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Neue Professorin für die Geschichte des Kapitalismus
Der Universitätsrat hat Julia Laura Rischbieter zur Professorin für die Geschichte des Kapitalismus an der Philosophisch-Historischen Fakultät gewählt. Die Anstellung erfolgt am Departement Geschichte mit Amtsantritt am 1. September 2024.
Laura Rischbieter studierte Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Jahr 2009 wurde sie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder promoviert. Anschliessend arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.
Im Jahr 2016 wurde sie auf eine Juniorprofessur an der Universität Konstanz berufen und 2023 zur Professorin für Globale Wirtschaftsgeschichte ernannt. Stipendien und Fellowships führten sie unter anderem an die University of London, die University of California, Irvine und Berkeley, die Boston University und das German Historical Institute in Washington DC.
Laura Rischbieter forscht und lehrt zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit im globalen Kontext. In ihrer Dissertation leitete sie die Frage, wie individuelle Akteure globale Märkte beeinflussen können und wie Globalisierungsprozesse die Konsumgewohnheiten und das staatliche Handeln im Deutschen Kaiserreich veränderten. Zu ihren Forschungsschwerpunkten der letzten zehn Jahre gehören die Geschichte des Kapitalismus und die Geschichte von Finanzkrisen. Zu diesen Themen leitet sie zahlreiche einschlägige Forschungsprojekte: So ist sie seit 2018 Sprecherin des Netzwerks «Doing Debt» der Deutschen Forschungsgemeinschaft und leitet als Mitglied der Kommission zur Erforschung der Geschichte des deutschen Finanzministeriums ein Teilprojekt zur Geschichte der Regulierung von Finanzmärkten ab den 1970er-Jahren.