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Geschichte
VORGESCHICHTE
Im Wintersemester 1896/97 trafen sich in Basel regelmässig ein gutes Dutzend Deutscher Waffenstudenten beim Bier. Der Kreis legte sich scherzhafterweise den Namen bei: «Verein Tüchtiger Kräfte». Am Schluss des Semesters beschlossen drei Mitglieder nach Freiburg im Üechtland zu ziehen. Dies waren die «Tüchtigen Kräfte» Böhm, Redenz und Bartsch.Im Sommersemester 1897 schlossen sich ihnen die Herren Buchmeyer und Dettwiler an. Die letzteren wurden unter feierlichen Zeremonien in den neu gegründeten V.T.K Freiburg aufgenommen. Am Beginn des Wintersemesters 1897/98 fanden sich die «Tüchtigen Kräfte» Böhm, Redenz, Buchmeyer und Bartsch wieder in Freiburg ein. Ausserdem versammelten sich an ihrem Stammtisch im Hôtel «Tête Noire» viele Mitglieder der örtlichen Studentenverbindungen, welche jedoch - wegen der Verschiedenheit der Prinzipien - nicht zu «Tüchtigen Kräften» ernannt werden konnten. So entstand um den engeren Kreis der "Tüchtigen Kräfte" ein weiterer, welchen man «Erdbebenklub» benannte.
DIE GRÜNDUNG SELBST
Da der «Erdbebenclub» mit der Zeit stattlich wurde, tauchte in den Köpfen der Mitglieder der Gedanke auf, eine fester organisierte studentische Vereinigung zu gründen. Eine schlagende, dem Prinzip der «unbedingten Satisfaktion mit der Waffe» unterstehenden Korporation bestand nicht an der Universität Freiburg i.Ue.. Von den übrigen Verbindungen trennten gewisse Grundsätze wie Konfession oder eine politisch vorgegebene Ausrichtung. Infolgedessen traten am 13. Februar 1898 im «Hôtel Faucon» die Freunde der Neugründung zusammen und beschlossen, eine studentische Vereinigung zu schaffen, welche der Sammelpunkt aller Waffenstudenten an der Universität sein sollte. Wegen der Verschiedenheit der waffenstudentischen Herkunft der Mitglieder war es ausgeschlossen, eine Korporation zu gründen, welche sich irgend einem Dachverband angeschlossen hätte.
Man entschloss sich daher, den neu entstehenden Bund neutral als «Studentische Vereinigung» zu bezeichnen. Dieselbe erhielt von den Gründern den Namen «Die Rodensteiner» in Erinnerung an den in zahlreichen Studentenliedern besungene Sagengestalt. Der Senat der Universität wurde von der Gründung unter Einsendung der Statuten in Kenntnis gesetzt kurd darauf teilte der damalige Rektor Kowalsky dem Bund mit, dass der Senat die Verbindung genehmigt habe.
Als Farben der Verbindung wurden grün-weiss-schwarz (mit silberner Perkussion) gewählt. Neben dem Burschenband tragen die Rodensteiner eine schwarze Studentenmütze sowie - allerdings nur während des Frühlingssemesters - einen weissen Seidenstürmer. Alte Herren tragen, sofern sie wollen, ein schwarzes Tönnchen.