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Multifunktionales Eisstadion: Weiteres Vorgehen
inf. Im Frühling 2004 hat der Gemeinderat bekanntlich die beiden Firmen HRS und Marazzi, die Projekte für einen Neubau eines multifunktionalen Eisstadions eingereicht haben, aufgefordert, sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenzuschliessen und der Stadt ein optimiertes Projekt vorzulegen. Für das optimierte Projekt sollte möglichst mit allen beteiligten Partnern ein Koordinationsabkommen ausgearbeitet werden. Im Juni 2004 hat der Gemeinderat den Vorschlag der Firmen HRS und Marazzi, die nun in diesem Projekt gemeinsam als TU Eisstadion auftraten, für die Projektorganisation genehmigt und die Vertretung der Stadt Bern bestimmt. Für die Ausarbeitung des Koordinationsabkommens wurde die Frist verlängert.
In der Zwischenzeit wurde durch die Architekten Schwaar und Partner die Sanierungsvariante weiterentwickelt. Mit Unterstützung der Eigentümerin des Stadions, der Bern Arena Stadion AG, an der die Stadt mit 70 Prozent die Mehrheit hält, wurde nach Partnerschaften gesucht, und mit der Karl Steiner AG mit Sitz in Zürich auch gefunden.
Im Frühling 2005 forderte die Stadt alle Interessierten auf, ihre Projektideen bis zum 2. Juni 2005 einzureichen. Die Architekten Schwaar und Partner haben auf die Ausschreibung hin mitgeteilt, dass sie keine Eingabe machen, ihr Projekt jedoch interessierten Gruppierungen, so auch der Karl Steiner AG, zur Verfügung stellen. Eingereicht wurden eine Neubauvariante der TU Eisstadion, zwei Sanierungsvarianten der TU Eisstadion und der Karl Steiner AG und ein Übernahmeangebot der Bern Arena durch die SCB Eishockey AG.
Damit der Gemeinderat die nächsten Schritte einleiten und bestimmen kann, wer mit der weiteren Projektarbeit betraut wird, sind weitere Entscheidgrundlagen nötig. Er hat deshalb die TU Eisstadion (Firmen HRS und Marazzi) und die Firma Karl Steiner AG nun aufgefordert, bis im August weitere Angaben zu den eingereichten Offerten nachzuliefern. Als Vorgaben für das Projekt sind dem Gemeinderat insbesondere wichtig: die Reduktion der Mantelnutzung auf das absolut notwendige, die Sicherstellung des öffentlichen Eislaufbetriebs und die Rückzahlung des Aktienkapitals der Bern Arena AG und damit verbunden die Übernahme aller Rechte und Pflichten der AG.
Der Gemeinderat stuft als mögliche Mantelnutzung ein Bürogebäude für Swiss Olympic und nationale Sportverbände als wünschenswert ein. Im weiteren hat er beschlossen, vorerst mit der SCB Eishockey AG keine Verhandlungen für eine Übernahme der Bern Arena zu führen. Zu diesem Entscheid führte die Tatsache, dass der Gemeinderat in der Übernahmeofferte wenig konkrete Absichten fand, was mit dem Eisstadion geschehen wird, und in welchem Zeitraum notwendige Anpassungen erfolgen werden. Das Angebot der SCB Eishockey AG für die Übernahme liegt auch weit unter den Angeboten, die andere an der Ablösung des Stadions interessierte Gruppierungen eingereicht haben. Für den Gemeinderat steht aber fest, dass der SCB in einem neuen oder sanierten Stadion weiterhin von guten Rahmenbedingungen profitieren soll, die sportliche Leistungen auf höchstem Niveau ermöglichen.