Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/196519

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Kanton Tessin fordert die eidgenössischen Räte auf, den Fünften Titel des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) zu revidieren und dabei:</p><p>I. die Festlegung einer Mindesthaftstrafe von nicht unter einem Jahr zu prüfen; dies vor dem Hintergrund, dass für die meisten strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrität nur eine Mindestgeldstrafe vorgesehen ist. Ausgenommen bleiben natürlich die Fälle, in denen junge Erwachsene einvernehmlich handeln.</p><p>II. eine Erhöhung der Höchststrafen auf mindestens zehn Jahre zu prüfen; dies vor dem Hintergrund, dass bei strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrität Höchststrafen zwischen drei und fünf Jahren vorgesehen sind und nur bei Fällen von sexueller Nötigung und Vergewaltigung Strafen von bis zu zehn Jahren möglich sind.</p>