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Lena erzählt uns detailreich und Bildstark von ihrer Kindheit in der Ukraine mit ihrer Grossmutter und dem Pionierlager, das sie jedes jahr besucht. Mitte der neunziger Jahre verlassen Lena und ihre Freundin Tatjana die Ukraine und emigrieren in Deutschland, wo ihre jeweiligen Töchter aufwachsen werden. Während Tatjanas Tochter Nina sich noch fragt, wie wohl ihre Mütter die Welt durch ihre Sowjetaugen wahrnehmen, hat Lenas Tochter Edi längst aufgehört über die Vergangenheit Fragen zu stellen und entfernt sich immer mehr von ihrer Mutter.
Salzmann beschreibt einfühlsam und sinnlich die Machtlosigkeit unter dem korrupten Regime der Sowjetunion, den Schmerz der Entwurzelung im deutschen Exil und die Sprachlosigkeit und das daraus resultierende Unverständnis der nächsten Generation.
Tipp von Melina
Suhrkamp Verlag, CHF 33.90