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Lange musste Théo Gmür im Zielraum von Yanqing zittern. Der Walliser lag auf Platz 3 des Abfahrtsrennens und wartete auf die Fahrt von Liang Jingyi, der im Training überzeugt hatte. Der mit Nummer 40 gestartete Chinese kam Gmür gefährlich nahe – letztlich sprachen 19 Hundertstel für den Schweizer.
Nach dreimal Gold an den Paralympics von Pyeongchang 2018 gab es für Gmür erstmals Bronze. Auf die Top-Fahrer der Kategorie «stehend», Arthur Bauchet (FRA) und Markus Salcher (AUT), büsste er 1,25 bzw. 0,92 Sekunden ein.
1. Tag, 1. Medaille
Dennoch war Gmür angesichts seiner vor wenigen Wochen erlittenen Knieverletzung zufrieden: «Wenn man mir im Dezember gesagt hätte, dass ich hier eine Medaille mache, hätte ich es nicht geglaubt», so der 25-Jährige.
Damit hat die Schweizer Delegation schon am 1. Wettkampf-Tag der Paralympics das Minimalziel (1 Medaille plus) erfüllt. Der zweite Schweizer Starter in der Kategorie «stehend», Robin Cuche, wurde 11.
Pelit verzichtet kurzfristig
In der Kategorie «sitzend» schied Pascal Christen bereits im oberen Streckenteil aus. Der Krienser nahm es mit Galgenhumor: «Es tut mir Leid um alle, die von mir eine Show erwarteten. Eine Show habe ich geboten, aber leider nicht jene, die ich mir vorgestellt hatte», so der Paralympics-Debütant.
Murat Pelit, der nach einem Trainingssturz mit Schulterschmerzen kämpft, verzichtete kurzfristig auf einen Start. Gold ging an den Neuseeländer Corey Peters.
Corona-Fälle erschweren Vorbereitung
Das Schweizer Ski-Team hatte in der Vorbereitung improvisieren müssen, weil ein Trainer und ein Servicemann positiv auf Corona getestet wurden. «Da haben eben die Trainer im Wachsraum bei der Präparierung der Ski geholfen. Wir haben ein Super-Team. Es sind alle voll im Einsatz», sagte Roger Getzmann, Chef de Mission, zu der Situation.
16-Jähriger holt Gold
Als weitere Paralympics-Siegerinnen und -sieger konnten sich Momoka Muraoka (JPN/Frauen sitzend), Mollie Jepsen (CAN/Frauen stehend), Henrieta Farkasova (SVK/Frauen sehbeeinträchtigt) und der 16-jährige Johannes Aigner (AUT/Männer sehbeeinträchtigt) feiern lassen. China überraschte mit zweimal Silber und einmal Bronze.