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Fatou, 14 Jahre,
ehemalige Hausangestellte
In der Absicht Fatou bessere Zukunftsperspektiven zu ermöglichen, haben ihre Eltern sie als Hausangestellte zu einer Familie nach Mauretanien geschickt.
Noch Kind, aber bereits ausgebeutete Hausangestellte
Fatou ist 14 Jahre alt. Die schwierige Lage, in der ihre Familie sich befand, veranlasste die Eltern, ihre Tochter ins Nachbarland Mauretanien zu schicken, wo sie bei entfernten Bekannten als Hausangestellte arbeiten sollte.
Wie jedes «platzierte» Kind verbrachte Fatou ihre Tage in Mauretanien damit, Hausarbeiten und Dienste aller Art auszuführen, ohne je einen Lohn dafür zu erhalten. Die Familie, für welche sie arbeitete, misshandelte und schlug sie jeden Tag. Eines Abends griff ein Nachbar, der die weinende Fatou sah, ein und begleitete sie zur Abteilung für den Schutz von Minderjährigen. Eine Sozialarbeiterin von Terre des hommes, die zur Unterstützung beigezogen wurde, hörte Fatou an und leitete eine Untersuchung ein, anhand der die Ausbeutung und den Missbrauch nachgezeichnet werden konnte, welche das Mädchen neun Monate lang erdulden musste.
In Zusammenarbeit mit der Polizei machte Tdh Fatous leibliche Familie in Senegal ausfindig und kontaktierte die Eltern per Telefon. In Nouakchott, der Hauptstadt Mauretaniens, konnte zudem Fatous Onkel gefunden werden, der sich bereit erklärte, das Mädchen bei sich aufzunehmen – womit auch Fatou einverstanden war.
Fatous ehemalige Arbeitgeber wurden zu einer gesetzlich vorgesehenen Mediation geladen. Schliesslich mussten sie ihre Schulden gegenüber dem Mädchen begleichen und Fatou den Lohn für die ganze Anstellungszeit auszahlen. Heute lebt Fatou bei ihrem Onkel, wo die Tdh-Sozialarbeiterin sie jede Woche besucht. Fatou hofft, eines Tages nach Senegal zurückzukehren zu können – doch vorerst möchte sie noch in Mauretanien bleiben, wo sie eine Lehre als Köchin begonnen hat.
Name geändert