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Artaria,
Matthias, Zeichner und Genremaler, geb. zu Mannheim, wurde zum Kaufmannsstand bestimmt und kam erst im 22. Jahr auf die Akademie in Düsseldorf, wo er bis 1838 blieb, indem er durch den Umgang mit A. Achenbach und andern Künstlern ersetzte, was ihm an gründlicher Schulbildung fehlte. In der Malerei widmete er sich vorzugsweise dem Sittenbild und studierte eifrig das Leben des Landvolks. Deshalb bereiste er Tirol und brachte mehrere Genre- und historische Bilder aus dem Leben der dortigen Bewohner, z. B.: ihren Heldenkampf 1809, Verteidigung des Iselbergs durch Tiroler Schützen, Hochzeit im Zillerthal, Kirchgang in der Christnacht (Neue Pinakothek in München), der blasende Postillon u. a., die von recht lebendiger Zeichnung und geschickter Komposition, aber in der Malerei nicht vollkommen sind. 1844 machte er eine Reise nach Spanien, infolge deren manche interessante Bilder entstanden, z. B.: Schloß Elche bei Alicante, der Improvisator an einem Brunnen, Marktscene in Valencia, fliehende Guerillas und die Gitanos. Unter seinen übrigen, zum Teil historischen Genrebildern erwähnen wir nur: die gefangenen Hugenotten, Verhaftung Ravaillacs nach der Ermordung Heinrichs IV., Wachtstube im Innern eines Rathauses zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs, das Mädchen von Saragossa, eine Marketenderin rettet ihr Kind bei dem Übergang über die Beresina etc. 1863 nötigte ihn ein Augenleiden, seine künstlerische Thätigkeit aufzugeben.