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Alternative Prinzipien der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen finden in politischen Kreisen und insgesamt in der Gesellschaft vermehrt Beachtung. Einige dieser als “Commons” bezeichneten Themen sind in den letzten Jahrzehnten immer mehr durch Akademiker in der kritischen Stadtforschung, Stadtgeographie und den Sozialwissenschaften beachtet worden. Tatsächlich macht die Untersuchung der als “urban commons” bekannten und sehr kontroversen kollektiven Ressourcen die Stadt zu einer „Fabrik zur Produktion des Gemeinsamen” per excellence (Hardt und Negri 2009, 250). In den meisten Studien werden diese Commons oder Gemeinsamkeiten jedoch vorwiegend als soziale Prozesse betrachtet, ohne grosse Berücksichtigung ihrer räumlichen oder urbanen Auswirkungen. Dieses Projekt richtet die Forschung zu den Commons neu nach einer architektonischen und städtische Perspektive aus, indem danach gefragt wird, wie gemeinsame Praktiken die Architektur der Stadt beeinflusst haben und wie, umgekehrt, die gebaute Umwelt gemeinsame Praktiken strukturiert und den Zugang zu gemeinsamen Ressourcen erleichtert hat. Diese Forschung wird eine alternative Architekturgeschichte der europäischen Stadt des 20. Jh. durch das Prisma des Gemeinsamen formulieren. Aus der Perspektive der Architektur- und Stadtgeschichte wird sie eine systematische und analytische Übersicht darüber bieten, wie die Stadtarchitektur einen Rahmen für das sogenannte Commoning* bietet, wie gemeinsame Resourcen sich manifestieren und wie sie als urbane Figuren das Stadtgefüge beeinflussen.
Beteiligte
Prof. Dr. Tom Avermaete
Dr. Irina Davidovici
Zeitrahmen des Projekts
2020 bis heute