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Der städtebauliche Anspruch, die bestehenden Strukturen des Ortes einer zukünftigen Entwicklung zugrunde zu legen, bestimmen erst mit der zunehmenden Realisierung der Ausnützungsreserven die Gesamtgestalt dieses Stadtteils. Die Vorgabe einer Parzelle mit spitzem Winkel wird im dreiecksförmigen Büro- und Apartmenthaus in bewusster Massstabsübersteigerung und aperspektivischer Komposition des Frühexpressionismus aufgenommen in der das Volumen des Turms aus der verkürzten Perspektive der Zahnradstrasse mehr suggeriert, als real hervortritt. Die Abfolge der abgestuften, unwahrscheinlich schmalen Volumen mit ihren gebrochenen Perspektiven erzeugen aus dem Blickwinkel des Passanten eine Verstärkung der Diagonalen und Gegendiagonalen und deren Verbindung mit den Linien der Härterei.
Der fugenlose Ausdruck des Scheiben-Skelettbau aus Stahlbeton mit Aussenwänden aus verputztem Einsteinmauerwerk beruht einzig auf der Wirkung der plastischen Körpern, den Proportionen und dem Licht. Fein abgestufte Reliefs und deren Schattenbildung vermögen den Gebäudekörper zu gliedern.
Die zweigeschossige Eingangshalle im Kopfbereich des dreieckigen Gebäudevolumens schafft eine Beziehung zu allen öffentlichen Nutzungen im Erdgeschoss. Drei im Grundriss lateral positionierte Steigzonen schaffen die angestrebte Flexibilität und ermöglichen in den Open-Space-Büros eine durchgehende Belichtung der offenen Mittelzone. Über den variablen Geschossen mit Dienstleistungsnutzungen liegen die Mikroapartments, die durch ihre Höhenlage von der Weitsicht profitieren und um einen ebenfalls dreiecksförmig ausgebildeten Innenhof angelegt sind. Die Erschliessungen und Co-Livingflächen sind an den aufgebrochenen Ecken situiert. An einem dieser spektakulären Raumübergänge liegt als Herzstück die Gemeinschaftsküche auf dem 7. Geschoss, in der sich durch die Ausdrehung der einen Wandscheibe ein Weitblick über die Stadt öffnet.
Neben dem Turm wird der Bestand des Tonhalle-Maag Saals für eine flexible Nutzung umgestaltet und erweitert. Der Saal bildet das Zentrum aller neuen Veranstaltungen und bietet mit dem umgestalteten Bühnenbereich die idealen Voraussetzungen für verschiedenste Szenarien. Zwischen Turm und Bestandshalle ist unprätentiös das Foyer eingesetzt. Die beidseitige Zugänglichkeit erlaubt eine maximal flexible Nutzung – sowohl für alleinstehende Events als auch für eine vielfältige Bespielung der Gesamtanlage bei Ausstellungen oder Messen.≥ Download Projektdokumentation