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1994 gründete ein gewisser Jeff Bezos, 57, in Seattle unbeachtet von der Öffentlichkeit einen kleinen Online-Versandhandel für Bücher. Heute ist Amazon jedem ein Begriff. Aus dem kleinen Unternehmen wurde ein Billionen-Konzern – und aus dessen Gründer der zweitreichste Mensch der Welt.
Gestern Dienstag gab Jeff Bezos nun bekannt, dass er als Vorstandschef von Amazon im dritten Quartal 2021 zurücktreten wird. Sein Nachfolger steht bereits in den Startlöcher: Andy Jassy, 53, der Leiter des Cloud-Geschäfts Amazon Web Services, übernimmt. Bezos bleibt dem Unternehmen als Vorsitzender des Verwaltungsrats erhalten. In einem Memo an seine Mitarbeiter, erklärt er dann auch, dass sein Rücktritt keinesfalls bedeute, dass er sich in den Ruhestand verabschieden möchte: «Ich hatte noch nie mehr Energie», schreibt er.
Zum Führungswechsel erfahrt ihr hier zehn überraschende Dinge über den Mann, der Amazon zum Internet-Giganten gemacht hat.
1. Nur einer ist reicher als er
Von 2017 bis 2020 galt er gemäss dem «Bloomberg Billionaires Index» als reichster Mensch der Welt. Dieses Jahr wurde Jeff Bezos von Tesla-Chef Elon Musk, 49, abgelöst. Dessen Vermögen wurde im Januar 2021 auf 188,5 Milliarden Dollar geschätzt, das von Bezos auf 187 Milliarden Dollar.
2. Milliarden an die Ex-Frau
Ohne Scheidung wäre Jeff Bezos noch immer der reichste Mensch der Welt. Nun ist stattdessen seine Ex-Frau McKenzie Bezos die drittreichste Frau der Welt. Sie und Jeff waren 25 Jahre verheiratet und liessen sich 2019 scheiden. Dabei erhielt sie ein Amazon-Aktienpaket im Wert von 38 Milliarden Dollar.
3. 3'600 Dollar pro Sekunde
Wie «Bloomberg» im Sommer 2020 schrieb, wuchs Jeff Bezos Vermögen von Januar bis Juli 2020 um 56,7 Milliarden Dollar. Das sind rund 3'600 Dollar pro Sekunde – also mehr, als ein US-Bürger im Durchschnitt pro Monat verdient.
4. Reicher als die Royal-Family zusammen
Gemäss «Forbes» besitzt die gesamte britische Königsfamilie ein Vermögen von 88 Milliarden Dollar. Jeff Bezos ist somit mehr als doppelt so reich wie die Royals zusammen.
5. Schon als Kind ein Technik-Genie
Jeff Bezos kam am 12. Januar 1964 in Albuquerque als Jeffrey Preston Jorgensen zur Welt. Kurz nach seiner Geburt liess sich seine Mutter scheiden und heiratete Miguel Bezos. Jeff zeigte schon früh seine Kreativität und sein Talent: Als Kleinkind soll er sein Gitterbett auseinander geschraubt haben. Später baute er eine Alarmanlage, um seine Geschwister von seinem Zimmer fern zu halten.
6. Für jeden erreichbar
Ihr möchtet euch mit Jeff Bezos unterhalten? Kein Problem. Unter der Mail-Adresse <email-pii> ist er für jeden erreichbar und soll sämtliche Nachrichten persönlich lesen. Antworten tue er jedoch den wenigsten.
7. Er hasst Power Point
Gemäss «focus.de» setzt Bezos bei Meetings auf Essays statt auf Power Point. Diese sollen maximal sechs Seiten umfassen und sind aus Sicht von Bezos hochwertiger als die auf Power Point-Folien notierten Stichworte. Vor jeder Sitzung erhalten die Mitarbeiter eine halbe Stunde Zeit, um sich einzulesen.
8. Er ist Gründer eines Raumfahrtunternehmens
Im Jahr 2000 gründete Jeff Bezos das Unternehmen «Blue Origin». Dieses soll auch Touristen ins Weltall transportieren. Seit 2017 verkauft Bezos gemäss «faz.net» jährlich Amazon-Aktien im Wert von einer Milliarde US-Dollar, um die Entwicklung der Firma zu finanzieren.
9. Seine Ausraster sind legendär
Gemäss US-Journalist Brad Stone ist Jeff Bezos im Umgang mit seinen Angestellten nicht gerade zimperlich. Hier ein Best-of von Bezos Sprüchen, die sich ehemalige Mitarbeiter gemäss Stone anhören mussten: «Sind Sie faul oder nur inkompetent?» «Wieso wollen Sie mir mein Leben ruinieren?» «Muss ich runtergehen und mein CEO-Zertifikat holen, damit Sie endlich aufhören, mir hier widersprechen zu wollen?»
10. Amazon sollte anders heissen
In Anlehnung an den Zauberspruch «Abrakadabra» wollte Jeff Bezos sein Unternehmen «Cadabra Inc.» nennen. Gemäss «businessinsider.de» riet ihm sein damaliger Anwalt Todd Tarbert jedoch davon ab. Er fand, der Name töne wie «Kadaver».