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Das Geschäftsmodell der großen Datensammler hat mit freien Märkten wenig zu tun. Es unterminiert den marktwirtschaftlichen Austausch auf breiter Basis, argumentiert Katharina Pistor in diesem Gastbeitrag. Die Preisfindungsfunktion des Marktes spiele dabei fast keine Rolle.
Katharina Pistor.* Wenn vom Handel mit Daten die Rede ist, dann ruft das die Assoziation eines Marktes hervor. Diese Assoziation ist falsch, weil der Preisfindungsmechanismus des Marktes allenfalls für kleine Teile der Datenökonomie eine Rolle spielt.
Das Sammeln von Daten erfolgt ohne Austausch; es ist eine einseitige Aktion, die (von personenbezogenen Daten abgesehen) nicht der Zustimmung des Datenproduzenten bedarf. Während bei gewöhnlichen Gütern eine Aneignung ohne Zustimmung leicht als Diebstahl qualifiziert werden kann, verletzt der Datensammler