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Wie kein anderer Ort in Berlin erinnert die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen an die Ausmasse von Terror und Unterdru¨ckung in der DDR. Die Gedenkstätte entstand an einem Ort, der auf keinem Stadtplan der DDR verzeichnet war. Er gehörte zu einem hermetisch abgeriegelten und strengstens u¨berwachten Gebiet, in dem sich ab 1951 die zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit befand. Zuvor hatten hier die sowjetischen Besatzer zunächst ein Lager, später ein Untersuchungsgefängnis unterhalten. Bis zu 40 000 Menschen waren hier zwischen 1945 und 1990 in haftiert – nach dem Mauerbau vor allem so genannte Republikflu¨chtlinge und Dissidenten. Der gesamte Haftkomplex vom beru¨chtigten „U-Boot“-Keller bis zum ausgedehnten Vernehmertrakt war darauf ausgerichtet, die Häftlinge psychisch zu zermu¨rben. Mit „Der verbotene Stadtteil“ liefern die Historiker Peter Erler und Dr. Hubertus Knabe, Direktor der Gedenkstätte, erstmals eine umfassende Darstellung des Sperrgebiets rund um das zentrale Untersuchungsgefängnis der Stasi. Ihr Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte.
Portrait
Hubertus Knabe, geboren 1959 in Unna, ist wissenschaftlicher Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen Zentralgefängnis der Staatssicherheit. Von 1992 bis 2000 war er in der Forschungsabteilung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (Gauck-Behörde) tätig. Zahlreiche Buchveröffentlichungen über die DDR und Osteuropa.