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Aus ‚Warum der Vogel singt‘, Anthony de Mello
„Jahrelang war ich neurotisch. Ich war ängstlich, depressiv und
selbstsüchtig. Und jeder sagte mir immer wieder, wie neurotisch ich sei. Ich
wollte mich ändern, aber ich brachte es nicht fertig, so sehr ich mich auch
bemühte. Was mich am meisten schmerzte, war, dass mein bester Freund mir auch
immer wieder sagte, wie neurotisch ich sei. Auch er wiederholte immer wieder,
ich sollte mich ändern. Auch ihm pflichtete ich bei. Ich fühlte mich so
machtlos und gefangen.
Dann sagte er eines Tages: „Ändere dich nicht. Bleib, wie du bist.
Es ist wirklich nicht wichtig, ob du dich änderst oder nicht. Ich liebe dich
so, wie du bist. So ist es nun einmal.“
Diese Worte klangen wie Musik in meinen Ohren: „Ändere dich nicht,
ändere dich nicht … ich liebe dich.“ Ich entspannte mich, ich wurde lebendig,
und Wunder über Wunder, ich änderte mich! Jetzt weiss ich, dass ich mich nicht
wirklich ändern konnte, bis ich jemanden fand, der mich liebte, ob ich mich nun
änderte oder nicht … .“
„Unsere Wunden sind unsere Herrlichkeit.“ Dieser paradox klingende Satz stammt von Juliana von Norwich. Sie lebte im 14. Jahrhundert, schwer krank, in einer Zeit von Seuchen und Katastrophen.
„Unsere Wunden“ weiterlesen
Wer ist Gott? Wie ist Gott? Da könnte man nun stundenlang
philosophieren und theologisieren. Die kürzeste Antwort findet sich im ersten
Johannes-Brief (1. Joh 4,7): „Gott ist die Liebe.“ Umgekehrt: Die Liebe ist
Gott. Gott identifiziert sich ganz und zu hundert Prozent mit der Liebe. Es
heisst nicht, Gott ist auch die Liebe. Es heisst auch nicht, Gott ist die Liebe
und … oder Gott ist die Liebe, aber … . Kein Aber, kein Und. Gott ist die
Liebe.
„Gott ist die Liebe“ weiterlesen
Wir befinden uns in einem
Ausschnitt des Buches ‚Erlöstes Dasein‘ von Ladislaus Boros – am Ende unseres
irdischen Lebens, am Anfang eines neuen Zustandes: „Ich stehe jetzt Aug in Aug
mit dem auferstandenen Herrn. Alles um mich herum und in mir ist nun gänzlich
durchsichtig auf ihn geworden ist. Auf diesen Moment habe ich insgeheim während
meines ganzen Lebens gewartet. Ich spreche nun das einzige Wort aus, das meiner
Liebe noch möglich ist und das mein ganzes Leben, die Träume der Menschheit und
die Sehnsucht des Universums zusammenfasst: Du.
„Heimkehr (2)“ weiterlesen
In seinem Buch ‚Erlöstes
Dasein‘ versucht Ladislaus Boros die Heimkehr in den Himmel in Bilder zu
fassen. Es sind ‚nur‘ Bilder, doch sie geben eine Ahnung von dem, was jenseits
von uns gegenwärtig und eine Spur schon im Diesseits gelegt ist.
„Heimkehr (1)“ weiterlesen
Der rechtfertigende Gott ist
ein gnädiger Gott. Er ist mit seiner Gnade im Recht. Er ist es in der Person
Jesu Christi, in der sich Gottes Gnade ihr Recht verschafft hat.
„Gericht und Gnade“ weiterlesen
Jesus Christus
ist uns im Leben, im Leiden und Sterben, im Tod und in der Auferstehung vorausgegangen, damit jeder Mensch ihm
begegnen kann. Spätestens im Tod hat Gott den Menschen ganz eingeholt. Es kommt
zu einer Begegnung mit Jesus Christus von Auge zu Auge.
„Himmel und Hölle“ weiterlesen
Wenn Jesus sagt: „In der Welt habt ihr Angst“, dann
sagt er das als einer, der wie du in diese Welt gekommen ist und genau diese
Angst in der Welt zutiefst erlebt hat.
„Angst und Frieden“ weiterlesen
Die gastfreundliche Martha hat Jesus aufgenommen und sich eifrig um die Bedienung gekümmert. Ihre Schwester Maria hat sich zu Jesus gesetzt und seinen Worten gelauscht. Stellt euch diese Hausszene mal vor: Martha rotiert und Maria sitzt seelenruhig am Boden.
„Sorgen und Vertrauen“ weiterlesen
Die Erde ist randvoll mit Himmel (sagte eine Dichterin im 19.
Jahrhundert).
Der Himmel ist ein Bild von Gottes Gegenwart. Da ist es
tröstlich, dass über uns der Himmel ist. Die Wolken sind ,darunter‘. Wenn sie
in dichten und dunklen Formationen daherkommen, machen sie es uns nicht leicht den
Himmel zu sehen. Sie können den Blick auf den Himmel trüben, aber nie den
Himmel wegnehmen. Doch am Ende müssen alle Wolken wegziehen und dem Himmelblau
Platz machen, damit das Reich Gottes durch nichts mehr aufgehalten und gestört
werden kann.
„Wie im Himmel so auf Erden“ weiterlesen