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SI online: Roman Peters, Roger Romer - wie soll ich Sie ansprechen?
Roman Peters / Roger Romer: Sie dürfen selbst auswählen. Roman Peters ist mein Künstlername, getauft wurde ich auf Roger Romer.
Da wir über ihr Schaffen als Musiker sprechen, entscheide ich mich für Herr Peters. Wie kam es zu dem Namen?
Roman Peters: Als ich vor Jahren an der Ausscheidung zum Grand Prix der Volksmusik auftrat, sagte man mir, dass ich einen Künstlernamen brauchte. Das ist in der Schlagerbranche gang und gäbe und wichtig, um die Privatsphäre zu schützen. Ich wählte Roman, da das ein geläufiger Name ist. Eine Freundin half mir beim Nachnamen, als sie fragte: «Stell dir einen Schwiegermutter-Typen vor mit blauen Augen und blondem Haar - wie müsste er heissen?» Wir einigten uns auf Peter und addierten ein S.
Wie kam es zur Bewerbung für «X Factor»?
Meine Agentin reichte heimlich meine Anmeldung ein. Schliesslich gab ich mir einen Ruck und willigte ein. Ich sage immer, dass man solche Chancen wahrnehmen muss. Vielleicht wird jemand durch meinen TV-Auftritt auf mich aufmerksam. Ich muss da aber auch ehrlich zu mir selbst sein, meine Chancen sind gering. Bei «X Factor» suchen Sie eher ein Pop-, Rock- oder R & B-Talent.
Weshalb singen Sie denn überhaupt Schlager?
In meiner Kindheit hörten wir Zuhause diese Art von Musik. Als meine damalige Stereoanlage kaputt ging und ich mir eine neue kaufen musste, entschied ich mich für eine mit einem Karaokegerät. So begann ich mit der Musik. Ich sang die Lieder nach, die ich kannte - und das waren Schlagerlieder.
Als ich Sie gegoogelt habe, tauchte ihr Name ziemlich häufig auf.
Seit 1996 verdiene ich mir meine Sporen als Musiker ab. Mein Fernsehauftritt bei «X Factor» ist demnach auch nicht der erste. Ich trat bereits bei der Prix-Walo-Ausscheidung auf, nahm viermal bei der Schweizer Vorausscheidung vom Grand Prix der Volksmusik teil. Danach gewann ich ein Schlager-Casting in Stuttgart mit meiner Interpretation von «Hello Again», was mir einen Auftritt mit Helene Fischer bescherte. Ich sage mir immer: «Wer rastet, der rostet», ich gebe mich halt nicht so schnell zufrieden. Deshalb sang ich auch bei «Alpenrose» vor und zuletzt bei der ersten Staffel «Die grössten Schweizer Talente».
Castingshows scheinen es Ihnen angetan zu haben.
Das ist einfach ein weiterer Schritt in Richtung Durchbruch. Deshalb startete ich einen zweiten Versuch bei «Die grössten Schweizer Talente» und ging zum Casting der zweiten Staffel. Auch wenn es nicht reichen sollte, resultiert aus der Teilnahme vielleicht ein Zeitungsbericht oder ein Foto. Leute aus der Branche sagen mir immer, dass ist für einen Künstler wie mich wichtig zum Überleben. So kann ich ein grösseres Publikum auf mich aufmerksam machen. Offiziell ist mir der Durchbruch zwar noch nicht geglückt, aber inoffiziell bin ich doch kein Unbekannter mehr. Bisher bin ich einfach Semi-Profi - so betitle ich meinen derzeitigen Status.
Semi-Profi - weshalb reichte es nicht für mehr?
Seit Beginn meiner Karriere schulte mich niemand, keiner sagte, was ich besser machen könnte. Zudem entspreche ich nicht dem typischen Schweizer Schlagerstar: Ich habe Ecken und Kanten, das ist teilweise ein Problem, da unser Volk ja eher verklemmt ist. Die Flexibilität fehlt.
Gibt es eine Freundin, die Sie während schwieriger Zeiten unterstützt?
Ich bin derzeit Single, nein. Die Suche nach einer Partnerin gestaltet sich als Künstler schwierig. Bei Interessentinnen stellt sich mir immer die Frage, ob sie sich für mich, die Privatperson Roger Romer, oder für Roman Peters - Schlagersänger und Rampensau - interessiert.
Ob Roman Peters die Jury trotz Schlagersong zu überzeugen vermag? Sie sehen es am Sonntagabend ab 20.15 Uhr auf VOX.