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Wieder ein wilder Traum. Was ist das schon, ein wilder Traum? Wenn du aufwachst in einem Raum, inmitten von dreizehn Geistern, die sich an um ihre Instrumente krümmen, wenn du in diesem Raum schwimmen kannst wie in einer viskosen Flüssigkeit, wenn du abtauchst, nicht verstehst, woher das Zischen und das Kratzen rührt, wenn du einer schüchternen Melodie hinterherrennst, während der Raum immer länger wird, ein klaffender Korridor, dann Watte, wenn dich der Stromschlag erfasst oder wenn du selbst im Traum einschläfst, in einer grossen Trommel zur Besinnung kommst, kopfüber von den Saiten hängst, deinen Kopf aus einem Blechhorn streckst und begreifst, dass du alles in der Hand hast: Ungeahnte Sprengsel von Wirklichkeit fahren in dich ein, wenn du da bist oder da bist, oder liegst, deine Ohren sind deine besseren Augen und du bist ein luzides, blindes, komponierendes Geistlein für dich selbst.
WIRREN ist Kammermusik für Anarchistinnen und Social-Media-Abhängige, Schlafwandler und Tagediebinnen, Sozialromantiker und Post-Strukturalistinnen, für die, die im Alltag untergehen, für Abergläubige und Kontrollversessene, für alle, die Karten lesen können und für alle, die keine Karte lesen können.
Line-Up: Elischa Heller, Gina Corti, Hora Lunga, Markus Kenel, Miao Zhao, Michael Haudenschild, Nicolas Stocker, Rea Dubach, Réka Csiszér, Robert Meyer, Steve Buchanan, Tapiwa Svosve, Tizia Zimmermann
Text: Mirko Schwab
Grafik: Tobias Bollinger
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Wirren wird unterstützt von:
Bundesamt für Kultur
Kanton Bern