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Schneeballen (aus: Anna Wehinger, “Dornbirner Kochbuch“, Edition 1995 von Originalfassung 1911):
Von 28 dkg Mehl, 14 dkg Butter und 2 ganzen Eiern, 2 Eigelb, 3 Löffel Weisswein, 2 Löffel Rahm und einer Prise Salz wird ein Teig gemacht, welcher etwas fester sein muss als Nudelteig. Dann walkt man handgrosse Stücke aus, welche mit dem Rädel 2 – 3-mal durchgerädelt werden, aber so, dass an beiden Enden noch ein fingerbreiter Rand übrigbleibt. Nach dem wird ein Kochlöffelstiel durch die gerädelten Einschnitte geflochten und so in nicht zu heissem Schmalze gebacken.
Schneeballen (auf andere Art) (aus: Anna Wehinger, “Dornbirner Kochbuch“, Edition 1995 von Originalfassung 1911):
Man gibt auf das Nudelbrett 32 dkg Mehl, 20 dkg kleingeschnittene Butter, macht dann in einer Mitte eine Grube, in die man 3 Eigelb, einen Kaffeelöffel voll Zucker, eine Prise Salz, 1/16 l Milch, ebensoviel Wein oder 3 Löffel Rum gibt. Dieses verarbeitet man zu einem lockeren Teig. Derselbe muss so lange auf dem Nudelbrett geknetet werden, bis er Blasen hat. Nach dem wird er in Stücke geschnitten, messerrückendick ausgewalkt, mit einem runden Ausstecher Flecken ausgestochen, oder man macht solche Flecken mittels eines Rädchens. Dann wird in dieselben in gleicher Entfernung, kleinfingerdick auseinander, fünfmal durchgerädelt, aber so, dass der Rand ganz bleibt. Dann fasst man von diesen Streifen jeden zweiten auf einen Kochlöffelstiel, schiebt den Teig auf demselben zusammen und zieht den zuerst aufgefassten Streifen über die anderen, wodurch sich ein Ball bildet, den man in ziemlich heissem Schmalz backt, und erst dann den Kochlöffelstiel herauszieht, wenn der Ball zusammenhält. So backt man sie auf beiden Seiten schön gelb, bestreut dieselben mit Zucker und Zimt oder nur mit Zucker.