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Macht Ben Stiller Pause?
In diesem Herbst noch sorgte Stiller mit seiner Vietnamkriegsfilmsatire „Tropic Thunder“ für verschiedenste Meinungen bei Kritikern und Publikum. In dem Film spielte er den leicht zurückgebliebenen Soldaten „Simple Jack“ und parodiert damit Werke über Behinderte wie «I Am Sam» oder «Forrest Gump». An der Seite von Stiller, der auch Regie führte, spielen Tom Cruise, Nick Nolte und auch Jack Black.
In Amerika war Stiller von Behinderten-Verbänden wegen der drastischen Darstellung des geistig zurückgebliebenen Mannes kritisiert worden. Stiller nahm die Sache eher gelassen - er wollte „einfach die Ignoranz mancher Schauspieler lustig darstellen“ sagte er.
Doch nun Informationssperre – keine Neuigkeiten, keine Gerüchte…will Ben nun etwas Pause machen?
Geleistet hat er ja in den letzten Jahren genug und verdient hätte er sich das auch.
In «Dodgeball» (2004) parodierte der Comedy-Star den hohen Stellenwert von Sport in der US-Gesellschaft, und in «Nach 7 Tagen ausgeflittert» nahm er die bigotte Sexualmoral der Amerikaner auf die Schippe.
Das Komödiantische liegt dem Sohn der Komiker Jerry Stiller und Anne Meara einfach im Blut. Die Schule interessierte ihn kaum, stattdessen drehte er mit seiner Super-8-Kamera im Alter von 10 Jahre ein Remake des Klassikers „der weißen Hai“ und hatte damals schon den Wunsch Regisseur zu werden.
Nach der Schule aber hielt es Stiller aber nicht lange an der Universität aus - stattdessen probierte er sich am Broadway und in der TV-Talentschmiede «Saturday Night Live» aus. Sein Debüt als Regisseur realisierte Stiller 1994 mit „Reality Bites“ – der Kinoerfolg mit Winona Ryder und Ethan Hawke wurde zum Kultfilm für die gesamte sog. „Generation X“.
Anschließend führte Stiller Regie in der Komödie „Cable Guy“ mit Jim Carrey in der Hauptrolle, doch den finalen Durchbruch zum (Comedy)Star feierte Ben Stiller im Jahr 1998 mit der beeindruckenden Komödie „Verrückt nach Mary“ – dort spielte er einen tollpatschigen Verlierertyp Ted, der seine Jugendliebe Mary (Cameron Diaz) mit allen Mitteln erobern will. Nach diesem Film konnte Stiller sich seine Projekte in Hollywood aussuchen.
Mit „Meine Braut, ihr Vater und ich“ feierte er an der Seite von Robert De Niro einen gigantischen Kassenerfolg und 2004 (zusammen mit Dustin Hoffmann und Barbara Streisand) die Fortsetzung „Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich“.
Gegenwärtig zählt Stiller laut dem amerikanischen Forbes Magazine zu den am besten verdienenden männlichen Schauspielern in Hollywood. Zwischen Juni 2007 und Juni 2008 erhielt er Gagen in Höhe von 40 Mio. US-Dollar und rangiert hinter Will Smith, Johnny Depp, Eddie Murphy, Mike Myers, Leonardo DiCaprio und Bruce Willis auf Platz sieben.