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Kalkputz
Der einfachste Putz besteht aus Kalk als Bindemittel, Sand und Wasser. Von Dolomitkalk über Löschkalk bis hin zu Seemuschelkalk, gibt es unzählige Bezeichnungen für Kalk.
Je nach Erhärtungsverhalten werden sie in Luftkalke (brauchen Feuchtigkeit aus der Luft zum erhärten) oder hydraulische Kalke (erhärten auch unter Wasser) eingeteilt. Letztere sind gerade gegen Wasser viel widerstandsfähiger.
Ein Kalkputz besteht in der Regel aus mindestens drei Schichten und kann mit unterschiedlicher Rezeptur im Innen-und Aussenbereich eingesetzt werden:
- Der Anwurf als Haftbeschichtung zwischen Mauerwerk und den folgenden Putzlagen.
- Der Grundputz mit grobem Sand als dickste Schicht dient primär dem Ausgleichen der Wandunebenheiten und hat eine raue Oberfläche.
- Der Deckputz als feinste Schicht versiegelt sozusagen den Grundputz und bestimmt durch seine Farbigkeit und Struktur das Aussehen der fertigen Wand.
Jede der einzelnen Putzlagen kann heute immer noch wie früher auf der Baustelle nach geeigneter Rezeptur von Hand angemacht werden. Dies ist bei der Restauration historischer Gebäude noch oft der Fall.