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Organisationen erkennen zunehmend, dass eine integrationsfreundliche Einstellungspolitik und eine vielfältige Belegschaft entscheidend für den (Geschäfts-)Erfolg sind. Bestätigt wird dies durch eine verbesserte finanzielle Leistungsfähigkeit, bessere Anwerbung und Bindung von Talenten, mehr Innovationstätigkeit und ein tiefgreifenderes Kundenwissen.
Global gesehen, besteht die erwerbstätige Belegschaft aus 52% Männer und 48% Frauen. Die Sicherstellung einer Geschlechtergleichstellung hat somit für Organisationen oberste Priorität. Viele Länder führen bei den Führungskräften der ersten Führungsebene Gesetze für eine Geschlechtervielfalt ein und setzen sich dafür ein, dass Männer und Frauen für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn erhalten.
Das Lohngefälle zwischen Männer und Frauen, welche dieselbe Arbeit verrichten, beträgt weltweit ca. 20%, welches sich beim Top-Prozent der Einkommensbezieher auf 45% ausdehnt und von Land zu Land variiert (Quelle: ILO 2016 Global Wage Report).
EQUAL-SALARY ist eine unabhängige gemeinnützige Stiftung mit dem Ziel, Lohngleichheit zwischen Männer und Frauen auf der ganzen Welt zu fördern. Zusammen mit der Universität Genf hat die Stiftung eine solide Methodik für eine objektive Lohnanalyse entwickelt.
Schritt 1: Statistische Analyse
Die Daten der Mitarbeitenden des Unternehmens werden zwecks Analyse über eine gesicherte IT-Plattform an die Stiftung EQUAL-SALARY weitergeleitet. Sämtliche Daten werden vor der Analyse anonymisiert und Vergütungsdaten werden zerstört, nachdem der Auditbericht übermittelt wurde. Unter Anwendung der statistischen Regressionsmethode der Stiftung EQUAL-SALARY muss der festgestellte Lohnunterschied weniger oder gleich 5% betragen und der Wert R² muss ≥90% sein, um mit Schritt 2 fortfahren zu können. Eine Liste mit individuellen Fällen von Mitarbeitenden, die nicht unter diese Kriterien fallen, wird bereitgestellt. Dies gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, einen spezifischen Massnahmeplan einzuführen, der die Verpflichtung des Unternehmens zur Lohngleichheit zwischen Männer und Frauen aufzeigt.
Schritt 3: Zertifizierung
Je nach Ergebnis des Audits durch PwC erhält das Unternehmen das Label der Stiftung EQUAL-SALARY. Das EQUAL-SALARY Label kann im Rahmen der gesamten Unternehmenskommunikation verwendet werden, zum Beispiel auf der Webseite des Unternehmens, auf Stellenanzeigen, Briefköpfen, Jahresberichten usw.
Schritt 2: Prüfung vor Ort (PwC)
Eine Prüfung vor Ort wird durch das EQUAL-SALARY Team von PwC gemäss internationaler Standards im Bereich Qualitätsmanagement durchgeführt, um Folgendes zu beurteilen: 1. Verpflichtung des Managements zu Lohngleichheit zwischen Männer und Frauen; 2. Integration von Lohngleichheitsstrategien in HR-Prozesse und -Richtlinien; 3. Wahrnehmung der Mitarbeitenden bezüglich der Lohnzahlungspraxis des Unternehmens.
Schritt 4: Überwachungsaudits
Die Zertifizierung der Lohngleichstellung gilt für drei Jahre. Während dieses Zeitraums müssen sich zertifizierte Unternehmen zwei Überwachungsaudits unterziehen. Dabei müssen sie durch ihr anhaltendes Engagement und die Umsetzung von Massnahmen nachweisen, dass sie eine faire, nicht diskriminierende Lohnpolitik zwischen Männer und Frauen anwenden.
Robert Schulze
Partner, People and Organisation, PwC Switzerland
Tel.: +41 58 792 68 14
Johannes (Joop) Smits
Director, People and Organisation, PwC Switzerland
Tel.: +41 58 792 91 64