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Im Konfliktgebiet im Norden von Mali normalisiert sich das Leben langsam wieder. In bis kürzlich von der Aussenwelt abgeschnittenen Dörfern der Region Timbuktu baut das Rote Kreuz die Wasserversorgung und medizinische Versorgung auf. Das SRK wendet hierfür eine Million Franken auf.
«Wir müssen in Goundam und den umliegenden Dörfern wieder von vorne beginnen und dieser Neubeginn ist eine grosse Hoffnung für die Menschen hier», berichtet Sandra Aeschlimann, die SRK-Vertreterin in Mali. Die in den letzten Jahren vom SRK aufgebauten Gesundheitszentren und Pumpen für die Wasserversorgung waren teilweise geplündert worden und die Mehrheit der Menschen aus der Region geflüchtet. Nun stellt sich wieder Normalität ein, wobei die Lebensverhältnisse in dieser von Dürre und Armut geprägten Gegend äusserst hart sind. In Goundam und den fünf umliegenden Dörfern lebten bis zum Krieg 34‘000 Menschen, heute sind es noch 16‘000. Doch ist davon auszugehen, dass der grosse Teil der Vertriebenen in den nächsten Monaten wieder zurückkehrt.
Zunächst wird die zentrale Pumpstation für die Wasserversorgung durch einen neuen Generator wieder zum Funktionieren gebracht. Zu dessen Betreibung liefert das SRK auch für mindestens drei Monate das Benzin. Ausserdem erfolgt die Reparatur von insgesamt 10 thermischen und Solar-Pumpen in den abgelegenen Dörfern. Um die Wasserversorgung in der Region langfristig zu sichern, ist die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden besonders wichtig.
Im Gesundheitsbereich wird angesichts einer Masernepidemie das Impfprogramm für Kinder wieder aufgenommen. Dazu gehört auch die Wiederherstellung der Kühlkette mit solarbetriebenen Kühlschränken und Impfstoffen. Die Freiwilligen des Malischen Roten Kreuzes versorgen die Bevölkerung mit Medikamenten und Chlor für die Reinigung des Trinkwassers und führen Kampagnen für die Prävention von Krankheiten durch. In Goundam wird das stark beschädigte Gesundheitszentrum renoviert.
Die in der Gegend von Goundam verbliebene Bevölkerung lebte in den letzten Monaten völlig isoliert und war den Plünderungen und Kampfhandlungen schutzlos ausgeliefert. Das Rote Kreuz ist eine der wenigen Institutionen, die für einen langfristigen Aufbau der Gesundheits- und Wasserversorgung in die Gegend zurückkehren. Diese Hilfe ist von grosser Dringlichkeit.