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VILLARDIN
Die Herren von Wallardens begegnen uns seit dem Jahre 1255, deren Familie aber schon 1334 im Mannesstamm erlosch. Der Besitz kam dann durch Heirat an die Familie von Glane, die aber nicht identisch ist mit dem berühmten Freiburger Geschlecht, sondern es ist eine andere Familie, die man in ihrem ältesten Gliede mit Rudolf von Glane, Bürger von Moudon, 1281 nachweisen kann. Im Jahre 1413 heiratete Jakob von Glane die Tochter des Gerhard von Stäffis und erwarb dadurch die Herrschaft Cugy und die Mitherrschaft von La Moliere. Ausserdem wurde er für den Herzog von Savoyen Burgherr von Stäffis, so dass man diese Zeit wohl als den Höhepunkt für das Haus Glane bezeichnen darf. Es behielt die Herrschaft Villardin, bis sie im Jahre 1577 durch Erbschaft an die Familie Loys von Lausanne kam, bei der sie fast zweihundert Jahre blieb. 1767 verkaufte sie Paul de Loys an Franz Prosper Nikolaus von Castella, der damals Vogt von Rue war. Unter seinem Sohne machte 1798 die Revolution mit dem Feudalwesen auch seiner Herrschaft ein Ende.
Die Burg Villardin lag auf dem steilen Felsenufer am Zusammenfluss der Broye und des Vuaz, nicht weit von Rue. Sie war schon im 16. Jahrhundert völlig zerstört. Denn als 1579 Cathelin Loys durch Freiburg mit der Herrschaft belehnt wurde, spricht sie davon, dass ihre Vorfahren hier ehemals einen befestigten Sitz hatten, dessen Reste noch vorhanden seien. Im Jahre 1832 standen, nach Kuenlin, noch eine Mauer und ein Tor aufrecht. Heute findet man noch ein paar kleine Mauerreste und Erderhebungen, und es wird nicht mehr lange dauern, bis auch diese Spuren verschwunden sind, da das Gelände als Steinbruch ausgebeutet wird.
Bibliographie