Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03225.jsonl.gz/753

Albasini hatte vor zwei Wochen mit seinem Etappensieg bei der Baskenland-Rundfahrt sowie am Ostersonntag mit dem 3. Platz beim Amstel Gold Race seinen hervorragenden Formstand unter Beweis gestellt. Die Flèche Wallonne bestritt der Thurgauer folgerichtig als Leader seines australischen Teams Orica-Scott.
Albasini fuhr beim Klassiker in Wallonien, bei welchem die Entscheidung jeweils in der abschliessenden Mauer von Huy fällt, schon in der Vergangenheit oftmals stark. 2012 als Zweiter und 2015 als Dritter stand er gar auf dem Podest. Gleiches verpasste der 36-Jährige am Mittwoch nur knapp, da er am Schluss des 1,3 km langen und durchschnittlich 9,6 Prozent steilen Bergsprints nicht mehr wie gewünscht beschleunigen konnte.
Ganz anders Alejandro Valverde. In der ruppigen Mauer von Huy trat er rund 250 m vor der Ziel so explosiv wie unwiderstehlich an. Sofort legte der einst des Dopings überführte Spanier aus Murcia eine beträchtliche Distanz zu seinen Konkurrenten.
Valverde, der vor dem Iren Daniel Martin und dem Belgier Dylan Teuns gewann, hatte danach genügend Zeit zum ausgiebigen Siegesjubel. Beim Überfahren der Ziellinie zeigte er mit fünf ausgestreckten Fingern gleich selber seine Anzahl (Rekord-)Siege bei der Flèche Wallonne an. Der Movistar-Captain, der am nächsten Dienstag 37 Jahre alt wird, erlebt das erfolgreichste Frühjahr seiner Karriere. Zuvor in dieser Saison gewann er schon die Andalusien-, Katalonien- und Baskenland-Rundfahrt.
Am Sonntag folgt mit Lüttich-Bastogne-Lüttich der dritte und letzte Ardennen-Klassiker. Auch da gehört Valverde zum Favoritenkreis. Ebenso wie Albasini, der sich vor Jahresfrist beim ältesten Eintagesklassiker nur dem Niederländer Wout Poels geschlagen geben musste.
(SDA)