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Mit der neuen Bözberglinie von 1875 entstand die bedeutende Aarebrücke des Ingenieurs Beat Gubser, der in der Schweiz erstmals einen Viadukt mit aneinandergereihten fischbauchigen Schweisseisenfachwerken realisierte. Diese Form war technisch bedingt, denn die gebogenen Gurten sorgten für gleichbleibende Kräfte in der ganzen Länge der Träger. Diese beeindruckend elegante Konstruktion stammte vom deutschen Ingenieur Friederich August von Pauli. Dreissig Jahre später mussten die SBB die Bözberglinie zweispurig ausbauen und eine neue Stahlbrücke auf Halbparabelträgern errichten.
Einspurige Brücke mit Schweisseisenfachwerken (Pauliträger), abgesetzt auf vier Pfeilern und Widerlagern aus Natursteinmauerwerk. Die Pfeiler hatten damals bereits Doppelspurbreite. Hängesteg als Fussgängerverbindung. Länge: 233.10 m, Spannweite 37.65 m – 49.08 m – 59.64 m – 49.08 m – 37.65 m. Eisengewicht: 440 Tonnen. Ingenieur Beat Gubster, Wil.
Ersatz des Oberbaus durch eine zweispurige Konstruktion mit genieteten Halbparabel-Fachwerkträgern aus Stahl. Eisengewicht: 1400 Tonnen. Ausführung: C. Zschokke, Döttingen, Wartmann und Valette, Brugg.
Ersatz des Überbaus durch eine Spannbeton-Konstruktion (Hohlkasten). Instandstellung des Natursteinmauerwerks der Pfeiler und Widerlager. Ersatz des Hängestegs. Projekt: Ingenieurbüro Gerber + Partner, Windisch.
Bau der zweiten Aarebrücke im Jahre 1904. Zuerst erstellten die Arbeiter eine zweite Spur auf dem ungenutzten Pfeilerteil, nachher ersetzten sie die alten Pauliträger. Dies ermöglichte einen Arbeitsablauf ohne Unterbrechung des Bahnbetriebs.
Erste einspurige Aarebrücke von 1875: Der sogenannte Pauliträger findet in der Schweiz nur einmal Verwendung.
Zweite Aarebrücke mit neuem zweispurigem Überbau von 1905.
|1875||Eröffnung der Bözberglinie Brugg – Basel mit einer ersten einspurigen Aarebrücke|
|1905||Eröffnung der zweiten Aarebrücke mit neuem zweispurigen Überbau|
|1996||Dritte Aarebrücke: Auswechslung des Stahlüberbaus durch eine Spannbeton-Konstruktion|