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Die Toronto Blue Jays sind das einzige kanadische Team der Major League Baseball (MLB). Anfang der 90er-Jahre gab es an ihnen kein Vorbeikommen.
Holpriger Start
Die Toronto Blue Jays nehmen als Expansion Team in der MLB teil. Das kanadische Team wurde im Jahr 1977 gegründet. Der Name stammt von einer Vogelart ab, nämlich dem Blauhäher. Er passte farblich perfekt zum Team. Denn die traditionelle Farbe des Sportteams war bereits zur Entstehung blau. Sportlich hatten die Blue Jays einen schweren Start in der Liga. In den ersten drei Jahren setzte es jeweils über 100 Niederlagen. Erst 1983 gewannen sie das erste Mal mehr Spiele als sie verloren. 1985 erreichten sie unter der Führung von On Field Manager Bobby Cox die Playoffs. Fehlenden Kampfwillen konnte man den Jays kaum vorwerfen. Dennoch zogen sie nach sieben Spielen gegen die Kansas City Royals den Kürzeren.
Erfolgreiche 90er
Es dauerte bis ins Jahr 1992 ehe die Blue Jays die erste Postseason-Serie für sich entschieden. Angeführt von Spieler-Legende Roberto Alomar besiegten sie die Oakland Athletics mit 4-2 nach Spielen und zogen in die World Series ein. Zum damaligen Zeitpunkt wusste noch niemand, dass dieser Sieg und der Einzug in die World Series der Startschuss der zwei größten Jahre in der Geschichte der Franchise war. Die Toronto Blue Jays schlugen in sechs Spielen die Atlanta Braves und hoben im gegnerischen Ballpark – ein Vierteljahrhundert nach ihrer Gründung – zum ersten Mal die Trophäe in den Nachthimmel. Dieser Triumph konnte in der darauffolgenden Saison wiederholt werden. Mit einem 4-2 nach Spielen bezwangen sie die Philadelphia Phillies und der Titel blieb in Toronto. Das waren seither jedoch die beiden einzigen World Series Teilnahmen der Kanadier. Sie konnten danach nicht an die sportlichen Erfolge anknüpfen. Erst im Jahr 2015 standen die Blue Jays erneut in Postseason-Spielen am Platz.
Baseball trifft Kunst
Seit Eröffnung im Jahr 1989 ist Rogers Centre die Heimspielstätte der Toronto Blue Jays. Gebaut in Downtown Toronto fasst es knapp 49.000 Zuseher. Das Stadion ist kein reiner Ballpark, sondern wird für unterschiedliche Veranstaltungen und Sportarten genutzt. Das macht Rogers Centre auch so besonders. Denn dort vermischt sich Baseball mit Kunst. Bei Eröffnung des Stadions entschied man sich dazu, fünf Millionen Dollar für Kunst im öffentlichen Raum auszugeben. Sie wurde inner- und außerhalb des Stadions integriert. Unter der Sammlung befinden sich Werke wie “A Tribute to Badeball” von Lutz Haufschild oder “The Art of the possible” von Mimi Gellman. Diese Skulptur wurde sogar von den 2.000 Bauarbeitern signiert, die das Rogers Centre errichtet haben.
Kaderschmiede
Während der Saison kann man außerhalb und innerhalb des Ballparks das Logo der Blue Jays – einen Vogel mit Ahornblatt – sehen. Es ziert während der Spiele die On Field Caps und die Jerseys der Spieler. Unter den Fans sind auch weitere Vogelmotive, etwa der Vogel mit dem Baseballschläger oder der Vogel mit dem J, sehr beliebt. Auch wenn die Blue Jays in ihrer Geschichte noch nicht viele Spieler hervorgebracht haben, die den Rookie of the Year Award gewinnen konnten, so haben sie mit Vladimir Guerrero Jr. dennoch einen der vielversprechendsten Spieler ausgebildet. Damit dies noch nicht das Ende der Fahnenstange ist, haben sich die Minor League Teams Buffalo Bisons, New Hapshire Fischer Cars, Vancouver Canadians und Dunedin Blue Jays der Kaderschmiede verschrieben.