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Mali-P wrote:
:? was meint ihr über diesen Titel, hat ja fast 50% eingebüsst, theoretisch sollte er wieder auf Touren kommen :idea:
Die Frage ist, wann ist die Talfahrt gestoppt. Ich hätte den Mut nicht wirklich, weil man nicht genau weiss, wo Endstation ist.
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ich mag dich engel
Ich würde jetzt einsteigen, doch kann mich nicht wirklich entscheiden, zwischen Gottex und VW....zudem muss ich noch warten bis die Ascom Aktie bei 12.55.- ist, damit ich die verkaufen kann, möchte unbedingt mit denen 350.- Gewinn erzielen
equity holder :"Meine Empfehlung fürs daytraden":http://www.youtube.com/watch?v=G1RYH9bJkps&feature=relatedPowerDau:"Ouw shit, das giit Ohrächräbs!Mach das niemeh"
Der Kommentar von Ramschpapierhaendler wurde ignoriert. Um die Kommentare von Ramschpapierhaendler wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
ich mag dich engel Ich würde jetzt einsteigen, doch kann mich nicht wirklich entscheiden, zwischen Gottex und VW....zudem muss ich noch warten bis die Ascom Aktie bei 12.55.- ist, damit ich die verkaufen kann, möchte unbedingt mit denen 350.- Gewinn erzielen
Es wäre gut für dich, wenn du lernen würdest, immer auf die Aktie zu gehen, die deiner Ansicht im Moment die beste ist. Weshalb klammerst du dich an die 350.-? Würdest du jetzt umsteigen, wenn du 350.- bereits erreicht hättest? - Falls ja, solltest du sofort umsteigen.
Versteh mich nicht falsch: ich möchte dich nicht "belehrmeistern" aber dir die Gelegenheit geben, aus meinen Fehlern zu lernen.
Der Kommentar von faith wurde ignoriert. Um die Kommentare von faith wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
ich denke, dass die Talfahrt mit dem heutigen 15.9.2009 gestoppt ist.
Die IAA-Show heute war "net übel" und Winterkorn will "weiter ordentlich Tempo" machen. Morgen Mittwoch wird auf jeden Fall GRÜÜÜÜÜN.
Der Kommentar von Peter_Plus wurde ignoriert. Um die Kommentare von Peter_Plus wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Habt ihr schon gemerkt, dass es heute eine gute Gelegenheit bei den VW Vorzügen gibt. Katar wirft größere Mengen auf den Markt. Hier die Meldung:
Händlern zufolge werden derzeit 25 Millionen Vorzüge aus dem Bestand des Staatsfonds des Emirats Katar von Goldman Sachs und Credit Suisse am Markt platziert. Ein Händler sagte: 'Das sind fast 24 Prozent der Vorzüge und damit ein riesiger Batzen.' Die Bücher seien offen und sollen bis zum Mittag wieder geschlossen werden. Eine erste Indikation für den Platzierungspreis liege bei 60 bis 65 Euro. Katar hatte Mitte August einem Bericht des 'Manager Magazins' zufolge von Porsche Optionen auf 50 Prozent der stimmrechtslosen VW-Vorzugsaktien gekauft. Das Magazin berichtete unter Berufung auf Informationen aus Porsche-Kreisen, dass 63 Euro je Vorzugsaktie bezahlt wurden.
Die Analysten von Merrill Lynch zeigten sich in einer Reaktion 'besorgt wegen dieser jüngsten Ankündigung'. Die Minderheitsaktionäre von VW würden nun zur Finanzierung der Porsche-Rettung herangezogen und hieraus resultiert erhöhte Unsicherheit für die Vorzugsaktionäre der Wolfsburger. Die einzige gute Nachricht sei, dass sich der Streubesitz der Vorzüge schlagartig auf 75 Prozent von rund 50 Prozent erhöhe und sich damit die Chance auf einen Dax-Aufstieg erhöht. Dort sind derzeit die VW-Stämme notiert, die demnächst wohl aus dem Leitindex fallen werden, und zwar dann, wenn Katar die größte Tranche seiner VW-Optionen einlösen wird. Das soll am 18. Dezember geschehen.
Nach Ansicht der Merril-Lynch-Analysten bietet VW fundamental und strukturell die besten Aussichten im europäischen Autosektor. Analyst Harald Hendrikse bewertet VW-Vorzüge mit 'Buy' und dem Ziel 100 Euro./fat/ck
Der Kommentar von Endspurt wurde ignoriert. Um die Kommentare von Endspurt wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Was ist aktuell mit VW los? Aktie fällt innert Minuten um gegen 6 Prozent?
Freitag abend (18.12.) wurde bekannt gegeben, dass die VW-Vorzüge in den DAX kommen und dafür die VW-Stämme rausfliegen. Inzwischen sind sie ja auch fast gleich teuer. Ich denke, das Meiste ist passiert und VW wird - wie andere Autoaktien auch - volatil bleiben. Also auf extreme Tage warten.
Der Kommentar von waspch wurde ignoriert. Um die Kommentare von waspch wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
VW könnte jetzt eine gute Einstiegs-chance sein.
Die Nachfrage dürfte sich nun etwas erhöhen.
5G Sucks !
Der Kommentar von cashsaver. wurde ignoriert. Um die Kommentare von cashsaver. wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
dieser titel geht ab und wird noch schön weiter abgehen.
die zahlen, welche vw präsetiert haben sind bombe und die aussichten fast schon fantastisch.
hier noch einige andere user dabei?
greetz
"De schneller esch de gschwender!!!"
Der Kommentar von devils90 wurde ignoriert. Um die Kommentare von devils90 wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
ich NOCH nicht,möchte einsteigen, aber hoffe es kommt schnell mal eine kleine konsolidierung und dann einsteigen...
