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„Er ist der Spitzenreiter der neuen Generation der Liedersänger“ urteilte kürzlich das „British Gramophone Magazine“. Die Auftritte des Baritons Benjamin Appl bei Liederabenden, Konzerten und in der Oper werden gleichermaßen von Publikum und Kritik gefeiert. Zahlreiche Auszeichnungen durfte der junge Bariton entgegennehmen: Im September 2016 erhielt er den Gramophone Award als New Artist of the Year 2016, die BBC kürte ihn im Herbst 2014 zum „New Generation Artist“. In der Saison 2015/16 sang Benjamin Appl in der Reihe „ECHO Rising Stars“ Liederabende in Europas wichtigsten Konzertsälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, dem Wiener Konzerthaus, der Philharmonie Paris und dem Barbican Centre London. Von der Wigmore Hall wurde er als Wigmore Hall Emerging Talent ausgewählt. Im Mai 2016 hat Benjamin Appl hat einen langfristigen Exklusiv-Vertrag mit Sony Classical unterzeichnet. Seine Debüt-CD unter dem Titel „Heimat“ erschien im Februar 2017. Im September 2018 folgte dann die Veröffentlichung eines Albums mit Arien von Johann Sebastian Bach mit Concerto Köln. Seine erste Stimmbildung erhielt er bei den Regensburger Domspatzen. Neben einem erfolgreichen Betriebswirtschaftsstudium schloss Benjamin Appl seine Gesangsstudien an der Hochschule für Musik und Theater München sowie der Guildhall School of Music & Drama in London mit Auszeichnung ab. Wesentlich beeinflusst wurde er von der Legende des Lied-Gesangs Dietrich Fischer-Dieskau, dessen letzter Schüler er war. Seit Abschluss seines Studiums ist Benjamin Appl regelmäßig in bedeutenden Konzerthäusern wie der Carnegie Hall, der Wigmore Hall und bei der Schubertiade in Schwarzenberg und Hohenems in Liederabenden zu erleben. Darüber hinaus erhält der deutsche Bariton Einladungen zu vielen internationalen Musikfestivals, wie dem Heidelberger Frühling, Rheingau Musikfestival, SHMF, Klavierfestival Ruhr, Ravinia Festival Chicago, Oxford Lieder Festival und ist dabei in Begleitung namhafter Pianisten wie Graham Johnson, Malcolm Martineau, Helmut Deutsch und Martin Stadtfeld zu hören. Benjamin Appl unterrichtet seit Herbst 2016 an der Guildhall School of Music & Drama in London.
Er gilt als einer der bekanntesten Liedbegleiter unserer Zeit und arbeitete mit Weltstars wie etwa Brigitte Fassbaender, Jessye Norman, Thomas Hampson, Peter Schreier oder Elisabeth Schwarzkopf. Der Pianist studierte in London an der Royal Academy of Music. Unter seinen Lehrern sind Gerald Moore und Geoffrey Parsons hervorzuheben. 1976 gründete er mit F. Lott, A. Murray, A.R. Johnson und R. Jackson den Songmakers’ Almanac, um vernachlässigte Vokalmusik wiederaufzuführen. Aus dieser Arbeit erwuchsen allein über 250 verschiedene Liederabend-Programme. Zu seinen Verdiensten zählt die Gesamtaufnahme des Schubert’schen Liedschaffens auf dem Label Hyperion Records. Ähnliche Projekte wurden auch mit Liedern Schumanns und Faurés umgesetzt. Darüber hinaus nahm er zahllose CDs mit englischen Kunstliedern auf. Seine ausgezeichnet recherchierten fachlichen Erläuterungen sind sehr geschätzt. Johnson ist wesentlicher Repräsentant des Konzertbetriebs der Wigmore Hall in London und Jury-Vorsitzender des Wigmore Hall Song Competition. Außerdem ist er Verfasser von Büchern über das französische Kunstlied, einer Dokumentation von Vorlesungen über die Lieder B. Brittens und eines Buches über die Lieder G. Faurés. Johnson ist Senior Professor für Korrepetition an der Guildhall School of Music und Mitglied der Königlichen Musikakademie. Er hält Meisterklassen an Musikhochschulen und bei Festspielen ab. Seit 2010 ist er Ehrenmitglied der Royal Philharmonic Society.
