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Während der Gebirgsbildung ist das Dogger/Malm-Stockwerk verschuppt und zusätzlich verfaltet worden. Die Falten an der Front der Schuppen weisen einen engen Zusammenhang mit den Überschiebungen auf. Die Verschuppung entstand, weil Rampen und breakthroughs das Stockwerk an mehreren Orten durchtrennten, so dass die Schichten übereinander geschoben werden konnten. Die in diesem Zusammenhang entstandenen Falten haben ein Gerüst aus den kompetenten Malm-Kalken, während die duktileren Dogger-Gesteine die Faltenkerne auffüllen. Der Abscher- resp. Überschiebungshorizont verläuft zunächst schichtparallel in den Tonschiefern der Molser-Formation, bildet dann eine Rampe durch die Dogger-Formationen mit einem durchschnittlichen Einfallen von 30°, verläuft entweder weiterhin als Rampe oder neu als breakthrough-Überschiebung durch die Malm-Formationen und wechselt in den Kalk-Mergeln-Wechsellagen der Zementstein- und Palfris-Formation wieder in eine schichtparallele Lage. Der Versetzungsbetrag der Überschiebungen wir in diesen schiefrigen Gesteinen der unteren Kreiden geschluckt. Im südlichen Teil unseres Gebietes herrschen fault-propagation und detachment folding vor, d.h. die Anlegung der Falte erfolgte gleichzeitig mit die Propagation einer Überschiebungsrampe im unteren Dogger. Ausser am Ellstein sind diese Faltenstrukturen durch einen breakthrough durch das Malm-Stockwerk hindurch durchbrochen worden, was zur Anlage der Schuppen führte. Die nördlicher gelegenen Tschuggen- und Vorderspina-Schuppe sind durch fault-bend folding angelegt worden, eine Rampe durch Dogger und Malm war bereits vorhanden und bewirkte die Schuppenbildung und Auffaltung. Die Rampe der Tschuggen-Überschiebung folgte einer synsedimentären Abschiebung. Die Strahleggschuppe könnte durch eine leichte Faltung vor dem Überschiebungsprozess entstanden sein. Nur ein geringer Teil der Molser-Fm., und im Falle der Vorderspina-Schuppe auch der Bommerstein-Fm., wurde beim Transport über die Überschiebungen mitgeschleppt, so dass sich der Grossteil dieser Gesteine am Fusse der Rampen anhäufte (Prod/Proderholz und Bannwald).
Diplom - Sargans
Geologie
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