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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2013.00267 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 1. Oktober 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Tomas Kempf Flum Schlegel Kempf Rechtsanwälte Webernstrasse 5, 8610 Uster gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1949, meldete sich unter Hinweis auf Schulter-, Rücken- und Beinbeschwerden am 15. Januar 2010 bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug an ( Urk. 14/2 Ziff. 6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm mit Verfügung vom 26. April 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Rente ab August 2010 zu ( Urk. 14/29). 1.2 Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 14/46-47) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 1 2. Februar 2013 die zugesprochene Rente rückwirkend per 1. Januar 2012 auf und stell t e eine separate Verfügung betreffend Rückforde rung in Aussicht ( Urk. 14/ 50 = Urk. 2). Am 11. April 2013 erliess sie eine Rückforderungsverfügung über Fr. 6‘518.-- ( Urk. 14/56). 2. Der Versicherte erhob gegen die Verfügung vom 12. Februar 2013 am 7. März 2013 ( Urk. 2) Be schwerde bei der IV-Stelle ( Urk. 1 = Urk. 14/52 ), welche diese am 13. März 2013 dem hiesigen Gericht weiterleitete ( Urk. 4 = Urk. 14/53 ). Am 10. April 2013 wurde die Beschwerde ergänzend begründet ( Urk. 6). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2013 ( Urk. 13) die Abweisung der Beschwerde. Am 14. Juni 2013 erstattete der Beschwerdeführer eine Replik ( Urk. 17), am 16. August 2013 die Beschwerdegegnerin eine Duplik ( Urk. 20). Am 4. Dezember 2013 wies die Beschwerdegegnerin auf ein pendentes Strafver fahren hin ( Urk. 26). Am 18. August 2014 wurde das Verfahren bis zum rechts kräftigen Abschluss des Strafverfahrens sistiert ( Urk. 40), worauf der Beschwer deführer am 20. August 2014 das Urteil des Bezirksgeri chts O.___ vom 8. Juli 2014 ( Urk. 42) einreichte, wozu die Beschwerdegegnerin am 16. September 2014 Stellung nahm ( Urk. 46), was dem Beschwerdeführer am 17. September 2014 zur Kenntnis gebracht wurde. 3. Mit Gerichtsverfügung vom 20. März 2014 wurde dem Beschwerdeführer - sei nem Antrag vom 1 2. November 2013 ( Urk. 23) entsprechend - die unentgeltli che Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt ( Urk. 34). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi cherung (IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar beitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor den wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 1.3 Gemäss Art. 77 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) haben unter anderem die Versicherten jede für den Leistungsanspruch wesentliche Än derung, unter anderem eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen. 1.4 Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann die Verwaltung auf formell rechtskräf tige Verfügungen oder Einspracheentscheide, die nicht Gegenstand materieller rich ter licher Beurteilung gebildet haben, zurückkommen, wenn sie zweifellos un richtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Be deutung ist (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1 S. 52). 1.5 In Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten darf und soll das Ge richt der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) aus, gemäss von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erhaltenen Unterlagen betrage das Einkommen mit Behinderung (Invalideneinkommen) Fr. 54‘000.-- jährlich (Fr. 4‘500.-- x 12), was - im Vergleich mit dem Validenein kommen - einen Invaliditätsgrad von 15 % ergebe (S. 2). Der Beschwerdeführer habe s ie nicht darüber informiert, dass er seit Oktober 2011 ein Einkommen er ziele; erst im am 28. November 2012 eingetroffenen Revisionsfragebogen habe er das Einkommen von Fr. 4‘500.-- bei einem Pen - sum von 50 % angegeben. Somit habe er über ein Jahr lang ein rentenaus - schliessendes Einkommen erzielt und seine Meldepflicht verletzt (S. 2 Mitte). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, die Ren t e sei seinerzeit wegen Rückenbeschwerden und Schmerzen am linken Knie zuge sprochen worden; sein Gesundheitszustand habe sich diesbezüglich nicht ver bessert, sondern er habe sich im Gegenteil am 9. März 2012 neu an der Schulter verletzt, weshalb er nur schon infolge der Schulterverletzung zu 100 % arbeits unfähig sei ( Urk. 6 S. 3 Ziff. 3). Selbst wenn die Rente aus den von der Beschwerdegegnerin genannten Grün den per Januar 2012 aufgehoben werden müsste, lebe spätestens ab 1. Juni 2012 (3 Monate nach dem Unfallereignis vom März 2012) ein Anspruch auf die bisherige halbe Rente beziehungsweise wegen des verschlechterten Gesund heitszustands auf eine höhere Rente wieder auf ( Urk. 17 S. 3 Ziff. 7). 2.3 Strittig und zu prüfen ist somit, ob die im April 2011 erfolgte Rentenzusprache mit Bezug auf das eingesetzte hypothetische Invalideneinkommen zweifellos unrichtig gewesen ist und wie es sich mit einem allfälligen Rentenanspruch im Jahr 2012 verhält. 3. 3.1 Bei Erlass des Vorbescheids im September 2011 ging die Beschwerdegegnerin gemäss Feststellungsblatt vom 7. September 2011 ( Urk. 14/15) davon aus, es bestehe eine maximal e Arbeitsfähigkeit von 50 % in der bisherigen Tätigkeit als Bodenleger und eine solche von 75 % für körperlich leichte bis mittelschwere, vorwiegend sitzende Tätigkeiten (S. 3 unten), und aufgrund des Alters und der langjährigen Tätigkeit im angestammten Beruf sei dem Versicherten eine Ver wertung der Rest-Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit nicht mehr zumut bar (S. 4 oben). Beim Einkommensvergleich ging die Beschwerdegegnerin von der Arbeitsfähig keit von 50 % in der angestammten Tätigkeit aus und setzte das Invalidenein kommen mit rund Fr. 31‘273.-- ein, womit bei einem Valideneinkommen von rund Fr. 62‘546.-- ein Invaliditätsgrad von 50 % resultierte ( Urk. 14/14). 3.2 In seiner Stellungnahme vom 14. September 2011 machte der Beschwerdeführer geltend, er könne seinen Beruf als Bodenleger nicht mehr ausüben. Er habe starke Rückenschmerzen und könne nicht mehr knien. Er könne nur kleine Bü roarbeiten wie Offerten schreiben und Telefon abnehmen erledigen, dies im Um - fang von zirka 20 % ( Urk. 14/19). 3.3 Mit Verfügung vom 26. April 2011 sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwer deführer bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Rente ab Au gust 2010 zu ( Urk. 14/29), wobei sie gemäss Verfügungsteil 2 ( Urk. 14/24) unter anderem das Einkommen ohne Behinderung mit rund Fr. 31‘273.-- bezifferte (S. 2 oben) und den Beschwerdeführer auf seine Meldepflicht - unter anderem be treffend Änderungen in den Einkommensverhältnissen - hinwies (S. 2 Mitte). 4. 4.1 Am 3. März 2012 stürzte der Beschwerdeführer auf die rechte Hand und Schul ter (vgl. Urk. 21/19 Ziff. 2). Dr. med. Y.___, Allgemeine Medizin, attestierte dem Beschwer deführer eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab 9. März 2012 ( Urk. 21/8), dies letztmals bis am 26. April 2013 ( Urk. 21/65). Am 6. Mai 2013 berichtete Kreisarzt Prof. Dr. med. Z.