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LUCHA-Aktivist ohne Anklage freigelassen
Musasa Tshibanda, Aktivist der Jugendbewegung Lutte pour le Changement (LUCHA), ist am 8. Februar freigelassen worden. Anklage wurde nicht erhoben. Er befand sich seit dem 16. Dezember 2016, als er zusammen mit der Aktivistin Gloria Senga festgenommen worden war, in Haft ohne Kontakt zur Aussenwelt.
Musasa Tshibanda wurde ohne Anklage am 8. Februar 2017 freigelassen, nachdem er seit seiner Festnahme ohne Kontakt zur Aussenwelt festgehalten worden war. Zusammen mit der LUCHA-Aktivistin Gloria Senga war er am Abend des 16. Dezember 2016 von der Republikanischen Garde nach einem Treffen mit einer weiteren in der Bewegung LUCHA aktiven Person in einem Restaurant in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, festgenommen worden. Anschliessend fehlte von Gloria Senga und Musasa Tshibanda jede Spur.
Die Republikanischen Garden warfen Musasa Tshibanda vor im Besitz roter Karten mit der Aufschrift «Bye Bye Kabila» gewesen zu sein. Die «Bye Bye Kabila»-Kampagne wurde von LUCHA am 25. Oktober 2016 begonnen, um Präsident Joseph Kabila aufzufordern, sein Amt wie vorgesehen am 19. Dezember 2016 niederzulegen. Dies war der letzte Tag seiner zweiten Amtszeit. Laut Verfassung der DR Kongo darf der Präsident nicht mehr als zwei Amtszeiten regieren.
Nach der Festnahme wurden die beiden LUCHA-AktivistInnen in die militärische Hafteinrichtung Camp Tshatshi in Kinshasa gebracht. Dort verbrachten sie elf Tage in Haft ohne Kontakt zur Aussenwelt. Am 26. Dezember brachte man sie dann in eine Hafteinrichtung des Geheimdiensts der Demokratischen Republik Kongo (Agence National de Renseignement). Gloria Senga wurde am 27. Dezember 2016 wieder freigelassen. Musasa Tshibanda befand sich jedoch weiterhin in Haft ohne Kontakt zur Aussenwelt.
Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind zurzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.