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Die Jolle mit Kiel, wie sie von Liebhabern auch gerne umschrieben wird, verdankt ihre gute Bootsgeschwindigkeit dem günstigen Verhältnis von Segelfläche und Bootsgewicht.
Obwohl die Tempest ein Kielboot ist, liegt sie mit ihren sportlichen Eigenschaften viel näher bei den Jollen. Konstrukteur Ian Proctor legte besonderen Wert darauf, dass beide Mannschaftsmitglieder möglichst zu gleichen Teilen an der Bootsführung und damit am Erfolg beteiligt sind. Als abschreckendes Beispiel standen ihm reine Skipper-Boote vor Augen, auf welchen die Crew zu lebendem Ballast degradiert ist. So zwingt die geringe Formstabilität den Vorschoter, resp. die Vorschoterin bei der Tempest zu einer Trapezarbeit ähnlich jener bei Jollen. Dabei erweist sich die dämpfende Wirkung des Kiels beim Einsetzen und insbesondere beim Aussetzen einer harten Böe für die Besatzung als ausgesprochen angenehm. Ganz in die Domäne des Vorschoters, resp. der Vorschoterin gehört auch die Führung des Spinnakers, mit dessen Hilfe das Boot auf Raumschotkursen schon ab drei Windstärken ins Gleiten kommt.