Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03129.jsonl.gz/3033

Die Forschung dieser Gruppe konzentriert sich auf die Institutionen oder die "Spielregeln", die die demokratische Politik strukturieren. Die Forschung untersucht die Entstehung, Wirkung und Entwicklung politischer Institutionen. Es wird untersucht, wie sich Änderungen von Regeln auf das politische Verhalten auswirken, sowohl auf der Ebene der gewählten und nicht gewählten politischen Eliten und Bürger. Es wird davon ausgegangen, dass Einzelpersonen auf die Anreize reagieren, die politische Systeme schaffen, sowohl bei der Politikgestaltung als auch bei der Suche nach Wahlen. Ein Großteil der Forschung konzentriert sich auf Legislativ- und Parteipolitik, insbesondere in Europa, und interessiert sich besonders für das Zusammenspiel zwischen nationaler und europäischer Politik.
Unsere Forschung ist theoriegetrieben und empirisch und verwendet eine Vielzahl von Instrumenten, um demokratische Politik zu verstehen. Unsere theoretischen Werkzeuge umfassen unter anderem Formaltheorie, Spieltheorie und agentenbasierte Modellierung. Empirisch gesehen verwendet ein Großteil unserer Forschung neben der Verwendung ökonometrischer Standardtechniken auch quantitative Textanalyse, maschinelle Lern- und Klassifikationsalgorithmen, Umfrageexperimente und andere Werkzeuge. Unser Ziel ist es immer, das am besten geeignete empirische Instrument zu finden, um interessante theoretische Fragen zur demokratischen Regierungsführung und Europapolitik zu beantworten.
Typische Forschungs- und Lehresthemen innerhalb der Gruppe sind:
- Europapolitik und europäische Integration
- Gesetzgebungspolitik und -verhalten
- Koalitionsführung
- Der Zusammenhang zwischen Gesetzgebungsverhalten und Wählerverhalten
- Parteipolitik
- Messtheorie und Text-as-data in der Politikwissenschaft