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zum Anfangen schien der vielen Seestürme halber gefährlich zu sein. Man hatte den Versuch gemacht, mit einem colossalen Ventilator dem Ofen, so zu sagen, die Gase aus dem Leibe zu pumpen, wie es scheint aber mit wenig Erfolg, denn die Betriebsmaschine wurde in eine Gebläsemaschine für einen kleinen Versuchs-Bessemerapparat umgewandelt.
Nidt unerwähnt darf hier bleiben, daß auf dem Werfe die Fertigstellung einer sehr bedeutenden Bessemeranlage beinahe beendet war. Eine colossale, in Eisen ausgeführte Balle
enthielt mannigfache in der Aufstellung begriffene Walzwerke und Hämmer, und im Şintergrunde fündigte das eigenthümliche Puffen und die bekannte Funfenerscheinung an, daß die Converter theilweise schon in voller Thätigkeit sich befanden. —
Hoffentlich hat bald eine fundigere Feder Gelegenheit, durch einen längeren Aufenthalt im Norden Englands die Verhältnisse eingehender zu studiren und zu schildern, als es uns bei dem flüchtigen Besuche und den dürftigen Quellen möglich war.
Ver m i f ch tes.
Das Tangenten - Photometer.
Von Dr. Ferdinand Bothe. Das Bunsen'sche und die durch Wight und Defaga nach dem gleichen Principe construirten Photometer beruhen be kanntlich darauf, daß ein durch Stearin oder Walrath auf Papier erzeugter transparenter Fleck in dem Augenblicke für den Beobachter verschwindet, in welchem beide Papierseiten gleich hell beleuchtet find In den meisten Fällen bergleicht man die ale Lichteinheit dienende Flamme einer sogenannten Normalkerze direct mit dem zu messenden Lichte; bei Desaga's Instrument, dem Principe der sogenannten doppelten Wägung folgend, mit einer innerhalb eines Gehäuses brennenden, der Regulirung fähigen Gasflamme, welche auf die Normalferze eingestellt wurde. Bei allen diesen Instrumenten aber wird ein Verschieben der einen oder anderen Flamme nothwendig, welches mannigfache Unbequemlichkeiten mit fich führt.
Diese Verschiebung läßt fich dadurch umgehen, daß der den transparenten Fleck enthaltende Schirm, versehen mit einer die Ablesung ermöglichenden Alhidade, drehbar aufgestellt wird. Die Helligkeit einer beleuchteten Fläche ist, abgesehen von der Lichtftärfe der Quelle und ihrer Entfernung, abhängig von dem Winkel Der Einstrahlung: ste ist proportional dem Costnuß des Einfallawintele, dem Sinus des Neigungswinkels der Strahlen gegen die Fläche. Stellt man also die vergleichenden Lichtquellen in gleicher Entfernung so auf, daß ihre Strahlen sich rechtwinklig freuzen, und bringt den drehbaren Schirm der Art an, daß er auf beiden Seiten durch diese beleuchtet wird, so wird bei gleicher Lichtstärfe der Quellen der Einftrahlungswinkel auf beiden Seiten gleich, also 45° sein müssen, wenn der Fleck unftchtbar sein soll. Bei ungleicher Lichtstärke wird man den Schirm ber helleren Flanıme zu-, der schwächeren abdrehen müssen, um ein Verschwins den Des Fledes zu erzielen.
Sft der bezügliche Winkel für die Flamme von der Helligkeit J gleich , so wird er für die andere J, gleich 90 — « sein, und es resultirt die Gleichung
J.sin a J, sin (90 —a),
tg a = Es läßt sich also die Lichtstärke der einen Quelle im Verhältnisse zu der anderen durch die Tangente des Drehungswinkels ineffen.
