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Zentel Kautabletten 400mg
14.95 Fr.
Was ist Zentel und wann wird es angewendet?
Zentel ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Wurmkrankheiten im Darm. Die Würmer – sowie deren Larven und Eier – werden abgetötet und mit dem Stuhl ausgeschieden.
Zentel kann auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin bei Erwachsenen und Kindern gegen Würmer eingesetzt werden, die bei uns und in südlichen Ländern heimisch sind, wie z.B. gewisse Rundwürmer (wie Spul-, Peitschen-, Maden- oder Hakenwurm), Saugwürmer oder Bandwürmer (nur bei gleichzeitigem Befall mit Rundwürmern).
Bei Kindern im Alter von 2–12 Jahren kann Zentel auch bei einer Infektion mit Giardia lamblia eingesetzt werden.
Zentel darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet werden.
Was sollte dazu beachtet werden?
Um Infektionen mit diesen Würmern und Giardia lamblia zu vermeiden, ist darauf zu achten, dass Speisen, Getränke und Böden nicht mit menschlichem Kot verschmutzt sind. Auf den Konsum von rohem wie tiefgefrorenem, ungekochtem Rind- oder Schweinefleisch ist zu verzichten.
Jeder direkte Kontakt der Hände mit dem After ist zu vermeiden. Nach jedem Stuhlgang müssen die Hände (einschliesslich Fingernägel) gewissenhaft gereinigt werden. Die Unterwäsche ist oftmals zu wechseln.
Zentel wurde schon in Zusammenhang mit erhöhten Leberenzymwerten gebracht. Diese normalisierten sich wieder nach Abbruch der Behandlung. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann bei Bedarf Ihre Leberenzymwerte vor und während der Behandlung überprüfen.
Zentel wurde auch in Zusammenhang mit einer normalerweise reversiblen Abnahme an weissen Blutzellen gebracht. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann bei Bedarf Ihre Werte (weisse Blutzellen) überwachen. Patienten mit einer Lebererkrankung werden engmaschig überwacht.
Zentel wurde in den Zusammenhang mit Anfällen (Krampfanfällen) und anderen Symptomen gebracht. Patienten, die wegen parasitären Infektionen behandelt werden, können auch unter einer seltenen und schweren Infektion des Gehirns leiden, die als Neurozystizerkose bezeichnet wird, doch sind sich die betroffenen Patienten dieser Infektion nicht in allen Fällen bewusst. Werden die Parasiten abgetötet, kommt es im Gehirn zu einer Entzündungsreaktion. Zu den Symptomen zählen Anfälle (Krampfanfälle), Kopfschmerzen und Sehstörungen. Treten diese Symptome kombiniert auf, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.
Wann darf Zentel nicht angewendet werden?
Zentel darf unter keinen Umständen eingenommen werden bei bekannter Überempfindlichkeit (Allergie) gegen den Wirkstoff Albendazol oder irgendeinen anderen Inhaltsstoff von Zentel.
Zentel darf unter keinen Umständen eingenommen werden, wenn eine Schwangerschaft besteht. Zur Sicherheit soll die nächste Regelblutung abgewartet oder ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
Wann ist bei der Einnahme von Zentel Vorsicht geboten?
Es sind bis jetzt keine Beeinträchtigungen des Führens von Motorfahrzeugen oder des Bedienens von Maschinen beobachtet worden.
Patientinnen und Patienten, die auf Azofarbstoffe, Acetylsalicylsäure sowie auf Rheuma- und Schmerzmittel (Prostaglandinhemmer) überempfindlich reagieren, sollen die Zentel Tabletten nicht einnehmen.
Bei einer Acetylsalicylsäure-Unverträglichkeit und einer Unverträglichkeit gegen den Wirkstoff oder die Hilfsstoffe darf auch die Zentel Suspension nicht eingenommen werden.
Einige Arzneimittel beinhalten Wirkstoffe, die die Wirkungsweise von Zentel verändern oder die Nebenwirkungen beeinflussen können. Hierzu gehören Arzneimittel mit folgenden Wirkstoffen:
Cimetidin zur Behandlung eines Magengeschwüres;
Parziquantel zur Behandlung von Wurminfektionen;
Dexamethason zur Behandlung von Entzündungen oder Allergien;
Ritonavir zur Behandlung einer HIV-Infektion;
Phenytoin, Carbamazepine oder Phenobarbital zur Behandlung von Krampfanfällen und Epilepsie.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wenn Sie Arzneimittel mit den genannten Wirkstoffen einnehmen.
Frauen im gebärfähigen Alter sollen Zentel nur innerhalb der ersten 7 Tage nach Beginn der Blutung oder unmittelbar nach einem negativen Schwangerschaftstest einnehmen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.
Darf Zentel während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Zentel darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Wenn Sie gerne schwanger werden möchten, oder wenn Sie Ihr neugeborenes Kind stillen, sollen Sie Zentel ausschliesslich nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. der Ärztin einnehmen (siehe «Wann ist bei der Einnahme von Zentel Vorsicht geboten?»).
Wie verwenden Sie Zentel?
Die Dosierung richtet sich nach der Art der Infektion. Sofern vom Arzt bzw. der Ärztin nicht anders verordnet, wird Zentel wie folgt dosiert:
Rundwürmer (runde, weisse Würmer)
1-mal 1 Kautablette zu 400 mg oder den Inhalt eines Fläschchens zu 10 ml Suspension einnehmen.
In den meisten Fällen genügt eine einmalige Behandlung.
Bandwürmer mit gleichzeitigem Befall mit Rundwürmern
1-mal täglich 1 Kautablette zu 400 mg oder den Inhalt eines Fläschchens zu 10 ml Suspension während 3 Tagen einnehmen.
Saugwürmer
2-mal täglich 1 Kautablette zu 400 mg oder den Inhalt eines Fläschchens zu 10 ml Suspension während 3 Tagen einnehmen.
Giardia lamblia bei Kindern von 2–12 Jahren
1-mal täglich 1 Kautablette zu 400 mg oder den Inhalt eines Fläschchens zu 10 ml Suspension während 5 Tagen einnehmen.
Werden 3 Wochen nach der ersten Behandlung immer noch Würmer im Stuhl entdeckt, kann die Behandlung nach Rücksprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin wiederholt werden.
Die oben erwähnte Dosierung gilt für Erwachsene und Kinder über 2 Jahre (über 10 kg).
Kinder zwischen 1 und 2 Jahren sowie Kinder über 2 Jahre und unter 10 kg sollen die Hälfte der Dosierung (½ Kautablette zu 400 mg oder die Hälfte des Fläschcheninhaltes) einnehmen.
Die Kautabletten können entweder ganz geschluckt, gekaut oder zerdrückt mit dem Essen eingenommen werden. Einige Patienten haben unter Umständen Schwierigkeiten, die Tablette als Ganzes zu schlucken. In diesen Fällen können die Tabletten mit etwas Wasser zerkaut oder wahlweise zerdrückt werden. Bei Kleinkindern sollte die Behandlung mit der Suspension durchgeführt werden.
Schütteln Sie das Fläschchen, bevor Sie die Suspension einnehmen.
Die Suspension schmeckt angenehm fruchtig und kann direkt oder mit einer beliebigen Flüssigkeit vermischt getrunken werden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann Zentel haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Zentel auftreten:
Durchfall, Erbrechen, Juckreiz, Bauch- und Kopfschmerzen sowie Schwindel. Diese Symptome können aber auch im Zusammenhang mit der zugrunde liegenden Erkrankung beobachtet werden.
Zentel kann zu erhöhten Leberenzymwerten im Blut führen. Informieren Sie daher Ihren Arzt oder Ihre Ärztin über die Einnahme von Zentel, falls Sie für sich oder Ihr Kind eine Blutuntersuchung veranlassen.
Anfälle (Krampfanfälle) und andere Symptome: Patienten, die wegen parasitären Infektionen behandelt werden, können auch unter einer seltenen und schweren Infektion des Gehirns leiden, die als Neurozystizerkose bezeichnet wird, und durch Parasiten, die im Gehirn sind, ausgelöst werden. Durch die Einnahme von Zentel kommt es im Gehirn zu einer Entzündungsreaktion, während die Parasiten abgetötet werden. Achten Sie auf die Kombination folgender Symptome: starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Anfälle (Krampfanfälle) und Sehstörungen. Kontaktieren Sie unmittelbar Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie die eben erwähnten Symptome erfahren.
Die Zentel Kautabletten 400 mg können Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut und der Atmungsorgane auslösen, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit Asthma, Nesselfieber (chronische Urtikaria) oder mit Überempfindlichkeit auf Acetylsalicylsäure und andere Rheuma- und Schmerzmittel.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin kontaktieren. Dies gilt speziell in Fällen, in denen folgende Symptome beobachtet werden: Anschwellen des Mundes, Gesichtes, oder der Gliedmassen; Atembeschwerden; ausgeprägter Hautausschlag, eventuell mit Blasenbildung und Ablösen der Haut.
Was ist ferner zu beachten?
Tritt kein Therapieerfolg ein, soll der Arzt oder Apotheker bzw. die Ärztin oder Apothekerin aufgesucht werden, um den Stuhl untersuchen zu lassen.
Keine Würmer im Stuhl sind kein Beweis dafür, dass keine vorhanden sind. Zeichen dafür, dass Kinder Würmer haben, sind Konzentrationsschwäche, Blässe, Müdigkeit, eventuell Jucken am After etc. Zur Abklärung soll der Arzt bzw. die Ärztin aufgesucht werden.
Zentel bitte ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Zentel Suspension ist bei Raumtemperatur (15–25 °C) und vor Licht geschützt aufzubewahren.
Zentel Kautabletten sind bei Raumtemperatur (15–25 °C), trocken und vor Licht geschützt zu lagern.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. die Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Zentel enthalten?
1 Kautablette enthält: 400 mg Albendazol als Wirkstoff und Hilfsstoffe wie Saccharin, den Farbstoff Gelborange S (E 110), Vanillin und andere Aromastoffe sowie weitere Hilfsstoffe.
10 ml der Suspension 4% enthalten: 400 mg Albendazol als Wirkstoff und Hilfsstoffe wie Saccharin, die Konservierungsstoffe Sorbinsäure (E 200), Kaliumsorbat (E 202), Benzoesäure (E 210), Vanillin und andere Aromastoffe sowie weitere Hilfsstoffe.
Zulassungsnummer
49748, 49749 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Zentel? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Kautabletten zu 400 mg: 1 Tablette pro Packung.
Suspension (4%): 1 Fläschchen (= 10 ml) pro Packung.
Zulassungsinhaberin
GlaxoSmithKline AG, 3053 Münchenbuchsee.
Diese Packungsbeilage wurde im November 2010 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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