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Burkhard, Balthasar: Welle (1996)
Nach einer Fotografenlehre arbeitet der Berner Balthasar Burkhard (1944-2010) seit der Mitte der 1960er-Jahre als Fotograf und dokumentiert zunächst die Ausstellungen der Kunsthalle Bern. Auf Anregung des damaligen Kurators Harald Szeemann setzt sich Burkhard intensiv mit Kunst und den Kunstschaffenden auseinander. Bereits 1969/70 zeigt er erste künstlerische Werke. In den 1970er-Jahren beginnt Burkhards Zusammenarbeit mit dem Berner Architekturbüro Atelier 5. Nach einigen Auslandaufenthalten unter anderem in den USA und Japan sowie einigen Jahren in Frankreich, kehrt Burkhard 1995 in die Schweiz zurück. Zu diesem Zeitpunkt beginnt auch die langjährige Zusammenarbeit mit der Möbelfirma USM Haller.
Balthasar Burkhard vereint in seinen fotografischen Arbeiten verschiedene Medien: Fotografie, Objekt, Skulptur und Malerei. Seine Arbeiten sind geprägt durch eine offene Chronologie: So greift er immer wieder auf Themen zurück, die ihn bereits Jahre zuvor beschäftigt haben. Seine Motive umfassen neben Körperteilen wie Ohr, Knie oder Arm auch Blumen und Tiere. Nach der Jahrtausendwende greift Burkhard das Thema Landschaft auf. Es sind dies Aufnahmen des schottischen Hochlandes und der namibischen Wüste, des düsteren Wald- und Wolkengebildes am Rio Negro sowie des Hochgebirges am Berninapass. Daneben sind auch Städte und das Element Wasser wichtige Themen im landschaftlich geprägten Schaffen Burkhards.
Balthasar Burkhard, Welle, 1996, Umsetzung Fotografie auf Glas, 190 x 462 cm Verwaltungsgebäude der Wasserwerke Zug Ag (WWZ), Chollerstrasse 24, Eigentum Wasserwerke Zug AG