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Demnach führte Agent Green eine Stichprobenuntersuchung auf Sojafeldern in sechs wichtigen Anbauregionen durch. Von den insgesamt 60 Proben seien 29 GV-positiv ausgefallen. In der Ukraine dürften nur staatlich registrierte GV-Linien angebaut werden; das betreffende Verzeichnis sei zurzeit leer.
Agent Green beziffert in ihrem Untersuchungsbericht die diesjährige Sojabohnenfläche in der Ukraine auf insgesamt 1,7 Millionen Hektraren. Auf den Feldern mit GV-Pflanzen sei vor allem die glyphosatresistente Monsanto-Bohne MON 40-3-2 gefunden worden. Laut Donau Soja und Agent Green ist unklar, wie das Saatgut in die Ukraine gekommen ist.
Mit Blick auf die in Europa zunehmende Nachfrage nach Nicht-GV-Soja warnen die beiden Organisationen, dass die ukrainischen Exporteure bei Verfehlungen das Vertrauen ihrer Kunden verlieren könnten. Um dies zu verhindern, müssten bis spätestens Ende 2019 wirksame Gesetze zur Kontrolle des Anbaus von GV-Pflanzen in dem osteuropäischen Land erlassen werden.
Dann nämlich müsse die Ukraine im Rahmen ihres Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union deren Richtlinie über die absichtliche Freisetzung genetisch veränderter Organismen in die Umwelt umsetzen. Im vergangenen Jahr exportierte die Ukraine schätzungsweise 2,8 Millionen Tonne Sojabohnen und belegte damit auf der Weltrangliste der grössten Ausfuhrländer bei dieser Ölfrucht den sechsten Platz.
Wichtigste EU-Abnehmerländer von Sojabohnen und -schrot aus der Ukraine waren die Niederlande mit einem Einfuhrwert von insgesamt 70,1 Millionen Euro (79.88 Millionen Schweizer Franken), gefolgt von Italien mit 56,1 Millionen Euro (63.92 Millionen Schweizer Franken) und Griechenland mit 35,6 Millionen Euro (40.56 Millionen Schweizer Franken). In Deutschland erlösten die ukrainischen Exporteure entsprechende Lieferungen 14,2 Millionen Euro (16.18 Millionen Schweizer Franken).