Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03528.jsonl.gz/590

Die ersten Rennen Paracycling 2023 fanden auch dieses Jahr traditionell in Italien statt und zwar jeweils zwei Wettbewerbe (Zeitfahren und Strassenrennen) in Marina di Massa (Toscana), Maniago (Friaul) und Verolanuova (nahe Brescia). Gestartet wurde jeweils in den Kategorien «Standings» (Rennvelo, Dreirad, Tandem) und Handbike. Fabiano Wey vom Veloclub Sursee war mit dem Dreirad an allen drei Austragungsorten am Start.
Die Rennen in Marina di Massa und Verolanueva waren C1 Rennen, dasjenige in Maniago eine Kategorie höher, also ein Weltcuprennen.
Marina di Massa, 15.-16. April
Die Rennen in Marina di Massa, auch «Primavera» oder «I Due Giorni di Mare» genannt, bildeten auch für Fabiano und das Schweizer Team den Saisonauftakt. Das Wetter war angenehm warm, aber nicht ohne kurze Regenschauer an beiden Tagen, die das Renngeschehen aber nicht beeinflussten.
Für das Schweizer Para-Cycling-Nationalteam resultierten zahlreiche Siege und Podestplätze. Auch Fabiano Wey stand im Strassenrennen als Zweiter auf dem Podest und gewann am Sonntag das Zeitfahren.
Maniago, 20.-23. April
Die Kleinstadt Maniago liegt im Friaul, nordöstlich von Venedig. Sie war 2018 Austragungsort der Paracycling-Weltmeisterschaften.
Neben Maniago werden in diesem Jahr noch in Ostende BEL und Huntsville USA zwei weitere Welcuprennen ausgetragen. Zusammen mit dem Saisonhöhepunkt, den Weltmeisterschaften in Glasgow GBR, stehen diese Rennen im Zeichen der Olympia-Qualifikation für Paris 2024. Ziel ist es bei diesen Rennen möglichst viele Punkte für das Schweizer Team zu gewinnen, damit neben bereits zugesicherten Quotenplätzen für die Schweiz noch weitere Startplätze ergattert werden können.
Die Resultate des Schweizer Teams in Maniago können sich mehr als sehen lassen: Insgesamt gab es sechs Podestplätze. In der Kategorie Standings auf dem Zweirad holte sich Flurina Rigling den zweiten Platz im Zeitfahren und ebenfalls die Silbermedaille im Strassenrennen. Neueinsteigerin Franziska Matile-Dörig gewann Bronze im Zeitfahren, während sie im Strassenrennen das Podest um Haaresbreite verpasste. Céline van Till holte sich auf dem Dreirad im Strassenrennen und im Zeitfahren überlegen den Sieg. Für ein weiteres Highlight sorgte der Handbiker Benjamin Früh. Er belegte im Zeitfahren den dritten Rang. Auch die anderen Athleten wuchsen zum Teil über sich hinaus und sicherten dem Schweizer Team wertvolle Quotenpunkte. So auch Fabiano Wey mit seinen Plätzen 11 (Zeitfahren) und 9 (Strassenrennen).
Verolanuova, 29.-30 April
Das letzte Rennen der zweiwöchigen Italienserie bildete der «Verola Paracycling Cup». Der Anlass fand schon fast in einem familiären Rahmen statt: 200 TeilnehmerInnen aus 12 Nationen in den verschiedenen Kategorien waren am Start. Der Kurs führte mit viele Kurven durch die Innenstadt von Verolanuova. Das begrenzte Teilnehmerfeld war der Tatsache geschuldet, dass am gleichen Wochenende in belgischen Flandern ein Strassenrennen und am ersten Maiwochenende in Ostende der Weltcup stattfand, wo eine Vielzahl der Schweizer Mannschaft starteten.
Fabiano Wey hat sich für die C1 Rennen in Verolanuova entschieden, um sich den Reisestress zu ersparen und Rennhärte zu gewinnen. Da er der einzige Teilnehmer in seiner Kategorie war, klassierte er sich sowohl im Strassenrennen wie auch im Zeitfahren im 1. Rang.
Bericht und Foto: Benno Frank