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geb. --.--.----
Domperidon und Flecainid beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Beide Arzneistoffe haben ein bekanntes Potential zur Verlängerung der QTc-Zeit im EKG. Additive Effekte sind möglich, wodurch das Risiko für kardiale Arrhythmien ansteigt.
Effekt
Unter beiden Arzneistoffen sind Verlängerungen des QT-Intervalls im EKG beschrieben, auch existieren Fallberichte zu Torsades de pointes-Ereignissen unter der jeweiligen Medikation. In Kombination kann das Risiko für ventrikuläre Arrhythmien wie TdP bis hin zum plötzlichen Herztod additiv erhöht sein.
Empfehlung
Die Kombination sollte vermieden werden. Ist die Kombination unumgänglich, sollten beide Arzneistoffe in ihrer niedrigsten therapeutisch wirksamen Dosis begonnen und vorsichtig auftitriert werden. Eine Domperidondosis von 30 mg/d sollte nicht überschritten werden. Eine engmaschige Monitorisierung der QTc-Zeit im EKG (vor und im Verlauf der Therapie) und Kontrollen der Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium und Magnesium) sind notwendig. Domperidon sollte abgesetzt werden, falls bei dem Patienten Schwindel, Palpitationen oder Synkopen auftreten. Auch ist bei einer QTc-Zeit von 500ms oder mehr oder einer Verlängerung der QTc-Zeit um 60 msec im Vergleich zur Baseline eine Therapieumstellung vorzunehmen.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018