Ob satten Schöngesang oder brüchige Mehrklänge -aus dem Mund der Stimmkünstlerin Sylvia Nopper klingt sowohl das eine als auch das andere absolut überzeugend. Barocke Oratorien singt sie genauso gut und gerne wie sie mit ihrem phänomenalen Gestaltungstalent druckfrische Geräuschpartituren erklingen lässt. Ihre kreative Neugierde und Entdeckerfreude machen sie dabei zur idealen Interpretin zeitgenössischer Musik. So ist es nicht überraschend, dass die meisten der über 150 Werke von Solo bis Oper, die sie mittlerweile uraufgeführt hat, auch für sie geschrieben sind. Die Neue Musik führte sie regelmässig an Festivals nach Süd-und Nordamerika, Asien, Ozeanien und durch ganz Europa. Sie musizierte dabei mit Dirigenten wie Heinz Holliger, Jürg Wyttenbach oder Pierre Boulez, mit dem Ensemble Modern Frankfurt, Intercontemporaine Paris, Klangforum Wien, Phoenix Basel, Contrechamps Genève, den Swiss Chamber Soloists sowie mit vielen renommierten Orchestern und Solisten. Mit der gleichen Hingabe widmet sich Sylvia Nopper ihrer zweiten grossen Liebe, der Kammermusik. Mit einem enormen Reichtum an Klangfarben und dynamischen Möglichkeiten bewegt sie sich dabei mühelos durch die verschiedensten Stile der letzten 500 Jahre. Schwerpunkte bilden dabei Lieder und Kammermusik des 19. und 20. Jahrhunderts. CD-Einspielungen bei ECM, NEOS oder Musiques Suisses sowie zahlreiche Radioaufnahmen dokumentieren die Leidenschaft, mit der sich die Sängerin immer wieder der Herausforderung stellt, vermeintliche Grenzen zu überschreiten und in unbekannte musikalische Gefilde vorzudringen, neue Perspektiven zu erschliessen und Unmögliches möglich zu machen. An der Musik-Akademie Basel gibt Sylvia Nopper als Dozentin für Gesang und Neue Musik ihre sängerische Erfahrung mit grosser Begeisterung weiter.
Till Alexander Körber wurde in Tübingen geboren. Ab 1986 studierte er an der Musikhochschule in Freiburg/Breisgau Klavier, Liedbegleitung und Chordirigieren; von 1990 bis 1995 war er Schüler von Hans Petermandl an der Wiener Musikhochschule. Konzerte als Solist, auch mit Orchester, als Liedbegleiter und Kammermusiker, vor allem in enger Zusammenarbeit mit dem Geiger Martin Walch, sowie Runfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen führten ihn durch Europa, sowie nach Afrika, Asien und in die USA. Er spielte Beethovens Tripelkonzert unter Sir Neville Marriner, etliche Uraufführungen und arbeitete mit vielen Komponisten zusammen. Körber ist Mitglied im Merlin Ensemble Wien. Im Jahr 2003 erhielt Till Alexander Körber das Österreichische Staatsstipendium für Komponisten, 2008 den Landeskulturpreis für Musik Oberösterreich. Seine Werkliste reicht von Liedern über Kammermusik bis zur Symphonie und zum abendfüllenden Oratorium. Von 1994 bis 2003 unterrichtete Till Alexander Körber an der Musikuniversität Graz zeitgenössische Klaviermusik und gab oftmals masterclasses am Lysenko-Konservatorium Lemberg, Ukraine. Er leitet eine Klasse für Klavier und Klavierkammermusik an der Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz.
