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Die Schweizer Wirtschaft spezialisiert sich international zunehmend auf die Herstellung von Hightech-Produkten. Die Exporte dieser Produkte wuchsen in den letzten Jahren stark an, wodurch die Schweiz mittlerweile zu den führenden Lieferanten von Hightech-Produkten zählt.
Mit 48 Mrd. Fr. generierte der Hochtechnologiesektor 2012 einen Viertel der Gesamtexporte und mehr als 80 Prozent des Schweizerischen Handelsüberschusses. Dies geht aus einer Medienmitteilung der Eidgenössischen Zollverwaltung vom Dienstag hervor.
Die Dynamik des Sektors widerspiegle sich im jährlichen Durchschnittswachstum der Exporte, heiss es in der Medienmitteilung. Dieses liegt für Hochtechnologieprodukte bei 4,7 Prozent, während die Gesamtexporte jährlich nur um 4,0 Prozent wachsen.
Als Hochtechnologieprodukte gelten etwa Computer, wissenschaftliche Instrumente oder Elektronikprodukte, aber auch pharmazeutische und chemische Erzeugnisse.
Exportschlager: Pharmaprodukte
Als Schweizer Exportschlager erwiesen sich vor allem die pharmazeutischen Erzeugnisse, also beispielsweise Impfstoffe und Medikamente. Deren Exporte wuchsen zwischen 2002 und 2012 um durchschnittlich 9,1 Prozent.
Den im Durchschnitt zweitstärksten Exportzuwachs verzeichneten Schweizer Waffen und Munition. Die Ausfuhren dieser Produkte nahmen jährlich um 7,3 Prozent zu, wobei der Wert der ausgeführten Waffen verglichen mit dem der pharmazeutischen Erzeugnisse verschwindend klein ist.
Auch die Exporte wissenschaftlicher Instrumente, wozu etwa Teleskope, Dentalbohrmaschinen oder Herzschrittmacher zählen, verzeichneten eine positive Entwicklung. Das gleiche gilt für Produkte der Kategorie Elektronik und Kommunikation.
Rückläufig entwickelten sich dagegen die Ausfuhren von Produkten im Bereich Luft- und Raumfahrt, von chemischen Erzeugnissen - Pharmaprodukte nicht eingerechnet - , sowie von Computern und Büromaschinen.
Während die Schweizer Hightech-Industrie ihre Exporte stark steigern konnte, legten die Importe von Hochtechnologieprodukten in die Schweiz kaum zu. Diese wuchsen jährlich im Durchschnitt um nur 1,6 Prozent, während die Gesamtimporte jährlich um 3,3 Prozent zunahmen.
Sortiert man alle Länder nach dem Wert der von ihnen exportierten Hightech-Produkten, nahm die Schweiz im Jahr 2011 den 11. Platz ein. Dies geht aus Daten der Weltbank hervor. Die Podestplätze belegten China, Deutschland und die USA. Zu den führenden zehn Ländern zählten ausserdem Japan, Singapur, Südkorea und Malaysia sowie Frankreich, Grossbritannien und die Niederlande.
SDA-ATS