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Goldswil
(Kt. Bern, Amtsbez. Interlaken, Gem. Ringgenberg).
612 m. Dorf, 50 m über dem Austritt der Aare aus dem Brienzersee, an der Strasse Brienz-Interlaken und 2,5 km nö. der Station Interlaken.
Telephon. 74 Häuser, 384 reform. Ew. Landwirtschaft.
Fremdenindustrie. Auf einer Höhe ö. über dem Dorf die malerische Turmruine der ehemaligen Pfarrkirche, mit sehr schöner Aussicht auf die umliegende Landschaft und den Brienzersee.
Unter dem Dorf, am Seeufer, vom Staate betriebener ehemaliger
Steinbruch auf Thonschiefer, der die widerstandsfähigen sog.
Goldswilerplatten lieferte, die weithin versendet wurden
und als Treppenstufen, Bodenplatten, Brunnenbecken, Mauerplatten etc. Verwendung fanden.
Goldswil ist
eine sehr alte Siedelung, deren im Mittelalter häufig Erwähnung getan wird.
Die einst hier stehende Pfarrkirche zerfiel allmählig und wurde 1671 verlassen, worauf man die neue Kirche an der Stelle der Burgruine Ringgenberg erbaute und 1726 auch den Sitz der Kirchgemeinde dorthin verlegte.
^[Note:] 1763 raubte ein
Adler in
Goldswil ein 3 jähriges
Kind, musste seine Beute aber bald wieder loslassen;
das nur wenig verletzte Kind kam wunderbarer Weise mit dem Leben davon.