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Die natürlichen Funktionen der Samenzellen bestehen in einer exakt vorgegebenen Abfolge hochkomplexer Vorgänge, die erst eine erfolgreiche Befruchtung erlauben. Jedes Spermium hat nach dem Samenerguss, unabhängig von den anderen, zeitlich und räumlich genau vorgegebene Aufgaben zu meistern.
Die Qualität der Zellen hängt dabei von der Fähigkeit der einzelnen Zelle ab, die unterschiedlichen Zellabschnitte, die für bestimmte Funktionen zuständig sind, zu aktivieren. So sind z B Veränderungen der Zelloberfläche, des Stoffwechselflusses und der Signalübermittlung innerhalb der einzelnen Zelle Voraussetzungen, dass das Spermium eine Eizelle erkennen, in sie eindringen und letztlich zur Verschmelzung bringen kann. Neue Untersuchungen weisen zudem darauf hin, dass einzelne dieser Funktionen paradoxerweise einzig dazu dienen, das Eindringen anderer Spermien in die gefundene Eizelle zu blockieren. Alle diese heute bekannten Mechanismen machen es verständlich, weshalb erst die Untersuchung dieser Spermienfunktionen eine echte Beurteilung der Befruchtungsfähigkeit einer Samenzelle bzw eines Ejakulates erlaubt.