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<< | >> 1960er- bis 1970er-Jahre
1960 realisiert Tinguely im Garten des Museum of Modern Art in New York die aus Schrott bestehende «Homage to New York», die sich in einer Aufsehen erregenden Aktion selbst zerstört.
In der ersten Hälfte der 60er Jahre arbeitet der Künstler vor allem mit Alteisen und Fundobjekten (objets trouvés). Es entstehen Werke wie «Le Ballet des pauvres» und die Reihe der «Balubas», motorisierte Abfallplastiken, deren bunte, «chaotisch» zusammengebauten Bestandteile durch wilde, ruckartige Bewegungen unter grossen Lärm hin und her geschüttelt werden.
Der Künstler konstruiert in dieser Zeit eine Reihe von Maschinenskulpturen, deren aggressive wie auch exzentrische Bewegungen und Geräusche den Betrachter erschrecken und gleichzeitig zum Lachen bringen.
Mit seinen «Chars» – sich vor und zurück, nach links und rechts, auf und ab bewegende Wagenskulpturen – kreiert der Künstler Werke, die wie Sisyphus dazu verdammt sind, ihre ziel- und sinnlose Tätigkeit immer wieder von vorne zu beginnen.
Eine wichtige Wende tritt 1963 ein. Tinguely streicht nun seine Skulpturen einheitlich schwarz an und hebt damit ihre formalen, plastisch-skulpturalen Qualitäten hervor. Eine solidere Bauweise und der Einsatz von Kugellager erlaubten Tinguely zudem das Experimentieren mit der Kombination von Schaukel-, Kreis- und Drehbewegungen in den «Bascule»- und «Eos»- Skulpturen.
«Klamauk» aus dem Jahr 1979 ist ein Werk mit «multidimensionalen» Eigenschaften: auf einem Traktor montiert, verwirklicht Tinguely damit seine Idee einer fahrbaren, Geräusche erzeugenden sowie rauchenden und stinkenden Maschinenskulptur.