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Levetiracetam Mepha Loes 100 Mg/1ml 300 Ml
69.25 Fr.
Was ist Levetiracetam-Mepha und wann wird es angewendet?
Levetiracetam-Mepha enthält als Wirkstoff Levetiracetam und wird zur Behandlung der Epilepsie eingesetzt. Es ist ein Arzneimittel, welches epileptische Anfälle verhindert oder abschwächt (Antiepileptikum).
Angewendet wird das Präparat
- allein (Monotherapie) zur Behandlung von partiellen epileptischen Anfällen mit oder ohne sekundärer Generalisierung bei Patienten und Patientinnen ab 16 Jahren oder
- in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von
- partiellen epileptischen Anfällen mit oder ohne sekundärer Generalisierung bei Patienten und Patientinnen ab einem Alter von 4 Jahren.
- myoklonischen Anfällen bei Patienten und Patientinnen ab 12 Jahren mit juveniler myoklonischer Epilepsie,
- primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen (bei idiopathischer generalisierter Epilepsie) bei Patienten und Patientinnen ab 12 Jahren.
Levetiracetam-Mepha darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet werden.
Wann darf Levetiracetam-Mepha nicht angewendet werden?
Levetiracetam-Mepha darf nicht eingenommen werden, wenn Sie gegenüber dem Wirkstoff (Levetiracetam) oder einem der anderen Bestandteile von Levetiracetam-Mepha überempfindlich (allergisch) reagieren.
Wann ist bei der Einnahme von Levetiracetam-Mepha Vorsicht geboten?
Kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt, bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie eine Verschlechterung der Stimmungslage inklusive gereizter, feindseliger Stimmung, Symptome einer Depression und/oder lebensmüde Gedanken bemerken.
Beenden Sie die Behandlung mit Levetiracetam-Mepha nie abrupt ohne Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin zu konsultieren. Befolgen Sie bei Therapieabbruch die Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin zum schrittweisen Absetzen von Levetiracetam-Mepha.
Levetiracetam-Mepha Lösung zum Einnehmen enthält Methylparaben und Propylparaben, die allergische Reaktionen hervorrufen können (möglicherweise verzögert).
Wechselwirkungen von Levetiracetam-Mepha mit anderen Arzneimitteln sind eher unwahrscheinlich. Teilen Sie dennoch Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden.
Dieses Arzneimittel kann zu unerwünschten Wirkungen wie Benommenheit oder Schläfrigkeit führen und somit die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen!
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Darf Levetiracetam-Mepha während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Während der Schwangerschaft darf Levetiracetam-Mepha nicht angewendet werden, es sei denn, der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin hält es für unverzichtbar. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie schwanger sind oder beabsichtigen, schwanger zu werden. Im Falle einer Schwangerschaft wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Nutzen und Risiko einer Behandlung mit Levetiracetam-Mepha gegeneinander abwägen. Der Abbruch einer epileptischen Behandlung kann zur Verschlimmerung der Krankheit mit negativen Folgen für die Mutter und das ungeborene Kind führen.
Während der Behandlung mit Levetiracetam-Mepha dürfen Sie Ihr Kind nicht stillen.
Wie verwenden Sie Levetiracetam-Mepha?
Die Dosis wird speziell an das Ausmass Ihrer Erkrankung angepasst und beträgt für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren (ab 40 kg) in der Regel 500 mg zweimal täglich. Je nach Ansprechen auf die Behandlung und die Verträglichkeit kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosis bis auf 2mal täglich 1500 mg erhöhen. Bei Kindern von 4 bis 11 Jahren (unter 40 kg) beträgt die Dosis 10 bis 30 mg/kg zweimal täglich. Die Behandlung bei Kindern sollte vorzugsweise mit Levetiracetam-Mepha Lösung begonnen werden. Die genaue Menge der Lösung zum Einnehmen sollte mittels der 10 ml Dosierpipette, die in 0,25 ml-Schritten unterteilt ist, verabreicht werden
Körpergewicht
Anfangsdosis:
Höchstdosis:
0,1 ml/kg 2-mal täglich
0,3 ml/kg 2-mal täglich
10 kg
1 ml 2-mal täglich
3 ml 2-mal täglich
15 kg
1,5 ml 2-mal täglich
4,5 ml 2-mal täglich
20 kg
2 ml 2-mal täglich
6 ml 2-mal täglich
25 kg
2,5 ml 2-mal täglich
7,5 ml 2-mal täglich
Ab 40 kg
5 ml 2-mal täglich
15 ml 2-mal täglich
Die Lösung soll zweimal täglich, morgens und abends, ungefähr zur gleichen Uhrzeit eingenommen werden. Die Lösung kann unverdünnt oder mit einem Glas Wasser verdünnt eingenommen werden. Anleitung zur Benutzung der Dosierpipette: siehe Abbildung hinten. Levetiracetam-Mepha kann unabhängig von einer Mahlzeit eingenommen werden.
Bei älteren Patienten und Patientinnen sowie bei Patienten und Patientinnen mit Nieren- und/oder Leberbeschwerden wird die Arzneimitteldosis möglicherweise speziell angepasst.
Benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie eine oder mehrere Einnahmen vergessen haben. Nehmen Sie keine doppelte Dosis ein, um vergessene Einzeldosen nachzuholen. Benachrichtigen Sie bitte ebenfalls Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie mehr Lösung als vorgeschrieben eingenommen haben.
