Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03443.jsonl.gz/398

geb. --.--.----
Amiodaron und Moxifloxacin beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Amiodaron und Levofloxacin bzw. Moxifloxacin haben ein bekanntes Potential zur Verlängerung der QT-Zeit im EKG. Additive Effekte sind möglich, wodurch das Risiko für kardiale Arrhythmien ansteigt.
Effekt
Gemäss Schweizer Fachinformation ist die gleichzeitige Gabe von Amiodaron mit Fluoroquinolonen, die TdP verursachen können, kontraindiziert. Unter beiden Arzneistoffen sind Verlängerungen des QTc-Intervalls im EKG beschrieben, auch existieren Fallberichte zu Torsades de pointes-Ereignissen unter der jeweiligen Medikation. In Kombination kann das Risiko für ventrikuläre Arrhythmien wie TdP bis hin zum plötzlichen Herztod additiv erhöht sein.
Empfehlung
Die Kombination ist zu vermeiden [Stahlmann R, 2010]. Gemäss Schweizer Fachinformation von Amiodaron ist die Kombinationstherapie mit Präparaten, die Torsades de pointes verursachen können, kontraindiziert. Ist die gleichzeitige Gabe unumgänglich, sind eine sorgfältige Monitorisierung der QTc-Zeit im EKG und Kontrollen der Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium und Magnesium) notwendig. Die Interaktion kann auch nach Absetzen von Amiodaron - bedingt durch dessen lange Halbwertszeit - noch auftreten.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018