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Die Digitalisierung verschafft der Gaming-Industrie enorme Wachstumschancen. Seit dem letzten Jahrzehnt unterliege der Verbrauchermarkt für Videospiele einer signifikanten Veränderung, sagt Josh Spencer, Portfolio-Manager bei der Investmentgesellschaft T. Rowe Price. Aufgrund des Smartphones könne jeder Nutzer zum potenziellen Spieler werden.
Darüber hinaus unterstütze das Aufkommen leistungsstarker Konsolen mit zunehmender Speicherkapazität gepaart mit einer schnelleren Internetverbindung die Entwicklung von "packaged", also physisch kaufbaren, zu digitalen Spielen, so Spencer. "Obwohl die Videospiel-Branche seit fast 50 Jahren reift, gehen wir davon aus, dass dieses schnell wachsende Marktsegment eine neue und vermutlich disruptive Phase erreicht", ist sich der Portfolio-Manager sicher. So erhalte die Gaming-Industrie auch Rückenwind von den demografischen Daten der Spieler. Viele von ihnen seien junge Erwachsene mit verfügbarem Einkommen, die zunehmend bereit seien, nicht nur mehr Geld, sondern auch mehr Freizeit dem Spielen zu widmen. Einen Paradigmenwechsel habe auch der technologische Fortschritt gebracht, in dem Spielkonsolen zunehmend als Home-Entertainment-Systeme verwendet würden.
Die Erweiterung anfänglich gekaufter Spiele durch digitalen Inhalt ermögliche Verbrauchern, ihren Einsatz für die Lieblingstitel und den Spielanbieter zu erhöhen und die Monetarisierung des intellektuellen Eigentums zu erweitern, so Spencer weiter. Dieser Vorgang generiere eine neue und kontinuierliche Einnahmequelle mit einer höheren Profitabilität. In-Game-Inhalte für die Konsole und den PC ergäben eine Bruttogewinnmarge von mehr als 90 Prozent. Da der Zielmarkt aufgrund der Mobilgeräte markant ausgeweitet werde, würden mobile Spiele zukünftig eine wichtige Rolle für das Wachstum der Industrie darstellen, so Spencer.