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Geschichlicher Hintergrund

Das älteste medizinische Werk, der „Innere Klassiker des Gelben Kaisers" beschreibt Akupunktur und Moxibustion, als eines der fünf Hauptgebiete der traditionellen chinesischen Medizin erstmals um 200 vor Chr. Nachforschungen von Sima Qian zeigen auf, dass bereits 3000 Jahre vor Chr. mit Steinnadeln und Bambussplittern behandelt wurde; während neuere Grabfunde den Gebrauch derartiger therapeutischer Instrumente gar vor 4000 Jahren bestätigen.

Die Erweiterung der Meridianlehre wurde 1575 erstmals von Li Shizhen schriftlich festgehalten. Diese von ihm beschriebenen „Acht unpaarigen Leitbahnen" haben bis heute unbestrittene Gültigkeit.
Zusammenfassende Werke, über die Theorien der gesamten traditionellen chinesischen Medizin, welche über Jahrhunderte erarbeitet wurden, entstanden im 16. und 17. Jahrhundert. Alle späteren Lehrbücher, auch die der neusten Zeit, sind lediglich aufgearbeitetes und differenziertes Wissen.
In Europa wurde die Akupunktur erstmals 1657 in Holland angewendet. Paris erlebte um 1810 beinahe eine AkupunkturEuphorie. So wurden insbesondere bei Schmerzbehandlungen die Nadeln mit Erfolg eingesetzt. Ab 1850 wurde es um dieses Fachgebiet wieder still. Einen erneuten Aufschwung erlebte die Akupunktur um 1900 durch Soulie de Morant. Er vermittelte erstmals den theoretischen Hintergrund zur TCM, welchen er während 30 Jahren in China erlernt hatte.
Nachdem der Amerikanische Präsident Nixon während eines Staatsbesuches in China bei einer notfallmässigen Operation mit Akupunktur erfolgreich anästhesiert wurde, fand diese Fachrichtung ihren endgültigen Durchbruch auch im Westen. Seither findet Akupunktur als Behandlungsmethode immer mehr Verbreitung.