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Die schottische Premierministerin Nicola Sturgeon hat laut britischen Medien angekündigt, dass die schottische Regierung einen Gesetzentwurf vorlegen wird, welcher den schottischen Gemeinden die Befugnis gibt, eine Touristensteuer zu erheben. Primärer Interessent ist natürlich die Hauptstadt Edinburgh, ein sehr beliebtes Städtereisenziel. Nach Angaben des Stadtrats von Edinburgh könnte die neue Steuer jährlich bis zu 15 Millionen Pfund einbringen.
Was ist geplant? Bei der vorgeschlagenen Steuer würden Touristen eine zusätzliche Übernachtungsgebühr zahlen. Das eingenommene Geld würde zur Finanzierung von Infrastruktur und Dienstleistungen verwendet. Andere Städte wie beispielsweise Barcelona haben bereits eine solche Regelung eingeführt. Laut Sturgeon ist die lokale Fremdenverkehrsabgabe wichtig, um den lokalen Behörden zusätzliche steuerliche Flexibilität zu geben. Dies werde den Gemeinden helfen, Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Tourismus und der damit verbundenen Infrastruktur zu finanzieren, sofern sie dies wünschen. Denn touristischer Erfolg habe auch seinen Preis, an welchem Touristen partizipieren sollen.
Cammy Day, Leiter des Stadtrats von Edinburgh, erklärte: «Wir halten es für richtig, von den Besuchern einen kleinen Beitrag zu verlangen, der uns hilft, unser touristisches Angebot zu erhalten und zu verbessern und gleichzeitig seine Auswirkungen zu kontrollieren. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass Edinburgh die erste Stadt in Grossbritannien wird, die eine solche Abgabe einführt, und haben dies den schottischen Ministern immer wieder vorgetragen - lange Zeit ohne Erfolg. Letztendlich werden uns die mit der Abgabe neu erzielten Einnahmen dabei helfen, weiterhin in den Erfolg des Tourismus in unserer Stadt zu investieren und ihn zu steuern, um sicherzustellen, dass wir weiterhin ein angenehmes Besuchererlebnis bieten - und gleichzeitig unseren Einwohnern, die das ganze Jahr über hier leben und arbeiten, neue und zusätzliche Vorteile bringen.»
Wie die Vorteile für Einheimische aussehen, wurde nicht näher erläutert. Aber diese wollen durchaus auch profitieren. Bei einer Konsultation im Jahr 2018 sprachen sich 85 Prozent der Befragten in der Stadt für das Programm aus, darunter zahlreiche Beherbergungsbetriebe und Unternehmen.