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Immer wieder faszinierend ist der südliche Sternenhimmel. Bei klarer Nacht und ohne Mond funkelt es wie wild. Weil in Nordchile die Nächte meistens klar sind und es keine (oder fast keine) Lichtverschmutzung gibt, hat es in und um das Elqui-Tal mehrere Sternwarte, grössere und kleinere. Wir entschieden uns für das Observatorio del Pangue.
Wir wollten auf dem Berg übernachten und fuhren deshalb nicht mit der Gruppe sondern bereits am späteren Nachmittag nach oben. Während des Sonnenuntergangs sahen wir das Gebäude. Wo ist denn das Fernrohr?
Um 21:00 Uhr kamen dann die anderen sechs Teilnehmer an (ein kleines Detail am Rande: von den acht Teilnehmern kamen fünf aus der Schweiz!). Und das Fernrohr war nicht so gross, wie wir uns dies vorstellten. Wir lernten, dass man durch die wirklich grossen Fernrohre gar nicht durchschauen kann. Die Bilder könnte man nur am Bildschirm anschauen.
Als erstens durften wir den Mond bestaunen und durch das Fernrohr ein paar Bilder knipsen. Dies ging ganz gut! Danach wurde das Fernrohr immer wieder neu ausgerichtet. Wir sahen einen „erloschenen“ Stern, eine zukünftige Supernova oder eine Gaswolke mit vielen neuen Sternen.
Wir konnten feststellen, dass sicher ein Stern des Kreuz des Südens ein Doppelstern ist. Der röteste Stern am Himmel wurde uns auch gezeigt. Zweimal blickten wir auf eine Zone, die von blossem Auge nur als dunkler Fleck wahrgenommen wird. Als wir dann durch das Fernrohr schauten, sahen wir ein leuchtendes Sternenmeer. Es sollten jeweils über eine Million Sterne sein. Wir verzichteten dann auf ein Nachzählen!
Und zum Schluss warfen wir einen Blick auf den Jupiter, der gerade über dem Horizont aufgetaucht war. Eine sehr beeindruckende Nacht.