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Die Organisation
Corr – The Jute Works ist eine der zahlreichen Organisationen, die in Bangladesch – weltweit nach wie vor einem der ärmsten Länder – seit dem Ende des Bürgerkrieges (1971) vielfältige, einander ergänzende Entwicklungsprogramme durchführen, um der Bevölkerung zu besseren Lebensbedingungen zu verhelfen. Dabei kommen in vielen Fällen die Prinzipien des Fairen Handels zum Zuge. Jute Works hat sich auf die Verarbeitung von Jute, noch heute der wichtigsten Ressource des Landes, spezialisiert. In Zusammenarbeit mit den ersten europäischen Fair-Handelsorganisationen, darunter claro fair trade (damals OS3), wurde Mitte der 1970er Jahre die Kampagne „Jute statt Plastik“ lanciert, die mit der Herstellung der mittlerweile legendären Jutetaschen Verdienstquellen für Tausende Frauen (meist Kriegswitwen) schuf. Mittlerweile hat sich Jute Works zu einem starken Dachverband entwickelt, der die Mitgliedsgruppen in verschiedensten Bereichen unterstützt und weiterbildet und damit die wirtschaftliche und soziale Eigenständigkeit der Handwerkerinnen fördert. In der Tat hängen die Frauen – besonders auf dem Land – meist völlig von ihrem Mann, Vater oder Bruder ab. Dank einem eigenen Einkommen steigt ihr Ansehen in der Gemeinschaft. Gleichzeitig lernen sie, im Austausch mit anderen Mitgliedern ihrer Gruppe, das traditionelle Rollenverständnis zu hinterfragen und zu einem Mentalitätswandel beizutragen. Jute Works unterstützt die Frauen auch bei zusätzlichen Initiativen wie Kleintierzucht und Gemeinschaftsgärten. Mit den Gewinnen aus dem Fairen Handel werden unter anderem Gesundheitsmassnahmen, Stipendien für den Schulbesuch der Kinder und günstige Kredite finanziert. Seit einigen Jahren bemüht sich Jute Works in Zusammenarbeit mit dem Fairen Handel um Produktentwicklung und Produktdiversifizierung (z.B. Töpferwaren), um neue Absatzchancen zu schaffen.
Das Produkt
Neu bietet claro originelle Shoppers aus feinem Jutegewebe an. Für die Herstellung sorgen Frauengruppen aus verschiedenen Landesgegenden sowie aus Armenvierteln der Hauptstadt.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Vorfinanzierung und Abnahmegarantie
- Mehrerlöse, die Sozialleistungen und Entwicklungsprogrammen zugute kommen
- Produktentwicklung (z.B. neue Designs und Modelle für Juteartikel)