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Dieses Resultat war nicht erwartet worden, nachdem der Bündner das Verfolgungsrennen über 15 km klassisch an fünfter Stelle in Angriff genommen und am Samstag mit einem Podestplatz über 10 km Skating überzeugt hatte. Der Schweizer Teamleader erwischte weder den besten Tag noch den besten Klisterski. In den Abfahrten hielt Cologna zwar gut mit, in den Anstiegen hingegen war die Haftung etwas zu gering. Der Kräfteverschleiss, um dieses Manko zu kompensieren, machte sich ab Kilometer 10 bemerkbar.
Den Gesamtsieg sicherte sich Martin Johnsrud Sundby mit einem Sololauf. Der 31-Jährige aus Oslo, der 24 Sekunden vor den härtesten Konkurrenten um den Gesamtsieg gestartet war, schüchterte die Konkurrenz mit einem Blitzstart ein. Auf den ersten 2,5 km nahm er Cologna und Co. weitere 13 Sekunden ab. Sundby feierte zum sechsten Mal in Serie den Gesamtsieg in einem Mehretappenrennen. Somit setzte er sich von Cologna und Petter Northug ab, die im Weltcup bislang je fünf Toursiege vorweisen können.
Wichtige Weltcuppunkte holte Northug, der den Endspurt der Verfolger gewann. Cologna befand sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im ersten Verfolgerfeld. Der dreifache Olympiasieger musste in der fünften von sechs Schlaufen abreissen lassen. Immerhin limitierte er zum Schluss den Schaden, in dem er noch ein paar Athleten überholte. Der 13. Rang trägt ihm bloss 40 Zusatzsatzpunkte für die Weltcup-Wertung ein, die er diesen Winter zum vierten Mal gewinnen will. Gegenüber Sundby und Northug, die 200 beziehungsweise 160 Zähler einheimsten, befindet sich der Schweizer bereits in der Defensive. Ob Sundby und seine Teamkollegen ihre Dominanz im Laufe des Winters aufrecht erhalten werden, muss sich erst weisen. Mit der Tour de Ski Anfang Januar und der Skitour Canada im März folgen noch zwei weitere Etappenrennen, deren Gesamtsieg mit 400 Zählern belohnt wird. Die Entscheidung um die grosse Kristallkugel fällt bei diesen Rendez-vous’.
Die Norwegerin Therese Johaug gewann ähnlich überlegen wie Sundby die Overall-Wertung der über drei Etappen führenden Minitour. Ein persönliches Drama spielte sich beim Verfolgungsrennen in ihrem Rücken ab. Heidi Weng (No), die in den Kampf um Rang 2 involviert war, bog eine Runde zu früh auf die Zielgerade ein. Sie lag völlig ausgepumpt im Schnee, als sie von ihrem Lapsus erfuhr. Somit war für Stina Nilsson (Sd) und Ingvild Flugstad Östberg (No) der Weg aufs Podest frei. Weng wurde bloss noch Neunte.
Die Bernerin Nathalie von Siebenthal hielt über 10 km klassisch nicht mehr so gut mit wie am Samstag im Skating und wurde Gesamt-25.
(SI)