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Der NASCAR-Klassiker Daytona 500 wurde in der Nacht auf heute Dienstag von einem Horror-Crash überschattet. Vor der letzten Runde lag Ryan Newman in Führung, als er die Kontrolle über seinen Ford Mustang verlor und mit hoher Geschwindigkeit in die Leitplanken prallte. Doch damit nicht genug: Das nachfolgende Auto von Corey LaJoie rammte Newmans Wagen, der mittlerweile auf dem Dach lag, mit voller Wucht, worauf dieser sich noch einmal überschlug und schliesslich in Flammen aufging.
Newman musste auf der Strecke zunächst umständlich aus seinem völlig demolierten Auto befreit werden. Dabei wurde die Unfallstelle mit schwarzen Sichtblenden abgeschottet, der übertragende TV-Sender zeigte die Bilder der Bergung bewusst nicht.
Erst danach konnte der «Rocketman» – so sein Spitzname – in ein Spital eingeliefert werden. Der Daytona-Sieger von 2008 befindet sich gemäss ersten Meldungen offenbar nicht in Lebensgefahr. «Er ist in einem ernsten Zustand», berichtete der stellvertretende Geschäftsführer der ausrichtenden NASCAR-Serie Steve O'Donnell. «Die Ärzte haben aber gesagt, dass er sich nicht in Lebensgefahr befindet.»
Newmans Team gab folgende Erklärung heraus: «Wir wissen eure Gedanken und Gebete zu schätzen und bitten darum, dass ihr während dieser Zeit die Privatsphäre von Ryan und seiner Familie respektiert. Wir wissen eure Geduld und Kooperation zu schätzen und wir werden weitere Informationen bekannt geben, sobald sie vorliegen.»
Das Rennen gewonnen hat am Ende wie im Vorjahr Denny Hamlin. Der 39-jährige Toyota-Fahrer setzte sich im Fotofinish gegen Ryan Blaney durch, nur 0,014 Sekunden betrug am Ende sein Vorsprung. Der nun dreifache Sieger ist der erste Fahrer seit Sterling Martin 1995, der das Traditionsrennen zweimal in Folge gewinnen konnte. Das verkam angesichts des schweren Unfalls von Newman aber natürlich zur Nebensache.
«Ich denke, wir nehmen es manchmal einfach als gegeben hin, wie sicher diese Autos sind. Wir beten für Ryan», so die ersten Worte von Sieger Hamlin in der Victory Lane. Der Gibbs-Toyota-Fahrer hatte nach seiner Zieleinfahrt trotz des Crashs von Newman ausgelassen gejubelt und wurde dafür harsch kritisiert. Via Twitter entschuldigte er sich später dafür: «Ich hatte absolut KEINE AHNUNG, wie schlimm der Crash war. Unmittelbar nach Rennschluss gibt es nur sehr wenige Informationen und ich hatte den Funk bereits abgenommen.»
Das Rennen war am Sonntag aufgrund zweier Regenverzögerungen verschoben worden und konnte erst zum zweiten Mal in 62 Jahren nicht sonntags beendet werden. Ein Besuch von US-Präsident Donald Trump hatte den Rennstart am Sonntag zusätzlich verzögert, danach folgten zwei Unterbrechungen und insgesamt drei Stunden des Wartens, bis der Start auf Montag verlegt wurde. (pre)
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