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2007
Ein Musiktheater, das auf dem Verbrechen der Papin-Schwestern (1933) basiert.
Der Mord der Schwestern Papin findet in einer Zeit statt, als Hausangestellte nur in Bezug auf ihre Brauchbarkeit betrachtet wurden. Meistens wurden die jungen Frauen in Klöstern erzogen, zu perfekten Hausmeisterinnen oder Haushaltangestellten geformt. Die Erziehung, sowie die spätere Arbeit zum Wohle der Herrschaft, fand in völliger Abgeschlossenheit gegenüber der Umwelt statt. Lebensgewohnheiten, Rituale und sich wiederholende alltägliche Verrichtungen bestimmen den Tagesablauf und verweigern dem eigenen Leben jeglichen Sinn. Die Verbindung zur Realität reisst ab, der Geist gerät auf Abwege und eine innere Leere entsteht. Das Gehirn kommt dem Sinn hinter den Handlungen und den Worten nicht mehr nach. Ohne sich dessen bewusst zu sein, beginnt das Gleiten ins Nichts. Der Boden für das Schlimmste wird bereitet.
SPIEL Claire Valat, Astride Schlaefli
KONZEPT, REGIE, TON Astride Schlaefli
PRODUKTION Michael Röhrenbach
FOTOGRAFIE Fabrice Nobs