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Anna Bolena
Gaetano Donizetti (1797-1848)
Lyric tragedy in two acts
Libretto by Felice Romani after the drama «Henri VIII»
by Marie-Joseph de Chénier
In Italian with German and English surtitles. Introduction 45 min before the performance.
Introductory matinee on November 21 2021
Partner Opernhaus Zürich
December 2021
23Dec
19.00
Anna Bolena
Opera by Gaetano Donizetti
Price F
Mixed subscription C, Italian opera subscription
January 2022
Anna Bolena
Abstract
Anna Bolena
As a basis for his opera Anna Bolena, which premiered in 1830, Gaetano Donizetti took a page from the history books, basing his opus on the matrimonial tragedy of King Henry VIII of England. Henry divorced his wife in defiance of the pope in 1533, in order to marry Anne Boleyn. Within three years, the king tired of his new wife and concocted a devious plan to accuse and convict her of infidelity. The opera begins with Queen Anne rightly worried that Henry has turned his attention to Jane Seymour, the queen’s lady-in-waiting. Lord Percy, Anne’s childhood friend, is the perfect mark for the queen’s supposed betrayal. Anne is found guilty of breaking her marriage vows in a court of law and is sentenced to death. But before being led away, she forgives everyone.
Although based on true events, Donizetti and his librettist Felice Romani were less interested in historical drama and political conflicts of yore. Their goal was to bring passionate emotions to the stage, and they succeeded. Anna Bolena launched Donizetti’s international career, and the title role is one of the great tragic soprano roles of Romantic opera. The legendary Giuditta Pasta was the first to take on the robes of the proud and ambitious queen made noble by her rejection of revenge. Ever since, the role of Anna Bolena – with its dizzying vocal demands – has been the calling card of numerous notable sopranos.
Anna Bolena is the second of Donizetti’s Tudor queens trilogy to take the stage in Zurich, following 2018’s production of Maria Stuarda. And as in that bel canto gem, the queen in this opera is portrayed by international superstar soprano Diana Damrau, who makes her role debut with this production. At her side is Luca Pisaroni as King Henry VIII and Karine Deshayes as Anne’s rival Jane Seymour. The production is in the hands of American stage director David Alden, and Enrique Mazzolla, a noted expert in Italian bel canto repertoire, is once again at the podium of the Philharmonia Zürich.
Enrique Mazzola, Musical director
Enrique Mazzola
Enrique Mazzola ist seit 2019/20 Generalmusikdirektor der Lyric Opera von Chicago sowie Erster ständiger Gastdirigent an der Deutschen Oper Berlin. Von 2012-2019 war er Musikdirektor des Orchestre National d’Île-de-France. 2018 wurde er in Frankreich zum «Chevalier de l’ordre des Arts et des Lettres» erklärt. Geboren in Barcelona, studierte er Geige und Klavier. Später schloss sich ein Dirigier- und Kompositionsstudium am Konservatorium «Giuseppe Verdi» in Mailand an. Opernengagements führten ihn u.a. nach Glyndebourne (L’elisir d’amore, Don Pasquale, Poliuto), ans Théâtre des Champs-Elysées (Tancredi, Don Pasquale), Maggio Musicale Fiorentino (L’italiana in Algeri), New National Theatre Tokyo (Don Giovanni), Opéra du Rhin (Macbeth), Deutsche Oper Berlin (Il barbiere di Siviglia, Falstaff, Der fliegende Holländer, Le Prophète), Bolschoi-Theater (La sonnambula), Mailänder Scala (Don Pasquale), Opernhaus Zürich (Il barbiere di Siviglia, Il turco in Italia), New Yorker Met sowie an die Festivals von Aix-en-Provence und zum Rossini Opera Festival. In der zeitgenössischen Musik dirigierte er u.a. die Uraufführung von Alberto Collas Il processo an der Scala und Arnaldo de Felices Medusa an der Bayerischen Staatsoper. Im Sommer 2019 dirigierte er bei den Bregenzer Festspielen die Neuproduktion Rigoletto, bei den Salzburger Festspielen die Wiener Philharmoniker mit Orphée aux enfers sowie an der Lyric Opera Chicago Luisa Miller. In Zürich leitete er zuletzt die Wiederaufnahme von Maria Stuarda und die Neuproduktion von Don Pasquale.
