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Die Rückmeldungen der Händler hätten schnell gezeigt, dass nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses mit einem Einbruch des Umsatzes im Ausland gerechnet werden müsse, sagt Carlo Schmid, der Präsident der Sortenorganisation Appenzeller Käse. Dies sei der Hintergrund für den Entscheid gewesen, die Produktion einzuschränken.
Käse wird gelagert – der Appenzeller Käse zwischen drei Monaten bis zu einem Jahr. «Wenn der Umsatz einbricht, dann kommt aus den Lagern noch die ganze Produktion der letzten drei, vier, fünf Monate. Wenn wir jetzt die Produktion nicht drosseln, dann füllen sich die Lager», erklärt Schmid. Das Problem sei auch, das die Lager nicht uneingeschränkt zur Verfügung stehen und der Käse nicht uneingeschränkt haltbar sei. «Deshalb macht es Sinn bei einer langfristigen Planung relativ rasch zu reagieren, damit der Käse nicht zu alt und die Lagerbestände nicht zu gross werden.»
Entscheide über die Produktionsmenge werden beim Appenzeller Käse jeden Monat getroffen. Mitte Monat wird jeweils entschieden, wie gross die Produktion im Folgemonat sein soll. So kann jeden Monat auf die bestehende Situation reagiert werden.