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Normen
Risiken und Gefahren lauern an jedem Arbeitsplatz und zeigen sich in der Gefährdungsbeurteilung, die jeder Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsschutzgesetztes durchführen muss. Eine Risikobegrenzung erfolgt durch Massnahmen bei den Arbeitsbedingungen wie beispielsweise durch gesicherte Maschinen und sichere Arbeitsmethoden. Trotzdem kann immer ein Unglück geschehen. In diesen Fällen dienen die persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) Ihrem Schutz. Wir bieten verschiedene Produktlinien an, die gegen ein oder mehrere Risiken schützen.
Warnschutz
EN ISO 20471
Die Schutzkleidung erfüllt die grundlegenden Anforderungen der EG-Richtlinie für persönliche Schutzausrüstungen 89/686/EWG und entspricht den Forderungen der europäischen Norm EN ISO 20471:2013.
Um die höchste Sichtbarkeit zu gewährleisten, müssen immer Bundhose/Latzhose und Oberteil (Jacke, Warngilet etc.) kombiniert oder eine Kombi getragen werden. Tragen Sie die Bekleidung geschlossen. Wählen Sie die Bekleidungsteile so, dass sie der Funktion oder dem Anwendungsbereich entsprechen. Nichts über dem Bekleidungsstück tragen, was das farbige, fluoreszierende oder das reflektierende Material verdecken könnte.
Die Warnbekleidung kann die übrigen Sicherheitsmassnahmen und die persönliche Vorsicht und Aufmerksamkeit nicht ersetzen. Achten Sie darauf, dass das reflektierende Material nicht verschmutzt ist. Bei nachträglichem Bedrucken oder Besticken der Bekleidung kann die ursprüngliche hochsichtbare Wirkung eventuell nicht mehr gewährleistet werden. Bei Längenänderungen kann die Erfüllung der Norm nicht mehr gewährleistet werden.
Schutz gegen Nässe
EN 343
Ces vêtements de protection satisfont aux exigences essentielles de la directive européenne sur les équipements de protection individuelle 89/686/CEE et répondent aux exigences de la norme européenne EN 343:2003+A1:2007/ AC. Les chiffres à côté du pictogramme ont la signification suivante : pour toutes les indications de classe, la classe 1 est la classe la plus basse et la classe 3 est la classe la plus élevée. Pour connaître le niveau de performance exact, veuillez vous référer à l’étiquette du vêtement.
Es werden zwei Leistungsparameter angegeben: Wasserdurchgangswiderstand (x) und Wasserdampfdurchgangswiderstand (y). Das Maximum wäre jeweils die Klasse 3.
Die Wasserdichtheit bezieht sich auf den Durchtritt von Wasser von aussen durch die Schutzkleidungsmaterialien (z. B. durch Regen, Nebel, Schnee) und wird in 3 Klassen unterteilt, je nachdem wie beständig die Bekleidung gegen Wasserdruck ist. Klasse 3 bietet die höchste Beständigkeit.
Die Ermittlung der Atmungsaktivität erfolgt über die Messung des Wasserdampfdurchgangswiderstands, der als Ret bezeichnet wird. Je kleiner der Ret Wert, desto höher ist die Wasserdampfdurchlässigkeit (Atmungsaktivität) des Materials.
Die Wasserdampfdurchlässigkeit des Materials ist von grosser Bedeutung für die physiologischen Trageeigenschaften der Bekleidung. Die Norm bezeichnet empfohlene maximale Tragezeiten für einzelne Leistungsklassen. Dabei werden verschiedene Umgebungstemperaturen bei einer konstanten körperlichen Anstrengung des Trägers angenommen. Zu beachten ist, dass eine veränderte körperliche Anstrengung des Trägers die empfohlenen Tragezeiten der jeweiligen Leistungsklasse beeinflusst.
Elektrostatische Eigenschaften
EN 1149
Diese Norm ist Teil einer Normenreihe. Aufgrund der verschiedenartigen Anwendungsgebiete und Materialien, musste eine Unterteilung vorgenommen werden.
Die EN 1149 setzt sich aus folgenden Normen zusammen:
EN1149-1: Prüfverfahren für die Messung des Oberflächenwiderstandes
EN1149-2: Prüfverfahren für die Messung des elektrischen Widerstandes durch ein Material (vertikaler Widerstand)
EN1149-3: Prüfverfahren für die Messung des Ladungsabbaus
EN1149-4: Prüfverfahren für das Kleidungsstück (Norm befindet sich in Entwicklung)
EN1149-5: Leistungsanforderungen.
