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Erste Auswertungen meinerseits zeigen, dass die 2’501 befragten Bewohner im Durchschnitt die eigene wirtschaftliche Lage und die der Stadt eher gut bewerten, jedoch in der Perspektive die Lage der Stadt schlechter sehen als die eigene.
Gefragt wurde nach:
- der Beurteilung der eigenen aktuellen wirtschaftlichen Lage
- der Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage der Stadt Zürich
- der Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage in ein bis zwei Jahren
- der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage der Stadt Zürich in ein bis zwei Jahren
In allen Kreisen wird die eigene Lage durchschnittlich mit einem «eher gut» bewertet (knapp 4 auf der linken Skala). In 6 der 12 Kreise wird die eigene aktuelle Lage besser bewertet als die der Stadt. In allen Kreisen wird die eigene Lage in der Zukunft positiv bewertet (2=Status quo, rechte Skala). weiterlesen →
Ende August habe ich vom Kanton Zürich einen Fragebogen erhalten. Das Gemeindeamt befragt die Zürcher Bevölkerung zum Thema der öffentlichen Güter. Dabei geht es um
- Fragen der lokalen Identität
- das Wohlfühlen in der Wohngemeinde
- die Wichtigkeit von bestimmten öffentlichen Gütern
- die Zufriedenheit mit Dienstleistungen in der Wohngemeinde
- die Meinung zu Aspekten in einer idealen Gemeinde
- die Meinung zu Aspekten in der aktuellen Wohngemeinde
- Kommunikation mit der Wohngemeinde
- die Meinung zur Steuerbelastung in der Wohngemeinde
- die Einschätzung der finanziellen Situation der Wohngemeinde
- die Bereitschaft, Dienstleistungen künftig von einer Nachbargemeinde zu beziehen
Die Befragung zeigt, wie aktuell und relevant die Diskussion um die Bereitstellung von öffentlichen Gütern ist (vgl. Urban-Governance-Beiträge: New Regionalism; Public Choice; Metropolitan Reform). So fragt der Kanton Zürich konkret, welche Option vom Bewohner gewünscht wird, wenn die Wohngemeinde die Dienstleistung nicht mehr selbständig bereitstellen kann: weiterlesen →
Auf Initiative des Zentrums Karl der Grosse spazierte ein gutes Dutzend Garteninteressierter Ende April durch die Quartiere Hard und Altstetten.
Gartenberater Hans Grob machte eine kurze Einführung mit einem historischen Abriss zum Gärtnern in Zürich. Familiengärten dienten anfänglich hauptsächlich der Ernährung der armen Bevölkerung (Eine weitere Erklärung, wonach die Gärten der Disziplinierung der Bevölkerung und dem Fernhalten von Alkohol und Politik dienten, findet sich z.B. hier). Mitte 20. Jahrhunderts war die Mitgliederzahl am höchsten; danach war sie rückläufig. weiterlesen →
Am 16. April fand unter der Leitung von Miko Hucko, Micha Küchler und Iren Weber von der Social Space Agency (SoSA) beim Zentrum Karl der Grosse eine Exkursion statt, in der Konventionen bewusst gemacht wurden und die dann – auf drei Gruppen verteilt – durchbrochen wurden. Wir «Karlstädter» haben uns dabei unsere Stadt jenseits der Zürcher Mythen gefunden.
Das Conceptual Framework ist schnell erklärt: Die Stadt wird als Toolbox gebraucht. Mit einfachen Techniken, wie dem «Tempo Control» (wie schnell und mit welcher Wahrnehmung man durch die Stadt geht) und dem «Distance Manipulator» werden grundlegende Muster bewusst gemacht und damit gespielt. So werden neue Erfahrungen ermöglicht. Mit etwas Übung und einer persönlichen Karte der Karlstadt, kann man z.B. seinen Gemütszustand beeinflussen. Das Projekt ist nicht nur ein persönliches. Es sollen Erfahrungen geteilt werden. weiterlesen →
In letzter Zeit sind in der Schweiz mehere Hochschulareale in Bahnnähe entstanden: in Luzern, Zürich, Olten und in Brugg-Windisch.
Während des Pendelns zwischen Zürich und Basel im vergangenen Jahr ist mir aufgefallen, dass einige Campusse entlang von Bahnlinien (Brugg-Windisch und Olten) oder in ehemaligen Postgebäuden (Luzern und Zürich) entstanden sind.
