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Seit Mitte der 90er Jahre kehrt der Wolf nach und nach in der Schweiz zurück. Im Sommer 1995 fielen 70 Schafe den Angriffen zum Opfer. Zwischen Juli 1995 und Mai 1996 wurden 117 Schaf- und 2 Ziegenrisse in der Region des Grossen St. Bernhard dem Wolf zugeschrieben.
Das erste Wolfsrudel tauchte im September 2012 in der Region Calanda in Graubünden auf. Im Jahr 2019 wurden seit 1995 115 Wölfe in der Schweiz gezählt.
Mit der Rückkehr des Grossraubtiers sind Schutzmassnahmen für Nutztiere (Schafe, Ziegen und Rinder) unerlässlich. Insbesondere seit November 2013 wird der Herdenschutz auf Bundesebene mit der Novellierung der Jagdverordnung gestärkt (Quelle: Pro Natura).
Um die Herden während der Sommermonate besser zu schützen, werden verschiedene Massnahmen ergriffen, die unterschiedlich wirksam sind: Herdenschutzhunde, Elektrozäune oder die Anwesenheit von Menschen Tag und Nacht auf den Almen.
Um eine ständige Präsenz zu gewährleisten, müssen die Hirten vor Ort schlafen, meist in einfachen Zelten auf dem Boden und ohne jeglichen Komfort.
Um ihnen etwas mehr Komfort zu bieten, wurden diesen Sommer in den Regionen Entremont, Val de Bagnes und Veysonnaz-Nendaz 14 Hütten aufgestellt. Dies geschah in Zusammenarbeit mit dem Erziehungsdepartement des Staats Wallis, die Gemeinden und Burgergemeinden, den Almbetreibern und verschiedenen Walliser Unternehmen. Ausgestattet mit einem Bett, einem Herd, einer chemischen Toilette und einem Kühlschrank sind diese Hütten dank Sonnenkollektoren völlig autark.
Die Herausforderung besteht darin, diese Hütten mit Wasser zu versorgen, sowohl Trinkwasser als auch für die Hygiene. Eine der Hütten wurde bereits mit einem Regenwassersammeler ausgestattet. Die meisten anderen Hütten befinden sich in der Nähe einer Wasserquelle. Es gibt zwei mögliche Szenarien:
- Eine Hütte mitnahegelegenerWasserstelle – wie kann das Wasser für eine direkte Versorgung aus der Quelle gefasst werden?
- Eine Hütte ohne Wasserstelle in der Nähe – welche Lösung gibt es, um sie mit Wasser zu versorgen?