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Kunstgeschichte - Seminare
Befreiung aus der mittelalterlichen Bindung an die Architektur
Wie einst in der Antike stand wieder die Freiskulptur im Zentrum des bildhauerischen Schaffens. Die Skulptur war nicht mehr hauptsächlich auf Kirchenfassaden und Altäre beschränkt, sondern wurde ein wichtiger Bestandteil der Stadt-, Platz- und Gartengestaltung. Erstmals wurde die Skulptur zudem nicht mehr als «ars mechanica» (Handwerk) verstanden, sondern als freie Kunst anerkannt.
- Was ist Marmor?
- Wie entstand der Marmor von Peccia?
- Welche Mineralien enthält er?
- Wie, wann und warum wurde das Gebirge um Peccia aufgefaltet?
- Gibt es hier noch andere Rohstoffe?
- Besteht ein Zusammenhang zur Verschiebung der Kontinente?
Solchen und anderen Fragen der Geologie wollen wir in diesem zweitägigen Seminar auf die Spur kommen.
Jean Arp (1886 – 1966) & Kontext
Seit April 2015 besitzt die Fondazione Marguerite Arp in Locarno-Solduno, neben dem ehemaligen Wohn-& Atelierhaus ein neues von den Zürcher Architekten Annette Gigon und Mike Guyer errichtetes Gebäude, ein „Depot mit Schauraum“. Damit erfüllte sich der Wunsch von Jean Arp, den er anlässlich seiner Retrospektive 1965 in Locarno geäussert hatte, dass eine Art Galeriebau auf dem Terrain Ronco die Fiori sein Werk und jenes von Sophie Taeuber Arp (1889-1943) sowie ihren Künstlerfreunden öffentlich zugänglich machen soll.
Neubau und Schauraum sind Anlass für ein erneutes Seminar über den wichtigen Künstler, der 1915 erstmals in Ascona weilte, 1922 in Pura heiratete und mit Sophie Taeuber Arp wiederholt Ascona besuchte, Beziehungen zu den Kreisen auf dem Monte Verità pflegte, gelegentlich Cristallina-Marmor aus Peccia bezog und 1959, zusammen mit seiner neuen Lebensgefährtin Marguerite Arp-Hagenbach (1902-1994), das Anwesen Ronco die Fiori in Locarno-Solduno erwarb.
Kunstgeschichte - Kulturgeschichte
"Solange etwas ist, ist es nicht das, was es gewesen sein wird. Wenn etwas vorbei ist, ist man nicht mehr der, dem es passierte."
Martin Walser ( "Ein springender Brunnen")
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Die Kulturgeschichte stellen wir uns vielleicht als einen Wollfaden vor aus verschieden langen Fasern oder Phasen, die einander umschlingend ineinander gedreht und verfilzt sind. Eigentlich ein räumliches Gebilde, bestehend aus unzähligen kulturellen Bedingungen und Erfahrungen bis in die Verwicklungen der Gegenwart.
Thema des Wochenendseminars: Die Macht der Bilder durchschauen und ihre Kraft nutzen (Teil II)
Artefakte wie Bilder und Skulpturen sind Gefühls- Emotions- und Wissensträger. Sie senden optische Signale aus. Wie diese bei den Rezipierenden «ankommen», wie sie dort wirken und interpretiert werden, das entscheidet sich im Gehirn. Der Schlüssel zum Verständnis des Gehirns ist gleichzeitig der Schlüssel zum Codieren und Decodieren von Bildern und Skulpturen.