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Von 0 auf 60 in 12 Monaten
Eine Stunde hatte nicht immer 60 Minuten. Denn bis ins späte Mittelalter wurden keine gleichmässig langen Stunden verwendet. Stattdessen teilte man in Mitteleuropa den Tag in zweimal zwölf Teile, die sogenannten Temporalstunden. Da es im Sommer jedoch länger hell ist als im Winter, waren die zwölf Stunden des Tages von sechs Uhr morgens bis sechs Uhr abends je nach Jahreszeit unterschiedlich lang. Erst mit der Einführung mechanischer Uhren wurden die Stundenlängen vereinheitlicht.
Aber warum die Unterteilung in zwölf Stunden? Wir haben doch nur zehn Finger …
Zähl mal mit!
Schon im babylonischen Reich galt die Zahl Zwölf als perfekte Zahl. Damals zählten die Menschen mit dem Daumen die Knöchel der restlichen vier Finger. Zusammen mit der zweiten Hand kann man so bis auf 60 zählen, wenn man je ein Dutzend mit einem Finger anzeigt. Zum Beispiel zwei Finger entsprechen der Zahl 24 und auf 27 kommt man mit zusätzlich noch drei Knöchel.
Zeitrechnung seit Christi Geburt
Das Zählen beginnen wir immer bei 1: Ein Knöchel, zwei Knöchel, bzw. ein Finger, zwei Finger usw. Gibt es dann aber keine Jahreszahl Null in unserer Zeitrechnung?
Ganz einfach: Nein! Denn bei der Einführung der Zeitrechnung in Jahren nach Christi Geburt war die Zahl Null noch nicht bekannt.
Wie viele Jahre dauerte es nun vom 1. Januar 5 v. Chr. bis zum 1. Januar 5 n. Chr.?
Vermutest Du zehn Jahre? Falsch, denn das Jahr Null fehlt ja. Daher sind es nur neun Jahre! In der astronomischen Zeitrechnung wurde daher das Jahr Null eingefügt.