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Das gesamte Ausmass der Schäden ist noch immer nicht abzusehen, weil die meisten Orte im Südwesten Haitis auch drei Tage nach dem Wirbelsturm noch nicht erreichbar sind. Viele Häuser sind überschwemmt, mehr als 15'000 Menschen wurden evakuiert. Das Bildungsministerium hat schwere Schäden an der Schulinfrastruktur gemeldet, vor allem in den Departments Grand Anse, South und Nippes. Rund 100 Schulen mit 24'000 Schülerinnen und Schülern sind möglicherweise betroffen. Darüber hinaus haben viele Kinder all ihre Schulsachen verloren und viele Schulen dienen derzeit als Notunterkünfte. Erste Einschätzungen nach dem Sturm weisen auf grosse Schäden auch in der Landwirtschaft hin. Hierzu zählt der Verlust von tausenden Nutztieren, die Zerstörung von Infrastruktur und Bewässerungssystemen.
Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 230 Stundenkilometern war der Hurrikan am Dienstag um 7.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MESZ) in der Nähe des Dorfes Les Anglais in Haiti auf Land getroffen. Anschliessend zog er in nördlicher Richtung weiter. Am Donnerstag erreichte er mit etwas abgeschwächten Windgeschwindigkeiten die Bahamas. Der Hurrikan gilt als einer der stärksten Stürme in der Region seit zehn Jahren. Für Haiti ist er eine erneute Katastrophe, nach dem schweren Erdbeben vor sechs Jahren mit mindestens 250'000 Toten.
Soforthilfe von Plan International
Plan International arbeitet seit 1973 in Haiti. In den nun vom Hurrikan betroffenen Gebieten liegen auch die Plan-Programmgebiete Croix-des-Bouquets und Jacmel. Patenkinder sind nach bisherigen Angaben nicht direkt betroffen.
Ein Nothilfe-Team von Plan International Haiti ist am Donnerstag nach Jacmel aufgebrochen, um Einschätzungen der Lage vorzunehmen. Zugang zu den besonders schwer betroffenen Regionen Grand Anse, South, Nippes besteht derzeit noch nicht.
Plan International leistet für 25'000 Familien in den Departments West und South East Nothilfe. Die Massnahmen umfassen die Bereiche Wasser, Sanitär und Hygiene, Gesundheit, die Bereitstellung von Gütern des täglichen Bedarfs, die Sicherung der Lebensgrundlagen sowie Massnahmen zum Kinderschutz.
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie eine schnelle und unbürokratische humanitäre Hilfe in Haiti. Dazu zählen etwa die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten sowie die Bereitstellung von Notunterkünften.
Wir danken für Ihre Spenden auf unser Postkonto PC 85-496212-5, Vermerk "Nothilfe Haiti" oder direkt online. Spenden sind auch per SMS möglich: Senden Sie eine SMS mit PLAN NOT und dem Spendenbetrag an die Nr. 488 (beispielsweise PLAN NOT 50 für einen Spendenbetrag von 50 Franken).