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Du bist zu busy im Alltag und ein wenig lazy dazu? Möchtest du gerne produktiver sein und Zeit sparen? Die Lösung für alltägliche aber zeitaufwendige Dinge bietet dir IFTTT – ausgesprochen wie „Gift“ aber ohne „G“. Mit diesem Service kannst du ganz einfach und fast ohne Zeitaufwand zwei soziale Netzwerke oder Online-Dienste miteinander verknüpfen.
WENN, DANN – Funktionen kennst du entweder aus einem deiner ersten Informatikkurse oder du assoziert dieses Wortgefüge mit der Kausalhypothese deiner letzten schriftlichen Arbeit. Auf jeden Fall hast du von dieser Logik bereits einmal gehört.
IFTTT wurde von Linden Tibbets und seinem Freund Jesse Tane in San Francisco im Jahr 2011 gegründet und arbeitet genau mit dieser WENN-DANN-Logik. Auf der Seite von IFTTT kannst du selber Rezepte herstellen oder sie von anderen Benutzern zu übernehmen. Du bestimmst, welche Funktion „wenn“ und „dann“ einnimmt, und was das Resultat dieser Verknüpfung sein soll. Es werden insgesamt 55 Kanäle unterstützt: YouTube, tumblr, Twitter, SMS-Dienste, Anruf-Dienste, LinkedIn, Instagram, Gmail, flickr, Facebook, Dropbox oder SoundCloud, um Einige zu nennen.
Und Tasks oder Rezepte wie diese könnt ihr euch selbst zusammenbasteln:
Für beliebte und mitteilungsbedürftige oder wichtige Menschen, oder solche die einfach denken sie seien es, eignet sich beispielsweise die Verknüpfung von Twitter und Facebook: „WENN ich einen Tweet auf Twitter twittere, DANN soll dieser auch auf meiner Facebook-Seite als Status veröffentlicht werden.“ Natürlich könnt ihr dies mit all euren Social-Media-Seiten machen. Google+ mit Facebook oder Twitter verknüpfen und umgekehrt.
Für vergessliche Menschen oder solche die nie aus dem Fenster sehen, bevor sie am Morgen das Haus verlassen ist die Verknüpfung vom Wetterdienst mit der SMS-Funktion zu empfehlen: „WENN es heute regnen wird, DANN sende mir eine SMS, dass ich den Regenschirm mitnehmen soll.“ Benutzer nennen dies bereits auch „Umbrellaalert“.
Für alle Workaholics unter euch: Stellt euch vor ihr seid gerade in den Ferien, euer Chef schreibt euch aber eine wichtige Email, welche ihr gerne beantworten würdet, WENN ihr sie nur sehen würdet. Um euch den Tag am Pool nicht mit ständigem aktualisieren eurer Mails zu verderben, könnt ihr einfach die Funktion Email und SMS koppeln: „WENN ich eine Email von <email-pii> erhalte, DANN sende mir eine SMS mit dieser Information.“
Alles was du dafür tun musst ist dich auf www.ifttt.com anmelden. Dann kannst du so viele eigene Befehle eingeben wie du möchtest. Wie du dein Leben erleichtern kannst, wird auf der Webseite in wenigen Schritten übersichtlich und einfach dargestellt. Für einen Step-by-Step Beschrieb hier ein YouTube-Tutorial.
Hast du selber schon Erfahrungen mit IFTTT gemacht oder mit welcher WENN-DANN- Funktion wärst du ein glücklicherer Mensch mit mehr Zeit (z.B. fürs surfen auf Facebook)?
Dies ist ein studentischer Beitrag von Isabelle Bichsel (@IAT4), den sie im Rahmen der Vorlesung “Online-Marketing” verfasst hat. Isabelle Bichsel studiert Publizistik und Soziologie an der Universität Zürich im 5. Semester, hat schon im Marketing gearbeitet und findet Katzen gut.
Interessanter Post, Isabelle! Unglaublich, wie fleissig das Internet doch ist, und wie sehr es unsererseits einen Hang zur Gemütlichkeit und Vernachlässigung fördert. Oder sollte man IFTTT bloss als eine Unterstützung in der ach so stressigen Arbeitswelt betrachten? Schwierig zu sagen – ich bin mir nicht sicher..
