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Und dann kam Elvis
Ich nannte ihn Elvis. Nicht weil er so gut aussah oder eine einzigartige Stimme hatte, sondern weil er genau so lange tot war. Und dennoch immer wieder den Weg in den Dorfladen fand. Und immer noch irgendwie cool war.
Die Kundin an der Kasse, eine meiner Lieblinge. Samstag, bereits nach offiziellem Ladenschluss, den Einkaufswagen gefüllt. Grundsätzlich nicht schlecht, denn ich mag Kunden, die richtig einkaufen.
An der Kasse Hektik verbreiten, mag ich nach Ladenschluss nicht. Und das Argument: "Ich will den Zug nicht verpassen!", im Anhang an die Frage: "Geht das nicht schneller?", betrachte ich als Provokation.
Kundenfreundlich wie ich war, bot ich der Dame an, etwas langsamer zu tippen, damit sie nicht so lange auf den Nächsten warten müsse.
Sie fand es nicht witzig.
Ich um so mehr.
Ihre Wangen röteten sich.
"Sie sollten sich mehr bemühen!" fuhr sie mich an …
Und dann kam Elvis!
Er stand hinter ihr an der Kasse an und hatte den Dialog mitgehört.
"Und sie sollten früher Einkaufen gehen!" sagte er unüberhörbar, mehr in den Raum als zu Ihr persönlich.
Nun hatte sich auch ihre Stirn verfärbt und sie atmete hörbar.
Als sie den Laden verliess, sagte niemand ein Wort.
Ich lächelte innerlich vor mich hin. Und wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich behaupten, Elvis hätte die Hüfte geschwungen.