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Hauptübertragung durch die Schmetterlings bzw. Sandmücke
Die Leishmanien, befinden sich beim Hund und Mensch innerhalb der Zellen von Knochenmark, Leber und Milz. Im Knochenmark werden unsere weißen Blutkörperchen gebildet, die eigentlich zu unserem körpereigenen Schutz da sein sollten. Die Leishmanien haben es geschafft unser Immunsystem zu täuschen und können sich innerhalb der weißen Blutkörperchen als unbewegliche, kugelige Formen vermehren. Wenn nun ein solches weißes Blutkörperchen beim Stich von einer Sandmücke aufgenommen wird und in den Mückendarm gekommen ist, vollzieht sich eine vollständige Verwandlung. Die zuvor kugeligen Leishmanien verwandeln sich in bewegliche Formen. Diese Leishmanien wandern dann in die Speicheldrüse der Sandmücke. Hier oder auch im Mückendarm vermehren sie sich. Diese Leishmanien blockieren schließlich den Speichelfluss bei der Sandmücke. Wenn diese Mücke nun erneut Blut saugen will führt dieses anfänglich zu Schwierigkeiten. Beim Versuch Blut zu saugen würgt die Mücke die blockierenden Leishmanien in die Stichstelle. Im Fall, daß sich die Leishmanien im Mückendarm entwickelt haben, wandern die Leishmanien mehr oder weniger aktiv in die Stichstelle – die Infektion eines Hundes oder Menschen ist erfolgt.
Deshalb ist es sehr wichtig, dass infizierte wie auch nicht infizierte Hunde immer vor Sandmücken geschützt werden (Scalibor, Spot on..) um eine Re-infektion oder eine Neuinfektion zu vermeiden.
Übertragung durch Bluttransfusion
Die Übertragung wurde in Studien nachgewiesen, auch wenn im peripheren Blut die Leishmanien nur sehr wenig nachweisbar sind, sollte ein infizierter Hund niemals Blutspenden.
Übertragung beim Geburtsakt
In einer Studie konnte bei mehreren Hunden im Planzentagewebe sowohl bei der Hündin wie auch bei den Welpen Leishmanien nachgewiesen werden. Es können im gleichen Wurf infizierte sowie auch nicht infizierte Hunde vorkommen, ein grosses Risiko besteht jedoch. Bei infizierten Welpen kann der Leishmaniose Titer im Verlauf des 1. Jahres wieder negativ werden. Eine Vermehrung von Leishmaniose positiven Hündinnen sollte auf jeden Fall vermieden werden.
Übertragung beim Deckakt
Es ist eine Studie vorhanden, welche belegt, dass bei erkrankten leishmaniose positive Rüden Leishmanien im Genitalgewebe und im Sperma nachweisbar waren. Dies ergibt die Möglichkeit, dass bei einem Deckakt eine Übertragung denkbar wäre. Da die Übertragung nicht auszuschliessen ist, sollte eine Vermehrung eines seropositiven Rüdens auf jeden Fall vermieden werden.
Andere Übertragungsarten ( Normaler Kontakt, Kot, Speichel..)
Infektiöse Leishmanien befinden sich weder im Speichel, Kot noch im Urin des Hundes. Es wurde bereits untersucht was passiert wenn Leishmanien oral aufgenommen werden, sie werden beim Verdauungsprozess getötet und mit dem Kot wieder ausgeschieden. Eine Ansteckung beim Knuddeln, Spielen, Küssen und Schmusen ist somit ausgeschlossen. Die Leishmanien sind in der freien Umgebung nicht lebensfähig.