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Szenen spielen (Rollenspiel)
Anhand von Rollenspielen kann der Umgang mit dem Thema Homosexualität reflektiert und konkrete Situationen können besprochen werden.
- Vorbereitung
- Szenen spielen
- Szenen besprechen
1. Vorbereitung
Auftrag: Jede Gruppe bereitet eine kurze Szene zum Thema Homosexualität vor und spielt diese anschliessend vor.
Vorgabe: Alle Szenen müssen etwas mit dem Thema Homosexualität zu tun haben.
Beispiele:
- Szene am Familientisch
- Szene auf dem Pausenplatz unter Schülerinnen/Schülern
- Szene in der Freizeit unter Kolleginnen/Kollegen
- Szene im Ausgang unter Kolleginnen/Kollegen
- etc.
Die Gruppe soll sich entscheiden:
- Wo spielt die Szene?
- Wer spielt mit? (Rollen)
- Was passiert?
- Wie hört die Szene auf? (positiv, negativ etc.)
- Wer spielt welche Rolle?
Es ist wichtig, auf den Unterschied zwischen Spiel und Realität hinzuweisen:
- Was man auf der Bühne sagt, muss nicht der eigenen Meinung entsprechen.
- Jede/r kann in die Rolle einer Lesbe / eines Schwulen schlüpfen.
- etc.
5 bis 10 Minuten reichen normalerweise für die Vorbereitung.
2. Szenen spielen
Die Gruppen spielen ihre Szenen nacheinander vor.
Bevor die Gruppe anfängt, sollen sie sagen, wo die Szene spielt und welche Rollen sie spielen (“Ich bin der Vater.” etc.).
3. Szenen besprechen
Nach jeder Szene bleiben die Spieler/innen auf der Bühne.
Die Moderatorin / der Moderator stellt ihnen und dem Publikum Fragen zur Szene.
Beispiele:
- Warum hast du als Sohn (Rolle) so reagiert?
- Wie war das für dich als Kollegin (Rolle)? Wie hast du dich in der Situation gefühlt?
- Wie fühlt es sich an, wenn man so beschimpft wird?
- Wie würdet ihr euch fühlen, wenn euch das im richtigen Leben passieren würde?
- Wie hättet ihr in dieser Situation reagiert? Was hättet ihr anders gemacht?
- War das eine gute oder schlechte Reaktion? Warum?
- Ist die Szene realistisch? Könnte das so auch in X (Ort) passieren?
- Wie hätte die Szene auch ausgehen können? Was hätte anders laufen können?
Bei jeder Gruppe konzentiert sich die Moderatorin / der Moderator auf einige in dieser Szene besonders auffällige Punkte.
Es ist am besten, die Szene direkt nach dem Spiel zu besprechen und anschliessend die nächste Gruppe auftreten zu lassen.
Variante
Man kann den Gruppen die Rollen vorgeben. Meistens ist das aber gar nicht nötig.
Weitere Informationen
Stufe:
Primarstufe
Sekundarstufe I
Sekundarstufe II
Schulfächer:
Mensch und Gesellschaft
Sexualerziehung
Sprachen
Weitere Fächer
Projektwoche: Innerhalb einer Projektwoche möglich
Sexualpädagogik: Im Rahmen des Sexualpädagogik-Unterrichts verwendbar
Weiterbildung für Lehrer/PH: Kann für die Lehrerfortbildung/PH verwendet werden
Quelle:
Element bei Besuchen des Schulprojekts GLL (www.gll.ch)