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Neurowissenschaftliche Studie zeigt: Empathie ist lernbar
Konflikte zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalität oder mit anderem kulturellem Hintergrund sind oft durch Unkenntnis des "anderen" und mangelndes Einfühlungsvermögen bedingt. Wenn wir alle empathischer wären, so liefe das Zusammenleben friedlicher ab. Doch ist Empathie lernbar? Ergebnisse einer Studie zeigen: Ja, sie kann erlernt werden. Die Forschenden der Universität Zürich kamen zum Schluss, dass bereits das Erleben positiver Erfahrungen, auch wenn es wenige sind, unsere Empathie fürs Gegenüber stärken kann.
Die Forschenden haben einerseits die Hirnaktivität von Personen gemessen, die positive Erfahrungen mit Unbekannten sowie mit Mitgliedern derselben Gruppe gemacht haben. Andererseits wurden auch Personen untersucht, die keine solchen Erfahrungen machten. Im Rahmen der Untersuchung wurden den Teilnehmenden schmerzhafte Schocks auf die Hand verabreicht. Die Forschenden massen die Hirnaktivität der Personen, die diese Vorfälle beobachteten. Zu Beginn des Tests war deren Betroffenheit weniger gross, wenn es sich um einen Unbekannten handelte, als wenn es eine Person aus ihrer Gruppe traf.
In einer zweiten Phase, nachdem die Teilnehmenden positive Erfahrungen mit den Personen der jeweils anderen Gruppe gemacht hatten, konnten die Forschenden aber ein starkes Ansteigen der Hirntätigkeit feststellen, die mit ihrer Empathie angesichts des Schmerzes des Gegenübers in Verbindung stand. Die Forschenden betonen die Vorteile einer Öffnung zu anderen Kulturen. Dies fördert unser Einfühlungsvermögen, was auch erlaubt, Konflikte zu vermeiden.Studie im Fachjournal "Proceedings of the National Academy of the United States of America"
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