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Die japanische Automobilindustrie bekommt die Auswirkungen des Jahrhundert-Erdbebens stark zu spüren. In den ersten zwei Wochen nach der Naturkatastrophe am 11. März wird die Produktion nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts IHS Automotive Insight um 65 Prozent einbrechen.
Japan stelle normalerweise rund 37'200 Fahrzeuge pro Tag her, hiess es in einem am Montag veröffentlichten IHS-Bericht. In einem Zeitraum von zwei Wochen produzierten die Autobauer gewöhnlich 521'000 Fahrzeuge.
Bis zum kommenden Freitag dürfte sich damit der Produktionsausfall auf 338'000 Autos belaufen. Marktführer Toyota Motor stellt rund 44 Prozent aller in Japan produzierten Fahrzeuge her. Danach folgt Nissan mit rund zwölf Prozent.
Nissan nahm in dieser Woche den Betrieb in dem von Erdbeben, Tsunami und Atomsorgen gebeutelten Japan wieder auf. Die Herstellung von Ersatzteilen und von Teilen für die Fertigung im Ausland lief am Montag in fünf Fabriken wieder an. Die Fahrzeugproduktion soll am Donnerstag beginnen.
Die US-Bank Goldman Sachs hatte errechnet, dass der Produktionsstopp Nissan jede Tag umgerechnet etwa 17,5 Millionen Euro kostet. Wegen der verheerenden Naturkatastrophen in Japan hatten etliche Konzerne die Produktion teilweise einstellen müssen. Neben Nissan und Toyota ist Honda betroffen.
SDA-ATS