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Frage: Im BLICK vom 3. Januar stellten Sie dar, wie man 100'000 Franken in Indexfonds und Obligationen investieren kann. Welche Oblis können Sie empfehlen? Wo finde ich im Internet eine Übersicht? Ich habe vor, die Obligationen bis zum Verfall zu halten. C. H., via E-Mail.
Kurse über gehandelte Obligationen finden Sie auf der Homepage von «Cash» (www.cash.ch) oder der Schweizer Börse (www.swx.ch). Doch die wirklich interessanten Papiere habe ich im Internet nicht gefunden. Ich denke an die Obligationen, die noch nicht an der Börse kotiert sind. Die Liste «Neu lancierte Frankenemissionen» müssen Sie demnach in der Zeitung suchen - etwa in der «Finanz + Wirtschaft».
Bei Obligationen unterscheidet man zwischen Primär- und Sekundärmarkt. Das geht so: Die Eidgenossenschaft, ein Kanton oder ein Unternehmen brauchen Geld. Also geben sie eine Anleihe heraus. Jetzt befindet sich die Anleihe im Primärmarkt. Die Anleger können Obligationen zeichnen, zum Beispiel zu 5000 Franken. Nach Ende der Zeichnungsfrist einige Wochen später werden die Obligationen an die Börse gebracht. Die Anleihe ist im Sekundärmarkt angelangt.
Ob Primär- oder Sekundärmarkt ist für Sie als Anleger von grosser Bedeutung: Im Primärmarkt zahlen Sie keine Kommission; im Sekundärmarkt wird Ihnen hingegen die Courtage abgezogen, wie das bei Börsentransaktionen üblich ist. Die Courtage beläuft sich so um die 1 Prozent. Auf 10000 Franken sind das immerhin 100 Franken. Sie können die Obligation jederzeit wieder via Börse verkaufen. In diesem Fall wird Ihnen wiederum die Courtage belastet. Wenn Sie aber die Obligation bis zum Verfall behalten, wird Ihnen das Geld spesenfrei auf dem Konto gutgeschrieben.
Es empfiehlt sich daher, Obligationen womöglich im Primärmarkt zu zeichnen. Das heisst: Man kauft die Obligation «aus Emission». Am besten kauft man mehrere Obligationen mit unterschiedlichen Laufzeiten.
Interessiert? Das müssen Sie zu Obligationen wissen:
Erschienen im BLICK am 24. Januar 2007