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- 13.12.2013
- Medienmitteilungen
Lage vor Ort: Die allerdringendsten Bedürfnisse vor Ort konnten in der Zwischenzeit gedeckt werden. Dies war vor allem auch möglich durch die Intervention der philippinischen Behörden, mit Unterstützung der humanitären Vertreter und ausländischer Militärkontingente.
Inzwischen sind die humanitären Organisationen gut vor Ort etabliert und haben die «early recovery»-Phase begonnen, damit die Opfer provisorische Unterkünfte bauen und wieder wirtschaftliche Aktivitäten aufnehmen können.
Acht akzeptierte Projekte
Die Projektkommission der Glückskette, bestehend aus einem unabhängigen Präsidenten, fünf Experten aus verschiedenen Fachgebieten und fünf Vertretern von Partnerhilfswerken, traf sich am 12. Dezember zu einer Sitzung in Bern. Sie fällte – mit oder ohne Vorbehalte – einen positiven Vorentscheid für acht von den Partnerhilfswerken der Glückskette eingereichte Projekte. Der Kommissionspräsident und der Direktor der Glückskette haben diesen Entscheid bestätigt und in den kommenden Wochen werden für diese Projekte 4,8 Millionen Franken freigegeben. Diese Projekte decken zum Teil rückwirkend Ausgaben, welche die Hilfswerke bereits unmittelbar nach dem Ereignis vom 8. November getätigt hatten.
39’860 Familien oder 199’300 unterstützte Personen
Dank der acht finanzierten Projekte von ADRA, Caritas Schweiz (zwei Projekte), HEKS, Medair, dem Schweizerischen Roten Kreuz, Solidar Suisse und Terre des Hommes – Kinderhilfe konnten lebensnotwendige Güter an insgesamt 39’860 Familien, d.h. 199’300 Menschen verteilt werden, allem voran Lebensmittel, Hygieneartikel, Decken und Blachen. In einer zweiten Phase erhielten oder erhalten die meisten dieser Familien Werkzeug und Material für den Bau von provisorischen Unterkünften.
Die erwähnten – sowie fünf weitere – Partnerhilfswerke sind gegenwärtig dabei Projekte für den Wiederaufbau und die Ankurbelung der lokalen Wirtschaft auszuarbeiten. Sobald die Leitlinien der philippinischen Regierung für den Wiederaufbau bekannt sind, werden diese Projekte in einer nächsten Phase durchgeführt. Der Leiter der Projektabteilung der Glückskette, Ernst Lüber, wird im Januar auf die Philippinen reisen und sich mit den Behörden und den Partnern treffen, um anschliessend die grossen Linien der Untrerstützung von der Glückskette festzulegen.
Hilfe für auf den Philippinen lebende Schweizer
Mehrere auf den Philippinen lebende Schweizer Familien haben nach der Zerstörung ihrer Häuser oder ihrer Gewerbebetriebe ebenfalls bei der Glückskette um Hilfe angefragt. Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) nimmt diese Gesuche entgegen und unterbreitet sie anschliessend der Glückskette. Wie bei der Hilfe an Schweizer Familien nach dem Tsunami 2004 in Südostasien, wo mehrere Dutzend Schweizer Familien Unterstützung erhielten, wird die Glückskette auch hier eine gezielte Hilfe bieten.
37,2 Millionen Franken Spendengelder
Bis zum heutigen Tag hat die Glückskette Spenden in der Höhe von 37,2 Millionen erhalten. Grosse Spenden von Unternehmen, Kantonen und Gemeinden, darunter 250'000 Franken von der Post, halfen, dieses Ergebnis zu erzielen. Die Spendenversprechen am nationalen Sammeltag wurden bei weitem eingehalten und sogar übertroffen.