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Der Ausdruck «Prise» kommt aus dem Französischen. Er bedeutet «nehmen» und hatte ursprünglich nichts mit der Küche zu tun. Vielmehr geht das Wort auf die Blütezeit der Piraten zurück: Nach dem Kapern eines Schiffes wurde die Beute nach Rang aufgeteilt. Das gestohlene Gut nannten die Piraten früher Prise, also das Genommene, die Beute. Offenbar blieb für Einzelne am Ende nur wenig übrig und so wurde das Wort zum Synonym für die kleinste Mengenangabe in der Küche.
Die ungefähre Masseinheit «Prise» wird nebst dem Salz auch für Zucker, Pfeffer, aber auch für Kräuter und andere körnige Gewürze verwendet. Den Begriff findet man vorwiegend in Kochrezepten. Aber auch Schnupftabak-Liebhaber genehmigen sich gerne mal eine Prise.
Wie viel eine Prise genau wiegt, ist in Gramm schwer ausdrücken. Aber wenn man in etwa mit einem Achtel Teelöffel oder einer Messerspitze rechnet, liegt man sicher nicht verkehrt.
Diesen Artikel haben wir schon einmal publiziert und jetzt aus aktuellem Anlass in überarbeiteter Form noch einmal veröffentlicht.