Der Kommentar von puebo wurde ignoriert. Um die Kommentare von puebo wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
jap bin bei €99 (Anfangs Dezember) eingestiegen und warte darauf, dass die €120 fällt...
hat jemand den Auftragsbuch?
Der Kommentar von Zyndicate wurde ignoriert. Um die Kommentare von Zyndicate wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
WOLFSBURG (awp international) - Volkswagen hat einen neuen Jahresrekord beim weltweiten Absatz eingefahren. Von Januar bis November verkauften die neun Konzernmarken insgesamt 7,51 Millionen Autos - ein Plus von 13,9 Prozent im Vergleich zu den ersten elf Monaten 2010. Damit haben die Wolfsburger bereits vor Jahresfrist eine weitere Bestmarke erreicht.
Im Geschäftsjahr 2010 hatte der grösste europäische Autobauer mit knapp 7,3 Millionen Fahrzeugen die bisherige Bestmarke gesetzt. Bis Ende Dezember dieses Jahres sollen es erstmals acht Millionen sein. "Wir sind auf einem sehr guten Weg. Das Ziel ist in greifbarer Nähe", sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler am Freitag in Wolfsburg. Spätestens 2018 will der VW-Konzern 10 Millionen Autos verkaufen./jap/DP/stb
Quelle: www.nzz.ch
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Volkswagen (VW) verkauft im April in den USA deutlich weniger Autos
01.05.2013 15:43
HERNDON (awp international) - Volkswagen (VW) hat im April auf dem US-Markt deutlich weniger Autos losgeschlagen als im Vorjahr. Der Absatz sei im Vergleich zum April 2013 um 10,3 Prozent auf 33.644 Fahrzeuge gesunken, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Dabei sackten die Verkäufe der Golf-Familie um fast ein Drittel ab. Der Absatz von Jetta-Modellen fiel um 16,5 Prozent./
AWP
Volkswagen ruft weltweit gut 2,6 Millionen Autos in die Werkstatt (AF)
14.11.2013 11:10
WOLFSBURG (awp international) - Europas grösster Autobauer Volkswagen sieht sich mit einem der grössten Rückrufe in der Konzerngeschichte konfrontiert. Weltweit gibt es Qualitätsprobleme bei gut 2,6 Millionen Fahrzeugen. Es gehe zum einen um 800.000 Tiguan-Modelle, die wegen Reparaturen am Licht zurück in die Werkstätten müssten, teilte VW am Donnerstag mit. Darüber hinaus meldete VW, freiwillig einen Ölwechsel für weltweit alle Fahrzeuge mit 7-Gang Doppelkupplungsgetrieben anzubieten, die mit synthetischem Öl befüllt sind. Ein Sprecher sagte, es gehe um 1,6 Millionen Autos über fünf Konzernmarken hinweg.
Zudem berichtete die VW-Nutzfahrzeugtochter, 239.000 Amaroks wegen Undichtigkeiten an Kraftstoffleitungen zurückzurufen. Details waren zunächst unklar. Bei der kompakten Geländelimousine Tiguan sind die Fahrzeuge mit Baudaten von Anfang 2008 bis Mitte 2011 betroffen. Allein in Deutschland gehe es um knapp 150.000 Wagen. Auslöser ist eine mangelhafte Sicherung, die zum teilweisen Ausfall des Lichts führen kann. Volkswagen betonte, dass kein Komplettausfall drohe.
GETRIEBE-PROBLEME SORGTEN BEREITS FÜR MILLIONEN-RÜCKSTELLUNG
Beim DSG schlägt sich Volkswagen seit geraumer Zeit mit Problemen herum. In China gab es schon DSG-Rückrufe, die die Bilanz des Autobauers mit millionenschweren Rückstellungen belasteten.
Beim Offroder Amarok sind in Deutschland 12.359 Wagen betroffen. Der Rückruf gelte für alle bis Juni dieses Jahres gebauten Amaroks. Welche Risiken mit den mangelhaften Spritleitungen schlimmstenfalls drohten und ob eine Brandgefahr dazuzähle, blieb zunächst unklar./loh/DP/mmb
VW will binnen fünf Jahren 84,2 Milliarden Euro investieren
22.11.2013 13:50
WOLFSBURG (awp international) - Europas grösster Autobauer Volkswagen will auf seinem Weg an die Weltspitze bis zum Jahr 2018 gut 84 Milliarden Euro in moderne Standorte und Technologien stecken. Inklusive China, wo VW mit Partnern unterwegs ist und das Geld gemeinsam ausgibt, steigt die Gesamtsumme sogar auf gut 102 Milliarden Euro an. Damit ergibt sich pro Jahr ein Teilbetrag von rund 20 Milliarden Euro. Diese Planungen billigte der VW-Aufsichtsrat am Freitag in Wolfsburg bei seiner jährlichen Etatberatung, wie VW berichtete. VW-Chef Martin Winterkorn sagte laut Mitteilung: "Ich bin überzeugt: Dies wird uns die nötige Schubkraft auf dem Weg an die Spitze geben." Die Wolfsburger wollen bis 2018 weltgrösster Autobauer werden, derzeit ist dies Toyota .
Ende 2012 hatte VW bekanntgegeben, binnen drei Jahren (2013 bis 2015) 50,2 Milliarden Euro Investitionen in den Autobereich zu stecken. Ein Vergleich mit der neuen Summe der 84,2 Milliarden Euro ist schwierig. Aber rechnerisch auf Basis des alten Dreijahresplans hätte sich bei konstantem Tempo für die fünf Jahre ein Betrag von 83,7 Milliarden Euro ergeben - VW liegt nun also leicht darüber.
Im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung hatte der Konzern Disziplin bei den Kosten angemahnt und auf die anhaltende Absatzkrise in Europa verwiesen. Dem trägt die neue Etatplanung nun auch Rechnung: Die sogenannten Sachinvestitionen etwa in Anlagen und Gebäude liegen mit 63,4 Milliarden Euro im Jahresdurchschnitt rund eine halbe Milliarde Euro unter der im Vorjahr verabschiedeten Dreijahresplanung.
