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Seine Karriere begann im Jahr 1968 mit der Erzählung «Alois», der Durchbruch gelang ihm 2000 mit «Der Geliebte der Mutter». Urs Widmer (†75), einer der erfolgreichsten Schweizer Schriftsteller, ist am Mittwoch nach schwerer Krankheit in Zürich gestorben.
Im vergangenen Herbst legte der Basler mit «Reise an den Rand des Universums» eine Autobiographie vor, zu der er aber sagte: «Kein Schriftsteller, der bei Trost ist, schreibt eine Autobiographie. Denn eine Autobiographie ist das letzte Buch.» Für das Werk - und sein letztes Buch - erhielt Widmer den Schweizer Literaturpreis 2014.
2007 bekam der von Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, † 93, bezeichnete «Weltliterat» für seine rund 80 Prosastücke, Dramen, Hörspielen und Essays den Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. Seinen Stil zeichne «der Wechsel der Töne aus: Ironie und Satire stehen neben surrealer und realistischer Präzision», urteilte die Jury damals. Ausgezeichnet wurde Widmer ausserdem mit der Anerkennungsgabe der Stadt Zürich und dem Jakob-Wassermann-Literaturpreis der Stadt Fürth, den er am kommenden 18. Mai, kurz nach seinem 76. Geburtstag, hätte in Empfang nehmen sollen.
Widmer hinterlässt seine Frau May sowie eine Tochter und Enkeltochter. Die Beerdigung finde im engsten Familienkreis statt, heisst es im Communiqué des Verlags Diogenes. In Zürich sei eine öffentliche Trauerfeier geplant. Wann diese stattfindet, ist jedoch noch nicht bekannt.