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Lateinisch: Victoria amazonica
Familie: NYMPHAEACEAE
Die Blätter dieser Wasserpflanze können einen Durchmesser von mehr als 2 Metern erreichen. Der Stängel, welcher die Pflanze auf dem Grund des Gewässers verankert, kann eine Länge von bis zu 5 Metern haben. Im innenseitigen Bereich der schwimmenden Blätter ist ein Netz von Blattnerven zu sehen, welche unzählige Luftgefüllte Zellen einrahmen, die von einer Stachelbewehrten Aussenhaut bedeckt sind. Die Blüten – von weisser bis rosaroter Färbung – strömen einen angenehmen Duft aus. Im Pantanal kommt die Pflanze in Gruppierungen auf dem Rio Paraguai vor – zwischen „Caceres“ und „Corumbá“ – in Buchten mit ruhigem Wasser oder in angrenzenden Lagunen.
Kuriositäten
Ihr Name „Victoria“ wurde der Pflanze von ihrem Entdecker „Lindlay“ zu Ehren der englischen Königin Victoria verliehen. Auf den Flüssen „Paraná“, „Paraguai“ und deren Zuflüssen findet man die Subspezies „Victória régia mattogrossensis“. Wenn Lagunen und Seen, in denen sich Victória Régias befinden, austrocknen, verbleiben ihre Samenkapseln eingegraben im Lehm des Bodens – bis zur neuen, alljährlichen Überschwemmung – um dann erneut zu keimen, zu wachsen und zu blühen. Der volkstümliche Name „Forno-dagua“ (Wasser-Ofen) rührt von der Form der riesigen Blätter her, die einer der gewölbten Herdplatten gleichen, auf denen man bis heute noch das, in der lokalen Ernährung wichtige Maniokmehl, röstet.