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Südkorea hatte im Mai 2010 eine Reihe von Sanktionen gegen das Land verhängt. Sie erfolgten unabhängig von den Strafmassnahmen des UN-Sicherheitsrats gegen Pjöngjang wegen seines Atomwaffenprogramms. Seoul reagierte damit auf die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes nahe der Seegrenze. Südkorea hatte Nordkorea vorgeworfen, die Korvette mit einem Torpedo attackiert zu haben. Pjöngjang hatte eine Beteiligung bestritten. Seoul hatte danach etwa einen Handelsstopp sowie ein Durchfahrverbot für nordkoreanische Handelsschiffe in südkoreanischen Gewässern beschlossen.
Seit Anfang dieses Jahres gehen beide Länder wieder aufeinander zu. Die Annäherung wurde auch durch die Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im Februar im südkoreanischen Pyeongchang gefördert. Es gab seit dem April drei Gipfeltreffen zwischen dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Bei ihnen hatten sich beide auf Massnahmen zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen einschliesslich des Abbaus militärischer Spannungen geeinigt. Schon im Januar hatte Seoul eine zeitweise Aussetzung der Sanktionen erwogen./dg/DP/fba
(AWP)