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Titel
Fischer,
1) Gottlob, Porträt- und Historienmaler, geb. zu Stuttgart, war anfangs Holzbildhauer, ging dann 1850 nach Holland und erlernte unter Royer (gest. 1868) die Bildhauerkunst, bis er auch diese wieder aufgab und sich 1853-55 in Paris unter Ary Scheffer in der Malerei ausbildete. Nachdem er eine Zeitlang als Porträtmaler in Holland gelebt hatte, ließ er sich 1857 in Stuttgart nieder und malte recht ansprechende Porträte, z. B. König und Königin von Württemberg u. a., aber auch historische Genrebilder, z. B. Gottesdienst der Protestanten in einer Scheune (1859), Rembrandt in seinem Atelier (1865), König Lear und Cordelia etc.
2) Hans Ludwig, Kupferstecher, geb. zu Salzburg, widmete sich anfangs der Malerei und lernte 1869 auf der Akademie in Wien unter Jacoby den Kupferstich, unter dem Landschaftsmaler Lichtenfels das Malen und unter Unger das Radieren. Dann besuchte er Italien und hielt sich in Rom auf, wo er einen trefflichen Stich nach Canaletto (Ansicht von Schönbrunn) ausführte, einige Ansichten aus Rom und aus Tunis malte, Sepiakompositionen zu einem Cyklus: die Argonauten, entwarf und mehrere Landschaften radierte, unter andern von Gaspard Poussin für die Gesellschaft der vervielfältigenden Künste.
3) Johann Christian Richard, Landschaftsmaler, geb. 1826 zu Danzig, kam 1847 nach Düsseldorf, wo er sich unter Karl Sohn, später unter Th. Hildebrandt und namentlich unter Schirmer ausbildete. Dann machte er Studienreisen in den Gebirgsgegenden Deutschlands, in der Schweiz und in Tirol, lebte eine Zeitlang in Berlin und nahm 1863 seinen Wohnsitz in Danzig. Seine Landschaften sind treu und sorgfältig gezeichnet, bisweilen im Baumschlag allzu detailliert, etwas schwer in der Farbe, aber in der Stimmung oft sehr gelungen. Zu den besten derselben gehören: Mittagsschwüle, frühe Morgenstunde, Bergeinsamkeit in der Eifel (ein wirkungsvolles Stimmungsbild von düsterer Poesie), in der Heide bei Sonnenuntergang (1866), Abendstunde an der Ostseeküste, die Heimat etc.