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Rafael Nadal bleibt in Melbourne im Rennen für einen 21. Grand-Slam-Titel. Der Mallorquiner besiegt im Viertelfinal trotz physischer Probleme den Kanadier Denis Shapovalov 6:3, 6:4, 4:6, 3:6, 6:3.
Nadal begann die Partie brillant, bekundete aber spätestens ab dem vierten Satz erhebliche Probleme, nicht nur wegen des starken Gegners. Nadal liess sich am Unterkörper behandeln. Er litt an Magenkrämpfen. Im Entscheidungssatz profitierte Nadal davon, dass Denis Shapovalov, der in den Achtelfinals Olympiasieger Alexander Zverev keine Chance gelassen hatte, ihm das Break zum 2:0 mit vier Fehlern «schenkte». Anschliessend schaffte es der 22-jährige Kanadier nicht mehr, Nadal den Aufschlag abzunehmen, obwohl der Spanier am Ende seiner Kräfte schien. «Im fünften Satz», so Nadal, «hatte ich vor allem auch Glück.»
Für Nadal geht es am Australian Open am Freitag weiter. Er trifft in den Halbfinals entweder auf den Franzosen Gaël Monfils (ATP 20) oder den Italiener Matteo Berrettini (ATP 7). Nadal holte bislang erst einen seiner 20 Grand-Slam-Titel am Australian Open (2009).
Comeback von Madison Keys
Madison Keys meldete sich zurück. Die 26-jährige Amerikanerin deklassierte die French-Open-Siegerin Barbora Krejcikova 6:3, 6:2 und zog erstmals seit vier Jahren wieder in einen Grand-Slam-Halbfinal ein.
Letzte Saison bereiteten ihre miesen Ergebnisse Madison Keys schlaflose Nächte. Drei Jahre lang schaffte sie es an keinem Major-Turnier mehr in die zweite Turnierwoche. 2021 gelangen ihr auf der Tour bloss elf Siege. Im neuen Jahr realisierte Keys elf Einzelsiege schon im Januar mit einem Turniersieg in Adelaide und der Halbfinalqualifikation am Australian Open. «Ich weine vor Freude», so Madison Keys über ihr Comeback als Tennisspielerin mit Ambitionen auf Siege und Titel.
Der 26-jährigen Barbora Krejcikova war es auf dem Melbourner Centre-Court zu heiss. Die vierte frühere Top-Spielerin war für die Tschechin in der australischen Mittagshitze eine zu viel. Nach Erfolgen über Andrea Petkovic, Jelena Ostapenko und Viktoria Asarenka lag Krejcikova gegen Madison Keys, die US-Open-Finalistin von 2017 und einstige Weltnummer 7, permanent in Rückstand.
Souveräne Ashleigh Barty
Im Halbfinal vom Donnerstag wird Madison Keys auf die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty treffen. Die Australierin überstrahlte bei den Frauen bislang alle. Im Viertelfinal deklassierte Barty die Amerikanerin Jessica Pegula (WTA 21) mit 6:2, 6:0.
Ashleigh Barty startete mit 9:0 Siegen (inklusive Turniersieg in Adelaide) ins neue Jahr. Bei sieben dieser neun Siege verlor sie kein Aufschlagspiel. Am Australian Open gab sie in fünf Partien noch keinen Satz und erst 17 Games ab. Die Amerikanerin Amanda Anisimova, die Bezwingerin von Belinda Bencic und Naomi Osaka, hatte sich gegen Barty in den Achtelfinals noch am achtbarsten geschlagen (4:6, 3:6).