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Eine Gruppe sehr seltener Wale ist an einem Strand in Neukaledonien angeschwemmt worden. Wie Wissenschafter am Dienstag in dem französischen Überseegebiet mitteilten, sind vier der insgesamt acht Tiere bereits verendet.
Es handelte sich den Angaben zufolge um Longman-Schnabelwale. Die grossen Wale mit der charakteristischen langen Schnauze wurden bislang nur selten gesichtet. Sie leben im Indischen Ozean im offenen Meer.
Die Wale waren den Angaben zufolge bereits am Samstag in einer Bucht im Süden der Inselgruppe im Südpazifik angespült worden. Vier Tiere verendeten, obwohl Behördenvertreter und Tierschützer versuchten, sie zurück ins Meer zu bringen.
Wenn Longman-Schnabelwale an einer Küste auftauchten, seien sie vermutlich krank oder verwirrt, sagte die Wissenschafterin Claire Garrigue, Wal-Spezialistin bei Internationalen Naturschutzunion IUCN. Ihren Angaben zufolge wurde die Art bislang weniger als ein dutzend Mal gesichtet - und auf Neukaledonien noch nie.
Eine Untersuchung der Kadaver soll nun klären, warum sich die Tiere an die Küste des französischen Überseegebiets verirrten. Anwohner vermuteten einen möglichen Zusammenhang mit einem Leck an einem Abwasserrohr, durch das eine Chemiefabrik Abfälle ins Meer leitet.
SDA-ATS