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Am Beispiel der Zauneidechse werden Fragen rund um Artenvielfalt und den Lebensraum von Mensch und Tier aus verschiedenen Perspektiven bearbeitet. Eine BNE-Unterrichtsumgebung für den Zyklus 1 & 2.
Um Schüler:innen das Thema der Artenvielfalt und ihre Bedrohung durch den Menschen näher zu bringen, bietet sich exemplarisch das Thema Zauneidechse an. Durch den Vergleich der Populationsgrössen vor 10 Jahren und heute lassen sich Unterschiede erkennen und Szenarien der Entwicklung in der Zukunft entwickeln. Genau hier setzt die vorliegende Unterrichtseinheit an. Aus der Sicht einer BNE werden unterschiedliche Perspektiven auf das Verschwinden und die Abnahme der Population der Zauneidechsen eingenommen.
Ausgehend von Fragen wie «Was ist ein guter Lebensraum für die Zauneidechse?», «Was ist ein guter Lebensraum für dich?» und «Was ist ein guter Lebensraum für deine Eltern?» wird die Problematik aufgespannt und mit den Schüler:innen daraufhin gearbeitet, Vorstellungen zu entwickeln und Massnahmen umzusetzen, wie Mensch und Tier einvernehmlich zusammen leben können.
Hier finden sie alle wichtigen Informationen zum Unterrichtsprojekt:
Die Schüler:innen erkennen, dass Lebensräume sowohl von Menschen wie von Tieren beansprucht werden. Sie erkennen, dass es dabei zu Konflikten kommen kann, die der Mensch in der Regel für sich entscheiden kann. In Bezug auf die Erhaltung der Artenvielfalt heisst dies aber, dass nicht das Tier verdrängt oder sogar ausgerottet wird, sondern dass es darum gehen muss, Formen des «Zusammenlebens» zu finden und entwickeln.
Die meisten unserer einheimischen Reptilien sind mehr oder weniger stark gefährdet: Nicht weniger als elf von vierzehn Arten stehen auf der «Roten Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten». Unter ihnen ist auch die Zauneidechse. Obwohl dieses Tier seit 1967 geschützt ist, nimmt sein Bestand laufend ab.
Zauneidechsen sind Grenzgänger. Ihren Lebensraum finden sie im Übergangsbereich zwischen Wald und Offenland, in Heckensäumen, an Wiesenböschungen und Ackerrändern. Ebenso entlang von Strassen, Eisen-bahnen und Flussufern. Wichtig für die Zauneidechse sind ungenutzte Flächen wie Brachland und Streifen mit Altgras. Zauneidechsen lieben einzelnstehende Dornengebüsche, Hecken sowie Ast- und Steinhaufen. Solche Kleinstrukturen sind in gepflegten Landschaften von heute selten geworden. Dazu kommt, dass die Mauereidechse, die aus dem Süden eingeschleppt wurde, der einheimischen Zauneidechse den Platz streitig macht.
Die Unterrichtsumgebung wird durch die Albert Koechlin Stiftung auf der Webseite www.zauneidechse.ch zur Verfügung gestellt. Hier finden Sie viele Informationen rund um Zauneidechsen und Artenvielfalt.
Zugang zu den Planungs- und Unterrichtsmaterialien erhalten Sie unter https://www.zauneidechse.ch/schulprojekt/unterrichtsmaterial/ mit dem Passwort Steini