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Britische Forscher hatten für ihre «Flu Watch Studie», Link öffnet in einem neuen Fenster seit Dezember 2006 in Dutzenden Hausarztpraxen Grossbritanniens freiwillige Teilnehmer rekrutiert und bis zum Ende der Grippesaison 2010/2011 begleitet. Das Blut der Probanden wurde jeweils vor und nach der Grippesaison auf Influenza-Antikörper hin untersucht. Zudem wurden den Studienteilnehmern bei Auftreten von Grippesymptomen nasale Abstriche entnommen, um die Influenzastämme zu bestimmen.
Die Auswertung der Daten zeigte, dass durchschnittlich 18 Prozent aller ungeimpften Personen sich mit dem Grippevirus infizierten. Es fiel jedoch auf, dass 77 Prozent dieser «erkrankten» Personen keinerlei Symptome entwickelten. Die Forscher um Dr. Andrew Hayward vom University College in London glauben deshalb, dass die bisherigen Statistiken das Ausmass der Erkrankung weit unterschätzen. Die epidemiologischen Beobachtungen wie die Schweizer Sentinella Grippe-Überwachung, Link öffnet in einem neuen Fenster liefern laut den Studienautoren nur ein Bild von der «Spitze des Eisberges».