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Die Methode «Mentale Brücke» ermöglicht es auf Basis einer Analogie aus dem Sport über Herausforderungen und Probleme bei der Interaktion von Menschen zu sprechen. Der Diskurs kann so in einem positiv besetzen Rahmen stattfinden.
Durch die Wahl einer Sportart als Ausgangspunkt steht den Beteiligten ein eigenes Ökosystem mit fest geprägten Begriffen für genau diese zwischenmenschlichen Beziehungen zur Kommunikation zur Verfügung. Über diese Bezeichnungen herrscht Konsens, da sie durch die Regeln der Sportart klar definiert sind. Komplexe Problemsituationen können so visualisiert und benannt werden. Zusätzlich ergibt sich die Möglichkeit, mit Hilfe von etablierten Spielzügen, Lösungen für Probleme zu finden.
Vorbereitung
1. Zielsetzung (20')
Als erstes muss klar sein welches Ziel mit der Analogie geklärt werden soll, beziehungsweise welche Herausforderungen angegangen werden sollen.
2. Wahl des Settings (20')
Der*die Facilitator*in wählt unter Berücksichtigung der Zielsetzung die Sportart, die als Analogie dienen soll. Weiter wählt er*sie ein passendes Setting aus dem Bereich der gewählten Sportart aus, welches eine möglichst gute Ausgangsbasis für Assoziationen bietet (zum Beispiel Trainingslager, Freundschaftsspiel, Weltmeisterschaft).
3. Vorbereitung der Materialien (20')
Wenn die gewählte Disziplin über ein Spielfeld verfügt wird dieses schematisch aufgezeichnet oder ausgedruckt. Für die unterschiedlichen Spieler*innen-Rollen der Sportart werden entsprechend der Anzahl Teammitglieder Avatare in verschiedenen Farben vorbereitet.
Workshop
4. Einführung (10')
Im Rahmen eines Meetings kommen alle beteiligten Personen und Teammitglieder zusammen um auf Basis des vom*von der Facilitator*in gewählten Settings das Problem zu diskutieren. Zu Beginn des Meetings kommuniziert der*die Facilitator*in das Ziel des Meetings und erklärt die zum Einsatz kommende Sport Analogie.
5. Avatare wählen und positionieren (20')
Jedes Teammitglied wählt aus den bereitgestellten Avataren einen aus, der zu ihr oder ihm und seiner oder ihrer jeweiligen Rolle passt. Entsprechend dem Szenario beschreibt jede teilnehmende Person, warum sie sich in der jeweiligen Rolle sieht, platziert den Avatar auf dem Spielfeld und erklärt, warum sie ihren Avatar so positioniert hat. Anschliessend ist die nächste Person an der Reihe so lange bis alle einmal dran waren.
6. Diskurs im Team (20')
Nun geht es darum, sich auszutauschen und die entstehende Teamdynamik zu nutzen. Ziel ist es ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln über die Wahl der Rollen und die Positionierung der einzelnen spielenden Personen. Der*die Facilitator*in protokolliert an einem für alle sichtbaren Ort (zum Beispiel einem Flipchart) wichtige Erkenntnisse, die im Laufe der Unterhaltung auftauchen.
7. Wrap-up (10')
Am Ende des Meetings fasst der*die Facilitator*in anhand des Flipchart Protokolls zusammen, welches die zentralen Erkenntnisse waren. Ergänzungen und Korrekturen der Teammitglieder werden aufgenommen.
Nachbereitung
8. Nachbereitung
Die Methode der Mentalen Brücke kann in regelmässigen Zeitabständen für die Reflexion der Situation im Team wiederholt werden. Als Vorbereitungsaufgabe macht es Sinn, wenn entweder das Team oder ein Teammitglied sich überlegt, welches der nächste «Spielzug» sein soll.
- Facilitator*in
- Teammitglieder
- Zeichenunterlage (Whiteboard, Magnettafel, Flipchart oder Zeichenpapier)
- Papier in unterschiedlichen Farben
- Magnete oder Klebestreifen
- Avatare für die Teammitglieder (Fotos, Plastilin, Legofiguren, etc.)