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Die Familie Pinheiro ist seit den 1950er Jahren die Inhaberin der Quinta de Alderiz. Sie ist Teil eines älteren und weit grösseren Gutes, das ehemals einer aus dem spanischen Galizien stammenden Familie gehörte und bei einer Nachlassregelug auf Brüder aufgeteilt wurde. Für Joaquim Alfredo Esteves Pinheiro und seine Kinder José, Fernando, Joaquim, António Fernando und Maria Augusta wurde Alderiz zu einer geschätzten Freizeitbeschäftigung. Die geernteten Trauben der Edeltraube Alvarinho gab man jedes Jahr an die Adega Cooperativa Regional de Monção. Nach dem Tod von Joaquim Pinheiro im Jahre 1985 wurde die Bewirtschaftung der Quinta vollständig umgestellt. Die Adega Cooperativa befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer schwierigen Phase, und somit beschlossen die fünf Geschwister die Gründung eines Familienunternehmens zur Verarbeitung der eigenen Trauben. Von den fünf waren vier Akademiker und weit von Monção entfernt beschäftigt. Der fünfte, José Afonso Pinheiro, ein Fachmann für Informatik, hingegen fühlte sich vom Weinbau angezogen. 1988, als die neue Kellerei der Quinta fertiggestellt und mit neuster Technik aus rostfreiem Stahl ausgerüstet worden war, hatte José Afonso Pinheiro als geschäftsführender Teilhaber der Sociedade Agrícola Casa do Pinheiro drei Ausbildungsgänge hinter sich: einen in Weinbau, einen in Önologie und einen in der Führung eine Weinbaubetriebes. Achtzig Prozent der Reben sind zwanzig Jahre alt, drei Hektaren sind mit jungen Reben bestockt. Heute wird auf zwölf Hektaren ausschliessliche die Edelrebe Alvarinho kultiviert. Der Boden besteht aus Lehm und Granit, und auch die Führung der Reben an der cruzeta, einer Art Spalier, ist typisch für diesen Teil des Minho. Die jährliche Produktion beträgt etwa 50 000 Liter. Nur wenig davon wird in Portugal konsumiert, der spanische Markt absorbiert den grössten Teil der Produktion. Der Wein wird nicht in Eichenfässern ausgebaut, sondern verdankt seine Aromatik einzig der Alvarinhotraube.