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In der Übersicht
Nachdem im Projekt „Auditive Synchronizität I“ der Fokus allein auf die Wahrnehmung von klanglicher Gleichzeitigkeit bei bestimmten Instrumentenklängen gerichtet war, wurde die Fragestellung im vorliegenden Projekt auf spielpraktische Aspekte ausgedehnt. Die Ergebnisse aus Tests mit Synchronisierungen von Instrumentalklängen zeigen, dass der Ereignismoment eines Klanges bzw. dessen Synchronisierungszeitpunkt im Durchschnitt bei rund einem Drittel seiner Einschwingzeit (Dauer zwischen physikalischem Onset und Peak) liegt, für die einzelnen Instrumentengruppen der Streicher-, Blechbläser- und Holzbläser aber sehr unterschiedlich ist. Im Vergleich zwischen den Synchronisierungsergebnissen in der Spielpraxis und denjenigen bei der fokussierten Wahrnehmung weisen erwartungsgemäss erstere grössere Streuungen auf. Zwischen der spielpraktisch realisierten Gleichzeitigkeit und der durch fokussierte Wahrnehmung hergestellten Gleichzeitigkeit bestehen zudem mikrozeitlich signifikante, nicht aber zwingend klangspezifische Unterschiede. In beiden Modi der Synchronisierung haben die Teilnehmenden die Klänge individuell sehr unterschiedlich synchronisiert, was bedeutet, dass musikalische „Gleichzeitigkeit“ akustisch nicht einheitlich realisiert wird. Die gewonnenen Daten wurden zur Verfeinerung des in LARA implementierten Rhythmic-Event-Detector hinzugezogen.