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Sankt Bernhard Trekking auf vier Pfoten
Vom 2. bis 5. September 2016 bietet die Fondation Barry, zusammen mit „Au Pays du St-Bernard“, zum ersten Mal seit dem Jahre 1800 die einzigartige Gelegenheit Napoleons Zug vom Wallis in das Aostatal nachzuvollziehen. Heute wie damals in Begleitung eines Bernhardiners, dem Schweizer Alpenhund.
In der Geschichte verankert
Zu Zeiten des römischen Reiches wurde der grosse St-Bernhard, Mons Jovis (Jupiterberg) genannt und war einer der wichtigsten Alpenübergänge. Zwischen 1045 und 1050 gründete Bernhard, Erzdiakon von Aosta, auf der Passhöhe ein Hospiz um die zahlreichen Reisenden zu beherbergen, zu versorgen und zu beschützen.
Bernhard wurde im 12. Jahrhundert heiliggesprochen und gab dem Pass seinen heutigen Namen.
Viele Persönlichkeiten haben im Laufe der Zeit diesen Pass überquert. Die spektakulärste Überquerung bleibt jedoch diejenige von Napoleon Bonaparte. Am 20. Mai 1800 überquerte er während 8 Tagen den Grossen Sankt-Bernhard Pass mit seiner Armee von mehr als 40.000 Männern, 5.000 Pferden, 50 Kanonen und 8 Haubitzen, um sich den Österreichern bei Marengo in der Poebene zu stellen.
Ein Pass zwischen Spiritualität und Natur
Der Pass liegt auf 2473 m über Meer, umgeben von imposanten Alpengipfeln. Auf Grund seiner geografischen Lage ist er Wind und Wetter ausgesetzt. Die Temperaturen schwanken zwischen
-30°C und maximal +20°C. Der jährliche Schneefall erreicht manchmal mehr als zwanzig Meter.
Seit dem 11. Jahrhundert empfangen und betreuen Augustiner-Chorherren die Reisenden, gemäss ihrem Wahlspruch “Hier wird Chistus angebetet und ernährt”. Die Gastfreundschaft des Hospizes fand schon bald die Aufmerksamkeit und die Gunst von Päpsten, Fürsten und Gläubigen.
Vom Fussweg zur Via Francigena
In keltischer Zeit führte ein Fussweg über den Pass. Der Bau des römischen Saumpfades geht auf das Jahr 12 v. Chr. unter Kaiser Augustus zurück. Seit Ende des 10. Jahrhunderts führt ein Pilgerweg, die Via Francigena (Frankenstrasse), von Canterbury nach Rom, über den Grossen Sankt-Bernhard-Pass. Von Martigny bis nach Aosta bietet die Route eine Fülle landschaftlicher und kultureller Eindrücke.
Mit den Bernhardinern über den Pass
Seit etwa 350 Jahren sind die Bernhardinerhunde beim Hospiz auf dem Grossen Sankt-Bernhard zu finden. Ihre früheste schriftliche Erwähnung geht auf das Jahr 1708 zurück. Lange Zeit waren diese Hunde wertvolle Gehilfen der Geistlichen und trugen zum Ruf des Hospizes bei. Ursprünglich kurzhaarig für den Rettungseinsatz gezüchtet, sind diese Hospizhunde auch heute noch ein Symbol für Freundschaft und Hingabe. Seit einigen Jahren finden sie vermehrt im sozialen Bereich neue Aufgaben. Ab diesem Sommer auch als Wander- und Trekkingbegleiter!