Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03620.jsonl.gz/2199

Kurz vor Mitternacht setzte sich ein mehr als fünf Tonnen schwerer Kristallball mit dreieinhalb Metern Durchmesser an einer Stange über dem Broadway in Bewegung und erstrahlte zum neuen Jahr. Bürgermeister Bill de Blasio und Ban Ki Moon, der am Samstag zugleich seinen letzten Tag als UNO-Generalsekretär beging, starteten die Bewegung des Balls gemeinsam per Knopfdruck.
Nach Angaben der Veranstalter nehmen jedes Jahr eine Million Menschen an der Party teil, weitere Millionen verfolgen das Spektakel im Fernsehen und im Internet.
Touristen und Einheimische harren wegen des grossen Andrangs oft schon viele Stunden vor Mitternacht in der Kälte am Times Square aus, um die Party rund um die Kristallkugel mit anschliessenden Konfettiregen zu erleben. Feuerwerk und Alkohol sind verboten. Von einem Wolkenkratzer am Times Square sowie im Central Park und nahe der Freiheitsstatue starten Pyrotechniker aber professionelles Feuerwerk.
Der für Besucher manchmal skurril wirkende Brauch, grosse Objekte zu Silvester in die Höhe zu ziehen und dann herabzulassen, ist in den USA nicht nur am Times Square bekannt. Landesweit lassen Städte andere Dinge herab, die teils Eigenheiten der jeweiligen Region repräsentieren sollen.
Darunter sind etwa überdimensionale Skulpturen von Sardinen (Maine), Tacos (Arizona), Eicheln (North Carolina), Muscheln (Florida), Pilzen (Pennsylvania), Wassermelonen (Indiana), Kartoffeln (Idaho) und Weintrauben (Kalifornien).
(SDA)