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Fredi Bosshard stand oben auf dem Berg und lauschte den Klängen, deren Beschaffenheit und Ursprung er nicht genau bestimmen konnte. Die paar herumstehenden Kühe waren glockenlos, stumm und wie es schien auch taub, denn sie taten so, als wäre nichts. Konnte es sein, dass in der Nähe der Lüftungsschacht eines ausrangierten Armeebunkers lag, den man entlegenen und verwegenen Musikanten zur Verfügung gestellt hatte, damit sie keinen Schaden anrichteten? Bosshard wollte sich eben setzen, um die immer verwirrender summenden Schallwellen zu bewältigen, als es plötzlich still wurde. So ging er wieder in die Stadt hinunter und gründete aus Trotz ein Musikfestival.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.