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Dass das Schiesswesen in Wädenswil auf eine lange Tradition zurückblicken kann, beweisen nicht nur die vielen Inserate zu Schützenfesten im, ab 1844 erscheinenden, «Anzeiger vom Zürichsee». Auch die Zürcher Landvögte huldigten der Schiesstradition, indem sie an den jeweiligen Kirchweihschiessen Preise in Form von begehrtem Tuch und anderen sinnvollen Gegenständen stifteten, sondern den siegreichen Schützen auch Schiesspulver und Blei aushändigten. Im Jahre 1901 entschlossen sich die Vertreter des Militärschiessvereins, dem Feldschützenverein und der Schützengesellschaft Wädenswil Fusionsverhandlungen aufzunehmen, um die Kräfte in einem neuen Verein zusammenzuführen.
An vier Verhandlungssitzungen wurden Differenzen bereinigt, Stauten entworfen und entsprechende Reglemente festgelegt. Am 16. September 1901 stimmten 77 Mitglieder der genannten Vereine allen Vorschlägen zu und der Schützenverein Wädenswil war geboren. Nachdem der, in den 1930er Jahren gegründete, Militärschiessverein Wädenswil 1972 in den Schützenverein Wädenswil eingegliedert und die 1923 gegründete Schützengesellschaft Au im Jahre 2013 liquidiert wurde ist der Schützenverein Wädenswil der einzig verbliebene Verein, der das traditionelle 300-Meter-Schiessen in Wädenswil pflegt. Das Schiesswesen und der Schützenverein Wädenswil, zu dem auch die Vorläufervereine vor der Fusion gehörten, können auf eine lange Tradition zurückblicken. Beides gehört untrennbar zur Ortsgeschichte und nicht umsonst galt für lange Zeit der markige Satz, dass «man nicht Gemeindepräsident in Wädenswil werden kann, ohne Präsident des Schützenvereins gewesen zu sein». [wte]