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Der dritte Band des «Luzerner Namenbuches» enthält die vollständige Sammlung der Orts- und Flurnamen des historischen Habsburgeramtes. Er umfasst den östlichen Teil des Amtes Luzern mit den zehn Gemeinden Adligenswil, Buchrain, Dierikon, Ebikon, Gisikon, Honau, Meggen, Meierskappel, Root und Udligenswil. In den Jahren 1997/98 wurden bei älteren orts- und namenkundigen Einheimischen alle noch erfahrbaren Hof- und Flurnamen gesammelt und in ihrer Mundartlautung festgehalten. In Archiven wurden dazu die historisch überlieferten Namen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert zusammengetragen. Die abgeschlossene Sammlung enthält ca. 3'400 Namen mit ca. 16'000 historischen Belegformen.
Das Namenbuch des historischen Habsburgeramtes ist der dritte Band der Reihe «Luzerner Namenbuch». Der erste Band mit den Orts- und Flurnamen des Amtes Entlebuch ist im Jahre 1996 in zwei Teilbänden erschienen. Im Jahre 2009 wurde der zweite Band mit den Namen des luzernischen Rigigebiets publiziert. Die Reihe wird mit dem Namenbuch der westlichen Gemeinden des Amtes Luzern (Pilatusgebiet) fortgeführt. Längerfristig geplant ist auch die namenkundliche Bearbeitung der luzernischen Ämter Hochdorf, Sursee und Willisau.
Das Buch mit dem langen Titel «Viridarium nobilitatis Lucernensis arboribus genethliacis exornatum in usum Josephi Udalrici Ignatii de Sonnenberg domini in Castelen reipublicae Lucernensis senatoris intimi anno MDCCLXV» umfasst eine Sammlung von Stammtafeln von etwa 34 Luzerner Patriziergeschlechtern.
Die Sammlung umfasst Stammtafeln der Familien Anderallmend, am Rhyn, Balthasar, Bircher, Cloos, Cysat, Dorer, Dulliker, Dürler, Feer, Fleckenstein, Göldlin v. Tiefenau, Hartmann, Helmlin, v. Hertenstein, Holdermeyer, Keller, Krus, Kündig, v. Lütishofen, v. Meggen, Meyer, Mayr v. Baldegg, Mohr, Peyer im Hof, Pfyffer, Pfyffer v. Altishofen, Pfyffer v. Wyher, Ratzenhofer, Rusconi, Schnyder v. Wartensee, Schumacher, Schwytzer, Segesser v. Brunegg, v. Sonnenberg und Zurgilgen.
Wegen der häufigen Benutzung ist das «Grosse Viridarium» des Staatsarchivs heute in einem kritischen Zustand. Damit es weiterhin benutzt werden kann, wurde es 2014 digitalisiert und kann nun online benutzt werden.
Referat von Dr. Erwin Horat, Leiter Staatsarchiv Schwyz
Im Februar 1843 debattierte der Schwyzer Kantonsrat über folgende Angelegenheit: Eine Frau aus Obwalden hatte in Küssnacht unehelich ein Kind geboren. Die Hebamme beauftragte einen Mann von Brunnen damit, den Säugling über den Gotthard ins Findelhaus von Como zu tragen; was dieser übernahm.
Dieser Fall bildete den Anlass, sich intensiver mit dem Schicksal von unehelichen Kindern und insbesondere dem Kindervertragen und dem sozialen Umfeld auseinanderzusetzen. Dabei zeigte es sich, dass der Fall von 1843 kein Einzelfall war und dass auch des öfteren Kinder aus der Eidgenossenschaft in die Findelhäuser von Mailand und Como transportiert wurden. Im Fokus steht dabei Küssnacht, denn hier gebaren mehrere ausserkantonale Frauen heimlich ein uneheliches Kind, geschützt durch Würdenträger. Eine zentrale Rolle spielte dabei der Landschreiber.
Auch Gäste sind stets gerne willkommen.
Im Gebäude der ewl, Industriestrasse 6, Luzern, 6. Stock. Türöffnung um 14.00 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr