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"Der Aktienmarkt atmet derzeit erleichtert auf", sagte Analyst Masahiro Ichikawa vom Vermögensverwalter Sumitomo Mitsui Asset Management. Das schlimmste Szenario von einer Stichwahl zwischen den beiden EU-Gegnern Marine Le Pen und Jean-Luc Melenchon sei nicht eingetreten. Umfragen deuteten vielmehr auf einen klaren Sieg von Macron bei der zweiten Runde am 7. Mai hin. Sorgen wegen dem Konflikt zwischen den USA und Nordkorea grenzten allerdings die Börsengewinne ein.
In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,4 Prozent höher bei 18.876 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,5 Prozent im Minus, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,1 Prozent. Hintergrund waren Berichte in den amtlichen Medien am Wochenende, dass die Regierung in Peking sowohl die Geschäftspraktiken in der Versicherungsbranche als auch das Schattenbankenwesen stärker überwachen will. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,4 Prozent.
Der Markt in Japan profitierte auch davon, dass mit der gestiegenen Risikofreude die Anleger den sicheren Hafen Yen wieder verliessen. Dies gab japanischen Exportwerten Auftrieb. So verteuerten sich die Aktien des Autobauers Honda um 1,6 Prozent. Die Sony-Papiere stiegen sogar um 3,8 Prozent: Der Elektronikkonzern verdiente im abgelaufenen Geschäftsjahr nach vorläufigen Zahlen mehr als vorausgesagt.
Der Euro reagierte mit deutlichen Kursgewinnen auf den Erfolg von Macron und erreichte zwischenzeitlich ein Fünf-Monats-Hoch. Ein Euro wurde im weiteren Verlauf mit 1,0862 Dollar bewertet nach 1,0726 Dollar im späten New Yorker Handel am Freitag. Der Dollar wurde mit 110,26 Yen gehandelt nach 109,07 Yen in den USA. Zum Schweizer Franken stieg der Euro deutlich auf 1,0831 Franken.
(Reuters)