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Hippolyte et Aricie
Tragédie en musique in fünf Akten von Jean-Philippe Rameau (1683-1764)
Libretto von Abbé Simon-Joseph Pellegrin
nach «Phèdre» von Jean Racine, «Phaedra» von Seneca und «Hippolytos» von Euripides
In französischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Einführungsmatinee am 05 Mai 2019.
Mai 2019
19Mai
19.00
Hippolyte et Aricie
Oper von Jean-Philippe Rameau, Premiere
Preise F: CHF 270 / 216 / 184 / 98 / 38 / 29
Premieren-Abo A
22Mai
19.00
Hippolyte et Aricie
Oper von Jean-Philippe Rameau
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Premieren-Abo B
24Mai
19.00
Hippolyte et Aricie
Oper von Jean-Philippe Rameau
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Misch-Abo C, Wahl-Abo
Juni 2019
02Jun
14.00
Hippolyte et Aricie
Oper von Jean-Philippe Rameau
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Sonntag-Abo B
07Jun
19.00
Hippolyte et Aricie
Oper von Jean-Philippe Rameau
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Freitag-Abo B
Hippolyte et Aricie
Kurzgefasst
Hippolyte et Aricie
Phèdre ist leidenschaftlich in ihren Stiefsohn Hippolyte verliebt. Als sie vom vermeintlichen Tod ihres Gatten Thésée, dem König von Athen, erfährt, gesteht sie Hippolyte ihre Liebe und bietet ihm den Königsthron an. Doch Hippolyte weist Phèdre ab. Er ist in Aricie verliebt, die letzte Nachkommin eines verfeindeten Geschlechts. Als der totgeglaubte Thésée zurückkehrt, wird er Zeuge einer heftigen Auseinandersetzung und glaubt, Hippolyte wolle sich an Phèdre vergehen. Auf sein Flehen hin wird Hippolyte von den Göttern bestraft: ein grauenhaftes Meeresungeheuer verschlingt ihn. Phèdre, die ihre Schuld begreift, tötet sich selbst. Was in Racines Phèdre tragisch endet, nimmt bei Rameau eine glücklichere Wendung: Wie durch ein Wunder überlebt Hippolyte und ist am Ende mit seiner Geliebten Aricie vereint. Jean-Philippe Rameau war 50 Jahre alt, als er 1733 mit Hippolyte et Aricie seine erste Oper auf die Bühne brachte. Als bedeutendster Musiktheoretiker seiner Zeit schuf er damit ein Werk, das die damaligen Konventionen des französischen Musiktheaters bei weitem übertraf. «Es gibt in dieser einen Oper genügend Musik, um zehn daraus zu machen», soll der Komponist André Campra gesagt haben, «dieser Mann wird uns alle in den Schatten stellen». In der ersten Aufführung von Hippolyte et Aricie am Opernhaus Zürich steht mit Emanuelle Haïm eine Expertin für die französische Musik des 18. Jahrhunderts am Pult des Orchestra La Scintilla. Regie führt Jetske Mijnssen, deren Inszenierungen sich durch grosse psychologische Finesse auszeichnen. Als Phèdre kehrt Stéphanie d’Oustrac ans Opernhaus Zürich zurück, wo sie bereits für ihre Interpretation von Charpentiers Médée gefeiert wurde. Cyrille Dubois, ein vielversprechender junger Künstler aus Frankreich, singt Hippolyte, die französische Sopranistin Mélissa Petit, in Zürich u.a. aus Freischütz und Werther bekannt, ist Aricie.
