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Von Jakob Kubli
In der Risi befindet sich auf halbem Weg mit Blick Richtung Haselholz ein markanter Gebäudekomplex, der an die erste Industrialisierung von Netstal erinnert. Gemäss der Gemeindegeschichte wurden die ersten Häuser südlich der Löntschbrücke in der Risi im Jahre 1771 erstellt. Das erwähnte hohe, mächtigeGebäude hat drei Wohnungen, die durch den verschiedenfarbenen Verputz und durch bauliche Unterteilungen klar voneinander zu unterscheiden sind. Besonders interessant ist die Bauweise des nördlichen Hausteils. In späterer Zeit muss der Wohnung ein neues, grösseres Haus aufgesetzt worden sein, das durch einen Vorsatz auf der Nordseite sowie durch die kleineren Fensteröffnungen besonders auffällt. Die Aufstockung muss vermutlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgt sein, als der Wohnraum im Dorf infolge der Industrialisierung knapp geworden war und man darum "nach oben“ baute.
Das Haus hat erstaunlicherweise keinen Namen und ist auch nicht unter Schutz gestellt. Es darf aber als interessanter Bau und Zeuge der ersten Industrialisierung bezeichnet werden. Unsere Aufnahmen entstanden im Jahre 1997, bevor der südliche Teil des Anbaues mit dem Gaden von Kaspar Weber-Niederöst sel. durch einen Neubau ersetzt worden ist.