Die Vorausseßungen für die Richtigkeit dieser Methode:
1) absolute Transparenz des gefetteten Papieres,
2) vollkommen diffufe Zurückwerfung des Lichtes find nicht in aller Strenge als richtig anzunehmen. Stete era cheint die direct beleuchtete Seite im Verhältniß heller, als der transparente Fleck, und dadurch wird eine doppelte Einstellung des Schirmes, eine zweimalige Ablesung unerläßlich, deren Mittel werth die richtige Stellung desselben, und damit den wahren Werth von a ergiebt.
Die Fehler, welche der Umstand mit sich bringt, daß die Menge des nicht diffus zurückgeworfenen, ingleichen des durch das transparente Papier gegangenen Lichtes bei verschiedener Winkelstellung des Schirmnes gegen die Strahlen verschieden sein muß, liegen für gewöhnlich außerhalb der Grenzen der Beobachtung und verdienen höchstens dann Beachtung, wenn der Neigungswinkel der Strahlen gegen die Fläche einerseits ein sehr kleiner, andererseits ein ent
sprechend großer ist, in einem Falle, welcher bei der praktischen Anwendung des Instrumentes nicht vorkommen kann.
Endlich ist noch zu erwähnen, daß bei bedeutender Differenz der zu vergleichenden Lichtstärken der Winkel, dessen Langente ale Maß dienen soll, leicht allzugroß, und dadurch die Genauigkeit ber Beobachtung wesentlich breinträchtigt werden kann. In solchen Fällen ersdeint es angemessen, die ftärkere Lichtquelle von vorn herein in die doppelte oder dreifache Entfernung zu bringen und die bezügliche Tangente dann mit 4 oder 9 zu multipliciren. Für den Gebrauch bei Helligkeitsbestimmungen von Gasflammen, welche gewöhnlich die fünf- bis sechsfache oder auch zehn- bis vierzehnfache Lichtstärke der als Einheit angenommenen Stearinferze bez fißen, empfiehlt es fich, der Leichtigkeit der Multiplication wegen, die Entfernungen 2 und 3 durch die 1 V5 und 1 V10 zu erseßen, also beispielsweise bei 0",3 Enfernung der Normalferze bie zu messende Lichtquelle in den Entfernungen
0”,3. V5 = 0“,6708 ober
0",3 .V10 = 0",9486 aufzustellen, und dann die Sangente des abgelesenen Winkelmittels mit oder 10 zu multipliciren.
Das Instrument, dessen ich mich bediene, ist von dem geschickten Mechanifer þugo Schickert in Dresden gefertigt und besikt folgende Einrichtung.
In eine cylindrische Büchse aus Meffing, von 10 Centimeter Höhe und Durchmesser, welche auf einem, mit Stelschrauben versehenen Stativ hoch und niedrig gestellt werden fann, münden vier fich rechtwinklig gegenüber stehende Röhren son 3 Centimeter Weite, von denen zwei conische Anfäße, die beiden anderen schwache Lupen tragen. In derselben befindet sich der Schirm, drehbar um eine verticale Are, oben mit einer Alhidade versehen, welche fich über dem horizontalen Theilfreise bewegt, dessen Nullpunkt genau über der Ure zweier fich gegenüber stehender Röhren liegt. Der Nullpunkt der Alhidade hingegen fällt in die Ebene des Papierschirmes; der Winkel des Schirmes mit der Verticalebene durdy die Nullpunkte des Kreises läßt sich durch Nonien auf 10 Minuten ablesen. Die conischen Ansapröhren, welche sich rechtwinklig freuzen und die einfallenden Strahlen gegen den Papierschirm führen, besten eine Vorrichtung, um Blendungen und mattgeschliffene oder farbige Glasplatten anzubringen, deren Anwendung bei sehr starken Lichte oder bei Flaminen von ungleicher Helligkeit in den einzelnen Theilen vortheilhaft wirkt.
Alle inneren Theile find sorgfältig geschwärzt; auch finden fich felbftverständlich die nöthigen Vorrichtungen zu Correctionen behufe der Herstellung möglichster Richtigkeit des Instrumentes selbst.
