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Australien: Hunde sterben an vergiftetem Pferdefleisch
Aufgrund von COVID-Bestimmungen wurden Pferde aus Nord-Australien nicht wie geplant in den EU-zugelassenen Schlachthof Meramist gebracht und dort für den menschlichen Verzehr geschlachtet, sondern kurzfristig in einen Schlachthof für Tierfutterherstellung umgeleitet. Jetzt kam heraus, dass die Pferde mit einem Giftstoff belastet waren. Mehr als 20 Hunde starben nach dem Verzehr des Pferdefleischs. Über 60 Hunde benötigen lebenslange tierärztliche Hilfe u. a. wegen schwerer Leberschäden. Zu massivem Pferdeleid kommen jetzt noch der grausame Tod der Hunde und dauerhafte Leiden der Überlebenden hinzu.
Dieses Unglück zeigt auch die enormen Gesundheitsrisiken für die Konsumenten in der Schweiz und der EU, die sich auf die Qualitätsversprechen der Importeure verlassen. Tatsache ist, die Vergiftung der Pferde hat mit einer Futterpflanze (Indigofera linnaei) auf den Weiden zu tun, die in den Pferdegebieten Nord-Australiens weit verbreitet ist. Bis heute gibt es noch keine aussagekräftigen Untersuchungen über die gesundheitlichen Risiken für die Konsumenten des Pferdefleischs. Das Risiko wird in Kauf genommen.
In einem Brief an Stella Kyriakides, EU-Kommissarin für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, fordert unsere australische Partnerorganisation, die Koalition zum Schutz der Rennpferde (CPR), die Beendigung der Pferdefleischexporte aus Australien in die EU. "Es besteht die Gefahr, dass das Fleisch von Pferden aus Nord-Australien die Gesundheit der Konsumenten in Europa riskiert", schreibt Elio Celotto, Direktor CPR.
Gemeinsam mit CPR veröffentlichten wir vergangenes Jahr die grausamen Schlachtbedingungen der Pferde im EU-zugelassenen Schlachthof Meramist. Wir haben die EU-Kommission aufgefordert, den Import aus diesem Schlachthof zu stoppen. Das tragische, aktuelle Ereignis zeigt, dass es neben den Tierquälereien auch keine ausreichenden Kontrollen hinsichtlich Medikamentenrückständen und sonstiger giftiger Stoffe im Pferdefleisch gibt.