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Dem Wind ausgesetzt
Auf dem exponierten Meteodach wirkt der Wind nahezu ungebremst auf die ModeratorInnen. Fällt Regen, greift man natürlich reflexartig zum Regenschirm, das ist aber nicht immer die beste Idee.
Die gewölbte Form des Schirmes schützt zwar den Kopf vor der Nässe, bei Wind wirkt aber plötzlich eine besondere Kraft auf diesen Regenschutz.
Bernoulli Effekt
Daniel Bernoulli, ein Schweizer Physiker, hat im 18. Jahrhundert erforscht, dass die über feste Objekte hinweg strömende Luft einen Unterdruck erzeugt.
Ist es windstill, herrscht am Schirm überall der gleiche Druck. Kommt jedoch Wind auf, ändert sich alles.
Die gekrümmte Schirmoberfläche stört den Luftstrom und drängt die Stromlinien zusammen. Es entsteht eine Düsenwirkung und der Druck an der Oberseite sinkt, unten herrscht weiterhin der grössere statische Druck.
Um von der Vorderkante zur Hinterkante zu gelangen, streicht die Luft über die gebogene Schirmhülle und muss so eine grössere Strecke zurücklegen als an der (gedachten) quasi geraden Unterseite. Da Luftteilchen so rasch wie möglich Druckunterschiede ausgleichen, sind sie über der Schirmhülle schneller unterwegs.
Grosser Druck unten, kleiner Druck oben, der Schirm klappt dann meist im ungünstigsten Moment nach oben. Je stärker der Wind pfeift, umso heftiger ist der Effekt.
Viele beschädigte oder gar zerstörte Schirme auf dem Meteodach bestätigen diese physikalische Regel.