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Das Geld werde für den Aufbau der Cloud-Infrastruktur verwendet, wie Amazon Web Services (AWS) am Donnerstag mitteilte. Als Cloud Computing wird das Auslagern von Rechen- und Software-Dienstleistungen ins Internet bezeichnet. Das Unternehmen betreibt bereits zwei Rechenzentren auf dem indischen Subkontinent - eines seit 2016 in Mumbai, ein weiteres in Hyderabad, das 2022 in Betrieb genommen wurde. Die Cloud-Plattform bietet mehr als 200 Dienste an, darunter Speicher, Netzwerke und künstliche Intelligenz.
Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IDC wird der indische Markt für Cloud-Dienste bis 2026 voraussichtlich ein Volumen von 13 Milliarden Dollar erreichen. Bis 2026 wird eine jährliche Wachstumsrate von 23,1 Prozent erwartet. Indien verstärkt seine Bemühungen, mehr Grossinvestitionen im digitalen Bereich anzuziehen. Eine Reihe globaler Unternehmen, darunter Microsoft und Google, haben bereits ihre Cloud-Investitionen in Indien erhöht. Ein Grund dafür: Die Regierung strebt eine strengere Aufsicht über grosse Technlogiefirmen an, indem diese zur lokalen Datenspeicherung gedrängt werden.
Indiens Technologiesektor hat in den vergangenen Monaten hochkarätige Investitionen angezogen. Der US-Netzwerkausrüster Cisco Systems etwa kündigte Anfang Mai an, mit der Produktion in Indien zu beginnen, um seine globale Lieferkette zu diversifizieren. Der Apple-Zulieferer Foxconn will 500 Millionen Dollar investieren, um Werke im südindischen Bundesstaat Telangana zu errichten.
Indien ist eines der am schnellsten wachsenden Schwellenländer der Welt. Es ist zudem auf dem besten Weg, China als bevölkerungsreichste Nation der Welt abzulösen: Die Einwohnerzahl dürfte zur Jahresmitte auf 1,4286 Milliarden steigen, rund drei Millionen mehr als in China, so der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen - der weltweit grösste Fonds zur Finanzierung von Bevölkerungsprogrammen.
(Reuters)