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Das Wichtigste in Kürze
- Simon Ehammer überzeugte beim Diamond-League-Meeting im marokkanischen Rabat.
- Der Appenzeller Zehnkämpfer erreichte im Weitsprung den zweiten Platz.
Der Zehnkämpfer Simon Ehammer ärgerte beim Diamond-League-Meeting in Rabat die Spezialisten. Der Appenzeller erreichte in Marokko im Weitsprung mit 8,13 m Platz 2.
Der 22-Jährige ging im dritten Umgang sogar in Führung (8,11). Danach wurde er einzig vom Olympiasieger und Hallen-Weltmeister Miltiadis Tentoglou aus Griechenland übertroffen (8,27). Im letzten Umgang, der in vielen Disziplinen nur noch den Top 3 vorbehalten ist, steigerte sich Ehammer auf 8,13 m.
Vor einem Jahr hätte dies noch den ersten Sieg eines Schweizer Mannes in der höchsten Meeting-Kategorie bedeutet. Denn 2021 war die Weite des 6. Versuchs über Sieg und Niederlage ausschlaggebend. Dieser Passus wurde nach einem Jahr wieder abgeschafft.
Ehammer hält weiterhin die Jahres-Weltbestleistung - 8,45 m beim Zehnkampf in Götzis. Er posierte auf dem Podest-Foto von Rabat mit dem Olympiasieger und dem Olympiadritten von Tokio. Der Schweizer erhielt erneut die Bestätigung für die Saisonplanung seiner Crew. Dass er an den Weltmeisterschaften in Eugene im Juli einzig auf den Weitsprung setzt, könnte mit einer Medaille belohnt werden.
Ehammer überzeugte vollauf
Ehammer überzeugte als Einziger aus dem Schweizer Quartett vollauf. Ajla Del Ponte musste sich über 100 m mit 11,42 Sekunden begnügen. Die Olympia-Finalistin aus dem Tessin stieg wegen einer Verletzung erst in der zweiten April-Hälfte wieder voll ins Training ein. Noch ist die Schweizer Rekordhalterin einiges von ihrer Bestform entfernt.
William Reais hielt über 200 m ebenfalls nicht mit (7./21,38). Auch der Bündner musste nach einer Verletzung in der Hallensaison den Saisonaufbau neu planen. Die 800-m-Läuferin Lore Hoffmann wurde über 1500 m gegen Ende des Rennens durchgereicht.
Direkt aus dem Trainingslager im Engadin angereist, wurde sie 15. (4:07,09). Immerhin ist dies Platz 5 in der ewigen Schweizer Bestenliste.
Weltrekordhalter Warholm musste Hürdenlauf abbrechen
Die Schlagzeile des Tages lieferte einmal mehr Karsten Warholm, diesmal allerdings aus negativer Sicht. Der Weltrekordhalter aus Norwegen über 400 m Hürden brach den Lauf nach dem ersten Hindernis ab. Sofort kühlte er mit Eisbeuteln den hinteren Oberschenkel.
Eine Top-Leistung zeigte Elaine Thompson-Herah. Sie meldete nach dem Olympia-Double 100m/200m an den Spielen in Rio und Tokio die Ambitionen auf ihren erstes WM-Gold an. Man sieht vom Staffel-Sieg mit Jamaika im Jahr 2015 ab. Die 29-jährige Jamaikanerin deklassierte die Konkurrenz in 10,83 Sekunden um 2 Zehntel und mehr.