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Air-Glaciers und Air Zermatt teilen sich Luftrettung weiterhin auf
Für die Luftrettung bleiben im Wallis die Helikopter-Unternehmen Air Glaciers und Air Zermatt zuständig. Die Rega hat kein Mandat erhalten. Dies gab die Kantonale Walliser Rettungsorganisation (KWRO) am Dienstag an einer Medienkonferenz in Sitten bekannt.
Das Dossier der Rega wurde von der KWRO abgelehnt, weil die Aufnahme einer weiteren Gesellschaft keinen Mehrwert für die Patienten gebracht und das Dispositiv komplexer gemacht hätte, was die Sicherheit, die Qualität und den administrativen Aufwand betrifft.
Die Rega decke mit der Bereitstellung eines einzigen Helikopters „nur teilweise den Bedarf“, während die Aufteilung mit den beiden bestehenden Gesellschaften „eine befriedigende, effiziente und rationelle Abdeckung“ des Bedarfs für den gesamten Kanton biete.
Eine Vervielfachung der Beteiligten hätte laut KWRO zur Folge gehabt, dass die 144-Zentrale Management- und Überwachungsprozesse hätte einführen müssen, um in jedem einzelnen Fall zu bestimmen, wer mit den Einsätzen betraut werden sollte, um eine gerechte Verteilung der Einsätze zu gewährleisten. Diese zusätzliche Belastung hätte eine Komplikation ohne Mehrwert für den Patienten dargestellt und zusätzliche Kosten verursacht, die im Widerspruch zum Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und der operationellen Effizienz gestanden hätten.
Der Verwaltungsrat der KWRO hat aus diesen Gründen einstimmig beschlossen, die Leistungsmandate per 1. Mai 2023 an die Firmen Air Zermatt und Air Glaciers zu vergeben. Er zeigt sich überzeugt, dass seine Entscheidung, die bestehende Organisation zu stärken und sie gleichzeitig an die aktuellen Anforderungen anzupassen, dem Hauptanliegen der Qualität, Effizienz und Sicherheit der Patientenversorgung in vollem Umfang gerecht wird.
Das Walliser Helikopter-Rettungsdispositiv war bislang bereits Sache der Air-Glaciers und der Air Zermatt. Im September 2020 hiess das Bundesgericht jedoch eine Beschwerde der Gesellschaft Héli-Alpes gut und wies den Kanton an, eine Ausschreibung für die Vergabe der Bewilligungen zur Durchführung von Rettungsflügen zu organisieren.
Air Glaciers und Air Zermatt nahmen den Entscheid mit grosser Befriedigung zur Kenntnis. Der Zuschlag erlaube es den beiden Unternehmen, ohne schmerzlichen Schrumpfprozess weiterzufliegen. Air Zematt wird weiterhin für die Luftrettung im Oberwallis zuständig sein, während Air Glaciers das Unterwallis abdeckt.
Vor zwei Jahren hatten sich die beiden Gesellschaften zusammengeschlossen. „Der Entscheid der KWRO ist für uns ein klares Zeichen, dass wir in den letzten Jahrzehnten den richtigen Weg gegangen sind. Dank diesem Entscheid darf das Wallis weiterhin auf die hochstehende Qualität des Rettungsdiensts der beiden Flugunternehmen sowie auf die grosse Erfahrung und das Know-how unserer Piloten zählen“, wurde Philipp Perren, Verwaltungsratspräsident der Air Zermatt AG und Air-Glaciers SA, in einer Mitteilung zitiert.
Der Entscheid zugunsten der beiden Walliser Flugunternehmen bedeute auch, dass im Wallis wie bis anhin alle Rettungsmittel – vom Lawinenhund, über den Bergführer und den Notarzt bis zu den Ambulanzen und den Helikoptern – aus einer Hand durch die KWRO disponiert würden. Dies sei das einzig richtige System, denn jede zusätzliche Zentrale würde Zeit kosten und zu Lasten des Patienten gehen.
Das Luftrettungsdispositiv des Kantons Wallis sieht in der sogenannten Top-Saison im Oberwallis wie im Unterwallis je drei Rettungshelikopter vor. Effektiv stehen bei der Air Zermatt und bei Air-Glaciers zu Spitzenzeiten in beiden Kantonsteilen regelmässig je fünf bis sogar sechs Maschinen, total also über zehn Maschinen, im Einsatz. Das Wallis verfüge somit in jedem Kantonsteil über weit mehr Helikopter als der gesamte, deutlich grössere Kanton Graubünden. Die Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega) hatte im Dezember 2021 in Zusammenarbeit mit Héli-Alpes einen Rettungshelikopter in Sitten stationiert.
Die Rega ist in den meisten Regionen der Schweiz für die Luftrettung zuständig. Das Unternehmen, welches jährlich 12’000 Patientinnen und Patienten an Bord ihrer Rettungshelikopter.
(text:sda/bild:unsplash)
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