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Kinderkriegen ist eine emotionale Entscheidung. Heute zeugt niemand Kinder, um sich im Alter finanziell abzusichern. Dennoch schafft unsere Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) reelle Anreize, kinderlos zu leben. Die Alterskosten werden sozialisiert, nicht jedoch die Ausgaben für die Nachkommenschaft. Infolgedessen bevorzugen heute viele Erwachsene ganz bewusst ein kinderloses, luxuriöseres Leben.
Die AHV wurde 1949 eingeführt. Sie wird nach dem Umlageverfahren finanziert. Was Erwerbstätige innerhalb einer Zeitperiode einzahlen, wird in derselben Periode an die Rentenberechtigten ausbezahlt. Die pensionierte Generation erhält so die Beiträge ihrer erwerbstätigen Kinder. Dies als Ausgleich für die Aufwendungen, die sie als aktive Generation beim Aufziehen ihrer Sprösslinge hatte. Das heisst also: Die erwerbstätige Generation bezahlt AHV-Beiträge nicht für sich, sondern für ihre Eltern.
Die Crux: Auch Kinderlose erhalten eine volle Rente, dies obwohl sie keine finanzielle Vorleistung zur Sicherung ihrer AHV-Rente getätigt hatten. Die Renten der Kinderlosen müssen also von den Eltern quersubventioniert werden, die mehr als zwei Kinder aufziehen, respektive finanzieren.
Die Ungerechtigkeit, welche das heutige System gegenüber kinderreichen Familien darstellt, könnte im Grunde behoben werden, indem eine AHV-Rente nur denjenigen zusteht, die auch in das Human-Kapital der Zukunft investiert hatten. Dabei ist nicht relevant, ob Kinderlosigkeit gewollt ist oder nicht. Es gilt, ob man Aufwände für Kinder hatte oder nicht. Eine volle Rente steht so nur denjenigen Elternteilen zu, die mehr als zwei eigene Kinder aufgezogen hatten. Folglich haben Kinderlose keinen Anspruch auf eine AHV-Rente.