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Der Exmann von Mavis Lüscher (Bild) zahlte regelmässig Unterhaltsbeiträge. Nach seinem Tod beantragte Mavis Lüscher deshalb eine Witwenrente bei der Pensionskasse ihres früheren Gatten. Doch diese weigerte sich, Geld zu zahlen.
Ihre Argumentation: Nach dem Buchstaben des Gesetzes dürften die Pensionskassen Witwenrenten kürzen, wenn sie zusammen mit den AHV-Leistungen den Anspruch aus dem Scheidungsurteil übersteigen. Da Mavis Lüscher nur Anspruch auf 500 Franken Unterhaltsbeitrag gehabt habe und ihre AHV-Rente deutlich grösser sei, schulde die Pensionskasse nichts.
Die Rentnerin wandte sich an den Beobachter, und dessen Standpunkt wurde schon vom erstinstanzlichen Gericht bestätigt: Weil Mavis Lüscher vor und nach dem Tod des Exmanns dieselbe AHV-Rente erhalten habe, müsse die Kasse die Einkommenseinbusse ausgleichen.
Die Pensionskasse wollte den Entscheid nicht akzeptieren, zog den Fall ans Eidgenössische Versicherungsgericht weiter – und erlitt Schiffbruch. Mavis Lüscher wird schon bald eine namhafte Nachzahlung für die letzten sechs Jahre erhalten – und künftig jeden Monat eine Witwenrente von der Pensionskasse.