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Gut 100 Tage nach dem Schulmassaker von Newtown in Connecticut hat das Parlament des US-Bundesstaates eines der schärfsten Waffengesetze des Landes erlassen. Künftig muss dort jeder Käufer von Gewehren und Pistolen eine persönliche Überprüfung durchlaufen, auch wenn er die Waffen von Privatleuten kauft.
Ein Verbot von Sturmgewehren und anderen halbautomatischen Waffen weitet das Gesetz auf über 100 Modelle aus. Zudem wird der Besitz von Magazinen mit mehr als zehn Schuss untersagt. Schliesslich müssen für den Kauf von Munition strengere Voraussetzungen erfüllt werden. Experten sprechen vom umfassendsten Waffenverbot der USA.
Auch im Bundesstaat Maryland sind die Aussichten für eine Verschärfung positiv. Hier könnten Waffenkäufer gezwungen werden, einen Fingerabdruck bei der Polizei zu hinterlegen. In anderen Staaten hingegen wurden die Gesetze nach Newtown sogar eher gelockert, wie das «Wall Street Journal» berichtet.
Derweil kämpft US-Präsident Barack Obama weiter für strengere Waffengesetze auf Bundesebene. Allerdings verliert er zunehmend an Boden. Ein Entwurf werde im Kongress auf Betreiben der Waffenlobby immer weiter verwässert, berichtete die «Washington Post» jüngst.