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Das Jesus-Buch des deutschen Papstes im welthistorischen Kontext
Buchbesprechung von Thomas Meyer
Vorbemerkung: Die folgende Betrachtung beschränkt sich bewusst auf die Hauptlinie des Jesus-Buches des gegenwärtigen Papstes. Es könnte auch viel über manche interessanten Nebenlinien in dem Werk gesagt werden. Da die Hauptlinie auf eine Verleugnung des realen Christus vor und während des Mysteriums von Golgatha hinausläuft, beschränkte ich mich auf die Herausarbeitung dieser Linie. Sie erscheint mir als das Wesentliche, das über der Betrachtung von allerlei interessanten Ausführungen im Jesus-Buch des Papstes nicht übersehen werden sollte. Geisteswissenschaftliche Zeitbetrachtungen sollten ja überall den Blick für das Wesentliche schärfen helfen – vor allem dort, wo dieses nicht offen und direkt, sondern indirekt und mit suggestiven Mitteln am Werke ist. Das Jesus-Buch des Papstes ist ein Beispiel dafür, wie nicht das, was gesagt wird, sondern das, was durch das Gesagte verdeckt wird, das Wesentliche sein kann. Es verdeckt den realen Christus und suggeriert dessen Überflüssigkeit beim Mysterium von Golgatha.
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