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Die heutigen Schulden- Euro- Yen und Dollarkrisen liegen im Jahr 1971 verankert. Damals wurde von Präsident Nixon offizielle der Goldstandard aufgehoben.
Bretton Woods 22.07.1944. Die 44 führenden Nationen dieser Welt verabschieden eine Vereinbarung welche das Gleichgewicht der Welt sichern soll.
Punkt 1. ist der Gold Exchange Standard. Der Dollar löst das Gold ab und wird zur internationalen Leitwährung. Die so genannte Goldbindung oder Goldstandard. Von nun an werden alle Währungen in Dollar definiert. Der Dollar alleine behält eine feste Parität zum Gold. Eine Unze Gold entsprach damals $ 34.00.
Punkt 2. Die Kontrolle des Kapitals um die Währungsautonomie zu sichern damit der Dollar die Leitwährung bleibt. Das bedeutet, daß Amerika die alleinige Herrschaft über sämtliches Kapital der Welt besaß.
Punkt 3. Die Einführung fester Wechselkurse. Damit sollte verhindert werden, daß sich die Länder durch Vermehrung und der damit einhergehenden Abwertung des Geldes gegenseitig überbieten. Genau dies geschah in den 30iger Jahren als sich die Märkte vom Gold abgewandt haben und es keine Bindung zu einem Realwert mehr gab, was letztlich in der Katastrophe endete.
Die US Reserven betrogen damals 70% des weltweiten Goldbestandes. Die USA verfügten damals auch über 70% der weltweiten Industrie. Doch schon nur 2 1/2 Jahrzehnte später reduzierte sich diese Vormachtstellung auf unter 25%.
Durch den Standard geschah folgendes: Brachte ein Land Güter in die USA erhielten sie einen verzinsten Schuldschein (Obligation). Die Amerikaner haben gegen den entsprechenden verzinsten Schuldschein einen Kredit eines anderen Landes erhalten. So konnten die USA ihre Goldreserven behalten da ja nunmehr nur noch Papier bewegt wurde. Das ganze nannte man Geldsterilisierung. Solange die Nachfrage nach US Obligationen groß war, blieben die Zinsen natürlich sehr tief, schließlich traute man den Amerikanern zu, daß sie ihre Schulden zurück bezahlen können. Es war eine neue Form der amerikanischen Wirtschaft, welcher der USA sehr niedrige Zinssätze bescherte. Die ganze Welt beliefert die USA und die Wirtschaft profitiert davon. Das alles auf dem Versprechen diese Schuldscheine mit einem Gewinn für die anderen Länder einmal einzulösen. Natürlich löste niemand diese Schuldscheine ein… „noch nicht“, was darauf folgte waren 3 goldene Nachkriegs- Jahrzehnte.
Das Problem was sich dann einstellte war, daß der Anteil der globalen Wirtschaft in den USA von 70% auf unter 25% sank. So wurde die Goldbindung unter Ausschluß der Öffentlichkeit heimlich aufgehoben um unkontrolliert Dollars drucken zu können. Das ganze lief von der Öffentlichkeit unbemerkt so lange gut, bis der damalige Präsident von Frankreich Charles De Gaulle Ende der 60er Jahre seine Dollar Schuldscheine in Gold eintauschen wollte. Da hatte die FED in den USA nicht einmal mehr genügend Gold um lediglich Frankreich ausbezahlen zu können. Die Politische Welt protestierte zwar, lag aber schon damals dermaßen unter amerikanischem Diktat, daß dessen Argumente (Militär- Übermacht) genügten, um die Welt zum schweigen zu bringen.
Durch den Vietnamkrieg benötigte Amerika Unmengen an Geld, deshalb löste der damalige Präsident Nixon die Goldparität nun auch offiziell auf und verfügte hohe Einfuhrzölle. Durch die Übermengen von Dollars wurde damals eine weltweite Inflation ausgelöst, diese ist nur deshalb recht unbekannt, weil der damalige Vietnam Krieg alle anderen Geschehnisse überschattete.
Seit damals wird jedes Mal wenn das Wachstum gefährdet scheint die Leitzinsen gesenkt und unglaublich viel Geld auf den Markt geschmissen um die Wirtschaft künstlich anzukurbeln. Das Problem sind nicht nur die heute bekannten Schuldenfallen, sondern auch die dadurch künstlich hervorgerufenen Inflationen (Geld ist weniger Wert). Auf der anderen Seite entsteht dadurch ein exponentielles Vermögenswachstum. Willkommen in der Hebelfunktion des Zinseszins Systems.