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Rosa Menkman
The BLOB of Im/Possible Images, 09.02.2021
The BLOB of Im/Possible Images von Rosa Menkman zeigt einige besondere und kaum wahrnehmbare Bilder, die die Künstlerin während ihrer laufenden Forschung gesammelt hat. Während ihres Aufenthalts bei Art@CERN untersuchte Menkman unmögliche Bilder, indem sie Wissenschaftler bat, sich «unmögliche»Bilder von jedem Objekt oder Phänomen vorzustellen, das sie für wichtig halten. Als Ergebnis dieser Untersuchung schuf Menkman eine niedrig aufgelöste Polygon-Wiedergabe des nicht quantifizierbaren Kleckses möglicher und unmöglicher Bilder, die aufgrund der Beschränkungen in den Möglichkeiten unserer Bildverarbeitungstechnologien nur sehr schwer oder gar nicht aufzulösen sind.
Einige dieser Bilder hätten wir sonst nie zu sehen bekommen – sie bleiben unmöglich oder existieren nur in den hypothetischen Ecken des BLOB, der als Archiv der Im/Possible-Bilder fungiert. Die Arbeit enthält auch einen offenen Aufruf für das Zuschicken unmöglicher Bilder mittels eines im Projekt inhärenten Formulars. Menkman lädt die Benutzer:innen dazu ein, neue Bilder für das Archiv beizusteuern. The BLOB of Im/Possible Images war vom 09.02.2021 bis 09.02.2021 zu sehen: newart.city/show/menkman-blob-of-im-possibilities.
Rosa Menkman setzt sich mit dem Ergebnis von Fehlern in digitalen und analogen Medien auseinander. Ihre Arbeit greift gängige visuelle Elemente digitaler Bilder auf, wie Glitches, Verzerrungen und Farbfehler, die in verschiedenen Formaten, darunter Installationen, Videoarbeiten und Online-Projekte, neu kontextualisiert und inszeniert werden. Die Videoarbeit The Collapse of PAL (2010) verwendet verschiedene Glitches zusammen mit einer Audiospur als erzählerische Mittel, um die Geschichte des mittlerweile veralteten PAL-Signals zu erzählen. Auch in verschiedenen Arbeiten wie DCT:SYPHONING (2015-2017) beschäftigt sich die Künstlerin mit der Geschichte der Verarbeitung und Archivierung von digitalen Bilddaten. Unter dem Titel Glitch Moment(um) veröffentlichte sie 2011 ein Buch, das sich mit der ästhetischen und kulturellen Relevanz von Glitch Art auseinandersetzt und diese als Genre etabliert.
Statement der Künstlerin:
«Meine Arbeit konzentriert sich auf Noise-Artefakte, die durch Fehler in analogen und digitalen Medien entstehen (wie z.B. Glitch und Encoding- und Feedback-Artefakte). Ich denke, dass die aus diesen Zufällen resultierenden Artefakte einen wichtigen Einblick in die ansonsten undurchsichtige Alchemie der Standardisierung von Datenauflösungen ermöglichen können. Die Standardisierung von Auflösungen ist ein Prozess, der unseren Technologien generell Effizienz, Ordnung und Funktionalität auferlegt. Sie beinhaltet nicht nur die Erstellung von Protokollen und Lösungen, sondern auch die Verschleierung von Kompromissen und das Blackboxing von alternativen Möglichkeiten, die dadurch in Gefahr sind, für immer ungesehen oder sogar vergessen zu bleiben. Durch diese Forschung, die sowohl praxisbezogen als auch theoretisch ist, versuche ich, diese anti-utopischen, verlorenen und ungesehenen oder einfach 'zu gut, um umgesetzt zu werden' Lösungen aufzudecken, um neue Wege zu finden, unsere Technologien zu verstehen, zu nutzen und wahrzunehmen.»