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Der Bundesrat erachtet Asylzentren ausserhalb von Europa derzeit als kaum umsetzbar und will lieber weiterhin die Flüchtlinge direkt in die europäischen Staaten deportieren. Dass Tausende Migranten dann schon bei ihrer Flucht über das Meer sterben werden, hat für den BR dabei keine Relevanz.
Aufgrund der Situation in vielen Staaten im Norden Afrikas scheint es auf absehbare Zeit nicht möglich, entsprechende Vereinbarungen zu treffen, um solche Asylzentren zu betreiben. Überdies stellen sich zahlreiche Fragen z.B. bezüglich der Rechtsgrundlagen, der Finanzierung sowie des rechtlichen Status der Schutzsuchenden in solchen Zentren. Ausserdem könnten solche Zentren aus naheliegenden Gründen beträchtliche Pull-Effekte auslösen und es kann davon ausgegangen werden, dass viele abgewiesene Asylsuchende aus solchen Einrichtungen trotzdem versuchen würden, irregulär in den Dublin-Raum einzureisen.
Die vergangenen Jahre haben deutlich gemacht, dass die Herausforderungen im Migrationsbereich nicht von einigen wenigen Staaten an den Aussengrenzen der EU bewältigt werden können. Der Bundesrat anerkennt, dass gewisse Staaten aufgrund ihrer geografischen Lage und weiteren Faktoren stärker betroffen sind als andere, weshalb diese solidarisch unterstützt werden müssen. Eine Weiterentwicklung des Dublin-Systems liegt letztlich im Interesse aller Dublin-Staaten.