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Gemeindechronik Belpberg
Geographie
Belpberg liegt auf 802 m ü. M., 11 km südsüdöstlich der Kantonshauptstadt Bern (Luftlinie). Die Streusiedlung ohne eigentliches Dorfzentrum erstreckt sich auf dem breiten Höhenrücken des Belpbergs zwischen dem Aare- und dem Gürbetal.
Die Fläche des 5.7 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Belpbergs. Der Hauptteil des Gebietes wird vom Höhenrücken beziehungsweise vom Hochplateau des Belpbergs eingenommen (im Durchschnitt auf 800 m ü. M.). Die östliche Gemeindegrenze verläuft entlang dem Waldrand oberhalb des Steilabfalls zum Aaretal. Auf dem Chutzen wird mit 893 m ü. M. der höchste Punkt der Gemeinde erreicht. Nach Westen erstreckt sich der Gemeindeboden über den steilen Waldhang (Chiefferenwald) hinunter bis an den Rand der Gürbeebene (die Grenze bildet die Strasse von Belp nach Gelterfingen). Die natürliche südliche Abgrenzung verläuft im Heiterentälchen (auf der Westseite des Belpberges) und im Simmlerentälchen (auf der Ostseite des Berges). Von der Gemeindefläche entfielen 1997 5 % auf Siedlungen, 28 % auf Wald und Gehölze und 67 % auf Landwirtschaft.
Belpberg besteht aus den Weilersiedlungen Linden (802 m ü. M.), Fuchsacker (771 m ü. M.), Hohburg (792 m ü. M.), Oberhüseren (800 m ü. M.) Neuhus (788 m ü. M.), Grossmatt (764 m ü. M.) und Hofstetten (800 m ü. M.) auf der Hochfläche sowie einem Teil von Heitern (538 m ü. M.) am Westfuss des Berges und zahlreichen Einzelhöfen. Nachbargemeinden von Belpberg sind Belp, Gerzensee, Gelterfingen und Toffen.
Bevölkerung
Mit 387 Einwohnern (Ende 2006) gehört Belpberg zu den kleinen Gemeinden des Kantons Bern. Von den Bewohnern sind 99.4 % deutschsprachig, 0.3 % italienischsprachig und 0.3 % sprechen Portugiesisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Belpberg belief sich 1850 auf 501 Einwohner, 1900 auf 439 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts pendelte die Bevölkerungszahl zunächst im Bereich zwischen 430 und 470 Personen. Seit 1960 (441 Einwohner) wurde eine langsame Bevölkerungsabnahme verzeichnet.
Wirtschaft
Belpberg war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben die Milchwirtschaft und die Viehzucht sowie der Ackerbau einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Ausserhalb des primären Sektors sind nur wenige Arbeitsplätze in der Gemeinde vorhanden, unter anderem in einer Schreinerei. Viele Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die hauptsächlich in den grösseren Ortschaften der Umgebung und in der Agglomeration Bern arbeiten.
Verkehr
Gemeinde liegt weit abseits der grösseren Durchgangsstrassen, ist aber von Belp relativ einfach erreichbar. Der nächste Anschluss an die Autobahn A6 (Bern-Thun) befindet sich rund 7 km vom Dorf entfernt. Durch einen Postautokurs, welcher zu gewissen Tageszeiten die Strecke von Belp via Belpberg nach Kirchdorf (BE) bediente, war die Gemeinde bis 2005 an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden. Heute ist sie davon abgeschnitten.
Geschichte
Keltische und römische Münzfunde deuten auf eine frühe Begehung und Besiedlung des Belpberges hin. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1342 unter dem Namen Belpberge. Später erschienen die Bezeichnungen Belperg (1380) und Beltperg (1390). Die Etymologie des Wortstamms Belp ist unklar.
Das Gebiet von Belpberg gehörte im Mittelalter zur Herrschaft Belp-Montenach, die seit 1298 unter der Oberhoheit der Stadt Bern stand. Die hohe Gerichtsbarkeit lag beim Landgericht Seftigen. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Belpberg während der Helvetik zum Distrikt Seftigen und ab 1803 zum Oberamt Seftigen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt.
Ab 1. Januar 2012 gehört Belpberg zur Gemeinde Belp