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Wi-Fi 6E kommt 2021 - auch in die SchweizUhr
Bis 2021 werden die ersten Geräte, die mit dem Wi-Fi 6E-Standard kompatibel sind, auf den Markt kommen. Die Schaffung dieses neuen Standards ist ein grosser Schritt vorwärts, da er auf der Öffnung des 6-Gigahertz-Frequenzbandspektrums beruht und viel effizientere Verbindungen verspricht.
Die Federal Communications Commission (FCC) hat eine Entscheidung getroffen, die einen grossen Schritt vorwärts in der Skalierbarkeit von Wi-Fi-Verbindungen darstellt. Die US-Frequenzverwaltungsbehörde hat sich bereit erklärt, 1200 Megahertz des Frequenzspektrums im 6-Gigahertz-Band freizugeben. Unter der Bezeichnung Wi-Fi 6E öffnet dieser neue, von Wi-Fi 6 abgeleitete Standard, den Weg zu effizienteren Wi-Fi-Geräten und Netzwerken mit geringerer Latenz. In einer Erklärung schreibt die Wi-Fi-Allianz, dass die Eröffnung dieses zusätzlichen Frequenzspektrums eine Antwort auf die Verknappung des Wi-Fi-Spektrums darstellt und fast das Sechsfache der Gesamtkapazität der derzeit genutzten Frequenzen, das heisst der 2,4-GHz- und 5-GHz-Spektren, bringt.
Ein Bericht von ABI Research weist darauf hin, dass abgesehen von der Verdoppelung der Breite des derzeit verfügbaren Spektrums ein wichtiger Vorteil des Wi-Fi 6E-Standards darin besteht, dass er ein "sauberes Band" bietet, indem er ausschliesslich Wi- Fi 6-Geräte und darüber hinaus unterstützt. Dieses Spektrum wird also keine Frequenzen mit früheren Generationen von Wi-Fi, wie zum Beispiel Wi-Fi 5, teilen.
Frequenzen werden schrittweise vergeben
Mitglieder der Wi-Fi-Allianz, darunter Intel und Qualcomm, haben ihre Bereitschaft bekundet, schnell Chips zu bauen, die mit dem neuen Frequenzband kompatibel sind. Es wird erwartet, dass bereits 2021 mehr als 316 Millionen Wi-Fi 6E-Geräte auf den Markt kommen werden. Das 6-GHz-Band stand bisher nur Lizenznehmern zur Verfügung und wird hauptsächlich von Versorgungsunternehmen (Wasser, Energie) genutzt. Diese Versorgungsunternehmen sind besorgt über Interferenzen, aber die FCC hat betont, dass sie Massnahmen ergreifen wird, um diese zu verhindern.
Auch ausserhalb der Vereinigten Staaten sollten die Frequenzen schrittweise freigegeben werden, um diesen neuen Standard zu unterstützen. In Europa werden die Arbeiten in dieser Richtung von der CEPT (Europäische Konferenz der Verwaltungen für Post und Fernmeldewesen) durchgeführt. Auch die Schweiz gehört der Konferenz an. Sie koordiniert 48 europäische Post- und Fernmeldeorganisationen.