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Übersicht
Die EKAH beobachtet Entwicklungen der Bio- und Gentechnologie und beurteilt sie aus ethischer Sicht. Sie befasst sich mit Anwendungen dieser Technologien auf Pflanzen, Tiere und andere Organismen und mit den Folgen, die sich für Mensch und Umwelt ergeben.
Die wichtigsten Themen der EKAH sind:
Würde der Kreatur - Die Bundesverfassung verlangt, "im Umgang mit Tieren, Pflanzen und anderen Organismen der Würde der Kreatur Rechnung zu tragen". Es ist eine der zentralen Aufgaben der EKAH, diesen Begriff zu konkretisieren.
Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen - Die EKAH beurteilt "Bewilligungsgesuche oder Forschungsvorhaben von grundsätzlicher oder beispielhafter Bedeutung", wie dies im Gentechnikgesetz und in der Einsetzungsverfügung durch den Bundesrat vorgesehen ist. Ihre Aufgabe ist es, die Ziele und Auswirkungen menschlichen Handelns mit gentechnisch veränderten Organismen zu analysieren, zu bewerten und die Vollzugsbehörden und den Gesetzgeber mit Blick auf künftige Gesetzgebung aus ethischer Sicht zu beraten.
Patente auf Pflanzen und Tieren - Die Möglichkeit der Patentierung von Erfindungen auf der Basis von Lebewesen ist auch in der Öffentlichkeit ein kontrovers diskutiertes Thema. Eine erste Vernehmlassung zur Teilrevision des Patentgesetzes wurde im April 2002 durchgeführt. Wegen der sehr kontroversen Rückmeldungen fand 2004 ein zweites Vernehmlassungsverfahren statt.
Xenotransplantation - Unter Xenotransplantation versteht man die Übertragung von funktionstüchtigen Zellen, Geweben, Organen oder Körperteilen von einer Art auf eine andere, also beispielsweise von einem Tier auf den Menschen. Im Dezember 1999 wurde ein Entwurf des Transplantationsgesetzes in die Vernehmlassung gegeben. Nach ausführlichen Beratungen im Parlament trat das Gesetz im Juli 2007 (zusammen mit vier Ausführungsverordnungen) in Kraft.
Biotechnologie und Entwicklungsländer - Während Befürworter das Vorantreiben der Gentechnik zur Bekämpfung des Hungers in Entwicklungs- und Schwellenländern begrüssen, warnen andere Stimmen vor negativen Folgen der Technologie in genau diesen Ländern. Stichworte in der Diskussion sind die Nahrungssicherheit, die Ernährungssouveränität, Technologietransfers oder eine gerechte Nutzung biologischer Vielfalt.
Gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel - Bei der Beurteilung von Lebens- und Futtermitteln aus gentechnisch veränderten Organismen wird oft bewertet, ob ein GV-Produkt für den Konsum gleich sicher oder unsicherer ist als das entsprechende herkömmliche Produkt ("substanziellen Äquivalenz"). Im Hinblick auf die Lebensmittel spielt aus ethischer Sicht zudem die Wahlfreiheit der Konsumentinnen und Konsumenten eine wichtige Rolle.
Nanotechnologie & Nanobiotechnologie - Die Nanotechnologie befasst sich mit Strukturen, die kleiner sind als ein zehntausendstel Millimeter. In der Nano-Biotechnologie geht es darum, die Nanotechnologie in den Lebenswissenschaften zu nutzen. Es gibt auch die umgekehrte Richtung, bei der man biologische Materialien oder Baupläne zur Herstellung technischer Nanosysteme einsetzt.
Synthetische Biologie - Die synthetische Biologie gilt als besonders zukunftsträchtiges Forschungsgebiet. Ihr Ziel ist es, aus der Biotechnologie eine Ingenieursdisziplin zu machen. Dabei geht es ihr insbesondere um das Schaffen von neuen, künstlichen Lebensformen, die sich wie Maschinen auf bestimmte Aufgaben hin konstruieren lassen.
Neue Züchtungsverfahren - In den letzten Jahren wurden verschiedene neue Verfahren entwickelt, mit deren Hilfe verändernd in das Genom von Pflanzen und Tieren eingegriffen werden kann.
Zum SeitenanfangLetzte Änderung: 20.07.2016
Kontakt
Sekretariat der EKAH
ekah(at)bafu.admin.ch
Tel.: +41 (0)58 463 83 83
Postadresse
Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH
c/o Bundesamt für Umwelt
CH-3003 Bern
Schweiz