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Berlin ist die Hauptstadt von Deutschland. Die Stadt hat rund 3.6 Millionen Einwohner und ist die bevölkerungsreichste Stadt von Deutschland. Die bekanntesten Flüsse, welche durch Berlin fliessen, sind die Spree und die Havel. Ausserdem hat Berlin ein sehr spannender geschichtlicher Hintergrund. Wer sich also für Geschichte interessiert, sollte unbedingt einmal nach Berlin reisen. Die Stadt ist zudem einfach zu erreichen, da Berlin ein wichtiger Knotenpunkt im Luft- und Schienenverkehr für das gesamte Europa ist.
Berlin ist weltweit berühmt und trägt den UNESCO-Titel «Stadt des Designs». Auch wird Berlin als «Weltstadt der Kultur» bezeichnet. Die Stadt ist eine der meistbesuchten unseres Kontinents.
In Berlin gibt es unzählig viele Attraktionen. Nachfolgend stelle ich euch die Sehenswürdigkeiten vor, welche ich am besten finde. Für die Geschichtsinteressierten sind zu den meisten Sehenswürdigkeiten noch ein paar Informationen zum geschichtlichen Hintergrund zu finden.
Brandenburger Tor
Das Brandenburger Tor wurde in den Jahren 1788 bis 1791 errichtet. Das Tor wurde ähnlich wie die Torbauten der Athener Akropolis gebaut. Die Quadriga, welche im Deutschen auch Vierergespann genannt wird, wurde im Jahr 1793 auf das Brandenburger Tor gesetzt. (Eine Quadriga ist ein zweirädriger Streitwagen nach antikem Vorbild, welcher von vier Zugtieren gezogen wird, welche nebeneinander gehen). Das Brandenburger Tor steht für das wiedervereinigte Berlin und ist somit eines der wichtigsten Wahrzeichen Berlins. Das Tor steht auf dem Pariser Platz, welcher selbst als einer der schönsten Plätze Berlins gilt.
Geschichte: Durch die deutsche Teilung in Ost und West durch den Bau der Mauer im Jahr 1961, stand das Brandenburger Tor auf dem Sperrgebiet. Somit war es für die Bevölkerung und die Besucher nicht zugänglich. Nach dem Mauerfall im Jahr 1989 feierten die Berliner das erste gemeinsame Silvester nach der Wiedervereinigung. Bis heute ist das Tor ein beliebter Ort, bei Menschen aus aller Welt, um Silvester zu feiern.
Reichstagsgebäude
Das Berliner Reichstagsgebäude ist eines der markantesten Sehenswürdigkeiten. Das Gebäude ist seit dem Jahr 1990 Sitz des deutschen Bundestages. Vor allem die Glaskuppel auf dem Gebäude ist bei den Touristen beliebt, denn in dieser Höhe kann man einen wunderbaren Blick über ganz Berlin geniessen. Vor dem Parlament ist eine grosse Wiese. Diese wird von den Touristen sowie von den Berlinern sehr geliebt und ist vor allem in den warmen Monaten sehr belebt.
Geschichte: Das Reichstagsgebäude wurde in den Jahren 1884 bis 1894 im prunkvollen Stil der italienischen Renaissance gebaut. Im Jahr 1871 wurde Berlin zur Reichshauptstadt. Im Jahr 1916 wurde dann die heute noch erkennbare Giebelinschrift «Dem Deutschen Volke» hinzugefügt. Im Jahr 1933 ereignete sich der «Reichstagsbrand». Ein grosser Teil des Gebäudes wurde zerstört. Über die Ursache des Brandes ist man sich bis heute nicht einig. Dieser Brand markierte jedoch die Machtübernahme der Nationalsozialisten. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Reichstag bombardiert und im April 1945 hissten die sowjetischen Soldaten die rote Flagge über dem Gebäude. Dies als Sieges-Symbol gegenüber dem Deutschen Reich. Die nächsten Jahre stand der Reichstag nicht mehr im Mittelpunkt, wurde aber trotzdem wieder aufgebaut. Während dieser Zeit regierte das Parlament in Bonn. Im Jahr 1991 entschloss man sich, das gesamtdeutsche Parlament wieder nach Berlin zu verlegen. Aus diesem Grund wurde das Gebäude wieder bis im Jahr 1999 umgebaut.
