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Essay aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Allgemeines, Note: 1,7, Universität Erfurt, Sprache: Deutsch, Abstract: Jeder Text über die Lyrik beginnt mit Benennung der Tatsache, dass Lyrik sich jeglicher klaren Definition zu entziehen scheint. "Über kaum ein literarisches Gebiet herrscht heute mehr Verwirrung als über die Lyrik." Geht man von der klassischen Dreiteilung der Gattungen aus, so behandelt "[...] das Lyrische [...] nicht eine Handlung wie das Epische oder Dramatische, sondern einen Gedanken". Das könnte möglicherweise ein erster Anhaltspunkt über die Schwierigkeit der Begriffsbestimmung der Dichtung sein. Denn eine Handlung kann einfacher sichtbar gemacht werden, als ein Gedanke. Stellt man die Lyrik in eine Reihe neben andere Gattungen, so scheint sie zunächst durch ihre Gedichtform aufzufallen, genauso wie das Drama mit einer Dialogform in Verbindung gesetzt wird. Was passiert nun, wenn es zu einer Ablösung der Form kommt und nur noch der nackte Inhalt des Lyrischen eine Rolle spielt? Wird dann der Gedanke, den die Lyrik ausspricht doch zu einer Handlung? Steht die Lyrik den anderen beiden Gattungen doch näher, als es im ersten Moment erscheint? Im Folgenden soll der Versuch gemacht werden, den Lyrik- Begriff durch die Überprüfung einzelner gattungsspezifischer Merkmale, näher abzugrenzen.
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