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Nibali griff nach perfekter Vorarbeit seiner Astana-Teamkollegen 12 km vor dem Ziel in Sant’Anna di Vinadio an. Als der 31-jährige Italiener am Colle della Lombarda, dem zweitletzten Aufstieg des Tages, das Tempo erhöhte, vermochten ihm einzig Chaves und Alejandro Valverde (vorerst) zu folgen.
Bei der zweiten Attacke allerdings konnte sich Nibali absetzen. Bis zur Passhöhe distanzierte er Valverde um rund 30 Sekunden und Leader Chaves gar um eine Minute. Damit war der 31-jährige Sizilianer bereits virtueller Leader.
Vor allem der Abstand zum Kolumbianer, der mit 44 Sekunden Vorsprung zu dieser anspruchsvollen Bergetappe gestartet war, vergrösserte sich noch weiter. Damit war für Chaves, der noch nie am Ende einer der drei grossen Rundfahrten auf dem Podest gestanden hatte, der Traum vom ersten Gesamtsieg ausgeträumt. Beim 26-Jährigen vom Team Orica waren bei der Zieldurchfahrt Tränen der Enttäuschung zu sehen.
Nibali war noch am Freitagmorgen als Gesamtvierter um fast fünf Minuten hinter dem damaligen Leader Steven Kruijswijk zurückgelegen. Nun führt er mit 52 Sekunden Vorsprung vor Chaves und 1:17 Minuten vor Valverde. Nibali hat den Giro 2013 bereits einmal gewonnen. Auch die Tour de France (2014) und die Vuelta (2010) beendete der 31-jährige Sizilianer schon als Gesamtsieger.
Solo-Sieger des Teilstücks am Samstag wurde Rein Taaramäe vom Team Katjuscha, der als erster Este eine Giro-Etappe gewinnen konnte. Auf den 134 km vom französischen Ort Guillestre nach Sant’Anna di Vinadio waren drei Bergpreise der ersten Kategorie zu überwinden.
Der 99. Giro d’Italia geht am Sonntag in Turin zu Ende.
(SDA)