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Mehr Gewaltstraftaten – weniger Diebstähle
Im Jahr 2020 weist die polizeiliche Kriminalstatistik etwas mehr Straftaten aus als im Vorjahr. Zugenommen haben vor allem die Gewaltdelikte und die rapportierten Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt. Hingegen wurde im Bereich der Delikte gegen das Vermögen insbesondere bei den Diebstählen eine Abnahme registriert. Der seit einigen Jahren festzustellende steigende Trend bei der Cyberkriminalität setzt sich weiter fort.
Insgesamt hat dieZahl der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch (StGB) im Vergleich zum Vorjahr leicht zugenommen. Sie stieg von 53’942 auf 54’869 Straftaten an. Dies stellt eine Zunahme von 2% dar. Stellt man die Anzahl StGB-Delikte in Relation zur Einwohnerzahl (Zahl der registrierten Straftaten bezogen auf 1‘000 Einwohner), müssen im Kanton Bern namentlich die Gemeinden Bern mit 132,9, Biel/Bienne mit 129,2 und Interlaken mit 107,6 Straftaten erwähnt werden. Während die hohen Werte in Bern und Biel/Bienne durch deren Zentrumsfunktion beziehungsweise Agglomerationssituation begründet sein dürften, lässt sich die hohe Anzahl Delikte pro 1‘000 Einwohner in Interlaken in erster Linie mit der Rolle als Tourismusdestination und der sehr guten verkehrstechnischen Einbettung erklären. In Bern sind die Zahlen der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 3% gestiegen, in Biel/Bienne um 7%. In Interlaken zeigt sich ein Rückgang im Umfang von 27%. Der Rückgang in Interlaken dürfte auf den pandemiebedingt rückgängigen Tourismus zurückzuführen sein.