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Spielfilm von
Vittorio De Sica
mit Lamberto Maggiorani, Enzo Staiola, Lianella Carell, Gino Saltamerenda, Vittorio Antonucci, Giulio Chiari, Elena Altieri u.a.
I 1948, 89', 35mm, s/w, OV/df
Antonio Ricci lebt zusammen mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in einer kleinen Wohnung in einer der schmutzigsten Gegenden Roms. Der zweite Weltkrieg ist vorbei und ein jeder kämpft um Arbeit, um Essen in den Magen zu kriegen. Antonio hat Glück und findet eine Anstellung als Plakatankleber und ist fortan auf seinem Fahrrad unterwegs – bis ihm dieses gestohlen wird. Damit ist seine Existenz bedroht und mit seinem Sohn Bruno macht er sich auf zu einer Odyssee durch Roms Strassen, um den Dieb und das dringend benötigte Rad wiederzufinden.
Vittorio De Sicas «Fahrraddiebe» («Ladri di biciclette») aus dem Jahr 1948 gilt als eines der Hauptwerke des italienischen Neorealismus. Er erhielt 1950 einen Ehren-Oscar als bester ausländischer Film, der 1949 in den Vereinigten Staaten in die Kinos kam. De Sica würzt die Irrfahrt seiner beiden Antihelden mit sozialkritischer Schärfe, zeigt Not und Elend einer Zeit, in der Armut und Arbeitslosigkeit tonangebend sind, vor allem aber demaskiert er die kalte Gleichgültigkeit der Menschen untereinander. Bis heute hat der Film nichts von seiner Intensität eingebüsst. In eindringlichen Bildern zeigt er das Leid der italienischen Nachkriegsgesellschaft.