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Die Tiere werden in überschaubaren Herden von 300-500 Tieren gehalten. Sie durften täglich auf die Weide. Und abends wurden sie jeweils vom Hofhund, einem Border Collie, mit freundlichem Knurren zurück in die Ställe getrieben. Ihr fragt euch vielleicht, ob ich - nachdem ich ein paar Hundert Hühner möglichst vorsichtig in Kisten gehoben hatte - noch Poulet essen konnte? Die Wahrheit ist: ja. Aber Hühnerbouillon und Chicken Nuggets aus unbekannter Quelle machen mich nicht mehr an.
Bei der Freilandhaltung gibt es allerdings ein Problem: natürliche Feinde wie der Milan oder der Fuchs wollen den Junghühnern an den Kragen. "Mein Bauer" hat dies elegant gelöst. Er hat auf der Weide einfach Roggen gesät. Im hohen Getreide getrauen sich die Hühner ihren ganzen Freilauf zu nutzen, ohne Angst vor Fressfeinden, und sie ernten einen Teil ihres Futters erst noch selbst. Wenn der Bauer nach dem Verladen den Stall an einen anderen Ort versetzt, damit sich der Boden erholen kann, ist der Roggen jedenfalls schon gedrescht.