Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03100.jsonl.gz/2593

Stan Wawrinka bekommt es im French-Open-Endspiel mit einem Rafael Nadal in Bestform zu tun. Das sind die wichtigsten Statistiken zum «Grande Finale».
Nur gerade 29 Games hat Rafael Nadal auf dem Weg in den Final abgegeben. Stan Wawrinka überschritt diese Marke bereits in der 3. Runde – mittlerweile ist er bei 79 Games angelangt. Nadal verpasste den Rekord von Björn Borg aus dem Jahr 1978 nur um zwei Spiele.
Während Wawrinka gegen Andy Murray im Halbfinal die ersten beiden Sätze des Turniers hingeben musste, ist die Bilanz bei Nadal makellos. Wie schon 2007, 2008, 2010 und 2012 steht der Spanier ohne Satzverlust im Endspiel – 2008 und 2010 gewann er auch den Final in drei Durchgängen.
Rafael Nadal stand an den diesjährigen French Open in sechs Partien insgesamt nur knapp über zehn Stunden auf dem Court. Einzig gegen Dominic Thiem im Halbfinal überschritt er die 2-Stunden-Marke. Marathon-Stan hingegen kommt – hauptsächlich aufgrund des viereinhalbstündigen Abnutzungskampfes gegen Murray – auf über 15 Stunden.
Für Rafa Nadal winkt «la décima», Stanislas Wawrinka peilt «la segunda» an. Der Spanier spielt die Bedeutung des zehnten Titels an den French Open jedoch herunter – auch wenn er der erste Spieler wäre, der eines der grossen vier Turniere zehn Mal zu gewinnen vermag. Von solchen Dimensionen ist Wawrinka weit entfernt. Doch der Schweizer hat 2015 mit dem Titelgewinn bewiesen, dass er in Paris zu allem fähig ist.
Stan Wawrinka hat noch nie einen Grand-Slam-Final verloren. Nach den Australien Open 2014, Roland Garros 2015 und den US Open 2016 wäre ja in diesem Jahr eigentlich Wimbledon an der Reihe – wir würden aber auch zu einem zweiten Titel in Paris nicht Nein sagen. Rafael Nadal stand insgesamt bereits 22 Mal in einem Grand-Slam-Endspiel – und holte 14 Titel. Dies entspricht einer Siegquote von knapp über 60 Prozent.
Zum ersten Mal seit 1969 stehen sich in Roland Garros zwei Spieler gegenüber, die die 30-Jahre-Marke bereits überschritten haben. Wawrinka (32 Jahre) und Nadal (31) wandeln damit auf den Spuren von Rod Laver und Ken Rosewall. Mit Rod Laver gewann damals der Jüngere der beiden. Wawrinka ist der älteste French-Open-Finalist seit Niki Pilic im Jahr 1973.
Im sogenannten «Race to London» liegt Rafael Nadal mit 4'915 Punkten unangefochten an der Spitze. Stan Wawrinka folgt mit fast dreitausend Punkten weniger auf dem fünften Rang. Der Spanier weist eine Sieg-Niederlagen-Bilanz von 36-6 (Wawrinka 20-8) auf und gewann in diesem Jahr bereits drei Titel (Wawrinka einen Titel). In der Weltrangliste ist das Rennen schon spannender: Der Finalgewinner rückt auf ATP-Rang 2 vor – für Wawrinka wäre dies ein neuer Karriere-Bestwert.
Auf den ersten Blick spricht die Head-to-Head-Statistik eine deutliche Sprache. Den drei Siegen von Wawrinka stehen deren 15 von Nadal gegenüber. Wenn man die Bilanz jedoch nur über die vergangenen zwei Jahre betrachtet, zeigt sich ein anderes, ausgeglichenes Bild. Wawrinka gewann 2014 an den Australian Open sowie 2015 in Rom und Paris. Nadal ging 2015 in Shanghai und London sowie 2016 in Monte Carlo als Sieger vom Feld.