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Inhaltsverzeichnis
Widerristhöhe: ca. 22 cm
Gewicht: bis 3,2 kg
Lebenserwartung: 10 – 15 Jahre
Herkunft: Grossbritannien
Art: Gesellschaftshund, Jagdhund
Charakter: lebhaft, freundlich, intelligent, aktiv, respektvoll
Farben: Körper: stahlblau, Kopf – Brust – Beine: lohfarben
Verhalten und Wesen
Der Yorkshire Terrier ist ein sehr menschenbezogener Hund, der immer in der Nähe seiner Liebsten sein möchte. Die kleinen Hunde kommen mit Menschen jeden Alters sehr gut zurecht und zeigen sich gegenüber Artgenossen sehr freundlich.
Im Alltag erweist er sich als liebevoller Gesellschaftshund, der seinen Energiedrang ausleben möchte, wobei er sich trotz seiner eher geringen Größe als mutig und selbstbewusster Hund präsentiert.
Ursprung und Geschichte
Der Ursprung des Yorkshire Terriers liegt in England, wobei er seinen Namen der englischen Grafschaft „Yorkshire“ zu verdanken hat. Die kleinen Hunde hielten früher vor allem ärmere Menschen, die die Hunde als Ratten-, Mäuse- und Kaninchenfänger einsetzen. Heute halten die Menschen den Yorkshire Terrier vermehrt als Gesellschaftshund.
Man vermutet, dass
- der Clydesdale Terrier,
- der Waterside Terrier,
- der Old English Terrier
- oder der Paisley Terrier
zu den Vorfahren des heutigen Yorkies zählen. Schlussendlich entstand die Rasse durch eine Verpaarung mit weiteren kleinen Terriern wie beispielsweise
- der Toy Terrier,
- der Skye Terrier
- und des Maltesers,
wobei Letzterer aufgrund des langen Felles mit eingekreuzt worden ist. Da zu dieser Zeit jedoch noch keine Zuchtbücher existierten, kann man nur spekulieren, welche Rassen genau zum heutigen Yorkshire Terrier beigetragen haben.
Der erste Yorkshire Terrier wurde im Jahr 1874 erstmals registriert und nur kurze Zeit später, im Jahr 1886, als eigenständige Rasse anerkannt.
In den Vereinigten Staaten wurde die Rasse ebenfalls kurz darauf aufgrund des Rüden Bradford Harry bekannt, als dieser zum ersten amerikanischen Champion gekürt worden ist. Von da an verbreitete sich die Rasse sehr schnell.
Die Bedeutung von „Terrier“
Bestimmt ist Dir auch schon aufgefallen, dass nicht nur beim Yorkshire das Wort „Terrier“ im Namen vorkommt. Doch was bedeutet Terrier überhaupt? Der Begriff beschreibt nicht etwa den Hundetyp, sondern viel mehr seine Arbeitsweise.
Die Bezeichnung gilt vorwiegend kleinen bis mittelgroßen Hunderassen, welche ursprünglich als Jagdhunde gezüchtet worden sind. Deren Aufgabe war es, wie oben beschrieben, Ratten zu jagen. Viele dieser sogenannten „Terrier“ zeigen noch heute ein sehr ausgeprägtes Jagdverhalten.
Haltungsempfehlung
Da der Yorkshire Terrier ein echtes Energiebündel sein kann, ist es wichtig, ihm bereits im Welpenalter klare Grenzen aufzuzeigen. Weiterhin neigt der kleine Vierbeiner dazu, sich für größer zu halten, als er eigentlich ist. Dies zeigt sich vor allem bei Begegnungen mit größeren Hunden, wo er schon mal die Konfrontation sucht.
Im Alltag verteidigt der Terrier sein Hab und Gut oftmals mit seiner kläffenden Stimme. Damit zeigt er anderen Menschen und Hunden, wer im Revier das Sagen hat.
Im Allgemeinen ist die Erziehung sehr einfach zu gestalten. Yorkies sind sehr lernwillige Hunde, die sich für verschiedene Sachen begeistern lassen. Wichtig ist, dass die Erziehung von Anfang an konsequent verläuft. So lernt der Terrier sehr schnell, sich im Alltag unterzuordnen.
Ob der kleine Hund in einer Wohnung mitten in der Stadt oder in einem Haus draußen auf dem Land gehalten wird, ist dem Vierbeiner mehr oder weniger gleich. Die Hauptsache für ihn ist, dass er seine Energie ausleben kann und man ihn überallhin hin mitnimmt.
Fellpflege
Da der Yorkshire Terrier ein langes Haarkleid trägt, ist regelmäßiges Bürsten sehr wichtig. Nach dem Spaziergang sind Fremdkörper, die sich im Fell verfangen, zu entfernen, um Verfilzungen zu vermeiden. Viele Hundehalter gehen auch regelmäßig zum Hundefriseur, um das Haarkleid des Terriers kurz zu halten.
