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Besonders die Ausfuhren nach China stiegen im Jahresvergleich deutlich und legten um 28,2 Prozent zu. China ist einer der wichtigsten Handelspartner Japans. Japan profitierte vor allem vom Termin des chinesischen Neujahrsfestes, das in diesem Jahr bereits im Januar begann. Das Fest wird in China und weiteren Ländern im ostasiatischen Raum gefeiert und dauert mehrere Tage. 2016 lag es vollständig im Februar und wirkte sich somit auf die Exporte aus. Die Ausfuhren Japans in den gesamten asiatischen Raum stiegen um gut ein Fünftel.
Der bereinigte Überschuss in der Handelsbilanz lag im Februar bei 680 Milliarden Yen (rund 5,6 Milliarden Euro) und damit mehr als drei mal höher als noch im Januar. Seit 2010 hatte Japan keinen so grossen Überschuss mehr erwirtschaftet. "Wachsende Exporte und steigende Importe um 1,2 Prozent signalisieren eine verstärkte wirtschaftliche Aktivität. Wir sind erfreut!", sagte Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank.
Japan exportierte im Februar mehr in die USA (+0,4%) und die EU (+3,3%). Den grössten Anteil daran hatte die japanische Automobilindustrie. Steigende Exporte seien für die japanische Wirtschaft natürlich gut, sagte Nomura-Analyst Masaki Kuwahara. Da die Zahlen für die USA und die EU jedoch nicht besonders deutlich gestiegen seien, mache er sich Sorgen um die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung.
Aus den USA kam in der Vergangenheit mehrfach Kritik an stark auf Export ausgerichteten Nationen wie Japan oder Deutschland. US-Präsident Donald Trump sieht die amerikanische Wirtschaft durch den Exportüberschuss solcher Nationen gefährdet. So hatte er der japanischen Regierung vorgeworfen, den Yen bewusst abzuwerten und sich so Vorteile für den Export zu verschaffen./hosmac/jkr/stb
(AWP)