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Roy Black wurde als Gerhard Höllerich am 25. Januar 1943 in Bobingen-Strassberg (D) geboren. Dort verbrachte er seine Kindheit bis zum 15. Lebensjahr. Im Dorf-Wirtshaus trat regelmässig ein Maurergeselle auf. Roy war sein bester Zuhörer und Bewunderer. Der Maurergeselle brachte ihm das Gitarre spielen bei und abends sangen sie am Lagerfeuer oder im Wirtshaus.
Aus «Blacky» wird später Roy Black
Wegen seiner dunklen Haarfarbe wurde Gerhard Höllerich von seinen Schulfreunden «Blacky» genannt, was später zum Künstlernamen Roy Black führte. Er spielte und sang als Schüler in der Band «The Honky Tonks». Als Solosänger gewann er 1962 und 1963 einige Talentwettbewerbe. Im selben Jahr gründete er gemeinsam mit vier Freunden die Band «Roy Black and the Cannons». Mit jugendlich naiver Neugier und mit Feuereifer stürzte sich Roy Black in das aufregende Abenteuer Musik und brach sein Studium in Betriebswirtschaft ab.
Erste Hitparaden-Platzierung
Die offizielle Karriere als Schlagerstar begann für Roy Black 1964. Seine ersten beiden Schallplatten «Sweet Baby mein» und «Darling my Love» waren allerdings Flops, die in den Plattenläden kaum Absatz fanden. Erst mit der dritten Platte «Du bist nicht allein» stellte sich der erste Erfolg ein. Mit diesem Lied verbuchte er mit Platz 4 die bis anhin höchste Platzierung.
Als «Ganz in Weiss» 1965 zum Megahit avancierte, wurde für Roy Black ein Märchen wahr. Doch das Lied bedeutete Segen und Fluch zugleich: Der Sänger wurde sein Leben lang hauptsächlich damit identifiziert. Nichts desto trotz machte «Ganz in Weiss» aus Roy Black einen Megastar, dem die Teenies in Scharen nachliefen.
Einsamer Tod
Die Zeitschrift «Musikparade» wählte Roy Black zum beliebtesten Nachwuchsstar. Die Single «Ganz in Weiss» verkaufte sich rund 2,5 Millionen Mal. Ein Star war geboren, jedoch einer, der sein ganzes Leben lang verzweifelt nach dem wahren Ich des Gerd Höllerich suchte. Am 9. Oktober 1991 starb Roy Black einsam und allein in seiner Fischerhütte in Oberbayern an Herzversagen.