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Portimao (Portugal) 8. September 2019
Die neunte Runde der FIM Supersport-Weltmeisterschaft, die auf der spektakulären und doch schwierigen Strecke von Portimao ausgetragen wurde, endete mit einem hervorragenden Ergebnis für Randy Krummenacher. Der Schweizer, der am Freitag einen Sturz erlitt, der ihn mit einem gebrochenen Großzehen am linken Fuss zurückliess, zeigte erneut seine Konsequenz und Entschlossenheit, sich den Weltmeistertitel zu sichern.
Das Supersport-Rennen begann um 12.15 Uhr Ortszeit bei heissen und sonnigen Bedingungen. Krummenacher startete von Platz zwei hinter Teamkollege Federico Caricasulo. Nachdem er einige Positionen verloren hatte, machte er bald Boden gut und fuhr in Runde fünf mit einer Zeit von 1'45.373 die schnellste Runde des Rennens und kam in Runde sieben auf den zweiten Platz. Nachdem er Caricasulo nur drei Runden lang gefolgt war, kam Krummenacher zum Zug und übernahm die Führung. Am Ende der dreizehnten Runde traf der Schweizer den strategische Entscheid, seinen Teamkollegen vorbeiziehen zu lassen und sich auf einen Angriff in der Endphase vorzubereiten. Leider wurde diese Strategie durch eine rote Flagge zunichte gemacht. In Runde vierzehn wurde diese aufgrund von Öl auf der Strecke angezeigt, als Krummenacher hinter Teamkollege Caricasulo auf Platz zwei lag. Die Verordnung schreibt vor, dass nach zwei absolvierten Dritteln der Renndistanz eine rote Flagge das Ende des Rennens signalisiert. Die endgültige Klassifizierung basierte somit auf den Rängen, die die Fahrer im letzten abgeschlossenen Sektor oder im Falle der Fahrer des Team Bardahl Evan Bros. im ersten Sektor der Strecke hielten. Krummenacher wurde somit Zweiter und hält an der Tabellenführung mit 10 Punkten Vorsprung vor Caricasulo fest. Drei Runden vor Saisonende gibt Krummenacher nicht auf und hat heute wieder einmal bewiesen, dass er trotz starker Schmerzen im Fuß schnell und konsequent sein kann.
Die nächste und letzte Meisterschaftsrunde auf europäischem Boden findet am Wochenende vom 27. bis 29. September auf der französischen Strecke von Magny Cours statt.
#RK21: "Es war ein sehr hartes Wochenende nach dem Unfall am Freitag. Der Schmerz war zunächst erträglich, aber je mehr Zeit verging, desto schlimmer wurde es. Die gestrige Superpole war eine Qual, aber ich konnte den zweiten Platz erringen. Heute, auch dank der Professionalität der Mitarbeiter von Clinica Mobile, fühlte ich mich vor dem Rennen etwas besser. Leider zahlte sich meine Strategie nicht aus, denn ich konnte mich nicht von meinem Teamkollegen lösen. Ich dachte, ich würde ihn gewähren lassen und am Ende nochmals angreifen, aber die rote Flagge hielt uns in Runde vierzehn auf und ich musste mich mit dem zweiten Platz begnügen. Ich bin trotzdem zufrieden, denn ich bin immer noch Tabellenführer mit einem Vorsprung von zehn Punkten auf Caricasulo, drei Rennen vor Schluss. Ich habe zwei Wochen Zeit, um mich zu erholen, bevor wir auf Magny Cours fahren, und ich werde dort ankommen und mich gut fühlen, weil ich wieder einmal meine Beständigkeit und unser Potenzial unter Beweis gestellt habe. Ein großes Dankeschön an mein Team, dass es mir immer wieder ein wirklich konkurrenzfähiges Motorrad zur Verfügung stellt."