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Es war einmal ein Königssohn, der gab einen grossen Ball. Während ihre Stiefschwestern sich dafür herausputzten, erledigte Aschenputtel wie gewohnt ihre Arbeit. Am Abend erschien eine wunderschöne Prinzessin im Palast und der Königssohn hatte nur noch Augen für die reizende Unbekannte. Das Märchen von Aschenputtel, einer der bekanntesten europäischen Märchenstoffe, hat über Jahrhunderte nichts von seiner Anziehungskraft eingebüsst. Denn Märchen erlauben es, "zu jedem Ort und in jede Zeit zu wandern", wie Roberto Innocenti sagt. Der grosse Künstler, der für das Illustrieren von Klassikern immer wieder Massstäbe setzte, hat das berühmte Märchen meisterhaft interpretiert.
Portrait
Roberto Innocenti, geboren 1940 in Italien. Mit 18 Jahren ging er nach Rom und arbeitete in einem Zeichentrickstudio. Damit begann eine Weltkarriere, die für das Illustrieren von Klassikern immer wieder neue Massstäbe gesetzt hat. Innocenti lebt und arbeitet in Florenz. Charles Perrault, geboren 1628 in Paris, gestorben 1703 in Paris, wurde vor allem durch seine Gedichte- und Märchensammlung berühmt. Er hat das Genre der contes de fees in Frankreich popularisiert und deutsche Autoren wie die Brüder Grimm oder Ludwig Bechstein massgeblich beeinflusst. Nach seinem Jurastudium wurde er Anwalt, Berater von Ludwig XIV. und später Oberaufseher der königlichen Bauten. Perrault war ebenfalls Mitglied der Academie Francaise.