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Im Kanton Jura können sich die Stimmberechtigten über Bundespläne für ein Tiefenlager für radioaktive Abfälle äussern. Dazu stellt die Kantonsregierung zwei Fragen: Einerseits ob das Volk einverstanden ist mit vertieften Untersuchungen zum Standort Jura Ost und andererseits mit der Aufgabe des Standortes Jurasüdfuss.
Der Bundesrat hatte in einem Etappenentscheid den Jurasüdfuss mit den Kantonen Solothurn und Aargau von der Liste gestrichen. Stattdessen favorisierte er die drei Standorte Jura Ost im Kanton Aargau, Nördlich Lägern in den Kantonen Aargau und Zürich sowie Zürich Nordost in den Kantonen Thurgau und Zürich.
Das jurassische Recht sieht eine Volksabstimmung vor, wenn Standorte weniger als 50 Kilometer entfernt liegen, was für Jura Ost und Jurasüdfuss zutrifft.
Das Ergebnis des Urnengangs fliesst in einen für Ende 2018 angekündigten Ergebnisbericht des Bundes. Dieser schliesst die zweite von drei Etappen des Standortverfahrens ab.
Gebaut wird laut Bund erst nach 2045: Für schwach und mittel strahlende Abfälle soll ein Tiefenlager 2050 bereit stehen, für hochradioaktive eines 2060.