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1912 erteilt der Kanton Aargau die Konzession zur Ausbeutung der Salzlager in Koblenz an die Vereinigten Schw. Rheinsalinen unter der Bedingung, dass im Bezirk Zurzach eine Sodafabrik gebaut und mit der Salzausbeutung spätestens 1921 begonnen werden müsse.
1914 wird die Aktiengesellschaft Schweizerische Sodafabrik AG gegründet. Standort ist das Grenzgebiet zwischen Zurzach und Rekingen, das von 15 Besitzern aus Zurzach und 31 aus Rekingen erworben wird.
1915 im März Beginn mit dem Fabrikbau. Eine für die Landesausstellung in Bern errichtete Halle wird abgebaut , per Bahn nach Rekingen transportiert und hier als Maschinenhalle wieder errichtet. In Zurzach treibt man ein Bohrloch zum Salzlager vor, von dort wird die Sole durch eine unterirdische Leitung bis zur Fabrik gefördert.
1916 kann die erste Soda geliefert werden. Ausserdem stellt man feste und flüssige Natronlauge her.
1920 Bau der ersten Arbeiterwohnhäuser.
Nach dem 1 WK tritt auf dem Sodamarkt eine grundlegende Änderung ein. Die ausländische Konkurrenz, die während dem Krieg die Einfuhr in die Schweiz gesperrt hatte, tritt erneut in Aktion und die Sodafabrik muss viel höhere Kohlepreise bezahlen als ihre ausländische Konkurrenz, was sich auf den Sodapreis niederschlägt.
1919 erlässt der Bundesrat eine Verordnung, wonach die Einfuhr von Soda aus dem Ausland eine Bewilligung des Bundesrates benötigt.
1920 Einstellung der Fabrikation für ein halbes Jahr, Entlassung vieler Arbeiter.
1921 Übernahme der Fabrik durch den Sodakonzern Solway & Co. Brüssel und Modernisierung.
1940-1950 Erweiterung durch drei Neubauten. Hier werden Chlor, Tri, Per und anderen chemische Produkte hergestellt.
1963 Beginn mit der Herstellung von Eisenchlorid.
1984 wird die Elektrolyse modernisiert.
1987 wird die Fabrikation von Soda im Werk Zurzach eingestellt.
Heute (2006) stellt die Solvay verschiedene Basisprodukte für die chemische und pharmazeutische Industrie her.
Quellen:
- Nordwestschweizerisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch, 1927. - Kurzinventar, kantonale Denkmalpflege Aargau. - Herzig, Christoph. Dorfchronik Rekingen. Rekingen 1995. - Zaugg, Paul. Aus der Geschichte der Salz-Gewinnung in Zurzach. Zurzach 1989. - Aarg. Ragionenbuch 1955. - Altendorf, Hans-Dietrich. Geschichte des Fleckens Zurzach. 2003, S. 429-432. - www.rekingen.ch