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Genf - Die Fortschritte bei der Bekämpfung des Rauchens sind nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ungenügend. Nur gerade 5,4 Prozent der Weltbevölkerung seien durch Gesetze vor den schädlichen Auswirkungen des Tabakkonsums geschützt.
"Es muss schnell gehandelt werden, um Menschen vor Tod und Krankheiten zu schützen, die auf Tabakrauch zurückzuführen sind", forderte die WHO bei der Vorstellung ihres Jahresberichts 2009 über den weltweiten Tabakkonsum.
Die Zahl der Staaten mit Rauchverboten sei 2008 um 7 auf 17 Länder gestiegen, so die WHO. Kolumbien, Djibouti, Guatemala, Panama, Mauritius, Sambia und die Türkei hätten Gesetze zum Schutz vor dem Passivrauchen im öffentlichen Raum in Kraft gesetzt.
Trotzdem seien aber immer noch 95 Prozent der Menschen nicht durch Gesetze vor dem Qualm in Restaurants und Bars geschützt. Nur ein Fünftel der Länder schütze die Arbeitnehmer an ihren Arbeitsplätzen, knapp ein Drittel im öffentlichen Raum und in den öffentlichen Transportmitteln. Auch aus den Spitälern sei der Rauch nicht vollständig verbannt.
Noch immer greift weltweit eine Milliarde der über 15-Jährigen regelmässig zum Glimmstengel. Wie WHO-Programmdirektor Armando Peruga vor den Medien in Genf erklärte, konnte die Tabakindustrie von 2000 bis 2007 gar noch um sieben Prozent zulegen.
Tabak ist gemäss WHO die wichtigste vermeidbare Ursache vorzeitigen Todes. Jährlich sterben laut WHO fünf Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens. Ohne geeignete Gegenmassnahmen könne diese Zahl bis 2030 auf acht Millionen Tote steigen. Am stärksten steige sie in weniger entwickelten Ländern, schreibt die WHO.
Auch die Schweiz gehört zu den Ländern, die den blauen Dunst mit Gesetzen aus dem öffentlichen Raum verbannen will. In den meisten Restaurants und Bars, aber auch in geschlossenen öffentlichen Räumen sowie in Arbeitsräumen ist das Rauchen ab kommendem 1. Mai verboten.
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