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Zwar wird in Tschechien, Österreich und Deutschland auch heute noch am meisten Bier pro Kopf getrunken. Doch was die gesamte Menge an konsumiertem Bier betrifft, sind die europäischen Länder zurückgefallen. China und die USA sind bei weitem die grössten Biermärkte, wie Daten des japanischen Brauereikonzerns Kirin zeigen.
So wurden 2018 in China über 43 Milliardeen Liter Bier abgesetzt und in den USA immer noch 24 Milliarden Liter. Noch hinter Brasilien und Mexiko folgte mit Deutschland erst auf dem fünften Platz das erste europäische Land, mit rund acht Milliarden verkauften Bierlitern. Die kleine Schweiz lag sogar abgeschlagen nur auf dem 24. Rang.
Mit Japan und Vietnam schafften es zwei weitere asiatische Länder in die Top 10. Gemäss der Studie wurde ein Drittel des global konsumierten Bieres in Asien getrunken – und dies trotz vielen muslimischen Ländern auf dem Kontinent, in denen nur sehr wenig Alkohol konsumiert wird.
Insgesamt wurden 2018 rund 189 Milliarden Liter verkauft. Bier wird vor allem in reichen Ländern und Schwellenländern getrunken. So war in China lange Zeit der einheimische Schnaps Baijiu das wichtigste alkoholische Getränk. Der Aufstieg zum grössten Biermarkt der Welt begann mit den wirtschaftlichen Reformen Deng Xiaopings, aus denen neben vielen anderen Veränderungen auch der Aufbau einer eigenen Bierindustrie resultierte.
Meistverkaufte Biere sind in der Schweiz kaum bekannt
Die Dominanz Chinas und der USA führt dazu, dass hierzulande weitgehend unbekannte Marken zu den meistgetrunkenen der Welt gehören. So gilt Snow aus China als meistverkaufte Biermarke, vor Tsingtao und den Mitgliedern der Budweiser Familie, wie Bud Light und Budweiser.
Auch Skol, das beliebteste Bier in Brasilien, wird in Europa kaum getrunken und von Yanjing-Bier, einer der grössten Brauereien in China, dürften in der Schweiz die wenigsten schon gehört haben.
(gku)