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14 MESSSTATIONEN
MeteoSchweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie betreibt ein landesweites Pollenmessnetz, das 14 Messstationen umfasst, an denen die Pollenkonzentrationen in der Luft gemessen werden.
Anhand der Daten und Prognosen über den Pollenflug können empfindliche Personen ihre Exposition begrenzen und ihre Allergiebeschwerden gezielt und bestmöglich behandeln. Ärzte verwenden diese Informationen für die Diagnose, die Prävention und die Planung von Therapien für Allergien. Die meisten Pollenfallen stehen in Städten oder Ballungsgebieten, weil dort die meisten Allergiker leben.
Jede Messstation ist mit einer volumetrischen Pollenfalle ausgestattet. Eine Pumpe saugt pro Minute 10 Liter Luft an, was dem Volumen der menschlichen Atmung entspricht. Hinter der Saugöffnung dreht sich ein Zylinder, der mit einem transparenten, mit Silikon beschichteten Kunststoffstreifen überzogen ist, an dem die in der angesaugten Luft vorhandenen Partikel haften bleiben. Neben Pollen bleiben Pilzsporen, Staub, Russ und hin und wieder auch Saharastaub oder Vulkanasche daran kleben. In ganz Europa kommen derartige Fallen zur Messung der Pollenkonzentrationen in der Luft zum Einsatz.
Der Zylinder wird einmal wöchentlich gewechselt und per Express-Kurier an das Analysezentrum in Payerne geschickt, wo der Streifen vom Zylinder getrennt, in 7Teile (für die 7 Wochentage) geschnitten und auf Objektträgern eingebettet wird. Im Anschluss werden die einzelnen Pollenkörner im Rahmen einer detaillierten Analyse unter dem Mikroskop identifiziert und gezählt. Bei starkem Pollenflug kommt es häufig vor, dass pro Tag mehr als tausend Pollenkörner gezählt werden.
Mit einer einfachen Berechnung können diese Zählungen in Pollenkonzentrationen pro Kubikmeter Luft umgewandelt werden. Unter dem Mikroskop werden die Pollenkörner nach Grösse, Form und Oberflächenstruktur ihrer Aussenwand unterschieden. Birkenpollen haben beispielsweise drei Poren und ihre Oberfläche ist fein granuliert, während Eschenpollen ein netzartiges Muster aufweisen. Mit den Fallen werden regelmässig mehr als 60 verschiedene Pollenarten gesammelt.
Maispollen gehören mit einem Durchmesser von ungefähr 100 Mikrometern zu den grössten Pollenkörnern und fliegen folglich nicht sehr weit. Die in der Luft am häufigsten vorkommenden Pollen messen zwischen 20 und 40 Mikrometern und können vom Wind mehrere tausend Kilometer transportiert werden. In den meisten Fällen fliegen sie jedoch nur wenige Kilometer weit. Bei MétéoSuisse wird ein neues automatisches Netzwerk aufgebaut. Für die Jahre 2021-2022 werden stündliche Daten in Echtzeit zur Verfügung gestellt. Die Qualität der Prognosen wird ebenfalls erheblich verbessert.
INFORMATIONEN FÜR DIE BEVÖLKERUNG
Auf der Grundlage dieser Messungen und anhand verschiedener Modelle erstellt MeteoSchweiz Pollenflugvorhersagen und informiert die Öffentlichkeit über das Internet, Smartphone-Anwendungen und traditionelle Medien.
MeteoSchweiz prognostiziert den Beginn der Blütezeit und somit den Beginn des Fluges jener Pollen, die die meisten Allergien auslösen und informiert über die Pollenkonzentrationen im Flachland und in den Höhenlagen und veröffentlicht während der ganzen Saison regelmässig die Liste der in der Luft vorhandenen Pollen, die Heuschnupfensymptome verursachen können. Mit dem Ausbreitungsmodell COSMO-ART können die Pollenkonzentrationen in den verschiedenen Regionen des Landes und in den Nachbarländern berechnet werden.
HIER GIBT ES POLLENINFORMATIONEN:
Allgemeine Polleninformationen MeteoSwiss App www.meteoschweiz.ch
App MeteoSwiss Aktuelle Pollenprognose, Pollenmessungen und Smartphone Apps
www.pollenundallergie.ch
Pollensituation in Europa www.polleninfo.org
Aerobiology schweizerische Gesellschaft www.aerobiologie.ch