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Seborrhoisches Ekzem: Definition
Ein seborrhoisches Ekzem (seborrhoische Dermatitis) ist per Definition eine fettig-schuppige Hautentzündung, die insbesondere Hautbereiche befällt, in denen viele Talgdrüsen vorkommen. Sie ist gekennzeichnet durch eine übermäßige Talgdrüsenabsonderung, die zur Entwicklung eines starken Fettfilms auf der Haut führt.
Häufigkeit
Das seborrhoische Ekzem ist eine häufige Erkrankung; etwa ein bis fünf Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Besonders häufig tritt die seborrhoische Dermatitis bei Säuglingen in den ersten Lebensmonaten auf – die sogenannte Dermatitis seborrhoides infantum. Meistens befällt das seborrhoische Ekzem bei Säuglingen den Kopf, man spricht dann auch von Milchschorf. Die Symptome klingen häufig von alleine ab. In einigen Fällen entwickeln die erkrankten Kinder in den Folgejahren jedoch eine Neurodermitis.
Ein weiterer Erkrankungsgipfel des seborrhoischen Ekzems liegt zwischen dem dritten und vierten Lebensjahrzehnt, wobei Männer häufiger betroffen sind. Frauen erkranken bevorzugt nach den Wechseljahren. Besonders oft wird die Erkrankung bei abwehrgeschwächten Patienten beobachtet – 80 Prozent der AIDS-Patienten leiden an einer seborrhoischen Dermatitis.