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Infrastruktursysteme sind anfällig für Gefahrenereignisse, die ihre Funktionalität stören und direkte wie auch indirekte Folgen für die Beteiligten und die Öffentlichkeit haben. Daher müssen Infrastrukturbetreiber Eingriffe vornehmen, um die Widerstandsfähigkeit des betreffenden Systems zu verbessern. Aufgrund der Komplexität und der gegenseitigen Abhängigkeit von Infrastruktursystemen ist es von entscheidender Bedeutung, eine umfassende Bewertung von Massnahmen zur Verbesserung der Resilienz durchzuführen, um zu quantifizieren, welchen Nutzen jeder Stakeholder hat und wie die Kosten aufgeteilt werden sollten.
Das Hauptziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines entscheidungsunterstützenden Rahmens zur Identifizierung und Bewertung von Interventionen zur Verbesserung der Resilienz von interdependenten Infrastruktursystemen in einem Multi-Stakeholder-Umfeld. Zu diesem Zweck ist es zunächst erforderlich, Stresstests zu entwerfen, um den aktuellen Zustand verschiedener Aspekte der Resilienz von Infrastruktursystemen unter extremen Bedingungen, d.h. Gefahrenereignissen, zu bestimmen. Anschließend werden die potenziellen Interventionen identifiziert, die das Ergebnis der Stresstests adressieren und damit die Resilienz des Gesamtsystems verbessern können. Schließlich werden die Vorteile und Kosten jeder Intervention aus der Perspektive der einzelnen Stakeholder bewertet. Dies hilft den Stakeholdern sowie der Öffentlichkeit, eine quantifizierte Bewertung des Nutzens zu erhalten, den sie von jeder Intervention haben, und, was noch wichtiger ist, wie viel Verantwortung jeder einzelne von ihnen für die Kosten haben soll. Diese Ziele werden durch eine Simulationsplattform erreicht, die Computerexperimente durchführt, die die Unsicherheiten bei Gefahrenereignissen, Reaktionen und Schäden an Infrastruktursystemen sowie die direkten und indirekten Folgen während des Wiederherstellungsprozesses berücksichtigen, um eine realistischere Bewertung von Interventionen zu ermöglichen.