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This is a text translated from German to Rumantsch Grischun.
Bündner Staatsrechnung 1999: Trend zu steigenden Defiziten setzt sich fort

Die Bündner Staatsrechnung 1999 schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 15.7 Mio. Franken ab. Nach den Defiziten von 1997 (5.1 Mio.) und 1998 (8.9 Mio.) handelt es sich dabei um das schlechteste Ergebnis in Serie. Belastend ist vor allem der Fehlbetrag in der Finanzierungsrechnung von 54.5 Mio. Franken.

Die Laufende Rechnung schliesst bei einem Gesamtumsatz von 1.88 Milliarden Franken mit einem Aufwandüberschuss von 15.7 Mio. Franken ab. Das Eigenkapital vermindert sich dadurch auf 97.4 Mio. Franken. Im Vergleich zum budgetierten Defizit von 46.2 Mio. Franken ist das Ergebnis um 30.5 Mio. Franken besser ausgefallen. Dazu haben Minderaufwendungen von 6 Mio. Franken (minus 0.3 Prozent) und Mehrerträge von 24.5 Mio. Franken (plus 1.3 Prozent) geführt.

Auf der Ausgabenseite sind vor allem die Kantonsbeiträge an Dritte tiefer ausgefallen als geplant. Sie liegen mit einem Total von 368 Mio. Franken um 16.7 Mio. Franken bzw. um 4.3 Prozent unter dem budgetierten Volumen. Von diesen Minderausgaben entfallen 6.2 Mio. Franken auf Betriebsbeiträge an Kranken- und Pflegeheime, 4.2 Mio. Franken auf Beiträge an höhere Lehranstalten und Hochschulen sowie 2.6 Mio. Franken auf solche an Gemeinden für das Schulwesen. Mit einem Gesamtbetrag von 334 Mio. Franken blieb auch der Personalaufwand um 3.8 Mio. Franken unter dem Budget. Tiefere Nettoinvestitionen bewirkten sodann eine Abnahme der Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen um 6.3 Mio. Franken. Diesen Einsparungen steht unter anderem ein um 10.8 Mio. Franken höherer Sachaufwand von 279.7 Mio. Franken gegenüber. Zurückzuführen ist diese Zunahme im Wesentlichen auf höhere Strassen-Unterhaltskosten infolge Unwetterschäden und ausserordentlich starker Schneefälle im Frühjahr 1999.

Der Staatsrechnung 1999 konnten teilweise bedeutende Mehrerträge gegenüber dem Budget gutgeschrieben werden: Anteil am Ertrag der direkten Bundessteuer und Anteil Finanzausgleich 17 Mio. Franken, Anteil am Reingewinn der Graubündner Kantonalbank 3.3 Mio. Franken, Erstattungen des Bundes 7.2 Mio. Franken. Demgegenüber ist bei den Kantonssteuern der natürlichen Personen, inkl. Quellensteuer, ein Minderertrag von 13.8 Mio. Franken zu verzeichnen. Dieser Ausfall konnte durch die Mehrerträge bei den Steuern der juristischen Personen von 3.1 Mio. Franken sowie bei den Grundstückgewinn- und Nachlasssteuern von 6.9 Mio. Franken zu einem grossen Teil aufgefangen werden. Im Weiteren ist auch der Anteil des Kantons an der eidgenössischen Verrechnungssteuer um 3.4 Mio. Franken bedeutend tiefer ausgefallen als erwartet. Infolge zeitlicher Verzögerung im Genehmigungsverfahren verlagert sich ein budgetierter Konzessionsertrag von 5.8 Mio. Franken ins Jahr 2000.

Verminderte Eigenfinanzierung der Investitionen

Ohne Berücksichtigung der sonderfinanzierten Darlehen an die Arbeitslosenversicherung (ALV) und an die Landwirtschaftliche Kreditgenossenschaft (LKG) wurden in der Investitionsrechnung insgesamt 359.5 Mio. Franken ausgegeben. Das vom Grossen Rat im Voranschlag 1999 bewilligte Investitionsvolumen von 367.3 Mio. Franken wurde damit bis auf 7.8 Mio. Franken bzw. zu 97.9 Prozent (Vorjahr 93.8 Prozent) ausgeschöpft. Nach Abzug der Investitionseinnahmen verbleiben Nettoinvestitionen zu Lasten des allgemeinen Staatshaushalts von 166.9 Mio. Franken. Das sind 4.5 Mio. Franken weniger als budgetiert, jedoch praktisch gleich viel wie im Vorjahr. Die Investitionsquote, d.h. der Anteil der Investitionen an den konsolidierten Gesamtausgaben, beträgt 19.5 Prozent (Vorjahr 20.9 Prozent). Die für die Sicherung der Beschäftigung in den Regionen und Talschaften bedeutungsvollen Investitionsbeiträge des Kantons an Gemeinden, private Institutionen und Unternehmungen konnten mit etwas über 90 Mio. Franken knapp im Rahmen des Budgets gehalten werden.

