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Auf den Tag genau vor 49 Jahren sorgte der «Büchsenwurf-Skandal» dafür, dass nicht Gladbach, sondern Inter in die Viertelfinals des Europapokals der Landesmeister einzog. Heute können sich die «Fohlen» dafür rächen – ihre Fans haben dies bereits in der letzten Nacht getan.
Mit Böllern in den frühen Morgenstunden sind die Fussballstars von Inter Mailand in ihrem Hotel in Mönchengladbach am Tag des Champions-League-Spiels gegen die Borussia (21 Uhr live auf «blue Sport») durch Unbekannte in ihrer Nachtruhe gestört worden. Auf der Zufahrt zum Dorint-Hotel wurde am Dienstag gegen 4.00 Uhr pyrotechnisches Material wie Feuerwerksbatterien abgebrannt. Nach Zeugenangaben seien am Tatort mehrere dunkel gekleidete Personen, die anschliessend mit Autos wegfuhren, beobachtet worden, teilte die Polizei mit.
Dass es sich in irgendeiner Form wohl um Gladbach-Anhänger handeln muss, wurde deutlich durch ein im Zugangsbereich zum Hotel aufgehängtes Transparent mit der Aufschrift «Ricordati Inter, things go better with Coke» («Erinnert euch Inter, manche Sachen gehen besser mit Cola») und der Tatsache, dass in diesem Bereich einige Cola-Dosen lagen.
Von einer solchen wurde der Inter-Spieler Roberto Boninsegna am 1. Dezember 1971, also exakt vor 49 Jahren, im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach angeblich so schwer getroffen, dass er nicht weiterspielen konnte und die für Gladbach mit 7:1 gewonnene Partie später annulliert wurde. Das Wiederholungsspiel endete dann 0:0 und durch den 4:2-Sieg im Hinspiel qualifizierte sich Inter für die Viertelfinals des Europapokals der Landesmeister.
Heute Abend kann die Borussia auch auf dem Platz Rache nehmen. Mit einem Sieg könnten sich Embolo, Sommer und Co. schon vor dem letzten Gruppenspiel für die Achtelfinals der Champions League qualifizieren – und Inter gleichzeitig aus dem Wettbewerb kicken.