Die Universität Luzern wurde im Jahr 2000 mit einem Volksentscheid gegründet. Damit reiht sie sich in eine Tradition der vom demokratischen Staatswesen gegründeten Universitäten ein. (Die erste Universität Europas, die nicht von der Kirche oder einem Landesfürsten gegründet wurde, war 1833 die Universität Zürich). Die bisherigen Institute und Seminare konnten 2006 zusammen mit der Pädagogischen Hochschule im umgebauten Postbetriebsgebäude einziehen. Damit bildet das umgebaute Gebäude für die Universität und die Pädagogischen Hochschule und zusammen mit weiteren Gebäuden der Hochschule Luzern (Rektorat und Services und das Departement Soziale Arbeit) ein neues Hochschulareal. weiterlesen →
Im Plaza Klub, mitten im Kreis 4, fand am 20. Januar ein Podiumsgespräch unter der Leitung von Anna Schindler, Direktorin der Stadtentwicklung Zürich, zum Nachtleben in Zürich statt. In den letzten zwanzig Jahren nahm die Zahl der sogenannten Nachtcafé-Bewilligungen von 88 auf 646 zu. Die Klubs haben ein Fassungsvermögen von 90’000 Personen. Diese Zahlen machen die Dimension des Nachtlebens deutlich.
Die Diskussion zeigte schnell, dass der Hauptkonflikt, der das Nachtleben mit sich bringt, zwischen Wohnen und Ausgang herrscht. Stadtrat Richard Wolff spricht von 4’000 Lärmklagen pro Jahr. Lange Zeit hat sich im Kreis 4 das Nachtleben in ehemaligen Industriearealen abgespielt weiterlesen →
Am 11. Dezember luden das Zentrum Karl der Grosse, «die Perspektive» und Foraus Zürich zum Podiumsgespräch zum Thema Gentrifizierung. Simon Jacoby (die Perspektive) leitet das Gespräch, bei dem die Meinungen der Direktorin der Stadtentwicklung der Stadt Zürich, Anna Schindler, der FDP-Kantonsrätin Carmen Walker-Späh und Jordi Riegg vom Verein Zitrone aufeinandertreffen.
Nach Ansicht von Riegg sind neben den Mietern die Kulturschaffenden von Gentrifzierung betroffen; ihnen fehlen geeignete Räume. Häufig werden sie an den Stadtrand verdrängt und in der Regel sind es Zwischennutzungen. Ein Problem sehen Kulturschaffende in der Tatsache, dass nichts von Bestand sein wird. Für Riegg besteht das Problem Zürichs darin, dass die Stadt bis ins letzte Detail geplant ist. weiterlesen →
Der Sammelband «Wachstumsschmerzen» ist bezieht sich auf die gleichnamige Veranstaltungsreihe der Stadtentwicklung Zürich und der Universität Zürich im Herbst 2013 (vgl. den Blogbeitrag zum Vortrag von Saskia Sassen).
Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Disziplinen betrachten mit ihrer Brille urbane Veränderungsprozesse. Die Stadt Zürich ist ein interessantes Beispiel: Vor zwanzig Jahren war die Stadt anderen Rahmenbedingungen konfrontiert, nämlich mit Stadtflucht, Stagnation und Überalterung. Heute befasst man sich wieder mit den Folgen des Wachstums – die Stadt ist wieder ein attraktiver Ort zum Wohnen und zum Arbeiten. weiterlesen →
Die beiden Geografen Hermann und Leuthold veröffentlichten 2002 eine innovative Arbeit zu Lebensstilen und städtischer Segregeation. Die Autoren stellen die These auf, dass die Segregation entlang von Lebensstilen erfolgt. Es gibt keine allgemein intersubjektiv anerkannte Hierarchie des guten Quartiers. Wohnideale richten sich sowohl nach Möglichkeiten (Ressourcen) als auch nach Ansprüchen. Dies hat verschiedene Konsequenzen. Weiterlesen...
