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Inhalt und Ziele des Forschungsprojektes
Frühgeborene Kinder haben ein erhöhtes Risiko für motorische und kognitive Beeinträchtigungen infolge von perinatalen Hirnläsionen; etwa 10% der überlebenden Kinder entwickeln zerebrale Parese, und etwa 50% entwickeln kognitive Probleme und Verhaltensauffälligkeiten. Zwischen 2005 und 2012 wurde in der Schweiz die erste randomisierte neuroprotektive Studie durchgeführt, bei welcher Frühgeborenen nach der Geburt innerhalb den ersten 3 Tagen Erythropoetin oder Placebo erhielten.
Dieses Projekt untersucht die Langzeitwirkung des früh applizierten Erythropoetin auf die exekutiven Funktionen und auf die Hirnentwicklung im Alter von 7-12 Jahren. Die exekutiven Funktionen werden mittel Computer- und Papier-basierten Tests untersucht, die schulischen Leistungen werden erfasst und sowie Details zu der Lebensqualität. Eine Magnetresonanzuntersuchung wird durchgeführt, um die globale funktionelle Konnektivität darzustellen. Beide Therapiegruppen (Epo/Plazebo) werden miteinander verglichen, um einen Langzeiteffekt des früh applizierten Erythropoetin festzustellen.
Wissenschaftliche und gesellschaftlicher Kontext des Forschung Projektes
Dies ist ein prospektives Follow-up Projekt der randomisierten Erythropoetin Studie “Does erythropoietin (Epo) improve outcome in preterm infants” (NCT00413946). 450 Kinder wurden damals rekrutiert, 365 Kinder können in dieser Follow-up Studie angefragt werden. Verbesserte Exekutive Funktionen werden nicht nur den Schulerfolg erhöhen sondern auch die Lebensqualität nicht nur der Kinder aber auch derer Familie.
Falls aufgezeigt werden kann, dass die frühe Gabe von Erythropoetin die exekutiven Funktionen im Schulalter verbessert, kann diese neuroprotektive Gabe eingeführt werden und die kognitive Funktionen vieler Frühgeborener Kinder verbessert werden.
Key words
Neuroprotection, executive functions, brain development, preterm birth