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Der Flüchtlingshochkommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi, hat eine fünftägige Reise in die Erdbebengebiete in Syrien und der Türkei abgeschlossen. Vor Ort traf er mit Überlebenden und humanitären Helferinnen und Helfern zusammen, die den Betroffenen dringend benötigte Hilfe leisten, so das UNHCR in einer Medienmitteilung.
Das Erdbeben habe in den beiden Ländern 54.000 Menschenleben gefordert und massive Zerstörungen angerichtet. Insgesamt lebten in der Region mehr als 23 Millionen Menschen. so die Mitteilung. Viele von ihnen seien während der zwölfjährigen Krise innerhalb Syriens vertrieben worden oder waren als Flüchtlinge über die Grenze in die Türkei geflohen.
Das Ausmass der Zerstörung und Verwüstung sei schockierend und vielerorts apokalyptisch, so die Mitteilung. Millionen Menschen hätten Verluste, Verletzungen und Traumata erlitten, viele weitere seien durch dieses schreckliche Ereignis vertrieben worden.
Die Verstärkung der Hilfe von UNHCR und humanitären Partnern, insbesondere lokalen Hilfsorganisationen, erfordere zusätzliche internationale Unterstützung. Seit dem Erdbeben habe man Zehntausende Zelte, Betten, Matratzen, Wärmedecken und andere dringend benötigte Hilfsgüter bereitgestellt.
Der Bedarf vor Ort sei enorm, und die Hilfsgelder müssten aufgestockt werden, so die Mitteilung weiter. Es sei zwar wichtig, über längerfristige Massnahmen nachzudenken und diese zu unterstützen, aber es würden auch viel mehr Gelder für Soforthilfe und humanitäre Aufbauhilfe benötigt, damit die Menschen damit beginnen könnten, ihr Leben und ihre Existenzgrundlage wieder aufzubauen.
Die Vereinten Nationen bitten laut Mitteilung um 1 Milliarde Dollar für die humanitäre Hilfe nach dem Erdbeben in der Türkei und um fast 400 Millionen Dollar für Syrien. Der Anteil des UNHCR an den Hilfsplänen belaufe sich auf insgesamt 201 Millionen Dollar. Der UN-Türkei-Hilfsplan sei derzeit zu 12 Prozent und der für Syrien zu 59 Prozent finanziert.