Emmanuelle Haïm, Musikalische Leitung
Emmanuelle Haïm
Die französische Cembalistin und Dirigentin Emmanuelle Haïm ist spezialisiert auf das Repertoire des Barock. Nach einiger Zeit als Continuo-Spielerin bei William Christies Les Arts Florissant und einer Assistenz bei Sir Simon Rattle gründete sie im Jahr 2000 ihr eigenes Barockensemble Le Concert d’Astrée. Dessen CD-Einspielungen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter die Victoires de la Musique Classique, der ECHO Klassik und Nominierungen für Grammy Awards. In der Spielzeit 2017/18 konzertiert das Ensemble u.a. mit der Mezzosopranistin Magdalena Kožená, spielt Così fan tutte an der Opéra de Lille und Alcina am Théâtre des Champs-Elysées in Paris. Weitere Spielorte waren bisher u.a. das Theater an der Wien, die Berliner Philharmonie und die Londoner Wigmore Hall. Emmanuelle Haïm gastiert regelmässig an der Glyndebourne Festival Opera (Händels Theodora, Monteverdis L’incoronazione di Poppea) sowie am Pult der Berliner Philharmoniker und dirigierte als erste Frau an der Lyric Opera of Chicago. In der aktuellen Spielzeit gibt sie ihre Debüts beim Gewandhausorchester Leipzig und beim Swedish Radio Symphony Orchestra und leitet Konzerte mit dem Los Angeles Philharmonic und dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt. Opernproduktionen der jünsgten Zeit umfassen Pygmalion / L’Amour et Psyché sowie Il ritorno d’Ulisse in patria an der Opéra de Dijon und Il trionfo del tempo e del disinganno in Aix-en-Provence. Emmanuelle Haïm ist Chevalier de l’Ordre National de la Légion d’Honneur, zudem Officier des Arts et des Lettres und Honorary Member of the Royal Academy of Music.
Jetske Mijnssen, Inszenierung
Jetske Mijnssen
Jetske Mijnssen ist gebürtige Niederländerin. Sie studierte Niederländische Literatur an der Universität Amsterdam und Regie an der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten. Es folgten Engagements als Regieassistentin an der Nederlandse Opera in Amsterdam, am Grand Théâtre de Genève sowie an der Vlaamse Opera in Antwerpen. Ab 2001 entstanden eigene Regiearbeiten, darunter La traviata am Konzert Theater Bern, Die Entführung aus dem Serail am Aalto-Theater Essen, Madama Butterfly am Theater Basel, Jules Massenets Werther am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, Die Dreigroschenoper und Il barbiere di Siviglia an der Opera Zuid in Maastricht, Almira an der Staatsoper Hamburg und bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik sowie L'Enfant et les Sortilèges, Don Pasquale, Pinocchio und Benjamin Brittens Der kleine Schornsteinfeger an der Komischen Oper Berlin. Mit Humperdincks Königskinder gab sie 2014 ihr Debüt an der Semperoper Dresden. Ihre Inszenierung von Luigi Rossis Orfeo an der Opéra national de Lorraine in Nancy wurde mit dem Grand Pix du Syndicat de la Critique 2016 ausgezeichnet. Ihre jüngsten Arbeiten waren Haydns Orlando paladino und Idomeneo für das Opernhaus Zürich und Eugen Onegin an der Oper Graz.
Ben Baur, Bühnenbild
Ben Baur
Ben Baur stammt aus dem südhessischen Reinheim. Seine Arbeiten als Bühnen- und Kostümbildner sind an wichtigen Theatern und Opernhäusern Europas zu sehen: u.a. am Maxim Gorki Theater und Deutschen Theater in Berlin, am Volkstheater München, am Staatstheater Karlsruhe und Staatstheater Saarbrücken, an den Schauspielhäusern in Bochum, Zürich und Frankfurt, am Aalto-Musiktheater Essen, an der Staatsoper Stuttgart, am Opernhaus Zürich, an der Welsh National Opera Cardiff, an der Opéra national de Lorraine in Nancy und der Opéra royal du Château de Versailles, an der Niederländischen Oper Amsterdam, der Staatsoper Hamburg und am Burgtheater Wien. Ben Baurs Arbeit für Händels Alcina in der Regie von Jan Philipp Gloger an der Semperoper Dresden wurde in der Kritikerumfrage 2012 der Fachzeitschrift «Opernwelt» mehrfach als Bühnenbild des Jahres nominiert. Ben Baur arbeitet mittlerweile auch als Regisseur und hat Lucia di Lammermoor am Staatstheater Saarbrücken, Hugo von Hofmannsthals Elektra am Deutschen Theater Göttingen, Roméo et Juliette an der Oper Graz, Katja Kabanova in Sarbrücken, Don Giovanni und Dialogue des Carmélites in Gelsenkirchen, Il trovatore an der Oper Graz und Il pirata am Theater St. Gallen inszeniert.
