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|um 1100 v.Chr. Steinzeitliche Jäger und Sammler leben im Gebiet des heutigen Graubünden.||1460 In Basel wird die erste Universität der Schweiz gegründet||1847im Sonderbundkrieg des katholischen Kantons Luzern gegen die reformierten Kantone Bern und Zürich siegen die Protestanten|
|um 4000 v.Chr. Pfahlbausiedlungen entstehen an den Ufern des Zürichsee||1481Fribourg und Solothurn treten der Eidgenossenschaft bei.||1848die Eidgenossenschaft gibt sich eine neue Verfassung und wandelt sich so von einem Staatenbund souveräner Kantone in einen föderalistischen Staat mit Zentralregierung. Bern wird Hauptstadt, Amtssprachen sind Deutsch, Französisch und Italienisch|
|100.Jh v.Chr.der keltische Stamm der Helvetier wandert von Süddeutschland ins Schweizer Mittelland und Jura ein||1499Im Schwabenkrieg setzen sich die Eidgenossen gegen die mit Österreich verbündeten Schwaben durch. Im darauf folgenden Frieden von Basel löst sich die Schweiz vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation||ab 1855 angeregt durch Reisebeschreibungen, etwas von Johann Wolfgang Goethe oder Lord Byron, entwickelt sich der Fremdenverkehr in der Schweiz|
|ab 58 v.Chr. römische Truppen unter Julius Cäsar unterwerfen die Helvetier und erobern die Schweiz. Die Römer gründen Städte, legen Strassen an, bauen Tempel||1501Basel und Schaffhausen schliessen sich der Eidgenossenschaft an||1856in Zürich wir mit der Schweizerischen Kreditanstalt die erste Grossbank des Landes gegründet.|
|ab 445 n.Chr. die Römer werden im Norden und Westen von einwandernden Alemannen und Burgundern zurückgedrängt||1513Appenzell tritt dem Zusammenschluss bei; der Bund der "Dreizehn alten Orte" ist vollzählig||1863der
Genfer Philantroph Henri Dunant initiiert das Rote Kreuz, eine unparteiische
Hilfsorganisation für Kriegsverwundete

|612christliche irische Wandermönche missionieren in der Nord- und Zentralschweiz In St. Gallen und Luzern entstehen erste Klöster||1515In der Schlacht von Marignano besiegt der französische König Franz I. das Heer der Schweizer Söldner in Diensten des Herzogs von Mailand. Im "Ewigen Frieden von Fribourg" verzichten 1516 die Eidgenossen auf weitere machtpolitische Unternehmungen und bekennen sich erstmals zur Neutralität. Die Söldnerdienste werden eingestellt. Im Gegenzug erhält die Schweiz das Tessin als "Untertanengebiet".||1865der Engländer Eduard Whymper und sechs Begleiter erklimmen das Matterhorn (4478 m). Beim Abstieg stürzen vier der Alpinisten in den Tod.|
|800unter Kaiser Karl dem Grossen ist die Schweiz Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation||1523der
Prediger Ulrich Zwingli leitet in Zürich die Reformation ein, die
sich bald auf Bern und Basel ausbreitet. Die Urkantone sowie Fribourg und
Solothurn halten am katholischen Glauben fest.
