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Kurz vor Schluss des 2:1-Siegs im Viertelfinal gegen Kolumbien muss Brasiliens Superstar Neymar verletzt vom Platz getragen werden. Nun ist klar: Die WM ist für den 22-Jährigen vorbei.
Diesen Sieg muss Brasilien teuer bezahlen. Nach dem Einzug in den WM-Halbfinal (am Dienstag gegen Deutschland) beklagt die «Seleçao» den Ausfall Neymars. Der 22-jährige Star musste beim 2:1-Sieg über Kolumbien kurz vor Schluss verletzt vom Platz getragen werden.
Sofort brachte man Neymar in einen Spital, wo er untersucht wurde. Danach meldete Brasiliens Teamarzt Rodrigo Lasmar die für Neymar und eine ganze Nation niederschmetternde Diagnose: Die Weltmeisterschaft sei für den Spieler gelaufen. «Der Untersuch ergab einen Bruch des dritten Lendenwirbels», so der Arzt.
Das WM-Aus des zuletzt oftmals angeschlagen spielenden Neymars besiegelte eine Attacke des Kolumbianers Camilo Zuniga, der dem Spieler des FC Barcelona in den Rücken sprang. Brasiliens Nationaltrainer Felipe Scolari verzichtete darauf, Öl ins Wasser zu giessen. «Das sind einfach Sachen, die im Fussball geschehen», sagte er und wollte Zuniga keine Verletzungsabsicht unterstellen.
Der Kolumbianer sprach ebenfalls von einem üblichen Zweikampf. «Ich gehe auf den Platz, um für mein Land zu spielen und nicht mit der Absicht, einen Gegner zu verletzen», so Zuniga. Noch bevor Details zu Neymars Verletzung bekannt wurden, wünschte er ihm gute Besserung. «Ich hoffe, es ist nichts Ernstes.»
Brasiliens Nationaltrainer Scolari ist nun sowohl in der Defensive wie in der Offensive zu Umstellungen gezwungen. Während es im Angriff den vierfachen Turniertorschützen Neymar zu ersetzen gilt, fehlt in der Innenverteidiger Thiago Silva. Er verpasst den Halbfinal gegen Deutschland, weil er sich gegen Kolumbien die zweite Verwarnung der WM einhandelte.