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Schnupfen oder Rhinitis ist meist Symptom einer Erkältungskrankheit oder einer allergischen Reaktion. Seltener ist die chronische Rhinitis, d.h. die anhaltende Entzündung der Nasenschleimhaut infolge chronischer Nasennebenhöhlenentzündung.
Der durch Allergie bedingte Schnupfen tritt saisonal auf (Pollenallergie, z.B. Heuschnupfen) oder aber unabhängig von Witterung und Jahreszeit (Allergie auf Tierhaare, Milben usw.), wie dies auch bei Erkältungen der Fall ist.
Im Allgemeinen ist eine Reizung der Nasenschleimhaut mit nachfolgender, überschiessender Flüssigkeitsabsonderung der Grund für die „laufende Nase“.
Einen bis drei Tage nach der Infektion entzündet sich die Nasenschleimhaut; sie schwillt an, und die Schleimdrüsen bilden vermehrt Sekret. Es juckt in der Nase und man muss wiederholt niesen. Leitsymptom ist die „laufende Nase“. Das anfänglich wässerige, klare Sekret wird durch bakterielle Sekundärinfektion innerhalb von zwei Tagen zähflüssig, schleimig oder eitrig. Durch Schleimhautschwellung und Sekret verstopfen die Nasengänge, so dass durch den Mund geatmet wird. Zudem sind Geruch- und Geschmacksinn beeinträchtigt. Das Allgemeinbefinden ist – abgesehen von der schlechten Laune – beim unkomplizierten Schnupfen wenig gestört und er heilt innerhalb von drei bis fünf Tagen. Bei Kindern unter 10 Jahren gelten bis 15 Erkältungen mit vorübergehendem Schnupfen pro Jahr nicht als abnorm.
Komplizierte Verläufe gibt es vornehmlich bei Kleinkindern und alten oder abwehrgeschwächten Menschen (siehe Stichwort „Erkältung“). Säuglinge haben oft Probleme mit dem Trinken.
Begleitender trockener Husten, Halsschmerzen und Bronchitis kommen vor unter dem Modewort der „United Airways“, welches die Erkrankung des Atemwegssystems als etwas Ganzheitliches versteht.
Beim allergischen Schnupfen bleibt das Nasensekret in der Regel klar und dünnflüssig. Juckreiz und wiederholtes Niesen sind typisch. Die Augen sind vielfach gerötet und brennen. Kopfschmerzen und leichtes Fieber sind möglich. Der lästige Zustand dauert so lange das Allergen einwirkt, also länger als ein Erkältungsschnupfen.
Die Nase bleibt chronisch verstopft, manchmal treten Begleitsymptome auf wie Kopfschmerzen und Müdigkeit. Krustenbildung und zäher Schnupfen sind häufiger als klarer, schleimiger Ausflus
Schnupfen anderer Ursachen, z.B. als Medikamentennebenwirkung, ist im akuten Stadium wässrig-schleimig, ähnelt später aber verschiedentlich der chronischen Rhinitis.
Bettruhe ist bei unkompliziertem Schnupfen nicht erforderlich; man muss ihn im Wesentlichen durchstehen. Hygienemassnahmen wie häufiges Händewaschen sowie das Verwenden und umgehende Vernichten von Papiertaschentüchern verhindern gegebenenfalls Neuinfektionen.
Als Hausmittel gegen „laufende“ oder verstopfte Nase haben sich bewährt:
Weitere Hausmittel enthält das Buch „Hausmittel sinnvoll einsetzen“ (ISBN 978-3-033-01334-6), das hier bestellt werden kann. (145 Seiten).
Abschwellende Nasensprays sollten nur kurzfristig eingesetzt werden, denn sie trocknen die Schleimhäute aus, insbesondere bei wiederholter, regelmässiger Anwendung. Besser geeignet sind Nasensalben.
Eine Konsultation ist bei Komplikationen (s. oben) angezeigt. Hinweise sind insbesondere hohes Fieber oder Schmerzen im Bereich der Nasennebenhöhlen (Oberkiefer, Stirn) oder der Ohren.
Schnupfen als Nebenwirkung von Medikamenten verschwindet eventuell nach Ausweichen auf ein anderes Präparat.