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TCS MyMed
Autor: TCS MyMed
Die Mandeln, auch Tonsillen genannt, sind kleine Organe mit grosser Bedeutung. Entgegen der landläufigen Meinung hat der menschliche Körper durchaus mehr Mandeln aufzuweisen als die Gaumen- und Rachenmandeln. Wenn man es genau anschaut, stellt man fest, dass der Körper insgesamt vier verschiedene Mandelarten beherbergt: die Rachen-, die Gaumen-, die Zungen- und die Tubenmandeln. Wird im Allgemeinen von den Mandeln gesprochen, so bezieht sich dies meist auf die Gaumenmandeln.
Lage im Körper
Die verschiedenen Mandeln lassen sich in der Mundhöhle, der Nasenhöhle und dem Rachenraum lokalisieren. Die beiden Gaumenmandeln liegen in der sogenannten Mandelbucht, welche sich zwischen dem hinteren und dem vorderen Gaumenbogen rechts und links im Rachen befindet. Bei weit geöffnetem Mund sind sie teilweise sichtbar. Die Rachenmandeln hingegen liegen am Rachendach und sind mit den Atemwegen verbunden. Die Zungenmandeln befinden sich am Zungengrund und die Tubenmandeln in der Nähe der Ohrtrompete. Alle Mandeln bilden gemeinsam den Waldeyerschen Rachenring. Hierbei handelt es sich um ein System aus Lymphgewebe.
Aufbau der Tonsillen
Eine Gemeinsamkeit der Mandeln liegt in deren Aufbau. Es handelt sich bei allen Arten um eine Bindegewebeansammlung aus Lymphknötchen, die unterhalb der Schleimhaut zu finden sind. Des Weiteren weisen alle tiefe Einbuchtungen auf ihren Oberflächen auf. Diese Einbuchtungen werden als Krypten bezeichnet und dienen der Oberflächenvergrösserung. Dadurch erreichen beispielsweise die Gaumenmandeln in ausgebreitetem Zustand eine Fläche von 300 cm². Meist finden sich in unmittelbarer Nähe der Mandeln Drüsen, die für deren Durchspülung sorgen und Ansammlungen in den Krypten vermeiden sollen. Charakteristisch für die Mandeln ist, dass die Grösse im Laufe des Kindesalter zunimmt und in der Pubertät ihren Höchststand erreicht. Im Verlauf des Erwachsenenalter nimmt die Grösse jedoch wieder ab.
Funktion im menschlichen Körper
Eine essenzielle Aufgabe der Mandeln besteht in der Unterstützung des Immunsystems. Sie fungieren an ihrem Platz, der sich dort befindet, wo Atem oder Nahrung in den Körper gelangt, als eine Art Wächter. Alle eindringenden Strukturen werden analysiert und vorhandene Bakterien erkannt. So können weitere Unterstützer der Immunabwehr vor der eindringenden Gefahr gewarnt und deren Abwehr vorbereitet werden. So passieren beispielsweise die nasale Atemluft die Rachenmandeln und die aufgenommene Nahrung die Zungen- und Gaumenmandeln. Die Luft, welche über den Mundraum aufgenommen wird, fällt zusätzlich in den Aufgabenbereich der Gaumenmandeln.
Krankheiten & Symptome
20.12.2019
Dr. med. U. Borner, Leiter Poliklinik HNO am Inselspital Bern, zum Thema Mandelentzündung.
12.06.2020
Dr. med. Alexander Volck, Leitender Arzt der Klinik für Hals Nasen Ohren am Kantonsspital Schaffhausen, zum Thema Halsschmerzen.
Notfallmedizin
03.05.2019
Dr. phil. Daniel Brunner, Zertifizierter Spezialist für Schlafmedizin und Leiter des Zentrums für Schlafmedizin Hirslanden, zum Thema Schlafapnoe-Syndrom.
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