David Alden, Producer
David Alden
David Alden zählt zu den einflussreichsten Regisseuren der Gegenwart. Für seine Arbeit wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so etwa mit dem «Olivier Award» für seine Inszenierung von Janáčeks Jenůfa – eine Koproduktion der English National Opera mit der Houston Grand Opera und der Washington National Opera. Seine langjährige Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsoper wurde gleich zweimal honoriert: 2001 mit dem «Bayerischen Theaterpreis» und 2006 wurde im Rahmen der Münchner Opernfestspiele eine Auswahl seiner dort inszenierten Produktionen wiederaufgenommen, darunter Ariodante, La forza del destino und Tannhäuser. Weitere bedeutende Produktionen an der Bayerischen Staatsoper waren Il ritorno d’Ulisse in patria, Pique Dame, Lulu, La donna del lago sowie Der Ring des Nibelungen. Zusammen mit seinem Bruder Christopher Alden inszenierte er halbszenische Vorstellungen der drei Mozart/Da Ponte-Opern mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Daniel Barenboim. Seine Arbeit führte ihn u.a. an die New-Yorker Met, die Lyric Opera of Chicago, die Komische Oper Berlin, die Volksoper Wien, die New Israeli Opera in Tel Aviv, das Teatro Real Madrid, das Gran Teatre del Liceu Barcelona sowie an die Opernhäuser von Dallas, Köln, Frankfurt und Graz. Jüngst inszenierte er Lohengrin am ROH London, Les Huguenots an der Deutschen Oper Berlin, Billy Budd am Bolschoi-Theater Moskau, Semiramide in München und Catalanis Loreley für die St. Galler Festspiele. Seine Produktionen von Thomas Adès Powder her Face für das Aldeburgh Festival, Ariodante für die English National Opera sowie Rodelinda, Rinaldo und Tannhäuser für die Bayerische Staatsoper sind auf DVD erhältlich.
Gideon Davey, Stage and costume design
Gideon Davey
Gideon Davey, geboren in Bristol, ist Kostüm- und Bühnenbildner für Theater, Film und Fernsehen. Enge Zusammenarbeiten verbinden ihn mit den Regisseuren David Alden und Robert Carsen. Zudem wirkte er u.a. in Produktionsteams unter Andreas Homoki, Jetske Mijnssen, Floris Visser, Stephen Lawless und Jasmina Hadziahmetovic mit. Seine Kostüme für David Aldens Inzenierung von Il ritorno d’Ulisse in patria an der Staatsoper in München brachten ihm die Auszeichnung «Kostümbildner des Jahres 2005» der Zeitschrift Opernwelt ein. Zu Gideon Daveys jüngsten Arbeiten gehören Wozzeck, Agrippina und Platée am Theater an der Wien mit Robert Carsen, Luisa Miller an der Staatsoper Hamburg mit Andreas Homoki, Semele bei den Händel-Festspielen Karlsruhe mit Floris Visser, Alfredo Catalanis Loreley am Theater St. Gallen und Pique Dame an der English National Opera mit David Alden sowie Luigi Rossis Orfeo an der Opéra national de Lorraine mit Jetske Mijnssen. Am Opernhaus Zürich entwarf er bisher Kostümbilder für Das Gespenst von Canterville, Robin Hood und sowohl Bühne wie Kostüme für Der Zauberer von Oz. Zuletzt entwarf er das Bühnenbild für Eugen Onegin und Don Carlo an der Oper Graz (Regie: Jetske Mijnssen), am Opernhaus Zürich wirkte er in den Neuproduktionen Idomeneo (Bühne), Hippolyte et Aricie (Kostüme), Maria Stuarda und Hänsel und Gretel (Bühne und Kostüme) mit und schuf die Kostüme für Lohengrin (Regie: David Alden ) am Royal Opera House London und Bühne und Kostüme für Giulio Cesare (Regie: R. Carsen) an der Scala in Mailand.
