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Wenn die Haare ausgehen...
In der westlichen Welt ist es durchaus üblich, dass einem Mann die Haare ausgehen. Viele haben damit zu kämpfen und es ist vielen Männern ein unerklärliches Mysterium, was in diesem Fall im Körper vor sich geht. Die Haare wollen am Kopf nicht mehr halten, oder werden von der Natur abgestossen, da sie nicht mehr gebraucht werden. Nicht mehr gebraucht? Diese Erklärung ist zu einfach. Vielmehr handelt es sich um ein körperliches Symptom. Der Körper signalisiert, dass etwas nicht stimmt, und dass es einer Umstellung bedarf. Er schaltet sozusagen die Ampel von grün auf gelb und gibt ein Zeichen. Dieses Zeichen sollte der Mann wahrnehmen.
Haarausausfall und Ernährung
Kurt Tepperwein, einer der bekanntesten deutschen Mentaltrainer, macht für den Haarausfall den Säure-/Basenhaushalt des Körpers verantwortlich. Ist der Körper von seinem PH-Wert zu sauer, dann gleicht er dies mit den basischen Reserven in seinem Körper aus. Der Körper baut sozusagen wie bei einem Körper-Steinbruch die basischen Elemente ab, um insgesamt ein gutes Betriebsklima erzeugen zu können.
Basische Ernährung
Nun ist es möglich, dass man zu seinem Basenhaushalt sehr viel mit Ernährung beiträgt indem darauf geachtet wird, sich vorwiegend basisch zu ernähren. 70 bis 80 Prozent der Lebensmittel sollten basisch sein, 20 bis 30 Prozent sollten aus säurebildenden Lebensmitteln bestehen. Dies ergibt eine optimale Mischung.
Zu den basischen Lebensmitteln zählen vor allem Gemüse und Obst. Bei den säurebildenden Lebensmitteln wird zwischen gut säurebildenden und schlecht säurebildenden Mitteln unterschieden. Schlecht säurebildende Lebensmittel sollten weitgehend vermieden werden. Hierzu zählen Eier, Fisch und Fleisch aus konventioneller Landwirtschaft, Milchprodukte ausser Butter, Essig, Fertigprodukte, Ketchup, Zucker, Speiseeis und stark verarbeitete Sojaprodukte, Alkohol, Kaffee, schwarzer Tee, Milch, Eistee und Fertiggetränke wie Proteindrinks und gezuckerte Milchshakes.
Saure Ernährung und Haarausfall
Wenn von diesen säurehältigen Lebensmitteln zu viel in den Körper gelangt sind, zum Beispiel in dem jahrelang viel Fleisch aus konventioneller Produktion gegessen wird, dann greift, wie schon gesagt, der Körper auf seine eigenen Basenreserven zu. Und hier liegt der Wurm mit dem Haarausfall, denn der Speicher, auf den der Körper zugreift, ist die Region um die Haarwurzel. Es erfolgt der Haarausfall.
Wiederauffüllen des Speichers
Nun wäre die Idee ganz einfach, laut Tepperwein, man braucht nur seine Basen-Speicher wieder aufzufüllen. Die Idee ist im Grunde richtig. Es ergibt sich trotz allem aber ein Problem, nämlich jenes, dass dieser "Steinbruch" oder Basen-Speicher um die Haarwurzeln ZULETZT wieder aufgefüllt wird. Dieser Speicher wird erst dann wieder aufgefüllt, wenn auch alle Basen-Speicher im Körper wieder voll sind.
Geduld, Geduld, Geduld
Der Haarausfall kann also nicht gleich morgen durch eine Umstellung der Ernährung gestoppt werden, sondern dauert einige Zeit. Alle Speicher müssen aufgefüllt werden. Dies geschieht nur langsam, denn vorerst verändert der Körper den pH-Wert für den laufenden Betrieb, um wieder optimal funktionieren zu können, dann erst beginnt die Speicherung. Trotzdem ist die Umstellung der Ernährung ein wirksames Mittel, um seine letzten Haare nicht auch noch zu verlieren.
Basenbäder
Auch Basenbäder können zu einem Ausgleich des Körper-pH-Wertes beitragen. Sie sind eine angenehme Therapieform gegen Übersäuerung. Hierzu verwendet man basische Badesalze. Durch das Einstreuen der Badesalze wird der pH-Wert im Wasser verändert. Dies sorgt für einen osmotischen Druck beim Bad, Säuren sowie Schlacken werden aus den Hautporen förmlich hinausgezogen. Erhöhen kann man diesen Effekt auch noch durch sanftes Massieren (zum Beispiel mit einem Schwamm oder einer Bürste). Ist keine Badewanne vorhanden, kann auf basische Fussbäder und Wickel zurückgegriffen werden.
Fazit:
Obwohl es zum Verzweifeln ist, wenn man Haare verliert, sollte nicht gleich aufgegeben werden. Der Körper schickt nur eine Botschaft! Die Umstellung der Ernährung und eine Reduktion von Stress ist anzuraten.
Bildquelle: Pexels / pixabay.com