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State of Mind: Review
Mit State of Mind wartet eine düstere Zukunftsvision der deutschen Spieleschmiede Daedalic auf uns. Ob uns der Low-Poly-Krimi überzeugen konnte, verrät euch dieser Test. Lückenhafte ErinnerungenDas Abenteuer beginnt in der deutschen Hauptstadt Berlin im Jahre 2048. Dort lernen wir die Hauptfigur Richard Nolan kennen, die sich allerdings zurzeit in einer weniger erfreulichen Lage befindet. So beobachten wir eine Sanitäterin und ihren Roboterkollegen dabei, wie sie Nolan, der gerade nicht bei Bewusstsein ist, in einem Rettungswagen versorgen. Anhand von hektischen Flashbacks erfahren wir, dass Richard in einen Autounfall verwickelt war, der maßgeblich schuld an seinem jetzigen Zustand ist. Nach einem Zeitsprung erwacht der Protagonist wenig später in der Zentralklinik der Stadt. Da Richards Erinnerungen sehr lückenhaft sind, setzt der behandelnde Arzt zunächst andere Prioritäten und ordnet einige kognitive Tests an, die uns außerdem in die grundlegende Steuerung des Titels einführen. Nach Abschluss der Untersuchungen begibt sich Nolan auf Anraten des Arztes nach Hause in seine Wohnung. Als er dort nach einem wenig erholsamen Schlaf erwacht, erblickt er zu seiner Verwunderung nicht das Gesicht seiner Frau Tracy, sondern sieht sich einem Bot namens Simon gegenüber. Von ihm erfahren wir, dass Tracy über das Wochenende zu ihren Eltern gefahren ist und den gemeinsamen Sohn mitgenommen hat.
Eine neue PerspektiveBevor wir Näheres über Richard erfahren, wechselt das Spiel völlig unerwartet die Perspektive und stellt uns Adam Newman vor, der offenbar in einen ähnlichen Autounfall verwickelt war. Auch er weist Erinnerungslücken auf und leidet noch unter den Nachwirkungen des Unglücks. Im Gegensatz zu Richard befindet er sich nicht völlig allein in seinem Appartement, sondern trifft dort wenig später auf seinen Sohn John. Da John ebenfalls bei dem Unfall dabei war, macht sich Adam nach dem Frühstück auf den Weg, um ihn im nahe gelegenen Krankenhaus noch einmal untersuchen zu lassen. Auf dem Weg dorthin ereignet sich allerdings etwas Seltsames. So wird die Welt durch eine Art Erdbeben erschüttert, bei dem sich Risse im Boden auftun. Dabei handelt es sich aber wohl um ein bekanntes Phänomen, denn diese sogenannten Geohazards kommen letzter Zeit häufiger vor. Daher tun wir so, als wäre nichts passiert, und geben John schließlich zur Untersuchung ab, bevor die Perspektive wieder wechselt.
Seltsame VorkommnisseZurück bei Richard wird dieser allmählich nervös, da Frau und Kind auch am Tag darauf nicht bei ihm auftauchen. Nach einem Telefonat mit Tracys Eltern steht fest, dass sie gar nicht dort war. Bei seiner anschließenden Suche nach den beiden verlässt Richard, der aufgrund seiner kritischen Artikel bezüglich der zunehmenden Überwachung auch noch seinen Job verliert, zunehmend den legalen Weg und lässt sich mit dubiosen Gestalten ein, um die Wahrheit über das Verschwinden herauszufinden. Aber auch bei Adam häufen sich die seltsamen Vorkommnisse. So wird er nicht nur von Albträumen geplagt, sondern scheint seinen eigenen Augen zunehmend weniger vertrauen zu können. Was wirklich in der Welt vor sich geht und wie die beiden Geschichten zusammenhängen, offenbart uns Daedalic im Rahmen einer wirklich hervorragend und spannend inszenierten Geschichte, die immer wieder überraschende Wendungen bereithält.
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Daniel Walter
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