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Johann Schroth erkannte zu Beginn des 19. Jahrhunderts, dass kranke Pferde während der Genesung die Nahrung verweigern und wenig trinken. Er übertrug seine Beobachtungen auf kranke Menschen und erkannte, dass eine Reduktion der Nahrung den Genesungsprozess beschleunigen und den Organismus stärken kann. Gleichzeitig entdeckte er nach einem Unfall im Selbstversuch die heilende Wirkung feuchtwarmer Umschläge. Die Kur setzt auf die Heilwirkung der Gegensätze
Schrothkuren dauern gewöhnlich drei bis vier Wochen. Die Grundlagen bilden die von Johann Schroth beschriebenen vier Säulen:
Die Ernährung richtet sich nach den Grundlagen des Heilfastens. Angeboten werden kalorienreduzierte Mahlzeiten mit 500 bis 700 Kilokalorien pro Tag. Zur Auswahl stehen basische Lebensmittel ohne tierische Eiweisse. Ausgeschlossen sind Fleisch, Eier, Fisch und Milchprodukte. Die Lebensmittel werden salzarm und schonend zubereitet. Gemüse und Obst werden gekocht oder gedünstet. Rohkost ist während der Diät nicht erlaubt. Auf dem Speiseplan stehen:
Ihre Wirkung:
Übrigens, der Umstieg auf die Schroth’sche Diät ist nicht schwer. Nach wenigen Tagen stellt sich der Körper auf die veränderte Nahrung ein und das Hungergefühl verschwindet. Die zweite Säule: Jeder Tag während der Schrothkur beginnt mit einer Tasse Kräutertee und feuchtwarmen Wickeln. Die Patienten werden in feuchte Leinentücher eingewickelt und zugedeckt. Wärmflaschen führen zu einer schnellen Erwärmung und der Patient beginnt zu schwitzen. Durchblutung und Stoffwechsel werden angeregt, die Entschlackung und Entgiftung werden beschleunigt. Dies führt zu:
Zum Ablauf des Naturheilverfahrens gehören sogenannte Trockentage mit Trinkmengen unter einem halben Liter sowie Trinktage, an denen bis zu eineinhalb Liter Flüssigkeit aufgenommen werden. Erlaubt sind Kräutertees, Wasser, Fruchtsäfte und trockener Wein. Trockentage und Trinktage wechseln sich ab. Ziel dieser variierenden Trinkmengen ist die Anregung der Selbstheilungskräfte. Johann Schroth nahm an, dass an den Trockentagen Schadstoffe aus dem Gewebe gezogen werden, die dann während der Trinktage aus dem Körper gespült werden können. Die Folge:
Zum Ablauf der Schrothkur gehören Zeiten der Ruhe und Entspannung sowie Zeiten der Bewegung. Gewöhnlich werden die Trockentage mit Ruhe und sanften Entspannungsübungen wie Qi Gong und Yoga kombiniert. Die Trockentage eignen sich ebenso für Massagen und Wellnessbehandlungen. An den Trinktagen sind Wandern, Schwimmen und moderater Sport erlaubt. Ihr Wirkung:
Ebenso wie bei gewöhnlichen Fastenkuren nach Buchinger oder Mayr können die Patienten die Entschlackungsprozesse selbst beobachten. Die Farbe des Urins verändert sich. Umso deutlicher die Veränderungen ausfallen, umso stärker sind die reinigenden Prozesse. Auch auf der Zunge spiegeln sich die Entgiftungsvorgänge durch einen gräulichen Belag wider.
Die positive Wirkung der Fastenkuren nach Johann Schroth ist bis heute nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Dennoch berichten Patienten vom Erfolg des Naturheilverfahrens bei Krankheiten, wie:
Mediziner raten von der Durchführung einer Schrothkur ab bei
Ärzte und Ernährungsexperten kritisieren die geringe Flüssigkeitszufuhr an den Trockentagen sowie die einseitige Ernährung. Bemängelt wird zudem, dass Alkohol während der Kur erlaubt ist. Die Belastung des Körpers durch den Genuss von trockenem Wein sei nach Auffassung der Mediziner zu hoch. Die deutliche Reduzierung der Kalorienmenge führt nach Meinung der Fachleute unweigerlich zu einem Jo-Jo-Effekt. Die nicht endende Kritik der Mediziner führte zur Entwicklung einer modifizierten Schrothkur. Die positiven Aspekte wurden beibehalten, kritische Punkte wurden geändert:
Hinweis: Wer abnehmen oder Erkrankungen wie Diabetes in Griff bekommen will, muss seine Ernährung dauerhaft umstellen. Eine Schrothkur ist kein Allheilmittel. Sie kann lediglich den Anstoss für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung geben.
