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Anlagen in breit aufgestellten Kreditportfolios werden schon seit Langem angeboten. Gil Platteau, Head Investment Solutions bei Mercer Investments Schweiz in Zürich, erklärt das spezielle Konzept der Multi-Asset-Credit (MAC)-Strategien, welches in den Jahren 2013/14 entstand.
03.10.2017, 16:17 Uhr
Redaktion: sif
Wir erinnern uns, dass vor drei Jahren die renditestärkeren Fixed-Income-Segmente nach den Turbulenzen der globalen Finanzkrise wieder etwas Tritt fassten. Zur selben Zeit kam es jedoch zu einem starken Renditeverfall der Staatsanleihen in der gesamten entwickelten Welt, nachdem die Notenbanken ihre unorthodoxe Geldpolitik zur Ankurbelung der Wirtschaft starteten (vgl. Grafik 1 rechts im PDF). Diese Situation führte zu der viel zitierten "Renditejagd", bei der sich zahlreiche Anleger auf renditestärkere Fixed-Income-Segmente stürzten. Gleichzeitig waren viele Investoren nicht ausreichend mit diesen Märkten vertraut, und haderten zudem mit den Anlage- und Reputationsrisiken von High-Yield-Anlagen. Nannte man High-Yield-Bonds nicht auch "Junk-Bonds" zu Deutsch "Ramschanleihen"? Und waren nicht gerade strukturierte Kredite einer der gefährlichsten Exzesse, die zur globalen Finanzkrise geführt hatten?
MAC-Strategien investieren typischerweise in ein Portfolio aus Bankkrediten, High-Yield-Anleihen und verbrieften Krediten wie hypothekenbesicherte Wertpapiere und Asset-Backed-Securities. Zuweilen werden auch Schwellenmarktanleihen, Distressed Debt und Wandelanleihen mit aufgenommen. Die Portfolioverwaltung folgt in der Regel einem opportunistischen, unbeschränkten Ansatz. Weil sie sich wenig bis gar nicht an traditionellen Benchmarks orientiert, werden einige der Nachteile von Benchmark-basierten Anlagen umgangen.
Für viele Anleger waren und sind MAC-Strategien eine sehr gute Möglichkeit zur Renditesteigerung ihres Portfolios, weil diese Strategien in ein ganzes Spektrum von renditestärkeren Anlageklassen investieren. Anleger erhalten dadurch ein stärker diversifiziertes Portfolio mit verschiedenen Renditetreibern und profitieren zudem von einer Rotation zwischen den Anlageklassen. Dies gilt umso mehr, weil den MAC-Managern ein sehr breites Anlageuniversum zur Verfügung steht.
Schutz der Anleger vor Bewertungsblasen Letztlich sind MAC-Strategien entstanden, um Anlegern einen stärker diversifizierten und besser verwalteten Zugang zu renditestärkeren Fixed-Income-Anlagen zu ermöglichen, als dies Direktinvestitionen in einzelne High-Yield-Segmente bieten. Hinzu kommt, dass viele Fixed-Income-Märkte durch die globale Renditejagd der letzten Jahre ein durchaus attraktives Renditeniveau erreicht haben. Dies steigert die Chancen der MAC-Manager, durch eine erfolgreiche Anlagenrotation Wertsteigerungen zu erzielen. Vor allem aber erhöht es die Bedeutung der Manager, weil sie Anleger gegen Bewertungsblasen schützen, die sich in einem Umfeld blinder Renditejagd bilden können.
Um sich defensiver aufzustellen, investieren einige MAC-Strategien daher auch in Investment-Grade-Anleihen und Staatspapiere. Generell neigen MAC-Strategien zu einer Übergewichtung von Long-Positionen, nutzen aber auch Hedging-Strategien und Short-Positionen, um Renditeschwankungen auszugleichen.
Die vorliegende Bericht von Mercer gibt Ihnen einen umfassenden Einblick in diese Anlageklasse, die eine Alternative zu klassischen Fixed-Income-Anlagen darstellt..
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