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Prof. Kenichi Moriya
Prof. Kenichi Moriya ist seit 1997 Professor für deutsches Recht an der juristischen Fakultät der Osaka City University (die ihren Namen aufgrund der Fusion mit der Osaka Prefecture University zum 1. April 2022 in "Osaka Metropolitan University" ändern wird). Seine Interessen und Publikationen liegen in den Bereichen Rechtsgeschichte, Rechtsvergleichung und Rechtstheorie. Prof. Kenichi Moriya besitzt einen Bachelor- und LL.M.-Abschluss der Universität Tokio, Japan, sowie einen Doktortitel der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Deutschland. Seine Dissertation trägt den Titel "Savignys Gedanke im Recht des Besitzes" (Vittorio Klostermann, 2003).
Prof. Kenichi Moriya durfte seine Arbeit bei zahlreichen Gelegenheiten als Gastredner vorstellen, u.a. am Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte (Frankfurt am Main, Deutschland; seit 2021: MPI für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie), Universität Stockholm (Schweden), Universität Hannover (Deutschland) und l'École des Hautes Études en Sciences Sociales (Paris, Frankreich). Er ist ein Humboldtianer und war von 2009 bis 2010 Gastprofessor an der Goethe-Universität Frankfurt (Deutschland).
Während seiner gesamten bisherigen akademischen Laufbahn versucht Prof. Kenichi Moriya, den "Begriff des Rechts" (H.L.A. Hart) zu klären, eine wahrlich sehr theoretische Aufgabe. Um der Gefahr zu entgehen, sich dabei in theoretischen Phantasien zu verlieren, hat er versucht, sich diesem Problem eher historisch als theoretisch zu nähern, wobei er immer in Kontakt mit konkreten historischen Materialien blieb, unter anderem mit den folgenden:
- Savigny-Studien
- Wissenschaftsgeschichte über das "Darlehen" (mutuum) von Friedrich Carl von Savigny über Ph. Ed Huschke, L. Mitteis, Th. Mommsen etc. bis zu Pierre Noailles und einigen anderen französischen Soziologen im frühen 20. Jahrhundert
- Frühe Arbeiten von Otto Bachof als Beispiel für eine Wiederbelebung des Rechtslebens in Westdeutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs
- Gewohnheitsrechtstheorie der sogenannten Historischen Jurisprudenz
- Rechtsauffassung in Japan aus der Perspektive der Rechtsvergleichung
- Rechtsgeschichte Japans seit 1850 unter Berücksichtigung des Verständnisses und Missverständnisses des "westlichen Rechtssystems"
- Geschichte des japanischen Privatrechts.
Einige von Prof. Kenichi Moriyas Werke sind in deutscher Sprache erschienen.
Prof. Christopher A. Whytock
Christopher Whytock ist Vizedekan und Professor für Recht und Politikwissenschaft an der University of California, Irvine School of Law, und Co-Direktor des UCI Center in Law, Society and Culture. Zuvor war er Studiendirektor an der Haager Akademie für internationales Recht und Gastforscher am Institut suisse de droit comparé.
Im Jahr 2013 ernannte das American Law Institute (ALI) Professor Whytock zum Berater für das Fourth Restatement of the Foreign Relations Law of the United States, und 2014 zum Associate Reporter für das neue Third Restatement of Conflict of Laws. Im Jahr 2019 wurde er zum Mitglied des Beratenden Ausschusses für Internationales Privatrecht des US-Außenministeriums ernannt.
Die Forschungsschwerpunkte von Professor Whytock sind transnationale Rechtsstreitigkeiten, Kollisionsrecht, internationales Recht und die Rolle des nationalen Rechts und der nationalen Gerichte in der Global Governance. Seine wissenschaftlichen Arbeiten wurden in juristischen Fachzeitschriften wie der Columbia Law Review, der Cornell Law Review, der New York University Law Review und der University of Pennsylvania Law Review sowie in interdisziplinären Fachzeitschriften wie dem Journal of Empirical Legal Studies, Theoretical Inquiries in Law und International Security veröffentlicht. Zu seinen Büchern gehören Conflict of Laws (Sixth Edition) (mit Peter Hay, Patrick J. Borchers & Symeon C. Symeonides), Research Handbook on the Politics of International Law (zusammen mit Wayne Sandholtz), Transnational Law and Practice (mit Donald E. Childress III und Michael D. Ramsey) und Understanding Conflict of Laws (Fourth Edition) (mit William M. Richman & William L. Reynolds).
Professor Whytock erhielt seinen Doktortitel in Politikwissenschaft von der Duke University; seinen J.D. und M.S. in Foreign Service von der Georgetown University, wo er ein Ford Foundation Fellow in Public International Law war; und seinen B.A. in Politikwissenschaft von der UCLA.