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Wimbledon fällt 2020 aus. Anders als für viele andere Events besteht für das Major-Turnier in London keine Ausweichmöglichkeit. Zu gefährlich wäre das Spiel auf dem «heiligen Rasen» im Herbst. Für die Organisatoren des 3. Grand-Slam-Turniers des Jahres bedeutet die Absage einen Ausfall von mehr als 300 Millionen Euro.
Vor 17 Jahren vorgesorgt
Wie jetzt bekannt wurde, wird das finanzielle Loch nun aber zumindest teilweise gestopft: Nach der SARS-Pandemie im Jahr 2003 aktivierten die Turnierorganisatoren eine Klausel in ihrer Versicherung, die sie vor einem Ausfall wegen einer erneuten Krankheitswelle finanziell entlasten sollte. Dafür zahlte man jährlich gegen 2 Millionen Euro.
Sandsaison im Herbst?
Die ausgefallene Sandplatzsaison könnte im Herbst nachgeholt werden. Bei dieser Idee sollen die ATP-1000-Turniere in Madrid und Rom vor dem Grand-Slam-Turnier von Roland Garros stattfinden, so ATP-Präsident Andrea Gaudenzi. Dafür müssten jedoch die von den Organisatoren eigenmächtig auf den Zeitraum vom 20. September bis 4. Oktober verlegten French Open weiter nach hinten verschoben werden. (sid)
Ein Glücksfall, wie sich nun herausstellt. Denn so verringert sich der finanzielle Schaden für den «All England Lawn Tennis and Croquet Club» um etwa 130 Millionen Euro. Dies erklärte Wimbledons scheidender Vorstandsvorsitzender, Richard Lewis, in einem Interview mit dem Guardian.