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UNICEF braucht 1,3 Milliarden Franken für Kinder in Krisengebieten– «Wir befinden uns im ersten Monat des Jahres und bereits hat sich 2013 für Millionen von Kindern als hart herausgestellt.» sagte Ted Chaiban, Verantwortlicher für die UNICEF Nothilfeprogramme. In Syrien sind zum Beispiel Hunderttausende von Kindern auf der Flucht. «Kinder sind in Notsituationen extrem gefährdet. Sie leben in unsicheren und ungesunden Bedingungen und sind einem hohen Risiko für Krankheit, Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung ausgesetzt», so Ted Chaiban.
Auch in Mali entsteht durch den bewaffneten Konflikt eine hohe Gefahr für Kinder. Wenn sie von ihren Familien getrennt werden, riskieren sie, missbraucht, ausgebeutet oder in bewaffnete Gruppen rekrutiert zu werden. Selbst ohne Krieg ist das Überleben für ein Kind in Mali nicht selbstverständlich. Unterernährung bedroht nach Schätzung von UNICEF 2013 in Mali das Leben von rund 660‘000 Kindern unter fünf Jahren.
Der mit dem UNICEF Bericht «Zur Situation der Kinder in Krisengebieten 2013» verbundene Spendenaufruf betrifft auch zahlreiche andere Gebiete, die viel weniger Medienaufmerksamkeit bekommen als Syrien und Mali. Darunter sind Tschad, Kolumbien, Äthiopien, die Philippinen, Somalia und Jemen. Auch diese Länder brauchen dringend Unterstützung.
Was UNICEF Nothilfe zwischen Januar und Oktober 2012 erreichte:
• 38,3 Millionen Kinder wurden geimpft
• 12,4 Millionen Menschen erhielten Zugang zu sauberem Wasser
• 3 Millionen Kinder erhielten verbesserte Bildungsmöglichkeiten
• 2,4 Millionen Kinder konnten vor Gewalt und Missbrauch geschützt werden
• 2 Millionen Kinder wurden gegen Unterernährung behandelt
• 1 Million Menschen erhielten Zugang zu HIV/Aids-Prävention und -Behandlung
Der UNICEF Bericht zur «Situation der Kinder in Krisengebieten» erscheint jährlich und ruft Regierungen, Institutionen und Spender/innen auf, die Finanzierung der Nothilfeprogramme im Hinblick auf langfristige Entwicklungsziele sicherzustellen, um Kindern in Krisengebieten Überlebenshilfe, Schutz und Grundversorgung zu gewähren.
Er legt Rechenschaft über UNICEFs Bemühungen ab, von Katastrophen betroffene Menschen zu unterstützen: UNICEF hilft in Kooperation mit Partnerorganisationen den Regierungen, den Zugang zu Ernährung, Trinkwasser und ausreichenden Hygieneeinrichtungen sowie zu qualitativ guten Gesundheitsdiensten sicherzustellen und arbeitet mit lokalen, nationalen und internationalen Partnern zusammen, um die Widerstandsfähigkeit von durch Naturkatastrophen gefährdeten Gemeinschaften zu stärken, Frühwarnsysteme sowie Aktionspläne für den Katastrophenfall zu entwickeln.
UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hat über 65 Jahre Erfahrung in Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe. UNICEF setzt sich dafür ein, dass Kinder überleben und eine wohlbehaltene Kindheit erhalten. Zu den zentralen Aufgaben gehören Gesundheit, Ernährung, Bildung, Wasser und Hygiene sowie der Schutz der Kinder vor Missbrauch, Ausbeutung, Gewalt und HIV/Aids. UNICEF finanziert sich ausschliesslich durch freiwillige Beiträge.
Quelle: unicef.ch