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Wie kann Christopher Alexanders Methode der «Mustersprache» auf ein digitales Medium übertragen werden? Diese Arbeit beantwortet diese Frage am Beispiel der Montessori-Architektur. Die Methode der «Mustersprache» wurde 1977 von Christopher Alexander in seinem Buch A Pattern Language entwickelt. Es handelt sich dabei um eine Anleitung, die jeden Menschen dazu befähigen sollte, sein eigenes Umfeld zugestalten. Alexanders «Muster» sind Antworten auf typische Entwurfsprobleme. Diese Muster sind vergleichbar mit den Wörterneiner Sprache: Sie sind netzartig miteinander verbunden, was eine nahezu unendliche Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten schafft. Diese Arbeit untersucht das Potenzial dieser «Mustersprache»: Am Beispiel der Montessori-Architektur wird gezeigt, wie Alexanders analoge Anleitung als digitales Entwurfsinstrument genutzt werden kann. Das Ergebnis ist eine Web-Anwendung, die es Fachleuten und Laien ermöglicht, ein ideales Lernumfeld zu entwerfen, unabhängig vom Standort oder den finanziellen Möglichkeiten.
«Living Patterns» ist eine hervorragende, innovative und interdisziplinär agierende Arbeit, die höchste Relevanz für die Bereiche Architektur, Digitale und Interaktive Medien, Transmedia und Hybrides Publizieren hat und zudem ein Spannungsfeld zu den Bereichen des Social Design, Commoning / Commons und Participatory Design eröffnet. Sowohl im Hinblick auf Designforschung, wie auch Entwurfsmethodik und Ausarbeitung ist diese Arbeit vorbildlich. Während des Projekts entstand eine lohnende Zusammenarbeit mit der Arthur-Waser-Stiftung, welche weiterhin sehr grosses Interesse an einer Realisierung und Implementierung zeigt. Das Projekt bietet sich auch als hervorragende Grundlage für ein anschliessendes Forschungsprojektan.
Webseite: nadinewuethrich.ch