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Das Café des Arcades im Herzen des historischen Burgquartiers ist ein beliebter Treffpunkt der Freiburgerinnen und Freiburger. Das Restaurant liegt am Ulmenplatz, der mit dem Umgestaltungsprojekt des Burgquartiers aufgewertet wird. Der Gemeinderat hat beschlossen, vorwärts zu machen und die Umgestaltung des Burgquartiers durch die Konkretisierung des Umbauprojekts für das Gebäude und das Café des Arcades voranzutreiben.
Die Sanierung der elektrischen und sanitären Anlagen wurde immer dringlicher; die Restaurantküche musste den aktuellen Normen angepasst und Anpassungen für den Zugang von Personen mit beschränkter Mobilität vorgenommen werden. Ausserdem war die Dachterrasse Bletz sanierungsbedürftig: 2016 wurden die Statikprobleme bestätigt, was zum Verbot von Massenveranstaltungen an diesem Ort führten, beispielsweise anlässlich der Festlichkeiten zur Nikolausfeier. Für die erneute Benutzung der Dachterrasse für öffentliche Veranstaltungen musste die Dachplatte verstärkt werden.
Allgemeine Informationen
Auftragnehmer
Zeitplan
|Dezember 2016||Gesuch um einen Studienkredit|
|Juillet 2018||Autorisation de construire|
|Janvier 2019||Vote crédit d'ouvrage|
|Octobre 2019||Début des travaux|
|Janvier 2021||Fin des travaux|
|Janvier 2021||Remise du bâtiment|
|Septembre 2021||Inauguration|
Überblick
Das Arkadengebäude wurde zwischen 1861–1864 vom Architekten Théodore Perroud am Ort der alten, 1798 abgerissenen Markthallen gebaut. Es ist eines der wichtigsten Beispiele einer Einkaufsgalerie aus dem 19. Jahrhundert in der Stadt Freiburg. Städtebaulich fügt sich das Bauwerk als Übergang zwischen dem Ulmenplatz und den angrenzenden hohen Häusern in die Umgebung ein. Der Pavillon über dem Café verweist auf die Verbindung mit der Murtengasse und dem Liebfrauenplatz mit der Kirche.
Ursprünglich entsprach jeder Bogen des Gebäudes einem Geschäft, ausser dem ersten Laden und dem Café. Die Läden im Erdgeschoss waren mit den Wirtschaftsräumen im ersten Stock verbunden. In Bezug auf das Café des Arcades informiert das Protokoll der Sitzung der Arkadenkommission vom 10.1.1864 über das Vorhandensein einer Wendeltreppe als Verbindung zur Steintreppe, die mit einer Wendeltreppe in den Keller führt und noch heute den ersten Stock mit dem Pavillon und der Terrasse «Bletz» verbindet.
1915 wurde das Café des Arcades modular um zwei Bögen vergrössert, wodurch die Fläche von drei auf fünf Bögen anstieg. Im Vergleich mit heute befand sich die Küche am gleichen Ort, war aber kleiner. Erst 1935 erhielt die Küche ihre heutige Grösse und die sie abgrenzende Wand folgte nicht mehr dem Rhythmus der Bögen. Das Gebäude verfügt heute über ein strukturelles System, das mit Ausnahme der Fassadenwände aus dem frühen 20. Jahrhundert stammt.
Ansicht 1950
Ziele
Das Umbauprojekt des Café des Arcades ist eines der ersten greifbaren Elemente der Neugestaltung des Burgquartiers. Die ersten Studienphasen befassten sich mit folgenden Themen:
- Aufwertung der Verbindung zwischen dem Inneren des Cafés und dem Ulmenplatz;
- Vergrösserung des Cafés durch die Einbindung eines Teils der Räumlichkeiten des angrenzenden Ladens;
- Definition einer neuen vertikalen Nutzung des Café des Arcades;
- Organisation einer klareren Hierarchie zwischen den «Diensträumen» (Küche, Toiletten, Garderoben, Lager, Technikräume) und den «bedienten Räumen» (Speisesaal, Pavillon);
- Zugang für Personen mit beschränkter Mobilität zum Café und zur Terrasse;
- strukturelle Sanierung der Dachterrasse «Bletz», damit dieser Ort wieder ein bedeutender öffentlicher Raum wird;
- Senkung der Umweltbelastung durch den Anschluss an das Fernwärmenetz.
Erweiterung des Café des Arcades
Das Vorprojekt verwendet einen ganzheitlichen Ansatz, mit dem in erster Linie die bestehende Gebäudesubstanz aufgewertet und das Bild des «Quartiercafés» bewahrt wird. Das seit 1863 fast gleichgebliebene äussere Erscheinungsbild wird wie die Innendekoration bewahrt. Eine namhafte Neugestaltung betrifft die Küche, die neu im ersten Stock liegt und deren Einrichtung modernisiert wird. Die Toiletten befinden sich neu ebenfalls im ersten Stock. So kann nicht nur der Speisesaal im Erdgeschoss vergrössert werden, auch die grössere und modernere Küche profitiert von dieser Umstellung.
Die ursprüngliche Treppe in den ersten Stock wird neu gebaut und mit der Kellertreppe verbunden. Personen mit beschränkter Mobilität werden mit einem Lift Zugang zum ganzen Restaurant haben. Im Untergeschoss befinden sich neu die Personal-, Lager- und Technikräume. Das angrenzende Lokal wird für die Veranstaltung von öffentlichen Ausstellungen umgebaut.
Die überalterte Heizung wird mit dem Anschluss an das Fernwärmenetz ersetzt, was dem Energieplan der Gemeinde entspricht.
Bletz-Terrasse und Pavillon
Das Projekt sieht vor, den Pavillon in das Betriebskonzept zu integrieren. In diesem Sinn wurden die Diensträume (Küche und sanitäre Anlagen) zwischen das Café im Erdgeschoss und dem Pavillon mit der Terrasse auf dem Dach in den 1. Stock verlegt.
Eine reduzierte Kücheneinrichtung für die Zubereitung von Snacks ist im Pavillon für die Bedienung der Gäste der Bar und der Bletz-Terrasse vorgesehen. Die Einrichtung des Pavillons im zweiten Stock wird auf das Notwendigste beschränkt, um die Holzverkleidung und die Sicht durch die grossen bestehenden Fenster nach draussen zu bewahren.
Neugestaltung des Burgquartiers
Der Umbau des Arkadengebäudes ist Bestandteil der Neugestaltung des Burgquartiers, die 2015 mit einem Architekturwettbewerb gestartet wurde, und insbesondere des Ulmenplatzes. Die Entwicklung dieses Raums wird im Rahmen des Umgestaltungsprojekts Burgquartier behandelt.