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Control (2007)
Ian Curtis (Sam Riley) wächst so auf, wie es viele Kids im England der 70er taten: Gelangweilt. Sein Dörfchen bietet nichts, was ihn so richtig begeistern könnte. Also holt er sich die damaligen Stars ins Zimmer. Bowie und T-Rex, sprich Glamrock, führt er sich kettenauchend ab Vinyl zu Gemüte. Es ist 1973, Ian gerade mal 17 Jahre alt.
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Film-Informationen
Kinostart: 24.04.2008
Verleih: Ascot Elite
Darsteller: Sam Riley, Samantha Morton, Alexandra Maria Lara, Joe Anderson, James Anthony Pearson, Harry Treadaway, Craig Parkinson, Toby Kebbell, Andrew Sheridan, Robert Shelly, Richard Bremmer, Tanya Myers, Martha Myers Lowe, Matthew McNulty, David Whittington, Margaret Jackman, Mary Jo Randle, Ben Naylor, John Cooper Clarke, James Fortune
Kommentare zum Film
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14 Kommentare
Unglaublich wie gross sich die Kino- und DVD Kritik unterscheiden. Ich habe den Film jedoch gesehen und habe ehrlich gesagt mehr erwartet. Ein schlechter Film ist dabei jedoch nicht herausgekommen. Einfach ein Recht durchschnittlicher, immerhin gut gefilmter und mit begabten Schauspielern besetzter Streifen.
Jawohl aru, Polizeischutz wäre jetzt eine gute Idee. Wenn du das nächste Mal aus dem Haus gehst, werde ich dir nämlich hinter einer Ecke auflauern und dich mit der Collecters Edition von "Unknown Pleasures" erschlagen. Oder ich ersteche dich mit mit dem Splitter einer "Closer"-Schallplatte, aber das wäre es mir dann nicht wert.
Genug der Witze. Es geht hier schliesslich um den - meines Erachtens - bisher drittbesten Film des Jahres.
Ich habe dein Review jetzt zwei Mal gelesen, weil ich ja schliesslich nicht einfach einen blöden Kommentar abgeben, sondern nachvollziehbar begründen wollte, warum du den Punkt überhaupt nicht triffst. Das fällt mir jetzt zugegeben etwas schwer. Es fällt mir schwer, auf dein Review einzugehen, weil es in meinen Augen so rein gar nichts mit diesem Film zu tun hat. Darum, bitte verzeih es mir, beschränke ich mich auf drei Statements:
1. "Grosse Emotionen" durch pathetische Musik, viele Tränen und kitschige Bilder erzeugen kann jedes Kleinkind in Hollywood. Solche Filme sind weder Kunst, noch kümmert sich in 20 Jahren noch irgendwer darum. Ausserdem haben sie mit der Realität etwa so viel zu tun wie Greenpeace und MacDonalds. Du hast schon Recht, während diesen 122 Minuten geschieht nicht so viel, es fliegen keine Hochhäuser in die Luft, allgemein grosse Konflikte sucht man hier vergebens, mit dem Holzhammer vorgetragene drastische Szenen fehlen auch. Stattdessen sehen wir einen jungen, schweigsamen, verschlossenen Mann, der nicht für diese Welt geschaffen zu sein scheint, der mit all den Problemen unserer Existenz und den Verwicklungen der zwischenmenschlichen Beziehungen nicht klar kommt, der sich in seiner Musik völlig entlädt - düster, tranceartig, melancholisch, wütend, persönlich. Aber wenn man sich an anderes, etwas weniger subtiles und realistisches Kino gewöhnt ist, dann dünkt ein das wahrscheinlich ziemlich langweilig. Dann sollte man aber auch eher zu "Der Patriot" und Konsorte greifen.
2. Du scheinst keine grosse Ahnung von Fotographie zu haben. Anton Corbijn hat es.
3. Der Film gefällt sicher nicht nur Joy Division Fans, weil er viel mehr bietet als ein paar Musikstücke. Ich bin ein Fan der Band, ja, und zwar seit ich diesen Film im Kino gesehen habe.
PS: Noch eine abschliessende Bitte an outnow: Keine Ahnung wie ihr das regelt, aber lasst bitte nicht jemand ein Review zu einem Independentfilm schreiben, der mit dieser Art Film scheinbar grundsätzlich nichts anfangen kann. Und schon gar nicht zu einem so Guten.
PPS: Nichts gegen dich persönlich aru, bei Ben X verstanden wir uns ja ganz gut.
Naja, aru, ich würde nach dieser Kritik schonmal Polizeischutz beantragen. ;-p
Und beim Review eine 1,5 zu setzen und dann als eigene Wertung eine 0 zu geben zeugt auch von unglaublichem Sportsgeist.
[Editiert von El Chupanebrey am 2009-01-24 20:53:41]
» Filmkritik: Love has torn him apart
Mannomann. Gerade nochmals auf DVD gesehen. "Control" hat es einfach in sich. Ich kenne wenige Filme, die eine dermassen persönliche Ebene erreichen. Bisher einer der besten Filme des Jahres.