Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03585.jsonl.gz/1604

Fast könnte man meinen, auf dem Film «Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse», der am 7. April in die Kinos kommt, liegt ein besonders böser Zauber. Johnny Depp (58) ist ausgestiegen, J. K. Rowling (56) steht seit Monaten in der Kritik - und jetzt auch das noch: In der Woche, in der der dritte Teil der «Phantastische Tierwesen»-Reihe seine Premiere in London feierte, wurde Ezra Miller (29) festgenommen.
Problem-Star eins: Ezra Miller
Der Schauspieler weilt derzeit offenbar auf Hawaii, wo er Ärger mit der Polizei hatte. Ende März war durchgesickert, dass Miller in einer Karaoke-Bar festgenommen wurde. Die Beamten warfen dem 29-Jährigen, der in «Phantastische Tierwesen» die wichtige Figur Credence Barebone verkörpert, demnach Ruhestörung und Belästigung vor. Nachdem er eine Kaution über 500 Dollar gezahlt hat, kam er zwar auf freien Fuss ...
Kurze Zeit später soll er aber erneut Probleme gemacht haben. Ein Paar hatte Miller offenbar bei sich aufgenommen. Die beiden behaupteten dann, sie seien von dem Filmstar bedroht und bestohlen worden. Das berichtete unter anderem «Sky News». Dass Millers Skandal nicht mehr im Fokus der Öffentlichkeit steht, hat er wohl Will Smith (53) und dessen Gewaltausbruch auf der Oscar-Bühne zu verdanken, der zu dieser Zeit die Schlagzeilen bestimmte. Und in den sozialen Netzwerken steht J. K. Rowling offenbar noch weit über dem Schauspieler, was den Hass zahlreicher User angeht ...
Problem-Star zwei: J. K. Rowling
Dennoch zeigte sich Rowling, die bei der «Harry Potter»-Spin-off-Reihe die Drehbücher schreibt und mitproduziert, bei der Premiere von «Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse» am 29. März in London. Nachdem sie bei der «Harry Potter»-Reunion für HBO Ende letzten Jahres aufgrund ihrer umstrittenen Aussagen über Transpersonen gefehlt hatte, sorgte ihr Auftritt dort für eine kleine Überraschung.
Zuletzt hatte die «Harry Potter»-Schöpferin im März dieses Jahres mit einer kontroversen Meinung zum Thema Gleichstellung von Transfrauen für Aufsehen gesorgt. Transaktivisten bezeichnen sie als TERF (Trans-Exclusionary Radical Feminism). Also als Feministin, die transsexuelle Frauen nicht anerkennt. Ihren skurrilen Höhepunkt erreichte die Diskussion um Rowling, als sich der russische Präsident Wladimir Putin (69) auf ihre Seite stellte und sie als Beispiel für die Cancel-Kultur des Westens anführte. Dagegen wehrte sich Rowling mit einem scharfen Tweet, in dem sie Putin vorwirft, Zivilisten wegen ihres Widerstands abzuschlachten und Kritiker einzusperren und zu vergiften.
Problem-Star drei: Johnny Depp
Die Kontroverse um Rowling und die erschwerten Produktionsbedingungen in der Corona-Pandemie waren aber nicht die einzigen Probleme, die es in der Entwicklungszeit von «Phantastische Tierwesen 3» gab. Zwischenzeitlich musste auch noch eine der tragenden Rolle neu besetzt werden. Im November 2020 wurde ein Nachfolger für den von seiner Rolle zurückgetretenen Johnny Depp präsentiert. Der dänische Schauspieler Mads Mikkelsen (56) wird nun als Dunkler Zauberer Gellert Grindelwald in Erscheinung treten.
Johnny Depp war für die Produktion von «Phantastische Tierwesen 3» bereits in seiner Rolle als Grindelwald ans Set zurückgekehrt. Eine Szene hatte er laut «The Hollywood Reporter» in London gedreht, dann wurde er von Warner Bros. zum Rücktritt aufgefordert. Grund war Depps verlorener Gerichtsstreit gegen den Herausgeber der britischen «The Sun», die ihn 2018 in einem Artikel als «Frauenschläger» bezeichnet hatte. Depp und seine Ex-Frau Amber Heard (35) hatten in dem Prozess ihren schmutzigen Rosenkrieg fortgesetzt.
Ist dieser Star die Rettung?
Mit Mads Mikkelsen als Nachfolger für Johnny Depp haben die Macher des Films allerdings ein gutes Händchen bewiesen. Einerseits wurden die Wünsche vieler Fans erhört, andererseits ein grossartiger Charaktermime verpflichtet. Der Schauspieler hat schon mit Rollen als «Bond»-Bösewicht oder Serien-Kannibale «Hannibal» bewiesen, dass er die Mischung aus charismatisch und diabolisch beherrscht.
Neben Mikkelsen dürfen sich Kinofans auf viele hochkarätige Stars aus den beiden «Phantastische Tierwesen»-Vorgängern freuen. Darum geht's in Teil drei:
Professor Albus Dumbledore (Jude Law, 49) weiss, dass der mächtige dunkle Zauberer Gellert Grindelwald (Mikkelsen) die Kontrolle über die magische Welt an sich reissen will. Da er ihn allein nicht aufhalten kann, schickt er den Magizoologen Newt Scamander (Eddie Redmayne, 40) und eine unerschrockene Truppe aus Zauberern, Hexen und einem mutigen Muggel-Bäcker auf eine gefährliche Mission, bei der sie auf alte und neue fantastische Tierwesen treffen - und mit Grindelwalds wachsender Anhängerschaft aneinandergeraten. Doch wie lange kann sich Dumbledore im Hintergrund halten, wenn so viel auf dem Spiel steht?