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In der Schweiz sind momentan drei verschiedene gebietsfremde, invasive Mückenarten nachgewiesen: die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die Japanische Buschmücke (Aedes japonicus) und die Koreanische Buschmücke (Aedes koreicus). Aus medizinischer Sicht hat die Asiatische Tigermücke die grösste Bedeutung, da sie, abgesehen von ihrer enormen Lästigkeit, Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya oder Zika-Viren übertragen kann.
Im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt BAFU und verschiedenen kantonalen Behörden führen wir ein Tigermücken Monitoring durch, damit Massnahmen zur Prävention und Bekämpfung gezielt umgesetzt werden können. Dazu gehört auch die Bearbeitung von gemeldeten Tigermücken Verdachtsfällen aus der Bevölkerung. Das Swiss TPH ist eine der vier offiziellen Meldestellen im Auftrag des BAFU für invasive Stechmücken in der Schweiz.
Neben dem Tigermücken Monitoring im Auftrag der Behörden erforschen wir verschiedene Aspekte der Biologie von invasiven Stechmücken, um deren Überwachung und Bekämpfung weltweit effizienter gestalten zu können, und um das Risiko einer Krankheitsübertragung unter lokalen Bedingungen besser einzuschätzen.
Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) gehört zu der Familie der Stechmücken (Culicidae) und zeichnet sich durch eine kontrastreiche schwarz-weiss Färbung des Hinterleibs und der Beine aus. Mit einer Grösse von 0.5 – 1 cm ist sie kleiner als die meisten einheimischen Stechmücken und lässt sich an den folgenden Merkmalen erkennen:
- Alle Beine weisen weisse Schuppen auf, die als Ringe wahrgenommen werden.
- Das letzte Segment der Hinterbeine ist weiss gefärbt.
- Eine weisse Linie verläuft von den Augen bis zum Rücken.
- Die Enden der Taster sind weiss gefärbt.
Wenn Sie bei sich zuhause oder unterwegs das Gefühl haben, dass Sie eine Asiatische Tigermücke sehen oder gar von ihr gestochen werden, unternehmen Sie folgende Schritte:
- Fangen Sie die Mücke ein, ohne sie zu zerquetschen, z.B. mit einem übergestülpten Glas und einem Papier.
- Frieren Sie die Mücke über Nacht im Tiefkühler ein.
- Überprüfen Sie aufgrund der Bestimmungsmerkmale, ob es sich um eine Tigermücke handeln könnte. Wenn die Merkmale nicht mit Ihrer Mücke übereinstimmen (siehe Frage 1 oben), handelt es sich höchstwahrscheinlich nicht um eine Tigermücke und die Mücke kann entsorgt werden.
- Machen Sie ein Foto. Hier gilt, je besser die Qualität, desto grösser ist die Chance für eine erfolgreiche Bestimmung! Achten Sie darauf, dass Sie die Mücke auf einem neutralen Hintergrund platzieren, z.B. auf einem weissen Papier. Legen Sie einen Massstab oder ein Fünfrappenstück daneben, damit wir die Grösse abschätzen können. Stellen Sie sicher, dass das Insekt gut beleuchtet und richtig im Fokus ist, bevor sie abdrücken.
- Melden Sie Ihren Tigermücken-Fund mit Foto aufwww.muecken-schweiz.ch und folgen Sie den Anweisungen.
- Bewahren Sie die Mücke für allfällige Rückfragen auf.
- Falls Sie kein Foto machen können, legen Sie die Mücke in einen kleinen, gepolsterten Behälter (Streichholzschachtel mit Watte o. ä.) und senden sie diesen unter Angabe Ihres Namens, Fundort, Datum des Fundes und Ihrer Kontaktdaten (Adresse, Telefon oder E-Mail) an folgende Adresse:
In der Schweiz wurde die Asiatische Tigermücke erstmals 2003 im Kanton Tessin nachgewiesen. Nach weiteren Einzelfunden wurde schliesslich 2007 im Raum Chiasso erstmals eine stabile, sich lokal vermehrende Population entdeckt. In den darauffolgenden Jahren hat sich die Tigermücke innerhalb des Kantons immer weiter ausgebreitet und grossflächig etabliert. Auch nördlich der Alpen werden immer wieder einzelne Exemplare durch Fahrzeuge entlang der Hauptverkehrsachsen, insbesondere der Autobahn A2, aus dem Süden eingeschleppt und kleinere Tigermückenpopulationen wurden wiederholt in den Städten Basel und Zürich nachgewiesen. Da die Asiatische Tigermücke nur bis zu einem gewissen Ausmass an kühleres Klima angepasst ist - und somit deren Verbreitung entsprechend begrenzt ist - wird davon ausgegangen, dass das Verbreitungsgebiet mit dem Klimawandel zunehmen wird.
Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien, wo sie als Waldbewohner vor allem in Baumhöhlen brütet. Mit zunehmender Verbreitung durch die Erschliessung von Waldgebieten als Siedlungsraum drang sie in urbane Gebiete vor und hat sich an die dortigen Bedingungen angepasst. Kleine stehende Gewässer sind in städtischen Gebieten in hoher Zahl und Vielfalt vorhanden und bieten der Asiatischen Tigermücke ideale Bedingungen, um zu brüten und sich zu vermehren. Zudem sind die Menschen ideale Wirte für die Weibchen, welche für die Eiproduktion auf Blut angewiesen sind. Von dort hat sich die Asiatische Tigermücke durch den globalen Handel und internationalen Reiseverkehr weltweit ausgebreitet. Die Eier der Asiatischen Tigermücke sind sehr trockenresistent und können so z.B. durch Altreifen zwischen Kontinenten verschleppt werden. Regional verbreitet sich die Asiatische Tigermücke vorwiegend entlang der Hauptverkehrsachsen durch Mücken, die den Menschen in die Fahrzeuge folgen.
1979 wurde die Asiatische Tigermücke erstmals in Europa (Albanien) entdeckt. Höchstwahrscheinlich wurde sie mit Altreifenlieferungen eingeschleppt, in denen sich Eier befanden. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Tigermücken in Europa hauptsächlich von Populationen aus Italien abstammen. Dort wurden anfangs der 90er Jahre Asiatische Tigermücken aus den USA eingeschleppt, die bereits gut an ein eher gemässigtes Klima angepasst waren und sich von dort aus entlang der Verkehrsachsen im ganzen Mittelmeerraum und auch in die Schweiz verbreiteten.
Es gibt keine Hinweise darauf, dass COVID-19 durch Stechmücken übertragen werden kann. Das neue Coronavirus ist ein respiratorisches Virus, welches primär über Tröpfchen von infizierten Personen übertragen wird, die bei Husten oder Niesen entstehen oder durch Tröpfchen von Speichel oder Nasenflüssigkeit.
Die Asiatische Tigermücke kann nachweislich zahlreiche tropische Infektionskrankheiten übertragen, insbesondere das Chikungunya- und Dengue-Fieber sowie Zika Viruserkrankungen. Theoretisch wäre es auch in der Schweiz möglich, dass diese Krankheiten dort übertragen werden könnten, wo die Asiatische Tigermücke vorkommt. So wäre es denkbar, dass eine Person aus einem Gebiet zurückkehrt, wo diese Viren zirkulieren und sie sich dort damit angesteckt hatte, hier von einer Asiatischen Tigermücke gestochen wird und diese so das Virus lokal weiterverbreitet. Dass eine solche lokale Übertragung auch bei uns nicht ausgeschlossen werden kann, belegen zahlreiche Krankheitsübertragungen in Europa, die auf infizierte Reiserückkehrer und lokal angesiedelte Asiatische Tigermücken zurückzuführen sind. Jedoch wurde in der der Schweiz bisher keine solche Übertragung dokumentiert.
Das Übertragungsrisiko hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. von der Mückendichte, der Umgebungstemperatur oder dem Verhalten der Menschen. Damit das Übertragungsrisiko möglichst klein bleibt, werden von den Behörden verschiedene Anstrengungen unternommen, um mit präventiven Massnahmen eine Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke möglichst einzudämmen und diese wo nötig gezielt zu bekämpfen.
