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Gürbetalbahn
|Kürzel||GTB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1901-08-14|
|Mutiert||Ab 1944-01-01 Gürbetal–Bern–Schwarzenburg|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1901 teilweise, 1902 durchgehend eröffnete GTB gehörte einer Aktiengesellschaft. Sie führte – praktisch parallel zur Hauptlinie entlang der Aare – durch das Gürbetal von Bern via Belp nach Thun. Den Betrieb besorgte zuerst die Thunerseebahn (TSB), später die Bern–Lötschberg–Simplon-Bahn (BLS). Auf den 1. Januar 1944 fusionierte die GTB mit der Bern–Schwarzenburg-Bahn (BSB) zur Gürbetal–Bern–Schwarzenburg-Bahn (GBS).
Die GTB war anfangs überwiegend auf den Personentransport ausgerichtet, doch nach 1914 gewann der Güterverkehr stark an Bedeutung. Die Einnahmen aus dem Warentransport stiegen von rund 300'000 Franken auf fast 800'000 Franken im Jahr 1920. 1916 erzielte die GTB ihr bislang bestes Betriebsergebnis und richtete sogar eine Dividende aus. Doch danach verdüsterte sich die Lage rasch aufgrund massiv zunehmender Betriebskosten. Die Ergebnisse aus dem Transportgeschäft lagen 1919 und 1920 tief im negativen Bereich. Die rasant ansteigenden Passivsaldi und schwebenden Schulden ab 1918 sind jedoch auch im Zusammenhang mit der 1920 vollendeten Elektrifikation (Wechselstrom) zu sehen, wobei zusätzlich neues Rollmaterial beschafft werden musste. Die Kosten der Elektrifikation wies die Statistik in der Baurechnung allerdings erst ab 1922 aus, da diese vom Kanton Bern und der Berner Kantonalbank vorfinanziert wurden. Hier haben wir angenommen, dass die Aufwendungen für die zwei Jahre davor identisch mit denjenigen von 1922 waren.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: