Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03562.jsonl.gz/578

Covid Impfungen für Haiti
Kurz nach Ausbruch der Pandemie rief International Inner Wheel den "Covid-19 Vaccination and Disaster Fund" ins Leben.
Der Fonds sollte in
erster Linie dazu beitragen, die Bevölkerung in benachteiligten Weltregionen zu impfen. Darüber hinaus sollte mit dem Geld aus dem Fonds kurzfristige Hilfe bei Katastrophen jeglicher Art geleistet werden.
Dringend auf Unterstützung angewiesen war man in Haiti.
Nachdem man dort schon seit längerer Zeit einer Regierung entbehrte, standen Entführungen, Ermordungen und Erpressungen zunehmend auf der tagesordnung. Vor allem das Hospital Albert Schweizer (HAS) Health
Center im Artibonit Tal hatte mit einem Berg an Schwierigkeiten zu kämpfen.
IW-Mitglied, Raphaela Maibach und ihr Mann Rolf stellten den Kontakt dorthin her und machten auf die Notlage aufmerksam. bei Hilfsaktionen versucht IIW in der Regel, mit einem ansässigen Club in Verbindung zu treten, um Ansprechpartner vor Ort zu haben. Im Fall von Haiti, wo es keine IW-Clubs gibt, schied dieser Weg leider aus. Es musste eine Alternative her. Dank des unablässigen Engagements von Raphaela Maibach und ihrem Mann gelang es schliesslich, die Kampagne zu realisieren und IIW dazu zu bewegen, diese zu finanzieren. Im September 2020 wurde mit dem Impfen begonnen. Erforderlich waren hierfür vor allem Kühlschränke, Kühlboxen (für
die mobilen Impftrupps in den Bergen), diverses Impfmaterial und
zusätzliches Personal. Darüber hinaus galt es, Plakate und Flyer mit
IW-Logo, die zur Impfung animieren sollten, zu drucken und zu verteilen.
Aus unterschiedlichsten Gründen musste die Impfkampagne mehrmals unterbrochen werden: schlussendlich wurde sie jedoch - vo allem auch dank dem IIW Covid-19 Vaccination and Disaster Fund - erfolgreich durchgeführt. Zuletzt hat sich die Lage auf Haiti dramatisch verschlechtert: Schätzungen zufolge mussten vier von fünf Spitälern oder Health Care Centers ihren Dienst einstellen. Dadurch strömen immer mehr Patienten aus nah und fern zum Hospital Albert Schweitzer. Die Einrichtung bleibt demnach auf Unterstützung angewiesen.
IIW hofft, noch weitere Hilfe bieten zu können.
Angelika Walde, Past Board
Director