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- Vjosa Osmani ist die neue Staatspräsidentin Kosovos.
- Die 38-Jährige wurde vom Parlament in Pristina auf Vorschlag der Regierungspartei Vetevendosje des Ministerpräsidenten Albin Kurti zum Staatsoberhaupt gewählt.
- Sie erhielt 71 Stimmen und damit die Mehrheit in der Volksvertretung mit 120 Sitzen. 82 Abgeordnete waren anwesend.
Die auch in den USA ausgebildete Politikerin rief nach ihrer Wahl zu einem Dialog mit Serbien auf, um die Beziehungen zwischen beiden Seiten zu normalisieren. Allerdings müsse sich die Regierung in Belgrad zuerst entschuldigen und die Verantwortlichen des Krieges 1998/99 anklagen.
Bereits interimistisch im Amt
Osmani war bereits seit November kommissarisch im Amt, weil ihr Vorgänger Hashim Thaci im Zuge einer Anklage des Kosovo-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag zurückgetreten war. Das Mandat für sie war mit der Übernahme der neuen Regierung um Ministerpräsident Albin Kurti und seiner Anti-Establishment-Partei Vetevendosje abgelaufen. Die Vetevendosje hatte die Parlamentswahl Mitte Februar klar gewonnen.
Einige Oppositionsparteien kritisierten die Wahl Osmanis und erklärten, in einer fragilen Demokratie wie der kosovarischen sei es nicht gut, wenn die Präsidentin, der Ministerpräsident und der Parlamentspräsident aus einer Partei kämen. Osmani ist nicht Mitglied der Vetevendosje, war aber über deren Liste bei der Wahl im Februar angetreten.
Kosovo mit seinen 1.9 Millionen Einwohnern hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt, was das von Russland unterstützte Serbien aber nicht anerkennt. Hinter den Kulissen drängt vor allem die Europäische Union auf die Beilegung des Konflikts und pumpt Milliarden in die Region. Alle Westbalkan-Staaten werden als EU-Beitrittskandidaten angesehen.