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Henry Mintzberg über Management [19.04.2022]
Updated: Dec 22, 2022
[Licht im Dickicht. Bild von Flamur Shala am 16.12.2022]
[Gedanken zum Grundeinkommen von Flamur Shala bis zum 19.04.2022]
„Diese Buch ist für diejenigen geschrieben, die ihr öffentliches Leben mit Organisation verbringen und sich in ihrem privaten Leben davon erholen. Es ist der Erinnerung an Jim Waters gewidmet, der sich beruflich dafür engagiert hat, Organisationen menschlicher zu machen.“
[Organisation = „kollektive Handlung bei der Verfolgung einer gemeinsamen Mission“]
[Buchgliederung: 1. Management: „Prozess, in dem die formal Verantwortlichen einer Organisation oder Teile von ihr versuchen, ihrem Tun eine Richtung zu geben oder mindestens anzuleiten“ 2. Formen von Organisationen: „ich glaube unser grösster Fehler im Umgang mit Organisationen … liegt in der Annahme, es gäbe einen ‚one best way‘ alle Organisationen zu führen. Was aber gut für General Motors ist, ist oft fatal falsch für Joe‘s Body Shop. Wir können ebensowenig alle Organisationen gleich behandeln….“ 3. Gesellschaft von Organisationen: „wie wir sie zu beeinflussen versuchen und wie sie umgekehrt uns beeinflussen.“]
[Literatur: -Frederick Taylor -Peter Drucker -Herbert Simon -Jean Jacques Servan Schreiber -Leonard R. Sayles -The nature of managerial work -Perigord Robert Ornstein: The Psychology of Consciousness -Karl Popper -Abraham Kaplan: The Conduct of Inquiry -George Miller]
„…der traditionelle Managementansatz heute eher den wirtschaftlichen Fortschritt behindert als fördert.“
[The nature of managerial work: Henry Mintzberg beobachtet mit Stoppuhr die Aktivitäten des Managers: Ziel: Beantwortung der Frage womit der Manager seine Zeit verbringt.]
[Jemanden damit beauftragen die eigenen täglich Aktivitäten mit der Stoppuhr zu protokollieren. Anschliessend Selbstanalyse mit Ziel Verbesserung Zeitmanagement.]
„Manager mit einer ungeheuren Geschwindigkeit arbeiten, dass ihre Tätigkeit kurz, vielfältig und diskontinuierlich sind. Sie sind sehr am Handeln ausgerichtet und bevorzugen wenoger die reflektierenden Tätigkeiten.“
[Reflektierende Tätigkeiten sind beim Verwaltungsrat zu orten. Reflektion ist notwendig für Strategie.]
„Dilemma der Delegation… entweder zuviel selbst zu übernehmen oder mit unangemessenen Instruktionen an die Mitarbeiter delegieren zu müssen.“
[Um also nicht „jemandem mitzuteilen, was sie alles über ein Thema wissen.“ versendet der Manager präzise Anweisungen (Schritt 1, 2, 3 usw.) an Mitarbeiter, wodurch sich der Mitarbeiter als bevormundet in seinem Wissen bzw. den Manager als unsympathisch forsch einschätzt.]
[Allgemeine Gedanke zum Thema Dilemma des buchlesenden Managers in Gesellschaften wo Wirtschaft und Gesellschaft noch nicht das richtige Zusammenspiel gefunden hat: In Gesellschaften wo Herausforderungen zur Überwindung durch das Management (bzw. durch Organisationen) selber studiert werden müssen, weil die Bildungsinstitutionen nicht an jenem Punkt sind wo sie dieses Wissen durch einen Kurs vermitteln können, ist der Manager verpflichtet sich selber einzulesen. Wenn aber ein Manager in solch einer Gesellschaft ein Buch während der Arbeitszeit in die Hand nimmt, so wird er von der gesamten Organisation nicht erst genommen. Solche Gesellschaften empfinden jene Person als nicht der Position gewachsen („deshalb greift jene Person zum Buch“) oder auch „der hat nichts zu tun, deshalb liest er während der Arbeitszeit Bücher“. (als verwantwortlicher Manager ist die ganze Tageszeit Arbeitszeit). Wenn ein Manager sich jedoch nicht in die Herausfoderungen seiner Organisation einlesen kann, so kann er aus nicht lösen. Dadurch bildet sich eine Organisation um in eine welche keine Probleme löst. Raison d‘être eines Unternehmens ist das Lösen von Problemen. Umso effizienter und effektiver, umso erfolgreicher das Unternehmen.]
"Vier Rollen des Managers: 1. Repräsentationsperson 2. Führungsrolle 3. Rolle als Kontaktperson 4. Rolle des Monitors 5. Rolle als Verteiler 6. Rolle als Sprecher 7. Rolle als Unternehmer 8. Rolle als Krisenmanager 9. Rolle als Ressourcenzuteiler 10. Rolle als Unterhändler"
„… die zehn Rollen nicht aufteilen können, ausser ske können sie sehr vorsichtig reintegrieren. Die eigentliche Schwierigkeit liegt in der Informationsrolle. Das Managementteam brucht zusammen, wenn nicht alle vollständig an der managementrelevanten Information partizipieren.“
„Viele Kontakte bestehen zu Managern mit gleichem Status, die ihrerseits das Nervenzentrum ihrer Organisation sind. Auf diese Weise bauen die Manager eine ausgesprochen starke Informationsbasis auf.“
[Um Absprachen zu verhindern sind Gesetze eingeführt worden. Viele dieser Gesetze wurden vor den grossen Technologiesprüngen in der Kommunikation eingeführt.]
„Planungsdilemma … . Die Manager haben die Information und die Autorität. Die Analytiker haben die Zeit und die Technologie. Eine effektive Arbeitsbeziehubg zwischen beiden kann erreicht werden, wenn der Manager seine Information zu teilen lernt, und der Analytiker es lernt, sich an die Bedürfnisse des Managers anzupassen.“
„Kein Beruf ist für unsere Gesellschaft ausschlaggebender als der des Managers. Er bestimmt, ob unsere sozialen Institutionen uns dienen, oder ob sie unsere Talente und Ressourcen vergeuden.“
„Strategien sind Pläne für die Zukunft und Muster aus der Vergangenheit.“ „Strategien müssen nicht geplant werden. Sie können mehr oder weniger auch emergieren.“ „Handeln hat das Denken angeregt: Eine Strategie ist entstanden.“ „Kluge Strategen sind sich bewusst, dass sie nicht immer klug genug sind, um alles vorausbedenken zu können.“ „Grosse Organisationen versuchen jedoch, die Arbeit von Kopf und Hand zu trennen. Dadurch kappen sie oft das vitale Feedback zwischen beiden.“ „Eine rein geplante Strategie schliesst Lernen aus, wenn die Strategie erst einmal formuliert ist. Eine emergente Strategie verstärkt es.“ „Effektive Strategien entwickeln sich auf vielen seltsamen Wegen.“ „Strategiesche Umstellungen verlaufen in kurzen Quantensprüngen.“ „Strategien managen heisst dann, Denken und Handeln, Kontrolle und Lernen, Stabilität und Wandel kunsthandwerklich zu handhaben.“
„Information ist nutzlos, wenn er keine Gegenstrategie entwickeln oder sie nicht an andere übermitteln kann, die dazu in der Lahe sind, weil die Kanäle blockiert sind oder weil die Formulierung abgeschlossen haben. Die Vorstellung, dass Strategien Prozesse sind, die von oben nach unten verlaufen und weit entfernt von den Details der Führung eines Unternehmens im Alltag sind, ist einer der grössten Irrtümer des konventionellen Managements. Und dies erklärt einen grossen Teil der meisten dramatischen Fehler in der heutigen Unternehmenswelt und in öffentlichen Verwaltungen.“
„Die konventionelle Meinung über Strategie in der Planungliteratur geht davon aus, dass Wandel kontinuierlich verlaufen muss: Das Unternehmen sollte sich ständig anpassen."
