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1835, zwei Jahre nach der Kantonstrennung, als Landarmenhaus des Kantons Basel-Stadt an der Oberdorfstrasse eröffnet, ging das Landarmenhaus 1876 in den Besitz der Bürgergemeinden Riehen, Bettingen und Kleinhüningen über. Ab 1899 waren die Bürgerräte der drei Bürgergemeinden für das Landarmenhaus zuständig. Neu sollten auch nur noch geistig oder körperlich gebrechliche Bürgerinnen und Bürger aufgenommen werden. Im Zuge dieser Reorganisation erhielt das Landarmenhaus 1902 den neuen Namen Landpfrundhaus um klar zu vermitteln, dass es kein Armenhaus mehr war. 1932 vergrösserte das Landpfrundhaus sein Angebot mit einem Altersheim-Neubau an der Inzlingerstrasse. 1954 wurde das ursprüngliche Landpfrundhaus abgebrochen. An dessen Stelle entstand die erste Alterssiedlung von Riehen mit insgesamt 56 Wohnungen. 1966 konnte eine zweite Alterssiedlung am Bäumliweg mit 35 Wohnungen eröffnet werden. 1988 wurde, ebenfalls auf dem Areal des Landpfrundhauses, an der Inzlingerstrasse 50 das Pflegeheim Zum Wendelin eröffnet. 2007 entstand an der Inzlingerstrasse 46 ein neues Gebäue mit 12 Alterswohnungen. Im Erdgeschoss befindet sich das Tagesheim des Pflegeheims Wendelin.
Heute ist das Landpfrundhaus eine selbstständige öffentliche Anstalt, die von den Bürgergemeinden Riehen und Bettingen sowie von der Einwohnergemeinde Riehen getragen wird. Neben drei Alterssiedlungen gehört auch ein Wohnhaus, ein Kindergarten und verschiedene Baurechts- und Landwirtschaftsparzellen zum Landpfrundhaus.
Autorin / Autor: Franziska Schürch, Nils Widmer | Zuletzt aktualisiert am 11.10.2022
Schmid, Rudolf: Das Landpfrundhaus des Kantons Basel-Stadt in Riehen. In: Jahrbuch z’Rieche 1982. S. 62–95.
Koellreuter, Isabel et al.: Herrschaft und Gemeinschaft. In: Schnyder, Arlette et al.: Riehen – ein Portrait. Basel 2010. S. 41–71, hier S. 67.