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Wann immer wir einem Problem begegnen, kennt unser Instinkt nur eine Lösung: etwas hinzuzufügen. Dies zumindest sagt Leidy Klotz, Professor an der Universität von Virginia und Autor des Buches «Subtract: The Untapped Science of Less». Im Video-Interview mit dem GDI erzählt er: «Mein Sohn und ich bauten mit Lego-Bausteinen eine Brücke. Als sie nicht im Lot war, wollte ich einen weiteren Stein hinzufügen. Mein Sohn hingegen entfernte einen, um die Brücke ins Gleichgewicht zu bringen.» Ein gutes Beispiel, wie man Probleme auch mit Subtraktion lösen könne.
In einer bestimmten Provinz in Kanada wiederum müsse vor jeder Gesetzesänderung aufgezeigt werden, welche bestehenden Gesetzespassagen dadurch wegfallen sollten und könnten. Unser Grundproblem sei aber nicht zwangsläufig das Hinzufügen. Es sei oft ein guter Weg, um etwas zu verändern. «Das eigentliche Problem ist, dass wir das Verringern als Option für Wandel systematisch übersehen», so Klotz.