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... since the Kyoto Protocol and the climate change discussions appear more and more eery, irreal, kafkaesque surreal and ghastly. Self-proclaimed specialists - especially those from the discipline of economics - discuss carbon quotas, effects on Gross National Product, economical advantages, carbon storage, energy efficiency solutions, and the like. |
But they never ever provide the calculations that could prove that those "solutions" could really meet the scale of the problem. The prevailing paradigm is still "economic growth" and higher speeds, jobs and consumption. There is no evidence of any understanding that the Earth is finite and that our human pressure upon the planet is already exceeding its carrying capacity by far.
Climate change typically seems having effects on far away peoples in other countries only. Nobody dares to reflect on the floods and mud slides that will make our own countries in Western Europe and North America uninhabitable.
Die deutsche Wochenzeitung, Die Zeit*, schreibt zur Anlass des Inkrafttretens des Kyotoprotokolls:
"[...] Dabei bezweifeln Fachleute nicht, dass sich die Menschheit des Klimaproblems entledigen kann. Eine vom Autoherstelle Ford und dem Ölkonzern BP gesponsorte Forschergruppe der renommierten Princeton-Universität hat kürzlich einen detaillierten Schlachtplan für den Kampf gegen den Treibhauseffekt entworfen. Die beiden Urheber, Stephen Pascala und Robert Solocow, setzen auf sparsamere Autos und besser isolierte Häuser, auf effiziertere Stromfabriken, Wind- und Solaranlagen sowie auf eine Technik, mit der das Treibhausgas schadlos gebunkert wird, statt es in die Erdatmosphäre zu blasen. Auch der Bonner Ökonom Carl Christian von Weizsäcker hält es für möglich, die Erderwärmung zu stoppen; er glaubt sogar, dass die Operation nicht mehr als ein halbes Porzent des weltweiten Sozialprodukts kosten müsste."
Nur, hat der "Ökonom" nachgerechnet, wie die Energiebilanz einer solchen Bunkerung aussieht? Anscheinend glaubt er auch, dass eine solche Bunkerung wirklich machbar ist und genügend Lagerstässten zur Bunkerung vorhanden sind. Wir, ecoglobe, glauben das nicht.
Wir glauben auch nicht, dass "die Erderwärmungzu stoppen ist". Wir sind uns gar noch nicht sicher, dass es eine Erwärmung gibt. Aber Klimawandel, mit regionalen grossen Klimaveränderungen sind voraussehbar. Wir sehen das Auftauen des Permafrostes in den Alpen auf uns zu kommen und Überschwemmungemn an der Tagesordnung.
Nur, wer sind jene sogenannten "Fachleute", die nicht zweifeln? Haben jene zwei Leute der "renommierten" Universität die Rechnung gemacht, wie Adam Riese, wieviel jenes "Schlachtplan" dann wirklich effektiv den Ausstoss von Treibhausgasen vermindern wird, prozentual? Haben diese von Ford und BP gesponsorten Leute sich überlegt, dass (1) Technik auch Grundstoffe brauchen und (2) in vielen Bereichen die Energie-Effizienz nicht mehr gesteigert werden kann, ohne dass man die Geschwindigkeit und den Komfort drastisch verringert?
Wir geben keinen Deut für solche Schönwetterschlachtpläne. Das ganze Gerede von Verringerung der Kohlenstof-Ausstösse in Tonnen und pro Land, von Quoten und Kohlenstoffsenken und von Handel in Emissionszertifikaten (Ausstossguthaben) tönt uns wie Kafkaeskes hohl in die Ohren.
Im Editorial des ETHZ-Bulletins schreibt Frau Martina Märki-Kopp, dass von 1995 bis 2005 die CO2-Konzentration über Mitteleuropa um 3,3% gestiegen ist. Scheinbar hat auch sie nicht verstanden, dass die Atmosphäre keine Grenzen knennt und spätestens nach zwei Jahren die Winde den Kohlenstoff überallhin gleichmässig verwehen.
Im gleichen Sinne sind die Landesrechnungen eine gefährliche Illusion. Wenn man in Europa ein Stahlwerk oder eine zementfabrik schliesst, wird die Produktion anderswo weitergeführt, in China oder Korea oder Indien. Das sind Länder, welche einerseits den Begrenzungen nicht unterliegen und andererseits ist völlig offen, ob dort dann wirklich Techniken Anwendung finden, die das gleiche mit weniger Kohlenstoffausstoss erbringen. Bis anhin zeigen die Fabriken in Entwicklungsländern gemeinhin einen tieferen Umweltstandard auf.
Die ETHZ schreibt auch, dass die Menschheit die Welt gegenwärtig mit etwa 8 Gigatonnen Kohlenstoff belastet, wovon "die Vegetation der Kontinente und und die Meere je ein Viertel wieder aufnehmen". Dies kann unmöglich stimmen, wie sie hier nachlesen können. Restlos alle von Menschen verursachten Kohlenstoffausstösse bleiben für menschliche Massstäbe fast ewig in der Luft. Der Klimawandel ist eine unabänderliches Tatsache, mit der wir versuchen müssen, zurechtzukommen.
Anstelle der unergiebigen Diskussionen über Quoten und Techniken sollte man diesen leeren Worthülsen eine Absage erteilen und uns dem Basisproblem zuwenden, dem des wirtschaftlichen Wachstums.
Wir werden nicht müde, zu wiederholen, dass jedes Wachstum mehr Grundstoffe braucht, auch wenn die Wirtschaftstheoretiker dies noch so abstreiten. In Tat und Wahrheit haben wir von allem bereits zu viel: zu viel Geschwindigkeit, zu viel Energie, zu viele Menschen. Wir haben die Tragkraft unseres Planeten schon längst überschritten.
Nur eine radikale Abkehr der Wachstumsideologie kann uns noch helfen - vielleicht. Weniger wird mehr sein. Langsamer wird länger dauern. Einfacheres Leben wird schöner sein.
Unsere Lösungswörter sind Lokalisation, Langsamkeit, Langlebigkeit. Wir müssen unbedingt wieder in der eigenen Gegend herstellen, was wir brauchen. Wir müssen uns die Zeit gönnen gute Ware herzustellen, die eine lange Lebnsdauer haben. Und zu guter letzt dürfen wir keine Arbeitsplätze mehr schaffen, sondern nur noch das herstellen, was für die Erde tragbar ist, das heisst, was Resourcenschonend ist.
in ihrer Nummer 7 vom 10.2.2005, Seite 22, Verfasser Fritz Vorholz.