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Die Beschuldigte hatte sich 2015 selber angezeigt. Sie war laut der Staatsanwaltschaft gemäss eigenen Aussagen zuvor mehrere Jahre lang Vorschussbetrügern aufgesessen. Diese hätten sie durch immer neue Forderungen und Geschichten dazu gedrängt, Geld in Millionenhöhe auf Bankkonten in Hongkong und Südafrika zu überweisen.
Als ihr das Geld ausging, fing sie an, Freunde und Bekannte um Darlehen zu bitten. Ab 2012 bis zu ihrer Selbstanzeige erlangte sie von 24 Personen rund 7 Millionen Franken Darlehen. Das Geld, das sie zumeist in bar erhielt, leitete sie an chinesische und südafrikanische Banken weiter und verbrauchte es zum Teil auch vereinbarungswidrig für den eigenen Lebensunterhalt.
Wegen mehrfachen Betrugs und Veruntreuung verurteilte das Luzerner Kriminalgericht die Frau zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren. Davon muss sie 10 Monate absitzen. Für die restlichen 26 Monate wird der Beschuldigten bei einer Probezeit von 2 Jahren der bedingte Vollzug gewährt. Das Urteil, das am Donnerstag veröffentlicht wurde, liegt erst im Dispositiv vor und ist nicht rechtskräftig.
Das Gericht ging etwas härter ins Gericht mit der Frau aus dem Kanton Thurgau, als es die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. Diese hatte zwar ebenfalls 3 Jahre teilbedingt gefordert, die Beschuldigte aber bloss ein halbes Jahr hinter Gittern sehen wollen.
Neben der Freiheitsstrafe muss die Beschuldigte rund 10000 Franken Verfahrenskosten tragen. Zudem muss sie elf Geschädigten über 3,5 Millionen Franken an Zivilforderungen zahlen. Die einzelnen Beträge reichen von 6000 Franken bis knapp 3 Millionen Franken.
(sda)