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Auf welchem Weg kann das Aids-Virus HIV in den Körper gelangen?

Ausschliesslich durch Schleimhäute, durch Verletzungen und auf dem Blutweg.
Das Aids-Virus kann nur bei bestimmten Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen überleben und sich nur in Zellen des menschlichen Körpers vermehren. Bei der Übertragung gelangen die Viren von einem infizierten Menschen in den Körper und in die Blutbahn eines Gesunden - entweder durch Schleimhäute oder durch bestimmte Verletzungen (z.B. Blutübertragung beim Fixen). Die empfindlichen Schleimhäute der Geschlechtsorgane und des Afters sind so beschaffen, dass durch sie Stoffe und Krankheitserreger von aussen in den Körper eindringen können. Sie sind also mögliche Eintrittspforten für HIV.
Sexuelle Kontakte:
Mit HIV kann man sich bei sexuellen Begegnungen immer dann anstecken, wenn folgende Kontakte stattfinden:
Einerseits zwischen dem ungeschützten männlichen Glied und der Scheide beim Geschlechtsverkehr Mann mit Frau (heterosexuell).
Andererseits zwischen dem ungeschützten männlichen Glied und dem Enddarm beim Analverkehr Mann mit Frau (heterosexuell) oder Mann mit Mann (homosexuell).
Schliesslich zwischen Samenflüssigkeit (eventuell auch Scheidensekret inkl. Menstruationsblut) und den Schleimhäuten des Mundes beim Oralverkehr (heterosexuell oder homosexuell).
Die anderen sexuellen Verhaltensweisen sind risikofrei.
Sehr gefährlich: Fixen mit gebrauchten Spritzen!
Sehr gefährlich ist der intravenöse Drogen- oder Medikamentenkonsum mit gebrauchten Spritzen oder Nadeln. Denn an ihnen haften immer Blutreste. Mit infizierten Blutresten gelangen HIV direkt in die Blutbahn (siehe auch Seite ...).
Schwangerschaft:
Ist die Mutter bei der Zeugung HIV-positiv, dann könnte während der Schwangerschaft oder bei der Geburt HIV von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Auch wenn bei der Zeugung die Mutter noch HIV-negativ war, können sie und ihr Kind noch infiziert werden, wenn sie kurz vor oder während der Schwangerschaft mit einem HIV-positiven Mann Geschlechtsverkehr hat.
Blutspende, Bluttransfusion:
Alle Blutspenden werden in der Schweiz seit 1985 auf HIV getestet. Da aber bei angesteckten Personen in den ersten Wochen noch keine Antikörper feststellbar sind, besteht weiterhin ein wenn auch verschwindend kleines Risiko, bei einer Bluttransfusion angesteckt zu werden. Wer befürchtet, HIV-positiv zu sein oder wer Ansteckungsrisiken eingegangen ist, sollte niemals Blut spenden.
Völlig harmos: Berührungen!
Völlig harmlos ist jede alltägliche Berührung von Mensch zu Mensch. Ebenso harmlos ist es, Gegenstände zu berühren, die andere Menschen benützt haben. HIV kann auf diese Weise unmöglich in den Körper gelangen.
Risikolos - sofern die nötigen Hygieneregeln eingehalten werden - sind auch folgende Situationen, in denen Hautverletzungen und Blutungen auftreten können: bei Arzt und Zahnarzt, bei medizinischen Behandlungen im Spital, beim Coiffeur, bei Akupunktur, Durchstechen des Ohrläppchens usw.