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Aspirin senkt Mortalität bei Patienten mit Darmkrebs
Einige randomisierte Studien lassen auf eine primäre Chemoprävention des kolorektalen Karzinoms mit ASS (Aspirin) hoffen. Eine aktuell im JAMA publizierte prospektive Kohortenstudie evaluierte den Einfluss der regelmässigen ASS-Einnahme auf das Sterberisiko bei Patienten, die bereits an Darmkrebs erkrankt waren.
An der Studie beteiligten sich 1'279 Gesundheitsfachpersonen aus zwei Kohorten, die ein kolorektales Karzinom im Stadium I, II oder III entwickelten. Primäre Endpunkte waren krebsspezifische und Gesamtmortalität.
Die Beobachtungszeit betrug im Schnitt 11.8 Jahre. Die Gesamtmortalität betrug in der Gruppe mit regelmässiger ASS-Einnahme 35% (193 von 549 Personen) und in der Gruppe ohne ASS-Einnahme 39% (287 von 730 Personen). Die krebsspezifische Mortalität lag in der ASS-Gruppe bei 15% (81 Personen) gegenüber 19% in der Gruppe ohne ASS. In der ASS-Gruppe war das allgemeine Sterberisiko bzw. das Risiko, am Krebs zu sterben, um 21% respektive 29% geringer als in der Gruppe ohne ASS. Bei den 719 Personen, die erst nach der Krebsdiagnose mit der ASS-Einnahme begonnen hatten, war das Risiko für krebsspezifischen Tod um 47% niedriger. In der Gruppe mit COX-2 positivem Tumor wurde das krebsspezifische Mortalitätsrisiko unter regelmässiger ASS-Einnahme sogar um 61% verringert. Bei einer schwachen oder fehlenden COX-2 Expression reduzierte ASS die krebsspezifische Mortalität nicht.
Konklusion der Autoren: Die regelmässige ASS-Einnahme bei Patienten mit Darmkrebs senkt das krebsspezifische und allgemeine Sterberisiko, insbesondere bei COX-2 positiven Tumoren.
Link zur Studie
JAMA 2009;302:649-658 - Chan AT et al
13.08.2009 - gem