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Cruising with Ruben & the Jets klingt im ersten Höreindruck wie eine klassische Hommage an Doo-Wop. Das Album hat einen nostalgischen Einschlag und wirkt wie ein billiger Abklatsch, doch warten die Stücke dann und wann mit subtilen Seitenhieben auf die Tradition und die Lyrics durch eine Pervertierung der Simplizität von Doo-Wop-Texten auf.
In seiner Jugend liebte Frank Zappa Doo-Wop und seine ersten Kompositionen für den Film Memories of El Monte im Jahre 1962 standen ganz in dessen Tradition.[1] Im Frühjahr 1965 kam es zu einem wichtigen Ereignis, das Zappas Einstellung zur Gesellschaft nachhaltig veränderte: Als er die bestellten pornographischen Tonaufnahmen an einen Auftraggeber lieferte, gab jener sich als Bundespolizist zu erkennen und hängte Zappa eine sechsmonatige Gefängnisstrafe an, wovon er zehn Tage absitzen musste.[2]
Durch den Freiheitsentzug konsterniert hatte Zappe die Absicht, speziell „schwachsinnige Texte“ für Cruising … zu verfassen, wohl auch um die Konsumideale der Zeit und die ihm entgegengebracht Engstirnigkeit der Gesellschaft anzuprangern. Darin zeigt sich auch seine herablassende Haltung, die sich mit seiner Liebe zu Doo-Wop vermischte: Die Tracks des Albums sind auf die „stereotypen Motive“ des Generes heruntergebrochen, nur um sie dann neu zusammen zu setzen. Dabei berief sich Zappa auf die Technik Strawinskys, Neues in Anlehnung an tradierte Formen zu schaffen.[3] So gesehen ist die Zappa-Platte also sehr wohl eine Hommage an die Musik seiner Jugend, doch nicht als nostalgische Rückkehr zur damaligen „Wirklichkeit“. (Eine solche Rückkehr intendierte zur selben Zeit John Lennon mit seinen Stücken für das „White Album“.) Speziell in den Tracks „Deseri“ und „Cheap Thrills“ zeigt sich Zappas kritische Auseinandersetzung mit dem Doo-Wop-Genre. Diese Tracks sind gespickt mit raffinierten harmonischen Verweisen auf Stravinsky und tarnen sich hinter der Fassade von schwachsinnig anmutenden Lyrics.[4] (Stg)
[1] Coutre Francois: http://www.allmusic.com/album/cruising-with-ruben-the-jets-mw0000196894 (Abgerufen am 30.5.14)
[2] Miles Barry: Zappa. New York: Groove Press, 2004. S. 110.
[3] Reynolds, Simon: Retromania. Warum Pop nicht von seiner Vergangenheit lassen kann. Mainz, Ventil Verlag 2012. S. 259.
[4] Coutre Francois: http://www.allmusic.com/album/cruising-with-ruben-the-jets-mw0000196894 (Abgerufen am 30.5.14)
Was sich Shakin‘ Stevens – der tanzende Stevens also1 – auf die Fahne geschrieben hat, ist im Rock’n‘ Roll-Geschäft ein altbewährtes Rezept. So versetzte schon Elvis Presley, der für seinen einzigartigen Hüftschwung berühmt war, reihenweise junge Frauen in Ekstase2.
Geboren wurde Shakin‘ Stevens als Michael Barratt 1948 in Cardiff (Wales) als jüngstes von 11 Kindern3. Als er 1967 heiratete, war sein offizieller Beruf noch Milchmann. Doch schon 1968 begann er seine Karriere als professioneller Musiker, indem er bei den „Sunsets“, einer Rock’n’Roll-Band, als Frontmann einstieg. Von da an legte er eine beeindruckende Karriere hin und gilt heute als typischer Vertreter des Rock’n‘ Roll-Revivals der Siebzigerjahre4. 1969 traten Shakin‘ Stevens and the Sunsets als Vorband der Rolling Stones auf, 1972 wurden sie vom New Musical Express zur besten Live Band des Jahres gewählt. Nach der Auflösung der Band 1976 begann Stevens seine Solokarriere und spielte 19 Monate lang die Hauptrolle in einem Elvis Musical. Heute gilt er mit 4 Nr. 1 Hits und über 35 Charttiteln als einer der erfolgreichsten Solosänger überhaupt5.
