Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03629.jsonl.gz/1999

Den Ausdruck "Strom" verwende ich umgangssprachlich homonym für elektrischen Strom und für Flüsse, die ins Meer münden (und quasi aus dem Meer - zurück - kommen). Wenn ich die Metapher nicht reflektiere, scheint mir das Gewässer als Bildgeber der Metapher.

Als "Strom" bezeichne ich ein im Kreis fliessendes Material, das ich als Stoff auffasse, wobei ich den Kreis durch eine Quelle und eine Senke in zwei Teile zerlege. Die Masse des Stroms kann ich im Falle von Wassser in Liter pro Minute messen.
Beispiel:
Mechanisch gesehen hat jeder Strom eine Ursache. Der Wasserstrom der Erde fliesst durch die Schwerkraft nach unten und durch die Verdunstung durch die Sonnenwärme nach oben. Von meinem irdischen Beobachtungsstandpunkt repräsentiert der Wasserstrom Entropie und der Verdunstunstrom Negentropie, die der Wassermasse zugeführt wird. Weniger irdisch ist die Sonne ihrerseits ein grosser Stausee, der auch gefüllt werden musste. Als Strom bezeichne ich in diesem Sinne die Differnez zwischen dem fliessenden Material und dessen energetischem Gehalt.
Ein Fischernetz wird im Fluss gespannt, Dann wird in jeder Masche mit konstanter Grösse und orthogonaler Ausrichtung die Fliessgeschwindigkeit gemessen (Volumen pro Sekunde) und aufadiert. (https://www.youtube.com/watch?v=Et2SfAnTadc)
Mein Strombegriff ist eng. In dieser Begrifflichkeit ist der elektrische Strom kein eigentlicher Strom, was durch die adjektivische Voranstellungen des "elektrisch" signalisiert wird.
Während beim Wasserstrom, das Wasser als Material in einem Kanal fliesst, fliesst der elektrische Strom innerhalb eines Materials. Die Metalleitung, in welcher elektrischer Strom beispielsweise fliesst, ist eine Art materieller "Kanal", der sozusagen in sich selbst fliesst. Das Material des elektrischen Stromes hat keinen stofflichen Eigennamen, es fliessen - in der Fiktion - einzelne, zählbare Elektronen.
Mit einem weiter gefassten Strombegriff kann ich folgende Ströme unterscheiden:
Nur bei einem konvektiven Strom hängt der "Transport" direkt mit einer Bewegung zusammen.
Anmerkung:
Video von W. Maurer (zum Buch Physik), worin Strom abstrakt unter ernergetischem Gesichtspunkten betrachtet wird:
Kritik
Transport einer "Menge" ist eine eigenwillige Formulierung, in welcher "Menge" für eine Quantität von irgend etwas steht und eine sehr spezielle Menge von Elementen bezeichnet, so dass auch der Ausdruck "Transport" nicht mehr konventionell gebraucht wird.
Diese Sprache - wie generell die Sprache der Physik - braucht Wörter der natürlichen Sprache, die nicht recht passen, was natürlich nichts über die dargestellte Physik sagt, die ja im wesentlichen durch Formeln oder Berechnungsregeln gegeben ist, sondern eben etwas über die verwendete Sprache.