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Laut Quartalsbericht gewährte die Credit Suisse seit Ende Juni aufgeschobene Prämien in Höhe von insgesamt 289 Millionen Franken. Im Vergleich dazu wurden im gesamten letzten Jahr, als die Credit Suisse unter dem doppelten Scheitern des Kunden Archegos Capital Management und des Partners Greensill Capital gelitten hatte, 395 Millionen Franken an aufgeschobenen Vergütungen gezahlt.
Die jüngsten Zahlungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Credit Suisse ihren dritten Quartalsverlust in Folge meldete und ihren Chief Executive Officer auswechselte - der Höhepunkt eines zweijährigen Umbruchs im Management. Die Turbulenzen haben zu einem Exodus von Talenten geführt. Wichtige Banker wechseln zu Konkurrenten, die von einem globalen Handelsboom und steigenden Zinsen profitieren.
In den letzten 18 Monaten sind mehr als 60 Rainmaker zu Konkurrenten und Kunden übergelaufen, was die Möglichkeiten der Bank im Wettbewerb um lukrative Fusions- und Übernahmemandate erschwert.
Die Credit Suisse hat angekündigt, dass ihre Investmentbank wahrscheinlich einen weiteren Rückschlag erleiden wird, da das dritte Quartal von einer anhaltenden Schwäche im Kundengeschäft und einem weiteren erwarteten Verlust in diesem Bereich geprägt sein dürfte. Zudem kündigte sie eine umfassende Überprüfung an, die eine grundlegende Umgestaltung der Sparte vorsieht.
Um die besten Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, hat die Credit Suisse Anfang des Jahres eine neue Bonusstruktur mit Rückforderungsbestimmungen eingeführt, durch die die sofortige Barauszahlung für Direktoren und Managing Directors angehoben wurde.
Die Höhe der Retentionsprämien, welche die Bank ausschüttet, ist mit dem sinkenden Geschäftserfolg der Bank stark angestiegen. Gemäß früheren Geschäftsberichten hat die Credit Suisse in den Jahren 2020, 2019 und 2018 jeweils 40 Millionen Franken oder weniger vergeben.
(Bloomberg)