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Bei dieser Erkrankung fallen missgebildete, brüchige Krallen auf, die sich schliesslich aus dem Krallenbett lösen und wiederum missgebildet nachwachsen. 50% der Hunde zeigen eine Lahmheit und / oder Schmerzen. Es können Hunde jeden Alters erkranken, wobei die meisten Erkrankungen im Alter von 3 bis 8 Jahren auftreten. Rassen, die besonders häufig betroffen zu sein scheinen, sind der Deutsche Schäferhund, Rottweiler, Schnauzer, Rhodesian Ridgeback und Labrador. Das Institut für Genetik der Vetsuisse-Fakultät an der Universität Bern (Arbeitsgruppe Prof. Dr. Tosso Leeb) führt eine Studie zur Aufklärung der genetischen Risikofaktoren und zur Entwicklung eines Gentests für diese Erkrankung beim Rhodesian Ridgeback durch und benötigt dafür EDTA-Blutproben von erkrankten und gesunden Hunden. http://www.genetics.unibe.ch/forschung/dokumente_hund/symmetrische_lupoide_onychodystrophie_slo_beim_rhodesian_ridgeback/index_ger.html
Was ist die Ursache?
Die meisten Fälle der lupoiden Onychodystrophie sind idiopathisch, d.h. ohne eine bekannte zu Grunde liegende Ursache. Oft scheint es sich um eine autoimmunbedingte Erkrankung zu handeln. Bei einigen Hunden scheint die Krallenerkrankung in Zusammenhang mit einer bakteriellen Infektion, einer Unterfunktion der Schilddrüse oder einer Allergie zu stehen. In wie fern diese Krankheiten aber wirklich die lupoide Onychodystrophie hervorrufen oder beeinflussen, ist noch nicht bekannt.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Zur Diagnosestellung ist eine Biopsie, also eine Gewebeprobe, notwendig. Da in dieser das Krallenbett erhalten sein muss, reicht es nicht, alleine die Krallen zu untersuchen, sondern man muss die Kralle mit dem letzten Zehenglied amputieren. Wenn möglich wird eine Afterkralle entfernt. Die Amputation erfolgt in einer kurzen Vollnarkose.
Wie wird die lupoide Onychodystrophie behandelt?
Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden. Abhängig vom Schweregrad der Erkrankung wird für jeden Hund das passende Therapieschema ausgewählt. Es kann aber trotzdem möglich sein, dass ein Behandlungserfolg mit dem Medikament der ersten Wahl ausbleibt und man zu einem anderen Medikament wechseln muss.
Wie ist die Prognose?
Eine klinische Besserung ist erst nach einigen Monaten ersichtlich. Es kann sich um eine lebenslange Therapie handeln, aber es ist auch möglich, dass die Medikamente nach einiger Zeit abgesetzt werden können. Dennoch sind zu jeder Zeit Rückfälle möglich.