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Referat
Die etablierten Wärmebehandlungsprozesse für Aluminiumlegierungen wurden für klassisch gefertigte, also geschmiedete oder – wie im Fall von AlSi10Mg - gegossene metallische Bauteile entwickelt. Da additiv gefertigte (AM) Bauteile jedoch eine deutlich andere, meist viel feinere Mikrostruktur aufweisen als klassische Gussteile, ist damit zu rechnen, dass die üblicherweise angewandten Wärmebehandlungsparameter für AM-Bauteile nicht optimal sind. Im Rahmen des Vortrages werden die mikrostrukturellen Unterschiede zwischen Gussteilen und additiv - mittels selektivem Laserschmelzen (SLM) - gefertigten Bauteilen aufgezeigt und es wird erläutert, welche Auswirkungen dies auf die Materialeigenschaften hat, sowie in welche Richtung Anpassungen bei der Wärmebehandlung von AM-Bauteile vorgenommen werden sollten.
Referent
Simon Kleiner absolvierte ein Werkstoffingenieur-Studium an der ETH Zürich und doktorierte auf dem Gebiet der Leichtmetalle. Danach war er rund sieben Jahre in der Werkstoff- und Verfahrensentwicklung im Bereich von Gusswerkstoffen und metallischen Verbundwerkstoffen tätig. Seit 2010 arbeitet er an der BFH. Er ist Dozent für Werkstofftechnik bei den Studiengängen Maschinenbau sowie Mikro- und Medizinaltechnik und leitet die Forschungsgruppe Werkstofftechnik und Wärmebehandlung des Instituts ALPS.