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Jagd und Wildtiermanagement
Der Bereich Jagd und Wildtiere ist zuständig für den Vollzug der eidgenössischen und kantonalen Gesetzgebung über die Jagd (Gesetz über die Jagd) und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagd- und Wildschutzgesetz).
Noch vor rund 150 Jahren waren Hirsch und Reh in der Schweiz verschwunden. Mit ihnen verschwanden bald auch Luchs, Bär und Wolf. Über Massnahmen zur Förderung der Lebensräume (Wald), aber auch durch die Einführung rigoroser Schutzmassnahmen bei den Wildtieren fanden diese nach und nach in ihre angestammten Ausbreitungsgebiete zurück.
Die Einführung der Wildhut und die Ausscheidung von Jagdbanngebieten diente einst dem Vollzug dieser Massnahmen.
Das Gesicht der Landschaft und die Bedürfnisse der Bevölkerung haben sich seither abermals verändert. Die Platz- und Nutzungsbedürfnisse der Menschen im Freizeitbereich führen zu neuen Herausforderungen im Wildtiermanagement. Sie gehen weit über jagdliche Aufgaben hinaus und sind zunehmend auch von öffentlichem Interesse (Artenschutz).
Gemäss Art. 1 des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugertiere und Vögel (JSG) sollen
- die Artenvielfalt und die Lebensräume der einheimischen und ziehenden wildlebenden Säugetiere und Vögel erhalten und
- bedrohte Tierarten geschützt werden,
- die von wildlebenden Tieren verursachten Schäden an Wald und an landwirtschaftlichen Kulturen auf ein tragbares Mass begrenzt werden,
- sowie eine angemessene Nutzung der Wildbestände durch die Jagd gewährleistet werden.