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Fieber
Normalerweise liegt die Körpertemperatur zwischen 36,5°C und 37,4°C. Bei ansonsten gesunden Kindern deutet Fieber in der Regel nicht auf schwerwiegendere Erkrankungen hin. Ein Anstieg der Körpertemperatur bei Kindern kann zwar sehr beunruhigend sein, doch eigentlich ist Fieber ein gutes Zeichen – oft ist es eine körpereigene Massnahme der Infektionsbekämpfung. Hohes Fieber kann jedoch das Wohlbefinden des Kindes beeinträchtigen und Probleme wie Flüssigkeitsmangel verschärfen.
FIEBER BEI KINDERN
Fieber tritt bei Kindern häufig auf; etwa 40 bis 60% der Kinder haben einmal im Jahr erhöhte Temperatur. Die normale Körpertemperatur beträgt etwa 37°C, kann jedoch in Abhängigkeit von der Tageszeit und vom Alter des Kindes schwanken. Wenn die Körpertemperatur des Kindes auf über 37,5°C im Mund oder auf über 38°C im After steigt, spricht man von Fieber.
Fieber bei Kindern ist häufig ein gutes Zeichen. In der Regel tritt Fieber auf, wenn das Immunsystem Ihres Kindes Infektionen, z. B. Erkältungen, Husten oder Ohrenentzündungen, bekämpft. Als erste Abwehrmassnahme werden infektionsbekämpfende chemische Stoffe in das Blut abgegeben. Diese Substanzen wirken auch auf das Wärmeregulationszentrum des Körpers, das sich in einem bestimmten Bereich des Gehirns, dem sogenannten Hypothalamus, befindet.
Temperaturmessung bei Kindern
Es gibt mehrere Möglichkeiten der Fiebermessung bei Kindern:
- Oral (im Mund): Das Thermometer wird unter die Zunge gelegt, die Messung erfolgt bei geschlossenem Mund.
- Rektal (im Enddarm): Das Thermometer wird vorsichtig in den After des Kindes eingeführt und die Messung durchgeführt.
- In der Achselhöhle: Das Thermometer wird in die Achselhöhle gelegt und der Arm während der Messung seitlich eng am Körper gehalten.
- Im Ohr: Zur Temperaturmessung wird ein digitales Thermometer in das Ohr eingeführt.
Die gemessene Temperatur fällt je nach Messpunkt anders aus; messen Sie daher stets an der gleichen Stelle.
Tipps zur Fiebersenkung
Wenn Ihr Kind Fieber hat, es ihm ansonsten aber gut geht, müssen Sie möglicherweise gar nichts weiter tun, als für ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen. Bei Babys, die noch gestillt oder mit der Flasche gefüttert werden, eignet sich dazu Muttermilch oder Säuglingsnahrung am besten. Zusätzlich kann zum Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts auch abgekochtes Wasser zugeführt werden.
Wenn das Kind offensichtlich leidet oder es unruhig ist, können Sie eventuell ein schmerzlinderndes Mittel für Kinder verabreichen.
Weitere hilfreiche Massnahmen sind z. B.:
- Ziehen Sie dem Kind nur leichte Kleidung an.
- Achten Sie auf eine angenehme Raumtemperatur, damit das Kind nicht zu viel Umgebungswärme ausgesetzt ist – kühlen Sie das Zimmer jedoch nicht zu stark ab.