Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03462.jsonl.gz/3586

Spricht man von der Evolution der Lebewesen, so ist es wichtig, Mikroevolution von Makroevolution zu unterscheiden. Mikroevolution wird von der Schöpfungswissenschaft durchaus anerkannt. Es sind zahlreiche Mechanismen bekannt, die zu Veränderungen der Lebewesen führen, doch ermöglichen sie nur Variationen und Spezialisierungen bereits vorhandener Baupläne innerhalb von Grundtypen. Grundtypen sind die Schöpfungseinheiten des Lebens (“geschaffene Arten“). Ein Beispiel für einen Grundtyp ist die Familie der Pferdeartigen, zu denen Pferde, Esel und Zebras gehören.
Quantitative Veränderungen schon vorhandener Organe, Strukturen oder Baupläne ist Mikroevolution. Die bestehende Information in der DNS wird durch Mutationen punktförmig verändert, aber nicht mit Neuem vermehrt (53) (die Zahlen in Klammern betreffen die Seitenzahlen im Biologie-Schulbuch von „Junker & Scherer“, Evolution, ein kritisches Lehrbuch, 1998, Weyel-Verlag).
Makroevolution ist die Entstehung neuer, bisher nicht vorhandener Organe, Strukturen und Baupläne (53). Dies bedingt eine Zunahme neuer Informationen in der DNS oder eine wesentliche Veränderung derselben (Beispiel: wenn aus einem Fisch ein Frosch werden soll). Es bedeutet eine sprunghafte und sinnvolle Zunahme oder Veränderung der Information in der DNS. Makroevolution wurde bisher noch nie direkt beobachtet. Es fehlt auch der dazu nötige Mechanismus. Sinnvolle Information kann nur von einer intelligenten Instanz hervorgebracht werden.
Beispiele: In den Schulbüchern und in den meisten Biologie-Lehrbüchern werden seit Jahrzehnten die gleichen Beispiele für Evolution beschrieben, ohne den Leser darauf hinzuweisen, dass dies in Wirklichkeit bestenfalls Beispiele für Mikroevolution sind. Eine Reihe von Mikroevolutionsvorgängen hat noch nie zu Makroevolution geführt (79), weil durch Mikroevolution keine Zunahme von neuartigen und sinnvollen Informationen in der DNS entsteht.
Beispiel Birkenspanner (72). Der Birkenspanner, ein Schmetterling, hat seine Farbe den Baumstämmen angepasst, auf denen er sich oft aufhält. Weil die Industriekamine immer mehr Russ ausgestossen haben, wurden die Baumstämme in dieser Umgebung immer dunkler, mit ihnen auch die Birkenspanner. So wurde er von den Vögeln, die ihn fressen, weniger gut entdeckt.
Gegenargument: Dies war weder Mikroevolution noch Makroevolution. Die Information für die dunklere Färbung ist in der DNS des Birkenspanners schon vorhanden. Es sind keine neuen Merkmale entstanden. Einige wenige dunkle Birkenspanner hat es schon immer gegeben. Nur deren Anzahl hat einfach überhand genommen. Das war nur Populationsgenetik.
Sichelzellenanämie (73) ist eine Blutkrankheit. Personen, die Sichelzellen statt normale Blutkörperchen im Blut haben, sind immun gegen Malaria. In malariaverseuchten Gebieten nimmt daher der Anteil von Leuten mit Sichelzellen zu. Die Bevölkerung als Ganzes scheint gegen Malaria resistent zu werden.
Gegenargument: Auch hier ist nichts Neues entstanden. Der bereits bestehende Malaria-resistente Anteil der Bevölkerung hat sich lediglich vergrössert.
DDT-Resistenz von Insekten (73). Fliegen wurden nach einer gewissen Zeit unempfindlich gegen das Insektengift DDT.
Gegenargument: Alle Untersuchungen sprechen dafür, dass ursprünglich seltene genetische Varianten den Genbestand der Insektenpopulationen verändert haben. Alle resistenten Fliegen sind die Nachkommen dieser seltenen Varianten. Es ist wiederum nichts Neues entstanden. Nur bereits bestehende Arten haben sich ausgebreitet.
Darwin-Finken (53). Auf den Galapagos-Inseln haben sich 13 verschiedene Finkenarten gebildet, die unterschiedliche Körpergrösse, Gefiederfärbung, Schnabelform und –grösse haben.
Gegenargument: Auch hier handelt es sich um Mikroevolution. Es ist nichts grundlegend Neues entstanden, nur bereits vorhandene Organisationsmerkmale wurden durch Mutationen modifiziert. Die erwähnten Finkenarten gehören alle zum selben Grundtyp.
Archaeopterix (219). Dieser “Urvogel” gilt als Bindeglied zwischen Saurier und Vogel. Er hat Federn wie ein Vogel, aber zugleich Zähne im Kiefer und Krallen an den Flügelenden.
Gegenargumente: Die selben Reptilien-Merkmale finden sich bei ganz unterschiedlichen Reptiliengruppen, die sich dadurch gegenseitig als Vorfahren des “Urvogels” ausschliessen. Man hat zudem einen anderen fossilen Vogel gefunden, den Protoavis, welcher deutlich älter ist als der Archaeopterix. Also kann dieser nicht die gesuchte Zwischenform sein.
Biogenetisches Grundgesetz (180). Haeckel verbreitete die These, dass der menschliche Embryo während seiner Entwicklung verschiedene Stadien der Evolution wiederhole. Im Fischstadium habe er sogar so etwas wie Kiemen. Er versuchte dies mit Zeichnungen der Embryos in verschiedenen Entwicklungsstufen zu beweisen.
