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Politisches Departement
der
Schweizerischen Eidgenossenschaft
Hochgeachteter Herr,
Herr Oberst Hammer hat gestern Abend die Instruction erhalten, dem deutschen Ministerium das an uns gerichtete Begehren Italiens zur Kenntniß zu bringen und demselben zu eröffnen, daß der Bundesrath seinerseits geneigt sei, die von der italienischen Regierung gewünschte Zusicherung auszusprechen, immerhin unter Beifügung folgender Sätze zum ersten Punkt: «Il est toutefois [...?] que la libre concurrence pour l'entreprise des travaux de la grande galerie ne pourra être restreinte et que le Conseil fédéral, en accordant au personnel qui a été employé au percement du Mont Cenis la part équitable dans la convention à conclure, prendra pour base de celle-ci les offres qu'ensuite du concours et en vertu de l'article XI du Traité du 15 Octobre 1869 il aura reconnues acceptables.»|
Der Bundesrath wünsche aber hierin nur im Einverständniß mit seinem Mitcontrahenten zu handeln und ersuche daher das Reichscanzleramt, sich darüber erklären zu wollen, ob es die Abgabe einer solchen Declaration an die ital. Regierung billige.
Herr Hammer ist angewiesen, uns von der Antwort telegraphisch in Kenntniß zu setzen.
Ich möchte gern vernehmen, ob Sie in der Uebersetzung den Gedanken des deutschen Textes richtig &. vollständig wiedergegeben finden. Welti, ich und Secretan haben lange daran herumgearbeitet. –
Den Passus betreffend die Austagung eventueller Differenzen über die Auslegung [...?] Anwendung der Zusicherung hat die bundesr. Commission nach nochmaliger Berathung wegzulassen beschlossen.
Die kleine Ergänzung im [ltz.?] Punkte haben wir nicht nach Berlin gemeldet, werden sie aber in unserer Declaration an d. ital. Ministerium aufnehmen.
Mit ausgez. Hochachtung
Ihr Ergbener
Schenk.