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„Iss deine Suppe auf, damit du gross und stark wirst“, „Iss dein Gemüse auf, um gesund zu bleiben“. Wer hat diese Kommentare, um uns eine gesunde Ernährung beizubringen, nicht auch anhören müssen? In den nächsten Wochen werden Sie sich vielleicht selbst dabei erwischen, Ihrem Kind genau das gleiche zu predigen, wenn es mal wieder beim Anblick seines Bohnenbreis eine Grimasse zieht oder direkt die kleinen Brokkolistücke ausspuckt, die Sie so liebevoll zubereitet haben! Denn gute Essgewohnheiten werden schon bei der Einführung von Beikost angenommen. Wir sagen es Ihnen gleich: Das Epos von der gesunden Ernährung ist nicht immer ein reibungsloses Vorhaben.
Bestandsaufname von Babys‘ Ernährung
• Das kindliche Verdauungssystem reift erst mit Vollendung des zweiten Lebensjahres komplett aus, und trotzdem essen heutzutage 50 % aller Kinder zwischen 13 und 18 Monaten das gleiche Essen wie ihre Eltern! Die Gefahr dabei: Der Darm, das Schlüsselelement unseres Immunsystems, wird dadurch angegriffen.
• 30 % der Kinder zwischen 6 Monaten und 2 Jahren weisen einen Eisenmangel auf und 4,2 % leiden an Anämie.
• Die Proteinzufuhr (insbesondere Fleisch, Fisch und Ei) der 5-36 Monate alten Kinder ist oft zu hoch. Dabei entsteht die Gefahr, dass Kinder an leichtem oder sogar starkem Übergewicht erkranken. Die richtige Dosierung: 20 g/Tag bis zum 12. Monat und dann 30 g/Tag bis zum dritten Lebensjahr.
• Mehr als die Hälfte aller Kleinkinder essen zu viel Süsses.
• Epidemiologische Studien zeigen, dass der tägliche Calciumbedarf von 5 bis 15 % der Säuglinge zwischen 3 und 18 Monaten und mehr als 20 % der Kinder zwischen 18 und 24 Monaten nicht gedeckt ist.