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Für Michael und Sandra. B.
Das Wort kannte ich nicht. Ich sah es, als
ein Falke unweit der Kirchenruine St. Maria Magdalena,
über einem Weinberg in der Luft stand.
Was macht der da? fragte ich, und der Freund,
von Kindheit an Wein und Falken gewöhnt,
erklärte es mir:
Es ist eine Flugtechnik, die manche Vögel,
auch Fledermäuse und Insekten beherrschen:
Auftrieb und Schwerkraft befinden sich in
einem Gleichgewicht, das Flattertier in der Luft
bleibt in seiner Position in Bezug auf den Boden
unverändert; man spricht auch vom Standschwebeflug.
Der Freund, ein Lehrer der Mathematik und der Physik,
ist über alle Massen gelehrt. Ich verstumme stets,
wenn jemand vom Fach ist. (Mein persönlicher Standschwebeflug.)
Das alles dient einem Zweck. Dem Zweck des Nahrungserwerbs.
Der Feldmaus, ich spreche jetzt als ein Bewunderer vom Falken
oder Bussard mit schönem Stand im schönem Himmel,
nützt es wenig, von der Mords-Technik des Jägers zu wissen.
Warum bin ich nicht der Feldmaus Freund?
Wäre ich es, wenn die Maus fliegen könnte?
Ich wanderte weiter. Ich drehte mich um. Ich sah,
der da oben rüttelte und schüttelte sich, noch nicht die ideale Beute
im Blick. Um wen ich bangte, wusste ich grad nicht.
Lyrik
Für Michael und Sandra. B.
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