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Erweiterte Studie über Three-Mile-Island-Strahlenfolgen
Ein weiterer Zwischenbericht der Forschungsgruppe von Evelyn O. Talbott über die langjährige epidemiologische Studie bezüglich der Strahlenfolgen des Unfalls vom 28. März 1979 im Kernkraftwerksblock Three-Mile-Island-2 liegt vor.
Die Studie wird von den Abteilungen Epidemiologie, Biostatistik sowie Umwelt- und Arbeitsgesundheit der Graduate School of Public Health der University of Pittsburgh durchgeführt. Beschrieben wird die Sterblichkeit der beobachteten Kohorte von 32'135 im Umkreis von rund 8 km um das Kraftwerk wohnenden Personen, die möglicherweise einer erhöhten Radioaktivität infolge des Unfalls ausgesetzt waren. Der vorhergehende Zwischenbericht umfasste Daten von 1979 bis1992, der jetzige wertet den Zeitraum 1979 - 1998 aus.
Nach Angaben der Autorin ist auch 20 Jahre nach dem Zwischenfall keine Erhöhung der Krebsrate in der Region festzustellen. In der Studie war die Häufigkeit von Tumoren untersucht worden, die durch Radioaktivität begünstigt werden. Dazu gehören Lungen-, Luftröhren- und Brustkrebs sowie Tumore um blutbildendes oder Lymph-Gewebe oder an der Schilddrüse.
In der Kohorte hat es seit 1979 einen Todesfall durch Schilddrüsenkrebs gegeben. In den Daten bis 1992 war eine überdurchschnittliche Häufigkeit von Brustkrebs bei Frauen festgestellt worden. Dieser Zusammenhang ist, nach Angabe der Autorin, in der neuen Studie aber nicht mehr signifikant. Doch die Forscherin sieht Bedarf für weitere Untersuchungen. Wie sich in der neuesten Studie manifestierte, ist bei den Männern ein Anstieg der Krebserkrankungen im blutbildenden Lymph-Gewebe festzustellen - aber ohne signifikanten Trend. Die Autorin schliesst ihre Bewertung der Daten mit folgenden Worten: "Obwohl die Überwachung der Kohorte keine konsistenten Beweise liefert, dass die beim Zwischenfall entwichene Radioaktivität einen signifikanten Einfluss auf die Gesamtsterblichkeit der Anwohner hat, bleiben einige statistische Häufungen bestehen und gewisse potenzielle Dosis-Wirkungs-Beziehungen können nicht definitiv ausgeschlossen werden."
Quelle
D.S.