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Camille Gorgé war von 1940 bis 1945 Schweizer Gesandter in Tokio und wurde als solcher zu einem aussergewöhnlichen Zeugen dieser tragischen Phase der Weltgeschichte. Seine bisher unpublizierten Memoiren mit dem Titel «Débâcle au Soleil-Levant: Journal d’un témoin» verfasste er kurz nach Kriegsende. Gorgé trug darin seine Erinnerungen, persönliche Notizen, offizielle Berichte und Korrespondenzen sorgfältig zusammen. In seiner Rolle als Interessenvertreter zahlreicher kriegführender Staaten in Japan hat Gorgé zum einen Fakten und Gedanken über seine diplomatische Arbeit aufgeschrieben, zum anderen aber auch die Entwicklungen des weltweiten Konflikts dokumentiert.
In Band 10 der Reihe Quaderni di Dodis wird dieses über 500 Seiten starke Dokument, das den Zeitraum vom 7. Januar 1940 bis zum 2. Oktober 1945 abdeckt, in Form einer thematischen und kritischen Edition veröffentlicht. Die Auswahl der publizierten Passagen, in einem eleganten und persönlichen Stil verfasst, stellen eine einmalige Ergänzung der gewohnten diplomatischen Quellen dar. Die Tagebuchauszüge gewähren originelle Einblicke in die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Japan sowie in die dramatischen Ereignisse, die sich während des Zweiten Weltkrieges im Asien-Pazifik-Raum abgespielt haben. Es handelt sich um ein einzigartiges Dokument!
Zum Buch: www.dodis.ch/q10
Zum digitalen Abbild des kompletten Tagebuchs: dodis.ch/50633