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Einmal im Jahr treffen sich in China die Barone der weltweiten Spielzeugindustrie, um zu beschliessen, welcher Ramsch in den kommenden zwölf Monaten an den Stränden, Märkten und in den Städten der Welt von ambulanten Händlern und deren Kindern verdealt werden soll. Glibberfiguren, die sich von Wänden herabhangeln und auf der Haut Ausschläge verursachen. Leuchtende Kreisel, die noch im Urlaub den Geist aufgeben oder spätestens daheim auf denselben gehen. Hauptsache, es handelt sich um Mist. Jedes Jahr wird auf der ganzen Welt dasselbe angeboten und weil die meisten Leute nicht überall hinreisen, fällts den wenigsten auf. Je nach Land wird die Auswahl durch lokale Beigaben verfeinert. Was von den Ramschbaronen nicht gesteuert werden kann, ist die Qualität der Verkäufer (die sich in etwa proportional zur dargebotenen Ware verhält). Deshalb wird die Qualität meistens mit Quantität übertüncht. Nein, es kommt nicht eine Verkäuferin auf den Touristen zu, sondern gleich eine ganze Horde. Im folgenden einige Ausschnitte aus merkwürdigen Gesprächen, die Udo auf seinen Reisen erlebt hat.
Zuerst ein Aufeinandertreffen mit Kindern im frühen Primarschulalter vor einem buddhistischen Tempel in der Nähe von Luang Prabang in Laos. Thai und Laotisch sind miteinander stark verwandte Sprachen. Dank den thailändischen Musikvideos spricht in der Zwischenzeit jedes Kind in Laos Thai. Vor dem Tempel bieten sie kleine Vögel in kaum grösseren Käfigen zum Kauf dar, damit man ihnen gegen ein kleines Entgelt die Freiheit schenken kann.
Udo: Geht ihr nicht zur Schule?
Kinder: Doch, aber heute haben wir frei.
Udo: Aha. Woher habt ihr denn die Vögel?
Kinder: Der Vater fängt sie im Wald.
Udo: Was habt Ihr in der Schule gelernt?
Kinder: Gib uns ein wenig Geld!
Udo: Teilt Ihr es auch schön?
Kinder: Ja.
Udo: Hier (hält einen kleinen Geldschein hin).
Da langt der jüngste Knirps zu und macht sich aus dem Staub.