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5 Fakten zu Weihnachten
Überall duftet es nach Weihnachtsgebäck, man hört weihnachtliche Gesänge und schmückt die Häuser mit Lichtern. Weihnachten steht vor der Tür. Alle von uns kennen die Weihnachtsgeschichte, jeder hat an Weihnachten einen Baum bei sich zu Hause stehen und freut sich auf die Bescherung vom Christkind oder vom Weihnachtsmann. Doch woher kommen unsere Traditionen und Bräuche wirklich?
Kaum einer kann sich Weihnachten ohne Baum vorstellen, doch wirklich erstaunlich ist die Tatsache, dass diese Tradition ihren Ursprung schon vor tausenden von Jahren fand. Bereits die alten Römer hatten den Brauch, Lorbeerkränze als eine Ehre anzusehen. Später wurde dieser Brauch dann dadurch ersetzt, dass man zu festlichen Angelegenheiten geschmückte Bäume als Dekoration verwendete. Den ersten wirklichen Weihnachtsbaum gab es also schon vor über 500 Jahren.
Der Nikolaus oder «Samichlaus», wie ihn viele in der Schweiz kennen, ist zusammen mit seinem Begleiter, Knecht Ruprecht oder «Schmutzli» bekannt. Er beschenkt am sechsten Dezember die Kinder. Der Nikolaustag fand ursprünglich in Gedenken an den St. Nikolaus statt, der ein Bischof im vierten Jahrhundert war, und von der Kirche als heilig angesehen wurde. Um ihn ranken sich viele Legenden, so kommt zum Beispiel die Tradition des nächtlichen Füllens der Schuhe von einer Geschichte, laut der St. Nikolaus drei Jungfrauen beschenkt haben soll.
Mit der Reformation von Martin Luther wurde die Beschenkung der Kinder auf den 25. Dezember verlegt, da die Protestanten keine Heiligen mehr verehren wollten. So entstand das Brauchtum um Weihnachten. Die ersten Darstellungen des heutigen Weihnachtsmannes, wie wir in kennen, in seinem roten Mantel und mit weissem Bart, tauchten im 19. Jahrhundert auf, jedoch wurde das Bild erst weit verbreitet, als Coca-Cola es ab den 1930er Jahren für seine Werbekampagnen verwendete.
Das Christkind, welches in Gestalt eines blond gelockten Kindes, häufig mit Engelsflügeln, dargestellt wird, ersetzt in vielen Regionen den Weihnachtsmann und ist ebenfalls durch die Reformation entstanden. Luther sagte, man sollen anstelle des St. Nikolaus den «Heiligen Christ» verehren und so wurde die Tradition, genauso wie der Weihnachtmann, von vielen Protestanten angenommen. Später wurde das Christkind ebenfalls von vielen Katholiken übernommen, was dazu führte, dass das es weitgehend als katholische Tradition angesehen wird und heutzutage vor allem in katholischen Gebieten zu finden ist. In manchen Gegenden beschenkte das Christkind die Kinder allerdings am Neujahrstag und die Bescherung wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts auf Weihnachten verlegt.
Interessant ist also, dass viele unserer Verschiedenen weihnachtlichen Symbolfiguren ihren eigentlichen Ursprung im Streit zwischen der katholischen und der protestantischen Kirche fanden. Allerdings glaube ich, dass man Weihnachten trotzdem geniessen kann und darf, denn eigentlich sollte es bei Weihnachten nicht darum gehen, welche Religion man hat oder was für Geschenke man bekommt, sondern darum, die weihnachtliche Zeit zu geniessen.