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Im September 2015 hat die UNO Generalversammlung die Sustainable Development Goals (SDGs) verabschiedet. Die SDGs sollen bis 2030 erreicht werden und zielen darauf ab, Armut «überall und in allen Formen» zu beenden. Um diese Vision erreichen zu können, müssen alle Akteure (Regierungen, internationale Organisationen, BürgerInnen wie auch NGOs) Hand in Hand zusammenarbeiten.
Ziel
Fairer Handel setzt sich für langfristige und faire Handelsbeziehungen mit ProduzentInnen im Globalen Süden ein und ermöglicht den Zugang zum globalen Markt (SDG 9). Dabei sollen transparente und stabile Preise garantiert sowie soziale Arbeitsbedingungen (SDG 8) und nachhaltige Anbaumethoden (SDG 12 & 13) gefördert werden. Damit bekämpft der Faire Handel Armut und Hunger (SDG 1 & 2), setzt sich für die Gleichstellung von Mann und Frau (SDG 5) und reduzierte Ungleichheiten ein (SDG 10) und trägt so in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zu einer friedlicheren Gesellschaft bei (SDG 16 & 17). Der Faire Handel unterstützt die Erreichung dieser neun Entwicklungsziele wie folgt:
Ziel 1: Keine Armut
Fairer Handel bekämpft Armut mit langfristigen Handelsbeziehungen, die faire und stabile Preise garantieren.
Ziel 2: Hunger beenden
Durch verlässliche und gerechte Handelsverträge wird das Einkommen der Bäuerinnen und Bauern gesichert – dies trägt zur Ernährungssicherheit der ProduzentInnen sowie ArbeiterInnen bei.
Ziel 5: Gleichberechtigung der Geschlechter
Der Faire Handel strebt die Gleichberechtigung von Männern und Frauen an: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit sowie gleichberechtigte Einbeziehung und Mitbestimmungsrechte in der Kooperative.
Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und wirtschaftliches Wachstum
Fairer Handel fördert die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten und erhöht so die Qualität der Arbeitsplätze.
Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
Der Faire Handel ermöglicht ProduzentInnen in Entwicklungs- und Schwellenländern den Marktzugang und erleichtert ihnen den Zugang zu Finanzdienstleistungen.
Ziel 10: Reduzierte Ungleichheiten
Fair Trade verbindet KonsumentInnen im Norden mit den ProduzentInnen im Süden und trägt so zu reduzierten Ungleichheiten bei.
Ziel 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen
Mit jedem Einkauf beeinflussen KonsumentInnen die Arbeits- und Produktionsbedingungen von Menschen im Globalen Süden. Der Faire Handel sensibilisiert für den nachhaltigen und sozialen Konsum. Dank Fair Trade können KonsumentInnen nachhaltige Entscheidungen treffen, die sicherstellen, dass ProduzentInnen fair bezahlt werden und sich ihr Produktionsmodell verbreitet.
Ziel 13: Umgehend Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
Durch die Fair Trade-Nachhaltigkeitsstandards wird eine Reduktion von Treibhausgasen in der Produktion angestrebt. In Trainings und Workshops werden Bäuerinnen und Bauern bei der Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels unterstützt. Dies hilft den Klimawandel direkt zu bekämpfen.
Ziel 16: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern
Durch den Aufbau einer menschenwürdigen Existenz und die Organisation in demokratische Kooperativen kann der Faire Handel zu einer friedlicheren Gesellschaft beitragen.
Ziel 17: Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen
Der Faire Handel ist eine Partnerschaft zwischen BürgerInnen, KonsumentInnen, ProduzentInnen, Unternehmen und Staaten welche zusammen die Erreichung der SDGs anstrebt.