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Ist das Fett an meinem Bauch gefährlich? D.S.
Ein «Wohlstandsbauch» stellt nicht nur ein ästhetisches Problem dar, sondern ist auch ein Gesundheitsrisiko. Überschüssige Fettpolster rund um die Bauchorgane steigern das Risiko für mehrere Leiden.
Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Fettgewebe in unserem Körper: das subkutane und das viszerale Fett. Das subkutane Fett (Unterhautfettgewebe), das sich durch Fettpolster an Hüften und Oberschenkeln auszeichnet, isoliert und hält uns warm. Viszerales Fett (Bauchfett) hingegen ist in der Bauchhöhle eingelagert und umkleidet den Darm und andere Organe des Verdauungssystems. Es dient als Energiespeicher für schlechte Zeiten. Ein dicker Bauch ist ein Indikator für eine sehr grosse Menge eingelagertes viszerales Fett.
Wie gross die Risiken für adipositas-assozierte Krankheiten bei übergewichtigen Menschen sind, ist stark davon abhängig, wo sich die überflüssigen Fettreserven angesammelt haben, ob also eher ein Überschuss an subkutanem oder an viszeralem Fett vorliegt. Das kann anhand des Figurtyps abgeschätzt werden: Die Apfelform mit bauchbetontem Übergewicht weist auf eine viszerale, die Birnenform mit hüft- und oberschenkelbetontem Übergewicht auf eine subkutane Fettverteilung hin. Das Risiko für Bluthochdruck und andere Herz-Kreislauferkrankungen sowie Diabetes ist bei Personen mit einer Apfelform bedeutend höher als bei solchen mit einer Birnenform.
Ein Parameter, der über die Fettverteilung Auskunft gibt, ist der Waist-to-hip-ratio (WHR). Er gibt den Quotienten aus Taillen- und Hüftumfang an und sollte bei Frauen unter 0,85 und bei Männern unter 0,95 betragen. Liegt er darüber, entspricht die betreffende Person einem Apfeltyp und weist eine vor allem viszerale Fettverteilung auf. Auch schon der Bauchumfang alleine lässt Rückschlüsse auf eine gesundheitsschädliche Fettverteilung zu: Er sollte bei Frauen unter 88 cm und bei Männern unter 102 cm liegen.
Eine zielführende Methode, Bauchfett nachhaltig zu verlieren, ist eine Kombination aus täglicher körperlicher Aktivität und einer Veränderung des Essverhaltens. Bei übergewichtigen Personen hilft schon die Abnahme von wenigen Kilos, die Blutwerte zu verbessern.
Simone Jutzet ist Ernährungsberaterin und Sportwissenschaftlerin mit eigener Praxis in Tafers.
www.simonejutzet.ch; 079 331 20 78