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Dosisabhängige Effekte von Dimethyltryptamin (DMT)Mirko Berger
Studie am Menschen in Basel –
DMT-Studie am Menschen: In Basel wird von Wissenschaftlern um Professor Dr. Matthias Liechti eine DMT-Studie zu den «akuten dosisabhängigen Effekten der Substanz bei gesunden Probanden» durchgeführt.
Die Studie untersucht die momentanen Bewusstseinsveränderungen während und nach der Gabe des Halluzinogens N,N-Dimethyltryptamin (DMT). An dieser Studie werden insgesamt 24 gesunde Versuchspersonen teilnehmen. Die Studie wird gemäß den geltenden Schweizer Gesetzen und international anerkannten Grundsätzen durchgeführt.
Die Forscher untersuchen den veränderten Bewusstseinszustand, der durch DMT ausgelöst wird. DMT wird zu den sogenannten «klassischen» Halluzinogenen (Psychedelika) gezählt, da es wie LSD, Psilocybin und Meskalin an einem bestimmten Serotoninrezeptor (5-HT2A-Rezeptor) wirkt. Dieser Rezeptor wird als Erklärung für die Wirkung von halluzinogenen Substanzen herangezogen. In dieser Studie wird untersucht, wie sich die Stimulierung des 5-HT2A-Rezeptors durch unterschiedliche Dosierungen von intravenös verabreichtem DMT im Körper und in der Psyche manifestieren. Eine potenzielle Heilwirkung von DMT wird in dieser Studie nicht untersucht.
Die Probanden werden an sechs verschiedenen Studientagen intravenös einmal Placebo, einmal 0,6 mg/min DMT, einmal 1,2 mg/min DMT, einmal 1,8 mg/min DMT, einmal 2,4 mg/min DMT und einmal 1,2 mg/min DMT mit der Möglichkeit, alle 45 Minuten während insgesamt dreimal die Dosis um 0,2 bis 0,6 mg/min zu erhöhen. Nach Verabreichung der Substanzen werden die Probanden wiederholt gebeten, die erlebte Wirkung zu beschreiben. Es wird regelmäßig Blutdruck und Puls gemessen sowie Blut über einen Venenkatheter abgenommen.
Voraussetzungen für Probanden:
– Sie sind körperlich und psychisch gesund und haben keine erstgradigen Verwandten, die an psychotischen oder bipolaren Erkrankungen leiden.
– Sie sind zwischen 25 und 65 Jahren alt.
– Sie sprechen fließend Deutsch.
Ausschlusskriterien:
– Sie leiden an Bluthochdruck.
– Sie haben mehr als 20 Mal in Ihrem Leben oder irgendwann innerhalb der letzten zwei Monaten halluzinogene Substanzen konsumiert (THC ausgenommen), sind ein starker Raucher oder trinken mehr als 20 alkoholische Getränke pro Woche.
– Sie nehmen gleichzeitig an einer anderen klinischen Studie teil.
Mit dieser Studie wird die Forschung über Psychedelika am Menschen forciert. Bekannt sind die DMT-Studien am Menschen von Dr. Rick Strassman aus den USA, die er in den 90er Jahren durchgeführt und dazu das Buch «DMT: Das Molekül des Bewusstseins» veröffentlicht hatte.
Weitere Studien zum Thema, so zum Beispiel zu den «Effekten von DMT bei gesunden Probanden», die in Basel stattfinden werden, findet der interessierte Leser in der entsprechenden Übersicht auf der Website der Kofam.ch (Koordinationsstelle Forschung am Menschen).
Links:
Weiterlesen:
Berger, Markus: DMT – Forschung, Anwendung, Kultur (jetzt in der 2., leicht korrigierten Auflage 2022 verfügbar)