Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03575.jsonl.gz/1865

Die Ölnotierungen bleiben volatil. Der Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi in Taiwan sorgt momentan für erhöhte Spannungen zwischen den USA und China.
China hat zuvor vor einem Besuch der Nummer drei im Staatsgefüge der USA gewarnt. Man werde mit «gezielten Militäreinsätzen» auf den Besuch reagieren, teilte Chinas Verteidigungsministerium mit. China hat in der Meerenge von Taiwan bereits Militärmanöver gestartet und droht zudem, die Rohstofflieferungen in der Region zu stören. Die OPEC-Allianz hat gestern an ihrem Treffen beschlossen, die Fördermenge im September nur um 100'000 Fass pro Tag anzuheben. Fraglich ist jedoch, ob die OPEC-Mitglieder überhaupt in der Lage sind, diese Förderanhebung zu realisieren. Analysten gehen davon aus, dass einige OPEC-Mitglieder ihre Förderkapazitäten bereits erschöpft haben. Bereits in den letzten Monaten produzierte die Fördergemeinschaft deutlich weniger als jeweils vereinbart. Der Preisanstieg wurde durch die Bestandsdaten des Department of Energy (DOE) begrenzt. Diese fielen mit einem deutlichen Aufbau der Rohölbestände positiver aus als erwartet. Zuvor war mit einem leichten Abbau gerechnet worden. Der Aufwärtstrieb wird durch Rezessionsängste gebremst, nachdem sowohl die USA wie auch China enttäuschende Wirtschaftsdaten veröffentlichten. Für den Schweizer Markt bleibt die physische Versorgungslage sehr angespannt. Die Rheinfrachten steigen weiter an. Ende dieser Woche, spätestens Anfangs nächste Woche dürfte die Schifffahrt auf dem Rhein komplett eingestellt sein.