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Am 16. Juni 1957 beendete YB die erste der vier Meistersaisons mit Trainer Albert Sing mit einem der höchsten Siege in der Klubgeschichte. Bereits als Meister feststehend, gastierte Gelbschwarz beim damals durchaus etablierten NLA-Club FC Chiasso (Rang 9 von 14 Teams), dem unter anderem die Internationalen Riva und Chiesa angehörten. YB gab zum Saisonschluss Vollgas und gewann 8:0 – wobei Geni Meier auf dem «Campo di via Brodega» zwischen der 58. und der 87. Minute gleich die vier letzten Tore erzielte!
Den Meisterpokal hatte die Mannschaft Sings eine Runde vorher in Empfang nehmen dürfen – nach dem Heimspiel gegen die AC Bellinzona. 10‘500 erlebten den Match, den YB nur mühsam mit 2:1 gewann. Das Spiel blieb lange unvergessen, weil der damalige Berner Vorstopper Léon Walker (später Nationalcoach) ein wunderschönes Eigentor erzielte: Bei Berner Ballbesitz spielte er das Streitobjekt nicht nach vorn, sondern blind mit einem Rückzieher nach hinten, wo vermeintlich Goalie Walter Eich hätte sein sollen… Doch Eich stand weit vor seinem Tor und konnte dem Ball nur nachschauen. Damals entstand der legendäre Satz: «Der Wädu (Walter Eich) isch ga blüemele».
[cb][sst]