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FORTUNE
II
Frontiers Records
mv. Die Anfänge der Band Fortune gehen bis in die 70er Jahre zurück. 1978 erschien das unbetitelte Debutalbum um die Brüder Mick und Richard Fortune, wobei damals noch dessen Frau Colleen am Gesang war. Richtig interessant wurde die Band dann Anfang der 80er, als Keyboarder Roger Scott Craig und Sänger Larry Greene zur Band stiessen. Die Band wurde damit einiges rockiger und veröffentlichte 1985 erneut ein unbetiteltes Album, welches heute noch als unterbewerteter AOR-Klassiker gehandelt wird. Da der grosse Erfolg trotz Major-Record Deal ausblieb löste sich die Band irgendwann frustriert auf. Greene und Craig gründeten in den Neunzigern die sehr gute Nachfolgerband Harlan Cage, welche immerhin vier Studioalben veröffentlichte (inkl. einiger Fortune-Songs Neuaufnahmen). Nun gibt’s eine Reunion und zwar kein drittes unbetiteltes Album, aber dafür eine Comeback-Scheibe namens „II“, was die Verwirrung um die Albumtitel dieser Band nur noch grösser macht. Wichtiger ist aber die Musik dieser Comeback-Scheibe, und die hat es wirklich in sich. Interessanterweise klingt das neue Album als wäre die Zeit 1985 einfach stehen geblieben. Mit „Don’t Say You Love Me“ gibt es gleich zu Beginn einen Volltreffer, dem mit „Shelter Of The Night“ und „Freedom Road“ zwei weitere Hochkaräter folgen, bevor „A Little Drop Of Poison“ als Albumhighlight alles überstrahlt. Fortune spielen sehr keyboardlastigen AOR mit grossem 80er Jahre Feeling und dürften mit diesem Album Fans von Asia, Night Ranger, Giuffria oder Strangeways riesige Freude bereiten. Auch wenn die Stücke mit den grössten Hooks gleich alle in der ersten Albumhälfte stehen und somit gegen hinten raus die Hitdichte etwas dünner wird, „II“ ist eines der Highlights auf Frontiers und sehr empfehlenswert für alle Anhänger sehr melodischer Rockmusik.