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Twitter hat sich bereit erklärt, in einem Vergleich 809,5 Millionen US-Dollar zu zahlen, um eine Sammelklage beizulegen. Aktionäre hatten dem Unternehmen vorgeworfen, ein zu rosiges Bild von der Zukunft zu zeichnen.
Mit dem Vergleich wird nun ein Fall beigelegt, der kurz vor dem Prozess stand. In der 2016 eingereichten Klage wurde laut 'Bloomberg' behauptet, dass die Führungskräfte die Anleger im November 2014 über die Wachstumsaussichten des Unternehmens getäuscht hätten. Demnach hat Twitter die Berichterstattung über das Nutzerengagement geändert und vage Beschreibungen der Metriken veröffentlicht. Die Aktionäre argumentieren weiter, Twitter habe die Wahrheit zugegeben, nachdem der damalige CEO Richard Costolo das Unternehmen im Juni 2015 verlassen hatte und der Aktienkurs um 20% gefallen war.
"Mit dem vorgeschlagenen Vergleich werden alle gegen Twitter und die anderen namentlich genannten Beklagten geltend gemachten Ansprüche beigelegt, ohne dass ein Eingeständnis, ein Zugeständnis oder die Feststellung eines Verschuldens, einer Haftung oder eines Fehlverhaltens seitens des Unternehmens oder eines Beklagten erfolgt", schreibt Twitter in einer Mitteilung. Twitter sowie die einzelnen Beklagten streiten weiterhin jegliches Fehlverhalten oder unzulässige Handlungen ab.
Twitter beabsichtigt, den Vergleichsbetrag, der voraussichtlich im 4. Quartal 2021 gezahlt werden wird, aus dem Cash-Bestand zu begleichen. Der Aufwand werde voraussichtlich im 3. Quartal verbucht, heisst es weiter.