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Um noch einmal auf Dichterfürsten (Blog vom 7. Juli 2016) zurückzukommen: In Peter Brauns Schiller, Tod und Teufel geht es um Johann Wolfgang von Goethe und Johann Christoph Friedrich von Schiller.
Einsam in einer Zelle, vor sich Schillers Totenschädel, lässt ein unbekannter Mann (vielleicht Goethe?) seine Erinnerungen an Friedrich von Schiller Revue passieren. Die unglücklichen Jahre auf der Karlsschule. Der erste Erfolg mit den Räubern. Die Flucht nach Mannheim. Die Heirat mit einer Adligen, die dafür den sozialen Abstieg in Kauf nimmt. Die Professur in Jena. Im Vordergrund steht dabei immer die Rechtfertigung: War der Sprecher nun wirklich mit Schiller befreundet, hat er ihn geachtet und gefördert? Oder war es nicht eher so, dass er, voller Künstlerneid, den erfolgreicheren Theaterautor aus dem Weg haben wollte, weil er kein zweites Genie in seiner Nähe duldete? Hat er Schiller getötet? Ist er zumindest mitschuldig am frühen Tod des Konkurrenten? Und was war das mit den Tapeten in Schillers Arbeitszimmer, den Tapeten, die Goethe spendiert hat und die Arsen enthielten?
In einem langen Theatermonolog legt der Unbekannte (vermutlich ist es tatsächlich Goethe) Rechenschaft ab. Er lässt dabei nichts aus. Das Ganze erinnert ein wenig an die berühmte Frage, ob Salieri Mozart auf dem Gewissen hatte.