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Klasse 34 der OS Tafers stellt das Landverkehrsabkommen vor
Im nachfolgenden Text stellt die Klasse nun zuerst dar, worum es bei diesem Landverkehrsabkommen geht: Die EU anerkennt die schweizerische Verkehrspolitik, die auf der Alpenschutzinitiative beruht. Diese
Initiative wurde 1994 vom Volk angenommen und verankert den Schutz des Alpenraumes in der Verfassung. Es wird nun verlangt, dass ein möglichst grosser Teil des alpenquerenden Transitverkehrs von der Strasse auf die Schiene verlagert wird.
Um dieses Ziel zu erreichen, wird die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) eingeführt. Sie wird ab 2001 schrittweise die heutige pauschale Schwerverkehrsabgabe ersetzen. Das heisst, jeder Lastwagen, der durch die Schweiz fährt, wird nicht mehr einheitlich besteuert (25 Franken pro Camion), sondern individuell nach Gewicht, Schadstoffausstoss und gefahrener Distanz.
Das bedeutet, dass ein Camioneur ab spätestens 2008 13 bis 15 Mal mehr bezahlen muss als heute, wenn er auf der Schweizer Haupttransitachse (Basel-Chiasso) transportiert. Das heisst also, dass der Transport von Waren auf der Strasse deutlich teurer wird, so dass viele Transportunternehmen auf die Bahn umsteigen werden. Somit wäre das Ziel «Verlagerung von der Strasse auf die Schiene» erreicht.
Damit die Schweizer Bahnen diese neuen Aufgaben erfüllen können, wird die Bahninfrastruktur modernisiert (Bahn 2000, NEAT). Um diesen Ausbau zu finanzieren, werden zwei Drittel der LSVA eingesetzt. Das andere Drittel geht an die Kantone, die das Geld für die Sanierung der Strassen verwenden. Die Camioneure der EU-Staaten benutzen also nicht nur unser Strassen- und Bahnnetz, sondern zahlen auch einen grossen Teil für deren Ausbau und Sanierung.
Das Abkommen führt auch zu einer Öffnung des schweizerischen Strassennetzes. So werden 2001 34-Tönner und 4 Jahre später 40-Tönner zugelassen. Dabei sollte man sich bewusst sein, das diese 40-Tönner bereits heute schon auf unseren Strassen fahren, ohne vollbeladen zu sein, weil sie an die 28-Tonnen-Limite gebunden sind. Das bedeutet, dass die Camioneure ab 2005 ihre 40-Tönner auch wirklich voll beladen können, was ökologisch und ökonomisch viel sinnvoller ist, als halbvoll und somit häufiger durch die Schweiz zu fahren.
Schülerurteil
Für unsere Klasse war es sehr interessant, sich mit den bilateralen Verträgen auseinanderzusetzen und einen Überblick über die Lage in der Schweiz zu gewinnen. Es ist für uns wichtig und gut, dass sich die Schweiz nicht von Europa absondert. Wir bedauern, dass wir noch nicht stimmberechtigt sind, denn wir unterstützen die bilateralen Verträge und würden am 21. Mai ein Ja in die Urne legen. Schliesslich geht es um unsere Zukunft und unsere besseren Möglichkeiten im Berufsleben.