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Im Winter wird die Luft im Stall durch die Körperwärme der Tiere erwärmt. Dies ist für Sie sicherlich angenehm. Der Nachteil dieser Erwärmung ist jedoch, dass die Luft nicht nur mit Feuchtigkeit, sondern auch mit Staub, Ammoniak, Keimen und anderen gesundheitsschädlichen Partikeln belastet wird. Diese verschmutzte Luft sollte unverzüglich ausgetauscht werden, denn das Einatmen dieser Partikel kann negative Folgen haben. Dazu gehören beispielsweise eine Verringerung der Milchproduktion bei Milchkühen oder Atmungsprobleme beim Jungvieh. Darüber hinaus kann die Kondensation langfristig zu einer Schädigung der Infrastruktur, insbesondere der Holzkonstruktionen, führen.
Die Schwierigkeit liegt in der Aufnahmekapazität der Luft. Je niedriger die Temperatur ist, desto weniger Wasserdampf kann die Luft aufnehmen. Ein m3 Luft enthält bei 0 °C nur 3,5 g Wasser, also fast 5 Mal weniger als bei einer Temperatur von 20 °C. Im Winter ist daher eine grössere Luftmenge erforderlich, um eine gute Belüftung zu gewährleisten.
In Folge der ständigen Kondensation unter dem Dach wird das darunter gelagerte Futter feucht. Dadurch entstehen lokale Schimmelpilze, die die Qualität des Futters mindern und der Gesundheit der Tiere schaden.
© Grangeneuve
Schäden. Es entstehen insbesondere dann Probleme, wenn die Feuchtigkeit in den Stallungen der Tiere anhält. Wie kann man also die Anzeichen schädlicher, anhaltender Feuchtigkeit erkennen? Und was sind Lösungsansätze zur Verbesserung des Stallklimas? Nachfolgend finden Sie einige Beispiele.
François-Lionel Humbert, Wissenschaftlicher Mitarbeiter