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Der Architekt Bernard Tschumi hat dem Museum of Modern Art (MoMa) in New York 43 Zeichnungen seines Vaters, des bekannten Schweizer Architekten und Designers Jean Tschumi, geschenkt.Dieser Inhalt wurde am 21. Januar 2010 - 11:57 publiziert
Damit ist das MoMa die einzige Institution ausserhalb Europas, die Werke von Jean Tschumi beherbergt. Tschumi, der von 1904 bis 1962 lebte, gilt als Schlüsselfigur der modernen Architektur und des Designs in der Mitte des 20. Jahrhunderts und auch als einflussreiche Figur in der Architektur-Ausbildung.
Unter seinen Werken auf Papier, die jetzt ans MoMa gehen, sind sowohl Arbeiten aus der Zeit Tschumis als Student an der Ecole Supérieure des Beaux-Arts in Paris bis hin zu seinem letzten Meisterwerk, dem Nestlé Hauptquartier in Vevey in der Westschweiz (1956-60), zu finden.
Alle 43 Zeichnungen wurden vor kurzem in der Monographie "Jean Tschumi: Architecture at Full Scale" von Jacques Gubler veröffentlicht.
In Europa sind an der Eidgenössisch-Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) sowie bei Novartis in Basel weitere Sammlungen von Tschumi vorhanden. Weitere Werke befinden sich im Besitz der Familie.
"Mein Vater liebte die amerikanische Kultur", sagte Bernard Tschumi. Besonders angetan sei er von New York gewesen, das er in den 1950er-Jahren mehrmals besucht habe. Er habe sich insbesondere von der aufkommenden Architektur Manhattans inspirieren lassen, so Bernard Tschumi, der das 2009 eröffnete Akropolis-Museum in Athen gebaut hat und selber Architekturbüros in New York und Paris betreibt.
Gaby Ochsenbein, swissinfo.ch