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Schon bald muss man sich vom Referenzzinssatz Libor verabschieden und seinen Ersatz, den Saron (Swiss Average Rate Overnight) willkommen heissen. Im Gegensatz zum Libor wird der Tagessatz des Sarons täglich auf Basis von abgeschlossenen Transaktionen berechnet, was die Transparenz fördert. In der Schweiz ist der Saron ein Referenzzinssatz für die Landeswährung und wird täglich von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) berechnet. Der Saron soll ebenfalls zum Referenzzinssatz für Kredite und Hypotheken werden.
Was ist der Saron?
Der Saron existiert seit 2009 und wird anhand von abgeschlossenen Transaktionen und Kauf- und Verkaufspreisen im Schweizer Geldmarkt berechnet. Er soll als Referenzzinssatz das allgemeine Zinsniveau für kurzfristige Gelder in Schweizer Franken reflektieren. Der Saron soll transparent und marktgerecht sein. Personen, die einen Libor Kredit oder eine Libor Hypothek besitzen, können sich bei ihrer Bank informieren, um diese Dienstleistungen in Saron Kredite oder Saron Hypotheken umzuwandeln.
Wieso wird der Libor abgeschafft?
Der ehemalige weltweite Referenzzinssatz, der anhand der Beziehungen zwischen den Banken und nicht anhand von abgeschlossenen Transaktionen festgelegt wird, soll gegen Ende 2021 abgeschafft werden. Diese Entscheidung wurde nach der Finanzkrise von 2011/2012 getroffen. Verschiedene Grossbanken wurden damals wegen Manipulation der Zinssätze angehört und verurteilt. Darüber hinaus wurde die Zuverlässigkeit der von den Banken angekündigten Zinssätze nicht von unabhängigen Institutionen überprüft. Die britische Finanzmarktaufsicht liess 2017 verlauten, dass sie deshalb den Libor abschaffen wird.