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Englische & kombinierte Trensen für Pferde
- Was ist der Unterschied zwischen einem englischen & dem kombinierten Reithalfter?
- Wie wirkt das englische Reithalfter?
- Wie wird das englische Reithalfter richtig verschnallt?
- Was ist eine Micklem Trense?
Was ist der Unterschied zwischen einem englischen & dem kombinierten Reithalfter?
Englische und Kombinierte Reithalfter gehören zu den Klassikern unter den Reithalftern. Sie ermöglichen eine optimale Lage des Gebisses im Pferdemaul und lenken mittels Nasenriemen die Zügelwirkung vom Gebiss weg auf den Nasenrücken.
Beide Reithalfter unterscheiden sich lediglich im Vorhandensein des Sperrriemens. Während sich ein Englisches Reithalfter aus Genick-, Backen-, Nasen- und Kehlriemen zusammensetzt, wird diese Zusammensetzung beim Kombinierten Reithalfter durch einen Sperrriemen ergänzt. Ein Kombiniertes Reithalfter ist damit, wie der Name es sagt, eine Kombination aus Englischem und Hannoveranischem Reithalfter. Dabei sitzt der Sperrriemen beim Kombinierten Reithalfter höher als bei der Hannoveranischen Variante. Beide haben jedoch eine ähnliche Wirkung.
In unserem Shop kannst du ausserdem bei einigen Modellen die Nasen- und Kinnriemen durch andere Verschnallungen ersetzen. Dafür findest du in unserer Kategorie Mix & Match für die Marke CLARIDGE HOUSE Ersatzriemen, die du nach Belieben austauschen kannst und somit individuell auf dein Pferd anpassen kannst.
Wie wirkt das englische Reithalfter?
Wenn die Zügel angenommen werden, wirkt der Zügeldruck auf das Gebiss, woraufhin das Pferd auf den Druck durch Nachgeben im Genick reagiert. Durch die Verschnallung des Englischen Reithalfters wird der Druck vom Unterkiefer auf den Nasenrücken umgelenkt und verteilt. Dadurch reagiert das Pferd schneller, womit leichtere und feinere Hilfengebungen möglich sind. Ein gut durchlässiges Pferd, das die Zügelhilfen willig annimmt, kann somit auch ohne Gebiss geritten werden, da es ohnehin auf den Druck auf den Nasenrücken adäquat reagiert. Bei Felix Bühler kannst du gebisslose Zäume kaufen.
Wie wird das englische Reithalfter richtig verschnallt?
Eine korrekte Verschnallung des englischen Reithalfters ist wichtig, damit keine empfindlichen Gesichtsnerven des Pferdes gereizt werden. Ausserdem muss das Pferd die Möglichkeit für eine ausreichende Kautätigkeit haben, wie auch abschlucken können. Bei einer zu engen Verschnallung würden die Zähne aufeinandergepresst werden, was zu heftigen Stössen im Kiefergelenk führt. Der damit verbundene Schmerz zieht sich weiter über das Genick und die Wirbelsäule und beeinträchtigt schliesslich den gesamten Bewegungsablauf des Pferdes.
Du kannst die korrekte Verschnallung des englischen Reithalfters überprüfen, indem du zwei aufgestellte Finger zwischen Nasenriemen und Nasenrücken schieben kannst. Ausserdem sollte der Nasenriemen zwei Fingerbreit unterhalb des Jochbeins liegen, damit er nicht dagegen drückt. Der Verschluss des Riemens sollte unter den Unterkieferästen des Pferdes liegen.
Die Backenstücke dürfen nicht direkt auf dem Jochbein zum Liegen kommen, sondern darunter. Die Länge muss so gewählt werden, dass das Gebiss in den Mundwinkeln eine Falte bildet. So ist das Gebiss optimal positioniert, ohne dass es lose oder zu stramm im Maul liegt.
Zur Überprüfung der Verschnallung des Kehlriemens sollte deine geballte Faust zwischen Riemen und Kehle Platz finden. Wenn das Pferd in der Anlehnung geht, darf der Riemen nicht in die Kehle einschnüren. Bei dem Nackenriemen solltest du darauf achten, dass er nicht auf die Ohrenpartie drückt und das empfindliche Hinterhauptsbein einklemmt. Denn das kann zu Entzündungen führen.
Wenn du ein Kombiniertes Reithalfter verwendest, liegt der Fokus auf der korrekten Lage des Sperrriemens. Seine heutige Verschnallung kommt aus Zeiten des berittenen Militärs und sollte bei Stürzen das Risiko eines Kieferbruchs verringern. Heute dient er hauptsächlich dazu, die Lage des Trensengebisses zu stabilisieren. Auch der Sperrriemen sollte so locker verschnallt sein, dass du zwei Finger darunter schieben kannst.
Was ist eine Micklem Trense?
Micklem-Trensen liegen im Trend und sind stark im Kommen. Die von William Micklem für HORSEWARE entworfenen Trensenmodelle berücksichtigen die Anatomie des Pferdekopfes mehr als andere Modelle. Sie sind anatomisch geformt, um die direkt unter der Haut liegenden Gesichtsnerven des Pferdes zu umgehen.
- Genickstück: anatomisch und extra breit geformt minimiert es den Druck auf das empfindliche Hinterhauptsbein
- Nasenriemen: höhere Positionierung vermindert den Druck auf motorische und sensorische Nerven des Nasenknochens. Damit werden Taubheit im Lippen- und Nasenbereich und die Schädigung der Blutgefässe verhindert
- Bitclips ersetzen den Sperrriemen: der Druck wird von den Maulwinkeln auf die Nase umgeleitet und damit ein Ziehen des Gebisses in den Mundwinkeln umgangen. Bitclips findest du in unserem Shop unter Trensenzubehör.
- Backenriemen: die schräg angebrachten Backenriemen sparen den Bereich der Backenzähne aus