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Eva Pavlik - Story
von Frýdek – Místek nach Winterthur ins Schäfli
Eva Pavlik ist in Frýdek – Místek aufgewachsen, einer Stadt in Tschechien, die in Nordost-Mähren liegt, nahe der polnischen und slowakischen Grenze. Mit ihren Eltern, der Vater war ein überzeugter Kommunist, mit der Grossmutter und vier Geschwistern wuchs sie in einer 3-Zimmerwohnung auf. Sie besuchte eine pädagogische Mittelschule mit Maturaabschluss und wurde Kindergärtnerin. Mit 19 Jahren heiratete sie, mit 20 bekam sie ihren Sohn Milan, der heute in New York lebt. 1980 flüchtete die Familie Pavlik, der Sohn war vier Jahre alt, unter dem Vorwand, Zeltferien in Jugoslawien zu machen, von dort über Österreich in die Schweiz. Völlig mittellos, fand Eva in ihrem Wohnort Burgdorf Arbeit im Gastgewerbe. Schon 1983 machte sie, obwohl die deutschen Sprachkenntnisse noch sehr mangelhaft waren, die Wirteprüfung und schloss von 33 Teilnehmern als zweitbeste ab. Den ersten eigenen Betrieb führte Eva in Thun, direkt an der Aare. Über Kontakte mit der Brauerei Feldschlösschen kam Eva 1990 nach Winterthur ins Schäfli, seit 1999, nach ihrer Scheidung führt sie das Restaurant allein. Das Schäfli, mit dem schönen Garten im Hof und dem neu gestalteten Graben bot beste Chancen für einen erfolgreichen Betrieb. Im Jahr 2002 konnte sie, nach dem Ausverkauf von Feldschlösschen, die Liegenschaft am oberen Graben erwerben. Heute hat sie im Winter 9, im Sommer 13 Vollzeitstellen auf ihrer Lohnliste. „Kindergarten und Restaurant, da ist gar kein so grosser Unterschied“, meint Eva zu ihren beiden Berufen, „bei beiden geht es um Menschen, um kleine und grosse Tragödien – und an beiden Orten wird viel gelacht“.