Soll dasselbe gebraucht werden, so wird die Verticalare genau über den Scheitelpunkt eines auf den Tisch gezeichneten rechten Winkels gebracht, auf dessen Schenkeln in den bezüglichen Erscheinungen die beiden zu vergleichenden Lichtquellen stehen, dann der Schirn so gedreht, bis für den durch die eine Ocularröhre schauenden Beobachter der transparente Fleck vollkommen verschwunden ist. Hierauf folgt cine zweite Beobachtung durch die andere Dcularröhre ganz in derselben Weise; das Mittel aus beis den abgelesenen Winkeln giebt den bei Berechnung der Tangente einzusebenden Werth.
J. tg a
J,.
Ein Schwärzen der Wände des Beobachtungszimmers ift überflüssig; es genügt hinter den Flammen dunkle, nicht glänzende Schirme von folcher Größe aufzustellen, daß die conischen Ansaks röhren, bis zu ihnen verlängert gedacht, dieselben noch decken würden.
Das beschriebene Instrument macht feinen Anspruch darauf, præciser zit arbeiten, als das Bunsen-Defaga'sche; es gewährt aber beim Gebrauche wesentliche Bequemlichkeiten und dürfte des halb Beachtung verdienen.
„Gegenwärtig füge ich noch ferner das Folgende über zwei verschiedene Eisendrahtlehren (nämlich eine französische und die neue amerikanische) hinzu.
1) Die Nummern und Drahtstärken der Drahtlehre von lis moges theilt Wiebe (Handbuch der Maschinenfunde, I. 113) folgendermaßen mit. 24)
Hierin findet fich theilweise Uebereinstimmung mit den gleichen Nummern der fonftigen franzöfischen Lehren (S. 413), eben so oft aber eine erhebliche Abweichung, wiewohl im Ganzen eine nahe Verwandtschaft oder eine gemeinschaftliche Grundlage nicht zu verkennen sein dürfte.
Von den franzöftschen Kraßendrahten erwähnt Wiebe, daß ihre Dide init steigender Nummer abnimmt, daß Nr. 8 die Dicke von 1 Millimtr. und Nr. 30 die Dicke von | Millimtr. habe. Legt man diese Daten zu Grunde, so wird sehr annähernd der allgemeine Verbünnungsfactor
22
10,375
Mechanische Technologie. Ueber Drahtlehren; von Karl Rarmarfc. (Schluß von Seite 665.)
Ein zweiter Aufsag des Verfassers a. a. D. (1859, Heft 6, S. 321) unter dem Titel: , Technologische Reiseerinnerungen aus Württemberg" enthält folgende einschlägige Notizen:
In Ulm ist die Messingwarenfabrik der HHrn. Wieland & Co. bemerkenswerth, zu welcher ein Meffingwerk in Berrs lingen (Oberamtes Blaubeuren) gehört. Dem ilustrirten Preisverzeichnisse entnehme ich Folgendes:
Safelmessing Nr. 1 bis 40; Nr. 1 ist 1,1 Millimtr., Nr. 40 hingegen 16,6 Millimtr. dick (es wird zu Tafelmessing die unten noch näher zu erwähnende Musterdrahtlehre gebraucht). Die Breite der Tafeln geht gewöhnlich von 12 Zoll (bei den Jünnsten) bis 22 Zoll (bei den dicksten).