Gideon Davey, Kostüme
Gideon Davey
Gideon Davey, geboren in Bristol, ist Kostüm- und Bühnenbildner für Theater, Film und Fernsehen. Enge Zusammenarbeiten verbinden ihn mit den Regisseuren David Alden und Robert Carsen. Zudem wirkte er u.a. in Produktionsteams unter Andreas Homoki, Jetske Mijnssen, Floris Visser, Stephen Lawless und Jasmina Hadziahmetovic mit. Seine Kostüme für David Aldens Inzenierung von Il ritorno d’Ulisse in patria am Royal Danish Theatre in Oslo brachten ihm die Auszeichnung «Kostümbildner des Jahres 2005» der Zeitschrift Opernwelt ein. Zu Gideon Daveys jüngsten Arbeiten gehören Wozzeck, Agrippina und Platée am Theater an der Wien mit Robert Carsen, Luisa Miller an der Staatsoper Hamburg mit Andreas Homoki, Semele bei den Händel-Festspielen Karlsruhe mit Floris Visser, Alfredo Catalanis Loreley am Theater St. Gallen und Pique Dame an der English National Opera mit David Alden sowie Luigi Rossis Orfeo an der Opéra national de Lorraine mit Jetske Mijnssen. Am Opernhaus Zürich entwarf er bisher Kostümbilder für Das Gespenst von Canterville, Robin Hood und sowohl Bühne wie Kostüme für Der Zauberer von Oz. Die Spielzeit 2017/18 begann er mit Eugen Onegin an der Oper Graz (Regie: Jetske Mijnssen), am Opernhaus Zürich wirkte er in den zwei Neuproduktionen Idomeneo (Bühne) und Maria Stuarda (Bühne und Kostüme) mit und entwarf die Kostüme für Lohengrin (Regie: David Alden ) am Royal Opera House London.
Franck Evin, Lichtgestaltung
Franck Evin
Franck Evin, geboren in Nantes, ging mit 19 Jahren nach Paris, um Klavier zu studieren. Nachts begleitete er Sänger im Café Théâtre Le Connetable und begann sich auch für Beleuchtung zu interessieren. Schliesslich entschied er sich für die Kombination aus Musik und Technik. Dank eines Stipendiums des französischen Kulturministeriums wurde er 1983 Assistent des Beleuchtungschefs an der Opéra de Lyon. Hier arbeitete er u.a. mit Ken Russel und Robert Wilson zusammen. Am Düsseldorfer Schauspielhaus begann er 1986 als selbstständiger Lichtdesigner zu arbeiten und legte 1993 die Beleuchtungsmeisterprüfung ab. Besonders eng war in dieser Zeit die Zusammenarbeit mit Werner Schröter und mit dem Dirigenten Eberhard Kloke. Es folgten Produktionen u.a. in Nantes, Strassburg, Paris, Lyon, Wien, Bonn, Brüssel und Los Angeles. Von 1995 bis 2012 war er Künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung der Komischen Oper Berlin und dort verantwortlich für alle Neuproduktionen. Hier wurden besonders Andreas Homoki, Barrie Kosky, Calixto Bieto und Hans Neuenfels wichtige Partner für ihn. Im März 2006 wurde Franck Evin mit dem «OPUS» in der Kategorie Lichtdesign ausgezeichnet. Seit Sommer 2012 arbeitet er als künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung an der Oper Zürich. Franck Evin wirkt neben seiner Tätigkeit in Zürich weiterhin als Gast in internationalen Produktionen mit, etwa an den Opernhäusern von Oslo, Stockholm, Tokio, Amsterdam, München, Graz sowie der Opéra Bastille, der Mailänder Scala, dem Teatro La Fenice, der Vlaamse Opera und bei den Bayreuther Festspielen.
