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Tiefenlager
Das Kernenergiegesetz verlangt, dass radioaktive Abfälle in geologischen Tiefenlagern entsorgt werden müssen, damit der dauerhafte Schutz von Mensch und Umwelt gewährleistet ist.
Die Lager werden in mehreren Hundert Metern Tiefe in geeigneten Gesteinsschichten liegen. Sie bestehen je nach Art der Abfälle aus Lagerstollen oder Lagerkavernen, einem Pilotlager für die Überwachung eines repräsentativen Teils der Abfälle, Bauten für erdwissenschaftliche Untersuchungen Untertag, Infrastrukturanlagen und Zugangstunnel oder Zugangsschächten. Während des Baus und Betriebs sind zusätzliche Bauten an der Erdoberfläche nötig. Dort werden die Abfälle angeliefert und für die Einlagerung vorbereitet.
Im Lager selbst schliesst ein System von gestaffelten technischen Sicherheitsbarrieren die Abfälle ein und stellt den langfristigen Schutz von Mensch und Umwelt sicher. Zu den Sicherheitsbarrieren gehören beispielsweise eine geeignete Verpackung der Abfälle und die Verfüllung der Lagerstollen.
Nach Ablauf der Überwachungsphase werden die Lager und Zugänge verfüllt und versiegelt. Der Verschluss erfolgt schrittweise, unterbrochen durch Beobachtungsphasen.