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Wasserfassungen
Das gesamte Einzugsgebiet der KHR umfasst 534 km2 und ist damit ungefähr so gross wie der Kanton Glarus. Das Betriebswasser für die Anlagen der KHR wird an 18 Stellen im Einzugsgebiet aus natürlichen Zuflüssen gefasst – in Wasserfassungen, Auffangbecken, Stauseen und Ausgleichsbecken. Die nutzbare Wassermenge beträgt im Durchschnittsjahr 723 Mio. m3. Davon entfallen 150 Mio. m3 (21 %) auf das Winter- und 573 Mio. m3 (79 %) auf das Sommerhalbjahr.
Die am höchsten gelegenen Anlagenteile der KHR sind die Fassungen Malegga, Am Bach und Jupperbach. Bei schwacher und mittlerer Wasserführung fällt der gesamte Zufluss durch den Grundrechen. Durch den Rechen fällt auch Sand und feiner Kies – Grobgeschiebe über 20 mm hingegen gleitet ab. Das so gefasste, mit Sand und Kies vermischte Wasser gelangt in einen Kiesfang und anschliessend in einen Sandfang, wo Körner über 0,2 mm ausgeschieden werden. Bei Hochwasser schiesst ein grosser Teil des Wassers samt Geschiebe über den Rechen. Wenn zu viel Geschiebe anfällt, wird die Fassung ausgeleitet.
Von den insgesamt 14 Bachfassungen sind zwölf als Grundrechenfassungen ausgebildet. Wegen zu geringem Gefälle kam in der Fassung des Averserrheins in Juppa eine Spülfassung zur Ausführung. Dabei wird der Bach um rund drei Meter aufgestaut, so dass sich ein kleines Absetzbecken bildet, das periodisch gespült werden kann. Durch ein System von Hangrohrleitungen und Stollen gelangt das in den Bachfassungen im Avers und Madris gefasste Wasser ins Auffangbecken Preda, welches zugleich den Madriserrhein aufstaut. Diese Bachfassung ist eine veritable Staumauer von immerhin 23 m Höhe und 99 m Kronenlänge.