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Welche Bedeutung hat der technische Zinssatz einer Pensionskasse?
Der technische Zinssatz spielt in der beruflichen Vorsorge eine wichtige Rolle. Er ist ein zentraler Parameter bei der Berechnung der zukünftigen Leistungen aus der Pensionskasse.
Die Pensionskassen bezahlen die monatlichen Renten ab dem Zeitpunkt der Pensionierung aus dem angesparten Altersguthaben der Versicherten. Der noch nicht ausbezahlte Teil der Altersguthaben wird weiterhin an den Finanzmärkten angelegt. Die angenommene Rendite, die mit diesen Vermögen erzielt werden kann, wird als technischer Zinssatz bezeichnet.
Je höher der technische Zinssatz angesetzt wird, desto mehr Kapital kann theoretisch verrentet werden. Der technische Zinssatz darf dabei nicht zu hoch angesetzt werden, weil die damit verbundene höhere Rendite mit einem höheren Anlagerisiko einhergeht. Falls der erwartete Ertrag auf die Guthaben nicht erzielt werden kann, müssen Pensionskassen für die Auszahlung der Renten auf Kapitalerträge zurückgreifen, die eigentlich den aktiven Versicherten zustehen würden. Diese Umverteilung von Kapitalerträgen von den Aktiven zu den Rentnern ist im System der beruflichen Vorsorge so nicht vorgesehen.
Um die ungewollte Umverteilung von der erwerbstätigen Generation zu den Rentnern möglichst gering zu halten, haben die Vita Sammelstiftungen den technischen Zinssatz in den letzten Jahren mehrfach angepasst. Ein tiefer technischer Zinssatz sorgt für zusätzliche Flexibilität, um in besser rentierende Anlagen zu investieren. Dadurch können auf das Vorsorgekapital höhere Erträge zugunsten der Versicherten erwirtschaftet werden.