Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03594.jsonl.gz/2563

Das Pitot-Statik-System (engl. pitot-static system) versorgt die barometrischen Fluginstrumente im Cockpit mit Druckinformationen über den statischen Druck und den Staudruck. So können Fluggeschwindigkeit, Flughöhe und Steigen oder Sinken auf den entsprechenden Instrumenten angezeigt werden.
Für die Berechnung von Mach-Geschwindigkeit und True Airspeed (TAS) sowie Windrichtung und Geschwindigkeit muss zusätzlich ein Aussentemperaturfühler installiert sein.
Das Pitot-Statik-System setzt sich aus folgenden Teilen zusammen:
Das Pitotrohr ragt in den unbeeinflussten Luftstrom und ist beispielsweise unterhalb einer Fläche mit der Öffnung ausserhalb der Flächenluftstömung oder bei Jets an der Nasenspitze angebracht. Statik-Ports können je nach Flugzeugtyp an verschiedenen Stellen lokalisiert sein. Es können auch mehrere Ports vorhanden sein, die alle nicht direkt vom Luftstrom angeblasen werden.
Alle drei barometrischen Flugüberwachungsinstrumenten sind über die Leitung für den statischen Druck (engl. static line) mit den Statik-Ports verbunden. Der Fahrtmesser ist zusätzlich noch über die Gesamtdruckleitung (engl. pitot line) mit dem Pitotrohr verbunden.
Bei Grossraumflugzeugen (Airliner) wird das Variometer mittlerweile oft vom IRS oder GPS gespeist. Diese Flugzeuge haben auch mehrere Pitotorohre, die an verschiedenen Stellen am Flugzeug angebracht sind. Der Druck dieser Pitotrohre wird summiert und der separat gemessene statische Druck davon abgezogen. Der dadurch gewonnene Staudruck entspricht der Indicated Airspeed (IAS).