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690-703 m. Gruppe von 23
Häusern, an den untern Hängen des Rotmontenbergs, w. der Strasse
St. Gallen-Konstanz und nw. vom
QuartierSt. Jakob oder
Langgasse. 283 kathol. und reform. Ew. Die Mehrzahl
der Bewohner arbeitet in den Geschäften der Stadt.
(Mittler und Unter) (Kt.,Bez. und Gem. Zürich,
Stadtkreis II). 490 und 435 m. Zwei kleine Häusergruppen,
am linken Ufer der
Sihl; 1,2 km voneinander entfernt und 3 bezw. 4,2 km sw. der
Enge. Station der Sihlthalbahn.
Postablage. 59
Häuser, 532 reform. Ew. Kirchgemeinde
Enge. Seit 1899 eigene kleine Kirche. Wiesenbau. Fund römischer Münzen
im Gemäuer der Burg
Manegg. Der Name des
Ortes rührt von einem Bach her, der im lehmigen Boden der grossen Erosionsnische
der Faletsche entspringt.
Grundeigentümer waren im 13. Jahrhundert die Abtei Zürich,
im 14. Jahrhundert die Manesse als Inhaber der Burg
Manegg, im 15. Jahrhundert das Kloster
Selnau zu Zürich,
dessen Liegenschaften 1525 an das Zürcher
Spital übergingen.
In den Zehnten
teilten sich Abtei und Chorherrenstift zu Zürich.
Pfarrgenössig war Leimbach 1314 nach der KircheSt. Peter in
Zürich.
Hohe und niedere Vogtei, die einst zur Reichsvogtei Zürich
gehörten, lagen als Reichslehen in der Hand der Freien von
Schnabelburg
und seit 1304 bei den Rittern von Manesse, die sie 1394 an die Stadt
Zürich veräusserten.
Auf dem Boden von Leimbach stehen die Trümmer der BurgManegg, die 1303 zum erstenmal urkundlich genannt
wird und zwar als Besitz des Zürcher Rittergeschlechtes der Manesse, von denen sie ohne Zweifel ihren Namen hat. Auf der
Manegg mag Rüdiger von Manesse, der Beschützer des Minnegesanges, öfters
Sänger der Umgegend bewirtet haben, wie Gottfried
Keller in seiner Novelle Hadlaub und Georg Häser in seiner lyrischen Oper Hadloub uns erzählen. Als
die Manesse in finanzielle Not kamen, ging die Burg samt dem Kirchensatz der
Kapelle St. Gilg zu Leimbach aus der Hand von
«Hirzlin Vislin», des
Juden «Wittib», an das Kloster
Selnau über. 1409 wurde die
Burg aus Unvorsichtigkeit in
Brand gesteckt,
wovon Gottfried Keller in seiner Novelle Der Narr aufManegg berichtet.
Die
Feste stand zwischen Faletsche und
Höckler auf dem äussersten Vorsprung eines der durch die Erosion des fliessenden Wassers
aus dem Körper das
Uetliberges herauspräparierten Seitengräte. Leimbach kam 1893 bei Anlass der Vereinigung der Stadt mit
den Ausgemeinden zusammen mit
Enge an Zürich.
Vergl. Nüscheler,
Arn. Ein histor.Gangdurch die Nachbargemeindender StadtZürich in Salomon Vögelins Werk Das alteZürich.
2. Aufl. 1890; mit Karte. - Zeller-Werdmüller, H. Zürcherische Burgen 11. (Mitteilungender Antiquar. Gesellsch. in Zür. 59). Zürich
1895.
Leimenthal hiess einst eines der Landkapitel
des Bistums Basel,
das die Kirchgemeinden des Birsigthales und einige Pfarreien des Ober Elsass umfasste.
Urkundlich Vallislutosa
(das lehmige Thal) genannt, nach dem Lösslehm, der an den Abhängen ansteht.
Diese Uebersetzung und Deutung ist unrichtig;
das Thal ist vielmehr nach dem Dorfe
Leimen benannt worden. Im Jahr 728 hiess dieser Name Leimone, was von dem keltischen
leima =
Linde, Ulme abzuleiten ist.
Gehörte der Name zum altdeutschen leimo (Lehm, mundartlich
Leim),
so könnte die Lautform im Jahr 728 nur
Leimen, nicht Leimone geheissen haben und wäre eine Flurbezeichnung, nicht der Name
eines bewohnten
Ortes gewesen.