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Der Bergbaukonzern Glencore macht bei seinem Plan, die Schulden deutlich zu reduzieren, offenbar Fortschritte. Laut einem Bericht der «Financial Times» (Online 06.12.2015) wird das Unternehmen den Schuldenabbau um rund 10,2 Milliarden Dollar noch vor Ende des Jahres 2016 realisieren. Dies werde Glencore an der Investoren-Telefonkonferenz am Donnerstag bekanntgeben, heisst es in dem Artikel unter Berufung auf Kreise. Ein Glencore-Sprecher wollte die Meldung nicht kommentieren.
Glencore werde den Schwerpunkt auf weitere Verkäufe von Unternehmensteilen und weitere Massnahmen legen, um den tiefen Rohstoffpreisen zu begegnen, heisst es in dem Artikel weiter. Das Unternehmen hatte Anfang November den Schuldenabbau bekanntgegeben und nennt als Ziel eine Verschuldung im «tiefen 20-Milliarden-Dollar-Bereich» bis Ende 2016.
Kupferproduktion wird reduziert
Das Unternehmen hat Teile der Kupferproduktion in Afrika zurückgefahren und plant den Verkauf von Kupferminen in Chile und Australien sowie den Teilverkauf der Agrar-Division. Zudem wurden im September über eine Aktienplatzierung 2,5 Milliarden Dollar generiert und zwei Dividendenausschüttungen an die Aktionäre gestrichen.
Zudem hat der Bergbaukonzern Massnahmen im Kohle-Bergwerk Collinsville im australischen Bundesstaat Queensland angekündigt. Dabei fallen 180 der insgesamt 230 Stellen weg, wie das Unternehmen am Montag in einer Medienmitteilung schreibt. Die sinkenden Kohle-Preise hätten im Verlauf des Jahres zu Verlusten geführt, heisst es zur Begründung. In einer ersten Massnahme wird die Tagebau-Kohlemine über Weihnachten und Neujahr für drei Wochen die Produktion einstellen.
Tiefer Kohlepreis veranlasst zu Stellenabbau
Der Personalabbau soll ab März 2016 erfolgen. Nach Angaben des Unternehmens ging der Kohlepreis von September 2013, als Glencore die Mine übernommen hatte, von 95 Dollar auf 54 Dollar im Oktober 2015 zurück. Bereits im Mai 2015 hatte Glencore in Collinsville 80 Stellen gestrichen. Das Werk im Bowen Basin ist eine der ältesten Kohle-Minen des Landes und seit fast 100 Jahren in Betrieb.
(awp/gku/ama)