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| Hilarius von Poitiers († 367) - Schreiben des heiligen Hilarius gegen den Kaiser Konstantius

Gegen den Kaiser Konstantius
Dreizehntes Hauptstück.
Ich sage euch aber, was ich selbst in der Versammlung öffentlich vortragen hörte, und was bei dem Vortrage des Bischofes zu Antiochia vernommen wurde. Dieses also wurde, wie man sich erinnerte, so von ihm vorgetragen. „Es war Gott, was er ist. Vater war er nicht, weil er keinen Sohn hat; denn hätte er einen Sohn, so müßte auch ein Weib da seyn, eine Unterredung, ein Besprechen, eine Verbindung durch das ehliche Wort, ein Liebkosen, und zuletzt zum Erzeugen das natürliche Zeugungsglied.“ O meine unglücklichen Ohren, welche diese gräulichen Worte erschallen hörten; welche hörten, daß dieses über Gott von einem Menschen gesprochen, und über Christus in der Kirche vorgetragen wird! Aber nach vielen solchen Gottlosigkeiten sagte,er, nachdem er den Vater und Sohn mehr den Namen, als der Natur nach verglichen hatte, dieses: „Denn so weit sich der Sohn ausdehnt, um den Vater zu erkennen, so weit dehnt sich der Vater über ihn hinaus aus, so daß er von [S. 304] dem Sohne nicht gekannt ist.“ Nachdem dieses vorgetragen worden war, entstand ein Lärm.