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Riseten (1628 m) trägt auch den Namen Fridlispitz.
Die ganze Kette besteht aus Kreideschichten, die nach S. eintauchen,
so dass der unten
Wiesen und
Weiden und oben Tannenwald tragende
S.-Hang verhältnismässig sanft geböscht ist, während der
N.-Hang mit Neocom- und Urgonwänden schroff abbricht.
Die von zwei horizontalen Transversalverschiebungen durchzogene Kette
taucht im W. ganz unter den Flysch des
Schwändithales ein.
oder Risoud(Forêtdu) (Kt. Waadt,
Bez. La Vallée).
1100-1420 m. So nennt man im allgemeinen den die Hänge des
Mont Risoux sowohl
auf schweizerischem als auch auf französischem Boden bedeckenden Waldkomplex und im speziellen auf Schweizer
Seite den dem
Grenzkamm parallel ziehenden Waldgürtel über dem Jouxthal, der bis zum
CrêtCantin w.
Vallorbe 21 km
lang ist. Seine Breite schwankt zwischen 100 und 500 m, erreicht aber gegen SW. hin stellenweise 3,5 km. 2200-2350 ha Fläche.
Dieser
Wald ist Eigentum des Staates Waadt.
Andere, kleinere Waldungen am gleichen Gehänge gehören den Gemeinden im Jouxthal oder
auch privaten Eigentümern. Die Forêt du Risoux ist mit Hinsicht auf ihren Umfang, ihren Ertragswert und ihren noch an einen
Urwald erinnernden Zustand der wichtigste
Wald imKanton Waadt
und besteht aus Rottannen,
Weisstannen und
Buchen. Infolge des kalten Klimas
mit seinen strengen und langen Wintern und besonders auch der felsigen und an Dammerde armen Bodenunterlage
geht das Wachstum der
Bäume hier sehr langsam vor sich, was ein seiner Feinheit wegen ausserordentlich geschätztes
Holz liefert.
Jedes Jahr werden auf je eine ha Fläche durchschnittlich 2 m3Holz geschlagen. Dieser Betrieb gibt denjenigen Bewohnern
des Jouxthales Arbeit und Verdienst, die sich nicht der Industrie widmen. Die Bodenformen sind unruhig;
man findet zahlreiche kleine
Comben,
Schluchten, Spalten,
Höhlen und
Trichter (sog. baumes).
Der breite sw. Abschnitt bildet ein kompaktes Dickicht, in das nur einige wenige Gebäude (so z. B. die Forsthäuser oder
Postes von Les
Mines und des
Chalet Capt) eingesprengt erscheinen. Den
Wald durchzieht eine grosse Anzahl
von nicht fahrbaren
Wegen, die sich meist gegen die Landesgrenze hinaufziehen und von denen manche kaum sichtbare Fusspfade
sind. Man plant den
Bau von besseren Verkehrswegen. Den N.-Abschnitt des
Waldes quert die erst vor Kurzem erstellte Strasse
von
Les Charbonnières nach Mouthe.
Die einstigen Abteien von
Saint Claude und am Jouxsee hatten schon in sehr früher Zeit den Holzschlag
genau geregelt, um Kompetenzstreitigkeiten zwischen sich zu verhüten. Als die Freiherren von
La Sarraz den
Wald im 14. Jahrhundert
an die
Grafen von Savoyen abtraten, wurde zur Erleichterung der Besiedelung des Jouxthales den Bewohnern ein bestimmtes
Nutzungsrecht zugesichert. 1536 kam der
Wald zusammen mit dem ganzen Waadtland an Bern,
und 1803 wurde er Eigentum des eben gebildeten Kantons Waadt.
Das den Bewohnern zugesicherte Nutzungsrecht hatte von jeher zu verschiedenen Missbräuchen Anlass gegeben, so dass es der
Staat in neuerer Zeit allmählig derart zurückkaufte, dass er Gemeinden und Privaten bestimmte Teile
des
Waldes als Eigentum überliess. Dieses Vorgehen befriedigte aber nicht überall, indem z. B. die Familie von
Gingins-LaSarraz, die sich benachteiligt glaubte, deswegen mit dem Staate einen langwierigen Prozess führte, der aber zu Gunsten
dieses letztern entschieden wurde.
Bibliographie:
Bertholet, C. Noticesur lesforêts duJuravaudois (im
Bull. de la Soc. vaud. des sc. nat. 22, 1887);
Aubert, Sam. La flore de la Vallée deJoux (im
Bull. de la Soc. vaud. des sc. nat. 36, 1990); Joanne, Paul. Franche ComtéetJura(Itinéraire général de la France). Paris 1888.
Besteht ganz aus oberm Jurakalk oder Malm (Portland, Kimmeridge und Sequan),
in dem man an verschiedenen
Stellen Fossilien findet.
Das auf den Mont Risoux fallende atmosphärische
Wasser (Regen und
Schnee) verschwindet sofort in den zahlreichen Spalten, Klüften und
Trichtern, von denen der Kalkboden ganz
durchschwärmt ist. 1177: Montem Risum;
1186: Risso;
1219 und 1311: Riso. S. auch den Art.
Joux
(Valléede).