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Maximal 24 Schülerinnen und Schüler pro Klasse in der Mittelschule: Dies hatte eine Petition gefordert. Doch der Staatsrat hält an den bestehenden Regeln zu den Klassengrössen fest.
Der Staatsrat hat das neue Reglement über den Mittelschulunterricht verabschiedet. Darin ist festgehalten, dass eine Mittelschulklasse mindestens 14 und höchstens 27 Schülerinnen und Schüler zählt. Der angestrebte durchschnittliche Klassenbestand an einer Mittelschule beträgt 22 Schülerinnen und Schüler.
Im Frühling vergangenen Jahres war der Staatsrat – via eine Petition mit fast 3000 Unterschriften – aufgefordert worden, die Anzahl Schülerinnen und Schüler pro Klasse auf 24 und den Durchschnitt auf 21 zu beschränken.
Mitglieder des Direktionsrats
Wie der Staatsrat in seiner Mitteilung zur Verabschiedung des neuen Reglements schreibt, habe er nun beschlossen, die derzeit geltenden Regeln zu den Klassengrössen in Mittelschulen nicht zu ändern, insbesondere unter Berücksichtigung des Beschlusses der parlamentarischen Kommission, die sich mit der Beratung des Gesetzes über den Mittelschulunterricht befasst hatte. Diese Kommission habe dem Grossen Rat keine gesetzliche Verankerung eines maximalen Klassenbestandes vorschlagen wollen. Seine Entscheidung resultiere auch aus dem Bestreben, eine Übereinstimmung mit anderen Bildungsstufen zu wahren, so der Staatsrat.
Im Reglement habe die Kantonsregierung weiter beschlossen, die Funktionseinreihung der Vorsteherin beziehungsweise des Vorstehers der Mittelschulen anzupassen, vergleichbar mit der mittleren Kaderfunktion im Unterrichtswesen. Vorsteherinnen und Vorsteher seien nun offiziell Mitglieder des Direktionsrats der jeweiligen Schule.
VPOD will Reduzierung
In einem Communiqué äussert der Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) Freiburg sein Unverständnis über die Entscheidung des Staatsrats zur Klassengrösse: «Eine Reduzierung wäre mehr als notwendig gewesen, um eine Verbesserung der Arbeits- und Lernbedingungen zu ermöglichen.» Die Gewerkschaft verlangt, die Klassengrössen auf allen Schulstufen zu reduzieren, nicht nur in der oberen Sekundarstufe. «Damit könnte auch dem Wunsch des Staatsrats entsprochen werden, die Kohärenz zwischen den Bildungsebenen zu erhalten.»