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Das „Transgender Network Switzerland“ (TGNS) erstellte zusammen mit der „Fondation Agnodice“ einen Leitfaden für den Umgang von Schulen mit Schülern, die sich als „trans“ identifizieren. Auf einseitige und keineswegs wissenschaftsgestützte Weise belehrt er Lehrer „über die Rechte und Bedürfnisse von trans Menschen“. Zukunft CH hat einen Offenen Brief an das Eidgenössische Departement des Inneren (EDI) und die kantonalen Bildungsdepartementes verfasst, der im Folgenden zu lesen ist.
Sehr geehrte Damen und Herren
Bereits in den Jahren 2017 bzw. 2019 gaben das „Transgender Network Switzerland“ (TGNS) und „Fondation Agnodice“ einen Leitfaden heraus, der als Handreichung für Schulen dienen sollte für den Fall, dass ein Schüler sich als „trans“ identifiziert. Dieser „Best-Practice-Leitfaden für eine Transition in Schule und Ausbildung“ ist mittlerweile in vielen Schulen in Gebrauch.
Seit einigen Jahren steigen international die Zahlen an Jugendlichen, die glauben, im falschen Körper geboren zu sein. Fachleute sprechen schon lange von einem „Trans-Hype“, verursacht durch soziale Ansteckung. Auch die Zahlen operativer Eingriffe zur „Geschlechtsangleichung“ wie z.B. Brustentfernung bei jungen Frauen steigen bedenklich. Diese irreversiblen Schritte machen junge Menschen oft zu lebenslangen Patienten.
Dessen ungeachtet fordert der TGNS-Leitfaden völlig kritiklos, dass Schulen den Transitionswunsch eines Schülers unterstützen müssten. Das Leben in der gewünschten Identität im schulischen Umfeld dürfe „einer trans Schüler_in nicht verboten werden“ (S. 22). Dies schliesst die Verwendung des gewünschten Namens ein sowie Benützung von entsprechenden Toiletten und Umkleideräumen. Bei Schulausflügen seien eigene Schlafzimmer zur Verfügung zu stellen. Ja, mehr noch: Die Schule solle Dokumente auf den „gewählten Namen und das entsprechende Geschlecht“ ausstellen, „unabhängig von amtlichen Änderungen“ (S. 23). Dass dies Dokumentenfälschung ist, scheint nebensächlich. Die bedingungslose „Akzeptanz der Geschlechtsidentität“ diene dem „Wohl des Kindes“ (S. 22).
Dies kann TGNS jedoch mit keiner Studie belegen, wodurch eine wissenschaftliche Basis vollkommen fehlt. Im Gegenteil: Die ebenfalls steigenden Zahlen an „Detransitionern“ – Menschen, die nach einer Transition wieder in ihrem Geburtsgeschlecht leben – zeigen, dass Gefühle von Geschlechtsdysphorie in der Pubertät sehr häufig nur eine phasenweise Verunsicherung darstellen. Ein Grossteil der betroffenen Kinder und Jugendlichen fühlt sich nach der Pubertät in angeborenen Geschlecht wohl. Diese Rate sinkt jedoch stark, wenn einer Transition im Jugendalter stattgegeben wird, wie aus einer Studie des Kinder- und Jugendpsychiaters Alexander Korte hervorgeht.
In Schweden und Finnland ist der Einsatz von Pubertätsblockern aufgrund der schwerwiegenden Nebenwirkungen mittlerweile verboten, Frankreichs Ärzte warnen eindringlich davor. Norwegen verbietet geschlechtsverändernde Eingriffe an Minderjährigen im klinischen Bereich. In England musste eine Gender-Klinik ihre Pforten schliessen, nachdem Ärzte wie Patienten über allzu trans-affirmative Leitlinien geklagt hatten.
Es ist unverantwortlich, dass in der Schweiz nach wie vor ein Leitfaden im Umlauf ist, der Schüler auf völlig unwissenschaftliche Weise in einer vermeintlichen „Trans-Identität“ bestärkt und Lehrer und Eltern in ihrer Gewissensfreiheit einzuschränken versucht.
Wir fordern Sie daher auf, die Verwendung dieses Leitfadens an öffentlichen Schulen umgehend einzustellen und die Wissenschaftsorientierung an Schulen wieder zu stärken, zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.
Winterthur, 28. September 2023