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Das Internet ist voller Fakten und Daten. Klar, dass da auch einen Haufen Emotionen transportiert werden. Facebook nutzt schon seit einiger Zeit die Daten, um das Bruttonationalglück für 18 Länder zu berechnen. Auch für Firmen werden die geäusserten Emotionen im Web immer wichtiger.
Schon im Oktober 2009 führte Facebook das „Bruttonationalglück“ für die USA ein. Seither kamen noch 17 weitere Länder hinzu. Bruttonationalglück? Dafür werde die Status-Updates der User anhand eines Kriterienkatalogs anonym ausgewertet. Gezählt werden Wörter, die auf eine positive oder negative Stimmungslage hindeuten. Fröhliche Gemüter verwenden besonders häufig Wörter, die etwas Positives ausdrücken – das hat Facebook mit einer Stichprobe unter den Usern herausgefunden.
Interessant sind vor allem die Tage, an denen der Barometer besonders tief oder eben hoch ist. Der unglücklichste Tag bisher war der 22. Januar 2008. Da fiel der Tod von Heath Ledger zufällig mit dem Crash der asiatischen Märkte zusammen. Michael Jacksons Tod war der zweittraurigste Tag. Freudig hingegen war der Tag nach der Wahl von Barack Obama im November 2009.
Welches Land nun am glücklichsten ist, lässt sich aber doch nicht messen. Jedes Land wird nämlich gesondert analysiert, um Effekte wegen Sprachunterschieden zu reduzieren.
Allerdings wird nun jedes dieser Länder einer Trendanalyse unterworfen, um festzustellen, ob die User insgesamt zufriedener oder unzufriedener werden.
Die Auswertung von Emotionen im Social Web könnte auch für Unternehmen spannend werden. Auf einzelne Personen heruntergebrochen funktioniert die Software (zum Glück?) noch nicht sonderlich gut. Mit aggregierten Auswertungen lassen sich jedoch wertvolle Informationen darüber gewinnen, welche Empfindungen Kunden mit einer Marke oder einem Unternehmen verbinden.
Und was sagen Deine Status-Updates über Deinen Gemütszustand aus?