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Zeitweise bewohnte Wohnungen sind in den meisten Fällen Luxusinvestitionen. Sie belasten mit der zugehörigen Infrastruktur die Landschaft, sind ressourcen- und energieintensiv und fördern die Mobilität über lange Distanzen. Sie konkurrenzieren den Bau von Hauptwohnsitzen in einem immer knapper werdenden Siedlungsraum und erhöhen damit das Mietpreisniveau. Die Infrastruktur der Standortgemeinden muss für einen Spitzenbedarf unverhältnismässig stark ausgebaut werden. Da der Bau von Zweitwohnungen in vielen touristischen Gemeinden ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor ist, müssen stets neue Zweitwohnungen gebaut werden, um den Beschäftigungsgrad im Baugewerbe halten zu können. Die Schweiz ist wegen des attraktiven Alpenraums und der günstigen Steuersituation ein bevorzugtes Land für den Bau von Zweitwohnungen. Auch in den Agglomerationen nimmt der Bau von nur zeitweise bewohnten Wohnungen durch begüterte Beschäftigte zu und belastet damit den Wohnungsmarkt für Hauptwohnsitze.
Mit der Einschränkung des Zweitwohnungsbaus soll der Druck zur Vermietung von bestehenden Zweitwohnungen erhöht werden. Mit der Verknappung der Zahl der Zweitwohnungen kann auch die Auslastung der bestehenden Hotels verbessert werden. Die ländlichen Gebiete und Tourismusregionen sollen nicht über den Bau von neuen Zweitwohnungen gefördert werden. Finanzausgleich und wenn nötig Abwanderung sollen das wirtschaftliche Gleichgewicht in diesen Regionen herstellen.
Die Umsetzung der Volksinitiative ist mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden. Solange aber keine alternativen Lösungen mit gleicher Wirkung aufgezeigt werden können, ist sie mit aller Kraft zu unterstützen.