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Die deutschen Bezeichnungen für das Mountainbike-Orienteering klingen etwas merkwürdig und so hat sich für diese Sportart weder „Radwandersport“ noch die Bezeichnung „radtouristischer Mehrkampf“ durchgesetzt.
Beim Mountainbike-Orienteering geht es darum, dass sich der Radsportler mit Mountainbike, Kompass und Landkarte in unbekanntem Gebiet zurechtfindet und dabei noch zusätzlichen Aufgaben erledigt. Diese Sportart ist bereits seit den 1950er Jahren nachweisbar, wobei in der Anfangszeit natürlich noch keine modernen Mountainbikes verwendet werden konnten, sondern mit normalen Fahrrädern gefahren wurde.
Moderne Wettkämpfe im Mountainbike-Orienteering werden so ausgetragen, dass der Sportler kurz vor dem Start eine Karte zur Orientierung erhält, auf der auch die Posten eingezeichnet sind, die er anfahren muss. Auf das Erledigen kleiner Aufgaben, wie zum Beispiel dem Ausführen einer Fahrradreparatur, einer Baumbestimmung oder Erste-Hilfe Übungen wird jedoch bei modernen Wettbewerben fast immer verzichtet. Entscheidend für den Wettbewerbserfolg des Sportlers sind also in erster Linie Konzentrationsvermögen, Orientierungssinn und die Beherrschung des Mountainbikes. Zu Trainingszwecken im Sommer wird das Mountainbike-Orienteering von vielen Sportler des Ski-Orientierungslaufs betrieben. Der Erfolg dieser Sportart ist aber auf den generellen Erfolg des Mountainbikes als Sportgerät zurückzuführen. Bei den Olympischen Spielen ist es zwar nicht im Programm, es werden jedoch zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe im Mountainbike-Orienteering ausgetragen und es hat im Breitensport seinen festen Platz gefunden.