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Kantonale HPV-Impfkampagne
Im Rahmen der kantonalen HPV-Impfkampagne führen die Frauenkliniken Sprechstunden durch und unterstützen damit das kantonale Impfprogramm für Mädchen im Alter zwischen elf und zwanzig Jahren.
Die HPV-Impfung schützt vor genitalen Warzen und Gebärmutterhalskrebs. Die Kosten für die Impfung werden durch den Kanton getragen. Die Impfung muss vor dem ersten sexuellen Kontakt durchgeführt werden, denn bereits beim ersten Geschlechtsverkehr kann eine Infektion auftreten.
Eine Anmeldung zur Impfung ist erforderlich und wird gerne über das Sekretariat entgegen genommen. Zum Impftermin muss im Sinne einer korrekten Dokumentation die Impfkarte mitgebracht werden.
Impfschema: 3 Injektionen im Abstand von 0, 2 und 6 Monaten.
Human-Papilloma-Viren (HPV)
Über 100 verschiedene HP-Viren sind heute bekannt. Die Typen 6 und 11 gelten als Verursacher von genitalen Warzen (Condylome), während die Typen 16 und 18 für bösartige Erkrankungen im Bereich des Gebärmutterhalses verantwortlich sind.
Die HPV werden fast ausschliesslich durch Geschlechtsverkehr, meist schon bei Jugendlichen, übertragen. Die meisten Menschen infizieren sich mit diesen Viren, wobei ein Grossteil der Infektion symptomlos und unbemerkt verläuft. Bei einigen Frauen treten jedoch äusserst lästige und schwer behandelbare Veränderungen bis zum Gebärmutterhalskrebs auf.
Seit 2007 ist in der Schweiz der Impfstoff „Gardasil“ zur Bekämpfung der HPV 6, 11, 16 und 18 erhältlich. Durch seine Impfung lassen sich 90 % aller genitalen Condylome- und 70 % der Gebärmutterhalskrebs-Viren verhindern.