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Nicaragua will den in der Schweiz inhaftierten Fifa-Entwicklungsmanager Julio Rocha selber vor Gericht stellen - und fordert seine Auslieferung. Doch auch ein anderes Land meldet Ansprüche an.
Nicaragua hat einen Auslieferungsantrag für den in der Schweiz inhaftierten Fifa-Entwicklungsmanager Julio Rocha gestellt. Er solle in Nicaragua vor Gericht gestellt werden, teilte das Aussenministerium in Managua am Donnerstag mit.
Rocha war unter den sieben Funktionären des Weltfussballverbands, die Ende Mai auf Ersuchen der USA vor dem Fifa-Kongress in Zürich festgenommen worden waren.
Straftaten in den USA abgesprochen?
Auch die Vereinigten Staaten haben die Auslieferung der Verdächtigen beantragt. Die US-Behörden ermitteln wegen Korruption in Höhe von mehr als 100 Millionen US-Dollar. Im Gegenzug sollen die Funktionäre den mutmasslichen Schmiergeld-Zahlern Medien-, Vermarktungs- und Sponsoringrechte zugeschanzt haben.
Nach Einschätzung der Ermittler wurden die Straftaten in den USA abgesprochen und vorbereitet.
(sda/tno)