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Andere Piloten gefährdet: Doppeldecker-Pilot muss vor Gericht
Der Pilot eines Doppeldeckers muss sich wegen einer Streifkollision beim Flugplatz Mollis GL im Mai 2016 vor dem Bundesstrafgericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, andere Piloten gefährdet zu haben. Die Verhandlung findet am 4. Dezember statt.
Die Bundesanwaltschaft (BA) erklärte am Freitag auf Anfrage zu einem entsprechenden Bericht von Top Online vom Vortag, der Strafbefehl sei im August 2020 erlassen worden wegen Störung des öffentlichen Verkehrs. Gegen diesen Strafbefehl habe die beschuldigte Person Einsprache erhoben.
Die BA habe an diesem Strafbefehl festgehalten und diesen dem Bundesstrafgericht als Anklageschrift zur Beurteilung überwiesen. Der Fall liege nun also beim Bundesstrafgericht in Bellinzona. Auf dessen Homepage steht als Verhandlungstermin der 4. Dezember. Ein Einzelrichter wird den Fall beurteilen.
Gemäss Bundesstrafgericht wird dem Mann vorgeworfen, er sei als Verbandsführer (Leader) für die Streifkollision zweier Flugzeuge während eines Formationsfluges am 26. Mai 2016 verantwortlich. Dabei habe er durch sein pflichtwidriges Verhalten andere Personen konkret gefährdet.
Leichte Streifkollision
Gemäss Top Online geschah der Vorfall beim Flugplatz Mollis beim jährlichen Flugvorführungs- und Verbandsflugkurs, durchgeführt vom Fliegermuseum Altenrhein SG. Ein Doppeldecker des Typs Boeing Stearman und zwei Pilatus PC-7 Flugzeuge in Formation seien über den Flugplatz geflogen. Die Flugzeuge gehörten dem Fliegermuseum.
Dabei habe der Pilot des Doppeldeckers den Lead übernommen. Wie abgesprochen hätten sich die Flugzeuge nach einer bestimmten Übung von der Formation trennen sollen. Dabei hätten die beiden Pilatus-Maschinen beschleunigt.
Der Pilot der Stearman habe beabsichtigt, kurz darauf eine Kurve zu fliegen. Dabei habe er aber übersehen, dass eine PC-7 noch zu nah gewesen sei. Es sei zu einer leichten Streifkollision der beiden Flugzeuge gekommen.