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Die Post-Exertional Neuroimmune Exhaustion (PENE) ist eine für ME charakteristische neuroimmunologische Reaktion des Körpers auf Anstrengung. Sie kann bereits auf geringe physische, kognitive, oder sensorische Belastung folgen, weil der Körper nicht in der Lage ist, auf Abruf genügend Energie bereitzustellen.
Die PENE äussert sich in einer Verschlimmerung der Grundsymptomatik, die gleich nach der Anstrengung, aber auch mit einer Verzögerung von Tagen auftreten kann. Die Erholungszeit variiert nach Erkrankungsgrad und von Person zu Person. Sie dauert üblicherweise mehr als einen Tag und kann sich auch über Wochen hinziehen. Jede Zustandsverschlechterung kann der neue Grundzustand sein. Die PENE äussert sich proportional zur Anstrengung, d.h. je schwerer die Anstrengung war, desto stärker ist die darauf folgende Symptomverschlimmerung.
Sie erfüllen die PENE, wenn es Ihnen nach einem Tag, an dem Sie aktiver waren als sonst, fühlbar schlechter geht als normalerweise. Die Verschlechterung äussert sich nicht nur in Erschöpfung, sondern auch in Symptomen wie Schmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Sensitivität auf Licht, Geräusche, Gerüche und Chemikalien, grippeartigen Symptomen oder weiteren neuroimmunologischen Symptomen.
Sie müssen nicht jedes der oben aufgezählten Symptome erfüllen. Wichtig ist vor allem, dass es mehr als Erschöpfung ist.
Die Autoren der Internationalen Konsenskriterien für ME charakterisieren die PENE wie folgt:1
Deutliche, schnelle physische und/oder mentale Erschöpfbarkeit… …als Folge von Anstrengung. Dies kann minimale Aktivitäten wie alltägliche Tätigkeiten oder simple mentale Aufgaben beinhalten. Sie kann sich invalidisierend auswirken und anhaltende Zustandsverschlechterungen verursachen.
Symptomverschlechterung nach Anstrengung: z.B. akute grippeartige Symptome Schmerzen, Verschlimmerung anderer Symptome
Erschöpfung nach Anstrengung… …kann sofort auftreten oder mit einer Verzögerung von Stunden oder Tagen.
Erholungsphase ist verlängert… …dauert 24h oder länger. Ein Crash kann Tage, Wochen oder länger dauern.
Niedrige Schwelle der physischen und mentalen Erschöpfbarkeit... ...resultiert in einer erheblichen Reduzierung des Aktivitätsniveaus vor der Erkrankung.
Einzelnachweise:
1. BRUCE. M. CARRUTHERS ET AL., “Myalgische Enzephalomyelitis – Erwachsenen- und Kinderheilkunde: Internationale Konsensleitlinie für Ärzte”, 2012. (→online)
DIES., “Myalgic encephalomyelitis: International Consensus Criteria”, in: Journal of Internal Medicine, Juli 2011. (→deutsche Übersetzung; →Originalversion)