Zur Erklärung sagte Winterkorn: "In Zeiten wie diesen bleibt unsere konsequente Kosten- und Investitionsdisziplin ein Grundpfeiler unseres Handelns." Der leicht sinkende Betrag hänge unter anderem damit zusammen, dass Bauprojekte wenn möglich verschoben werden./loh/DP/fbr
So will VW in den USA Fahrt aufnehmen
Volkswagen will mit milliardenschweren Investitionen und einem neuen Geländewagen mit sieben Sitzen den Umsatz in den USA ankurbeln.
Laut Konzernchef Martin Winterkorn will das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren sieben Milliarden Dollar investieren.
Die Geldmittel sind Teil eines bereits angekündigten mehrjährigen Investitionsprogramms. Dieses soll VW helfen, sein Ziel zu erreichen: Bis 2018 sollen eine Million Fahrzeuge der Marken VW und Audi in Nordamerika verkauft werden.
Zu VW zählen ausserdem die Marken Porsche, Bugatti, Lamborghini, Skoda und Seat. 2013 setzte der VW-Konzern 600'000 Fahrzeuge in Nordamerika ab.
Volkswagen muss in den USA das Steuer herumreissen. Nach anfänglichen Erfolgen beim eigens für die dortige Kundschaft entwickelten US-Passat sinken die Verkaufszahlen inzwischen seit einem Jahr.
Die Platzhirsche von GM bis Toyota haben auf den selbstbewussten Emporkömmling aus Deutschland reagiert, der in den USA zum Angriff geblasen hat, um sich in den nächsten Jahren an die Weltmarktspitze zu setzen. Sie bieten ihre Fahrzeuge inzwischen zu günstigeren Preisen und mit besserer Ausstattung an als Volkswagen.
Am schmerzlichsten aber rächt sich, dass die Konzernleitung nach Meinung von Experten zu lange gezögert hat, ein weiteres Fahrzeug an den Start zu bringen. Wegen der niedrigen Benzinpreise sind in den USA vor allem leistungsstarke Geländewagen und Pick-ups gefragt - und die hat Volkswagen nicht im Angebot.
Derweil berichtet der Volkswagen-Konzern von einer Absatzsteigerung in China im vergangenen Jahr von 16,2 Prozent. Mit 3,27 Millionen ausgelieferten Autos sei erstmals die Drei-Millionen-Marke überschritten worden.
Allein die Kernmarke Volkswagen erlebte auf dem grössten Automarkt der Welt in China einen Zuwachs um 16,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 2,51 Millionen Autos. Audi konnte sogar um 21,2 Prozent auf 492'000 Autos zulegen und seinen Vorsprung als Marktführer im Premiumbereich ausbauen. Porsche verkaufte in China 37'400 Fahrzeuge.
Allerdings musste die Tochter Skoda in China einen Einbruch hinnehmen. Die 2013 ausgelieferten fast 227'000 Autos lagen unter dem Absatz im Vorjahr von 235'700, als noch ein Plus von 7,1 Prozent verzeichnet worden war.
Volkswagen sammelt zwei Milliarden Euro für Scania-Übernahme ein
04.06.2014 09:24
WOLFSBURG (awp international) - Mit der Ausgabe neuer Aktien hat Volkswagen wie geplant zwei Milliarden Euro eingesammelt. Mit dem Geld finanziert VW die Komplettübernahme seiner schwedischen Lkw-Tochter Scania . Europas grösster Autobauer habe knapp 10,5 Millionen Vorzugsaktien zum Stückpreis von 191 Euro losgeschlagen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Ein Konsortium aus vier internationalen Grossbanken, darunter die Deutsche Bank, habe alle Anteilsscheine bei institutionellen Anlegern platziert. Konsequenz an der Börse: Kurz nach Handelsbeginn lagen Papiere von Volkswagen 1,15 Prozent im Minus.
VW hatte Mitte Mai die Kontrolle über die notwendige Mehrheit von 90 Prozent aller Scania-Aktien überschritten und kann den Lkw-Bauer damit von der Börse nehmen. Für die Komplettübernahme der schwedischen Tochter hatte der Konzern Ende Februar rund 6,7 Milliarden Euro veranschlagt und schon damals die Ausgabe neuer Aktien im Wert von zwei Milliarden Euro in Aussicht gestellt, um das Geschäft zu stemmen./mmb/rum/fbr
Volkswagen (VW) knackt Marke von drei Millionen Autos zur Jahresmitte
08.07.2014 09:42
WOLFSBURG (awp international) - Volkswagen hat zur Jahreshälfte erstmals mehr als drei Millionen Neuwagen seiner Kernmarke VW Pkw an den Kunden gebracht. Für die ersten sechs Monate verzeichnete der Konzern ein Plus von knapp vier Prozent. Im Juni legte die Marke rund um den VW Golf aber nur um ein Prozent auf knapp 515 000 Neuwagen zu, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Allerdings hatte der Monat auch weniger Verkaufstage als 2013.
Beim Blick auf die verschiedenen Regionen zeigt sich für die Wolfsburger ein altbekanntes Bild: Während sich die Verkaufszahlen in Europa stabilisieren und China als mit Abstand grösster Markt das Wachstum befeuert, sieht es jenseits des Atlantiks düster aus. In den USA setzte Volkswagens Kernmarke nach sechs Monaten 13 Prozent weniger Neuwagen ab als vor einem Jahr, in Südamerika liegt das Minus sogar bei 21 Prozent. Und grosse Änderungen erwartet Vertriebschef Christian Klinger nicht: "Auch im zweiten Halbjahr wird die Lage auf den weltweiten Märkten herausfordernd bleiben und uns viel abverlangen."/mmb/stb
Volkswagen ist auf Rekordkurs
Europas grösster Autobauer Volkswagen hat seinen Absatz in China im ersten Halbjahr deutlich steigern können.
