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Das kommt auf die gewählte Operationsmethode an. Am häufigsten wird der Schnitt in der unteren Brustfalte gemacht. Es gibt aber auch die Möglichkeit, in der Achselhöhle oder unterhalb des Warzenhofs eine Öffnung für das Einbringen des Implantats zu machen.
Wo liegen die Narben?
Das kommt auf die gewählte Operationsmethode an, am häufigsten wird der Schnitt in der unteren Brustfalte gemacht. Um das Implantat einführen zu können, muss der Chirurg einen ca. 3-5cm langen Schnitt machen. Durch diese Öffnung führt er das Implantat in die Gewebetasche ein, die er zuvor geformt hat, damit das Implantat genügend Platz für einen schönen Sitz hat. Am häufigsten kommt der Schnitt unterhalb der Brust in der sogenannten Brustfalte zu liegen. Bei dieser Operationsmethode hat der Arzt die Möglichkeit, das Implantat sowohl vor als auch hinter dem Brustmuskel einzusetzen. Er hat während der Operation einen guten Überblick über den gesamten Bereich. Einige Chirurgen glauben zudem, dass das Infektionsrisiko bei dieser Schnittlegung am geringsten ist. Viele Frauen machen sich Gedanken darüber, ob die Narbe nach der Operation sichtbar oder störend ist. In den meisten Fällen verheilt ein Schnitt unter der Brust sehr gut und hinterlässt eine sehr diskrete Narbe, sofern die Patientin die Anweisungen des Chirurgen zur Narbenpflege genau befolgt.
Bei der Schnittlegung in der Achselhöhle ist die Narbe naturgemäss sehr gut versteckt. Bei dieser Operationsmethode ist allerdings das Infektionsrisiko etwas höher, da sich an den Haarfollikeln ständig Bakterien befinden. Ein Schnitt im Bereich des Warzenhofs wird selten angewandt und eignet sich nur für Implantate, die vor den Brustmuskel gesetzt werden. Bei dieser Methode liegt die Narbe sozusagen im Zentrum der Brust und ist daher am besten sichtbar. Weitere Nachteile dieser Methode sind, dass sie eventuell zu Schwierigkeiten beim Stillen und einem gewissen Gefühlsverlust der Brustwarze führen kann.
Nach der Operation wird der Einschnitt vernäht. Die Fäden werden nach 7 bis 14 Tagen gezogen oder es werden absorbierende Fäden eingesetzt, die sich von selbst auflösen. Wenn der Verband ein paar Tage nach der Operation abgenommen wird, sind die Narben meist gerötet und fühlen sich etwas hart an, was einige Wochen andauert. Während der ersten sechs Monate nach der Operation sind die Narben gut sichtbar. Erst danach beginnen sie zu verblassen. Um diesen Prozess zu unterstützen, sollten Sie sich nicht der Sonne / UV-Strahlung aussetzen und die Narben allenfalls mit Verbandtape zusammenhalten, damit sie durch Bewegung und Spannung nicht breiter werden. Verzichten Sie auf das Rauchen, denn dies fördert den Heilungsprozess. Falls die Narben trotz korrekter Pflege stärker als erwartet hervortreten, kann ein korrigierender Eingriff nötig sein.
Die Techniken zur Vermeidung von Narben bei Brustvergrösserungen:
Insgesamt existieren drei verschiedene Operationsmöglichkeiten, die sich aus der Wahl des Zugangs ergeben. Diese Entscheidung trifft der behandelnde Arzt im persönlichen Gespräch mit Ihnen zusammen unter Berücksichtigung verschiedenster Faktoren. Zu den wichtigsten Kriterien, die in die Entscheidung des Arztes miteinfliessen, gehören die Implantatsgrösse, individuelle anatomische Voraussetzungen, aber auch Ihre Wünsche. Selbstverständlich bespricht er den Behandlungsplan mit Ihnen ausführlich, sodass der gesamte Ablauf für Sie transparent ist.
Wo wird der Hautschnitt gesetzt?
Ein Zugang ist der Rand des Brustwarzenhofs, der dafür allerdings eine gewisse Grösse aufweisen muss. Diese Variante, bei der um den gesamten Brustwarzenhof ein Schnitt erfolgt, ist zu empfehlen, wenn bei der Brustvergrösserung gleichzeitig eine Korrektur, beispielsweise Anpassung oder Neu-Positionierung des Brustwarzenhofes, durchgeführt werden soll. Die Narben bei der Brustvergrösserung über den Brustwarzenhof ergeben das ästhetisch ansprechendste Ergebnis, da diese Behandlung die unauffälligsten Spuren hinterlässt.
Eine weitere Möglichkeit ist ein axillarer Zugang, also über einen Schnitt in der Achselhöhle. Auch hier sind die Grösse und Form der Implantate entscheidend und es wird empfohlen, eher kleinere Implantate über diesen Zugang einzusetzen. Bei diesem Verfahren werden keine Einschnitte im Bereich der Brust gemacht, sodass diese vollständig narbenfrei bleibt. Lediglich an den Achseln entsteht eine Narbe, die jedoch häufig nahezu unsichtbar ist – auch bei rasierter Haut und beim Anheben der Arme.