||1871 der Rigi-Kulm (1798 m) bei Luzern wird durch die erste Zahnradbahn Europas erschlossen|
|Ende 9. Jh nach dem Niedergang des Frankenreiches fällt die Westschweiz an das Königreich Burgund, der übrige Teil wird dem Herzogtum Schwaben zugeschlagen.||1529-31Kriege zwischen den protestantischen und katholischen Kantonen. Zwingli fällt im Oktober 1531 bei Kappel. Im darauf folgenden Friedenschluss wird vereinbart, dass jeder Schweizer Ort den Glauben frei wählen kann.||1882Eröffnung der St. Gotthard-Bahn, einem 15 km langen Eisenbahntunnel der das Tessin mit der Zentralschweiz verbindet|
|1157die schwäbischen Herzöge von Zähringen fungieren als Statthalter von Burgund und gründen die Stadt Fribourg||1536Bern
erobert die Region Waadt im Norden des Genfersee und führt dort die
Reformation ein. Genf entwickelt sich unter dem Theologen Jean Calvin zum
europäischen Zentrum der Reformation, dem "Protestantischen Rom"
||1900 der Arzt Max Bircher-Brenner Erfinder des Müsli, macht durch Heilerfolge von sich reden, die auf rohkostorientierter Ernährung basieren.|
|1191der Zähringer Berchtold V. gründet Bern||1618-48 während des Dreissigjährigen Krieges bleibt die Schweiz neutral||1912Einweihung des höchst gelegenen Bahnhofs Europas in 3454 m Höhe auf dem Jungfraujoch|
|1230mit dem Brückenschlag über die Schöllenenschlucht bei Andermatt wird der Passweg über das St. Gotthard-Massiv zur wichtigsten Nord-Süd-Verbindung über die Alpen||1798Napoleon Bonaparte besetzt die Schweiz und errichtet die Helvetische Republik, einen zentralistischen Einheitsstaat nach französischem Vorbild||1914im Ersten Weltkrieg wahrt die Schweiz strikte Neutralität|
|1273Rudolf I. von Habsburg wird deutscher König und führt in der heutigen Schweiz eine straffe Verwaltung mit ortsfremden Landvögten ein (Wilhelm Tell)||1803Aufstände der Bevölkerung zwingen Napoleon zur Billigung der "Mediationsakte", in der eine neue Verfassung beschlossen und der Staatenbund der Kantone wieder hergestellt wird. Diesen gehören nun auch die sechs früheren Untertanengebiete St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin und Waadt an||1920die Schweiz tritt dem im Jahr zuvor gegründeten Völkerbund bei, der bis zu seiner Auflösung 1946 in Genf tagt|
|1291Rudolf
I. von Habsburg stirb am 15.Juli in Speyer. Am 1. August schliessen sich
am Vierwaldstättersee die Urkantone "Uri, Schwyz und Unterwalden"
genannt, in einem Beistandspakt gegen die Habsburger zusammen. Diesen "Ewigen
Bund" beeiden die Abgesandten mit dem "Rütlischwur"
||1811die Aargauer Brüder Rudolf und Hieronymus Meyer besteigen den Gipfel der Jungfrau - Startschuss für die Erschliessung der Berner Alpen||1928in St. Moritz finden die 2. Olympischen Winterspiele statt|
|1315in der Schlacht bei Morgarten besiegte das Schweiz. Bauernheer der drei Waldstätte die Habsburger Soldaten||1815nach dem Sturz Napoleons werden im August auf dem Wiener Kongress die bis dato französischen Gebiete Wallis, Neuenburg und Genf als neue Kantone der Schweiz zugesprochen. Damit erreicht die Schweiz ihre heutige Ausdehnung. Im Frieden von Paris sichern die europäischen Grossmächte der neutralen Schweiz territoriale Unversehbarkeit zu||1938der österreichische Alpinist Heinrich Harrer durchsteigt mit einer bayrischen Seilschaft erstmals die 1800 m hohe Nordwand des Eiger (3970 m)- Rätoromanisch wird offiziell vierte Landessprache der Schweiz|
|1351die freie Reichsstadt Zürich tritt der Eidgenossenschaft bei, es folgen Luzern, Glarus und Zug (1352) sowie Bern (1353). Dieser Bund der sog. Bund der "acht alten Orte" gibt sich den Namen Schwyz||1843die katholische Kirche vereinen sich zum "Sonderbund", um ihre Souveränität gegenüber den protestantischen Kantone zu wahren||1939-45auch im zweiten Weltkrieg bleibt die Schweiz neutral.|
|1946nach dem Zweiten Weltkrieg lassen sich viele internationalen Organisationen in der neutralen Schweiz nieder. Genf wird europäischer Hauptsitz der UNO||1948die Schweiz wird Mitglied der UNESCO- zum zweiten Mal nach 1928 richtet St. Moritz die Olympischen-Winterspiele aus||1971auf Bundesebene führt die Schweiz das Wahlrecht für die Frauen ein. Die Kantone folgen dem Beispiel zögerlich im Laufe der nächsten Jahre bzw. Jahrzehnte|
|1979nach teils blutigen Auseinandersetzungen trennt sich der französischsprachige Kanton Jura vom Kanton Bern und wird als 26. Kanton eigenständig||1986die Schweiz lehnt in einer Volksbefragung den Beitritt zur UNO ab. Doch ist die Schweiz auch als Nichtmitglied in vielen Unterorganisationen der UNO engagiert.||1990als letzter Kanton und "Schlusslicht in Europa" führt der Halbkanton Appenzell-Innerrhoden das Frauenwahlrecht ein|
|1991die Schweiz feiert ihr 700-jähriges Bestehen||2001wie bereis in zwei früheren Referenden (1992 und 1997) entscheiden sich bei einer Volksbefragung die Schweizer gegen einen Beitritt ihres Landes zur EU||2002Landesausstellung Expo.02 im Nordwestschweizer Drei-Seen-Land um die Städte Biel, Murten, Neuchatel- in einer Volksabstimmung entscheiden sich die Schweizer mit knapper Mehrheit für einen Beitritt zur UNO|
Vielfältig ist die Schweiz und doch gleichen sich die Leute der 26 Kantone hinsichtlich Traditionsbewusst- sein und ihrer Liebe zu Ordnung und Struktur. Diesbezüglich sind sie in der Tat "Ein einig Volk von Brüdern" wie es F. Schiller 1804 in seinem Drama "Wilhelm Tell" im Rütlischwur formulierte. Der Dichter lässt diese Worte die Vertreter der Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden sagen, als sie sich - historisch verbürgt - im August 1291 auf der Rütliwiese trafen um ein Schutz- und Trutzbündnis gegen die damaligen Habsburger Landesherren zu schliessen. Das war die Geburtsstunde der Schweizer Eidgenossenschaft.
