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Die Personen im Theater stehen innerhalb der Spannung zwischen Wort und Körper, zwischen Virtualität und Handlung, Traum und Wirklichkeit. Wer Theatertexte produziert, weiss um diese Spannung. Als literarische Figuren befinden sie sich in einer Art von imaginärem Warteraum, aus welchem sie irgendwann auf einer Bühne von Schauspielern auf eine ganz bestimmte Weise verkörpert und eigentlich materialisiert werden. Haben die Personen eine eigene Identität? In welcher Weise existieren sie vor und nach der Aufführung? Wie steht es um das Verhältnis zwischen diesem imaginären Raum, welcher der Leser in sich produziert und der konkreten Verkörperung auf der Bühne? Wie hat sich dieses Verhältnis in Laufe der Jahrhunderte verändert? Welche neuen theatralischen Formen haben diese Veränderungen im Bereich der Personen hervorgebracht? Inwiefern ist die theatralische Person im 20. und 21. Jahrhundert in eine Krise geraten? Vermag diese Krise, über die theatralische Bedeutung hinaus, etwas zur Frage nach dem Personsein des Menschen beizutragen? Solche Fragen werden in dieser Vorlesung anhand von Theaterstücken sowie von theoretischen Texten behandelt und in der Übungsstunde miteinander diskutiert. Vorlesung und Übung finden in französischer Sprache statt.
Empfohlene Lektüre:
Wann: Fr 14:00-15:45 / Beginn: 23.03.2007
Wo: wird noch bekanntgegeben