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Anosmie verknüpfen wir als Leitsymptom inzwischen fast automatisch mit dem Vorliegen von COVID-19.
Am saisonalen Höhepunkt der Spargelzeit möchte ich hier aber noch auf das Phänomen der selektiven Spargel-Anosmie hinweisen: konkret also das Unvermögen, den Konsum von Spargeln über den charakteristischen Uringeruch zu detektieren.
Diese Studie hier – eine Perle aus den Weihnachtsausgaben des BMJ – hat Spargelesser in die Subpopulationen „smellers“ und „non-smellers“ eingeteilt und genetisch untersucht. Die Autoren kommen zu folgenden Erkenntnissen:
- eine „asparagus anosmia“ ist nicht die Folge einer fehlenden Produktion von Urinmetaboliten sondern eine Störung ihrer olfaktorischen Identifizierung;
- die Spargelanosmie ist häufig und betrifft mehr als die Hälfte der Population;
- sie ist Folge genetischer Polymorphismen auf Chromosom 1 und damit potentiell vererbbar.
Über das Risiko und den Verlauf von COVID-19 bei „asparagus non-smellers“ ist hingegen noch nichts bekannt…