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Die Sängerin Marianne Faithfull hat rund 30 Jahre gebraucht, um Mick Jagger zu vergessen. Sie und der Sänger der Rolling Stones galten in den 60er Jahren als Glamour-Paar der Szene.
"Erst seit zehn Jahren tut es mir nicht mehr weh, wenn ich an Mick denke. Plötzlich war der Rest dieser ganzen Gefühle weg", sagte die 64-jährige Britin im Interview mit "Sonntag Aktuell".
Sie beobachte heute, dass die 60er Jahre verklärt würden: "In den Sixties verschwendeten wir unsere Energie darauf, lange Haare zu haben und Drogen zu nehmen."
Sie sei sich sicher, "dass wir es damals übel versaut haben. Wir hätten gute, wichtige Dinge erreichen können. Haben wir aber nicht. Wir haben alles zerstört, uns selbst teilweise auch. Als wir am Ende waren, kam Thatcher. Und die Premierminister nach ihr waren nicht weniger abstossend."
Sie selbst habe sich in den vergangenen Jahren verändert. "Ich bin guter Dinge, das Leben ist schön. Ich denke, diese positive Grundeinstellung hört man meiner Stimme an", sagte Faithfull. Ihre Vergangenheit als Drogenabhängige und Depressive habe sie hinter sich gelassen.
SDA-ATS