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2. Kapitel - Die Ritter der Telemark erobern die neue Welt
Die Kunde von der neuen Kunst des Skifahrens verbreitete sich schnell im ganzen Land und auch noch darüber hinaus. So kam es, dass Sondre, der mit den Brettern tanzt, Ritter und König der Telemark nach Christiania eingeladen wurde, das heute Oslo genannt wird.
Seine Aufgabe in Christiania sollte darin bestehen, dass er einen Skiwettlauf durchführen sollte. Und zwar nicht irgendeinen, sondern den ersten Wettlauf überhautp im Land, bei dem Ritter aus allen Regionen Norwegens mitmachen durften.
Sondre, hoch erfreut über die ihm zugekommene Ehre machte sich umgehend, aber nicht unvorbereitet auf den Weg. Er reiste drei Tage lang auf seinen Skiern, begleiten von zwei Gefolgsleuten, die 200 Kilometer in die Landeshauptstadt.
Der Ritter und König der Telemark veranstaltete ein überaus glanzvolles Wettrennen und mindestens genau so glanzvoll war sein Rang an diesem Turnier, denn Sondre hatte es sich natürlich nicht nehmen lassen auch slber an den Start zu gehen und die Strecke zu bezwingen. Seine atemberaubende Technik und sein mit dem Material und den Elementen perfekt harmonierendes Können liessen den anderen Rittern, von denen mancher nicht halb so viele Winter erlebt hatte wie Sondre selbs, nicht den Hauch einer Chance! Er gewann das Turnier mit überwältigendem Vorsprung und dieser grosse Sieg wird noch heute in so manchen Liedern besungen!
Nie zuvor hatte jemand so eine überlegene Kunst mit so anmutendem Style gesehen!
Wir sind die Ritter der Telemark! TELEHOI
Doch auf diese gloreichen Jahre folgten harte, magere Jahre, und so entschloss sich Sondre, Sohn des Ouver, in die neue Welt zu reisen, um dort neue Gefielde zu erobern und fruchtbar zu machen.
Er versucht mit seiner Familie in Minnesota einen neuen Hof und eine neue Existenz aufzubauen, doch schon nach kurzer Zeit beschliessen sie weiter zu ziehen und kommen schliesslich im Staate Nord Dakota an.
In der wilden Prärie finden sie zwar nicht bessere Bedingungen, aber hier bleiben sie dann doch und bauen sich ein kleines Heim mit Hof und Land auf, dass ihnen das Leben in der Abgeschiedenheit ermöglicht.
Doch Sondre wird von Heimweh geplagt. Er vermisst die weissen Berge und Hügel Morgedals, denn in der flachen Prärie kann er keine Telemarkschwünge ausüben, und dieser Kunst nicht fröhnen zu können schmerzt ihn sehr. Und die Nachbarn wussten zu berichten, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit ein Paar Skier aussen an die Hauswand gelehnt waren und einige wollen ihn sogar mit den Skiern auf der Prärie ausgedehnte Kundschaftszüge machen gesehen haben.
Und Sondre, Ritter und König der Telemark, und seine Frau Rannei, Tochter der Åmund, nutzten im Winter oft ihre Skier, um die Nachbarn auf der anderen Seite des nahegelegenen Flusses zu besuchen.
Aber erst als Sondres Sohn Olav die Kunst der Ritter der Telemark erlernen wollte, lebte Sondre wieder auf. Mit ihm zusammen verbrachte er Stunde um Stunde, Tag für Tag im Schnee, und er brachte alle Geduld dieser Welt auf, um seinen Sohn in diese hohe Kunst, bis ins letzte Detail und bis zur Perfektion, wie sie nur ein Sondre, der mit den Brettern tantz, Sohn des Ouver, einem beibringen kann, einzuweihen.
Und so gingen wieder viele Jahre ins Land, und aus dem Jungen Olav, Sohn des Sondre, wurde ein Bursche, aus dem Burschen ein Mann und aus dem Mann ein Ritter, ein Ritter der Telemark!
Wir sind die Ritter der Telemark! TELEHOI
Mehr von der TELEMARK-Saga erzähle ich Euch später, denn jetzt ist es an der Zeit, ein Fest zu feiern, ein grosses Fest, bis tief in die Nacht hinein. Es ist an der Zeit unsere Heldentaten mit Liedern zu besingen und mit einem Spruch und einer Pries unsere Kunst zu huldigen!
Wir sind die Ritter der Telemark! TELEHOI ...und PRIIIS!!!