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Veranstaltungen
Aliens, Exoplaneten und Astrobiologie (... und künstliche Intelligenz) (Dr. Daniel Angerhausen)
In meinem Vortrag werde ich eine populärwissenschaftliche Einführung in das Gebiet der Astrobiologie geben, insbesondere in die Wissenschaft der extrasolaren Planeten - Planeten, die Sterne außerhalb unseres Sonnensystems umkreisen. Ich werde meine verschiedenen Projekte in diesem aufstrebenden Gebiet mit den größten bodengestützten Teleskopen, dem "fliegenden Teleskop" SOFIA (Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy) und den Kepler- und Hubble-Weltraumteleskopen beschreiben. Ich werde erklären, wie wir mit diesen Methoden zum ersten Mal in der Geschichte in den nächsten zwei Jahrzehnten systematisch nach Leben im Weltraum suchen können.
Die verborgene Seite des Universums - auf der Suche nach dunkler Materie (Prof. Laura Baudis)
Das Universum ist nur zu einem kleinen Teil direkt sichtbar. Ein grosser Teil besteht aus Materie, die weder im Sichtbaren, noch im UV-, Gamma-, Infrarot- oder Mikrowellenbereich strahlt. Aus Messungen der Rotationskurven von Galaxien, der Masse von Galaxienhaufen, der Verteilung der grossräumigen Strukturen, des kosmischen Mikrowellenhintergrundes und der Expansionsrate des Universum wissen wir, dass die sichtbare Materie, aus der Galaxien, Sonnen, Planeten und Menschen bestehen, etwa 4% des Gesamtinhaltes des Universum bildet. Der Rest ist "dunkel", und kann bisher nur indirekt, also über die Gravitationswechselwirkung enthüllt werden. Die dunkle Materie könnte aus massereichen, noch unbekannten Teilchen bestehen, die in einer frühen Phase des Universums entstanden sind. Weltweit wird mit immer empfindlicheren Detektoren fieberhaft nach ihnen gesucht. Das Ziel ist, diese Teilchen über die Streuung an Atomkernen eines terrestrischen Detektors, und über ihre Umwandlung in bekannte Teilchen in der Sonne, im galaktischen Zentrum und im Halo der Milchstrasse nachzuweisen.
3. Juli: Euclid Pre-Launch Feier
Die ESA Mission Euclid startet im Juli Anfangs Juli wird das Weltraumteleskop Euclid seine Reise ins All antreten. Es wird über eine Milliarde Galaxien beobachten, um dem Rätsel der dunklen Materie, der dunklen Energie und der Ausdehnung des Universums auf die Spur zu kommen. Seit elf Jahren arbeiten Data Scientists an der Hochschule für Technik gemeinsam mit Forschenden weltweit an neuen Methoden, um die enormen Datenmengen verarbeiten zu können. Die Architektur dafür ist äusserst komplex. Zudem ist das Team an der Einführung von Techniken des maschinellen Lernens beteiligt, mit denen Kosmologen automatisch Informationen aus den Bilddaten extrahieren können.