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Am meisten schätze ich Dok-Filme, die eine Ambiguität aufbauen und damit meine alltäglichen Sichtweisen herausfordert und mich dennoch mit dem lebendigen Gefühl, eine neue Perspektive etwas besser verstanden zu haben, den Kinosaal verlassen lassen.
Während meines interdisziplinären "Osteuropa"-Studium kristallisierte sich für mich immer mehr ein filmwissenschaftlicher Schwerpunkt heraus. Vor allem interessierten mich Kriegsspielfilme und Dokumentarfilme zu sozialen und politischen Themen. Meine Bachelorarbeit schrieb ich diesem Interesse folgend zum Langszeitstudien-Dok-Film "René" der tschechischen Filmemacherin Helena Třeštíková. Auch Želimir Žilniks Filme und die der Razpežkina-Schule berührten und beschäftigten mich sehr. Die Arbeitsweisen an der Uni empfand ich jedoch zunehmend auch als einengend und die Erzeugnisse aus ihr nur einer kleinen Community zugänglich. Deshalb freue ich mich, bei Mira Film Einblick in die Produktionsseite des Dokumentarfilms zu erhalten.