Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03375.jsonl.gz/1095

Mit der Gründung der eidgenössischen Post 1849 wird der Zustelldienst erstmals schweizweit einheitlich geordnet. Bald ist dieser so weit ausgebaut, dass in den meisten Ortschaften der Schweiz mindestens eine Zustellung pro Tag erfolgt. Häufig sind es sogar deutlich mehr, so werden in den grossen Städten um die Jahrhundertwende bis zu 6 Zustellungen pro Tag durchgeführt. Auch sonntags kommt die Post, bis der Bundesrat diese Dienstleistung 1924 aufhebt. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wird die Anzahl der Touren nach und nach reduziert. 1986 beschliesst die Post schweizweit die „täglich einmalige Zustellung“ (TEZ). Die Postzustellung ist übrigens lange Zeit reine Männersache. Erst 1963 gehen die ersten Briefträgerinnen auf Tour.
Die Arbeit der Briefträger unterscheidet sich je nach Ort stark. So wird in den Städten und grösseren Ortschaften die Zustellung bereits im 19. Jahrhundert spezialisiert und Briefe, Pakete und Geld getrennt vertragen. In ländlichen Poststellen fallen diese Aufgaben zusammen. Zudem haben die Landbriefträger einen engen Bezug zur Dorfbevölkerung. Sie nehmen daher oftmals eine andere Rolle ein als die eher anonymeren Stadtbriefträger.