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Unter urogenitaler Atrophie wird eine häufige Alterserscheinung bei Frauen und Männern verstanden. Bei Frauen beginnen meist etwa fünf Jahre nach der letzten Menstruation die verschiedenen Hauttypen im Beckenbereich dünner und trockener zu werden, oft begleitet von einer Abnahme der Elastizität und einer zunehmenden Schrumpfung der Unterhaut. Zuerst betrifft dies meist die Samthöhle (Vagina, Scheide), gefolgt von der Seidenhaut um die Venusperle (Clitoris) und der Harnröhrenöffnung (Vestibulum). Mit der Zeit nimmt auch die Innenauskleidung der Harnblase und Harnröhre ab. Zu guter Letzt kann das äussere Genitale, die Nymphen (Labia minora, kleine Schamlippen) und die Venuslippen (Labia majora, grosse Schamlippen), betroffen sein.
Ab 55 Jahren leidet etwa die Hälfte der Frauen in Europa und Nordamerika an diesem Problem. Zusätzlich kommt diese Veränderung auch bei jungen Frauen vor, die eine Chemotherapie oder antihormonelle Behandlungen durchführen müssen.
Die urogenitale Atrophie kann sehr mühsam sein und zu schmerzhafter Sexualität, Lustlosigkeit, Entzündungen der Samthöhle, Harnblaseninfektionen und Harndrangbeschwerden führen. Konventionell werden östrogenhaltige Zäpfchen und Crèmen empfohlen, deren Sicherheit in Bezug auf Krebsförderung umstritten ist. Die rein pflanzliche Atrophie-Behandlung benötigt etwas mehr Geduld, kann aber zu Beginn auch mit der konventionellen Hormonbehandlung kombiniert werden. Mit Hilfe der Pflanzen verschwindet das Trockenheitsgefühl meist innert drei Monaten, nach sechs Monaten die Harnblaseninfektionen und Drangbeschwerden. Schmerzen bei der Sexualität benötigen meist länger, teilweise bis zu einem Jahr, da neben dem raschen Hautaufbau auch das Unterhautgewebe gedehnt werden muss und Sexualität ein komplexes Gebiet ist. Als hilfreich haben sich der Wilde Yams (Dioscorea villosa), Salbei (Salvia officinalis) und Rotklee (Trifolium pratense) erwiesen.