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Der Sohn des Abwesendenvon Katja Zellweger Mit «Der Sohn» bringt Elmar Goerden den letzten Teil seiner Triologie um Odysseus auf die Bühne von Konzert Theater Bern. Im Fokus steht nun Telemachos. Odysseus ist nicht mehr, er ist gestrandet, sich selbst abhanden gekommen. «Der Bund» sah in einer Kritik des Stücks «Die Irrfahrten des Odysseus» in ihm ein «Zuspätgekommener». Es war dies der zweite Teil der von Elmar Goerden verfassten und inszenierten Trilogie, die mit «Der Sohn» nun endet und mit «Penelope» 2017 ihren Anfang nahm. Darin stellte Goerden Überlegungen an, zur Daheimgebliebenen – einmal in der schön verzerrten Erinnerung des fernen Gatten, einmal in der Realität der rachsüchtigen, alleingelassenen Gattin. Während Odysseus in Goerdens Trilogie zum «O.» und zum «Ähnlichen» verkommt und zusehends verschwindet, werden die Randfiguren von Homer hier zu Hauptakteuren.
Moderne Familienkonstellationen
Mit viel Humor, entschlacktem Bühnenbild, Gegenwartsbezügen und denselben Schauspielerinnen und Schauspielern geht Goerden auch den letzten Teil der Trilogie an. Milva Stark gibt, wie schon in «Penelope», die Tochter, Nico Delpy ist der titelgebende Sohn Telemachos, als Mutter fungiert Mariananda Schempp. Stéphane Maeder, der als O. überzeugte, ist im dritten Teil im Stück über moderne Familienkonstellationen überflüssig geworden. Dafür mischt die «Göttin Athene, in vielerlei Gestalt» (Nora Quest) mit.