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Das schwedische Fernsehen habe „herausgefunden“ dass Schweden das Drogenrehabilitationsprogramm von Scientology – Narconon – mit Geldern unterstützt habe. Diesen „Skandal“ habe ich eben in einem Internet Artikel gelesen. Diese Information sollte vor allem unter Berücksichtigung der folgenden Fakten angeschaut werden.
Die Scientology Kirche ist in Schweden eine gemeinnützige religiöse Vereinigung. Dies hat die Stockholmer Steuerbehörde bereits vor über 8 Jahren festgehalten und im Zuge dessen die nationale schwedische Scientology Kirche in Stockholm von allen Steuern befreit.
Wie die Steuerbehörde damals ausführte: „Die Scientology Kirche ist eine ideell tätige religiöse Vereinigung, die keinerlei Gewinnabsichten verfolgt. Ihre Tätigkeiten bestehen unter anderem aus Andachten, Namensgebungen, Hochzeiten und Beerdigungen, geistliche Beratung sowie dem Studium der religiösen Schriften der Kirche.“
Einige Monate später wurden Eheschliessungen in einer Scientology Kirche den standesamtlichen Trauungen in Schweden gleichgestellt. Den Bund fürs Leben schlossen die ersten Scientologen in der Scientology Kirche in Stockholm im Mai 2000.
2007 wurde die Scientology Kirche auch in Portugal und Südafrika als gemeinnützig und in Russland und Spanien als Religionsgemeinschaft anerkannt. In Südafrika sind scientologisch getraute Ehen der standesamtlichen Zivilehe bereits seit dem Jahr 2000 gleichgestellt.
Narconon hat in Schweden sehr wirksame Drogenpräventionsprogramme. Der Anteil der 12- bis 16-jährigen, die das erste Mal zur Droge greifen, steigt von Jahr zu Jahr – europaweit. Mit einer Ausnahme: Schweden. Dort rief die „National Organisation for a drugfree Sweden“ vor Jahren eine landesweite Aufklärungskampagne ins Leben. Seither ist der steigende Drogenkonsum in Schweden gestoppt. Und mehr noch, die Anzahl der „Jugendlichen Erstkonsumenten“ ist auf die Hälfte (!) gesunken.
Ein Schüler nach einem NARCONON-Vortrag:
„Meine Einstellung hat sich zweifellos geändert. Ich wusste nicht, dass Drogen die Stimmungslage einer Person und die Funktionen des Körpers so negativ beeinträchtigen können. Ich wusste auch nicht, dass Drogen 30 Jahre lang im Körper bleiben können. Ich werde mich auf jeden Fall von Drogen fernhalten.“
K.P. – Abgeordneter, Schweden:
„Was die schwedische Jugend heute aus der NARCONON-Drogenaufklärung lernt, könnte sehr wohl das sein, das sie morgen von Drogen fernhält.“
M.F. – Abgeordneter, Schweden:
„Die von Ihnen erzielten Resultate sind beeindruckend. … Es war konstruktiv und aufschlussreich, einige ehemalige Absolventen des NARCONON-Programms kennen gelernt zu haben, die jetzt frei von ihrer Abhängigkeit sind und zu einem geregelten Arbeits- und Familienleben zurückfinden können.“
Wenn man berücksichtigt, dass Scientology in Schweden gemeinnützig anerkannt ist und die Arbeit von Narconon mit ihrem Drogenaufklärungs-Programm viel dazu beigetragen hat den Drogenkonsum unter Jugendlichen zu reduzieren, ist es naheliegend, dass Schweden diese Aktivitäten auch finanziell unterstützt. Wer dies als Skandal vermarktet hat fragwürdige Motive. Das schwedische Fernsehen sollte sich besser fragen, ob sie selbst nicht etwas mehr Unterstützung bei der Drogenaufklärung leisten könnte.
Weitaus skandalöser finde ich die Finanzierung der 2 Amtskirchen in Deutschland. Da werden „evangelische Kinderhorte“ teilweise bis zu 90% vom Staat finanziert. Kirchen werden noch heute mit Steuergeldern renoviert.