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Der «Follow up Zurich»-Prozess ist eine Plattform für die Verkehrsministerinnen und -minister der Alpenländer. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen für die verschiedenen Herausforderungen zu finden, die die Alpen und den Verkehr betreffen. Dazu gehören die Sicherheit, das Verkehrsmanagement und die Verkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene.
Die tragischen Unfälle in den Strassentunnels durch den Mont Blanc (1999), die Tauern (1999) und den Gotthard (2001) brachten das Thema der Sicherheit im alpenquerenden Strassenverkehr aufs Tapet. Auf Initiative der Schweiz verabschiedeten die Verkehrsministerinnen und -minister Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Österreichs und der Schweiz Im November 2001 in Anwesenheit der Europäischen Kommission die «Gemeinsame Erklärung von Zürich». Darin bezeugen die Alpenländer ihren Willen, gemeinsame Anstrengungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in den Alpen und zur Förderung der Verkehrsverlagerung zu unternehmen. Auf der Grundlage dieser Erklärung wurde die Plattform «Follow up Zurich» gegründet. Im Jahr 2006 schloss sich Slowenien und 2012 Liechtenstein dem Prozess an.
Die Plattform besteht aus einem obersten Organ, einem Leitorgan (Steering Committee) und verschiedenen Arbeitsgruppen. Das oberste Organ ist die Konferenz der Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister der Alpenländer, die in der Regel alle zwei Jahre stattfindet. Das Leitorgan ist das ständige Verwaltungsorgan der Plattform. Derzeit sind folgende Arbeitsgruppen aktiv:
- Heavy Vehicle Transport Management Instruments (Arbeitsgruppe Schwerverkehrsmanagementsysteme) unter österreichischem Vorsitz;
- Monitoring group Incident Management (Arbeitsgruppe Ereignismanagement) unter Schweizer Vorsitz;
Vorsitz der Schweiz
Im Zeitraum 2021–2022 hatte die Schweiz den Vorsitz des «Follow up Zurich»-Prozesses inne. Zugleich leitete sie auch die Alpenkonvention. Diese doppelte Präsidentschaft fand in einem politischen Kontext statt, in dem Umweltschutz und Klimawandel zu dringenden und unausweichlichen Themen geworden sind. Der Alpenraum ist von diesen Fragen besonders betroffen, da die Auswirkungen der Klimaerwärmung dort stärker spürbar sind als in anderen Teilen Europas. Das Hauptaugenmerk der Schweizer Präsidentschaft lag deshalb auf Fragen der Nachhaltigkeit. Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Verlagerung des Güter- und Personenverkehrs von der Strasse auf die Schiene.
An einer gemeinsam von Umwelt- und Verkehrsministerien durchgeführten Konferenz wurde im Oktober 2022 ein Aktionsplan zur Dekarbonisierung des Verkehrs im Alpenraum verabschiedet. Dieser soll auch für die folgenden Präsidentschaften eine Leitlinie für die Dekarbonisierung des Verkehrs bilden.
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