Bugmessing (die dünnen und schmalen, aber langen Sorten des Lafelmessings) gehen bon | Bug bis 14 Bug; ihre Dicke wird mittelft der unter zu erwähnenden Scheibendrahtlehre gemessen, welche jedoch für den gegenwärtigen Zweck andere Nummern erhält:
Bug ist 1,5 Millimtr. did,
1,2
0,8 0,6
= 0,9564 geseßt werden dürfen und biernach berechneten sich alebann die Dicken der Rraßenbrähte wie folgt. 's)
2) In Nordamerika hatten die Fabricanten bis zur allerneuesten Zeit die gewöhnliche englische (Birminghamer) Drahtlebre (S. 413) zur Richtschnur genommen, al8 3. B. Brown und Sharpe eine Lehre in Vorschlag brachten, welche nunmehr von den amerikanischen Fabricanten und Ingenieuren allgemein angenominen zu sein scheint. Nach einer Mittheilung im „Technologiste“ erstreckt sich diese Lehre von Nr. 0000 (dick 0,46 engl. Zoll oder 11,684 Millimtr.) bis Nr. 40 (did 0,003144 Zoll oder 0,080 Millis meter) und find im Einzelnen die Didenabstufungen folgende. 26)
Dieses System ist, wie man steht, absichtlich darauf angelegt, durchgehende den nämlichen Verdünnungsfactor zu haben, welcher ein wenig größer ist, als der durchschnittliche Factor der Birming= hamer Lehre (0,886).“
Hierauf folgt a. 4. D. (1863, Heft 2, S. 83), Rocy Einiges über Drahtlebrena:
„I. Rraßenbråhte. Die Kraßenbeschläge für Wol- und Baumwollspinnereien werden nach Nummern benannt, welche auf die Dickenabstufungen der dazu berwendeten Gifendrähte ftdj beziehen. Was Profeffor Wiebe in Betreff der französischen Kraßenbrähte angiebt, habe ich, nebst einer darauf gestüßten Berechnung der Stärken von Nr. 8 bie 30, oben mitgeteilt. Eigene Beobachtungen hins sichtlich deutscher Kragendrähte kann ich nun auf Grund eines Probenfortiments aus der berühinten Kraßenfabrik bon Uhlborn zu Grevenbroich bei Düsseldorf hinzufügen. Danach schwankt allerdings (wie nicht anders zu erwarten) die einer bestimmten Numiner zugehörige Dicke ein wenig; die Durchschnittswerthe sind aber folgende.)
Die ganz wesentliche Abweichung von dem vorerwähnten französtschen Nummersysteme springt in die Augen.
II. Englische Eisert- und Stahldrähte. In einem neuen englischen, vortrefflich mit Abbildungen ausgestatteten Preis- und Musterbuche *) finde ich die Dicen der verfchiedenen Stahldrahtgattungen in Tausendtheilen des englischen Solles sehr forgfältig angegeben. Ich übertrage fte hierher, auf Millimeter umgerechnet. Die Gattungen sind folgende:
A. Rund- und Iriebstahl (round and pinion wire) dickere Sorten, 26 an der Zahl, bezeichnet mit den Buchstaben Z bis A;
B. Rund- und Triebstahl dünnere Sorten, mit den Nummern 1 bis 80 benannt;
5,5
5 8 11
0,4 Nollin essing, bekanntlich die dünnsten, zusammengerout in den Handel kommenden Messingbleche, werden wie gewöhnlich nach der Zahl der aufgeschlagenen Fabrifmarken (Zeichen, Bolli) benannt, indem das Zeichen desto öfter aufgeschlagen ist, te Dünner das Blech. Die Ulmer Fabrik liefert 1 Bolo (1 Zeichen) bis 16 Bolli (16 Zeichen).
Messingdrähte werden nach Verlangen weich, halbhart und hart geliefert. Die sogenannten Mufterdrähte (das dickere Nr. 40; die Dicke beträgt beispielóweise bei Nr. 1
1,1 Millimtr. 6
1,9 10
3,0 = 20
25 = 30
10,5 36
16,6 Die Scheibendrähte (bünnere Sorten) gehen von Nr. 6 bis Nr. 28; es mißt sehr nahe Nr. 6
1,5 Millimtr. 12
1,2 18
0,8 0,6
0,4 in der Dide.
Siebdrähte (die feinsten Meffingdrähte) finden fich in 22 Abftufungen von Nr. 29 bis 50.
