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Name: A. Permalink: https://tierrechtsforen.de/2/7564/7952

Datum: 12.04.10 16:46
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Hallo,
Vorab: Möglich, dass mein Beitrag anderswo passender aufgehoben wäre (oder nun gar doppelt vorliegt), ich steige hier nicht so ganz durch das Antwort- und Suchesystem durch. Vielleicht kann er ja verschoben werden.
Zitat:
Ist es nicht besser, wenn die Tiere eine kurze Zeit leben, als wenn sie gar nicht leben würden?
Die Tiere werden nur gezüchtet, um für ihr gesamtes Leben eingesperrt und ausgebeutet zu werden. Wenn sich die Ausbeutung nicht mehr rentiert, werden sie umgebracht. Es sollte selbstverständlich sein, daß kein Leben (d.h. nie existiert zu haben) unzweifelhaft besser ist, als ein solches.
In Anbetracht dessen, dass viele provegane Argumentationen und die "Nonos" hier auf Ignoranz und Milchmädchenrechnungen der Mitmenschen zurückzuführen sind, zur Antwort im FAQ ein Einwand. Im Zwiegespräch geht mit dieser Argumentationsführung schnell der kätzchenverliebte Speziesist als vermeintlicher Sieger hervor, da beim Großteil der Bevölkerung offenbar kein Bewusstsein dafür vorliegt, wann ein Individuum ausgebeutet wird (im Gegenteil wird er aufgebracht sogleich eine Reihe "unumstößlicher" Beweise beispielsweise für die große Zufriedenheit des mit ihm lebenden nichtmenschlichen Tieres anzubringen wissen).
Häufig wird von veganer Seite auch darauf verwiesen, dass Nichtexistenz einem Leben in Leid vorzuziehen sei. Das ist argumentativer Blödsinn, der Begriff des Leides ist irrational; einem Menschen kann es kaum obliegen, zu beurteilen, ob Zigmilliarden Individuen speziell seinen Leidbegriff teilen (Bio- und Haustierhaltung beispielsweise werden aus Gründen wie diesem von Vielen als völlig legitim verstanden).
Stichhaltiger finde ich den Hinweis, dass kein Anlass besteht, jeder erdenklichen Daseinsform ein Leben zu ermöglichen. Die armen blauen Elefanten, die niemals existieren! Ethische und moralische Bedenken zum Thema Klonen, Chimärenzüchtung? Kann ja nicht sein, immer her mit all dem Leben.
Auf die Spitze treiben kann man die Herausstellung der Absurdität o.g. Aussagen/Fragen, je nach Ernsthaftigkeit des Gesprächspartners, mit der Erkundigung, wo denn seine tausendfache Nachkommenschaft (in "ihrem" Fall entsprechend kleinere ;)) sich derzeit aufhielte; was, nur drei? Die übrigen sind dann doch wohl nach einer kurzen Zeit Leben eliminiert worden...
Just my two cents. Ich finde den Veganismus-FAQ generell schlüssig, dieser Punkt erschien mir etwas schwammig in der Begründung und der Zielsetzung, einen Nicht-Veganer von seinem Irrglauben zu überzeugen, nur eingeschränkt zuträglich.
A.