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In einem Wasserbecken beim Parkhaus City Nord Grabengut steht eine Kugel aus Polyester mit einem Durchmesser von 2,2 Meter. Die Oberfläche des Werks wird stetig mit Wasser berieselt, so dass sich im Verlauf der Zeit ein unregelmässiger Algen- und Moosbewuchs bildet. Dadurch verändert sich die Oberflächenstruktur wie auch die Farbigkeit der Kugel. Dieser Effekt lässt sie zu einem organisch, beinahe lebendigen Objekt mutieren. Der Brunnen wird zum Andenken und zu Ehren von Hermann Staub, dem ehemaligen Thuner Stadtbaumeister (1906 bis 1945), erstellt. Gestiftet wurde die «kosmische Brunnenskulptur» mit 25’000 Franken von dessen Tochter, Frau Lippit-Staub, und ihrem Ehemann. Dem Thuner Kugelbrunnen, auch «Staub-Brunnen» genannt, gehen weitere Exemplare in Bern (1974) und Gümligen (1976) voraus. Sie zeugen von einer jahrelangen und intensiven Beschäftigung des Berner Plastikers und Umweltgestalters mit den Themen Farbe, Zeit und Raum.
Katrin Sperry
Dieses Kunst-Werk lebt.
Ständig rieselt Wasser über die Kugel.
So wachsen Algen und Moos.
Das Werk heisst: Die kosmische Brunnen-Skulptur.
Das bedeutet:
Die Kugel stellt die ganze Welt dar
mit ihren Ländern und Lebe-Wesen.
In Bern und in Gümligen stehen weitere Kugel-Skulpturen.
Sara Smidt