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Geschichte
Im Jahre 1529 traten der Abt des Zisterzienserklosters Wettingen und die Gemeinde Wettingen dem reformierten Glauben bei. Der Ausgang der Kappeler-Kriege führte aber dazu, dass das Kloster und Wettingen wieder katholisch wurden. Danach gab es hier 300 Jahre keine reformierten Bewohner mehr.
Das Kloster wurde 1841 aufgehoben und 1847 in das aargauische Lehrerseminar umgewandelt. Damit zogen reformierte Lehrer in die Gemeinden Wettingen und Neuenhof. Diese trafen sich bis 1875 im Seminar zu Gottesdiensten.
Am 31. Januar 1875 berieten 42 Wettinger und Neuenhofer Protestanten über einen Beitritt zur Kirchgemeinde Baden. Die hohe Einkaufsumme von Fr. 8'000.-- sprach aber dagegen. Dafür wurde im Jahre 1877 die ‚Reformierte Kirchgenossenschaft Wettingen-Neuenhof’ gegründet, welche das Recht erhielt, in der Klosterkirche Gottesdienste zu feiern. Anfänglich wurde die Kirchgenossenschaft von Baden und später von Würenlos betreut. Die Anzahl der Gemeindeglieder war zwischenzeitlich auf über 300 angestiegen.
Im Januar 1920 erliess der Grosse Rat des Kantons Aargau ein Dekret zur Gründung der Reformierten Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof und im selben Jahr wurde der erste eigene Pfarrer gewählt. Für ihn baute man sechs Jahre später das erste Pfarrhaus an der Lägernstrasse.
Das schnelle Anwachsen der Kirchgemeinde, bedingt durch die industrielle Entwicklung im Limmattal, weckte den Wunsch einer eigenen Kirche. Dieser Wunsch wurde 1939 erfüllt. Ein zweites Pfarrhaus in Wettingen folgte 1952. Das Kirchgemeindehaus Neuenhof und das dazugehörende Pfarrhaus wurden 1956 gebaut. In Wettingen entstanden 1969 ein weiteres Kirchgemeindehaus und ein Haus für den Sigristen.
Ende der siebziger Jahre umfasste die Kirchgemeinde ca. 8000 Gemeindeglieder. Heute gehören ihr noch ca. 3850 an.