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Das Globalprogramm Wasser der DEZA möchte sein fünfjähriges Projekt zur Förderung von Investitionen und Zahlungen für Ökosystemleistungen evaluieren. EBP überprüft, was bisher erreicht wurde und entwickelt Empfehlungen für eine allfällige weitere Projektphase.
Wie kann die nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen in Entwicklungs- und Schwellenländern verbessert werden? Die Trinkwasserversorgung und Wasser als Lebensgrundlage für Landwirtschaft und Industrie haben eine Schlüsselrolle inne, um die Ziele nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen zu erreichen.
Eine wichtige Massnahme zur nachhaltigen Nutzung der Wasserressourcen ist, Investitionen oder Zahlungen für Ökosystemleistungen innerhalb von hydrologischen Einzugsgebieten zu fördern. Ökosystemleistungen bezeichnen Nutzen, welche die Ökosysteme stiften wie z.B. die natürliche Wasserfiltration, Wasserspeicherung oder Wasserretention. Der Ansatz der Investitionen für Ökosystemleistungen zielt insbesondere auf die Mobilisierung alternativer Finanzierungsquellen wie z.B. von privaten Investoren. Investitionen in sogenannte grüne Infrastruktur (green infrastructure) unterstützen auch die Implementierung der integralen Wasserbewirtschaftung, da sie das Engagement breiter Anspruchsgruppen und die Balance zwischen deren Bedürfnissen innerhalb eines Einzugsgebiets anstreben.
Das Projekt „Scaling Up Payments and Investments in Watershed Services to Address the Global Water Crisis“ will solche Ansätze in verschiedenen Regionen fördern und festigen. Konkret hat es zum Ziel, in mindestens fünf Ländern in Lateinamerika, Asien und Afrika erfolgreiche Fallbeispiele solcher Zahlungen und Investitionen für Ökosystemleistungen in Wassereinzugsgebieten zu erarbeiten, dazu die notwendigen Analyse- und Umsetzungswerkzeuge zu entwickeln und die Erfahrungen in den nationalen oder regionalen Politikdialog einzubringen. Das Projekt wurde 2012 durch das Globalprogramm Wasser der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA initiiert und seither durch die NGO Forest Trends und einer Reihe von lokalen Partnern umgesetzt.
Die Projektevaluation durch EBP befasste sich mit den erreichten Resultaten im Vergleich zu den Erwartungen zu Projektbeginn sowie mit den Lehren und Empfehlungen für eine mögliche Folgephase des Projekts. Dazu wurden zuerst die Projektdokumentation analysiert, Projektbeteiligte in den Fallbeispiel-Ländern und Experten weltweit interviewt sowie Teilprojekte in China, Ghana, Bolivien und Peru vor Ort detailliert evaluiert.