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Der Oberste Gerichtshof von Kalifornien hat entschieden: Michael Terpin bekommt 75 Millionen Dollar Entschädigung. Die muss Nicholas Truglia zahlen, nachdem er Kryptowährungen im Wert von 22 Millionen Euro durch das SIM Swapping gestohlen hatte.
Raub nach SIM Swapping
Der Kryptoinvestor Michael Terpin reichte die Klage gegen Nicholas Truglia Ende Dezember letzten Jahres ein. Dem war eine Klage im August gegen das Unternehmen AT&T vorausgegangen. Michael Terpin wurde Opfer des sogenannten „SIM Swappings“, bei dem eine Telefonnummer gestohlen wird, damit sich die Diebe Zugang zu Finanz- und Social Media-Accounts verschaffen können. Anschließend verändern die Diebe Passwörter und andere Zugangsdaten. Zuerst hatte Terpin die amerikanische Telefongesellschaft AT&T wegen Fahrlässigkeit verklagt.
Anfang November letzten Jahres wurde Truglia verhaftet. Er wurde verdächtigt, durch das SIM Swapping Kryptowährungen im Wert von 900.000 Euro gestohlen zu haben. Anschließend verklagte Terpin Truglia. Nicholas Truglia soll es mit dem SIM Swapping geschafft haben, Kryptowährungen von gut 22 Mio. von Terpin zu stehlen.
Truglia muss 75 Millionen Dollar zahlen
Am 9. Mai veröffentlichte das US-Department of Justice eine Anklageschrift. Die Anklageschrift enthält fünfzehn Punkte, in denen das Gericht eine Hacker-Gruppe namens „The Community“ beschuldigte, für das SIM-Swapping verantwortlich gewesen zu sein.
Am 10. Mai hatte der Oberste Gerichtshof von Kalifornien schließlich entschieden, dass Truglia 75 Millionen Dollar (umgerechnet rund 67,5 Millionen Euro) als Schadensersatz an Terpin zu zahlen hat. Dabei soll es sich um einen der größten Zusprüche eines Gerichts aus dem Bereich der Kryptowährungen handeln.