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Die Schweiz soll drei „Meister Kong“-Institute erhalten, eines in Genf hat sie schon. Der altchinesische Philosoph war in Zeiten der Wirren ein konservativer Befürworter des Zentralstaats, weshalb der liberale jüngere LaoTse mir stets der liebere Chinese war. Gegen das Ende seines Lebens wanderte er mit seinem „Ochsen der Weisheit“ auch über die westliche Landesgrenze, womit er früh chinesische Interessen, die auch heute noch gelten, markierte.
„Meister Kong“ wird uns von China präsentiert als gut erhaltene Halbbüste im Stil eines alternden Arnie Schwarzenegger. Da niemand weiss, wie Kong wirklich ausgesehen hat, handelt es sich um ein Idol, das Macht und Geist ausstrahlen soll. Er ist die östliche Ergänzung zu den deutschen Goethe-Instituten, die sich gerade in Asien grosser Beachtung erfreuen. Die Kong-Häuser an unseren Universitäten anzusiedeln, womit ihr Prestige automatisch gesteigert wird, halte ich für übertrieben, denn derlei Idolatrie, die mit viel Geschäftigkeit und Geschäft verbunden ist, kann an unabhängiger Stelle und ohne des Steuerzahlers Hilfe betrieben werden.