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Anlässlich des Tag des afrikanischen Kindes möchten wir ein gelungenes Beispiel für Hilfe zur Selbsthilfe präsentieren.
Bei einer Gesamtbevölkerung von 52.5 Mio Einwohnern (Stand Juli 2016) weist Tansania eine Analphabetenquote von fast 30% auf, d.h. 5.1 Mio Frauen und 3.5 Mio Männer über 15 Jahre können nicht schreiben und lesen!
Im Vergleich dazu sind in Kenia 22% der Bevölkerung und in Kambdoscha 23% der Bevölkerung über 15 Jahre nicht des Lesens und Schreibens mächtig.
In Tansania gibt es seit 2015 eine Hotelfachschule, die von einer lieben Freundin geleitet wird.
Projektidee
Empowerment von jungen, mittellosen Frauen: Von der Armut zur wirtschaftlichen und sozialen Unabhängigkeit.
Berufsausbildung ist ein erfolgreiches Instrument zur finanziellen Unabhängigkeit. In Tansania ist der Zugang zum ohnehin unzureichenden Bildungsangebot für junge Frauen aus den sozial tiefsten Schichten extrem schwierig. Dadurch ist ihnen auch oft der Zugang zum Arbeitsmarkt und damit zur finanziellen Unabhängigkeit verwehrt. Sehr oft werden sie früh verheiratet und ihre Kinder werden in eine Negativspirale hineingeboren.
Andererseits wächst der Tourismus in Moshi (Ausgangsort für Besteigung des Kilimandjaro) und es gibt eine wachsende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften in der Hotellerie. Die Hotel-Berufsschule der More-Than-A-Drop-Foundation vergrössert das Berufsausbildungsangebot in Moshi substantiell.
Darüber hinaus betreibt diese Hotelfachschule ein Bed & Breakfast, das äusserst empfehlenswert ist, da es mit sehr viel Liebe zum Detail geführt wird und darüber hinaus auch noch ein kleines vegetarisches Restaurant hat.
Umsetzung
Die 2015 gegründete Schule gibt maximal 35 Mädchen zwischen 18 und 21 Jahren aus ärmlichsten Verhältnissen die Möglichkeit, eine 12monatige Berufslehre zu besuchen. Diese Ausbildung eröffnet motivierten und aus Slums und ländlichen Gebieten stammenden Mädchen den Zugang zum Arbeitsmarkt.
Der erste Jahrgang startete im Juli 2015. Unterrichtet werden folgende Fächer
- Englisch (12 Stunden pro Woche)
- Kochen und Service (15 Stunden pro Woche)
- Housekeeping (10 Stunden pro Woche)
- Sport – Gartenarbeit (5 Stunden pro Woche)
- Soft skills (Selbstverantwortung, Selbstkontrolle, Motivation)
Darüber hinaus können die Schülerinnen das theoretisch erworbene Wissen sofort im integrierten Bed & Breakfast mit 10 Zimmern und dem Restaurant für 30 Gäste praktisch umsetzen.
Ausbildungskonzept
„Förderung durch Fordern“ ist das Motto des Konzepts und wird mit einer klaren und engen Betreuung auch konsequent umgesetzt. Disziplin, Motivation und Eigenverantwortung werden eingefordert, was für die Schülerinnen eine grosse Herausforderung darstellt, vor allem, wenn man bedenkt, dass
- keine der Schülerinnen über eine abgeschlossene Primarschule verfügt.
- der letzte Schulbesuch drei bis sechs Jahre zurückliegt.
- die Schülerinnen nie gelernt haben zu lernen.
- die Schülerinnen noch nie Hausaufgaben machen mussten.
Abschlussklasse 2016
Im September 2016 fand die erste Abschlussfeier statt. 30 Schülerinnen haben die Ausbildung erfolgreich beendet. Davon wurden 25 erfolgreich vermittelt und konnten ihre Stelle antreten und 5 Mädchen haben Bewerbungen platziert.
More Than A Drop sucht Freiwillige
Für dieses spannende und mitreissende Projekt werden Freiwillige gesucht. Die ambitionierten Ziele umfassen einerseits die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Projekts und die Platzierung von möglichst vielen Schülerinnen.
Gesucht werden Freiwillige für die Erreichung dieser ehrgeizigen Ziele, und zwar für folgende Aktivitäten
- Koordination Schweiz
- PR
- Rekrutierung von Freiwilligen
- Spendengenerierung
- Social Media Spezialist/in für die Vermarktung der Zimmer und des Restaurants
- Ausgebildeter Koch/Köchin/Restaurantexperte für die Erweiterung des kulinarischen Angebots.
Kontakt für Freiwillige
Nicola Spring (<email-pii>)