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Dank der «Autocomplete»-Funktion erscheint bei Google automatisch das, wonach die meisten Internet-User suchen. Somit kann also ein ungefähres Bild dessen gezeigt werden, wofür sich die Internetgemeinde interessiert und wie sie denkt. Im Falle von «Women should», also «Frauen sollen», liefert die Suchmaschine folgendes: Zu Hause bleiben oder Sklaven sein. Das Uno-Gleichstellungsbüro «UN Women» greift diese Ergebnisse in ihrer aktuellen Kampagne auf. Sie wollen zeigen, dass die Benachteiligung von Frauen immer noch präsent ist.
Die Verantwortlichen haben vier Plakate entworfen, auf denen verschiedene Frauen zu sehen sind, über deren Lippen ein Balken mit dem Google-Suchfenster zu sehen ist. Dafür wurden am 9. März Begriffe wie «women should», «women shouldn't», «women cannot» und «women need to» eingegeben und die Vervollständigungen angeschaut. «Als wir die Ergebnisse sahen, waren wir schockiert darüber, wie negativ diese waren», sagt Christopher Hunt, der Kreativdirektor des Teams, in einem Statement, das auf der Homepage der «UN-Women» zu lesen ist. Für die Organisation bedeutet dieser Zustand, dass die vermeintliche Gleichberechtigung und sowie die Frauenrechte noch meilenweit entfernt sind.
Damit die Auswahl darüber, was Frauen sollen oder müssen, bei Google etwas vielfältiger wird, haben die Organisatoren eigene Vorschläge eingegeben, wie zum Beispiel: «Frauen sollen das Recht haben ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.»