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Neue Staatenunion am Golf
Der saudische Aussenminister Prinz Saud al-Faisal gibt die Gründung der neuen Staatenunion im Golf bekannt. (Reuters)
Die Golfstaaten gehen auf Konfrontation mit Iran: Die sechs Mitgliedsstaaten des Golf- Kooperationsrates (GCC) wollen als Gegengewicht zu Iran eine Staatenunion bilden. Geplant ist vor allem eine bessere Zusammenarbeit des Militärs und der Sicherheitskräfte.
Zum Abschluss eines zweitägigen Gipfeltreffens in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad forderte der Golf-Kooperationsrat Iran auf, sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Länder in der Region einzumischen.
Aus Sicht der Golfstaaten stellt das schiitische Iran eine Bedrohung für die sunnitischen arabischen Herrscher am Golf dar - sowohl wegen seines Atomprogrammes als auch wegen seines wachsenden Einflusses auf die schiitischen Araber im Irak und am Golf.
Appell an Syrien
Zum 1981 gegründeten GCC gehören Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Die sechs Länder forderten Syrien auf, die Gewalt gegen Regimegegner zu beenden.
Syrien solle «die Tötungsmaschine» sofort anhalten, das Blutvergiessen beenden und alle Gefangenen freilassen.
Marokko und Jordanien bleiben draussen
Die Idee des saudi-arabischen Königs Abdullah, die fernen Königreiche Marokko und Jordanien in den Golf-Kooperationsrat aufzunehmen, wurde nach kontroverser Diskussion nicht umgesetzt.
Allerdings legt der GCC einen Fonds in Höhe von fünf Milliarden Dollar auf, aus dem Entwicklungsprojekte in den beiden Ländern finanziert werden sollen.
Nach Einschätzung von Experten hatte der Vorschlag, Jordanien und Marokko aufzunehmen, einen militärischen Hintergrund. Denn die Armeen der Golfstaaten haben zwar modernste Waffen, aber keine grossen, gut ausgebildeten Truppenverbände. (brar, sda)
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