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Anstieg des Meeresspiegels: Küstenstädte und Inselstaaten in Gefahr
Ozeanographen und Klimaforscher berechneten in einer Studie den Anstieg des Meeresspiegels für die nächsten Jahre. Die neuen Zahlen zeigen, wie stark gefährdet viele Gebiete sind.
Auch wenn die Treibhausemissionen weniger werden sollten und die Klimaerwärmung bei 2 Grad Celsius begrenzt werden kann, so steigt der Meeresspiegel bis zum Jahr 2300 trotzdem zwischen eineinhalb und vier Meter an. Gerade für kleine Inselstaaten und Küstenstädte würde dies eine Gefährdung ihrer Existenz bedeuten.
In den meisten der gefährdeten Regionen lässt sich nicht einmal viel dagegen ausrichten, denn Deiche in dieser Höhe zu bauen ist fast nicht möglich. «Man wird dort sicher deutliche Landverluste hinnehmen müssen», so Stefan Rahmstorf, Professor für Physik der Ozeane an der Universität Potsdam, und einer der Autoren der Studie, gegenüber Susanne Kuhlmann vom Deutschlandradio.
Um Berechnungen auf so lange Zeit hinaus anstellen zu können, erforschten die Ozeanographen die Meeresspiegelschwankungen in Zusammenhang mit Klimaerwärmungen in der Vergangenheit. Dabei konnten sie den Zeitraum und die Höhe zwischen einer Klimaerwärmung und dem Anstieg des Meeresspiegels auf die heutige Situation anwenden. Schon in der Vergangenheit gab es hin und wieder Erwärmungen des Klimas und damit einhergehende Schwankungen des Meeresspiegels. Doch seit Ende des 19. Jahrhunderts haben die Erderwärmung und der Meeresspiegelanstieg steil zugenommen.
Quelle: dradio.de Text: Jessica Buschor