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An der Medienkonferenz der Schweizerischen Arbeitsgruppe Gentechnologie im September beleuchtete Prof. Dr. Jack Heinemann, Molekularbiologe von der University of Canterbury in Neuseeland die Probleme der Koexistenz von genmanipulierten und herkömmlichen Pflanzen. Die Koexistenz zwischen Gentech-Pflanzen und den entsprechenden gentechfreien Pflanzen gestalte sich schwieriger und beinhalte mehr Risiken als diejenige zwischen konventionellen Kulturen.
Die zusätzliche Schwierigkeit sei teilweise auf die Möglichkeit, Kontaminierungen durch Gentechpflanzen vom Bauerhof bis zur Mahlzeit auf dem Teller durch hochsensitive DNA-Nachweismethoden nachzuweisen, zurückzuführen. Die mögliche Störung der Nahrungsmittel-Versorgungskette durch Ausfälle bei der Trennung der Materialflüsse sei einmalig in der Agrargeschichte.
Die vorhandenen Daten über die Schweizer Landwirtschaft deuteten darauf hin, dass keine unmittelbare Notwendigkeit für eine Gentechlandwirtschaft in der Schweiz bestehe. Die Rapsernten in der Schweiz fielen doppelt so hoch aus als in den USA und in Kanada und erreichten beim Mais den gleichen Ertrag wie in den USA. Dies, obwohl die Schweiz weder Gentechmais oder Gentechraps einsetzten, im Unterschied zu den USA und Kanada, die fast ausschliesslich Gentechsorten bei diesen zwei Kulturen anbauten.
Die Agrarsysteme, die die Koexistenz erprobten, seien mit häufigen und kostspieligen Störungen konfrontiert. Das Scheitern der Eindämmungsmassnahmen rufe innerhalb der Landwirtschaft, bei den Unternehmen, sowie zwischen Unternehmen und Zertifizierungsorganen Streitigkeiten hervor. Die Kosten würden oft auf die SteuerzahlerInnen und die VerbraucherInnen abgewälzt.