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Die Ankündigung der USA sei "bedeutsam", teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Laut Seco werde diese vorübergehende Aussetzung aber keinen "fairen, bezahlbaren und schnellen" Zugang zu Impfstoffen und anderen Technologien gegen die Pandemie garantieren.
Die Schweiz sei davon überzeugt, dass es keine einfache Lösung gebe, da es so viele Komponenten zu berücksichtigen gebe und eine Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren erforderlich sei. Botschafter Didier Chambovey, Leiter der Ständigen Mission der Schweiz bei der Welthandelsorganisation (WTO), erklärte zudem erneut, dass die Pharmaunternehmen nicht in ihrem Innovationsstreben entmutigt werden sollten.
Die Schweiz werde aber die Auswirkungen eines neuen amerikanischen Vorschlags auf die Schweizer Haltung prüfen, hiess es beim Seco. Die Schweiz sei "bereit", die Diskussionen darüber in der Welthandelsorganisation fortzusetzen.
Nichtregierungsorganisationen kritisieren die Schweizer Position zum Patentschutz. Zudem haben über 8000 Menschen in den letzten Tagen eine Online-Petition unterschrieben, in der die Regierung aufgefordert wird, die Haltung zu ändern.
Die Schweiz verteidigt sich damit, dass sie mehrere Initiativen zur Erhöhung der Produktionskapazitäten von Impfstoffen und deren gerechter Verteilung unterstützt. Zudem beteiligt sich die Schweiz Covax-Initiative. Insgesamt würden 700 Millionen Franken für verschiedene internationale Pandemie-Initiativen bereitgestellt.
Die internationalen Herausforderungen reichten von der Versorgung mit Dosen über die Finanzierung bis hin zur Vorbereitung und Durchführung von Impfkampagnen in den verschiedenen Ländern.
(AWP)