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Das Bauprojekt basiert auf einem konservierenden Ansatz, der den monumentalen Wert des Gebäudekomplexes sowie seine morphologischen und taktilen Eigenschaften berücksichtigt. Die Besonderheit
des Gebäudes besteht für uns vor allem in seiner komplexen Entstehungsgeschichte und in der organischen Zusammenwirkung der verschiedenen Bestandteile.
Was die äusserliche Erscheinung des Anwesens betrifft, stand beim Projekt vor allem das empfindliche und faszinierende Gleichgewicht zwischen der Gesamtheit und den Einzelteilen im Mittelpunkt, wobei diese Aspekte nicht zersplittert oder zueinander in Kontrast gesetzt werden, sondern miteinander in einen Dialog treten sollen, ohne dabei ihre Identität zu verlieren. Auch im Inneren wurde ein konservierender Ansatz zugrunde gelegt, indem sowohl die Charakteristiken als auch Materialien der vorhandenen Räume beibehalten wurden.
Mit der für die neue Nutzung notwendigen funktionalen Ausstattung, die insbesondere die Sicherheitsvorrichtungen, die Anlagen und die neuen Sanitärräume betrifft, wurden klare Akzente gesetzt.
Bezugnehmend auf die Geschichte und die daraus folgende Aufteilung der Räume sollten bei der neuen Gestaltung die zusammenführenden und verteilenden Funktionen des Innenhofs, der Innenbalkone und
der Treppen beibehalten bleiben.
Im Nord-Ost-Flügel des Erdgeschosses werden in den charakteristischen ehemaligen Ställen die Ausstellungs- und Didaktikräume der «Maison du Terroir» untergebracht, der östliche, herrschaftlichere Bereich soll für die Durchführung von Veranstaltungen genutzt werden und der westliche Teil in Eingangsnähe für den Verkauf.
Der Empfangsraum im nordöstlichen Bereich des Innenhofs dient als Übergang zwischen den Veranstaltungsräumen und den Gemeinschaftsräumen des Hotels im Südostflügel. Im verbleibenden Nordwestflügel des Gebäudes befindet sich das Zimmer für behinderte Gäste. Alle Räume, insbesondere die kollektiven Bereiche, stehen direkt in Verbindung zum Innenhof und zur restlichen Umgebung.
Im Nord-Ost-Flügel des ersten Stocks wird die Wohnung des Hausmeisters untergebracht, während alle verbleibenden Räume sowie das zweite Stockwerk als Hotelzimmer vorgesehen sind. Auf diese Weise können Räume geschaffen werden, die über einen an den Innenhof angeschlossenen Wohnbereich mit den umliegenden Bereichen verbunden sind. Dadurch können sowohl die aktuellen Verbindungswege als auch die Privatsphäre der Zimmer gewahrt werden, die dank der Erweiterung durch einen Wohnbereich auch als Familienzimmer (bis 4 Personen) genutzt werden können.
Auch bei der Hinzufügung der Sanitärräume, insbesondere in der alten Scheune, soll die Ausstrahlung und Materialität der zum Innenhof gehenden Räume intakt bleiben. Damit bietet das Hotel Gelegenheit, die historische Ursprünglichkeit des Ambientes intensiv zu erleben.