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«Wir sind kategorisch nicht einverstanden mit solchen Schlüssen und halten sie für provokant und nicht freundschaftlich», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der Agentur Interfax zufolge.
Tschechien hatte am Wochenende 18 russische Diplomaten, die für den russischen Auslandsgeheimdienst SWR und für den militärischen Nachrichtendienst GRU gearbeitet haben sollen, ausgewiesen. Russland reagierte mit der Ausweisung von 20 Tschechen.
Insgesamt seien auf russischer Seite von der tschechischen Ausweisung 62 Menschen, darunter 28 Kinder, betroffen, sagte die Sprecherin des Aussenministeriums, Maria Sacharowa, dem Staatsfernsehen in Moskau zufolge. «Das ist tatsächlich eine nie dagewesene Geschichte.»
Das Ministerium untersagte es nun zudem russischen Staatsbürgern, bei der tschechischen Botschaft zu arbeiten.
Auch bei der US-Botschaft dürfen keine Russen mehr arbeiten. Diese Strafmassnahme hatte Russland erstmals ergriffen, als in der vergangenen Woche zehn russische Diplomaten ausgewiesen wurden.
Sacharowa begründete das Arbeitsverbot mit einer möglichen Anwerbung russischer Bürger durch die westlichen Botschaften, für die Geheimdienste anderer Staaten zu arbeiten. Für viele Russen ist die Arbeit in westlichen Botschaften attraktiv, weil sie dort meist deutlich mehr Geld verdienen als auf dem russischen Arbeitsmarkt.
In dem Munitionslager in Vrbetice im Osten des Landes war es im Oktober und Dezember 2014 zu mehreren Explosionen gekommen. Dabei kamen zwei Beschäftigte einer Rüstungsfirma ums Leben, zudem entstand hoher Sachschaden.