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Im Interview mit der "Börsen-Zeitung" (Donnerstagausgabe) sagte Delbrück, das sei der wesentliche Schritt, um vom Noch-Mutterkonzern Eon unabhängig zu werden. "Mit der Bankenfinanzierung, die wir jetzt für die Zeit nach der geplanten Abspaltung vereinbart haben, lösen wir Darlehen zwischen Eon und Uniper ab. Es gibt dann keine Verschuldung mehr gegenüber der Muttergesellschaft."
Uniper will die Schuldenlast nach der Abspaltung über Verkäufe im Umfang von 2 Milliarden Euro reduzieren und damit auch eine bessere Bonitätsnote bei den Ratingagenturen erreichen. Delbrück strebt "mindestens eine Stufe höher" an als das derzeitige Rating "BBB-" von Standard & Poor's, das nur knapp über dem sogenannten Ramschniveau liegt.
Der Manager rechnet auch im operativen Geschäft mit Besserung. "Wir werden stärker Erträge ausserhalb des klassischen Grosshandelsgeschäfts erzielen", sagte Delbrück der Zeitung. Zum einen setzt er auf Hilfsmassnahmen für konventionelle Kraftwerke in der Energiewende: "Ich glaube, die Politik hat mittlerweile eingesehen, dass Versorgungssicherheit nicht zum Nulltarif zu haben ist." Zum anderen dürften sich auch die Grosshandelspreise in den kommenden Jahren erholen, wenn Kohle- und Atommeiler vom Markt genommen würden. "Gaskraftwerke sollten dadurch eine höhere Bedeutung bekommen und damit zunehmend auch die Preise setzen."/men/stw/stb
(AWP)