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Diese geben die Begegnungen von Menschen mit dem personifizierten Tod wieder. Sie wurden mit dem Fürsprecher auf ein Bildfeld einer Fachwerkwand mit drei Registern gemalt. Die in grauen, schwarzen und weissen Tönen gehaltene Szene zeigt, wie sich der Richter von einem reichen Mann rechts bestechen lässt. Die Todesfigur zerbricht seinen Richterstab und holt ihn aus dem Leben. Sie stellt sich damit auf die Seite des Benachteiligten am linken Rand.
Die Churer Todesbilder von 1543 gehen auf die Holzschnittfolge mit den «Bildern des Todes» nach Hans Hol--bein d. J. zurück. Der berühmte Künstler entwarf 41 Szenen, die der Formschneider Hans Lützelburger († 1526) als kleine Holzschnitte ausführte. Sie stehen in der Tradition der mittelalterlichen Totentänze, welche die Macht des Todes über das Leben der Menschen veranschaulichen. Der Tod tanzt mit den hierarchisch gegliederten Vertretern aller Stände und ermahnt sie im Hinblick auf das Jüngste Gericht zu einem gottgefälligen Leben. Holbein gab das Tanzmotiv auf und verlegte die Szenen in den Alltag der Ständevertreter, wobei er ihr Verhalten zum Teil kritisierte. Die hierarchische Abfolge und die Gleichheit der Menschen vor dem Tod behielt er hingegen bei.