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Han
Der Han ist ein Brett (Klanginstrument) das in Zen-Klöstern angeschlagen wird, um die Praktizierenden (Mönche) zum Zazen und zu den verschiedenen Zeremonien zu rufen. Das Brett hängt neben der Vordertür der Meditationshalle. Es ist eines der vielen Klanggeräte, die im Kloster die Zeit anzeigen, d.h. das Leben im Zen-Kloster vom Aufstehen bis zum Schlafengehen streng regeln. An einem Seil unter dem Brett hängt der Holzschlegel. Geschlagen wird der Han indem der Mönch das Seil mit einer Hand hält und mit der anderen Hand mit dem Schlegel auf das Brett schlägt. Der mit diesem Dienst beauftragte Mönch schlägt mehrmals am Tag mit sieben, fünf und drei Schlägen auf das Brett. Dies geschieht zum Wecken bei Tagesanbruch, bei Sonnenuntergang und zu weiteren Zeiten.
Der Kreis (Enso) auf dem Han symbolisiert das Zeichen des Absoluten. Durch das Schlagen bildet sich im Laufe der Jahre eine Vertiefung und schliesslich ein Loch im Brett. Wenn das Holzbrett durchlöchert ist, darf der Tradition nach, solange kein Zazen abgehalten werden, bis ein neues Brett aufgehängt ist. Es ist anzunehmen, dass aus diesem Grund der Han besonders kraftvoll geschlagen wird.
Auf dem Han steht geschrieben:
Geburt und Tod sind wichtige Sachen
Nutze jeden Moment
Alles ändert schnell
Zeit wartet nicht auf den Menschen