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Gemäss FTC handelt es sich bei den für den US-Wettbewerb kritischen Produkten um das Herbizid Paraquat, das Insektizid Abamectin und das Fungizid Chlorothalonil. Syngenta besitzt gemäss den Angaben die Markenversionen all dieser drei Produkte, mit einem signifikanten Marktanteil in den USA. Die ChemChina-Tochter Adama ihrerseits fokussiere auf generische Pestizide und sei entweder der grösste oder zweitgrösste Anbieter der entsprechenden generischen Produkte.
Laut FTC würde der Merger in der ursprünglichen Form den direkten Wettbewerb, den es aktuell zwischen Syngenta und Adama in diesem Bereich gibt, eliminieren. Zudem müssten amerikanische Kunden, welche die Produkte kaufen wollten, mit höheren Preisen und schlechterem Service rechnen.
Gemäss der Einigung zwischen der FTC und den beiden Unternehmen muss nun ChemChina alle Rechte und Aktiva von Adama an den genannten Produkten an die kalifornische Agrochemiefirma Amvac verkaufen.
CHINA MUSS NOCH ZUSTIMMEN
Die Transaktion gutgeheissen haben bisher 13 Aufsichtsbehörden. Von den zuständigen Behörden der EU und China steht das Placet dagegen noch aus. Die EU-Kommission hatte vor einiger Zeit die Frist für die vertiefte Prüfung der Übernahme auf Antrag der beiden Unternehmen um weitere zehn Tage bis zum 12. April verlängert.
ChemChina hatte im März 2016 das offizielle Kaufangebot für Syngenta vorgelegt. Das rund 43 Mrd USD schwere Übernahmeangebot wurde seither aufgrund der ausstehenden behördlichen Bewilligungen bereits sechs Mal verlängert. Die jüngste Kaufofferte gilt nun bis zum 28. April 2017.
Sobald die erforderlichen behördlichen Genehmigungen vorlägen, werde ChemChina eine letzte Verlängerung der Hauptangebotsfrist von bis zu 20 Tagen bekannt geben, hiess es im Dezember bei Syngenta. Am Ende dieser Frist wäre dann die Geschäftsabwicklung beendet, sofern mindestens 67% der ausgegebenen Aktien an ChemChina gehen.
uh/
(AWP)