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Autor: Hannes Währer
Muntelier besitzt zwischen Tioleyres und Burgunderstrasse zwei Landparzellen, welche die Gemeinde gerne an die Rimaplan AG aus Würenlingen verkaufen möchte. Problemlos wurde der Antrag für einen Kaufrechtsvertrag mit der Firma an der letzten Gemeindeversammlung genehmigt (FN vom 29. November).
Insgesamt will Muntelier die zwei Parzellen zu einem Preis von 3,5 Millionen Franken verkaufen. Da das Land jedoch auf Murtner Boden liegt, kann Muntelier zwar den Verkauf beschliessen, aber Murten redet beim Bewilligungsverfahren für das Baugesuch, nebst dem Kanton und dem Oberamt, ein gewichtiges Wort mit.
«Die angestrebte Nutzung liegt nicht im Interesse Murtens», sagt Stadtpräsidentin Christiane Feldmann. Murten halte es nicht für sinnvoll, noch mehr Verkaufsfläche anzubieten (siehe Kasten). Angestrebt werde die Ansiedlung von Gewerbe, das Arbeitsplätze für qualifiziertes Personal schaffe.
Déjà-vu für Muntelier
Bei Munteliers Amman, Roger Ekmann, lösen diese Informationen ein Déjà-vu aus. «Wir hatten zu einem früheren Zeitpunkt ein Projekt mit Aldi, das weit fortgeschritten war und schliesslich von Murten abgelehnt wurde. Heute steht die Aldi-Filiale an Murtens Gemeindegrenze auf Boden von Courgevaux», erklärt er und deutet ein gewisses Unverständnis für die Position Murtens an. Über die betroffenen Parzellen haben beide Gemeinden schon öfters miteinander Gespräche geführt. Da eine Ansiedelung nie realisiert wurde, war Murten bereit, das Land selbst zu erwerben. Das Angebot entsprach jedoch nicht das nicht den Erwartungen Munteliers, obwohl Murten auch die Erschliessungskosten übernommen hätte, was einem Preis von insgesamt 200 Franken pro Quadratmeter entsprochen hätte, erklärt Feldmann. Darauf angesprochen erklärt Ekmann, das sei richtig, nur sei die Rimaplan AG ebenfalls bereit die Erschliessungskosten zu übernehmen und für den Grund alleine 170 Franken pro Quadratmeter zu bezahlen.
Ungeachtet dessen verweist Christiane Feldmann auf Murtens Planungs- und Baureglement, das für Industrie- und Gewerbezonen II, in der die beiden Parzellen eingestuft sind, keine «kundenintensive Verkaufsgeschäfte und Dienstleistungsbetriebe mit Zentrumscharakter» vorsieht. Deshalb hatte der Gemeinderat damals die Anfrage zur Ansiedelung von Aldi auch dahingehend beantwortet, dass eine Zonenänderung nötig sei und diese im Rahmen der Ortplanungsrevision geprüft werden soll.
Allerdings, so erklärten sowohl Roger Ekmann wie auch Christiane Feldmann, wolle man erst noch einmal das Gespräch suchen, bevor man allenfalls zu juristischen Mitteln greifen will.