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Der Zuger Volkswirtschaftsdirektor Michel lobt den Kanton Zug für dessen Erfolge bei der Siedlungsverdichtung. Von 1994-2007 stieg die Zahl der Bevölkerung und der Beschäftigten jährlich um 2,2% an; die Siedlungsfläche wuchs jedoch lediglich noch um 0,9% (Die Volkswirtschaft 9-2012, Seite 51). Sind die Zuger verdichtungsfreundlicher als die übrigen Eidgenossen? Nein, die Erklärung ist einfach: Zug hat viele Dienstleistungsbetriebe. Deren Arbeitsplätze lassen sich im Gegensatz zu jenen in Produktionsbetrieben sehr leicht in Bürohochhäusern stapeln. Jener Teil der Wohnbevölkerung, welcher nicht verdichtet wohnen wollte, wurde bequem in den Nachbarkantonen Luzern, Zürich, Schwyz und Aargau angesiedelt, von wo sie in kurzer Pendlerdistanz die Arbeitsplätze im kleinen Kanton Zug erreichen können. Der Beweis, dass Bevölkerung und Unternehmen die geplanten verdichteten Siedlungsformen akzeptieren, muss also in der Schweiz noch erbracht werden. Die von „unten nach oben“ konzipierte Raumplanung lässt da erhebliche Zweifel aufkommen.