Janko Kastelic, Choreinstudierung
Janko Kastelic
Janko Kastelic ist seit Mai 2017 als Nachfolger von Jürg Hämmerli Chordirektor am Opernhaus Zürich. Der slowenisch-kanadische Pianist, Organist und Dirigent, studierte Komposition, Dirigieren und Musiktheorie an der University of Toronto, Faculty of Music. Nach seinem Studium zog es Janko Kastelic nach Europa, wo er unter anderem an der Pariser Opéra National als Korrepetitor und an der Wiener Staatsoper als Korrepetitor, zweiter Chordirektor und stellvertretender Leiter der Opernschule tätig war. Von 2008 bis 2011 war er Generalmusikdirektor und Operndirektor des Slowenischen Nationaltheaters Maribor. 2011 kehrte er nach Wien zurück, wo er an der Wiener Staatsoper die musikalische Leitung der Kinderopern Aladdin und die Wunderlampe und Die Feen übernahm. Von 2012 bis 2013 war er Gastchordirektor an der Staatsoper Hamburg und seit 2013 ist er künstlerischer Leiter des von ihm mitbegründeten CULTUREpoint Piran. 2015-17 war er an der Kammeroper des Theaters an der Wien als Studienleiter tätig. Ebenfalls seit 2015 ist er Kapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle. Janko Kastelic hat sich als freischaffender Dirigent, Korrepetitor und Komponist neben der barocken Musik ebenfalls der modernen Musik gewidmet. Sein vielseitiges musikalisches Schaffen umfasst neben zahlreichen Arrangements auch Kompositionen von Pop- und Filmmusik sowie Solo- und Kammermusik. Es ist ihm ein Anliegen, junges Publikum für Musik zu begeistern und die Liebe zur Musik an die nächste Generation weiterzugeben.
Kinsun Chan, Choreografie
Kinsun Chan
Kinsun Chan, geboren in Vancouver/Kanada, studierte Kunst, Grafikdesign und Tanz in den USA. Als Tänzer war er u.a. Mitglied des Balletts Zürich unter Heinz Spoerli sowie des Ballets Basel unter Richard Wherlock, wo er als Solist in Choreografien von Jiří Kylián, William Forsythe, Nacho Duato, Heinz Spoerli, Hans van Manen, Richard Wherlock und Ed Wubbe zu erleben war. Seine ersten eigenen Choreografien entstanden für die Reihe «Junge Choreografen» des Balletts Zürich sowie im Rahmen der Noverre-Gesellschaft am Stuttgarter Ballett. Kinsun Chans Arbeiten wurden seither vom Ballett Basel, dem Singapore Dance Theatre, dem Ballett der Staatsoper Hannover, der Royal Ballet School Antwerpen, der John Cranko Ballet School, der Hong Kong Academy of Performing Arts, der Ballett Akademie München, der Tanz Akademie Zürich sowie am Tiroler Landestheater, am Staatstheater Kassel und am Luzerner Theater aufgeführt. Die Choreografie Black on Black, kreiert für das Hong Kong Ballet, wurde zum Jacobs Pillow Dance Festival (USA) und zum Festival des Arts de Saint Sauveur (Kanada) eingeladen. Kinsun Chan ist zudem als Choreograf für Tanz und Opern tätig. Zu den OpernregisseurInnen, mit denen er bisher zusammen arbeitete, gehören Jens-Daniel Herzog, Michael Sturminger, Götz Friedrich, Dominique Mentha, Bernd Mottl, Frank Hilbrich, Tatjana Gürbaca und Sebastian Baumgarten.
Mélissa Petit, Aricie
Mélissa Petit
Mélissa Petit wurde in Saint-Raphaël (Südfrankreich) geboren. 2004 begann sie ihr Gesangsstudium am Konservatorium in Saint-Raphaël. 2009 gewann sie den 2. Preis des «Concorso Musica Sacra di Roma», später den 1. Preis beim Nationalen Wettbewerb in Béziers. 2013 gewann sie den 3. Preis der «Queen Sonja Competition» in Oslo. 2010-2013 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios in Hamburg. 2014 sang sie die Edilia in Händels Almira in einer Koproduktion der Hamburgischen Staatsoper mit dem Festival für Alte Musik in Innsbruck. Während der Spielzeit 2014/15 war sie u.a. an der Hamburgischen Staatsoper als Schwester Constance in Dialogues des Carmélites von Poulenc zu sehen und zu hören. Ausserdem sang sie dort die Barbarina in Le nozze di Figaro, Papagena in der Zauberflöte, Najade in Ariadne auf Naxos, Clorinda in La Cenerentola und die Titelrolle in Die unglückselige Cleopatra von Mattheson. Seit der Spielzeit 2015/16 gehört Mélissa Petit zum Ensemble des Zürcher Opernhauses und war hier u.a. als Madame Silberklang (Mozarts Der Schauspieldirektor), als Philidel (King Arthur) sowie als Servilia in La clemenza di Tito zu erleben und sang Ännchen in Der Freischütz, Sophie in Massenets Werther, Créuse (Medée), Eurilla (Haydns Orlando paladino) und Marzelline (Fidelio). In der Saison 2015/16 debütierte sie ausserdem an der Opéra Bastille in Paris als Giannetta (L’elisir d’amore), im Sommer 2017 als Micaëla (Carmen) bei den Bregenzer Festspielen und im Sommer 2018 als Juliette in Roméo et Juliette am National Center of Performing Arts in Peking.
