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«Schweizer Illustrierte»: Peter Reber, was für ein Hintergrundbild hat Ihr Smartphone?
Peter Reber: Das wechselt oft. Im Moment eine Tanzszene aus dem Musical «Io senza te».
Wie gefällt Ihnen, dass Ihre Musik in dem Musical umgesetzt wurde?
Das ist genial. Wann passiert es einem schon, dass Lieder, die man vor vierzig Jahren geschrieben hat, nochmals auf die Bühne kommen? Und dazu mit solch einem Erfolg. Ein Traum ist wahr geworden.
Bedauern Sie, dass das Musical in Zürich und nicht in Ihrer Heimatstadt läuft?
In Bern gibt es leider keine Halle, die gross genug dafür wäre. Wir hätten es liebend gern in meiner Heimatstadt aufgeführt. Es ist bedauerlich, denn auch viele andere Musicals machen deswegen einen Bogen um Bern.
Was für eine Frucht wären Sie?
«E grüeni Banane». Ich musste auf einer Atlantiküberquerung erfahren, das die Dinger erst wochenlang nicht reif werden - und dann alle über Nacht auf einmal.
War das während Ihrer siebenjährigen Schiffsreise?
Genau! Da entstand das Lied «Grüeni Banane». Ich habe noch nie so viele Bananen gegessen.
Die beste Idee meines Lebens war, meine Ex-Freundin zu heiraten
Sie dürfen Ihren Wohnort neu designen: Aus welchen Städten, Dörfern und Landschaften setzen Sie ihn zusammen?
Damit Bern eine noch schönere Stadt wäre, würde ich den Zürchern den See klauen und da, wo der Gurten steht, Eiger, Mönch und Jungfrau hinschieben. Der Parkplatz vor meinem Haus wäre ein Bootssteg mit einem Kahn.
Falls Ihr Leben verfilmt wird, welcher Schauspieler soll die Hauptrolle spielen?
Er ist leider längst verstorben: Anthony Quinn. «Alexis Sorbas» ist einer meiner Lieblingsfilme.
Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
Ja, das war in der vierten Klasse, aber sie wusste es natürlich nicht. Sie trug auf der Schulreise ein so hübsches, rot-weiss getupftes Kopftuch.
Als Sie Kind waren, was hat Ihre Mutter Ihnen da immer gesagt?
Ich solle meine Kleider nicht immer am Boden aufhängen (lacht).
Ihr Spitzname als Kind?
In der Primarschule war ich der «Räbi», im Gymnasium der «Köbi». Der Name blieb an mir hängen, weil ich alle, deren Vornamen ich nicht kannte, Köbi nannte.
Was sehen Sie von sich in Ihren Kindern Nina und Simon, ausser dass beide musikalisch wie ihr Vater sind?
Mein Sohn trägt auch Bart, länger als meiner, einen sogenannten Hipster-Bart. Von daher gibts schon Parallelen. Aber vielmehr sehe ich meine Frau in ihnen. Und das ist gut so. Ich freue mich, dass meine Tochter mehr meiner Frau gleicht.
Die bisher beste Idee Ihres Lebens?
Meine Ex-Freundin zu heiraten.
Echt? Wie kriegten Sie sie rum?
Das ist mein schräger Berner Humor. Als ich meine Frau heiratete, wurde sie zu meiner Ex-Freundin. Ich stelle sie auch gerne als meine erste Frau vor.
Und was war Ihre dümmste Idee?
Das war 14 Tage vor dem Eurovision Song Contest 1981. Ich zündete ein angeblich erloschenes Feuer mit Sprit wieder an und verbrannte mir mein Gesicht.
Welche Musik hat Ihr Leben massiv beeinflusst?
Mozart, Bach - später Folk, Jazz, Rock und Pop. Das waren meine Drogen. Andere habe ich nie gebraucht. Meine Primarlehrerin hatte meinen Eltern ans Herz gelegt, mich ins Konservatorium zu schicken. Seither liebe ich Musik über alles.
Von mir aus kann auch das‹Hippiegschpängschtli› an meiner Beerdigung gespielt werden
Welchen Wunsch haben Sie endgültig begraben?
Einen sauber aufgeräumten Schreibtisch und alles abgearbeitet zu haben. Manchmal bin ich nahe dran, aber ich werde es wohl nie schaffen.
Welche Pille gehört erfunden?
Die Antibaby-Pille für die Katze. In unserem Quartier vermehren sich die Katzen rasend, und sie benutzen unseren Garten als Klo.
Haben Sie ein Tattoo?
Nein, ich bin kein Malbuch.
Wer ist Ihr bester Freund?
Das weiss ich nicht. Wahre Freundschaft soll sich ja erst zeigen, wenn es einem lausig geht. Davor blieb ich bis jetzt verschont.
Über welches Geschenk haben Sie sich zuletzt gefreut?
Über die Auskunft meines Hausarztes, dass ich es noch ein paar Jahre mache.
Welche Musik soll an Ihrer Beerdigung gespielt werden?
Das ist mir völlig egal, weil ich wenig davon mitkriegen werde. Von mir aus auch das «Hippigschpängschtli».
Haben Sie einen Organspendeausweis?
Ja. Ich weiss nur nicht, wer meine alten Organe haben möchte, ich selbst hätte ja auch nicht gerne die von Ötzi.
Wo am Körper tuts Ihnen weh?
In den Ohren, wenn falsch gesungen wird. Ab und zu auch in den Kniegelenken.