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Bei einem Grossbrand auf Russlands einzigem Flugzeugträger Admiral Kusnezow ist am Donnerstag ein Soldat ums Leben gekommen. Ein weiterer wurde vermisst, wie die Marine mitteilte. Mehrere weitere der auf dem Flaggschiff der russischen Marine stationierten Soldaten erlitten demnach Rauchvergiftungen.
Die Löscharbeiten hielten auch Stunden nach dem Ausbruch des Feuers noch an. Das Kriegsschiff aus Sowjetzeiten wird seit mehr als zwei Jahren im Hafen von Murmansk an der Barentssee repariert.
Nach Angaben der Marine konnte die Feuerwehr den Brandherd inzwischen lokalisieren. Russische Nachrichtenagenturen berichteten unter Berufung auf die Werft Swesdotschka, der Brand sei bei Schweissarbeiten im Maschinenraum ausgebrochen. Das Feuer breitete sich demnach auf einer Fläche von rund 600 Quadratmetern aus. Die Nachrichtenagentur Interfax zitierte eine Quelle, wonach die Situation «sehr ernst» sei.
Ein Marinesoldat sei beim Versuch, den Brand zu löschen, getötet worden, teilte die Marine mit. Bei dem Vermissten handelte es sich demnach um einen Offizier, der bei der Räumung der Unglücksstelle helfen wollte.
Die Admiral Kusnezow gilt als Flaggschiff der russischen Marine. Das 1985 gebaute, aber erst zehn Jahre später offiziell in Betrieb genommene Schiff befindet sich seit 2017 für Reparaturarbeiten in der Werft in Murmansk. Es soll 2021 wieder in Betrieb genommen werden. Die Kosten der Reparatur belaufen sich auf umgerechnet knapp eine Milliarde Franken.
Der Brand am Donnerstag ist nur einer von mehreren Zwischenfällen auf dem in die Jahre gekommenen Kriegsschiff: 2018 stürzte ein Kran auf das Schiffsdeck, tötete einen Arbeiter und hinterliess grosse Schäden. Das Unglück liess Zweifel aufkommen, dass das Schiff zum geplanten Zeitpunkt fertig wird. 2009 starb ein Seemann nach einem Brand an Bord - ausgelöst durch einen Kurzschluss.
Zuletzt wurde die Admiral Kusnezow 2016 und 2017 im Mittelmeer eingesetzt, um Ziele in Syrien zu erreichen. Seit Jahren gibt es in Russland Debatten über den Bau eines zweiten Flugzeugträgers, der jedoch aus finanziellen Gründen immer wieder verschoben wird. (sda/afp)