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Selbst an der Sonne war es auf 888 müM in der Scheidegg wegen der Ostbise kühl. Das Gemeindegebiet befindet sich in einem Höhenbereich von 600 bis 1000 Metern und besteht aus ingesamt 51 Gemeideteilen.
Naturräumlich liegt die Gemeinde am Hang eines Bergrückens, der aus gefalteter Süsswassermolasse aufgebaut ist und sich vom Pfänder oberhalb von Bregenz bis über Lindenberg hinaus von Westsüdwest nach Ostnordost zieht.
Scheidegg (westallgäuerisch Schoidegg) ist ein Markt im bayerisch-schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee) und ein staatlich anerkannter Kneipp- und heilklimatischer Kurort.
Die Besiedlung des Gebiets um Scheidegg erfolgte wahrscheinlich bereits im 6. und 7. Jahrhundert durch die Alemannen. Scheidegg wurde jedoch infolge Urkundenverlustes erstmals 1255 in St. Gallen erwähnt.
Das Dorf gehörte bis 1286 zusammen mit Weiler zum grossen Besitz des Klosters St. Gallen vom 13 Jh. bis 1571. Das Reichsbenediktinerkloster St. Gallen förderte Christentum und Kultur. 1296 versetzte Abt Wilhelm Scheidegg an Graf Hugo von Montfort-Bregenz.
In Scheidegg und Weiler bestanden Kellhöfe des Klosters, d. h. Verwaltungssitze für den Klosterbesitz im Westallgäu. Aus dieser Rolle – und aus der Lage an der Alten Salzstraße von München über Landsberg am Lech und Kempten (Allgäu) nach Lindau (Bodensee) bzw. Bregenz entwickelte sich Scheideggs Rolle als ländlicher zentraler Ort in Form eines Marktes.
Das Gebiet, das 1571 von Habsburg erworben wurde, blieb bis zum Pressburger Frieden 1805 (Napoleon) bei Vorarlberg und kam dann zu Bayern. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Scheidegg 1634 durch schwedische Truppen niedergebrannt und 1635 von der Pest heimgesucht.
Scheidegg