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Für die auffälligen Reaktionen in den Fallbeispielen sind verschiedene Ursachen denkbar, private und arbeitsbezogene. Unter anderem kann die Ursache in den Aufgaben der Auszubildenden liegen. Stellen Sie sich dazu folgende Fragen:
Wenn Sie diese Fragen mehrheitlich mit ja beantworten können, ist das grundsätzlich positiv zu werten. Gut gestaltete Aufgaben stehen in einem positiven Zusammenhang mit dem Befinden und der psychischen Gesundheit der Lernenden.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Selbstbilder der Jugendlichen nicht zwingend mit den Einschätzungen der Berufsbildner/innen überein stimmen müssen.
Kann es z.B. sein:
...dass Sie die Lernenden überschätzen und ihnen z.B. zu anspruchsvolle Aufgaben übertragen?
...dass sich die Lernenden selber überschätzen und z.B. zu hohe Spieräume einfordern?
...dass Sie die Lernenden unterschätzen und ihnen z.B. zu wenig neue Aufgaben übetragen?
...dass sich die Lernenden selber unterschätzen und deshalb wenig neue Aufgaben übernehmen wollen?
Das Finden einer guten Passung zwischen den Arbeitsanforderungen bzw. den aktuellen Fähigkeiten und Kompetenzen der Jugendlichen spielt eine wichtige Rolle. Eine Gegenüberstellung von Selbst- und Fremdbild kann hier als gute Diskussionsbasis dienen. Sind die Anforderungen zu hoch oder zu gering kann dies psychisch belastend sein.
Damit verbunden kann die gegenseitige Klärung von Erwartungen gute Dienste leisten. Stellen Sie sich dazu folgende Fragen: