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Die ausgezeichneten Beziehungen zwischen der Schweiz und Bhutan gehen auf die 1950er-Jahre zurück und haben sich seither stark entwickelt. Die Entwicklungszusammenarbeit stand lange Zeit im Zentrum der bilateralen Beziehungen, bis sich die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) 2016 definitiv aus Bhutan zurückzog. Seither haben politische, wirtschaftliche und kulturelle Fragen an Bedeutung gewonnen.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Bhutan
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweiz zählt seit 1985 zu den 53 Ländern, mit denen Bhutan diplomatische Beziehungen unterhält.
Die Entwicklungszusammenarbeit stand lange Zeit im Zentrum der bilateralen Beziehungen, bis sich die DEZA 2016 definitiv aus dem Land zurückzog. Seither haben politische, wirtschaftliche und kulturelle Fragen an Bedeutung gewonnen. Seit August 2018 verfügt die Schweiz über ein Honorarkonsulat in Bhutan. Auch ausserhalb der offiziellen Kanäle bestehen rege Beziehungen zwischen den beiden Ländern. So unterstützt das Schweizerische Rote Kreuz beispielsweise den Aufbau des Bhutanischen Roten Kreuzes.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Der wirtschaftliche Austausch ist eher bescheiden und betrifft insbesondere die Bereiche Tourismus, erneuerbare Energien und Agrartechnologie. Die Schweiz setzt sich für die Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen ein.
Die Schweizer Exporte nach Bhutan beliefen sich 2018 auf 0,5 Millionen CHF und betrafen hauptsächlich optische und medizinische Instrumente, Pharmazeutika sowie Metalle und Maschinen. Die Schweizer Importe aus Bhutan, namentlich Metalle und Kunsthandwerk, beliefen sich 2018 auf 0,6 Millionen CHF.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Die Schweiz war von 1950 bis 2016 in der Entwicklungszusammenarbeit in Bhutan tätig. Aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Situation zog sich die DEZA Ende 2016 aus Bhutan zurück.
Schweizerinnen und Schweizer in Buthan
Ende 2018 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 18 Schweizerinnen und Schweizer in Bhutan, darunter 10 Personen mit Doppelbürgerschaft.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die besonderen Beziehungen zwischen der Schweiz und Bhutan gehen auf persönliche Kontakte zwischen König Jigme Dorje Wangchuck und dem Schweizer Industriellen Fritz von Schulthess-Rechberg in den 1950er-Jahren zurück. Von Schulthess finanzierte auf privater Basis erste Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in Bhutan.
Während der 1960er- und 1970er-Jahre führten private Hilfswerke die Entwicklungsprogramme weiter. Ab 1978 engagierte sich auch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit. In den 1980er- und 90er-Jahren war die Schweiz eines der vier wichtigsten Geberländer.
Zwischen 2007 und 2016 stellte die DEZA im Gouvernanzbereich über 20 Millionen Franken bereit, um den Demokratisierungsprozess Bhutans zu unterstützen. Ende 2016 stellte die DEZA ihre Tätigkeit in Bhutan definitiv ein.