Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03520.jsonl.gz/586

|Medien deutsch français|

Fachhochschulbund (FHB)
Personelles
FH-Bund Obmann: David Streuli v/o Clarus, Die Nothensteiner
Der Fachhochschulbund heute
Der FH-Bund setzt sich aus den fünf Verbindungen Daltonia, Die Habsburger, Die Nothensteiner, Die Ruithonen und der Turania zusammen. Im ersten Quartal eines Jahres, in der Regel im März, findet der FH-Bund Tag statt. Dieser Anlass besteht nebst dem statutarischen auch immer aus einem kulturellen sowie einem geselligen Teil. Am FH-Bund Tag wird der Vorort auf eine weitere Amtsperiode von einem Jahr gewählt.
Durch die Bologna-Reform und die stetige Ausweitung der Studiengänge im Fachhochschulbereich ist der FH-Bund gefordert. Früher setzten sich die Mitglieder nur aus den Ingenieur- und aus den Wirtschaftsfachbereichen zusammen. Heute kommen zahlreiche neue Fachbereiche hinzu. Der FH-Bund unterstützt die fünf Sektionen und hat eine beratende Funktion, damit auf die neuen Gegebenheiten angemessen reagiert werden kann (bspw. Statutenänderungen). Auch mit einem Vertreter im Altherrenbund sind die Fachhochschulen vertreten.
Der Ingenieurbund in der Geschichte
Die HTL-Ingenieure (oder Techniker, wie man sie früher nannte) waren über Jahrzehnte hinweg Exoten im Schw. StV. Manche StVer behaupten, sie seien das noch heute.
Wie auch immer; das Ingenieurbewusstsein im Schw. StV hat sich nach der Gründung der vierten Ingenieurverbindung (Die Gundoldinger) im Jahr 1958 zu entwickeln begonnen. 1963 wurde vom CC das Ressort „Technikerverbindungen“ beschlossen und bereits 1964 stellten die Ingenieurverbindungen selber ein erstes CC. Ab 1968 wurden erste Statuten geschaffen, welche die Idee eines Ingenieurgremiums umschrieben.
Die eigentliche Gründung des Ingenieurbundes, wie der heutige FHB damals hiess, geht auf das Jahr 1976 zurück. Gegründet wurde er durch Turania (1892), Die Ruithonen (1900), Activitas (1917), Die Gundoldinger (1958), Die Habsburger (1966) und Daltonia (1976).
Leider ist die Activitas bereits 1979 wieder ausgestiegen. Als französischsprachige Ingenieurverbindung war sie der Exot unter den Exoten. Aus sprachlichen Überlegungen war man der Meinung, in der Fédération Romande besser aufgehoben zu sein. Dieser nachvollziehbare Schritt wird von einigen noch heute bedauert.
Bereits 1984 konnte mit den Die Nothensteiner wieder eine sechste Verbindung in den Ingenieurbund aufgenommen werden. Als einzige HWV Verbindung inmitten von HTL Verbindungen konnte sie eine spezielle Rolle innerhalb der Gruppierung übernehmen. Es waren sich jedoch alle Beteiligten einig, dass Die Nothensteiner im Ingenieurbund am richtigen Platz sind. Da 5 von 6 Verbindungen wirklich aus Ingenieuren bestanden, hat sich niemand an dieser Bezeichnung gestossen.
Vielleicht ist es symptomatisch für die „Ingenieure“, dass der Ingenieurbund allmählich entstanden ist und formell erst viel später gegründet wurde. Die Praktiker haben sich auf die Arbeit gestürzt, Formelles wurde hinten angestellt.
Allen FHB Sektionen ist gemein, dass die meisten ihrer Mitglieder aktive oder ehemalige Fachhochschüler sind. Weiter haben alle einen Komment, der jedoch nicht überall gleich strikt gehandhabt wird. Bei einigen ist er „Gesetz“, bei andern Mittel zum Zweck. Ähnliches gilt bezüglich Tenues.
Vielleicht kann man den FH-Bund am besten mit dem Motto „Einheit in Vielfalt“ umschreiben (StV-Jahresmotto 1993/94). Einige Sektionen nehmen Frauen auf, andere nicht. Einige sind äusserst konservativ, andere liberal. Die meisten Sektionen tragen Mütze, eine jedoch Stürmer und eine Schlapphut.
Das breite Spektrum, welches der FHB abdeckt, hat wohl wesentlichen Anteil am besonderen Reiz dieser Gruppierung. Obwohl die Verbindungen teils sehr verschieden sind, ist die gegenseitige Wertschätzung und Akzeptanz gross.
Etwa seit der Jahrtausendwende kämpfen alle Sektionen mit Mitgliederproblemen – mit Ausnahme der Die Nothensteiner. Deshalb stellen diese seit dieser Zeit sowohl den FHB Obmann wie auch den FHB Kanzler. Die Gruppierung wird somit zurzeit notgedrungen nach dem Vorortsprinzip geführt. Es wurde mit der bewährten Tradition gebrochen, dass jeweils Vertreter aus 3 verschiedenen Sektionen im Gremium Einsitz nehmen. Sobald wieder mehrere starke Verbindungen bestehen ist zu erwarten, dass zum alten Prinzip zurückgekehrt wird. Dies wäre dem Zweck des FHB dienlich, die Interessen der Fachhochschulverbindungen innerhalb des StV zu vertreten und das FH Studium auf gesellschaftlicher und politischer Ebene zu fördern.
Im Vorstand des Altherrenbundes ist jeweils ein Vertreter aus den Reihen des FHB für den Bereich Fachhochschulen zuständig. Interessant ist die Tatsache, dass die meisten CCs aus den Reihen des FHB im Jahr vor ihrer Kandidatur bereits im Vorstand des FHB aktiv waren. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Die Nothensteiner in den letzten Jahren nicht nur den Vorstand des FHB sondern auch diverse CCs stellten. Als bisheriger Höhepunkt darf das Vereinsjahr 2003/2004 bezeichnet werden: Mit Döring v/o Courage konnte der erste CP aus den Reihen des FHB gestellt werden.
Daniel Hartmann v/o CAmping, Die Gundoldinger, Die Habsburger
(Quelle: Bildungsmappe des Ingenieurbundes)