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Einen Tag vor dem erwarteten Gerichtsentscheid zur möglichen Abschiebung von Novak Djokovic lehnt der mit dem Fall befasste Richter einen Antrag der australischen Regierung zur Vertagung ab.
Der australische Richter Anthony Kelly erklärte am Sonntag, dass das Verfahren wie geplant am Montag um 10 Uhr Ortszeit fortgesetzt werde. Die australischen Behörden wollten die Verhandlung auf Mittwoch verschieben, um mehr Zeit zu gewinnen.
Vor dem Abschiebehotel im Melbourner Stadtteil Carlton, in dem sich Djokovic nun den vierten Tag befand, versammelten sich am Sonntag erneut einige Demonstranten, um gegen das Festhalten von Menschen in der Einrichtung zu protestieren – unter ihnen neben Impfgegnern und Fans von Djokovic auch Flüchtlingsanwälte. Laut deren Angaben sollen aktuell 36 Flüchtlinge im Park Hotel festgehalten werden, einige davon seit bis zu neun Jahren.
Anwälte wollen Impfpflicht aushebeln
Seit Samstag wird der Fall der Verweigerung der Einreise von Novak Djokovic nach Australien vertrackter. Da machen die Anwälte des Serben geltend, dass Djokovic von einer Impfung befreit war, weil er sich im Dezember mit dem Coronavirus angesteckt hatte.
Die Anwälte führen ins Feld, dass Djokovics erster positiver Test vom 16. Dezember datiert. Ein entsprechendes Dokument legten die Anwälte am Samstag dem zuständigen Gericht vor. In diesem Fall soll eine Impfung keine Voraussetzung mehr für eine Einreise und für das Bestreiten des Australien Open in Melbourne sein.
Nur: Ebenfalls am Samstag wurde bekannt, dass Novak Djokovic am 17. Dezember, also am Tag nach dem positiven Test, in Belgrad ohne Maske an einer Zeremonie zu Ehren junger serbischer Spieler teilgenommen hatt. Zu diesem Zeitpunkt hätte er – wenn die Behauptung der Infektion stimmt – zwingend in Quarantäne sein müssen.