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Das Lacoste-Krokodil geht in Schweizer Hände über. Die Genfer Maus-Frères-Gruppe erhöht ihre Beteiligung am Modeunternehmen mit dem Krokodillogo und wird dieses fortan kontrollieren. Der Konzern, zu dem unter anderem die Manor-Warenhäuser gehören, muss für die Übernahme aber tief in die Tasche greifen.
Der Wert des französischen Modeunternehmen mit dem weltweit bekannten Logo beläuft sich auf 1 bis 1,25 Milliarde Euro, wie Maus Frères in einer Mitteilung vom Abend schrieb. Bisher besass die hauptsächlich im Detailhandel tätige Gruppe bereits 35 Prozent an Lacoste.
Eine Gruppe von Familienaktionären, darunter Verwaltungsratspräsident Michel Lacoste, tritt nun weitere 30,3 Prozent der Aktien ab. Das kostet Maus Frères zwischen 300 und knapp 380 Millionen Euro.
Die Transaktion ist aber noch von der Erfüllung gewisser Bedingungen abhängig, welche im Communiqué von Maus Frères aber nicht genannt wurden. Zudem erhalten auch die übrigen Familienaktionären das Angebot, ihre Anteile zum selben Preis anzudienen.
Über das 1998 gekaufte französische Textilunternehmen Devanlay, das die weltweite Lizenz zur Herstellung und den Vertrieb von Textilien mit dem Krokodillogo besitzt, ist die Maus-Frères-Gruppe schon heute eng mit Lacoste verbunden.
Die Familienmitglieder, welche nun ihre Aktien an Maus Frères abtreten, bezeichnen die Transaktion gemäss Communiqué denn auch als beste Garantie für das Weiterbestehen der Marke.
Jahresumsatz von 1,6 Milliarden Euro
Lacoste wurde 1933 vom französischen Tennisspieler René Lacoste gegründet. Dessen Sohn Bernard, der die Geschicke des Unternehmens ab 1963 leitete und 2006 verstarb, machte aus der Firma eines der bekanntesten Textilunternehmen der Welt. Setzte Lacoste in den 60er-Jahren pro Jahr 300'000 Kleidungsstücke ab, waren es 40 Jahre später fast 50 Millionen.
Neben Poloshirts und Sportkleidung umfasst die Lacoste-Kollektion inzwischen auch Schuhe, Parfums, Lederwaren, Uhren, Brillen und Gürtel. Gemäss Medienberichten betrug der Umsatz von Lacoste im vergangenen Jahr 1,6 Milliarden Euro.
Die Maus-Frères-Gruppe erwirtschaftete 2011 einen Umsatz von 5,3 Milliarden Franken und beschäftigte 22'000 Mitarbeiter. Neben Manor gehören auch die Do-It-Yourself-Kette Jumbo, die Sportfachmarktkette Athleticum, das schwedische Modeunternehmen Gant, die Kleidermarke Aigle, die Parashop-Drogerien sowie weitere Unternehmen und Marken zum Konzern.
(aho/awp)