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1949 Zwischenbericht aus Ascona, Peter Riesterer.
Peter Riesterer schrieb in seinem Buch über den Maler Otto Bachmann: "Ascona war seit den dreissiger Jahren so etwas wie ein "Vorort von Zürich, für Künstler und intellektuelle Emigranten ein Zufluchtsparadies, Künstlerdorf am Lago Maggiore, das niemandem den Zutritt verwehrte, ihn den Staatenlosen und der Bohème erleichterte. Zu seinem legendär gewordenen Ruhm verhalf ihm in den zwanziger Jahren die Künstlergruppe "Der grosse Bär" ... 1941 die Vereinigung "Gruppo Artisti Asconese", die 1949 in der weit grösseren Vereinigung "Amici delle belle Arti" aufging. Otto Bachmann schloss sich der letzeren an. Es gab auch noch die Kammerbühne der Tänzerin Charlotte Bara und Jakob Flachs Marionettentheater von europäischem Ruf, unter Mitwirkung der Maler Fritz Pauli, Ignaz Epper, Richard Seewald, der Bildhauer Werner J. Müller und Mischa Epper, des Musikers Leo Kok, des malenden Architekten Carlo Weidenmeyer und der Schriftsteller Jakob Bührer und Richard B. Matzig. Es war in den Jahren, als es in Ascona weder einen Volkstourismus noch Zweitwohnungen gab; nur wenig Verkehr auf der schmalen Strasse, auf der kaum bevölkerten Piazza. Die Rebterassen der Collina, die steil zum See abfallenden Bergzüge, die Saleggi im Maggiadelta - eine Sumpflandschaft, die Bachmann zu Zeichnungen und Bildern inspirierte - waren noch nicht mit Traumvillen und Betonkasernen bebaut. In den Cafés der Via Borgo verkehrte die Bohème, das Volk der Künstler, eine intellektuelle Gesellschaft: Erich Maria Remarque, Else Lasker-Schüler, Rolf Liebermann, Therese Giehse, Paulette Goddard, Kurt Hirschfeld ...: Namen, die jeder kennt."