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Das musst du wissen
- Ein nur 29-Millimeter langer Wurm macht eines der lautesten Geräusche im Ozean.
- Es entsteht, wenn zwei Würmer miteinander kämpfen, auf einander zuschnellen und kollidieren.
- Das Tier hat keine harten Körperteile, die Geräusche machen, sondern schafft das einzig mit seinen Muskeln.
Von Walen weiss man, dass sie singen. Aber sie sind nicht die einzigen, die die Stille der Ozeane durchbrechen. Eines der lautesten Geräusche macht ein kleiner, nur 29 Millimeter langer Wurm, berichten Meereswissenschaftler im Fachblatt Current Biology.
Er wurde erst 2017 entdeckt und lebt vor der Küste Japans. Das Geräusch haben die Wissenschaftler erstmals mit Unterwassermikrophonen aufgenommen. Mit 157 Dezibel dürfte der Wurm wohl nicht beim derzeit laufenden Frauenfeld OpenAir auftreten – dort liegt die Obergrenze in einigen Bereichen um die 90 – 100 Dezibel.
Das Geräusch entsteht, wenn zwei Würmer miteinander kämpfen und dabei ihre Münder aneinanderstossen – die Forscher tauften dieses Verhalten Mundkampf. Das ist vielleicht eine etwas unglückliche Bildsprache, aber dieser Mundkampf knallt jedenfalls wie ein Champagnerkorken.
Die Forschenden schreiben, dieses Geräusch sei fast so laut wie das von Grossscheren-Knallkrebsen, berichtet das Magazin Science: Deren Knall kann sogar kleine Gläser zum Springen bringen. Während Tiere normalerweise harte Körperteile nutzen, um Laute zu machen – die Knallkrebse nutzen die harte Schale ihrer Scheren – tun die Würmer dies nicht. Sie sind Weichtiere und erzeugen die Geräusche allein durch die Kontraktion ihrer Muskeln.