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Taoismus
Taoismus
Der Begriff Taoismus, häufiger auch Daoismus genannt, kommt aus dem Chinesischen und kann mit Lehre des Weges übersetzt werden. Dabei handelt es sich um eine Philosophie, Weltanschauung und Religion, die etwa im 4. Jahrhundert vor Christus entstand.
Der Taoismus zählt neben dem Konfuzianismus und dem Buddhismus zu den drei grossen Lehren, die China massgeblich geprägt haben und deren Einfluss sich vor allem ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch auf Religion und Philosophie der Menschen der westlichen Welt ausgedehnt hat. In China beeinflussten Elemente des Taoismus die Politik, die Kultur, die Philosophie, die Wirtschaft, die Literatur, die Ernährungskunde, die Kunst und die Kampfkunst.
Wichtig sind in der Lehre die kosmologischen Vorstellungen vom Himmel und der Erde, die Lehre vom Qi (Lebensenergie) und dem Yin und Yang. Die Suche nach der Unsterblichkeit ist ein weiteres Ziel, die mithilfe von Atemkontrolle und anderen Techniken wie Taijiquan, Qigong und Meditation erreicht werden soll. Die Sexualität spielt beim Erreichen der Unsterblichkeit eine zentrale Rolle.
Etwa acht Millionen Taoisten leben heute auf Taiwan, da dort Anhänger der taoistischen Schulen Zuflucht vor Verfolgung suchen.China geht von ungefähr 60 Millionen taoistischen Gläubigen in der eigenen Volksrepublik aus.
Taoistische Praktiken und Lehren wurden über die Jahrhunderte in Werken und Texten in den Bereichen Sexualpraktiken, Philosophie, Liturgie, Medizin, Alchemie, Moral und Meditationstechniken beschrieben.
Erotische Massagen sind im Taoismus weit verbreitet. Zu den bekanntesten erotischen Massagen zählen die Tao-, die Lingam- und die Yoni-Massage.
Die Tao-Massage ist eine der meditativsten Massageformen, denn sie fokussiert den Energiekörper eines Menschen nach einem körpereigenen Yin- und Yang-Prinzip. Anzuregen, zu beruhigen und den Empfänger in einen Zustand tiefer Entspannung und sexueller Erregung zu versetzten, ist dabei hauptsächliches Ziel der Massage. Vor allem die Körperregionen rund um den Intimbereich werden dabei ausgiebig massiert.
Die Lingam-Massage beinhaltet ebenfalls eine sinnliche Massage des Intimbereiches. Sie wird als Bestandteil der Tantra-Massage angewandt. Bei der Lingam-Massage liegt ausschliesslich der Intimbereich des Mannes im Vordergrund. Auf sensible Art und Weise werden sexuelle Energieflüsse, die laut Lehre des Taoismus ständig im menschlichen Körper erzeugt werden, angeregt. Dabei werden dem zu Massierenden völlig neue Wege des eigenen Lustempfindens aufgezeigt.
Das Pendant zur Lingam-Massage ist die Yoni-Massage, bei der der weibliche Intimbereich im Vordergrund steht. Sie wurde in ihrer grundsätzlichen Struktur von der amerikanischen Tantrikerin und Pornokünstlerin Annie Sprinkle und dem Sexualforscher Joseph Kramer erfunden und wird mittlerweile auch in Europa in verschiedenen Ausprägungsformen praktiziert und weiterentwickelt. Dabei fliessen Erkenntnisse aus dem Yoga, dem Taoismus, dem Tantra und anderen esoterischen Methoden in die Massage ein. Atmung und Körperbeherrschung sind ein wichtiges Element, denn sie regen die Energien des Körpers zum Fliessen an.