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Des faszinierenden Lehrers "barbarisches Prinzip" – Heideggerschüler Rainer Marten im Gespräch
Dort, wo in Freiburgs Innenstadt, direkt am geisteswissenschaftlichen Campus der Albert-Ludwig-Universität, heute ein Wasserspiel installiert ist und aktuell Diskussionen darüber stattfinden, inwiefern dieser Brunnen einem Gedenkort würdig oder unwürdig ist, stand bis zur Pogromnacht am 9.
November 1938 die Alte Synagoge. Der Brandanschlag auf das jüdische Gotteshaus ist einer der Höhepunkte nationalsozialistischer Zerstörung, die bereits Jahre zuvor Ausdruck fand – nicht zuletzt auch in der der Synagoge benachbarten Uni. Dort war Martin Heidegger 1933-1934 Universitätsrektor. Bereits seine Rektoratsrede vom 27.Mai 1933 mit dem Titel „Die Selbstbehauptung der Deutschen Universität“ schlug eindeutige Töne an, im November 1933 unterzeichnete Heidegger in Leipzig das „Bekenntnis deutscher Professoren zu Adolf Hitler“. Dass Heidegger nicht bloss Opportunist war, der die politische Lage in Deutschland zu Beginn der 1930er Jahre für seine Interessen zu nutzen wusste, sondern seinem Denken selbst etwas Barbarisches zu eigen ist, darüber unterhielten wir uns anlässlich Heideggers Geburtstag am 26. September 1889 mit dem Philosophen Prof. Dr. Rainer Marten. Er studierte, promovierte und habilitierte sich an der Freiburger Uni und gehörte ab 1950 dem Schülerkreis Heideggers an.
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