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diese
Weit nach Mitternacht sinniere ich aus meinem Fenster hinaus, hinein in die Stille.
Vor mir dösen parkierte Autos einer Wiese entlang. Eine Strassenlampe zeigt die Farben der Autos und
vergoldet einige der sonst skelettartigen schwarzen noch winterkahlen Äste der Baumallee. Eine Katze
ruht auf ihren angewinkelten Beinen unterhalb eines Auspuffs. In diesem Quartier schläft die Stadt bereits.
Siehe da, ohne Neugier zieht ein Fuchs den Autos entlang heimwärts. Verflixt! Noch drei Autos, noch
zwei... ich will mit einem lauten Pfiff warnen, zugleich mich auch abwenden, um mir das Zeter-Mordio
zu ersparen. Zu spät.
Die Katze bleibt seelenruhig liegen, sträubt sich nicht einmal.
Der Fuchs schaut kurz nach links, als hätte eine Regie ihm dies befohlen und zieht, ohne von seiner
Linie oder seinem Tempo abzukommen, gelassen geradeaus weiter.
Kannten sie sich oder sind sie sich heute bereits einmal begegnet?
Hatte eines irgendwelche tierische Promille intus?
War eines weitsichtig oder schnupfenbedingt irritiert?
Haben sie sich einander zugenickt, im Sinne von „Hej“ oder „Guet Nacht“?
Wieso stelle ich mir diese Fragen?
Ein Portugiese und ein Norweger passieren einander nachts auf einem Trottoir schliesslich auch
ohne Aufsehens.