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ZSA ZSA GABOR:
«Sie eher berühmt für die Anzahl ihrer Ehen, als für irgendetwas anderes», schreibt Roger Moore, 86, in seinem Buch «Last Man Standing: Tales From Tinseltown» über die 97-Jährige. Wirklich viel Nettes hat der Schauspieler nicht über Zsa Zsa Gabor zu sagen. Auf Wunsch der Filmproduktionsgesellschaft MGM musste er die Gattin von Frédéric von Anhalt, 71, auf eine Premiere begleiten. Dabei fiel ihm auf: «Sie war ausnehmend schön, aber ihr Hintern war etwas breit.» Er habe seinen Eindruck aber nicht überprüft...
BETTE DAVIS:
1968 lernte der «James Bond»-Darsteller Bette Davis, †81, kennen und fürchten. «Mit ihr sollte man sich nicht anlegen und die Produzenten hatten stets Angst davor, ihr auf die Füsse zu treten.» Die Schauspielerin sei eine wahre Diva gewesen. Zum Beispiel durfte die Crew sie nicht direkt ansprechen. «Das Team bekam die Anweisung, sich am ersten Drehtag zu versammeln und ihr zu applaudieren, als sie das Studio betrat», schreibt Roger Moore. Am Set habe sie sich wie eine Furie verhalten. Laut Moore weigerte sie sich sogar, mit Alvin, dem Regisseur, zu sprechen. Innerhalb einer Woche überredete sie die Produzenten, Alvin zu entlassen und einen neuen Regisseur einzustellen. Auch der Kameramann musste auf Wunsch von Davis die Produktion verlassen. «Miss Davis hat ihn beschuldigt, sie nicht korrekt beleuchtet zu haben. Anschliessend gab sie ihre eigenen spezifischen Anweisungen, wo das Licht platziert werden musste.»
GRACE KELLY:
«Sie war zweifelsohne eine der begehrenswertesten Frauen Hollywoods», so der 86-Jährige über die verstorbene Fürstin Monacos. Überhaupt kann der Schauspieler nichts Schlechtes über Grace Kelly, †52, sagen. Die beiden waren jahrelang befreundet - mittlerweile zählt er Kellys Sohn Fürst Albert, 56, zu seinen engsten Bekannten. «Grace war überhaupt nicht so spiessig, wie der royale Status ihr vorgegeben hätte. Sie hatte einen spitzbübischen Humor, ein unanständiges Funkeln in den Augen und eine grosse Vorliebe für Limericks - besonders anzügliche.» Sie sei ein kostbares Geschenk für Monaco gewesen, wenn auch nur für kurze Zeit, schreibt der Hollywood-Veteran «über seine Freundin.
AVA GARDNER:
Als er die Schauspielerin 1950 kennenlernte, gehörte sie bereits zu den grössten Stars in der Traumfabrik. «Ava, die eine sehr lustige Lady war, war für ihre sexuellen Eroberungen und Ehemänner womöglich genau so bekannt, wie für ihre Filme.» Dreimal war Ava Gardner, †67, verheiratet - von 1942 bis 1943 mit dem im April verstorbenen Mickey Rooney, †93, von 1945 bis 1946 mit Artie Shaw, †94, und von 1951 bis 1957 mit Sänger Frank Sinatra, †82. Treu sein, konnte die Schauspielerin aber nie, wie Roger Moore weiss. «Während der Dreharbeiten in Europa hatte sie immer andere, jüngere Liebhaber, wenn Frank in Hollywood arbeiten musste.»
LANA TURNER:
Von ihr konnte Roger Moore noch einiges lernen - besonders wenns um den Austausch von Zärtlichkeiten ging. «Am Set von ‹Diane› brachte sie mir das Küssen bei. Ich dachte eigentlich, meine Technik sei ziemlich gut - immerhin war ich schon zweimal verheiratet und musste bisher nicht viele Beschwerden einstecken - aber Lana brachte mir die neue Technik ‹Passion ohne Pression› bei.» Die Schauspielerin hatte aber auch eine fiese Seite, besonders den Produzenten gegenüber, wie der Schauspieler beschreibt. Als Begründung gab sie im Gespräch mit Roger Moore an: «Liebling, als ich zum ersten Mal auf diesen Posten kam, haben mich alle Produzenten gefickt. Also ficke ich nun sie.» Und wie es damals gang und gäbe war, hatte auch Lana Turner, †74, neben unzähligen Ehemännern, mehrere Liebhaber. Insgesamt sieben Mal schritt sie vor den Traualtar - unter anderem mit Artie Shaw, der auch mit Ava Gardner verheiratet war.
Das Buch «Last Man Standing: Tales from Tinseltown» erscheint am Donnerstag, 4. September 2014.