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Obwohl das Ende der Apartheid über zwanzig Jahre in der Vergangenheit liegt, reflektiert die urbane Konfiguration von Johannesburg noch die Geschichte der Rassentrennung und dient als Beispiel der sozialräumliche Ungleichheit. Trotz des reichen Umfangs wissenschaftlicher Stadtanalyse, fortschrittliche Rahmenprogrammen für Raumentwicklung und die zum Teil lobenswerte Erbauung von Wohnhäusern durch den Staat sowie private Bauunternehmer, bleibt die Struktur der Stadt überwiegend von urbanen Inseln und homogenen Bevölkerungen charakterisiert. Diese Gegensätze sind im alltäglichen Leben der Bewohner informellen Siedlungen und deren Mobilität klar ersichtlich. Dieses Projekt untersucht Bottom-up-Methoden der Urbanisierung, die den Ungleichheitsmuster bestreiten und die Begegnung von verschiedener soziokulturellen Bewohnern ermöglichen. Die Hypothese ist dass Top-down städtebauliche Lösungen oft versagen, in dem sie die tägliche Bedürfnisse und Bewegungsmustern der Bewohnern informellen Siedlungen nicht beachten und die Einwohner lieber umsiedeln als die Gebiete aufwerten. Ein neuer Ansatz der städtebaulichen Planung, das «kooperative Urbanismus», muss deshalb versuchen, die Netzwerke solcher Siedlungen zu verstehen und durch Beteiligung in Bauentscheidungen und –prozessen die Gemeinschaften aufzuwerten. Das Konzept wird getestet, indem das Mobilitätsverhalten («trajectories») und die Zielorte («anchor points») von Teilnehmer in selektierten Siedlungen Johannesburgs untersucht und mit Entwicklungsplänen der Stadt und der Region Gauteng verglichen werden. Das Forschungsprojekt leistet einen Beitrag zur aktuellen Debatte über die Wirksamkeit punktueller, inkrementeller Strategien als Instrument der Gleichmässigkeit und Nachhaltigkeit in der Gestaltung zeitgenössischen urbanen Konfigurationen.