Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03174.jsonl.gz/926

Die Osterfeiertage fallen im Jahr 2015 früh an. Die Schulkinder und manche Arbeitnehmer freuen sich auf diese Feiertage zwischen 2. und 6. April; die Kinder freuen sich auf die zusätzlichen Ostersüssigkeiten und die Bräuche um die Eier herum, die Arbeitnehmer auf die Möglichkeit, ein paar ihrer Ferientage einzusparen, indem sie eine Brücke machen entweder vor- oder nachher. Ich gehörte zu denen, die sich auf diese Weise ihre Ferien verlängerten.
Die Läden stellen seit ein paar Wochen viele Eier und Hasen aus: Eier und Hasen aus Schokolade, aus Holz oder Kunststoff zum Dekorieren; alle bunt verpackt oder nicht. Sie waren das Sinnbild der Fruchtbarkeit in alten Zeiten. An Ostern werden Eier gekocht, gemalt, gegessen, geschenkt, versteckt oder getütscht (Schweizerdeutsch oder Eierpicken jenseits der Grenze).
Eier sind auch in der chinesischen Kultur wichtig, aber nicht nur um Ostern, sondern als Symbol der Fruchtbarkeit und Harmonie im Alltag. Sie werden wie in Europa gemalt, aber nur in rot für den “Säuglingsbenennungstag” und später an den Geburtstagen des Kindes. Die Eier sind je nach Familien und Herkunftsgebiet mit Glücksschriftzeichen bemalt, ausgespart bei der Färbung oder aufgeklebt.
Da früher die Kinderssterblichkeit sehr hoch war, wurden alle Kinder erst im Alter von einem Monat benannt. An diesem Tag rasierte man die Haare des Babys weg – bis auf einen kleinen Fleck auf dem Schädel.
Das Kind kriegt einen Namen von einem/r Wahrsager/in. Heute wird erzählt, dass der Fengshui Meister diese Aufgabe erledigt. Der Name setzt sich zusammen aus Kalkulationen aus den Geburtsdaten: Tageszeit, Tag, Monat, Jahr, die verraten, welche Elemente (Metall, Wasser, Holz, Feuer oder Erde) ihm fehlen. Die Zeichen der fehlenden Elemente werden in seinen Namen aufgenommen.
Vor diesem Tag geben die Eltern dem Kind einen “Milchnamen” (Spitznamen), um die seelenstehlenden Geister fern zu halten. Oft kriegt der Knabe einen Mädchen- oder lächerlichen Tiernamen, um die Geister zu verwirren. Der Junge behält den Spitznamen bis er in die Schule kommt. Erst dann darf er ihn ablegen.
Die Eltern verschenken (gilt noch in sehr traditionsbewussten Familien) die Eier mit eingelegten Ingwerscheiben an Verwandte und Freunde. Das Paket dient als Geburtsbotschaft des Kindes. Die Reicheren packen auch rote Klebreiskuchen und ein Stück geröstetes Schweinefleisch ein. Die Anzahl der Eier verrät das Geschlecht des Kindes: gerade Zahlen für Buben. Ein Kind kriegt sein allererstes rotes Ei dann, wenn es ein Jahr alt ist. Danach jedes Jahr ein rotes Ei und lange Nudeln (langes Leben) zu seinem Geburtstag.
Auch bei Nenek gibt es ein rotes Glücksei am
3. Event im Jahr des Schafs
Wann: Samstag, 18.04.2015
Um: 19.30 Uhr
Wo: Oerlikon, 5 Minuten zu Fuss vom Bahnhof Oerlikon
Aperitif
Vorspeise: Würzige Lauch- und Pilzsuppe mit Sichuan Gewürzen
Geräucherte Ente in Kokosmilchsauce, gedünstete Cime di Rapa mit getrockneten Krevetten, Tofu, Bohnen und eingelegten Rettich gemischt mit Kerisek.
Gs Dessert
Tee oder Kaffee
Fr. 100 pro Person inkl. Getränke
E-mail an joanna at nenek punkt ch spätestens bis 9. April 2015