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Auswertung Trainingsevent Emmetten 20.4.2014Ziel
Ziel des Tages war auf Ebene des 4-Mann-Team (4MT) zu handeln und zu Kommunizieren.
Weiterhin wollte ich erreichen, dass die Leute sehen, wie man im 2er-Team agiert.
Wer mit dem allen nicht einverstanden war, sollte nach den Übungen zumindest wissen, warum er das gezeigte nicht anwenden wollte. Das hielt ich ebenfalls für ein wichtiges Ziel. Trainingsübung 1
-Deckung geben und gedeckt werden-Aufgabe:
Ein 4MT in Form von zwei 2er-Teams haben einen Kontakt voraus.
Das 1. 2er-Team feuert (nach dem Motto: Deckung durch Wirkung), während das 2. 2MT in Deckung geht (nach dem Motto: Deckung vor Wirkung). Danach übernimmt das 2. 2MT die Wirkung, so dass das 1. 2MT in Deckung gehen kann. Dies wird abwechselnd durchgeführt, bis man den/die gegnerischen Spieler flankiert hat und hit sind.
Es kommt sehr auf die klare und verständliche Kommunikation an. Egal, was man ruft, es muss für die beteiligten Spieler verständlich und nachvollziehbar sein. Zeichnung:
Übungsaufbau 1Film:
Durchführung Übung 1https://onedrive.live.com/?cid=1170e50b ... %21108&v=3Auswertung:
Die Durchführung nimmt rund 45 Sek. Zeit in Anspruch. Diejenigen, die die Übung machten, hatten das Gefühl, dass sie zwischen zwei und drei Minuten benötigten!!!
Die Schiesskünste der Spieler war immer in Ordnung. Problematisch war, dass viel zu leise Kommuniziert wurde. Oft verstand man die Kommandos erst beim zweiten Übungsdurchgang. Die Abläufe waren durchweg im zweiten Durchgang besser. Alternativen:
Bei der 1. Übung ging es darum, Abläufe von zwei 2er-Teams zu üben und durchzuführen.
Ich habe absichtlich darauf verzichtet, die Übungen in einem Waldstück durchzuführen. Auf einer Wiese, wo man künstliche Deckungen aufbaut, kann man das Prinzip deutlich einfacher üben.
Alternativ kann man auch anders handeln: Z.B. geht das 2MT das den Kontakt merkt (weil es zu erst beschossen wird) in Deckung und das zweite 2MT übernimmt das Deckungsfeuer.
Egal, wie man sich entscheidet, hauptsache, es ist für alle von vornherein klar und wird konsequent durchgeführt.
Dann gibt es noch etwas, was ich schlichtweg vergessen habe zu üben: Ich wollte eigentlich auch mit zwei 4MTs die Übung durchspielen. Dann hättet ihr mal sehen können, dass sich das Ganze auch beliebig erweitern lässt. Trainingsübung 2
-Queren-Aufgabe:
Ein 4MT in Form von zwei 2er-Teams muss einen Gefahrenbereich queren. Wieder kommt es auf die Bewegung und das Schiessen an. Die Treffgenauigkeit ist nicht Gegenstand der Übung.
Das 1. 2er-Team geht bis zur Ecke und deckt das 2. 2er-Team.
Das 2. 2er-Team quert den Gefahrenbereich und deckt dann umgekehrt das 1. 2er-Team.
Auch hier war nicht der Sinn, den gegnerischen Spieler zu treffen. Viel mehr stand das eigene Queren im Vordergrund.
Und wieder kommt es auf die klare und verständliche Kommunikation an. Zeichnung:
Übungsaufbau 2Trainingsübung 3
-Bewegung in einer Formation-Aufgabe:
Ein 4MT geht in einer Formation so durch einen Geländebereich, dass alle Sektoren gesichert sind.
Es kam nicht darauf an, die Abstände so zu wählen, wie man sie in einem Spiel wählt. Viel mehr ging es hier darum, dass man sich als Team fortbewegt und immer konsequent den zugewiesenen Sektor sichert.
Der vorderste Spieler gab die Richtung des 4MTs an aber der letzte Spieler das Tempo vor.
Hier ging es darum eine abstrakte Situation zu bewerkstelligen. Die Abstände der Spieler zueinander ist deshalb zweitrangig. Erst, wenn jeder weiss, welche Aufgaben die anderen Spieler des 4MT ausüben, kann man in einer weiteren Übung auf die Abstände achten. Zeichnung:
Übungsaufbau 3Film:
Durchführung Übung 3https://onedrive.live.com/?cid=1170e50b ... %21110&v=3Auswertung:
Die Übung wurde in einer Zeit zw. einer und zwei Minuten durchgeführt. Bei Teams, die sich auf Vereinsebene kannten, ging es zügiger voran, als bei Teams, die neu entstanden.
Die Aspekte, die auffielen waren, dass sich sehr oft der Spieler, der eigentlich den einen Sektor sichern sollte, auf die andere Seite drehte, sobald er "Kontakt…" hörte. Dann war immer ein Sektor ohne entsprechende Sicherung. Alternativen:
Welche Formation man auch immer wählt, die Zuteilung der Sektoren muss klar und konsequent durchgeführt werden. Die Gegebenheiten des Geländes werden für die Entscheidung für die eine oder andere Formation herangezogen.
Jedes der fünf Teams hat eine andere Formation bevorzugt. Mal war es die Linien-, dann mal Keil- und auch die Ypsilon-Formation. Jedes Team fand bei der von ihnen gewählten Formation einen Vorteil gegenüber einer anderen Formation.
Die Argumente dazu waren immer nachvollziehbar und zeigten, dass es keine perfekte Formation gibt. Immer muss man irgendwo Abstriche machen. Auswertung:
Selbstverständlich ging es hier um einfache Grundlagen. Aber wenn die schon z.T. schwer bzw. nicht einfach umzusetzen sind, wie will man da über die Grundlagen hinaus gehen?
Meiner Meinung nach muss man diese Grundlagen sicher anwenden können - besonders mit Spielern, die man nicht kennt! Dann ist ein Spiel im 4MT bzw. sogar in den nächst höheren Gruppengrössen kein Problem. Versteht man das Verhalten auf Ebene des 4MTs, kann man es auch auf Ebene eines Squads und Platoons anwenden.
Die Teambildung und -bindung war kein Problem. Die Vorgabe, sich einen zweiten Mann zu suchen, um mit ihm den gesamten Tag als 2er-Team zu verbringen, ließ sich ohne weiteres umsetzen. Die Spieler konnten sich schnell aufeinander einstellen, was auch an der sehr hohen Motivation lag. Das hatte mir sehr gut gefallen.
Die Kommunikation war extrem schwer umzusetzen. Die Leute rufen nicht gerne oder woran es auch immer liegt. Besonders bei der 1. Übung war immer erst im 2. Durchgang die Kommunikation verbessert. Ausblick:
Natürlich kannten die meisten Spieler die Grundlagen. Sie waren aber froh, sie mal wieder konsequent durchzuführen. Ich hatte mit negativen Rückmeldungen gerechnet, was nicht der Fall war.
Ich wurde von verschiedenen Personen nach dem Training angesprochen und gefragt, ob man sowas nicht mindestens zwei Mal im Jahr machen könnte.
Da sich auch noch Spieler meldeten, die sich an der Organisation beteiligen würden, ist dies etwas, was ich in Erwägung ziehen werde.
Grüsse
Steiny