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Biographie
Odilon Redon 20. April 1840, Bordeaux - 16. Juli 1916, Paris
1840 Am 20. April wird Bertrand Jean Redon in Bordeaux als zweites von fünf Kindern des vermögenden Gutsbesitzers Bertrand Redon und dessen kreolischer Frau Marie-Odile geboren.
Bis 1851 Als Kind an epileptischen Anfällen leidend, wächst Odilon, wie er nach der Mutter genannt wird, auf dem Familienweingut Peyrelebade im Médoc in der Obhut seines Onkels auf.
1857 Schliesst Freundschaft mit dem Botaniker Armand Clavaud, der ihn mit den Schriften Darwins und der zeitgenössischen Literatur vertraut macht.
1862/63 Zieht nach Paris, um Architektur zu studieren. Rückkehr nach Bordeaux, nachdem eine Aufnahme in die Architekturklasse der Ecole des Beaux-Arts gescheitert ist.
1864 Studiert kurze Zeit im Atelier des Historienmalers Jean Léon Gérôme in Paris.
1868 Erste Veröffentlichung als Kunstkritiker in der Zeitung La Gironde.
1874 Redons Vater stirbt. Sein Tod hat für die Familie finanzielle Schwierigkeiten zur Folge.
1879 Veröffentlichung von Redons erstem lithografischem Album Dans le rêve.
1880 Redon heiratet Camille Falte, mit der er eine glückliche, ihm Halt gebende Ehe führen wird.
1881 Erste Einzelausstellung mit einer Reihe von Kohlezeichnungen (Noirs), die beim Publikum auf Unverständnis stossen.
1884 Die von Redon mitbegründete und präsidierte Société des Artistes indépendants organisiert die erste ihrer Gruppenausstellungen, die als Salons des Indépendants bekannt werden. Dort werden etwa Bilder von Paul Cézanne, Vincent van Gogh und Georges Seurat gezeigt. Durch Joris Karl Huysmans’ Roman A rebours nehmen die intellektuellen Kreise erstmals Notiz von Redons Schaffen.
1889 Geburt des Sohnes Arï, die mit Redons Neuentdeckung der Farbe einhergeht.
1890 Verstärkte Hinwendung zu farbigen Pastellen und Ölgemälden.
1891 Redon wird zum künstlerischen Bezugspunkt der jungen Künstlergruppe der Nabis.
1894 Erste umfassende Werkschau in der legendären Galerie Durand-Ruel in Paris.
1902 Gibt die Kohlezeichnung auf und arbeitet fortan ausschliesslich farbig.
1904 Das Gemälde Yeux clos wird vom Pariser Musée du Luxembourg erworben und gelangt so als erstes Werk Redons in ein staatliches Museum.
1905 Redons Blumenbilder erregen Aufsehen. Allmählich machen Kunstliebhaber und Sammler sein Werk auch in der breiten Öffentlichkeit bekannter und verhelfen ihm zu einer gesicherten Existenz.
1913 Ist mit zahlreichen Werken auf der Armory Show in New York vertreten, die den Amerikanern erstmals Gelegenheit zur Begegnung mit der europäischen Moderne bietet.
1914 In Berlin, Düsseldorf und Zürich finden Redons erste Einzelausstellungen im deutschsprachigen Raum statt.
1916 Odilon Redon stirbt am 6. Juli in Paris. Beisetzung in Bièvres in der Essonne.