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Kit Knightly
Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) hat vergangene Woche offiziell seine neue Initiative zur weltweiten Förderung von „Digital Public Infrastructure“ (DPI) gestartet.
Das Programm „50in5“ – wird so genannt, weil es darauf abzielt, DPI in den nächsten fünf Jahren in fünfzig Ländern einzuführen und startete mit einer Live-Veranstaltung am 8. November.
Für diejenigen unter Ihnen, die nicht wissen, was eine „digitale öffentliche Infrastruktur“ ist, ist die 50in5-Website ziemlich klar:
Digital Public Infrastructure (DPI) – das ist ein sicheres und interoperables Netzwerk von Komponenten, das digitale Zahlungs-, Ausweis- und Datenaustauschsysteme umfasst.
Für jeden, der ein wenig aufgepasst hat, ist das nichts Neues. Digitale Identität und digitale Zahlungssysteme sind selbsterklärend (und wir haben sie bereits behandelt). „Datenaustauschsysteme“ bedeutet im Wesentlichen, dass nationale Regierungen Identitäts- und Finanzdaten ihrer Bürger grenzüberschreitend mit anderen Nationen oder sogar mit globalen Regierungsbehörden austauschen werden.
Das Schlüsselwort lautet „interoperabel“.
Wie wir bereits geschrieben haben, wird die „globale Regierung“ nicht aus einem einzigen Gesundheitssystem, einer einzigen Identitätsdatenbank oder einer einzigen digitalen Währung bestehen, sondern aus Dutzenden von fiktiv getrennten Systemen, die alle sorgfältig darauf ausgelegt sind, vollständig „interoperabel“ zu sein.
50in5 ist nicht nur ein Projekt von UNDP, UNICEF und der Interamerikanischen Entwicklungsbank, sondern wird auch von verschiedenen globalistischen NGOs und gemeinnützigen Organisationen finanziert, darunter die Bill & Melinda Gates Foundation und (indirekt über eine NGO namens „Co-Develop“) die Rockefeller Foundation.
Die elf Länder, die bisher an dem Programm teilnehmen, sind Bangladesch, Brasilien, Estland, Äthiopien, Guatemala, Moldawien, Norwegen, Senegal, Sierra Leone, Singapur, Sri Lanka und Togo. Eine ausgewogene Verteilung aus allen Kontinenten, einschließlich Ländern der Ersten, Zweiten und Dritten Welt.
Bemerkenswert an dieser Liste ist, dass sie auch NATO-, EU- und BRICS-Mitglieder umfasst. Interessante Implikationen für die angebliche „Multipolarität“.
Am selben Tag, an dem das 50in5-Programm gestartet wurde, einigten sich das Europäische Parlament und der Europarat auf einen neuen Rahmen für ein regionales europäisches digitales Identitätssystem (eID).
In der offiziellen Pressemitteilung heißt es [Hervorhebung hinzugefügt]:
Die überarbeitete Verordnung stellt einen klaren Paradigmenwechsel für die digitale Identität in Europa dar und zielt darauf ab, einen universellen Zugang für Bürger und Unternehmen zu einer sicheren und vertrauenswürdigen elektronischen Identifizierung und Authentifizierung zu gewährleisten. Nach der neuen Rechtsvorschrift werden die Mitgliedstaaten Bürgern und Unternehmen digitale Geldbörsen anbieten, die es ihnen ermöglichen, ihre nationalen digitalen Identitäten mit dem Nachweis anderer persönlicher Merkmale (z. B. Führerschein, Zeugnisse, Bankkonto) zu verknüpfen. Die Bürger werden in der Lage sein, ihre Identität nachzuweisen und elektronische Dokumente aus ihrer digitalen Brieftasche mit einem Mausklick auf ihrem Mobiltelefon auszutauschen.
Dies geschieht vor dem Hintergrund der Ankündigung, dass die Europäische Zentralbank in diesem Monat zur „nächsten Phase“ ihrer Pläne für einen digitalen Euro übergehen wird. Der digitale Euro wird – laut der ehemaligen IWF-Chefin (und offensichtlichen Numerologie-Verrückten) Christine Lagarde – eine „begrenzte Kontrolle“ über die Ausgaben der Menschen ermöglichen.
Indien, ein weiteres BRICS-Land, ist seit Jahren führend in der Entwicklung von DPIs, und jetzt erscheinen Artikel in Publikationen wie Forbes, die behaupten: „India Has A Digital Infrastructure, America Needs One (Indien hat eine digitale Infrastruktur, Amerika braucht eine)“.
Gleichzeitig macht China Fortschritte bei der Abschaffung der Online-Anonymität, während westliche Politiker wie Nikki Haley fordern, dass wir das Gleiche tun sollten.
Während sich die Welt auf die Hamas und Israel konzentriert, geht die globale Reorganisationsphase des Great Reset leise ihren Weg. Sie knüpft ein Netz und wartet darauf, es zu spannen.