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***** Knappe Fünf. Der Titel des Albums ist der Titel einer Kurzgeschichtensammlung Isaac Asimovs (I, Robot). Eric Woolfson bezeichnete dieses Album als "a view of tomorrow through the eyes of today". Ein zweifellos sehr gutes zweites Album der Band, aber im Vergleich zum Debutalbum, doch ein wenig enttäuschend. #30 in GB.<br> Dernière édition: 08.01.2007 13:47
****** Nach dem überraschenden Erfolg des Erstlings Tales Of Mysterie And Imaginations ging The Alan Parsons Projekt im Sommer mit I Robot in die zweite Runde. Zwischen Dezember 1976 und März 1977 bastelten die A.P.P. Macher Alan Parons und Eric Woolfson zusammen mit einer erlesenen, zum größten Teil schon am ersten Album beteiligten Crew an ihrem zweiten Projekt. Wem schon Tales... gefallen hat, der mit I Robot auf keinen Fall enttäuscht. Ganz im Gegenteil. Wenn man sich einmal das Cover betrachtet, könnte man meinen, bei I Robot handelt es sich um ein Album von Pink Floyd. Was kein Wunder ist, stammt die surreale Bildgestaltung wie viele Pink Floyd Cover von Hypgnosis. Und auch die ersten Takte des Titelstücks erinnern zunächst an Pink Floyd. Da brummt und surrt ein Synthesizer und verbreitet eine eigenartige, fast beängstigte Atmosphäre. Die Synthesizer gehen in eine hohe Frauenstimme über, bei der am im weiteren Verlauf allerdings nicht definieren kann, ob es sich um eine menschliche Stimme oder um einen Synthesizer handelt. Der Rest des Openers ist dann weniger experimentell, sondern ist eines jener A.P.P. Instrumentals, bei welchem man sofort heraushört, wer hier spielt. Weniger spektakulär ist I Wouldnt Want Wo Be Like You, eine interessante Mischung aus Pop und etwas Soul. Als Singleauskopplung bescherte dieses unspektakuläre aber doch ungemein prägnante Stück dem A.P.P. im Spätsommer 1977 einen soliden Top 40 Hit in den US-Singlecharts. Das gleiche gilt auch für die weiteren Stücke auf Seite 1 Some Other Time, Breakdown und Dont Let It Show (als zweite Singleauskopplung zur Jahreswende 1977/78 ein kleiner Hit in den US-Charts), allesamt exzellente Kompositionen mit versteckten Feinheiten und z.Zt. bombastischen Arrangements (etwa in Breakdown). Seite 2 klingt da wesentlich experimenteller, das Experimentellste, was Alan Parsons und seine Crew je eingespielt haben. Es beginnt mit dem pulsierenden The Voice, ein über 5 Minuten langes Stück, das seinen besonderen Reiz aus der Stimme des ehemaligen Alan Parsons Schützlings Steve Harleys gewinnt. Mit Sicherheit ist The Voice nicht jedermans Sache, gehört aber meines Erachtens zu den stärksten Stücken im Gesamtwerk von A.P.P. Das Stück ist ungemein eingängig und unterlegt mit einer unterschwellig bedrohlichen Atmosphäre. Nahtlos geht The Voice in das Instrumental Nucleus über. Das zweite und letzte Gesangsstück auf Seite 2 von I Robot ist Day After Day (The Show Must Go On), ist eines jener unspektakulär erscheinenden A.P.P. Stücke, die einfach hängen bleiben. In den beiden restlichen Stücke, die Instrumentals Total Eclipse und Genesis Ch. 1 V. 32 geht es recht experimentell zu und zeigen deutliche Parallelen zu Pink Floyd auf, ohne allerdings in irgendeiner Form eine Kopie zu sein. Mit I Robot ist Alan Parsons ein ganz großer Wurf gelungen, ist es meines Erachtens neben dem Debütalbum von 1976 sein bestes Werk. Nicht umsonst erfreute es sich vor allem in Deutschland enormer Popularität und landete in den Jahren 1978 und 1979 in den Jahresauswertungen der LP-Hitparade weit oben. Wer einmal ein außergewöhnliches Werk der späten 70er Jahre kennenlernen möchte, der sollte sich unbedingt "Robot" anhören. Dieses sehr vielschichtige und abwechslungsreiche Album verliert auf nach dem wer-weiß-wie-vielten Male nichts von seiner Faszination, weil es hier viel zu entdecken.<br>
**** Vor 30 Jahren der Fortschritt in Sachen Elektro-Sounds..aber es gab ja auch noch Kraftwerk, die überzeugender, zumindest bei den Kritikern, waren..<br>Gesamtfazit: 4.55*<br>Zuletzt editiert: 31.01.2011 16:41<br><br>3,4 Tracks (1,3,6,10) kann man hervorheben, müssen tut man keinen. Für mich das schwächste APP Album.<br> Dernière édition: 13.11.2020 06:06
***** Nachdem auf dem grandiosen ersten Album die unheimlichen Geschichten von Edgar Allan Poe thematisiert wurden, widmeten sich Alan Parsons und Eric Woolfson mit dem Niedergang der Menschheit durch die von ihr selbst geschaffenen Roboter einem weiteren düsteren Thema. Und auch die Musik klingt teilweise wieder so spannend und beklemmend wie auf ihrem ersten Album.<br>Beste Songs sind die beiden prächtig gelungenen Balladen 'Some Other Time' und 'Don't Let It Show' sowie das furiose sich ins bombastische steigernde Instrumental 'Genesis Ch.1 V.32' ganz am Ende des Albums. Auch alle anderen Stücke sind sehr gelungen, sogar die beiden etwas schrägen Instrumentals 'Nucleus' und 'Total Eclipse' passen gut in das Gesamtkonzept. Das Album erreichte in UK # 26, USA # 9 und in D # 2. Für mich klare 5 * mit Tendenz zu 6 *.
**** ... ich war damals schon sehr enttäuscht, als das mit Spannung erwartete neue Album herauskam ... war für mich ein ziemlicher Abfall gegenüber dem hervorragendem Debut ... inzwischen kann ich mich jedoch schon etwas mehr damit anfreunden und finde es insgesamt gut ...
****** Das Debütalbum war eine Weltklasseproduktion - so ist es wenig verwunderlich dass man sich im Hause Parsons/Woolfson beim zweiten Werk daran orientiert hat. Auch I Robot ist ein schönes Konzeptalbum. In meinen Augen von der Stimmung nicht ganz so finster wie sein Vorgänger, aber doch recht düster. Insgesamt muss ich aber feststellen, dass es nicht das ganz das Spitzenniveau des Vorgängers erreicht. Die Instrumentals empfand ich bei ToMaI als mitreißender (v.a. Arrival und Pavane) und auch die übrigen Titel von dieser Platte sind nicht auf dem Niveau von "The Raven" oder "Cask of Amontillado". Der stärkste Titel auf I Robot ist für mich "Some Other Time", aber auch die anderen melancholischen Songs gefallen mir gut ("Don't Let it Show", "Day after Day"). Der Closer ist ein prächtiges Werk mit einer fortwährenden Steigerung bis zum bombastischen Schluss.<br><br>Unterm Strich ist das Album ein Parsons-Album nach Maß. Feinstens arrangiert, abwechslungsreich instrumentalisiert, perfekt abgemischt und mit starken Stimmen. Und von dem Album besitze ich ein Fan-Shirt mit dem Roboter-Kopf vom Cover auf der Vorderseite - habe ich bei meinem ersten Alan Parsons-Konzert ergattert. Also keine Frage: 6 Sterne ;-)
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