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Namen
«d'Maari» ist wieder «in»
Vornamen im Badischen
Von Redaktion
BREISACH.- Die Zeiten der Michelle sind im Badischen vorbei. Die Eltern von Neugeboren besinnen sich wieder auf die alten, traditionellen Vornamen.
Dieser Trend ist besonders offensichtlich bei den Mädchen, wie das Bürgermeisteramt Breisach festellen konnte. Dort ist im abgelaufenen Jahr der Vorname Marie zehn Mal vergeben worden; für Maria und Lara jeweils sechs Mal .
Die Namen Anna, Cheyenne und Sophie erhielten 2003 je fünf Mädchen, gefolgt von Hanna, Hannah, Jasmin und Katharina (jeweils vier).
Auf den abgeschlagenen Plätzen liegen Elena, Jessica, Jule, Julia, Lea, Lilly, Lisa, Sarah und Michelle.
Mit dem ersten Platz von Marie auf dem «Palmarès» der Vornamen schliesst sich der Kreis des Vornamen-Karussells im Badischen wieder: Bis über den Zweiten Weltkrieg hinaus hiess fast jede zweite Badenerin Marie. Marie war denn früher in den gutbürgerlichen Haushalten des Basler «Daigs» gewissermassen ein Synonym für die «Perle» des Hauses, die traditionellerweise eben aus dem Badischen stammte.
Offenbar um dem «Dienstmädchen-Touch» ihrer Mütter zu entgehen, kam dann in den sechziger Jahren im Badischen die Mode auf, die Kinder mit Vornamen aus Frankreich oder aus gängigen Kino-Filmen zu «beglücken». So gab es in dieser Zeit plötzlich eine ganze Reihe von «Nicoles», die eben im herben Alemannischen zur «Nickoll» wurden.
Das ist wohl der Grund, warum diese verballhornten Mütter sich auf die traditionellen badischen Vornamen wiederbesinnen: «Marie» französisch ausgesprochen, tönt zudem auch sehr «chic». Zumal, wenn auf der letzten Silbe betont, im Gegensatz zur Bediensteten-Marie, die auf der ersten und langgezogenen Silbe betont wird: «d'Maari»…
Von Redaktion