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Diesmal hoffen wir wirklich, dass die Hurrikansaison zu Ende geht. Auch wenn unser Boot nicht beschädigt wurde, die Spannung steigt jedes Mal, wenn ein Hurrikan angekündigt wird und die Vorbereitungen und Nachbearbeitung brauchen viel Zeit. Hier ein paar Bilder von St Simons Strand, GA, nach dem Hurrikan Michael.
Letzte Vorbereitungen vor Hurrikan Michael
Gestern haben wir die letzten Vorbereitungen vor dem Hurrikan getroffen und alle Planen entfernt, Fender und Festleinerleinen hinzugefügt, mein Fahrrad gebunden, usw. Wir ließen unsere Sprayhood und Bimini an Ort und Stelle, bereiteten sie aber so vor, dass sie bei zu starkem Wind leicht zu entfernen sein würden.
Die Flut wurde zur gleichen Zeit angekündigt als der Hurrikan für das Gebiet von St. Simons Island in Georgia. Also gegen 23 Uhr am Mittwochabend. Dies bedeutet, dass der Wind gegenläufig zur Flut ist, was starke Wellen verursacht. Da der Yachthafen zum Meer hin offen ist, bestand auch im Hafen ein hohes Wellenrisiko.
Die Prognosen über die Stärke des Hurrikans Michael waren erhöht worden und Meteorologen prognostizierten einen Hurrikan der Stärke 4, fast 5, mit Winden von mehr als 250mph im Zentrum. Die ersten Bilder des Schadens, der Hurrikan Michael bei seiner Ankunft in Florida in Panama City (FL) entstand, waren beeindruckend. Hurrikan Michael ging weiter nach Norden, also in unsere Richtung, und es war unsicher wie stark er auf dem Land abnehmen würde. Unsere Region stand unter „Hurrikanwache“ und „Tornadowache“ und die Hauptbrücke der Autobahn (Sidner Lanier Brücke) wurde um 18 Uhr geschlossen.
Die Mitarbeiter des Yachthafens überprüften alle Festmacherleinen der Boote und verstärkten einige davon. Sie versuchten auch, alle Gegenstände zu entfernen, die wegfliegen konnten, sowohl auf Booten als auch an Land. Stühle, Bänke und Mülltonnen wurden auf den Boden gelegt, damit sie dem Wind weniger Halt geben. Wir wurden auch gewarnt, dass das Wasser und der Strom während der Nacht abgestellt werden würden. Wir waren etwa zwanzig Personen, die auf unseren Booten im Yachthafen wohnten. Wir alle haben Kanal 68 des Radios gehört, damit wir bei Bedarf reagieren können.
Hurrikan Michael in St Simons Island
Schließlich hatten wir fast keinen Regen, Wind um die 35-40 Knoten und ein paar Böen um die 50 Knoten. Es gab Wellen im Yachthafen, aber viel weniger als das, was wir in Mindelo hatten. Wir haben am Abend noch eine Festmacherleine bei vela dare neu platziert, um die Spannung auf die Festmacherleinen besser zu verteilen. Ansonsten ging Willi mehrmals hinaus, um die Fender wieder an ihren Platz zu bringen, da diese sich mit dem Wind und der Reibung des Bootes gegen den Ponton bewegten. Ich meinerseits schlief recht gut, trotz den Bewegungen von vela dare und obwohl die Seilen gegen die Masten der Boote schlugen und viel Lärm machten.
Heute Morgen haben wir wieder Wasser und Strom und auf den ersten Blick wurden nur zwei Klampen von den Pontons der Marina abgerissen. Die meisten Boote sind nicht beschädigt. Die größten Schäden erlitten die älteren Planen und Biminis, die zerrissen wurden. Wir unsererseits haben keinen Schaden zu melden, ausser das unser USA-Flagge kaput ist (und wir haben nur ein Rest von TransOcean Flagge).
Die Behörden in Glynn County (wo wir sind) haben angekündigt, dass wir wieder sehr viel Glück hatten, da der Sturm mehr nach Westen ging und unsere Gegend nur wenig betroffen wurde. Die Brücke über die Autobahn wurde wieder geöffnet und die Schulen werden morgen Freitag wieder anfangen.
Die Ruhe nach dem Hurrikan
Ich war noch am Strand von St Simons Island heute Nachmittag. Ich bin mit dem Fahrrad durch den Insel geradelt. Es gab ein paar Ästen auf den Fahrrad-wege aber sonst war alles in gutem Zustand. Alles war ruhig am Strand. Viele Leuten geniessen den Schulfreien Tag und waren dort spazieren. Sogar den schönen weissen Reiher liess sich gemütlich photographieren.
Wenn ich die Bilder und Videos von Florida sehe, bin ich sehr dankbar, dass wir ein 2. Mal von den Hurrikanen verschont worden sind.
PS: bei „Doppelklck“ auf den Bildern, werden diese vergrössert