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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Weiss er von dem dramatischen Fall der jungen Eritreerin, die am Ende des Asylverfahrens eher Suizid beging, als ein zweites Mal aus der Schweiz weggewiesen zu werden?</p><p>2. Wie viele im weiteren Sinn suizidgefährdete Personen werden weggewiesen, nachdem ihnen kein Asyl gewährt wurde?</p><p>3. Wie viele dieser Personen begehen tatsächlich Suizid?</p><p>4. Welche Massnahmen, namentlich auf dem humanitären Gebiet und jenem der Prävention, werden ergriffen oder in Betracht gezogen, um solche Dramen zu verhindern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Dem Bundesrat ist dieser tragische Vorfall bekannt. Weitere Ausführungen können an dieser Stelle aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes der betroffenen Person nicht gemacht werden.</p><p>2./3. Die medizinische Betreuung und Unterstützung von Asylsuchenden während des Aufenthalts in den Kantonen bzw. im Rahmen des Vollzugs von Wegweisungen liegt im Kompetenzbereich der Kantone. Das Bundesamt für Migration (BFM) wird nicht systematisch über medizinische oder psychische Probleme von Asylsuchenden informiert, insbesondere auch nicht darüber, wie viele Personen im Rahmen des Wegweisungsvollzugs Selbstmordabsichten geäussert haben. Aus diesem Grund liegen dem Bund keine entsprechenden Zahlen vor. Wenn Asylsuchenden im Rahmen der Entscheideröffnung durch das BFM mitgeteilt wird, dass sie die Schweiz verlassen müssen, kommt es ab und zu vor, dass sie damit drohen, sich im Falle einer zwangsweisen Rückkehr das Leben zu nehmen. Dem Bundesrat ist jedoch kein weiterer aktueller Fall bekannt, in welchem eine betroffene Person ihre Drohung wahrgemacht hat.</p><p>4. Bei entsprechenden Äusserungen oder Hinweisen während eines laufenden Asylverfahrens wird diesen im Rahmen der Prüfung der persönlichen und gesundheitlichen Situation der betroffenen Person nachgegangen. Sind die Gründe medizinisch indiziert und besteht im Rückkehrstaat nicht die Möglichkeit einer entsprechenden Behandlung, kann der Vollzug der Wegweisung vorübergehend ausgesetzt und eine vorläufige Aufnahme angeordnet werden.</p>  Antwort des Bundesrates.