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Die INCOTERMS (INternational COmmercial TERMS) sind eine Reihe von standardisierten Klauseln im internationalen Warenhandel, welche die Rechte und Pflichten von Käufer und Verkäufer in Bezug auf den Transport regeln. Die Klauseln werden von der Internationalen Handelskammer (International Chamber of Commerce; ICC) definiert und herausgegeben.
Die INCOTERMS sind kein nationales/internationales Gesetz, sondern viel mehr Bestandteil des Kaufvertrags und ein Angebot der ICC, um den Handel zu vereinfachen. Sie regeln:
Jedes Land kennt seine eigenen Vorschriften und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen in Bezug auf Versicherungen. So gibt es Länder, die Versicherungen durch nicht lizenzierte (non-admitted) Versicherer verbieten. Ein solches Verbot kann im Zusammenhang mit den INCOTERMS-Klauseln CIF und CIP zu unerwünschten Komplikationen führen, denn die Klauseln CIF und CIP verlangen den Abschluss einer Transportversicherung durch den Verkäufer auf Risiko des Käufers. Befindet sich der Käufer jedoch in einem Land mit Versicherungsverbot für nicht lizenzierte Versicherer, ist der Abschluss einer solchen Transportversicherung eigentlich gar nicht zulässig. Im Schadenfall hat der Käufer theoretisch das Recht, die Leistung direkt bei der Versicherungsgesellschaft einzufordern. Diese ist aber unter Umständen gar nicht berechtigt, eine Schadenzahlung in das Käuferland zu leisten.
Mit der Anpassung der INCOTERMS 2010 auf 2020 wird bei der Klausel CIP neu der Abschluss einer Versicherung mit Deckungsumfang gemäss Institute Cargo Clauses A verlangt, was einer «All Risk»-Versicherung entspricht. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schaden zum Versicherungsfall wird, ist somit höher. Umso wichtiger wird hier die Überprüfung der Länder mit Versicherungsverbot bzw. der korrekte Umgang mit Klauseln wie CIF und CIP.