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FRAGEN & ANTWORTEN
Warum verwendet pneemo® einen kontrollierten 4-6 Atemrhythmus?
Es wurde viel über den Atemrhythmus geforscht, und viele Studien stimmen darin überein, dass eine längere Ausatmung vorteilhafter ist.
Der Vagusnerv ist ein Hirnnervenkomplex, der unter anderem die Aufgabe hat, Entspannung vom zentralen Nervensystem an den Körper weiterzuleiten. Die Aktivität des Vagusnervs wird durch die Atmung moduliert, die beim Einatmen unterdrückt und beim Ausatmen aktiviert wird6. Eine verlängerte Ausatmung führt daher zu einem Entspannungssignal des Vagusnervs, was wiederum zu einer erhöhten Aktivität des Vagusnervs und einer weiteren Entspannung führt.
Das erklärt, warum die Ausatmung länger dauert als die Einatmung, aber warum gerade 4-6?
Die typische Atemfrequenz eines normalen Erwachsenen liegt bei 12-15 Atemzügen pro Minute5. Es hat sich gezeigt, dass eine Reduzierung auf nur 6 Atemzüge pro Minute durch langsame Atmung (die mit dem 4-6-Rhythmus von pneemo® erreicht wird) die Herzfrequenzvariabilität (HRV) maximiert. Das ist ein wichtiger Effekt, denn eine reduzierte HRV steht in engem Zusammenhang mit einer Reihe von stressbedingten Störungen. Mehr dazu
Wie schaffe ich es, in den Rhythmus von pneemo zu gelangen?
Das Gerät fängt an zu vibrieren, und ich fange mit der Ausatmung an. Wenn die Vibration aufhört, fange ich die Einatmung an. Natürlich ist der Anfang etwas schwer, weil man noch kein Gefühl für die Länge der Zeit hat. Man muss halt etwas probieren. Einfacher wird es, wenn man zu zweit ist wenn es also noch mal eine Person die entschleunigte Atmung schon begriffen hat. Dann kopiere ich einfach die Person, schaue sie mir in der Ganzheit an, sehe die mimische Muskulatur, die Lippen, die Schulden, und mache praktisch copy - paste. So komme ich leicht rein.
Mein Handy und Smartwatch haben eine App - ist das nicht dasselbe?
Nein, es ist nicht dasselbe.
Die Vibrationen eines Mobiltelefons werden intuitiv als Alarm wahrgenommen, was der beruhigenden Wirkung einer verlangsamten Atmung zuwiderläuft. Die Verwendung von pneemo zur Regulierung deiner Atmung ist auf jeden Fall der schnellste und ruhigste Weg, um die Kontrolle wiederzuerlangen.
Apps können zwar dabei helfen, deine Atmung zu regulieren, aber pneemo® ist im Notfall schneller und einfacher zu erreichen. Vor allem bei Angst- und Panikattacken ist Schnelligkeit ein Muss. Da Hyperventilation oft die Vorstufe zu diesen Anfällen ist, ist es wichtig, so schnell wie möglich die Kontrolle wiederzuerlangen, und pneemo® ist der schnellste Weg dazu.
Apps haben auch den Nachteil, dass sie meistens visuell aufgebaut sind. Die visuelle Wahrnehmung ("auf den Bildschirm schauen") erfordert eine hohe Konzentration, insbesondere, wenn es sich um 5-15 Minuten ununterbrochenes Schauen handelt. Eingehende Nachrichten, Vibrationen anderer Apps und mehr lenken uns ab und reduzieren die beruhigende Wirkung.
Das Smartphone und Smart-Watch haben zudem ein Akku-Problem, das sie unzuverlässig macht.
Viele Anwendergruppen kommen mit Apps nicht oder nur schwer zuschlage. Viele Situationen, wie zum Beispiel im Spital oder im Bett fürs Einschlafen, eignen sich nicht für das Verwenden eines Telefons.
"In der klinischen Umgebung ist pneemo der bessere Weg als Smartphones"
Ist die Anwendung für mein Kind sicher?
Absolut.
Sie ist nicht nur sicher, sondern wird auch für Kinder mit Angststörungen, ADHS und Verhaltensauffälligkeiten ausdrücklich empfohlen.
Wie lange muss ich mit pneemo® atmen?
So lange, wie du es brauchst, um die Kontrolle zu erlangen.
Du kennst deinen Körper am besten, und wenn du dich mit pneemo® vertraut gemacht hast, wirst du herausfinden, wie viel Zeit du brauchst, um zur Ruhe zu kommen. Untersuchungen haben ergeben, dass dies in der Regel 3-10 Minuten dauert, aber der pneemo® setzt seinen Rhythmus bis zu 15 Minuten fort, bevor er automatisch abschaltet (du kannst ihn aber auch früher beenden).
Kann ich nicht einfach zählen?
Theoretisch, ja.
Aber es ist unwahrscheinlich, dass dein Zählen so genau ist wie der präzise programmierte Rhythmus von pneemo®. Wenn du unter Stress stehst oder in Panik bist, ist es außerdem ein zusätzlicher Druck, wenn du deine Atmung selbst regulieren musst, was im Widerspruch zu einer verlangsamten Atmung steht.
Lass pneemo® die Arbeit für dich erledigen, damit du dich ganz auf das Ein- und Ausatmen konzentrieren kannst, um Ruhe und Kontrolle zu erlangen.
