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Bruder Klaus Kirche
Adresse
8360 Eschlikon
TG
Architektur
Die Bruder Klaus Kirche ist ein bedeutendes Werk des Architekten Otto Sperisen, dem weitere vergleichbare Bauten zu verdanken sind. Sie gilt mit ihrem freistehenden Glockenturm und der schlichten kubischen Formensprache als ein wichtiges Beispiel für die Sakralarchitektur der 1960er Jahre im Thurgau.
Chronologie
Nach mehrjährigen Vorarbeiten genehmigte die Kirchgemeindeversammlung 1962 den Bau der Kirche, die von 1963 bis 1964 nach Plänen von Otto Sperisen errichtet wurde. 1970 wurde unter der Kirche ein Saal ergänzt, der aber bei 2001-2002 durchgeführten Umgestaltungen wieder entfernt wurde. 2006 erfolgte eine Sanierung des Äusseren, im Folgejahr auch des Innenraums.
Lage
Die Kirche steht im Kern von Eschlikon in unmittelbarer Nähe zur Gemeindeverwaltung. Nahe der nördlich verlaufenden Bahnhofstrasse gelegen, ist das Bauwerk von Wohnhäusern umgeben. Im Süden wird es durch eine Wiese von den Gewerbebauten entlang der Bahnstrecke getrennt. Erschlossen ist die Kirche über die Wiesenstrasse. Auf dem Strassenabschnitt zwischen Gemeindeverwaltung und Kirche befinden sich zahlreiche Parkplätze. Über die Treppe im Nordwesten der Kirche gelangt man auf einen erhöhten Vorplatz, der sich zwischen dem Eingang und dem freistehenden Kirchturm befindet. Östlich der Kirche ist der Friedhof angelegt.
Beschreibung
Der im Grundriss nahezu quadratische Baukörper wird im Bereich des Chors, der sich an der südöstlichen Gebäudeecke befindet, durch einen leicht überhöhten und abgerundeten Körper ergänzt. Damit korrespondiert auf der gegenüberliegenden Seite eine weitere Abrundung der Gebäudeecken im Bereich des Eingangs. Vor dem Eingang befindet sich der freistehende Kirchturm. Der flachgedeckte zweigeschossige Bau wird durch Vor- und Rücksprünge ergänzt, welche jedoch den kubischen Gesamteindruck nicht schmälern. Im oberen Geschoss werden die Gottesdienste in einem grossen Saal abgehalten. Er zeichnet sich von aussen durch die ungewöhnlich Platzierung der Fenster aus: Ein schmaler Lichtgaden, der sich um den Bau zieht, wird durch raumhohe Fenster ergänzt, die an wichtigen Stellen wie Eingang oder Chor platziert sind. Diese bestehen teils aus farbigen Gläsern. Im Geschoss darunter ist die Unterkirche, welche nur ein Viertel der Gesamthöhe einnimmt. Das Untergeschoss ist, anders als darüber, sehr gleichmässig mit Fenstern bestückt worden. Die Schaufassade wird durch den markant überstehenden Dachrand und zwei massive Stützen gerahmt. Auch das Material wechselt hier von Aussenputz zu Beton. Der freistehende Kirchturm ist allseitig mit Uhren versehen. Im oberen Teil befinden sich die Schallarkaden. Diese sind auf zwei Seiten mit hölzernen Lamellen verkleidet. Der Turm endet in einem Flachdach und ist mit einem filigranen Kreuz akzentuiert.
Der Kirchsaal ist zum Chor in der südöstlichen Gebäudeecke hin ausgerichtet. Die Sitzbänke wenden sich dementsprechend in einem Viertelkreis zum Altar und bilden eine Diagonale durch den Raum. Gegenüber dem Altar befindet sich die Orgel und eine Kapelle. Die Materialisierung des Innenraums ist sehr schlicht gehalten. Die Deckenverkleidung besteht aus quadratischen Holzplatten, die im Ausdruck an eine Kassettendecke erinnern.
Literatur