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Walk of History
WALK OF HISTORY
Home of Swiss Golf since 1893
WALK OF HISTORY
Der „Walk of History“ entlang der Driving Range auf der Golfanlage Samedan erzählt die Geschichte des Engadine Golf Club: von der Entstehung des Golfclubs über das Clubhaus hin zu der Lärchenaktion zum 125-Jahre-Jubiläum.
Der „Walk of History“ ist frei zugänglich.
Home of Swiss Golf
Seit 125 Jahren besteht der Engadine Golf Club in Samedan und ist damit der älteste Golfclub in der Schweiz und der sechstälteste auf dem europäischen Kontinent. Alles begann im Sommer 1889 mit einer Reise des Hotelpioniers Conradin von Flugi nach England, um Möglichkeiten für den Bau eines Golfplatzes im Engadin zu prüfen. Das Resultat war ein 9-Loch-Platz zwischen dem heutigen Bahnhof und St. Moritz-Bad. Im «Engadine year book» von 1890 wurde dieser Platz erstmals erwähnt und erhielt das Prädikat «very sporty». So waren es die St. Moritzer und deren Gäste, die es verstanden, dem Golfspiel die erste Existenzgrundlage auf dem alten Kontinent zu verschaffen.
Der Golfsport eroberte das Engadin im Sturm und die Gemeinde Samedan erteilte dem Hotel Bernina die Bewilligung, in der Champagna einen 18-Loch-Golfplatz zu bauen. Der Direktor des Hotel Bernina, Angelo Fanconi, amtete bei der Gründung des Engadine Golf Club in Samedan im Jahr 1893 als «honorary secretary». Am 1. und 2. August 1893 fand das erste Turnier statt. Laut der umfangreichen Berichterstattung in der «The Alpine Post» war das Mixed Foursome («Members Only») das wichtigste Turnier.
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Der Engadine Golf Club war bereits seit 9 Jahren aktiv, als der Verband (ASG) 1902 in Luzern gegründet wurde. Neben dem Engadine Golf Club, waren noch Montreux und Luzern dabei. Erster ASG-Präsident war der englische Parlamentarier Arthur H. Crosfield, der als Schlüsselfigur für die frühe Entwicklung des Golfsports im Engadin und der ganzen Schweiz gilt. In der ASG hatte jeder Club das Recht auf einen Sitz im Vorstand, so gab es übrigens 1910 nicht weniger als 14 Vizepräsidenten. Laut dem Buch «100 Jahre ASG» beschloss die Generalversammlung von 1911, die Anzahl der Vizes auf 28 zu beschränken.
Im zweiten Weltkrieg wurden auch im Engadin alle Turniere ausgesetzt und das Ausbleiben der Gäste führte im Engadine Golf Club zu finanziellen Engpässen. Der Club musste sich neu orientieren. Zum Glück sprang das Badrutt’s Palace Hotel ein, um Gelder vorzustrecken. Sein Inhaber, Hans Badrutt, war ohnehin ein grosser Förderer des Clubs und – wie später auch sein Sohn Andrea – dessen langjähriger Präsident.
Vom Pavillon zum Clubhaus
Das alte Clubhaus des Engadine Golf Club in Samedan könnte viele Geschichten erzählen. 1893 wurde der erste Pavillon errichtet, in welchem während der ersten Turniere am Nachmittag Tee serviert wurde. Es war eine einfache, schmutzige, ja sogar kuhstallähnliche Bleibe, durch deren Ritzen es zog und die nur teilweise vor Wind und Wetter schützte.
1901 entstand das «neue» Clubhaus, ein hübsches kleines Gebäude, das einem Schweizer Chalet ähnelte und bereits auf den ersten Blick Geräumigkeit und Attrakti- vität versprach. Im neuen Clubhaus stand ein Speisesaal und Umkleideräume für Damen und Herren zur Verfügung. Vor dem Clubhaus lud eine rund 10 Meter lange und 3 Meter breite gemütliche Veranda ein den Nachmittagstee einzunehmen und den herrlichen Blick über das Tal zu geniessen. Das Clubhaus kostete 10’000 Franken. 1913 kam das Clubhaus bereits an seine Grenzen, es war zu klein und sollte erwei- tert und mit neuen Möbeln ergänzt werden. Die 50’000 Franken für den Bau wurden mit Spenden gedeckt und zum traditio- nellen «Fourth of July» Dinner konnten im neuen grosszügigen Speisesaal 70 Gäste begrüsst werden. Die schöne Veranda lud auch weiterhin zum Verweilen ein.
