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2. Abwasserentsorgung mit Kleinkläranlage
Abwasserentsorgung – heutige Situation
Die Guscha wurde im Rahmen des GEP (Genereller Entwässerung Plan) nicht an eine ARA angeschlossen weil die Gemeinden für die Umsetzung dieses Projektes verantwortlich sind. Da sich die Guscha im Besitze des Bundes befindet sah sich die Gemeinde Maienfeld dafür nicht zuständig und so ist nichts passiert.
Das Abwasser der Guscha aus der Wirtschaftsküche und der WC-Anlage im Brunnenhaus wird heute in einem 7'500 Liter Tank gesammelt und regelmässig in die ARA Bad Ragaz abgeführt (3-4 Fuhren zu je 2’000l). Diese Lösung ist mit erheblichen Kosten verbunden, zudem ist der Transport mit Traktor und Güllefass auf dem steilen Guschaweg mit den engen Kurven für den Fahrer jedes Mal eine Herausforderung.
Im Zusammenhang mit der Restaurierung der Wohnbauten, die nur Sinn macht, wenn diese auch wieder bewohnt werden können, braucht es den Einbau von Sanitäranlagen. WC-Anlagen ausserhalb der Häuser sind nicht mehr zeitkonform. Mit der Sanierung der Sanitäranlage im Guschaheim (2024), bzw. mit dem Einbau einer Sanitäranlage im Neuhaus (2025), wird das Abwasser zunehmen.
Kurzbeschrieb des Projektes
Der Verein Pro Guscha plant auf Guscha den 7’500 Liter Tank durch ein Abwasserleitungsnetz und eine Kleinkläranlage zu ersetzen.
Die drei Häuser; das Guschaheim, das Neuhaus und das Brunnenhaus sollen über das Abwasserleitungsnetz an die Kleinkläranlage angeschlossen werden.
Kleinkläranlage
Nach Prüfung verschiedener Offerten hat sich der Vorstand für die
friwa® - klaro biologische Einzelreinigungsanlage, Typ SBR-Anlage (nach dem Aufstauprinzip) Ablaufklasse N/D (Ausgelegt nach VSA)
der Firma CREABETON entschieden. CREABETON, Bereich Wasserbehandlung, hat sich auf die Lösung umwelttechnischer Abwasserprobleme spezialisiert und entwickelt seit Jahrzehnten Systeme, die erfolgreich für die Verbesserung der Wasserqualität eingesetzt werden.
Die friwa®-klaro Kleinkläranlage SBR (Sequencing Batch Reaktor) ist eine vollbiologische Kleinkläranlage, bestehend aus einem oder mehreren Betonbehältern, durch die das häusliche Abwasser fliesst. In der Regel besteht eine solche Anlage aus zwei grossen Kammern, wobei die erste Kammer für die Vorklärung dient. In der Vorklärung erfolgt eine Abtrennung von Schwimm- und Sinkstoffen. Gleichzeitig wirkt die Vorklärung als hydraulischer Puffer und Schlammspeicher (stabilisierter Mischschlamm aus Vorklärung und mineralischer Überschussschlamm). In der zweiten Kammer (SBR Reaktor) erfolgt der Schadstoffabbau durch Mikroorganismen. Das anfallende Schmutzwasser wird chargenweise dem SBR Reaktor zugeführt.
Lastspitzen können dadurch abgefangen werden. Aufgrund des Schlammalters finden in friwa®-klaro Kleinkläranlagen sowohl eine Nitrifikation wie auch eine Denitrifkation statt (Ablaufklasse N/D). Das Verfahren lässt sich in fünf Arbeitsschritte einteilen, die zeitlich nacheinander ablaufen und sich viermal am Tag wiederholen.
Kosten für Abwasserleitungsnetz und Kleinkläranlage ca. CHF 93'000.-