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Cornelia,
eine der edelsten Römerinnen, Tochter des Scipio Africanus des ältern, Gemahlin des Sempronius Gracchus, Mutter der Gracchen, schlug nach dem Tod ihres Gemahls die Hand [* 2] des Königs Ptolemäos von Ägypten [* 3] aus, um sich ganz der Erziehung ihrer Kinder widmen zu können. Als sie einst nach ihrem Schmuck gefragt wurde, sagte sie, auf ihre Kinder zeigend: »Diese sind mein Schmuck«. Sie war nicht nur als Mutter der Gracchen, sondern auch wegen ihrer seltenen Bildung berühmt; ihre Briefe wurden wegen der Schönheit der Sprache [* 4] von den Alten lange Zeit erhalten und allgemein bewundert. Ob die unter ihrem Namen auf uns gekommenen zwei Bruchstücke eines Briefs an ihren jüngern Sohn, in denen sie denselben von seinen Umsturzplänen abmahnt, echt sind, ist zweifelhaft. Das Volk ehrte sie später als die Mutter der Gracchen durch eine eherne Bildsäule.
Vgl. Sörgel,
Cornelia, die
Mutter der Gracchen
(Erlang. 1868).