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August August, August
Autor: Pavel Kohout
„Ich komme mir schon seit geraumer Zeit wie ein dummer August vor, der hinter dem Vorhang wartet, in die Manege gerufen wird, vom Herrn Direktor eine Ohrfeige einsteckt, sich verbeugt und verschwindet um weiterzumachen!“ Aus dieser Bemerkung Pavel Kohouts aus dem Jahre 1966 entstand das wohl wichtigste Stück des tschechischen Autors.
1967 kam diese Zirkus-Parabel dann zur Uraufführung und erzählte im politischen Frühling Prags beispielhaft von jenem – oft blutigen – Missbrauch von Phantasie und Wunschtraum durch Autoritäten. Aber seinen „August“ wollte der Autor nie nur für seine Zeit verstanden wissen, und daher ist die bittere Lebensanalogie im clownesken Gewand auch heute noch so politisch wie eh und je, handelt es sich doch um „ein Stück von der Macht eines unbändigen Traums, der nur zusammen mit dem Träumenden zu zerstören ist.“
Stückzusammenfassung
Eine Zirkusgeschichte als Allegorie einer Lebensgeschichte. Der Clown August August, August (Vorname Name, Beruf) hat einen Traum – er möchte die acht weissen Lipizzaner dressieren und wird dafür vom Stallmeister mit Ohrfeigen zur Raison gebracht, weil jener Auftritt die Paradenummer des Herrn Direktors ist und niemand anderer befugt ist, diese Dressur vorzuführen! Doch der Herr Direktor ist gewillt, den Wunsch von August zu erfüllen, sofern er Dreierlei vorweisen könne: eine Visitenkarte, eine Familie und einen Zirkus. Wider Erwarten bewältigt August mit seiner grenzenlosen Phantasie diese Aufgaben und somit ist der Herr Direktor gezwungen, sein Versprechen zu erfüllen....
Première: 17.6.2017