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| Irenäus († um 200) - Gegen die Häresien (Contra Haereses)

Zweites Buch
24. Kapitel: Die Zahlenbezeichnung ist falsch und grundlos
1.
Weiterhin zeigt sich ihre Erklärung als falsch und ihre Dichtung als haltlos auch darin, daß sie bald durch Zahlen und Silben der Worte, bald auch durch die Buchstaben der Silben oder die Zahlenwerte der griechischen Buchstaben ihre Beweise zu liefern suchen. So zeigen sie auf das klarste ihre Ratlosigkeit und die Verwirrung, Haltlosigkeit und das Gezwungene ihrer Wissenschaft. Obwohl nämlich der Name Jesu aus einer andern Sprache stammt, geben sie ihn, indem sie ihn in die Zahl der Griechen übertragen, bald als ein Symbol aus, weil er sechs Buchstaben hat, bald als die Fülle der Achtheit, weil sein Zahlenwert 888 beträgt. Seinen griechischen Namen aber, Soter, d. h. Heiland, verschweigen sie, weil er weder seinem Zahlenwert noch den Buchstaben nach zu ihrer Dichtung paßt. Wären aber die Namen von der göttlichen Vorsehung so ausgewählt worden, daß sie ihrem Zahlenwert und den Buchstaben nach etwas aus dem Pleroma bezeichneten, dann müßte auch der griechische Name Soter durch seine Buchstaben und den Zahlenwert ein Geheimnis des Pleroma andeuten. Das ist jedoch nicht der Fall, da er nur fünf Buchstaben zählt und sein Zahlenwert 1408 beträgt. Das steht in gar keiner Beziehung zu ihrem Pleroma, Also ist erfunden, was sie von den Vorgängen im Pleroma erzählen.