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Die Naturschutzgebiete der Grande Cariçaie
Die Grande Cariçaie ist ein grosses Naturschutzgebiet am Südostufer des Neuenburgersees. Das Ufergelände ist aus der ersten Juragewässerkorrektion Ende des 19. Jahrhunderts hervorgegangen und besteht aus Mooren, feuchten Wäldern und Flachwasserzonen. Ein Viertel der Tier- und Pflanzenarten der Schweiz, darunter zahlreiche seltene und bedrohte Arten, ist hier zu Hause. Als grösstes zusammenhängendes Seeuferfeuchtgebiet der Schweiz erstreckt sich die Grande Cariçaie über einen 40 km langen Streifen entlang des Südostufers des Neuenburgersees und umfasst acht Naturschutzgebiete mit insgesamt rund 3000 ha. Aufgrund der beachtlichen Grösse und Biodiversität ist diese Landschaft weit über die Schweiz hinaus bekannt. Die Grande Cariçaie ist ein vom Europarat ausgewiesenes «Biogenetisches Reservat» und ist als «Smaragd-Gebiet» sowie als «Ramsar-Gebiet» gemäss der Konvention zum Schutz der international bedeutenden Feuchtgebiete eingetragen.
Die verschiedenen Reservate werden unter dem Namen «Grande Cariçaie» zusammengefasst, weil alle eine spezielle Pflanzenart beherbergen: die Steife Segge Carex elata. Auf Französisch bezeichnet man ein Gebiet, in dem bestimmte Carex-Arten vorkommen, als «cariçaie».
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Spaziergänge
- © Pro Natura
Uferpfad
Ein zwei Kilometer langer Weg, der zum Teil aus Holzstegen besteht, führt Sie über die Weiher und Feuchtwiesen von Champ-Pittet. Mit etwas Glück werden Sie die typischen Vögel dieses Lebensraums sehen, etwa den Haubentaucher, der im Frühling ein auffälliges Balzverhalten zeigt, viele Entenarten oder versteckt lebende Reiher. Von Frühling bis Herbst kommen Sie in den Genuss des Froschkonzerts. Die Amphibien lassen sich vom Steg aus leicht beobachten. Manche sitzen gut getarnt zwischen den Algen, andere sonnen sich auf Holzstücken, die im Wasser treiben. Der Uferpfad ist zu grossen Teilen rollstuhlgängig und führt auf bequeme, sichere Art zu unseren Beobachtungsstationen am Wasser.
Während dieses Spaziergangs folgen Sie den blauen «Uferpfad»-Pfeilen.
Waldpfad
Der Waldpfad führt Sie zu einem Waldtümpel am Rande des Anwesens von Champ-Pittet. Hier tummeln sich Frösche und Enten zwischen den hübschen Wasserlinsen, die wie ein grüner Teppich auf dem Gewässer liegen. Der stille, erfrischende Ort ist ideal um sich auszuruhen und zu meditieren. Danach steigen Sie auf einem steilen Weg neben einem Bach den Hangwald hoch und erreichen so den Waldrand, der an unseren Obstgarten grenzt. Der Waldpfad ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht zu empfehlen und der Aufstieg an den Waldrand eignet sich nicht für Kinderwagen.
Während dieses Spaziergangs folgen Sie den rosa «Waldpfad»-Pfeilen.
Gartenpfad
Der Gartenpfad führt Sie durch unsere drei Gärten.
Während dieses Spaziergangs folgen Sie den gelben «Gartenpfad»-Pfeilen.
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Beobachtungsstationen im Feuchtgebiet
- © Pro Natura
Das Observatorium am Wasser
Hier ist der ideale Ort, um Wasservögel zu beobachten. Für den Zugang zum Observatorium benötigen Sie einen Code. Er ist im Eintrittspreis für das Zentrum inbegriffen und wird während der Öffnungszeiten am Empfang abgegeben. Mitglieder von Pro Natura können den Code per E-Mail beziehen. Der Code wird jeden Monat geändert. Das Observatorium ist rollstuhlgängig.
Der Beobachtungsturm
Der neue, im März 2018 eröffnete Beobachtungsturm verfügt über drei Etagen, auf denen Sie das herrliche Panorama der Grande Cariçaie geniessen können. Zudem bietet er neue Beobachtungsmöglichkeiten direkt am Wasser und wird deshalb vor allem von Fotografierenden geschätzt. Das architektonische Schmuckstück ist aus 100% Schweizer Holz und mit Trockentoiletten ausgestattet (demnächst verfügbar).
Sentier de l’Escarbille
Der Pfad «Sentier de l’Escarbille» bildet Teil des regionalen Drei-Seen-Wegs, der Yverdon-les-Bains mit Murten verbindet und einen grossen Teil der Naturschutzgebiete der Grande Cariçaie durchquert. Der Weg ist ab dem Bahnhof von Yverdon ausgeschildert und kommt beim Pro Natura Zentrum Champ-Pittet vorbei. Danach taucht er in die üppigen Wälder der Grande Cariçaie ein und führt in Richtung Yvonand zu verschiedenen Naturschätzen, darunter eine herrliche Schwarzerlenaue, mehrere Wasserfälle, die sich in den Molassehang graben, sumpfige Lichtungen mit wilden Orchideen sowie eine grössere Anlage von Dachs- und Fuchsbauen. Auf diesem Weg befinden sich keine besonderen Schwierigkeiten ausser einem kleinen, etwa 50 m langen Anstieg in der Nähe des Refuge de l’Escarbille.