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Zentrale Sils
Die Zentrale Sils wurde in konventioneller Bauweise am Hangfuss erstellt. Ebenerdig gelangt man in den Maschinensaal mit den vertikalachsigen Generatoren. Die zugehörigen Francisturbinen sind im Untergeschoss angeordnet. Das Betriebswasser fliesst aus der Verteilleitung durch die Absperrorgane (Kugelschieber) in die Turbinen und schliesslich durch den Unterwasserkanal in die Albula. Die vier Francisturbinen der Stufe Bärenburg–Sils können 70 m3/s verarbeiten; das maximale Gefälle beträgt 413 m.
Der in den vier Maschinengruppen in der Zentrale Sils erzeugte Strom wird über die Schaltanlage Sils in das Schweizerische Hochspannungsnetz gespeist. In der Zentrale sind ausserdem zwei Einphasengruppen installiert, die ausschliesslich Strom für die Rhätische Bahn (RhB) produzieren. Wie die SBB setzt auch die RhB in ihrem Fahrleitungsnetz einphasigen Strom mit einer Frequenz von 16 2⁄3 Hz ein. Mit der Produktion der KHR lassen sich rund 40 % des Fahrstromverbrauchs der RhB abdecken.