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Aus diesem Grund sollte am Abend auch eine Rede des griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras zur Wirtschaftspolitik nicht vom Fernsehen übertragen werden.
Die Regierung in Athen hatte Anfang September nach einer umstrittenen Auktion vier TV-Lizenzen für zehn Jahre an private Unternehmen vergeben. Vier TV-Sender sollen nun binnen 90 Tagen schliessen. Hunderte Journalisten und Techniker würden dabei ihre Arbeit verlieren, schätzte der grösste Journalistenverband ESIEA in Athen und rief zum Streik auf.
Über die Rechtmässigkeit dieses Verfahrens berät nach mehreren Klagen der höchste griechische Gerichtshof. Die Regierung ist der Ansicht, der griechische TV-Markt sei wegen des Rückgangs der Werbung im Zuge der Finanzkrise nicht in der Lage, alle bisherigen Privatsender zu finanzieren.
Regierungschef Alexis Tsipras hat den Besitzern der Privatsender ausserdem wiederholt vorgehalten, Teil des etablierten Vetternwirtschaftssystems zu sein. Tsipras versuche ein Mediensystem zu etablieren, das ihm politisch näherstehe, hiess es seitens der Opposition.
(AWP)