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In Genf vermischen sich Stadt und Land in erstaunlicher Weise. Nur knapp zehn Kilometer vom Sitz der UNO und der WTO entfernt lassen idyllische, mit Garanoir, Sauvignon Blanc, Chardonnay oder Merlot bepflanzte Parzellen Weine entstehen, deren Bekanntheitsgrad stets zunimmt. Die Nähe zum Jura-Gebirge und den Voralpen sowie der Einfluss des Genfersees und der Rhone erzeugen ein Mosaik aus Mikroklimata. Dieser Variationsreichtum und die grosse Heterogenität der Böden haben die Winzer veranlasst, den traditionellen Rebsortenbestand, der auf Gamay und Chasselas basiert, zu erweitern. In der Weinregion Genf, in der schon immer Pionierarbeit geleistet wurde, probieren die Winzer immer wieder neue Rebsorten aus, um einer kosmopolitischen Kundschaft eine grosse Vielfalt an originellen und charakterstarken Weinen anbieten zu können.
Obwohl Chasselas die dominierende weisse Rebsorte bleibt, feiern Genfer Winzer bei internationalen Weinveranstaltungen immer wieder Erfolge mit Weinen aus klassischen Rebsorten wie Chardonnay. Bei den Rotweinen steht Gamay auf dem ersten Platz mit hervorragenden, gut strukturierten Weinen. Pinot Noir und die anderen roten Traubensorten gewinnen jedoch an Bedeutung.