Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03481.jsonl.gz/1355

Typische
Kleinstadt im Norden Libyens.
An
Stelle von Supermärkten findet man in den Dörfern zahlreiche
kleine Läden, die alle praktisch dasselbe Angebot haben.

Der Grundsatz der Volksrepublik ist, dass das Volk in allen Belangen
das Sagen hat und sich keine demokratischen Vertreter wählen
muss. In der Praxis scheint dies allerdings nur beschränkt
zu funktionieren: «Ich habe keine Ahnung, wer was bestimmt.
Einige Entscheide kommen von Quaddafi, andere von seinen Stellvertretern
oder dem Militär, bei wieder anderen habe ich keine Ahnung,
wer sie fällt», erklärt uns ein Freund.
Seinen
Reichtum schöpft das Land aus seinen immensen Erdölvorkommen.
Nach Jahren des Embargos wegen Libyens Sympathien und Unterstützung
von verschiedenen Terrorgruppen hat das Exportgeschäft wieder
zugenommen. Das viele Geld wird gerne in gigantische Projekte investiert,
wie etwas das «Man Made River Project». Meterdicke Leitungen
pumpen die unterirdischen Wasservorkommen der Wüste in die
Küstenregion.
Libyen
hat ein vorbildliches Gesundheitswesen, das seinen Einwohnern praktisch
kostenlos zur Verfügung steht. Die relativ guten Einkommensverhältnisse
haben viele Einwohner von Nachbarstaaten angezogen. Diese Schwarzafrikaner
arbeiten in allen möglichen Bereichen, entweder fest angestellt
oder als Handlanger.
Obwohl
Libyen von den westlichen Staaten mit Skepsis betrachtet wird, gilt
es als sicheres Reiseland. Es hat seine Grenzen erst vor 10 Jahren
wieder für Touristen geöffnet und besitzt deshalb erst
eine sehr bescheidene Infrastruktur und wenig Erfahrung mit europäischen
Besuchern. Die Leute auf der Strasse sind offen und nett und tolerieren
die Andersartigkeit der Touristen.
weiter
>>>