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Die Bedeutung der Region, die die Mündung Töss umgibt, wird durch verstärkte Konstruktionen unterstrichen, die in den unterschiedlichsten Zeitaltern aufgerichtet wurden. Im Mittelalter sind es in erster Linie die Herrschaften von Teufen, die mit ihren Festungen von Alten- und Hohenteufen diese Region beherrschten. Im 15. Jahrhundert bauten sie ein drittes Schloss, jenes von Niederteufen, vollständig in 1850 wiederaufgebaut. Ihrerseits versuchten die Herrschaften von Tengen, deren Erbsitz sich im Norden der schaffhauserischen Grenze befand, im 13. Jahrhundert, ihren Einfluss im Bereich des Zürcher Unterlandes zu intensivieren.
Nach der Gründung der Städte von Bülach und von Eglisau errichteten sie den Wachtturm von Freienstein auf einem kleinen Hügel zwischen Irchel und Töss. Dieses Werk wird um das Jahr 1250 datiert. Zum ersten Mal wird es 1254 erwähnt und als Schloss bezeichnet. Der Wachtturm, der Gegenstand von archäologischen Studien war, wurde zwischen 1975 und 1977 restauriert. Heute erreicht er eine Höhe von etwa zwölf Metern. Ein zehn bis fünfzehn Meter entfernter Graben, hat ihn früher umgeben; davon findet man hier und dort nur wenige erkennbare Spuren.
Die Erbauer des Wachtturmes, dessen Grundriss ein Viereck von etwa zwölf Metern zeigt, waren sich zweifellos bewusst, dass es einem Feind nicht schwer fallen würde, sich diesem Turm zu nähern. Deshalb statteten sie ihn mit 4.5 Meter dicke Mauern aus. Ein grosser Teil der inneren Verkleidung und der Innenteil sieht man noch heute. Die primitive Aussenmaurerarbeit ist fast völlig verschwunden. Man findet knapp noch einige Steine der Ostseite, die wie durch Zufall dort geblieben sind. Dank ihnen kann man annehmen, dass Mauern aus Bruchsteinen von Tuff einer ordentlichen Grösse über den Grundmauern standen. Der Wechsel von Steinen verschiedener Grössen muss früher diesem Turm einen ganz besonderen Flair gegeben haben. Aber später liessen einige Erbauer die abgenutzten Steine für neue Konstruktionen abtragen.
Die Existenz eines Untergeschosses und zwei Stockwerke wird durch Überbleibsel wie Rüstbalkenlöcher und Fenster bestätigt. Vermutlich wurde der Wachtturm von einem Fachwerkdach gekrönt.
Bei der Restaurierung wurde die zweckmässige seitliche Türe eingemauert und der obere primitiver Eingang im Süden wiederhergestellt. Die Ausgrabungen ergaben ausserdem einen viereckigen Brunnen, ungefähr fünf Meter im Nordwesten des Turms mit einer Tiefe von 17 Metern; später wurde er erneut bedeckt.
1254 wurde das Schloss von Freienstein zum ersten Mal in einem Dokument erwähnt, in dem berichtet wird, dass Herr Conrad von Tengen dieses Gut seiner Tochter und seinem Schwiegersohn, Egilolf von Hasli, schenkte. Man kennt die Ursprünge der Hasli Herrschaften nicht. Es ist möglich, dass sie ihren Sitz im Schloss von Riet in der Nähe von Niederhasli gehabt haben. Egilolf begann sich in Freienstein niederzulassen und nahm dessen Namen an. Seine Erben führten zahlreiche Verkäufe durch. Zu Beginn 14. Jahrhunderts schritt der Verfall der Herrschaften von Freienstein immer schneller voran, und bald fand man keine Mitglieder dieser Familie mehr - nur unter den Bauern.
1334, als die Zürcher Freienstein zerstörten, wohnten die Nachkommen der Herrschaften bereits nicht mehr darin. Wieder erbaut, wanderte das Eigentum in verschiedene Hände, bis es erneut während des Alten Krieges von Zürich abgerissen wurde. Das Schicksal wurde besiegelt als der Schaffhausner Schlossherr, Hermann Künsch einen aus der Grafschaft von Kyburg stammenden Mann im Schloss heilt. Das spornte die Männer von Winterthur und Diessenhofen an, den Befehlen des Vogtes Schwend zu befolgen und das Schloss einzunehmen. Sie legten Feuer, ohne sich um den Gefangenen zu sorgen, da sie ihn ja "befreien wollten". Er starb in den Flammen. Nach einigen Eigentumswechseln ging die Ruine gegen 1600 an die Zürcher Familie von Meiss über. Seit 1975 gehört Freienstein zum Kanton Zürich
Bibliographie