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Eine epidemiologische Erhebung der Panamerikanischen Gesundheits-Organisation OPAS zeigt, dass sich Malaria in der Amazonasregion wieder stärker ausbreitet. Zwischen 2016 und 2017 wurde dort eine Zunahme der Zahl der Malariafälle um 48 Prozent verzeichnet.
Insgesamt sind 2017 in neun Bundesstaaten Brasiliens 174.522 Malariafälle registriert worden, während es im Vorjahr 117.832 waren. Betroffen ist laut OPAS vor allem der Bundesstaat Amazonas. In diesem wurden 2017 etwa 74.000 Erkrankungen verzeichnet, während es 2016 etwa 45.000 waren.
Einen enormen Zuwachs gab es in Pará. Dort ist die Zahl von 13.000 im Jahr 2016 auf 33.000 im Jahr 2017 gestiegen. Am stärksten ist die Zunahme der Malariafälle im Bundesstaat Tocantins ausgefallen. Laut OPAS gab es einen Anstieg von 223 Prozent. Verglichen mit den anderen Bundesstaaten ist die Zahl der Malariaerkrankungen mit 71 jedoch gering ausgefallen.
Brasilien ist nicht das einzige Land Lateinamerikas, in dem im vergangenen Jahr die Malariafälle zugenommen haben. Gleiches gilt laut Gesundheitsbehörde OPAS für Kolumbien, Venezuela und weitere sechs Länder.
Noch gibt es keine Impfung gegen die Tropenkrankheit. Eine internationale Forschungsgruppe mit Beteiligung der Universitäten São Paulos Unifesp und USP arbeiten an einer Impfung gegen das Malaria auslsösende Protozon Plasmodium vivax.
Teste an Tieren haben bereits eine bestimmte Effizienz gezeigt, wie es heißt. Vorerst ist die einzige Prophylaxe hingegen das Vermeiden mit Hilfe von Mückenschutzmitteln, entsprechender Kleidung und Mückennetzen.