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Tags zuvor in seinem letzten Einzelrennen hatte sich Michael Phelps über 100 m Delfin dem Singapurer Joseph Schooling geschlagen geben müssen. Zum Ende seiner glorreichen Karriere liess er jedoch mit der amerikanischen 4×100-m-Lagenstaffel erwartungsgemäss nichts anbrennen. Zusammen mit Ryan Murphy, Cody Miller und Schlussschwimmer Nathan Adrian triumphierte Phelps mit fast eineinhalb Sekunden Vorsprung vor den Briten. Dritte wurden die Australier.
Phelps war damit wie schon bei den Olympischen Spielen in Athen, Peking und London auch in Rio der erfolgreichste Schwimmer. Mit seinen fünf Goldmedaillen von Brasilien steht der 31-Jährige aus Baltimore bei 23 Olympiasiegen. Dazu kommen drei Silber-, eine davon in Rio, und zwei Bronzemedaillen. Erfolgreichste Schwimmerin in Rio war Phelps’ Landsfrau Katie Ledecky. Die 19-Jährige gewann viermal Gold, drei davon in Einzelrennen. Ebenfalls dreimal Einzel-Olympiasiegerin wurde die Ungarin Katinka Hosszu.
Als Nation zeigten sich die USA im olympischen Becken mit gewohnt erdrückender Dominanz. Wie in London schon endeten die Hälfte der 32 Wettbewerbe mit einem US-Sieg. Insgesamt gewannen die Amerikaner 33 Medaillen, womit sie das höchste Total seit den Boykott-Spielen in Los Angeles 1984 egalisierten. Auch 2000 in Sydney gewannen die US-Schwimmer 33-mal Edelmetall. In Rio kam Australien als zweiterfolgreichste Nation auf dreimal Gold und insgesamt zehn Medaillen.
Auch bei den Frauen gewann das US-Quartett über 4×100 m Lagen. Kathleen Baker, Lilly King, Dana Vollmer und Simone Manuel siegten in 3:53,13 mit fast zwei Sekunden Vorsprung vor Australien und Dänemark. Es war zugleich die 1000. Goldmedaille für die USA bei Sommerspielen. Die Däninnen stellten in 3:55,01 einen Europarekord auf.
Die weiteren Goldmedaillen am letzten Finalabend im Olympic Aquatics Stadium gingen an Weltmeister Gregorio Paltrinieri (über 1500 m Crawl) und überraschend an Pernille Blume (50 m Crawl). Sowohl für den 21-jährigen Italiener, der nur knapp über dem Weltrekord blieb, als auch für die 22-jährige Dänin war es der erste Triumph an Olympischen Spielen. Blume sorgte gar für den ersten dänischen Schwimmsieg an Olympia seit 1948.
Zu bejubeln gab es an den acht Wettkampftagen der Schwimmer acht Weltrekorde. Bei den Männern setzten der Brite Adam Peaty – er zweimal über 100 m Brust – sowie Ryan Murphy über 100 m Rücken neue Bestmarken. Der Amerikaner schlug am letzten Tag als Startschwimmer der siegreichen US-Lagenstaffel in 51,85 an, womit er um neun Hundertstel unter dem siebenjährigen Weltrekord seines Landsmanns Aaron Peirsol blieb. Bei den Frauen sorgten zweimal Katie Ledecky (400 und 800 m Crawl) sowie je einmal Katinka Hosszu (400 m Lagen), Sarah Sjöström (100 m Delfin) und die australische 4×100-m-Crawlstaffel für Weltrekorde.
(SDA)