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Pseudoarthrose nach Ermüdungsbruch am Mittelfuss
Die 72-jährige Patientin hatte erstmalig nach einem längeren Spaziergang Schmerzen sowie eine Schwellung im Bereich des rechten Mittelfusses verspürt. Röntgenologisch wurde ein Ermüdungsbruch des zweiten Mittelfussknochens festgestellt, welcher in Folge einer Überbelastung auftreten kann .
Es erfolgte die Versorgung mit einer Carbonfasereinlage, welche die Patientin im Verlauf konsequent trug. Trotzdem stellte sich keine Besserung des klinischen wie auch radiologischen Befundes ein.
Ein halbes Jahr nach dem ersten Schmerzereignis stellte sie sich in unserer Sprechstunde vor. Es zeigten sich ein hinkendes Gangbild sowie ein ausgeprägter Druckschmerz im Bereich des zweiten Mittelfussknochens. Eine wesentliche Schwellung war nicht nachweisbar. Röntgenologisch konnte eine Pseudarthrose, das heisst ein Ausbleiben der Knochenbruchheilung, festgestellt werden.
Auch wir empfahlen der Patientin das konsequente Tragen der Carbonfasereinlage und boten ihr zusätzlich die Durchführung einer hochenergetischen fokussierten extrakorporalen Stosswellentherapie (ESWT) an. Schon nach der ersten Behandlung kam es zu einer deutlichen Besserung der Schmerzsymptomatik und im Röntgenbild konnten erste Zeichen einer Knochenbruchheilung nachgewiesen werden. Wir entschieden uns für die Durchführung einer zweiten ESWT. Als sich die Patientin sechs Wochen später zur klinisch-radiologischen Kontrolle wieder in unserer Sprechstunde vorstellte, war sie vollständig beschwerdefrei. Röntgenologisch zeigte sich eine vollständige Durchbauung des Bruches (siehe Abb. 2).