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Bambus
Lateinischer Name:
Bambusoideae
Familie:
Süssgräser (Poaceae)
Gattung:
Echte Gräser (Bambusa)
Art:
Bambus
Vorkommen:
auf allen Kontinenten, ausser Europa und Antarktis
Die Bezeichnung Bambus erhält die Pflanze durch ihren Lärm (“Bam-Boo!”), den sie beim Verbrennen verursacht. Das Wort leitet sich vom englischen “Bamboo” ab.
Der botanische Name wurde durch den schwedischen Biologen Carl von Linne eingeführt.
Die Bambuspflanze zählt zur Familie der Süssgräser und ist ein baumgrosses, verholzendes Gewächs. Sie wächst so schnell und hoch wie keine andere Art der Süssgräser. Sie kann bis zu einem Meter pro Tag wachsen, bis sie je nach Art eine Maximalhöhe von 35 Metern erreicht.
Bambus gehört zu den semelparen Pflanzen, die nur einmalig blühen und danach absterben. Das liegt daran, dass der Bambus durch die Blütenbildung zu sehr geschwächt wird. Die Blütephase der Pflanzen tritt dabei erst zwischen 15 und 100 Jahren ein.
Üblicherweise finden Extrakte aus den sogenannten Bambussprossen Verwendung. Das sind die jungen, zarten Triebe der Bambuspflanze. Roh sind diese jedoch giftig und ungeniessbar.
Knapp ein Drittel aller Bambusarten sind in China beheimatet. Besonders in tropischen und subtropischen Gebieten sind viele Arten anzutreffen. Global gibt es ein Vorkommen von ca. 115 Gattungen und mehr als 1400 Arten. Von der Antarktis und Europa abgesehen, gedeihen die Pflanzen weltweit.
Bambus enthält über 77 % Kieselsäure (Silicea). Dies ist eine Verbindung aus Silicium, Wasser und Sauerstoff.
Kieselsäure ist für den menschlichen Organismus essentiell. Trotz des geringen Anteils im Körper ist sie ein wichtiges Spurenelement und Bestandteil jeder Zelle im Körper.
Die in der Kieselsäure enthaltenen Partikel sind sehr klein und können besonders gut aufgenommen werden.
Zudem findet man vor allem in den Bambusblättern Flavonoide, welche meistens an Glucose oder Rhamnose gebunden sind. In gebundener Form haben sie eine antioxidative Wirkung.
• Kieselsäure ist beim Aufbau und Wachstum der Zellen beteiligt und aktiviert den Zellstoffwechsel. Durch die Anregung der Zellerneuerung werden Nährstoffe optimal in Haut, Haare und Nägel transportiert.
Zudem ist die Kieselsäure ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes. Es dient als sogenanntes Brückenelement zwischen einzelnen Eiweissfasern. Das Bindegewebe bekommt dadurch mehr Elastizität und Festigkeit.
Weiter schreibt man der Kieselerde eine extrem gute Wasserbindungsfähigkeit zu.
• Die Flavonoide mit ihrer antioxidativen Wirkung schützen die Zellen vor verschiedenen negativen Einflüssen und finden so vor allem im Bereich der Kosmetik Verwendung. Man findet sie unter anderem in Produkten zur Anti-Falten Pflege und in Sonnencremes, oft kombiniert mit beigesetzten Vitaminen.
Präparate mit Bambussprossenextrakt kommen vor allem als Schönheitsmittel zum Einsatz.
Studien konnten belegen, dass bei Haarwachstumsstörungen die Haardichte und die Haarstruktur deutlich verbessert werden. Die Haarwurzel wird optimal mit Nährstoffen versorgt, das Haar wird kräftiger und gestärkt.
Auch wer unter brüchigen und geschädigten Nägeln leidet, findet mit Bambussprossenpräparaten die richtige Lösung. Die Nägel an Hand und Füssen werden elastischer und gewinnen an Festigkeit. Gewissen Nagellacken wird heutzutage Kieselsäure beigemischt um die Nägel zu stärken.
Durch den Aufbau des Bindegewebes wird einer schlaffen und unelastischen Haut entgegengewirkt. Zudem wird sie intensiv befeuchtet, die Haut ist dadurch straffer und wirkt jugendlicher.
Auch beim Kampf gegen Cellulite ist der Bambus das Mittel der Wahl. Dabei empfiehlt es sich nebst genügend Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung und der äusserlichen Anwendung mit entsprechenden Präparaten zu ergänzen.
Des Weiteren findet Bambus vor allem in Asien als Nahrungsmittel und als Bau- und Werkstoff Verwendung.