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Gespannfahren ist eine Pferdesportart. Pferde werden an ein Gefährt gespannt und gefahren. Wie in allen Sportarten gibt es verschiedene Richtungen und Kategorien. Jemand hat ein Pferd und fährt es hin und wieder zum Vergnügen und ohne sportliche Ambitionen. Oder ein Landwirt bietet in familiärem Rahmen Kutschenfahrten für kleine Gesellschaftsfahrten an. Ganz selten trifft man einen Fuhrhalter, welcher Pferdegespanne zum Transport benützt. Unter all diesen Gruppen gibt es dann noch Fahrer, welche den Fahrsport engagiert betreiben und sich an Turnieren messen.
Es gibt Traditionsturniere und Fahrsportturniere.
An Traditionsturnieren werden echt antike oder nachgebaute Kutschen gefahren mit Personen, welche im Stil der entsprechenden Epochen gekleidet sind. Diese Gespanne werden mit Aufgaben konfrontiert, welche Kutscher, vor 100 Jahren oder mehr, auch lösen mussten.
Der Fahrsport besteht grundsätzlich aus 3 Disziplinen (Vollprüfung). Die drei Disziplinen sind: die Dressur, das Geländefahren (oder Marathon) und das Hindernisfahren. Werden alle drei Disziplinen gewertet, erhält man eine Punktzahl, aus welcher die Rangierung der Teilnehmer eruiert wird. Es gibt auch reduzierte Prüfungen (Kurzprüfungen), bei welchen eine Auswahl der obigen Disziplinen , wie zB Dressur mit Hindernisfahren oder Dressur mit kombinierter Geländeprüfung (Derby) – gefahren und gewertet werden.
Wie kann man mitmachen? Falls man keinerlei Erfahrungen mit Pferden hat, besucht man am besten ein Fahrsportturnier als Zuschauer. In der Schweiz gibt es hunderte solcher Prüfungen pro Jahr. Wo die stattfinden sieht man auf den Webseiten der diversen Fahr-, Reit- und Kavallerie Verbände oder auf der Webseite des SVPS (Schweizerischer Verein für Pferde Sport).
Wer kann mitmachen?
Ob Frau oder Mann, ob Mädchen oder Junge, das spielt keine Rolle. Es gibt eine theoretische Untergrenze, ab dem vierzehnten Altersjahr. Ab diesem Alter kann man das Fahrbrevet machen; den Führerschein für Pferdegespanne.
Ohne jede Erfahrung steigt man zuerst als Groom und Beifahrer auf. Das ist die Person, die dem Fahrer/Kutscher hilft das Pferd und Gespann zu putzen (vom Englischen “to groom”). Der Groom fährt auch immer als Beifahrer auf der Kutsche mit und erlebt aus nächster Nähe, was diese Sportart bedeutet bevor er/sie sich weiter engagiert. Personen z.B. mit Erfahrung aus dem Reitsport können einen Kurs für das Fahrbrevet besuchen. Hier erhält man das theoretische und praktische Rüstzeug ein Gespann zu führen. Das Brevet erlaubt dem Halter ein Gefährt auf öffentlichen Strassen und Plätzen zu fahren.
Wie vorgehen? Am besten setzen Sie sich per Email (Kontaktformular)mit uns in Verbindung. Je nach geographischer Lage erstellen wir den Kontakt zu einem Verein oder einem Fahrer, um ein erstes Gespräch zu ermöglichen.