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Das Jahr 2018 ist das vierte in kurzer Folge mit weit überdurchschnittlicher Temperatur. Während der letzten 30 Jahren lag die durchschnittliche Schweizer Jahrestemperatur bei 5,7 Grad, davor galt auch dieser Schnitt als ausserordentlich warm.
Dieses Jahr dürfte die Jahrestemperatur auf 6,8 bis sogar 7 Grad steigen, teilt das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie Meteo Schweiz mit. In den letzten Jahren gab es bereits einige Rekorde: 2015 mit 6,6 Grad, 2014 mit 6,5 Grad und 2011 mit 6,6 Grad. In der langen Messperiode von 1864 bis 1988 erreichten selbst die extremsten Jahre diesen Wert nie. «Heute ist das früher nie erreichte zum Durchschnitt geworden», schreibt Meteo Schweiz.
Kühle Jahre sind aus dem heutigen Klima in der Schweiz vollständig verschwunden. Der massive Anstieg der Normtemperatur und das Verschwinden wirklich kühler Jahre seien eindrückliche Signale der laufenden Klimaänderung.
Die Erwärmung der letzten Jahrzehnte wird sich gemäss den neuesten Klimaszenarien auch in Zukunft fortsetzen. «Heissere und trockenere Sommer zählen zu den Hauptveränderungen, die das Klima in der Schweiz ohne verstärkten weltweiten Klimaschutz prägen werden.»
Die Höchsttemperaturen erhöhen sich dabei erheblich stärker als die Durchschnittstemperaturen. An den heissesten Tagen im Sommer wird es 2 bis 5,5 Grad wärmer als heute. Auch Hitzewellen werden häufiger und extremer.
Dabei liessen sich mit konsequentem Klimaschutz bis Mitte des 21. Jahrhunderts etwa die Hälfte, bis Ende Jahrhundert sogar zwei Drittel der möglichen Klimaveränderungen in der Schweiz vermeiden, mahnt Meteo Schweiz.