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Erste Zusammenarbeit zwischen dem Nordamerika Native Museum NONAM und dem JULL! Nämlich ein Freier Schreibmorgen mit einer 5. Primar aus dem Schulhaus Altstetterstrasse.
Der Start im Museum: Wir versammeln uns zu Füssen eines ca. 460 kg schweren Bison-Weibchens. Dort werden wir von Heidrun Löb und Melanie De Visser durch Plains und Prärien geführt, durch das nordöstliche Waldland und die Subarktis, hinauf in die Arktis, entlang der Nordwestküste, und wieder hinunter in den Südwesten der USA...
Dann der Ortswechsel quer durch die Stadt in JULL: Hier schreibt die Klasse mit Renata Burckhardt, unserer erfahrenen Schreibtrainerin, unzählige Geschichten über: vegane, aber fresslustige Bisons oder über ein schwerfälligen Baumstachler u. v. m. Hier finden eine kleine Auswahl:
Tippizelt von Rimess
Es war einmal ein Indianer, der hatte kein Dach über dem Kopf. Da kam ihm eine Idee, er machte sich auf den Weg, suchte einen Bison, tötete 15 Tiere, nahm ihr Fell und machte sich eine kleine Höhle, aber die Höhle war nicht stabil, er holte Holzstämme und nahm das Fell der Bisons und machte ein dreieckiges Haus, er nannte das Haus Tippi. Und so kam der Name Tippizelt.
Der Bison und die Ameise von Mirela
Es war einmal ein Bison, der war riesig und er war nett. Er hatte einen besten Freund und das war die Ameise, sie war 2 cm gross und der Bison war 2 Meter gross. Der Bison und die Ameise spielten viel auf dem Spielplatz. Sie liebten Süssigkeiten und Essen. Der Bison war vegan und die Ameise nicht. Eines Tages stritten sie sich, weil es nur noch ein Eis hatte. Wer sollte es bekommen? Die Ameise sagte: „Ich bekomme das Eis, weil ich kleiner bin.“ Der Bison sagte: „Nein, ich bekomme das Eis, weil ich älter bin. Irgendwann bekam es keiner von beiden und der Bison und die Ameise wurden beide traurig. Sie machten dann wieder Frieden. Eines Tages hatte der Bison Geburtstag, er wurde 5 Jahre alt. Die Ameise machte eine Party für den Bison. Der Bison war sehr froh. Die Ameise sang am Geburtstag „viel Glück.“ Danach spazierten sie zum Pizzaladen und nahmen eine Pizza Margerita und die war sehr lecker. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben und essen sie noch heute. Ende.
Der Baumstachler
Es war einmal ein Baumstachler. Er musste an die Ostküste. Aber auf der Reise lauerten grosse Gefahren. Er wollte zu einem Fest, das alle 300 Jahre stattfand. Also verabschiedete er sich von seiner grossen grossen grossen Familie. Und ging dann los. Zuerst kam er und der Junge sah plötzlich einen Palast und als Logo ein Affe mit einer Krone. Er ging hinein und sah einen leuchtenden Baum mit einer goldenen Banane. Und überall waren Affen beim Meditieren. Der Baumstachler dachte sich, er habe so Hunger und er könnte die Banane ja essen. Als er die Banane verputzte, gingen die Affen auf ihn los und er rannte und rannte. Da rannte er plötzlich in einen Panther hinein, redete mit ihm und sie kamen zum Schluss, dass sie beide die Affen hassten. Und der Baumstachler konnte auf dem Panther reiten und sie sprangen von Baum zu Baum, da aber fanden sie ein Skelett und der Panther erschrak und rannte weg wie ein Huhn, das keine Federn hatte (...)
Freier Schreibmorgen im JULL mit den Schülerinnen und Schülern einer 5. Klasse aus der Schule Altstetterstrasse Zürich (Lehrerin: Doris Wirz-Gasperetti ).
NONAM: Heirdun Löb (Leitung & Kuratorin), Kulturvermittlerin Melanie De Visser.
Projekt Nr. 65 - "Freier Schreibmorgen" - das JULL schreibend kennenlernen (ein Angebot für Zürcher Schulklassen), betreut durch wechselnde Autor/innen.