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Rudolf Maximilian von Salis-Soglio – Diplomat und Politiker
Rudolf Maximilian von Salis-Soglio hat sich mit seinem Haus die Basis für eine politische Karriere in Chur geschaffen. Wie viel Zeit er sich tatsächlich in Chur aufhielt und wie oft er in seinen Häusern in Rheineck und Soglio weilte, entzieht sich unserer Kenntnis. In Chur machte er jedenfalls seine politische Karriere. Bereits um 1815 war er Zunftmeister der Rebleuten-Zunft und Ratsherr in Chur. Er waltete als Bundespräsident und als Bürgermeister sowie als Mitglied mehrerer Kommissionen in der Stadt Chur. Diplomatische Missionen führten ihn nach Zürich zu Verhandlungen mit Graf August de Tayllerand über die Neueinrichtung der Schweizer Regimenter in Frankreich (1816), nach Bern an die Tagsatzung (1830) und an die Königshäuser von Bayern (1817) und Österreich (1833/34).
Mit seiner Cousine und Frau Perpetua Margaretha von Salis-Soglio hatte Rudolf Maximilian eine Tochter und zwei Söhne, wovon der eine jung verstarb. Nach dem Tod von Rudolf Maximilian im Frühjahr 1847 erbte sein einziger noch lebende Sohn Max Rudolf (1816– 1859, Abbildung links) das Haus auf dem Sand und das Schloss Greifenstein bei Rheineck. Max Rudolf war verheiratet mit Judith von Salis-Soglio und hatte mit ihr eine Tochter und zwei Söhne. Einer der Söhne war der Geschichtsschreiber Nicolaus von Salis, der zum Katholizismus konvertierte und in den Benediktinerorden eintrat. Der zweite Sohn hiess Hieronymus. Über das Haus auf dem Sand ist aus dieser Zeit praktisch nichts bekannt.