Im Gegensatz zu den meisten einheimischen Mücken ist die Asiatische Tigermücke vorwiegend tagaktiv und wird als sehr aggressiv wahrgenommen. Wir empfehlen das Tragen von heller, langer, nicht enganliegender Kleidung. Zusätzlich können Mückenschutzmittel helfen, die Plagegeister fernzuhalten. Es gilt zu unterscheiden zwischen Produkten, welche auf die Haut aufgetragen werden und solchen für die Kleidung. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserem Infoblatt Mückenschutzmittel (Répulsifs anti-moustiques, Prodotti antizanzare).
Die Asiatische Tigermücke legt ihre Eier gerne in kleine stehende Wasseransammlungen wie Regentonnen, Topfuntersetzer, Blumenvasen, Tiertränken, verstopfte Abflüsse, Regenrinnen, ungebrauchten Giesskannen und ähnlichen Gefässen ab. Es lohnt sich deshalb, den eigenen Garten oder Balkon immer wieder auf solche Brutstätten zu überprüfen und diese, wenn möglich, zu entfernen, damit sich die Mücke nicht vermehren kann. Achten Sie dabei besonders auf folgende Punkte:
- Stehendes Wasser in Blumentopfuntersetzer vermeiden oder mindestens einmal die Woche ersetzen
- Abgestandenes Wasser nicht in den Gully giessen, sondern direkt auf den Boden kippen
- Giesskannen, Eimer etc. nach dem Benutzen entleeren und umgedreht lagern
- Regenrinnen vom Laub befreien
- Alle Wasserbehälter wie Tränken regelmässig reinigen
- Wasser in Planschbecken und Spielsachen regelmässig erneuern
- Regenfässer mit Mückennetzen verschliessen
- Wasseransammlungen auf Abdeckplanen etc. verhindern
In der Schweiz gibt es verschiedene Programme zur Überwachung der Asiatischen Tigermücke, sowohl auf nationaler als auch auf kantonaler Ebene. Diese Programme bestehen in der Regel aus einem Monitoring sowie Präventions- und Bekämpfungsmassnahmen. Mit dem Monitoring werden Information zur Verbreitung der Tigermücke gesammelt. Es besteht einerseits aus einem "aktiven" und andererseits aus einem "passiven" Monitoring. Im aktiven Monitoring werden Mückenfallen an möglichen Einschleppungsorten (z.B. Autobahnraststätten, Warenumschlagplätze oder Hafenanlagen) und in möglichen oder bereits besiedelten Arealen im Siedlungsraum (z.B. Friedhöfen, Freizeitgärten) aufgestellt und regelmässig kontrolliert. Das Einfangen der Mücken wird mit Beprobungen von möglichen Brutstätten (Larvensampling) ergänzt.
Weil nicht überall in der Schweiz Fallen aufgestellt werden können, sind die Programme auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Werden Sie deshalb selbst zu Mückenjägerinnen und -jägern melden Sie uns verdächtige Tigermücken! Mit den Präventionsmassnahmen, bzw. der Vermeidung von Brutstätten, sowie punktuell eingesetzten Larviziden soll die Verbreitung der Tigermücke eingedämmt werden. Auch hier sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen, indem Sie uns helfen, in Ihrer eigenen Umgebung die Bildung von Brutstätten zu verhindern, um der Tigermücke das Leben schwer zu machen!
Das Swiss TPH ist in mehreren Projekten zur Überwachung der Tigermücke in der Schweiz involviert, sowohl auf nationaler als auch kantonaler Ebene. Ausserdem sind wir in diversen Forschungsprojekten im Zusammenhang mit der Tigermücke involviert und beschäftigen zu jedem Zeitpunkt mehrere Doktoranden, die sich mit verschiedenen Aspekten dieser Thematik befassen und ihre Daten in internationalen Journals publizieren. Der Vector Control Gruppe am Swiss TPH gehören Personen mit verschiedenem Fachwissen an und wir können jegliche Aspekte im Zusammenhang mit der Tigermückenproblematik abdecken.
