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Frauen bringt der Rauchstopp viel
In der Tat erhöht die Tabaksucht bei Frauen, die die Antibabypille einnehmen, das Risiko für Gefässprobleme beträchtlich: Die Kombination Tabak-Pille ist bei jungen Frauen eine wichtige Sterbeursache. Ausserdem erhöht der Rauchstopp die Fruchtbarkeit. Raucherinnen mit Kinderwunsch müssen länger darauf warten, schwanger zu sein, wie Nichtraucherinnen. Schliesslich bedeutet der Rauchstopp vor allem, seine Kinder zu schützen. Die Tabaksucht der Eltern hat zahlreiche nachgewiesene Wirkungen auf den Fötus, die Babys und die Kinder. Und das Tüpfchen auf dem i: Der Rauchstopp verschönert Ihre Haut! Tatsächlich beschleunigt die Tabaksucht das Auftreten von Falten beträchtlich.
Konsequenzen auf die Fruchtbarkeit
Raucherinnen mit Kinderwunsch müssen länger warten, bis sie schwanger sind, als Nichtraucherinnen. Das Rauchen von 20 Zigaretten pro Tag verdoppelt durchschnittlich die Zeugungsdauer. Falls der zukünftige Vater Raucher ist, dauert es noch länger. Der Tabak verursacht eine Verminderung der Ovozytenanzahl pro Eistock. Bei der in vitro Fertilisation (IVF) sind die Erfolgschancen bei Raucherinnen sehr stark vermindert. Schliesslich tritt die Menopause bei Raucherinnen früher auf. Der Rauchstopp verzögert dies.
Grössere Risiken fürs Baby
Der Tabak ist sehr schädlich für das Baby und die Schwangere. Das Geburtsgewicht von Babys einer Rauchermutter ist geringer als bei Babies einer Nichtrauchermutter. Ein zu geringes Geburtsgewicht ist ein grosses Risiko für das Neugeborene. Frauen, die vor oder während dem ersten Drittel der Schwangerschaft mit Rauchen aufgehört haben, können das Risiko eines untergewichtigen Babies bei der Geburt auf das Level einer Nichtraucherin verringern.
Ausserdem:
- Gelangt Nikotin in die Plazenta und ebenfalls in die Muttermilch, es wirkt auch auf das Nervensystem des Fötus und des Säuglings.
- Die Kinder eines Rauchers haben ein doppelt so hohes Risiko, selbst Raucher zu werden, wie Kinder eines Nichtrauchers.
- Die Kinder eines Rauchers haben öfter Atemwegsprobleme (vor allem Asthma, Infektionen der Atemwege) als Kinder von Nichtrauchern.
- Das Risiko eines plötzlichen Kindstods ist bei Säuglingen, deren Eltern rauchen, erhöht.
- Indem Sie mit Rauchen aufhören, erhöhen Sie Ihre Lebenserwartung um mehrere Jahre und haben bessere Chancen, Ihre Enkel wachsen zu sehen.

Photo: www.tabac-stop.net
|Die totale Missbildungsrate bei Kindern von rauchenden Müttern scheint nicht anders als bei der Gesamtbevölkerung.

Allerdings sind gewisse Missbildungen signifikant häufiger bei Kindern von Müttern, die während der Schwangerschaft rauchen: Missbildungen im Gesicht, Gastroschisis und vor allem Kraniostenose.
Risiken während der Schwangerschaft
Die Tabaksucht während der Schwangerschaft ist für die folgenden Probleme verantwortlich, und je mehr man raucht, desto öfter treten sie auf:
- Extrauterine Schwangerschaft
- Spontane Fehlgeburt
- Vaginale Blutungen
- Falsche Plazentalage, zu frühes Loslösen der Plazenta, retroplazentares Hämatom
- Zu frühes Reissen der Membranen und Frühgeburt
- Wachstumsverspätung im Uterus mit einem geringeren mittleren Geburtsgewicht des Babys (Kinder von Raucherinnen wiegen 200 g weniger als Kinder von Nichtraucherinnen)
- Vermehrte Komplikationen bei der Geburt für das Baby und die Mutter
- Dreifach erhöhtes Risiko für plötzlichen Kindstod
- Geringere Muttermilchherstellung und Nikotin im der Muttermilch
Dazu empfiehlt Ihnen ein auf Tabakologie spezialisierter Arzt diese Broschüre (auf Französisch).
