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Alte Handys: Wertvoller als man denkt
Handys sind technische Meisterwerke und funktionieren nur dank wertvollen, seltenen Rohstoffen.weiter Alte Handys: Wertvoller als man denkt
Die Schweiz ist bekannt für ihr Gold auf der Bank – viel weniger für das Gold in ihren Flüssen. Einige unserer Bäche und Flüsse führen jedoch ständig gewisse Mengen Gold mit sich. Ausserdem kannte die Schweiz das Goldsuchen schon lange, bevor der Goldrausch in Amerika ausbrach. In diesem Artikel lernst du die ausgefallene Tätigkeit näher kennen, die heute noch von einigen leidenschaftlichen Goldwäschern ausgeübt wird.
Antike Quellen erzählen uns, dass schon unsere Vorfahren, die Helvetier, in Wasserläufen nach Gold gesucht haben. Ein paar keltische Völker hatten sogar eine ganze Industrie um das Goldwaschen an den Ufern des Rheins entwickelt. Zu dieser Zeit konnte man mit Gold Geldstücke schmieden, aber auch Schmuckstücke anfertigen oder vergolden. Der Kanton Luzern war besonders bekannt für das reiche Vorkommen und die gute Qualität des Goldes in seinen Flüssen, und die Goldgräber kamen von überall herbeigeströmt. Es war zwar eher schwierig, mit dieser Beschäftigung gutes Geld zu verdienen; dennoch setzte man seine Hoffnungen auf das Goldwaschen, besonders in mageren Zeiten, in denen es ein zusätzliches Einkommen versprach.
Gold ist ein Metall von glänzend gelber Farbe. Es ist ein ziemlich schweres und seltenes Metall, was es in den Augen des Menschen schon immer als besonders und sehr wertvoll erscheinen liess.
Das meiste Gold findet man in Goldadern, eingeschlossen mitten im Fels. In sogenannten Goldminen wird nach dem wertvollen Metall gegraben; oft wird der Fels auch gesprengt, damit man Zugang zu der Ader bekommt.
Unter der Einwirkung von Frost und Wasser lösen sich mit der Zeit jedoch kleinere Felsbrocken, die Goldteilchen enthalten, vom Berg. Wenn solche Blöcke in einem Fluss landen, löst die Kraft des Wassers die Goldteilchen aus dem Block, und sie werden mit dem Strom langsam bis ins Flachland transportiert.
Dort ist die Fliessgeschwindigkeit des Flusses gering genug, dass sich die Teilchen im Flussbett ansammeln. Zuerst lagern sich die schwereren Teilchen ab, bei zunehmend geringer Fliessgeschwindigkeit auch die leichteren. Deshalb ist es für Goldwäscher am sinnvollsten, am Fuss eines Berges nach Gold zu suchen. Der Fluss hat dort schon einen Teil des Goldwaschens übernommen!
Goldwäscher suchen zunächst nach den günstigsten Orten für die Ablagerung von Goldteilchen; oft sind dies Sandbänke oder Kiesgruben. Dies erfordert viel Erfahrung und gute Kenntnis des Terrains.
Dann wird der Kies sorgfältig untersucht und gesiebt, damit grösseres Geröll, das kein Gold enthält, abgetrennt wird. Was dann noch an Sand und Steinchen übrig bleibt, wird in eine Goldwaschpfanne oder eine Waschrinne geschüttet. Darin befinden sich nun hoffentlich auch einige Goldflitter! Sie werden in weiteren Waschgängen von allen übrig gebliebenen Verunreinigungen getrennt.
Dies ist die traditionelle Methode des Goldwaschens. Natürlich gibt es aber auch industrielle Methoden des Goldschürfens. Allerdings wird heutzutage in der Schweiz kein Gold aus Minen abgebaut, da diese Art der Gewinnung nicht lukrativ ist – es muss mehr Geld hineingesteckt werden, als an Gewinn zu erwarten ist. Einzig einige begeisterte Hobby-Goldsucher betreiben das Goldwaschen nach wie vor in den Flussbetten unserer Flüsse; dieses wertvolle, glänzende Metall übt noch dieselbe Faszination auf uns Menschen aus wie vor Tausenden von Jahren!