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Raclette und das Geheimnis der "Religiösen"
Raclette
ist ein ikonisches Gericht, vor allem wenn es mit seiner geschmolzenen Kruste serviert wird, die gemeinhin als "Religieuse" bezeichnet wird. Dennoch fragen sich viele Menschen, woher dieser Name kommt. Darüber hinaus erinnert das Wort "religieuse" in Frankreich auch an ein Gebäck. Woher kommt der Begriff also?
Ein erster Gedanke: eine Verbindung zum Klerus
Es scheint, dass die Bezeichnung "Religieuses" nur in der französischsprachigen Schweiz und in Savoyen üblich ist. Jacques Montandon, der für seine Kochsendungen auf TSR bekannt ist, erwähnt eine interessante Geschichte. Ihm zufolge sammelten Nonnen, wenn sie Anfang des 20. Jahrhunderts ihre Familien besuchten, die Küchenreste, insbesondere Käserinden. Indem sie diese Rinden in ihre Gratins einarbeiteten, machten sie diese schmackhafter. So wurde aus dem, was einst der Nonne vorbehalten war, ein beliebtes Gericht.
Ein Geschenk der Mönche?
Eine andere Theorie knüpft an die Geschichte vom Raclette und der Nonne an. Sie besagt, dass die Mönche den Käse
probierten und die Rinde, die "Religieuse" genannt wurde, an die Gläubigen verschenkten. Für letztere war dies ein wahrer Genuss.
Raclette und Nonne im Schloss
Eine andere Geschichte stammt aus dem Schloss Valère
in Sion im Wallis. Vor langer Zeit hatten die Schwestern des Schlosses trotz ihrer begrenzten Mittel eine Schwäche für Käse. Sie versteckten die Rinden heimlich, um sie diskret in ihren Zimmern bei Kerzenlicht zu rösten. Der Genuss war dann auf dem Höhepunkt.
Die Einfachheit des Genusses
Schließlich werden einige sagen, dass diese Kruste "religiös" genannt wird, weil sie einfach himmlisch im Geschmack ist. Zusammen mit einem Raclette
begeistert sie die Liebhaber von knusprigen Röstaromen.
Die wachsende Beliebtheit der "Religieuse"
Heute überschreitet die "Religieuse" die Grenzen und wird immer beliebter. In Verbindung mit Raclette symbolisiert sie kulinarischen Genuss und tief verwurzelte Traditionen.