Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03311.jsonl.gz/1718

Einen Tag später ging die Reise mit der Eisenbahn weiter. Der Panamakanal existierte damals noch nicht, die Bauarbeiten dazu begannen erst 1881. So mussten die Einwanderer mit dem Zug von Küste zu Küste fahren. Nach rund drei Stunden in einem mit Menschen vollgestopften Waggon kamen sie in Panama Stadt an und wurden gleich zum Segeldampfer «Constitution» gebracht, welcher sie an ihr Ziel San Francisco bringen sollte. Diese letzte Schiffsreise der Heers war die schlimmste:
«Die Reise von Havre nach New Jork war nur eine Lustreise gegenüber dieser, denn von New Jork nach Aspenwall mussten wir grossen Hunger leiden und von Panama nach San Franzisko war es noch schlechter, da hatten wir 10 Tage lang keine Erdäpfel mehr, von Brod keine Rede, nichts als stinkendes Fleisch, geschwefeltes Reis, Türken (Polenta) und Zwieback und nur dieses, wenn man was kriegen wollte, musste man sich raufen.»
Der tägliche Kampf um das schlechte Essen wurde mit Händen und Füssen ausgetragen.
«Schon eine Stunde bevor das Signal mit einer Glocke gegeben wird stellen sich die Leute auf wie Wölfe welche auf ihre Beute lauern und sobald die Schweinekost aufgestellt wird in grossen Behältern so geht es darüber her, alles von Hand, und wenn es noch heisser ist, so fahren sie mit den Händen darein um etwas zu erwischen.»