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Halle 180+
Die Gebäude des Departements Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen umfassen die ehemaligen Sulzer-Hallen 180, 189, 191 (Haus Albert Frey) sowie die Kranbahn 141 (Haus Richard Coray). Der Gebäudekomplex bildet den südlichen Abschluss des Sulzer-Areals.
1990/91 wurde die ehemalige Kesselschmiede als erste Halle des Areal umgenutzt und dient seither dem Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen der ZHAW (vormals Architekturabteilung des Technikum Winterthur) als Lehr- und Forschungsstandort. 1996, 2003 sowie 2014 wurden nochmals Sanierungsmassnahmen durchgeführt.
2003 wurden die Räumlichkeiten des Departements um diejenigen der Hallen 189 und 191 erweitert, die mit minimalen Eingriffen umfunktioniert wurden. Eine Mensa ein Ausstellungs- und Aktionsraum sowie ein Bereich für die Administration fanden Platz. Ein umfassender Ausbau erfolgte 2017/2018.
Die grosszügigen neuen Raumverhältnisse der Hallen 180, 189 und 191 ermöglichen neben Lehre, Forschung und Weiterbildung den Betrieb eines Wissenszentrums mit einem Material-Archiv und einer Dauerausstellung mit Werkstücken aus Kunststein und Beton.
Bei beiden Umbauten wurde das Raumprogramm in die bestehende Raumstruktur eingeschrieben und es wurde soweit als möglich auf architektonische Eingriffe verzichtet. Bestehende Strukturen wurden unspektakulär zu einem neuen Ganzen verwoben. Zudem wurde viel Wert auf einen ressourcenschonenden und kostenbewussten Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz gelegt. Der vorherrschende industrielle Charakter der Innenräume blieb bestehen: Die Qualitäten der Industriearchitektur mit ihren weiten Raumfluchten und guten Lichtverhältnissen prägen somit die Räume unserer Architekturschule.
Der Hallenkomplex wurde nach Albert Frey, einem bekannten Absolventen der ZHAW, benannt. Albert Frey wurde 1903 in Zürich geboren. Er studierte am damaligen Technikum Winterthur Architektur und schloss sein Studium 1924 ab. Danach arbeitete er unter anderem für Le Corbusier in Paris und wanderte 1930 in die USA aus, das Land seiner späteren Hauptwirkungsstätte Palm Springs.
Der Stil seiner Bauten wurde später als Desert Modernism bezeichnet. Albert Frey verstarb 1998 in Palm Springs. Während seiner Schaffenszeit hat Albert Frey zahlreiche spannende Ideen zur Baukultur beigetragen. Mit seinem Pioniergeist und Tatendrang dient er unserem neuen Hallenkomplex als idealer Namenspatron.
Carte blanche Nr. 3
«Aquarium», Einbau in der Halle 180, Oktober 2007
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Carte blanche Nr. 8
«Halle 180», Architekturschule in einer Industriehalle, Okt. 2008
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Carte blanche Nr. 35
«Snapshots», März 2015
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Halle 180
Architekturschule in einer Industriehalle, Philipp Stäheli
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Halle 180 «Ruhelos»
Projekt Zeitraffer, Assessment, Philipp Stäheli
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50 Jahre Sulzer
Szenen aus dem Archiv des Winterthurer Unternehmens
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Mit dem Neubau 141 bekamen die Bauingenieurinnen und -ingenieure, die seit 2008 ebenfalls auf dem Sulzerareal arbeiten und lernen, 2020 ihr eigenes Gebäude. Wo sich früher eine Kranbahn befand, wird nun unterrichtet und geforscht. Zudem befinden sich im Gebäude Genossenschaftswohnungen für Personen in der zweiten Lebenshälfte.
Namensgeber des Gebäudes ist der Gerüstbauer Richard Coray, 1869 in Trin geboren, der von 1889–1892 am Technikum Winterthur studierte. Er ist vor allem für seine filigranen Lehrgerüste bekannt, mit denen die bedeutendsten Schweizer Brücken in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts realisiert wurden. Coray erlangte damit internationale Bekanntheit. Mit der Entwicklung des Systems Coray leistete er einen bedeutenden Beitrag zum modernen Brückenbau: Die neuartige Konstruktionsweise ermöglichte den Bau technisch-handwerklicher Meisterwerke bei minimalem Materialaufwand. Richard Coray verstarb 1946 in Davos.
Die räumliche Nähe von Architektur und Bauingenieurwesen ist zentral, damit die enge Vernetzung der beiden Disziplinen gelebt werden kann. Diese Verzahnung von Architektur- und Bauingenieurwesenausbildung, als ein Credo der «Winterthurer Schule», ist einzigartig in der Schweizer Hochschullandschaft.
Ebenso zur Identität des Departements gehören Werte wie Offenheit und Toleranz, Interaktion und Unmittelbarkeit sowie die Diversität von Meinungen und Haltungen. Die Räumlichkeiten mit ihrer einzigartigen Atmosphäre stehen als Sinnbild für einen inspirierenden Lern-und Arbeitsort. Die Arbeitsräume der Studierenden, die Vorlesungsräume sowie die Arbeitsräume der Dozierenden sind offen und verbunden. Dies fördert ganz unmittelbar den sozialen und kreativen Austausch.