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Zukunft Boulevard
In diversen Diskussionen und Leserbriefen wird immer wieder hervorgehoben, dass das Abräumen der Signalisation auf dem Boulevard auf die Einsprachen der dort ansässigen Geschäftsinhaber erfolgt sei. Dabei geht aber vergessen, dass hunderte von Personen in den angrenzenden Quartieren von dieser unsinnigen Verkehrsregelung betroffen waren. Den über hundert Personen allein aus dem Quartier Gutenberg-/Schützenstrasse, welche bei der Planauflage zur Signalisation ihre Ablehnung zu diesem Projekt mittels Unterschrift bekundet haben, wurde damals keine Beachtung geschenkt. Der Verkehr wurde von der spärlich bewohnten Hauptstrasse in die angrenzenden Wohnquartiere geleitet. Verkehrschaos, Lärm und Gestank waren die Folge. Ich würde jede Wette eingehen, dass jeder Befürworter eines autofreien Boulevards seine Meinung schnellstens ändern würde, wenn der dort abgezogene Verkehr an seiner eigenen Haustüre vorbei geführt würde. Ich bitte jeden Einzelnen, sich diese Gedankengänge wieder in Erinnerung zu rufen, falls jemals wieder der Gedanke aufkommen sollte, eine Unterschriftensammlung für einen autofreien Boulevard zu lancieren, bevor die Realisierung einer Umfahrung von Kreuzlingen in Aussicht steht.
Rolf Senn, Kreuzlingen