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Gewalt hat viele Formen und umfasst nicht nur physische Gewalt. Der heutige Gewaltbegriff beinhaltet psychische Formen, verbale und nonverbale Gewalt, sexualisierte Grenzverletzungen, strukturelle Gewalt und Grenzverletzungen auch via Internet.
Prävention ist an die Stelle von Restriktion und Repression getreten. Prävention bezeichnet vorbeugende Massnahmen, die ein unerwünschtes Ereignis oder eine unerwünschte Entwicklung vermeiden sollen. Je früher die Prävention greift, desto höher sind die Erfolgsaussichten. Nach der ergebnisorientierten Definition kann als Gewaltprävention alles verstanden werden, was Gewalt reduziert.
Gewaltprävention fusst nach Günther Gugel auf der Überzeugung, den Erfahrungen und Erkenntnissen, dass es Handlungsmöglichkeiten gegen Gewalt gibt, die der Anwendung von Gewalt vorbeugen. Sie basiert auf der Annahme, dass, wenn nichts unternommen wird, eine negative Entwicklung einsetzen könnte. Gewaltprävention umfasst vier zentrale Bereiche: Verbesserung der sozialen Qualität der Einrichtung, Etablierung und Verdeutlichung von Regeln und Normen des Zusammenlebens, Handeln in akuten Gewaltsituationen, Umgang mit Konflikten, Aufbau eines in der Einrichtung etablierten Konfliktmanagementsystems. (Gugel, G.: Handbuch Gewaltprävention für die Sekundarstufen, 2009)