[Betonung liegt hier auf ständig im Sinne von kontuinierlich/gleichmässig]
"Diese Meinung erweist sich jedoch als paradox, weil das eigentliche Konzept der Strategie in der Stabilität und nicht im Wandel wurzelt.“ „Keine Stabilität heisst keine Strategie.“
„Die wirkliche Herausforderung bei einer kunsthandwerklichen Strategiebildung liegt in der Wahrnehmung der subtilen Diskontinuitäten, die eine Organisation in der Zukunft unterminieren können. Und dabei spielt keine Technik,kein Programm, sondern nur ein scharfer Verstand, der Kontakt zur Realität hat. Solche Diskontinuitäten kommen unerwartet und unregelmässig vor und sind im Grunde beispiellos.“
„… Nasrudin, der etwas auf dem Boden suchte. Ein Freund kam hinzu und fragte: ‚Was hast du verloren, Nasrudin?‘ ‚Meinen Schlüssel‘ sagte Nasrudin. Der Freund kniete sich auch auf den Boden und beide suchten den Schlüssel. Nach einer Weile fragte der Freund: ‚Wo genau hast du ihn verloren?‘ ‚Zuhause‘ antwortete Nasrudin. ‚Aber warum suchst du dann hier Nasrudin?‘ ‚Hier ist es heller als zuhause.‘“
„Wichtiger daran ist, dass wir nicht wissen, was wir nicht wissen.“
[Übung für sich selber: Texte mit der anderen Hand abschreiben. Während einer Woche täglich üben und auf die Körperreaktion achten. Denkprozess, Lernprozess bei dem beide Gehirnhälften beansprucht werden. Kann dies den Verarbeitungsprozess verbessern? Eine Art Training für das Gehirn? Evtl. verstärkt es die Verbindungen/Zusammenarbeit der beiden Hemisphären des menschlichen Gehirns (Corpus Callosum, Split Brain)]
„… stelle deshalb die Hypothese auf, dass die wichtigsten Prozesse des Managements von Organisationen zu einem wichtigen Teil auf diejenigen Fähigkeiten angewiesen sind, die mir der rechten Hirnhälfte zusammenhängen.“
[linke Hemisphäre: -Helligkeit, artikulieren, bewusst, Sprache, linearer Operationsmodus rechte Hemisphäre: -Dunkelheit, unbewusst, Gefühle, Gestik, Bilder]
„Manager gehören wohl zu den Informiertesten in ihrer Organisation. Aber sie haben Schwierigkeiten damit, ihre Information an ihre Mitarbeiter weiterzugeben. Deshalb stehen arbeitsüberlastete Manager vor einem Dilemma, wenn sie vor einer neuen Aufgabe stehen, die erledigt werden muss: sie müssen entweder ohne die Hintergrundinformation delegieren, oder sie selbst erledigen. Keiner der beiden Wege ist befriedigend.“
[Übungen ausdenken um Admin und Operations auf dieses Dilemma zu sensibilisieren um Agilität des Unternehmenskörper zu erhöhen/„Delegationskosten“ zu senken.]
[Achtung: Unternehmensführung und Staatsführung nicht verwechseln.]
„Strategie ist das Konzept der Organisation für den zeitweiligen Umgang mit ihrer Umwelt.“
„… bestmögliche Balance zwischen Analyse und Intuition.“ „… übermässiger Gebrauch von Intuition … kann Organisationen zu idiosykratischem [überempfindlich] und willkürlichem Verhalten verleiten.“ „… übermässiges Vertrauen in die Analyse … kann ihr Verhalten indifferent und teilnahmslos machen.“
„Künstliches mystifizierendes Verhalten ist ein beliebter Trick derjenigen, die ihre Macht zu schützen versuchen. Das hilft keiner Organisation. Auch ist der Versuch nicht hilfreich, den Aktivitäten Intuition zu verschreiben, die durch Analyse effektiv bewältigt werden können.“
„Er erwähnt besonders die Fähigkeit der Schachgrossmeister, auf ein Schachbrett zu sehen und die Spielstellung ganz schbell zu erkennen. Er behauptet, dass der Experte vertraute Muster erkennt, und dass ‚das Geheimnis der Intuition oder der Urteilsfähigkeit des Grossmeisters früherers Lernen‘ ist, ‚das die Muster und die damit verbundene Information gespeichert hat‘."
„Alle diese Irrtümer…“ „ -dass Strategiebildung ein relativ statistischer, geordneter Prozess ist, -dass Diskontinuitäten durch systematische Verfahren vorausgesagt werden können -dass strategisches Management vom operativen Management auf der Grundlage eines durch harte Fakten informierten Topmanagements getrennt werden kann -dass die Entscheidungsprozesse und die Strategieentwicklung durch Systeme, die auf Dekomposition basieren, formalisiert oder programmiert werden können.“
„Es ist oft die notwendige schnelle und kurzfristige Reaktion die die langfristige Leistung bestimmt, sogar für die meisten Topmanager der grössten Unternehmen.“
„Planung ist kein Mittel zur Schaffung einer Strategie, sondern ein Mittel zur Operationalisierung von Strategien, die bereits mit anderen Mitteln erzeugt werden.“
„Ich würde primär keine professionellen Manager vorziehen, keine Wandervögel, die von einer Situation in die andere ziehen.“ [Henry Mintzberg gibt eine Anleitung wie er Manager rekrutieren würde. Allgemeine Gedanken zum Thema Wandervögel vs. Sesshafte Manager Man nehme hier als Gegenbeispiel das nach Patron Manier (sesshafte Manager) geführte Unternehmen. Oder einen entsprechenden Patron an der Seite des Managers, um langfristige Strategie mit Agilität zu verbinden. Langfristige Strategien sind eher möglich. Sowie Nutzen von Gelegenheiten/Vakuum möglich. Wandervögel setzen im neuen Unternehmen das Gleiche um wie beim letzten oder den letzten Auftraggeber. Muster und damit die nächsten Schritte können abgelesen werden.]
„… ist der beste Test einer angewandten Theorie immer noch, ob intelligente Praktiker sie hilfreicher für den Umgang mit ihren Problemen als jede andere ansehen.“ [pragmatisch]
[Allgemeine Gedanken zu Thema Spezialisierung Universalgelehrter: Gemäss Adam Smith ist Spezialisierung wichtig um Produktivität zu erhöhen. Man kann sich nun aber auch auf Universalwissen spezialisieren. (Dies ist in seiner Theorie nicht ausgeschlossen.) Nachteil davon ist, dass man über einen längeren Zeitraum kein Geld damit verdient. Ausser man gründet relativ früh ein Unternehmen und setzt dann dieses Wissen dort ein. Ansonsten sind Universalgelehrte relativ lang vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen, ausser sie übernehmen eine Tätigkeit welche Spezialisierung verlangt, wodurch sie sich in ihrer Lieblingsdisziplin Univesalgelehrtentum nicht weiter entwickeln und wahrscheinlich im ausgewählten Beruf den Spezialisten gegenüber einen Nachteil haben. Wie beim Beruf Zahnarzt bedarf auch der Universalgelehrte jahrelanger Ausbildung. Jahrelange Ausbildung ist sehr teuer (entgangene Einnahmen) und setzt das Zurückstecken des Ego voraus. Ohne Grundeinkommen bleibt somit der Beruf des Universalgelehrten bestimmten sozialen Schichten vorbehalten. Wenn ich nun in Zukunft Kinder habe, so ist es abwegig zu erwarten, dass dann meine Kinder (nur weil sie meine Kinder sind) den Beruf des Universalgelehrten besser ausüben können als jedes andere.
Wie wird man Universalgelehrter? Es ist eher unwahrscheinlich dass ein Kind oder ein Jugendlicher sich sagt „ich möchte Universalgelehrter werden.“
Wahrscheinlicher ist es dass man sich sagt: wenn ein intelligentes Kind in einfache Verhältnisse geboren wird, dann soll es die Möglichkeit zum Aufstieg haben. Dann wählt man verschiedene Berufe um dieses Ziel zu erreichen. Zuerst möchte man seine eigenen Lebensverhältnisse ändern, dann auch jene von anderen Menschen. Die Auswahl verschiedener Berufe, die Auswahl der Literatur um kurzfristige Anforderungen im bestehenden Beruf zu erfüllen sowie Literatur um den Anforderungen der zukünftig ausgewählten Berufe zu erfüllen, sowie die Erfahrung was man gerne macht: Elegante Lösungen komplexer, themenübergreifender Probleme ausdenken, führen letzlich zum Berufswunsch: ich möchte Universalgelehrter werden.
Ander ausgedrückt: in einfache Verhältnisse hineingeboren hat man kaum Chancen ein Universalgelehrter zu werden. Weshalb ich inzwischen immer mehr die Einführung des Grundeinkommens befürworten.]
