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In 2007, als ich in Zagreb eine Materialreiche Weltsammlung kaufte, habe ich sehr interessantes Material der Ausgaben der Postdirektion Zagreb gefunden, das bei mir grosse Interesse für dieses Gebiet wieder geweckt hat. Ich beschaffte die Literatur darüber und fange an zu studieren. In der Zwischenzeit besorgte ich mir noch eine grosse Sammlung (Ex-Sammlung Herr Müller aus Köln) und noch einige weitere Spezialsammlungen, die mir das Studium von diesen Ausgaben sowie SHS-Postgeschichte ermöglichten. Seit dann beschäftige ich mich präzise und konsequent nur noch mit diesem Gebiet, als Spezialsammler. Ich habe mich nicht nur auf das Sammeln, sondern auch auf das Aufdrucken auf den ungarischen Marken, mit Steinentwicklung und deren Bestimmung bei der Gedenkausgaben, Druckbogenbestimmung von den definitiven Ausgaben, Plattenfehlersuche und das Bestimmen von neuen Platten intensiv konzentriert. Gleichzeitig ordne ich typenweisse und chronologisch alle Belege die auf kroatischem Boden oder über damalige Kroatien gelaufen sind. Da mich die Postgeschichte Kroatien sehr interessiert, beschäftige ich mich auch mit Ausgaben für Slowenien, die gleiche Gültigkeit auch in Kroatien hatten. Hier sind diverse Mischfrankaturen interessant. Weiterhin besitze ich eine schöne und grosse Stempelsammlung aus dieser Zeit. So bin ich auch mit der Stempelaptierungen beschäftigt. Fast alle Ortschaften Kroatien und Slawonien, Dalmatien sowie Wojwodina (damals Kroatien – heute Serbien) findet man in dieser Sammlung.
Aus der Geschichte
Am 29. Oktober 1918, nach dem Ende des I. Weltkrieges und dem Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie proklamierten Angehörige der drei slawischen Völker in den abgefallenen Provinzen einen neuen Staat mit der Bezeichnung „Staat der Slowenen, Kroaten und Serben“. Der „Staat SHS“ hat sich bereits am 1. Dezember 1918 mit dem „Kgr. Serbien und Montenegro“ zu einem „Kgr. der Serben, Kroaten und Slowenen“ vereinigt. Alle staatlichen Institutionen sind umgehend dem neuen Staatsgebilde angepasst oder instandgesetzt worden.
Das Postministerium hat entschieden, dass die bestehenden Postdirektionen beibehalten und nach gleichen Prinzipien weitergeführt werden sollen.
Jede Postdirektion war in ihrem Gebiet selbstständig und somit in der Lage eigene Postwertzeichen auszugeben, was zu völlig verschiedenen Ausgaben für Slowenien, für Kroatien und für Bosnien geführt hat.