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Was ist Hepatitis contagiosa canis (HCC) beim Hund?
Bei einer Hepatitis contagiosa canis handelt es sich um eine ansteckende Leberentzündung beim Hund. Die Leber ist ein Organ, welches für den einwandfreien Stoffwechsel zuständig ist. Sie reguliert den Fett-, Zucker- und Eiweißhaushalt.
Des Weiteren ist die Leber für die Entgiftung und den Abbau von Stoffwechselprodukten zuständig. Die Gallensäure, welche dabei in der Leber produziert wird, fördert die Verdauung.
Ursache
Die Infektionskrankheit wird durch sogenannte Canine Adenovirus-1 (CAV-1) hervorgerufen. Diese Viren werden durch Urin, Kot oder andere Körpersekrete übertragen.
Sie greifen Mandeln sowie Lymphknoten an und vermehren sich dort. Eine Erkrankung an Hepatitis kann auch durch eine Vergiftung von Arzneimitteln oder Chemikalien ausgelöst werden. Eine Übertragung der Viren von Hund auf Mensch ist nicht möglich.
Symptome
Der Verlauf einer Leberentzündung verläuft sehr unterschiedlich. Einige Hunde zeigen keinerlei Symptome und entwickeln automatisch Antikörper, die eine erneute Erkrankung ein Leben lang verhindern können.
Andererseits zeigt der Hund innerhalb von 2 – 5 Tagen Symptome wie:
- Appetitlosigkeit
- Durchfall
- Erbrechen
- Fieber
- Gelbsucht
- Teilnahmslosigkeit
Zusätzlich ist es möglich, dass Wassereinlagerungen vor allem im Bereich der Augen auftreten. Dadurch erscheint das Auge trüb und meist mit einer blaugrauen Farbe.
Das sogenannte „blue eye phänomen“ heilt im Normalfall innerhalb von 2 Wochen wieder ab. Weiterhin sind Blutungen im Bereich der Schleimhäute bei einer Hepatitis contagiosa canis keine Seltenheit.
Diagnose
Als Erstes wird beim Tierarzt eine klinische Untersuchung gemacht. In einem weiteren Schritt wird eine Blutuntersuchung vorgenommen, um die genauen Leberwerte zu bestimmen.
Im Falle einer Leberentzündung sind die Leberenzyme stark erhöht und die Anzahl der weißen Blutkörperchen vermindert. Da diese Symptome aber auch auf andere Krankheiten hinweisen können, wird zusätzlich eine Biopsie durchgeführt. Übrigens ist das Canine Adenovirus-1 im Blut und Urin des Hundes nachweisbar.
Behandlung
Je nach Schweregrad der Erkrankung bekommt man den Virus wieder in den Griff. Die Behandlung erfolgt dabei vor allem symptomatisch, da das Virus an sich nicht behandelt werden kann.
Der Vierbeiner erhält Infusionen, so dass er über genügend Flüssigkeit und Elektrolyte verfügt. Beschwerden wie Fieber oder Durchfall werden gelindert, um Komplikationen zu vermeiden. Bei einer Vergiftung wird ein Gegenmittel eingesetzt.
Leider ist es aber nicht selten, dass die Krankheit tödlich verläuft. Dies vor allem bei sehr schwer Verlaufenden Infektionen.
Vorbeugung
Es gibt eine Impfung, die eine Hepatitis contagiosa canis vorbeugt. Diese Impfung schützt nicht nur vor der ansteckenden Leberentzündung, sondern auch von dem Canine Adenovirus-2, welche den sogenannten Zwingerhusten beim Hund auslöst. Die Impfung erfolgt ab dem Alter von 8 Wochen das erste Mal. In der Regel frischt der Arzt diese danach alle drei Jahre auf.