Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03587.jsonl.gz/3229

Minus 16
Gods and Dogs
Company
Ballett Zürich
Junior Ballett
Musik Soundtrack aus «Cha-Cha de Amor»: Dean Martin, Yma Sumac Rolley Polley; Dick Dale, Tractor's Revenge & Ohad Naharin, Antonio Vivaldi, Harold Arlen/Marusha
Playing duration 2 Std. 15 Min. Interval after 1st part after approx. 30 Min. and after 2nd part after approx. 1 Std. 15 Min. Introduction 45 min before the performance.
Musik Soundtrack aus «Cha-Cha de Amor»: Dean Martin, Yma Sumac Rolley Polley; Dick Dale, Tractor's Revenge & Ohad Naharin, Antonio Vivaldi, Harold Arlen/Marusha
Playing duration 2 Std. 15 Min. Interval after 1st part after approx. 30 Min. and after 2nd part after approx. 1 Std. 15 Min. Introduction 45 min before the performance.
November 2017
19Nov
14.00
Gods and Dogs
Choreographies by William Forsythe, Jiří Kylián and Ohad Naharin, Revival, Price B, Sunday subscription B
23Nov
19.00
Gods and Dogs
Choreographies by William Forsythe, Jiří Kylián and Ohad Naharin, Price B, Thursday subscription B
25Nov
19.00
Gods and Dogs
Choreographies by William Forsythe, Jiří Kylián and Ohad Naharin, Price B, Saturday subscription
December 2017
01Dec
19.00
Gods and Dogs
Choreographies by William Forsythe, Jiří Kylián and Ohad Naharin, Price H, AMAG people's performance subscription
02Dec
19.00
Gods and Dogs
Choreographies by William Forsythe, Jiří Kylián and Ohad Naharin, Price B, Ballet subscription big
Gods and Dogs
Abstract
Gods and Dogs
This ballet evening will feature three masterpieces of contemporary dance, with works by William Forsythe, Jiří Kylián and Ohad Naharin. All three pieces have written ballet history.
William Forsythe’s In the Middle, Somewhat Elevated is considered his most successful choreography, as it combines all the elements of his choreographic aesthetic for the first time. Created for the ballet of the Paris Opera, the piece is built upon the tremendous dynamic between deceleration and acceleration. Tense, compact bodies brace themselves against one another, wrestling for balance and unleashing explosive energy in the process. Against the backdrop of Thom Willems’ electronic music, physical energy is distributed centrifugally in space, while the classically harmonious lines are expanded into new dimensions and the familiar suddenly seems alien and novel.
Jiří Kylián choreographed Gods and Dogs for theNederlands Dans Theater, on which he exerted a decisive influence as its director of many years. In his hundredth creation for the renowned ballet company – a lugubriously mysterious chamber ballet for four couples – Kylián reflects on the boundaries between normality and madness, and calls the norms of such attributions into question. Kylián’s sensually poetic dance language and infallible sense of musicality make this ballet – whose vivid title refers to a mysterious dual figure from the realm of the Pharaohs – a fascinating piece.
With Minus 16, Ohad Naharin – director of Israel’s Batsheva Dance Company for more than 25 years – has succeeded in creating a piece that is a spirited, swinging celebration of the desire to dance and joie de vivre in which the ballet ensemble presents itself with humour, wildly exuberant joy in movement and acrobatic audacity to the strains of a surprising mixture of music.