Insgesamt beträgt das Umsatzplus 17,5 Prozent. "Wir schauen auf ein weiteres Rekordjahr", sagte VW-China-Vorstand Jochem Heizmann laut Mitteilung vom Freitag. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres lieferte Volkswagen mit seinen chinesischen Partnern demnach mehr als 1,8 Millionen Fahrzeuge an Kunden in China aus. China ist für den Konzern insgesamt der wichtigste Absatzmarkt. Er macht rund jedes dritte verkaufte Fahrzeug aus.
Die VW-Tochter Audi steigerte laut Mitteilung in den vergangenen sechs Monaten ihren Absatz in China im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,8 Prozent auf rund 269 000 Fahrzeuge.
Volkswagen treibt sein Wachstum in China mit grossen Schritten voran. Vergangene Woche hatten die Wolfsburger beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt, Fabriken an der Ostküste in den Städten Qingdao in der Provinz Shandong und in Tianjin zu bauen. Die Wolfsburger und ihr chinesischer Partner FAW stecken gemeinsam zwei Milliarden Euro in die neuen Werke.
Grösste Autobauer: Toyota nur noch hauchdünn vor Volkswagen
30.07.2014 11:57
FRANKFURT (awp international) - So eng war es wohl noch nie: Nur noch rund 30 000 Fahrzeuge trennen die beiden weltgrössten Autobauer Toyota und Volkswagen voneinander. Beide Hersteller haben zur Jahresmitte die Marke von fünf Millionen Fahrzeugen geknackt - Toyota liegt mit 5,097 Millionen Stück hauchdünn in Front, wie die Japaner am Mittwoch mitteilten. Volkswagen war ohne die Nutzfahrzeug-Töchter MAN und Scania auf 4,97 Millionen Neuwagen gekommen - inklusive Lastwagen und Bussen liegen die Wolfsburger nun bei 5,066 Millionen Fahrzeugen. Die US-amerikanische Opel-Mutter General Motors rangiert mit 4,92 Millionen Autos auf Rang drei.
Die beiden Branchenführer haben sich die magische Marke von zehn Millionen verkauften Autos als Ziel für 2014 gesetzt. So viele Neuwagen hat bislang noch kein Hersteller in einem Kalenderjahr auf die Strasse gebracht. Umstritten ist allerdings, was die schiere Masse und der inoffizielle Titel des weltgrössten Autobauers wert sind. VW-Chef Martin Winterkorn nannte das Ziel der Marktführerschaft im März "sehr wichtig" für den Konzern. Es sei "ein ganz wesentlicher Motivationsfaktor" für die Belegschaft.
Das klang bei Toyotas Europa-Chef Didier Leroy im Frühjahr anders. Man werde "keine verrückten Dinge machen", um die Position als Nummer eins beim Volumen zu verteidigen. Wenn Toyota nicht in der Lage sei, nachhaltig zu wachsen, dann werde man eher auf zusätzliches Wachstum verzichten. Entscheidender ist für die Industrieriesen schliesslich, dass sie mit dem Autobau ordentlich Geld verdienen - das weiss auch Volkswagen ganz genau. Allerdings ist Toyota den Wolfsburgern in diesem Punkt derzeit voraus.
Während Winterkorn bei der Bilanzvorlage für das zweite Quartal am Donnerstag ein rund fünf Milliarden Euro schweres Sparprogramm offiziell verkünden könnte, fragten Analysten bei Toyota zuletzt, was die Japaner mit ihrem vielen Geld anstellen sollen. Nicht zuletzt durch den schwächeren Yen hatte der Konzern Rekordgewinne eingefahren und damit eine Umsatzrendite erzielt, die in Deutschland derzeit nur Oberklassehersteller erreichen. VW hat für das Jahr 2018 ähnlich ehrgeizige Ziele - als grösster und gleichzeitig rentabelster Hersteller wäre der Titel als Branchenprimus mit Sicherheit eine ganze Menge mehr wert./mmb/jha/stb
Volkswagen schlägt die Gewinnerwartungen
Der deutsche Autobauer Volkswagen hat für das zweite Quartal einen geringeren Gewinnrückgang berichtet, als am Markt erwartet worden war.
Zurückzuführen war dies nicht zuletzt auf die gute Entwicklung der Tochter Audi, durch die ein Teil der geringeren Einnahmen bei der Marke VW ausgeglichen werden konnte. Der Aktienkurs legte nach Zahlenvorlage bis zu zwei Prozent zu.
Der Gewinn vor Steuern und Zinsen fiel in den drei Monaten bis Ende Juni um 3,1 Prozent auf 3,33 Milliarden Euro zurück, verglichen mit 3,44 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Dreizehn von Bloomberg befragte Analysten hatten im Schnitt mit 3,31 Milliarden Euro gerechnet. Der Umsatz ging um 2,2 Prozent auf 51 Milliarden Euro zurück.
"Angesichts des weiterhin hohen Wettbewerbsdrucks, der angespannten Situation in einigen Schwellenländern sowie des fundamentalen technologischen und wirtschaftlichen Umbruchs in unserer Branche arbeiten wir intensiv daran, jetzt alle Voraussetzungen für den Erfolg von morgen zu schaffen", erklärte Konzernchef Martin Winterkorn in der Mitteilung.
Gewinnmargen im Fokus
Nachdem VW jahrelang auf steigende Verkaufszahlen gesetzt hat, um Toyota Motor hinter sich zu lassen und weltgrösster Autokonzern zu werden, verlagert sich der Fokus nun auf die Gewinnmargen. Bei der Marke VW soll durch Kostensenkungen und Produktivitätssteigerungen bis 2017 ein positiver Effekt von 5 Milliarden Euro erzielt werden.
