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Nein, das ist jetzt kein Witz: Südkorea will mit Musik-Auflagen und langsameren Laufbändern das Coronavirus bekämpfen. Nebst den anderen Massnahmen wie Abstand halten und Maskenpflicht, darf in Fitnesscentern nur noch Musik mit weniger als 120 Beats pro Minute (bpm) gespielt werden.
Die Regeln gelten für Gruppen, wie es sie zum Beispiel im Aerobic oder beim Spinning gibt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Laut den Behörden solle so verhindert werden, dass die Leute zu schwer atmen oder Schweisstropfen auf andere Personen fliegen.
Private Playlisten können nicht kontrolliert werden
Politiker der Opposition bezeichnen die Regeln als «lächerlich». Auch die Fitnesscenter-Betreiber sind nicht wirklich glücklich damit. Gegenüber Reuters sagt einer: «Wir spielen frohe Songs, um unsere Mitglieder aufzumuntern und für eine gute Stimmung zu sorgen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Verbreitung eines Virus davon abhängt, ob wir klassische Musik oder Pop laufen lassen.»
Sowieso würden eh die meisten Leute ihre eigene Playlist und Kopfhörer mitbringen. «Wie sollen wir da kontrollieren, welche Musik sie hören?», sagt der Fitnesscenter-Besitzer.
Langsamere Laufbänder
Die andere neue Regel betrifft die Laufbänder. Diese dürfen höchstens noch mit sechs Kilometer pro Stunde laufen. «Bekomme ich also kein Corona, wenn ich langsamer als sechs Stundenkilometer laufe?», fragt sich ein Mitglied der Oppositionspartei.
Übrigens: «Eye of the Tiger» von Survivor (109 bpm) oder «Jumpin‹, Jumpin›» von Destiny's Child (89 bpm) dürfen noch gehört werden. Der südkoreanische Hit «Gangnam Style» von Psy (132 bpm) oder «Work Bitch» von Britney Spears (128 bpm) gehen nicht mehr.
(red.)