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Beste Jahreszeit
Brunnen «Mattenkreuz»
Der Name bezieht sich auf die Strassenkreuzung oder auf das Wegkreuz (Kruzifix), das zur katholischen Zeit oberhalb der Steingrotte stand. Der spätere Ausbau der Strasse erforderte die Versetzung des Brunnens in den Hang. Das Wasser der Mattner Brunnen stammt aus eigenen Quellfassungen. Das Kloster Interlaken begann im 15.
Jahrhundert mit dem Bau der Quellfassungen auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Wilderswil. Ein eigenes Leitungssystem versorgt die Brunnen.
Brunnen «Baumgarten»
Noch vor 150 Jahren lagen viele Ortsteile von Matten in einem Obstbaumwald. Der Baumgarten-Brunnen aus Ringgenberger Alpenkalk ist ein Geschenk des Baumeisters Fritz Kübli. Seine Baumfirma erhielt von der Gemeinde den Auftrag, die ersten Etappen der modernen Kanalisation zu bauen.
Brunnen «Brunngasse»
In Matten befanden sich viele Landwirtschaftsbetriebe, die dem Kloster Interlaken gehörten. Das Vieh musste getränkt werden. Deshalb beschloss das Kloster, Brunnen zu bauen. In der Brunngasse standen in früheren Zeiten mehrere Brunnen aus Holz.
Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte der Tourismus eine regelrechte Blütezeit. Dadurch war die Gemeinde finanziell in der Lage, die Brunnen zu erneuern. Der Brunnen «Brunngasse» wurde zusammen mit sieben anderen im Jahr 1909 erbaut und ist mit Jugendstilmustern verziert.
Brunnen «Dorfstrasse»
Der Brunnen in der Dorfstrasse ist der älteste der heute noch 18 bestehenden Mattner Brunnen. Der Doppelbrunnen wurde 1826 von Peter Tschiemer aus Goldswiler Platten gebaut. Er dient bis heute als Vieh- und Pferdetränke.
Unsere Region lebt umgeben von Gletschern, Bergseen, Flüssen, Bächen und Quellen vom und mit dem Wasser. Jährlich verbringen Zehntausende von Touristen direkt und indirekt ihre Ferien mit Wasser: Schneesport, Eisklettern, Wandern entlang der Seen und Flüsse, Seerundfahrten, Schwimmsport, Canyoning, Riverrafting.
Brunnen «Hofstatt»
Die sogenannte Hofstatt war einst der Besitz des reichsten Mattner Bauern. Zur heute noch vorhandenen Scheune gehörte ein Bauernhaus, welches im Freilichtmuseum Ballenberg steht.
Der Besitzer Hans Sterchi war im 19. Jahrhundert in der Gemeinde politisch engagiert. Sein Engagement für den Bau eines Schulhauses wurde vom Gemeinderat abgelehnt. Unbeirrt baut er zusammen mit der Bevölkerung und mit eigenen finanziellen Mitteln auf seinem Grundstück das erste Schulhaus in Matten. Das ehemalige Schulgebäude steht links vom Brunnen und trägt sinnigerweise den Namen «Brunnenhaus».
Brunnen «Pfandstatt»
Mit dem Bau der neuen Alterswohnungen wurde 1996 der jüngste Brunnen in Matten errichtet. Der verwendete Stein stammt aus dem Grimselgebiet und wurde von der Steinhauerei von Bergen aus Guttannen bearbeitet. Der Name Pfandstatt bezeichnete früher ein Gebäude, in welchem verpfändete Gegenstände oder Vieh sichergestellt wurden. An diesem Platz befand sich das zweite Mattner Schulhaus, das heute einen Kindergarten beherbergt.
Eine Anekdote aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erzählt, dass in einem strengen Winter das Wasser der Toilette (damals ein Plumpsklo) eingefroren sei. Lehrer August Flückiger schritt zur Tat und schoss mit seiner Armeewaffe «den Weg frei». Und die Schülerinnen und Schüler hatten wieder eine funktionierende Toilette.
Brunnen «Unterdorf»
Bis in die Neuzeit diente der Brunnen als Trinkwasserspender. Die Menschen trugen mit Behältern aus Holz und Metall («Bränten») das Wasser nach Hause. An der Stirnseite, gegenüber dem Ausfluss befand sich ein kleiner Trog. Der grosse Brunnentrog fungierte als Viehtränke und nur das sogenannte «Sudeltrögli» durfte gemäss Gemeindegesetz für die Kleiderwäsche benutzt werden.
Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde das Wasser in Glasflaschen abgefüllt und an die umliegenden Hotels verkauft. Der Brunnenweg führt nun durch die «alte Unterdorfstrasse», einer typisch engen Dorfgasse. Rechts befindet sich das älteste Mattner Haus, das Kübli-Haus aus dem 16. Jahrhundert. Anschliessend folgt das Aemmer-Haus aus dem 17. Jahrhundert.
Brunnen «Mattenwirtshaus»
Vis-à-vis vom Brunnen befindet sich das Mattenwirtshaus – heute Landgasthof Hirschen genannt –, eine der ältesten Gaststätten in der Region. Schon 1242 stand an diesem Ort eine Schmiede mit einem Pintenrecht, welches den Ausschank von Wein erlaubte. Der untere Teil des heutigen Gebäudes wurde 1683 gebaut. In den folgenden Jahrhunderten folgten mehrere neue Aufbauten.
Der Brunnen wird nicht über die eigentliche Kloster-Brunnenleitung versorgt, sondern von einer eigenen Leitung. Ein Vorfahre der Wirtshausbesitzer, Christian Sterchi, zeichnete sich im Jahr 1712 in der Schlacht von Villmergen durch seine Tapferkeit aus. Als Belohnung erlaubte ihm die Berner Regierung vor seinem Wirtshaus einen Brunnen mit eigener Wasserzufuhr zu bauen.
Parkplatz Tellspiele Interlaken/Matten
www.brunnendorf.ch