Rupferdrähte find in allen Nummern ber meffingenen Musters Towohl als Scheibendrähte (d. 1. 1 bis 40 und 6 bis 28) vorhanden."
Ein Nachtrag a. a. D. (1860, Heft 2, S. 85) enthält Fola gendes:
19,6
12,9
- 40
- 24 = 28
24) Diese vom Verf. mitgetheilte und hier nicht wiedergegebene Lehre weicht von der BD. X, S. 649 bis 652 unter V. angeführten nicht wesentlich ab. Vergl. auch Bd. XI, S. 247 d. 3.
25) S. Bd. X, S. 649 bis 652 unter VI.
*) „The Sheffield Standart List, illustrated; containing prices and patterns of machinery, files, rasps, saws, joiners' tools, light and heavy edge tools, etc. Sheffield, 1862.“
C. Stahldraht in Ringen (cast steel wire in rings) *) Nr. 1 bis 36, nach der englischen Eisendrahtlehre;
D. Nadeldraht (needle wire), zu Nähnadeln, Nr. 1 bis 24;
E. Seildraht (rope wire), Eisen- und neuerlich auch Stahlbraht zur Anfertigung der Drahtseile, Nr. 4 bis 20;
F. Ståhlerne Saitendrahte (music wire), Nr. 5 bis 24;
G. Uhrfederdraht (watch spring wire), Nr. 1 bis 16.
Was zunächst die bicen Stahldrähte nad der Buchstabens lehre (oben A) betrifft, so stimmen deren angegebene Dicken genau mit denjenigen überein, welche ich bereits nach Holgapffel's Ermittelung früher berichtet habe.
Die Zahlen für die Nummer lehre zu Rund- und Iriebe stahl (oben B) sind zum Theile etwas abweichend von denen Kolpapffel's.
Ebenso treten einige Abweichungen hervor, wenn man die in vorliegender Quelle für die Nummern der englischen Eisendrahts lehre (oben C) aufgestellten Dicken mit den Bestimmungen Holfapffelé vergleicht; erstere find darum gleichfale in nachstehende Tabelle :8) aufgenommen, aus welcher man ersehen wird, daß besonders in den feinen Nummern die Messungen ziemlich unftcher find.
Der durchschnittliche Verdünnungsfactor von Nummer zu Nummer für die ganze Reihe beträgt in Col. XI
0,8987, XII
0,8986, XIII
0,8956, XIV
0,9314, XV
0,9557; aber man gewahrt in dem Stufengange der Diden viele unregelmäßige Sprünge, welche von schlechter Anordnung der Lehre oder von ungenauer Messung der Drähte herrühren.
Die Nummern 1 bis 19 des Nadeldrahtes (XII) find der Absicht nach identisch mit den Nummern 18 bis 36 der Eisendrahtlehre (XI); gewöhnlich werden zu Nähnadeln nur die Num= mern 1 bis 12 verarbeitet, welche den Nummern 18 bis 29 der Eisendrahtlehre entsprechen.
Die Abftufungen in der Dide der Sattendrähte (XIV) find ein wenig feiner, als bei dem Wiener Sortimente von Miller & Sohn (S. 468); denn Nr. 24 ist in England nicht völlig 2,07 Mal, bagegen in Wien 2,16 Mal so did ale Nr. 11; der durchschnittliche Verbünnungsfactor von Nr. 24 bie Nr. 11 ftellt
sich in England auf 0,9457*) und in Wien auf 0,9424. Uebrigens sieht man zwar, daß eine leichheit der Numerirung in beiden Fällen beabsichtigt ift
, fedoch nach den vorliegenden Messungsergeba nissen die Wiener Saiten bei gleicher Nummer um eine bis zwei Stufen feiner fich darstellen, als die englischen, und im Ganzen die Wiener Nr. 11 bis 24 ziemlich einerlei Stärke haben init den englischen Nr. 10 bis 23. Was, auf Angaben von Holßapffel geftüßt, früher S. 468 über die Nummern und Stärken der englischen Stahlsaiten gesagt worden ist, dürfte als durch Vorstehendes berichtigt anzusehen sein.