___, Facharzt für Ortho pädie und Unfallchirurgie, über seine gleichentags erfolgte Untersuchung ( Urk. 21/69). Er führte unter anderem aus, aktuell zeige sich eine geringe Bewe gungseinschränkung des rechten Schultergelenkes im Seitenvergleich (S. 4 oben). Der Unfall vom 9. März 2012 habe zu einer vorübergehenden Ver schlimmerung vorbestehender Schäden des rechten Schultergelenkes geführt; der Status quo sine sei 10 Monate nach dem Unfallereignis erreicht gewesen (S. 4 Mitte). 4.2 In der Unfallmeldung vom 13. März 2012 ( Urk. 14/38 /3 ) wurde der ausgeübte Beruf als „Geschäftsführer“ umschrieben ( Ziff. 3) und der Lohn mit Fr. 4‘500.-- pro Monat angegeben ( Ziff. 12); beigefügt waren monatliche Lohnabrechnun gen mit einem Bruttolohn von Fr. 4‘500.-- von Oktober 2011 bis Januar 2012 ( Urk. 14/38/4-7). 4.3 In der Lohnerklärung für die Berechnung der definitiven Prämien des Jahres 2011 vom 3. Januar 2012 ( Urk. 21/57/3-4) wurde für den Beschwerdeführer ein Jahreseinkommen von Fr. 13‘500.-- gemeldet (S. 2). In der Lohnerklärung für die Berechnung der definitiven Prämien des Jahres 2012 vom 1 2. Dezember 2012 ( Urk. 21/57/5-6) wurde für den Beschwerdeführer ein Jahreseinkommen von Fr. 54‘000.-- gemeldet (S. 2). 4.4 Im Revisionsfragebogen vom 27. November 2012 gab der Beschwerdeführer an, er sei im Umfang von 50 % erwerbstätig mit einem Bruttoeinkommen von Fr. 4‘500.-- pro Monat ( Urk. 14/41 Ziff. 2.2). Gegenüber der SUVA erklärte der Beschwerdeführer am 1 4. Februar 2013 ( Urk. 21/58/1-3), er habe das Pensum von 50 % so verwertet, dass er nach Be darf gearbeitet habe, vorwiegend auf dem Büro mit dem Schreiben von Offer ten. Die Arbeitszeit habe sich nach Arbeitsanfall gerichtet, er habe auch alle anfallenden Arbeiten verrichtet. Er habe nicht auf die Stunden geschaut und schon gar nicht nur 21 Stunden pro Woche gearbeitet (S. 1 unten). 4.5 In der Anklageschrift vom 1 5. April 2014 ( Urk. 39) führte die Staatsanwalt schaft unter anderem aus, der Beschwerdeführer habe seit August 2012 an nicht mehr bestimmbaren Zeitpunkten und Orten, jedenfalls im Durchschnitt ein bis zwei Mal in der Woche als Arbeiter auf Baustellen oder im Materiallager seiner Firma gearbeitet (S. 2 Mitte). Insbesondere habe er am 1 4. August 2012 auf ei ner Baustelle, am 2 1. im Materiallager, am 2 8. auf einer Baustelle und am 2 9. August 2012 im Materiallager gearbeitet (S. 2 unten). Durch nicht den Tatsachen entsprechende gesundheitliche Deklarationen gegen über seinem Arzt habe er die SUVA in die falsche Annahme versetzt, dass er zu 100 % arbeitsunfähig sei (S. 3 Mitte). Mit Urteil vom 8. Juli 2014 wurde der Beschwerdeführer vom von der Staatsan waltschaft erhobenen Vorwurf des Betrugs freigesprochen ( Urk. 42). 5. 5.1 Die Beschwerdegegnerin ging bei der Rentenzusprache im April 2011 davon aus, dass der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit ein behinde rungsbedingt reduziertes Einkommen von Fr. 31‘273.-- erzielen könnte (vorste hend E. 3.3). 5.2 Wie mehrfach belegt ist, erzielte der Beschwerdeführer seit Oktober 2011 ein Einkommen von monatlich Fr. 4‘500.-- (vorstehend E. 4.2), entsprechend Fr. 54‘000.-- pro Jahr, dies bis jedenfalls Ende 2012 (vorstehend E. 4.3). In Nachachtung der gesetzlichen Meldepflicht (vorstehend E. 1.3), auf die er bei Verfügungserlass ausdrücklich hingewiesen worden war (vorstehend E. 3.3), wäre der Beschwerdeführer gehalten gewesen, diese Änderung der Erwerbsver hältnisse der Beschwerdegegnerin unverzüglich mitzuteilen. Indem er dies unterlassen hat, hat er die ihm obliegende Meldepflicht verletzt. 5.3 Angesichts des seit Oktober 2011 effektiv erzielten Einkommens erweist sich die Annahme des - deutlich tieferen - hypothetischen Invalideneinkommens bei der Rentenzusprache ab diesem Zeitpunkt al s zweifellos unrichtig. Wird das effektiv erzielte Einkommen berücksichtigt, resultiert ein nicht mehr rentenbegründen der Invaliditätsgrad von 15 % (vorstehend E. 2.1). Es ist deshalb zulässig, d ie betreffende Verfügung im Rahmen einer Wieder - erwä gung (vorstehend E. 1.4) aufzuheben, dies mit Wirkung ab 1. Januar 2012 ( 1. Oktober 2011 plus drei Monate). 5.4 Es ist belegt, dass der Beschwerdeführer jedenfalls bis Ende 2012 das genannte Einkommen erzielt hat (vorstehend E. 4.3). Daraus folgt, das s der Invaliditätsgrad jedenfalls bis Ende 2012 lediglich 15 % betrug. Somit bestand bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin kein Rentenanspruch. Daran ändert die vom Beschwerdeführer ins Feld geführte allfällige unfallbe dingte Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2012 nichts, denn massgebend ist nicht eine attestierte Arbeitsunfähigkeit, sondern die Höhe des hypothetischen Invaliden einkommens, die sich vorliegend aus dem effektiv erzielten Einkommen ergibt. Somit ist auch nicht von Belang, dass gegenüber der Beurteilung durch den Hausarzt die von der Rechtsprechung postulierte Zurückhaltung (vorstehend E. 1.5) als sehr angezeigt erscheint, nachdem die kreisärztliche Beurteilung (vor stehend E. 4.1) ergeben hat, dass unfallbedingt bereits Ende 2012 ein volle Ar beitsfähigkeit - und keineswegs die vom Hausarzt bis April 2013 attestierte volle Arbeitsunfähigkeit - bestanden hat. 5.5 Damit ab Anfang 2013 erneut ein rentenbegründender Invaliditätsgrad ange - nom men werden könnte, müsste auf diesen Zeitpunkt eine revisionsrele vante Veränderung der gesundheitlichen oder erwerblichen Verhältnisse einge treten sein. Dafür gibt es in den Akten keinerlei Anhaltspunkte, und auch der Be - schwerdefüh rer machte solches nicht geltend. Vielmehr stellte er sich auf den Standpunkt, die Situation sei - sollte die unfallbedingte Verschlechterung wie der entfallen sein - die gleiche wie vor dem Unfall vom März 201 2. Eben dies trifft zwar zu, allerdings mit dem Unterschied, dass bereits vor dem Unfall kein Rentenanspruch mehr bestand. 5.6 Zusammengefasst erweist sich der Sachverhalt als dahingehend erstellt, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2011 ein rentenausschliessendes Einkommen er zielt. Indem er dies der Beschwerdegegnerin nicht unverzüglich angezeigt hat, hat er seine Meldepflicht verletzt. Anhaltspunkte, wonach ab Anfang 2013 wie der ein Rentenanspruch bestehen könnte, gibt es keine. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abwei sung der dagegen erhobenen Beschwerde führt. 6. 6.1 Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis des Bundesgesetzes über die Invali denversicherung (IVG) sind ermessensweise auf Fr. 600.-- festzusetzen, ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungs gericht (GSVGer). 6.2 Der mit Wirkung ab 1 2. November 2012 tätige unentgeltliche Rechtsvertreter hat mit Honorarnote vom 2 5. September 2014 einen Aufwand von 2.6 Stunden und Barauslagen von Fr. 37.-- geltend gemacht ( Urk. 48/2 ). Beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 200.