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Pakistan befindet sich aufgrund der extremen Überschwemmungen in einer humanitären Notsituation: Ganze Dörfer wurden weggespült, über tausend Menschen starben, Zehntausende verloren ihr Obdach. Insgesamt sind 33 Millionen Menschen betroffen. Bis zu einem Viertel des gesamten Landes könnte bald unter Wasser stehen, sagt die pakistanische Ministerin für Klimawandel, Sherry Rehman. Die Situation sei eine «Klimadystopie vor unserer Haustür».
Der starke Monsunregen ist nur das letzte von vielen Extremwetterereignissen, die in den letzten Monaten über das Land hereingebrochen sind. Das Land erlitt Hitzewellen, Waldbrände, Sturzfluten und plötzliche Fluten aus Gletscherseen.
Pakistan ist jedoch nicht allein: Der ganze asiatisch-pazifische Raum war diesen Sommer von solch extremen Wetterereignissen betroffen: China und Indien erlebten Rekordtemperaturen und litten unter Dürren und Waldbränden; in Südkorea führten starke Regenfälle zur Überflutung von Strassen und Erdrutschen; Indonesien erlebte mehrere Sturzfluten, und auch in Bangladesch kam es zu verheerenden Überschwemmungen.
Laut der World Weather Attribution Initiative hat der Klimawandel die Hitzewellen in Pakistan und Indien bis zu dreissig Mal wahrscheinlicher gemacht. Die Initiative, der führende Universitäten angehören, hat sich zum Ziel gesetzt, die Verbindungen zwischen dem menschengemachten Klimawandel und solchen extremen Wetterereignissen in Echtzeit mit Modellen aufzuzeigen. Hitzewellen führen häufig zu heftigen Regenfällen, da bei höheren Lufttemperaturen die Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, was zu einer Zunahme der Intensität und der Dauer von Niederschlägen führen kann. «Rekordüberschwemmungen und Rekordtemperaturen sind keine Anomalien, sondern der Beginn einer neuen Norm», stellt das Umweltprogramm der Vereinten Nationen fest.