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Marktdurchdringung von Strukturierten Produkten
Diese Bachelorarbeit soll die Ursachen für den Nachfragerückgang nach Strukturierten Produkten aufzeigen und Handlungsempfehlungen ableiten, die den Absatz dieser Finanzinstrumente wieder erhöhen könnten. Da eine Bank als Auftraggeberin dieser Arbeit agiert, richten sich die Empfehlungen an sie.
Spira, Yves, 2020
Art der Arbeit Bachelor Thesis
Auftraggebende UBS Switzerland AG
Betreuende Dozierende Graef, Frank
Keywords Strukturierte Produkte in der Schweiz
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Seit der Finanzkrise 2008 und dem Konkurs der Lehman Brothers ist der Anteil von Strukturierten Produkten in den Kundendepots bei Schweizer Banken stetig gesunken. Dies zeigen auch die Zahlen der Schweizerischen Nationalbank, welche einen Interessensverlust der Anlegerinnen und Anleger an diesen Finanzinstrumenten verdeutlichen. Haben Strukturierte Produkte im Jahr 2008 noch einen Anteil von 6.61% am Wertschriftenbestand der Schweizer Banken ausgemacht, so wies die SNB Ende 2019 noch einen Anteil von 2.97% aus (SNB, 2019a).
Um die Forschungsfragen zu beantworten, wurden problemzentrierte Interviews mit Fach- und Führungspersonen geführt. Hierfür wurde basierend auf der Theorie ein Interviewleitfaden ausgearbeitet, der als Orientierungshilfe diente und womit sichergestellt werden konnte, dass alle relevanten Themen besprochen wurden. Alle Interviewpartner verfügen über langjährige Erfahrung im Umgang mit Strukturierten Produkten. Um eine möglichst genaue Auswertung der Interviews vornehmen zu können, wurden die Gespräche aufgenommen, transkribiert und anschliessend mithilfe eines Auswertungsrasters analysiert.
Im Rahmen der Interviews konnte festgestellt werden, dass folgende fünf Faktoren für einen Nachfragerückgang nach Strukturierten Produkten verantwortlich sind:
• Vertrauensverlust
• Intransparenz
• Komplexität
• Kannibalisierung
• Fondsindustrie
Auf Grundlage der aufgeführten Einflussfaktoren konnten drei Strategien ausgearbeitet werden, mit denen der Absatz von Strukturierten Produkten wieder erhöht werden kann:
• Die bankeigene Plattform an externe Finanzintermediäre ausrollen
• Stärkere Fokussierung auf institutionelle Kundschaft
• Absatzerhöhung innerhalb des Wealth Managements
Die vorliegende Arbeit stellt diese drei Strategien detailliert vor und bewertet sie anschliessend in Form einer Stärken-Schwächen-Analyse. Die Implementierung jeder dieser drei Strategien kann einen positiven Effekt auf das Handelsvolumen von Strukturierten Produkten haben. Es wird jedoch empfohlen, in einem ersten Schritt die dritte Strategie, welche bankinterne Verbesserungspotentiale aufzeigt, anzugehen und erst in einem zweiten Schritt einen neuen Geschäftsbereich zu erschliessen.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Vertraulichkeit: vertraulich