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Das Verhältnis von Kirche und Staat im 20. Jahrhundert
Die "Zwei-Reiche-Lehre" gehörte über erhebliche Strecken des 20. Jahrhunderts zu den herausragenden, aber immer auch umstrittenen Leitbegriffen des Luthertums. Als Form der Wahrnehmung des Verhältnisses von Kirche und Staat sollte sie klären, wie die Säkularität eines Staates anzuerkennen und zu würdigen war. Dabei konnte es zu Missbrauch kommen: Die Ansicht, ein Staat und seine Regierung seien gottgegeben und damit nicht zu hinterfragen, kann Unrechtregimes rechtfertigen und gleichzeitig dazu führen, dass Christen sich in politische Belange nicht einmischen, da sie diese als zum "weltlichen Reich" gehörig betrachten.
Der vorliegende Band fragt nach der Bedeutung der Zwei-Reiche-Lehre in unterschiedlichen politischen Konfliktfeldern und lotet das in den Interpretationen vorausgesetzte Verhältnis zwischen Kirche und Staat aus. Zunächst wird hier der historische Rahmen der Debatte beleuchtet; anschließend wird das Verständnis der Zwei-Reiche-Lehre in der BRD und in der DDR untersucht; den Abschluss bildet ein Blick auf die Bedeutung der Zwei-Reiche-Lehre im internationalen Kontext.
Herausgeber Jürgen Kampmann
Herausgeber Hans Otte
Jürgen Kampmann, geboren 1958, ist Professor für Kirchenordnung und Neuere Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Eberhard Karls-Universität Tübingen.
DUIN 1M1COB20Q5P
GTIN 9783579057965
Erscheinungsdatum 14.12.2017
Sprache Deutsch
Seitenanzahl 428
Produkttyp Taschenbuch
Größe 225 x 152 x 150 mm
Produktgewicht 667 g
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