Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03630.jsonl.gz/1611

Im Bronzespiel gegen Tschechien gelang dem Team Kanada ein versöhnlicher Abschluss. Mit einem 6:4-Sieg sicherten sich die 26-fachen Weltmeister immerhin die Bronzemedaille. Von einer Wiedergutmachung kann indes trotzdem keine Rede sein.
Viel Gegenwehr von Tschechien
Die Entscheidung in einer umkämpften Partie fiel erst im letzten Drittel. Mit drei Toren innert 10 Minuten sorgten die Kanadier für die Vorentscheidung. Tschechien agierte die letzten 3 Minuten des Spiels ohne Torhüter, konnten den Rückstand aber nicht mehr wettmachen. Bei Kanada zeichnete sich Routinier Chris Kelly als Doppeltorschütze aus.
Das Spiel hatte mit einem verrückten Startdrittel begonnen: Innert 31 Sekunden fielen 3 Treffer, am Ende ging Kanada mit einer 3:1-Führung in die erste Pause. Nach einem torlosen Mittelabschitt drehten die Nordamerikaner zum Schluss noch einmal entscheidend auf.
Russland setzt sich im Final mit 4:3 n.V. gegen das deutsche Überraschungsteam durch. Kirill Kaprisow erzielt in der Overtime den entscheidenden Treffer. Die Schlussphase war an Dramatik kaum zu überbieten. Deutschland war in der 57. Minute durch Jonas Müller erstmals in Führung gegangen, ehe Nikita Gussew die Russen 55 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit in Unterzahl in die Verlängerung rettete. Für die Russen ist es der insgesamt neunte Olympiasieg und der erste seit Albertville 1992. Deutschland, das in der K.o.-Runde der Reihe nach die Schweiz, Weltmeister Schweden und Kanada ausgeschaltet hat, gewann in Südkorea die erste olympische Medaille seit Bronze 1976 in Innsbruck.