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Europa nach wie vor wesentlich weniger profitabel als USA-Geschäft
Ingram Micro konnte seinen Umsatz im vergangenen dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahresquartal um 16 Prozent auf 6,96 Milliarden Dollar steigern. Der daraus resultierende Reingewinn betrug 48,4 Millionen Dollar. In Europa erreichte Ingram einen Umsatz von 2,34 Milliarden Dollar, 10 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Vor einem Jahr erreichte Ingram Micro im dritten Quartal noch einen Reingewinn von 77,3 Millionen Dollar. Trotzdem ist der weltgrösste Disti zufrieden mit den aktuellen Resultaten: Während der Gewinn vor einem Jahr noch durch Sondereinnahmen von 44,7 Millionen Dollar aufgebläht wurde, wurde er dieses Mal durch einige Sonderkosten gesenkt. Rechnet man alle einmaligen Kosten und Einnahmen ab, verdoppelte sich der Gewinn beinahe.
CEO Gregory M. Spierkel freute sich vor allem darüber, dass Ingram Micro nun seit acht Quartalen Umsatzsteigerungen vorzeigen kann und dass dieses Mal ein grosser Teil des Wachstums unter dem Strich als Gewinn realisiert werden konnte.
Ein Blick auf die Bruttomarge
Der weltweit grösste Distributor erreichte eine Bruttomarge von 5,49 Prozent, im Sommerquartal waren es noch 5,37 Prozent.
Die Erträge in den USA sind bei Ingram Micro immer noch weit höher als in Europa. In den USA verdiente der Mega-Disti bei einem Umsatz von 3,1 Milliarden Dollar netto 48,5 Mio. Dollar (ohne Sonderkosten), also 1,57 Prozent des Umsatzes. In wesentlich weniger zentralisierten Europa setzte Ingram 2,34 Milliarden Dollar um, verdiente netto aber nur 21 Millionen Dollar (0,78 Umsatzprozente). Vergleicht man die beiden Kennzahlen, muss man allerdings noch die Währungseffekte berücksichtigen. (hjm/hc)