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Ein überraschend starker Rückgang der Ölreserven in den USA konnte die Preise nur zeitweise stützen. Am Vortag hatte die amerikanische Regierung gemeldet, dass die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 3,64 Millionen auf 528,7 Millionen Barrel gefallen waren. Analysten hatten einen geringeren Rückgang um 1,1 Millionen Barrel erwartet. Die Ölpreise waren daraufhin zeitweise gestiegen.
Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank sind aber nicht die Lagerdaten, sondern neue Daten zur Fördermenge in den USA ausschlaggebend für die Preisentwicklung am Ölmarkt. Die US-Regierung hatte am Vortag ebenfalls mitteilt, dass die Produktion in der vergangenen Woche auf 9,265 Millionen Barrel pro Tag gestiegen war und damit auf den höchsten Stand seit Mitte 2015. "Dass dieser Anstieg der OPEC gefährlich werden wird, zeigen die steigenden US-Rohölexporte", kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank.
Das Ölkartell Opec versucht derzeit, die Ölpreise mit einer Kürzung der Fördermenge zu stützen. Zuletzt gab es Spekulationen, dass die auf sechs Monate begrenzte Kürzung verlängert werden soll./jkr/jsl/fbr
(AWP)