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Ab Donnerstag wird bei der UN-Klimakonferenz in Dubai (COP28) wieder über den Kampf gegen die Klimakrise beraten. Dass sich die Erde durch die Aktivitäten des Menschen erwärmt, ist schon seit Jahrzehnten ein Thema der internationalen Politik.
Der lange Weg der internationalen Klimaabkommen und ihre Schlüsselmomente im Zeitstrahl:
Nach Warnungen von Wissenschaftlern, dass sich die Erdoberfläche kontinuierlich zu erwärmen scheint, rufen die Vereinten Nationen den Weltklimarat IPCC ins Leben. Zwei Jahre später berichtet das internationale Wissenschaftler-Gremium, dass vom Menschen produzierte Emissionen einen Treibhaus-Effekt haben, der die Erderwärmung weiter verstärken könne. In einer Reihe von Studien werden Beweise dafür zusammengetragen, dass Aktivitäten des Menschen wie das Verbrennen von Kohle, Erdöl und Erdgas und die Abholzung von Regenwäldern zur Erwärmung der Erde führen und damit ihre Klimasysteme durcheinander bringen.
Beim sogenannten Erdgipfel in Rio de Janeiro wird 1992 das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) mit dem Ziel geschlossen, die weltweiten Treibhausgasemissionen zu verringern. Zu diesem Zweck treffen sich die Vertragsstaaten seit 1995 jährlich in wechselnden Städten zu einer Konferenz, der «Conference of the Parties», kurz COP. Sie findet dieses Jahr zum 28. Mal statt.
Im japanischen Kyoto wird 1997 vereinbart, dass Industriestaaten im Zeitraum von 2008 bis 2012 ihre Treibhausgas-Emissionen im Schnitt um 5,2 Prozent im Vergleich zum Stand von 1990 verringern sollen. Für Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien sieht das sogenannte Kyoto-Protokoll keine verbindlichen Emissionsminderungsziele vor.
Die USA, damals noch der grösste CO2-Emittent der Welt, weigern sich 2001, die Vereinbarung zu ratifizieren. 2005 tritt das Kyoto-Protokoll trotzdem in Kraft. Bereits ein Jahr später hat sich China zum weltgrössten Treibhausgasemittenten entwickelt.
Die Teilnehmer der COP15 in Kopenhagen scheitern an der Aufgabe, ein Klimaabkommen für die Zeit nach 2012 auszuhandeln. Einige Dutzend grosse Emittenten wie die USA und China erklären zwar, dass sie die Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzen wollen, bleiben aber vage, wie dies sichergestellt werden soll.
Bei der COP21 in Paris bekennen sich fast alle Staaten der Erde zu dem Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst aber auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Dazu sollen sie nationale Klimaziele vorlegen, die regelmässig überarbeitet werden sollen und nur angehoben, aber nicht aufgeweicht werden dürfen.
Die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg beginnt im August 2018 damit, freitags nicht mehr zum Unterricht zu gehen und stattdessen vor dem Parlament in Stockholm entschiedenere Klimaschutzmassnahmen zu fordern. Mit ihrem «Schulstreik für das Klima» begründet sie die weltweite Klimaschutz-Bewegung Fridays for Future mit Massenprotesten in aller Welt.
Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt in einem Bericht, dass der Ausstoss der globalen Treibhausgasemissionen 2022 auf einen neuen Rekordstand steigt. Dennoch können sich die Teilnehmer der COP27 im ägyptischen Scharm el-Scheich nicht auf ehrgeizigere Minderungsziele und die vollständige Abkehr von fossilen Energieträgern verständigen.
Im kanadischen Montreal einigt sich die internationale Gemeinschaft im Dezember 2022 auf ein Artenschutzabkommen. Es sieht vor, bis 2030 insgesamt 30 Prozent der Landflächen und der Meeresgebiete der Erde unter Schutz zu stellen. Das rapide Artensterben, das eng mit der Klimakrise zusammenhängt, soll gestoppt werden.
Der Weltklimarat warnt in seinem sechsten Sachstandsbericht, dass die 1,5-Grad-Grenze bereits im Zeitraum 2030 bis 2035 erreicht werden wird – mit entsprechenden verheerenden Folgen. Der europäische Erdbeobachtungsdienst Copernicus registriert, dass die Monate Juni bis Oktober weltweit die heissesten seit Beginn der Aufzeichnungen waren. Am 20. November legt ein Uno-Bericht dar, dass die Erde sich selbst bei der Einhaltung aller internationalen Klimaschutzzusagen auf eine gefährliche Erwärmung um 2,5 bis 2,9 Grad bis zum Jahr 2100 zu bewegt. (lak/sda/afp)
Der Mount Erebus in der Antarktis ist der südlichste aktive Vulkan der Welt. Er ist 3794 Meter hoch und befindet sich auf Ross Island. In seinem Krater brodelt seit Jahrzehnten ein Lavasee vor sich hin – aber das ist nicht das Einzige, was ihn so besonders macht.