Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03325.jsonl.gz/2175

Geschichte
Ortschronik von Dr. E. Messikommer, 1973 bestellen
Ortschronik von P. Niederhäuser, 2019 bestellen
Seegräben auf Wikipedia
Geschichte
Die Geschichte unserer Gemeinde geht bis in die Steinzeit zurück. Aus der Jungsteinzeit sind auf dem Gemeindegebiet Einzelfunde gemacht worden und im Robenhausener Ried und bei Pfäffikon wurden Spuren von Siedlungen ausgemacht. Der Einbaum, ein Schiff, welches aus einem einzigem Baumstamm geschnitzt wird und ein Symbol für diese Epoche ist, findet deshalb in unserem Wappen seinen Platz.
Spuren der Bronzezeit sind die Erdwälle eines Refugiums bei der Heidenburg. Zur Römerzeit muss auf der Bürglen hinter Ottenhausen ein römischer Gutshof bestanden haben - der Name des nahen Römerbrünnelis soll an jene Epoche erinnern. Das beschauliche Römerkastell über dem See bei Irgenhausen und die nicht unwichtige Strassenverbindung von Chur nach Winterthur mögen dem römischen Gutsbesitzer Sicherheit und Handelsmöglichkeiten geboten haben.
Die Ortsbezeichnung Seegräben lässt sich nach Prof. B. Bösch als "Ort bei den Gräbern am See" etymologisieren. Das Dorf Seegräben ist eine alte germanische Niederlassung, die urkundlich etwa um 1150 erstmals erwähnt wurde.
Durch eine Schenkung des Freiherrn von Regensberg gelangte ein Grossteil der heutigen Gemeinde in den Besitz des Klosters Rüti. In geschichtlichen Aufzeichnungen werden die Kapelle, die Aathalmühle, Wiesen, Wälder, Felder sowie die Fischereirechte bei Seegräben erwähnt. Noch nicht dazu gehörte der nördliche Dorfteil Ottenhausen. Als Zürich nämlich 1351 der Eidgenossenschaft beitrat, gehörte dieser Dorfteil zum Herrschaftsbereich der Kyburg. Erst seit 1874 bilden die beiden Dorfteile eine Einheit.
Mit der Zeit der Industrialisierung und der Baumwollspinnerei um 1823 nahm auch die Bevölkerung zu. Menschen strömten vom Land in die zentraleren Ortschaften, um sich dort in einer Fabrik Arbeit zu suchen und diese Bewegung schlug auch in unserer Gemeinde ein. Waren es um 1800 rund 300 Einwohner, verdreifachte sich die Bevölkerung beinahe bis 1900. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nahm sie wieder leicht ab. Heute sind es ca. 1'450 Einwohner. Mit der Industrialisierung entwickelten sich auch die Verkehrswege. Um 1837 wurde der Weg durchs Aatal als Strasse ausgebaut. 20 Jahre später folgte die Verlegung von Schienen und mit dem die Eisenbahn als Transportmittel. Zur damaligen Zeit bestanden weder die links- noch rechtsufrige Zürichsee-Bahnverbindung.
Bis 1885 existierte in Seegräben eine kleine Kapelle, deren Grösse jedoch bald nicht mehr ausreichte. Sie wurde abgebrochen und an ihrer Stelle wurde die Kirche errichtet, wie wir sie heute kennen. In späteren Jahren wurde der Turm abgeändert und eine Sakristei angebaut – und noch heute ist das schmucke Kirchlein direkt am See für Hochzeiten sehr gefragt.
Auch ein eigenes Kanalisationsnetz hat in der Geschichte unserer Gemeinde einmal Platz gefunden. Die dreistufige Kläranlage, welche 1972 eingeweiht wurde, existierte jedoch nicht lange. Nach 20 Jahren wurde sie bereits wieder ausser Betrieb gesetzt und das Kanalisationsnetz der Gemeinde wurde an die Kläranlage Wetzikon angeschlossen.
Gemeinsam mit der Bevölkerung wuchs auch der Bedarf an Bildungsplätzen, so dass im Jahre 1975 das Primarschulhaus ausgebaut werden musste um fortan für sechs Schulklassen Platz bieten zu können. Die Oberstufenschüler besuchen seit jeher die Sekundarschule in Wetzikon.
