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Im Amazonasgebiet in Brasilien sehen viele das grosse Geld, dass dort gemacht werden kann. Nicht selten auf Kosten der lokalen Bevölkerung, die dort lebt und ihr Land und damit verbunden auch oft ihre Lebensgrundlage zu verlieren droht.
Im Amazonasgebiet werden Rohstoffe aller Art erzeugt: Strom aus Wasserkraftwerken, Monokulturen wie Eukalyptus für die Stahlindustrie, Soja für Futtermittel oder Treibstofftanks.
Um die Mengen an Gütern überhaupt auf den internationalen Markt zu bringen, kommen massive Infrastrukturen wie Häfen, Strassen, Leitungen und Wasserwege hinzu. Die Einzugsgebiete der Flüsse Tocantins, Amazonas und Tapajós im Bundesstaat Pará sind von dieser wirtschaftlichen Entwicklung direkt betroffen. Oft werden in diesem Umfeld die Rechte der lokalen Bevölkerung missachtet.
Formen des Widerstands auch in die Peripherien bringen
Aus Sicht der Partnerorganisation Fase (Federação de Órgãos para Assistência Social e Educacional) ist es fundamental, die Widerstandsformen, welche die indigenen und traditionellen Bevölkerungen im Landesinneren entwickelt haben, auch in die Peripherien der Städte zu bringen, wo ähnliche Probleme existieren und mit dem dort existierenden sozialen Widerstand zu vereinen. Fase hat sich dabei entschieden, insbesondere die Frauen, ihre Organisationsformen und ökonomischen Projekte zu unterstützen.
Fase ist in drei Regionen des Bundesstaates Pará aktiv: im Baixo Tocantins in den Gemeinden Abaetetuba und Igarapé-Miri; im Baixo Amazonas in den Gemeinden Belterra und Santarém – hier vor allem im Projeto de Assentamento Agroextrativista Lago Grande – und in den Vororten von Belém.
Das Oberziel des Projekts ist die Verteidigung der Territorien und der autonomen Lebensweise der indigenen und traditionellen Bevölkerungen im Landesinneren, sowie der Bevölkerungen in den Peripherien der grossen Städte. Drei spezifische Ziele arbeiten auf das Oberziel hin:
(1) Organisationsstärkung und -entwicklung von ländlichen Basisorganisationen für die Verteidigung ihrer Territorien gegen die Auswirkungen von Grossprojekten;
(2) Organisationsstärkung und -entwicklung von städtischen Basisorganisationen für die Verteidigung ihrer Territorien gegen die Auswirkungen von Grossprojekten;
(3) Stärkung der Selbstorganisation und der Autonomie der Frauen.