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Ein Schutzengel für StarDank einem Schutzengel und einer Reihe glücklicher Umstände ist die siebenjährige Pembroke Hündin Star (Ch. Otrek's Northern Star) heute noch am Leben.
Am Freitag d. 9. September 2011 nahm das Leben eine dramatische Wendung. Rita Tilley Wilberg (Siggen's Corgis) und ihre fünf Pembrokes befanden sich hinter dem Haus, als Besuch kam. Sofort rannten alle Hunde auf die andere Seite des Hauses, um die Gäste zu begrüssen.
Als Rita danach die Hunde in ihre Unterkunft bringen wollte, stellte sie fest, dass einer fehlte. Dann sah sie, wie Star panikartig in den Wald rannte. Wahrscheinlich war sie in der Aufregung über den Besuch gebissen worden und war nun völlig verängstigt.
Drei Stunden lang fuhr Rita in der Gegend herum auf der Suche nach ihrem Corgi - leider ohne Resultat. Dann rief sie die Polizei an, aber es war keine Meldung über einen herrenlosen Hund eingegangen.
Nur 30 Minuten später rief die Polizei zurück und bat Rita, nicht hysterisch zu werden. Die Polizei hatte von der norwegischen Staatsbahn eine Meldung erhalten, dass zwischen Sørumsand und Blaker ein Hund angefahren worden war, und sie glaubten, es könnte sich um den vermissten Corgi handeln.
Zuert hiess es, dass der Zug Star gestreift, aber nicht angehalten hatte. Der Zugbegleiter, der sich mit Rita in Verbindung setzte, teilte ihr jedoch mit, dass der Lokomotivführer gemerkt hatte, dass er etwas angefahren hatte. Er hielt den Zug an und sie fanden den Hund zwischen den Schienen. Sie hoben ihn auf, nicht sicher, ob er tot oder noch am Leben war, und legten ihn in den Graben neben dem Geleise, damit er nicht nochmals angefahren oder überrollt werden sollte.
Alsdann wurden zwei Bahnarbeiter zur Unfallstelle geschickt. Diese trauten sich aber nicht, sich dem Hund zu nähern aus Angst, er könnte aggressiv reagieren. Als Rita ihnen übers Mobiltelefon versicherte, dass Star ihnen nichts tun würde, ging der eine zu ihr und konstatierte, dass sie noch lebte, aber ganz kalt und still war.
Nachdem sie Rita erklärt hatten, wo sie sich befanden, fuhr Rita zur Blaker Station und machte sich auf den Weg entlang der Bahnlinie. Sie hatte eine grosse PVC-Liegeschale und Decken mit dabei. Eigentlich durfte sie nicht alleine den Geleisen entlang gehen, aber sie mochte nicht auf die beiden Männer warten, die ihr entgegen kommen sollten. Als nach rund einem Kilometer ein Zug kam, wurde sie nervös und rief die Männer nochmals an, um zu fragen, wo sie blieben. Da tauchten sie auch schon in einer Kurve auf. Es erwies sich, dass es bis zur Unfallstelle noch mehrere Kilometer waren. Glücklicherweise kam ein Zug, der sie mitnahm. Es ist allerdings gar nicht einfach, in einen Zug zu klettern, wenn kein Bahnsteig vorhanden ist. Die untereste Stufe zum Waggon befindet sich extrem weit oben!
Rita sah sofort, dass Star unter Schock stand. Sie war blutüberströmt und schmutzig. Ihre linke Seite war am stärksten verletzt. Glücklicherweise befand sich Star auf der richtigen Seite der Bahnlinie, als sie angefahren wurde, denn auf der anderen Seite fällt das Gelände steil ab zum reissenden Fluss Glomma. Wäre sie da hinunter gefallen, hätte sie nicht überlebt.
Bald kam ein Güterzug, der Rita und Star zurück nach Blaker führte, wo ihr Wagen stand. Von da ging die Fahrt zum Tierarzt Anders Grøndahl von der Sørum und Fet Tierklinik.
Star hatte offenbar einige Stunden auf der Unfallstelle gelegen. Ihre Körpertemperatur war von 38,5 auf 36 Grad gesunken. Mit Heizdecken und intravenös verabreichten Schmerzmitteln und Antibiotika wurde Star ins Leben zurückgerufen. Beinahe fünf Stunden arbeitete der Tierarzt mit dem Corgi. Star hatte einen Bruch in der Augenhöhle und eine Hirnerschütterung; eine Pfote war gebrochen und ein Stück des Ellbogens war abgesplittert. Aber sie schien keine inneren Verletzungen zu haben. Sie hatte unglaubliches Glück gehabt.
Rita Tilley Wilberg mit Star
Wieder zu Hause in Sørumsand war Rita überglücklich und dankbar, dass ihr erschöpfter und stark medikamentierter Corgi das dramatische Wochenende überlebt hatte.
Ein grosser Dank gebührt der Polizei, die Rita benachrichtigte, und den beiden Bahnarbeitern Tom Rune Fossbråten und Brynjar Bakken Jøndal, die sie zur Unfallstelle führten und ihr halfen, Star zurück nach Blaker Station zu bringen, und nicht zuletzt dem Tierarzt Anders Grøndahl, der Star das Leben rettete.
Aus der norwegischen Corgipost, Herbst 2011.
Übersetzung ANo mit freundlicher Genehmigung von Rita T. Wilberg.
Die dramatische Geschichte mit dem glücklichen Ausgang machte die Schlagzeilen in den lokalen und norwegischen online Zeitungen sowie in den News von Radio und Lokal-TV.
Heute ist Star fast wieder ganz gesund. Sie hinkt noch ab und zu ein wenig, spielt aber viel mit ihren beiden Enkeln Siggen's Imperial Touch und Stompens Proffen.