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Kein neuer Prozess für «El Chapo»
Der verurteilte mexikanische Drogenbaron Joaquín «El Chapo» Guzmán kann nicht auf einen neuen Prozess hoffen. Ein New Yorker Richter wies einen entsprechenden Antrag am Mittwoch mit dem Verweis auf eine überwältigende Beweislage zurück.
Seine Verteidiger hatten einen neuen Prozess mit der Begründung angestrebt, die Juroren hätten die Berichterstattung in Medien in unangemessener Weise verfolgt. Guzmán war im Februar wegen Mordverschwörung und Drogenhandels verurteilt worden.
Richter Brian Cogan sagte am Mittwoch, jeder durchschnittliche Juror hätte El Chapo wegen der Beweislage verurteilt. Extrem nachteiliges Verhalten, das für einen neuen Prozess hätte gegeben sein müssen, sah Cogan nicht.
Guzmán war am 12. Februar nach einem dreimonatigen Mammutverfahren in New York verurteilt worden. Laut Klageschrift soll das berüchtigte Sinaloa-Kartell unter seiner Führung zwischen 1989 und 2014 fast 155 Tonnen Kokain und grosse Mengen anderer Drogen in die USA geschmuggelt haben. Dem 62-Jährigen droht lebenslange Haft. Das Strafmass soll am 17. Juli verkündet werden.
Guzmán sitzt derzeit in in einem Hochsicherheitsgefängnis im Süden von Manhattan ein. Der Drogenboss war in der Vergangenheit bereits zwei Mal aus mexikanischen Hochsicherheitsgefängnissen ausgebrochen. Er wurde schliesslich 2016 gefasst und im folgenden Jahr an die USA ausgeliefert.