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This is a text translated from German to Rumantsch Grischun.
Kanton will in Ilanz einen neuen Werkhof bauen

Die Regierung unterbreitet dem Grossen Rat ein Bauprojekt für einen neuen Werkhof in der Gewerbezone Crappa Grossa in Ilanz. Für den Neubau wird mit Kosten von 14.86 Millionen Franken gerechnet. Er soll vom Bezirkstiefbauamt, von der Aussenprüfstelle des Strassenverkehrsamts und von der Aussendienststelle des Amts für Wald gemeinsam genutzt werden.

Der Kanton hat im Herbst 1998 von der Stadtgemeinde Ilanz eine rund 8'000 m2 grosse Parzelle in der Gewerbezone Crappa Grossa am westlichen Stadtrand gekauft. Auf diesem Grundstück soll ein neuer Werkhof enstehen. Zurzeit ist das Bezirkstiefbauamt 6 in Ilanz auf verschiedene Gebäulichkeiten verteilt: kantonseigener Werkhof und zugemietete Büros. Insbesondere der alte Werkhof ist teilweise in einem baulich schlechten Zustand und genügt den Anforderungen nicht mehr. Zudem sind die betrieblichen Abläufe schwierig und unwirtschaftlich.

Um im Zusammenhang mit dem dringend nötigen Bauvorhaben Synergien sinnvoll zu nutzen, sollen im Neubau neben dem Bezirkstiefbauamt auch die Aussenstellen des Strassenverkehrsamts und des Amts für Wald untergebracht werden. Das Projekt sieht vor, ein winkelförmiges, zwei- bis dreigeschossiges Gebäude in Massivbauweise und Holz zu erstellen. Die Investitionsanteile für das Bezirkstiefbauamt von etwa 12.4 Millionen (83.4 Prozent) und für das Strassenverkehrsamt von etwa rund einer Million (6.8 Prozent) sollen vollständig über die Strassenrechnung finanziert werden, der Anteil des Amts für Wald von rund 1.4 Millionen Franken (9.8 Prozent) mit allgemeinen Staatsmitteln. Die Finanzkompetenz für den strassenbezogenen Teil des Bezirkstiefbauamts liegt beim Grossen Rat, während die anderen beiden Teile von insgesamt rund 2.46 Millionen Franken dem fakultativen Finanzreferendum unterstehen.

Der Grosse Rat wird dieses Geschäft voraussichtlich in der Novembersession behandeln.

Der Finanzausgleich soll noch wirkungsvoller werden

Die Regierung will den Finanzausgleich unter den Gemeinden noch wirkungsvoller gestalten. Sie schlägt deshalb eine Teilrevision der grossrätlichen Vollziehungsverordnung zum Finanzausgleichsgesetz vor. Dabei soll der Anteil der zweckfreien Mittel gesteigert werden. Dies ist möglich, wenn die bestehenden Schranken für den Steuerkraftausgleich gelockert werden.

Der Steuerkraftausgleich erlaubt es, Gemeinden mit einer relativen Steuerkraft (Steuern pro Kopf) unter dem kantonalen Mittel, ihre Leistungsfähigkeit dem kantonalen Durchschnitt anzunähern. An einem Beispiel, welches von einem kantonalen Mittel von 2'000 Franken und einer Steuerkraft der Gemeinde von 1'000 Franken pro Kopf ausgeht, kann der Steuerkraftausgleich wie folgt erläutert werden: Die Gemeinde erhält einen Zuschuss von 600 Franken pro Kopf und erhöht damit ihre Steuerkraft auf 1'600 Franken, was 80 Prozent des kantonalen Mittels entspricht.

Nach der geltenden Regelung ist dieser Ausgleich aber nur für die ersten 200 Einwohner und Einwohnerinnen möglich. Mit der Revision soll nun die Limite auf 300 Einwohnende angehoben werden. Dies erlaubt eine Leistungssteigerung. Eine gänzliche Aufhebung der Einwohner-Limite wäre aber auf Grund der beschränkt vorhandenen Mittel im Finanzausgleichsfonds nicht möglich. Für Gemeinden, die sich zusammenschliessen, soll die Regierung allerdings die Möglichkeit erhalten, die Einwohner-Limite während einer Übergangsfrist aufzuheben.

