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KI ist nicht nur ein aktueller Trend, sondern hier, um zu bleiben. Daher bin ich seit Monaten dabei, Experimente zu machen und den Chatbot in meine tägliche Arbeit einzubinden. Es wird nun Zeit, dass ich all das, was ich gelernt habe, mal zusammentrage.
Tipps zur Verwendung von ChatGPT
Informationseinbindung und Dialogführung:
- Gib ChatGPT alle Informationen, die du hast: komplette Texte, E-Mails, Notizen und Recherchen. Je mehr Kontext, desto besser die Antworten.
- Interaktiver Austausch: Führe einen Dialog mit ihm. Er ist ein Chat und genau so ist es auch gedacht. Gib neue Ideen ein und bitte ihn um Korrekturen.
- Sensible Informationen: Wenn du Informationen hast wie Kundendaten, die du nicht mitgeben willst und solltest, verwende Platzhalter wie <Kunde>.
Effizientes Arbeiten mit Prompts:
- Ende mit einer Frage oder Anweisung, damit ChatGPT weiss, was er mit dem ganzen Input machen sollte.
- Definiere das Antwortformat: Sage ihm, was du willst, zum Beispiel Bullet Points, Stichpunkte, Struktur mit einem Satz zur Beschreibung, etc.
- Definiere Sprachliche Antwortformate: Teile ihm mit, wie er dir antworten sollte, zum Beispiel „einfaches Englisch“, „nicht zu kreativ“, „behalte meine Struktur bei und mache nur kleine Änderungen“.
- Frage nach konkreten Änderungen: Lass ChatGPT Wörter ändern, die nicht zu deinem Stil passen.
ChatGPT versteht deine Eingaben auch bei grammatikalischen oder orthografischen Fehlern – keine Sorge um Perfektion in der Formulierung.
Pro Tipp: Es gibt viele Beiträge mit Prompts da draussen, die meisten auf Englisch. Du musst diese nicht übersetzen. Du kannst sei genau so verwenden und wenn du eine Deutsche Antwort willst hinten einfach “auf Deutsch” dranhängen.
Nutzung von Hilfsmitteln:
- Custom Instructions: Hier kannst du Dinge wie Sprache, Sichtweise und Formatierung der Antworten vordefinieren, um nicht jedes Mal dazu schreiben zu müssen. Mehr dazu weiter unten.
- Kopiere dir relevante Antworten in ein Dokument, damit du später nicht im Chatverlauf suchen musst.
- Es gibt viele GPTs da draussen, die für einen gewissen Zweck erstellt wurden. Einige verwenden auch erweitertes Wissen. Spiele damit ein bisschen herum.
Anwendungsbeispiele:
ChatGPT ist vor allem ein Sprach generierendes Tool – er ist super darin Text zu generieren. Aber das Know-how muss immer noch von dir kommen. Auch sollte der Roboter zuerst kommen, und der Mensch danach die wichtigen Korrekturen und Arbeiten machen. Es ist ein Tool um effizienter und schneller zu arbeiten in manchen Bereichen, um mehr Zeit in andere reinzustecken.
Hier ein paar Anwendungsfehle, die du ausprobieren kannst:
- Umformulieren von Texten
- Generieren von E-Mail-Antworten
- Sprachliche Verbesserungen
- Korrekturlesen von Texten
- Feedback zu Texten
- Zusammenfassen von Texten (für Meta-Descriptions, Social Media, Exzerpte)
- Inspiration für Titel und Struktur
- Search Persona-Entwicklung
- Snippet-Erstellung
- Übersetzen (nur mit Kenntnis der Sprache oder Unterstützung eines Muttersprachlers)
- Notizen und Stichworte zu Texten erstellen
- Recherche zu einem Thema / Mehr über ein Thema lernen
- Mit ChatGPT 4.0: Links aus dem Internet, weitere Quellen
- Notizen und Stichwörter ordnen
- Komplexe Inhalte vereinfachen
- Brainstormen von Ideen und Keywords
Wichtig für SEO:
- ChatGPT neigt manchmal zu übermässiger Kreativität, besonders bei Überschriften und Snippets. Diese sollten manuell auf sinnvolle Keyword-Integration und Relevanz geprüft werden.
- Weitere Quellen und Recherchen von ChatGPT sind oft noch nicht ganz so hilfreich, von 5 Links ist vielleicht einer relevant. Und natürlich musst du auch Fakten checken, da er manchmal sehr gerne einfach etwas erfindet.
ChatGPT ist beim Erstellen von Texten vor allem ein kreativer Partner, mit dem du dich austauschen kannst und neue Ideen hast. Er ist (noch) keine magische Maschine, der perfekte Texte ausspuckt, sondern braucht dein Feedback und deine Korrekturen.
