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|Weserstadion|
|Written by Administrator|
|Thursday, 13 December 2007 21:13|

Informationen zum Weserstadion sind auch im einleitenden Abschnitt des Artikels „Geschichte“ des SV Werder Bremen zu finden.
Bau und Namensgebung
Erbaut wurde das Weser-Stadion 1909. Es wurde 1926, nach dem ersten Umbau, vorübergehend in ABTS-Kampfbahn umbenannt, nach dem ursprünglichen Erbauer, dem Allgemeinen Bremer Turn- und Sportverein. Seit 1930 trägt das Stadion aber glücklicherweise wieder den heutigen Namen, der sich vom Standort des Stadions am Weserufer ableitet. Die Fussballer Werder Bremens tragen ihre Heimspiele seit 1930 im Weserstadion aus.
1945, nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, wurden im Stadion vornehmlich amerikanische Mannschaftssportarten wie Baseball und American-Football gespielt. 1947 wird das Stadion als Weser-Stadion mit einem Fußballspiel um die Norddeutsche Meisterschaft (SV Werder Bremen - VfL Osnabrück) wiedereröffnet.
Fassungsvermögen und Anbindung: vor dem Umbau 2008
Das Fassungsvermögen des Stadions vor dem Umbau, nach mehreren Erweiterungen und dem Absenken des Spielfelds, lag bei 43‘087 Zuschauern. 25‘800 der 32‘187 Sitz- und 8‘700 der 10’900 Stehplätze waren überdacht. Das Stadion ist in der Nähe des Stadtzentrums gelegen, kann aber letztlich nur über eine einzige Strasse, den Osterdeich erreicht werden. Zum Weserstadion gehörende Parkplätze können nur von Inhabern spezieller Parkberechtigungen angefahren werden. Zur Kompensation ist ein Netz öffentlicher Verkehrsmittel aufgebaut worden, bestehend aus Strassenbahnen und Bussen, das von Inhabern von Eintrittskarten gratis benutzt werden kann. Der erschwerte Zugang zum Stadion wird oft als Grund angeführt, dass das Weserstadion für Länderspiele nicht berücksichtigt wird. Das Weserstadion wurde auch für die WM 2006 nicht berücksichtigt.
Umbau des Stadions ab 2008
Ursprüngliche Planungen sahen vor, die Kapazität auf 50‘000 Plätze zu erhöhen. Zusätzlich sollte ein dritter Rang auf das Stadion gebaut, die Flutlichtmasten in das Dach integriert werden. Im Endausbau sollte die gesamte Tribüne überdacht sein und mit Solarzellen auf der Fläche von 17‘000 – 20‘000 Quadratmetern versehen werden. In der Aussenansicht sollte jedoch die derzeitige Oval-Form beibehalten werden. Die Faninitiative „Pro Weserstadion“ sollte den fangerechten Umbau sicherstellen.
Die Ausbaupläne wurden 2007 von allen öffentlichen Ämtern verabschiedet, in der Aufsichtsratssitzung des SV Werder vom 11. März 2008 wurde dann aber beschlossen, nicht weiter an den ursprünglichen Ausbauplänen festzuhalten . Wesentlicher Grund hierfür dürfte die Erkenntnis gewesen sein, dass die ursprünglichen Kostenplanungen nicht einzuhalten sein würden.
Stattdessen sollte eine reduzierte Version, mit folgenden Eckpunkten, gebaut werden:
Anhand dieser Eckpunkte wurde im Folgenden dann auch der Umbau vorgenommen, der 2011 abgeschlossen wird/wurde. Die Kapazität des „neuen“ Weser-Stadions beläuft sich auf 42‘500 Plätze, bei internationalen Spielen stehen aber nur Sitzplätze zur Verfügung, wodurch sich die Gesamtkapazität des Weser-Stadions auf 37‘441 Plätze verringert.
Die wesentlichen Merkmale des umgebauten Stadions, neben der stromproduzierenden Fassade, sind die vier je 61m hohen Flutlichtmasten, sowie die beiden 74m² grossen LED Video Displays.
Sonstiges
Auf dem Gelände des Weserstadions liegen ausser den Trainingsbereichen der Profis die Plätze, die von der Amateurmannschaft genutzt werden. Bei Spielen mit grossen Publikumsaufmarsch verlegen die Amateure, die ihre Spiele ansonsten im 5‘500 Zuschauer fassenden Weserstadion Platz 11 austragen, ins Weserstadion. Die Geschäftsstelle, die Verwaltung und auch der Fanshop befinden sich allesamt auf dem Gelände des Weserstadions. Im Dezember 2004 wurde innerhalb des Stadions das Werder-Bremen-Museum (Wuseum) eröffnet. Im „Wuseum“ finden sich Replikate der Meisterschale, des DFB-Pokals, seltene Plakate, Fotos und andere Raritäten.
Zuschauerzahlen und Dauerkarten
Seit der Saison 1999/00 verzeichnet Werder einen stetigen Zuwachs bei den Zuschauerzahlen. Lag der Schnitt zum erwähnten Zeitpunkt noch bei 29‘834 Besuchern, waren es in der Doublesaison 2003/04 bereits 37‘666 und 2006/07 39‘715 Zuschauer. In der Folge stieg auch der Verkauf von Dauerkarten deutlich an. In der Saison 2003/04 waren es noch 20‘000 Stück, für die folgenden Jahre wurde die Stückzahl auf 25‘000 begrenzt, um auch Personen, die nicht im Besitz einer Dauerkarte sind, den Zugang ins Stadion zu ermöglichen. Die Mitgliederzahlen, die sich über einen ewigen Zeitraum stabil zwischen 2‘000 und 3‘000 hielten, stiegen mit den Erfolgen des Vereins auf deutlich über 30‘000. Hierfür, neben den Erfolgen der Mannschaft selbstverständlich, zeichnete auch eine sehr erfolgreiche Marketingkampagne des Vereins verantwortlich.
|Last Updated on Saturday, 09 June 2012 13:08|