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(22.02.2023) Die Schweizer Wirtschaft scheint sich allmählich von der instabilen Phase im Herbst 2022 zu erholen. Das Barometer der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETHZ setzt seinen Aufwärtstrend fort und kommt im Januar 2023 auf 97,2 Punkte, womit es 5,7 Punkte mehr verzeichnet als im Dezember 2022.
Der Wert des Barometers für Januar liegt zwar unter dem langfristigen Mittelwert (100), scheint jedoch zu bestätigen, dass nach dem zweiten Halbjahr 2022, in dem es von Juli bis November fünf Monate in Folge abwärts ging, nun der Optimismus zurückkehrt. Zudem war das Barometer seit Juni 2022 nicht mehr so hoch geklettert wie aktuell.
Alle Indikatoren entwickeln sich positiv und tragen so zur Verbesserung des Gesamtwertes bei. Die besten Signale kommen aus dem Gastgewerbe, das einen Wert oberhalb des langfristigen Mittelwertes verzeichnet, während das Verarbeitende Gewerbe, das Baugewerbe und der Dienstleistungssektor zwar deutlich zulegen, aber ihren Durchschnittswert nicht übertreffen.
Im Verarbeitenden Gewerbe wird der Aufwärtstrend von dem Bereich Holz- und Papierwaren, dem sonstigen Verarbeitenden Gewerbe, dem Maschinenbau, dem Energiebereich sowie der chemisch-pharmazeutischen Industrie getragen.
Die Indikatoren für die Nachfrage und die Produktion verzeichnen ebenfalls einen besseren Wert als im Vormonat, wohingegen die Beschäftigungs- und die Wettbewerbssituation nahezu unverändert blieben.
Das Konjunkturbarometer hatte im Frühjahr 2021 Höchstwerte erreicht (133,19 im Mai), bevor die Talfahrt bis zum tiefsten Wert seit Beginn der Gesundheitskrise im Frühjahr 2020 begann (89,2 im November 2022).
Letzte Änderung 22.02.2023