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Die Plazenta, die die Rolle der "fetalen Lunge" spielt, ist 15 Mal weniger effizient (mit äquivalentem Gewebegewicht) als die richtige Lunge.
Die respiratorische Funktion der Plazenta ermöglicht die Sauerstoffzufuhr zum Fetus und den Abtransport von fetalem Kohlendioxid.
Der Austausch erfolgt zwischen mütterlichem (sauerstoffreichem) Blut und dem Blut der A. umbilicalis (Mischung von arteriellem und venösem Blut, sauerstoffarm). Der Sauerstoff geht durch Diffusion vom mütterlichen in den fetalen Kreislauf über (PO2 mütterlich > PO2 fetal)
Fetales, sauerstoffgesättigtes Blut gelangt über die Nabelvene wieder zum Fetus, während mütterliches, sauerstoffarmes Blut in die Uterusvenen zurückfliesst. (Feto-materneller Kreislauf)
Die Sauerstoffzufuhr zum Feten wird hauptsächlich durch die folgenden 3 Faktoren erleichtert:
Differenz von Sauerstoffkonzentration und –partialdruck im feto-maternellen Kreislauf.
Zusammenfassung: Die Sauerstoffanreicherung des fetalen Blutes wird durch Konzentrations- und Partialdruckunterschiede im feto-maternellen Kreislauf begünstigt, durch die grössere Affinität des fetalen Hämoglobins HbF für Sauerstoff sowie durch den Bohr-Effekt.