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Der Name Glyx-Diät steht für den Begriff als Kurzform für „glykämischer Index“. Bei der Glyx-Diät werden Nahrungsmittel mit einem niedrigen glykämischen Index verzehrt. Die Fett-, Eiweiss-, Kohlenhydrat– und Kalorienmenge ist hingegen nicht so wichtig. Diese Ernährungsform ist mit der Montignac-Methode und der Logi-Methode ‚verwandt’. Sie wird als Diät zur Gewichtsreduktion, aber auch als Dauerernährung, empfohlen.
Konzept:
Der GI bezeichnet die Blutzuckerreaktion (und somit auch die Insulinreaktion des Körpers) auf die im Essen enthaltene Kohlenhydrate. Er ist definiert als die relative Fläche unter der 2-Stunden-Blutzuckerkurve nach Einnahme von 50 Gramm Kohlenhydraten. Somit gibt der GI an, wie schnell ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel verdaut und als Zucker ins Blut abgegeben wird. Der GI wurde ursprünglich eingeführt um Menschen mit Diabetes besser zu schulen und den Umgang mit Kohlenhydraten zu erleichtern.
Je nachdem wie stark der Blutzucker nach dem Verzehr von verschiedenen Kohlenhydratquellen ansteigt, wird wird zwischen „guten“ und „schlechten“ Kohlenhydraten unterschieden. Kohlenhydrathaltige Lebensmittel mit hohem Glyx, z.B. Traubenzucker, führen zu einem schnellen Blutzuckeranstieg. Der Körper schüttet als Reaktion viel Insulin aus, um den Zucker abzubauen. Je steiler der Blutzuckeranstieg war, desto heftiger fällt die Insulin-Reaktion aus und desto schneller fällt der Blutzuckerspiegel wieder ab, so dass man schneller wieder Hunger bekommt, so die Theorie. Lebensmittel mit niedrigem Glyx lassen den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen und die Insulin-Spitzenwerte bleiben aus. Bei hohem Insulinspiegel wird aufgenommenes Fett nicht abgebaut, sondern vom Körper gespeichert.
Der Glyx von Traubenzucker wird auf einen Wert von 100 gesetzt. 100 ist der höchste GI-Wert, als niedrig gilt ein Wert unter 55. Einen niedrigen Glyx haben z.B. reine Milchprodukte, viele Früchte- und Gemüsesorten, Teigwaren (egal ob Vollkorn oder nicht). Der mittlere GI liegt bei 55 bis 70. Dazu zählen Vollkornbrot, Apfelsaft oder normaler Zucker. Einen hohen Glyx haben beispielsweise weisser Reis, Weissbrot und Kartoffelstock.
Pro:
Der GI ist ein guter Richtwert in Bezug auf die Kohlenhydrataufnahme. Durch die positive Veränderung der Lebensmittelqualität der Kohlenhydratquellen, weg vom schnellen Zucker, hin zu ballaststoffhaltigen und sättigenden Beilagen, bewirkt ein gutes Umdenken in Bezug auf eine ausgewogene Mahlzeitenzusammenstellung. Eine Reduktion von Kohlenhydraten wirkt sich oft positiv auf das Gewicht und Energiebereitstellung über den Tag aus.
Contra:
Der GI für sich allein ist kein sinnvolles Kriterium zur Beurteilung von Lebensmitteln. Die Wirkung auf den Blutzuckerspiegel hängt von mehreren Faktoren ab wie Zubereitung, Temperatur, Kohlenhydrat-, Fett- und Ballaststoffgehalt. Empfehlenswerte Lebensmittel wie Kartoffeln oder Rüebli werden zu Unrecht abgelehnt. Ausserdem schwankt die glykämische Reaktion des Körpers auf dasselbe Lebensmittel bei derselben Person teilweise erheblich, selbst innerhalb eines Tages.
Quellen und Literatur
Marion Grillparzer: Glyx-Diät – Abnehmen mit Glücksgefühl Gräfe und Unzer, 2003, ISBN 3-7742-5785-X