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Ausserhalb der Schneesaison beschreibt der Lawinenwarndienst lawinenrelevante Ereignisse in diesem Blog. Im Anschluss an grössere Schneefälle, welche die Kriterien für ein Sommerbulletin erfüllen, wird der Blog aktualisiert. Über neue Blogeinträge können Sie sich in der App WhiteRisk via Push-Notification informieren lassen.
Nach einem meist trockenen und milden September fielen vom 3. bis zum 4. Oktober am Alpensüdhang ergiebige Regenmengen (Blog MeteoSchweiz). Mit der Schneefallgrenze auf rund 2800 m fiel am Alpensüdhang und am Alpenhauptkamm nur im Hochgebirge Schnee. Im Anschluss kühlte es markant ab, und vom 5. bis zum 7. Oktober fiel im Norden und Osten etwas Schnee. Die Schneefallgrenze sank auf rund 1600 m (Abbildung 1.1).
Insgesamt fielen von Sonntag, 3. Oktober bis Donnerstag 7. Oktober oberhalb von 3200 bis 3400 m am Alpenhauptkamm 30 bis 60 cm Schnee, lokal auch mehr. In den übrigen Gebieten fielen im Hochgebirge 15 bis 30 cm Schnee. Auf 2600 m fielen im Norden 5 bis 15 cm, im Süden fiel kein Schnee (Abbildungen 1.2).
Anfang Oktober lag nur im vergletscherten Hochgebirge sowie an schattigen Rinnen und Hängen oberhalb von rund 3000 m eine geschlossene Schneedecke. Dort wurde der Neuschnee der ersten Oktoberwoche auf einer zusammenhängenden Altschneedecke abgelagert. Am Alpennordhang lag Anfang Oktober in hohen Lagen wenig Schnee, der Ende September gefallen war. Sonst fiel der Schnee in mittleren und hohen Lagen meist auf den aperen Boden. Der Neuschnee wurde zunächst mit starkem Südwind, im weiteren Verlauf mit starkem Nordwind verfrachtet und vor allem im Hochgebirge entstanden Triebschneeansammlungen.
Die Lawinengefahr war im Hochgebirge erhöht. Am 3. und 5. Oktober publizierte das SLF jeweils ein Lawinenbulletin. Besonders im vergletscherten Hochgebirge ist auch in den nächsten Tagen eine vorsichtige Routenwahl empfohlen.
Gefahrenentwicklung
Lawinenbulletins dieser Zeitperiode im Überblick.