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Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist ein theoretischer und abstrakter Begriff. Er geht von einem theoretischen Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage aus und berücksichtigt die konkrete Arbeitsmarktlage nicht. So umfasst er in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch tatsächlich nicht vorhandene Stellenangebote und sieht von den fehlenden oder verringerten Chancen Teilinvalider, eine zumutbare und geeignete Arbeitsstelle zu finden, ab. Die Anwendung dieses Begriffes dient der IV als Abgrenzung zum Leistungsbereich der Arbeitslosenversicherung (AVIG), welche vom tatsächlichen Arbeitsmarkt ausgeht.
Der Begriff wird in Art. 7 ATSG verwendet und beschreibt die Annahme, dass motivierte arbeitsfähige Personen im Arbeitsmarkt eine ihren Fähigkeiten entsprechende Anstellung finden können.