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ist er mit Fr. 601.55 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Ge richtskasse zu entschädigen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Tomas Kempf, Uster, wird mit Fr. 601.55 (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss auf § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Tomas Kempf - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2013.00267 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 1. Oktober 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Tomas Kempf Flum Schlegel Kempf Rechtsanwälte Webernstrasse 5, 8610 Uster gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1949, meldete sich unter Hinweis auf Schulter-, Rücken- und Beinbeschwerden am 15. Januar 2010 bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug an ( Urk. 14/2 Ziff. 6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm mit Verfügung vom 26. April 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Rente ab August 2010 zu ( Urk. 14/29). 1.2 Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 14/46-47) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 1 2. Februar 2013 die zugesprochene Rente rückwirkend per 1. Januar 2012 auf und stell t e eine separate Verfügung betreffend Rückforde rung in Aussicht ( Urk. 14/ 50 = Urk. 2). Am 11. April 2013 erliess sie eine Rückforderungsverfügung über Fr. 6‘518.-- ( Urk. 14/56). 2. Der Versicherte erhob gegen die Verfügung vom 12. Februar 2013 am 7. März 2013 ( Urk. 2) Be schwerde bei der IV-Stelle ( Urk. 1 = Urk. 14/52 ), welche diese am 13. März 2013 dem hiesigen Gericht weiterleitete ( Urk. 4 = Urk. 14/53 ). Am 10. April 2013 wurde die Beschwerde ergänzend begründet ( Urk. 6). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2013 ( Urk. 13) die Abweisung der Beschwerde. Am 14. Juni 2013 erstattete der Beschwerdeführer eine Replik ( Urk. 17), am 16. August 2013 die Beschwerdegegnerin eine Duplik ( Urk. 20). Am 4. Dezember 2013 wies die Beschwerdegegnerin auf ein pendentes Strafver fahren hin ( Urk. 26). Am 18. August 2014 wurde das Verfahren bis zum rechts kräftigen Abschluss des Strafverfahrens sistiert ( Urk. 40), worauf der Beschwer deführer am 20. August 2014 das Urteil des Bezirksgeri chts O.___ vom 8. Juli 2014 ( Urk. 42) einreichte, wozu die Beschwerdegegnerin am 16. September 2014 Stellung nahm ( Urk. 46), was dem Beschwerdeführer am 17. September 2014 zur Kenntnis gebracht wurde. 3. Mit Gerichtsverfügung vom 20. März 2014 wurde dem Beschwerdeführer - sei nem Antrag vom 1 2. November 2013 ( Urk. 23) entsprechend - die unentgeltli che Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt ( Urk. 34). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi cherung (IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar beitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor den wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 1.3 Gemäss Art. 77 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) haben unter anderem die Versicherten jede für den Leistungsanspruch wesentliche Än derung, unter anderem eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen. 1.4 Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann die Verwaltung auf formell rechtskräf tige Verfügungen oder Einspracheentscheide, die nicht Gegenstand materieller rich ter licher Beurteilung gebildet haben, zurückkommen, wenn sie zweifellos un richtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Be deutung ist (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1 S. 52). 1.5 In Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten darf und soll das Ge richt der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) aus, gemäss von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erhaltenen Unterlagen betrage das Einkommen mit Behinderung (Invalideneinkommen) Fr. 54‘000.-- jährlich (Fr. 4‘500.-- x 12), was - im Vergleich mit dem Validenein kommen - einen Invaliditätsgrad von 15 % ergebe (S. 2). Der Beschwerdeführer habe s ie nicht darüber informiert, dass er seit Oktober 2011 ein Einkommen er ziele; erst im am 28. November 2012 eingetroffenen Revisionsfragebogen habe er das Einkommen von Fr. 4‘500.-- bei einem Pen - sum von 50 % angegeben. Somit habe er über ein Jahr lang ein rentenaus - schliessendes Einkommen erzielt und seine Meldepflicht verletzt (S. 2 Mitte). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, die Ren t e sei seinerzeit wegen Rückenbeschwerden und Schmerzen am linken Knie zuge sprochen worden; sein Gesundheitszustand habe sich diesbezüglich nicht ver bessert, sondern er habe sich im Gegenteil am 9. März 2012 neu an der Schulter verletzt, weshalb er nur schon infolge der Schulterverletzung zu 100 % arbeits unfähig sei ( Urk. 6 S. 3 Ziff. 3). Selbst wenn die Rente aus den von der Beschwerdegegnerin genannten Grün den per Januar 2012 aufgehoben werden müsste, lebe spätestens ab 1. Juni 2012 (3 Monate nach dem Unfallereignis vom März 2012) ein Anspruch auf die bisherige halbe Rente beziehungsweise wegen des verschlechterten Gesund heitszustands auf eine höhere Rente wieder auf ( Urk. 17 S. 3 Ziff. 7). 2.3 Strittig und zu prüfen ist somit, ob die im April 2011 erfolgte Rentenzusprache mit Bezug auf das eingesetzte hypothetische Invalideneinkommen zweifellos unrichtig gewesen ist und wie es sich mit einem allfälligen Rentenanspruch im Jahr 2012 verhält. 3. 3.1 Bei Erlass des Vorbescheids im September 2011 ging die Beschwerdegegnerin gemäss Feststellungsblatt vom 7. September 2011 ( Urk. 14/15) davon aus, es bestehe eine maximal e Arbeitsfähigkeit von 50 % in der bisherigen Tätigkeit als Bodenleger und eine solche von 75 % für körperlich leichte bis mittelschwere, vorwiegend sitzende Tätigkeiten (S. 3 unten), und aufgrund des Alters und der langjährigen Tätigkeit im angestammten Beruf sei dem Versicherten eine Ver wertung der Rest-Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit nicht mehr zumut bar (S. 4 oben). Beim Einkommensvergleich ging die Beschwerdegegnerin von der Arbeitsfähig keit von 50 % in der angestammten Tätigkeit aus und setzte das Invalidenein kommen mit rund Fr. 31‘273.-- ein, womit bei einem Valideneinkommen von rund Fr. 62‘546.-- ein Invaliditätsgrad von 50 % resultierte ( Urk. 14/14). 3.2 In seiner Stellungnahme vom 14. September 2011 machte der Beschwerdeführer geltend, er könne seinen Beruf als Bodenleger nicht mehr ausüben. Er habe starke Rückenschmerzen und könne nicht mehr knien. Er könne nur kleine Bü roarbeiten wie Offerten schreiben und Telefon abnehmen erledigen, dies im Um - fang von zirka 20 % ( Urk. 14/19). 3.3 Mit Verfügung vom 26. April 2011 sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwer deführer bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Rente ab Au gust 2010 zu ( Urk. 14/29), wobei sie gemäss Verfügungsteil 2 ( Urk. 14/24) unter anderem das Einkommen ohne Behinderung mit rund Fr. 31‘273.-- bezifferte (S. 2 oben) und den Beschwerdeführer auf seine Meldepflicht - unter anderem be treffend Änderungen in den Einkommensverhältnissen - hinwies (S. 2 Mitte). 4. 4.1 Am 3. März 2012 stürzte der Beschwerdeführer auf die rechte Hand und Schul ter (vgl. Urk. 21/19 Ziff. 2). Dr. med. Y.___, Allgemeine Medizin, attestierte dem Beschwer deführer eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab 9. März 2012 ( Urk. 21/8), dies letztmals bis am 26. April 2013 ( Urk. 21/65). Am 6. Mai 2013 berichtete Kreisarzt Prof. Dr. med. Z.