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Die Saane in Agonie
28.01.2020 - Die Naturschutzverbände machen den Staat von Freiburg und die Groupe e auf die dramatische ökologische Situation der Saane aufmerksam und verlangen von ihnen Notfallmassnahmen zu unternehmen.
Erklärung der Problematik
« Die Saane flussabwärts der Staumauer von Rossens ist in einem sehr schlechten ökologischen Zustand. Verschiedene Fischarten sind dadurch verschwunden oder nehmen seit dem Bau der Staumauer ab. Die Situation wird sich verschlimmern“, bemerkt Bernard Jaquet, Präsident der Fischereiverbände. Es handelt sich immerhin um eine Auenlandschaft von nationaler Bedeutung, also um den höchsten Schutzstatus für ein Biotop in der Schweiz. Einer der Gründe für diese Agonie liegt in dem chronischen Mangel an Hochwasser, verursacht durch den Betrieb der Stauanlage.
Um den Ursprung dieses Phänomens zu verstehen, muss man sich die Geschichte der Saane vor dem Bau der Staustufe von Rossens im Jahr 1948 anschauen. Naturbelassen erzeugte die Saane regelmässig morphogene Hochwasser (Durchfluss > 600 m3/s) und jedes Jahr mindestens mehrere grosse Hochwasser mit dem Durchfluss zwischen 200 und 400 m3/s. Es verging also kein Jahr ohne wenigstens ein Hochwasser. Nach dem Bau der Staumauer ist die Quantität der Hochwasser in ihrer Frequenz und Intensität gesunken. In einem Zeitraum von 70 Jahren konnten insgesamt nur 2 morphogene Hochwasser und in zahlreichen Jahren gar keine Hochwasser beobachtet werden (s. Grafik im Anhang) Die Situation hat sich seit 2009 noch verschlimmert, als die Groupe e, im Einverständnis mit dem Kanton von Freiburg, beschlossen hat, das Maximalniveau des Greyerzer Sees vorbeugend zu senken.
Aktionsgruppe Gewässerperle Sense
22.11.2019: Festlich geschmückt strahlen die symbolischen "Gewässerperlen", zusammen mit einer Informationstafel über die Sense, nun vor dem schönen Schloss Überstorf, nachdem sie vorher in Wünnewil und in Flamatt auf den Wert der Sense aufmerksam machten.
Foto: © 2019 WWF Suisse / Edy Monaco
Referendum gegen die Änderung des Jagdgesetzes
Artenschutz im Visier
Es ist verheerend: Die Revision des Jagd- und Schutzgesetzes (JSG) ist missraten und gefährdet den Artenschutz als Ganzes. Urschweizer wie Luchs, Biber, Graureiher und Wolf könnten auf der Abschussliste landen und künftig abgeschossen werden, ohne dass die Tiere je Schäden angerichtet haben - einfach nur, weil es sie gibt. Pro Natura, WWF Schweiz, BirdLife Schweiz, die Gruppe Wolf Schweiz und Zooschweiz haben deswegen das Referendum ergriffen.
Wählen Sie die Umwelt
Freiburg, 19.9.2019 - National- und Ständeratswahlen 20. Oktober 2019. In den nächsten Jahren steht für die Umwelt viel auf dem Spiel:
- Klimapolitik kam nicht vom Fleck
- Die Landwirtschaft verpasste alle Umweltziele
- Biodiversität unter Druck
Lasst uns Bäume pflanzen!
27. Mai 2019 - Zur Feier des 40jährigen Bestehens unserer Sektion haben wir entschieden, der Bevölkerung und Natur Freiburgs ein symbolisches und nachhaltiges Geschenk zu machen: Wir verschenken per Losverfahren 40 Obstbäume.
Privatpersonen, Bauern, Unternehmen, Schulen oder Gemeinden haben ihr Interesse anmelden können, auf ihrem Grundstück einen Baum unterzubringen. Diese Aktion hatte einen unerwarteten Erfolg, denn 60 Personen haben sich für eine Pflanzung von insgesamt 151 Bäumen angemeldet! Die Übergabe der Bäume soll anlässlich eines kleinen Festes Ende Oktober stattfinden. Glückwünsche an alle zukünftigen Obstbaumbesitzer/innen!
Seit 40 Jahren für die Natur engagiert
15. Mai 2019 - Dieses Jahr feiert unsere Sektion ihr 40jähriges Bestehen! Das ist die Gelegenheit eine Bilanz der realisierten Aktivitäten zu ziehen. Wir haben eine Journalistin beauftragt, sich in unsere Archive zu vertiefen. Ihr Werk wird anfangs Sommer erscheinen.
Wir wollten auch gerne den Freiburgern und der Natur ein Geschenk machen: So haben wir beschlossen 40 Obstbäume denjenigen Personen anzubieten, die die Biodiversität schützen möchten.
