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Loving Vincent
Regie: Dorota Kobiela, Hugh Welchman
Darst.: Douglas Booth, Josh Burdett, Holly Earl, Robin Hodges, Chris O’Dowd, John Sessions, Helen McCrory, Eleanor Tomlinson, Saoirse Ronan u.a.
Frankreich 1891. Ein Jahr nach dem Tod Vincent van Goghs taucht ein Brief des Künstlers an dessen Bruder Theo auf. Der Pöstler Joseph Roulin, der mit Vincent befreundet war, beauftragt seinen Sohn Armand nach Paris zu fahren und den Brief persönlich zu übergeben. Doch in Paris erfährt dieser, dass Theo nur wenige Monate nach Vincent gestorben ist. Armand reist weiter nach Auvers-sur-Oise, wo er Paul Gachet treffen möchte, Vincents Arzt. «Loving Vincent» ist unter den Künstlerporträts, die das Kinok in den letzten Monaten gezeigt hat, wohl das aussergewöhnlichste Werk. Das Regieduo Dorota Kobiela und Hugh Welchman verschmilzt auf bahnbrechende Weise Form und Inhalt. Aus der Perspektive von Menschen, die der Maler porträtiert hatte, wird das letzte Lebensjahr van Goghs beleuchtet. Als Basis dienten Briefe sowie 120 seiner Bilder. In einem aufwendigen Verfahren haben über 120 Künstler die Gemälde im Stil van Goghs animiert. Entstanden ist ein Kunstwerk, das mit seinen Farben, seinem Pinselstrich und Farbauftrag erscheint, als hätte van Gogh selbst den Film geschaffen. Berühmte Werke wie «Der Sämann» oder «Caféterrasse am Abend» sind Schauplätze der spannenden Geschichte, die darüber spekuliert, ob van Gogh wirklich Selbstmord begangen hatte. Die Rückblenden, in denen unter anderem die Wirtstochter Adeline Ravoux oder Marguerite Gachet, die Tochter des Doktors, ihre Begegnungen mit dem Maler schildern, wurden in Schwarz-Weiss umgesetzt. Die mit Schauspielern gedrehten Szenen sind als animierte Figuren passend in die Gemälde eingefügt worden. Auf die Frage, warum ihr Film «Loving Vincent» heisse, antwortete Kobiela: «Dieses Projekt war eine Arbeit der Liebe. Ich habe ganze sieben Jahre Vollzeit daran gearbeitet. (…) Und es war nicht nur ich, die Vincent lieben musste. Unser Künstlerteam malte mühsam 65’000 Einzelbilder in Öl. Sie brauchten bis zu zehn Tage, um eine Sekunde Film zu malen. (…) Der Titel ist auch eine Referenz an die Art, wie Vincent häufig die Briefe an seinen Bruder unterzeichnet hat: ‹Dein dich liebender Vincent›.»