___, Facharzt für Ortho pädie und Unfallchirurgie, über seine gleichentags erfolgte Untersuchung ( Urk. 21/69). Er führte unter anderem aus, aktuell zeige sich eine geringe Bewe gungseinschränkung des rechten Schultergelenkes im Seitenvergleich (S. 4 oben). Der Unfall vom 9. März 2012 habe zu einer vorübergehenden Ver schlimmerung vorbestehender Schäden des rechten Schultergelenkes geführt; der Status quo sine sei 10 Monate nach dem Unfallereignis erreicht gewesen (S. 4 Mitte). 4.2 In der Unfallmeldung vom 13. März 2012 ( Urk. 14/38 /3 ) wurde der ausgeübte Beruf als „Geschäftsführer“ umschrieben ( Ziff. 3) und der Lohn mit Fr. 4‘500.-- pro Monat angegeben ( Ziff. 12); beigefügt waren monatliche Lohnabrechnun gen mit einem Bruttolohn von Fr. 4‘500.-- von Oktober 2011 bis Januar 2012 ( Urk. 14/38/4-7). 4.3 In der Lohnerklärung für die Berechnung der definitiven Prämien des Jahres 2011 vom 3. Januar 2012 ( Urk. 21/57/3-4) wurde für den Beschwerdeführer ein Jahreseinkommen von Fr. 13‘500.-- gemeldet (S. 2). In der Lohnerklärung für die Berechnung der definitiven Prämien des Jahres 2012 vom 1 2. Dezember 2012 ( Urk. 21/57/5-6) wurde für den Beschwerdeführer ein Jahreseinkommen von Fr. 54‘000.-- gemeldet (S. 2). 4.4 Im Revisionsfragebogen vom 27. November 2012 gab der Beschwerdeführer an, er sei im Umfang von 50 % erwerbstätig mit einem Bruttoeinkommen von Fr. 4‘500.-- pro Monat ( Urk. 14/41 Ziff. 2.2). Gegenüber der SUVA erklärte der Beschwerdeführer am 1 4. Februar 2013 ( Urk. 21/58/1-3), er habe das Pensum von 50 % so verwertet, dass er nach Be darf gearbeitet habe, vorwiegend auf dem Büro mit dem Schreiben von Offer ten. Die Arbeitszeit habe sich nach Arbeitsanfall gerichtet, er habe auch alle anfallenden Arbeiten verrichtet. Er habe nicht auf die Stunden geschaut und schon gar nicht nur 21 Stunden pro Woche gearbeitet (S. 1 unten). 4.5 In der Anklageschrift vom 1 5. April 2014 ( Urk. 39) führte die Staatsanwalt schaft unter anderem aus, der Beschwerdeführer habe seit August 2012 an nicht mehr bestimmbaren Zeitpunkten und Orten, jedenfalls im Durchschnitt ein bis zwei Mal in der Woche als Arbeiter auf Baustellen oder im Materiallager seiner Firma gearbeitet (S. 2 Mitte). Insbesondere habe er am 1 4. August 2012 auf ei ner Baustelle, am 2 1. im Materiallager, am 2 8. auf einer Baustelle und am 2 9. August 2012 im Materiallager gearbeitet (S. 2 unten). Durch nicht den Tatsachen entsprechende gesundheitliche Deklarationen gegen über seinem Arzt habe er die SUVA in die falsche Annahme versetzt, dass er zu 100 % arbeitsunfähig sei (S. 3 Mitte). Mit Urteil vom 8. Juli 2014 wurde der Beschwerdeführer vom von der Staatsan waltschaft erhobenen Vorwurf des Betrugs freigesprochen ( Urk. 42). 5. 5.1 Die Beschwerdegegnerin ging bei der Rentenzusprache im April 2011 davon aus, dass der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit ein behinde rungsbedingt reduziertes Einkommen von Fr. 31‘273.-- erzielen könnte (vorste hend E. 3.3). 5.2 Wie mehrfach belegt ist, erzielte der Beschwerdeführer seit Oktober 2011 ein Einkommen von monatlich Fr. 4‘500.-- (vorstehend E. 4.2), entsprechend Fr. 54‘000.-- pro Jahr, dies bis jedenfalls Ende 2012 (vorstehend E. 4.3). In Nachachtung der gesetzlichen Meldepflicht (vorstehend E. 1.3), auf die er bei Verfügungserlass ausdrücklich hingewiesen worden war (vorstehend E. 3.3), wäre der Beschwerdeführer gehalten gewesen, diese Änderung der Erwerbsver hältnisse der Beschwerdegegnerin unverzüglich mitzuteilen. Indem er dies unterlassen hat, hat er die ihm obliegende Meldepflicht verletzt. 5.3 Angesichts des seit Oktober 2011 effektiv erzielten Einkommens erweist sich die Annahme des - deutlich tieferen - hypothetischen Invalideneinkommens bei der Rentenzusprache ab diesem Zeitpunkt al s zweifellos unrichtig. Wird das effektiv erzielte Einkommen berücksichtigt, resultiert ein nicht mehr rentenbegründen der Invaliditätsgrad von 15 % (vorstehend E. 2.1). Es ist deshalb zulässig, d ie betreffende Verfügung im Rahmen einer Wieder - erwä gung (vorstehend E. 1.4) aufzuheben, dies mit Wirkung ab 1. Januar 2012 ( 1. Oktober 2011 plus drei Monate). 5.4 Es ist belegt, dass der Beschwerdeführer jedenfalls bis Ende 2012 das genannte Einkommen erzielt hat (vorstehend E. 4.3). Daraus folgt, das s der Invaliditätsgrad jedenfalls bis Ende 2012 lediglich 15 % betrug. Somit bestand bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin kein Rentenanspruch. Daran ändert die vom Beschwerdeführer ins Feld geführte allfällige unfallbe dingte Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2012 nichts, denn massgebend ist nicht eine attestierte Arbeitsunfähigkeit, sondern die Höhe des hypothetischen Invaliden einkommens, die sich vorliegend aus dem effektiv erzielten Einkommen ergibt. Somit ist auch nicht von Belang, dass gegenüber der Beurteilung durch den Hausarzt die von der Rechtsprechung postulierte Zurückhaltung (vorstehend E. 1.5) als sehr angezeigt erscheint, nachdem die kreisärztliche Beurteilung (vor stehend E. 4.1) ergeben hat, dass unfallbedingt bereits Ende 2012 ein volle Ar beitsfähigkeit - und keineswegs die vom Hausarzt bis April 2013 attestierte volle Arbeitsunfähigkeit - bestanden hat. 5.5 Damit ab Anfang 2013 erneut ein rentenbegründender Invaliditätsgrad ange - nom men werden könnte, müsste auf diesen Zeitpunkt eine revisionsrele vante Veränderung der gesundheitlichen oder erwerblichen Verhältnisse einge treten sein. Dafür gibt es in den Akten keinerlei Anhaltspunkte, und auch der Be - schwerdefüh rer machte solches nicht geltend. Vielmehr stellte er sich auf den Standpunkt, die Situation sei - sollte die unfallbedingte Verschlechterung wie der entfallen sein - die gleiche wie vor dem Unfall vom März 201 2. Eben dies trifft zwar zu, allerdings mit dem Unterschied, dass bereits vor dem Unfall kein Rentenanspruch mehr bestand. 5.6 Zusammengefasst erweist sich der Sachverhalt als dahingehend erstellt, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2011 ein rentenausschliessendes Einkommen er zielt. Indem er dies der Beschwerdegegnerin nicht unverzüglich angezeigt hat, hat er seine Meldepflicht verletzt. Anhaltspunkte, wonach ab Anfang 2013 wie der ein Rentenanspruch bestehen könnte, gibt es keine. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abwei sung der dagegen erhobenen Beschwerde führt. 6. 6.1 Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis des Bundesgesetzes über die Invali denversicherung (IVG) sind ermessensweise auf Fr. 600.-- festzusetzen, ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungs gericht (GSVGer). 6.2 Der mit Wirkung ab 1 2. November 2012 tätige unentgeltliche Rechtsvertreter hat mit Honorarnote vom 2 5. September 2014 einen Aufwand von 2.6 Stunden und Barauslagen von Fr. 37.-- geltend gemacht ( Urk. 48/2 ). Beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 200.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ist er mit Fr. 601.55 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Ge richtskasse zu entschädigen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Tomas Kempf, Uster, wird mit Fr. 601.55 (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss auf § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Tomas Kempf - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2013.00267 IV.2013.00267

