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An der Sprint Weltmeisterschaft im Triathlon erreichte Sven Riederer im Einzelrennen vom Samstag den 14. Rang und am Tag darauf sicherte er dem Team Schweiz 1 als Schlussläufer die Silbermedaille.
Bei herrlichstem Sommerwetter fanden die Rennen vor einer traumhaften Kulisse mit grossem Zuschauerinteresse und Liveübertragung des Schweizer Fernsehens statt. Da das Einzelrennen als Rennen zu der World Championship Series gewertet wurde, war das Starterfeld, wie wir es von den bisherigen Rennen der WCS gewohnt waren, absolut hochkarätig.
Sven Riederer zeigte im Einzelrennen ein ausgezeichnetes Schwimmen und kam als 19. direkt mit der Spitzengruppe aus dem Wasser. So konnte er problemlos in der ersten Radgruppe mitfahren und seine Position mit einer aktiven Fahrweise bis zur Wechselzone behaupten. Nach einem sehr schnellen Wechsel, startete Sven Riederer an 4. Stelle liegend auf die Laufstrecke. Gleich von Beginn weg, versuchte er ein sehr hohes Tempo anzuschlagen. Im Nachhinein vermutlich ein etwas zu hohes Tempo, welchem er nach einiger Zeit, zusammen mit der grossen Hitze, Tribut zollen musste. Er musste die Spitzengruppe ziehen lassen und verlor trotz grossem Kampf Position um Position. So kam er auf dem 14. Schlussrang ins Ziel.
Sven Riederer hatte sich für dieses Rennen sicherlich mehr vorgenommen. Er hat aggressiv einen Taktik des totalen Angriffs gewählt, welche schlussendlich leider nicht ganz aufging.
Gleich am nächsten Tag bot sich dem Schweizer Team (welches im Einzelrennen als Ganzes nicht vollständig überzeugen konnte) die Chance zur Revanche. Im Vorfeld galten die Engländer mit den Gebrüder Brownlee (Weltrangliste Nr. 1 und 2) und den Damen Helen Jenkins (Welt Nr. 1) und Jodie Stimpson (Nr. 19) unter den Experten als klare Favoriten. Dahinter erwartete man ein dichtes Feld von Nationen wie Australien, Neuseeland, Frankreich, Deutschland und der Schweiz als Titelverteidiger vom letzten Jahr (wobei damals das Starterfeld nicht ganz so auserlesen war, wie dieses Jahr, wo gleichzeitig das WCS Rennen stattfand).
Dank einer ausgezeichneten Vorarbeit von Melanie Annaheim, Nicola Spirig und Ruedi Wild konnte Sven Riederer in einer aussichtsreichen Position als Schlussläufer starten. Wie erwartet konnte sich an der Spitze Grossbritannien absetzen, dahinter folgten als Gruppe Deutschland, Frankreich und die Schweiz. Weder auf der Schwimm- noch auf der Radstrecke viel eine Vorentscheidung. Nach einem extrem schnellen Wechsel war es Sven Riederer, welcher als erster die Laufstrecke in Angriff nahm. Von der Spitze aus konnte er das Tempo diktieren und mit den frenetischen Anfeuerungsrufen der Zuschauer bis zum Schluss durchhalten und so die Silbermedaille für die Schweiz ins Ziel bringen. So beflügelt lief er nur eine Sekunde langsamer als die Gebrüder Brownlee, welche am Vortag noch die grossen Dominanteren waren. - So schnell können sich im Sport Hochs und Tiefs ablösen.
Sven Riederer freut es riesig, konnten sie als Team eine eindrückliche Reaktion zeigen und dieses super Resultat gemeinsam erreichen.