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Filmkritik: Der Robin Hood aus der Arbeiterklasse77. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica 2020
Newcastle, 1961. Das alte Schlitzohr Kempton Bunton (Jim Broadbent) weigert sich, die Fernsehgebühren für die BBC zu bezahlen. Weil er seine Kanäle über einen unabhängigen kommerziellen Anbieter bezieht, empfängt er den öffentlichen Staatssender gar nicht. Unabhängig davon ist der sechzigjährige Taxifahrer der Meinung, die Rentner aus dem Vereinigten Königreich sollten von den Gebühren befreit werden. Für seine Gesetzeswidrigkeit muss er eine kurze Haftstrafe absitzen. Seine Frau Dorothy (Helen Mirren) ist es sich mittlerweile gewohnt, dass ihr Mann in Schwierigkeiten gerät, aber dennoch macht sie sich Sorgen. Kempton geht nun sogar mit seinem Sohn Jackie (Fionn Whitehead) auf die Strasse, um zu protestieren: Free-TV für die Pensionierten!
Als Kempton und Dorothy erfahren, dass Londons National Gallery zusammen mit der Regierung Francisco Goyas Porträt des Herzogs von Wellington für eine horrende Geldsumme einkaufen, sind sie empört. Nur wenige Tage darauf wird das wertvolle Kunstobjekt gestohlen. Die Behörden vermuten, dass das organisierte Verbrechen dahintersteckt. Mit einem alten Mann aus der Arbeiterklasse, der ganz eigene Ziele verfolgt, haben sie definitiv nicht gerechnet.