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Sieht man die Augen von Ryan Preece eine Woche nach seinem schweren Unfall, hält man es für unmöglich, dass dieser Mann ins Auto steigt und sich den Spitzengeschwindigkeiten von über 300 km/h aussetzt. Doch genau dies hat der 32-jährige NASCAR-Fahrer am Sonntag getan.
Beim Southern 500 sass Preece wieder in seinem Ford Mustang, obwohl er die anwesenden Journalisten am Vortag noch mit seinen blutunterlaufenen Augen schockiert hatte. «Sie tun mir nicht weh», sagte Preece, nachdem er seine Sonnenbrille von der Nase genommen hatte, «mir geht es gut, meine Sicht ist perfekt. Sie sehen schlimm aus, aber das passiert halt bei zehn Umdrehungen.»
Wenn er durch den Crash von letzter Woche in Daytona eine eingeschränkte Sicht oder Kopfschmerzen hätte, würde er nicht fahren, fuhr Preece fort. Doch dies sei beim US-Amerikaner, der auf der höchsten NASCAR-Stufe noch ohne Sieg ist, nicht der Fall. Ganz im Gegenteil, die Tests der Ärzte ergaben keine Probleme und so wurde ihm die Freigabe erteilt, wieder an den Rennen teilzunehmen.
«Es ist okay, kein Rennen zu fahren», sagte Preece am Samstag, «es ist aber auch okay, zu fahren. Ich muss mich auch um meine Familie kümmern und das ist mein Job.» Nach 367 Runden in Darlington platzierte sich der Stewart-Haas-Pilot auf dem 28. von 36 Plätzen.
In der Vorwoche hatte sich das Auto von Preece zehnmal überschlagen. «Wenn du so durch die Luft fliegst, wird es auf einmal völlig still», berichtete er im Rückblick. «Bis das Auto stillsteht, verkrampft man und hofft, dass man okay sein wird. Und das bin ich.»
Nach dem Unfall konnte Preece zwar selbst aus dem Auto aussteigen, musste aber wenig später in ein Spital gebracht werden. Bereits am nächsten Tag wurde er dann entlassen. Selbst kurz nach dem Unfall habe er nicht wirklich Schmerzen verspürt, wie er später sagte. Deshalb zeigte sich der NASCAR-Profi via X (vormals Twitter) schon da kämpferisch: «Ich komme zurück.»
Ein Vorhaben, das er schneller umgesetzt hat, als nach einem solchen Crash zu erwarten ist. Doch Preece weiss: «Wenn man ein Rennfahrer sein will, sollte man besser hart im Nehmen sein.»
Tennis-Star Roger Federer ist schon Olympiasieger. 2008 gewann er mit Stan Wawrinka die Doppel-Konkurrenz in Peking.