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Geschichte
Mühledorf gehört heute zum Verwaltungskreis Bern-Mittelland (vormals Amtsbezirk Seftigen) und liegt auf 603 M.ü.M. Die Gemeinde liegt auf dem fruchtbaren Plateau zwischen dem Aare-und Gürbetal und am westlichen Ufer des Gerzensees. Acker- und Obstbau stehen im Vordergrund und geben dem Dorf seinen ländlichen Charakter.
Die Gemeinde Mühledorf wird erstmals um 1364 unter der Bezeichnung „Mühlidorf“ schriftlich erwähnt. Der Ort gehörte im Mittelalter zur Freiherrschaft Kramburg, mit der er nach 1373 an die Johanniter in Münchenbuchsee fiel, die ihn in ihrem Gericht Gelterfingen (Twingrecht 1505) verwalteten. In der Reformation unterstand dieses vorerst dem bernischen Stadtgericht, bis Bern 1533 einen erweiterten Gerichtsbezirk Gelterfingen unter dem Venner des Landgerichts Seftigen schuf. Die Familien Berger und Krebs gehören zu den ältesten Geschlechtern der Gemeinde Mühledorf.
Das Bauerndorf gewann durch die Gürbe- und Müschekorrektion (1855-1911) sowie der Gesamtmelioration (1942-51) Ackerfläche und erhielt Fahrstrassen nach Belp und Kirchenthurnen.
Die Mühle gab dem Dorf den Namen und prägt das Wappen. In der Mühle wurde bis 1926 Korn, insbesondere Weizen, Gerste und Roggen, zu Backmehl aber auch zu Futtermehl gemahlen. Sie war von regionaler Bedeutung. Der letzte Müller im Nebenerwerb war Robert Messerli, der die Mühle im Jahre 1926 schloss. Vor Ort befand sich ebenfalls eine Backstube, deren Ofen heute noch existiert, aber nicht mehr in Betrieb ist. Das Wasserrad wurde durch den Mühlebach gespiesen, der noch heute aus dem Gerzensee in die Gürbe fliesst. Ein alter Mühlstein prägt heute die Zufahrt zur Schule und bildet ein schönes Zeugnis vergangener Zeiten.