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15. März 2022 · Expertisen-News
In diesem Jahr feiern wir das zehnjährige Bestehen des Women in Work Index von PwC. Der Bericht gibt uns Gelegenheit, über die sehr realen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Leben, die Arbeitsplätze, den wirtschaftlichen Wohlstand und das allgemeine Wohlergehen von Frauen nachzudenken; und vor allem in die Zukunft blicken.
2020 ist der Women in Work Index erstmals in seiner Geschichte gefallen. Nach einem Jahrzehnt langsamer, aber stetiger Verbesserung der Beschäftigungsergebnisse von Frauen wurden die Fortschritte in Richtung auf die Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsplatz in allen Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) um mindestens zwei Jahre zurückgeworfen.*. Die wichtigsten Faktoren waren eine höhere Frauenarbeitslosigkeit und eine geringere Erwerbsbeteiligung von Frauen im Jahr 2020.
Regierungen und Unternehmen auf der ganzen Welt kommen zusammen, um Volkswirtschaften wieder aufzubauen und Massnahmen zur Bewältigung der Klimakrise zu beschleunigen; Dabei dürfen sie die Gelegenheit nicht versäumen, eine Blaupause für dauerhafte Veränderungen am Arbeitsplatz zu entwerfen – Veränderungen, die eine grünere, gerechtere und wohlhabendere Zukunft für alle bewirken.
Erkunden Sie die wichtigsten Ergebnisse der nachstehenden Forschung und finden Sie heraus, was Regierungen und Organisationen tun können, um die Ergebnisse für Frauen im Erwerbsleben zu verbessern und eine nachhaltige und integrative wirtschaftliche Erholung von COVID-19 zu unterstützen.
Die Schweiz rückte 2020 im Index von Platz 15 im Jahr 2019 um einen Platz auf Platz 14 der 33 OECD-Länder vor.
Bei der Beschäftigungsquote klafft eine grosse Lücke: Während 89 % der erwerbstätigen Männer Vollzeit arbeiten, tun dies nur 56 % der Frauen (vorletzter Rang im OECD-Ländervergleich). Andererseits sind überdurchschnittlich viele Frauen (80 %) erwerbstätig (Rang 3 im OECD-Vergleich). Dies zeigt, dass die Mehrheit der Schweizerinnen erwerbstätig ist, wenn auch mit geringer Arbeitsbelastung.
Der Frauenanteil im Schweizer Top-Management steigt stetig, mit 26% sind Frauen aber immer noch stark unterrepräsentiert. Die fehlende Gleichberechtigung schlägt sich auch in den Gehältern nieder. Der Gender Pay Gap beträgt in der Schweiz 17 % (OECD-Raum 14 %). Ohne diese Lücke würden Schweizerinnen jährlich rund 23 Milliarden Franken mehr verdienen. Wenn sich die Entwicklung in der OECD-Region jedoch in diesem Tempo fortsetzt, wird es weitere 63 Jahre dauern, bis das geschlechtsspezifische Lohngefälle geschlossen ist.