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Im Memoriam: DivaViele Jahre lang arbeitete ich als tiermedizinische Praxisassistentin und so kam Diva in mein Leben. Sie war eine der sechs überlebenden Welpen aus einem 14er Wurf, der per Kaiserschnitt zur Welt kam. Die Züchterin liess die Hündin gleichzeitig sterilisieren, und wisst ihr was? Sie war nicht auf die von Willebrand Erkrankung (vWD) getestet worden und es kam zu starken Blutungen. Zehn Tage lang waren wir nicht sicher, ob wir sie retten konnten.
Ein total verwöhnter Corgi
Während dieser Zeit musste die Züchterin die Hündin nicht nur zwischen unserer Klinik für die Pflege während des Tages und der Notfallklinik für die Pflege während der Nacht hin und her transportieren, sie musste auch noch versuchen, 14 Welpen mit der Flasche aufzuziehen. Die Welpen starben einer nach dem anderen.
Als nur noch sechs Welpen am Leben waren, war die Züchterin am Ende und wünschte, dass wir die Welpen einschläfern sollten. Aber das wollten wir nicht und brachten die Züchterin dazu, die Welpen in die Klinik zu bringen, in der Hoffnung zumindest einige retten zu können. Weil ich mich ausschliesslich um die Mutterhündin gekümmert hatte, hatte ich keinen der Welpen gesehen, bevor sie in die Klinik gebracht wurden. Als ich am Korb mit den Welpen vorbeiging, hob jemand Diva hoch und als ich sie sah, hörte ich mich selbst sagen "die nehme ich, falls sie überlebt". Die Beziehung war sofort da.
Nachdem die Welpen in die Klinik gekommen waren, begannen sie zu gedeihen. Die Züchterin wollte einen bestimmten Welpen zurück haben und die restlichen fünf wurden von den Angestellten adoptiert.
Als Diva sieben Monate alt war, machte ich mich selbständig und sie und ich waren rund um die Uhr zusammen. Wir hatten eine unglaubliche Beziehung. Ich hatte in meinem Leben unzählige Hunde gehabt, aber sie war einmalig!
Wir haben eine Farm mit 17 ha Land, mit Schafen und Hühnern, die alle nur zu Divas Vergnügen existierten (glaubte sie zumindest). Sie pflegte mit voller Fahrt durch eine Gruppe von Hühnern zu rasen, so dass sie in alle Richtungen davon stoben, worauf sie zu mir zurück rannte wie um zu sagen "Hast du DAS gesehen?!
Diva meinte, sie sei "all das"!
Hinter dem Haus befindet sich ein grosses Feld, wo ich sie fast jeden Tag für einen Lauf hinaus führte. Sie liebte es, durch das hohe Gras zu rennen und gleichzeitig danach zu schnappen. Ich sagte immer zu Brett, dass sie das Gefühl mochte, wenn das Gras wie Zahnseide durch ihre Zähne gezogen wurde.
Brett liebte sie so sehr, dass er im Winter einen Pfad rund um das Feld räumte (eine beachtliche Leistung), damit sie nicht auf ihre täglichen Ausflüge zu verzichten brauchte.
Diva auf "ihrem Feld". Das war für sie das Paradies.
Wenn Brett Diva mitnahm, wann immer er im Garten arbeitete, dauerte es nicht lange, bis sie vor der Haustür sass. Dann kam er, liess sie wieder ins Haus, schaute mich an und sagte "sie will bei dir sein". Wenn ich (aus beruflichen Gründen) an eine Ausstellung musste, teilte er mir bei meiner Rückkehr mit "Sie ist einfach nicht glücklich, wenn du nicht da bist".
Nach einem gewaltigen Schneesturm schaufelte ich einen Pfad zum Hühnerhaus.
Ich machte eine Pause und schaute nach hinten.
Da sass Diva und betrachtete mich wie um zu sagen:
"Das machst du gut. Mach weiter so!"
Die Jahre flogen vorbei.
Am letzten Memorial Day-Wochenende hatte ich das Gefühl, dass mit Diva etwas nicht stimmte. Ich hatte im Wohnmobil etwas Gift ausgelegt, als es für den Winter geschlossen wurde. Ich wusste, dass sie nicht ins Wohnmobil konnte, um das Gift zu fressen, aber ich befürchtete, dass sie vielleicht einen Nager gefunden hatte, der das Gift gefressen hatte.
