Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03102.jsonl.gz/833

Das Primarschulhaus Längmatt ist renovationsbedürftig. Für 15 Millionen Franken will die Gemeinde die Schule deshalb umbauen. Der Generalrat hat im Dezember für die erste Bauetappe bereits einem Absichtskredit von sieben Millionen Franken zugestimmt. Am 30. April wird er über zwei weitere Kredite entscheiden: einerseits über einen Planungskredit für den Umbau der Aula an der Längmatt 4 in der Höhe von 400 000 Franken; andererseits über einen Kredit von 350 000 Franken für die Ausschreibung und die Ausführungsplanung für den Schulhaustrakt an der Längmatt 6. Am Dienstag lud der Gemeinderat die Generalräte zum Informationsabend und erklärte das Projekt. Die Primarschule brauche mehr Raum, insbesondere weil die aktuellen Unterrichtsmethoden auf Interaktion setzten, erklärte der zuständige Gemeinderat Alexander Schroeter.
Der Umbau soll in zwei Etappen über die Bühne gehen: Zuerst wird das Gebäude an der Längmatt 6 um 1,5 Vollgeschosse aufgestockt, in einem zweiten Schritt wird der Klassenzimmer-Trakt an der Längmatt 4 aufgestockt und die Aula renoviert. Durch den Umbau werden nicht neue Klassenzimmer gewonnen, aber neue Gruppenräume und Kindergartenzimmer.
Aus dem Publikum kam die Frage, ob im Hinblick auf Fusionen zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Aufstockung möglich sei. «Nein», sagte Schroeter, «die Kapazitätsgrenze ist erreicht.» Derzeit besuchen 700 Kinder die Primarschule Murten. Für die absehbare Fusion mit Jeuss, Lurtigen und Salvenach will Murten aber die Schulhäuser in den Fusionsgemeinden weiter nutzen, wie dies die Schule seit 2012 mit dem Standort Galmiz praktiziert.
Neuer Kostenverteiler
Auch die Schulkonvention war am Infoabend ein Thema. Derzeit bezahlen die umliegenden Gemeinden Murtens, die ihre Kinder im Bezirkshauptort zur Schule schicken, einen Teil der Mietkosten der Gebäude. Ein Generalrat wollte wissen, ob die Gemeinden über den Umbau informiert und damit einverstanden seien. «Der Berechnungsschlüssel wird nach dem Umbau angepasst», sagte Schroeter. Er könne nicht ausschliessen, dass es Gemeinden gebe, die nicht mitmachen wollten. «Aber aus der Schulkonvention auszutreten und die Schule anderswo kostengünstiger zu haben, ist fast unmöglich.»