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Montag, 25. Juni 2012 – 62. Reisetag
Unsere Fahrt nach Monterrey führt uns durch eine hügelige Gegend, durch Weinberge und an riesigen Getreideanbau Gebieten vorbei. Unterwegs halten wir an und beobachten, wie die Ernte eingebracht wird. Ich will mich beim Fahrer eines Begleitfahrzeuges nach der Ernte erkundigen. Er spreche kein Englisch und so glaubte ich, meine spärlichen Spanischkenntnisse anwenden zu können. Er schien aber nichts sagen zu wollen und meinte zweimal, er sei nur der Fahrer…
Monterrey
Im Best Western – das ich am Vortag sicherheitshalber über Internet gebucht habe – wird uns ein Zimmer zugeteilt, dass sich an einem Ort befindet, wo man keine Aussicht hat. Nach energischem Protest werden wir zu einem anderen Zimmer begleitet, das Meersicht hat, aber nur ein Fenster, weil sich aussen der Feuerlöscher befindet. Nun ja gut, wenigstens sicher.
Wir bleiben im Dachrestaurant, wo wir einen schönen Fenstertisch erhalten und den Sonnenuntergang bei gutem Essen und Wein verfolgen können.
Ein Passagierschiff verlässt den Hafen. Es ist jedoch zu weit weg und wir können es nicht identifizieren. So werden wir im Web fündig, in einem Artikel der lokalen Zeitung, die schreibt, dass ein ganz besonderes Schiff den Hafen angelaufen habe:
Die „MS The World“ ist das erste als Privatresidenz ausgestattete Seeschiff. Die Bewohner leben an Bord, derweil das Schiff auf den Weltmeeren herumfährt. Auf 12 Decks verfügt das Schiff Platz für 800 Passagiere, in Studios und Appartements von 27 – 360 m², die gekauft oder über längere Zeit gemietet werden können. Der Kaufpreis einer 130 m² grossen Wohnung beträgt zwischen $600’000 un $13,5 Mio. Die jährliche Unterhaltskost inkl. Verpflegung betragen bis zu $300’000. Gemäss Cruise-Mapper hat das Schiff soeben (9.4.2017 ) Tokyo verlassen. Die Aufnahme des Schiffes haben wir am 29. Juni in San Francisco gemacht-.
Dienstag, 26. Juni 2012 – 63. Reisetag
„Monterrey Bay Aquarium“
Wir planen einen “Ruhetag,” aber am Strand liegen wollen wir nicht und für die Fahrt ins Städtchen brauchen wir das Auto. So fahren wir zur „Cannery Row“, wo auf dem Gelände einer ehemaligen Fischfabrik das „Monterrey Bay Aquarium“ gebaut wurde, das eines der grössten Schauaquarien weltweit sein soll. Bekannt ist es für das Acrylfenster, das den Blick in das grösste Aquarium erlaubt. Mit einer Länge von 17 und einer Höhe von 5 Meter war es lange Zeit das grösste Fenster weltweit. Giftige Kompassquallen der Gruppe der Schirmquallen faszinieren mit ihren bis zu 40 cm langen Schirmen mit anderen Wassertieren.
„Cannery Row“
Das Aquarium ist eingerahmt von der „Cannery Row“, wörtlich übersetzt etwa Konservenfabrikreihe. Den Namen hat die Strasse von den viele Ölsardinenfabriken, die einst hier bestanden. Nachdem die letzte 1973 schloss,erhielt sie zu Ehren von John Steinbeck offiziell diesen Namen. Obwohl das am Hang liegende Viertel eigentlich gar nicht so gross ist, haben wir weil wir lange Zeit den Weg zurück zum Parkhaus nicht mehr gefunden. Cannery Row ist auch ein erfolgreicher Roman von John Steinbeck.
„17-Mile Drive“
Nachdem sich der berühmte „17-Mile Drive“ nur wenige Meilen entfernt befindet, beschliessen wir, uns diesen Weg noch einmal anzusehen. Die Strasse verläuft zwischen Pebble Beach und dem Del Monte Forest durch einen Zypressen-Wald und an Villen und berühmten Golfplätzen vorbei. Für das Befahren bezahlen Gäste mit Auto eine Gebühr. Radfahrer und Fussgänger sind gratis. Motorräder dürfen die Strasse nicht befahren.
Es gibt verschiedene Buchten, wo wir im Abendlicht sagenhafte Blicke auf die Küste werfen können.
Um halb sieben ist es aber nicht mehr so einfach, die Tiere auf den Felsen zu fotografieren.
Am Abend verfolgen wir wieder den fantastischen Sonnenuntergang an unserem „Stamm-Platz“ am Fenster im Restaurant, eigentlich entgegen unserer Tradition, auf einer Reise niemals zweimal am gleichen Ort essen. Ein weiterer schöner Tag geht seinem Ende entgegen.