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Clever wählen – Aber wie?
Die Eidg. Wahlen vom 18. Oktober rücken immer näher. allianceF, die Dachorganisaion der schweizerischen Frauenorganisationen, lanciert eine Kampagne, die mehr Politikerinnen ins eidg. Parlament bringen soll. ostschweizerinnen.ch ist Mitglied von allianceF. Wir schliessen uns der Kampagne an, berichten laufend über Aktuelles und publizieren Interviews mit Kandidatinnen aus der Ostschweiz.
Heute sind die Frauen mit weniger als 20 Prozent im Ständerat und weniger als 30 Prozent im Nationalrat vertreten. Das Parlament diskutiert so an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei. Und trifft Entscheidungen, die nicht repräsentativ sind.
allianceF
und damit viele Frauenorganisationn wollen das ändern. Die Untervertretung der Frauen im Parlament kann korrigiert werden, indem strategisch gewählt wird. Es reicht nämlich nicht aus, “beliebig” Frauen zu wählen: Sondern es gilt zu bedenken, wem die Stimme tatsächlich zukommt und dann effektiv zur Wahl verhilft. Bei einer Proporzliste fliesst die Stimme an die chancenreichsten Kandidaturen auf der Liste. Bei einer Majorzwahl kann eine abgegebene zweite Stimme das absolute Mehr erhöhen, welches für die Wunschkandidatin zur Wahl notwendig gewesen wäre.
Wie “clever wählen”?
Ausschliesslich Kandidatinnen wählen, welche gute Wahlchancen oder Chancen auf den ersten Ersatzplatz haben. Ersatzplätze sind wichtig, weil es im Laufe der Legislatur regelmässig zu Vakanzen kommt.
Die restlichen Listenstimmen an eine Liste vergeben, die einem persönlich nahe liegt. Sie sollten aber nicht dazu verwendet werden, andere Kandidaten oder Kandidatinnen zu wählen, weil dadurch die Wahlchancen der aussichtsreichen Kandidatinnen wieder geschmälert werden.
Bei einer Majorzwahl (Ständerat, Nationalrat in kleinen Kantonen) den Mut haben, sich zu entscheiden. Und nur eine Stimme an die chancenreichste Frauenkandidatur abzugeben. Ein allfällige zweite Stimme erhöht einzig das absolute Mehr und schmälert dadurch die Wahlchancen der Wunschkandidatin.