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Papanicolaou hat die teilweise heute noch gebräuchliche Einteilung in fünf Klassen I, II, III, IV, V begründet, wobei im Medizinerjargon «Pap III» einen Papanicolaou-Abstrich Klasse III bedeutet.
Im Bild rechts (aus dem Lehrbuch von Dr. Frank Netter) ist dargestellt, wie sich die verschiedenen Zelltypen im Mikroskop zeigen: links oben normale Zellen, rechts oben Veränderungen bei Entzündung, rechts unten Krebsvorstufen, links unten dann die eigentlichen Krebszellen.
Das Ziel des Vorsorgeprogramms ist, die Zellen im Viertelkreis rechts unten zu erfassen, bevor sie sich weiter in Richtung Bösartigkeit verändern.
Nach heutigem Wissen werden die beschriebenen Zellveränderungen durch Viren (humane Papillomaviren, HPV) ausgelöst. Diese weitverbreiteten Viren werden durch den Geschlechtsverkehr übertragen. Diese Erkenntnis bedeutet für die Anwendung des Krebsabstrichs: sobald eine Frau Geschlechtsverkehr hat, sollte sie jedes Jahr einen Krebsabstrich vornehmen lassen.
Vereinzelt wird heute - leider auch von Krankenkassen - die Meinung vertreten, ein Krebsabstrich alle drei Jahre genüge. Diese Meinung kommt ursprünglich aus dem staatlichen britischen Gesundheitswesen, welches traditionell auf maximale Kosteneinsparung ausgerichtet ist. Die Mehrzahl der Schweizer Gynäkologen ist mit diesem Leistungsabbau nicht einverstanden und empfiehlt nach wie vor eine jährliche Kontrolle.