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Onesimus - Der Nützliche
Am Dienstag, den 31. August 2021, besuchte ich mit meiner Mutter und meinem Bruder die Vorpremiere des Theaterstückes «Nützli; ein Mann, ein Wort» in Pfäffikon ZH. Mein Götti arbeitet beim schweizerischen Bibellesebund. Während des Lockdowns konnte er nicht arbeiten. So schrieb er ein Drehbuch über den Philemonbrief. Nun waren wir zur Vorpremiere eingeladen.
Als sich dann der Saal nach und nach füllte, machte ich mir Gedanken über den Titel des Theaterstückes «Onesimus - Der Nützliche». Bislang hatte ich in der Bibel noch nie von einem Onesimus gelesen oder gehört. Nun war ich gespannt von diesem Brief etwas zu erfahren.
Onesimus (mein Götti) wischte gelangweilt den Boden auf der Bühne. Er war unzufrieden, fühlte sich alleine und schimpfte über seinen Meister Philemon. Sein Meister war mit ihm nicht zufrieden, da er seine Arbeit unzuverlässig und nicht ordentlich machte. Eines Tages wollte er das Glück an einem anderen Ort suchen. So machte er sich auf und floh mit einem Güterschiff über das Meer nach Rom. Hungrig und verlassen in Rom wurde er von den Christen Priscilla und Aquila liebevoll aufgenommen. Er spürte, dass dieses Paar etwas Besonderes besass. Das Paar machte ihn mit Paulus, der zu dieser Zeit im Gefängnis sass, bekannt. Paulus erzählte ihm von Jesus, von der Liebe Gottes und so weiter. Onesimus merkte, dass auch er ein Kind Gottes ist und auch er geliebt wird. Nun fühlte er sich nicht mehr alleine, da er eine Familie gefunden hatte. Mit einem Schreiben von Paulus, dem Philemonbrief, kehrte er zu seinem Meister zurück. Am Schluss des Theaterstückes konnten wir beobachten, wie Onesimus mit Freude die Bühne richtig sauber wischte.
Aber wer war eigentlich dieser Onesimus? In der damaligen Zeit war es ein üblicher Sklavenname. Mit dem Philemonbrief haben wir einen sehr persönlich gehaltenen Brief von Paulus vor uns. Trotzdem handelt es sich nicht nur um einen Privatbrief. Denn in diesem Brief wird nicht nur Philemon, sondern auch dessen Heimatstadt Kolossä angesprochen. Paulus bittet bei Philemon um Vergebung für Onesimus.
Das Theaterstück faszinierte mich sehr. Neben den Dialogen sang, rappte und tanzte mein Götti noch. Es erfüllte mich mit Stolz. Mein Götti ist ein wahrer Künstler.
Während des Theaterstücks machte auch ich mir Gedanken über meinen Glauben. Gott liebt auch mich. Jede Aufgabe ist in den Augen von Gott wichtig. Vielleicht mache ich nun das nächste Mal meine Hausarbeit pflichtbewusster und mit mehr Freude!
Das Theaterstück kann beim Bibellesebund gebucht werden. Ich würde mich riesig darüber freuen, wenn mein Götti das Stück in der Stadtkirche Glarus aufführen dürfte.