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untervon der Mächtigkeit der letztern selbst, sondern auch noch von andern meteorologischen Verhältnissen abhängig ist.
Die Verdunstung ist für das Absinken des Grundwassers von so außerordentlicher Bedeutung, daß sie mitunter den ganzen Rhythmus der Grundwasserschwankung beherrscht und auch die Größe der Schwankung beeinflußt.
Man hat in dieser Hinsicht zwei Typen unterschieden, welche durch das Verhalten des Grundwassers in Berlin [* 3] und in München [* 4] repräsentiert werden. In München fallen mächtige Niederschläge mit scharf ausgeprägtem jahreszeitlichen Rhythmus, während die Schwankungen des Sättigungsdefizits der Luft nur gering sind, das Klima [* 5] relativ feucht ist;
in Berlin dagegen fallen schwächere Niederschläge mit verwischtem jahreszeitlichen Rhythmus, das Sättigungsdefizit ist hoch, und seine Schwankungen sind außerordentlich groß.
Dem entsprechend sind nun auch die Schwankungen des Grundwassers in Berlin viel mächtiger, fast zweimal so groß wie in München, wo durch den Umstand, daß gerade die mächtigen Niederschläge in die Zeit der größten, aber doch nicht sehr bedeutenden Trockenheit fallen, das Ansteigen gemildert wird, und wo umgekehrt der Umstand, daß das Minimum der Niederschläge noch immer eine bedeutende Höhe repräsentiert und dabei in die Zeit der größten Luftfeuchtigkeit fällt, das allzu tiefe Absinken des Grundwassers hintanhält.
Die absoluten Schwankungen des Grundwassers sind in der Regel nicht bedeutend, so betrug die Amplitude 1886 in Berlin 56 und im folgenden Jahr 29 cm, in Budapest [* 6] fand man in vier aufeinander folgenden Jahren Differenzen von 20, 29, 41, 28 cm und in München im Mittel von 28 Jahren 24,8 cm.
In der Bodenschicht über dem hat man drei Zonen unterschieden.
Die Verdunstungszone, die oberste Bodenschicht, in welcher die Niederschläge den höchsten Durchfeuchtungsgrad, die Verdunstung den höchsten Grad der Trockenheit erzeugt;
die Durchgangszone, in welcher die Verdunstung nicht mehr direkt zur Geltung kommt und ein Wassergehalt vorhanden ist, wie er infolge der Kapillarität eintritt und der absoluten Wasserkapazität des Bodens entspricht.
Dieser Wassergehalt wird stets eine gewisse Beständigkeit zeigen, ein Überschuß wird abfließen, ein Defizit, durch Verdunstung in der obern Schicht hervorgebracht, kann von untenher durch kapillares Nachsteigen gedeckt werden, die Grenzen [* 7] dieser Zone aber unterliegen bedeutenden Schwankungen.
Unter derselben folgt die Zone des kapillaren Grundwasserstandes, welche einer Durchfeuchtung entspricht, wie sie erhalten wird, wenn sämtliche Kapillarräume mit Wasser erfüllt sind, und die bis zur obern Fläche des Grundwassers reicht.
Über die Bedeutung der Grundwasserschwankungen für die Entstehung und Verbreitung der ansteckenden Krankheiten vgl. Boden.
Durch direkte Untersuchungen ist festgestellt worden, daß das
Graphophon völlig bakterienfrei ist.
Durch Spalten, Risse, Brunnen [* 8] etc. in größere Tiefe gelangte Mikroorganismen vermögen sich im G. nicht zu verbreiten, weil sie durch die große Filtrationskraft des Bodens (s.d.) zurückgehalten werden.
Zur Messung der Tiefe des Grundwasserspiegels unter der Erdoberfläche dürfen nur solche unter Verschluß gehaltene Brunnen dienen, welche gar nicht benutzt werden oder längere Zeit sich in Ruhe befunden haben.
Zum Messen des Wasserstandes im Brunnen dient ein mit Kreide [* 9] bestrichener Stab [* 10] oder ein Bandmaß, an dessen Nullpunkt ein 30 cm langer Stab hängt, der in Entfernungen von 1 cm kleine Näpfchen trägt.
Die Länge des Bandmaßes in Zentimetern vom Nullpunkt bis zum Oberflächenfixpunkt, addiert zu der Anzahl von Zentimetern, welche durch die beim Herablassen des Bandes nicht gefüllten Schälchen angegeben wird, entspricht dem Grundwasserstand.
Genauere Messungen erhält man durch einen unten mit Schwimmer versehenen Maßstab, [* 11] bei welchem der Nullpunkt mit dem Grundwasserspiegel zusammenfällt. Da die Vertikalbewegung des Grundwassers stets sehr langsam erfolgt, so genügt es in den meisten Fällen, die Messungen monatlich zweimal vorzunehmen.
Die Mächtigkeit der Grundwasserschicht, d.h. der Abstand des Grundwasserspiegels von der undurchlässigen Schicht, läßt sich nur durch Bohrungen ermitteln.