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Zum Gedenken an den litauischen Cineasten Mantas Kvedaravičius, der am 2. April in Mariupol bei Dreharbeiten vorsätzlich getötet wurde, und an die Stadt Mariupol selbst, die von der russischen Bombardierung zerstört worden ist, zeigt das Filmpodium am Sonntag, 8. Mai um 11.00 Uhr Kvedaravičius' filmisches Porträt der Hafenstadt und ihrer Bevölkerung, Mariupolis (2016)
Wie lebt man mit dem Krieg? 2014 fuhr der litauische Regisseur Mantas Kvedaravičius nach Mariupol, um aufzuzeichnen, wie sich das Leben in dieser Stadt seit der Besetzung der Krim durch Russland gestaltet. Sein Film Mariupolis lief 2016 an der Berlinale und machte für sein Publikum spürbar, dass in dieser Stadt am Schwarzen Meer kriegerische Handlungen zum Alltag geworden waren. Nach der Invasion der Russen im Februar 2022 reiste Kvedaravičius zurück nach Mariupol, um die neue Lage zu dokumentieren. Im Zuge der Dreharbeiten wurde er am 2. April getötet, offenbar nicht zufällig, sondern gezielt, von russischen Streitkräften. Zum Gedenken an Mantas Kvedaravičius und an die Stadt Mariupol, die von der russischen Armee inzwischen zerstört worden ist, zeigt das Filmpodium Mariupolis. Die Vorführung wird kommentiert von Lesia Kordonets, einer ukrainischen Filmemacherin, die in Mariupol gedreht hat, und von Niklas Masuhr, Militärexperte beim Center for Security Studies der ETH. Das Gespräch moderiert Judith Huber, Reporterin bei der SRF-Sendung «Echo der Zeit».