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Schlafapnoe
„Apnoe“ bedeutet Atemstillstand. Das Schlafapnoe-Syndrom bezeichnet häufige, kurze Unterbrechungen der Atmung während des Schlafens.Diese Atempausen sind typisch für die Krankheit und entstehen meist durch
verengte Atemwege. Folgen des Schlafapnoe-Syndroms sind ausgeprägte Tagesschläfrigkeit sowie Herz-Kreislauf-Krankheiten.
Ursache
Die genauen Ursachen des Schlafapnoe-Syndroms sind nicht genau bekannt. Man weiss, dass die Krankheit innerhalb einer Familie gehäuft vorkommt. Vermutlich ist eine vererbte Schwäche der Rachenmuskulatur für die Entwicklung des Schlafapnoe-Syndroms verantwortlich. Im Schlaf verlegen die schlaffen Rachenmuskeln die Atemwege und es kommt zu den typischen Atempausen.
Bekannt sind einige Risikofaktoren für die Entwicklung des Schlafapnoe-Syndroms. Besonders oft betroffen sind Männer mit starkem Übergewicht und hohem Alkoholkonsum sowie Raucherinnen und Raucher.
Risikofaktoren:
- Übergewicht
- Männliches Geschlecht
- Übermässiger Alkoholkonsum, vor allem am Abend
- Rauchen
- Regelmässiger Gebrauch von Schlaf- und Beruhigungsmitteln
- Enge Stellen im Nasen-Rachenraum
- Vergrösserte Mandeln
- Schlafapnoe-Syndrom in der Verwandtschaft
Symptome
Ein frühes und gut hörbares Symptom des Schlafapnoe-Syndroms ist lautes, unregelmässiges Schnarchen. Das Schnarchen wird bei Patientinnen und Patienten mit Schlafapnoe häufig durch die typischen Atempausen unterbrochen. Schnarchen ist aber nicht gleichbedeutend mit dem Schlafapnoe-Syndrom. Die meisten schnarchenden Menschen haben keine gesundheitlichen Probleme.
Bei Schlafapnoe-Betroffenen setzt die Atmung oft über hundert Mal pro Nacht kurz aus. Das verhindert einen erholsamen Schlaf und führt zu ausgeprägter Tagesmüdigkeit. Die Folgen sind Konzentrationsstörungen und die Neigung plötzlich einzuschlafen.
Die häufigen Atempausen in der Nacht führen zu Sauerstoffmangel und zur Belastung des Herz-Kreislauf-Systems. Nach einigen Jahren können deshalb Bluthochdruck und andere Herz-Kreislauf-Krankheiten entstehen.
Untersuchungen
Bei der ambulanten Schlafuntersuchung schlafen die Betroffenen zuhause in seiner gewohnten Umgebung. Sie erhalten das Gerät bei uns in der Praxis und werden genaustens in der Handhabung instruiert. Während der Nacht misst das Gerät verschiedene Körperfunktionen wie Herztätigkeit, Sauerstoffgehalt im Blut, Atembewegungen, Lage und den Luftfluss durch die Nase. Die Daten werden im Gerät gespeichert und später von einer Ärztin oder einem Arzt ausgewertet.
Untersuchung im Schlaflabor – die Polysomnographie:
Im Schlaflabor lässt sich nicht nur ein Schlafapnoe-Syndrom feststellen, sondern auch andere Schlafstörungen. Ähnlich wie bei der ambulanten Schlafuntersuchung zeichnet ein Gerät verschiedene Körperfunktionen auf. Zusätzlich überwacht eine Laborantin oder ein Laborant die schlafenden Schlafapnoe-Betroffenen über eine Videokamera.
Therapie
Die bekannteste und wirksamste ist die nächtliche Überdruckbeatmung mit Nasenmaske – die CPAP-Therapie. CPAP bedeutet kontinuierliche nächtliche Überdruckbeatmung über eine Nasenmaske. Bei dieser Behandlung leitet ein CPAP-Gerät einen sanften Luftstrom in eine Nasenmaske, die die Patientin oder der Patient während der Nacht trägt. Dank dieses Luftstroms bleiben die Atemwege offen und die Betroffenen können während des Schlafens frei atmen.