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Seit 1969 war das traditionsreiche Hotel Schwanen, dessen Geschichte bis ins Mittelalter reicht, im Besitz des Architekten und Unternehmers Quirino Riva, dem auch das Schloss Rapperswil gehört. Lange Zeit führte seine Frau das Hotel. Nach ihrem Tod 2016 schloss er das Haus und suchte seither nach einem Pächter.
Eineinhalb Jahre mit Polen im Gespräch
Nun hat Riva es an den Staat Polen verkauft. Dies berichtet linth24.ch. Die Suche nach einem Nachfolger in der Familie oder mit anderen Schweizer Gastro-Unternehmen sei erfolglos gewesen, sagte der ehemalige Besitzer dem Newsportal.
Vor eineinhalb Jahren sei über die Botschaft in Bern und insbesondere über deren Botschafterin der Staat Polen auf ihn zugekommen. Daraus habe sich eine gute Beziehung zwischen ihm als Verkäufer und dem polnischen Staat als Käuferin des Schwanen-Komplexes ergeben.
Polen und Rapperswil sind historisch verbunden
Der polnische Staat habe, so Quirino Riva, «genügend Kraft und auch den Willen», um in den Schwanen zu investieren. So seien mehrere Millionen Franken erforderlich, um das Hotel zeitgemäss umzubauen und auszustatten.
Offenbar hat Rapperswil für Polen eine besondere Bedeutung: Im 19. Jahrhundert flohen viele Polinnen und Polen in die Schweiz, nachdem ihr Land vom russischen Zaren besetzt wurde. Dabei liess sich Graf Władysław Plater in Rapperswil nieder.
Museum im Schwanen geplant
Auf Plater gehen die 1868 errichtete, heute vor dem Rapperswiler Schloss stehende «Polnische Freiheitssäule» und das zwei Jahre später eröffnete erste Polnische Nationalmuseum im Schloss zurück. Dieses muss aber aus dem Schloss ausziehen und suchte nach einer neuen Lokalität.
Diese wurde nun im Schwanen gefunden. Dort soll die Gastronomie und der Hotelbetrieb wieder aufgenommen und in einem Teil des Hauses das polnische Museum eingerichtet werden. Der Staat Polen soll bald über die Zukunft des Hotels informieren.
(lol)