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Viele Menschen leiden unter einer Allergie, doch weshalb lösen Allergene bei einigen Menschen Symptome aus, während andere verschont bleiben? Dieses Tafelbild erklärt dir, was unser Immunsystem damit zutun hat.
Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf Stoffe (Allergene) die mit dem Körper in Kontakt treten. Je nach dem, welcher Teil des Immunsystems zu stark reagiert, werden verschiedene Typen von Allergien unterschieden. Die in diesem Tafelbild beschriebene Wirkungsweise bezieht sich auf eine Typ I Allergie, welche die häufigste Form darstellt und wozu unter anderen Heuschnupfen und Nahrungsmittelallergien zählen.
1. Allergenkontakt
Der erste Kontakt mit dem Allergen wird auch als Sensibilisierung bezeichnet. Pollen und andere Allergene, die durch Schleimhäute in den Körper eindringen werden von Antigenpräsentierenden-Zellen aufgenommen, was zur Aktivierung der für sie spezifischen T-Helferzellen führt. Diese wiederum sind für die Differenzierung der passenden B-Zellen zu Plasmazellen verantwortlich, welche Produktion von Antikörpern aufnehmen. Im Gegensatz zu anderen Immunreaktionen werden jetzt aber nicht IgG sondern IgE Antikörper gebildet, welche sich an Mastzellen anlagern und sie so für das Antigen sensibilisieren.
2. Allergenkontakt
Mastzellen funktionieren als Alarm des Immunsystems. Nach erfolgtem Antigenkontakt mit zwei IgE Antikörpern an der Oberfläche der Mastzelle, schütten diese Histamin aus, welches zusammen mit anderen Botenstoffen eine Entzündung verursacht. Das Auslösen einer Entzündung ist ein wichtiger Bestandteil der unspezifischen Immunantwort, da damit weitere Zellen des Immunsystems aktiviert werden und die Durchlässigkeit der Blutgefässe erhöht wird, damit beispielsweise Antikörper aus dem Blut zum Erreger im Gewebe gelangen. Im Falle einer Allergie nützt die Entzündung jedoch nichts und verursacht lediglich unangenehme Symptome wie sie beispielsweise bei Heuschnupfen auftreten.
Quellen
- Kuby Immunology 6th edition, Kindt et al., 2007