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Im Jahr 2012 haben sich die Luzerner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger gegen den Willen der Parlamentsmehrheit gleich mehrmals für zahlbaren Wohnraum ausgesprochen. Anstatt diesen deutlichen Voten allerdings Rechnung zu tragen, plant die Parlamentsmehrheit mit der BZO-Revision eine weitere Vernichtung von Wohnraum!
Konkret soll durch die BZO-Revision in zahlreichen Quartieren (Bruch, Gibraltar, Hirschmatt, Neustadt, Baselstrasse, Zürichstrasse, Tribschen und weitere) der Wohnanteil gesenkt werden.
Bisher gilt in der "Wohn- und Gewerbezone" ein vorgeschriebener Wohnanteil zwischen 65 und 100% bei einem Gewerbeanteil von 0 bis 35%. In Zukunft soll der Wohnanteil auf 47 bis 80% reduziert und der Gewerbeanteil auf 20 bis 53% erhöht werden.
Das bedeutet, dass bei Annahme der neuen BZO in diesen Quartieren unzählige Wohnungen in Büro- und Gewerberäume umgenutzt werden könnten - oder im Fall von Neubauten und Totalsanierungen sogar müssten!
Dazu kommt, dass auf den raren Landreserven der Bau von zahlbarem Wohnraum für Normalverdiener verunmöglicht werden soll, indem man an diesen Stellen den Bau von Luxus-Hochhäusern plant.
Es ist offensichtlich, dass durch diese Massnahmen Wohnraum vernichtet wird, was die ohnehin bereits hohen Mieten noch weiter in die Höhe treibt und viele Familien und Normalverdiener endgültig aus der Stadt vertreiben würde.
Diese Fehlentwicklung muss unbedingt gestoppt werden, zumal sie mittelfristig nicht nur der Bevölkerung, sondern auch der Wirtschaft schaden würde!
Lesen Sie hierzu beispielsweise auch diesen Artikel bei Zentralplus.