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Alle Wasservögel tragen ein dichtes Federkleid, das Kälte und Nässe abhält. Bauch und Brust, die im Wasser liegen, werden durch Daunenfedern zusätzlich geschützt. Die wasserabstossende Wirkung der Federn beruht auf ihrer Struktur. Deshalb widmen sich Enten stundenlang der eingehenden Pflege und Reinigung ihres Gefieders. Wasservögel fetten ihr Gefieder regelmässig ein. Mit dem Schnabel verteilen sie ein ölig-wächsernes Sekret aus einer Drüse am Rückenende (Bürzel) über das ganze Federkleid.
Trotz sorgfältiger Pflege nutzen sich die Federn ab und werden jährlich ein- bis mehrmals erneuert. Dieser Federwechsel (Mauser) findet im Unterschied zu anderen Vogelarten bei den Enten nicht kontinuierlich statt. Enten bleiben somit nicht das ganze Jahr flugfähig, sondern es werden bei den männlichen Tieren im Juni/Juli gleichzeitig alle Schwungfedern abgestossen. Deshalb können z.B. Stockentenmännchen in diesem Zeitraum ca. einen Monat nicht fliegen. Die Weibchen erneuern ihre Federn erst im Herbst, wenn die Jungen selbständig sind. In diesem «behinderten» Zustand leben die Enten heimlich und verstecken sich im dichten Pflanzenbewuchs.
Beispiel Stockente:
Im Juni/Juli wechselt das Stockentenmännchen (Erpel) seine farbenprächtige, auffällige Körperbefiederung und ersetzt sie durch das tarnende «Schlichtkleid». Die vermeintlich verschwundenen Männchen gleichen nun den Weibchen - sie sind nicht etwa, wie oft vermutet wird, abgewandert.