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Die Bevölkerung in der Ukraine leidet, und folglich auch die Tiere: Durch den Krieg habe das Aussetzen von Haustieren drastisch zugenommen, beklagt die Tierschutzorganisation Vier Pfoten am Donnerstag in einer Medienmitteilung. Herrenlose und herumstreunende Tiere seien das «mit Abstand grösste Problem». Darüber hinaus würden auch die Sterilisationen von Streunern und die Knappheit an Tierfutter grosse Hürden für Tierschützer darstellen.
Die neuesten Zahlen würden zeigen, dass die Ukrainian Pet Association Worldwide (UPAW) seit Kriegsbeginn 4770 Hilfsanfragen erhalten hat, so die Tierschutzorganisation. Davon habe knapp die Hälfte bearbeitet werden können – 944 Tonnen an Tierfutter sowie Medizin für Hunde und Katzen, die in Tierheimen oder auf der Strasse leben, seien bereitgestellt worden.
Seit zehn Jahren vor Ort aktiv
Oksana Koshak, Mitbegründerin von UPAW, wird wie folgt zitiert: «Als der Krieg begann, wurde uns schnell klar, dass durch diese humanitäre Katastrophe auch Haustiere und Streuner stark leiden würden.» Durch die militärischen Angriffe der letzten Tage, insbesondere durch den Raketenbeschuss, habe sich die Situation nun noch weiter verschärft, so Koshak. «Die Arbeit, die wir leisten, muss deshalb unbedingt fortgesetzt werden.»
Vier Pfoten hatte UPAW nach Ausbruch des Kriegs am 24. Februar gemeinsam mit anderen Tierschutzorganisationen gegründet. Ziel war, ukrainische Tierheime und Haustierbesitzende bei der Versorgung mit Tierfutter zu unterstützen. Vier Pfoten selbst, das seinen Hauptsitz in Wien hat, ist nach eigenen Aussagen seit 2012 vor Ort tätig, um das Leid von streunenden Tieren zu mildern. Derzeit würden in der Ukraine 130 Mitarbeitende sowie Freiwillige im Einsatz stehen.
(mhe)