Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03494.jsonl.gz/2565

Es begann alles, als 2001 der Animationsfilm «Shrek» in den Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes aufgenommen wurde. Seither haben grosse Studios wie Dreamworks-Pictures das renommierte Festival an der Cote d’Azur als beliebte Plattform für die absurdesten PR-Auftritte in Sachen Trickfilm für sich entdeckt.
Angelina Jolie und der Hai
Für «Shark Tale» liessen sich Angelina Jolie, Will Smith und Jack Black auf einem aufblasbaren Gummi-Hai über das Wasser ziehen. Ein anderes Mal kletterte Komiker Jerry Seinfeld für «The Bee Movie» in ein kugelförmiges Bienenkostüm und seilte sich vom Dach des Carlton Hotels an den Strand ab.
Dieses Jahr schickte Dreamworks CEO Jeffrey Katzenberg seine Stars Justin Timberlake und Anna Kendrick gleich auf eine ganze Promotion-Tournee. Die beiden sprechen die Hauptfiguren in dem Animationsfilm «Trolls». Nach London und Berlin stellten sie in Cannes erste Filmausschnitte vor. Dafür liessen sie sich von einer Schar Models in Regenbogenkleidern und wuscheligen Hochsteckfrisuren begleiten, sangen und tanzten und stellten vor der Fachpresse eine schon fast unerträglich gute Laune zur Schau.
Kunst und Kommerz
Den Titelsong zum Film sangen Justin Timberlake und Anna Kendrick im Palais. Das berühmte Palais, der Ort, an dem schon die bedeutendsten Werke der Filmgeschichte über die Leinwand flimmerten, musste in diesem Fall als Werbebühne herhalten. Cannes, das ist eben nicht nur ein Fete für Filmfreunde, sondern auch ein Fest fürs Filmgeschäft. Es gibt kaum ein anderes kulturelles Ereignis, bei dem Kunst und Kommerz in solch einer Grössenordnung zusammenkommen.