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Im Tier- und Warenverkehr mit der EU ergreift die Schweiz keine Schutzmassnahmen. Aus seuchenpolizeilichen Gründen kann es jedoch in der EU, wie in der Schweiz Einschränkungen geben, welche die normalen Vorschriften übersteuern.
Aktuell
Afrikanische Schweinepest (ASP): Belgien, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Italien (Sardinien), Slowakei und Ungarn
(08.02.2019)
Im Tier- und Warenverkehr mit der EU ergreift die Schweiz normalerweise keine Schutzmassnahmen. Aufgrund der bilateralen Abkommen sorgen die zuständigen Behörden des „Ursprungsmitgliedstaates" dafür, dass beim Versand in die Schweiz die gleichen Sicherheitsmassstäbe angewendet werden, wie beim „inner- gemeinschaftlichen Verkehr". Insbesondere dürfen keine Tiere oder „potenziell gefährliche" Erzeugnisse tierischer Herkunft aus Seuchengebieten stammen.
Schutzmassnahmen Einfuhr Tiere und Produkte tierischer Herkunft aus der EU
Die Veterinärbehörde des jeweiligen Mitgliedstaates gibt Auskunft, ob das Bestimmungsgebiet seuchenpolizeilichen Einschränkungen untersteht. Diese gelten auch für vorübergehende Ausfuhren von Tieren, z.B. zur Sömmerung im benachbarten Ausland. Wer solche Einschränkungen nicht beachtet, riskiert, dass die betreffenden Tiere (oder Waren) das Gebiet nicht mehr verlassen können. Dies gilt auch für die Rückkehr in die Schweiz und ungeachtet der „normalerweise geltenden Einfuhrbedingungen".
Wenn Ausbrüche von hochansteckenden Seuchen in Mitgliedstaaten ein bestimmtes Gefahrenpotential überschreiten, erlässt das BLV eigene „Schutzverordnungen“.
Blauzungenkrankheit: Schweiz, Frankreich, Deutschland und weitere Mitgliedstaaten der EU
Schweiz: Die Blauzungenzone für die Blauzungenkrankheit des Serotyps 8 umfasst die gesamte Schweiz. Die vektorfreie Zeit dauert vom 1. Dezember bis 31. März.
Die Ausfuhr aus der Schweiz in Mitgliedstaaten der EU und nach Norwegen ist in der Verordnung des BLV über Massnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung der Blauzungenkrankheit geregelt. Diese orientiert sich an der Verordnung Nr. 1266/2007 der EU-Kommission.
Die Einfuhr und Durchfuhr aus Mitgliedstaaten der EU und Norwegen ist in der Verordnung Nr. 1266/2007 geregelt.
Betroffene Mitgliedstaaten der EU: Die EU-Kommission stellt eine Karte und eine Liste über Bekämpfungsmassnahmen zur Verfügung. Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten informieren die Öffentlichkeit über die aktuell geltenden Sperrzonen und die auftretenden Serotypen.
Frankreich:
- Ministère de l'agriculture et de l'alimentation (Karte (BTV-8, BTV-4) und Liste der von BTV-4 betroffenen Departemente)
- Informationen zum Seuchengeschehen
Deutschland:
- Bundesministerium Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
- Informationen zum Seuchengeschehen (Karte der Restriktionszonen BTV-8)
Aviäre Influenza
Zurzeit sind in keinem Mitgliedstaat der EU Schutzzonen, Überwachungszonen oder weitere Restriktionsgebiete festgelegt.
Kleiner Beutenkäfer: Italien
Klassische Schweinepest (KSP): Bulgarien, Kroatien, Lettland, Rumänien
Dermatitis nodularis (LSD): Bulgarien, Griechenland
Chronic wasting disease (CWD): Norwegen, Schweden, Finnland
Infektiöse Anämie der Einhufer (EIA): Rumänien
Weitere Informationen
Letzte Änderung 19.09.2019