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Die interaktiven Karten entstanden im Rahmen des UFSP Sprache und Raum durch eine Zusammenarbeit von Geographen (GISlab, Geographisches Institut) und Linguisten (Deutsches Seminar) an der Universität Zürich. An der Konzeption des Projekts waren Prof. Dr. Elvira Glaser, Prof. Dr. Robert Weibel, Dr. Curdin Derungs, Dr. Matthias Friedli und M.Sc. Martin Baumgartner beteiligt. Die konkrete Realisierung wurde anschliessend von M.Sc. Christian Wirth und M.A. Judith Hug durchgeführt. Im Vergleich zu den kommentierten Karten bieten die interaktiven Karten einige zusätzliche Möglichkeiten, die bei der Online-Umfrage 2008 erhobenen Daten darzustellen und zu erkunden.
Die Antworten von 13'500 Teilnehmenden aus 1537 Postleitzahlgebieten wurden in einer Flächendarstellung zusammengefasst, wobei die Fläche des Untersuchungsgebiets entsprechend den PLZ-Gebieten in sogenannte Thiessen-Polygone unterteilt wurde. Für einige grössere Orte wurden die entsprechenden PLZ-Gebiete zusammengefasst (so z.B. Zürich, welches aus 38 PLZ-Gebieten besteht).
Die Vielzahl verschiedener Varianten, die von den Personen genannt wurden, sind anschliessend in eine übersichtliche Anzahl Typen zusammengefasst worden, wenn sie in ihrer Aussprache oder Schreibung ähnlich waren oder sich sonst nur geringfügig voneinander unterschieden haben. Jeder so typisierten Variante wurde eine Farbe zugeordnet. Indem man in der Legende auf den entsprechenden Typ klickt, erscheinen alle ihr zugeordneten Untervarianten.
Schliesslich wird jedem Polygon jene Farbe zugeordnet, welche der häufigsten Hauptvariante pro Erhebungsort entspricht, d.h. es wird für jeden Ort des Untersuchungsgebiets die dominante Variante angezeigt (man erhält eine sogenannte Dominanzkarte).
Beim Anklicken eines Polygons auf der Dominanzkarte erscheint ein Kreisdiagramm, auf dem alle Wortvarianten angezeigt werden, die neben der vorherrschenden Variante an der Online-Umfrage für den entsprechenden Ort genannt wurden. Das Kreisdiagramm zeigt zugleich, wie viel Prozent der Befragten welche Wortvariante angegeben haben. Beim Anwählen einer Wortvariante auf dem Kreisdiagramm erscheint eine neue sogenannte Verbreitungskarte. Auf dieser Karte wird ersichtlich, wo und wie häufig eine entsprechende Variante im gesamten Erhebungsgebiet genannt wurde. Die Verbreitungskarte kann auch aufgerufen werden, indem man neben dem Kartentitel auf den Button "alle Varianten" und dann auf die gewünschte Variante klickt.
Im Unterschied zu den kommentierten Karten lassen sich auf diese Weise neben den dominanten Varianten auch alle weiteren in der Umfrage genannten Varianten anzeigen. Ferner lässt sich mithilfe der interaktiven Karten feststellen, welche Untervarianten für die Kartierung zu einem bestimmten Typ zusammengefasst wurden. ◆ JH, SB