Jiří Kylián, Choreografie
Jiří Kylián
Jiří Kylián wurde 1947 in Prag geboren und begann seine Ballettausbildung an der Schule des dortigen Nationaltheaters im Alter von 9 Jahren. Mit 15 Jahren wurde er ins Prager Konservatorium aufgenommen, dessen breitgefächerter Lehrplan neben den Fächern Klassisches Ballett, Modern Dance (Graham-Technik) und Folklore, Tanz- und Musikgeschichte, Musiktheorie und Instrumentalstudium (Klavier) auch eine Einführung in die Choreografie ermöglichte. Ein Stipendium des British Council ermöglichte Kylián 1967 ein Studium an der Royal Ballet School in London. Ein Jahr später trat er als Tänzer dem Stuttgarter Ballett bei. Zwar avancierte Kylián bald zum Solisten, aber sein besonderes Interesse gehörte von Anfang an der Choreografie. So entstand seine erste Choreografie Paradox noch im Rahmen eines Workshops der Noverre-Gesellschaft. Sein offensichtliches Talent eröffnete ihm schnell die Möglichkeit zu weiteren Choreografien – jetzt direkt für das Stuttgarter Ballett. Dazu zählen unter anderem Kommen und Gehen, Incantations, Der stumme Orpheus und Rückkehr ins fremde Land. 1973 choreografierte er in Den Haag Viewers, sein erstes Werk für das Nederlands Dans Theater. Weitere Aufträge dieser Kompanie folgten mit dem Ergebnis, dass Kylián zwei Jahre später zum Co-Direktor des NDT ernannt wurde. Den entscheidenden internationalen Durchbruch brachte 1978 sein Werk Sinfonietta zur Musik von Leos Janácek. Im gleichen Jahr wurde Kylián zum Künstlerischen Direktor des NDT berufen. Aus seiner Zusammenarbeit mit dem Nederlands Dans Theater sind bis heute über 70 Choreografien entstanden, die mittlerweile auf der ganzen Welt zu sehen sind. Neben seiner choreografischen Arbeit schuf er auch neue Strukturen innerhalb des NDT. Zusätzlich zu dem bereits renommierten NDT I gründete er 1978 das NDT Il, eine jüngere, besonders experimentierfreudige und athletische Kompanie, die sich aus Tänzern und Tänzerinnen zwischen 17 und 22 Jahren zusammensetzt, und 1991 das NDT III, das in der Tanzgeschichte eine Vorreiterfunktion übernahm, da es erstmals eine Kompanie für sehr erfahrene Tänzer und Tänzerinnen über 40 darstellte. Erst im August 1999 löste er sich von der Position des Direktors, um sich noch umfassendere persönliche Freiheit zu schaffen. Allerdings gab er damit die enge künstlerische Verbindung zum NDT nicht auf. Bis Dezember 2009 war er der Kompanie weiterhin als Hauschoreograf und künstlerischer Berater verbunden. Zu seinen jüngeren Werken zählen Arcimboldo 2000, Click – Pause – Silence, Birth-Day, «Blackbird», 27’52“, Claude Pascal», When Time Takes Time, Far too close, Last Touch, Toss of a Dice, Sleepless und – zum 25-jährigen Thronjubiläum von Königin Beatrix – Chapeau. In Zusammenarbeit mit dem Filmregisseur Boris Pavel Conan entstand 2006 vor der Kulisse eines tschechischen Braunkohletagebaus der Film CAR MEN. Für sein Werk wurde Jirí Kylián mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt u.a. die Carina-Ari-Medaille, den Westend Theatre Award der Stadt London, den Nederlandse Choreografie Prijs, den Hans Christian Andersen Ballett Award der Stadt Kopenhagen, den Sonia-Gaskell-Preis aus Amsterdam. Darüber hinaus wurde er Ehrendoktor der Juilliard School in New York, erhielt den Joost van den Vondel Award, den Ehrenpreis für Tanz und Choreografie 1998 des Institut del Teatre Barcelona und den Benois de la Danse 1998. Im Februar 2000 bekam Kylián den Lawrence Olivier Award für herausragende Leistungen im Tanz. Im September 2000 wurde ihm der Herald Archangel Award verliehen. Am Ende desselben Jahres erhielten KyIián und das NDT drei Nijinsky-Preise. Anlässlich der 20-jährigen Zusammenarbeit zwischen ihm und dem NDT wurde ihm 1995 einer der höchsten Ehrentitel der Niederlande verliehen, indem man ihn zum «Offizier des Ordens von Oranje-Nassau» ernannte. 2008 folgte die Ehrenmedaille des Ordens von Oranje-Nassau.