1983 wich das gemütliche Clubhaus dem heutigen Bau. Mehr Platz und Komfort soll- te das neue Clubhaus bieten und den An- sprüchen der Mitglieder und Gäste gerecht werden: Ein Restaurant mit grosser Terrasse und Blick auf die Golfanlage, ein Pro-Shop und Sekretariat sowie Umkleideräume für Damen und Herren.
Samedan, der Links Course
Die Eröffnung der Anlage in Samedan wurde 1893 wie folgt beschrieben: «Der Platz befindet sich auf sandigem Boden mit krausem, dürrem Gras. Er verfügt über aus- reichend Bunker, bei denen es sich leider nicht um Sandhindernisse handelt, sondern um das breite Bett eines so gut wie ausge- trockneten Wasserlaufes. Der Platzverlauf ist recht einfach und für gerade Drives aus- gelegt. Der Rasen ist ausgezeichnet und bietet einen recht festen Untergrund.»
In den 125 Jahren seines Bestehens hat die Anlage in Samedan einige architektoni- sche Korrekturen erfahren: Die Anordnung der Golfbahnen wurden verlegt, die Ab- schläge erneuert, die Greens erhöht oder verschoben, die Bäche und Seen mit Wasser gefüllt und noch vieles mehr.
1988 wurde der Platz vom Golfplatzarchi- tekten Mario Verdieri als «New Course» umgebaut und entspricht mit wenigen Änderungen der aktuellen Golfanlage in Samedan.
Caddies? Caddies!
Caddies gehörten in den Anfangsjahren des Golfsports zu einem festen Bestandteil jeder Golfanlage. Auf der Anlage Samedan verdienten sich die einheimischen Buben und Mädchen ein gutes Sackgeld als Caddies, darunter auch später bekannte Künstler wie Giacometti oder Segantini, die den Golfspielern – Mitgliedern und Gästen – damals die Golftaschen getragen haben. Einer der Gäste war John Plant. Der gebür- tige Engländer kam jedes Jahr für drei Monate nach St. Moritz und wohnte im Badrutt’s Palace Hotel. Er unterstützte den Club über viele Jahre mit seinem Wissen. Er ging immer mit einem Caddie auf den Platz und diese erinnern sich: «John Plant, war so etwas wie der Grandseigneur des Golfs. Er war gross und attraktiv und hatte noch mit 70 ein Handicap von 5».
Mit der Entwicklung des Golfmaterials sind die Caddies verschwunden. Heute sind die meisten Golfsäcke aus leichtem, wasser- abstossendem Material und können gut getragen oder auf ein Golftrolley – zum selber ziehen oder elektrisch – montiert werden. Caddies sind bei den Amateur- Golfern praktisch verschwunden. Bei den Profi-Turnieren sind Caddies als Berater bei der Schlägerwahl und beim Lesen des Grüns weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Erfolges.
The Engadine Amateur Championship
Am 19. August 1893 fand das erste Amateur Golf Turnier in der Schweiz statt, das auch heute noch jährlich als Engadine Amateur Championship stattfindet. Bei der Meisterschaft der Damen wurde über 9 Loch gespielt und Mrs. Mosely gewann mit 59 Schlägen. Die Herren spielten über 18 Loch und es gewann Mr. H. H. Springman mit 84 Schlägen.
Das Turnier, zwei Tage Strokeplay über 36 Loch, findet seit 1893 statt und hat viele prominente Sieger in den Jahren gesehen: Mr J. Plant, Mr. U. Lamm, Mr. M. Frank und Mr. Martin Rominger, Playing-Pro Engadine Golf Club. Auch zwei Ladies konnten sich in die Palmares ein- reihen: 1995 Mrs. P. Moore und 2010 Miss C. Casanova. In der neueren Zeit wird die Championship über drei Tage und 54 Loch gespielt. Immer noch Strokeplay und mit strikten Vorgaben: Kein Handicap über 11.0 und maximal 120 Teilnehmer. Bei zu vielen Anmeldungen wird die Handicap-Vorgabe sogar noch weiter runtergesetzt.
1923 fand übrigens das erste Swiss Open auf der Golfanlage Samedan statt, das Vorgängerturnier der heutigen Omega European Masters, welches seit 1923 in Crans-Montana stattfindet.
