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Diksmuide ist eine Stadt in Westflandern an der Yser gelegen mit historischer Vergangenheit.
Seit dem 9. Jahrhundert bestand eine fränkische Siedlung unter dem Namen Dicasmutha an einem kleinen Wasserlauf nahe der Yser. Im 10. Jahrhundert war eine Kapelle und ein Marktplatz vorhanden. Im 12. Jahrhundert erhielt der Ort Stadtrechte, 1270 wurde eine Stadtmauer errichtet. Die Bewohner lebten von der Landwirtschaft und der Leinenweberei. Vom 15. Jahrhundert (Plan 1649) bis zur Französischen Revolution war die Stadt von den ständigen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Niederlanden, Frankreich, Österreich und Spanien stark betroffen. Erst im 19. Jahrhundert brachen friedlichere Zeiten für die Bewohner an, die auch einigen Wohlstand brachten.
Diksmuide - Auf dem Schlachtfeld der Geschichte
Wie Passendaele, Ieper und Langemark ist der Name der Stadt mit den flandrischen Schlachtfeldern des I. Weltkriegs verbunden. Neben Nieuwepoort und Ieper war sie eine der drei Frontstädte. Als die deutsche Armee beim Marsch durch Belgien im Oktober 1914 Diksmuide erreichte, wurde die Region durch Öffnen der Schleusen der Yser geflutet. Dies führte zu der Schlacht an der Yser. Im Verlauf des Krieges wurde die Stadt dann vollständig zerstört und in den 1920er Jahren wieder aufgebaut.
Viele Museen, Denkmäler, Friedhöfe und Verteidigungsgräben des Ersten Weltkrieges erwecken die Fronten wieder zu neuem Leben.
Heute empfängt Diksmuide das mitten in einer einfach faszinierenden Landschaft in flämischen Westhoek-Region liegt, nur 15 km von der Nordseeküste entfernt, seine Besucher mit einem wundervollen Stadtzentrum. Die Vergangenheit hat diese Stadt einst reich gemacht. Daher kann man bei seinem Rundgang durch das Stadtzentrum noch immer überraschend attraktive Ecken entdecken. Als Lebenskünstler habe ich natürlich auch die regionale Gastronomie und die gemütliche Atmosphäre genossen. Ich kann nur Raten wenn ihr diese Gegend auch bereisen wollt nehmt euch Zeit, es gibt so viel zu sehen und zu geniessen.
Auf dem Grote Markt (Grossen Markt) bieten Kaufleute schon seit dem 13. Jahrhundert ihre Ware auf dem wöchentlichen Montagsmarkt an. Die Westseite war lange Zeit für die grossen Mengen an Butter und Käse bestimmt, jetzt erinnern nur noch die Boterhalle (Butterhalle) und die Butter- und Käsefeste am Pfingstmontag daran. Flankiert wird er durch das markante Rathaus
Der erste Stein des Rathauses (Stadhuis) wurde 1428 gelegt. Im 16. und 18. Jahrhundert wurden grosse Verbauungen durchgeführt. Ende des 19. Jahrhunderts kam eine neue neogotische Stadt, die wurde im ersten Weltkrieg (1914-1918) zerstört. Jetzt sehen wir den regionalen flämischen Renaissancestil und die Maueranker zeigen die Jahreszahl 1923. Der neue Belfort-Turm ist ein typisch flämisches und mittelalterliches Symbol der städtischen Freiheit.
Nach einem Stadtbrand, 1333, wurde eine alte Kapelle umgebaut zu einer gotischen Hallenkirche, die Sint-Niklaaskerk, die zusammen mit der reichen Einrichtung, 1914 der Verwüstung nicht entkam. Die heutige Kirche ist eine Rekonstruktion des gotischen Gebetshauses mit der zierlichen (österreichischen) Turmspitze aus dem 18. Jahrhundert.
Das Postamt (Postkantoor) befindet sich eine nach 1918 wieder aufgebauten Patrizierwohnung, die während des 80-jährigen Krieges (1568-1648) die Residenz des spanischen Gouverneurs oder seines Ortkommandanten war.
Der IJzerturm
Darüber habe ich zusammen mit dem Museum Totengang einen eigenen Bericht gemacht.
Sint-Niklaaskerk
Nach einem Stadtbrand,
1333, wurde eine alte Kapelle umgebaut zu einer gotischen Hallenkirche,
die Sint-Niklaaskerk, die zusammen mit der reichen Einrichtung, 1914 der
Verwüstung nicht entkam. Die heutige Kirche ist eine Rekonstruktion des
gotischen Gebetshauses mit der zierlichen (österreichischen) Turmspitze
aus dem 18. Jahrhundert.
Das Liebfraueneckchen
Dieser Ort in Oud-Stuivekenskerke wurde als Vorposten in die erste belgische Verteidigungslinie an der Front integriert. Der Kirchturm war ein ausgezeichneter Beobachtungsposten.
Deutscher Soldatenfriedhof in Vladslo
Im Ortsteil Vladslo befindet sich einer der grössten deutschen Soldatenfriedhöfe in Flandern. Dort ruhen 25.638 Gefallene. Anlässlich des Todes ihres 18-jährigen Sohnes Peter, eines Kriegsfreiwilligen, meisselte die expressionistische Künstlerin Käthe Kollwitz die eltberühmte Skulptur “Das trauernde Elternpaar.
Belgischer Soldatenfriedhof in Keiem
Der belgische Soldatenfriedhof in Keiem bietet 628 belgischen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg eine letzte Ruhe-Stätte. Viele davon sind unbekannt.