Wenn ich es mir recht überlege, muss ich gestehen, dass ich auch schon Gebrauch vom IFTTT-Prinzip mache: Nämlich, indem ich meine Mails von meinem Uni-Account zu meinem privaten Account weiterleiten lasse. Das erspart mir das zusätzliche Einloggen auf der uzh-Seite. Praktisch? Ja klar, und zeitsparend noch dazu!
Doch ich zögere, das IFTTT-Konzept noch weiter in meine Arbeitsprozesse zu integrieren, denn eigentlich bin ich doch am liebsten noch “mein eigener Chef”…
Hi Isabelle
Sehr guter und interessanter Post! Ich muss den IFTTT-Dienst sogleich auch einmal testen, da es doch einige wichtigen Verknüpfungen gäbe, die ich ausprobieren möchte!
Vor allem den SMS-Dienst stelle ich mir sehr nützlich vor. Denn auch ich gehöre zu jenen, die den E-Mail-Account alle paar Stunden/Minuten updaten, wenn ich etwas wichtiges erwarte. In Zukunft werde ich das aber IFTTTen 🙂
Inwiefern dieser “always-on”-Zustand jedoch gesund ist, muss man sich evtl auch überlegen. Es ist nicht mehr erlaubt sich einige Zeit zu nehmen, bis man auf eine SMS oder eine E-Mail antwortet, denn man wird ja immer wieder daran erinnert. Führt bestimmt zum einen oder anderen Burnout….
Hallo Isabelle, spannender Post! Obwohl ich noch nie etwas von IFTTT gehört habe, kann es meines Erachtens recht nützlich sein und ich werde das System sicher auch einmal ausprobieren. Vor allem dein Beispiel mit dem SMS-Dienst, wenn man Mails in den Ferien lesen will, finde ich äusserst cool! Somit muss man die teuren Internetdownload-Preise im Ausland nicht bezahlen.
Ich frage mich jedoch, ob ich einer eigentlich wildfremden Firma all meine Passwörter für meine Social-Accounts anvertrauen soll (oder benötigt IFTTT keine persönlichen Passworte?).
Hi Isabelle, packend geschriebener Post zu einem mir bis jetzt unbekannten Dienst! Witzig auch das Beispiel zum E-Mail vom Chef in den Ferien, wobei in dieser Situation das IFTTT das Leben wohl nicht wirklich erleichtert, sondern einem eher den Sprung in den Pool vermiest… Also ich verlass’ mich mal weiterhin aufs “aus-dem-Fenster-schauen” um abzuschätzen, ob ich den Schirm heut brauche 🙂
Hallo Isabelle!
Ein sehr cooler Post zu einem Thema, das auch mir bisher nicht bekannt war. Nachdem ich deinen Post gelesen habe, bin ich gleich auf die IFTTT-Website gegangen und es ist ja unglaublich wie viele Möglichkeiten zur Vernetzung von Diensten es bis anhin gibt. Wahrscheinlich muss dieses Tool aber noch etwas and Bekanntheit gewinnen. Trotzdem wäre für mich der “Umbrellaalert” ein durchaus geeignetes Werkzeug. 🙂
Wow! Da tun sich ja ganz neue Welten auf.. Ich habs noch nicht getestet, aber das Tool scheint interessante Möglichkeiten zu bieten.
Zum Kommentar bezüglich Burn-Out von oben:
Ich denke, das Problem existiert durchaus, der digitale Mensch muss sich einfach dessen bewusst sein. IFTTT ist ja scheinbar auf Vereinfachung ausgelegt, nicht auf eine zusätzliche Verkomplizierung. Wenn man es zu seinem Vorteil zu nutzen weiss, selbstverständlich. Doch dies trifft auch auf Social Media und die Internet-Nutzung im Allgemeinen zu, denke ich.
Sehr gut geschrieben Isa,
wobei ich nicht weiss, ob ich diese Verknüpfungsmethode als technischen Fortschritt, oder als sozialen Rückschritt sehen soll.
