Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/132129

<h2>SubmittedText<h2><p>In den letzten Tagen wurde in der Presse wiederholt über das Verschwinden von Handgranaten und Armeepistolen aus Schweizer Kasernen berichtet.</p><p>Dieser Umstand ist gravierend und ruft zahlreiche Fragen hervor:</p><p>- Sind die Kontrollen zu wenig streng durchgeführt worden, oder herrscht diesbezüglich gar eine gewisse Nachlässigkeit?</p><p>- Wie viele ähnliche Fälle wurden in den vergangenen Jahren festgestellt?</p><p>- Welche Massnahmen hat das VBS allenfalls geplant, um solche Vorkommnisse in Zukunft möglichst zu verhindern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat nimmt Fälle von Waffendiebstählen in der Armee sehr ernst. Generell ist kein Trendwechsel hin zu vermehrten Waffen- oder Munitionsdiebstählen zu erkennen. Zudem hat die Armeeführung in den letzten Jahren verschiedene Massnahmen getroffen, um Missbräuche zu verhindern. Der Bundesrat sieht daher keine Veranlassung, die geltenden Vorschriften betreffend Ausbildung, Einsatz, Kontrollführung, Lagerung und Verschluss der Munition anzupassen.</p><p>In den letzten zwei Jahren wurden der Militärischen Sicherheit folgende Vorfälle gemeldet: 89 Vorfälle im Zusammenhang mit Waffenverlusten bzw. -diebstählen; 48 Vorfälle im Zusammenhang mit Munitionsverlusten bzw. -diebstählen. Die Militärische Sicherheit erfasst lediglich Vorfälle und nicht die Anzahl gestohlener oder verlorener Waffen und Munition. Eine statistische Unterscheidung zwischen Diebstählen und Verlusten drängt sich für die Armee nicht auf, da in allen Fällen eine sorgfältige Untersuchung und Aufklärung durchgeführt wird.</p>