Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03263.jsonl.gz/101

Pascale Baeriswyl erhält den AlumniPreis, weil sie als Spitzendiplomatin wesentlich zur Profilierung der Rolle der Schweiz im internationalen Kontext beiträgt und dabei als Vorbild und Inspiration für die jüngere Generation wirkt.
Dies academicus 2022, Foto: Universität Basel, Fotograf: Christian Flierl
Pascale Baeriswyl ist seit 2020 Chefin der Ständigen Mission der Schweiz bei den Vereinten Nationen in New York. Sie wird die Schweiz während der kommenden zwei Jahre auch im UNO-Sicherheitsrat vertreten.
Nach der Matura, die sie am Humanistischen Gymnasium in Basel ablegte, studierte Pascale Baeriswyl an den Universitäten Basel und Genf sowie an der Sorbonne in Paris. An der hiesigen Universität erwarb sie ein Lizentiat in Rechtswissenschaften sowie ein weiteres in Geschichte, französischer Literatur und Lingustik. Es folgten Tätigkeiten unter anderem als Richterin am Zivilgericht Basel-Stadt und als Wissenschaftlerin in einem Nationalfondsprogramm zum Thema «Gewalt im Alltag und organisierte Kriminalität».
2000 begann Pascale Baeriswyl ihre diplomatische Laufbahn. Ihre Auslandseinsätze führten Sie nach Hanoi (Vietnam), an die Schweizerische Mission bei der Europäischen Union in Brüssel sowie an die Schweizerische Mission bei der UNO in New York. 2013 kehrte sie nach Bern zurück, wo sie Vizedirektorin der Direktion für Völkerrecht wurde und als Chefin der «Task Force Asset Recovery» für Potentatengelder zuständig war. Ab 2016 war Pascale Baeriswyl Staatssekretärin und Direktorin der Politischen Direktion des EDA. In dieser Position koordinierte sie unter anderem die Verhandlungen der Schweiz und der Europäischen Union und dabei auch die komplexe Umsetzung des Verfassungsartikels zur Beschränkung der Zuwanderung. 2020 übernahm sie die Leitung der Mission der Schweiz bei der UNO in New York.
Pascale Baeriswyl kann mit 54 Jahren auf eine äusserst beeindruckende Laufbahn im diplomatischen Dienst zurückblicken. Als Expertin für Frieden und Sicherheit setzte sie wesentliche Impulse für Schutzmachtmandate und bei der Friedensarbeit, etwa in Kolumbien, Mosambik, dem Mittleren Osten oder Nepal. Herausfordernden Aufgaben stellt sie sich stets durchsetzungsstark und mit grossem Engagement. Sie prägt die schweizerische Aussenpolitik aktiv mit und trägt als fundierte Kennerin der multilateralen Diplomatie massgeblich zur Profilierung der Rolle der Schweiz in den Vereinten Nationen bei.
Als Spitzendiplomatin und Mutter von zwei mittlerweile erwachsenen Kindern ist sie in verschiedener Hinsicht Pionierin und Wegbereiterin. Sie war nicht nur als erste Frau Staatssekretärin im EDA, sondern wirkt heute auch als erste Frau an der Spitze der UNO-Mission. Mit ihrem beeindruckenden Werdegang ist sie Vorbild und Inspiration für die jüngere Generation.