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Modul 21
Was macht den Mythos des wohl berühmtesten Opernhauses der Welt aus? Gefeierte Stars, glanzvolle Aufführungen sowie die einzigartige und kostbare neoklassizistische Innenarchitektur bescheren der Mailänder Scala seit 1778 ein prominentes Publikum und eine weltweite Beachtung. Im Rahmen der Studienreise werden organisatorische, rechtliche und künstlerische Aspekte des Teatro alla Scala di Milano beleuchtet.
Wie verhalten sich italienische Kulturinstitutionen in Zeiten schwindenden Publikuminteresses und hohen wirtschaftlichen Drucks? Anhand des Piccolo Teatro wird ein Erfolgsmodell des Kulturmarketing untersucht, das mittlerweile als best practice für namhafte Kulturinstitutionen in aller Welt dient. Daneben wird auch die alte und wichtige Kulturtradition Mailands betrachtet, die immer wieder Nährboden für neue, avantgardistische Erscheinungen ist. Als Fallbeispiel dieser italienischen Kulturutopien dient der Besuch in der Fondazione Prada. Kulturpolitische Aspekte über das Land mit den weltweit meisten Stätten, die als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt und auf der World Heritage List aufgelistet sind, runden den Studienaufenthalt ab.
Das Modul wird in Zusammenarbeit mit der Accademia alla Scala di Milano
durchgeführt.
Modulleitung

||Alexander Pereira

Alexander Pereira ist seit 2014 CEO und künstlerischer Leiter des Teatro alla Scala. Er wurde 1947 in Wien geboren und arbeitete zunächst im Tourismusmanagement und bei Olivetti, in seiner Freizeit studierte er Gesang. Von 1979 bis 1983 war er Vorstandsmitglied der Frankfurter Bachkonzerte, ab 1984 Generalsekretär des Wiener Konzerthauses, wo er die Konzertszene modernisierte und ein neues und jüngeres Publikum anzog. 1991 bis 2012 war Alexander Pereira Direktor des Opernhauses Zürich, wo ihm die kontinuierliche Entwicklung des Ensembles und die Förderung vielversprechender junger Sänger besonders am Herzen lag. Seit 1996 war er künstlerischer Leiter und Mitglied des Künstlerischen Komitees der Zürcher Festspiele. Grosse Aufmerksamkeit widmete Alexander Pereira in dieser Zeit auch der Ausarbeitung eines vielfältigen Bildungsprogramms für das Zürcher Opernhaus und der verstärkten Präsenz der Zürcher Opernproduktionen auf dem internationalen DVD-Markt. 2011 bis 2014 war Alexander Pereira künstlerischer Leiter der Salzburger Festspiele.
Referentin

||Astrid Weiter

Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete Astrid Welter mit zahlreichen internationalen Galerien als Projektmanagerin zusammen. Seit 1997 entwickelt sie das künstlerische Programm der Fondazione Prada in Zusammenarbeit mit renommierten zeitgenössischen Künstlern wie Dan Flavin, Walter De Maria, Laurie Anderson, Steve McQueen und John Baldessari und koordinierte die Eröffnung des venezianischen Veranstaltungsortes Fondazione Prada in CaʼCorner della Regina und die Ausstellungen «The Small Utopia» (2012), «When Attitudes Form»: Bern (1969) / Venedig (2013) und «Kunst oder Klang» (2014). Seit fünf Jahren betreute sie zunächst den Bau, dann den kuratorischen Inhalt des neuen Mailänder Veranstaltungsortes der Fondazione Prada, der von Rem Koolhaas entworfen wurde.