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Bern - Verteidigungsminister Ueli Maurer verlangt eine halbe Milliarde Franken mehr pro Jahr für die Armee. Laut seinem Armeechef fehlen jährlich sogar 725 Millionen Franken, damit die Armee ihren Auftrag erfüllen kann.
Er akzeptiere zwar, wenn die Politik weiter sparen wolle, sagte André Blattmann in einem Interview mit der Zeitung "Sonntag". "Das bedeutet aber, dass nur zwei von neun Brigaden mit genügend Material ausgerüstet sind." Das bedeute auch, dass Soldaten nicht genügend Fahrzeuge zur Verfügung hätten, um ihren Auftrag zu erfüllen.
Dieser Auftrag liegt für Blattmann vor allem bei der inneren Sicherheit: "Wer im Tessin einen Laden aufmacht, muss kein Schutzgeld an Erpresser zahlen". Das sei in umliegenden Ländern anders. Die Schweiz sei in Sachen Sicherheit ein Schlaraffenland. Weiter nennt der Armeechef die Bewachung der Verkehrsachse von Basel nach Chiasso und der Kraftwerke.
Er akzeptiere auch eine weitere Verkleinerung der Armee, sagte Blattmann. Allerdings würde damit das Milizsystem in Frage gestellt. Der Armeechef ist aber zuversichtlich, dass er ab 2011 mehr Geld erhält - trotz Sparprogramm des Bundes: Denn bei der Armee sei im Unterschied zu anderen Bereichen in dem in den letzten Jahren gespart worden.
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