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Erdöl - der Saft von dem wir leben: Bis zum letzten Tropfen
- 95% des bisher genutzten Erdöls ist konventionelles Erdöl. Es wir durch Bohrlöcher mit Hilfe von Druck und Wasser aus dem Erdinneren gefördert.
- Immer mehr wird auch auf nicht-konventionelles Öl wie zum Beispiel kanadischen Ölsand zurückgegriffen.
- Die Energiegewinnrate (EROEI) des Ölfördersystems schrumpft zusehends.
Die Ölindustrie setzt ihre ganze Hoffnung auf das unkonventionelle Öl: Erdöl deckt ca. 33% des weltweiten Primärenergieverbrauchs ab. In Fachkreisen wird zwischen konventionellem und unkonventionellem Öl unterschieden. 95% des bisher genutzten Erdöls ist konventionelles Erdöl. Es wird durch Bohrlöcher mit Hilfe von Druck und Wasser aus dem Erdinneren gefördert. Unter nicht-konventionellem Erdöl versteht man Ölsande, Schwerstöle, Ölschiefer, synthetische Erdöle und Tiefseeöl.
Energieintensiver und umweltschädlicher: Die Schweizerische Erdölvereinigung berichtet in ihrem Jahresbericht 2002 stolz über die Aufnahme der kanadischen Ölsande in die konventionellen Reserven, womit die Reichweite um gut sechs Jahre erhöht werde. Nach allen gängigen Szenarien steigt die Produktion des unkonventionellen Öls heute aber wesentlich langsamer als die konventionelle Ölproduktion zurückgehen wird. Die Förderung von nicht-konventionellem Erdöl ist zudem viel energieintensiver und umweltschädlicher als die konventionelle Ölförderung.
Zusehends tiefere Energie-Ernte: Bei der Ölförderung spielt die so genannte Energiegewinnrate EROEI (Energy Return on Energy Input) eine grosse Rolle. Sie wird auch als Nettoenergie bezeichnet. Konventionelles Erdöl, welches zwischen 1950 und 1970 abgebaut wurde, hatte im Schnitt ein EROEI von 40. Heute gefördertes konventionelles Erdöl erreicht nur noch eine Gewinnrate von etwa 8. Öl aus kanadischem Ölsand hat sogar nur noch ein EROEI von 3.