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Schimmelpilze sind ein Sammelbegriff für verschiedene Mikropilze, die sich ausschliesslich dort vermehren, wo es feucht ist. In der Wachstumsphase bilden sich verschiedenfarbige glatte, fädige oder pelzige Pilzbeläge, die unsichtbar kleine Sporen an die Aussen- oder Innenraumluft abgeben. Typisch ist auch ein modriger, muffiger Schimmelgeruch, verursacht durch ein Gemisch von gasförmigen Verbindungen, die an die Luft abgegeben werden.
Schimmelpilze sind allgegenwärtig in der Umwelt, gewollt und ungewollt. Was sich zur Kompostierung, Lebensmittelherstellung und für die Produktion von Antibiotika als nützlich erweist, kann in Wohn- und Arbeitsräumen die Gesundheit beeinträchtigen. Schimmelpilze setzen Sporen frei. Diese können bei Menschen allergische Reaktionen auslösen. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollte daher ein Arzt zu Rate gezogen werden.
Das Schimmelpilzwachstum im Innenraum wird durch drei Faktoren bestimmt: Feuchtigkeit, Nährstoffangebot und Temperatur. Als Nährboden dient organisches Material wie Holz, Papier, Kunststoffe, Leder, aber auch Staub aus der Luft, der sich auf Glas oder Beton abgesetzt hat.
Es muss Nahrung verfügbar sein Dabei sind die Schimmelpilze nicht anspruchsvoll. Grundsätzlich kommt jedes organische Material als Nahrungsquelle in Betracht, von Lebensmitteln über Pflanzenreste, Hausstaub, Tapetenkleister bis hin zu Kraftstoffen.
Es muss Wasser verfügbar sein Entscheidend ist das "freie Wasser", das in der Regel bei etwa 65-80% relativer Luftfeuchtigkeit an der Oberfläche vorliegt.
Der optimale Temperaturbereich für Schimmelwachstum variiert von Art zu Art. Insgesamt ist ein Bereich von etwa 0°C bis 60°C geeignet.
Es muss Sauerstoff vorhanden sein. (Es genügt ein Bruchteil des Sauerstoffgehalts, den der Mensch zum Leben benötigt.)
Der pH-Wert der Oberfläche muss im geeigneten Bereich liegen. Meist sind leicht saure Bedingungen (pH etwa 5 bis 7) optimal.
Schimmelpilze produzieren eine Reihe flüchtiger organischer Verbindungen, von denen einige für den typischen "erdigen" bis "muffigen" Schimmelpilzgeruch verantwortlich sind. Es handelt sich um komplexe Mischungen aus Alkoholen, Ketonen, Terpenen und aromatischen Verbindungen, die auch als eine der möglichen Ursachen für unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Schleimhautreizungen diskutiert werden.
Die WHO-Arbeitsgruppentagung kam am 17. / 18. Oktober 2007 in Bonn nach einer Diskussionen der Faktenlage zu folgenden Schlüssen:
Eine hinreichende Zahl epidemiologischer Studien, die in unterschiedlichen Ländern und unter verschiedenen klimatischen Bedingungen durchgeführt wurden, belegt, dass die Nutzer feuchter und von Schimmel befallener Gebäude, gleich ob in Wohnungen oder in öffentlichen Einrichtungen, einem erhöhten Risiko einer Erkrankung der Atmungsorgane, einer Atemwegsinfektion und der Verstärkung einer vorhandenen Asthmaerkrankung ausgesetzt sind. Es gibt auch einige Anzeichen dafür, dass ein erhöhtes Risiko besteht, an allergischer Rhinitis und Asthma zu erkranken. Zwar gibt es nur wenige Interventionsstudien, doch zeigen deren Ergebnisse, dass eine Feuchtigkeitssanierung negative gesundheitliche Folgen mindern kann.
Es gibt klinische Belege dafür, dass eine Belastung durch Schimmel und andere feuchtigkeitsbedingte mikrobiologische Schadstoffe das Risiko für seltene Erkrankungen wie hypersensitive Pneumonitis, allergische Alveolitis, chronische Rhinosinusitis und AFS-Syndrom erhöht.
