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Schweizerische Uhrenexporte im ersten Halbjahr 2014
Wachstum entsprechend den Prognosen
Das erste Halbjahr zeigte sich gesamthaft sehr günstig für die schweizerische Uhrenindustrie. Mit 10,532 Milliarden Franken überschritten die Exporte erneut die 10 Milliarden-Schwelle. Dieses hohe Niveau entspricht einem Wachstum von 3,0% gegenüber dem ersten Halbjahr 2013. Allerdings verlangsamt sich der Rhythmus vom Jahresbeginn, wies doch das erste Quartal einen Zuwachs von +4,6% und das zweite eine Steigerung von +1,6% auf.
Dieses gute Gesamtergebnis muss je nach den Regionen nuanciert werden. Während Europa von Januar bis Juni stagnierte und der amerikanische Kontinent sein Niveau nicht signifikant erhöhen konnte (+0,6%), wurde das Wachstum fast ausschliesslich von Asien getragen (+5,1%). Und auch auf diesem Kontinent zeugten die grössten Märkte von Ungleichheiten in ihren Entwicklungen. Betraf das Wachstum die meisten Preissegmente, so konzentrierte es sich auf die mechanischen Uhren, zum Nachteil der Quarzuhren.
Die Uhrenexporte stehen im Augenblick völlig im Einklang mit den vor mehr als einem Jahr erstellten Prognosen. Sie sind für das gesamte Jahr 2014 nach wie vor positiv und weisen sogar auf eine wahrscheinliche Beschleunigung im zweiten Halbjahr hin.
Produkte
Die Schweiz exportierte Uhren hauptsächlich im ersten Halbjahr. Sie machten mehr als 94% des Gesamtwertes oder 9,9 Milliarden Franken (+2,8%) aus. Stückzahlmässig entspricht dies 13,1 Millionen Zeitmessern (+0,8%).
Die mechanischen Uhren standen weiterhin in der Gunst der Konsumenten. Sie nahmen sowohl wert- (+5,2%) als auch stückzahlmässig (+7,4%) zu, während die Quarzuhren in beiden Tabellen einen Rückgang hinnehmen mussten (-5,5% bzw. -1,6%).
Bei den wichtigsten Materialien erlebten die Edelmetallprodukte dank des Platins eine Wertsteigerung (+1,6%). Von zwei Uhren bestand mehr als eine aus Stahl und war logischerweise wertmässig tonangebend (+2,9%). Volumenmässig entwickelten sich Stahl (-2,7%) und die Kategorie der übrigen Metalle (-24,2%).
rückläufig, doch die Kategorie der übrigen Materialien (+22,6%) konnte diese Einbussen mehr als wettmachen.
Nur bei den Uhren unter 200 Franken (Exportpreis) musste ein Rückgang hingenommen werden (-1,4% stückzahlmässig). Die stärksten Zuwächse verzeichnete das Segment 200-500 Franken, mit namentlich +6,2% volumenmässig. Die Zeitmesser zwischen 500 und 3'000 Franken erlebten einen wertmässigen Zuwachs von 1,3%, während bei den Uhren über 3'000 Franken eine Wertsteigerung von 3,7% zu verzeichnen war.
Märkte
Im ersten Halbjahr 2014 haben sich die 15 wichtigsten Märkte (Gesamtwert in Millionen Franken und Veränderung in % gegenüber dem ersten Halbjahr 2013)siehe beigefügte Bilder.
Zwei Drittel der wichtigsten Märkte der schweizerischen Uhrenindustrie konnten im ersten Halbjahr Steigerungen aufweisen. Die Ungleichheiten betrafen sowohl Asien als auch Europa. Auf dem asiatischen Kontinent blieb Hong Kong bei weitem der erste Absatzmarkt, und sein Jahreswachstum kam am Ende der Berichtsperiode in die positiven Zahlen zurück. Japan verzeichnete - mit Südkorea - die weltweit stärkste Zunahme. Im ersten Fall dauert der Trend seit Ende 2013 an, während es sich beim zweiten Fall um ein nahezu ununterbrochenes starkes Wachstum seit rund zehn Jahren handelt. China erlebte eine mit Korea vergleichbare Entwicklung, rutschte jedoch Anfang 2013 in die roten Zahlen. Der chinesische Markt beschritt neulich den Weg zu einer positiven Rückkehr, aber das Resultat des Monats Juni bedeutete einen Rückschlag. Singapur und Taiwan folgten dem chinesischen Trend, mit einer allerdings weniger markanten Intensität. Im Mittleren Osten lagen die Vereinigten Arabischen Emirate deutlich über dem Durchschnitt, während Saudi-Arabien stagnierte. In Europa erzielten mehrere Märkte Zuwächse, wie Italien, das Vereinigte Königreich, Spanien und Russland. Hingegen verloren Deutschland und Frankreich an Boden.