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Die Unihockey-WM findet vom 5. bis 13. November in der Schweiz statt. Gespielt wird in Zürich in der neuen Swiss Life Arena der ZSC Lions und in Winterthur in der AXA Arena.
Das Turnier besteht aus einer Gruppenphase und einer Playoff-Phase. Die Teams werden nach Stärkekategorien in vier Vierergruppen eingeteilt. In den Gruppen A und B sind die acht stärksten Teams der Weltrangliste. In den Gruppen C und D sind die verbleibenden acht Teams. Nach drei Gruppenspielen beginnt die Playoff-Phase.
Die zwei besten Teams der Gruppe A und B qualifizieren sich direkt für die Viertelfinals. Die dritt- und viertplatzierten Teams der Gruppe A und B sowie die erst- und zweitplatzierten Teams der Gruppen C und D spielen eine erste Playoff-Runde, um sich für die Viertelfinals zu qualifizieren. Danach werden die Plätze in Viertel-, Halb- und Finals sowie Platzierungsspielen ermittelt.
Am Samstag beginnt die Gruppenphase, dann wird jeden Tag gespielt. Die Schweiz bestreitet ihre Spiele am Samstag um 17 Uhr (gegen Norwegen in Zürich), am Sonntag um 14 Uhr (gegen Finnland in Zürich) und am Dienstag um 20 Uhr (gegen die Slowakei in Winterthur).
Der Viertelfinal mit Schweizer Beteiligung findet in jedem Fall am Donnerstag um 18 Uhr in Zürich statt, sollte nicht das schier Unfassbare passieren und die Nati bereits vorher ausscheiden. Der Halbfinal mit allfälliger Schweizer Beteiligung ist für den Samstag, 12. November, um 17.30 Uhr in Zürich eingeplant. Der Final findet einen Tag später um 15.45 Uhr ebenfalls in Zürich statt.
Das Schweizer Fernsehen SRF überträgt alle Schweizer Spiele live auf SRF 2. Kommentiert werden die Partien von Reto Held und dem ehemaligen Nationalspieler Christoph Hofbauer. Ab der K.-o.-Phase zeigt das SRF alle Spiele live, jeweils eines pro Tag im TV und die restlichen Partien im Livestream. Livestream-Spiele werden von Silvan Schweizer kommentiert.
Ja. Ausverkauft ist bislang einzig der Dienstag in Winterthur, mit dem Schweizer Spiel gegen die Slowakei. Für alle anderen Spieltage gibt es an beiden Spielorten noch Billette. Für den Sonntag mit dem Final sind allerdings nur noch Premium-Tickets im Umlauf – Kostenpunkt 329 Franken.
Die Schweiz kann mit Pascal Meier und Patrick Eder auch dieses Jahr auf starke Torhüter zählen. Zu den Leadern bei den Feldspielern gehören Köniz' Jan Zaugg, Rychenbergs Nicola Bischofberger und die in Schweden tätigen Manuel Maurer und Jan Bürki.
Speziell ist das Turnier auch für Nationaltrainer David Jansson. Der 42-jährige Schwede gibt nach der Heim-WM sein Amt ab und übernimmt beim Schweizer Verband eine andere Aufgabe. Jansson ist seit 2015 Schweizer Nationaltrainer. «Acht Jahre als Headcoach sind momentan genug. Wenn ich langsam merke, dass es Zeit ist für etwas anderes, dann höre ich lieber auf», liess er sich zitieren. Unter ihm gewann die Schweiz 2016 und 2018 WM-Bronze.
Die Schweiz gehört wie immer im Unihockey zu den Anwärtern auf Edelmetall. Vor zwei Jahren in Helsinki hat die Auswahl von Swiss Unihockey dieses Ziel mit Rang vier enttäuschenderweise verpasst. In Zürich und Winterthur soll nun alles besser und der erste Final seit 1998 erreicht werden.
Der WM-Titel führt aber auch dieses Jahr nur über Schweden und Finnland. Schweden hat neun Weltmeistertitel auf dem Konto und noch nie einen Final verpasst. Finnland stand zuletzt 2004 nicht im Endspiel. Die Schweizer Ergebnisse aus den letzten Testspielen stimmen vorsichtig optimistisch. An der Euro Floorball Tour in St.Gallen verlor die Nati zwar gegen Tschechien (mit 1:2), zwang aber Finnland und Schweden beide ins Penaltyschiessen, wo sie den Finnen unterlagen, aber die Schweden bezwingen konnten.
Die Niederlage, die Differenz zwischen Bern und Lausanne ist in drei Sekunden erklärt. Lausannes Verteidiger Andrea Glauser zirkelt den Puck präzis wie ein Landvermesser mit einem langen Pass in den Lauf von Jiri Sekac. Der Topskorer läuft auf und davon und zwickt die Scheibe unhaltbar zum 1:3 ins Netz. Ein Verteidiger, der einen Angriff auslösen kann und ein ausländischer Stürmer, der ins Tor trifft. Das, was der SCB nicht hat.