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Gottéron hat für die nächsten drei Saisons den schwedischen Nationalstürmer Marcus Sörensen unter Vertrag genommen. Ob die Freiburger auch für diese Saison noch einen weiteren Ausländer verpflichten, ist hingegen unklar.
«Es ist wirklich ein riesiges Glück, dass er sich für uns entschieden hat – er ist ein grosses Kaliber», kommentierte Gottérons Trainer und Sportchef Christian Dubé am Dienstagmorgen nach dem Training stolz die Verpflichtung von Marcus Sörensen. Der 29-jährige Stürmer spielt derzeit in der höchsten schwedischen Spielklasse beim Stockholmer Club Djurgardens IF. Sörensen führt das Team als Captain an und steht als klarer Topskorer nach 35 Spielen bei 14 Toren und 20 Assists.
Zwischen 2016 und 2021 lief der 181 Zentimeter grosse und 79 Kilogramm schwere Flügelstürmer in der NHL für die San Jose Sharks auf. Während seiner Zeit in Nordamerika absolvierte er 260 NHL-Spiele und erzielte dabei insgesamt 76 Punkte.
Stark umworben
«Mir gefallen seine Art zu spielen, seine Intensität, sein Leadership, seine Schnelligkeit, aber auch seine Technik – er ist ein sehr kompletter Spieler», sagt Dubé. «Entsprechend waren viele grosse Mannschaften hinter ihm her. Er ist ein Spieler, der in dieser Liga für den Unterschied sorgen kann. Ich denke, er hat sich für uns entschieden, weil Freiburg eine Eishockeystadt ist, weil er erkennt, dass in diesem Club etwas geht», so Dubé, der Sörensen nicht persönlich getroffen hat, dem Schweden aber in Telefongesprächen das Projekt Gottéron schmackhaft gemacht hat. «Er ist einer, der spielt, um zu gewinnen. Und wenn er irgendwo unterschreibt, will er sich dort auch richtig investieren. Entsprechend wollte er mindestens einen Dreijahresvertrag.»
Sörensen ist neben Ryan Gunderson (USA), David Desharnais (CAN) und dem ebenfalls neu engagierten Verteidiger Juuso Vainio (FIN) der vierte Ausländer, der bei Gottéron einen Vertrag für die nächste Saison besitzt. Als fünften Ausländer sucht Dubé für nächste Saison nun noch einen Zweiweg-Center. Daniel Brodin (Djurgardens IF) und Chris DiDomenico (SC Bern) verlassen den Club.
Doch kein fünfter Ausländer für die Playoffs?
Einen fünften Ausländer hätte Freiburgs Trainer und Sportchef eigentlich auch für diese Saison gerne noch. Das wäre im Hinblick auf die Playoffs wichtig, sollte sich einer aus dem Ausländer-Quartett verletzen. Entsprechend hatte Dubé vor der Olympia-Pause angekündigt, während des Breaks einen fünften Ausländer zu verpflichten. Ein Unterfangen, das gescheitert ist. «Ich bin noch nirgends», sagte er am Dienstag ehrlich. «Es ist schwierig, der Markt ist trocken, alle Teams wollen noch Spieler verpflichten, und mein Budget ist limitiert.» Dass Sörensen schon jetzt nach Freiburg wechsle, sei ebenfalls nie ein Thema gewesen. «Er befindet sich mit Djurgarden im Abstiegskampf.»
Dubé ist deshalb nicht einmal mehr sicher, ob er bis zum Transferschluss am 1. März überhaupt noch einen fünften Ausländer verpflichten wird. «Ich werde es versuchen. Aber ich will auch nicht bloss einen Spieler engagieren, um einen Namen mehr auf der Mannschaftsliste zu haben – er sollte auch Eishockey spielen können.»