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Warum sich die Lehre in der Romandie weniger durchsetzen kann
Dass es in der Romandie weniger Lehrbetriebe gibt als in der Deutschschweiz, könnte auf unterschiedliche kulturelle und soziale Normen in den beiden Sprachregionen zurückzuführen sein. So betrachten die Westschweizer/-innen die Bereitstellung von Dienstleistungen wie etwa Bildung eher als Staatsaufgabe, während die Deutschschweizer/-innen stärker auf Private (zum Beispiel Betriebe) setzen. So jedenfalls lautet die Erklärung, die Forschende der EHB in einem englischsprachigen Artikel vorlegen. Entlang der Sprachgrenze fanden sie eine Korrelation zwischen der Anzahl von Lehrbetrieben und den unterschiedlichen Einstellungen von Deutschschweizern und Romands. Ein weiterer Artikel in der Zeitschrift Transfer zeigt am Beispiel der Kantone Zürich, Genf und Tessin, dass zu Beginn der 1960er-Jahre wichtige politische Weichen gestellt wurden, insbesondere mit der Umsetzung des neuen Berufsbildungsgesetzes. So wurde damals im Kanton Zürich die Initiative den Berufsverbänden überlassen, während man in Genf die Berufsbildung als Bestandteil des ganzen Bildungssystems mit politischen und sozialen Zielen betrachtete.
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