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Das Potential der CO2-Speichertechnologie im Betongranulat ist gross. Theoretisch kann dank dieser Technologie in der Schweiz jährlich über 70'000 Tonnen CO2 gespeichert werden.
Der Baustoffkreislauf hilft nicht nur, den grössten Abfallstrom zu beseitigen. Der alte Beton birgt auch die Möglichkeit, CO2 aufzunehmen. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, sind erste Grossanlagen in Betrieb, um CO2 im Betongranulat zu speichern. Folgende Schritte zeigen auf, wie die Technologie funktioniert und CO2 somit langfristig gebunden werden kann.
Der Zementstein im Betonabbruch weist Potential zur CO2 Speicherung auf. Um das Potential zu nutzen, wird nach der Aufbereitung vom Bauschutt ein zusätzlicher Prozessschritt eingeschoben, um CO2 zu speichern.
Die CO2-Speicherung erfolgt in einer extra zu diesem Zweck erbauten Anlage. Dabei handelt es sich um eine geschlossene Anlage, in welcher grosse Mengen an aufbereiteten Betongranulaten behandelt werden können.
In den Poren der aufbereiteten Granulate befindet sich ein Element, welches mit CO2 eine chemische Reaktion eingeht. Damit diese Reaktion in möglichst kurzer Zeit abläuft, werden die Granulate mit reinem CO2 beaufschlagt.
Kaum kommt das Granulat mit dem reinen CO2 in Kontakt, findet die chemische Reaktion statt. Dabei reagiert das Element, welches in den Poren vorliegt, zusammen mit dem CO2 zu Kalkstein. Der Prozess läuft wie eine Kettenreaktion ab und das CO2 wird regelrecht vom Granulat aufgefressen.
Ist der Prozess abgeschlossen, sind sämtliche Poren mit Kalkstein gefüllt. Kalkstein ist eine sehr stabile Verbindung, die auch nach einem weiteren Rückbauprozess bestehen bleibt. Aus diesem Grund ist das CO2 somit langfristig gebunden.