Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03114.jsonl.gz/2421

Das Projekt InsertH von Pro Infirmis Waadt wurde im Herbst 2011 definitiv eingeführt und verfolgt das Ziel, Menschen mit Behinderungen einen geschützten Arbeitsplatz in einem normalen Umfeld innerhalb von Firmen und Verwaltungen anzubieten.
Das Projekt verläuft in mehreren Schritten: Umfassende Standortbestimmung des Kandidaten, Suche nach einem interessierten Arbeitgeber, Probezeit mit Unterstützung eines Begleiters von InsertH am Arbeitsplatz. Verläuft die Einarbeitungszeit für beide Seiten zufriedenstellend, wird ein Arbeitsvertrag abgeschlossen. Der Arbeitnehmer erhält eine kleine Entschädigung in Ergänzung zu seiner IV-Rente. Die Begleitung von InsertH wird je nach Bedarf und zeitlich unbefristet weitergeführt.
Dank InsertH konnte Raphaël bei Pro Infirmis Waadt als Hilfsweibel angestellt werden. Sein Vorgesetzter erstellt jeweils zu Wochenbeginn einen Arbeitsplan, sodass er selbständig arbeiten kann. Raphael findet, dass die Stimmung an seinem Arbeitsplatz gut ist und dass er nette Kollegen hat. Die Arbeit tue ihm gut, da sie es ihm trotz seiner Behinderung ermögliche, «gleich wie alle anderen» zu arbeiten.
Als Arbeitgeberin zieht auch die Stadt Lausanne eine positive Bilanz dieser Erfahrung, da sie feststellt, dass mit der Integration einer Person mit einer Behinderung die Produktivität anderer Mitarbeitender erhöht werden kann, die von den einfacheren Arbeiten entlastet werden.
Das Angebot InsertH wurde mit der Unterstützung des Centre Patronal, der Société Industrielle et Commerciale und des Département de la santé et de l'action sociale (DSAS) lanciert.