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Die Wahrscheinlichkeit dafür liege bei 90 Prozent, berichtet die UN-Organisation WMO in Genf unter Berufung auf Analysen des britischen Wetterdienstes Met Office.
Der bisherige Rekord wurde 2016 erreicht. Damals lag die durchschnittliche globale Oberflächentemperatur rund 1,2 Grad über dem Durchschnittsniveau von 1850 bis 1900. Die Jahre 2019 und 2020 lagen aber praktisch gleichauf. Die zehn Jahre von 2011 bis 2020 waren das wärmste Jahrzehnt.
Möglich sei sogar, dass eines der fünf Jahre von 2021 bis 2025 den Wert von 1,5 Grad über dem vorindustriellem Niveau erreiche. Zurzeit liege die Wahrscheinlichkeit dafür bei 40 Prozent, sie wachse aber. Einen Anstieg von 1,5 Grad peilt die Staatengemeinschaft nach dem Pariser Klimaschutzabkommen eigentlich als Obergrenze bis zum Ende des Jahrhunderts an.
«Nicht bloss Statistiken»
«Dies sind nicht bloss Statistiken», sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. «Höhere Temperaturen bedeuten grössere Eisschmelze, höhere Meeresspiegel, mehr Hitzewellen und andere extreme Wetterlagen, ebenso wie grössere Folgen für Nahrungsmittelsicherheit, Gesundheit, Umwelt und nachhaltige Entwicklung.» Er rief alle Länder auf, klimaschädliche Treibhausgase rascher als geplant zu reduzieren.
2021 wird nach der neuen WMO-Prognose im Südwesten Nordamerikas trockener als im Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010, dagegen werden Australien und in Afrika die Sahel-Region südlich der Sahara feuchter. In der Periode 2021-2025 werde es in allen Regionen – ausser in Teilen der südlichen Ozeane und des Nordatlantik – wärmer sein als im Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010, so die Prognose weiter. Es werde wahrscheinlich mehr tropische Wirbelstürme im Atlantik geben.