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Helvetia-Geschäftshaus
Adresse
8500 Frauenfeld
TG
Architektur
Das Geschäftshaus der Versicherung ist ein typischer Vertreter der Nachkriegsmoderne. Es prägt mit seiner selbstbewusst auftretenden Platzierung und der stringenten architektonischen Gestaltung das bauliche Umfeld im Osten des Quartiers Ergaten-Talbach.
Chronologie
Die «Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG» benötigte in Frauenfeld einen neuen Geschäftssitz, der von 1976 bis 1977 durch das Architekturbüro Kräher + Jenni entworfen und gebaut wurde. Bis heute ist dort die Generalagentur Thurgau der Versicherung ansässig.
Lage
Das Geschäftshaus befindet sich westlich der Altstadt bei der Murgquerung der Bahnhofsstrasse. Richtung Nordosten hat man von hier aus direkte Sicht auf den Fluss. Das Gebäude wird im Südwesten durch den Altweg erschlossen, der die Bahnhofstrasse mit der Zürcherstrasse verbindet.
Beschreibung
Der zwischen Altweg und Murg eingepasste, längsrechteckige Eisenskelettbau wird durch ein Flachdach abgeschlossen und besitzt vier Geschosse. Das Erdgeschoss, in dem Ladenlokale untergebracht sind, ist auf der Strassenseite in der Fassade zurückversetzt. Dadurch entsteht ein gedeckter Gang, der sich über die gesamte Breite des Gebäudes erstreckt. In dessen Mitte liegt der Haupteingang des Gebäudes. In den Obergeschossen befinden sich Gewerbeflächen. Die Fassade wird von geschossübergreifenden Betonpfeilern strukturiert. Die breiten Fassaden sind durch diese Pfeiler in acht Achsen aufgeteilt, die schmalen in drei. Zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss befindet sich ein leicht zurückversetzter Betonstreifen, der sich um das ganze Gebäude zieht. Zusammen mit dem breiten Dachrand aus dem gleichen Material, der mit den Pfeilern bündig abschliesst, rahmen sie die drei Obergeschosse. Sie sind zwischen den Betonpfeilern als Brüstungs- und Fensterbänder aus dunkelbraunem eloxiertem Metall präsent. Diese Fenster- und Brüstungsbänder spannen sich auch um die stützenfreien Ecken.
Literatur
- Amt für Denkmalpflege des Kantons Thurgau (Hg.): Modern bauen – Thurgauer Nachkriegsmoderne 1940–1980 (Denkmalpflege im Thurgau, Bd. 17), Basel 2015, S. 114.