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Die erste Olympus µ[mju:]-1 von 1991, war vielleicht kein Meilenstein aber sehr wohl ein Klassiker unter den kompakten Autofokus-Kleinbildkameras. Sie wurde insgesamt über 5 Millionen mal gebaut. Die µ[mju:]- war in den 1990er Jahren lange meine Drittkamera, die meistens dabei war. Daher kenne ich sie noch aus der Praxis. Das extravagante Styling war damals revolutionär und sehr praktisch auch wenn es in der Form an ein Seifenstück erinnerte. Eingeschaltet wurde die µ[mju:]-1 durch den Schieber auf der Vorderseite, der auch als Objektivschutz diente.
Im Gegensatz zu vielen anderen vollautomatischen Kompaktkameras war der Belichtungsmesser sehr präzise. Es konnten deshalb auch problemlos Diafilme belichtet werden. Die Qualität des fest eingebauten 35 mm Objektivs, mit der maximalen Blendenöffnung f3.5, war ebenfalls sehr gut. Der eingebaute Blitz besass vier Funktionen: Aus, Aufhellblitz, Auto und Anti-Rotaugen. Zeit- und Blende konnten nicht manuell eingestellt werden. Der Verschluss lieferte Zeiten von 1/15s – 1/500s. Ein Selbstauslöser war ebenfalls vorhanden. Die hier abgebildete Version besass noch eine Funktion zur Einbelichtung des aktuellen Datums auf den Film (ich besass damals die normale Ausführung).
Auf die Ur µ[mju:]-1 folgten diverse weitere Modelle mit der Bezeichnung µ[mju:]. Auch solche mit Zoomobjektiven. Gemeinsam war allen das abgerundete, handfreundliche Design.
Fotos: kleinbildkamera.ch