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20_Der Mensch - eine umgestülpte Pflanze
Rudolf Steiner, der Geistesforscher (1861 - 1925), war sicher einer der genialsten Pflanzenmagier unserer Zeit. Sein berühmter Satz: Der Organismus ist die Summe der Organe plus der Plan des Architekten - d.h. man kann keinen Menschen sezieren, um herauszufinden, ob er gescheit, ein liebenswerter Mensch, ein Heiler oder ein guter Klavierspieler war - lässt sich 1:1 auf die Pflanzenwelt übertragen.
Es ist seine geniale Entdeckung, dass eine Pflanze dann eine Heilpflanze ist, wenn sie in irgendeiner Weise eine Verzerrung, Verzeichnung, Abnormalität in Bezug auf die Dreigliedrigkeit Wurzel - Blatt - Blüte aufweist.
In Kombination mit seiner zweiten Aussage wonach Wurzelprozesse der Pflanzen den Kopfprozessen des Menschen, die Blütenprozesse den Stoffwechselvorgängen und die Blattprozesse den rhytmischen Abläufen im menschlichen Körper entsprechen, ergibt sich Folgendes:
Pflanzen mit enorm entwickelten Wurzel sind gut für Nervensystem, Hirn und Sinnesorgane (Baldrian, Karotte); Pflanzen mit überdimensioniertem Blattwerk helfen bei Problemen mit Blut, Blutkreislauf, Herz , Niere, Blase - Atmung, Lunge, Bronchien und der Haut (Brennnessel, Spitzwegerich); blüten- bzw. fruchtbetonte Pflanzen sind gut für den Bereich Darm- Magen- Eingeweide, Leber- Galle und Drüsen (Vogelbeere, Kümmel).
Entfernen Sie Ihre Warze mit der Blatt- Pflanze!
Nach Steiner ist also eine blattbetonte Pflanze unter anderem für die Heilung von Hautschäden (z.B. Warzen) verantwortlich. Das Schöllkraut mit dem enormen Blattwerk finden wir auf Schuttplätzen, an Wegen, Mauern und Waldrändern. Pflückt man die Blätter, so tritt ein goldgelber Saft aus. Diesen streichen wir unverdünnt auf die Warze. Durch die bräunliche Verfärbung ist sie nun zwar noch unansehnlicher, aber nach mehrfacher Anwendung sind wir dieses Übel endlich los!
|Rolf Zingg

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