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Drei-Welten-Modell
Der Verlauf der Alzheimerdemenz ist geprägt von einer sukzessiven Abnahme des Gedächtnisses und der geistigen Leistungsfähigkeit (kognitive Störungen), von zunehmenden Schwierigkeiten in der Bewältigung des Alltags (funktionelle Störungen) sowie von Veränderungen im Verhalten des Betroffenen (Verhaltensstörungen). Die Retrogenese gemäss Barry Reisberg (ein Prozess, bei welchem degenerative Mechanismen in der Kindheitsentwicklung umgekehrt werden), wird in der Regel mit drei verschiedenen Schweregraden bzw. drei verschiedenen Stadien oder Phasen bezeichnet.
Held (2003) beschreibt diese drei Phasen als Modell von drei durchlaufenen Welten:
- Welt der kognitiven Erfolglosigkeit
- Welt der kognitiven Ziellosigkeit
- Welt der kognitiven Schutzlosigkeit
Die Situation und die Bedürfnisse der Betroffenen in den drei Welten sind unterschiedlich. Entsprechend sind die räumliche Umgebung und die Betreuungskonzepte an diese Unterschiede anzupassen.
Weiterführende Literatur
Held, C., Ermini-Fünfschilling, D. (2006). Das demenzgerechte Heim. Lebensgestaltung, Betreuung und Pflege für Menschen mit Alzheimerkrankheit (2. Aufl.). Basel.