Und zu guter Letzt verwandeln sich die Jahre in Kilometer: am 7.September wird ein Sponsorenlauf am Ufer des Murtensees entlang organisiert und der Gewinn dient dazu, Projekte zur Erhaltung der belebten Uferzonen zu finanzieren.
GV vom 10. April 2019
Macromascar: eine Dokumentation und eine Fotoreportage in Madagaskar
April 2019 - Unsere Sektion unterstützt dieses schöne Projekt, das von jungen Freiburgern geführt wird, die sich für nachhaltige Entwicklung in Madagaskar und in Freiburg einsetzen!
Der Begründer war während einer Fotoreportage über die Artenvielfalt der madagassischen Wälder vom Land und seinem Volk berührt. Er hat daher eine Gruppe ins Leben gerufen, die eine Reportage über die madagassische Artenvielfalt und über das Funktionieren von Zusammenschlüssen der Inseleinwohner führen. Die Gruppe organisiert in der Bluefactory auch eine Ausstellung und Konferenzen zu diesem Thema.
Weitere Infos über das Projekt: www.macromascar.com
Ausflug der Ehrenamtlichen
24. 11. 2018- Der jährliche Ausflug des WWF Freiburg dient vor allem dazu, die Verbindungen zwischen Vorstand und den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern in den verschiedenen Arbeitsgruppen (Kommunikation, Biodiversität, Klima/Energie und Wasser) enger zu knüpfen. Mit einem interessanten und gemütlichen Ausflug soll den freiwilligen Helfern und Helferinnen auch für ihren Einsatz gedankt werden. Etwa 15 Personen haben am Ausflug teilgenommen. Dieses Jahr haben wir den NeighborHub besucht.
Das Konzept zu NeighborHub wurde von Studierenden und Professoren und Professorinnen verschiedener ostschweizerischer Fachhochschulen entwickelt. NeighborHub schlägt den Bewohnern/innen eines Quartiers Alternativen für die nachhaltigen Gestaltung ihrer Häuser. Hier handelt es ich um ein Haus, welches den internationalen Preis für das Solarhaus von Solar Decathlon 2017 in Denver (USA) gewonnen hat.
Wir konnten die verschiedenen baulichen Massnahmen und Einrichtungen besichtigen, die es ermöglichen, die Ressourcen möglichst effizient zu nutzen: Trockentoiletten, Regenwasser- Speicher, Nutzung ökologischer Baumaterialien und, klar, die Nutzung der Sonnen- Energie durch eine Photovoltaik- Anlage.
Der Besuch war für uns sehr interessant und wir wurden in unserer Überzeugung darin bestärkt, dass es sinnvolle Alternativen zur Nutzung von Ressourcen, wie wir sie im Moment kennen, gibt.
In der Altstadt von Freiburg konnten wir die absolut köstliche Küche eines veganen Restaurants geniessen.
Der Rekurs von WWF Freiburg, Pro Natura Freiburg und Birdlife wurde vom Kantonsgericht angenommen.
21.3.2018, Der Staatsrat kann ausserhalb der Jagdsaison Rehe und Wildschweine nicht zum Abschuss freigeben. Das Kantonsgericht gab den NGOs recht.
Eine Verlängerung der Jagdzeiten vom 1. März bis 15. August im ganzen Kanton inklusive Wildschutz- und Jagdbanngebiete wären eine massive Störung der Ruhe- und Fortpflanzungszeit.
Kantonaler Richtplan: die Natur besser schützen, Ressourcen schonen und öffentlichen Verkehr ausbauen
10.02.2018: Die Sektionen von Pro Natura, WWF und VCS haben zur Revision des Kantonalen Richtplanes Stellung bezogen. Der Kanton legt die Rahmenbedingungen fest, um Wohnraum für zusätzliche 150'000 Personen zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen sieht der Richtplan vor, die Bauzonen zu erweitern, das Strassennetz auszubauen und imposante Tourismus- und Freizeitanlagen zu schaffen.
Die NGO formulieren Verbesserungsvorschläge damit die regionale Vielfalt, die Freiburger Natur aber auch die Lebensqualität der heute ansässigen Bevölkerung erhalten werden können.
Aktionsgruppe "Gewässerperle Sense"
Am Mittwoch, 23. August 2017, hat an der Sense in Thörishaus der Startanlass der Aktionsgruppe Gewässerperle Sense stattgefunden. Fünf Mitglieder dieser Gruppe haben die Gewässerperle Sense in einem symbolischen Akt eingeweiht. Sie wollen auf die Einzigartigkeit dieses Flusses aufmerksam machen. Der Aufbau der Aktionsgruppe wird durch den WWF unterstützt.
Beim „Heiti Büffel“, einem Felskopf an der Sense oberhalb Thörishaus, wurde am Mittwoch die Aktionsgruppe „Gewässerperle Sense“ ins Leben gerufen. Zum Anlass eingeladen haben der WWF Bern und der WWF Freiburg, die den Aufbau der Gruppe unterstützen. In der Gruppe vernetzen sich Menschen, denen die Sense – aus ganz unterschiedlichen Gründen – am Herzen liegt.
