Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03169.jsonl.gz/262

Bild: Ian Dooley, unsplash.com
Rauchen wirkt sich sowohl auf die Gesundheit (Krebs, Blutzirkulational) als auch auf das Wohlbefinden (störender Geruch und verschlechterter Geruchsinn) aus. Doch welche Arten von Rauchen unterscheidet man und wie wirkt das auf uns?
Herkömmliche Zigarette:
Tabak wird angezündet und über einen Filter konsumiert. Es entstehen im Tabakrauch mehr als 7000 verschiedene Stoffe und eine Hitze von rund 600°C-900°C. Die meisten Stoffe sind gasförmig, nicht wenige davon giftig und rund 70 krebserregend. Drei Bestandteile sind Nikotin, Teer und Kohlenmonoxid. Nikotin hat ein hohes suchtpotential und ist eine chemische Substanz mit spezifischer psychoaktiver Wirkung im menschlichen Gehirn. Teer dringt in die Lunge ein und verändert mit der Zeit die Zellen der Innenauskleidung der Bronchien (Epithelzellen). Kohlenmonoxid ist giftig und dringt ins Blut. Dort setzt es sich an den roten Blutkörperchen fest und verdrängt den Sauerstoff in den Blutbahnen.
E-Zigarette Verdampfer:
(auch Vaporizer genannt) Über ein zigarettenähnliches elektronisches Gerät wird eine Flüssigkeit, bestehend aus Wasser, Lösungsmittel (Propylenglykol: Lebensmittelzusatzstoff E1520 und/oder Glycerin: Lebensmittelzusatzstoff E422), Aromen und je nach Wunsch mit oder ohne Nikotin erhitzt auf rund 100°C-240°C und verdampft.
E-Zigarette Erhitzer:
Über ein elektronisches Gerät wird Tabak erhitzt. Bei den Produkten Iqos und Glo, die mit höheren Temperaturen arbeiten (220°C-330°C), findet eine Verkohlung des Tabaks statt. Erste unabhängige Studien im Labor haben gezeigt, dass der produzierende Rauch in vielen Bestandteilen dem von Zigaretten ähnelt. So wurden giftige Stoffe wie Kohlenmonoxid, Aldehyde, Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe, tabakspezifische N-Nitrosamine und flüchtige organische Verbindungen festgestellt.
Bild: Renz Macorol, pexels.com
Die Dosis der Schadstoffe fällt bei Tabakprodukten zum Erhitzen/Verdampfen deutlich geringer aus als bei Zigaretten, wobei der Verdampfer mit Abstand am besten abschneidet. Wenn's ums Thema "Aufhören" geht, werden die Produkte zum Erhitzen von Fachleuten nicht dafür empfohlen. Denn es ist problematisch anzunehmen, dass das Risiko für rauchbedingte Krankheiten im selben Mass sinkt, wie es die Industrie propagiert. Aus Forschungen über Zigaretten ist bekannt, dass das Krankheitsrisiko nicht proportional mit dem Konsum bzw. der Schadstoffaufnahme sinkt. Geeignete Mittel zur Entwöhnung sind Nikotinersatzprodukte und Medikamente wie Vareniclin und Bupropion, die auf Wirksamkeit und Sicherheit gründlich geprüft wurden.
Wer mit den traditionellen Rauchstoppmitteln nichts anfangen kann, ist mit einer E-Zigarette Verdampfer besser beraten als mit Tabakprodukten zum Erhitzen. Diese E-Zigaretten enthalten keine Verbrennungsstoffe wie Kohlenmonoxid. Ihre Wirksamkeit für einen Rauchstopp sehen ersten Studien zufolge vielversprechend aus. Die langfristigen Auswirkungen der Verdampfer, insbesondere in Bezug auf Atemwegs-, Herz-Kreislauf-System und Krebserkrankungen, sind noch nicht hinreichend erforscht. Auch ist nicht zu unterschätzen, dass Jugendliche/junge Erwachsene neue farbige Produkte mit Aromen lieben und daher der Einstieg in eine Sucht geebnet werden kann, denn Nikotin macht stark körperlich abhängig. Auch wird die Handlung "zu einer Zigarette greifen" nicht wirklich behoben.