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1900 - 1929
Als der Caux Palace von Ami Chessex und dem Architekten Eugène Jost erbaut wird, ist es eines der modernsten, luxuriösesten und grössten Hotels, das es bis dahin je in der Schweiz gegeben hatte.
Zu den illustren Gästen des Hotels zählen Sacha Guitry, Paul Morand, Romain Rolland, Edgar Wallace, Prinz Ibn Saud, Rudyard Kipling, John D. Rockefeller, der Maharadscha von Baroda sowie Mitglieder bekannter Familien, wie Kellogg und Gillette.
Der Erste Weltkrieg und der Börsencrash von 1929 stürzen das Hotel ins Defizit. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges geht das Hotel schliesslich bankrott.
1944
Die Schweizer Regierung nutzt das ehemalige Caux Palace-Hotel zunächst zur Internierung britischer Kriegsgefangener, die aus Italien geflohen waren. Später dient es als Aslyzentrum für italienische Flüchtlinge und wird schliesslich Zufluchtsort für 1670 Juden aus Ungarn.
1999 wird eine Eiche gepflanzt und eine Gedenktafel im Park des Caux Palace angebracht, um an diese Flüchtlinge und all jene zu erinnern, die während des Zweiten Weltkriegs nicht in die Schweiz einreisen durften.
1946
Rund hundert Schweizer Privatpersonen und Familien, allen voran der in Genf geborene Diplomat Philippe Mottu, kaufen den Caux Palace. Die Caux-Stiftung wird gegründet, um das Gebäude als Konferenzzentrum für die weltweite Bewegung der Moralischen Aufrüstung zu verwalten, welche 1938 von dem amerikanischen lutherischen Pfarrer Frank Buchman gegründet worden war.
Im Sommer desselben Jahres nehmen über 3000 Teilnehmende an den ersten Sommerkonferenzen in Caux teil.
1946 - 1950
In Caux finden zahlreiche Treffen zwischen französischen und deutschen Delegationen statt, die eine solide Grundlage für weitere Versöhnungsbemühungen zwischen den beiden vom Krieg zerrissenen Ländern schaffen.
Nach den verheerenden Folgen der Atomangriffe von Hiroshima und Nagasaki kommen japanische Politiker und Gewerkschaftsführer in Caux mit ihren ehemaligen Feinden zusammen, um gegenseitiges Verständnis zu schaffen und erneut Vertrauen aufzubauen.
Der Caux Palace wird zum Bezugspunkt für Bemühungen um Aussöhnung und Vertrauensbildung.
1961
Nach dem Tod Frank Buchmans beginnt für die Bewegung ein Übergangsprozess. Dessen ungeachtet führt die Caux-Stiftung die Konferenztätigkeit in den kommenden Jahrzehnten weiter.
1977 - 1995
Das Caux-Konferenzzentrum ist Schauplatz verschiedener Friedens- und Aussöhnungsbemühungen, insbesondere der Bestrebungen für einen friedlichen Unabhängigkeitsprozess in Rhodesien (dem heutigen Simbabwe) oder für Dialoge zwischen Konfliktparteien, u.a. aus dem Libanon, Kambodscha, Somaliland und Südafrika. Zahlreiche ethnische Gruppen verschiedener Länder treffen im Ringen um Vertrauen und Aussöhnung in Caux aufeinander.
1986 wird die Konferenzreihe «Caux Round Table» als gemeinsame Initiative führender Wirtschaftsakteure aus Europa, Japan und den USA ins Leben gerufen, die sich mit der Rolle von Unternehmen in der Gesellschaft befasst. 1994 wird mit den «Caux-Prinzipien für die Wirtschaft» (Caux Principles for Business) einer der ersten internationalen Leitfäden für Unternehmensethik veröffentlicht.
2000 - 2010
Mit der Unterstützung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten finden in der Villa Maria und im Caux Palace Friedens- und Aussöhnungsbemühungen für Burundi und die zentralafrikanische Region der Grossen Seen statt. Regierungsvertreter und Rebellenführer treffen sich abwechselnd in Caux und ihren Heimatländern zu Gesprächen.
Um ihren institutionellen Ansprüchen als globales Netzwerk besser gerecht zu werden, wird die Bewegung der Moralischen Aufrüstung 2001 in Initiativen der Veränderung umbenannt. Die Stiftung setzt sich unter diesem neuen Namen weiterhin weltweit dafür ein, über Spaltungen und Konflikte hinweg Vertrauen zu schaffen.
2016
Die Stiftung Initiativen der Veränderung Schweiz feiert im Rahmen ihrer alljährlichen Sommerkonferenzen sowie bei weiteren Anlässen andernorts in der Schweiz mit einer Reihe von Gedenkveranstaltungen ihr 70-jähriges Jubiläum.
2017
Die Caux-Konferenzen werden in das Caux Forum umgewandelt, das im Sommer verschiedene Programme, Schulungen und Dialoge im Caux Palace veranstaltet.
Mit dem Wunsch, die Türen des Caux Palace und der Villa Maria einem breiteren Publikum zu öffnen, beginnt die Entwicklung des Hotellerie-Angebots, um Gruppen ganzjährig zu empfangen.
Dies bildet die Grundlage zur Entstehung das Caux Konferenz- und Seminarzentrums, das nun von Gruppen und Organisationen angemietet werden kann und einen inspirierenden Rahmen für Dialoge, Schulungen und Retreats bietet.
2020
Das Caux Forum wird zum Caux Forum Online, um insbesondere während der (COVID-19) Pandemie wertvolle Tools, Methoden sowie die Kernelemente von Caux weiterzugeben. Die Basis zur Gestaltung von Hybrid-Veranstaltungen ist somit gelegt.
Das Caux Konferenz- und Seminarzentrum empfängt im Sommer grosse externe Gruppen. Der Caux Palace sowie seine Gärten werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und in Zusammenarbeit mit Montreux Riviera Tourismus werden geführte Hausbesichtigungen angeboten.
2021
Initiativen der Veränderung Schweiz feiert unter dem Motto "75 Jahre der Begegnungen" ihr 75. Jubiläum. Verschiedene Aktivitäten, die Begegnungen würdigen und ermöglichen sollen, werden sowohl online als auch in Caux stattfinden.
„Creators of Peace“, eine Fraueninitiative, die sich weltweit für den Frieden einsetzt, sowie das „Caux Scholars-Programm“, ein akademisches Studienprogramm, das sich mit Konfliktlösung beschäftigt, feiern ihr 30-jähriges Bestehen. Beide Programme wurden 1991 bei den Sommerkonferenzen in Caux gegründet.
- 1900 - 1929
- 1944
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