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Das Lebensmittelembargo habe sich günstig auf die Entwicklung der heimischen Agrarwirtschaft ausgewirkt, erklärte der Minister am Freitag vor einer Woche in Moskau. Seiner Auffassung sollte der Einfuhrstopp daher über das Jahr 2017 hinaus verlängert werden. Für das zweite Jahr des im August 2014 verhängten Embargos bezifferte das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung die finanziellen Verluste für die Europäische Union, Australien, die USA, Norwegen und Kanada in Folge des Einfuhrverbots auf insgesamt 8,6 Mrd. USD (8,38 Mrd. Fr.).
Die Einfuhr von Agrargütern aus diesen Ländern habe sich in dieser Zeit von 4,33 Mio. t auf nur noch 46'500 t beziehungsweise 1 % des ursprünglichen Werts verringert. Wie die Staatsagentur für Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselchoznador) mitteilte, wurden im zweiten Embargojahr rund 7'500 t Lebensmittel vernichtet, die illegal nach Russland eingeführt worden seien. Der Löwenanteil liege bei auf Obst und Gemüse.
Nach Angaben des grössten russischen Fleischproduzenten Cherkizovo beträgt der Selbstversorgungsgrad Russlands bei Geflügelfleisch inzwischen annähernd 100%. Bei Schweine- und Rindfleisch seien es 90% beziehungsweise 80%. Die Nationale Vereinigung der russischen Gemüseproduzenten wies darauf hin, dass im Kalenderjahr 2015 die Anteile von importiertem Obst und Gemüse am Gesamtbedarf bei 63% beziehungsweise 13% gelegen hätten. Nach Einschätzung der Nationalen Union der Milchproduzenten (Souzmoloko) hat sich das Lebensmittelembargo auch positiv auf den russischen Milchmarkt ausgewirkt. Der Anteil der importierten Milchprodukte sei von etwa 22% im Jahr 2014 auf rund 20% im laufenden Jahr gesunken.