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Guineas Präsident Condé gewinnt Wahl für umstrittene dritte Amtszeit
Guineas Staatsoberhaupt Alpha Condé hat die Präsidentenwahl in dem westafrikanischen Land gewonnen und kann eine dritte Amtszeit antreten. Der 82-Jährige habe 59,5 Prozent der Stimmen erhalten, teilte die Wahlkommission am Samstag mit. Sein Hauptrivale Cellou Dalein Diallo erhielt demnach 33,5 Prozent. Der seit 2010 amtierende Condé hatte erst nach einer umstrittenen Verfassungsänderung für eine dritte Amtszeit kandidieren können.
Die Opposition kündigte nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses an, es anzufechten. Sie hatte bereits nach der Wahl am 18. Oktober der Regierungspartei Wahlfälschung vorgeworfen. Diallo hatte sich einen Tag später zum Sieger erklärt und gesagt, Condés Kandidatur für eine dritte Amtszeit sei verfassungswidrig gewesen. Insgesamt hatten sich zwölf Kandidaten um dieses höchste Amt beworben. Mehr als 50 Prozent der Stimmen sind nötig, um gleich in der ersten Abstimmungsrunde zu gewinnen.
Die Stimmung im Land blieb auch am Samstag angespannt. Nach der Wahl war es in der Hauptstadt Conakry und anderen Orten zu Gewalt gekommen. Die Regierung setzte am Freitag Soldaten ein, um die Ordnung wieder herzustellen und weitere Ausschreitungen zu verhindern. Unterstützer der Opposition hatten der Regierung zufolge Barrikaden errichtet, Reifen verbrannt und Zivilisten angegriffen. Zudem kam es zu Zusammenstössen mit der Polizei. Sicherheitsminister Damantang Albert Camara sprach am Freitag von mindestens neun Todesopfern. Mehrere Familien, mit denen ein dpa-Reporter sprach, bezifferten die Zahl der Todesopfer auf rund 20.
Der Abstimmung vom Sonntag waren Monate der politischen Spannungen und gewalttätiger Proteste vorausgegangen.