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Jährlich gelangen 14’000 Tonnen Plastik in Schweizer Böden und Gewässer, so die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa in einer Medienmitteilung.. Ein Teil davon liegt als Mikroplastik vor: Partikel im Mikro- bis Millimeterbereich. Mikroplastik hat viele Quellen, etwa Kosmetika oder Kunstfaserkleidung. Auch durch Abrieb und Zersetzung von grösseren Plastikstücken, sogenanntem Makroplastik, entstehen Mikroplastikpartikel, so die Mitteilung.
Aufgrund seiner geringen Grösse gelangt Mikroplastik besonders leicht in die Gewässer. Rund 15 Tonnen der kleinen Partikel landen jährlich in den Schweizer Flüssen und Seen, haben die Forschenden berechnet. Gemäss dem neuen Modell bleibt rund die Hälfte des Mikroplastiks, das in die Schweizer Gewässer gelangt, im Lande.
Rund ein Drittel der Gesamtmenge setzt sich dabei in den Seen ab, der Rest in den Flüssen, so die Mitteilung. Die genaue Verteilung von Mikroplastik sei allerdings mitunter komplex. Ein längerer Fluss halte nicht automatisch mehr Partikel zurück als ein kürzerer. Vielmehr bestimmten das Einzugsgebiet, die Staustufen und die Seen, wie viel Mikroplastik im Fluss verbleibt und wie viel weitertransportiert werde.
Besonders hohe Belastungen bestünden flussabwärts von Grossstädten. Am meisten Mikroplastik enthält laut Mitteilung der Rhein in der Nähe von Basel: Rund viereinhalb Tonnen davon transportiert der Fluss demnach jährlich Richtung Deutschland. Dies sei auch der Aare geschuldet, die, zusammen mit ihren Zuflüssen Reuss und Limmat, drei der grössten Städte der Schweiz entwässert, bevor sie in den Rhein mündet: Bern, Zürich und Luzern.