Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03305.jsonl.gz/1836

In Anbetracht von Chinas Expansion und Nordkoreas Rüstung zeigt Japan die Zähne. Erstmals seit 1945 sind das japanische Heer wieder zu einem Grossmanöver angetreten (“RESOLUTE ABWEHR”).
- Es nehmen teil: 100’000 Mann mit 20’000 Fahrzeugen aller Art, auch Panzern und Selbstfahrgeschützen, 120 Kampfflugzeugen und – im Zeichen der verbundenen Waffen – inklusive Marine und Luftwaffe.
- Zwei Heeresdivisionen mit 12’000 Mann und 3’900 Fahrzeugen bewegen sich von der Nordinsel Hokkaido, von der Region Tohoku im Nordosten und von der Westinsel Shikoku nach Süden. Ihr Ziel ist die Militärregion Kyushu.
Der Generalstab testet alle Fähigkeiten: Operationen, Nachrichtendienst, Logistik: das ganze Transportwesen, die Übermittlung, die Sanität und so weiter. Geografisch erstreckt sich das Manöver über ganz Japan: Auch und gerade die Verteidigung der entfernten Inseln im Süden muss trainiert werden.
Die Manöveranlage stützt sich auf den nationalen Verteidigungsplan 2019–2023, der eindeutig gegen China und Nordkorea gerichtet ist. So wird ausdrücklich auch die Abwehr gegen Übergriffe auf die Inseln Nansei und Senkaku durchexerziert. Das Gesamtziel lautet: operationelle Bereitschaft in allen Belangen, an allen Fronten.
Nobuo Kishi, der Verteidigungsminister, lässt keine Zweifel offen:
- “Gegen Chinas Aktionen im Raum Senkaku und im Ostchinesischen Meer beweisen wir, dass Japan sein Territorium mit allen Mitteln verteidigt. Wir setzen mehr Schiffe ein, als China hat.”
- “Von einem territorialen Anspruch Chinas auf Senkaku kann keine Rede sein. Senkaku gehört Japan.”
- “Wir haben um unsere Inseln eine rote Linie gezogen. Diese bedeutet auch für China: Bis hierher und nicht weiter.”