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Die Abteilung Wildtiere untersucht freilebende und gehegte Wildtiere aus der ganzen Schweiz. Dies beinhaltet die Feststellung von Todesursachen sowie die Abklärung von Ursachen und Behandlungsoptionen bei Krankheiten. Dabei erfolgt die Untersuchung jagdbarer und geschützter Wildtiere im Auftrag des BAFU (Bundesamt für Umwelt).
Ein Monitoring des Gesundheitszustands von Wildtieren ist aus verschiedenen Gründen wichtig:
- Wildtiere sind Reservoire für Zoonosen (z.B. Tollwut, Echinokokkose, Tularämie).
- Wildtiere sind Reservoire für Haus- und Nutztierkrankheiten (z.B. Tuberkulose) und umgekehrt für Haustierkrankheiten empfänglich sein (z.B. Gemsblindheit).
- Wildtierkrankheiten können gefährdete Tierarten bedrohen und Wiederansiedlungsprojekte beeinträchtigen.
- Wildtiere fungieren als Bioindikatoren: Der Gesundheitsstatus von freilebenden Wildtieren ist ein Hinweis auf die Umweltqualität.
- Bejagte Tierarten werden zu Lebensmitteln verarbeitet und müssen lebensmittelhygienisch abgeklärt werden.
- Ein gesunder Tierbestand ist Teil von kulturellen Ökosystemdienstleistungen (Erholung, Naturbeobachtung).