Martin Gebhardt, Lighting designer
Martin Gebhardt
Martin Gebhardt war Lichtgestalter und Beleuchtungsmeister bei John Neumeiers Hamburg Ballett. Ab 2002 arbeitete er mit Heinz Spoerli und dem Ballett Zürich zusammen. Ballettproduktionen der beiden Compagnien führten ihn an renommierte Theater in Europa, Asien und Amerika. Am Opernhaus Zürich schuf er das Lichtdesign für Inszenierungen von Jürgen Flimm, Grischa Asagaroff, Matthias Hartmann, David Pountney, Moshe Leiser/Patrice Caurier, Damiano Michieletto und Achim Freyer. Bei den Salzburger Festspielen kreierte er die Lichtgestaltung für La bohème und eine Neufassung von Spoerlis Der Tod und das Mädchen. Seit der Spielzeit 2012/13 ist Martin Gebhardt Leiter des Beleuchtungswesens am Opernhaus Zürich. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn heute mit dem Choreografen Christian Spuck (u.a. Winterreise, Nussknacker und Mausekönig, Messa da Requiem, Anna Karenina, Woyzeck, Der Sandmann, Leonce und Lena, Das Mädchen mit den Schwefelhölzern, Dornröschen). In jüngster Zeit war er ausserdem Lichtdesigner für die Choreografen Edward Clug (u.a. Strings, Le Sacre du printemps und Faust in Zürich; Petruschka am Moskauer Bolschoitheater), Alexei Ratmansky, Wayne McGregor, Marco Goecke und Douglas Lee. Mit Christoph Marthaler und Anna Viebrock arbeitete er beim Händel-Abend Sale, Rossinis Il viaggio a Reims und Glucks Orfeo ed Euridice in Zürich sowie bei Lulu an der Hamburgischen Staatsoper zusammen. 2020 gestaltete er das Licht an der Oper Genf für Les Huguenots in der Regie von Jossi Wieler und Sergio Morabito. 2021 folgte Christian Spucks Orlando am Moskauer Bolschoitheater.
Ernst Raffelsberger, Chorus Master
Ernst Raffelsberger
Ernst Raffelsberger, Chorleitung, stammt aus Gmunden, Oberösterreich. Er studierte Musikpädagogik und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien (Chorleitung bei Prof. Erwin Ortner) und anschliessend Chordirigieren am Salzburger Mozarteum bei Prof. Walter Hagen-Groll. Von 1983 bis 1986 war er Kapellmeister der Wiener Sängerknaben. In dieser Zeit leitete er das Ensemble in Wien und auf Tourneen durch Europa, Südafrika, Kanada und die USA. Ab 1986 war Ernst Raffelsberger Chordirektor und Kapellmeister am Landestheater Salzburg (Mitwirkung bei der Salzburger Mozartwoche und den Salzburger Festspielen). 1989 wurde er von Donald Runnicles als Chordirektor und Kapellmeister an das Theater in Freiburg/Breisgau berufen. Seit Herbst 1993 ist Ernst Raffelsberger am Opernhaus Zürich als Chordirektor engagiert. Hier hat er inzwischen über 100 Premieren betreut und mit vielen namhaften Dirigenten wie Riccardo Chailly, Christoph von Dohnányi, Vladimir Fedoseyev, Sir John Eliot Gardiner, Daniele Gatti, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Franz Welser-Möst und Teodor Currentzis zusammengearbeitet. Gastspiele mit dem Opernhaus Zürich führten ihn nach Wien, London, Paris und Tokio. Zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen dokumentieren diese Arbeit. Im Sommer 2012 begann zusätzlich seine Tätigkeit als Chordirektor der Salzburger Festspiele. Er ist dort für die Produktionen der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor verantwortlich. Dort kam es u.a. zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Riccardo Muti, Sir Simon Rattle und Mariss Jansons.
