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Monitoring
Klima und Topographie bestimmen in erster Linie, wo in der Schweiz Permafrost vorkommt. Erwärmt sich die Atmosphäre, führt dies mit der Zeit auch zu einer Erwärmung und schliesslich zum Auftauen des Permafrosts. Mit verschiedenen langfristigen Messungen beobachten wir den Permafrost und seine meist unsichtbaren Veränderungen im Untergrund. Die Daten helfen uns auch, die komplexen Vorgänge zwischen Atmosphäre, Oberfläche und dem Permafrost in der Tiefe besser zu verstehen.
Permafrost ist eine wichtige Grösse, um das Klima der Erde und seine Veränderungen zu charakterisieren. Um kurzfristige Schwankungen von langfristigen Trends zu unterscheiden, benötigen wir lange und vergleichbare Datenreihen. Mit zunehmender Tiefe dringen die Temperaturänderungen von der Oberfläche immer langsamer in den Untergrund ein. Bis sie etwa zehn Meter Tiefe erreichen, vergeht ein halbes Jahr. Ab einer Tiefe von fünfzehn bis zwanzig Metern beeinflussen saisonale Schwankungen kaum mehr die Temperaturen im Permafrost, die somit den langfristigen Klimatrend spiegeln.
Um die Temperaturen im Permafrost direkt zu messen, haben wir in den vergangenen zwanzig Jahren an mehr als zwanzig Standorten in den Schweizer Alpen Bohrlöcher mit Messinstrumenten ausgerüstet. Diese befinden sich in eishaltigen Schutthalden und Blockgletschern sowie in steilem Fels und in der Nähe von Hochgebirgsbauten. Langfristig sammeln wir zudem Daten zu Temperaturen an der Oberfläche, Geschwindigkeiten von Blockgletschern und wie sich der Eisgehalts im Permafrost verändert. Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit ist eine wichtige Säule für das Schweizer Permafrostmessnetz PERMOS, welches das SLF gemeinsam mit der Universität Fribourg koordiniert. Die Messdaten und Resultate sind auch eine zentrale Grundlage für Forschung und Praxis: Sie werden verwendet zur Validierung oder als Input von Modellen, sowie für Planung und Management von Infrastruktur und Naturgefahren im Hochgebirge.