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Bruno Baumann begab sich auf die Suche und entdeckte tatsächlich eine versunkene Kultur - das Königreich Shang Shung, das vor 1200 Jahren plötzlich verschwand. Während der tibetische Buddhismus sich allein auf seine indischen Wurzeln beruft, hat er die Spuren eines vorbuddhistischen Königreichs gefunden, das sich einstmals über den grössten Teil Tibets erstreckte und im Sutley-Tal sein Zentrum hatte.
Dabei gelang ihm die Erstbefahrung des Sutley-Canyons, eine Art Grand Canyon des Himalaya, in dessen Innerem sich das legendäre Khyunglung Ngulkar Karpo, das Silberschloss der Shang-Shung-Könige, befindet, die bis ins 7. Jahrhundert dort residierten. Auf seinen Expeditionen drang er bis zu den Wurzeln des uralten hochzivilisierten Shang-Shung-Königreichs vor und fand eindrucksvolle Zeugnisse einer untergegangenen Kultur mit eigener Schrift und Religion, Medizin und Astrologie, die hier blühte und dem tibetischen Buddhismus wesentliche Impulse gab. Schliesslich erreichte er ein Tal voller Naturwunder, heisser Quellen, ehemals fruchtbarer Gärten und einer gewaltigen Festung: Das sagenhafte Silberschloss im Garuda-Tal.