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Wie entstehen solche Formen?
Kugelbüsche (oft sind es eigentliche Kugelbäumchen) und Polsterformen entstehen auf gleiche Weise: Die primäre Achse (Stängel) endet früh in einer Blüte oder einem Blütenstand. Nun übergipfeln Seitentriebe den Ersttrieb. Die entstandenen Seitentriebe werden wiederum übergipfelt von Seitentrieben. Streben die Seitentriebe regelmässig radiär auseinander, entstehen halbkugelige Oberflächen.
Kugelbüsche bilden primäre Achsen, die mehrere Jahre vertikal wachsen; bei Polsterpflanzen dagegen stellt die primäre Achse (und auch die folgenden Seitentriebe) nach einem Jahr schon das Längenwachstum ein, daher die niedere Gestalt.
Wo finden wir Pflanzen mit halbkugeliger Oberfläche?
Solche Pflanzen wachsen in Gebieten, in denen Stressfaktoren den Ton angeben, so in Trockengebieten (eben das Mittelmeergebiet) oder weltweit besonders in Hochgebirgen.
Welche Vorteile bringt diese Wuchsform?
Die fast geschlossene Oberfläche schafft einen Innenraum mit besonderem Mikroklima. Die Luftfeuchtigkeit ist innen höher und Humus sammelt sich an. Sekundäre Wurzeln der Polsterpflanze beuten Wasser und Nährstoffe im Inneren aus.
An der Oberfläche verhindern andere Massnahmen die Verdunstung: Haare und Reduktion der Blattfläche durch Dornenbildung. Dornen schützen zudem vor Frass. Der Wind pfeift über das halbkugelige Gebilde hinweg. Im Inneren werden Temperaturextreme gemildert.