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Die deutsche Bayer AG hat laut Medienberichten Tausende von Unkrautvernichtungsklagen in den Vereinigten Staaten im Rahmen eines 11-Milliarden-Dollar-Vergleichs beigelegt. Dabei ging es um die Behauptung von Klägern, das Herbizid habe Krebs verursacht.
Die Vereinbarungen beziehen sich auf 15.000 Klagen, womit sich die Zahl der abgeschlossenen Fälle auf etwa 45.000 erhöhte. Bayer sieht sich im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Roundup schätzungsweise 125.000 eingereichten und nicht eingereichten Klagen gegenüber.
In Briefen, die am späten Montag beim US-Bezirksgericht in San Francisco eingereicht wurden, sagten drei Anwälte, dass sie verbindliche Vergleiche erzielt hätten.
Bayer hat im Juni eine Vereinbarung über etwa 75% der 125.000 Klagen getroffen, die sich aus der 63 Milliarden Dollar Übernahme des Saatgut- und Chemieunternehmens Monsanto im Jahr 2018 ergeben.
Einem Bericht von Bloomberg News zufolge drohte der amerikanische Bezirksrichter Vince Chhabria damit, den Rechtsstreit wieder aufzunehmen und weiterzuführen, nachdem er in Frage gestellt hatte, ob Bayer den Vergleich zurückzieht. Einer der führenden Anwälte, die an dem Roundup-Prozess beteiligt waren, sagte, er sei bereit, die Fälle erneut vor Gericht zu bringen.