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Das Land der aufgehenden Sonne, das schon letztes Jahr in Fort Lauderdale (USA) mit 13 Medaillen dominierte, verteidigt auch dieses Jahr in Abu Dhabi seine Spitzenposition an den Weltmeisterschaften. Das Heimatland des Judo konnte 12 Medaillen erringen (6 Gold, 4 Silber, 2 Bronze). Hauptverantwortlich für diesen Erfolg war vor allem die äusserst leistungsstarke Frauenmannschaft (7 Medaillen), die diese Razzia mit einer unverschämt effizienten Bodentechnik ins Feld geführt hat. Auch die Bodentechnik von Funa Tonaki (-48kg) war eine Wissenschaft für sich, was ihr dazu verhalf, alle Kämpfe für sich zu entscheiden und schliesslich auch den Titel zu erringen. Bei den Herren verdient die erstklassige Darbietung von Ryuju Nagayama Erwähnung, denn der -60kg-Japaner zeigte dem Publikum unglaubliche Schultertechniken. Südkorea platziert sich auf dem zweiten Platz mit fünf Medaillen, zwei davon Gold, darunter die von Heoncheol Kang, der in der Kategorie -73kg mit dem sauberen Stil des "Landes des ruhigen Morgen" dominierte: Unerbittlich im Griffkampf und effiziente Schultertechniken prägten das Bild. Was die Europäer anbelangt, profiliert sich vor allem Russland mit drei Medaillen, wovon zwei den Schwergewichten zuzuschreiben sind: dies sind einerseits der -100kg Niyaz Ilyasov und andererseits der +100kg Tamerlan Bashaev. Unsere französischen Nachbarn erringen vier Medaillen, aber alle in Bronze. Auf Kontinentalniveau tobte bis zum Schluss ein erbitterter Kampf in dieser Altersklasse zwischen Asien und Europa! Aber dank dem Sieg der +78kg Japanerin kann Asien sich schliesslich an der Spitze positionieren: 22 Medaillen, davon 9 in Gold, 6 in Silber und 7 in Bronze. Europa beschliesst das Turnier mit seinen 36 Medaillen (7 Gold, 8 Silber, 21 Bronze) auf dem zweiten Platz. Es ist bemerkenswert, dass mehrere Judoka dieses Jahr zugleich die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft bestreiten: die Ungarin Szabina Gercszak in -70kg, der Niederländer Frank De Wit in -81kg und der Georgier Beka Gviniashvili in -90kg.
Die Schweizer Junioren sammeln Erfahrung
Für die Schweiz starteten 4 Kämpfer an diesen Weltmeisterschaften. Loriana Kuka und Alina Lengweiler bei den Frauen und Nils Stump und Marco Papa bei den Männern. Die beiden Frauen kämpften beide in der Kategorie -70kg. Kuka konnte den ersten Kampf mit Yuko durch einen schönen Ko-Soto-Gake für sich entscheiden, musste sich dann aber gegen die Deutsche und zukünftige dritte Dollinger geschlagen geben. Lengweiler hingegen wurde schon in der ersten Runde durch einen Ko-Uchi Gari der Brasilianerin Schmidt aus dem Turnier eliminiert. Die Jungs, beide in der Kategorie -66kg im Einsatz, verloren ebenfalls beide in der ersten Runde: Stump gegen den Kasachstaner Serikzhanov mit Waza-Ari und Papa durch Ippon gegen den Moldawier Bunescu. Obwohl er zuerst mit Waza-Ari führte. Aber vergessen wir nicht, dass drei dieser vier helvetischen Kämpfer erst seit einem Jahr bei den Junioren mitmischen (Kuka, Stump und Papa) und Lengweiler seit zwei Jahren. Übung macht den Meister!