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Aus dem Royal Opera House London • Werther ist eine Oper („Drame lyrique“) in vier Akten und fĂĽnf Bildern von Jules Massenet, die am 16. Februar 1892 in der deutschen Fassung von Max Kalbeck an der Wiener Hofoper uraufgefĂĽhrt wurde. Édouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann schrieben das Libretto nach dem Briefroman Die Leiden des jungen Werthers von Johann Wolfgang von Goethe.
Erster Akt
Juli: Im Hause des Amtmanns wird ein Weihnachtslied gespielt (« Noël, Jésus vient de naître »). Er erzählt den auch anwesenden Freunden Schmidt und Johann von seiner ältesten Tochter, die die Mutterrolle für ihre jüngeren Geschwister angenommen hat, nachdem die Mutter gestorben ist. Werther soll sie zum Ball begleiten, da ihr Verlobter Albert abwesend ist. Werther verlässt beglückt mit Charlotte das Haus, während kurz darauf Albert doch schon zurückkehrt und von Sophie empfangen wird (« Tout le monde est joyeux, le bonheur est dans l’air »). Er verlässt das Haus mit dem Hinweis, am nächsten Tag wiederzukommen. Später begleitet Werther Charlotte nach Hause (« Il faut nous séparer ») und gesteht ihr seine Liebe (« Rêve ! Extase ! Bonheur ! »), wird aber vom Amtmann unterbrochen. Werther erfährt, dass Charlotte der Mutter geschworen hat, ihren Verlobten Albert zu heiraten.
Zweiter Akt
September: Charlotte und Albert sind nun verheiratet. Albert ahnt Werthers Kummer und versucht, mit ihm zu sprechen. Es steht wieder ein Ball an, den Sophie mit Werther eröffnen will. Dieser hat jedoch nur Augen für Charlotte und kann seine Eifersucht nicht verbergen. Charlotte rät ihm schliesslich, sich bis Weihnachten von ihr fernzuhalten. Werther kämpft mit sich selbst und weiss, dass er Charlotte niemals vergessen könnte. Schon denkt er an den Tod als mögliche Lösung (« Lorsque l’enfant revient d’un voyage »). Schliesslich flieht er wie ein Wahnsinniger, bevor die feiernde Gesellschaft erscheint. Albert, Charlotte und Sophie sehen ihm nach. Albert weiss nun, dass Werther seine Frau liebt.
Dritter Akt
Dezember: Werther hat Charlotte einige Briefe geschrieben, in denen er seine Liebe beteuert. Diese gesteht sich nun ein, dass auch sie Werther liebt. Sie versucht, sich im Gebet zu festigen, schliesslich tritt jedoch Werther ein, der, von ihrer Distanz verzweifelt, ein Gedicht Ossians (« Pourquoi me réveiller ») singt und sich ihr zu Füssen wirft. Charlotte flieht und schliesst sich ein. Als sie schwört, Werther niemals wiederzusehen, sieht dieser nur noch den Tod als Ausweg. Als er Albert brieflich um die Überlassung seiner Pistolen für eine Reise bittet, sperrt dieser sich nicht: Charlotte schickt Werther die Waffen durch einen Diener.
Vierter Akt
1. Bild (Heiligabend): Charlotte ahnt Werthers Selbstmordabsichten und eilt in der Weihnachtsnacht durch das verschneite Wetzlar in der verzweifelten Absicht, ihn daran zu hindern. Ein Schneesturm zieht auf.
2. Bild (Werthers Arbeitszimmer): Sie findet ihn sterbend auf dem Boden. Er hindert sie daran, Hilfe zu holen (« Qui parle ? »). Sie gesteht ihm ihre Liebe (« Et Werther moi je t’aime ! ») und küsst ihn schliesslich. Werther stirbt in ihren Armen (« Non … Charlotte … je meurs »). In der Ferne hört man die Kinder Weihnachtslieder singen.
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REGIE:
Benoît Jacquot
MUSIK:
Jules Massenet
AUSSTATTUNG:
Charles Edwards
KOSTÜME:
Christian Gasc
LAND:
England
JAHR: 2016
LÄNGE: 180min