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Martin Bürlimann, Gemeinderat SVP Zürich 10
Am
14. Juni eröffnen die SBB und der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) mit dem Bahnhof Löwenstrasse und dem Weinbergtunnel den 1. Teil der Durchmesserlinie. Für den Bahnhof Wipkingen
bedeutet dies eine massive Reduktion der S-Bahnverbindungen in beide Richtungen. Der Abbau der S-Bahnen am Bahnhof Wipkingen ist eine Folge des Widerstandes aus Wipkinger Kreisen
gegen den Bahnausbau.
Die SVP verlangt in ihrem Parteiprogramm leistungsfähige Achsen, das gilt für Strasse und Schiene. Die Achse Zürich-Winterthur (eröffnet 1856 als Hauptachse Richtung Norden) hätte
mit der Bahn 2000 erweitert werden sollen. Die Erweiterung hätte vier Gleise gegeben, je eines aussen für den S-Bahn-Halt und je eines innen für die Schnellzüge. Mit dem Ausbau
hätten wir heute Bahnverbindungen in Wipkingen wie in der Pariser Metro. Die Fakten:
- 1987 erfolgte die Abstimmung zur Bahn 2000. Der Teil der SBB-Planung in Zürich hiess «Fil Rouge», vorgesehen waren 4 Spuren HB-Wipkingen-Winterthur mit Ausbau des Wipkinger
Viadukts und ohne Ausbau des Käferbergtunnels
- Linke Gruppierungen aus dem Kreis 5 machten Opposition, das Schlagwort hiess «Verrückt das Viadükt». Die Wipkinger Mehrheit zeigte Verständnis und setzte sich nicht für Fil
Rouge ein.
- Eine Wipkinger Vereinigung namens «Quartierlüüt» schlug den Bau eines dritten Gleises vor, die SBB lehnte den Vorschlag ab.
- Die Volksinitiative namens «Verrückt das Viadükt» ergab im September 2001 ein deutliches Ja zum unterirdischen Bahnhof HB. In der Folge wurde der Bahnhof Löwenstrasse geplant
und gebaut.
- 2003 erfolgte eine Sanierung der Wipkingerbrücke (Eisenbahnbrücke über die Limmat) und des Wipkinger Viadukts (Gleisbogen im Kreis 5, ehemaliger Damm).
Mit den Ergebnissen der Volksabtimmungen waren die maximalen Kapazitäten des Bahnhofs Wipkingen fixiert. Die S-Bahnen können nun nicht mehr halten, weil die Schnellzüge auf freie
Durchfahrt angewiesen sind.
Daher steht Wipkingen mit der Eröffnung des neuen Tunnels nun im Abseits. Zughalte sind technisch nicht mehr möglich. Diese Entwicklung war vorauszusehen, die SVP hat davor
gewarnt.