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Bei der Neukalkulation des Jahresbudgets musste Henzikofer bereits im April entsetzt feststellen, dass er schon knietief unter Wasser war und im besten Fall noch vor den Sommerferien verlumpt sein würde, wenn ihm nicht flugs ein disruptives Geschäftsmodell einfiele. Mit seinen letzten Reserven stellte er vier überqualifizierte und entsprechend selbstbewusste Hochschulabsolventen an, die innert kürzester Zeit das Mobiliar zerlegten und derart viel Staub aufwirbelten, dass die Venturekapitalistengemeinde nicht anders konnte, als zur Geldschaufel zu greifen und die zum Start-up umdeklarierte Bruchbude dermassen flüssig zu machen, dass Henzikofer oben genannte Sommerferien dazu nutzte, eine Seereise anzutreten, von der er wohlweislich nie zurückkehrte.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Im Dezember 2014 hat die WOZ eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» als Buch herausgegeben, das unter www.woz.ch/shop/woz-buecher erhältlich ist. Sein 2013 erschienener Krimi «Mordgarten» ist unter https://www.woz.ch/shop/buecher zu haben.