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Dossiers - Beziehungen CH-UK
Die grösste Exportindustrie ist über Brexit-Deal erleichtert
Ab dem 1. Januar 2021 sind zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich neue Verträge in Kraft getreten. Durch sieben Abkommen zwischen Bern und London wurden die Bereiche Strassen, Luftverkehr, Versicherungen, Handel und Migration neu geregelt.
19.01.2021
Nach intensiven Verhandlungen hat die Europäische Kommission am 24. Dezember 2020 eine Einigung mit dem Vereinigten Königreich über die Modalitäten seiner künftigen Zusammenarbeit mit der Europäischen Union erzielt. Das Abkommen wurde von beiden Seiten am 30. Dezember 2020 unterzeichnet und trat am 1. Januar 2021 provisorisch in Kraft. Durch den "Brexit-Deal" konnte erreicht werden, dass im Warenhandel auch künftig keine Zölle und Mengenbeschränkungen gelten. Zudem regelt der knapp 1250 Seiten starke Vertrag den Fischfang und die Zusammenarbeit bei Energie, Transport, Justiz und Polizei. Der Vertragstext wird von den betroffenen Departementen analysiert.
scienceindustries ist erleichtert, dass die bisherigen intensiven wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem UK durch die "mind-the-gap"-Strategie des Bundes gesichert werden konnten. Insgesamt hat der Bundesrat sieben Abkommen mit der britischen Regierung ausgehandelt: Das Luftverkehrsabkommen, das Strassenverkehrsabkommen, das Versicherungsabkommen, das Handelsabkommen, das Abkommen über die Rechte der Bürgerinnen und Bürger, das Abkommen zur Mobilität von Dienstleistungserbringern sowie das Polizeikooperationsabkommen.
Eine gemeinsame Erklärung vom 30. Juni 2020 sieht ausserdem eine engere Kooperation auf dem Gebiet der Finanzdienstleistungen vor. Zudem ist im Handelsabkommen vorgesehen, dass die beiden Länder Gespräche über eine Weiterentwicklung und Vertiefung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen aufnehmen.
Handelsabkommen Schweiz – Vereinigtes Königreich
Das Handelsabkommen tritt am 1. Januar 2021 in Kraft und beinhaltet frühere Abkommen wie das Freihandelsabkommen, das Abkommen über das öffentliche Beschaffungswesen, das Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungen, das Landwirtschaftsabkommen und das Betrugsbekämpfungsabkommen.
Auf der Webseite des UK sind die relevanten Informationen und rechtlichen Grundlagen für die Schweiz aufgeführt. Da die Ursprungsregeln des Freihandelsabkommen Europäische Union – Vereinigtes Königreich nicht identisch mit denjenigen des Handelsabkommens Schweiz – Vereinigtes Königreich sind, ist die Kumulation mit Vormaterialien mit Ursprung EU nicht möglich. Für weitere Informationen konsultieren Sie das Zirkular der Zollverwaltung.
Britische Erwerbstätige in der Schweiz
Die Arbeitsmarktzulassung ab dem 1. Januar 2021 wird je durch die nationalen Gesetzgebungen geregelt. Auf Schweizer Seite ist dies das Ausländer- und Integrationsgesetz (AIG). Mit dem Wegfall der EU-Personenfreizügigkeit gilt das UK für die Schweiz als Drittland Der Bundesrat hat für das Jahr 2021 Kontingente für 3500 Erwerbstätige aus dem UK beschlossen.
Erklärvideo zum innovativen Freihandelsabkommen mit Indonesien