Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03241.jsonl.gz/1154

Taiwanese glauben, dass der Name „Oriental Beauty“ von Victoria Königin verliehen wurde. Diese Geschichte geht auf ein beabsichtigtes interkulturelles Missverständnis zurück. Auf der Insel Formosa heimsuchen bestimmte Arten von Insekten die Teegärten rund ums Jahr. Manche Orte weniger, manche Orte mehr. Für Teebauer war es immer eine Katastrophe, wenn der Schaden nicht begrenzt werden konnte. Man pflückte und verarbeitete natürlich die Blätter, die möglichst nicht beschädigt waren.
Es war einmal ein junger Teebauer, der sich dem Schicksal nicht beugen wollte. Als er merkte, dass diese Insekte „Xiaolü Jechan“ 小綠葉蟬 seinen Garten verheerend heimsuchte, entschied er sich, die befallenen Triebe trotzdem zu ernten. Alle anderen Teebauer nahmen das Schicksal hin, nur er forderte seins heraus. In Taipei am Fluss gab es Niederlassung von englischen Händlern, die nach guten Tee suchten. Er ließ den Tee so stark fermentieren, dass er ähnlich wie der schwarze Tee schmeckt. Er brachte seinen Tee nach Taipei und verkaufte an Engländer Dodd. Der englische Händler, der diesen Tee probierte, erwarb den Tee sofort mit voller Begeisterung! Der junge Teebauer wurde mit ausgezeichnetem Preis entlohnt! Als der Teebauer zurück ins Dorf kehrte und von seinem Erlös erzählte, wurde er als „Angeber“ bezeichnet. Oriental Beauty ging in die Weltgeschickte durch den englischen Händler nach Indien und über Indien nach England. Anscheinend bekam die Victoria Königin diesen von Insekten vorgekosteten Tee in einer Glaskanne vorgeführt. Als sie sah, wie diese Teeblätter im Glas tanzten und streiften, gab sie den Name “ Oriental Beauty“ diesem Tee. Er heißt im Westen „Oriental Beauty“, während er in Taiwan nach wie vor „Angeber-Tee“ 膨風茶 genannt wird!
Da dieser Tee fünf verschiedene Farbe auszeichnet: gelb, rot, grün, braun und weiß, bezeichnet man ihn auch als „Wu Se Cha“ 五色茶- fünf farbigen Tee!
Wu Se Cha 五色茶