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4 Deppen (u.a. Schmid), die mit 1 Minute Vorsprung schon unterm Teufelslappen mit Stehversuchen beginnen. Dümmer geht's ja nicht
Der Belgier Remco Evenepoel ist neuer Rad-Weltmeister auf der Strasse. Der diesjährige Vuelta-Sieger gewinnt solo im australischen Wollongong und holt sich das Regenbogenshirt. Christophe Laporte und Michael Matthews holen sich Silber und Bronze.
Evenepoel hatte sich rund 30 Kilometer vor dem Ziel zusammen mit dem Kasachen Alexei Luzenko abgesetzt und wenig später auch diesen stehen lassen.
«Es ist unglaublich, den Weltmeistertitel zu gewinnen. Ich habe davon geträumt, dieses Trikot gewinnen zu können.» Mit dem Weltmeistertitel bewegt sich Evenepoel immer mehr auf den Spuren seines legendären Landmannes Eddy Merckx, der 1967 ebenfalls im Alter von 22 Jahren seinen ersten WM-Titel gewann. In dieser Saison hat Evenepoel auch schon die Vuelta und den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich gewonnen.
«Ich habe in diesem Jahr alles gewonnen, was ich wollte. Ich glaube, eine bessere Saison wie in diesem Jahr werde ich wohl nie mehr haben», bilanzierte Evenepoel.
Bis zum Schluss im Rennen um die Medaillen mischte auch ein Schweizer mit: Mauro Schmid. Er war Teil einer vierköpfigen Verfolgergruppe, die bis zuletzt Evenepoel jagte. Die Gruppe wurde jedoch wenige Meter vor dem Ziel ein- und überholt, weil sie zu lange um die beste Ausgangslage für den Sprint taktiert hat. Schmid und Stefan Küng belegten schliesslich als beste Schweizer die Ränge 17 und 20.
Mitfavorit Mathieu van der Poel musste seinen Traum vom WM-Titel schon früh begraben. Der Niederländer steigt bereits nach 30 km vom Rad, weil er keine Kraft mehr hat und «mental zerstört» ist.
Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, war van der Poel am Samstagabend von der Polizei festgenommen und erst am frühen Morgen wieder freigelassen worden. Der Grund für seine Festnahme soll eine angebliche Lärmbelästigung von zwei Teenagern und eine anschliessende Auseinandersetzung in seinem Hotel gewesen sein.
Laut Christoph Roodhooft, dem Manager von van der Poels Profiteam Alpecin-Fenix, hatte der mehrfache Quer-Weltmeister «die ganze Nacht nicht geschlafen», nachdem es am Samstagabend im niederländischen Team-Hotel zu einem Vorfall gekommen war, der vom flämischen TV-Sender Sporza aufgedeckt wurde. Van der Poel selber bestätigte vor dem Start, dass es wegen «lärmenden Nachbarn vor seiner Hoteltür» zu einem «kleinen Streit» gekommen war.
Ohne die Identität van der Poels zu enthüllen, bestätigte die örtliche Polizei gegenüber AFP, dass ein 27-jähriger Mann, so alt wie der zweifache Sieger der Flandern-Rundfahrt, wegen zweier Fälle von Übergriffen angeklagt worden war. «Gegen 22.40 Uhr am Samstag war ein Mann in einem Hotel in Brighton-Le-Sands in eine verbale Auseinandersetzung mit einem 13- und einem 14-jährigen Mädchen verwickelt. Den mutmasslichen Tatsachen zufolge soll er die beiden Teenager geschubst haben, wobei eine zu Boden fiel und die andere gegen eine Wand geschleudert wurde, wodurch sie einen kleinen Kratzer am Ellbogen erlitt.»
Van der Poel wurde gegen Kaution freigelassen. Er muss sich nun am Dienstag vor dem Gericht in Sutherland wegen Körperverletzung verantworten.
Wollongong (AUS). Strassen-Weltmeisterschaften. Strassenrennen. Männer. Helensburgh - Wollongong (266,9 km): 1. Remco Evenepoel (BEL) 6:16:08. 2. Christophe Laporte (FRA) 2:21 zurück. 3. Michael Matthews (AUS). 4. Wout van Aert (BEL). 5. Matteo Trentin (ITA). 6. Alexander Kristoff (NOR). 7. Peter Sagan (SVK). 8. Alberto Bettiol (ITA). Ferner: 17. Mauro Schmid (SUI). 19. Tadej Pogacar (SLO). 20. Stefan Küng (SUI), alle gleiche Zeit. 38. Silvan Dillier (SUI) 3:01. 88. Simon Pellaud (SUI) 11:28. 89. Fabian Lienhard (SUI), beide gleiche Zeit. - 169 Fahrer gestartet, 103 klassiert. - Aufgegeben u.a.: Stefan Bissegger (SUI/Magen- und Atemprobleme), Mathieu van der Poel (NED/Entkräftet nach Polizeibesuch).
(aeg/sda/afp)
Und wieder hiess es 0:0 – das mit Spannung erwartete Spiel zwischen England und den USA endete als bereits fünfte Partie dieser WM torlos. Während in der englischen Presse nach der Gala gegen Iran so wieder etwas Ernüchterung einkehrte, steigt in den US-Medien die Nervosität. Denn nach dem Prestigeerfolg gegen die Briten braucht es nun einen Sieg in der Finalissima gegen den Iran. Ein Überblick über die Berichte.