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Tauben
- Wichtige Informationen
- Darf man Tauben füttern?
- Plakat zum Taubenfütterungsverbot in A3 zum Downloaden
- Flyer zum Taubenfütterungsverbot in A5 zum Download
- Darf ich lästige Tauben selber entfernen?
- Was tun, wenn Tauben in der Fassade oder auf dem Dachboden übernachten und nisten?
- Welche präventiven Massnahmen gibt es?
- Reinigung
- Starke Verschmutzungen durch Taubenkot sind bedenklich
- Massnahmen zur Reduzierung der Taubenpopulation
- Kontakt
Wichtige Informationen
- Tauben werden oft aus falscher Tierliebe gefüttert: Unbegrenzte Nahrungsressource führt zu einer starken Vermehrung.
- Taubenkot greift Fassaden an und verursacht Schäden am Mauerwerk.
- Starke Taubenkotverschmutzung kann bei Kindern, kranken und älteren Menschen gesundheitliche Probleme zur Folge haben.
- In der Stadt Zürich fallen jährlich 80 Tonnen Taubenkot an.
Darf man Tauben füttern?
Das natürliche Futtervorkommen steuert die Grösse einer Tierpopulation. Das ist bei den verwilderten Haustauben nicht anders. Je mehr Futter vorhanden ist, desto mehr Tauben gibt es. Das heisst also, wer Tauben füttert, trägt zu ihrer Vermehrung bei. Im Winter, bei kleinerem Nahrungsangebot, sollte der Bestand eigentlich etwas abnehmen. So würde die Population auf natürliche Weise reguliert. Stadttauben in Zürich hingegen sind zu jeder Jahreszeit so gut genährt, dass sie sogar im Winter erfolgreich brüten und Junge aufziehen. Die Population muss deshalb fortwährend kontrolliert und reguliert werden, damit die Zahl der Tauben nicht stetig zunimmt.
Füttern verboten
Sprechen Sie Menschen an, die Tauben füttern. Weisen Sie darauf hin, dass sie den Tauben nur einen kurzfristigen Dienst erweisen. Vogelfreundliche Gärten oder Blumenkistchen mit Pflanzen, welche im Herbst Samen bilden, bieten den Vögeln mehr und sind langfristige und vor allem artgerechte Alternativen zur Fütterung. Zudem können diese Strukturen auch von anderen Tieren genutzt werden. Durch ausgestreutes Futter werden auch Mäuse und Ratten angelockt. Diese müssen dann wiederum bekämpft werden, da gehäuftes Auftreten der beiden Tierarten aus hygienischen Gründen nicht erwünscht ist. Besonders schädlich ist das Ausstreuen von Futter in Rabatten und auf Baumscheiben. Die Taubenschwärme schädigen die Wurzeln von Strassenbäumen und anderen Pflanzen nachhaltig. Die Stadt Zürich will einen kleinen, aber gesunden Taubenbestand. Dies ist nur möglich, wenn die Fütterung unterlassen wird.
Darf ich lästige Tauben selber entfernen?
Taubennester mit Eiern am eigenen oder gemieteten Gebäude dürfen vom Liegenschaftenbesitzer oder der Mieterin selbst entfernt werden. Für Einfang und Abschuss von Tauben sowie die Entfernung von Taubenbruten ist in der Stadt Zürich der Wildhüter «Fachgebiet Vögel» zuständig. Er berät Sie ohne Kostenfolge bei Taubenproblemen auf dem Gebiet der Stadt Zürich.
Was tun, wenn Tauben in der Fassade oder auf dem Dachboden übernachten und nisten?
Als erstes sollte immer der Wildhüter «Fachgebiet Vögel» gerufen werden. Er entscheidet über das weitere Vorgehen. Auf dem Estrich (Dachboden) gilt: Erst wenn alle Tauben eingefangen sind, kann der Zugang zum Dachboden für die Tauben mit gutem Gewissen verschlossen werden. Haben dort mehrere Tauben über längere Zeit gehaust, sollte man ihn von einer Fachfirma reinigen lassen.
Welche präventiven Massnahmen gibt es?
Tauben geben nicht so schnell auf, sie kommen immer wieder. Gegen eine Wieder- oder Neubelegung gibt es verschiedene Abwehrmassnahmen: Elektrodrähte, Netze oder Gitter. Firmen, welche solche Vorrichtungen und Geräte anbieten, finden Sie im Internet unter dem Suchbegriff «Schädlingsbekämpfung».
Reinigung
Bei der Reinigung sollten eine gute Staubmaske, Überkleider und Handschuhe getragen werden. War ein Raum längere Zeit von Tauben bewohnt, dann sollte man ihn durch eine Schädlingsbekämpfungsfirma reinigen und bei Schädlingsbefall auch gegen Ungeziefer behandeln lassen.
Starke Verschmutzungen durch Taubenkot sind bedenklich
Von den vielen Tauben fallen in der Zürcher Innenstadt pro Jahr mehrere Tonnen Kot an. An den Kotspuren lässt sich erkennen, wo sie gemeinsam auf Futter warten, wo sie übernachten oder Junge aufziehen. Verschmutzungen durch Taubenkot sind nicht nur unschön, sie können, wo sie gehäuft auftreten, zusammen mit Feuchtigkeit zu Fassadenschäden führen. Darüber hinaus können Verschmutzungen zu einem hygienischen Problem werden, weil Menschen sich über den Kot mit Viren, Salmonellen und anderen Bakterien anstecken können.
Massnahmen zur Reduzierung der Taubenpopulation
Die Stadt Zürich setzt sich seit längerer Zeit mit unterschiedlichen Ansätzen zur Reduzierung der Taubenpopulation auseinander. An drei Standorten werden Taubenschläge betrieben, wie dies das Augsburger Modell vorzeigt. Die Schläge werden regelmässig mit Futter versorgt und Eier werden gegen Attrappen ausgetauscht, um so den Taubenbestand zu regulieren. Allerdings, mit mässigem Erfolg. Dies vor allem, weil private Personen grosse Mengen an Futter für die verwilderten Haustauben ausbringen. Tauben, die im Stadtraum gefüttert werden, lassen sich nicht an einen Taubenschlag binden. Da die Reproduktionsrate bei Tauben in direktem Zusammenhang mit dem Nahrungsangebot steht, ist die Unterlassung des Fütterns, die beste Möglichkeit den Taubenbestand zu regulieren.
Seit dem 1. Januar 2023 gilt im Kanton Zürich das totalrevidierte Jagdgesetz. Darin enthalten ist ein Fütterungsverbot für Wildtiere. Verwilderte Haustauben sind per Gesetzesdefinition Wildtiere (Art. 5, Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel, JSG).