Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/92520

<h2>SubmittedText<h2><p>Angesichts der Ausbreitung der Schweinegrippe wird der Bundesrat aufgefordert, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Die Angst vor einer Vogelgrippe-Pandemie hat 2005 dazu geführt, dass Vorräte des antiviralen Medikamentes Tamiflu angelegt wurden. Ist Tamiflu geeignet, um die derzeitige Schweinegrippe zu bekämpfen?</p><p>2. Wie gross sind heute die Vorräte, die den Kantonen und dem Bund zur Verfügung stehen? Werden sie als gross genug eingeschätzt? Oder welche Massnahmen werden getroffen, um sie anzupassen?</p><p>3. Verfügt der Bund über einen Vorrat an Medikamenten, die der Bevölkerung unverzüglich abgegeben werden könnten, oder verfügt er lediglich über einen Vorrat an Wirkstoffen, die noch verarbeitet werden müssten?</p><p>4. Welche Verfahren und Kriterien sind für die Abgabe des Medikamentes an die Bevölkerung vorgesehen? Ist insbesondere eine Abgabe durch die Kantone oder in Zusammenarbeit mit ihnen vorgesehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Das Medikament Tamiflu ist in der Behandlung der am neuen Grippevirus </p><p>Influenza A(H1N1) erkrankten Personen wirksam.</p><p>2./3. Tamiflu ist in Apotheken auf ärztliches Rezept erhältlich. Im Rahmen der Pandemievorsorge hat der Bund ein Pflichtlager von Tamiflu vorgeschrieben, das für die Behandlung von 25 Prozent der Bevölkerung und für den prophylaktischen Schutz des Gesundheitspersonals ausreicht. Bei bisherigen Grippepandemien sind nie mehr als 25 Prozent einer Bevölkerung erkrankt. Fachleute bezeichnen die Erkrankung von 25 Prozent der Bevölkerung als "worst case"-Szenario. Nebst dem Pflichtlager verfügt der Bund über 10 000 Packungen Tamiflu als Notfallreserve, welche sofort einsetzbar wäre.</p><p>4. Tamiflu wird in keinem Pandemieszenario vom Bund an die Bevölkerung abgegeben. Die Patienten erhalten von den Ärzten dieses Medikament verschrieben. Die Spitäler können Tamiflu für den Schutz des Gesundheitspersonals einsetzen. Das Pflichtlager wird geöffnet, wenn die Versorgung über den freien Markt nicht mehr sichergestellt ist.</p>  Antwort des Bundesrates.