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Do., 6. Mai 2021 19:30 UhrKonservatorium Bern
In Saanen wurde Philippe Bach 1974 geboren. Auch als weltweit anerkannter Dirigent hat er seine Schweizer Heimat nicht vergessen. Mehrere Jahre war er Chefdirigent der Zuger Sinfonietta, bekleidet seit 2012 dieselbe Position beim Berner Kammerorchester und seit 2016 bei der Kammerphilharmonie Graubünden.
Schweizer Institutionen spielten auf seinem Ausbildungsweg eine bedeutende Rolle: An der Musikhochschule Bern und am Conservatoire de Genève studierte er Horn, später auch noch in Freiburg im Breisgau, und nach einem 1. Preis beim Schweizerischen Dirigentenwettbewerb widmete er sich auch intensiv dem Dirigieren. Johannes Schlaefli an der Musikhochschule Zürich und u. a. Sir Mark Elder am Royal Northern College of Music in Manchester waren seine Mentoren.
Auf internationalem Parkett steht der Name Philippe Bach für eine steile Dirigentenkarriere. Nach einem 1. Preis beim International Jesús López Cobos Opera Conducting Competition 2006 wurde er Assistant Conductor am Teatro Real in Madrid und Assistent von Jesús López Cobos; 2007 debütierte er dort mit Puccinis Madama Butterfly. Es folgten zwei Spielzeiten am Theater Lübeck, ehe er 2012 der Berufung als Generalmusikdirektor der Meininger Hofkapelle und des Meininger Staatstheaters folgte. An der traditionsreichen Stätte hat er vor allem Opern von Wagner und Strauss, aber auch von Janáček, Adès, Britten und Verdi dirigiert.
Lang ist die Liste der grossen internationalen Orchester, mit denen Philippe Bach zusammengearbeitet hat, stellvertretend genannt seien das London Philharmonic Orchestra, das BBC Philharmonic Orchestra, das Tonhalle Orchester Zürich, das Basler Sinfonieorchester, das Orchestre de chambre de Lausanne, das Orchestra della Svizzera Italiana, das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, das Helsinki Philharmonic Orchestra oder das Bournemouth Symphony Orchestra.
Die Mezzosopranistin Jordanka Milkova schloss ihre Gesangsausbildung an der Musikakademie in ihrer Heimatstadt Sofia ab. Mit Auszeichnung absolvierte sie anschliessend das Schweizerische Opernstudio an der Hochschule der Künste Bern und übernahm gleichzeitig wichtige Rollen am Ensemble Theater Biel-Solothurn. Daraufhin wechselte die schweizerisch-bulgarische Doppelbürgerin ans Stadttheater Pforzheim, und ein paar Jahre später war sie Ensemblemitglied am Staatstheater Nürnberg. Dort erarbeitete sie sich ein grosses Repertoire im Mezzofach erarbeitet. Es folgten europaweit Engagements auf Opern- und Konzertbühnen am Helsinki Music Center, an der Tampere Hall in Finnland, der Tonhalle Zürich, KKL Luzern, Casino Basel, Tonhalle Düsseldorf, an der Philharmonie Sofia, am Aalto Theater Essen, Theater Basel, Théâtre National du Luxembourg, Teatro Comunale di Ferrara, Teatro Comunale Luciano Pavarotti di Modena, Mikhailovsky Theater in St. Petersburg, Opernhaus Halle, Augsburg, Freiburg i.Br., Theater am Revier Gelsenkirchen, am Theater Lübeck, Stadttheater Bern, Opéra-Théâtre de Metz Métropole sowie bei Oper im Steinbruch in St. Margarethen in Österreich und am Murten Classics.
Am Savonlinna Opera Festival in Finnland gastierte sie drei Saisons, wo sie auch ihr erfolgreiches Debüt unter dem Dirigat von Philippe Auguin als Ortrud gab. In der Folge wurde sie auch ans Hong Kong Arts Festival für die gleiche Partie verpflichtet. An den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden sang Jordanka Milkova die Partie der Venus u.a. an der Seite von Klaus Florian Vogt als Tannhäuser.
