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ChatGPT der Firma OpenAI ist eine sogenannte künstliche Intelligenz, die auf Sprache spezialisiert ist und mit so viel Information gefüttert wurde, dass sie Wissen wiedergeben und Sprache imitieren kann. Sie ist nicht nur fähig, Konversationen zu führen, sondern kann auch Liedtexte komponieren sowie Gedichte, Aufsätze oder wissenschaftliche Artikel schreiben – in jeder gewünschten Länge, zu jedem beliebigen Thema. Sie geben den Auftrag, ChatGPT liefert.
Journalist:innen auf der ganzen Welt haben sich in den letzten Monaten mit der Software auseinandergesetzt. Grundtenor: Das Tool funktioniert erstaunlich gut. Es kommt aber auch vor, dass das neuronale Netzwerk hinter der Software Löcher aufweist – und es zu unsinnigen oder faktisch falschen Antworten kommt. Doch anders als die Vorgängersoftware GPT-3 lässt sich ChatGPT kaum mehr zu sexistischen, rassistischen oder gewaltverherrlichenden Beiträgen verleiten.
Das hat damit zu tun, dass bei ChatGPT solch problematische Inhalte auch als solche gekennzeichnet werden. Von Menschenhand! So hat das Magazin «Time» aufgedeckt , dass kenianische Billigarbeiter:innen diese Arbeit übernommen haben und für zwei US-Dollar die Stunde rassistische, sexistische und gewaltverherrlichende Inhalte penibel genau studieren und kennzeichnen mussten. Was aber sagt ChatGPT selbst zu diesen ausbeuterischen Arbeitsbedingungen? Nachdem die Software heute Vormittag lange Zeit nicht erreichbar war, hat sie doch noch Stellung genommen und unter Beweis gestellt, dass sie auch abgelutschte Marketingfloskeln fliessend beherrscht:
«Ich bin ein computerbasiertes Modell und weiss nichts über die Arbeitsbedingungen der Menschen, die an meiner Entwicklung beteiligt waren. Ich bin nicht in der Lage, auf den genannten spezifischen Artikel zu antworten, da mein Kenntnisstand bis September 2021 begrenzt ist. Es ist aber wichtig, dass die Entwicklung und Anwendung von KI auf ethisch verantwortungsvolle Weise erfolgt und dass die Arbeiter angemessen entlohnt werden und ihre Rechte respektiert werden. Organisationen und Unternehmen sollten ihre Verantwortung wahrnehmen, um sicherzustellen, dass Arbeitsbedingungen fair und angemessen sind und dass es keine Ausbeutung oder Unterdrückung aufgrund von Rasse, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Religion und anderen Merkmalen gibt.»
Alles schon mal gelesen, nicht wahr?
Fakten, Fakten, Fakten: Der Oberleguan rückt die Dinge zurecht.
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