Mit den vorgeschlagenen Massnahmen wird den veränderten Ausgleichsbedürfnissen der Gemeinden Rechnung getragen, welche sich von der Investitionsrechnung zur laufenden Rechnung verlagert haben. Hingegen müssen bei den Beiträgen an öffentliche Werken Einbussen in Kauf genommen werden.

Vernehmlassungen an den Bund

Gegenüber dem Bund nimmt die Regierung Stellung zu zwei Vernehmlassungsvorlagen. Sie begrüsst es vorbehaltlos, dass die Schweiz das Römer Statut des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag (NL) ratifizieren will. Dieses bildet die Rechtsgrundlage dafür, ein ständiges internationales Strafgericht zu schaffen, das für die Beurteilung von besonders schweren Individualverbrechen zuständig ist (u.a. Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen). Derzeit besteht erst ein ad-hoc-Gerichtshof für Ex-Jugoslawien und Ruanda. Das neue Gericht soll demgegenüber weltweit zuständig sein. Das im Sommer 1998 geschaffene Statut ist bisher von etwa 100 Staaten unterzeichnet worden, darunter auch die Schweiz. Es muss von 60 Staaten ratifiziert werden, bevor es in Kraft treten und der Gerichtshof seine Tätigkeit aufnehmen kann. Auf Bundesebene ist vorgesehen, ein Bundesgesetz über die Zusammenarbeit mit dem internationalen Strafgerichtshof zu schaffen und das Strafrecht entsprechend zu revidieren.

Auch dem Entwurf für eine Änderung der Arbeitslosen-Verordnung wird zugestimmt. Diese umfasst im Wesentlichen folgende Neuerungen:

- Die finanzielle Beteiligung der Kantone an den arbeitsmarktlichen Massnahmen wird geregelt und die Bestimmungen über die Aufteilung des Mindestangebots aufgehoben.

- Die Änderung der Kassenträger- und Kantonshaftung bedingt, dass die Ersatzpflicht geregeltwird. Zudem sollen eine Haftungsrisiko-Vergütung und eine Versicherung für grosse Schäden eingeführt werden.

- Die anrechenbaren Kosten der kantonalen Vollzugsstellen werden neu geregelt. Zudem werden Bestimmungen für die Leistungsvereinbarungen mit diesen Vollzugsstellen und mit den Arbeitslosenkassen eingeführt.

Die Regierung betont erneut, dass viele Kantone mit der Unterzeichnung des RAV- Leistungsauftrags gewünscht haben, zur Pauschalbudgetierung überzugehen. Dieses Anliegen sei unbedingt zu realisieren.

Aus den Gemeinden

Das Bauprojekt für die Sanierung und Neugestaltung der Umgebung der Schulanlage Herold in Chur wird genehmigt. An die anrechenbaren Kosten von rund 120'000 Franken werden Kantonsbeiträge von 10 Prozent zugesichert.

Das Projekt für den Bau eines ellipsenförmigen Kreisels "Falkniskreuzung" in Igis innerorts wird genehmigt. An die anrechenbaren Kosten von rund 348'000 Franken werden Kantonsbeiträge von 15 Prozent zugesichert.

Die Nutzungsplanung betreffend Beschneiungsanlage Jakobshorn Davos wird mit Vorbehalten genehmigt. Eine Teilrevision der Ortsplanung von Guarda und eine Revision des Steuergesetzes von St- Antönien werden gutgeheissen.

Neuer Departementssekretär im DIV

Als Nachfolger von Christian Boner, der Churer Stadtpräsident wird, wählt die Regierung Walter Schlegel zum Departementssekretär im Departement des Innern und der Volkswirtschaft. Schlegel ist 1962 geboren, Bürger von Buchs SG und wohnhaft in Trimmis. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kleinkindern. Walter Schlegel besuchte die Primar-, Sekundar- und Kantonsschule in Chur und schloss 1990 sein Jura-Studium an der Uni Zürich ab. Anschliessend machte er Anwaltspraktika beim Grundbuch- Inspektorat und in einem Churer Anwaltsbüro. Seit 1992 ist er stellvertretender Leiter des Amts für Polizeiwesen.

