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«Wasser» steht bei vielen Kosmetika zuoberst auf der Liste der Inhaltsstoffe. Das bedeutet, dass es sich um den Hauptbestandteil des Produktes handelt. Petra Huber, Apothekerin und Dozentin für Kosmetik und Toxikologie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW): «Eine Gesichtscreme ist meist eine Emulsion, also eine Mischung aus Öl-, Wasserphase und Hilfsstoffen. Würde man das Wasser weglassen, blieben nur Öl, Wirkstoff, Parfüm, Konservierungsmittel und gegebenenfalls Farbpigmente übrig. Würde man sich das aufs Gesicht auftragen, bekäme man sicher ganz schnell Hautreizungen oder sogar Pickel und Mitesser.
Das Wasser bringt Inhaltsstoffe der Creme in eine Form, die es der Haut ermöglicht, diese gut aufzunehmen. Ähnliche Überlegungen gelten für das Beispiel Shampoo und Duschmittel. Sie enthalten waschaktive Substanzen. Würde man diese unverdünnt auf die Haut auftragen, würden sie reizen.» Kurz: Wasser in der Kosmetik ist ein Lösemittel, ein Träger für Inhaltsstoffe und sorgt dafür, dass das Produkt richtig funktioniert.
Derzeit wird laut Huber experimentiert, Produkte mit weniger oder gar keinem Wasser herzustellen, aus ökologischen und transporttechnischen Gründen, um das Gewicht zu reduzieren. Das Wasser würde dann erst bei der Anwendung beigemischt. Genau wie bei einem Stück Seife. Wir mischen sie mit Wasser, kurz bevor wir sie anwenden.»
- Quellen
Petra Huber, Apothekerin und Dozentin für Kosmetik und Toxikologie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), www.zhaw.ch