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«Um Lösungen für die Zukunft zu entwickeln, brauchen wir angeregte Debatten, nicht aufgeregte Diskussionen.»
Nadja Schnetzler begann bei einer Schülerzeitung, aus der noch vor der Matura ein Business wurde: die Vermittlung von Inseraten für Schülerzeitungen. Später, in der Ringier-Journalistenschule, machte sie Praktika bei so unterschiedlichen Medien wie «Bild» und «taz». Doch entscheidender war ein Tag im Frühling 1997: Als Schnetzler mit ihrem späteren Mann entschied, während der Herbstferien in einem Ladenlokal in Biel ein neuartiges Geschäft aufzumachen: einen Ideenhandel namens BrainStore. Die ersten Produkte waren noch unschlagbar günstig – für 9 Franken 90 erhielten Passanten gleich drei Ideen. (Eine typische Frage war etwa, wie man den pensionierten Ehemann dazu bringt, wieder ausser Haus zu gehen.) Zur Verblüffung aller entwickelte sich daraus eine international tätige Firma: Auf dem Höhepunkt beschäftige Brainstore 80 Mitarbeiter und 3000 Freelancer – und entwickelte Ideen für Unternehmen, NGOs, Privatleute und Regierungen auf sämtlichen Kontinenten, mit Ausnahme der Antarktis. (Mehr zu Theorie und Praxis der industriellen Ideenproduktion finden Sie in Schnetzlers Buch «Die Ideenmaschine».) 2012 machte sich Nadja Schnetzler als Kollaborations-Coach mit www.word-and-deed.org selbstständig. Sie kümmert sich auf einer planerischen Ebene um die langfristige Weiterentwicklung von Project R und führt für die Genossenschaft und deren Projekte, zum Beispiel die Republik, das Innovations-Labor. Dieses führt Experimente durch und tüftelt unter Einbezug von unterschiedlichsten Personen und Blickwinkeln Prototypen und Konzepte aus.