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Die zunehmende Konkurrenz sowohl von Edelcafes als auch Fast-Food-Ketten macht Starbucks zu schaffen. Die Leistung sei zuletzt «nicht akzeptabel» gewesen, teilte Konzernchef Kevin Johnson am Mittwoch 20. Juni mit. Im kommenden Geschäftsjahr würden deshalb rund 150 Niederlassungen in den USA dichtgemacht. Im dritten Quartal werde der vergleichbar gerechnete Umsatz um 1% zulegen – Analytiker hatten mit einem Plus von 3% gerechnet. Die weltgrösste Kaffeehauskette hatte zuletzt mehrfach die Wachstumserwartungen verfehlt. Starbucks betreibt weltweit mehr als 28 000 Kaffeehäuser.
Vor wenigen Wochen hatte Gründer Howard Schultz nach rund 40 Jahren seinen Rücktritt als Chairman zum 26. Juni verkündet. Vergangenen Monat kündigte der Schweizer Nespresso-Hersteller Nestle an, für 7,15 Milliarden Dollar die weltweiten Vermarktungsrechte von Starbucks-Produkten im Einzelhandel zu übernehmen.
Jetzt will der Kaffeekonzern auf Tee setzen. Sechs Premium-Tees sollen diesen Sommer im Detailhandel erhältlich sein bevor bis Ende Jahr in den ganzen USA Teeprodukte . Der Konzern hält zudem am Ziel fest, in den nächsten fünf Jahren den Umsatz mit Tee auf 3 Milliarden Dollar steigern zu können.
Starbucks hat im November 2017 die Teemarke «Tazo» für 384 Millionen Dollar an Unilever verkauft. Damals liess Starbucks verlauten, dass sich die Anstrengungen auf die Marke «Teavana» konzentrieren sollten. Mit dieser Marke wolle Starbucks das Teegeschäft in den nächsten fünf Jahren auf 3 Milliarden Dollar ausbauen.
Ein Verkaufskanal für Tee hat Starbucks jedoch bereits vor einem Jahr verloren. Damals beschloss das Unternehmen die 379 Teavana-Filialen zu schliessen. Tee unter der Marke Teavana wurde danach nur in den herkömmlichen Starbucks-Filialen verkauft. Die 3300 Teavana-Mitarbeiter konnten sich damals in den «normalen» Starbucks-Filialen bewerben. Erst im 2012 hatte Starbucks die Teehauskette für 620 Millionen Dollar übernommen. Damals hoffte Starbucks auf einen ähnlichen Erfolg im Teesegment wie im Kaffeegeschäft.