Bei der Marke VW ist der Betriebsgewinn im zweiten Quartal um 37 Prozent auf 572 Millionen Euro eingebrochen. Belastend wirkten sich Ausgaben für eine Neuversion des Passat für den europäischen Markt aus. In den USA sollen 900 Millionen Dollar in den Bau eines neuen SUVs mit sieben Sitzen investiert werden. Der Geschäftsbereich kommt auf eine Marge von 2,3 Prozent, verglichen mit einem mittelfristigen Ziel von sechs Prozent. Bei Audi kletterte der Betriebsgewinn im zweiten Quartal um 1,5 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro.
Aktie legt zu
"Das Ergebnis deutet auf eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit gegenüber dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld hin", erklärte Analyst Roman Mathyssek von der Beratungsfirma Strategy Engineers GmbH in München.
Der Aktienkurs von VW drehte nach einem schwachen Start ins Plus. Die Vorzugsaktien verteuerten sich bis auf 179,20 Euro und notierten zuletzt bei 177,60 Euro 1,1 Prozent höher. Damit haben sie seit Jahresbeginn rund 13 Prozent eingebüsst.
VW ruft fast 170'000 Wagen in Nordamerika zurück
10.08.2014 13:50
Herndon (awp/sda/dpa) - Wegen Problemen mit Benzinpumpen und Zündschlössern ruft Volkswagen in Nordamerika in grösserem Stil Fahrzeuge in die Werkstätten. Betroffen sind etwa 151'389 Tiguan der Modelljahre 2009 bis 2014, wie das Unternehmen am Samstag erklärte.
Kurz zuvor hatte VW bereits mitgeteilt, die Rückrufe bei Routan-Minivans um 18'500 Wagen auszuweiten. Beim Tiguan können Mängel an den Benzinpumpen den Motor direkt nach dem Start abwürgen, was laut VW potenzielle Crash-Gefahr birgt.
Bei den Minivans droht sogar Kontrollverlust in voller Fahrt: Fehlerhafte Zündschlüssel können bei holprigen Wegen in die Aus-Position zurückspringen. Konkurrent General Motors kämpft wegen ähnlicher Defekte mit einer der grössten Rückrufaktionen der Automobilgeschichte.
Die Probleme beim Routan gibt es aber schon seit Jahren. Sie stammen aus einer früheren VW-Partnerschaft mit dem US-Autobauer Chrysler, der die Fahrzeuge geliefert hatte. Bereits 2011 hatte VW begonnen, die nur in Nordamerika verkauften Minivans zurückzurufen. Mittlerweile sind über 30'000 betroffen. Bislang seien aber keine Unfälle bekannt, betonte VW.
Aufgrund von Scheinwerfer-Problemen hatte VW im März auch schon seinen US-Passat in die Werkstätten beordert. Die Lampen des Abblendlichts können den Kontakt verlieren, wenn die Motorhaube zu fest zugeschlagen wird. Der Konzern rief deshalb in den USA und Kanada mehr als 160'000 Fahrzeuge der Modelljahre 2012 und 2013 zurück.
Volkswagen (VW) steigert Quartalsgewinn kräftig dank China - Aktie steigt
30.10.2014 09:21
WOLFSBURG (awp international) - Europas grösster Autobauer Volkswagen (VW) hat ein starkes Sommerquartal eingefahren. Der Konzerngewinn stieg unter dem Strich zwischen Juli und Ende September auf 2,93 Milliarden Euro, wie die Wolfsburger am Donnerstag mitteilten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich VW damit um 58 Prozent verbessert und die Erwartungen von Analysten übertroffen. Zur Begründung verwies Volkswagen auf das hohe Tempo der Geschäfte in China.
Ungebrochen ist dagegen die Renditeschwäche der Pkw-Kernmarke: Mit 1,7 Milliarden Euro Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus den ersten neun Monaten hinkt der Wert dem Vorjahresniveau weiterhin um rund 400 Millionen Euro hinterher. Im Sommer hatte Konzernchef Martin Winterkorn einen strammen Sparkurs für die Kernmarke VW Pkw angekündigt. Auch andere Marken sollen ihre Kosten trimmen. Die Aktie legte zum Handelsstart um über vier Prozent zu und stand an der Dax-Spitze./mmb/loh/fbr
(AWP)
Volkswagen verliert in China weiter an Schwung
11.11.2014 11:55
WOLFSBURG (awp international) - Volkswagens Kernmarke VW Pkw hat im Oktober in China weiter an Schwung verloren. Nach Berechnungen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX auf Basis der am Dienstag veröffentlichten Daten gab es nur ein kleines Plus bei den Verkaufszahlen. In den ersten neun Monaten waren die Auslieferungen dort noch um über 15 Prozent geklettert - allerdings hatte sich das Wachstum schon im September kräftig verlangsamt. China steht in diesem Jahr für 45 Prozent der Auslieferungen bei der VW-Kernmarke. Ein Sprecher sagte, es habe im Oktober ein Wachstum gegeben. Genaue Zahlen nannte er nicht.
Das Mini-Wachstum in China schlägt auch auf die weltweiten Verkaufszahlen durch. Im Oktober gingen die Auslieferungen um 0,4 Prozent auf rund 517 400 Autos zurück. Für die ersten zehn Monate verbuchte VW 2,6 Prozent Zuwachs und kam damit erstmals schon Ende Oktober auf mehr als fünf Millionen Neuwagen. "Wir liegen damit auf Kurs, erstmals mehr als sechs Millionen Fahrzeuge zu verkaufen", sagte Vertriebschef Christian Klingler. Während die Auslieferungen in den USA, Brasilien und Russland im Jahresvergleich absackten, erholten sich die Verkaufszahlen vor allem in Westeuropa wieder kräftig./mmb/stb
Volkswagen baut neue Fabrik in Polen
13.11.2014 13:08
WRZESNIA (awp international) - Mit der Grundsteinlegung für eine neue Fabrik im westpolnischen Wrzesnia hat Volkswagen am Donnerstag Weichen für die Herstellung leichter Nutzfahrzeuge gestellt. Von Mitte 2016 an sollen in dem Werk in der Nähe von Posen jährlich rund 85 000 Fahrzeuge vom Typ Crafter vom Band gehen. Nach Posen wird Wrzesnia der zweite Standort des Wolfsburger Konzerns in Polen. Nach Angaben des Unternehmens werden mindestens 2300 neue Arbeitsplätze entstehen.