The St. Moritz Classic
The St. Moritz Classic wurde 1988 und 1989 auf der Golfanlage in Samedan gespielt. Die besten Spielerinnen der Tour waren angetreten um sich auf rund 1’700 Meter über Meer zu messen. 1988 kam die Siegerin aus Neuseeland, Janice Arnold spielte 285 Schläge auf den 4 Runden und bekam ein Preisgeld von 9’000 Franken. 1989 gewann Kitrina Douglas aus England mit 286 Schlägen und durfte 10’500 Franken als Preisgeld mitnehmen.
Unlimitiert golfen
St. Moritz und das Engadin zählen zu den renommiertesten Golfdestinationen der Alpen. Golfen auf über 1’700 Meter über Meer mit atemberaubendem Alpenpanorama und einem der schönsten Hochtäler, ist für viele Anhänger des Golfsports der absolute Höhepunkt im Sommer.
Die grosse Auswahl der Engadin Golf Hotels – rund 30 an der Zahl – liegen in der Nähe der Golfanlagen und eignen sich perfekt für exklusive Golfferien. Perfekt kom- binierbar mit dem grossen kulinarischen Angebot im Engadin.
In der Geschichte des Engadine Golf Club gibt es ein paar Menschen und Momente, an denen man nicht vorbeikommt. Allen voran die Persönlichkeiten, die zum Golf- spielen nach Samedan kamen. Prinz Max von Baden etwa, oder Aga Khan, der ein Turnier ins Leben rief und dem viele promi- nente Meisterschaften und Persönlich- keiten folgten. So auch der schottische Schauspieler Sean Connery, der berühmte Bond-Darsteller, der sich 1981 für ein Four- some auf dem Golfplatz Samedan einfand und Erzählungen zufolge «einen Humor gehabt habe, der grösser sei als die 18 Löcher des Platzes».
Die Greens werden Whites
Wintergolf in St. Moritz! 75 Jahre vergingen von der Idee bis zur Verwirklichung. Das erste Turnier auf Schnee fand 1979 auf dem gefrorenen St. Moritzersee statt. Wie kaum ein anderer Freiluftsport kann Golf das ganze Jahr über gespielt werden. Der damalige Kurdirektor Peter Kasper nahm die Idee aus dem Jahre 1904 auf und setzte sie erfolgreich um.
Leuchtende Bälle sind fast Pflicht, die Grüns sind weiss und rund herum liegt viel Schnee: Das ist Wintergolf. Die «Whites» brauchen viel Handarbeit, damit die Fläche rund ums Loch kompakt und möglichst spurtreu wird. Wintergolf wird seit 1979 jeden Januar gespielt. Früher auf dem St. Moritzersee, seit 1996 bei Silvaplana und erfreut sich grosser Beliebtheit bei Spielerinnen und Spielern sowie auch bei Zuschauern.
Achtung Kühe!
Auf Fotos von früher sieht man noch den einen oder anderen prominenten Spieler, der mit Hund auf den Platz ging. Lord Tyrrell etwa, der britische Botschafter in Paris, schlenderte stets mit «Mike», seiner englischen Bulldogge, über die Fairways. In den 80er Jahren wurde dann ein Hunde- Verbot verhängt und zur gleichen Zeit ver- schwanden auch die Kühe durch einen Deal mit den Bauern. Sie hatten ihre Tiere nach der Schneeschmelze stets für ein paar Wochen auf den Platz gebracht, der zum Gemeindeland zählt. Die Greens mussten mit Elektrozaun geschützt werden, damit die Kühe sie nicht zertrampelten und die Fairways mussten täglich von den Fladen befreit werden, weil unter ihnen der Rasen verbrannte.
«Die Kosten dafür waren so hoch, dass es günstiger kam, den Bauern 3.50 Franken pro Tier pro Saison anzubieten und sie woanders weiden zu lassen», sagt Mario Verdieri, der damals mit den Bauern verhan- delte. Mario Verdieri hat als Architekt den Golfplatz mehrmals umgebaut und zeichnet für das 1983 neu errichtete Clubhaus verantwortlich.
Zwei Plätze – zwei Welten
Dieser Vergleich trifft auf die beiden Plätze sehr gut zu. Beide Anlagen – Samedan und Zuoz-Madulain – lassen für den anspruchs- vollen Golfer keine Wünsche offen.
