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«Es ist mir eine grosse Ehre, Präsident Putin zu treffen», sagte Trump. «Wir haben eine sehr, sehr gute Beziehung.»
Als Trump von einem Journalisten auf das heikle Thema möglicher Einmischungen Russlands in die US-Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr angesprochen wurde, sagte er lächelnd und mit erhobenem Finger in Richtung des russischen Staatschefs: «Mischen Sie sich nicht in die Wahl ein, Herr Präsident, mischen Sie sich nicht ein!» Putin quittierte Trumps Scherz mit Schweigen und einem Grinsen.
Es tauchten dann noch Aufnahmen des US-Nachrichtensenders CNN zu einem Wortgeplänkel zwischen Trump und Putin über sogenannte «Fake News» auf. «Fake News - damit haben Sie in Russland ja kein Problem», sagte der US-Präsident zu Putin, ohne zu erkennen zu geben, ob er sich damit auf Einschränkungen der Pressefreiheit in Russland bezog.
Putin antwortete auf Englisch: «Ja. Ja. Ja. Wir haben dieses Problem.» Dann fügte er noch hinzu «dasselbe» und begann zu lachen, wodurch sie Trump ebenfalls zu einem Lachen hinreissen liess.
Das Gespräch in Osaka war das erste bilaterale Treffen der beiden Politiker seit einem umstrittenen Treffen im finnischen Helsinki vor knapp einem Jahr. Bereits vor dem Abflug nach Japan hatte sich der US-Präsident zuversichtlich mit Blick auf das Treffen mit Putin gezeigt. «Ich werde eine sehr gutes Gespräch mit ihm haben», sagte er im Weissen Haus zu Journalisten.
Zugleich schränkte er ein: «Was ich ihm sage, hat Euch nicht zu interessieren.» Auch am Freitag ging Trump nicht in die Tiefe. Er liess die Journalisten lediglich wissen, dass er mit Putin über «Handel, etwas Abrüstung und vielleicht ein wenig Protektionismus» sprechen wolle.
In Helsinki hatte sich Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin im vergangenen Jahr geweigert, die mutmassliche russische Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl von 2016 zu kritisieren. US-Sonderermittler Robert Mueller fand bei seinen fast zweijährigen Ermittlungen zwar keine Belege für illegale Geheimabsprachen von Trumps Wahlkampfteam mit Russland. Allerdings gab es demnach Kontakte zwischen russischen Amtsträgern und Mitarbeitern von Trumps Kampagne.