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Heute vor zwei Jahren wählte die Schweiz ein neues Parlament. Nach der Hälfte der Legislatur überprüft watson den Formstand der Parteien: Wer konnte seither Wahlen gewinnen und wer ging unter? Eine Bilanz in 10 Grafiken.
Am Abend des Wahlsonntags am 18. Oktober 2015 strahlten vor allem zwei Politiker über beide Ohren: Die damaligen Präsidenten von SVP und FDP, Toni Brunner und Philip Müller. Die SVP legte bei den Nationalratswahlen um 11 Sitze und 2,8 Prozentpunkte zu, die FDP verzeichnete einen Stimmenzuwachs von 1,3 Prozent und gewann damit 3 Sitze hinzu.
Sonst gab es eigentlich nur Verlierer an diesem Tag. Auf der linken Seite verloren die SP 3, die Grünen 4 Sitze. Die «neue Mitte» aus GLP und BDP, vier Jahre zuvor noch die grossen Gewinner, brach ein und verlor 5 (GLP) beziehungsweise 2 Mandate (BDP). Auch die CVP setzte ihre Talfahrt fort und verlor weitere 0,68 Prozentpunkte bei den Wählerstimmen, was den Verlust eines Sitzes bedeutete.
Seither wurde in 12 Kantonen gewählt (ohne den Kanton Jura, wo zeitgleich mit den nationalen auch kantonale Wahlen stattfanden). Zusätzlich äusserte sich das Volk in der ersten Legislaturhälfte zu insgesamt 20 Abstimmungsvorlagen an der Urne. Diese 10 Grafiken zeigen dir, wie sich die Parteien in der ersten Hälfte der Legislatur geschlagen haben.
Bei 19 von 20 Volksabstimmungen lag die FDP mit ihrer Parole auf der Siegerseite – sie verbesserte sich in dieser Frage um satte 26 Prozentpunkte gegenüber der letzten Legislatur (insgesamt 42 Volksabstimmungen). Damit überholte sie die BDP, welche diese Statistik zuvor angeführt hatte.
Deutlich zulegen konnte auch die SVP, während SP, Grüne und Grünliberale deutlich häufiger auf der Verliererseite standen als noch in der letzen Legislatur.
In der ersten Legislaturhälfte haben 12 Kantone ihre Parlamente neu bestimmt. Grosse Gewinnerin ist die FDP, die 21 Sitze zulegen konnte, gefolgt von den Grünen mit 14 Sitzgewinnen. Die SVP konnte trotz leichten Verlusten ihre Position als stärkste Partei in den Kantonsparlamenten halten. Schweizweit kommt sie auf 578 Sitze. Die CVP ist mit 24 Sitzverlusten die grosse Verliererin. Auch die BDP büsste über 10 Prozent ihrer Sitze ein und hält noch 66 Mandate.
Ein Blick auf die 12 kantonalen Wahlen zeigt, wie die Formkurve bei den Parteien aussieht. Die Grünen schwächelten zunächst in der Deutschschweiz, dann zeigte ihre Kurve dank Wahlerfolgen in der Romandie steil nach oben. Umgekehrtes Bild bei der SVP: Während es zunächst Sitzzuwachse in der Deutschschweiz zu feiern gab, liessen Wahlschlappen im Welschland die Gewinne dahinschmelzen. Für die CVP zeigte die Formkurve konstant in eine Richtung: nach unten.