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In Frakturschrift
Insel-Bücherei Nr. 391, 11. - 15. Tausend
Das verkaufte Seelenheil - Eine Erzählung
Leseprobe:
Es war ein helles, freudiges Frühlingswetter. Wie Stücke tönender Finsternis schlüpften die singenden Amseln durch den Sonnenglanz der Gärten. In dem üppigen Laub nisteten die bunten kleineren Vögel. Sie klangen gleich Kunstwerken aus der Hand eines grossen Geistes, der ihnen himmlische Pfeifen in die Kehlen gesetzt hatte. Am dichtesten war das Getön in der Vorstadt. Aus einem der dortigen Häuser trat an einem Vormittag ein mittelgrosser, untersetzter junger Mensch von sympatischem Aussehen und mit etwas breitspurigen Bewegungen, wie sie sonst junge Bauernsöhne haben, verlegen lachend und ein Papier in seiner Tasche bergend, auf die Strasse heraus. Als er etwa zehn Schritte weiter war, zog er es wieder hervor und betrachtete es von beiden Seiten. Es war...