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Mercedes-Chef Dieter Zetsche hat das schwache Auto für Michael Schumachers enttäuschendes Formel-1-Comeback verantwortlich gemacht.
"Wir haben beiden Fahrern in den vergangenen drei Jahren nicht das Auto zur Verfügung stellen können, das in der Mehrzahl der Rennen siegfähig gewesen wäre. Mit dem Motor waren wir vorn, aber nicht mit dem Fahrzeug", sagte Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, der "Bild": "Es wäre also völlig falsch, jetzt Nico Rosberg oder Michael Schumacher einen Vorwurf zu machen. Unser Ziel ist jetzt, das Auto schneller zu machen."
Mercedes hatte vergangene Woche bekannt gegeben, dass Schumachers am Saisonende auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Gleichzeitig hatte das Team den Briten Lewis Hamilton als Nachfolger des 43-jährigen Kerpeners präsentiert.
Seitdem ranken sich die Gerüchte, der Rekordweltmeister könnte seine Karriere bei einem anderen Team fortsetzen. Seit seiner Rückkehr in die Königsklasse 2010 war der 91-fache Grand-Prix-Sieger nur ein einziges Mal auf das Podium gefahren.
Schumachers Alter sei aber nicht der Grund für die Trennung gewesen, betonte Zetsche: "Der Argentinier Juan Manuel Fangio ist noch mit 46 Weltmeister geworden. Manche Fähigkeiten kann man im Alter sogar ausbauen."
Gleichzeitig räumte Zetsche ein, dass die Erwartungshaltung zu hoch gewesen sei: "Sicherlich haben wir uns vor drei Jahren gewünscht, weiter zu sein, als wir es in dieser Saison sind. Die Erwartungshaltung war durch den Namen Michael Schumacher und die Marke Mercedes-Benz sehr hoch. Von unserer Marke erwartet man, dass sie vorn ist."
Zetsche hofft, dass Schumacher trotz seiner Ausbootung nach der Saison weiter für den Konzern tätig bleibt: "Ich persönlich wünsche mir, dass er nach seiner aktiven Zeit im Mercedes-Cockpit Partner unseres Unternehmens bleibt."