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Der irische Ministerpräsident Micheál Martin ist zuversichtlich, dass ein Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen in greifbare Nähe rückt. «Die Landebahn für ein Abkommen ist in Sicht. Es wird politischen Willen erfordern, den Deal abzuschliessen, und es gibt verschiedene Optionen, um den Deal unter Dach und Fach zu bringen.»
Dies sagte Martin in der Zeitung «Irish Times» am Montag. Er sei zuversichtlich, dass das Freihandelsabkommen zwischen Grossbritannien und der Europäischen Union (EU) noch diese Woche unterzeichnet werden könnte.
Die Verhandlungen zwischen der EU und der Regierung in London über eine Regelung der bilateralen Beziehungen nach dem Brexit waren in den vergangenen Wochen ins Stocken geraten. Kommt es bis Jahresende nicht zu einer Einigung, würde Grossbritannien die EU ohne Abkommen verlassen.
Die neue britische Botschafterin in Deutschland, Jill Gallard, erwartet zudem einen Erfolg bei den Verhandlungen über einen neuen Brexit-Handelsvertrag. «Ich bin optimistisch und zuversichtlich, dass es einen Deal geben wird», sagte die Diplomatin der Zeitung «Rheinische Post» vom Dienstag. «Aber ich muss auch klar sagen, dass für die britische Regierung der Status Quo in der Frage der Fischereirechte in der Nordsee nicht akzeptabel ist», schränkte sie ein.
Gallard machte aber auch deutlich, dass der britische Premierminister Boris Johnson den Deal wolle und zu Kompromissen bereit sei. «Aber auch die EU-Seite muss sich bewegen.» Bei EU-Standards wie Subventionen und die Einhaltung von Umwelt- und Arbeitsrechtsbestimmungen sei es nicht akzeptabel, Verpflichtungen eingehen zu müssen, die von Drittstaaten wie Kanada nicht erfüllt würden. (sda/reu)