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Histoire transnationale de la Suisse
Die Geschichte der Schweiz stand lange Zeit im Zeichen des Besonderen – des Sonderfalls Schweiz. Die helvetische Historiografie unterscheidet sich darin nicht wesentlich von der Geschichtsschreibung anderer Länder. Nationalgeschichten bleiben oft in einem methodologischen Nationalismus gefangen.
Eine wachsende Anzahl von Historikern und Historikerinnen hat sich in den letzten Jahren davon zu befreien versucht. Sie legen den Akzent auf die «Zirkulation» von Menschen, Technologien und Wissen, erproben «transnationale» oder «globale» Zugänge, schreiben «vergleichende», «geteilte» und «postkoloniale» Geschichte, bemühen sich um eine «histoire connectée» oder «histoire croisée». Dieser Band versammelt Texte, die solche Ansätze auf verschiedene Perioden der Schweizer Geschichte anwenden. Er versteht sich als Beitrag zur Diskussion über das Erbe, die Herausforderungen und die Perspektiven von transnationalen Ansätzen in der Wirtschafts-, Sozial-, Politik- und Kulturgeschichte.