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500 Jahre sind seit Luther und der Reformation des Christentums vergangen. Oft hört man Stimmen, jetzt seien wir Muslime an der Reihe. Im ersten Moment bin ich versucht, patzig zu fragen: Warum macht man uns Vorschriften? Sind wir nicht selber dafür verantwortlich? Haben die Muslime den Christen je vorgeschrieben, wann sie was zu reformieren hätten?
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Meine Konversion Teil III
Ich hing immer noch sehr an der Bibel, und so erfolgte mein erster Zugang zum Islam – so seltsam es tönt – über die Bibel. Meine Mauer gegen den Islam begann aufzuweichen, nachdem ich gelesen hatte, dass es in der Bibel Prophezeiungen gab, die von den Christen zwar anders interpretiert werden, aber durchaus auch auf den Propheten Muhammad zutreffen könnten, z.B. im 5. Moses 18/18, oder Johannes 16/13 und Matthäus 21/43.
Meine Konversion Teil II
Als ich siebzehn war, entdeckte ich die Brieffreundschaften und schrieb in alle Welt hinaus, unter anderem nach Marokko. Diesen Brief schrieb ich aus der Tiefe meines Herzens. Ich wollte, dass dieser Mensch mich genauso wahrnahm, wie ich wirklich war und ich wollte unbedingt, dass mir dieser Mann zurückschrieb. Warum das so war, weiss ich bis heute nicht. Aber inzwischen sind wir seit über dreissig Jahren verheiratet!
Meine Konversion Teil I
Es ist manchmal schwierig, als Konvertitin zwischen zwei Fronten zu stehen. Bisher hielt ich meine „Doppelbürgerschaft" als Schweizerin und Muslimin immer für einen Vorteil, denn beides zu kennen, heisst doch auch, beides zu verstehen, in der Lage zu sein, zu vermitteln, und das Unrecht, dort wo es geschieht, mit Kenntnis der Fakten anzuprangern. Seit Kurzem wollen uns aber gewisse Leute auch das noch absprechen. Wir Konvertiten seien gefährliche Nomaden. Gefährlich, weil die Religion übernommen wird ohne ihre Verwurzelung in der Tradition und Kultur.