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Das Wichtigste in Kürze
- Michail Saakaschwili hat seit sechs Wochen keine Nahrung mehr zu sich genommen.
- Der Hungerstreik des inhaftierten Ex-Präsident Georgien hat ihn in Lebensgefahr gebracht.
- Er ist wegen Amtsmissbrauch zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.
Der inhaftierte georgische Ex-Präsident Michail Saakaschwili schwebt nach Angaben von Ärzten nach fast sieben Wochen im Hungerstreik in Lebensgefahr. Ein Ärzteteam, das von der georgischen Ombudsfrau Nino Lomjaria beauftragt wurde, teilte am Mittwoch nach einer Untersuchung des Oppositionsführers mit, Saakaschwilis Gesundheitszustand werde als kritisch eingeschätzt. In naher Zukunft müsse mit tödlichen Komplikationen gerechnet werden.
Saakaschwili war am 1. Oktober nach acht Jahren im Exil aus der Ukraine nach Georgien zurückgekehrt und kurz darauf festgenommen worden. Aus Protest gegen seine Inhaftierung nimmt er seit 48 Tagen keine Nahrung mehr zu sich. Nach Angaben von Ärzten macht eine Blutkrankheit seinen Hungerstreik besonders gefährlich.
Während seiner Präsidentschaft von 2004 bis 2013 hatte Saakaschwili einen pro-westlichen Kurs verfolgt. 2018 wurde er in seinem Heimatland in Abwesenheit zu sechs Jahren Haft wegen Amtsmissbrauchs verurteilt.