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1. Praktisch jede Apotheke hat heute einen separaten Raum, in welchen man die Beratung diskret verlegen kann.
2. Viagra und Haldol sind gute Beispiele dafür, dass die Einsatzgebiete eben überhaupt nicht immer eindeutig sind, siehe verschieden Zulassungen und Off-Label-Use (Cor pulmonale, Alkoholentzug, sekundäre Verhaltensstörungen.
3. Können Sie immer sagen, wenn sie wirklich Wert auf die Farbe der Schachtel legen.
4. Eine Apothekerin kann Ihnen möglicherweise sagen, ob es ein Medikament der 1. Wahl ist, auf welche Risiken Sie achten müssen und was bei Nebenwirkungen zu tun ist. Das ist wesentlich transparenter als "Das wirkt sehr gut".
Es sind wohl gerade eher die Apothekerinnen und Apotheker, die mit dem Einsatz von Medikamenten sehr viel zurückhaltender sind, weil sie erstens die Risiken von Arzneimitteln sehr genau kennen und in der Weiterbildung die Guidelines lernen, in denen die Wirksamkeit von medikamentösen Therapien sehr kritisch beurteilt wird.
Ein sehr gutes Beispiel für die interdisziplinäre Arbeit sind die Qualitätszirkel Arzt-Apotheker in der Westschweiz, in denen die Ärzte regelmässig über aktuelle Erkenntnisse und Richtlinien orientiert werden. Dadurch verschreiben die Ärzte erwiesenermassen weniger und günstigere Medikamente als solche, die nicht an solchen Zirkeln teilnehmen.