Wie bereits erwähnt wird das topographische Gesicht der Schweiz im Wesentlichen von Bergen bestimmt. Die Hälfte der Landesfläche liegt in den Alpen. Berge wie die Dufourspitze (4634 m, höchster Berg der Schweiz), Matterhorn (4478m), Eiger (3970 m, gefährlichster Kletterplatz) verschönern die Schweiz. Wasserfälle, Wildbäche, eiszeitliche Gletscher und stille Bergseen vereinen sich zu einem facettenreichen Naturraum.
Lage:
Die Schweiz liegt am südlichen Rand Mitteleuropas. Die Nachbarsländer sind im Westen Frankreich, im Osten Österreich und Lichtenstein und im Süden Italien. Der Rhein und der Bodensee bilden im Norden die Grenze zu Deutschland. Die Schweiz ist ein Gebirgsstaat und umfasst eine Fläche von 41`284 km2, die sich im Wesentlichen in Alpen (60%), Mittelland (30%) und Jura (10%) aufteilt.
Bevölkerung:
In der Schweiz leben etwas mehr als 7,2 Mio. Menschen. Der Ausländeranteil beläuft sich auf ca. 20%
Hauptstadt:
Die Bundesregierung hat ihren Sitz in Bern
Verwaltung:
Seit 1848 ist die Schweizerische Eidgenossenschaft ein föderalistischer parlamentarischer Bundesstaat. Er besteht aus 20 Kantonen und 6 Halbkantonen, die jeweils über eine eigene Verfassung und Gesetzgebung verfügen. Besonderheit der Schweizer Demokratie ist, dass die Bürgerinnen und Bürger an allen wichtigen Entscheidungen durch Volksabstimmungen direkt beteiligt sind.
Sprache:
Es gibt vier offizielle Landessprachen: Deutsch wird in der Nordwest- und Zentralschweiz gesprochen, in der Westschweiz (Romandie) herrscht die Französische Sprache vor, das Tessin ist als einziger Kanton italienischsprachig. Als gleichgestellte Landessprache ist das Rätoromanisch anerkannt und wird lediglich im Kanton Graubünden von etwa 55`000 Leuten gesprochen. Dazu gibt es eine Vielzahl von Dialekten, so wird im deutschen Sprachraum zwischen Basler-, Berner- und Zürichdeutsch unterschieden. In den ländlichen Gegenden im Tessin spricht man zum Teil lombardischen Dialekt.
Wirtschaft:
Handel, Verkehr, Banken, Versicherungen und Tourismus machen knapp zwei Drittel des Bruttoinlandproduktes aus. Im Grossraum Basel konzentrieren sich die Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Im Westen - am Genfersee - hat mit Nestlé einer der weltweit grössten Nahrungsmittelkonzerne seinen Hauptsitz. Zum Aussenhandelüberschuss leistet auch die Uhrenindustrie ihren wichtigen Beitrag. Ebenfalls sehr exportorientiert ist die Textil- und Bekleidungsindustrie. Die Land- und Milchwirtschaft ist zwar sehr hoch produktiv, aber leider hinsichtlich der Fläche und Beschäftigungszahlen, stark rückläufig.
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