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Hillary Clinton und die E-Mail-Affäre: Erst der Freispruch, dann die Fakten
Im nach wie vor schwelenden Skandal um die Nutzung eines privaten E-Mail-Kontos während ihrer Zeit als Außenministerin hat eine neue Runde begonnen. Der frühere FBI-Chef James Comey soll den Fall zu den Akten gelegt haben - bevor Clinton selbst befragt wurde.
In den Jahren 2009 bis 2013 war Hillary Clinton Außenministerin der Vereinigten Staaten. In dieser Zeit war sie auch hinsichtlich ihrer beruflichen Agenden unter der E-Mail-Adresse <email-pii> zu erreichen. Tatsächlich handelte es sich dabei jedoch um eine private Adresse, die über einen privaten Server bei ihr in New York lief.
Dadurch war es etwa dem US-Außenministerium nicht möglich, auf ihre E-Mails zuzugreifen, als Clinton etwa im Jahr 2014, also nach Ende ihrer Amtszeit, zu dem zwei Jahre zuvor erfolgten Anschlag auf die US-Botschaft im libyschen Bengasi befragt wurde. Anwälte Clintons mussten in weiterer Folge ihr E-Mail-Postfach durchsuchen und übergaben anschließend 30.000 E-Mails an das Außenministerium.
Comey fiel durch Ankündigung vor den Wahlen bei Demokraten in Ungnade
Während des Wahlkampfs zur Präsidentschaftswahl 2016 ging das Tauziehen zwischen Republikanern und Demokraten um die Veröffentlichung der entsprechenden E-Mails weiter. Insbesondere der damalige FBI-Direktor James Comey rückte dabei in den Mittelpunkt. Knapp zwei Wochen vor dem Wahltag hatte dieser neue Entwicklungen in Clintons E-Mail-Affäre öffentlich gemacht. Dies soll den Demokraten nach deren eigener Lesart die Präsidentschaft gekostet haben. Damit galt Comey fortan als Königsmacher Donald Trumps.
Aktuelle Informationen werfen nun jedoch ein neues Licht auf das Handeln des damaligen FBI-Chefs. Demnach habe Comey bereits gute zwei Monate vor der gerichtlichen Befragung Hillary Clintons eine Erklärung verfasst und darin eine mögliche Strafverfolgung der damaligen Präsidentschaftskandidatin auf Grund der E-Mail-Affäre zurückgewiesen. Die Existenz dieser Erklärung geht demnach aus Kopien der entsprechenden Protokolle hervor, die zwei republikanische Senatoren am Donnerstag öffentlich gemacht hatten.