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Was müssen das für Leute sein, die sich eine ganze Nacht um die Ohren schlagen, nur um Volleyball zu spielen? Vermutlich verbissene Eiferer, die unbedingt gewinnen wollen. Keineswegs! Die rund 130 Spieler, die in Gretzenbach antraten, waren äusserst friedlich. Man freute sich über jeden gelungenen Smash, und wenn mal ein Schlag misslang, zuckte man höchstens mit den Schultern, ging hin zum Pechvogel, um mit ihm aufmunternd abzuklatschen. Die 23 Teams halfen sich sogar gegenseitig mit "Personal" aus. In den spielfreien Zeiten bildeten sich sofort Mannschaften, welche diese Lücken nutzten, um Spielzüge und Aufschläge zu üben. Alle wollten einfach nur spielen, zum Spass und aus Freude.
Zwei Erste und ein Sieger
Das Turnier wurde in zwei Gruppen gespielt. In der Gruppe 1 verlor der STV Starrkirch-Wil kein einziges Spiel und belegte damit den ersten Rang. Zweiter wurde der TV Dulliken 1, weil er in der Finalrunde dem STV Starrkirch-Wil unterlag.
Die Gruppe 2 wurde vom STV Obergösgen 2 dominiert. Der Zweite, der STV Winznau 2, verlor in der Gruppenrunde 8:24 und im Gruppenfinal 15:16, beides Mal gegen Obergösgen 2.
Kurz nach zwei Uhr in der Nacht traten die beiden Gruppenersten nochmals an, um den Turniersieger zu ermitteln. In einer Zitterpartie bezwang der STV Obergösgen2 das Team STV Starrkirch-Wil mit einem hauchdünnen Vorsprung.
Die technische Leiterin will das Turnier wiederholen.
Am frühen Morgen, um halb drei, rief Andrea Bircher zur Rangverkündigung und überreichte den drei Erstplatzierten jeder Gruppe einen Korb für eine Pastaparty. Beflügelt durch den grossen Erfolg in Gretzenbach, möchte sie vielleicht schon im nächsten Jahr die zweite Volley-Night des RTVOG durchführen. Sie sucht bereits einen Veranstalter, der im Idealfall drei Turnhallen und die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellen kann.
Ein spezieller Dank gebührt den Helfern aus dem Turnverein Gretzenbach, der Damen- und Männerriege, welche für das leibliche Wohl der Volleyballerinnen und Volleyballer sorgten. Noch am frühen Samstagmorgen verkauften sie die restlichen Speisen zu Aktionspreisen und schienen überhaupt nicht müde zu sein. Vermutlich handelte es sich um eine Equipe, die aus besonders "Nachtaktiven" besteht.