Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03547.jsonl.gz/892

«Das ist wie bei einer Droge mit schweren Entzugserscheinungen»
Studio Libero #36: Der einflussreiche deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn führt die aktuelle Inflation auf die pandemiebedingte Verknappung und auf staatliche Konjunkturprogramme zurück. Die Situation für die Europäische Zentralbank ist aufgrund der hohen Staatsverschuldung in Europa nun äusserst anspruchsvoll – und konfliktträchtig.
Der Aufstieg linker und rechter Populisten in Europa hat weniger mit sozialem Abgehängtsein, nackter Dummheit oder politischer Naivität zu tun, als mit den tatsächlichen Souveränitätsverlusten einzelner Staaten und ihrer Ökonomien. Lesen Sie hier die Gedanken des deutschen Politikwissenschafters der Stunde.
Während eine neue Weltordnung entsteht, beschäftigt sich Europa mit sich selbst. Der ehemalige Premierminister Australiens, Kevin Rudd, rät dem Westen, im Umgang mit dem Aufstieg Chinas keinesfalls die eigenen Werte zu verraten.
Mervyn King, der als Vorsitzender der Bank of England die geldpolitische Bazooka im Anschluss an die Finanzkrise von 2008 hervorholte, kritisiert die pandemiebedingte Geldmengenausweitung. Er befürchtet, dass die Zentralbanken in ihrer Unabhängigkeit beschnitten werden könnten.