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Entstanden zu Beginn des 18. Jahrhunderts, erfreut sich das Hagakure des Yamamoto Tsunetomo auch heute noch grosser Beliebtheit. Das Hagakure ist kein Ehrenkodex, sondern eine Sammlung an Lebensweisheiten und Aufzeichnungen. Wir finden Verhaltenshinweise für Krieger, Hinrichtungen und Schlachten genauso wie Heilanweisungen oder Anleitungen zur Kindererziehung.
Wenn der Herr eines japanischen Samurai stirbt, folgt der Samurai seinem Herrn in den Tod nach und begeht Selbstmord. Und Tsunetomo Yamamoto war Samurai. Geboren 1659 in Saga (Japan), diente Yamamoto einem Fürsten bis zu dessen Tod. Doch der Fürst verbot seinem Samurai sich umzubringen. Yamamoto entschied sich für ein Leben als Zen-Mönch und soll, so heisst es, dem Schreiber Tashiro Tsuramoto zwischen 1710 und 1716 das Werk »Hagakure« diktiert haben. »Der Weg des Samurai«, wie das Buch auf Deutsch heisst, gilt als spiritueller Wegweiser, der auch gut 300 Jahre nach seiner
Niederschrift immer noch die Kraft hat, Menschen zu fesseln. Yamamoto starb drei Jahre nach der Arbeit an »Hagakure« in seinem 60. Lebensjahr.