„Inhaltliche Transformation“ [Praktikum wird in Studien bzw. Berufsrichtung verlangt. Wenn möglich auch Praktikum in andere Richtung absolvieren. Ähnlich Politik Comparé] „… in meinem idealen Managementprogramm: 1. Ausbildung in Fertigkeiten 2. deskriptive Einsichten 3. Analysetechniken“
„Wir lassen vielleicht die falschen Leute zur Managementausbildung zu, und bilden sie unter Umständen falsch aus.“
[Allgemeine Gedanken zum Thema Push vs. Pull Erziehung: Zwar enthält der Begriff Erziehung den Begriff ziehen und damit das ‚pull‘… Erziehen soll einfach gleich stehen für Aufwachsen. Push-Erziehung: Ich will werden wie mein Vater. Pull-Erziehung: Mein Sohn soll werden wie ich. In Zeiten wo etablierte Berufe in Bedrängnis kommen, neigen Menschen dazu ihre eigenen Berufe als etwas unantastbares zu (v-)erklären. Menschen neigen auch sonst dazu den von ihnen gewählten Weg als den richtigen und besten anzusehen. Fordern dann fälschlicherweise von den Nachkommen das Einschlagen des gleichen Weges, als würden in Zukunft die gleichen Herausforderungen wie in der Vergangenheit liegen. Ausserdem verkennen sie dass die meisten Berufe erst in den letzten 100 Jahren entstanden sind. Die Pull-Erziehung kommt zum Zug. Die Pull-Erziehung ist auch eine Art normale Entwicklung nach zwei oder drei Generationen well-being (wohlbefinden)
Fahren Menschen aus einfacheren Verhältnissen die gleiche Strategie, so ziehen sie ihre Nachkommen von Anfang an in die gleiche Schicht hinein. Was bei den Eltern zu Misserfolg führte, führt auch bei den Kindern zu Misserfolg. Aus den einfacherene Verhältnissen gelangen eher Personen des Push-Aufwachsen heraus.
Verhält sich auch mit Ländern: auf einmal stehen stehen sich Gesellschaften der Pull-Erziehung und Push-Erziehung gegenüber.
Gesellschaften der Pull-Erziehung reagieren instinkiv falsch und ziehen den Pushern in ihrer eigenen Gesellschaft den Stecker heraus mit jeglichen Begründungen. Dadurch entziehen sie den eigenen Nachkommen welche durch die Aufsteiger trotz Pull-Erziehung peu à peu in den Wettbewerb kommen und dann eine starke pusher Mentalität kreeiren die Aufwärtsbewegung.
So ziehen Menschen ohne schlechte Absicht die Gesellschaft nach unten anstatt nach oben.
Diskussionen darüber wer zu Pull und Push gehört sind irreführend.
Aus den ehemaligen Pushern wird nach einer oder zwei Generationen ein Pull-Erzieher.
Das Unterbinden des Aufstiegs aus einfachen Verhältnissen kommt dem Wurf eines Schirms in die Speiche nahe.
Dahinter kann aber muss sich keine schlechte Absicht verbergen. Es sind menschliche Fehler.
Dann ist da noch die Gefahr dass die Pull-Generation sich selber aktiviert und den Wettbewerbsdruck durch die Pusher mit unfairen Mitteln unterbindet. Und hier liegt eine der Hauptaufgaben des Staats. Dafür zu sorgen das den Pushern kein Unrecht widerfährt. Denn Pullern kann sie kaum widerfahren da sie sich auf finanzielle Mittel und Kontakte stützen kann.]
[Auch in Betracht ziehen dass auch Henry Mintzberg nicht frei von Neid ist.]
„Schliesslich hat jede aktive Organisation noch einen sechsten Teil, den wir Ideologie nennen (ein alternativer populärer Begriff ist ‚Kultur‘). Die Ideologie umfasst die Traditionen und Überzeugungen einer Organisation, die sie von anderen unterscheiden und Leben in das Strukturskelett bringen.“
[Die Ideologie lässt sich von der ursprünglichen Idee ableiten.]
„Schliesslich hat jede aktive Organisation noch einen sechsten Teil, den wir Ideologie nennen (ein alternativer populärer Begriff ist ‚Kultur‘). Die Ideologie umfasst die Traditionen und Überzeugungen einer Organisation, die sie von anderen unterscheiden und Leben in das Strukturskelett bringen.“
[Gute Übung um eine Organisation zu verstehen ist die Erstellung eines Organigrammse. Hierbei auch die Gruppenfunktionen niederschreiben. Versuche in eigenen Worten die jeweiligen Abteilungen und Gruppierung von Abteilungen zusammen zu fassen. Wie grenzen sich die Abteilungen oder Gruppen von Abteilungen von einander ab? Ähnlich wie in der Mathematik ist es hilfreich diese Übung an einem Pad/Tablet auszuführen, um Gedankenfluss nicht zu stören.]
„Mit anderen Worten, Organisationen überleben vielleicht, ähnlich wie Arten, nur dann, wenn sie sich auf eine bestimmte Weise entwickeln.“
„In Wirklichkeit ist es vielleicht effektiver, so lange an einer Form, die in misfit zu ihrer Unwelt geraten ist festzuhalten, bis ein grundlegender Übergang zu einem neuen, angemesseneren fit vollzogen werden kann.“
[In Zeiten starker technischer Entwicklungen (Quantensprünge) ist diese Strategie ‚Verharren im Misfit‘ fehlleitend. Übungen des Organigramms helfen nicht nur die Organisation zu verstehen, sondern sie zeigen auch auf wie die Organisation angepasst werden kann um Ressourcen für drängendere Bereiche zu befreien.]
[Weitere Übung: Im eigenen Unternehmen (insbesondere bei Unternehmen mit abstrakten Produkten) beispiele für die sechs Koordinationsmechanismen niederschreiben. In eigenen Worten erklären versuchen.]
[Ausserdem ist es sinnvoll für Unternehmen ihr Organigramm in 3D abzubilden. Dadurch kann das Unternehmen besser verstanden werden sowie Ineffizienzen erkannt und behandelt werden.]
„Wenn die Arbeit im operativen Kern allerdings automatisiert wird, dann verändern sich wahrscheinlich die sozialen Beziehungen. Es sind jetzt die Maschinen, keine Menschen, die reguliert werden müssen. Die Fixierung auf Kontrolle scheint sich deshalb aufzulösen - über Maschinen muss man nicht wachen. In Verbindung damit entfallen auch viele Manager und Analytiker, die zur Kontrolle der Operateure nötig waren. An ihre Stelle treten Spezialisten, die die Maschinen warten und ihre Arbeit durch gegenseitige Abstimmung koordinieren.“
„Je dynamischer die Umwelt einer Organisation, desto organischer ist ihre Struktur.“
[Keine Zeit um zu standardisieren. Standardisierung gleich bürokratisch]
„Je komplexer die Umwelt einer Organisation, desto dezentraler ist ihre Struktur.“ „Je diversifizierter die Märkte einer Organisation, desto mehr tendiert sie angesichts der Grössenvorteile zu einer Aufteilung in marktorientierte Abteilungen oder Divisionen.“ „Eine extrem feindselige Umwelt treibt jede Organisation zu einer temporären Zentralisation ihrer Struktur.“
[In wie weit stimmen diese Reaktionsmuster in der gegenwärtigen technologischen Situation?]
„… die unternehmerische Konfiguration hat, wie jede andere auch, ihre Probleme. Es ist kein Zufall, dass diese Organisationsform über weite Strecken in diesem Jahrhundert an Popularität verloren hat, obwohl sie in jüngster Zeit in dem Masse eine Wiederbelebung erfahren hat.“
[1991: bezieht sich evtl. auf Entwicklung der Mobiltelefonie und Computer welche neue Geschäftsmodelle ermöglichte. Welche Organisationsform dominiert heute?]
„Die unternehmerische Organisation: -einfache bzw keine Struktur“
[Die Struktur ist innerhalb des Managers]
„Diese Anekdote verrät einiges über das Experiment des Unternehmens - ‚kontrolliertes Risiko‘ ist ein besserer Ausdruck. Die Ideen waren mutig, die Umsetzubg vorsichtig.“
„Die Fähigkeit zur Wahrnehmung einer plötzlichen Änderung in einem Muster und dann die Entwicklung einer neuen Vision scheinen weitgehend eine Sache der informierten Intuition zu sein, also im allgemeinen einer geschickten, erfahrenen und enegischen Führungsperson.“
„Für die meisten Menschen ist Bürokratie ein abwertender Begriff, der Ort übermässiger Kontrolle, wo leitende Angestellte Autorität über die Angestellten ausüben und die Angestellten über die Kunden. Genauso wie immer die anderen die Umweltverschmutzung verursachen, so erkennen wir auch nie in uns selbst den Bürokraten.“
„Es ist der Geist der Bürokratie, einen Kurs einzuschlagen, ihn beizubehalten und sicherzustellen, dass alles wie geülant verläuft. Bürokratie heisst keine Überraschungen.“
„Maschinen-Organisation=zentralisierte Bürokratie“ „formale Verfahren“ „ebenso ausgedehnte unterstütztende Einheiten zur Unsicherheitsreduktion“ „üblich in der Massenproduktion, bei Massendienstleistungsunternehmen, der Regierung, in Organisationen aus dem Bereich von Kontrolle und Sicherheit“
[Welchen Einfluss haben Chatbots auf Maschinen-Organisationen? Schmälern sie die unterstützenden Einheiten oder ersetzen sie sogar Arbeitsstellen der Operateure? Inwieweit erhöht sich dadurch die Macht des Staates? Welches Gegengewicht? Wie wird Transparenz geschaffen um aufzuzeigen dass der Chatbot jedem Bürger die gleiche Antwort auf die gleichen Fragen liefert? (Gleiche Rechte garantiert durch gleiche Parameter)]
„Die operativen Aufgaben sind unqualifiziert und repititiv und erfordern im allgemeinen ein Minimum an Fähigkeit und Ausbildung.“
[Diese Operateure können wahrscheinlich bereits heute durch Roboter ersetzt werden. Wie viele Arbeitsstellen würden dadurch in der Schweiz verloren gehen? Wie viele solche Maschinen-Organisationen existieren in der Schweiz? Angenommen die Umstellung auf Roboter würden morgen geschehen, wovon leben dann diese Menschen? Wie sieht es aus wenn solch ein Unternehmen den Hauptsitz im Ausland hat? Muss sie dann den Unterschied zwischen Lohnaufwand und Aufwand für Energie und Instandhaltung der Roboter an den Schweizer Staat abgeben, damit die arbeitslosen Operateure über Grundeinkommen ernährt werden können?]
