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Four Women of Egypt
Kanada/Ägypten 1997, 90', Digital HD, Arabisch/e. Regie Tahani Rached. Drehbuch Tahani Rached.
Vorstellung in Anwesenheit von Regisseurin Tahani Rached; Moderation: Rayelle Niemann. Der Eintritt ist frei - Kollekte!
Der Film begleitet vier Freundinnen, vier starke Persönlichkeiten in Kairo. Amina, Safynaz, Shahenda und Wedad sind zwischen Ende 1920 und Ende 1930 geboren. Sie sind akademisch gebildet, politisch engagiert, sind christlich, muslimisch und säkular. Der Film ist weit mehr als ein Gespräch zwischen ihnen. Er ist vielmehr eine öffentliche politische Debatte, welche die Geschichte Ägyptens, die Ära Nasser und Sadat, das Verhältnis von Staat und Religion in den Mittelpunkt rückt und mögliche zukünftige Visionen für eine arabische Gesellschaft diskutiert. Die Dokumentation geht politischen Standpunkten nach und rückt die Aufstände von 2011 in einen grösseren historischen Kontext. Auch wirft der Film die universelle Frage auf, wie es möglich ist, Freundschaften trotz unterschiedlichen politischen, sozialen und religiösen Anschauungen aufrechtzuerhalten.
Tahani Rached ist 1947 in Kairo geboren und zog 1966 nach Quebec, Kanada. Nach einem Studium an der École des Beaux-Arts in Montreal engagierte sie sich in Nachbarschaftsprojekten, bevor sie 1972 ihren ersten Dokumentarfilm Pour Faire Changement drehte, der die Massstäbe ihrer zukünftigen Arbeiten setzte. Von Migration handelt ihr erster Spielfilm Les voleurs de jobs, 1979, dem eine 6-teilige Radiosendung über Quebecs arabische Community folgte. Als Mitarbeiterin beim National Film Board Canada nimmt sie sich herausfordernden Themen an.