Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/194865

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Hitzesommer 2018 hat in vielen Landesteilen zu grosser Trockenheit und hohen Temperaturen geführt.</p><p>1. Kann abgeschätzt werden, wie viele Tonnen Fische in den Schweizer Gewässern wegen der hohen Wassertemperaturen verendet sind?</p><p>2. Waren andere Tierarten ebenfalls überdurchschnittlich betroffen?</p><p>3. Können die Auswirkungen auf den Wald schon abgeschätzt werden?</p><p>4. Wie sind die Auswirkungen 2018 im Vergleich zu denen im Hitzesommer 2003?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die hohen Wassertemperaturen von bis zu 28 Grad setzten vor allem den kaltwasserliebenden Fischarten wie Äschen und Forellen zu. Eine erste Abschätzung ergibt, dass die Äschenpopulation im Hochrhein besonders stark betroffen ist: Rund 3 Tonnen tote Äschen in allen Altersklassen wurden von kantonalen Behörden und Fischereivereinen eingesammelt. Erste Abschätzungen für die übrigen Gewässer der Schweiz ergeben nochmals rund 3 Tonnen tote Fische. Insgesamt wird geschätzt, dass mindestens 20 000 Fische aufgrund der Trockenheit und Hitze verendet sind. </p><p>2. Dem Bafu sind aktuell nur Meldungen zu Flusskrebsen bekannt, zu anderen Tierarten liegen keine Meldungen vor. </p><p>3. Auf Bundesebene liegen noch keine Zahlen zu den betroffenen Waldflächen oder zur Beeinträchtigung der Holzproduktion vor, die diesjährige Waldzustandserhebung wird derzeit durchgeführt. Die Auswirkungen von Hitze und Trockenheit sind jedoch im Wald gut sichtbar: Laubbäume, insbesondere die Buche, haben bereits im Sommer Laub abgeworfen. Generell wurden einerseits die Bäume geschwächt und andererseits die wärmeliebenden Schädlinge wie der Borkenkäfer begünstigt. Für die Erholung der Bäume werden die Niederschlagsmengen im Winter und im nächsten Jahr wichtig sein. </p><p>4. Für einen fundierten Vergleich zwischen den Jahren 2003 und 2018 und der Auswirkungen der Hitze und der Trockenheit ist es noch zu früh. Statistisch scheint der Sommer 2018 vor allem ausserordentlich trocken gewesen zu sein. Das Bafu hat 2016 eine Analyse der Auswirkungen auf Mensch und Umwelt der Hitze und der Trockenheit im Sommer 2015 veröffentlicht und wird auch für das Jahr 2018 eine ähnliche Analyse erarbeiten.</p>