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EINE KOMPLEXE SITUATION
Im Februar 2022 begann zur allgemeinen Überraschung der Krieg in der Ukraine. Der Konflikt hatte erhebliche Auswirkungen auf den Energiemarkt und verschärfte drastisch die Gefahr einer Strommangellage, die einige Monate zuvor von Bundesrat Guy Parmelin angekündigt worden war.
Die geopolitischen Unruhen waren auch eine der Ursachen für den historischen Anstieg der Strompreise, der unsere Abhängigkeit vom europäischen Markt und die mangelnde Energieautonomie der Schweiz hervorhebt. Tatsächlich profitierte das Land jahrelang von den günstigen Marktpreisen, wodurch Anreize und Investitionen in heimische Produktionsquellen nicht ausreichend gefördert wurden.
Als Reaktion auf diese Ausnahmesituation wurden auf allen Ebenen Massnahmen ergriffen. Ob es sich um Massnahmen zur Stärkung der Versorgungssicherheit, zur Vorbereitung auf OSTRAL, zur Investition in Anlagen zur Produktion erneuerbarer Energien oder einfach um Energiesparmassnahmen im Alltag handelte, war eine gute Dynamik spürbar, die zu einem reduzierten Verbrauch führte. Der Weg ist jedoch noch lang: der Konflikt in der Ukraine hält an, die Beziehungen zu Russland werden sich erst in Jahren normalisieren, die Verfahren für den Bau von Energieinfrastrukturen sind zu lang und sollten vereinfacht und beschleunigt werden.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, stehen die Stromversorger an vorderster Front. Als Schlüsselakteur der Energiewende bauen sie ihre Netze aus, richten Smart Grids ein und setzen Smart Metering ein. Viele von ihnen investieren in Produktionsanlagen und bieten ihren Kunden innovative Energielösungen an. Der VWSV steht ihnen zur Seite, indem er sich bei den Behörden für günstige Rahmenbedingungen einsetzt, damit ihre Aktivitäten reibungslos ablaufen können. Obwohl noch immer zu weit verbreitet, ist das Image der «Kabelzieher» nicht mehr zeitgemäss; diese Krise bietet die Gelegenheit, dies zu verdeutlichen.