Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03118.jsonl.gz/1840

«Das Jahr 2018 war stark beeinflusst von der Trockenheit», hält der Präsident der Freiburgischen Viehverwertungs-Genossenschaft, Marc Piccand, in deren Geschäftsbericht fest. Die Genossenschaft traf sich gestern in Le Crêt-près-Semsales zu ihrer Delegiertenversammlung.
Beim Rindvieh hat sich laut Piccand im letzten Jahr die Abnahme der Milchkuh-Bestände und die Zunahme an Kühen mit anderer Nutzung fortgesetzt. «Im August sorgte eine durch die Trockenheit bedingte Zunahme der Schlachtungen für eine fast panikartige Unruhe», so Piccand. Dies habe einen Absturz der Preise für das Verarbeitungsvieh nach sich gezogen. Die Zahl der Einlieferungen sei dann während des ganzen Herbstes hoch geblieben, wodurch die Preise dauerhaft unter Druck geraten seien.
Der Rindviehbestand betrug 129 460 Tiere. Das sind 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Abgenommen hat auch die Zahl der Rindviehhalter im Kanton, um 2,1 Prozent auf 2142. Zwischen 2009 und 2018 haben 515 Betriebe – oder 19,4 Prozent aller Betriebe – die Rindviehhaltung aufgegeben. Der Schweinebestand hat um 7,4 Prozent auf 77 372 Tiere abgenommen, ebenso der Schafbestand um 3,5 Prozent und der Ziegenbestand um 3,8 Prozent.
106 Grossviehmärkte
Beim Markt für Schlachtkühe herrschte laut Piccand eine sehr gute Nachfrage. Das sehr hohe Angebot ab August habe jedoch den Markt stark belastet. Der Preis pro Kilogramm Schlachtgewicht sei für die Schlachtkühe von 8.20 Franken im Januar auf 7 Franken Ende Jahr gesunken. Bei den Schlachtschweinen sei der Preis im gleichen Zeitraum von 3.60 Franken auf 3.80 Franken gestiegen.
An den fünf Annahmeplätzen des Kantons wurden im vergangenen Jahr 106 Grossviehmärkte durchgeführt. Dabei wurden 8220 Tiere vermarktet, 5,6 Prozent mehr als im Vorjahr. 7658 Tiere erfüllten die Bedingungen für eine finanzielle Unterstützung. Die entsprechenden Vermarktungsbeiträge für die Produzenten beliefen sich auf rund 511 000 Franken. Zudem hat sich der Kanton mit 41 000 Franken an den Organisationskosten der überwachten Märkte beteiligt. Die durchschnittliche Auffuhrzahl pro Markt belief sich auf 77 Tiere.
17,5 Millionen Auszahlungen
Das Geschäftsjahr der Genossenschaft schliesst mit einem Gewinn von rund 4300 Franken ab. Die Auszahlungen für den Verwertungserlös der Tiere sowie die Beiträge beliefen sich auf 17,5 Millionen Franken.