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Der Begriff Churning (engl. „umrühren“) beschreibt im Finanzwesen das unsinnige Umschichten in einem Portfolio (Provisionsschneiderei) durch einen Vermögensverwalter, um möglichst hohe Provisionen zu erzielen, die von den Anlegern dann bezahlt werden müssen.
Die Bezeichnung Churning erinnert an die Herstellung von Butter, bei der durch Umrühren der Rahm abgeschöpft wird. Dieser Vorgang wird dann so lange wiederholt, bis keine Milch mehr übrig bleibt. Ebenso wie in diesem Bilde schichtet der Vermögensverwalter so oft das Depot des Anlegers um, bis die anfallenden Gebühren das Anlagekapital quasi aufgebraucht ist. Ein erster Hinweis auf Churning kann natürlich ein hohes Volumen von Transaktionen innerhalb einer kurzen Zeitspanne sein. Zum Beispiel bestätigte ein deutsches Gericht den Verdacht auf Churning bei rund 200 Transaktionen in nur 12 Handelstagen. Wie Churning von einer häufigen, aber gewissenhaften Umschichtung eines Portfolios zu unterscheiden ist, kann nicht eindeutig bestimmt werden. Falls ein Anleger jedoch realisiert, dass trotz vielfach angefallener Provisionen kein Gewinn erwirtschaftet wurde, kann dies auf Churning zurückzuführen sein.