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Mit dem Entscheid des Berner Stadtparlaments wird das Budget für das Projekt einer multifunktionalen Nutzung der Schützenmatte auf 1,12 Millionen Franken aufgestockt. Mit dem Geld will der Gemeinderat eine Vorstudie und Sofortmassnahmen zur Umgestaltung des Platzes finanzieren. Darunter wird unter anderem ein Testversuch für eine mögliche Winternutzung fallen.
Die Schützenmatte beleben
Das Projekt verlange nach einer unkonventionellen Lösung, die eine angepasste Gestaltung beinhaltet und die Belebung der Schützenmatte fördert, schreibt die Stadtregierung in einer Mitteilung. Aus diesem Grund werde die Vorstudie wieder partizipativ ausgearbeitet. Die Studie soll in rund zwei Jahren vorliegen.
Diesen Sommer hat die Stadt bereits zum dritten Mal getestet, für welche Nutzung sich die Schützenmatte eignen würde. Dieser Prozess hat gemäss dem Gemeinderat bestätigt, dass der Platz multifunktional genutzt werden soll.
Links gegen Rechts
Linke Parteien lobten das Vorgehen der Stadtregierung als «modellhaft und mustergültig». Ein breites Mitte-Links-Bündnis unterstütze auch den Abbau von 150 Parkplätzen.
Damit stellten sie sich hinter den Gemeinderat, der die Aufhebung der Parkplätze für die Innenstadt als verträglich einstuft, da es in den umliegenden Parkhäusern genügend freie Abstellplätze hat. Ein allfälliger Umsatzverlust für die umliegenden Geschäfte wird nicht erwartet.
Durch den Wegfall der 150 Parkplätze entgehen der Stadt jährlich etwa 600'000 Franken. Die Parkplätze seien aber nur ein Bruchteil der gesamthaft 100'000 Parkplätzen in der Stadt Bern, argumentierte das Grüne Bündnis.
Verlierer der emotionalen Debatte waren die bürgerlichen Parteien mit SVP, BDP und CVP.
Ein neues Gesicht 2025
Die Aufwertung der unwirtlichen Schützenmatte - eingeklemmt zwischen Eisenbahnbrücke und lärmiger Verkehrsachse am Bollwerk - ist in der Stadt Bern schon längere Zeit ein Thema. Die Idee einer multifunktionalen Nutzung - statt eines Parkplatzes wie heute - entstammt dem im Jahr 2013 lancierten Planungsprozess.
Bis 2018 soll laut dem Berner Gemeinderat eine temporäre multifunktionale Nutzung möglich sein. Im Jahr 2025 soll das Projekt vollständig umgesetzt sein.