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In der Schweiz sind gewisse lebenswichtige Güter der Pflichtlagerhaltung unterstellt, d.h. betroffene Unternehmen sind verpflichtet, im Sinne eines Beitrages zur Versorgungssicherheit die entsprechenden Güter an Lager zu halten und zu bewirtschaften. Der Bund überwacht diese Pflichtlager und erleichtert deren Finanzierung. Dies betrifft die Versorgungsprozesse Lebensmittel (z.B. verschiedene Nahrungsmittel oder Dünger), Energie (z.B. Heizöl, Benzin) und Heilmittel (z.B. Antibiotika, starke Schmerzmittel oder Insulinpräparate). Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Rubrik Vorratshaltung.
Die Freigabe der Pflichtlager kann innert 1-2 Wochen erfolgen und dient der Stützung des Angebots im Fall einer Versorgungsstörung.
Die seit Sommer andauernde Trockenheit hat zu Einschränkungen bei der Rheinschifffahrt geführt. Die Versorgungssituation im Bereich der Düngemittel ist deshalb angespannt. Um einer möglichen Mangellage zu begegnen und die Versorgung des Landes mit Dünger sicherzustellen, hat das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) eine Pflichtlagerfreigabe angeordnet. Die Verordnung tritt am 10. Dezember 2018 in Kraft.
Die Schweiz verfügt über Düngerpflichtlager im Umfang von 16'000 bis 18'000 Tonnen Rein-Stickstoff. Diese Menge deckt ungefähr einen Drittel des während einer Vegetationsperiode vorhandenen Bedarfs ab.
Durch die Freigabe der Pflichtlager kann die Versorgung des Landes mit Dünger sichergestellt werden.