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In ihrem Roman «Dunkel, fast Nacht» (Suhrkamp 2016, aus dem Polnischen von Lisa Palmes), für den sie 2013 den höchsten polnischen Literaturpreis NIKE erhielt, verknüpft Joanna Bator Kriminalgeschichte, Gothic Novel und psychologischen Roman zu einem subtilen Gesellschaftsporträt: Eine Stadt ist im Aufruhr. Drei Kinder sind verschwunden. Die erfolglosen Ermittlungen schüren die Wut der Bürger, gehetzt wird gegen die »Katzenfresser«, die Zigeuner. In den Medien lodert die Sprache des Hasses. Die Journalistin Alicja Tabor kehrt in ihre Heimatstadt zurück, um Nachforschungen über die rätselhaften Entführungen anzustellen, und wird dabei auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. «Dunkel, fast Nacht» erzählt von der Brüchigkeit menschlicher Beziehungen und der Schwierigkeit, eine gemeinsame Sprache zu finden.
Joanna Bator, *1968, publizierte in wichtigen polnischen Zeitungen und Zeitschriften und forschte mehrere Jahre lang in Japan. Die deutsche Übersetzung ihres Romans «Sandberg» durch Esther Kinsky 2011 war ein literarisches Ereignis. Joanna Bator lebt als Hochschuldozentin in Japan und Polen.