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Wasser
Auf Teilen aller Kontinente herrscht schon heute Wassermangel; mit Konflikten um Wasser ist in Zukunft mit Sicherheit zu rechnen.
Die einzige erneuerbare Quelle für Süsswasser sind die Niederschläge, meistens in Form von Regen oder auch Schnee. In Nord- und Südafrika, im Nahen Osten, in Asien, in Australien und in den westlichen Teilen von Nord- und Südamerika herrscht schon heute Wassermangel oder zunehmend Wassermangel. Noch mehr Konflikte um Wasser sind deshalb in Zukunft absehbar.
Wasserangebot
Daten aus: www.weltwassertag.com; Graphik: Ecopop
Aufteilung des Wassers der Erde:
Aufteilung des Süsswassers:
Quelle: www.trinkwasser.ch
Die erneuerbare Wassermenge pro Person und Jahr wird häufig als Mass der Wasserverfügbarkeit verwendet. Eine langfristige und nachhaltige Wassernutzung kann sich ausschliesslich auf die einzige erneuerbare Süsswasserquelle, dem Regen bzw. den Schneefällen, stützen.
Wasserverfügbarkeit pro Person im Jahr 1990 nach Land
Schweiz: 6520 m3
Algerien: 770 m3
Saudi-Arabien: 160 m3
Aufteilung des Oberflächenwassers:
Quelle: www.trinkwasser.ch
In Länder mit erneuerbaren Wassermengen von unter 1700 m3 pro Person herrscht bereits Wasserknappheit, unter 1000 m3 besteht eigentlicher Wassermangel, unter 500 m3 Wassernotstand.
Die Verfügbarkeit des Wassers wird in den nächsten Jahren in Nordafrika deutlich zurückgehen. Die Hauptwasserquellen Ägyptens liegen ausserhalb des Landes und des direkten Einflussgebietes. Ohne griffige Massnahmen stellt die Auswanderung für viele die einzige Möglichkeit dar, der Wasserknappheit zu entkommen. Die Menschen von Ägypten können nur gegen Norden flüchten, im Süden liegt die Sahara, im Osten die arabische Wüste und im Westen der atlantische Ozean. Es muss im Interesse der europäischen Staaten liegen, gemeinsam mit den nordafrikanischen Staaten nach Lösungen des Wasserproblems zu suchen.
Quelle: www.trinkwasser.ch
Seen und Flüsse aber auch Grundwasservorkommen halten sich nicht an Staatsgrenzen. Rund 40 Prozent der Weltbevölkerung lebt an Seen und Flüssen, die sich mindestens zwei Staaten teilen. Wird das Wasser knapp, kann das zu Konflikten führen. Zwar wurden in den letzten 60 Jahren zirka 300 internationale Vereinbarungen über die gemeinsame Wassernutzung geschlossen. Demgegenüber stehen allerdings 37 zwischenstaatliche Konflikte, die ihre Ursache in der ungeregelten Nutzung grenzübergreifender Wasservorkommen haben. Die weltweit rund 265 grenzüberschreitenden Gewässersysteme bergen also ein konkretes Konfliktpotenzial.
Quelle Bild: http://www2.klett.de/sixcms/media.php/76/wasser.jpg
Die heutige Lage zur Versorgung der Bevölkerung mit Wasser und die Aussichten für die Zukunft geben zu grösster Sorge Anlass.
Die Landwirtschaft hat den grössten Bedarf an Wasser:
Quelle Grafik: www.trinkwasser.ch
JVO, 04/14