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Der Zuger Rohstoffkonzern Glencore bietet Rio Tinto für das Geschäft von C&A neu einen Preis in Höhe von 2,675 Mrd USD in bar plus eine von der Entwicklung des Kohlepreises abhängige Royalty-Zahlung, wie aus der Mitteilung vom Freitagnachmittag hervorgeht. Bislang hatte Glencore einen Preis, inklusive aufgeschobener Zahlungen, von 2,55 Mrd USD für die Rio Tinto-Tochter geboten. Auch hier wäre zusätzlich eine vom Kohlepreis abhängige Gebühr angefallen.
Damit greift Glencore das von Yancoal lancierte Angebot von 2,45 Mrd USD an, welches Rio Tinto seinen Aktionären bislang zur Annahme empfohlen hatte. Diese Empfehlung begründeten die Rio Tinto-Verantwortlichen mit Blick auf eine möglicherweise bessere Behandlung von Seiten der chinesischen Kartellwächter sowie auf eine wohl raschere Abwicklung des Deals mit Yancoal.
Glencore argumentiert nun, dass das neue Angebot mindestens um 225 Mio USD über der Konkurrenzofferte von Yancoal liege. Ausserdem zeigen sich die Zuger bereit, für die Transaktion ein Deposit von ebenfalls in Höhe von 225 Mio zu hinterlegen. Auch die Bedenken um die Zustimmung der chinesischen Behörden weist Glencore in der Mitteilung zurück.
RIO TINTO PRÜFT NEUES ANGEBOT
In einer ebenfalls am Freitag veröffentlichten Stellungnahme schreibt Rio Tinto, dass man das revidierte Angebot von Glencore zur Kenntnis nehme und die Empfehlung im Vorfeld der am nächsten Dienstag anstehenden Generalversammlung im Interesse der Aktionäre anpassen werde. Sollte sich das Glencore-Angebot als bessere Lösung erweisen, oder Rio Tinto benötige für die Überprüfung mehr Zeit, dann werde man die Generalversammlung entsprechend verschieben.
Rio Tinto hatte im Januar einen möglichen Verkauf von Coal & Allied an das Unternehmen Yancoal Australia angekündigt. Allerdings sieht die Vereinbarung vor, dass Rio Tinto in Verhandlungen mit Dritten eintreten kann, wenn ein höheres Angebot vorliegt. Diese Bedingung sieht Glencore nach wie vor erfüllt. Nun kann Yancoal in den nächsten beiden Werktagen ihre Offerte nachbessern.
C&A hält mehrere Joint-Venture-Beteiligungen in grossen und kostengünstigen Kohleminen in der Hunter Valley Region im australischen Bundesstaat New South Wales. Die Minen liegen in der Nähe von Glencore-Minen, wovon sich die Zuger um CEO Ivan Glasenberg ein beträchtliches Synergiepotenzial versprechen. Zudem besitzt C&A auch Land und eine Beteiligung an einem Kohle-Fracht-Terminal in Newcastle.
mk/ys
(AWP)