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Erneut belegen die Kantone Zug und Zürich mit deutlichem Abstand zum Mittelfeld die Spitzenposition in der Rangliste des Credit Suisse Economic Research zur Standortattraktivität in der Schweiz. Kantone in der Peripherie schneiden schlecht ab.
Die Standortqualität der Schweizer Kantone wird grob anhand von fünf Faktoren bemessen. Diese lassen sich in drei Kategorien einteilen. 1. Besteuerung (juristische und private Personen), 2. Bildung (Ausbildungsstand der Bevölkerung und Verfügbarkeit Hochqualifizierter) und 3. Verkehrstechnische Erreichbarkeit. Den resultierenden quantitativen Standortsqualitätsindikator (SQI) erhebt die CS seit 2004. (Link zur CS-Studie 2009)
Zug und Zürich können die gute Bildung der Bevölkerung und die verkehrstechnisch günstige Lage in die Waagschale werfen – Zug betreibt zudem eine sehr attraktive Steuerpolitik, Zürich bietet Nähe zu wichtigen Hochschulen. Jura und Wallis landen auf den hinteren Rängen auch wegen der ungünstigen Erreichbarkeitswerte sowie einer “anspruchsvollen Topographie”.
Was zählt für Jungunternehmer?
In der Studie wird leider nicht erwähnt, in welcher Form die bewerteten Kantone Jungunternehmer fördern. Ich stelle mir die Frage, ob es für einen Jungunternehmer interessant sein könnte im Wallis in den Technoark, den Ideark oder den Teleark beziehungsweise im Jura in das Créapole IT-Building einzuziehen. Diese Technoparks bieten sehr attraktive Rahmenbedingungen für Startups. Und vielleicht ist die verkehrstechnische Lage zumindest für Internet-Startups nicht ganz so wichtig?
Oder ist gerade für Jungunternehmer die Nähe zu den grossen Hochschulen und urbanen Ballungsräumen der Schweiz von grundlegender Bedeutung? Sind Zürich, Zug oder Baselstadt – der Halbkanton rangiert neu auf dem dritten Platz des CS-Rankings – die attraktivsten Standorte auch für Jungunternehmer?