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Klosterapotheke
Der Neubau wurde parallel zur alten Apotheke und zum Wirtschaftsgebäude gestellt und bildet mit diesen zusammen eine hofumrahmende Hausgruppe. Das Raumprogramm umfasst eine Apotheke mit grossem Flächenbedarf und ebenerdiger Lage, ein Kosmetikinstitut, ein Labor und Büro sowie eine Kinderarztpraxis. Mit knappem Budget wurde dieses Programm auf dem Grundstück neben der alten Klosterapotheke im Sinne eines kleinen Geschäftshauses realisiert. Das Grundstück mit seinen sehr engen Platzverhältnissen, der schiefen topographischen Lage und dem schützenswerten Baumbestand bot einige Herausforderungen.
Ein Gerippe aus vorfabrizierten Backsteinpfeilern und Backsteingewölben mit Hohl- und Zwischenräumen bildet den ausdrucksstarken Rahmen für die Plazierung der Nutzungen. Um das Lastverhalten der Gewölbe genau zu studieren, wurden in der Forschungsanstalt Sursee Belastungsversuche durchgeführt. Die Mitte des Gerippes ist der überwölbte Hauptraum, seitlich angrenzend sind die Nebenräume. Die Pfeiler und Gewölbesegmente mit den Unterzügen in Sichtbeton sind roh belassen und prägen den Charakter des Gebäudes.
Die Erschliessung des Gebäudes ist an den Enden plaziert. Die Treppenanlagen und Stützmauern stellen den Anschluss des Gebäudes an die Umgebung her. Im hinteren Teil verbindet eine interne Treppe die drei Geschosse, die über Nebeneingänge im Mittelgeschoss direkt von aussen erreicht werden können. Die Hohlräume in den Pfeilern und Unterzügen werden zur Ver- und Entsorgung des Baus genutzt.
Project Klosterapotheke
Place Muri, Aargau
Type Neubau
Use Gewerbehaus
Build 1979
Photography Markus Lüscher