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Seit langem ist bekannt, dass Krebszellen empfindlich auf Hitze reagieren und dass dies eine Möglichkeit der Krebsbekämpfung ist. Erste Versuche, die erkrankten Stellen von aussen zu erhitzen, scheiterten aber, da die Hitze nicht effizient genug von der Hautoberfläche ins Innere transportiert werden konnte. Die Patienten erlitten Verbrennungen.
Der Berliner Biologe Andreas Jordan hat eine neue Methode entwickelt, bei welcher Eisenoxid-Teilchen mit einem Durchmesser von circa 15 Nanometer in ein Krebsgewebe gespritzt und danach mit Hilfe eines Magnetfeldes in Schwingung gebracht und erhitzt werden. Dadurch sterben die Krebszellen ab, der Tumor schrumpft, das umliegende Gewebe wird geschont. In einer klinischen Studie mit Patienten, bei denen wiederholt ein Hirntumor diagnostiziert worden war, überlebten die Patienten mit dieser Methode 13,4 Monate (dies im Vergleich zur durchschnittlichen Überlebenszeit solcher Patienten von 6,2 Monaten). Ob sich das Verfahren neben Chemotherapie, Strahlentherapie und Chirurgie als vierte Säule der Krebsmedizin etablieren wird, können aber erst weitere Abklärungen zeigen. Die Methode ist wohl die erste, nanomedizinische Technik, die bereits eine Zulassung erhalten hat.