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Kleine Fliessgewässer sind mit einer Vielzahl von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden belastet. Eine im Auftrag des Bundesamts für Umwelt erstellte Studie zu fünf Schweizer Bächen zeigt: In keinem Fall wurden die gesetzlichen Anforderungen an die Wasserqualität eingehalten. Selbst Stoffkonzentrationen, die für Gewässerorganismen als akut toxisch gelten, wurden überschritten. Biologische Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Lebensgemeinschaften unter den Stoffgemischen leiden. Massnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität werden zurzeit im nationalen «Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln» erarbeitet.
Gleichzeitig wurde vom Bund entschieden, den Schutz der kleinen Gewässer ab dem 1. Mai zu vermindern. Es müssen von den Kantonen keine Gewässerräume mehr ausgeschieden werden. Der Gewässerraum ist eine Pufferzone entlang der Gewässer, die nachweislich auch gegen die Wasserverschmutzung durch Pflanzenschutzmittel hilft. Die hydrologische Kommission ist beunruhigt über diese Entwicklung, da diese Ökosysteme von enormer Bedeutung für die Biodiversität sind und bereits jetzt und weltweit am stärksten bedroht sind.
Dazu gehört
Änderungen an vier umweltrelevanten Verordnungen wurden verabschiedet. Die Änderungen betreffen insbesondere die Gewässerschutzverordnung, in welcher der Handlungsspielraum der kantonalen Vollzugsbehörden bei der Festlegung der Gewässerräume erweitert wird. Bei den übrigen Änderungen geht es im Wesentlichen um technische Bestimmungen über die Fischerei, Chemikalien und Altlasten.Bild: M. Bolliger