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Irkutsk ist wohl der beliebteste Stopp während einer Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn. Es liegt mitten in Sibirien und ist sowohl Verkehrsknotenpunkt als auch Ausgangspunkt für den Besuch des wunderschönen Baikalsees mit vielen reizvollen Zielen, darunter Listwjanka, Port Baikal oder die etwas weiter entfernte Insel Olchon (300 km von Irkutsk).
Irkutsk ist eine der ältesten Städte Sibiriens und wurde im Jahr 1661 von russischen Kosaken gegründet. Sie liegt am malerischen Ufer des Flusses Angara, dem einzigen Abfluss des Baikalsees. Es gibt zahlreiche Museen und historische Denkmäler, am schönsten sind wohl aber die vielen alten Holzhäuser, die noch immer in ihrer Ursprünglichkeit zu bewundern sind.
Berühmt sind auch zwei hölzerne Landhäuser, die allerdings eher an eine traurige Geschichte der ersten russischen Revolutionäre erinnern (Dekabristen), die am 14. Dezember 1825 auf dem Senatplatz in Petersburg teilgenommen haben. Die Rache des Zaren war grausam: fünf von ihnen wurden gehängt, über 100 wurden nach Sibirien verbannt und mussten hier schliesslich für immer im Exil bleiben. Nach Jahren der Zwangsarbeit ermöglichte man ihnen jedoch ein normales Leben und da sie allesamt Wissenschaftler waren, erforschten sie die Region. Ihr Wissensvorsprung verhalf der Stadt in ihrer erfolgreichen Entwicklung. Eines der Wohnhäuser der Dekabristen ist heute zu einem Museum umfunktioniert worden, wo sich auch heute noch immer viele Menschen versammeln, um sich mit neuen Forschungsergebnissen über die Dekabristen vertraut zu machen und Gedichte zu rezitieren.
Irkutsk ist heute eines der grössten Zentren der Wissenschaft und Kultur und verfügt über eine eigene Universität und verschiedene Hochschulen.