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Verantwortlich für das Dissertationsprojekt: Martina Bofinger, M.A.
Finanzierung: UFSP Asien und Europa
Projektdauer: September 2010 – August 2011
Promotionskommission: Prof. Dr. Angelika Malinar, Indologie, Indogermanisches Seminar/UFSP Asien und Europa, N.N., N.N.
Die Dissertation widmet sich der Bedeutung des Begriffs Nationalsprache und dessen Repräsentationen im indischen Kontext. Auf nationaler Ebene fungieren Hindi und Englisch als Nationalsprachen. Ersteres wird oft als Zeichen westlichen, meist auch kolonialen Einflusses betrachtet, während Letzteres nach der Unabhängigkeit als Symbol indigener Kultur und zum Zwecke des Zusammenhalts der jungen Nation als einheitliche Landesprache eingeführt werden sollte, was jedoch nie gelang. Welche Bedeutung und Funktionen die beiden Nationalsprachen heute tatsächlich haben, wird anhand der eingehenden Betrachtung des kommerziellen Hindi-Films, dem wohl populärsten sprachlichen Medium Indiens der Gegenwart, untersucht. Um die aktuelle, sprachliche Situation ermitteln zu können, werden die erfolgreichsten Filme der letzten Jahre analysiert. Ziel dabei ist es, insbesondere Regelmäßigkeiten, linguistische Methoden der Verwendung von Hindi und Englisch sowie deren Wirkung und nicht zuletzt die kulturellen Hintergründe des Gebrauchs der jeweiligen Sprache zu identifizieren. Auf diese Weise werden die Wahrnehmung und der Umgang der Filmindustrie mit den beiden Sprachen in Dialogen und Lyrik sowie das Wirkungspotential der Hindi-Filmsprache erörtert.