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Aufhellung der Konsumentenstimmung
Bern, 07.02.2013 - Die vom Staatssekretariat für Wirtschaft in Auftrag gegebene Umfrage zur Konsumentenstimmung zeigt, dass sich die Konsumentenstimmung im Januar 2013 erstmals seit drei Quartalen wieder spürbar aufgehellt hat. Nachdem der Index der Konsumentenstimmung* in den beiden vorangegangenen Erhebungen (Juli und Oktober 2012) leicht unter dem historischen Durchschnitt blieb, stieg er im Januar 2013 auf -6 Punkte (und damit leicht über den historischen Durchschnitt). Zu dieser Aufhellung des Klimas trugen insbesondere verbesserte Erwartungen für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung sowie für die Sparmöglichkeiten bei. Einzig die Einschätzungen der Arbeitsmarktentwicklung blieben weiterhin relativ verhalten.
Drei der vier Subindizes, die in die Berechnung des Konsumentenstimmungsindex** einfliessen, haben sich zwischen Oktober 2012 und Januar 2013 deutlich verbessert. Merklich optimistischer waren die Erwartungen der Haushalte für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung (dieser Indikator erreichte im Januar 2013 die Nulllinie, nach -23 Punkten im Oktober 2012). Daneben stuften die Haushalte auch die Möglichkeit, in den kommenden Monaten Geld zu sparen (von +25 auf +34 Punkte), sowie die Entwicklung der eigenen finanziellen Lage (von -2 auf +4 Punkte) besser als noch im Oktober 2012 ein. Einzig bei den Erwartungen über die zukünftige Entwicklung der Arbeitslosenzahl lässt eine spürbare Stimmungsaufhellung noch auf sich warten (im Januar +62 Punkte, nach +67 Punkten im Oktober).
Von den übrigen Subindizes, die nicht in der Berechnung des Konsumentenstimmungsindex einfliessen, verschlechterte sich zwischen Oktober und Januar keiner. Die allgemeine Wirtschaftsentwicklung in den letzten zwölf Monaten beurteilten die Haushalte im Januar sogar merklich freundlicher als noch vor drei Monaten (dieser Indikator erreichte einen Wert von -10 Punkten, nach -22 Punkten im Oktober 2012). Auch der Zeitpunkt für grössere Anschaffungen (Autos, Haushaltmaschinen, Möbel) sowie die Entwicklung der persönlichen finanziellen Lage während der letzten zwölf Monate wurden im Vergleich zum Oktober günstiger eingestuft. Einzig die Sicherheit der Arbeitsplätze wurde weiterhin als leicht unbefriedigend erachtet; der betreffende Subindex befindet sich seit Herbst 2011 leicht unter seinem historischen Durchschnitt, blieb allerdings zwischen Oktober und Januar praktisch unverändert.
Anzeichen für eine anziehende Inflation sehen die befragten Haushalte offenbar nach wie vor nicht. So beurteilten sie im Januar sowohl die Preisentwicklung der vergangenen zwölf Monate als auch ihre Preiserwartungen für die kommenden Monate als bescheiden (Werte jeweils unter den langjährigen Mittelwerten) und leicht tiefer als im Oktober.
Der «alte» Konsumentenstimmungsindex, wie er vor Oktober 2009 berechnet wurde, verbesserte sich ebenfalls deutlich zwischen Oktober 2012 und Januar 2012 (von -11 Punkte auf -2 Punkte).
* In den Monaten Januar, April, Juli, Oktober werden im Auftrag des SECO ca. 1‘200 Haushalte nach ihrer subjektiven Einschätzung der Wirtschaftslage, ihrer persönlichen finanziellen Lage, der Preisentwicklung, der Sicherheit der Arbeitsplätze usw. befragt.
** Seit der Publikation der Umfrageergebnisse vom Oktober 2009 werden zwei zusätzliche Fragen veröffentlicht. Es sind dies zum einen die Frage nach den Erwartungen bezüglich der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und zum anderen die Frage nach der Wahrscheinlichkeit sparen zu können. Mit Hilfe dieser neuen Fragen wird der neue offizielle, EU-kompatible Index der Konsumentenstimmung berechnet. Die drei neuen Quartalsreihen beginnen ab April 2007 (siehe technische Notiz „Erweiterung der Umfrage“ vom 4.11.2009 unter: http://www.seco.admin.ch/themen/00374/00453/index.html?lang=de).
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Letzte Änderung 12.02.2020
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