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Die Frage beschäftigt seit Start der Corona-Impfungen: Können die Vakzine von Moderna, Pfizer und Co. verhindern, dass sich Menschen mit dem Coronavirus anstecken und es somit noch weitergeben können? Oder schützt es nur vor einer Covid-19-Erkrankung?
Eine neue Studie aus den USA will nun die Antwort darauf gefunden haben. Oder zumindest erste Hinweise auf die Antwort. Die US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) kam bei ihren Untersuchungen zum Schluss, dass Geimpfte nicht nur kaum noch erkranken, sondern sich auch nur noch selten infizieren. Wissenschaftler debattieren seit längerem darüber, ob geimpfte Personen asymptomatische Infektionen bekommen und das Virus auf andere übertragen können.
Die Studie untersuchte die Wirksamkeit der mRNA-Impfstoffe von Pfizer und Moderna unter Alltagsbedingungen. 4000 Probanden, allesamt in medizinischen Berufen tätig, nahmen an der Studie teil. 62,8 Prozent davon hatten bereits beide Impfdosen erhalten, 12,1 Prozent wenigstens eine.
Die Probanden testeten sich während des Versuchszeitraums jede Woche mittels eines PCR-Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus. Auch wurden sie befragt, ob Symptome einer Erkrankung auftraten. PCR-Tests sind die akkurateste Methode zur Überprüfung einer Infektion. Sie können auch asymptomatische Infektionen feststellen.
Wie die Auswertung der Daten ergab, kam es bei der geimpften Gruppe viel seltener zu Infektionen. Eine vollständige Impfung mit zwei Dosen verhindere demnach in 90 Prozent der Fälle eine Infektion. Eine Dosis verhindere sie immer noch in 80 Prozent der Fälle.
Bei den vollständig Geimpften gab es 0,04 Infektionen pro 1000 Personentage, was bedeutet, dass es bei 1000 Personen 0,04 Infektionen an einem Tag gab. Bei denjenigen, die nur eine Dosis des Impfstoffs erhalten hatten, gab es 0,19 Infektionen pro 1000 Personentage. Im Gegensatz dazu gab es 1,38 Infektionen pro 1000 Personentage bei ungeimpften Personen.
Obwohl dies gute Neuigkeiten sind, weisen die Autoren der Studie doch darauf hin, dass die Aussagekraft der Untersuchung begrenzt ist. Dies, weil die Probanden die Abstriche durch die Nase selbst durchgeführt haben. Es könnten daher einige Infektionen womöglich nicht entdeckt worden sein.
Die festgestellte Wirksamkeit der Impfung passt allerdings zu bisherigen Studien. Dass Geimpfte sich zudem seltener infizieren, hatte sich bereits zuvor abgezeichnet. (dfr)