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Seinen Ursprung hat der Ornavassoturm im 13. Jahrhundert und verdankt seinen Namen der ehemaligen Besitzerfamilie «von Ornavasso», welche durch Heirat zu dem Anwesen gekommen sind.
Im 16. Jh. dürfte die Gemeinde Naters in den Besitz der Liegenschaft gekommen sein. Im 19. Jh. beherbergte der Turm eine Zündholzfabrik und brannte 2 Mal komplett aus, so dass er Ende des 19. Jh. ohne Stiegenhaus und Dach dastand.
Als die Gemeinde 1876 den Turm als Steinbruch für ein neues Schulhaus verwenden wollte, verhinderte eine Schaar vom Natischer Berg mit Sensen, Stöcken und Gabeln den Abbruch. Der organisierte Widerstand hatte sogar heilende Wirkung auf einen älteren Herrn in Blatten, der trotz starken Rückenschmerzen am Protest teilnahm und darob «glockengesund» heimkehrte...
Die dubiosen Umstände des Gemeinderatsentscheids zum Abbruch führt an der darauffolgenden Wahlen zur Abwahl des gesamten Rates und verhalf dem Anführer des Protestes, Anton Imhof, zum Übername «ds Gsetz» (das Gesetz).
1899 wurde der Ornavassoturm selbst zum Schulhaus, verlor aber durch den Anbau auf der Ostseite von 1928-1930 viel von seiner monumentalen Erscheinung.