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Chloroquin und Ibutilid beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Sowohl für Chloroquin als auch unter dem Klasse III-Antiarrhythmikum Ibutilid sind eine QTc-Verlängerung im EKG und ein erhöhtes Risiko für ventrikuläre Arrhythmien vom Typ Torsades de pointes bekannt. In Kombination kann es zu additiven Effekten kommen.
Effekt
Unter beiden Arzneistoffen sind Verlängerungen der QTc-Zeit im EKG beobachtet worden. Das Risiko für kardiale Arrhythmien vom Typ Torsades de pointes kann erhöht sein.
Empfehlung
Gemäss Schweizer Fachinformation für Ibutilid ist die gleichzeitige Gabe mit Arzneimitteln, die die QT-Zeit verlängern können, kontraindiziert. Die Kombination ist daher zu vermeiden. Ist eine gleichzeitige Gabe unumgänglich, ist eine sorgfältige Kontrolle der QT-Zeit im EKG vor Beginn der Therapie sowie im Verlauf durchzuführen. Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium und Magnesium) sollten überwacht und hochnormal eingestellt werden. Verlängert sich die QTc-Zeit unter der Therapie auf über 500ms oder um mehr als 60ms im Vergleich zur Baseline, ist die Therapie abzusetzen.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018