Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03205.jsonl.gz/772

Wie funktioniert es?
Investmentfonds sind regulierte juristische Personen, die Geld von mehreren Anlegern einsammeln und es in deren Namen investieren. Die Anleger erhalten je nach Höhe ihrer Investition Anteile an dem Fonds.
Je nach Strategie des Fonds können die Anlagen alle Arten von Vermögenswerten wie Aktien, Anleihen, Edelmetalle oder andere Investmentfonds umfassen. In jedem Fall wird der Fonds von einem professionellen Manager verwaltet, der die gesammelten Gelder zuteilt, sich um die Verwaltung kümmert und für diese Dienstleistung eine Gebühr verlangt.
In der Vergangenheit haben traditionelle Investmentfonds die Landschaft dominiert, aber börsengehandelte Fonds (ETFs) haben in den letzten Jahren mehr und mehr Marktanteile gewonnen. ETFs werden an einer Börse gehandelt und können den ganzen Tag über ge- und verkauft werden, während Anteile an Investmentfonds einmal am Tag bewertet und direkt beim Verwalter gekauft werden. Traditionell verfolgten börsengehandelte Fonds relativ einfache Strategien, wie z. B. den systematischen Kauf der größten Unternehmen auf einem Markt (oft als passive Strategien bezeichnet). Eine wachsende Zahl von börsengehandelten Fonds setzt jedoch auch ausgefeilte, aktive Strategien ein, die bisher nur von Investmentfonds oder sogar Hedgefonds verfolgt wurden.
Wie verdienen sie Geld?
Der Gesamtwert der von einem Investmentfonds gehaltenen Vermögenswerte ist sein Nettoinventarwert (NIW). Wenn die vom Fonds erworbenen Vermögenswerte an Wert gewinnen, steigt auch der NAV. Die Rendite einer Anlage in einen Investmentfonds hängt also von der Rendite der von diesem Fonds getätigten Investitionen ab, abzüglich der damit verbundenen Kosten (Verwaltungsgebühren, Handelskosten usw.). So profitiert ein Aktienfonds beispielsweise von der Wertsteigerung und den Dividendenzahlungen der von ihm gekauften Aktien, während ein Rentenfonds von den Zinszahlungen der gehaltenen Anleihen profitiert. Einige Fonds sind sehr aktiv und verfolgen komplexe Strategien, um von Marktineffizienzen und kurzfristigen Chancen zu profitieren. Andere, insbesondere die meisten ETFs, setzen auf langfristiges Wirtschaftswachstum und Zinserträge. Darüber hinaus können sie zusätzliche Erträge erwirtschaften, indem sie Wertpapiere gegen Sicherheiten und eine Gebühr an andere Marktteilnehmer verleihen.
Wie riskant ist die Anlageklasse?
Das hängt stark vom jeweiligen Fonds ab. Ein Investmentfonds, der nur Aktien kauft, ist zum Beispiel viel riskanter als ein Fonds, der nur in Staatsanleihen investiert. Außerdem müssen Fonds, die an nicht-professionelle Anleger vertrieben werden, in der Regel von der jeweiligen nationalen Aufsichtsbehörde zugelassen werden, um viele strenge aufsichtsrechtliche Anforderungen zu erfüllen. So dürfen sie beispielsweise keine übermäßig konzentrierten Portfolios führen oder eine Hebelwirkung einsetzen, was eine gewisse Risikobegrenzung garantiert. Darüber hinaus können sich Anleger bei Datenanbietern wie Morningstar, die Investmentfonds auf einer Skala von 1 bis 5 einstufen, über die Strategie und den Risikograd eines Fonds informieren.
Warum ist die Anlageklasse wichtig für mein Portfolio?
Investmentfonds bringen eine Reihe von Vorteilen mit sich. Sie ermöglichen es, dass auch unbedarfte Anleger vom Know-how eines professionellen Managers profitieren und selbst komplexe Strategien verfolgen können. Sie ermöglichen es auch, mit einem sehr geringen Geldbetrag ein gut diversifiziertes Portfolio zu erwerben. Einige Investmentfonds verlangen nicht einmal mehr eine Mindestanlage. Das bedeutet, dass ein Anleger mit nur einem Dollar in einen großen Aktienkorb wie die 500 größten amerikanischen Unternehmen (S&P 500) investieren kann. Würde man dieselbe Strategie verfolgen, indem man alle Aktien in diesem Korb direkt kauft, wären Tausende von Dollar erforderlich. Darüber hinaus hat das Wachstum der ETF-Branche zu einem raschen Rückgang der Verwaltungsgebühren geführt, und ETFs, die breite Märkte wie die größten US-Unternehmen abbilden, werden mehr oder weniger kostenlos angeboten. Aufgrund ihrer Größe können Investmentfonds auch von niedrigeren Handelsgebühren, Steuervorteilen und zusätzlichen Einnahmen aus der Wertpapierleihe profitieren.
Wie gehen Sie bei Investitionen in Investmentfonds und ETFs vor?
Aufgrund ihrer vielen Vorteile bilden Investmentfonds und ETFs das Rückgrat unserer Wealth-Management-Lösungen. Doch leider ist das Universum der Investmentfonds groß und sehr vielfältig, so dass die Anleger die Qual der Wahl haben. Aufgrund der ausgeklügelten Marketing-Maschinerie der Branche ist es für Anleger außerdem leicht, in schlecht verwaltete oder übermäßig teure Lösungen zu geraten. Wir durchsuchen daher umfangreiche Datenbanken und beobachten den Markt ständig, um die besten Produkte für unsere Kunden zu finden. Dabei berücksichtigen wir verschiedene Kriterien, darunter die steuerliche Situation des Kunden und besondere Anforderungen wie die Vorliebe für bestimmte Anlagestile.
In der Regel konstruieren wir einen Kern, der aus breit diversifizierten, kostengünstigen ETFs auf die wichtigsten Aktien- und Rentenmärkte besteht, und fügen selektiv Positionen in attraktiven, anspruchsvolleren Strategien hinzu.
Für Fragen, Kommentare oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte an <email-pii>.