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Das wäre was.....
«Ian» ist als einer der stärksten Hurrikans in der Geschichte Floridas auf Land getroffen und hat dem US-Bundesstaat heftige Winde, Regen und Sturmfluten gebracht. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde erreichte der Sturm am Mittwochnachmittag (Ortszeit) die Westküste des Sonnenstaates und lag dabei nur knapp unterhalb der Schwelle zur höchsten Hurrikan-Kategorie, wie das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) mitteilte. Auf seinem Weg ins Landesinnere Floridas schwächte sich der Sturm dann ab.
Am frühen Donnerstagmorgen erreichte «Ian» Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde. Meteorologen stuften den Hurrikan damit zunächst auf die niedrigste Stärke eins von fünf herab. Die Experten warnten weiter vor katastrophalen, gar lebensbedrohlichen Überschwemmungen in Teilen Floridas. Auf einem mehr als hundert Kilometer breiten Landstreifen tobten in der Nacht heftige Unwetter. Der mächtige Hurrikan war zuvor in Kuba auf Land getroffen.
«Ian» dürfte in die Liste der fünf schwersten Hurrikans in Florida kommen, sagte Floridas Gouverneur Ron DeSantis. Mehr als 2,4 Millionen Haushalte waren in der Nacht zeitweise ohne Strom, wie die Website Poweroutage zeigte. Das seien rund 20 Prozent der Haushalte im Bundesstaat, schrieb der Sender CNN. Der Bezirk mit den meisten Ausfällen sei Lee County, in dem Fort Myers und Cape Coral liegen. 90 Prozent der Haushalte dort seien ohne Strom. US-Medien gingen davon aus, dass die Zahl der Stromausfälle zunächst weiter steigen werde.
Das Ausmass der Zerstörung dürfte erst mit Sonnenaufgang am Donnerstag klarer werden. Das Zentrum des Sturms befand sich nach Angaben des Hurrikanzentrums in der Nacht rund 90 Kilometer südöstlich von Orlando. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Regen durch Strassen peitschte, von Autos nur die Dächer aus den Fluten herausragten und Trümmer durch die Luft flogen. Teile der Innenstadt von Fort Myers und Naples standen unter Wasser, berichteten US-Medien.
Anrufe bei Rettungsdiensten von Hunderten Menschen in Florida, die ihre Häuser vor der Ankunft des Sturms nicht verlassen hatten, mussten zunächst unbeantwortet bleiben, schrieb die Zeitung «Miami Herald». In besonders schwer betroffenen Gebieten sei es noch zu gefährlich für Rettungsaktionen, berichtete die «New York Times». Sturmfluten hätten zum Teil eine Höhe von rund 3,5 Metern erreicht, sagte DeSantis. Die Behörden rechneten mit schweren Schäden an Infrastruktur und Kommunikationsleitungen.
I don’t know if Fort Myers Beach could be in a worse position. Incredible onshore push as #HurricaineIan now moves onshore. Look at how high the water is! This camera is at least 6 feet above the ground with debris in the water pic.twitter.com/a82GIB3ETq— Chris Bouzakis (@ChrisBouzakis) September 28, 2022
Für rund 2,5 Millionen Menschen galten Evakuierungsanweisungen. Einige entschlossen sich dennoch, in ihren Häusern zu bleiben. So auch der 42 Jahre alte John Renas, der mit seinen Kindern in Cape Coral ausharrte. Stundenlang habe rund um ihr Haus der Wind getobt, berichtete er dem Blatt «Tampa Bay Times». «Das Heulen, das werde ich nie vergessen.» Es habe sich so angefühlt, als würde der Wind die Türen heraussaugen. Deshalb habe er eine Tür festgehalten, sein Sohn die andere. «Das nächste Mal, wenn sie uns auffordern, uns in Sicherheit zu bringen», sagte Renas dem Blatt, «werde ich gehen».
‼️@JimCantore got hit by a flying tree branch while reporting live from #PuntaGorda in #Florida on Hurricane Ian.@weatherchannel anchor @mikebettes later pleaded with Jim to take cover.#Hurricane #Hurricane_Ian #HurricaneIan— Dena Grayson, MD, PhD (@DrDenaGrayson) September 28, 2022
pic.twitter.com/ik4aZnsJdY
Einwohner der betroffenen Gebiete wurden eindringlich gewarnt, auch am Donnerstagmorgen nicht ihre Häuser zu verlassen, um etwa die Schäden zu begutachten. Auch wenn der Wirbelsturm abziehe, bestehe weiter Gefahr durch Trümmer, kaputte Stromleitungen und dergleichen.
Meteorologen zufolge wird «Ian» in den kommenden Stunden weiter über Florida ziehen. Im Laufe des Donnerstags soll der Sturm dann den Atlantik erreichen, bevor er voraussichtlich nach Norden weiterziehen werde. Die Menschen in den Bundesstaaten Georgia, South und North Carolina sowie Virgina bereiteten sich unterdessen auf die Ankunft des Sturms vor.
DeSantis erklärte, die Behörden stünden für Bergungs- und Reparaturarbeiten bereit, sobald das Wetter diese zulasse. Auf Twitter schrieb er, rund 7000 Soldaten der Nationalgarde und 179 Flugzeuge oder Hubschrauber könnten eingesetzt werden. Zudem hielten sich bereits mehr als 40'000 Monteure der Versorgungsunternehmen bereit, um Stromleitungen zu reparieren. Dem US-Hurrikanzentrum zufolge können Stromausfälle infolge der «katastrophalen Schäden» eines Hurrikans der Kategorie vier Wochen oder Monate andauern, ganze Landstriche könnten unbewohnbar sein.
BREAKING | Hurricane #Ian brings catastrophic storm surge to Naples, Florida with water moving into houses. Social media channels show residents SWIMMING in the surge in their houses.— Zach Covey (@ZachCoveyTV) September 28, 2022
DO NOT DO THIS. You don't know what may be in this water, including chemicals! pic.twitter.com/PeFfCpLklx
Deanne Criswell von der US-Katastrophenschutzbehörde Fema sagte, die voraussichtlich von dem Sturm betroffene Region habe seit rund 100 Jahren keinen solchen Hurrikan mehr erlebt. Experten beunruhigt auch, dass in den vergangenen Jahrzehnten in der Region immer näher am Wasser gebaut wurde.
El huracán Ian está causando una destrucción masiva en #FortMyers, #Florida. El oleaje llega hasta el techo del primer piso de las casas, los barcos flotan alrededor de las casas. #Huracan #IanHurricane #Hurricane #hurricaineIan #Ian #FortMyersBeach #HuracanIan pic.twitter.com/9PdiaVvkeS— AUSTROHÚNGARO (@AUSTROHNGARO2) September 28, 2022
UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete «Ian» als «ein weiteres Beispiel dramatischer Klimaaktivitäten, wie wir sie auf der ganzen Welt mit zunehmender Frequenz und zunehmender Zerstörung sehen».