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Mo, 22. November 2021, Ralf Hersel
Es ist viereinhalb Jahre her, seit Canonical bekannt gab, den Unity-Desktop anstelle von GNOME aufzugeben, und den Fokus auf die Cloud und IoT-Geräte zu verlagern. Die Reaktionen der Community waren damals gemischt. Einige Leute mochten GNOME, andere nicht. Diejenigen, die es nicht mochten, wechselten zu anderen Desktops wie Cinnamon, MATE, KDE und Xfce. Ubuntu-Nutzer nach 2017 wissen vielleicht nicht einmal, dass es den Unity-Desktop gibt. Aber eine Gruppe von Menschen weigerte sich, Unity loszulassen. Diese Leute gründeten ihr eigenes Ubuntu-Derivat mit dem Namen "Ubuntu Unity Remix", das später einfach als Ubuntu Unity bekannt wurde.
Die Version 21.10 von Ubuntu Unity wurde letzten Monat veröffentlicht, zusammen mit den anderen Ubuntu 21.10-Derivaten.
Die Gemeinschaft, die hinter der Distribution steht, ist allerdings sehr klein. Die offizielle Website und die Bug-Tracker sind halbtot, und es gibt kaum Updates über den Fortschritt der geleisteten Arbeit. Es ist in der Tat eine gewaltige Arbeit diesen Desktop weiterzuentwickeln. Vielleicht wäre es die bessere Strategie, Unity 7 so zu belassen, wie es ist, und nur Fehler zu beheben und kleine neue Funktionen einzuführen.
Schliesslich konnte selbst Canonical mit seinen Ressourcen die Entwicklung von Unity 8.x (das mit dem Qt-Toolkit entwickelt werden sollte) nicht abschliessen, sodass es unwahrscheinlich ist, dass ein oder zwei einzelne Entwickler in absehbarer Zeit eine ähnliche Leistung alleine erbringen können. Insgesamt ist es also eine schwierige Situation für den Unity Desktop. Und ob er in den kommenden Ubuntu-Releases installierbar bleiben wird, hängt ganz von den wenigen Freiwilligen ab, die daran arbeiten.