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Wie Cy Twombly hat sich Rudolf Mumprecht mit Bild, Sprache und Zeichensymbolen befasst. "Mumprecht reagiert intensiv auf das Leben und setzt seine Wahrnehmungen in Sprachbildern um", schrieb das Kunstmuseum Bern, als es 2013 das Spätwerk des Künstlers zeigte. Die Ausstellung mit dem Titel "Zwischen den Worten - entre les mots - fra le parole" war eine Hommage zum 95. Geburtstag des Künstlers.
Wort-Experimente
Mumprechts Frühwerk ist von den realistischen Bildern Ferdinand Hodlers inspiriert. In den Nachkriegsjahren schloss sich der Berner Künstler dem abstrakten Expressionismus an. Erst im Lauf der 1960-er Jahre fand er zu seinem eigenen Weg, experimentierte mit Buchstaben und Worten und transformierte Schriftzüge in Malerei.
Es entstanden jene Arbeiten, bei denen der Künstler Buchstaben, Worte, Zahlen, Zeitungsfragmente, objets trouvés, kalligraphisches Gekritzel und schwungvoll gesetzte, gestische Pinselstriche durcheinanderwirbelte.
Nachlass in Bern
Geboren wurde Rudolf Mumprecht am 1. Januar 1918 in Basel. Er wuchs in Bern auf. Nach Kriegsende unternahm er Reisen in verschiedene Länder. Von 1949 bis 1954 und von 1960 bis 1964 lebte er in Paris.
1998 erhielt Mumprecht den Kulturpreis der Burgergemeinde Bern. 1993 schenkte er der Stadt Locarno seine 480 Radierungen von 1944 bis 1992. Sein Nachlass befindet sich in der Burgerbibliothek Bern.