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Thurgauer Zeitung: Zürich · Das Obergericht hat ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich gedreht und einen Redaktor von «20 Minuten» vom Vorwurf der üblen Nachrede freigesprochen. Der am 15.Dezember 2015 online erschienene Artikel stand in Zusammenhang mit der Affäre um eine Lehrerin im zürcherischen Gossau, die ihren Schülern verboten hatte, im Unterricht Edelweisshemden zu tragen. Der Redaktor veröffentlichte unter der Überschrift «Wenn harmlose Kleidung zur Provokation wird» einen Text mit Bildstrecke. Eine Foto zeigte ein Fan-T-Shirt der Rockgruppe Frei.Wild. Darunter die Legende: «Eine rechtsextreme Überzeugung lässt sich auch versteckter transportieren, zum Beispiel durch T-Shirts von Bands wie Frei.Wild, Landser und Skrewdriver.» Laut Anklage rückte der Redaktor damit die Band Frei.Wild wahrheitswidrig in die rechtsextreme Ecke. Das Bezirksgericht verurteilte den 43-jährigen Redaktor im Oktober 2016 wegen übler Nachrede.