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Es war ein starker Auftritt von Aurélien Bonferroni (-81kg) bei der U21 EM Prag – leider reichte es knapp nicht für die Medaille. Nach insgesamt drei Siegen und zwei Niederlagen resultierte der fünfte Rang. Ein ähnliches Szenario wie bei der Weltmeisterschaft der Junioren im August, bei der sich die Schweizer Weltnummer 6 ebenfalls mit dem fünften Rang begnügen musste. Doch neben der verpassten Medaille bleiben auch die starken Kämpfe in Erinnerung, die Gutes für die Zukunft prophezeien.
Der Startkampf von Aurélien verriet bereits seine Form am Wettkampftag. Nach weniger als 15 Sekunden setzte er erfolgreich zu seinem Sode-tsuri-komi-goshi an und wurde mit vollem Punkt belohnt. Nach einem weiteren Sieg gegen Omar Rajabli (AZE) lautete die Aufgabe Bright Maddaloni Nosa (ITA) im Viertelfinale. Ein ausgeglichener Kampf gegen die Weltnummer 5 nahm seinen Lauf und ging in den Goldenscore. Obwohl die Vorteile auf Seiten des Schweizer schienen, war es am Ende der Italiener, der den entscheidenden Punkt machte.
Durch den Hoffnungslauf wahrte Aurélien seine Chancen auf den Podestplatz. Die ungebremste Motivation des Schweizers war im Kampf gegen Mustafa Hebib (BIH) spürbar. Mit einem explosiven Seoi-nage übernahm er die Führung und beendete den Kampf mittels Hebeltechnik. Alle Aussichten standen auf Erfolg im kleinen Finale – leider sollte es anders kommen. Adam Kopecky, Weltnummer 4 aus Tschechien, lieferte dem Athleten vom JC Carouge einen langen Kampf. Erst nach weiteren 3:30min im Goldenscore fiel die Entscheidung zugunsten des Tschechen, der erfolgreich konterte.
Sieg und Niederlage für Binta Ndiaye
Binta Ndiaye startete bei der U21 EM in der höheren Gewichtsklasse -57kg. Trotz dieser Herausforderung schien die Schweizerin ebenso in der Kategorie auf Augenhöhe zu kämpfen. Binta konnte den ersten Kampf nach kurzer Zeit für sich entscheiden, musste sich aber in der zweiten Runde knapp geschlagen geben.
Loïc Gerosa, der wie Aurélien Bonferroni -81kg angetreten war, musste sich im ersten Duell geschlagen geben.