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Jury des Internationalen Wettbewerbs – Cutting Edge
Barbara Albert
BARBARA ALBERT (*1970, Wien, AT) studierte zunächst Theaterwissenschaft, Germanistik und Publizistik und ab 1991 Regie und Drehbuch an der Filmakademie in Wien. Ihr Langspielfilm-Debüt Nordrand wurde 1999 am Filmfestival Venedig mit dem Preis für die beste Darstellerin (Nina Proll) geehrt und hob das österreichische Filmschaffen ins internationale Rampenlicht. Im selben Jahr gründete Albert mit Jessica Hausner, Martin Gschlacht und Antonin Svoboda die Filmproduktionsfirma coop99. Es folgten weitere international erfolgreiche Spielfilme wie Böse Zellen (2003) und Fallen (2006). Alberts Filme stehen für einen Mix aus «Erfahrenem, Erzähltem und Erfundenem», wobei sie die Kraft der Behauptung schätzt und als Antrieb die Angst vor jenem nennt, «wohin wir nicht schauen wollen». 2009 gründete Albert zusammen mit weiteren österreichischen Filmschaffenden die Akademie des Österreichischen Films. 2012 erhielt sie den Österreichischen Kunstpreis für Film. Seit 2013 ist sie als Professorin an der Filmuniversität Babelsberg tätig. Ihr jüngster Spielfilm Licht (nach dem Roman «Am Anfang war die Nacht Musik» von Alissa Walser) feierte 2017 am Toronto International Film Festival Premiere; er wurde im Rahmen des Österreichischen Filmpreises 2018 in 14 Kategorien nominiert und in fünf Kategorien ausgezeichnet.
Lisabi Fridell
LISABI FRIDELL (*1985, Delsbo, SE) ist eine in Berlin ansässige, international tätige Kamerafrau, die sich auf den Sets von Spiel- und Dokumentarfilmen gleichermassen einen Namen gemacht hat. Ihr Stil ist so unkonventionell wie vielfältig und immer darauf ausgerichtet, eine Geschichte auf einzigartige Weise zu erzählen. Lisabi Fridell scheut sich nicht, mit verschiedene Techniken, Farben und Formen zu experimentieren; indem sie sich innovativ einbringt, möchte sie die Narration weitertreiben. So arbeitet sie denn auch eng mit ihren Regisseur:innen zusammen und schätzt es, am Schaffensprozess möglichst früh teilzuhaben. Ihre künstlerische Haltung ist geprägt von einem transgressiven Geist und der Verteidigung von feministischen Werten. Dieser Zugriff zeigt sich u.a. im preisgekrönten Spielfilm Something Must Break (2014) von Ester Martin Bergsmark – den Bildrausch 2014 im internationalen Wettbewerb zeigte – in 6A von Peter Modestij (2016), in Stupid Young Heart von Selma Vilhunen (2018) oder in Levan Akins And Then We Danced, der an der Quinzaine des Réalisateurs des Filmfestivals Cannes uraufgeführt und seither mit über 20 Preisen bedacht wurde. Lisabi Fridell hat zudem wiederholt mit der Regisseurin Lovisa Sirén und der Produzentin Siri Hjorton Wagner zusammengearbeitet, u.a. für die Kurzfilme Pussy Have the Power (2014), Audition (2015) und Baby (2016). Bei ihrem nächsten Langfilm handelt es sich um Lovisa Siréns Langfilmdebüt Sagres, ein Roadmovie von Schweden nach Portugal. Der Film wird 2022 starten.
Neil Young
NEIL YOUNG (*1971, Easington, UK) ist als Autor, Kurator und Filmemacher tätig. Er schreibt regelmässig für Fachzeitschriften wie Screen, Sight and Sound und Modern Times Review. Für The Hollywood Reporter hat er in den Jahren 2008 bis 2020 mehrere Hundert Filmkritiken verfasst. Von 2011 bis 2015 leitete der gebürtige Brite das Bradford International Film Festival. Heute engagiert er sich in Wien als Berater und Programmer für die Viennale und für die Vienna Shorts, wo er den nationalen Wettbewerb leitet. Sein Festivalkalender umfasst weiter das Europäische Filmfestival Palić in Serbien, wo er sich als Programmer einbringt und das Kortfilmfestivalen im norwegischen Grimstad. Hinzukommen rund 25 Festivals, die er als Mitglied der FIPRESCI und des London Critics' Circle besucht. Seit 2001 sass er in mehr als zwei Dutzend Jurys, darunter die Semaine de la Critique in Cannes (2013) und weitere in Venedig, Berlin, Locarno, Rotterdam oder Mexiko-City. Zu Neil Youngs Filmographie gehören die Kurzfilme Vilniu Detroit (2017), Towing Dispatch (2018), Fictional Breweries (2020) und The Rising Sun (2021). Sein Video Collage Rihaction wurde 2019 an der Diagonale uraufgeführt. Im selben Jahr gab er sein Schauspieldebüt in Joanna Hoggs Sundance-Gewinner The Souvenir, den Bildrausch 2019 im internationalen Wettbewerb vorstellte.