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Die Draconiden sind jedes Jahr im Zeitraum vom 6. bis zum 10. Oktober sichtbar. Die grössten Chancen, deren «Regen» zu sehen, hat man in der Nacht vom Samstag auf Sonntag. «Am besten nach Mitternacht», erklärt Astronom Daniel Karbacher gegenüber ZüriToday.
Aus der Stadt für mehr Wünsche
Der Meteorschauer der Draconiden erleuchtet den Himmel jedes Jahr zur gleichen Zeit. Allerdings: Wegen des Vollmonds ist 2022 kein ideales Jahr, um das Spektakel am Himmel zu beobachten. Dieser erhellt nämlich den Himmel ebenfalls. Um einen Blick auf die Sternschnuppen zu erhaschen, empfiehlt Karbacher deshalb an einen dunklen Ort zu gehen: «Die Stadt eignet sich dafür nicht.» Eine Orientierungshilfe bietet das Sternbild des Drachen. Die Draconiden sind zwar nicht effektiv am gleichen Ort, sind aber da.
Prognose ist schwierig
Zum Schauer am Himmel kommt es, wenn die Staubteile des Meteorstroms mit 75’000 Kilometer pro Stunde auf die Atmosphäre treffen. Wie viele Sternschnuppen in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu sehen sind, ist schwierig zu sagen. «Ein wenig wie bei Wetterprognosen», so Karbacher. Klar ist aber: Die Draconiden sind auf der gesamten Nordhalbkugel der Erde sichtbar. Auf der Südhalbkugel sind diese Sternschnuppen generell nur schwer zu sehen, mit Ausnahme von Gegenden knapp südlich des Äquators.
Komet 21P/Giacobini-Zinner
Der Meteorschwarm der Draconiden gehört zum Kometen 21P/Giacobini-Zinner. Dieser wurde im Jahr 1900 von Michael Giacobini entdeckt und wurde erst über zehn Jahre später von Ernst Zinner wieder aufgespürt. Seither trägt der Komet den Namen seiner zwei Entdecker.