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Informationen zu Hepatitis
Was ist Hepatitis?
Mit Hepatitis wird eine Entzündung der Leber bezeichnet, die auf verschiedenen Ursachen beruhen kann. Als eine mögliche Ursache können Stoffwechselkrankheiten oder sogenannte Autoimmunkrankheiten zu Leberentzündungen führen. Neben diesen toxischen Leberentzündungen, die oft durch Alkoholmissbrauch oder durch bestimmte Medikamente ausgelöst werden, können – wie bei Drogenkonsumierenden meist der Fall – Viren eine infektiöse Hepatitis hervorrufen. Als hauptsächliche Erreger einer infektiösen Hepatitis sind zur Zeit fünf Viren bekannt, die mit den Buchstaben A bis E gekennzeichnet werden (vgl. SEVHep).
Von der Ansteckung zu ersten Symptomen
Die Inkubationszeit, d.h. die Zeit zwischen der Ansteckung und den ersten Krankheitszeichen, ist je nach Virus unterschiedlich: zwei Wochen bei Hepatitis A, sechs Wochen bis sechs Monate bei Hepatitis B und zwei Wochen bis sechs Monate bei Hepatitis C. Eine infizierte Person kann die Krankheit schon während dieser Inkubationszeit weiterverbreiten (vgl. SEVHep).
Wie wird eine Hepatitis erkannt?
Die häufigsten Krankheitssymptome einer Hepatitis sind: Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Müdigkeit, dunkel gefärbter Urin, unter Umständen heller weisslicher Stuhl, Gelbfärbung der Skleren (=Weiss in den Augen) oder der Haut. Häufig gibt es auch einen unbemerkten Verlauf. Einziger sicherer Nachweis für eine Hepatitis ist ein Bluttest. Der Nachweis ist so frühestens nach zwei bis drei Wochen gesichert (vgl. SEVHep).
Verbreitung und Häufigkeit
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die Zahl der chronisch Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Infizierten weltweit auf mehrere hundert Millionen Personen. Obwohl Westeuropa, und damit auch die Schweiz, nicht zu den Regionen mit extrem hoher Verbreitung zählt (< 1%), besteht besonders für bestimmte Risikogruppen wie Personen mit intravenösem Drogengebrauch (Spritzen) eine hohe Ansteckungsgefahr. Hepatitis B-Viren sind hundertfach infektiöser als der Aids-Erreger (HIV) (vgl. SEVHep).
Vorbeugung
Um sich vor einer Infektion zu schützen, gilt es die Safer-Sex-Regeln zu beachten, auf eine gute Hygiene zu achten und niemals gebrauchte Spritzen und Injektionsnadeln (Safer Use) zu benützen (vgl. SEVHep).