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London - Über die vergangenen eintausend Jahre sind die Abbildungen des "letzten Abendmahls" von Jesus Christus immer kalorienhaltiger geworden. Laut einer Studie bildeten Maler ab dem Jahr 1000 nach Christus in ihren Bildern immer auch die Essgewohnheiten ihrer eigenen Zeit ab.
Die Grösse des Hauptgerichts habe so im Verlauf von tausend Jahren um 69 Prozent zugenommen, schreiben Forscher der New Yorker Cornell-Universität in einer Studie im Fachmagazin "International Journal of Obesity". Das abgebildete Brot wurde um 23 Prozent grösser und der Teller um fast 66 Prozent.
"Die letzten tausend Jahre haben dramatische Verbesserungen bei der Herstellung, Verfügbarkeit, Sicherheit, Fülle und Bezahlbarkeit von Nahrungsmitteln gebracht", erklärt Studienmitautor Brian Wansink. "Diese Veränderungen spiegeln sich in den Gemälden des bekanntesten Abendessens der Geschichte wider."
Die Forscher analysierten für ihre Studie die 52 populärsten Bilder zum "letzten Abendmahl" seit dem Jahr 1000. Sie scannten dabei mit Computerhilfe die abgebildeten Gerichte und werteten ihre Grösse aus.
Gemäss der Überlieferung im neuen Testament fand das letzte Abendmahl während des jüdischen Pessach-Festes statt, am Tag bevor Jesus verraten und ans Kreuz geschlagen wurde. Was dabei gegessen wurde, steht nicht im Text.
In den ausgewerteten Gemälden wurde als häufigstes Gericht Fisch gezeigt (18 Prozent) gezeigt, gefolgt von Lamm (14 Prozent) und Schwein (sieben Prozent). Der Rest der Gemälde hatte keinen erkennbaren Hauptgang.
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