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Nasennebenhöhlenentzündung
Die Nasennebenhöhlenentzündung, auch Sinusitis genannt, ist eine häufige Erkrankung, bei der die Schleimhäute in den Nasennebenhöhlen entzündet sind. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, verstopfte Nase, Nasenausfluss, ein eingeschränkter Geruchssinn und Druckgefühl in den Ohren. Nasennebenhöhlen haben eine enge Beziehung zu den Oberkiefer-Seitenzähnen. Daher sollte, besonders bei einer einseitigen Nasennebenhöhlenentzündung, auch eine zahnärztliche Abklärung in Erwägung gezogen werden.
Was versteht man unter einer Nasennebenhöhlenentzündung?
Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Hohlräume, die in direktem Kontakt mit der Nase stehen. Sie haben die Aufgabe, die eingeatmete Luft zu erwärmen und zu befeuchten. Man vermutet auch, dass sie als Resonanzraum für die Stimme und zur Gewichtsreduktion des Kopfes dienen. Die Nasennebenhöhlen weiten sich im Laufe des Lebens aus und nehmen immer mehr Raum ein.
Die Verbindungen der Nasennebenhöhlen zu der Nasenhöhle sind fein und können z.B. bei einer Erkältung verschlossen werden. Folglich bildet sich eine Nasennebenhöhlenentzündung recht häufig aus. Die Schleimhaut der Nasennebenhöhlen verdickt sich und verschliesst den gesamten Hohlraum. Die Betroffenen klagen über die typischen Symptome.
Nasennebenhöhlenentzündungen werden nach ihrer Lokalisation unterschieden in:
- Kieferhöhlenentzündung (Sinusitis maxillaris)
- Stirnhöhlenentzündung (Sinusitis frontalis)
- Siebbeinzellenentzündung (Sinusitis ethmoidalis)
- Keilbeinhöhlenentzündung (Sinusitis sphenoidalis)
- Pansinusitis
Kieferhöhlenentzündung
Die Kieferhöhlen befinden sich paarig angelegt unter den Augen und über den Oberkiefer-Seitenzähnen. Die Kieferhöhlen sind häufig von einer Entzündung betroffen. Die Betroffenen spüren ein Druck- oder Schmerzgefühl unter den Augen. Je nach Ursache und Ausbreitung können sich auch Schmerzen an den Zähnen bemerkbar machen.
Durch die enge Verbindung der Kieferhöhlen mit den Zähnen kann eine Kieferentzündung im Oberkiefer eine Kieferhöhlenentzündung hervorrufen. Durch die Nähe zu den Augen ist selten ein Übertritt auf die Augen möglich und stellt eine Gefahr bei der Kieferhöhlenentzündung dar.
Siebbeinzellenentzündung
Die Siebbeinzellen sind zwischen den Augen lokalisiert. Sie bestehen aus kleinen Hohlräumen und Gängen. Auch sie entzünden sich häufig und können Beschwerden verursachen. Die Patienten beklagen vermehrt Druck- oder Schmerzen zwischen den Augen. Durch die Nähe zu den Augen und dem Gehirn kann eine gefährliche Weiterleitung der Entzündung stattfinden.
Stirnhöhlenentzündung
Auch die Stirnhöhlenentzündung kommt häufig vor. Die Stirnhöhlen befinden sich paarig angelegt im Stirnbein und können bei einer Entzündung ein Druck- oder Schmerzgefühl in der Stirn verursachen. Hinter den Stirnhöhlen ist der Frontallappen des Gehirns lokalisiert. Als Komplikation kann es zu einem Übertritt auf das Gehirn kommen, der unbedingt verhindert werden sollte.
Keilbeinhöhlenentzündung
Die Keilbeinhöhle befindet sich hinter den Siebbeinzellen und ist im Zentrum des Kopfes lokalisiert. Das macht eine Keilbeinhöhlenentzündung so gefährlich. Eine Weiterleitung der Entzündung auf das Gehirn ist zwar selten, kann aber erhebliche Komplikationen nach sich ziehen. Bei einer Keilbeinentzündung klagen die Betroffenen von Kopfschmerzen, wobei die Schmerzen zu den Ohren ausstrahlen können.
Pansinusitis
Bei der Pansinusitis sind alle Kieferhöhlen zur selben Zeit entzündet. Zu den häufigsten Ursachen einer Pansinusitis gehört eine virale Infektion bei einer Erkältung oder eine allergisch bedingte Verdickung der Schleimhäute von Nase und Nasennebenhöhlen.
