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Macron hatte nach eigenen Angaben vor seiner Rede im Plenum des Europarats den ukrainischen Filmemacher Oleg Senzow in Strassburg getroffen. Senzow war vor kurzem bei einem Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine freigekommen. Senzow habe ihm gegenüber betont, dass die Freiheit anderer genauso respektiert werden müsse, wie die eigene, sagte Macron in seiner Ansprache im Rahmen der Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Staatengeminschaft.
Russland hatte erst kürzlich wieder alle Rechte als Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates zurückerhalten. Sie waren wegen der Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel Krim sowie wegen der Unterstützung prorussischer Separatisten im Kriegsgebiet der Ostukraine vorübergehend entzogen worden. Die ukrainischen Abgeordneten nahmen aus Protest über die Rückkehr Russlands nicht an der Herbst-Sitzung des Gremiums teil und verpassten Macrons Rede.
Der Europarat mit Sitz in Strassburg wurde 1949 gegründet. Seine Aufgabe ist es, über die Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit in seinen 47 Mitgliedstaaten zu wachen - darunter Länder wie die Türkei, Russland und die Ukraine. Die Staaten können vor dem dazugehörigen Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) wegen Verstössen gegen die Europäische Menschenrechtskonvention zur Rechenschaft gezogen werden. Der Europarat ist keine Institution der Europäischen Union./ari/DP/zb
(AWP)