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Neocron: Review
Zweiter TagJetzt geht es los in die Welt von Neocron. Als erstes beziehe ich meine Wohnung im Plaza Quartier. Die Wohnung macht einen ziemlich luxuriösen Eindruck und ist mit einigen technischen Goodies ausgestattet. In jeder Wohnung befindet sich auch ein CityCom, mit welchem man Mails abrufen, im Forum diskutieren, Missionen entgegennehmen und noch weitere Dinge machen kann. Jeder Bewohner von Neocron hat einen eindeutigen Namen, welcher gleichzeitig seine E-Mail-Adresse in Neocron ist. Im Forum kann man mit anderen Neocron-Bewohnern Diskussionen führen und Meinungen austauschen. Um ein wenig Geld zu verdienen, kann man im CityCom auch Missionen abrufen, welche dann abhängig vom Schwierigkeitsgrad bezahlt werden.
Da ich mich nun ein wenig in meiner Wohnung umgesehen habe, gehe ich raus in die Stadt um sie mir anzuschauen. Jetzt bemerke ich auch, dass das Menu (R.P.O.S.) direkt auf meine Netzhaut projiziert wird, damit ich es immer im Auge habe. Das R.P.O.S. bietet verschiedene Funktionen, wie zum Beispiel das Nachrichten- und Kommandofenster, die Lebensanzeige, den Kontostand und so weiter. In der Stadt begegne ich unterschiedlichen Personen und sehe verschiedene Ortschaften. Ich entscheide mich, etwas zu trinken und gehe dann langsam zurück in meine Wohnung. Als ich bei den Wohngebäuden ankomme, merke ich, dass ich vergessen habe, wo sich mein Appartement befindet. Die Häuser haben mehrere Eingänge und ich wusste nicht mehr, von wo ich gekommen bin. Damit ich so schnell wie möglich nach Hause komme, versuche ich bei allen Türen in die Wohnung zu kommen, bis ich dann den richtigen Eingang gefunden habe. In meiner Unterkunft angelangt nehme ich meinen ersten Auftrag entgegen. Ich muss einen Gegenstand liefern und soll dafür einige Credits erhalten. Credits sind die Geldeinheiten von Neocron, mit ihnen kann man einkaufen, handeln oder auch spekulieren.
Dritter TagMeine erste Liefer Mission beginnt. Ich habe leider keine Ahnung wie ich das machen soll, also steig ich erstmal in die Metro ein und fahr zur nächsten Station. Die Metro ist die günstigste Möglichkeit sich in der Stadt über grössere Strecken fortzubewegen. Im anderen Quartier angekommen, merke ich, dass ich dort falsch bin und nehme die erste Metro zurück in mein Quartier. Dort erfahre ich von einem der vielen hilfsbereiten Bewohner, wie ich am Besten verschiedene Orte finde. Die Lösung heisst NavRay, ein Navigations-System. Die Route wird direkt auf die Netzhaut projiziert, damit man schnell zum Ziel findet. Mit diesem Wissen ausgestatten kann ich jetzt problemlos die Mission lösen und erhalte mein Geld. Stolz, dass ich meinen ersten Auftrag erledigt habe, gehe ich nun wieder in die Stadt und begegne einem sehr freundlichen Bewohner, welcher mir ziemlich viele Credits schenkt. Mit diesem Geld gehe natürlich sofort zur nächsten Börsenfiliale und kaufe mir eine Aktie meiner Fraktion. Da Neocron eine grosse Stadt ist, hat sie auch eine eigene Börse, an der man Aktien kaufen und verkaufen kann. Einige Stunden nach dem Kauf verkaufe ich die Aktie wieder und mache einen Gewinn von etwa 10%. Der heutige Tag hat viel Erfreuliches gebracht und ich ziehe mich wieder zurück in meine Wohnung.
Grafik & SoundGrafisch sieht Neocron gut aus. Sicherlich könnte man in diesem Zusammenhang mehr von einem aktuellen Spiel erwarten, aber es macht auch so einen guten Eindruck. Manchmal treten Fehler in der Grafik oder der Kameraführung auf; das ist zwar in dem Moment unangenehm, aber stört in dem Masse nicht das Spielen. Neocron schafft durch seine höchst moderne Gestaltung eine sehr gute, futuristische Atmosphäre. Alles in allem ist Neocron ein grafisch gelungenes Spiel, was besonders dem futuristischen Aussehen zu verdanken ist.
Der Sound ist gut gelungen und auch die Effekte sind nett gemacht, aber unterm Strich ist der Ton nur ein wenig über dem Durchschnitt.
RollenspielDas Rollenspielsystem ist einfach zu erlernen, aber komplex aufgebaut. Durch Ausführen von Missionen sammelt man Erfahrung und Stärke. Abhängig von der Mission wird die Erfahrung bzw. Stärke verteilt. Wenn man für eine Fraktion etwas erfolgreich erledigt, bekommt man Loyalitätspunkte, die benötigt werden, um für fortgeschrittene Aufträge aktzeptiert zu werden. Falls ein Auftrag scheitert, verliert man seine Loyalitätspunkte wieder. Die Erfahrungspunkte und die Stärke werden für Bedienung von Geräten benötigt, Waffen setzen eine gewisse Stärke und Erfahrung voraus, damit sie benutzt werden können. Es dauert leider ziemlich lang, bis man viel Erfahrung hat und sehr stark ist, aber das ist ja im realen Leben nicht anders.
Ein interessantes Feature in Neocron ist auch das Soullight, dieses zeigt an ob ein Charakter böse oder gut ist. Wenn das Soullight eines Charakters zu ?dunkel? ist, wird er von Polizisten gejagt und aus den sicheren Stadtteilen verbannt. Was man auch noch erwähnen muss, ist die Ausdauer, diese nimmt ab, wenn man rennt oder springt. Ausserdem wird sie auch noch durch die Ladung, die der Charakter bei sich trägt, beeinflusst; man hat also mit wenig Gepäck eine höhere Ausdauer. Das Rollenspielsystem in Neocron ist interessant und klug aufgebaut.
SteuerungGesteuert wird der Charakter wie in ein Ego-Shooter. Gleich verhält es sich auch mit den Waffen. Falls man nicht aus der Ich-Perspektive spielen will, kann man auch aus der Third-Person-Perspektive agieren. Die Steuerung in Neocron ist gut gelungen und sehr leicht zu erlernen.
OnlineDa Neocron ein MMORPG ist, muss man mit dem Internet verbunden sein, um die Spielwelt betreten zu können. Das bringt einige Nachteile mit sich, denn einerseits muss man damit rechnen, dass es zeitliche Verzögerungen gibt, andererseits kann es ziemlich teuer werden, wenn man sich über ein Modem einwählt, es sei denn, man nutzt eine Flatrate. Fernerhin ist zu empfehlen, dass man über eine ADSL- oder Kabelverbindung verfügt, denn wegen der grossen Patches ist eine schnelle Leitung praktisch unumgänglich.

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