Der Cash flow (Selbstfinanzierung) von 112.4 Mio. Franken liegt zwar um 32.7 Mio. über den Budgeterwartungen. Er unterschreitet das Vorjahresergebnis jedoch um 20 Mio. Franken. Aus der Gegenüberstellung der selbst finanzierten Mittel und der massgebenden Nettoinvestitionen von 166.9 Mio. Franken resultiert ein Finanzierungsfehlbetrag von 54.5 Mio. Franken (Budget 91.7 Mio., Vorjahr 34.8 Mio.). Mit einem Selbstfinanzierungsgrad von 67.4 Prozent (Budget 46.5 Prozent, Vorjahr 79.2 Prozent) konnten die Nettoinvestitionen zu rund zwei Drittel aus dem Mittelzufluss der Laufenden Rechnung finanziert werden. Für den nicht gedeckten Teil im Umfang des Finanzierungsfehlbetrages musste zusätzliches Fremdgeld beansprucht werden.

Die Strassenrechnung schliesst bei Gesamtausgaben von 368 Mio. Franken und Gesamteinnahmen von 351.5 Mio. Franken mit einem Ausgabenüberschuss von 16.5 Mio. Franken ab. Die Strassenschuld, d.h. das Total der aktivierten Strassendefizite, ist damit auf 30 Mio. Franken angewachsen. 12.8 Mio. Franken der Ausgaben beruhen auf Nachtragskrediten im Zusammenhang mit der Behebung von Unwetterschäden.

Pilotprojekt GRiforma

Im Rahmen der Staatsrechnung 1999 unterbreitet die Regierung dem Grossen Rat erstmals die besondere Jahresberichterstattung der fünf Pilotdienststellen aus dem New-Public-Management-Projekt GRiforma. Die Pilotdienststellen rapportieren darüber, wie weit sie die Zielvorgaben aus dem Global-, respektive Produktegruppen-Budget erreichen konnten und kommentieren allfällige Abweichungen. Damit wird die Transparenz über das Verwaltungshandeln erhöht und die zielgerichtete politische und betriebliche Steuerung der staatlichen Leistungen verbessert. Das erste Versuchsjahr hat vielversprechende Ansätze, erwartungsgemäss aber auch Handlungsbedarf für Verbesserungen der Versuchsanlage gebracht.

Trübe Aussichten

Die Finanzlage des Kantons verschlechtert sich zusehends. Seit dem nachhaltigen Einbruch im Jahr 1997 steigen die Defizite kontinuierlich an. Mit dem defizitären Ergebnis 1999 hat der Kanton Graubünden die Schwelle vom Nettovermögen (Ende 1998 betrug dieses noch 6.1 Mio. Franken) zur ungedeckten Staatsschuld in Höhe von 49.5 Mio. Franken überschritten.

Die relativ geringe Einsparung bei den Ausgaben gegenüber dem Budget von insgesamt 6 Mio. Franken oder 0.3 Prozent zeigt, dass Verbesserungen gegenüber dem Budget praktisch nur noch durch unverhoffte Mehreinnahmen möglich sind. Insbesondere die Kantonsbeiträge an die laufenden Aufwendungen der Gemeinden und Privaten sind aufgrund der starren gesetzlichen Vorschriften zur Mitfinanzierung von Konsumausgaben kaum beeinflussbar. Für über das Budget hinausgehende Einsparungen besteht praktisch kein Spielraum mehr. Der umfassende Massnahmenplan Haushaltsgleichgewicht 1999 (MPHH99) ist grösstenteils umgesetzt und in den Voranschlägen eingebaut. Für die Finanzplanjahre 2001 bis 2004 ist keine Besserung in Sicht, im Gegenteil. Um ein Abgleiten in die Schuldenwirtschaft zu vermeiden, sind dringend weitere wirkungsvolle Massnahmen nötig. Andernfalls ist eine Steuererhöhung nicht auszuschliessen. Nicht verkraftbar sind insbesondere unvorhergesehene Zusatzaufwendungen.

