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Antikythera ist eine Insel im Griechischen Meer, vor deren Küste vor 2000 Jahren ein Schiff gesunken ist. Um 1910 haben Taucher nach Schwämmen gesucht und das Wrack des Schiffes gefunden. Es war voll beladen mit Kunstwerken, Bronzestatuen und eine metallener Kasten voller Zahnräder, den niemand so richtig in die Geschichte einordnen konnte. Der Kasten sollte fortan als „Mechanismus von Antikythera“ bekannt werden. 2005 hat man den Kasten mit einem eineinhalb Tonnen schweren Computertomografen, der extra für diesen Zweck von London nach Athen ins Museum gebracht wurde, untersucht. Die Wissenschafter fanden heraus, dieser Mechanismus diente dazu, den Lauf aller damals bekannten Planeten zu berechnen. Und er zeigte an, wann die nächsten olympischen Spiele stattfinden. Bis heute ist es den Geschichtsschreibern ein Rätsel, woher die Menschen vor 2000 das Knowhow hatten, solch komplexe Mechanismen zu fertigen. Es ist ein „Artefakt out of Time“. Vermutungen gehen davon aus, dass der Gegenstand von Syrakus gestammt haben könnte, wo rund 200 Jahre vorher Archimedes gewirkt und gelehrt hat. Vergleichbar komplexe Dinge hatten Uhrmacher erst vor rund 500 Jahren bauen können. Man hat diesen Mechanismus später nachgebaut, sogar aus Legosteinen. Mich hat die ganze Geschichte fasziniert – schön gibt es Dinge, die wir nicht erklären können.