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Die österreichiche Gebärdensprache (ÖGS) in der Zeit der Aufklärung
Wie lernt ein (gehörloses) Kind? Wie erwirbt ein (gehörloses) Kind Sprache? Wie hängen Denken und Sprache zusammen? Ist Gebärdensprache überhaupt eine Sprache? Bis heute werden diese Fragen sehr kontroversiell diskutiert und zum Teil mit Gebärdenverboten durchgesetzt. Ziel dieser Arbeit ist es, die Komplexität dieser Diskussion, historisch wie aktuell, aufzuzeigen. Erst in der Aufklärung wurden „Taube“ als vernunftbegabte Menschen gesehen. Motiviert vom Wirken des weltberühmten Abeé de l´Epée gründete Josef II. 1779 in Wien die erste öffentliche Bildungsanstalt für Gehörlose. Auch im Habsburgerreich tobte der Methodenstreit. Der Tiroler Franziskaner Romedius Knoll verlor zwar im Streit. – Seine „Katholische Normalschule...“ von 1788 bleibt jedoch die bedeutendste Quelle für die Geschichte der Österreichischen Gebärdensprache (ÖGS).
Portrait
Berger Petra, Mag. Dr. phil. Lehramtsstudium für Geschichte/Sozialkunde und Philosophie, Psychologie, Pädagogik, Sponsion 1994, Promotion 2002. Sehr individuelle und vielfältige Arbeitsbereiche: Projektorganisation und -durchführung im Sozialbereich, Lehr- und Vortragstätigkeit für grosse und kleine Menschen mit und ohne Behinderung mittels Musik, Jeux Dramatiques etc.