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Was ist Forex genau?
Eine Zeit lang herrschte weltweit ein regelrechter Hype um den Forex Handel (für Anfänger), obwohl es sich um eine hochspekulative Form des Investments handelt. Doch was hat es damit genau auf sich? Das Wort Forex beschreibt den Handel von Währungen am Finanzmarkt, im Speziellen am Devisenmarkt. Der Handel läuft immer zwischen Währungspaaren ab.
Die meist gehandelten Währungspaare, die sogenannten Hauptwährungspaare oder Major Currencies, sind u.a.: Euro und US-Dollar (EUR/USD), US-Dollar und Japanische Yen (USD/JPY), Britische Pfund und US Dollar (GBP/USD) und US-Dollar und Schweizer Franken (USD/CHF).
Wie funktioniert der Devisenhandel bzw. Forex Handel?
Letztendlich bleibt die Logik hinter dem Devisenhandel dieselbe wie beim Aktienhandel an der Börse. Gekauft wird ein Währungspaar, wenn der Forextrader erwartet, dass der Wert der Währung X gegenüber einer anderen Währung Y steigt. Und er wird das Paar verkaufen, wenn er einen Wertverfall der Währung X gegenüber der Währung Y vermutet.
Die Spanne zwischen dem Kauf- und dem Verkaufspreis bestimmt u.a. den Profit. Die oben bereits genannten Währungspaare der Major Currencies gelten dabei aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Herausgeberländer als sicher und beständig.
2 einfache Forex Trading Beispiele
Ein Beispiel: 1 EUR ist 1,3 USD Wert. Ein Trader verkauft 1.000 EUR und erhält im Tausch 1.300 USD (1.000 x 1,3 USD). Daraufhin verliert der EUR gegenüber dem USD an Wert, sodass 1 EUR nur 1,25 USD Wert ist. Der Händler beschließt deshalb seine US-Dollar in Euros zurückzutauschen. Er erhält für seine 1.300 USD nun 1.040 EUR. Damit hat der Trader einen Gewinn von 40 Euro abzgl. Handelsgebühren erwirtschaftet.
Da die Kursschwankungen, anders als im Beispiel, meist nur sehr schwach ausfallen, müssten unglaublich hohe Summen eingesetzt werden, damit ein nennenswerter Gewinn erzielt werden könnte. Deshalb wird mit sogenannten Hebeln (Leverage) gearbeitet.
So kann mit geringem Kapitaleinsatz ein hoher Betrag bewegt werden. Gängige Hebel reichen von 1 : 10 bis 1 : 1.000.
Ein weiteres Beispiel aus dem Forex Handel:
- Ein Hebel von 1 : 10 (Einsatz des Traders 30 CHF / € = 300 CHF / € gehandelter Betrag)
- Hebel von 1 : 100 (Einsatz des Traders 300 CHF / € = 30.000 CHF / € gehandelter Betrag)
- 1 : 1.000 (Einsatz des Traders 3.000 CHF / € = 3.000.000 CHF / € gehandelter Betrag)
Die Differenz zwischen dem Kapitaleinsatz des Traders und dem gehandelten Betrag wird vom Broker übernommen. Dafür muss der Trader beim Broker eine Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegen, Diese kann beispielsweise 3 % der Handelssumme entsprechen.
Im Fall eines positiv abgeschlossenen Handels locken mittels des Hebels hohe Gewinne. Im Falle eines fehlgeschlagenen Handels verliert der Trader seinen Einsatz plus die hinterlegte Sicherheitsleistung beim Broker.
Wie kommen die Währungskurse zustande?
Jeder, der schon im Ausland unterwegs war, weiß, dass Währungen immer zu sich ändernden Kursen gehandelt werden. Nicht immer bekommt man beispielsweise für 1,00 CHF den gleichen Gegenwert in Euro.
Die Ursache liegt in den Marktgesetzen von Angebot und Nachfrage. Besteht nach einer Währung eine hohe Nachfrage oder besteht eine Knappheit, dann steigt ihr Wert. Gibt es wenig Nachfrage oder ist diese gut verfügbar, dann sinkt der Wert.
Aufgrund der vielen Akteure am weltweiten Devisenmarkt sind die Kurse nur sehr schwer bis gar nicht vorherzusagen. Deshalb ist der Handel mit Währungen immer hochspekulativ.
Forex Trading – Einstieg in den Devisenhandel von BrokerDeal auf Youtube.
Wo werden die Devisen gehandelt?
Entgegen dem Aktien Handel (für Anfänger) werden Devisen nicht an zentralen Börsenplätzen, sondern auf dem offenen Markt, dezentral über das Internet, gehandelt. Zu den Marktteilnehmern zählen Unternehmen wie Hedge Fonds oder Banken, genauso wie Staaten oder Privatanleger. Diese können werktags rund um die Uhr ihre Trades abwickeln.
Forex Handel für Anfänger – Vor- & Nachteile, was überwiegt?
Im Unterschied zum Aktienmarkt benötigt der Investor nur wenig Eigenkapital. Mittels der angebotenen Hebel können selbst Kleinanleger am Devisenmakt handeln. Auch die Brokergebühren fallen deutlich geringer aus. Darüber hinaus können Investoren fast zu jeder Zeit und von jedem internetfähigen Gerät aus Forex traden. Für jeden Händler ist das jedoch Chance und Risiko zugleich.
Denn wo Licht ist, ist auch Schatten. Viele Menschen lockt der Forex Handel mit schnellen Gewinnen. Doch genau das Gegenteil kann genauso leicht eintreffen. Jeder Handel ist aufgrund des völlig unübersichtlichen Markts hochspekulativ. Durch den Leverage setzen sich Investoren hohen Verlustmöglichkeiten aus.
Aus diesen Gründen ist der Forex Handel insbesondere für Anfänger bzw. Kleinanleger nicht zu empfehlen. Denjenigen, die es dennoch versuchen wollen, raten wir nur das Geld einzusetzen oder zu hinterlegen, dass sie nicht zur Bewältigung ihres Alltags benötigen.