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Das Kandidaten-Karussell der Republikaner dreht weiter. Wie bekannt worden ist, steht nun auch Rick Perry für eine Nominierung als US-Präsident zur Verfügung. Seine Bereitschaft tat der frühere Gouverneur von Texas auf seiner Website kund.
Der Wiederholungstäter
2012 hatte sich Perry schon einmal um die Präsidentschaft in den Vereinigten Staaten beworben. Allerdings hatte er sich damals bei den Vorwahlen seiner republikanischen Partei nicht durchsetzen können.
Der 65-Jährige hat dabei nicht nur mit seinen politischen Ambitionen Schlagzeilen gemacht, sondern auch mit einem blamablen TV-Auftritt. Vor laufender Kamera ist ihm eine Regierungsbehörde entfallen, die er doch hätte abschaffen wollen.
Seither hat sich Perry als überlegter Kandidat präsentieren können, der mit Unternehmerfreundlichkeit und einer harten Linie in der Zuwanderungs- und Aussenpolitik zu gewinnen versucht.
Der Geheimniskrämer
Nach monatelangen Spekulationen um eine mögliche Präsidentschaftskandidatur heizte auch Jeb Bush die Diskussion um seine Absichten weiter an. Mit den Worten «coming soon» versprach er auf seiner Website, am 15. Juni sein Schweigen zu brechen. Beratern zufolge wird er dann an einem College in Miami verkünden, ob er kandidieren wolle.
Bush hat durch seinen Vater George H. W. Bush und seinen Bruder George W. Bush beste Kontakte zu grossen Geldgebern. Auch kann er auf den Rückhalt vieler Latinos in den USA zählen, zumal er mit einer Mexikanerin verheiratet ist und spanisch spricht.
Der Lagerwechsler
Am selben Tag wie Perry offiziell und Bush durch die Blume ihre Kandidatur verkündeten, gab auch Lincoln Chafee bekannt, dass er ins Rennen um das Weisse Haus einsteigen wolle. Der frühere republikanische US-Gouverneur und Senator kündigte am Donnerstag offiziell seine Bewerbung für die Kandidatur an.
Der 62-jährige Chafee ist damit der dritte Herausforderer der ehemaligen First Lady und Aussenministerin Hillary Clinton, die als klare Favoritin bei den Vorwahlen gilt. Chafee stimmte 2002 als einziger republikanischer Senator gegen die Irakinvasion. Später wechselte er zunächst ins Lager der Unabhängigen, 2013 dann zu den Demokraten.
Offiziell erklärt haben ihre Kandidatur damit zehn namhafte Republikaner, darunter Ted Cruz, Rand Paul und Marco Rubio. Mindestens fünf weitere Kandidaten sind im Gespräch. Im Lager der Demokraten sind vier Kandidaten offiziell im Rennen. Die US-Vorwahlen beginnen im Januar, die Präsidentenwahl ist im November 2016.