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Zur Qualitätsbeurteilung können Kriterien des ehemaligen schweizerischen Lebensmittelbuch(2003) herangezogen werden.
Die Bienen sammeln den Blütenstaub (Pollen) verschiedener Pflanzen und tragen ihn als Pollenhöschen an den Hinterbeinen zu Nahrungszwecken ins Bienenvolk ein. Für die Bienen ist Pollen die wichtigste Proteinquelle.
Für den Menschen ist der Pollen ist ein hervorragendes funktionelles Nahrungsmittel dem viele therapeutische Wirkungen nachgesagt werden.
In der Schweiz wird nur bienengesammelter Pollen produziert. Die Jahresproduktion der Schweizer Pollenimkervereinigung beträgt gegenwärtig ca. 1000 kg. Es wird geschätzt, dass zusätzlich noch 2-3
Tonnen aus dem Ausland importiert werden.
Pollen ist ein Lebensmittel. Es sind die für alle Lebensmittel gültigen gesetzlichen Vorgaben sowie die besonderen Vorgaben für Pollen zu beachten. Sie sind in der Verordnung des EDI über Lebensmittel tierischer Herkunft, Kapitel 11, umschrieben.
Pyrrolizidin Alkaloide (PA) im Schweizer Pollen
Wir untersuchten die botanische Herkunft von Pollen, welcher von Bienen während der Blütezeit von Natterkopf gesammelt wurde. Die Bienen sammelten relativ wenige Natterkopf-Pollenhöschen. Da diese jedoch sehr hohen PA-Gehalte aufweisen, sind wenige Natterkopf-Pollenhöschen ausreichend, um eine ganze Pollencharge zu kontaminieren. Ausserdem untersuchten wir die Stabilität von PA in Bienenbrot. Die Mehrzahl der PA bleibt während der Lagerung stabil. Die chemische Analyse von PA ist folglich weiterhin wichtig zur Überwachung der Qualität von Pollenprodukten.
Imkern wird deshalb empfohlen besonders grossflächige Vorkommen von Natterkopf Pflanzen im Umkreis der Bienenvölker zu vermeiden. Wenn Imker anfangs Juli das Pollensammeln beenden, können Alkaloide vom Typ Wasserdost vermieden werden.
Weitere Informationen zum Pollen, vor allem über die Gewinnung des Pollens, finden sie bei der Schweizerischen Pollenimkervereinigung SPIV.