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Drei von fünf Babys leiden in ihren ersten Lebenswochen an Gelbsucht. Diese sogenannte «Neugeborenengelbsucht» ist jedoch keine wirkliche Krankheit. Der Wert des Bilirubins, einem gelben Gallenfarbstoff, ist anfangs im Blut des Neugeborenens noch erhöht. Dies weil das Baby den Sauerstoff nicht mehr über das Blut aufnimmt, sondern nun selbstständig atmet. Anders gesagt: Die gelbliche Hautverfärbung rührt daher, dass sich die Babies an die Welt ausserhalb des Mutterleibes gewöhnen und anpassen müssen.
Normalerweise bewegen sich die erhöhten Bilirubinwerte in einem ungefährlichen Bereich und die Gelbfärbung klingt rund zwei Wochen nach der Geburt wieder ab. Manchmal kann es aber zu einem längeren und schwererem Verlauf von Gelbsucht kommen.
Dann werden Babys einer Therapie ausgesetzt, bei der sie in einem Brutkasten mit blauem Licht behandelt werden. Zum Schutz müssen sie dabei nackt sein und die Augen der Kleinen werden abgedeckt. Kein Angenehmes Erlebnis, weder für das Kind noch für die Eltern.
Bei der Forschungsanstalt Empa wurde jetzt eine Alternative entwickelt, der die Bestrahlung im Brutkasten künftig ablösen soll: einen leuchtenden Baby-Pyjama.
Aus herkömmlichem Garn und optischen Fasern gelang es den Wissenschaftlern, einen geschmeidigen Satin-Stoff zu weben, in dem sich Licht aus LEDs gleichmässig verteilt und die Haut des Babys anstrahlt.
Künftig kann das Baby also in den Armen der Eltern liegen während es bestrahlt wird und muss auch keine Augenklappen mehr tragen.