Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03214.jsonl.gz/122

Karate Schweizer Meisterschaft 2016 Karate Wettkampf Disziplinen
Ein Bestandteil vom Karatesport sind Turniere. Ein grosser Teil der heutigen Schweizer Karatesportler/innen nehmen regelmässig an den von der Swiss Karate Federation organisierten Wettkämpfen teil und verzeichnen nebst nationalem Erfolg auch vermehrt internationale Erfolge an EM und WM sowie den diversen Open Veranstaltungen in Europa.
Zu den wichtigsten Turnieren gehören auf nationaler Ebene sicherlich die Swiss Karate League (SKL) also die Qualifikationsturniere und die Schweizermeisterschaften am Ende einer Karate-Saison. Die Teilnahme an den Schweizermeisterschaften wird durch die erzielten Qualifikationspunkte an den SKL erreicht, die zwischenzeitlich zur Plattform für die Erfolge der jungen Nachwuchsathleten/innen geworden ist. Die Schweiz als kleine Nation, kann seit ein paar Jahren wieder etliche Spitzenrangierungen an EM und WM vorweisen, was auf unsere vier Nationalen Karateveranstaltungen zurück zu führen ist.
Das Budo Sport Center Liestal hat die letzten neun Jahren (2006 - 2014) eines dieser Nationalen Top-Turniere in der Sporthalle Frenke in Liestal, organisiert/durchgeführt und ein Teil zum Erfolg der heutigen Karatesport-Nation Schweiz beigetragen. Aufgrund dessen, hat das regionale Leistungszentrum (BSC Liestal), von der Swiss Karate Federation den Zuspruch für die Durchführung der Schweizermeisterschaften 2015 - 2017 erhalten.
Sinn und Zweck
Turniere gelten grundsätzlich als Gradmesser für die psycho-physische Leistungsfähigkeit. Ziel ist es, dass der/die Karatesportler/in auch ausserhalb des Dojo (in Schule/Arbeit) – unter erhöhter psychischer Belastung – eine gute Leistung erbringen kann. Angestrebt wird eine innere Ruhe und eine Selbstbeherrschung die den Anforderungen dieser hochstehenden Turniere standhält.
Das Bestreiten von Turnieren, ist in erster Linie auch ein Kampf gegen sich selbst und ein wichtiger Bestandteil für den Fortschritt der Athleten/innen. Die Überwindung der Angst ist eines der zentralen Anliegen der Ausbildung im Karate.
Sportkarate - die beiden Wettkampfdisziplinen
Der heutige Karatesport besteht aus den beiden Disziplinen KATA (Formen) und KUMITE, (Freikampf) die sowohl als Einzel-, aber auch als Mannschaftswettbewerb praktiziert werden.
Kata
Bei der Kata (Form) handelt es sich um eine Serie von Abwehr- und Angriffstechniken, welche in einem genau vorgeschriebenen Ablauf vorgeführt werden müssen. Bewertungskriterien für eine vorgeführte Kata sind zum Beispiel
- korrekter Ablauf der Kata (Form/Kür)
- Gutes Timing, Rhythmus und Geschwindigkeit
- sowie Gleichgewicht und maximaler Krafteinsatz
- Verständnis für die verwendeten Karatetechniken
- Gesamteindruck der präsentierten Kata/Performance
Kumite
Das Kumite (freies Kämpfen mit Armen und Beinen) wird beim heutigen Karatesport mit dem japanischen Ausdruck „Shobu“ bezeichnet, was soviel heisst wie spielen und einen sportli- chen Vergleichskampf zwischen zwei Karate-Athleten darstellt. Der Zweikampf ist von schnellen, präzisen Karatetechniken und Kampftaktiken geprägt und in etwa mit dem heutigen Fechtsport zu vergleichen. Bewertungskriterien im Kumite sehen wie folgt aus
- Korrekte (sportliche) Haltung
- Gute Form (technische Ausführung)
- Kraftvolle Ausführung (Dynamik)
- Permanente Wachsamkeit (Wahrnehmung)
- Gutes Timing (Aktion / Reaktion)
- Korrekte Distanz (zum Gegner/in)
Weitere Infos über Sportkarate unter Wettkampf- und Leistungssport Karate.