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Der Hausanschluss (also der Anschluss der externen Versorgungsleitungen an das interne Leitungssystem im Haus) erfolgt üblicherweise beim Neubau eines Gebäudes oder bei Renovierungsarbeiten, unabhängig davon, ob es sich dabei um Wasser-, Gas- oder Fernwärmeleitungen handelt. Wie wird das Rohrleitungsnetz jedoch dimensioniert? Viele Kriterien sind dabei zu berücksichtigen.
Die Wasserleitungen
Genaue Berechnung des Wasserdurchsatzes
Um den Wasserverbrauch einer Privatperson zu berechnen, muss der Wasserdurchsatz berücksichtigt werden. Um dies herauszufinden, muss man wissen, wie viele Personen mit Wasser versorgt werden sollen: eine Person oder ein ganzes Viertel? Ausserdem müssen die erforderlichen Kubikmeter Wasser berechnet werden, die jede Person im Durchschnitt verbraucht. Dies wird in Einheiten umgerechnet. Man zieht zum Beispiel für eine Dusche zwei Einheiten, für eine Badewanne drei Einheiten, für ein Waschbecken eine Einheit usw. heran. Je nach Gesamtsumme erhält man anhand einer Skala einen Wert, der den Durchschnitt der Rohrleitung bestimmt.
Zur Versorgung einer ganzen Gemeinde erfolgt die Berechnung nach der Zone, in der das Leitungsrohr verlegt werden soll. Nehmen wir als Beispiel ein expandierendes Dorf, deren Anzahl an Bewohnern sich verdoppelt hat. Wenn die bestehenden Leitungsrohre zum Beispiel einen Durchmesser von 200 mm haben, ist der aktuelle Querschnitt der Leitungen nicht mehr ausreichend: Sie müssen entsprechend angepasst werden.
In sensiblen Zonen nicht die Sicherheit vergessen
Bei der Berechnung der Dimensionierung muss ausserdem berücksichtigt werden, ob die Rohrleitungen einen Gewerbepark oder ein Industriegebiet versorgen sollen. Wenn auf einem Gelände sensible Aktivitäten vorgesehen sind, muss es mit einem Hydranten ausgestattet werden, der einen ausreichenden Wasserdurchsatz hat, damit die Feuerwehr im Notfall einen Brand löschen kann. Im Allgemeinen sind die Netzwerke der Gemeinden ausreichend dimensioniert. Bei der Verlegung von Rohrleitungen für Wohnhäuser kommt es jedoch manchmal vor, dass die Dimensionierung nicht richtig berechnet wurde.
Ein guter Indikator: Das Bevölkerungswachstum
Die Gemeinden überlassen nichts dem Zufall. Sie wissen genau, wie gross ihre Bevölkerung ist, da sie die Bewohner zählen: Jeder, der in die Schweiz zieht, muss sich im Gemeindehaus vorstellen und im Melderegister eintragen lassen. Dies ermöglicht der Gemeinde, die Entwicklung der Bevölkerung nachzuverfolgen und gegebenenfalls erforderliche Massnahmen zu ergreifen, falls die Anzahl der Einwohner deutlich stiegt.
Weitere Versorgungsleitungen
Die gleichen Bedingungen gelten für Gasleitungen, Wasserleitungen und die Versorgung mit Fernwärme. Dies gilt insbesondere für die Berechnung der Menge an Energie, die je nach Anzahl an Personen geliefert werden soll (für ein Haus oder ein ganzes Viertel). Für Gasleitungen gelten zusätzliche Sicherheitsbestimmungen, die berücksichtigt werden müssen. Sie bestimmen die Art, die Temperatur und den Druck des zu verwendenden Gases. Dabei müssen Druckverluste eingerechnet werden. Der Anschluss an ein Fernwärmenetz ist relativ einfach, wenn in der Nähe bereits Rohrleitungen verlegt sind.
Die Montage ist nicht zu unterschätzen
Bei der Dimensionierung der Rohrleitungen und deren Montage müssen folgende Kriterien berücksichtigt werden:
- Die Bodenbeschaffenheit
- Die Arbeitsbedingungen
- Das Druckverhältnis (eine Leitung aus Polyethylen wird hohem Druck nicht standhalten)
- Die Neigung (Druckrohrleitungen für Pumpspeicherkraftwerke, Wassertanks usw.)
- Die Materialart
- Die Art und Weise der Montage
Zusammengefasst bedeutet dies, dass die Dimensionierung ein sehr wichtiges Element darstellt und nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf. Von der richtigen Berechnung hängt eine gute Versorgungssituation für die Bewohner ab (also ein passendes Durchlass- und Druckverhältnis) mit Wasser, Gas und Energie. In sensiblen Zonen, wie Gewerbeparks, ist sie sogar eine Frage der Sicherheit.
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