Die Musik von Shakin‘ Stevens & The Sunsets ist stark an den Rock n‘ Roll der Fünfziger angelehnt: klassische Formation mit Frontmann, Gitarre, Klavier, Saxophon, Drums und Bass. Allerdings kommt hier ein verstärkter E-Bass zum Zug, der den früher verwendeten „Upright“ ablöste. Auch die Backbeat-Betonung und das typische „Slap-Back-Echo“ auf der Leadstimme sind bekannte Stilelemente. Untypisch jedoch ist, dass bei Stevens‘ die üblichen, einfachen Rock’n’Roll-Harmonien und das häufig verwendete 12-Takte-Schema oft aufgebrochen bzw. erweitert werden.
Die lässige Coolness hingegen, mit der sich Shakin‘ Stevens auf der Bühne bewegte, ist ganz und gar Rock’n’Roll. (MR)
„Verhängnisvollerweise nicht wirklich interessant oder spannend, sogar als Kuriosität“1 – so lauten kritische Stimmen im Internet. Es geht um das 1973 erschienene Cover-Album „Pin Ups“, das die Anhänger von David Bowie kopfkratzend und unbeeindruckt, ja sogar gelangweilt, im Regen stehen lässt.
Als eine bizarre Umsetzung seines sonst verfolgten Credos ‚sei wer du willst, kleide dich wie du willst und sei deiner Umwelt einen Schritt voraus’2, äussert sich Bowies Visionärsgeist paradoxerweise in einem nostalgischen Rückgriff auf die Londoner Beat-Szene der 60er Jahre. Auf dem Album „Pin Ups“ sind Titel wie „Rosalyn“ von den The Pretty Things, „Where Have All The Good Times Gone“ von den The Kinks sowie der Them-Klassiker „Here Comes the Night“ zu finden, die nach ein und derselben Formel gecovert wurden, so scheint es: ein sich wiederholendes Gitarrenriff zu radiotypischen Melodien.
Erst dieses Jahr im Oktober wurde ein seit 1972 ungehörtes und von Bowie selbst produziertes Radio Programm ‚per Zufall’ in einem Archiv gefunden.3
In der am 23.10.13 auf BBC ausgestrahlten Sendung argumentieren die Moderatoren, dass Bowie Songs coverte, die damals kurioserweise zu Klassikern erklärt worden sind, obwohl sie erst acht Jahre auf dem Markt waren. Nach den Meinungen der Bowie-Hörer aber, wäre dieses Album besser erst in den 90er oder sogar 2000er Jahren erschienen. Das vernichtende Fazit lautet: David Bowie muss ein geldgieriger, wahnsinniger Bursche (engl. a lad insane; Anspielung auf Bowies Album „Aladdin Sane“) gewesen sein, „Pin Ups“ damals zu veröffentlichen. Die Frage nach der Geldgier im Rahmen der allgemeinen, nostalgischen sowie ironischen Rückgriffen der 80er Jahre Musik bleibt an dieser Stelle offen. Es bleibt nur zu hoffen, dass David Bowies 2013-Comeback, das mit einem am 2. November erscheinenden Box-Set „The Next Day Extra“, in die Verlängerung geht, nicht als eine Wiederholung dieser Ironie scheitert. (el)
Das Toronto Rock and Roll Revival war ein „Zurück–in-die-Fünfzigerjahre“ Frühlingsfestival.1 Im Ganzen dauerte es einen Tag und zwölf Stunden.2 Es fand am 13. September 1969 in Toronto, Ontario Kanada statt und umfasste ungefähr 20‘000 Besucher.3 Zu sehen gab es aktuelle Bands wie, Alice Cooper und The Doors, aber vor allem Grössen der 50iger Jahre: Bo Diddley, Chuck Berry, Little Richard, Gene Vincent, Jerry Lee Lewis und John Lennon.4 Das Festival erlangte vor allem Bekanntheit durch den Überraschungsauftritt von John Lennon und Yoko Ono als Plastic Ono Band.5 Nach diesem Konzert war John Lennon wie besessen davon, die alte Zeit des Rock ’n‘ Roll wieder aufleben zu lassen und die Rock-Musik zu ihrem Ursprung zurückzuführen.6 (jl)
Reynolds, Simon: Retromania. Pop culture’s addiction to its own past. London: Faber & Faber 2011; S.287. ↩
Bereits dem Titel lässt sich entnehmen, dass der Film Mystery Train von Jim Jarmusch eine Hommage an die Rock-’n‘-Roll-Musik beinhaltet, denn Mystery Train heisst auch ein Song von Elvis Presley. Der gleichnamige Song eröffnet den Film und Elvis bleibt über die gesamte Erzählung hinweg ein zentrales Thema.