Nasennebenhöhlenentzündung Symptome
Bei den Symptomen kann man die akute Nasennebenhöhlenentzüng von einer chronischen (dauerhaften) unterscheiden.
Bei der akuten Form sind die Symptome wesentlich intensiver und ausgeprägter wahrnehmbar:
- Pochende und ausstrahlende Schmerzen im Bereich der Augen, Jochbeine, Oberkiefer-Zähne und Stirn
- Kopfschmerzen
- Verstärkung der Schmerzen beim Vorbeugen des Kopfes und beim Auftreten mit dem Fuss
- Ausfluss aus der Nase
- Verstopfte Nase
- Druckgefühl in den Ohren
- Beeinträchtigter Geruchssinn
- Ggf. Fieber und Krankheitssymptome
Die chronische Nebenhöhlenentzündung kann über Jahre unbemerkt bleiben und verläuft mit wenig oder keinen klaren Symptomen. Das macht die chronische Kieferhöhlenentzündung so gefährlich, weil sie als stille Entzündung (Silent Inflammation) eine dauerhafte körperliche Belastung ausbilden kann.
Ursachen von Nebenhöhlenentzündungen
Folgende Faktoren werden als Ursachen für eine Nasennebenhöhlenentzündung diskutiert:
- Virale Infektionen (Adenoviren oder Rhinoviren)
- Bakteriellen Infektionen
- Infektion mit Pilzen
- Allergische Reaktionen, z.B. bei Heuschnupfen
- Kieferentzündungen im Oberkiefer
- Anatomische Verengungen, z.B. Nasenscheidewandverkrümmungen
- Nasenpolypen, die die Belüftung blockieren
- Geschwächtes Immunsystem
- ASS-Intoleranz (Allergie auf Acetylsalicylsäure)
- Histaminintoleranz
- Lebensmittelunverträglichkeiten
- Rauchen
- Darmdysbiose und Darmprobleme
Ist eine Nasennebenhöhlenentzündung ansteckend?
Eine Nasennebenhöhlenentzündung kann, je nachdem welche Ursache dahin steckt, ansteckend sein. So zeigt die Nasennebenhöhlenentzündung mit viraler Ursache eine Ansteckungsgefahr. Durch Niesen oder Husten können die Viren als Tröpfcheninfektion übertragen werden und andere Menschen anstecken.
Die Ansteckung ist in der Zeit am stärksten, wenn die Krankheitssymptome der erkrankten Person auf dem Höhepunkt sind.
Menschen mit einem gesunden Immunsystem sind von einer Ansteckung mit den übertragenen Rhinoviren oder Adenoviren wesentlich besser geschützt.
Nasennebenhöhlenentzündung behandeln
Bei den Behandlungen sollte man symptomatische und ursächliche Massnahmen unterscheiden. Zu den symptomatischen Massnahmen gehören abschwellende Nasensprays, Verwendung von Schleimlöser und Schmerzmitteln. Bei einer schweren bakteriellen Infektion kann auch eine antibiotische Behandlung notwendig sein.
Inhalationen, Nasenspülungen, warme Getränke und Ruhe tragen ebenfalls dazu bei, die Beschwerden zu lindern.
Vor einer ursachenorientierten Behandlung sollte eine gründliche Abklärung der Ursachen stattfinden. Dazu gehört die Abklärung von anatomischen Verengungen, Immunstörungen, Intoleranzen aber auch Darmproblemen.
Ein ausgeglichenes und widerstandsfähiges Immunsystem ist entscheidend für die Abwehr von Krankheiten und die Erhaltung der Gesundheit. Besondere Beachtung verdient hierbei eine gründliche Darmflora-Diagnostik, da sich über 80% des Immunsystems im Darm befinden. Eine korrekt durchgeführte Darmsanierung ist zur Herstellung einer optimalen Darmgesundheit empfehlenswert. Weiterhin können Massnahmen wie die Hyperthermie, Ozontherapie des Blutes, aber auch Infusionstherapien bei der Behandlung von Nasennebenhöhlenentzündungen effektiv wirksam sein.
Med. pract. Dana Hreus M.A.
Chronische Nasennebenhöhlenentzündungen können als Silent Inflammation fungieren und den Körper dauerhaft belasten. Ein gründliche Diagnostik legt die Basis für eine effektive, ursachenorientierte Therapie.
Weiterführende Informationen
Die aufgelisteten Informationen beinhalten relevante Themen und dienen dem besseren Verständnis.