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Es ist geschafft. Zwar steht die offizielle Nominierung von Swiss Olympic noch aus, aber die Qualifikation über 1'500 Meter, 5'000 Meter sowie den Massenstart habe ich in der Tasche. Besonders zufrieden bin ich natürlich mit dem ersten Podestplatz an einem Weltcup.
Im Massenstart habe ich zum ersten Mal versucht auf den Schlusssprint zu setzen und irgendwie ist das fast komplett aufgegangen. Lange stand es auf der Kippe, ob es tatsächlich zu einem Sprint kommt oder nicht. Erst auf der Gegengerade der letzten Runde wurden die letzten Ausreisser wieder gestellt. Ich konnte mich in dieser Phase gut hinter Seung-hoon Lee aus Südkorea positionieren. In der letzen Runde habe ich seinen Rücken dann zwar leider verloren und ging deswegen nur an fünfter oder sechster Position in die letzte Kurve, aber es gelang mir extrem gut auf die letzte Gerade zu kommen und so konnte ich bis auf den Südkoreaner noch mehrere Konkurrenten überholen und die Ziellinie als Zweiter passieren.
Neben dem Highlight im Massenstart ging ich erneut über 1'500 Meter und 5'000 Meter an den Start. Über die kürzere der beiden Distanzen konnte ich zum ersten Mal eine Zeit unter 1.45.00 Minuten laufen und so den Schweizerrekord erneut verbessern. Über 5'000 Meter, der vom Weltrekord von Ted-Jan Bloemen (CAN) geprägt wurde, gelang mir zwar ein ähnlich gutes Rennen wie in Calgary vor einer Woche, einen erneuten Schweizerrekord habe ich aber knapp verpasst. Ich versuchte das Rennen schnell anzugehen, etwas zu schnell, wie sich auf den letzten zwei Runden zeigen sollte. Aber die Olympiaquali war fix und deshalb wollte ich etwas wagen. Der sechste Platz in der B-Serie ist dennoch eine Bestätigung meiner Form und ein toller Abschluss der Qualifikationswettkämpfe.
Grundsätzlich sind die Weltcups in Heerenveen, Calgary und Salt Lake City phänomenal verlaufen. Ich habe zwar davon geträumt, es könnte so gut laufen, aber mit meinem ersten Podestplatz und drei erfüllten Olympialimiten habe ich tatsächlich alles erreichen können, für was ich die letzten Monate mit meinem unglaublichen Team um Coach Kalon und meinen Trainingspartnern gearbeitet habe. Besonders Kalon kann ich nicht genug danken für seine Hingabe sowie seinen Glauben an mich und meine Fähigkeiten. Ich musste die Rennen zwar stets selbst laufen, aber ohne Kalon stünde ich nun nicht da, wo ich stehe.
Das ist ohne Zweifel der bisherige Höhepunkt unseres gemeinsamen Weges, der vor 13 Jahren beim Rollerblade-Trainingslager in Grosseto begann.
Nun werde ich mich erstmals etwas von den Strapazen der letzten Wochen erholen, bevor es bald neue Ziele zu erreichen gilt.