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Zwei Wochen vor einer Gewinnwarnung am 16. März 2011 hatten Angehörige der Firmenspitze von Sonova für 47 Millionen Franken Aktien verkauft und damit einen Kursrutsch ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft Zürich hatte nun untersucht, wie genau die Konzernspitze über die Lage der Firma zu diesem Zeitpunkt Bescheid wusste.
Die beschuldigten Personen hätten zum Zeitpunkt der Verkäufe keine Kenntnis von für den Aktienkurs wichtigen Umständen gehabt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Einen Verstoss gegen eine Verletzung der Insidernorm habe es nicht gegeben.
Das Verfahren wegen Insider-Verdachts gegen Firmenlenker wurde nun eingestellt.
Busse von der SIX
In der Mitteilung von Mitte März gab Sonova bekannt, dass die Umsätze des Hörgeräteherstellers tiefer seien als angenommen. Die Aktienverkäufe zwei Wochen vorher hatten den Manager Gewinne beschert.
In der Folge der Affäre hatte die Börsenbetreiberin SIX allerdings eine Busse von 2 Millionen Franken verhängt, weil Sonova zu spät über die schlechten Umsatzzahlen informiert hatte. Im vergangenen Oktober hatte sich das Unternehmen aussergerichtlich mit mehreren Investoren auf eine Zahlung über 2,6 Millionen geeinigt.