Warum ist Hyperventilation schädlich?
Hyperventilation ist ein Zustand, bei dem eine Person zu schnell und flach atmet, was zu einer Abnahme des Kohlendioxidgehalts im Blut führt. Hyperventilation kann eine Reihe von Symptomen hervorrufen, darunter Benommenheit, Schwindel, Kribbeln in Fingern und Zehen und Muskelkrämpfe. Hyperventilation entsteht oft als Folge von Stress oder einer Panikattacke. Sie kann bei gehäuftem Auftreten zu Erstickungsangst und einer Verschlechterung anderer Krankheitssymptome führen.
Kann ich mit einem mobilen Sauerstoffkonzentrator pneemo® anwenden?
Wenn Sie einen mobilen Sauerstoffkonzentrator verwenden, ist es wichtig, dass Sie die Anweisungen Ihres medizinischen Betreuers oder des Herstellers befolgen. Übungen mit entschleunigtem Atmen können bei der Bewältigung von Symptomen und der Verbesserung der Lungenfunktion hilfreich sein, aber es ist wichtig, sie so einzusetzen, dass sie Ihren verordneten Behandlungsplan ergänzen.
In manchen Fällen sind Übungen mit entschleunigtem Atmen nicht geeignet, wenn Sie einen mobilen Sauerstoffkonzentrator verwenden. Wenn Ihnen zum Beispiel eine bestimmte Sauerstoffflussrate verschrieben wurde, um Ihren Sauerstoffbedarf zu decken, ist es wichtig, diese Flussrate wie vorgeschrieben einzuhalten. Entschleunigtes Atmen kann in diesem Fall die Menge des aufgenommenen Sauerstoffs verringern, was nicht erwünscht sein kann.
Wenn Sie jedoch im Rahmen Ihres Behandlungsplans angewiesen wurden, entschleunigte Atemübungen durchzuführen, ist es wichtig, dass Sie diese Anweisungen sorgfältig befolgen. Ihr medizinischer Betreuer oder Atemtherapeut kann Ihnen erklären, wie Sie bei der Verwendung eines mobilen Sauerstoffkonzentrators auf sichere und effektive Weise entschleunigte Atemübungen durchführen können.
Wie kann ich die Wirksamkeit der entschleunigten Atmung messen?
Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Wirksamkeit zur Stressreduzierung zu messen:
Herzfrequenzvariabilität (HRV): Die HRV ist ein Maß für die zeitlichen Schwankungen zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen. Eine höhere HRV wird mit einem besseren Stressmanagement und einer besseren allgemeinen Gesundheit in Verbindung gebracht. Die HRV kann mit einem Herzfrequenzmessgerät oder einer App gemessen werden, die die HRV aufzeichnet.
Blutdruck: Hoher Blutdruck ist ein häufiges Symptom von Stress. Die Messung des Blutdrucks vor und nach der langsamen Atmung kann einen Hinweis auf die Wirksamkeit der Technik bei der Stressreduzierung geben.
Speichel-Cortisol: Cortisol ist ein Hormon, das mit Stress in Verbindung gebracht wird. Die Messung des Cortisolspiegels im Speichel vor und nach dem langsamen Atmen kann einen Hinweis auf die Wirksamkeit der Technik bei der Stressreduzierung geben.
Fragebogen: Die Stimmung vor und nach der entschleunigten Atmung kann abgefragt werden.
Skala der wahrgenommenen Belastung (PSS): Bei der PSS handelt es sich um eine Selbsteinschätzung des Stressempfindens, bei der Personen gebeten werden, ihr Stressniveau auf einer Skala von 0 bis 40 zu bewerten. Niedrigere Werte auf der PSS zeigen ein geringeres Stressniveau an.
Gibt es Fälle, in denen entschleunigtes Atmen nicht geeignet ist?
Entschleunigtes Atmen erfordert bei Menschen mit bestimmten Atemwegserkrankungen wie chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) oder Asthma möglicherweise etwas Uebung, um praktiziert zu werden. Die langsame und tiefe Atmung kann eventuell schwer machbar sein. Auch Menschen mit bestimmten neurologischen Erkrankungen wie der Parkinson-Krankheit haben möglicherweise Schwierigkeiten, ihre Atmung mit ihren Bewegungen zu koordinieren.
Menschen, die kürzlich operiert wurden oder unter chronischen Schmerzen leiden, können es als unangenehm empfinden, tief zu atmen. Sie sollten keine Atmung praktizieren, die sie schmerzt. Die Ein- und Ausatmung mit pneemo Atemtakter soll deshalb sanft und ohne Zwang erfolgen.
Wenn ein Mensch unter einer Panikstörung leidet, ist entschleunigtes Atmen eine gute Möglichkeit, Stress abzubauen und zu sich zu gelangen. Bei Hyperventilation als eines der Symptome einer Panikstörung ist entschleunigtes Atmen eine gute Möglichkeit, dem entgegenzuwirken. Man soll sich aber nicht zu sehr zwingen, da Zwang zu zusätzlichem Stress führen kann. Die Wirkung der entschleunigten Atmung tritt erst nach 3-10 Minuten ein (bei 80% der Menschen nach 5 Minuten). Es ist immer besser, einen Arzt zu konsultieren, um festzustellen, ob die entschleunigte Atmung für Sie geeignet und sicher ist, falls Sie eine Vorerkrankung haben oder sich von einer Krankheit oder Verletzung erholen.