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Als Gaynor Hopkins wächst sie mit fünf Geschwistern in dem walisischen Industriedorf Skewen bei Neath auf. Die Arbeiterfamilie wohnt in einer Sozialwohnung, sonntags gehen alle dreimal in die Kirche.
Mit 16 verlässt Tyler die Schule ohne Abschluss – “Ich klapperte alle Läden im Dorf ab, um Arbeit zu finden, und habe schliesslich in einem Lebensmittelladen für ein Jahr gearbeitet”, sagt sie dem britischen Boulevardblatt “Express”.
Die Mutter liebt Opern und ermuntert ihre Tochter, an einem Gesangswettbewerb teilzunehmen. Tyler wird Zweite und erinnert sich später: “Es war so aufregend, dass ich es wieder versuchen wollte.” Sie gründet mit 17 ihre erste eigene Band und tingelt durch walisische Bars und Kneipen – bis sie schliesslich entdeckt wird.
Schon mit ihrer zweiten Single “Lost in France” schafft Bonnie Tyler den Durchbruch. Nachdem eine Stimmbandoperation ihre ohnehin markante Stimme noch rauchiger werden lässt, erobert “It’s A Heartache” die amerikanischen Charts und wird ein Nummer-Eins-Hit in Europa.
1984 nimmt sie ihren zweiten grossen Hit “Holding Out for a Hero” für den Soundtrack des Kultfilms “Footlose” auf. Doch sie bleibt auf dem Boden. Ihr grösster Erfolg? Ihren Eltern ein Haus am Meer zu kaufen, bekennt sie im “Guardian”.
Dieter Bohlen verpasst Tyler 1991 einen neuen Sound, der an Rod Stewarts “Rhythm of My Heart” angelehnt ist. Drei Platten verkaufen sich in Deutschland und Skandinavien so gut, dass sich der Ausflug ins Seichte finanziell lohnt.
2013 versprach ein gutes Jahr für Bonnie Tyler zu werden: Die BBC bat sie, das Vereinigte Königreich mit ihrer Single “Believe in Me” beim Eurovision Song Contest zu vertreten. Es reichte nur für den 19. Platz.
Seit über 40 Jahren ist Bonnie Tyler mit dem Multimillionär Robert Sullivan verheiratet. Das Ehepaar hat ein gewaltiges Immobilienimperium aufgebaut.
Bonnie Tyler spricht offen über ihre Fehlgeburt mit 39, nach der sie keine Kinder mehr bekommen konnte – und über Botox. Seit über 20 Jahren geht sie zweimal im Jahr zum plastischen Chirurgen und ist stolz darauf, dass sie ihr Gesicht immer noch bewegen kann.
(SDA)