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Wie bei Totenkopfäffchen-Männern in der Paarungszeit üblich ist Koru zurzeit ziemlich beleibt und deshalb gut in der Gruppe zu erkennen. Männliche Totenkopfäffchen haben zur Paarungszeit bis zu einem Viertel mehr auf den Rippen und wirken dann sehr voluminös.
Koru kam am 12. Dezember nach Basel und stand zuerst unter Quarantäne. Damit er in dieser Zeit nicht alleine ist, wurde gleich die gesamte Totenkopfäffchen-Gruppe unter Quarantäne genommen. Koru nahm seine Aufgabe als Zuchtmännchen sehr ernst und deckte in dieser Zeit fast alle Weibchen. Nun ist die Quarantäne abgeschlossen.
Männertausch bei den Totenkopfäffchen
Als eine der wenigen Affenarten haben die Totenkopfäffchen eine zeitlich beschränkte Paarungszeit. Alle Weibchen sind gleichzeitig paarungsbereit, in Europa ist dies üblicherweise von November bis Januar. Dies ist auch die beste Zeit, um Männchen in Weibchengruppen zu integrieren. Die Weibchen akzeptieren dann die Männchen problemlos, was in der übrigen Zeit nicht der Fall ist. Das seit 2014 vom Zoo Basel koordinierte Erhaltungszuchtprogramm (EEP) tauscht alle vier Jahre die Männchen der dem EEP angeschlossenen Zoos aus, um Inzucht mit den eigenen Töchtern zu verhindern.
Totenkopfäffchen werden auch Saimiri genannt. Saimiri-Weibchen leben in Familiengruppen zusammen und verlassen diese nicht. Die Männchen wandern mit der Geschlechtsreife (mit etwa drei Jahren) ab. Sie leben dann in Junggesellen-Gruppen, bis sie stark genug sind um in einer Weibchengruppe für zu Paarungen zu sorgen. Oft bleiben die Männchen nach der Paarungszeit nicht bei den Weibchen, sondern kehren zurück in die Männchengruppe.
Auf Insektenjagd
Totenkopfäffchen sind im Grunde genommen Jäger. Bei ausreichendem Angebot fressen sie zu 80 Prozent Insekten, ansonsten Früchte, Knospen und Blätter. Auf der Aussenanlage im Zoo Basel erbeuten die Äffchen Insekten, Spinnen und zwischendurch auch einen Spatz.
Im Zoo Basel leben 15 Bolivianische Totenkopfäffchen. Diese Art lebt im Westlichen Amazonasbecken, in Nord-Bolivien, Süd-Peru und West-Brasilien. Bolivianische Totenkopfäffchen sind nicht bedroht. Das EEP umfasst 833 Tiere in 78 Institutionen.