Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03183.jsonl.gz/1056

geb. --.--.----
Erythromycin und Voriconazol beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Erythromycin und Voriconazol sind beide sowohl Substrat als auch Inhibitoren von CYP3A4. Es ist zu erwarten, dass sich beide Medikamente in ihrem Metabolismus beeinflussen.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. In einer Studie war die Voriconazol-Konzentration bei gleichzeitiger Gabe mit Erythromycin nicht klinisch signifikant erhöht [Purkins L, 2003]. Eine andere Studie, in welcher der CYP2C19-Genotyp berücksichtigt wurde, zeigte jedoch eine signifikante Erhöhung von Cmax (32%) und AUC (50%) von Voriconazol [Shi HY, 2010].
Empfehlung
Gemäss Schweizer Fachinformation ist die Kombination von Voriconazol mit CYP3A4 Substraten, für welche eine QTc-verlängernde Wirkung bekannt sind, kontraindiziert. Soll die Kombination trotzdem verwendet werden, sind regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie, durchzuführen.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018