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Friedhof Zürich Hönggerberg (nicht bei der Kirche Höngg)
Notzenschürlistrasse 30
8049 Zürich
044 344 14 05
Der Friedhof Hönggerberg wird heute meist durch das Tor an der Michelstrasse betreten. Das architektonische Hauptportal befindet sich dagegen an der Nordwestseite an der Notzenschürlistrasse, welche durch den Wald führt und hinter dem Friedhofsportal auf einem Platz vor der Abdankungshalle endet. Der Platz ist mit Rosskastanien bepflanzt und besitzt auf der rechten Seite eine Plastik von Emilio Stanzani aus dem Jahr 1949. Obwohl das Kunstwerk den Titel Pietà trägt, zeigt sie einen kraftvollen, nach oben blickenden Engel im Moment seines Abflugs. In seinen Armen reisst er einen Toten mit, den der Tod nicht geschwächt hat. Auf der linken Seite des Platzes befinden sich das Verwaltungsgebäude und die Aufbahrungshalle, welche mittels einer Passerelle mit der Abdankungshalle verbunden ist. Deren Frontwand ziert ein Fresko von Max Gubler aus dem Jahr 1948, welches einen Seelenführer-Engel zeigt, der einem Auferstandenen den Weg in den Himmel weist.
Bereits bei der Planung wurde Rücksicht auf die Topographie des Geländes genommen. Mit seiner Hanglange besitzt der Friedhof eine aussergewöhnliche Fernsicht auf die Stadt Zürich und das Limmattal. Die südliche Front des Friedhofs wurde bewusst von hochwachsenden Bäumen freigehalten, um die Aussicht auf Dauer zu erhalten. Das Wegnetz ist in fliessenden Bewegungen gehalten, sodass sich stets neue Perspektiven ergeben. Die Bepflanzung unterstreicht den parkartigen Charakter der Friedhofsanlage
Zum Hauptportal gelangt man über die Notzenschürlistrasse. Vom mit Bäumen gesäumten Vorplatz, an dem die Hochbauten (Verwaltungsgebäude, Aufbahrungshalle und Abdankungshalle) liegen, erstreckt sich der Geländegrundriss gegen Südosten in Form eines gleichschenkligen Dreiecks.
Bereits bei der Planung hat Gustav Ammann Bezug auf die Topographie genommen. Die Anlage der Grabfelder und Wege folgt den Vorgaben des Geländes. Mit seiner flachen Neigung ist der Friedhof auf eine grandiose Fernsicht über die Stadt bis zu den Alpen ausgerichtet. Der südliche, talwärts gerichtete Randbereich ist bewusst von höheren Bäumen frei gehalten.
Die gesamte Friedhofsanlage ist übersichtlich gestaltet. Freiwachsende Gehölze unterstreichen den parkartigen Charakter. Beim Wegenetz achtete Gustav Ammann auf eine fliessende Bewegung, sodass sich ein Wechsel schöner Perspektiven ergibt, der den Anblick grösserer Anhäufungen von Grabsteinen vermeidet. Die Grabfelder selbst sind in grüne Kammern aus unterschiedlichen Straucharten eingebettet. Ammann achtete besonders auf Farben und Formen. Helle Grüntöne bevorzugte er gegenüber immergrünen. Unbelegte Flächen werden heute als Blumenwiesen unterhalten.
Das Gemeinschaftsgrab ist im Zentrum des Friedhofs angelegt. Es wurde 1985 eingerichtet und befindet sich etwa in der Mitte des Friedhofs. Es ist auffallend mit Buchs konturiert. Diese fassen eine runde als Blumenwiese gestaltete Bodensenke ein. Ein Halbrund aus Sträuchern mit schöner Blüte und Herstfärbung bildet den Abschluss. Die Familiengräber sind eher in den Randbereichen angesiedelt. Das Gelände erlaubt grosse Abwechslung in der Gestaltung von dichter und loser angelegter Gräbergruppen.