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Vitalstoffe werden auch Mikronährstoffe genannt. Darunter versteht man jene Substanzen, die der menschliche Körper für einen gut funktionierenden Stoffwechsel benötigt. Darunter werden umgangssprachlich vor allem auch jene Stoffe verstanden, die der Gesundheit förderlich sind. Der Sammelbegriff Vitalstoffe wurde vom Chemiker Hans Adalbert Schweigart 1935 geprägt.
Vitalstoffe
Vitalstoffe (lat. vita = Leben) sind lebensnotwendige Substanzen, die in pflanzlichen oder tierischen Nahrungsmitteln enthalten sind.
Zu den Vitalstoffen gehören:
Vitamine
Mineralstoffe/Spurenelemente
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele Vitalstoffe werden mit der Nahrung aufgenommen, da der Organismus sie nicht oder nur ungenügend selbst herstellen kann. Während Nährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiss) Energielieferanten sind und in grösseren Mengen aufgenommen werden müssen, braucht der Körper Vitalstoffe nur in geringen Mengen. Sie sind deswegen aber nicht weniger wichtig, sind sie doch an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt.
Vitamine
Dem polnischen Biochemiker Casimir Funk gelang 1912 die Isolierung einer stickstoffhaltigen Verbindung (ein Amin bzw. Thiamin, heute Vitamin B1 genannt), die erfolgreich gegen die Vitaminmangelerkrankung Beri-Beri eingesetzt wurde. Die Krankheit, die mit Apathie und Lähmungserscheinungen einherging, tauchte Anfang des 20. Jahrhunderts plötzlich in Indonesien auf. Entdeckt wurde die Krankheit in einem Gefangenenlager in Batavia (heute Jakarta), nachdem Reisschälmaschinen auf dem Markt waren. Seither bekamen die Gefangenen weissen statt wie bisher braunen Reis zu essen. Sie litten in der Folge an Mangelerkrankungen, da ihnen das in der Reishülle gelagerte Vitamin B1 fehlte. Aufgrund seiner Entdeckung nannte Funk das Amin, «Lebens-Amin», also Vitamin.
Vitamine sind organisch-chemische Verbindungen, die der Organismus überwiegend nicht selber bilden kann. In kleinen Mengen sind Vitamine wichtige Regulations- und Baustoffe, die an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt sind. So fungieren sie beispielsweise als Co-Faktoren für enzymatische Reaktionen, als Regulatoren des Calcium-Spiegels und als Schutzstoff gegen oxidative Zellschäden.
Mineralstoff-Wissenstest
Wie gut kennen Sie sich mit Mineralstoffen aus? Machen Sie den Test! (Foto: © SDV)
Zu den fettlöslichen Vitaminen zählen die Vitamine A, D, E und K. Fettlöslich heisst:
Sie können im Körper nur in Verbindung mit Fett aufgenommen werden.
Sie können im Körper über Monate und Jahre gespeichert werden. Zum Beispiel in der Leber oder im Fettgewebe.
Zu den wasserlöslichen Vitaminen zählen die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, B12, Folsäure, Biotin und das Vitamin C. Wasserlöslich heisst:
Sie können im Körper nicht gespeichert werden.
Sie werden über den Harn ausgeschieden.
Mineralstoffe / Spurenelemente
Mineralstoffe und Spurenelemente sind anorganisch-chemische Verbindungen. Sie liegen in trockenem Zustand als Salze vor. Mineralstoffe sind besonders für die Konstanz des Wasserhaushaltes, die Zellregulation (Säure-Basen-Haushalt), den Energiestoffwechsel und den Knochenaufbau wichtig.
Wichtige Mineralstoffe sind:
Kalzium, Magnesium, Natrium, Chlor, Kalium und Phosphor.
Sie sind im Gegensatz zu den Spurenelementen in grossen Mengen im Organismus enthalten.
Wichtige Spurenelemente sind:
Eisen, Zink, Kupfer, Jod, Mangan, Selen, Molybdän, Chrom und Kobalt.
Sie sind in geringen Mengen im Organismus enthalten.
Sekundäre Pflanzenstoffe
Sekundäre Pflanzenstoffe kommen in Pflanzen vor. Sie zählen nicht zu den Vitaminen und nicht zu den Mineralstoffen. Sie haben aber dennoch Einfluss auf den Stoffwechsel. Sie regen das Immunsystem an, hemmen Entzündungen, verhindern die Ausbreitung von Bakterien und wirken abschwellend.
Wichtige sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Wirkung:
Carotinoide: antioxidativ, immunmodulierend
Sulfide: antimikrobiell, antioxodativ, immunmodulierend, entzündungshemmend
Saponine: antimikrobiell, immunmodulierend, cholesterinsenkend
Phytoöstogene: antioxidativ