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Bei den „Voyager Golden Records“ handelt es sich um zwei Schallplatten, die an Bord der Voyager-Raumsonden im Weltall sind. Präsident Carter taufte die Schallplatten ein „Präsent aus einer kleinen, fernen Welt“ – eine Zeitkapsel aus Klang, Musik und der „conditio humana”. Die Schallplatten sollten ein Nachlass der menschlichen Existenz sein, als sie ab 1977 mit den Voyager-Raumsonden von NASA ins All abhoben. Die goldenen Schallplatten enthalten Töne und Bilder, die ausgewählt wurden, um die Vielfalt des Lebens und der Kultur auf der Erde darzustellen; sie sind für jede intelligente, außerirdische Lebensform oder auch für zukünftige Menschen bestimmt, die sie entdecken. Obwohl keine der Voyager-Raumsonden auf einem bestimmten Kurs ist, wird die Voyager 1 in etwa 40.000 Jahren innerhalb von 1,6 Lichtjahren Abstand von dem Stern Gliese 445 vorbeifliegen – derzeit im Sternbild Camelopardalis. Heute ist die ursprüngliche goldene Vinylscheibe etwa 18,8 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt.
Aufnahmen von Mozart, Beethoven und Bach sind zusammen mit Walgesang, dem Klang von Gewitter, einem weinenden Baby, den polyphonen Klängen der kongalesischen Mbuti, Benin-Trommeln, Blind Willie Johnson und Louis Armstrong gespeichert. Chuck Berry und Folk-Musik und Tanz des „Georgian State Merited Ensemble” sind ebenso auf der Platte verewigt. Die Sammlung ist eine Repräsentation einer Zeit, die lange vor WLAN, MP3 oder Smartphones lag.