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Fleisch und Fleischerzeugnisse werden häufig angeprangert, (zu) viel Fett zu enthalten. In der Schweiz tragen sie jedoch nur 14% zur Fettzufuhr bei (laut dem 6. Schweizerischen Ernährungsbericht 17,9 g bei einem Gesamtverbrauch von 125,1 g pro Person und Tag). Damit liegen Fleisch und Fleischerzeugnisse an dritter Stelle hinter Ölen/Fetten und Milch/Milchprodukten. Dies sind jedoch Verbrauchszahlen, der effektive Verzehr liegt wahrscheinlich niedriger. Hinzu kommt, dass sichtbares Fett vielfach vor dem Verzehr entfernt wird und sich der Fettgehalt auch durch das Garen zusätzlich verringern kann, wie eine ETH-Studie gezeigt hat.
Fett kommt im Fleisch als Fettgewebe vor. Neben dem Auflage- (subkutanes Fett) und dem Innereienfett ist es als Depotfett sichtbar zwischen den Muskeln (intermuskulär) eingelagert und als Marmorierung im Muskel (intramuskulär) erkennbar. Durch züchterische Massnahmen, veränderte Aufzucht (Futter, Haltungsbedingungen), jüngeres Schlachtalter und magerere Zuschnitte der Fleischstücke wurde gegenüber früher ein reduzierter Fettgehalt und höherer Muskelanteil des Fleisches erreicht. Da es sowohl bei Frischfleisch wie auch bei den Fleischerzeugnissen Produkte mit unterschiedlichem Fettgehalt gibt, findet sich immer etwas, das in den persönlichen Ernährungsplan passt.