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Grosse Streurieder. Armenhaus. 2
Mühlen und 2
Sägen. Wasserversorgung und Hydranten. 4 Sennereien. Eine mechanische
Schiffli-Stickerei.
Wiesen-, Obst- und etwas Weinbau. Vieh-,
Holz- und Streuehandel. Am
Buchberg werden
Steinbrüche auf Molasse ausgebeutet. In
Tuggen predigte ums Jahr 600 der h. Gallus die christliche Lehre. Als aber die Leute den alten Göttern treu blieben, warf
er die Götzenbilder in den
See und zerstörte den Götzentempel, worauf er fliehen musste. Zu jener Zeit bildete das
Ried
südl. Tuggen noch einen mit dem
Zürichsee zusammenhängenden Seearm. 988: Tuconia; 1116:
Villa Tuconia.
Der
Ort gehörte der Reihe nach dem Kloster
Pfäfers und dann den
Grafen von
Rapperswil, von
Habsburg und von
Toggenburg. 1386 vor der
Sempacherschlacht zerstörten die
SchwyzerSchlossMülinen. 1437 nahmen sie Tuggen und
Schloss Grinau aus der
Toggenburger Erbschaft
in ihr Landrecht auf, was den Anlass zum alten Zürichkrieg gab. Bis 1810 war die Gegend infolge Ueberschwemmungen
der
Linth sehr ungesund. Die Linthkorrektion hat dann Abhilfe gebracht und den Boden nutzbar gemacht. Tuggen und
Grinau haben
neuestens durch die permanenten Befestigungen am Untern
Buchberg besondre Bedeutung erlangt. Auch die Rickenbahn wird offenbar
vonUznach über Tuggen nach
Siebnen ihre Fortsetzung finden.
Der 1905 ausgebrannte Schlossturm
Grinau (s.
diesen Art.) ist renoviert worden. Fund eines römischen Münzschatzes. Vergl. Casutt, Fr. A. Beitrag zur Geschichte derKirchgemeinde Tuggen und deren Töchterkirchen.
Lachen 1888. -
Spiess, A. DasSchloss Grinau (in den Mitteilungen des histor.VereinsdesKant. Schwyz.
13, 1903).
Der zur Herstellung
der Ziegel und Backsteine verwendete Lehm findet sich 1 km nordostwärts bei
Le Pâquier und Les Repilettes und wird vermittels
einer Luftseilbahn über das Torfmoor hin zurFabrik gebracht.