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Nach Freestyle Erfolgen vor der Kamera nun hinter der Kamera
Schon im Alter von 2 Jahren stand Frederick zum ersten Mal auf den Ski. Dazumal ahnte er noch nichts von der bevorstehenden Reise, welche für ihn sowohl Hochs als leider auch viele Tiefs bereit hält.
Frederick hatte riesiges Glück, dass er schon von klein auf in die Skischule durfte und Mitglied vom Skiclub Flims sein konnte. Dort lernte er von Beginn an richtig Skifahren, was ihm später einen riesigen Vorteil verschaffte. Bis im Alter von 11 Jahren habe er Skirennen bestritten, doch danach entdeckte er den Freeski.
Es machte wenig Sinn weiterhin durch die Tore zu fahren, denn er verpasste immer wieder die Starts an den Rennen, weil er mehr im Park unterwegs war.
Dazumal wusste er noch nicht, dass seine Zukunft im Bereich Freestyle sein wird. Er folgte einfach seiner Leidenschaft und seine Familie unterstützte ihn dabei.
Schon ziemlich bald fing er an Wettkämpfe zu bestreiten und war sehr erfolgreich. Die ersten Wettkämpfe in Neuseeland und Amerika konnte er bereits im Alter von 13 Jahren fahren.
Elias Ambühl (Freestyle Skifahrer) hat ihn damals als sein Schützling mitgenommen und der ganzen Szene vorgestellt. Kurz danach kam auch schon Swiss Ski ins Spiel. Das Swiss Freeski Team wurde ins Leben gerufen.
Frederick war von Anfang an dabei und fuhr Slopestyle und Halfpipe. Es war sein Traum. Er durfte einige grosse Erfolge feiern und konnte mit seinen Freunden jeden Tag Skifahren und seiner Leidenschaft nachgehen. Schon bald war ihm klar, dass es mehr als nur ein Hobby geworden ist.
Die Hochs seiner Karriere habe er relativ früh erlebt. Er wurde Dritter bei der Junioren WM, konnte bei den Weltcups in die Top 12 fahren, er hat sogar zwei Europacups im Slopestyle gewonnen und wurde mittlerweile zu den grossen Events eingeladen (Dew Tour, WSI usw.)
In der Saison 2012/2013 entschied er sich nur noch auf eine Disziplin zu setzen, da die Olympiade bevor stand und er sich 100% auf eine Disziplin konzentrieren wollte.
Im Dezember 2013 erlitt Frederick seine erste Knieverletzung. Hier begann das Tief seiner Karriere. Obwohl er sich als erster Schweizer vom Halfpipe Team (die B Limite) für die Olympiade qualifiziert hatte, konnte er schlussendlich alles nur noch von zu Hause aus im Fernseher mitverfolgen. Er musste lernen, dass nicht immer alles nach Plan läuft. Auch wenn man im einten Moment sehr erfolgreich ist, kann von einer Sekunde auf die andere alles weg sein und man beginnt wieder ganz weit unten.
Die kommenden Jahre blieben sehr schwierig. In den Jahren 2015 bis 2020 zog er sich eine Knieverletzung nach der anderen zu. Obwohl er jedes Mal wieder auf sein Level kam, verletzte er sich immer wieder. Mit jeder Verletzung und jeder Reha die dazu kam, lernte Frederick, sich noch mehr in Geduld zu üben und zu kämpfen.
Nebenbei hatte er immer eine Leidenschaft fürs Filmen und Schneiden von Videos. Diesem Hobby ging er jeweils nach, wenn er – verletzungsbedingt – nicht auf den Skiern unterwegs sein konnte.
Diese Saison 2019/2020 habe er sich schlussendlich für den Rücktritt vom Spitzensport entschieden. Es war ein schwieriger Entscheid, jedoch würde er nichts an seiner Karriere ändern wollen, denn so wurde er zum Menschen, welcher er heute ist. Er konnte schon sehr früh die ganze Welt bereisen und Wettkämpfe auf der ganzen Welt mit den weltbesten Athleten bestreiten und das Ganze noch mit seinen besten Freunden teilen.
Ein neuer Abschnitt in seinem Leben hat begonnen und er ist motivierter denn je diesem nachzugehen. Frederick hat seine eigene Firma gegründet. Er habe sozusagen etwas gefunden, das ihm das gleiche Gefühl gibt wie Skifahren, so Frederick.
Seitdem hat er seine Kamera nicht mehr abgelegt. Im laufe der Jahre stieg er immer mehr in das Filmgeschäft ein und fordert sich gerne mit neuen Projekten heraus.
Seine fantastischen Arbeiten und Filme sind hier zu sehen:
www.ilianofilms.com
Nur weil er vom Spitzensport zurückgetreten ist, heisst das nicht, dass er von der Bildfläche verschwinden wird.
Frederick:“ Meine Leidenschaft fürs Skifahren werde ich nie aufgeben.“
Wir wünschen Frederick weiterhin viel Erfolg mit seinen Filmprojekten. Vielleicht gibt es ja mal einen Film über den Skiclub Flims? ☺
All the best
Der Skiclub Flims