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Immer mehr Unternehmen greifen auf die Möglichkeit zurück, ihre ausserhalb der Schweiz wohnhaften Mitarbeitenden vorübergehend zu Hause/via Telearbeit arbeiten zu lassen. Wenn während eines begrenzten Zeitraums von zu Hause aus gearbeitet wird, ändert dies angesichts der derzeitigen aussergewöhnlichen Umstände nichts an der Versicherungsunterstellung der betroffenen Grenzgänger/innen. Dies ist nicht als regelmässige Erwerbstätigkeit in mehreren Staaten zu qualifizieren.
Grenzgänger/innen aus EU-/EFTA-Staaten, die vorübergehend ihre Tätigkeit ganz oder teilweise im Wohnsitzland ausüben, unterliegen daher weiterhin der schweizerischen Sozialversicherungsgesetzgebung. Es ist nicht notwendig, für sie systematisch Bescheinigungen gestützt auf die Entsendungsbestimmung (z.B. Formular A1) auszustellen.
Eine zeitweilige Schwankung der im Wohnsitzland ausgeübten Tätigkeit infolge des Coronavirus ändert auch nichts an der Versicherungsunterstellung von Grenzgängerinnen und Grenzgängern, die bereits vorgängig gewöhnlich in mehreren Staaten tätig waren.
In Bezug auf Deutschland, Italien, Österreich und Liechtenstein wurde die flexible Anwendung der Unterstellungsregeln bis zum 31. Dezember 2021 vereinbart.
Die Schweiz hat Frankreich eine Verlängerung über den 30. Juni 2021 hinaus vorgeschlagen und wartet auf dessen Stellungnahme.
In den Beziehungen zu den anderen Staaten gilt grundsätzlich die flexible Anwendung mindestens bis zum 30. Juni 2021. Eine Verlängerung ist nicht ausgeschlossen, eine diesbezügliche Diskussion dürfte allerdings erst Ende Juni stattfinden.