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Ein Dreirad
für noch nicht ganz Alte
Inhalt
1. Die Aufgabe
2. Die Lösung
3. Konstruktive Details
Das zu erstellende Dreirad ist nicht als Rollstuhl geplant. Es ist für alte Menschen gedacht, die zwar körperlich "müde", aber nicht grundsätzlich eingeschränkt sind, weder körperlich noch geistig. So wünsche ich mir jedenfalls mein eigenes Alt-Sein. Deshalb wird das Rad nicht wesentlich anders aussehen als ein bequemes Dreirad für Jedermann/frau, also auch jüngere Jahrgänge ansprechen.
Zu wählen ist der unüblichere Typ mit zwei vorderen Rädern und einem Hinterrad. Dabei ist die Hauptmasse des Rades inklussive des Gepäcks vorn, wodurch der Fahrer bei Havarien von vorn besser als beim umgekehrten Grundtyp mit zwei hinteren Rädern geschützt ist. Die Forderung, dass der Fahrer von hinten wie auf einen Hocker auf -und nach hinten absteigen kann, scheint so auch möglich zu sein.
Der Hinterbau ist relativ lang ausgeführt, damit das von den Rädern gebildete Basisdreieck unter dem Sattel nicht zu schmal und die Kippgefahr klein ist.
Die Sattelhöhe ist in der unteren Lage kleiner als die Schritthöhe des Fahrers. Dieser kann von hinten her mit etwas gespreizten Beinen über den Sattel gehen und sich darauf setzen. Dann stützt er sich mit beiden Füssen auf die Pedale und liftet den Sattel unter sich in bequeme Sitzhöhe. Abgestiegen wird sinngemäss umgekehrt (sowohl Manipulation als auch Reihenfolge). Der Bedienhebel für den Gasfeder-Lift befindet sich unter der Sattelspitze.
Der mittlere Rahmenteil des gezeigten Prototyps ist von einem teibaren Zweirad (Moulton®) ausgeliehen. Da von hinten aufgestiegen wird, könnte das Oberrohr endgültig noch höher angebracht und dadurch ideale Rahmensteifigkeit erreichbar sein.
Der Gepäckraum unter dem Brücken-förmigem Frontteil bietet Platz für einen Wochen-Einkauf.
↑↑ Dreirad, Prototyp ↑↑ Dreirad, Ansicht von vorn
↑↑ Dreirad, Ansicht von hinten ↑↑ Dreirad, Blick des Fahrenden nach unten
3. Konstruktive Details ↑ Anfang
← linkes Vorderrad: Aufhängung, Bremse und Lenkung
Die Lagerung der Vorderradachsen ist fliegend gestaltet. Die Achsen selbst haben den für Standardnaben grösst möglichen Durchmesser. Die Ergänzung der Lenkerachsen mittels Blechwinkeln zu "Gabeln" dient nur dazu, die Bremsen und die Bremskräfte aufzunehmen.
Die Querteile der Blechwinkel laden nach hinten aus, wodurch Lenkhebel zum Anschluss der beide Räder verbindenden Querstange mittels Kugelgelenken entstehen. In der Mitte wird die Stange von einem an einer Standard-Lenkstange unten angesetzten Hebel bewegt. Das entsprechende Drehgelenk macht zusätzlich eine kleine Querschiebung (in Fahrtrichtung) in der Querstange.
Eine der beiden Handbremsen wirkt auf beide Vorderräder. Ihre Wirkung wird über eine Waage in zwei gleiche Teile geteilt.
In den beiden letzten Fotos ist der Sattel in seinen beiden möglichen Endlagen zu sehen. Die im Prototyp verwendete Gasfeder stammt samt Bedienhebel und Verbindungsflansch aus einem Schreibtischsessel.
↑↑ Lenkung am linken Vorderrad ↑↑ Lenkung in der Mitte
↑↑ Brems-Verteil-Waage ↑↑ Sattel, unterste Lage ↑↑ Sattel, oberste Lage
Siegfried Wetzel, CH 3400 Burgdorf, April 2008
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