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Ratgeber
Sie sind auf der Suche nach Klinkensteckern oder passenden Adaptern? Bei Conrad Electronic werden Sie fündig. Vor dem Kauf stellen Sie sich allerdings folgende Fragen zum Klinkenstecker: Welche Grössen gibt es? Wofür werden die Stecker eingesetzt?
Wer sich das erste Mal mit solchen Steckern für Audiogeräte beschäftigt, fragt möglicherweise: Was bedeutet „Klinkenstecker“ eigentlich?
Auf den Begriff Klinke trifft man im privaten und professionellen Audio-Bereich. Smartphones, MP3-Player und Kopfhörer sowie Lautsprecher, Mikrofone, Tonpulte, E-Gitarren und viele weitere Geräte arbeiten mit Klinke. Ein Gerät besitzt die Buchse und das Gegenstück den Stecker. Über die Schnittstelle werden beide verbunden, um ein Audiosignal zu übertragen.
Klinkenstecker bestehen aus einem metallischen Schaft, dem sogenannten Sleeve, und der Spitze, auch Tip genannt. Stereo- und Mehrkanalstecker verfügen ausserdem noch über Ringe. Das Ganze wird von einer Kunststoffhülse umgeben. Im Audiobereich wird die Klinke überwiegend für den Anschluss von Kopfhörern, Mischpulten, Keyboards, elektronischen Effektgeräten sowie E-Gitarren und Verstärker verwendet. In einigen Fällen dienen die Stecker ausserdem zur Stromversorgung von kleinen elektrischen Geräten über Netzteile.
Wie sieht ein Klinkenstecker aus?
Die Stecker sind im Regelfall kleine, runde Steckverbinder. Eine Ummantelung aus schwarzem oder grauem Kunststoff dient als Griffstück. An einem Ende sitzt ein Metallstift. Diese Spitze wird auch Tip genannt und stellt bei der Benutzung als Steckerelement die Verbindung zu einer Gerätebuchse her.
Am häufigsten wird der Steckertyp Miniklinke genutzt. Er hat einen Durchmesser von 3,5 Millimeter und findet passende Buchsen bei häufig genutzten Audio-Geräten wie Kopfhörer und Smartphone. Am anderen Ende sitzt meist ein geschlossenes oder offenes Kabel. Alternativ ist eine Buchse vorgesehen.
Weitere Grössen
Abseits von der 3,5-Millimeter-Klinke gibt es noch weitere Grössen:
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2,5-Millimeter-Typ (Micro-Klinke)
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4,4-Millimeter-Typ (Bantamstecker)
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5,23-Millimeter-Typ (Pilotenklinke)
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6,35-Millimeter-Typ (Poststecker)
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7,13-Millimeter-Typ (NATO-Plug U-174/U)
Der Erfolg, über Kabel und Klinke verschiedene Geräte zu verbinden, geht bis ins Jahr 1877 zurück. Die Grundidee: Ein interner Signalweg wird für menschliche Ohren wahrnehmbar gemacht.
Um dies zu ermöglichen, werden digitale Signale in analoge Gegenstücke umgewandelt. Dafür ist ein Digital-zu-Analog-Konverter (kurz: DAC) verbaut. Die Signalwandlung allein würde allerdings nur eine geringe Lautstärke mit sich bringen. Daher wird auch eine elektrische Verstärkung umgesetzt.
Auch wenn die Stecker auf den ersten Blick ähnlich aussehen, gibt es beim genaueren Hinsehen vier unterschiedliche Tip-Arten: Die Spitze aus Metall wird von einem Ring oder mehreren Ringen geprägt. Diese Ringe spielen eine wichtige Rolle bei der Art der Übertragung.
Es handelt sich um farblich abgehobenen Isolationsringe. Sie unterteilen die Spitze in mehrere Bereiche. Jeder so abgegrenzte Bereich kann für unterschiedliche Signale genutzt werden. Das ist wichtig, um die Frage zu klären: Wofür werden die Stecker genutzt?
Welche Klinkenstecker gibt es im Detail?
Um zu wissen welcher Klinkenstecker benötigt wird, muss die Frage geklärt werden, wofür der Stecker benötigt wird.
TRS-Stecker
Da zum Hören von Musik vor allem Stereo-Klinkenstecker gefragt sind, werden Sie häufig Modelle finden, deren Plug zwei Ringe hat. Auf diese Weise entstehen drei Kontaktflächen. Die Spitze überträgt Audio für den linken und die Fläche unter dem ersten Ring das Signal für den rechten Kanal. Ein Stereo-Klinkenstecker wird TRS (Tip, Ring, Sleeve) abgekürzt.
