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Die Anzahl der Ebola-Fälle in Westafrika hat sich in den letzten Monaten dramatisch erhöht. UNICEF hat umfangreiche Sensibilisierungs- und Hygiene-Massnahmen eingeleitet.
Mittlerweile muss der Ebola-Ausbruch in Westafrika als Epidemie bezeichnet werden: Gemäss aktuellen Angaben sind 887 Personen am gefährlichen Virus gestorben und 1603 sind erkrankt. Die höchsten Zahlen weisen Guinea, Liberia und Sierra Leone auf, neue Fälle wurden aber auch in Nigeria registriert. Sollte sich die Lage vor Ort nicht rasch verbessern, könnten bald weitere Länder wie die Elfenbeinküste, Guniea-Bissau, Mali und Senegal betroffen sein. Vor allem in Sierra Leone und Liberia gibt es inzwischen grosse Gebiete, die von der Seuche betroffen sind, und immer noch breitet sie sich weiter aus. Angesichts der Ebola-Seuche in Westafrika hat Liberia seine Grenzen geschlossen und die vorübergehende Schliessung aller Schulen im Land verfügt. Die Massnahme gelte, bis das Bildungsministeriums neue Anweisungen erteile, sagte Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf letzte Woche.
Extrem schnell und tödlich: das Ebola-Virus ist eine grosse Gefahr für die Kinder in Westafrika und ihre Familien. Ärzte sprechen von der schlimmsten Epidemie, die es jemals mit dieser Krankheit gab. Unter den bald 2.000 Infizierten, darunter zahllose Todesopfer, sind viele ohnehin durch Armut und Hunger geschwächte Mädchen und Jungen. Zu den betroffenen Ländern gehören unter anderem Guinea, Liberia, Sierra Leone oder auch die Elfenbeinküste. Jeden Tag gibt es mehr Tote.
UNICEF hilft, die Ausbreitung des Ebola-Virus zu stoppen
Aufklärung ist das Wichtigste, denn viele Menschen kennen die Krankheit nicht, glauben nicht daran oder sind schlicht überfordert. Das Ebola-Virus überträgt sich zum Beispiel durch Anhusten, über Speichel, Urin und andere Körperflüssigkeiten. Kinder, die miteinander spielen, keinen Zugang zu Latrinen oder sauberem Trinkwasser haben, stecken sich leicht an.
UNICEF verstärkt seine Sensibilisierungs- und Hygiene-Massnahmen in sieben Ländern Westafrikas - in Guinea, Sierra Leone, Liberia, Guinea-Bissau, Senegal, Mali und der Elfenbeinküste – um eine weitere Verbreitung einzudämmen. Die Informations-Massnahmen von UNICEF sind sowohl traditioneller wie auch nicht-traditioneller Art. Mit Fernsehspots, Radio- und Zeitungsartikel konnten mindestens 5,5 Millionen Menschen erreicht werden. In Liberia wurde die Produktion eines Pop-Songs durch lokale Künstler unterstützt, der die Prävention von Ebola thematisiert. „Es gibt immer noch Leute, die behaupten, dass es die Krankheit gar nicht gibt, und wieder andere denken, dass sie nicht behandelt werden muss“, sagt Manuel Fontaine, UNICEF Regionaldirektor für West- und Zentralafrika. „Wenn wir die Übertragungskette von Ebola durchbrechen wollen, dann müssen wir mehr tun, als Patienten zu behandeln: Wir müssen an jede Tür klopfen, jeden Markt besuchen und in jeder Kirche und Moschee von Ebola erzählen.“ In Guinea und Liberia haben UNICEF und Partnerorganisationen zwei Millionen Stück Seife sowie 600 000 Flaschen Chlor an Haushalte, Schulen und Gesundheitszentren verteilt.
Um die UNICEF Soforthilfe in sieben Ländern Westafrikas gewährleisten zu können, werden 2,6 Millionen US Dollar benötigt. UNICEF kann mithilfe Ihrer Spende sicheres Trinkwasser bereitstellen und den Menschen zeigen, worauf es beim Schutz vor Ebola ankommt. Unterstützen Sie den Einsatz von UNICEF vor Ort mit einer Spende für Wasserreinigungstabletten und Infomaterial für die Bevölkerung.
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