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Er gilt als der letzte Universalgelehrte. Für ihn war die gesamte
Wissenschaft eine Einheit.
Seine Erkenntnisse in der Integralrechnung, die Theorie der unendlichen
Reihen, seine neuartige Geometrie, die Theorien der Kombinatorik,
die Vorstellung über die Grundlagen der Mathematik und die
Wahrscheinlichkeitsrechnung entwickelten sich in enger Verbindung
mit seinen philosophischen Ansichten. Das gleiche trifft auf seine
Erkenntnisse der Dynamik, auf die biologischen und geologischen
Konzeptionen sowie auf die Forschungen im Bereich der praktischen
Politik und der theoretischen Geschichtswissenschaft zu.
Sein philosophisches Schaffen befasste sich mit drei grossen
Themen: die Monadentheorie, die Determinationskonzeption und die
erkenntnistheoretisch-logischen Ansichten.
Als er am 14. November 1716 im Alter von 70 Jahren vereinsamt
in Hannover starb, war beim Begräbnis nur sein Sekretär
anwesend: Gottfried Wilhelm Leibniz.