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Dipl. Ing. für Tanzflächen
Von Ralph Hofbauer | 15. März 2007 | 0 Kommentare
James Murphy vom LCD Soundsystem hat innert weniger Monate drei Tonträger veröffentlicht. Trotzdem klang er am Telefon ausgeschlafener, als er auf dem Bild aussieht.
Du hast für Nike einen Workout-Soundtrack
aufgenommen. Kam es da nicht zu einem Konflikt zwischen künstlerischen Idealen und der Entscheidung, zur Imagebildung eines Global Players beizutragen?
Um wahrgenommen zu werden, ist Kunst immer auch vom Markt abhängig. Ich habe mir das lange überlegt, doch ich fand dieses Experiment weniger bedenklich, als einen bestehenden Song für eine Nike-Werbung zu verkaufen. Ich war erstaunt, wie viele Freiheiten man mir liess und bin sehr glücklich mit dem Resultat.
Machst du selbst Sport?
Ich mache etwas Thai-Chi, eine Kampfsportart, bei der das Kämpfen eigentlich Nebensache ist.
Was waren deine Ansprüche an dein neues Album „Sound Of Silver“ (EMI), ausser ein gutes Album zu machen?
Ich wollte mich nicht neu erfinden, die Alben sind durchaus verwandt. Ich wollte einfach eine etwas homogenere Platte machen, als die letzte – und natürlich eine bessere.
Hast du nach dem Hype um den Vorgänger viel Druck verspürt?
Der Druck war nach den ersten erfolgreichen Singles für mich viel grösser. Jetzt konnte ich mir Zeit nehmen, um Sachen ausprobieren.
Ein Song auf dem Album dreht sich um New York. Was bedeutet dir diese Stadt?
Ich lebe seit 18 Jahren dort und könnte mir nicht vorstellen wegzuziehen.
Wie hat die Stadt sich in dieser Zeit verändert?
Ich denke man verändert sich selbst stärker, als die Stadt, in der man lebt.
Kürzlich ist auch wieder eine DFA-Remix-Sammlung erschienen. Was ist dir wichtiger, DFA oder LCD Soundsystem?
Ich kann das nicht trennen. Es ist, wie wenn du zwei Kinder hast. Du magst das eine nicht mehr, weil es Fussball spielt und das andere weniger, weil es Leichtathletik macht. Bei DFA fühle ich mich eher wie ein Ingenieur, bei LCD Soundsystem wie ein Musiker.
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