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Palermo (gro) Die Kathedrale von Palermo am Corso Vittorio Emanuele erhebt sich an der Stelle, wo einst eine der über 100 Moscheen stand, die in arabischer Zeit erbaut worden waren. Es waren Aghlabiden aus Nordafrika, die im 9. Jahrhundert Sizilien eroberten und dem byzantinischen Reich entrissen. Auf dem heutigen Domplatz stand ursprünglich, etwa ab dem 6. Jahrhundert, eine christliche Kirche, eine römische Basilika. Sie war es, die 300 Jahre später von den Muselmanen in eine Moschee verwandelt wurde. Die Moschee wiederum wurde von den Normannen abgebrochen, die sich die insel 170 Jahre später unter den Nagel rissen. Die neue, mächtige Kathedrale ist ab 1170 in 15 Jahren erbaut und 1185 geweiht worden. Seither wurde sie mehrfach umgebaut, vor allem im Inneren. Am ursprünglichsten wirkt das Bauwerk mit seinen gerundeten Zinnen von Osten her. Rechts und links wird der ursprüngliche, arabisch-normannische Baukörper von schlanken Turmaufsätzen im Stil der katalanischen Gotik flankiert, die im 16. Jahrhundert entstanden sind.
Palermo (gro) Welches ist der beste Platz in Palermo? Falsch gefragt: Den besten Platz gibt es nicht in dieser Stadt. Es sind einfach zu viele wunderbare Plätze, lauschige Winkel und malerische Ecken, und schliesslich kommt es ja auch darauf an, was man sucht. Wer es einfach „irgendwie schön“ finden will, ist auf dem Doppelplatz Castellnuovo/Politeama bestens aufgehoben. Aber die Villa Bonanno mit ihren riesigen Palmen und dem alten Königspalast (Palazzo Reale) im Hintergrund, ist womöglich noch malerischer, von der Piazza Verdi mit Italiens grösstem Opernhaus, dem Teatro Massimo, ganz zu schweigen. Und dann die wunderschönen kleineren Plätzchen: die Piazza Quattro Canti etwa, wo sich die via Maqueda mit dem Corso Vittorio Emmanuele rechtwinklig kreuzt und das Centro Storico, die historische Altstadt, in vier Viertel teilt. Continue reading
Palermo/Taormina (gro) Die ersten Juden kamen in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts nach Palermo und in andere Gegenden Siziliens, als ihr Heimatstaat nach einem Aufstand gegen die Römische Herrschaft aufgelöst und Jerusalem zerstört worden war. Heute gibt es auf Sizilien bestenfalls kleine jüdische Freundeskreise. Jüdisches Gemeindeleben existiert seit dem 15 Jahrhundert nicht mehr. Zu finden sind nur noch die Spuren einer besseren Zeit, etwa zwei runde Davidsterne, die das frühere Rathaus von Taormina zieren und die Giudecca, das so genannte Judenviertel in der Altstadt von Palermo, aus dem die jüdische Bevölkerung Ende 15. Jahrhunderts von den Spaniern restlos vertrieben wurde. Continue reading
Palermo (gro) Richard Wagner hat dort kurz vor Weihnachten 1881 seinen „Parsival“, sein letztes musikdramatisches Grosswerk, zu Ende komponiert, Stars und Sternchen hat das luxuriöse Haus ebenso beherbergt wie Generäle und Politiker, und 1957 gab es dort die mythenumwobene Mafia-Konferenz der Cosa Nostra mit den Capi aus New York und Palermo, bei der die internationalen Märkte für den illegalen Handel mit Drogen aufgeteilt wurden. Es geht ums Grand Hotel et des Palmes in der via Roma im Zentrum von Palermo. Zuerst hiess es, es werde geschlossen, inzwischen spricht man davon, dass arabische Investoren am Grand Hotel interessiert sind. Zur Zeit lockt das Haus mit Schnäppchenpreisen für Sizilienreisende. Continue reading
Palermo (gro) Das sizilianische Klima ist typisch subtropisch. Das bedeutet, dass es lange trockene Sommer und milde Winterzeiten gibt, wobei wir Nordländer die kühlen Monate eher als halbwegs sonnige Herbst- oder Frühlingsmonate empfinden dürften. Die Klimatabelle für die Inselhauptstadt Palermo verzeichnet eine durchschnittliche Jahrestemperatur von knapp 18 Grad Celsius. Das heisst, dass es dort ungefähr doppelt so warm ist wie in Mitteleuropa. Und während bei uns im Januar die langjährige Durchschnittstemperatur bei -0,5 Grad liegt, beträgt sie in der Conca d’Oro um Palermo mehr als 10 Grad Celsius. Wobei angemerkt sei, dass das Thermometer sowohl um Weihnachten herum als auch in der letzten Januarwoche tagsüber häufig auf über 20 Grad klettert, was nicht nur an der Sonne, sondern auch am gelegentlich auftretenden Scirocco (sprich: Schirócko) liegt. Schliesslich sollte man auch daran denken, dass die Klimatabellen Monatsmittelwerte angeben.