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Mit Hilfe von Zuschauerhinweisen sollen ungeklärte Straftaten aufgeklärt werden. Dazu werden den Zuschauern in jeder Sendung ungelöste Kriminalfälle in Form von kurzen filmischen Rekonstruktionen vorgestellt. Die Idee kam von Eduard Zimmermann. Er war auch der erste Moderator dieser Sendung.
Am 20. Oktober 1967 wurde die Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst» zum ersten Mal ausgestrahlt. Eduard Zimmermanns Idee funktionierte und funktioniert noch bis heute. «Aktenzeichen XY… ungelöst» hat eine Aufklärungsquote von über 40 Prozent.
Und damit weiter nach Zürich, Wien, München
Ab der vierten Ausgabe im März 1968 beteiligte sich zunächst der ORF, ab der 13. Ausgabe im Januar 1969 auch das Schweizer Fernsehen an der Produktion und Ausstrahlung der Sendung. So wurde «Aktenzeichen XY» zum ersten Mal als Eurovisionssendung ausgestrahlt. Die Schaltungen nach Zürich, Wien oder München hatten festen Bestandteil der Sendung.
Fakts rund um «Aktenzeichen XY»
|- 4586 Fälle wurden in den letzten 50 Jahren präsentiert. Aufklärungsrate liegt bei 40,4%.|
- 463 Schweizer Fälle wurden behandelt. Aufklärungsrate war bei 47,5%.
- Das Studio Schweiz wurde jeweils bei der Kapo Zürich in einem Saal eingerichtet.
Schweizer Moderator Konrad Toenz
22 Jahre lang moderierte Konrad Toenz im Studio Zürich bei «Aktenzeichen XY». Durch die Fernsehsendung erlangte der gebürtige Bündner internationale Bekanntheit.
Zwischen 1976 und 1998 gab er Suchmeldungen der Polizei und sachdienliche Hinweise der Schweizer Zuschauer aus dem Aufnahmestudio Zürich bekannt. Als Nachwirkung dieser Popularität wurde in Berlin eine Bar nach ihm benannt, die es noch heute gibt. Dort wurde ihm ein Drink gewidmet. Toenz war öfters Gast dort. Im Alter von 75 Jahren ist er seiner Krebserkrankung erlegen.