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Die St. Anna Kapelle (auch Münsterkapelle) schliesst den Osthof gegen das Münster Allerheiligen zu Schaffhausen ab.
Sie war ursprünglich eine Marienkapelle, mit dem Kapitelsaal verbunden und stammt ebenfalls aus der Bauzeit des Münsters.
Zur Klosterzeit diente sie den Kranken und Novizen, war aber auch Friedhofskapelle zum Mönchsfriedhof auf der Nordseite des Klosterkomplexes.
Kurz vor der Reformation baute sie der letzte Abt Michael Eggensdorfer im spätgotischen Stil um. So präsentiert sie sich auch heute noch. Das längliche Schiff ist gegen Süden von vier gotischen Masswerkfenstern belichtet, die aus der Zeit um 1522 stammen. Von besonderer Qualität ist die Ausstattung des Chores mit seinen Dreiviertel-Säulen und einem feinen, spätgotischen Netzgewölbe mit sechs skulpturierten Schlusssteinen.
Seit 1888 ist die Kapelle Gottesdienstraum der christkatholischen Kirchgemeinde und seit 1950 auch der Eglise réformée française von Schaffhausen.