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Napoli sucht seit Jahren einen Platz unter den Dominatoren der Königsklasse. Nach 20-jährigem Fernbleiben ab 1991 ist die Mannschaft seit 2011/12 regelmässiger Gast in der Champions League. Aber nur zweimal kam sie über die Gruppenphase hinaus. Beide Male scheiterte sie danach an Grossen, an Chelsea und Real Madrid.
Das Stadion San Paolo bietet 60’000 Fans Platz, ist aber veraltet. Eine Tartanbahn macht den Besuch noch weniger attraktiv. In den Spielen der Serie A ist das Stadion durchschnittlich nur zu zwei Dritteln gefüllt. Für eine Millionen-Metropole mit Zentrumscharakter, der man die absolute Begeisterung für den Calcio nachsagt, ist dies bescheiden.
Unter dem Vesuv scheinen alle darauf zu warten, dass wieder Zeiten anbrechen wie Ende der Achtzigerjahre, als mit herausragenden Offensivspielern wie Diego Maradona, Careca und Andrea Carnevale zweimal der Meistertitel und 1989 der UEFA-Cup gewonnen wurde.
Überdurchschnittlich gute und wertvolle Spieler sind auch jetzt unter Trainer Maurizio Sarri, einem Neapolitaner, im Kader. Lorenzo Insigne, Marek Hamsik, Kalidou Koulibaly, José Callejon und Dries Mertens, lauter bewährte Internationale in ihren Ländern, bringen es auf einen kumulierten Marktwert von fast 200 Millionen Franken. Napoli gehört zu den wenigen Mannschaften, die in dieser Saison dafür sorgen könnten, dass der italienische Meister am Ende erstmals seit 2011 nicht Juventus Turin heissen wird.
(SDA)