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• Andy Jassy plant keine Rückkehr zur Bürokultur, wie man sie vor der Pandemie kannte
• Wie oft Mitarbeiter im Büro erscheinen müssen, hängt auch vom Berufsbild ab
• Andere Big-Tech-Führungspersonen setzten auf andere Arbeitsmodelle
Angestellte sollen nicht zur Rückkehr ins Büro gezwungen werden
Der Amazon-CEO Andy Jassy erklärt laut CNBC auf der Code Conference in Los Angeles, dass er seine Angestellten nicht dazu zwingen werde aus dem Homeoffice in die Büros zurückzukehren. "Wir haben nicht vor, die Leute zur Rückkehr zu zwingen. Das haben wir im Moment nicht. Aber wir werden adaptiv vorgehen, während wir lernen", so Jassy. Im Zuge der Corona-Pandemie wurden die Tech-Mitarbeiter des US-amerikanischen Unternehmens im Jahr 2020 dazu angewiesen, von zuhause aus zu arbeiten. Obwohl Jassy zunächst eine Rückkehr zur Bürokultur plante, erklärte er im Oktober, dass der Internet-Riese es den einzelnen Managern überlassen würde, zu entscheiden, wie oft die Mitarbeiter ins Büro kommen müssten. Auf der Code Conference erklärte er schliesslich, dass die meisten Mitarbeiter in die physischen Büros zurückgekehrt seien und einige Tage von zu Hause aus arbeiteten.
Büroaufenthalt unterscheidet sich je nach Beruf
Wie der Leiter des Online-Händlers weiter erklärt, hängt die Häufigkeit der Büroaufenthalte auch von den Aufgaben der Mitarbeiter ab. Demnach seien einige Teams, wie zum Beispiel die Hardware- oder Kreativabteilungen deutlich häufiger vor Ort als andere. Ingenieure würden beispielsweise weiterhin grösstenteils aus der Ferne arbeiten. "Ich glaube, es gibt einige Dinge, die aus der Ferne schwieriger zu erledigen sind. Ich glaube, es ist ein bisschen schwieriger, aus der Ferne zu erfinden", erklärt Jassy. Schon vor einiger Zeit soll der CEO gesagt haben, dass die Pandemie einen dauerhaften Einfluss darauf haben könnte, wie Büros genutzt werden. Er wies ausserdem darauf hin, dass sie bereits Auswirkungen darauf hat, wie Amazon Mitarbeiter einstellt.
Big Tech: Unterschiedliche Arbeitsmodelle
Seitdem die Rückkehr in die Büros nach den Hochzeiten der Pandemie wieder möglich ist, zeigt sich, wie unterschiedlich die Arbeitsmodelle mancher Big-Tech-Unternehmen sind. Während Amazon-CEO Jassy seinen Angestellten mit einer uneinheitlichen Regelung für das Unternehmen eher entgegenkommt, schlagen andere Führungspersonen dieser Sparte andere Wege ein, wie t3n erklärt. Tesla-Chef Elon Musk forderte zum Beispiel erst vor wenigen Monaten eine Präsenzpflicht für seine Mitarbeiter. Dabei erklärte er sogar: "Wenn Sie nicht auftauchen, gehen wir davon aus, dass Sie gekündigt haben." Apple-Chef Tim Cook setzt jedoch wiederum auf ein hybrides Modell. Er gesteht seinen Mitarbeitern zwei Tage im Homeoffice zu. Die Angestellten kritisierten jedoch, dass die zwei Homeoffice-Tage vorgegeben werden und damit der positive Effekt der Flexibilität verloren gehe.
E. Schmal/Redaktion finanzen.ch