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Klassische Massagen
Als eine der weltweit ältesten Behandlungsmethoden wurden bereits in chinesischen Schriten auf dem Jahr 2600 v. Chr. Massagehandgriffe beschrieben. Aber auch in der indischen Heilkunst sind frühe Beschreibungen von Massagen in Verbindung mit ätherischen Ölen und Kräutern bekannt. Im Mittelalter geriet die Behandlungsmethode jedoch teilweise in Vergessenheit und wurde erst im 16. Jahrhundert erneut in der Medizin etabliert. Als einer der Väter der heute in der westlichen Welt verbreiteten Techniken der klassischen Massage gilt der schwedische Masseur Pehr Henrik Ling (1776-1839). Die klassische Massage wird deshalb auch als schwedische Massage bezeichnet. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden zahlreiche andere Massageformen wie Reflexzonenmassage, Bindegewebsmassage oder Lymphdrainage.
Die klassische Massage ist heute die am häufigsten angewendete manuelle Therapieform. Unter dem Begriff "Massage" versteht man die manuelle Beeinflussung der Haut, des tieferliegenden Gewebes und der Muskulatur. Hierbei werden manuell Druck- und Zugreize auf das Gewebe und die Muskeln ausgeübt. So lassen sich verspannte Musklen dehnen und entspannen. Der durch die Verspannungen entstandene Schmerz lässt sich damit lindern, die lokale Durchblutung wird gesteigert und der Zellstoffwechsel angeregt. Die Massage hat aber auch einen positiven Einfluss auf den Herzschlag, den Blutdruck, die Atmung sowie die Verdauung. Sie fördert generell die Entspannung und das Wohlbefinden.
Die klassische Massage bewirkt unter anderem:
- Lokale Steigerung der Durchblutung
- Senkung von Blutdruck und Pulsfrequenz
- Entspannung der Muskulatur
- Lösen von Verklebungen und Narben
- Verbesserte Wundheilung
- Schmerzlinderung
- Psychische Entspannung, Reduktion von Stress
- Verbesserung des Zellstoffwechsels im Gewebe