Die ihrfederbrähte (Col. XV der Tabelle) bieten die feinsten Abstufungen der Dicke bar, wie dies für die Darstellung genügend kleiner Abstufungen unter den aus jenen Drähten zu verfertigenden Taschenuhrfedern erforderlich ist; indessen wird das reichhaltige Sortiment der Schweizer Febernfabriken eine bedeutend größere Anzahl verschiedener Drahtdicken nöthig machen, als das gegenwärtige englische Verzeichniß enthalt."
Der leßte bezügliche Auffaş a. a. D. (1865, Heft 2, S. 75) ist bereits Bd. X, S. 622 0. 3. in extenso mitgetheilt, so daß hiermit alles auf diese Frage Bezügliche dieser Zeitschrift einverleibt und zugänglich gemacht ist als Material zur eingehenden Bez handlung in der beim Vereine deutscher Ingenieure beantragten und leider bei der legten Hauptversammlung in Aleristab nicht zur Ausführung gelangten Weise. Hoffentlich wird in der nächsten Hauptversammlung diese Frage einer befriedigenden Lösung entgegen geführt.
2.
B a u weren. Le Palais de l'Exposition universelle au Champ de Mars en 1867; par Daniel Ramée, architecte. 15 Seiten in 8. (Preis 50 Centimes.) Paris, 1867. Eugène Lacroir.
Der Verfasser der vorliegenden Brochure bespricht darin die Architektur und Construction des diesjährigen Ausstellungspalastes zu Paris vom Standpunkte der architektonischen Aesthetik aus, von welchem lepteren er das Bauwerk, namentlich im Vergleiche zu dem Londoner Krystallpalast von 1851, als bollständig mißsungen und unschön darstellt. Wenn nun auch zugegeben werden muß, daß das Aeußere, sowie die innere Ausstattung des legten Pariser Ausstellungegebäudes dem Principe der Uebersichtlichkeit der ausgestellten Gegenstände sehr stark, auch wohl auf Koften der Schönheitsregeln, Rechnung tragen, so kann man fich bei dem etwas leidenschaftlichen Style des Schriftstückes der Vermuthung nicht erwehren, daß der , Architekt von anerkanntein Talent und geschichte Constructeur", welchem der Verfasser die Ausführung eines so wichtigen Bauwerkes übertragen sehen wit, barin hauptfadhlich seinem Unmuthe über einen glücklicheren Nebenbuhler Luft zu machen versucht hat.
*) ,,Die unter A und B aufgeführten Drähte werden nämlich nicht in Ringen, sondern in geraden Stüden von gewöhnlich 1 Fuß (305mm) Länge verkauft.
28) S. BD. X, S. 653 bis 656 unter IX bis XV.
Berichtigungen zu Heft 10.
*) Nur näherungsweise gültig, wenn Cp nicht genau, sondern näherungsweise constant ist.
statt: pv — 47.
S ch 1 u f bemerkung. Dem bisherigen Gebrauche entgegen, müssen leider einige der in diesem Jahrgange begonnenen Abhandlungen noch in den nächften hinübers geführt werden, da bas vorliegende Material trog dieses 6 Bogen starten enggedructen Supplementbeftes nicht vollständig unterzubringen war.
D. Red. (L.)
R. 3.
*) Für die feineren englisden Nummern ergiebt ftch allerdings ein merklich kleinerer Verdünnungsfactor; von Nr. 5 bis 11 ist derselbe durchidnittlid 0,9012, wonach es fommt, daß der Generalburchschnitt von Nr. 5 bis 24 (wie oben angegeben) = 0,9314 ausfällt.“
4. W. Schade's Budybruderei (L. S dade) in Berlin, Stauschreiberstr. 47.
Unha I t.
