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Falciani, der vor rund 5 Jahren Kundendaten bei der HSBC gestohlen und diese den französischen Behörden übergeben hatte, habe sich bereit erklärt, mit der spanischen Justiz zu kooperieren, teilten die spanischen Behörde mit.
Laut «Europapress» wurde er angewiesen, sich alle 3 Tage beim nächsten Polizeiposten seines Wohnorts zu melden. Er dürfe spanisches Staatsgebiet nicht verlassen und müsse alle Wohnortwechsel melden.
Falciani war im Juli aufgrund eines internationalen Haftbefehls in Barcelona festgenommen worden. Die Schweiz verlangt von Spanien seine Auslieferung.
Das Bundesamt für Justiz hat von den spanischen Behörden bislang noch keine Antwort erhalten. Das Auslieferungsverfahren sei noch im Gange.
Krise zwischen Schweiz und Frankreich
Falciani war bei der HSBC in Genf als Informatiker angestellt und hatte zwischen 2006 und 2007 rund 15'000 Kundendaten gestohlen. Diese übergab er den französischen Steuerbehörden.
Die Sache geriet an die Öffentlichkeit und führte zu einer diplomatischen Krise zwischen der Schweiz und Frankreich.
«Lagarde-Liste»
Dank der Daten eruierte auch Griechenland 2000 fehlbare Steuerpflichtige. Vor 2 Jahren übergab die damalige französische Finanzministerin Lagarde ihrem griechischen Amtskollegen die Liste mit möglichen Steuerhinterziehern. Diese sorgte in Griechenland für hitzige Debatten.