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Sie haben ihn “Capita“ genannt und er ist als Fußballspieler in die Geschichte eingegangen. Der frühere Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft, Carlos Alberto Torres, ist am Dienstag (25.) im Alter von 72 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Die Fahnen vor dem brasilianischen Fußballverband CBF hängen auf Halbmast und ganz Brasilien trauert um seinen Fußballheld.
Von allen Seiten gab es zum plötzlichen Tod des Weltklasse-Rechtsverteidigers bewegende Stellungnahmen. Noch am Sonntag hatte der im Juli 1944 in Rio de Janeiro Geborene an einem TV-Programm teilgenommen und über seine Leidenschaft, den Fußball, debattiert. Der hatte sein Leben geprägt.
Als 21-Jähriger hat er beim Fußballclub Santos gemeinsam mit Pelé, Coutinho und anderen Stars für etliche Titel gesorgt. Weltweit für Aufsehen gesorgt hat er bei der Fußballweltmeisterschaft 1970 in Mexiko.
In der 87. Minute hat er beim Finale gegen Italien eine Traumkombination in ein Traumtor verwandelt und kurz später, nach dem 4:1-Sieg als Mannschaftskapitän der Star-Seleção den WM-Pokal in die Höhe gestemmt.
Am Ende seiner aktiven Fußballkarriere hat Carlos Alberto wie auch Pelé und Franz Beckenbauer für den New York Cosmos gespielt. Nach seinem Abschied als aktiver Spieler im Jahr 1982 startete er seine Karriere als Trainer, unter anderem von Flamengo, mit dem er den dritten brasilianischen Meisterschaftstitel geholt und im Maracanã-Stadion mit 155.523 Zuschauern für einen Publikumsrekord gesorgt hat.
In Rente gegangen ist Carlos Alberto nie wirklich. Den „Ruhestand“ hat er vielmehr mit seiner Tätigkeit als Fußballjournalist und Kommentator ausgefüllt. Wie sehr ihm der Fußball am Herzen gelegen ist, zeigt auch seine aktive Beteiligung an einer Gruppe, die versucht Verbesserungen für den in Brasilien so beliebten Breitensports zu erreichen.