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In Idaho, einem US Staat an der Grenze zu Kanada, leben im Moment geschätzte 1500 Wölfe. Idaho umfasst 216’446 km2 Fläche, und hat 1’567’582 Einwohner. Es ist eine bergige Region mit viel unberührter Natur. Vor 25 Jahren wurden die Wölfe dort wieder angesiedelt. Sie vermehrten sich schnell, und wurden daher 2011 von der Liste der bedrohten Arten gestrichen.
Zwischen Juni 2018 und Juli 2019 wurden 130 Nutztiere (der Rindergattung und Schafe) gerissen, wobei in Idaho derzeit etwa 2.7 Millionen Nutztiere der Rindergattung leben. Die Zahlen und Angaben stammen aus folgendem Artikel.
Kürzlich hat die Regierung von Idaho beschlossen, 90 % der Wölfe zu erlegen, um die Population auf 150 Tiere zu dezimieren. Von solchen Massnahmen können die Nutztierhalter in Graubünden nur träumen. Da vermehren sich die Wölfe munter weiter, obwohl sie alles andere als bedroht sind.
Hier noch einige Zahlen zum Vergleich Idaho und Graubünden.
Interessant finde ich, dass die Wolfsdichte aktuell annähernd gleich ist, aber die durchschnittliche Anzahl gerissener Nutztiere pro Wolf ist in Graubünden etwa 60 mal höher, als in Idaho! Und in Idaho wird bestimmt nicht so ein gigantischer Herdenschutzaufwand betrieben, wie in GR.
An Wildtieren mangelt es wohl weder in GR noch Idaho. Die höhere Rate könnte jedoch durch eine intensivere Nutzung des Bündner Lebensraumes verursacht sein. Beziehungsweise an einer höheren Nutztierdichte und Zusammensetzung liegen (Anzahl Kühe/Schafe etc.). Wie auch immer: die Anzahl gerissener Haustiere in der Schweiz ist definitiv zu hoch. Die Raubtiere müssen entfernt werden. Alle, sonst kehrt nie mehr Ruhe ein.