Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03423.jsonl.gz/1809

Der mittlere Sonntag bei den Australian Open steht im Zeichen der ersten Achtelfinal-Tranche. Vorjahresfinalist Thiem scheitert an Dimitrov. Zverev schlägt Lajovic. Und Djokovic lässt gegen Raonic nichts anbrennen. Für eine Überraschung sorgt Qualifikant Karatsev.
Titelverteidiger Novak Djokovic ist im Viertelfinale der Australian Open am Dienstag Gegner von Alexander Zverev. Der Tennis-Weltranglisten-Erste aus Serbien setzt sich mit 7:6 (7:4), 4:6, 6:1, 6:4 gegen den Kanadier Milos Raonic durch. Für Djokovic ist es der 300. Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier. Den Titel in Melbourne hat der 33-Jährige bereits achtmal geholt. Zverev gewann zuvor sein Achtelfinale 6:4, 7:6 (7:5), 6:3 gegen den Serben Dusan Lajovic und schaffte seinen 50. Sieg bei den vier wichtigsten Turnieren. Der 23-Jährige steht in Australien damit wie im vergangenen Jahr im Viertelfinale.
Nächste Runde im offenen Schlagabtausch zwischen Novak Djokovic und Nick Kyrgios: Vor einem Auftritt im Doppel mit seinem australischen Landsmann Thanasi Kokkinakis imitiert Kyrgios die Geste, mit der Djokovic jeweils nach einem Sieg jubelt. Er schickt Herzchen in Richtung des (in diesem Fall nicht anwesenden) Publikums. Kyrgios, der im Einzel am Freitag an Dominic Thiem scheiterte, hatte sich schon in der Vergangenheit wiederholt über den Jubel des Serben lustig gemacht. An den Australian Open stichelten die beiden zuletzt an den Pressekonferenzen wieder regelmässig gegeneinander.
Grigor Dimitrov setzt sich in etwas mehr als zwei Stunden 6:4, 6:4, 6:0 gegen den letztjährigen Australian-Open-Finalisten Dominic Thiem durch. Der Österreicher, Gewinner im Oktober der US Open, wurde offensichtlich von einer Verletzung handicapiert. Thiem, sonst immer ein grosser Kämpfer, ergab sich fast kampflos in die Niederlage. Vor einem Jahr hatte Thiem in Melbourne den Final erreicht (und gegen Novak Djokovic in fünf Sätzen verloren).
Nur in der Anfangsphase der Partie erspielte sich Thiem Chancen. Der erste Satz dauerte eine Stunde und somit gleich lang, wie die Sätze 2 und 3 zusammen. In den ersten zwei Sets führte Dominic Thiem jeweils mit 3:1, besass bei jeweils eigenem Aufschlag mehrere Chancen zu einer 4:1-Führung (im ersten Satz deren sieben), verlor aber beide Sätze noch.
In den Viertelfinals trifft Dimitrov am Dienstag auf den Russen Ruslan Karazew, der sich gegen den jungen Kanadier Felix Auger-Aliassime nach einem 0:2-Satzrückstand durchsetzte. Karazew erreichte als erster Qualifikant seit Alex Radulescu vor 25 Jahren in Wimbledon als Qualifikant die Viertelfinals eines Grand-Slam-Turniers.