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Sri Lanka verfügt über ein sehr gut ausgebautes Eisenbahnnetz. So lassen sich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von bis zu 40 Kilometer pro Stunde viele Teile des Landes bequem erreichen. Zu beachten ist jedoch, dass das Streckennetz in der Form wie eine Hand aufgebaut ist und die Hauptstadt Colombo als Mittelpunkt und somit als Hauptbahnhof fungiert. So lassen sich viele Städte Sri Lankas per Zug erreichen, eine Art Rundreise durch das Land mit demselben Start- und Endpunkt ist somit jedoch nicht möglich. Selbstverständlich las-sen sich aber Teilstrecken während einer Rundreise mit der Eisenbahn abdecken. So bietet beispielsweise unsere Reise „Mit der Eisenbahn ans Ende der Welt“ eine Kombination aus verschiedenen Fortbewegungsmitteln, um Sri Lanka mit allen seinen bunten Facetten kennenzulernen.
Startend ab der Hauptstadt Colombo, wo sich auch der internationale Flughafen befindet, verläuft die Hauptstrecke bis nach Kandy. Hier befindet sich auch das historisch interessante Eisenbahnmuseum, welches die koloniale Eisenbahngeschichte des britischen Imperiums in Sri Lanka, dem ehemaligen Ceylon, widerspiegelt. Ein weiterer Teil der Strecke schlängelt sich von Kandy aus, vorbei an den sattgrünen Teefeldern und bewaldeten Hügeln bis zum früheren Kolonialstädtchen Badulla.
Lange Zeit war die Nordbahn, die schwarze Linie, nur von Colombo bis Anuradhapura ausgebaut und erst nach Öffnung des Nordens vor wenigen Jahren, um die Strecke bis nach Jaffna und sogar noch ein Stück weiter bis an die Küste erweitert. Daher ist die Fahrt ab Anuradhapura bis nach Jaffna wesentlich komfortabler als jene von Colombo bis Anuradhapura.
Touristisch am höchsten frequentiert in Sri Lanka ist die Südwestküste des Landes. Mit der grünen Linie, der sogenannten Küstenlinie, fahren die Züge in regelmäßigen Abständen entlang des tropenblauen Meeres. So startet diese Route in Colombo und endet in der alten Festungsstadt Galle resp. in Matara. Die Fahrt dauert im Schnitt 2 Stunden. Im Dezember 2014 wurden durch den Tsunami Teile dieser Eisenbahnstrecke stark beschädigt, diese wurden aber wieder vollständig rekonstruiert.