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Der «Roccolo» ist eine Struktur, die lange für die Vogeljagd eingesetzt wurde. Erbeutet wurden Zugvögel in der Zeit von September bis Anfang November. Sie ist leicht innerhalb eines Waldgebiets zu erkennen an dem kleinen Turm, der am Rande einer ovalen Wiesenfläche erbaut wurde, die von einer doppelten Baumreihe umschlossen wurde.
Der Roccolo war eine Art riesige Falle. In dem von Bäumen gebildeten Korridor wurde ein ca. drei Meter hohes Netz aufgespannt. Als Köder dienten Lockvögel, die man in ihren Käfigen auf den Bäumen hängte. Der Wächter des Roccolo liess die Falle zuschnappen, wenn er dachte, dass genügend Vögel darin wären.
Er stiess einen schrillen Pfiff ähnlich dem eines Raubvogels aus und warf eine Vogelscheuche (eine Vogelsilhouette) aus dem Fenster des Häuschens. Die aufgeschreckten Vögel flohen und flogen nach unten, wo sie sich in den Netzen verhängten. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ist diese Art der Jagd in der Schweiz verboten.