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- Pavel Tchelitchew
Pavel Tchelitchew (1898–1957) zählt dank seines umfangreichen und komplexen Œuvres zu den faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten der Moderne. Nach einer Ausbildung in Moskau und Kiew bei Alexandra Exter arbeitete er zu Beginn der 1920er Jahre erfolgreich als Bühnenbildner in Berlin, bevor er 1923 nach Paris übersiedelte. Gertrude Stein und später Edith Sitwell zählen zu Tchelitchews illustren Förderern jener Zeit. In Paris bewegte er sich im Kreis der so genannten „Neo-Romantiker“, war nicht nur vom Surrealismus, sondern auch vom russischen Sym bolismus der Jahrhundertwende geprägt, den er um Elemente des Kubismus bereicherte. In den 1940er Jahren, nun in New York, widmete sich Tchelitchew „Inneren Landschaften“, „Röntgen-“Porträts von Köpfen und Körpern, die von glühenden Venen, Arterien und Nervenbahnen durchzogen sind. Die Grenzen zwischen Innen und Aussen negierend, löste er solcherart den Körper in Energiebahnen auf.
Tchelitchew experimentierte beständig mit neuen Stilen, um eine Bildsprache für transzendente Elemente, kosmische Ordnungen und philosophische Konzepte zu finden. Der dabei entstandene, umfangreiche Komplex an Studien, Zeichnungen und Gemälden stellt einen aussergewöhnlich individuellen Beitrag zur Kunst der Moderne dar. Er wird in dieser Publikation erstmals in seiner Gesamtheit gewürdigt und im Kontext der zeitgenössischen Kunst vorgestellt.
Pavel Tchelitchew ist in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, darunter das Museum of Modern Art, New York, die Tate Collection, London, und die Tretjakow-Galerie, Moskau.