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Wechseljahrbeschwerden: Früher Beginn, längere Dauer
US-Forscher befragten eine Gruppe von Frauen zu Wechseljahrbeschwerden. Es scheint, dass das Klimakterium länger anhält als vermutet. Und: Begannen die Beschwerden bereits vor der letzten Menstruation, dauerten sie länger an, wie die Resultate zeigten.

Wechseljahre -
länger als vermutet

Im Rahmen einer grossen Gesundheitsstudie (Study of Women’s Health Across the Nation, SWAN) wurden insgesamt 3‘300 Frauen zwischen 1996 und 2013 dreizehn Mal zu vasomotorischen Beschwerden des Klimakteriums befragt. Unter den Teilnehmerinnen litten 1‘449 unter häufigen Beschwerden. Häufig hiess dabei: während mehr als sechs Tagen in den vorausgegangenen zwei Wochen. Zu den Beschwerden zählten Hitzewallungen, Nachtschweiss, Herzbeschwerden, Schlafstörungen sowie psychische Veränderungen bis hin zu Depressionen.
Die Forscher interessierte dabei Gesamtdauer der Beschwerden in Jahren (insbesondere bei Hitzewallungen und Nachtschweiss), die Dauer der Beschwerden nach der Menopause sowie die Unterschiede in den verschiedenen Ethnien (Afroamerikanerinnen, weisse Amerikanerinnen, Hispanierinnen, Japanerinnen sowie Chinesinnen).
Wechseljahrbeschwerden dauerten im Schnitt während sieben Jahren. Bei Frauen, die zu Studienbeginn noch vor dem Klimakterium standen oder bereits früh Wechseljahrbeschwerden beklagten, dauerte das Klimakterium durchschnittlich über 11.8 Jahre, wovon im Schnitt etwas über neun Jahre nach der letzten Monatsblutung. Bei Frauen, die erst nach der letzten Monatsblutung über Beschwerden klagten, war das Ganze etwa nach 3.4 Jahren ausgestanden.
Auch die Vergleiche unter den verschiedenen Ethnien waren interessant: So berichteten Afroamerikanerinnen über die längste Dauer ihrer Wechseljahrbeschwerden (im Schnitt ca. 10.1 Jahre). Am kürzesten litten die Japanerinnen (4.8 Jahre) und die Chinesinnen (5.4 Jahre).
Andere Faktoren, die für eine längere Dauer der klimakterischen Beschwerden sprachen, waren: junges Alter bei Eintritt ins Klimakterium, niedrigerer Bildungsgrad, Stress, stärkere Sensibilität sowie verstärkte seelische Verstimmungen wie Ängstlichkeit oder Depression zu Beginn der klimakterischen Beschwerden.
Die Ergebnisse sollten mithelfen, Frauen bei ihren Wechseljahrbeschwerden besser zu unterstützen und zu behandeln.
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aerzteblatt.de, JAMA Internal Medicine 2015
20.02.2015 - dzu