Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03177.jsonl.gz/2720

Weg zum Wassermanagement der Zukunft
Freitag, 12. Oktober 2007 | 11:30 Uhr
Freitag, 12. Oktober 2007 | 11:30 Uhr
Referent
Organisation
Er fokussiert seine Präsentation auf Aquakultur, Biotechnologie, Biotreibstoffe und Klimawandel in ihren Auswirkungen auf Wasser- und Nahrungsmittelvorräte.Die Herausforderung besteht darin, mit weniger Bewässerung und gleichbleibender Fläche mehr Nahrung zu produzieren und bei fallenden Grundwasserspiegeln die Wasserqualität zu verbessern. Zwischen 1995 und 2025 wird der Getreidebedarf in den Entwicklungsländern um 70 % zunehmen, in den Industrieländern um 15 %. Man nimmt an, dass der Fleischbedarf in den sich entwickelnden Zonen substantiell wachsen wird, während er im Westen abnehmen wird. Im Jahre 1995 gingen aus Wassermangel 100 Mio. Tonnen an Getreideproduktion verloren, 2025 dürften es 300 Mio. Tonnen sein. Aquakulturen bringen Schadstoffe, Algenwachstum und Sauerstoffmangel mit sich. 2005 basierten 56 % der Aquakulturen auf Süsswasser. Biotechnologie kann zur Bekämpfung von Dürre und Versalzung (erhöhter Pflanzenwiderstand) beitragen, bei fraglicher gesellschaftlicher Akzeptanz, was bei Gentech noch akzentuierter ist. Biotreibstoffe sind äusserst fragwürdig, wenn sie die Nahrungsmittelproduktion beeinträchtigen, besonders bei erhöhtem Wasserbedarf. Klimawandel hat grössere Auswirkungen in Form von Temperaturanstiegen, Fluten und Dürren auf die armen Länder, die weniger Schadstoffe ausstossen. Es ist fraglich, ob der Handel mit CO2 Kontingenten sinnvoll ist. Auch die Wasserressourcen sind quantitativ und qualitativ bedroht. Die Menschheit muss flexibel und anpassungsfähig auf Engpässe im Wasser- und Nahrungsmittelhaushalt reagieren. Generell ist Wasser zu billig: bei zu tätigenden gezielten Investitionen, Subventionen sind zu streichen und Preise zu erhöhen. Management und Strategien sind anzupassen. Recycling, Sparpotential und Wirkungsgrad sind zu optimieren. Biodiversität und Wiederaufforstung sind zu fördern. Finanzierungsinstrumente sind global auszubauen und anzubieten. Wasser und Nahrung, Land und Luft interagieren. Innovative Strategien sind gefragt. In Herausforderungen sind Chancen zu sehen.
Mark W. Rosegrant is Director, Environment and Production Technology Division, International Food Policy Research Institute (IFPRI).
A Ph.D. in Public Policy from the University of Michigan, he has 28 years of experience in research and policy analysis in agriculture and economic development, with an emphasis on water resources and other critical natural resource and agricultural policy issues as they impact food security, rural livelihoods and environmental sustainability.
Rosegrant developed IFPRI’s International Model for Policy Analysis of Agricultural Commodities and Trade (IMPACT), which has become a standard for projections and scenarios for global and regional food demand, supply, trade and prices; and IMPACT-WATER, which integrates a detailed water supply and demand model with the food model.
He currently directs research on climate change, water resources, sustainable land management, genetic resources and biotechnology, and agriculture and energy.
Donatoren und Partner
Der ETH-Rat ist verantwortlich für die strategische Führung des ETH-Bereichs und übernimmt die Aufsicht über dessen Institutionen. Die enge Partnerschaft zum ETH-Rat seit dem Jahr 2000 trägt zu einem erfolgreichen Fortbestehen der Stiftung Academia Engelberg bei.
Die Helvetia ist eine qualitätsorientierte Allbranchenversicherung mit über 150 Jahren Erfahrung. Die Stiftung Academia Engelberg ist überzeugt, durch die Partnerschaft ab 2015 wichtige Synergien nutzen zu können.
Das Benediktinerkloster Engelberg prägt die Geschichte des wunderschönen Bergtales seit seiner Gründung im Jahr 1120.
Die heutigen Tätigkeiten der Mönche erwuchsen weitgehend den Bedürfnissen des Ortes. Bildungsarbeit an der Stiftsschule, Seelsorge in der Pfarrei, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, Kultur- und Landschaftspflege sind Bereiche, in denen sich die Mönche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters engagieren.
Die Stiftung fördert die Erforschung der verbindenden humanen Grundlagen der Wissenschaften. Die Stiftung Academia Engelberg und die Stiftung Humanwissenschaftliche Grundlagenforschung haben für die Jahre 2023 bis 2024 eine Zusammenarbeit vereinbart.