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Der kleinste europäische Reiher
von Regula Hediger
Dank der geschützten und dichten Vegetation an den weitläufigen Uferpartien am Greifensee und am Pfäffikersee beobachten und fotografieren Ornithologen zurzeit einige der kleinen und kaum wahrnehmbaren Reiher.
In der Schweiz gehört die Zwergdommel (Ixobrychus minutus) den seltenen Brutvögeln. Sie steht auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Zwergdommeln wiegen ca. 150 Gramm und haben eine Körpergrösse von 27 bis 36 Zentimeter. Das Weibchen hat einen braun-gestreiften Hals und Rücken und eine gestreifte Unterseite. Die Flügel haben helle Flecken. Die Beine sind grüngelblich mit langen Zehen. Der Schnabel ist dolchartig. Das Männchen hat einen schwarzen Rücken, weisse Flügelflecken und einen hellbräunlichen Hals mit hellen Streifen. Der Oberkopf ist schwarz und der Schnabel ist oben dunkler.
Zwergdommeln bauen ihre Nester dicht über dem Wasser. Sie legen fünf bis sechs Eier. Nach ca. 17 Tagen schlüpfen die Jungvögel. Sie wiegen dann knapp 10 Gramm. Wenn sie nicht gestört werden, halten sie sich ungefähr einen Monat in Nestnähe auf.
Die Zwergdommel ernährt sich von Fischen, Larven, Würmer, Insekten und Amphibien. Sie jagt im dichten Röhricht oder im Schilf. Der grösste Feind der Zwergdommel ist der Mensch und Greifvögel. Sobald Gefahr auftritt geht die Zwergdommel in die typische Pfahlstellung und ist kaum von ihrer Umgebung zu unterscheiden.