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Unser Team wurde vom Kanton Genf und der grenzüberschreitenden Vereinigung der Anrainer-Gemeinden des internationalen Flughafens Genf ATCR mit dieser Gesundheitsverträglichkeitsprüfung beauftragt. Dabei sollte der Fokus auf Problemen im Zusammenhang mit der Lärmbelästigung und der Emission von Luftschadstoffen auf lokaler und regionaler Ebene liegen. Ein weiterer Schwerpunkt waren die gesundheitlichen Folgen, die durch die wirtschaftlichen Aktivitäten des Flughafens potenziell ausgelöst werden könnten.
Die Studie zeigt auf, dass sich die Gesundheitskosten, die durch den Flugverkehr verursacht werden, auf über 50 Millionen Franken pro Jahr belaufen. Sollte der heutige Trend anhalten, werden diese Kosten im Jahr 2030 rund 72 Millionen Franken betragen, da allfällige technische Verbesserungen durch das wachsende Verkehrsaufkommen kompensiert werden.
Ein weiteres Ergebnis der Studie lautet, dass heute weniger als 26’000 Personen auf «problematische Weise» dem Lärm ausgesetzt sind. Für das Jahr 2030 ist mit einer Zahl von 29’000 lärmbelästigten Personen zu rechnen, wobei die Emissionen tagsüber kleiner, nachts jedoch grösser werden dürften.
Neben der Abgrenzung des inhaltlichen und organisatorischen Rahmens war equiterre auch für zwei wichtige Teile der Studie zuständig. Dabei handelte es sich zum einen um eine Analyse des makroregionalen wirtschaftlichen Potenzials, das durch den Flughafen generiert wird (mit seinen Vorteilen für die Gesundheit im Zusammenhang mit dem potenziellen Einkommenswachstum und der Zunahme der Arbeitsstellen in der Region). Zum andern koordinierten und analysierten wir eine anonyme Telefonumfrage zur Lebensqualität im städtischen Milieu, bei der 750 erwachsene Personen interviewt wurden. Diese Umfrage ergab unter anderem, dass der Lärm von Flugzeugen unter den verschiedenen alltäglichen Lärmquellen in einer Stadt als am meisten stört – Fluglärm wird also als lästiger eingestuft als der Lärm von Motorrädern oder Autos.
Der abschliessende Bericht umfasst eine Reihe von Empfehlungen. Diese betreffen insbesondere das Follow-up und die Einführung von Massnahmen zur Emissionsbegrenzung und eines Monitorings in den Bereichen Luftreinhaltung und Lärmschutz.
Diese Studie, bei der eine pionierhafte Methodik angewendet wurde, ist wichtig für die Interessenabwägung bei Konflikten zwischen Gruppen, die von der Entwicklung des Flughafens profitieren, und solchen, die das Gefühl haben, sie müssten die alltäglichen Lasten praktisch alleine tragen.