TRRRS-Stecker
In Tonstudios und auf Konzerten sind fünfpolige Stecker mit vier Isolationsringen im Einsatz. Die Erweiterung bietet Noise Cancelling als Feature. Störende Geräusche können durch Antischall des Zusatzkontakts ausgelöscht werden.
Praxistipp: Modelle mit Goldkontakten
Neben der Unterscheidung verschiedener Grössen und Tip-Typen gibt es auch eine Untergliederung in Klinke mit oder ohne vergoldete Kontaktstellen. Warum sind Klinkenstecker vergoldet? Das Metall ist korrosionsbeständiger, sodass die Kontakte eine bessere Lebenserwartung haben. Da durch Gold keine Oxidschicht entsteht, ist zudem die Verbindungsqualität besser.
In vielen Haushalten sind Kabel mit 3,5-Klinke bereits vorhanden. Kommen nun Geräte hinzu, die über andere Schnittstellen verbunden werden wollen, müssen diese Kabel nicht entsorgt werden. Die Stecker lassen sich dank Adapter an andere Audiobuchsen anschliessen.
Eine häufig gestellte Frage in diesem Zusammenhang: Welchen Klinkenstecker hat das iPhone? iPhone und auch iPod sind mit dem klassischen 3,5-Klinkekabel nicht kompatibel. Apple nutzt die Schnittstelle Lightning an seinen Geräten. Es gibt jedoch passende Lightning-zu-3,5-mm-Kabel-Adapte
In Tonstudios sind für Synthesizer, Mischpulte und E-Instrumente 6,35-mm-Audioschnittstellen weit verbreitet.
Der Grund: Die grösseren Kontaktflächen sind im professionellen Einsatzbereich wichtig, um das Plus an mechanischer und elektrischer Belastung auszugleichen. Es können bei Bedarf aber 6,35-mm-Klinke-Adapter zum Einsatz kommen. Auch XLR-Steckverbindungen sind häufig in Tonstudios im Gebrauch. Für sie gibt es ebenfalls passende Adapterlösungen.
Eine weitere Adapteroption: Anpassung auf die Schnittstelle Cinch. In die Cinch-Buchsen des Adapters werden die Steckverbindungen für Koaxialkabel gesteckt.
Eine besondere Adaptervariante: Der Klinkeneingang älterer Audiogeräte ohne Bluetooth kann genutzt werden, um einen Bluetooth-Empfänger in die Buchse zu stecken.
So können auch Kabelgeräte für den kabellosen Übertragungsweg aufgerüstet werden.
Der weltweit am häufigsten genutzte Klinkenstecker ist der 3,5-Millimeter-Typ. Nahezu alle Smartphones, Tablets und MP3-Player (Ausnahme: aktuelle Geräte von Apple) besitzen eine 3,5-Millimeter-Buchse für Kopfhörer zur Stereo-Ausgabe. Die Spitze des dazu passenden Klinkensteckers überträgt den linken, der Ring den rechten Kanal.
Aber nicht nur portable Audio- und Kommunikationsgeräte sowie Videokameras verfügen über eine 3,5-Millimeter-Buchse, auch PCs beziehungsweise deren Motherboards sind standardmässig damit ausgerüstet. In der Regel sind sowohl vorn am Gehäuse als auch hinten zwei Buchsen mit den Farbcodierungen Rosa und Grün zu finden. Rosa markiert den Mikrofoneingang, es handelt sich dabei um eine Mono-Buchse. Der passende Klinkenstecker enthält somit keinen Ring. Der grüne Ausgang ist dagegen für die Stereo-Wiedergabe ausgelegt, der Stecker muss zwingend über einen Ring verfügen, ansonsten ist nur der linke Kanal zu hören.
Klinkenstecker im 6,35-Format sind überwiegend in der Mono-Ausführung im Einsatz, zum Beispiel als stabile Verbindung zwischen E-Gitarre und Verstärker. Auch an Mehrkanal-Mischpulten werden – neben XLR-Buchsen und -Steckern – Mono-Klinkenstecker für Ein- und Ausgänge verwendet, und zwar jeweils einer pro Kanal.
Gibt es Klinkenstecker mit mehr als einem Ring?
Ja, die gibt es, und zwar für Anwendungen, die über die eigentliche Stereo-Funktion hinausgehen. Neben dem üblichen Massekontakt, dem Ring für den rechten und der Spitze für den linken Kanal ist auch ein sogenannter AUX-Kontakt vorhanden. Es handelt sich um einen vierpoligen Klinkenstecker. Mit dem AUX-Eingang wird in der Audiotechnik eine universell einsetzbare Einspeisequelle bezeichnet. So lässt sich über die Stereo-Konnektivität hinaus noch ein Mikrofon in die Verbindung einschleifen, was beispielsweise bei einem Headset sinnvoll wäre. Nahezu alle Smartphones sind auf diese AUX-Funktion hin optimiert.