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Jedenfalls verzichtet er beim internationalen Sport-Schiedsgericht (CAS) in Lausanne auf einen Einspruch, wie «CH Media» berichtet.
Der Schweizer Rekordhalter über 100 und 200 m war im Sommer 2022 von der Disziplinarkammer des Schweizer Sports verurteilt worden. Da sich diese Instanz ein Jahr für die Begründung des Urteils Zeit liess, hätte Wilson erst ab Mitte September 2023 wieder juristisch aktiv werden können. Der in Jamaika gross gewordene Basler, der stets seine Unschuld beteuerte, liess aber die Frist beim CAS ungenutzt verstreichen.
Entweder sahen Wilsons Anwälte in der detaillierten Urteilsbegründung keinen erfolgversprechenden Ansatz für den Rekurs bei der höchsten Instanz im Sport, oder Wilson scheute die Kosten. Der Redaktor von CH Media, der in diesem Fall sehr aufwändig recherchiert, konnte mit dem Athleten keinen Kontakt aufnehmen. Wilson ist abgetaucht.
Da weder der Sprinter noch die Welt-Antidoping-Agentur (WADA) oder die Antidoping-Abteilung des internationalen Leichtathletik-Verbandes (Athletics Integrity Unit) das Urteil anfechten, sind die vier Jahre Sperre, ausgesprochen von der Disziplinarkammer des Schweizer Sports, rechtskräftig. Gemäss CH Media wird nun auf Wilson noch ein zweites Verfahren wegen des möglichen Erwerbs von Anabolika, EPO und Wachstumshormonen zukommen. Ein Rückkehr in den Spitzensport ist somit praktisch ausgeschlossen.
Der 33-jährige Wilson stand als Sportler in den Jahren 2018 mit EM-Bronze über 200 m und 2019 mit den noch gültigen Schweizer Rekorden über 100 m (10,08) und 200 m (19,98) im Zenit. Zum Knall kam es an den Olympischen Spielen 2021 in Tokio. Das CAS verhinderte mit einer provisorischen Sperre den Start des Schweizers in Japan.