Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/246122

<h2>SubmittedText<h2><p>Analog zur Verpflichtung zu Netto-Null Emissionen bis zum Jahr 2050 mit dem Pariser Klimaabkommen braucht es ein verbindliches Ziel für den Schutz und die Wiederherstellung der Natur und der Artenvielfalt, damit der Verlust der biologischen Vielfalt aufgehalten werden kann.</p><p>1. Der Bundesrat wird beauftragt, die notwendigen Massnahmen zu treffen und eine Strategie vorzulegen, damit die Schweiz bis 2030 "nature positive" ist.</p><p>2. Der Bundesrat wird beauftragt an der UN-Weltbiodiversitätskonferenz im Dezember 2022 das internationale Abkommen zum Schutz von Tier- und Pflanzenarten sowie ihrer Lebensräume zu unterzeichnen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat erkennt den dringenden Handlungsbedarf zur langfristigen Erhaltung und Förderung der Biodiversität und damit zur Sicherung ihrer Ökosystemleistungen zugunsten unserer Gesellschaft. Der Bundesrat hat bereits 2012 die Strategie Biodiversität Schweiz (SBS) verabschiedet. In seiner Antwort auf die Interpellation 19.3467 hat er ausgeführt, dass er auf Basis der Wirkungsanalyse zum Aktionsplan Biodiversität (AP SBS) sowie unter Einbezug weiterer nationaler und internationaler Erkenntnisse über eine eventuelle Anpassung der Strategie und die Fortsetzung des Aktionsplanes beschliessen wird. Weiter hat der Bundesrat 2022 mit seinem indirekten Gegenvorschlag zur Biodiversitätsinitiative Massnahmen zur Förderung der Biodiversität definiert. Das Parlament berät aktuell die Vorlage.</p><p>An der Biodiversitätskonferenz im Dezember 2022 wird kein Abkommen unterzeichnet werden. Der neue globale Zielrahmen für die Biodiversität wird durch Beschluss der Vertragsparteienkonferenz verabschiedet werden. Der Bundesrat hat die Verhandlungsdelegation mandatiert, sich im Rahmen der Konferenz für einen griffigen neuen globalen Rahmen für die Biodiversität für die Zeit nach 2020 (post-2020 GBF) einzusetzen. Dabei werden klare und messbare Ziele angestrebt, welche auf die Ursachen des Biodiversitätsverlusts eingehen.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Anliegen der Motion mit den laufenden Arbeiten bereits verfolgt werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.