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Über die Anfänge des Wasseralarms und seine Bedeutung in der heutigen Zeit
Der Aufbau des Wasseralarmsystems und die Vorbereitung für eine rasche Evakuierung der Bevölkerung wurde während des 2. Weltkrieges und schon vor der sicherheitsrelevanten Gesetzgebung geschaffen. Ein Bundesbeschluss im September 1943 hatte festgelegt, dass die folgenden Massnahmen nötig sind.
- Aktiven und passiven Schutz der Talsperren gegen kriegerische Einwirkung
- Absenkungen von Stauseen
- Errichtung von Wasseralarmeinrichtungen
Dies wurde im Mai 1943 nach der Bombardierung von drei Talsperren im Ruhrgebiet beschlossen, da man Angst hatte, dass dies auch in der Schweiz passieren könnte.
Nach der Bombardierung im Ruhrgebiet hat die Schweiz schnell reagiert. Nur ein paar Monate später wurde der Bundesbeschluss umgesetzt und die Einrichtung von Sirenen angeordnet. Die ersten Wasseralarmeinrichtungen erfolgten im Jahr 1945 bei den Stauanlagen Bannalp und Klöntal.
Der damalige Entscheid verhalf der Weiterentwicklung des Sicherheits-und Warnkonzepts in der Schweiz.
Am 9. Juli 1957 trat die Talsperrenverodnung in Kraft, welche auch heute noch im Gesetz verankert ist. Im gleichen Jahr wurde bei der kritischen Überprüfung festgestellt, dass die Fernsteuerung technisch angepasst werden musste und die Sirenen durch die fehlende Autonomie, sich als nicht kriegstauglich erwiesen.
Die Kockum Sonics AG (damals unter Ericsson AG) lieferte im Jahr 1961 die ersten Sirenen, pneumatische Druckluftsirene TYFON) mit einer Betriebsautonomie von 30 Tagen.
Bis heute liefert die Kockum Sonics AG Wasseralarmsysteme und Sirenensysteme für Talsperren in der Schweiz und weltweit.
Nach der Katastrophe von Vajont im Jahr 1963, als ein Bergsturz in den italienischen Stausee eine Flutwelle auslöste und mehr als 2000 Menschen ums Leben kamen, hat man realisiert, dass der Wasseralarm nicht nur bei militärischen Angriffen sondern auch bei anderen Bedrohungsszenarien eingesetzt werden sollte. Am 10. Februar 1971 wurde die Talsperrenverordnung aufgrund der Katastrophe in Italien revidiert und festgelegt, dass die Wasseralarmsysteme auch in Friedenszeiten funktionieren müssen.
Früher wurde die Sirenen getrennt für den «Wasseralarm» und den «allgemeinen Alarm» eingesetzt. Heute kommen sogenannte «Kombisirenen» im Überflutungsbereich, der innert 2 Stunden von der Flutwelle erreicht wird, zum Einsatz. Kombisirenen sind mit dem Allgemeinen- und Wasseralarm ausgerüstet. In der Schweiz sind aktuell rund 630 Kombisirenen im Einsatz, welche durch die kantonalen Behörden unterhalten werden.
Wie soll man sich beim Wasseralarm verhalten?
Beim ertönen des Wasseralarms (zwölf tiefen Dauertönen von je 20 Sekunden Dauer in Abständen von je zehn Sekunden), muss die Bevölkerung
- das gefährdete Gebiet sofort verlassen
- örtliche Merkblätter beachten und Anweisungen der Behörden befolgen
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