Bei der Grundsteinlegung bezeichnete Polens Wirtschaftsminister Janusz Piechocinski die westpolnische Region als eines der sich am schnellsten entwickelnden Gebiete Polens. Der Fabrikneubau werde auch neue Chancen für polnische Zulieferer schaffen. Der Anteil der polnischen Zulieferer für das Posener Werk liege bei 40 Prozent betrage./czy/DP/fbr
VW-Vorstand: Chinas Automarkt wächst in den nächsten Jahren langsamer
14.11.2014 07:45
(Ausführliche Fassung)
PEKING (awp international) - Der weltgrösste Automarkt China wird sich nach Einschätzung von Volkswagen -Vorstand Jochem Heizmann schon 2015 spürbar abkühlen. "Auch dort wird es zu einer Normalisierung kommen. Wenn wir die nächsten fünf Jahre sehen, dann gehen wir davon aus, dass das einstellige Wachstumsraten sein werden, nicht mehr zweistellige", sagte der für China zuständige Konzernlenker der Nachrichtenagentur dpa und dem NDR in Peking. Dennoch werde das Land weiterhin "auf deutlich höherem Niveau sein, als sonst irgendwo grössere Automobilmärkte auf der Welt". Heizmann hatte in Peking Niedersachsens Regierungschef und VW-Aufsichtarat Stephan Weil (SPD) getroffen. Weil reist derzeit mit einer Wirtschaftsdelegation durch das Riesenreich.
In China verkauft der VW-Konzern schon heute gut ein Drittel (37 Prozent) seiner Pkw und leichten Nutzfahrzeuge. Dort liegt das bisherige Absatzplus der Wolfsburger in diesem Jahr per September bei 15,2 Prozent. Weltweit legten die Verkäufe um 5,3 Prozent zu.
Dass der China-Anteil für Volkswagen und damit auch die Abhängigkeit von dem Markt weiter zulegen, sei absehbar. "So lange der chinesische Markt stärker wächst als der Durchschnitt der Welt und wir - was natürlich unser Ziel ist - in China den Marktanteil halten wollen, dann ist es Mathematik, dass der Anteil Chinas am Konzern steigt."
Heizmann verteidigte zudem den Bau des jungen Werks in Urumqi in der Provinz Xinjiang, die wirtschaftlich noch sehr schwach ist. Volkswagen sei vor 30 Jahren als Pionier in das Land gekommen. "Da hat auch niemand eingeschätzt, dass 30 Jahre später China ein so riesiger Markt sein wird mit der Bedeutung, wie er es heute ist", sagte Heizmann. "Genauso bin ich der Überzeugung: In zehn Jahren wird niemand mehr die Frage stellen, ob es richtig war, jetzt nach Xinjiang zu gehen, jetzt in den Westen zu gehen. Wir sind dort wieder in einer Pionierrolle und es wird sich mittel- und längerfristig auszahlen, da bin ich der festen Überzeugung."/loh/DP/fbr
VW plant eine Roboter-Revolution
Volkswagen will in grossem Umfang in der Produktion Menschen durch Roboter ersetzen. Arbeitsplätze sollen dabei keine verloren gehen.
"Es gibt zwei Gründe für mich, die verstärkte Automatisierung der Fabrikarbeit bei Volkswagen voranzutreiben", sagte Personalvorstand Horst Neumann der "Welt am Sonntag". Zum einen könne das Unternehmen mit Hilfe von Robotern Fertigungskosten senken. Zum anderen könne die nicht ergonomische Arbeit abgeschafft, qualifizierte Arbeit verstärkt und Beschäftigung gesichert werden.
Durch den verstärkten Einsatz von Robotern soll der Nachteil des Hochlohnstandorts Deutschland ausgeglichen werden. "In der deutschen Automobilindustrie liegen die Arbeitskosten bei mehr als 40 Euro pro Stunde, in Osteuropa sind es elf, in China gegenwärtig noch unter zehn Euro. Niemand glaubt ernsthaft, dass wir den Wettbewerbsnachteil dieses Hochlohnniveaus nennenswert verringern können", sagte Neumann. Ein Roboter am Band koste je nach Einsatz und Maschinenart drei bis sechs Euro pro Stunde - "Kosten etwa für Instandhaltung oder Energiekosten inklusive". Das heisst: "Der 'Ersatzmann' für Routinearbeiten in der Fabrik kostet bereits heute nur etwa fünf Euro je Stunde."
Glücksfall Babyboomer
Um seinen Arbeitsplatz bei dem Autobauer muss laut Neumann aber niemand fürchten. In den kommenden Jahren würden gerade bei VW in Deutschland so viele Mitarbeiter in Ruhestand gehen, dass die Kunst eher darin bestehe, die Belegschaft auf dem derzeitigen Niveau zu halten. "Der Glücksfall, dass die Babyboomer in Rente gehen, erlaubt es uns, ergonomisch ungünstige Arbeitsplätze abzubauen und zu automatisieren, ohne Mitarbeiter zu entlassen."
Bei den Arbeitnehmervertretern stossen die Digitalisierungspläne auf offene Ohren: "Horst Neumann hat uns von Beginn an in die Frage der fortschreitenden Fertigungstechnologie eingebunden. Auch wir sehen darin Chancen, gesundheitlich belastende Tätigkeiten auf deutlich flexiblere Roboter zu verlagern", sagte ein Sprecher des Betriebsrates der Zeitung.
