Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03096.jsonl.gz/423

Eine Zukunft für Teenager-Mütter und ihre Kinder in Uganda
Caritas Schweiz verhindert, lindert und bekämpft Armut in der Schweiz und weltweit in über 30 Ländern. Dafür pflegt das Hilfswerk enge Kooperationen mit Partnerorganisationen. In Uganda (Ostafrika) ermöglicht Caritas Schweiz zusammen mit der Partnerorganisation vor Ort, Christian Counseling Fellowship (CCF), jungen Müttern Zugang zu Schul- und Berufsbildung. Damit leisten die beiden Organisationen einen Beitrag für die wirtschaftliche und soziale Integration der Mütter sowie für eine bessere Zukunft der Kinder.
TEXAID und Caritas Schweiz
TEXAID wurde 1978 als Charity-Private-Partnership von Caritas Schweiz gemeinsam mit fünf weiteren Schweizer Hilfswerken und einem privaten Partner gegründet. Das Ziel war, die traditionellen und bis dahin eigenständig betriebenen Kleidersammlungen in einer professionellen sowie ökologisch und ökonomisch sinnvollen Wertschöpfungskette zu bündeln. Der Grossteil des von TEXAID, durch den Verkauf der gesammelten Textilien, erwirtschafteten Erlöses fliesst an die sechs beteiligten Hilfswerke sowie an weitere karitative Organisationen. Caritas Schweiz kann dank dieser Erträge einen Teil ihrer Projekte mitfinanzieren. Dazu gehört beispielsweise das Projekt für Mütter im Teenageralter und ihre Kinder in Uganda.
Projekthintergrund
In Uganda sind Frauen und Mädchen oft Opfer von sexueller Gewalt und Ausbeutung. Insbesondere junge Mädchen werden zu Prostitution, Kinderarbeit und Heiratung gezwungen. Die meisten Eltern erachten die Schulbildung ihrer Töchter als Verschwendung und verheiraten sie vorzeitig. Viele jener Mädchen, die trotzdem zur Schule gehen, werden schwanger – entweder, weil sie sich prostituieren, sexuell missbraucht werden oder im Rahmen ihrer Ehe. Eine Schwangerschaft beziehungsweise Geburt gilt in Uganda in der Regel als ausreichender Grund für einen unbedingten Schulverweis. Die hohe Schulabbruchrate ist ein grosses Problem. Gemäss einer UNICEF-Studie aus dem Jahr 2014 schliessen 71 % der Schülerinnen und Schüler die Primarschule nicht ab, wobei der Wert bei Mädchen noch höher liegt.
Nwoya Girls Academy
Um schwangeren Mädchen und jungen Müttern einen Zugang zu Bildung ausserhalb der staatlichen Schulen zu ermöglichen, hat CCF die Nwoya Girls Academy errichtet. Sie ist die einzige Internatsschule im Distrikt und verfügt über eine eigene Sekundarschule, eine berufliche Ausbildungsstätte sowie eine Kinderkrippe. Die Mädchen haben zunächst die Möglichkeit, im Rahmen eines beschleunigten Lehrprogramms den verpassten Schulstoff aufzuholen und einen regulären Abschluss zu erwerben, der ihnen Anschluss an eine weiterführende Ausbildung eröffnet. Das Angebot von CCF umfasst auch die Möglichkeit einer beruflichen Ausbildung in den Bereichen Gastgewerbe, Hotellerie, Schneiderei oder Coiffure.
Ausserdem bietet CCF rund 120 Mädchen und jungen Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt und Ausbeutung wurden, dank einer sicheren Unterkunft akuten Schutz vor ihren Peinigern. Damit wird auch ein vereinfachter Zugang zu medizinischer Versorgung, psychologischer Betreuung und rechtlicher Unterstützung gewährleistet.
Mit diesen Angeboten verbessern sich die Zukunftschancen für Mutter und Kind. Zusätzlich sollen Sensibilisierungs- und Aufklärungsmassnahmen bei den Eltern der Mädchen und in der Bevölkerung vor sexueller Ausbeutung und Missbrauch schützen.
Weitere Informationen zu Caritas Schweiz und dem Projekt in Uganda finden Sie hier.