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Ein wichtiges Etappenziel für die AlpTransit Gotthard AG ist erreicht: der Zugangsstollen in Faido ist auf dem Niveau des künftigen Gotthard-Basistunnels angelangt. Nach Amsteg, Sedrun und Bodio sind damit vier Zugänge zur Achse der Tunnelröhren erstellt. Bei den Arbeiten in Faido wurden die Termine und Kosten eingehalten. Die Hauptvortriebe der beiden Tunnelröhren können damit plangemäss beginnen.
Am 4. Dezember 1999 wurde mit den Bauarbeiten in Faido begonnen. Gestern erreichte der Vortrieb des Zugangsstollens 2620 Meter. Der Stollen mit einem Hufeisenprofil (Basis 9,7 m, Höhe 7,55 m) und einer Neigung von über 12 % führt vom Portal in Polmengo auf 750 m.ü.M zum Niveau des künftigen Tunnels auf einer Höhe von 430 m.ü.M. hinab. Der Ausbruch des Stollens wurde von der ARGE Pizzarotti Parma und Muttoni SA Faido vorgenommen und termin- und kostengerecht durchgeführt.
Am Fuss des Zugangsstollens wird - wie in Sedrun - eine der beiden Multifunktionsstellen mit Spurwechseln und Nothaltestellen errichtet. Das Bauprogramm sieht vor, dass die ARGE Pizzarotti-Muttoni bis im November 2001 die Schalungsarbeiten am Zugangsstollen beendet. Ab Dezember wird dann die ARGE TAT unter der Federführung der Zschokke-Locher AG die Baustelle übernehmen. Die ARGE TAT erhielt am 12. Juni 2001 den Zuschlag für die Loskombination Tunnelvortrieb Bodio/Faido. Das Auftragsvolumen beträgt Fr. 1,48 Milliarden und ist damit der grösste je vergebene Bauauftrag der Schweiz im Infrastrukturbereich.
Anfang des nächsten Jahres beginnen in Faido die Ausbrucharbeiten für die Kavernen der Multifunktionsstelle (Länge ca. 1,7 km mit Nothaltestelle, Spurwechseln, Querschlägen und Anschlussgeleisen). Diese Bauarbeiten werden ca. 3 Jahre dauern. Dann werden die beiden Tunnelbohrmaschinen erwartet, die - gestartet 2002 in Bodio - die Tunnelröhren bis 2005 nach Faido ausgebrochen haben werden. In den Kavernen der Multifunktionsstelle werden die Maschinen revidiert und gewartet, bis sie danach den Ausbruch Richtung Sedrun fortsetzen.