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Das Cauda Equina Syndrom ist eine nicht so bekannte Krankheit bei Hunden, deswegen möchte ich im heutigen Blog darüber Berichte.
Was ist das Cauda Equina Syndrom bei Hunden?
Von Cauda Equina sind vor allem grosse, sportliche Hunderassen betroffen. Die Krankheit zeigt sich meistens erst ab dem mittleren Lebensalter der Hunde. Das Cauda Equina Syndrom ist eine Einengung der Nervenwurzeln im Lendenwirbel und Kreuzbein Bereich. Leider zeigt sich die Krankheit häufig erst im fortgeschrittenen Stadium. Die Hunde haben über Jahre schleichend immer mehr Schmerzen. Erst wenn die Hunde den Schmerz als unerträglich empfinden, zeigen sie Beschwerden. Zu diesen Beschwerden gehört ein steifer Gang und wechselnde Lahmheit auf beiden Hintergliedmassen. Es kann sein, dass die Hunde vor einem Absprung, also zum Beispiel ins Auto, zögern und nicht springen wollen. Eine gestreckte Körperhaltung und das Aufrichten auf den Hinterbeinen sind für die Patienten auch sehr anstrengend. Durch anstrengende körperliche Aktivitäten werden die Symptome noch verschlimmert. Die Schmerzen machen sich auch bemerkbar, wenn man den Hunden über den Rücken streicht oder das Tier durch eine falsche Bewegung den Schmerz auslöst. Je schlimmer die Krankheit wird umso mehr engen sich die Nervenwurzeln ein. Es kommt zu einer Einschränkung der Nervenfunktion. Die Rute kann mit der Zeit kaum mehr bewegt werden und wird nur noch auf halber Höhe getragen. Dazu werden die Hinterläufe immer weniger gebraucht. Die Pfoten werden am Boden nachgeschliffen und dadurch schleifen sich die Krallen ab. Dieses Schleifen kannst Du auf glattem Boden sehr gut hören. Wenn die Krankheit das Endstadium erreicht kommt es zur kompletten Lähmung der Hintergliedmassen und zur Lähmung vom Schliessmuskel und der Blase.
Die Diagnose:
Wenn eine Diagnose gestellt wird, wird zuerst der Bewegungsablauf in den verschiedenen Gangarten beurteilt. Um den Ort der Nervenblockade genau zu definieren werden spezielle Untersuchungen auf Schmerz durchgeführt. Im Gegenteil zu HD sind Hunde mit dem Cauda Equina Syndrom schmerzempfindlicher auf das Strecken der Hinterläufe. Meistens zeigen die Hunde einen deutlichen Schmerz an, wenn man ihnen mit dem Daumen zwischen Lendenwirbelsäule und Kreuzbein auf die Wirbelsäule drückt. Ebenfalls löst das Strecken der Rute Schmerzen aus. Endgültige Gewissheit gibt ein Röntgenbild der Wirbelsäule in gestreckter und gebeugter Position.
Ursache von dem Cauda Equina Syndrom:
Die Ursache kann von verschiedenen Komponenten kommen. Einerseits sind Infektionen, Tumore oder Bandscheibenvorfälle Ursachen für das Syndrom. Es kann aber auch sein, dass eine arthritische Veränderung der Auslöser ist. Um herauszufinden, was die Ursache ist, muss eine Röntgenaufnahme vorgenommen werden.
Wie wird das Cauda Equina Syndrom behandelt?
Wenn man die Krankheit gleich von Beginn an erkennt, kann eine Therapie mit Medikamenten zur Schmerzlinderung führen. Vom Tierarzt werden hierzu schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente verschrieben. Durch die Medikamente und viel Ruhe für den Hund ermöglicht eine Therapie ohne chirurgischen Eingriff.
Wenn es trotzdem zu einer Operation kommt, wird zur Druckentlastung eine sogenannte dorsale Laminektomie durchgeführt. So sollten die eingeschlossenen Nervenwurzeln entlastet werden. Der Teil der Bandscheibe, welche die Nerven einklemmt, wird frei geschaufelt und dann behandelt. Allfällige Knochenwucher werden abgeschliffen. Wenn die Operation gelingt besteht kein Druck mehr auf den Nervenwurzeln. Die Voraussetzungen, dass der Hund wieder komplett geheilt wird, sind gross.
Was tun während der Rehabilitationsphase?
Nach einer Operation ist es sehr wichtig, dass die Hunde sich ausruhen. Im Normallfall wird nach einer dorsalen Laminektomie eine sechswöchige Ruhigstellung angeordnet. In dieser Zeit dürfen keinerlei anstrengende Tätigkeiten vollbracht werden. Nach sechs Wochen können die Hunde langsam wieder eingesetzt werden. Zu Beginn sollte nur wenig Belastung stattfinden und dann von Zeit zu Zeit immer mehr. Ebenfalls ist es sehr wichtig, dass das Gewicht der Hunde gehalten wird. Übergewichtige Hunde sollten abnehmen. Durch die Ruhestellung muss bedacht werden, dass die Hunde weniger Energie verbrauchen und so weniger verbrennen.
Fazit:
Eine komplette Genesung kann also unter Umständen nur durch einen operativen Eingriff erfolgen. Je nach schweregrad der Symptome erholen sich die Hunde rascher oder weniger rasch. Hunde, welche eine chronische Lähmung erlitten, brauchen lange bis sie komplett mit der Rehabilitation durch sind. Manche Hunde erlangen leider die volle Nervenfunktion nie zurück. Eine Operation ermöglicht aber allen Hunden ein lebenswertes Leben. Die Schmerzen verschwinden komplett oder gehen aufs Minimum zurück. Dank einer Operation kann die Krankheit auch nicht noch mehr Schaden anrichten in dem das immer mehr Nervenwurzeln beschädigt und betroffen sind. Obwohl diese Krankheit für die Hunde sehr schmerzhaft ist, gibt es eine Chance, den Hunden mit Aussicht auf eine gute Lebensqualität zu helfen!
Ich wünsche euch allen einen gesunden Alltag und gebt euch und euren Lieblingen sorg.