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In Friedrich Schillers «Don Carlos» geraten Vater und Sohn, Mann und Frau, Sohn und Mutter, Freund und Freund aneinander und verstricken sich in einem Geflecht aus Politischem, Familiärem, Idealistischem und Egoistischem. Das Drama des jungen Don Carlos ist, dass er seine Stiefmutter liebt, die einst seine Braut war und jetzt die Frau seines Vaters ist. Das Drama seines Vaters, Philipp II., gründet im Wesen seiner Allmacht: Als Herrscher ist er allein, braucht dringend «einen Menschen» und glaubt, diesen im Marquis Posa gefunden zu haben. Posas Drama wiederum ist, dass er «nicht Fürstendiener sein kann». Denn Don Carlos’ bester Freund vertritt die Idee von Freiheit und Gleichheit. Er inszeniert eine Intrige, an deren Ende seinem Ideal, der Freiheit, zum Sieg verholfen werden soll. Stattdessen jedoch kostet sie ihn und Carlos das Leben. Das Drama ist am Dienstagabend im Podium zu sehen. mir
Podium,Düdingen. Di., 9. Oktober, 19.30 Uhr.