Grafiken und Statistiken
Quelle:
Fig. 2: Anteil der Frauen mit einer Plazenta Grannum vom Grad 0-2 bei Raucherinnen.
Fig. 3: Auswirkung der Tabaksucht der Mutter während der Schwangerschaft auf die Apnoe-Typen bei Frühgeburten. Der Anteil an obstruktiver Apnoe war signifikant höher bei Frühgeburten von Rauchermüttern (A). Kein signifikanter Unterschied bei gemischter Apnoe oder zentraler Apnoe (B-C)
Links (auf französisch)
http://www.grossessesanstabac.be/
http://fr.wikipedia.org/wiki/Tabac_et_grossesse
http://www.tabac-info.net/NAVBAR/themes/default.htm
http://www.hc-sc.gc.ca/hl-vs/tobac-tabac/body-corps/preg-gros/natal-nataux_f.html
http://www.codes42.org/Documentation/images/Brochures/grossesse_et_tabac.jpeg
Bibliographie
- M.-P. Cournot, F. Assari-Merabtene, C. Vauzelle-Gardier, E. Eléfant, Centre de Renseignements sur les Agents Tératogènes, Hôpital Armand-Trousseau, 26, avenue du Docteur-Netter, 75012 Paris.
- The effect of maternel smoking on respiratory and arousal patterns in preterm infants during sleep. Hemant Sawnani, Tonya Jackson, Thomas Murphy, Robert Beckerman and Narong Simakajornboon
Fragen / Antworten über "Schwangerschaft und Tabaksucht"
(Antworten von Dr. Jean-Paul Humair, einem auf Tabakologie spezialisierten Arzt der Hôpitaux universitaires de Genève)
Frage: Ich bin schwanger, aber habe nicht wirklich Lust, mit Rauchen aufzuhören, weil ich gern rauche. Ist das wirklich so schlimm?
Antwort: Ihre Tabaksucht ist sehr riskant für Ihr Kind. Es ist besser, jetzt mit Rauchen aufzuhören (Lesen Sie unsere Broschüre für Frauen auf dieser Webseite).
Frage: Ich bin seit einem Monat schwanger und möchte mit Rauchen aufhören. Was kann ich als Hilfe gebrauchen: Den Patch, Zyban, etc.? Bei meinem ersten Kind habe ich es nicht geschafft, mit Rauchen aufzuhören, weder während der Schwangerschaft noch während der Stillzeit.
Antwort:
- Zyban und Schwangerschaft: Wie für viele andere Medikamente gibt es nur wenige Daten über die Wirkung von Zyban während der Schwangerschaft beim Menschen. Es gibt keine bekannte toxische Wirkung des Zybans auf die Entwicklung des Kindes während der Schwangerschaft, vor allem keine Missbildungen. Auch wenn man es lieber ausserhalb der Schwangerschaft verabreicht, ist es dennoch möglich, es während der Schwangerschaft zu verabreichen. Sprechen Sie mit Ihrem Gynäkologen darüber und finden Sie zusammen die beste Lösung: Man muss die Giftigkeit des Tabaks während der Schwangerschaft in Betracht ziehen, die klar bewiesen ist, da die Tabaksucht die Risiken einer Fehlgeburt und einer Frühgeburt erhöht. Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, muss man mit ungefähr 1 Woche rechnen, bevor das abgesetzte Zyban vom Körper abgebaut ist. Da das Wirkprinzip des Zybans in die Muttermilch gelangt, wird vom Stillen während der Behandlung abgeraten.
- Nikotinersatzprodukte und Schwangerschaft: Die Nikotinersatzprodukte können von einer Frau benutzt werden, die mit einer pharmakologischen Lösung nicht mit Rauchen aufhören kann. Dabei werden kurzzeitig wirkende Nikotinersatzprodukte vorgezogen (alle Ersatzproduke oder Patchs mit einer kurzen Wirkungsdauer). Nikotin wurde nicht als schädlich für den Fötus befunden und die Nikotinersatzprodukte geben nur 50-60% des durch das Rauchen aufgenommenen Nikotins ab. Allerdings ist der Tabak ganz klar toxisch für den Fötus, nicht aufgrund des Nikotins, aber aufgrund der unzähligen (>4000) darin enthaltenen Substanzen und dem bei der Verbrennung entstandenen Kohlenmonoxid.