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Filmkritik: Old men crying74e Festival de Cannes 2021
André (André Dussollier) erleidet eines Tages einen Schlaganfall. Im Spital wird er besucht und liebevoll umsorgt von seiner Tochter Emanuèle (Sophie Marceau), die ihr eigenes Leben hinten anstellt. André, zuvor ein lebensfroher, aufgestellter Mann, verliert nach und nach die Freude am Leben und verfällt in Selbstmitleid. Auch seine zweite Tochter Pascale (Géraldine Pailhas) besucht ihn im Spital. Die Bindung von André zu Emanuèle scheint dabei zwar kompliziert, jedoch inniger zu sein, sodass er eines Tages ihr gegenüber den Wunsch äussert, aus dem Leben zu scheiden: Er möchte Sterbehilfe in Anspruch nehmen, da er seinen körperlichen Zerfall nicht mehr aushält und keinen Sinn in seinem Leben mehr sieht.
Das überfordert die beiden Töchter, sie benötigen Zeit, mit der neu entstandenen Situation umzugehen. Emanuèle erhält dabei Unterstützung von ihrem Partner Serge (Éric Caravaca) und entscheidet sich schlussendlich, ihren Vater bei seinem Wunsch zu unterstützen. Das Unternehmen erweist sich schwieriger als gedacht, da es in Frankreich nicht legal ist, einem Menschen aktive Sterbehilfe zu gewähren. Emanuèle macht sich auf die Suche nach einer Lösung.