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Beweglichkeit
Das Thema Beweglichkeit und das damit verbundene Dehnen ist ein Thema, bei welchem sich die Experten nicht einig sind. Fast jährlich ändert sich die Meinung, wie wichtig dieser Bereich ist und wie dieser trainiert werden soll/muss.
Klar ist jedoch, dass Beweglichkeit Verletzungen vorbeugen kann.
Für Interessierte…
Die Definition der Beweglichkeit:
Beweglichkeit ist die Fähigkeit, Bewegungen mit grossem Bewegungsumfang auszuführen oder bestimmte Haltungen einzunehmen.
Unter Gelenkigkeit werden die Freiheitsgrade der beteiligten Gelenkstrukturen (Knochen) verstanden, während sich die Dehnfähigkeit auf die Muskulatur, die Sehnen, die Bänder und die Gelenkkapseln bezieht.
Man unterscheidet aktive und passive Beweglichkeit:
- Aktive Beweglichkeit ist jene, die durch den Einsatz der Muskulatur erreicht wird
- Passive Beweglichkeit ist jene Dehnfähigkeit, die durch äussere Kräfte bewirkt wird (Körpergewicht, Partner)
Ziel des Beweglichkeitstrainings ist, muskulären Dysbalancen vorzubeugen: unter muskulärer Dysbalance wird eine Störung des Gleichgewichtszustandes der auf die Gelenke wirkenden Kräfte und der Beweglichkeit zwischen Agonist und Antagonist verstanden.
Die Beweglichkeit hängt von folgenden Faktoren ab:
- Alter und Geschlecht: Höchste Beweglichkeit in vorpuberaler Phase, dann mit Alter abnehmend. Entgegenwirken durch gezieltes Training sehr gut möglich. Mädchen/Frauen sind wegen hormoneller und struktureller Unterschiede (weniger Muskelmasse) eher beweglicher als Knaben/Männer.
- Muskelfaseranteil (ST / FT): Phasische Muskeln mit relativ grossen Anteil an FT-Fasern. Diese neigen zur Abschwächung. Tonische Muskeln mit relativ grossem Anteil an ST-Fasern sind im Alltag oft gespannt und neigen zur Verkürzung.
- Muskeltonus: Intensives Muskeltraining (Kraft oder Ausdauer) bewirkt durch Anhäufung von Stoffwechselprodukten (z.B. Laktat) oft eine Erhöhung des Muskeltonus.
- Muskelermüdung: Eine Verminderung der ATP-Menge im Muskel, nach erschöpfenden Belastungen, reduziert die Weichmacherfunktion – die Beweglichkeit nimmt ab.
- Ernährung und Mineralhaushalt: Übersäuerung des Muskelgewebes durch säureproduzierende Nahrungsmittel (z.B. viel Eiweiss) wirken sich eher negativ auf die Beweglichkeit aus. Dagegen haben Gemüse und Früchte eine eher positive Wirkung. Kalzium und Magnesium wirken Tonus senkend.