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Seit über dreissig Jahren engagiert sich die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit in Mosambik in den Bereichen Wirtschaftsentwicklung, Gesundheit und Dezentralisierung. In Mosambik können Tausende von Bauern dank der Minenräumung wieder ihre Felder bestellen und Nahrungsmittel produzieren. Das Land gehört zu den am schlimmsten von Anti-Personenminen betroffenen Ländern. Sie sind das Erbe des Unabhängigkeitskriegs und des Bürgerkriegs, die insgesamt von 1964 bis1992 dauerten.
Um die Bestrebungen der mosambikanischen Regierung zu unterstützen, hat die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) rund eine Million Franken für die vollständige Minenräumung in der Provinz Maputo bereitgestellt. Das Geld kam zwei Nichtregierungsorganisationen zugute, die im Bereich der Minenräumung tätig sind. Die mit der Minenräumung beauftragte Organisation APOPO setzt trainierte Ratten ein, die die Sprengkörper erschnüffeln, bevor sie durch ferngesteuerte Minenräumungsmaschinen von Digger, einer nicht gewinnorientierten Schweizer Stiftung, neutralisiert werden.
Zwischen 2007 und 2014 wurden dank der Minenräumungsarbeiten in Maputo 1307 explosive Munitionsrückstände und über 5500 Anti-Personenminen unschädlich gemacht. Gut 5 Millionen Quadratmeter konnten dadurch der ländlichen Bevölkerung zurückgegeben werden. Maputo ist seither die sechste Provinz des Landes, die minenfrei ist. Vier Provinzen sind mit der Minenräumung im Rückstand und sollten bis Ende Jahr ebenfalls gesäubert sein.
Die Minderung der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen von explosiven Kriegsmunitionsrückständen steht im Zentrum der Minenstrategie des Bundes 2012–2015, für deren Umsetzung 2013 insgesamt 19,2 Millionen Franken bereit gestellt wurden. Die Eidgenössischen Departemente für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und für Verteidigung (VBS) verfolgen eine gemeinsame Aktion mit zwei Schwerpunkten: einerseits die Förderung von Rechtsinstrumenten, die den Einsatz von Minen und Streumunition verbieten, andererseits die humanitäre Minenräumung, die zur Minderung des menschlichen Leidens und zur Rehabilitierung der Opfer beiträgt.
Vom 23. bis 27.Juni 2014 nahm die Schweiz in Maputo an der 3. Überprüfungskonferenz des Übereinkommens von Ottawa über das Verbot von Anti-Personenminen teil. Sie wurde vom stellvertretenden Staatssekretär, Botschafter Georges Martin, vertreten. An der Konferenz in Maputo hat die Schweiz ihr Engagement zugunsten eines weltweiten Aufrufs zum Verbot und zur Vernichtung von Minen und zum Schutz der Rechte der Minenopfer bekräftigt. Die Schweiz ist überzeugt, dass sich die Vision einer Welt ohne Anti-Personenminen durch ein gemeinsames Vorgehen verwirklichen lässt.
2014 setzt die Schweiz ihre Bemühungen im Bereich der Minenräumung in der westlichen Provinz Manica fort. Es ist eine der vier Provinzen Mosambiks, die nach wie vor von Minen verseucht ist. Das Projekt kommt rund 1,5 Millionen Menschen zugute. Es trägt zur Verbesserung der Sicherheit bei, die für eine nachhaltige sozioökonomische Entwicklung unerlässlich ist.
Weiterführende Informationen
DEZA in Moambik (en),DEZA: Minen – Altlasten aus Konflikten verunmöglichen den Wiederaufbau,EDA: Abrüstung und Nichtverbreitung - Minen,Botschaft betreffend das Übereinkommen über das Verbot des Einsatzes, der Lagerung, der Herstellung und der Weitergabe von Anti-Personenminen und über deren Vernichtung (en),ICRC (en),GICHD (en),UNMAS (en),International Campaign to ban Landmines (en)
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