Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03358.jsonl.gz/945

08.08.2017
(freshplaza.de) - China erwartet in der Saison 2017/2018 eine größere Ernte von Pfirsichen, Nektarinen und Kirschen als in der letzten Saison. Das erstattet USDA in einem aktullen Bericht. Die Zunahme ist namentlich den jungen Anpflanzungen, die gerade in Produktion kommen, zu verdanken. Kalte und trockene Frühlinge in den wichtigsten Anbauregionen beeinträchtigen die Saison. Bei den Kirschen werden kleinere Größen erwartet.
Pfirsiche und Nektarinen
Die chinesische Pfirsich- und Nektarinenernte der Saison 2017/2018 umfasst nach den letzten Schätzungen 14,3 Millionen Tonnen. Das sind fast zwei Prozentpunkte mehr als in der vorigen Saison. Schätzungen zufolge wird ein größeres Volumen erwartet, trotz eines kalten und trockenen Frühlings im Norden Chinas, der namentlich die Bestäubung der Pfirsiche beeinflusst hat. Die Ursachen sind die neuen Bäume, die in Produktion kommen und eine größere Produktion in den östlichen Regionen.
Die chinesischen Autoritäten haben die Zahlen der vergangenen Saison geändert in 14 Millionen Tonnen. Erwartungsgemäß stabilisiert sich die Produktion, weil keine neuen Plantagen in Produktion kommen. Die kommende Saison zählt das Land 840.000 Hektar, eine leichte Zunahme im Vergleich zum letzten Jahr. In den letzten Jahren hat sich die Anbaufläche schnell erweitert, aber dieser Trend scheint sich zu stabilisieren.
Pfirsiche und Nektarinen werden in fast allen chinesischen Provinzen angebaut, aber die wichtigsten Anbauregionen sind in Zentral- und Nord-China vorzufinden. Die meisten Plantagen sind im Besitz älterer Erzeuger, die meisten sind über fünfzig. Immer öfter wird das Land an einen Nachbarn oder eine Kooperation verkauft. Es werden vor allem die traditionellen Sorten angebaut und zwischen Mai und Oktober auf den Markt gebracht. Durchschnittlich erbringt ein Hektar 40 Tonnen.
Der Konsum der Pfirsiche und Nektarinen nimmt zu, obwohl das Obst unter den Chinesen schon beliebt ist. Wegen der immer ansteigenden Produktion droht ein Überangebot. Die Nachfrage steht unter Druck, weil viel Dünge- und Pflanzenschutzmittel angewendet werden. Auch bietet man zu früh geerntetes Obst an, das beeinträchtigt den Geschmack. Die Konsumenten sind immer mehr dazu bereit für Bio-Steinobst zu bezahlen.
Kirschen
Die Kirschernte der Saison 2017/2018 wird auf 360.000 geschätzt, eine Zunahme von neun Prozent. Die Erntezahlen von vorigem Jahr wurden in 330.000 Tonnen geändert. Die anhaltende Dürre im Norden resultiert in kleinere Kaliber, aber trotzdem wird eine Rekordernte erwartet. Das ist namentlich den Obstgärten die zum ersten Mail in Produktion kommen zu verdanken. Zusätzliche Herausforderungen der Saison sind der erwartete saure Geschmack der Kirschen und die sonderbar geformten Früchten. Wegen der Dürre ist die Qualität im allgemein niedriger.
In den kommenden Jahren wird die Kirschproduktion weiterhin ansteigen bis mehr neue Anpflanzungen in Produktion kommen. Die Anbaufläche umfasst momentan 112.000 Hektar, das ist um vier Prozent mehr als im vorigen Jahr. Wegen des guten Ertrags werden immer noch Kirschen angepflanzt, obwohl das Wachstum etwas nachlässt. Die größten Erweiterungen der Anbaufläche finden in den Provinzen Henan, Shanxi, Shaanxi, Gansu, Anhui, Zhejiang, Jiangsu und Sichuan statt. In den nördlichen Provinzen Shandong und Liaoning, die zwei größten Kirschproduzenten, bleibt die Anbaufläche stabil.
Gewächshauskirschen kommen im Februar auf den Markt, aber die Volumen sind dann noch beschränkt. Die großen Mengen werden im Mai und Juni geerntet. Der Kirschkonsum nimmt schnell zu der größeren Anfuhr von sowohl einheimischen Erzeugern als auch der Einfuhr zufolge. Man bevorzugt die größeren Kaliber, mit einer tiefroten Farbe und süßem Geschmack.
Die Einfuhr der Kirschen wird auf 120.000 Tonnen geschätzt, das sind zehn Prozent mehr als im letzten Jahr. Die Nachfrage nach Premium-Kirschen bleibt groß. Vor allem zwischen Dezember und Februar erreicht die Einfuhr wegen des chinesischen Neujahrs einen Höhepunkt. Chili führt die meisten Kirschen ein. Der zweite Höhepunkt ist von Mai bis Juli, in dieser Periode sind die Vereinigten Staaten Marktführer. Ab diesem Jahr ist auch der Import aus der Türkei gestattet. Die Einfuhr der Pfirsiche und Nektarinen ist beschränkt. Nur außerhalb der Saison führt China aus Australien und Spanien ein.
Der Export der Pfirsiche und Nektarinen wird auf 80.000 geschätzt, eine Zunahme von neun Prozentpunkten hinsichtlich des vorigen Jahres. Aus Zentralasien, darunter Russland und Kasachstan stammt die Nachfrage nach Steinobst. Auch finden die Exporteure Märkte im Südosten des Kontinents. Die Kirschen aus Shandong werden erfolgreich nach Malaysia ausgeführt, das Volumen ist aber beschränkt.