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Tausende Argentinier haben gegen die Vorzugsbehandlung politischer Verbündeter der Regierung bei der Impfung gegen das Coronavirus protestiert. Argentiniens Präsident Alberto Fernández kritisierte die Proteste, nachdem Demonstranten am Regierungspalast in Buenos Aires schwarze Säcke aufgehangen hatten um diejenigen zu symbolisieren, die ohne Impfung gestorben seien, während ein «VIP» statt ihnen geimpft worden sei. «Die Art und Weise, in einer Demokratie zu demonstrieren, kann nicht darin bestehen, Leichensäcke mit den Namen von politischen Persönlichkeiten vor der Casa Rosada auszustellen», schrieb Fernández am Samstagabend (Ortszeit) auf Twitter.
Am Freitag vor einer Woche hatte Fernández den damaligen argentinischen Gesundheitsminister Ginés González García entlassen, nachdem bekannt geworden war, dass der Regierung nahe stehende Personen ausser der Reihe geimpft worden waren. Insgesamt soll der Ex-Minister 3000 Impfdosen zur persönlichen Verfügung reserviert haben.
Auch in anderen Ländern Lateinamerikas wie Peru hatte es Ärger um vorzeitige Corona-Impfungen für Politiker gegeben. Die bolivianische Zeitung «La Razón» berichtete von einem Dutzend «heimlicher Impfungen» in La Paz. Auch Brasilien registrierte Tausende Klagen über Vordrängler.