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Von Shakespeare, der durch eine Romanze von seiner Schreibblockade befreit wird, bis hin zu Hunter S. Thompson, der durch Las Vegas trippt – es lässt sich kaum einen Film über einen Autoren finden, der nicht sexuell hoch aktiv ist, viel zu viel trinkt und ein Leben voller Eskapaden lebt. Die idealen Voraussetzungen also, um es sich an einem tristen Herbstabend mit genau so einem Film auf dem Sofa gemütlich zu machen. Lassen Sie sich von meinen Lieblingsfilmen inspirieren, suchen Sie die nächste Videothek auf, und ganz wichtig: Sorgen Sie dafür, dass Sie eine Flasche Wein griffbereit haben.
«Shakespeare in Love» (1998), von John Madden
Man kann die Schnulzenkönigin unter den Schnulzen lieben oder hassen, sehenswert ist «Shakespeare in Love» aber auf jeden Fall. Darum geht es: Shakespeare (Joseph Fiennes) verliebt sich während einer Schreibblockade in Muse Viola (Gwyneth Paltrow), ohne zu wissen, dass sie sich heimlich als Mann verkleidet, um in seinem Theater mitspielen zu dürfen. Alles im Film ist wunderbar opulent: Von den Kostümen über die Story bis hin zum Lidschatten, der Joseph Fiennes ins Gesicht gekleistert wurde.
«Barfly» (1987),von Barbet Schroeder
Kein geringerer als Charles Bukowski persönlich schrieb das semi-autobiographische Drehbuch für «Barfly». Mickey Rourke spielt darin Bukowskis Alter Ego Henry Chinaski, der glaubt, sein Zuhause zwischen Kneipenschlägereien und dem nächsten Schnaps in den Bars von Los Angeles gefunden zu haben. Natürlich funktioniert das nur so lange, bis er die ebenfalls alkoholkranke Wanda (Faye Dunnaway) kennenlernt und sich in sie verliebt.
«Kill your darlings» (2014), von John Krokidas
«Kill your darlings» erzählt vom Aufbruch der jungen Beat-Poeten Ginsberg, Kerouac, Borroughs und Carr, deren wildes Leben aus Feiern, Jazz und Philosophieren jäh gestoppt wird, als Lucien Carrs älterer Bruder ermordet aufgefunden wird. Ein spannendes «Coming of Age»-Drama, dass sich alleine schon wegen Daniel Radcliffe in seiner Rolle als Allen Ginsberg lohnt. Er schaffte es für diesen Film tatsächlich, seinem Harry Potter-Image zu entkommen und mich als Zuschauerin glauben zu lassen, dass ihm «Howl» mittlerweile näher steht als «Hogwarts».
«Fear and Loathing in Las Vegas» (1998), von T. Gilliam
Der Sportjournalist Raoul Duke soll über ein Off-Road-Rennen in der Wüste von Nevada berichten und begibt sich zusammen mit seinem Anwalt Dr. Gonzo auf einen verrückten, drogenlastigen Road Trip nach Las Vegas. Johnny Depp spielt Duke nicht nur, sondern verkörpert ihn und macht es so möglich, dass dieser Kultfilm auch nach dem 20. Mal anschauen nicht langweilig wird.
«The Shining» (1980), von Stanley Kubrick<
Ein im Winter verlassenes Hotel in der Abgeschiedenheit der Berge Colorados soll Schriftsteller Jack Torrance (Jack Nicholson) die nötige Ruhe bescheren, sich ungestört der Fertigstellung seines Romans zu widmen. Zunehmende Spannungen zwischen ihm und seiner Familie, begünstigt durch auftretende Visionen, lassen aber bald erahnen, dass dieser Ort ein dunkles Geheimnis birgt, der für die Beteiligten in einen spannungsgeladenen Kampf ums Überleben mündet. Ein Klassiker!
«Adaptation» (2002), von Spike Jonze
Trotz seines Erfolgs mit der Verfilmung seines Drehbuchs zu «Being John Malkovich», ist Neurotiker Charlie Kaufman (Nicolas Cage) von Selbstzweifeln geplagt. Als er den Auftrag annimmt, den Bestseller «The Orchid Thief» zu adaptieren, ist er vollkommen überfordert: Vordergründig schildert das Buch die Abenteuer des Orchideenwilderers John Laroche, doch es erzählt auch die Geschichte von einer Sehnsucht nach tief empfundener Leidenschaft in jedem von uns. Dieses Verlangen plagt Charlie selbst, der nun auch noch in seiner Arbeit gestört wird, seit sich sein Zwillingsbruder Donald bei ihm Zuhause eingenistet hat.
Titelbild via Flickr: The Schiefners watching television at home on the family farm, near Milestone, Saskatchewan, December 1956 / La famille Schniefer regarde la télévision dans la maison de la ferme familiale située près de Milestone (Saskatchewan), décembre 1956 – BiblioArchives / LibraryArchives (CC BY 2.0)