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Die Wohnlage und die Wohnbedingungen werden primär, aber nicht ausschliesslich, durch die finanziellen Mittel der Haushalte bestimmt. Sie geben Aufschluss über einen Aspekt der Lebensqualität, der möglicherweise nicht für jede Bevölkerungsgruppe gleich ist. Der physische, räumliche und materielle Komfort hat unter anderem einen Einfluss auf die Gefahr der sozialen Ausgrenzung und ist damit ein Indikator für die Integration.
Wohnproblem
Die Personen mit Migrationshintergrund sind häufiger von einem oder mehreren Wohnproblemen betroffen als Personen ohne Migrationshintergrund (21,0% gegenüber 14,1%).
Lärmiges Quartier
Der Anteil der Personen, die in einer Wohnung in einem als zu lärmig empfundenen Quartier leben, ist bei den Personen mit Migrationshintergrund (23,1%) signifikant höher als bei denjenigen ohne Migrationshintergrund (14,3%).
Wohnproblem
Im Jahr 2014 war die Bevölkerung mit Migrationshintergrund 1,3-mal häufiger von Wohnproblemen betroffen als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Während die Quoten der Bevölkerung mit Migrationshintergrund von 2014 bis 2016 stiegen, verringerten sich jene der Bevölkerung ohne Migrationsintergrund. Dadurch waren im Jahr 2016 die Personen mit Migrationshintergrund 1,5-mal häufiger von Wohnproblemen betroffen als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Diese Entwicklungen sind jedoch statistisch nicht signifikant.
Lärmiges Quartier
Zwischen 2014 und 2016 lebten mehr Personen mit Migrationshintergrund in einem als zu lärmig empfundenen Quartier als Personen ohne Migrationshintergrund. Die Quoten blieben in den Jahren 2014 bis 2016 in den beiden Bevölkerungsgruppen stabil. Im Durchschnitt gibt die Bevölkerung mit Migrationshintergrund daher 1,6-mal häufiger an, unter Lärm im Wohnquartier zu leiden, als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund.
Aufgrund von methodischen Änderungen in der Datenbasis sind die Werte ab 2014 nicht mehr direkt mit den Vorjahren vergleichbar.
Wohnproblem
In der Genferseeregion (26,1% gegenüber 15,7%), im Espace Mitteland (25,0% gegenüber 14,8%), in Zürich (17,9% gegenüber 13,0%) und im Tessin (23,1% gegenüber 11,4%) ist die Bevölkerung mit Migrationshintergrund häufiger von Wohnproblemen betroffen als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. In den anderen Grossregionen sind die Unterschiede zwischen die Bevölkerung ohne und mit Migrationshintergrund statistisch nicht signifikant.
Lärmiges Quartier
Beim Anteil der Personen, die in einem als zu lärmig empfundenen Quartier leben, ist einzig im Espace Mittelland, in der Genferseeregion und in Zürich von 11,7 beziehungsweise 10,5 und 7,6 Prozentpunkten zwischen den Personen mit und ohne Migrationshintergrund festzustellen.
Tabellen
Definitionen
Der Indikator analysiert die Wohnbedingungen anhand der folgenden zwei Kriterien:
1) Anteil der Personen, die in einem Haushalt mit mindestens einem der folgenden vier bedeutenden Wohnproblemen leben:
• Feuchtigkeit in der Wohnung (undichtes Dach; Feuchtigkeit in den Wänden, in den Böden oder im Fundament; Schimmel in den Fensterrahmen oder im Boden),
• zu dunkle Wohnung,
• keine Dusche oder Badewanne,
• kein WC in der Wohnung für den eigenen Gebrauch.
Diese Fragen werden nur einem Haushaltsmitglied gestellt; die Antworten werden für sämtliche Haushaltsmitglieder übernommen. Wenn ein Haushalt aus mehreren erwachsenen Personen mit unterschiedlichem Migrationsstatus besteht, wird der für den gesamten Haushalt ermittelte Wert auf Personenebene sowohl bei den Personen mit als auch bei jenen ohne Migrationshintergrund berücksichtigt.
2) Anteil der Personen, die in einem zu lärmigen Quartier wohnen.
Methodologie
Infolge des neuen Stichprobenrahmens und der Verbesserung des Gewichtungsmodells sind die Resultate ab 2014 nicht mehr direkt mit den Resultaten der Vorjahre vergleichbar (Bruch in der Zeitreihe). Mehr dazu im unten stehenden Dokument.