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Berg Karabach – Einer der ungelösten Konflikte im Kaukasus
Armenien Knapp 400 km sind’s heute bis zum Etappenziel Tabriz in Iran. Der Weg führt uns durch das gebirgige Hochland Armeniens im Kleinen Kaukasus entlang des Sangesurkamm mit seinem höchsten Gipfel Kaputdschugh (3905 m) in der Provinz Sjunik. Sie ist die südöstlichste Provinz Armeniens und grenzt im Süden an den Iran, im Westen an die aserbaidschanische Exklave Autonome Republik Nachitschewan und im Osten nach internationalem Recht an Aserbaidschan, de facto jedoch an die Republik Bergkarabach,
Nagorno-Karabakh Bergkarabach oder die aus dem russischen abgeleitete Transkription „Nagorny Karabach“ ist eine seit 1992 de facto von Aserbaidschan unabhändige, international aber nicht anerkannte Republik. Sie wird heute fast ausschließlich von Armeniern bewohnt. Das Gebiet liegt innerhalb Aserbaidschans und ist umgeben von den sieben großen aserbaidschanischen Bezirken, die sich heutzutage ebenfalls unter armenischer Kontrolle befinden.
Seit Mai 1994 beseht ein Waffenstillstand. Im Rahmen eines informellen GUS-Gipfels in Sankt Petersburg trafen sich 2008 die Präsidenten Aserbaidschans und Armeniens unter Vermittlung des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew. Sie erklärten danach, dass sie den Konflikt friedlich und nach internationalem Recht lösen werden. Weitere Treffen seien geplant, auf denen eine politische Lösung erarbeitet werde. Russland bot dabei an, für eine bei den Verhandlungen zustande gekommene Kompromisslösung als Garant aufzutreten. Seither ist der ungelöste Konflikt weiterhin in der Schwebe und gehört zu den vielen ungelösten Problemen im Kaukasus.