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Gewinnsteuer definitiv bei zehn Prozent
SP-Sprecher Francis Moret versuchte es in zweiter Lesung nochmals, die steuerliche Entlastung der Unternehmen zu reduzieren, um dem Staat nicht allzu viele Mittel wegzunehmen. So wollte er eine Gewinnsteuer von elf Prozent. Nach seinen Worten würden so die Unternehmen prozentual die gleiche Entlastung erfahren wie die natürlichen Personen. Mit einer Senkung der Gewinnsteuer auf zehn Prozent jedoch würden die Unternehmen von einer zehnprozentigen Entlastung profitieren, die natürlichen Personen aber nur von einer fünfprozentigen.
Francis Moret gab auch zu bedenken, dass die Senkung der Gewinnsteuer ebenfalls die Gemeindenfinanzen strapazieren werden. Finanzdirektor Urs Schwaller hielt jedoch fest, dass sich die Gemeinden nicht gegen diese Steuersenkung gewehrt hätten. Der Staatsrat unterstützte in diesem Punkt den Antrag der parlamentarischen Kommission, den Steuersatz auf zehn Prozent zu senken. Laut Kommissionspräsident Jean-Louis Romanens werden die Gemeinden den Steuerausfall rasch verkraften können, wenn sich neue Unternehmen im Kanton niederlassen.
Auf seinen Entscheid aus erster Lesung zurückgekommen ist der Grosse Rat bezüglich Abzug für Lehrmeister. Auf Antrag von Claudia Cotting (fdp, Senèdes) hatte der Grosse Rat in der Mai-Session beschlossen, den Lehrmeistern einen Abzug von 2000 Franken pro Lehrling zu gewähren, um die Berufsbildung zu fördern.
Gemeinden können Steuern
der juristischen Personen einziehen
Bestätigt hat der Grosse Rat hingegen einen Antrag von André Ackermann (cvp, Corminboeuf), dass die Gemeinden weiterhin die Steuern der juristischen Personen einkassieren können, wenn sie dies selber tun wollen. Aus Rationalisierungsgründen wollte der Staat diese Aufgabe für alle Gemeinden zwingend übernehmen.