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Cryptolor ist ein Farbenrätsel von Oleg Milyutin, das mir erst sehr kryptisch vorkam, das mit der Zeit aber Spass macht.
Das Spielfeld umfasst vier Spalten und elf Zeilen, mit 44 Blöcken, die jeweils eine von vier Helligkeitsstufen aufweisen. Wenn man es schafft, vier Blöcke mit der gleichen Helligkeitsstufe nebeneinander anzuordnen, dann verschwindet die Zeile – so wie man das von «Tetris» her kennt. Die Zeilen lassen sich jeweils horizontal verschieben. Wenn zwei Blöcke mit der gleichen Helligkeitsstufe übereinander treffen, dann vereinigt sich der obere mit dem unteren und verändert die Farbe zur nächstdunkleren Stufe. Logisch, dass sich die dunkelsten Steine nicht kombinieren lassen. Wenn man Zeilen zum Verschwinden bringt, rutschen von oben neue Steine nach. Das Ziel ist nun, möglichst lang im Spiel zu bleiben und seine Punktzahl höher zu treiben.
Dunkel, dunkler, noch dunkler, am dunkelsten
Wenn man einfach drauflosspielt, dann kriegt man zwar ein paar Zeilen weg, gelangt aber relativ schnell an den Punkt, wo nichts mehr geht. Das heisst, dass man sich eine Strategie zulegen muss. Wobei die allerdings nicht so ganz einfach ist, da die zusammengleitenden Blöcke die Farbmuster neu arrangiert. Vor allem, wenn man ganze Kaskaden auslöst, weil mit einem Spielzug mehrere Blöcke verschmolzen werden. Das macht Anfängern (zu denen ich mich bei «Cryptolor» nach wie vor zähle) oft den Versuch zunichte, Blöcke hellerer Färbung nebeneinander zu bringen. Da die dunkelsten Blöcke sich nicht verändern, sollte man sich auf die konzentrieren. Und Blöcke so anordnen, dass man die Lücken in der horizontalen Anordnung schnell schliesst. Wichtig ist auch, isolierte Blöcke in der hellsten Färbung zu vermeiden – da man Blöcke durchs Kombinieren nur dunkler und nicht heller machen kann, kriegt man die nur weg, indem man einen anderen weissen Block zu ihnen hinmanöveriert, was recht knifflig sein kann.
Wie gesagt – wenn man nicht gerade ein Idiot Savant ist, der die Farbmuster im Hirn vollautomatisch decodiert, braucht das Spiel Angewöhnungszeit. Zu kritisieren ist, dass es keinen Übungsmodus mit weniger Helligkeitsstufen gibt. Ich würde mir auch ein besser unterscheidbares Farbschema wünschen – man kann zwar zwischen rot, grün, blau und grau wählen (was an der Spielweise nichts ändert), aber die mittleren Farbstufen sind bei allen Farben leicht zu verwechseln. Schade finde ich auch, dass die Audio-Wiedergabe im Hintergrund gestoppt wird, wenn man mit eingeschalteten Klängen spielt. Man muss somit die Klänge abschalten, wenn man zum Spielen Podcasts oder Hörbücher hören möchte. Zu bemängeln sind auch einige Bugs. Manchmal gerät der Screen durcheinander und gelegentlich werden Blöcke nicht zusammengefügt, obwohl sie zusammengefügt werden müssten. Die Bugs beeinträchtigen das Spiel aber nicht wesentlich – sonst hätte ich das Spiel hier nicht empfohlen.
Abgesehen davon ist es ein nettes kleines Zwischendurch-Spiel, das keine Hektik verbreitet und auch bestens fürs Pendeln geeignet ist. Die App ist gratis. Über einen In-App-Kauf von einem Franken wird man die Werbung los.