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Jonas Affolter, Affolter Consulting – 5 Minuten Lesedauer
Fast jedes Land der Welt erlebt eine längere Phase hoher Inflation. Welche Möglichkeiten existieren, um sich vor der Inflation zu schützen und wie gut funktionieren sie? Dieser Artikel diskutiert, was Inflation wirklich ist, zeigt grafische Beispiele für deren Gefahr und wirft uns eine Rettungsleine mit dem Namen Bitcoin zu.
Die Gefahr von Inflation
Inflation ist heutzutage in aller Munde. Inflation und vor allem ihre Auswirkungen werden jedoch meist unterschätzt. Eine Analogie hilft: John D. Rockefeller, welcher Ende des 19. Jahrhundert 90% der amerikanischen Ölproduktion kontrollierte, hatte ein geschätztes Vermögen von 1.5 Milliarden. Das klingt zwar nach viel, aber gleichzeitig nicht wirklich, denn heute wäre sein Vermögen 341 Milliarden US-Dollar wert. Diese Diskrepanz wird selten hinterfragt, aber ohne jemals von Inflation gehört zu haben scheint dieser Unterschied verrückt. Warum sollte sein Vermögen heute mehr Wert sein? Warum ist alles, was ihm gehörte heute durchschnittlich 227-mal so teuer? Schlussendlich ist es doch das gleiche Vermögen?
Anhand des Beispiels von Rockefeller wird die Gefahr von Inflation für alltägliche Menschen klar: Inflation ist schlecht für Ersparnisse. Denn wieso würde man auf etwas sparen, wenn es heute günstiger ist und Ersparnisse mit der Zeit an Kaufkraft verliert? Inflation erschwert die Planung für unsere Zukunft, weil wir nicht wissen, wie teuer diese sein wird.
Zusätzlich steigen nicht alle Preise gleich schnell. Würden alle Güter exakt gleich von der Inflation betroffen sein, wären die Verhältnisse unter den Gütern nach wie vor gleich. Dies entspricht jedoch nicht der Realität. Preise für Lebensmittel, Löhne oder Vermögenswerte steigen alle asynchron. Generell entwertet Inflation Löhne und Ersparnisse, weil Güterpreise schneller steigen als Löhne, sodass wir mit dem gleichen Lohn weniger kaufen können.
Wie entsteht Inflation überhaupt?
Es gibt primär drei Gründe, warum Inflation entsteht.
Kostenschubinflation
Kostenschubinflation entsteht, weil Kosten von Unternehmen an den Kunden weitergegeben werden. Wenn ein Bleistift-Produzent plötzlich mehr für Holz zahlen muss und seine Miete sich erhöht, gibt er diese Kosten an den Kunden weiter, in dem er seine Preise erhöht. Auch Mitarbeiter welche mehr Einkommen fordern, weil es eine Arbeitsknappheit gibt oder sie sich politisch organisieren, erhöhen seine Kosten und daher seine Preise.
Nachfrageinflation
Nachfrageinflation ist die Preiserhöhung, welche entsteht, weil mehr Menschen die gleichen limitierten Güter wollen. Eine steigende Nachfrage bei fixem Angebot erhöht die Preise. Diese Inflation kann gute Ursprünge haben. Menschen werden immer wohlhabender und bieten deshalb mehr Geld für die gleichen Güter.
Auch Steuersenkungen führen zu dieser Art von Inflation, weil Menschen weniger Steuern zahlen müssen und daher mehr ausgeben können. Tiefe Zinsen führen ebenfalls dazu, dass Menschen mehr ausgeben, weil sie günstig Geld leihen können.
Der «Gelddrucker»
Der dritte Faktor ist der ‘Gelddrucker’. Um Arbeitsstellen zu kreieren und die Wirtschaft voranzutreiben, kreieren Zentralbanken, vor allem seit März 2020, neues Geld. Dafür verwenden Sie entweder tatsächlich einen Gelddrucker, erhöhen ihre Staatsschulden oder lassen Banken mehr Schulden ausschreiben. Eine Übersicht, wie viel Geld Zentralbanken in den letzten Jahren gedruckt haben und wie dies mit Bitcoin zusammenhängt, befindet sich hier.
