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Olympische Winterspiele: Bundesrat erteilt Auftrag zur Ausarbeitung einer Kandidaturbotschaft
Der Bundesrat hat Kenntnis genommen vom Stand der Arbeiten und den zusätzlichen Machbarkeitsabklärungen im Hinblick auf eine Kandidatur der Schweiz für Olympische Winterspiele 2022. Der Bundesrat beauftragt das VBS, zuhanden des Parlaments eine Botschaft auszuarbeiten.
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom Mittwoch Kenntnis genommen vom Resultat der Zusatzabklärungen für das Projekt «Olympische Winterspiele 2022 Davos/St Moritz». Nachdem in Bezug auf die Sachbereiche Nachhaltige Entwicklung, Raumplanung und Umwelt, Tourismus und Finanzen eine Plausibilisierung vorgenommen wurde, kann die technische Machbarkeit des Projekts bejaht werden. Der Bundesrat hat ausserdem Kenntnis genommen von den Kosten einer Kandidatur, welche auf 60 Millionen Franken geschätzt sind. Der Bundesbeitrag beläuft sich auf 30 Millionen Franken.
Schliesslich liess sich der Bundesrat informieren über die Durchführungskosten für Olympische Winterspiele in St. Moritz/Davos. Die Berechnungen gehen von Ausgaben von 2,8 Milliarden Franken und Einnahmen von 1,5 Milliarden Franken aus, was aus heutiger Sicht eine allfällige Deckungslücke von 1,3 Milliarden Franken ergibt. Der Bund ist bereit 1 Milliarde der Deckungslücke zu übernehmen. Ausserdem wird mit Investitionen von 1,7 Milliarden Franken für infrastrukturelle Vorhaben gerechnet.
Vor dem Hintergrund der fachlichen Erkenntnisse zur Machbarkeit muss das Projekt nun im gesamtpolitischen Kontext der Schweiz beurteilt und die Kandidaturfrage letztlich in Abwägung politischer Prioritäten entschieden werden. Der Bundesrat hat das VBS beauftragt, eine Botschaft und einen Entwurf zu einem Bundesbeschluss für die Phase der Kandidatur (bis 2015) zu unterbreiten.