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Annette
Pehnt
Die in Freiburg i. Br. lebende Schriftstellerin Annette Pehnt (*1967) promovierte nach ihrem Studium der Anglistik, Keltologie und Germanistik mit einer Arbeit zur irischen Literatur und verfasste eine Biographie über John Steinbeck. Seit Anfang der Nullerjahre ist sie mit mehreren Romanen, Erzählbänden und Kinderbüchern in Erscheinung getreten.
Im Kern ihrer Texte stehen meist gesellschaftliche Themen: Während in Haus der Schildkröten (2006) der von Abschied und Trauer umflorte Ort des Altenheims literarisch vermessen wird, erzählt Pehnt in Mobbing (2007) von den gravierenden zwischenmenschlichen Folgen sozialer Ausgrenzung am Arbeitsplatz. Von sozialen bzw. familiären Bindungen und Loslösungen handelt auch Pehnts Generationenroman Chronik der Nähe (2012), worin die Mutter-Tochter-Beziehungen dreier Generationen unter den Gesichtspunkten von Nähe und Distanz, von sprachlichem Anvertrauen und notorisch Unausgesprochenem bemerkenswert präzise ausgelotet werden. Ihre bestechende Wirkung verdanken die Texte dem lakonischen Ton und der reduzierten, schnörkellosen und genauen Erzählweise der Autorin.
In ihrem jüngsten Buch Lexikon der Angst (2013) spürt Annette Pehnt wiederum in pointierten Prosaminiaturen unseren allgegenwärtigen und alltäglichen menschlichen Ängsten nach. Für ihr Werk wurde sie zuletzt 2012 mit dem Solothurner Literaturpreis ausgezeichnet.