Hier folgt der letzte Teil des Rückblicks auf die Metron-Tagung 2013
Raumplanung in Winterthur
Fritz Zollinger, Projektleiter bei der Stadtentwicklung Winterthur, berichtet von der Mobilitätssteuerung bei der Stadtteilentwicklung. Konkret geht es um das neue urbane Zentrum Neuhegi-Grüze, wo sich mehrere Massnahmen aufeinander abgestimmt werden müssen. Das gemischte Quartier (d.h. 2/3 bleibt weiterhin Industriezone und ist somit nicht mit Zürich-West vergleichbar) Neuhegi-Grüzi hat bis 2030 ein Potential von 4’000 Einwohnern und 10’000 Arbeitsplätzen. Die Verkehr soll sich v.a. auf den öffentlichen Verkehr, Velo- und Fussgängerverkehr abstützen. Dazu werden mehr bzw. auch direkte Verbindungen ab Zürich eingerichtet, um die Erreichbarkeit zu vereinfachen. Um dem motorisierten Inidividualverkehr Einhalt zu gebieten, wird auf raumplanerische Mittel zurückgegriffen. So wird z.B. die Nutzung für Fachmärkte und für Verkaufsflächen über 1’000 m2 ausgeschlossen, da sie viel MIV erzeugen. Mischnutzungen sollen kurze Wege erzeugen, dem öffentlichen Raum wird hohe Aufenthaltsqualität eingeräumt. Priorisierung des öffentlichen Verkehrs und schnelle und sichere Veloverbindungen in die angrenzenden Quartiere erhöhen die Attraktivität des neuen Zentrums. weiterlesen →
Fortsetzung von «Und wir bewegen uns doch!» – Metron-Tagung 2013
Verkehrsmanagement am Beispiel Zürichs
Jürg Christen von Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich kommt auf die hochverdichteten Strassenräume und das dafür entwickelte Verkehrsmanagement in der Agglomeration Zürich zu sprechen (seit 2007 in Betrieb). Das angebotsorientierte adaptive Verkehrsmanagement richtet sich insbesondere in Spitzenzeiten am Morgen und am Abend nach den Kapazitäten in der Stadt. D.h. an den Einfallsachsen wird der hineinfliessende Verkehr so gepuffert, dass der Verkehr innerhalb der Stadt nicht kollabiert. Dazu messen an Knotenpunkten in der Stadt dauernd Detektoren die Verkehrsfrequenzen, womit die Lichtsignalanlagen innerhalb eines Gebietes gesteuert werden. Gebiete sind wiederum miteinander verknüpft, damit z.B. die grüne Welle funktioniert. Bei einer Überstauung bei einem Gebiet werden die Grünzeiten der nächsten Lichtsignalanlagen angepasst. Gleichsam wird zu Spitzenzeiten der einfliessende Verkehr gepuffert: Die Verkürzung der Grünphase um eine Sekunde bedeutet drei Kilometer weniger Stau in der Stadt. weiterlesen →
Die Soziologin Saskia Sassen sprach am 22. Oktober 2013 im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Wachstumsschmerzen” der Universität Zürich und der Stadtentwicklung der Stadt Zürich zum Thema «Global Cities».
Global Cities sind Städte, die im Zentrum eines transnationalen Städtesystems stehen, wobei sich Städte auf einen Bereich spezialisieren, z.B. als Sitz von Banken, transnationalen Konzernen, Buchprüfungsfirmen oder anderen Dienstleitstungsunternehmen. Zürich zählt aufgrund der grossen Bedeutung des Finanzplatzes zu den «Global Cities». weiterlesen →
Die urbane Entwicklung und das Potential derselben sind das Thema in der April-Ausgabe von «werk, bauen + wohnen». Die Entwicklung startete mit der Deindustrialisierung in Baden, Dietikon und Schlieren und der daraus erfolgten Transformation der Areale.
Auf politisch-administrativer Seite gibt es seit 15 Jahren die «Grosse Plattform Aargau-Zürich», die die interkantonale Kooperation erleichtern soll. Die beiden Kantone arbeiten zusammen am Projekt Agglomerationspark Limmattal, das die Attraktivität der «Bandstadt» für die Zukunft sichern soll, indem zusammenhängende Freiräume definiert werden. Auch die geplante Limmattalbahn hat die städtebauliche Entwicklung in Dietikon oder Schlieren jetzt schon beeinflusst. weiterlesen →
Die Oktoberausgabe von «werk, bauen + wohnen» beschäftigt sich mit der Verdichtung von Wohnquartieren. Die Redaktion schreibt, dass «monofunktionale, stille Wohnsiedlungen» in der Innenstadt keine Zukunft hätten. Wichtig für künftige Bauten sind:
- die Übersetzung des grossen Massstabs in den kleinen
- die Zonierung der Aussenräume und
- der Bezug der Bauten zum öffentlichen Raum (S. 3)
Wichtige Themen für die Zukunft ist die Ausgestaltung und die Nutzung der Sockelgeschosse, aber auch die Gestaltung der Vorgärten und ihr Bezug zum öffentlichen Raum.
Als Beispiele werden folgende Siedlungen von Zürcher Genossenschaften ausgeführt: weiterlesen →
«Zukunft ist mehr als eine Perfektionierung der Gegenwart.»
Angelus Eisinger
Der Diskussions-Apéro zur Ausstellung «Verwegen, verworfen, verpasst» war in seiner Besetzung – Brigit Wehrli-Schindler (Gastgeberin; Direktorin Stadtentwicklung Zürich), der Urbanisumsberater Thomas Sevcik (Fokus: Wachstum), Architekt Marcel Meili (findet den Begriff «visionär» problematisch) und Historiker Angelus Eisinger (visionär heisse zukunftsfähig) übersetzt – kontrovers.
Vor der Diskussion gab es Inputreferate – insgesamt gab es spannende Refexionen über Visionen. Für Meili muss die Vision den Denk- bzw. Handlungsraum weiten, soll aber nicht mit Phantasie gleichgesetzt werden, sozusagen eine «sanfte Gewaltanwendung an der Wirklichkeit – bis zur Schmerzgrenze». «Stille» aber visionäre Projekte sind in Zürich die S-Bahn und der Wohnungsbau. weiterlesen →