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- Joe Biden will Lloyd Austin als Chef des Pentagons nominieren. Er wäre der erste schwarze Verteidigungsminister in der Geschichte der USA.
- Austin war Kommandant der US-Streitkräfte im Nahen Osten unter Präsident Barack Obama. 2016 ging er in den Ruhestand.
- Er benötigt neben der Bestätigung des Senats auch eine Sondergenehmigung vom Kongress.
Der künftige US-Präsident Joe Biden will erstmals in der Geschichte der Vereinigten Staaten einen Schwarzen zum Verteidigungsminister machen: den ehemaligen General Lloyd Austin. Das kündigte Biden in einer Mitteilung an.
Als eine Aufgabe Austins (67) nannte Biden, «unsere Bündnisse angesichts globaler Bedrohungen neu zu beleben». Der abgewählte US-Präsident Donald Trump hatte in seiner Amtszeit mit dem Rückzug der USA aus der Nato gedroht und Verbündete wie Deutschland immer wieder scharf kritisiert.
US-Einsätze in Konfliktherden
Austin war bis zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand 2016 Kommandant der im Nahen Osten stationierten US-Streitkräfte. Auf diesem Posten war Austin verantwortlich für die US-Einsätze unter anderem in Irak, Syrien und Afghanistan – alles Konfliktherde, die immer noch nicht befriedet sind.
In seinen Dienstjahren von 2013 bis 2016 gewann die Terrormiliz «Islamischer Staat» in der Region an Kraft, was auch für Fragen an Austin sorgen könnte.
Zu Beginn seiner mehr als 40-jährigen Karriere im US-Militär war er auch in Deutschland im Einsatz. Bidens Übergangsteam lobte in ihrer Ankündigung die Erfahrung des 67-Jährigen Austins.
Austin würde nicht nur eine Bestätigung durch den Senat benötigen, sondern auch eine Ausnahmegenehmigung durch den Kongress, das US-Parlament. Nach geltenden Regeln müssen zwischen dem aktiven Militärdienst und einer Berufung zum Verteidigungsminister mindestens sieben Jahre vergehen. Hintergrund ist, dass das Pentagon von einem Zivilisten geführt werden soll.