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Der Deutsche «Designer fürs Runde» Luigi Colani, ist am 16. September in Karlsruhe im Alter von 91 Jahren verstorben. Seine Entwürfe fanden nicht immer Anklang.
Colani wurde als Sohn eines Schweizers sowie einer Polin in Berlin mit dem Namen Lutz geboren. Colani studierte 1946 Bildhauerei und Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und brach das Studium ab, weil „mein Professor in der Bildhauerei mir nichts mehr beibringen“ konnte. Von 1949 bis 1952 studierte er Aerodynamik und Ultraleichtbau an der École polytechnique in Paris und danach Analytische Philosophie an der Pariser Sorbonne. 1953 arbeitete er für ein Jahr beim kalifornischen Flugzeughersteller Douglas Aircraft Companyals Leiter der Materialforschung im Bereich New Materials. Ab 1954 gestaltete er in Frankreich Kunststoffkarosserien für die Autoindustrie (Simca) und setzte dies ab 1955 in Berlin fort. Bei der angesehenen Karosseriebaufirma Erdmann & Rossi in Berlin erlernte er von Grund auf das Handwerk des Automobilbauens. Nach Fiat/Rometsch (1954) folgten weitere Arbeiten für italienische Automobilfirmen wie Alfa Romeo und Lancia. 1957 fuhr sein Alfa Romeo als erster GT-Sportwagen der Welt unter zehn Minuten um die Nordschleife des Nürburgrings. In diesem Jahr benannte er sich um in den Künsternamen Luigi Colani.
Design war seiner Zeit voraus
Colani nahm die Natur als Vorbild und verzichtete bei seinen Entwürfen, sei es für Möbel, Küchenutensilien, Elektronikgeräten oder Fahrzeugen auf Ecken und Kanten. Stattdessen wählte er stets runde Formen, die aber nicht immer und überall Anklang fanden. Viele seiner über 4000 Entwürfe galten als zu futuristisch. Dennoch konnte der rennomierte Designer, auch dank Erfolgen im asiatischen Raum, von seiner Passion sehr gut leben. Ein von Colani gezeichnetes Auto fand jedoch nie den Weg in die Serienproduktion.
Text: Koray Adigüzel