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Das Auftakteinzel geriet zum Sprint für Federer. Den ersten Satz gewann er in 23 Minuten, für den zweiten benötigte er 25. Nach 72 Minuten verwandelte er den zweiten Matchball. In Bedrängnis geriet Federer während den drei Sätzen nie.
Nikolos Basilaschwili erwies sich aber auch als dankbarer Gegner für Federer, der die letzten zwei Wochen eine Erklärung und Grippe auskuriert hatte. Der Georgier versuchte, Federers rassiges Tempo mitzugehen, dabei gelangen ihm durchaus auch sehenswerte Punktgewinne. Trotzdem dominierte Roger Federer die Partie klar, schlug sechs Asse, 18 Servicewinner und gewann insgesamt 92% der Punkte nach erstem Aufschlag.
Federer rückte nach dem Aufschlag selten vor; er zog es vor, zuerst an der Grundlinie seine Sicherheit zu finden. Auch dieser Plan ging auf: Federer produzierte in den Grundlinienduellen mehr direkte Gewinnschläge (18) als unnötige Fehler (17).
Nur dass er im ersten Satz beim Stand von 4:1 ein Aufschlagspiel abgab, dürfte Federer in Nachhinein gewurmt haben. Weil ihm aber in den ersten beiden Sätzen jeweils drei Breaks gelangen, spielte diese zweiminütige Schwächephase keine Rolle. «Generell bin ich extrem zufrieden mit meiner Leistung. Ich fühle mich viel besser als vor zwei Wochen in Brisbane. Dass ich (nach den gesundheitlichen Problemen der letzten zwei Wochen) am ersten Abend schon so gut spielte, stimmt mich für den weiteren Verlauf des Turniers zuversichtlich.»
In der zweiten Runde trifft Roger Federer am Mittwoch auf den Ukrainer Alexander Dolgopolow, der sich gegen den Litauer Ricardas Berankis in 2:08 Stunden 6:1, 3:6, 6:4, 6:2 durchgesetzt hat. Gegen Dolgopolow führt Federer in den Direktbegegnungen mit 2:0 Siegen und 4:0 Sätzen.
Belinda Bencic ist nicht mehr krank. Die 18-jährige Ostschweizerin besiegt bei grosser Hitze (36 Grad) die Amerikanerin Alison Riske in 70 Minuten 6:4, 6:3.
Noch am Freitag hatte Belinda Bencic den Halbfinal in Sydney krankheitshalber aufgeben müssen. Drei Tage später war von Bencics Unwohlsein nichts mehr zu sehen. Der Youngster fühlte sich auf dem Court Nr. 7 offensichtlich pudelwohl. Sie dominierte die Partie, und die australischen Fans machten lautstark Stimmung für die aufstrebende Schweizerin.
Alison Riske, die in der ersten Januarwoche in Shenzhen in China einen Final erreicht hatte, bot sich nur eine Möglichkeit für einen erfreulicheren Ausgang. Die Amerikanerin begann gut und besass zu einer 4:2-Führung den ersten Breakball im Spiel. Belinda Bencic wehrte diesen aber ab und schaffte gleich im nächsten Game den ersten Aufschlagdurchbruch. Im zweiten Satz holte Bencic das Break (zum 2:1), eher ihr beim Matchball ihr zweiter Servicedurchbruch gelang.
Weniger gut erging es der 23-jährigen Zürcherin Viktorija Golubic (WTA 169) bei ihrem ersten Spiel an einem Grand-Slam-Turnier. Die Qualifikantin leistete bei der 5:7, 4:6-Niederlage gegen die 27-jährige Spanierin Carla Suarez Navarro (WTA 11) aber entschlossen Widerstand. Erst nach einer Stunde und 43 Minuten gab sich die Schweizerin geschlagen. Im ersten Satz besass Golubic die erste Breakmöglichkeit (zum 1:0), im zweiten Satz führte Golubic mit einem Aufschlagdurchbruch 2:1 und vergab später drei Breakbälle zum 4:3.
Viktorija Golubic spielte erst zum vierten Mal und erstmals seit zwei Jahren gegen eine Spielerin aus den ersten 100 der Weltrangliste. Die Routine fehlte in den entscheidenden Momenten. In beiden Sätzen realisierte Suarez Navarro, Finalistin in der letzten Saison in Antwerpen, Key Biscayne und Rom, den entscheidenden Aufschlagdurchbruch im letzten Game. (zap/sda)