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zf. Unter Androhung von US-Sanktionen haben mehrere grosse Firmen in Frankreich ihre Absicht angekündigt, Iran zu verlassen oder ihre Planung auf Eis zu legen. Wer gegen diese Sanktionen verstösst, muss nach amerikanischem Recht mit empfindlichen Strafen rechnen. Kein Finanzhaus und kein Unternehmen der Welt kann es wagen, mit einem Land Handel zu treiben, das von US-Sanktionen betroffen ist. Der Grund: Sämtliche Finanztransaktionen mit US-Dollar müssen über eine Clearing-Stelle laufen, auch wenn die Handelspartner nichts mit den USA zu tun haben. Die Notenbanken sind bei allen Dollar-Geschäften auf den Zugang zum US-Clearingsystem Fedwire angewiesen, das von der US-Notenbank FED betrieben und kontrolliert wird. Auf diese Weise verfügen die USA über einen mächtigen Machthebel. Verwendet nun ein Finanzhaus oder ein Unternehmen Dollar im Rahmen der Wiederaufnahme der Sanktionen gegen Iran, können die USA diesen Handel unterbinden.
Die erste Welle wird Iran am 6. August treffen. An diesem Tag werden die Vereinigten Staaten die Wirtschaftssanktionen gegen Teheran als unmittelbare Folge ihrer Entscheidung, das Nuklearabkommen im vergangenen Mai zu kündigen, wieder einführen. Diese Sanktionen betreffen die Zivilluftfahrt und den Automobilsektor. Eine zweite Welle wird folgen, diesmal in den Bereichen Energie, Öl, Gas, Petrochemie und Finanzen. Donald Trump hat es mehrmals wiederholt: Alle Unternehmen, die sich entscheiden, ihre Aktivitäten im Land nach diesen Terminen weiterzuführen, werden den amerikanischen Zorn auf sich ziehen, unabhängig von der Nationalität. Einfrieren von Vermögenswerten, Eintrag auf die Schwarze Liste der SDN (Specially Designated Nationals), die den Zugang zum US-Markt verbietet, Geldbussen … Die Bedrohungen sind zu ernst, um von den Unternehmen ignoriert zu werden. In Frankreich haben mehrere von ihnen, die in diesem vielversprechenden Markt präsent sind, daher beschlossen, ihre Aktivitäten zu unterbrechen oder sich sogar zurückzuziehen. Ein Überblick.
Diese Erdölgesellschaft gehörte zu den ersten, die ihre Absicht bekundeten, ihre Aktivitäten in Iran einzustellen. Total hat die Hoffnung verloren, von den US-Behörden eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten für die Weiterführung ihrer Aktivitäten auf dem Gasfeld South Pars 11 (SP 11), das als das grösste Erdgasfeld der Welt gilt. Im Jahr 2017 unterzeichnete der französische Konzern als erster der grossen Erdölkonglomerate einen Vertrag in Iran seit dem Abschluss des Atomabkommens im Jahr 2015. Er wird sich nun vor dem 4. November zurückziehen und die Kontrolle über das Projekt seinem chinesischen Partner, der CNPC-Gruppe, überlassen müssen. Wenn diese Entscheidung schnell getroffen wurde, dann deshalb, weil die Vereinigten Staaten bei Total stark beteiligt sind. Amerikanische Banken sind an fast allen ihren Finanzierungsoperationen beteiligt, ihre amerikanischen Aktionäre repräsentieren mehr als 30 % ihrer Anteile und ihre US-Vermögenswerte machen mehr als 10 Milliarden Dollar des von der Gruppe eingesetzten Kapitals aus. «Ohne Zugang zur amerikanischen Finanzwelt kann man keinen internationalen Konzern in 130 Ländern führen. Also gilt das amerikanische Recht, und wir müssen Iran verlassen», fasste der Chef von Total Patrick Pouyanné kürzlich zusammen.
Im Juni gab der Automobilhersteller bekannt, dass er «den Prozess der Aussetzung der Aktivitäten» seiner Unternehmungen in Iran eingeleitet habe. Mit gutem Grund: Es ist eines der französischen Unternehmen, das in diesem Markt am stärksten Sanktionen ausgesetzt ist. PSA, historisch in Iran sehr präsent, gründete 2016 zwei Joint-ventures mit iranischen Partnern für Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Im Jahr 2017 verkaufte die Gruppe aus Sochaux auf diesem Markt fast 450 000 Fahrzeuge, 12 % ihres weltweiten Absatzes. Doch PSA, deren Faurecia-Tochtergesellschaft 20 % ihres Umsatzes in den USA erwirtschaftet, wollte kein Risiko eingehen.
