Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/192512

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in der kommenden Botschaft für die internationale Zusammenarbeit 2021-2024 zu analysieren und darzulegen, wie evidenzbasierte Ansätze und Wirksamkeitsstudien systematisch zur strategischen Planung und Priorisierung von Projekten sowie zur internen Aus- und Weiterbildung genutzt werden können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat geht mit dem Postulanten einig, dass sich die internationale Zusammenarbeit der Schweiz (IZA) vermehrt auf die Resultate wissenschaftlicher Studien abstützen soll. Dies ist sowohl für die Projektplanung als auch für das Lernen aus Misserfolgen und Erreichen von Zielen nützlich. Daher will er evidenzbasierte Ansätze in der Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit 2021-2024 fördern.</p><p>Der Bundesrat erachtet ein solides Monitoring von IZA-Projekten, ergänzt durch unabhängige Evaluationen und wissenschaftliche Studien zu deren Wirkung, als geeignete Grundlage für strategische Entscheide. Mit spezifischen wissenschaftlichen Studien zur Wirksamkeit eines Projektes will man prüfen, ob das gewünschte Ziel mit grosser Wahrscheinlichkeit der getesteten Intervention oder aber anderen Faktoren zuzuordnen ist. Ebenfalls geht es um die Analyse der Kausalitätsbeziehung zwischen der IZA-Intervention und dem gemessenen Resultat. Solche Studien gehen beispielsweise der Frage nach, ob verbesserte Berufsaussichten für Jugendliche auf die Schweizer Unterstützung von "Schulen der zweiten Chance" zurückzuführen sind. Sie sind auch hilfreich, um die Kostenwirksamkeit verschiedener Entwicklungsmassnahmen zu vergleichen. Sie erfordern jedoch eine wissenschaftliche Begleitung des Projektes über die gesamte Projektdauer, was die Projektkosten erhöht. Eigene wissenschaftliche Untersuchungen sind vor allem dann sinnvoll, wenn ähnliche Ausgangslagen nicht bereits anderweitig wissenschaftlich aufgearbeitet wurden. Der Bundesrat sieht im wissenschaftlichen Ansatz zur Wirkungsmessung ein unentbehrliches Instrument, das bei einer positiven Kosten-Nutzen-Abschätzung gezielt eingesetzt wird, um sowohl die Qualität wie auch die Effizienz der IZA-Interventionen beurteilen zu können und daraus die besten Strategien abzuleiten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.