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Trichophyton verrucosum gehört zur Gruppe der Dermatophyten. Dies sind Fadenpilze (Hyphomycetes), welche als Krankheitserreger nur auf der Körperoberfläche von Mensch und Tier vorkommen und dort Dermatomykosen hervorrufen (Gedek 2007a).
Tenazität / Virulenz
Die Sporen der zu den Ascomyzeten gehörenden Fadenpilze sind sehr widerstandsfähig. In trockenem Material können sie mehrere Jahre lebensfähig bleiben, in feuchter Umgebung und bei höheren Temperaturen keimen sie aus und sterben dann schnell ab (Rosenberger 1994b).
Im Haarkleid oder auf der Haut befindliche Sporen sind gegenüber UV-Strahlung und Sonnenlicht sehr widerstandsfähig. Sie keimen aus und wachsen in die Haarfollikel, später in Haar und Bulbus ein; das befallene Haar fällt aus oder bricht ab. Die Pilze leben in den oberflächlichen verhornten Hautschichten, erzeugen aber durch proteo- und keratolytische Fermente, sowie Ektotoxine auch Entzündungserscheinungen und Parakeratose (Rosenberger 1994b).
Veterinärmedizinische Relevanz
Trichophyton verrucosum besitzt als Dermatophyt eine Prädilektion für das Keratin der Haut und deren Anhangsgebilde (Haare, Federn, Horn) und ist der Erreger der Trichophytie beim Rind (Gedek 2007a; Rosenberger 1994b). Er gilt als fakultativ pathogen (Rosenberger 1994b). Die Trichophytie ist eine vorwiegend bei Jungrindern, häufig in den Wintermonaten vorkommende und meist enzootisch auftretende Hautpilzinfektion. Die Infektion erfolgt durch direkten Kontakt oder über infizierte Stallungen, Geräte und Putzzeug. Bevorzugte Körperstellen für einen Befall sind Kopf, Hals und Aftergegend, seltener Rücken, Kruppe und Seitenbrust (Gedek 2007a; Rosenberger 1994b). Das typische Krankheitsbild besteht in runden, bis handtellergrossen und teilweise konfluierenden haarlosen Stellen, die mit bis zu 0,5 cm dicken Borken und Schuppen bedeckt sind; Juckreiz fehlt häufig. Die ersten klinischen Erscheinungen sind 3 - 4 Wochen nach der Infektion sichtbar, nach 8 Wochen voll ausgeprägt und heilen innerhalb von 3 - 5 Monaten vollständig ab. Bakterielle Infektionen können den Krankheitsverlauf verkomplizieren (Rosenberger 1994b).