Der französische Energieriese hat angekündigt, dass er seine Engineering-Aktivitäten in Iran bis zum 4. November einstellen werde. Die Gruppe besitzt keine Infrastruktur vor Ort, sondern lässt ihre Teams für iranische Kunden arbeiten. Für ihn ist es unmöglich weiterzumachen. «Wir haben 180 Tage Zeit, um diese Verträge zu kündigen, was uns zum nächsten November führt, und natürlich wird dies geschehen», sagte Engies CEO, Isabelle Kocher, auf einer Hauptversammlung der Gruppe im Mai.
Die drittgrösste Container-Reederei der Welt hat sich entschlossen, die Geschäftsbeziehungen mit Iran einzustellen. «Unsere chinesischen Konkurrenten sind etwas zögerlich, sie haben vielleicht andere Beziehungen zur Trump-Administration. Aber wir wenden die Vorgaben an», sagte Rodolphe Saadé, der CEO der Gruppe. Im Jahr 2016 unterzeichnete CMA-CGM ein Memorandum of Understanding mit der Islamic Republic of Iran Shipping Lines für den Austausch oder das Mieten von Schiffsraum, für den Betrieb gemeinsamer Schiffahrtsrouten und für die Zusammenarbeit bei der Nutzung von Hafenterminals. Aber der Reeder ist in den USA sehr präsent. Daher diese Entscheidung. Es sei noch darauf hingewiesen, dass die Nummer 1 der Branche, die dänische Moller-Maersk, ebenfalls beschlossen hat, ihre Aktivitäten in Iran einzustellen. Genau wie die Nummer 2, die italienisch-schweizerische MSC.
Der Bahntechnik-Konzern hatte grosse Ambitionen in Iran. 2016 unterzeichnete er ein Memorandum of Understanding mit der IDRO (Iran Industrial Development and Renewal Organization) zur Entwicklung einer «industriellen Zusammenarbeit» im Bereich des Stadt- und Fernverkehrs. Konkret sollte sich die französische Gruppe an einem Joint-venture mit IDRO und den Iranian Rail Industries zur Herstellung von U-Bahnwagen und Nahverkehrszügen beteiligen. Alstom sollte 60 % des Projekts halten. Aber die Rückkehr der amerikanischen Sanktionen zwingt ihn, alles auf Eis zu legen. «Heute haben wir keine Investitionsentscheidung getroffen. Wir warten auf eine Klärung der Position der Unterzeichner des Atomabkommens», vertraute ein Pressesprecher «Le Figaro» an und ergänzte: «Alstom wird das Völkerrecht auf jeden Fall respektieren.»
Der Autohersteller ist seit 2017 mit einem Joint-venture in Iran präsent. «Wir werden nicht aufgeben. Auch wenn wir die Segel stark reduzieren müssen, werden wir präsent bleiben. Wir sind überzeugt, dass […] dieser Markt irgendwann wieder geöffnet wird. Dannzumal wird uns die Tatsache, in Iran geblieben zu sein, sicherlich Vorteile bringen», sagte der CEO von Renault Carlos Ghosn Mitte Juni im Rahmen der Generalversammlung der Gruppe. Eine Position, die er bereits bei anderer Gelegenheit in «Le Figaro» formuliert hatte: «Wir von Renault wollen unsere langfristigen Beziehungen zu Iran aufrechterhalten», erklärte er.
Das Unternehmen ist mit seinen vier Hauptaktivitäten in Iran vertreten: Milchprodukte, Wasser, Säuglingsnahrung und medizinische Milch. «Für die Milchprodukte besitzen wir eine Produktionsstätte. Wir arbeiten unter der Marke Danette. Wir haben auch ein Joint-venture für Säuglingsnahrung und Wasser, und wir importieren medizinische Nahrung», sagte ein Pressesprecher gegenüber «Le Figaro». Demnach «überprüft» Danone derzeit «seine Aktivitäten», ist aber kaum beunruhigt, denn «der Agrar- und Ernährungssektor wird von den amerikanischen Sanktionen nicht speziell betroffen sein». •
Quelle: © «Le Figaro» vom 23.7.18. www.premium.lefigaro.fr/societes/2018/07/23/20005-20180723ARTFIG00050-ces-poids-lourds-francais-qui-s-eloignent-de-l-iran.php
(Übersetzung Zeit-Fragen)
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