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Juslène auf dem Weg in ein besseres Leben
Juslène J. ist 37 Jahre alt und lebt in einer kleinen Hütte direkt an einer Strasse. Sie und ihr Mann Vila leben mit ihren drei Kindern zusammen. Die beiden Jüngeren sind ihre gemeinsamen Kinder, das Älteste stammt aus einer früheren Beziehung Juslènes. Ausserdem leben zwei Kinder von Vila abwechselnd bei ihnen und bei einem Pastor in der Nähe der Schule.
Juslène selbst ist nie zur Schule gegangen. Bevor sie sich dafür entschied, am Projekt teilzunehmen, hatte Juslène ein sehr kleines Einkommen durch den Verkauf von Konservenmilch und Speiseöl, die sie manchmal auf Kredit kaufen konnte. Im Rahmen des CLM Programms, wählte Juslène als einkommensschaffende Aktivitäten Ziegen und Kleinhandel aus. Damit kann sie ein regelmässiges Einkommen erwirtschaften. Während der wöchentlichen Betreuungsbesuche und Coachings durch geschulte Mitarbeiter wird nicht nur der richtige Umgang mit den Geschäftsideen gelehrt, sondern ebenfalls die Wasser- und Hygienesituation verbessert sowie für einen sicheren Wohnraum gesorgt.
Vila arbeitet auf einem Stück gepachtetem Land als Feldarbeiter. Aber die Ernte fällt, auch durch das immer stärker schwankende Klima, sehr gering aus. Er würde auch als Maurer arbeiten, aber er hat kein Werkzeug, also stellt ihn niemand ein. Vila weiss, wie man bonbon siwo herstellt, eine Art Lebkuchen, der im ländlichen Haiti beliebt ist. „Er verkauft es montags und donnerstags auf dem Markt, und ich verkaufe es zu Hause als Teil meines Geschäfts“, so Juslène. Vila freut sich über die Rolle, die er damit übernimmt. „Wenn du einen Handel hast, kannst du jeden Tag Geld nach Hause bringen, auch wenn es nur fünf Gourde sind.“
Juslène erklärt, wie sie ihr Zuhause um das Geschäft herum gestalten: „Wir bauen vorne ein Fenster ein von dem aus ich verkaufen kann.‘‘ Und sie plant, neue Produkte wie Waschmittel, Reis und Bohnen in ihr Sortiment aufzunehmen.
Juslène ist glücklich über ihre Fortschritte. Von dem ersten Fördergeld hat sie zwei Enten gekauft, deren Nachwuchs sie verkaufen will. Um ihre Ziegen wird sie sich ebenfalls weiterhin gut kümmern.
Aus dem Erlös ihrer neuen einkommensschaffenden Aktivitäten, kann sie sich vielleicht bald eine Kuh kaufen. Juslène hat durch das CLM Programm neue Hoffnung gewonnen und ist auf dem Weg in ein besseres Leben.