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Stellenanzeigen: Muss-Kriterien und Kann-Kriterien
Elementarer Bestandteil von Stellenangeboten sind Muss- und Kann-Anforderungen. Die Muss-Kriterien geniessen seitens des Unternehmens oberste Priorität, sodass sie erfüllt sein müssen. Anderes gilt für Kann-Kriterien, die eher zweitrangig sind. Das bedeutet, dass sich das Unternehmen diese Fähigkeiten von einem potenziellen Kandidaten wünscht, dass sie jedoch nicht zwingend vorhanden sein müssen.
1.Formulierungen von Muss-Kriterien
Sicher werden Sie sich fragen, woran Sie Muss-Anforderungen erkennen. Das ist sehr einfach, nämlich an den Formulierungen. Muss-Kriterien beziehen sich meistens auf den Schulabschluss, ein Studium oder fachliche Fähigkeiten und werden beispielsweise mit diesen Worten beschrieben:
-"... wird vorausgesetzt ..."
-"... setzen wir voraus ..."
-"... erforderlich ist ..."
-"Wir erwarten ..."
-"Sie bringen ... mit ..."
-"Gesucht werden Bewerber mit ..."
-"Voraussetzung ist ..."
Allein die Wortwahl unterstreicht die Notwendigkeit, dass diese Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Sofern nicht alle Muss-Kriterien erfüllt sind, besteht kaum die Chance, in die engere Wahl zu kommen.
2.Formulierungen von Kann-Kriterien
Kann-Kriterien runden das Profil eines Kandidaten ab und machen ihn zu einer Idealbesetzung. Dem Namen entsprechend müssen diese Bedingungen nicht vorliegen, erhöhen jedoch die Chance für den Erfolg Ihrer Bewerbung. Mögliche Formulierungen sind:
-"... wünschenswert ..."
-"... idealerweise ..."
-"... gerne auch Kenntnisse in ... oder Erfahrung mit ..."
-"Bevorzugt werden Bewerber ..."
-"Wenn Sie zusätzlich noch über diese Kenntnisse verfügen oder diese Erfahrungen mitbringen ..."
-"... wäre von Vorteil ..."
Warum es Muss- und Kann-Anforderungen gibt
Natürlich gibt es einen Grund, warum Unternehmen in ihren Stellenanzeigen Muss- und Kann-Anforderungen formulieren.
1.Die Erklärung liegt auf der Hand: Der Auswahlprozess gestaltet sich sehr viel einfacher. Insbesondere bei qualifizierten und gut dotieren Stellenangeboten ist die Zahl der Bewerber vergleichsweise hoch. Mithilfe von Muss- und Kann-Anforderungen kann sehr schnell eine Vorauswahl getroffen werden, sodass der Bewerbungsprozess deutlich verkürzt werden kann.
2.Doch es gibt noch einen zweiten Grund. Durch die Unterscheidung von Muss- und Kann-Kriterien müssen sich Bewerber vor einer Bewerbung mit sich selbst auseinandersetzen, mit ihren Stärken und Schwächen. Nur wer seine Vorzüge kennt und sich seiner Stärken bewusst ist, wird sich auf die jeweilige Stellenanzeige bewerben. Auf diese Weise werden Zweifler von vornherein ausgeschlossen.
Tatsächlich machen es Kann- und Muss-Anforderungen erforderlich, dass Bewerber eine Stellenanzeige richtig lesen. Nur so ist es möglich, auf die Wünsche und Bedürfnisse eines Unternehmens einzugehen. Anhand der Bewerbung erkennen Unternehmen sehr schnell, ob es sich um eine Bewerbung handelt, die passgenau auf die Stellenanzeige zugeschnitten ist.