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Schöllkraut, Goldwurz - Chelidonium majus - BIOSAMEN
Beschreibung
Dem Schöllkraut wurden bereits im Altertum große Heilkräfte zugeschrieben. Im Mittelalter interpretierte man den Namen Chelidonium als caeli donum= Himmelsgeschenk. Das Schöllkraut war Sinnbild für ein ausgeglichenes Leben. Ein Amulett mit Schöllkraut konnte aggressive Menschen beruhigen. Die Alchemisten versuchten aus der Wurzel Gold herzustellen. Daher rühren die Namen Goldkraut und Goldwurz. Nach der Signaturenlehre verwendete Paracelsus das Schöllkraut gegen Gelbsucht. Hieronymus Bock beschreibt in seinem Kräuterbuchausführlich die vielseitigen Anwendungen des Schöllkrauts zu seiner Zeit (1565).
Albrecht Dürer litt schwer unter Malaria, Milzbeschwerden und Leberschwellung. Er sandte seinem Arzt ein Selbstbildnis, auf dem er auf die schmerzenden Stellen hinzeigte. Das vom Arzt verordnete Schöllkraut half Dürer, der zum Dank ein Bild vom Schöllkraut malte. Dieses befindet sich heute in Wien in der Albertina. In der chinesischen Kräutermedizin ist das Schöllkraut ebenfalls hoch angesehen.
In der Volksmedizin wird es auch gegen Warzen angewendet.
Das Schöllkraut enthält eine Reihe von Alkaloiden, von denen über 20 isoliert und chemisch identifiziert wurden. Die Alkaloide sind sowohl in den oberirdischen Teilen der Pflanze wie auch in der Wurzel vorhanden. Im Herbst konzentrieren sie sich in der Wurzel, die dann hochgiftig wird.
Das Schöllkraut erreicht Wuchshöhen von 30 bis 50 cm.
Tüteninhalt: 50 Korn
Standort Sonne bis Halbschatten.
Aussaat:
Im Spätherbst oder Frühwinter, Saatgefässe im Freien lassen damit im Winter der Frost einwirken kann; Schneebedeckung ist von Vorteil. Das Aussaatsubstrat darf nie ganz austrocknen. Im März bis April keimen dann die Pflänzchen.
Das Saatgut ist Certified Organic (biologisch) angebaut. (CERTIFIED ORGANIC by Oregon Tilth).
Foto: Mick E. Talbot CC-BY-SA-2.0
Quellen: Wikipedia