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Diesen Sonntag werden die Uhren um 02:00 Uhr in der Früh um eine Stunde vorgestellt. Dann gilt wieder bis zum 31. Oktober die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Seit 1981, also seit genau 40 Jahren, werden die Uhren in der Schweiz am letzten Märzsonntag auf Sommerzeit vorgestellt. Bis 1995 dauerte die Sommerzeit bis zum letzten Septembersonntag. Seit 1996 dauert die Sommerzeit einen Monat länger und endet erst am letzten Oktobersonntag. Mit Sommer hat dies zwar nicht mehr viel zu tun, bezüglich Nutzung der Sonnenscheindauer ist die Sommerzeit aber gerade im Oktober besonders wertvoll.
Sommerzeit ist schon mehr als 100 Jahre alt
Angeblich soll sich schon Benjamin Franklin am Ende des 18. Jahrhunderts Gedanken zu einer Zeitumstellung gemacht haben, da er überzeugt war, dass Kerzen eingespart werden könnten. Die ersten Länder mit Sommerzeit waren während des ersten Weltkriegs Irland, Deutschland und Österreich-Ungarn. Sie führten im Sommer 1916 die Sommerzeit ein. In der Zeit des zweiten Weltkrieges stellten verschiedene Länder auf Sommerzeit um. 1941 und 1942 erlebte auch die Schweiz ihre erste Sommerzeit. Damals fand die Umstellung aber erst anfangs Mai statt und dauerte bis anfangs Oktober. Während der 40er-Jahre des letzten Jahrhunderts gab es in Europa einige Kuriositäten bezüglich Sommerzeit. Deutschland kannte nebst der Sommerzeit von 1947 bis 1949 sogar noch eine Hochsommerzeit. Damals wurden die Uhren zwischen dem 11. Mai und dem 29. Juni sogar nochmals um eine Stunde vorgestellt. In den 50er-Jahren verzichteten die meisten Staaten wieder auf eine Sommerzeit. Erst Ende der 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde die Diskussion über eine Sommerzeit in der Schweiz wieder angeregter geführt. Mit der erneuten Einführung der Sommerzeit in Frankreich im Jahre 1976 entflammte auch in unserem Land wieder die Diskussion um eine Sommerzeit. 1978 entschied sich das Schweizer Stimmvolk, notabene mit 83,8 Prozent, gegen eine Sommerzeit. Als sich allerdings Deutschland 1980 einer EU-Regelung anschloss wurde die Schweiz zu einer Zeitinsel. Alle Nachbarstaaten hatten Sommerzeit, nur bei uns galt Standardzeit. Trotz negativer Volksabstimmung drei Jahre zuvor führte der Bundesrat im Jahre 1981 die Sommerzeit in der Schweiz ein. Eine Volksinitiative zur Abschaffung der Sommerzeit, die 1982 lanciert wurde, kam nicht zustande.
METAS regelt die Zeit bei uns
Für das Zeitwesen in der Schweiz ist das Bundesamt für Metrologie, kurz METAS, zuständig. METAS sorgt nicht nur für die Umsetzung des Zeitgesetzes aus dem Jahre 1980, sondern auch für eine technisch exakte Zeit. Überdies koordiniert METAS auch die Schweizerzeit mit der Zeit unserer Nachbarstaaten. Die aktuelle Sommerzeit orientiert sich an der Sommerzeitverordnung des Bundesrates, die mit der Regelung der EU abgestimmt ist.