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Badeanlagen
Die Badeanlagen in Zürich sind ein einzigartiger Erholungsraum mit vielfältigen Erlebnismöglichkeiten. Sie bieten eine einmalige Sicht über den See und auf die Berge.
Das Baden im See ist über attraktive Zugänge zum Wasser oder in den grosszügigen Parkanlagen der Strandbäder möglich.
Die Stadt verfügt über ein grosses, vielfältiges Bäderangebot, welches Strand-, Fluss- und Freibäder umfasst.
Grün Stadt Zürich ist für den Unterhalt und die Pflege der Bade- und Seeanlagen zuständig.
Freibad Allenmoos
Der Bau von Freibädern im Siedlungsgebiet war Ende der 30er-Jahre eine neue Gestaltungsaufgabe, die einerseits der Volksgesundheit und Erholung und andererseits der Durchgrünung der sich verdichteten Quartiere dienen sollte.
Das erste Quartierbad in Zürich, das Bad Allenmoos, wurde 1938/39 nach den Plänen der Architekten M.E. Haefeli, W.M. Moser und dem Gartenarchitekten G. Ammann erbaut. Es galt damals als richtungsweisend und war als sogenanntes «Parkbad» weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
Freibad Letzigraben, Quartierbad
Im Jahr 1942 schrieb die Stadt Zürich einen Wettbewerb für ein zweites Quartierbad im Letzigraben (nach Bad Allenmoos) aus. Aus 65 eingereichten Arbeiten konnte sich Max Frisch mit seinem Projekt durchsetzen.
Im Zusammenhang mit Gustav Ammann, der als Gartenarchitekt bereits im Allenmoos beteiligt war, entstand ein Parkbad, in dem Architektur und Natur sehr stimmungsvoll miteinander verbunden wurden und dessen Charakter auch Jahrzehnte nach der Ereöffnung erhalten geblieben ist. Das Freibad Letzigraben gilt heute als bedeutendster Bau des Architekten und Schriftstellers Max Frisch und als besonderer architekturgeschichtlicher und kultureller Zeuge unserer Stadt.
Strandbad Mythenquai
Das Bad Mythenquai wurde 1929 gebaut und ist das erste Strandbad von Zürich. Bereits zur Entstehungszeit stand den Badenden ein grosses Freizeitangebot wie Riesenrutschbahn und Turnplatz zur Verfügung. Nach einem Brand im Jahr 1951 wurde das Strandbad neu gebaut.
Das 1976 eröffnete Gastrogebäude wies erhebliche Mängel auf und musste durch einen Neubau abgelöst werden. Das aus einem Architekturwettbewerb im Januar 2011 hervorgegangene Projekt nimmt Bezug auf die bestehenden Garderobengebäude und platziert den Ersatzneubau in eine Baulücke in der Verlängerung der bestehenden Gebäude. Die Anlage wurde mit zusätzlichen Rasenflächen und Baumgruppen ergänzt. Der ganzjährig benutzbare Seeuferweg verbindet das Ufer mit dem Gastrogebäude und den Garderoben.
Der über 200 m lange Sandstrand wurde abgeflacht und an den neuen Weg herangeführt. Zahlreiche Sitzbänke und -stufen sowie Holzliegedecks runden das Bild ab.
Strandbad Tiefenbrunnen
Das Strandbad Tiefenbrunnen, in den 1950er-Jahren im Wohngartenstil angelegt, hat heute seinen parkartigen Charakter voll entwickelt und erfreut sich grosser Beliebtheit.
Die Badeanlage bildet den südlichen Abschluss der rechten Uferpromenade. Die differenziert gestalteten Gebäude sind entlang der Grundstücksgrenze situiert und bilden zusammen mit den Baumreihen die Abgrenzung gegen die stark befahrene Bellerivestrasse.
Architektonische Blickfänge sind neben dem Teepavillon der Eingangsbereich, der durch kreisförmig angeordnete Betonpilze und Bäume akzentuiert wird. Das frei geformte Ufer ist mit grossen Bollensteinen, die zum Sitzen einladen, befestigt. Im Kontrast dazu steht die treppenartige Uferbefestigung beim Nichtschwimmerbecken.