[In diesem Zusammenhang stellt sich dann auch folgende Frage: Angenommen der Verkaufsstand wird durch einen Roboter ersetzt, wovon lebt dann diese Person? Grundeinkommen? Wie wird die Kasse für das Grundeinkommen aufgefüllt? Muss der Verkaufsstandbesitzer die eingesparten Lohnkosten an den Staat abgegen? Die Person wird zu einem sogenannten strukturellen Arbeitslosen: Umschulung, Weiterbildung und ähnliches wird kaum zur erfolgreichen Jobsuche führen.]
„All dies legt es nahe, dass die Maschinen-Organisationen eine um eine Zwangsvorstellung aufgebaute Struktur hat: nämlich um Kontrolle. Sie ist von der Spitze bis zur Basis von einer Kontrollmentalitüt durchdrungen.“
[Interessant wäre zu prüfen inwieweit politische Ansichten von dem Bereich abhängig sind, in welchem Organisationstyp man arbeitet? Wobei zu berücksichtigen ist dass kein Unternehmen oder ganz allgemein keine Organisation nur einem der 7 Organisationstypen zugeordnet werden kann?]
„Das Thema Kontrolle wirft ein anderes Problem von Maschinen-Organisationen auf. Ihre vollständige Regulierung macht eine einfache Kontrolle von aussen möglich, und lässt sie schnell zu Instrumenten externer Einflussgruppen werden.“
„Natürlich beschreibt Perrow die Form des geschlossenen Systems der Maschinen-Organisation, also diejenige, die ihr bürokratisches Vorgehen benutzt, um sich selbst gegenüber externer Kontrolle abzuschotten und trotzdem andere kontrolliert. Sie kontrolliert nicht nur ihre eigenen Mitglieder, sondern ebenso ihre eigene Umwelt: vielleicht ihre Lieferanten, Kunden, die Konkurrenten, sogar die Regierung und auch die [eigenen] Eigentümer.“
[Schliesslich ist es das Unternehmen selber welches als erstes weiss wer die zukünftigen Eigentümer durch Erbe sein werden, sogar bevor es die Erben selber wissen.]
„Strategischer Wandel in einem Automobilwerk“
[Ein strategischer Wandel kann auch folgender sein: Anstatt dass ein Automobilwerk für die Elektroversion eines dieser futuristischen (für die Mehrheit nicht ansprechend) Modelle auswählt, einfach zur bestehenden Benzin und Diesel Ausgabe, eine Elektroausgabe hinzufügen. Antriebsart spielt sicherlich eine wichtige Rolle, das Design wird aber wohl weiterhin wichtigstes Entscheidungskriterium beim Autokauf sein. Elektro würde sich evtl. besser verkaufen, wenn nebst TSI und TDI, die Antriebsversion TEI vorhanden wäre. Gleiches Design mit Elektroantrieb. Wahrscheinlich entscheiden sich viele gegen Elektro weil in erster Linie gegen dieses futuristische Elektrodesign.]
[Viele Menschen überlegen sich folgendes: Wenn ich aus einem Wagen mit futuristischem Aussehen aussteige, dann muss ich selber auch futuristisch aussehen. Wie sieht aber ein futuristischer Kleidungsstil aus? Zudem müsste ich dann auch aus einem futuristisch designten Haus fahren. Viele Menschen möchten schon bei ihren Entscheidungen sich auch naturschonend verhalten, von ihnen aber einen kompletten Stilwechsel zu verlangen ist dann wahrscheinlich doch zu viel. Dann ist da noch das „dezente“: man möchte nur dezent zeigen dass man die Natur schont. Wenn ich bio einkaufe, dann will ich nicht unbedingt eine riesige Tasche auf der drauf steht: „dieser Bürger schützt die Umwelt und will dass es alle wissen“. Folgendes wird eher zutreffen: „zwar sollen alle wissen dass dieser Bürger die Natur schützt, aber es soll nur dezent sichtbar sein.“]
„Ein Hauptpunkt des Problems ist die Information. … Aber die zentrale Prämisse der Maschinen-Bürokratie, dass nämlich die Produktion von ihrer Verwalting zu trennen ist, bedeutet, dass dem Topmanagement oft das wesentliche und genaue Wissen fehlt, das für eine solche Informationsintegration notwendig ist. Im wesentlichen liegt die notwendige Macht an der Spitze dieser Struktur, das notwendige Wissen aber oft an der Basis.“
[Habe früher bewusst meine Pausen mit den Mitarbeitern verbracht, dadurch bestand die Möglichkeit des informellen Feedbacks.]
„Der Intrapreneur funktioniert am besten in der lockeren Struktur der innovativeb Adhocratie.“ [Welche Auswirkungen hat dies auf: -Unternehmen? -den Wunsch Unternehmer zu werden? -Wettbewerb und Wettbewerbsmechanismen? -Gesellschaft? -Wirtschaft? Volkswirtschaft? -Welche Wirtschaftsmodelle? -Welche Literatur konsultieren?]
[Gemäss dem Modell der drei Ebenen der Entscheidungsfindung in der Organisation von Professionals entstehen Strategien welche über Stakeholder „Klienten“ kommen über die Methode „Prozesse nach dem Mülleimermodell“. Wahrscheinlich sind mit „Klienten“ Unternehmen gemeint welche verschiedene Anforderungen stellen (im Endeffekt sind es die Unternehmen welche für die Universitäten zahlen). Daraus entstehen Strategien: Bündelung der Anforderungen, rechtzeitiger Richtungswechsel um strukturelle Arbeitslosigkeit zu vermeiden, usw. Die entstehenden Strategien sind pluralistisch. Wie sehen diese Strategien aus in der Welt der Intrapreneurs (Sammelbegriff für „Alles von einer Firma“)? Zuvor hatte die Universität relativ gesehen eine stärkere Verhandlungsmacht, nur schon alleine aus dem Fakt, dass sich mehrere Unternehmer in ihren Forderungen einigen mussten. In der Welt der Intrapreneurs steht der Universität nur noch ein Unternehmen (mit ein ist wenige gemeint) und im worst case sogar nur noch eine Person gegenüber. Dadurch sinkt die Unabhängigkeit von Bildungsinstitutionen enorm. Zählen eigentlich Parlamente auch zur Organisation der Professionals?]
[Wie sieht es nun in folgenden Situationen aus: -gleicher Unternehmer verhandelt oben auf Level Parlament und unten auf Level Universität. An wen wendet sich der Dekan im Bedarfsfall? -angenommen Unternehmer wird durch eigene oder fremde Regierung erpressbar. Diese Person tritt dann an einer Universität als „Klient“ auf. An wen wendet sich dann der Dekan? An wen wendet sich der Unternehmer?]
[Thema Strukturelle Arbeitslosigkeit: Wenn jemand beim RAV angemeldet ist, dann schickt er monatlich seine 10 Bewerbungen. Solche Personen gelten als Stellensuchende (job seeker). Ab wann zählen solche Personen als strukturell arbeitslose? Wenn solche Personen ein Jahr einen Lohn ohne Arbeit erhalten, dann ein zwei Jahre arbeiten und wieder ein Jahr lang einen Lohn erhalten. Ist das dann nicht so etwas wie das Grundeinkommen? Über einen längeren Zeitraum gesehen, erhalten wir bereits eine Art individuelles Grundeinkommen in Höhe von 30% des letzten Monatslohn. (Falls zwei Jahre Arbeit den Anspruch auf ein zusätzliches Jahr Lohn erlauben.]
[An einer Stelle bezeichnet Henry Mintzberg die Diversifikation als Diversi-fiktion. Er deutet auf die Stärke eines fehlenden „a“ hin. So wie ich das verstanden habe, wollte er damit auf das Problem der Verzettelung hinweisen. Kann die Stelle im Buch nicht finden. Erlaube mir jedoch ein anderes Wortspiel. Wortspiele können zum Teil mehr über die Herkunft von einem Begriff liefern als gedacht. Ausserdem lockern sie zur offenen Suche durch Szenarienanalyse nach der Begriffsherkunft auf. Profession: pro fashion: sich zu einer bestimmten Mode zu bekennen.]
