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Elisabeth Arnold war Gemeindehelferin der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Riehen-Bettingen und Mitgründerin des Vereins Gegenseitige Hilfe Riehen-Bettingen. Sie war eine der ersten vier Frauen, die 1970 in den Weiteren Gemeinderat Riehen gewählt wurden, den sie von 1980 bis 1982 präsidierte.
Tochter des Wilhelm Arnold (Pfarrer) und der Cécile, geborene Däniker. Ledig.
Elisabeth Arnold kam am 24. Dezember 1921 in Basel zur Welt als Tochter von Cécile und Wilhelm Arnold, Pfarrer zu St. Leonhard. In Basel besuchte sie zuerst das Mädchengymnasium mit dem Plan, später Gesang zu studieren. Doch der frühe Tod ihres Vaters 1938 verunmöglichte die Verwirklichung ihres Berufswunschs. Stattdessen wechselte sie an die Handelsmaturitätsschule in Basel. Nach ihrem Abschluss leistete sie in verschiedenen Verwaltungen Büroarbeiten und stenografierte die Predigten eines Pfarrers. Nebenbei nahm sie Gesangsunterricht.
1944 orientierte sich Arnold beruflich um: Sie absolvierte die Soziale Frauenschule in Zürich und besuchte im Anschluss den kirchlichen Gemeindehelferinnen-Kurs. In dieser Ausbildung lernte sie 1945 in Baden ihre Berufskollegin Els Leutwyler kennen, mit der sie fortan eine Freundschaft pflegte.
Arnold machte Stellvertretungen auf dem Zürcher Jugendamt und arbeitete als Gemeindehelferin in der Stadt Zürich, bis sie 1958 die Stelle der Gemeindehelferin in der Kirchgemeinde Riehen-Bettingen antrat. Als einzige Gemeindehelferin hatte sie ein grosses Arbeitspensum zu bewältigen.
1964/65 gründete sie deshalb zusammen mit Erika Dazzi-Oertli und weiteren Frauen den Verein Gegenseitige Hilfe Riehen-Bettingen. Dieser hatte zum Ziel, ältere Menschen, Mütter und Pflegebedürftige durch freiwillige Mithelfende zu unterstützen. Zudem konnte so eine zusätzliche Sozialarbeiterin für die fürsorgerische Arbeit in der Gemeinde finanziert werden.
Arnold engagierte sich sowohl im Verein Gegenseitige Hilfe Riehen-Bettingen als Vorstandsmitglied als auch im Hauspflegeverein Riehen. Ausserdem war sie Präsidentin der Schweizerischen Vereinigung Evangelischer Gemeindehelfer.
Als bei den Riehener Gemeindewahlen 1970 erstmals auch Frauen kandidieren durften, wurden Arnold sowie ihre Parteikollegin Sr. Elsbeth Stuber von der Vereinigung Evangelischer Wähler (VEW, heute EVP), Gret Im Hof (LDV, heute LDP) und Helen Hauri (LdU) als erste Frauen in den Weiteren Gemeinderat (heute Einwohnerrat) von Riehen gewählt.
Nachdem Arnold von 1978 bis 1980 zwei Jahre als Statthalterin amtiert hatte, präsidierte sie von 1980 bis 1982 als erste Frau den Weiteren Gemeinderat und war von 1983 bis 1986 Parteipräsidentin der VEW Riehen.
1981 ging Arnold als Gemeindehelferin in Pension und zog mit ihrer Freundin Els Leutwyler zusammen.
Elisabeth Arnold starb am 9. Dezember 2015 in Riehen.
Autorin / Autor: Luzia Knobel | Zuletzt aktualisiert am 3.1.2023
Dokumentensammlung: SWA Biogr. Arnold, Elisabeth.
Sammlung biographischer Zeitungsauschnitte: 3 Zeitungsartikel.