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Dieselöl verwendet man zum Betrieb von Dieselmotoren, wie z.B. in PKW's, LKW's, Schiffen, Lokomotiven, Baumaschinen und Generatoren. Der Anteil an dieselbetriebenen PKW's nimmt wegen des sparsamen Verbrauchs stetig zu. Die Verwendung der Partikelfiltertechnologie zur Reduktion der Abgase (spez. Russ) erhöht zunehmend auch die Akzeptanz und der Diesel verliert seinen Ruf als Dreckschleuder.
Dieselöl ist chemisch sehr nahe mit dem Heizöl verwandt (teilweise sogar identisch), d.h. technisch könnte man einen Dieselmotor ohne weiteres auch mit Heizöl betreiben. Wegen der unterschiedlich hohen Zollbelastung ist dies jedoch unter Strafe verboten. Damit die Zollfahnder allfälligen Sündern auf die Schliche kommen, wird Heizöl mit roter Farbe und einem Markierungsstoff versetzt. Wird also bei einer Kontrolle in einem Fahrzeug rote Farbe oder bei hoher Verdünnung nur noch der Markierungsstoff gefunden, ist klar, dass dem Treibstoff Heizöl beigemischt wurde.
Im Gegensatz zu Heizöl, welches selten Temperaturen unter Null Grad ausgesetzt wird, müssen Dieselfahrzeuge auch im Winter bei Minustemperaturen einsatzfähig bleiben. Deshalb unterscheidet man zwischen Sommer- und Winterqualitäten.
Im weiteren sind beim Betrieb der Dieselaggregate folgende Qualitätsmerkmale des Dieselöles massgebend:
Der Schwefelgehalt wurde im Laufe der Zeit von 0,1 auf 0,001% gesenkt. Aufgrund des geringen Anteils wurde auch die Masseinheit von % auf ppm (parts per million = Teile pro Million) geändert. Die 0,001% entsprechen 10 ppm.
Die CRT-Filtertechnologie (Katalysator mit Russfilter) benötigt diesen geringen Schwefelgehalt um funktionieren zu können, höhere Anteile schaden dem System (wie analog ein zu hoher Bleigehalt beim Benzin den Katalisator schädigt). Mit dem CRT-Filter kann der Anteil der Russpartikel um 95% gesenkt werden.
Im Gegensatz zu Wasser gefriert Öl nicht einfach bei einer bestimmten Temperatur. Es bilden sich bei sinkenden Temperaturen immer mehr und grössere Parafin-Kristalle, das Öl wird zuerst milchig-trübe und immer dickflüssiger, bis es schliesslich fest wird.
Das Kälteverhalten wird mit 2 Temperaturen umschrieben:
Temperatur, bei welcher sich die ersten Parafin-Kristalle im Diesel bilden, der Diesel wird dabei milchig trübe.
Temperatur, bei welcher der Diesel einen normierten Filter nicht mehr passieren kann. Dieser Wert ist für die Definition der Wintertauglichkeit wichtig.
Verunreinigungen im Diesel (z.B. Spuren von Kondenswasser) können das labormässig ermittelte Kälteverhalten negativ beeinflussen und die Temperaturgrenze nach oben verschieben.
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