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"Der große Wert, den ich heute in den vielen gestrichenen oder persönlichen Sitzungen sehe, liegt darin, dass sie das Potential haben, anderen gerade so zu helfen, wie sie Jane und mir über all die Jahre geholfen haben. Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass diese Sitzungen dem wunderbaren kreativen Werk von Jane beigefügt werden, damit sie für alle sichtbar werden."
Rob Butts, Co-Autor der Seth-Bücher
Bei den Persönlichen Sitzungen handelt es sich um Texte, die von Jane Roberts und Rob Butts als sehr persönlich betrachtet wurden, so dass sie vom restlichen Seth-Material separat aufbewahrt wurden. Die Persönlichen Sitzungen enthalten aber auch einige reguläre Seth-Sitzungen, die zuvor noch nie veröffentlicht wurden.
Vor ihrem Tod bat Jane Roberts ihren Mann Robert Butts, das gesamte Seth-Material zu veröffentlichen, wozu auch diese offenherzigen und wunderbaren Persönlichen Sitzungen gehören. Band 1 umfasst zudem eine über dreißigseitige "biographische" Einführung, die Rob Butts 2003 schrieb und die eine detaillierte Schilderung von Janes und Robs gemeinsamem Leben und seine persönliche Sicht über ihre Beziehung mit dem Seth-Material bietet.
Die Sitzungen und Sitzungsteile in den Büchern Der persönlichen Sitzungen entstanden parallel zu den neun Büchern der Frühen Sitzungen (Sitzungen 1 - 510) und den offiziellen Seth-Büchern (ab Sitzung 511 bis Ende). Vollständige persönliche Sitzungen entstanden zwischen den regulären Sitzungen, was in den bereits veröffentlichten Büchern die kleineren und größeren Sitzungssprünge erklärt. Sitzungsteile mit persönlichem Material standen entweder am Anfang oder am Ende einer Buch-Sitzung.
Der erste aus den bisherigen Aufzeichnungen gestrichene Sitzungsteil in Band 1 Die persönlichen Sitzungenstammt aus Sitzung 208 vom 15. November 1965, die letzte persönliche Sitzung aus Band 7 vom 2. Januar 1984.
Mit den Büchern der Persönlichen Sitzungen besteht nun zum ersten Mal die Möglichkeit, das gesamte Seth-Material lückenlos zu lesen, wie es ab Sitzung 1 erschienen ist, im gesamten Kontext seiner Entstehungsgeschichte, was zweifellos zu einem neuen und erweiterten Verständnis nicht nur des eigentlichen Materials, sondern auch der Beziehung von Jane, Rob und Seth führen wird.
AUSZUG AUS DER EINFÜHRUNG VON ROBERT F. BUTTS ZU BAND 1
20. September 2003. Wie seltsam ist es doch, denke ich bei der Vorbereitung zu dieser Einführung, dass 37 Jahre bis zur Veröffentlichung dieser Serie von PERSÖNLICHEN SITZUNGEN vergehen sollten, die von meiner Frau Jane Roberts für Seth, die „Energieessenzpersönlichkeit“, für die sie in Trance sprach, diktiert wurden.
Bei der Durchsicht dieser Texte entdecke ich voller Freude, dass diese Sitzungen immer noch so frisch, so kreativ und so einfühlsam sind, wie sie das schon immer waren. Ein gutes Beispiel, um über die Elastizität der „Zeit“ zu reden, wie Seth das so oft tat. Wie viel wissen wir wirklich oder glauben wir über diese letztendlich geheimnisvolle Eigenschaft zu wissen, innerhalb derer wir unser Universum, unseren Planten, den winzigsten Teil eines jeden von uns, mental oder physisch konstruieren, in jedem Moment unseres Lebens? Dieses unausweichliche Universum, in dem wir auf so wundersame Weise Tag und Nacht schwimmen, eines, das wir gemäß Seth auch selbst erschaffen – und dazu noch alles auf einmal! Wie Seth uns in der 20. Sitzung vom 23. Januar 1964 erklärte: „Zeit und Raum, liebe Freunde, sind beides Camouflage-Muster, so dass die Tatsache, dass die inneren Sinne Zeit und Raum überwinden können, schließlich gar nicht mehr so erstaunlich ist. Für den Geist mit seinem Unterbewusstsein und auch für die inneren Sinne existieren weder Zeit noch Raum...“ Wenn wir doch nur diese angeborenen Eigenschaften, die wir so hoch schätzen und trotzdem als selbstverständlich annehmen, wirklich bewusst begreifen könnten! Ich glaube daher, dass das Schreiben dieser Einführung etwas grundsätzlich Zeitloses ist.
