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In einer neuen Studie im Magazin «Nature» haben Forschende berechnet, dass sich eine Klimaerwärmung von über zwei Grad Celsius mit einer 48- bis 58-prozentigen Wahrscheinlichkeit vermeiden lässt.
Voraussetzung dafür sei, dass die Staatengemeinschaft den Ausstoss von Treibhausgasen in exakt dem Umfang verringert, den sie im Rahmen der UN-Klimakonferenz 2021 in Glasgow zugesichert hat. Es ist das erste Mal, dass das Zwei-Grad-Ziel des Pariser Klima-Abkommens erreichbar scheint.
Unsicherheiten bei Berechnungen
Die Spanne bei der Prozentangabe zeigt die Unsicherheit bei der Berechnung auf. So sind manche Zusagen von Staaten vage gehalten – vielfach, weil sie noch gar nicht wissen, wie sie diese erreichen wollen. Zum Beispiel mit welchen Massnahmen sie den CO2-Ausstoss im Verkehr auf null senken können. Viele Aktivitäten, die zur Klimaerwärmung beitragen, sind auch schwierig zu kalkulieren, zum Beispiel die Abholzung.
Gedämpfter Optimismus
Es ist jedoch unsicher, in welchem Umfang die Staaten ihre Klima-Versprechen einlösen werden. Viele betreffen Massnahmen, die erst in 10 bis 20 Jahren ergriffen werden sollen, doch die dafür nötigen Gesetze fehlen. «Viele Länder sind noch nicht auf dem Weg zu einem Klimaschutz, der das 2-Grad-Ziel möglich machen würde – auch die Schweiz nicht» sagt Wissenschaftsredaktor Thomas Häusler.
Ein grosses Problem: Viele Staaten haben nicht einmal alle Massnahmen verbindlich beschlossen, die es braucht, um ihre Versprechen zu erfüllen, die bis 2030 erreicht werden sollen. «Das Pariser Abkommen stottert eher vor sich hin, es läuft nicht wie geschmiert – wie es sollte» sagt Thomas Häusler.