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Fallschirmsprung mit Folgen
Am 29. Juli 1952 fand in Schmitten eine so genannte Flugveranstaltung statt. Als besondere Attraktion wurden Schäferhunde an Fallschirmen aus Flugzeugen geworfen. Auch der KVS war an diesem Anlass auf fragwürdige Weise beteiligt: Mehrere KVS-Hundeführer stellten nämlich Ihre Hunde für diese Fallschirmsprünge zur Verfügung.
Der Anlass war ein grosser Erfolg und fand grosse Beachtung in den Medien: Verschiedene schweizerische Zeitungen veröffentlichten Bilder, welche zeigten wie ein Schäferhund an einem Fallschirm aus dem Flugzeug geworfen wurde.
Den Fallschirmsprung nahmen der KV Berna (dem der KVS übrigens 1944 beigetreten war) und der Tierschutzverein Bern zum Anlass, um im Hundesport vom 17. August 1951 (offizielles Organ der SKG) unter dem Titel „Lawinenhund als Fallschirmspringer“ einen offenen Brief zu veröffentlichen, in dem Sie den KVS stark kritisierten. Hier einige Auszüge aus dem Brief:
Um dieses tierquälerische Schaustük zu tarnen, wurde die Sache so dargestellt, als ob es sich um seriöse Versuche irgendeiner beauftragten Stelle handle. Von den schrekerfüllten Momenten welche das arme Tier erlebte, als man es gewaltsam, unvorbereitet und unträniert aus dem Flugzeug in die Tiefe warf, hat man wohlweislich geschwiegen. Das Verwerfliche und Zwecklosigkeit solcher nur auf Sensation und Nervenkitzel ausgerichteter Demonstration kann nicht scharf genug verurteilt werden und dürfen sich bei uns in der Schweiz nicht mehr wiederholen. wie aus nachfolgendem Brief, welcher rechtzeitig in den Händen der Veranstalter gelangt war, hervorgeht, distanzieren sich dem dem Chef des Lawinenhundedienstes des SAC der Tierschutzverein des Kantons Bern und der Kynologische Verein Berna von solchen unseriösen Experimenten.
Besagter Protestbrief an die Adresse des KVS wurde als Express-Sendung jedoch erst am Vorabend, dem 28. Juli 2009 abgeschickt und traf erst nach der Veranstaltung beim KVS-Präsidenten ein. Im Brief fand man deutliche Worte für die Praktiken des KVS. Hier ein kleiner Original-Auszug:
Der Brief traf jedoch, gemäss KVS-Präsident Schweingruber erst kurz vor dem Anlass beim KVS ein. Schweingruber verteidigte sich damit, dass „ Also alles schon vorbereitet war. In diesem fall hätten sich die Herren von der Berna und dem Tierschutzverein, mit uns früher in Verbindung setzen können.“
Das Verhältnis zum KV Berna wurde durch diesen Anlass noch weiter getrübt. Bereits beim Beitritt des KVS zum KV Berna im Jahr 1944 war es zu Streitigkeiten gekommen. Hierzu werdet ihr aber zu einem späteren Zeitpunkt noch etwas auf dieser Seite lesen können.
Vorstands- und Ehrenmitglieder des KV Berna (1949)