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Die Penisamputation wird beim Kater auch als perineale Urethrotomie bezeichnet.
Die häufigste Ursache für eine Amputation beim Kater ist die Verstopfung der Harnröhre durch Harngrieß (kleine Blasensteine). Meist werden die Kater als Notfall in der Praxis vorgestellt. Sie können plötzlich keinen Harn mehr absetzen. Die Blase ist prall gefüllt und äußerst schmerzhaft. Durch den Rückstau des Urins kommt es innerhalb von 24 Stunden zum akuten Nierenversagen. Die Blase ist zum Bersten gefüllt und darin ist im Ultraschallbild jede Menge Harngrieß (unzählige winzige Harnsteine) zu finden. Die Verstopfung der Harnröhre kann speziell beim Kater sehr leicht passieren, weil sich bei diesem die Harnröhre zur Penisspitze hin stark verengt.
Diese Situation stellt aufgrund der Qualen für den Kater und das zunehmende Nierenversagen einen absoluten Notfall dar, der sofortiges Handeln verlangt. Das Hauptziel der Notfallbehandlung ist die Beseitigung der Harnabflussstörung durch das Legen eines Harnröhrenkatheters, über den die Blase entleert wird. Je nach Ergebnis der Blutuntersuchung kann es nötig sein, eine Infusion zur Behandlung der Nierenerkrankung durchzuführen. Schmerzmittel und Antibiotika ergänzen die Therapie.
Eine stationäre Unterbringung für das betroffene Tier ist immer erforderlich. Es kann einige Tage (2-4 Tage) dauern, bis die Nierenwerte wieder in der Norm sind. Weiterhin ist empfehlenswert, die Dauertropf-Infusionsbehandlung zur Unterstützung und Verbesserung der Nierenfunktion über die gesamte Zeit durchzuführen. Der Harnkatheter verbleibt über den genannten Zeitraum und gewährleistet den kontinuierlichen Harnabfluss. Durch eine Blasensteinanalyse kann die Zusammensetzung der Blasensteine ermittelt werden, die für die Weiterbehandlung der Tiere wichtig ist.