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Frage:
Meine Frau, 80 Jahre alt, leidet schon Jahre an starkem Schwitzen am Kopf. Am Rest des Körpers ist ihr Schwitzen als normal, üblich zu bezeichnen. Dieses Schwitzen hat sich in den letzten 3–4 Jahren erheblich verstärkt und beeinträchtigt sie im Alltag stark. Besonders beim Verrichten der Hausarbeit: kochen, putzen, bügeln, tropft es von ihrem Gesicht. Hausarzt, Hautarzt und Frauenarzt konnten ihr bis anhin nicht helfen. Sie nimmt folgende Medikamente ein: täglich 0.05 mg Eltroxin, täglich 1 Tablette Condrosulf, 1 x wöchentlich 10mg Methotréxate, 1 Tag danach 1 Tablette DrossaFol
Antwort von Dr. med. Claude Luder vom Dermatologischen Ambulatorium:
Ihre Frau leidet unter vermehrtem Schwitzen nur im Bereich des Kopfes. Vermehrtes Schwitzen, auch Hyperhidrose genannt, kann entweder ohne erkennbare Ursache auftreten oder im Rahmen einer Begleiterkrankung.
Die Medikamente lassen auf mehrere Begleiterkrankungen schliessen, welche das Schwitzen provozieren können. Ich empfehle eine Überprüfung durch den Hausarzt, ob die Schilddrüsenfunktion gut eingestellt ist, d. h. dass die Dosierung von Eltroxin stimmt.
Vermehrtes Schwitzen im Kopfbereich wird oft verschlechtert durch Konsum von Koffein, Verzehr scharfer Speisen oder wie von Ihnen beschrieben, körperliche Aktivität und Stresssituationen. Diese Auslöser können teils gemieden werden. An medikamentöser Therapie kommt die örtliche Anwendung von Aluminiumchlorhydroxidlösung (z. B. 10%) an einzelnen Stellen in Frage (z. B. Etiaxil). Je nach Begleiterkrankungen kommt auch der niedrig dosierte Einsatz eines Betablockers in Frage, wobei die Nebenwirkungen dieser Therapie berücksichtigt werden müssen. Dazu kann Sie ihr Hausarzt beraten. Eine Reduktion auslösender Faktoren ist oft nicht zu vermeiden.