Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03570.jsonl.gz/842

Bevor er mit dem schrägen Metal-Outfit Zeni Geva sein bislang «zugänglichstes» Projekt startete (1987), und nachdem er mit einer Butoh-Ausbildung im Rücken begonnen hatte, als Solo-Gitarrist aufzutreten, und zwei Jahre an der Seite von Masami Akita mit Merzbow unterwegs war, gründete Kazuyuki Kishino aka K.K. Null mit A.N.P. («Absolut Null Punkt») sein bisher wohl destruktivstes Projekt.
In seiner Biographie (kknull.com) als improvisierendes Rock-Trio bezeichnet, liegen bei der Musik, wie sie das Debut «Killsonic Action» (1984) auf dem deutschen Dossier-Label dokumentiert, Begriffe wie post-industrielles Chaos, post-apokalyptischer Doom, Grenzerfahrung der dritten Art auf der Hand.
Ein Festival in St. Petersburg hat A.N.P. für einen Auftritt eingeladen, weshalb Null, entsprechend seiner Entwicklung, eine neue Version des Projekts mit Seijiro Murayama, dem Original-Drummer von Keiji Hainos weit über Japan hinaus einflussreichem Trio Fushitsusha, begründet hat.
Schwingt Null bei Zeni Geva, wenn nicht mehr eine imposant lange Mähne, noch immer die Gitarre, hat sich der mittlerweile kahlgeschorene Bühnen-Derwisch seit einer Weile vermehrt mit elektronischer Musik beschäftigt, und so ist A.N.P. 2004 geprägt vom Zusammenspiel seiner Live-Electronics («Nullsonics») mit einem Schlagzeug, die Musik, eher als die direkte Erfahrung akustischer Gewalt, diejenige vom Aufeinanderprallen von Naturgewalten auf der erdabgewandten Seite des Universums vermittelnd.