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Die Essenz des Kaffees – Sorry George, aber es ist mehr als „Nespresso – what else“ (Jul 19, 2014)
Nebst dem Wein gibt es ein weiteres, vielleicht genau so wichtiges Nationalgetränk in Italien: Den Kaffee… Getrunken wird er bei jeder Gelegenheit und in verschiedenen Varianten. Mein Kaffeekonsum hat sich mit dem
Umzug grundlegend verändert. Während ich vorher überzeugte „Milchkaffeemitzucker-Trinkerin“ war, bevorzuge ich nun einen erstklassigen, starken, schwarzen Espresso aus den hübschen kleinen Tässchen…
Der Espresso stammt ursprünglich aus Mailand und hat dort ein nussiges Aroma, da der Kaffee früher in den gleichen Röstereien wie Nüsse geröstet wurde. Dieses typische Aroma wird heute teilweise mit der gezielten
Beigabe von Nüssen beim Rösten erzielt. Während der Espresso in der emsigen Industriestadt Mailand sehr stark ist und manchmal doch recht bitter schmeckt, wird er, je weiter es nach Süden geht, etwas milder und weicher.
werden. Mokka ist eigentlich eine türkisch-arabische Erfindung, die auch unter dem Namen „Türkischer Kaffee“ bekannt ist. Zur Herstellung wird Kaffeepulver in einer Kanne mit Ausguss mehrmals aufgekocht und oft mit Gewürzen wie Kardamon, Zimt oder Zucker ergänzt. Er ist leicht dickflüssig.
Dann gibt es noch den Kaffee aus den sogenannten Mokka-Kannen, die bei uns fälschlicherweise oft auch
Espresso-Kannen genannt werden. Weil in diesen Kannen mit der charakteristischen Facettenform das Wasser unter zu wenig hohem Druck durch das Pulver in die Kanne gelangt, bildet sich praktisch keine Crema und der Geschmack erinnert eher an den „Türkischen Kaffee“, als an Espresso. Ich mag diese Art der Kaffeezubereitung aber gerne als Grundlage für einen Milchkaffe oder einen Caffé freddo. Der Signore und ich trinken den Mokka auch gerne pur am Morgen zum Frühstück. Ich mag das deshalb so gerne, weil der Mokka leicht nach Schokolade schmeckt. Das passt zum Frühstück.
wird, unterschieden.
Sonst wäre es ja ein Milchkaffee. In Italien wird erst gar keine Milch zum Espresso serviert.
Während die Italiener ihren Kaffee in den Bars gerne herunterstürzen und dann so schnell wie möglich weitereilen, mag ich meinen am liebsten zusammen mit einem Stück dunkler Schokolade und einer schönen Zeitschrift. Besonders gerne schaue ich mir im Moment die Wohnzeitschrift Casa Facile an. Darin werden spezielle Wohnungen und Häuser und ihre Besitzer aus ganz Italien vorgestellt. Mir gefällt das sehr, weil ich so nebenbei noch mehr über Land und Leute erfahre und mein Italienisch verbessern kann.Ihr seht, das Thema liesse sich noch unendlich vertiefen… Die Essenz einer schönen Kaffeepause liegt ja aber vor allem auch darin, dass man sich im hektischen Alltag ein bisschen Zeit für sich selber nimmt. Das funktioniert übrigens auch mit einer Tasse Tee hervorragend und tut einfach gut!
Daher wünsche ich Euch allen jeden Tag solche kleine, wohltuende Pausen, einen wunderbaren Tag und ein schönes Wochenende!
Herzlichst, Eure Signora Pinella