Gremium: Finanz- und Militärdepartement Graubünden

Quelle: dt Finanz- und Militärdepartement Graubünden

Data: 05.04.2000

Il quint statal dal Grischun 1999: La tendenza vers deficits augmentants cuntinua

Il quint statal dal Grischun 1999 serra cun in surpli d'expensas da 15,7 milliuns francs. Suenter ils deficits da 1997 (5,1 milliuns) e 1998 (8,9 milliuns) è quai il pli nausch resultat en seria. Engrevgiant è surtut il deficit en il quint da finanziaziun da 54,5 milliuns francs.

Il quint current serra tar ina svieuta totala dad 1,88 milliardas francs cun in surpli d'expensas da 15,7 milliuns francs. L'agen chapital sa reducescha uschia sin 97,4 milliuns francs. En cumparegliaziun cun il deficit budgetà da 46,2 milliuns francs è il resultat per 30,5 milliuns francs meglier. Quest resultat han chaschunà expensas pli pitschnas da 6 milliuns francs (minus 0,3 pertschient) e gudogns supplementars da 24,5 milliuns francs (plus 1,3 pertschient).

Da la vart dals custs èn cunzunt las contribuziuns chantunalas a terzas persunas stadas pli pitschnas che planisà. Ellas sa chattan cun in total da 368 milliuns francs per 16,7 milliuns francs resp. per 4,3 pertschient sut il volumen budgetà. Da questas expensas pli pitschnas pertutgan 6,2 milliuns francs las contribuziuns da manaschi ad ospitals e chasas da tgira, 4,2 milliuns francs las contribuziuns ad instituts d'emprendissadi superiurs ed a scolas autas sco er 2,6 milliuns francs las contribuziuns a vischnancas per ils fatgs da scola. Cun in import total da 334 milliuns francs èn restads er ils custs dal persunal per 3,8 milliuns francs sut il preventiv. Investiziuns nettas pli pitschnas han chaschunà silsuenter ina reducziun da las amortisaziuns da la facultad administrativa per 6,3 milliuns francs. A quests respargns stattan visavi tranter auter custs reals da 10,8 milliuns francs pli auts, pia da totalmain 279,7 milliuns francs. Quest augment vegn chaschunà essenzialmain dals custs pli auts per il mantegniment da las vias, en consequenza dals donns da malaura e da las grondas navadas la primavaira 1999.

Al quint statal 1999 han pudì vegnir scrits buns per part gudogns supplementars impurtants envers il preventiv: Part vi dal retgav da la taglia federala indirecta e part vi da la gulivaziun da finanzas 17 milliuns francs, part vi dal gudogn net da la banca chantunala grischuna 3,3 milliuns francs, restituziuns da la confederaziun 7,2 milliuns francs. Perencunter èsi da registrar tar la taglia chantunala da las persunas natiralas, inclusiv taglia a la funtauna, in gudogn pli pitschen da 13,8 milliuns francs. Questa perdita ha pudì vegnir retegnida per gronda part tras ils gudogns supplementars tar la taglia sin las persunas giuridicas da 3,1 milliuns francs sco er tar la taglia sin il gudogn tras la vendita da bains immobigliars e tar la taglia sin l'ierta da 6,9 milliuns francs. Dal rest è stada er la part dal chantun vi da la taglia federala anticipada per 3,4 milliuns francs considerablamain pli pitschna che spetgà. En consequenza d'in retard en la procedura d'approvaziun vegn suspendì in gudogn da concessiun budgetà da 5,8 milliuns francs en l'onn 2000.

Atgna finanziaziun reducida da las investiziuns

Senza resguardar ils emprests cun ina finanziaziun speziala a l'assicuranza da dischoccupads (AD) ed a l'associaziun per credits a l'agricultura (ACA) èn vegnids spendids en il quint d'investiziuns totalmain 359,5 milliuns francs. Il volumen d'investiziuns da 367,3 milliuns francs ch'il cussegl grond aveva accordà en il preventiv 1999 è uschia vegnì tratg a niz fin 7,8 milliuns francs resp. 97,9 pertschient (onn precedent 93,8 pertschient). Suenter la deducziun da las entradas d'investiziun restan investiziuns nettas sinn donn e cust da las finanzas generalas dal chantun da 166,9 milliuns francs. Quai èn 4,5 milliuns pli pauc che budgetà, dentant praticamain tuttina sco l'onn precedent. La quota d'investiziun, q.v.d. la part da las investiziuns vi da las expensas totalas consolidadas, importa 19,5 pertschient (onn precedent 20,9 pertschient). Las contribuziuns d'investiziun ch'èn necessarias per garantir l'occupaziun en las regiuns e valladas dal chantun e che van en favur da vischnancas, instituziuns ed impresas privatas pon vegnir mantegnidas cun insatge sur 90 milliuns francs stgars en il rom dal preventiv.

Il Cash flow (atgna finanziaziun) da 112,4 milliuns francs sa chatta bain per 32,7 milliuns sur las aspectativas dal preventiv. El resta dentant per 20 milliuns francs sut il resultat da l'onn precedent. Cumparegliond ils meds cun in'atgna finanziaziun e las investiziuns nettas decisivas da 166,9 milliuns francs resulta in deficit da finanziaziun da 54,5 milliuns francs (preventiv 91,7 milliuns, onn precedent 34,8 milliuns). Cun in grad d'atgna finanziaziun da 67,4 pertschient (preventiv 46,5 pertschient, onn precedent 79,2 pertschient) han pudì vegnir finanziadas las investiziuns nettas per var dus terzs tras l'affluenza da meds dal quint current. Per la part na cuvrida en la dimensiun dal deficit da finanziaziun han ins stuì far diever d'ulteriurs daners esters.

Il quint statal serra tar expensas totalas da 368 milliuns francs ed entradas totalas da 351,5 milliuns francs cun in surpli d'expensas da 16,5 milliuns francs. Il debit sin las vias, q.v.d. il total dals deficits sin las vias activads, è uschia s'augmentà sin 30 milliuns francs. 12,8 milliuns francs da las expensas sa basan sin credits supplementars en connex cun la reparaziun da donns da malaura.

Project da pilot GRiforma

En il rom dal quint statal 1999 suttametta la regenza al cussegl grond per l'emprima giada ils rapports annuals spezials dals tschintg uffizis da pilot cun il project da nova gestiun publica GRiforma. Ils uffizis da pilot rapportan co ch'els han pudì cuntanscher las finamiras dal budget global, respectivamain dal budget da las gruppas da product e commenteschan eventualas divergenzas. Cun quest project vegn augmentada la transparenza da l'agir administrativ e meglierada la direcziun specifica politica e da manaschi da las prestaziuns statalas. L'emprim onn d'emprova fa bunas propostas, mussa dentant sco spetgà er in basegn d'agir per megliurar l'emprova.

Nauschas vistas

La situaziun da finanzas dal chantun sa pegiurescha pli e pli. Dapi la perdita persistenta l'onn 1997 s'augmentan ils deficits cuntinuadamain. Cun il resultat deficitar da l'onn 1999 ha il chantun Grischun surpassà la barriera da la facultad netta (la fin da 1998 sa muntava quella anc sin 6,1 milliuns francs) vers il daivet public betg cuvrì en l'autezza da 49,5 milliuns francs.

Il respargn relativamain pitschen en connex cun las expensas envers il preventiv da totalmain 6 milliuns francs u 0,3 pertschient mussa che correcturas dal preventiv èn pussaivlas praticamain be anc tras entradas supplementaras nunspetgadas. Spezialmain las contribuziuns chantunalas a las expensas currentas da las vischnancas e da las persunas privatas n'èn strusch pli d'influenzar sin fundament da las prescripziuns legalas fixas per la confinanziaziun da las expensas da consum. Per respargns che surpassan il preventiv n'exista praticamain nagina libertad d'agir pli. Il plan da mesiras cumplessiv "equiliber da las finanzas 1999" (MPHH99) è vegnì realisà per gronda part ed integrà en ils preventivs. Per ils onns da planisaziun da finanzas 2001 fin 2004 na vesan ins nagin megliurament, il cuntrari. Per evitar ch'ins sa movi en in'economia da daivets, èn urgentamain necessarias mesiras efficazias. Autramain n'è in augment da la taglia betg d'excluder. Spezialmain betg supportabels èn custs supplementars imprevis.

Gremi: departament da finanzas e militar dal Grischun

Funtauna: rg departament da finanzas e militar dal Grischun

Data: 05.04.2000