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Ein Sieg der Vernunft
Die Entscheidung des Regierungsrates, auf Windenergie in Glarus Nord zu verzichten, ist ein Sieg der Vernunft. Sie liegt im Interesse des Glarnerlandes und seiner Bewohner. Wenn Pascal Vuichard von der GLP diesen Vorschlag bekämpft und damit die Verschandelung von Glarus Nord als "Tor zum Glarnerland" in Kauf nimmt, dann bleibt ihm das als seine politische Meinung unbenommen. Nicht in Ordnung ist es jedoch, wenn er in seiner Stellungnahme gleich mehrere falsche Fakten bringt. Richtig ist:
1. Der Standort bei Bilten ist nach dem Windatlas des Bundes (BFE) kein Windpotentialgebiet. Der Wind ist zu schwach für den effizienten Betrieb einer Grosswindkraftanlage.
2. Windenergie ist mit Gestehungskosten von 17-21 Rp./kWh (Quelle: BFE) sehr teuer. Der Betrieb von Windkraftanlagen ist nur möglich, weil der Strom massiv subventioniert und mit dem derzeit vierfachen Marktwert vergütet wird. Windkraftwerke generieren also dreimal mehr Subventionen als Strom.
3. Es besteht für den Kanton Glarus weder eine rechtliche noch eine politische Pflicht, Windkraftprojekte voranzutreiben. Der Bund schreibt im Konzept Windenergie dem Kanton Glarus keine zwingende Nutzung der Windenergie vor. Glarus produziert heute schon Strom ausschliesslich aus erneuerbaren Energiequellen und produziert viel mehr Strom, als im Kanton verbraucht wird.
Vuichard verliert kein Wort über den Abstand der Windkraftanlagen zu Wohnbauten von nur 300 Metern. Die negativen Auswirkungen – Schattenwurf, Infraschall, optische Bedrängung, Eiswurf, nächtliche Befeuerung – gehen weit über diese Lärmschutzgrenze hinaus, beeinträchtigen die Lebensqualität und gefährden die Gesundheit der Bevölkerung. Mit Ausnahme der Gemeinde Triengen LU und Basel Land mit je 700 Metern ist die Schweiz beim Mindestabstand internationales Schlusslicht, im Ausland liegen die Abstände viel höher: Dänemark 800m, Bayern 2'000m und Grossbritannien 3'000m, um nur drei Beispiele zu nennen. Es stimmt nachdenklich und traurig, wenn sich Vertreter von Glarus Nord am vehementesten für ein Windkraftprojekt stark machen, unter dem ihre eigene Bevölkerung und Gemeinde am meisten zu leiden hätte.
Siegfried Hettegger, Aktuar LinthGegenwind
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Kein Armutszeugnis des…
Kein Armutszeugnis des Regierungsrates.
Die Energiestrategie 2050 (ES 2050) wurde im Kt. Glarus nebst drei andern Kantonen deutlich abgelehnt.
Kt. Glarus: 56.3%
Glarus Nord: 56.8%
Glarus: 50.5%
Glarus Süd: 61.3%
Energie kann nicht erzeugt, verbraucht oder „erneuert“ werden, sondern wird nur von einer Form in eine andere umgewandelt. Der Begriff „Erneuerbare Energie“ ist physikalisch irreführend.
Versorgungssicherheit – vom politischen Kurzschluss zum Blackout?
Strom - überall und jederzeit verfügbar - ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden und in unserer heutigen Gesellschaft unverzichtbar.
Dessen ungeachtet hiessen die Schweizer Stimmberechtigten am 21.05.2017 mit der «Energiestrategie 2050» den Umbau der Schweizer Stromversorgung gut.
Gefährdet die Schweiz damit ohne Not ihre Versorgungssicherheit?
Wissenschaftlich fundiert betrachtet bergen die vorgeschlagenen Massnahmen hohe Risiken und Widersprüche auf. Physikalische und ökonomische Grundsätze lassen sich weder durch politische noch durch ideologische motivierte Versprechungen ausser Kraft setzten.
Fazit: das grosse Erwachen kommt erst.
Das NIE-Konzept (Neue Instabile Energie) ist gestorben. Mausetot. Undurchführbar. Eine Spinnerei von technisch ahnungslosen Dilettanten.
Punkt.
W. Zweifel, Glarus Süd, GMV. (Gesunder Menschen Verstand)
Ein gut geschriebener…
Ein gut geschriebener Leserbrief!
Zur Ineffizenz von Windenergie trägt weiterhin ihre trautrige Leistungsbilanz von max. 15 - 18 % Stromausbeute aus 100 % Nennleistung bei. Damit müssen über 80 % zwanzig Jahre lang über den Lebenszyklus einer Windanlage subventioniert werden. Aus wirtschaftlicher Betrachtung ist das ein bodenloser Unsinn.
Den 80 % Fehlstrom müssen zudem fossile und atomare Kraftwerke ausgleichen, die man konsequent abschalten will. Warum? Wegen den Klimaschutz? Der findet nicht statt, wenn dafür Atom- und Kohlestrom aus dem Ausland eingekauft werden muss, um Grundlasten zu decken.
Wer für Windkraft ist zeigt, dass er nicht rechnen kann oder will.