Am Dienstag darauf brachte ich sie zu meinem Tierarzt und sagte "etwas stimmt nicht". Die Blutprobe zeigte, dass Diva die Hälfte ihrer roten Blutkörperchen eingebüsst hatte, was darauf deuten konnte, dass sie etwas vom Gift gefressen hatte. Sie wurde entsprechend behandelt und ich brachte sie jeden Tag zur Klinik zur Kontrolle.
Zwei Tage später, nachdem sie nicht auf die Behandlung angesprochen hatte (was sie sollte, wenn es sich um Gift handelte), überlegte Dr. L., ob sie vielleicht an Leptospirose erkrankt war (eine bakterielle Infektion, die durch Kontakt mit infiziertem Nagerurin übertragen wird). Also wurde sie auf Antibiotika gesetzt.
Diva verbrachte Donnerstag und Freitag in meiner Tierarztklinik, wo ich sie während der Nacht überwachte. Am Freitag meinte Dr. L., dass es für Diva am besten sei, das Wochenende in einer Notfallklinik zu verbringen, wo sie 24 Stunden lang überwacht würde.
Inzwischen war uns bewusst, dass sie nicht auf die Behandlung gegen Leptospirose ansprach. Dr. R. in der Notfallklinik machte einen schnellen Ultraschall und rief uns an, um zu sagen, dass sie meinte, Diva habe Leberkrebs. Na, grossartig! dachte ich... sie ist erst fünf Jahre alt.
Dr. R. schlug vor, dass wir Diva in eine andere Notfallklinik bringen sollten, die auf Ultraschall spezialisiert ist, um eine genaue Antwort zu erhalten. Dr. G. machte den Ultraschall und fand überall Krebs. Leber, Bauchspeicheldrüse, Lunge, Lymphknoten. Auch Divas Bauch und Brust waren voller Blut. Dr. G. anerbot, Proben zur Untersuchung an die pathologische Abteilung der Tufts Universität zu schicken.
Brett und ich begriffen inzwischen, dass wahrscheinlich nichts mehr getan werden konnte, um Diva zu retten, aber wir wollten ganz sicher sein. Also wurden die Proben eingeschickt. Wir holten Diva und brachten sie nach Hause für die Zeit, die ihr noch bleiben würde.
Wir erhielten die Resultate am Dienstag. Mehrere Pathologen der Tufts Universität hatten die Proben begutachtet und sagten, sie hätten noch nie so etwas gesehen. Sie konnten nicht genau sagen, um welche Art von Krebs es sich handelte, aber sie vermuteten, dass er in Divas Blut entstand, was auch erklären könnte, warum er sich dermassen verbreitet hatte.
Im Laufe der Nacht klappte Diva zusammen und wir erlösten sie von weiteren Schmerzen.
* * * * *
Diese Aufnahme ihres Grabes machte ich an
einem Nachmittag, als ich an der Steinmauer arbeitete.
Ich kann sehen, wie Diva im Licht zum Himmel steigt.
* * * * *
Später habe ich erfahren, dass beide Eltern von Diva im Alter von sechs und sieben Jahren an Krebs starben. Ich habe die früheren Mitarbeiter mit Geschwistern von Diva gewarnt, dass sie die Gesundheit ihrer Hunde im Auge behalten sollen.
Diva war das Produkt einer Hinterhof-Züchterin, die mehr am Verkauf der Welpen als an der Zucht von gesunden Hunden interessiert war. Allen, die einen Corgi in der Familie aufnehmen möchten, rate ich dringend, bei der Suche nach einem Züchter sehr sorgfältig vorzugehen.
Eines Tages wird ein neuer Corgi bei uns einziehen. Brett möchte auch gerne einen einmaligen Hund für sich haben, und ich kann es ihm nicht verdenken. Wir machen Scherze, dass Corgis eines Tages die Welt erobern werden, denn wenn man einmal einen Corgi gehabt hat, gibt es keine andere Rasse...
Diane K., Otisfield, Maine
The Daily Corgi, 1. August 2010
Übersetzung: ANo mit freundlicher Genehmigung