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Maurizia Balmelli wurde 1970 geboren und ist auf der Schweizer Seite des Lago Maggiore aufgewachsen. Sie übersetzt literarische Werke aus dem Französischen und Englischen, u. a. von Aleksandar Hemon, Martin Amis, Mary Gaitskill, Wallace Stegner, Ian McEwan, Sally Rooney, Miriam Toews, J. M. G. Le Clézio, Emmanuel Carrère und Ágota Kristóf. Für ihre Übersetzung von Cormac McCarthys Suttree erhielt sie 2010 den Gregor-von-Rezzori-Preis und für ihre Übersetzung von Noëlle Revaz’ Rapport aux bêtes (Cuore di bestia/Von wegen den Tieren) den Terra-Nova-Preis der Schiller-Stiftung 2014. Sie lebt in Paris.
Martin Amis, Tahar Ben Jelloun, Emmanuel Carrère, Marie Darrieussecq, Jean Echenoz, Mary Gaitskill, Aleksandar Hemon, Ágota Kristóf, J.M.G. Le Clézio, Ian McEwan, Cormac McCarthy, Noëlle Revaz, Yasmina Reza, Sally Rooney, Miriam Toews, Fred Vargas: Die zeitgenössische Literatur, nicht nur in französischer und englischer Sprache, wäre eine andere ohne diese Autorinnen und Autoren. Dass viele ihrer Werke heute im italienischen Sprachraum gelesen werden und bekannt sind, ist der Arbeit von Maurizia Balmelli zu verdanken, die zu den wichtigsten Übersetzerinnen ins Italienische aus zwei grossen Kultursprachen zählt. Als ‹Stimme› von bedeutenden zeitgenössischen Autorinnen und Autoren (zu denen so gewichtige Schriftsteller des 20. Jahrhunderts wie Georges Perec, Antoine de Saint-Exupéry und Romain Gary hinzukommen) ist es der in der Schweiz (in Locarno) geborenen und aufgewachsenen Maurizia Balmelli gelungen, starke Brücken zwischen den Literaturen zu bauen. Von grossem Wert ist auch ihr stetiges Engagement für den Unterricht und die Ausbildung in Schreibkursen und -schulen. Ihre Übersetzungen sind bei den wichtigsten italienischen Verlagen erschienen, namentlich bei Einaudi und Adelphi (auch auf europäischer Ebene zählen sie zu den bedeutendsten und renommiertesten Verlagshäusern) sowie Marcos y Marcos. Typisch für ihre Arbeit ist die Fähigkeit, mit der Zielsprache zu arbeiten, um in der Satzkonstruktion Rhythmus und Mass zu finden, die den Eigenheiten der Autorinnen und Autoren in der Ausgangssprache entsprechen. Wenn das Italienische, wie der Dichter und Nobelpreisträger Eugenio Montale schrieb, «unsere schwere vielsilbige Sprache» ist, so gelingt es Balmelli durch Straffen auch den nüchterneren Ausdruck ‹ihrer› Schriftstellerinnen und Schriftsteller hervorragend wiederzugeben, zum Beispiel bei Cormac McCarthy. Auch dank Maurizia Balmelli pflegt die italienische Prosasprache einen wandelbaren und präzisen zeitgenössischen Stil, der den lebendigen Äusserungen der internationalen Literatur gerecht wird.