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Sind Allergene in einem Lebensmittel vorhanden, können diese bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen. Um diese allergischen Reaktionen zu vermeiden, müssen Lebensmittel-Produktionslinien frei von Rückständen sein. Dies ist eine grosse Herausforderung für Betriebe die auf der gleichen Produktionslinie verschiedene Lebensmittel produzieren.
Was sind Allergene
Ein Allergen ist eine Substanz, die beim Immunsystem eine Überempfindlichkeitsreaktion (allergische Reaktionen) auslösen kann. Die meisten Allergene sind Eiweisse oder Eiweissverbindungen. Weil Allergene keine chemischen Gemeinsamkeiten haben, ist es nicht möglich eine Chemikalie zu entwickeln, die Allergene zerstört. Das Immunsystem reagiert bei Kontakt mit Allergenen bei allergischen Patienten mit der Bildung von Immunglobulin E-Antikörpern. Diese Antikörper binden das Allergen an sich. Bei dieser Bindung werden Stoffe ausgeschüttet (hauptsächlich Histamin) die eine Allergie auslösen. (Quelle: Wikipedia)
Nachweis von Allergenen
Aufgrund der Gesundheitsgefährdung müssen Allergene auf der Verpackung von Lebensmitteln deklariert werden. Der Lebensmittelproduzent muss sicherstellen, dass keine Kontamination mit anderen Allergenen während der Produktion stattgefunden hat. Wird eine Produktionsanlage für verschiedene Lebensmittel verwendet, spielt die Produktionsreihenfolge und die Reinigung eine wesentliche Rolle, um Kontamination zu vermeiden. Allergene können im Labor direkt im Lebensmittel nachgewiesen werden. In der Regel werden aber nicht Lebensmittel, sondern Oberflächen oder Spülwasser auf Allergene untersucht.
Bei der Analytik können grundsätzlich zwei verschiedene Varianten von Allergennachweisen unterschieden werden. Klassisch ist die akkreditierte Analytik im Labor. Das Resultat dieser Untersuchung ist, ob ein bestimmtes Allergen vorhanden ist und in welcher Menge. Das akkreditierte Resultat kann zu Beweiszwecken vor Gericht verwendet werden. Die andere Variante ist der Nachweis mittels Schnelltest. Mit einem Wattestäbchen wird die zu untersuchende Oberfläche abgewischt oder der Teststreifen direkt in das Spülwasser gehalten. Die Vorteile dieser Variante sind die tiefen Kosten, das rasche Resultat und kein Überlagerungseffekt. Der Nachteil besteht darin, dass es nicht akkreditiert ist und der Test nur eine Aussage darüber macht, ob Allergene unter oder über der Nachweisgrenze vorhanden sind, nicht aber in welcher Menge.
Kosten
Ein Einzeluntersuch im Labor kostet bei der ersten Variante ca. Fr. 200.-/ Probe. Die Unterschung auf Allergene mit dem Schnelltest ist ab Fr. 13.-/ Probe möglich. Natürlich bieten wir auch an, den Schnelltest bei uns im Labor durchzuführen, dies kostet dann aber entsprechend mehr. Um die Kosten für Allergenanalytik so tief wie möglich zu halten, empfehlen wir deshalb eine Kombination beider Varianten. Je nach Risiko in der Produktion wird ein Probeplan mit Schnelltest definiert. Dieser wird stichprobenweise durch akkreditierte Laboranalysen ergänzt. So erhält der Betrieb eine hohe Sicherheit zu geringen Kosten und hat das Thema Allergene im Griff. Die Schnelltests können bei uns im Online-Shop bezogen werden.