Gremium: Regierung

Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden

Data: 24.08.2000

Il chantun vul construir ina nova basa a Glion

La regenza suttametta al cussegl grond in project per construir ina nova basa en la zona da mastergn Crappa Grossa a Glion. Per la construcziun nova vegni fatg quint cun custs da 14.86 milliuns francs. Il bajetg duai vegnir duvrà cuminaivlamain da l'uffizi districtual da construcziun bassa, dal post exteriur da controlla da l'uffizi per il traffic sin via e dal post exteriur da servetsch da l'uffizi forestal.

L'atun 1998 ha il chantun cumprà da la citad da Glion ina parcella da var 8'000 m2 en la zona da mastergn Crappa Grossa a l'ur vest da la citad. Sin quist terren duai vegnir construida ina nova basa. Actualmain è l'uffizi districtual da construcziun bassa 6 a Glion dividì sin differents edifizis: basa chantunala e biros prendids a fit. Specialmain la veglia basa è per part en in nausch stadi architectonic e na satisfa betg pli a las pretaisas. Plinavant èn ils andaments da gestiun difficils e nunrentabels.

Per trair a niz a moda raschunaivla las sinergias en connex cun il project da construcziun ch'è urgentamain necessari, duain vegnir plazzads en l'edifizi nov ultra da l'uffizi districtual da construcziun bassa er ils posts externs da l'uffizi per il traffic sin via e da l'uffizi forestal. Il project prevesa da construir in edifizi massiv en lenn che cumpiglia dus fin trais plauns ed ha la furma d'in angul. Las quotas d'investiziun per l'uffizi districtual da construcziun bassa da ca. 12.4 milliuns (83.4 pertschient) e da l'uffizi per il traffic sin via da ca. in milliun (6.8 pertschient) duain vegnir finanziads dal tuttafatg sur il quint da las vias, la quota da l'uffizi forestal da var 1.4 milliuns francs (9.8 pertschient) cun meds publics generals. La cumpetenza finanziala per la quota relativa a las vias da l'uffizi districtual da construcziun bassa sa chatta tar il cussegl grond, entant che las duas autras quotas da totalmain var 2.46 milliuns francs èn suttamessas al referendum facultativ.

Il cussegl grond vegn a tractar questa fatschenta probablamain durant la sessiun da november.

La gulivaziun da finanzas duai daventar pli efficazia

La regenza vul furmar la gulivaziun da finanzas tranter las vischnancas a moda anc pli efficazia. Ella propona perquai ina revisiun parziala da l'ordinaziun executiva dal cussegl grond davart la gulivaziun da finanzas intercommunala. Qua vul ins augmentar la quota dals meds senza intent specific. Quai è pussaivel be, sche las limitas existentas per la gulivaziun da la forza fiscala vegnan schluccadas.

La gulivaziun da la forza fiscala permetta d'avischinar la productivitad da vischnancas cun ina forza fiscala relativa (taglias per persuna) sut la media chantunala, a la media chantunala. Vi d'in exempel che parta d'ina media chantunala da 2'000 francs e d'ina forza fiscala da la vischnanca da 1'000 francs per persuna, po la gulivaziun da la forza fiscala vegnir explitgada sco suonda: La vischnanca obtegna in supplement da 600 francs per persuna ed augmenta cun quai sia forza fiscala sin 1'600 francs, in import che munta ad 80 pertschient da la media chantunala.

Tenor la regulaziun en vigur è questa gulivaziun dentant pussaivla mo per ils emprims 200 abitants ed abitantas. Cun la revisiun duai la limita vegnir dauzada uss sin 300 abitants ed abitantas. Quai permetta in augment da la prestaziun. Ina cumpletta abrogaziun da la limita d'abitants na fiss dentant betg pussaivla sin fundament dals meds finanzials limitadamain existents. Per vischnancas che fusiuneschan duai la regenza dentant obtegnair la pussaivladad d'abrogar la limita d'abitants durant in termin transitori.

