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Die Kunsthalle Arbon befindet sich an der Grabenstrasse auf dem Gebiet des ehemaligen Stadtgrabens und bildet Teil eines Ensembles, das in den 1920er und 1930er Jahren vom Unternehmer Friedrich August Schädler geplant und ausgeführt wurde.
Das obere Gebäude, das heute zur Hälfte durch die Kunsthalle Arbon genutzt wird, diente einst der Fabrikation von Blechpressteilen, besonders von Karretten (Schubkarren) und Gartenmöbel. 1927 erfolgte der Bau des Untergeschosses mit roher Betondecke als Lagerhalle für Fertigprodukte. 1934 wurde der Stahl-Hallenaufbau und Kopfbau als Abschluss gegen den See gebaut. (Die Ufermauer befand sich damals vor dem heutigen Pumpwerk.) Für diese «Rondelle» hatte Schädler keinen eigentlichen Verwendungszweck, jedoch die klare Vision eines Seerestaurants vor sich.
Die Wände der Kunsthalle Arbon bestehen aus Elementen in Stahl-Torfmull-Sandwichbauweise und dienten als Versuchsobjekt für ein Stahlhaus in Elementbauweise. Schädler hatte diese Grundidee in den USA kennen gelernt und meldete 1935 seine darauf basierende Entwicklung zum Patent an. Die Wirtschaftskrise verhinderte jedoch die Serienfabrikation. Hinzu kam, dass Schädler als Konstrukteur begabter war denn als Kaufmann.