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Ihr Arbeitgeber teilt Ihnen mit, dass er Ihnen kündigt.
Wie verhalten Sie sich nun richtig?
Zuerst: Vergessen Sie nicht, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen gegenüber Verpflichtungen hat, namentlich was die Einhaltung der Kündigungsfrist angeht.
Wenn diese Frist nicht schriftlich vereinbart wurde und kein Gesamtarbeitsvertrag besteht, ist die Kündigungsfrist durch das Obligationenrecht geregelt.
Sie beträgt:
- während der Probezeit: sieben Tage (auf Ende irgendeines Tages)
- im ersten Dienstjahr: ein Monat (auf Ende eines Monats)
- vom zweiten bis zum neunten Dienstjahr: zwei Monate (auf Ende eines Monats)
- ab dem zehnten Dienstjahr: drei Monate (auf Ende eines Monats)
Es besteht ferner ein besonderer Kündigungsschutz, der für die Zeit des Militärdienstes, des Zivildienstes oder des Schutzdienstes, während Krankheit oder Unfall sowie während der Schwangerschaft gilt.
Während des Kündigungsschutzes darf Mitarbeitenden nicht gekündigt werden. Sind Sie sich nicht sicher, ob ein Kündigungsschutz auf Sie zutrifft, geben Sie Ihrem Arbeitgeber unverzüglich per eingeschriebenem Brief bekannt, dass Sie weiterarbeiten wollen.
Achtung
Wenn Sie selber kündigen, ohne eine neue Stelle in Aussicht zu haben, oder wenn Ihnen wegen eines eigenen Verschuldens gekündigt wird, könnte Ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung vorübergehend eingestellt werden. Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an eine juristische Beratungsstelle oder an Ihre zuständige Arbeitslosenkasse.