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Historie
Während des Zweiten Weltkrieges errichtete Großbritannien mehrere Basisinseln zur Bekämpfung der deutschen Luftwaffe und V-Raketen in internationalen Gewässern. Nach Beendigung des Krieges zog sich die britische Armee von diesen Flak- und Radarplattformen zurück und sprengte alle, mit Ausnahme der Insel "Roughs Tower", die zudem außerhalb der damals gültigen Dreimeilenzone und somit in internationalen Gewässern lag.
1967 verließ Großbritanniens Admiralität "Roughs Tower". Durch das Einziehen der britischen Kriegsflagge entstand in geschichtlich wohl einmaliger Form ein okkupationsfreies Territorium. Wenig später nahm Roy Bates die Insel in Besitz und proklamierte einen selbständigen Staat, die Principality of Sealand. Bereits zwei Jahre später wäre dieser Rechtsakt durch eine wesentliche Änderung im internationalen Seerecht - die Ausdehnung der Hoheitszone von drei auf zwölf Meilen - nicht mehr möglich gewesen. So wird dieses Ereignis geschichtlich wohl einmalig bleiben.
Die Principality of Sealand gehört nicht zu Großbritannien, was am 25. Oktober 1968 in der Shire Hall, Chelmsfort, durch den Gerichtshof von Essex verkündet und in diplomatischer Korrespondenz des Bundesministers für Finanzen der BRD vom 14. Juni 1977, IV C5-S 1300-118/77, und des Finanzministers Belgiens von 25. Mai 1980, 1/3 Cl R9 DIV/313.941, bestätigt wurde.