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König Auto in Griechenland
Der ehemalige, griechische Rennfahrer Tassos Markouizos (Τάσος Μαρκουίζος), bekannt unter dem Namen "Iaveris" ist seit 30 Jahren damit beschäftigt, für mehr Verkehrssicherheit und Sicherheitsbewusstsein einzutreten. Vor ein paar Tagen bin ich über zwei Artikel gestolpert, in denen einige der in Vorträgen genannten Fakten aufgelistet wurden (auf Griechisch ein Vortrag in Patras und einer in Ioannina).
Ein paar Aussagen und Zahlen:
- 20% der Unfälle passieren auf dem Nationalstrassen-Netz, aber 80% in Ortschaften mit geringer Geschwindigkeit - obwohl die meisten Lenker meinen, dass sie dort sicherer sind
- Griechenland war 2013 in der EU-Statistik der Verkehrstoten auf Rang 6
- Es gibt keinen sicheren Weg um Patras per Auto zu erreichen, weder von Korinth aus, noch von Agrinio, noch von Pirgos aus (ein Umstand der mir sehr bewusst ist und der mich schon öfter daran gehindert hat, dort Freunde zu besuchen, vor allem seit die Zugsverbindung für Dauer-Bauarbeiten unterbrochen ist)
- In den letzten 50 Jahren starben in Griechenland 130'000 Menschen in Verkehrsunfällen, in allen Kriegen in Griechenland im 20. Jahrhundert (Balkankriege, 1. und 2. Weltkrieg) starben "nur" 70'000 Soldaten. Für die letzten 50 Jahre nennt er auch die Zahl von 360'000 Gelähmten und Tetraplegikern. (Meine Anmerkung: Diese sieht man allerdings fast nie, denn unsere Infrastruktur ermöglicht ihnen fast keine Bewegungsfreiheit.)
Für "Iaveris" ist der grösste Teil des Problems die "Idiotie der Lenker". Er sagt wir brauchen nicht bessere Autofahrer, sondern bessere Menschen. Der Artikel aus Ioannina merkt dazu an, dass sich der Vortrag vor allem an die Studenten der dortigen Universität richtete, dass diese aber nicht interessiert waren.