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Shkurte Gashi, 17 Jahre alt,
ist gut im Kosovo reintegriert
Shkurte hat sich erfolgreich in den Kosovo wiedereingegliedert, indem sie eine Schneiderei gegründet hat
Shkurte lebt mit ihren Eltern und Geschwistern in der Gemeinde Mitrovica in Kosovo. Mit ihrer Familie wurde sie aus Deutschland und Frankreich nach 14 Jahren ausgewiesen. Bei ihrer Rückkehr stand ihre Familie einem akuten Mangel an Grundbedürfnissen und Ausgrenzung gegenüber. Ihre Begegnung mit Terre des hommes (Tdh) nach der Ausschaffung in ihr Heimatland hat ihr Leben und das ihrer Familie drastisch verbessert.
Armut, Arbeitslosigkeit, soziale Ausgrenzung und limitierte Dienstleistungen sind im Kosovo sind die Hauptgründe für die Abwanderung. Zwangsausweisungen haben in den letzten Jahren zugenommen, da viele Asylbewerber in Westeuropa abgelehnt wurden. Die Rückkehrer stehen vor grossen Herausforderungen, sich wieder in die bestehenden Bildungs- oder Sozialsysteme zu integrieren. Die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen sind oft schwieriger als vor ihrer Abreise. Für Shkurte, deren Familie vierzehn Jahre in Frankreich und Deutschland gelebt hatte, war dies eine besonders grosse Herausforderung.
Deutschland und Frankreich waren Shkurtes Heimat geworden. Ihre frühen Kindheitserinnerungen stammen von hier. In diesen Ländern ging sie zur Schule und lernte die deutsche und französische Sprache. Trotz ihres langen Aufenthalts in den beiden Ländern mussten sie und ihre Familie in ein Land zurückkehren, das sie kaum kannte, ohne sich vorher auf eine Rückkehr vorbereiten zu können. Es fehlten ihnen Wohnung, Arbeit und Nahrung. Ausserdem litt die Jugendliche unter Einsamkeit, denn sie hatte ihre Freunde zurückgelassen und in ihrer Nachbarschaft noch keine neuen Freunde gefunden.
Dank der engen Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen wurde der Fall von Shkurte identifiziert und Tdh empfohlen. Unsere Mitarbeiter besuchten Shkurte und ihre Familie. Tdh schlägt Einrichtungen und Lösungen vor, um gefährdeten Familien und Jugendlichen durch eine Berufsausbildung oder durch die Gründung eines Unternehmens den Zugang zu einer Beschäftigung oder einer selbständigen Erwerbstätigkeit zu ermöglichen. Shkurte konnte von diesem Reintegrationsmodell profitieren, da sie in Gesprächen mit unseren MitarbeiterInnen ein grosses Interesse am Schneidern zeigte.
Ein Schneiderkurs eröffnet eine professionelle Laufbahn
Tdh registrierte sie also für einen fünfmonatigen Schneiderkurs beim Diakonia Vocational Training Center in Mitrovica. Die ProjektmitarbeiterInnen besuchten sie regelmässig. „Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass Tdh mir die Möglichkeit gegeben hat, diesen Kurs zu besuchen. Neben den erworbenen Fähigkeiten im Schneidern habe ich hier auch neue Freunde kennengelernt„, erzählt Shkurte. Während dieser Zeit unterstützte ihre Familie ihre berufliche Entwicklung stark.
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Schneiderkurses und dem Erwerb der entsprechenden beruflichen Fähigkeiten in Kommunikation und sozialen Interaktionen mit den anderen Teilnehmern, stellte Tdh Shkurte eine Nähmaschine zur Verfügung, um eine Aktivität zu starten, die ihr ein Einkommen ermöglicht. Ihr Schneidergeschäft hat den sozioökonomischen Status ihrer Familie verbessert. Die Tdh Micro-Finance-ExpertInnen besuchen sie weiterhin, um ihr Empfehlungen und Unterstützung bei der Führung des Unternehmens zu geben. Für Tdh ist Reintegration ein kontinuierlicher Prozess, der langfristige Massnahmen und Orientierungshilfen erfordert, mit dem Ziel, die soziale und finanzielle Autonomie der wiedereingegliederten Familien zu fördern.
Bildnachweis : ©Tdh