Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03541.jsonl.gz/1361

Schloss Goldenberg
Schon bald 1000 Jahre ist es her, dass Dorf erstmals urkundlich erwähnt wurde (1044). Mehr ist aber aus jener Zeit nicht zu finden. Auch nichts über das Schloss Goldenberg, das über dem Dorf und oberhalb der Rebberge thront. Erst gut zweihundert Jahre später erfolgt die erste Nennung des stattlichen Gebäudes. 1248 werden als Besitzer die Herren von Goldenberg erwähnt, ein kyburgisches Dienstmannengeschlecht und treue Diener Österreichs. Ein gewisser Egbrecht III. von Goldenberg jedenfalls war ab 1357 österreichischer Vogt auf der Kyburg. Die Goldenberger verkauften das Schloss 1360 an die Herren von Gachnang. Das Geschlecht der Goldenberger starb aus.
Mehr als zweihundert Jahre residierten die Gachnanger auf dem Goldenberg, ehe das Schloss 1576 an den Sohn des Flaacher Pfarrers Gumprecht verkauft wurde. Nur ein Jahr später ging die Schlossherrschaft an Hans Jakob Holzhalb aus Zürich über, der den Goldenberg mit Um- und Erweiterungsbauten zu einem stattlichen Herrschaftssitz ausbaute, ehe er es 1637 an Oberst Hans Kaspar Schmid verkaufte. Lange kehrte Ruhe ein, doch zwischen 1765 und 1823 wechselte das Schloss häufig, stand eine zeitlang leer, war zwischendurch ein Gasthaus mit Kuranstalt. 1893 kaufte es der Zürcher Arnold Vogel und baute es zu einem ausgedehnten Landwirtschaftsbetrieb mit den entsprechenden Ökonomiegebäuden aus. Heute betreibt einer seiner Nachfahren, die Familie Kindhauser-Vogel, auf dem Schloss einen Winzerbetrieb. In den Ökonomiegebäuden ist der Golfclub Schloss Goldenberg eingezogen.