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Bei einer Lumbal- oder Liquorpunktion wird Nervenflüssigkeit aus dem Rückenmarkskanal entnommen.
Wie erfolgt die Untersuchung?
Bei der Liquorpunktion wird mit einer Nadel der Rückenmarkskanal im Bereich der mittleren und unteren Lendenwirbelsäule punktiert. In diesem Bereich ist kein Rückenmark mehr anzutreffen und damit auch nicht zu verletzen, weil es beim ausgewachsenen Menschen nur bis zum Übergang von Brust- und Lendenwirbelsäule herabreicht. Für die Punktion sitzt der Patient möglichst mit rundem Rücken an der Bettkante, weil dann die dachziegelartig übereinander liegenden Dornfortsätze am weitesten auseinander klaffen. Beim Durchdringen der Rückenmarkshaut und beim Eindringen in den Rückenmarkskanal spüren Sie unter Umstanden einen kurzen elektrisierenden Schmerz. Sobald der Liquorraum punktiert ist, lässt man den Liquor (Nervenwasser) abtropfen. Für die Untersuchung des Liquors im Labor werden je nach Fragestellung 6-10 ml Liquor gewonnen. Zum Vergleich: Die tägliche Liquorproduktion beträgt etwa 500 ml.
Können Komplikationen auftreten?
Die Liquorpunktion ist ein risikoarmes Routineverfahren. Trotz grösster Sorgfalt können in Einzelfällen folgende Komplikationen auftreten:
Häufigkeit der möglichen Komplikationen:
Selten: 1:10-100
Sehr selten: 1:100-1000
Äusserst selten: 1:1000-10000
Information zum Verhalten nach der Untersuchung:
Nach der Untersuchung sollten Sie eine Bettruhe von mindestens sechs Stunden unbedingt einhalten.
Wichtig ist, dass Sie sich unverzüglich melden, falls im Zusammenhang mit der Untersuchung die Symptome einer Komplikation auftreten.
Das sind: Starke bis extreme Kopfschmerzen. Kopfschmerzen nach dem Aufstehen, die sich beim Hinlegen wieder bessern. Lähmungserscheinungen, Kollaps, Fieber und Schüttelfrost. Weiterhin achten Sie bitte auf allergische Reaktionen mit Juckreiz, Ausschlag oder Luftnot.
Vorkrankungen/Medikamente:
Bitte informieren Sie uns über wichtige Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, künstliche Herzklappen, Lungenerkrankungen, Krampfleiden (Epilepsie), Grüner Star (Glaukom), Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Allergien, Leberentzündung (Hepatitis) oder andere Infektionskrankheiten (z.B. HIV/AIDS).
Wenn Sie einen Endokarditisausweis besitzen, bringen Sie diesen bitte unbedingt mit zur Untersuchung.
Ebenso ist wichtig, dass Sie uns mitteilen, wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen (Z.B. Marcoumar, Aspirin, Plavix, Fragmin etc.)
Haben Sie weitere Fragen?
Wenn Sie weitere Fragen zur Untersuchung haben, können Sie diese gerne an uns stellen. <email-pii>