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Heidenhübel
Heidenhübel
Der sogenannte «Heidenhübel» ist eine kleine Befestigungsanlage in Form eines ovalen Plateaus, welches von einem ringförmigen Wall mit Graben gesichert wird. Bei Sondiergrabungen der Historischen Vereinigung Seetal in den Jahren 1925 und 1927 konnten die Reste einer Befestigung aus Holz und Erde nachgewiesen werden. Offenbar wurde die Anlage durch einen Grossbrand zerstört. Die Deutung als Fliehburg ist überholt. Beim Heidenhübel dürfte es sich um eine frühe Adelsburg des 10. / 11. Jahrhunderts handeln, die von einer uns unbekannten Adelsfamilie bewohnt war.
Heidenhübelstein
In der Nähe des "Heidenhübels" liegt der Heidenhübelstein. Der Findling gehört zu den Grössten im Kanton Aargau. Er besteht aus alpinem Kieselkalk, einem Sedimentgestein. Dabei handelt es sich um einen Kalkstein mit Kieselsäure bestehend aus Chalcedon und Quarz. Er besitzt erstaunliche Ausmasse von rund 18 x 6 x 6 m und sein Volumen beträgt rund 1'000 m³. Er ist vor allem auf der Oberseite mit Moos und Sträuchern bewachsen. Abgelagert wurde dieser Findling vermutlich vom Reussgletscher zu Beginn der letzten Eiszeit, der Birrfeld-Eiszeit (ehemals Würmeiszeit). Er besteht aus einer für Findlinge eher seltenen Gesteinsart. Härtere Gesteine, wie Granit, sind häufiger, da sie längere Transportwege besser überstehen als weichere Sedimentgesteine, wie dieser Kieselkalk. Ausserdem liegt er auf 640 m ü.M. und bezeugt damit die enorme Transportkraft der eiszeitlichen Gletscher.
Der Stein ist mit Gesträuch bewachsen, aber für trittsichere Besucher gut zu erklettern. Neben dem Stein steht ein Tisch zum Picknicken, daneben ist eine Feuerstelle eingerichtet. Der Heidenhübelstein lädt zum Verweilen ein.