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Von einem solchen Fund träumt jedes Kind: In einem Waldstück entdeckte ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der Archäologie Baselland, ein sogenannter Späher, den Schatz. Dieser war im Boden vergraben. Hinweise, dass dort etwas Wertvolles liegen könnte, gab es keine.
«Der Späher war in unserem Auftrag unterwegs und suchte das Gebiet systematisch ab», erklärt Kantonsarchäologe Reto Marti. Die 293 Silbermünzen lagen auf engem Raum beisammen. Dies lasse den Schluss zu, dass sie gemeinsam in einer einmaligen Aktion vergraben wurden.
Die älteste gefundene Münze wurde unter Kaiser Nero 54–68 n. Chr. geprägt, die meisten im 2. Jahrhundert. Die jüngsten Stücke stammen aus der Zeit von Kaiser Commodus und wurden 181 oder 182 n. Chr. in Rom hergestellt. «Der Wert der Münzen entsprach ungefähr dem halben Jahreslohn eines Legionärs», so Marti.
Wer den Schatz vergraben hat, ist unklar. «Vermutlich wollte diese Person das Geld in einem sicheren Versteck aufbewahren. Da Banken zu dieser Zeit noch nicht bekannt waren, war dies nicht ungewöhnlich.»
Klar ist, dass der Fund laut Marti zu einem der grössten Silberfunde der Schweiz zählt. Noch wertvoller sei nur jener, der in den 1960er Jahren in Kaiseraugst gefunden wurde. Der «Kaiseraugster Silberschatz» wurde damals nach Baggerarbeiten von einem 12-jährigen Schüler entdeckt.