Berliner Fernsehturm
Der Fernsehturm ist wohl das Erste, was man bemerkt, wenn man in Berlin eintrifft. Der Turm ist rund 368 Meter hoch und steht auf dem bekannten Alexanderplatz. Er ist das höchste Gebäude Europas, welches man besichtigen kann. Die Aussichtsplattform befindet sich in rund 200 Meter Höhe. Von dort kann man einen 360-Grad Blick über die Hauptstadt geniessen. Erreichen kann man die Aussichtsplattform durch einen Fahrstuhl, welcher in nur 40 Sekunden nach oben braust.
Geschichte: Der Bau vom Fernsehturm dauerte rund vier Jahre. Schliesslich wurde er im Oktober 1969 eröffnet. Der Turm war für die damalige DDR ein sehr wichtiges Symbol der Überlegenheit von der sozialistischen Gesellschaft. Er sollte auch zeigen, dass man im Osten an einer besseren Zukunft baute. Nach der Wiedervereinigung im Jahr 1989, wurde der Fernsehturm zum Sinnbild von ganz Berlin.
Alexanderplatz
Der Alexanderplatz ist einer der lebendigsten Plätze Berlins und befindet sich in Berlin-Mitte. Es hat viele Geschäfte, Restaurants, Imbissbuden und Kinos. Ausserdem steht der berühmte Fernsehturm mitten auf dem Alexanderplatz. Die Berliner nennen diesen Platz meistens nur «Alex». Der Alex ist ein sehr wichtiger Verkehrskontenpunkt der Stadt, denn dort fahren U-Bahnen, Strassenbahnen, S-Bahnen, Busse sowie Regionalzüge hindurch.
Geschichte: Der Alex wurde durch die Errichtung eines Fernbahnhofs bereits im Jahr 1882 zum Verkehrsknotenpunkt. Durch den Bau der zentralen Markthalle und des Kaufhauses «Tietz» in den Jahren 1886 bis 1911 wurde der Alex ausserdem zum wichtigsten Einkaufszentrum Berlins. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zum grössten Teil zerstört und war erst in den sechziger Jahren wieder fertig aufgebaut. In dieser Zeit wurden zudem die bekannte Weltzeituhr, der Fernsehturm und der Brunnen der Völkerschaft gebaut.
Potsdamer Platz
Der Potsdamer Platz ist ebenfalls sehr lebendig. Dort findet man unzählige Cafés, Restaurants, Theater, Kino und er ist ein Traum für alle Shopping Queens. Beim Potsdamer Platz finden jedes Jahr im Februar die Berliner Filmfestspiele statt, welche auch Berlinale genannt werden.
Geschichte: Auch der Potsdamer Platz wurde im Zweiten Weltkrieg völlig verwüstet. Später wurde der Platz durch die Mauer geteilt. Heute ist immer noch ein Metallstreifen am Boden ersichtlich, welcher aufzeigt wo früher die Mauer stand. Nach der Wiedervereinigung baute man das ganze Stadtquartier neu. Beim Neubau verzichtete man bewusst auf eine dichte Hochhausbebauung. Die Baustelle beim Potsdamer Platz galt als die grösste Baustelle Europas und dauerte fünf Jahre.
Berliner Hauptbahnhof
Der Hauptbahnhof wurde im Jahr 2006 rechtzeitig zur Fussball-WM fertiggestellt und ist seither der grösste Kreuzungsbahnhof in Europa und der wichtigste Personenverkehrsbahnhof in Berlin. Der Bau dauerte rund 11 Jahre. Der Bahnhof selber ist besonders sehenswert. Er ist zugleich ein grosses Einkaufszentrum und beheimatet viele Restaurants.
