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Neun Medaillen errangen die Schweizer Alpinen an den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo. Damit war die Ausbeute so gross wie seit mehr als drei Jahrzehnten nicht mehr.
Einzig 1987 bei den legendären Weltmeisterschaften in Crans-Montana (14 Medaillen, 8-mal Gold) und zwei Jahre später in Vail (11 Medaillen, 3-mal Gold) war das Swiss-Ski Team noch erfolgreicher gewesen als heuer in Venetien. Selbst wenn man berücksichtigt, dass früher noch kein Team Event und keine Parallel-Rennen ausgetragen wurden, fällt die Schweizer Bilanz in Cortina im Vergleich mit anderen Titelkämpfen grossartig aus. Acht der neun Medaillen wurden in den klassischen Alpin-Disziplinen Abfahrt, Super-G, Riesenslalom und Kombination errungen. «Man kann die WM-Rennen heute nicht mit jenen der Achtzigerjahre vergleichen. Die Leistungsdichte heute ist unglaublich hoch», so Alpin-Direktor Walter Reusser.
Mit zweimal Gold und einmal Bronze gehörte Lara Gut-Behrami in Cortina zum Kreis der erfolgreichsten Athletinnen und Athleten. Die Tessinerin ist für das Swiss-Ski Team seit mehr als einem Jahrzehnt eine Medaillengarantin an Weltmeisterschaften. Bereits 2009 in Val d'Isère gewann sie als damals 17-Jährige zweimal WM-Silber - in der Abfahrt und in der Kombination. Nach den in Cortina errungenen WM-Titeln im Super-G und im Riesenslalom steht Gut-Behrami bei zweimal Gold, dreimal Silber und dreimal Bronze. Bezüglich der Anzahl WM-Medaillen übertraf sie damit Erika Hess, die sechsmal Weltmeisterin wurde und dazu noch einmal Bronze gewann. Vreni Schneider gewann sechsmal Edelmetall an Weltmeisterschaften. Bei den Männern liegt die Bestmarke bei neun WM-Podestplätzen - realisiert durch Pirmin Zurbriggen von 1985 bis 1989 (viermal Gold, viermal Silber, 1x Bronze).
Ich bin stolz, dass ich mit diesem Team arbeiten darf.
Gut-Behrami hatte grossen Anteil daran, dass die Titelkämpfe in Cortina für das Schweizer Frauen-Team als die zweiterfolgreichsten Weltmeisterschaften überhaupt in die Swiss-Ski Annalen eingehen. Die Schweizer Frauen errangen dreimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze. Einzig vor 34 Jahren in Crans-Montana war das Frauen-Alpin-Team von Swiss-Ski noch erfolgreicher (8 Medaillen, davon 5-mal Gold).
Loïc Meillard wiederum sorgte mit dem Gewinn von WM-Bronze in der Kombination von Cortina d'Ampezzo für eine Art Jubiläum. Der Romand ist der 50. WM-Medaillengewinner bei den Schweizer Alpin-Männern in der WM-Geschichte.
«Ich darf ein hervorragendes WM-Fazit ziehen», freut sich Swiss-Ski Präsident Urs Lehmann. «Ich möchte allen Athletinnen und Athleten ein riesiges Kompliment aussprechen, und nicht nur ihnen. Das ganze Team, von den Trainern über die Physiotherapeuten bis zu den Serviceleuten - was die alle geleistet haben, ist sensationell. Ich bin stolz, dass ich mit diesem Team arbeiten darf.»
UPDATE: Komplette Schweizer WM-Statistik Ski Alpin (1931 – 2021)