Ohad Naharin, Choreografie
Ohad Naharin
Ohad Naharin wurde im Kibbuz Mizra in Israel geboren. Seine Ausbildung begann er 1974 bei der Batsheva Dance Company, bevor Martha Graham ihn entdeckte und nach New York einlud. Hier studierte er an der School of American Ballet und an der Juillard School. Engagements führten ihn anschliessend an die Bat-Dor Dance Company und zu Maurice Béjarts Ballet du XXe Siècle nach Brüssel. 1980 debütierte er als Choreograf und gründete die Ohad Naharin Dance Company. Seitdem schuf Ohad Naharin viele Choreografien unter anderem für das Nederlands Dans Theater, Ballett Frankfurt und für die Compañía Nacional de Danza in Madrid. Seit 1990 ist er Künstlerischer Direktor der Batsheva Dance Company. Für die Company entwickelte Ohad Naharin mehr als 20 Stücke. Seine eigens entwickelte Bewegungssprache «Gaga» ist mittlerweile Trainingsmethode nicht nur für die Batsheva Dance Company, sondern für viele Tänzer weltweit geworden. Ohad Naharin wurde unter anderem mit dem Israel Prize for Dance (2005), New York Dance and Performance Award (2002, 2003) und dem Dance Magazine Award (2009) ausgezeichnet.
Joke Visser, Kostüme
Joke Visser
Joke Visser arbeitete zehn Jahre als freischaffende Kostümdesignerin für das Holländische Nationalballett, das Nederlands Dans Theater und die Holländische Opernvereinigung, bevor sie 1987 fest beim Nederlands Dans Theater angestellt wurde. Bereits zwei Jahre später übernahm sie die Leitung der dortigen Kostümabteilung. Seitdem hat sie alle Kostüme für Jirí Kyliáns Produktionen geschaffen. In den vergangenen Jahren kreierte sie die Kostüme für Bella Figura, Wings of Wax, A Way A Lone, One of a Kind, Indigo Rose, Half Past, Doux Mensonges», Arcimboldo 2000, Click-Pause-Silence, Birth-Day, 27’52˝, Claude Pascal, When Time Takes Time, Far too close, Last Touch, Sleepless, Toss of a Dice, Chapeau, Tar and Feathers, Vanishing Twin, Gods and Dogs und Mémoires d’oubliettes. Neben ihrer Arbeit für weitere Choreografen betreut sie die Kostümausstattung der Kylián-Ballette weltweit.
Kees Tjebbes, Lichtgestaltung
Kees Tjebbes
Nach seinem Studium an der Kunstakademie Brüssel arbeitete Kees Tjebbes mit verschiedenen Theatern und Compagnien zusammen, darunter das Toneelgroep Theater, Introdans, Scapino Ballet Rotterdam und Nederlands Dans Theater. Bei Introdans und dem Scapino Ballet Rotterdam kreierte er das Lichtdesign für Neuproduktionen von Ed Wubbe, Nils Christe und Itzik Galili. Ausserdem arbeitete er mit Choreografen wie Mats Ek, William Forsythe und Ohad Naharin zusammen. Seit er 2000 für Jiří Kyliáns Click – Pause - Silence das Licht gestaltete, wirkt er bei fast allen Tanzproduktionen des Choreografen mit, u. a. bei 27’52’’, Claude Pascal, When Time Takes Time, Far too close, Last Touch, Sleepless, Toss of a Dice, Chapeau, Tar and Feathers, Vanishing Twin, Gods and Dogs und Mémoires d’oubliettes für das Nederlands Dans Theater sowie Il faut qu’une porte für das Ballett der Opéra de Paris. Er ist zudem als Lichtdesigner für sämtliche weltweit neu- oder wiederaufgeführten Kylián-Produktionen verantwortlich, arbeitet aber auch mit Choreografen wie Ken Ossola, Stephan Thoss, Crystal Pite, Yuri Possokhof und Didy Veldman zusammen.
Thom Willems, Music
Thom Willems
Thom Willems ist ein niederländischer Komponist, der vor allem Musik für das Ballett kreiert. Er studierte Komposition am Konservatorium von Den Haag (Niederlande). Thom Willems schuf mehr als 80 Werke in Zusammenarbeit mit William Forsythe während dessen Zeit als Intendant des Ballett Frankfurt (1985-2004) und nun als Künstlerischer Direktor der Forsythe Company (seit 2005), so unter anderem In the middle somewhat elevated (1987), Impressing the Czar (1988), Limb’s Theorem (1990), The Loss of Small Detail (1991), ALIE/N A(C)TION (1992), Eidos: Telos (1995), Solo (1997), One Flat Thing, reproduced (2000), Heterotopia (2006) und Sider (2011). 2007 war Thom Willems an Tado Andos Foschungszentrum für Design, 21_21 Design in Tokio, tätig. 2008 arbeitete er mit Matthew Ritchie bei dessen Installation The Morning Line für Thyssen-Bornemisza Art Contemporary zusammen.
