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Bienenschwärme
Bei Besuchen durch entflogene Bienenschwärme, bitten wir Sie folgende Personen anzurufen:
Kaspar Birrer
Sägestrasse 5
8259 Kaltenbach
Telefon 052 741 34 26
Mobil 079 699 02 77
oder
Hanspeter Vetterli
Im Weierli
8259 Rheinklingen
Telefon 052 741 30 85
Der Schwarmtrieb dient dem natürlichen Bestreben der Honigbienen, ihre Staaten durch Teilung zu vermehren. Ausgelöst wird dieser Trieb durch das Stärker werden des Bienenvolks im Frühsommer (Mai und Juni).
Im Frühsommer verfügt ein Bienenvolk über den grössten Bestand an Individuen im Jahreslauf. Dadurch sind viele Ammenbienen vorhanden, die Brut pflegen wollen, aber nicht mehr ausreichend Brut vorfinden. Dies ist beispielsweise bei einer zu eng werdenden Behausung der Fall. Die Bienen fangen dann an, bis zu etwa einem Dutzend besonders grösste Zellen, sogenannte Weiselzellen zu errichten. In den folgenden Tagen werden diese Zellen auch bestiftet (die Königin legt jeweils ein Ei hinein). Die sich entwickelnden Larven werden ausschliesslich mit einem speziellen, von den Ammenbienen erzeugten Futtersaft, dem Gelèe Royale ernährt und wachsen schnell heran, um am 16. Tag nach der Eiablage als neue Königinnen zu schlüpfen. In der Zwischenzeit hat die Königin mit dem Eierlegen (fährt die normale Bienenbrut) aufgehört und ist dadurch wieder schlank und flugfähig geworden.
Am neunten Tag nach der Eiablage, oder bei schlechtem Wetter an einem darauf folgenden, verlassen schlagartig, meist vormittags zwischen 11 und 12 Uhr Tausende von Bienen (10.000 und mehr) mit ihrer Königin in einer riesigen Wolke den Bienenstock. Sie sammeln sich später nahe dem Muttervolk an einer Stelle als Schwarmtraube, beispielsweise in Baumzweigen. Dort legen sie eine Ruhepause ein, um sich weiter zu orientieren. Als Nächstes werden einige hundert Kundschafter, auch Spurbienen genannt, losgeschickt. Diese suchen in der weiteren Umgebung nach einer geeigneten neuen Nistgelegenheit, möglichst einer Baumhöhle. Sollte die Suche nicht erfolgreich sein, kann sich auch der ganze Schwarm geschlossen erheben und weiterfliegen. An einer zweiten Zwischenstation sammelt sich der Schwarm erneut. Die Erkundung eines geeigneten Nistplatzes beginnt dann von Neuem. Bei diesen Erkundungen kehren immer wieder Spurbienen zum Schwarm zurück und führen auf der Oberfläche der Schwarmtraube den Schwänzeltanz auf, um weitere Kundschafter an die neu entdeckten Orte zu locken.
Dieser erste, bei einem teilungswilligen Bienenvolk entstehende Schwarm mit der alten Königin wird Vorschwarm genannt.