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1852 wurde die Kaiserliche Fischzucht von Hüningen im Elsass, direkt an der Grenze zu Basel, zur Aufzucht von Atlantiklachsen vom französischen Naturforscher Jean Victor Coste im ehemaligen Überschwemmungsgebiet des Rheins gegründet. Sie lieferte Lachslaich an Flussläufe in der ganzen Welt.
Naturschützer erhielten 1973 das Nutzungsrecht für das Fischzuchtgebiet und retteten damit die einmalige Auenlandschaft. 1982 wurden das Moor und die Auenwälder als erstes Gebiet im Elsass als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es zeichnet sich durch den Wechsel von Feucht- und Trockengebieten aus. 2006 wurde das Gebiet auf 904 ha erweitert und unter ein neues Dekret des französischen Staates gestellt, das den Schutz, die Forschung und die landwirtschaftliche Nutzung im Schutzgebiet regelt. Durch Ausbaggern von Altarmen des Rheins und periodische Überschwemmungen gelang es mit den Jahren, das Auengebiet wiederzubeleben.
Seither haben sich Kiebitz, Rohrweihe, Nachtigall, Laubfrosch und Gartenschläfer angesiedelt und können hier langfristig überleben. Seit 1990 grasen schottische Hochlandrinder auf den Riedwiesen als natürliche Rasenmäher. Von Mitte April bis Anfang Juni singen in der Nacht um die 50 Nachtigallen. Es wurden 17 verschiedene Orchideenarten entdeckt. Annähernd 200 Vogelarten besuchen die Region, 15 verschiedene Amphibienarten und 40 Schmetterlingsarten leben hier.
Obwohl das Gebiet bereits im Ausland liegt, ist für uns die Fahrzeit nicht viel länger als an den Flachsee und es lässt sich
hervorragend kombinieren mit einem weiteren "ausländischen" Beobachtungsgebiet, dem Tüllinger Berg bei Weil am Rhein (D) oder der "Langen Erlen" auf dem Stadtgebiet von Basel. Auch die
Weiterfahrt zum Kaiserstuhl-Gebiet nordwestlich von Freiburg im Breisgau ist nicht allzu weit.