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Der niederländische Physiker und Segler Wim Rutten war mit seinem Schiff von Lerwick in Schottland nach Bergen in Norwegen unterwegs. Als er nach Makrelen fischte, tauchte im Wasser vor ihm plötzlich ein Orca auf – und dieser warf sich mit voller Wucht gegen das Heck von Ruttens sieben Tonnen schwerem Boot, wie der «Guardian» berichtet.
Zur Attacke kam es vor den Shetlandinseln:
Der Orca habe nicht lockergelassen und unnachgiebig attackiert, so Rutten. Er schildert den Angriff detailliert: Der Orca sei hinter dem Boot geblieben und habe gelauert, so der Anschein. Dann sei das Tier kurz verschwunden – um dann mit hoher Geschwindigkeit zurückzukommen und wieder das Heck zu rammen. Rutten sagt:
Über die Motive des Orcas konnte Rutten nur mutmassen. Er habe von den Vorfällen rund um die iberische Halbinsel gehört. Dort kam es kürzlich zu vergleichbaren Vorfällen.
Der Vorfall in der Nordsee ist nun der erste seiner Art in diesem Gebiet. Wissenschaftler rätseln derweil weiter über das neue, aggressive Verhalten der Tiere. Bereits früher wurden Alphaweibchen von Orcagruppen beobachtet, wie sie mit Schiffen interagiert hatten. Womöglich machten einige dabei schlechte Erfahrungen und geben ihre Abneigung nun an jüngere Tiere weiter.
Überraschend ist, dass es nun auch knapp 5000 Kilometer entfernt von dem Ort, wo es bereits häufiger zu Attacken kam, ebenfalls aggressive Orcas gibt. Der Walexperte Dr. Conor Ryan, der Orcagruppen vor Schottland untersucht, hält es für durchaus möglich, dass sich das Verhalten der südlichen Meeresbevölkerung auf jene Gemeinschaften im Norden «überträgt». Orcas gelten als hochintelligent und kommunizieren auf hohem Level mit ihren Artgenossen.
Die Meeresbiologen sind weiterhin auf der Suche nach der genauen Ursache für das aggressive Verhalten. Eine gängige Theorie ist auch, dass das Verhalten auf menschliche Einflüsse zurückgeht. Sowohl die sich weiter intensivierende Schifffahrt, versiegende Nahrungsquellen, die Erwärmung der Meere als auch der Einfluss von menschengemachtem Lärm werden als mögliche Gründe angeführt. (con)
Seit dem Ende des Kalten Krieges ist Russland als Nachfolger der untergegangenen Supermacht Sowjetunion bestrebt, die amerikanische geopolitische Dominanz zugunsten einer sogenannten multipolaren Weltordnung abzulösen. Diese Bestrebungen erstrecken sich zunehmend auch auf den afrikanischen Kontinent. In den vergangenen Jahren hat Moskau seinen Einfluss dort deutlich ausgebaut; allerdings ist das Engagement Russlands nach wie vor gering, wenn man es in Bezug zum Einfluss Chinas und des Westens setzt.