Der WWF Freiburg ist empört über die Vergiftung einer Wölfin im Gebiet Greyerz-Jaun
Die Wölfin, die am letzten Freitag auf einem Feld in der Gemeinde Jaun tot aufgefunden wurde, ist sehr wahrscheinlich vergiftet worden. Der WWF Freiburg hofft, dass der Schuldige rasch ermittelt und streng bestraft wird.
Der Wolf war 2008 in unseren Kanton zurückgekehrt. Daraufhin wurde eine "Koordinationsgruppe Wolf" gegründet, um sein Zusammenleben vor allem mit der Landwirtschaft zu begleiten.
Der WWF erhebt Einspruch gegen die Verbindungsstrasse Birch-Luggiwil
Der WWF hat gemeinsam mit dem VCS und Pro Natura gegen dieses Strassenprojekt in Düdingen Einspruch erhoben. Die drei Verbände sind der Meinung, dass dieses Projekt das Koordinations- und Vorsorgeprinzip verletzt, welches im Raumplanungs- und Umweltrecht wesentlich ist. Die Verbindungsstrasse Birch-Luggiwil ist in der Tat die erste Etappe der Umfahrung von Düdingen, so dass vorab zwingend die Auswirkungen auf die Umwelt und auf den motorisierten Verkehr im gesamten Projektsektor untersucht werden müssen.
Zudem würde die vorgeschlagene Linienführung erhebliche Beeinträchtigungen für Wildtiere und Landschaften sowie den Verlust von wertvollem Ackerland verursachen.
Der WWF reicht zwei Einsprüche ein
Im Januar 2017 reichte der WWF Fribourg zwei Einsprüche ein.
Der erste betrifft den lokalen Zonenplan der Gemeinde La Roche, die damit das touristische Angebot in la Berra vergrössern möchte. Dadurch würde die bereits jetzt durch den Wintertourismus unter Druck geratene Wildruhezone zusätzlich bedroht.
Der zweite Einspruch richtet sich gegen die Erweiterung der Kiesabbauzone Lengi-Weid und die Schaffung einer Deponie des Typs A.
Die Auswirkungen sind unvollständig analysiert und die Kompensationsmassnahmen unzureichend.
Mit interaktiver Karte Stromangebot auswählen
Auf www.stromlandschaft.ch können sich Einwohnerinnen und Einwohner über ihr persönliches Stromprodukt informieren und gegebenenfalls auf grüneren Strom wechseln. Die Stromlandschaftskarte zeigt; bereits heute setzt sich das Standard-Stromangebot mehrheitlich aus erneuerbaren Quellen zusammen. Die Energiewende läuft! Und dies auch in unserem Kanton.
Damit sich alle Einwohnerinnen und Einwohner künftig darüber informieren können, aus welchen Quellen sich ihr Standard-Strom zusammensetzt und welche ökologischen Qualität er hat, haben EnergieSchweiz, myNewEnergy und der WWF Schweiz eine interaktive Schweizer «Strom- Landschaftskarte» entwickelt.
Neue Koordinatorin für den Panda Club
Aline Junod ist als Koordinatorin für den Panda Club zum WWF Freiburg gestossen.
Sie stellt sich mit folgenden Worten selber vor:
«Fasziniert von der Vielfältigkeit der Natur und ihrem Zusammenspiel begann ich 2008 Biologie zu studieren und spezialisierte mich auf die Ökologie. Diese Arbeit hier verstärkt meinen Willen, mich für den Erhalt der Biodiversiät einzusetzen…
In diesem Rahmen interessiere ich mich speziell dafür, die breite Bevölkerung, vor allem Kinder und Jugendliche, zu sensibilisieren. Meiner Meinung nach sollen die Menschen das, was in der Nähe liegt, entdecken und verstehen. Das kann sie dazu anregen, ihre eigene Umwelt nachhaltig zu schützen.
Seit 2013 organisiere und betreue ich mit verschiedenen Organisationen und Museen, welche in der Umweltarbeit tätig sind, Ateliers, Tagesexkursionen und Ferienlager.
Dazu habe ich zwischen 2013 und 2014 beim WWF Schweiz Abteilung Jugend ein Praktikum gemacht.
In der Freizeit liebe ich es, zu Fuss oder mit dem Pferd in der Natur unterwegs zu sein. Wenn ich die Gelegenheit habe, reise ich gerne, um andere Kulturen und neue Gegenden zu entdecken.
Nun habe ich die Chance von Irène Barras die Koordination der Tätigkeiten unseres Panda- Clubs zu übernehmen. Sie hat sich mit viel Energie für den Club eingesetzt. Durch ein gutes und abwechslungsreiches Programm hoffe ich zu erreichen , dass die Teilnehmenden und die Animateure uns treu bleiben.
Ich freue mich, nun der Equipe des WWF Fribourg anzugehören.»