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Spamming funktioniert zum Teil, weil die Werbebotschaften ankommen und die beworbenen Produkte gekauft werden, aber anderer Spam dient auch dazu, Viren zu verbreiten oder Empfänger mit leeren Versprechungen zu betrügen. Wenn mit Spam kein Geld mehr zu verdienen wäre, würde der Versand aufhören.
Die Kosten für den Spammer sind dabei äusserst gering. Auch der Arbeitsaufwand hält sich für ihn in Grenzen, da es Programme gibt, die vollautomatisch Millionen von E-Mails in alle Welt verschicken.
Heute sind vier von fünf gesendeten E-Mails Spam, was das System der elektronischen Post unnötig belastet und seinen Nutzen verringert. Ausserdem verursachen sie grossen Aufwand für die Spambekämpfung.
Gültige Adressen von aktiven Nutzern sind für Spammer wertvoll, und sie haben mehrere Möglichkeiten, sich diese zu beschaffen:
Spammer kaufen Adresslisten von Unternehmen, die das Sammeln von Adressen zu ihrem Geschäft gemacht haben oder die ihre Kundendaten bzw. Daten von anderen Spammern weiterverkaufen.
Sie durchsuchen das Internet mit Hilfe spezieller Software, sog. Harvester, die E-Mail-Adressen aus Mitgliederverzeichnissen verschiedenster Dienste von Online-Anbietern wie zum Beispiel Foren, Newsgroups und Chats herausfiltern.
Sie generieren Adressen, indem sie gängige Vor- und Nachnamen zufällig kombinieren oder automatisch Telefonnummern einstellen.
Sie stehlen Kundendaten aus den Datenbanken anderer Unternehmen.
In der Schweiz ist es verboten, für den Massenversand von Werbung einen falschen Absender zu verwenden, um keine Fehlermeldungen und Beschwerden zu erhalten. Ebenso ist es verboten, Computer von ahnungslosen Dritten auszunutzen, um die vom Spammer benutzten Adressierungselemente zu verbergen und stattdessen diejenige des unschuldigen Dritten oder eine nicht existierende Adresse anzuzeigen.