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| Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien

11. Homilie.
8.
[Forts. v. [S. 92] ] Im Gesetze befahl Gott dem Moses, eine eherne Schlange zu machen, diese zu erhöhen und an der Spitze des Holzes zu befestigen. Und alle, die von den Schlangen gebissen wurden, erlangten Heilung, wenn sie zur ehernen Schlange aufblickten. Der Zweck dieser Anordnung war der: Es sollten sich auf diese Weise die, welche in die irdischen Sorgen, in den Götzendienst, in die Satansgenüsse und in was immer für eine Gottlosigkeit verstrickt waren, bis zu einem gewissen Grade in die Höhe richten und aufatmend vom Unteren zum Höheren sich wenden und von da wiederum zum Höchsten fortschreiten. In solch allmählichem Fortschreiten zum oberen und höheren Geschlecht sollten sie erkennen, daß ein Allerhöchster über der ganzen Schöpfung steht. So sollst auch du nach des Herrn Befehl arm werden, alles verkaufen und unter die Armen verteilen, damit du fürderhin, selbst wenn du willst, nicht mehr die Richtung nach unten zur Erde nehmen kannst. So forsche denn in deinem Herzen und fange an, in deinen Gedanken also zu sprechen: „Da wir auf Erden nichts haben, so wollen wir uns zum Himmel erheben, wo wir unsern Schatz haben, wo wir unsere Geschäfte gemacht.“ Es beginnt dein Geist sich in die Höhe zu schwingen, weiter hinauf zu streben und in dieser Weise vorwärts zu schreiten.