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Die irische Fluggesellschaft Aer Lingus hat offiziell die Aufnahme dreier Transatlantikstrecken ab Manchester bekanntgegeben. Dafür erwarb die Airline erst kürzlich 1’500 neue Slots am Flughafen von Manchester.
Aer Lingus gehört wie auch British Airways zum IAG-Konzern, dem Mutterkonzern mehrerer Fluggesellschaften. Die Gründe für den Standort Manchester sind vielfältig, diese wollen wir in diesem Artikel näher beleuchten. Darüber hinaus verwirft Aer Lingus offenbar die bestehende Flottenplanung für den Standort Manchester, denn auch hier gibt es kurzfristig Änderungen.
Drei Strecken über den Atlantik
Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Aer Lingus über 1’500 neue Slots am Flughafen von Manchester erwerben konnte. Schnell kristallisierte sich heraus, dass Aer Lingus ab Manchester Transatlantikflüge anbieten möchte. Während die genauen Ziele noch nicht bekannt gegeben wurden, erklärte die Airline, dass man insgesamt vier Flugzeuge im Nordwesten Englands stationieren möchte. Bis dato plante die Airline drei Airbus A321LR sowie einen A330 nach Manchester abzustellen. Mittlerweile plant die irische Fluggesellschaft sowohl zwei A321LR als auch zwei A330 am Flughafen von Manchester zu stationieren. Darüber hinaus fand onemileatatime.com heraus, dass Aer Lingus nun offiziell die Aufnahme von drei Strecken beim zuständigen Verkehrsministerium beantragt hat.
Mit Beginn des Sommerflugplans möchte die irische Fluggesellschaft täglich die US-Metropole Boston anfliegen. Darüber hinaus soll Orlando ganzjährig viermal wöchentlich angeflogen werden, in den Sommermonaten sogar täglich. Zu guter Letzt möchte Aer Lingus ganzjährig New York ebenfalls täglich anfliegen. Zunächst möchte Aer Lingus nur drei Ziele ab Manchester anbieten, obwohl die Airline vier Flugzeuge in Manchester stationiert. Das könnte bedeuten, dass die Airline ein Flugzeug in der Hinterhand für technische Defekte sondergleichen behalten möchte. Eine weitere Möglichkeit ist, dass Aer Lingus je nach Nachfrage die Frequenzen auf einzelnen Strecken anpassen könnte und mehr als nur ein Mal täglich eine Strecke bedient. Eine weitaus unrealistischere Möglichkeit wäre die Aufnahme einer weiteren Strecke ab Manchester.
Vielfältige Gründe für den Standort Manchester
Bereits im September wurde bekannt, dass Aer Lingus die Transatlantikflüge ab Shannon streichen möchte. Gleichzeitig befand sich Aer Lingus mit sechs Flughäfen in Grossbritannien bezüglich transatlantischer Routen im Gespräch. Des Weiteren wird die Airline dem transatlantischen Oneworld Joint Venture beitreten. Somit kann die Airline Zeitpläne und Tarife mit American Airlines, British Airways, Finnair und Iberia, mit British Airways und Iberia zwei IAG-Fluggesellschaften, koordinieren. Zudem konzentriert British Airways ihre Flugverbindungen auf die grossen Flughäfen Londons, allen voran London-Heathrow. Manchester wird von British Airways dahingehend nicht genutzt, weshalb Aer Lingus diese Lücke nutzen könnte.
Die Konkurrenz Delta sowie Virgin Atlantic haben ebenfalls ein grosses Joint Venture zwischen den USA und Europa. Virgin Atlantic hat seine Präsenz in Manchester schon vor der Pandemie ausgebaut, sodass Aer Lingus hier als Gegenspieler agieren könnte. Apropos Konkurrenz – mit Thomas Cook verliert Aer Lingus den wohl grössten Konkurrenten am Standort Manchester. Thomas Cook musste im vergangenen Jahr den Flugbetrieb einstellen, obwohl die Airline die grössten Kapazitäten für Transatlantikflüge aufwies.
Fazit zu den geplanten Transatlantik-Routen von Aer Lingus
Aer Lingus hofft auf die baldige Aufnahme dreier Transatlantikflüge ab Manchester. Von Manchester möchte Aer Lingus nach Boston, New York und Orlando fliegen. Die Flüge wurden zwar noch nicht offiziell angekündigt, jedoch beantragt die Airline aktuell die Genehmigung zur Durchführung der Flüge beim zuständigen US-Ministerium. Die Vorzeichen stehen also mehr als gut, dass Aer Lingus schon bald die Aufnahme der Transatlantikflüge offiziell verkünden kann.