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Jeannine Gmelin mit «World Rowing Award» ausgezeichnet
Artikel - Jeannine Gmelin mit «World Rowing Award» ausgezeichnet
Ruder-Weltmeisterin Jeannine Gmelin kam heute an den «World Rowing Awards» in London grosse Ehre zuteil. Für ihre herausragenden Leistungen in der vergangenen Wettkampfsaison, in welcher Jeannine Gmelin in allen Rennen ungeschlagen blieb, erhielt sie vom internationalen Ruderverband FISA den «World Rowing Award» als beste Ruderin des Jahres 2017. Jeannine Gmelin ist die erste Athletin aus der Schweiz, welche den prestigeträchtigen Titel gewinnen konnte.
Die Schweizer Skiff-Weltmeisterin Jeannine Gmelin wurde heute in London vom internationalen Ruderverband FISA als Ruderin des Jahres 2017 ausgezeichnet worden. Dies im Rahmen der jährlichen «World Rowing Awards»-Gala an welcher die besten Mannschaften des Jahres in den Kategorien Frauen, Männer und Behindertenrudern geehrt werden. Zudem wird auch der Trainer des Jahres gewählt. Die Auszeichnungen werden durch eine internationale Fachjury verliehen.
Jeannine Gmelin (Ruderclub Uster) blickt auf eine phänomenale Saison 2017 zurück. Nebst dem Gewinn von zwei Weltcup-Rennen (Belgrad und Luzern) konnte sie an den Weltmeisterschaften in Sarasota (Florida) ihren bislang grössten sportlichen Erfolg feiern, als sie den Weltmeistertitel im Frauen-Einer herausruderte. «2017 war mit Abstand die beste Saison in meiner bisherigen Karriere. Mein Ziel war es, gegenüber der Saison 2016 einen Schritt nach vorne zu machen, um näher an die Spitze zu kommen. Meine Erwartungen habe ich übertroffen», bilanzierte Jeannine Gmelin auf das Ruderjahr 2017 zurückblickend. Auch für den Schweizerischen Ruderverband war der Weltmeistertitel von Jeannine Gmelin aussergewöhnlich, war es doch die erste WM-Medaille im Frauen-Rudern in einer olympischen Disziplin überhaupt. Mit dem Gewinn des prestigeträchtigen «World Rowing Award» als beste weibliche Ruderin der Saison 2017 wird Jeannine Gmelin an der «World Rowing Awards»-Gala des internationalen Ruderverbandes FISA die verdiente Anerkennung für die erzielten Resultate zuteil.
Zeitsoldatin Jeannine Gmelin überwältigt
Jeannine Gmelin, welche von der Schweizer Armee auch als Zeitsoldatin unterstützt wird, war nach der Auszeichnung überwältigt, musste sie sich doch gegen fünf weitere hochkarätige Teams durchsetzen. «Diese Auszeichnung ist eine sehr grosse Ehre und viel Anerkennung für meine Saison 2017, die ich von der FISA-Familie erhalten habe, notabene derjenigen Community, die am tiefsten im Rudersport verankert ist. Die Jury-Mitglieder wissen, was hinter dem sportlichen Erfolg steckt, daher fühle ich mich über die Auszeichnung sehr geehrt und bin dankbar dafür.» Historische Vergleiche sind für Jeannine Gmelin sekundär: «Wichtiger als die erste Schweizerin mit einer WM-Medaille in einer olympischen Disziplin zu sein oder nun als erste Schweizer Athletin überhaupt mit einem ‘World Rowing Award’ ausgezeichnet zu werden, ist für mich, dass ich eine hohe Konstanz in meinen Wettkämpfen aufweisen konnte. Ich konnte alle Vorläufe, Halbfinals und Finals gewinnen an den Regatten, an welchen ich teilgenommen habe.»
Jeannine Gmelin mit viel Motivation im Training für die Saison 2018
Jeannine Gmelin trainiert mittlerweile wieder mit aller Konsequenz in der Schweizer Nationalmannschaft im nationalen Leistungszentrum in Sarnen. «Mein Training hat oberste Priorität. Der Weltmeistertitel ändert daran nichts. Ich kenne meine Verbesserungspotenziale, ich habe Freude am Trainieren und ich kann mich auf das Wesentliche konzentrieren. Meine Ansprüche an mich selber sind und bleiben hoch, auch in der kommenden Saison 2018.»
Die World Rowing Awards 2017 wurden verliehen an:
- World Rowing Award (weibliche Mannschaft des Jahres): Jeannine Gmelin, Schweiz
- World Rowing Award (männliche Mannschaft des Jahres): Deutschland-Achter, Deutschland
- World Rowing Award (Behindertencrew des Jahres): Birgit Skarstein, Norwegen
- World Rowing Award (Trainer des Jahres): Alexis Besancon, Frankreich
- World Rowing Award (besondere Verdienste Rudersport): John Boultbee, Australien
London, 8. Dezember 2017 / cs.