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Monodīe
(griech., »Einzelgesang«) nennt man die etwa um 1600 in Italien [* 2] aufgekommene neue Art von Musik, welche an Stelle des vorher lange allein als Kunstmusik üblichen mehrstimmigen Gesanges den Einzelgesang mit Instrumentalbegleitung setzte. Diese Begleitung war anfänglich einfach genug (ein bezifferter Baß, der auf dem Clavicembalo, der Laute [Theorbe] oder Gambe ausgeführt wurde), gestaltete sich jedoch bald interessanter. Natürlich ist aber der Einzelgesang weit älter als der mehrstimmige, ja selbst der anders als im Einklang begleitete ist zweifellos lange vor dem 17. Jahrh. geübt worden (von den Troubadouren, überhaupt im volksmäßigen und häuslichen Musizieren im Mittelalter); etwas Neues war es nur, daß nun die Künstler und Theoretiker sich der vernachlässigten Stilgattung annahmen. Das musikalische Drama, das Oratorium, die ¶
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Kantate, ja selbst die reine Instrumentalmusik, d. h. also unsre gesamte neuere Musik, gingen aus diesen unscheinbaren Anfängen hervor.