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Unsere Geschichte
Die Akademische Verbindung Mercuria San Gallensis wurde im Jahr 1900 als erste Studentenverbindung an der Hochschule St. Gallen gegründet (heute Universität St. Gallen). Die Mercuria ist damit nur ein Jahr jünger als die Universität selbst und hat deren Entwicklung durch Präsenz im studentischen und akademischen Leben entscheidend mitgeprägt.
Im Folgenden ist ein Auszug bedeutender Ereignisse in der Geschichte der A.V. Mercuria San Gallensis festgehalten. Ein ausführlicherer Artikel über die Verbindungsgeschichte wurde von Karl Adrian Rupf v/o Dixi verfasst.
12.5.1900
Gründung der A.V. Mercuria San Gallensis an der Handelshochschule St. Gallen, die ihrerseits erst 1899 gegründet wurde.
Die Geisteshaltung der Gründer entsprach dabei den kosmopolitischen Tendenzen der studentischen Korps und nicht etwa der Betonung der nationalen Grundwerte, wie sie die Burschenschaften damals pflegten.
28.10.1911
Erste Fahnenweihe in einem grossen Fest-Kommers unter Anwesenheit diverser Professoren und Vertreter der Stadt. Die Mercuria war zu dieser Zeit elitär ausgerichtet und schenkte der "scientia" grosse Bedeutung, nur die "tüchtigsten Studierenden sollen sich zu den unseren zählen."
1914-1918
Die wirren des ersten Weltkrieges machen auch der Mercuria infolge ihrer kosmopolitischen Ausrichtung zu schaffen. Von 16 Farbenbrüdern verbleiben 1914 nur 5 in St. Gallen, der Rest dient ihren Vaterländern in Deutschland, England, Österreich, Russland, Serbien und auch an der Schweizer Grenze. 3 Mercurianer sterben auf den Schlachtfeldern des ersten Weltkrieges.
1916
Die Mercuria regt die Durchführung des "Dies academicus" an der HSG an.
1931
Der Bier-Zwang wird abgeschafft.
1942
Paul Alther v/o Wotan, Generaldirketor der Schweizerischen Rückversicherung spendet der HSG in einem grossen Festakt die goldene Rektoren-Kette.
Um 1950
Die Mercuria erlebt eine eigentliche Renaissance des studentischen Brauchtums und folgt einem strengen Farben- und Bier-Comment.
8.12.1956
Einweihung des Mercuria-Heimes an der Spycherstrasse.
1969
Der Mercuria-Kantusprügel wird im Zuge einer musikalischen Blüte-Zeit herausgegeben. In dieser Zeit wird auch eine Mercuria-Band gegründet und eine (selbst eingesungene!) Platte mit Studentenliedern produziert.
Um 1970
Die strengen Comments werden unter wieder vermehrt kosmopolitischen Einflüssen und im Zuge der weltweiten Jugendbewegungen gelockert, die Kleidervorschriften fallen. Auch gebrannte Wasser werden als Comment-Stoff zugelassen.
1978
Zu Ehren der vielen Nordländer in der Verbindung findet der AH-Tag in Oslo unter Teilnahme des Stadtpräsidenten statt.
1981
Am 12. Internationalen Management-Gespräch an der HSG brilliert neben den anwesenden Experten ein aktiver Mercurianer mit seinem Vortrag "Gedanken zum Verhältnis von Ethik und Wirtschaft", nämlich der heutige Generaldirektor der UBS, Peter Wuffli v/o Ultra. Seinen Gedanken widmete, damals schon, selbst die NZZ einen ausführlichen Artikel.
2000
Die Mercuria feiert in einem grandiosen 3-tägigen Fest auf einem Schloss-Gut ihr 100-jähriges Bestehen.