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Die in Lenzburg wohnhafte Sopranistin Andrea Hofstetter und die aus Bulgarien stammende Pianistin Stefka Rancheva interpretieren Schumanns Liederzyklus «Frauenliebe und Leben»; zwischen den einzelnen Liedern trägt der vom Literaturhaus kuratierte Autor Sascha Garzetti seine eigens zum Thema verfassten Texte vor.
In Zusammenarbeit mit dem Aargauer Literaturhaus.
ZUM PROGRAMM
Ganz unter dem Einfluss der Liebe zur Heldin seines Herzens, der begnadeten Pianistin und Komponistin Clara Wieck, vertonte Robert Schumann (1810 – 1856) den Gedichtzyklus aus der Feder des Schriftstellers Adalbert von Chamisso. Nur wenige Tage bevor er den Zyklus umriss, hatte sich der ein Jahr währende Kampf um Clara Wiecks Hand zu seinen Gunsten entschieden. Am 12. September 1840 heiratete Schumann Clara. Der Liederzyklus Frauenliebe und Leben zeichnet gefühlvoll die Abschnitte im Leben einer Frau nach; angefangen bei ihrer ersten Begegnung mit dem Mann, den sie liebt, über ihre Verlobung, die Hochzeit, Schwangerschaft und das Leben als Mutter bis hin zur Trauer beim Tod ihres Gatten.
Das Programm wird mit drei weiteren Liedern ergänzt, die ebenfalls aus dem Blickwinkel einer Frau erzählen: «Gretchen am Spinnrade» und «Du bist die Ruh» von Franz Schubert (1797 – 1828). Letzteres führt uns zurück zu Schumann, es inspirierte ihn zur Komposition des Liedes «Widmung».
Der Liederzyklus wird in Texten des Badener Autors Sascha Garzetti gespiegelt. Die Gedichte Chamissos sollen dabei nicht konserviert,sondern auf neue Möglichkeiten hin geöffnet werden. Dabei lassen die literarischen Skizzen eines Frauenlebens vor allem dort Spielraum, wo sie etwas verschweigen. Nicht zuletzt werden die lyrischen Reflexionen also auch auf ihre Haltbarkeit überprüft.