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Die WHO bezeichnete Osteoporose als Epidemie des 21. Jahrhunderts.
Osteoporose - im Volksmund auch Knochenschwund ist eine Skeletterkrankung. Typisch dabei ist eine verringerte Knochenmasse und somit eine poröse Knochenstruktur. Dadurch kommt es häufig zu inadäquaten Knochenbrüchen von Wirbelkörpern, Hüften und Handgelenken und Schultern.
Lange Zeit bleibt die Erkrankung an Osteoporose unbeachtet, da sie oft ohne körperliche Anzeichen fortschreitet. Daher sind Brüche ohne äusseren Einfluss, sogenannte Spontanbrüche, oft das erste Anzeichen einer Erkrankung. Starkes Husten oder das Heben einer Einkaufstasche können hier schon ausreichend sein.
Frauen in den Wechseljahren sind davon am häufigsten betroffen. Jedoch können auch Männer an Osteoporose erkranken. In der Schweiz leiden schätzungsweise 400'000 Frauen und 150'000 Männer an dieser Krankheit.
Damit der Knochen gesund bleibt, wird unser ganzes Skelett kontinuierlich erneuert. In der Jugend wird mehr Knochen aufgebaut als abgebaut. Mit zunehmendem Alter und weiteren Einflüssen wird der Knochenaufbau jedoch stark verlangsamt und es wird dadurch mehr Knochen abgebaut als aufgebaut.
normaler Knochen
osteoporotischer Knochen
Zu den Risikogruppen gehören Frauen nach den Wechseljahren, speziell wenn letztere vor dem 45. Altersjahr begonnen haben, sowie Menschen mit familiärer Prädisposition. Generell begünstigt ein Mangel an Geschlechtshormonen den Knochenabbau, auch beim Mann. Als weitere hormonelle Risikofaktoren sind die Überfunktion der Schilddrüsen oder der Nebenschilddrüsen zu nennen. Unter den Medikamenten ist in erster Linie Kortison (und dessen Abkömmlinge) in Tablettenform als schädlich für den Knochen zu nennen, sofern die Behandlung mehrere Monate dauert. Sogenannte Anti-Hormone werden bei Frauen mit Brustkrebs und Männern mit Prostatakrebs eingesetzt. Sie senken den Geschlechtshormonspiegel und leisten dadurch dem Knochenabbau Vorschub.
Chronische Magen-Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa und Zöliakie sowie chirurgische Eingriffe, welche der Gewichtsreduktion dienen (Magen-Bypass Operationen) können die Entwicklung einer Osteoporose begünstigen. Auch Patienten mit chronischer Polyarthritis oder einer Bechterew'schen Erkrankung sind oft gleichzeitig von Osteoporose betroffen.
Stark gefährdet sind auch Menschen mit Diabetes, chronischen Leber- oder Nierenerkrankungen. Schlussendlich gibt es noch Risikofaktoren, welche beeinflussbar sind, da sie den Lebensstil betreffen: Rauchen, regelmässiger Alkoholüberkonsum, Kalzium arme Ernährung, Vitamin D Mangel,
Proteinmangel, körperliche Inaktivität. Eine Osteoporose kann aber auch ohne Risikofaktoren auftreten.
Um das Risiko einer Erkrankung möglichst klein zu halten ist es wichtig auf eine "gesunde" Lebensweise zu achten. Bereits in jungen Jahren ist es wichtig regelmässig körperlich aktiv zu sein und sich ausgewogen zu ernähren.
Eine ausgewogene Ernährung spielt bei der Entwicklung und Erhaltung des Knochens eine wichtige Rolle. Neben Kalzium und einer ausreichenden Versorgung an Vitamin D sind Nahrungsproteine für die Knochengesundheit wichtig. Die empfohlene tägliche Zufuhr von Kalzium und Vitamin D variiert mit dem Alter. Der tägliche Kalziumbedarf eines Erwachsenden beträgt zwischen ca. 1000 und 1200 mg. Insbesondere in unseren Breitengraden kommt es oft in den Wintermonaten zu einem Vitamin D Mangel. Daher empfiehlt es sich prophylaktisch in den Wintermonaten Vitamin D Präparat zu sich zu nehmen.
Moderne Osteoporosemedikamente hemmen entweder den Knochenabbau oder fördern den Knochenaufbau. Durch diese Therapien ist es möglich, dass die Knochendichte wieder zunimmt. Das Knochenbruchrisiko wird gesenkt.
Für weitere Informationen zu Osteoporose können Sie uns gerne kontaktieren.