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<h2>SubmittedText<h2><p>Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie zeichnen sich für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 auch für die Transportunternehmen konkrete Herausforderungen ab. Im Hinblick auf den zu reduzierenden Energieverbrauch und entsprechende Kompensation bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. In welchem Umfang (Fläche, Leistung) nutzen die Transportunternehmen bzw. deren Infrastrukturbetriebe/-betriebseinheiten die Flächen (Dächer, Lärmschutzwände, evtl. Gleisanlagen) für Fotovoltaik und Solarthermie?</p><p>2. Wie gross schätzt der Bundesrat die zur Verfügung stehende Fläche, welche für die Eignung einer entsprechenden Nutzung geprüft werden könnte?</p><p>3. Ist bereits bekannt, wie viel geeignete Fläche mit Sicherheit entsprechend genutzt werden könnte?</p><p>4. Wie viel Fläche wird heute bereits entsprechend genutzt?</p><p>5. Welche Massnahmen sieht der Bundesrat, mit denen er die entsprechende Nutzung geeigneter Flächen</p><p>a. bei Transportunternehmen mit seinem direktem Eignereinfluss und</p><p>b. bei anderen Transportunternehmen fördern kann?</p><p>6. Sind ihm konkrete Energiekennzahlen der Transportunternehmen bekannt, und werden diese für energetische Verbesserungen genutzt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bund verfügt über keine branchenspezifischen Angaben, welche die Beantwortung der vom Interpellanten aufgeworfenen Fragen erlauben. Deshalb beziehen sich die Antworten des Bundesrats ausschliesslich auf die bundesnahen Unternehmen SBB und Post (bzw. auf Liegenschaften im alleinigen Eigentum der Post), die zu den Transportunternehmen gezählt werden können.</p><p>1./4. Die Post verfügt über Fotovoltaikanlagen mit einer Gesamtfläche von 37 200 Quadratmeter mit einer installierten Leistung von total 5,8 Megawatt-Peak (vgl. <a href="http://post.solarlog-web.ch">http://post.solarlog-web.ch</a>). Die Solarthermie-Anlagen finden nur geringe Anwendungsmöglichkeiten, da der Betrieb keine Prozesswärme erfordert und der Warmwasserbedarf gering ist. Die installierte Fläche beträgt etwa 100 Quadratmeter verteilt auf vier Anlagen.</p><p>Bei der SBB beläuft sich die Gesamtfläche auf rund 7000 Quadratmeter mit einer installierten Leistung von etwa 1 Megawatt:</p><p></p><table width="407.15pt"><tr><td width="279.15pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>Fotovoltaikanlage / Standort</p></td><td width="48.2pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>Fläche</p></td><td width="69pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>Nennleistung </p></td></tr><tr><td width="279.15pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>Solarkraftwerk, RZA Altstätten</p></td><td width="48.2pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>1740 m2</p></td><td width="69pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>255 kWp</p></td></tr><tr><td width="279.15pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>Solarkraftwerk Service Zentrale Herdern, Zürich</p></td><td width="48.2pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>3600 m2</p></td><td width="69pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>525 kWp</p></td></tr><tr><td width="279.15pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>Solarkraftwerk Aebimatte, Bern</p></td><td width="48.2pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>675 m2</p></td><td width="69pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>63 kWp</p></td></tr><tr><td width="279.15pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>Diverse Kleinanlagen</p></td><td width="48.2pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>970 m2</p></td><td width="69pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>120 kWp</p></td></tr><tr><td width="279.15pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p></p></td><td width="48.2pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p></p></td><td width="69pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p></p></td></tr><tr><td width="279.15pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>Total </p></td><td width="48.2pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>etwa 6985 m2</p></td><td width="69pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>963 kWp</p></td></tr></table><p></p><p>2./3. Derzeit befindet sich die Errichtung von Fotovoltaikanlagen auf weiteren 16 Liegenschaften der Post in Abklärung. Zu jeder Anlage wird eine Machbarkeitsstudie erstellt. Diese potenziellen Anlagen verfügen über eine Fläche von etwa 30 500 Quadratmetern und eine geschätzte Gesamtleistung von 5,7 Megawatt-Peak. Dies würde einer Verdopplung der heutigen Leistung entsprechen.</p><p>Bei den SBB wurde 2012 das Potenzial für die Stromproduktion auf den SBB-Dachflächen untersucht. Dabei wurde ein Potenzial in der Grössenordnung von 25 Gigawattstunden festgestellt. Da die Stromerzeugung über Fotovoltaik nicht zum Kerngeschäft der SBB gehört, werden potenzielle Flächen an Dritte vermietet. Die SBB sind daran interessiert, entsprechende Geschäftsmodelle mit Partnern zu entwickeln. Aktuell hat ein Investor eine Dachfläche von 18 000 Quadratmetern gemietet, mit dem Ziel, eine Fotovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 3000 Kilowatt-Peak zu erstellen. Auf dem Dach des Hauptbahnhofs Zürich steht eine Anlage mit 1300 Quadratmetern. Eine weitere Anlage mit 10 000 Quadratmetern wird geprüft.</p><p>5. Der Bund nimmt bei der Umsetzung der Energiestrategie 2050 eine Vorbildfunktion ein. Neben der Bundesverwaltung (inkl. VBS) umfasst die Ebene Bund den ETH-Bereich und bundesnahe Betriebe, so auch die Transportunternehmen SBB und Post. Zur Gesamtsteuerung und Koordination der Vorbildfunktion des Bundes im Energiebereich wurde eine Koordinationsgruppe KG-VBE mit Geschäftsstelle im Bundesamt für Energie (BFE) geschaffen.</p><p>Die KG-VBE hat verschiedene Aktionsbereiche definiert, unter anderem den Bereich "Gebäude und erneuerbare Energien". Mit einer Potenzialanalyse soll beispielsweise aufgezeigt werden, in welchem Umfang Abwärme und erneuerbare Energien auf den Arealen und Gebäuden produziert werden können und mit welchen Kosten dies verbunden wäre. In einem weiteren Schritt soll daraus ein konkreter Masterplan entstehen.</p><p>Im Bereich öffentlicher Verkehr (ÖV) bestehen bereits verschiedene Massnahmen. So haben gemäss Artikel 10 Absatz 3 der Eisenbahnverordnung vom 23. November 1983 (EBV, SR 742.141.1) die (Eisenbahn-)Transportunternehmen bereits heute die Aufgabe, für einen energieeffizienten Betrieb zu sorgen. Zudem sollen in zukünftigen Leistungsvereinbarungen Energieeffizienzziele definiert und das Thema im Rahmen der Bahnreform 3 bzw. des Personenbeförderungsgesetzes vom 20. März 2009 (PBG, SR 745.1) berücksichtigt werden. Schliesslich soll noch 2015 eine Studie über das Potenzial der Solarenergie im ÖV-Bereich ausgeschrieben werden.</p><p>6. Die Energiekennzahlen der Post und der SBB sind dem Bundesrat bekannt. Nach Kenntnisstand des Bundesrats nutzen nur die allerwenigsten Unternehmen diese Zahlen für Entscheide im Betrieb.</p>  Antwort des Bundesrates.