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Chronik der italienischen Gemeinden St.Gallen-Centrum und St.Gallen-Ost
Sowohl in St.Gallen-Centrum als auch in St.Gallen-Ost wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts italienische Gemeinden gegründet und über Jahrzehnte geführt.
1959-1963
Nachdem am Bettag des Jahres 1959 ein italienischer Gast namens Luigi Minosi das erste Mal einen Gottesdienst in der Kirche St.Gallen-Centrum besuchte, begann man ab Oktober desselben Jahres Informationsabende für Gäste italienischer Sprache durchzuführen. Am 25. Dezember 1959 wurde Bruder Luigi Minosi als erster Italiener versiegelt. Ab Anfang 1960 begann man, die italienischen Gastarbeiter zu jeweils monatlich stattfindenden Evangelisations-Gottesdiensten einzuladen. Am 23. Juli 1961 versiegelte Apostel Rudolf Schneider in einem Gottesdienst etliche italienische Gäste.
1964-1974
Im Juni 1964 erfolgte der Übertritt von Diakon Luigi Minosi von St.Gallen-Centrum nach St.Gallen-Ost. Er begann in dieser Umgebung die italienischen Gastarbeiter in die Gottesdienste einzuladen. Die Führung der Gemeinde St.Gallen-Centrum wurde Priester Walter Kofler übertragen. Im Rahmen der Aufbauarbeit in Rorschach konnte am 31. August 1969 eine erste Versiegelung durchgeführt werden, Bruder Franco Maniglia. Am 22. November 1970 wurde Bruder Maniglia das Unterdiakonen-Amt anvertraut. Am 30. Mai 1971 wurde Priester Luigi Minosi das Hirtenamt übertragen und gleichzeitig der Auftrag als Vorsteher der deutschsprachigen Gemeinde St.Gallen-Ost. In den Jahren 1969 bis 1974 wurde in St.Gallen-Ost, in Rorschach, Goldach und Thal intensiv Aufbauarbeit geleistet und es konnten zunehmend Gäste der italienischen Gemeinde zugefügt werden. Gottesdienste fanden in dieser Zeit in St.Gallen-Centrum und teilweise in Rorschach statt. Am 6. Oktober 1974 hielt Apostel Rudolf Schneider einen Gottesdienst in St.Gallen-Centrum, in dem 19 italienische Geschwister versiegelt wurden. Priester Walter Kofler wurde von seiner Aufgabe als Vorsteher der italienischen Gemeinde entbunden und der deutschen Gemeinde zugeteilt. Priester Giuseppe Squizzato wurde zum Evangelisten ordiniert und gleichzeitig die Aufgabe als Vorsteher der italienischen Gemeinde übertragen. Der inzwischen als Diakon wirkende Franco Maniglia wurde ins Priester-Amt ordiniert.
1975-1976
Die zunehmende Anzahl der italienischen Geschwister führte dazu, die bestehende Gottesdienstordnung neu zu überdenken. Daher wurde entschieden, die italienischen Geschwister von St.Gallen-Ost und Rorschach von der Muttergemeinde St.Gallen-Centrum zu lösen und sie in den Gemeinden ihres Gebietes Gottesdienste halten zu lassen. Dies erfolgte am 1. Januar 1976. Jedoch aufgrund der in diesen Jahren auch in der Schweiz sich bemerkbar machenden Rezession verliessen viele Italiener die Schweiz und kehrten in ihr Heimatland zurück. Unter ihnen befanden sich auch neuapostolische Brüder und Schwestern, die nun in ihrer Heimat mit der Aufbauarbeit dieses Werkes begannen.
1978-1980
Am 12. November 1978 wurde Hirte Luigi Minosi als Vorsteher der deutschsprachigen Gemeinde St.Gallen-Ost entbunden. Gleichzeitig wurden im alle italienischen Gemeinden und Stationen des Arbeitsbereichs von Bischof Heinz Hauri zur Führung anvertraut. In einem Gottesdienst vom 30. September 1979 in Zürich-Albisrieden, gehalten von Apostel Ernst Zimmermann, wurde Hirte Luigi Minosi zum Bezirksevangelisten ordiniert. Ende des Jahres 1980 zählte die Gemeinde St.Gallen-Centrum gegen 60 und die Gemeinde St.Gallen-Ost, zusammen mit Rorschach gegen 70 Seelen.
1983-1997
Ab April 1983 erhielt Franco Maniglia, dem in der Zwischenzeit das Hirtenamt anvertraut worden war, den Auftrag, den in St.Gallen-Ost zusammengezogenen Gemeinden St.Gallen-Centrum, St.Gallen-Ost und Rorschach, als Vorsteher zu dienen. In dieser Aufgabe wirkte er freudig bis Ende November des Jahres 1996. Schliesslich erhielt er noch den Auftrag, einer deutschsprachigen Gemeinde im Appenzellerland als Vorsteher zu dienen. Der Zusammenzug der drei italienischen Gemeinden nach St.Gallen-Ost erfolgte, nachdem viele italienische Geschwister in ihre Heimat zurückgekehrt waren. Dies führte dazu, dass die wenigen zurückgebliebenen italienischen Geschwister der jeweilig deutschsprechenden Gemeinde zugeordnet wurden. Im Frühjahr 1997 kehrte Hirte Maniglia ebenfalls in seine Heimat nach Süditalien zurück. Rückblickend bleibt noch zu erwähnen, dass Bezirksevangelist Luigi Minosi im Frühjahr des Jahres 1991 auch nach Süditalien heimkehrte.
Folgende, nachstehend aufgeführten Amtsträger übten in den italienischen St. Galler Gemeinden die Aufgabe als Vorsteher aus:
St.Gallen-Centrum
Priester H. Nuber
Priester Walter Kofler
Evangelist Giuseppe Squizzato
Hirte Luigi Minosi
St.Gallen-Ost
Hirte Luigi Minosi
Hirte Franco Maniglia