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Landschaften sind für unsere Lebensqualität und die Standortattraktivität der Schweiz bedeutend. Sie sind indes weiterhin unter Druck: Die neuen Resultate der «Landschaftsbeobachtung Schweiz» zeigen, dass die Landschaften kontinuierlich an Qualität verlieren.
Der Bericht zeigt, dass die Schweiz weiterhin an Landschaftsqualität einbüsst. Die Monitoringergebnisse belegen zwar, dass die ergriffenen Massnahmen vereinzelt wirken. So konnte der Verlust an Qualität punktuell verlangsamt oder Verbesserungen wie im Bereich der Revitalisierung von Fliessgewässern erzielt werden.
Im Allgemeinen gefällt den Menschen in der Schweiz die Landschaft ihrer Wohngemeinde und sie fühlen sich mit ihr verbunden. In Gemeinden mit hohem Anteil geschützter Landschaften bewertet die Bevölkerung die Landschaftsqualität besonders hoch. Bewohnerinnen und Bewohner von alpinen und ländlichen Gemeinden empfinden ihre Landschaft als schöner und authentischer als die Bevölkerung in Agglomerationen und den schnell gewachsenen Vorstädten.
Diese Wahrnehmung deckt sich mit dem Zustand der Landschaften: Im Mittelland wuchs beispielsweise in den vergangenen Jahrzehnten die Siedlungsfläche doppelt so stark wie im Schweizer Durchschnitt. Zudem ist das Mittelland am stärksten von Verkehrswegen zerschnitten; viele Flächen sind versiegelt. Ferner zeigen Satellitenbilder, dass die letzten Gebiete, in denen nachts kein Licht die Dunkelheit durchdringt, im Mittelland 1996 und im Jura 2008 verschwunden sind. Vollständig dunkle Flächen gibt es heute in der Schweiz nur noch im Alpenraum.