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Zahlen aller Grössen kommen immer wieder in der Bibel vor. Markus Lau, Theologie-Oberassistent an der Universität Freiburg, spricht in diesem Zusammenhang von einem «spannenden Thema».
Nimmt man das Alte und das Neue Testament diesbezüglich unter die Lupe, so ergibt sich in der Tat ein vielfältiges Bild.
Eins ist in der Bibel die Zahl der absoluten Vollkommenheit. Es gibt nur einen Gott und nur einen Christus. Drei ist die Zahl der Trinität (Dreieinheit) aus Vater, Sohn und Heiligem Geist. Vier ist die Anzahl der Evangelien. «Es gibt natürlich mehr als vier Evangelien in der antiken Literatur», sagt Markus Lau dazu. «Aber nur vier haben Eingang in den biblischen Kanon gefunden.»
Sieben Tage dauerte die Schöpfung, von der die Anzahl Wochentage abgeleitet ist. Die katholische Lehre von den sieben Kardinaltugenden und den sieben Todsünden ist hingegen nicht biblischen Ursprungs.
Die neunte Stunde war die Todesstunde Jesu, und zehn ist die Anzahl der Gebote, die Moses von Gott empfangen hat.
Sehr wichtig ist auch die Zahl Zwölf, die der Anzahl der Monate und der Tagesstunden entspricht. So gab es zwölf Stämme Israels und zwölf Jünger Jesu, ausserdem zwölf Löwen am Throne Salomos.
40 ist die Zahl der Prüfung. So war Mose 40 Tage und Nächte auf dem Sinai. Das Volk Israel reiste 40 Jahre durch die Wüste. 40 Jahre herrschten die Philister über Israel, und Jesus fastete 40 Tage und Nächte lang.
Aber auch noch grössere Zahlen haben in der Bibel ihre Wichtigkeit – vor allem in der Apokalypse. 666 ist in der Offenbarung die Zahl des Antichristen, im 1000-jährigen Reich wird der wiedergekommene Christus auf der Erde regieren, und die Zahl der sogenannten Versiegelten beträgt 144 000.
Im Rahmen einer Sommerserie betreiben die FN Zahlenspielerei: Eine Zahl bildet den Ausgangspunkt einer Geschichte.