„Im Grenzfall wird die individuelle Freiheit professionell kontrolliert. Es kann sich um eine explizite Freiheit gegenüber der Verwaltung handeln, sogar gegenüber den Kollegen anderer Disziplinen, aber es ist keine implizite Freiheit gegenüber den Kollegen der eigenen Disziplin. Deshalb benutzen wir das Etikett ‚professionelles Urteil‘, um darauf hinzuweisen, dass zwar das Urteilen die Entscheidungsmethode sein kann, dass es aber ein informiertes Urteil ist, das stark von der professionellen Ausbildung und der Mitgliedschaft zur Profession beeinflusst ist.“
„Deshalb sollten wir jedes Verhalten kollegial nennen, das durch ein grundlegendes Interesse am Wohl der Institution motiviert ist, und als Poltik jedes Verhalten, das im Grunde durch Eigeninteresse gekennzeichnet ist (des einzelnen oder seiner Einheit).“
„Insgesamt zeigen die Strategien der Organisation der Professionals eine bemerkenswerte Stabilität. Grössere Umorientierungen in der Strategie … werden durch die Fragmentierung der Aktivitäten und den Einfluss des einzelnen Professionals und ihrer externen Interessensvertretungrn entmutigt.“
[Gibt es eine Übersicht seit wann IT und Progammerierung an den einzelnen Schweizer Hochschulen und Universtitäten eingeführt wurden?]
„Grosse Kunst und innovative Problemlösungen verlangen induktives Denken - d.h. die Ableitung einer neuen allgemeinen Lösung aus den speziellen Erfahrungen. Und dieses Denken ist divergent. Es bricht eher mit den alten Routinen und Standards, als dass es bestehende perfektioniert. Und das ist für die Organisation der Professionals ein Risiko.“
„Adhocratie, die gegen jede dieser Vorstellungen verstösst, sieht deswegen für diese Menschen wie Chaos, wie das Fehlen jeglicher Struktur aus. Aber sie ist alles andere. Damit wir uns richtig verstehen: Adhocratie ist auch Struktur und in ihrem eigenen Kontext so logisch und vernünftig wie alle anderen.“
[Empfehlenswertes Kapitel für Start Up und Unternehmer welche im Balkan ein Geschäft aufziehen möchten oder dort eine Managementposition anstreben. Auch für R&D sowie Business Development.]
„Innovationen durchzuführen bedeutet, mit den etablierten Mustern zu brechen. Deswegen kann das innovative Unternehmen aus Koordinationsgründen nicht auf irgendeine Form der Standardisierung setzen. Mit anderen Worten, es muss alle Fesseln der bürokratischeb Struktur vermeiden, vor allem die strenge Arbeitsteilung, die ausgeprägte Unterteilung in Abteilungen, stark formalisiertes Verhalten und die Betonung von Planung und Kontrollsystemen.“ „Deshalb muss die Adhocratie Experten einstellen und sie mit Einfluss ausstatten, also Spezialisten, deren Wissen und Fertigkeiten in Ausbildungsprogrammen hoch entwickelt wurden.“
„Die Folge ist, dass die ‚Kontrollspannen‘ in der Adhocratie eher klein sind.“ [Kontrollspannen = Zahl der Manager die einem unterstellt sind Tools erlauben heute grössere „Kontrollspannen“. Habe selber entsprechendes Tool auf Excel erstellt und zufriedenstellend angewendet und konnte auch eine grössere Anzahl von Managern über einen längeren Zeitraum führen. Tasks gehen nicht mehr unter. Manager können sich nicht aus der Verantwortung ziehen und übernehmen die Prioritäten. Einhaltung von Deadlines des Unternehmers möglich auch in schwierigem Umfeld. Weiterer Vorteil: wer nicht mitziehen will geht von selber. Sobald die ersten Unternehmenserfolge sichtbar werden, steigt die Akzeptanz jener die mitziehen. Gute Arbeit wird belohnt. Belohnung für Manager mit besten Ausreden fällt weg. Hart arbeitende Manager fühlen sich nicht mehr benachteiligt. Team Performance steigt. Belohnung für Manager mit besten Ausreden fällt weg. Hart arbeitende Manager fühlen sich nicht mehr benachteiligt. Team Performance steigt. Operations sieht zufriedene Administration und nur noch solche die arbeiten. Steigert Motivation. Einstellung: „wenn ich doch nur im Admin wäre, dann könnte ich auch eine ruhige Kugel schieben“ ändert sich in „im Admin hat man viel zu tun und viel Verantwortung… überlege mir lieber zweimal ob ich da hin will“. Entsprechend darf Operateur über Boni viel verdienen.]
„Die eine denkt divergent und zielt auf Innovation, die andere denkt konvergent und zielt auf Perfektion.“ [Erfolgsdruck und deren Einfluss auf Entscheidung zwischen Konvergenz und Divergenz: In Gesellschaften der dritten oder vierten Generation Puller besteht ein ausserordentlicher Leistungsdruck. Der Leistungsdruck erhöht sich von aussen; innen ist er von Anfang an da. Wenn nun auf einmal der gewählte Weg sich als nicht erfolgreich herausstellt (Arbeitslosenquote über 3%) so besteht die Gefahr, dass man sich in der Not eher nur noch für Konvergenz auf überproportionale Kosten der Divergenz entscheidet. Nach innen werden sichtbare Irrwege eingeschlagen: Man belegt auf einmal gut funktionierende Wege neu (Strassensanierung) und empfindet divergente Meinungen belästigend. Im schlimmsten Fall wird Divergenz mit dem eigensinnigen eigenen Grossvater oder Urgrossvater in Verbindung gebracht und entsprechend zum Feindbild erklärt. Nach aussen werden dekorierte Schaufenster präsentiert.]
[Zusammenfassend: -Konvergenz nach Innen: Perfektion der Strassen -Konvergenz nach Aussen: Perfektion der Dekoration -Erhöhung der strukturellen Arbeitslosigkeit: Beschönigung durch statistische Schminktricks -Keine Strategie, nur Reaktion auf Einflüsse -Crowding out: öffentlicher Sektor zahlt bis 20% höhere Löhne als der private Sektor: als Gegenstück bzw. Gegengewicht sollten zumindest divergente Meinungen den Weg in den öffentlichen Diskurs finden (kann nur durch Grundeinkommen gewährleistet werden) -Crowding out bedeutet immer auch irgendwie „Arche Noah Effekt“ -divergente Meinungen werden nicht als Verbesserungspotential anerkannt sondern als Aufdecker des eigenen Scheiterns zum Feindbild erklärt]
[Geschäftsidee bzw. Idee für Gratiswerbung/Keywords für meine Webseite: Einmal jährlich den Crowd Out Index publizieren. Analog zum Big Mac Index. -Statistik der Durchschnittslöhne im öffentlichen und privaten Sektor nach Land -entscheid Darstellungsform -welche Jahre rückblickend?]
"Während die operative Adhocratie die Projekte durchführt, um ihren Kunden zu dienen, macht die administrative dies aus Eigeninteresse, um für neue Möglichkeiten oder Aktivitäten zu sorgen, ..."
[Es kann sinnvoll sein neue Aufträge über die administrative Adhocratie zu gewinnen und erst nach erfolgreichem onboarding an die operative Adhocratie zu übergeben. Dadurch bleibt die Nähe zum Geschäft. Gute Möglichkeit um von Zeit zu Zeit die operative Adhocratie besser kennen zu lernen. Dadurch können Ideen zur Verbesserung gewonnen werden. Verbesserung in folgenden Bereichen: -Angebot für Kunden -Marktnahe (zeitnahe) Ideen für Marketing -Performancesteigerung in Operations -Neue Rollenzuweisung Operations -rechtzeitige Anpassung Organisationsstruktur -bessere Abstimmung zwischen den Bereichen -Rückgewinnung der Autorität der Administration gegenüber Operations über natürlichen Weg Wichtig: dem Kunden dann rechtzeitig und bestimmt klar mitteilen, dass die Administration nur als Eskalationsstufe kontaktiert werden soll, sonst kommt man aus Operations nicht mehr heraus. Sich dies auch selber sagen. Denke es ist allgemein sinnvoller Mitarbeiter über die Arbeitszeit (gemeinsame Herausforderungen) als über die Freizeit kennen zu lernen.]
