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RED ist wohl die legendärste und auch radikalste Ausstellung von Bob Nickas. Sie war derart einflussreich, dass sie als Konzept mehrfach kopiert oder wiederaufgeführt wurde. In den 90-er Jahren hat sogar das Centre Pompidou eine Ausstellung mit demselben Titel organisiert. Hier kann man wirklich von einem Phänomen sprechen, dass Ausstellungen wie Ready-Mades appropriiert werden. Dasselbe werden Fredi Fischli und Niels Olsen in Rapperswil-Jona tun - sie übernehmen die Idee einer Ausstellung, die nur rote Kunstwerke zeigt. Im Gegensatz zu Nickas, der eine subjektive Geschichte von roter Kunst beschreibt und dabei ganz junge Arbeiten mit historischen Werken konfrontiert, nehmen die Beiden das Thema der Farbe Rot nur als Instrument oder Partitur für die Produktion neuer Kunst. Rot als Begriff soll einen Anstoss für das Entstehen von Kunstwerken geben. Dabei entsteht eine experimentelle Ausstellung mit jungen zeitgenössischen Künstlern, die mit einem reichen Spektrum von Medien arbeiten.