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Lieferkettenengpässe können erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben. Deutschland importiert beispielsweise 8 % seiner Vorprodukte aus Niedriglohnländern (die Vereinigten Staaten beziehen 4,6 % ihrer Vorleistungen aus diese Volkswirtschaften).
Es gibt drei Möglichkeiten, wie Unternehmen ihre Vorleistungen widerstandsfähiger machen können, und nur eine davon erfordert eine Beteiligung der Regierung.
Eine Möglichkeit besteht darin, die Produktion aus Entwicklungsländern zurückzuholen. Eine zweite Möglichkeit für Unternehmen ist der Aufbau von Lagerbeständen.
Drittens können Unternehmen Inputs aus zwei oder sogar drei Quellen beziehen und sich auf Lieferanten aus verschiedenen Kontinenten verlassen, um das Risiko von Naturkatastrophen oder anderen regionalen Störungen abzusichern. Die starke regionale Konzentration von auf die Herstellung bestimmter Vorprodukte spezialisierter Unternehmen erschwert allerdings die Diversifizierung. Die meisten Herstellfirmen von Chips, Batteriezellen und pharmazeutischen Inhaltsstoffen sowie seltenen Erden wie Kobalt und Lithium haben ihren Sitz in Asien. In solchen Fällen können Regierungen eine nützliche Rolle spielen, indem sie Unternehmen dabei helfen, mehr potenzielle alternative Zulieferunternehmen bereitzustellen. Durch Anreize für Unternehmen, in Sektoren mit hoher Anfälligkeit für Lieferunterbrechungen zu wechseln, können Regierungen in der EU und den USA sicherstellen, dass sowohl in Europa als auch in Nordamerika eine ausreichende Anzahl von Herstellfirmen von Vorprodukten zur Verfügung steht, um sich gegen das Risiko von Lieferunterbrechungen abzusichern. (Auszug aus Dalia Marin, Ökonomenstimme vom 6. Okt. 2021)