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Ein Fass Nordsee-Öl wurde zuletzt bei 49,48 Dollar gehandelt und damit 1,40 Dollar niedriger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober rutschte um 1,38 Dollar auf 47,14 Dollar ab.
Bis zum aktuellen Rückschlag hatten die Ölpreise seit Anfang August um etwa 20 Prozent zugelegt. "Nach einem solch fulminanten Anstieg ist ein Rücksetzer völlig normal", kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank. Sie wollten neue Preisrückgänge nicht ausschliessen: "Wir sehen weiteres Korrekturpotential."
Der Rückgang der Ölpreise wird auch mit der Entwicklung der Bohrlöcher in den USA erklärt. Am späten Freitagabend hatte Baker Hughes, eine Zulieferfirma für die Ölindustrie, den achten Wochenanstieg der Bohraktivitäten in Folge gemeldet. Nach Einschätzung der Commerzbank hatte es eine ähnlich lange Phase mit steigenden Zahlen von Bohrlöchern in den USA zuletzt vor mehr als zwei Jahren gegeben. Die steigende Bohraktivität schürt am Markt die Erwartung auf ein wachsendes Öl-Angebot und belastet die Preise./jsl/tos/stk
(AWP)