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Judith Butler hat bedeutende Schriften zur politischen Theorie, zur Moralphilosophie und Geschlechterforschung verfasst. In Berkeley lehrt sie Rhetorik und Vergleichende Literaturwissenschaft. 1990 wurde sie mit ihrem Werk Gender Trouble (Das Unbehagen der Geschlechter) weit über die Fachgrenzen hinaus bekannt. 2012 wurde ihr in Frankfurt am Main der Theodor-W.-Adorno-Preis verliehen. Das Kuratorium begründete seine Entscheidung für die Preisträgerin wie folgt: „Als Vordenkerin eines neuen Verständnisses von Kategorien wie Geschlecht und Subjekt, aber auch der Moral, ist sie immer dem Paradigma der kritischen Autonomie verpflichtet. Spurenelemente von Butlers Theoriegebäude finden sich in Werken der zeitgenössischen Literatur, dem Film, dem Theater und der Bildenden Kunst.“
Das Gespräch mit Judith Butler führt Michael Pfister. Nicht nur Butlers berühmtes Werk Gender Trouble wird an diesem Abend thematisiert, sondern auch die Hintergründe aktuellerer Publikationen und Themenbereiche der Philosophie wie Moral und Politik. Zudem werden die persönlichen Bezüge und Motivationen von Judith Butler zu ihrem Gesamtwerk zur Sprache kommen.
Michael Pfister studierte in Zürich Philosophie und Literaturwissenschaft. Er übersetzte zusammen mit Stefan Zweifel das zehnbändige Hauptwerk des Marquis de Sade, Justine und Juliette. Gesprächsleiter Sternstunde Philosophie, Schweizer Fernsehen (2003–2010). Lehrer für Deutsch und Philosophie an der Kantonsschule Zürich Nord und Dozent im Lehrgang Philosophie für Fachleute aus Medizin und Psychotherapie (Uni Zürich). Autor von Das Kind in der Philosophie (Zytglogge 2011).
Foto Judith Butler: © Jerry Bauer
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