Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03340.jsonl.gz/2213

In der Studie haben die Experten der Swiss Re 21 Grenzmärkte analysiert, darunter Länder wie Nigeria, Ecuador, Vietnam oder Aserbaidschan. In all diesen Märkten dürfte das jährliche reale BIP-Wachstum mit 5 bis 10% in naher Zukunft sehr solide ausfallen, heisst es. Derweil deute die Versicherungsdurchdringung von insgesamt weniger als 1,5% auf ein erhebliches Aufholpotenzial hin.
"Eine langfristige Strategie ist wichtig, um das Potenzial in den Grenzmärkten voll auszuschöpfen", wird Swiss Re-Chefökonom Kurt Karl in der Mitteilung zitiert. Versicherer, die diese Märkte als Erste erschliessen und weiterentwickeln, könnten aber enorm von ihrer Vorreiterrolle profitieren. "Die Vorteile ergeben sich, wenn die Märkte die kritische Schwelle des mittleren Einkommens erreichen und Konsumenten sowie Unternehmen damit beginnen, mehr Versicherungen abzuschliessen", so Karl.
In den Anfangsjahren würden sich in den Grenzmärkten die Nichtleben- und Gewerbesparten tendenziell besser als die Lebens- und Privatversicherungssparten entwickeln, so die Studie. Bei steigenden Einkommen könnten später auch die Prämien für Lebensversicherungsprodukte mit einem Schwerpunkt auf Kapitalbildung schneller wachsen. Einen Pauschalansatz gebe es allerdings bezüglich Steigerung der Versicherungsdurchdringung oder der Geschäftstätigkeit in den Grenzmärkten nicht.
mk/sig
(AWP)