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<h2>SubmittedText<h2><p>1. Wurde der Bundesrat von der ETH (Autonomie) ins Bild gesetzt und ist sich der Bundesrat dieser Folgen bewusst?</p><p>2. Was gedenkt der Bundesrat zu tun, um schwerwiegende Verluste im Bereich der Holzforschung sowie der Holzkonstruktionslehre zu verhindern?</p><p>3. Welche Strategie, welche Berufausbildung (im Kontext zur internationalen Anerkennung) will der Bundesrat unterstützen bzw. mit Beiträgen (z. B. in Leistungsaufträgen) sichern?</p><p>4. Kennt der Bundesrat die Umwandlungsvorschläge und deren finanzielle Folgen für den Bund bei der (Holz)Fachhochschule Biel bzw. ist er bereit, deren international anerkannte Forschungsabteilung als nationales Kompetenzzentrum speziell zu regeln?</p><p>5. Welche Massnahmen für die Ausbildung und Forschung in Forstwesen und Holztechnik sollen die ETH und Empa beibehalten oder in neuer Form übernehmen?</p><p>6. Wie soll künftig die Aufgabenteilung Fachhochschulen und ETH geregelt werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Holz ist einer der wenigen natürlichen Rohstoffe der Schweiz und nimmt als solcher eine Sonderstellung ein. Die Holz- und Forstwissenschaften, Holztechnologie sowie Holzkonstruktionen verfügen in der Schweiz über eine lange Tradition. Der Bundesrat erwartet, dass die Schweiz in den Forst- und Holzwissenschaften über eine international anerkannte Lehre und Forschung verfügt, dies sowohl im ETH-Bereich wie auch auf Fachhochschulstufe. Zur Vermeidung von Doppelspurigkeiten einerseits und zur Schaffung von Synergien andererseits soll eine sinnvolle Aufgabenteilung zwischen dem ETH-Bereich und den Fachhochschulen angestrebt werden. Diese Aufgabenteilung ist zurzeit noch nicht festgelegt.</p><p>Entsprechend diesen Ausführungen nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:</p><p>1. Der Bundesrat ist mit dem Sachverhalt vertraut und hat zudem Kenntnis davon, dass die Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft, Lignum, vom Präsidium des ETH-Rates die Zusicherung erhalten hat, dass der ETH-Bereich weiterhin eine starke Rolle im Holzbereich spielen wird.</p><p>2. Der Bundesrat wird im Rahmen der Erteilung des nächsten Leistungsauftrages (2004-2007) prüfen, dem ETH-Bereich den Auftrag zu erteilen, eine international anerkannte Lehre und Forschung im Bereich der Holzwissenschaften und Holztechnologie sicherzustellen.</p><p>3. In der Schweiz existiert ein breites Ausbildungsangebot im Bereich der Holzwissenschaften. In Biel können auf der Stufe "Höhere Fachschule" Ausbildungsgänge für Techniker TS in Holzbau, Holztechnik und Holzindustrie absolviert werden.</p><p>Die in der Interpellation erwähnte Schweizerische Hochschule für die Holzwirtschaft (SH-Holz), die Teil der Berner Fachhochschule ist, bietet seit 1997 den Studiengang Holzingenieur mit drei Vertiefungsrichtungen an. Das EVD prüft zudem gegenwärtig die versuchsweise und befristete Genehmigung eines u. a. mit der ETH Zürich koordinierten Studiengangs "Forstwirtschaft", der an der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft in Zollikofen angeboten werden und die Ausbildung zum Forstingenieur FH ermöglichen soll. Hinzu kommen die Studienangebote an den ETH Zürich und ETH Lausanne. Basierend auf diesem Hintergrund drängt sich eine spezielle Regelung nicht auf.</p><p>4. Der Bundesrat hat mit der offiziellen Anerkennung des Nationalen Kompetenznetzwerks "netzwerkholz" im Jahre 2000 optimale Voraussetzungen geschaffen, um den Austausch von Kompetenzen auf dem Holzsektor zwischen den Fachhochschulen und weiteren Institutionen aus dem Hochschul- und Universitätsbereich (gegenwärtig: ETHL und Empa) in der Schweiz synergetisch zu nutzen.</p><p>Die Forschungsstätte an der SH-Holz spielt bereits heute eine wichtige Rolle in diesem Netzwerk. Sie stellt gleichzeitig den im Fachhochschulgesetz festgehaltenen Leistungsauftrag zur Durchführung von anwendungsorientierter Forschungs- und Entwicklungsarbeit sicher. Basierend auf diesem Hintergrund drängt sich eine spezielle Regelung nicht auf.</p><p>5. Aufgrund der Autonomie des ETH-Bereiches liegt die Verantwortung für die Umsetzung der generellen Vorgabe nach einer international anerkannten Lehre und Forschung beim ETH-Rat.</p><p>6. Die Frage, wie künftig die Aufgabenteilung zwischen Fachhochschulen und ETH-Bereich geregelt werden wird, ist noch offen. Als Grundsatz gilt aber, dass die Aufgabenteilung in Absprache der beteiligten Partner und der Interessenverbände festgelegt wird.</p><p>Sowohl der ETH-Bereich (Art. 3 des ETH-Gesetzes; SR 414.110) wie die Fachhochschulen unterliegen der Pflicht (Art. 9 des Fachhochschulgesetzes; SR 414.71), eine zweckmässige Zusammenarbeit und gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen anzustreben.</p>  Antwort des Bundesrates.