Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03094.jsonl.gz/2743

Fotos mit Wassertropfen oder schnellen Bewegungen haben mir schon immer gefallen. Allerdings war ich der Meinung, dass solche Aufnahmen nur mit extrem schnellen und teuren Kameras realisiert werden können.
Im August 2012 bin ich über einen Artikel gestolpert, wo genau beschrieben wurde wie solche Aufnahmen gemacht werden – Mit normalen Spiegelreflexkameras!
Der Ablauf
Highspeed-Aufnahmen werden in dunklen Räumen gemacht. Mit dem Blitzlicht wird dann der richtige Moment eingefroren. Der Ablauf geschieht also in dieser Reihenfolge:
- Umgebungslicht wird gelöscht
- Der Kameraverschluss wird geöffnet (Langzeitaufnahme, z.B. zwei Sekunden)
- Das Ereignis wird ausgelöst (z.B. Wassertropfen startet)
- Blitzlicht belichtet die Szene (z.B. wenn der Wassertropfen ins Wasser fällt)
- Der Kameraverschluss wird wieder geschlossen
- Das Umgebungslicht wird wieder eingeschaltet
Aus dieser Beschreibung wird klar: Die Schwierigkeit besteht darin, exakt zur richtigen Zeit das Blitzlicht auszulösen. Wird zu früh ausgelöst, ist der Wassertropfen irgendwo in der Luft, wird zu spät ausgelöst, sind im Wasser nur noch die Wellen zu erkennen, weil der Tropfen schon längst ins Wasser gefallen ist. 10 Millisekunden können über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
Die Steuerung
Die exakte Abstimmung der drei Auslöse-Aktionen (Kamera, Wassertropfen, Blitzlicht) wird von einem programmierbaren Microcontroller übernommen.
Dafür eignet sich ein Arduino Uno hervorragend. Mit einer Software kann können die Aktionen programmiert werden. Dieser Programmcode wird dann mittels USB-Schnittstelle auf das Arduino-Board übertragen. Mittels Sensor (drücken eines Auslösers) wird der Programmcode gestartet.