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Das Migazin vom 22.10.2021 berichtet: Nach einem weiteren medizinischen Notfall auf der „Sea-Watch 3“ haben die Seenotretter am Donnerstag einen sicheren Hafen für die 406 Menschen an Bord gefordert. Die medizinischen Kapazitäten auf dem Schiff kämen an ihre Grenzen, sagte die Ärztin an Bord der „Sea-Watch 3“, Carolin Möhrke. Die Menschen bräuchten so schnell wie möglich einen Ort, an dem sie von Bord gehen können. „Mit jedem Tag auf See wird die Situation gefährlicher.“ Bereits in der Vergangenheit mussten private Seenotretter oft tagelang warten, bis ihnen ein Hafen zugewiesen wurde.
Die Crew der „Sea-Watch 3“ hatte am Sonntag und Montag bei sieben Rettungseinsätzen 412 Menschen vor der libyschen Küste im Mittelmeer aus Seenot gerettet. In der Nacht zu Donnerstag wurde eine schwangere Frau wegen medizinischer Komplikationen von der italienischen Küstenwache an Land gebracht, wie die Sea-Watch-Sprecherin Mattea Weihe dem „Evangelischen Pressedienst“ sagte. Bereits am Dienstag und am Mittwoch durften fünf weitere Menschen wegen Verletzungen und gesundheitlicher Probleme das Schiff verlassen.