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Er nahm eine Stelle bei der Kirche an, weil ihn der Bischof mit seinem Kampf gegen die Apartheid inspirierte.
Der ehemalige Lehrer begann Theologie zu studieren und wurde schliesslich Priester in der anglikanischen Kirche. Durch seine Publikationen und seine Reisen wurde er national und international als Kritiker des Apartheidsystems bekannt. Sein Einsatz für ein gewaltlose Überwindung der Apartheid und sein unerschütterlicher Glaube zogen immer mehr Menschen, auch weisse, in seinen Bann.
Als schliesslich heute vor 36 Jahren bekannt gegeben wurde, dass ihm der Friedensnobelpreis überreicht werde, konnte die südafrikanische Regierung definitiv nicht mehr an ihm vorbei sehen. Desmond Tutu wurde zunehmend zu der Stimme Südafrikas, die sich für eine friedliche Aussöhnung zwischen vielfarbigen Völkern des Landes einsetzte. Er argumentierte, dass solange die Schwarzen nicht frei seien, die Weissen ständig in Angst vor den Schwarzen lebten. Erst wenn die Schwarzen als gleichberechtigte Brüder und Schwestern anerkannt würden, könne dieser Teufelskreis durchbrochen werden. Er prägte den Begriff der Regenbogennation für das südafrikanische Volk.
Als Nelson Mandela schliesslich zum ersten schwarzen Präsident Südafrikas gewählt wurde, wurde Tutu die Aufgabe übertragen, die Kommission für Wahrheit und Versöhnung zu leiten. Die Arbeit dieser Kommission war ein wichtiger erster Schritt, Frieden und Versöhnung unter den Menschen Südafrikas ins Werk zu setzen.
Eigentlich wollte Desmond Tutu Arzt werden. Zum Glück zwangen ihn die Umstände, Theologie zu studieren.