(Reuters)
VW-Führungsstreit droht zu eskalieren
Volkswagen-Patriarch Ferdinand Piech scheint im Machtkampf um die Zukunft seines einstigen Zöglings, VW-Vorstandschef Martin Winterkorn, im Verwaltungsrat isoliert.
Am Sonntag ging ein wichtiger Vertreter des Hauptaktionärs, der Familie Piech-Porsche, auf Distanz zu Piech. "Die Aussage von Herrn Doktor Piech stellt seine Privatmeinung dar, welche mit der Familie inhaltlich und sachlich nicht abgestimmt ist", zitierte ein Sprecher Wolfgang Porsche. Er ist ein Cousin Piechs und zugleich Aufsichtsratschef der Porsche SE, die mit 51 Prozent die Mehrheit an Europas größtem Autohersteller hält.
Piech hatte sich im "Spiegel" mit dem Satz zitieren lassen: "Ich bin auf Distanz zu Winterkorn." Die Arbeitnehmerseite und das Land Niedersachsen, der zweitgrößte Eigner, stellten sich darauf demonstrativ hinter Winterkorn, der das Unternehmen mit 600'000 Beschäftigten seit 2007 führt. Er hatte sich Hoffnungen gemacht, nach seiner Zeit an der Konzern-Spitze Piech als Aufsichtsratschef zu beerben.
"Winterkorn wird nicht aufgeben, er wird weitermachen", sagte ein Unternehmensinsider zu Reuters. "Winterkorn hat starke Verbündete - Niedersachsen und den Betriebsrat." Winterkorns Vertrag läuft bis Ende 2016. "Piech will ihn killen, aber Winterkorn kämpft", zitierte die "Bild am Sonntag" einen Vertrauten des Konzernlenkers.
"Sehr gelassen"
Zusammen haben Land und Arbeitnehmer-Vertreter die Mehrheit im Aufsichtsrat - zwölf Stimmen. Die Familie Porsche-Piech verfügt über fünf Stimmen, drei davon besetzt die Piech-Seite. Hinter Winterkorn stellte sich bereits am Freitag der mächtige Betriebsratschef Bernd Osterloh. Mit Winterkorn habe der Konzern "den erfolgreichsten Automobilmanager an Bord". Wenn es nach dem Willen der Arbeitnehmer gehe, solle Winterkorns Vertrag über 2016 hinaus verlängert werden.
Niedersachsen stärkte Winterkorn ebenfalls den Rücken. Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) griff Piech direkt an: "Man sollte bitte nicht den erfolgreichen VW-Konzern durch solch öffentliche Einlassungen in eine schwierige Situation bringen", sagte er der "Bild am Sonntag". Er sehe der Ankündigung Piechs "auch aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Aufsichtsrat sehr gelassen entgegen". Lies und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) vertreten das Land im Aufsichtsrat des Konzerns, der mit Toyota um die Weltmarktspitze rangelt.
Dem "Spiegel"-Bericht zufolge wirft Piechs Bruder Hans Michel, der ebenfalls im VW-Aufsichtsrat sitzt, Winterkorn Versäumnisse vor. Zu Piechs Kritikpunkten zählt demnach, dass Winterkorn die Probleme im US-Geschäft bislang nicht in den Griff bekommen hat und die Hauptmarke VW bei der Ertragskraft schwächelt. Ebenfalls kritisch sehen manche, dass VW zwar seit vielen Jahren über den Einstieg ins Billigsegment diskutiert, bislang aber keine Entscheidung getroffen hat. Ein Insider bestätigte Reuters, dass es in der Vergangenheit gelegentlich kritische Bemerkungen in Richtung Winterkorn gegeben habe. "Diese könnte man im Rückblick als Entfremdung interpretieren."
Probleme bei der Kernmarke VW nicht im Griff
Spekulationen, er könne seine Ehefrau Ursula Piech zu seiner Nachfolgerin küren, erteilte Piech eine Absage. "Ich strebe an, dass an die Spitze des Aufsichtsrats und des Vorstands die Richtigen kommen, und das sind keine Familienmitglieder, das ist auch nicht meine Frau", zitierte der "Spiegel" ihn. Ein Insider sagte Reuters, in der Vergangenheit habe es Hinweise gegeben, Piech wolle seine Frau als Nachfolgerin installieren: "Wenn er (Piech) klug ist, weiß er, dass er dafür keine Mehrheit im Aufsichtsrat bekommt.
Piech machte im "Spiegel" erneut seine Ansicht klar, dass die Chefposten in Vorstand und Aufsichtsrat bei Volkswagen von Technikern besetzt werden müssten. Die Kandidaten dafür seien bereits im Unternehmen. Piech selbst will die Entscheidung, wer künftig an der Spitze des Vorstands und des Aufsichtsrats stehen soll, erst 2017 fällen - "kurz vor meinem Ausscheiden". Ein Insider sagte, Piech habe zuletzt vitaler gewirkt, Winterkorn dagegen müde: "Man merkt ihm an, dass das eine Riesen-Aufgabe ist, einen Konzern mit zwölf Marken zu führen und ständig um die Welt zu reisen. Ich glaube nicht, dass Piech etwas an der Leistung von Winterkorn auszusetzen hat. Das meiste davon hat er ohnehin mitentschieden."
Verständnis für Piech äußerte der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer. Dieser habe handeln müssen, weil Winterkorn die Probleme bei der Kernmarke VW nicht in den Griff bekommen habe. "Das Geld im Konzern wird mit Porsche, Audi, China und Skoda verdient. Aber die größte Marke hat keinen Boden unter den Füßen." Piech traue Winterkorn deshalb nicht zu, den Konzern in die Zukunft zu führen: "Er hat lange zugeschaut, aber jetzt hat er erkannt, dass er handeln muss. VW steht eben deutlich schlechter da, wie man das in Wolfsburg wahrhaben will."