In drei Episoden schildert der Film das Alltagsleben völlig unterschiedlicher Individuen. Der Handlungsort aller drei Episoden ist Memphis, die Heimatstadt von Elvis Presley.1 Die erste Episode erzählt von einem jungen japanischen Liebespaar, welches als grosse Rock-’n‘-Roll-Fans Graceland und die Sun Studios besuchen wollen. Die zweite Episode handelt von einer verwitweten Italienerin, die allerhand eigenartige Begegnungen macht, unter anderem mit Elvis Presleys Geist. In der letzten Episode dreht sich alles um die Probleme von Johnny, der den Spitznamen Elvis trägt. Er wurde von seiner Freundin verlassen, hat seinen Job verloren und gerät mit seinen Freunden in noch grössere Schwierigkeiten.2
Jarmuschs Hingabe zur Rock-’n‘-Roll-Musik äussert sich im Film neben dem allgegenwärtigen Elvis Presley auch im Soundtrack, welcher mehrere Rock-’n‘-Roll-Klassiker aufweist, darunter Songs von Otis Redding, Rufus Thomas und natürlich auch Elvis. Neben Elvis‘ Version des Songs Mystery Train ist auch jene von Blues-Sänger Junior Parker zu hören, welche zwei Jahre zuvor erschienen ist.3 Zudem finden sich in der Besetzung des Films Grössen der Rockmusik wieder. Joe Strummer, Frontmann der Punkband The Clash, Blues-Legende Screamin‘ Jay Hawkins, Rufus Thomas und Tom Waits haben Auftritte in Mystery Train.4
Neil Young experimentierte während seiner Karriere oft mit verschiedenen Musikstilen. In den 80er-Jahren führten ihn seine Wege zurück in die Vergangenheit.1 Er veröffentlichte 1983 das Rockabilly-Album „Everybody’s Rockin‘“, das er mit der Band The Shocking Pinks aufnahm. Es ist Youngs untypischstes Werk: Weder vorgängige noch nachfolgende Alben lassen Gemeinsamkeiten erkennen.2 Das Album enthält neben Eigenkompositionen auch Covers von Rock-’n‘-Roll-Klassikern wie z.B. „Mistery Train“ von Elvis Presley.3 Das Album wurde das kürzeste in Neil Youngs Geschichte: Sein Label Geffen war mit den ersten Aufnahmen nicht zufrieden und stoppte die Studio-Sessions. Die bereits aufgenommenen 25 Minuten wurden trotzdem veröffentlicht, mit einem Neil Young auf dem Cover, der mit seinen zurück gegelten Haaren und seinem rosafarbenen Anzug aussah wie Neil Diamond. „Everybodys Rockin‘“ wurde ein Flop, viele Kritiker beanstandeten nicht den Musikstil Rockabilly, sondern die Schale Umsetzung seitens Neil Youngs.4
„I don’t care what people say, Rock’n’Roll is here to stay!“ Mit diesem Statement macht das Musical Grease bei seiner Erstaufführung im Jahre 1973 unverblümt seinen Standpunkt deutlich1. Wenige Jahre vorher hatten sich die Autoren Jim Jacobs und Warren Casey in Chicago, Illinois, getroffen, hörten sich alte Schallplatten an, schwelgten gemeinsam in alten Erinnerungen und sinnierten zu The Flamingos und Little Richard darüber, wie es wäre, in eben jenem Stil ein Stück zu schreiben, das den Zeitgeist dieser vergangenen Ära auf die Bühne bringen könnte2. Was in einer Fantasterei begann, feierte drei Jahre später am Eden Theatre am Broadway in New York Premiere.
