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Der Schweizer Tennisprofi bezwingt im Traumfinal des ATP World Tour Finals in London die Weltnummer 1, Rafael Nadal, mit 6:3, 3:6 und 6:1. Roger Federer hat damit das Masters zum 5. Mal gewonnen, wie vor ihm nur Ivan Lendl und Pete Sampras.Dieser Inhalt wurde am 28. November 2010 - 22:20 publiziert
Das Jahr 2010 endete für Roger Federer so erfolgreich, wie es begonnen hatte. Zehn Monate nach seinem 16. Grand-Slam-Triumph beim Australian Open gewann der Schweizer in London das ATP-Finale 2010.
Vor 17'500 begeisterten Zuschauern schlug Federer zum Abschluss einer perfekten Woche in der Londoner O2-Arena seinen grössten Rivalen Rafael Nadal in etwas mehr als anderthalb Stunden. Bereits zum fünften Mal konnte er die letzte Trophäe des Jahres in die Höhe stemmen.
Wie bereits in den vier vorausgehenden Partien zeigte Federer auch zum Abschluss der Woche eine Glanzleistung.
Der Schweizer hätte sich zum Jahresabschluss keine bessere Woche wünschen können. Er war mit vier sicheren Zweisatzsiegen gegen die Elite der Elite ins Endspiel eingezogen und zeigte gegen seinen mallorquinischen Erzrivalen eine wahre Glanzleistung.
Erstmals seit 24 Jahren standen sich in einem Masters-Endspiel die Weltnummern 1 und 2 gegenüber. 1986 hatte sich die Konstellation mit dem Tschechen Ivan Lendl und dem Deutschen Boris Becker ergeben.
Im jüngsten Final triumphierte die Weltnummer 2.
Die zwei Besten
Die derzeit besten Tennisspieler der Welt blieben in der Vorrunde ungeschlagen. Beide boten im Halbfinal ihre beste Leistung bei dem Turnier.
Den ersten Satz gewann der Schweizer in 32 Minuten und mit einem Verhältnis von 14:2 Winnern.
Der entscheidende Servicedurchbruch gelang ihm zum 5:3 mit einem Rückhand-Cross-Gewinnschlag. Genau die Backhand war einer der Schlüsselpunkte, spielte Federer sie doch wesentlich aggressiver als sonst gegen Nadal.
Im zweiten Satz liess Federer dann vor allem bei der Quote erster Aufschläge nach, was Nadal zu einem Break zum 3:1 und später zum Gleichstand ausnutzte.
Beim zweiten Matchball
Im dritten Durchgang kehrte dann die Sicherheit beim Aufschlag wieder zurück und der Sieger der letzten drei Grand-Slam-Turniere hatte dann beim Return gewaltige Probleme. Federer gelangen Breaks zum 3:1 und 5:1, wenig später verwertete er den zweiten Matchball mit seinem 32. und letzten Winner, einer unerreichbaren Vorhand.
Nadal mag psychologisch gegen Federer im Vorteil sein, weil er seit Anfang 2008 sechs der acht Direktduelle gewonnen und auch insgesamt öfter triumphiert hat, doch an diesem frühen Sonntagabend konnte der manchmal leicht müde wirkende Spanier mit dem Schweizer nicht mithalten.
Gegen Nadal bestritt das Schweizer Tennisass bereits den 22. Match, darunter 18 Finalspiele. Dank des ersten Erfolgs gegen den Spanier seit Mai 2009 verbesserte er die weiterhin negative Bilanz auf 8:14 Siege.
Federer hat damit seinen fünften Triumph beim Jahresendturnier der besten acht eingespielt. Einzig 2005 unterlag er in Schanghai David Nalbandian, nachdem ihm ebenfalls nur zwei Punkte zum Sieg gefehlt hatten. Er ist nun nach Ivan Lendl und Pete Sampras der dritte Mann, der das Masters fünfmal gewonnen hat.
Kampf um Vorherrschaft 2011
In der Weltrangliste ändert sich im Vergleich zur Vorwoche beinahe nichts. Trotz des Gewinns von 1500 ATP-Punkten (und 1,63 Millionen Dollars) wird Federer weiterhin deutlich hinter Nadal an zweiter Position stehen. Doch mit diesem Sieg lancierte der Schweizer bereits vorzeitig die nächste Saison und das kommende Rennen um die Vorherrschaft auf der Tour.
Masters-Sieger seit 2001
2010 Roger Federer
2009 Nikolai Dawidenko
2008 Novak Djokovic
2007 Roger Federer
2006 Roger Federer
2005 David Nalbandian
2004 Roger Federer
2003 Roger Federer
2002 Lleyton Hewitt
2001 Lleyton Hewitt
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