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Therapie der Immunthrombozytopenie Kortikosteroide Immunglobuline/IVIG Thrombopoetin-Rezeptor-Agonisten Splenektomie Wie beeinflusst die ITP-Therapie mein Leben?
Schlagen bei Ihnen Massnahmen der Erstlinientherapie nicht an, können im Rahmen der Zweitlinientherapie Thrombopoetin-Rezeptor-Agonisten (TPO-RA) zum Einsatz kommen, um Ihre Immunthrombozytopenie (ITP) zu behandeln.
Thrombopoetin-Rezeptor-Agonisten (TPO-RA) binden an den sogenannten Thrombopoetin-Rezeptor. Hierbei handelt es sich um ein bestimmtes Eiweiss im Körper, welches das Wachstum von Vorläuferzellen (Megakaryozyten) anregt, aus denen Blutplättchen (Thrombozyten) gebildet werden. TPO-RA steigern also die Produktion der körpereigenen Blutplättchen. Mit dieser Wirkweise unterscheiden sich diese Substanzen von anderen Therapiemöglichkeiten, die darauf abzielen den Abbau von Blutplättchen zu hemmen. Die Behandlung mit TPO-RA erfolgt meistens in Form von Tabletten oder Spritzen und kann über Monate oder Jahre eingenommen werden, um die Anzahl der Blutplättchen zu stabilisieren und die Blutungsneigung zu minimieren. Dabei sollte die Blutplättchenzahl anfangs wöchentlich, danach alle 4 Wochen vom behandelnden Arzt kontrolliert werden.
Abb. 1: Wenn die Agonisten an passende Thrombopoetin-Rezeptoren auf Vorläuferzellen binden, werden dadurch mehr Blutplättchen hergestellt.
Quellen:
CH2111032810