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Vom 6. September bis zum 19. Oktober 2013
Helga Ava Colden (1929-2009)
Helga Colden geb. Richter wurde in Füssen im Allgäu (D) geboren. Ihre Mutter Alice stammte aus Locarno, eine geborene Brunetti, ihr Vater aus Würzburg. Bei Helgas Geburt war sogar ihre Grossmutter Virginia Brunetti-Riva dabei, – Hebamme in Locarno und Muralto – und half, Helga wohlbehalten auf diese unsereWelt zu bringen.
Da Helgas Mutter seinerzeit noch nicht deutsch konnte, haben Helga und später ihr Bruder anfänglich italienisch gesprochen. Und ihre jüngere Schwester wohnt nun schon seit über 45 Jahren im Tessin. Familie Richter -Brunetti verbrachte jedes Jahr im Tessin und in Venedig, bzw. in Caroman – ein Lieblingsort von Helga – ihre Ferien. Dies bis zum Kriegsausbruch 1939.
Seither fühlte sich Helga AVA Colden im Tessin und Italien sehr heimisch. Helga Ava Colden starb in ihrem achtzigsten Lebensjahr nach einer schweren Krankheit am 13. März 2009.
Anna Blume (1912-2001)
Anna Blume, in Zürich geboren und aufgewachsen, machte zuerst eine Bildhauerlehre und besuchte 1935/36 die Académie de la Grande Chaumiere in Paris. Sie heiratete den Luzerner Maler August Frey; das Künstlerpaar lebte eine Zeitlang in Paris, machte längere Reisen nach Spanien und Italien und lebte hierauf in Zürich. 1965 folgte der Umzug nach Böschenrot in der Gemeinde Meierskappel/LU; im folgenden Jahr zeigte das Kunstmuseum Luzern das Werk des Künstlerduos.
Unter dem Namen Annie Frey malte die Künstlerin gegenständlich: Landschaften, Stillleben, Interieurs und Figuren, ab Mitte der Siebzigerjahre folgten erzählerische Darstellungen auf Holztafeln und Möbeln.
Ab 1975 signierte die Künstlerin ihre Werke wieder mit dem Mädchennamen Anna Blume. In den Achtzigerjahren wandte sich von der Figuration ab und entwickelte eine neue Bildsprache zwischen intuitiver Geometrie und Écriture Poetique: Farbklänge und Formenspiele dominieren die damals entstandenen Pastellbilder, von denen die Ausstellung eine kleine Auswahl zeigt. Zu sehen sind auch Arbeiten aus dem letzten Zyklus, in dem Anna Blume die Formen aufgab und radikal-sparsam mit wenigen Zeichen, Strichen und Rundungen kurze Verszeilen aus bekannten Gedichten und Balladen visuell interpretierte. Die Allianz von Sprache und Zeichen bringt innere Stimmungen zum Ausdruck.