Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03513.jsonl.gz/793

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, zieht mit Kamala Harris als Vize in die Wahl gegen Amtsinhaber Donald Trump.
Biden gab am Dienstag auf Twitter bekannt, dass er sich für die 55 Jahre alte Senatorin aus Kalifornien als «Running Mate» entschieden hat. Seine offizielle Nominierung als Kandidat der Demokraten steht noch aus. Dies soll bei einem Parteitag vom 17. bis 20. August geschehen. Wegen der Corona-Pandemie findet das Treffen weitgehend digital statt.
US-Senatorin Kamala Harris hat ihre Verkündung als Vize des designierten demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Joe Biden als «Ehre» bezeichnet. Sie werde alles dafür tun, um Biden bei der Wahl im November zum Oberbefehlshaber zu machen, schrieb Harris auf Twitter. «Joe Biden kann das amerikanische Volk einen, weil er sein Leben damit verbracht hat, für uns zu kämpfen. Und als Präsident wird er ein Amerika aufbauen, das unseren Idealen gerecht wird.»
Biden erklärte: «Ich habe die grosse Ehre, bekanntzugeben, dass ich Kamala Harris – eine furchtlose Kämpferin für die einfachen Menschen und eine der besten öffentlichen Bediensteten des Landes – als meinen ‹Running Mate› ausgewählt habe.»
Biden hatte im März angekündigt, eine Frau zu seiner Stellvertreterin machen zu wollen. Im Zuge der landesweiten Debatte über Rassismus war der Druck auf ihn gestiegen, eine nicht-weisse Kandidatin zu benennen.
US-Präsident Donald Trump hält die Festlegung seines Herausforderers Joe Biden auf eine Frau als mögliche Vizepräsidentin für riskant. «Ich wäre geneigt, einen anderen Weg zu gehen», sagte der 74-Jährige am Dienstag in einem Interview bei Fox Sports Radio. «Manche Menschen würden sagen, dass Männer sich beleidigt fühlen dadurch. Manche würden sagen, das ist in Ordnung.»
Biden, der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, hatte Mitte März angekündigt, im Fall eines Wahlsiegs eine Frau zur Vizepräsidentin zu machen. US-Medien berichteten am Dienstag, die Entscheidung sei inzwischen getroffen. Zuletzt war der Druck auf Biden gewachsen, eine nicht-weisse Kandidatin zu wählen.
Trump bezeichnete Bidens Entscheidung als «sehr wichtig». «Es wird interessant sein, zu sehen, wen er wählt.» Die Menschen würden aber nicht über einen Vize-Präsidenten abstimmen. «Joe wird auf seinen eigenen beiden Füssen stehen müssen, und uns geht es gut», sagte Trump, der sich bei der Wahl am 3. November um eine zweite Amtszeit bewirbt. (sda/dpa)