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Endometrium & Ovar
Endometrium
Die derzeit erreichbare Implantationsrate von ca. 20% pro transferiertem Embryo nach In vitro Fertilisation (IVF) ist unbefriedigend und konnte in den letzten Jahren nur unwesentlich erhöht werden. Als Substrat des ursächlichen Implantationsversagens wird eine endometriale Implantationsstörung angesehen, die bisher nur ansatzweise verstanden wurde und nicht therapiert werden kann.
Gemäss der Voruntersuchungen durch diverse Arbeitsgruppen und durch unsere Arbeitsgruppe (Gutsche et al., 2003; Nowak et al., 2007) ist anzunehmen, dass eine endometriale Dysfunktion, welche bei der IVF durch die unphysiologisch Hormonstimulation resultiert, durch eine lokale Instillation von Seminalplasma in das Cavum uteri zum Zeitpunkt der Follikelaspiration reduziert werden kann (von Wolff et al. 2008).
Aufgrund dessen untersuch wir zum einen in vitro systematisch den Effekt der einzelnen Bestandteile von Seminalplasma auf die regulativen Prozesse des Endometriums und zum anderen in vivo die Schwangerschaftsrate bei einer IVF nach einer Vorbehandlung mit Seminalplasma.
Ovar
Bei der IVF werden üblicherweise hohe Dosen von Gonadotropinen verabreicht. Diese Gonadotropine führen jedoch zum einen zu sehr hohen Therapiekosten und können zum anderen zu einem Ueberstimulationssyndrom führen.
Aufgrund dessen entwickeln wir neue Stimulationsprotokolle, um mit einer sehr niedrigen Gonadotropindosis eine IVF-Behandlung durchzuführen. Diese klinischen Untersuchungen werden ergänzt durch biochemische und molekularbiologische Analysen der Follikelflüssigkeit und der darin enthalten Granulosazellen in den verschiedenen Stimulationsprotokollen, um deren Effekt auf die ovarielle Funktion zu ermitteln.