IV.2013.00267 II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Bachofner

Ersatzrichterin Romero-Käser

Gerichtsschreiberin Tiefenbacher

Urteil vom 1. Oktober 2014

Urteil vom 1. Oktober 2014 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Tomas Kempf

vertreten durch Rechtsanwalt Tomas Kempf Flum Schlegel Kempf Rechtsanwälte

Flum Schlegel Kempf Rechtsanwälte Webernstrasse 5, 8610 Uster

Webernstrasse 5, 8610 Uster gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 X.___, geboren 1949, meldete sich unter Hinweis auf Schulter-, Rücken- und Beinbeschwerden am 15. Januar 2010 bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug an ( Urk. 14/2 Ziff. 6.2).

1.1 X.___, geboren 1949, meldete sich unter Hinweis auf Schulter-, Rücken- und Beinbeschwerden am 15. Januar 2010 bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug an ( Urk. 14/2 Ziff. 6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm mit Verfügung vom 26. April 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Rente ab August 2010 zu ( Urk. 14/29).

Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm mit Verfügung vom 26. April 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Rente ab August 2010 zu ( Urk. 14/29). 1.2 Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 14/46-47) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 1 2. Februar 2013 die zugesprochene Rente rückwirkend per 1. Januar 2012 auf und stell t e eine separate Verfügung betreffend Rückforde rung in Aussicht ( Urk. 14/ 50 = Urk. 2). Am 11. April 2013 erliess sie eine Rückforderungsverfügung über Fr. 6‘518.-- ( Urk. 14/56).

1.2 Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 14/46-47) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 1 2. Februar 2013 die zugesprochene Rente rückwirkend per 1. Januar 2012 auf und stell t e eine separate Verfügung betreffend Rückforde rung in Aussicht ( Urk. 14/ 50 = Urk. 2). Am 11. April 2013 erliess sie eine Rückforderungsverfügung über Fr. 6‘518.-- ( Urk. 14/56). 2. Der Versicherte erhob gegen die Verfügung vom 12. Februar 2013 am 7. März 2013 ( Urk. 2) Be schwerde bei der IV-Stelle ( Urk. 1 = Urk. 14/52 ), welche diese am 13. März 2013 dem hiesigen Gericht weiterleitete ( Urk. 4 = Urk. 14/53 ). Am 10. April 2013 wurde die Beschwerde ergänzend begründet ( Urk. 6).

2. Der Versicherte erhob gegen die Verfügung vom 12. Februar 2013 am 7. März 2013 ( Urk. 2) Be schwerde bei der IV-Stelle ( Urk. 1 = Urk. 14/52 ), welche diese am 13. März 2013 dem hiesigen Gericht weiterleitete ( Urk. 4 = Urk. 14/53 ). Am 10. April 2013 wurde die Beschwerde ergänzend begründet ( Urk. 6). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2013 ( Urk. 13) die Abweisung der Beschwerde.

Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2013 ( Urk. 13) die Abweisung der Beschwerde. Am 14. Juni 2013 erstattete der Beschwerdeführer eine Replik ( Urk. 17), am 16. August 2013 die Beschwerdegegnerin eine Duplik ( Urk. 20).

Am 14. Juni 2013 erstattete der Beschwerdeführer eine Replik ( Urk. 17), am 16. August 2013 die Beschwerdegegnerin eine Duplik ( Urk. 20). Am 4. Dezember 2013 wies die Beschwerdegegnerin auf ein pendentes Strafver fahren hin ( Urk. 26). Am 18. August 2014 wurde das Verfahren bis zum rechts kräftigen Abschluss des Strafverfahrens sistiert ( Urk. 40), worauf der Beschwer deführer am 20. August 2014 das Urteil des Bezirksgeri chts O.___ vom 8. Juli 2014 ( Urk. 42) einreichte, wozu die Beschwerdegegnerin am 16. September 2014 Stellung nahm ( Urk. 46), was dem Beschwerdeführer am 17. September 2014 zur Kenntnis gebracht wurde.

Am 4. Dezember 2013 wies die Beschwerdegegnerin auf ein pendentes Strafver fahren hin ( Urk. 26). Am 18. August 2014 wurde das Verfahren bis zum rechts kräftigen Abschluss des Strafverfahrens sistiert ( Urk. 40), worauf der Beschwer deführer am 20. August 2014 das Urteil des Bezirksgeri chts O.___ vom 8. Juli 2014 ( Urk. 42) einreichte, wozu die Beschwerdegegnerin am 16. September 2014 Stellung nahm ( Urk. 46), was dem Beschwerdeführer am 17. September 2014 zur Kenntnis gebracht wurde. 3. Mit Gerichtsverfügung vom 20. März 2014 wurde dem Beschwerdeführer - sei nem Antrag vom 1 2. November 2013 ( Urk. 23) entsprechend - die unentgeltli che Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt ( Urk. 34).

3. Mit Gerichtsverfügung vom 20. März 2014 wurde dem Beschwerdeführer - sei nem Antrag vom 1 2. November 2013 ( Urk. 23) entsprechend - die unentgeltli che Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt ( Urk. 34). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi cherung (IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar beitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor den wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).

1.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi cherung (IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar beitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor den wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 1.3 Gemäss Art. 77 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) haben unter anderem die Versicherten jede für den Leistungsanspruch wesentliche Än derung, unter anderem eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen.

1.3 Gemäss Art. 77 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) haben unter anderem die Versicherten jede für den Leistungsanspruch wesentliche Än derung, unter anderem eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen. 1.4 Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann die Verwaltung auf formell rechtskräf tige Verfügungen oder Einspracheentscheide, die nicht Gegenstand materieller rich ter licher Beurteilung gebildet haben, zurückkommen, wenn sie zweifellos un richtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Be deutung ist (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1 S. 52).

1.4 Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann die Verwaltung auf formell rechtskräf tige Verfügungen oder Einspracheentscheide, die nicht Gegenstand materieller rich ter licher Beurteilung gebildet haben, zurückkommen, wenn sie zweifellos un richtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Be deutung ist (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1 S. 52). 1.5 In Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten darf und soll das Ge richt der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc).

1.5 In Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten darf und soll das Ge richt der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) aus, gemäss von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erhaltenen Unterlagen betrage das Einkommen mit Behinderung (Invalideneinkommen) Fr. 54‘000.-- jährlich (Fr. 4‘500.-- x 12), was - im Vergleich mit dem Validenein kommen - einen Invaliditätsgrad von 15 % ergebe (S. 2). Der Beschwerdeführer habe s ie nicht darüber informiert, dass er seit Oktober 2011 ein Einkommen er ziele; erst im am 28. November 2012 eingetroffenen Revisionsfragebogen habe er das Einkommen von Fr. 4‘500.-- bei einem Pen - sum von 50 % angegeben. Somit habe er über ein Jahr lang ein rentenaus - schliessendes Einkommen erzielt und seine Meldepflicht verletzt (S. 2 Mitte).

2.1 Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) aus, gemäss von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erhaltenen Unterlagen betrage das Einkommen mit Behinderung (Invalideneinkommen) Fr. 54‘000.-- jährlich (Fr. 4‘500.-- x 12), was - im Vergleich mit dem Validenein kommen - einen Invaliditätsgrad von 15 % ergebe (S. 2). Der Beschwerdeführer habe s ie nicht darüber informiert, dass er seit Oktober 2011 ein Einkommen er ziele; erst im am 28. November 2012 eingetroffenen Revisionsfragebogen habe er das Einkommen von Fr. 4‘500.-- bei einem Pen sum von 50 % angegeben. Somit habe er über ein Jahr lang ein rentenaus schliessendes Einkommen erzielt und seine Meldepflicht verletzt (S. 2 Mitte). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, die Ren t e sei seinerzeit wegen Rückenbeschwerden und Schmerzen am linken Knie zuge sprochen worden; sein Gesundheitszustand habe sich diesbezüglich nicht ver bessert, sondern er habe sich im Gegenteil am 9. März 2012 neu an der Schulter verletzt, weshalb er nur schon infolge der Schulterverletzung zu 100 % arbeits unfähig sei ( Urk. 6 S. 3 Ziff. 3).

