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Sunitinib und Voriconazol beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Erhöhte Sunitinibkonzentrationen und Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Voriconazol ist ein starker Inhibitor von CYP3A4 und kann hierüber den Metabolismus von Sunitinib hemmen. In Kombination kann es daher zu erhöhten Sunitinibkonzentrationen kommen.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Die gleichzeitige Gabe von Sunitinib mit Ketoconazol, ebenfalls einem starken CYP3A4-Hemmer, erhöhte die Cmax- und AUC-Werte von Sunitinib bei gesunden Probanden um 59% bzw. 74%. Wenn Sunitinib mit Voriconazol verabreicht wird, sind daher ebenfalls Konzentrationsanstiege zu erwarten.
Empfehlung
Die Kombination sollte vermieden werden. Gemäss Schweizer Fachinformation ist die gleichzeitige Gabe von Voriconazol mit CYP3A4 Substraten, für welche eine QTc-verlängernde Wirkung bekannt ist, formal kontraindiziert. Soll die Kombination dennoch eingesetzt werden, sind regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie, angezeigt.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018