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Rafael Nadal gewann zum vierten Mal nach 2005, 2010 und 2013 das Masters-1000-Turnier von Madrid, das auch Roger Federer schon dreimal gewonnen hat. Im Final gegen Kei Nishikori stand Nadal jedoch am Rand der Niederlage.
Der Weltranglistenerste Nadal setzte in 103 Minuten mit 2:6, 6:4, 3:0 w.o. durch. Kei Nishikori hatte gegen den Mallorquiner 6:2, 2:0 (und später noch 4:2) geführt. Nishikori spielte gegen Nadal womöglich die Partie seines Lebens, musste ab der zweiten Stunde aber Tribut für den Halbfinalsieg über David Ferrer zahlen (7:6, 5:7, 6:3).
Nishikori hatte am Samstagabend gegen Ferrer zehn Matchbälle und drei Stunden Spielzeit benötigt. Am Sonntag fehlte ihm für den nächsten Marathon die Kraft. Nach 15 Siegen hintereinander und Turniersiegen in Memphis und Barcelona wurde er erstmals wieder besiegt. Nach drei Games im Entscheidungssatz gab Nishikori entkräftet auf, wohl auch um nicht eine schlimmere Verletzung zu riskieren.
Dennoch verbessert sich Nishikori als erster Japaner und auf Kosten des Amerikaners John Isner (der auch am nächsten Turnier in Rom heute schon wieder in der 1. Runde ausschied) unter die Top-Ten der Weltrangliste. Er repräsentiert dort den ersten Asiaten seit Paradorn Srichaphan (Thailand) seit mehr als zehn Jahren (März 2004).
Rafael Nadal sicherte sich mit dem 44. Sandplatzturniersieg die Nummer 1 in der Weltrangliste bis mindestens zum French Open in Roland-Garros. Auch nun in Rom, wo er schon acht Mal gewonnen hat, zählt Nadal wieder zum engsten Favoritenkreis. Nach ungewohnt frühen Niederlagen in Monte Carlo (gegen David Ferrer) und Barcelona (gegen Nicolas Almagro), kehrt Nadals Vorbereitung auf das Grand-Slam-Turnier von Paris wieder zur Normalität zurück. Vor dem Final gegen Nishikori hatte Nadal in Madrid keinen Satz abgegeben.
Von Madrid aus zügelte der Tennistross nach Rom. Dort kehrt womöglich auch Roger Federer nach der Geburt seiner zweiten Zwillinge letzten Dienstag auf die Tour zurück. Sicher steht noch nicht fest, dass Federer zu seinem ersten Spiel gegen den Franzosen Jérémy Chardy antreten wird.
Primär wollte er sich aber die Option, in Rom wieder zu spielen, offenhalten. Weil letzte Woche aber bei der Familie Federer alles nach Wunsch lief und auch Mirka Federer wohlauf ist, sieht es gut aus, dass Federer die Reise nach Italien antritt.
Die Auslosung beschied Federer in Rom in die untere Tableauhälfte zur Weltnummer 2 Novak Djokovic. Der Serbe tritt nach dreiwöchiger Pause wieder an; am Sonntag trainierte er vor Tausenden von Zuschauern gemeinsam mit Stanislas Wawrinka.
Djokovic freut sich darüber, dass ihm das Handgelenk seit mittlerweile zehn Tagen keine Probleme mehr bereitet. Stanislas Wawrinka spielt in der oberen Tableauhälfte, beginnt gegen Paolo Lorenzi (Italien) oder einen Qualifikanten und könnte in den Viertelfinals auf Berdych und in den Halbfinals auf Nadal treffen.
Das Frauenturnier in Madrid gewann erstmals die Russin Maria Scharapowa. Vor einem Jahr hatte Scharapowa den Final gegen Serena Williams verloren. Diesmal setzte sich Scharapowa nach einem miserablen Start in 118 Minuten mit 1:6, 6:2, 6:3 gegen die Weltranglistenfünfte Simona Halep (Rumänien) durch.
In Rom starten mit Romina Oprandi und Belinda Bencic, die sich wie in Madrid erfolgreich qualifiziert hatte, zwei Schweizerinnen ins Hauptfeld. (ram/si)