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Filesharer kaufen mehr Musik
Eine neue Studie bringt ans Tageslicht, was viele P2P-Anhänger schon länger behaupten: Filesharer haben mehr gekaufte Musik in ihrer Sammlung als Menschen, die nicht in Tauschbörsen aktiv sind.
Seit dem Aufkommen von Napster in den 90er Jahren werden die grossen Musiklabels nicht Müde, ihr Mantra zu wiederholen: «Jeder illegal heruntergeladene Song bedeutet einen Einnahmeverlust für uns». Diese Aussage sei hanebüchen, wurde von den Peer-to-Peer-Anhängern immer wieder betont. Gerade die Filesharer interessierten sich ja viel mehr für Musik und seien darum eher bereit, einen wirklich «guten» Künstler mit dem Kauf von Songs zu unterstützen.
Jetzt bestärkt eine neue Studie der Columbia University in New York diese These. Die Studienverfasser haben mit telefonischen Interviews die Musiksammlungen von tausenden von Personen in den USA und Deutschland analysiert.
Filesharer besitzen 30% mehr gekaufte Musik-Files
Was wenig erstaunt ist die Tatsache, das Filesharer die grössere Musiksammlung haben, als Personen, die nicht an Filesharing-Netzwerken teilnehmen. Jedoch ist der Anteil an gekaufter Musik bei den Filesharern höher. Jeo Karaganis, ein Studienleiter schreibt dazu: «Unsere Daten zeigen eine klare Tendenz: Die grössten Musikpiraten geben am meisten Geld für Musik aus».
Die Studie reiht sich nahtlos in ähnliche gelagerte Untersuchungen ein. So wurde schon früher dokumentiert, dass Menschen, die mehr Musik downloaden, auch mehr CDs kaufen. Eine andere Studie hält fest, dass Musikpiraten 10 Mal eher Musik kaufen würden, als ihre Personen, die sich nicht als Musikpiraten bezeichnen.