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Die Erkenntnis, dass der Mensch ohne Bildung sich nicht seiner Natur gemäss entfalten kann, ist ein Resultat des Humanismus und der Aufklärung. Daraus leitet sich das Recht auf Bildung ab. Sie soll die jungen Menschen dazu befähigen, Bürgerinnen und Bürger zu werden, die allen Anforderungen des Lebens im individuellen, sozialen und staatlichen Bereich gewachsen sind. Ein demokratisches Gemeinwesen kann nur mit mündigen Staatsbürgerinnen und -bürgen lebendig sein. Es basiert auf Werten und Normen, die sich an den allgemeinen Erkenntnissen über die Natur des Menschen und an den Grund- und Menschenrechten orientieren. Sie zu vermitteln ist eine der wichtigsten Aufgaben der Volksschule. Sie sind Grundpfeiler eines demokratischen, gleichwertigen und friedlichen Zusammenlebens der Menschen und Völker.
Wir wehren uns deshalb gegen den Versuch, Bildung und Schule anderen Interessen zu opfern, wie es mit dem Lehrplan 21 einhergeht.
«Die Bildung muss auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muss zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein. »
(Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen Artikel 26,2)