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Carcharodon megalodon ist eine ausgestorbene Art von Haien, die vor rund 28 bis 2 Millionen Jahren lebte. Man findet die Überreste dieser Haie fast überall in subtropischen und gemässigten Breiten auf der Erde, ob in Europa, Amerika, Asien, Australien oder Afrika. Warum C. megalodon ausstarb, ist nicht sicher. Man vermutet, dass durch Klimaänderungen die Wale, seine Hauptbeute, in den wärmeren Regionen nicht mehr in ausreichendem Mass verfügbar waren.
Carcharodon escheri AGASSIZ und Carcharodon polygyrus AGASSIZ aus der Meeresmolasse der Schweiz, ca. 18 Mio. Jahre alt (Erdwissenschafliche Sammlung der ETH Zürich)
C. megalodon war eines der grössten und mächtigsten Raubtiere in der Geschichte der Wirbeltiere. Fossile Überreste deuten darauf hin, dass er eine maximale Länge von 14-18 m erreichte. Da nur Zähne und kaum knorpelige Skelettteile fossil überliefert sind, kann man das Aussehen nicht sicher rekonstruieren. Vermutlich war er aber eine stämmigere Version des heutigen Weißen Hais C. carcharias. Allerdings bleibt die genaue phylogenetische Beziehung zwischen diesen riesigen Haien und dem rezenten ‚Great White Shark‘ ungewiss.
Die berühmte Kieferrekonstruktion eines Megalodons (von Bashford Dean, 1909), heute als übertrieben eingeschätzt
Früher wurden die sehr grossen (bis 170 mm) dreieckigen fossilen Zähne, die man oft in Felsformationen eingebettet fand, von einigen Völkern als ‚Geschenke der Götter’ oder als versteinerte Zungen von Drachen und Schlangen angesehen. Solche Interpretationen wurden im Jahre 1667 in Florenz von dem dänischen Naturforscher Nicolaus Steno (1638-1686) korrigiert. Er erkannte diese Objekte als fossile Haizähne , veröffentlichte als Beweis die Darstellung eines rezenten Haikopfs mit offenem Maul und beschrieb seine Erkenntnisse in der Abhandlung „Canis carchariae dissectum caput“ (Ein sezierter Haifischkopf). Steno war natürlich nicht der Erste, der die ‚Zungensteine‘ als Haifischzähne richtig erkannt hatte, aber seine vergleichbaren Illustrationen liessen kaum Zweifel daran.
Kupferstich eines Haifischkopfs und zweier Zähne und eine Abbildung fossiler Haifischzähne in Stenos Publikation
Der Schweizer Naturforscher Jean-Louis Agassiz (1807-1873) unterschied anhand der gefundenen Zähne mehrere ausgestorbene Carcharodon-Arten und gab ihnen demnach auch verschiedene Namen. In seinem Buch „Recherches sur les poissons fossiles“ (1833–1843) gibt es also nicht nur den C. megalodon, sondern auch Arten, wie den C. escheri oder C. polygyrus und noch viele andere.