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Whisky ist eine durch Destillation aus Getreide gewonnene und mindestens drei Jahre im Holzfass gereifte Spirituose. Die Ursprünge gehen bis ins 5 Jahrhundert zurück als christliche Missionare die irische Halbinsel begannen zu missionieren. Sie brachten technische Ausrüstungen sowie das Wissen für die Herstellungen von Arzneimitteln und Parfüm mit.
Ein wichtiger Rohstoff bei der Herstellung ist das Wasser. Der Mineraliengehalt, der Torfgehalt sowie die Härte des Wassers oder Mikroorganismen hatten bedeutenden Einfluss auf die Qualität. Aus diesem Grund wurde beim Bau von neuen Brennereien sehr viel Wert auf den Standort gelegt.
Der wichtigste Rohstoff für die Herstellung ist Getreide. Abhängig vom gewählten Herstellungsprozess und der verwendeten Getreideart wird das Getreide gemälzt oder ungemälzt verwendet. Für viele Whiskys ist gemälzte Gerste der hauptsächliche Geschmacksgeber. Für das Mälzen muss die Gerste eine sehr hohe Qualität besitzen. Hierbei wird die Ernte in jeweils in 9 Kategorien unterteilt, wobei sich nur Stufen 1-3 sich für das Mälzen eignen. Für die Qualitätseinstufung entscheidend sind ein hoher Stärkegehalt, ein niedriger Proteingehalt, ein niedriger Stickstoffgehalt, eine hohe Keimwahrscheinlichkeit, Gleichförmigkeit der Körner, sowie Reife und Trockenheit der Gerste.
Eine weitere Zutat ist Hefe. Unter etwa 1000 Hefearten eignen sich nur wenige für die Herstellung. Am gebräuchlichsten ist Reinzuchthefe. Hefe wandelt den Zucker durch Stoffwechsel in Alkohol und andere verwandte Stoffe, die dem Destillat weitere Aromen verleihen.
Der Herstellungsprozess verläuft in mehreren Schritten, die je nach Brennerei oder Herkunftsland abgewandelt werden.
Die jahrelange Reifung in einem Holzfass hat einen grossen Einfluss auf den Geschmack. Hierbei sind die Holzart, die frühere Nutzung des Fasses, die geographische Lage des Lagerhauses, die Bauart des Lagerhauses, das Mikroklima und die Dauer der Reife wichtige Faktoren. Der amerikanische Whiskey reift fast ausschliesslich in neuen Weisseiche Fässern, die innen angekohlt (getoastet) werden. Daneben ist die Europäische Eiche ein beliebter Rohstoff für die Whiskyfässer in Europa. Für dunkle Whiskys werden vorwiegend Fässer, in denen vorher Sherry oder Portwein gelagert wurde, verwendet.
Bei seit Jahren rückläufigem Konsum von Sherry und Portwein wird es für die Brennereien jedoch zunehmend schwierig, solche Fässer zu bekommen. Die Böttcherei Speyside Cooperage in Craigellachie setzt rund 100.000 Eichenfässer jährlich neu zusammen, toastet und repariert Fässer für die umliegenden Brennereien. 2004 lagerten rund 18 Millionen Whiskyfässer in Schottland.
Immer beliebter werden Abfüllungen, die durch Lagerung in anderen Fässern zusätzlich veredelt werden. Dieses Finishing findet in Fässern statt, in denen zuvor Sherry, Portwein, Rum, Bordeaux, Madeira, Cognac oder Weißwein gelagert wurde.
Die Lagerung erfolgt in unterschiedlich großen Fässern. Folgende Fasstypen finden in der Lagerung ihre Anwendung:
Viele Malzwhiskys erreichen ihren Höhepunkt in einem Alter von 10 bis 15 Jahren. Andere hingegen erreichen diesen erst später. Für die Abfüllung in Flaschen wird dem Wasser hinzugefügt, um eine gebräuchliche Trinkstärke herbeizuführen. Die gebräuchliche Trinkstärke liegt heutzutage zwischen 40% und 46%. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich unverdünnte Abfüllungen, die direkt in Fassstärke (cask strength) abgefüllt werden und dadurch intensiver und komplexer im Aroma sind.