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Dissertationen
Dissertationen am BOGA
2018-2022
Dissertation von Sarah Bürli
Ursachen der Seltenheit von Pflanzenarten und deren Auswirkungen auf den Artenschutz
In der Schweiz ist ein bedeutender Teil der Blütenpflanzen gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Viele dieser Arten sind stark im Rückgang und bereits sehr selten. Die Ursachen dieser Seltenheit sind aber oft nicht bekannt. Damit Artenförderungsmassnahmen, wie z.B. Wiederansiedelungen, erfolgreich sind, müssen diese Ursachen jedoch einbezogen werden. Ziel dieser Arbeit ist es, theoretische und praktische Kenntnisse über seltene Arten zusammenzuführen und damit unseren Kenntnisstand zu verbessern sowie die Umsetzung von Wiederansiedlungen zu erleichtern.
Betreuung durch: Prof. Dr. Markus Fischer, Dr. Andreas Ensslin
2017
Dissertation von Hugo Vincent
Experimentelle Vergleiche zwischen von sehr seltenen bis häufigen Pflanzenarten der Schweiz
Weshalb sind einige Pflanzenarten selten und andere häufig? Dies ist eine Frage die sowohl von fundamentalem wie auch angewandtem Interesse ist. In dieser Dissertation wurden die Keimfähigkeit, die Toleranz zu Klimaveränderungen sowie die genetische Vielfalt und das konsequente evolutionäre Potential von gut 70 sehr seltenen bis häufigen Pflanzenarten verglichen um einer Antwort zu dieser Frage näher zu kommen. Es wurde festgestellt, dass seltene Arten mehr unter Veränderungen des Klimas leiden als häufige, dass seltene Arten insgesamt weniger Biomasse produzieren als häufige und dass ihre Samen schlechter keimen als die der häufigen Arten. Auf der anderen Seite konnte gezeigt werden, dass seltene Arten kein geringeres evolutionäres Potential haben als häufige Arten und das erfolgreiche Ansiedelungen von seltenen Arten mit einem guten Netzwerk zwischen Wissenschaft und Naturschutz durchaus möglich sind.
Betreuung durch: Prof. Dr. Markus Fischer, Dr. Anne Kempel
Abgegeben: 2017
2015
Dissertation von Christine Föhr
Klimatische Effekte auf heimische Pflanzen in Schweizerischen Botanischen Gärten
Diese Studie untersucht die Auswirkungen von Klimaerwärmung auf 165 heimische Pflanzenarten, welche im Freilandbereich von 10 Botanischen Gärten in der Schweiz kultiviert werden. Fünf der Gärten befinden sich im Tiefland und bei den anderen fünf Gärten handelt es sich um Alpengärten in über 1500 m Höhe. Die Überlebensrate und Reproduktion von alpinen Arten war unter wärmeren Bedingungen im Tiefland verringert, sowohl bei häufigen, als auch bei seltenen Arten.
Betreuung durch: Prof. Dr. Markus Fischer, Prof. Dr. Jasmin Joshi
Abgegeben: September 2015
Publikationen: Razanajatovo, Mialy; Föhr, Christine; van Kleunen, Mark; Fischer, Markus (2018): Phenological shifts and flower visitation of 185 lowland and alpine species in a lowland botanical garden. In Alpine Botany 128 (1), pp. 23–33. DOI: 10.1007/s00035-018-0201-x.