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Im Visier der Justizbehörden sind zweifelhafte Zahlungen in der Höhe von mehreren Dutzend Millionen Franken, insbesondere nach Nigeria, wie die Genfer Staatsanwaltschaft am Freitag zu einem Bericht der Tageszeitung «Le Temps» bestätigte. Die beiden Männer befinden sich in Untersuchungshaft, sagte Henri Della Casa, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage. Die Büros der Firma seien durchsucht worden.
Deloitte forderte interne Untersuchungen
Die mit der Finanzkontrolle der Unternehmung beauftragte Firma Deloitte hatte auf die Zahlungen bereits in einer Erklärung vom vergangenen Dezember aufmerksam gemacht, als sie sich weigerte, die Buchhaltung abzusegnen. Die Zahlungen sollen über eine britische Filiale der Genfer Firma erfolgt sein, die 2009 durch das chinesische Unternehmen Sinopec übernommen worden sei.
Insgesamt über 20 Millionen Dollar seien an Berater in Nigeria und die USA überwiesen worden. Zu welchem Zweck genau die Zahlungen erfolgt waren, ist gemäss den Finanzprüfern unklar gewesen. Überdies seien 80 Millionen Franken an eine Ingenieurgesellschaft für Bauten in Nigeria geflossen. Gemessen an den erbrachten Leistungen sei dieser Betrag viel zu hoch gewesen. Vom Geld profitiert haben sollen Regierungsverantwortliche sowie auch Mitglieder der Direktion von Addax. Beweise dazu fehlten aber.
Deloitte hatte Addax bereits im März 2016 auf die Unregelmässigkeiten aufmerksam gemacht und im Mai interne Untersuchungen gefordert. Addax habe in der Folge die Geschäftsbeziehung mit einer Anwaltskanzlei abgebrochen.
(sda/cfr)