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Der ehemalige Ochsenwirt Heinz Haldi erzählt von hungrigen Reisenden, fehlenden Baubewilligungen und frierenden Gästen.
Geschichtlicher Abriss
Das traditionsreiche Haus dürfte um 1550 entstanden sein. 1607 wurde es das erste Mal urkundlich erwähnt. Damals hiess das Gasthaus noch «die Herberge». Im Kaufbrief von 1814 erscheint der Name «Wirtshaus» und erst später wurde der Name «zum Ochsen» beigefügt. Nach erhalt des Tavernenrechts im Jahre 1627 waren es die vielen Pilger aus dem Entlebuch, welche den Ochsen regelmässig besuchten. Auf ihrer Wallfahrt nach Einsiedeln kehrten sie zur Stärkung in der Herberge ein.
Auch die Regierung ging im Ochsen ein und aus und sorgte deshalb dafür, dass bis zum Bundesbeschluss 1874 über die Handels- und Gewerbefreiheit, Ochsenwirte kaum Konkurrenz zu fürchten hatten. Speis und Trank schienen den hohen Herren offenbar so gut zu munden, dass der Ochsen 1891 vorübergehend zum Gemeindehaus umfunktioniert wurde.
Der Ochsen hat schon so einiges miterlebt. 1807 brannte der Ochsen bis auf seine Grundmauern nieder. In kurzer Zeit wurde dieser wieder aufgebaut. Da die Gemeinde Littau Ende des 19. Jahrhunderts einen grossen Bevölkerungszuwachs verzeichnen durfte, wurde 1898 der grosse Saal, etwas später dann auch die neue Küche gebaut. So hatten Vereine die Möglichkeit ihre Theateraufführungen, Maskenbälle und Generalversammlungen zu halten.