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Während andere Ferien-Destinationen viele historische Gebäude haben, die sie den Touristen öffnen, ist der Schatz der Seychellen die dortige Natur. Neben den herrlichen Stränden gibt es auf den Seychellen auf den einzelnen Inseln sehr viel zu entdecken. So gehört zum Beispiel das Aldabra-Atoll zum Weltnaturerbe der UNESCO als größtes Korallenatoll der Welt. Hier lebt eine große Kolonie an Landschuldkröten und der Weißkehligen Ralle, der letzte flugunfähige Vogel, den es im Indischen Ozean gibt. Außer dass hier drei Monate im Jahr Wissenschaftler leben, haben die Tiere diese Insel ganz für sich allein. Die älteste Riesenschildkröte der Welt lebt im Übrigen auf Bird Island. Darüber hinaus gibt es auch noch viele andere Tiere auf den Inseln.
Archives for: November 2015
Heute machen rund 150.000 Menschen im Jahr Ferien auf den Seychellen. Vom Massentourismus ist man damit auf dem Archipel noch weit entfernt. Dennoch gibt es inzwischen große Probleme mit der Versorgung von Nahrung und Trinkwasser, da die Zahl der Touristen in den letzten Jahren doch gestiegen ist. Der Grund dafür ist, dass das Trinkwasser nicht aus Quellen auf den einzelnen Inseln gewonnen werden kann. Es muss vielmehr von Insel zu Insel transportiert werden. Ein Problem gibt es auch mit dem Abwasser, das natürlich nicht direkt ins Meer geleitet werden soll. Trotz dieser offenkundigen Probleme sind die Seychellen für die meisten ein wahres Paradies mitten im Indischen Ozean, unweit der Ostküste Afrikas.
Wie kam es eigentlich dazu, dass die Seychellen als Urlaubsparadies entdeckt wurden. Wenn man dieser Frage auf den Grund gehen möchte, dann sollte man sich auch einmal die Geschichte der Seychellen genauer ansehen. Entdeckt von der Seefahrern, die aus der Alten Welt Europa kamen, wurde das Archipel im Jahr 1502 durch Vasco da Gama. Dieser suchte damals einen Weg nach Indien. An der Inselgruppe zeigte allerdings keine Nation zunächst Interesse, erst Anfang des 17. Jahrhunderts kam die Ost-Indien-Kompanie auf der Insel Mahé an und nahm diese in Besitz. Im Jahr 1742 kamen dann die Franzosen und später die Holländer. Frankreich hatte damals schon die Inseln Reunion und Mauritius in Besitz genommen. Als Frankreich schließlich Mahé besetzt, kommt es zum Krieg mit England. Als Teil von Mauritius kommen die Seychellen 1821 schließlich unter britische Verwaltung und werden 1903 zur Kronkolonie.
Geografisch gehören die Seychellen eigentlich zu Afrika, kulturell gesehen aber zu Asien. Das Archipel der Seychellen mit seinen 115 Inseln befindet sich nämlich im Indischen Ozean, unweit der Ostküste von Afrika. Die Insel liegen verteilt auf einer Fläche von ca. 400.000 km². Die Hauptinsel des Archipels ist die Insel Mahé, auf der sich auch die Hauptstadt Victoria befindet. Bis man das Archipel von Deutschland aus erreicht hat, vergehen gut 9 bis 10 Stunden. Angeflogen werden die Seychellen von Mitteleuropa aus in einem Nonstop-Flug. Seychellen Reisen galten in den 1980er Jahren als besonders teuer. Diesen Ruf haben sie sich bis heute erhalten. Das ist aber auch der Grund, warum man auf den Seychellen bis heute einen recht sanften Tourismus betreiben kann und nicht vom Massentourismus bereits überrannt wurde.