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Denis Vallan ist 1965 geboren und in Olten aufgewachsen. Sein Studium machte er an der Universität Bern, wo er in Zusammenarbeit mit der Universität von Antananarivo in Madagaskar seine Dissertation zum Thema „Consequences of degradation and fragmentation of the Malagasy rainforests on amphibian communities“ machte. Aus seiner Beschäftigung mit Erziehung, Umweltschutz und dem sozialen Umfeld von Madagaskar, entwickelte er ein Kooperationsprojekt zwischen den den beiden Universitäten. Neben seinem Engagement in Madagaskar arbeitet er an der Umweltfachstelle der Stadt Olten.
Heute gehören die tropischen Regenwäldern zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen. Gerade für Madagaskar hat diese Zerstörung besondere Konsequenzen, da es sich um einen Hotspot der Biodiversität handelt. Über 99 % der 250 bekannten Froscharten sind endemisch und der grösste Teil ist stark an Primärlebensräume gebunden. Eine Zerstörung dieser Lebensräume hat zur Folge, dass ein grosser Teil dieser Tiere ausstirbt.
Die starke Zunahme der madagassischen Bevölkerung hat den Druck auf die natürlichen Lebensräume erhöht. Agrarland sowie Bau- und Brennholz sind lebenswichtige Grundlagen für die Leute und der ursprüngliche Wald wird überall gerodet, um diese Bedürfnisse zu stillen. Als Konsequenz werden alle Tierarten – darunter auch Frösche – welche eine starke Bindung an diesen Lebensraum aufweisen, in ihrer Existenz bedroht. Es ist von grosser Wichtigkeit zu wissen, wie stark der Regenwald genutzt werden kann, um der Bevölkerung das Überleben zu sichern, ohne den natürlichen Lebensraum unwiederbringlich zu schädigen. Aus diesem Grund muss der anthropogene Einfluss auf den natürlichen Lebensraum untersucht werden. Mit diesem Wissen können Naturschutzstrategien entwickelt werden, welche ein Überleben von Menschen, Tieren und Pflanzen ermöglichen.
Die Biodiversitätskriterien beeinflussen stark die Art und Weise des Schutzes einer Region, wobei die Kenntnisse über die Tierarten des Lebensraumes grundlegend sind. In dieser Forschungsarbeit wurde mittels taxonomischer Untersuchung die Beschreibung zweier neuer Froscharten möglich, welche nur aufgrund genetischer und bioakustischer Kriterien unterschieden werden können.
Die Jury findet die unternommene Feldarbeit bemerkenswert wie auch die Resultate, die für eine bessere Schutzstrategie der Amphibien in den Wäldern von Madagaskar angewendet werden können.
Cette année, le jury dépend de la section „Biologie organismique“ de l‘ASSN. Il est sous la présidence d’Antoine Guisan, professeur à l’Institut d’écologie de l’université de Lausanne et se compose des personnes suivantes :
Dr. Sabine Guesewell (Institut de Géobotanique ETH Zürich)
Dr. Daniela Pauli (Forum Biodiversité Schweiz)
Professeur Daniel Cherix (Musée de zoologie, Lausanne)
Professeur Peter Duelli (Institut fédéral de recherches sur la forêt, la neige et le paysage WSL)