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Die Vision «Vereinigte Seepärke»
Die Lebensqualität von Zürich ist einmalig. Zürich zählt weltweit zu den attraktivsten Städten und belegt in allen Ratings eine Top-Position. Eine herausragende Rolle spielt dabei die Lage am See. Vor allem das rechte Seeufer weist vom Bellevue bis zum Strandbad Tiefenbrunnen eine hohe Aufenthalts- und Erlebnisqualität auf. Im Gegensatz dazu fällt das linke Seeufer ab: Parkplätze und Verkehr dominieren die Situation vom Mythenquai bis hin zur Roten Fabrik.
Die Vision «Vereinigte Seepärke» möchte, zusammen mit der gesamten Zürcher Bevölkerung, die beiden Uferseiten in ein Gleichgewicht bringen und aus den isolierten grünen Inseln am linken Seeufer einen «Mythenpark» formen. Zudem sollen die Fussgänger-und Velo-Verbindungen zwischen den Ufern aufgewertet werden, um die beiden Seepärke zu vereinigen. Die Seepärke bilden die grüne Lunge von Zürich, welche den Erholungswert der Stadt potenziert und für die Zukunft sichert.
Auslöser Sukkulenten-Sammlung
Auslöser für diese Initiative der IG Seepärke ist die Sukkulenten-Sammlung Zürich, die sich in sanierungsbedürftigem Zustand befindet. Seit mehreren Jahren sind Planungen der Stadt Zürich zu einem Um- bzw. Neubau im Gange. Initiant Urs Ledermann, und Präsident des Fördervereins der Sukkulenten-Sammlung, hat im Zuge der Sanierung Ideen entwickelt, wie man diese bestmöglich gestalten könnte. Dabei entstand die Vision, das gesamte linke Stadtufer vom General Guisan-Quai bis zur Roten Fabrik insgesamt wesentlich attraktiver zu gestalten. Die IG sieht die grosse Chance, durch die Aufhebung der Kantonsstrasse Mythenquai viel Raum für Natur und öffentliche Zusatznutzungen zu schaffen. Gleichzeitig könnte so das Grundstück der Sukkulenten-Sammlung erheblich vergrössert werden.
Als «Befreiungsschlag» sieht die Vision die Aufhebung des Mythenquais zwischen Sukkulenten-Sammlung und General-Guisan-Quai vor. Durch die Verlegung des Verkehrs entstünde einerseits ein ca. 120’000 m2 grosser, zusammenhängender Park, andererseits würde das Grundstück der Sukkulenten-Sammlung mehr als verdoppelt. Dieser Schritt würde die Möglichkeit für verschiedenste zusätzliche öffentliche Nutzungen entlang des Mythenquais eröffnen. Wäre die Aufhebung des Mythenquais nicht innert gleicher Frist wie der Beginn des Um- bzw. Neubaus der Sukkulenten-Sammlung möglich, bestünde die Möglichkeit der temporären Umlegung des Abzweigers Mythenquai / Alfred Escher-Strasse. Dieser mögliche Zwischenschritt könnte relativ schnell umgesetzt werden, bestenfalls wäre er als Übergangslösung aber gar nicht notwendig.
Was für das Projekt der IG Seepärke Zürich spricht
Zürich ist einer der beliebtesten Wohn- und Arbeitsorte der Welt. Die Erholungszone entlang des rechten Stadtufers zeigt, dass der Zürichsee als Aufenthaltsort von grosser Wichtigkeit ist. Durch die zukünftige Verdichtung der Stadt und Bevölkerungszuwachs ist es wichtig, innerhalb der Stadt weitere öffentliche Zonen mit Zugang zur Natur zu schaffen. Das langfristig ausgelegte Projekt der IG legt einen weiteren Grundstein dafür, dass man hier auch in ferner Zukunft gerne lebt und arbeitet. Die IG Seepärke wünscht sich ein Projekt, von dem die gesamte Zürcher Bevölkerung profitiert.
Ein Strauss an Ideen
Das Gesamtprojekt befindet sich in einer frühen Phase. Die IG Seepärke sieht sich als Ideengeber und Inspirator einer Debatte zur Aufwertung des öffentlichen Raums entlang der Seeufer, wobei die von Walter Wäschle entwickelten Ideen eine Basis für zeitnahe Umsetzungen der Vision sind. Übergeordnetes Ziel ist die Schaffung öffentlichen Erholungsraumes, in dem Kultur, Kunst, Kulinarik und weitere Erlebnismöglichkeiten im Mittelpunkt stehen, wobei die einzelnen Teilprojekte nicht definiert sind. In unmittelbarer Umgebung der Sukkulenten-Sammlung könnten zum Beispiel eine neue Volière als Ersatz für die bisherige Anlage beim Arboretum und ein Papiliorama (Schmetterlingshaus) entstehen. Alex Rübel, Direktor des Zoos Zürich, der von Walter Wäschle im Vorfeld zur Idee befragt wurde, gibt sich zuversichtlich: «Eine neue Voliére und ein Papiliorama sind definitiv prüfenswerte Ideen.» Weitere Ideen sind eine Skulpturenausstellung für junge Künstlerinnen und Künstler, ein Freilicht-Musikpavillon (eine reizvolle Idee wäre, den denkmalgeschützten Pavillon von Robert Maillard (1930) vom Sihlhölzli an den Mythenquai zu verpflanzen) oder ein Seerestaurant beim Bürkliplatz. Um die beiden Seeseiten zu verbinden, ist eine Fussgängerbrücke neben der Quaibrücke angedacht.
Welches sind die nächsten Schritte?
Die IG hofft, die Idee durch möglichst viele konstruktive Gespräche mit allen Beteiligten in den nächsten Wochen und Monaten zu konkretisieren. Ziel ist es, einen öffentlichen und politischen Diskurs zum Thema der vereinigten Seepärke anzustossen. Eine Petition wäre ein mögliches Mittel, den politischen Prozess anzuregen. Die IG wird den Status des Projekts auf der Webseite www.seepaerke-zuerich.ch laufend kommentieren.
Über die IG Seepärke Zürich
Informationen über die IG Seepärke Zürich finden Sie hier.