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Die Orgelmusik zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist stark geprägt vom spätromantischen symphonischen Stil. In Frankreich werden die grossen Symphoniker Louis Vierne und Marcel Dupré abgelöst durch bedeutende Komponisten der Moderne: Jean Langlais, Olivier Messiaen und später Naji Hakim. In Deutschland setzen Sigfrid Karg-Elert und Gerard Bunk die Tradition Regers fort, der wohl wichtigste Vertreter der neueren Generation ist Johann Nepomuk David. Entdecken Sie hier auch weniger bekannte Orgelmusik aus dem 20. Jahrhundert.
Nigel Ogden (*1954) ist ein englischer Organist und Komponist, der von 1980 bis 2018 die BBC-Radio-Sendung The Organist Entertains moderierte und dort auftrat. Er spielt sowohl Theater- als auch Kirchenorgeln.
Ogden wurde in Manchester als Sohn eines Kirchenorganisten geboren und erhielt mehrere Jahre Klavierunterricht, bevor er im Alter von zwölf Jahren mit dem Orgelspiel begann. Als Kind besuchte er oft Konzerte von Reginald Dixon auf der Wurlitzer-Orgel.
Ogden studierte das Lehramt und arbeitete danach als Vorführer für ein Orgelgeschäft, später eröffnete er ein eigenes Geschäft für den Verkauf von Orgeln. Ab 1972 trat er bei The Organist Entertains auf und übernahm im März 1980 den Posten des Moderators von Robin Richmond.
Kompositionen für Orgel von Nigel Ogden
Nebst vielen Veröffentlichungen für die Theaterorgel hat Nigel Ogden eine Sammlung ansprechender Stücke für den Gottesdienst veröffentlicht:
- At your Service, Fifteen Practical Voluntaries for Church Organists
Christopher Noel Rawsthorne (1929–2019) war ein britischer Organist und Komponist von Orgel- und Chormusik. Er wirkte hauptsächlich in Liverpool.
Rawsthorne wurde im nordenglischen Birkenhead geboren. Im Alter von acht Jahren wurde er Chorsänger an der Liverpool Parish Church und später an der Kathedrale von Liverpool, wo sein Interesse an der Pfeifenorgel geweckt wurde. Er nahm Orgelunterricht bei Caleb Jarvis in der nahe gelegenen St. George’s Hall. Sechs Jahre später setzte er sein Orgelstudium am Royal Manchester College of Music fort. Im Jahr 1958 erhielt er ein Stipendium, um in Italien bei Fernando Germani und später in Paris bei Marcel Dupré zu studieren.
1955 wurde er als Nachfolger von Harry Goss-Custard Organist der Kathedrale von Liverpool und war in dieser Funktion bis 1980 tätig. In dieser Zeit komponierte er viele Chorwerke, die noch immer regelmässig in Kirchen der anglikanischen Diözese Liverpool gesungen werden. Bis 1993 unterrichtete Rawsthorne am St Katharine’s College, Liverpool. Rawsthorne erhielt die Ehrendoktorwürde in Musik von der Universität Liverpool. Im Rahmen seiner Arbeit mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra beaufsichtigte er die Renovierung der Rushworth- und Dreaper-Orgel in der Philharmonic Hall. Er starb 2019 im Alter von 89 Jahren in Liverpool.
Orgelmusik von Noel Rawsthorne
Rawsthorne veröffentlichte zahlreiche Sammlungen von Orgelstücken im Verlag Kevin Mayhew, z. B.
- 36 Miniatures for Organ
- Ten Trumpet Tunes for Organ
- 12 Miniatures for Quiet Occasions (Manualiter)
- Dance Suite for Organ
- Hornpipe Humoresque – A Nautical Extravaganza for Organ
- The Noel Rawsthorne Organ Arrangements (2 Bände Bearbeitungen)
Heinz Wehrle (1921–2012) war ein Schweizer Organist, Cembalist und Jazzmusiker. Von 1950 bis 1990 war er Organist in der Kirche Meilen ZH. Durch seine Frau Anne-Marie kam er mit der Jazzmusik in Kontakt. Im Jahre 1954 wurde er Musikredaktor beim Schweizer Radio und gründete unter anderem die Sendung “Jazz live”, welche insgesamt 111 Mal produziert und gesendet wurde. Weiterlesen
Marilyn Jeanette Rinehart (1926–2012) war eine Komponistin von Orgel- und Chorwerken. Nach ihrem Abschluss am Ashland College (Ohio) absolvierte sie weiterführende Studien an der University of Arizona. Sie wirkte 18 Jahre als Organistin in Tucson an der First United Methodist Church und 7 Jahre an der Catalina United Methodist Church.