Am häufigsten wird aber der Zugang über die Unterbrustfalte gewählt, denn sowohl Grösse als auch Form des zu setzenden Implantats sind in diesem Fall von keiner Bedeutung. Ihr Arzt hat eine gute Übersicht bei dieser Methode, wodurch sich das Platzieren des Implantates als besonders einfach darstellt. Der Einschnitt und die hier entstehende, beinahe unsichtbare Narbe, wird nach der Behandlung von der Brust verdeckt. Auch BH und Bikini liegen später über der Einschnittstelle. Nur im Liegen oder beim Anheben der Arme wird bei entblösster Brust die Narbe sichtbar sein, aber auch dann ist sie so unauffällig, dass sie kaum wahrgenommen wird.
Narbenpflege nach der Brust-OP ist wichtig:
Nachdem die Fäden gezogen werden, sollten die Narben täglich gereinigt und eingecrèmt werden. In der Regel reichen Vaseline, Bepanthen oder eine parfümfreie Bodylotion aus. Es gibt jedoch auch spezielle Narbencrèmes, welche direkt in der Praxis, der Klinik oder in Apotheken erworben werden können. Diese sind vor allem für empfindlichere Hauttypen geeignet und können die Heilung der Narbe zusätzlich unterstützen.
Während des ersten Jahres kann die Narbenpflege nach einer Brustoperation mit zwei bis drei Massagen täglich den Heilungsverlauf begünstigen. Die Massagen sollten mit einer geeigneten Crème, wie beispielsweise Bepanthen, sanft ausgeübt werden. Die Massagen sollten erst praktiziert werden, wenn die Wunde völlig abgeheilt ist.
Wenn die Narbe vollständig ausgereift ist, ist diese meist blass und sehr weich. Bis dahin vergehen jedoch ein bis zwei Jahre. Um den Prozess voranzutreiben, können Gele oder Pflaster aus Silikon verwendet werden. Das Gel wird dünn aufgetragen und bildet bis zur nächsten Dusche einen Film über der Narbe. Das Pflaster wird zumeist erst nach ein paar Tagen ausgetauscht. Regelmässig und gewissenhaft angewendet, können diese Präparate zu einer schnelleren Ausreifung der Narbe und zu einem schöneren Narbenbild führen.
Weitere Informationen finden Sie unter: beautyclinic.ch
Fazit: Nach einer Operation, und ganz egal, ob aufgrund eines Unfalls oder nach einem ästhetischen/plastischen Eingriff, ist eine effiziente und andauernde Narbenpflege wichtig. Schlecht vernarbte Wunden können Betroffene häufig auch psychisch belasten. Das betrifft zum Beispiel Körperbereiche, die sich im Alltag kaum verstecken lassen, wie das Gesicht und die Arme. Unschöne und verbreiterte Narben aufgrund eines Unfalls oder einer Operation können vielfach durch eine operative Narbenkorrektur ästhetisch enorm verbessert werden. Aber auch beispielsweise nach einer Brustvergrösserung mit einer Straffung können etwas breitere Narben die Freude über die gewünschte Körbchengrösse trüben. Denn trotz modernster Operationstechniken bleiben bei solchen Operationen immer am Ende der Wundheilung Narben zurück. Diese sind jedoch durch eine gute Narbenpflege kaum bis gar nicht sichtbar.
Sollten Sie im Sommer besondere Vorsichtsmassnahmen für Ihre Narben treffen?
Bei Aufenthalt in der Sonne sollten Sie immer einen guten Sonnenschutz anwenden. Ein Sunblocker verhindert, dass die Narben dann unterschiedliche Pigmentierungen erhalten.
Können Sie mit einer Narbe weiterhin ins Solarium gehen?
Wenn die Narben mit der Zeit verblasst sind, also nach ungefähr einem halben Jahr, ist das kein Problem. Gehen Patienten jedoch zu früh ins Solarium, so kommt es gegebenenfalls zu einer unregelmässigen Stimulation der Melanozyten. Dies hat eine unterschiedlich starke Pigmentierung und ggf. unschöne Hautflecken zur Folge.
Ab wann kommt eine operative Narbenkorrektur in Frage?
Die Narbenkorrektur mit einer Operation sollte möglichst nicht zu früh durchgeführt werden. Die Aktivität innerhalb derNarbe sollte sich nämlich auf ein Minimum zurückgebildet haben. Zusätzlich kommen Silikonsheets zum Einsatz, welche ganztags über mehrere Monate getragen werden sollten. Ein Anzeichen für die Rückbildung der Aktivität ist, wenn die Narben blass geworden sind.
Eine operative Narbenkorrektur ist dann sinnvoll, wenn eine Narbe nicht normal und nicht stabil verheilt ist. Beispielsweise empfiehlt sich vereinzelt eine Narbenkorrektur zur Behandlung einer hypertrophen oder keloidalen Narbe oder wenn funktionell einschränkende Narbenstränge entstehen. Auch Narben, die aufgrund einer Bindegewebsschwäche oder zu hoher lokaler Spannung zu breit geworden sind, können Gründe für eine Narbenkorrektur sein.
Wenn die Narbe ungewöhnlich stark juckt, Rötungen, starke Schmerzen, Fieber oder Schüttelfrost auftreten, kann es sein, dass die Wundheilung gestört ist und die Narbe nicht richtig abheilen kann. In diesen Fällen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären und aus dem Weg zu räumen. In den meisten Fällen lassen sich die Beschwerden leicht beheben.