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Installationen sind ein Kunstgenre, das erst im 20. Jahrhundert aufkam. Es bezeichnet raumgreifende Kunstwerke, die über die normalen Dimensionen eines Bildes oder einer Skulptur hinausgehen. Sie können orts- und zeitgebunden sein. Manche Installationen finden im öffentlichen Raum statt, andere in Museen oder in Galerien. Auch große Kunstausstellungen wie die Documenta in Kassel zeigen Installationen internationaler Künstler.
Eine der Definitionen für Installationen ist, das sie dreidimensional sein müssen. Eingeschlossen sind dabei auch Videoinstallationen, da der Fernseher oder Bildschirm die dritte Dimension schafft, selbst wenn das Bild an sich nur zwei Dimensionen hat.
In vielen Fällen nimmt eine Installation einen kompletten Raum ein, muss diesen aber nicht ausfüllen. So kann man die Fettecken von Joseph Beuys auch als Installationen verstehen. Ein anderer deutsche Installationskünstler ist HA Schult. Er ließ zum Beispiel Figuren aus gepressten Getränkedosen vor dem Kölner Dom aufstellen („Trash People“). Peter Struyken hingegen ist ein niederländischer Künstler, der einen Raum mit verschiedenen Lichtinstallationen ausstattet.
Dadakünstler verwendete seine Wohnung als Installationsfläche
Eine der frühesten Installationen machte der Dada-Künstler Kurt Schwitters in seiner Wohnung. Sie hieß Merzbau und nahm fast seine gesamte Wohnung in Hannover ein. Schwitters arbeitete zwischen 1923 und 1936 an diesem Projekt. Überliefert ist nur ein Foto eins Nachbaus aus dem Jahr 2006.
Zunehmend hat die Videokunst auch Einfluss auf Installationen genommen. Dabei werden aber die Videos und Bildschirme in ein Gesamtkonzept eingebaut, zum dem noch andere Elemente gehören. Als Beispiel kann man die Werke der deutschen Künstlerin Susanne Kutter sehen. Sie versucht, lineare Handlung im Moment des Betrachtens zu durchbrechen. Eine Installation war eine bürgerliche Wohnung, die in einem Baucontainer eingerichtet wurde. Dieser wurden dann auf einen LKW verladen und die umherfallenden, ungesicherten Möbel während der Fahrt gefilmt. Die Russin Joulia Strauss ist ebenfalls eine Installationskünstlerin, die versucht, Kunst, Wissenschaft und Technik zu vereinen und in ihren Werken auszudrücken. Sie studierte unter anderem bei Georg Baselitz.