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Um 11 Uhr beginnt die gemeinsame Bibellektüre. Im zweiten Halbjahr 2021 lesen und besprechen wir gemeinsam Abschnitte aus dem Matthäusevangelium.
Die aktuelle Leseliste und das Programm finden Sie demnächst hier.
Das Evangelium nach Matthäus ist das erste der vier Evangelien des Neuen Testaments. Es stammt aus einem judenchristlichen Milieu in Syrien, entstand nach Mehrheitsmeinung etwa 80/90 n. Chr. und beschreibt Jesus von Nazaret als königlichen Messias sowie als Sohn Gottes. In scharfer Abgrenzung gegen jüdische Autoritäten (Pharisäer) schildert Matthäus, wie sich Jesus dem Volk Israel freundlich und hilfreich zugewandt habe. So habe er die Prophetenworte des Alten Testaments erfüllt. Die Lehre Jesu wird in fünf grossen Reden entfaltet, von denen die Bergpredigt am bekanntesten ist. Nachfolge Jesu wird für Matthäus konkret im gerechten Handeln. Nach Ostern sah sich die Gemeinde des Matthäus beauftragt, Menschen aus allen Völkern zu missionieren. Sie wurden durch die Taufe der Ekklesia eingegliedert; die Autorität des Simon Petrus garantierte die authentische Jesustradition. Schon sehr früh rezipierte die mehrheitlich heidenchristliche Grosskirche das Buch und machte es zu ihrem Hauptevangelium.