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Amiodaron und Atenolol und andere Diuretika beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für Bradykardie und Überleitungsstörungen
Mechanismus
Atenolol und Amiodaron wirken auf die kardiale Erregungsüberleitung. Chlortalidon kann eine Hypokaliämie verursachen [Roush GC, 2013], welche die proarrhythmogenen Effekte von Amiodaron verstärken kann.
Effekt
Bei der Kombination von Amiodaron mit Betablockern kommt es zur gegenseitigen Verstärkung der kardiodepressiven Effekte (u.a. Verlangsamung der AV-Überleitungszeit). Das Risiko für eine verstärkte Bradykardie, höhergradige Reizleitungsstörungen (u.a. AV-Blockierungen), Hypotension und negative Inotropie erhöht sich. Dieses Risiko kann bei einer Hypokaliämie, einer häufigen Nebenwirkung von Thiaziddiuretika, zusätzlich erhöht sein. In einer Analyse zweier grosser Studien fand sich bei gleichzeitiger Anwendung von Betablockern und Amiodaron bei Patienten nach Infarkt allerdings eine verminderte Mortalität [Boutitie F, 1999].
Empfehlung
Gemäss Schweizer Fachinformation ist von der gleichzeitigen Verwendung von Amiodaron und Betablockern abzuraten. In bestimmten klinischen Fällen überwiegt jedoch der Vorteil des Kombinationseinsatzes das Risiko für Reizleitungsstörungen. In diesen Fällen sind vorsichtige Titration der Dosen, sowie regelmässige EKG-, Blutdruck- und Herzfrequenz-Kontrollen empfohlen. Zudem sollen die Kaliumwerte kontrolliert werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018