TIGER (Tri-national Intitiative Group of Entomology in the Upper Rhine valley) ist ein von der EU finanziertes INTERREG-V Projekt mit dem Zweck, die Institutionen, die für die öffentliche Gesundheit im Zusammenhang mit der Asiatischen Tigermücke verantwortlich sind, zu unterstützen und die Kommunikation innerhalb der Dreiländerregion zu verbessern. Der Fokus der Projektgruppe ist es, öffentliche Einrichtungen mit kompetentem wissenschaftlichen und technischen Informationen zu unterstützen. TIGER trägt massgeblich dazu bei, dass der Zugang zu wichtigen Daten im Zusammenhang mit gebietsfremden Stechmücken und dem Abschätzen von Risiken mit denselben stets gegeben ist. Mehr Informationen und Details zu TIGER finden Sie unter dieser Adresse: https://tiger-platform.eu/
Seit dem Jahr 2013 wird die Tigermücke in der Schweiz auf nationaler Ebene überwacht. Die Fallen werden jeweils zu Beginn des Sommers entlang der Autobahnen aufgestellt und auch einige Orte mit einem hohen Einschleppungspotential wie Häfen, Flughäfen und Bahnhöfe werden überwacht.
Das Swiss TPH war von Anfang an in diesem Projekt engagiert, hat mitgeholfen das Fallennetzwerk zu definieren und ist für das Aufstellen und Kontrollieren der Fallen in der ganzen Nordost- und Westschweiz verantwortlich. Den aktuellsten Bericht des nationalen Programms zur Überwachung der Tigermücke finden Sie hier.
Unser Team unterstützt mehrere Kantone bei der Überwachung und Bekämpfung der Tigermücke. Dabei werden Fallenstandorte identifiziert, Überwachungsnetzwerke installiert und regelmässige Kontrolldurchgänge durchgeführt. Die Daten werden dann in regelmässigen Abständen aufbereitet und den kantonalen Behörden zugestellt, damit möglichst zeitnah Massnahmen getroffen werden können. Unser Team arbeitet ständig daran, das Sammeln, Kombinieren und Auswerten von Daten noch effektiver zu gestalten und die neusten Strategien zur Bekämpfung von gebietsfremden Stechmücken zu überprüfen und auf die Schweiz anzupassen.
Sogenannte Mark-Release-Recapture Experimente dienen dazu, die Populationsdichte von Stechmücken, deren Verbreitungsmuster, Flugdistanz und Lebensdauer zu eruieren. Diese Faktoren sind wichtig, um das Krankheits-Übertragungspotential von Tigermücken in einem gegebenen Gebiet abzuschätzen und sinnvolle Massnahmen zu ergreifen. Hierzu werden Mücken mit einem Farbstoff markiert und freigelassen. Ein Fallennetzwerk wird eingerichtet, um möglichst viele dieser Mücken wieder einzufangen. Anhand der generierten Daten können Rückschlüsse auf die Bewegungsmuster und die Mückendichte getroffen werden.
Die Populationsgenetik ist der Zweig der Genetik, der sich nicht mit einem Individuum, sondern mit den genetischen Prozessen innerhalb einer Population befasst. Dabei spielt die Weitergabe von genetischen Informationen von einer Generation an die nächste eine zentrale Rolle. Die Populationsgenetik ermittelt die relative Häufigkeit von bestimmten Genen innerhalb einer Population und erforscht deren Veränderung unter dem Einfluss von Mutationen, Selektionen, zufälligen Gendrifts, der Separation von Teilpopulationen sowie dem Genfluss zwischen verschiedenen Populationen.
Die Populationsgenetik hilft uns besser zu verstehen, von wo die verschiedenen Tigermückenpopulationen in der Schweiz ursprünglich stammen und wie sie sich innerhalb des Landes verbreiten. Sie kann uns ausserdem Rückschlüsse darauf geben, ob eine lokale Population bereits fest etabliert ist und überwintert, oder ob sie jeweils in jedem Jahr frisch eingeschleppt wird. Solche Erkenntnisse sind wichtig, um die Verbreitungsmuster der Asiatischen Tigermücke besser zu verstehen und um wirksame Massnahmen gegen die weitere Ausbreitung dieser invasiven Art zu treffen.
Pie Müller, PD, PhD, leitet die Vector Control Gruppe am Swiss TPH. Er ist ein medizinischer Entomologe, der sich mit der Biologie von Krankheitsvektoren, Resistenzen gegenüber Insektiziden, der Überwachung von Insekten und der Entwicklung von neuen Strategien und Produkten für die effektive Bekämpfung von Krankheitsvektoren befasst.
