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Von Hans Speck
*Der Suworow-Atlas (offizieller Titel: Atlas des Feldzugs der kaiserlich-russischen Truppen in der Schweiz) besteht aus sieben Landkarten, welche nach dem
Alpenfeldzug der russischen Armee unter Alexander Wassiljewitsch Suworow im Jahr 1799 erstellt und anno 1804 Zar Alexander I. als Geschenk überreicht wurden. Die Ortsnamen sind deshalb in
kyrillischer Schrift angegeben. (Wikipedia)
Ich bin überzeugt, dass die meisten Leserinnen und Leser dieser nachfolgenden Zeilen noch nie etwas über eine «Schlacht von Glarus» gehört haben. Ein Ölgemälde des Franzosen Jean-Antoine-Siméon Fort, einer der bekanntesten französischen Maler des 17. Jahrhundert, ist der Beweis, dass tatsächlich die «Schlacht von Glarus» am 2. Oktober 1799 stattgefunden hat.
General
Alexander Wassiljewitsch Suworow
General-Marschall
André Masséna
Die Hauptrollen in dieser blutigen Schlacht spielten damals der von den Russen heute noch hochverehrte russische General Alexander Wassiljewitsch Suworow und sein Antipode, der französische General-Marschall André Masséna. Beide Heerführer lieferten sich zwischen Netstal und Glarus bei einem Rückzuggefecht eine blutige Schlacht.
Campagne de 1799 – Combat de Glaris 5 Octobre 1799
Von der Schlacht zwischen den Russen unter General Suworow und den Franzosen unter General André Masséna existiert unter dem Titel «Combat de Glaris» ein vom französischen Maler Jean-Antoine-Siméon Fort gemaltes Ölbild. Der Kunstmaler Fort war einer der bekanntesten französischer Maler des 19. Jahrhunderts. Die meisten seiner Kunstwerke sind Schlacht-Szenen inner- und ausserhalb von Frankreich. So stellte Fort beispielsweise im «Salon von 1842» vier Gemälde von Schlachten aus, die Louis-Philippe für das Schloss von Versailles in Auftrag gegeben hatte. Er malte 1843 auch eine Ansicht der königlichen Residenz (Ansicht des Palastes von Compiègne).
Eines seiner Kunstwerke unter dem Titel «Campagne de 1799 – Combat de Glaris 5 Octobre 1799» handelt von der Schlacht zwischen den Französen unter der Führung von General-Marschall André Masséna, Kommandant der Armée d’Italie und dem russischen Feldmarschall General Wassily Suworow. Das Gemälde zeigt die Schlacht zwischen den Franzosen und den Russen zwischen Netstal und Glarus. In der Bildmitte erkennt man den Flecken Glarus mit der im Jahre 1861 abgebrannten Kirche und den Burghügel mit der Kapelle. Am Fusse des Burghügels befindet sich der Sammelplatz der Russen. Ganz links auf dem Hügel ist unschwer der Weiler Ennetbühls zu erkennen. Gegen den unteren Bildrand hin über die ganze Breite des Bildes die Kampffront der Franzosen (auf Netstaler Boden) und südlich davon mit wenig Distanz zum Feind die kämpfenden Russen. Der Pulverdampf der Kanonen und Gewehre ist gut sichtbar. Links am unteren Bildrand in einem Warteraum am Fusse der «Bürglen», der heutigen Kublihoschet, wartet die zweite Angriffsfront der Franzosen auf ihren Einsatz. Auf der «Bürglen» selbst beobachten französische Offiziere auf ihren Pferden das Kampfgeschehen auf ihren Pferden. Unter ihnen vermutlich auch General André Masséna.
Quellennachweis:
Textauszüge aus Paul und Hans Thürers „Geschichte der Gemeinde Netstal“.
Bild-Kopie von Typogravure Goupil, Paris
Fotos Archiv Hans Speck, Netstal