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Eine Studie über die Seeverlegung der 220-Kilovolt-Linie im Kanton Neuenburg habe vor allem gezeigt, dass eine solche Lösung mit grossen technischen Schwierigkeiten verbunden sei. Dies hält der Freiburger Staatsrat in einer Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss von Grossrat Laurent Thévoz (Grüne, Freiburg) fest. So müssten mehrere Zwischenaustritte der Leitung aus dem See vorgesehen werden und die Stationen beim See-Eintritt und -Austritt wären relativ gross und würden ein Standortproblem verursachen. Weitere Probleme wären die hohen Kosten sowie die Schwierigkeit, die Leitung bei Schäden innert nützlicher Frist zu reparieren.
In seinem Vorstoss wollte Thévoz wissen, ob der Staatsrat für die Höchstspannungsleitung Yverdon–Galmiz vom Bund die Prüfung einer Seeverlegung verlangt habe, wie dies die Neuenburger Regierung für eine Leitung auf ihrem Kantonsgebiet getan habe. Zudem fragte Thévoz den Staatsrat, ob es Kontakte zwischen den beiden Kantonen gäbe, um allenfalls eine gemeinsame Leitung zu prüfen.
Eine solche gemeinsame Leitung wäre laut Staatsrat mit weiteren Problemen verbunden: Die beiden Leitungen hätten eine andere Funktion, und Yverdon–Galmiz weise eine höhere Spannung auf. «Diese Leitung betrifft auch eine SBB-Leitung, die aus betrieblichen Gründen nicht durch den See geführt werden kann», schreibt der Staatsrat. Die vorgesehene Verbindung mit anderen Freileitungen würde zudem mit der Seevariante auch nicht möglich.
Aufgrund der genannten Probleme sei es nicht nötig, sich mit dem Kanton Neuenburg diesbezüglich abzusprechen, so der Staatsrat. Grundsätzlich sei es in erster Linie Aufgabe des Bundesamtes für Energie (BFE), unter Beachtung aller Faktoren und Interessen, die beste Lösung für die Leitung Yverdon–Galmiz zu finden. In seiner Stellungnahme vom April 2008 habe der Staatsrat zudem bereits festgehalten, dass es gelte, den Bau einer Leitung durch den Neuenburgersee zu prüfen und eine entsprechende Studie zu berücksichtigen.
Zurzeit ist eine Erdverkabelungsstudie auf dem gesamten Abschnitt Yverdon–Galmiz hängig, welche das BFE im Juli 2012 als Ergänzung des Dossiers von der Netzbetreiberin Swissgrid verlangt hat.