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Jenatschs Axt
Soziale Grenzen, Identität und Mythos in der Epoche des Dreissigjährigen Krieges
Eine Publikation des Instituts für Kulturforschung Graubünden ikg, Reihe cultura alpina, Band 5
Aus dem Amerikanischen von Peter Jäger, akualisiert und autorisiert durch den Verfasser Randolph C. Head
Der Dreissigjährige Krieg bot skrupellosen Aufsteigern gute Karrieremöglichkeiten. Das Buch «Jenatschs Axt» handelt von Jörg Jenatsch (1596-1639), einem besonders gewalttätigen und beweglichen Politiker der «Bündner Wirren». Er war zunächst Geistlicher, dann Soldat und Offizier und strebte schliesslich die Aufnahme in den Adelsstand an. Der in jungen Jahren leidenschaftliche Verteidiger der protestantischen Kirche erregte Aufsehen, als er später zum Katholizismus konvertierte. Jenatsch stand in Diensten der Republik Venedig und Frankreichs und verhandelte als Vertreter der Drei Bünde mit den kriegführenden Mächten. 1620 knapp dem Veltlinermord entkommen, beteiligte er sich am Mordanschlag auf Pompejus von Planta, der 1621 mit einer Axt erschlagen wurde. Sein Ende fand Jenatsch 1639 – ebenfalls durch einen Axthieb – im «Staubigen Hüetli», einer Churer Taverne. Bald nach seinem Tod zirkulierte das Gerücht, in beiden Mordfällen sei die gleiche Axt verwendet worden. In seinem berühmten Roman Jürg Jenatsch von 1876 verwendet Conrad Ferdinand Meyer das Motiv der «Axt, die einst den Herrn Pompejus erschlagen hatte».
Im Buch «Jenatschs Axt» werden in erster Linie die prägenden gesellschaftlichen Grenzen des 17. Jahrhunderts dargestellt – anhand einer Gestalt, die diese Grenzen bedenkenlos überschritt. Mit «Jenatschs Axt» erscheint 60 Jahre nach der Jenatsch-Biografie von Alexander Pfister ein neues, fundiertes Werk über den Bündner Freiheitshelden. Geschrieben von Randolph C. Head, einem Kenner des Dreissigjährigen Krieges.
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