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Ein ereignisreicher Abstimmungssonntag liegt hinter uns. SRF hat für die Berichterstattung wie bereits im November auch auf Daten von uns zurückgegriffen.
— SRF News (@srfnews) 9. Februar 2014
Wie die Grafik unten zeigt, wurden an keinem Abstimmungssonntag so viele Tweets verschickt wie gestern. Deshalb möchten wir an dieser Stelle auf ein Experiment zurückkommen, das Daniel Jörg am vergangenen Freitag verbloggt hatte. Im Blogpost sind Zahlen dazu enthalten wie viele Ja- oder Nein-Parolen zu den drei Abstimmungsvorlagen in Tweets zu finden waren.
— SRF News (@srfnews) 9. Februar 2014
In der nachfolgenden Infografik haben wir diese Zahlen den Endergebnissen gegenübergestellt.
Bei allen drei Abstimmungsvorlagen stimmen die Twitterprognosen mit den tatsächlichen Endergebnissen überein. Auf Twitter wären die Resultate bei der Masseneinwanderungsinitiative und FABI deutlicher ausgefallen. Hier haben sich noch stärkere Tendenzen zu den Ja-Stimmen abgezeichnet, einzige Ausnahme ist die Romandie bezüglich der Masseneinwanderungsinitiative: Dort sprechen sowohl die Twitterprognose mit 46% Ja-Parolen als auch das Endergebnis mit 41.5% Ja-Stimmen für eine Ablehnung der Initiative.
Bei FABI deutete die Twitterprognose auf eine Zustimmung von 83% in der Romandie hin. Das tatsächliche Endergebnis entspricht einem Ja-Anteil von 69.4%. Die Differenz in der Deutschschweiz ist einiges geringer mit 62% Ja-Parolen bei Twitter und 59.2% Ja-Stimmen beim Abstimmungsergebnis.
Bei der Abtreibungsinitiative zeigt sich genau das umgekehrte Phänomen. Die Twitterprognosen deuteten zwar bereits klar die Ablehnung der Initiative an, die Endergebnisse fallen aber noch viel deutlicher aus: In der Deutschschweiz sind 65.5% und in der Romandie 84.3% gegen die Privatisierung der Abtreibungsfinanzierung.
Das Experiment hat gezeigt, dass die Twitterprognosen ziemlich gut mit den tatsächlichen Endergebnissen übereinstimmen. Bei allen drei Abstimmungsinitiativen hat sich eine korrekte Tendenz zu den Ja- oder Nein-Stimmen abgezeichnet. Interessanterweise scheint man sich bei den Ja-Stimmen jeweils akzentuierter zu äussern, da die Ja-Parolen auf Twitter bei der Masseneinwanderungsinitiative und bei FABI prozentual höher sind als die Ja-Stimmen in den Endergebnissen. Bei den Nein-Parolen auf Twitter bezüglich der Abtreibungsinitiative scheint man vorsichtiger zu sein, denn der Anteil Nein-Stimmen im Endergebnis ist noch höher als prognostiziert.