Wer auf der Terrasse der Golfanlage Samedan steht, die 1893 eröffnet wurde, ist überwältigt. Der Ausblick über die Ebene des Flaz Baches in ein einzigartiges Berg- panorama lässt den Besucher für eine Weile vergessen, warum er hierhergekommen ist. Der an sich topfebene Platz mit seinen teil- weise über 700 Jahre alten Lärchen, deren Spitzen von Sturm und Blitzschlägen zerzaust sind, mit den vielen kleinen Bächlein und Seelein verlockt zu «Power Golf». Doch Übermut tut hier selten gut. Alle Greens sind gut verteidigt. Nicht nur durch Bunker, auch durch Bäume oder Gebüsch und durch viel Wasser. Präzise Annäherungsschläge sind gefragt und auch Köpfchen. Und wenn der Malojawind ab 12 Uhr weht, verlangt die gefühlte Länge des Platzes die Mobilisierung der letzten Kraftreserven. Kraft braucht es ebenfalls auf der Anlage in Zuoz-Madulain, die 2003 eröffnet wurde. Im Gegensatz zu Samedan ist dieser Platz ein ständiges, leichtes Auf und Ab und setzt nicht nur durch das abwechslungsreiche Course Design eine gewisse Fitness voraus. Doch auch hier gilt es, den Kopf zu gebrauchen. Und das fällt manchmal nicht leicht, wird man doch immer wieder aufs Neue von einem traumhaften Blick in die Engadiner Berge oder die historischen Dörfer Zuoz und Madulain abgelenkt.
The Alpine Post
Die Anlage in Samedan ist nicht nur der älteste Golfplatz der Schweiz. Auf ihm er- eigneten und ereignen sich auch Dinge wie auf keinem anderen Golfplatz. Erstmals er- wähnt wird er am 14. Juni 1893 in «The Alpine Post». Der Autor des Textes ist kurz nach der Eröffnung des Platzes begeistert von dem «krausen, dürren Gras und dem breiten Bett eines so gut wie ausgetrock- neten Wasserlaufes…». Es war eine Zeit, in der man die Sandwiches zum Frühstück mit einem Lanson Extra Dry runterspülte.
«The Alpine Post» berichtete regelmässig über die Aktivitäten und für manche Ein- heimische, Kuriositäten, die auf dem Golf in Samedan stattfanden. In der Ausgabe vom 28. Juli 1908 gab Tom Morris «Ratschläge für Junge Golfer» und in der Ausgabe vom 4. August 1908 wurde ein Artikel zum Thema «Golfsport – eine Ehrensache» publiziert.
Der Engadine Golf Club liess «The Alpine Post» für das 125-jährige Jubiläum wieder- aufleben und publizierte in der Ausgabe vom 1. August 2017 die geplanten Aktivi- täten für das Jubiläumsjahr 2018.
Welcome to the Club
Dazugehören, Freunde finden und Spass am Spiel haben! «Blackballing» nannten englische Clubs einst das Aufnahme- verfahren für neue Mitglieder. Eine Ent- scheidungsjury stimmte ab und warf dafür schwarze und weisse Kugeln in eine Urne. Eine einzige schwarze Kugel reichte – und der Kandidat wurde abgelehnt. Natürlich wird das heute nicht mehr gemacht, schon gar nicht im Engadine Golf Club. Aber eine Mitgliedschaft in einem Club ist inzwischen wieder ziemlich angesagt.
Die Mitgliedschaft im Engadine Golf Club bietet ein gutes Netzwerk, nicht nur zum Golf spielen, aber auch um Freunde zu treffen. Von den rund 1’250 Mitgliedern sind 2018 rund 70% aktive Golfspieler und davon 140 Junioren. Neben den vielen sportlichen Turnieren wird das Clubleben auch sozial gepflegt: die Sektionen Ladies, Senioren und Junioren bieten jeden Sommer eine grosse Fülle an Anlässen an, um sich kennenzulernen und neben dem Golfspiel auszutauschen oder gemeinsam etwas zu erleben.
In Kursen und Schnuppertagen werden grundlegende Informationen über das Golfspielen vermittelt und was es mit den Schlägern auf sich hat. Wer einmal das kurze «Klick» beim perfekten Treffen des Balls gehört hat, ist vom Golfspielen infiziert. Welcome to the Club!
Drei Golfclubs fusionieren
1893 wurde der Engadine Golf Club gegründet, dem sich 1902 der St. Moritz Golf Club anschloss. Dem Engadine Golf Club – als ältestem Golfclub auf dem euro- päischen Festland – gehörten 2007 noch rund 174 Mitglieder an. 1950 entstand der Samedan Golf Club, in dem sich die golfbegeisterten Einheimischen zusammen- schlossen. Mit knapp 800 Mitgliedern war er der grösste der drei Golfclubs im Engadin. Im Jahre 1998 wurde dann der Zuoz Golf Club als jüngster Golfclub im Engadin gegründet, welcher 320 Mitglieder zählte. Auf die Golfsaison 2008 erfolgte die Fusion dieser drei Oberengadiner Golfclubs. Der nach dem Zusammenschluss verbleibende Engadine Golf Club ist mit der Fusion einer der grössten Golfclubs der Schweiz mit über 1’300 Mitgliedern und bietet seinen Mitgliedern die einzigartige Möglichkeit, auf zwei exzellenten Golfanlagen im Engadin zu spielen.
Als ältester Golfclub ist es dem Engadine Golf Club ein grosses Anliegen, die Tradition zu pflegen. Tradition bedeutet einerseits, Gutes und Bewährtes zu erhalten, andererseits aber auch offen sein für Neues. Der Golfsport im Engadin soll gepflegt werden und die Grundidee des Golfspiels im Vordergrund stehen: Die Freude am Golfspiel!
125 Lärchen für die Golfplätze
Das 125 Jahre Jubiläum des Engadine Golf Club wurde 2015 mit einem Nachhaltig- keitsprojekt lanciert: 125 Lärchen sollten bis zum Jubiläum auf den beiden Golf- anlagen in Samedan und Zuoz-Madulain gepflanzt werden um den Baumbestand und die Einzigartigkeit auf den beiden Golf- anlagen sicherzustellen.
Die Bäume prägen insbesondere die 18-Loch- Championship-Anlage in Samedan. Die be- sonderen Blick- und Schwungachsen rund um die Lärchen, haben schon manche Golferin und manchen Golfer zu einem ungewollten „Chip“ oder „Rollball“ gezwungen. Je nach Lage des Golfballes ist es nicht möglich das Green oder auch nur das Fairway mit einem sauberen Schwung anzuspielen.
Die Mitglieder und Gäste wurden aufgefor- dert, eine Lärche zu kaufen, damit diese in ihrem Namen gepflanzt werden kann. Die Resonanz auf dieses Projekt war über- wältigend. Innerhalb von einer Golfsaison waren alle 125 Bäume verkauft und konnten gepflanzt werden. Die Pflanzung der 125sten Lärche fand im Frühling 2017 statt und sämtliche Lärchen erfreuen – je nach Lage des gespielten Golfballes auch etwas weniger – die Golferinnen und Golfer.
1893 – 2018 Golfanlagen im Engadin
Die Golfanlagen im Engadin haben eine lange Tradition. 1891 entstand beim Kulm Hotel St. Moritz ein 9-Loch-Platz für die fast ausschliesslich englischen Gäste. 1964 musste der Golfplatz Tennisplätzen und einem Restaurant weichen, bis er 2001 auf Initiative des St. Moritzer Golfplatzarchitek- ten Mario Verdieri wiedereröffnet wurde. 1904 entstanden im Gebiet St. Moritz- San Gian weitere 9-Löcher, welche im Welt- krieg 1940 aufgegeben werden mussten. Etwas länger dauerte die Golf-Geschichte beim Palace Hotel in Maloja. Der Golflcub wurde 1897 gegründet und zweitweise auf
18-Loch ausgebaut. 1931 wurde der Platz auf einen 9-Loch-Platz reduziert, musste dann aber auch während dem zweiten Welt- krieg der Landwirtschaft weichen. 1993 entstand der 6-Loch Übungs-Platz Par 3 am Parkhotel Margna in Sils und ergänzte das Golfangebot im Engadin. Heute laden vier Golfanlagen mit 51 Löchern im Engadin zum Golfen ein: Golf Margna Sils mit dem 6-Loch Par 3 Übungs-Golfplatz beim Parkhotel Margna Sils, Golf St. Moritz mit dem Executive 9-Loch-Golf beim Kulm Hotel St. Moritz, Engadine Golf Club mit den beiden 18-Loch-Championship-Anlagen in Samedan und Zuoz-Madulain.