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ALBERT RÜEGG
BIOGRAPHIE
17.08.1902
Geburt in Zürich an der Weststrasse 172. Einziger Sohn von Albert und Verena Rüegg. Erste künstlerische Eindrücke durch seinen Zeichenlehrer, den Maler Eduard Gubler. Mit 12 Jahren entstehen Rüeggs erste Portraits.
1918–1922
Graphikerlehre in Zürich in der Graphischen Anstalt von J.E. Wolfensberger. Gleichzeitig Besuch von Abendkursen für bildende Kunst an der Kunstgewerbeschule Zürich.
1922–1924
Tagesunterricht an der Staatlichen Hochschule für angewandte Kunst in München bei F.H. Ehmke, Mollier (Anatomie für Künstler) und W. Teutsch (Figurenzeichnen); Studien in den Münchener Museen.
Auf seiner ersten Studienreise, die Rüegg 1923 während der Osterferien durch Süddeutschland führt, entstehen zahlreiche Skizzen. Rüegg verarbeitet diese später zu Original-Lithographien und gab eine kleine Mappe heraus.
1924
Im Herbst Rückkehr nach Zürich. Arbeit in einem Druckereibetrieb.
1925
Rüegg wagt trotz Krise und Arbeitslosigkeit den Sprung in die Selbständigkeit. Bald zählt sein winzig kleines Graphik-Atelier an der Badenerstrasse – das zugleich auch als Wohn- und Schlafzimmer herhalten muss – einen treuen Kundenkreis. Rüegg arbeitet während 10 Jahren ohne Ferien durch. Seine Werbeplakate finden starke Beachtung.
Parallel zu den graphischen Arbeiten entstehen zahlreiche künstlerische Werke.
Um seine Allgemeinbildung zu erweitern, besucht Rüegg in Zürich Vorlesungen an der Universität und ETH.
Gründung der Künstlergruppe Octogon
1930
Melanie Leuthold beginnt als Volontärin in Rüeggs Graphik-Atelier. Daneben beschäftigt Rüegg auch einen Graphiker-Lehrling.
Rüegg baut sein erstes Haus in Zürich-Höngg an der Hohenklingenstrasse.
1932
Heirat mit der Bildhauerin Melanie Leuthold.
1935
Umzug an die Rebbergsstrasse (Zürich), wo sich Albert Rüegg ein grosses Atelier mit herrlichem Blick über Stadt, See und Alpen gebaut hatte.
1939
Die Landesausstellung verschafft Albert Rüegg gute Verdienstmöglichkeiten.
Studienreise nach New York.
1939–1945
Aktivdienst in der Schweizer Armee als Sanitäter. Zahlreiche Portraits von seinen Dienstkollegen entstehen.
1939–1959
Gründer und Herausgeber der Zeitschrift «Kunst und Volk» (zusammen mit seiner Frau Melanie Leuthold), einer zweimonatlich erscheinenden Kunstzeitschrift «ohne Horoskop, Kreuzworträtsel und Sex» [AR über K&V]. Grundgedanke der Zeitschrift ist, «neue und alte Werke der bildenden Kunst in volkstümliche Sprache aus der Feder guter Autoren» bekannt zu machen.
1945
Erste Einzelausstellung Rüeggs in der Galerie Beaux-Arts, Zürich
1956
Präsident der Sektion Zürich der GSMBA (Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten). Rüegg setzte sich insbesondere für die Schaffung einer Pensionskasse für die GSMBA-Mitglieder der Zürcher Sektion ein, vermochte mit seinem Anliegen bei seinen Vorstandskollegen aber nicht durchzudringen.
1957
Erscheinen der Monographie von F.K. Ertel zu Albert Rüeggs Werk.
Studienreise nach Griechenland
seit 1959
freier Maler
1960
Studienreise nach Ägypten
1962
Studienreise nach Südamerika (Argentinien und Brasilien)
1966
Studienreise nach Mexico, New York
1980
Herausgabe der Monographie zum Gesamtwerk von Rüegg
04.08.1986
Albert Rüegg stirbt nach längerer Krankheit am frühen Morgen im Stadtspital Waid in Zürich; Beerdigung auf dem Friedhof Hönggerberg.