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Lexikon: Holdinggesellschaft
- Erstens muss ihr statutarischer Hauptzweck in der dauernden Verwaltung von Beteiligungen bestehen.
- Zweitens darf die Holdinggesellschaft in der Schweiz keine Geschäftstätigkeit ausüben, welche über das blosse Halten und Verwalten ihrer Beteiligungen hinausgeht
- Drittens müssen die Beteiligungen, welche die Holdinggesellschaft hält, zwei Drittel der Aktiven betragen oder die Beteiligungserträge müssen mindestens zwei Drittel der Gesamten Erträge der Holdinggesellschaft ausmachen.
Diese Voraussetzungen sind in Art. 28 Abs. 2 StHG verankert. Holdinggesellschaften zahlen auf Kantons- und Gemeindeebene auf ihren Beteiligungserträgen keine Steuer, was wohl den Hauptgrund für die grosse Beliebtheit von Holdinggesellschaften in der Schweiz darstellt. Von der Kantons- und Gemeindesteuer nicht befreit sind allerdings Erträge, welche nicht mit den Beteiligungen in Verbindung stehen (Beispiel: Holdinggesellschaft hat eine Liegenschaft die vermietet wird. Der Liegenschaftsertrag muss versteuert werden). Auf Bundesebene werden die Holdinggesellschaften normal besteuert. Sie können jedoch den Beteiligungsabzug geltend machen, womit eine Doppelbesteuerung (Besteuerung des Ertrags bei der Tochtergesellschaft und der von der Tochtergesellschaft an die Holdinggesellschaft ausgerichteten Dividende) vermieden wird. Die Holdinggesellschaft, die Verwaltungsgesellschaft und die sogenannten gemischten Gesellschaften können von diesem speziellen Steuerstatus profitieren.
Artikel wurde am 30.12.2011 aktualisiert