Schon der Name ist Programm, denn Grease steht Englisch für „Schmiere“, womit die Pomade bezeichnet wurde, die in den 1950er Jahren benutzt wurde, um die aufwändigen Frisuren in Form zu halten3. Damit wird ebenfalls bereits eine gewisse Ironie des Werks vermittelt, da die Elemente der klassischen High-School-Liebesgeschichte aus der Zeit des Rock’n’Roll auf sehr überspitzte und humorvolle Weise parodiert werden. Alles dreht sich um die brave Sandy und den coolen Danny, die sich während der Sommerferien verliebt haben und sich dann auf der Schule wieder begegnen. Während Danny als Anführer der Gang T-Birds sein Ansehen hüten muss, findet Sandy erst allmählich Anschluss und wird nach einem unverhofften Wandel zur sexy und selbstbewussten Frau zum Mitglied der Mädchengang Pink Ladies. Dieser Tabubruch verhilft ihr schliesslich zum Happy End mit Danny, der sich mit dieser neuen, aufbegehrenden Frau dann doch einlassen kann.
Nichts desto trotz schafft es das Stück durch seine Musik, die stark durch die Band Sha Na Na beeinflusst wurde4, ein energetisches und dynamisches Revival des Rock’n’Roll zur Aufführung zu bringen, das von einer enormen Leichtigkeit geprägt ist. (jo)
Simon Reynolds (2011): Retromania. Pop Culture’s Addiction To its Own Past. Faber & Faber. S. 277. ↩
Entstehungsgeschichte: http://www.musical-grease.de (Abgerufen: 26. Oktober 2013) ↩
http://de.wikipedia.org/wiki/Grease_%28Musical%29#Urauff.C3.BChrung (Abgerufen: 26. Oktober 2013) ↩
Simon Reynolds (2011): Retromania. Pop Culture’s Addiction To its Own Past. Faber & Faber. S. 294. ↩
Happy Days ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die von 1974 bis 1984 von Garry Marshall produziert wurde. Als Spin-off des Kassenschlagers American Graffiti (George Lucas, 1973)1 wurde sie zu einer der erfolgreichsten Serien der 1970er Jahre und gewann drei Golden Globes2
In der Serie wird das Leben der drei Freunde Richie Cunningham (Ron Howard, fungierte bereits als Hauptdarsteller in American Graffiti), Warren Weber (Anson Williams) und Ralph Math (Donny Most) im bürgerlichen Milwaukee vom Teenager- bis zum Erwachsenenalter nachgezeichnet. Die Geschichte ist in die Ära des Rock ’n’ Roll der späten 1950er bis frühern 1960er Jahre eingebettet. Petticoats, Lederjacken und vor allem die Musik jener Zeit sind in den zahlreichen Episoden allgegenwärtig. So ist bereits mit dem Titelsong das berühmte im Doo-Wop-Stil gehaltene „Rock Around The Clock“ von Billy Haley & His Comets zu hören. Auch verkörpert zum Beispiel die Figur Arthur „Fonzie“ Fanzurelli (Henry Winkler), späteres Aushängeschild der Serie, mit seiner Coolness die Attitüde des Rock ’n’ Roll schlechthin3
Simon Reynolds (2011): Retromania. Pop Culture’s Addiction To its Own Past. Faber & Faber. S. 308f. ↩
Es ist das gesamte Klangbild, die unverwechselbaren rhythmischen Eigenheiten, Freddies lockeres Bein und nicht zuletzt der Text von „Crazy Little Thing Called Love“, der an „rocking and rolling“ erinnert. Der Song der Band Queen entsteht 19791, mehr als 20 Jahre nach der eigentlichen Blütenzeit des Rock’n’Roll2
