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In den ersten Jahrzehnten des 12. Jahrhunderts entstand, anstelle einer schon vorher existierenden Dreifaltigkeitskirche, das Cluniazenser-Priorat Vilare monachorum. Das kleine Tochterkloster hatte Bestand über mehrere Jahrunderte und erlebte viele Höhen und Tiefen. Zu den Tiefen muss man die verheerenden Brände während der Laupenkriege (1339), der Savoyerkriege (1444) und der Burgunderkriege (1476) zählen. Die Mönche hatten neben ihrer Hauptaufgabe, der Liturgie mit täglichen Gebeten, die Aufgabe, Pilger aufzunehmen und für die Dorfbevölkerung von Münchenwiler seelsorgerisch tätig zu sein. Die Einwohnerschaft war im Gegenzug verpflichtet, das Dach des Klosters instand zu halten. Nach der Übernahme mehrerer Klöster durch das neu geschaffene Berner St. Vinzenz-Stift im Jahr 1484 wurde das Priorat aufgehoben und dem letzten Prior, Ulrich Stör, als sogenannte Kommende zur Nutzung übergeben.
Jakob Schluep, Der Achetringeler 2013