Pie Müller hat grosse Erfahrung in der Entwicklung von neuen molekularbiologischen Methoden zur Überwachung von Mückenpopulationen, insbesondere von Malariamücken. In der jüngeren Vergangenheit fokussierte sich seine Arbeit auf die Entwicklung von neuen Methoden für die Überwachung und Bekämpfung - und die Biologie von invasiven Stechmücken in Europa.
Martin Gschwind ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und gehört der Vector Control Gruppe an. Seine Haupttätigkeit ist die Überwachung der Tigermücke in der Schweiz. Dies beinhaltet die konkrete Planung und Durchführung einiger kantonaler und des nationalen Monitorings, die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Behörden, anderen Instituten und Hochschulen und der Bevölkerung der betroffenen Gebiete sowie das Bestimmen der Mücken und Eier mit morphologischen und massenspektrometrischen Methoden und das Mitentwickeln neuer Bestimmungsmethoden.
Darüber hinaus bestimmt er die von der Bevölkerung gemeldeten Mücken, sucht mit seinem Team nach Mückenlarven und unterstützt und berät die kantonalen Behörden bei der Sensibilisierung der Bevölkerung und der Bekämpfung der Tigermücke.
Weitere Tätigkeiten sind das Testen von Insektiziden und Abwehrmitteln gegen Mücken im Mückentestzentrum und die Entwicklung neuer Testmethoden.
Tobias Suter, PhD, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und gehört der Vector Control Gruppe an. In seiner Doktorarbeit hat er sich mit der Verbreitung, Biologie und Überwachung der Asiatischen Tigermücke im schweizerisch-italienischen Grenzgebiet befasst und hat mitgeholfen, ein nationales Überwachungsnetzwerk für invasive Stechmücken in der Schweiz aufzubauen.
Tobias Suter hat grosse Erfahrung mit der Bekämpfung von Stechmücken im Feld und dem Durchführen von Experimenten zur Identifizierung von Resistenzen gegenüber Insektiziden. Am Swiss TPH ist er ausserdem für das Mückentestzentrum verantwortlich, wo Insektizidprodukte, Repellentien und andere Methoden zur Abwehr von Mücken getestet werden.
Publikationen
Müller P et al. Surveillance of invasive Aedes mosquitoes along Swiss traffic axes reveals different dispersal modes for Aedes albopictus and Ae. japonicus. PLoS Negl Trop Dis. 2020;14(9):e0008705. DOI: 10.1371/journal.pntd.0008705
Wipf N.C, Guidi V, Tonolla M, Ruinelli M, Müller P, Engler O. Evaluation of honey-baited FTA cards in combination with different mosquito traps in an area of low arbovirus prevalence. Parasit Vectors. 2019;12:554. DOI: 10.1186/s13071-019-3798-8
Roiz D et al. Integrated Aedes management for the control of Aedes-borne diseases. PLoS Negl Trop Dis. 2018;12(12):e0006845. DOI: 10.1371/journal.pntd.0006845
Suter T et al. Insecticide susceptibility of Aedes albopictus and Ae. aegypti from Brazil and the Swiss-Italian border region. Parasit Vectors. 2017;10:431. DOI: 10.1186/s13071-017-2364-5
Flacio E, Engeler L, Tonolla M, Müller P. Spread and establishment of Aedes albopictus in southern Switzerland between 2003 and 2014: an analysis of oviposition data and weather conditions. Parasit Vectors. 2016;9:304. DOI: 10.1186/s13071-016-1577-3
Suter T.T et al. Surveillance and control of Aedes albopictus in the Swiss-Italian border region: differences in egg densities between intervention and non-intervention areas. PLoS Negl Trop Dis. 2016;10(1):e0004315. DOI: 10.1371/journal.pntd.0004315
Suter T, Flacio E, Farina B.F, Engeler L, Tonolla M, Müller P. First report of the invasive mosquito species Aedes koreicus in the Swiss-Italian border region. Parasit Vectors. 2015;8:402. DOI: 10.1186/s13071-015-1010-3.