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Jean-Théodore Rivier stammt aus einer protestantischen Flüchtlingsfamilie aus Dauphiné, wurde aber bereits in Genf geboren. Er begann seine Karriere als Lehrling bei „Plantamour, Rilliet & Cie.“, an welcher bereits sein Vater beteiligt war. Nach acht Jahren Tätigkeit als Gehilfe, schickte die Firma Jean-Théodore nach Lorient. Dort wurde er Verantwortlicher der Filiale, welche den Schwerpunkt auf den Überseehandel und den Indiennehandel legte. Jean-Théodore wurde zum Teilhaber der Firma, welche expandierte und ein Depot in Bruxelles erstellte. 1783 löste „Plantamour, Rilliet et Cie.“ sich auf und Jean-Théodore gründete gemeinsam mit seinen Brüdern eine eigene Firma: „J. T. Rivier & Cie.“. Die zentralen Pfeiler des Geschäftes blieben der Überseehandel und hauptsächlich der Gewebehandel. Die Firma importierte das Rohmaterial für die Stoffe aus China und Indien und liess die Stoffe in der Schweiz als Indiennes bedrucken. Von der Schweiz gelangten die Stoffe durch Transportunternehmen aus Basel und Mulhouse zu den Filialen nach Frankreich. Einen Teil der Stoffe flossen in den Sklavenhandel und wurden als Tauschware gegen Sklaven verwendet. Nachgewiesen sind vier Sklavenexpeditionen zwischen 1787 und 1791 wo Rivier sich als Tuchlieferant an vier Sklavenexpeditionen beteiligte. Diese Expeditionen brachte dem Unternehmen „J.T. Rivier & Cie.“ einen Gewinn von 38 - 106%
David Thomas / Etemad Bouda / Schaufelbuehl Janick Marina, Schwarze Geschäfte. Die Beteiligung von Schweizern an Sklaverei und Sklavenhandel im 18. und 19. Jahrhundert, Zürich 2005, S. 27-28.
Dermigny Louis, Négociants bâlois et genevois à Nantes et à Lorient au XVIIIe siècle,in : Mélanges d’histoire économique et sociale en hommage au professeur Antony Babel à l’occasion de son soixante-quinzième anniversaire. 1963, Bd. 2, S. 55.
Mottet Louis H. (Hg.), Geschichte der Schweizer Banken. Bankier-Persönlichkeiten aus fünf Jahrhunderten, Zürich 1987, S. 111.
Théodore Rivier-Rose, La famille Rivier (1595 à nos jours. Genf 1987