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Bei der Dialyseshunt-Therapie (Blutwäschetherapie) wird über ein Dialysegerät die blutreinigende Funktion der Niere vorgenommen. Dieser Prozess kommt bei Patienten zum Zug, die an terminaler Nierenschwäche leiden.
Ein Dialyseshunt ist eine chirurgische Kurzschlussverbindung zwischen einer Arterie und einer Vene, also eine arteriovenöse Gefässverbindung. Im deutschsprachigen Raum wird synonym dafür auch der Begriff arteriovenöse Fistel verwendet. Diese kann bei Patienten angelegt werden, die wegen einer terminalen Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) an ein Dialysegerät angeschlossen werden müssen. Das Dialysegerät übernimmt die blutreinigende Funktion der Niere und entfernt jene Stoffe aus dem Blut, die bei einer gesunden Niere über den Harn ausgeschieden werden.
Für die Blutwäsche muss dreimal pro Woche eine Kanüle in den Shunt gestochen werden, um das Blut zur Reinigung aus dem Körper zu pumpen. Ein so häufiges Anstechen (Punktion) verträgt die normale Vene nicht. Die Schlagadern wiederum sind zu schmal zum Anstechen und liegen recht verborgen, weshalb für die Dialyse ein Shunt operativ angelegt werden muss.
Die Operation erfolgt in Allgemeinanästhesie oder örtlicher Betäubung. Meist wird der Shunt am Unterarm angelegt, wenn es die Blutgefässe zulassen. Es kann aber auch auf die Ellenbeuge, den Oberarm oder den Oberschenkel ausgewichen werden. Die Haut wird dabei über einen kleinen Schnitt geöffnet, um Vene und Schlagader aufzusuchen. Die Vene wird durchtrennt und auf die Schlagader aufgenäht und das andere Ende der Vene verschlossen.
Je nach Genesungsgrad und Gesundheitszustand kommt eine Entlassung in den ersten drei Tagen nach einer Operation in Frage. Im Laufe der nächsten Wochen kommt es zur Ausprägung des Shuntes, was durch tägliches Training, beispielsweise mittels Handübungen mit einem Ball, wesentlich beschleunigt werden kann. Letztendlich kann ein erstes Anstechen (Punktion) nach ca. 6 Wochen erfolgen.