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Die Stadt Uster will auf dem Zeughausareal ein Kultur- und Begegnungszentrum realisieren. Dafür wurde im Herbst 2018 ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Die Jury zeichnete das Projekt «KUZU» der EM2N Architekten, Zürich, mit dem ersten Rang aus und empfahl dem Stadtrat das Projekt zur Weiterbearbeitung.
Das Projekt «KUZU» ergänzt das bestehende Zeughaus mit zwei einfachen, in der Grösse und Struktur unterschiedlichen Bauten: Dem «Kulturregal» und dem «Kultursaal». Der Altbau bleibt bestehen, die historische Substanz wird nur minimal umgebaut und saniert.
Der östliche Neubau, das Kulturregal, bildet das neue Gesicht zur Stadt. Er ist als offene Struktur mit Nachverdichtungspotenzial geplant. Eine Verkleidung aus Polycarbonat-Wellplatten und Holz soll das Gebäude leicht und durchlässig wirken lassen. Im Kulturregal sind ein kleiner Saal mit Bühne und 120 Plätzen, ein Restaurant, zwei kleine Kinosäle mit Bar und ein Ausstellungsraum geplant. Der kleine Saal sowie die Kinosäle sollen das Ustermer Kulturhaus Central ersetzen, das in den nächsten Jahren abgebrochen wird.
Im westlichen Neubau, dem Kultursaal, soll ein grosser Veranstaltungssaal mit 700 Plätzen entstehen. Darunter ist eine Parkgarage geplant. Der Kultursaal soll als Ersatz dienen für den in die Jahre gekommenen Stadthofsaal. Die Struktur des Kultursaals ist mit vorgefertigten Betonelementen ausgefacht und wirkt dadurch massiver und geschlossener als das Kulturregal.
Die Gebäude sollen in einer offenen Hof-Figur, dem «Kulturhof», zueinander stehen. Das soll bei der Orientierung helfen und eine gemeinsame Mitte schaffen, wo auch Synergien der unterschiedlichen Nutzungen entstehen sollen.
In den nächsten rund zwei Jahren soll das Projekt soweit konkretisiert werden, dass die Bevölkerung Usters definitiv über die Neugestaltung und den Baukredit entscheiden kann. Die Eröffnung des neuen Kultur- und Begegnungszentrums ist auf das Jahr 2028 geplant.