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Nach Grenzgefechten zwischen Thailand und Kambodscha mit mindestens drei Toten haben sich beide Seiten auf eine Waffenruhe geeinigt. Armeevertreter beider Länder handelten die Feuerpause aus.
Beide Seiten würden ihre Truppen an dem umstrittenen Teil der gemeinsamen Grenze nicht verstärken, sagte der Sprecher der thailändischen Armee, Sunsern Kaewkumnerd, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Ein kambodschanischer General bestätigte die Vereinbarung, betonte aber, dass die Lage "immer noch gespannt" sei.
Am Freitag hatten sich Soldaten beider Länder nahe des von den beiden Seiten beanspruchten Tempels Preah Vihear ein zweistündiges Feuergefecht geliefert. Am Samstagmorgen ereignete sich ein weiterer, etwa halbstündiger Schusswechsel.
Bei den Gefechten wurden je ein Soldat aus Kambodscha und Thailand sowie ein thailändischer Zivilist getötet. Der 900 Jahre alte Tempel Preah Vihear sorgt seit langem für Spannungen zwischen Phnom Penh und Bangkok.
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag entschied 1962, dass die Ruinen von Preah Vihear zu Kambodscha gehören. Der Richterspruch enthielt aber keine Bestimmungen über das umgebende Gebiet, so dass es immer wieder zu Spannungen kommt. Der Haupteingang des Tempels liegt aber auf thailändischem Gebiet. In Thailand heisst der Tempel Khao Phra Viharn.
SDA-ATS