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Das frühere Persien ist ein geheimnisvolles und zugleich kontrastreiches Land mit einer landschaftlichen, ethnischen und kulturellen Diversität, die seinesgleichen sucht: Das Land an der ehemaligen Seidenstrasse weiss durch architektonische Glanzlichter, mystische Wüstenlandschaften, hochalpines Gebirge sowie traumhafte Sandstrände zu bestechen.
Daneben ist es Schauplatz einer über Jahrtausende zurückreichenden Geschichte, die einen enormen kulturellen Reichtum hervorbrachte. Gleichwohl lässt uns Europäern die einseitige und lückenhafte politische Berichterstattung im Iran etwas Fremdes, Bedrohliches oder bestenfalls Erstaunliches erblicken. Eine Iranreise wird diese Lückenhaftigkeit indes zu schliessen wissen, und wir fortan den Iran unweigerlich mit anderen Augen betrachten.
Der Iran beheimatet rund 80 Mio. Menschen und ist mit 1.6 Mio. Quadratkilometern etwa 40 Mal grösser als die Schweiz und flächenmässig nach Saudi-Arabien das grösste Land im Nahen bzw. Mittleren Osten. Der Iran grenzt an die Türkei und den Irak im Westen, an Aserbeidschan und Turkmenistan im Norden sowie Afghanistan und Pakistan im Osten.
Neben der Amtssprache Farsi (Persisch) wird in gewissen Regionen auch türkisch, kurdisch, arabisch, lorisch, gilakisch und belutschisch gesprochen. Seine Ursprünge datieren auf mehrere tausend Jahre zurück. Das historische Wahrzeichen bilden die historischen Stätten aus dem Persischen Reich, allen voran die grossflächigen Ruinen von Persepolis – die von Dareios I. im 6. Jahrhundert v.Chr. gegründete Hauptstadt des Persischen Reichs.
Daneben zeichnen beeindruckende landschaftliche Szenerien das Land aus: Das Elburs-Gebirge im Norden das mit dem Damavand (5'671m ü.M.) den höchsten Berg des Orients beheimatet, Hyrcanischer Regenwald in der Nähe des Kaspischen Meers, der mit seiner grünen Farbenpracht mit den mystischen Wüstenlandschaften des Landes kontrastiert, sowie geologische Spektakel entlang des Persischen Golfs, insbesondere auf den Inseln Qeshm und Hormuz.
In architektonischer Hinsicht sind die majestätischen Paläste aus der Monarchie-Zeit hervorzuheben, sowie die beeindruckenden, monumentalen Moscheen, die unbestritten zu den schönsten Bauten der islamischen Welt zählen.
Seit dem Amtsantritt des Präsidenten Rouhani im Jahr 2013 hat sich das Land dem internationalen Tourismus stark geöffnet und heisst Reisende aus aller Welt willkommen. Für die Iokale Bevölkerung selbst ist dies jedoch nichts Neues, denn die Persische Gastfreundschaft und Offenheit suchte allezeit seinesgleichen. Die jüngere iranische Bevölkerung verfügt zudem dank ihrem hohen Akademisierungsgrad über gute Englischkenntnisse und liebt den kulturellen Austausch. Dank ihrer Offenherzigkeit entstehen so schnell interessante Kontakte mit Touristen, welche nicht selten zu privaten Abendessen mit exquisiten persischen Gerichten führen - Genuss pur!
Dennoch sind für Reisende einige Grundsätze zu beachten: Obwohl sich das Land ausländischen Touristen äusserst tolerant zeigt, ist das grundsätzliche Alkoholverbot im Iran auch von Touristen zu respektieren. Entsprechend sollte man sich darauf einstellen, für die Reisedauer im Iran auf Alkohol zu verzichten. Schliesslich ist den landesspezifischen Kleidungsvorschriften Beachtung zu schenken, konkret dass Frauen ihre Haare in der Öffentlichkeit mit einem Tuch bedecken und die Körperformen etwa mit einem weiten Top umhüllen sollten. Obwohl für manche weibliche Reisende zu Beginn vielleicht etwas fremd anmutend, löst sich ein etwaiges Unbehagen mit den ersten faszinierenden Eindrücken aus der persischen Welt sogleich auf.
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