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2016-05-16 Zeitungsbericht aus der BZ
CROSSKLINIK OPEN
Schweizer spielten die besten Bälle
Der Zürcher Robin Roshardt sichert sich in einem begeisternden Finalspiel gegen Romain Jouan (Fr) seinen zweiten Titel in Basel. Bei den Frauen schwang die Ostschweizerin Nina Stadler obenaus.
Wer die Halbfinalpartien der Männerkonkurrenz gesehen hatte, der konnte sich auf ein spektakuläres Endspiel freuen. Dies, weil sich Romain Jouan (N 2, 11) und Robin Roshardt (N 1, 7) mit grossartigen Leistungen für das finale Duell um den Titel bei der zwölfen Ausgabe des Crossklinik Open qualifizieren konnten.
Jouan, der 2012 als Nummer 209 der Welt sein bestes Ranking erreicht und drei Jahre zuvor in der ersten Runde der French Open in Paris gegen die ehemalige Weltnummer 1 Andy Roddick gespielt hatte, schlug in seinem Halbfinal gegen Überraschungsmann Nikolai Haessig (N 3, 65) Winner um Winner mit einer Leichtigkeit, die beeindruckte. 6:0, 6:2 lautete das Verdikt am Ende. Beinahe gleich souverän gewann Robin Roshardt gegen seinen Kumpel und Interclub-Teamkollegen Alexander Sadecky (N 2, 12). 6:3, 6:0 lautete das Resultat in diesem Duell.
Roshardt so stark wie nie
Das Finalspiel konnte den hohen Erwartungen standhalten. Turnierleiter Steven Schudel meinte sogar, es sei eines der besten Finalspiele des Crossklinik Open, an die er sich erinnern könne. Roshardt und Jouan lieferten sich zahlreiche spektakuläre Ballwechsel, wobei es im ersten Satz der Schweizer war, der weniger Fehler beging und mit 6:3 die Oberhand behielt.
Im zweiten Satz steigerte sich Jouan, der seine Ambitionen als Profi vor drei Jahren aufgrund der Folgen einer Schulterverletzung beendet hatte und seither seinen Lebensunterhalt mit Teilnahmen an Preisgeldturnieren bestreitet.
Er agierte aggressiver und diktierte mit seiner starken Vorhand die Ballwechsel. Doch Roshardt hielt in beeindruckender Manier dagegen und realisierte seinerseits das entscheidende Break zum 6:5. Wenig später servierte Roshardt das Match mit 6:3, 7:5 nach Hause und konnte sich damit zum zweiten Mal in die Siegerliste des Crossklinik Open eintragen lassen. «Ich wusste, dass es gegen Romain ein sehr enges Spiel geben würde. Es war ein super Match, und ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. So gut, wie ich im Moment spiele, habe ich noch nie gespielt», freute sich der Zürcher.
Stadler behält die Nerven
In der Frauen-Konkurrenz, die in diesem Jahr mit 80 Teilnehmerinnen so gross war wie nie zuvor, kam es zu einem reinen Schweizer Finale, was die Turnierorganisatoren besonders freute. Nina Stadler (N 2, 17) und Sandy Marti (N 2, 22) schenkten sich nichts und lieferten sich viele hart umkämpfte Ballwechsel. In den entscheidenden Situationen agierte Stadler etwas konsequenter als ihre Kontrahentin und konnte das Match mit 7:6, 6:4 für sich entscheiden.
«Am Ende wurde es zwar unnötigerweise noch einmal eng, nachdem ich bereits 5:2 und 40:0 geführt hatte, aber Hauptsache, ich konnte das Match doch noch gewinnen», meinte Stadler stolz, die auf dem Weg zum Titel – genau wie Robin Roshardt – nicht weniger als sechs Matches gewinnen musste. «Das war schon sehr intensiv, und ich habe einige Blessuren davongetragen, aber jetzt habe ich auch eine Turnierpause, denn nächste Woche stehen meine KV-Lehrabschlussprüfungen an», erzählt Nina Stadler, die nach ihren Prüfungen voll auf die Karte Tennis setzen wird.