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Kemmer betonte, der Stresstest sei eine Momentaufnahme der Widerstandsfähigkeit der Institute. Die Szenarien halte er zwar für vernünftig gewählt, Kapitallücken seien aus den Ergebnissen allerdings nicht direkt ableitbar: "Dieser Stresstest ist alleine, isoliert keine Determinante für zusätzlichen Kapitalbedarf." Durchfaller wird es dieses Mal anders als beim Bankenstresstest 2014 nicht geben.
In dem Test wollten die Aufseher wissen, ob die Geldhäuser genügend Kapitalpuffer haben, um einen Absturz der Wirtschaft und einbrechende Immobilienpreise zu verkraften. Auf Basis der Geschäftszahlen Ende 2015 wurden verschiedene Szenarien für 2016, 2017 und 2018 durchgespielt. "Die Aufseher hätten gut daran getan, auch ein Null- oder Minuszinsszenario einzubeziehen, das hätte der Glaubwürdigkeit geholfen", sagte Kemmer.
Die Ergebnisse sollen nächste Woche Freitag (29.7.) nach Börsenschluss veröffentlicht werden. Die europäische Bankenaufsicht EBA hat 51 Institute unter die Lupe genommen, darunter neun deutsche. Parallel dazu überprüfte die Europäische Zentralbank (EZB) in einer abgespeckten Variante gut 60 weitere Kreditinstitute aus der Eurozone. Veröffentlicht werden soll nur der EBA-Teil. Die EZB, die seit November 2014 zentrale Bankenaufsicht für den Euroraum ist, will ihre Resultate intern für die Überwachung der Banken nutzen./ben/enl/jha
(AWP)