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Korbinian Brodmann
* 17. November 1868 in Liggersdorf (Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen); † 22. August 1918 in München
Korbinian Brodmann ist am 17. November in Liggersdorf (Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen) geboren. Er besucht die Volksschule in Liggersdorf, die humanistische Ausbildung erhält er auf der Bürgerschule in Überlingen, besucht das Gymnasium zu Sigmaringen ein Jahr und das Gymnasium zu Konstanz sechs Jahre. Hier erhält er 1889 das Zeugnis der Reife für das akademische Studium.
Sein Medizinstudium nimmt er in München auf, setzt es in Würzburg, Berlin und Freiburg fort und besteht die ärztliche Vorprüfung zu Würzburg 1891. Das medizinische Staatsexamen schließt er zu Freiburg im Breisgau 1895 ab und erhält im gleichen Jahr die Approbation als Arzt.
Korbinian Brodmann hört 1895 klinische Vorlesungen an der Universität Lausanne, geht an die Kinderpoliklinik des Reisingerianums in München, an die Nervenheilanstalt Alexanderbad im Fichtelgebirge.
In Berlin hört er 1896/97 Vorlesungen zur Neurologie und Psychiatrie bei den Professoren Jolly, Mendel und Köppen, Stumpf und Schumann, arbeitet in Leipzig unter Prof. v. Birsch-Hirschfeld und promoviert 1898 mit einer Inaugural-Dissertation über "Chronische Ependymsklerose”.
Seit 1898 arbeitet er an der Universität Jena unter Prof. Binswanger, an der Städtischen Irrenanstalt zu Frankfurt a.M. unter Prof. Sioli, am Neurologischen Institut der Universität Berlin unter Prof. Oskar Vogt, in Tübingen unter Prof. Gaupp, als Prosektor der Landesheilanstalt Nietleben bei Halle (Saale).
1911 wird ihm vom Kgl.Württ. Ministerium des Kirchen- und Schulwesens die venia legendi an der medizinischen Fakultät in Tübingen für das Fach der Psychiatrie und Neurologie erteilt und 1913 durch S. Majestät den König von Württemberg der Titel und Rang eines außerordentlichen Professors verliehen.
Er hält in Tübingen Vorlesungen über Hirnanatomie und Hirnpathologie, Neurologie und Psychiatrie, Gehirn und Sprache, Aphasie, Agnosie und Apraxie
1912 wird Korbinian Brodmann zum Mitglied der Schwedischen Gesellschaft der Ärzte ernannt.
Brodmann erhält einen Ruf an die Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er ab dem 1. April 1918 als Leiter der topographisch-histologischen Abteilung der Deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie arbeitete. Brodmann stirbt am 22. August 1918 nach kurzer Krankheit an den Folgen einer Sepsis.
Bekannt ist der Name Korbinian Brodmann u.a. durch die Fachbezeichnung Brodmann-Areale
Enge wissenschaftliche Kontakte hatte Korbinian Brodmann u.a. zu den Professoren Jolly, Mendel, Köppen, Stumpf, Schumann, v. Birsch-Hirschfeld, Binswanger, Sioli, Oskar Vogt, Gaupp, Alzheimer.
Quellen:
http://www.korbinian-brodmann.de/de/lebenslauf.html
en.wikipedia.org