Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/145047

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die potenziellen Risiken zu verfassen, die mit dem Vorkommen von Aluminium als Zusatzstoff in der Mehrheit der Impfstoffe, die in der Schweiz verwendet werden, verbunden sind. Sodann soll der Bundesrat nötigenfalls Schritte bei der Pharmaindustrie unternehmen, um dieses Problem mittelfristig zu lösen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Aluminiumsalze fungieren in inaktivierten Impfstoffen als sogenannte Adjuvantien. Sie stellen durch Verstärkung der Immunantwort auf das Antigen sicher, dass diese Impfstoffe eine ausreichende Wirksamkeit erzielen. Die Sicherheit von Impfstoffen, welche Aluminium als Adjuvans enthalten, wurde im Rahmen von Zulassungsverfahren sowie auch im Rahmen der Marktüberwachung ausführlich geprüft; neue Erkenntnisse werden regelmässig in diese Beurteilung aufgenommen. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Evaluation des neurotoxischen Risikopotenzials gelegt. Aluminium als Adjuvans wird weltweit seit Jahrzenten in Impfstoffen verwendet; deshalb liegen umfassende Daten und Studien zum Sicherheitsprofil dieser Arzneimittel aus Grundlagenforschung, klinischen Studien und der Anwendung im klinischen Alltag vor. Diese Informationen werden sowohl von der Weltgesundheitsorganisation als auch weltweit von Arzneimittelbehörden, wie beispielsweise der Europäischen Arzneimittelagentur oder der US-amerikanischen FDA, zur Risikobeurteilung hinzugezogen. Die Schlussfolgerungen aus diesen Risikobeurteilungen decken sich; es liegen keine Gründe vor, die Sicherheit dieses Inhaltsstoffes in Zweifel zu ziehen.</p><p>Zur gleichen Fragestellung hat die Académie nationale de médecine de France 2012 einen umfassenden Bericht erstellt, dessen Inhalt auch für die Beurteilung in der Schweiz beigezogen werden kann (http://www.academie-medecine.fr/wp-content/uploads/2013/10/adjuvants-vaccinaux-rapport-ANM1.pdf). Die zusammenfassende Schlussfolgerung daraus lautet auch hier: Der Einsatz von Aluminium als Adjuvans in Impfstoffen wird als unkritisch beurteilt. In der Begründung des Postulates wird zudem auf die durch die Agence française de sécurité sanitaire de produits de santé (Afssaps) empfohlenen Vorsichtsmassnahmen bei der Verwendung von aluminiumhaltigen Deodorants hingewiesen. Diese Beurteilung und die daraus abgeleiteten Empfehlungen lauten auch in der Schweiz gleich (http://www.blv.admin.ch/themen/04678/04711/04775/index.html?lang=de#sprungmarke0 4).</p><p>Die Afssaps ist die Vorgängerorganisation der heute in diesem Bereich zuständigen Agence nationale de sécurité du médicament et des produits de santé (ANSM).</p><p>Der Bundesrat kommt daher zum Schluss, dass es nicht notwendig ist, zu dieser Fragestellung erneut einen Bericht zu verfassen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.