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Lankavatara Sutra, Golzio, Seite 129
Der Buddha sagte: "0 Mahamati, was von den Philosophen als Nirwana angesehen wird, entspricht nicht den wahren Eigenschaften des Nirwana. Höre, 0 Mahamati, ich werde dir sagen was es ist.
"Einige Philosophen, die sehen, wie unbeständig die Dinge sind, halten nicht an den individuellen Bedingungen fest; für sie gibt es keine äußere Welt, noch existiert der subjektive Geist; sie denken nicht an die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Wie das Licht, das nicht mehr leuchtet, wie der Same, der kein Leben hat, wie das Feuer, das nicht mehr brennt, sind alle Anhaftungen mit ihnen verschwunden, es finden keine individualisierenden Reflexionen statt, und das halten sie für das Nirvana. Aber insofern sie etwas zerstört sehen, ist ihr Nirvana nicht wahr, 0 Mahamati."
"Wiederum gibt es einige, die denken, dass das Aufbrechen in eine neues Reich Nirvana ist; für sie gibt es keine äußere Welt der Einzelheiten mehr; es ist, als würde der Wind aufhören zu wehen."
"Wiederum denken einige, dass das Nichtsehen der Unterscheidung zwischen dem wissenden Subjekt und dem bekannten Objekt, Nirvana ist."
"Wiederum gibt es einige, die die Ansicht vertreten, dass alle individuellen Erscheinungen real sind, und damit hegen sie Gefühle des Schmerzes; denn sie kennen die Wahrheit nicht, dass alles nur die Manifestation des Geistes ist.
Und gerade wegen dieser Unwissenheit fürchten sie sich vor den Erscheinungen und suchen nach einem Zustand, in dem es keine Erscheinungen gibt. Eine intensive Sehnsucht nach diesem Zustand wird von ihnen als Nirvana angesehen.
Lankavatara Sutra, Golzio, Seite 132
"Wiederum gibt es einige, die, anders als all diese Philosophen unterscheiden und
- im Besitz von Allwissenheit (sarvajna) sind,
- wie ein brüllender Löwe verkünden, dass man gründlich verstehen muss, was mit der Manifestation des "Geistes selbst" (cittamatra) gemeint ist,
- sich nicht an die äußere Welt binden (bahyabhdva),
- von den vier Sätzen losgelöst zu sein,
- in der yathabhutam-Sicht der Dinge verweilen,
- nicht in die den Irrtümern des Dualismus zu verfallen,
- frei zu sein von den Ideen von Subjekt und Objekt,
- über allen Formen des Wissens zu stehen,
- nicht an eine bestimmte Form der Wahrheit zu hängen,
- in der Verwirklichung der Wahrheit zu verweilen, die dem eigenen innersten Bewusstsein offenbart wurde (svapratydtmdryadharmddhigama),
- die zweifache Wahrheit der Ichlosigkeit zu erkennen,
- frei zu sein von den zwei Arten der bösen Leidenschaften (klesadvaya),
- gereiningt zu sein von den zwei Arten von Hindernissen (dvaranadvaya),
- sich in allen Stufen [der Bodhisattva-Gemeinschaft], eine nach der anderen, zu disziplinieren,
- während des Eintritts in den Zustand der Buddhaschaft alle grossen Samadhis wie zum Beispiel Maya zu erkennen, und für immer die Citta, Manas und ManoVijnana zu überschreiten: das ist in der Tat das Erreichen von Nirvana.