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Zwischen 2000 und 2015 hat sich die Kleiderproduktion ungefähr verdoppelt. Grund dafür ist in erster Linie das Geschäftsmodell der Fast Fashion, das die meisten günstigen Kleiderketten verfolgen. Sie reagieren sehr schnell auf Trends, jährlich werden bis zu zwölf Kollektionen produziert. Die tiefen Preise und die verkürzte Haltbarkeit der Kleider bringen die Konsumierenden dazu, die Läden oft zu besuchen, mehr einzukaufen – und schliesslich auch mehr Kleider schneller wieder wegzuwerfen.
Gemäss der Organisation Fashion Revolution haben europäische Frauen im Schnitt 118 Kleidungsstücke im Schrank, kaufen jedes Jahr 60 neue Stücke dazu. 40 Prozent ihrer Kleider tragen sie nie oder nur zwei bis vier Mal. Jedes Jahr werden in der Schweiz rund sechs Kilogramm Altkleider pro Person weggegeben. Die weltweit nach ihrem Umsatz grössten Fast-Fashion-Unternehmen waren im Jahr 2021 die Firma Inditex, zu der Zara gehört, H&M und Fast Retailing, dem Uniqlo angehört.
Als nachhaltige Antwort auf diese Entwicklung ist in den 2010er Jahren die Slow Fashion aufgekommen. Mit dem Begriff wird Mode bezeichnet, die nachhaltiger hergestellt wird, die also das Wohl der Produzierenden und der Umwelt miteinbezieht. Das Design von Slow Fahsion ist oft zeitlos, die Stücke bestehen aus natürlichen Fasern oder recyceltem Material, weisen eine hohe Qualität und Haltbarkeit aus und wurden unter kontrollierten Bedingungen gefertigt.