Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03462.jsonl.gz/827

Hans Dragehjelm (1875–1948), ein dänischer Pädagoge, war überzeugt, dass das natürliche Spiel für das Kind das Beste sei. Dragehjelm hatte bereits 1908 eine Studienreise nach Deutschland unternommen, um mehr über das dort bereits verbreitete Spielen im Sand zu erfahren.
Die deutsche Kaiserin Augusta (1811–1890) regte das Anlegen von Sandspielplätzen im Berliner Tiergarten an, nachdem sie solche in Londoner Parkanlagen gesehen hatte.
Dragehjelm publizierte seine gesammelten Erkenntnisse 1909 auf dänisch und deutsch und beschrieb unter anderem, wie das Spielen mit Sand, Wasser und Erde die Gesundheit, aber auch die Phantasie fördere: „Sand, der grösste Pädagoge [...], spornt das spielende Kind an, Idee an Idee zu reihen.“ Dragehjelm richtete Kopenhagens ersten Sandplatz ein, worauf die Idee sehr populär wurde.
Gabriela Burkhalter
alle Abbildungen aus: Hans Dragehjelm: Das Spielen der Kinder im Sande, 1909