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Der Tenor Dominik Wortig, geboren in Neuwied am Rhein, studierte zunächst Kirchenmusik, bevor er seine Stimme bei Werner Lechte an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf ausbilden liess. Wichtige Anregungen erhielt er in Meisterkursen bei Brigitte Fassbaender, Ingeborg Hallstein, Reinhard Leisenheimer und Kurt Moll. Im Jahr 2000 wurde Wortig in das Ensemble des Theaters Hagen engagiert, dem er neun Jahre lang angehörte; dort konnte er sich viele wichtige Partien des lyrischen Tenorfachs erarbeiten, vom Mozart-Repertoire über Gounods Faust bis zum Tom Rakewell aus Strawinskys The Rake’s Progress. Schon zu dieser Zeit wurde er als Gast auch an die Staatsoper Stuttgart und die Semperoper Dresden eingeladen; im Frühjahr 2013 gab er dann als Steuermann in Wagners Fliegendem Holländer seinen Einstand an der Mailänder Scala. Mittlerweile ist er dabei, sein Rollenspektrum ins jugendlich-dramatische Fach hin zu erweitern und interpretierte im Herbst 2013 am Staatstheater Braunschweig erstmals die Titelpartie im Parsifal. Nicht zuletzt ist Dominik Wortig ein gefragter Konzertsänger, der sich einer Werkpalette aus vier Jahrhunderten widmet, ob Monteverdis Marienvesper, den Bachschen Kantaten und Passionen, den grossen Oratorien der Romantik und Moderne oder auch Uraufführungen. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Michael Gielen, Thomas Hengelbrock, Philippe Herreweghe, Christopher Hogwood, Helmuth Rilling und Lothar Zagrosek zusammen. Gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern und dem Chor des Bayerischen Rundfunks unter Robin Ticciati spielte er Bruckners f-Moll-Messe auf CD ein. Seit 2011 unterrichtet Dominik Wortig Gesang am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg.
Februar 2014