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Das 1. Round – Robin Open in Zürich konnte erfolgreich mit 56 Spielern aus dem In- und Ausland durchgeführt werden. Obwohl auf den 8 Tischen viele spannende Zweikämpfe stattfanden, wurde der Zeitplan sehr gut eingehalten. Luis Vetter, das erst 11 jährige Nachwuchstalent aus der Ostschweiz war der jüngste und der bereits pensionierte Paul Lüthi wohl der älteste Teilnehmer. Aus dem Ausland reisten auch einige bekannte Grössen wie Jürgen Kesseler oder Miro Popovic an, welche mit beinahe der gesamten Schweizer-Elite, vielen Lizenzspieler aber auch diversen Hobbyspieler und solchen, welche einmal Turnierluft schnuppern wollten in zwölf 5er-Gruppen ergänzt wurden.
Bereits am Freitagabend setzte Marcel Müller in Gruppe B mit einem 52er Break, welches für den Gruppensieg gegen Marc Stauffiger entscheidend war, einen ersten Glanzpunkt.
Mohan Sivasubramaniam war in Gruppe A mit seinem 48er nur knapp dahinter, qualifizierte sich dort jedoch, wie auch Raoul Niederreuther, für die Finalrunde.
In Gruppe C konnte Markus Kiefer der aktuellen N° 5, Stefan Schneider einen Frame abnehmen und sich punktgleich mit ihm ebenfalls für die Endrunde empfehlen.
Gruppe D war insofern interessant, weil sich die beiden Ersten gegenüber den 3 Letzten nicht gezwungen sahen, ein Break zu schiessen, sich aber durch mehr gewonnene Punkte trotzdem durchsetzen konnten.
Am Samstag wurden die Morgengruppen extra erst ab 11 Uhr gestartet, was den Spielern ein etwas längeres Ausschlafen ermöglichte. Die aktuellen N° 1 der Schweiz, Murat Ayas liess es sich nicht nehmen, sich souverän und ohne Frameverlust in Gruppe E für den Sonntag zu qualifizieren. Nebenbei schoss er gegen Branco Radisavlievic, der ebenfalls weiter kam, noch ein 55er Break, welches als höchstes Turnierbreak bis zum Schluss bestand haben würde. Sebastian Stein musste jedoch gegen Radisavlievic noch einen Entscheidungsframe spielen, da beide nach den Gruppenspielen absolut unentschieden als Gruppenzweite geführt wurden. Radisavlievic gewann diesen mit 15 roten gespielten ‚Shoot-Out’.
Ebenso souverän qualifizierte sich Tomas Faoro in Gruppe F. Markus Lebong wurde hier in der entscheidenden Partie gegen Tomas nur knapper Zweiter.
Gruppe G ging klar an den Ostschweizer Carmine Cristiano, der nur einen einzigen Frame gegen Umar Shaikh abgab. Trotzdem sollte es für Umar nicht reichen, denn Oliver Wäfler entführte einen Punkt mehr aus den Gruppenspielen und wurde damit Zweiter.
Dennis Klaua konnte dem deutschen Miro Popovic in Gruppe H zwar eine überraschende Niederlage zubereiten, verpasste es dann aber, gegen Stefan Vetter und Harald Pfanner den Sack für den Gruppensieg zuzumachen. Trotzdem qualifizierte sich Klaua, jedoch hinter Miro noch für die Finalrunde. Miro liess hier bereits sein Können im ersten Spiel aufblitzen und schoss ein 50er und 48er Break!
Die meisten Nachmittagsspiele konnten beinahe pünktlich ab 16 Uhr gestartet werden. Marvin Losi und Mike Toth lieferten sich in Gruppe I einen engen Zweikampf um den Gruppensieg, den Losi schliesslich wegen des höheren Breaks gewann.
Die Gruppe J wurde sehr souverän von Jürgen Kesseler gewonnen, jedoch schoss er für seine Verhältnisse nur ein 37er Break. Der Zürcher Sinan Cetinkaya empfahl sich hinter Kesseler ebenfalls für Sonntag, musste gegen Thomas Stettler, sowie auch der einzigen Dame am Turnier, Claudia Weber, jedoch ziemlich kämpfen.
