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Synopse der Mittelwerte: Hohen Mittelwerten einer Ähnlichkeitsverteilung entspricht eine im Durchschnitt relativ grosse Ausdehnung aller 216 Taxatareale. Da man mit der Grösse der Taxatareale die „Kommunikativität“ eines Ortsdialekts verbinden kann, verweist die Synopse aller Mittelwerte genau auf diese Eigenschaft. Das Profil der Choroplethenkarte ist sehr klar gegliedert und zeigt die diesbezügliche Vorrangstellung der Kantone Aargau und Luzern sowie die analoge Abseitslage des Kantons Wallis.
Synopse der Maxima: Visualisiert „Dialektkerne“ durch die Genese einer sehr gewellten Landschaft, die aus „Bergspitzen“ und dazwischen liegenden „Tälern“ besteht. Den „Bergspitzen“ (hier: alle in Rot) entsprechen Ortsdialekte, die zueinander sehr hohe Ähnlichkeitswerte haben und dadurch in räumlicher Hinsicht „Kerne“ erzeugen. Es gibt aber auch sehr viele Ortsdialekte, die mit ihren unmittelbaren Nachbarn mittel oder schlecht vernetzt sind und daher zu diesen nur geringe Ähnlichkeitswerte ergeben. Diese erscheinen auf der Choroplethenkarte in kalten Farben. Die rot markierten Gebiete ergeben meist kohärente Aggregate, während die blau markierten Zonen auf der Karte meist linienartig (wie „Täler“) auftreten.
Synopse der Standardabweichungen: Mit der Standardabweichung wird die Streuung einer Häufigkeitsverteilung gemessen; darunter versteht man die Menge der Abweichungen aller n Messwerte von deren arithmetischem Mittel. Diese Abweichungen sind umso grösser, je „variabler“ (im Sinne des Nebeneinanders von Gross und Klein) die Messwerte einer Häufigkeitsverteilung strukturiert sind. Auf der sehr klar gegliederten Karte erkennt man über die Verteilung der warmen Farben im Wesentlichen drei hinsichtlich ihrer inneren Variabilität konvergente Zonen: (1) die Kantone Zürich und Thurgau (samt Annexen), (2) den Kanton Bern sowie (deutlich zurücktretend) (3) den Kanton Wallis. Dazwischen ergeben sich relativ glatt verlaufende Übergänge.
Synopse der Schiefen: Die Schiefe erfasst den Grad der Symmetrie einer Häufigkeitsverteilung. Sie hat bei perfekter Symmetrie derselben den Wert 0, erhält negative Werte im Falle einer extremen Massierung der Messwerte oberhalb des arithmetischen Mittels (hier: Polygone in Blau) und positive Werte (hier: Polygone in Rot), wenn sich die Messwerte vorwiegend unterhalb des arithmetischen Mittels befinden. Im ersten Fall kann auf eine starke linguistische Dynamik (im Sinne einer intensiven Irradiation der betreffenden Ortsdialekte) geschlossen werden, im zweiten Fall auf das Gegenteil davon (Konservativität, Residuallage). Die auf der Karte grosso modo rund um den Kanton Zürich erkennbare Kreisformation kann als Hinweis auf eine von diesem Kanton in der Vergangenheit ausgegangene (zirkuläre) Irradiation (etc.) gedeutet werden; die im Süden von St. Gallen liegende blaue Schwelle weist auf Ausgleichsprozesse über kürzere Distanz zwischen den grenznahen Ortsdialekten der Kantone St. Gallen, Schwyz, Graubünden und Zürich hin.