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Die separate Sammlung und Verwertung von Altmetallen aus dem Haushalts- und Gewerbebereich ist aus ökologischer Sicht sinnvoll. Die Verwertung muss aber in geeigneten Anlagen erfolgen.
Altmetalle lassen sich unterscheiden in Eisenmetalle (auch oberflächenbehandeltes Eisen) und Nichteisenmetalle (Buntmetalle: Kupfer und -legierungen; Graumetalle: Blei, Zink, Zinn, Aluminium; Edelmetalle: Gold, Silber). Eisenmetalle sind magnetisch. Die Bestimmung der Menge des jährlich in der Schweiz entsorgten Altmetalls ist schwierig und lässt sich nur grob abschätzen. Im Jahre 2000 wurden ca. 1 Million Tonnen Eisenschrott der Verwertung zugeführt. Der grösste Teil davon wurde den Stahlwerken über Altstoffhändler und nur ein geringer Teil direkt von der verarbeitenden Industrie angeliefert. Über die Gemeindesammelstellen werden in der Schweiz jährlich rund 60'000 Tonnen Altmetalle aus den Haushaltungen separat gesammelt. Dies entspricht rund 9 kg Altmetall pro Einwohner. Über die Menge der jährlich entsorgten Nichteisenmetalle liegen keine Angaben vor. In der Statistik werden die Nichteisenmetalle meistens zusammen mit dem anderen Schrott ausgewiesen.
In den meisten Gemeinden besteht mindestens eine Altmetallsammelstelle. Dort können die Altmetalle gemischt deponiert werden, da der Altmetallhandel die Eisenmetalle wegen deren magnetischer Eigenschaft leicht von den Nichteisenmetallen trennen kann. Grössere Altmetallteile werden von einzelnen Gemeinden auch eingesammelt. Aus Kostengründen drängt sich ein Bringsystem auf. Gewerbe und Industrie liefern ihr Altmetall direkt an die regionalen Altstoffhändler.
Die Auftrennung in die handelsüblichen Qualitätsklassen erfolgt in den Fachbetrieben. Dabei wird das gesammelte Altmetall mit Scheren und Shreddern zerkleinert. Über einem Magnetabscheider wird der Eisenschrott von den Nichteisenmetallen getrennt. Der Eisenschrott wird an Stahlwerke und Giessereien geliefert und dort zu Halbfabrikaten wie z.B. Armierungsstahl eingeschmolzen. Die Nichteisenmetalle werden in einem Wirbelstromabscheider vom Unrat befreit. Nach einer manuellen Nachsortierung werden sie auf dem Altstoffmarkt an spezialisierte Metallwerke verkauft, wo sie zu neuen Produkten verarbeitet werden.
Die Altmetallsammlung kostet zwischen Fr. 200.- bis Fr. 400.- pro Tonne. Die Gemeinden decken diese Kosten aus Steuermitteln, den Abfallgebühren sowie durch den Erlös aus dem Verkauf der Metalle.
Erhalten einer finanziell tragbaren, flächendeckenden Separatsammlung von Metallschrott. Verbessern der Schrottqualität. Damit wird eine emissionsärmere Verarbeitung in schweizerischen Stahlwerken erreicht.
Zur Zeit besteht kein dringender staatlicher Handlungsbedarf. Die Qualität des Schrottes sollte aber verbessert werden. Dies könnte beispielsweise durch Abtrennen der Verunreinigungen im Scherenschrott durch Schreddern erfolgen. Vorerst sind die Strukturanpassungen in der Stahlindustrie abzuwarten. Handlungsbedarf dürfte sich dann ergeben, wenn sich die Preissituation im Schrotthandel weiter verschärft und als Folge davon, die Schrottsammlung für die Gemeinden zu einer grossen finanziellen Last wird.
Abklären der Wirksamkeit und der Kosten einer Verbesserung der Qualität von Scherenschrott durch vorgängiges Schreddern. Das bestehende System beibehalten. Die Entwicklung im Schrottmarkt beobachten.
Möglicherweise erlauben künftige Abfallbehandlungssysteme eine Metallabtrennung erst nach der thermischen Behandlung der Abfälle.
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