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Singapur ist westlich. Diesen Satz habe habe ich im Vorfeld mehrmals gelesen oder gehört. Als ich vor schon bald einem Monat hier ankam, konnte ich dies überhaupt nicht bestätigen. Mein erster Eindruck war von Little India, Boonlay ûnd Commonwealth geprägt. Little India ist dort wo ich zuerst in zwei Hostels wohnte – es war halt dort – Indisch? Boonlay ist ein Arbeiterviertel am Rand der Stadt. Die Gegend war geprägt von riesigen Wohnsiedlungen, dazwischen ein Supermark oder eine Tankstelle – tagsüber total menschenleer. In Commonwealth wo ich jetzt wohne ist die Situation durchmischt: Wohnsiedlungen treffen auf einfache Blechdachhäuser, Wolkenkratzer mit Supermarkt, Optiker, Bäckerei, Parkhaus etc auf einfache Strassenverkäufer und Mercedes auf viele Fussgänger (und Katzen – pardon, junge Katzen, ich frage mich immer, wo die alten sind). Der einzige Ort wo ich mich wirklich westlich fühle ist der Campus und vielleicht in der U-Bahn (MRT).
Doch heute sollte sich dieser Eindruck ändern: Ich machte, was ich schon lange hätte tun wollen und begab mich per MRT Downtown (ins Zentrum) um dort einen Sonntag lang Kreuz und quer, quasi als klassischer Turi, rumzupilgern. In der Fotoecke habe ich einige Bilder mit Kommentar eingefügt.
Etwas habe ich dabei auch noch gelernt: Singapur ist nicht Fussgängerfreundlich: Durch das Schachtbrettstrassesystem muss man ca. alle 100m die Strasse per Passage, Unterführung oder 1min Ampelwarten queren, und nicht selten findet sich gar keine Möglichkeit dazu.