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Ab sofort ist in der Schweiz der Einsatz von Schneehärtern an Schneesportwettkämpfen (z.B. Ski-, Snowboard-, Langlaufrennen) mit einem Merkblatt des Bundesamts für Umwelt BAFU geregelt. Das Merkblatt basiert auf den rechtlichen Grundlagen und umfasst Regeln für die Betreiber von Rennpisten sowie die Veranstalter von Schneesportwettkämpfen. So ist nun etwa festgelegt, dass auf den Einsatz von Schneehärtern ausserhalb von Schneesportwettkämpfen zu verzichten ist. Der Einsatz ist erst der letzte Ausweg, damit bei ungünstigen Witterungsverhältnissen ein fairer und sicherer Wettkampf durchgeführt werden kann. Plauschrennen sowie Schüler- und Kinderrennen ausserhalb der offiziellen Nachwuchsserie zählen nicht zu den im Merkblatt erwähnten Schneesportwettkämpfen.
Grundlage für das Merkblatt zum Einsatz von Schneehärtern bildet eine repräsentative Umfrage des Eidg. Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF im Auftrag des BAFU. Die Erhebung zeigte, dass Schneehärter in der Schweiz bei Schneesportwettkämpfen nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden. In empfindlichen Biotopen ist der Einsatz jedoch auch dann problematisch: Gelangen nährstoffhaltige Schneehärter in den Boden, kann sich die standorttypische Vegetation verändern.
Pro Natura wertet die Initiative des BAFU positiv. Die Organisation ist aber der Meinung, dass die aus dem Bericht abgeleiteten Verhaltensregeln eine empfindliche Lücke aufweisen: „ökologisch sensible Magerwiesen und Moore werden zu wenig vor Kunstdünger geschützt.“ (sb)