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Entgegen westlicher Medieninformationen wird Russland der Nato keinerlei Berichte über die Stationierung seiner Raketensysteme Iskander in der Ostsee-Exklave Kaliningrad erstatten. Das teilte Andrej Kelin, Ressortleiter Gesamteuropäische Zusammenarbeit im russischen Außenministerium, am Sonntag mit.
Der „Spiegel“ hatte berichtet, die Nato habe von Moskau einen Bericht über die Stationierung der Iskander-Raketen gefordert. Nach Informationen des Magazins soll der russische General Sergej Orlow beim anstehenden Nato-Russland-Rat am 30. März in Brüssel eine Stellungnahme darüber abgeben.
„Es wird keinen Bericht geben. Darum geht es nicht“, sagte Kelin. Nach seinen Angaben wird es bei dem Treffen einen „Meinungsaustausch zu Themen geben, die bei beiden Seiten Besorgnis erregen“.
Russland werde seine Besorgnisse über die Stationierung der Nato-Bataillone in Polen und im Baltikum, die Nato hingegen die russischen Militärübungen im Westen des Landes, im Kaukasus und auf der Krim zur Sprache bringen. Bei dem Treffen auf Botschafterebene werde es um „Transparenz und Abbau der gegenseitigen Besorgnisse“ gehen, betonte Kelin.
Zuvor hatte Moskau bereits die Iskander-Stationierung in Kaliningrad mit der andauernden Hochrüstung der Nato vor den russischen Grenzen begründet. Außenminister Sergej Lawrow verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Russland – im Gegensatz zu den USA – die Waffen auf eigenem Staatsgebiet stationiere.