Was ChatGPT nicht kann
Keyword Recherchen
Es schreiben zwar viele darüber, aber das ist unmöglich für ChatGPT auf eine vernünftige Art und Weise zu machen. Denn das wichtigste für eine Keyword-Recherche ist die Datenbasis. Und die hat ChatGPT nicht. Er fängt eher an, Keywords zu erfinden. Geht dann eher in lange Fragen, oder holt so weit aus das es keinen Sinn mehr gibt das “Keyword”. Er hat auch keine Ahnung von Suchintentionen.
Wenn du ChatGPT für Keyword-Recherchen verwendest, dann bitte nur für die Inspiration. Nichts geht über eine richtig vernünftige 20 Stunden Recherche, um die Nische kennenzulernen und die Strategie zu entwickeln.
Clustern, Gruppieren, Analysieren von Daten
Ich bin ganz ehrlich nicht glücklich, mit dem, was er macht, wenn ich ihm Keywordlisten oder Daten mitgeben. Mir kommt es vor, als würde er die ersten 5 Zeilen eines Dokuments lesen, und den Rest ignorieren und einfach etwas erfinden.
Also so als würdest du mit einem Kind schreiben, das zu faul ist den ganzen Text durchzulesen und lieber, was erfindet. Irgendwann ist das vielleicht noch möglich, denn vieles von dem ist schon ein Roboter Task. Aber aktuell bleibe ich lieber beim manuellen Clustern.
Den perfekten Text erstellen
Vorsicht, wenn es darum geht Texte zu erstellen, denn ChatGPT schreibt auf eine etwas eigenartige Art und Weise, und das merkt man. Es wird besser, je mehr du ihm vorschreibst, wie er antworten sollte. Aber am Ende kann er nicht so ganz einen konsistenten Stil verwenden und übertreibt gerne mit Adjektiven.
Und vergiss nicht, dass der Text auf deiner Website deine Marke widerspiegelt. Du solltest also vorsichtig sein, welchen Text du verwendest. Alles, was du hier liest, ist zum Beispiel selber geschrieben, da ich einen ganz bestimmten Stil habe und dieser ist Teil meiner Marke.
ChatGPT 4 vs. ChatGPT 3.5
Ich verwende ChatGPT 4, schliesslich sind es nur 20 Dollar im Monat. Nicht mehr, als dich dein Netflix Account kostet.
ChatGPT 4 braucht länger, um eine Antwort zu generieren. Ob diese dann wirklich qualitativ hochwertiger ist, konnte ich noch nicht feststellen. Was aber cool ist, dass er auf Bing suchen kann und Webseiten lesen kann.
Du kannst ihm auch Dokumente mitgeben, Bilder erstellen und tiefere Analysen ausführen lassen. Und du hast Zugriff auf GPTs – das sind konfigurierte Chatbots mit einem gewissen Ziel und Hintergrundwissen. Diese kannst du auch selber erstellen.
Custom Instructions
Custom Instructions sind ein sehr starkes Tool, das dir hilft, Anweisung von vornherein schon mitzugeben. Die maximale Länge der Instruktion sind 1500 Wörter. Du kannst ihm damit Kontext geben für seine Antworten.
Pro Tipp: Erstelle verschiedene Custom Instructions, je nachdem, was du gerade willst. Du kannst hier zum Beispiel die Search Persona einfügen und schauen wie sich die Antworten von ChatGPT anpassen auf diese Person.
«What would you like ChatGPT to know about you to provide better responses?»
Bestimmt die Perspektive für ChatGPT: Trage hier alle relevanten Informationen ein, die die Person betreffen, die den Inhalt schreibt, oder aus welcher Sicht du alles betrachten möchtest.
Angaben zur Person können sein:
- Beruf/Rolle
- Aktuelle Projekte/Herausforderungen
- Spezielle Interessen
- Werte und Grundsätze
- Lernstil
- Ziele
- Präferenzen
- Sprachkenntnisse / Herkunft
- Spezialwissen
- Bildungshintergrund
- Kommunikationsstil
«How would you like ChatGPT to respond?»
Angaben zum Antwortformat können sein:
- Antwortformat
- Ton
- Detailgrad
- Arten von Vorschlägen
- Arten von Fragen
- Kontrolle
- Quellenverweise
- Kritisches Denkniveau
- Kreativitätsniveau
- Problemlösungsansatz
- Sprachpräferenzen
Fazit
Dieser Beitrag ist nur ein Anfang, denn ich probiere immer wieder Sachen aus. Und nicht nur mit ChatGPT, die neusten Entwicklungen von Google mit Gemini und von Microsoft für Copilot sind ebenfalls sehr vielversprechend.
Das wichtige ist, dass du damit startest, die Tools zu probieren, denn es gibt eine starke Lernkurve, und die Prompts, die ich noch vor 5 Monaten gemacht habe, haben nichts mehr mit meinen heutigen Prompts zu tun.