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Genetische Grundlagen der Antikörper-Variabilität
Normale Körperzellen und Keimzellen enthalten keine funktionstüchtigen Antikörper-Gene. Erst wenn eine Vorläuferzelle zur B-Zelle heranreift, wird aus einer Vielzahl von Bausteinen ein funktionierendes Gen zusammengesetzt, indem die dazwischenliegende DNS herausgeschnitten und die Enden neu verknüpft werden.
Antikörper-Gene sind also sozusagen selbst-manipulierende Gene!
Die farbigen Boxen weisen auf Regionen mit besonders hoher Sequenzvariabilität hin (CDR1, CDR2, CDR3)
Duch die Zufalls-Kombination von V-, D- und J-Sequenzen wird in jeder heranreifenden B-Zelle ein anderes Antikörper-Gen erzeugt, das zusätzlich noch einer viel höheren Mutationsrate unterliegt als andere Gene. Nur wenn die junge B-Zelle mit einem passenden Antigen in Kontakt kommt, kann sie sich vermehren und reifen. Vorher werden jedoch noch in der Thymusdrüse jene B-Zellen abgetötet, die körpereigene Proteine erkennen und damit eine Autoimmun-Erkrankung auslösen könnten. Im Verlauf der B-Zellentwicklung werden die erzeugten variablen Domänen mit unterschiedlichen konstanten Domänen gekoppelt, um bei gleicher Spezifität verschiedene Typen von Antikörpern zu erzeugen