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Die Alp Selamatt ist die grösste Kuhalp des Kantons St. Gallen und liegt nordseitig unterhalb der Churfirstenkette. Die Alpweiden liegen in einem Karstgebiet, deshalb gibt es keinen Wasserabfluss an der Oberfläche durch Bäche. Obwohl das Gebiet mit durchschnittlich 1800 mm Jahresniederschlag sehr regenreich ist, war das verfügbare Wasser auf der Alp schon immer eher knapp. Für die Wasserversorgung der 35 Bestösser, die alle ihr Vieh selbst versorgen, ist die Alpkorporation zuständig. Für den Unterhalt sind zwei Personen zuständig, die vor allem im Frühling und im Herbst die Versorgung in Stand stellen bzw. für den Winter vorbereiten. Für den Unterhalt der Tränkestellen sind die jeweiligen Bewirtschafter zuständig. Die alte Wasserversorgung konnte den täglichen Verbrauch nur knapp decken und es kam bei extremen Wetterlagen immer wieder zu Engpässen. Bei einer Mengenbedarfsanalyse stellte sich heraus, dass der tägliche Verbrauch 160 m3 Wasser beträgt.
Das Wasser wird auf über 60 Standorten für Tränkestellen genutzt, um das Vieh zu versorgen. Da die Milch der 450 Milchkühe nicht auf der Alp verarbeitet wird, beschränkt sich der zusätzliche Wasserverbrauch auf die Milchkühlung.
Ziel war es, die Wasserversorgung zu erneuern und langfristig zu sichern. Da das Wasser nicht zum Käsen verwendet wird, sind die Qualitätsanforderungen ans Wasser etwas tiefer und stellten bisher keine Probleme dar. Die Stromproduktion durch Wasserkraft war aufgrund der eher knappen Wassermenge kein Thema. Die Melkaggregate werden zurzeit hauptsächlich mit Strom durch Dieselgeneratoren versorgt.