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Grüttbach
Der Grüttbach beginnt oberhalb Kirchberg/BE und mündet von rechts in die Aare bei deren Fluss-Kraftwerk Flumenthal. Er fließt im tiefen, relativ breiten und ebenen Teil des Schweizerischen Mittellandes zwischen der ihm links nahen Emme und der ihn rechts streckenweise begleitenden Ösch.
Ursprünglich begann der Grüttbach unter dem Namen Brunnbach knapp 2 km früher im rechts der Emme liegenden Teil von Burgdorf/BE. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wird der Bach durch einen Düker unter der Emme mit dem meisten Wasser, das vorher die Mühlen und Kraftwerke in Burgdorf links der Emme antreibt, gespiesen, und er ist umbenannt. Er wurde dadurch so stark, dass bereits am Ortseingang von Kirchberg ein elektrisches Kraftwerk mit damals etwa 100 PS betrieben werden konnte. Die größere Wassermenge verbesserte auch die Versorgung der Industrie auf der gesamten weiteren Bachstrecke wesentlich. Sein kurzer und wenig Grundwasser zuführender Anfangsteil ist heute eingedohlt und namenlos.
Der wassertechnisch bedeutende Anfang des Grüttbaches befindet sich also links der Emme und sogar schon oberhalb von Burgdorf. Die linken Nebenbäche der Emme ab Hasle waren nämlich bereits nach Burgdorf umgelenkt, als eine größere Menge der Emme oberhalb Burgdorfs entnommenen Wassers hinzukam. Ein ausführlicher Bericht, dessen Schwerpunkt die industrielle Nutzung allen Wassers ist, das der Grüttbach der Aare zuführt, schließt somit das Burgdorfer Wasser-System ein.
Der Bach hat auf seinem nur etwa 20 km langen Lauf verschiedene Namen. In den an ihm liegenden Dörfern wird er oft als ihr Dorfbach bezeichnet. In amtlichen Landkarten hat er auch mehrere Namen. In swisstopo sind es z.B. drei auf den einander folgenden Teilstrecken: Grüttbachkanal, Oberholzbach und Grüttbach.
Der Grüttbach betreibt immer noch Getreidemühlen, heute vorwiegend aber elektrische Kleinkraftwerke. Früher wurde sein Wasser auch zum Betrieb von Sägewerken, Walken u.ä. Gewerbebetrieben genutzt.
Seiner streckenweise ausgeprägten Umgestaltung als Gewerbekanal ging die Befestigung seiner Ufer und die Begradigung zum Schutz der Landwirtschaft voraus. Der Grüttbach fliesst in einem breiten und sehr ebenen Gebiet, wo er ohne solche Massnahmen heute noch mäandern und sich bei Hochwasser weit verbreiten würde..
Literatur
Ernst Meier:
Der einzigartige Weg eines Bachlaufes vom Auslauf aus der Emme in Burgdorf bis zur Mündung in die Aare in Riedholz,
Selbstverlag (<email-pii>)
Siegfried Wetzel, CH 3400 Burgdorf, März 2024
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