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Fidus wird in Lübeck als Reinhold Karl Johann Hugo Höppener geboren. Sein Vater Julius Höppener ist Konditor, seine Mutter Camilla, geb. Stender, die Tochter eines Handschuhmachers. Er hat einen älteren Bruder und eine jüngere Schwester.
Gertrud Prellwitz kommt in Tilsit zur Welt.
Im Sommer wird er Schüler und Mitarbeiter des Künstlers Karl Wilhelm Diefenbach, in dessen Lebensgemeinschaft im Steinbruch Höllriegelskreuth bei München. Diefenbach gibt ihm den namen Fidus, der Getreue.
Nachdem Fidus mit Wilhelm Hübbe-Schleiden Bekanntschaft gemacht hat, kommt es zum Bruch mit Diefenbach. Er kehrt an die Akademie nach München zurück.
Wilhelm Hübbe-Schleiden beginnt in seiner Zeitschrift Sphinx Illustrationen von Fidus zu veröffentlichen.
Anfang des Jahres übersiedelt Fidus nach Berlin. Ende des Jahres lernt er die Lehrerin und Schriftstellerin Amalie Reich kennen, mit der er in „ideal-freier Ehe“ zusammenlebt.
Fidus unternimmt seine erste Norwegenreise.
Fidus zeichnet für die die Folge Sonnenblumen, die Karl Henckell von 1895 bis 1899 herausgibt, das Titelblatt und die Kopfleiste mit dem Titel der Anthologie, die jedes Blatt schmückte sowie ab 1896 Schlussvignetten, dekorative Kopfleisten sowie Rahmen zu Porträtbildern.
Der Gedichtband Hohe Lieder von Franz Evers mit Illustrationen von Fidus erscheint. Das Titelblatt zeigt die Schwertwache.
Fidus Vater stirbt.
Hilde, die Tochter von Fidus und Amalie Altmann-Reich, kommt in Berlin zur Welt.
Fidus unternimmt seine zweite Norwegenreise.
Der Fries Per aspera ad adstra von Karl Wilhelm Diefenbach, der unter Mitarbeit von Fidus entstanden ist, wird in Wien ausgestellt.
Heirat von Fidus und Elsa Knoll. Zu diesem Anlass stellt Otto Grautoff eine Mappe mit 46 Blättern zusammen, darunter Beiträge von Thomas Mann, Rainer Maria Rilke und Karl Henckell.
Die Fidus-Tochter Trude, später Drude genannt, kommt zur Welt.
Im März wird im Haus der Berliner Secession die Ausstellung Die Kunst im Lebens des Kindes gezeigt. Im Ausstellungs-Comité sind neben Fidus und Wilhelm Spohr etwa auch die Maler Max Liebermann und Walter Leistikow sowie der Maler und Schriftsteller Paul Schultze-Naumburg (Online: Die Kunst im Lebens des Kindes). In der Abteilung „Künstlersicher Wandschmuck“ sind von Fidus die Drucke Auf dem Aste, Am Gestade, Schlittschuhlaufen, Weihnacht, Goethe und Der Wolkenmann sowie die Farblithographien Elfen, Tänzer, Geigerin, Frühlingslust, Im Maschinenraum und Reigen ausgestellt. In der Abteilung „Künstlerische Bilderbücher“ wird Per aspera ad adstra von Karl Wilhelm Diefenbach und Fidus gezeigt.
Die grosse Fidus-Monographie von Wilhelm Spohr erscheint. Zudem erscheinen die Mappen Tänze und Naturkinder.
Der Sohn Holger kommt zur Welt.
Fidus entwickelt eine „neugermanische Schrift“. Im Gegensatz zur Feder-, Steinschnitt und Pinselschrift handelt es sich um eine Stahlschrift, die gemäss Fidus deshalb eine Schrift sei, „die der stilistischen Forderung von Materialtreue entspricht“. Sie sollte zudem nicht nur der deutschen Sprache entsprechen, sondern auch deren Lesbarkeit in Bezug auf die Phonetik für Ausländer erhöhen und schliesslich eine Weltschrift werden.
Fidus hält sich mit seiner Familie einige Zeit in der Siedlung um den Grappenhof auf dem Gebiet der Gemeinde Amden am Walensee auf.
Im Juni machen Fidus, seiner Frau Elsa, Gertrud Prellwitz und Elsbet Lehmann-Hohenberg einen Ausflug auf die Rigi am Vierwaldstättersee. Das Erlebnis des Sonnenaufgangs soll sein bekanntestes Werk *Lichtgebet* wesentlich geprägt haben.
Eröffnung der Fidus-Ausstellung in der Katharinenkirche in Lübeck, veranstaltet vom Kunstgewerbeverein.
Wilhelm Spohr hält im Kunstgewerbeverein in Lübeck den Vortrag Fidus Kunst in ihrer Entwicklung bis zur Tempelkunst.
Fidus reist zusammen mit Maria Lucke und Heta von Hackewitz nach Zürich, wo sie bei Fina Zacharias wohnen. In Zürich beteiligt sich Fidus an der Gründung der Zeitschrift Polis.
Die zweite Auflage des Frieses Per Aspera Ad Astra von Karl Wilhelm Diefenbach, an dem Fidus mitgearbeitet hat, in Buchform erscheint im Verlag der Diefenbach-Ausstellung in Capri.
Im Mai macht Fidus zusammen mit Maria Lucke und Heta von Hackewitz einen Abstecher auf den Monte Verità bei Ascona.
Die erste Auflage der Mappe Lebenszeichen von Fidus erscheint.
Fidus erhält vom Kaufmann Richard Neuhäuser (1882-1935) den Auftrag für den fünfteiligen Zyklus Tempeltanz der Seele für das Musikzimmer seiner Wohnung am Bayerischen Platz in Berlin.
Der Kunstverein in Riga zeigt eine Fidus-Ausstellung.
Fidus hält einen Lichtbilder-Vortrag anlässlich des Kongresses für Biologische Hygiene in Hamburg, zu dem er auch das Plakat entwirft.
Fidus unternimmt seine letzte Nordlandfahrt.
Fidus entwirft einen Aufruf „an das gebildete Deutschland“ gegen die Ausweisung von Gusto Gräser.
Die Fidus-Tochter Drude tritt in die Odenwaldschule ein.
Der St. Georgs-Bund tritt dem Miriam-Eck-Bund bei. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Nachlass der 1915 verstorbenen Dichterin Miriam Eck herauszugeben.
Im Konzerthaus in Karlsruhe findet ein Tanzabend der Schule Herion statt.