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Von der dem Bärenfang gegenüber liegenden, 150 ha grossen Terrasse
von Mostel gelangt man über die zwischen dem
Engelstock und dem
Hochstuckli eingesenkte Mostelegg (1269 m)
zur
Haggenegg und ins
Alpthal hinüber.
entspringt auf der am Hang des
Tzermont gelegenen Alpweide von Varvallaunaz
d'Amont in 1510 m, fliesst bis zur Weide von Le
GrosCuaz gegen NO. und biegt dann nach NW. ab, um nach 11 km
langem
Lauf bei Les Taillisses in 771 m von links in den
Jaunbach
(Jogne) zu münden.
1510-771 m. So heisst das 10 km lange Thal des
Rio du Motélon,
das zunächst nach NO. und dann nach NW. streicht und von links ins Thal des
Jaunbaches ausmündet.
Die
beidseitigen Gehänge tragen schöne Waldungen und fette Alpweiden mit zahlreichen
Hütten.
Das zum Teil den Thälern des
Jaunbaches
(Jogne) und der
Saane parallel gerichtete Thal durchschneidet die Kette der
Dent de Broc mit einer im obern Jurakalk
ausgewaschenen engen Mündungsschlucht, während der in mittleren
Jura und Lias eingesenkte obere Abschnitt
sanft geböscht ist und zahlreiche Alpweiden enthält.
Dem Rio folgt ein Fahrweg bis zur
Alpe du
Prâlet, von wo Fusswege nach
dem
Tzermont im Thalhintergrund, nach Tissinivaz und Porcheresse und endlich nach Leytemaire abzweigen.
Auch sämtliche höher
gelegenen Alpweiden sind mit der Thalsohle durch Fusswege verbunden. Im Thalgrund liegen zerstreute Wohnhäuser,
Sägen, ein Schulhaus und eine
NotreDame-Kapelle, die als Wallfahrtsort bekannt ist und an der Stelle eines frühern Bethauses
und eines von einem Sennen an einer
Tanne angebrachten
Bildes der h.
Jungfrau steht. 14
Häuser, 62 kathol. Ew. französischer
Zunge.
(La) (Kt. Waadt,
Bez. und Gem. Lausanne).
600-640 m. 16 zerstreut gelegene
Häuser, südl. vor dem Wald von
Sauvabelin und an der von
Lausanne nach der
Höhe von
Sauvabelin führenden Strasse; 1,2 km n. der Stadt. Ein Teil der
Häuser ist zu dem sog. Village
Suisse (Schweizerdorf) gruppiert, das seinen Namen von der charakteristischen Gestalt der im Chaletstil
gehaltenen Bauten erhalten hat. 81 reform. Ew. Kirchgemeinde
Lausanne.
Uhrenindustrie,
Mühlen und
Sägen. Spitzenhäkelei als Hausindustrie. Schöne landschaftliche Umgebungen; Aufstieg zum
Chasseron
durch die
Schlucht von La
Poëta Raisse in 3 Stunden, Spaziergänge zur Cascade und
Grotte, in die reizende
Combe deRiaux und
zur Eishöhle von Monlési. Hier stand einst das in Urkunden aus dem 11. Jahrhundert als königliche
Stiftung zum erstenmal erwähnte Priorat Le Vautravers, dessen Kastvögte die Könige von Burgund und ihre unmittelbaren
Nachfolger waren. 1507 wurde es von Papst Julius II. dem Chorherrenstift der Pfarrkirche zu Neuenburg
angegliedert und 15324536 von
den Chorherren bewohnt.
Als das ganze
Val de Travers zur Reformation übertrat, verliess der letzte Prior Olivier von
Hochberg
mit seinen Benediktinermönchen 1536 das Kloster, um sich nach der Abtei Montbenoît (in der Franche Comté) niederzulassen.
Das Gebäude blieb bis 1749 Staatseigentum; heute ist es zu einer Schaumweinfabrik
(Champagne Suisse) umgewandelt. Die Kirche
von Môtiers ist die Mutterkirche des
Val de Travers. Die Zeit ihrer Erbauung ist nicht bekannt. Sie ist
in gemischt romanischem und gotischem Stil gehalten und mehrfach (zuletzt 1890) restauriert worden.
Interessante
Kapellen. Von der Kirchgemeinde Môtiers, die heute auch noch
Boveresse umfasst, lösten sich
Couvet 1709 und
Fleurier 1710 als
eigene Pfarreien ab. Heimat des Professors an der Akademie zu Neuenburg
Frédéric Dubois de
Montperreux (1798-1850)
und des
Malers und Zeichners Ch. Ed.
Calame (1815-1851). Hier wohnten der als Gegner von
Jean Jacques Rousseau bekannte Pfarrer
de
Montmollin, der als Freund dieses Philosophen auftretende Kastellan
Martinet und 1762-1765 in einem heute völlig umgebauten
Haus Rousseau selbst. Ferner Wohnort des Kastellans und Dichters Ad. Maurice de
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Vattel, des Vaters des berühmten Juristen Emer de Vattel. Ein Bezirksspital. Mehrere interessante Bauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Bemerkenswert sind besonders das alte Rathaus, gemeinsames Eigentum der sechs Gemeinden im Val de Travers, mit schönem Bogengang,
und das s. vor dem Dorf stehende ehemalige herrschaftliche Schloss, Le Châtelard, in dem der Kastellan
des Vautravers wohnte. Ein 1900 erbautes Schulhaus. Nachdem der Staat den Châtelard verkauft hatte, erstellte er in Môtiers 1826 ein
besonderes Gefängnis für Sträflinge beiderlei Geschlechtes, das dann nachher für einige Jahre ausschliesslich weibliche
Gefangene aufnahm und vor kurzem an die Gemeinde Môtiers verkauft worden ist, die es jetzt ihrerseits
wieder an einen Privatmann veräussert hat. In der Nähe des Dorfes eine grosse Stromquelle (Source vauclusienne) und eine
zum Teil noch unerforschte Höhle, die wahrscheinlich mit dem Spaltennetz der eben genannten Quelle in Verbindung steht. Hinter
Môtiers sieht man am Eingang in den Vallon du Breuil in einer Kiesgrube ein schönes Profil eines ehemaligen
Bachdeltas, das anzeigt, dass das Val de Travers einst einen grossen See gebildet hat. Vergl. Quartier-la-Tente, Ed. Le cantondeNeuchâtel... 1: LeVal de Travers. Neuchâtel 1897.