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Das Schweizer Kompetenzzentrum für Bekämpfung, Forschung und Prävention im Bereich Doping kurz erklärt.
Die Stiftung Antidoping Schweiz ist seit dem 1. Juli 2008 das unabhängige Kompetenzzentrum der Dopingbekämpfung in der Schweiz. Die Stiftung wird vom Bund und von Swiss Olympic finanziert und verfolgt den Zweck, auf Basis anerkannter nationaler und internationaler Vorschriften und Richtlinien einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung von Doping im Sport zu leisten.
Die Aufgaben von Antidoping Schweiz sind:
- einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung von Doping im Sport zu leisten;
- wirksame Dopingkontrollen durchzuführen;
- Prävention, Aus- und Weiterbildung sowie Information zu den Themen Doping und Dopingbekämpfung zu fördern;
- Angewandte Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet des Dopingnachweises und der Dopingbekämpfung durchzuführen;
- nationale und internationale Zusammenarbeit in der Dopingbekämpfung zu pflegen und zu fördern.
Woher kommt der Begriff «Doping»?
Den Begriff Doping gibt es schon seit über 100 Jahren. im 18. Jahrhundert wurde «to dope» erstmals im Pferdesport verwendet. 1968 wurde die erste Dopingliste veröffentlich.
Was ist Doping?
Doping bezeichnet die Anwendung von leistungssteigernden Wirkstoffen und Methoden, die auf der Dopingliste aufgeführt und damit verboten sind. Dopingvergehen können auf verschiedene Weise festgestellt werden: durch die Analyse einer Urin- oder Blutprobe in einem Labor, oder indirekt durch Zeugenaussagen, Razzien und Beschlagnahmungen. Als Dopingvergehen gelten auch die Verweigerung einer Kontrolle, das Verfälschen einer Dopingprobe sowie der Besitz und der Handel von unerlaubten Mitteln.
Für wen gelten die Dopingregeln?
Die Dopingregeln gelten für alle, die Sport treiben. Sie haben denselben Stellenwert wie Wettkampfregeln oder technische Regeln. Sportlerinnen und Sportler sind selbst dafür verantwortlich, sich über die aktuelle Dopingliste sowie alle Regeln und Abläufe im Zusammenhang mit Kontrollen zu informieren.
Wer bestimmt, was Doping ist?
Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) legt fest, welche Substanzen und Methoden als Doping gelten und damit verboten sind. Dabei müssen mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt sein:
- ist prinzipiell leistungssteigernd;
- stellt ein Gesundheitsrisiko dar;
- verstösst gegen den Geist des Sports.
Was ist die Dopingliste?
Die Dopingliste führt alle im Sport verbotenen Substanzen und Methoden auf. Sie wird jedes Jahr im Januar aktualisiert. Es ist die Aufgabe jedes Sportlers, sich über Änderungen zu informieren. Die aktuelle Liste ist zu finden auf www.antidoping.ch
Was sind verbotene Wirkstoffe und Methoden?
Verboten sind alle Substanzen und Methoden, die auf der Dopingliste aufgeführt sind. Sie werden in drei Kategorien eingeteilt:
- Substanzen und Methoden, die immer verboten sind, zum Beispiel Anabolika, Hormone, Blutdoping, Gendoping;
- Substanzen, die nur im Wettkampf verboten sind, zum Beispiel Stimulanzien, Cannabis oder Entzündungshemmer;
- Alkohol und Betablocker, als Substanzen, die nur in gewissen Sportarten verboten sind.
Wo findet man Informationen zu Medikamenten?
Es ist wichtig, dass sich ein Sportler immer informiert, ob ein Medikament verwendet werden darf oder nicht. Auch rezeptfrei erhältliche Medikamente können Dopingsubstanzen enthalten.
Auf www.antidoping.ch kann jedes auf dem Schweizer Markt erhältliche Medikament hinsichtlich Beschränkungen bei sportlichen Aktivitäten bequem überprüft werden. Für diese Abfrage existiert auch eine App für Smartphones und Tablets (iOS und Android) inkl. Barcode-Scanning Funktion.
Umfangreiche Erläuterungen zum Thema Doping finden sich auf der Website von Antidoping Schweiz, insbesondere zu Nahrungsergänzungsmittel (Supplemente) und zielgruppengerechten Präventionsangeboten (Mobile Game, Mobile Learning, Referate, etc.).