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Diese Arbeit erforscht die Gründe für die stark rückläufige Verwendung der "Visco-Transmission" als kostengünstiges Allradantriebssystem im PKW-Bereich und deren weitgehender Ersatz durch regelbare Lamellen-Kupplungen. Als Hauptgrund wurde die weitgehende Unverträglichkeit von elektronischen Stabilitätsprogrammen (ESP) mit dem selbstregelenden System der Visco-Kupplung identifiziert. Ältere elektronische "Helfer" wie das Anti-Blockier-System (ABS) sind hingegen mit der Visco-Transmission ohne Zusatzaufwand kombinierbar. Technisch gibt es mehrere Lösungsmöglichkeiten um das einfache System der Visco-Kupplung mit einem ESP-System kompatibel zu machen. Allerdings ist hier eine geregelte Lamellen-Kupplung technisch einfacher, kosteneffizienter und bietet mehr Möglichkeiten zur externen Beeinflussung. Somit ist durch die bestehende ESP-Pflicht für neu zugelassene PKWs ein Verschwinden der Visco-Transmission für den europäischen Automarkt zu erwarten.
Ing. Mag. Andreas Kern startete seine berufliche Karriere als Konstrukteur bei dem traditionsreichen Unternehmen Steyr-Daimler-Puch im Bereich der geländegängigen Spezialfahrzeuge. Auf lehrreiche Jahre der Praxis folgte die vertiefende Theorie im Rahmen eines Universitätsstudiums. Nicht zuletzt aufgrund seiner Liebe zu automobilem Kulturgut beschäftigte sich der Autor intensiv mit Technik- und Innovationsgeschichte. Insbesondere die Erforschung vergessener technischer Entwicklungen und deren möglichen Verbesserung nach dem heutigen Stand der Technik sind ihm dabei ein Anliegen.
Taschenbuch
04.12.2014
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