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33.In welchem Masse belastet die heutige ARA Murten den Murtensee mit Phosphor? Wie verändert sich die Situation durch den Zusammenschluss mit der ARA Kerzers und dem Bau der ARA Seeland Süd?
Die heutige ARA Murten trägt mit einer durchschnittlichen Wassermenge von 4‘700 m3 pro Tag und einer Phosphor-Ablaufkonzentration von unter 0.21 mg Ptot (Durchschnittswert 2014-2016) etwa 370 kg Gesamtphosphor pro Jahr in den Murtensee ein. Verglichen mit den Einträgen aus den anderen ARA, der Landwirtschaft und sonstigen Eintragsquellen macht dies nicht einmal ein halbes Prozent des Gesamtphosphor-Eintrages in den Murtensee aus, welcher bei etwa 50 – 60 t/a liegt.
Für den Bau der ARA Seeland Süd ist ein Sandfilter zur Reduktion von GUS (gesamte ungelöste Stoffe, also Partikel) und Phosphor sowie als Nachbehandlung für die Ozonierung vorgesehen. Durch den Einbau des Sandfilters kann im Jahresmittel mit einer Phosphor-Konzentration im ARA-Ablauf von unter 1 mg/l gerechnet werden. Dies bestätigen die Erfahrungen von Anlagen mit Sandfiltern am Zürichsee.
Die heutige ARA Kerzers bringt ähnliche Wassermengen und P-Konzentrationen wie die heutige ARA Murten. Da aber zukünftig die P-Konzentration im Ablauf der ARA Seeland Süd mehr als halbiert wird, kommt es durch den Zusammenschluss mit Kerzers zu keiner höheren Belastung des Murtensees als heute. Der P-Eintrag in den Murtensee wird sogar – trotz Zusammenschluss – gegenüber heute leicht verringert.
Zusätzlich werden die GUS verringert sowie mindestens 80% der Mikroverunreinigungen auf der neuen ARA Seeland Süd eliminiert.