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In der Behandlung interessieren mich ihre individuelle Persönlichkeit und ihre aktuelle Situation. Die Stellung einer psychiatrischen Diagnose kann hilfreich sein, vor allem wenn eine medikamentöse Behandlung, auch vorübergehend, sinnvoll ist.
In der Regel beginnt eine Behandlung mit einer Abklärungsphase. 3 bis 5 Termine in denen ich Sie und Sie mich und meine Arbeitsweise kennenlernen. Danach besprechen wir gemeinsam das weitere Vorgehen, ob Sie eine Therapie beginnen, wie häufig die Termine stattfinden und was für die Therapie wichtig ist.
In der Regel finden die Therapietermine regelmässig statt.
Wenn Sie sich unsicher sind, ob bzw. welche Art von Unterstützung sie benötigen oder ob Sie an einer psychischen Erkrankung leiden, kann eine einige Stunden umfassende Abklärung hilfreich sein. Am Ende einer Abklärung steht in der Regel eine Empfehlung, ob bzw. welche Behandlung/ Unterstützung sinnvoll sein kann. Der Übergang in eine Therapie ist möglich.
Wenn sie an einer schweren psychischen Erkrankung, z.B. einer schweren Depression oder einer Psychose leiden, ist es sinnvoll, möglichst früh mit einer Behandlung zu beginnen, da so die Beschwerden schnell verbessert und der Verlauf der Erkrankung abgekürzt werden kann. Bei chronischen oder wiederkehrenden Erkrankung ist manchmal auch eine längere Begleitung notwendig um das Wiederauftreten der Erkrankung zu verhindern und den Umgang mit den Beschwerden zu verbessern.
Medikamentöse Behandlung: Der, manchmal auch nur vorübergehende, Einsatz von Medikamenten kann sehr hilfreich und sinnvoll sein, um Beschwerden schnell zu lindern und einen besseren Umgang mit der Erkrankung zu ermöglichen, allenfalls auch um eine psychotherapeutische Behandlung besser durchführen zu können.
Zu Behandlungsbeginn erfrage ich detailliert und umfänglich Ihre Beschwerden und die Auswirkung der Erkrankung auf ihren Alltag, ihre Beziehungen und ihre Lebensqualität sowie den bisherigen Verlauf der Erkrankung. Aufgrund dieser Informationen bespreche ich mit Ihnen, ob es sinnvoll sein kann, eine medikamentöse Behandlung zu beginnen. Ich informiere Sie über mögliche Medikamente, welche Wirkung diese haben, welche Nebenwirkungen auftreten können und welche Kontrolluntersuchungen (z.B. Laborkontrollen) nötig sind. Entscheiden Sie sich für eine medikamentöse Behandlung, überprüfe ich gemeinsam mit Ihnen die Wirkung, ob und welche Nebenwirkungen auftreten. Manchmal ist es notwendig ein zusätzliches Medikament zu geben oder das Medikament zu wechseln. Nachdem sich die Symptome deutlich gebessert haben, ist es bei bestimmtem Erkrankungen sinnvoll, weiterhin ein Medikament zu nehmen, um ein erneutes Auftreten der Erkrankung möglichst zu verhindern. Die medikamentöse Behandlung ist in der Regel immer begleitet durch eine stützende Gesprächstherapie.
Stützende Gesprächstherapie: Im Zentrum stehen ihre Beschwerden und deren Auswirkungen auf ihr Leben, ihren Alltag und ihre Beziehungen. Unter anderem versuche ich mit Ihnen Antworten auf die folgenden Fragen zu finden: Was bedeutet aktuell für Sie ihre Erkrankung? Wie können Sie einen guten Umgang damit finden? Was können Sie tun, dass die Beschwerden sich verbessern, was verschlechtert die Beschwerden?
Der Einbezug der Familie oder anderen wichtigen Bezugspersonen in die Behandlung ist häufig sinnvoll. Auf Wunsch oder bei Bedarf finden gemeinsame Gespräch statt.