Volkswagen: Wie ein gestrandeter Wal
Mit seinem abrupten Abgang hat VW-Patriarch Ferdinand Piech ein grosses Loch hinterlassen. Sein einstiger Ziehsohn Martin Winterkorn hat nun alle Hände voll zu tun, um das Auto-Reich zusammenzuhalten.
Mit seinem abrupten Abgang hat VW-Patriarch Ferdinand Piech nicht nur ein grosses Loch im Machtgefüge von Europas grösstem Autohersteller hinterlassen. Sein einstiger Ziehsohn Martin Winterkorn hat nun auch alle Hände voll zu tun, um das zwölf Marken umfassende Auto-Reich zusammenzuhalten.
An den Rändern droht das Wolfsburger Imperium bereits zu bröckeln. Doch immerhin wird nach dem Machtkampf an der Spitze nun offener über die vielen Schwachstellen des grössten deutschen Konzerns gesprochen. "Piechs Rückzug könnte ein reinigendes Gewitter gewesen sein", meint Autoanalyst Frank Schwope von der NordLB.
Erste Tendenzen zur Verselbständigung der Marken gibt es nach Ansicht des einflussreichen Betriebsratschef Bernd Osterloh bereits. Er bemängelt schon seit Monaten, dass einige Töchter bei der Gleichteilestrategie aus der Reihe tanzen. Die Marken verfolgten oft lieber ihre eigene Interessen, als sich der Konzerndisziplin zu unterwerfen. Die VW-Töchter könnten sich nun, da Piechs eiserne Hand nicht mehr da ist, womöglich noch mehr Freiheiten herausnehmen.
Konzernlenker Winterkorn muss allerdings nicht nur die Fliehkräfte bändigen. Es gilt auch, die VW-Kultur zu erneuern. Unter Piechs bisweilen erbarmungslos anmutender Führung hat sich das Management angewöhnt, nur gute Nachrichten zu verkünden. Jeder, der gegen diesen Grundsatz verstiess, wurde kaltgestellt.
Alles ordnete Piech seinem grossen Ziel unter, Toyota vom Thron des Weltmarktführers zu verdrängen. Da dieses Ziel fast erreicht ist, droht nach Ansicht von Kritikern die Motivation nachzulassen. Nicht nur Insider stellen sich jetzt die Frage, ob Winterkorns Kraft ausreicht, um VW auch an der Weltmarktspitze zu halten oder ob Piechs Fussstapfen für ihn zu gross sind: "Was ist seine Vision?"
Gestrandeter Wal
Für Jürgen Pieper, Autoanalyst des Bankhauses Metzler, ist klar: VW benötigt dringend ein Zeichen des Aufbruchs. Bleibt dieses aus, drohe die riesige Organisation sich nur noch selbst zu verwalten und das eigene Gewicht könnte Volkswagen wie einen gestrandeten Wal selbst erdrücken.
VW ist zuletzt rasant gewachsen. Mit mehr als zehn Millionen ausgelieferten Fahrzeugen sind die Niedersachsen auf dem Sprung an die Weltmarktspitze. Doch die Baustellen sind unübersehbar: Winterkorn ist es bisher nicht gelungen, die Probleme in den USA in den Griff zu bekommen, die Hauptmarke VW schwächelt nach wie vor bei der Ertragskraft und die Konzernführung hat immer noch nicht über ein Billigauto für Schwellenländer entschieden.
Zugleich nehmen intern die Zweifel zu, ob das Riesenreich überhaupt noch von Wolfsburg aus steuerbar ist. Winterkorn will deshalb den Konzern umbauen. Denkbar ist, dass die zwölf Marken nach dem jeweiligen Baukasten zusammengefasst werden, den sie verwenden: den Modularen Querbaukasten für Fahrzeuge vom Golf bis zum Passat, den Längsbaukasten für grössere Wagen von Audi und den Sportbaukasten von Porsche. Die LKW-Töchter MAN und Scania werden in einer Holding gebündelt.
Näher an die Kunden
Erwartet wird, dass sich Winterkorn dieses Prinzip auch bei der Organisation des Vorstands zu eigen macht. Zugleich dürften die Regionen mehr Verantwortung bekommen. "Es geht darum, das PKW-Geschäft zu dezentralisieren", sagt Pieper. Die Zentrale würde entlastet, das Management näher an die Kunden heranrücken. Dass alles in Wolfsburg entschieden wird, gilt als ein wichtiger Grund für die Probleme von VW in Südamerika und den USA.
Das freiere Spiel der Kräfte würde Piechs zentralistisches Regime ersetzen. Der Porsche-Enkel hatte bei Volkswagen lange die Rolle eines Übervaters. Die beiden Ingenieure Piech und Winterkorn galten als eingespieltes Team.
Dieses hielt aber nur so lange, bis der "Alte", Piech ist 78, den Stab über seinen potenziellen Nachfolger im Aufsichtsrat brach und VW in einen bis dato nicht gekannten Machtkampf stürzte, den Winterkorn mit Hilfe der Arbeitnehmer und des Landes Niedersachen gewann.
Doch wie stark ist Winterkorn wirklich? Arndt Ellinghorst vom Analysehaus Evercore ISI glaubt nicht, dass der 68-Jährige das dringend nötige Zeichen zum Aufbruch geben kann. "Er steht für das alte, zentral geführte VW." Deshalb müsse schnell ein neuer, starker Aufsichtsratschef gefunden werden.
Seit Piechs Rückzug führt erstmals ein Gewerkschafter das Kontrollgremium, Ex-IG-Metall-Chef Berthold Huber. Er gilt als Übergangslösung. Bis ein neuer Oberaufseher gefunden ist, oder doch Winterkorn das Amt übernimmt, dürfte es noch dauern. Ellinghorst drängt: "Der Wandel muss von aussen angestossen werden. Sonst werden die Kräfte kreativer Zerstörung ihren Lauf nehmen."
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