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Halbes Jahr Sperre, aus dem US-Kader geschmissen, Geldhahn zugedreht: Der US-amerikanische Schwimmverband hat nach Michael Phelps' Alkoholfahrt in Baltimore reagiert - und hohe Strafen verhängt.
65 Stundenkilometer mehr auf dem Tacho, betrunken am Steuer: Die Alkoholfahrt von US-Schwimmstar Michael Phelps und seine vorübergehende Festnahme haben für den 29-Jährigen nun auch in sportlicher Sicht drastische Konsequenzen. Phelps wird für sechs Monate von allen Wettkämpfen ausgeschlossen, bekommt währenddessen keine finanzielle Unterstützung vom nationalen Sportverband und ist aus dem Team für die Weltmeisterschaft 2015 in Russland gestrichen. Dies gab «USA Swimming» bekannt.
Phelps habe den Verhaltenskodex verletzt, die Maßnahmen treten sofort in Kraft. Zu den Sanktionen zählen demnach jedoch nicht Phelps Trainingseinheiten mit seinem Schwimmclub in North Baltimore.
Der 29-Jährige war der Polizei bei einer Radarkontrolle aufgefallen. In einer 45-Meilen-Zone (umgerechnet 72 Stundenkilometer) soll er mit 135 Stundenkilometer unterwegs gewesen sein. In den Polizei-Dokumenten steht, Phelps habe bei seiner Festnahme «blutunterlaufene Augen» gehabt, zudem habe er «gelallt». In seinem Wagen habe es nach Angaben eines Polizeibeamten «stark nach Alkohol gerochen».
Phelps sagte im Zuge seiner Entschuldigung, er habe in einem Casino «drei, vier Drinks» zu sich genommen. Bereits 2004 war er von der Polizei in Maryland wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen worden. Der damals noch nicht volljährige Schwimmer erhielt seinerzeit eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten.
Am Sonntag hatte der Rekord-Olympiasiegers Pläne einer mehrwöchigen Therapie bekannt gegeben. «Ich werde mir ein wenig Zeit nehmen und an einem Programm teilnehmen, das mir hilft, mich besser zu verstehen», teilte er via Twitter mit.
Im April dieses Jahres war er nach 628 Tagen in den Schwimmsport zurückgekehrt. Bei den vorangegangenen US-Meisterschaften war er allerdings ohne Titel geblieben. Angepeilt hat Phelps die Olympia-Teilnahme 2016 in Rio. (daf/dpa/AP)
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