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In Italien ist die Kriminalitätsrate 2011 nach einem Rückgang in den Jahren davor wieder stark angestiegen. Bei Wohnungseinbrüchen wurde ein Plus von 15 Prozent gemeldet, wie das Innenministerium in Rom mitteilte. Mehr als 140'000 Einbrüche wurden verzeichnet.
Die Zahl der Überfälle kletterte um 28 Prozent gegenüber 2010 auf 50'000. Bei Taschendiebstählen wurde ein Wachstum von 15 Prozent auf 150'000 gemeldet. Experten führten die zunehmende Kriminalität auf die zunehmende Verarmung infolge der Krise zurück.
Die Zahl der Morde blieb mit 610 stabil. Die Zahl der Ausländer, die wegen Verbrechen angezeigt wurden, ist nach Angaben des Innenministeriums gewachsen. So waren 34,5 Prozent der Personen, die wegen mit Drogen verbundenen Delikten angezeigt wurden, Ausländer - laut Innenministerium ein Rekordhoch.
Immer mehr Jugendliche seien aus dem Arbeitsmarkt ausgegrenzt. Die meisten Delikte wurden von Männern im Alter zwischen 15 und 25 Jahren verübt. Zudem sei die Prävention wegen Einsparungen und strukturellen Mängeln weniger effizient geworden.
"Wir dachten, dass der Rückgang der vergangenen Jahre weiterhin anhalten würde. Das ist aber leider nicht der Fall. Die meisten Verbrechen werden von Jugendlichen verübt, die oft sozial ausgegrenzt sind", sagte der Verfasser des jüngsten Berichts, Marzio Barbagli, Soziologieprofessor an der Universität Bologna.