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Bei der Herstellung von Fleischprodukten spielt die Fettqualität eine entscheidende Rolle. Auskunft über die wesentlichen Qualitätskriterien des Schweinefettes, das Oxidationspotential und die Konsistenz, gibt der Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFA) und die Jodzahl. Diese Merkmale sind bei Schweizer Schweinen auch bezahlungsrelevant. Für die Ausprägung von PUFA-Gehalt und Jodzahl spielt neben der Fütterung auch die Genetik eine wichtige Rolle. Um die Fettqualität bei der Zucht berücksichtigen zu können, wurde an der Mast- und Schlachtleistungsprüfungsanstalt MLP in Sempach eine Nahinfrarotspektroskopie-Schnellmethode entwickelt, bei der Einzeltiere routinemässig und schnell auf die Fettqualitätsmerkmale gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren (SFA, MUFA, PUFA), Jodzahl, Fettgehalt und Wassergehalt untersucht werden können. Mit Hilfe dieser Messmethode wurden annähernd 2000 Prüftiere untersucht. Die daraus berechneten Erblichkeiten liegen im mittleren bis hohen Bereich. Damit ist eine züchterische Bearbeitung dieser Fettqualitätsmerkmale möglich. Die Zucht auf einen geringen PUFA-Gehalt – wie er von den Abnehmern gefordert wird – wird sich aufgrund der positiven Korrelation auch gegen leeres Fettgewebe (hoher Wassergehalt) auswirken. Die eher ungünstige Beziehung zwischen PUFA und Fleischfläche (0,3) ist weniger stark ausgeprägt als die Beziehung zwischen PUFA und Magerfleischanteil (MFA, 0,61). Demnach ist das derzeitige Bestreben der Zucht, den MFA eher durch einen höheren Fleischansatz als durch eine verringerte Fettmenge zu erhöhen auch für die Fettqualität positiv.
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.