Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03510.jsonl.gz/204

Womas fehlen die Labialgruben welche eigentlich typisch für Pythons sind.
Die Tiere sind stark gefährdet und auf der roten Liste der gefährdeten Arten zu finden.
Sie sind vorwiegend nachtaktiv und tagsüber in hohlen Baumstämmen oder unter Laub zu finden. Beim kriechen über den heissen Sand oder andere heisse Oberflächen heben sie den Körper an sodass sie nur noch mit wenigen Centimetern ihres Körpers die heisse Fläche berühren. Auch ihr Körperbau ist sehr dreieckig und es ist nur ein schmaler Streifen Bauchschuppen vorhanden - ebenfalls für so wenig Bodenkontakt wie möglich.
Sie fressen kleine Säugetiere, Vögel und Echsen sowie manchmal andere Schlangen.
Womas jagen ihre Beute oft in engen Höhlen wo sie das Futtertier mit einer Schlinge ihres Körpers eng an die Höhlenwand pressen - sozusagen eine andere Art des Erwürgens. Desshalb tragen Womas bei lebendem Futter oft Verletzungen davon weil die Beute nicht so schnell tot ist wie beim Umschlingen.
Ein anderes Jagdverhalten ist, dass sie ihre Schwanzspitze in die Nähe ihres Mauls legen und damit einen Wurm imitieren um Futtertiere anzulocken. Sobald die Beute nahe genug ist packen sie zu.
Obwohl Womas auch warmblütige Säugetiere fressen ist ihre bevorzugte Beute Reptilien. Es wird vermutet dass ihre Labialgruben desshalb nicht vorhanden sind.
Ein weiteres Verhalten ist, dass Womas ihren Kopf als Schaufel benutzen und so Löcher oder Höhlen vergrössern. So wird mit einer seitlichen Kopfbewegung Substrat "weggeschaufelt".
Womas legen 5-20 Eier pro Gelege. Die Weibchen machen eine Brutpflege, sie wickeln sich währens 2-3 Monaten bis zum Schlupf um die Eier herum und können so die Inkubationstemperatur steuern.
Womas sind aktiver als ander Pythonarten und wegen ihrem freundlichen Gemüt und ihrer unersättlichen Neugier geschätzte Terrarienpfleglinge. Auch gelten sie als völlig problemlose Fresser und werden in der Heimtierhaltung grundsätzlich mit Mäusen und Ratten in entsprechender Grösse gefüttert, welche auch anstandslos angenommen werden.