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Der grösste deutsche Abnehmer von russischem Erdgas steht bei den Kreditwächtern auf BBB-, der letzten Qualitätsstufe vor dem so genannten Ramschstatus, mit dem besonders riskante Firmenschulden bewertet werden.
Uniper muss täglich Gas im Wert von 30 Millionen Dollar am Kassamarkt beschaffen, nachdem Gazprom PJSC die Lieferungen auf etwa 40 Prozent der vertraglich vereinbarten Menge gedrosselt hat. “Solange die Situation anhält, ist Uniper von externen Faktoren abhängig, um seine Finanzlage aufrechtzuerhalten, einschliesslich staatlicher Unterstützung”, erklärte S&P am Dienstag in einer Mitteilung.
Die Verluste, mit denen Uniper bei einer Fortsetzung der Lage konfrontiert werden könnte, seien schwer zu quantifizieren. Ohne einen spezifischen Mechanismus zur Weitergabe der Kosten sei Uniper mit deutlich höheren Preisen konfrontiert, so die Ratingagentur.
Sie sieht angesichts dessen beim Unternehmen derzeit tägliche Einbussen “im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich”. Im Falle der weiteren Abnahme der russischen Lieferungen oder neuer, signifikanter Gaspreisschwankungen dürfte dieser Betrag noch zunehmen.
Im Basisszenario geht S&P jedoch davon aus, dass bald ein staatlicher Mechanismus zur Unterstützung von Uniper und möglicherweise des gesamten Sektors eingeführt wird, der das Konzernrating stabilisieren würde.
(Bloomberg)