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So alt der Enkeltrickbetrug ist, so erfolgreich ist er nach wie vor. Durch geschickte Fragestellungen gelingt es den Betrügern, Informationen von hilfsbereiten und gutgläubigen - vor allem älteren - Menschen zu entlocken. Dieses Vertrauen wird jedoch schamlos ausgenutzt.
Wie läuft eine solche Tat ab?
Die Täter agieren mehr oder weniger nach identischem Schema:
- Die Täter suchen im öffentlichen Telefonbuch gezielt nach alt klingenden Vornamen.
- Das ausgewählte Opfer erhält dann einen Telefonanruf eines vermeintlichen Verwandten oder Bekannten.
- Der Täter gibt vor, sich in einer finanziellen Notlage zu befinden.
- Der Täter bittet das Opfer um rasche Unterstützung.
- Hat das Opfer in die finanzielle Unterstützung eingewilligt, wird es aufgefordert, den entsprechenden Betrag bereitzustellen. Meist bedeutet dies ein Bargeldbezug am Schalter einer Bank.
- Nach der Beschaffung des Geldes folgt eine Erklärung, weshalb das Geld nicht persönlich abgeholt werden kann.
Was können Sie unternehmen, damit Sie KEINEN Betrugsanruf erhalten?
Bei der Suche nach potenziellen Opfern orientieren sich Telefonbetrüger am öffentlichen Telefonbuch. Darin suchen sie gezielt nach Personen mit einem traditionellen Vornamen (wie zum Beispiel Rebekka, Anna, Gertrud, Elisabeth, Horst, Hans, Adolf etc.), da dieser einen Hinweis auf das Alter des möglichen Opfers liefern könnte. Beugen Sie vor, indem Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch auf den ersten Buchstaben reduzieren und somit anonymisieren (R., A., G. etc.).
Die Namen erscheinen somit einerseits geschlechtsneutral (rund drei Viertel der Opfer sind weiblich) und andererseits ergibt der Anfangsbuchstabe keinerlei Rückschlüsse auf einen älterklingenden Namen resp. auf eine ältere Person hinter diesem Namen.
Ändern Sie Ihren Telefonbucheintrag!
Die Änderung des Vornamens im Telefonbuch kann ganz einfach und kostenlos veranlasst werden:
Was können Sie unternehmen, wenn Sie einen Betrugsanruf erhalten?
- Seien Sie IMMER misstrauisch, wenn Sie jemand anruft und raten lässt, wer am Telefon ist.
- Lassen Sie sich NIE unter Druck setzen.
- Gehen Sie am Telefon NIE auf Geldforderungen ein.
- Nehmen Sie Warnungen von Bankangestellten IMMER ernst.
- Übergeben Sie NIEMALS Bargeld oder Wertsachen an eine Ihnen unbekannte Person.
- Wenn Sie Opfer eines Betruges ODER eines Betrugsversuchs geworden sind, melden Sie sich UMGEHEND bei der Polizei.
→ Seien Sie wachsam und zögern Sie nicht, bei einem Verdacht die Polizeirufnummer 117 zu wählen! ←
Auf der Internetseite www.telefonbetrug.ch erfahren Sie,
- wieso die Masche "Enkeltrickbetrug" immer wieder funktioniert und
- wie Sie sich gegen Enkeltrickanrufe schützen können.