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Burren lässt immer „seine“ Menschen sprechen. Es sind Gespräche, die er erfahren oder erlauscht hat. Von Rentnern, Hausfrauen, Witwen, Kranken, die ihre Meinung, ihre Angst, ihren Frust, ihr Mitleid oder ihre Ohnmacht los werden müssen.
„dr ma und i hei scho immer zunang gseit, wenn das eso witergeit mit em sandro, mues me sich schpöter nit froge, wieso är uf ene schlächte wäg isch cho. Scho aus chlis buebli het ne d vanessa haubi täg lang elleini glo. mir mache üs mängisch vorwürf, hei mir das nie uf dr gmein gmäudet. Drby het üs dä bueb leid to, wenn är z mittag elleini deheime isch gsi und nüt het z ässe gha...“
In Ernst Burrens Erzählungen kommen Dramen zum Vorschein, in die man oft persönlich Einblick hat, von denen man sich jedoch abwendet. Es braucht schliesslich das Ohr, das Mitgefühl und die meisterliche Feder des Literaten, solche heraus zu filtern und zu Papier zu bringen. Seit vierzig Jahren führt uns Ernst Burren in seinen Bändchen in regelmässigen Abständen hinter eine Bühne, von der aus wir bewusst wahrnehmen, was wir sonst an uns abplätschern lassen.
Teddy Buser (2010)
Buchinformation
Ernst Burren: Schnee schufle
Cosmos Verlag Muri b. Bern
134 Seiten, Gebundene Ausgabe
IBSN 978-3-305-00414-0