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PDF-Einstellungen für die Druckerei
Hallo Thomas
Vielleicht hilft es dir, wenn ich dir die Begriffe einmal kurz erkläre:
Composite-Grau
Konvertiert alle Farben zu Graustufen. Jede Farbe wird einem äquivalenten Grauton zugeordnet.
Composite-RGB
Erzeugt eine PostScript-Datei, indem die Prozessfarben zu RGB konvertiert werden. Pantonefarben sowie manuell angelegte Volltonfarben bleiben allerdings als solche erhalten.
Composite-CMYK
Erzeugt eine PostScript-Datei, indem die Prozessfarben zu CMYK konvertiert werden. Pantonefarben sowie manuell angelegte Volltonfarben bleiben ebenfalls als solche erhalten.
Separationen
Hierbei wird die Datei via InDesign in ihre Farbbestandteile zerlegt. In der PostScript und der späteren PDF-Datei erhält jede Farbe eine eigene Seite. Nehmen wir an, wir haben eine vierfarbige Seite in CMYK aufgebaut. Eine einzige Seite wird durch die Separation in vier Teilseiten unterteilt, je eine Seite für CYAN, MAGENTA, GELB und SCHWARZ. Der Separationsprozess ist notwendig, weil in der Druckmaschine für jede Druckfarbe eine Druckplatte verwendet werden muss. Du kannst dir die einzelnen Separations-Seiten also als Druckplatte vorstellen.
In-RIP-Separation
Hier geschieht im Grunde genommen das Gleiche wie bei der oben beschriebenen Separation. Der Unterschied ist jedoch der, dass bei der oben beschriebenen Version alleine InDesign für die Separation verantwortlich ist. Das heisst, in Design überfüllt auf Verlangen selber und legt die durch den Anwender eingegebene Rasterweite fest. Das hat unter anderem den Nachteil, dass InDesign Operationen durchführen muss, die ein anderes Gerät, das sogenannte RIP (Raster Image Pocessor) auch ausführen kann, sofern das RIP die In-RIP-Separation unterstützt. Wenn dies der Fall ist, können all die Separationsparameter ins RIP verlagert werden. Das hat mehrere Vorteile. Höhere Performance, qualitativ hochstehende Separationen und Ueberfüllungen sowie absolut einheitliche Separationsbedingungen. Wenn man bedenkt, dass man von den verschiedensten Appliaktionen aus Separationen direkt ausführen kann, so erstaunt es nicht, dass auch unterschiedliche Ergebnisse erzielt werden. Das kann mit der In-RIP-Separation vermieden werden. Empfohlen sei hier übrigens ganz klar ein RIP, welches den PostScript-Level 3 unterstützt! Es muss übrigens gesagt sein, dass lange nicht jedes RIP die In-RIP-Separation unterstützt!
Da du aber eine PDF-Datei für eine Druckerei aufbereitest, wird diese vermutlich selber für die Separation und die Ueberfüllung besorgt sein. Ich würde dir daher raten, eine Composite-CMYK-Datei zu erstellen, die du anschliessend mit dem Distiller zu PDF konvertierst.
Für weitere Fragen stehe ich dir gerne zur Verfügung
Mit freundlichen Grüssen
Michel Mayerle
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