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Ende November beendet Martina van Berkel, Mitglied des Schweizer Nationalkaders, ihre Spitzensportkarriere
Sie zählt aktuell zu den allerschnellsten Schwimmerinnen des Landes. Nun tritt die 28-jährige Martina van Berkel vom Spitzensport zurück. Die Delfinspezialistin der Limmat Sharks Zürich wird an den Schweizer Meisterschaften Kurzbahn in Uster (24. – 26. November) ein letztes Mal antreten.
Nach zwei starken Saisons holte sich van Berkel am 26. August 2017 die lang ersehnte Medaille an einem internationalen Grossanlass. In Taipeh schwamm sie an ihrer vierten Universiade über 200 m Delfin zu Silber. Van Berkel qualifizierte sich für die Olympischen Sommerspiele von London und Rio de Janeiro. Ihre beste Klassierung war der 12. Rang in Rio (200 m Delfin in 2:07.90). Dieses Rennen bezeichnet van Berkel als die grösste sportliche Leistung ihrer Karriere.
Zwischen 2009 und 2017 nahm van Berkel an acht Schwimmweltmeisterschaften teil. Über 200 m Delfin erreichte sie ihre besten Ränge. 2016 schaffte sie es in Windsor (Kurzbahn) als 10. in die Top Ten, ein Jahr später wurde sie 12. auf der langen Bahn. Sechs Mal stand sie im Final einer Europameisterschaft, holte mehrere Weltcup-Medaillen und sicherte sich 63 Schweizermeistertitel. Zurzeit hält Martina van Berkel drei nationale Einzelrekorde: über 200 m Rücken (2017), 200 m Delfin (2016) und 400 m Lagen (2016).
«Klar hatte ich Hochs und Tiefs. Aber ich hatte nie einen Durchhänger, hatte immer Freude am Schwimmen.» blickt van Berkel zurück. Zwei Momente werden ihr speziell in Erinnerung bleiben: Der Blick auf die Anzeigetafel nach dem Vorlauf in Rio, als hinter ihrem Namen das grosse Q aufleuchtete. Und der Finaleinzug an der EM in Berlin 2014 als Dritte mit einer super Bestzeit.
Martina van Berkel hat an der Universität Zürich studiert und dieses Jahr am Lehrstuhl für Medienökonomie und Management ihr Doktorat abgeschlossen. Sie kehrt nun von ihrem Wohnort Heidelberg in Deutschland zurück in die Schweiz.