Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03403.jsonl.gz/2859

25. Unterwegs
Dienstag, 10. November.
Heute Vormittag war ich wieder auf dem Rundgang zum Kloster hinauf. Da komme ich neben dem Spital wieder am "Bohnenbaum" vorbei, der nun praktisch alle seine Blätter fallen liess und an dem jetzt nur noch die vielen Bohnen hangen:
Da frage ich mich nun: "Für WEN sind diese vielen Bohnen gedacht?" Fallen diese lustigen Bohnen auch noch herunter vor dem Winter oder bleiben sie oben bis im Frühling?
Nach dem Waldweg am Klosterfriedhof und am Kloster vorbei komme ich wieder zur Schafherde.
Die Schafherde wurde "umplatziert" auf die Wiese oberhalb des Albertushofes:
Für den Nachmittag erwartete ich eigentlich die beiden Diplomaten von Madrid, dass sie den Tresor von Sarah Jumil zu mir bringen mit ihrem Familienvermögen. Ich erhielt aber eine Mail von Madrid, dass dort alle Flüge annulliert wurden wegen schlechtem Wetter. Nun wollen sie morgen Mittwoch oder am Donnerstag in die Schweiz fliegen und nach Ilanz kommen. Ich hoffe das Beste !
So entschloss ich mich nach meinem bescheidenen Mittagessen per Autostopp nach Chur zu fahren und dort an verschiedenen Orten Musik zu machen. Ich hatte diesmal etwas mehr Glück, denn das 61. Fahrzeug hielt an und ein netter Mann liess mich bis in die Stadt Chur mitfahren. Auf der Fahrt haben wir uns bestens unterhalten und beschlossen in Kontakt zu bleiben, denn wir haben uns sehr gut verstanden.
In Chur habe ich an drei Orten musiziert und genügend Spenden erhalten, sodass ich das Bahnbillet für die Rückfahrt besorgen konnte und noch genügend Kleingeld hatte für eine grössere Lebensmit- tel- Besorgung bei der Migros. Auf der Rückfahrt im Zug kam ich neben einem netten Herrn zu sitz- en, der mehrere Jahre in Schweden lebte und sich sehr für meine Schlüsselfiedel interessierte. So packte ich das Instrument aus und begann eine Melodie zu spielen. Als ich das Instrument wieder einpacken wollte reklamierte eine Frau im nächsten Abteil: "War dies Alles ?" So spielte ich halt noch weitere Melodien, bis ich einpacken musste, weil der Zug bald in Jlanz ankommt. Aber dem Mann neben mir gefiel die Musik von mir so gut, dass er mir eine Zwanzigernote in die Hand drückte. Ganz glücklich dankte ich ihm herzlich dafür, denn so habe ich noch etwas Reserve, wenn die Erb- schaft doch nicht sofort kommen wird.
Zurück in meiner Mansarde versorgte ich den Schlüsselfiedelkoffer unter dem Bett und ging noch Besorgungen machen. Dann bereitete ich mir mein übliches kleines Abendessen und setzte mich nachher an den Computer um abzuklären, was für Mails eingegangen sind. Und jetzt bin ich dran diese Seite zu kreieren und ins Netz zu stellen.
Herzlichen Gruss und alles Gute ! Thyl STEINEMANN
<<<<<< O >>>>>>