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Flourish – Positive Psychotherapie:
Ein Überblick über die 14 Sitzungen der Positiven Psychotherapie (Nach Rashid und Seligman, 2011) Sitzung 1: Der Mangel an positiven Ressourcen (positives Gefühl, Charakterstärken und Sinn) oder deren Fehlen kann Depression erzeugen und aufrechterhalten und zu Leere im Leben führen. Hausaufgabe: Die Klientin schreibt eine »positive Einleitung« von etwa einer Seite Umfang, in der sie eine konkrete Begebenheit wiedergibt, die sie in ihrer besten Form zeigt und illustriert, wie sie ihre größten Charakterstärken einsetzt. Sitzung 2: Die Klientin identifiziert die Charakterstärken aus ihrer positiven Einleitung und diskutiert Situationen, in denen ihr diese Charakterstärken früher geholfen haben. Hausaufgabe: Die Klientin füllt online den Fragebogen zu den Charakterstärken aus, um sich diese bewusst zu machen. Sitzung 3: Wir konzentrieren uns auf spezifische Situationen, in denen Charakterstärken die Kultivierung von Freude, Engagement und Sinn zu erleichtern vermögen. Hausaufgabe (von jetzt an und während des gesamten Therapieverlaufs): Die Klientin beginnt ein Tagebuch, in dem sie jeden Abend drei gute Dinge (große oder kleine) aufschreibt, die an diesem Tag geschehen sind. Sitzung 4: Wir diskutieren die Rolle von guten und schlechten Erinnerungen für die Aufrechterhaltung einer Depression. Das Festhalten an Zorn und Bitterkeit erhält Depression aufrecht und unterminiert das Wohlbefinden. Hausaufgabe: Die Klientin schreibt über Gefühle von Zorn und Bitterkeit und darüber, wie sie ihre Depression nähren. Sitzung 5: Wir führen Vergebung als ein machtvolles Werkzeug ein, das Gefühle von Zorn und Bitterkeit in neutrale, für manche Menschen sogar in positive Gefühle verwandeln kann.68 Hausaufgabe: Die Klientin schreibt einen Brief der Vergebung, in dem sie eine Verletzung oder Grenzüberschreitung sowie die davon hervorgerufenen Gefühle beschreibt und gelobt, dem Menschen, der sie verletzt hat, zu vergeben (nur falls angemessen), schickt den Brief jedoch nicht ab. Sitzung 6: Die Rolle von Dankbarkeit wird diskutiert. Hausaufgabe: Die Klientin schreibt einen Brief der Dankbarkeit an jemanden, dem sie niemals angemessen gedankt hat, und wird aufgefordert, diesen Brief persönlich zu überbringen. Sitzung 7: Wir betrachten noch einmal, wie wichtig es ist,Read more at location 1218
Note: positive Psychotherapie Edit
»Dankbarkeits-Tagebuchs« und durch die Anwendung von Charakterstärken zu kultivieren. Sitzung 8: Wir diskutieren die Tatsache, dass »Genügsame« (»Dies ist gut genug«) mehr Wohlbefinden erleben als »Maximierer« oder »Perfektionisten« (»Ich muss die perfekte Frau, die perfekte Geschirrspülmaschine oder den perfekten Ferienort finden«). Dem Zufriedensein wird gegenüber der Maximierung der Vorrang gegeben.69 Hausaufgabe: Die Klientin überlegt sich Wege, um ihre Zufriedenheit zu vergrößern, und entwickelt einen persönlichen Genügsamkeits-Plan, um künftig auch mit nicht perfekten Umständen zufrieden sein zu können. Sitzung 9: Wir diskutieren Optimismus und Hoffnung: Der optimistische Lebensstil wird als Weg vorgestellt, schlechte Ereignisse als vorübergehend, veränderbar und begrenzt zu betrachten. Hausaufgabe: Die Klientin denkt an drei Türen, die sich für sie verschlossen haben. Welche Türen haben sich inzwischen geöffnet? Sitzung 10: Die Klientin wird aufgefordert, die Charakterstärken eines oder mehrerer Menschen in ihrem Leben anzuerkennen. Hausaufgabe: Wir ermutigen die Klientin, aktiv und konstruktiv auf positive Ereignisse zu reagieren, die von anderen berichtet werden, und die Klientin arrangiert eine Gelegenheit, um ihre eigenen Charakterstärken und die Charakterstärken eines oder mehrerer bedeutsamer Menschen in ihrem Leben zu feiern. Sitzung 11: Wir diskutieren, wie man die Charakterstärken von Familienmitgliedern erkennt und wo die Charakterstärken der Klientin ihren Ursprung haben. Hausaufgabe: Die Klientin bittet Familienmitglieder, den Charakterstärken-Fragebogen auszufüllen, und zeichnet dann einen Stammbaum, der die Charakterstärken aller Familienmitglieder aufführt. Sitzung 12: Das bewusste Genießen (»Savoring«) wird als eine Technik eingeführt, welche