Zu ihrem breiten Repertoire gehören die grossen Mezzopartien wie Carmen, Dalila, Eboli, Amneris, Ulrica, Marfa, Klythamnestra, Jezibaba, Fremde Fürstin, die Hosenrollen Nicklausse, Ascanio, der Komponist, Annio, Hänsel sowie Fenena, Suzuki, Maddalena, Dorabella, Erda und viele andere. Als Konzertsängerin tritt sie regelmässig mit Meisterwerken auf. Zu ihrem Repertoire zählen u.a. das Verdi-Requiem, das Requiem von W.A. Mozart, die II. , III. und die VIII. Symphonie von Gustav Mahler, die Sieben Lieder von Alma Mahler, Stabat Mater von Antonin Dvořák, die Symphonie der Klagelieder von Henryk M. Gorecki, Les Nuits d'été von H. Berlioz, Poème de l'amour et de la mer von E. Chausson, die Wesendonck-Lieder von Richard Wagner.
Mehrere Kritiker der Fachzeitschrift «Opernwelt» nominiertenJordanka Milkova als «beste Nachwuchskünstlerin» für ihre Amneris-Interpretation. In der Spielzeit 2019/20 gab die Mezzosopranistin am Hessischen Staatstheater Wiesbaden ihr Rollendebut als Azucena in Verdis Il Trovatore. An der Semperoper Dresden wird Jordanka Milkova mit der Titelrolle in Carmen ihr Hausdebut während der Saison 2020/21 geben.
Nachdem sich der südafrikanische Tenor Siyabonga Maqungo mit der Partie des David in Richard Wagners «Die Meistersinger» erstmals an der Staatsoper Unter den Linden vorgestellt hatte, engagierte Daniel Barenboim ihn ab der Spielzeit 2020/21 als Ensemblemitglied. Zu seinen ersten Partien gehören dort Narraboths Salome und Taminos Zauberflöte. Zuvor war der junge Tenor von 2018 bis 2020 Ensemblemitglied am Theater Chemnitz, wo er u.a. als Tamino, Alfred (Die Fledermaus) oder Jaquino (Fidelio) zu erleben war. An der Oper Leipzig debütierte er 2018 als Almaviva in Il barbiere di Siviglia.
2019 wurde er in der Kategorie Young Singer für die International Opera Awards nominiert. 2018 errang er den 2. Preis beim Internationalen Opernwettbewerb von Portofino. Von 2015 bis 2018 war Siyabonga Maqungo am Staatstheater Meiningen, wo er sich ein breites Repertoire vom Barock über Mozart, Donizetti und die Operette bis hin zu Richard Wagner, Richard Strauss und die Moderne erarbeitete. Als Tamino debütierte er 2017 bei der Oper Burg Gars unter Johannes Wildner.
Auch als Konzertsänger konnte sich Siyabonga Maqungo bereits mit Orchestern wie dem Minnesota Orchestra unter Dirigenten wie Rolf Beck, Phillippe Bach, Helmut Rilling oder Osmo Vänskä einen Namen machen.
Sein Studium begann er an der University of North West in Südafrika und schloss es mit dem Masterstudium bei Josef Protschka an der Hochschule für Musik und Tanz Köln ab.
Gustav Mahler
Das Lied von der Erde
I. Das Trinklied vom Jammer der Erde
Das Lied von der Erde, Gustav Mahlers epochales Spätwerk zwischen intimer Liedkunst und grosser Sinfonik, erklingt in Arnold Schönbergs selten aufgeführter Bearbeitung für kleines Ensemble. Zum BKO unter der Leitung von Philippe Bach gesellen sich die Mezzosopranistin Jordanka Milkova und der südafrikanische Tenor Siyabonga Maqungo für die kammermusikalische Aufführung dieser Weltenmusik.