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Die Vorgeschichte
- Eine 25-jährige Türkin wollte sich in der Aargauer Gemeinde Buchs einbürgern lassen.
- Die Einbürgerungskommission und auch der Gemeinderat lehnten das Gesuch aber ab, die Begründung: «mangelnde Integration».
- Die junge Frau wandte sich an die Medien. In der Folge wurden Protokolle der Einbürgerungskommission öffentlich, die belegten, dass die Frau im Staatskundetest alle Fragen richtig beantwortet hatte und seit Jahren in Buchs wohnt, arbeitet und soziale Kontakte pflegt.
- In der Folge ergossen sich Kritik und hämische bis böse Kommentare über die Gemeinde. «Kleinkariert», «hinterwäldlerisch» oder «Seldwyla» waren dabei noch die netteren Voten.
- Kritisiert wurde zum Beispiel, dass die Einbürgerungskommission die Antwort «Skifahren» auf die Frage nach einem typischen Schweizer Sport nicht gelten lassen wollte, da die Kommission «Schwingen» oder «Hornussen» hören wollte.
- Gegen den Entscheid sie nicht einzubürgern hat die Frau Beschwerde beim Aargauer Regierungsrat eingereicht. Dieser hat allerdings noch nicht entschieden.
Die Kehrtwende
- Nun beantragt der Gemeinderat dem Ortsparlament erneut die Frau einzubürgern, berichtet die «Aargauer Zeitung».
- Seit Ablehnung des Gesuchs sei der «Eindruck entstanden», dass die junge Frau besser integriert sei, als sie dies bei den Gesprächen mit der Einbürgerungskommission aufzuzeigen vermochte, heisst es in der neuen Vorlage.
- In der nächsten Sitzung am 18. Oktober wird das Gemeindeparlament also erneut entscheiden müssen, ob Buchs die junge Frau doch noch einbürgern will, wie sich der Traktandenliste entnehmen lässt.