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MÜNCHEN (awp international) - Der ifo Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im ersten Quartal deutlich gestiegen. Mit 116,8 (Vorquartal 107,5) Punkten liege er erstmals seit Ende 2007 wieder über seinem langfristigen Durchschnitt, heisst es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer in Paris (ICC). Vor allem die aktuelle wirtschaftliche Situation, aber auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate seien günstiger bewertet worden als im Vorquartal. Die neuesten Ergebnisse deuteten darauf hin, dass sich der konjunkturelle Aufschwung im Euroraum insgesamt fortsetze.
Allerdings wird die wirtschaftliche Situation in der Eurozone der Studie zufolge weiterhin sehr unterschiedlich eingeschätzt. Die aktuelle Wirtschaftslage sei in Deutschland und Österreich als "sehr günstig" beurteilt worden. In Belgien, Slowakei, Finnland, den Niederlanden und Luxemburg sei sie zufriedenstellend.
Die wirtschaftliche Lage von Frankreich, Italien und Estland habe sich im Vergleich zur Umfrage im Vorquartal zwar etwas verbessert, dennoch bleibt sie laut der Studie immer noch ungünstig. Besonders schlecht bleibe die aktuelle wirtschaftliche Situation hingegen in Griechenland, Irland, Spanien und Portugal. Die Wirtschaftsexperten beurteilten in allen vier Ländern die wirtschaftliche Situation weiterhin als "sehr schwach".
Insgesamt seien die Erwartungen für die kommenden sechs Monate im Euroraum überwiegend zuversichtlich, hiess es weiter in der Studie. Nur in Griechenland und Portugal wird von einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation ausgegangen./jkr/jsl
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