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In dieser Geschichte ist Okuno ein erfolgreicher Rennfahrer, der an einem Mannequin hängt. Sakai, sein Freund und grösster Rivale, kann Okunos Mannequin nicht ausstehen, was zu einem Drama führt.
The Crater ist eine seiner Sammlungen von Kurzgeschichten, die vornehmlich Schicksalsschläge von verschiedenen Figuren behandeln und auf diese Weise die Condition Humaine zum Thema machen. Hauptfigur der meisten Kurzgeschichten in the Crater ist der Junge Okuno Ryûichi. Er taucht je nach Geschichte mal als draufgängerischer Schüler mit dem Spitznamen "Okuchin" auf, mal als erfolgreicher Sportler, oder auch als Slumbewohner einer Großstadt. Er verkörpert meist den Typ naiver jugendlicher Draufgänger, der mit seiner Umgebung oft nicht klarkommt und von einer besseren Zukunft träumt. Weiter zeichnet ihn eine gewisse Ambiguität aus, die ihn unberechenbar macht. Ryûichi macht, was er im Herzen für richtig hält, auch wenn dies ihn manchmal ins Verderben führt.

Okuno begibt sich zum mysteriösen Fluss und wird von jemanden dabei beobachtet.
Die Kurzgeschichten in the Crater weisen alle überraschende Wendungen auf, sind fesselnd und enden oft tragisch. So entdeckt Okuchin als Oberschüler in einer Geschichte einen Fluss, der eine Art umgekehrter "Zeitfluss" ist. Jedesmal wenn Okuchin was falsch macht, schwimmt er später den Fluss hinunter um seine Vergangenheit ändern zu können. Ein Mitschüler entdeckt sein Geheimnis und versucht immer weiter als Okuchin den Fluss hinunter zu schwimmen, um in der Vergangenheit anstelle von Okuchin mit einem Mädchen zusammen zu kommen. Doch er verschätzt sich und verwandelt sich zu einem Kind, dann zu einem Baby,zu einem Fötus bis er schliesslich gar nie existiert hat.
Tezuka Osamu mochte diese Art von Kurzgeschichten. Mit diesen konnte er seine Gedanken und Befürchtungen über die Menschheit und den Menschen zum Ausdruck bringen. Seine utopischen Vorstellungen aus seiner ersten Schaffungsperiode wich hier einem Pessimismus, der nach und nach kennzeichnend für seine späteren Geschichten wurde.
Die Kurzgeschichten drehen sich um Illusionen,
Faschismus, Rassismus, Technologiekritik, Umweltzerstörung und Gender.
Aus der heutigen Sicht erstaunt es ein wenig, dass Tezuka solche pessimistischen
Geschichten damals in einem wöchentlichen Shônen-Magazin veröffentlichte.
Seine Kurzgeschichten erlaubten Tezuka aber auch, mit verschiedenen Erzähl-
und Layouttechniken zu experimentieren, wie er sie Ende der sechziger Jahre
in seiner eigenen Zeitschrift COM mit seinem monumentalen Werk Hi no Tori
(Der Phoenix) verfeinerte und zu einem ersten Höhepunkt brachte.
Der Zeichenstil von Tezuka ist durch und durch klassisch und spricht wahrscheinlich nur eine kleine Zahl der westlichen Mangafans an. Hier sind die Designs meist sehr cartoonhaft und oft überzeichnet dargestellt, selbst bei sehr ernsten Geschichten. Doch wer sich einmal näher mit den Mangas von Tezuka auseinandergesetzt hat, weiss, wie fesselnd sie sein können. Hier zeigt sich Tezuka als Erzähler von seiner besten Seite. Für Leser auf der Suche nach Anspruch hoch empfohlen.
In Frankreich ist the Crater beim Verlag Tonkam unter dem Namen Le cratère rausgekommen.