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Wenn Stephen DeWitt eine Firma gründet, sollte man hinschauen. DeWitt war früher bei Cobalt und später - nach der Übernahme von Cobalt durch Sun - bei Sun Microsystems. Er gilt als einer der innovativen Köpfe im Silicon Valley. Gemäss dem britischen Newsletter 'The Register' ist nun der ehemalige Sun-Spezialist für High-Performance Computing, Shahin Khan, zu DeWitts Firma gestossen. Der Start-Up heisst Azul Systems und stellt Server her. Allerdings nicht irgendwelche Server, sondern Maschinen für so genanntes "Network Attached Processing".
Die Maschinen dienen einem einzigen Zweck: Sie sollen die Rechenarbeit, die die "Virtual machines" von modernen Java-Applikationen verursachen, erledigen. Azul beschreibt seine Rechner so: sie bestehen aus bis zu 384 Prozessoren und können direkt in ein Netzwerk eingestöpselt werden. Versorgt man die Applikationsserver, auf denen die J2EE-Programme laufen, mit der Software von Azul, dann schaufeln diese die Rechenarbeit zu den dedizierten Rechnern im Netzwerk.
Der Clou an der Sache: Die Rechner von Azul können dynamisch ihre Kapazität zwischen verschiedenen Applikationen verteilen. Damit ergeben sich für grosse Firmen, die viele verschiedene und grosse J2EE-Applikationen laufen haben, grosse Kostenvorteile, da sie ihre Server-Farmen nicht mehr auf die potentiellen Lastspitzen der Applikationen ausrichten müssen. (Christoph Hugenschmidt)