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Bei sonnigem Wetter und heissen Temperaturen haben wir unseren Auszubildenden Reto Berger nach alten Brauch gegautscht.
Für Ihn war es wohl eine willkommene Abkühlung :).
Der Begriff «Gautschen»
Das sogenannte Gautschen ist ein alter, bis in das 16. Jahrhundert rückverfolgbarer Buchdruckerbrauch, bei dem ein Lehrling nach bestandener Abschlussprüfung im Rahmen einer Zeremonie in einen Brunnen untergetaucht wird. Dem Lehrling wird nicht mitgeteilt, wann genau er gegautscht wird.
Der Ablauf
Während des Gautschens hält der Gautschmeister eine Ansprache an den Jünger und das umstehende Publikum:
«Packt an! Lasst seinen Corpus Posteriorum fallen auf diesen nassen Schwamm, bis triefen beide Ballen. Der durstigen Seele gebt ein Sturtzbad oben drauf, das ist dem Sohne Gutenbergs die Beste Tauf»
Auf den Ruf des Gautschmeisters «Packt an!» wird der Jünger gefasst und auf einen nassen Schwamm gesetzt. Es muss dafür gesorgt werden, dass das Hinterteil gehörig angefeuchtet wird. Nun wird er von oben herab begossen, sodass der Jünger am ganzen Körper pudelnass wird. Zu guter Letzt wird der Jünger in eine mit Wasser gefüllten Brunnen gesetzt.