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Während sich dem offiziellen Rechtsinformationsportal in Russland zufolge an den zollbegünstigten Importmengen für Rindfleisch mit insgesamt 570.000 t und bei Geflügelfleisch mit 364.000 t im Vorjahresvergleich nichts ändern wird, soll bei Schweinefleisch das Quotensystem abgeschafft werden. In den vergangenen Jahren lag die Einfuhrquote stabil bei 430.000 t Schweinefleisch. Im Rahmen des Kontingents galt ein Zollsatz von Null. Für Lieferungen außerhalb der Präferenzmenge wurde eine Abgabe von 65 % fällig. Das Kontingent wurde jedoch in den vergangenen Jahren nicht ausgeschöpft. Nach Angaben des Forschungsinstituts für Agrarmarktkonjunktur (IKAR) importierte Russland im vergangenen Jahr lediglich 61.300 t Schweinefleisch, vor allem, weil Lieferungen aus Brasilien wegen vorheriger Ractopamin-Funden gesperrt waren. Im Jahr 2017 wurden dagegen noch 281.200 t eingeführt.
Importzollsatz von 25 %
Ab Januar 2020 wird Russland im Einklang mit den Bestimmungen der Welthandelsorganisation (WTO) die Einfuhrquote abschaffen und stattdessen für alle Schweinefleischimporte einen Importzollsatz von 25 % anwenden. Für Länder der Europäischen Union, wie auch für andere westlich orientierte Staaten, gilt in Russland immer noch ein politisch motiviertes Einfuhrverbot für Lebensmittel, das auch Schweinefleisch umfasst.