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Die Buntmetallmünzen
Die Kelten stellten seit dem 2. Jahrhundert v.Chr. Buntmetallmünzen her. Die Münzbilder sind von Silbermünzen abgeleitet, jedoch stärker stilisiert und vereinfacht.
In der keltischen Stadt auf dem Areal Basel-Gasfabrik wurden Hunderte von Buntmetallmünzen gefunden. Sie sind etwa so gross wie ein 1-Franken-Stück. Auf ihrer Vorderseite ist ein männlicher Kopf mit einem Helm abgebildet, die Rückseite zeigt ein Tier, meist ein Pferd, manchmal ein Wildschwein.
Die Orientierung der keltischen Münzbilder unterscheidet sich von der Orientierung der Bilder auf den heutigen Münzen. Wenn die Kelten die Rückseite eines Geldstückes betrachten wollten, mussten sie die Kopfseite nicht nur umwenden, sondern die Münze auch noch um 90 Grad drehen, damit das Tier auf die Beine zu stehen kam.
Die Buntmetallmünzen sind nicht geprägt, sondern gegossen. Sie bestehen rund zur Hälfte aus Kupfer, einem grossen Anteil an Zinn und enthalten manchmal Blei oder Antimon. Dies sind die typischen Legierungen, die es ermöglichten, den Schmelzpunkt tief zu halten. Bei vielen Münzen ist gut ablesbar, dass sie gegossen wurden, weil die Reste der Gusskanäle noch sichtbar sind.
Details
- Objekt: Gegossene Buntmetallmünze, sogenannter Sequaner-Potin
- Datierung: Spätlatènezeit (ca. 150–80 v. Chr.)
- Fundort: Basel-Gasfabrik