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Gasquet, in der Weltrangliste nur noch auf Platz 32 zu finden, ist einer der Lieblingsgegner von Nadal. Zum 16. Mal in ebenso vielen Begegnungen setzte sich der zehnfache French-Open-Sieger aus Mallorca durch. Seit Beginn der Open Era gibt es nur vier Duelle, die über die Jahre hinweg einseitiger verliefen, darunter jene von Roger Federer gegen David Ferrer und Michail Juschni (beide 17:0).
Das 16. Duell zwischen Nadal und Gasquet verlief so wenig spannend wie die meisten davor. Der Spanier gewann die ersten zwölf Punkte und fünf Games, ehe der Franzose ein kleines Zwischenhoch hatte. Auch in den folgenden Sätzen führte der Favorit rasch deutlich und lief nie Gefahr, auch nur einen Umgang abzugeben. Nun hat Nadal die letzten 34 Sätze beim French Open gewonnen und damit seine bisherige Bestmarke (32 Sätze in Serie) übertroffen. Nur Björn Borg gelang zwischen 1979 und 1981 eine noch bessere Serie (41).
Im Achtelfinal trifft Nadal auf den überraschenden Deutschen Maximilian Marterer (ATP 70), der erst sein drittes Major-Turnier bestreitet. Der bald 23-jährige Münchner setzte sich im Aussenseiter-Duell gegen den Lucky Loser Jürgen Zopp aus Estland mit 6:2, 6:1, 6:4 deutlich durch. Zopp war nur dank mehreren Ausfällen ins Haupttableau gerutscht und hatte in den ersten zwei Runde jeweils in fünf Sätzen gewonnen.
David Goffin stiess 2012 in Paris als Lucky Loser sogar bis in die Achtelfinals vor, wo er an Roger Federer scheiterte. Mittlerweile ist der Belgier in den Top 10 und seht wieder unter den letzten 16. Er setzte sich gegen Gaël Monfils (ATP 37) 6:7 (6:8), 6:3, 4:6, 7:5, 6:3 durch, nachdem er zum Ende des vierten Satzes vier Matchbälle abgewehrt hatte.
Mit Petra Kvitova und Karolina Pliskova scheiden bei den Frauen die zwei tschechischen Titelanwärterinnen in der 3. Runde aus. Kvitova unterliegt der Estin Anett Kontaveit 6:7 (6:8), 6:7 (4:7), ihre Lansfrau muss sich Maria Scharapowa in nur 59 Minuten mit 2:6 und 1:6 geschlagen geben.
Scharapowa (WTA 30) hat ein gutes Jahr nach ihrer Rückkehr auf die Tour nach abgesessener Dopingsperre wohl definitiv wieder ihre alte Form gefunden. Die 31-jährige Russin feierte einen überzeugenden 6:2, 6:1-Sieg gegen die Weltranglisten-Sechste Karolina Pliskova. Sie benötigte dafür keine Stunde und trifft nun im Achtelfinal im Gigantenduell auf Serena Williams, die gegen die Deutsche Julia Görges keine Mühe hatte und 6:3, 6:4 gewann.
Die zweifache Wimbledonsiegerin Kvitova (WTA 8) hatte vor Paris die Turniere in Prag und Madrid gewonnen und war mit der Referenz von 13 gewonnenen Partien auf Sand in Serie zu ihrem Duell mit Kontaveit angetreten. Ihre Gegnerin, in der Weltrangliste die Nummer 24, überzeugte aber in den letzten Woche auch, etwa mit dem Halbfinal in Rom.
Gegen Kvitova konnte Kontaveit zweimal zum Match aufschlagen, setzte sich schliesslich aber erst im zweiten Tiebreak und mit dem vierten Matchball durch. Wie schon beim Australian Open erreichte die 22-Jährige, die im letzten Jahr sowohl in Biel als auch in Gstaad erst im Final verloren hatte, die zweite Woche. Im Achtelfinal trifft sie auf die US-Open-Siegerin Sloane Stephens (WTA 10), die sich mit 4:6, 6:1, 8:6 gegen die Italienerin Camila Giorgi (WTA 57) durchsetzte.
Keine Probleme bekundete Garbiñe Muguruza. Die als Nummer 3 gesetzte Spanierin schloss die erste Woche in Roland-Garros ohne Satzverlust ab. In der 3. Runde deklassierte sie die Australierin Samantha Stosur (WTA 60), die an der Porte d'Auteil schon viermal im Halbfinal stand, mit 6:0, 6:2.
Erst nach 40 Minuten und acht gewonnen Games liess Muguruza etwas nach beziehungsweise kam Stosur etwas besser auf. Die 24-jährige Weltranglisten-Dritte, die schon Wimbledon und das French Open gewonnen hat, trifft im Achtelfinal auf die Ukrainerin Lesia Zurenko (WTA 39), die Bezwingerin von Stefanie Vögele in der 1. Runde. (pre/sda)