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Itanium kommt noch später als erwartet
Itanium kommt noch später als erwartet
Die nächste Generation von Intels 64-Bit-Prozessor Itanium verspätet sich weiter. Der unter dem Codenamen «Montecito» entwickelte Itanium-2-Prozessor erscheint nun Mitte 2006 statt, wie es die bisherige Planung von Intel vorgesehen hat, Anfang 2006. Dies wiegt umso schwerer, als «Montecito» zuerst Ende 2004 und später Mitte 2005 erscheinen sollte und Intel nun sogar Funktionen streicht. So fehlt «Montecito» im Gegensatz zu den ursprünglichen Planungen die Foxton-Technik, mit deren Hilfe sich der Prozessor bei ausreichender Kühlung und grosser Auslastung kurzzeitig selber übertakten kann. Die Taktfrequenz des schnellsten Itanium-2-Modells verringert sich damit um 400 MHz von 2,0 auf 1,6 GHz. Auch der FSB wird von den erwarteten 667 auf maximal 533 MHz heruntergetaktet. Trotz allem verspricht Intel noch immer, dass der Itanium-2 doppelt so viel Leistung wie die aktuellen Modelle bringen soll. Die Nachfolge-Modelle von «Montecito» verschieben sich damit ebenfalls. Der direkte Nachfolger «Montecito» soll nun 2007 kommen, «Tukwila» wird für 2008 erwartet.
Insgesamt sind für 2006 zehn verschiedene Itanium-Modelle vorgesehen, von denen die meisten auf «Montecito» basieren sollen. Sie basieren auf zwei Kernen und sollen bis zu 24 MB Level-3-Cache mitbringen. Doch auch bei den x86-Prozessoren für Multiprozessorsysteme tut sich einiges. So streicht Intel die «Reidland»-Plattform samt dem zugehörigen «Whitefield»-Prozessor. Sie werden durch die «Caneland»-Plattform und den «Tigerton»-Prozessor ersetzt, die beide 2007 erscheinen und nicht mehr auf dem Front Side Bus zur Kommunikation zwischen Chipsatz und Prozessoren basieren. Statt dessen soll eine dedizierte Verbindung zum Einsatz kommen, die besser skaliert. Intel würde somit den gleichen Weg wie AMD einschlagen, deren Opteron-Prozessoren und -Chipsätze schon seit Jahren mit Hypertransport verbunden sind.
AMD holt auf
Gemäss Zahlen von Mercury Research hat Intels Marktanteil bei
x86-Prozessoren im dritten Quartal um 1,4 Prozent nachgegeben und liegt nun bei 80,8 Prozent. Von Intels Schwäche profitieren konnte AMD, deren Marktanteil um 1,6 Prozent
auf 17,8 Prozent geklettert ist. Den schmalen Rest teilen VIA mit
1,4 Prozent und Transmeta mit
0,1 Prozent untereinander auf.