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Ob die damaligen Bewohnerinnen und Bewohner von Neuenegg über das turbulente Jahr 1812 Bescheid wussten, ist nicht verbürgt. Vermutlich waren sie mit dem Wandel der Zeit und ihren eigenen
Problemen schon genug beschäftigt. Ob junge Männer aus Neuenegg mit Napoleon in den Russlandfeldzug zogen und in den Schlachten, namentlich an der Beresina, ihr Leben verloren, ist auch nicht
bekannt - vermutlich schon! Denn, in ihrem Buch «Heimatlos in der Heimat» (Link) schildert uns die
Autorin Susanna Grogg-Roggli das Schicksal des jungen Ehemanns Hirschi aus Albligen am Rande, dafür umso drastischer die gravierenden Folgen für seine Frau Magdalena, die mit ihren drei Kindern
zurückgeblieben ist. Auch Werner Marti schildert in seinem Buch «Niklaus und Anna» ein Soldatenschicksal im Russlandfeldzug von 1812 aus dem Kanton Bern (Link).
Die Freiheiten und die Errungenschaften der Französischen Revolution sind aber auch an Neuenegg nicht spurlos vorübergegangen. Man weiss, dass Männer und Frauen, vor allem jüngere, «gwundrig» nach Frankreich geschaut haben und sehr aufnahmefähig für alle diese Neuerungen waren.