Robert Jones (* 1945) ist ein walisischer Komponist. Er studierte an der Universität von Wales und Royal Collage of Organists. Er war über 30 Jahre Gymnasiallehrer, seit seiner Pensionierung ist er hauptsächlich als Komponist und Organist tätig. Er lebt in der kleinen Stadt Monmouth an der englisch-walisischen Grenze. Weiterlesen
Enrico Pasini (*1935) wurde in Rom geboren. Als Kind erhielt er Klavieruntericht bei Marcella Palazzi und komponierte schon bald eigene Klavierstücke. 1946 wurde Enrico ins Conservatorio di S. Cecilia aufgenommen und besuchte dort den Unterricht bei Alfredo De Ninno, später bei Rina Rossi.
Auf Drängen seines Vaters studierte er auch Geisteswissenschaften, wandte sich aber später ganz dem Musikstudium zu. Sein wichtigester Lehrer wurde Armando Renzi. Von ihm wurde er ermutigt, seinen eigenen kompositorischen Weg zu gehen. Weiterlesen
Friedrich Reimerdes (1909–2000) wuchs in Berlin auf und erhielt während der Gymnasialzeit Klavier- und Orgelunterricht bei verschiedenen Lehrern und war in dieser Zeit Kompositionsschüler von Curt Doebler, dem Organisten der Charlottenburger Herz-Jesu-Kirche. Friedrich Reimerdes studierte Kirchenmusik am Johannesstift in Spandau und legte dort sein Kantorenexamen ab. Anschliessend war er als Kantor in Goschütz, Schlesien und in Berlin-Heiligensee tätig. Während dem Zweiten Weltkrieg musste er Kriegsdienst leisten und geriet in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft übernahm er wieder sein früheres Kantorenamt in Berlin-Heiligensee und hatte es bis 1976 inne. 1977 übersiedelte Reimerdes mit seiner Frau nach Otterstadt in Rheinland-Pfalz. Von Anfang 1979 bis Ende 1994 war er bei der Evangelischen Kirchgemeinde Waldsee-Otterstadt in Otterstadt als Kantor und Organist tätig. Friedrich Reimerdes starb nach längerer Krankheit im Alter von 90 Jahren in seiner Wahlheimat Otterstadt. Weiterlesen
Rolf Schweizer (*1936) wuchs in Mundingen auf, heute ein Ortsteil von Emmendingen. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er im Blasmusikverein des Dorfes. Er studierte evangelische Kirchenmusik in Heidelberg u. a. bei Wolfgang Fortner, Hermann Meinhard Poppen, Wolfgang Dallmann und Heinz Werner Zimmermann. Weiterlesen
Friedrich Zipp (1914-1997) war ein deutscher Komponist und Kirchenmusiker. Nach dem Abitur 1933 studierte Zipp in Frankfurt und Berlin Musikerziehung und Kirchenmusik, unter anderem bei Armin Knab. Nach dem Abschluss als Kirchenmusiker im Jahr 1938 arbeitete Zipp als Studienreferendar, Chorleiter und Organist in Frankfurt. Im Jahr 1941 zum Militärdienst eingezogen, geriet Zipp 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Ab 1945 war Zipp wieder Kirchenmusiker in Frankfurt und arbeitete als freier Mitarbeiter beim Hessischen Rundfunk. Im Jahr 1947 wurde Zipp als Dozent für Tonsatz und Gehörbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik in Frankfurt a. M. berufen, wo er im Jahr 1962 zum Professor ernannt wurde. Im Jahr 1977 zog Zipp nach Freiburg i. Br. um, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1997 lebte. Weiterlesen
Hannes Meyer (1938–2013) absolvierte nach der Mittelschule in Schiers (EMS) ein vielseitiges Musikstudium in Basel und Zürich (Orgel, Direktion, Komposition und Sologesang). Mit dem Orgel-Konzertdiplom SMPV schloss er das Studium 1966 ab. 1963/64 war er Kapellmeister an der “Komödie Basel”, Chordirektor der Berliner Städteoper und des Extra-Chors des Opernhauses Zürich.