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Frequenzspeicher
Bedürfnisse, Arbeitsfrequenzen abzuspeichern, gibt es praktisch seit dem Beginn der drahtlosen Nachrichtenübermittlung.
Ursprünglich bestand nur die Möglichkeit, sich die auf der meist ungenauen Frequenzskala abgelesene Frequenz aufzuschreiben; teils fand sich dazu eine Logskala, der abgelesene Zahlenwert auf 0 - 100 Skala wurde auf einer Log-Tabelle festgehalten.
- Festfrequenzempfänger: zum Empfang nur einer Station mit ständig gleichbleibender Frequenz waren Festfrequenzempfänger ausreichend, die - beispielsweise mit einem entsprechenden Quarz - auf eine Frequenz eingestellt und abgestimt wurden und keine Frequenzeinstellung aufwiesen. Einsatz u.a. im Presseagentur- und Wetterfax-Empfang auf kommerziellen Funkstellen.
- mechanische Frequenzrasten: in frühen militärischen Geräten finden sich mechanische Frequenzrasten, mit denen der mechanische Skalenzeiger zwischen zwei mechanischen Anschlägen bewegt wird und sich so eine obere und untere Arbeitsfrequenz einstellen lässt. Beispiele sind frühe Flugfunkanlagen.
- mechanische Frequenzeinstellungen: selten sind Beispiele von mechanischen Einstellanlagen, mit denen mehrere Frequenzen voreingestellt und auf Knopfdruck abgerufen werden konnten. Diese Geräte finden sich in frühen Flugfunkanwendungen und bei militärischem Gerät, da Personal vorhanden sein musste, um wechselnde Frequenzen mechanisch vorabzustimmen.
- Quarz - kontrollierte Frequenzwahl: im militärischen und Flugfunkbereich wurden Frequenzquarze zur Frequenzvorwahl eingesetzt. Diese Lösung ist technisch relativ einfach zu realisieren, dafür aufgrund der kostspieligen Frequenzquarze aufwendig. Zu U.S. amerikanischen Militärfunkgeräten wurden Quarz - Boxen mit einer ganzen Auswahl von Frequenzquarzen geliefert.
- Frequenzspeicher mit Mehrgang-Potentiometern: in einigen „Weltempfängern“ konnten Frequenzen mit Mehrgang-Wendelpotentiometern voreingestelt werden, die die Abstimmspannung voreinstellen.
- Digitale Frequenzspeicher: Mit der Einführung der PLL-Synthese-Technologie im Empfängerbereich war es auch möglich, mit digitalen Speicherbausteinen Frequenzen in digitaler Form abzulegen. Voraussetzung dazu ist, dass die digitale Frequenzinformation zur Ansteuerung des Prozessors der PLL-Einheit des Empfängers genutzt werden kann. Kostete anfänglich eine Speichereinheit mit vier Frequenzspeichern rasch einmal 1000 US$ und musste als externes Zusatzgerät gekauft werden, so wurden bald in einfachen mikroprozessorgesteuerten Reiseempfängern hunderte von Frequenzspeichern möglich, deren schiere Anzahl den Überblick schwierig machten. Alphanumerische Speicher erlauben es, die Frequenzinformationen mit dem Namen der Station zu bezeichnen.