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Bei einem Rückfall…
Guten Tag! Nach vier Monaten Abstinenz beobachte ich bei meiner Mutter Zeichen, die mich befürchten lassen, dass sie wieder Alkohol trinkt. Ich fühle mich schuldig, weil ich nichts habe kommen sehen. Aber ich bin auch verärgert und fühle mich hintergangen, denn nach ihrer Behandlung haben wir viel miteinander gesprochen und ich dachte, sie würde sich an mich wenden, wenn es ihr schlecht gehen würde. (Aus einem Internetforum)
Ein Rückfall ist schmerzhaft, sowohl für Betroffene wie auch für Nahestehende – egal, um welche Art von Abhängigkeit es sich handelt. Viele Nahestehende sind enttäuscht oder frustriert und manche fragen sich vielleicht gar, ob noch Hoffnung besteht.
Tatsache ist: Die meisten Menschen mit einer Abhängigkeit erleben einen oder mehrere Rückfälle. Sie zeigen, dass die Betroffenen noch am Lernen sind.
Nahestehende sollten die Betroffenen auf den Rückfall ansprechen, ohne sie zu beschuldigen oder Vorschriften zu machen. Dies ist nicht immer leicht, auch weil die Betroffenen das Problem oft verleugnen. Nahestehende können die Betroffenen fragen, wie sie die Situation einschätzen und angehen wollen, und sie können Vorschläge machen («Was hältst du von der Idee, mit einer Fachperson einer Beratungsstelle zu sprechen?»). Aber sie können nicht an Stelle der Betroffenen entscheiden, was zu tun ist.
Gespräche mit einer Vertrauensperson können entlasten. Auch Unterstützung von Fachpersonen (Beratungsstellen für Suchtprobleme) oder eine Selbsthilfegruppe können hilfreich sein.
Mehr Informationen über Rückfälle finden Sie in der Broschüre „Rückfall“. Diese Broschüre thematisiert den Rückfall bei Alkoholproblemen für selbst Betroffene und Angehörige, die Inhalte lassen sich aber weitgehend auf andere Suchtproblematiken übertragen.
Mehr Informationen über Alkoholabhängigkeit und über die Situation von Angehörigen finden Sie auf der Website „www.alkoholkonsum.ch“. Diese Informationen lassen sich teilweise auf andere Substanzprobleme übertragen.