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Jeder Mitglied hat ene bestimmte Funktion in einer Familie. In jeder Familie existiert ein bestimmtes Muster. Häufig pflegt man es unbewusst weiter und ist gefangen.
Wenn man mich fragt, ob ich mich auf meinen Heimkehr freuen würde, war ich oft sprachlos. Es ist ein Tabu zuzugeben, dass man nicht weiss, ob man sich darüber freut. Und diese Ambivalenz hat nchts mit anderen Menschen, die man eigentlich liebt, zu tun, sondern mit der eigenen Unfähigkeit, zu sich selbst zu stehen.
Mit 40 verschiedenen Teemuster bin ich nach Taiwan geflogen. Ich wollte paar Frage klären und bestimmte Antwort bei Atong finden. Ich weiß, wie wenig ich weiß. Atong jammerte ganzer Zeit, was für ein schlechtes Schicksal er hat, so viele schreckliche Tees zu kosten. Aber ich kann ja nur von den schlechten Tees lernen, die mir aufzeigen, was für Fehler ein Teamaker machen kann! Häufig tauchen Fragen in mir auf und frage recht naiv meinen Lehrer: „wie kann man solchen Fehler machen bei Tee?“ Er sagte mir nur in paar Worte: „weil man ein bestimmtes Muster verfolgt, Tee zu machen.“ Weil man ein Konzept hat.
In Taiwan, in meiner Familie lebe ich in einem bestimmten Muster. Beziehungsweise wird ein bestimmtes Muster gepflegt, wie man mich sieht und wie ich sein sollte. Häufig kann ich diesen Anspruch nicht gerecht werden. Während des Heimkehrs leide ich oft unter Schlaflosigkeit. Darüber freue ich mich wirklich nicht!
Mein Clan wußte nichts , was ich im Europa so treibe. Sie interessierten sich nicht wirklich dafür. Ich erzählte auch niemandem davon. Wem geht es denn überhaupt etwas an, was ich tue? Vor einem Jahr sagte meine dritte Tante zu mir, „Dein Vater kann ja mit seinem Geld Dir einen Laden kaufen. Es ist so wie so für Dich wie ein Spielzeug.“ Sie wußte damals nichts von Shui Tang.
In diesem Moment war es mir klar, was sie von mir hält. Nichts! Ich bin nichts.
Ganz ruhig sagte ich ihr, „Ja, das stimmt. Ich mache gerade einen Laden auf. In Zürich.“ Danach herrschte eine tote Stille. Keiner fragte danach.
Vor paar Tagen rief meine vierte Tante aus Amerika an und sagte mir, „Du muss Dich ja nicht anstrengen. Du hast ja Deinen Vater…“ „Ja, das stimmt.“ was hätte ich sagen sollen? Was hätte ich beweisen müssen? Ach! Ich bin für diese Menschen nichts.
Auch wenn ich weiß, dass es einfacher ist, in dem gewöhnten Muster zu leben, möchte ich auf meine eigene Beine stehen. Das Geld und ein guter Hintergrund bringen einen kein dauerhaftes Glück. Die Erfahrung des Glücks ist eine Erfahrung des Selbstwertgefühls! Ich arbeite gerne! Arbeit ist für mich ein Ausdruck des menschliches Dasein. Nur unsere Gesellschaft bringt uns in einem zwanghaften Muster, mit einem „Job“ zu identifizieren, was uns nicht befreit, sondern zur Sklave der Materie macht. Eine Arbeit zu tätigen macht mich aber frei, gibt mir Würde als ein Mensch zu sein!
Ich gebe zu, dass ich auch von mir nicht viel gehalten habe. Ich bin auch gerne privilegiert. Das Problem ist, dass gute Dinge zum Schlechten wenden können, während schlechte Dinge gut werden können! Das so genannte Glück im Auge des anderen kann eine unglaubliche Last sein!
Ich will einfach arbeiten. Es geht wirklich niemanden etwas an, was ich bin. Ich habe Freude an dem, was ich tue. Als es mir körperlich nicht gut ging, sagte meine Mutter zu mir: „Mache den Laden einfach zu.“ Ich versuchte ihr es zu erklären, dass ich in meinem Leben auch einmal lernen will, die harte Zeit und Anstrengungen durchstehen zu müssen. Der Laden ist kein Spielzeug. Auch ich kann es schaffen, mein Muster zu ändern und durchzubrechen! Ich will das Leben einmal anders sehen, anders gestalten und anders leben als das, was man von mir erwartet. Auch ich werde es schaffen. Darum bin ich im Europa.
Vor paar Tagen entdeckte ich einen Buddhs Hand zwischen Atongs Tees. Buddhas Hand 1998. Ich wollte ihn unbedingt probieren. Atong schüttelte seinen Kopf. Das sei ein schlechter Tee. Ich wollte ihn unbedingt probieren. Schlechter Tee? Ich roch den typischen Buddhas Hand und die Reifung eines Tees. Schlecht? „Er ist nicht ein klarer Tee. Zu schwer. Zu einfältig.“ sagte mein Lehrer. „Warum hast Du denn diesen Tee gekauft?“
„Mein Mädchen. Auch ich falle manchmal in einem Muster, irrational zu handeln! Ich wollte diesen Teebauer nicht enttäuschen. Deswegen bleibe frei und sachlich, wenn Du Tee einkaufst!“
Im Muster gefangen hatte ich diesmal paar schlaflose Nächte und geschwollene Augen. Es war nicht Jet lag. Es war viel Schmerzen und im Muster gefangen.