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Zwischen dem Ende des Sommers, Herbstanfang und Erntedank taucht des Öfteren der Begriff des Altweibersommers auf.
Aber was ist der Altweibersommer eigentlich?
Im Gegensatz zu den Jahreszeiten und deren Beginn, die astronomisch berechnet und festgelegt wurden, handelt es sich beim Altweibersommer um eine meteorologische Bedeutung.
Wie ist der Ausklang des Sommers?
Im September werden die Tage und Nächte kühler und wir spüren den Sommer schwinden. Doch zwischen Mitte September und Anfang Oktober ist es keine Seltenheit, dass trotz kalter Nächte, uns noch einige warme Tage beschert werden. Dann sprechen wir vom Altweibersommer.
Was ist der Altweibersommer aus Sicht der Meteorologen?
Meteorologen bezeichnen als Altweibersommer eine regelmässig in Mitteleuropa wiederkehrende Schönwetterperiode zwischen Ende September und Anfang Oktober. Die Tagestemperaturen können bis über 20 Grad während dieser Zeit steigen. Für Meteorologen ist es ein Wärmerückfall, der durch einen relativ hohen Luftdruck ausgelöst wird.
Woher kommt der Name „Altweibersommer“?
Trotz warmer Tage während des Altweibersommers sind die klaren Nächte schon sehr kühl, so dass sich Tau niederschlägt. Durch den Tau sind die Spinnweben deutlich zu erkennen.
In alter Zeit glaubte man darin, das Wirken der alten Schicksalsgöttinnen zu entdecken, die die Lebensfäden der Menschen spinnen.
Der Name rührt vom altdeutschen Wort „weiben“, das „Knüpfen von Spinnweben“ bedeutet. Aber auch das Aussehen der glitzernden Spinnweben, das an das Silberhaar alter Frauen erinnert, wird häufig als Namensursprung genannt.
Wann wurde der Altweibersommer das erste Mal schriftlich erwähnt?
Anfang des 19. Jahrhunderts wird er das erste Mal erwähnt. Andere Bezeichnungen der letzten warmen Sommerlüfte sind auch Flugsommer, Spätsommer oder Witwensommer.
Im Schweizerischen kennt man auch den Ausdruck Witwensömmerli und in Nordamerika kennt man eine ähnliche Schönwetterperiode vor dem Herbstbeginn den „Indian Summer“.