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Der Obmann des Verein, Matthias Krön, begründete diesen Schritt vergangene Woche damit, dass man die „gerechtfertigten grossen Bedenken“ der Konsumenten gegenüber Glyphosat sehr ernst nehme. Ausserdem sei die Verwendung von Sikkationsmitteln und auch von Glyphosat als Herbizid im Rahmen einer nachhaltigen Landwirtschaft nicht vertretbar.
Mittlerweile würden immer grössere Mengen an „Donau-Soja“ vor allem in Mitteleuropa in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung eingesetzt, erklärte Krön. Neue Projekte entstünden in der Schweiz, Deutschland und Serbien. Für 2016 sieht der Verein die Produktionsmenge seiner Mitgliedslandwirte bei mindestens 120'000 t. Das wären 43% mehr als im Vorjahr. Auch für Europa einschliesslich der Ukraine sei eine positive Entwicklung zu verzeichnen.
Im vergangenen Jahr seien hier insgesamt 6,5 Mio t Bohnen geerntet worden. Gegenüber 2012 sei das ein Plus von 71%. Bis 2025 könnte sich die Produktion sogar mehr als verdreifachen und auf insgesamt 20,5 Mio. t Bohnen steigen, prognostizierte Krön. Mit Blick auf den europäischen Selbstversorgungsgrad bei Sojabohnen hält er einen Anstieg von derzeit 5,7% auf 50% im Jahr 2025 für möglich.
Dafür müssten allerdings die hiesigen Erträge erhöht und die Sojabohne stärker in die Fruchtfolge eingebunden werden. Noch importiere Europa jährlich rund 40 Mio. t Sojabohnen und Sojaschrot. Davon seien etwa 85% gentechnisch verändert, wobei beim Anbau der GV-Sorte „Roundup Ready“ Glyphosat als Herbizid eingesetzt werde.