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Der Name Ozon kommt aus dem Griechischen; Ozein heisst «das Duftende». Was Sportler darüber sonst noch wissen sollten.
Ozon (O3) ist eine spezielle Form von Sauerstoff. Das Ozonmolekül besteht aus drei Sauerstoffatomen und ist sehr instabil. Deshalb zerfällt Ozon mit einer Halbwertszeit von etwa drei Tagen wieder in die stabile O2-Struktur. Dabei wird ein Sauerstoffatom frei. Ozon ist ein starkes Oxidationsmittel und deshalb für den Menschen giftig. Bei starken Ozonkonzentrationen kann aufgrund der oxidierenden Wirkung auf die Nasenschleimhaut ein charakteristisch stechend-scharf bis chlorähnlicher Geruch wahrgenommen werden. Schon geringe Ozonkonzentrationen können die Schleimhäute reizen und beim Menschen Augenbrennen, Hustenreize, Kopfschmerzen (meist ein heftiger Schläfenkopfschmerz) und Übelkeit auslösen. Deshalb sollten im Sommer wenn möglich anstrengende, körperliche Aktivitäten eher auf den Morgen oder den Abend verlegt werden. Nicht alle Menschen reagieren gleich sensibel auf das Ozon.
Ozonschicht und bodennahes Ozon
In der Stratosphäre in etwa 20–30 Kilometern Höhe (Ozonschicht) bildet sich das Ozon (O3) aus O2-Molekülen, die von der starken UV-Strahlung gespalten wurden. Da die Struktur des Ozonmoleküls sehr instabil ist, zerfällt es wieder zu Sauerstoff (O2) wobei Wärme frei wird. Durch diesen Prozess wird bereits in der Stratosphäre ein grosser Teil der UV-Strahlung der Sonne absorbiert und in Wärme umgewandelt. Die Ozonschicht stellt deshalb einen lebenswichtigen Schutzschild gegen den hochenergetischen und gefährlichen Teil der Sonnenstrahlung dar. Ganz anders ist die Situation beim bodennahen Ozon. Dieses entsteht unter dem Einfluss von UV-Strahlung aus einer Reaktion zwischen dem Sauerstoff (O2), sowie Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen, welche als Produkte von Verbrennungsprozessen entstanden sind. Somit bilden lange sonnige Tage und unsaubere Luft die besten Voraussetzungen für die Bildung von Ozon. Paradoxerweise sind auf dem Land die Ozon- Konzentrationen im Sommer oft höher als in den Städten, da sich in Städten gebildetes und durch Wind in Reinluftgebiete transportiertes Ozon langsamer abbaut. In den Städten hingegen tragen Produkte der Luftverschmutzung zum Ozon- Abbau bei, da oxidierbare Stoffe in der Luft die Ozonmoleküle abbauen. Der Immissions-Grenzwert von 120 ug/m3 als Stundenmittel wird zwischen Mai und September an heissen Sommern oft massiv überschritten. Die höchsten Ozonwerte werden an sonnigen Tagen im Verlauf des Nachmittags erreicht.