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Am 24.08.1962 traf sich die Gruppo Sportivo ltaliano Lausen zur Gründungsversammlung des neuen Vereins. An dieser Sitzung wurde auch der erste Präsident, Giuseppe Propedo, gewählt. Am 11. Juli 1963 teilte die Gruppo Sportivo ltaliano Lausen dem FVNWS mit, dass der neue Name des Lausener Fussballclubs ,,Rossoneri Lausen» heissen soll und am 28. August 1963 erhielt der neue Verein vom Schweizerischen Fussballverband die schriftliche Bestätigung, dass die AC Rossoneri offiziell in den Verband aufgenommen wurde.
Die AC Rossoneri war von Beginn ihrer Vereinsgeschichte an sehr aktiv, wurde doch der FVNWS schon am 7. September 1963 zu einem Tanzabend in der Turnhalle Lausen eingeladen.
Die Sehnsucht nach der Heimat drückt schwer und der Wunsch, sich vereint zu fühlen, stärkt den Willen, etwas Konkretes zu schaffen. Dieser Wille fasst mit der Zeit Fuss. Man trifft sich an verschieden Abenden im Restaurant zur Waage und bald wird als Präsident Soravitto Mario ernannt, der die Aufgabe zur Bildung eines Vorstandes übernimmt. Es wird rege diskutiert. Allerseits werden gute Vorschläge unterbreitet, an Meinungsverschiedenheiten fehlt es nicht, aber ohne den freundschaftlichen Ton zu verlieren, mit dem Ziel ein gemeinsames Übereinkommen zu erreichen.
ln Lausen bestehen bereits verschiedene Sportvereine. Was fehlt ist ein Fussballklub. Aus dieser Tatsache nimmt die Vereinigung Formen an. Dem ersten Vorstand gehören folgende Mitglieder an: Am 24. August 1962 wird die erste Vorstandssitzung einberufen, welche im Restaurant Bahnhof stattfindet. Gewählt wird als erster Präsident der neugeschaffenen Vereinigung, Giuseppe Propedo.
An Arbeit fehlt es nun nicht. Zur Bildung einer Mannschaft sind alle Probleme bis ins letzte Detail zu lösen
Beschaffung der Dress, Entwurf eines Signets, erste Freundschaftsspiele etc.. Die meisten Mitglieder sind Fans von Milan, die seinerzeitige Erfolgsmannschaft in Italien. Daher wird der Name ROSSONERI auserkoren. Die Trikotfarben sind jene des rotschwarzen Dresses der ruhmreichen Elf aus der Lombardei.
Aber einer guten Mannschaft sollte auch ein Spielplatz zur Verfügung stehen, sind doch Training und Meisterschaftsspiele auszutragen. Eine Delegation bestehend aus den Mitgliedern Propedo Giuseppe Rigamonti Sandro und Soravitto Claudio begibt sich zum damaligen Gemeindepräsidenten Herrn Tschudin um das Gesuch zu begründen. Das wohlwollende Ansehen gegenüber r Italienern und die sportliche Leidenschaft bewegt die Gemeindeväter ein ungepflanztes Feld an schöner Lage beim Stutz Lausen zur Verfügung zu stellen
Mit grosser Befriedigung und voll Begeisterung heisst es nun, die Ärmel aufzuschlagen. Das Feld auszuebnen, Steine zu entfernen und Löcher aufzufüllen. Für diese Arbeiten wird ein grosser Teil der Freizeit geopfert, sogar am Sonntag trifft man einige am Werk. Es wird dabei manchmal auch die Familie vernachlässigt. Wieder zeigt sich die Gemeinde von der guten Seite. Das erforderliche Material zur Bereitstellung des Spielfeldes wird uns zur Verfügung gestellt. Ein weiterer Beweis vom lobenswerten lnteresse am ganz Unternehmen.
Nach getaner Arbeit ist es nun soweit, dass erste Meisterschaftsspiel konnte ausgetragen werden. Der Gegner war die Mannschaft aus Gelterkinden. Das Spiel endete mit einem Sieg der AC Rossoneri (Resultat 3:1). An diesem Eröffnungsspiel sind Behörden, Vereinsmitglieder und viele Fans zugegen. Im selben Jahr wurde ein grosses Fest durchgeführt, dessen Gewinn in die Mannschaftskasse floss. Bei diesem Anlass wird das Signet der Mannschaft präsentiert unter der Aegide von Frau Basei Lena. Seither wurden etliche Meisterschaftsspiele, Turniere und Freundschaftsspiele durchgeführt, gekennzeichnet vom besten Benehmen der Mannschaft sei es in guten wie auch in weniger guten Zeiten.
Seit jenem fernen Frühling sind 58 Jahre vergangen. Dank der Gemeinde Lausen, die uns die notwendige Sporteinrichtung zur Verfügung stellt, hat es der Verein heute nicht versäumt, sich zu erneuern und sich den neuen Bedürfnissen der Moderne zu stellen. So finden sich in seinen Reihen Spieler aus allen Teilen Europas, die in der laufenden Meisterschaft in vier Mannschaften aufgeteilt sind. Der ganze Team- und Wettkampfgeist geht dabei nicht verloren.
Einige Gründungsmitglieder sind nicht mehr unter uns, lhnen geht unsere Anerkennung für das Zustandekommen unserer Vereinigung. Der Gemeindebehörde sei für ihr wohlwollendes Verständnis, mit dem sie uns Anlagen und Einrichtungen zur Förderung unseres Sportes zur Verfügung stellt, allerbestens gedankt.
Für die Mannschaften ein mächtiges Hipp-Hipp-Hurra mit den besten Wünschen auf viele schöne und siegreiche Spiele.