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24.10.2012 | Lebensmittel
Ein Protein, gewonnen aus gentechnisch veränderter Hefe, soll helfen geschmackvolleres, kalorienarmes Eis zu produzieren. Bild G. Cohen
Eis-strukturierendes Protein darf nun auch in der Schweiz für die Glacé-Herstellung verwendet werden. Das BAG hat einen entsprechenden Antrag von Unilever gutgeheissen. Dieses Protein wird in den USA bereits seit 2003 eingesetzt, in einigen EU-Ländern seit 2011. Wann es in den Verkauf gelangt, ist noch nicht bekannt. Das Protein wird aus gentechnisch veränderter Hefe gewonnen. Es soll den Geschmack verbessern und Einsparungen bei Fett und Zucker ermöglichen.
Verarbeitungshilfsstoffe müssen gemäss Aussage des BAG nach geltendem Lebensmittelrecht nicht gekennzeichnet werden, unabhängig davon, ob es sich dabei um ein konventionelles Erzeugnis oder um ein GVO-Erzeugnis handelt. Unilever will aber auf der Verpackung angeben, dass eis-strukturierendes Protein verwendet wurde. Diese Angabe wird mit einem Link auf die Webseite des Herstellers ergänzt, auf der zusätzliche Informationen zur Herstellung, Verwendung und Verbreitung des neuartigen Proteins zu finden sind. In den meisten Ländern werden die Sorten Solero und Twister mit diesem Verfahren hergestellt.
Erzeugnisse aus gentechnisch veränderten Organismen kommen bei der Lebensmittelproduktion immer häufiger zur Anwendung. Die SAG fordert schon seit langem eine Deklaration solcher Proteine.