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Von Melanie G. Host
Das Zinnkraut (equisetum arvense), auch (Acker-) Schachtelhalm oder Kammenkraut genannt, gehört der Schachtelhalmgewächse an und ist mehrjährig.
Man findet es auf der gesamten Nordhalbkugel sowie als Neophyt in einigen südlichen Ländern. Seine langen, austreibenden Wurzeln reichen bis zu 1,60 Meter in den Boden.
Die wichtigsten Wirkstoffe des Schachtelhalms sind: Kieselsäure, Flavonoide, Pflanzensäuren, Saponine, Kalium, Natrium und Magnesium.
Besonders hervorzuheben ist hier die Kieselsäure, deren Anteil von zehn Prozent wohl der höchste unter den heimischen Pflanzen ist. Die Kieselsäure festigt das Bindegewebe und bewirkt, dass Hautverletzungen besser verheilen. Eiterbakterien wie Staphylokokken und Streptokokken, die Wunden infizieren können, vermehren sich unter ihrem Einfluss langsamer, weil die Säure ihren Stoffwechsel stört. Hildegard von Bingen weist auf die Wirkung des Zinnkrauts bei Nasenbluten hin, wobei man in dem Fall das Kraut schnupfen sowie ein mit dem Saft getränktes Tüchlein in die Nase einführen soll, was die Blutung stoppt.