Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03458.jsonl.gz/3014

Totenkapelle Wolhusen
Die Wolhuser Totenkapelle und ihr Totentanz:
Das Beinhaus wurde 1661 erbaut. Berühmt sind die Totentanzbilder an den Schiffwänden der Kapelle, entworfen von einem bekannten Künstler. Anstelle der Malerei sind den gemalten Gestalten des Todes richtige Schädel eingesetzt. Die Gemälde stellen einen abgeschlossenen Zyklus dar, an dem auch das Altargemälde teilnimmt.
Letzte Renovation: 1958
Burg Wolhusen - Wiggern
Sitz der Freiherren von Wolhusen (um das Jahr 1000)
Freiherr Seliger von Wolhusen wurde später 8. Abt des Klosters Einsiedeln; seine Gemahlin Hedwig wurde Äbtissin zu Fraumünster in Zürich. Nördlich der Burg – am Oberlauf des Schwarzenbachs – lagen 5 Weiher, welche auch als Fischweiher der Freiherren bezeichnet wurden und den Zweck hatten, die äussere Burg gegen Norden zu sichern. 1350 wurde die Burg österreichisch, womit auch Machtgier und Unterdrückung Einzug hielten (dies besonders unter Vogt Peter von Thorberg). Im Jahre 1386 – nach der Schlacht von Sempach – wurde die Burg von den siegreichen Eidgenossen zerstört.
PS: Der Oberlauf des genannten Schwarzen-bachs liegt ca. bei Hiltenberg und fliesst dann in den Tutensee.
Chraienbühl - Armenseelenbildstöckli
Jahreszahl 1876
Die durch die Eisengitter abgeschlossene Nische enthält ein Bild des Bauernheiligen Wendelin und ein Madonnenbild. In früheren Jahren muss hier eine Kapelle (enthalten in der Walser-Karte von 1764) gegen den Türst gestanden haben. Dieser sagenumworbene wilde Jäger und seine Begleiter brausen in stürmischen Nächten als heftiger Wind durch die Gegend und zerschmettern alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Seine Legende hat sich bis heute erhalten.
PS: Das Chräienbühl Armenseelenbild-stöckli liegt zwischen Hiltenberg und Landig
Unter-Langenegg
(Landig) heisst auch Hasensprung, weil hier angeblich Schultheiss Philipp Anton von Segesser den ersten Hasen geschossen haben soll
PS: liegt zwischen Landig und Buholz
Landsgerichtskapelle
Ort der Gerichtsbarkeit (Rechtsprechung); bereits in der Zeit der Freiherren von Wolhusen nachgewiesen. Wahrscheinlich bestand schon zur Zeit der Alemannen eine sog. Mal- oder Dingstätte. 1798 Aufhebung der Gerichtsstätte (Franz. Revolution – und Helvetik)
Möglichkeit, eine Zusatzschleife via Wanderweg über den Schübelberg – mit Blick auf das Rüediswilermoos – einzuschalten.
PS: Ab hier geht der HRW paraellel über den Jakobsweg Richtung Geiss, Elswil
St. Erasmuskapelle, Buholz
Obwohl anzunehmen ist, dass hier bereits im frühen Mittelalter eine Kapelle stand, stammt die erste sichere Nachricht über einen solchen Bau erst von 1576. Renovationen sind für die Jahre 1867, 1931 und 1980 bezeugt
Schloss Buholz
Der heutige Bau entstand nach den Plänen von August am Rhyn, Architekt in Luzern. Das Äussere ist im Stil des am 5. Dezember 1911 abgebrannten Holzhauses gehalten.
Buholz - Restaurant Lamm
Buholz besass wohl seit jeher eine Schenke. 1676 wird ein gewisser Johann Dula als Wirt des Gasthauses «zum Schäflein» erwähnt. Das Realwirtsrecht besteht jedoch erst seit dem 8.November 1775. Damals erlaubten die gnädigen Herren in Luzern im Haus zu metzgen, Brot zu backen und am Gebäude das Schild «zum Lämmli» anzubringen.
S' Heilige Stöckli
Letzte Station für die zum Tode Verurteilten; allerletzte Möglichkeit für Reu und Leid unter geistlichem Zuspruch.
PS: Es steht bei Buholz Richtung Geiss neben der Gemeindegrenze Menznau Ruswil Richtung Geiss.
Dieses Objekt wurde im Jahre 1991 von Josef Kurmann-Häfliger, Geiss komplett neu gebaut.
Richtstätte Galgenberg
Standort des Galgens, an welchem die zum Tode Verurteilten hingerichtet wurden. Daneben wurden unter dem Galgen auch Selbstmörder beigesetzt.
Von hier aus hatte der Schuldige einen letzten Blick auf die Landsgerichtskapelle als Ort der Rechtssprechung und auf das heilige Stöckli als Ort des geistlichen Zuspruchs.
Gregorianisches Kreuz, Hügihof
Doppelbalkiges, sogenanntes gregorianisches Kreuz
Die bei uns bekannten doppelbalkigen Kreuze stehen im Zusammenhang mit dem Heiligen Kreuz in Jerusalem und haben als Schutzzeichen gegen Unwetter und böse Mächte Bedeutung erlangt.
