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Dies ist das Ergebnis einer Studie der London School of Hygiene and Tropical Medicine, die im British Journal of Cancer Mitte Februar dieses Jahres publiziert worden ist. Die BNFL betreibt in Sellafield ihre Wiederaufarbeitungsanlage und das Kernkraftwerk Calder Hall (4 x 50 MW, Magnox), das seit den fünfziger Jahren Strom erzeugt. Am gleichen Standort sind zudem verschiedene Anlagen zur Konditionierung von radioaktiven Abfällen in Betrieb, und seit 1993 produziert dort eine Demonstrationsanlage Uran-Plutonium-Mischoxid-(Mox-)Brennstoff.
Bei der Studie wurden die Todesfälle bis Ende 1992 berücksichtigt. Eine gegenüber dem Landesdurchschnitt erhöhte Sterblichkeit wurde für Brustfell- und Schilddrüsenkrebs gefunden, ein signifikanter Zusammenhang zwischen Krebsrisiko und akkumulierter Strahlendosis konnte jedoch nicht festgestellt werden. Laut BNFL waren schon in früheren Untersuchungen überdurchschnittlich viele Brustfellkrebserkrankungen beobachtet und auf den Kontakt mit Asbestfasern zurückgeführt worden. Eine geringere Sterblichkeit als im Landesdurchschnitt zeigte sich bei Mund- und Rachenkrebs, Leber- und Gallenblasenkrebs sowie bei Kehlkopfkrebs und Leukämie.
Die Londoner Wissenschaftler nahmen insbesondere die Krebssterblichkeit von Personen, die bei ihrer Arbeit mit Plutonium in Kontakt gekommen waren, unter die Lupe. Auch hier fanden sie bei einzelnen Krebsarten Abweichungen vom statistischen Erwartungswert. Sie kommen aber zum Schluss, dass die sogenannten "plutonium workers" insgesamt kein signifikant höheres Krebsrisiko haben als andere beruflich Strahlenexponierte.
Quelle
M.K. nach British Journal of Cancer, Februar 1999