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Am 17. Februar 2012 geschah das Unfassbare: Beim Skilaufen im österreichischen Lech wurde der Prinz von einer Lawine verschüttet. Friso lag mit schweren Hirnschäden im Koma. Die königliche Familie war zutiefst erschüttert. Die Niederländer erlebten, wie schwer Frisos Frau, Prinzessin Mabel, und seine Mutter Beatrix vom tragischen Unglück gezeichnet waren.
Der Prinz wurde in einer Klinik in London versorgt. Doch mit der Zeit schwand jede Hoffnung. Im Juli 2013 kehrte er in sein Elternhaus Huis ten Bosch in Den Haag zurück. Sein Zustand war unverändert. Er sollte nie wieder aus dem Koma erwachen.
Prinz Friso: Scheu und intelligent
Der jüngere Bruder des niederländischen Königs Willem-Alexander galt als freundlich, aber scheu. Er schloss drei Studiengänge erfolgreich ab: Ingenieur, Luft- und Raumfahrttechnologie sowie Betriebswirtschaft. Schnell machte er Karriere unter anderem bei der Bank Goldman Sachs in London und dem niederländischen Forschungsinstitut TNO in Delft. Zuletzt war Friso Finanzchef der internationalen Atomfirma URENCO in London.
Prinz Friso hinterlässt zwei kleine Töchter
Weil man den jungen Mann mit dem freundlichen Lachen nie mit Freundin sah, kamen Gerüchte auf, dass er homosexuell sei. Friso liess daraufhin 2001 offiziell erklären, dass er heterosexuell sei. Und kurze Zeit später tauchte erstmals eine junge Frau an seiner Seite auf: Mabel Wisse Smit.
Doch die Verlobung mit der Bürgerlichen löste einen Skandal aus. Denn Mabel hatte verschwiegen, dass sie Jahre zuvor mit einem berüchtigten Drogenboss liiert war. Unter starkem politischen Druck verzichtete Friso darauf, das Parlament offiziell um Zustimmung zur Hochzeit zu bitten und verlor so seinen Platz in der Thronfolge.
Das Paar gab sich 2004 in Delft das Jawort und bekam zwei Töchter: Luana (8) und Zaria (7).