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Gold für Hug und Debrunner, Silber für Schär in Paris
Die Schweiz startet optimal in die Leichtathletik-WM in Paris. Marcel Hug und Catherine Debrunner gewinnen über 5000 m Gold, Manuela Schär holt sich die Silbermedaille.
Die Schweiz startet optimal in die Leichtathletik-WM in Paris. Marcel Hug und Catherine Debrunner gewinnen über 5000 m Gold, Manuela Schär holt sich die Silbermedaille.
Besser hätte der Tag für die Schweiz an der Leichtathletik-WM in Paris nicht enden können. Marcel Hug sicherte sich über 5000 m souverän und überlegen die Goldmedaille und holte damit seine 24. Auszeichnung an einer Weltmeisterschaft. Zuvor hatten Catherine Debrunner und Manuela Schär über dieselbe Distanz die ersten beiden Plätze belegt.
Hug dominierte das Rennen scheinbar nach Belieben. Nach der ersten Runde übernahm er die Führung, sieben Runden vor Schluss setzte er sich vom Feld ab und fuhr einsam der Ziellinie entgegen. Viel fehlte nicht, und er hätte einzelne Athleten überrundet. In 9:35,78 Minuten stellte der Thurgauer wie bereits im Vorlauf am Sonntag einen neuen Weltmeisterschaftsrekord auf. Seinen Weltrekord, den er erst im Mai aufgestellt hatte, verpasste der 37-Jährige um 20 Sekunden.
Hug sprach danach von einem speziellen Rennen, denn schliesslich sei er einer Überrundung noch nie so nahe gekommen. «Mit der Taktik, so lange alleine zu fahren, ging ich ein Risiko ein. Ich bin froh, ist es so gut aufgegangen.»
Debrunner gewinnt Schlussspurt
Auch Debrunner und Schär führten das Feld in ihrem Rennen an, zusammen mit der amerikanischen Weltrekordhalterin Susannah Scaroni. Auf den letzten 400 m konnte sich das Schweizer Duo dann absetzen. Debrunner behielt im Schlussspurt die Oberhand und kam 27 Hundertstel vor Schär ins Ziel.
Sie hätten sich zwar nicht abgesprochen oder eine spezielle Taktik zurechtgelegt, meinte Schär. «Aber wir hatten Glück, dass wir so gut weggekommen sind.» Für die 38-jährige Luzernerin ist es die zweite WM-Silbermedaille über diese Distanz. 2013 hatte sie in Lyon ebenfalls den 2. Rang belegt. Doch statt einer verpassten Goldmedaille nachzutrauern, freut sich Schär über die starke Teamleistung. «Gleich mit zwei Medaillen zu starten, ist wirklich super.»
Debrunner erzählt derweil, wie nervös sie gewesen sei vor dem Start. Umso grösser ist die Erleichterung darüber, sich nun zum zweiten Mal in ihrer Karriere einen WM-Titel geholt zu haben. 2019 bei ihrem Triumph in Dubai über 400 m war sie noch eine Spezialistin für Kurzstrecken, mittlerweile gewinnt sie sogar Marathons.
Die 11:07,22 Minuten der 28-jährigen Thurgauerin bedeuten einen WM-Rekord über 5000 m. Am Dienstag stehen für Debrunner und Schär die Rennen über 800 m im Programm. Hug ist am Donnerstag im Vorlauf über 1500 m wieder im Einsatz.