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access_time veröffentlicht 03.12.2018
Inwiefern reduzieren GLP-1-Agonisten das kardiovaskuläre Risiko?
Prof. Dr. med. Reto Krapf
Was auch noch aufgefallen ist
Inwiefern reduzieren GLP-1-Agonisten das kardiovaskuläre Risiko?
03.12.2018
Nach vielen Jahren der Frustration über die Tatsache, dass antidiabetische Medikamente trotz verbesserter Blutzuckerkontrolle die kardiovaskulären Risiken nicht oder gar negativ verändern, haben verschiedene Sicherheitsstudien die Risikoreduktionen vor allem der Natrium/Glukose-Typ-2-Transporter(SGLT-2)-Inhibitoren und der «Glucagon-like Peptid 1»(GLP-1)-Agonisten zeigen können. Die Schutzwirkung der Extendin-4-basierten Medikamente bleibt offen. Eine weitere GLP-1-Studie, mit dem einmal pro Woche verabreichbaren GLP-1-Agonisten Albiglutid – wobei der Studienname «Harmony» das offensichtlich neu gefundene Selbstvertrauen illustriert – zeigte bei ca. 65-jährigen Personen mit Typ-2-Diabetes (30% davon Frauen), dass unter diesem Medikament bei je fast 5000 Patient(inn)en (Plazebo und Albiglutid) innerhalb von 1,6 Jahren eine signifikante Reduktion primärer atherothrombotischer Manifestationen wie akute Koronarsyndrome nachgewiesen werden konnte. Somit verdichtet sich die Beobachtung, dass GLP-1-Agonisten das kardiovaskuläre Risiko primär durch Verhinderung ischämischer Komplikationen, die SGLT-2-Inhibitoren aber primär durch einen protektiven Effekt auf die Herzinsuffizienz (mindestens als Diuretika und als Modulatoren des myokardialen Energiehaushaltes) senken dürften.
Verfasst am 31.10.2018