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Henry Fool
USA 1997, 137', Digital HD, E/d. Regie Hal Hartley. Drehbuch Hal Hartley. Mit Thomas Jay Ryan, James Urbaniak, Parker Posey, Maria Porter, James Saito, Kevin Corrigan, Liam Aiken, Miho Nikaido, Gene Ruffini, Nicholas Hope.
Simon ist einsam, verklemmt, scheu und arbeitet bei der städtischen Abfuhr. Die paar Dollar, die er damit verdient, muss er mit seiner manisch depressiven Mutter und der nymphomanen Schwester teilen. Im Sousol haust Henry, Biertrinker, Kettenraucher, Egomane, selbst ernannter Literat und Frauenbetörer – das Gegenteil von Simon. Henry schreibt seine Memoiren, ein Gekritzel, das dereinst die Welt erschüttern soll. Seinen Schreibstau kompensiert er, indem er Simon zum Schreiben anhält. Der schreibt mit der Unverfrorenheit des absoluten Anfängers einen Bestseller, wird im Internet publiziert und steht über Nacht im Mittelpunkt des Medieninteresses: Kübelmann wird Literaturgenie. Simon sieht sich mit plötzlichem Ruhm konfrontiert und beginnt, sich von Henry zu lösen. Die Spannung zwischen dem erfolgreichen Schüler und seinem erfolglosen Meister steigt, als Henrys schriftstellerisches Debüt vom Verlag abgelehnt wird. Henry Fool gewann in Cannes 1998 den Preis für das beste Drehbuch und ist der Beginn der irrwitzigen Familien-Trilogie, die Hartley mit Fay Grim (2006) und Ned Rifle (2014) fortsetzte.