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Orsay: Personal fordert einen Sozialplan nach Massenentlassung
Orsay (Ditres SA) wegen der Massenentlassung von rund fünfzig Angestellten in der Deutsch- und Westschweiz ein Konsultationsverfahren eröffnet. Doch das Unternehmen stellte den Beschäftigten nicht die notwendigen Informationen zur Verfügung, die sie für detaillierte Gegenvorschläge benötigten. Zudem hat Orsay noch während dem laufenden Verfahren die Schliessung aller ihrer Geschäfte eingeleitet.
Die Firma lehnte daraufhin alle Vorschläge der Beschäftigten zur Verringerung der Entlassungen und zur sozialen Abfederung der Folgen ab. Dieses Verhalten ist inakzeptabel und gesetzeswidrig. Die Unia hat das Unternehmen und das Arbeitsamt des Kantons Basel, wo das Unternehmen seinen Hauptsitz hat, diesbezüglich informiert.
Keine Staatshilfe ohne soziale Verantwortung
Das Unternehmen steht in der Pflicht, seine soziale Verantwortung wahrzunehmen: In den letzten Monaten wurde Orsay durch Kurzarbeitsgelder unterstützt, um Arbeitsplätze zu erhalten
Für die jetzt trotzdem entlassenen Personen fordern die Belegschaft und die Unia einen Sozialplan, der zumindest eine Entschädigung vorsieht, die von den Löhnen und dem Dienstalter abhängig ist. Dies ist das Minimum, das von einem Unternehmen, das von der Öffentlichkeit unterstützt wurde, verlangt werden kann.
Hinter Orsay steht eine reiche Familie
Die Haltung von Orsay selbst ist widersprüchlich. Das Unternehmen behauptet, keine Mittel für einen Sozialplan zu haben, ist aber im Besitz einer der reichsten Familien Frankreichs, der Familie Mulliez. Gleichzeitig baut Décathlon, ein weiteres Unternehmen der Gruppe, seine Präsenz in der Schweiz massiv aus und erobert in sehr kurzer Zeit grosse Marktanteile.