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Description
Vorkommen und Beschreibung
Cinchona pubescens gehört wie Kaffee oder das Labkraut zu den Rötegewächsen (Rubiaceae). Der etwa 30m hohe Baum ist Ursprünglich in den Anden heimisch. Er wurde jedoch kultiviert und verbreitet und kommt heute fast überall in tropischem Gebiet vor. Cinchona pubescens gilt heute als sehr problematischer, invasiver Neophyt der vielfältig bekämpft wird und dessen Ausrottung fast nur mittels Herbiziden gelingt. Der Stamm ist eher schlank die Krone ist rundlich und dicht belaubt. Die grossen, gestielten und leicht behaarten Blätter sind bis 30cm lang und eiförmig. Die hübschen, kleinen und rosafarbenen Blüten stehen in dicht gedrängten Rispen und duften stark. Schon die Indianer Südamerikas nutzten die Rinde von Cinchona pubescens und sie wurde sehr schnell auch von den Missionaren entdeckt die ein lukratives Geschäft damit betrieben. Im 18. Jhd entwickelte sich der Handel im grösseren Massstab. 1790 legte Samuel Hahnemann mit seinem Chinarindenversuch den Grundstein für das Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie. 1823 isolierte der Apotheker Friedrich Koch aus der Rinde von Cinchona pubescens den Wirkstoff Chinin und wurde daraufhin industriell hergestellt. Die Bezeichnung „China“ geht auf das Inkawort Quina=Rinde zurück.
Traditionelle Verwendung der Pflanze
Der Hauptwirkstoff aus der Rinde von Cinchona pubescens ist das sehr bittere Chinin. Wie alle bitteren Pflanzen regt auch Cinchona pubescens die Speichel und Magensaftsekretion an. Zudem wirkt Cinchona pubescens tonisierend auf den Gesamtorganismus. Das macht Cinchona pubescens zu einem guten Mittel bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl. Zudem gilt sie als vorzügliches Tonikum und kommt in der Rekonvaleszenz zur Anwendung. In der Volksheilkunde wird Cinchona pubescens bei remittierendem Fieber, Malaria, und grippalen Infekten angewendet. In der Homöopathie wird Cinchona pubescens vor allem bei nervösen Erschöpfungszuständen nach schwerer Krankheit, Schwangerschaft und Stillzeit sowie nach hohen Verlusten von Körperflüssigkeit verwendet. Zu den typischen Symptomen zählen Hitzewallungen mit und ohne Fieber, Schüttelfrost, starkes Schwitzen, Krampfanfälle, Muskelzittern mit Müdigkeit Kopfschmerzen, Neuralgien. Besser werden die Beschwerden bei Schlaf, Wärme, festem Druck. Schlechter bei Kälte und Zugluft, nachts und leichter Berührung.