Das Symbol dieser Norm ist ein Blitzstrahl und darunter stehend die Normbezeichnung NEN EN 1149-5. Es werden darin die Anforderungen an elektrisch leitfähige Kleidung spezifiziert. Diese Kleidung ist Teil eines vollständig geerdeten Systems (u.a. in Kombination mit leitfähigem Schuhwerk) und beugt Funkenbildung und somit auch Explosionen vor.
Kleidung, die dieser Norm entspricht, muss immer auch die Norm für flammhemmende Kleidung (EN 531 oder ISO 11612) erfüllen. Einsatzbereiche sind Orte, an denen Explosionsgefahr und somit Feuergefahr besteht.
Diese Kleidung darf nicht in sauerstoffangereicherten Umgebungen eingesetzt werden. Auch ist kein Schutz gegen Netzspannung gegeben. Kleidung, die die Norm EN 1149-5 erfüllt, wird häufig in Unternehmen eingesetzt, die die ATEX-Richtlinie befolgen müssen.
Lichtbogen
EN 61482-1-2
Ein Störlichtbogen ist ein elektrischer Lichtfluss bei Kurzschluss. Er dauert meist nicht länger als eine Sekunde und kann Temperaturen von über 10'000 °C hervorrufen. Neben konvektiver Hitze und flüssigen Metallspritzern wird starke Hitze erzeugt, die unsichtbar für das menschliche Auge ist und schwere Verbrennungen zweiten und dritten Grades zur Folge haben kann.
Die Schutzkleidung erfüllt die grundlegenden Anforderungen der EG-Richtlinie für persönliche Schutzausrüstung 89/686/EWG und entspricht den Forderungen der europäischen Norm IEC 61482-2:2009 Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens in Verbindung mit EN ISO 13688 allgemeine Anforderungen.
Die genaue Leistungsstufe entnehmen Sie bitte dem Etikett im Kleidungsstück.
EN 61482-1-2: Prüfverfahren 2 – Bestimmung der Lichtbogen Schutzklasse des Materials und der Bekleidung unter Verwendung eines gerichteten Prüflichtbogens (Box-Test)
IEC 61482-2: Arbeiten unter Spannung – Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines Lichtbogens – Teil 2: Anforderungen
Messung der Wärmeenergie beim Box-Test für Material:
– Beurteilung, ob durch den Wärmetransport Verbrennung zweiten Grades entstehen können, erfolgt anhand der Stoll-Kurve
– Bewertung des Box-Tests für Kleidung erfolgt inkl. allen Zubehörs, Nähgarn, Verschlüsse etc.
Weitere Anforderungen:
– Verwendung eines hitzebeständigen Nähgarns (bis 260 °C)
Die Umgebungsbedingungen und die Gefahren am Arbeitsplatz sind stets zu beachten. Abweichungen von den in dieser Norm enthaltenen Parametern können zu veränderten Bedingungen führen. Diese Schutzkleidung ist keine elektrisch isolierende Schutzkleidung (erfüllt nicht EN 50286-1999). Die volle Schutzwirkung ist nur bei kompletter Körperbedeckung gegeben. Daher müssen zusätzlich andere geeignete Schutzeinrichtungen (Schutzhandschuhe, Schutzhelm, Stiefel etc.) getragen und verwendet werden.
Die Schutzkleidung muss geschlossen getragen werden. Verschmutzte Schutzkleidung und andere mit der Schutzkleidung zusammen getragene Kleidungsstücke können den Schutz mindern. Es sollen keine Kleidungsstücke wie Hemden, Unterbekleidung oder Unterwäsche aus Polyamid, Polyester oder Acrylfasern getragen werden, die bei Lichtbogeneinwirkung schmelzen.
Durch den Anwender ist die Schutzkleidung vor dem Benutzen auf Schäden, welche die Schutzfunktion beeinträchtigen könnten (z. B. Löcher, Risse, defekte Nähte und Schliesselemente) zu prüfen. Beim Auftreten nicht behebbarer Schäden ist die Kleidung auszutauschen. Eigenmächtige Veränderungen an der Schutzkleidung sind aus Sicherheitsgründen nicht gestattet, Reparaturen dürfen nur gemäss den Vorgaben des Herstellers durchgeführt werden.
