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Für sein Engagement an Schulen geehrt, wurde der Holocaust-Überlebende aus Lodz 93 Jahre alt.
An seinem 93. Geburtstag ist am 18. Januar in London Zigmund Shipper verstorben. Geboren in eine jüdische Familie aus Lodz, wiesen ihn die deutschen Besatzer 1940 mit der Grossmutter – die ihn aufgezogen hatte – in das dortige Ghetto ein. Shipper musste Zwangsarbeit leisten und konnte so bis zur Liquidierung des Ghettos und der Deportation nach Auschwitz 1944 überleben. Von dort hat ihn die SS in das Lager Stutthof verschleppt. Die Grossmutter verstarb am Tag der Befreiung. Shipper musste einen «Todesmarsch» von dort aus antreten und wurde Anfang Mai 1945 von britische Truppe befreit. Allgemein nur «Zigi» genannt, kam Shipper 1947 nach London und wurde im Schreibwarenhandel tätig.
Er hat dort auch Manfred Goldberg wieder getroffen, mit dem er in Stutthof Freundschaft geschlossen hatte. Der in Deutschland geborene und gleichaltrige Goldberg hat den zutiefst erschöpften Shipper zum Weitermarschieren angehalten: «Wenn du dich hinsetzt, bedeutet das deinen Tod». Am britischen «Holocaust Educational Trust»(Link) engagiert, traten beide traten nach der Jahrtausendwende an Schulen auf und berichteten über ihr Schicksal. Schipper wurde dafür 2016 mit der «British Empire Medal» geehrt. Er und Goldberg haben Prinz William und Prinzessin Kate von Wales 2017 nach Stutthof begleitet und durch das Lager geführt (Link).
Vor einem Jahr wurde Shipper von Jenny Saville für die Serie «Seven Portraits: Surviving the Holocaust» portraitiert und kam bei der Eröffnung auch mit dem heutigen König Charles zusammen. Shippers Tod wurde breit von britischen Medien vermeldet und unter zahlreichen Kondolenz-Bekundungen fehlten auch die Royals nicht. Shipper hinterlässt seine Frau Jeanette, die er 1947 in England kennen gelernt hatte, sechs Enkelkinder und fünf Urenkel (Link)