Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03297.jsonl.gz/683

In der Schweiz und in vielen anderen Ländern Europas, Westasiens und Nordamerikas ist der Wildapfel - auch Holzapfel genannt - selten geworden.
In der Vergangenheit wurden viele Wildäpfel in Hecken und Wäldern abgeholzt, weil man keinen Nutzen in diesem Gehölz sah. Inzwischen wurde aber erkannt, dass der Baum, der auch strauchartig wächst oder als Baum bis zu 10 m hoch werden kann, für viele Tiere Versteck oder Nahrung bietet.
Seine dichte Verästelung schützt Vögel und Fledermäuse. Im Stamm bilden sich häufig Höhlen, die von Höhlenbrütern (z.B. Steinkauz) gerne genutzt werden. Dachse fressen die Früchte des Baumes.
Der Baum ist seit der Jungsteinzeit hierzulande bekannt. Man nimmt an, dass der Wildapfel vor 6000 Jahren bereits kultiviert wurde.
In der Schweiz wird die Zahl von Wildäpfeln auf ca. 36'000 ausgewachsene Bäume geschätzt. Mit seiner Wahl zum Baum des Jahres wird die Aufmerksamkeit vermehrt auf diesen wertvollen Baum gelenkt.
Das Kuratorium, das den Wildapfel gewählt hat, empfiehlt, Landwirten aber auch Privatpersonen vermehrt und an passenden Orten, dieses Gehölz zu pflanzen. Der Wildapfel benötigt nährstoffreiche und etwas feuchte Standorte.
(Quelle: waldwissen.net)