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Das Vertikutieren des Rasens ist eine gängige Technik, um den Boden besser zu belüften und ihn von Mulch oder Moss zu befreien. Es kann den Rasen zu einem gleichmäßigem Wachstum anregen und sollte alle paare Jahre gemacht werden.
Es gibt zahlreiche Rasenvertikutierer, die für die unterschiedlichsten Rasenflächen und die verschiedensten Handhabungen gedacht sind. In den meisten Fällen ist aber ein simpler mechanischer Vertikutierer ausreichend, obwohl ein elektrisches Modell natürlich bequemer ist.
Beim Vertikutieren selbst kommt es zu einem Senkrechtschnitt in den Boden, wodurch flache Wurzeln vom Moos abgeschnitten werden. Durch die nun folgende Aufwärtsbewegung des Vertikutierers werden abgestorbene Rasenschnitte mit nach oben geholt. Das Resultat ist eine bessere Belüftung und Nährstoffversorgung des Rasens.
Das Vertikutieren findet im Idealfall im Frühjahr statt, weil sich der Rasen anschließend in der Wachstumsphase befindet und sich hier optimal regenerieren kann. Alternativ kann auch im Herbst vertikutiert werden, sofern Mulch, Moos oder Filz überhandgenommen haben. Allerdings reicht es in der Regel aus, nur alle 3-4 Jahre einen Rasen zu vertikutieren.
Sollten Sie im Frühjahr Ihren Rasen vertikutieren wollen, müssen Sie ihn auch ausreichend düngen, um die anschließende Wachstumsphase zusätzlich zu unterstützen. Nach dem Düngen macht es aber Sinn zunächst eine Woche zu warten, damit das Düngemittel auch vernünftig in den Boden einziehen kann.
Auf das Düngen folgt das richtige Mähen. Die optimale Schnitttiefe sollte so eingestellt werden, dass der Rasen nur noch maximal 4 Zentimeter Höhe misst. Das Mähen ist ebenfalls sinnvoll in Hinblick auf die Regeneration des Rasens, reduziert aber auch den Aufwand beim Vertikutieren selbst.
Nun folgt das Vertikutieren. Hierbei muss zunächst die Schnitttiefe des Vertikutierers eingestellt werden. Diese sollte so gewählt werden, dass die Tiefe ausreichend ist, um die störenden Wurzeln und den Filz zu entfernen, aber nicht so tief, dass das komplette Wurzelsystem des Rasens zerstört wird.
Bei den meisten Rasenflächen reicht eine Tiefe von 2, maximal 3 Millimeter aus, bei sehr starkem Auftreten von Moos bzw. Mulch können es bis zu 4 Millimeter sein.
Wichtig ist, dass während des gesamten Vertikutierens immer nur in eine Richtung gearbeitet wird, d.h. also entweder in Längs- oder in Querrichtung.
Der Rasen erholt sich nach dem Vertikutieren oftmals von alleine, zunächst mag er aber ein paar kahle Stellen aufweisen und optisch nur wenig ansprechend erscheinen. Im Einzelfall macht es daher Sinn die Rasensaat nachzupflanzen.
Darüber hinaus kann stickstoffhaltiger Dünger eingesetzt werden und ein gründliches Abharken nach dem Vertikutieren entfernt Pflanzen- und Wurzelreste.