Höugestöckli Elswil
Bildstöckli mit vergitterter Nische, Maria mit dem Kind darstellend. Das kleine Heiligtum wurde wahrscheinlich erst beim Bau der Mauer in diese einbezogen.; früher ein frei stehendes "Höugestöckli".
Es besteht die Möglichkeit, auf dem markierten Wanderweg über die «Allmend» die Station Menznau zu erreichen.
PS Dieses Objekt wurde 1991 von Josef Kurmann-Häfliger, Geiss, komplett neu gebaut.
Kurt Lussi, Ruswil schreibt in der LZ am 31.11.16 zu diesem Objekt: An der Strasse von Geiss nach Menznau (Elswil) befindet sich in der Ecke einer Gartenmauer eine vergitterte Nische mit einer Mariendarstellung. Vor über hundert Jahren sei diese Nische erstellt worden. In der Nacht, wird weiter erzählt, kam zu bestimmten Zeiten ein rasselnder Geist von Schlattwäldli her zu diese Nische. Dieses verschwand durch die Oeffnung dieser Gartenmauer.
Pfarrkirche St. Jakobus, Geiss
Zum ersten Mal wird Geiss 1225 erwähnt, und zwar als Eigentum des Klosters St. Gallen. 1375 wird auch Geiss von den wilden Horden der «Gugler» heimgesucht. 1547 geht das Kollaturrecht (Eigentum) vom Kloster St. Gallen an den Staat Luzern über.
PS. Umbau und Neubau 1644/46, 1783 Schiff grundlegend neu errichtet, 1951/52 Schiff 2m nach Westen verlängert, mit Seitenschiffen verbreitert, 1989 Turmsanierung nach Blitzschlag, 1993/94 Aussenrenovation, 1995/96 Innenrenovation nach Brand vom 28.12.95.
Der Pfrundspeicher neben der Kirche, welche dem Apostel Jakobus dem Älteren (25. Juli) geweiht ist, stammt von 1752.
Restaurant Ochsen, Geiss
Die Entstehung der Wirtsgerechtigkeit des «Ochsen» ist in Dunkel gehüllt. Zweifellos ist diese Wirtschaft sehr alt. In einer Streitsache im Jahre 1523 wird der Wirt des Ochsens erwähnt. 1560 wird die Abgabenfrage dahin geregelt, dass der Wirt jährlich 6 Schilling zu entrichten hat.
Wahrscheinlich haben wir es auch hier mit einem ursprünglich «twingherrlichen Tavernenrecht» zu tun, das anfänglich auf eine bestimmte Zeit verliehen, sich später zur Erbleihe und schliesslich zu einem dauerhaftem Recht gestaltete.
«Inechnöile-Chäppali» Buechen
Erbaut ca. 1576. Im Inneren verbirgt das Chäppeli ein kleines, vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammendes Altärchen, wahrscheinlich aus der alten Pfarrkirche von Wolhusen.
PS: Der Rundweg geht gegen Uhrzeigersinn weiter über Geissstielwald, Wermelingen, Buchen zum obigen Objekt
Schloss Buechen
1743 von Schultheiss Ulrich Franz Josef Segesser von Brunegg erbaut. Der Landsitz erhob sich etwa 100 m vom Bauernhaus entfernt auf dem Rücken der Landighöhe. Heute erinnert nur noch das Waschhaus an die herrschaftliche Vergangenheit.
Doggeli
Ein Nachtkobold, Nachtgespenst oder Schrätteli. Alptraumartiges Nachterlebnis, das durch Druck auf das Zwerchfell und dadurch eingeschränkte Atmung entsteht.
Pfarrkirche St. Andreas, Wolhusen
Sogenannte «Kellerkirche» (1879-1881 von Wilhelm Keller in neuromanisch-klassizistischem Stil erbaut) mit barockem Hochaltar und Seitenaltären aus der Renaissance und grossräumigem Schiff. Erwähnenswert die Dornenkron-Reliquie im Schiff vorne rechts. Als König Ludwig IX. im Jahre 1238 die Dornenkron-Reliquie von Konstantinopel nach Paris übertragen liess, bot Freiherr Marquard von Wolhusen mit seinen Mannen Geleitschaft. Für diesen Dienst schenkte ihm der König aus dieser Krone einen Dorn, der hier durch all die Zeit verehrt wurde.
Quellennachweis
-Lussi Kurt: Merkwürdiges aus Buholz
-Heimatbuch von Wolhusen 1957
-Die Wolhuser Totenkapelle und ihr Totentanz (liegt in Totenkapelle auf)
Am Gemeinschaftswerk beteiligt:
-Peter Steffen, Zug, Gründer HRW
-Walter Steffen-Duss, Nottwil, Koordinator
-Walter Steiner, Rain, Technischer Leiter Luzerner Wanderwege
-Franz Galliker-Helfenstein, Geiss, Beisitz vor Ort
-Willi Wey-Renggli, Wolhusen, Forumg für Geschichte