Toxikologische Befunde in vivo und in vitro stützen diese Erkenntnisse und zeigen das Auftreten verschiedener Entzündungs-und Toxizitätsreaktionen nach einer Exposition gegenüber Mikroorganismen (bzw. deren Sporen, Metabolite und Bestandteile), die aus feuchten Gebäuden isoliert wurden. Atopische und allergische Menschen sind besonders empfänglich für biologische und chemische Wirkstoffe in feuchten Innenräumen, die negativen gesundheitlichen Auswirkungen wurden jedoch auch in nicht atopischen Bevölkerungsgruppen nachgewiesen.
Durch die in vielen Ländern steigende Prävalenz von Asthma und Allergien erhöht sich auch die Zahl der Menschen, die für die Auswirkungen von Feuchtigkeit und Schimmel in Gebäuden empfänglich sind.
Ermittlung in einem Gebäude nach Schimmelpilzschäden mit einem Schimmelspürhund
Bauphysikalische Messungen zum Abschätzen eines Schimmelpilzrisikos und zum Auffinden von Ursachen für einen Schimmelschaden
Gutachterliche Beurteilung von Schimmelpilzschäden.
Erstellen eines Sanierungskonzeptes und Ausarbeiten eines Devis zur Schimmelsanierung
Prüfung des Sanierungserfolges.
Andere Tiere dürfen sich nicht im Suchbereich aufhalten. Sorgen sie dafür dass ihre eigenen Tiere während dem Einsatz in getrennten Räumlichkeiten untergebracht werden können.
Lebensmittel sollten weggeräumt und gut verpackt sein.
1 Stunde vor der Untersuchung sollten die Räume für 20 – 30min richtig durchgelüftet werden. Danach sollten nach Möglichkeit keine neuen Geruchsquellen in den Raum eingebracht werden(Duftkerzen, Räucherstäbchen etc.). Bitte rauchen sie nach dem Lüften nicht mehr in der Immobilie, Rauchgeruch kann die Hunde bei ihrer Suche stören.
Besteht der Verdacht auf einen Schimmelbefall hinter Schränken, kann es notwendig werden, den Hund in den Schrank zu lassen. Dies wird bei Bedarf vor Ort mit ihnen besprochen.
Kinderspielzeuge und natürlich auch Tierspielzeuge sind für die Hunde besonders anziehend und lenken diese von ihrer Arbeit ab. Bitte bringen sie alle Spielsachen ausser Sicht des Hundes.
Tierhaare können Allergien auslösen. Bei starken Allergikern empfiehlt es sich, vorgängig bei einem Arzt abzuklären, ob der Einsatz des Hundes eine Gefahr darstellt.
Abfalleimer oder Kompostbehälter sind aus der Wohnung zu entfernen. In diesen befinden sich meistens Schimmelsporen, welche den Hund unnötig ablenken.
Wände welche der Hund absuchen muss, sollen gut zugänglich sein.
Die Räume sollten sich in einem sauberen und aufgeräumten Zustand befinden. Staub und Spinnweben beeinträchtigen die Suche des Hundes. Bitte auch unter Schränken und Möbeln im Suchbereich den Staub entfernen.
Hunde haben wenig Feingefühl was Ihr wertvolles Porzellan oder andere zerbrechliche Gegenstände betrifft. Damit nichts zu Bruch gewedelt wird, bringen sie alle wertvollen, umsturzgefährdeten und zerbrechlichen Dinge ausser Reichweite des Hundes.
Während der Suche sind sie gebeten den Hund nicht durch Berühren oder Zurufe abzulenken. Auch sollten sich während der Suche nicht zu viele Personen im Raum aufhalten damit er ungestört arbeiten kann.
Die Hunde sind in der Lage ca. 30min intensiv zu Suchen, danach brauchen sie eine Pause von mindestens 30min.
Rasse:
Geb.:
Rasse: Belgischer Schäferhund Malinois
Geb.: 30.05.2016
Phi wird neben der Ausbildung zum Schimmelspürhund in der Hundesportart Mondioring und im Mantrailing geführt.
Rasse: Altdeutscher Schäferhund
Geb.: 14.08.2015
Cash wird neben der Ausbildung zum Schimmelspürhund im Mantrailing Level 2 und im Begleithundesport geführt. Cash hat im Oktober 2017 seinen ersten Einsatz als begleitender Spürhund absolviert.
Rasse: Chinesischer Schopfhund semi-coated
Geb: 12.07.2015
Amigo wird neben der Ausbildung zum Schimmelspürhund im Mantrailing Level 1 geführt.