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Was sind Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren?
Published By: Nicole Pasini
Published Date: 13 July, 2022
Während den Wechseljahren verändert sich der Körper einer Frau. Die sogenannte Perimenopause beschreibt die Zeit vor der letzten Menstruation bis zu einem Jahr nach der letzten Menstruation – die Perimenopause kann also mehrere Jahre andauern.
Frauen berichten in dieser Zeit häufig von Gefühlen der Traurigkeit oder dem Gefühl von Leere – viele Frauen sind vermehrt niedergeschlagen.
Diese Stimmungsschwankungen können in den Wechseljahren mit dem Östrogenmangel zusammenhängen und durch einen Schlafmangel zusätzlich noch verstärkt werden. Angst vor der Menopause ist deshalb ein weit verbreitetes Phänomen.
Wie erkennen Sie die Symptome der Perimenopause, vorallem bezüglich den Stimmungsschwankungen? Die typischen Symptome der Perimenopause bezüglich den perimenopausalen Stimmungsschwanungen sind:
- Angst
- Panikattacken
- Wut
- Frustriertheit
- verstärkte Neigung zu Besorgtheit
- verstärkte Müdigkeit
- Geringes Selbstwertgefühl
Perimenopause und Depression kommen auch oft zusammen vor. Viele Frauen haben deshalb Angst vor der Perimenopause.
Was ist Perimenopause?
Die Perimenopause bezeichnet den Zeitraum, in dem die Fortpflanzungsfähigkeit der Frau langsam erlischt, weil die Eierstöcke die Hormonproduktion langsam aber stetig beenden, dadurch entsteht ein Östrogenmangel. Zeichen der Perimenopause können erstmaliges Ausbleiben der Menstruation sein.
Viele Frauen berichten über Perimenopause-Symptome im Alter. Doch die Wechseljahre erstrecken sich wie der Name bereits sagt über mehrere Jahre. Erste Zeichen der Perimenopause können bereits mit Ende dreissig, bei anderen erst mit fünfzig Jahren auftreten. Abgeschlossen ist die Perimenopause mit der letzten Periodenblutung, der so genannten Menopause.
Viele Frauen haben Angst vor der Perimenopause. Die Wechseljahre ist keine Krankheit, sondern ein natürlicher Vorgang. Jedoch können Beschwerden in der Perimenopause und in der Zeit nach der Menopause aufgrund des Hormonmangels für die betroffenen Frauen sehr belastend sein.
Bevor es zum völligen Ausbleiben der Menstruation kommt, können die Blutungen wie folgt sein:
- verkürzte Zyklen unter 25 Tagen
- verlängerte Zyklen über 35 Tage
- schwache Regelblutungen
- starke Regelblutungen
- verlängerte Menstruation
- Schmierblutungen
- Ausbleiben der Regelblutung
Das Durchschnittsalter für den Beginn der Menopause liegt in Industrieländern bei ungefähr 52 Jahren.
Was ist der Unterschied zwischen Perimenopause und Menopause?
- Als Perimenopause werden mehrere Jahre vor und das Jahr nach der letzten Periode bezeichnet. Die Dauer kann von Frau zu Frau erheblich schwanken. Gewöhnlich ist sie die Phase mit den meisten Symptomen und Stimmungsschwankungen, weil die Hormone in dieser Zeit stark schwanken. Symptome der Perimenopause sehen Sie weiter unten.
- Die Menopause bezeichnet die Jahre in der Perimenopause, die zu der letzten Menstruation führen. Für diese Phase typisch sind Veränderungen im Menstruationsmuster. Die Menopause wird in Früh- und Spätstadium unterteilt.
- Wenn man von “den Wechseljahren” spricht, bezieht sich dies meist auf die Zeit nach der letzten Menstruation. Auch hier wird in frühe und späte Stufen unterteilt. Wenn also ein Jahr lang keine Blutung mehr aufgetreten ist, ist die Zeit der Perimenopause vorbei und die Postmenopause, die Wechseljahre beginnen.
Symptome der Perimenopause
Wie erkennen Sie die Symptome der Perimenopause? Erhebliche Schwankungen des Östrogenspiegels sind für die perimenopausalen Symptome und Beschwerden verantwortlich. Es kommt zu:
- Brustspannen
- Stimmungsschwankungen
- perimenopausale Migräne
- Kopfschmerzen in der Perimenopause
- Stimmungsschwankungen
- Angst während der Perimenopause
- Schwindel
- Gereiztheit
- Bis zu 20% des Verlustes der Knochendichte tritt in den ersten 5 Jahren nach der Menopause auf.
- Es kann auch zu Übelkeit während der Perimenopause kommen
- Gewichtszunahme
Diese Beschwerden sind meist in den Jahren vor und im Jahr nach der Menopause, also während der Perimenopause, am stärksten.
