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Skantscha
skantscha' wird das Zählsystem der skandaj genannt.
Dieses Zählsystem basiert auf der Hand, also der 5 (für fünf Finger als Hauptzahl und in ihrer Verdoppelung (zwei Hände) = Zehn
Die Null existiert im Zählsystem, wird aber nicht verwendet.
Die Zahlen 1 bis vier (na, ue, me, ta) werden vom kleinen Finger her abgezählt und tragen auch die gleiche Bedeutung, den gleichen Namen. Der Daumen taucht in der Zählung nicht auf, da, wenn alle vier Finger hochgehalten wewrden (vergleiche Alaju-Handzeichen), dann ist symbolisiert das die ganze Hand, also skand = 5. Der Daumen hat aber nichtsdestotrotz eine grosse Bedeutung. Er wird mit hom bezeichnet, also der Null.
Zugleich bedeutet die Null das allumfassende. Da der Daumen dem Menschen das Greifen und damit das Handwerk ermöglicht, nimmt er in der Nienetwiler-Kultur eine besondere Stellung ein und wird einerseits deshalb, andererseits auch wegen seiner Bedeutung als Zahl Null, in den gedankenwelten der Skandaj als Anregung zu Denkmodellen verstanden. So verfasste die Nienetwiler Dichterin und Denkerin Onei (5945 bis 5867 um 5900v.u.Z. das Lied «po'na, po'na» (alaju=viel'wenig; wobei po der "zweite" Name für den Daumen ist). Das Lied beschreibt den Durst eines Daumens nach Macht und wie er sich über die anderen Finger erheben wollte. Doch ohne die anderen Finger konnte er keinen Hammer halten und nicht schmieden; er konnte keine Nadel halten und nicht nähen, und er konnte keinen Lehm halten, und so konnte er nicht töpfern. Schliesslich musste er klein beigeben und einsehen, dass jeder Finger nur ein Teil einer Hand ist, und jeder von jedem abhängig ist.
Rechensystem: Beim Addieren werden die Zahlenreihen untereinander geschrieben. Dann wird wie bei diesem Beispiel ein tosch und ein ras geschrieben und jeweils von den kleinsten 1ern bis zu den 1000ern oben zusammengezählt und in die "leeren" Zeichen eingefügt. Vergl. Rechnen mit Abakus
Die Zählweise wird ab Zahl 11 in Beispielen aufgeführt.
|Zahlenwert||Alaju-Wort||Bedeutung||skandscha-Zeichen||Keu-zeichen|
|0||hom||alaju=leere/Daumen/radnabe/Buchstabe O|
|1||na||alaju=klein/Kleiner Finger|
|2||ue||alaju=wo/Ringfinger|
|3||me||alaju=medh(Mitte)/Mittelfinger|
|4||ta||alaju=da/Zeigefinger|
|5||skand||Bedeutet eine hand|
|6||skan'na||1Hand + 1Finger das ‘d’ von skand wird in dieser Zählweise weggelassen|
|7||skan'ue|
|8||skan'me|
|9||skan'ta|
|10||tscha||alaju=klatschen, zwei Hände (als Handueichen die Faust|
|89||skan'me'tscha'skan'ta|
|100||ras||alaju=rascheln|
|380||me'res'skand'me'tscha|
|388||me'res'skand'me'tscha'skand'me|
|1'000||tosch||alaju=tosen|
|8200||skan'me'tosch'ue'res|
|10'000||tscha'tosch|
|47'380||ta'tsch'tosch'skan'ue'tosch-me'res'skan-me-skan'ta|
Das ebenfalls parallel zum skantscha existierende skanjar (ewige Hand) beruht rein auf der Hand es wir ein 27 = 5Hand 2Finger = skanskanta
Inwieweit diese Zählweise im Täglichen Leben Verwendung fand ist nicht geklärt. Sicher ist, dass sie teilweise in der Lyrik benutzt wurde.
Der Begriff raskand der auch (ras=100 + skand=5) bedeutet, heisst auch hundert Hände und wird für «viel Arbeit, etwas was vieler Hände bedarf verwendet. Damit es keine Verwechselung gibt, ist wird das Wort mit einer Hand-Geste begleitet.