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Die immerwährende bewaffnete Neutralität ist seit bald 200 Jahren die international anerkannte offizielle Staatsmaxime der schweizerischen Aussenpolitik. Sie dient den Interessen der Schweiz und der internationalen Gemeinschaft, damals wie heute.
Die Neutralitätspolitik dient allem voran dem Erhalt des Friedens in der Schweiz. Sie erlaubt es aber auch, die Schweiz im Dienste des Friedens auf der Welt aktiv werden zu lassen. So nimmt die Schweiz als Depositärstaat der Genfer Konventionen und als Sitz des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) sowie zahlreicher anderer internationaler Organisationen eine besondere Stellung ein. Indem sie in Konflikten keine Partei ergreift, bleibt sie ein glaubwürdiger Ansprechpartner für alle Parteien, sie kann ihre humanitäre Tradition und Friedensdiplomatie fortsetzen.
Die Vermittlerrolle der Schweiz ist für die internationale Stabilität wichtig. Um ihren Aufgaben als wichtiger «Global Player» gerecht zu werden, muss die Schweiz eine eigenständige Verteidigungspolitik verfolgen. Dazu gehört eine gut ausgerüstete Armee und die Beschaffung der Gripen-Flugzeuge.
Foto: Originaldokument der ersten Genfer Konvention, 1864 (Kevin Quinn / Wikimedia Commons)