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Welche länderübergreifenden Epidemien haben die Schweiz in der Vergangenheit bedroht? Welche relevanten Ausbrüche waren in der Schweiz zu verzeichnen? Die Erkenntnisse von Gestern können dazu beitragen, den Vorbereitungsstand von Morgen zu verbessern.
Vergangene Ausbrüche und Epidemien in der Schweiz
Trotz Antibiotika, antiviralen Medikamenten, Impfungen und Fortschritten im Bereich der Lebensmittelsicherheit sind wir weder in der Schweiz noch weltweit vor grösseren Epidemien gefeit. Dazu trägt nicht zuletzt auch die Globalisierung von Transport und Handel sowie verstärktes Reisen bei.
In der Schweiz wurden in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder lokal begrenzte Ausbrüche und Epidemien verzeichnet. Relevante Ausbrüche von lebensmittelübertragenen Krankheiten wurden im Jahr 1963 durch Salmonella Typhii, im 2006 durch Salmonella Stanley, sowie in den 1980er bzw. 2000er Jahren durch Listeria monocytogenes verursacht.
Historisch relevant ist auch Aids, eine Krankheit die sich ab 1983 auch in der Schweiz ausbreitete, sowie eine Keuchhustenepidemie, die 1994/1995 grassierte. In den Jahren 2006-09 wurde eine grössere Masernepidemie verzeichnet. Viele Berichte zu Ausbruchsuntersuchungen wurden in Fachzeitschriften bzw. im BAG-Bulletin publiziert. Die wichtigsten sind unter Ausbruchsuntersuchungen und epidemiologische Abklärungen zu finden. Berichte zur epidemiologischen Lage von grösseren Epidemien aus der jüngeren Schweizer Vergangenheit finden Sie hier.
Vergangene Ausbrüche und Epidemien weltweit
Im vergangenen Jahrhundert traten weltweit immer wieder neuartige Epidemien oder sogar Pandemien auf. Mehrere Grippepandemien (1918, 1957, 1968 und 2009) und die Aids-Pandemie (ab 1983) machten deutlich, dass Infektionskrankheiten immer noch ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko darstellen. Auch nach der Jahrtausendwende bleiben Infektionskrankheiten in den Schlagzeilen: In den Jahren 2002-2004 breitete sich das SARS-Coronavirus aus, 2005/2006 folgte die Vogelgrippe.
Die Auswirkungen auf Gesundheitssysteme, Handel und Tourismus aufgrund von SARS waren so einschneidend, dass die Internationalen Gesundheitsvorschriften in kürzester Zeit revidiert wurden. Parallel dazu wurde in der Schweiz die Totalrevision des Epidemiengesetzes beschlossen. Im Frühjahr 2009 führte ein rekombiniertes Influenza-Virus zu einer milden Grippepandemie, ab 2013 breitete sich das Ebola-Fieber in Westafrika aus. Nicht alle weltweit verzeichneten Epidemien haben Auswirkungen auf die Schweiz. Der Fokus der hier publizierten Lageberichte, Empfehlungen und Evaluationen liegt folglich bei Ereignissen, die für die Schweiz relevant waren.
Letzte Änderung 29.11.2016