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Einen riesen theater für seine 15minuten als Joker bei Suicide Squad.
Fünf Jahre nach dem Kino-Hit «Joker» wurde der Kinostart für die Fortsetzung «Joker: Folie à Deux» angekündigt. Dieser soll am 4. Oktober auf die Leinwand kommen. Den Bösewicht verkörpern tut erneut Joaquin Phoenix. Er ist nicht der erste Joker-Schauspieler – die Liste ist lang und nicht problemlos.
Der Joker wurde 1940 in der Comicbuchausgabe «Batman #1» in das DC-Universum eingeführt. Ursprünglich sollte er nur einmal auftauchen, der Charakter war jedoch so beliebt, dass er zu einem häufigen Feind Batmans wurde. Sein Image war das eines kriminellen und hinterhältigen Superhirns mit einem Sinn für Humor. In den späten 1940er-Jahren wurde der Joker zu einem harmlosen Spassvogel umgestaltet. Bald nach dieser «Transformation» geriet die Figur in Vergessenheit und wurde erst in den 1970ern als einer der berüchtigtsten Verbrecher von Gotham City wieder eingeführt.
Jokers Aussehen basiert stark auf Conrad Veidts Charakter Gwynplaine aus dem Horrorfilm «Der Mann, der lacht» (1928). Gwynplaines Gesicht wurde entstellt, weil sein Vater sich weigerte, sich vor einem diktatorischen Herrscher zu verbeugen. Doch während man den Joker als Wahnsinnigen zeichnet, scheint seine grinsende Inspiration «nur» verrückt zu sein. Zumindest, bis dieser die Liebe findet.
Doch Gwynplaine ist nicht Jokers einzige Inspiration, und sein Lachen und die grünen Haare sind bei Weitem nicht seine einzigen Besonderheiten. Er ist dafür bekannt, dass er seinen Gegnern immer einen Schritt voraus ist – das erinnert stark an James Moriarty, Erzfeind vom britischen Detektiv Sherlock Holmes.
Der Comiczeichner und Co-Schöpfer von der Figur Joker, Jerry Robinson, wollte einen Schurken, der wie Moriarty die besten Eigenschaften des Protagonisten durch direkten Kontrast hervorheben kann. Das schreibt sein Sohn Jens Robinson in einem autobiografischen Artikel über seinen Vater.
Cesar Romero spielte 1966 – an der Seite von Adam West als Batman – als erster die Rolle des Jokers. Und zwar in der Serie «Batman», die von 1966 bis 1968 lief und im Film «Batman hält die Welt in Atem» (1966). Damals war Joker ein alberner Spassvogel, der anderen gerne Streiche spielte. Weitaus noch nicht der blutrünstige und düstere Bösewicht, den wir heute kennen.
Das berüchtigte Joker-Lachen prägte Romero schon vor über 50 Jahren:
Romeros Markenzeichen war sein Schnurrbart. Den wollte er für die Rolle nicht abrasieren, also wurde einfach mit viel weisser Farbe darüber gemalt. Dafür sass Romero eine Stunde in der Maske. In den Comics ist Jokers kompletter Körper kreideweiss, bei Romero wurden jedoch nur sein Gesicht und die Hände gefärbt.
1989 verkörperte Jack Nicholson eine deutlich düstere Version des DC-Schurken als Romero. In einem Video-Interview sagt er: «Je mehr man [Kinder] erschreckt, desto mehr mögen sie es.»
Nicholson hätte 2008 in «The Dark Knight» gerne nochmals den Joker gespielt. Er sagte sogar einmal, dass er durchaus wütend gewesen war, dass niemand ihn gefragt habe, ob er die Rolle nochmals spielen wolle. Nach dem Tod von Heath Ledger (dazu später mehr) sagte Nicholson: «Tja, ich habe ihn gewarnt».
2008 hauchte Heath Ledger dem Killerclown Joker in «The Dark Knight» neues Leben ein und gewann für seine hingebungsvolle Darbietung einen Oscar. Doch die Dreharbeiten gingen nicht ohne Spuren an ihm vorbei. Ledger verschanzte sich wochenlang, um in den Charakter einzutauchen. Den Joker beschreibt er als «psychopathischen, massenmordenden, schizophrenen Clown mit null Empathie».
In der Dokumentation «Too Young To Die: Heath Ledger» wird Ledgers Tagebuch gezeigt, das er während den Dreharbeiten führte. Fast schon obsessiv schrieb er ganze Dialoge und Szenen auf und trug das Buch immer bei sich.
In einem Interview mit «The New York Times» sagte Ledger, dass er sehr wenig schlafe und die Rolle körperlich und mental sehr anstrengend sei. Nicht einmal Schlaftabletten hätten geholfen.
Im Januar 2008, noch bevor «The Dark Knight» in die Kinos kommt, verstirbt Ledger an einer Überdosis. Er kann nicht mehr miterleben, welche Wirkung sein Auftritt hat.
Für «Suicide Squad» (2016) schlüpfte Jared Leto in die Rolle des Jokers. Über den Charakter sagte Leto: «Der Joker ist jemand, der Dinge wie persönlichen Raum oder Grenzen nicht wirklich respektiert». Diesen Grundsatz lebte er am Set: Er schickte seinen Co-Stars unter anderem ein totes Schwein, lebende Ratten und benutzte Kondome. Am Set weigerte er sich, mit seinem richtigen Namen angesprochen zu werden – alle mussten ihn Mistah J nennen.
Auch der aktuelle Joker-Darsteller hat mit der Rolle zu kämpfen. Für den ersten Film, der 2019 herauskam, musste Joaquin Phoenix viel Gewicht verlieren. Über 23 Kilogramm. Gegenüber E! Online sagte der Schauspieler, dass sein Gewicht für ihn zu einer krankhaften Obsession wurde.
Phoenix sagte, dass er nicht erwartet habe, dass er durch die Transformation seines Körpers sich plötzlich auf eine andere Art und Weise bewegen könne. Doch genau dies habe sich «als ein wichtiger Teil der Figur herausgestellt». Für seine Darstellung gewann Phoenix unter anderem einen Golden Globe und einen Oscar.
Die einen Sender holen alte Kultformate zurück ins Programm, die anderen überlegen sich zum Teil etwas Neues – und sorgen somit eventuell für den Höhepunkt des Trash-TVs. Ab dem 25. August läuft auf Discovery+ die neue Realityshow «Sex Tape V.I.P.». Moderiert wird das Format von Natascha Ochsenknecht – und die hat in der Sendung eine ganz besondere Aufgabe.