Schrothkuren werden von Kureinrichtungen und Wellnesshotels angeboten. Interessenten können in der Regel Rundum-Pakete mit drei- oder vierwöchigem Kuraufenthalt buchen oder sich für kürzere Varianten entscheiden. Die Preise für Schrothkuren sind verschieden. Für jeden Geldbeutel gibt es das passende Angebot. Achtung: Die Schrothkur sollte nicht allein zu Hause durchgeführt werden. Wähle ein Angebot mit ärztlicher Betreuung und qualifizierter Begleitung.
Saunieren oder Saunabaden bringt viele gesundheitliche Vorteile mit sich. Lange Wege, eingeschränkte Öffnungszeiten der Schwimmbäder oder auch hohe Kosten können jedoch vom Saunaerlebnis abhalten. Daher träumen viele Menschen von einer Heimsauna in den eigenen vier Wänden. Die Vorteile erschliessen sich schnell: Mit einer eigenen Sauna bist du flexibel, was die Öffnungszeiten angeht, denn die eigene Sauna hat immer geöffnet und du hast absolute Privatsphäre. Weder fallen lange Wege an noch Eintritt. Das Aussehen und die Gestaltung der Sauna liegen in deinen Händen. Und auch die Hygiene der Sauna hast du in der eigenen Hand.
Saunagänge stärken bekanntlich das Immunsystem und können einer Vielzahl an Erkrankungen vorbeugen. Viele empfinden die Hitze in der Sauna als unangenehm. Eine Alternative stellt dann die Infrarotkabine dar. Auch hier profitierst du von Tiefenwärme, die für den Körper allerdings sehr viel angenehmer ist. Infrarotkabinen gibt es mittlerweile in zahlreichen Wellness- und Fitnesscentern. Doch auch für zu Hause sind eine ganze Reihe empfehlenswerter Modelle erhältlich. Wenn du häufig an Rückenschmerzen oder Verspannungen nach einem langen Arbeitstag leidest, kannst du dich in der Infrarotkabine wunderbar entspannen.
Hast du schon einmal etwas von einem Tepidarium, Laconium oder Caldarium gehört? Sie alle sind Bestandteil der klassischen römischen Thermen und dienen der Entspannung deines Körpers. Schon in den Schwimmbädern der Römer war das Caldarium ein fester Bestandteil der Badekultur, denn bereits in der Antike wusste man von den positiven Auswirkungen von Wärme auf den Körper. Heute kannst du ein Caldarium in einer Therme besuchen und deiner Haut im Dampfbad etwas Gutes tun. Ist dir die klassische Sauna zu heiss, findest du mit dem Caldarium eine willkommene Alternative.
In den kalten Monaten hat sie Saison, viele nutzen sie das ganze Jahr über: die Sauna. Sie bringt Entspannung und stärkt das Immunsystem. Besonders geschätzt werden Aufgüsse aus Kräutern. Die intensiven Düfte sprechen die Sinne an und sorgen für Wohlbefinden. Frischer Lavendel, kräftiger Thymian oder starkes Menthol öffnen Nase und Lungen. Tiefes Durchatmen regt den Kreislauf an und weckt die Lebensgeister, denn Duftöl und Kristalle riechen nicht nur fantastisch, sondern wirken mit ihren ätherischen Ölen auch auf die Psyche. Gerade in den dunklen Tagen des Jahres stabilisiert ein Saunagang und hat eine ausgleichende Wirkung. Spannendes um Saunadüfte erfährst du hier.
Beschwerden und Krankheiten entstehen meistens nicht einfach so, sondern sind die Folge bestimmter Vorgänge in einem Körper, der gestört oder überreizt wird. Im Ayurveda werden Organfunktionen, Stimmung und Gesundheit durch die Lebensenergie bestimmt, deren Fluss durch Blockaden gestört werde und Beschwerden verursache. Daher gibt es daher spezielle ayurvedische Kuren, die eine Harmonisierung ermöglichen und gleichzeitig Geist und Körper reinigen. Zu diesen gehört die Panchakarma Kur.
Wenn es um das Thema Sauna bei Erkältung geht, scheiden sich die Geister. Grundsätzlich gilt: Ein Besuch in der Sauna kann die Gesundheit positiv beeinflussen, das allgemeine Wohlbefinden verbessern und die Abwehrkräfte stärken. Auch bei leichten Erkältungen ist ein Saunagang möglich, sofern dabei einige Hinweise beachtet werden. Wann du deinem Körper bedenkenlos ein Schwitzbad gönnen kannst und in welchen Fällen du auf die Sauna besser verzichten solltest, erfährst du hier.