Bambi Bueno, Lichtgestaltung
Bambi Bueno
Avi Yona Bueno (Bambi) startete seine Karriere als Lichtdesigner für Rockkonzerte zunächst in Israel, in den 80er Jahren in London und auf Europatourneen für Pink Floyd, Mike Oldfield, The Cure, Roger Waters, David Gilmour und Dizzy Gillespie. Seit seiner Rückkehr nach Israel vor 25 Jahren ist er dort einer der führenden Lichtdesigner. Seine Arbeiten finden sich in Produktionen für die grossen Theater Israels und die Opernhäuser von Tokio, Amsterdam, Bilbao und Nizza. Er war Lichtdesigner beim Nederlands Dans Theater, beim Ballett Frankfurt, beim Ballet Nacional de España, dem Cullberg Ballet und den Grands Ballets de Montreal. Für seine Arbeiten wurde Bambi mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit acht „Best Lighting Design of the Year“ Awards der Israeli Theatre Academy. Als Lichtdesigner der Batsheva Dance Company arbeitet er seit über zwanzig Jahren mit Ohad Naharin zusammen.
William Forsythe, Choreografie
William Forsythe
William Forsythe gilt als einer der weltweit führenden Choreografen. Seine Werke sind dafür bekannt, die Praxis des Balletts aus der Identifikation mit dem klassischen Repertoire gelöst und zu einer dynamischen Kunstform des 21. Jahrhunderts transformiert zu haben. Sein tiefgreifendes Interesse an organisatorischen Grundprinzipien hat ihn dazu geführt, ein breites Spektrum von Projekten in den Bereichen Installation, Film und internetbasierte Wissensentwicklung zu realisieren. William Forsythe wuchs in New York auf und begann seine Ausbildung bei Nolan Dingman und Christa Long in Florida. Er tanzte mit dem Joffrey Ballet und später mit dem Stuttgarter Ballett, dessen Hauschoreograf er 1976 wurde. In den folgenden sieben Jahren schuf er neue Werke für das Stuttgarter Ensemble sowie für namhafte Ballettcompagnien, u.a. in München, London, Berlin, Paris und New York. 1984 begann seine zwanzigjährige Tätigkeit als Direktor des Balletts Frankfurt. Seine Arbeiten aus dieser Zeit nehmen einen zentralen Platz im Repertoire der wichtigen Ballettensembles der Welt ein, u.a. beim New York City Ballet, dem San Francisco Ballet, dem National Ballet of Canada, dem Londoner Royal Ballet, dem Ballet de l’Opéra de Paris und dem Ballett Zürich. Nach der Auflösung des Balletts Frankfurt im Jahr 2004 formierte Forsythe ein neues, unabhängiges Ensemble: The Forsythe Company. Sie hat ihre festen Spielstätten in Dresden und Frankfurt/Main und gibt darüber hinaus internationale Gastspiele. Forsythe und sein Ensemble haben zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den New Yorker Tanz- und Performance Bessie Award sowie den Laurence Olivier Award. Bei der Biennale in Venedig 2010 erhielt Forsythe den «Goldenen Löwen» für sein Lebenswerk. Seine Installationen und Film-Arbeiten werden in zahlreichen Museen und Ausstellungen gezeigt, u.a. auf der Whitney-Biennale in New York, der Biennale von Venedig, im Louvre und auf der 21_21 Design Sight in Tokio. Seine CD-ROM Improvisation Technologies: A Tool for the Analytical Dance Eye wird weltweit in professionellen Compagnien und Tanzhochschulen eingesetzt. 2009 wurde Synchronous Objects for One Flat Thing, reproduced vorgestellt, eine digitale, webbasierte Partitur, die zusammen mit der Ohio State University entwickelt wurde. Sie zeigt die Organisationsprinzipien der Choreografie und führt vor, wie sie auch im Rahmen anderer Disziplinen verwendet werden können. Regelmässig wird Forsythe eingeladen, an Universitäten und kulturellen Einrichtungen Vorträge zu halten und Workshops zu leiten. Er ist Ehrenmitglied des Laban Centre for Movement and Dance in London und Ehrendoktor der Juilliard School in New York. Ausserdem ist er A.D. White Professor-at-Large an der Cornell University (2009-2015).