Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03384.jsonl.gz/1103

19. Dezember 2020
Die Aufnahme entstand auf den Tag vor fünf Jahren, am 19.12.2015, und wurde am Stausee Wettingen aufgenommen. Sie ist bei uns regelmässiger Wintergast und brütet im hohen Norden Eurasiens von Island bis zur Beringstrasse.
19. Dezember 2020
Die Aufnahme entstand auf den Tag vor fünf Jahren, am 19.12.2015, und wurde am Stausee Wettingen aufgenommen. Sie ist bei uns regelmässiger Wintergast und brütet im hohen Norden Eurasiens von Island bis zur Beringstrasse.
18. Dezember 2020
Bei uns kommen drei Vogelarten vor, die sich senkrecht an einem Baumstamm bewegen können: Kleiber, Garten- und Waldbaumläufer. Die beiden Baumläufer können aber nur senkrecht nach oben, währenddessen der Kleiber auch senkrecht nach unten laufen kann. Im Bild sieht ihr einen Baumläufer. Die Artbestimmung von Garten- (GBL) und Waldbaumläufer (WBL) ist nicht ganz einfach und lässt sich am besten am Gesang ausmachen. Da ihr nun ein Foto vor euch habt, müssen wir die Gefiederunterschiede genauer anschauen. Es gibt vier (im Feld oft schwierig einsehbare) Körpermerkmale, die sich unterscheiden: beim GBL ist die Hinterzehe kürzer als beim WBL; der Bauch ist deutlich braun getönt, während er beim WBL fast weiss ist; die Handschwingen haben ein helles Flügelfeld, das beim GBL gleichmässig gestuft ist, währenddessen der WBL einen Kerbe im Flügelfeld hat; und die Handschwingend des GBLs zeigen deutliche weisse Spitzen, die der WBL nicht hat. Auf dem Foto ist die Bauchtönung und eine Hinterzehe zu sehen. Die Länge der Hinterzehe zu beurteilen, ohne den Vergleich zum WBL zu haben, ist schwierig. Der Bauch ist aber deutlich verwaschen braun. Es handelt sich also um einen Gartenbaumläufer.
17. Dezember 2020
Das Gekrächze gehört zu Eichelhähern. Wie Elstern sind im Winter auch Eichelhäher gerne in grösseren Trupps unterwegs. Dieser Trupp auf der Aufnahme hielt sich in der Greppe auf. Im Herbst sammeln die Vögel Eicheln und Nüsse und verstecken sie sorgfältig als Vorrat für den Winter. Da nicht alle Verstecke wieder gefunden werden, beginnen viele Samen zu keimen. Auf diese Weise sorgen die Eichelhäher für die Verbreitung der Samen.
16. Dezember 2020
Mauswiesel und Hermelin sind am Schwanzende zu unterscheiden. Ist das Schwanzende schwarz, handelt es sich um einen Hermelin, wenn nicht, dann ein Mauswiesel. Ihr könnt es auf dem Foto nicht sehen, aber der Schwanz hatte ein dunkles Ende 😉
Hermeline jagen mit Vorliebe kleine Säugetiere wie Mäuse, verzehren aber auch kleine Vögel. Sie werden aber auch selbst schnell einmal Opfer von grösseren Säugetieren, wenn es ihnen an Unterschlupfmöglichkeiten mangelt. Durch Bereitstellen von Wieselburgen können Wiesel und Hermeline gefördert werden. Das sind grosse Steinhaufen mit vielen Hohlräumen und einem Innenleben aus dicken und dünnen Ästen und Stroh. Solche Burgen wurden erst letztes Jahr im Eigi gebaut.
15. Dezember 2020
Offensichtlich handelt es sich um einen Specht. Auffällig ist der rote, weit nach hintenreichende Scheitel, die ovalen Schulterflecken und der hervorschimmernde rote Unterbauch, der gestreift ist. Dies deutet alles auf einen Mittelspecht hin. Auf dem Auflösungsbild fehlt im Unterschied zum Buntspecht ein durchgehender schwarzer Wangenstreif, der bis in den Nacken reicht. Der Kleinspecht kann wegen dem roten Unterbauch ausgeschlossen werden. Die Geschlechter sind beim Mittelspecht einander ähnlich. Jedoch reicht beim Männchen der rote Scheitel weiter in den Nacken. Auf dem Bild ist demzufolge vermutlich ein männliches Tier zu sehen. Auch dieses Foto entstand in Würenlos.
Der Mittelspecht ist ein sogenannter Suchspecht. Er ist auf alte Eichen und Buchen angewiesen. Sein Bestand ist gefährdet. Jedoch nimmt die Verbreitung nach dem Rückgang im 20. Jahrhundert wieder zu. Die Gründe dafür sind vielfältig. Dazu gehören geringere Wintersterblichkeit, grösseres Nahrungsangebot infolge Klimaerwärmung, aber auch die Zunahme an Totholz. Wichtigste Massnahme zum Schutz des Mittelspecht ist, wenn altgewachsene Eichen in den Wäldern stehen bleiben. Birdlife führt ein spezifisches Artenförderprogramm für den Mittelspecht.