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MOCMOC, 2003–2006
Die Gemeinde Romanshorn am Bodensee hat das Künstlerduo Com&Com nach einem Kunst-am-Bau-Wettbewerb mit der Gestaltung des Bahnhofsplatzes betraut. Auf der Suche nach einer sinnfällligen Lösung führten Recherchen in der Romanshorner Chronik zu überraschenden Ergebnissen. Gemeinsam mit Wissenschaftlern kam man dem «MOCMOC» auf die Spur, dessen geschlängeltes Horn im Wappen des Ortes verewigt ist. Eine Interpretation des wiederentdeckten Wappentiers wurde auf dem Bahnhofsplatz als Grossplastik installiert. Nachdem in Romanshorn 2004 öffentlich über den Verbleib von «MOCMOC» auf dem Bahnhofplatz positiv abgestimmt wurde und Ruhe einkehrte, wurde das Projekt, Geschichte und Maskottchen zunächst in den arabischen Raum (7. Sharjah Biennale 2005), später in den asiatischen Raum (1. Singapore Biennale 2006) exportiert. Bis heute entstanden 4 Filme, 2 CDs und eine Publikation zu Mocmoc.
Das Modell des MOCMOC wurde nach einem computergenerierten Entwurf im Rapid Prototyping hergestellt. Im Stereolithografie-Verfahren werden die Daten der 3D-Konstruktion per Laser auf ein flüssiges Harz übertragen, das dadurch schichtweise aushärtet. Die Figur kann am Ende dem Harzbad entnommen werden. Auf diese Weise entstand ein Modell im Massstab 1:10. Für die Umsetzung als Grossplastik wurden von der Schichtinformation ausgehend wasserstrahlgeschnittene Styropor-Platten über einem Innengerüst verklebt und konventionell mit Gips überarbeitet. Endresultat ist eine Abformung des 2.6 Meter grossen Modells in gefärbtem Epoxidharz.