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eine organische Verbindung von der Zusammensetzung C6Cl4O2, ist
Benzochinon (s.
Chinone), in dem
die 4 Wasserstoffatome durch Chloratome ersetzt sind.
Das Chloranil entsteht aus vielen Benzolabkömmlingen, wie
Anilin,
Phenol u. s. w.,
bei der Einwirkung von
Chlor. Es besteht aus glänzend-gelben Blättchen, die in Wasser unlöslich, in
Alkohol und
Äther löslich sind und bei 150° sublimieren.
Das Chloranil hat die Fähigkeit, oxydierend zu wirken, und wird deshalb
zur Herstellung von Farbstoffen als
Oxydationsmittel technisch verwendet.
entstehen bei der
Einwirkung von
Chlorwasserstoff auf mehrwertige
Alkohole (s. d.), indem zunächst eine
Hydroxylgruppe durch ein Chloratom ersetzt wird.
Sie enthalten
Chlor und Hydroxyl zugleich. So bildet sich bei
der Einwirkung von Salzsäure auf
Glykol, Äthylenchlorhydrin oder Glykolchlorhydrin nach folgender
Gleichung: CH2OH•CH2OH
+ HCl = CH2Cl•CH2OH + H2O.
Das letztere ist eine mit Wasser mischbare Flüssigkeit, die bei 128° siedet.
Säure. Das
Anhydrid, Cl2O3, ist ein leicht explodierbares
Gas, das sich bei niederer
Temperatur zur
rotbraunen Flüssigkeit verdichtet. Es wird erhalten, indem 3
Teilechlorsaures Kalium mit 12
Teilen arseniger Säure gemischt
und mit einer Mischung von 18
Teilen Salpetersäure (1,33 spec. Gewicht) und 24
Teilen Wasser sehr gelinde und vorsichtig erwärmt
werden.
Das
Gas wird leicht vom Wasser absorbiert und bildet mit diesemchlorige Säure, welcher nach
der Zusammensetzung ihrer
Salze, der
Chlorite, die Formel HClO2 zukommt.
ein glimmerähnliches, nach
Tschermaks Untersuchung monoklin krystallisierendes Mineral
von gewöhnlich schmutziggrüner
Farbe, das in tafelförmigen, oft kamm- oder wulstförmig gruppierten
Krystallen, auch in
blätterigen und schuppigen
Massen erscheint. Es ist sehr vollkommen basisch spaltbar, in dünnen Blättchen biegsam, aber
nicht elastisch, so weich und milde, daß es sich mit dem Fingernagel ritzen läßt. Dünne Lamellen erweisen sich
scheinbar optisch einachsig, oder auch deutlich zweiachsig mit sehr geringem Neigungswinkel der
Achsen.
Konzentrierte Schwefelsäure zersetzt das feine Pulver.
Chemisch besteht der Chlorit aus etwa 26 Proz.
Kieselsäure, 20 Proz.
Thonerde, 42 Proz.
Magnesia und
Eisenoxydul und 12 Proz. Wasser. Feine staubförmige
Schuppen von Chlorit sind oft in andernMineralien,
[* 7] z. B. in wasserhellen
Bergkrystallen, eingewachsen oder auf der Oberfläche anderer, z. B. Feldspate, aufgestreut.
Der Chlorit ist sehr häufig und bildet bisweilen als vorwaltender Gemengteil ein Gestein, das man
Chloritschiefer (s. d.) nennt.
Eine Anzahl ähnlicher
Mineralien hat man zu der Chloritgruppe vereinigt, zu der außer dem eigentlichen Chlorit noch derPennin
(s. d.), Leuchtenbergit,Kämmererit,Klinochlor (s. d.)
oder Ripidolith,Pyknotrop,Delessit (s.d.),
Thuringit u. a. gehören. Diese
Glieder
[* 8] der Chloritgruppe stehen sowohl ihrer
äußern Erscheinung als ihrer chem. Konstitution und der
Weise ihres Auftretens nach zwischen den
Glimmern und
Talken; von
den erstern sind sie durch den großen Wassergehalt und das Fehlen des Kaliums, von letztern durch den
Gehalt an
Thonerde unterschieden.
ein schieferiges Gestein von unrein lauchgrüner bis schwärzlichgrüner
Farbe, das vorherrschend,
zuweilen sogar fast ganz aus
Mineralien der Chloritgruppe (namentlich Klinochlor) besteht. Der meiste Chloritschiefer enthält, mit dem
Chlorit verbunden, auch etwas Quarz, Feldspat,
Glimmer oder
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