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Arthrose des oberen Sprunggelenks (OSG)
Genauso wie an anderen Gelenken des Körpers, kann auch das obere Sprunggelenk zum Beispiel nach einem Unfall oder durch eine Krankheit zerstört sein. Die Abnützung des Gelenkes bis hin zum Knorpelverlust nennen wir Arthrose. In der Folge der Anpassung des Gelenkes kommt es häufig zu Knochenanbauten ("Überbein", "Osteophyten"). Dies führt zu einer Verringerung der Beweglichkeit.
Die Behandlung richtet sich nach ihren Beschwerden.
Es gibt wenige konservative Behandlungsoptionen, die die Schmerzen vorübergehend reduzieren.
Wenn die konservativen Optionen erfolglos bleiben und die Beschwerden zunehmen, ist die Operation eine sinnvolle Behandlung.
Grundsätzlich gibt es drei operative Behandlungsoptionen:
1. Achskorrektur
Diese Operation ist bei einseitiger Abnützung des Gelenks und weitgehendem Erhalt der anderen Seite des Gelenks möglich. Dabei wird aus dem Unterschenkelknochen nahe am oberen Sprunggelenk ein Keil herausgenommen, manchmal wird zusätzlich die Ferse verschoben. Die Belastungsachse wird in den gesunden Teil des Gelenkes verschoben (Supramalleoläre Osteotomie, Calcaneus Osteotomie) mit dem Ziel, so lange wie möglich das eigene Sprunggelenk und dessen Beweglichkeit zu erhalten.
Der Spitalaufenthalt beträgt ca. 4 Tage, nach der Operation erfolgt eine Gipsbehandlung für 6-8 Wochen. Danach wird die Gehfähigkeit in einem abnehmbaren Stiefel wieder aufgebaut. Es ist mit einer deutlichen Schmerzreduktion aber gelegentlich keiner vollständigen Schmerzfreiheit zu rechnen.
2. Versteifung des oberen Sprunggelenks (Arthrodese)
Die Gelenkflächen werden angefrischt und zusammengeschraubt, sodass sie zu einem Knochen verheilen. Es resultiert ein steifes aber in der Regel schmerzfreies oberes Sprunggelenk. Das Gangbild bleibt weitgehend erhalten, ein Hinken ist selten zu sehen. Viele Sportarten sind auch mit einer Versteifung des Sprunggelenkes möglich.
Der Spitalaufenthalt beträgt ca. 4 Tage, nach der Operation erfolgt eine Gipsbehandlung für 6 bis 8 Wochen. Danach wird die Gehfähigkeit in einem abnehmbaren Stiefel wieder aufgebaut.
1. Der künstliche Gelenksersatz des oberen Sprunggelenks (OSG-Prothese)
Dr. Huber setzt seit 1996 und Dr. Hitz seit 2014 regelmässig und erfolgreich künstliche Sprunggelenke ein. Mit einer Sprunggelenksprothese bleibt die vorher bestehende Beweglichkeit des oberen Sprunggelenkes erhalten. Die Implantation einer Sprunggelenks-Prothese kommt aber nicht bei jedem Patienten mit einem abgenützten Sprunggelenk in Frage. Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, ist die Prothese eine vielversprechende Alternative zur Versteifung des Sprunggelenks.
Der Spitalaufenthalt beträgt ca. 4 Tage. Die Nachbehandlung erfolgt im Gehgips für 3 Wochen, dann wird die Gehfähigkeit sukzessive in einem abnehmbaren Stiefel wieder aufgebaut.