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Die ersten beiden Wölfe, die es in den Augen der Behörden bei der Jagd allzu bunt trieben, wurden im August 2000 im Val d'Hérens und im Turtmanntal im Kanton Wallis zur Strecke gebracht. Im September 2001 erlegte ein Jäger im bündnerischen Bergell mit behördlichem Segen ein weiteres Tier.
Die übrigen vier Wölfe mussten allesamt im Wallis ihr Leben lassen, zwei im Herbst 2006 im Chablais und im Goms, einer im August 2009 im Val d'Illiez und der bisher letzte im August 2010 bei Crans-Montana. Bis auf jenes im Goms handelte es sich bei all diesen Tieren um Rüden. Neben den mit amtlicher Bewilligung getöteten Wölfen geriet Ende 1998 ein weiteres Tier im Goms einem Wilderer vor die Schrotflinte. Ein Wolf endete Anfang 1999 am Simplon vor einem Schneepflug, ein weiterer wurde im März 2006 in Gsteigwiler BE von einem Zug überfahren.
Aktuell wird der Wolfsbestand in der Schweiz vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) auf mindestens 20 Tiere geschätzt. Dazu gehört seit 2012 auch die erste Wolfsfamilie am Calanda-Massiv bei Chur. Die meisten Wölfe leben im Wallis und im Bündnerland, regelmässige Nachweise gibt es auch in Bern, Freiburg, Luzern, Obwalden und im Tessin.
Die Wölfe reissen laut BAFU jährlich zwischen 100 und 350 Nutztiere. 2012 wurden Besitzer von 120 Nutztieren nach Wolfsrissen entschädigt.