Cyrille Dubois, Hippolyte
Cyrille Dubois
Cyrille Dubois studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris. 2010 wurde er ins Atelier Lyrique der Pariser Oper aufgenommen, wo er u.a. als Gonzalve in Ravels L’Heure espagnole und als Belfiore in Mozarts La finta giardiniera zu erleben war. Bis heute ist er dem Haus verbunden und kehrte u.a. als Brighella (Ariadne auf Naxos), Lucien in Luca Francesconis Trompe-la-mort und erst kürzlich als Ferrando (Così fan tutte) dorthin zurück. Weitere Höhepunkte waren Nathanaël in Les Contes d’Hoffmann an der Mailänder Scala, Azor in der Uraufführung von Merniers La Dispute am La Monnaie in Brüssel, Gonzalve in Glyndebourne und eine Konzert-Tournée (Castor et Pollux) mit dem Ensemble Pygmalion und Raphaël Pichon. Unter Sir Roger Norrington sang er Almaviva (Il barbiere di Siviglia) im Théâtre des Champs-Elysées, wo er seither regelmässig gastiert, zuletzt mit Lullys Persée, Mozarts Mitridate und Bizets Les pêcheurs de perles. 2017/18 ist Cyrille Dubois u.a. zu hören als Don Ramiro (La cenerentola) in Lyon und Paris, in Berlioz Roméo et Juliette mit dem Sinfonieorchester Basel unter Ivor Bolton, als Horace in Aubers Le Domino Noir an der Oper Liège und an der Pariser Opéra Comique sowie als Cyrille in Delibes Kassya beim Festival de Radio France et Montpellier. 2015 wurde er bei den Victoires de la Musique zur «Révélation Lyrique» ernannt. Auch mit seiner Kammermusikformation «Duo Contraste» erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter Preise beim Nadia et Lili Boulanger-Wettbewerb und beim Internationalen Kammermusikwettbewerb in Lyon. Zu seinen zahlreichen CD-Einspielungen zählen u.a. Antonio Sacchinnis Renaud und Rameaus Pygmalion, beide mit Les Talens Lyriques und Christophe Rousset.
Stéphanie D'Oustrac, Phèdre
Stéphanie D'Oustrac
Stéphanie d’Oustrac wurde in Rennes geboren. Nach dem Studium in Lyon wurde sie von William Christie gefördert und ist unter seinem Dirigat und Les Arts Florissants mit Partien wie Purcells Dido, Lullys Armide, Cybèle (in Lullys Atys) und Irene (in Händels Theodora) aufgetreten. Als Carmen war sie an der Opéra de Lille, beim Glyndebourne Festival, in Aix-en-Provence, in Dallas und am Teatro Real in Madrid zu hören. Zu den Partien, die sie an den grossen Häusern der Welt singt, gehören ausserdem u.a. Ruggiero (Alcina), Sesto (Giulio Cesare), Cherubino (Le nozze di Figaro), Idamante (Idomeneo), Dorabella (Così fan tutte), Rosina (Il barbiere di Siviglia), Isolier (Le Comte Ory), Orphée (Orphée et Eurydice), Lazuli (L’Étoile), Mélisande (Pelléas et Mélisande) und Hermiane in Benoît Merniers La Dispute. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Marc Minkowski, Sir John Eliot Gardiner, Myung-Whun Chung, Charles Dutoit, Alan Curtis, Christopher Hogwood, Alain Altinoglu und Sir Colin Davis zusammen. In jüngerer Zeit sang sie Conceptión (L’Heure espagnole) an der Scala, Irene (Theodora) am Théâtre des Champs-Élysées und im Amsterdamer Concertgebouw, Béatrice (Béatrice et Bénédict) in Brüssel, Glyndebourne und an der Pariser Oper. Ebendort sang sie 2016 Nicklausse (Les Contes d’Hoffmann). 2017/18 war Stéphanie d’Oustrac als Sesto in Paris, Bremen und Genf, als Carmen in Madrid, als Rosina in Marseille und als Charlotte (Werther) an der Opéra National de Lorraine zu erleben. Am Opernhaus Zürich gab sie 2017 ihr Hausdebüt in der Titelrolle von Charpentiers Medée und sang 2018 Ottavia in L’incoronazione di Poppea.
