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1931 Zwischenbericht aus Ascona, Werner von der Schulenburg.
Werner von der Schulenburg, ein Wahlasconese, schrieb in "Westermann Monatshefte, Illustrierte Zeitschrift der Gebildeten, Braunschweig und Berlin", im Februar 1931: "Das ist das moderne Ascona, ein kleines Abbild der grossen Welt, ein bisschen Berlin am Lago Maggiore. Als der Verfasser dieser Zeilen sich eines Tags auf seinem "Roccolo" zwischen Eduard von der Heydt und Edmund Stinnes eingekeilt sah, überkam ihn die krankhafte Sehnsucht nach dem alten Ascona mit seinen Felswegen, seinen duftenden Weinbergen, seiner Ginsterschönheit und der Heiterkeit seiner Seelen. So setzte er sich eilends in das moderne Postauto, das die liebe alte "gelbe Gefahr" seit längerer Zeit abgelöst hat, und fuhr hinauf in die Berge, wo er sich rechtzeitig ein mit hohen Mauern umgebenes unverbaubares Landgütchen gesichert hatte. Dorthin sind die Geister des alten Asconas ausgewandert; dort leuchten die Sterne wie ehedem; dort sind die Prominenten, die Ziegen, und statt der Jazzmusik schwatzen ewige Quellen. Hier wandeln die Freunde alle noch einmal unter uralten Kastanien; hier lesen noch die Dichter ihre Werke vor, und Maler schaffen ihre Bilder. Hier baden sie unter der Löwenfontäne wie ehemals im See, ohne dass sie in ihren Visionen durch müde Moderne oder sterlile Nervosität gestört werden, denn hier ist die Ewigkeit den Menschen noch so nahe, wie sie es ihnen einstmals in Ascona war."