[Denke schnellwachsende Unternehmen (ständige Änderung der Organisationsstruktur) gehören zur Kategorie der innovativen Organisation. (vorausgesetzt sie wächst organisch) Erlaube mir den Begriff "innovativ" nicht nur in Bezug auf Produkterneuerung zu verwenden, sondern auch sich selber erneuernd. Denke ein häufiger Fehler welcher Unternehmen und Beratern unterläuft ist folgender: bei Start-Ups in der Wachstumsphase nach Lösungen im Kapitel "Die unternehmerische Organisation" zu suchen an statt im Kapitel "Die innovative Organisation". Dieser Fehler führt zu Ineffizienz und scheinbar unlösbaren Problemen. Es gibt Fälle wo sogar bevormundende Stellen (welche alles tun, damit ein bestimmtes Unternehmen Erfolg hat) einem die (in diesem Fall fühlt es sich für das Unternehmen wie ein Korsett an) Lösungen der unternehmerischen Organisation aufdrängen. Dabei braucht das Unternehmen etwas anderes: Lösungen der innovativen Organisation. Deshalb: beraten ist besser als bevormunden.]
"Diese Konfiguration findet man in Umwelten, die sowohl dynamisch als auch komplex sind. Eine dynamische und unvorhersagbare Umwelt verlagnt eine organische, komplexe wie dezentrale Struktur. Diese Struktur ist der einzige Typus, der beides bietet."
„Mode ist ganz fraglos auch eine Bedingung der innovativen Konfiguration.“
[Mode, Modus = Verfahrensweise, Vogehensform, Weg (Google, Oxford Languages)]
[Allgemeine Gedanken zum Thema Training Unternehmer bzw. Leiter von innovativen Organisationen werden:
Man nehme ein Startkapital von 50'000 bis 100'000 und plane etwa zwei Jahre Aufenthalt in einem Balkanland. Bsp. Gründung eines Dienstleistungsunternehmen. Mit einem Dienstleistungsunternehmen von 10 Mitarbeitern erzielt man pro Mitarbeiter einen Gewinn von 1'000 Franken im Monat.
Gerade in jenen Staaten mit jüngerer Unabhängigkeit lernt man auch viel über die Schweiz und ihre Entstehungsgeschichte: die ersten Unternehmen, die Entstehungsgeschichte der gesellschaftlichen und staatlichen Strukturen usw.
Auch eigenen Trainingseinsatz planen. Genug Zeit einplanen um GAP zwischen Professionalisierung Angebot und Anforderungen Kundenseite (in erster Linie die eigenen Anforderungen) einplanen.]
[Allgemeine Gedanken zum Thema Crowding Out und dem heutigen IT-Dilemma: Die Löhne im öffentlichen Sektor können aus verschiedenen Gründen hoch sein. Viele IT-Studenten möchten sehr gerne nach dem Studium für eines der grossen Tech Unternehmen arbeiten, befürchten jedoch, dass sie da nie wieder raus kommen. Die Grenze was als Veröffentlichung/Verwendung firmeninterner Geschäftsgeheimnisse gilt und was nicht ist rechtlich gesehen sehr schwierig (dies rührt aus der Natur der Sache: technologische Entwicklungen welche den Menschen in allen Lebensbereichen berühren). Auf der anderen Seite ist der Staat dringend auf IT-Kräfte angewiesen. Aber auch da stehen IT-Studenten vor der gleichen Schwierigkeit. Das eigene Unternehmen nach dem Studium aufzubauen oder eine eigene Spezialisierung zu verfolgen ist sehr kostspielig. Obwohl also hohe Löhne auf IT-Studenten warten, wird der Markt nicht mit einem genug grossen Angebot beliefert. (Die ausländische Konkurrenz ausgeblendet.) Mitunter ein weiterer Grund warum das Grundeinkommen interessant ist. Bei solchen Themen immer an die gesamte Schweiz denken: auch Bergregionen (Problem der saisonalen Beschäftigung).]
[Über Jahre wurde auch in der Schweiz der Managerlohn öffentlich heiss diskutiert. Rückblickend fühlte es sich an als würde über einen Zeitraum von 10 Jahren nur über Managerboni gesprochen. Alle anderen Themen wurden teilweise ausgeblendet. Dabei wird auch oft darüber diskutiert, dass Manager nach dem Abgang noch einen Regenschirm oder Fallschirm erhalten (hole nur aus weil den verwendeten Begriff nicht mehr im Kopf habe). Tech Unternehmen erzielen verhältnismässig genug Gewinne um ehemalige Mitarbeiter mit einem finanziellen Schirm auszustatten, welcher über die gesamte Lebensdauer hält. (auch nach einem Einsatz von 5 Jahren im jüngeren Alter). Dadurch bleibt dem Markt (Staat) keine andere Wahl als von Anfang höhere Löhne als der private Sektor anzubieten. Resultat: -aufschaukeln der Löhne -nicht genug IT-Kräfte]
[Allgemeine Gedanken zum Thema Realist vs. Idealist: Idealisten werfen Realisten vor sie seien brutal. Sie verwenden den Begriff Realist auch für Fatalisten und damit eigentlich nicht richtig. Das Gegenstück vom Idealisten ist nicht der Realist sondern der Fatalist. Anders ausgedrückt: Idealist und Fatalist gegenüberstellen, in der Mitte den Realisten abbilden. Dann wird sich der Realist bewusst warum er sich im Diskurs zwischen den Stühlen fühlt: -Vom Idealisten wird man als zu negativ (Fatalist) bezeichnet -Vom Fatalisten wird man als zu positiv (Idealist) bezeichnet]
„Organisationen mit einer gelebten Ideologie sind faszinierend, aber wieder einmal im Guten wie im Schlechten.“
"Deshalb tendiert die missionarische Organisation ... "
[sinngemäss: zur Gleichstellung der Mitglieder] [Allgemeine Gedanken zur gesellschaftlichen Organisation: Homogeneität (Gleichstellung) vs. Diversität (Normalverteilung) Eine gleichgestellte Organisation und in weiterem Sinne eine gleichgestellte Gesellschaft hat den Vorteil sich schnell vorwärts bewegen zu können. Der Nachteil ist folgender: Man stelle sich eine Normalverteilung vor und setze sich selber irgendwo (nicht in der Mitte) hin. Nun sieht man in beide Richtungen: Angenommen man setzt sich anfangs links der Mitte: dann bemerkt man, das was links von mir ist, ist nicht gut da näher am Rand/Abgrund (=Gefahr). Das was von mir rechts steht, ist besser da mehr Sicherheit (Polster besser nach links und nach rechts verteilt). Verhält sich gleich wenn man sich anfangs rechts der Mitte stellt. Dies ist der Mechanismus der Autoregulierung. Und in die andere Richtung: Die Gleichstellung der Mitglieder kann über zwei Wege erreicht werden: -durch das Stutzen am Rand (linker oder rechter Rand) oder auch was oft vergessen wird: -durch das Stutzen oben in der Mitte.]
[Es gibt also Zeiten wo sich eine Gesellschaft gleichgestellter organisiert, dies kann aber langfristig ohne Zwangsmassnahmen nicht sichergestellt werden. Mit der Zeit fühlen sich auch bei nicht stärker angezogenen Schrauben diese Zwangsmassnahmen als einengender. Normalverteilte Gesellschaften blicken dann neidisch auf die Performance homogener Gesellschaften hinüber und begehen den Fehler diese nachzuahmen (ohne Sinn und Zweck zu verstehen). Auf einmal ist dann die diversifizierte Gesellschaft in der Position der Homogeneität. Damit schafft sie der initierenden homogenen Gesellschaft Platz, welche dieser einnehmen kann und wird. In diesem Zusammenhang: In einer Welt wo technologisch alles möglich ist, gewinnt die Diversität, da diese von jedem einzelnen Mitglied getragen werden kann: die Gesellschaft reguliert sich selber, da jedes einzelne Mitglied zur Mitte hin tendiert. Wenn ich aber nicht sehe wo Mitte und wo der Rand ist, weil in beiden Richtungen alles gleich hoch ist, so kann ich gegen den Rand tendieren ohne es zu merken, bis ich oder die ganze Gesellschaft in den Abgrund fällt.]
[Rudolf Steiner verwendet den Begriff "absoluter Anfang". Das Wort Anfang beinhaltet die zeitliche Komponente. Es fällt uns einfacher 3-dimensional zu denken. Um diesem Begriff die vierte Dimension (Zeit) zu entziehen und eine zugänglichere Annäherung zu verschaffen, kann es sinnvoll sein den Begriff "absoluter Anfang" durch "absolute Mitte" zu ersetzen. Eine Normalverteilung ist die 2-dimensionale Darstellung der absoluten Mitte. Wenn wir uns nun die Normalverteilung in 3D vorstellen, so haben wir die tatsächliche Darstellung der absoluten Mitte.]
