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Um zu verhindern, dass Demonstranten zum Flughafen gelangen, sperrte der Betreiber des Airport Express am Sonntag mehrere Haltestellen. Auch die Busverbindungen wurden eingeschränkt. In Online-Foren der Demokratiebewegung war für Sonntag zu einem "Stresstest" aufgerufen worden - eine Codewort für Störungen des Zubringerverkehrs und die Besetzung von Gebäuden.
Der Flughafen von Hongkong - auf Platz acht der international am stärksten genutzten Airports - war schon mehrfach Schauplatz von Protesten der Demokratiebewegung. Ende August war der Flugbetrieb zwei Tage lang stark beeinträchtigt worden, nachdem Demonstranten die Ankunfts- und die Abflughalle besetzt hatten und Passagiere zurückgehalten hatten.
Am 1. September hatten Demonstranten Strassen und Bahnverbindungen zum Flughafen blockiert. Reisende mussten Autos und Züge verlassen und ihr Gepäck kilometerweit schleppen. In den vergangenen Wochen vereitelte die Polizei jedoch weitere Pläne zur Störung des Flughafenbetriebs.
Die seit mehr als drei Monaten andauernden Proteste in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong hatten sich anfangs gegen ein geplantes Gesetz gerichtet, das Überstellungen von Verdächtigen an Festland-China vorsah. Unter dem Druck der Demonstranten zog die Hongkonger Regierung das Gesetz komplett zurück.
Mittlerweile richten sich die Proteste aber generell gegen die pekingtreue Führung in Hongkong und die Beschneidung der Bürgerrechte. Die Demonstranten fordern den Rücktritt der Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam, eine unabhängige Untersuchung der Polizeigewalt, eine Amnestie für die Festgenommenen sowie freie Wahlen. Zuletzt kam es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Demonstranten.
(AWP)