Dominik Haug verpasste in Gruppe K um haaresbreite das höchste Turnierbreak. Gegen den Junior Luis Vetter, der während dem Turnierverlauf diverse sehr schöne Potts über den ganzen Tisch zeigte, und somit einige male knapp vor einem möglichen 20er+ Break stand, schoss er ein 54er und im Spiel zuvor schon ein 53er, leider einen Punkt zu wenig...
In der Gruppe L konnte sich Martin Hasler ohne Frameverlust qualifizieren. Armin Rahmati hatte im letzten entscheidenden Spiel gegen Thomas Pfanner das bessere Ende auf seiner Seite und qualifizierte sich ebenfalls noch für Sonntag.
Die gute Stimmung konnte auch am Sonntag aufrecht gehalten werden, nicht umsonst wegen den zahlreichen Helfern, die u.a. jeweils nach jeder Partie die Kugeln polierten und den Tisch wieder mit der Bürste und Block abzogen. Auch im Barbereich und in der Küche wurde eine hervorragende Arbeit zum Wohle der Spieler geleistet. Somit trafen sich alle 16 (vom 9. bis 24. Rang Qualifizierten aus der Vorrunde) gutgelaunt und pünktlich um 10 Uhr zu den anstehenden Finalspielen, welche im KO-Modus stattfanden. Das erste Spiel wurde auf ‚Best of 3’ gespielt, was durchaus noch die eine oder andere Überraschung bereithalten sollte…
So setzte sich z.B. Raoul Niederreuther gegen Mike Toth nur knapp mit 2:1 durch, während Sinan Cetinkaya gegen Markus Lebong sowie auch Stefan Schneider gegen Oliver Wäfler keine Mühe hatten. Eine kleine Überraschung zeigte Armin Rahmati, der Carmine Cristiano auf dem falschen Bein erwischte und relativ klar siegte. Dirk Hochheim schien schon am Morgen in Hochform zu sein. Die Breaks prasselten nur so dahin und so eliminierte er Branco Radisavlievic mit einem 46er und 36er Break sowie zwei weiteren Breaks über 20 förmlich. Marc Stauffiger zündete nach 0:1 Rückstand den Turbo und holte gegen den Innerschweizer Denis Klaua die beiden folgenden Frames relativ deutlich. Der Junioren CH-Meister Kevin Wegmann und aktuelle N°4 hatte gegen Markus Kiefer im 1. Frame noch etwas zu beissen, holte sich aber den nötigen Zweiten dann souverän.
Die grösste Überraschung bahnte sich auf Tisch 4 an. Hier spielte die deutsche Snookergrösse Miro Popovic gegen Bruce Duncan eine Kampfpartie auf höchstem Niveau. Duncan snookerte seinen Gegner bei jeder Gelegenheit gnadenlos und gekonnt und übte so enorm viel Druck auf Miro aus. Miro konnte sich jedoch meist aus dem Snooker befreien, musste Duncan aber dadurch wieder Chancen liegen lassen. In beiden Frames musste schliesslich die letzte Schwarze entscheiden und beide male ging sie zu Gunsten des Zürchers Duncan. Das war Hochspannung pur!
Somit mussten 8 Spieler den Heimweg antreten, während die besten 8 Qualifizierten aus den Gruppenspielen bereits auf die Sieger warteten.
1/8-Final:
Murat Ayas hatte wieder einmal ein Duell gegen seinen Landsmann Sinan Cetinkaya zu bestreiten. Der erste Frame ging auf Schwarz und zu Gunsten Ayas. Danach lief bei der N°1 jedoch nicht mehr viel zusammen und so konnte Cetinkaya durch starkes Potting 1:2 in Führung gehen. Erst jetzt besann sich Ayas wieder seiner Fähigkeiten und holte sich die beiden letzten Frames zum knappen 3:2 Sieg.
Armin Rahmati zeigte gegen Marvin Losi ebenfalls eine tolle Leistung. Losi konnte die Parie aber mit 3:1 nach hause bringen.
Der Lokalmatador Dominik Haug spielte enorm konzentriert und dies wurde gegen Stefan Schneider mit dem 3:1 Sieg belohnt, was für einige auch eine Überraschung war.
Martin Hasler bekundete gegen Kevin Wegmann einige Mühe, konnte sich im Decider jedoch auf seine Nervenstärke verlassen und das Spiel mit 3:2 gewinnen.
Jürgen Kesseler hatte gegen Marc Stauffiger keine Mühe. Souveräner 3:0 Sieg.
Mehr Mühe bekundete Duncan Bruce gegen Marcel Müller. Hier musste ebenfalls der Decider entscheiden, nachdem die Frames vorher abwechselnd hin und hergingen. Im Decider explodierte Duncan jedoch förmlich und liess Müller keinen einzigen Punkt zu, verdiente Viertelfinal-Qualifikation!
Eine weitere Überraschung zeigte Mohan Sivasubramaniam gegen Dirk Hochheim. Mohan konnte Hochheim’s Morgenhoch stoppen und sich mit 3:1 in die nächste Runde spielen.
Mit dem gleichen Resultat tat dies auch Raoul Niederreuther gegen Tomas Faoro. 3:1 Sieg für Niederreuther.
¼-Final:
Kurz nach 14 Uhr konnten die Viertelfinals mit 4 Schiedsrichtern gestartet werden.
Die N°1 gegen die N°3 der Schweiz versprach eine spannende Partie zu werden und das tat sie auch. Murat Ayas legte los wie die Feuerwehr und liess Marvin Losi im ersten Frame keine Chance (77:7). Danach konnte sich der Solothurner jedoch fangen, spielte sehr konzentriert weiter und holte sich die beiden nächsten Frames knapp. Jetzt war Losi nicht mehr zu bremsen und kehrte den Spielstand aus Frame 1 im 4. Frame beinahe in die Gegenseite, 3:1 Sieg!
Dominik Haug spielte weiter konstant und fokussiert und lochsicher. Somit bekundete er absolut keine Probleme gegen Martin Hasler und zog ohne einen Frame abzugeben ins Halbfinale ein.
Jürgen Kesseler wusste, dass er gegen Duncan Bruce stark spielen muss und ihm keine Chancen geben darf. Dies tat er dann auch auf souveräne Art, jedoch ohne zwingende Breaks. Klarer 3:0 Sieg.
Im letzten Viertelfinale wollte es Routinier Mohan Sivasubramaniam gegen Raoul Niederreuther nochmals wissen. Er hatte in den entscheidenden Momenten die besseren Nerven und holte sich das Ticket fürs Halbfinale mit einem 3:1 Sieg.
½-Final:
Beide Halbfinals waren eine relativ klare Angelegenheit mit gleichem Schlussresultat von jeweils 3:0. Marvin Losi holte sich gegen Dominik Haug den Sieg während sich auch Jürgen Kesseler gegen Mohan Sivasubramaniam keine Blösse gab. Somit waren beide Partien fast zeitgleich fertig und das grosse Finale konnte stattfinden.
Final: (Kesseler vs Losi)
Kesseler zieht mit einem schönen 50er Break 1:0 in Führung. Losi lässt sich davon nicht beeindrucken und zeigt in Frame 2 sein Können. Er macht ein 31er Break und gestattet Kesseler fast keine Punkte; 1:1. Frame 3 steht auf Messer’s Schneide, jedoch kann Kesseler ihn letztlich ins Trockene bringen. Frame 4 wird zum Hitchcock. Kesseler zieht mit einem 51er Break beinahe uneinholbar in Führung. Marvin kontert jedoch hervorragend und schiesst sich mit einem sehr schönen 47er Break wieder heran, ehe Kesseler den Frame auf die letzten Farben zumacht und somit das Turnier um 19.30 Uhr beendet.
Herzliche Gratulation allen Sieger, aber auch herzlichen Dank an alle übrigen Teilnehmer, Schiedsrichter, Zuschauer und Helfer, die dieses Turnier zu einem 3-tägigen Höhepunkt werden liessen.
Vom 11. bis 13. April 2014 findet in gleicher Spielstätte wieder das beliebte Züri-Open statt, zu welchem wir alle herzlich einladen. Wir hoffen, euch wieder ein Turnier mit viel Spass und guter Laune, viel Spannung, aber auch gemütlichem Beisammensein bieten zu dürfen und freuen uns auf alle, die das Turnier mit ihrem Besuch bereichern. Bis bald und nochmals Danke, dass ihr alle da gewesen seid.
Markus Menzi