Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03499.jsonl.gz/1209

Ein erfolgreiches Gespann
Basel und Shanghai sind zwei höchst erfolgreiche Städte, die ihre gemeinsamen Interessen entdeckt und ihre Stärken in einer Städtepartnerschaft verbunden haben.
Mit Shanghai hat Basel einen attraktiven Städtepartner in einem wirtschaftlich interessanten Zielmarkt gefunden. Auch wenn der Grössenunterschied der beiden Städte frappant ist, so sind die wirtschaftlichen Interessen doch ähnlich: Shanghai und Basel sind etablierte Wissens- und Life Sciences-Standorte, haben eine grosse Wirtschaftskraft und gelten als Kulturstädte. Die beiden Städte wollen sich deshalb auf diese Bereiche konzentrieren.
Städtepartnerschaftsvertrag
Nach beinahe zweijähriger Vorbereitungszeit haben der ehemalige Basler Regierungsrat Dr. Carlo Conti und der Vize-Bürgermeister von Shanghai Tang Dengjie am 19. November 2007 in Shanghai einen Städtepartnerschaftsvertrag unterzeichnet. In der Folge wurde das erste Memorandum of Understanding (MoU) für die Zusammenarbeit der beiden Partnerstädte für die Jahre 2008 bis 2010 erarbeitet und am 4. April 2008 in Basel unterzeichnet. Am 11. August 2010 wurde in Shanghai das zweite MoU unterzeichnet, welches die Inhalte der Zusammenarbeit für die Jahre 2011 bis 2013 festhielt. Am 21. März 2014 folgte das dritte MoU mit Gültigkeit für die Zeitspanne 2014-2016. Dieses Dokument wird regelmässig überarbeitet, um die Inhalte und Schwerpunkte der Städtepartnerschaft für die Periode von jeweils drei Jahren zu definieren. Der ehemalige Regierungspräsident Guy Morin und der stellvertretende Parteisekretär des CPC Shanghai Committees Ying Yong unterzeichneten am 2. September 2016 das vierte MoU für die Jahre 2017 bis 2019.
Nach zwei erfolgreich umgesetzten Memoranda of Understanding hat das Wirtschaftswissenschaftliche Zentrum (WWZ) der Universität Basel in einer Studie das Aufwand-Nutzen-Verhältnis der Städtepartnerschaft analysiert. Ergebnis: Über zwei Drittel der Befragten stufen den Nutzen höher ein als den Aufwand. Dies zeigt, dass die Städtepartnerschaft keinen Selbstzweck verfolgt, sondern den einzelnen Akteuren einen bleibenden Mehrwert bringt. Speziell im Bereich Forschung/Medizin wird den einzelnen Kooperationsprojekten einen hohen Nutzen zugesprochen. Der Bereich Wirtschaft hat gemäss der Studie ein grosses Potenzial, welches durch BaselArea.Swiss (ehemals China Business Platform) genutzt wird.