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Die gesamtschweizerische Internetumfrage, welche der Verband deutschschweizerischer und rätoromanischer Bienenfreunde (VDRB) jeweils im Frühjahr nach dem Auswintern der Bienenvölker durchführt, hat langjährige Tradition und ist fester Bestandteil der Jahresagenda der Schweizer Imker und Imkerinnen. Wiederum nahmen rund 1000 Imker/-innen kleiner, mittlerer und grosser Imkereien aus allen Kantonen der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein an der Umfrage teil. Der jüngste Umfrageteilnehmer ist 15, der älteste 86 Jahre alt. Die Bienenstände stehen zwischen 203 und 1850 Meter über Meer. Die Fragen werden jeweils mit der internationalen Organisation COLOSS (Prevention of COlony LOSSes) koordiniert, um einen Vergleich der Werte aus der Schweiz mit dem Ausland zu ermöglichen.
Rund 44% der Imker/-innen haben im vergangenen Winter überhaupt keine Verluste zu beklagen. Bei 72% der Imker/-innen lagen die Verluste unterhalb von 15%. Verluste von 10 bis 15% werden gemeinhin als ‚normal‘ bezeichnet. Wie bereits in früheren Jahren schwankten die Durchschnittswerte der einzelnen Kantone beträchtlich – diesmal zwischen weniger als 10 und knapp 25%. Allerdings gibt es seit Beginn der Erhebung dieser Daten keine Kantone, welche durchwegs stärker oder weniger stark betroffen waren. Trotz dieser erfreulich positiven Werte musste eine beträchtliche Anzahl Imker/-innen den Verlust von mehr als der Hälfte ihrer Völker bis hin zum Totalverlust beklagen.
Die möglichen Ursachen der Winterverluste sind vielfältig. Eine besondere Rolle nimmt zweifelsohne die vor bald 30 Jahren in Europa eingeschleppte Varroamilbe ein. Es ist deshalb eine vordringliche Aufgabe der Imker/-innen, die Varroa erfolgreich mit natürlichen Substanzen zu bekämpfen, um damit die hervorragende Qualität der Bienenprodukte, allen voran dem Schweizer Bienenhonig, nicht zu gefährden. Die Bedeutung weiterer Einflussfaktoren ist nur ansatzweise erforscht. Es ist deshalb auch in Zukunft wieder mit grösseren Völkerverlusten zu rechnen – oder anders ausgedrückt: Wir sind noch weit davon entfernt, das Wintersterben der Bienenvölker im Griff zu haben.