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Murat Yakin hat die Phase des Suchens offenbar beendet. Im Vergleich zum abgebrochenen Spiel gegen die Grasshoppers vor der Nationalmannschaftspause änderte er seine Startformation nur noch auf einer Position. Das Sittener Ensemble trat dergestalt gegen den FCZ aggressiv und gut organisiert auf. Am Ende konnte Yakin konstatieren: Sein Team kassierte erstmals seit acht Spielen kein Gegentor. "Es nimmt langsam Formen an", sagte er.
Der Sieg von Sion war nach dem frühen 1:0 durch den ehemaligen FCZ-Junior Anto Grgic (6.) kaum in Gefahr. Die Walliser hatten zwar weniger den Ball als der Gegner, liessen aber kaum Torszenen im eigenen Strafraum zu. Erst sieben Minuten vor dem Ende erspielte sich der FCZ eine gute Chance. Sions Aussenverteidiger Maceiras konnte jedoch den Abschluss von Marco Schönbächler in Corner lenken. "Insgesamt haben wir verdient verloren", analysierte FCZ-Coach Ludovic Magnin.
Während sie bei Sion endlich eine Entwicklung konstatieren können, stagniert der FCZ weiterhin - auf spielerisch bescheidenem Niveau. Die (Zwischen-)Bilanz ist negativ und steht nun bei acht Siegen, neun Unentschieden und neun Niederlagen. In den letzten vier Monaten haben die Zürcher in der Super League nur gegen Neuchâtel Xamax und die Grasshoppers gewonnen - die Teams auf den Plätzen 9 und 10.
Eine Erklärung für den enttäuschenden Auftritt in Sitten könnte die Absenz von Benjamin Kololli sein. Der Flügel fehlte kurzfristig wegen einer nicht weiter erklärten leichten Verletzung. Nach dem Derbysieg gegen GC Mitte Februar hatte der FCZ vor dem Gang nach Sitten in fünf Spielen fünf Tore erzielt; drei davon schoss Kololli, einmal gab er den entscheidenden Pass.
(sda)