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Bericht Elite EM in Kitzbühel
Das Teilnehmerfeld in Kitzbühel war stark, sodass ich wusste, dass ich nur durch eine Top-Schwimmleistung mit den andern mithalten kann. Also konzentrierte ich mich aufs Schwimmen, das mit Neoprenanzug im Schwarzsee stattfand. Die vielen Schwimmtrainings in den vergangenen Monaten zahlten sich aus, und ich konnte gut im Hauptfeld mithalten. Um einen raschen Wechsel auf’s Rad zu ermöglichen, hatte ich vor dem Rennen den Anzug etwas gekürzt, sodass das Ausziehen weniger lange dauert. Auch dies zahlte sich aus. Ich fand Unterschlupf in einer ca. 7-köpfigen Gruppe. Leider wurde das Wetter immer schlechter. Es regnete in Strömen und wurde sehr kalt. Bald einmal spürte ich meine Hände nicht mehr, sodass ich mich richtig am Lenker festklammern musste, um nicht vom Rad zu fallen. In der Gruppe fuhren wir ein gutes Tempo, sodass wir gegen Ende der Radstrecke gar auf die vor uns liegenden Athletinnen aufschliessen konnten. So wechselte ich mit der Spitzengruppe auf die Laufstrecke. Doch da ging nichts mehr. Ich war stark unterkühlt und konnte mich nur noch langsam bewegen. Viele Athletinnen mussten das Rennen wegen der Kälte gar aufgeben. Ich kämpfe mich aber bis ins Ziel durch, weil ich ein Rennen mit einem so guten Start auf keinen Fall aufgeben wollte. So erkämpfte ich mir mit den letzten Kräften den 18. Schlussrang.
Am Sonntag startete ich gemeinsam mit Déborah Vauthey, Patrick Rhyner und Adrien Briffod an der Team Europameisterschaft. Als sehr junges Team wussten wir, dass wir mit den stärksten Nationen nicht mithalten können. Mit guten Leistungen erkämpfen wir uns aber den 10. Schlussrang.