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"Das Wachstum bleibt historisch schwach - jetzt und mittelfristig", sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Donnerstag in Washington. "Wir gehen davon aus, dass das weltweite Wachstum in den nächsten fünf Jahren bei etwa 3 Prozent liegen wird." In diesem Jahr würden Indien und China die Hälfte des weltweiten Wachstums ausmachen. Das Wachstum verlangsame sich in 90 Prozent der Industriestaaten - so auch im Euroraum. Dort würden hohe Zinsen die Nachfrage belasten.
Der IWF will kommenden Dienstag im Zuge der Frühjahrstagung in der US-Hauptstadt seinen neuen Konjunkturausblick vorstellen. Bereits im Januar hatte er aufgrund der Folgen des Kriegs in der Ukraine und der weiterhin hohen Inflation ein weltweites Wachstum von nur 2,9 Prozent für dieses Jahr vorhergesagt - also 0,5 Prozentpunkte weniger als 2022. Auch am Donnerstag betonte Georgiewa, dass mit einem Wirtschaftswachstum von weniger als 3 Prozent zu rechnen sei.
"Angesichts der zunehmenden geopolitischen Spannungen und der nach wie vor hohen Inflation ist ein robuster Aufschwung nach wie vor schwer zu erreichen", betonte Georgiewa. Sie lobte die strenge Geldpolitik der Zentralbanken. Diese müsste weiter "Kurs halten" und ihren Kampf gegen die hohe Inflation fortsetzen. Mit Blick auf die Bankenturbulenzen in den vergangenen Monaten betonte die IWF-Chefin: "Heute sind die Banken im Allgemeinen stärker und widerstandsfähiger, und die politischen Entscheidungsträger haben in den letzten Wochen bemerkenswert schnell und koordiniert reagiert."
(AWP)