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Tipps
Marcel Moyse studierte am Pariser Konservatorium bei Philippe Gaubert, Adolphe Hennebains und Paul Taffanel. Er war einer der einflussreichsten Flötisten des 20. Jahrhunderts. Beim Ausbruch des zweiten Weltkriegs weigerte er sich, im von den Deutschen besetzten Paris zu unterrichten. Seine Stelle als Professor am Pariser Conservatoire wurde anderweitig vergeben. Nach dem Krieg kehrte er auf eine halbe Stelle zurück, was aber nicht seinen Vorstellungen entsprach. Er verliess Paris und siedelte in die USA um. In den sechziger Jahren gab er auf Einladung von Adolf Busch und Rudolf Serkin Meisterkurs in den USA (Marlboro) und kam wieder nach Europa, um in der Schweiz (Boswil) und Grossbritannien (Canterbury) Kurse zu geben.
Seine Bücher über die Technik des Flötenspiels, vor allem «de la Sonorité», sind weltweit zu Standard-Lehrmaterial geworden. 1936 wurde er zum Chevalier der Ehrenlegion ernannt. Zu seinen Studenten gehörten u.a. André Jaunet, William Bennett, Trevor Wye (der später eine Biografie über ihn publizierte), Aurèle Nicolet, Sir James Galway und Peter-Lukas Graf. Marcel Moyse hatte die Flöte bei den Uraufführungen von Stravinskijs «Sacre du printemps» und Ravels «Daphnis und Chloé» gespielt. Zahlreiche berühmte Werke des Flötenrepertoires sind ihm gewidmet, so z.B. «Pan» aus Albert Roussels «Joueurs de flûte», Eugène Bozzas «Image», Jacques Iberts Flötenkonzert und «Pièce», Bohuslav Martinus Konzert für Flöte, Violine und Orchester sowie seiner Sonate für Flöte, Violine und Klavier.
Auswahl seiner Lehrschriften und Etudenheften
- 24 petites études mélodiques avec variations
- 25 études mélodiques avec variations
- Gammes et arpèges (480 exercices)
- De la Sonorité (Art et technique)
- Etudes et exercices techniques
- Technical Mastery for the virtuoso flutist (Faksimile Reprint)