Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03304.jsonl.gz/1077

Das Wichtigste in Kürze
- Der Film «Coda» hat den Oscar als bester Film gewonnen.
- Bester Schauspieler wurde Will Smith, beste Schauspielerin Jessica Chastain.
- Die meisten Preise holte das Sciene-Fiction-Epos «Dune».
Die Tragikomödie «Coda» hat den Oscar als bester Film gewonnen. Regisseurin Siân Heder erzählt darin von einem Mädchen, das in einer gehörlosen Fischerfamilie aufwächst. Der Film gewann insgesamt drei Auszeichnungen, wie die US-Filmakademie in der Nacht zum Montag bekanntgab. Erstmals hat damit ein Film eines Streamingdienstes den Oscar in dieser Kategorie geholt - der Film läuft beim Anbieter Apple TV+.
Die meisten Auszeichnungen gingen an das Sciene-Fiction-Epos «Dune». Ausgezeichnet wurde der Film unter anderem für die beste Filmmusik und die besten visuellen Effekte. Für Komponist Hans Zimmer und den Effektexperten Gerd Nefzer - zwei Filmschaffende, die aus Deutschland kommen - ist es jeweils der zweite Oscar.
Schauspielerin Jessica Chastain gewann den Oscar als beste Hauptdarstellerin für «The Eyes Of Tammy Faye». Schauspieler Will Smith gewann für «King Richard» den Oscar als bester Hauptdarsteller. Unter Tränen sagte er unter anderem, er wolle ein Botschafter der Liebe sein.
Favorit «The Power of the Dog» nur mit einem Oscar
Der Western «The Power of the Dog» von Jane Campion, der mit zwölf Nominierungen als Favorit ins Rennen gegangen war, gewann letztlich nur eine Auszeichnung für die beste Regie.
Prämiert wurden auch der «James Bond»-Titelsong von Billie Eilish und der Animationsfilm «Encanto». Der Oscar für den besten ausländischen Film ging an «Drive My Car» des japanischen Regisseurs Ryusuke Hamaguchi.
Als bester Nebendarsteller wurde der gehörlose Schauspieler Troy Kotsur geehrt, der in «Coda» den Familienvater spielt. Ariana DeBose gewann den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle im Musical «West Side Story».
Sie sagte zum Publikum: «Sie sehen hier eine offen queere, nicht-weisse Frau, eine Afro-Latina, die ihre Kraft und ihr Leben durch die Kunst gefunden hat.»
Schweigemoment für Ukraine-Opfer
Moderiert wurde der Abend von den Schauspielerinnen Amy Schumer, Regina Hall und Wanda Sykes. Schauspieler Will Smith sorgte mitten in der Verleihung für einen irritierenden Moment, als er auf die Bühne lief und seinem Kollegen Chris Rock eine Ohrfeige gab.
Während der Sendung wurde auch zu einem Schweigemoment aufgerufen: «Wir bitten Sie, die Ukraine auf jede erdenkliche Weise zu unterstützen.» Einige Gäste trugen blaue Bänder mit der Aufschrift «WithRefugees».
Vorab hatte Schauspieler Sean Penn zu einem Boykott der Gala aufgerufen, falls sie ohne den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj stattfinden sollte. Er selbst würde seine beiden Oscar-Statuen aus Protest «einschmelzen», sagte Penn. Selenskyj wurde im Dolby Theatre nicht zugeschaltet.