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Naturschützer begrüssen stärkeren internationalen Schutz von Elefanten durch strengere Gesetze
Es ist mit Abstand die grösste Zerstörung von Elfenbein in der Geschichte Afrikas. Kenia bereitet sich auf die Verbrennung von 105 Tonnen Elfenbein vor. Die gelagerten Elefantenstosszähne sollen am Samstag, 30. April öffentlich vernichtet werden.
105 Tonnen. Damit werden am kommenden Samstag in Nairobi, Kenia, sieben Mal so viel Elfenbein vernichtet wie bei jeder vorherigen Zerstörungsaktion in Afrika. Die Tier- und Naturschutzorganisationen, die sich für die Rettung der Elefanten einsetzen, darunter die Fondation Franz Weber, gratulieren den Ländern der Afrikanischen Elefanten-Koalition (African Elephant Coalition, AEC) für ihre entschlossenen Pläne. Sie wollen den Elfenbeinhandel weltweit verbieten und alle Elfenbeinlager zerstören.
Im Namen der 27 AEC-Mitgliedstaaten haben diese Woche die Co-Präsidenten Benin und Kenia sowie mehrere andere Länder, ein Paket von fünf ergänzenden Vorschlägen für den Elefantenschutz unterbreitet. Diese sollen im Rahmen der 17. Vertragsstaatenkonferenz der CITES (Washingtoner Artenschutzübereinkommen zum internationalen Handel mit gefährdeten Arten) diskutiert werden. Die Konferenz findet vom 24. September bis 5. Oktober in Johannesburg, Südafrika statt. Das schlagkräftige Paket sieht ein weltweites Handelsverbot mit Elfenbein, sowie die Schliessung aller Elfenbein-Märkte innerhalb von Landesgrenzen vor und empfiehlt die Zerstörung sämtlicher Elfenbeinlager. Zudem soll der Schutzstatus aller Afrikanischen Elefanten in Anhang I der CITES hochgestuft werden, der ihnen das höchste Mass an internationalem Schutz gewährt. Diese Massnahmen sollen den langfristigen Fortbestand der Elefanten in Afrika und Asien sichern.
«Die Afrikanischen Elefanten schwinden in alarmierendem Ausmass», warnt Vera Weber, Präsidentin der Fondation Franz Weber. «Die Welt muss nun etwas tun und den Elfenbeinhandel kategorisch und endgültig verbieten, bevor es zu spät ist. Es ist entscheidend, sämtliche Elefantenpopulationen in ganz Afrika ohne Ausnahme in Anhang I zu listen.»
«Wir gratulieren den Regierungen der AEC zum umfassenden Paket für den höchstmöglichen internationalen Schutz der Elefanten», fügt Sally Case, CEO der David Shepherd Wildlife Foundation, hinzu. «Wir drängen alle CITES-Parteien, den Vorstoss zu unterstützen, um die verbleibenden Elefanten zu retten.»
«Alle bisherigen Experimente, die einen legalen, kontrollierten Elfenbeinhandel hätten ermöglichen sollen, sind klar gescheitert», ergänzt Daniela Freyer, Mitbegründerin von Pro Wildlife. «Um die Elefanten zu retten, müssen wir jetzt die legalen Märkte schliessen, die ein ‘Reinwaschen’ des Elfenbeins aus der Wilderei oder aus Lagerdiebstählen ermöglichen.»
«Immer mehr Regierungen weltweit gehen gegen den Elfenbeinhandel vor», sagt Charlotte Nithart, CEO von Robin des Bois: «Seien es Ankündigungen, inländische Märkte zu schliessen, Elfenbein-Exportverbote, oder die rasch zunehmende Vernichtung von Elfenbein-Vorräten. Es ist an der Zeit anzuerkennen, dass der Elfenbeinhandel gestoppt werden muss – global, ein für alle Mal.»
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