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Dieser junge Waldkauz, am 11. April in einem Stadtzürcher Wald beobachtet, ist ein Ästling, ein noch nicht flügge gewordener Jungvogel, der sein Nest zwar verlassen hat, jedoch auf einem Ast sitzend von den Elternvögeln weiterversorgt wird. Manchmal fallen die Ästlinge auf den Boden und werden dort von den Eltern gefüttert, bis sie flügge sind. Also: wer Jungvögel am Boden findet, sollte diese nicht einpacken, sondern aus Distanz beobachten. Jedes Jahr zur Brutzeit häufen sich Fundmeldungen über scheinbar hilflose Jungvögel und andere Tierkinder, die aus dem Nest gefallen sind. Man sollte solche Tiere auf keinen Fall gleich aufnehmen, sondern sie an Ort und Stelle belassen, denn die Jungen vieler Vogelarten verlassen ihr Nest bereits, bevor ihr Gefieder vollständig ausgebildet ist. Wenn man sich unsicher ist, ob man eingreifen soll, kann man sich vorher bei einer anerkannten Auffangstation oder Vogelpflegeeinrichtung informieren. Wenn der Jungvogel stark exponiert ist, kann man ihn in die Höhe, z.B. auf einen dicken Ast oder in ein Gebüsch setzen, sich entfernen und aus Distanz weiter beobachten. Der junge Waldkauz auf dem Bild wird wohl noch einige Weile von seinen Eltern mit Nahrung versorgt, bis er selbständig sein wird. Waldkäuze sind, zusammen mit der Waldohreule, in Mitteleuropa die häufigste Eulenart. Neben Wäldern bewohnen Waldkäuze auch Parkanlagen von Grossstädten.