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Nahrung
Der eurasische Luchs ist ein Jäger von kleinen Paarhufern wie Reh, Gemse, Ren- und Moschustier. In der Schweiz sind 88% der Beutetiere Rehe und Gemsen. An dritter Stelle folgt der Fuchs mit einem Anteil von lediglich 4,3 %. Gehäufte Übergriffe auf Haustiere – vor allem Schafe, seltener Ziegen – erfolgen lokal und zeitlich beschränkt, wenn der regionale Rehbestand tief ist. Der Luchs ist ein Anschleich- und Überraschungsjäger, der die Beute nicht verfolgt. Er greift das Opfer mit den Krallen der Vorderpranken und tötet es mit einem gezielten Biss in die Kehle. Ein Reh oder eine Gemse wird während mehrerer Nächte vollständig verzehrt. Nur die groben Knochen, der Kopf, das Fell sowie der Verdauungstrakt bleiben übrig. Ein Luchs braucht pro Woche ungefähr ein Reh oder eine Gemse, 50–60 Tiere pro Jahr.