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Was für deutschsprachige Ohren wie «etron» oder «itron» klingt, schreibt sich auf Französisch étron und bedeutet Kothaufen …
Die Wahl von Firmen, Marken und sonstigen Bezeichnungen ist für international tätige Unternehmen häufig ein Problem:
«Ein multinationaler Name muss in möglichst vielen Sprachen lesbar sein und dann möglichst auch noch gleich klingen. Unterschiedliche Aussprache ist die eine Herausforderung – und die kulturelle Akzeptanz eine weitere, jedoch nicht die letzte. Wer einen Namen weltweit einsetzen will, sollte auch berücksichtigen, mit welchen Begriffen er in der lokalen Sprache verwechselt werden kann.»
Und:
«Wer im globalisierten Markt einen Produkt- oder Firmennamen nutzen will, hat das Problem, dass dieser in verschiedenen Sprachen ganz anders klingt, als beabsichtigt – oder sogar eine nicht gewünschte Bedeutung haben kann.»
Ein bekanntes Beispiel ist der Mitsubishi Pajero, benannt nach einer Katzenart in Südamerika. Leider merkte Mitsubishi erst nachträglich, was Pajero auf Spanisch bedeutet. Inzwischen wird das Fahrzeug in spanischsprachigen Ländern als Mitsubishi Montero verkauft.
Umgekehrt hatte der Peugeot-Konzern mit seiner chinesischen Übersetzung «Biaozhi» kein Glück, nachdem das Wort für Chinesen anscheinend wie «Biaozhi» klingt, was Prostituierte bedeutet:
«[…] Als PSA für seine Marke dann noch ‹besten Service› versprach, war die Marke im chinesischen Markt weitgehend verbrannt.»
Das Beispiel erinnert auch den Versuch, die Wortmarke «Curve» als Unionsmarke schützen zu lassen.
Ach ja, «Audis ‹Kothaufen› verkauft sich in Frankreich gut», wie man in den Medien lesen kann …