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Der albanische Imam aus Aarburg, gleichzeitig Präsident der Union der Albanischen Imame in der Schweiz (UAIS), Herr Nehat Ismaili, beschloss, die Europäische Organisation der Islamischen Zentren (EOIC) mit Sitz in Genf zu verlassen.
In seiner offiziellen Stellungnahme erklärt er:
„In Anbetracht der guten Absicht für die Zusammenarbeit mit allen Organisationen, islamischen und anderen, die rechtlich, mit eigenen Statuten und mit klaren Zielen gegründet sind, um einen positiven Beitrag für die gesamte Gesellschaft zu leisten, letztes Jahr schloss ich der Europäischen Organisation der Islamischen Zentren (EOIC) mit Sitz in Genf an. Dies geschah nach wiederholten Bitten ihres Präsidenten Herr Ziane Mehadjri, um meine Erfahrung im Umgang mit islamischen Zentren, ihre weitere Koordinierung und transparente sowie konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Muslime in der Schweiz und darüber hinaus zu vermitteln.
Vor kurzem gab es in einigen Schweizer Zeitungen mehrere Artikel, in denen EOIC als Geldgeberin von Moscheen dargestellt wird, worunter angeblich auch albanische Moscheen impliziert sind, die unter dem Dach der Union der
Albanischen Imame in der Schweiz (UAIS) agieren.
Aus diesem Grund habe ich für weitere Abklärungen den Präsidenten dieser Organisation (EOIC) gefragt, inwiefern diese Vorwürfe stimmen und welche Imame oder albanische islamische Zentren von oder über diese Organisation finanziert werden. Er hat mir versprochen, dass er gegen diese Vorwürfe selber Stellung nehmen wird und dass er wahrscheinlich auch rechtliche Schritte einleiten plant.
Aufgrund des oben gesagten und aus der Tatsache, dass fast ein Jahr seit ihrer Gründung diese Organisation keine signifikante Aktivität gezeigt hat, was für uns ihre effektive Funktion als seriöse Organisation in Frage stellt, ich Nehat Ismaili, Imam der albanischen Moschee in Aarburg, entschied schliesslich weitere Kontakte und die Zusammenarbeit mit EOIC zu beenden.“ (Aarburg, 13.11.2016)
Gleichzeitig erklärt UAIS öffentlich, dass keine albanische Moschee oder islamisches Zentrum, die unter dem Dach von UAIS agieren, weder für den Erwerb der religiösen Objekte, noch für ihren Bau oder für ihre Wartung und Pflege, aus externen Quellen finanziert werden. All dies wird durch die Beiträge und Eigenfinanzierung der albanischen Bevölkerung geleistet, die hier in der Schweiz lebt und arbeitet, sowie durch die finanzielle Unterstützung der Schweizer Banken, denen diese Moscheen hohe Beträge schuldig sind und welche, von den Banken im Voraus festgelegten Zeitraum, zukünftig in Raten ausgeglichen werden müssen.
UAIS, 14.11.2016