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Sanierung Grubenboden / Wirkungsnachweis
Am 15. September 2015 begannen die Arbeiten zur Sanierung des Grubenbodens. Sie teilen sich auf in:
- geologische und chemische Untersuchung der Deponiesohle
- Nachaushub in den Bereichen, die stark belastet sind.
- Zweite Bohrkampagne bis 18m Tiefe zur Bestimmung von weitergehenden Sanierungsarbeiten
- Mobilisierung der tiefliegenden Schadstoffe durch Auswaschen.
- Nachweis, dass die Sanierungsziele erreicht sind ("Wirkungsnachweis" gem. Art. 19 Altlastenverordnung)

In einem geometrisch angelegten Raster wurden bis zum 20. November 2015 während zwei Monaten etwa 220 Kernbohrungen von 3 bis 10 Metern Tiefe gebohrt. Aus je 50 cm Bohrkern wird jeweils mindestens eine Probe entnommen und im Labor chemisch untersucht. Insgesamt ergibt dies zwischen 1200 und 1500 Analysensätze. Dabei werden in etwa die gleichen Stoffe untersucht wie beim Deponieinhalt.
Gestützt auf die Resultate aus den Kernbohrungen begann die ARGE Phoenix am 16. November 2015 mit dem Nachaushub. Rund 46 000 Tonnen Fels bis zur einer maximalen Tiefe von 7.5 m wurden bis Ende März 2016 ausgehoben.
Im Westen der ehemaligen Deponie, im Bereich der ausgehobenen Hotspots, reichen die noch gefundenen, wenn auch geringen Belastungen bis in eine Tiefe von 10 m unter die ehemalige Grubensohle. Ein konventioneller Aushub dieser tief liegenden Kontaminationen mittels Bagger ist indessen aus Gründen der Hallen- und Hangstabilität nicht mehr möglich. Zur Beschleunigung des natürlichen Auswaschprozesses dieser Restkontaminationen im nun zehn Jahre trocken gelegten Felsuntergrund wird die Deponieoberfläche während der nächsten Monate mit Wasser geflutet und/oder berieselt. Das versickernde Wasser löst dabei die am Fels anhaftenden Restkontaminationen und Gerüche. Das gesamte versickerte Wasser wird in den Drainagebrunnen der Abschirmung Süd aufgefangen und in der eigenen Kläranlage der SMDK behandelt und gereinigt.