2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, die Ren t e sei seinerzeit wegen Rückenbeschwerden und Schmerzen am linken Knie zuge sprochen worden; sein Gesundheitszustand habe sich diesbezüglich nicht ver bessert, sondern er habe sich im Gegenteil am 9. März 2012 neu an der Schulter verletzt, weshalb er nur schon infolge der Schulterverletzung zu 100 % arbeits unfähig sei ( Urk. 6 S. 3 Ziff. 3). Selbst wenn die Rente aus den von der Beschwerdegegnerin genannten Grün den per Januar 2012 aufgehoben werden müsste, lebe spätestens ab 1. Juni 2012 (3 Monate nach dem Unfallereignis vom März 2012) ein Anspruch auf die bisherige halbe Rente beziehungsweise wegen des verschlechterten Gesund heitszustands auf eine höhere Rente wieder auf ( Urk. 17 S. 3 Ziff. 7).

Selbst wenn die Rente aus den von der Beschwerdegegnerin genannten Grün den per Januar 2012 aufgehoben werden müsste, lebe spätestens ab 1. Juni 2012 (3 Monate nach dem Unfallereignis vom März 2012) ein Anspruch auf die bisherige halbe Rente beziehungsweise wegen des verschlechterten Gesund heitszustands auf eine höhere Rente wieder auf ( Urk. 17 S. 3 Ziff. 7). 2.3 Strittig und zu prüfen ist somit, ob die im April 2011 erfolgte Rentenzusprache mit Bezug auf das eingesetzte hypothetische Invalideneinkommen zweifellos unrichtig gewesen ist und wie es sich mit einem allfälligen Rentenanspruch im Jahr 2012 verhält.

2.3 Strittig und zu prüfen ist somit, ob die im April 2011 erfolgte Rentenzusprache mit Bezug auf das eingesetzte hypothetische Invalideneinkommen zweifellos unrichtig gewesen ist und wie es sich mit einem allfälligen Rentenanspruch im Jahr 2012 verhält. 3.

3. 3.1 Bei Erlass des Vorbescheids im September 2011 ging die Beschwerdegegnerin gemäss Feststellungsblatt vom 7. September 2011 ( Urk. 14/15) davon aus, es bestehe eine maximal e Arbeitsfähigkeit von 50 % in der bisherigen Tätigkeit als Bodenleger und eine solche von 75 % für körperlich leichte bis mittelschwere, vorwiegend sitzende Tätigkeiten (S. 3 unten), und aufgrund des Alters und der langjährigen Tätigkeit im angestammten Beruf sei dem Versicherten eine Ver wertung der Rest-Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit nicht mehr zumut bar (S. 4 oben).

3.1 Bei Erlass des Vorbescheids im September 2011 ging die Beschwerdegegnerin gemäss Feststellungsblatt vom 7. September 2011 ( Urk. 14/15) davon aus, es bestehe eine maximal e Arbeitsfähigkeit von 50 % in der bisherigen Tätigkeit als Bodenleger und eine solche von 75 % für körperlich leichte bis mittelschwere, vorwiegend sitzende Tätigkeiten (S. 3 unten), und aufgrund des Alters und der langjährigen Tätigkeit im angestammten Beruf sei dem Versicherten eine Ver wertung der Rest-Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit nicht mehr zumut bar (S. 4 oben). Beim Einkommensvergleich ging die Beschwerdegegnerin von der Arbeitsfähig keit von 50 % in der angestammten Tätigkeit aus und setzte das Invalidenein kommen mit rund Fr. 31‘273.-- ein, womit bei einem Valideneinkommen von rund Fr. 62‘546.-- ein Invaliditätsgrad von 50 % resultierte ( Urk. 14/14).

Beim Einkommensvergleich ging die Beschwerdegegnerin von der Arbeitsfähig keit von 50 % in der angestammten Tätigkeit aus und setzte das Invalidenein kommen mit rund Fr. 31‘273.-- ein, womit bei einem Valideneinkommen von rund Fr. 62‘546.-- ein Invaliditätsgrad von 50 % resultierte ( Urk. 14/14). 3.2 In seiner Stellungnahme vom 14. September 2011 machte der Beschwerdeführer geltend, er könne seinen Beruf als Bodenleger nicht mehr ausüben. Er habe starke Rückenschmerzen und könne nicht mehr knien. Er könne nur kleine Bü roarbeiten wie Offerten schreiben und Telefon abnehmen erledigen, dies im Um - fang von zirka 20 % ( Urk. 14/19).

3.2 In seiner Stellungnahme vom 14. September 2011 machte der Beschwerdeführer geltend, er könne seinen Beruf als Bodenleger nicht mehr ausüben. Er habe starke Rückenschmerzen und könne nicht mehr knien. Er könne nur kleine Bü roarbeiten wie Offerten schreiben und Telefon abnehmen erledigen, dies im Um fang von zirka 20 % ( Urk. 14/19). 3.3 Mit Verfügung vom 26. April 2011 sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwer deführer bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Rente ab Au gust 2010 zu ( Urk. 14/29), wobei sie gemäss Verfügungsteil 2 ( Urk. 14/24) unter anderem das Einkommen ohne Behinderung mit rund Fr. 31‘273.-- bezifferte (S. 2 oben) und den Beschwerdeführer auf seine Meldepflicht - unter anderem be treffend Änderungen in den Einkommensverhältnissen - hinwies (S. 2 Mitte).

3.3 Mit Verfügung vom 26. April 2011 sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwer deführer bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Rente ab Au gust 2010 zu ( Urk. 14/29), wobei sie gemäss Verfügungsteil 2 ( Urk. 14/24) unter anderem das Einkommen ohne Behinderung mit rund Fr. 31‘273.-- bezifferte (S. 2 oben) und den Beschwerdeführer auf seine Meldepflicht - unter anderem be treffend Änderungen in den Einkommensverhältnissen - hinwies (S. 2 Mitte). 4.

4. 4.1 Am 3. März 2012 stürzte der Beschwerdeführer auf die rechte Hand und Schul ter (vgl. Urk. 21/19 Ziff. 2).

4.1 Am 3. März 2012 stürzte der Beschwerdeführer auf die rechte Hand und Schul ter (vgl. Urk. 21/19 Ziff. 2). Dr. med. Y.___, Allgemeine Medizin, attestierte dem Beschwer deführer eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab 9. März 2012 ( Urk. 21/8), dies letztmals bis am 26. April 2013 ( Urk. 21/65).

Dr. med. Y.___, Allgemeine Medizin, attestierte dem Beschwer deführer eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab 9. März 2012 ( Urk. 21/8), dies letztmals bis am 26. April 2013 ( Urk. 21/65). Am 6. Mai 2013 berichtete Kreisarzt Prof. Dr. med. Z.___, Facharzt für Ortho pädie und Unfallchirurgie, über seine gleichentags erfolgte Untersuchung ( Urk. 21/69). Er führte unter anderem aus, aktuell zeige sich eine geringe Bewe gungseinschränkung des rechten Schultergelenkes im Seitenvergleich (S. 4 oben). Der Unfall vom 9. März 2012 habe zu einer vorübergehenden Ver schlimmerung vorbestehender Schäden des rechten Schultergelenkes geführt; der Status quo sine sei 10 Monate nach dem Unfallereignis erreicht gewesen (S. 4 Mitte).

