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Hausbock
Der Hausbockkäfer wird 10 – 25 mm lang, wobei die Männchen bedeutend kleiner sind als die Weibchen. Der Körper des Käfers ist verhältnismässig flach, in der Aufsicht oval und dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Auf den Flügeldecken weist der Käfer je einen typischen weissbehaarten Winkel auf.
Der Hausbock ist in ganz Europa (ohne Irland und Finnland) und den angrenzenden Gebieten heimisch. Bei uns ist er der wichtigste Zerstörer von verbautem Nadelholz. Laubhölzer sind für die Hausbocklarven giftig. Der Hausbock bevorzugt warme, sonnenbeschienene Dachstöcke oder ähnlich exponiertes Holz. Dort findet er die für die Larvenentwicklung optimalen feuchten und warmen Klimabedingungen.
Wachstum und Ausbreitung
Die Eiablage erfolgt in Risse und Ritzen von verbautem Nadelholz. Das Weibchen legt dabei verteilt in vier bis sieben Gehegen bis maximal 600 Eier ab. Nach zwei bis vier Wochen schlüpfen kleine Eilarven. Vom Einbohren ins Holz bis zur Verpuppung dauert die Larvenentwicklung drei bis maximal 15 Jahre. Die Hausbocklarven sind elfenbeinfarbig und deutlich segmentiert. Die Larve verstopft ihren ovalen Frassgang hinter sich dicht mit Bohrmehl und walzenförmigem Kot. Beim Öffnen der Gänge wird das für den Hausbock charakteristische Bohrmehl sichtbar. Der Käfer verlässt das Holz durch ein ovales Ausflugloch von 4-5 x 7-10 mm.
Bekämpfung
Das richtige Vorgehen kann für eine erfolgreiche Bekämpfung von Holzschädlingen entscheidend sein.
Tipps des Fachmanns:
- Zeichen erkennen. Hier besteht vor allem die Schwierigkeit, frisches Bohrmehl von alten Spuren zu unterscheiden.
- Im Zweifelsfall eine diplomierte Holzschutzfirma aufbieten (aus dem Lignum-Verzeichnis der Holzschutzspezialisten), die Berufserfahrung ausweisen kann oder bei Ihrem Holzbauer fragen.
- Nach Begutachtung des Experten stellt dieser fest, ob eine Behandlung notwendig ist oder nicht.
- Wenn ja, erläutert der Experte die Behandlungsart und erstellt eine Offerte aufgrund verschiedener Faktoren (Art der Schädlinge, partielle Behandlung oder ganzer Dachstock zum Beispiel).
- Die Bekämpfung kann auf chemischer (flüssige Holzschutzmittel, giftige Gase) oder physikalischer Basis (Heissluft, Mikrowellen) erfolgen.
- Nach erfolgter Bekämpfung mit Lignum- und Empa-geprüften Produkten ist eine schriftliche Garantie zu verlangen (auf Holzschutzarbeiten besteht eine festgelegte Garantie von 10 Jahren).
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