Die oftmals getragene Masche oberhalb der Augen dient übrigens dazu, Haare von den Augen fernzuhalten, sodass keine Augenentzündungen entstehen können.
Beschäftigungsmöglichkeiten
Nebst Spaziergängen im Park, ist der Yorkshire Terrier für nahezu jede Beschäftigung zu begeistern. Hier ein paar Beispiele:
- Agility
- Apportieren
- Flyball
- etc.
Aufgrund seiner Vergangenheit als Jäger eignen sich auch folgende Aktivitäten, welche sich ganz leicht im Alltag einbauen lassen:
- Jagdspiele
- Suchspiele
- Buddelspiele
- etc.
Krankheiten
Ellenbogendysplasie (ED)
Die Ellbogengelenksdysplasie ist eine Fehlbildung des Ellbogengelenkes. Die Fehlbildung entsteht aufgrund starker Belastung, einer extremen Wachstumsphase, falscher Ernährung, zu langen Spaziergängen oder übermäßigem Steigen von Treppen. Symptome der Krankheit sind Lähmungsanzeichen oder eine sonderbare Auswärtsstellung der Vorderpfoten. Mehr Infos über Ellbogendysplasie findest Du hier.
Hyperurikosurie (HUU) / Harnsteine
Hierbei handelt es sich um eine genetisch bedingte Krankheit, welche zu einer verstärkten Ausscheidung von Harnsäure im Urin führt. Der Körper ist dann nicht in der Lage, den Überschuss zu verarbeiten. Es kommt zu Kristallbildungen, die dann wiederum zu Blasensteinen führen. Diese muss der Tierarzt in den meisten Fällen operativ entfernen. Mehr Infos über die Hyperurikosurie findest Du hier.
Hüftgelenksdysplasie (HD)
Die Hüftgelenksdysplasie zeichnet sich dadurch aus, dass die Gelenkkugel nicht richtig in der Gelenkpfanne sitz. Das wiederum führt zu erheblichen Problemen und Schmerzen beim Tier. Die Krankheit ist vererbbar und bereits bei vielen Hunderassen anzutreffen.
Man diagnostiziert die Erkrankung durch eine Röntgenaufnahme beim Tierarzt oder durch DNA Tests. Übrigens lässt sich einer nicht genetisch bedingten Gelenkerkrankung durch eine ausgewogene Ernährung vorbeugen. Mehr Infos über Hüftgelenksdysplasie findest Du hier.
Hydrocephalus internus (HI) / Wasserkopf
Beim Hydrocephalus internus, was so viel wie Wasserkopf bedeutet, handelt es sich um eine schwerwiegende Missbildung im Gehirn. Diese kommt bei Hunden genau wie bei Katzen vor. In der Regel ist sie angeboren. Mehr Infos über den Wasserkopf findest Du hier.
Katarakt / Grauer Star
Katarakt, auch grauer Star genannt, ist eine häufig auftretende Krankheit beim Yorkshire Terrier. Es ist eine der häufigsten Erblindungsursachen beim Hund. Katarakt bezeichnet eine Trübung der Linse im Auge. Dies kann Folge von einer Erkrankung oder Verletzung sein und ist unbedingt tierärztlich zu behandeln. Leider vererbt sich die Krankheit oft. Mehr Infos über Katarakt findest Du hier.
Patellaluxation
Von Patellaluxation sind vor allem kleinere Hunderassen wie der
betroffen. Dabei handelt es sich um eine Fehlbildung im Kniegelenk, die bis zur Lähmung führen kann. Auslöser ist die Kniescheibe, die nicht korrekt im Kniegelenk liegt. Darum führt sie in der Folge zu Schmerzen.
Progressive Retina Atrophie (PRA)
Hierbei handelt es sich um eine vererbte Netzhauterkrankung, welche in jedem Fall zu einer Erblindung führt. Grund dafür sind die sogenannten Fotorezeptoren, die nicht mehr korrekt funktionieren. Dadurch wird die Netzhaut dünner und es kommt zum Verlust des Sehvermögens. Mehr Infos über PRA findest Du hier.
Trachealkollaps
Bei einem Trachealkollaps kommt es zu einem Verschluss in der Luftröhre. Die Ursache dafür ist eine Schwäche der Luftröhrenknorpel (trachealen Membranen), wobei vor allem kleinere Hunderassen von der Krankheit betroffen sind. Mehr Infos über den Trachealkollaps findest Du hier.
Buchtipp zum Yorkshire Terrier
Wer sich für einen Yorkshire Terrier interessiert, dem empfehle ich das Buch: Mein gesunder Yorkshire Terrier *. Hier findet man Infos rund um die
- Haltung,
- Erziehung,
- Pflege
- und vieles mehr.