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Von der Schule für arme Kinder zur modernen Schuleinheit
Was für die Kinder reicher Eltern schon lange üblich war, wurde in Töss um 1606 auch armen Kindern ermöglicht: die Schule zu besuchen. Beim Amt für Kirche und Schule wird zum ersten Mal ein Beitrag an Geld und Naturalien für die Einführung und den Bestand einer Schule mit eigenem Lehrer und den Schulbesuch armer Kinder erwähnt. Als erster Lehrer wurde David Meier angestellt, der jedoch mit seinem Lohn nicht zufrieden war. So steht geschrieben, „zum Anfang keiner anderst nit Schule halten wollte, man gebe ihm dann über den Kindern bestimmte Wochenlohn auch 2 Mt. Kernen* zur Besoldung“. Diese Lohnaufbesserung wurde ihm gewährt und somit war der Grundstein der Schule Töss gelegt.
Durch die industrielle Revolution in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderst, wuchs die Bevölkerung in Töss stetig. Nachdem die Schule in alten Zeiten noch in Privathäusern untergebracht war, zogen die Primarschüler von Töss 1825 ins neu erstellte „Gmeindhüsli“, in dem neben dem Gemeindeamt auch zwei Schulzimmer zur Verfügung standen. Darin wurden zwei Klassen zu 100 und 120 Schülern unterrichtet. Ursprünglich war das „Gmeindhüsli“ zweistöckig erbaut, wurde aber fünf Jahre später wegen Platzmangel um eine Etage aufgestockt, wobei es gleichzeitig ein mit vier Zifferblättern und einer Uhr versehenes Türmchen erhielt. Als 1832 die obligatorische Schulpflicht eingeführt wurde, platzte die Schule Töss bereits aus allen Nähten. Die Primarschüler besuchten in Töss die Schule, Sekundarschüler mussten jedoch vorerst in die Altstadt die Schule.
1891 entstand das heutige Schulhaus Gutenberg mit einer eigenen Turnhalle, damals
„Schulhaus bei der Kirche Töss“ genannt.
Weitere Informationen zur Schule Gutenberg - Töss