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Die Reifenetikette bewertet den Rollwiderstand und das Abrollgeräusch, zwei Umwelt-Aspekte, sowie die Nasshaftung, die für die Sicherheit relevant ist. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen vermehrt in der Lage sein, beim Reifenkauf eine sachkundige Wahl zu treffen. Ziel der Reifenetikette ist die Steigerung der Sicherheit bei gleichzeitiger Verminderung des Treibstoffverbrauchs und des Lärms im Strassenverkehr.
Die möglichen Auswirkungen werden als erheblich eingeschätzt. In einer von der EU zur Folgenabschätzung durchgeführten externen Studie wurde je nach Geschwindigkeit der Marktumstellung ein energtisches Einsparpotenzial ermittelt, das einer Verringerung des PW-Bestands um 3% bis 8% aller PW-Neuzulassungen entspricht. Zudem soll durch die Reifenetikette die Lärmbelastung durch den Strassenverkehr an der Quelle gesenkt und damit die Lebensqualität erhöht werden. Gleichzeitig muss die Sicherheit gewährleistet sein. Weil ein Zielkonflikt zwischen der Sicherheit und der Energieeffizienz besteht, informiert die Reifenetikette auch über die Nasshaftung als wichtiger Sicherheitsaspekt. Der Unterschied des Bremswegs zwischen der besten (A) und der schlechtesten Kategorie (F) beträgt 18 Meter (Quelle: Folgenabschätzung der Europäischen Kommission SEC(2008)2860).
Untersuchungen haben ergeben, dass rund 20% des Spritverbrauches durch die Reifen verursacht werden. Dieser Wert setzt sich zu 16% aus dem Rollwiderstand und zu 4% aus dem Luftwiderstand der Reifen zusammen. Eine Verminderung des Rollwiderstands führt zu weniger Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen und somit zu einer Steigerung der Energieeffizienz des Strassenverkehrs. Ein um 10% geringerer Rollwiderstand senkt den Treibstoffverbrauch um ca. 1,5%, dies entspricht einer Reduktion der CO2-Emissionen von 2g pro gefahrenem Kilometer. Die Treibstoffeinsparung zwischen den Klassen A und G beträgt in etwa 0.5 Liter pro 100km. Weil ein verringerter Rollwiderstand in Konkurrenz zu den Haftungseigenschaften und somit zur Sicherheit eines Reifens steht; die Nasshaftung ist ebenfalls Bestandteil der Reifenetikette.
Verkehrslärm stellt eine erhebliche Belästigung mit häufig unterschätzten Auswirkungen auf die Gesundheit dar. In der Schweiz sind 1,2 Millionen Menschen übermässig hohen Lärmimmissionen aus dem Strassenverkehr ausgesetzt. Lärm verursacht externe Kosten von über 1 Milliarde CHF pro Jahr (Gesundheitskosten, Liegenschaftsentwertung). Da das Abrollgeräusch der Reifen je nach Geschwindigkeit erheblich zur Lärmbelastung beiträgt, wurde es in die Reifenetikette aufgenommen. Eine Reduktion der Strassenverkehrsemission um 3 Dezibel (eine Etiketten-Klasse) entspricht einer Halbierung des Verkehrs, insgesamt 650‘000 Personen würden damit alleine in der Schweiz von übermässiger Lärmbelastung befreit.
Anhang 4.2 der Energieeffizienzverordnung regelt die Angabe der Treibstoffeffizienzklasse und weitere Eigenschaften von Reifen. Er umfasst einerseits das Anbringen der Reifenetikette und andererseits die Angaben der entsprechenden Informationen, wo angebotene Reifen beim Kauf nicht sichtbar sind. Der Verordnungsanhang orientiert sich an der Verordnung (EG) Nr 1222/2009.
Die entsprechende Verordnung ist in der Schweiz am 1. August 2014 in Kraft getreten. Nicht etikettierte Reifen dürfen in einer Übergangsphase bis längstens zum 31. Dezember 2014 in Verkehr gebracht (eingeführt) und längstens bis zum 31. Juli 2017 abgegeben (gewerblich weiterveräussert oder an den Endkunden verkauft) werden.
