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Der 47-jährige Schmusesänger Seal ist heute ein treuer Mann. Aber er kann seinen guten Freund Tiger Woods mit seinen ausserehelichen Eskapaden verstehen, wie er gegenüber dem «Mirror» gesteht: «Es ist wirklich unglücklich, was mit Tiger und Elin geschehen ist. Aber ich sage Ihnen, was ich davon halte. Stellen Sie sich vor, Sie wären Tiger Woods. Der erste Athlet, der Billionaire ist, und Sie hören das Wort «Nein» so gut wie nie. Sie sind der Beste in Ihrer Sportart. Sie sind jung. Es ist dasselbe Gefühl, auf die Bühne zu gehen und zu performen wie wenn man Sex hat. Es ist die Libido. Ich befürworte es nicht, aber ich kann es nachvollziehen, warum er es getan hat. Er hatte niemanden, der ihm je «Nein» gesagt hat. Er dachte, er sei Gott und dass er nichts falsch machen könnte. Aber sie erwischen einen immer.»
Der Sänger denkt aber nicht daran, Heidi je zu betrügen. Mit 37 Jahren schaut sie besser aus als je, auch nach vier Kindern. Er findet sie immer noch fantastisch. Und lächelt: «Ich begehre sie mehr denn je. Weil ich mit ihr verheiratet bin, sie liebe und sie meine beste Freundin ist. Wir gehen zusammen durch alles - die Höhen und die Tiefen. Heidi hat mir heute Fotos ihres Roberto Cavalli-Shootings geschickt und sie sieht darauf wirklich heiss aus! Es ist wunderbar, mir gefällt es gut.»
Seal lernte Heidi vor sieben Jahren kennen, als sie in einer Hotellobby aufeinanderprallten. Ihm war gleich klar, dass die Beziehung halten würde. «Ich war 40 Jahre alt, als ich Heidi traf und war bis dahin kein Heiliger. Was ich getan hatte, reicht wohl für vier Leben! Aber es kommt die Zeit, in der man sich entscheiden muss. Entweder man wird erwachsen oder man wird ein alter Rockstar, der sich nie zurückhalten kann. Und das ist peinlich für die Kids. Das hat nichts mit Heidi zu tun - das bin einfach nicht ich. Aber ich verstehe, warum Leute in Versuchung geraten und warum sie es tun. Auch ich habe betrogen! Nicht während meiner Ehe, aber in Beziehungen davor.» Und: «Ehrlich, wenn ich sie betrügen würde, dann würde ich mich anschauen und denken: Wie enttäuschend, ich dachte, ich wäre ein besserer Mensch.»
Er und Heidi arbeiten hart an ihren Karrieren. Sie versuchen für ihre Kinder Leni, 6, Henry, 5, Johan, 4, und Lou, 1, möglichst oft dazusein und sie arbeiten an ihrer nun schon fünfjährigen Ehe. Obwohl beide viel unterwegs und sehr engagiert sind, schauen sie, dass sie genügend Zeit für sich selber und ihre Familie haben. So arrangieren sie «Date Nights» und erneuern ihr Ehegelübde jedes Jahr. Durch ihre Kinder haben sie auch ihre Nachbarn, die Beckhams in Los Angeles kennengelernt.
«Ich sehe David jeden Morgen und Abend, weil wir unsere Kinder jeweils gleichzeitig in die Schule bringen beziehungsweise abholen.» sagt Seal. «Auch Heidi und Victoria sind befreundet. Ich habe grossen Respekt vor ihnen, weil sie neben ihren Jobs voll für die Kinder da sind. Beide, David und ich, sind sehr mit unserer Arbeit beschäftigt, Und so haben wir nicht sehr viel Zeit, um auszugehen. Aber wir lieben beide American-Football und Basketball. So sehen wir uns manchmal zusammen ein Spiel der Lakers an.»
Seal trifft sich in L.A. gerne mit anderen Briten, das helfe ihm, auf dem Boden zu
bleiben. «Man muss sich hier mit anderen Briten treffen, sonst verlierst du den Verstand»,
grinst er. L.A. sei grossartig, aber man könne sich da auch gut verlieren. Darum hilft
ihm seine Familie auch so sehr. Der Glitzer und Glamour von Los Angeles ist weit weg
von dem Ort, an dem Seal Henry Olusegun Olumide Adeola-Samuel in London als Sohn zweier Nigerianer aufgewachsen ist. Als er zweijährig war, zog er nach Romford, da seine
Eltern sich getrennt hatten. Seine Mutter musste zurück nach Nigeria, sein Vater warf ihn mit 15 Jahren aus dem Haus, so dass er bis zu seinem ersten Hit auf der Strasse leben musste. Nun, nach 20 Jahren, könnte sein Leben nicht unterschiedlicher sein als dazumals.
Sein neues Album, «Commitment» ist nun im Handel und im Dezember werden er und Heidi einen Pilotfilm für eine neue Show, «Love's Divine» drehen. Dort sollen Paare ihre Ehegelübde wieder auffrischen - so wie er und seine Heidi das jährlich tun.
Liebt er selber denn diese jährliche Zeremonie? «Sie würden nicht glauben, wie
speziell dies ist. Und es ist eine tolle Entschuldigung für eine grossartige Party»,
sagt Seal.