- Mehr zur Geschichte der Schule finden Sie hier.
Als 1985 das neue Gemeinde- und Feuerwehrhaus eingeweiht wurde, fand ein grosses Fest statt.
Als letzte grosse Bautätigkeit muss sicher der Bahntunnel erwähnt werden mit der Eröffnung der S-Bahn.
Am 8. Juni 2002 wurde anlässlich eines Dorffestes der regionale Radweg Seegräben–Wetzikon eingeweiht.
2004 stellte die Spinnerei Streiff AG die Produktion ein und wandelte sich zur reinen Immobiliengesellschaft um.
Bis im Dezember 2005 betrieb die Gemeinde Seegräben eine eigene Vormundschaftsbehörde, bis diese öffentliche Aufgabenerfüllung durch die Stadt Wetzikon übernommen wurde (in einem Zusammenarbeitsvertrag geregelt). Am 1. Januar 2013 trat das revidierte Erwachsenenschutzrecht in Kraft. Damit wurden die Aufgaben, welche bisher von den kommunalen Vormundschaftsbehörden wahrgenommen wurden, auf die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Bezirks Hinwil (KESB) übertragen.
Seit April 2006 sind die Politische Gemeinde und die Primarschulgemeinde zur Einheitsgemeinde vereint. (gemeinsame Buchhaltung seit 1.1.2007)
Am Morgen des 3. Augusts 2006 fing eine Hütte am Pfäffikersee Feuer und die Badi Seegräben brannte infolge dessen vollständig nieder. Auf Wunsch vieler Ansässiger und Einwohnern der umliegenden Gemeinden wurde von Lehrlingen eine neue Badi am gleichen Ort erstellt - originalgetreu.
Ab 2009 wurden etliche Strassen in Ottenhausen, Wagenburg bis Ruetschberg und in Seegräben total saniert, wo erforderlich mit Trottoir ausgestattet und gestalterisch aufgewertet.
Bis im Jahre 2010 betrieb die Verwaltung Seegräben ein eigenes Betreibungsamt. Unterdessen ist es zusammen mit der Gemeinde Bäretswil in der Stadt Wetzikon angegliedert.
2010 übernahm die Firma HIAG mit Sitz in Basel die Firma Streiff. In der Folge realisierte die HIAG in Aretshalden eine Überbauung mit vier Mehrfamilienhäusern, welche 2013 fertig gestellt und der Gemeinde 51 zusätzliche Einwohnerinnen und Einwohner brachte.
2013 richtete der Kanton im Aatal eine Lichtsignalanlage ein, womit für die Einwohnerinnen und Einwohner vom Sack ein sicheres Einspuren in die Zürichstrasse im Aatal ermöglicht wird.
2014 wurde nach einer längeren sorgfältigen Umbauphase die Spinnerei Aathal (Projekt Leuchtturm) abgeschlossen. Neu entstanden sind dabei ein Restaurant (Spinnerei) und ein Einkaufsmarkt (Ottos).
Zudem konnte der neue Flurweg von Aretshalden bis Juhee gebaut und eingeweiht werden und die Aretshaldenstrasse wurde nach Sanierungsarbeiten eröffnet. Auf der Gstalderstrasse und in der Grossweid wurden Verkehrsberuhigungsmassnahmen umgesetzt (Berliner Kissen).
2015 wurde die Aathalstrasse saniert und das neue Werkgebäude für den Unterhaltsdienst erstellt. Zudem wurden die Büroräumlichkeiten der Gemeindeverwaltung renoviert und mit modernen Einrichtungsgegenständen ausgestattet. Die Neuerungen konnten von der Bevölkerung am Tag der offenen Tür vom 1. Juli 2017 besichtigt werden.
Am 12. Februar 2017 stimmten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Gemeinde Seegräben über die Auflösung der Sekundarschulgemeinde Wetzikon-Seegräben ab und genehmigten damit die weiterführende Regelung für die Belange der Sekundarstufe mittels einem Anschlussvertrag mit der Stadt Wetzikon.
Am 21. Mai 2017 genehmigte das Stimmvolk den Kredit von CHF 1'800'000.00 für die Sanierung und Erweiterung der Primarschulanlage an der Aathalstrasse 6-8.
Am 22. September 2017 war der Gemeinderat am Kickoff des neuen Naturzentrums Pfäffikersee vertreten.
