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Um die Energiequellen der Erde zu entdecken braucht es Zeit, Beobachtungsgabe, Einfühlungsvermögen und Konzentration. Um Kraftorte wirklich zu erkennen ist es nötig, Klischees darüber aufzugeben und die eigenen Sinne zu schärfen. Nur so werden wir lernen, Orte zu meiden, deren Energie zu stark für uns ist, und aufhören, jeder Energie nachzulaufen und zum Kraftort-Touristen zu verkommen.
Verschiedene Qualitäten von Kraftorten wurden festgestellt und deren Bedeutung erkannt: so fördern sie Gesundheit und körperliche Kraft oder mindern sie, fördern Vision, Weissagung, Beredsamkeit, Klarheit oder Weisheit. Kraftorte sind u.a. Berggipfel und Quellen, Inseln und Seen. Alle antiken Heiligtümer, Tempel und Herrschersitze wurden an Kraftorten gebaut, später Burgen, Schlösser und Kirchen, letztere meist über älteren Heiligtümern. Man nutzte die Kraft des Ortes, indem man ihre Wirkung auf das übertrug, wofür das Bauwerk symbolisch stand: die Religion, den Herrscher, das Reich oder die Kultur.
Kraftorte zeigen sich oft anhand besonders üppiger Vegetation, markanten Bäumen, stärkerer Moosbewachsung und höherer Feuchtigkeit.
Kraftorte lassen sich mit diversen Messinstrumenten bestimmen. Die Ergebnisse werden in Boviseinheiten angegeben. Kraftorte weisen eine erhöhte Leitfähigkeit des Bodens auf, die einen Verlust an Wärme bewirkt, den man mittels Infrarotmessung nachweisen kann. Die Geomantiie und die Radiästhesie beschäftigt sich mit diesem Thema.
Gemäss Überlieferung wird zwischen vier verschiedenen Typen natürlicher Kraftorte unterschieden, basierend auf den vier Elementen:
- Das Feuer: Wälder, Haine und alte Bäume
- Die Erde: Fels, Steine und Höhlen
- Die Luft: Hügel, Grate und Gipfel
- Das Wasser: Quellen und allgemein den Gewässern entlang
Im Altertum war jeder Ort mit einem Geist verbunden, im Zusammenhang mit den Naturgottheiten oder Naturgeistern.