Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03423.jsonl.gz/591

Xerox stellt die Bemühungen ein, den grösseren Rivalen HP zu übernehmen. Aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage wegen der Corona-Krise werde die Kaufofferte zurückgezogen, teilte Xerox mit.
Bereits Anfang März hatte das Unternehmen verkündet, dass es die Treffen mit den HP-Aktionären verschieben werde, um sich auf die Bewältigung der Coronavirus-Pandemie zu konzentrieren. Der Konzern hatte sich seit dem Herbst 2019 um HP bemüht und zuletzt fast 35 Milliarden Dollar für den Konkurrenten geboten, war dort aber stets abgeblitzt.
"Obwohl es enttäuschend ist, diesen Schritt zu unternehmen, stellen wir die Gesundheit, Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter, Kunden, Partner und anderer Interessengruppen sowie unsere breitere Reaktion auf die Pandemie über alle anderen Überlegungen", heisst es in einer Mitteilung von Xerox. Die Fusion von Xerox und HP würde jedoch langfristig überzeugende finanzielle und strategische Vorteile bieten.
HP schreibt in einem Statement: "Wir sind weiterhin fest entschlossen, den Wert für die Aktionäre von HP zu steigern." HP sei ein starkes Unternehmen mit marktführenden Positionen. "Wir verfügen über eine gesunde Cash-Position und Bilanz, was es uns ermöglicht, unvorhergesehene Herausforderungen wie die vor uns liegende globale Pandemie zu meistern und gleichzeitig die strategischen Optionen für die Zukunft zu bewahren."
Gemäss 'Reuters' sei es zwar möglich, dass sich die beiden Unternehmen nach Abklingen der Coronavirus-Krise für ein gegenseitiges Engagement oder ein Zusammengehen entscheiden. Der Entschluss von Xerox bedeute jedoch, dass der Konzern bis zur nächsten Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2021 keine weitere Chance erhalte, einen Übernahme-Druck auf HP auszuüben.
Als treibende Kraft hinter dem versuchten Deal galt der US-Investor Carl Icahn, der an beiden Konzernen grosse Anteile hält. Die HP-Aktien reagierten nachbörslich mit Kursverlusten.