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Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat dem Antrag der beiden Kantone St.Gallen und Graubünden für eine Abschussbewilligung für zwei Wölfe aus dem Calanda-Rudel zugestimmt.
Ende November beantragten die Kantone St.Gallen und Graubünden beim Bund eine Abschussbewilligung für zwei Wölfe aus dem Calanda-Rudel. Obwohl es bisher zu keinen gefährlichen Situationen für Menschen gekommen ist, wird das Verhalten einiger Wölfe als problematisch eingestuft. Durch die nun vom zuständigen Bundesamt für Umwelt BAFU bewilligten Abschüsse sollen die Wölfe wieder scheuer werden und die Siedlungen meiden. Die anderen Vergrämungsmassnahmen werden weitergeführt.
Verhaltensentwicklung der Wölfe ist problematisch
Das BAFU teilt die Einschätzung der beiden Kantone, die Verhaltensentwicklung der Wölfe des Calandarudels im vorliegenden Fall als „problematisch“ einzustufen. Nachdem sich die Wölfe des Calandarudels in den Jahren 2011 bis 2013 gegenüber Menschen mehrheitlich scheu verhielten, wurden ab dem Jahr 2014 vermehrt auffällige und unerwünschte Verhaltensweisen festgestellt, sowie im Jahr 2015 auch problematisches Verhalten. Die Wölfe hielten sich zunehmend in der Nähe von Siedlungen auf und zeigten eindeutig eine abnehmende Scheu gegenüber Menschen und Fahrzeugen. Dabei flüchteten sie kaum, näherten sich den Menschen und blieben auch durch Zurufe unbeeindruckt. Dieses wenig scheue Verhalten ist der Beginn einer ungünstigen Entwicklung. Es gilt zu verhindern, dass sich daraus ein aggressives Verhalten gegenüber Menschen entwickelt. Dies wird auch von internationalen Wolfsexperten gefordert, welche
den Staaten mit Wolfspräsenz empfehlen, wenig scheue oder den Menschen gegenüber aggressiv auftretende Wölfe aus der Population zu entfernen.
Die entsprechende Verfügung des Volkswirtschaftsdepartementes ist im Amtsblatt veröffentlicht.
Quelle: ANJF St.Gallen