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28. Januar 2005 - 9. April 2005
Atlantic & Bukarest
Fotografie, Film und Video:
"Atlantic", eine Videoinstallation von Pierre Huyghe, und "Bukarest", Fotografien von Günther Förg, überschreiben in assoziativer Weise die Spannweite dieser Ausstellung, die Neuerwerbungen des Kunstmuseums Basel und der Emanuel Hoffmann-Stiftung zeigt. Neben Förg und Huyghe treten andere wichtige Positionen im Bereich der zeitgenössischen Fotografie, von Film und Video in einen Dialog, so Thomas Demand, Olafur Eliasson, Peter Fischli David Weiss, Andreas Gursky, Louise Lawler, Sherrie Levine, Steve McQueen, Richard Prince, Thomas Ruff und Wolfgang Tillmans. Serialität und Variation, Bewegung und Statik, Aneignung fremder Bilder und individueller Ausdruck prägen klassische Bildthemen wie Porträt, Stilleben und Landschaft auf neuartige Weise.
Pierre Huyghe schafft vor allem Videoprojektionen, die sich nicht nur bestehende Sprachformen des Kinos aneignen, sondern auch dessen Produktionsmechanismen. So versetzt uns die gleichzeitige Projektion von drei separat gedrehten Sprachversionen des Filmes "Atlantic" von 1929 in einen Raum aktivierter Wahrnehmung. Da jede der drei Sprachversionen unterschiedlich lang ist, beginnen sich die Handlungsabläufe zu verschieben: eine verblüffende Dekonstruktion und Fortsetzung der filmischen Illusion.
Mit verschiedenen Medien von Malerei bis Skulptur vertraut, ist Förg der eigentliche Initiator des fotografischen Grossformates. Hier liegt der Hauptfokus auf dem fotografischen Festhalten von modernistischer Architektur, die ideologisch verschieden aufgeladen ist. In "Bukarest" schiesst Förg mit einer Kleinbildkamera Ansichten eines in die Jahre gekommenen Treppenhauses, das nicht nur an das Ende der osteuropäischen Avantgarde erinnert, sondern auch der kommunistischen Ära.