die Intensität und Dauer von positiven Gefühlen vergrößert. Hausaufgabe: Die Klientin plant angenehme Aktivitäten und führt sie wie geplant durch. Die Klientin erhält eine Liste spezifischer »Savoring«-Techniken. Sitzung 13: Die Klientin hat die Macht, eines der größten aller Geschenke zu geben – das Geschenk der Zeit. Hausaufgabe: Die Klientin soll das Geschenk der Zeit geben, indem sie etwas tut, das reichlich viel Zeit in Anspruch nimmt und das ihrer Charakterstärken bedarf. Sitzung 14: Wir reflektieren gemeinsam ein erfülltes Leben, das Freude, Engagement und Sinn enthält. Bei unserem einzigen Test der Anwendung von Positiver Psychotherapie bei schwerer Depression wurden die Patienten nach dem Zufallsprinzip entweder individueller Positiver Psychotherapie nach dem oben umrissenen Schema oder einer gewöhnlichen Behandlung zugeteilt. Eine angeglichene, aber nicht randomisierte Gruppe gleichermaßen depressiver Patienten erhielt die übliche Behandlung sowie Antidepressiva. (Ich halte es nicht für ethisch, Patienten nach dem Zufallsprinzip Medikamente zu geben, also passten wir diese Gruppe nach demografischen Gesichtspunkten und der Intensität der Depression an.) Die Positive Psychotherapie linderte die depressiven Symptome in Hinsicht auf alle angewendetenRead more at location 1241
Maßeinheiten besser als die gewöhnliche Behandlung und besser als Medikamente. Es zeigte sich, dass 55 Prozent der Patienten der Positiven Psychotherapie, 20 Prozent der Patienten, die eine übliche Therapie erhielten, und nur acht Prozent der Patienten, die eine übliche Therapie und Medikamente erhielten, eine Remission erreichten.70 Die Positive Psychotherapie ist noch im Anfangsstadium ihrer Entwicklung und Anwendung, und diese Resultate sind vorläufig und müssen in anderen Versuchen reproduziert werden. Es wird wichtig sein, die Reihenfolge und Dauer der Übungen auf die Reaktionen der Klienten zuzuschneiden. Auch wenn die Anwendung dieser Übungen in ihrer Bündelung etwas Neues ist, sind die einzelnen Übungen an sich jedoch gut validiert. Das wahrscheinlich beeindruckendste Resultat der Übungen zeigte sich im Januar 2005. Das Time-Magazin brachte eine Titelstory über die Positive Psychologie,71 und da wir eine Flut von Anfragen erwarteten, eröffneten wir eine Website, die eine Gratisübung anbot: die »Was gut gelaufen ist«-Übung. Tausende von Menschen registrierten sich dafür. Mein besonderes Interesse galt den 50 am stärksten depressiven Menschen, die die Website aufgesucht, den Depressions- und den Glückstest gemacht und dann die »Was gut gelaufen ist«-Übung durchgeführt hatten. Diese 50 Personen hatten einen durchschnittlichen Depressionswert von 34, weshalb sie in die Kategorie »extrem« depressiv einzuordnen waren – das sind Menschen, die es kaum schaffen, morgens aufzustehen, an ihren Computer zu gehen und dann wieder ins Bett zu gehen. Sie alle machten die »Was gut gelaufen ist«-Übung. Sie schrieben eine Woche lang die Dinge auf, die an einem Tag gut gelaufen waren, und berichteten dann auf der Website von ihrer Erfahrung damit. Ihr Depressionswert ging im Durchschnitt von 34 auf 17 zurück, also aus dem Bereich der extremen Depression in den Bereich der schwachen bis mäßigen Depression, und ihr Glückswert schnellte vom Perzentilwert 15 auf den Perzentilwert 50 hinauf. 47 der 50 Personen waren nun weniger deprimiert und glücklicher. Dies war natürlich keineswegs eine kontrollierte Studie, wie die beiden oben angeführten Studien. Es gab keine Randomisierung, kein Placebo und es gab eine potenzielle Einseitigkeit, weil die Menschen zum größten Teil deshalb die Website aufgesucht hatten, weil sie auf Besserung hofften. Andererseits habe ich 40 Jahre lang Depression mit Psychotherapie und Medikamenten behandelt und habe dabei niemals vergleichbare Resultate erzielt. All das bringt mich zum schmutzigen kleinen Geheimnis von Psychotherapie und Medikamenten.Read more at location 1270
Ressourcen Fokus
Positive Psychologie
- Erstgespräch – Abklärung machbarkeit und gegenseitige Empathie
- Coaching vom Problem zum Zielfokos
- Aufbau positiver Ressourcen – Positive Diagnostik und Coaching
- Stärken, Interessen, Ressourcen – Fragebogen VIA – Stärken Timeline – Zusammenpassen?
- Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit – Fragebogen SWLS und Impulsfragen Biswas Diener und Flourishing Scale –> Impulse für Coaching Fragen
- Zukunftsorientierung – Hope Theory: Ziele setzen, Wege sehen, Handlungsfähigkeit –> Positiv und Everest und nach Elementen in Hope Theory fragen
- Situative Unterstützungsfaktoren
- Persönliche Werte und Motivation
- ….–> Weiter recherchieren!!!!!!!!!!!! und ausdenken!!!!!!!!!!!!
4. ggf. Resilienztraining und Begleitung in der Entwicklung zur Gewohnheit – Tägliche Umsetzung und Transferstärken
Penn Vorlage:
- Denkmuster erkennen
- Denkfallen vermeiden
- Eisberge entdecken
- Problemlösend denken
- auf Wesentliches konzentrieren
- Ruhe finden und sich konzentrieren
- Anwenden und automatisieren.
Oder entweder oder 2 Angebote…
Positive Diagnostik und Coaching vs. Resilienztraining
Vorgehen:
Puzzle:
- Probleme / Stressoren ermitteln – Worum geht es?
- Ursachen? – Woher kommt das?
- Ziele? – Was möchtest du erreichen? Ist es in deiner Kontrolle?
- Zusätzliche Ressourcen? – Was brauchst du dazu? Was fehlt dir?
- Lösungsweg? – Wo hast du Ressource schonmal eingesetzt? Was hast du bisher unternommen?
- Effekt? – Was bedeuted das für dich, wenn das Ziel erreicht ist? Was bringt es dir? Was ist dann noch möglich?
Positiv Ziele formulieren:
P = Positiv formuliert in der Gegenwart und so als ob du es schon erreicht hättest. Gehirngerechte Zielformulierung kommt ohne Verneinung und Konjunktiv aus. Wörter wie abnehmen, nicht mehr, kein, sollte, könnte und alles irgendwie unbestimmte bei der Zielformulierung weglassen. Wird das Ziel mir bringen, was ich wirklich will?
O = Ökologie. Der Kern jeder Zielformulierung. Was ist der Preis, den ich bezahlen muß, damit ich das Ziel erreiche? Wie hoch ist mein Einsatz zeitlich, finanziell und emotional? Was sind die Konsequenzen? Bin ich bereit so viel Aufwand zu betreiben? Ist es das Wert?
Wie stelle ich mir mein Leben vor, wenn ich das Ziel erreicht habe?
Die Vorstellung muß konkret möglich sein und gute Gefühle auslösen. So will ich das = löst Kraft aus.
Kein Ökologie Check ohne die Frage nach Ausnahmen: Mach ich das auch wenn:________________. Wann gilt das Ziel und wann nicht. Das Ziel wird auf Beständigkeit abgeklopft. Die Ernsthaftigkeit des Ziels wird geprüft. Bedenke auch bei der Zielfindung, wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. 😉
S = Sinnesspezifisch konkret. Das Ziel wird gesehen, gehört und erspürt. Mit allen Sinnen wird überlegt, wie es sein wird, wenn man das Ziel erreicht hat. Was siehst du? Wie fühlst du dich? Wie hört es sich an?
I = Individuell. Das erstrebenswerte Ziel ist in meiner individuellen Kontrolle. Mein Ziel hängt nicht vom wollen anderer ab. Wenn ich bspw. will das meine Kunden freundlicher sind, werde ich das kaum erreichen. Ich kann mir als Ziel aber eine Strategie oder ein Verhalten überlegen, damit ich mit dem Verhalten der anderen besser klar komme. Formuliere dein Ziel so, dass die Erreichbarkeit in deiner eigenen Kontrolle liegt.
T = Testbar. Woran merke ich wenn ich das Ziel erreicht habe? Bei persönlichkeitsorientierten Zielen ist es schwierig Sachen zu messen. Da ist es dann wichtig, Kriterien für den Wachstumsprozess zu definieren. Bspw. wenn ich es schaffe den Job nicht hinzuwerfen unter zwei Jahren Verweildauer, dann hat es mir geholfen an mir zu arbeiten.
I = Interessant. Das Ziel interessiert mich brennend. Ansonsten ist das Ziel vielleicht eine Notlösung oder ein Weg aus mangel an Alternativen.
V = Visionär. Wofür steht das Ziel? Was steckt hinter dem Ziel? Vielleicht noch ein viel größeres? Hier stellt sich auch immer die Sinnfrage. Was gibt dem Leben und den Tätigkeiten wirklich Sinn. Und dennoch passiert es: Nicht alles was man im Leben tut, muß immer nützlich sein.