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Die von dem britischen Marxisten Chris Harman zur Jahrtausendwende verfasste Menschheitsgeschichte – beginnend mit den urkommunistischen Gesellschaften und der neolithischen Revolution bis zum Jahr 2000 fortschreitend – ist eine beeindruckende und zugängliche Erzählung über die Entstehung und die Bewegungen zur Überwindung von Klassengesellschaften.
Es handelt sich im wahrsten Sinne um eine Weltgeschichte, in der Harman dem üblichen Eurozentrismus widersteht und den Bogen von Mesopotamien und Mesoamerika über Asien bis Europa spannt und gerade auch die Ähnlichkeit der jeweiligen Entwicklungen aufzeigt.
Dies geschieht auf der Grundlage eines methodischen Ansatzes, der danach fragt, wie Gesellschaft durch das Zusammenwirken von technischer Entwicklung, neuen Formen der Arbeitsteilung, Klassenstrukturen und Klassenkämpfen geprägt wird.
In Harmans Weltgeschichte sind nicht »grosse Männer« wie Könige, Staatsmänner, Religionsstifter oder Philosophen die Triebkräfte der Geschichte, sondern herrschende und beherrschte Klassen.
All dies ist eingebettet in eine breite Ideen- und Kulturgeschichte, die das hinduistische Verbot des Verzehrs von Rindern wie die Kunst der Renaissance oder die Filme Charlie Chaplins einschliesst.
Chris Harman, geboren 1942, war aktives Mitglied der Socialist Workers Party in Grossbritannien und Herausgeber verschiedener Parteipublikationen. Er verfasste eine Vielzahl von Büchern, von denen auf Deutsch unter anderem Die verlorene Revolution: Deutschland 1918–23 (1998), Der Irrsinn der Marktwirtschaft (1999) sowie 1968: Eine Welt in Aufruhr (2008) erschienen. Harman starb im Herbst 2009.
Taschenbuch
01.11.2016
1020
22.3/15.4/7.9 cm
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