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Wenige Wochen vor der französischen Präsidentenwahl zeichnet sich im zersplitterten linken Lager weiter keine Allianz ab. Linksaussenkandidat Jean-Luc Mélenchon lehnte es am Wochenende ab, auf den Kandidaten der regierenden Sozialisten, Benoît Hamon, zuzugehen.
«Meine Herausforderung ist es nicht, das linke Lager zu vereinen», sagte Mélenchon der Wochenzeitung «Le Journal du Dimanche». Er wolle sich mit den Bürgern verbünden. Auf die Frage, ob er Hamon bitten wolle, sich ihm anzuschliessen, antwortete er mit «nein».
Mélenchon hat Hamon in Umfragen überholt und könnte beim ersten Durchgang der Wahl am 23. April hinter dem konservativen Kandidaten François Fillon auf den vierten Platz kommen. Den Erhebungen zufolge dürften es die Rechtsextreme Marine Le Pen und der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron in die Stichwahl im Mai schaffen. Diese dürfte Macron dann für sich entscheiden. Der Ausgang ist aber ungewiss, weil sich viele Wähler noch nicht für einen Kandidaten entschieden haben.
Mélenchon war früher selbst Mitglied der Sozialisten, verliess dann aber die Partei. Seine Kandidatur wird von den Kommunisten unterstützt. Die Sozialisten des scheidenden Präsidenten François Hollande sind gespalten: So wird Hamon von Finanzminister Michel Sapin und dem rechten Parteiflügel nicht unterstützt, weil ihnen die Positionen des Kandidaten zu radikal sind. Hamon fordert etwa ein Grundeinkommen für alle Franzosen. (sda/reu)