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Respiratorischer Affektkrampf IndikationenEin respiratorischer Affektkrampf tritt relativ häufig bei Säuglingen und Kleinkindern auf. Aufgrund eines Auslösers wie Wut, Frustration oder Angst beginnt das Kind zu schreien oder zu weinen und stellt die Atmung ein. Daraufhin verliert es das Bewusstsein und fällt hin. Die Atmung setzt jedoch bald wieder ein und die Kinder kommen schnell wieder zu sich. Der Affektkrampf ist eine gutartige, nicht-epileptische Störung, die anfallsweise täglich oder gelegentlich auftritt. Sie ist zwar sehr beunruhigend, verursacht aber keine Langzeitschäden und ist nicht gefährlich. Bekannte Risikofaktoren sind eine Blutarmut, das männliche Geschlecht und die Vererbung. Eine Behandlung ist in der Regel nicht notwendig, da die Anfälle nach Monaten bis Jahren von alleine wieder verschwinden. Zur medikamentösen Therapie können Eisentropfen verabreicht werden. Die Diagnose wird in kinderärztlicher Betreuung gestellt. Symptome
Während eines respiratorischen Affektkrampfs weint oder schreit das Kind und hört anschliessend auf zu atmen. Es wird zyanotisch (blau) oder seltener blass und verliert aufgrund der unzureichenden Sauerstoffzufuhr zum Gehirn das Bewusstsein. Die Muskeltonus schwindet und die Kinder fallen um. In dieser Phase sind auch krampfartige Bewegungen möglich. Die Atmung setzt bald wieder ein und die Kinder erlangen das Bewusstsein rasch wieder. Die Anfälle sind für die Eltern vor allem bei der ersten Beobachtung sehr beunruhigend.Ursachen
Ein Affektkrampf ist eine gutartige, nicht-epileptische, anfallsartig auftretende Störung, die vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern beobachtet wird. Die Episoden können auch bei älteren Kindern vorkommen und treten täglich oder gelegentlich auf. Ein Affektkrampf verursacht keine Langzeitfolgen und ist nicht lebensgefährlich.
Bekannte Risikofaktoren sind eine Anämie (Blutarmut), das männliche Geschlecht und die Vererbung. Als Ursache wird eine Dysregulation des vegetativen Nervensystems angegeben. Zu den möglichen Auslösern gehören Angst, Schmerzen, Erschrecken, Wut, Frustration und Verletzungen.Diagnose
Die Diagnose wird in kinderärztlicher Behandlung anhand der Patientengeschichte, der körperlichen Untersuchung, mit Labormethoden (Bluttest) sowie mit einem EEG oder EKG gestellt. Bei der Diagnose müssen andere Erkrankungen wie beispielsweise eine Epilepsie oder Herzerkrankungen / Herzrhythmusstörungen ausgeschlossen werden.Behandlung
Affektkrämpfe verschwinden in der Regel von alleine, wenn das Kind einige Monate oder wenige Jahre älter wird. Sie erfordern meistens keine Therapie. Zur Behandlung eines Eisenmangels können Eisentropfen verabreicht werden, was die Störung beheben kann. Eisen kann gemäss der Literatur auch wirksam sein, wenn keine Anämie vorliegt (z.B. Singh, 2015).
Tipps:
- Das Kind soll sich an einem sicheren Ort befinden, wenn die Gefahr besteht, dass es bewusstlos wird.
- Das Kind nicht unnötig in eine Aufregung versetzen. Die Auslöser vermeiden, aber es trotzdem nicht verwöhnen.
- Eine kalte Kompresse auf die Stirn halten.
- Ins Gesicht pusten.
- Keine Beatmung durchführen.
- Das Kind nicht für den Anfall bestrafen.
- Azab S.F. et al. Novel Findings in Breath-Holding Spells: A Cross-Sectional Study. Medicine (Baltimore), 2015, 94(28), e1150 Pubmed
- Goldman R.D. Breath-holding spells in infants. Can Fam Physician, 2015, 61(2), 149-50 Pubmed
- Lehrbücher der Pädiatrie
- Lukkarinen H. et al. Recurrent sinus arrest and asystole due to breath-holding spell in a toddler; recovery with levetiracetam-therapy. Circulation, 2010, 122(25), e637 Pubmed
- MedlinePlus
- Singh P., Seth A. Breath holding spells - a tale of 50 years. Indian Pediatr, 2015, 52(8), 695-6 Pubmed
- Yilmaz U. et al. The value of neurologic and cardiologic assessment in breath holding spells. Pak J Med Sci, 2014, 30(1), 59-64 Pubmed
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