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Das North Hertfordshire Museum im Vereinigten Königreich nutzt die weiblichen Pronomen she/her für den römischen Kaiser Elagabalus, und gibt an, dass Elagabalus transgender war. Das Museum verfolgt eine Politik, bei der Pronomen verwendet werden, die das Individuum möglicherweise selbst verwendet hätte oder die im Nachhinein angemessen sind. Das Museum berät sich dabei mit der LGBTQ+-Wohltätigkeitsorganisation Stonewall und dem LGBT-Flügel der Gewerkschaft Unison, um die Ausstellungspraktiken festzulegen. Elagabalus herrschte von 218 bis 222 n. Chr. über Rom, bevor er im Alter von 18 Jahren ermordet wurde. Das Museum besitzt eine Münze aus Elagabalus’ Herrschaftszeit, die in LGBTQ-Themen-Ausstellungen gezeigt wurde. Cassius Dio, ein Chronist der römischen Geschichte, bezeichnete Elagabalus als Ehefrau, Geliebte und Königin und berichtete, dass Elagabalus darum bat, als “Lady” bezeichnet zu werden und weibliche Genitalien wünschte. Es gibt jedoch unter Historikern Uneinigkeit über die Interpretation dieser Texte. Einige sehen sie als Rufmordversuch, da Dio während der Herrschaft von Elagabalus’ Nachfolger Severus Alexander diente, der solches Verhalten nutzte, um die Ermordung zu rechtfertigen. Andrew Wallace-Hadrill, Professor für klassische Altertumswissenschaften in Cambridge, merkt an, dass die Römer nicht das Konzept des “Transseins” kannten und Vorwürfe, “sich wie eine Frau zu verhalten”, als schwerwiegende Beleidigung gegen Männer verwendeten. Wallace-Hadrill vermutet jedoch auch, dass Rassismus eine Rolle gespielt haben könnte, da Elagabalus Syrer und kein Römer war.
Einführung
Das North Hertfordshire Museum in Großbritannien hat beschlossen, den römischen Kaiser Elagabalus aus dem dritten Jahrhundert mit weiblichen Pronomen anzusprechen und zu bezeichnen. Damit wird behauptet, dass Elagabalus transgender war. Diese Entscheidung steht im Einklang mit der Politik des Museums, Pronomen zu verwenden, die die betreffende Person selbst verwendet haben könnte oder die im Nachhinein angemessen sind. Das Museum arbeitet eng mit der LGBT+-Organisation Stonewall und der LGBT-Abteilung der Gewerkschaft Unison zusammen, um angemessene Ausstellungspraktiken sicherzustellen. Elagabalus, der von 218 bis 222 n. Chr. über Rom herrschte, wurde im Alter von 18 Jahren ermordet. Das Museum besitzt eine Münze aus der Regierungszeit Elagabalus, die in LGBTQ+-themenbezogenen Ausstellungen gezeigt wird.
Elagabalus: Historische Interpretationen
Cassius Dio, ein Chronist der römischen Geschichte, bezeichnete Elagabalus als Ehefrau, Geliebte und Königin und berichtet, dass Elagabalus darum bat, “Lady” genannt zu werden und weibliche Genitalien haben wollte. Allerdings gibt es unter Historikern Uneinigkeit bei der Interpretation dieser Texte. Einige sehen sie als versuchte Rufmordversuche, da Dio während der Herrschaft von Elagabalus’ Nachfolger Severus Alexander diente, der solches Verhalten benutzt haben könnte, um die Ermordung zu rechtfertigen. Zudem wurden während des antiken Roms Anschuldigungen, sich “wie eine Frau” zu verhalten, als schwere Beleidigungen gegenüber Männern verwendet, was darauf hindeutet, dass solches Verhalten als unerwünscht oder abnormal angesehen wurde. Darüber hinaus argumentieren einige Historiker, dass Rassismus eine Rolle in der negativen Darstellung von Elagabalus gespielt haben könnte, da sie Syrer statt Römer waren.
Die Rolle von Cassius Dio
Cassius Dio, die Hauptquelle für Informationen über Elagabalus, liefert wertvolle Einblicke in das Leben und Handeln des Kaisers. Jedoch müssen auch seine Motive und Vorurteile berücksichtigt werden, wenn seine Schriften interpretiert werden. Dios Verbindung zu Severus Alexander und die nachfolgende Dämonisierung von Elagabalus werfen Fragen nach der Genauigkeit und Fairness seiner Darstellung auf.
Der gesellschaftliche Kontext des antiken Roms
Das Verständnis des gesellschaftlichen Kontexts des antiken Roms ist entscheidend, wenn man das Verhalten von Elagabalus betrachtet. Die Römer kannten nicht das Konzept des Transgender-Seins, wie wir es heute verstehen. Anschuldigungen, sich “wie eine Frau” zu verhalten, wurden verwendet, um Männer herabzusetzen und zu verspotten, und verdeutlichen die herrschenden Geschlechtsnormen und -erwartungen in der römischen Gesellschaft.
Rassismus und Vorurteile
Die syrische Herkunft von Elagabalus könnte zu der negativen Wahrnehmung ihres Verhaltens beigetragen haben. Vorurteile gegenüber Außenseitern des Römischen Reiches waren nicht ungewöhnlich und diese Voreingenommenheit könnte beeinflusst haben, wie Elagabalus’ Verhalten von Historikern interpretiert und dargestellt wurde.
Die Politik und Konsultationen des North Hertfordshire Museums
Die Entscheidung des North Hertfordshire Museums, weibliche Pronomen für Elagabalus zu verwenden, ist Teil ihrer allgemeinen Politik der Inklusivität und historischen Genauigkeit. Das Museum konsultiert die LGBT+-Organisation Stonewall und die LGBT-Abteilung der Gewerkschaft Unison, um sicherzustellen, dass ihre Ausstellungspraktiken respektvoll und angemessen sind.
Inklusive Pronomen und historische Genauigkeit
Indem sie weibliche Pronomen für Elagabalus verwendet, möchte das Museum ihre Geschlechtsidentität, wie sie heute verstanden wird, respektieren und anerkennen. Dieser Ansatz spiegelt das Engagement für Inklusivität und den Wunsch wider, die Kluft zwischen historischen Persönlichkeiten und zeitgenössischem Verständnis von Geschlecht zu überbrücken.
Konsultationen mit LGBT+-Organisationen
Das North Hertfordshire Museum sucht aktiv Rat bei angesehenen LGBT+-Organisationen wie Stonewall und Unison, um sicherzustellen, dass ihre Ausstellungspraktiken den besten Standards bei der Darstellung von LGBT+-Personen in der Geschichte entsprechen. Diese Konsultationen helfen dem Museum, sensibel mit historischen Persönlichkeiten umzugehen.
Zusammenfassung
Die Entscheidung des North Hertfordshire Museums, weibliche Pronomen für Elagabalus zu verwenden, zeigt das Engagement des Museums für Inklusivität und historische Genauigkeit. Während unter Historikern Diskussionen über die Interpretation der antiken Texte und die Motive dahinter bestehen, zielt der Ansatz des Museums darauf ab, ein Verständnis für Elagabalus zu vermitteln, das ihre potenzielle Geschlechtsidentität respektiert und traditionelle historische Erzählungen hinterfragt. Durch die Zusammenarbeit mit LGBT+-Organisationen stellt das Museum sicher, dass ihre Ausstellungspraktiken fundiert und sensibel sind. Diese Entscheidung lädt zu weiterer Erforschung und Diskussion über Geschlechtsidentität in der Geschichte ein.
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