Ich glaube auch, dass Jane auf ihre einzigartige private und öffentliche Weise die Zeit so gründlich und weitreichend wie kaum jemand vor ihr erforscht hat. Ich gebe zu, dass das eine unbescheidene Aussage ist, aber ich bin stolz darauf, dass ich an ihrer Kreativität teilhatte, und ich biete daher die Serie der PERSÖNLICHEN SITZUNGEN als Testament für das an, was sie in all ihren Schriften zu erreichen versucht hat – und meiner Meinung nach auch wirklich erreicht hat.
Natürlich wird diese Einführung unvollständig sein. Sie wird auch ziemlich unorthodox sein – mehr eine Art bewusster und unbewusster Erinnerungen und freier Assoziationen, die sich vorwärts und rückwärts in der Zeit bewegen, während ich mich von verschiedenen Gesichtspunkten aus an Gedankengruppierungen annähere und sogar jetzt noch versuche, 18 Jahre nach ihrem Tod, mehr über meine Frau zu erfahren. Janes Tod mag ein physischer Tod gewesen sein, und doch lebt sie noch immer, schenkt sie uns noch immer Einsichten, bringt sie mich noch immer dazu, über mich hinauszugehen um zu verstehen und zu wachsen, während ich gleichzeitig ihr Weggehen betrauere. Sie starb mit 55 Jahren. Was hätte sie wohl noch alles leisten können, wenn sie sich entschieden hätte, physisch zum Beispiel noch ein weiteres Jahrzehnt zu leben? Wunderbar eindringliche Dinge, da bin ich mir sicher – und ich glaube, dass sie das tatsächlich auch tut, „dort, wo sie jetzt ist.“
Nehme ich daher an, dass es ein „Zufall“ war, dass ich die Druckfahnen von Band 1 der PERSÖNLICHEN SITZUNGEN vom Herausgeber Rick Stack genau am 5. September 2002 erhielt, an jenem Tag, an dem Jane vor 18 Jahren gestorben war?
Nein, ich glaube, dass dieses scheinbar unverfängliche kleine Geschehnis ein weiteres Zeichen dafür ist, wie diese Realität, die wir alle zusammen auf geheimnisvolle und oft ignorierte Weise erschaffen, funktioniert.
Einige werden meinem inneren Gefühl nicht zustimmen können, und das ist natürlich auch ihr gutes Recht. Aber nachdem ich mit Jane und den vielen komplizierten und miteinander verwobenen Facetten des Seth-Materials, das sie in mehr als 20 Jahren produziert hat, gearbeitet habe, glaube ich nicht mehr länger an „Glücksfälle“ oder „Zufälle“. Voller Bescheidenheit behaupte ich, dass es irgendwie, irgendwo Verbindungen gibt, Intuitionen, Geflüster, Rufe, und Fakten, die die Tiefe und das Wesen unserer größeren Realität verkünden, ihre Unabhängigkeit von unseren gewöhnlichen bewussten Vorstellungen über Raum und Zeit. Immer mehr, vor allem aber seit Janes Tod am 5. September 1984, habe ich versucht, offen gegenüber diesen faszinierenden und unendlichen Wechselbeziehungen sein, die wir individuell und en masse erschaffen und mit denen wir leben.
Daher öffnete ich mich auch vor mehreren Jahren und bat Rick Stack, die neun Bände der FRÜHEN SITZUNGEN in seiner Firma New Awareness Network Inc. herauszugeben. Und nun öffne ich mich noch viel mehr für die Herausgabe der Serie der PERSÖNLICHEN SITZUNGEN. Als sich diese Gruppe von Sitzungen langsam anhäufte, oft als „gestrichene“ oder unveröffentlichte Teile unserer regulären Sitzungen, nahmen Jane und ich es als selbstverständlich an, dass sie, da sie ja so persönlich waren, auch unveröffentlicht bleiben würden. Natürlich ist jede Sitzung persönlich, da Jane sie ja alle durchgegeben hat, aber nun ermuntere ich die allesumfassende Intimität dieser persönlichen Sitzungen, ihre ureigenste Freiheit zu suchen – und natürlich weiß ich, dass dadurch nicht nur anderen geholfen wird, sondern auch mir selbst.
