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Gewählt sind auf bürgerlicher Seite Didier Castella (FDP, bisher, 52847 Stimmen), Olivier Curty (Mitte, bisher, 51653), Romain Collaud (FDP, 49745), Jean-Pierre Siggen (Mitte, bisher, 44185) und Philippe Demierre (SVP, 40710), wie die Freiburger Staatskanzlei mitteilte.
Die zwei Sitze von Links-Grün gehen an Sylvie Bonvin-Sansonnens (Grüne, 41047) und Jean-François Steiert (SP, bisher, 40317). Nicht gewählt wurden Nationalrätin Valérie Piller Carrard (SP, 39545) und Sophie Tritten (CSP, 36262).
Damit verliert die SP einen Sitz in der Freiburger Kantonsregierung, die Mitte ebenfalls einen. Diese beiden Sitze gehen an die Grünen und die FDP. Derzeit lautet die Sitzverteilung im Freiburger Staatsrat 3 Mitte, 2 FDP und 2 SP. Im ersten Wahlgang vom 7. November hatte niemand das absolute Mehr erreicht.
Die Grünen kehren vier Jahre nach dem Rücktritt von Marie Garnier in die Kantonsregierung zurück. Links-Grün muss aber einen herben Dämpfer hinnehmen: Im ersten Wahlgang vom 7. November waren vier ihrer Kandidierenden auf den sieben ersten Plätzen gelandet.
Nun hat sich ausbezahlt, dass die bürgerlichen Parteien ihre Kräfte bündelten und zusammen in den zweiten Wahlgang stiegen. Im ersten Wahlgang waren die Mitte, die FDP und die SVP noch allein angetreten.
Aufatmen kann insbesondere der amtierende freiburgische Erziehungsdirektor Jean-Pierre Siggen. Im ersten Wahlgang war er nur auf Platz neun gelandet.
Eine Überraschung ist das verhältnismässig schlechte Abschneiden des amtierenden Staatsratspräsidenten Jean-François Steiert im zweiten Wahlgang: Im ersten Wahlgang hatte er noch das beste Resultat aller Kandidierenden gemacht. Nun liegt Sylvie Bonvin-Sansonnens vor ihm und Nationalrätin Piller Carrard nur knapp hinter ihm.
Die aktuelle Präsidentin des Grossen Rats, die Meister-Landwirtin Sylvie Bonvin-Sansonnens, kam anlässlich des ersten Wahlgangs auf Rang 2, FDP-Staatsrat Didier Castella auf Platz 3, vor Piller Carrard und Mitte-Staatsrat Olivier Curty.
In den ersten sieben Rängen platzierten sich damals auch SP-Kantonalpräsidentin Alizée Rey und FDP-Grossrat Romain Collaud. Rey zog sich vor dem zweiten Wahlgang zurück. Gleich hinter Collaud folgte Sophie Tritten. Demierre landete nur auf Rang 11.
Hätte die links-grüne Allianz auch im zweiten Wahlgang vier von sieben Plätzen besetzen können, wäre dies die erste links-grüne Mehrheit im Staatsrat in der Geschichte des Kantons Freiburg gewesen.
(sda)