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Im letzten Jahr platzte der Traumfinal Federer – Djokovic, weil der Rücken des Schweizers nach dem epischen Duell im Halbfinal gegen Stan Wawrinka nicht mehr mitmachte. Diesmal sollte ab 19.00 Uhr nichts mehr im Wege stehen. “Es ist ein wunderschönes Gefühl, morgen in Topverfassung zum Final antreten zu können”, sagte Federer am späten Samstagabend, nachdem er Wawrinka diesmal ohne übermässiges Drama 7:5, 6:3 bezwungen hatte.
Er steht zum zehnten Mal im Final des Jahresend-Turniers. Schon sechsmal (2003, 2004, 2006, 2007, 2010 und 2011) gewann Federer das Masters, verlor zweimal im Final (2005 gegen David Nalbandian und 2012 gegen Djokovic) und konnte im vergangenen Jahr nicht antreten. Der Serbe entschied das Turniers bislang viermal – 2008 noch in Schanghai und in den letzten drei Jahren – für sich. Es treffen also die Könige von London aufeinander, in der O2 Arena hat in den letzten fünf Jahren kein anderer triumphiert.
In diesem Jahr ist es bereits das achte Duell, Federer hat Djokovic dabei drei seiner nur sechs Niederlagen zugefügt. Die überlegene Weltnummer 1 gewann die beiden wichtigsten Spiele in den Finals von Wimbledon und dem US Open, der Schweizer das letzte am Dienstag in der Vorrunde der ATP-Finals. “Es spielt keine Rolle, ob in der 2. Runde oder im Final”, weiss Federer. “Gegen Novak ist es immer schwierig.” Den Schlüssel sieht er beim eigenen Service. “Ich muss gut aufschlagen und versuchen, ihn so unter Druck zu setzen, dass er sich nicht wohlfühlt.” Was passiere, wenn man keine Gratispunkte mit dem Aufschlag erhalte, habe man im Halbfinal von Rafael Nadal gegen Djokovic gesehen. “Dann spielt er unglaublich stark.”
Nachdem er gestern seine Bilanz gegen Nadal mit dem 23. Sieg im 46. Spiel (erstmals überhaupt) ausgleichen konnte, möchte Djokovic heute das gleiche gegen Federer bewerkstelligen (aktuell 22:21 für den Schweizer). „Ich hoffe, ich spiele besser als am Dienstag“, sagte der 28-jährige Serbe. „Wenn er gut drauf ist, ist es hart, gegen ihn zu spielen. Er variiert viel, sein Slice ist gefährlich, er kommt viel ans Netz und nimmt mehr so Zeit weg.“ Die Leistung gegen Nadal gebe ihm aber viel Zuversicht.
(SI)