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Am Donnerstag, 9. Dezember 2021 um 15:00 Uhr, zeigen wir Hiroshima, mon amour («Hiroshima, meine Liebe») ist ein Filmdrama von Alain Resnais aus dem Jahr 1959. Dauer 90 Min.
Handlung
Eine verheiratete, namenlose französische Schauspielerin hält sich vierzehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges für Filmaufnahmen in Hiroshima auf. Sie hat dort einen japanischen Architekten kennengelernt, der ebenfalls
verheiratet ist. Die Handlung setzt ein, als die beiden im Hotelzimmer der Französin eine Liebesnacht miteinander verbringen. Sie berichtet von ihrer Jugendzeit in Nevers und ihrer ersten grossen Liebe zu einem deutschen
Besatzungssoldaten während des Zweiten Weltkriegs, an den sie ihr japanischer Liebhaber erinnert. Bisher hatte die Schauspielerin diese Geschichte, die sie immer noch beschäftigt, niemandem erzählt. Am nächsten Tag teilt
die Schauspielerin ihrem Liebhaber mit, dass sie schon bald nach Paris zurückfliegen werde.
Der Japaner fordert sie auf, bei ihm zu bleiben. Sie sieht jedoch ein, dass ihre Liebe keine Zukunft hat, und beschliesst nach langem Überlegen, zu ihrer Familie zurückzukehren.
Hintergrund
Hiroshima, mon amour war der erste Spielfilm des Dokumentarfilmers Alain Resnais. Ursprünglich wollte Resnais eine Dokumentation über Hiroshima und die Atombombe drehen - dann beschloss er jedoch, daraus einen Spielfilm zu machen.
Der Film war eine französisch-japanische Koproduktion mit Darstellern und Crew-Mitgliedern aus beiden Ländern. Gedreht wurde an den Originalschauplätzen Hiroshima und Nevers. Der Film feierte am 10. Juni 1959 in Frankreich Premiere.
Hiroshima, mon amour gilt wegen seines innovativen Einsatzes von Jump Cuts und Rückblenden als einer der ersten Vertreter der französischen Nouvelle Vague.
Auszeichnungen
Hiroshima, mon amour war 1959 bei den Filmfestspielen von Cannes für die Goldene Palme nominiert. 1960 wurde er als bester fremdsprachiger Film mit einem New York Film Critics Circle Award ausgezeichnet, während Hauptdarstellerin
Emmanuelle Riva den französischen Étoile de Cristal als beste Darstellerin erhielt. Im selben Jahr zeichnete die Association Française de la Critique de Cinéma den Film mit dem Prix Méliès aus.
Alain Resnais war 1961 für den Preis der Directors Guild of America nominiert. Bei den British Film Academy Awards 1961 war Hiroshima, mon amour als bester Film und für die beste fremdsprachige Schauspielerin (Emmanuelle Riva)
nominiert und gewann den United Nations Award.
Marguerite Duras erhielt 1961 eine Oscar-Nominierung für das beste Originaldrehbuch.
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