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271 Jahre lang war der katholische Glaube im Kanton Bern verboten. Erst 1799 wurde erstmals nach der Reformation von 1528 wieder eine Messe gefeiert. Der Weg zur Anerkennung als gleichberechtigte Kirche war aber auch danach noch lang und steinig.
Zwar war die Römisch-katholische Kirche im Kanton Bern seit 1893 als Landeskirche anerkannt. Doch erst 1982 konnte die Römisch-katholische Landeskirche in ihrer heutigen Form, mit parlamentarischen Strukturen (Synode), geschaffen werden. Dies, nachdem das Berner Stimmvolk 1979 einer entsprechenden Verfassungsänderung zugestimmt hatte.
2018 nahm der Grosse Rat des Kantons Bern ein neues Landeskirchengesetz an, das den Landeskirchen grössere Autonomie, aber auch grössere Verantwortung gewährte. Die Landeskirche gab sich eine komplett überarbeitete Kirchenverfassung, die am 1. September 2019 in Kraft trat. Drei Monate später wurde auch das neue kantonale Landeskirchengesetz gültig und stellte das Verhältnis von Kirche und Staat im Kanton auf eine neue Grundlage.