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Belgiens Abgeordnetenkammer für Beschränkung der KKW-Lebensdauer
Die belgische Abgeordnetenkammer hat am 6. Dezember 2002 mit 86 Ja- gegen 49 Nein-Stimmen bei 5 Enthaltungen ein Gesetz verabschiedet, das mit dem Verbot des Baus neuer Kernkraftwerke und der Begrenzung der Betriebsdauer der bestehenden auf 40 Jahre ab 2015 bis 2025 einen schrittweisen Ausstieg des Landes aus der Atomenergie zum Ziel hat.
Der Gesetzesentwurf wurde bereits im März dieses Jahres von der Regierung gutgeheissen. Der nun gefällte Entscheid folgt einer entsprechenden Empfehlung der Wirtschaftskommission des Parlaments. Das Gesetz wird als nächstes dem Senat unterbreitet.
Belgien gewinnt rund 60% der elektrischen Energie aus seinen sieben Kernkraftwerkseinheiten. Wie die Leistung der KKW nach einem Ausstieg ersetzt werden soll, ist im Moment noch nicht geklärt. Françoise Vanthemsche, Sprecherin von Electrabel, der Betreiberin der belgischen Kernkraftwerke, kommentierte den Beschluss folgendermassen: "Wir bedauern diesen Entscheid, da es heute keinen einzigen Grund, sei er technischer, wirtschaftlicher oder ökologischer Natur, gibt, die Kernkraftwerke vorzeitig abzuschalten."
Quelle
H.R. nach NucNet vom 6. Dezember 2002