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HII – Alles über Pumas und Cougars oder wenn die alternativen Verwendungen eines Tiernamens bekannter sind als das Tier selber
Der Puma. Über kaum ein Tier mit einer solchen Alltagspräsenz weiss der Homo sapiens weniger als über den Puma. Oder weisst du, wo Pumas überall vorkommen? Wie gross sie werden? Ob sie Einzelgänger oder Rudeltiere sind? Welche Fellfarben sie haben? Was ihre Beutetiere sind?
Dieses Unwissen ist nicht weiter verwunderlich, erscheint doch beispielsweise die Homepage von Puma Europe als erstes, wenn man Puma googelt. Dabei handelt es sich offensichtlich nicht um eine Homepage über den europäischen Puma, sondern um die Webseite des deutschen Sportartikelherstellers. Wenn man es dann bei Google noch mit dem englischen Begriff Cougar versucht, wird man beim Klicken auf das erste Suchresultat wiederum nicht auf die Wikipedia-Seite der Raubkatze weitergeleitet, sondern erfährt man mehr darüber, dass Cougar eine englische Slang-Bezeichnung für Frauen ist, die einen wesentlich jüngeren Mann für eine Beziehung oder als Sexualpartner suchen. Das mag jetzt vielleicht für das Clickbaiting interessant sein, für diesen Artikel hier aber nicht, denn wir wollen etwas Licht ins Dunkel bringen was den Puma angeht und euch mehr über das Raubtier erzählen.
Der Puma hat seine ursprüngliche Verbreitung in Nord- und Südamerika. Mittlerweile gibt es aber auch Populationen in Europa. Anders als ihre Artgenossen auf den beiden amerikanischen Kontinenten, die klassische Einzelgänger sind, kommen die Europäischen Pumas in Rudeln vor und gehen gemeinsam auf Jagd. Sie haben sich ausschliesslich auf die Beute von Punkten spezialisiert, während die amerikanischen Pumas nicht wirklich wählerisch sind und von Hirschen, Renntieren, über Nager und Vögel bis hin zu Echsen alles fressen. Die europäische Version des Pumas ist mit einer Körperlänge von 170cm bis ca. 185cm im Durchschnitt etwas länger als der amerikanische Artgenosse. Gemeinsam ist ihnen die Farbe des Fells. Beide Katzenarten verfügen über ein rötliches Fell, das aber auch leicht orange sein kann. Der europäische Puma liebt es, mit seiner Beute über längere Zeit zu spielen. In der Wildnis wurde beobachtet, dass die Beutezüge europäischer Puma-Rudel bis zu zwei Stunden dauern können, dabei meistens aber auch zwei kürzere Pausen von jeweils ca. 10 Minuten eingelegt werden. Der amerikanische Puma geht die Jagd ganz anders an. Er pirscht sich an die Beutetiere heran, springt sie an und versucht sie mit einem Biss in den Nacken möglichst schnell zu töten. Aussagen über die Effizienz der jeweiligen Jagdmethode sind schwierig zu treffen. Am vergangenen Wochenende wurde ein Puma-Rudel in der Zentralschweiz gesichtet, wie es sich einen zweistündigen Kampf mit einer potentiellen Beute lieferte. Es wurde aber nicht ganz klar, ob die Pumas mit der Beute spielten oder ob es nicht doch eher umgekehrt war und die Beute mit den Pumas spielte. Der bekannte Biologe Andreas Moser, der das ganze Schauspiel aus der Ferne beobachtete, meinte im Nachhinein, dass die von den Pumas auserkorene Beute von Anfang an im Vorteil war und sehr souverän mit der Bedrohung umging. Sie stellte sich den Raubkatzen als Kollektiv entgegen, indem sie sich wie eine Büffelherde zusammenschloss und kaum Angriffe zuliess. Und wenn trotzdem einmal ein Puma durchbrechen konnte, wurde der Angriff teilweise mirakulös abgewehrt. Schlussendlich mussten die Pumas, nach Aussage von Andreas Moser, ohne Punkteausbeute wieder von dannen ziehen, während die Beute ein rauschendes Fest bei Pizza, Poulet im Chörbli, Bier und Wein feierte!
Ad Astra Sarnen – Zürcher Oberland Pumas 6:3 (2:0, 2:0, 2:3)
Dreifachhalle, Sarnen. 75 Zuschauer. SR Burkard/Gisin.
Tore: 13. M. Odermatt (R. Isler) 1:0. 19. M. Odermatt 2:0. 30. R. Christen (R. Durrer) 3:0. 38. G. Amstutz 4:0. 49. R. Arregger (F. Gerig) 5:0. 53. S. Raths (M. Senne) 5:1. 57. R. von Wyl (R. Arregger) 6:1. 58. F. Lehmann (S. Lehmann) 6:2. 59. F. Lehmann 6:3.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ad Astra Sarnen II. 2mal 2 Minuten gegen Zürich Oberland Pumas.
Sarnen: M. Bucheli; R. Durrer, C. Isler, J. Wintsch, M. Schäli, R. Isler, T. Lengen, L. Abächerli; R. von Wyl, G. Amstutz, F. Barmettler, M. Furrer; B. von Rotz, B. Haas, R. Flühler, M. Odermatt, R. Christen, F. Gehrig, R. Arregger
Zürich Oberland: S. Lehmann; R. Häubi, R. Weber, T. Zuppinger, M. Frunz, M. Kündig, A. Jaggi, M. Senne, J. Waltenspül, F. Lehmann, S. Lätsch, P. Haas, S. Raths, O. Müller, P. Lippuner, L. Koch, L. Egli, D. Guli, T. Kündig