Trotzdem werde ich in diese Serie auch immer wieder Sitzungen einschließen, die öffentlichere Themen behandeln – wie die Sitzungen in den von Jane veröffentlichten Seth-Büchern. Ein späterer Band der PERSÖNLICHEN SITZUNGEN wird auch ein ganzes Buch enthalten, das Jane für mich über den großartigen holländischen Künstler des 17. Jahrhunderts, Rembrandt Harmensz van Rijn, durchgab. Dieses Buch wurde nie veröffentlicht. Es ist kein Seth-Buch, sondern eines der drei „Weltsicht“-Bücher von höchst kreativen Menschen aus der Welt der Künste, in die sich Jane von sich aus, als ein Geschenk für mich, einstimmte. Die beiden anderen Bücher sind: DIE WELTSICHT VON PAUL CÉZANNE (1977, noch nicht auf Deutsch übersetzt) und das Nachtod-Journal eines amerikanischen Philosophen: DIE WELTSICHT VON WILLIAM JAMES (1978, noch nicht auf Deutsch übersetzt). Wenn wir zum Rembrandt-Material in dieser Buchserie gelangen, werde ich meine Interpretation über Janes sehr interessantes Weltsicht-Material darlegen.
Ich füge hinzu, dass keines dieser Bücher das Thema Reinkarnation besonders hervorhebt oder Behauptungen aufstellt, dass Jane oder ich, oder wir beide, irgendwelche seelischen Beziehungen mit einer dieser berühmten Persönlichkeiten hatten oder haben. Meine Frau wusste einfach, wie sehr mich diese äußerst kreativen Personen interessierten. Das ist immer noch der Fall. Ich weiß, dass ich hier in guter Gesellschaft mit vielen anderen bin, die von diesen Persönlichkeiten bereichert wurden und noch immer bereichert werden. Ein persönliches Beispiel: Während vieler Jahre hatte ich eine abgegriffene alte Taschenbuch-Ausgabe von James‘ DIE VIELFALT RELIGIÖSER ERFAHRUNG auf dem Beifahrersitz meines alten Ford Taurus. Ohne mich damit brüsten zu wollen, habe ich auch das Gefühl, dass die Werke und die Ideen dieser drei Personen auf ihre Art Erinnerungen an das Seth-Material wachrufen. (Ich glaube nicht, dass es Jane je in den Sinn gekommen wäre, eine solche Aussage zu machen!)
Mein Ziel ist es daher, alle Werke von Jane zu veröffentlichen oder zumindest so viele davon, wie ich kann; darin eingeschlossen ist nicht nur das Seth-Material, sondern auch ihre Gedichte und ihre Erzählungen und ihre Notizen und Tagebücher – um somit letztendlich alles zusammen als Gesamtwerk für das Studium in dem anzubieten, was wir die „Zukunft“ nennen. Denn wenn das Lebenswerk einer Person nicht bekannt ist, wie kann dann sein wahrer Wert in all seiner menschlichen Komplexität letztlich erkannt werden? Manchmal habe ich das Gefühl, ich lerne sehr langsam: Es dauerte zum Beispiel eine ganze Weile, bis ich begriff, dass die Reaktionen auf das Seth-Material, persönliche und solche per Post – und nun auch elektronische – wirklich unzählige Ausweitungen dieses Werks sind, indem sie in ihrer ganzen Vielfalt die Fragen und Antworten aufzeigen, die es auslöste und die nutzbringenden Auswirkungen, die es auf die vielen Menschen hatte, die sich mitgeteilt haben, seit Jane am 2. Dezember 1963 ihre erste wirkliche Sitzung durchführte – und auf jene, die dies noch immer tun. Die Mitteilungen, in welcher Form auch immer, sind großartig! Es gibt kaum je einen Tag, an dem ich keine Briefe beantworte. Ich tue es gerne, auch wenn ich damit immer in Verzug bin.
Die Liebenswürdigkeit von anderen Menschen half uns vor allem in jenen Jahren, als wir die Phasen von Janes physischen „Symptomen“, wie wir sie nannten, durchmachten – von unseren wachsenden emotionalen Fragen und Qualen bis zu Erfolgen und Erleichterungen, und dann immer wieder zurück zu den Qualen. Das alles, so lernten wir mit der Zeit, erwies sich als eine der größten Herausforderungen, die wir erschaffen hatten und an der wir mitwirkten, vermischt mit unseren anderen Erfolgen und Misserfolgen.
Janes Symptome bestanden aus einem nach und nach wachsenden Verlust an Beweglichkeit – kaum bemerkbar zuerst und ziemlich harmlos – die sie über die Jahre hindurch physisch immer eingeschränkter werden ließen. Schließlich war sie nicht mehr fähig zu gehen, und ihre Symptome verkomplizierten sich auf vielfältige Arten. Sie verließ diese Realität am 5. September 1984 . . .