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Seit 1.1.2013 werden alle Filme, welche in Kinos öffentlich vorgeführt werden von der "Schweizerischen Kommission Jugendschutz im Film" nach Alterskategorien eingestuft. Das Alter "Zugelassen ab" bedeutet, dass ein Kind/Jugendlicher durch das anschauen des Films keinen Schaden erleiden sollte. Ein Kind/Jugendlicher, welches(r) dieses Alter erreicht hat, wird alleine zugelassen. In Begleitung einer erziehungsberechtigten Person, kann dieses Alter um maximal zwei Jahre unterschritten werden (z.B. Zugelassen ab: 10, ein(e) 10-jährig(e)r wird alleine zugelassen. ein(e) 8-jährig(e)r wird in Begleitung einer Erziehungsberechtigen Person zugelassen.
"Empfohlen ab" bedeutet, dass Ein Kind/Jugendlicher den Inhalt des Films verstehen kann.
Weitere Informationen unter: filmrating.ch
INHALT
Der Film dokumentiert die Theaterarbeit und das tägliche Leben der geistig behinderten Schauspieler des Zürcher Theater Hora. Er konzentriert sich in erster Linie auf den Kontrast zwischen der fiktiven Theaterwelt und dem realen, täglichen Leben der Behinderten.
Da ist einerseits ihr Theaterstück - eine dramaturgisch einfache, klassische Liebesgeschichte, die in Anlehnung an den Stummfilm 'City Lights' von Chaplin entstand. Eine Geschichte, mit der sich die Schauspieler des Hora-Theaters besonders gut identifizieren können, handelt sie doch von der Ohnmacht des Ausgeschlossenseins und von der Suche nach Liebe und Anerkennung. Die Schauspieler interpretieren ihre Rollen mit einer Expressivität und einer engagierten Direktheit, wie wir sie sonst nur von Kindern kennen. Das Theaterstück 'Ansehen! oder gseesch mi?' wurde im Theatersaal aufgezeichnet, und in gekürzter Form szenenweise in den Film eingebaut.
Als Gegensatz zur Fiktion, erleben wir das tägliche Leben der Schauspieler, als geistig behinderte Menschen am äussersten Rande unserer Gesellschaft. Portraits der wichtigsten Darsteller des Stücks vermitteln einen differenzierten und unverklärten Einblick in die jeweiligen Einzelschicksale. Gerade in der geregelten, kontrollierten Welt von Wohnheimen und Werkstätten bilden Sehnsüchte, Frustrationen, Hoffnungslosigkeit und Ängste, aber auch Freude, Hoffnung und Liebe die wichtigsten Lebensthemen. Wenn etwa Susanne über ihren Freund erzählt, der mongoloide Beat plötzlich seine Mundharmonika hervornimmt oder das Pärchen Ruth und Rolf über ihre Liebesbeziehung debattiert, sind dies Momente, die einem das Herz öffnen für die sogenannt geistig Behinderten. Es sind Menschen, mitten im Leben stehen, leiden, sich freuen, über die Welt schimpfen und sich über ihre eigene Zukunft Gedanken machen.
Diese Portraits der Hauptdarsteller in ihrem täglichen Leben, sind - im Gegensatz zu den schwarzweissen Theaterszenen - farbig realisiert. Sie sind punktuell immer dort zwischen die schwarzweissen Theaterszenen eingeflochten, wo gerade die betreffende Person ihren grossen Auftritt als Hauptdarsteller hat und auch ein thematischer Bezug vorhanden ist. Einen tieferen Einblick ins Leben des Hauptdarstellers Andy Wittwer (Chäppli Joe) vermitteln mehrere dokumentarische Szenen aus verschiedenen Situationen seines täglichen Lebens.