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Auf dem ehemaligen Saurerareal entsteht ein durchmischtes Stadtquartier. Aufgrund seiner ursprünglichen, industriellen Nutzung ist dieses an seinen Rändern geprägt von einem Nebeneinander ungleicher Nachbarschaften mit harten Massstabssprüngen. Als Passstück zwischen Wohnquartier und neuem «Saurer-Quartier» wird ein kontinuierliches Freiraumband etabliert, welches sich aus dem grüngeprägten Parkband und der platzartigen Franz Saurer-Passage zusammensetzt und mittels einer durchgehenden Gestaltung eine einprägsame Identität erhält. Der Charakter des fraktalen Freiraumes ist dem industriellen Geist des Ortes verpflichtet – von grosszügigem Massstab, roh & unsentimental.
Aufgrund potentieller Altlasten wird der Terrainaushub minimiert und der Park auf dem vorhandenen «Industrieboden» aufgebaut, als weiche Schollenlandschaft mit «grossen Stücken auf kiesigem Grund». Grünflächen und Kiesfelder formen eine netzartige, fliessende Parkfigur, in die eine Abfolge von Spielplätzen, Spielwiesen und ein Wasserbecken eingeschrieben ist. Das bestehende Industriegleis bleibt als «historische Spur» erhalten und wird mit Sitzobjekten ausgestattet. Die sozialräumliche Zonierung zwischen öffentlichem Park und den anstossenden Privatparzellen wird durch den restaurierten und ergänzten Fabrikzaun gewährleistet. Ausgehend vom mineralisch geprägten Standort wird eine ortsbezogene, experimentelle Pionierpflanzengesellschaft ohne gärtnerische Attitüde angelegt. Mehrstämmige Baumgruppen bilden ein langfristig raumwirksames Raumgerüst, welches baumgefasste Lichtungen umspielt und Platzflächen akzentuiert.