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Das Büro von Hermann Czech, auf einer Etage im ehemaligen Franziskanerkloster in der Wiener Singerstrasse organisiert, hat keine Erschliessungsräume, sondern funktioniert nur als Raum-zu-Raum-Erschliessung. In den grossen Atelierraum der Mitarbeiter gelangt man nur über das Sitzungszimmer oder das Büro vom Chef. Sinnigerweise teilen sich die zwei Durchgangsräume das gleiche Türblatt zum Eingangsraum. Entweder steht das Sitzungszimmer oder das Einzelbüro offen. Den Fassaden und Aussenwänden entlang, erlauben zusätzliche Türen unterschiedliche Durchwegungsmöglichkeiten. Dies verschafft den Raumtrennwänden, die als Bücherregale genutzt werden, eine maximale Transparenz und Durchlässigkeit. Jeder Raum hat mindestens drei Zugänge. Die verglasten Bücherregale schaffen eine Irritation aus Durchblicken und Spiegelungen. Ein Thema, das sich durch die Kaffeehäuser von Hermann Czech mit Spiegeln als Raumerweiterung durchzieht. Das Büro dient dem Architekten nicht nur als Arbeits- sondern auch als Wohnraum. Eine kleine Kammer, erschlossen über den Eingangsraum oder das Treppenhaus, dient als Schlafgelegenheit.
Verfasser: Adrian Kast
Pläne und Bilder: Hermann Czech