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Neuer Zonenplan für Weyermannshaus-Ost
Der Gemeinderat hat die Planung Weyermannshaus-Ost zuhanden des Stadtrats verabschiedet. Sie besteht aus einem Zonenplan in Volkskompetenz und einer Überbauungsordnung, für die der Stadtrat abschliessend zuständig ist. Mit dem Zonenplan werden durch Um- und Aufzonungen Mehrwerte geschaffen, mit denen die Infrastrukturvorhaben im Gebiet finanziert werden. Dazu hat der Gemeinderat Infrastrukturverträge mit den SBB und sieben weiteren Grundeigentümerinnen im Planungsgebiet genehmigt.
Das eigentliche Planungsgebiet Weyermannshaus-Ost liegt östlich des Weyermanns-haus-Viadukts, südlich der Murtenstrasse und nördlich den Gleisanlagen der SBB/BLS. Dazu kommt das Badareal, das in eine Zone für öffentliche Nutzung zu liegen kommt. Nicht im Planungsperimeter ist das Implenia-Areal (ehemals Zschokke), für das bereits seit zehn Jahren ein rechtsgültiger Zonenplan besteht. Die Firma hat kürzlich ein Baugesuch für eine Überbauung mit Schwergewicht Wohnen eingereicht.
Keine zwingende Wohnnutzung
Der Zonenplan erfüllt die Vorgaben des Richtplans zum Entwicklungsschwerpunkt Ausserholligen. Er enthält vorwiegend Dienstleistungsnutzungen mit Gebäudehöhen von 15 bis 21 Meter. Bestehende Betriebe werden der Industrie- und Gewerbezone zugeteilt. Eine zwingende Wohnnutzung (wie dies die Stimmberechtigten 2001 an der Urne ablehnten) ist nicht mehr vorgesehen. Hingegen ist Wohnen in der Dienstleistungszone D zum Teil bis 50 Prozent, im ruhigsten Teil des Areals sogar bis 100 Prozent erlaubt. Dieser liegt im zentralen Bereich entlang des Stadtbachs.
Die Überbauungsordnung (UeO) für das zentrale Teilgebiet III (westlich der Steiger-hubelstrasse) sieht eine bessere Erschliessung des Gebietes unter Berücksichtigung einer Interessenslinie der SBB vor, die eine spätere Gleiserweiterung ermöglicht. Es ist eine neue Erschliessungsstrasse vorgesehen, die von der ASEOL in einem weiten Bogen zum östlichen Eingang des Bades führt. Zwei neue Fuss- und Velowege durchqueren das Gebiet. Mit einer Fuss/Velo-Passarelle in Hochlage wird das Gebiet an die S-Bahn-Station Ausserholligen angeschlossen. An der Murtenstrasse sind zwei neue Haltestellen für das Postauto vorgesehen. Mit den geplanten Baulinien, Bäumen und der Öffnung des Stadtbachs wird auch eine attraktive Gestaltung des Areals ermöglicht.
Die UeO verursacht in den nächsten 20 Jahren Infrastrukturkosten von etwa 15 Millionen Franken, die direkt (Erstellung der Detailerschliessungsanlagen) oder indirekt (durch Abgabe von 25 Prozent des durch die Planung entstehenden Mehrwerts) durch die Grundeigentümerinnen finanziert werden. Etwa eine Million Franken müssen aus der Stadtkasse finanziert werden.
Die Vorlage kommt im September in den Stadtrat und voraussichtlich im November in die Volksabstimmung. Es sind nur noch zwei Einsprachen hängig von Recycling-Firmen, die das Areal in der Industrie- und Gewerbezone belassen möchten.