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Patrizia Humplik gewinnt Bronzemedaille über 200 Meter Brust
14.12.2008 - Lorenz Liechti:
Patrizia Humplik gewinnt an den Kurzbahn Europameisterschaften in Rijeka die Bronzemedaille über 200m Brust und bewies damit eindrücklich ihr enormes Potential. Die 18-jährige gebürtige Kroatin, die beinahe so etwas wie Heimvorteil hatte, schwamm in 2:21,68 erneut Schweizerrekord und schaffte mit dieser Medaille endgültig den Durchbruch auf internationalem Parkett.
?Der Anfang des Rennens lief mir eigentlich nicht so gut. Je länger es aber dauerte, umso besser kam ich rein und auf den letzten 50 Metern konnte ich nochmals richtig Gas geben. Ich wollte einfach nicht Vierte werden!?, sagte eine glückliche Humplik nach dem Wettkampf. Sie sei im Sommer schon per Zufall an der Eröffnung des neuen Bades in Rijeka dabei gewesen und war schon damals sehr angetan. Sie habe sich deshalb enorm auf diese Meisterschaft gefreut.
Flori Lang zeigte in seiner Paradestrecke 50m Rücken eine sehr starke Leistung. Zunächst schwamm er im Halbfinal eine Zeit von 24,02, womit er sich als Siebter für den Final qualifizierte. Im nur 90 Minuten später ausgetragene Endlauf konnte sich der Zürcher gleich nochmals steigern und schlug nach 23,83 Sekunden an, was zu Rang vier reichte. Lang verpasste die Medaille um 0,36 Sekunden, verbesserte aber seinen Schweizerrekord an diesem Wettkampf um nicht weniger als 0,58 Sekunden.
Im Final wurde deutlich, was die Schwimmer derzeit am meisten beschäftigt: die neue Generation der Anzüge. Während Lang erst in der Mittagspause noch ein neues Modell erhielt und grosses Risiko einging, indem er es ungetestet für den Halbfinal- und Final anzog, protestierten die beiden deutschen Finalteilnehmer Meeuw und Rupprath gegen die Pflicht, den Anzug ihres Verbandsausrüsters anziehen zu müssen. Die beiden traten in ?normalen? Badehosen an ? und belegten Rang 5 und 8, ohne den Hauch einer Chance auf die Medaillen.
Nicht ganz nach Wunsch erging es Dominik Meichtry im Halbfinal über 100m Freistil. ?Ich hatte auf der ersten Bahn eine zu hohe Frequenz und konnte darum das Tempo nicht bis am Ende halten?, analysierte der St. Galler sein Rennen. In 47,96 Sekunden blieb er knapp drei Zehntel über seiner Zeit vom Vorlauf und wurde Zehnter.
Schliesslich gelang auch Melanie Schweiger ein sehr gutes Rennen im Halbfinal über 50m Delfin. Die Innerschweizerin schlug nach 26,73 Sekunden an und war damit nochmals 0,21 Sekunden schneller als im Vorlauf, in dem sie auch schon den Schweizerrekord verbessert hatte. Schweiger belegte Rang 14 im Schlussklassement.