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Die Bilanzierungspraxis bei der Staatlichen Pensionskasse Liechtensteins (PVS) war von 2002 bis 2011 unüblich und schwer nachvollziehbar. Dies führte zusammen mit einer miserablen Vermögensanlage zum 300-Millionen-Debakel bei der PVS, wie aus einem Zwischenbericht der Swisscanto Vorsorge AG hervorgeht.
Die Unterdeckung wurde in erster Linie durch die ungenügende Rendite verursacht, mit der die technische Verzinsung von jährlich 4% (netto) deutlich verfehlt wurde. Die Auswertung der Vermögenanlage-Ergebnisse ergab, dass sowohl die Anlagestrategie als auch die Umsetzung nicht optimal waren. Rückblickend betrachtet wurde das Anlagerisiko zu einem ungünstigen Zeitpunkt verändert. Auffällig war insbesondere der häufige Wechsel der Anlagestrategie, was jeweils zu Umstrukturierungsverlusten führte. Der Schlussbericht, der auch veröffentlicht wird, dürfte voraussichtlich per Ende Februar 2013 vorliegen.