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«Ich wurde Fifa-Präsident, Chef einer durch Korruption vergifteten Firma»Schreiben Sie einen Kommentar
2016 wurde Gianni Infantino zum Fifa-Präsidenten gewählt. Er trat die Nachfolge von Sepp Blatter an. Danach hat er sich drei Mal mit dem damaligen Bundesanwalt Michael Lauber getroffen. Wie Infantino im «Blick» sagt, liefen zu der Zeit 20 Verfahren gegen Fifa-Funktionäre in der Schweiz. «In dieser Situation wurde ich Fifa-Präsident, Chef einer durch Korruption vergifteten Firma», blickt Gianni Infantino zurück. Er habe sich mit Lauber getroffen, um einen guten Eindruck zu machen. Er habe versucht der Bundesanwaltschaft zu signalisieren, dass die Fifa mit ihr zusammenarbeiten und Korruption bekämpfen will, so Infantino.
Dass die Gespräche zwischen ihm und Bundesanwalt Michael Lauber nicht dokumentiert wurden, sei nicht sein Fehler, verteidigt sich Infantino: «Ehrlich gesagt, stellte ich mir diese Fragen gar nicht, warum auch? Ich ging immerhin zum obersten Staatsanwalt der Schweiz. Das war für mich eine Garantie, dass alles korrekt abläuft.» So habe er auch nichts damit zu tun, dass die Treffen zwischen ihm und Lauber im Hotel Schweizerhof in Bern stattgefunden haben. Er hätte Lauber auch im Büro der Bundesanwaltschaft getroffen.
Fussball und das Coronavirus
«Ich hoffe, dass man schnell wieder überall in der Schweiz die Stadien zu mindestens zwei Dritteln füllen kann», sagt Fifa-Präsident Gianni Infantino im Interview mit dem «Tagblatt». Es gebe keine nachgewiesene Corona-Infektion an einem Fussballspiel. Das zeige, dass die Schutzkonzepte verheben. Ausserdem betonte Infantino, dass die WM 2022 in Katar stattfinden wird: «Wir haben genug Zeit, um die Pandemie in den Griff zu bekommen». Ausserdem wird die WM laut Infantino mit Zuschauern gespielt werden. «Falls dieses Vorhaben wider erwarten nicht realisierbar sein sollte, wird die Frage, ob man trotzdem eine WM spielen soll, wohl überflüssig sein. In diesen Fall hätten wir alle grössere Probleme.»