Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03659.jsonl.gz/1484

Die Stadt Freiburg hat beschlossen, dieses Problem Kopf voran anzugehen: 2019 wurde eine Studie durchgeführt, um das Ausmass, die Formen, die Tageszeiten und die Orte von Belästigungen im öffentlichen Raum zu identifizieren, die Bevölkerung für das Problem zu sensibilisieren und die Massnahmen zur Bewältigung dieses Problems zu verbessern.
Auf einer Pressekonferenz am Dienstag, dem 22. September, wurden dann die Ergebnisse dieser Umfrage bekanntgegeben. Die Resultate schockieren: Von den 4290 Teilnehmer_Innen, darunter 48,4% Student_Innen, haben 79% eine Form von Belästigung im öffentlichen Raum erlebt. Bei den Betroffenen handelt es sich hauptsächlich um junge Frauen und Mitgliedern der LGBTQIA-Community. Dies beeinflusst das Verhalten (und das psychische Wohlbefinden) der Opfer von Belästigungen im öffentlichen Raum: Sie bewegen sich nicht mehr alleine im öffentlichen Raum, kleiden und präsentieren sich nun anders.
Aufgrund dieser Ergebnisse hat der Sektor für gesellschaftlichen Zusammenhalt der Stadt Fribourg sieben Massnahmen zur Bekämpfung von Belästigungen im öffentlichen Raum entwickelt: das Einrichten einer Plattform für den Austausch, Aufrufe zur Einreichung von Projekten, das Teilen von Ressourcen auf ihrer Website, öffentliche und interne Sensibilisierungsaktionen, die Berücksichtigung dieses Problems bei der Einteilung der Räumlichkeiten und regelmässige Datenerhebung.
Weitere Informationen findest Du unter www.stadt-freiburg.ch/belaestigung-im-oeffentlichen-raum