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Hitler oder Martin Luther? Justin Bieber oder Sokrates? Wie soll man bemessen, welche Menschen am bedeutsamsten waren? Eine Studie der University of Cambridge hat sich dieses schwierigen Unterfangens 2013 angenommen und ihre Ergebnisse in der Studie «Who's bigger?» herausgegeben. Die Autoren versuchten darin, eine Rangliste mit den 100 bedeutendsten Persönlichkeiten der Geschichte zu erstellen.
Durch die rechnerische Analyse von Wikipedia- und Zeitungsartikeln sowie einer Unzahl von eingescannten Büchern wurde die historische Bedeutung von Personen gemessen. Die festgesetzten Parameter dabei waren der Bekanntheitsgrad (Wie viele Beiträge sind über die Person erschienen? Wie lang sind die Beiträge? Wie umfangreich ist die Leserschaft der Beiträge? etc.), die Leistung (Nutzen/Wirkung für die Menschheit) und die Zeit (Wann lebte die Person? Wie lange ist sie schon tot? etc.).
Britney Spears beispielsweise wird in den folgenden 100 Jahren ziemlich sicher niemandem mehr ein Begriff sein, während Aristoteles seit weit über 2000 Jahren unvergessen ist – und es sicher auch für alle Zeiten bleiben wird.
Da es sich hierbei um eine englische Studie handelt, liegt der Fokus klar auf Figuren der westlichen, vorzugsweise englischsprachigen Welt. Daher die übertrieben vielen amerikanischen Präsidenten in der Liste. Wahrscheinlich wollte man einen Ausgleich schaffen, um die verhätlnismässig sehr junge Geschichte der USA in der Flut der europäischen Kulturmenschen nicht untergehen zu lassen. (Dieser letzte Satz ist einem hochgradig eurozentrischen Blickwinkel geschuldet.)
Auch Frauen sind in der Liste stark untervertreten. Dies liegt daran, dass sie bei Wikipedia und den anderen für die Studie herangezogenen Artikeln vergleichsweise wenig in Erscheinung treten. Wohl weil die Geschichte lange Zeit nur von Männern (auf)geschrieben wurde. Ausnahmeerscheinungen sind die grossen weiblichen Herrschergestalten Elisabeth I. und Queen Victoria. Warum es aber Katharina die Grosse nicht in die Liste geschafft hat, ist allerdings schleierhaft.
Dokumente aus den innersten Zirkeln der sowjetischen Machtzentrale geben einen Einblick, wie der Kreml die Reaktorkatastrophe vertuschen wollte – und warum die USA das «PR-Fiasko» nicht ausnutzen wollten.
Als im Mai 1986 nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl die Opferzahlen steigen, steigen offiziell auch die Zahlen jener, die angeblich unversehrt die Krankenhäuser verlassen können.
Wie aus Dokumenten hervorgeht, die das «National Security Archive» nun zugänglich macht, liegt das an einem Trick des sowjetischen Gesundheitsministeriums: Der als kritisch erachtete Grenzwert für radioaktive Strahlung, der eine Person maximal ausgesetzt sein darf, wird schlicht um ein Vielfaches heraufgesetzt. …