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Der Mensch versucht seit jeher Eigenschaften von Tieren nachzuahmen. So haben Biorobotik-Forscher der EPFL einen Roboter entwickelt, deren Art sich fortzubewegen beim Salamander abgeschaut wurde: den Pleurobot. Lire cet article en français.
Der Pleurobot: Ein Salamander-Roboter
Um den Salamander-Roboter zu entwerfen, bedienten sich die Forscher des Biorobotik-Labors der EPFL der Kineradiographie, wie man das Röntgen von Bewegungen nennt. Sie machten Röntgenaufnahmen von einem Salamander der Art Pleurodeles waltl, während er sich auf dem Boden oder unter Wasser bewegte und während er schwamm, um seine Bewegungen nachzuvollziehen und nachbilden zu können.
Die Forscher verfolgten bis zu 64 Punkte des Tierskeletts und konnten so die Bewegungen der Knochen bis ins kleinste Detail dreidimensional aufzeichnen. Schliesslich leiteten sie die Anzahl und die Position der aktiven und passiven Gelenke ab, die nötig sind, damit der Roboter die Bewegungen des Tieres präzise in den drei Dimensionen nachahmen kann.
Die Entwicklung des Pleurobots kann in verschiedenen Bereichen von Nutzen sein:
Neurowissenschaften: Ein Hauptanliegen der Neurowissenschaften ist es, besser zu verstehen, wie das Nervensystem die Bewegungen bei Wirbeltieren koordiniert.
Biomechanik, funktionelle Morphologie und Paläontologie: Salamander sind lebende Beispiele der ersten Landwirbeltiere, die den Übergang vom Wasser zum Land vollzogen. Die Methodik der Pleurobot-Entwicklung erlaubt es, solche primitiven Landwirbeltiere zu modellieren.
Robotik: Sein Schwerpunkt und die gegliederten Beine erlauben dem Roboter, sich auf unebenem Terrain zu bewegen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Dank seiner wasserabweisenden Haut kann er zudem schwimmen. Diese Eigenschaften machen es möglich, den Pleurobot zu Forschungs- und Bergungszwecken einzusetzen.