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Wirtschaft
Vor 1850 war die Wirtschaftsstruktur des Dorfes hauptsächlich von der Landwirtschaft geprägt. Urtenen gehörte zum Gebiet der Dreizelgenwirtschaft. Die Felder wurden nach einem Fruchtfolgeplan koordiniert angebaut.
Zur Infrastruktur gehörten schon vor 1800 eine Mühle, eine Säge und eine Oele sowie die Gastwirtschaft zum Ochsen. In Schönbühl gab es einen Ziegeleibetrieb. Daneben sind weitere Handwerksbetriebe wie ein Wagner, ein Zeugschmied und ein Hufschmid, ein Schuhmacher, ein Schlosser, drei Küfer, ein Tuch- und zwei Strumpfweber, ein Schaubhütler (Hersteller von Strohhüten) sowie nach 1800 ein Schneider, ein Krämer und ein Bäcker bezeugt. Gewerbebetriebe wie Säge und Oele fielen 1780/81 und die Mühle nach 1918 den verschiedenen Tieferlegungen des Urtenenbaches zum Opfer. Die Betriebe wurden in die Nachbardörfer ausgelagert. Um 1850 wird im neuen Knotenpunkt der Kantonsstrassen und der Eisenbahn-strecken der Landgasthof Schönbühl eröffnet. Ein Betrieb, der bis heute in den Händen der gleichen Familie liegt.
Mit dem Anschluss an die grossen Verkehrsachsen haben sich Handel und Gewerbe zunehmend um den Ortsteil Schönbühl und um das Areal Hindelbankstrasse / Grubenstrasse konzentriert. In der Gemeinde sind heute rund 250 Firmen ansässig, vorwiegend KMUs.
Mit der Einweihung des Zentrums im Jahre 1986 wurde das planerische Ziel verfolgt, Urtenen mit Schönbühl baulich zusammenzuführen. Am Zentrumsplatz mit den umliegenden Einrichtungen und Anlagen und dem von der Gemeinde erworbene SBB-Areal sind alle wichtigen öffentlichen und privaten Dienste der Gemeinde mit einem attraktiven Angebot an Parkplätzen vereinigt. 2005 wurde das Zentrum durch einen neuen Gebäudekomplex im Bereich Strassentunnel/Kulturtreppe erweitert. Das Zentrum 2 bildet als Arbeits-, Einkaufs- und Begegnungszone den modernen Mittelpunkt der Gemeinde.
Das angrenzende, von der Gemeinde erworbene, Bahnhofareal SBB gehört mit zum Zentrum. Im renovierten Stationsgebäude und den zugehörigen Bauten betreibt der TCS seinen Patrouillenstützpunkt der Grossregion Bern. Von hier aus rücken die Patrouilleure zu jährlich 23'000 Pannen aus.