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290 Punkte hat Conchita Wurst erzielt. Und damit mit 52 Punkten Vorsprung auf Holland den Eurovision Song Contest 2014 gewonnen. Hinter den Punkten stecken die Votings des Publikums auf der einen Seite und jener einer Fachjury auf der anderen Seite. Aber noch mehr: Im Falle von Conchita Wurst steckt auf ein Ost-West-Graben dahinter.
Darüber berichtet der Artikel der Brown Political Review. So geben beispielsweise Länder der ehemaligen Sowjetunion (ohne die Balten-Staaten) im Durchschnitt 4,4 Punkte. Skandinavien, Westeuropa, Griechenland und Israel erzielen einen Durchschnitt von 10,5 Punkten. Ein deutlicher Ost-West-Graben also.
Das Schöne (und zugleich Fragliche) an dieser Punkteverteilung: Schaut man sich nur die Stimmen des Publikums an, so ist dieser Graben viel kleiner. Das Verhältnis beträgt 8,0 zu 10,0. Und nicht zu vergessen: Conchita Wurst erhielt von Russland tolle 5 Punkte. Deutlich mehr als man angesichts der Gay-Politik Russlands erwarten dürfte. Aber die Uneinigkeit zwischen Jury und Publikum zeigt sich auch in Russland: Rang 11 für die Jury (und damit 0 Punkte) und Rang 3 für das Publikum.
Bild: The Huffington Post