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Giulia Steingruber sichert sich an den Europa-Spielen ihre Medaillen zwei bis vier. Die Mehrkampf-Zweite von Baku gewinnt in den Gerätefinals am Sprung und am Boden Gold, dazu kommt Bronze am Schwebebalken.
Steingruber gewann an ihrem Paradegerät auch an den Europa-Spielen in Baku die Goldmedaille. Die zweimalige Sprung-Europameisterin triumphierte mit 14,999 Punkten deutlich vor der Russin Seda Tutchaljan und der Holländerin Lisa Top.
Die 21-jährige St. Gallerin zeigte zunächst ihren Paradesprung, den Tschussowitina, der mit 15,566 Punkten sehr gut bewertet wurde. Danach stand sie auch den Jurtschenko mit einer Schraube sauber (14,433). Vor dem Wettkampf hatte Steingruber zusammen mit ihrem Trainer entschieden, auf die zweite Schraube zu verzichten. «Wenn man nicht Risiko nehmen muss, dann tut man es auch nicht», sagte Zoltan Jordanov.
Rund zweieinhalb Stunden später durfte sich Steingruber gleich nochmals über einen Sieg freuen. Gold am Boden zu holen, dies ist ihr auch an Europameisterschaften noch nie gelungen. Die Ostschweizerin siegte trotz eines leichten Übertreters mit dem knappen Vorsprung von 0,066 Punkten vor Aliya Mustafina.
Bereits vorgestern hatte sich Giulia Steingruber ihre erste Medaille in Aserbaidschan geholt. Im Mehrkampf musste sie sich nur von der überlegenen Russin Mustafina bezwingen lassen.
Am Schwebebalken reichte es Steingruber hinter der Holländerin Lieke Wevers und der Rumänin Andreea Iridon zu Bronze. Gleich drei Konkurrentinnen leisteten sich zu grosse Patzer. (ram/si)