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Dürrenmatts Stück, das 1966 am Schauspielhaus Zürich mit Leonhard Steckel in der Hauptrolle uraufgeführt wurde, ist einerseits – vordergründig – eine Persiflage auf den zeitgenössischen Literaturbetrieb, andererseits ein religionsphilosophisches Theaterstück, das das Skandalon der Auferstehung ins 20. Jahrhundert transponiert und es aus individualpsychologischer Perspektive, aus der Sicht Schwitters, dramatisiert und in der Reaktion seines Umfelds beleuchtet. Es ist eigentlich eine moderne Lazarus-Geschichte. Schon als Kind hat Dürrenmatt die biblische Erzählung von Jesu Auferweckung des toten Lazarus fasziniert. Wie er in seiner Autobiographie «Stoffe» berichtet, habe er seinen Vater, den Pfarrer, gefragt, ob Lazarus denn habe glauben können, dass er tot gewesen sei. Damit greift Dürrenmatt 1966 aufs Neue religiöse Problemstellungen auf, die bereits sein Frühwerk charakterisiert haben. Eine lohnende Neulektüre!