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Während in den grossen Alpenseen wie Vierwaldstätter-, Brienzer- oder Thunersee bezogen auf die Zahl der Fische und ihre Biomasse die verschiedenen Felchenarten dominieren, sind es bei höheren Gehalten des Nährstoffs Phosphor eher die Eglis, zusammen mit Rotaugen, Alet und Rot-/Schwarzfedern. Eine Ausnahme ist der Lago Maggiore, wo im offenen Wasser die Agone, ein Süsswasserhering, dominiert und die Alpenseen von Sils und Poschiavo, wo standortfremde Seesaiblinge sowie einheimische und eingeführte, ebenfalls standortfremde Forellen vorherrschen.
Hinweise für Fischerei und Schutzmassnahmen
Der nun vorliegende Synthesebericht zum Projekt gibt einen Überblick über den Zustand der Fischartenvielfalt und Fischbestände aller grösseren Seen des westlichen Alpenraums. Er trägt die Ergebnisse aus einzelnen Seen zusammen, und da sie überall mit der gleichen Methodik erhoben wurden, ist die Arbeit eine Basis für Vergleiche zwischen den Seen und zur Analyse von grösseren Zusammenhängen. «Vor allem können nun Empfehlungen abgeleitet werden zur Bewahrung der noch erhaltenen Fischartenvielfalt in den Seen und für eine nachhaltige Seenfischerei», sagt Projektleiter Ole Seehausen. Wichtig für ein kontinuierliches Monitoring und spätere Vergleiche ist zudem die am Naturhistorischen Museum Bern aufgebaute wissenschaftliche Referenzsammlung aller Fischarten aus allen Seen. Sie ist auch für die Öffentlichkeit in der neuen Daueraustellung “Wunderkammer” zugänglich.