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Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon wiederholte indessen die Entschlossenheit ihrer Regierung, ein zweites Unabhängigkeitsreferendum abzuhalten, sollte Schottland die Vorteile der EU-Mitgliedschaft einbüssen.
May trat in Belfast Befürchtungen entgegen, zwischen Nordirland und der Republik Irland könne es wieder zu Grenzkontrollen kommen. Zwar werde es nach einem EU-Austritt Grossbritanniens eine Grenze zwischen den beiden Teilen Irlands geben, doch "zu den Grenzen der Vergangenheit will niemand zurückkehren", sagte May. Auch der Premierminister der Republik Irland, Enda Kenny, hatte sich am vergangenen Freitag gegen eine "harte Grenze" zwischen den beiden Teilen der Insel ausgesprochen. Kenny wird am Dienstag zu einem Besuch in London erwartet.
Schottlands Regierungschefin Sturgeon sagte am Montag in Edinburgh, sie sei entschlossen, alle Optionen in Erwägung zu ziehen, um Schottlands Verhältnis zur EU zu erhalten. "Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass unsere Interessen im Rahmen des Vereinigten Königreichs nicht gewahrt werden können, muss die Unabhängigkeit eine dieser Optionen sein", sagte sie.
Vor zehn Tagen hatte May in Edinburgh versichert, sie werde Schottland an den Austrittsgesprächen mit der EU beteiligen. Einem weiteren Unabhängigkeitsreferendum hatte sie aber eine Absage erteilt. Die Mehrheit der Schotten hatte sich beim EU-Referendum am 23. Juni für einen Verbleib Grossbritanniens in der EU ausgesprochen./cmy/DP/men
(AWP)