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Um die Zielvorgabe der Zustandsverbesserung unserer Gewässer bis in 20 Jahren zu erreichen, hat der Kanton, unter der Leitung der Dienststellen für Wasserbau und Wasserkraft, strategische Planungen erstellt. Dabei wurden auch die übrigen betroffenen Dienststellen (für Umwelt, Fischerei, Natur und Landschaft, Raumplanung und Geomatik) angehört. Die 4 Renaturierungsplanungen sind seit Beschlussfassung durch den Staatsrat im Dezember 2014 in Kraft und die vom Bund dafür gewährten Gelder beträchtlich.
Aber was heisst «Renaturierung» genau? Dieser Oberbegriff umfasst:
die Revitalisierung (gem. Definition in Art. 4 GSchG): Wiederherstellung der natürlichen Funktionen eines verbauten, korrigierten, überdeckten oder eingedolten oberirdischen Gewässers mit baulichen Massnahmen;
Reaktivierung des Geschiebehaushalts, wo dieser durch Anlagen (Kiesentnahmen, Wasserfassungen, Geschiebesammler etc.) gestört wird;
Schwall/Sunk-Sanierung unterhalb von Wasserkraftwerken.
Die prioritären Revitalisierungsmassnahmen betreffen rund 1/5 der 1'500 km langen Strecke, auf welcher die bedeutenderen Fliessgewässer untersucht worden sind. Dank des so gewonnenen Gesamtüberblicks können die Behörden die Massnahmen in den Bereichen Wasserbau und Bauwerksanierungen priorisieren und koordinieren. Der für die Ausführung der Massnahmen erforderliche Raum muss in der Raumplanung berücksichtigt werden. Konsultieren Sie den Syntheseplan, wenn Sie Dritte beraten, die sich für Kompensationsmassnahmen interessieren.
Natürliche Morphologie des Gerinnes der Morge mit alternierenden Bänken zwischen Conthey und Sion