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Abgeschlossenes Projekt zur Geschichte der Gehörlosen in der Schweiz
Im 20. Jahrhundert erfuhren gehörlose Menschen Diskriminierung und Zwangsmassnahmen. Der Kampf gegen Einschränkungen bei der Berufswahl, gegen den Ausschluss von Entscheidungsprozessen und Impulse aus dem Ausland lösten eine Emanzipationsbewegung aus.
Die berufliche Integration von gehörlosen Menschen war lange Zeit nur in ausgewählten Berufsfeldern möglich: Ein Grossteil aller Gehörlosen war in wenig qualifizierten handwerklichen Berufen, der Landwirtschaft sowie im Hausdienst tätig oder arbeitete trotz guter Berufsausbildung unter ihrem Qualifikationsniveau. Viele stiessen in ihren Bildungs- und Berufskarrieren auf Barrieren und machten Ausschlusserfahrungen. Weil hörende Eltern bestrebt waren, ihre gehörlosen Kinder in die Mehrheitsgesellschaft zu integrieren, kamen auch Kinder mit Zwangsmassnahmen in Kontakt, indem ihnen das Erlernen der Gebärdensprache verwehrt blieb.
Die Überwindungen solcher Ausschluss- und Diskriminierungssituationen gelang auch dank einer internationalen Emanzipationsbewegung von Gehörlosen, von der die Schweiz erfasst wurde: Ende der 1970er Jahre stiess der Austausch mit ausländischen Gehörlosen die Bildung einer Gehörlosenbewegung in der Schweiz an. Im Fokus standen die Anerkennung der Gebärdensprachen, mehr Selbstbestimmungsrechte für Gehörlose und bessere Bedingungen, um an der Gesellschaft partizipieren zu können.