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Die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART führte im Januar 2009 eine Umfrage unter 3425 Landwirtschaftsbetrieben der Schweiz durch. Das Ziel war, den in den Jahren 2005 bis 2007 zu beobachtenden Ausstieg aus der biologischen Wirtschaftsweise sowie die Hemmnisse für einen Einstieg in den Biolandbau zu untersuchen. Im vorliegenden Beitrag werden die ausschlaggebenden Einflussfaktoren und Gründe, die zum Ausstieg führen, mittels Faktoranalyse und logistischer Regression ermittelt. Milchbetriebe in der Bergregion sind in der Gruppe der Aussteiger besonders zahlreich. Wirtschaftliche Gründe (Preis für Bioprodukte, geringe Direktzahlungen), der Aufwand für Aufzeichnungen und Kontrollen («Richtlinien ändern sich zu oft») und Probleme bei der Beschaffung geeigneten Kraftfutters oder Stroh waren die meist genannten Ausstiegsgründe. Die Bereitschaft zum Ausstieg aus dem Biolandbau ist hoch (14 %), besonders bei Milchviehbetrieben. Die Regressionsanalyse bestätigt die Befragungsergebnisse.
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.