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Der Protest gegen eine geplante Ölpipeline in der Nähe des Standing-Rock-Reservats im US-Bundesstaat North Dakota ist in der Nacht auf heute erneut eskaliert.
Die Polizei ging mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die demonstrierenden Ureinwohner und Umweltschützer vor. Auch Wasserwerfer kamen zum Einsatz.
Sieben Aktivisten im Spital
«Es ist minus fünf Grad da draussen», klagte LaDonna Brave Bull Allard, eine Angehörige des Sioux-Stamms. «Betet für meine Leute.»
Nach Angaben der Aktivisten wurden über 170 Personen verletzt, sieben von ihnen mussten ins Spital.
Das zuständige Sheriff-Departement beschrieb die Stimmung als «sehr aggressiv». Die Einsatzkräfte hätten die Wasserkanonen eingesetzt, weil die Demonstranten Feuer entfacht hätten, sagte ein Sprecher.
Sie protestieren seit April
Mitglieder des Sioux-Stamms von Standing Rock protestieren seit vergangenem April gegen das Pipelineprojekt. Sie befürchten, dass die Ölleitung, die unter dem Missouri River hindurch geführt werden soll, im Fall eines Rohrbruchs das Trinkwasser verunreinigen und das Reservat unbewohnbar machen könnte.
Zudem seien bei den Bauarbeiten wichtige Grabstätten der Sioux zerstört worden. (bau)Publiziert am 21.11.2016 | Aktualisiert am 21.11.2016