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Bei Beben dieser Stärke seien zwar kleinere Schäden möglich, schrieb der Erdbebendienst der ETH Zürich am Dienstag auf seiner Website. Das Gebiet um das Epizentrum des Bebens sei jedoch nicht besiedelt.
Das Beben ereignete sich am Mont Collon bei Arolla VS in einer Tiefe von rund zwei Kilometern. Auf der fünfstufigen Gefahren-Skala des Bundes erreichte die Intensität einen Grad von drei, was einem verbreitet spürbaren Erdbeben entspricht.
Den Angaben zufolge gingen bis am Nachmittag keine Meldungen über Schäden beim Erdbebendienst ein. Mehr als 60 Personen hätten sich jedoch gemeldet, weil sie das Erdbeben verspürt hätten. Die meisten solchen Rückmeldungen stammten demnach aus Sitten und Zermatt.
Nachbeben erwartet
Das letzte ähnlich grosse Ereignis in der Region hatte sich laut Erdbebendienst im März 1996 ereignet. Nach einer relativ ruhigen Phase ohne signifikante Erdbeben in den folgenden fast 25 Jahren gab es den Angaben zufolge im September 2020 ein Beben mit einer Magnitude 3,5.
Am Dienstag kam es etwa eine halbe Stunde nach dem ersten Erdstoss zu einem Nachbeben in 0,6 Kilometern Tiefe. Es erreichte eine Stärke von 1,8 auf der Richterskala. Schon am Montagmorgen war es in der Region zu leichteren Beben gekommen.
In den nächsten Tagen und Wochen ist gemäss Erdbebendienst mit weiteren kleineren Nachbeben zu rechnen. Die Wahrscheinlichkeit eines ähnlich starken Bebens wie am Dienstagmorgen sei sehr gering, ganz auszuschliessen sei ein solches aber nicht.
Der Kanton Wallis ist jener Kanton, der am häufigsten von Erdbeben erschüttert wird. Durchschnittlich alle hundert Jahre kommt es dort zu einem Erdbeben der Stärke 6 bis 6,5. Das letzte schwere Erdbeben mit grossen Schäden an Gebäuden ereignete sich vor 75 Jahren. Das Epizentrum lag bei Siders.