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Verwandschaft von Bühnenwerk und Baukunst
Walter Gropius, Gründer des Bauhauses, sah im Bühnenwerk ein mit der Baukunst vergleichbares Zusammenspiel verschiedener Disziplinen zu einer sogenannten orchestralen Einheit. Aus dieser strukturellen Verwandtschaft der beiden Künste leitete er die Notwendigkeit ab, eine eigene Bauhausbühne einzurichten, um auf diese Weise die elementaren Elemente der Bühnengestaltung zu untersuchen und neu zu formulieren.
Triadisches Ballett und Bauhaustänze von Oskar Schlemmer
Im Zentrum dieser Bauhausbühne stand Oskar Schlemmer, der in den Jahren 1923 - 1929 die Bühnenwerkstatt leitete. Mit seinem Triadischen Ballet und den Bauhaustänzen untersuchte er im abstrakten und geometrischen Spiel mit Form, Farbe, Ton, Bewegung und Licht das Spannungsfeld von Mensch und Raum und damit grundlegende Bedingungen des theatralen Gestaltens.
Die DVD Bauhaus Bühne & Tanz 1 beschäftigt sich intensiv mit Oskar Schlemmer: Sie stellt ihn als Mensch und Kunstfigur vor und zeigt seine Bauhaustänze in Rekonstruktionen von Margarete Hasting und Gerhard Bohner.
Die DVD Bauhaus Bühne & Tanz 2 zeigt Bühnenexperimente der Bauhäusler Ludwig Hirschfeld-Mack, Wassily Kandinsky, Kurt Schmidt und Lothar Schreyer, darunter "Das mechanische Ballett" und "Bilder einer Ausstellung".
1925 zum Frankfurter Stadtbaurat ernannt, versammelte Ernst May einen Stab junger Architekten, Planer und Designer um sich. Mit dem umfassenden Anspruch auf Gestaltung einer modernen Wohnkultur, aber auch einer rationellen kostensparenden Bauweise durch Typisierung der Grundrisse wie auch der Bauteile, den Einsatz lokaler Firmen sowie die Beschäftigung von Arbeitslosen, profilierte sich DAS NEUE FRANKFURT als innovativstes Großprojekt des Neuen Bauens der 20er Jahre.