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Pyjama für sechs (2013)
Komödie in zwei Akten
von Marc Camoletti
Schweizerdeutsche Bearbeitung von Harry Sturzenegger
Aufführungsrechte: teaterverlag elgg, Belp
Das wohlhabende Ehepaar Peter und Jacqueline will zusammen mit Robert, einem Freund, sein neues Ferienhaus einweihen. Wovon Peter nichts ahnt: Seine Ehefrau und sein Gast haben eine Affäre. Die beiden haben das Treffen hinter Peters Rücken geschickt eingefädelt. Doch auch Peter ist weder braver Ehemann noch selbstloser Gastgeber. Er erwartet dummerweise ebenfalls den Besuch seiner Geliebten und will dies - mit Hilfe des ahnungslosen Robert - vor Jacqueline verheimlichen. Zwei riskante Vorhaben, die eigentlich gerade noch gut gehen könnten, würde da nicht das Dienstmädchen Brigitte im falschen Moment an der Tür klingeln. Aber sie, nicht auf den Kopf gefallen, begreift schnell, wie der Hase läuft und weiss die Situation für sich zu nutzen. Mehr Probleme hat ihre Namensvetterin, die eigentliche Geliebte von Peter, die wenig später zur bereits reichlich angespannten Gesellschaft stösst.
"Pyjama pour six" wurde 1985 vom französischen Bühnenautor Marc Camoletti verfasst. In der englischsprachigen Version "Don't dress for dinner" feierte das Stück seine grössten Erfolge: Es wurde während sechs Jahren in London daueraufgeführt, ausserdem fand es letztes Jahr den Weg auf den New Yorker Broadway. Der 1923 in Genf geborene Bühnenautor wuchs in Paris auf und versuchte sich zuerst in der Malerei. Da sein erstes Theaterstück gleich ein Erfolg wurde, wandte er sich ganz diesem Metier zu. Er schrieb Komödien voller Wortwitz und Situationskomik und inszenierte seine Stücke gerne selber. Sein grösster Erfolg, das Lustspiel "Boeing Boeing", machte ihn 1960 weltberühmt.
Die schweizerdeutsche Fassung namens "Pyjama für sechs" wurde von unserem diesjährigen Regisseur Harry Sturzenegger eigens für das Steiner Theater geschrieben. Es handelt sich also um eine vielversprechende schweizerdeutsche Uraufführung.