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In einer spektakulären Bergungsaktion hat Prinz William, 29, als Co-Pilot eines Hubschraubers der Airforce zwei Seeleute vor dem Ertrinken gerettet. Das teilte das britische Verteidigungsministerium am Sonntag mit. Doch der Prinz konnte nicht allen helfen: Ein anderer Seemann starb.
Fünf Matrosen wurden am Sonntagabend zudem noch vermisst. Die Überlebenschancen in der rauen, etwa 14 Grad kalten Irischen See schwanden von Stunde zu Stunde. «Wir sind sehr besorgt über die Vermissten», sagte ein Sprecher der Küstenwache. Am Sonntagabend wurde die Suche abgebrochen. Ob am Montag weitergesucht wird, sollte kurzfristig entschieden werden.
Für Prinz William und seine Kollegen, die auf der Luftwaffenbasis Anglesey im Norden von Wales Nachtdienst schoben, kam der Alarm um zwei Uhr nachts. Eine gigantische Welle hatte die «Swanland» getroffen. Das Schiff brach auseinander, der Frachter schlug leck, Meerwasser drang ein. Die Besatzung setzte einen Notruf ab: «Wir sinken!»
Für zwei Mitglieder der überwiegend aus Russland stammenden Mannschaft wurde ein aufblasbares Floss zum Lebensretter. Von dem Floss wurden sie an einem Seil in den Helikopter gezogen, in dem Flight Lieutenant Wales - wie William in der Armee heisst - als Copilot seinen Dienst tat.
Für Prinz William war die mehrstündige royale Rettungsaktion auf hoher See in seiner jungen Karriere als Rettungspilot der bisher spektakulärste Einsatz. Bisher musste er schon Kranke von Bohrinseln holen oder überforderte Bergsteiger aus den Hügeln von Wales bergen. Im Februar geht es für William auf die Falklandinseln vor Südamerika, wo er auf einem britischen Militärstützpunkt stationiert sein wird.