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Titel
Hierarchie
(grch.), eigentlich Herrschaft der Heiligen, bedeutet soviel wie Priesterherrschaft, wobei es gleichgültig ist, ob die Priester unter einem Oberhaupte oder unter mehrern stehen. Bei den Israeliten gab es verschiedene Priesterklassen, von denen jede ihren Vorsteher hatte und deren gemeinsames Oberhaupt der Hohepriester war. Innerhalb der christl. Kirche begegnen uns erst seit dem 2. Jahrh. die Anfänge der Vorstellung von einem christl. Priestertum, welches die Fortsetzung des alttestamentlichen sei, und von einer besondern Geistesbegabung des Priesterstandes (des Klerus, d.h. des Erbteils Gottes) im Unterschiede vom christl. Volk (den Laien).
Seit Mitte desselben Jahrhunderts entwickelte sich auch der monarchische Episkopat als das von Christo selbst eingesetzte, von ihm den Aposteln durch feierliche Handauflegung übertragene und dann weiter in gleicher Form und mit gleichen Wirkungen auf die Nachfolger der Apostel bis zum heutigen Tage übergegangene Amt (Lehre [* 2] von der apostolischen Succession). (S. Bischof.) Seitdem unterschied man drei Kirchenämter: Bischöfe, Presbyter und Diakonen, zu denen später noch die Subdiakonen und verschiedene andere Klassen niederer Kirchendiener traten: Akoluthen, Exorcisten, Lektoren, Ostiarier.
Nach älterer Anschauung sollten alle, welche die Priesterweihe empfangen hatten, einander gleich ¶