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Konflikte gibt es auf allen Ebenen menschlicher Handlungen, von der persönlichen bis zur internationalen Ebene. Ein umfassender Ansatz der Konfliktlösung beruht darauf, dass Probleme zwischen den beteiligten Parteien besprochen werden. Dazu gehört, dass der Versuch unternommen wird, die tieferen Wurzeln des Konflikts zu beseitigen, zu erwirken, dass die Beteiligten ihr Verhalten ändern und keine Gewalt mehr ausüben, dass sie ihre feindseligen Einstellungen revidieren und ausbeuterische Strukturen abschaffen. Der Begriff bezieht sich sowohl auf den Prozess (oder die Absicht), diese Veränderungen herbeizuführen, als auch auf die Vollendung dieses Prozesses.
Dieser Prozess dient zunächst dazu, die negative emotionale Energie, welche die streitenden Parteien trennt, aufzulösen und dann die streitenden Parteien in die Lage zu versetzen, ihre Differenzen zu verstehen, um dann Lösungen zu (er-)finden, die für beide Seiten akzeptabel und geeignet sind, den Konflikt an der Wurzel zu packen. In den letzten Jahren haben Expert/innen auf diesem Gebiet begonnen, den Begriff "Konflikttransformation" als Kurzfassung für die langfristigen, tiefer strukturierten, relationalen und kulturellen Dimensionen des Begriffs "Konfliktlösung" zu verwenden. Konflikttransformation ist die tiefgreifendste Ebene der Veränderung im Prozess der Konfliktlösung.
Mehr über die Entwicklung von Mediationsfähigkeiten finden Sie unter www.brad.ac.uk/acad/
confres, darunter auch einen einfachen, kostenlosen und sehr guten Selbstlernkurs. Das Buch "Das Harvard-Konzept" von Roger Fisher und William Ury (Campus Verlag, Frankfurt/M. 1989) ist ein Klassiker zu diesem Thema. Es ist sehr einfach und anschaulich geschrieben.
Ein Konflikt ist: eine Meinungsverschiedenheit oder Unvereinbarkeit von Zielen zwischen verschiedenen Personen oder Gruppen. Abgeleitet vom lateinischen conflictus, "Zusammenstoss", bezeichnet der Begriff sowohl einen Prozess als auch einen Zustand. "Konflikte beinhalten Kämpfe zwischen zwei oder mehr Personen über Werte, oder Konkurrenz um Status, Macht und knappe Ressourcen." (Moore, 1986).
Konfliktlösung basiert auf Kooperation: Sie ist fokussiert auf subjektive Wahrnehmungen und langfristige Perspektiven; sie zielt darauf ab, die Konfliktursachen zu beseitigen, und verbessert die Kommunikation, um Situationen zu entwickeln, in denen alle Beteiligten gewinnen, ohne Zwang auszuüben.