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Unsere Pfarrkirche
Entstehungsgeschichte
Eine Kapelle in Plasselb ist erstmals 1319 bezeugt. Der heilige Martin als
Kirchenpatron wird seit 1453 immer wieder erwähnt und bei der Neuweihe der Kirche 1814 durch die Unbefleckte Empfängnis abgelöst. Die dem heiligen Martin, Bischof von Tours (um 316-397), geweihten Kirchen weisen in fränkische Zeit, ins erste Jahrtausend zurück. Das ist auch hier in Plasselb nicht auszuschliessen, und die im 17. und frühen 18. Jh. von den Plasselbern bekräftigte Überlieferung, die Martinskirche Plasselb sei älter als die Marienkirche Plaffeien, sollte nicht vergessen werden. Grabungen könnten diese Tradition enträtseln.
Die Kapelle besass 1453 einen Friedhof und erhielt 1478 vom Bischof das Recht zur Aufbewahrung des Allerheiligsten. Damit fehlte zum Pfarreistatus lediglich noch das Taufrecht; später, l720, wird der Taufstein als bestehend erwähnt. Die Sonntagsgottesdienste wurden nach einer Regelung von 1484 abwechslungsweise in Plaffeien und Plasselb gehalten. Diese Vereinbarung galt im 17. Jh. nicht mehr.
Die Trennung von Plaffeien und die Errichtung einer eigenen Pfarrei beanspruchte die Kraft und Zeit von Generationen. Nach Unterhaltsstreitigkeiten im späten 16. Jh. mit den Plaffeiern stellte Plasselb 1673 erstmals einen formellen Antrag zur Loslösung an den Rat von Freiburg. Das Ziel wurde erst am 6. November 1720 erreicht, als Bischof Claudius Düding die Trennung gestattete. Vorangegangen war 1709 eine Kaplaneistiftung. Durch die beiden bischöflichen Dekrete wurde Plasselb Pfarrdorf, die Filiale von Plaffeien eigene Pfarrkirche und der Kaplan Pfarrer.