Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03332.jsonl.gz/711

ImpulsE
Einige Kerzen werden jetzt entzündet. Sie stehen für Menschen, die im Vertrauen auf Gott mitten in einer eisigen Welt etwas zum Blühen gebracht haben. Sie hofften dabei auf die Kraft des Himmels und fanden so wieder Mut.
Diese Kerze erinnert an den heutigen Heiligen, nämlich unseren Bistumspatron, den hl. Luzius, dem gelungen ist – auch wenn vieles über seine Person im Unklaren liegt -für Christus hell zu brennen. Er war Glaubensbote in Rätien, in der Nähe von uns. Ob er wirklich der erste Bischof von Chur war ist eher unsicher, sicher ist er aber der Patron unseres Bistums. Und sicher ist, dass er den Glauben an Jesus Christus verkündet hat.
Diese Kerze erinnert an die heilige Barbara. In einem Zuhause, das ihr ungläubiger Vater beherrschte, fand sie den Glauben an Jesus Christus und liess sich taufen. Sie behielt die Freude nicht für sich, sondern liess ein drittes Fenster in ihren Turm bauen, der aller Welt verkündete: Ich bin getauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Die heilige Elisabeth von Thüringen lebte auf der Wartburg inmitten von Menschen, die kein Herz für die Armen und Kranken hatten. Als ihr Mann auf einem Kreuzzug gefallen war, bekamen sie und ihre drei Kinder den ganzen Hass der Verwandtschaft zu spüren. Mit 21 Jahren schlug sie ein Angebot aus, Kaiserin zu werden. Sie liess vielmehr mit ihren Witwengütern ein Krankenhaus erbauen. Sie war bis zu ihrem frühen Tod mit 24 Jahren im Jahre 1231 ganz für die Armen und Kranken da.
Auch der heilige Nikolaus erbarmte sich der hungernden Bevölkerung in seiner Bischofsstadt Myra. Er half den Kindern, die bei Hunger immer am meisten leiden. Und er half drei jungen Mädchen, die nie hätten heiraten können, weil der Vater zu arm war.
Die heilige Luzia, die im 4. Jahrhundert auf Sizilien lebte, hatte beide Hände mit Speisen und Trank voll bepackt, wenn sie im Dunkeln zu den verfolgten und eingesperrten Christen ging. Darum trug sie einen Lichterkranz auf dem Kopf, um auch im Dunkeln den Weg zu finden.
Am 8. Dezember 1813 wurde der spätere Gesellenvater, Priester, Sozialreformer, Publizist, der selige Adolph Kolping, in Kerpen geboren. Aus den Gesellenvereinen sind die Kolpingsfamilien geworden. Das Kolpingwerk mit den Kolpingsfamilien ist in unserem Land und weltweit eine lebendige, einladende und ideenreiche Gemeinschaft mitten in unserer Kirche.
Gregor hat uns mit der Feier, musikalische umrahmt von Carola, einen besinnlichen Moment in der besonderen Zeit gegeben. Besten Dank.
Nach der Feier genossen wir den persönlichen Austausch “auf Distanz” bei einer Tasse Glühwein.