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Die dritte Rhonekorrektion kommt zügig voran
Im Rahmen der dritten Rhonekorrektion sind Anfang Jahr bei Aproz und Visp zwei Baustellen angelaufen. Ausserdem wurden die vorgezogenen Massnahmen Massongex, Fully und Sitten (Ronquoz) zur öffentlichen Auflage gebracht.
Nach dem Ja zum Finanzierungsfonds für die dritte Rhonekorrektion bei der Volksabstimmung 2015 und der Genehmigung des generellen Projekts durch die Regierung geht es mit den dringenden Arbeiten zur Sicherung der Rhone nun wieder zügig voran.
Zu Beginn des Jahres 2017 fiel der Startschuss für die Bauarbeiten bei Aproz, die hauptsächlich den bestehenden Damm auf einer Länge von 1,6 Kilometern durch eine 10 Meter tiefe Dichtwand aus Beton verstärken sollen. Nach dem für Dezember 2017 geplanten Abschluss der Bauarbeiten wird Aproz vollständig vor Überflutungen geschützt sein und die gefahrenbedingten Beschränkungen für die Bauzone können aufgehoben werden. Auch Umweltmassnahmen sind vorgesehen, insbesondere soll durch die Neugestaltung der Printze-Mündung die Fischwanderung ermöglicht werden. Alles in allem werden rund 7 Millionen Franken in die Bauarbeiten bei Aproz investiert.
Auch in Visp wurden die Sicherungsarbeiten wieder aufgenommen. Dabei werden flussaufwärts der Industriezone auf einer Länge von 2 Kilometern die heutigen Dämme zurückgelegt, um den Fluss um 30 Meter aufzuweiten. Ausserdem wird flussabwärts der Industriezone eine Flussaufweitung von 45 Metern (auf 1 Kilometer Länge) vorbereitet. Hier werden 160 Millionen Franken investiert.
Ausserdem gelangten seit Jahresbeginn auch die Pläne für die vorgezogenen Massnahmen Fully, Sitten (Ronquoz) und Massongex zur öffentlichen Auflage, mit denen Bau- und Industriezonen durch Dammverstärkungen gesichert werden sollen. Weitere Planauflagen werden 2017 folgen: Für die vorgezogenen Massnahmen im Gebiet Iles Falcon bei Siders und für die Lizerne bei Conthey-Vétroz.
Nicht zu vergessen sind die vier Abschnitte Port-Valais, Vouvry, Illarsaz und Collombey-Raffinerie, wo die Dämme schon verstärkt worden sind und der Abschnitt Collonges, wo die Flusssohle abgesenkt worden ist. Diese Massnahmen kosteten zusammen mehr als 15 Millionen Franken und haben bewirkt, dass 600 Menschen, die bei einem Dammbruch stark gefährdet gewesen wären, jetzt vor Hochwassern sicher sind.