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Seoul - Ungeachtet nordkoreanischer Drohungen haben die USA und Südkorea mit ihrem gemeinsamen Seemanöver im Japanischen Meer begonnen. Das berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntagmorgen.
An den mehrtägigen Übungen vor der Ostküste der koreanischen Halbinsel sollen 20 Kriegsschiffe teilnehmen, darunter der US-Flugzeugträger "USS George Washington". Zudem kommen nach US-Angaben 200 Flugzeuge und 8000 Soldaten beider Länder zum Einsatz.
Washington hatte in der vergangenen Woche betont, die Manöver hätten "defensiven" Charakter, sollten aber abschreckend auf Nordkorea wirken. Weitere Manöver sind für die kommenden Monate geplant.
Nordkorea sprach von "offenen Provokationen" und drohte mit "nuklearer Abschreckung". Das Land sei für einen "heiligen Krieg der Vergeltung" gerüstet, teilte die Nationale Verteidigungskommission am Samstag nach Angaben der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA mit. Auch China zeigte sich besorgt, Japan schickt dagegen vier Militärbeobachter.
Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist seit dem Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffs "Cheonan", bei dem Ende März 46 Seeleute getötet wurden, sehr angespannt. Eine internationale Untersuchung ergab, dass das Schiff von einem nordkoreanischen Torpedo versenkt wurde. Pjöngjang bestreitet dies.
SDA-ATS