Die Reifenetikette muss gut sichtbar und lesbar auf der Lauffläche des Reifens oder in dessen unmittelbarer Nähe angebracht werden. Die Reifenetikette muss bei Reifen der Klassen C1 und C2 angebracht werden. Bei Reifen der Klasse C3 muss keine Etikette angebracht werden.
In technischem Werbematerial wie Handbücher, Broschüren, Faltblätter und Kataloge in gedruckter oder elektronischer Form sowie Websites, die der Vermarktung von Reifen dienen, sind die Treibstoffeffizienzklasse, die Dezibelwerte sowie die Nasshaftung anzugeben. Diese Informationspflicht gilt für Reifen der Klassen C1, C2 und C3, soweit die Informationen verfügbar sind.
Nicht zum technischen Werbematerial gehören Anzeigen auf Plakatwänden, in Zeitungen, Zeitschriften, Radio- oder Fernsehsendungen und ähnlichen Online-Formaten (z.B. Web-Banner). Für diese Formate gilt die Pflicht zur Angabe der Reifeneigenschaften nicht.
Nur wer für die Bereifung eines neuen Personenwagens explizit die Wahl zwischen verschiedenen Reifen anbietet, hat dem Abnehmer die Reifeneigenschaften gemäss Anhang 4.2 der Energieeffizienzverordnung anzugeben. In diesem Fall müssen diese Angaben mindestens im technischen Werbematerial enthalten sein.
Die Reifenetikette umfasst eine dreifache Klassierung:
Die Einteilung aufgrund des Rollwiderstands in die farbigen Energieeffizienzklassen A bis G.
Die Nasshaftungsklasse A bis G als Angabe zur Sicherheit bei Nässe.
Die Klassierung mittels Schallwellen, ergänzt um die dB-Angabe für das externe Rollgeräusch.
Die Angabe der drei Klassierungen ist mit Ausnahme der EU-Hoheitszeichen gemäss Abbildung zu kennzeichnen. Soweit EU-Hoheitszeichen in Übereinstimmung mit den Vorschriften der EU bereits angebracht sind, können sie jedoch belassen werden.
Gemessen wird der Rollwiderstand auf einem Prüfstand. Nach Abgleich des verwendeten Trommelprüfstands mit einem Referenzprüfstand erfolgt die Zuordnung zu der entsprechenden Klasse A–G. Die Messmethode für den Rollwiderstand (CR) wurde durch das zuständige Gremium der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) festgelegt.
Der Nasshaftungskennwert G wird bei einem Test mit einem standardisierten Fahrzeug auf nasser, glatter Fahrbahn über die benötigte Distanz zur Abbremsung von 80 km/h auf 20 km/h ermittelt. Die Messmethode für die Nasshaftung wird in der Regelung Nr. 117 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) definiert.
Es wird bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h gemessen, der Motor ist abgestellt und das Fahrzeug im neutralen Gang, die Messstrecke nach ISO 10844 spezifiziert und die Messung auf eine Bezugstemperatur normiert. Die Grenzwerte für die Kategorien sind im Anhang 1 der EU-Verordnung Nr. 1222/2009 aufgelistet. Die Messmethode für das Rollgeräusch ist in der Regelung Nr. 117 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) definiert.
Die Reifen werden anhand des in einem Test ermittelten Rollwiderstandsbeiwerts (CR) in die Kategorien A bis G eingeteilt. Für Reifen der Klassen C1 (für Personenwagen), C2 (für leichte Nutzfahrzeuge) und C3 (für schwere Nutzfahrzeuge) gelten unterschiedliche Grenzwerte. Die Grenzwerte für die Kategorien sind im Anhang 1 der EU-Verordnung Nr. 1222/2009 aufgelistet, auf den sich der Anhang 4.2 der Energieeffizienzverordnung bezieht.
Die Reifen werden anhand des in einem Test ermittelten Nasshaftungskennwerts (G) in die Kategorien A bis G eingeteilt. Für Reifen der Klassen C1 (für Personenwagen), C2 (für leichte Nutzfahrzeuge) und C3 (für schwere Nutzfahrzeuge) gelten dieselben Grenzwerte. Die Grenzwerte für die Kategorien sind im Anhang 1 der EU-Verordnung Nr. 1222/2009 aufgelistet, auf den sich der Anhang 4.2 der Energieeffizienzverordnung bezieht.
