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Derzeit gibt es auf der Welt rund 1,6 Milliarden Airconditioner. Diese Geräte verbrauchen zehn Prozent des globalen Stroms – oder zweieinhalb Mal so viel wie ganz Afrika.
Die Internationale Energieagentur geht davon aus, dass sich der Stromverbrauch in den nächsten drei Jahrzehnten nochmals verdreifachen wird und dass die Zahl der Kühlgeräte auf über fünf Milliarden steigt. Damit zählen die Klimaanlagen laut dem Bericht zu den grössten Treibern des zusätzlichen Stromverbrauchs in den kommenden Jahren.
Bevölkerung wächst, Lebensstandard steigt
Dass es auf der Welt immer mehr Klimaanlagen gibt, hat mit dem Bevölkerungswachstum in den heissesten Teilen der Welt zu tun, aber auch mit den verbesserten Lebensbedingungen. Immer mehr Menschen können sich eine Klimaanlage leisten. In den USA und Japan verfügen 90 Prozent der Haushalte über Airconditioner – in Ländern wie Indien, Indonesien, Brasilien oder China ist der Anteil viel geringer.
Nun fordert die Internationale Energieagentur Massnahmen von den Regierungen und Behörden: minimale Standards für die Geräte sowie schärfere Grenzwerte in Bezug auf die Energieeffizienz. Klimaanlagen in Europa und Japan verbrauchen laut dem Bericht ein Viertel weniger Strom als die Geräte in den USA und China.
Weiter fordern die Experten schärfere Richtlinien in Bezug auf die Gebäude, Anreize für Investitionen und mehr Informationen, nur so könne der explodierende Stromverbrauch gebremst werden.