Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03269.jsonl.gz/1402

Gott ist weitsichtig. Von Anfang an hatte er gute Absichten. Er hatte den Segen für alle Völker im Blick. Es ging ihm nicht darum, zu zerstören und zu vernichten, sondern um zu lieben und zu retten, alles zu einem guten Ende zu bringen.
Schon früh erwählte er Abraham mit diesem Ziel. Abraham hiess zuerst Abram = «Erhabener» oder «hoher Vater». Dann gab Gott ihm den Namen Abraham = «Vater der Menge» oder «Vater vieler Völker». Warum tat Gott das? Einerseits um dadurch sein Ziel zu artikulieren: Durch Abrahams Same (Jesus Christus) wird Gott alle Völker segnen. Andererseits sinnbildlich als Metapher für Gott selbst: Abraham wird mit der «Opferung» seines Sohnes bereits ein Bild für Gott, den Vater, und Gott, den Sohn.
Dadurch, dass Abram zu Abraham wird, sagt uns der Herr: «Ich will nicht bloss Vater in der Höhe sein, sondern Vater vieler Söhne werden» (Hebr 2,10). Zu diesem Zweck wurde Jesus Mensch. Er ist der endgültige Same Abrahams, um die Welt zu erlösen (Gal 3,16).
Wer nun an Jesus Christus glaubt, wird wiedergeboren aus unverweslichem Samen, den Gott selbst gesät hat und der seinem Wort und seinen Zusagen entspringt. «… die ihr nicht wiedergeboren seid aus verweslichem Samen, sondern aus unverweslichem, durch das lebendige und bleibende Wort Gottes» (1Petr 1,23).
So wie das Wort Gottes unzerstörbar ist, so ist jeder, der aus dem Samen Gottes geboren ist, unvergänglich.
Dass wir zu den vielen gehören dürfen, die Gott Abraham versprochen hat, sollte uns täglich dankbar machen.