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Frauen leiden häufiger unter einer Mischinkontinenz als Männer. Die Häufigkeit nimmt mit dem Lebensalter zu, ab dem 55. Altersjahr gilt die Mischinkontinenz die häufigste Inkontinenzform. Der Leidensdruck bei Frauen mit Mischinkontinenz ist allgemein grösser als der bei Frauen mit alleiniger Belastungsinkontinenz oder Drangsymptomatik.
Die Ausprägung beider Inkontinenzformen kann individuell verschieden sein, so dass bei einigen Betroffenen die Drangbeschwerden überwiegen und bei anderen der Belastungsinkontinenz. Man spricht von der „dominierenden Komponente“, die den individuellen Leidensdruck am stärksten bestimmt und an der sich auch die Behandlung massgeblich orientiert.
Konservative Therapieformen bei Mischinkontinenz
Die Therapie der Mischinkontinenz ist in erster Linie konservativ. Durch Anpassung des Verhaltens im Alltag kann häufig bereits eine deutliche Symptomreduktion erzielt werden.
Moderne Medikamente können die Drangbeschwerden erheblich dämpfen. Eine lokale Anwendung von Hormonen in der Scheide kann gleichermassen eine Verbesserung von Belastungsinkontinenz- und Drangsymptomen bewirken. Ein Training der Beckenbodenmuskel, ggf. auch mit Biofeedback und funktioneller Stimulation des Beckenbodens dient ebenso einer Verbesserung beider Komponenten der Mischinkontinenz.
Operative Verfahren bei Mischinkontinenz