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Im Jahre 1997 hat der junge deutsche Franziskus Heereman eine Reise in den Libanon unternommen, wo er mit den harten Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung konfrontiert wurde. Beim Besuch verschiedener lokalen Heimen, war er vom Mangel sachlicher und menschlicher Mitteln schockiert, die der Staat vor Ort zur Verfügung stellt, um sich um die Zerbrechlichsten unserer Gesellschaft zu kümmern. Der 20-Jährige entschied, dass er etwas daran ändern wollte. Im darauffolgenden Sommer fuhr er erneut in den Libanon, diesmal jedoch in Begleitung von 27 Freunden. Das erste Sommerlager war geboren. Seither sind die Sommerlager bei der Gemeinschaft junger Malteser (Jugendliche der deutschen Assoziation des Malteserordens) Tradition. Seit rund 20 Jahren fahren sie jährlich hin, um ihren "Schützlingen" (so werden die behinderten Lagergäste genannt) Ferien im idyllischen Hügelgebiet nahe Beirut zu ermöglichen. Mittlerweile fahren auch Jahr um Jahr eine englische, französische und holländische Delegation hin, um noch mehreren Schützlingen eine Ferienwoche zu ermöglichen.
Im Anschluss an die Sommerlager wurde das Projekt 'Karawane' gegründet. Ziel der 'Karawane' ist es, jedes Jahr ein dutzend junge, freiwillige Europäer in den Libanon zu schicken. Neben dem Erlernen der arabischen Sprache sowie der regionalen Zivilisation und Kultur an der Universität Saint Joseph, leisten die Karawanistas während dem ganzen Aufenthalt auch regelmässig Dienst an ihren Schützlingen in den verschiedenen Heimen Beiruts und Umgebung.
Im September 2014 wurden Matthieu Michel, der selber am Programm "Karawane" teilgenommen hatte, und Valentine Bulliard, die im Rahmen der internationalen Lager des Malteser Ordens mehrmals die Schweizer Delegation leitete, von der libanesischen Assoziation des Malteserordens eingeladen, sich mit vier Freunden dem Deutschen Team anzuschliessen. Ziel war es Erfahrungen zu sammeln und einen Grundstein für künftige Lager einer Schweizer Delegation im Libanon zu legen.
Das Pilotprojekt hatte sich als Erfolg erwiesen und der Rat des Malteser Hospitaldienst Schweiz (MHDS) beschloss den Aufbau des Projekts in der Schweiz zu
unterstützen.
Im Jahr 2016 übergab Matthieu Michel die Leitung des Lagers im Libanon an Matteo Frey. Das Management des Lebanon Project wurde 2017 von Valentine Bulliard an Francesco Brenni übergeben.