Wie testet man die Perimenopause? Eine Perimenopause ist wahrscheinlich, wenn die Frau ein entsprechendes Alter erreicht hat und einige für die Perimenopause typischen Symptome und Beschwerden vorliegen. Allerdings sollte, wenn eine Menstruationsblutung ausbleibt, immer auch eine Schwangerschaft in Betracht gezogen werden.
Wenn der Zyklus sehr unregelmässig wird, gehen Frauen nicht selten davon aus, dass sie nicht mehr fruchtbar sind. Aber Vorsicht: Es findet zwar nicht immer ein Eisprung statt, eine Schwangerschaft ist aber trotzdem noch möglich. Hat eine Frau über 12 Monate keine Periode, gilt die Menopause als bestätigt.
Wenn eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt wird, spricht eine sogenannte vulvovaginale Atrophie für die Diagnose. Dies ist ein Gewebeschwund von Vagina und Vulva.
Ursachen von Stimmungsschwankungen in der Perimenopause
Die Ursache findet sich in der Veränderung der Hormone der Perimenopause:
Der sich verändernde Hormonspiegel während der Perimenopause ist also verantwortlich für die Symptome. Die Sexualhormone Östrogen und das Gestagen Progesteron verändern sich und sorgen für die Symptome und Stimmungsschwankungen in der Perimenopause.
Während des der fruchtbaren Zeit einer Frau besteht ein mehr oder weniger ausgeglichene Verhältnis von Östrogen und Progesteron; dies variiert innerhalb von jedem Monatszyklus, ist aber übers Ganze gesehen stabil.
Nun gerät dieser Hormonspiegel während der Perimenopause ins Ungleichgewicht: Der sinkende Östrogenspiegel führt zu perimenopausalen Stimmungsschwangungen und Symptome der Perimenopause.
Umgang mit Stimmungsschwankungen in der Perimenopause
Vorerst einmal sollte offen mit dem Thema umgegangen werden – die Perimenopause ist ein natürlicher Vorgang in jedem Leben einer Frau.
Angehörige sollten Verständnis dafür aufbringen und sich darüber aufgeklärt werden. Frauen sollten in der Perimenopause unterstützt werden, ein Austausch sollte stattfinden.
Gegen die Symptome der Perimenopause gibt es Hormonersatztherapien. Die Hormonersatztherapie mit Östrogen- und Gestagenpräparaten lindert Beschwerden wie Stimmungsschwankungen.
Eine Hormontherapie mit Östrogen sollte vorzugsweise als lokale Therapie eingesetzt werden, also mit Cremes, welche in die Scheide aufgetragen werden können.
Hormonersatztherapien müssen aber immer mit einem Arzt rückbesprochen werden, denn die Hormonersatztherapie ist mit einer Reihe von Erkrankungsrisiken verbunden wie zum Beispiel ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle, Thrombosen, Erkrankung der Gallenblase und Brustkrebs.
Deshalb muss der Nutzen einer solchen Therapie immer vorerst abgewogen werden.
Wenn man nicht auf eine Hormonersatztherapie setzten will, können auch Heilpflanzen und homöopathische Mittel helfen.
- Auch gegen Kopfschmerzen in der Perimenopause helfen pflanzliche Präparate.
- Auch die sogenannte Phytotherapie (Pflanzenmedizin) ist gut geeignet für Frauen, die vor allem Angst während der Perimenopause oder Übelkeit während der Perimenopause verspüren.
- Für die Stimmungsschwankungen während der Perimenopause und vor allem bezüglich dem Thema Perimenopause und Depression hilft Johanniskraut.
- Hopfen hilft bei Schlafstörungen und innerer Unruhe.
- Baldrian wirkt beruhigend und einschlaffördernd bei Schlafstörungen und Schlaflosigkeit, zudem hilft es gegen Angst während der Perimenopause.
Wechseljahre-Tees enthalten oft Salbei, Frauenmantel oder Johanniskraut. Diese helfen gegen Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen und wirken beruhigend.
Und wie wir alle wissen: Eine gesunde Lebensweise und Sport ist gut für die Psyche.
Gegen die anderen Symptome der Perimenopause empfehlen sich folgende Mittel:
- Gegen eine trockene Vagina oder Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs empfehlen sich rezeptfreie vaginale Gleitmittel und Feuchtigkeitsspender.
- Wiederkehrende Harnwegsinfekte können durch eine vaginale Östrogenbehandlung reduziert werden. Auch gewisse Antidepressiva können als Alternativen zur Hormontherapie bei Hitzewallungen in Betracht gezogen werden.
- Gegen die Kopfschmerzen in der Perimenopause oder gegen die perimenopausale Migräne können autogenes Training, Meditation aber auch gezielte Entspannung helfen.