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Jean Tinguely (1925-1991), Fasnachts-Brunnen, 1977
Material: Neun Eisenplastiken, bewegt durch Schwachstrommotoren, in Wasserbecken
Grösse: Grundriss 19 x 16 m
Finanzierung: Geschenk des Migros Genossenschaftsbundes und des Baudepartements Basel-Stadt
Wo früher die Bühne des alten Stadttheaters stand, hat der Schweizer Künstler Jean Tinguely 1977 verspielte Maschinenskulpturen in ein Wasserbecken gestellt und Basel damit ein neues Wahrzeichen geschenkt. Jean Tinguely liess ein seichtes Brunnenbecken mit schwarzem Asphalt ausgiessen, um darin mit Schwachstrom betriebene, wasserspeiende Figuren zu platzieren. Diese neun eisernen Gestalten befinden sich in stetiger Bewegung und im Gespräch miteinander, wie die Schauspieler und Tänzer, die einst an genau dieser Stelle agierten.
Die Figuren wurden aus Teilen des abgerissenen alten Theaters gebaut und jede trägt einen eigenen Mundart-Namen.
Möchtest Du den «Tinguely-Brunnen», wie er auch genannt wird, im Stillstand sehen? Während der Reinigung am Mittwochmorgen ist der Brunnen ausser Betrieb. Empfehlenswert ist auch ein Besuch im Winter, wenn die Figuren mit Eis überzogen sind. Dann zeigt sich die Raffinesse, mit der Tinguely die Plastik performativ agieren lässt. Dank IWB (Industrielle Werke Basel) ist der Brunner in stetiger Bewegung – sie betreibt und unterhält den «Fasnachts-Brunnen» im Auftrag des Kantons Basel-Stadt.
Aus dem Vermittlungsprojekt Kunstspaziergang durch Basel