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Flurin Schnyder ist im Bike-OL der Durchbruch gelungen. Er trumpfte am Wochenende bei den Junioren-Europameisterschaften in Litauen mit Gold und Bronze gross auf.
Am Wochenende fanden im litauischen Ignalina die Junioren-Europameisterschaften im Mountainbike-Orientierungslauf statt. Das junge Nachwuchstalent Flurin Schnyder vom OLC Omström Sense nahm an allen drei Einzelläufen in der Kategorie M20 teil und konnte sich mit seinem Europameistertitel in der Sprintdistanz und mit der Bronzemedaille in der Langdistanz international einen Namen machen.
Gold im Sprint
Den Auftakt bildete eine Mitteldistanz, bei der vor allem der Anfang technisch sehr anspruchsvoll war. Diesen Teil bewältigte Schnyder souverän, danach aber wählte er zu zwei Posten nicht die optimale Route und verlor dadurch wertvolle Zeit. Am Ende verpasste er das Podest um nur knapp 30 Sekunden bei einer Siegerzeit von über 40 Minuten und landete auf dem vierten Platz. Wer hätte zu diesem Zeitpunkt gedacht, dass Schnyder sich nach diesem bereits bemerkenswerten Diplomplatz bei den Europameisterschaften nur noch steigern würde?
Es folgte der Sprint, und Schnyder konnte optimistisch und mit viel Selbstvertrauen ins Rennen starten. Der Sensler Bike-Orientierungsläufer wusste, dass dieses Gelände genau auf ihn zugeschnitten ist durch den technisch hohen Anspruch aufgrund von vielen kleinen Wegen. Er hatte einen optimalen Start, und dank einem guten Fluss konnte er viele Posten offensiv angehen. Das Rennen verlief jedoch nicht ohne Turbulenzen, denn zu einem Posten wählte er eine riskante Route über eine Schneise mit vielen Bäumen, welche sogar zu einem Sturz führte. Zum Glück für ihn verlor er beim Aufstehen kaum Zeit und konnte schnell weiterfahren, denn die Topfahrer waren alle eng beisammen. Es platzierten sich sechs Fahrer innerhalb einer halben Minute, an deren Spitze setzte sich Flurin Schnyder durch und holte sich somit den Titel als Junioren-Europameister.
Bronze über die Langdistanz
Bei der letzten Einzeldisziplin über die Langdistanz geriet Schnyder schon zu Beginn des Rennens in eine heikle Situation. Er erwischte eine falsche Abbiegung und wusste nicht mehr, wo er sich befand. Auf einem grossen Weg konnte er sich auffangen, doch der Zeitverlust war schon gross. Folglich holte ihn der spätere Sieger Rojgard Sverre ein. Die beiden Fahrer hatten bis zum Ende des Rennens Kontakt und konnten sich gegenseitig anspornen. Beim ersten Radioposten nach rund 40 Minuten lag Schnyder an siebter Position, doch danach fuhr er beinahe fehlerfrei und hatte von allen Fahrern die beste Abschnittszeit bis ins Ziel. Damit konnte er sich bis zum dritten Rang vorarbeiten und sich erneut eine Medaille holen.
Nach der letztjährigen EM-Goldmedaille in der Staffel gelang Flurin Schnyder nun mit seinen Einzelresultaten definitiv der Durchbruch auf internationaler Ebene. Das ist für ihn eine grosse Motivation und eine wichtige Erfahrung im Hinblick auf die kommenden Junioren-Weltmeisterschaften, die vom 10. bis 20. Juli im schwedischen Falun durchgeführt werden.