Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03186.jsonl.gz/931

FAQ zu Clever Club
1. Ich habe alle Materialien zur Hand. Und jetzt?
Nehmen Sie sich die Zeit, alles durchzulesen und die 8 Geschichten anzuhören. Die Abfolge der Themen können Sie je nach Bedürfnissen der Gruppe frei wählen.
2. Wen muss ich informieren, wenn ich den Clever Club einsetze?
Achten Sie darauf, Ihre Vorgesetzten, Ihre KollegInnen, die Kinder und die Eltern darüber zu informieren, dass Sie den Clever Club einsetzen wollen. Erklären Sie, was der Clever Club ist und welche Ziele sein Einsatz hat.
3. Welches ist der ideale Ort für den Clever Club?
Am besten wählen Sie einen ruhigen, gemütlichen Ort mit etwas Distanz zu den Schulräumen und mit genügend Raum für die spielerischen Aktivitäten und Bewegungsspiele.
4. Wann im Tagesablauf ist der ideale Zeitpunkt für den Clever Club?
Wir empfehlen, den Clever Club eher nachmittags als zur Mittagszeit stattfinden zu lassen. Es zeigt sich, dass viele Kinder zur Mittagszeit eine Pause brauchen, bevor sie sich wieder auf den Weg zur Schule machen, und dass sie zu diesem Zeitpunkt lieber frei entscheiden, was sie tun möchten. Wenn der Clever Club trotzdem zur Mittagszeit stattfinden muss, achten Sie darauf, eher spielerische Aktivitäten einzusetzen.
5. Welches ist die ideale Anzahl Teilnehmende?
Wir empfehlen, in kleinen Gruppen zu arbeiten. Bei mehr als 7 Kindern werden Diskussionen schwierig. Wenn mehr Kinder am Clever Club teilnehmen sollen, ist es besser, kleinere Gruppen zu machen und alternierend mit ihnen zu arbeiten, zum Beispiel jede Woche abwechselnd oder zu unterschiedlichen Terminen.
6. Soll der Clever Club obligatorisch sein?
Damit die Kinder den Clever Club zuerst richtig entdecken können, empfehlen wir, sie für die ersten drei Termine zur Teilnahme zu verpflichten. Lassen Sie die Kinder nachher aber jedes Mal frei entscheiden, ob sie teilnehmen möchten oder nicht. So wird den Bedürfnissen der Kinder bestmöglich Rechnung getragen und auch die Dynamik in der Gruppe kann davon nur profitieren.
7. Wie kann man die Kinder in die Vorbereitungen zum Clever Club einbeziehen?
Es ist sehr empfehlenswert, die Kinder in die Herstellung des Materials einzubeziehen, das im Rahmen von Clever Club eingesetzt wird. Zum Beispiel können sie die „drei Gesichter“ und die dazu gehörenden Klämmerchen mit ihren Namen gestalten.
Tipp: Lassen Sie die Kinder Mitgliederkarten für den Clever Club basteln, mit Fotografien, Zeichnungen, Angaben zu Grösse, Augenfarbe etc. sowie eine Schachtel, in der sie diese Karte aufbewahren können.
8. Wie kann man den Clever Club bestmöglich den Bedürfnissen der Gruppe anpassen?
Neben den Aktivitäten und Themen, die von Sucht Schweiz in den Unterlagen zu Clever Club beschrieben werden, können Sie je nach Interessen der Kinder weitere einbringen. Notieren Sie jeweils nach den Treffen, was in der Gruppe geschehen ist, und welche Schlüsselmomente bemerkenswert waren. So können Sie Themen identifizieren, deren Vertiefung sich lohnt.
Tipp: Erstellen Sie «Fotolangages» zu Inhalten, die Sie vertiefen möchten. «Fotolangages» sind Sammlungen von Fotografien, aus denen die Kinder Bilder auswählen können, die ihnen helfen, sich leichter zu vorgegebenen Themen auszudrücken.
9. Wie reagieren bei disziplinarischen Problemen?
Wie reagieren bei disziplinarischen Problemen?
Eruieren Sie mögliche Quellen für Störungen. Ist der Raum geeignet? Sind Anzahl und Alter der Kinder passend? Ist der Zeitpunkt geeignet? (vgl. Punkte 3 bis 6 dieses FAQ) Je nachdem lässt sich durch eine Anpassung bereits eine Besserung erreichen.
Es ist wichtig, Clever Club auf die Wünsche und auch auf den Geschmack der Kinder auszurichten. Je näher Themen und Methoden dem Alltag sind, desto motivierter werden die Kinder sein.
Zögern Sie nicht, je nach Tagesform und Lebendigkeit der Kinder auch mehr spielerische Aktivitäten einzusetzen. Allerdings ist es wichtig, für jeden Clever Club eine gleichbleibende Struktur einzuhalten, so dass eine Form von Ritual erhalten bleibt, das einen Rahmen bildet, der Sicherheit vermittelt (vgl. Handbuch Seiten 5 und 6).
Aktivitäten, die die Kinder mitgestalten lassen, sind auch eine gute Möglichkeit, die Motivation der Gruppe zu verbessern und eine bessere Gruppendynamik zu erzielen.
Denken Sie auch daran, dass sich in diesem Altersabschnitt grundsätzlich mehr disziplinarische Probleme zeigen. Die Kinder beginnen, Autoritäten in Frage zu stellen. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Akzeptieren Sie, dass manche Treffen weniger gut verlaufen als andere. Das ist völlig normal!
Tipps: Bitten Sie die Kinder, ihre eigene Musik mitzubringen, die Sie in geeigneten Aktivitäten einsetzen können.
Zögern Sie nicht, mit Sucht Schweiz Kontakt aufzunehmen, wenn Sie sich weitere Fragen stellen!