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Die Schweiz setzt sich seit 2011 in der Region der Grossen Seen (Burundi, Ruanda und Demokratische Republik Kongo) mit einem Betreuungsprogramm für Opfer sexueller Gewalt ein. Sie leistet in Zentren medizinische, psychosoziale und juristische Unterstützung.
Die Schweiz leistet in der Region der Grossen Seen (Burundi, Ruanda und Demokratische Republik Kongo) medizinische, psychosoziale und juristische sowie Reintegrationshilfe für Frauen und Mädchen, die sexuelle Gewalt erlitten haben. Die Opfer werden in Zentren in Süd-Kivu, Ruanda und Burundi betreut. Die Schweiz unterstützt die Frauen auf der Basis eines gemeinschaftlichen Ansatz und bezieht Familienangehörige, Nachbarn, lokale Behörden und weitere wichtige Personen in den Heilungsprozess mit ein, beispielsweise mit Sensibilisierungs-Workshops. Ebenso setzt sie sich für den Ausbau des Gesundheitssystems ein.
Neben den durch die Schweiz unterstützten Massnahmen bedarf eine dauerhafte Lösung des Problems eines verbindlichen politischen Engagements der Staaten, die Täter der Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen.
Vergewaltigung als Kriegswaffe
Während den Konflikten in den 1990er-Jahren in der Region der Grossen Seen wurden Vergewaltigungen als Kriegswaffe eingesetzt. Die Zahl der Fälle sexueller Gewalt ist jedoch immer noch erschreckend hoch. Die Opfer sind überwiegend Frauen und Mädchen. Neben der körperlichen Gewalt erfahren diese auch psychologische Aggression. So werden sie unter anderem der Hexerei verdächtigt und als Folge davon aus ihren Dörfern vertrieben, gesteinigt oder gar getötet.