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Geschichte
Bereits im Gründungsjahr 1886 stand «die Fürsorge für Epileptische» im Zentrum der Aktivitäten der EPI.
Am 17. Dezember 1884 wurden die Statuten der «Schweizerischen Anstalt für Epileptische auf der Rüti in Zürich-Riesbach» genehmigt. Der damalige Zweck lautete: «Der Zweck der Anstalt ist die Fürsorge für Epileptische, sei es um ihnen zur Gesundheit und Arbeitsfähigkeit zu verhelfen, sei es um sie zu pflegen und bewahren.» Als eigentliches Gründungsdatum der EPI wird die feierliche Inbetriebnahme des Kinderhauses am 31. August 1886 betrachtet.
Seit ihrer Gründung ist die EPI eine private gemeinnützige Einrichtung. Schon die damalige Anstalt betreute Kinder, Frauen und Männer. Über viele Jahrzehnte hinweg standen die Seelsorge, die Erziehung und die medizinische Behandlung und Betreuung der «Pfleglinge» im Vordergrund. Bis in die fünfziger Jahre erfüllte die «Anstalt für Epileptische» die Aufgabe, den «Ärmsten der Armen» einen geschützten und nach christlichen Grundsätzen gestalteten Lebensraum zu bieten, worin die Anfallskranken eine Heimat, einen Ort des Heils und der Heilung finden konnten.
Im Laufe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich die ehemalige «Anstalt» grundlegend verändert. Der Wandel betraf insbesondere die Weiterentwicklung der Fachbereiche, die konfessionelle Orientierung, die Finanzierung sowie die Gebäude der EPI. Seit den sechziger Jahren haben die medizinischen und pflegerischen Dienste einen enormen Ausbau und eine zunehmende Spezialisierung erfahren.
Insgesamt hat die EPI eine allgemeine Öffnung und Professionalisierung erlebt. Der Ausbau der Sozialversicherungen erlaubte einen wesentlichen Zuwachs bei den fachlichen Dienstleistungen, womit eine markante Erhöhung des Personalbestands verbunden war.
Der Wandel von der ehemaligen «Anstalt» zur modernen Klinik kommt symbolhaft im Wechsel der Bezeichnung zum Ausdruck. Im Jahre 1979 erhielt die EPI den neuen Namen «Schweizerische Epilepsie-Klinik» und seit 2001 trat sie unter dem Begriff «Schweizerisches Epilepsie-Zentrum» auf. Der Begriff des Zentrums brachte noch deutlicher zum Ausdruck, dass die EPI als Kompetenzzentrum vielfältige Dienstleistungen anbietet, die weit über die Dienste einer medizinischen Klinik hinausgehen.
Heute bezeichnet der Begriff des Schweizerischen Epilepsie-Zentrums ein betriebsübergreifendes Kompetenzzentrum, welches netzwerkartig die Arbeit der Fachleute im Bereich der Epilepsie zusammenfasst und koordiniert. Unsere Fachkompetenz steht zunehmend auch Menschen ohne Epilepsie zur Verfügung.