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Himbeeren.
Der bekannte Himbeerstrauch (Rubus Idaeus, frz. framboisier, engl. Raspberry), zu den Rosenblütlern gehörig, wächst durch ganz Europa und in Nordasien in trocknen Wäldern und Gebüschen wild, außerdem in zahlreichen Spielarten in Gärten angepflanzt, wo seine Früchte zwar größer und süßer werden, aber an dem eigentümlichen Aroma verlieren, welches die Waldhimbeere auszeichnet. Es wird denn auch diese für die Präparate aus der Frucht bevorzugt und in den Waldgegenden gesammelt, wo in der Reifezeit fast täglich von denselben Sträuchern etwas entnommen werden kann.
Der hauptsächliche Handelsartikel ist der Himbeersaft (succus rubi idaei), der zur Bereitung von Himbeersyrup (syrupus rubi idaei), Himbeerlikör etc., in großen Mengen verbraucht wird. Der Saft wird durch Auspressen gewonnen und der bessern Haltbarkeit wegen mit etwas Spiritus versetzt. Das Erzgebirge, Riesengebirge und der Thüringerwald liefern bedeutende Mengen Himbeersaft, der oft weithin versendet wird. Die Vermischung des Saftes mit einer größern Quantität gutem Essig bildet den Himbeeressig, der auch durch bloßes Ansetzen der Früchte mit ¶
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Essig in gut verschlossenen Flashcen ^[richtig: Flaschen], nachheriges Auspressen und Durchseien erhalten wird. In ähnlicher Weise wie Himbeeressig wird Himbeerwein bereitet. Aus den Preßrückständen erhält man durch Destillation mit Wasser das aromatische Himbeerwasser (aqua rubi idaei) und durch Destillation mit Weingeist den Himbeerspiritus (spiritus rubi idaei). Diese verschiednen Präparate werden bekanntlich vielfach gebraucht als Zusatz zu kühlenden Getränken, Likören, Gelées, Fruchteis etc., haben auch Verwendung in den Apotheken. Himbeersyrup ist mit Zucker eingekochter Himbeersaft. Himberäther ^[richtig: Himbeeräther] ist ein Kunstprodukt und gehört zu den sogenannten Fruchtäthern - Zoll: Himbeersaft ohne Zuckerzusatz gem. Tarif im Anh. Nr. 25 p 2;
Syrup und Essig Nr. 25 p 1;
Likör Nr. 25 b;
Äther Nr. 5 a;
Wasser Nr. 31 d bzw. e;
Wein Nr. 25 e 1 bzw. 2.