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Neff dominierte das EM-Rennen in Huskvarna klar und siegte mit dem grossen Vorsprung von 3:39 Minuten auf Annika Langvad aus Dänemark. Dritte wurde die Deutsche Sabine Spitz mit knapp sechs Minuten Rückstand. Die Bündnerin Corina Gantenbein wurde Sechste.
Neff zieht mühelos davon
Dem hohen Tempo, das Neff von Beginn weg anschlug, vermochte einzig Marathon-Weltmeisterin Langvad einige Runden zu folgen. Um Rennhälfte war es dann aber auch um die Dänin geschehen. Neff schüttelte ihre letzte Begleiterin ab und baute ihren Vorsprung danach kontinuierlich aus.
«Ich fühlte mich einfach gut und fuhr mein Tempo», lautete die simple Erklärung von Neff nach ihrer Demonstration. Die letzte, die ihre Konkurrenz ähnlich dominierte, war Gunn-Rita Dahle-Flesja. 2004 gewann die Norwegerin den EM-Titel mit 4:25 Minuten Vorsprung.
Giger nutzt Abwesenheit der Topstars
Der Goldgewinn von Neff sollte aus Schweizer Sicht nicht das einzige Highlights bleiben. Ein paar Stunden später schlug bei den Männern Fabian Giger zu und holte sich zum zweiten Mal nach 2014 die Silbermedaille.
Der St. Galler machte sich die Abwesenheit von Nino Schurter, Jaroslav Kulhavy und weiteren Topfahrern zunutze und musste sich nur dem überlegenen französischen Altmeister Julien Absalon geschlagen geben. Mit Martin Fanger (4.), Matthias Stirnemann (5.) und Lukas Flückiger (7.) fuhren zudem gleich drei weitere Schweizer in die Top 10.
Für Flückiger wäre gar einiges mehr drin gewesen, hatte er doch in der Schlussrunde noch auf Platz 3 gelegen, ehe ihn ein Defekt noch auf den 7. Rang zurückwarf.
6 Schweizer Medaillen
Eine Medaille für die Schweiz gab es am Sonntag auch im Rennen der U23-Männer durch Marcel Guerrini, der auf Platz 3 fuhr. Die Schweiz sammelte damit an den Titelkämpfen in Schweden sechs Medaillen, darunter drei goldene durch Neff, U23-Fahrerin Sina Frei und das Mixed-Team.
Sendebezug: Radio SRF 3, 06.05.2016, Bulletin von 07:00 Uhr