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Russische und chinesische Unternehmen haben 27 Kooperationsabkommen im Gesamtwert von 15 Milliarden US-Dollar geschlossen, schreibt die Zeitung «Wedomosti» am Mittwoch.
Die Abkommen wurden am Samstag während eines russisch-chinesischen Forums in Moskau geschlossen. Die grössten Projekte beziehen sich auf Sibirien und den Fernen Osten. Dem russischen Vizeregierungschef Igor Schuwalow zufolge wird bis Ende Juni ein gemeinsamer Investmentfonds in Höhe von vier Milliarden US-Dollar eingerichtet.
Der russische Fonds für Direktinvestitionen und die Chinesische Investitionskorporation (CIC) hatten bereits im Vorjahr einen gemeinsamen Fonds vereinbart. Die Seiten werden je eine Milliarde US-Dollar in dem Fonds anlegen. Weitere chinesische Investoren können hinzukommen.
Laut Kirill Dmitrijew, Generaldirektor des russischen Fonds für Direktinvestitionen, sind die geopolitischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für chinesische Investitionen bereits vor mehreren Jahren entstanden. «Die chinesischen Fonds haben einen grösseren Umfang an langfristigen und relativ günstigen Ressourcen sowie erstellen eigene Gutachten. In Russland wächst die Zahl der Projekte in Sibirien und im Fernen Osten. China sucht nach soliden Partnern. Die Projekte sollen bedeutend sein und vom Staat unterstützt werden», sagte Dmitrijew.
Man dürfe keine Angst vor chinesischen Investitionen haben, sondern man müsse um diese kämpfen, sagte ein Regierungsbeamter. Jede Struktur, egal ob Staatskorporation oder Fonds, werde Voraussetzungen schaffen, um Investoren (darunter chinesische) in den Fernen Osten zu locken. Wie Chinas Expansion in diese Regionen Russlands geregelt werden könne, sei allerdings die Aufgabe des russischen Staats, sagte der Beamte.
Wie der Analyst Dmitri Surow vom Unternehmen BKS sagte, sind die chinesischen Investoren vor allem an Rohstoffprojekten interessiert. Ein weiterer Anreiz seien Ermässigungen für die Investoren. Die Staatsgesellschaft für die Entwicklung Sibiriens und des Fernen Ostens würde für zehn Jahre auf föderaler Ebene von Gewinnsteuer, Steuer auf die Förderung von Bodenschätzen, Wassersteuer und für fünf Jahre auf regionaler Ebene von Vermögens-, Boden- und Verkehrssteuer befreit werden, so der Experte.
Eines der Abkommen wurde vom Generaldirektor des Aluminiumherstellers UC Rusal (47,41 Prozent bei dem Konzern En+) und von Basic Element und dem Besitzer von En+, Oleg Deripaska, und vom Präsidenten des staatlichen chinesischen Unternehmens Norinco (China North Industries Corporation), Zhang Guoqing, unterzeichnet. In den ersten drei Jahren wollen die Partner den Umsatz auf mehr als eine Milliarde US-Dollar anheben, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung.
2009 erklärte sich die Norinco bereit, bis 2016 bei UC Rusal 1,68 Millionen Tonnen Aluminium zu erwerben. Norinco ist einer der grössten Kunden von UC Rusal in Asien, wohin zwei Millionen Tonnen Aluminium im Jahr geliefert werden sollen. China ist ein grosser Aluminium-Markt. Nach UC Rusal-Angaben entfielen auf China im vergangenen Jahr 45 Prozent des weltweiten Verbrauchs. Im vergangenen Jahr hatte UC Rusal 33 Prozent der Anteile an Shenzhen North Investments gekauft – einer Handelstochter von Norinco.
North United Aluminium, das Joint-Venture zwischen Rusal und Norinco, begann in der vergangenen Woche seine Tätigkeit. •
Quelle: Ria Novosti vom 2.5.2012,
http://de.rian.ru/business/20120502/263480715.html
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