[Allgemeine Gedanken zum Thema Crowding Out und Marktversagen im IT Bereich: Die Erwartungen von angehenden IT-Studenten (die negative Externalität: Lock-in Effekt) werden zum heutigen Zeitpunkt nicht internalisiert. Deshalb entscheiden sich trotz hohem Lohnangebot nicht genug Personen für den IT-Beruf. Der Lock-in Effekt kann durch entsprechende Verträge gelöst werden. Erstellen eines Musterarbeitsvertrag für angehende IT-Studenten, welcher ihnen eine einfachere Kündigung ermöglicht. Eine weitere Marktlösung kann sein: Zertifikat für Unternehmen "Der Ausgang aus dem IT-Bereich ist so ungezwungen wie der Eingang in den IT-Bereich." Eine ähnliche Lösung kann man auch für die gleiche Lohnzahlung an Frau und Mann verwenden: Zertifikat "we pay equal".]
[Unter besonderen Umständen kann auch die Situation "Half-Pipe" eintreten (genau der Gegensatz zur Normalverteilung). Die Half-Pipe muss nicht geplant sein. Sie kann von selber entstehen. Kann sich auch von selber verstärken. Mögliche Vorbedingungen zu deren Enstehung: -Eine einschneidende technologische Entwicklung kann deren Entstehung ermöglichen; -inhaltlich schwache Mitte (Puller der dritten oder vierten Generation): grenzt sich gegenüber Neuaufsteiger durch teure 'Knigge' ab (für Neuaufsteiger unbezahlbar): Mitte kann sich dadurch nicht erneuern und stärken; -links und rechts stärken sich dann wie von selber; Anzeichen: -Die Entstehung der Half-Pipe sieht geplant aus. Dadurch entstehen Verschörungstheorien. (stärkt links und rechts) -Niemand lacht: innere Ängste werden nicht geteilt. -Schwache Mitte greift auf Schulbuch zurück: verkaufen wenn Preise sinken; Résumé: -Normalverteilung: sichere Entwicklung -Gleichstellung: schnelle Entwicklung (Gefahr major risk/black swan) -Half-Pipe (kein Licht): herumschleudern der Mitte; Zusammenspiel der Ränder; wenn die Ränder durch technologische Entwicklung stabilisert werden können, dann kann ein Status der ewigen Half-Pipe erreicht werden: unumkehrbarer Prozess;]
"Das Spiel 'Expertentum': nichtsanktionierter Gebrauch von Expertenwissen, um eine Machtbasis aufzubauen, entweder durch sein Zurschaustellen oder durch sein Vorspiegeln; echte Experten spielen durch das Ausnutzen der technischen Kompetenzen und Kenntnisse, indem sie die Einzigartigkeit, die entscheidende Bedeutung und Unersetzlichkeit ihres Expertenwissens betonen. Sie versuchen auch ihre Fähigkeiten vor einer Rationalisierung zu bewahren, indem sie das Wissen für sich behalten."
[Dies verstärkt das Crowding-Out: Gefälle zwischen Lohn im öffentlichen Sektor und privaten Sektor.]
[Der Abschnitt "Politische Spiele in Organisationen" zeigt verschiedene Quellen von Ineffizienzen in Organisationen und der Gesellschaft insgesamt auf. Diese können heutzutage technologisch gesehen wahrscheinlich gelöst werden. Guter Abschnitt für interessante Geschäftsideen. Die von Henry Mintzberg identifzierten politischen Spiele lauten: -Das Spiel 'Aufruhr' -Das Spiel 'Gegenaufruhr' -Das Spiel 'Sponsoring' -Das Spiel 'Aufbau einer Allianz' -Das Spiel 'Ausbau eines Einflussbereiches' -Das Spiel 'Budgeting' -Das Spiel 'Expertentum' -Das Spiel 'Sich Aufspielen' -Das Spiel 'Linie gegen Stab' -Das Spiel 'Rivalisierende Lager' -Das Spiel 'Strategische Kandidaten' -Das Spiel 'Auffliegen lassen' -Das Spiel 'Jungtürken']
„Heutzutage ist die professionelle [1991] Organisation im öffentlichen Sektor sehr verbreitet, die eine Allianz von Experten und Regierungsvertretern irgendwie aufrechterhalten muss, wobei die eine Gruppe nach oben drängt und die professionelle Autonomie sucht, die andere nach unten, um technokratische Kontrolle auszuüben.“
[Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf diese Kräfte? Und insgesamt auf das Kräfteverhältnis?]
„Bürokratisch oder innovativ zu sein, ist nicht nur eine Organisationsfrage. Es ist ein Way of Life.“
"Ebenso entnervend ist das Symphonieorchester, das die persönliche Leitung des Dirigenten mit dem Können seiner Musiker verbindet. Ist es top-down unternehmerisch, oder bottom-up professionell? Es gibt diversifizierte Organisationen, die mit lockeren formalen Kontrollen ganz wunderbar funktionieren, und innovative, die mit strengen Kontrollen unerwartet florieren."
[Evtl. ist es die Einsicht beider Seiten, dass eine Zusammenarbeit das sinnvollste ist: Zusammenarbeit zwischen top-down unternehmerisch und bottom-up professionell. In bestimmten Zeiten sinnvoll in einer Organisation gewisse Informationen offen zu legen: nach oben und nach unten. Dadurch zur Einsicht der Zusammenarbeit gelangen. Entpolitisiert die Organisation und verhilft zur Einstellung: gemeinsam am Strang ziehen: Führen & führen lassen. Interessant auch: Oft werden viele Ausreden gesucht um sich nicht führen zu lassen. In der Zeit wo man all die Ausreden sucht, könnte man sich einfach sagen: "gut, lass versuchen. Lasse mich führen und sehe was dabei heraus kommt." Dann kann man nachher immer noch sagen: "Es war ein Fehler mich führen zu lassen."
So hat man es einerseits versucht und auf der anderen Seite braucht es keine Ausreden. Man kann auf den Case hinweisen.]
"Die Mitglieder einer Organisation können entgegengesetzte Kräfte leichter in Einklang bringen, wenn sie an die Organisation insgesamt glauben," "Hervorragende Organisationen raufen sich einfach zusammen, wenn es sein muss, weil sie in einem starken Glaubenssystem verwurzelt sind."
[Fliegt ein Ettiketenschwindel auf, so wird er relativ hart bestraft: nicht einmal kritisiert, einfach nur ignoriert (als wär es inexistent) Die Regierung ist evtl. ein sehr junges Konzept (ungefähr 100 Jahre alt: Druck, Zeitungsdruck, Bilddruck, Radio, Fernsehen): zentrale Verbreitung von Informationen über die Führung von Regie (Regierung; Regie führen). Die Regierung wird in anderen Sprachen (andere Kulturen) auch anders definiert (entsprechend auch andere Konzepte/Verständnis). Die Übersetzung von Government auf Regierung ist eigentlich nicht richtig und führt deshalb auch zu Fehlinterpretationen. (govern: to go vers: evtl. eine Kombination aus französisch und englisch; im Vergleich zum deutschen also eher richtungsweisend). Dezentrale Informationsverbreitung: -Gefahren für Regierung? Gefahren für Bevölkerung? -Chancen für Regierung? Chancen für Bevölkerung? -Einfluss auf das "governen"? -Einfluss auf das "regieren"?]
[Allgemeine Gedanken zum Thema Regierungsform und Grundeinkommen: Um der dezentrale Informationsverteilung, der relativ zentralen Produktion, zentralisierende Kräfte usw. gerecht zu werden, kann es sinnvoll sein, falls eine Art Grundeinkommen eingeführt wird: Die Aufteilung des Grundeinkommens in drei Schichten: 1. Schicht des Grundeinkommens wird auf Bundesebene bestimmt (abhängig von gewissen Bedingungen schwankt das Einkommen zwischen einer Unter- und Obergrenze innerhalb der 1. Schicht) 2. Schicht des Grundeinkommens wird auf kantonaler Ebene bestimmt (abhängig von gewissen Bedingungen schwankt das Einkommen zwischen einer Unter- und Obergrenze innerhalb der 2. Schicht) 3. Schicht des Grundeinkommens wird auf Ebene Gemeinde bestimmt (abhängig von gewissen Bedingungen schwankt das Einkommen zwischen einer Unter- und Obergrenze innerhalb der 3. Schicht) Diese Form der Aufsummierung dieser drei Schichten kann die Aufbewahrung eines Gleichgewichts zentralisierender und dezentralisierender Kräfte sicher stellen.]
„In der professionellen Konfiguration ist die Macht so verteilt, dass es für eine unternehmerische Führubng fast unmöglich ist, einen Umschwung zu bewirken. Sogar in den besten Zeiten und mit Hilfe einer starken Ideologie ist es keine einfache Sache, diese Organisationen auf eine zusammenhängende Art zu verändern. Und politische Prozesse machen dies kaum einfacher. Es scheint manchmal, dass eine Organisation von Professionals sich eher durch Konflikte selbst zerstört, als ihre Macht an eine einzelne Führungsperson abzutreten, damit diese einen Umschwung einleitet.“
[Steht dies im Widerspruch zum Beispiel mit dem Orchester?]
