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Der Augendruck
Durch die Flüssigkeiten im Auge kommt der Augeninnendruck zustande. Das Auge besteht aus den verschiedensten Bestandsteilen, wie beispielsweise der Hornhaut, der Augenlinse, dem Glaskörper und dem dioptrischen Apparat zur Lichtbrechung. Selbstverständlich besteht das Auge ausserdem aus weiteren Kammern und Nischen. Beim Augendruck liegt der Fokus auf die vorderen und hinteren Augenkammern.
Die Stelle im Auge durch die das Kammerwasser abfliessen kann, ist der Kammerwinkel. Dies erhält den Druck im Augapfel aufrecht und gibt ihm seine Form. Der normale Augeninnendruck steigt an, wenn zu viel Wasser produziert wird oder es in seinem Abfluss gehindert wird.
Der Augendruck ist für die Sehfähigkeit zuständig und gewährleistet eine gewisse Stabilität innerhalb der einzelnen Schichten, zusätzlich entsteht daraus seine Form. Der Normalwert des Augeninnendrucks liegt bei einem Erwachsenen bei 10 bis 21 mmHg und der äussere Augendruck bei etwa 5 mmHg. Im Ziliarkörper wir das Kammerwasser gebildet und fliesst von der hinteren Augenkammer vorbei an der Linse durch die Pupille in die vordere Augenkammer.
Bestimmt wird der Augendruck wiederum vom bereits erwähnten Kammerwasser, dieses bildet sich im Ziliarkörper des Auges. Das Kammerwasser stellt die Ernährung von Hornhaut und Linse sicher. Durch den Abfluss des Kammerwassers erfolgt die Regulierung des Augeninnendrucks.
Was sind die Ursachen des erhöhten Augendrucks?
Die Ursachen von Augendruck sind vielseitig, meistens liegt dies aber an einer erhöhten Kammerwasserproduktion oder an einer Einschränkung innerhalb des Abflusses. Fördern können dies Medikamente, Fehlbildungen oder Krankheiten.Eine Ursache für einen zu hohen Augendruck, kann auch ein Glaukom, grüner Star sein.
Gibt es Risikofaktoren für einen hohen Augendruck?
Es können auch genetische Faktoren eine Rolle dabei spielen, ob ein Augeninnendruck besteht. Dies ist aber in den seltensten Fällen tatsächlich eine Ursache. Die Gefahr ergibt sich jedoch im zunehmenden Alter. Menschen mit einer starken Kurz- oder Weitsichtigkeit oder einer chronischen Augenentzündung sind ebenfalls meistens davon betroffen.
Als Risikofaktoren im klassischen Sinne sind Diabetes und Migräne, denn dies kein durchaus zu einem erhöhten Augeninnendruck führen. Hierfür werden meistens auch Medikamente verwendet, welche dies als Nebenwirkung aufweisen.
Wie wird der Augeninnendruck gemessen?
Der Augeninnendruck wird immer vom Augenarzt gemessen, hierfür muss zuvor auch eine sorgfältige Anamnese durchgeführt werden – dies ist eine Befragung zur Krankheitsgeschichte. Augenärzte mit langjähriger Erfahrung können bereits eine verlässliche Einschätzung mit einem Fingerdruck auf das halbgeschlossene Auge des Patienten ermitteln.
Eine qualifizierte Messung kann dann über einen Applanationstometer erfolgen, hiermit wird die Kraft gemessen, welche nötig ist, um ein Druckkörperchen in die Hornahut zu drücken, bis eine Fläche von circa drei Millimeter abgeflacht wird. Über die gemessene Kraft kann dann der Augendruck dargestellt werden.
Innerhalb der Augenheilkunde gibt es dann aber auch das Verfahren, um die Augendruckmessung über die Impressionstonometrie erfolgen zu lassen, dabei wird der Augeninnendruck über ein Stift festgestellt. Ebenso gibt es auch die Möglichkeit der Luftstoss-Tonometrie, dabei erfolgt eine Abplattung der Hornhaut durch einen Luftstoss. Es gibt vielerlei Verfahren zur Messung, welche jedoch verwendet wird, kann auch vom jeweiligen Fall abhängen.
Welche Folgen hat ein erhöhter Augendruck?
Der Sehnerv kann bei einem hohen Augendruck zu irreversiblen geschädigt werden, wobei die Netzhaut zur Minderung der Sehfähigkeit führen kann, dies führt im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung. Der erhöhte Augendruck kann über eine lange Zeit unbemerkt bestehen bleiben, deshalb sind regelmässige Kontrollen notwendig. Wir empfehlen eine kontinuierliche Prüfung ab dem 40. Lebensjahr.
Die Konsequenzen eines erhöhten Augendrucks sind vielfältig, so könnte unter anderem ein Grüner Star auch Glaukom genannt, entstehen, dieses ist aber keine Ursache, welche lediglich durch einen hohen Augendruck entstehen kann.
Lässt sich ein hoher Augendruck vorbeugen?
Ein hoher Augendruck lässt sich tatsächlich vorbeugen, aber nur, wenn die bereits erwähnte kontinuierliche Prüfung ab dem 40. Lebensjahr geschieht. Die augenärztliche Untersuchung sollte einmal im Jahr durchgeführt werden. Insbesondere wenn in der Familie bereits Augenerkrankungen bestehen, ist die Dringlichkeit entsprechend höher.
Eine gesunde Ernährung mit viel täglicher Bewegung und der Verzicht auf Nikotin und Alkohol wird zu einer besseren Durchblutung beitragen und somit auch gesunde Augen gewährleisten.
Fazit zum hohen Augendruck
Durchaus kann die Erhöhung des Augendrucks eine ernsthafte Erkrankung darstellen, denn damit ist auch eine Erblindung möglich. Eine gesunde Lebensweise und eine jährliche Prüfung der Augen werden diesem aber entgegenwirken. Nutzen Sie die Möglichkeit, um im Fall des Falles frühzeitig eingreifen zu können.
Sollten Sie Beschwerden in dieser Richtung haben, dann sollten Sie unser Augenzentrum konsultieren. Unser Augenarzt in Zürich Opfikon neben Schwamendingen kann Sie bei Problemen gerne beraten und eine zielführende Behandlung durchführen.
Quellen
- Timothy L Jackson: Moorfields Manual of Ophthalmology, third edition, Seite 321-322.
- https://www.webmd.com/eye-health/occular-hypertension