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die die betreffende Flur kennzeichneten oder auszeichneten.
Da steht vorne an der Birchbüel, ein respektabler Moränenrest, der einst länger als seine Umgebung die Birken als Erinnerung an die Jahrtausende der schwindenden letzten Eiszeit in seinem Boden festhielt. Wie schmuck muss das ausgesehen haben; der ganze stattliche Hügel besetzt mit den weisshäutigen schlanken lichten Birken! Aber - das war einmal. Heut ist dieser Bühl nicht mehr schmuck!
Der schaffhauserische Teil des Birchbüels heisst, wie man sagt, der Gichbühl? In Urkunden habe ich den Namen nirgends gefunden. Zum erstenmal erschien er gedruckt auf der topographischen Karte etwa von 1860 und zwar als Gichtbühl. So hat der Name wenigstens einen Sinn, aber einen unsinnigen. Gichtig und richtig, d.h. eingestandener- und anerkanntermassen hat weder Gichtbühl noch Gichbühl einen Sinn. Der Name ist vielleicht von Kindern in Anlehnung an den Gisbüel und in schlechter Aussprache des Birchbüel ganz willkürlich gemacht worden. Wer beweisen will, dass das Sinnlose sich am längsten erhält, wird diesen Namen brauchen, die andern werden vom Birchbüel sprechen.
Die Erlen, am östlichen Fuss des Birchbüels, 1535 "in erla", 1554: "sechs juchart in erla", die dunkelhäutigen Verwandten der Birken, denen es aber auf der heutigen Flur nicht mehr behagen würde, wie es ihnen früher behagte, als es dort noch recht nass war.
Das Eschengrüt, 1554, "8 jucharten nebenzu an des von Landenbergs holtz", ist wahrscheinlich nicht lange vor 1554 gereutet worden, weil man die jungen Eschen für Speere und Halbarten nicht mehr brauchte, dagegen mehr Ackerland sehr nötig hatte.
Das Härdöpfelland, das erste Grundstück auf Dörflinger Bann, das, weil weit draussen am Waldrand gelegen, anno 1771 mit der noch misstrauisch bekrittelten amerikanischen Pflanze auf hochobrigkeitliche Erlaubnis hin angebaut werden durfte.
Felmewis und -Wisli, 1554: "beim Felwenwislin", 1562: "Felbenwisli". Da würden vielleicht heute noch die Felben oder Felmen, die Weiden als Gebüsch und als Bäume gerne wachsen, wenn sie dürften, wie sie Jahrhunderte hindurch getan, dort oberhalb der Rietwiesen.
Die Leissen, das sind die Aecker bergwärts des Garbischbols. Der Plan von 1936 schreibt unrichtig Leisen. Es kam allerdings vor, dass nach der Zelgenordnung es zu Zeiten gestattet war, über gewisse Aecker zu fahren, und die waren dann durch Leisen als Wagenspuren gekennzeichnet. Aber diese Geleise oder Leisen heissen bei uns Lasen! Spöttisch sagt der alte Schafuuser: "Wenn'd de Weg nid wascht, so gang nu de Charelase no!" Es ist gleichviel wie: "Jo, gang nu immer im Rhi no, bis gu Beringe!". Leissen ist Züritütsch und heisst Linsen. Die Linsen wurden schon vor 5000 Jahren bei uns von den Pfahlbauern angebaut. Sie sind in den Pfahlbauten des Bielersees gefunden worden, und Karl der Grosse um das Jahr 800 sorgte dafür, dass dies kräftige Nahrungsmittel viel angebaut wurde. Also wird im Schweizerland schon mancher Jägersmann, wie einst jener Esau, heisshungrig heimkehrend auf ein Linsengericht hingewiesen und befohlen haben: Schnell, gib mir von dem Roten, von dem Roten da! Aber 1554 war offenbar dieser Anbau schon selten geworden, sonst wäre nicht der "Linsiacker", so 1593, oder die Leissen ausdrücklich hervorgehoben.
Die Lören, 1554: "uff den Löhren"; 1939, falsch, "uf der Löhre". Lören deutete man früher als Haufen zusammengelesener Steine, jetzt sucht man die Deutung anders. Wir kennen vielleicht das Häglilo ob Beringen oder das Etzlislo bei Merishausen? Das sind zwei - Löer, dafür sagt die Zunge flüssiger zwei Löre. Auf unsern Lören haben sich - dört obe hinnenabe! - sehr lange einige ganz kleine Gehölze, gleichsam Waldrufen, behauptet, das waren die Lören und daher kam der Name.
Die Ratwiesen, 1436: "Raitenwisa", 1554: "rati- und ratwis" unter Burstwis und neben Helebrandsherti, waren ursprünglich sehr nasse, zarte Wiesen mit Raiten darauf, d.h. mit kleinen trockenen Flächen, vgl. Hofraiti.