Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03107.jsonl.gz/560

KOR'SIA
Choreografen
Die Choreografen stammen beide aus der Region Neapel, Italien. Sie lernten sich jedoch in Rom kennen, als sie dort im Alter von fünfzehn Jahren beide mit dem Tanzstudium an der Accademia nazionale di Danza begannen. Gemeinsam wechselten sie dann nach Mailand, um die Ausbildung an der Accademia Teatro alla Scala fortzusetzen, 2008 schlossen sie dort erfolgreich ab. Dann trennten sich ihre Wege für einige Jahre.
Antonio de Rosa verblieb zunächst in Mailand, wo er als Solist in die Compagnie an der Scala aufgenommen wurde. Er tanzte vorwiegend klassisches Ballettrepertoire. Zu sehen war er unter anderem in Werken von Rudolf Nureyev, George Balanchine, Maurice Bèjart und Roland Petit, mit Auftritten nicht nur im Teatro alla Scala, sondern auch bei Maggio Fiorentino und in der Arena di Verona. 2011 wurde er Mitglied der Compañía Nacional de Danza de España (Leitung: José Carlos Martinez).
Mattia Russos erhielt sein erstes Engagement als Tänzer am Teatres de la Generalitat Valenciana. Sein Interesse für eine eher zeitgenössische Ausrichtung führte ihn zu Introdans in die Niederlande, eher auch er nach Spanien zog und sich der Compañía Nacional de Danza in Madrid anschloss. Hier trafen die beiden Tänzer erneut aufeinander. Zu den Choreografen, die sie tänzerisch prägten, zählen unter anderem Nacho Duato, Mats Ek, Jiří Kylián, Marcos Morau, Hans van Manen und William Forsythe.
Im Januar 2015 gründeten Mattia Russo und Antonio de Rosa zusammen mit Giuseppe Dagostino und Agnes Lopez Rio in Madrid das Kollektiv KOR'SIA. Seitdem kreieren sie regelmässig für das Ensemble. Tournee führten sie durch ganz Europa. Gastchoreografien entwarfen die beiden in den letzten Jahren aber auch für die Compañía Nacional de Danza, das Victor Ullate Ballet, das Konzert Theater Bern oder das CCN Ballet de l'Opéra national du Rhin.
Das Kollektiv wurde mehrfach ausgezeichnet: Einen 2. Preis erhielten sie 2015 beim Internationalen Choreografiewettbewerb Kopenhagen; am 21° Concours Chorégraphique Contemporain Jeunes Compagnies wurde ihnen der 1. Preis zuerkannt, gleiches gilt für den Wettbewerb für junge Choreographen des Balletts der Opéra National de Bordeaux, des Malandain Ballet Biarritz und des CCN Ballet de l'Opéra national du Rhin. In der Schweiz gewannen sie die Tanzplattform Bern, 2019/2020 wurden sie für das renommierte, europaweite Programm Aerowaves ausgewählt.