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Ein Koblenzer-Mädchen von vierzehn Jahren war von ihrem Dorfe am Aargauer-Rhein ins Städtchen Klingnau an der Aare, geschickt worden, um dorten Brod einzukaufen. Der nächste Fusssteig dahin führt über den Buck im Hardwalde an Abhängen vorbei, welche dorten Jm Engel heissen. Dorten ist eine Felswand, das Appelöh genannt, mit einer Höhle, worin Erdmännlein gewohnt haben. So gross der steinerne Tisch ist, der noch drinnen steht, eben so gross sollen die wohlschmeckenden Dünnen (Kuchen) gewesen sein, welche jene Männchen buken. Auf diesem Wege sah das Kind in jener Gegend, wo sich sonst ein Waldbruder aufgehalten hat, ein kleines Männchen mit schwarzem Mantel und rother Mütze aus einem Loche heraus schlüpfen. Das Kind entsprang sogleich, und da es sich von Weitem noch einmal umblickte, stand das Männchen mit gefalteten Händen da und flehte ihm nach: Pro me, pro me!
Band 1, Quelle: Ernst L. Rochholz, Schweizer Sagen aus dem Aargau, Band 1 Aarau, 1856, Seite 285
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchen.ch