Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03164.jsonl.gz/1027

Ausgangslage
Zwischen Lory- und Cäcilienplatz, in Nachbarschaft zum Inselspital und dem zukünftigen Holligenpark, verläuft die Wagnerstrasse entlang einer Hangkante.
Das Mattenhofquartier erfreut sich dank Entwicklungen wie dem Tram Bern West, der Aufwertung vom Loryplatz und der Nähe zum Stadtzentrum wachsender Beliebtheit. Viele der bestehenden Wohnhäuser im Quartier stammen aus der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts und verfügen meist über einfache und klare Strukturen. Die gesellschaftlich- und wirtschaftlich schwierige Situation führte jedoch auch oft dazu, dass beim Bau der Häuser Material eingespart werden musste. Dies führte auch beim Umbau des vorliegenden Objektes an der Wagnerstrasse 22 zu einigen Überraschungen.
Der Bau bildet den Abschluss einer vierteiligen Reihe nahezu identischer Wohnhäuser die um 1923 gebaut wurden. Das Mehrfamilienhaus weist 3 Geschosse auf und steht an der privilegierten Ecke mit Ausrichtung gegen Südwesten hin. Es beinhaltet pro Geschoss drei 3.5 Zimmerwohnungen.
Auf die Hanglage wurde mit einem Hoch- und Tiefparterre reagiert. Die Hochparterre Wohnung profitiert vom Aussenraum zum Hang hin. Der Keller hat direkten Anschluss an den Eingangsbereich nördlich des Hauses.
Die drei Wohnung haben eine analoge Typologie. Die jeweils zwei Zimmer sind hangseitig gegen Süden orientiert und über einen Eingangsbereich mit dem Badezimmer und der Küche, strassenseitig gegen Norden orientiert, verbunden.
Konzept
Die Wohnungen im Erd- und 1. Obergeschoss wurden so umgebaut, dass sie als Grosswohnung funktionieren. Die Erschliessung erfolgt über das bestehende Treppenhaus. Die Dachwohnung wird vermietet. Das Erdgeschoss mit Gartenzugang soll als Wohn-, Koch- und Essbereich genutzt werden. Die Schlafräume befinden sich im Obergeschoss.
PlanungHauptaufgabe war neben dem Einrichten einer neuen Küche und einem grosszügigeren Bad, die Ergänzung des begrenzten Eingangsbereiches im Erdgeschoss mit einem Garderobenmöbel. Eine räumliche Trennung zwischen dem Wohnbereich (auch als Gästezimmer genutzt) und dem Esszimmer wurde erwünscht. In enger Zusammenarbeit mit dem Künstler und Möbeldesigner Christian Grogg (vergl. Casita) wurde das Erdgeschoss mit einem Schrankelement ergänzt, welches im Zusammenspiel mit den Öffnungen in der Zimmertrennwand eine überraschend grosszügige Wirkung entfaltet.