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Geht es nach den Grünen, soll das Berner Staatspersonal künftig Hahnenwasser statt Mineralwasser trinken. Doch die Regierung winkt ab und will diesbezüglich keine Vorschriften machen.
Hahnenwasser sei überall im Kanton Bern von bester Qualität, betonen zwei Grüne Grossräte in dem Vorstoss. Die Aufbereitung und Bereitstellung von Mineralwasser hingegen sei mit viel höherem Energieaufwand verbunden.
Statt Mineralwasser soll der Kanton in den Verwaltungs- und Parlamentsräumen Hahnenwasser zur Verfügung stellen, so die Forderung. Ausserdem verlangen die Grünen, dass bei kantonalen oder durch den Kanton finanzierten Gebäuden bei Renovationen oder Neuinstallationen in den Toiletten keine Warmwasseranschlüsse mehr zum Händewaschen installiert werden. Ausnahmen, etwa in Spitälern, seien natürlich erlaubt.
Die Regierung zeigt durchaus Sympathie für die Forderungen, denn das Trinkwasser im Kanton Bern sei tatsächlich sehr gut. Dennoch lehnt der Regierungsrat die Forderungen ab, wie er in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort auf den Vorstoss schreibt.
Zur Begründung führt die Regierung an, dass alle Mitarbeitenden einfachen Zugang zu konsumierbarem Wasser haben sollen. Dieser soll weder limitiert noch reglementiert werden. Es gelte zu berücksichtigen, dass Mitarbeitende nicht immer in der Nähe einen Wasserhahn zur Verfügung hätten. Ein Mineralwasserverbot wäre deshalb unverhältnismässig.
Warmwasseranschlüsse in Toiletten sollen laut Regierungsrat nur gezielt und zurückhaltend zur Verfügung gestellt werden. Doch gebe es eben Fälle, bei denen Händewaschen mit warmem Wasser zwingend vorgeschrieben sei, etwa in Kantinen.
Das letzte Wort in der Sache hat der Grosse Rat. Allerdings handelt es sich beim Vorstoss der Grünen um eine sogenannte Richtlinienmotion. Würde sie vom Parlament überwiesen, hätte die Regierung einen grossen Spielraum bei der Umsetzung.