Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03330.jsonl.gz/1531

Der Kanadier Glen Hanlon wird neuer Nationaltrainer des Schweizer Eishockey-Nationalteams und damit Nachfolger des nach der WM abtretenden Sean Simpson.
Der Schweizerische Eishockeyverband hat den Nachfolger für den scheidenden Nati-Trainer Sean Simpson gefunden: Wie der «Blick» berichtet, übernimmt Glen Hanlon die Eisgenossen nach der WM.
Swiss Ice Hockey wollte Hanlon vorerst noch nicht als neuen Nationaltrainer bestätigen, kündigte aber eine Stellungnahme an. «In absehbarer Zeit», also wohl im Verlauf des Wochenendes, werde sich der Verband dazu äussern, sagte der Medienchef der Schweizer WM-Delegation auf Anfrage.
Der 57-jährige Kanadier betreut während der momentan laufenden Titelkämpfe noch Gastgeber Weissrussland, der am Montag im dritten Gruppenspiel auf die Schweiz trifft.
Assistiert wird Hanlon vom früheren Langnau-Trainer John Fust, der seinen Vertrag bei Lausanne aufgelöst hat. Die Verpflichtung Hanlons ist eine Überraschung: Swiss Ice Hockey hatte stets betont, dass der neue Trainer sich im Schweizer Eishockey auskennen müsse. Hanlon hat allerdings noch nie in der Schweiz gearbeitet.
Hanlon war während seiner Aktivkarriere NHL-Torhüter, der für die Vancouver Canucks, die St. Louis Blues, die New York Rangers und die Detroit Red Wings insgesamt 512 NHL-Partien absolvierte. 1979 war er der erste Torhüter, der von NHL-Superstar Wayne Gretzky ein Tor kassierte. 1991 beendete er seine Karriere und wechselte auf die Trainerbank.
Zunächst amtete Hanlon als Assistenztrainer bei den Vancouver Canucks. Nach einem dreijährigen Engagement beim Farmteam der Washington Capitals, wurde er in der Saison 2003/04 zum Cheftrainer befördert. Auch bei Jokerit Helsinki stand der Kanadier schon an der Bande.
2006 coachte Hanlon Weissrussland zusammen mit Assistent Sean Simpson auf den sechsten Platz, 2009 folgte der Rücktritt. 2010 übernahm er die Slowakei, nach der schwachen Heim-WM 2011 war aber auch dort vorzeitig Schluss. Schliesslich kehrte Hanlon im Sommer 2013 zu den Weissrussen zurück. (pre/si)