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Molly Soda und Arvida Byström haben ein Buch heraus gebracht mit Instagram-Bildern. Genauer gesagt, mit Fotos, welche der Social-Media-Gigan nicht zeigen wollte.
Vor einem Jahr startete das Künstlerduo eine Kampagne namens «Pics or it didn’t happen» auf der Foto-Plattform. Sie baten die weiblichen User, ihnen Bilder zu schicken, welche nach kurzer Zeit mit der folgenden Begründung von Instagram gelöscht worden waren:
on den eingesandten Bildern haben die beiden Frauen rund 250 – grösstenteils sehr intime – Fotografien für ihr Buch ausgewählt. Dieses trägt ebenfalls den Titel “Pics or it didn’t happen”, eine Aussage, die umgangssprachlich als Antwort verwendet wird, wenn jemand ein sehr unglaubwürdiges – an den Haaren herbeigezogenes – Statement abgibt.
Dies widerspiegelt den Grundtenor ihrer Bilder, nämlich die zwingenden Fragen: Wer entscheidet, weshalb ein Bild nicht öffentlich gezeigt werden darf? Wer bestimmt, ob ein Bild die Community Guidlines verletzt hat? Was geht unter Schutz der Persönlichkeit und wo beginnt die Zensur?
Arvida Byström und Molly Soda: Pics or It Dind’t Happen, Prestel-Verlag, London 2017, 300 Seiten, ca. 30 Franken