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Gross-Paris steht nicht mehr zur Debatte
Gefäss:
Paris soll von einem neuen Metro-Ring umschlossen werden: Dafür sind 140 Kilometer Metrostrecke und 40 neue Bahnhöfe vorgesehen. Die französische Nationalversammlung verabschiedete einen entsprechenden Gesetzvorschlag.
Quelle:
zvg
Ob Christian Portzamparcs eingleisige Hochbahn überhaupt zustande kommt, steht in den Sternen.
Die automatische Metro soll unter anderem die beiden Flughäfen der Hauptstadt mit neuen wirtschaftlichen Zentren ausserhalb von Paris verbinden. Die Kosten werden auf etwa 21 Milliarden Euro geschätzt. – Die französische Hauptstadt wolle weiterhin in einer Liga mit Metropolen wie New York, London und Tokio spielen, hatte der Hauptstadt-Staatssekretär Christian Blanc zuvor betont. Nun muss der Gesetzentwurf noch vom Senat gebilligt werden.
Ursprüngliche Pläne eines Zusammenschlusses der Hauptstadt mit den umliegenden Départements wurden allerdings wieder zu den Akten gelegt. Architekt Jean Nouvel und weitere Stadtplaner, die im Frühling ihre Projekte für die Metropole der Zukunft vorgestellt hatten, zeigten sich enttäuscht, dass davon nichts in den Gesetzentwurf eingeflossen war: Die Vision von Gross-Paris sei auf den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zusammengeschrumpft, kritisierten sie. Sie hatten zum Teil kühne bis fantastische Ideen abgeliefert: Antoine Grumbach wollte Paris bis ans Meer verlängern, das Team um Richard Rogers hatte vor, die Stadt mit grünen Korridoren zu durchziehen und Christian Portzamparc schwebten eingleisige Hochbahnen für die Stadt an der Seine vor. (sds/mai)