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Anlässlich des «Internationalen Tages der Nulltoleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung» vom 6. Februar 2016 erinnert UNICEF daran, dass nach wie vor jedes Jahr mehrere Millionen Mädchen weltweit Opfer dieser schmerzvollen Praktik werden. Ein neuer Bericht von UNICEF zeigt auf, dass weltweit mindestens 200 Millionen Frauen und Mädchen mit verstümmelten Genitalien leben.
Weltweit leben mindestens 200 Millionen Frauen und Mädchen mit verstümmelten Genitalien, das zeigt ein neuer Bericht von UNICEF. Das sind fast 70 Millionen mehr als im Jahr 2014 geschätzt wurde. Grund ist das Bevölkerungswachstum in einigen Ländern und neue Daten aus Indonesien. Die Erhebung wurde in dreissig Ländern durchgeführt. Die Hälfte der betroffenen Frauen und Mädchen stammen aus Ägypten, Äthiopien und Indonesien. Mädchen unter 14 Jahren machen einen Anteil von 44 Millionen der Betroffenen aus mit dem höchsten Vorkommen in dieser Altersgruppe in Gambia und Mauretanien. In Indoniesien sind die Hälfte der Mädchen bis 11 Jahren genital verstümmelt.
Die Erfolge, die das langjährige Engagement in einigen Ländern zeigt, motivieren dazu, weiterhin entschieden gegen weibliche Genitalverstümmelung einzustehen. Das Vorkommen von Mädchenbeschneidung in der Altersgruppe der 15 bis 19 jährigen Mädchen ist in den letzten 30 Jahren gesunken, um 41% in Liberia, um 31% in Burkina Faso, um 30% in Kenya und um 27% in Ägypten.
Im letzten September hatte sich die UNO zum Ziel gesetzt, dass spätestens ab dem Jahr 2030 keine Mädchen und Frauen mehr beschnitten werden.
UNICEF setzt sich weltweit gemeinsam mit Partnern gegen Mädchenbeschneidung ein
UNFPA und UNICEF setzen gemeinsam das grösste Programm gegen Mädchenbeschneidung der Vereinten Nationen um. UNICEF Schweiz engagiert sich seit 1999 gegen Mädchenbeschneidung. Im Vordergrund stehen Programme zur Überwindung von sozialen Verhaltensnormen, welche die Beschneidung tabuisieren und erst ermöglichen. In Burkina Faso, Eritrea, Guinea-Bissau, Jemen, Mauretanien, Somalia und Sudan arbeitet UNICEF mit lokalen Entscheidungsträgern/-innen zusammen, um Gesetzesnormen zu etablieren und diese umzusetzen.
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