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Mon amante a les vertus de l'eau - Meine geliebte hat die Tugenden des Wassers
Samstag, 13. Juni 2009, 19.30
Mühle des Stadtmuseums, Aarau
Letizia Fiorenza, Gesang
Regula Schwarzenbach, Flöten
Ein stilübergreifendes Konzert: Volkslieder der Romandie aus dem 14.-18. Jahrhundert sowie Lieder und Flötenmusik von J. Ibert, F. Poulenc und P. O. Ferrould.
Programm
Volkslieder: (Arr. Regula Schwarzenbach): „La jeune citoyenne“,
„La belle est au jardin d'amour“,
„Mon père m'a mariée à un viellard
Jacques Ibert (1890-1962):
Deux stèles orientées für Stimme und Flöte
„Mon amante a les vertus de l'eau“
„On me dit... “
Dazwischen „Piece“ für Flöte solo ebenfalls von Jacques Ibert und „Bergère captive“ von Pierre Octave Ferroud.
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„Meine Geliebte hat die Tugenden des Wassers: ein klares Lächeln, fliessende Gesten, eine reine, perlende Stimme“ Dies sind die ersten Worte des Gedichtes von
Victor Ségalen, die Jacques Ibert für die „Deux stèles orientées,“ original für die seltene Besetzung Stimme und Querflöte, vertonte. Diese Worte inspirierten die Musikerinnen zu einer
lustvollen, musikalischen Suche nach Literatur für zwei Stimmen, diejenige einer Volkssängerin und diejenige einer klassischen Flötistin. Ohne begleitende Unterstützung wollten sie sehen, was
passiert, wenn sie die Melodiebögen in den Raum stellen, sie ineinander greifen lassen. Würden sie sich zu einem Klang verbinden, der spannend und strukturiert genug wäre, um ein ganzes
Konzertprogramm damit zu gestalten?
Das fliessende Wasser wurde ihnen zum Leitmotiv: Das Wasser als Symbol für das Weibliche, Naturhafte, Intuitive, Unbewusste mit all seiner Faszination und all seinem Schreck. Die Undine, die dem nüchternen Verstand der Menschen nur das Gefühl entgegen setzen kann, impulsiv, ungerecht. Das führte sie zu den Volksliedern, die eben diese Sprache des Gefühls sprechen. Französisch mussten sie sein, die Einheit der Sprache mit ihrem fließenden Klang wollten sie bewahren. Die Undine suchte sie aus, herzhaft, ungerecht.
Regula Schwarzenbach hat in ihren Arrangements der gesungenen Stimme die Flötenstimme dazu gesellt. Zuweilen sich unterordnend, meistens als ebenbürtige Gegenstimme, besetzt sie den gleichen Raum, der klanglich und rhythmisch, prosodisch differenziert, ausgelotet und ausgefüllt wird. Als Solistin wird sie von Jacques Ibert „Pièce“ und auf der Altquerflöte von Pierre Octave Ferroud „Bergère captive“ spielen.
Der Wunsch entstand, diese ausgewählte Musik an Orten aufzuführen, die nahe am Wasser gebaut sind. Das Rauschen und Fliessen sollte anwesend sein, wenn nicht immer klanglich nah, so doch in der Erinnerung und in der Atmosphäre. Nach diesem Kriterium wählten die Musikerinnen zum Beispiel die Villa am Aabach in Uster, die Seerose am Zürichsee in Horgen, die Stadtmühle Willisau als Aufführungsorte.
Aarauer Kulturfest
Auftritte mit Ruedi Debrunner und Marco Käppeli
Samstag, 24.10.2009 in Aarau
14:00, Theater Tuchlaube (Galerieraum): Beflügelte Worte mit Ruedi Debrunner.
21:00, Stadtmuseum Schlössli, Wiederaufnahme: Figur und Klang mit Marco Käppeli
22:00, Foyer des Aargauer Kunsthauses: Jazz-Disco mit Marco Käppeli