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Einleitung - Anatomie
Das Ohr ist ein Sinnesorgan mit zwei verschiedenen Funktionen. Es ist gleichzeitig das Gehör- und das Gleichgewichtsorgan. Beide Funktionen sind in einem einheitlichen Ganzen vereint, was allgemein als das "Ohr" bezeichnet wird.
Das Ohr wird entsprechend seinem Aufbau in äusseres Ohr, Mittelohr und Innenohr eingeteilt (Schema Nr. 1).
|Abbildung 1:

Schema des Ohres
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Das äussere Ohr ist funktionell ein Schalltrichter und besteht aus der Ohrmuschel und dem äusseren Gehörgang. Einerseits dient die Ohrmuschel als Sammeltrichter von Schallwellen, andererseits ist sie beweglich und ermöglicht ohne Drehen des Kopfes ein Geräusch zu lokalisieren. Die Form der Ohrmuschel - Hängeohren oder Stehohren - wird durch den elastischen Muschelknorpel bestimmt.
Der Knorpel ist auf der Aussenseite mit normaler Haut und Behaarung überzogen. Die Länge und Dichte des Haarkleides ist wiederum sehr unterschiedlich, Boxer haben ein feines dünnes Haarkleid, während ein Cocker Spaniel oder Papillon lange Haare haben. An der Aussenseite verlaufen auch die Gefässe und Nerven. Auch auf der Innenseite der Ohrmuschel ist die Behaarung rassetypisch sehr unterschiedlich. An der Ohrspitze hat es meist noch längere Schutzhaare, die das Eindringen von Fremdmaterial in den Gehörgang verhindern. Im Gehörgang unten sind die Haare zarter und spärlicher. Das Ausmass der Behaarung ist sehr individuell, so haben Pudel zum Teil recht viele Haare bis tief in den Gehörgang hinein.
Der schlauchförmige Gehörgang überträgt die Schallwellen von der Ohrmuschel zum Trommelfell hin. Die Länge des Gehörganges ist sehr unterschiedlich (5-10 cm) und hängt von der Grösse und der Rasse ab. Ähnlich verhält es sich mit dem Durchmesser des Gehörganges. Beim Shar Pei zum Beispiel ist der Durchmesser des Gehörganges kleiner als bei anderen Rassen vergleichbarer Grösse. Der Gehörgang weist Drüsen auf, die unter anderem Ohrschmalz produzieren. Cocker Spaniel zum Beispiel haben mehr Drüsengewebe als andere Rassen.
Das Trommelfell ist die Membran, welche das äussere Ohr vom Mittelohr trennt. An seiner Innenseite ist ein knöcherner Verstärker (Gehörknöchelchen: Hammer, Amboss und Steigbügel) angebracht, der die Schallwellen mechanisch auf die Gehörmembran des Innenohrs übeträgt. Das Mittelohr ist mit dem Rachen über einen feinen Gang verbunden, der Eustach'schen Röhre.
Im Innenohr sind die Empfänger (Rezeptoren) lokalisiert für das Hören und das Gleichgewicht. Hier werden mechanische Signale in elektrische Signale umgewandelt und über den Gehörnerv und den Gleichgewichtsnerv an die entsprechenden Gebiete im Hirn übertragen.
Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazinen 5/2002
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Autor:
Andreas H. Hasler,
Dr.med.vet., Diplomate American & European College of Veterinary Internal Medicine
Tierärztliches Überweisungszentrum
Hauptstrasse 21
CH-4456 Tenniken
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