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Quelle: Andrea Raffin / Shutterstock.com
Regisseur Woody Allen hat am Montag seine Memoiren veröffentlicht. Darin blickt der 84-Jährige auf seine Beziehungen zu Mia Farrow und deren Tochter Soon-Yi Previn zurück. Auch zu den Missbrauchsvorwürfen, die ihm seine Ex-Stieftochter Dylan Farrow entgegenbringt, nimmt er Stellung.
Mit Filmen wie „Der Stadtneurotiker“, „Manhattan“ und „Hannah und ihre Schwestern“ feierte Woody Allen (84) als Regisseur grosse internationale Erfolge; seine Beziehungen zu Kolleginnen wie Diane Keaton (74) und Mia Farrow (75) sorgten für Schlagzeilen. Am Montag hat der 84-jährige Filmemacher seine Memoiren veröffentlicht. „Apropos of Nothing“ umfasst 400 Seiten und ist im Arcade Verlag erhältlich.
Affäre mit der Stieftochter
In „Apropos of Nothing“ blickt der gebürtige New Yorker auf sein turbulentes Leben zurück. Im Vordergrund der Memoiren steht seine umstrittene Affäre mit Soon-Yi Previn (49). „Zu Beginn unserer Beziehung war unsere Lust so gross, dass wir kaum die Hände voneinander lassen konnten“, beschreibt Allen die Liaison, die 1992 für Furore sorgte – Soon-Yi war damals 22, Allen 56 und mit Previns Adoptivmutter Mia Farrow verheiratet. In „Apropos of Nothing“ beteuert der heute 84-Jährige jedoch, dass er bereits von Farrow getrennt gewesen sei, als er sich mit dem Mädchen einliess. 1997 heiratete er Previn mit der er inzwischen zwei Kinder hat; ihr hat Allen das Buch gewidmet.
Missbrauchsvorwürfe kosteten Allen den Verleger
Vor allem aber bezieht Allen in seinen Memoiren Stellung zu den Vorwürfen, die seine Ex-Stieftochter Dylan Farrow (34) seit den Neunziger-Jahren gegen ihn anbringt: Allen habe sie mehrfach sexuell missbraucht. Doch Allen hat die Vorwürfe stets abgestritten und tut dies auch in seinem Buch: „Ich habe sie nie angerührt“, schreibt er, noch habe er je etwas getan, das ihm als Missbrauch ausgelegt werden könne: „Die ganze Sache war von Anfang an nur erfunden.“
Farrows Anschuldigungen sind offenbar auch der Grund, weshalb Allen Probleme hatte, einen Verleger für das Buch zu finden: Ursprünglich sollten die Memoiren Anfang April im Hachette Verlag erscheinen, wie der „Hollywood Reporter“ berichtet. Dutzende Angestellte sollen jedoch gegen die Entscheidung des Verlags protestiert haben, darunter Allens Sohn Ronan Farrow (32). Dessen Investigativ-Recherchen waren es, die Ende 2017 den Missbrauchsskandal um Hollywood-Mogul Harvey Weinstein ans Licht brachten. Der Journalist hat die Anschuldigungen seiner Schwester Dylan stets unterstützt.