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Gentechnisch veränderte Organismen in der weltweiten Landwirtschaft
Die weltweite Verwendung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der Landwirtschaft nimmt zu. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit der Intensivierung der Landwirtschaft und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer unbeabsichtigten Freisetzung von GVO. Die Trennung der Warenflüsse von Erzeugnissen mit und ohne GVO wird dadurch immer schwieriger.
Seit Beginn der Umfrage kann eine Zunahme festgestellt werden. Diese ist vor allem in Schwellenländern zu verzeichnen. Die fünf bedeutendsten GVO-Anbauländer waren 2017 die Vereinigten Staaten, Brasilien, Argentinien, Kanada und Indien. In Europa sind die Anbauflächen sehr gering (weniger als 0,5 Mio. ha im Jahr 2017).
In der Schweiz ist der Anbau von GVO in der Landwirtschaft (Saatgut) aufgrund eines Moratoriums derzeit verboten. Die Konsumentinnen und Konsumenten erhalten die Garantie für GVO-freie Produkte von den Lebensmittel- und Tierfutterimporteuren, die einer Kennzeichnungspflicht unterstehen. Die Importeure führen in jedem Stadium vom Produktionsort bis in die Schweiz Kontrollen durch. Nur vier Sorten von gentechnisch veränderten Pflanzen dürfen nach dem Gesetz als Futter- und Lebensmittel in die Schweiz eingeführt werden.
Da die inländische Produktion nur 60% des schweizerischen Nahrungsmittelkonsums deckt, sind Einfuhren unumgänglich. Die weltweite Entwicklung zeigt, dass es für die Importeure immer schwieriger wird, die Versorgung mit GVO-freien Produkten zu gewährleisten.
Auf eine Bewertung des Zustands und der Entwicklung dieses Indikators wird indessen verzichtet. Zwar wird die Trennung der Warenflüsse von Erzeugnissen mit und ohne GVO durch den Einsatz von GVO in der Landwirtschaft weltweit zunehmend erschwert, aber die Risiken einer Kontamination können durch Kontrollmechanismen reduziert werden.
- Verwandte Indikatoren
- Auftreten von gentechnisch verändertem Raps in der Umwelt
- Selbstversorgungsgrad
Der ISAAA (International Service for the Acquisition of Agri-Biotech Applications) führt seit 1995 jährlich bei Behörden und Privaten eine Umfrage durch und wertet vorhandene Statistiken aus. Die Angaben werden vom ISAAA in verschiedener Hinsicht auch noch weiter aufgeschlüsselt (z.B. nach Art der GVO oder nach Ländern).
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