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"Wenn wir 200 bis 300 Millionen Franken mehr hätten, wäre das sicher nicht schlecht", so der Konzernchef in einem Interview mit der Handelszeitung (Vorabdruck). Dank des "soliden Geschäftsmodells" generiere Julius Bär aber jedes Jahr genügend Cash, um die Kapitalreserven aufzustocken, betont er.
Übernahmen würden gleichwohl drin liegen, meint er weiter. "Wenn sich morgen eine attraktive Akquisition anbietet, bin ich überzeugt, dass unsere Aktionäre einer Kapitalerhöhung zustimmen würden", sagt Collardi. Auf der anderen Seite könne im aktuellen Umfeld, wo es zum Teil Überkapazitäten gebe, auch die blosse Akquisition hochqualifizierter Anlageberater "sehr attraktiv sein". Dies gelte auch für den wichtigen Markt Asien, wo die Bank inzwischen knapp 25% der Assets habe.
Sorgen macht sich der Bär-Chef über die politische Lage in Grossbritannien. "Wir werden in der City nicht investieren, solange wir nicht wissen, wohin die Reise geht", sagt er. Laut Collardi wird Julius Bär zudem den Europa-Sitz künftig in Luxemburg haben und nicht mehr in Frankfurt. Bis Ende 2017 werde die Europa-Bank ins Herzogtum transferiert. "In Luxemburg finden Sie als Bank ohne Probleme Fachleute, die vier Sprachen sprechen und den Umgang mit verschiedenen Kulturen gewohnt sind", sagt er zur Begründung.
(AWP)