Edwin Crossley-Mercer, Thésée
Edwin Crossley-Mercer
Edwin Crossley-Mercer studierte zunächst Klarinette und Kirchenmusik in Versailles, bevor er in Berlin an der Hochschule für Musik «Hanns Eisler» Gesang studierte. 2006 gab er sein Debüt als Don Giovanni in Berlin. 2009 war er am Festival in Aix-en-Provence als Guglielmo (Così fan tutte) zu hören und 2010 an der Opéra Bastille in Paris als Harlekin in Ariadne auf Naxos. Darauf sang in La Juive in Amsterdam, in Amadis an der Opéra d’Avignon, Dandini (La Cenerentola) an der Opéra National du Rhin und Pollux (Castor et Pollux) am Théâtre des Champs-Elysées. In Berlin war er u.a. in La bohème (Schaunard), Der Freischütz und Doktor Faustus unter Daniel Barenboim zu erleben. Sein Amerikadebüt gab er 2012 als Figaro mit den LA Philharmonics unter der Leitung von Gustavo Dudamel. Am Glyndebourne Festival debütierte er 2014 als Leporello und sang dieselbe Rolle 2018 in Santiago de Chile. In Baden-Baden sang er Brander in La damnation de Faust mit den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle. 2017/18 kehrte er als Schaunard nach Baden-Baden zurück und war u.a. als Guglielmo an der Opéra de Paris, als Alcide (Lullys Alceste) an der Opéra Royal de Versailles und als Rodomonte in Orlando paladino an der Bayerischen Staatsoper in München zu hören. Zu seinem Repertoire gehören ausserdem Rollen wie Almaviva (Le nozze di Figaro), Lescaut (Manon), Papageno sowie die Titelrolle in Fénelons Oper Jean-Jacques Rousseau. Edwin Crossley-Mercer ist zudem regelmässig auf Konzertbühnen zu Gast; so sang er im Dom Musiki in Moskau, in der Carnegie Hall, im Musée d’Orsay, in Bayreuth, beim Festival de Colmar und zuletzt an der Opéra de Toulon (Mozarts Requiem) und mit dem Orchestre National de France am Théâtre des Champs-Elysées (Berlioz’ L’Enfance du Christ).
Wenwei Zhang, Neptune, Pluton
Wenwei Zhang
Wenwei Zhang wurde in Dalian, China, geboren. Er war 2009/10 Mitglied im Opernstudio der Oper Frankfurt und gab als Lord Rochefort in Anna Bolena sein Debüt. 2009 sang er Orosmane (Zaira) beim Festival de Radio France in Montpellier und wurde Dritter in dem von Plácido Domingo gegründeten Gesangswettbewerb Operalia. In der Spielzeit 2010/11 war er u.a. als Don Basilio (Il barbiere di Siviglia) in Nantes und als Ferrando (Il trovatore) an der Opéra National de Bordeaux zu hören. Ab der Spielzeit 2011/ 12 war Wenwei Zhang Ensemblemitglied der Dortmunder Oper, wo er u.a. als Daland (Der fliegende Holländer), Oroveso (Norma), Warlaam (Boris Godunow), Colline (La bohème), Ferrando (Il trovatore) und Osmin (Die Entführung aus dem Serail) zu hören war. In letzter Zeit gab er zudem sein Rollendebüt als Sarastro an der Opéra de Bordeaux, verkörperte Daland und Palémon (Massenets Thaïs) in Peking, Larkens (La fanciulla del West) an der Opéra Bastille in Paris und sang Don Basilio in Stuttgart. 2013 erhielt er den Theaterpreis «Bajazzo» der Theater- und Konzertfreunde Dortmund. In Zürich ist er seit der Spielzeit 2014/15 Ensemblemitglied und war hier bisher in Il barbiere di Siviglia, Die Frau ohne Schatten, Luisa Miller, Lucia di Lammermoor, Norma, Aida, Les Pêcheurs de Perles, Turandot, Macbeth, I Puritani, Der Freischütz, Lady Macbeth von Mzensk, Don Giovanni, Die Zauberflöte, Parsifal, Turandot sowie in Luisa Miller zu erleben. Im Sommer 2018 gastierte er am National Center for Performing Arts in Peking, wo er Frère Laurent (Roméo et Juliette) und Graf Rodolfo (La sonnambula) sang.
