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Hauptstadt : Kigali
Einwohnerzahl: 13 Millionen
56 % der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze
Lebenserwartung: 69 Jahre
Interventionsbereiche: Ernährungssouveränität, Erziehung und Berufsausbildung, Gleichstellung der Geschlechter und Gleichberechtigung, Konfliktverhütung, Umwelt
Unterstützte Bevölkerung: XXXX Personen
HDI: Rang 165 von 191 Ländern
Alphabetisierungsrate: 73 %
Ruanda, auch bekannt als das Land der Tausend Hügel, liegt in der Region der Grossen Seen in Ostafrika und ist ein kleines, dicht besiedeltes Land. Es hat mehr als 13 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 26.000 km2. Das Land liegt in der Äquatorialzone und hat aufgrund seiner Höhenlage ein gemässigtes Klima. Es ist ein Binnenstaat und grenzt an Uganda, Burundi, Tansania und die Demokratische Republik Kongo.
Fast 90 % der Arbeitsplätze des Landes entfallen heute auf die Landwirtschaft. Nach Angaben der FAO aus dem Jahr 2016 leiden jedoch immer noch fast 4 Millionen Ruander unter Hunger.
Zwar wird viel getan, um die Völker der Region wieder zu einen und Spannungen abzubauen, doch ist die Stabilität des Landes auch untrennbar mit der Stabilität der gesamten Region verbunden. Die Region ist von zahlreichen Konflikten sowie politischen und sicherheitspolitischen Missständen betroffen. Ausserdem sind die Ruander noch immer tief vom Trauma des Völkermords gezeichnet. Ungleichheit und Armut, gepaart mit posttraumatischen Syndromen, sind ebenfalls Quellen von Spannungen und Gewalt. Dies hat Auswirkungen auf alle Ebenen der Gesellschaft. In der Tat hat die häusliche Gewalt in der Familie stark zugenommen. Die Witwen des Völkermordes gehören heute zu den Ärmsten der Armen. Gleichzeitig verstärkt das Phänomen der jungen Mütter, die oft von ihren Familien verstossen werden, die dramatische soziale Lage bestimmter Teile der Bevölkerung, die bereits sich selbst überlassen sind.
In Ruanda hat Secodev seine Projekte auf die Interventionsbereiche Ernährungssouveränität, Berufsbildung, Konfliktprävention und innerfamiliäre Gewalt, Friedenssicherung, Gleichstellung der Geschlechter und Gleichberechtigung konzentriert.
Im Hinblick auf die Ernährungssouveränität arbeiten Secodev und seine Partner verstärkt auf die Bildung von Strukturen in der Landwirtschaft hin (Gründung von Bauernorganisationen und -verbänden), die Weitergabe und das Erlernen agrarökologischer Anbaumethoden (Kompostierung, partielles Pflügen usw.) sowie die Entwicklung einer konsequenten Terrassenlandwirtschaft. Die Organisation hat den Landwirten auch Zugang zu hochwertigem Saatgut verschafft, um ihre Erträge zu verbessern. Die Gründung von Bauernverbänden hat darüber hinaus zu einer besseren Verarbeitung der Produktion und einer leichteren Vermarktung der Erzeugnisse geführt.
Die berufliche Bildung ist ebenfalls eine der Hauptaktivitäten, die Secodev zusammen mit seinen Partnern in diesem Land entwickelt hat, insbesondere durch die Einrichtung eines regionalen Ausbildungszentrums für Agrarökologie, Agroforstwirtschaft und Viehzucht. Für Secodev ist die Berufsausbildung eine wesentliche Voraussetzung für ein nachhaltiges Engagement auf dem Pfad der Entwicklung.
Da die Entwicklung eines Landes oder einer Region nur möglich ist, wenn in allen gesellschaftlichen Schichten Frieden und Stabilität herrscht, engagiert sich Secodev auch in diesen Bereichen. Die Massnahmen richten sich auch an gefährdete und ausgegrenzte Menschen, die nach dem Völkermord in Ruanda besonders zahlreich waren. Deshalb bietet Secodev Witwen und Witwern sowie jungen alleinerziehenden Müttern besondere Unterstützung an. Die Organisation ist auch in der allgemeinen Prävention von Gewalt und innerfamiliärer Gewalt tätig und fördert die Gleichstellung und Gleichberechtigung der Geschlechter.