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Antidoping Schweiz präsentiert den Jahresbericht 2014. Die Stiftung erreichte alle Ziele und übertraf sie in einigen Bereichen - etwa bei den Anzahl Kontrollen - sogar.
Schwerpunkt im Berichtsjahr bildete die Umsetzung des Welt-Anti-Doping-Programms 2015, das am 15. November 2013 am vierten WeltAnti-Doping-Kongress in Johannesburg angenommen wurde. Die Unterzeichner dieses Programmes, in der Schweiz sind dies Swiss Olympic und Antidoping Schweiz, hatten ein Jahr Zeit, um ihre Reglemente anzupassen. Der WeltAnti-Doping-Code (Code) wurde durch eine Arbeitsgruppe im Doping-Statut 2015 umgesetzt, das am 28. November 2014 vom Sportparlament einstimmig angenommen wurde. Die relevanten internationalen Standards des WADP 2015 konnten hingegen in den entsprechenden Ausführungsbestimmungen von Antidoping Schweiz abgebildet und auf den 1. Januar 2015 in Kraft gesetzt werden. Damit ging eine mehrjährige intensive Vorbereitungsphase zu Ende, in der sich Antidoping Schweiz zuerst bei der Beratung des WADP 2015 und anschliessend bei dessen Umsetzung aktiv einsetzte. Es bleibt abzuwarten, ob sich die hohen Erwartungen an das WADP 2015 erfüllen werden. Dies gilt insbesondere für die Harmonisierung und für die gegenseitige Anerkennung der Entscheidungen zwischen internationalen Sportverbänden und nationalen Anti-Doping-Organisationen.
Ende 2014 ergab die Evaluation der Unternehmensstrategie 2013 bis 2016, dass Antidoping Schweiz auf dem vorgezeichneten Weg ist. Die strategischen Ziele sind immer noch richtig und die Massnahmen zur Zielerreichung zweckmässig. Ebenfalls präsentieren sich Vision und Werthaltungen als zeitgemäss.
Kampf gegen Doping noch lange nicht gewonnen
Eine im Rahmen des Sportobservatoriums durchgeführte Umfrage zum Bewegungsverhalten der Schweizer Bevölkerung konnte genutzt werden, um zusätzliche Fragen zur Einschätzung der Dopingproblematik in der Bevölkerung zu stellen. Unter anderem beurteilt die Schweizer Bevölkerung Doping als das grösste Problem im Sport, noch vor Korruption oder Gewalt. Zudem können die Umfrageresultate als grundlegende Unterstützung der Bevölkerung für einen strengen und unnachgiebigen Kampf gegen Doping gewertet werden. Demgegenüber zeigen verschiedene Enthüllungen über grössere Dopingfälle wie z.B. im Radteam Astana oder über angeblich weit verbreiteter Dopingmachenschaften in Russland, dass der Kampf gegen Doping trotz Harmonisierungsbemühungen und strenger Regeln noch lange nicht gewonnen ist. Vielmehr verdeutlicht dies, dass ohne zusätzliche grosse Anstrengungen auf nationaler und internationaler Ebene das Vertrauen der «sauberen» Athletinnen und Athleten sowie der Bevölkerung in eine gerechte und effektive Dopingbekämpfung verloren geht. Es entsteht heute vielmehr der Eindruck, dass sich die Schere zwischen Anti-Doping-Organisationen mit einer guten Dopingbekämpfung und denen mit weniger Ressourcen und weniger Möglichkeiten weiter öffnet. Antidoping Schweiz wird sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf internationaler Ebene dafür einsetzen, dass diese Unterschiede verringert werden können.
» Download Jahresbericht 2014 Antidoping Schweiz (PDF)
(Datum der Publikation: 13. April 2015)