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30.06.2018 Les Salelles-Aix-en-Provence
Die Mücken haben mich letzte Nacht ziemlich stark gestochen. Ein heisser Tag kündigt sich an. Ich stehe etwas später als normal auf und mache mich auf den Weg. Noch einmal muss ich zurück nach Vallon-Pont-d’Arc. Danach fahre ich Richtung Gorges de l'Ardeche. Mein erster Halt ist beim Pont d'Arc. Erst besuche ich ihn im Gegenlicht, danach fahre ich auf die andere Seite und sehe ihn mir im Sonnenlicht an. Nun halte ich an jedem Lookout, der eingerichtet wurde: Serre de Tourre, Balcon Autridge, Le Cros de l'Olivier, Balcon Gournier, Belvedere des Templiers, Balcon des templiers, Balcon de la Maladrerie, Balcon de la Rouviere, Grand Belvedere und Belvedere Ranc Pointu (genau die spitze Biegung sieht man von dort aus nicht). Bei der Weiterfahrt fällt mir ein Dorf auf einer Felskante auf, Aigueze mit Namen. Ich fahre dorthin und besuche das sehr kleine, teilweise noch mittelalterliche Städtchen. Die Kirche wurde 1910 umdekoriert, in einem überschwänglichen, farbenfrohen Stil. In Pont-Saint-Esprit halte ich wieder, kaufe in einem Supermarkt etwas zu essen und tanke auf. Auf einem Rastplatz bei Saint-Alexandre esse ich mein Mittagessen, unter einem Strauch hockend um etwas Schatten zu kriegen. In Avignon fahre ich in die Altstadt hinein, parke direkt vor der Touristeninformation und hole mir einen Stadtplan. Dann laufe ich zur Chapelle du College des Jesuites (1620), zur Place de l'Horloge, der voller Restaurants für die Touristen ist, zur Eglise Saint-Pierre, innen barock dekoriert, mit Boden aus Muschelkalk, in dem die Muscheln noch deutlich zu sehen sind, zum Palais des Papes und schliesslich noch zum Pont d’Avignon, der sich in der Rhone spiegelt. In einem Lavendelladen kaufe ich etwas Lavendel und Gewürze. Nach nur einer Stunde fahre ich weiter. Im Gegensatz zu meinem letzten Besuch finde ich diesmal den Weg hinaus sofort und problemlos. Auf der Stadtautobahn verlasse ich Avignon und fahre zügig über gut ausgebaute Schnellstrassen nach Aix-en-Provence. Dort komme ich bereits um 17 Uhr an. Ich checke in der Auberge de Jeunesse Jas de Bouffan ein. Mein Zimmerkollege scheint das Zimmer ganz für sich zu beanspruchen. Alles hat er mit seinen Sachen belegt und sie liegen auch auf dem Boden verstreut. Ob das wohl gut geht? Ich fahre kurz zu Aldi und kaufe ein. Dann fahre ich ins Stadtzentrum, stelle den Scooter an der Ecke Verdi/Villeveille ab und laufe ins Zentrum. Es gibt kleine elektrische Shuttlebusse für das Stadtzentrum. Praktisch. Ich erreiche die Place Charles de Gaulle, besuche die Eglise du Saint-Esprit (18th c.), laufe durch die Gassen und den Cours Mirabeau entlang, wo mir das schöne Hotel Maurel de Ponteves (1650) auffällt, heute das Handelsgericht. Auf der Place de Verdun werden Ausgrabungen gemacht. Ueber die Place Richelme gelange ich zur Place des Cardeurs, die so dicht mit den Sonnenschutzdächern der Restaurants vollgestellt ist, dass man die Fassaden der Häuser gar nicht mehr sieht. Ueber die Place Seraphin Gilly gelange ich zurück zu meinem Scooter, der mich wieder ins Hostel bringt.