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Normann-
Ehrenfels,
Karl Friedrich Lebrecht, Graf von, geb. zu Stuttgart, [* 2] trat 1799 in österreichischen, 1803 in württembergischen Militärdienst und schwang sich in den Feldzügen von 1806 und 1809 zum Obersten auf. In dem russischen Feldzug von 1812 befehligte er das Leib-Chevau-legers-Regiment und 1813 als General eine Brigade Reiterei, welche 17. Juni an dem auf Arrighis Befehl erfolgten hinterlistigen Angriff auf die Lützowsche Freischar bei Kitzen teilnahm.
In der Schlacht bei Leipzig [* 3] ging er 18. Okt. zu den Verbündeten unter der Bedingung über, daß er seine Brigade sogleich nach Württemberg [* 4] zurückführt dürfe. Ehe er aber Württemberg erreichte, erfuhr er, daß der König seine Verhaftung und strenge Bestrafung befohlen habe. Er verließ daher die Brigade, ehe seine Kassation erfolgte. Des Überfalls von Kitzen wegen erhielt er in dem Heer der Verbündeten keine Anstellung. 1816 fand er zu Waldsee in Oberösterreich als Lehrer der Söhne des Landgrafen Ernst von Hessen-Philippsthal in militärischen und mathematischen Wissenschaften ein Unterkommen, bis er nach dem Tode des Königs Friedrich die Erlaubnis zur Rückkehr in sein Vaterland erhielt. Seit 1822 nahm er an dem griechischen Freiheitskampf teil, bildete in Korinth [* 5] ein Bataillon Philhellenen, wohnte als Chef vom Generalstab des Fürsten Maurokordatos, mit dem er nach Missolunghi zog, 24. Juni dem Gefecht bei Kombotti bei und setzte den Gebirgskrieg fort, bis er sich nach Missolunghi werfen mußte, wo er einem Nervenfieber erlag.