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In der Affäre um eine Strasse zu einem Chalet in Cerniat (Greyerzbezirk) hat die Freiburger Justiz einen weiteren Entscheid getroffen. Der ehemalige Grossrat und Syndic von Cerniat, Pascal Andrey, sah sich seit 2011 mit Vorwürfen konfrontiert, gegenüber der Justiz Falschaussagen gemacht zu haben. Zwei Mal wurde der Fall eingestellt, bevor er 2015 wieder ans Tageslicht kam und 2017 mit einem Freispruch des Strafgerichts Greyerz endete. Der Strafappellationshof des Kantonsgerichts hat diese Woche den Freispruch bestätigt. Generalstaatsanwalt Fabien Gasser hielt zwar vor dem Gericht fest, dass Andrey eine Lüge begangen habe, aber der Strafappellationshof anerkannte wie bereits 13 Monate zuvor der Polizeirichter, dass nicht jegliche Zweifel an dieser Version ausgeräumt werden können.
Ursprung der Affäre ist ein Zivilstreit zwischen einem französischen Besitzer eines Ferienchalets und den Gemeindebehörden. Der Franzose bestritt die Kosten für eine Strasse, die zu seinem Chalet führt. Dies, weil die Strasse den Zugang für Cars nicht ermöglichte, wie es abgemacht gewesen sei.
Der vermeintliche Meineid betraf diese umstrittene Abmachung. Der Chaletbesitzer verlangte daraufhin 417 000 Franken Entschädigung. Doch der Appellationshof hielt damals fest, dass der Mann nicht direkt einen wirtschaftlichen Schaden erlitten habe. Für Generalstaatsanwalt Fabien Gasser ist damit der Fall abgeschlossen.