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Wie die Nachrichtenagentur Keystone-sda und der Kanton Wallis berichten, haben die Wildhüter des Kantons Wallis den zuvor vom Kanton zum Abschuss freigegebenen Wolf im Goms erschossen. Bis zum 16. Juli 2021 hatte dieser mehr als zehn Schafe in geschützen wie auch ungeschützten Herden gerissen.
Wie aus weiteren Berichten der Nachrichtenagentur Keystone-sda und den lokalen Behörden hervorgeht, sollen im Kanton Wallis und im Kanton Waadt weitere Wölfe abgeschossen werden. Nach mehreren Wolfsangriffen auf Rinder in der Region Marchairuz hat der Kanton Waadt beim Bund ein Gesuch für eine Abschussbewilligung eingereicht. Gestützt auf die Jagdverordnung sei das Departement für Umwelt und Sicherheit der Ansicht, dass die Voraussetzungen für den Abschuss von zwei Jungwölfen aus dem Marchairuz-Rudel zur Regulierung des Bestandes gegeben seien.
In Zusammenarbeit mit den Landwirten würden derweil weitere Schutzmassnahmen ergriffen, um das Risiko weiterer Angriffe zu verringern. Während der Bund aber empfehle, Kälber bis zu einem Alter von zwei Wochen zu schützen, stelle der Kanton Waadt fest, dass die Beute der Wölfe älter ist. Er empfiehlt den Landwirten daher, die Kälber nachts so nah wie möglich an den Alphütten zu halten und sie zusammen mit Rindern zu halten.
Im Val d’Hérens im Kanton Wallis sollen Wölfe allein im Juli mindestens 35 Schafe gerissen haben – darunter auch acht Tiere, die von Herdenschutzhunden bewacht worden seien. Auch hier sind laut Gemeindebehörden die Bedingungen für einen regulären Abschuss von einem oder mehreren Wölfen gegeben. Im Wallis hat der Staatsrat erst kürzlich bereits den Abschuss eines Wolfes genehmigt, nun sollen also weitere folgen. Der Kanton Waadt hingegen braucht die Zustimmung des Bundes, weil es sich um ein Rudel und nicht um ein Einzeltier wie im Wallis handelt.
Auch der Kanton Graubünden hat vor rund einer Woche angekündigt, mindestens einen Wolf erlegen zu wollen, dies nachdem es auch dort zahlreiche Risse von Nutztieren auf verschiedenen Alpen gab.