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Mathis 1998, II-P/25
Japanische Experten und die Vertreter der einen Orgelneubau planenden Shibuya-Church in Tokyo hatten von europäischen Organisten Empfehlungen für Orgeln unseres Hauses erhalten. So begann ein reges Verhandeln, das bald zu persönlichen Kontakten führen sollte: Geschäftsführer Hermann Mathis reiste im Frühjahr 1997 nach Tokyo, um die zentral gelegene Shibuya-Church kennenzulernen, ihre Akustik zu erproben sowie ihren Innenraum zu vermessen, während anschliessend eine japanische Delegation nach Süddeutschland und in die Schweiz kam, um hier verschiedene Orgeln unserer Werkstatt auf Herz und Nieren zu prüfen (und dabei sicherheitshalber auch einen Blick auf Instrumente der Konkurrenz zu werfen). Ergebnis dieser Reise war die definitive Auftragsvergabe an unser Haus, wobei die bis dahin vereinbarte Disposition des projektierten zweimanualigen Instruments nochmals eine Veränderung erfuhr: An der 1996 vollendeten Mathis-Orgel der Stadtpfarrkirche in Eichstätt (DE) waren die japanischen Fachleute von der Disposition so begeistert, dass die bis dahin für Tokyo geplante Registerauswahl neu zusammengestellt wurde.
Im Frühjahr 1998 begannen in der Werkstatt der Bau und die Vormontage der neuen Orgel, die - nachdem man sich von der ausgezeichneten Funktionstüchtigkeit aller Komponenten überzeugt hatte - im August in unzählige Einzelteile zerlegt, sorgfältig verpackt und via Rotterdam per Schiff auf Weltreise geschickt wurde. Nach etwa vier Wochen auf See begannen Anfang Oktober in der Shibuya-Church die Montage und Anfang November die Intonation, so dass am 29. November 1998 das erste Weihekonzert mit der bekannten heimischen Organistin Masako Kiyose und am 15. Januar 1999 das zweite Weihekonzert sowie eine CD-Aufnahme mit dem international anerkannten deutschen Organisten Prof. Johannes Geffert erfolgen konnten.
OW - HW, OW - PED, HW - PED.
Organo Pleno (Principal- und Grundstimmen HW, PED)
mechanische Wechseltritte für Trompete 8’(HW), Dulcian 8’ (OW) und Zinke 8’ (PED)