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Die Ausbeutung natürlicher Ressourcen zugunsten wirtschaftlicher Interessen geht oft einher mit gravierenden Menschenrechtsverletzungen. PBI begleitet in allen Projektändern bedrohte MenschenrechtsverteidigerInnen (MRV), die sich für Land- und Umweltrechte einsetzen.
Drei Beispiele von Begleiteten in diesem Themenbereich:
Friedensgemeinde San José de Apartadó, Kolumbien
Inmitten des bewaffneten Konflikts gründeten Kleinbauern im Departement Antioquia im Nordwesten Kolumbiens im Jahr 1997 die Friedensgemeinde San José de Apartadó (SJA). Eine Gemeinde, welche sich selbst als neutral deklariert und jegliche Präsenz von bewaffneten Gruppen auf ihrem Territorium ablehnt. Dadurch geraten sie jedoch immer wieder zwischen die Fronten, werden bedroht und angegriffen: 326 Mitglieder sind seit 1997 ermordet worden und die Gemeinde verzeichnet über 4'000 Menschenrechtsverletzungen. PBI begleitet SJA seit 1999 in ihrem friedlichen Protest gegen die andauernde Gewalt.
- The Haven, Film von PBI Kolumbien zur Friedensgemeinde SJA, März 2015
- Tierra, Cultura y Conflicto, Publikation von PBI Kolumbien, Dezember 2017
Educa, Mexiko
Educa wurde 1994 gegründet und hat ihren Sitz in Oaxaca Stadt. Die Organisation unterstützt indigene Gemeinschaften im Bundesstaat Oaxaca. Educa begleitet organisatorische Prozesse, damit die indigenen Gemeinschaften ihre Rechte einfordern und verteidigen können. Seit dem Jahr 2006 unterstützt sie beispielsweise den Rat der vereinigten Dörfer zur Verteidigung des Río Verdes (COPUDEVER), bestehend aus 5 Gemeinden und mehr als 25 Gemeinschaften entlang der Küste Oaxacas. Diese leisten Widerstand und verteidigen ihr Land gegen den Bau eines Wasserstaudammes. PBI begleitet die Organisation seit 2013.
- Defender la Vida, Publikation von PBI Mexiko, November 2017
Union der Bauernorganisationen von Verapaz (UVOC), Guatemala
Die UVOC, gegründet in den 1980er Jahren, fördert die Verteidigung der Landrechte der indigenen Dorfgemeinschaften in den Gebieten Alta und Baja Verapaz. Die Organisation bietet den Menschen unter anderem Rechtsbeistand und –beratung an, um ihnen zu ihrem rechtmässigen Land-Besitz zu verhelfen. Die UVOC nimmt ausserdem an Dialogen mit staatlichen VertreterInnen und Grossgrundbesitzern teil, die Lösungen für die zahlreichen Landkonflikte bringen sollen. PBI begleitet UVOC seit 2005, als die Mitarbeitenden erstmals ernsthaften Drohungen und Einschüchterungen ausgesetzt waren.
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