Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/220840

<h2>SubmittedText<h2><p>Im Zusammenhang mit sogenannten Nachhaltigen Anlagen wollen das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) den Pensionskassen, Versicherungen, aber auch Banken und Asset Managern anbieten, ihre Aktien- und Unternehmensanleihensportfolios kostenlos auf deren Klimaverträglichkeit testen zu lassen.</p><p>- Wie hoch sind die diesbezüglichen Kosten für die öffentliche Hand?</p><p>- Sind diese Projekte bereits in Umsetzung?</p><p>- Auf welche Grundlagen stützen sie sich?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Teilnahme am freiwilligen Klimaverträglichkeitstest steht den genannten Finanzmarktakteuren seit Anfang März 2020 zur Verfügung, die Eingabefrist endet Ende Juni. Resultate werden vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) im Herbst 2020 veröffentlicht. Bis heute haben mehr als 100 Finanzmarktakteure ihre Teilnahme angemeldet. Das BAFU hat 200 000 Franken an die Weiterentwicklung des Pacta (Paris Agreement Capital Transition Assessment) Modells beigetragen, welches ursprünglich aus EU Forschungsmittel mit über 5 Millionen Franken entwickelt wurde. Das BAFU hat für weitere 200 000 Franken ein zusätzliches Modul zur Analyse des Schweizer Immobilienmarkts entwickeln lassen. Das erweiterte Modell inklusive Immobilienmodul steht nicht nur für die Tests 2020 sondern danach allen Finanzmarktakteuren, Dienstleistungsanbietern, NGOs usw. im Markt zur Verfügung (open-source Modell). Gemäss Artikel 49 Absatz 2 Umweltschutzgesetz kann der Bund Forschungsarbeiten in Auftrag geben oder unterstützen. Gemäss Artikel 53 Absatz 1 Buchstabe a kann er zudem Beiträge gewähren an internationale Organisationen oder Programme im Bereich des internationalen Umweltschutzes sowie gemäss Buchstabe b zur Umsetzung von internationalen Umweltabkommen wie dem Übereinkommen von Paris.</p>