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Charles Raedersdorf war während 12 Jahren Leiter der humanitären Hilfe bei der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza). Ende Monat geht er in Pension. Während seiner Amtszeit hat sich die humanitäre Hilfe verändert.
Laut dem Chef des Schweizerischen Katastrophenhilfekorps (SKH) sind die Anforderungen an die Nothilfe gestiegen. So hat sich die Zahl der Naturkatastrophen weltweit verdoppelt, jene der von Menschen verursachten vervielfacht. Die finanziellen Mittel indes seien nicht im selben Verhältnis gestiegen, sagte Raedersdorf am Montag (19.03.) in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.
Deshalb müsse die Hilfe immer professioneller werden. Wichtig seien die internationale Koordination und die Kooperation mit den Behörden vor Ort. Zur Optimierung der Einsätze seien zudem eingehende Abklärungen unerlässlich. Die humanitäre Hilfe müsse sich stets anpassen, sagte Raedersdorf. Mit viel Leid konfrontiert
Als Leiter der humanitären Hilfe und Chef des Schweizerischen Katastrophenhilfekorps war er nicht nur mit viel Arbeit, sondern auch mit viel Leid konfrontiert. Ein Gefühl der Resignation habe sich aber nie eingestellt, sagte Raedersdorf. Die Reaktionen von Menschen, die gerettet werden konnten, dienten ihm als Motivation.
Raedersdorf hatte seine berufliche Karriere bei den PTT begonnen. Nach fünf Jahren beim Militärdepartement wechselte er Mitte der 60er-Jahre zur SRG, wo er zunächst Sport- und Unterhaltungssendungen moderierte und später Ausbildungschef wurde. 1983 bis 1988 war er als Stabschef bei der Stadtpolizei Bern tätig.
Nach seiner Pensionierung will sich Raedersdorf in Stiftungen engagieren, die sich für notleidende Kinder einsetzen.
swissinfo und Agenturen