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Schwimm-Superstar Ian Thorpe wird in Athen seine Goldmedaille über
400 Meter nicht verteidigen können weil er bei der Olympia-Qualifikation in
Sydney vom Startblock kippte. Alle Proteste des Weltrekordlers gegen die
Wertung als Fehlstart nützten nichts. |
Dass Thorpe auf dem Startblock das Gleichgewicht und seine
Spezialstrecke über 400 Meter Freistil nicht schwimmen darf,
schockiert die Australier. Auch Australiens Premierminister John
Howard sprach von einer Tragödie für Australien.

"Es ist eine Tragödie, dass einer der größten Schwimmer
unseres Landes auf seiner Lieblingsstrecke nicht bei Olympia starten
darf. Ich respektiere die Unabhängigkeit des Schwimmverbandes und
der Olympia-Verantwortlichen und ich wette, dass sie einen ehrenvollen
Weg finden werden, mit einer Sache umzugehen, die aus Pech resultiert und
tragisch für das ganze Land ist",

Thorpe, der mit 3:40,08 Minuten den Weltrekord hält, war zu keiner
Reaktion fähig. Seine zwei Proteste wurden abgelehnt.
Seit 1999 dominiert er diese Strecke, wohl kaum einer hätte ihm
in Athen das Gold entreißen können.
2002 bei den Commonwealth Spielen in Manchester hatte
der sechsfache Weltmeister von Fukuoka seinen Weltrekord markiert, der
seitdem von keinem Schwimmer weltweit auch nur annähernd erreicht
wurde. Doch wie die US-Amerikaner kennen auch die Australier in den
Qualifikationen für Olympia kein Pardon.
Grant Hackett gewann das Finale ohne Thorpe in 3:43,35 Minuten, konnte
sich allerdings nicht freuen:

"Die Ein-Start-Regel ist ein Desaster. Einer der größten
Schwimmer, den die Welt jemals sah, wird in Athen über seine
Spezialstrecke zuschauen müssen. Das ist
einfach nur unendlich schade und lächerlich."

Thorpes Trainerin Tracey Menzies nahm die Sache gelassen:

"Ian ist keine Maschine, nur ein Mensch. Die Sache ist erledigt."