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Belichtung im CTP mit Transparenz
Hallo Walli,
diese Aussage Ihres Dienstleisters kann man so nicht im Raum stehen lassen. Jeder Dientleister der mindestens ein PostScript Level 2 RIP einsetzt ist in der Lage Adobe InDesign 2, Adobe Illustrator 9/10 und Acrobat 5 bzw. PDF 1.4 Dokumente mit enthaltenen Transparenzen auszugeben. Dies zwar nur mit Einschränkungen, das hat aber weniger etwas mit der fehlenden Transparenzunterstützung zu tun, denn diese bieten selbst moderne PostScript 3 RIPs nicht (weil das Grafikmodell von PostScript dazu nicht in der Lage ist), sondern in Bezug auf die fehlende PostScript 3 Unterstützung die für heutige, moderne Composite-Workflows nunmal extrem wichtig ist.
Wenn in einem der oben genannten Programmen Transparenzen vorkommen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten der Ausgabe: Entweder PDF 1.4 worin die Transparenz verlustfrei als Objektattribut enthalten ist oder ein älteres PDF-Format wie PDF 1.3 oder eben PostScript-Code. In den beiden letzten Fällen würde von der jeweiligen Software ein sog. Flattening durchgeführt werden, ein Prozess bei dem die Transparenz in Objektkonstellationen umgewndelt wird, so dass eine Wiedergabe mit den Mittel von PostScript oder PDF 1.3 möglich ist. Da Adobe InDesign 2.01 das aktuellste Produkt in dieser Liste ist, ist darin auch der qualitativ hochwertigste Flattener integriert.
Wenn eine PDF 1.4 Datei aus InDesign 2 oder Illustrator 9/10 erzeugt wurde, kann diese entweder mit Hilfe von Acrobat 5.0.5 und dessen integriertem Flattener als PostScript-Code ausgegeben werden oder es muss ein hochmoderner PDF RIP verfügbar sein, der nativ PDF 1.4 verarbeiten kann. Adobe stellt einen entsprechenen Interpreter mit Versionsnummer 3015.102 für die OEM Partner bereit der einen Flattener beinhaltet. FUJI und einige andere RIP-Hersteller setzen diesen bereits in ihren aktuellesten RIP-Versionen ein.
Sie sehen also, dass jeder halbwegs aktuell ausgestattete Dienstleister mit solchen Dokumenten umgehen kann. Es scheitert meist wieder einmal an der Ignoranz und Weigerung vieler Dienstleister sich mit aktuellen Technologien vertraut zu machen.
Mit freundlichen Grüßen
Robert Zacherl
als Antwort auf: [#15158]