Nichtsdestotrotz ist es bestimmt für viele Social-Network-Nerds eine wahnsinnige Erleichterung. 🙂
Liebe Grüße aus Luzern
Echt gut geschriebener Blogeintrag!
Ich teste nachher so gleich mal diesen Dienst. Hört sich für mich definitiv nach einem Fortschritt an.
Die Verlinkung von Mails und SMS finde ich persönlich besonders toll, da meine Mails nicht auf meinem Handy ankommen -.-
WOW, danke für den Tipp!!
Ich finde du hast den Post toll gestaltet und interessant geschrieben.
Ich wusste gar nicht, dass es so ein Dienst gibt. Muss ich gleich mal auschecken! 😉
Ich kannte diesen Dienst bisher nicht und ich finde, das Ganze klingt extrem praktisch. Allerdings gehöre ich zu den Leuten, die morgens lieber selber aus dem Fenster schauen oder aus Prinzip schon einen Regenschirm mitnehmen 😀 Und ich bin auf Facebook und Co. wohl zu wenig mitteilungsbedürftig, als dass es sich lohnen würde 😉
spannender Blog Isabelle! Ich habe noch nie etwas von diesem Dienst gehört und es erscheint mir eine grosse Marktlücke zu sein. Da man heute an so vielen Stellen vernetzt ist, bietet es sich an einiger dieser Dienste zu verbinden. Vor allem auch dadurch dass Zeit heutzutage ein knappes Gut ist.
Ich frage mich allerdings, wie viele Informationen genau zu IFTTT gelangen. Sie muss dann ja auf alle accounts einen Zugriff erhalten um den Dienst vollumfänglich anbieten zu können. Dies erscheint mir dann doch eher bedenklich.
Das nette Hallo von Ivan ist ja herzlich allerliebst. Und seine Aussprache von Recipe ist dann noch das Sahnehäufchen. Gar nicht gewusst, dass man bei einem todlangweiligen Tutorial Video auch mal lachen kann.
Kannte bisher nur Dashboards wie Tweetdecks oder das schon sehr umfassende Hootsuite (inkl. Twitter Monitoring). Aber mit Dropbox und SMS-Dienst Funktion…
Da könnte man sich ja gleich eine Art Social Media Cloud inkl. Monitoring einrichten.
Wow, ich habe noch nie von IFTTT gehört, kann mir aber durchaus vorstellen, dass es rendiert! Spannend, wie sehr das Internet und stetig neue Innovationen das Leben erleichtern sollen, zumeist jedoch das Gegenteil bewirken. Ich denke mir zumindest, dass IFTTT vor ein paar Jahren noch nicht wirklich notwendig gewesen wäre. Zum Beispiel hätte man keine wenn-dann Aktionen an andere Social Media koppeln müssen, weil die damals noch gar nicht existierten. Das IFTTT fungiert als wunderbares Beispiel, um zu zeigen, wie schnell sich das Internet doch verändert und dadurch auch die Anforderungen, die an jeden Nutzer gestellt werden. Danke für den spannenden Beitrag!
Interesanter Beitrag! Habe schon von ähnlichen Programmen gelesen, die diverse Accounts miteinander synchronisieren und einem allgemein das (virtuelle) Leben erleichtern sollen. Ich bin da eher skeptisch, das alles reiner Technik zu überlassen, die auch noch wie eine grosse Datensammelmaschine daherkommt. Scheint jedoch bei vielen auch positiv anzukommen, daher frage ich mich, wieso solche Programme nicht bereits etablierter sind?
Aufschlussreicher, catchy geschriebener Post! Ich kannte IFTT ebenso nicht und habs probiert. Diese “Daueraufträge” von einem Kanal auf den anderen eröffnen viele neue Möglichkeiten und vereinfachen.
/ Die Datenschutzfrage ist jedoch gleichzeitig bei der Verknüpfung verschiedener Kanäle mit drin & erfordert so eine hohe User-Wachsamkeit.
Was will ich wo sichtbar machen?