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Der PCW 8256 wurde von Amstrad (Alan Michael Sugar Trading) entwickelt und erschien 1985 auf dem Markt.
Im deutschen Sprachraum wurden die Rechner, wie von der CPC-Reihe bekannt, von der Firma Schneider vertrieben; für den PCW 8256 wurde der Deckname des Entwicklungsprojektes Joyce beibehalten; so hiess die Sekretärin des Amstrad- Geschäftsführers.
Die Maschine war wohl einer der letzten auf
Z80-Basis entwickelten Computer, denn zu dieser Zeit waren alle anderen neuen Computer um 16-bit-Prozessoren herumgebaut, z.
B. Apple MacIntosh, Atari ST oder Amiga. Als Homecomputer wäre das Gerät, ohne Farbgrafik, Sound und diversen Erweiterungsmöglichkeiten chancenlos gewesen, doch als preisgünstiges, professionelles Textsystem (Einführungspreis 2490 DM) mit CP/M-Fähigkeiten gingen die Joycies weg wie warme
Semmeln, denn in der CP/M-Welt stand sie mit 256KB RAM und einem 4MHz-Prozessor gar nicht so schlecht dar, war aber wesentlich billiger als die Konkurrenz. Sie wurde in der erweiterten Version PCW 8512 (Joyce+) mit 512KB RAM und einem Zweitlaufwerk mit höherer Kapazität gar zum
CeBIT-Renner von 1986.
Der grosse Vorteil des Gerätes war, dass man damit ein kompaktes Komplettsystem inklusive Anwendungssoftware erhielt, mit dem man nach
dem Auspacken gleich loslegen konnte. Das System bestand aus dem Grünmonitor mit integrierter Rechnereinheit, einer abgesetzten Tastatur und einem 9-Nadel-Matrixdrucker, der für die damalige Zeit ein gutes Gerät war, wenngleich mit den aufkommenden 24-Nadlern oder den unendlichen Zeichensätzen von DTP-Programmen beim Mac nicht vergleichbar. Auch der Bildschirm war von guter Qualität, und der Rechner konnte mit 90 Zeichen pro Zeile mehr darstellen als andere CP/M-Rechner.
Zudem lag dem System ein gutes Paket von Software bei. Die wichtigste Anwendung war wohl LocoScript von Locomotion Software Ltd., die mitgelieferte
Textverarbeitung, für die übrigens immer noch Support angeboten wird!
Weiterhin waren unter CP/M eine erweiterte Version von Microsoft MBasic, Mallard Basic, sowie Dr.Logo (Programmiersprache Logo) und der Makro-Assembler MAC und RMAC von Digital Research im
Lieferumfang enthalten.

Zentral für den Erfolg von Joyce war sicherlich der Umstand, dass als Betriebssystem CP/M Plus 3.0 mitgeliefert wurde. Dadurch standen dem Rechner eine Menge professioneller Anwendungen offen, sofern diese auf 3"-Disketten lieferbar waren oder am Joyce ein 5.25"-Laufwerk
angeschlossen wurde.
A propos Diskettenlaufwerk: Das eingebaute Diskettenlaufwerk verwendete weiterhin die von den Rechnern der CPC-Reihe bekannten sogenannten "compact floppy disks" im ansonsten
ungebräuchliche 3"-Format CF2. Es handelte sich dabei um beidseitig beschreibbare Disketten in einem ähnlichen Hardcase, wie man es von den heutigen 3.5"-Disketten kennt, die in den den einköpfigen Laufwerken der Joyce aber natürlich gewendet werden mussten, um die andere Seite zu benutzen.
Diese Laufwerke waren sicherlich ein Nachteil für den Erfolg des Systems, da der grosse Vorteil der CP/M-Kompatibilität nur mit einem Zusatzlaufwerk voll ausgekostet werden konnte.
Hervorragend aufgemachte Informationen zur ganzen PCW-Produktepalette und zur Geschichte von Amstrad/Schneider bietet die Joyce User AG unter dem Titel Joyce-Geschichte(n).
Technischer Hinweis zum Diskettenlaufwerk: Aufgrund eines Antriebsriemens mangelhafter Qualität geben die meisten Diskdrives im Alter den Geist auf. Wie man diesen Defekt behebt, ist in der Einbauanleitung für Floppy-Antriebsriemen ersichtlich, die zwar für den CPC 6128 und die DDI-1 geschrieben wurde, aber dennoch hilfreich sein kann.

|Erscheinungsjahr
||1985

|Prozessor / Taktfrequenz
||Z80A / 4MHz

|RAM
||256kB, davon 112kB als RAM-Disk

aufrüstbar auf 512kB
|ROM
||-

|Anzeige
||Grünmonitor, 12 Zoll

|Textmodus
||90 x 32 Zeichen

|Graphikmodus
||720 x 240 Pixels

|Sound
||CPU-gesteuerter Piezo-Summer

|Tastatur
||Schreibmaschine, 82 Tasten, inkl. separater Ziffernblock und Funktionstasten

QWERTZ beim Schneider Joyce
QWERTY
beim Amstrad PCW 8256
|Laufwerke
||3" Diskettenlaufwerk, 2 x 180 kByte (SS 40 Spuren / 9 Sektoren),
169 KByte unter CP/M

externe 5,25" Floppy als Zubehör
|Schnittstellen
||Druckerschnittstelle (RS-232)

Expansion Port für Scanner, Centronics, usw.
Interner Anschluss für Zweitlaufwerk
mit 720 KB
|Betriebssystem
||CP/M Plus 3 V1.4

|Systemdrucker
||9-Nadel-Matrixdrucker, Einzelblatt und Endlospapier, max. 90 cps
(bidirektional), 20 cps in Letter Quality, Epson FX 80 kompatibel

|Stromversorgung
||intern, inkl. Druckerspeisung

|Damaliger Neupreis
||2490.- DM

|Grösse / Gewicht
||40 x 34 x 30cm (B x H x T, nur Zentraleinheit)

13 kg (komplett)

JOYCE-User-AG
e.V.
Arbeitsgemeinschaft für
Schneider/Amstrad PCW-Computer e.V. ist ein bundesweiter Computerklub zum Informationsaustausch. Umfangreiches Informationsangebot zu Hard- und Software online.
Direktlink zu Joyce-Geschichte(n). Alles was man zum Joyce wissen kann und muss.
Schneider and Amstrad
at Digidome, your friendly
computermuseum. Also featuring PCW 8512, or Joyce Type II.
Diese Seite wurde wahrscheinlich aufgehoben... Seite auf web.archive.org
Amstrad/Schneider
Geschichtliche Infos zu den beiden Firmen und der gesamten Gerätepalette. Von "The Dot Eaters /
The Number Crunchers". www.8bit-museum.de
Amstrad Computer Site by C. Lawson

LocoScript Software
Still supporting LocoScript software for the PCW series and other machines.
Der Schneider Joyce im 8-Bit-Nirvana
Der 8256 im homecomputermuseum.de
PCW Today
The magazine for all Amstrad PCW users.
Tips zum Joyce / PCW
im CP/M NetworK.
Joyce 1.33 Emulator for Unix. By J. Elliott.