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Diese Woche jährte sich der Tod des legendären Musikers MF DOOM zum zweiten Mal. Bekannt für seine Metallmaske (MF = Metal Face), seine unglaublichen Reime und natürlich nicht zuletzt seinen kreativ gesampleten Beats. Neben Cartoons waren es vor allem soul- und funk lastige Tunes der afro-amerikanischen Musiktradition der 60er und 70er Jahre, die Daniel Dumile, wie MF DOOM bürgerlich heisst, in seinen Songs verarbeitete. Da ein grosser Teil seines Werks zu "neu" ist für die Sendung Intravinyl, konzentrierten wir uns auf eben diese Tracks, die MF DOOM in seinem eigenen Werk in Form von Samples ehrte.
Angefangen hat MF DOOMs Karriere Ende der 80er Jahren, als er mit seinem jüngeren Bruder, der sich DJ Subroc nannte, eine Hip-Hop Crew gründete. Die Jungs fanden über Graffiti und Breakdance schliesslich in ihrer Heimat und der Hauptstadt der Hip-Hop Kultur, New York, zum Rap. 1991 brachten KMD (kurz für Kausin' Much Damage), schliesslich ihr erstes Album "Mr. Hood" heraus. Auf der Platte sticht vor allem der Track "Peach Fuzz" hervor. Dort rappen die damals kaum volljährigen Brüder über ihren bescheidenen Bartwuchs und vergleichen diesen mit der Haut eines Pfirsichs. Der Track ist geprägt von einem Xylophon-Sample welches aus dem Track Sound of Goodbye von O.C. Smith stammt.
KMD löste sich Mitte der 90er- Jahre auf, nachdem DJ Subroc, der jüngere Bruder von MF Doom in einem Autounfall ums Leben kam. MF DOOM aka. Daniel Dumile, zog sich daraufhin, traumatisiert, von der Gesellschaft zurück und lebte eine bestimmte Zeit lang in Obdachlosigkeit. Erst gegen Ende der 90er fand er wieder zurück ins öffentliche Leben und begann wieder in Clubs zu freestylen. In Anlehnung an die Marvel-Comic Figur Doctor Doom, welcher sein vernarbtes Gesicht mit einer Maske verdeckte, nannte er sich MF DOOM (vorher war er unter dem Name Zev Love X unterwegs) und trug fortan auch eine Maske. 1999 erschien dann beim Label von Bobbito Garcia "Fondle Em Records" das erste MF DOOM Soloalbum "Operation: Doomsday". Auf dem Skit "Hand of Doom" samplet MF Doom die Funk-Platte "Got To Get A Knutt" von "The New Birth". Ein Song voller unwiderstehlichen Grooves und einer, ein wenig penetranten, sexuellen Energie.
Wie es das Schicksal wollte, verstarb der Rapper, welcher in seinen Texten die Persönlichkeiten von Kleinganoven, Comicbuchschurken und intergalaktischen Monstern annahm, an Halloween 2020. Viele seiner Aufnahmen wurden bis heute nicht veröffentlicht und stecken immer noch in den Archiven von verschiedenen amerikanischen Labels. Willst du mehr über MF DOOM und seine Musik wissen? Hier findest du die ganze Sendung: