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Lassen Sie sich auf eine Zeitreise ein. Gemeinsam tanzen wir historische Balltänze aus dem 17. und 18. Jahrhundert, vorwiegend altenglische Country Dances. Tauchen Sie ein in die wunderbare Welt der Bälle und die faszinierenden Melodien der Musik aus der Barockzeit.
Geschichtliches
Die „Country Dances“ waren das Dancing Highlight aus dem 17. und 18. Jahrhundert!
Wenn von „altenglischen Country Dances“ die Rede ist, sind Gesellschaftstänze aus dem 17. und 18. Jahrhundert gemeint. Sie entstanden in England vor allem im städtischen prominenten Milieu sowie im bürgerlichen Landadel. Viele dieser Melodien führen zurück auf alte Volkslieder und Tanzweisen und daher auch der Name „Country Dances“. Sie galten als Gegenveranstaltung zum königlichen Hof und breiteten sich schnell ab dem 17. Jahrhundert in ganz England und später in ganz Europa aus. Schon bald fanden die Tänze auch am englischen Hof Anklang. Der Sammler und Herausgeber John Playford startete mit der Erstausgabe „The English Dancing Master“ (1651) einen regelrechten Hit. Die ganze Sammlung umfasst rund 1000 Tänze mit der dazugehörigen Melodie. In Frankreich wurden die Tänze „Contredance“ (Gegeneinander Tanzen) und in Deutschland sowie Österreich zu „Kontratanz“ umgewandelt. Die Grundstruktur und Raumwegen wurden beibehalten, jedoch erhielten die Choreografien genaue Beschreibung zu den Schritten. Diese lebendigen Tänze waren nicht mehr aufzuhalten und wirkten wie ein Befreiungsschlag gegen die gesellschaftlichen Normen und Zwänge. Diese Balltänze blieben bis Anfang des 19. Jahrhunderts äusserst beliebt, so kommen sie in Jane Austens Romanen oft vor.
Eine typische und häufige Aufstellung ist der „Longway“. Dabei stellen sich die Paare hintereinander in einer Reihe auf und haben entweder die Rolle von Paar 1, 2 oder 3. Die Musik spielt die Tanzmelodie immer wieder und man tanzt die ganze Reihe nach oben und dann wieder nach unten. Angelangt am Ende der Reihe findet der Rollentausch statt (Fortschritt). Auf diese Weise bleibt man als Paar den ganzen Tanz zusammen, begegnet aber immer neuen Tanznachbarn also ein idealer Ort des Kennenlernens. Neben dem „Longway for as many as will“ gibt es kreisförmige Formationen und Tänze für 2, 3 oder 4 Paare.