Luca Pisaroni, Enrico VIII
Luca Pisaroni
Luca Pisaroni, aufgewachsen in Busseto/Italien, studierte am Verdi-Konservatorium in Mailand. Seit seinem Debüt bei den Salzburger Festspielen mit den Wiener Philharmonikern und Nicolaus Harnoncourt ist er auf zahlreichen grossen Opern- und Konzertbühnen sowie bei renommierten Festivals weltweit aufgetreten, darunter die Opernhäuser von Wien, San Francisco, Houston, New York, Madrid und Paris, die Festspiele in Salzburg, Glyndebourne und Aix-en-Provence sowie der Wiener Musikverein, der Concertgebouw Amsterdam und die Wigmore Hall in London. Sein Repertoire umfasst Partien wie Guglielmo (Così fan tutte), Leporello (Don Giovanni), Hercules (Alceste), Papageno (Die Zauberflöte), Castor (Castor et Pollux), Aeneas (Dido and Aeneas), Alidoro (La Cenerentola) und Douglas dʼAngus (La donna del lago). Die Spielzeit 2018/2019 begann mit Méphistophélès in einer Neuproduktion von Faust am Teatro Real Madrid in einer Inszenierung von La Fura dels Baus, gefolgt von seinem Rollendebüt der vier Bösewichte in Les Contes d’Hoffmann in Baden-Baden und von Mustafà in L’italiana in Algeri am Gran Teatre del Liceu Barcelona. An die Metropolitan Opera gastierte er erstmals in der Titelpartie von Don Giovanni. Er sang zudem in der Urauffführung von Tarik O’Regans The Phoenix an der Houston Grand Opera sowie sein Debüt als Escamillo (Carmen) am Royal Opera House London. 2019/20 singt er u.a. Figaro (Le nozze di Figaro) und Guglielmo in New York, Don Giovanni an der Opéra National de Paris und Leporello an der Bayerischen Staatsoper München.
Diana Damrau, Anna Bolena
Diana Damrau
Die Sopranistin Diana Damrau ist seit vielen Jahren ständiger Gast auf den Bühnen der international führenden Opern- und Konzerthäusern sowie Festivals. Nach ihrem Studium an der Musikhochschule Würzburg und Festengagements in Würzburg, Mannheim und Frankfurt begann sie 2002 ihre freiberufliche Laufbahn. Ihr umfangreiches Repertoire liegt im Lyrischen und Koloraturfach und beinhaltet die Titelrollen in Lucia di Lammermoor (La Scala di Milano, Bayerische Staatsoper München, Metropolitan Opera New York, Royal Opera House London), Manon (Wiener Staatsoper, Metropolitan Opera) und La traviata (La Scala, Metropolitan Opera, Royal Opera House, Opéra National de Paris und Bayerische Staatsoper) sowie die Königin der Nacht (Metropolitan Opera, Salzburger Festspiele, Wiener Staatsoper, Royal Opera House). Zudem ist die Sopranistin immer wieder mit zeitgenössischem Repertoire auf der Opernbühne zu erleben. Speziell für sie komponiert wurden die Titelrolle in Iain Bells A Harlot’s Progress (Theater an der Wien 2013) und die beiden Rollen der Drunken Woman und Gym Instructress in Lorin Maazel’s 1984 (Royal Opera House 2005). 2007 wurde Diana Damrau zur Kammersängerin der Bayerischen Staatsoper ernannt, ihre Solo-Alben schon mehrfach mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Neben der Oper nehmen Liederabende einen grossen Raum im Schaffen der Sängerin ein, bei denen sie oft mit den Pianisten Helmut Deutsch oder Craig Rutenberg als künstlerische Partner auftritt. Jüngst sang sie u.a. Ophélie (Hamlet von Ambroise Thomas) in Barcelona und an der Deutschen Oper Berlin, Violetta (La traviata) an der Met in New York und an der Bayerischen Staatsoper sowie Juliette (Roméo et Juliette) an der Scala in Mailand. In Zürich war sie zuletzt 2018 als Maria Stuarda zu erleben.
