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Methodik
Die Fragen des Basisexamens stützen sich auf den Lernzielkatalog und den Blueprint, der mit den einzelnen Fachgesellschaften abgestimmt wurde. Die Fragen werden von der Prüfungskommission erstellt, evaluiert und nach Konsensbeschluss akzeptiert. Der Frageninhalt muss mit dem Blueprint und der heutig gültigen Lehrmeinung und Praxis in der Schweiz übereinstimmen. Es wird überprüft, ob die Fragen den Kriterien für wissenschafts-basiertes Assessment für High-Stakes Examen genügt.*
Nach der Prüfung erfolgt die Key-Validation, gestützt auf die statistische Analyse der Gesamtprüfung und jeder einzelnen Frage. Beurteilt wird dabei: der p-Wert (z.B. kritisch wenn <0,3), die Trennschärfe (z.B. kritisch wenn <0,1), die Ablenkerdifferenzen und Gruppendifferenzen.
Weitere Kriterien sind die Messzuverlässigkeit/ Reliabilität: diese ist gegeben, weil der Standard-Messfaktor Cronbach Alpha i.R. einen Wert >0,8 erreicht (=Soll-Wert für sog. High Stake Examen).
Ein weiteres Kriterium ist die Validität (=Gültigkeit: Misst das Examen das, was es soll?). Der Inhalt muss dem von allen Fachgesellschaften akzeptierten Lernzielkatalog entsprechen. Die Fragenverteilung erfolgt gemäss Blueprint-gewichteten Inhaltsrastern.
Ziel ist eine weitgehend normal-verteiltete Schwierigkeit aller Fragen aller Teilgebiete.
Alle Fragen basieren auf einem Konsens der Prüfungskommission in der alle chirurgischen Fachgesellschaften vertreten sind.
*Norcini J, Anderson B, Bollela V, Burch V, Costa MJ, Duvivier R, Galbraith R, Hays R, Kent A, Perrott V, Roberts T. Criteria for good assessment: consensus statement and recommendations from the Ottawa 2010 Conference. Medical Teacher. 2011 Mar 1 ;33(3):206-14.