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Wenn dich dieser Tweet soeben irritiert oder amüsiert hat, dann hat der Autor sein Ziel erreicht.
Der in Nairobi wohnhafte Patrick Gathara ist Journalist, Kommunikationsberater und Comiczeichner, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, satirisch über die US-Wahlen zu berichten.
Wie er in einem Interview gegenüber des amerikanischen Radios WBUR erzählt, wollte er für einmal den Spiess umkehren und so über die US-Wahlen berichten, wie die westlichen Medien normalerweise über andere Wahlen – insbesondere in Entwicklungsländern – berichten.
Am 1. November, zwei Tage vor dem Wahltag, startet Gathara mit seinen Tweets zu den US-Wahlen:
Seine Kommentare führen vor Augen, wie Wahlen in anderen Ländern (vor allem dort, wo die Weissen keine Mehrheit darstellen) oft aus einer kolonialistischen «Objektivität» beurteilt werden.
Übertrieben? Zum Vergleich hier eine Pressemitteilung des amerikanischen Aussenministeriums vom 8.10.20 zu den diversen bevorstehenden Wahlen auf dem afrikanischen Kontinent:
Gathara dokumentiert weiter die Vorbereitungen im Vorfeld der Wahlen, wobei unter anderem das Weisse Haus abgeriegelt wird:
In Schlangen reihen sich die Amerikaner an verschiedenen Wahllokalen auf. Alles scheint nach rechten Dinge zu- und her zugehen. Gathara kommentiert:
Nach Alphonse Mijuaji und der Kanegi Foundation googelt man übrigens vergebens – sie stammen alle aus Gatharas Feder.
Gathara treibt seine Kommentare weiter auf die Spitze, indem er den Kindern, die unter dem amerikanischen Regime leiden, Hoffnung macht:
Doch nicht nur den Kindern muss man helfen, sondern dem ganzen Land:
Am vierten Wahltag ging das Stimmenzählen noch immer weiter. Vielerorts fragten sich übermüdete Zuschauer und Zuschauerinnen, wieso das denn so lange dauert. Afrikanische Nationen wollen helfen:
Dann ist es soweit: Joe Biden wird von den amerikanischen Medien als neuer gewählter Präsident ausgerufen. Gathara berichtet:
Gathara vermittelt hier vermutlich die Stimmung, welche der Bericht des amerikanischen Aussenministeriums zu den vergangenen Wahlen in Kenya ausgelöst hat:
Mit seinen Kommentaren zu den US–Wahlen wollte Gathara den Lesern und Leserinnen neue Denkanstösse geben, wie er gegenüber AfricaNews sagte: