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Hauses, der Hauseingang, seitlich, führt direkt in die Küche oder in einen kleinen Flur.
Hauptvertreter des Länderhauses sind:
Typen schweizerischer Bauart.
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a) Das Berneroberländer-Haus. Es zeichnet sich aus durch sein «läges», d. h. wenig steiles Dach aus dicken Schindeln, mit grossen Steinen beschwert, durch meistens gekoppelte Fenster und durch mancherlei Schmuck: Inschriften, verzierte Dachpfetten, Kerbschnitzereien und Konsolen. Vergl. die Abbildung des Hauses in Lauterbrunnen.
b) Das Haus der drei Urkantone zeigt keine so einheitliche Form;
es hat im allgemeinen steileres Dach;
hie und da sind die Blockwände mit kleinen Schindeln (im Dialekt «Schüepli» geheissen) verkleidet;
an einzelnen Häusern findet sich das grosse Bretterkamin des jurassischen Hauses.
c) Das Appenzellerhaus, mit einigen Modifikationen auch in den angrenzenden Landschaften vorhanden, wird gekennzeichnet durch die reich gekoppelten Fensterreihen mit Ziehladen und durch die Vorliebe für Schindelbekleidung; beides gibt dem Haus, verbunden mit der bekannten Sauberkeit, etwas ungemein Freundliches und Wohnliches. Da die Dächer nicht so weit vorragen, werden vielfach über den Fensterreihen kleine Schutzdächer angebracht Vergl. die Abbildung des Hauses in Urnäsch.
d) Das deutsch-bündnerische Gebirgshaus gleicht am meisten dem Berneroberländer-Haus, nur ist es im allgemeinen einfacher und weniger stattlich. Allein auch hier finden wir die Vorliebe für Inschriften, für Lauben, die manchmal zierlich geschnitzt sind, für allerlei Verzierungen am Balkenwerk und an den Dachpfetten. Den schönsten Schmuck des Hauses bildet aber der selten fehlende Blumenflor auf den Fensterbrettern. Ein höchst einfaches Beispiel bietet unsere Abbildung des Hauses aus dem Prätigau.
4. Ganz verschieden von diesem deutsch-bündnerischen, wie überhaupt von dem Länderhaus, ist das Engadinerhaus, das freilich nicht auf das Engadin allein beschränkt ist, sondern auch in andere Thäler hinübergreift, sich aber doch am ausgeprägtesten und stattlichsten im Engadin zeigt. Das Engadinerhaus ist, mit geringen Ausnahmen, aus Stein oder aus Blockwänden mit Mauerverkleidung erbaut. Charakteristisch ist für dasselbe das mit Steinen oder mit steinbeschwerten grossen Schindeln gedeckte, wenig geneigte Dach; häufig finden sich alte ¶
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Typen schweizerischer Bauart.
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Sgraffitomalereien an den Mauern und schöngeschmiedete Gitter an Treppenaufgängen und Fenstern. Die letzteren sind auffallend klein und schiessschartenförmig nach aussen erweitert. Im Innern betreten wir zuerst einen mächtigen Hausgang (sulêr), der nicht selten den halben Raum des Stockwerkes einnimmt und zu dessen Seite die Stube, die Küche und die Vorratskammer angeordnet sind; darüber liegen Schlafzimmer usw. Vom Sulêr führt ein Zugang direkt zur Scheune und zur Stallung, die mit der Wohnung unter einem Dache vereinigt sind. Das Engadinerhaus, peinlich sauber gehalten, macht einen sehr behaglichen und zugleich stattlichen Eindruck und verbürgt auf den langen strengen Winter einen gemütlichen Aufenthalt. Man vergleiche die Ansicht und den Grundriss eines Hauses aus dem Engadin.
5. Das Tessin zeigt im Hausbau keinen einheitlichen Charakter; einzelne Thalschaften, wie z. B. das Verzascathal, haben z. T. höchst primitive Wohnhäuser: der gleiche Baum dient mancher Familie als Küche, Stube und Schlafzimmer, die Fenster sind ohne Glas, im Winter mit Papier oder leinenen Lappen gegen den Wind geschützt;
die Häuser sind ganz gemauert, die Dächer mit Steinplatten gedeckt.
Die Gebirgsdörfer der obern Thalschaften haben vieles mit dem deutsch-schweizerischen Alpenhaus gemein, während das Sotto Cenere einen dem Engadinerhaus ähnlichen Typus aufweist und andere südliche Teile des Kantons schon ausgesprochen italienischen Charakter zeigen. Man vergleiche die Abbildung des Hauses aus Arbedo.
6. Das Wallis bietet im französischen und im deutschen Teil keine wesentlichen Verschiedenheiten; nur tritt, je höher die Lage, der Holzbau gegenüber dem Steinbau mehr in den Vordergrund; doch sind Keller und Saalstock regelmässig gemauert, ebenso die Küche im Wohnstock und Oberstock. Die Anlage stellt sich im allgemeinen zum Länderhaus, doch hat sie ihre Eigentümlichkeiten in der vertikalen Einteilung: Keller, «Saal» (Vorratskammer, auch wohl Schlafzimmer), Wohnstock, Oberstock und Estrich. Der Wohnstock ragt gewöhnlich über das Erdgeschoss vor; die Fenster sind in älteren Häusern meist gekoppelt. An hölzernen Häusern finden sich vielfach Verzierungen. Die Scheune ist in der Regel vom Hause getrennt. Vergl. die Abbildung aus Naters.
7. Das schwäbische Haus der Kantone Schaffhausen und Thurgau zeigt zwar manche Aehnlichkeit mit dem dreisässigen Haus, hat aber doch einige unterscheidende Merkmale: es ist vorzugsweise in Riegelwerk aufgeführt, dessen Holzwerk mit Vorliebe rot bemalt wird;
unter dem Wohnstock befindet sich ein Erdgeschoss, das Keller und Stall umfasst.
Die Scheune ist z. T. mit dem Wohnhaus unter gleicher First verbunden, z. T. freistehend davon getrennt. Als Beispiel geben wir die Abbildung eines Hauses aus Rüdlingen.
So verschieden nun diese Bauarten in der Schweiz sind, so sind doch auch mancherlei übereinstimmende Züge zu augenfällig, als dass sie übersehen werden dürften. So hat z. B. das jurassische Haus die Grundlage (Vereinigung von Wohnung und Scheune unter einer First) mit dem dreisässigen gemein; das letztere stellt sich in Konstruktion und Benennungen wieder zum schwäbischen Haus; dem Engadinerhaus ähnlich in der Anlage ist dasjenige des Sotto Cenere u. s. w. ¶