Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03485.jsonl.gz/14

9. April 2018
Zu den Hypothesen der PlugMyCar-Studie gehören: eine Auslastung von ein, zwei bis drei Fahrgästen, mehrere Tausend Ladestationen und 18.000 Elektrofahrzeuge, die bis 2030 in Brüssel 330.000 Autos in Privatbesitz ersetzen sollen.
Vincenzo Giordano, einer der Mitautoren der Studie, erklärt, dass die in der Studie verwendete numerische Modellierung nicht auf „unserer Vision von dem, was 2030 geschehen wird“ basiert. Stattdessen postuliert sie ein „disruptives Szenario“, welches es möglich machen wird, den Prozess zur Vorbereitung der Zukunft der nachhaltigen Mobilität sofort zu beginnen.
Der Ausgangspunkt der PlugMyCar-Studie war eine grundlegende Frage: Was wäre die Konsequenz der Verbreitung von geteilten Elektrofahrzeugen? Reisen würde nur die Hälfte der Zeit brauchen und 40% weniger Kosten. Ein beträchtlicher Platz würde durch nicht benötigte Parkplätze frei werden, deren Anzahl durch sechs geteilt werden könnte. Es gäbe weniger Staus, weniger Unfälle und weniger Lärm. Und natürlich wäre die Luftqualität unvergleichlich besser.
Ein solches Szenario wäre auch für die Stromspeicherung sehr vorteilhaft: Wenn Elektroautos nicht auf der Strasse stehen und nicht aufgeladen werden, können sie das Elektrizitätssystem durch Speicherung von Elektrizität unterstützen. Die theoretische Speicherkapazität von einer Million Elektrofahrzeugen würde bis zu 40.000 MWh betragen – zum Beispiel mit 5.000 MWh für das Wasserkraftwerk Coo.
ENGIE, die sich bereits für Elektromobilität und „Smart-Charging“ -Lösungen einsetzt, ist der Ansicht, dass geteilte Elektrofahrzeuge die Erfindung von morgen sein könnten, an der Schnittstelle von technologischer Innovation – etwa Drohnen, die sich schneller als erwartet ausbreiten – und der Entwicklung kollaborativer Modelle – in Anlehnung an Airbnb.
„Und dann kommt es darauf an, in die Gegenwart zurückzukehren, um zu sehen, welche neuen Geschäftsmodelle entwickelt werden können“, fährt Vincenzo Giordano fort.
Elektromobilität steht im Mittelpunkt der Strategie der ENGIE-Gruppe, welche die EV-Box, eine weltweit führende Anbieterin von Ladestationen, übernommen hat. Diese entwickeln Angebote für intelligentes Laden, die auf Algorithmen zur Optimierung des Flottenmanagements nach der lokal produzierten und verbrauchten Strommenge, basieren. CarPlug, entwickelt von ENGIE Electrabel, ist eine weitere innovative Lösung: Es ist eine Ladestation, die ein Elektroauto 60% schneller als eine herkömmliche Steckdose auflädt.
Diese neuen Technologien werden durch spezifische zielgerichtete Angebote wie die Verträge von Drive und Drive Pro in Belgien unterstützt, die den Eigentümern von Elektrofahrzeugen Zugang zu umweltfreundlicher und lokaler Energie zu einem reduzierten Preis ermöglichen.
Unterdessen arbeitet ENGIE mit lokalen Behörden und Betreibern in Belgien zusammen, um ihre Transportmodelle zu überdenken, die insbesondere die Entwicklung von Flotten von Elektrofahrzeugen beinhalten. Diese Initiativen sind Teil des weltweiten Programms „Better Mobility Today“, welches von ENGIE entwickelt wurde, um die Luftqualität zu verbessern, Verkehrslärm und Staus zu reduzieren und Transitnetze in allen Teilen der Welt zu optimieren.
Original Beitrag erschienen am 21. Februar 2018
www.engie.com