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In unserem neuen Programm "Canzoni e Sonate" bringen wir Affekt-volle, virtuose und cantable Musik des angehenden Barocks zur Aufführung. Die Canzone (italienisch für "Lied") war im Mittelalter das Gegenstück zum französischen "Chanson" bevor sie nicht zuletzt durch Komponisten wie Giovanni und Andrea Gabrieli im 16. Jahrhundert als "canzon da sonar" eine wichtige Bedeutung für die Entstehung der selbständigen Instrumentalmusik bekam. Die Sonata war anfangs des 17. Jahrhunderts der Nachfolger der Canzon. War anfänglich nicht immer einfach zu unterscheiden, ob es sich um eine Sonate oder um eine Canzone handelte, entwickelte sich im Barock dann die Sonate zur Instrumentalmusikform, wie wir sie noch heute kennen.
In "Canzoni e Sonate" führt der Zink das Ensemble an. Zu diesem schrieb Marin Mersenne in seiner „Harmonie universelle“ 1636 : „Samblable a l’esclat d’un rayon de soleil qui paroit dans l’ombre ou dans les tenebres, lors qu’on l’entend parmi les voix dans les Eglises Cathédrales ou dans les Chapelles“ (Was seine Eigenschaft angeht, so ist er, wenn man ihn zwischen Singstimmen in Kirchen oder Kapellen hört, dem Glanz eines Sonnenstrahls zu vergleichen, der im Schatten oder in der Dunkelheit aufleuchtet).
Zum Zinken gesellen sich die Flöte, die Posaune und der Dulzian, die im Frühbarock äusserst beliebte Blasinstrumente waren.
Wie zur Zeit des Venezianers Giovanni Gabrielis üblich, unterlegt ein Continuo aus Theorbe und Orgel diese sinnliche und spielfreudige Musik.