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Badewasser
Flusswasser
Untersuchungen
Das Kantonale Laboratorium führt regelmässig Untersuchungen der mikrobiologischen Qualität von Rhein und Wiese während der Badesaison durch.
Die Untersuchungsergebnisse des Kantonalen Laboratoriums zur mikrobiologischen Qualität des Flusswassers am Birsköpfli, in Rhein und Wiese in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Wasserqualität an den einzelnen Badestellen in etwa gleich bleibt. So wurde die Wasserqualität an der Badestelle "Münsterfähre" auf der Kleinbasler Seite meist mit "gut" beurteilt, während die Wasserqualität am "Birsköpfli" eher als "schlecht" zu bezeichnen war. Beim Breite-Rheinbad war die Wasserqualität oft schlechter als im St. Johann oder an der Münsterfähre auf der Kleinbasler Seite, da das tendenziell stärker verschmutzte Wasser aus der Birs wegen der Strömungseigenheiten des Rheins der Grossbasler Seite entlang fliesst.
Gemeinschaftsbäder
Schwimm- und Badeanlagen, die nicht ausschliesslich durch eine einzige Familie, sondern durch die Allgemeinheit benützt werden, sogenannte Gemeinschaftsbäder, unterliegen einer regelmässigen Überprüfung auf ihre chemische und mikrobiologische Qualität. Hierzu zählen nebst Hallenbädern auch Freibäder. So werden alljährlich während der Badesaison die Gartenbäder sowie Hallenbäder, Schulschwimmbäder, Therapiebäder, Hotelbäder, Saunatauchbecken in öffentlichen Saunaanlagen und Hotels sowie Wellness-Center im Kanton Basel-Stadt im Auftrag der Betreiber auf ihre chemische und mikrobiologische Qualität überprüft.
Untersuchte Parameter
Die chemischen Parameter umfassen die Bestimmung des pH-Wertes, der Desinfektionsmittel (freies Chlor, gebundenes Chlor) sowie des Harnstoffgehaltes. Da es nicht möglich ist, Badewasser auf die Vielzahl der möglichen Krankheitserreger routinemässig zu untersuchen, wird die Konzentration von sogenannten Indikatorparametern bestimmt. Diese können ihrerseits auf das Vorhandensein von Krankheitserregern hinweisen. Diese mikrobiologischen Untersuchungsparameter umfassen die aeroben mesophilen Keime, Escherichia coli und Pseudomonas aeruginosa. Die Bestimmung der Anzahl aerober mesophiler Keime gibt Auskunft über den allgemeinen hygienischen Status der Badebeckenanlage und die Qualität der Wasseraufbereitung. Bereits der Nachweis von Escherichia coli als Fäkalindikator deutet auf eine fäkale Verunreinigung hin und kann auf das Vorhandensein von Durchfallerregern hinweisen. Pseudomonas aeruginosa ist ein Erreger Schwimmbad-assoziierter Infektionskrankheiten, die vor allem die Haut, Bindehaut und das Aussenohr betreffen können. Ihr Vorhandensein weist auf Mängel bei der Filterwartung, auf eine unzureichende Beckenwasserdesinfektion beziehungsweise auf Mängel bei der Reinigung hin.
Gesetzliche Grundlagen
Die Untersuchungen erfolgen gemäss SIA-Norm 385/9 „Wasser und Wasseraufbereitungsanlagen in Gemeinschaftsbädern“, Ausgabe 2011. Dabei liegt es in der Verantwortung der Betreiber von Badeanstalten im Rahmen ihrer Selbstkontrolle die Qualität des Badewassers zu überprüfen bzw. überprüfen zu lassen.