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Der Segelsonntag hätte nicht besser sein können, der Finaltag wurde mit reichlich Sonne und Wind versorgt. Favorit Jérôme Clerc ging als amtierender Champion ins Rennen und hakte die Finalmatches einer nach dem anderen routiniert ab. Wie letztes Jahr holte sich das Team um Alexa Bezel den Vizetitel.
Der Thermikwind „Séchard“ machte den Auftakt, dann setzte ein stärkerer und stabilerer Südwestwind ein und sorgte für ideale Wettkampfbedingungen. Clercs Wahlgegner Stocker hatte im Halbfinal fast keine Chance und musste mit zwei Niederlagen dem Realteam mit seiner Extreme40-Erfahrung den Vortritt lassen. Beim Halbfinal-Duell Bezel gegen Stettler waren drei Matches nötig, um den Finalteilnehmer zu ermitteln. Alexa Bezel gewann den ersten und verlor den zweiten… aber im entscheidenden dritten Match hatte das ChicaCER-Team den Bug vorne. Im kleinen Final standen sich dann Stettler und Stocker gegenüber. Es wurde im einzigen Match sehr eng und Stettler setzte sich ganz knapp durch.
Clerc und sein Realteam waren erleichtert, als der Wind stärker wurde: „Bei Leichtwind tappt man leicht in eine Falle und kann dann nichts mehr gut machen,“ erklärt der siegreiche Skipper. „In genau diesen Südwestwind-Bedingungen haben wir am Freitag unsere Serie mit sieben Siegen geschafft.“ Zuversichtlich war Clerc mit einem ersten Matchsieg, doch dann die Überraschung: Realteam verpatzt den Start und segelt den ChicaCER hinterher. Bezel lässt sich die Chance nicht entgehen und kontrolliert den Gegner perfekt. Dann passiert das Missgeschick: Elodie Mettraux hält sich an der Genuaschot fest, der Knoten löst sich und Elodie mitsamt Schot gehen über Bord. Clerc hat kein Problem, die Führung zu übernehmen, den Match zu gewinnen und sich den Titel zu holen.
„Wir sind sehr glücklich mit dem Titelgewinn“, meint der strahlende Sieger nach der Champagnerdusche, „wir haben nicht mehr viel trainiert nach dem Bol d’Or. Match Racing ist jedoch eine sehr wichtige Disziplin für uns, die Teamfähigkeit wird gestärkt und seit Jahresbeginn haben wir grosse Fortschritte erzielt.“
Auch Initiator Christian Scherrer zeigte sich über die erfolgreiche Schweizer Meisterschaft mehr als zufrieden: „Dank unserem Hauptsponsor Volvo Autombile, Co-Sponsor C-Quadrat und allen unseren Partnern, die uns unterstützen, können wir jungen Regattaseglern die passende Plattform bieten, wo sie sich messen, weiter entwickeln und ihr ISAF-Ranking verbessern können. Das hilft der Schweizer Segelszene und speziell dem Nachwuchs.“
Rangliste Finale Volvo Open Swiss Match Racing Championship
1. Jérôme Clerc
2. Alexa Bezel
3. Alain Stettler
4. Roger Stocker
5. Nicolas Anklin
6. Nelson Mettraux
7. Lorenz Müller
8. Nicola Möckli