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Aus dem Inhalt
Im Mai 2013 leiteten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) im Busbereich eine grosse Neubeschaffung in die Wege. Es galt, die in den Jahren 1999 bis 2001 beschafften MAN-Gelenkbusse 751–788 abzulösen, ebenso die im gleichen Zeitraum in Betrieb genommenen MAN-Normalbusse 821–828. Desweiteren standen nach wie vor die als Übergangslösung gebraucht erworbenen MB O 405 GN2 731–736 im Einsatz, welche den Anforderungen längst nicht mehr entsprachen und für welche die Ersatzteilversorgung je länger je mehr Schwierigkeiten bereitete.
Im Jahre 1999 nahm die Baselland Transport AG (BLT) ein einmaliges Fahrzeug in Betrieb. Auf Basis eines Seitenstaplers des italienischen Herstellers Battioni e Pagani S.p.A. entstand bei der Firma Künzler AG in Aefligen ein Zweiwegfahrzeug, welches sowohl über einen Kran als auch über eine Arbeitsbühne für Arbeiten an den Fahrleitungsanlagen verfügte. Beide Plattformen waren vollständig isoliert, was ein Arbeiten unter Spannung ermöglichte.
Nachdem die Entdeckung von strukturellen Schäden an den Wagenkästen von COMBINO-Strassenbahnwagen verschiedener Betriebe zu einer verfügten Stilllegung von Fahrzeugen dieses Typs geführt hatte («COMBINO Grounding»), zeigten vertiefte Abklärungen des verantwortlichen Herstellers Siemens Transportation Systems (STS), dass ein uneingeschränkter Weiterbetrieb dieser Niederflurwagen nur nach einer grundlegenden Sanierung sicherstellt werden konnte. STS arbeitete daraufhin ein zweistufiges Sanierungskonzept aus, welches weltweit zur Anwendung kam. Mit der Zweistufigkeit erreichte STS, die dem Fahrgastbetrieb entnommenen Fahrzeuge möglichst rasch wieder dem Betrieb übergeben und die die endgültigen Sanierungsmassnahmen parallel dazu entwickeln zu können.
Innert fünf Jahren ab Betriebsaufnahme der Basler Strassenbahnen (B.St.B.) durchlief das Streckennetz eine rasante Entwicklung: Bereits fuhr das Tram durch die Innenstadt, nach Kleinhüningen, Richtung St. Ludwig, durch die Missionsstrasse, an die Kantonsgrenze bei Allschwil, ins Gundeldingerquartier, nach Birsfelden und über die Wettsteinbrücke.
Im Jahre 1905 erhielt die Birseckbahn AG (BEB) zu ihren bereits vorhandenen vier Motorwagen Ce 2/2 1–4 zwei weitere Zweiachser. Die beiden neuen Motorwagen Ce 2/2 5 und 6 waren baugleich mit vier weiteren Fahrzeugen, die 1905 auch an die Basler Strassenbahnen (B.St.B.) geliefert worden waren (Ce 2/2 101–104). Darüber hinaus entsprachen sie einem neuen Standardtyp der Schweizerischen Wagons und Aufzügefabrik AG (SWS).