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L. (Kalmus), eine zur Familie der Araceen (s. d.) gehörende Pflanzengattung, die ursprünglich in Ostindien
einheimisch ist. Eine einzige Art dieser Gattung, der gemeine Kalmus Acorus Calamus L., s. Tafel: Araceen,
Fig.
9), hat sich seit dem 15. Jahrh. auch in Europa eingebürgert und ist eine bekannte
Sumpfpflanze an Teichen und Flußufern, besonders sandiger Gegenden. Die zwitterigen grünlichen Blüten sitzen dichtgedrängt
auf einem an der Seite eines blattähnlichen Schaftes stehenden Kolben; sie haben ein sechsteiliges Perigon,
sechs Staubgefäße und einen 2-3fächerigen Fruchtknoten.
Der Kalmus trägt in unserm Klima nie Früchte und vermehrt sich allein durch kriechende Verzweigung seines Wurzelstockes.
Dieser Wurzelstock, fälschlich Kalmuswurzel genannt, ist unter dem Namen Rhizoma Calami ein geschätztes Arzneimittel. Das
Kalmusrhizom ist daumendick, längsrunzelig, auf der Unterseite mit zickzackartig gestellten Quernarben
versehen, die von den Ansatzstellen der Wurzeln herrühren. Im Handel ist diese Drogue meist geschält. Kandierter Kalmus war
früher ein beliebtes Magenmittel. Das in der Rinde zu etwa 2 Proz. enthaltene ätherische Öl
(Oleum Calami) wird in der Medizin zuweilen noch in magenstärkenden Pulvergemischen und zum Parfümieren von
Zahnpulver verwendet. Hauptsächlich dient es zur Liqueurbereitung. Die übrigen Arten der Gattung Acorus sind ebenfalls aromatisch
und werden auf gleiche Weise angewendet. So wird in China der grasartige Kalmus (Acorus gramineus Aït.) angebaut. Den Ingwer nennt
man oft Indischen Kalmus.