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Der besonders für seine Marvel-Filme bekannte Regisseur James Gunn (56) wird neuer Co-Chef der DC Studios, wie «The Hollywood Reporter» meldet. Gunn bestätigte den Bericht mittlerweile selbst auf Twitter mit den Worten: «Zutreffend. So froh, hier zu sein». Gunns Ernennung erfolgt im Zuge weitgehender Umstrukturierungen beim erst im April 2022 durch eine Firmen-Fusion entstandenen Medienkonzern Warner Bros. Discovery. «The Hollywood Reporter» bezeichnet den Vorgang als «beispiellos», da noch nie zuvor ein «erstklassiger Regisseur» auf einen vergleichbaren Management-Posten gewechselt sei.
James Gunn soll der Kevin Feige des DC-Universums werden
Gunn wird sich den Posten des Vorsitzenden und CEOs der umbenannten DC Studios mit dem erfahrenen Produzenten Peter Safran («Aquaman», 56) teilen. Safran wird sich demnach um die geschäftliche Seite der Filmproduktion kümmern, während Gunn für die kreativen Entscheidungen zuständig ist. In einem gemeinsamen Statement erklärten beide ihre Absicht, «ein integriertes, vielschichtiges Universum zu erschaffen», was ein wenig nach dem viele Querverbindungen aufweisenden Marvel Cinematic Universe des grossen Konkurrenten Marvel klingt.
Gunn wird daneben auch weiterhin als Filmemacher tätig bleiben. Aktuell arbeitet er an der zweiten Staffel der DC-Serie «Peacemaker» (seit 2022), einem Spin-off zu seinem eigenen DC-Film «The Suicide Squad» aus dem Jahr 2021. «Peacemaker» ist auf dem US-Streamingdienst HBO Max verfügbar, der ebenfalls zu Warner Bros. Discovery gehört.
James Gunn wird nicht für alle DC-Filme verantwortlich sein
Zu den erfolgreichsten und bei Fans beliebtesten DC-Filmen der vergangenen Jahre gehören «Joker» (2019) mit Joaquin Phoenix (47) und «The Batman» (2022) mit Robert Pattinson (36). Diese stehen für sich und sind nicht verbunden mit anderen DC-Werken und -Helden wie Aquaman (gespielt von Jason Momoa), Superman (Henry Cavill) oder Wonder Woman (Gal Gadot). Für diesen Teil des DC-Kinouniversums wird der nun eingestellte Gunn auch nicht verantwortlich sein. Alles andere, also Kinofilme, Streaming-Serien und Animationsprojekte, fällt jedoch in Gunns zukünftigen Verantwortungsbereich. Sein Vertrag soll über vier Jahre laufen und den Filmemacher exklusiv an DC binden.
Gunns vorerst letzter Marvel-Kinofilm «Guardians of the Galaxy Vol. 3» wird im Mai 2023 in den Kinos erscheinen und die 2014 begonnene «Guardians»-Trilogie rund um den von Superstar Chris Pratt (43) gespielten Star-Lord abschliessen. Gerade erst teilte Gunn auf Twitter den ersten Trailer zum kommenden «Guardians of the Galaxy»-Weihnachtsspecial, welches am 25. Dezember auf dem Streaming-Dienst Disney+ veröffentlicht wird. Das Video zeigt einen überraschenden Auftritt von Kevin Bacon (64), der sich selbst spielt.