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Im Strafgesetzbuch (StGB) sowie in etlichen Nebenerlassen (bspw. das Strassenverkehrsgesetz) sind Verhaltensregeln festgehalten. Verstösst man gegen diese, wird man bestraft. Bis zum Schuld- oder Freispruch wird ein Verfahren durchgeführt, das den Zweck verfolgt, das tatsächliche Geschehen zu rekonstruieren. Das Strafverfahren beginnt grds. mit einer Strafanzeige oder indem die Polizei selbst eine Straftat beobachtet. Geht die Polizei davon aus, dass ein Tatverdacht besteht, führt sie erste Einvernahmen durch stellt zuhanden der Staatsanwaltschaft einen sog. Polizeirapport aus. Die Staatsanwaltschaft eröffnet anschliessend das Untersuchungsverfahren und ermittelt nach Beweisen zur Abklärung der Straftat. Häufig sind Einvernahmen des Beschuldigten, der Zeugen oder der Geschädigten bzw. Opfer. Materielle Beweismittel oder Tatmittel werden hingegen beschlagnahmt. Im Weiteren stehen der Staatsanwaltschaft Zwangsmassnahmen zur Verfügung, die das Sammeln des Prozesstoffs vereinfachen wie bspw. die Hausdurchsuchung oder die Untersuchungshaft. Besteht bspw. die Gefahr, dass der Beschuldigte während des Untersuchungsverfahrens in Freiheit Beweismittel beiseiteschaffen könnte, so kann die Staatsanwaltschaft beim Zwangsmassnahmengericht beantragen, dass der Beschuldigte für die Dauer der Untersuchung in Haft versetzt wird. Das gleiche gilt, wenn davon ausgegangen werden muss, dass der Beschuldigte flieht, oder seine Drohungen ausführt. Hat sich der Tatverdacht durch das Beweisergebnis erhärtet, so schliesst die Staatsanwaltschaft das Verfahren mittels Strafbefehl oder Anklage ab. Als Strafbefehl wird eine kurze unbegründete Verurteilung bezeichnet, die ohne Gerichtsverfahren erlassen wird. Es handelt sich um eine Art Urteilsvorschlag: wenn man ihn nicht akzeptieren möchte, hat man 10 Tage Zeit, um Einsprache zu erheben und eine gerichtliche Beurteilung zu verlangen. Bei schwereren Verbrechen oder Vergehen muss die Staatsanwaltschaft jedoch direkt beim Strafgericht Anklage erheben, wo die Parteien zum Strafpunkt plädieren können. Falls die Staatsanwaltschaft zum Schluss kommt, es fehle an Prozessvoraussetzungen oder Tatbestandsmerkmalen, so schliesst es die Untersuchung mit einer Verfügung ab, die einem Freispruch gleichkommt (Nichtanhandnahme bzw. Einstellungsverfügung).
Während des ganzen Verfahrens kommen dem Beschuldigten bestimmte Rechte zu. Er hat Anspruch auf Akteneinsicht, darf Beweisanträge stellen, zu den einzelnen Verfahrenshandlungen Stellung nehmen, Rechtmittel ergreifen etc. Die Ausübung dieser Rechte ist oft mit Schwierigkeiten verbunden. Zudem herrscht stets eine gewisse Waffenungleichheit, weil sich der Beschuldigte dem mächtigen Strafverfolgungsapparat gegenübergestellt wird. Meine Expertise umfasst den Strafprozess mit allen Nebenschauplätzen. Mit meiner Hilfe wird es Ihnen gelingen, Ihre Rechte in optimaler Weise zu nutzen und die Freiheiten der Staatsanwaltschaft weitmöglichst einzugrenzen.