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Um Yin Yoga erklären zu können, ist es hilfreich, in das Prinzip von Yin und Yang einzutauchen. Yin und Yang beschreibt die zwei Seiten unserer Existenz: Yin kann nicht existieren ohne Yang und Yang kann nicht existieren ohne Yin. Dieses Wissen ist in dem alten Symbol manifestiert, was wohl jeder kennt. Ein schwarzer Punkt im weissen Yang und ein weisser Punkt im schwarzen Yin.
Yang ist hell, aktiv, dynamisch und heiss.
Yin ist dunkel, passiv, statisch und kalt.
In dieser kleinen Gegenüberstellung steckt bereits alles, was Yang Yoga und Yin Yoga ausmacht.
Wenn man die Strukturen in unserem Körper anschaut, dann sind unsere Muskeln primär Yang - sie sind elastisch und reagieren sehr schnell auf Stimulation.
Das tiefer liegende Bindegewebe, Sehnen und Bänder, Gelenke und Knochen hingegen sind hauptsächlich Yin - sie sind eher starr und reagieren sehr langsam auf Stimulation.
Jedes lebende Gewebe muss stimuliert werden, sonst degeneriert es. Unsere Muskeln können auf vielerlei Art stimuliert werden, unter anderem durch Yang Yoga Stile wie Vinyasa Yoga oder Ashtanga Yoga. Yin Yoga hingegen ist ein wunderbarer Weg, das Yin Gewebe zu erreichen.
Betrachten wir unsere Lebenszeit, sind wir zu Beginn unseres Lebens am beweglichsten und am wenigsten stabil. Mit dem Erwachsenwerden kommt Beweglichkeit und Stabilität in ein Gleichgewicht. Je älter wir werden, nimmt unsere Stabilität zu und unsere Beweglichkeit ab. Während wir mit Yang Yoga hauptsächlich unsere Kraft stärken, geht es im Yin Yoga vor allem um den Erhalt unserer Beweglichkeit.