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Ram stammt aus der unermesslich reichen Oberschicht Kairos. Auch wenn seine Mutter selber kein Geld hat, ermöglicht die Familie ihr und ihrem Sohn ein gutes Leben und eine gute Ausbildung. Die fein verästelten Netzwerke unter dieser privilegierten Schicht des Ägyptens der 50er Jahre ermöglichen ihren Angehörigen ein Auskommen, ohne dass sie etwas dazu tun müssten. Selbst nach der Ägyptischen Revolution unter Nasser 1952 und der Suezkrise 1956 bleiben sie an den Schalthebeln der Macht. Doch die Diversität dieser Oberschicht – Ägypter, Griechen, Juden, Armenier, Engländer, Franzosen – beginnt sich immer weiter zu reduzieren.
Wir begleiten Ram auf seinen Gängen durch die Bars und Clubs der Stadt und lernen so Stück für Stück seine eigene Geschichte kennen, seine Freundschaft zu Font, seine Liebe zu Edna, seine Jahre in England, seine Verzweiflung gegenüber der Ungerechtigkeit des Regimes, seinen Zynismus gegenüber der Oberschicht von Ägypten – und demzufolge auch gegenüber sich selbst und dem Leben. Eine liebevolle Beschreibung von Personen, eine sorgfältige Beschreibung von Gesprächen und Gegebenheiten, ein Blick voller Humor – wenn auch teilweise recht zynischem – auf die Gesellschaft erlaubt ein Eintauchen in das Kairo der 50er Jahre, in eine Gesellschaft und ein gesellschaftliches Leben, das sich so sehr von dem heutigen unterscheidet. Aber war das damals Ägypten? Oder, wie Ram in seinen Reflexionen über die Anpassung an die englische und französische Kultur ausführt, waren es kleine Franzosen, Amerikaner und Engländer, die kaum mehr Arabisch sprachen und sich kaum einmal in ihrem Leben mit einem ägyptischen Bauern unterhalten haben?
Ein wichtiges Buch, eine spannende und berührende Geschichte, die nichts von ihrer Aktualität verloren hat. cnKlappentext:
Set amidst the turbulence of 1950s Cairo, Beer in the Snooker Club is the story of Ram Bey, an over-educated, under-ambitious young Egyptian struggling to find out where he fits in. Ram's favorite haunt is the fashionable Cairo Snooker Club, whose members strive to emulate English gentility: but his best friends are young intellectuals who devour the works of Sartre and engage in dangerous revolutionary activities to support Egyptian independence. By turns biting and comic, Beer in the Snooker Club – the first and only book by Waguih Ghali – became a cult classic when it was first published and remains a timeless portrait of a loveable rogue coming of age in turbulent times.Über die Autorin / über den Autor:
Waguih Ghali was born in Cairo on February 25, most likely in 1930. He attended high school in Alexandria and then studied abroad in Europe. Fearing political persectution, he fled Egypt in 1958 and lived in London, also spending time in France, Sweden, and Germany. Ghali authored several personal essays, which appeared in The Guardian between 1957 and 1965. He also spent time as a freelance journalist, reporting for the Times of London and the BBC. Following a battle with depression, Ghali committed suicide in London, at the home of his friend and editor Diana Athill, in 1969. Beer in the Snooker Club is his only finished novel.Preis: CHF 19.80