Natürlich ist nach einer Weile eine Banknote weniger Wert, weil immer mehr Banknoten die gleichen Güter jagen.
Die Inflation kann sich nicht mehr verstecken
Traditionelle Wirtschaftler sind sich in einem Punkt einig: Ein wenig Inflation ist gut. Darüber lässt sich streiten, aber unabhängig von unserer Meinung zielen diese Wirtschaftler eine jährliche Inflation von 2% an.
Wie viele Länder haben die Inflation also noch im Griff? Anscheinend nur wenige …
Die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer erleben eindeutig mehr als die angezielten 2% Inflation. Diese hohe Inflation hat auch nicht erst gestern angefangen. Die Erzählung von Zentralbanken, dass Inflation nur «temporär» ist, hören wir schon seit Mitte 2020. Daraus lässt sich schliessen, dass nicht nur Preise hoch bleiben werden, sondern dass wir über einen längeren Zeitraum mit hoher Inflation rechnen müssen.
Wie also schützen wir unsere Kaufkraft, wenn Inflation so hoch ist? Die traditionelle Antwort, welche in vielen Finanzbüchern gelehrt wird, ist kein Risiko einzugehen, das Geld in Staatsanleihen zu parkieren und zu warten, bis alles wieder zur Norm zurückkehrt. Wie gut funktioniert diese Strategie?
Offensichtlich nicht gut. Sichere Länder haben zu niedrigere Rendite, um Inflation zu kompensieren und Länder mit hohen Renditen haben andere monetäre Probleme. Im Anleihenmarkt zu überleben ist also nicht möglich.
Ist die Antwort einfach nichts zu tun? Falsch. Der Zinseszins ist ein starker Effekt und unsere Kaufkraft kann innerhalb kürzester Zeit schwinden:
Nun bleiben noch zwei Optionen: In Aktien und Immobilien zu investieren, welche auf Höchstständen stehen, oder in die neue Welt zu investieren, also in Bitcoin und digitale Vermögenswerte.
Wie schützen wir uns, wirklich?
Eine logische Schlussfolgerung aus diesen Erkenntnissen ist, dass wir auf dezentrale und limitierte Wertspeicher umsteigen, um unser Vermögen sichern. In diesen Attributen ist, wie Affolter Consulting in diesem Artikel aufzeigt, Bitcoin die beste Wahl. Zu diesem Schluss kommen nicht nur wir, sondern private und institutionelle Anleger weltweit.
Natürlich ist dies keine Garantie dafür, dass Bitcoin weiterhin so schnell wachsen wird wie in der Zukunft. Aber sobald Geld vom Anleihenmarkt in Bitcoin fliesst, kann die Marktkapitalisierung Bitcoins schnell von einer Billion, auf zwei, fünf und zehn Billionen steigen. Hier ein wenig Kontext dafür:
Wir sind immer noch früh.
Wenn Sie Fragen haben oder sonstige Unterstützung zum Thema Bitcoin wünschen, finden Sie folgend Kontaktdaten vom Autor.
Über den Autor
Jonas Affolter ist Geschäftsführer von Affolter Consulting und Bitcoin-Berater in der DACH-Region. Falls Sie Fragen haben oder sich über die Welt von Bitcoin und seinem Platz in unserer Welt austauschen möchten, nehmen Sie Kontakt auf unter:
E-Mail: <email-pii>
Web: jonasaffolter.ch
Haftungsausschluss
Dieser Artikel ist nicht als Anlageberatung gedacht und dient nur zu Informationszwecken. Die in diesem Artikel erwähnten Ansichten wurden vom Autor verfasst und können Fehler enthalten.