1980 in Bern erschienen, wo er meistens lebt. Halter ist Schriftsteller, Musiker und Performancekünstler. Er gehört zu den bekanntesten Schweizer Autoren seiner Generation und zu den Pionieren der neuen deutschsprachigen Spoken-Word-Bewegung. Studium der Bildenden Künste an der Hochschule der Künste Bern. Regelmäßig Auftritte in ganz Europa, in den U.S.A., in Afrika, Russland und Japan. Zahlreiche Buch- und CD-Veröffentlichungen. Zuletzt erschienen der Gedichtband „Wir fürchten das Ende der Musik“ (Wallstein, 2014), „Das 48-Stunden-Gedicht“ (Wallstein, 2016), mit Tanikawa Shuntaro, und die Geschichte vom „Mondkreisläufer“ (Verlag der gesunde Menschenversand, 2017); das gleichnamige Theaterstück feierte 2016 am Konzert Theater Bern erfolgreich Premiere und wurde folglich im Deutschen Theater Berlin, im Rahmen der „Autorentheatertage 2017“, aufgeführt. Im September 2018 ist „Erwachen im 21. Jahrhundert“ (Zytglogge Verlag), Halters vielbeachtetes Romandebüt erschienen. Zur Zeit arbeitet er mit dem Komponisten und Musiker Elia Rediger an seinem ersten Singspiel, das am 4. April 2019 am Konzert Theater Bern unter dem Titel „Das Resort – ein Singspiel über das tragische Ende der Selbstoptimierung“ zur Uraufführung kommen wird.
Janiv Oron ist in Israel geboren und in Basel aufgewachsen. Er ist einerseits die eine Hälfte des renommierten DJ-Duos Goldfinger Brothers und andererseits als Komponist von elektronischer Musik sowie Performer in verschiedenen Formationen tätig. In den vergangenen Jahren hat Janiv an mehreren interdisziplinären Tanz-, Kunst- und Theaterproduktionen mitgewirkt – unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Theater Basel, der Basel Sinfonietta, dem Kammerorchester Basel, den Schwetzinger SWR Festspielen, der Choreografin Béatrice Goetz, der Installationskünstlerin und Malerin Renée Levi sowie mit den Künstlern Zimoun und Lukas Huber. 2016 war Janiv für die Swiss Art Award nominiert. Im selben Jahre wurde er an der Verleihung des Leipziger Hörspielwettbewerbs in der Kategorie «Bestes Klangbild» mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Janiv hält kontinuierlich Ausschau nach neuen Gelegenheiten, um sein Verständnis für interdisziplinäre Produktionen in den Bereichen «Turntablism» und computerbasierter Musik weiterzuentwickeln.
Klaus Brömmelmeier spielt sich seit Anfang seiner Theaterlaufbahn durch die klassische und aktuelle Stadttheaterszene und ist immer noch motiviert! Stationen waren und sind das Schauspielhaus Zürich, Theater Basel, Theater Freiburg, Burgtheater Wien. Für seine Rolle des Hamlet in der Inszenierung von Michael Thalheimer wurde er 1999 mit dem deutschen Intendantenpreis ausgezeichnet. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Schauspieler realisiert er immer wieder eigene Projekte im Bereich Theater und Musik. Im Radio ist er ein regelmässig zu hörender Sprecher und zeitweise arbeitet er als Dozent an der Zürcher Hochschule der Künste. Klaus Brömmelmeier ist verheiratet mit Sibylle Burkart und lebt mit ihr und seinen beiden Kindern Noah und Stella in Basel.
