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UNTERSTÜTZUNG PROJEKT RUANDA
2024-20-RWA-SDG 3 / Children Help Network
2024-20-RWA-SDG 3 / Children Help Network
Ruanda, Kamonyi
Ruanda ist ein Binnenstaat in Ostafrika. Er grenzt an Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Tansania. Wegen seiner hügeligen Landschaft wird Ruanda auch „Land der tausend Hügel“ genannt. Auf dem Staatsgebiet verläuft die afrikanische Hauptwasserscheide zwischen den Einzugsgebieten des Nil und des Kongo. Kigali, die Hauptstadt und grösste Stadt des Staates, liegt im Zentrum des Landes am Fluss Kagera.
Ruanda gehört zu den am dichtesten besiedelten Ländern weltweit. Der überwiegende Teil der Bevölkerung lebt auf dem Land, wobei die Verstädterung zunimmt. Der hohe Bevölkerungsdruck ist Ruandas Hauptstrukturproblem, da das Land kaum über Industrie und keine nennenswerten Ressourcen verfügt.
Die Ortschaft Kamonyi liegt etwa 30 km südwestlich von Kigali.
Children Help Network ist ein kleiner Schweizer Verein, der seit 2001 Entwicklungs- und Förderprojekte zur Verbesserung der Lebenssituation von in Not und Armut lebenden Kindern und Jugendlichen mitträgt. Der Verein unterstützt zwei Projekte in Ruanda – ein Strassenkinderzentrum und ein Sozialhaus. Der Verein handelt konkret, selbstlos und mit geeinten Kräften. Er unterstützt überschaubare Projekte und setzt sich – zusammen mit seinen Projektpartnern vor Ort – gegen Ungerechtigkeit und Elend ein.
Strassenkinderzentrum
Sechs Jahre vor dem ruandischen Bürgerkrieg von 1994 gründete der Schweizer Othmar Würth (Brüder der Christlichen Schulen, auch La Salle-Brüder genannt) in der südlich gelegenen Stadt Butare-Huye das Strassenkinderzentrum “Centre Intiganda". Das Zentrum bietet Kindern Sicherheit, Begleitung und Unterstützung auf dem Weg in ein würdiges und selbstbestimmtes Leben.
Sozialhaus
Vor zwei Jahrzehnten hat die Schweizer Laienmissionarin Anne Marie Steiner in Kamonyi ein Haus errichtet, um psychisch und mental kranken Menschen – vorwiegend Frauen mit ihren Kindern – ein Zuhause und eine minimale medizinische Versorgung zu bieten. Seelisch oder geistig Erkrankte haben in der ruandischen Gesellschaft praktisch keine Chance – ihre Leiden werden nicht verstanden, die Einschränkungen nicht akzeptiert. Das “Sozialhaus Kamonyi“ hilft, direkt an der Basis und bei den Ärmsten.
Projekt: Sozialhaus im Ort Kamonyi
Das “Sozialhaus Kamonyi“ wird heute von Frau Vénéranda Ufitwenaryo geführt. Sie hat als Spätfolge des Genozids von 1994 psychisches Kranksein und gesellschaftliche Diskriminierung selbst erfahren. Heute widmet sie sich ganz der Versorgung von seelisch Kranken.
Vénéranda beherbergt rund 15 mental/psychisch erkrankte Menschen, zumeist Frauen, teilweise mit Kindern – auch einige Waisen finden Unterschlupf. Sie ermöglicht ihnen ein gemeinschaftliches Wohnen und Leben in Würde. Die Kinder können die Schule besuchen und werden beim Lernen gefördert.
Sie hilft den Verstossenen mit Nahrung, Kleidung, Schulgebühren und Medikamenten. Ärztlichen Rat bekommt sie von einer psychiatrischen Klinik in Kigali (Klinik „Caraes“ in Ndera – nach dem Bürgerkrieg von 1994 vom Orden der „Frères de la Charité“ errichtet), deren Fachleute ihr vertrauen. Sie hilft darüber hinaus etwa 50 erkrankten Menschen im Dorf und in der Region, die nicht im Sozialhaus wohnen.
Website Verein
Children Help Network