Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03505.jsonl.gz/2437

... es wird eine so richtig federnde Klatsche geben an der Urne.
Das Parlament hat in der Herbstsession den Beitrag an die EU-Grenzschutzagentur Frontex auf 61 Millionen verdreifacht. Darüber hinaus soll die Schweiz künftig mehr Grenzschutzpersonal stellen. Eine Gruppe von Aktivistinnen und Aktivisten um das Migrant Solidarity Network (MSN) hat daraufhin das Referendum gegen die Vorlage ergriffen. Auch Grüne und SP unterstützen das Referendum.
Wie das Referendumskomitee nun am Mittwoch mitteilt, hat es über 55'000 Unterschriften gegen die Finanzierung der Grenzschutzagentur gesammelt. Am Donnerstag sollen die Unterschriften der Bundeskanzlei übergeben werden. Diese zählt nun, ob 50'000 gültige Unterschriften darunter sind, damit das Referendum zustande kommt. Ist dies der Fall, kommt die Vorlage am 15. Mai vors Volk.
Das Referendumskomitee moniert, dass an den Aussengrenzen des Schengenraums die Menschenrechte von Flüchtenden aufs gröbste missachtet würden und Frontex dafür mitverantwortlich sei. Trotzdem wolle die Schweiz die jährlichen Beitragszahlungen an die Grenzschutzagentur erhöhen, kritisiert das Komitee. (dpo)
Mit wässrigen Augen und zittriger Stimme erzählt Natalia von ihrer Flucht aus Mariupol, einer Stadt, die seit Anfang März weder Zugang zu Wasser noch Strom hat und sich inmitten der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine befindet. Nachdem ihr Auto von einer Rakete zerstört wurde und auch sie «jede Minute hätten getroffen werden können», floh Natalia mit ihrem zehnjährigen Sohn am 5. März aus der Stadt im Südosten der Ukraine. Natalia musste ihren Mann zurücklassen, der Sohn seinen Vater. Ohne zu wissen, ob sich die Familie jemals wieder sehen wird.