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Das Spezialitätenpharma-Unternehmen Santhera hat im Geschäftsjahr 2014 den Nettoumsatz aus dem Verkauf von Raxone verdoppelt, aber auch einen höheren Verlust ausgewiesen. Dank Mittelzuflüssen verbesserte sich gleichzeitig die finanzielle Lage. Das Management sieht das Unternehmen ausreichend finanziert, um die Entwicklung und Kommerzialisierung der gegenwärtigen Pipeline gewährleisten.
Erste Angaben bestätigt
Mit Raxone/Catena erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 2,59 Millionen Franken, fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Diese Einkünfte stammten aus internationalen Named-Patient-Programmen sowie ersten Produktverkäufen für die Behandlung von Patienten mit Leber Hereditärer Optikusneuropathie (LHON) im Rahmen der temporären Zulassung (ATUc) in Frankreich, wie Santhera im Geschäftsbericht mitteilt und damit erste Angaben von Ende Januar bestätigt. Diese temporäre Zulassung sei für das Jahr 2015 erneuert worden.
Der Bruttogewinn verdoppelte sich ebenfalls auf 2,39 Millionen Franken. Dem stand ein höherer operativer Gesamtaufwand von 10,44 Millionen gegenüber, verglichen mit 7,31 Millionen im Vorjahr. Davon machten die Entwicklungskosten mit 5,7 Millionen gut die Hälfte aus. Der Reinverlust nahm auf 7,53 Millionen zu, nach 5,76 Millionen im Vorjahr. Dies ist vor allem auf das positive Finanzergebnis zurückzuführen, das im Vorjahr erzielt wurde und das sich auf 1,55 Millionen belief. Im Berichtsjahr resultierte ein Finanzaufwand von 0,02 Millionen.
Im Berichtsjahr flossen netto Mittel von 12,4 Millionen zu, während im Vorjahr eine Nettomittelverbrauch von 7,24 Millionen resultierte. Per Ende 2014 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 17,4 Millionen Franken. Darin sei der Bruttomittelzufluss von 15,7 Millionen Franken aus Finanzierungen enthalten. Ein Jahr zuvor betrugen die liquiden Mittel 5 Millionen. Per Ende März 2015 werden die Barmittel mit 14 Millionen ausgewiesen.
Mehr Liquidität erreicht
«Wir haben in allen strategischen Programmen mit Raxone ausgezeichnete Fortschritte gemacht und bedeutende Meilensteine erreicht», wird CEO Thomas Meier in der Mitteilung zitiert. In finanzieller Hinsicht hätten die höheren Einnahmen aus Produktverkäufen von Raxone und zwei Aktienplatzierungen im Februar und August 2014 Santheras Liquiditätsposition deutlich gestärkt. «Mit den zur Verfügung stehenden Barmitteln können wir die Vorbereitungen für die geplante Markteinführung von Raxone zur Behandlung von LHON in Europa sowie die Fortführung weiterer klinischer Entwicklungs- und Zulassungsprojekte sicherstellen.» Dabei wird auch die mögliche Nutzung von bedingtem und authorisiertem Kapital eingeschlossen.
Das Management sieht die Hauptprioritäten in nächster Zukunft in den Zulassungsanträgen für Raxone/Catena in den Indikationen LHON und Duchenne-Muskeldystrophie (DMD). In Europa laufe derzeit die regulatorische Überprüfung des Zulassungsantrags für LHON; mit einer Antwort seitens des vorberatenden Ausschusses CHMP dürfe noch im ersten Halbjahr 2015 gerechnet werden. Derzeit würden zudem die Zulassungsanträge für Raxone/Catena bei DMD für die USA und Europa vorbereitet. Erst kürzlich hat die US-amerikanische Gesundheitsbehörde dem Medikament bekanntlich den Fast-Track-Status für die Indikation DMD zuerkannt.
(awp/chb)