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Es folgt ein Leckerbissen für Taktiker, Operationsoffiziere, Strategen und Freunde der Militärgeschichte. Der unermüdliche britische Dienst “Forces” empfiehlt ein neues Werk von Jeremy Black:
A History of the Second World War in 100 Maps.
“Forces” wirft die Frage auf: Was wäre Militär ohne Karten? Und: Ausser Waffen, was braucht das Militär dringend? Antwort, versteht sich: Karten!
Dann bringt “Forces” eine Auswahl aus den 100 Karten, die Black aus dem 20. Jahrhundert mit Schwergewicht auf dem Zweiten Weltkrieg auswählte. Es sind Karten, die Geschichte machten:
Meisterhafte Kartographie
Zum Schluss noch Dokumente, die belegen, was Kartographie schon immer konnte:
Die Weltkarte stammt vom Antwerper Kartographen Abraham Ortelius. Sie gilt als die erste “ehrliche” Karte der Erde. Einzig südwärts konnte Ortelius noch nicht kennen, was wir heute wissen. Australien fehlt; und Südamerika, ungenau in der Form, prallt auf die Antarktis. Sonst aber ein Meisterwerk von zeitlosem Rang.
So schön, so plastisch kann eine Karte sein. 1935/36 hatte Mussolini Abessinien (Kartenmitte, gross, gebirgig) angegriffen und besetzt. Damit rückte das Land, das heute Äthiopien heisst, in den Focus der Weltöffentlichkeit. S.J. Turners Relief arbeitet Abessiniens Topographie heraus und veranschaulicht, warum sich Italiens motorisiert-mechanisierte Armee gegen die Verteidiger so schwer tat.