Caf. I. Jol. Ernst: Beschreibung einer Frictionspresse mit Ries
menbetrieb. - Hydraulische Lochmaschinen und Winden. Bladwood's hydraulische Winde. E. Blum: Mas
chine zum Rollen der Thürbänder. II. öydraulische Lochmaschinen und Winben: Sydraulische Winbe.
- P.S. Rofentranz: Instrument zur Meffung des Ungleichförmigkeit&grabes von Dampfmaschinen und Transmif. fionen von Dr. E. Hartig. C. Kayser: Das Dreis
kurbelsystem.
Graupenspaltmaschine. Chenot's directe Erzeugung
unterirdische Wassersäulenmaschinen. r IV: Ueber die Anwendung von Maschinen beim Bubbelbetriebe:
Harrison's Buddier. Eaftwood's Pubbler. Wil.
Steinkohlenwerte bei Dresden.
baut in der Maschinenfabrit Budau bei Magdeburg 1866. VI. Desgl.: Maschine zum Kettendampfschiff, gebaut in der
Maschinenfabrik Budau bei Magdeburg 1866. Rettens
tromniel. VII. Desgl.: Kessel zum Kettendampfschiff, gebaut in der Mas
schinenfabrik Budau bei Magdeburg 1866. Ueber die Darstellung von Gußstahl in einem Flammofen: lieber
meister's Gußstahlofen. VIII. R. Ziebarth: Stredofen von Dillinger. Metall
compositionen für Lager 2c.: Wagner's Gußform für
Lager.
wesen vom 14. October 1866: N. Daelen: Ueber ges
Unterwind.
towski's Filterpreffe.
. Selbstthätige
Gestänge- Anordnung für Maschinen größter Dimensionen.
zu Hamburg. . XIV. $. Ludewig: Die Gewinnung der Coks aus Steinkohlens
aschen. Maschinen zum Auswaschen der Cofe aus Stein
kohlenaschen von Sievers & Co. in Kalt bei Deut.
Aschenseßmaschine. Siebtrommel. Taf. XV. Eug. Langen: Vorrichtung zum medjanischen Entleeren
der Kühlrohren bei Knocentohlengluhöfen. Entleerung8
Entleeren der Rühlröhren.
Shand. Lachapelle & Glover. Dunn, Thomas
Late.
ofenanlage in Southbant. Werte von Bollow & Baug
ban in Eston. Bumpenkolben mit Birkenrindeliderung. XVIII. Wilhelin Beipers: Stahldrahtglithofen. Die Stein
schleuderinaschine von Þ. von Nittinger.
Fairbairu's Princip.
Wagen von F. Arbey & Co. Kreissäge mit vertical ver-
Johnson's Teigknetmasdine.
Döring: Sade'sde Steinbohrinaschine. Doring'icher
Bohrwagen nebst Gestel.
bod. Robertson & Tweedale, Hydraulische Winde.
x.
Im Tert:
dämpfe.
Richard Peter8: Untersuchungen über Drahts
barsten Lehren für Draht, Bled 2c. 3
=
143. Desgl.: Deogr.
241. Desgr.: Desgl. 5's = 249. H. Minssen: Verbesserung an Sdlagmaschinen
für Reinigung der Baumwole. (System ford
Brothers.) 6 = = 324. Otto Herm. Müller: Indicatorcurven der Ma
schine des Dampfboote8 ,, Tisza". Slep8: Ueber die beim Ausblasen eines Bohofens des Neubrüder Eisenwerkes bei Finnentrop beobachteten Fornivers änderungen im Kernschachte. Hohofen Nr. 1 zu
Neubrüd.
wollen- und Garnpreise im Jahre 1866.
Rub. Kolfter: Ueber das Ausströmen von Dampf
und Luft aus Gefäßmündungen 2c. 557. Die Steinkohlenreviere in der Gegend von Aachen
von Dr. von Deden. 10
557. Deegl.: Worm-Baffin. Inbe. Baffin. . . 11 s 557. Desgl.: Worm-Bassin.
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