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In Sullana verlasse ich die Panamericana, welche via die Stadt Piura weiter südwärts führt. Ich fahre zuerst Richtung Osten, anschliessend den Anden entlang bis Chiclayo.
Ich nehme so zwar einen Umweg von 80 km in Kauf, kann aber dafür die Sechura Wüste umfahren. Über 200 km Sand, Einöde, Hitze und Wind bleiben mir so erspart.
Dafür kämpfe ich gegen Wassermassen, durchquere staubfressend oder Wasser/Schlamm watend Dörfer, welche eher einer Schutthalde denn einem bewohnten Gebiet gleichen, treffe auf weggespülte Strassen und werde mal selber beim queren eines Flusses weggespült. Ehe ich’s mir versehe, reisst das Wasser mein Rad auf der glitschigen Unterlage unter den Füssen weg und ich lege mich der Länge nach neben den fahrbaren Untersatz in das seicht warme Nass. Ein nachfahrendes Auto kommt das Ganze mit, zwei Personen steigen aus dem Auto und helfen mir der misslichen Lage zu entkommen. Sie bieten mir auch gleich noch an, mich bis ins nächste Dorf mit zu nehmen. Ich lehne dankend ab, ausser ein paar Schürfwunden am Knöchel und am Knie ist nichts weiter passiert.
Nun komme ich in Chiclayo an, mache einen zwei tägige Rast und fahre anschliessen auf der Panamericana weiter, immer allgemeine Richtung Lima.