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In Tennessee, in der Ortschaft Casacade Hollow, steht die Destillerie von Geoge Dickel Whisky. Der Name ist vom deutsch-amerikanischen Spirituosenhändler und Whiskybrenner George Dickel übernommen.
Die Marke gehört heute zum Diageo-Konzern. Zwei Whiskeys werden in der George-Dickel-Destillerie hergestellt, nämlich George Dickel No. 8 und No. 12 Tennessee Whisky. No.8 hat einen Alkoholgehalt von 40 % vol., No.12 einen Alkoholgehalt von 45 % vol.
George Dickel verwendet die traditionelle schottische Schreibweise „Whisky“ (anstelle von „Whiskey“). Der vom Konzernmarketing verbreiteten Legende nach geht dies darauf zurück, dass Dickel glaubte, sein Produkt erreichte dieselbe Qualität wie die besten Scotch Whiskys. Die Destillerie gehört zum American Whiskey Trail und ist etwa 15 Meilen von der Jack-Daniel’s-Destillerie entfernt.
Nach dem Ende der Prohibition 1933 trennten sich zeitweise die Wege von Cascade Hollow Whiskey und des Markennamens Dickel. Stitzel-Weller aus Kentucky, die bereits vor der Prohibition Whiskey vor Dickel hergestellt hatten, warben nun mit ihrem eigenen Cascade Hollow Whiskey. Die Familie Shwab verkaufte den Dickel-Markennamen an Schenley Industries, die Dickel Whiskey in ihrer Destillery in Frankfort (heute: Buffalo Trace) betrieben. Nachdem 1958 aufgrund von Gesetzesänderungen wieder erlaubt war, Whiskey in Cascade Hollow herzustellen, kaufte Schenley die Rechte am Cascade-Hollow-Namen von Stitzel-Wellter zurück und begann mit dem Bau einer neuen Destillerie in Cascade Hollow. Obwohl der Whisky nun wieder in Tennessee hergestellt wird, wurde die Abfüllanlage in Cascade Hollow vor einigen Jahren geschlossen und der Whisky wird nun in Tank-Lkws zum Abfüllen nach Louisville, Kentucky gefahren. Verschiedene Fusionen und Verkäufe haben schließlich dazu geführt, dass die Marke George Dickel nunmehr zu Diageo gehört.
Nach der Krise des amerikanischen Whiskeys zwischen den späten 1970er und den 2000er Jahren trennte sich Diageo 1999 von fast allen seinen Whiskeymarken und behielt nur George Dickel und I.W. Harper.
1999 stellte Diageo auch das Marketing für George Dickel ein. Die Destillerie wurde geschlossen, und George Dickel verkaufte nur noch Altbestände. 2002 nahm Diageo das Marketing wieder auf, der Verkaufserfolg war für den Konzern zufriedenstellend genug, um die Destillerie im Jahr 2003 wieder zu eröffnen. Sie wird unter der Leitung von John Lunn betrieben.
George Dickel Whiskey entspricht den Grundbedingungen eines Bourbon Whiskeys. Wie bei diesen besteht die zugrundeliegende Getreidemischung aus mindestens 51 % Mais, Roggen und gemalzener Gerste. Nach dem Brand wird der Whiskey mindestens vier Jahre in neuen Fässern aus amerikanischer Eiche gelagert. Ähnlich wie der andere große Tennessee Whiskey Jack Daniel’s durchläuft George Dickel vor der Lagerung eine Filtration durch Holzkohle. Anders als Jack Daniel’s wird George Dickel vor dieser Filtration gekühlt. Geschmacklich ist George Dickel noch runder und weicher als Jack Daniel’s.