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(Die Entdeckung des Filmschauspielers in den 1910er und frühen 1920er Jahren in Europa)
Mattia Lento, Dr. des.
Stipendiat im NCCR Mediality: Medienwandel – Medienwechsel – Medienwissen. Historische Perspektiven
Referentin: Margrit Tröhler
Das Projekt analysiert den europäischen Kinokontext in den 1910er- und frühen 1920er-Jahren. In dieser Periode vollziehen sich viele Wandlungen in der Filmproduktion: Das Kino findet Anklang bei der Mittelschicht, es beginnt das Spielfilmzeitalter, die Filmsujets werden zunehmend durch die culture bourgeoise beeinflusst und vor allem erlangen die Schauspieler/innen eine ungewöhnliche Zentralität innerhalb des filmischen Texts. Wie geschieht dieser letzte Prozess? Ist diese neue Zentralität der Schauspieler/innen ein Grund oder eine Konsequenz der Wandlungen in dieser Zeit? Gibt es Differenzen zwischen den unterschiedlichen europäischen Kinematographien oder zwischen Europa und Hollywood? Die Dissertation geht auf alle diese Fragen ein. Dazu werden die historischen und theoretischen Kontexte der Periode betrachtet, um die Rolle des Schauspielers zu definieren. Ausserdem wird die zeitgenössische Debatte über den Filmschauspieler Gegenstand der Argumentation sein. Ausserdem werde ich die kontemporäre Debatte über den Filmschauspieler und die Schauspielerei in meine Argumentation einfliessen lassen. Folgende Diskurse stehen dabei im Zentrum: die Rolle der Schauspieler/innen im Entstehungsprozess des Films, die Erfordernis der Übernahme der Analysekategorien aus anderen Disziplinen (Theaterwissenschaft, Bildwissenschaft, Performer Studies …) und neue Beiträge zur Schauspieltheorie, die ihren Ursprung in der Digitaltechnologie haben. Die Forschungsarbeit ist in italienischer Sprache verfasst.