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Erstmals tritt Cologna heute an einem internationalen Grossanlass als Titelverteidiger zu einem Rennen an. Vor vier Jahren in Vancouver hatte sich der 27-Jährige über 15 km überraschend vor Pietro Piller Cottrer (It) und Lukas Bauer (Tsch) durchgesetzt. Er selbst hatte sich zuvor als Aussenseiter gesehen und hatte lange abgewägt, ob er statt des Rennens mit Einzelstart den Sprint anpacken soll.
Diesmal wird das olympische Rennen über 15 km im klassischen Stil gelaufen. Gemäss der Schweizer Cheftrainerin Guri Hetland bereitet jene Technik einem Langläufer nach einer Bänderverletzung am Fuss mehr Probleme. Doch schon Anfang Februar bei seinem Comeback im Weltcup hat Cologna eindrücklich unter Beweis gestellt, dass er für ein klassisches Distanzrennen bereit ist. Als Zweiter musste er sich damals in Toblach (It) lediglich dem Russen Alexander Legkow geschlagen geben.
Dieser gehört heute ebenso wenig zu Colognas Konkurrenten im Kampf um die Podestplätze wie sein Teamkollege Maxim Wylegschanin. Beide wurden von der russischen Equipe überraschenderweise nicht für das Kräftemessen über 15 km gemeldet. Bereits am Mittwoch war bekannt geworden, dass der norwegische Superstar Petter Northug, der weder im Skiathlon (17.) noch im Sprint (16.) überzeugen konnte, nicht am Start sein wird.
Für das Klassisch-Rennen nominierten die Norweger Eldar Rönning, Chris Jespersen, Didrik Tönseth und Tour-de-Ski-Sieger Martin Johnsrud Sundby. Zusammen mit dem Kasachen Alexej Poltoranin, der alle seine sieben Siege im Weltcup in der klassischen Technik herausgelaufen hat, gehört dieses Quartett zum grossen Favoritenkreis. «Es gibt viele Medaillen-Kandidaten. Mein Ziel ist es ganz klar, auf das Podest zu laufen», sagte Cologna vor seinem dritten Rennen innert sechs Tagen.
Ausser dem 27-jährigen Medaillenkandidaten werden vom Schweizer Team auch Curdin Perl und Jonas Baumann am Start sein. Beide hoffen, wie am vergangenen Sonntag im Skiathlon, unter die ersten 30 laufen zu können.