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Nach etlichen Knieverletzungen ist der Engelbergerin Dominique Gisin an den Olympischen Winterspielen 2014 das Unglaubliche gelungen: Sie gewann am Mittwoch die Goldmedaille in der Abfahrt.
Was ein solcher Triumph für eine Athletin oder einen Athleten bedeutet, kann Bernhard Russi sehr gut beurteilen. Der ehemalige Skiprofi aus Andermatt gewann ebenfalls Gold, in der olympischen Abfahrt 1972 in Sapporo. «Es gibt im Skisport nichts grösseres als Olympia-Abfahrtsgold zu gewinnen», sagt Bernhard Russi im Gespräch mit dem Regionaljournal Zentralschweiz.
Der Sieg werde der 29-Jährigen viele Türen öffnen und «es werden ihr wohl viele Werbe- und Sponsoringverträge angeboten», meint Bernhard Russi. Doch er findet es falsch, diese Goldmedaille sofort in einen Geldwert umzumünzen. «Ich möchte ihr raten, sich für die Qualität zu entscheiden und nicht für die Summe des Geldes. Sie soll bei Sachen mitmachen, hinter denen sie stehen kann.»
Den Moment geniessen
Dominique Gisin soll jetzt nicht gleich ans nächste Rennen denken. «In solchen Momenten sollte man nicht nach vorne schauen. Man sollte durchatmen und den Moment geniessen», sagt Bernhard Russi.
Welche Türen eine Olympia-Medaille öffnet, wisse niemand so genau. Schliesslich liege es an Dominique Gisin selber, ob und welchen Profit sie aus ihrem Triumph schlägt.