Gegenargument: Mehrere Überprüfungen von Haeckels Behauptungen haben ergeben, dass seine Zeichnungen gefälscht sind. Die angeblichen Kiemen sind in Wirklichkeit Beugefalten, die sich zu Strukturen des Gesichtsschädels und Halses ausbilden. Auch die übrigen Inhalte des biogenetischen Grundgesetzes wurden schon vor vielen Jahren von Embryologen widerlegt und müssten eigentlich längst aus den Schulbüchern verschwunden sein.
Pferdereihe (234). Das Urpferdchen Hyracotherium gilt als sicherer Vorfahre der Pferde. Darauf folgt ein Stammbaum von fünf Stufen mit zunehmend grösseren Tieren, welcher mit passenden Fossilien belegt werden kann.
Gegenargument: Mit sich häufenden Fossilfunden entstand aus dem Stammbaum ein Stammbusch mit zahlreichen Seitenzweigen. Verwickelte Wanderungen der vermuteten Pferdevorfahren zwischen Amerika und Europa müssen postuliert werden. Einzelne Merkmale wie Grösse, Zähne und Zehen entwickelten sich nicht in einheitlicher Richtung. Die Zahl der Rippen passt nicht ins Evolutionsschema, sie schwankt regellos zwischen 15 und 19 Rippen. Die Übergänge zwischen den Stationen sind nicht lückenlos, sondern machen Sprünge. Die erforderlichen Änderungen der Merkmalskomplexe können durch Fossilien nicht belegt werden.
Stammbaum (211). Die Fossilien zeigen, dass ein Stammbaum der Lebewesen existiert, der im Präkambrium mit Mikrofossilien beginnt und in den geologischen Formationen nach aufwärts immer höher organisierte Lebewesen zeigt. Im Kambrium beobachten wir ein plötzliches Auftreten verschiedener Vielzeller, weiter oben folgen die ersten Wirbeltiere, im Mesozoikum die Säugetiere und Vögel, und im Känozoikum erscheint schliesslich der Mensch.
Gegenargument: Alle Grundtypen der Lebewesen treten plötzlich auf, ohne jeden Übergang von einfacheren Formen. Zwischen den einzelnen Grundtypen gibt es keine Übergangsformen. In der DNS der verschiedenen Grundtypen beobachtet man mit zunehmender Komplexität eine markante sprunghafte Zunahme sinnvoller Informationen. Das spricht für Schöpfung, denn es gibt keinen natürlichen Mechanismus für die Entstehung von neuen Informationen (Bauplänen).
Rudimentäre (unvollständige) Organe (169). Beim Menschen und den Tieren gibt es zwecklose Organe, die gegen einen Schöpfer sprechen, hingegen mit Evolution erklärt werden können. Zum Beispiel der Wurmfortsatz am Blinddarm des Menschen, die Beckengürtelreste bei Walen oder die Flügelstummel bei flugunfähigen Insekten oder Vögeln.
Gegenargument: Rudimentäre Organe erweisen sich beim näheren Studium immer als sinnvoll und nützlich und sind daher kein Argument gegen Schöpfung. Der Wurmfortsatz des Menschen hat eine Abwehrfunktion bei Allgemeinerkrankungen. Die Beckengürtelreste bei Walen haben Beziehungen zum Genitalapparat und dienen als Ansatzstellen für die starke Aftermuskulatur. Die Flügelstummel flugunfähiger Insekten oder Vögel liegen im Bereich der Mikroevolution. Sie stellen eine Degeneration dar mit Abnahme der Informationen in der DNS. Das ist das Gegenteil von Evolution.
Homologe (ähnliche) Organe (154). Übereinstimmende Baupläne verschiedener Organismen werden homolog genannt, zum Beispiel die Brustflosse der Fische, die Vorderextremität der Landwirbeltiere und der Vogelflügel. Homologe Strukturen sind einander in der Regel augenscheinlich ähnlich. Homologie bildet die Grundlage für unsere Kenntnisse vom Ablauf der Stammesgeschichte.
Gegenargument: Ähnlichkeiten an sich geben noch keine Auskunft über ihre Entstehung (294). Homologie ist bei einem gemeinsamen Schöpfer ebenso zu erwarten, denn er hat wie in einem Baukastensystem ähnliche Elemente bei verschiedenen Lebewesen verwendet. Dies gilt insbesondere für die Grundbausteine (Proteine) und die Informationsspeicher (DNS) der Lebewesen.
Schlussfolgerung: Mikroevolution kann man beobachten. Sie verläuft nach bekannten Mechanismen. Makroevolution hingegen kann man weder beobachten, noch sind Mechanismen bekannt, die sie ermöglichen. Die Informationen in der DNS der Lebewesen mussten von einer Intelligenz geschaffen werden. Gemäss den Angaben der Bibel (1. Mose 2, 1-2) hat der Schöpfer die Lebewesen (Grundtypen) fertig geschaffen. In 1. Mose 2,1 heisst es: „So wurden die Himmel und die Erde und all ihr Heer vollendet.“ „Vollendet“ bedeutet, dass der Schöpfungsvorgang abgeschlossen war. Es hat kein Entwicklungsprozess stattgefunden. In Hebr.11,3 steht: ”Durch Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort ins Dasein gerufen worden ist; es sollte eben das jetzt Sichtbare nicht aus dem sinnlich Wahrnehmbaren entstanden sein.” Das ist eine deutliche Absage an Makroevolution. Denn am siebten Tag war eine fertige ("erwachsene") Schöpfung vorhanden.