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Reh
Capreolus capreolus
Das Reh ist die kleinste einheimische Huftierart. Sein feiner Körperbau zeichnet es als so genannten Schlüpfer aus: Seine Hinterbeine sind länger als die Vorderbeine, was den Rehen ermöglicht, auch dichtes Unterholz zu durchqueren oder sich darin zu verstecken. Dabei schieben die Hinterbeine den Rest des Körpers nach vorne.
Rehe sind in der Schweiz weit verbreitet. Die höchsten Bestände kommen im Mittelland und in den Voralpen vor. Rehe können zudem hochgelegene Wälder besiedeln. Über der Waldgrenze trifft man sie hingegen nur ausnahmsweise an.
Die Paarungszeit der Rehe ist im Sommer. An schönen Sommerabenden kann man im Wald das „Bellen“ der Rehböcke manchmal von weitem hören: Sie rufen ihren Anspruch auf das Revier in die Dämmerung hinaus.
Die Weibchen setzen meist zwei Jungtiere (Kitze) im Frühjahr des folgenden Jahres ab. Diese verbringen die ersten Lebenswochen im hohen Gras oder Dickicht versteckt. Mit ihrem weiss gefleckten Fell sind sie optimal getarnt. Das Muttertier kehrt nur zum Säugen zu ihren Jungtieren zurück.
Rehe haben den Ruf, Feinschmecker zu sein und sich von vielen verschiedenen Pflanzen zu ernähren, die sie genau auswählen. Wichtig ist vor allem eine nährstoffreiche und leicht verdauliche Ernährung. Nebst Kräutern und Gräsern gehören auch verholzte Triebe von Sträuchern und jungen Bäumen auf den Speisezettel. Die Rehe sind deshalb anspruchsvolle Pfleglinge und können im Tierpark nicht in der Freilaufzone gehalten werden.
Im Tierpark Goldau befinden sich die Rehe in einem Gehege am Rande des Panoramaplatzes.
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