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Besteht ein Anspruch auf Familienzulagen für im Ausland wohnhafte Kinder, werden die Kinder- und die Ausbildungszulage exportiert, nicht aber die Geburts- und Adoptionszulage. In gewissen Fällen wird auch die sogenannte Haushaltungszulage für landwirtschaftliche Arbeitnehmende exportiert.
Bei Kindern und Jugendlichen, die die Schweiz zu Ausbildungszwecken verlassen, wird während höchstens fünf Jahren vermutet, dass sie weiterhin in der Schweiz Wohnsitz haben. Während dieser Zeit besteht weiterhin Anspruch auf Familienzulagen. Die Annahme des Wohnsitzes in der Schweiz kann von der Familienausgleichskasse jedoch widerlegt werden. Kriterien gegen ein Beibehalten des Wohnsitzes in der Schweiz sind:
- Das Kind ist gemäss Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) nicht mehr in der obligatorischen Krankenversicherung versichert. Demnach muss jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz versichert sein.
- Der Kontakt zu Familie und Freunden in der Schweiz wird nicht aufrechterhalten und die Semesterferien werden nicht in der Schweiz verbracht.
- Die Schweiz wird verlassen, um im Ausland bei einem Elternteil zu leben.
- Das Kind hat bereits früher an seinem jetzigen Aufenthaltsort im Ausland gelebt und ist dort zur Schule gegangen.