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Die hochpräzise stereotaktische Bestrahlung mit hohen Einzeldosen erlaubt eine Behandlung des Prostatakarzinoms über wenige Tage. Randomisierte Studien belegen exzellente Heilungsraten bei geringen Nebenwirkungen und sichern diese Methode als Standardoption.
Eine 30-jährige Patientin (ASA II, Gravida 2 Para 1, Grösse 177 cm, Gewicht 80 kg) in der 39+0 Schwangerschaftswoche wurde für eine elektive Sectio bei persistierender Beckenendlage geplant. Abgesehen von einer zurückliegenden Fehlgeburt war die Patientin völlig gesund und hatte keinerlei medizinische Vorgeschichte. Nach Anlage der Spinalanästhesie und Umlagerung in eine Rückenlage entwickelte die Patientin plötzlich einen fulminanten Kreislaufzusammenbruch, welcher erst durch eine notfallmässig durchgeführte Kaiserschnittentbindung terminiert werden konnte. Welche Pathologie steckt hinter diesem Fall?
Kurz nach einem heftigen Unwetter mit Überflutungen von Häusern, Warenlagern und Magazinen stellte sich ein Patient mit ausgeprägtem Ikterus und blutigem Husten vor. Wir schildern den Fall einer schweren Leptospirose (Morbus Weil).
Die Leptospirose zählt weltweit zu den häufigsten Zoonosen. Insbesondere nach Überschwemmungen kommt es zu einem Anstieg der Fallzahlen. Dennoch bleibt diese Erkrankung bei oligosymptomatischen Verläufen unterdiagnostiziert; bei typischen wird die Diagnose mitunter verzögert gestellt.
Bei einem Patienten mit ausserklinisch diagnostizierten Herzstillstand und Wiederbelebungsmassnahmen durch Fachkräfte wurde nach mehr als 90 Minuten nach Beendigung der als erfolglos beurteilten Reanimationsbemühungen eine spontane Rückkehr eines messbaren Kreislaufs entdeckt. Das Rettungsteam verliess den Patienten, ohne auf die irreversiblen Todeszeichen zu warten. Der später eintreffende Amtsarzt fand den als tot geltenden Patienten mit Spontanatmung und tastbarem Oberschenkelpuls und benachrichtigte erneut den Rettungsdienst. Der Patient wurde mit messbarem Kreislauf in die nächstgelegene Klinik transportiert, verstarb jedoch später aufgrund weiterer Komplikationen. In diesem Fall ist nicht klar, ob eine breitkomplexe Bradykardie mit sehr niedrigem Herzzeitvolumen als pulslose elektrische Aktivität fehlinterpretiert wurde oder ein Lazarus-Phänomen mit spontaner Rückkehr des Kreislaufs nach Beendigung der Reanimation auftrat. Um ähnliche Stresssituationen für Umstehende und Angehörige zu vermeiden, wird empfohlen, dass Fachpersonen auch nach Beendigung einer als frustran beurteilten Reanimation einen Patienten als sterbend, aber als nicht tot betrachten sollten, bis die irreversiblen Todeszeichen feststellbar sind oder der Hirntod nachgewiesen ist.