Am 6. Mai 2013 berichtete Kreisarzt Prof. Dr. med. Z.___, Facharzt für Ortho pädie und Unfallchirurgie, über seine gleichentags erfolgte Untersuchung ( Urk. 21/69). Er führte unter anderem aus, aktuell zeige sich eine geringe Bewe gungseinschränkung des rechten Schultergelenkes im Seitenvergleich (S. 4 oben). Der Unfall vom 9. März 2012 habe zu einer vorübergehenden Ver schlimmerung vorbestehender Schäden des rechten Schultergelenkes geführt; der Status quo sine sei 10 Monate nach dem Unfallereignis erreicht gewesen (S. 4 Mitte). 4.2 In der Unfallmeldung vom 13. März 2012 ( Urk. 14/38 /3 ) wurde der ausgeübte Beruf als „Geschäftsführer“ umschrieben ( Ziff. 3) und der Lohn mit Fr. 4‘500.-- pro Monat angegeben ( Ziff. 12); beigefügt waren monatliche Lohnabrechnun gen mit einem Bruttolohn von Fr. 4‘500.-- von Oktober 2011 bis Januar 2012 ( Urk. 14/38/4-7).

4.2 In der Unfallmeldung vom 13. März 2012 ( Urk. 14/38 /3 ) wurde der ausgeübte Beruf als „Geschäftsführer“ umschrieben ( Ziff. 3) und der Lohn mit Fr. 4‘500.-- pro Monat angegeben ( Ziff. 12); beigefügt waren monatliche Lohnabrechnun gen mit einem Bruttolohn von Fr. 4‘500.-- von Oktober 2011 bis Januar 2012 ( Urk. 14/38/4-7). 4.3 In der Lohnerklärung für die Berechnung der definitiven Prämien des Jahres 2011 vom 3. Januar 2012 ( Urk. 21/57/3-4) wurde für den Beschwerdeführer ein Jahreseinkommen von Fr. 13‘500.-- gemeldet (S. 2).

4.3 In der Lohnerklärung für die Berechnung der definitiven Prämien des Jahres 2011 vom 3. Januar 2012 ( Urk. 21/57/3-4) wurde für den Beschwerdeführer ein Jahreseinkommen von Fr. 13‘500.-- gemeldet (S. 2). In der Lohnerklärung für die Berechnung der definitiven Prämien des Jahres 2012 vom 1 2. Dezember 2012 ( Urk. 21/57/5-6) wurde für den Beschwerdeführer ein Jahreseinkommen von Fr. 54‘000.-- gemeldet (S. 2).

In der Lohnerklärung für die Berechnung der definitiven Prämien des Jahres 2012 vom 1 2. Dezember 2012 ( Urk. 21/57/5-6) wurde für den Beschwerdeführer ein Jahreseinkommen von Fr. 54‘000.-- gemeldet (S. 2). 4.4 Im Revisionsfragebogen vom 27. November 2012 gab der Beschwerdeführer an, er sei im Umfang von 50 % erwerbstätig mit einem Bruttoeinkommen von Fr. 4‘500.-- pro Monat ( Urk. 14/41 Ziff. 2.2).

4.4 Im Revisionsfragebogen vom 27. November 2012 gab der Beschwerdeführer an, er sei im Umfang von 50 % erwerbstätig mit einem Bruttoeinkommen von Fr. 4‘500.-- pro Monat ( Urk. 14/41 Ziff. 2.2). Gegenüber der SUVA erklärte der Beschwerdeführer am 1 4. Februar 2013 ( Urk. 21/58/1-3), er habe das Pensum von 50 % so verwertet, dass er nach Be darf gearbeitet habe, vorwiegend auf dem Büro mit dem Schreiben von Offer ten. Die Arbeitszeit habe sich nach Arbeitsanfall gerichtet, er habe auch alle anfallenden Arbeiten verrichtet. Er habe nicht auf die Stunden geschaut und schon gar nicht nur 21 Stunden pro Woche gearbeitet (S. 1 unten).

Gegenüber der SUVA erklärte der Beschwerdeführer am 1 4. Februar 2013 ( Urk. 21/58/1-3), er habe das Pensum von 50 % so verwertet, dass er nach Be darf gearbeitet habe, vorwiegend auf dem Büro mit dem Schreiben von Offer ten. Die Arbeitszeit habe sich nach Arbeitsanfall gerichtet, er habe auch alle anfallenden Arbeiten verrichtet. Er habe nicht auf die Stunden geschaut und schon gar nicht nur 21 Stunden pro Woche gearbeitet (S. 1 unten). 4.5 In der Anklageschrift vom 1 5. April 2014 ( Urk. 39) führte die Staatsanwalt schaft unter anderem aus, der Beschwerdeführer habe seit August 2012 an nicht mehr bestimmbaren Zeitpunkten und Orten, jedenfalls im Durchschnitt ein bis zwei Mal in der Woche als Arbeiter auf Baustellen oder im Materiallager seiner Firma gearbeitet (S. 2 Mitte). Insbesondere habe er am 1 4. August 2012 auf ei ner Baustelle, am 2 1. im Materiallager, am 2 8. auf einer Baustelle und am 2 9. August 2012 im Materiallager gearbeitet (S. 2 unten).

4.5 In der Anklageschrift vom 1 5. April 2014 ( Urk. 39) führte die Staatsanwalt schaft unter anderem aus, der Beschwerdeführer habe seit August 2012 an nicht mehr bestimmbaren Zeitpunkten und Orten, jedenfalls im Durchschnitt ein bis zwei Mal in der Woche als Arbeiter auf Baustellen oder im Materiallager seiner Firma gearbeitet (S. 2 Mitte). Insbesondere habe er am 1 4. August 2012 auf ei ner Baustelle, am 2 1. im Materiallager, am 2 8. auf einer Baustelle und am 2 9. August 2012 im Materiallager gearbeitet (S. 2 unten). Durch nicht den Tatsachen entsprechende gesundheitliche Deklarationen gegen über seinem Arzt habe er die SUVA in die falsche Annahme versetzt, dass er zu 100 % arbeitsunfähig sei (S. 3 Mitte).

Durch nicht den Tatsachen entsprechende gesundheitliche Deklarationen gegen über seinem Arzt habe er die SUVA in die falsche Annahme versetzt, dass er zu 100 % arbeitsunfähig sei (S. 3 Mitte). Mit Urteil vom 8. Juli 2014 wurde der Beschwerdeführer vom von der Staatsan waltschaft erhobenen Vorwurf des Betrugs freigesprochen ( Urk. 42).

Mit Urteil vom 8. Juli 2014 wurde der Beschwerdeführer vom von der Staatsan waltschaft erhobenen Vorwurf des Betrugs freigesprochen ( Urk. 42). 5.

5. 5.1 Die Beschwerdegegnerin ging bei der Rentenzusprache im April 2011 davon aus, dass der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit ein behinde rungsbedingt reduziertes Einkommen von Fr. 31‘273.-- erzielen könnte (vorste hend E. 3.3).

5.1 Die Beschwerdegegnerin ging bei der Rentenzusprache im April 2011 davon aus, dass der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit ein behinde rungsbedingt reduziertes Einkommen von Fr. 31‘273.-- erzielen könnte (vorste hend E. 3.3). 5.2 Wie mehrfach belegt ist, erzielte der Beschwerdeführer seit Oktober 2011 ein Einkommen von monatlich Fr. 4‘500.-- (vorstehend E. 4.2), entsprechend Fr. 54‘000.-- pro Jahr, dies bis jedenfalls Ende 2012 (vorstehend E. 4.3).

5.2 Wie mehrfach belegt ist, erzielte der Beschwerdeführer seit Oktober 2011 ein Einkommen von monatlich Fr. 4‘500.-- (vorstehend E. 4.2), entsprechend Fr. 54‘000.-- pro Jahr, dies bis jedenfalls Ende 2012 (vorstehend E. 4.3). In Nachachtung der gesetzlichen Meldepflicht (vorstehend E. 1.3), auf die er bei Verfügungserlass ausdrücklich hingewiesen worden war (vorstehend E. 3.3), wäre der Beschwerdeführer gehalten gewesen, diese Änderung der Erwerbsver hältnisse der Beschwerdegegnerin unverzüglich mitzuteilen.

In Nachachtung der gesetzlichen Meldepflicht (vorstehend E. 1.3), auf die er bei Verfügungserlass ausdrücklich hingewiesen worden war (vorstehend E. 3.3), wäre der Beschwerdeführer gehalten gewesen, diese Änderung der Erwerbsver hältnisse der Beschwerdegegnerin unverzüglich mitzuteilen. Indem er dies unterlassen hat, hat er die ihm obliegende Meldepflicht verletzt.

