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Die chinesische Terrakotta-Armee. 2000-jährige Soldaten aus Ton
Die chinesische Terrakotta-Armee
Dank eines Zufalls haben chinesische Bauern 1974 in Xian ein heutiges UNESCO-Weltkulturerbe entdeckt: die Terrakotta-Armee. Damit wollte sich der erste chinesische Kaiser Qin Shi Huang Di seinen Nachruhm sichern.
Die Chinesische Mauer gehört zu China wie das Matterhorn zur Schweiz. Qin Shi Huang Di, der Auftraggeber dieser berühmten Mauer, realisierte jedoch nicht nur dieses Projekt, sondern liess sich zu Lebzeiten ausserdem ein anderes gewaltiges Monument errichten: die Terrakotta-Armee.
Die Zeit von Qin Shi Huang Di
Gerade mal 13-jährig wurde Ying Zheng im Jahre 246 v. Chr. zur Zeit der « sieben streitenden Reiche » zum König des Qin-Staates ernannt. Auch er gab sich kämpferisch und beseitigte auf dem Weg zur Alleinherrschaft seine Mutter, hohe Politiker und Generäle, eroberte andere Staaten, schuf 221 v. Chr. ein vereintes China, ernannte sich zum « König der Könige » und wurde unter dem Namen Qin Shi Huang Di der erste Kaiser der chinesischen Geschichte.
Zufällige Entdeckung
2000 Jahre später – im Jahr 1974 – stiessen Bauern in der Provinz Shaanxi beim Graben eines Brunnens auf eine Schicht aus hartem, gebranntem Ton. Was konnte das wohl sein? Sie hatten den ersten von heute tausenden Terrakotta-Kriegern entdeckt. Jeder dieser durchschnittlich 1,80 m grossen Soldaten besteht aus gebranntem Ton und ist aufgrund von Gesicht, Fri-sur, Kleidung, Haltung und Mimik einzigartig. Diese gewaltige Ansammlung von überlebensgrossen Tonkriegern, Wagenpferden und Kampfwagen steht nicht irgendwie und unkoordiniert in der Landschaft, sondern ihre Aufstellung folgt einer sichtbaren Logik. So ist die gesamte Armee nach Osten ausgerichtet und nach einer Schlachtordnung in zwei Flügel und einen Gefechtsstand aufgeteilt. Doch woher kam diese wehrfähige, mit echten Kampﬁnstrumenten bewaffnete Armee, und welchen Auftrag hatte sie?
Sicherung einer Herrschaft
Aufgrund historischer Dokumente weiss man, dass Qin Shi Hang Di zu seiner Regierungszeit etwa 700 000 Künstler, Architekten und Zwangsarbeiter beschäftigte und diese immense Anlage als sein Grabmal errichten liess. Rund ein Zehntel seiner damaligen arbeitsfähigen Untertanen musste diese Armee nach dem Vorbild von damals tatsächlich existierenden Menschen und Tieren erschaffen. Vollständig bewaffnet und farbig bemalt bewachen sie seit etwa 2000 Jahren die « ewige » Herrschaft ihres Herrschers. Die Terrakotta-Armee, auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgeführt, ist heute für die Chinesen eines der wichtigsten Objekte des staatlichen Kul-turdenkmalschutzes. Der mächtige Qin Shi Hang Di sichert sich seinen Nachruhm dank seiner Armee bis heute. a Viviane Burkhalter, Bern Teil der Terrakotta-Armee, einer gewaltigen Ansammlung von 1,8 m grossen Kriegern aus gebranntem Ton, geschaffen auf Befehl des ersten Kaisers der chinesischen Geschichte nach einer in Schlachtordnung aufgestellten Armee Foto: Aus « Haudegen des Reichs vor 2200 Jahr en », Xi'an
ie Provinz Yunnan, im äussersten Südwesten der Volksrepublik China, geniesst das ganze Jahr über ein mildes Klima. Das « Land im Süden der Wolken » – das chinesische « nan » steht für « Land im Süden », « Yun » für « Wolken » – ist die Heimat für eine unglaubliche Anzahl verschiedener Volksgruppen: 26 der 55 in
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T E X T / F O T O S Alessandra Meniconzi, Breganzona ( ü ) China vertretenen Ethnien leben in dieser Provinz und werden als « pien kiang min tsou » oder « Grenzbevölke-rung » bezeichnet. An Bord eines Jeeps « Made in China » haben wir Kunming, die moderne und chaotische Hauptstadt Yunnans, verlassen und fahren auf einer erstaunlich gut ausgebauten Strasse durch traditionelle, von Pappel-reihen geschützte Dörfer und landwirtschaftlich intensiv genutzte Gebiete.
Foto: Alessandra Meniconzi