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Die weltweiten Veränderungen des Klimas waren in der Vergangen- heit durch regionale Unterschiede geprägt. Laut einer Mitteilung der Uni Bern, konnten in einer Studie, für die rund 80 Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt zusammengearbeitet, erstmals die Temperaturentwicklung der letzten 1000 bis 2000 Jahre aus einem kontinentalen Blickwinkel rekonstruiert werden.
Im Rahmen des 1991 gegründeten PAGES (Past Global Changes) Programm der Universität Bern, entschieden die Forschenden 2006 in einem Grossprojekt das Klima der vergangenen 2000 Jahre in einer nie dagewesenen Qualität zu rekonstruieren, mit dem Ziel Klimaschwankungen und Umweltveränderungen in der Ver- gangenheit besser zu verstehen.
Nun liegt das Resultat vor. „Entscheidend war, dass wir regionale Experten in das Programm eingebunden haben, welche mit ihrem Raum absolut vertraut sind“, erklärt Heinz Wanner, emeritierter Professor für Klimatologie an der Universität Bern und einer der Koordinatoren des Projekts. Frühere Versuche hatten sich auf eine schmalere Datenbasis gestützt und nicht die regionalen Differenzen analysiert, erklärt Wanner weiter.
Um das Klima für Grossregionen auf sieben Kontinenten zu rekonstruieren, wurden Temperaturkurven an Hand von 511 lokalen Klimaarchiven erstellt. Diese basieren auf der Analyse von Baumringen, Pollen, Korallen, See- und Meeressedimen- ten, Eisbohrkernen, Stalagmiten sowie auf historischen Dokumenten. Der Vergleich der Temperaturentwicklung über die Kontinente hinweg zeigt, dass die Temperaturen je nach Erdteil in spezifischen Mustern schwankten.
Die beste Übereinstimmung zwischen den Kontinenten in den vergangenen 2000 Jahren ist der langfristige Abkühlungstrend, für den wahrscheinlich neben Veränderungen der Erdbewegung auch Gruppen von Vulkaneruptionen, Schwankungen der Solaraktivität und Oberflächenveränderungen verantwortlich waren. Eine der Hauptaussagen ist laut Uni Bern, dass dieser Abkühlungstrend durch die Erwärmung der jüngsten Zeit langfristig aufgehoben wird. Einzig in der Antarktis blieb es kalt. Auch interessant ist, dass die gegenwärtigen Temperaturen nicht überall auf der Welt Rekordwerte darstellen. In Europa zum Beispiel war die Zeit zwischen 21 und 80 nach Christus möglicherweise wärmer als die Periode von 1971 bis 2000.
Bild: NASA/Apollo 17 crew [Public domain], via Wikimedia Commons