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Von März bis November sind Zecken besonders aktiv, da es wärmer und feuchter ist. Zecken gehören zu den Milben und somit zu der Klasse der Spinnentiere. Weltweit existieren über 850 verschiedene Zeckenarten. In der Schweiz kommt der Gemeine Holzbock am häufigsten vor.
Zecken leben vor allem im üppigen Unterholz von Laub- und Mischwäldern bis in eine Höhe von ca. 1500m über Meer sowie an Waldrändern, Waldlichtungen und in hohem Gras bis 1.5m Höhe ab Boden.
Zecken fallen nicht von den Bäumen, sondern nehmen den Menschen durch Geruch, Körperwärme und Kohlenstoffdioxid wahr und lassen sich abstreifen.
Lebenszyklus der Zecke
Die Entwicklung der Zecke erfolgt über drei Stadien: von der sechsbeinigen Larve (0.5mm) über die achtbeinige Nymphe (0.5-1.5mm) und schlussendlich zur erwachsenen Zecke (4-5mm), wobei sie für die Weiterentwicklung je eine Blutmahlzeit benötigt.
Zeckenentfernung und Prophylaxe
Beliebte Stichstellen sind meist dünnhäutige, feuchte und gut durchblutete Hautstellen (Kniekehlen, Leiste, Achselhöhle, Hals und Kopf). Beim Stich sondert die Zecke eine betäubende Substanz ab, sodass der Stich häufig nicht bemerkt wird. Bei Entdecken des Stichs soll die Zecke sofort mittels Pinzette, Zeckenzange oder Zeckenkarte entfernt werden. Korrekterweise wird die Zecke direkt über der Haut gefasst und mit kontinuierlichem Zug nach oben entfernt (keine Drehbewegung). Es ist wichtig, die Stelle mit einem Desinfektionsmittel zu desinfizieren, sich Ort und Datum des Stiches zu notieren und die betroffene Hautstelle zu beobachten. Prophylaktisch ist empfohlen, lange, geschlossene Kleider zu tragen sowie den Körper nach Aufenthalten in der Natur nach Zecken abzusuchen. Zusätzlich empfiehlt sich ein chemisches Repellent auf Körper und Kleider anzuwenden (z.B. Antibrumm forte®).
Schwerwiegende Krankheitsübertragung
Schweizweit sind 5-30% der Zecken Träger des Bakteriums Borrelia burgdorferi, welches Lyme-Borreliose verursacht. Die typische Wanderröte tritt oft als erstes Krankheitszeichen der Borreliose innerhalb weniger Tage bis ca. drei Wochen nach dem Zeckenstich auf. Die Krankheit verläuft oftmals unbemerkt. Durch den Einsatz von Antibiotika können Borrelieninfektionen behandelt und somit Spätkomplikationen verhindert werden.
In bestimmten Gebieten der Schweiz sind 1% der Zecken zusätzlich Träger des Zeckenenzephalitis-Virus, welches die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen kann. Eine FSME-Infektion äussert sich ein bis zwei Wochen nach dem Stich durch eventuelle kurzandauernde grippeartige Symptome sowie teilweisen Befall des zentralen Nervensystems (Hirnhautentzündung). Zur Behandlung des FSME Virus gibt es keine Medikamente, hingegen existiert eine prophylaktische Impfung, die im Kanton Aargau nur beim Arzt durchgeführt wird.
Das Team der Löwen-Apotheke-Frick AG freut sich,
Sie bei Fragen zum Thema Zecken zu beraten.
Simone Büeler, eidg. dipl. Apothekerin,
Löwen-Apotheke-Frick AG
Hans-Ulrich Rufer, eidg. dipl. Apotheker,
Löwen-Apotheke-Frick AG