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Die überall in der grünen Landschaft von kleinen Gruppen gegrabenen tiefen Löcher üben eine grosse Faszination aus – das Klopfen der Steine, das Rattern der Mühlen, das Sieben und Waschen des Sandes – wie ein grosser Abenteuerpark. Und dann natürlich die Faszination des Goldes – die Hoffnung vom ganz grossen Fund! Schon achtjährige fangen an Steine zu schleppen oder Sand zu waschen. Damit kann man etwas Geld verdienen und im nächsten Restaurant den hungrigen Magen füllen, mehr als in der Schule. Aber viele Kinder und Jugendliche enden dann in Alkohol und Drogen – und zu Hause wird der Schulschwänzer mit harten Schlägen empfangen.
David (17) gehörte auch zu ihnen. Da es ihm an jeglicher elterlichen Unterstützung und Zuwendung fehlte, sahen er und seine fünf Geschwister sich gezwungen, in den Goldminen ein Einkommen zu suchen. Er schleppte Steine bediente lärmige Mühlen, wusch den Sand mit Quecksilber ohne sich über die gesundheitlichen Konsequenzen bewusst zu sein. Der Besitzer der Mine bezahlte ihn oft mit goldhaltigen Steinen, welche er dann selber noch von Hand mit einem Mörser zerkleinern musste.
Eines Tages nahm Davids Grossvater ihn mit zum Büro von CaRNaC, wo er in ein Unterstützungsprogramm aufgenommen wurde, das ihm den Schulbesuch ermöglichte. «Ich bekam sehr schnell Freude am Lernen», erzählt David strahlend, «und deshalb entschied ich mich, mich ganz auf meine Zukunft zu konzentrieren und nicht mehr dem schnellen Geld in den Minen nachzurennen.» Auch zu Hause verbesserte sich die Situation nachhaltig: Davids Eltern wurden in nachhaltiger Landwirtschaft ausgebildet und bekamen Saatgut. Sie fahren inzwischen richtig erfolgreiche Ernten ein und können einen Teil davon verkaufen, um Schulgelder zu bezahlen.