Cun las mesiras previsas vegni tegnì quint dals basegns da gulivaziun midads da las vischnancas ch'èn sa spustads dal quint d'investiziuns al quint current. Perencunter duain tar tut las contribuziuns ad ovras publicas vegnir prendidas encunter perditas.

Consultaziuns a la confederaziun

Envers la confederaziun prenda la regenza posiziun pertutgant dus projects da consultaziun. Ella beneventa senza resalvas che la Svizra vul ratifitgar il statut da Roma da la curt penala internaziunala a Den Haag (NL). Quest statut è la basa legala per crear ina curt penala internaziunala permanenta che vegn ad esser cumpetenta per il giudicament da crims individuals spezialmain grevs (tranter auter genocid, crims cunter l'umanitad e crims da guerra). Actualmain exista mo ina curt penala ad hoc per Ex- Jugoslavia e Ruanda. La nova curt duai perencunter agir sin l'entir mund. Il statut creà la stad 1998 è vegnì sutsegnà fin uss da ca. 100 stadis, tranter quels er da la Svizra. El sto vegnir ratifitgà da 60 stadis, avant ch'el possia entrar en vigur ed avant che la curt possia entschaiver sia lavur. Sin plaun federal èsi previs da crear ina lescha federala davart la collavuraziun cun la curt penala internaziunala e da reveder correspundentamain il dretg penal.

Er il sboz per ina midada da l'ordinaziun davart l'assicuranza da dischoccupads vegn approvà. Questa midada cumpiglia essenzialmain las suandantas innovaziuns:

- La participaziun finanziala dals chantuns a las mesiras sin il martgà da lavur vegn reglada e las disposiziuns davart la repartiziun da la purschida minimala vegn abrogada.

- La midada da la responsabladad dals purtaders da la chascha e dal chantun ha per consequenza che la taglia militara vegn reglada. Plinavant duain vegnir introducidas ina bunificaziun da la ristga da responsabladad ed ina assicuranza per gronds donns.

- Ils custs imputabels dals posts executivs chantunals vegnan reglads da nov. Ultra da quai vegnan introducidas las prescripziuns per las cunvegnas da prestaziun cun quests posts executivs e cun las cassas per ils dischoccupads.

La regenza accentuescha puspè che blers chantuns han giavischà, cun sutsegnar l'incarica da prestaziun CRIL, da passar a la budgetaziun pauschala. Quest giavisch è senz'auter da realisar.

Da las vischnancas

Il project da construcziun per sanar e furmar da nov ils conturns dal stabiliment da scola Herold a Cuira vegn approvà. Als custs imputabels da var 120'000 francs vegnan empermessas contribuziuns chantunalas da 10 pertschient.

Il project per la construcziun d'in giratori en furma d'ellipsa a la cruschada "Falknis" entaifer il vitg dad Igis vegn approvà. Als custs imputabels da var 348'000 francs vegnan empermessas contribuziuns chantunalas da 15 pertschient.

La planisaziun d'utilisaziun concernent l'indriz da far naiv Jakobshorn a Tavau vegn approvada cun resalvas. Ina revisiun parziala da la planisaziun locala da Guarda ed ina revisiun da la lescha da taglia da St. Antönien vegnan approvadas.

Il nov secretari da departament en il DIEP

Sco successur da Christian Boner che daventa president da la citad da Cuira, ha la regenza tschernì Walter Schlegel sco secretari dal departament da l'intern e da l'economia publica. Schlegel è naschì l'onn 1962, è burgais da Buchs SG ed è domicilià a Trimmis. El è maridà e bab da dus uffants pitschens. Walter Schlegel ha frequentà la scola primara, secundara e chantunala a Cuira ed ha terminà 1990 ses studi da giurisprudenza a l'universitad da Turitg. Silsuenter ha el fatg in praticum d'advocat tar l'inspecturat dal register funsil ed en in biro d'advocatura a Cuira. Dapi 1992 è el vicedirectur da l'uffizi da polizia.

Gremi: regenza

Funtauna: rg chanzlia chantunala dal Grischun

Data: 24.08.2000