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Grundsätzlich kann man sagen, dass man zur Prägung von Münzen lediglich eine Schmiedewerkstatt oder eine Bronzegiesserei benötigt. Es hat sich deshalb als schwierig erwiesen, die Prägestätten zweifelsfrei zu lokalisieren. Nur in wenigen Fällen gelingt der Nachweis dadurch, dass man in einer archäologischen Ausgrabung z.B. Münzstempel findet. Hinzu kommt, dass man in der Antike die Münzen an einem anderen Ort prägen lassen konnte, oder aber dass kleine staatliche Einheiten, wie einige griechische Poleis, fahrende Handwerker (Gemmenschneider und Kunstschmiede) nach Bedarf mit der Herstellung von Münzen beauftragten. Man konnte aber auch ganz auf das Prägen eigener Münzen verzichten und den Gebrauch vorhandener Münzen anderer Gemeinwesen einführen. Nur bei sehr komplexen staatlichen Gebilden wie Athen oder dem Römischen Reich sind wir etwas genauer orientiert. Doch auch die Rekonstruktionsversuche dieser Münzorganisationen sind nach wie vor als Modelle zu betrachten.