Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03533.jsonl.gz/2784

Teil I Neben den ›Monthiver-Mädchen‹ ist der ›Fortunat‹ Otto Flakes wichtigstes Erzählwerk, ein Roman von grandioser Dimension. Hier wird der Tradition des europäischen Bildungsromans noch einmal – mit der ausholenden Phantasie des Romanciers und mit der Akribie des Historikers – Tribut geleistet. (Dieser Text bezieht sich auf eine frühere Ausgabe.)
Portrait
Otto Flake (1880-1963) wuchs als Kind deutscher Eltern im Elsass auf. Nach Aufenthalten in Paris und Berlin, wo er Mitarbeiter der 'Neuen Rundschau' wurde, arbeitete er während des Ersten Weltkrieges in Brüssel. 1918 schloss er sich der Zürcher Dada-Bewegung an, unternahm in den folgenden Jahredn ausgedehnte Reisen nach Russland, England und Frankreich. Von 1928 bis zu seinem Tode lebte Flake in Baden-Baden. Rolf Hochhuth, geb. 1.4.1931 in Eschwege, arbeitete nach Abschluss einer Buchdruckerlehre in verschiedenen Buchhandlungen in Marburg, Kassel und München. Nebenher war er Gasthörer an den Universitäten in Heidelberg und München. 1955 war er Lektor im Bertelsmann-Lesering und arbeitete an der Herausgabe verschiedener Werksausgaben und Erzählanthologien mit. Seit 1963 lebt Hochhuth als freier Autor in Riehen bei Basel. Der Schwerpunkt seiner Themen liegt auf der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Seine Werke sind mit dokumentarischem Beweis- und Belastungsmaterial angereichert, die Hochhuth in umfangreichen Recherchen zusammengetragen hat. Hochhuth wurde damit zu einem der Hauptvertreter des sogenannten Dokumentartheaters der 60er Jahre. Dabei entwickelte er sich zu einem der erfolgreichsten und umstrittensten Dramatiker in der deutschsprachigen Bühnenwelt. 1980 erhielt er den Literaturpreis der Stadt München und des Verbandes bayerischer Verleger sowie den Geschwister-Scholl-Preis für Literatur, 1990 den Jacob-Burckhardt-Preis der Basler Goethe Stiftung. 2001 folgte der Jacob-Grimm-Preis für seinen Einsatz um die deutsche Sprache.