Die Reifen werden anhand der in der EU-Verordnung Nr. 661/2009 festgelegten Grenzwerte (LV) in drei Klassen eingeteilt. Schallwellen und die dB-Angabe informieren über die Lärmintensität des Produktes. Die Werte der Klassengrenzen unterscheiden sich je nach Reifenbreite, so kann bei gleicher Klassifizierung ein breiterer Reifen lauter als ein schmaler sein. Die Klassengrenzen sind nachstehend aufgelistet:
LV: Grenzwerte der EU-Verordnung EG/661/2009 (von 70dB bis 75 dB - abhängig von der Nennbreite, dem Load-Index und der Wintertauglichkeit des Reifens) N: Messwert für das externe Rollgeräusch.
3 Schallwellen = N > LV: hält die aktuell geltenden Grenzwerte der EG-RL 2001/43 ein 2 Schallwellen = LV - 3dB < N ≤ LV: hält die verschärften Grenzwerte der EU-Verordnung EG/661/2009 ein, die ab November 2012 schrittweise eingeführt werden 1 Schallwelle = N ≤ LV - 3dB: mindestens 3 dB leiser als die verschärften Grenzwerte der EG 661/2009
Die Reifenhersteller der EU sind bereits seit November 2012 verpflichtet, die Nasshaftung, den Rollwiderstand und die Geräuschemission ihrer Produkte gemäss Richtlinien zu erheben und auf der Reifenetikette abzubilden. Aus diesen Daten wird vomTCS im Auftrag des Bundes eine Reifenliste erstellt. Diese erlaubt es, verschiedene Produkte miteinander zu vergleichen. Um möglichst komplett und aktuell zu sein, wird die Reifenliste periodisch auf Basis der Herstellerangaben aktualisiert.
Die aktuell auf dem Markt erhältlichen Pneus identischer Dimension für PW weisen eine Streuung von bis zu 6 dB auf, dies entspricht einer Reduktion des Strassenverkehrs um 75%. Bereits eine Reduktion von 3 Dezibel kommt einer Halbierung des Verkehrs gleich. Die Reifenliste soll den Kunden aufzeigen, dass viele auf Lärm optimierte und gleichzeitig sichere Reifen auf dem Schweizer Markt erhältlich sind. Weniger Lärm bedeutet mehr Lebensqualität.
Reifentests zeigen, dass eine Erhöhung des Nassgriffs von Reifen nicht unabhängig vom Rollwiderstand zu erreichen ist. Die Reifenetikette informiert deshalb auch über die Nasshaftung als sicherheitsrelevanter Aspekt. Die Forschung arbeitet an Reifentechnologien und Gummimischungen, die eine partielle Entkopplung dieses Zielkonfliktes ermöglichen. Der TCS testet Reifen nach Kriterien, die viele sicherheitsrelevante Kriterien abdecken und auch dem Treibstoffverbrauch Rechnung tragen. Deshalb empfiehlt es sich, Reifen zu wählen, die im TCS-Test mit der Bewertung "sehr empfehlenswert" oder "empfehlenswert" ausgezeichnet wurden.
Beim Reifenkauf sollten Produkte mit gutem Energieeffizienzwert (Rollwiderstandskategorie im grünen Bereich) bevorzugt werden, sofern sie auch bei Sicherheitskriterien und Lärm gut abschneiden. Falls die Reifen in der Anschaffung etwas teurer sein sollten, können die Treibstoffeinsparungen die Mehrkosten wieder aufwiegen.
Technische Aspekte aus Sicht Energie, Lärm und Sicherheit
Die besonderen Eigenschaften leiser Reifen wirken sich nicht nachteilig auf die Sicherheit aus. Erfahrungsgemäss sind "empfehlenswerte" und "sehr empfehlenswerte" Reifen im TCS-Reifentest auch in der Disziplin "Geräusch/Komfort" optimiert und somit traditionell leiser als "nicht empfehlenswerte" Reifen. Reifen, die im TCS mit drei oder vier Sternen bewertet wurden und zusätzlich einen guten Wert beim externen Rollgeräusch auf der Reifenetikette besitzen, sind leise und sicher. Hingegen besteht ein Zielkonflikt zwischen Nasshaftung und Rollwiderstand, aber auch hier wurden Fortschritte erzielt, denn erste Reifen mit einer A-Bewertung in beiden Kategorien sind bereits auf dem Markt erhältlich.
Leise Reifen zeichnen sich durch eine besondere Gummi-Mischung unter Verwendung neuartiger Materialien und eine lärmoptimierte Profilierung aus. Die Preise bewegen sich auf dem Niveau von herkömmlichen Produkten. Leise Reifen weisen gegenüber herkömmlichen Produkten eine vergleichbare Laufleistung auf. Obschon der im Fahrzeug-Innenraum hörbare Rollgeräuschpegel in erster Linie durch die Vibrationsübertragungen vom Fahrwerk auf die Karosserie erzeugt wird, kann durch die Verwendung leiser Reifen ein gewisser Komfortgewinn für die Insassen erzielt werden. Hingegen haben Schwankungen des Luftdrucks nur einen geringen Einfluss auf das Abrollgeräusch des Reifens.
Die Preise von besseren Reifen bewegen sich auf dem Niveau von herkömmlichen Produkten, auch hier gibt es Unterschiede. Allfälligen Mehrkosten stehen Treibstoffeinsparungen dank geringerem Rollwiderstand gegenüber.
Der Sommerreifen ist nicht nur in der Profilgestaltung anders als der Winterreifen, sondern auch in der Gummi-Mischung. Die Gummi-Mischung des Sommerreifens muss auch bei höheren Aussentemperaturen für optimale Haftung sorgen und ist demzufolge entsprechend angepasst.
Sicherheit: Bei tiefen Temperaturen wird die Gummi-Mischung des Sommerreifens hart und unelastisch. Der Sommerreifen kann die geforderten Leistungen nicht mehr erbringen. Er ist schon bei tieferen Temperaturen ungeeignet und nicht erst auf Schnee und Eis. Bremsversuche aus 40 km/h zeigen, dass ein mit Sommerreifen ausgerüstetes Fahrzeug einen ca. doppelt so langen Bremsweg auf Schnee aufweist wie eines mit Winterreifen.
Sicherheit: Im Sommer haben Ganzjahresreifen einen erhöhten Verschleiss und nutzen sich daher schneller ab als Sommerreifen. Im Winter ist zu beachten, dass Ganzjahresreifen bei Schnee und Eis lange nicht die Haftungen und die Traktion (die ziehende Kraft, mit der ein Fahrzeug beschleunigt wird) aufbringen wie ein Markenwinterreifen. Die Entwicklung der Ganzjahresreifen hat sich in den letzten Jahren auf die Ansprüche im Winter (Nass, Schneeverhalten) konzentriert. Dies führte dazu, dass die Reifen im Sommer nicht optimal funktionieren. Mit Ganzjahresreifen werden die Kosten für einen zweiten Satz Sommer- oder Winterreifen zwar hinfällig, da auf die saisonbedingte Umbereifung und die Einlagerung eines Satzes verzichtet werden kann. Da sie jedoch in der Anschaffung tendenziell teurer sind und ihr Verschleiss im Sommer höher ist, wird die Ersparnis wieder zunichte gemacht.
Energieeffizienz: Ganzjahresreifen führen zu einem höheren Treibstoffverbrauch von bis zu 0,4 Liter auf 100 Kilometer im Vergleich zur Nutzung von Sommer- und Winterreifen.
Nein, in der Schweiz gibt es kein Gesetz, das die Ausrüstung eines Fahrzeuges mit Winterreifen vorschreibt. Wer aber auf schneebedeckter Fahrbahn mit unzweckmässiger Fahrzeugausrüstung (z. B. Sommerreifen) stecken bleibt oder einen Unfall verursacht, kann zur Rechenschaft gezogen werden.
Bezüglich Sicherheit haben Tests gezeigt, dass der Bremsweg auf Schnee mit Sommerreifen im Vergleich zu Winterreifen ca. doppelt so lang ist.
