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Die kleineste Stadt in Europa
Bereits um 1150 entstanden auf dem heutigen Gebiet von Freiburg etwa fünfzehn Städte. Die Gründung der Stadt Rue liegt zwischen 1264 und 1271. Rue und das Schloss wurden 1152 zum ersten Mal erwähnt, als die Familie der Herren von Rue dort lebte.
In den Jahren 1251-1262 führte die Expansionspolitik von Pierre Il de Savoie um 1260 zur Annektierung der Herrschaft Rue an die Vogtei Waadt. Die Châtellenie de Rue, die für Zivil- und Gerichtsangelegenheiten zuständig war, hing fortan vom Waadtländer Gerichtsvollzieher mit Wohnsitz in Moudon ab.
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des 14. Jahrhunderts und die große Pest von 1348-1350 bremsten die Entwicklung der Städte. 1476 belagerten die Freiburger Truppen das Waadtland und besetzten Romont und Rue. Das Waadtland wurde trotz der Eroberung an Savoyen zurückgegeben und erhielt im Gegenzug ein hohes Lösegeld.
Als die Berner 1536 die savoyischen Schlösser eroberten, eroberten die Freiburger Romont, Rue und andere Städte, die fortan zum Kanton Freiburg gehören sollten. 1797 wurde Rue von der französischen Armee überquert. Nach der Niederlage des Sonderbundes trat der Kanton Freiburg 1848 in den Bundesstaat ein.