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Aufgewachsen in Lausanne, Naters, Glis und Basel, besucht Theo Ballmer nach der Lehre als Litho- und Chemigraf die Kunstgewerbeschule Zürich, wo er sich bei Ernst Keller dem Studium alter und neuer Schriften widmet. Als Hausgrafiker bei Hoffmann‑La Roche kombiniert er erstmals Fotografie/Fotogramme, Grafik und Typografie bei der Gestaltung von Prospekten und Drucksachen. Fasziniert von der «Neuen Sachlichkeit», studiert er 1929/1930 am Bauhaus Dessau.
Er vertieft sich in Fotografie und Farbenlehre und vollendet die konstruktive Schrift Theo Ballmer (URW++), die, nur aus Senkrechten, Waagrechten und Kreisen konstruiert, keine Schrägen aufweist. In den 1920er und 1930er Jahren entwirft er die kommerziellen Plakate «bureau», «büro», «norm» und «Neues Bauen» (Sammlung Museum of Modern Art, New York) sowie politische Plakate für die Sozialdemokratische, seltener auch für die Kommunistische Partei und für das Jugendkomitee gegen Krieg und Faschismus. Er ist selbst aktiv in der avantgardistischen Bewegung, besonders die Konstruktivisten inspirieren ihn.
Zusammen mit den Architekten Ernst Mummenthaler und Otti Meier gestaltet er 1938/1939 die drei Hallen «Gas und Wasser», «Baugewerbe» und «Coop» für die Landesausstellung. Ab 1930 ist er Leiter der Fachklasse Schrift, Grafik und Fotografie an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel, Fachklasse für Gebrauchsgrafik, wo er bis 1965 als passionierter Lehrer unterrichtet. 1983 berichtet seine Frau: «Noch heute treff ich ehemalige Schüler, die mir in Ehrfurcht erzählen, wie Theos Unterricht ihre spätere Arbeit und Entwicklung befruchtet habe.»