The Holocaust Memorial
Dies ist das Denkmal für die rund sechs Millionen ermordeten Juden in Europa. Die Holocaustgedenkstätte ist nicht weit entfernt vom Brandenburger Tor. Fertiggestellt wurde das Denkmal im Jahr 2005, dessen Fläche rund 19‘000 Quadratmeter umfasst. Darauf sind insgesamt 2‘711 unterschiedlich hohe Betonblöcke zu sehen. Der Anblick ist sehr eindrücklich und man kann durch das Denkmal laufen. Es ist ähnlich wie en Labyrinth.
East Side Gallery
Die East Side Gallery ist das längste noch zusammenhängende Stück der Berliner Mauer, welches zugleich die längste Open-Air-Galerie der Welt ist. Die East Side Gallery ist 1.3 Kilometer lang. Direkt nach dem Mauerfall fingen 118 Künstler aus 21 verschiedenen Ländern an die Mauer zu bemalen. Seit dem Jahr 1991 steht die East Side Gallery unter Denkmalschutz. Mit den rund 100 Bildern kommentieren die Künstler die politischen Veränderungen in den Jahren 1989 und 1990. Die Gemälde sind auf der ehemaligen Ostseite der Mauer zu sehen.
Berlin das Einkaufs-Paradies
Berlin ist ein Paradies für alle, die es lieben, viele neue Dinge zu kaufen. Es gibt unzählige Kaufhäuser und Shoppingstrassen. Was ich sehr empfehlen kann, ist die «Mall of Berlin» und der Alexanderplatz.
Berliner Küche
Currywurst
Die bekannte Currywurst sollte man auf jeden Fall probieren. Die Bratwurst, welche entweder gebraten oder frittiert ist mit einer Sauce aus Ketchup und Currypulver, ist extrem lecker. Gegessen wird sie meistens mit Pommes Frites oder mit einem Brötchen. Die Currywurst wurde von der Gastronomin Herta Heuwer aus Charlottenburg im Jahr 1949 in die Welt gesetzt.
Döner Kebab
Der Döner mit verschiedenen Saucen und Gemüse ist sicherlich jedem bekannt. Was aber wohl viele nicht wussten, ist, dass er ursprünglich aus Berlin stammt. Es ist nicht bekannt, wer genau den Döner erfunden hat. Man weiss nur, dass es wohl am Anfang der Siebzigerjahre in Berlin war.
Meine Empfehlung
Ich finde Berlin eine super Stadt. Ich war bereits vor ein paar Jahren im Sommer einmal dort und nun wieder im Januar. Die Stadt fand ich zu beiden Jahreszeiten wundervoll. Im Sommer war es sehr heiss, was aber in jeder Grossstadt der Fall ist. Blöderweise gibt es im Sommer aber nicht viele Bade- oder Abkühlungsmöglichkeiten. Im Januar kann man nicht mit traumhaftem Wetter rechnen, jedoch war es der Jahreszeit entsprechend mehrheitlich gut. Von den Temperaturen in Berlin war es ähnlich wie hier in der Schweiz.
Berlin ist eine aufregende Stadt und es gibt sehr viel zu erleben. Von Sightseeing über Shoppen bis zu einem abwechslungsreichen Nachtleben wird einem bestimmt nie langweilig. Zudem ist es geeignet für viele Interessengruppen. Berlin ist auch sehr bekannt für seine geschichtlichen Hintergründe und seine Architektur. Die Stadt kann man gut mit der Familie oder Freunden besuchen. Ausserdem ist sie auch geeignet für einen Pärchen-Urlaub.
Meiner Meinung nach reichen drei Tage völlig aus, um die Stadt selber zu erkunden, viele feine Spezialitäten auszuprobieren, das Nachtleben zu geniessen und auch das Shoppen kam nicht zu kurz. Wenn man jedoch auch die vielen verschiedenen Museen besuchen möchte, würde ich einen längeren Aufenthalt empfehlen. Berlin finde ich eine sehr faszinierende Stadt und es war bestimmt nicht mein letzter Besuch. Die Leute waren überall sehr freundlich und was noch ein zusätzlicher Pluspunkt ist, man weiss überall im Restaurant, was man genau bestellt, weil man die Sprache bestens versteht. So können böse Überraschungen auf dem Teller vermieden werden ;)!