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Lexikon
Ölsäure
Ölsäure ist eine farb- und geruchslose Omega-9-Fettsäure, die im menschlichen Körper hergestellt werden kann. Die auch als Oleinsäure, Z-9-Octadecensäure oder cis-9-Octadecensäure bezeichnete Fettsäure kommt in vielen Lebensmitteln vor. Hohe Konzentrationen werden in Olivenöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl, Erdnussöl oder Traubenkernöl gefunden. Geflügel und anderes Fleisch sind ebenfalls gute Quellen für Ölsäure.
Anders als Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren sind Omega-9-Fette keine “essentiellen Fettsäuren”, da sie aus ungesättigten Fettsäuren synthetisiert werden können. Nicht-essentielle Fettsäuren sind alle Fettsäuren, die im Körper produziert werden können und daher nicht über Nahrungsquellen aufgenommen werden müssen.
In angemessenen Mengen genommen, werden Ölsäuren in einigen Untersuchungen mit einer Krebsprävention und zur Senkung des Cholesterinspiegels in Verbindung gebracht. Eine Studie der University of Edinburgh ergab, dass einfach ungesättigte Fettsäure zur Verringerung von krebserregenden Proteinen führt. Ölsäure könnte auch eine Rolle bei den intrazellulären Signalwegen spielen, die an der Entwicklung von Krebszellen beteiligt sind.
Ölsäure kann ausserdem die Gehirnfunktion verbessern. Bei älteren Menschen mit mediterraner Ernährung zeigte sich, dass ein regelmässiger Verzehr von einfach ungesättigten Fettsäuren, Schutz vor kognitivem Verfall bot. Laut Forschung hat Ölsäure positive Auswirkungen auf Typ-2-Diabetes und die Aktivität des Insulins.
Einige Untersuchungen haben herausgefunden, dass Olivenöl die Senkung des Blutdrucks und eine Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit unterstützen kann. Olivenöl enthält etwa 80 Prozent Ölsäure. Der Verzehr von Olivenöl und anderen Lebensmitteln, die reich an Omega-9-Fettsäuren sind, erhöht den Ölsäurespiegel in den Membranen. Die Fettsäure verändert die Struktur der Membran und ihre physikalischen Eigenschaften und steuert die Zellsignalisierung, was zu einer Senkung des Blutdrucks führt.
Ölsäure kann auf der Haut helfen, Feuchtigkeit aufzufüllen, freie Radikale zu bekämpfen und gereizte Regionen zu beruhigen. Es ist ein schwereres Öl, aber es dringt gut in die Haut ein. Ölsäure kann auch dazu beitragen, dass andere Inhaltsstoffe der Hautpflege besser aufgenommen werden, um die Wirksamkeit zu verbessern. Es ist eine gute Ergänzung zu Anti-Aging-Seren, intensiven Feuchtigkeitscremes und regenerierenden Cremes.
Ölsäure ist reich an Antioxidantien. Diese helfen, freie Radikale abzuwehren, die zu vorzeitiger Hautalterung führen können. Sonnenschäden und Umweltstressoren können zu Falten, feinen Linien und einem ungleichmässigen Hautton führen. In diesem Sinne hilft die Beseitigung freier Radikale, den Alterungsprozess zu verlangsamen.
Die vorteilhaftesten Wirkungen der Ölsäure beruhen jedoch auf den potenziell entzündungshemmenden Eigenschaften. Zu viel Fettsäuren kann jedoch zu einer Fettakkumulation in der Leber (Fettleber) führen. Zur Deckung des Tagesbedarfs reichen 20 Gramm Ölsäure (1,5 Esslöffel) anstelle anderer Fettsäuren. Denken Sie aber daran, dass andere Lebensmittel oft einen hohem Ölsäuregehalt besitzen, wie zum Beispiel Käse, Pizza, Burger, Milch, Eier, Desserts und Öle in Chips oder Salatdressing.