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Voraussetzungen für gute Thermik
Die beste Thermik bei uns ist in der Regel von April bis Juni zu erwarten, weil dann in der Höhe oft noch kältere Luftmassen vorhanden sind, was wiederum eine hohe Labilität erlaubt. Im Hochsommer setzt sich die Erwärmung immer mehr in höhere Schichten durch und die Labilität nimmt tendenziell ab, bis sich im Herbst allmählich Inversionslagen bilden können.
Eine hohe Labilität bedeutet eine starke Abnahme der Temperatur mit der Höhe. In der freien Atmosphäre kann die Abnahme bei trockener Luft bis zu 1°C/100m betragen, in Bodennähe kann dieser Wert sogar übertroffen werden. Ist die Luft sehr trocken, sprechen wir auch von «Blauthermik» (keine Wolkenbildung). Kommt es zur Wolkenbildung (Kondensation) dann beträgt dieser vertikale Temperaturgradient noch ca. 0.65°C/100m, da durch den Kondensationsprozess Wärme freigesetzt wird. Wir wissen nun, dass bei trockener Luft die Labilität höher ist als bei feuchter.
Wie verhält es sich nun mit der Steiggeschwindigkeit eines Luftpakets? Die Steiggeschwindigkeit hängt vor allem von der Taupunktsdifferenz und dem Mischungsverhältnis (mixing ratio) ab auf einer bestimmten Höhe, vorausgesetzt bei trockenadiabatischer Schichtung (1°C/100m).