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Die Geschichte des Tischtennissports ist ebenso faszinierend wie abwechslungsreich. So wurde der allererste Tischtennismatch mit Champagnerkorken statt mit Bällen gespielt. Im Verlauf von nur wenigen Jahren setzte sich der neue Sport aber weltweit durch.
Tischtennis – seit 1988 ein olympischer Sport – ist auch unter dem Namen „Ping Pong“ bekannt. Obwohl er von der offiziellen Terminologie ausgeschlossen ist, ist dieser Name heute sehr beliebt. Er entstand vor allem durch den Klang des Tischtennisballs: Ping vertont den Klang eines Schlägers, der auf einen Ball trifft, und Pong entspricht dem Aufprall des Balls auf dem Tisch. Doch nicht nur dieses Detail ist interessant. Die ganze Geschichte des Tischtennissports ist faszinierend.
Die Ursprünge des Tischtennissports
Tischtennis wurde erstmals Ende des 19. Jahrhunderts in England gespielt. Inspiriert vom Rasentennis gehörten die ersten Spieler zur viktorianischen Gesellschaft der Mittelklasse. Das erste Spiel sei – so die Legende – mit einem Champagnerkorken als Ball, Zigarrenkisten als Schläger und Büchern anstelle eines Netzes gespielt worden. Auch nachdem sich das Spiel etabliert hatte, wurde Tischtennis als blosse Ablenkung für die wohlhabenden Schichten angesehen. 1890 führte der Engländer David Foster, fasziniert vom neuen Sport, das Tennisspiel auf einem regulären Tischtennistisch ein. Im Jahr 1897 wurden in Ungarn die ersten nationalen Meisterschaften organisiert. Nach einer Reise in die Vereinigten Staaten brachte James Gibb 1901 den ersten Zelluloidball zurück, der viel leichter war als die bisher verwendeten Gummibälle. Ein Jahr später, 1902, stellte E.C. Gould, ein britischer Enthusiast des Spiels, die ersten Schläger mit Gummi und gummierten Noppen vor. Ein Ereignis, das die Geschichte des Tischtennissports nachhaltig prägte.
Die ersten Tischtennisturniere
Nach dem Erfolg der ersten öffentlichen Turniere in der Queen’s Hall in London fand 1902 die erste offizielle Weltmeisterschaft statt. Der Sport erfreute sich eines starken Wachstums und der British Table Tennis Federation wurde gegründet. Die ersten Europameisterschaften wurden 1907 organisiert. In den 1920er Jahren legte die Entwicklung an Dynamik zu. Die Table Tennis Association wurde 1921 in England gegründet, gefolgt von der International Federation 1926. Die Weltmeisterschaften zwischen den verschiedenen Ländern fanden 1926 in London statt, und der französische Tischtennisverband erblickte 1927 das Licht der Welt. Die Franzosen nahmen 1929 zum ersten Mal an der WM in Budapest teil.
Die Geschichte des Tischtennissports wird von vielen Champions geprägt, darunter vom österreicherisch-britischen Richard Bergmann, dem französisch-polnischen Spieler Aloizy Ehrilich und der rumänischen Angelica Rozeanu.
Der Aufstieg des Tischtennis in Asien
In den 1950er Jahren wurde Tischtennis zu einer festen sportlichen Grösse in den asiatischen Ländern. An den Mannschaftsweltmeisterschaften zwischen 1954 und 1959 glänzten die Japaner. Diese Dominanz wurde durch die Einführung von Schaumstoff verstärkt, der die klassischen Schläger ablöste. Die Japaner haben mehrere Weltmeister hervorgebracht, darunter Hiroji Sato, der sich 1956 in Tokio mit beeindruckenden Ergebnissen hervortat. Die sechziger Jahre läuteten die chinesische Vorherrschaft ein, unterstrichen mit dem dreifachen Weltmeistertitel von Zhuand Zedong in den Jahren 1961, 1963 und 1965. In dieser Zeit wurde die Tischtennis-Diplomatie entwickelt, die zur Verbesserung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen beitrug. 1977, während der Weltmeisterschaften in Birmingham, wurde der erste „chinesische Service“ gezeigt. Dieser Service entwickelte sich schnell von der blossen Vorführung zum zentralen strategischen Element des Spiels. Spätestens jetzt hatte Asien in der Geschichte des Tischtennissports einen festen Platz.
Tischtennis, der meistgespielte Sport der Welt.
Seit 1988 in Seoul ist Tischtennis eine olympische Sportart. Die ersten Goldmedaillen gingen an die Chinesin Chen Jing und den Koreaner Yoo Nam-kyu. Mit der Entstehung der Pro Tour 1996 wurde der Sport allmählich professionalisiert. Seit 1995 wird das professionelle Tischtennis von asiatischen Spielern dominiert, darunter Wang Liqin, dreifacher Weltmeister und seit vielen Jahren die Nummer eins der Welt.
Heute ist Tischtennis die meistgespielte Sportart in Asien. In Europa dominieren Champions wie dem Belgier Jean-Michel Saive, der Deutsche Timo Boll und der Dänen Michael Maze. Im Jahr 2016 führten die chinesischen Spieler Ma Long, Fan Zhendong, Xu Xin und Zhang Jike sowie der deutsche Spieler Dimitrij Ovtcharov die Weltrangliste an. Im Jahr 2005 wurde die Zahl der Spieler weltweit auf über 260 Millionen geschätzt. Der Internationale Tischtennisverband umfasst mehr als 200 Nationen und 33 Millionen Mitglieder. Wettbewerbe, Vereinsturniere oder Meisterschaften werden weltweit organisiert.
Tischtennisausrüstung
Für den Tischtennissport braucht es nur eine sehr einfache Ausrüstung: einen Tisch, Schläger und Bälle. Indoor-Tische werden bevorzugt für sanftes Üben im Innenbereich eingesetzt. Outdoor-Tische, die viel stabiler und langlebiger sind, sind perfekt für das Spiel im Freien, ohne das Risiko einer Beschädigung. Cornilleau-Schutzabdeckungen bieten zusätzlichen Schutz vor Sonne und Witterung. Tischtennistische werden heute in vielen unterschiedlichen Qualitäten angeboten, so dass jedes Bedürfnis befriedigt wird.