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Wenn du eine Zeitung aufschlägst oder online liest, wirst du täglich vielen der hier zu lernenden Begriffe begegnen. Du lernst mit dieser Kartei die wichtigsten Grundbegriffe der Schweizer Politik kennen. Alle Begriffe werden wir auch im Unterricht in einem grösseren Zusammenhang besprechen, trotzdem lohnt es sich die einzelnen Begriffe immer wieder zu repetieren (Prüfung!).
Die grün unterlegten Teile der Definitionen sind besonders wichtig, die "normalen" sind als Erklärung gedacht.
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Interpellation
Ist ein parlamentarisches Instrument. Eine Interpellation ist eine Frage von ParlamentarierInnen. Mit einer Interpellation will einEParlamentarierIn Auskunft oder Zusatzinformationen zu Ereignissen, Entscheidungen und politischen Themen vom Bundesrat.
Judikative
Die Judikative ist eine der drei Staatsgewalten. Die Judikative sind die Gerichte. Sie entscheiden in einem Streitfall darüber, wie ein Gesetz angewendet werden soll. In der Schweiz gibt es verschiedene Gerichten auf allen Ebenen (Bund, Kanton, Bezirke). Die einzelnen Gerichte sind einander untergeordnet. Das heisst, das das Bundesgericht das letzte Wort hat.
Kollegialitätsprinzip
Beim Kollegialitätsprinzip wird die Meinung der Mehrheit einer Gruppe von der gesamten Gruppe vertreten. Mit dem Kollegialitätsprinzip wird in der Schweiz häufig die Funktionsweise des Bundesrats beschrieben. Alle Bundesräte vertreten gegen aussen die Meinung der Mehrheit des Bundesrates, auch wenn sie persönlich anderer Meinung sind.
Kommission
Kommissionen sind eine Gruppe von Personen die für gewisse Themengebiete zuständig sind. In den politischen Kommissionen sind Mitglieder von unterschiedlichen Parteien dabei. Die Kommissionen haben die Aufgabe, Geschäfte (z.B. ein Entwurf für ein neues Gesetz) zu diskutieren, bevor sie im Parlament diskutiert werden.
Legislative
Die Legislative ist eine der drei Staatsgewalten (Gewaltentrennung). Die Legislative ist die gesetzgebende Gewalt. Sie macht Gesetze und kontrolliert die Regierung. In der Schweiz bildet die Bundesversammlung (Nationalrat und Ständerat) die Legislative. Beim Kanton bildet das Kantonsparlament die Legislative.
Legislatur
Eine Legislaturperiode ist die Amtsdauer einer Versammlung. Das Parlament in der Schweiz hat zum Beispiel eine Legislaturperiode von vier Jahren. Nach diesen vier Jahren werden die Mitglieder des Parlaments neu gewählt.
Majorzwahl
Majorzwahlen sind Mehrheitswahlen. Das heisst, dass einEKandidatInbeim ersten Wahlgang über 50 Prozent aller Stimmen haben muss, um gewählt zu sein (absolutes Mehr). Beim zweiten Wahlgang wird dann der Kandidat mit den meisten Stimmen gewählt, auch wenn er nicht die Hälfte aller Stimmen erreicht hat (relatives Mehr). Beispiele dafür sind die Ständeratswahlen oder Regierungsratswahlen.
Milizsystem
Ein Milizsystem ist ein Organisationsprinizip. In der Schweiz haben wir beispielsweise ein Milizparlament. Ein Milizsystem bezeichnet ein politisches System, in dem viele Personen neben ihrer parlamentarischen Tätigkeit einen anderen Beruf ausüben. Das heisst, dass ein/e ParlamentarierIn Ingenieur sein kann und als ParlamentarierIn einen Sitz im Nationalrat hat. ParlamentarierInnen bekommen eine Entschädigung für ihre politische Arbeit.