Schweissarbeiten und verwandte Verfahren
EN ISO 11611
EN ISO 11611 : 2007 Schutz bei Schweissarbeiten und verwandten Verfahren
Die Schutzkleidung erfüllt die grundlegenden Anforderungen der EG-Richtlinie für persönliche Schutzausrüstung 89/686/EWG und entspricht den Forderungen der europäischen Norm EN 11611:2015 Schutzkleidung für Schweissen und verwandte Verfahren in Verbindung mit EN ISO 13688 allgemeine Anforderungen. Die Zahlen neben dem Piktogramm haben folgende Bedeutung:
A1 Oberflächenentzündung
A2 Kantenbeflammung
Schweisserschutzkleidung gemäss EN ISO 11611:2015 brennt nicht weiter, wenn sie unbeabsichtigt und kurzzeitig mit einer Flamme berührt wird. Die durch diese Kleidung abgedeckte Haut des Trägers wird gegen kleine Metallspritzer beim Schweissen und bei ähnlichen Verfahren mit vergleichbaren Gefährdungen (z. B. Brennschneiden) geschützt, aber nicht gegen grössere Mengen flüssigen Metalls bei Giessereiarbeitern. Sie schützt auch gegen Ultraviolettstrahlen. Schutz gegen elektrische Körperdurchströmung beim Lichtbogenschweissen besteht nicht. Deshalb sind geeignete isolierende Zwischenlagen zu verwenden, um den Kontakt des Schweissers mit elektrisch leitfähigen Teilen der Ausrüstung zu verhindern. Das Kleidungsstück schützt nur gegen kurzen unbeabsichtigten Kontakt mit spannungsgeladenen Teilen. Zusätzliche Schutzanforderungen sind für spezielle Einsatzzwecke notwendig (z. B. Überziehärmel, Schürzen, Gamaschen, u.Ä.).
Die volle Schutzwirkung ist nur bei kompletter Körperbedeckung gegeben. Durch den Anwender ist die Schutzkleidung vor dem Benutzen auf Schäden, welche die Schutzfunktion beeinträchtigen könnten (z. B. Löcher, Risse, defekte Nähte und Schliesselemente) zu prüfen. Beim Auftreten nicht behebbarer Schäden ist die Kleidung auszutauschen. Die Schutzkleidung muss geschlossen getragen werden.
Die Bekleidung sollte regelmässig (nach Herstellerangaben) gereinigt und überprüft werden. Verschmutzte Kleidung kann zu einer Reduzierung der Schutzwirkung führen. Besondere Sorgfalt ist beim Schweissen in engen Räumen erforderlich (Gefahr der Anreicherung der Luft mit Sauerstoff), da ein erhöhter Sauerstoffgehalt der Luft den Schutz der Schweisserschutzkleidung gegen Entflammen verringert. Der Schutz gegen Flammen wird herabgesetzt, wenn die Bekleidung mit brennbaren Stoffen verunreinigt wird. Nässe und Feuchtigkeit (Schweiss) kann die isolierende Wirkung vermindern. Sonnenbrandähnliche Verbrennungen weisen darauf hin, dass die Bekleidung von UV-Strahlen durchdrungen wird. Die Bekleidung muss ersetzt werden oder durch eine zusätzliche, widerstandsfähige Schutzschicht ergänzt werden.
Eigenmächtige Veränderungen an der Schutzkleidung sind aus Sicherheitsgründen nicht gestattet, Reparaturen dürfen nur gemäss den Vorgaben des Herstellers durchgeführt werden
Hitze- und Flammschutz
EN ISO 11612
Diese Norm betrifft die Schutzkleidung für Arbeitnehmer, die Hitze und Flammen ausgesetzt sind. Ausgenommen sind Schweisser und Feuerwehrleute.
EN ISO 11612 enthält Tests für das Gewebe. Ergebnisse der Tests werden durch die Buchstaben A,B,C,D,E und F wiedergegeben. Ist kein Buchstabe oder die Klasse "0" angegeben, handelt es sich um den niedrigsten Wert und das Gewebe bietet keinen Schutz gegen die Expositionsart.