Levetiracetam-Mepha ist zur Langzeitbehandlung vorgesehen. Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin und setzen Sie die Behandlung keinesfalls ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ab. Genauso wie andere antiepileptische Arzneimittel sollte Levetiracetam-Mepha schrittweise abgesetzt werden, um häufigere Anfälle zu vermeiden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Benutzung der Dosierpipette von Levetiracetam-Mepha Lösung
Öffnen der Flasche: Drücken Sie auf den Schraubverschluss und drehen Sie ihn gegen den Uhrzeigersinn (Abb. 1).
Stecken Sie den Adapter der Dosierpipette in den Flaschenhals (Abb. 2). Stellen Sie sicher, dass der Adapter fest sitzt. Der Adapter verbleibt auf dem Flaschenhals.
Nehmen Sie die Dosierpipette und stecken Sie sie in die Öffnung des Adapters (Abb. 2).
Drehen Sie die Flasche auf den Kopf (Abb. 3).
Füllen Sie die Dosierpipette mit einer kleinen Menge Lösung, indem Sie den Kolben etwas herausziehen (Abb. 4).
Drücken Sie dann den Kolben wieder zurück, um eventuelle Luftblasen zu entfernen (Abb. 5).
Danach ziehen Sie den Kolben bis zu der Markierung in Millilitern (ml), die der vom Arzt verschriebenen Dosis entspricht (Abb. 6).
Drehen Sie die Flasche richtig herum.
Ziehen Sie die Dosierpipette aus dem Adapter.
Entleeren Sie den Inhalt der Dosierpipette in ein Glas Wasser indem Sie den Kolben nach unten drücken (Abb. 7).
Verschliessen Sie die Flasche mit dem Schraubverschluss.
Spülen Sie die Dosierpipette mit Wasser aus (Abb. 8).
Welche Nebenwirkungen kann Levetiracetam-Mepha haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Levetiracetam-Mepha auftreten:
Am häufigsten sind Schläfrigkeit und Schwächegefühl.
Andere, unter der Behandlung mit Levetiracetam häufig berichtete Nebenwirkungen sind:
Infektionen
Entzündungen des Nasen-Rachen-Raumes.
Blutsystem
Verminderte Anzahl der roten Blutkörperchen, der weissen Blutkörperchen und/oder der Blutplättchen.
Immunsytem
Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag.
Ernährungsstörungen
Appetitlosigkeit, Gewichtszunahme, Gewichtsverlust, zu niedriger Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie).
Nervensystem/psychische Störungen
Benommenheit, Krämpfe, Kopfschmerzen, mangelnde Koordination der Bewegungen, Schläfrigkeit, Zittern, Hyperaktivität, Agitation, Gleichgewichtsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Beeinträchtigung des Gedächtnisses, anormales Verhalten, Persönlichkeitsveränderungen, Aggression, Wut, Panikattacke, Angst, Verwirrtheit, Depression, lebensmüde Gedanken, selbstverletzendes Verhalten, Suizid (Selbstmord), Stimmungsschwankungen, Halluzination, Feindseligkeit, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Nervosität, anormales Denken, Konzentrationsschwierigkeiten, psychotische Störungen und Missempfindung (z.B. Kribbeln oder Taubheit), unwillkürliche langsame Bewegungen und Störungen des Bewegungsablaufes.
Augen
Doppeltsehen, verschwommenes Sehen.
Ohr
Schwindel.
Atemapparat
Vermehrter Husten.
Verdauungssystem
Bauchschmerzen, Übelkeit, Verdauungsstörungen, Durchfall, Erbrechen, Bauchspeicheldrüsen-Entzündung.
Leber
Hepatitis (Leberentzündung), Leberversagen.
Haut
Hautausschlag, Ekzem, Juckreiz, Haarausfall, Blasenbildung der Haut, im Mund, an den Augen und im Genitalbereich.
Skelettmuskulatur
Muskelschmerzen, Muskelschwäche.
Allgemeine Störungen
Kraftlosigkeit, Müdigkeit, zufällige Verletzungen.
Einige der erwähnten Nebenwirkungen wie z.B. Schläfrigkeit, Schwächegefühl und Benommenheit können zu Behandlungsbeginn oder bei einer Dosissteigerung häufiger auftreten.
Falls Sie der Meinung sind, dass Sie von einer dieser Nebenwirkungen betroffen sind, sollten Sie Levetiracetam-Mepha weiterhin einnehmen, aber sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Bewahren Sie das Arzneimittel ausserhalb der Reichweite von Kindern, bei Raumtemperatur (15–25 °C) und trocken in der Originalverpackung auf.
Nach Anbruch die Lösung innerhalb von 7 Monaten aufbrauchen.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Levetiracetam-Mepha enthalten?
Lösung
1 ml Lösung enthält 100 mg Levetiracetam.
Zudem sind folgende Hilfsstoffe enthalten:
Konservierungsmittel: Methylparaben, Propylparaben, Aromastoffe und weitere Hilfsstoffe.
Zulassungsnummer
62391 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Levetiracetam-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Levetiracetam-Mepha Lösung 100 mg/ml: Flaschen zu 300 ml (mit Dosierpipette 10 ml und Adapter).
Zulassungsinhaberin
Mepha Pharma AG, Basel.
Diese Packungsbeilage wurde im September 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
A5419V5.2
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