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Radolfingen um fünf Uhr Abends. Eine dämmrige Strasse, drei, vier Geschäfte, viel Bauernhöfe, ein Sumpfsee, viele Kühe.
Ein Baum sprach:
‚Ich stehe jetzt schon seit einigen Jahren alleine mitten auf einer Wiese in Radolfingen. Ich fühle mich hier sehr einsam. Aber jetzt wächst eindlich ein zweiter neben mir. Im Herbst, wenn ich mein Kleid verliere, friere ich meistens sehr. Was mich im Sommer stört, ist wenn mich die Hunde anpinkeln oder wenn die Kinder auf mir herumklettern und die Äste abreissen.‘
Dieser Text ist erschienen im Heft Der Speuzroman / Verrückt in Radolfingen, Nr. 06/07.