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Bhakti unter dem Einfluss der Gunas der Maya
(Bhagavatam 3.29.8)
A.C. Bhaktivedanta Swami schreibt in seinem Kommentar zu diesem Vers:
"Jemand, der sich dem höchsten Herrn zuwendet, um hingebungsvollen Dienst zu leisten, der aber auf seine (eigene) Persönlichkeit stolz ist, andere beneidet oder rachsüchtig ist, befindet sich in der Erscheinungsweise des Zornes. Er denkt, er sei der beste Gottgeweihte. Hingebungsvoller Dienst, der auf diese Weise ausgeführt wird, ist nicht rein; er ist vermischt und von der niedrigsten Art, tamasah. Srila Visvanatha Cakravarti Thakura gibt uns den Rat, einen Vaishnava, der keinen guten Charakter hat, zu meiden. Ein Vaishnava ist jemand, der die höchste Persönlichkeit Gottes als das Endziel des Lebens angenommen hat. Doch wenn man nicht rein ist und immer noch (selbstsüchtige) Motive hat, ist man kein Vaishnava von bestem Charakter. Man mag einem solchen Vaishnava Achtung erweisen, da er den höchsten Herrn als das Endziel des Lebens akzeptiert hat, doch sollte man mit einem Vaishnava, der sich in der Erscheinungsweise der Unwissenheit (Tamah-Guna) befindet, keinen Umgang haben."
„Die Verehrung der Bildgestalten im Tempel durch einen Separatisten1 mit dem Motiv, materiellen Genuss, Ruhm und Reichtum zu erlangen, ist Bhakti in der Erscheinungsweise der Leidenschaft (Rajah-Guna).“
„Wenn ein separatistischer Bhakta den höchsten Herrn verehrt und ihm die Ergebnisse seiner Tätigkeiten darbringt, um sich von der Unzulänglichkeit lohnbringender Tätigkeiten zu befreien2, befindet sich seine Bhakti in der Erscheinungsweise der Tugend (Sattva-Guna).“
(Bhagavatam 3.29.9-10)
Wenn ein Vaishnava (Bhakta) auch nur eine Spur von persönlichem Selbstinteresse hat, ist seine Hingabe immer noch mit einem gewissen Anteil der drei Erscheinungsweise der Natur (Gunas) vermischt. Diese unreine Bhakti kann, aufgrund sehr unterschiedlicher Mischverhältnisse mit den Gunas der Maya, in dutzende von Kategorien aufgeteilt werden.