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Anstieg der Jahresteuerung auf 1,8 Prozent
Neuenburg (ots)
- Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete
Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im Mai 2001 einen
Anstieg um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand
von 101,8 Punkten (Mai 2000 = 100). Innert Jahresfrist betrug die
Teuerung 1,8 Prozent, verglichen mit Jahresraten von 1,2 Prozent im
April 2001 und von 1,6 Prozent im Mai 2000. Damit resultierte im
Berichtsmonat die höchste Jahresteuerung seit November 2000; damals
betrug sie 1,9 Prozent.
Preiserhöhungen in allen erhobenen Bedarfsgruppen
Die Zunahme des Landesindexes im Mai 2001 ist auf höhere
Indexziffern sämtlicher im Berichtsmonat erfassten Bedarfsgruppen
zurückzuführen. Dabei wurden saisonale Preissteigerungen bei
Bekleidung und Schuhen und markante Preiserhöhungen für Benzin
festgestellt. Gegenüber der jeweiligen Vorerhebung stiegen demnach
die Indizes für Bekleidung und Schuhe (+3,7%) für Verkehr (+2,0%),
für Sonstige Waren und Dienstleistungen (+0,5%), für Wohnen und
Energie (+0,4%) und für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke
(+0,3%). In den übrigen sieben Bedarfsgruppen fanden im Berichtsmonat
keine Preiserhebungen statt.
Steigende Preise für Inland- und Auslandgüter
Wie das Bundesamt für Statistik weiter mitteilt, erhöhte sich das
Preisniveau nach Herkunft im Vergleich zum Vormonat bei den
Inlandgütern um 0,3 Prozent und bei den Importgütern, bedingt durch
die höheren Treibstoffpreise, um 1,3 Prozent. Innert Jahresfrist
verzeichneten die Inlandgüter eine durchschnittliche Preissteigerung
um 1,9 Prozent, die Importgüter eine solche um 1,4 Prozent.
Details der Preisentwicklung im Mai 2001
Im Bereich Bekleidung und Schuhe wurden die im Februar erhobenen
tieferen Ausverkaufpreise durch die regulären Sortimentspreise für
Ganzjahres- und Sommerbekleidung annähernd ausgeglichen.
Die Zunahme der Indexziffer für Verkehr ist auf teuerere
Treibstoffpreise zurückzuführen. Sie erhöhten sich gegenüber dem
Vormonat um 6,4 Prozent und im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent.
Der Anstieg der Indexziffer für Sonstige Waren und
Dienstleistungen ist das Ergebnis von Preissteigerungen für
Toilettenartikel, Coiffeurleistungen und Fotokopien.
Die Erhöhung des Indexes für Wohnen und Energie ist auf den
Anstieg der Wohnungsmieten zurückzuführen. Der Mietpreisindex erhöhte
sich gegenüber der Vorerhebung vom Februar 2001 um 0,7 Prozent. Das
gesamtschweizerische Mietzinsniveau lag damit um 3,2 Prozent über
jenem vor Jahresfrist. Daneben stiegen auch die Preise für die
Instandhaltung und Reparatur von Wohnungen. Die Heizölpreise sanken
hingegen um 2,6 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen damit noch
um 5,4 Prozent über dem Vorjahresstand.
Innerhalb des Bereichs Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke
verteuerten sich die meisten Früchte- und Gemüsesorten sowie frische
Fische, Schweinefleisch und Butter. Billiger waren namentlich
Schokolade, Rindfleisch, Wurstwaren und Bananen.
Verkettung mit früheren Indexreihen
Die früheren, rechnerisch mit der aktuellen Indexziffer
verknüpften Reihen ergeben für den Mai 2001 Indizes von 108,0 Punkten
auf der Basis Mai 1993=100, von 149,5 Punkten auf der Basis Dezember
1982=100, von 186,4 Punkten auf der Basis September 1977=100 und von
314,2 Punkten auf der Basis September 1966=100.
ots Originaltext: BFS
Internet: www.newsaktuell.ch
Kontakt:
Gilbert Vez, BFS, Sektion Preise und Verbrauch,
Tel. +41 32 713 69 00
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