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Die Republic of Singapore ist sowohl ein Insel- als auch ein Stadtstaat an der Südspitze der Malaysischen Halbinsel. Neben der Hauptinsel umfasst das Staatsgebiet noch 3 grössere und 56 kleine Inselchen.
Singapur liegt ziemlich Nahe am Equator und ist der kleinste Staat Südostasiens. Ausserdem ist Singapur Mitglied im Commonwealth of Nations.
Auch das politische System ist dem von England nachempfunden mit einer Zweikammer-Legislative und einem Ministerpräsidenten, der mit weitreichenden Veto-Rechten ausgestattet ist. Allerdings wird Singapur seit der Gründung von einer einzigen Partei regiert, die teilweise auch ziemlich rigoros gegen die Opposition vorgeht.
Mit 5.8 Millionen Einwohnern auf 710 Quadratkilometern (wobei Singapur stark an zusätzlicher Landgewinnung arbeitet) ist die Bevölkerungsdichte recht hoch. Auf Laenderdaten.info wird es gar noch vor Hongkong geführt.
Singapur ist gegenüber dem restlichen Südostasien, das wir bereist haben doch etwas anders. Sauberkeit wird hier extrem gross geschrieben und so gibt es auch harte Bussen (ab 500 Dollar) fürs Essen und Trinken an öffentlichen Orten wie der U-Bahn oder noch härtere für Kaugummi kauen oder Abfall auf die Strasse werfen. Allerdings von der Strasse essen, wie mir meine Grossmutter mal erklärt hat, dass man das hier könne, würde ich jetzt nicht.
Ausserdem fällt auf, das Singapur extrem multikulturell ist. Man sieht sehr viele Malaien, Chinesen, Westler aber auch Inder und Tamilen. Wie die Schweiz hat auch Singapur mit Chinesisch, Englisch Malaiisch und Tamil, vier offizielle Amtssprachen. Auch die Säkularisierung ist in der Verfassung verankert und wird von der Regierung geschützt, so dass das Zusammenleben der vielen verschiedenen Religionen gut funktioniert.
Wirtschaftlich gesehen gehört Singapur zu den Hot Spots. Sowohl als Bankenplatz, als auch als Handelszentrum gehört es zu den wichtigsten weltweit. Ausserdem gilt der Wirtschaftsraum als exrem liberal, kompetitiv und innovativ. Des weiteren belegt Singapur auf dem Korruptionsindex, sehr untypisch für Asien, einen der besten Plätze.
Das alles führt auch dazu, dass in Singapur Protz und Luxus nicht ganz so unbekannt sind. Milliardenteure Bauprojekte sind überall am entstehen oder vor kurzem fertiggestellt worden. Als Paradebeispiel dient hier der Marina Bay Sands Komplex, der zwar superschön, aber auch superübertrieben und die Läden im Einkaufszentrum auch superüberteuert (oder halt Luxus) sind. Auch sieht man alle paar Meter mal einen Supersportwagen und riesige Einkaufsmalls hat es etwa gleich viele, wie bei uns normale Läden ;).
Geschichte
Singapur war lange Zeit ein berühmt berüchtigter Piratenhafen, mit so allem was man sich dazu vorstellt.
1819 gründete Sir Thomas Stamford Raffles, Agent der Britischen Ostindien-Kompanie, am alten Handelssitz Singapur die erste Niederlassung. Damit gilt er als Gründer Singapurs. 1867 wurde es als Bestandteil der Straits Settlements, zur Britischen Kronkolonie erklärt.
Singapur gewann daraufhin immer mehr Bedeutung als Handelsplatz.
Im Zweitem Weltkrieg wurde es, wie fast alles in Südostasien, von den Japanern besetzt und danach wieder von den Briten zurückerobert.
1959 bekam es den Status der selbstregierenden Kronkolonie und wurde 1962 in die Föderation Malayia entlassen. Am 1. September 1963 wurde es dann offiziell unabhängig vom Vereinigten Königreich.
Daraufhin kam es zu massiven Unruhen zwischen chinesisch- und nicht-chinesisch-stämmigen Einwohnern. Ausserdem gab es grosse Ideologische Differenzen zwischen der Singapurer und der Föderationsregierung. Dies führte schlussendlich 1965 zum Ausschluss Singapurs aus der Föderation und zur Gründung eines autonomen Staates.
Den anfänglichen Grossen Problemen wie Massenarbeitslosigkeit, keine Rohstoffe und wenig Ackerland, sowie die Abhängigkeit bei der Frischwasserversorgung von Malaysia, konnte erfolgreich begegnet werden. In der Folge entwickelte sich Singapur zu einer Industrienation mit dem dritthöchsten Pro-Kopf-Einkommen weltweit.