierte er nach Paris und nahm die französische Staatsbürgerschaft an. 1946 kam er nach Luzern und lebte hier nach dem Tode seiner Frau 1949 sehr zurückgezogen. Seine Sammlung vermachte er testamentarisch der ZB (heute ZHB) Luzern.
Die Sammlung umfasst Werke der Weltliteratur von der Antike bis gegen 1600 und französische Literatur des 17. und 18. Jahrhunderts. Sie ist klein – nur 114 Titel – aber von ausgesuchter bibliophiler Qualität. Brettauer richtete sein Augenmerk auf Illustrationen, Einbände und Herkunft der Exemplare. Es gelang ihm dabei auch die Erwerbung berühmter Stücke. Zwölf seiner Exemplare sind im Standardwerk von Henri Cohen, Guide de l‘Amateur de Livres à Gravures du XVIIIe siècle (6. Aufl., 1912) beschrieben. An prominenten früheren Besitzern finden sich z.B. König Ludwig XV., Zar Paul I., der Schriftsteller Simon-Pierre Mérard de Saint-Just, der Bibliophile Antoine-Auguste Renouard, die Brüder de Goncourt und die amerikanischen Sammler Mortimer L. Schiff, Cortlandt Field Bishop und Robert Hoe III.
Elektronisches Bestandsverzeichnis
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