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Die Schweizerinnen feiern in der Weltcup-Abfahrt in Val d'Isère einen Doppelerfolg: Lara Gut siegt in der Abfahrt vor Fabienne Suter. Corinne Suter als gemeinsame Fünfte mit der ins Schweizer Team integrierten Liechtensteinerin Tina Weirather rundet das hervorragende Ergebnis ab.
Lara Gut doppelt einen Tag nach dem Sieg in der Kombination in der Abfahrt nach. Die Tessinerin leistet sich auf ihrer Lieblingspiste in Val d'Isére keinen Fehler und feiert ihren 15. Weltcupsieg. Damit liegt sie nun gleichauf mit Sonja Nef. Im Gesamtweltcup rückt Gut bis auf zwei Punkte an die Führende Lindsey Vonn heran. Die «Speed-Queen» scheidet aus und holt so keine Punkte (siehe Aufreger).
Und eine lebendige Erinnerung an Val d'Isère gibt es für Gut auch: Das Kalb, das sie für den Sieg erhielt, hat die Tessinerin in Anlehnung an den Ort in Savoyen «Valdy» getauft.
Hinter Lara Gut fährt Fabienne Suter auf Rang 2. Sie liefert sich bis ins Ziel ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit ihrer Teamkollegin, büsst am Ende aber 16 Hundertstel ein. Es ist bereits der zweite Podestplatz für Suter, die im Sommer noch zurücktreten wollte, in dieser Saison. Dritte wird die Kanadierin Larisa Yurkiw.
Der letzte Schweizer Doppelsieg liegt sechs Jahre zurück: Damals hatte Fränzi Aufdenblatten ebenfalls in Val d'Isère vor Nadia Styger den Super-G gewonnen. In jenem denkwürdigen Rennen hatten Fabienne Suter als Vierte sowie Dominique Gisin und Marlies Schild als gemeinsame Sechste die Schweizer Teamleistung abgerundet.
Die hervorragende Schweizer Teamleistung rundet Corinne Suter ab. Die 21-jährige Juniorenweltmeisterin von 2014 zeigt ein beherztes Rennen und fährt auf den starken 5. Rang, den sie sich mit ihrer liechtensteinischen Trainingskollegin Tina Weirather teilt.
Lindsey Vonn, die in allen vier bisherigen Speedrennen in dieser Saison gewonnen hatte, scheidet mit bester Zwischenzeit aus und kann einen bösen Sturz nur knapp vermeiden. Vor einer Kuppe bleibt sie mit dem Innenski hängen und verdreht sich leicht das Knie. Mit hängenden Schultern fährt sie anschliessend ins Ziel, verletzt scheint sie sich also nicht zu haben. (pre/si)