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Internationale Essgewohnheiten Teil 2
Im Grunde genommen, gibt es keine afrikanische Küche, denn diese wurde in erster Linie durch die wechselnden Kolonialherren, die europäischen Siedler, die Sklaven aus dem asiatischen Raum und die Kriegsflüchtlinge geprägt. Die Küche unterscheidet sich entsprechend in den verschiedenen Gebieten Afrikas. Die afrikanische Esskultur lässt sich überhaupt nicht mit der europäischen vergleichen. So wird anders als bei uns, nicht mit Gabel und Messer gegessen, sondern überwiegend mit den Händen.
Essen wird geteilt
n Afrika werden alle Gerichte auf dem Tisch platziert und jeder greift einfach zu, wonach ihm gerade ist. Teilweise werden die Speise zusammen aus einem grossen Topf gegessen. Das Zusammensein beim Essen ist den Menschen in Afrika sehr wichtig. So wird die Mahlzeit stets in Gesellschaft genossen. Dies meistens zwei Mal am Tag, einmal am Vormittag und einmal am Abend.
Verschiedene Einflüsse
Jedes Gebiet in Afrika verfügt über seine eigenen Spezialitäten. Nach wie vor beklagt Afrika eine grosse Armut, rund zwei Drittel der afrikanischen Bevölkerung leidet darunter. Reis, Hirse und Maniok gelten entsprechend als Grundnahrungsmittel.
Die afrikanische Küche wird aufgrund ihrer Eigenheiten in die Nordafrikanische-, die Südafrikanische-, die Westafrikanische- und in die Zentralafrikanische Küche unterteilt.
Die Nordafrikanischen Küche ist vom arabischen und mediterranen Raum beeinflusst. So gehören Fisch, Meeresfrüchte, Datteln, Schaf- oder Lammfleisch, Mandeln, Oliven und verschiedene Gemüsesorten auf den Speiseplan. Diese werden mit den eigenen typischen Gewürzen wie Koriander, Zimt, Muskat, Safran, Kreuzkümmel und Minze verfeinert. Berühmt ist die Tajine, ein Schmortopf, in dem viele Gerichte stundenlang geschmort werden. Fladenbrote werden als Beilage gegessen.
Bei der Südafrikanischen Küche spürt man den europäischen und asiatischen Einfluss. Hier werden deliziöse Fleisch- und Fischgerichte sowie Salate und exotische Früchtesorten konsumiert. Essen wird gemischt und auf alle Arten kombiniert. Fleisch gehört zu den meisten Gerichten dazu. Sehr beliebt ist Braai, die südafrikanische Art des Grillens mit leckeren Fleischspiessen und Würsten. Eine grosse Tradition kennt Südafrika auch im Weinbau. Seit über 350 Jahren werden Trauben auf zahlreichen Weingütern angebaut.
In Zentralafrika wird nach der indischen, europäischen und arabischen Küche gekocht. Deshalb sind die Gerichte sehr vielfältig und stärkehaltig. Ugali ist das Nationalgericht Zentralafrikas. Dabei handelt es sich um einen Brei aus gekochtem Maismehl.
Im vierten Teil Afrikas, im Westen, wird ebenfalls sehr vielfältig gegessen. Die Yamswurzel gilt als Hauptbestandteil in westafrikanischen Gerichten. Diese besteht vorwiegend aus Kohlenhydraten in Form von leicht verdaulicher Stärke, ein wenig Eiweiss und kaum Fett. Ihr werden die unterschiedlichsten Heilwirkungen zugesprochen. Auch die Kochbanane kommt in der westafrikanischen Küche oft zum Einsatz. Sie wird gebraten oder frittiert.
Lesen Sie im nächsten Teil der Reihe «Internationale Essgewohnheiten» mehr über die asiatische Esskultur.