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Bei der Suche nach geeigneten Unterkünften für eine wachsende Zahl von Asylsuchenden bringen die Schweizer Behörden unkonventionelle Lösungen hervor.
Lokaler Widerstand und ein Mangel an geeigneten Lokalitäten machen die Aufnahme von Asylsuchenden zur Herausforderung. Um sich auf Neuankömmlinge vorzubereiten, greifen Kantone und Gemeinden bei der Bereitstellung von Unterkünften auf ungewöhnliche Liegenschaften, wie militärische Bunker, umgebaute Schiffscontainer, Armeezelte, Spitäler, ein altes Feuerwehrhaus oder ein Herrschaftshaus zurück.
Die Schweizer Migrationsbehörden rechnen für 2015 mit 29'000 Asylsuchenden. Das entspricht einer Zunahme gegenüber früheren Jahren, liegt aber unter dem Rekord von 1990. Das Staatssekretariat für Migration warnte kürzlich die 26 Kantone, dass mehr Asylsuchende aufgenommen werden müssten. Bis zu 1150 Personen pro Woche könnten künftig in den Kantonen untergebracht werden müssen, was einer Zunahme von 15 Prozent entspricht.
Die Schweiz hat versprochen, sich am Programm der Europäischen Union zur Umverteilung der vor dem Syrienkonflikt fliehenden Menschen zu beteiligen. In einem ersten Schritt will die Schweiz 1500 Flüchtlinge aufnehmen, die im benachbarten Italien und in Griechenland bereits registriert worden sind. Die Regierung zeigt sich auch bereit, in den nächsten zwei Jahren die Aufnahme von bis zu 5000 zusätzlichen Flüchtlingen zu prüfen.
(Fotos: Keystone)