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Im Zusammenhang mit dem Widerstand gegen die geplante Einführung der Tagesschule light stelle ich folgende Frage zur Diskussion und bitte Interessierte sich zu melden.
Die Schulzeit meiner Kinder ist von Beginn an geprägt von Reformen. Eine Phase der Konsolidierung ist bisher nicht erfolgt, wohl gemerkt, mein Sohn hat bereits die Hälfte seiner Volksschullaufbahn hinter sich.
Da stellt sich die Frage ob die Schule nicht zu wichtig ist um sie den Schreibtischtätern im Volksschulamt zu überlassen.
Ich stelle daher die Idee einer kantonalen Voklsinitiative für ein Reformoratorium in der Volksschule zur Diskussion.
Der Initiativtext soll (ohne erfolgte juristische Prüfung) etwa so lauten
-In der Zürcher Volksschule besteht ein Reformmoratorium über einen Zeitraum von
x Jahren.
-In dieser Zeit dürfen bei Einführung des Moratoriums bereits laufende Reformen abgeschlossen und ausgewertet werden. Veränderungen die sich daraus ergeben unterliegen dem obligatorischen Referendum
-Während des Moratoriums dürfen keine neuen Reformen geplant oder durchgeführt werden. Entsprechende Abteilungen und Stellen in der Bildungsdirektion und im Volksschulamt sind zu schliessen, bzw. zu streichen
-Die Beendigung des Moratoriums unterliegt der Voksabstimmung
Dieser Initiativtext hätte verschiedene Vorteile.
- Die direktdemokratische Kontrolle der Schule würde enorm verstärkt
- Es würden enorme Kosten für erfahrungsgemäss sowohl sinnfreie wie auch
wirkungslose Reformprojekte eingespart, ebenso würden knappe Mittel
nicht in eine überbordende Reformbürokratie sondern in die Schule "an die Front"
gelenkt
3.Wenn sich das Moratorium bewährt (und ich bin ziemlich sicher, dass sich in
dieser Zeit der Konsolidierung die PISA-Ergebnisse verbessern, da die Lehrer
statt mit Reformen wieder mit dem Unterrichten beschäftigt sind) kann es
problemlos verlängert werden.
In diesem Zusammenhang müsste eine zweite Volksinitiative sich der Schreibtischtäter des Volksschulamtes annehmen und dort zum Wohl unserer Kinder einmal aufräumen.
Der Initiativtext müsste etwa wie folgt lauten.
Das Volksschulgesetz wird wie folgt geändert.
Der Praxisbezug wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen und Kaderangehöriger im
Volksschulamt des Kantons Zürich muss gestärkt werden.
Alle Kader und wissenschaftlichen Mitarbeiterinenn und Mitarbeiter im Volksschulamt sind befristet angestellt. Die Dauer der Befristung richtet sich grundsätzlich nach der Dauer ihrer vorhergehenden Tätigkeit als Lehrpersonen in der Volksschule.
Die Anstellungsdauer für eine Tätigkeit als Kader oder wissenschaftliche Mitarbeiterin oder Mitarbeiter im Volksschulamt beträgt minimal 2 Jahre und maximal 10 Jahre. Die arbeitsrechtlichen Bestimmungen bleiben vorbehalten.
Die Anstellung von Personen die aus ihrer Lehrtätigkeit ein Beurteilungsergebnis von weniger als "gut" haben ist nicht gestattet.
Nach Ablauf der Befristung ist die grundlegende Anstellungsvoraussetzung für eine weitere befristete Tätigkeit, eine Tätigkeit als Lehrperson an der Volksschule von nicht weniger als 6 Jahren.
Die Initiative wird bei Annahme ohne Uebergangsfristen umgesetzt.
mit freundlichen Grüssen