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Shiva und ShaktiSophia
Die Gottheiten Shakti und Shiva verkörpern im Tantra den weiblichen und männlichen Pol. Shakti entspricht der Mondenergie, oder dem chinesischen Yin, Shiva der Sonnenenergie oder dem chinesischen Yang. Ebenso wie Yin und Yang ergänzen sich Shakti und Shiva im ewigen Wechselspiel.
Shiva (Sanskrit: “Der Gnädige”) verkörpert die männliche Energie. Er steht für das Prinzip der Erkenntnis und des Erwachens. Oft wird Shiva als kosmischer Tänzer , “Nataraja”, dargestellt, dessen Tanz den ständigen Wandeln des Universum versinnbildlicht. Im Tantra spielt Shiva vor allem deshalb eine grosse Rolle, weil Erotik und Sexualität symbolisiert und das männliche Prinzip verkörpert.
Shakti (Sanskrit: “die Kraft”) symbolisiert den weiblichen Pol. Shakti steht im Hinduismus für das weibliche Urprinzip, die höchste Göttin, die durch die Vereinigung sämtlicher von männlichen Gottheiten ausgesendeten Energien – der “shaktis” – erschaffen worden sein soll. Kein männlicher Gott kann ohne seine “shakti” auskommen, seine weibliche Energie, die in Form seiner göttlichen Gefährtin zum Ausdruckt kommt. Im Tantra geht man davon aus, das Frauen grundsätzlich über mehr “shakti” verfügen, als Männer. Als Shivas
Shakti symbolisiert das Prinzip der Lebenskraft, die alle Materie belebt und die Natur erschafft.
aus dem Buch von Kalashatra Govinda “Tantra”