Stanislav Vorobyov, Lord Rochefort
Stanislav Vorobyov
Stanislav Vorobyov stammt aus Russland und studierte am Moskauer Konservatorium. Zu seinem Repertoire zählen Partien wie Colline und Benoît (La bohème), Spinelloccio (Gianni Schicchi), Galitsky (Prinz Igor) sowie Gremin und Zaretsky (Jewgeni Onegin). 2014 gewann er den ersten Preis bei der «Theatre Assemblies International Festival Competition» in Moskau sowie den Grand Prix beim Internationalen Wettbewerb «Open Europe – Open Planet» und 2015 den dritten Preis beim 7. Internationalen Wettbewerb für Operngesang Sankt Petersburg. Von 2016-2018 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich und war in der Zeit als Gualtiero Valton (I puritani), Araldo (Otello), Faust (Der feurige Engel) sowie in Lohengrin, Jewgeni Onegin und Madama Butterfly zu hören. Seit der Spielzeit 2018/19 gehört er zum Ensemble des Zürcher Opernhauses, wo er als Colline (La bohème), als kaiserlicher Kommissar (Madama Butterfly), als Notar (Der Rosenkavalier), als Reinmar von Zweter (Tannhäuser), als Oberpriester (Nabucco) und als Alidoro (La Cenerentola) zu erleben war. Im Sommer 2018 gastierte er bei den Bregenzer Festspielen als Don Basilio (Il barbiere di Siviglia), im Herbst 2018 als Nourabad (Les Pêcherus de perles) an der Oper Vlaandern und im Februar 2020 sang er den L’ombra di Nino in einer konzertanten Aufführung von Semiramide im Concertgebouw in Amsterdam.
Alexey Neklyudov, Lord Riccardo Percy
Alexey Neklyudov
Alexey Neklyudov, Tenor, studierte am Galina Wischnewskaja Opera Centre in seiner Heimatstadt Moskau sowie bei Svetlana Nesterenko am Moskauer Gnessin-Institut. Bereits als Student gewann er mehrere Gesangswettbewerbe. 2012 erhielt er ein Stipendium der Russischen Nationalphilharmonie, 2013 eines der Müslüm Maqomayev-Stiftung und 2015 nahm er an der Akademie des Festivals in Aix-en-Provence teil. 2010 debütierte er mit der Russischen Nationalphilharmonie unter der Leitung von Vladimir Spivakov, der ihn 2013 und 2014 zum Internationalen Musikfestival nach Colmar einlud. 2013 wurde er Ensemblemitglied der Neuen Oper Moskau (Novaya Opera), wo er u. a. Lensky in Jewgeni Onegin, Tebaldo in I Capuleti e i Montecchi, Zar Barendej in Rimsky-Korsakows Schneeflöckchen, Alfredo in La traviata und Narraboth in Salome sang. 2014 feierte er sein Debüt am Bolschoi-Theater in Moskau als Ferrando in Così fan tutte unter der Musikalischen Leitung von Stefano Montanari. Am Badischen Staatstheater Karlsruhe gab er 2017 als Nemorino in L’elisir d’amore sein Debüt. Am selben Haus folgten Rollendebüts als Tamino (Die Zauberflöte), Oronte (Alcina) und Percy (Anna Bolena). Zu seinen Verpflichtungen in der Saison 2018/19 zählten sein Debüt an der Deutschen Oper am Rhein als Alfredo, Lenski in Jewgeni Onegin und eine Neuproduktion von Il viaggio a Reims am Bolshoi Theater Moskau sowie Nemorino am Theater St.Gallen. Diese Partie sang er im Sommer 2019 auch im Rahmen der Bregenzer Festspiele. In der Spielzeit 2019/20 war er als Ferrando (Così fan tutte) am Opernhaus Zürich, als Alfredo Germont (La traviata) an der Komischen Oper Berlin und als Kaufmann aus Indien in Rimsky-Korsakovs Sadko am Boshoi Theater Moskau zu hören.
