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Wenn ich Bewerber und Bewerberinnen interviewe, ist es meine Aufgabe, während des Gesprächs Fakten zu sammeln und danach zu interpretieren und zu beurteilen. Meine Wahrnehmung kann dabei nie objektiv sein und ist immer eine subjektive Auswahl, die von meinen eigenen Vorstellungen und Erfahrungen abhängig ist.
Persönliche Eindrücke sind wichtig und beeinflussen mein Bild von einem Menschen. Ich kann und soll diesen Einfluss nicht ausschalten. Aber ich sollte mir dessen während des Gesprächs stets bewusst sein und so verhindern, in die Beobachtungsfalle zu tappen:
Kontrast-Effekt
Nach einem Gespräch mit einem sehr guten Bewerber besteht die Gefahr, dass mein Bild anderer, durchaus guter Kandidaten, schlechter ausfällt, als es ursprünglich effektiv war. Dieser Effekt gilt auch umgekehrt: ein sehr schlechter Kandidat lässt mittelmässige Bewerber tendenziell eher besser aussehen.
Erster Eindruck
Der erste Eindruck, den ich von einem Kandidaten habe, hat einen grösseren Einfluss auf meine Beurteilung. In Kombination mit der Stereotype («Menschen mit starkem Händedruck sind selbstbewusst») und dem Reihenfolge-Effekt ein häufiger Beobachtungsfehler.
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