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Die Orgel gilt als Königin der Instrumente, nicht nur ihrer Grösse wegen, sondern auch aufgrund ihrer Klangvielfalt. In ihrer langen Geschichte versuchten die Orgelbauer, die Klänge vieler Instrumente zu imitieren. So zum Beispiel Violinen, Gamben, Flöten, Oboen, Trompeten, Posaunen und sogar die menschliche Stimme.
Die Orgel in Triengen
Mit der Einweihung der neuen Orgel von der Firma Graf , Sursee, im Juni 1997 fand die Innenrenovation der Pfarrkirche St. Laurentius in Triengen ihren krönenden Abschluss. Der schlechte technische und klangliche Zustand der alten elektropneumatischen Orgel liess nur eine Lösung zu: den Neubau einer rein mechanischen Schleifladenorgel mit einem dem Kirchenraum stilistisch angepassten Orgelgehäuse. Die neue Orgel sollte zudem so beschaffen sein, dass sie neben der Interpretation von romantischen Orgelwerken mit ihren spezifischen Klangwelten und Dynamik auch Werke von barocken , klassischen und modernen Kompositionen erlaubt. Die Disposition mit 36 klingenden Registern, verteilt auf 3 Manuale und Pedal, wurde so zusammengestellt, dass ein grosser Teil , der heute praktizierten Orgelmusik darauf gespielt werden kann.
Das Orgelgehäuse bildet einen Teil der frühklassizistischen Raumarchitektur der Kirche. Es nimmt im Erscheinungsbild Bezug auf historische Vorbilder aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Die neue Orgel wurde im Juni 1997 erstmals von Pater Theo Flury, Stiftsorganist in Einsiedeln, zu ihrer vollen Klangblüte gebracht. Es war dann in Fachkreisen schnell bekannt , dass diese Orgel ein besonders schönes Instrument ist und auch über den gottedienstlichen Gebrauch genützt werden sollte. So wurde ein Orgelforum gegründet , das 3- 4mal im Jahr Orgelkonzerte mit namhaften Solisten aus dem In- und Ausland organisierte.