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Die Stevia-Pflanze, deren offizielle Bezeichnung „Stevia rebaudiana“ lautet, gehört zur Familie der Chrysanthemen. Ursprünglich stammt sie aus dem Nordosten Paraguays. Bereits vor hunderten von Jahren fanden die Ureinwohner Paraguays und Brasiliens heraus, wie unwiderstehlich süss das zarte Gewächs schmeckt. Deshalb nannten sie es auch Honigkraut und versüssten ihr Leben, indem sie seine Blätter in zahlreiche Speisen und Getränke mischten. Heute schätzen Menschen in vielen Ländern Stevia als kalorienfreie Zuckeralternative, weshalb die Pflanze in grossen Teilen der Welt angebaut wird.
Wo hat die Pflanze ihren Ursprung?
Die Stevia rebaudiana ist in Südamerika beheimatet. Paraguays Ureinwohner verliehen der Pflanze den Namen „Caa-Hee“, was Honigblatt oder süsses Kraut bedeutet. Diese ersten Stevia-Fans süssten ihren Mate-Tee mit ganz fein gemahlenen Stevia-Blättern. Doch wussten sie nicht nur leckere Getränke zu bereiten. Verschiedene Berichte weisen darauf hin, dass die Stämme ausserdem die heilenden Kräfte der Stevia rebaudiana einsetzten. Die Pflanze hilft den Blutdruck zu stabilisieren, lindert Verdauungsbeschwerden sowie Leber-, Bauchspeicheldrüsen- und Wirbelsäulenleiden. Für diese naturheilkundlichen Anwendungen eignen sich ganze getrocknete Blätter.
Die Entdeckung des Süssstoffes
Wissenschaftlich erforscht wurde die Stevia rebaudiana zunächst von dem Schweizer Botaniker Moisés Bertoni, der ihr – recht unbescheiden, aber durchaus üblich - einen Beinamen gab: Die vollständige Bezeichnung heisst seitdem „Stevia rebaudiana Bertoni“. Ovidio Rebaudi, ein Chemiker aus Buenos Aires, isolierte als Erster die Inhaltsstoffe der Pflanze. Diese beiden Herren ebneten also dem Süssstoff Stevia den Weg in die Supermarktregale und digitalen Warenkörbe.
Wo wird die Stevia-Pflanze angebaut?
Die Stevia-Pflanze wuchs anfangs ausschliesslich auf dem südamerikanischen Kontinent, vorrangig auf den Hochebenen in Argentinien, Brasilien und Paraguay. Das Klima dort ist mässig-feucht, der Boden sandig und tonartig – in so einer Umgebung fühlt sich Stevia wohl.
Inzwischen zählen asiatische Länder wie Japan, Thailand, Südkorea und China zu den Hauptproduzenten des beliebten Süsskrautes. Aber auch verschiedene Staaten der Europäischen Union wollen die neue Süsse kultivieren. Die frostempfindliche Stevia rebaudiana wächst am besten in mediterranen Gebieten wie Spanien, Frankreich und Portugal.
In Deutschland kommt der Anbau der Stevia-Pflanze wegen der ungünstigen Rahmenbedingungen nur sehr langsam voran. Am Pioniergeist liegt es ganz sicher nicht - die Universität Hohenheim setzt sich mit dem Potenzial des natürlichen Zuckerersatzes schon seit 1998 auseinander und die Feldversuche zum Anbau der Pflanze im Rheinland laufen seit 2002. Den aus den Steviablättern gewonnenen Süssstoff darf man hierzulande seit Dezember 2011 geniessen – zu diesem Zeitpunkt erhielt er seine Zulassung als Lebensmittelzusatzstoff in der EU.
Inhaltsstoffe der Stevia-Pflanze
Die Süsskraft der Blätter geht im Wesentlichen von zwei Steviolglykosiden aus: dem Steviosid und dem Rebaudiosid A. Entdeckt hat sie der Chemiker Ovidio Rebaudi, am Ende des 19. Jahrhunderts.
Mittlerweile kennen wir die Rebaudioside A, C, D und E sowie Steviosid und Dulcosid A, deren Anteil von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich sein kann. Mengenmässig dominieren die Stevioside (2 bis 10 % der Pflanzenmasse) und die Rebaudioside A und C (2 bis 4 % bzw. 1 bis 2 %).
Von allen Steviolglykosiden verfügt Rebaudiosid A über die stärkste neutrale Süsskraft, bei den anderen kann ein bittererer Nachgeschmack entstehen. Für unsere SteviaSweet - Produkte haben wir nach etlichen Tests die optimale Zusammensetzung der Steviolglykoside gefunden und erreichen so eine optimale zuckerähnliche Süsse.
Herstellung des natürlichen Süssstoffes
Um aus der Stevia-Pflanze die Süssstoffe Steviolglykoside zu gewinnen, ist ein langer Prozess nötig. Bei einem aufwendigen Verfahren entziehen wir zunächst den Blättern das Wasser. Dann werden die Steviolglykoside gereinigt und gefiltert. Die auskristallisierten und getrockneten Steviolglykoside vermischen wir bei der Herstellung anschliessend mit natürlichen Aromen – auf diese Weise erhalten unsere SteviaSweet - Produkte einen abgerundeten, zuckerähnlichen Geschmack.
In welcher Darreichungsform gibt es Stevia?
Das natürliche Süssungsmittel können Stevia-Liebhaber seit der EU-Zulassung im Jahre 2011 in unterschiedlichen Formen kaufen: Tropfen, Tabletten, Pulver, flüssig oder als getrocknete Steviablätter. Die einzelnen Darreichungsformen unterscheiden sich vor allem in der Dosierung der Süsskraft – Stevia ist 200- bis 3.000-mal süsser als Zucker.
Damit jeder seinen Geschmack und den Süssstoff in der richtigen Dosierung findet, haben wir von SteviaSweet lange getüftelt und das Stevia-Extrakt mit passenden Zutaten angereichert. Für das SteviaSweet Crystal verwenden wird Erytrithol, welches zum Beispiel in Wassermelonen, Birnen oder Mais natürlich vorkommt. In SteviaSweet Flüssig kommt Agave hinzu.