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<h2>SubmittedText<h2><p>In der Sendung Temps Présent von Radio Télévision Suisse Romande vom 11.&nbsp;Mai 2023 erklären die SBB, dass ein unterirdischer Bahnhof wie in Zürich für Lausanne nicht Erwägung gezogen wurde; als man mit den Studien begann, wusste man noch gar nicht, wie man unterirdische Bahnhöfe baut. Offensichtlich weiss man heute, wie es geht, und ich stelle dem Bundesrat folgende Fragen:&nbsp;</p><p>1. Wäre es nicht sinnvoll, sofort eine neue Studie für einen unterirdischen Bahnhof in Lausanne (mit zwei oder vier Gleisen, wie bei den Projekten in Zürich, Genf und Luzern) in Auftrag zu geben und die Ergebnisse und Überlegungen in das bestehende Projekt aufzunehmen?&nbsp;</p><p>2. Wenn man nun (dank unterirdischer Gleise) oberirdisch ein oder zwei Gleise weniger bauen würde, gäbe es dort Platz, und einige Auflagen / Einsprachen von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie im Zusammenhang mit der Raumplanung und verbundenen Projekten würden wegfallen. Im Klartext würde dies bestimmte Schritte oder Verfahren vereinfachen. Könnte mit einer unterirdischen Lösung letztendlich also nicht Zeit eingespart werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Zunächst muss die in der Sendung Temps Présent gemachte Aussage richtiggestellt werden: Tiefbahnhöfe gab es bereits, als der Ausbau des Bahnhofs Lausanne geplant wurde. Die Schwierigkeit bestand also nicht etwa darin, dass man nicht wusste, wie man solche Bahnhöfe baut, sondern in der speziellen geografischen Lage des Bahnhofs Lausanne. In Richtung Osten gehen nämlich zwei Linien mit starkem Gefälle ab (nach Bern und ins Wallis). Zudem unterquert der U-Bahn-Tunnel den Bahnhof Lausanne. Ein unterirdischer Bahnhof müsste deshalb extrem tief gebaut werden, was die Zugänglichkeit einschränken und die Umsteigezeiten zwischen den ober- und den unterirdischen Gleisen verlängern würde. Zudem würde der Anschluss an die beiden oben genannten Linien eine grosse Herausforderung darstellen. Unter Umständen wäre nur eine Anbindung an die Linie in Richtung Wallis möglich. Zusätzlich müsste ein Anschlussbauwerk westlich des Bahnhofs errichtet werden, was weitere bauliche Probleme verursachen würde.</p><p>2. Im Gegenteil: Selbst wenn ein Tiefbahnhof unter dem bestehenden Bahnhof realisierbar wäre, würde eine Änderung des Konzepts zum jetzigen Zeitpunkt die Umsetzung nicht beschleunigen. Denn zuerst müsste das neue Konzept geprüft, das Projekt geplant und entwickelt und dann öffentlich aufgelegt werden. Die Erfahrung (z.&nbsp;B. in Genf) hat gezeigt, dass diese Phasen bei einem Bauwerk dieser Grössenordnung insgesamt 10 bis 15&nbsp;Jahre dauern. Erst danach könnten die Bauarbeiten beginnen und diese würden nicht schneller als nach der derzeitigen Planung verlaufen.&nbsp;</p><p>Auch mit einem Tiefbahnhof wäre eine Modernisierung des oberirdischen Bahnhofs unumgänglich. Das aktuelle Projekt ermöglicht dies und ist daher unverzichtbar.</p>