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Die Käsebranche tue sich offensichtlich sehr schwer mit dem ab 1. September geltenden Nachhaltigkeitszuschlag. Das schreibt die Milchbauern-Basisorganisation BIG-M. Der Grund liege vor allem in der falschen Strategie einzelner Käsereien, für welche klar gelte: Menge vor Preis.
Zuerst müssten die Käsereien dafür besorgt sein, dass in der Schweiz nur so viel Milch auf den Markt kommt, wie verkauft werden kann, gibt BIG-M zu bedenken. Reguliert werde aber nur beim Käse und nicht bei der Milch. Der Käsemarkt lasse sich grob in die Segmente Qualitätssegment, No-Name-Käse-Segment und «Regulierungskäse» teilen. Im Qualitätssegment seien jene Käsesorten, bei welchen eine klare Mengenregulierung angewandt wird. «Sofern diese Sorten nicht durch billige Schweizer Imitate (wie beim Emmentaler mit dem Switzerland Swiss) kannibalisiert werden, bleibt die Wertschöpfung hier für alle Beteiligten gut.» Das No-Name-Käse-Segment stehe in Konkurrenz zu den Importen.
Zum «Regulierungskäse» schreibt BIG-M: «In diesem Segment werden Milchüberschüsse zu Dumpingpreisen in Form von Käse wie vor 25 Jahren im Ausland entsorgt. Auch dieses Jahr sind bereits wieder über 400 Tonnen Halbhartkäse zu einem Preis von weniger als 3 Franken pro Kilo in Italien entsorgt worden. Dieser Unsinn wäre nicht nötig, wenn die Milchbranche zu einem Mengenmanagement verpflichtet würde, bei welchem solche Überschüsse gar nicht gemolken würden.»