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Hintergrund und Umfang
TRAPEGO ist ein vom SNF (Schweizerischer Nationalfonds) gefördertes Sinergia-Projekt mit einer Laufzeit von vier Jahren (2021-2025). Es befasst sich mit der nachhaltigen Transformation der Schweizer Landwirtschaft, um negative externe Effekte des Pestizideinsatzes zu internalisieren. Dieses Projekt ist ein wirklich inter- und transdisziplinäres Unterfangen, an dem Gesundheits- und Politikwissenschaftler*innen, Agrarwissenschaftler*innen, Umweltwissenschaftler*innen, sowie Entscheidungs- und Medienanalysten beteiligt sind.
In dieser Forschung folgen wir der Grundannahme, dass systematische, gezielte und rechtzeitige Beweise und Informationen über Pestizidexposition und -risiken, über alternative landwirtschaftliche Praktiken und Strategien einen Einfluss auf die Einstellung der Menschen zum Pestizideinsatz und zur Regulierung haben.
Dies ist keine naive Annahme, dass (jede Art von) Information einen nachhaltigen Wandel bewirken kann. Frühere Forschungen zeigen, dass Informationen und Evidenz in der Tat die Einstellungen und Präferenzen der Menschen beeinflussen, aber dies ist abhängig von der Art, dem Zeitpunkt und der Neuartigkeit der Informationen, von der Dringlichkeit des Handlungsbedarfs und dem Grad der Betroffenheit der Menschen.
In der pestizidbezogenen Forschung gibt es keine systematische Bestandsaufnahme von Evidenzquellen und -wegen und keine Prüfung, welche Art von Evidenz die Präferenzen verschiedener Interessengruppen beeinflussen könnte. Zum ersten Mal untersuchen wir systematisch die Rolle verschiedener Arten von Evidenz auf verschiedene Typen von Akteuren, die in der Schweizer Landwirtschaft involviert sind, im Hinblick auf ihre Einstellungen zum Pestizideinsatz und zur Regulierung von Pestiziden.