Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03402.jsonl.gz/778

Erst entwickelt die Pharmaindustrie mit großzügiger finanzieller Unterstützung des US-Steuerzahlers Medikamente, dann verkauft sie sie ihm zu überhöhten Preisen. Ein Beispiel dafür ist das antivirale Mittel Remdesivir, auf dem große Hoffnungen für die COVID-19-Behandlung ruhen. Die Entwicklung des Medikaments erfolgte größtenteils mit öffentlichen US-Mitteln, aber Biotech-Riese Gilead Sciences könnte nun Milliarden damit verdienen.
Inhaltsverzeichnis
- Der US-Biotech-Riese Gilead Sciences erklärt, er habe Milliarden Dollar für die Entwicklung des antiviral wirkenden Medikaments Remdesivir ausgegeben, einem Mittel, das bei der Behandlung von COVID-19 vielversprechende Ansätze zeigt.
- Remdesivirs präklinische und klinische Entwicklung wurde massiv durch Steuergelder gefördert, sei durch die US-Armee, die Seuchenschutzbehörde CDC oder die Gesundheitsbehörden NIH und NIAID.
- Für Arzneimittel, die der Staat bezuschusst hat, wurden zunächst Preisklauseln vorgegeben, damit die Unternehmen nicht wie bei früheren Gelegenheiten Mondpreise verlangen konnten. Diese Bestimmungen wurden allerdings später wieder außer Kraft gesetzt.
- Zu sämtlichen 210 Medikamenten, die die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA zwischen 2010 und 2016 zugelassen hat, wurden Forschungsarbeiten publiziert, die die NIH finanziell gefördert hat.
- Obwohl der Steuerzahler die Entwicklung der Medikamente massiv unterstützt hat, tut sich der US-Kongress schwer damit, die Klausel zur angemessenen Preisgestaltung, die die Amerikaner vor exorbitanten Arzneimittelpreisen schützen würde, wieder in Kraft zu setzen.
Arzneimittelhersteller werden oft als wohltätige Unternehmen hingestellt…..