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Bevor der nächste Turm kommt machen wir ein kleines Fest im Städtebau = «Urbanisme», denn im Bild ist Paris sofort erkennbar. Das rührt nicht nur vom überall verwendeten hellen Stein her. Es ist die unlimitierte Zahl von fassadenvariationen innerhalb der Regeln von Haussmann (1853 etabliert). In späteren Zeiten kommt der reiche Dekor, hier mit Karyatiden, die das Gebälk tragen. Damit wird der Ecksituation des Gebäudes Rechnung getragen.
Stolz wird das Werk mit 1882-85 und dem Namen des Architekten auf der Fassade «signiert». Das gilt für jedes «Haussmann-Haus», jede «haussmannienne», wie man sie in Paris nennt.
Zur Erinnerung: Das haussmannsche Prinzip beinhaltet die Höhenteiligkeit der Fassade mit Erdgeschoss/Mezzanin, darüber 3 Wohngeschosse und zum oberen Abschluss eine zurückgesetzte Attika. Durchgehende Balkone gibt es nur im 2. Geschoss und vor der Attika.
Eine kleine Delikatesse zu Ostern: Die Klappläden sind in so schmale Segmente geteilt, dass sie zusammengefaltet in der Fensterlaibung verschwinden können.