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Wie werden die Hunde angesteckt?
Die Demodex-Milbe wird von der Hündin durch engen Kontakt in den ersten 2-3 Lebenstagen auf die Welpen übertragen. Aber nur ein kleiner Teil dieser Welpen entwickelt später im Leben eine Demodikose. Neben der Ansteckung braucht es noch andere begünstigende Faktoren, damit es zum Krankheitsausbruch kommt. Werden aber die Welpen z.B. durch Kaiserschnitt geboren und mutterlos aufgezogen, sind sie milbenfrei. Eine spätere Ansteckung solcher Hunde ist sehr unwahrscheinlich. Auch andere Tierarten und Menschen werden von der Demodex-Milbe des Hundes nicht angesteckt.
Welche Faktoren begünstigen den Ausbruch der Demodikose?
- eher jüngere und kurzhaarige Hunde sind betroffen
- eine Schwächung des Immunsystems durch Wurmbefall, Läufigkeit, Geburt, innere Krankheiten, Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken, Stress oder andere Faktoren.
- Die Rasse: Einige Hunderassen wie West Highland White Terrier, Shar Pei, Englische Bulldogge, Scott Terrier, Boston Terrier, Deutsche Dogge, Weimaraner, Airedale Terrier, Alaskan Malamute, Afghanischer Windhund und Dobermann werden öfters als andere Rassen befallen. Wo eine familiäre Häufung auftritt, ohne dass man äussere Einflüsse für eine Schwächung des Immunsystems findet (z.B. bei der generalisierten Demodikose der Junghunde), ist die Demodikose erblich. Dabei wird ein autosomal rezessiver Erbgang vermutet, der eine spezifische Abwehrschwäche gegen diese Milben verursacht.
Dieser Artikel ist erschienen im Schweizer Hundemagazin 4/2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35
Autorin:
Dr. med. vet. Silvia Rüfenacht
Interdisziplinäre Dermatologie Einheit, Departement für Klinische Veterinärmedizin
Universität Bern, 3012 Bern