Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03166.jsonl.gz/3413

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Das irische Regierungsbündnis hat bei der Parlamentswahl am Freitag einer Prognose zufolge drastische Verluste erlitten. Die regierende Mitte-rechts-Partei Fine Gael von Ministerpräsident Enda Kenny kam laut einer Nachwahlbefragung nur auf 26,1 Prozent.
Bei der Wahl 2011 hatte sie noch bei 36,1 Prozent gestanden. Die Zahlen wurden von der Zeitung "Irish Times" veröffentlicht. Demnach erhielt der Koalitionspartner, die linksgerichtete Labour-Partei, nur noch 7,8 Prozent im Vergleich zu 19,5 Prozent 2011.
Die konservative Fianna Fail, die Irland jahrelang regierte, kam der Prognose zufolge auf 22,9 Prozent, die nationalistische Sinn Fein auf 14,9 Prozent. Sollte sich die Prognose bestätigen, kann Kenny seine bisherige Koalition nicht fortsetzen.
Der Ministerpräsident hatte im Wahlkampf auf die aktuell gute Konjunktur in Irland verwiesen, das nach der Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2008 nunmehr mit sieben Prozent die höchste Wachstumsrate in der EU hat. Gegen Kennys Sparkurs hat sich allerdings starker Widerstand formiert.
Umstrittene Wassergebühren
Ein wichtiges Thema im Wahlkampf war etwa die Einführung von Wassergebühren, gegen die Zehntausende protestierten.
Die Sitzverteilung im irischen Parlament ist aufgrund des komplizierten Wahlsystems schwer vorherzusagen. Die Auszählung der Stimmen beginnt erst am Samstag, um sicherzustellen, dass auch die Stimmzettel von entlegenen Atlantik-Inseln mit ausgezählt werden können. Das Endergebnis der Parlamentswahl soll erst am Sonntag vorliegen.
Das Marktforschungsinstitut Ipsos MRBI befragte 5260 Wähler an 200 Wahllokalen, die auf alle Wahlkreise verteilt waren. Die Auswahl der Befragten erfolgte zufällig.
SDA-ATS