Annette Schmucki, geboren 1968 in Zürich, studierte Komposition bei Cornelius Schwehr in Winterthur, danach absolvierte sie ein Aufbaustudium Komposition (Master) bei Mathias Spahlinger in Freiburg i.Br. Ihr Interesse gilt seit jeher überlappend Sprache und Musik, in deren Grenzland sie komponiert, schreibt, performt. Für ihr künstlerisches Schaffen erhielt sie zahlreiche Preise, Stipendien und Beiträge. ihre Werke werden von namhaften Ensembles und Festivals wie Archipel, Ascolta, Musikfestival Bern, Collegium novum Zürich, Ensemble contrechamps, Ensemble lemniscate, Lucerne Festival, Luzerner Theater, Maulwerker Berlin, Ensemble proton, Ensemble recherche, Neue Musik Rümlingen, Staatsoper Berlin, Tage für Neue Musik Zürich, Usine sonore, Neue Vocalsolisten Stuttgart, WDR, Wien modern, Wittener Tage für neue Kammermusik in Auftrag gegeben und uraufgeführt. Neben solitärem Arbeiten ist sie seit 2000 Mitglied des Künstlerduos 'blablabor', zusammen mit dem Radiokünstler Reto Friedmann. seit 2010 spielt sie mit der Musikerin Petra Ronner in der Samplercombo 'band' und erfindet das Leben der 'sieben schweinsschwestern' mit der bildenden Künstlerin Maria Gasche. 2010 erfolgte die Premiere des Films hagel und haut über ihre Arbeit als Komponistin. 2015 war sie für den Schweizer Musikpreis nominiert. 2016 erhielt sie ein London-Stipendium der Stiftung Landis&Gyr.
Georg Keller hat an der ETH Zurich theoretische Physik studiert und anschliessend in Neurowissenschaften promoviert. Nach einem Forschungsaufenthalt am Max Planck Institut für Neurobiologie in München, ist er seit 2012 Gruppenleiter am Friedrich Miescher Institut für Biomedizinische Forschung in Basel. Sein Labor erforscht die neurophysiologischen Grundlagen der Wahrnehmung.
Elisabeth Bronfen schreibt und spricht unter anderem über Diven, Opern, Filme, Liebestod und Kochen. Sie liess sich zur Sängerin ausbilden, bevor sie ihre akademische und publizistische Laufbahn in Angriff nahm. Ihre Liebe gilt auch dem Lied. Heute ist sie Professorin für Anglistik an der Universität Zürich und an der New York University.
Roberto Simanowski ist Kultur- und Medienwissenschaftler und lebt nach Professuren an der Brown University (Providence, USA), Universität Basel und City University of Hong Kong als freier Autor in Berlin und Rio der Janeiro. Zu den letzten Buchveröffentlichungen bei Matthes & Seitz, Columbia University Press und MIT Press gehören: Data Love (2014 Matthes & Seitz, 2016 Columbia University Press), Facebook-Gesellschaft (2016 Matthes & Seitz, 2018 Columbia University Press), Abfall. Das alternative ABC der neuen Medien (2017 Matthes & Seitz, 2018 MIT Press), Stumme Medien. Vom Verschwinden der Computer in Bildung und Gesellschaft (2018 Matthes & Seitz), Death Algorithmus and Other Digital Dilemma (2018 MIT Press) sowie Sozialmaschine Facebook. Dialog über das politisch Unbewusste (2019 Matthes & Seitz, zusammen mit Ramón Reichert).
Nach seinem Studium der Humanmedizin an der Friedrich-Schiller-Universität zu Jena und einigen Aufenthalten im Ausland (University of Limerick, Irland und Western University Ontario, Kanada) promovierte Torsten Kratz an derselben Universität (Jena, 1999). Es folgten wichtige Stationen der weiteren Ausbildung: Facharzt für Neurologie (2002), Facharzt für Nervenheilkunde (2004) und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (2005). Seit 2005 leitet Torsten Kratz die Abteilung für Gerontopsychiatrie und Gerontopsychotherapie am Evangelischen Krankenhaus Königin-Elisabeth-Herzberge in Berlin (Lehrkrankenhaus der Charité), ausserdem hat er seit 2010 eine Professur für Sozialpsychiatrie inne. Sein illustrer Werdegang sowie seine innovative Forschungstätigkeit werden durch zahlreiche Auszeichnungen verdeutlicht, u.a. werden ihm im Jahre 2014 der Ehrenpreis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), und im gleichen Jahr der Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) verliehen. Torsten Kratz lehrt und lebt in Berlin.