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«Gefängnisse zu bauen, ist nicht sehr sexy», sagte der Justiz- und Sicherheitsdirektor (SP) Erwin Jutzet gestern an der Sitzung des Freiburger Grossen Rates. Das Parlament diskutierte den Bericht zur Planung des Strafvollzugs 2016-2026. Dabei sorgten sich verschiedene Grossrätinnen und Grossräte um die Sicherheit der Mitarbeiter und der Insassen der Strafanstalten in Bellechasse. Weil es dort zu wenig Platz gibt für die Häftlinge, die im offenen Sektor leben und im landwirtschaftlichen Betrieb arbeiten, gibt es eine Vermischung mit den Häftlingen des geschlossenen Sektors (FN vom 5. Dezember). Der Bericht hält deshalb fest, dass ein zusätzlicher Pavillon gebaut werden müsse.
«Wann soll der Pavillon entstehen?», fragte Bernadette Hänni (SP, Murten). Darauf antwortete Erwin Jutzet, dass er hoffe, im Mai mit dem Kredit vor den Grossen Rat treten zu können. Der Pavillon würde 19 Millionen Franken kosten, sechs Millionen würde der Bund übernehmen.
Auch hielt Jutzet fest, dass die Einrichtung einer Therapiestation in Bellechasse noch warten müsse. Der Staatsrat habe das Projekt in seiner Prioritätenliste zurückgesetzt, das fehlende Geld sei das Problem.
Antoinette de Weck (FDP, Freiburg) sagte dazu: «Die FDP ist gegen die Psychiatrisierung des Strafvollzugs, aber das Bedürfnis für eine solche Therapiestation ist gegeben.» mir