Hamida Kristoffersen, Diane
Hamida Kristoffersen
Hamida Kristoffersen stammt aus Norwegen. Sie absolvierte ihre Gesangsausbildung an der Universität Tromsø, besuchte Meisterkurse bei Kiri Te Kanawa, Brigitte Fassbeander, Barbara Hendricks sowie Enza Ferrari und nimmt seit 2013 regelmässig Unterricht bei Patricia McGaffrey in New York. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem «Premio Verdi 2013» und einem Ingrid Bjoner-Stipendium bei der «Queen Sonja Competition». Sie war als Mimì (La bohème) und als Contessa (Le nozze di Figaro) mit der Arctic Opera und dem Arctic Philharmonic Orchestra zu erleben. Ausserdem sang sie 2014 in der Oslo Concert Hall sowie beim Neujahrskonzert mit dem NRK (Norwegian Radio Orchestra) und dem Oslo Philharmonic Orchestra. In der Spielzeit 2014/15 wurde Hamida Kristoffersen Mitglied im Internationalen Opernstudio in Zürich und war hier u.a. als Pamina (Die Zauberflöte), Tamiri (Il re pastore) sowie in Die Frau ohne Schatten, Luisa Miller, Fälle von Oscar Strasnoy, Giannetta (L’elisir d’amore) und Annina (La traviata) zu erleben. 2015 debütierte sie als Micaëla (Carmen) an der Oper Oslo und sang im Sommer 2017 Mimì (La Bohème) an der Oper Hedeland in Dänemark. Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie Mitglied im Ensemble des Opernhauses Zürich, wo sie bisher u.a. als Dama (Macbeth), Berta (Il barbiere di Siviglia), Erste Dame (Die Zauberflöte), in der Uraufführung Der Traum von Dir, 2. Blumenmädchen (Parsifal), Anna Kennedy (Maria Stuarda) sowie als La Virtù in L’incoronazione di Poppea auf der Bühne stand. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Gianandrea Noseda, Ottavio Dantone, Nello Santi, Laurence Cummings, Enrique Mazzola und Simone Young.
Nicholas Scott, Première Parque
Nicholas Scott
Nicholas Scott, Tenor aus Grossbritannien, studierte an der Royal Academy of Music in London, wo er mit dem Sir Elton John-Stipendium sowie mit dem ABRSM-Stipendium ausgezeichnet wurde. Schon während des Studiums trat er u.a. in der Titelrolle von Thomas Arnes The judgement of Paris mit der New Chamber Opera, in Benjamin Brittens Serenade for Tenor, Horn and Strings und Bachs Kantate Nun komm, der Heiden Heiland auf. Seither war er auf der Konzertbühne u.a. in Haydns Schöpfung, Haydns Missa Cellensis und Händels Anthem Blessed are they that consider the poor and needy zu hören; zudem sang er die Tenorpartie in Mozarts Requiem mit der Brandenburg Sinfonia und den Evangelisten in Bachs Johannespassion mit dem Rishon LeZion Symphony Orchestra. Im Opernbereich war Nicholas Scotts bisher als Castor in Rameaus Castor et Pollux, in der Titelrolle von Gustav Holsts The wandering scholar, als Don Basilio (Le nozze di Figaro) sowie als Lurcanio (Ariodante) zu erleben, sang in Rameaus Hippolyte et Aricie unter William Christie am Glyndebourne Festival und Damon (Acis and Galatea) mit dem Ensemble La Nuova Musica im St John’s Smith Square in London. Zurzeit ist Nicholas Scott Mitglied von «Le Jardin des Voix», dem Nachwuchsprogramm von William Christies Ensemble Les Arts Florissants. Er wird ein Purcell-Programm unter Paul Agnew sowie Charpentiers Filius prodigus und Caecilia virgo et martyr unter William Christie singen. Geplant sind zudem Bachs h-Moll-Messe mit der Royal Northern Sinfonia und King Arthur am Brisbane Baroque Festival in Australien.
