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Was weist auf zu hohen Blutzucker hin?
Die Symptome lassen nicht unbedingt eine schwerwiegende Erkrankung erkennen: Doch wer oft eine Erkältung hat, schon nach geringer Anstrengung erschöpft ist, juckende oder trockene Haut hat und sich dazu noch einseitig ernährt, wenig bewegt und zu viel Pfunde auf die Waage bringt, der könnte bald mit der Diagnose Diabetes konfrontiert sein.
Doch was genau ist Diabetes und was deutet darauf hin, dass man an der sogenannten Zuckerkrankheit leidet? Wir erklären es.
Hoher Blutzucker schädigt Organe
Immer mehr Menschen erkranken an Diabetes. Die meisten von ihnen leiden am sogenannten Typ-2-Diabetes, bei dem die Bauchspeicheldrüse im Gegensatz zu Typ 1 zwar noch Insulin produzieren kann, dessen Wirkung jedoch aufgrund von Faktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel oder ungesunder Ernährung herabgesetzt wird. Man spricht von Insulinresistenz. Vor allem Muskulatur, Leber und Fettgewebe reagieren weniger empfindlich auf das Hormon. Es kommt zu einer Verwertungsstörung der Glukose, auf die der Körper mit einer gesteigerten Insulinausschüttung reagiert. Der hohe Blutzucker kann auf lange Sicht zu Organschäden führen.
Diese Anzeichen können auf einen Diabetes hinweisen:
- Häufiger Harndrang:Die sog. Polyurie entsteht durch den Versuch des Körpers, Glukose über den Urin auszuscheiden.
- Trockene und juckende Haut:Sie entsteht durch den Flüssigkeitsverlust, durch den der Körper versucht, den Zucker über den Urin auszuscheiden.
- Ausgeprägtes Durstgefühl:Betroffene berichten von einem übermässigen Bedürfnis zu trinken, welches ebenfalls aus dem erhöhten Flüssigkeitsverlust resultiert.
- Schlechtere Wundheilung:Durch das geschwächte Immunsystem und eine schlechtere Durchblutung heilen Wunden wie Abszesse, Furunkel und Ähnliches schlechter ab.
- Schnelle Ermüdung: Betroffene können sich schon bei geringer Anstrengung müde und erschöpft fühlen.
- Häufiger erkältet: Patienten sind nicht nur für Erkältungen anfälliger, sondern auch für andere Infektionskrankheiten.
- Unangenehmer Mundgeruch: Riecht der Atem süss-säuerlich, etwa wie faules Obst, kann das auf Typ-1-Diabetes hindeuten.
Bei jedem Patienten können diese Symptome unterschiedlich intensiv ausfallen. Beim Typ-2-Diabetes entwickeln sie sich in der Regel jedoch wesentlich langsamer, da dieser innerhalb eines längeren Zeitraums entsteht.
Blutzuckerspiegel messen
Um festzustellen, ob man an Diabetes erkrankt ist, misst der Arzt den Blutzuckerspiegel. Überschreitet dieser einen bestimmten Wert, bedeutet das für den Betroffenen in der Regel, seinen Lebensstil zu ändern. Eins der wichtigsten Behandlungsziele ist die Normalisierung des Blutzuckerspiegels. Zur Selbstkontrolle erhalten Patienten ein Blutzuckermessgerät. Neben einer Ernährungsumstellung und regelmässiger körperlicher Aktivität im Alltag ist bei einigen Betroffenen die Verabreichung von Insulin notwendig. Diabetiker ohne Insulinbehandlung sollten den Blutzucker täglich etwa 1 bis 2 Stunden nach den Hauptmahlzeiten messen, Diabetiker mit Insulinbehandlung etwa viermal am Tag.
Artikel von: medicalpress.de
Artikelbild: © Piotr Marcinski – shutterstock.com