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Am 23. November 2007 informiert die Spital Simmental Thun Saanenland (STS) erstmals, dass sie 20 Millionen Franken in den Neubau eines Akutspitals in Saanenmöser investieren wolle. Das Spital hätte nach den damaligen Plänen im Jahr 2011 in Betrieb gehen sollen. Die rund 150 Arbeitsplätze der Spitäler Saanen und Zweisimmen wären übernommen worden. Die Gebäude in Saanen sollten mit Naturalersatz einer erschlossenen Parzelle auf der Saanenmöser an die Gemeinde Saanen zurückgegeben werden. Das Spital Zweisimmen sollte zum Geriatriezentrum umfunktioniert werden.
Im Januar 2008 findet ein Treffen von Simmentaler und Saaner Behörden statt, weil man mit dem Entscheid nicht zufrieden ist. Man will kein neues Akutspital, sondern die beiden bestehenden behalten.
Am 12.September 2008 wird das Gutachten «Oggier» in Thun präsentiert. Er schlägt weder Saanenmöser noch Zweisimmen oder Saanen als Standort für ein Akutspital vor.
Am 16.September 2008 informiert die STS, dass das Akutspital Saanenmöser doch nicht gebaut werde und dass an Stelle der beiden heutigen Akutspitäler Gesundheitszentren entstehen sollen.
Am 29. Oktober 2008 verkündet die STS AG plötzlich, dass in Saanen ein Akutspital und in Zweisimmen ein Zentrum für Langzeitpflege geplant werde.
Am 11.November 2008 teilt der Gemeinderat Lenk mit, dass er doch den Spitalneubau in Saanenmöser unterstütze.
Am 3. November 2010 verkündet die STS AG den Rückschritt vom Rückschritt: Das neue Akutspital für die Region Obersimmental-Saanenland soll nun doch in Saanenmöser gebaut werden. Der Entschluss basiert auf einer (weiteren) Machbarkeitsstudie, die gemeinsam von der Bergregion und der STS AG in Auftrag gegeben und teilweise selber erarbeitet worden ist.
Am 10. Februar 2010 stellt die Bernische Regierung nach einem Gespräch mit einer Delegation im Obersimmental fest, dass die Spitalplanung der STS AG in der Region Simmental-Saanenland seit über zwei Jahren «verfahren» sei.
Am 4. März 2010 macht der Gemeinderat Saanen klar, dass er sich weiterhin für einen Spitalneubau in Saanenmöser einsetzen werde. Er reagiert damit auf eine Mitteilung der Obersimmentaler Behörden. Diese hatten betont, dass in Zweisimmen Bauland für ein neues Spital vorliege.
Am 16. März 2010 wir die Saaner Gemeinde-Initiative für einen Spitalneubau in Zweisimmen mit 1010 gültigen Unterschriften eingereicht.
Auch am 16. März 2010 reagiert der Verwaltungsrat (VR) der STS AG mit «wachsender Besorgnis auf die strittige politische Diskussion um den Spitalstandort.»
Am 21. April 2010 rüffelt der Presserat die «Simmental-Zeitung» wegen einseitiger Berichterstattung im Spitalstreit. Die Artikel der Zeitung über den umstrittenen Spitalstandort seien parteiisch und verletzten die Regeln der journalistischen Fairness.
Am 28. April 2010 trifft das Regierungsrats-Trio Hans-Jürg Käser, Philippe Perrenoud und Barbara Egger-Jenzer mit einer Delegation der Spital STS AG, um Fragen im Zusammenhang mit der medizinischen Akutversorgung der Region Simmental–Saanenland zu erörtern.
Am 3. Mai 2010 machen die Abgeordneten im Gemeindeverband «Liegenschaften beim Spital Zweisimmen» der Spital STS AG ein Landangebot von 20’000 m².
Am 02. Juli 2010 ist klar: In Saanenmöser wird kein Spital gebaut. Der Regierungsrat bezeichnet den geplanten Neubau als «nicht realisierbar».
24. September 2010: Die Gemeindeversammlung Saanen lehnt die Gemeindeinitiative Spital ab.
Am 6. Dezember 2010 ist es definitiv: Es gibt kein Spitalneubau : Das hat der der STS-Verwaltungsrat entschieden. Die Spitäler Zweisimmen und Saanen sollen als Gesundheitszentren weitergeführt werden. Zweisimmen soll mit einem stationären Bereich für die Grundversorgung ergänzt werden. In Saanen soll ein stationäres Angebot in Kooperation mit einem privaten Anbieter entwickelt werden.
Am 16. Januar 2012 wird klar, dass die STS AG erneut über die Bücher muss: Der Regierungsrat stellt für die Spitalversorgung im Raum Obersimmental und Saanenland kein zusätzliches Geld zur Verfügung. Die STS AG muss ihre Pläne überarbeiten.
Am 05. März 2012 berichtet der «Berner Oberländer» über die grosse «Verunsicherung wegen der Spitalplanung»: Alle Beteiligten, auch die Betreiberin, die Spital STS AG, drängen nun auf einen Entscheid. «Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung», versprach Peter Dolder, Verwaltungsratspräsident der Spital STS AG.
Berner Oberländer – Bruno Stüdle
Quelle: https://www.berneroberlaender.ch/redirect/berneroberlaender.ch/region/thun/Die-Chronologie-zum-SpitalHickhack/story/31534114