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Klavierkonzert mit Jörg Demus
Sonntag, 19.10.2014 | 16:30 Uhr · Grosser Saal
Jörg Demus, der zu den ganz grossen Pianisten des 20./21. Jahrhunderts gehört, wurde 1928 in St. Pölten geboren.
Schon mit 11 Jahren trat er in die Wiener Staatsakademie für Musik ein. 1943 debütierte Demus im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins, 1950 folgten Debüts in London und Zürich, 1951 die erste Tournee durch Südamerika. Sein Debüt in der Salle Gaveau (Paris, 1953) wurde zu einer Sensation. 1956 erhielt er beim Internationalen Pianistenwettbewerb in Bozen den Premio Busoni.
Demus hat auf jährlichen Tourneen in nahezu allen Musikzentren der Alten und Neuen Welt konzertiert und ist ein gefeierter Gast bei internationalen Festspielen. Er arbeitete u.a. mit den Dirigenten Josef Krips, André Cluytens und Herbert von Karajan und den Sängern Peter Schreier und Dietrich Fischer-Dieskau zusammen.
1981 wurde er mit der Ehrendoktorwürde der Universität Amherst ausgezeichnet. 1986 erhielt er von der Stadt Zwickau den Robert-Schumann-Preis, 2000 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse und 2006 wurde er zum Ritter der Ehrenlegion in Frankreich ernannt. Viele seiner Schallplatten wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Von der Musikfachwelt wird er als der wahrscheinlich beste Schumann-Interpret unserer Zeit hervorgehoben. Als Sammler historischer Flügel hat er auch zahlreiche Aufnahmen auf diesen Instrumenten vorgelegt. Er gibt regelmässig Meisterkurse in Japan, den USA und Italien sowie in seinem Klaviermuseum im Salzkammergut.
Als Komponist hat Demus Klavierwerke, Kammermusik, Lieder und die Oper „Der Tor und der Tod“ nach Hugo von Hofmannsthal geschrieben.
Anlässlich des Konzerts vom 19. Oktober in Dornach widmet er seine Sonatine op. 26 dem Goetheanum und seinen japanischen Meisterschülern.