Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03204.jsonl.gz/2903

Wout van Aert war neben Gesamtsieger Tadej Pogacar am Schluss-Wochenende der gefeierte Mann. Bei der Sprintankunft auf dem Pariser Pracht-Boulevard setzte sich der belgische Meister knapp vor seinem Landsmann Jasper Philipsen durch, nachdem er tags zuvor schon im Zeitfahren triumphiert hatte. Für den mehrfachen Quer-Weltmeister war es insgesamt der dritte Etappensieg an der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. Die Woche davor hatte er bereits die schwierige 11. Etappe mit der doppelten Überquerung des legendären Mont Ventoux für sich entschieden.
Cavendish verpasst alleinigen Rekord
Als Dritter verpasste Mark Cavendish in Paris die finale Krönung. Der Brite musste sich bei der fünften Massensprint-Ankunft in diesem Jahr erstmals überhaupt geschlagen geben und scheiterte beim Versuch, Belgiens Radsport-Legende Eddy Merckx zu überflügeln. Mit seinem fünften Tagessieg in diesem Jahr und dem 35. insgesamt wäre der 36-Jährige vom Team Deceuninck-QuickStep zum alleinigen Rekordhalter aufgestiegen.
Als «Trost» blieb Cavendish, der zuvor seit 2016 bei der Tour nicht mehr triumphiert hatte, der Gewinn des grünen Trikots für den besten Sprinter. Den Sieg in der Punktewertung holte er sich zum zweiten Mal nach 2011.
Drei von vier Spezialtrikots an Pogacar
Der Kampf um das grüne Trikot war die letzte offene Entscheidung. Die anderen Spezialtrikots (Bergkönig und bester Jungprofi) hatte sich wie bereits im Vorjahr ebenfalls Tadej Pogacar gesichert. Das Maillot jaune, das wichtigste, konnte der Slowene nach drei Wochen purer Dominanz auf den letzten Kilometern zu seinem zweiten aufeinanderfolgenden Gesamtsieg stolz präsentieren. In der Gesamtwertung setzte sich der 22-jährige Überflieger mit 5:20 Minuten Vorsprung vor dem überraschenden Dänen Jonas Vingegaard durch. Als Gesamtdritter stieg Richard Carapaz aus Ecuador auf das Podest.
Von den sechs in der Bretagne gestarteten Schweizern beendeten alle die dreiwöchige Rundfahrt. Als Bester klassierte sich Stefan Küng im 49. Gesamtrang. Der Thurgauer büsste auf Pogacar 2:22:03 Stunden ein.
Die nächste Tour de France startet am 1. Juli 2022 in Kopenhagen.