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Taiwans früherer Präsident Chen Shui-bian kommt auf Bewährung aus dem Gefängnis frei. Der 64-Jährige werde am Nachmittag (Ortszeit) aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Gefängnisspital entlassen, teilte das Justizministerium am Montag mit.
Chen müsse sich aber monatlichen gesundheitlichen Untersuchungen unterziehen. Er war 2009 wegen Korruptionsvorwürfen zu lebenslanger Haft verurteilt worden, diese Strafe wurde später aber auf 20 Jahre verkürzt.
Chen war von 2000 bis 2008 Präsident des ostasiatischen Inselstaats Taiwan. Chen und seine Familie sollen während der Präsidentschaft politische Spenden und geheime Staatsmittel ins Ausland geschleust und so mehrere Millionen Dollar beiseite geschafft haben. Chen beklagte jedoch bei seiner Verurteilung 2009 einen Rachefeldzug der Peking-freundlichen Regierung von Taiwan.
Der gesundheitlich schwer angeschlagene Politiker versuchte Mitte 2013 zudem, sich im Gefängnis das Leben zu nehmen. Damals wurde ihm eine Entlassung wegen Gesundheitsproblemen mit der Begründung, dass er im Gefängnis behandelt werden könne, noch verweigert.
SDA-ATS