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Wir, die Klasse Sek 1b, waren am 18. Oktober im Landesmuseum in Zürich an der Anne Frank Ausstellung. Anne Frank und ihre Familie waren Juden, aber nicht sehr religiös. In den Ferien gingen sie oft in die Schweiz, weil die Grossmutter und weitere Verwandte hier lebten.
In der Schweiz lernte Anne von ihrem Cousin Buddy das Schlittschuhlaufen. Sie träumte davon, später einmal mit ihm als Eiskunstläuferin auftreten zu können. Ihr Vater hat sogar im Ersten Weltkrieg gekämpft und wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.
Als Hitler an die Macht kam, hat man die Juden gejagt. Darum flüchtete die Familie nach Amsterdam. Dort ging Anne auch zur Schule. Als es ganz schlimm wurde, mussten sie ins Hinterhaus ziehen. Anne stopfte alles, was sie konnte, in ihren Schulsack. Zudem zog sie viele verschiedene Kleiderschichten an, denn man sollte nicht merken, dass sie flüchtete.
Das Hinterhaus war eine Art Geheimversteck. Hinter einem Bücherregal lag die Türe, die in das Hinterhaus führte. Es war eigentlich eine Art geheime Wohnung, in der sie sicher leben konnten – das glaubten sie jedenfalls. Sie hatten sechs Helfer, die ihnen Essen brachten. Anne war 13 Jahre alt, als sie in das Hinterhaus zogen. Sie hatte eine grössere Schwester namens Margot. Ihre Eltern hiessen Edith und Otto Frank. Es kam später noch eine weitere Familie dazu, die einen Sohn hatte. Anne hatte oft Streit mit ihrer Mutter und der Mutter von Peter.
Zwei Jahre später, als sie sich freuten und schon dachten, dass es vorbei ist, kamen plötzlich die Soldaten in ihr Versteck und brachten sie in ein Durchgangslager nach Westerbork. Man weiss bis heute nicht, von wem sie verraten wurden.
Anne wurde wegen ihres Tagebuches berühmt, das sie in der Zeit im Hinterhaus geschrieben hat. Sie bekam es zu ihrem 13. Geburtstag und ihr Vater, der als Einziger der acht Personen des Hinterhauses überlebte, hat es nach dem Krieg veröffentlicht.
Wir haben verschiedene Gegenstände und Bilder aus Annes Leben gesehen. Ich fand es schlimm, dass Anne und Margot starben. Es hat mich schockiert, dass sie während des Tages im Hinterhaus nicht auf das WC gehen durften.
Michele
Die Ausstellung über Anne Frank war im Landesmuseum in Zürich. Ich und meine Klasse hatten eine Führung. Wir konnten die Originaltruhe von Annes Grossmutter sehen, die bei Franks in der Küche stand, alte Schulfotos, einen Judenstern, Fotos von den Helfern, eine echt aussehende Kopie ihres Tagebuches und noch mehr. Ich habe auch etwas erfahren, das mich sehr berührt hat. Als Anne im Konzentrationslager war, wollte sie ihre stinkenden und schmutzigen Kleider nicht mehr tragen. Sie hat diese ausgezogen und sich nur in eine dünne Decke eingewickelt.
Ich habe sehr viele spannende Sachen über Anne Frank herausgefunden. Zum Beispiel, als Anne und ihre Familie verhaftet worden waren, wurden sie mit dem letzten Zug nach Auschwitz befördert. Wenn sie also eine Woche später verhaftet worden wären, dann wäre kein Zug mehr gefahren und sie hätten wahrscheinlich überlebt.
Ich finde es sehr schön, dass das Tagebuch in über 80 Sprachen übersetzt ist, damit alle Leute es lesen können.
Linda
Weitere Stimmen zum Museumsbesuch:
Ich fand interessant, …
… dass Anne, als das Tagebuch voll war, auf alle verfügbaren Papierschnitzel geschrieben hat
… dass das Tagebuch anfangs nicht so berühmt war, bis es in Amerika ein Theater darüber gab
… dass der Vater das Tagebuch dem holländischen Staat schenkte. Er hat sich damit bei der holländischen Regierung bedankt, dass sie nach Holland ziehen durften
Mich hat schockiert, …
… dass sie sich in Amsterdam so gut eingelebt haben und dann Holland von den Nazis eingenommen wurde
… dass sie zwei Jahre mit sieben weiteren Menschen auf so engem Raum zusammenleben musste und zwei Jahre keine frische Luft einatmen konnte. Ihr einziger Kontakt zur Aussenwelt war ein kleines Dachfenster
Mich hat berührt, …
… dass es so viele Verbote für Juden gab. Kinder ab sechs Jahren mussten bereits einen Judenstern tragen
… dass Anne so jung sterben musste
… dass nur der Vater überlebt hat
… dass Annes Vater, Otto Frank, die Tagebücher veröffentlich hat, weil Anne den Traum hatte, Schriftstellerin zu werden