Spencer Lang, Seconde Parque
Spencer Lang
Spencer Lang stammt aus Sandy/Oregon und studierte an der Juilliard School in New York sowie am Curtis Institute of Music in Philadelphia. Am Curtis Opera Theatre interpretierte er u.a. Nemorino (L’elisir d’amore), Goffredo (Rinaldo), Lechmere in Brittens Owen Wingrave und Monostatos (Die Zauberflöte). Zu hören war er ausserdem am Opera Theatre of St. Louis als Liederverkäufer (Puccinis Il tabarro), sang Flute / Thisbe in Brittens A Midsummer Night’s Dream am Aspen Opera Theatre und trat als Solist mit dem Juilliard Orchestra, Juilliard 415, und der Northwest Sinfonietta auf. 2014 bis 2016 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich und war hier als Daniel (Robin Hood), Hirt (Tristan und Isolde), Fay-Pu (Rote Laterne) sowie in Lohengrin, Luisa Miller und Fälle von Oscar Strasnoy zu erleben. In der Spielzeit 2015/16 sang er Monsieur Vogelsang (Der Schauspieldirektor), Don Luigino (Il viaggio a Reims) und Medoro (Orlando paladino). 2015 war er Finalist in der Wigmore International Song Competition in London. Seit der Saison 2016/17 gehört Spencer Lang zum Ensemble des Opernhauses Zürich und war bereits als Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail), Arcas (Médée), Graf Gustav (Das Land des Lächelns), als Jaquino (Fidelio) wie auch in L'Heure espagnole/L'Enfant et les sortilèges, Parsifal und Turandot zu erleben.
Alexander Kiechle, Troisième Parque
Alexander Kiechle
Alexander Kiechle, Bass, stammt aus Bayern. Er studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Andreas Schmidt. 2012 war er zudem Richard-Wagner-Stipendiat in Ulm. Zu seinem Opernrepertoire gehören u.a. Sarastro (Die Zauberflöte), Caronte und Plutone in Monteverdis Orfeo, Falstaff (Nicolais Die lustigen Weiber von Windsor), Wassermann (Rusalka), Osmin (Die Enführung aus dem Serail), Commendatore (Don Giovanni) und Hunding (Die Walküre). Im Rahmen der Münchener Biennale 2014 sang er die Bass-Partie in Claude Viviers Oper Kopernikus. 2015 war er als Stani (Joseph Beers Polnische Hochzeit) mit dem Rundfunkorchester des BR unter Ulf Schirmer zu erleben. 2016/17 war er Mitglied im Opernstudio der Opéra de Lyon, wo er u.a. Der Lautsprecher in Ullmanns Der Kaiser von Atlantis sang. Seit 2017/18 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich und war hier u.a. in Salome, Fidelio, La fanciulla del West, Parsifal, La traviata und Die Gezeichneten zu hören. Im Rahmen der Bayreuther Festspiele 2018 war er in der Uraufführung Der verschwundene Hochzeiter von Klaus Lang in der Titelpartie zu erleben.
Gemma Ní Bhriain, Une prêtresse de Diane, Une Matelote, Une Chasseresse
Gemma Ní Bhriain
Gemma Ní Bhriain wurde in Dublin geboren. Sie studierte bei Veronica Dunne an der Royal Irish Academy of Music. 2013 gewann sie den vierten Platz beim Interationalen Veronica Dunne-Gesangswettbewerb sowie den «Wil Keune Prize for a Young Singer of Real Potential» beim renommierten Gabor Belvedere Gesangswettbewerb. 2014–16 war sie Mitglied des Opernstudios «Atelier Lyrique» an der Opéra National de Paris, wo sie im Rahmen von Opernstudio-Produktionen Partien wie Dorabella (Così fan tutte), Diane (Glucks Iphigénie en Tauride), Proserpina (Orfeo) sowie in den Uraufführungen von Maudit les Innocents und Vol retour sang. Auf der Hauptbühne der Opéra Bastille debütierte sie als Lehrbube (Die Meistersinger von Nürnberg). Ausserdem hat sie bisher Partien wie Mercédès (Carmen) in der National Concert Hall von Dublin, ein Mädchen (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny) mit der Irish Opera Theater Company sowie Fuchs (Das schlaue Füchslein), Florence Pike (Albert Herring) und Sally (Barbers A Hand of Bridge) im Rahmen von Produktionen der Royal Irish Academy of Music gesungen. Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios und sang hier u.a. im Ravel-Doppelabend L’Heure espagnole /L’Enfant et les sortilèges, in Häuptling Abendwind, Die Zauberflöte, La finta giardiniera und L’incoronazione di Poppea.