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Die Top 3 waren dem 800m-Weltmeister sicher. Doch die Wahl des Inter-nationalen Leichtathletik-Verbandes fiel auf den 1500m-Weltmeister El Guerrouj.Dieser Inhalt wurde am 26. November 2001 - 14:02 publiziert
Bucher erreichte zusammen mit dem Marokkaner Hicham El Guerrouj und Sprintkönig Maurice Greene (USA) die Endausmarchung der Top 3. Bei den Frauen entschied sich das Gremium für die Stabhochspringerin Stacy Dragila (USA).
Guerrouj hatte bei den WM in Edmonton im August seinen dritten Titel gewonnen und hält die Weltrekorde über 1500m, eine Meile und 2000m. Seit 1994 gewann er von 53 Rennen über seine Spezialdistanz deren 51. Ausgerechnet in den Olympiafinals von Atlanta und Sydney setzte es die zwei Niederlagen ab. Stacy Dragila unterstrich ihre Dominanz mit Olympia-Gold und dem WM-Titel. Mit 4,81m hält die 30-Jährige auch den Weltrekord.
Die Jury bestand aus 400-m-Olympiasiegerin Cathy Freeman (Au), dem inzwischen ins Funktionärslager gewechselten Stabhochsprung-Weltrekordler Sergej Bubka (Ukr), IAAF-Generalsekretär Istvan Gyulai (Un) sowie neun weiteren Funktionären.
Bucher nicht enttäuscht
Bucher war in diesem Jahr der erste Schweizer Grand-Prix Gesamtsieger und gehörte zu den zehn Männern, die von einer Expertengruppe aus fünf Kontinenten für die Wahl zum "Leichtathleten des Jahres 2001" vorgeschlagen wurden. "Für mich ist die Nomination allein schon Ehre genug", sagte der Luzerner, der in schwarzem Anzug der Zeremonie unter der Schirmherrschaft von Prinz Albert beiwohnte. Die Wahl von El Guerrouj gehe in Ordnung. "Seine gesamte Karriere ist eindrucksvoll."
Der 24-jährige Bucher gewann 2001 nebst dem WM-Titlel insgesamt fünf Golden-League-Renen, das GP-I-Rennen in Lausanne und holte sich den Grand-Prix-Gesamt- sowie den Disziplinensieg.
Fehlende Jahresbestzeit
Einziger Kleckser im Reinheft bildet die Niederlage beim Golden-League-Rennen in Brüssel. Trotz der zweitbesten Zeit seiner Karriere unterlag er dem Russen Juri Borsakowski, der mit diesem Sieg auch die Jahres-Weltbestzeit an sich riss. Die fehlende Jahres-Weltbestzeit gab möglicherweise den Ausschlag zu Ungunsten des Schweizers.
Zudem kann davon ausgegangen werden, dass die Wahl von El Guerrouj auch eine sportpolitische Komponente enthält. Es bot sich die Chance, die Karriere des 27-jährigen Läufers zu würdigen. Bislang hatte sich der Ausnahme- Athlet bei der seit 1988 durchgeführten "Oscar-Verleihung" für die Leichtathleten nie ganz an die Spitze hieven können.
swissinfo und Agenturen