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Die Internationale Organisation für Migration (IOM) mit Sitz in Genf sammelt alle Daten zu Flüchtlingsbewegungen und Migration. Mehrmals pro Woche werden diese aktuellen Zahlen in einer Infografik aufbereitet.
Die Zahlen sind eindrücklich. So sind bis heute (Stand 17. November) alleine im Mittelmeer mindestens 3500 Menschen gestorben oder verschwunden. Das jüngste Unglück meldet IOM Griechenland diesen Morgen: Ein Boot mit rund 20 Migranten ist vor Kos gekentert, neun Personen sind gestorben. Zwei davon Kinder im Alter von sieben und 14 Jahren. Sieben Menschen konnten bisher gerettet werden.
Bereits heute sind mehr Menschen im Mittelmeer verschwunden oder gestorben, als im ganzen Jahr 2014.
Laut IOM konnte in den letzten Wochen beobachtet werden, wie die kleinen Plastikboote der Schmuggler von grösseren, hölzernen Schiffen abgelöst worden sind. Diese können bis zu 100 Personen transportieren und sind in den Wintermonaten besser für eine Überfahrt geeignet.
Auch demografische Daten zu den Flüchtlingen sammelt IOM. So waren anfangs November rund die Hälfte aller Migranten erwachsene Männer (51 Prozent), 18 Prozent waren Frauen und 31 Prozent Kinder. Die Mehrheit der Flüchtlinge im Mittelmeergebiet sagten, sie seien Syrier, gefolgt von Afghanen und Irakern.
Eine laufend aktualisierte interaktive Karte der Flüchtlingsströme gibt es hier.
(rr)