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|Im 12. Jahrhundert gehörte die Gemeinde nach der Dekanatsordung des Bistums Konstanz zur Pfarrei Kirchdorf, wirtschaftlich und topografisch zu Baden. Das Benediktinerkloster St. Blasien im Schwarzwald besass in der Region viel Grundeigentum, deshalb wurde Ennetbaden auf Grund politischer Gegebenheiten der Stadtpfarrei Baden eingegliedert. Seit dem Mittelalter stand eine dem Hl. Erzengel Michael geweihte Kapelle auf dem Gebiet der "Kleinen Bäder", dort wo die heutige Badstrasse einst in die Rössligasse abzweigte. Ab 1419 sind sonntägliche Gottesdienste in der Kapelle "nahe der Bäder" nachweisbar, für Einheimische und Kurgäste. Da die Kapelle ungünstig gelegen war, wurde sie 1667 abgerissen und ein hauptsächlich in Fronarbeit errichteter Neubau entstand auf dem Parkplatz des heutigen Café "Schief".

Als sich Ennetbaden 1819 politisch von Baden trennte, entstand noch keine eigene Ennetbadener Pfarrei. Ein Pfarrhelfer aus Baden betreute das kirchliche Leben in der Kapelle. 1959 wurde der Kapellenchor (heutiger Kirchenchor) gegründet, während vorher bei Festgottesdiensten der Männerchor sang. Gefährliche Mauerrisse machten eine sehr kostspielige Renovation nötig. Da die Bevölkerung in der Region sehr stark am Wachsen war, hielt man es für besser, eine neue Kirche zu bauen.
Im März 1963 begannen die Bauarbeiten nach den Bauplänen der beiden Architekten Hermann und Hans Peter Baur, Basel, an der Grendelstrasse. Am 14. August 1966 weihte Bischof Franziskus von Streng feierlich die neue St. Michaelskirche ein. Seit einigen Jahren versuchen wir hier in Ennetbaden nun schon, eine mündige und lebendige Pfarrei zu sein. Wir haben Freude an unserem schlichten, modernen Gotteshaus, das durch die wechselhaften Lichteinfälle im Altarraum besticht.