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- Alain Juppé gibt seinen Anhängern eine Abfuhr: Er sei definitiv kein Kandidat für die Präsidentschaftswahl.
- «Für mich ist es viel zu spät», sagte der 71-jährige ehemalige Premierminister in Bordeaux.
- Juppé war in den Vorwahlen der Konservativen zwar klar unterlegen. Da der offizielle Kandidat Fillon jedoch wegen einer Scheinbeschäftigungs-Affäre unter Druck geraten ist, forderten mehrere Konservative Juppés Rückkehr.
Doch der ehemalige Premierminister Frankreichs sieht sich selbst nicht als Alternative zum angeschlagenen Fillon. Er sei nicht in der Lage, das Lager der bürgerlichen Rechten zu versammeln, so Juppé. «Deshalb bestätige ich ein für alle Mal, dass ich nicht Kandidat für die Präsidentschaft der Republik sein werde.»
Zugleich kritisierte er Fillon scharf. Dessen Verteidigungslinie, einen Komplott und eine versuchte «politische Ermordung» anzuprangern, habe ihn in eine Sackgasse gebracht. «Was für eine Verschwendung», sagte er mit Blick darauf, dass Fillon anfangs als Favorit der Präsidentenwahl im April und Mai gegolten hatte.
Die Republikaner treffen sich am Abend zu einer Krisensitzung.
Das Wahlprozedere
Am 23. April findet der erste Wahlgang statt, am 7. Mai der zweite. Wer im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent aller Stimmen erzielt, ist gewählt. Sonst geht es in den zweiten Wahlgang. Hier sind nur noch jene zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen zugelassen. Es gilt das relative Mehr. Der französische Präsident wird für fünf Jahre gewählt.