Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03479.jsonl.gz/2071

| Gregor v. Nazianz († 390) - Reden

VIII. Rede
4.
Wer kennt nicht unseren jetzigen Abraham und unsere derzeitige Sara, nämlich Gregor und Nonna, sein Weib? Es ist gut, auch ihrer Namen zu gedenken, da sie eine Mahnung zur Tugend sind. Er wurde gerechtfertigt durch den Glauben, sie verband sich mit dem Gläubigen; er wurde wider Erwarten Vater vieler Völker, sie wurde wunderbarerweise Mutter; er entzog sich durch Flucht der Knechtschaft der heimatlichen Götter, sie wurde die Tochter und Mutter der Freien; er verließ um des Landes der Verheißungen willen seine Verwandtschaft und sein Vaterhaus, sie veranlaßte ihn, fortzuziehen, worin allein sie ― wenn ich so sagen darf ― noch Sara übertraf; er zog in guter Absicht in die Fremde, sie begleitete ihn bereitwillig; er weihte sich dem Herrn, sie betitelte und betrachtete ihren Mann als Herrn [S. 235] und erhielt deshalb Anteil an seiner Rechtfertigung. Beiden wurde die Verheißung gegeben, beide hatten in gewisser Beziehung ihren Isaak, beide brachten das Opfer.