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„God Fearing Heathen“ ist das erstes reine Bluegrass-Album seit 15 Jahren von Dan Tyminski. Tatsächlich ist der mehrfach ausgezeichnete Musiker vielen weniger durch seine Solokarriere bekannt, sondern durch das Engagement für Alison Krauss als Mitglied der Band Union Station. Wer dazu intensiver die Credits der Alben der Stars studiert, dürfte den Namen Tyminski schon bei Songs von LeAnn Rimes, Reba McEntire, Brad Paisley, Dolly Parton, Willie Nelson und Kenny Chesney entdeckt haben.
Dass der vielseitige Künstler gern über den eigenen Tellerrand blickt, belegte die Zusammenarbeit mit dem schwedischen DJ Avicii. Das Lied Hey Brother wurde 2013 zu einem internationalen Hit. Nun ist der bekannte Song in der starken Bluegrass-Version Teil des 32 Minuten langen Albums.
Das optimistische Never Met A Stranger ermutigt, mal mit Unbekannten ins Gespräch zu kommen. Silence In The Brandy zeigt dagegen, dass selbst ernste Themen wie der Kampf eines einsamen Soldaten durchaus mit positiver Musik ausgefüllt werden können. Tyminski punktet aber zudem mit langsameren Nummern wie No Song To Sing und dem Titelstück des Albums. Wie tief der 14-fache Grammy-Gewinner in der Geschichte des Bluegrass verwurzelt ist, zeigt zum Abschluss die herrliche Hommage an den 2005 verstorbenen Jimmy Martin, der als Gitarrist in der Begleitband von Bill Monroe einen enormen Anteil an der Entwicklung des Genres hatte.