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Bei der 90-minütigen Sitzung des Obersten Gerichts ging es zunächst darum, ob die Reform überhaupt angefochten werden kann, da das Gesetz noch nicht vollständig in Kraft getreten ist. Möglicherweise könnte der Supreme Court den Fall auf 2015 verschieben.
Insgesamt sind bis Mittwoch sechs Stunden Anhörungen geplant. Die Kernfrage, ob die Regierung jeden Bürger zum Abschluss einer Krankenversicherung verpflichten darf, soll am Dienstag behandelt werden.
Die Richter überprüfen auch, ob die Ausweitung der staatlichen Krankenversicherung für Arme womöglich gegen die Rechte der Bundesstaaten verstösst. Seine Entscheidung muss der Supreme Court bis spätestens Ende des Sitzungsjahres im Juni treffen.
Die von den Republikanern scharf kritisierte Reform gilt als das wichtigste innenpolitische Anliegen Obamas. Das vor zwei Jahren verabschiedete Gesetz tritt stufenweise in Kraft und soll 32 Millionen unversicherten US-Bürgern Zugang zu einer Krankenversicherung geben.
Eine Niederlage vor dem Obersten Gericht wäre für Obama wenige Monate vor der Präsidentschaftswahl ein herber Rückschlag.
(chb/sda)