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COPD: Inhalative Steroide erhöhen das Pneumonierisiko
Singh und Kollegen überprüften in dieser Metaanalyse, ob die Dauertherapie mit inhalativen Steroiden bei COPD-Patienten das Pneumonierisiko erhöht – wie einige Studien vermuten liessen.
Zur Studiensuche dienten Medline, Embase, Cochrane Database of Systematic Reviews sowie regulatorische Dokumente und Studienregister. In Frage kamen alle randomisierten kontrollierten Studien, die über mindestens 24 Wochen eine Therapie mit inhalativen Steroiden einer Kontrolltherapie bei COPD gegenüberstellten und folgende Endpunkte evaluierten: Pneumonien aller Schweregrade, schwere Pneumonien, Pneumonie-bezogene Mortalität und Gesamtmortalität.
Die Metaanalyse basiert auf 18 Studien mit insgesamt 16’996 Patienten und einem Follow-up von 24 bis 156 Wochen. Patienten unter inhalativen Steroiden hatten ein signifikant höheres Risiko für Pneumonien (RR 1.60, p<0.001) und schwere Pneumonien (RR 1.71, p<0.001). Ein negativer Einfluss auf die Mortalität war nicht nachweisbar (Pneumonie-bezogene Mortalität: RR 1.27, p=0.31; Gesamtmortalität: RR 0.96, p=0.51). Gegenüber Placebo war die Dauertherapie mit inhalativen Steroiden mit einem signifikant höheren Risiko für schwere Pneumonien assoziiert (RR 1.81, p<0.001). Ebenso bestand bei der Kombination von inhalativen Steroiden und langwirksamen Beta-Mimetika ein höheres Risiko für schwere Pneumonien als bei einer Beta-Mimetika Monotherapie (RR 1.68, p=0.002).
Konklusion der Autoren: COPD-Patienten unter Dauertherapie mit inhalativen Steroiden hatten ein signifikant erhöhtes Risiko für eine schwere Pneumonie. Das Mortalitätsrisiko war aber nicht erhöht.
Link zur Studie
Arch Intern Med. 2009;169:219-229 - Singh S et al.
12.02.2009 - gem