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Das Fricktaler Museum befindet sich im Altstadthaus «Haus zur Sonne». Es wurde 1928 von den damaligen Besitzern der Einwohnergemeinde Rheinfelden mit der Auflage geschenkt, darin ein Museum einzurichten. Ein Rundgang beleuchtet Rheinfelden als Kurstadt mit besonderem Blick auf den Kurarzt und Balneologen Hermann Keller.
Der Rundgang durch die vielfältige und vielseitige Sammlung konzentriert sich auf den Ausstellungsteil zu Rheinfelden als Kurstadt, die sich im 19. Jahrhundert zum internationalen Kurort entwickelt hat, mitsamt den Rheinfelder Kurhotels und deren Gäste. Ein besonderer Fokus wird auf den Kurarzt und Balneologen Hermann Keller gelegt. Er war eine der Schlüsselfiguren für die Entwicklung des Kurortes Rheinfelden im 19. und 20. Jahrhundert.
Vom Mittelalter bis in die Neuzeit waren Badestuben die wichtigsten Orte der Badekultur in Rheinfelden. Doch die eigentliche Geschichte der Kurstadt Rheinfelden begann mit der Entdeckung der Salzlager in den 1840er-Jahren. 1863 eröffnete Heinrich von Struve eine bereits bestehende, umgebaute Badeanstalt unter dem Namen «Rheinsolebad von Heinrich von Struve». Knapp zwanzig Jahre später kaufte Josef Viktor Dietschy als Wirt des «Hotel Krone» die Anlage und eröffnete noch im selben Jahr das «Salinenhotel im Park». Als er 1887 den erfahrenen und weitgereisten Dr. Hermann Keller als Kurarzt engagierte, begann die Arbeit eines effizienten Zweigespanns. Gemeinsam trugen sie wesentlich zum Aufstieg des Kurortes bei.