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Hauteriviengestein des Mauremont seine Entstehung einem deutlichen Bruch verdankt, längs dem der Schlosshügel abgesunken
ist. La Sarraz ist der Hauptort des gleichnamigen Kreises im N. und Zentrum des Bezirkes, der die Gemeinden La Sarraz, Chevilly,
Dizy, Éclépens, Ferreyres, Lussery, Moiry, Orny, Pompaples und Villars-Lussery umfasst und zusammen 3125 Ew. zählt.
Vergl. Ogiz, J. Histoire de La Sarraz. Cossonay 1899.
(Piz) (Kt. Graubünden,
Bez. Inn).
3176 m. Nächst dem Piz Vadret höchster Gipfel in dem vom Scalettapass nach O. streichenden Felskamm;
ein schöner, nach S. mit schroffen Wänden, nach N. aber mit sanfter Firnfläche abfallender Berg. Er wird seiner Entlegenheit
wegen selten besucht, ist aber von verschiedenen Seiten her leicht zu erreichen, am bequemsten aus dem Val Sarsura und über
den Sarsuragletscher, ohne nennenswerte Schwierigkeiten aber auch aus dem Val Pülschezza und Val Barlasch, sowie aus dem Val Flüela
(Susasca) über den Grialetschgletscher.
Der n. vorgelagerte, auf der Siegfriedkarte unbenannte Gipfel
heisst bei Touristen auch etwa Klein Piz Sarsura (3109 m) und ist auf denselben Routen und ebenso leicht zu besteigen wie
der Hauptgipfel.
(Vadret) (Kt. Graubünden,
Bez. Inn).
3176-2190 m. Breiter und sanft geneigter Gletscher am N.-Hang des Piz Sarsura und seiner Nachbarberge.
Er hat nicht weniger als fünf Abflüsse. Drei derselben gehen nach NO. und vereinigen sich zum Bach des
Val Sarsura, zwei gehen nach S. und zwar der eine ins Val Pülschezza und der andere ins Val Barlasch, die beide oberhalb Zernez
zum Unter Engadin sich senken. Dazu hängt der Sarsuragletscher zwischen dem Piz Sarsura und seinem n.
Vorberg mit dem Grialetschgletscher zusammen, der zum Val Flüela (Susasca) und damit ebenfalls zum Inn abfliesst.
(Val) (Kt. Graubünden,
Bez. Inn).
2894-1430 m. Linksseitiges Nebenthal zum Engadin, auf das es sich in der Mitte zwischen Zernez und
Süs öffnet. Von da steigt es sw. gegen den Sarsuragletscher an und teilt sich bei der Alp Sarsura
Dadaint (2012 m) in zwei Arme, die durch den Piz di Mez (2894 m) getrennt werden.
Beide Arme erreichen den Sarsuragletscher,
der in breiter Front mit mehreren stumpfen Lappen endet.
(La) (Kt. Wallis,
Bez. Martinach, Gem. Saillon). 3 km langer Bach, der 1 km nö. Mazembroz von rechts in die Rhone mündet.
Entspringt als starke Stromquelle bei der Marmorsäge Les Vorziers (nahe Saillon) in 470 m und nimmt die
verschiedenen Entwässerungskanäle auf, die zur Trockenlegung der Ebene von Saillon angelegt worden sind. Zur Zeit des niedrigen
Wasserstandes im Herbst und Winter fliesst das Wasser der Quelle rasch und unschädlich zur Rhone ab, während zur Zeit der
Schneeschmelze im Gebirge das Wasservolumen bis auf 5000 Minutenliter ansteigen kann, sodass dann, da
auch die Rhone gleichzeitig Hochwasser führt, die ganze Ebene von Saillon bis Mazembroz überschwemmt wird. Um diesem Uebelstand
abzuhelfen, gedenkt man das Wasser der Sarvaz in einem überhöhten Kanal zum Fluss abzuleiten, wodurch auch die allmählige
Trockenlegung der 2 km2 umfassenden Sumpfebene ermöglicht würde.
Die Quelle der Sarvaz wird durch die Wasser der Kalkgebirgsgruppe der Tête du Bletton (1763 m), der Grande Garde (2144 m), des
Grand Chavalard (2903 m), der Tête Noire (2881 m) und der Pointe d'Aufallaz (2735 m) gespiesen. Diese Gipfel umrahmen die tief
eingesenkte Alpweide Le Grand Pré, wo mehrere Bäche im Boden verschwinden, um dann in der Quelle der Sarvaz
wieder zu Tage zu treten. Bei Hochwasserstand sprudeln in
einem nahe dieser Quelle befindlichen Tobel noch eine ganze Anzahl
von periodischen Quellen, deren höchste in 506 m Höhe liegt. Weiter oben befindet sich eine in 604 m
sich nach aussen öffnende Höhle, in deren Grund man einen Wasserfall in ein Wasserbecken von veränderlichem Stand stürzen
hört. Ein Färbungsversuch mit Fluoreszeïn hat den Zusammenhang aller dieser unterirdisch verschwindenden Wasser mit der
Sarvazquelle nachgewiesen. Vergl. auch den Art. Saillon.
(Kt. Waadt,
Bez. Moudon).
717 m. Gem. und kleines Dorf, am rechtsseitigen Gehänge der Broye und über dem
Tobel des zu diesem Fluss gehenden Ruisseau des Vaux; an der Strasse Moudon-Romont, 3 km s. der Station Lucens der Linie Lausanne-Payerne-Lyss
und 4,5 km nö. Moudon. Postablage; Postwagen Moudon-Romont. 22 Hauser, 111 reform. Ew. Kirchgemeinde Chesalles.
Landwirtschaft. 1846 wurden hier durch eine Feuersbrunst 9 Firsten zerstört. Ein grosser Teil der Ortsbürger trägt den
Geschlechtsnamen Desarzens. 1261 und 1277: Sarsens.
(Pizzo) (Kt. Tessin,
Bez. Valle Maggia).
2049 m. Gipfel auf der S.-Seite des Val di Campo, eines westlichen und bei
Cevio mündenden Seitenthales der Valle Maggia; 4 km sw. Cevio und 2 km sö. Cerentino. Er zeigt nach N. steile Waldhänge, nach
W. noch steilere Felsstufen, nach SO. dagegen sanftere Abdachung mit der Alp Sascola. Nach S. verbindet
er sich über den Pizzo Mezzogiorno und den Pizzo Alzasca mit der westöstl. streichenden Kette, die das Val di Campo vom Onsernonethal
trennt.
(Kt. Graubünden,
Bez. Maloja).
2184 m. Nördlichster Vorberg des Piz Badile in der Albigna-Disgraziagruppe des Berninamassives, zum Bondascathal
abfallend. Auf dieser Seite liegt über hoher Felsenstufe die Alpe di Sasfora (1830 m), die von Lera im
obern Bondascathal oder von Bondo aus über die Alp Trubinasca auf der linken Thalseite erreicht werden kann.
Der Gipfel des
Sasfora ist aus Granit aufgebaut, während die N.-Hänge dieses wilden Gebietes und auch die Alpe di Sasfora
aus Hornblendegneis und Hornblendeschiefer (Amphibolit) bestehen.
Grossartiger Ausblick auf die Gletscher- und Felswelt des
Piz Trubinasca, Piz Badile und Piz Cengolo.
Abstieg durch eine steile Felskluft nach Lombardoi im Val Bondasca.
Auf der Alpe di
Sasfora hat der S. A. C. in etwa 2050 m Höhe 1906 eine Schutzhütte errichtet, die den Touristen den
Besuch der Albignagruppe erleichtern soll.
führt vom Val Sassa etwa 1 km sö. vom Piz Quater Vals über einen Gletscher nach W. ins Val Müschauns
(Seitenthal des bei Scanfs mündenden Val Trupchum) hinüber, aus dessen Hintergrund man über die Fuorcla Müschauns (2908 m)
in das italienische Val Fiera, einen Seitenzweig des Livignothales, gelangen kann.
Aufstieg von Zernez
bis zur Passhöhe der Fuorcla da Val Sassa in etwa 5 Stunden.
(Val) (Kt. Graubünden,
Bez. Inn).
Mittleres der drei wilden Felsenthälchen, in welche sich das hinter Zernez zum Spöl sich öffnende
Val Cluozza (im Kalk- und Dolomitgebirge des Stockes Piz Quater Vals-Piz del Diavel und Piz dell' Acqua der Ofenpassgruppe)
nach oben verzweigt.
Enges Schluchtthal mit wild-grossartiger Felsenszenerie, aus dessen Schuttdecke vorn ein Quellbach zum
Bach des Val Cluozza entspringt.
Der vom Piz Quater Vals (3157 m) zwischen Valletta und Val Sassa nach NNO. reichende wilde
Grat heisst auf der dem Val Sassa zugekehrten O.-Seite Crappa Mala.
Hinten über dem Thal die Fuorcla da Val Sassa,
aus deren Gegend ein etwa 1 km langes Gletscherfeld in die düstere Nische hinunterreicht. In Hauptdolomit und Liaskalke
eingeschnitten.