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Die Kommandanten der Päpstlichen Schweizergarde und der Tessiner Kantonspolizei, Christoph Graf und Matteo Cocchi, haben am Montag eine entsprechende Vereinbarung im Gardequartier unterzeichnet. Durch die Neustrukturierung der Rekrutenschule wird eine weitere Professionalisierung des traditionsreichen Korps angestrebt.
Die neu gestaltete Rekrutenschule, die erstmals Ende Oktober durchgeführt wird, besteht künftig aus zwei Teilen. Zunächst werden die 16 neuen Rekruten nach Rom fliegen, um sich den medizinischen Untersuchungen im Vatikan zu unterziehen. Für einen Monat werden sie danach eine Ausbildung bei der Tessiner Kantonspolizei absolvieren.
Dabei werden folgende Themen behandelt: Elemente der Psychologie und des Rechts, Brandbekämpfung, lebensrettende Sofortmassnahmen, Schiessausbildung, persönliche Sicherheit, taktisches Verhalten und Sport.
Die Rekruten könnten im Rahmen der Ausbildung von der Erfahrung und dem Fachwissen verschiedener Experten profitieren, wodurch die Professionalität in einem immer anforderungsreicheren Kontext gewährleistet werden könne, heisst es in der Mitteilung der Schweizergarde weiter.
Am Ende der Ausbildung bei der Tessiner Kantonspolizei werden die Rekruten in den Vatikan zurückkehren und einen weiteren Monat im Quartier der Päpstlichen Schweizergarde ausgebildet. Diese Ausbildung beinhalte das Erwerben der notwendigen Orts- und Personenkenntnisse, der ersten Grundkenntnisse der italienischen Sprache sowie eine gardespezifisch-militärische Ausbildung und das Vermitteln der Schutzaufgaben.
Die Päpstliche Schweizergarde besteht aus 110 Gardisten und wurde 1506 von Papst Julius II. gegründet. Sie ist für den Schutz des Papstes und seiner Residenz verantwortlich, begleitet den Papst auf seinen Auslandsreisen und kontrolliert die Haupteingänge zur Vatikanstadt.
(SDA)