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Prinz Eisenherz und sein Drache
Prinz Eisenherz Band 18
"No happiness, no contentment for the King of Thule. Has not Horrit’s Vision proved true? Even now, years older, but not wiser, you seek the dragon." John Cullen Murphy, der das Erbe des Schöpfers von Prinz Eisenherz, Hal Foster, übernommen hatte, trat um die Jahrtausendwende an Gary Gianni heran, ihn bei den Sonntagsseiten der Saga zu unterstützen. Am 21. März 2004 übergab John Cullen Murphy die ganze Serie endgültig an Gary Gianni und Murphys Sohn Cullen schrieb die Texte noch bis November desselben Jahres, bis Mark Schultz diese Aufgabe übernahm. Uwe Baumann, der auch zu dieser Ausgabe das kenntnisreiche und interessant zu lesende Vorwort der Gesamtausgabe der Prinz-Eisenherz-Saga beim Bocola-Verlag geschrieben hat, sieht den Reiz und Erfolg der Serie vor allem in Vals Beziehung zu seiner Frau und seinen Kindern, die den Strip so menschlich und populär gemacht hätte. Prince Valiant (so der englische Name von Eisenherz) hat jedenfalls auch in der dritten Generation seiner Interpretation durch Gianni/Schultz nichts von seinem Charme verloren.
Horrit und die Drachen
In der vorliegenden Fortsetzung der Serie werden die Fantasy-Elemente, die auch vom Schöpfer Hal Foster schon angelegt waren, in einer sehr treffsicheren Hommage wiederaufgegriffen. Das eingangs erwähnte Zitat knüpft an die Prophezeiung der Hexe Horrit und damit an den Beginn der Geschichte von Prinz Eisenherz an, in der ihm zwar viele Abenteuer, aber weder Glück noch Zufriedenheit prophezeit wurden. Um Jahre gealtert sei er zwar, aber noch kein bisschen weiser geworden, so die drei Hexen zu Beginn dieses Abenteuers, das den roten Faden der Saga von Prinz Eisenherz wieder dort aufnimmt, wo er begonnen hatte. Denn tatsächlich waren ja nicht nur der Schöpfer der Geschichte Hal Foster und John Cullen Murphy im Anschluss älter geworden, sondern auch der Prinz musste altern. Und wie bei so vielen Familienvätern hatte auch Prince Valiant in der Mitte seines Lebens eine Midlifecrisis durchzustehen, aber immer noch kämpfte er gegen denselben Drachen: sich selbst. Denn bei Prinz Eisenherz steht der Drache metaphorisch als Platzhalter, einerseits will er eine Familie, andererseits das Abenteuer. Gut, dass er sich öfter für letzteres entscheidet.
Loch Ness: Im Land der Pikten
Prinz Eisenherz, der in den ersten Erzählsequenzen der Jahrgänge 2005/06 wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt wird - zuletzt musste er zugunsten seiner Söhne etwas auf das Rampenlicht verzichten - kämpft in Band 18 konkret zwar nicht unbedingt gegen einen Drachen, wie in seinem ersten Abenteuer, dafür aber gegen nichts weniger als eine andere Legende: das Monster von Loch Ness. Gary Gianni, der besonders für seine Interpretation von Herman Melvilles Literaturklassiker "Moby Dick" bekannt wurde, setze hier den ursprünglichen Drachen mit einem Wal oder Leviathan und damit Nessie gleich, so Baumann, und leistete damit einen wichtigen kulturgeschichtlichen Beitrag zur Literatur und Kultur Britanniens, Europas und der Vereinigten Staaten, so Baumann. Schlussendlich habe jeder von uns gegen seinen eigenen ganz persönlichen Drachen zu kämpfen, egal welche Physiognomie er auch annehme.Stichworte zum Inhalt: Begegnung mit den drei Hexen - Brogut vom Raben-Clan - Drachenjagd - Bel, die neue Schamanin - Skyrmir, der Seeräuber - Nathans Flucht - Galizien - Zamestra Dagon - Die Geschichte vom gestohlenen Gold Salomons - Thorwolfs Ende - Nathan und Gawain - Nathans Rückkehr nach Camelot - Kampf gegen die Westgoten - Makeda, Prinzessin von Ab’saba - Rettungstrupp aus Camelot