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Beide Länder wollten bereits vor vier Jahren das Abkommen zur Allgemeinen Sicherheit militärischer Informationen (GSOMIA) schliessen. Das Vorhaben wurde jedoch auf Wunsch Seouls verschoben, weil es im eigenen Land ernste Bedenken dagegen gab. Die japanische Kolonialherrschaft über die koreanische Halbinsel von 1910 bis 1945 wird von den Koreanern noch heute als tiefe Schmach empfunden.
Auch diesmal gab es in Südkorea Widerstand gegen das Abkommen. Die Oppositionsparteien warfen der Regierung der wegen eines Korruptionsskandals politisch angeschlagenen Präsidentin Park Geun Hye vor, GSOMIA ohne Rücksprache mit den Parteien bewilligt zu haben. Die Regierung argumentierte, der Zugriff auf Informationen von japanischen Satelliten und anderen Beobachtungssystemen sei notwendig, um sich besser gegen Bedrohungen durch Nordkorea schützen zu können./dg/DP/zb
(AWP)