Am 17. Juli 20218 erhielt das Schützenhaus eine neue Kuppe.
Am 3. November 2018 konnte der neue Buechwäid-Saal (ehem. Alte Turnhalle) beim Schulhaus eingeweiht werden.
Am 11. Februar 2019 übergab die SBB der Gemeinde Seegräben ihr Metallwappen, das einst an einem Bahnwagen angebracht war. Die Metallschilder wurden durch Kleber ersetzt.
Am 2. April 2019 wurde die Sirenenanlage vom Dach des Alten Schulhauses auf das Dach des Gemeindehauses an der Rutschbergstrasse 10 versetzt.
Das Jahr 2019 stand im Rahmen der 800-Jahr-Feier, wofür ein eigener Verein gegründet wurde. Am 5. Mai 2019 fielt der Startschuss mit der Pflanzung einer jungen Eiche bei der Einfahrt zum Flurweg "Henri-Messikommer-Weg", wessen Namensgebung kurz danach (am 17. Mai 2019) im Rahmen der Familie gefeiert wurde. Die eigentliche Feier war dann am Wochenende vom 31. August - 1. September. Zu diesem Anlass wurde auch die Ortschronik neu überarbeitet und gedruckt. Diese ist auf der Gemeindeverwaltung erhältlich oder kann über den Online-Schalter bestellt werden.
Am 19. Juli 2019 konnte die Usterstrasse nach Sanierungsarbeiten wiedereröffnet werden.
Ebenfalls 2019 erhielt das Gemeindehaus neue Fenster. Seit der besseren Isolation können Heizkosten gespart und ein angenehmeres Klima in den Büroräumlichkeiten sichergestellt werden.
Am 28. September 2019 wurde das CEVI-Haus (ehem. Schützenhaus) eingeweiht, nachdem der Estrich durch viele Freiwillige ausgebaut wurde.
Am 12. November 2019 informierte der Gemeinderat die Bevölkerung erstmals über eine mögliche Fuss- und Radwegbrücke über das Aatal.
Im März 2020 starteten die Bauarbeiten am TCS-Parkplatz (ehem. Lindenparkplatz) an der Rutschbergstrasse zur Umsetzung des neuen Konzepts inkl. Schrankenbetrieb und Zweirad-Parkplatz.
Im April 2020 konnte die Gemeindehomepage seegraeben.ch neu überarbeitet und im Responsive Design (automatische Anpassung auf unterschiedlichen Bildschirmgrössen) live geschaltet werden. Im Mai folgte auch die Schul-Homepage schule-seegraeben.ch.
Ebenfalls im April wurde das ehem. Spritzenhaus neben dem Werkgebäude aussenrenoviert.
Seit dem Jahr 2020 verfügt die Gemeinde Seegräben über ein eigenes und beschriftetes Kommunalfahrzeug zur Erledigung von Unterhaltsarbeiten im ganzen Gemeindegebiet.
Ebenfalls im 2020 starteten die Pilot-Jahre eines Busbetriebes mit der Linie 846 zwischen dem Bahnhof Uster und dem Gemeindehaus Seegräben sowie einer temporären Fussgängerführung vom Parkplatz zum Juckerhof.
Am 8. März 2021 wurde die Bevölkerung über den privaten Gestaltungsplan Talwis der HIAG im Aatal informiert, welchem an der a.o. GV vom 23. März 2021 zugestimmt wurde. Ebenfalls an dieser GV genehmigt wurde das Bauprojekt und der Kredit für einen neuen Garderobenanbau beim Kindergarten Leumatt. Dieser konnte im August 2021 realisiert werden.
An der Juni-Gemeindeversammlung genehmigte das Stimmvolk u.a. der Neubau einer Toilettenanlage am See.
Seit 2021 wird der Meteorkanal/die Wasserleitung Scherler unter der Eichbühlstrasse erneuert und Strassen-Sanierungsarbeiten ausgeführt. (Fertigstellung voraussichtlich im Jahr 2022)
Am 1. Februar 2022 informierte der Gemeinderat über das Vorhaben des Landverkaufs für das Projekt "Altersdurchmischtes Wohnen" im Sack. Das Stimmvolk wird darüber an der GV vom 1. März 2022 befinden.