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Ragaz–Wartenstein
|Kürzel||RW|
|Bahntyp||Standseilbahn|
|Betriebseröffnung||1892-08-01|
|Betriebseinstellung||1964-10-25|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1892 eröffnete und mit Wasserballast betriebene RW gehörte einer Aktiengesellschaft. Bad Ragaz im sankt-gallischen Rheintal war einer der bekanntesten Kur- und Bäderorte der Schweiz mit zahlreichen Hotels. Das warme Quellwasser aus der Taminaschlucht wurde mit Rohrleitungen zu den Thermen in Ragaz geführt. Auch bei der Burgruine Wartenstein befand sich ein Hotel mit Bädern. Den Bau der RW übernahm die Firma Von Roll AG Bern.
Die nicht ganzjährig verkehrende RW verzeichnete bis 1914 durchwegs positive Betriebsergebnisse und richtete eine Dividende aus, die sich etwa zwischen 3 bis 4 Prozent des Aktienkapiatlwerts bewegte. Der Kriegsausbruch 1914 beeinträchtigte das Transportgeschäft der RW mit Tiefpunkt 1915 zwar empfindlich, aber weniger dramatisch als dies bei anderen Standseilbahnen der Fall war, zumal der Reiseverkehr nach dem Kriegsende wieder anzog. In noch stärkerem Ausmass als die Einnahmen stiegen allerdings die Betriebskosten. Passivsaldi musste die RW dennoch keine vortragen. Die schwebenden Schulden hielten sich mit 12'000 Franken 1920 in einem akzeptablen Rahmen.
Die Baukosten der zweischienigen RW lagen mit 338'800 Franken pro Bahnkilometer deutlich unter dem Durchschnitt. Hauptsächlicher Kostenpunkt war der Unterbau, der fast 49 Prozent des Totalaufwands ausmachte. Ab 1914 wies die Statistik die Kosten des Rollmaterials der RW ohne Drahtseil, Seiltragrollen und mechanische Einrichtungen aus. Der Wert verminderte sich dadurch um 13'677 Franken, jedoch nur rein bilanztechnisch. Addiert man diesen Betrag ab 1915 wieder zu den aufgeführten Rollmaterialkosten, resultiert die gleiche Zahl wie in den Jahren davor. Auch sonst wurden in die RW im beobachteten Zeitraum praktisch keine Investitionen getätigt.
Die RW wurde nie elektrifiziert. Sie stellte im Herbst 1964 den Betrieb ein.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.