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Wetter: In der Höhe winterlich
In der Nacht sorgte eine Okklusion verbreitet für Niederschläge, wobei sich oberhalb von etwa 1200 Metern eine – wenn auch eher dünne – Schneedecke bilden konnte.
Heute schneite es aufgrund eines Mittelmeertiefs in den östlichen Alpen auch tagsüber.
Okklusion brachte vor allem am westlichen Alpennordhang einige Niederschläge
Seit Niederschlagsbeginn gestern am Abend fielen besonders am Alpennordhang und im Jura einige Niederschläge. Die grössten Mengen konnten dabei am westlichen Alpennordhang festgestellt werden. Im Chablais und in den Waadtländer Alpen beliefen sich die Niederschlagsmengen gemäss Radar auf 14 bis 20 mm. Die Niederschläge gingen allerdings schon in der Nacht zu Ende und auch heute tagsüber ist dort kaum mehr von grossen Niederschlagsmengen auszugehen.
Tief über dem Mittelmeer führte aus Osten feuchte Luft zu den östlichen Alpen
In der Nacht auf heute bildete sich über Oberitalien ein kräftiges Tief. Die Winde drehten damit in den Ostalpen auf östliche Richtung. Diese Ostwinde führten feuchte Luft heran, wobei es besonders im Puschlav, im Münstertal, im Engadin sowie in den Regionen Davos und Arosa zu einigen Niederschlägen kam. Allerdings wurden bis am frühen Nachmittag 10 mm kaum überschritten.
In den Alpen winterlich
Die Okklusion und das Tief über dem Mittelmeer sorgten also für einige Niederschläge, wobei sich oberhalb von etwa 1000 bis 1300 Metern eine Schneedecke ausbilden konnte. Infolge der eher geringen Temperaturunterschiede bildete sich praktisch in der ganzen Schweiz oberhalb von diesem Bereich eine Schneedecke. Innerhalb kleiner Regionen war die Grenze zwischen Schneedecke und aperem Boden derart höhenkonstant, dass man fast den Eindruck hatte, als sei diese Grenze mit dem Lineal gezogen worden.
Gestern Abend kräftiger Föhn am Alpennordhang, heute teils starker Nordwind auf der Alpensüdseite
Auf der Vorderseite der Okklusion blies gestern Abend vorübergehend der Föhn. In einigen Föhntälern wurden Böenspitzen um 70 km/h gemessen, so in Evionnaz, Altdorf und Vaduz. Auf dem Gütsch ob Andermatt reichte es für 107 km/h. In Balzers in Liechtenstein (Station von Wetterring Vorarlberg), wo der Föhn fast immer stürmisch ist, konnte ebenfalls eine Böenspitze von 107 km/h notiert werden.
Hinter der Störung kam auf der Alpensüdseite der Nordwind auf. Am kräftigen machte er sich in Simplon-Dorf und auf dem Monte Generoso mit knapp 80 km/h bemerkbar, während sonst in den Tälern und Niederungen der Alpensüdseite 40 bis 60 km/h die höchsten Werte darstellten. Damit war er insgesamt etwas weniger stark als der Föhn am Alpennordhang.
Ausserdem machte sich in der Nacht im Jura und in den Voralpen der Südwestwind mit Böen von 70 bis 90 km/h bemerkbar.
Quelle: Bundesamt für Meteorologie MeteoSchweiz
Titelbild: https://verbier.roundshot.com/savoleyres/