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Gründungsgeschichte
Obwohl in der Schweiz bereits seit den Achtzigerjahren American Football gespielt wird, hat sich die Sportart in Luzern verhältnismässig erst spät etabliert. Im Juli 2007 wurde in der Zentralschweiz erstmals ein Football geworfen. Die anfangs kleine Gruppe wuchs stetig an, sodass am 6. September 2007 die offizielle Vereinsgründung des American Football Club Lions (AFC Lions) unter der Leitung von Dario Procopio und Stefan Schmidt stattfand. Bewusst wurde damals beim Vereinsnamen eine Ortszugehörigkeit weggelassen, da die Trainings in der Gründungsphase noch in der Luzerner Gemeinde Buchrain durchgeführt wurden, bevor die Spielfelder der Stadt Luzern zugänglich waren. Mit dem Umzug in die Stadt wurde auch der Vereinsname in AFC Luzern Lions geändert.
Aufgrund eines ausführlichen 20Minuten-Artikels im September 2007 wurde der junge Verein von Neugier und Interesse überschwemmt, sodass innert weniger Tage eine Horde Männer auf der Luzerner Allmend zum ersten Training erschien. Der spürbare Hype wurde jedoch kurze Zeit später durch das erste „Tackle Practice“ unter der Leitung des Amerikaners Delmus Pinkston ein wenig gebrochen, sodass von den 40 Probetraining-Teilnehmern deutlich weniger im nächsten Training wieder auftauchten. Der mediale Auftritt verhalf den Lions jedoch auch zu erhöhter Aufmerksamkeit, was schlussendlich zu den ersten Sponsoring- und Partnerschaftsverträgen führte.
Trotz eines relativ dünnen Kaders konnte gleich von Beginn an die Teilnahme am Meisterschaftsbetrieb (Liga B) gewährleistet werden. Das Credo der Lions war bereits damals ersichtlich, denn lieber wollte man sich dem Wettbewerb stellen, als sich unter damals existierende Plauschteams zu mischen. Bereits früh haben sich die Luzern Lions mit Hilfe von Headcoach Delmus Pinkston und aufgrund einer harten aber fairen „Run Offense“ einen Namen erarbeitet.
Wegen der hohen zeitlichen und finanziellen Belastung, die durch die Teilnahme am Meisterschaftsbetrieb entstand, wurde im Juli 2008 Dr. Manfred Donné zum Präsidenten gewählt. Unter seiner Leitung konnte zudem ein Medicalkonzept aufgebaut werden was seines gleichen sucht, was später auch von der SAFV-Nationalmannschaft für deren Spiele übernommen wurde.
Die Luzern Lions, die sich durchaus auch als Sozialprojekt sehen, waren von Anfang an darauf fokussiert, das Potential junger Leute zu fördern und Jugendliche mit Migrationshintergrund in den Verein und in die Gesellschaft zu integrieren. Das Zusammengehörigkeitsgefühl, die Disziplin und die Leidenschaft für den Sport sind Werte, die die Luzern Lions als Einheit auftreten lassen. Diese Mentalität hat dem Verein zudem zu einem Artikel in der Schweizer Familie verholfen, da während eines Trainings kurzerhand ein Rollerdieb gestellt werden konnte. Das geschlossene und einheitliche Auftreten vorbildlich gelebt, dazu gehört auch, am Spieltag im schwarzen Anzug und in den Lionsfarben blau und weiss beim Gegner vorzufahren.