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"Ich wusste nicht mal, was ein Schauspieler ist", erinnert sich Kacey an seinen Karrierestart: Regisseurin Ursula Meier castete den damals 7-Jährigen von der Strasse weg. Seine Mama sagte zu, drei Jahre später hält der Lausanner einen Schweizer Filmpreis für "Home" in der Hand.
Kaceys Charaktergesicht geht durch die Presse, er spielt scheinbar mühelos den jungen "Gainsbourg" (2010), bittet in "L’enfant d’en haut" (2012) Filmschwester Léa Seydoux mit ihm zu schlafen – ganz unschuldig, aber extra charismatisch. Für Léa ging danach die internationale Karriere los, Kacey bekam einen weiteren Schweizer Filmpreis und eine Nominierung für den César.
Lieber Leidenschaft statt Schule
2015 schmeisst er die Schule, keine leichte Entscheidung: "Ich war nie ein guter Schüler. Ich habs versucht, aber nicht auf die Reihe gekriegt. Deswegen hab ich mich entschlossen, mich auf das zu konzentrieren, was ich gerne tue".
Heute lebt er in Brüssel, gehört zu den aktuellen European Shooting Stars der Berlinale – wie Alicia Vikander oder Daniel Brühl vor ihm – und träumt von Hollywood und James-Bond-Szenen.
Momentan dreht er "einen belgisch-französischen Film mit Schlössern und einer Prinzessin", sein Ding bleiben jedoch die tiefschürfenden Dramen: In der Coming-of-Age-Story "Quand on a 17 ans" ist er ab Dezember als Schüler Damien zu sehen, der mit sich, seinen Aggressionen und den Gefühlen für einen Jungen ringt. Kacey kehrt immer wieder nach Lausanne zurück – "Freunde treffen und Pizzabacken". Im "Fratel", da sei er "Associate".