„(Warum auch nicht? Die meisten Professionals können sich einfach eine andere Organisation suchen und dort weiterarbeiten, wo sie aufgehört haben. Wenn die Organisation für sie nur ein Gehäuse ist, das sie unterstützt, warum sollten sie sich Sorgen machen, wenn die Organisation stirbt?)“
„ …. dass unsere Gesellschaft, zum Guten und zum Schlechten, eine Gesellschaft von Organisationen ist. Wir schaffen Organisationen, damit sie uns dienen. Aber irgendwie zwingen sie uns auch dazu, ihnen zu dienen.“
[Im weiteren Sinne: Wenn eine Generation die Demokratie aufbaut, dann lebt diese nur weiter wenn auch die darauffolgende Generation die Demokratie in ihren Köpfen aufbaut. Die Demokratie ist nicht in der Luft oder in den Gegenständen, sondern sie lebt in den Köpfen der Menschen. Jede Generation muss sie aufs neue erringen. Wenn eine heranwachsende Generation dies einfach durch Unwissen und Unachtsamkeit vernachlässigt, dann kann sie wieder verloren gehen. Dann kann es auch einfach Zufälle geben wie bei der Überlagerung von Wellen: Überlagerung von Wellen wo Menschen mit Demokratieverständnis: -zu den Auslandsschweizern zählen -gerade auf Weltreise sind -sich eigentlich eher zur Ruhe zurück gezogen haben -zu lange gewartet haben um in Aktien der neuen Technologien zu investieren -nicht in die Politik eingestiegen -keine Militärkarriere gemacht haben -nicht in die Medien eingestiegen -nicht in die Unternehmen eingestiegen -nicht in die Bildungsinstitutionen eingestiegen -usw]
„Dabei kann es sich um eine Self-fulfilling-Prophecy handeln: wenn die Menschen der Meinung sind, dass Regierungseigentum zu Missbrauch, Politisierung und Ineffektivität führt, dann mag es genau dazu kommen. Wenn sie jedoch glauben, dass Verstaatlichung funktionieren muss, dann können Staatsbetriebe die bestene Talente im Land anziehen und damit gut funktionieren.“
[Anders ausgedrückt: Umso glaubwürdiger eine Organisation umso weniger der Lohndruck. Glaubwürdig = tun was man sagt, sagen was man denkt.]
„Aber die Boards von Unternehmungrn mit breit gestreutem Aktienbesitz werden typischerweise von den Managern kontrolliert, nicht den Aktionären.“ „ … wo immer die Macht unter einer Wählerschaft weit gestreut ist, bleiben diejenigen, die die Macht teilen, passiv.“ „Interessanterweise ist deswegen der einzige Ort, wo der freie Markt noch wirklich funktioniert, der Aktienbesitz, und das hat dazu gedient, das Eigentum zu schützen.“ „ … Abwanderung wird dem Widerspruch vorgezogen, von Loyalität gar nicht zu reden.“
[Einer oder wenige Aktionäre = Macht bei Aktionär; Umgekehrt: Verwässerung der Aktien = Macht geht zurück an Management]
„ … dass sich Kontrolle durch jeden oft in Kontrolle durch keinen verwandelt, während die exklusive Kontrolle durch die Eigentümer das Unternehmen noch weiter vom Einfluss derer entfernen würde, die am meisten von ihm beeinflusst werden.“
[Bei Staatsunternehmen den Begriff Eigentümer durch Verwaltung ersetzen. In Zukunft wird der Beruf des freien Journalisten zur Aufrechterhaltung der Grundfreiheiten in unserer Gesellschaft noch wichtiger sein. Kann durch Grundeinkommen gesichert werden. Siehe auch die letzte Abstimmung: Man wusste es braucht eine Änderung, aber die vorgeschlagene (direkter Lohn durch Staat) war auch keine Lösung. Wahrscheinlich deshalb nicht angenommen. Beim Grundeinkommen wird der Beruf vom „Arbeitnehmer“ selber gewählt. Der Arbeiter nimmt die Arbeit (teilt sie sich selber zu). Viele Menschen arbeiten über das Pensionsalter hinaus: leisten dann teilweise bessere, sinnstiftendere und mehr Arbeit als zuvor).]
"Als 'Effizienzkriterium' definiert er [Herbert Simon] 'die Wahl einer Alternative, die aufgrund der eingesetzten Ressourcen die besten Ergebnisse erzielt."
[Effizienz wird auch als "das Richtige tun" zusammengefasst. Im Gegensatz dazu ist effektiv "es richtig tun". Entsprechend müsste die Definition für Effektivität lauten: Das Ergebnis aufgrund der besten Wahl eingesetzter Ressourcen.]
"Ein effizientes Zuhause wärmt die Bewohner mit nur 3'000 Liter Öl in einem kalten kanadischen Winter, aber nicht deren Herzen."
[Parallelwelten: -Puller hört: glücklich ohne Geld -Pusher hört: einfrieren ohne Geld Erstelle eine Wirtschaftsmodell basierend auf folgender Annahme und überlege dir deren Folgen für die Gesellschaft: -Szenario: Nur der selbsterbrachte Mehrwert kann weiter gegeben (vererbt) werden: Wenn also eine Person Geld erbt, dann kann es dieses Geld nicht weiter geben. Nur den damit erzielten Mehrwert (den Return daraus). -Mögliche Folgen: Fitness für Puller? Erleichterter Start für Pusher? Kohärentere Gesellschaft?]
"Diese Sichtweise hat drei Hauptkonsequenzen: 1. Da die Kosten normalerweise einfacher zu messen sind als der Nutzen, beschränkt sich Effizienz allzu oft auf Wirtschaftlichkeit. ... 2. Da betriebswirtschaftliche Kosten normalerweise einfacher zu messen sind als soziale, erzeugt Effizienz oft eine Eskalation der sozialen Kosten, die als 'Externalitäten' behandelt werden. ... 3. Da wirtschaftlicher Nutzen typischerweise leichter zu messen ist als sozialer, treibt Effizienz die Organisation oft in Richtung einer wirtschafltlichen Moral, die auf eine soziale Unmoral hinauslaufen kann."
[Achtung: Umgekehrt werden diese drei Punkte als Vorwand für Bevormundung verwendet. Dann kippt es vom einten Ende zum anderen Ende.]
„Kann ein Topmanager genug Wissen haben, um sich auf unternehmerische Art eine Vision auszudenken, oder kann er mit allen Initiativen umgehen, die von der Basis kommen?“
[Oft sind es die Feedbacks von der Basis welche zentralistische Strategiebildung ermöglicht: Kombination dezentraler Informationen mit zentraler Sicht (Vision)]
[Weitere Literatur: -Alfred D. Chandler: Strategy & Structure; The Visible Hand -Oliver E. Williamson: Markets & Hierarchies; The Economic Institutions of Capitalism -Clifford Geertz: The Interpretation of Culture]
"In meiner eigeen Forschung fand ich heraus, dass ihre Arbeit die Manager zur Oberflächlichkeit zwingt. Ich schlussfolgere daraus, dass effektive Manager diejenigen sind, die es gelernt haben, trotz ihrer Oberflächlichkeit leistungsfähig zu sein. Sie wissen zum Beispiel, dass eine Entscheidung trotz Oberflächlichkeit besser als keine Entscheidung ist, weil damit ihre Organisation zumindest irgendetwas tun kann."
[Im schlimmsten Fall ist es nicht eine richtige Entscheidung, weil es aber eine Entscheidung ist, hat sie Auswirkungen. An den Auswirkungen sieht man, ob es richtig oder falsch war und kann entsprechend eine neue Entscheidung treffen von der man erwarten kann dass sie die Richtige ist. (Da bereits Erfahrung vorhanden.)]
"Deshalb machen Manager dasselbe mit Marktforschungsberichten, statt sich mit normalen Kunden zu unterhalten. ... Die Statistik ersetzt den Menschen aus Fleisch und Blut, und die Manager halten sich für informiert, während die Bürger und Kuden darunter leiden."
"Die Divisionsmanager, die nach unten blicken sollen, um ihre eigenen Geschäfte zu führen, spüren den Blick von oben. Sie sind deshalb darüber beunruhigt, von Zeit zu Zeit nach oben Meldung machen zu müssen. Es gibt nämlich Dinge, die nur oberflächliche kontrolliert werden können, weil jemand zufrieden gestellt werden muss, der nicht hinter die Dinge sehen kann."
[Suche nach Literatur zum Thema Überwindung Vertrauensverlust: Wenn ein Manager für in der Hierachie nach oben weitergeleitete Informationen bestraft wird, so leitet er sowie alle die davon erfahren keine Informationen mehr nach oben weiter. Auch nicht wenn ein neuer Manager kommt und dies ausdrücklich verlangt. Die falsche Person an einer Stelle kann sehr viel Schaden anrichten. Wie wird ein solcher Vertrauensverlust überwunden]