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Tyrone Richards, 1988 in Los Angeles geboren, lebt heute in Basel. Er absolvierte sein Fine Art Studium an der Art University San Francisco, an der Fachhochschule Luzern und schloss in Basel mit
dem Master ab. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit wirkt er als Kunstvermittler in der Fondation Beyeler. In seinen Werken beschäftigt sich Richards unter anderem mit globalen Missständen und
folgenschweren Ereignissen. Seine Arbeiten oszillieren zwischen sinnlicher Ästhetik und verstörendem Inhalt.
TRANSIT 68626, Installation
Die Arbeit Transit 68626 aus der Serie Count, beschäftigt sich mit der unbegreiflichen Anzahl von menschlichen Schicksalen, die kriegerische Konflikte und Not auslösen. So schlägt Richards für
jede Person, die 2016 in der Schweiz Asyl beantragte, eine Metallklammer in die weiss verputzte Mauer. Die aneinandergereihten Bostitchklammern wirken wie eine kontemplative Bleistiftzeichnung
oder die Zeilen eines Textes. Trotz dieser ästhetischen Wirkung ist der mechanische Vorgang, so der Künstler, ein gewaltsamer Akt an der sonst makellosen Wand. Die Ausführung der Arbeit ist für
ihn mit ein wesentliches Element auch als eigene körperliche Grenzerfahrung.