Sicherheit: Winterreifen, die für eine weitere Wintersaison nicht mehr genügend Restprofil aufweisen (ca. 4 mm), sollten im Frühling nicht "ausgefahren" werden. Die Gummimischung von Winterreifen ist für die kältere Jahreszeit ausgelegt. Der Verschleiss von Winterreifen bei höheren Temperaturen nimmt um bis zu 15% zu. Wenn Winterreifen im Sommer weiter gefahren werden, zeigen TCS-Tests deutlich längere Bremswege von Winterreifen auf nasser und drastisch längere Bremswege auf trockener Fahrbahn.
Energieeffizienz: Werden Winterreifen im Sommer verwendet, kann das zu einem höheren Treibstoffverbrauch führen.
Sicherheit: TCS Reifentests haben gezeigt, dass sich mit abnehmender Profiltiefe, insbesondere bei Geschwindigkeiten über 80km/h, der Bremsweg auf nasser Fahrbahn deutlich verlängert. Für Winter- und Sommerreifen ist eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vorgeschrieben. Der TCS empfiehlt bei Winterreifen eine Mindestprofiltiefe von 4 mm. Bei Sommerreifen mindestens 3 mm.
Einfache Messmethode: Einfrankenstück in das Reifenprofil stecken. Ist der Sockel der Helvetia noch nicht sichtbar, haben die Reifen für eine weitere Sommersaison noch genügend Restprofil.
Die Luftdruck-Vorgabe des Herstellers oder der Hinweis, wo die Druckangaben zu finden sind, stehen meistens in der Betriebsanleitung. Der TCS empfiehlt bis zu 0,5 bar über der Herstellerangabe. Dies reduziert den Treibstoffverbrauch. Das Fahrverhalten verbessert sich, der Fahrkomfort nimmt nur wenig ab.
Der Reifen ist der einzige Kontakt zur Fahrbahn. Die Aufstandsfläche ist mit der Grösse einer Postkarte pro Rad zu vergleichen.
Sicherheit: Ein zu tiefer Luftdruck kann Brems- oder Ausweichmanöver schwieriger machen, und der abnehmende Luftdruck verschlechtert die Fahreigenschaften. Wenn der Reifendruck zu gering ist, kann es gefährlich werden. Durch zu geringen Reifendruck werden der Schulterbereich und die Seitenwand des Reifens höher belastet und die Reifentemperatur steigt an. Dies kann im schlimmsten Fall zu einer Überbeanspruchung und einem Reifenplatzen führen. Elektronische Helfer wie z. B. ABS oder ESP können fehlenden Reifendruck nicht kompensieren.
Energieeffizienz: Der Reifendruck beeinflusst den Rollwiderstand. Wie beim Velofahren braucht ein zu geringer Reifendruck mehr Energie zur Fortbewegung. Tests haben gezeigt, dass durch zu geringen Luftdruck bis zu 0,3 Liter pro 100km Mehrverbrauch entstehen können. Somit ist der optimale Reifendruck nicht nur eine Frage der Betriebssicherheit, sondern hat auch Auswirkungen auf das Portemonnaie.
Lärm: Nicht korrekter Luftdruck kann das Abriebsbild des Reifens beeinflussen. Dies kann zu massiv erhöhten Geräuschemissionen führen.
Wenn das Fahrzeug in der Sonne steht und die Sonne auf den Reifen scheint, steigt der Luftdruck um ca. 0,2 bar. Beim Fahren normalisiert sich dieser wieder. Diesem Umstand sollte bei der Druckkontrolle Rechnung getragen werden. Der Luftdruck sollte deshalb immer vor dem Fahrtantritt geprüft werden, wenn die Reifen Umgebungstemperatur aufweisen.
Energieeffizienz: Der Treibstoffverbrauch erhöht sich pro 100 kg Zuladung um ca. 0,5 Liter pro 100 Kilometer. Ein höherer Reifendruck kann diesen Effekt etwas mildern. Bei längeren Autobahnfahrten oder Reisen mit grosser Zuladung empfiehlt der TCS eine Reifendruckerhöhung um 0,2 bar.