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Verhaltensmedizin
In der Verhaltenssprechstunde sehen wir v.a. Tiere, deren Verhalten auf irgendeine Art und Weise ihre Besitzer stören. Dabei kann es sich um ein für das Tier normales Verhalten handeln, das den Besitzer stört, z.B. Bellen wenn die Türglocke klingelt oder die Krallen an Möbeln wetzen. Oder es kann sich um ein eigentliches Verhaltensproblem handeln, bei dem das Tier häufig auch leidet.
Bei Hunden sehen wir unter anderem:
- Angstprobleme: wie Angst vor Gewitter oder Feuerwerk, Angst vor Menschen, vor anderen Hunden, vor dem Autofahren, vor dem Alleinesein oder eine generelle Angst vor vielem.
- Aggressionsprobleme: Aggressives Verhalten ist ein Teil des Normalverhaltens aller Tierarten. Aggression kann zum Problem werden, wenn sie nicht angemessen gezeigt wird und gefährlich für andere Tiere oder Menschen wird. Aggressionsverhalten kann von vielen Faktoren beeinflusst werden: Angst, Unsicherheit, Persönlichkeit, Erfahrungen, Umweltreize, Kommunikationsprobleme mit anderen Tieren und/oder Menschen, Krankheiten, Schmerzen, etc.
- „Hyperiges Verhalten“: Tiere, die nicht zur Ruhe kommen, häufig v.a. draussen von geringen Reizen schon überstimuliert sind, stark auf geringe Reize reagieren, Mühe haben, sich zu konzentrieren, etc.
- Stereotypes Verhalten oder Zwangsverhalten: hierzu gehört z.B. Schwanzjagen, Schattenjagen, „Ball junkies“, im Kreis drehen, sich übermässig Lecken, etc.
Bei Katzen sehen wir häufig unter anderem:
- Unsauberkeit und Markierverhalten: v.a. der Absatz von Urin ausserhalb des Kistchens kommt häufig vor und kann viele Ursachen haben, von gesundheitlichen Problemen über Bevorzugung gewisser Orte bis zu sozialem Stress und Angstproblemen.
- Angstprobleme: Auch Katzen können Angst haben, z.B. vor dem Tierarzt, vor Besuch, vor dem Hund im Haushalt, vor Geräuschen, vor dem Alleinesein, etc.
- Aggressionen: Katzen können gegenüber von Artgenossen in demselben Haushalt oder draussen aggressives Verhalten zeigen oder auch gegenüber Personen, auch Familienmitgliedern.
- Stereotypes Verhalten und Zwangsverhalten: auch Katzen können solch repetitive Verhaltensweisen zeigen, z.b. sich die Haare ausreissen, sich wund lecken oder Schatten/Lichter jagen, etc.
Wir wissen in der Zwischenzeit sehr viel mehr darüber, wie Tiere empfinden und denken als noch vor einigen Jahren. Es ist uns deshalb wichtig, nur mit Methoden zu arbeiten, welche die Emotionen der Tiere mit einbeziehen, artgerecht sind und keine Angst, zusätzlichen Stress oder gar Schmerzen beim Tier auslösen.
Vorgehen:
Die Verhaltenskonsultationen mit Dr. Maya Bräm finden primär am Tierspital Bern statt, Hausbesuche sind in Ausnahmesituationen möglich.
Eine Erstkonsultation dauert in der Regel 1.5-2 Stunden, Folgekonsultationen zwischen 45-60 Minuten.
Möchten Sie einen Termin vereinbaren, nehmen Sie doch mit Maya Bräm Kontakt auf: <email-pii>, +41 (0) 76 455 41 50