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Das Publikum, von völliger Dunkelheit umhüllt, hört, wie eine Stimme ertönt. Dann flackert auf der Leinwand ein Gesicht auf, dass alle gut kennen: "Es ist schon lange her, aber ich erinnere mich gut daran. In den 1960er Jahren waren wir oft so unterwegs. Ich hatte einen Cerruti-Hut, lange Haare, dunkle Brille, eine bedruckte Lavalier-Krawatte und einen Anzug wie der eines englischen Jägers - Norfolk nannten wir es - mit einer französischen Hose, Stiefeln und einer Tasche, die ich in Mailand gefunden hatte, die schottischem Tweed ähnlich sah." Diese Bilder von Karl Lagerfeld in seinem Büro vom Jahr 2012 stammen aus der Dokumentation "Karl se dessine" von Loïc Prigent.
Sie zeigen ihn zu seinen besten Zeiten, und das in einem Moment, in dem die Trauer und Hommage auf den geschäftigen Plan der Fashion Week treffen. Und doch muss es weitergehen, denn der "Kaiser" hätte nie gewollt, dass das Herz der Mode aufhört zu schlagen, so unglücklich der Zeitpunkt auch sein mag. Die erste Silhouette, die über den Fendi-Laufsteg stolzierte, besitzt einen modernen Touch durch die Strumpfhosen und Socken, die mit dem Fendi-Logo versehen sind. Kombiniert mit einer Kreuzjacke und getragen von Fran Summers ist dieser Look ein Augenzwinkern an den 30-jährigen Dandy Karl. Die gesamte Kollektion ist mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu geniessen, denn die Kunst des Designers lebt in jedem der Kreationen weiter.