Indem er dies unterlassen hat, hat er die ihm obliegende Meldepflicht verletzt. 5.3 Angesichts des seit Oktober 2011 effektiv erzielten Einkommens erweist sich die Annahme des - deutlich tieferen - hypothetischen Invalideneinkommens bei der Rentenzusprache ab diesem Zeitpunkt al s zweifellos unrichtig. Wird das effektiv erzielte Einkommen berücksichtigt, resultiert ein nicht mehr rentenbegründen der Invaliditätsgrad von 15 % (vorstehend E. 2.1).

5.3 Angesichts des seit Oktober 2011 effektiv erzielten Einkommens erweist sich die Annahme des - deutlich tieferen - hypothetischen Invalideneinkommens bei der Rentenzusprache ab diesem Zeitpunkt al s zweifellos unrichtig. Wird das effektiv erzielte Einkommen berücksichtigt, resultiert ein nicht mehr rentenbegründen der Invaliditätsgrad von 15 % (vorstehend E. 2.1). Es ist deshalb zulässig, d ie betreffende Verfügung im Rahmen einer Wieder - erwä gung (vorstehend E. 1.4) aufzuheben, dies mit Wirkung ab 1. Januar 2012 ( 1. Oktober 2011 plus drei Monate).

Es ist deshalb zulässig, d ie betreffende Verfügung im Rahmen einer Wieder erwä gung (vorstehend E. 1.4) aufzuheben, dies mit Wirkung ab 1. Januar 2012 ( 1. Oktober 2011 plus drei Monate). 5.4 Es ist belegt, dass der Beschwerdeführer jedenfalls bis Ende 2012 das genannte Einkommen erzielt hat (vorstehend E. 4.3). Daraus folgt, das s der Invaliditätsgrad jedenfalls bis Ende 2012 lediglich 15 % betrug. Somit bestand bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin kein Rentenanspruch.

5.4 Es ist belegt, dass der Beschwerdeführer jedenfalls bis Ende 2012 das genannte Einkommen erzielt hat (vorstehend E. 4.3). Daraus folgt, das s der Invaliditätsgrad jedenfalls bis Ende 2012 lediglich 15 % betrug. Somit bestand bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin kein Rentenanspruch. Daran ändert die vom Beschwerdeführer ins Feld geführte allfällige unfallbe dingte Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2012 nichts, denn massgebend ist nicht eine attestierte Arbeitsunfähigkeit, sondern die Höhe des hypothetischen Invaliden einkommens, die sich vorliegend aus dem effektiv erzielten Einkommen ergibt. Somit ist auch nicht von Belang, dass gegenüber der Beurteilung durch den Hausarzt die von der Rechtsprechung postulierte Zurückhaltung (vorstehend E. 1.5) als sehr angezeigt erscheint, nachdem die kreisärztliche Beurteilung (vor stehend E. 4.1) ergeben hat, dass unfallbedingt bereits Ende 2012 ein volle Ar beitsfähigkeit - und keineswegs die vom Hausarzt bis April 2013 attestierte volle Arbeitsunfähigkeit - bestanden hat.

Daran ändert die vom Beschwerdeführer ins Feld geführte allfällige unfallbe dingte Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2012 nichts, denn massgebend ist nicht eine attestierte Arbeitsunfähigkeit, sondern die Höhe des hypothetischen Invaliden einkommens, die sich vorliegend aus dem effektiv erzielten Einkommen ergibt. Somit ist auch nicht von Belang, dass gegenüber der Beurteilung durch den Hausarzt die von der Rechtsprechung postulierte Zurückhaltung (vorstehend E. 1.5) als sehr angezeigt erscheint, nachdem die kreisärztliche Beurteilung (vor stehend E. 4.1) ergeben hat, dass unfallbedingt bereits Ende 2012 ein volle Ar beitsfähigkeit - und keineswegs die vom Hausarzt bis April 2013 attestierte volle Arbeitsunfähigkeit - bestanden hat. 5.5 Damit ab Anfang 2013 erneut ein rentenbegründender Invaliditätsgrad ange - nom men werden könnte, müsste auf diesen Zeitpunkt eine revisionsrele vante Veränderung der gesundheitlichen oder erwerblichen Verhältnisse einge treten sein.

5.5 Damit ab Anfang 2013 erneut ein rentenbegründender Invaliditätsgrad ange nom men werden könnte, müsste auf diesen Zeitpunkt eine revisionsrele vante Veränderung der gesundheitlichen oder erwerblichen Verhältnisse einge treten sein. Dafür gibt es in den Akten keinerlei Anhaltspunkte, und auch der Be - schwerdefüh rer machte solches nicht geltend. Vielmehr stellte er sich auf den Standpunkt, die Situation sei - sollte die unfallbedingte Verschlechterung wie der entfallen sein - die gleiche wie vor dem Unfall vom März 201 2. Eben dies trifft zwar zu, allerdings mit dem Unterschied, dass bereits vor dem Unfall kein Rentenanspruch mehr bestand.

Dafür gibt es in den Akten keinerlei Anhaltspunkte, und auch der Be schwerdefüh rer machte solches nicht geltend. Vielmehr stellte er sich auf den Standpunkt, die Situation sei - sollte die unfallbedingte Verschlechterung wie der entfallen sein - die gleiche wie vor dem Unfall vom März 201 2. Eben dies trifft zwar zu, allerdings mit dem Unterschied, dass bereits vor dem Unfall kein Rentenanspruch mehr bestand. 5.6 Zusammengefasst erweist sich der Sachverhalt als dahingehend erstellt, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2011 ein rentenausschliessendes Einkommen er zielt. Indem er dies der Beschwerdegegnerin nicht unverzüglich angezeigt hat, hat er seine Meldepflicht verletzt. Anhaltspunkte, wonach ab Anfang 2013 wie der ein Rentenanspruch bestehen könnte, gibt es keine.

5.6 Zusammengefasst erweist sich der Sachverhalt als dahingehend erstellt, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2011 ein rentenausschliessendes Einkommen er zielt. Indem er dies der Beschwerdegegnerin nicht unverzüglich angezeigt hat, hat er seine Meldepflicht verletzt. Anhaltspunkte, wonach ab Anfang 2013 wie der ein Rentenanspruch bestehen könnte, gibt es keine. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abwei sung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.

Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abwei sung der dagegen erhobenen Beschwerde führt. 6.

6. 6.1 Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis des Bundesgesetzes über die Invali denversicherung (IVG) sind ermessensweise auf Fr. 600.-- festzusetzen, ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungs gericht (GSVGer).

6.1 Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis des Bundesgesetzes über die Invali denversicherung (IVG) sind ermessensweise auf Fr. 600.-- festzusetzen, ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungs gericht (GSVGer). 6.2 Der mit Wirkung ab 1 2. November 2012 tätige unentgeltliche Rechtsvertreter hat mit Honorarnote vom 2 5. September 2014 einen Aufwand von 2.6 Stunden und Barauslagen von Fr. 37.-- geltend gemacht ( Urk. 48/2 ).

6.2 Der mit Wirkung ab 1 2. November 2012 tätige unentgeltliche Rechtsvertreter hat mit Honorarnote vom 2 5. September 2014 einen Aufwand von 2.6 Stunden und Barauslagen von Fr. 37.-- geltend gemacht ( Urk. 48/2 ). Beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 200.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ist er mit Fr. 601.55 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Ge richtskasse zu entschädigen.

Beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 200.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ist er mit Fr. 601.55 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Ge richtskasse zu entschädigen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Tomas Kempf, Uster, wird mit Fr. 601.55 (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss auf § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Tomas Kempf, Uster, wird mit Fr. 601.55 (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss auf § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Tomas Kempf

Rechtsanwalt Tomas Kempf - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse

Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannTiefenbacher