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Er war der Wegweiser für spätere Pop-Art Künstler wie Andy Warhol oder Roy Lichtenstein: Jasper Johns. Der Maler wurde 1930 in Georgia geboren und lebt heute in Connecticut. Johns ging mit seiner Malerei einen neuen Weg und nahm Abstand vom damals vorherrschenden Abstrakten Expressionismus. Er entwickelte neue Bildtechniken wie zum Beispiel das Prinzip der Collage mit Zeitungsfragmenten oder die Mischung aus Farbe und flüssigem Wachs, das man „Enkaustik“ nennt. Vor allem ist er auch wegen der Verwendung der Grundfarben Rot, Gelb, Blau in seinen Kunstwerken bekannt. Ausserdem montierte er reale Objekte, vor allem Dinge des Malprozesses wie zum Beispiel eine Farbdose, ein Massstab oder einen Pinsel, auf die Leinwand und schuf so eine Beziehung zwischen dem Raum der Kunst und der materiellen Gebrauchswelt.
Immer wieder Zielscheiben
Mitte der 50er malte Jasper Johns die typischen Motive die man heute mit ihm verbindet, wie die Zielscheibe oder die Amerikanische Flagge. Anfang der 60er entwarf er neben seinen Kunstwerken auch Kostüme, Bühnenbilder und Plakate für eine Dance Company. In den 80ern änderte sich sein Stil erstmals, autobiografische Züge und realistische Figuration gewinnen enorm an Bedeutung. Das Kunstmuseum Basel widmete dem Künstler dieses Jahr vom 2. Juni bis zum 23. September eine Ausstellung, die sich mit seinen Werken von 1955 – 1965 befasste. Es waren seine wegweisenden Frühwerke, die grossen Einfluss auf den Stil des Pop-Arts nahmen. Wenn man das Schaffen dieser zehn Jahre genauer betrachtet, merkt man, dass sie alle miteinander verbunden sind und viele Bilder eine Weiterentwicklung der vorherigen sind. Die Weiterentwicklung bestimmter Grundmotive, besonders zu sehen bei seinen unzähligen Zielscheiben, ist für Jasper Johns noch heute ein zentraler Vorgang.