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Fabian Cancellara verpasst das dritte Double Flandernrundfahrt/Paris–Roubaix. Der Schweizer griff 23 Kilometer vor dem Schluss richtig ins Geschehen ein, konnte die Entscheidung aber nicht herbeiführen und musste sich mit Rang 3 begnügen.
Fabian Cancellara verpasst den vierten Sieg bei Paris–Roubaix und damit das dritte Double mit der Flandernrundfahrt. Der Schweizer verliert im Kampf um Rang 2 den Sprint gegen den Deutschen John Degenkolb in der Gruppe mit 20 Sekunden Rückstand. «Ich habe das Maximum gegeben. Als grosser Favorit ist es immer schwierig», so Cancellara kurz nach der Zieleinfahrt. Mit Rang drei bei Mailand–Sanremo, dem Sieg in Flandern und jetzt mit dem zwölften Podestplatz in Roubaix könne er zufrieden sein. «Ich sehe das nicht als Niederlage. Aber jetzt freue ich mich auf einige Tage Erholung.»
80 km vor dem Ziel hatte Cancellara einen Sturz zu beklagen, nachdem er zwar schnell wieder aufschliessen konnte. Aber er verpuffte dabei viel Kraft, zuviel, wie sich letztlich zeigen sollte.
Auf dem Pavé-Sektor 23 Kilometer vor dem Ziel setzte sich Fabian Cancellara erstmals offensiv in Szene. Der Schweizer griff aus dem Feld heraus an, als die letzten verbliebenen Flüchtlinge bereits in Sichtweite waren. Weg kam der Berner nicht wirklich, aber die Gruppe mit Tom Boonen, der zuvor lange geführt hatte, wurde drei Kilometer später später eingeholt. Einziger ganz vorne verbliebener war 20 Kilometer vor dem Ziel Peter Sagan. Doch dieser konnte die wenigen Meter Vorsprung auch nicht mehr lange verteidigen, als Cancellara und Sep Vanmarcke weitere Attacken fuhren.
Wenig später setzte sich Cancellara mit einer Elfergruppe und vielen Mitfavoriten ab. Dort fuhr Niki Terpstra knapp sechs Kilometer vor dem Ziel aus der Gruppe weg und der Holländer profitierte von der Uneinigkeit unter den Favoriten, womit er zum Sieg fahren konnte.
Fabian Cancellara hielt sich zuvor lange Zeit zurück und strahlte eine grosse Ruhe aus – obwohl er immer wieder angegriffen wurde. Unter anderem führte 30 Kilometer vor dem Ziel eine Gruppe mit Tom Boonen mit rund 30 Sekunden (zuvor waren es auch mal 50 Sekunden). Der Mitfavorit wurde in der Sechsergruppe allerdings zu oft alleine gelassen und musste viel Führungsarbeit verrichten.