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Der Rundgang beginnt in der Eingangshalle. Hier begrüsst Herrn Neckers Marmorstatue den Besucher. Seine Tochter, Madame de Staël, liess diese 1817 als Zeichen der leidenschaftlichen Verehrung für ihn vom deutschen Bildhauer Tieck anfertigen. Der Finanzminister ist in eine Toga aus der Antike gehüllt.
Gegenüber steht eine Parkettuhr mit englischem Ursprung aus dem XVIII Jahrhundert welche heute noch die Stunden und die Tage des Monats anzeigt.
In dieser ehemaligen „grossen Gallerie“ gab Madame de Staël im Familien- und Freundeskreis Theaterstücke dar. Ab 1818 wurde die Gallerie von Madame de Staëls ältestem Sohn, dem Baron Auguste, zur Bibliothek umgebaut. Zu erkennen ist der für die damalige Zeit beliebte Dekorationsstiel "Zurück aus Ägypten". Oberhalb der Glasvitrinen stehen Büsten von berühmten Männern wie Homer, Platon oder auch Sokrates.
Die von Madame de Staël geschriebenen Bücher wurden an ihren Schwiegersohn, den Herzog von Broglie vererbt und befinden sich seit 1830 im Schloss von Broglie in der Normandie.
Der heute zu besichtigende Bücherbestand wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts vom Urenkel von Madame de Staël, dem Grafen von Haussonville, Mitglied der französischen Akademie, hierher gebracht.
Auf einem Tisch in der Mitte des Raumes befindet sich ein kleines Mahagonikästchen mit der Aufschrift „Pièces justificatives du Compte Rendu au Roi au mois de Janvier 1781.“ In diesem Bericht sind die verschwenderischen Ausgaben und Pensionen an den französischen Königshof und die Königsfamilie dargelegt. Die veröffentlichten Zahlen wurden zum Bestseller und lösten einen enormen Skandal aus, der zu einem auslösenden Element der französischen Revolution wurde. Herr Necker verlor seine Anstellung als Finanzminister und musste auf seine weisen Vorschläge zur Sanierung des Staatshaushaltes verzichten. Der Inhalt dieser Schachtel rechtfertigt also den Kommentar eines englischen Führers: „Dies ist der Grund für die französische Revolution.“
Weiter zu besichtigen ist eine Büste von Madame de Staël vom deutschen Bildhauer Tieck, sowie ein Porträt, in welchem sie als „Corinne“, Heldin ihres gleichnamigen Romans, posiert. Die erste Version dieses Gemäldes, von Mme Vigée-Lebrun gemalt, wiedersprach Mme de Staël und so liess sie von Massot ein zweites, vorteilhafteres Porträt mit dem Titel „Corinne vor dem Tempel von Tivoli“, anfertigen.
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Bibliographie