Nadezhda Karyazina, Smeton
Nadezhda Karyazina
Nadezhda Karyazina studierte an der Russischen Akademie für Theaterkunst in Moskau. Sie hat diverse Preise gewonnen, u. a. beim Operalia-Wettbewerb, beim Internationalen Wettbewerb der Savonlinna-Opernfestspiele sowie den Österreichischen Musiktheaterpreis als beste Nachwuchskünstlerin. Ab 2010 absolvierte sie zahlreiche Meisterklassen als Mitglied des Programms Junger Künstler am Bolschoi-Theater und nahm am Jette Parker Young Artists Programme am Royal Opera House Covent Garden in London teil, wo sie als Maddalena (Rigoletto) debütierte. Von 2015 bis 2020 war sie Ensemblemitglied der Staatsoper Hamburg und war dort u. a. in Partien wie Suzuki (Madama Butterfly), Cherubino (Le nozze di Figaro), Rosina (Il barbiere di Siviglia), Hänsel (Hänsel und Gretel), Dritte Dame (Die Zauberflöte), Flosshilde (Rheingold, Götterdämmerung), Emilia (Otello), Maddalena (Rigoletto), Olga (Eugen Onegin), Fenena (Nabucco), Mrs. Quickly (Falstaff) sowie in der Titelpartie von Carmen zu erleben. In der Spielzeit 2019/20 sang sie Flosshilde (Götterdämmerung) beim Edinburgh International Festival und La Marchesa Melibea (Il viaggio a Reims) am Bolschoi-Theater. Im September 2020 war sie als Carmen in dem Opernprojekt 7 Deaths of Maria Callas von Marina Abramović an der Bayerischen Staatsoper zu hören.
Nathan Haller, Sir Hervey
Nathan Haller
Nathan Haller stammt aus Kanada und studierte Gesang an der Juilliard School in New York. 2013 war er Teilnehmer bei der Internationalen Meistersinger Akademie (IMA), wo er mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Paul Hofstetter und als Solist in Bachs h-Moll Messe unter Helmuth Rilling sang. Er war von 2015 bis 2017 Mitglied des Opernstudios OperAvenir am Theater Basel, wo er u.a. als Tamino (Zauberflöte), als Romeo in Blachers Romeo und Julia, in der Uraufführung Melancholia von Sebastian Nübling und Ives Thuwis, als Enoch Snow (Carousel) und als Oronte in Alcina zu erleben war. Im Sommer 2016 sang er Belmonte (Entführung aus dem Serail) am Akko Opera Festival in Israel. Auf der Konzertbühne war er u.a. am New York Festival of Song in der Carnegie Hall, mit dem russischen Kammerorchester St. Petersburg, in La Resurrezione unter William Christie und mit Masaaki Suzuki in Boston, New York, Leipzig und London zu hören. 2017/18 gastierte er an der Neuen Oper Wien als Francois in Leonard Bernsteins A Quiet Place, 2018/19 in Die Gezeichneten am Opernhaus Zürich, als Graf Albert in Erich Wolfgang Korngolds Die tote Stadt mit der Nederlandse Reisopera und als Albazar in Il turco in Italia am Opernhaus Zürich. In der Spielzeit 2019/20 sang er zudem einen der vier Knappen in Parsifal am Teatro Massimo di Palermo.