Was ist so Rock ’n’ Roll-like an diesem Song? Das Spiel der Gitarre ist mit „double stops“ gespickt, d.h. zwei Noten werden gleichzeitig gespielt3. Rhythmisch ist der „shuffle“ herauszuhören (Achtelnoten werden, wie oft im Jazz, verzögert zwischen den taktgebenden Viertelnoten gespielt). Die akustische Gitarre verleiht dem Song einen Touch von Country-Musik; typisch Rock’n’Roll. Freddies Stimme springt, schleppt, der Stil ist am Rhythm’n‘Blues orientiert, die Basis des Rock’n’Roll. Teile der Performance erinnern an Elvis – die Verkörperung des Rock’n‘Roll schlechthin. So auch der Text des Songs: Besungen wird neben Liebesstress auch der Lebensstil der Jugend als Credo. Der Interpret singt von diesem seltsamen Ding genannt Liebe, sein Schatz lässt ihn schwitzen. Doch es gilt, cool zu bleiben, per Anhalter durchs Land ziehen. Damit setzt der Song bei der Essenz des Rock’n’Roll an, in dessen Dekade erstmals ein Musikstil ausschliesslich für die Jugend entstand, sich von der Elterngeneration abgrenzend, als Ventil und Symbol für die Irrungen und Wirrungen der Adoleszenz.
(LCI)
Das Album „Music from Big Pink“ kam 1968 als schockierende Überraschung mit einer radikal vom damaligen Mainstream divergierenden musikalischen Aussage auf den darauf unvorbereiteten Markt. Während „The Weight“, die einzige Single des Albums, gerade mal Platz 63 der US Billboard Charts erreichte, erhielt der Song international wesentlich mehr Beachtung (Kanada: #35, England: #21). Mit dem Hintergrund des Vietnamkriegs, der Ermordung von Bobby Kennedy und Martin Luther King sowie des Kent-State-Massakers singen The Band in einer subtilen und knappen Erzählweise über Familie, Glaube, rurales Leben und das Gefühl der Entfremdung durch die damalige politische und sozio-kulturelle Situation. Mit biblischen Anspielungen, rätselhaften Zeilen und kultigen Charakteren zugleich haben The Band einen Song mit postmodernem Handwerksgeschick geschaffen, der in keinem amerikanischen Gesangsbuch fehlt. Doch trotz der damals geringen Rezeption in den Charts, beeinflusste das Album damalige Künstler wie Eric Clapton, George Harrison von den Beatles oder Aretha Franklin grundlegend: Roger Waters (Pink Floyd) beschrieb „Music From Big Pink“ gegenüber der „Dallas Morning News“ als eine für ihn alles verändernde Platte:
„After Sgt. Pepper, it’s the most influential record in the history of rock and roll. It affected Pink Floyd deeply, deeply, deeply. Philosophically, other albums may have been more important, like Lennon’s first solo album. But sonically, the way the record’s constructed, I think Music from Big Pink is fundamental to everything that happened after it.“1
Obwohl die Band aus bescheidenen Neben-Männern bestand, wurden sie zu einem der kreativsten und massgebendsten Vertreter des Root Rocks. „Music from Big Pink“ fühlte sich nicht nur wegen der erfrischenden Akkordfolgen wie eine ‚kulturelle Entgiftung’ der Exzesse von „Sgt. Pepper’s“ und „Are You Experienced“ an2, sondern gilt als Pionier der back-to-the-Rock-’n’-Roll-roots-Bewegung. Eine Neuausrichtung war nach der Hippieära dringend nötig und zwar nicht nur als schamloser Rückgriff auf bereits durchgekautes musikalisches Material, sondern als neuartige Fusion von Gospel, Blues, Country, Soul und Rock Musik. (el)