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Die Amigne bringt trockene, mittelsüsse Weine oder Süssweine hervor. Der Zuckergehalt der Amigne de Vétroz wird mit einem Etikett angegeben, auf dem eine (<8 g/l), zwei (9–25 g/l) oder drei (>25 g/l) Bienen abgebildet sind.
Die trockenen oder mittelsüssen Weine haben Aromen von Lindenblütentee, Birnen, Zitrusfrüchten und weissem Pfeffer und weisen am Gaumen delikate Tannine mit einer leichten Bitterkeit im Abgang auf.
Die Süssweine («Flétris») zeichnen sich aus durch Aromen von getrockneter Aprikose, Orangen- und Mandarinenzesten sowie eine schöne Ausgewogenheit am Gaumen mit einem langen Abgang.
Die Amigne ist eine autochthone Rebsorte aus dem Wallis (Schweiz), die Ende des 17. Jahrhunderts zwischen Siders und Sitten erwähnt wurde. Inzwischen wird sie vor allem in der Gemeinde Vétroz angebaut (hier findet man 70% der weltweiten Amigne-Rebfläche). Die Amigne ist elternlos, obwohl Savagnin Blanc (im Wallis Heida oder Païen genannt) und Gouais Blanc (Gwäss) als mögliche Grosseltern angesehen werden. Ihre angeblich römische Herkunft konnte nicht belegt werden. Die Amigne ist eine sehr wandlungsfähige Rebsorte, die sowohl trockene als auch mittelsüsse Weine und Süssweine (Flétris) hervorbringen kann. In der Gemeinde Vétroz wird der Zuckergehalt mit einem Etikett angegeben, auf dem eine, zwei oder drei Bienen abgebildet sind. Neben mittelsüssen Weinen, die den Grossteil der Produktion ausmachen, findet man aus überreifen Trauben hergestellte Dessertweine von aussergewöhnlicher Komplexität, die über ein hohes Alterungspotenzial verfügen.
Diese Rebsorte kann zur Herstellung von Süßweinen gemäß der Charta Grain Noble - ConfidenCiel verwendet werden.
Amigne wird in mehreren Weinbauregionen angebaut
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