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Der 33-jährige Australier, bis Ende 2015 im Team Sky ein Edelhelfer des britischen Stars Chris Froome, weiss genau, wem er seine hervorragende Position bei seiner ersten Teilnahme an der Schweizer Landesrundfahrt verdankt: «Stefan Küng war im Mannschaftszeitfahren einfach phänomenal. Er hatte den grössten Anteil am Sieg und daran, dass es im Gesamtklassement schon eine gewisse Lücke zu den Verfolgern gibt.»
So hat sich beispielsweise Titelverteidiger Simon Spilak am ersten Tag in Frauenfeld schon einen Rückstand von 46 Sekunden eingehandelt. Ein beachtliches Handicap auf einen Fahrer wie Porte, der bergauf zu den absolut stärksten gehört und der sich auch in einem langen Einzelzeitfahren gut behaupten kann. Ein solches steht zum Ende der Tour de Suisse in Bellinzona auf dem Programm.
Gesamtsiege an kleineren Mehrtagesrennen wie der Tour de Romandie (2017), Tour Down Under (2017), Katalonien-Rundfahrt (2015) und bei Paris – Nizza (2015, 2013) zeugen von Portes Potenzial. Nun könnte der mit seiner Familie in Monaco wohnende Australier sein Palmarès mit dem Gewinn der Tour de Suisse ergänzen. Zwar befindet sich Porte nach einer fast sechswöchigen Rennpause, in welcher er erstmals auch Vater geworden ist, noch nicht in Topform. Diese soll sich erst Anfang Juli für die Tour de France einstellen.
Der BMC-Leader sagt aber gleichzeitig, dass die Müdigkeit in den Beinen, herrührend vom harten Trainingsblock nach der Tour de Romandie, am Verschwinden sei. «Für die Bergetappen bin ich zuversichtlich. Nur allzu gerne würde ich diese Rundfahrt gewinnen.» Als härteste Konkurrenten betrachtet Porte den Slowenen Spilak sowie den Kolumbianer Nairo Quintana. Gegen diese beiden werde es «ein hartes Stück Arbeit, den Gesamtsieg zu holen». Bislang in dieser Saison gewann Porte erst einmal, im Januar in einer Etappe bei der Tour Down Under, die er zudem als Gesamt-Zweiter beendete. Ende April resultierte in der Romandie der 3. Gesamtrang.
Elf grosse Rundfahrten bestritt Porte bis jetzt, mit dem 5. Rang an der Tour de France 2016 als bestem Resultat. Damals trat er erstmals als Leader von BMC an. An die letzte «Grande Boucle» allerdings hat Porte ganz schlechte Erinnerung. 2017 stürzte er in der 9. Etappe in der Abfahrt vom Mont du Chat schwer. Der damalige Gesamt-Fünfte musste mit einem Becken- und Schlüsselbeinbruch das Rennen aufgeben.
(SDA)