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wettbewerb kunstmuseum und kulturpanorama luzern 1987
Der Neubau des Kunstmuseums auf dem Panoramaareal löst einen städtebaulichen Entwurfskonflikt aus:
Die öffentliche Nutzung und Bedeutung erfordert einerseits die Leseart eines Monumentes oder Einzelobjektes.
Die klare Einbindung des Geländes in die Blockrandbebauung ruft andererseits nach einer Unterordnung in dieses Muster.
Wir wollen diesen Konflikt durch einen Balanceakt austragen: Dabei spricht die Umhüllung die Sprache der Blockrandbebauung, indem sie deren Fluchten zu Ende führt. Die Rotunde spielt die Rolle des Monumentes und drängt sich an der Eingangsseite in den Vordergrund, sodass sogar die Hüllform herausgedrückt wird. Die Umhüllung umklammert die Rotunde wie eine Fassung einen Diamanten oder wie ein Rahmen ein Bild.
Das gedrängte Raumprogramm erfordert eine sogenannte Eisberglösung, bei welcher ein grosser Teil der Nutzungen unter Terrain zu liegen kommt. Deshalb ist eine gute Übersichtlichkeit, eine straffe Wegführung und innere Transparenzen für die Rezeption des Museums von Bedeutung.
Ein doppeltes Erschliessungssystem führt den Besucher durch das Museum: Es ist sowohl ein zielgerichtetes Aufsuchen eines Geschosses mittels der peripher liegenden Haupterschliessung, als auch ein Bummeln, eine "Promenade Architecturale", über die zentralen Rampenanlagen möglich. Von diesen wird eine Quereinsicht in die Ausstellungsräume geboten, die dem eiligen Besucher den Museumsinhalt gleichsam auf dem Tablett darbietet.