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Die wahre Geschichte eines wahren Helden
Vor Jahrzehnten war Sergej Mitglied eines geheimen bemannten sowjetischen Raumfahrtprogramms mit dem Namen „Zvezdnyy“ (Sternenlicht). Sein Auftrag war die Überwachung der Zvezdnyy-Raketentriebwerke während des Fluges.
Angetrieben von einem neu entwickelten Hochleistungs-Raketenmotor erreichten diese Raumfahrzeuge ihre Höchstgeschwindigkeit in weniger als einem Drittel der Zeit welche ihre amerikanischen Kollegen damals brauchten. Sie schafften es auch problemlos, die Erdatmosphäre zu verlassen und wieder in sie einzutreten, sie umrundeten ausserdem den Mond insgesamt vier mal.
Alle sechs Flüge waren ein totaler Erfolg, und Sergej wurde über und über mit Medaillen und Ehrenzertifikaten überhäuft.
Am 16. Juli 1969, als klar wurde, dass die Amerikaner in den finalen Vorbereitungen für ihr 1961 gegebenes Versprechen steckten, gab Dimitry Ustinov (auch bekannt als Onkel Mitya, ein einflussreicher Kreml-Bürokrat welcher die Raketenindustrie überwachte) grünes Licht für eine Mission welche Russlands Ehre retten sollte: Einen Menschen auf der Mondoberfläche abzusetzen, bevor die Amerikaner dies taten.
Obwohl die Techniker nicht wirklich davon überzeugt waren, dass das Landemodul mit dem Namen „Kleiner Vogel“ wirklich funktionierte, geschweige denn wieder vom Mond abheben konnte, wurde bereits Wochen zuvor eine Zvezdnyy-Rakete als Vorsichtsmassnahme damit ausgerüstet. Und am 16. Juli war der richtige Moment gekommen, sie zu starten.
Man schreibt Geschichte…
Im Bewusstsein, dass diese Mission mit grosser Wahrscheinlichkeit in einem Desaster enden würde, beschloss die Mannschaft kurz nach dem Abheben, dass sie einen Weg gehen würde den noch kein Mensch zuvor beschritten hatte…
Dank ihren unheimlich starken Antriebsaggregaten und der unerreichten Manövrierfähig Ihres Raumschiffs erreichten sie die Umlaufbahn des Mondes vor den Amerikanern und gingen hinter dem Mond in eine Park-Position. Als Apollo 11 hinter dem Mond auftauchte, besprachen sie sich mit den Amerikanern über Funk und erklärten ihnen, dass sie sie wohl im Rennen um den ersten Mann auf dem Mond schlagen könnten, sich aber nicht sicher waren, ob sie es auch wieder zurück zur Erde schaffen würden. Also wurde beschlossen, ein kurzes Quiz zu spielen, und der Gewinner dieses Quiz erhielt das Recht als Erster zu landen. Kurz bevor die Kontaktlose Phase von Apollo 11 hinter dem Mond zu Ende war gewannen die Amerikaner mit der Frage wie viele Frühstücks-Cerealien-Marken in ihren Supermärkten zu kaufen waren. Das konnten die russischen Kosmonauten nun wirklich nicht wissen.
Das sah für alle (ausser Onkel Mitya) nach einem guten Ausgang aus, und so wurde beschlossen, dass nie und nimmer auch nur ein Wort von dieser Geschichte publik gemacht werden würde.
Und der Rest ist Geschichte.
..oder auch nicht
Sergej wurde ehrenhaft aus dem Programm „entlassen“ und lebte fortan in einem kleinen Dorf in der Nähe des russischen Kosmodroms Baikonur.
Jedes mal, wenn ein Raumschiff nun den Weltraumflughafen verlässt, staubt Sergej seinen alten Raumanzug ab, zieht sich um und setzt sich mit einem guten Glas russischen Wodkas auf seine Veranda um der Bahn der Rakete nachzuschauen bis diese sich in den Weiten des Himmels verliert.
Kopf aus Polymer-Modelliermasse mit einer Stahl-Armatur, koloriert mit Acryl-Airbrush-Farbe. Raumanzug aus Aluminiumfolie.
Gesamthöhe circa 2.5cm