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Felsenau/Bern, 9. April 1869.
Hochgeachteter Herr Präsident,
unter höflicher Bestätigung meiner ergebenen Zuschrift vom 7. dß. mit vier Beilagen habe ich die Ehre, Sie auf das in der No 96. des «Bund» vom 8. dß. Mts. enthaltene Kursblatt der eidgenößischen Bank vom gleichen Datum aufmerksam zu machen. Dieses Kursblatt, dessen Redaction unmittelbar oder mittelbar von Stämpfli herrührt, scheint mir die Frage der Gotthard-Subventionen in sehr beachtenswerter Weise zu behandeln, und auf das Benehmen sowie auf die Absicht Stämpflis ein interessantes Licht zu werfen. Die Centralisation der schweizerischen Bahnen in der Hand des Bundes, und deren Betrieb von Staatswegen treten zwischen den Zeilen deutlich und für ost– & west–schweizerische Leidenschaften recht verführerisch hervor. Jetzt scheinen nicht nur die bernische Staatsbahn sondern auch andere patriotische Schöpfungen ähnlicher Art dem Gotthardnetze einverleibt werden zu wollen. Sie werden sicherlich dafür gesorgt haben, daß die Gotthardsubventionen dem Gotthardcomite und nicht dem Bunde gegeben werden. Es wäre zweckmäßig, wenn durch geeignete Aufklärung daherige Zumuthungen im Keime erstickt würden.
Genehmigen Sie, hochgeachteter Herr Präsident, den Ausdruck meiner aufrichtigen Ergebenheit.
C Wilhelm von Graffenried
MHHerrn Präsidenten Dr A. Escher,
Zürich.