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Sich an Lernprozessen orientieren
Lernprozesse brauchen Zeit, Lernprozesse durchlaufen verschiedene Phasen, die in verschiedenen Modellen beschrieben worden sind.
Aebli (1983) schuf mit dem PADUA-Modell die Grundlage. Reusser (1998) beschrieb im KAFKAModell die Phasen aus der Perspektive der Lernenden.
Luthiger et al. (2015, 2018) zeigten mit ihrem Luzerner Modell, dass den Lernprozessphasen spezifische Aufgabentypen zugeordnet werden können.
Wir orientieren uns bei der Ausarbeitung der Stationen am Padua-Modell. Dieses unterscheidet verschiedene Lernprozessphasen:
- Annäherung
- Aufbau
- Durcharbeiten
- Üben
- Anwenden
Bei der Annäherung geht es darum, das Vorwissen und die Interessen der Kinder in Erfahrung zu bringen, um daran anknüpfen zu können. Beim Aufbau werden die Kinder mit Neuem Wissen und Können konfrontiert. Das Durcharbeiten zielt auf Verstehen, d.h. auf die Sicherung, die Verdeutlichung, auf die Verbindung mit Bekanntem. In Phasen des Übens steht das fehlerfreie Beherrschen, die Automatisierung des Könnens und Wissens im Vordergrund. Dann wird das Gelernte in (komplexen) Situationen angewendet, in andere Kontexte übertragen. Lernunterstützung durch Lehrpersonen und Mitschüler/innen, formative Beurteilungen, der Austausch und die Reflexion über das Lernen begleiten die Lernprozessphasen.