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Die Burgstelle Gerzensee (Festi)
Eine bemerkenswerte Erdburg im gleichnamigen Ort
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Gerzensee wird auch in dem Buch des Autors behandelt:
Die Burgstelle Gerzensee (Festi)
Äquidistanz der Höhenkurven: 1 m
Plan: Autor
Gerzensee: ein Ort mit zwei Wohnschlössern und einer Burgstelle
Der Ort Gerzensee liegt am südöstlichen Fuß des Belpbergs, nördlich des gleichnamigen kleinen Sees, über der linken Seite des Aaretals, halbwegs zwischen Thun und Bern.
Das Dorf besitzt – offenbar bedingt durch die liebliche Lage – zwei Wohnschlösser:
Das große barocke Schloß Neu Gerzensee liegt nördlich des Sees.
Das spätgotische Schloß Alt Gerzensee findet sich unmittelbar nordöstlich des Objekts, das hier besprochen wird.
Die Burgstelle Gerzensee liegt am Nordende des Dorfs, über der linken Seite einer auf den Belpberg führenden Fahrstrasse.
Auf der Burgenkarte wird die Burg unter dem Namen Festi geführt.
Nun gibt es allein im Kanton Bern mehrere Burgstellen mit diesem Namen. Also hat der Autor für dieses Objekt den Namen des Orts gewählt.
Beschreibung der Burgstelle
Gerzensee ist eine Erdburg, ohne Mauerspuren und ohne Spuren von Bebauung und Nutzung.
Der Burghügel hat eine unregelmäßig längliche, gegen Norden ausgerichtete Form mit einem besonders steilen Abfall gegen Osten.
Gegen Norden bildet ein Einschnitt einen Halsgraben. Durch diesen führt heute ein Fußweg auf den Belpberg.
Das Plateau der Burg hat eine Länge von 33 Metern bei einer größten Breite von 11 Metern.
Die Oberfläche ist also doppelt so lang wie breit.
Die Form der Kuppe von Gerzensee weist ein paar Eigentümlichkeiten auf:
Gegen Nordwesten ist der nördliche Abschluß lang gezogen.
Gegen Süden ist der Steilabfall in Form einer gebogenen Nase geführt.
Die gesamte Burgstelle ist bewaldet. Das war der Grund, weshalb das Objekt bisher nicht richtig erfaßt werden konnte.
Die digitalen Geländedaten seit etwa zehn Jahren führten jedoch zu einer Offenbarung.
Das Füllhorn als Figur
Der Burgenforscher mit einem Gespür für Figuren in Burgengrundrissen entdeckt hier bald ein Bild:
Der Festihubel von Gerzensee zeigt überdeutlich ein Füllhorn.
Man kann sich sogar fragen, ob die Kuppe als Burg oder nicht vielmehr als Erdzeichnung anzusprechen ist.
Ein Füllhorn treffen wir im Bernbiet bei Straßberg bei Büren an der Aare an. - Dort lässt sich auch ein historischer Kontext erschliessen.
Bei Gerzensee aber ist vorderhand kein Zusammenhang mit anderen Besonderheiten in der Landschaft festzustellen.