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Schweiz (10. Jh.)
HELVETIEN UNTER DER HERRSCHAFT DES OSTFRANKENREICHES UND DES HEILIGEN RÖMISCHEN REICHES
Um 926 fallen die Ungarn in die Ostschweiz ein und zerstören unter anderem das Kloster Sankt Gallen. Die Ungarngefahr wird erst 955 durch den deutschen König Otto auf dem Lechfeld gebannt. Praktisch zur gleichen Zeit tauchen in den 920er Jahren die aus dem südfranzösischen Fraxinetum (Provence) vorstossenden Araber auf und plündern und zerstören in den folgenden Jahren das Wallis und Teile Graubündens. Höhepunkt ihrer Aktivität sind die Plünderungen des Klosters Saint-Maurice und – möglicherweise im selben Jahr – der Überfall auf den Bischofssitz in Chur. Zeitweise stehen gewisse Alpenübergänge, u. a. der Grosse St. Bernhard, unter ihrer Kontrolle. Ihre Vertreibung aus Fraxinetum und aus ihren alpinen Rückzugsgebieten erfolgt 972/973. Siedlungsspuren der Araber in den Schweizer Alpen sind bis heute nicht nachgewiesen.