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Tentakeln
(Tentakŭla), bewegliche, meist am Kopf gewisser Tiere befindliche Fortsätze des Körpers von verschiedenem Bau, verschiedenem Ursprung und verschiedener Funktion. Teils sind es Orientierungsapparate, Träger [* 2] von Sinnesorganen u. s. w., und ¶
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sie sind dann entweder einfache Körperfortsätze, wie die Fühlhörner der Schnecken, [* 4] oder es sind modifizierte Seitenanhänge, wie bei Ringelwürmern, oder endlich, wie bei den Insekten, [* 5] Krebsen und andern Gliedertieren, besonders entwickelte Gliedmaßen. Bei den Polypen sind es allseitig bewegliche, häufig kontraktile Körperfortsätze, in die sich unter Umständen auch der Leibesraum fortsetzt, so daß sie hohl erscheinen, und sie stehen in unregelmäßiger oder streng typischer Zahl in einem einfachen Kranz oder in mehrern Kränzen um die Mundafteröffnung herum, sind in hervorragender Weise mit Nesselkapseln besetzt und dienen in erster Linie zum Ergreifen der Beute.
Bei den Moostierchen (s. d.) stehen die
Tentakeln auch
in einem Kranz oder in Gestalt eines Hufeisens um die Mundöffnung, sind gleichfalls rückziehbar, hohl und außen mit feinen
Cilien besetzt; sie erzeugen durch ihr Spiel Strudel im Wasser und dienen teils zum Herbeischaffen von Nahrungsmitteln, teils
zur Respiration. Bei einigen Rädertieren ist der Wimperapparat ganz ähnlich gebaut. Ihre höchste Entwicklung
erreichen die
Tentakeln bei den Kopffüßern (s. d.) als Arme.