Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03232.jsonl.gz/1704

Neben oberirdischen Unterkünften würden dann auch unterirdische Schutzanlagen für temporäre Unterbringungen zum Zuge kommen, wie der Kanton Zug in einer Mitteilung vom Donnerstag schrieb.
So beispielsweise die Zivilschutzanlage im Werkhof in Cham, welche bereits auf eine mögliche Nutzung vorbereitet sei. Diese biete Platz für 175 Personen. Weitere 50 Plätze könnten mit der Schutzanlage Schluecht in Cham zur Verfügung gestellt werden.
Die unterirdischen Unterkünfte sollten laut Kanton als «letztes Mittel» und ausschliesslich vorübergehend genutzt werden. Die Eventualplanung trete nur dann in Kraft, wenn die oberirdische Unterbringung nicht mehr gewährleistet werden könne.
Das Staatssekretariat für Migration rechne in den kommenden Monaten mit einem Anstieg der Zahlen. Es gehe von insgesamt 30'000 Asylgesuchen sowie rund 20'000 bis 23'000 Geflüchteten aus der Ukraine für die ganze Schweiz aus.
Für den Kanton Zug bedeuteten dies 450 reguläre Asylsuchende sowie 300 bis 345 Geflüchtete aus der Ukraine. Für diese Anzahl genügten die derzeitigen Unterbringungen im Kanton. Sollten aber über die Wintermonate noch mehr Asylanträge gestellt werden, sei dies nicht mehr der Fall. Es handle sich jedoch um ein «eher unwahrscheinliches Szenario».