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Schmink-Kästchen sind im Mittelstand des alten Japan bereits im 18. Jahrhundert sehr beliebt gewesen. Sie müssen eine wichtige Bedeutung im Leben der Frauen gespielt haben. Auf zahlreichen Holzschnitt-Drucken (Ukiyo-e) findet man Darstellungen von Kurtisanen (Geisha) und schönen Frauen vor ihren Schminkkästchen sitzend.
Diese Kästchen wurden zur Aufbewahrung von Kämmen, Haarnadeln, Haarschmuck, Puder und wertvollen Ölen verwendet. Um ein möglichst Platzsparendes Aufbewahren des Kästchens zu ermöglichen, ist der Spiegel versenkbar. In Korea wurden in der späteren Joseon-Periode Kosmetikboxen (Kyongdae) sehr beliebt.
Das Schminkkästchen war eines der wichtigsten Gegenstände, welche die junge Braut in den neuen Haushalt mitnahm. Speziell für die Vorbereitung der Braut für die traditionelle Hochzeitszeremonie wurden diese Kästchen gerne eingesetzt. Die leicht transportierbaren Kästchen konnten ins Sonnenlicht gerückt werden und erlaubten der auf dem Boden sitzenden Frau, das Make-Up optimal anzubringen. Die Schublade wurde für die Aufbewahrung der Kämme und Kosmetika verwendet, der versenkbare Spiegel erlaubt bei Nichtbenutzung das Kästchen Platz sparend aufzubewahren.