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Der "Respekt vor der menschlichen Person" als "Massstab und Grenze" der Sozialen Arbeit
Die Gründung der Vereinten Nationen 1945 wirkte sich nachhaltig auf die Internationalisierung der Sozialen Arbeit aus: Die Vereinten Nationen sahen in der Sozialen Arbeit eine Möglichkeit, um die soziale Sicherheit weltweit zu stärken. Sie initiierten zahlreiche Austauschprogramme für Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen und setzten sich zum Ziel, spezifischen Sozialarbeitsmethoden zum Durchbruch zu verhelfen. Diese Methoden beanspruchten, mit den Normen der Menschenrechtserklärung in Einklang zu stehen. Auch die Schweizer Experten und Expertinnen der Sozialen Arbeit beschäftigten sich in der Nachkriegszeit intensiv mit den international breit diskutierten Sozialarbeitsmethoden und nahmen an den UNO-Austauschprogrammen teil: Sozialarbeiterinnen reisten beispielsweise mit einem UNO-Stipendium in die USA und lernten die amerikanischen Ansätze kennen. Der Beitrag fragt, wer sich in der Schweiz massgeblich für einen transnationalen Wissenstransfer engagierte und wie die Schweizer Soziale Arbeit durch die transnationalen Rezeptionsprozesse verändert wurden. Inwieweit setzte sich in der Nachkriegszeit der Anspruch durch, die Soziale Arbeit habe sich an den Normen der Menschenrechtserklärung zu orientieren und inwieweit wurden nicht zuletzt die traditionell stark disziplinierenden Massnahmen der Sozialen Arbeit kritisch hinterfragt?