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In ihrem letzten großen Roman ruft Natalia Ginzburg noch einmal die Figuren herbei, die wir schon in den früheren Romanen kennengelernt haben: Auf dem Höhepunkt ihres literarischen Könnens gelingt es ihr nicht nur, ein breites Panorama der Zeit zu entfalten, sondern auch von Schicksalen, die sich in unser Gedächtnis einnisten.
Die »Stadt«, das ist Rom, wo die meisten der Personen des Romans wohnen. Das »Haus« ist Le Magherite, das Haus von Lucrezia und Piero, wo sich am Wochenende eine Gruppe von Leuten trifft.
Auch in der sexuellen Revolution und der Befreiung von bürgerlichen Normen vermögen Natalia Ginzburgs Personen nicht, ihr Leben eigenständig zu lenken. Selbst wenn es jemandem gelingt, eine weitreichende Entscheidung zu treffen, scheint es hinterher immer die falsche gewesen zu sein: Denn alle Figuren scheinen an unsichtbaren Fäden zu hängen, die die Autorin freilich meisterhaft zu ziehen weiß.
Die 'Stadt', das ist Rom, wo die meisten der Personen des Romans wohnen.
Das 'Haus' ist le Margherite, das Haus von Lucrezia und Piero, wo sie sich
am Wochenende treffen: Giuseppe, der Journalist, früher einmal der Geliebte
Lucrezias; Roberta, seine Lebenstüchtige Cousine, die immer für alle da
ist; Egisto, sein jüngerer Kollege; Albina, die aus einem Kuhdorf kommt
und stolz auf ihr Einzimmerappartement ist, aber immer Schwierigkeiten
im Bett hat; das reiche Mädchen Serena, das lieber ein Frauenzentrum gründet,
als die Kinder der Freundin Lucrezia zu hüten; der Drehbuchautor Alberico,
Sohn Giuseppes, und seine Freunde aus der Wohngemeinschaft. Aber alles
wird sich ändern: Giuseppe zieht nach Amerika zu seinem Bruder - und damit
beginnt die Kette der tragischen Ereignisse. Und Lucrezia verliebt sich
in den plötzlich auftauchenden Ignazio, der aber anderes im Sinn hat...