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Das tragische Schicksal des seelenlosen Wasserwesens, das sich in einen Menschen verliebt und im ihm fremden Element nach Erfüllung sucht, hat zahlreiche Musiker und Dichter immer wieder inspiriert. Martin Otavas Inszenierung des tschechischen Märchenstoffs beschwört ebenso sinnliche wie gewaltige Bilder herauf. Die melancholische Poesie der Musik Dvořák wird das Publikum unwiderstehlich in ihren Bann ziehen.
Nichts kann das unglücklich verliebte Wasserwesen Rusalka davon abhalten, den Handel einzugehen, der den Zugang zur Menschenwelt verspricht. Doch der Preis ist hoch, sie darf mit ihrem geliebten Prinzen nicht sprechen. Sie muss stumm mitansehen, wie eine fremde Fürstin um die Gefühle ihres Geliebten buhlt. Dieser ist von Rusalkas Kälte irritiert. Traurig und einsam stürzt sich Rusalka zurück inden See. Die einzige Chance, durch Blutrache am Prinzen zu den Ihren zurückzukehren, schlägt Rusalka aus Liebe aus. Nachdem sie dem Prinzen mit einem letzten Kuss den Tod gebracht hat, bleibt sie als Irrlicht zwischen den Welten zurück.
Nach Smetanas «Die verkaufte Braut» setzen wir unsere Auseinandersetzung mit dem tschechischen Repertoire mit Dvořák bekanntester Oper fort.