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"Wir werden Schritte unternehmen, um die Versorgung mit Impfstoffen und wichtigen medizinischen Produkten anzukurbeln", heisst es darin. Auch sollen Liefer- und Finanzierungsprobleme beseitigt werden. Die Lieferketten sollen verbessert werden, um die Verteilung der Impfstoffe auszuweiten. Auch sollen lokale und regionale Herstellungskapazitäten durch gemeinsame Produktions- und Verarbeitungsvereinbarungen erhöht werden.
Dazu gehörten auch "Drehscheiben für freiwilligen Technologietransfer in verschiedenen Regionen" wie jüngst in Südafrika, Brasilien und Argentinien, heisst es weiter. Die Erklärung stiess umgehend auf Kritik von Aktivisten. Die Entwicklungsorganisation One zeigte sich "enttäuscht und besorgt", weil die Minister keine konkreten Details oder Pläne vorgelegt hätten, wie sie das Ziel erreichen wollten.
Die Staats- und Regierungschefs könnten bei ihren Beratungen am Wochenende aber noch "die Versprechen in Taten umwandeln", sagte Emily Wigens von One. "Ohne neue Verpflichtungen riskiert dieser Gipfel nichts als heisse Luft zu werden." Auch andere Organisationen hatten vor dem Gipfel bereits die Befürchtung geäussert, dass das 40 Prozentziel bis Jahresende kaum noch zu schaffen sei.
Während in den reichen Ländern heute bereits rund 70 Prozent der Bevölkerung geimpft ist, sind es in armen Ländern nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen zwei und vier Prozent. Der Währungsfonds (IWF) berichtete jüngst, dass 96 Prozent der Menschen in Ländern mit niedrigen Einkommen nicht geimpft seien.
Die Finanz- und Gesundheitsminister wollen auch eine gemeinsame Arbeitsgruppe einsetzen, um den Dialog und die Kooperation im Kampf gegen die Pandemie besser zu koordinieren. Entgegen einem ersten Entwurf wurde das dort auch genannte Ziel, in den nächsten zwölf Monaten ein Minimum von 100 Corona-Tests täglich auf eine Bevölkerung von 100 000 anzustreben, in dem Kommuniqué nicht mehr erwähnt./lw/DP/nas
(AWP)