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Zur Phosphor-Bodenextraktion mit Ammoniumacetat-EDTA (AAE10)
Die Verwendung von Phosphor-Werten aus Bodenuntersuchungen für die Düngungsbemessung und das Umweltmonitoring bedingt die Kenntnis der chemischen Prozesse bei den Extraktionen. Diese wurden für die Ammoniumacetat-EDTA-Extraktion (AAE10-P) untersucht und mit jenen der Extraktionen mit CO2-gesättigtem Wasser (CO2-P) und mit reinem Wasser (H2O10-P) verglichen. Die P-Konzentrationen im AAE10-Extrakt sind meist grösser als jene im CO2-Extrakt, wobei das Verhältnis für 95 % der Proben zwischen 1 und 11 variiert. Das Weglassen der Ethylendiamintetraessigsäure EDTA verkleinert den extrahierten P auf etwa einen Drittel. Bei kalkhaltigen Böden zeigen Sättigungsphänomene, dass AAE10-P, ähnlich wie CO2-P und H2O10-P, eine P-Konzentration in mg/l erfasst («Intensität») anstelle eines P-Gehalts in mg/kg oder kg/ha. Bei kalkfreien, calciumarmen Böden werden zusätzlich mineralische Phosphate aufgelöst. Deren Anteil variiert verglichen mit dem leicht löslichen P je nach Herkunft des Bodens. Die oft postulierte Erfassung der P-Reserve des Bodens durch AAE10-P betrifft nur diesen Anteil in kalkfreien Böden. Eine Zugabe von Kalk oder Ca2+-Ionen reduziert die Extrahierbarkeit von AAE10-P, jedoch mit anderem Verlauf als bei CO2-P oder H2O10-P. Die AAE10-P-Werte sind je nach Standort ähnlich bis viel grösser als die CO2-P-Werte. Dieses verschiedenartige Verhalten macht für jede Extraktionsmethode ein prinzipiell unterschiedliches Interpretationsschema zur Düngungsbemessung notwendig.
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Zur Phosphor-Bodenextraktion mit Ammoniumacetat-EDTA (AAE10)