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1. Thomas Hänsch, haben die Lehrer überreagiert, als sie wegen ein paar Wespenstichen die Ambulanz riefen?
Nein, denn offenbar reagierten einige Kinder allergisch auf die Stiche.
2. Die Rede war auch von einem wild gewordenen Schwarm. Gibt es das wirklich?
So wie in Trickfilmen? Nein. Wespen stechen nur, um sich und den Nachwuchs zu verteidigen, und nie freiwillig und in Massen. Ich vermute, dass diese Wespen aufgescheucht wurden.
3. Wie kann man sich vor Wespenstichen schützen?
Einen Sicherheitsabstand von mindestens fünf Metern zum Nest einhalten und die Tiere nicht mit schnellen, wilden Bewegungen provozieren. Kinder sollten mit Röhrli trinken, um nicht versehentlich eine im Sirup schwimmende Wespe zu schlucken. Ein simpler Trick ist es, die Wespe mit Wasser aus einem Bestäuber anzuspritzen. Sie glaubt, es regne, und kehrt ins Nest zurück, weil Wespen bei Regen nicht fliegen.
4. Gibt es Wespenarten, die für den Menschen besonders mühsam sind?
Lästig sind vor allem jene Wespen, die ihre Nester verstecken, zum Beispiel in Mauslöchern oder Rollladenkästen. Tragischerweise werden oft die friedlichen Tiere vergiftet, die ihre Nester gut sichtbar im Estrich oder an Bäumen bauen.
5. Was kann man tun, wenn man gestochen worden ist?
Da man oft nicht weiss, ob man von einer Biene oder Wespe gestochen wurde, sofort die Einstichstelle kontrollieren und einen allfällig vorhandenen Bienenstachel sorgfältig entfernen. Wespen ziehen den Stachel selber wieder raus. Danach die Einstichstelle kühlen. Nach ein paar Stunden ist ein Wespenstich meist vergessen.
Am 11. September 2012 berichtete «Blick am Abend» über einen Wespenangriff auf drei Schulkinder. Zum Artikel
Autor: Karin Aeschlimann