Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03196.jsonl.gz/1188

Da haben sich zwei gefunden. Die Credit Suisse wird von der britischen HSBC das japanische Privatkunden-Geschäft übernehmen. Eine dementsprechende Übernahmevereinbarung ist laut Angaben der Credit Suisse bereits unterzeichnet worden.
Eins haben beide Institute gemein. Beide befinden sich mitten in einem grundlegenden Umbau ihres Geschäfts. Die HSBC will sich zukünftig auf weniger Märkte konzentrieren und erhofft sich dadurch eine höhere Rentabilität. Bis zum Jahr 2013 sollen 30.000 Stellen bei dem Institut wegfallen. Teile des Russland-Geschäftes wurden bereits verkauft ebenso wie mehr als die Hälfte der Filialen von einer Tochterbank in den USA.
Die Credit Suisse geht einen etwas anderen Weg. Hier will man das Geschäft mit vermögenden Kunden weltweit ausbauen und das Engagement im Investmentbanking reduzieren. Um die Kosten zu senken, ist auch hier der Abbau von 3.500 Stellen geplant.
Das übernommene Geschäft der HSBC verwaltet Vermögen im Wert von 2,7 Mrd. Dollar und soll in die bestehende Privat-Banking-Sparte der Credit Suisse integriert werden. Durch die Übernahme verfügt man in Zukunft auch über Büros in Osaka und Nagoya. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Ziel ist es, bis Mitte 2012 vorbehaltlich der behördlichen Zustimmungen die Übernahme abgeschlossen zu haben.