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Der Stil-Mix dieses Gitarristen ist explosiv: Mächtiger, texanischer Blues, dazu je ein Schuss Zydeco und Soul/Blues sowie ein wenig Funk – und dies alles noch rockig interpretiert…
Damit ist Sherman Robertson der legitime Nachfolger seines texanischen Kollegen Albert Collins. Sherman wurde in Beaux Bridge, Louisiana, geboren und wuchs in Houston, Texas, auf. Als junger Musiker spielte er in den Sechzigern mit den Superstars Bobby 'Blue' Bland und Junior Parker, bevor er seine eigene Band, die „Crosstown Blues Band“, gründete. Später folgten fünf Jahre in der berühmten Zydeco-Formation von Clifton Chenier. Als Paul Simon für sein millionenfach verkauftes "Graceland"-Album einen Gitarristen suchte, fiel die Wahl auf Sherman Robertson.
Da wurde auch Produzent Mike Vernon (John Mayall, Freddie King, Fleetwood Mac) auf Sherman aufmerksam und produzierte mit ihm "I'm The Man" und "Here And Now". 1998 nahm Robertson für das kleine Audioquest-Label "Going Back Home" auf - und verabschiedete sich dann für mehrere Jahre von der internationalen Szene. In den USA indes blieb er weiterhin im Gespräch, schlug aber verschiedene Angebote von Agenten und Plattenfirmen aus, um seine Unabhängigkeit zu bewahren.
Im Frühjahr 2005 kam Sherman nach Europa zurück und gab in Holland ein fulminantes Konzert, welches auch aufgenommen wurde. "Guitar Man" war allerdings weniger ein Comeback-Album als vielmehr der Beleg dafür, wie heiss Sherman Robertson wieder war. Seit den Achzigern, dem grandiosen Comeback von Albert Collins und dem kometenhaften Aufstieg des jungen Robert Cray, hatte die Blueswelt nichts mehr Vergleichbares erlebt.
Sherman Robertson überzeugt als Sänger und begeistert als Gitarrist, spielt den Blues mit Leidenschaft und Überzeugung.