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Studienauftrag im selektiven Verfahren: 2003 (2. Preis) Bauherrschaft:Baugenossenschaften Linth-Escher und Schönau, Zürich Mitarbeit: Gian Salis, Jonas Ringli, Hannes Luz, Bartelomeus Gijzen
Die Stähelimatte liegt am Siedlungsrand von Seebach. Ein tiefer, langgezogener Baukörper schliesst das Bebauungsfeld zur Landschaft hin ab und setzt eine klare Grenze zwischen der ausufernden Bebauung der Agglomeration und der unverbauten Landwirtschaftsszone. Landschaftsseitig löst sich die kompakte Grossform in eine feinteilige Struktur auf und vewebt den angrenzenden Landschaftsraum mit dem Gebäude.
Alle Wohnungen werden in einem einzigen, übertiefen viergeschossigen Baukörper untergebracht und profitieren gleichermassen von der Weite des Ausblicks auf Wiese und Wald. Ein zenital beleuchtetes Treppenhaus erschliesst jeweils acht Wohnungen. Sie erstrecken sich über die ganze Gebäudetiefe zur Aussicht hin. Die Perforierung des Baukörpers ordnet jeder Wohnung zwei spezifische Höfe zu. Ein innenliegender Lichthof beleuchtet mittels transluzenten Glaswänden die Eingangsdiele und die Bäder. Ein auf der Südseite des langgestreckten Wohnraumes liegender Patio ist zur Landschaft offen und orientiert diesen so in der Diagonalen. Grosse Aussenbereiche sind geschossweise alternierend in den Innenhof oder vor die Fassadenflucht gehängt.
Die vielfache Repetition des gleichen Bautyps erlaubt ein wirtschaftliches Bausystem. Grossformatige, im Werk fabrizierte Sandwichelemente aus glatt geschaltem hellen Beton werden im Rohbau geschossweise aufeinandergestapelt, in die Deckenschalungen eingelegt und vergossen. Breite Eichenrahmen mit einem innenliegenden Futterrahmen füllen die grossformatigen Fensteröffnungen. Die Betonelemente zum fassadenseitigen Wohnpatio erhalten durch die Einlage einer Schalungsmatrize eine strukturierte und veredelte Oberfläche. Als Matrizenvorlage werden Wiesenpflanzen (z. B. Kerbel) verwendet. Ihre vergrösserte Rezeption erinnert an Motive des Jugendstils oder maurische Fayencen und bindet die Einzelplatten zur Fläche.