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Das Leben von rund 23,094 von der Dürre betroffenen Menschen in den Distrikten Moyale und Dhas soll geschützt und deren Lebensgrundlagen in Zusammenarbeit mit der lokalen Organisation ACORD gesichert werden. Nebst der sofortigen Nothilfe und der Versorgung der Nutztiere profitiert die lokale Bevölkerung auch von Sensibilisierungsmassnahmen im Bereich Hygiene und nachhaltige Wasserbewirtschaftung. Um die Eigenverantwortlichkeit der Menschen zu stärken, werden die begünstigten Gemeinden möglichst aktiv in Entscheidungsprozesse und die Umsetzung der Massnahmen eingebunden.
Das Projekt umfasst die folgenden Aktivitäten:
Die aktuelle Dürre hat zu grossen Ernteausfällen und Nahrungsmittelknappheit geführt. Um die akuten Bedürfnisse zu decken, erhalten 120 besonders stark betroffene und vulnerable Haushalte Bargeld für den Kauf von dringend benötigten Lebensmitteln. Zudem werden 485 Haushalte ausgewählt, am “Cash-for-Work”-Programm teilzunehmen und werden im Rahmen dessen für die Reparatur von Brunnen und Viehtränken sowie die Bearbeitung von Weideland zur besseren Nutzbarkeit angestellt. Ausserdem werden spezielle Nahrungsergänzungsmittel an 300 schwangere Frauen und stillende Mütter verteilt.
Von der Dürre ist auch das Vieh, wichtige Lebensgrundlage der pastoralen und agropastoralen Gemeinschaften, massgeblich betroffen. Vertrocknete Weideflächen und mangelnder Zugang zu Wasser schwächen das Vieh und machen es anfälliger für Krankheiten. Um diese wichtige Lebensgrundlage der Bevölkerung zu schützen, erhalten 150 pastorale und agropastorale Haushalte während zweier Monate insgesamt 39'000 kg Viehfutter. Die im vorliegenden Projekt begünstigten Haushalte haben über 80% ihres Viehbestands durch die Dürre verloren. Zudem erhalten 300 Haushalte Zugang zu veterinären Dienstleistungen sowie Medizin und Impfungen für bis zu vier Tiere pro Haushalt.
Aufgrund der Dürre und den flutartigen Regenfällen fehlt es vielerorts an sauberem Trinkwasser. Offene Teiche und Brunnen, die lange als Trinkwasserquellen dienten, sind oft verschmutzt und Brunnen und Pumpen teilweise funktionsunfähig. Die Sanierung von zwei Wassersystemen gewährleistet den Zugang zu sauberem Wasser für 2’152 Haushalte. Zudem werden Wasserreinigungschemikalien an 3,849 Haushalte verteilt, um die Trinkbarkeit des verfügbaren Wassers zu gewährleisten. Zur Kontrolle der Wasserqualität führt das Projektteam vor und nach der Sanierung der Infrastruktur sowie der Anwendung der Chemikalien Wassertests durch. Um die nachhaltige Bewirtschaftung und langfristige Funktionsfähigkeit der Wasserquellen sicherzustellen, werden zwei bestehende Wasserkomitees wiedereingesetzt und erneut geschult.
Um Durchfallerkrankungen wie der Cholera vorzubeugen und die Hygiene- und Sanitär-Praktiken der lokalen Bevölkerung zu verbessern, bildet Caritas in den Gemeinden, in welchen die Wassersysteme saniert werden, lokale Gesundheitshelfer aus. Sie unterstützen das Projektteam dabei, die lokale Bevölkerung über die Zusammenhänge von Gesundheit und Hygiene-Praktiken aufzuklären und damit das Risiko für die Ausbreitung von Krankheiten zu reduzieren. Durch diese Massnahmen und Hygienekampagnen werden rund 12'000 Menschen erreicht.
Um die erfolgreiche und effiziente Umsetzung der Aktivitäten zu überprüfen, werden regelmässige Besuche im Projektgebiet durchgeführt.