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Das technische "Ballon-Projekt" der Elektronik Lernenden
Das Programm ARISS verlangt, dass die teilnehmenden Schüler, Studenten und Lehrlinge sich während einer gewissen Zeit im Rahmen des Schulungsprogramms mit Weltraumthemen befassen müssen. Im konkreten Fall hatten die Lehrlinge der Lehrwerkstätte der Luftwaffenbasis Payerne ein technisches Projekt auszuarbeiten.
Dieses Projekt mit Namen "Heidi" hatte Diplomcharakter für die Elektronik-Lernenden und sah die Entwicklung und den Bau einer technischen Nutzlast für einen Stratosphären-Wetterballon vor. Diese Nutzlast musste enthalten: eine Videokamera und Sender im 13cm-Wellenbereich für die Live-Übermittlung von Bildern während dem Flug, eine HD-Videokamera mit Speichermedien on Board, diverse Meteo-Sensoren, ein GPS-Empfänger mit APRS-Sender zur Verfolgung der Flugbahn und schliesslich - vermutlich als Weltneuheit für Wetterballone - eine Temperaturmesseinrichtung im Balloninnern mit Datenübermittlung.
Das Projekt war eine echte Herausforderung für die Lernenden. So durfte zum Beispiel das Gesamtgewicht von 2 kg nicht überschritten werden und die gesamte Technik musste innerhalb eines Temperaturbereichs von den Umgebungstemperaturen beim Start bis zu -60°C am Rande der Stratosphäre funktionstüchtig sein.
Der Haupttest fand im Rahmen eines Fluges am 1. März 2012 erfolgreich statt.
Der Flug des HEIDI Ballons
Zum Abschluss des Projektes erstellten die Lernenden ein Video des HEIDI Ballonfluges.
Die Lehrlinge haben die Krönung ihrer Arbeit am 15. März 2012, um 13:57 erfahren. Nach einem Flug von 2h45min erreichte die Sonde eine Höhe von 32'152 M.ü.M. bei einer Geschwindigkeit von 39 km/h NW des Schwarzsees, um dann brüsk in Richtung Jaun zu schwenken, wo der Ballon platzte und die Sonde schliesslich in einem Tannenbaum landete. Dort wurde sie von unseren "Ballonjägern" aus der Gegend und aus Frankreich gefunden und aus ihrer misslichen Lage befreit.
Innenansicht der Sonde mit der elektronischen Ausrüstung.
Photomontage der Bilder, aufgenommen durch die 4 synchronisierten Kameras der Sonde. Herrlicher Blick auf die Westschweiz, die Voralpen und die Berner und Walliser Alpen.