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Für die Umsetzung der künftigen Vision und Politik in unserem Land müssen wir ein horizontales Vorgehen bevorzugen. Sämtliche Bestimmungen, Umstände und Einschränkungen sind zu berücksichtigen, um die verschiedenen Interessen abzuwägen und eine geeignete Lösung zu finden, die dem Volkswillen am besten entspricht. Eine abgeschottete Umsetzung streng nach Wortlaut und nicht im Sinn und Geist der Bestimmungen führt unweigerlich zu Trägheit und Rückschritt.
Ziel : Energiestrategie 2050
Dieses Ziel kann nicht durch Abschottung und unabhängig von anderen Akteuren erreicht werden.
Wie kann man eine intakte Umwelt und eine klimaneutrale Schweiz anstreben, wenn für die Sicherung der Rhone Steine aus Italien und Sand aus Frankreich importiert werden? Wie kann man rechtfertigen, dass aufbereitetes und sauberes Material, das genutzt werden könnte, über hunderte von Kilometern zu einer Deponie transportiert werden muss? Ist es sinnvoll, dass Unternehmen ausserhalb des Kantons jeden Tag ins Wallis fahren, um kleine Arbeiten auszuführen? Und müssen die Unternehmen im Wallis unbedingt dasselbe in anderen Kantonen tun?
Diese Aufzählung ist nicht abschliessend. Es ist aber auch so bereits klar ersichtlich, dass mit der Umsetzung eines Gesetzes nur um des Gesetzes willen die globalen Ziele nie erreicht werden …
In Bezug auf die mineralischen Rohstoffe – und insbesondere hinsichtlich der Motion zur einfacheren Verwendung des Aushubmaterials – erhalten die oben erwähnten Reflexionen eine theatralische, vor allem aber eine tragische Bedeutung. Folgende Auswirkungen sind zu beobachten: Die kantonale Bevölkerung nimmt zu, ebenso wie die Attraktivität des Wallis… Bald werden wir mehr als eine halbe Millionen Einwohner zählen. Folglich müssen Wohnungen und Infrastrukturen gebaut werden.
Wie können die Fruchtfolgeflächen (FFF) in der Talebene erhalten werden, wenn man das Angebot in den Seitentälern nicht ausbauen will? Die Talebene und ihre Umwelt werden mit Sicherheit beeinträchtigt, wenn man keine neuen Strassen mehr baut und die Randregionen ausserhalb der urbanen Zentren nicht mehr weiterentwickelt. Wenn man nicht über genügend Deponien, Kieswerke oder Mittel zur Wiederverwertung des Aushubmaterials verfügt, kommt es unweigerlich zu Transporten, die sich nicht nur negativ auf die Umwelt und die Lebensqualität der Bevölkerung auswirken. Auch die Sicherheit wird durch den zunehmenden Verkehr gefährdet und die Infrastrukturen werden rascher beschädigt. Dies alles führt zu einer negativen Umweltbilanz.
Es ist deshalb paradox, dass man Böden, die nicht durch den Menschen verändert worden sind, unter dem Vorwand der Bodenverkümmerung nicht für eine rationellere, produktivere und weniger anstrengende Nutzung umgestalten kann. Dies ist sogar bei Böden der Fall, die nur für die Produktion von Viehfutter genutzt werden. Dieser Herausforderung steht der Verband täglich gegenüber.
Es wird uns vorgeschlagen, dieses Material für unsere Rebberge zu nutzen. Die einmaligen Terrassenweinberge in unserer Region stellen den Stolz und das Symbol unseres Kantons und unseres Knowhows dar. Um die nicht vom Menschen veränderten Landwirtschaftsflächen zu schützen, würde man es jedoch vorziehen, Trockenmauern abzureissen, zu erhöhen oder aufzuschütten, um eine einheitliche, riesige Parzelle zu erhalten und gleichzeitig die Biodiversität rund um diesen alten Mauern zu zerstören. Eine Interessensabwägung ist deshalb absolut notwendig und diese muss von der Politik, also von der Regierung, vorgenommen werden.
Wie im Bericht der Direktion erwähnt, ist zu hoffen, dass die aktuelle Regierung mit den politischen und wirtschaftlichen Erfahrungen ihrer Mitglieder endlich die notwendigen Entscheidungen fällen wird und dass die Dossiers nicht mehr von den in ihrem Elfenbeinturm abgeschotteten wissenschaftlichen Mitarbeitenden mit ihren Gewissheiten und dogmatischen Visionen blockiert werden.