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Hintergrund: Die Eisheiligen Wer waren eigentlich Pankratius, Servatius und Bonifatius?
- Freitag, 12. Mai 2017, 14:50 Uhr
Vom 12. – 15. Mai erleben wir Jahr für Jahr die Zeit der Eisheiligen. Jedes Kind kennt ihre Namen: Pankratius, Servatius und Bonifatius. Am 15. Mai folgt dann noch der Sophientag oder in der Welt der Meteorologie ganz einfach als „kalte Sophie“ bekannt. Aber wer sind die vier Eisheiligen?
12. Mai Pankratius
Der heilige Pankratius wurde im Jahre 290 n. Chr. geboren. Bereits im zarten Alter von 14 Jahren starb Pankratius den Märtyrertod unter Kaiser Diokletian in Rom. Der Name Pankratius stammt aus dem Griechischen und bedeutet der alles Besiegende. Pankratius wird als Patron der jungen Saat und der Blüten angerufen.
13. Mai: Servatius
Der 13. Mai wird Servatius von Tongern zugeschrieben. Gemäss den Aufzeichnungen von Gregor von Tours war der „eisheilige Servatius“ der erste Bischof im belgischen Tongeren. Auf einer Reise nach Rom erschien Servatius der heilige Petrus und sagte ihm den Hunneneinfall vorher. Bei seiner Rückkehr nach Tongeren warnte Servatius die Bürger vor der drohenden Gefahr. Kurze Zeit später verstarb er im heute holländischen Maastricht. Im Volksglauben wird Servatius bei Fussleiden, Frostschäden, Rheumatismus und Rattenplagen angerufen.
14. Mai: Bonifatius
Der 14. Mai ist dem Märtyrer Bonifatius von Tarsus gewidmet, der im 4. Jahrhundert getötet wurde. Sein Leichnam wurde an der Via Latina beigesetzt. In der orthodoxen Kirche wird der Namenstag von Bonifatius am 19./20. Dezember begangen.
15. Mai: Kalte Sophie
Die „kalte Sophie“ geht auf Sophia von Rom zurück. Sie wurde vermutlich im Jahre 304 während den diokletianischen Verfolgungen als Märtyrerin getötet. Papst Sergius II liess Reliquien in der Kirche S. Martino ai Monti beisetzen, ebenso Bischof Remigius von Strassburg im Kloster Eschau im Elsass. Sophia ist Patronin gegen Spätfröste und für das Gedeihen der Früchte verantwortlich. Das Sophienkraut ist ebenfalls nach ihr benannt.