Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03311.jsonl.gz/727

Kommunikationsstrategie
Nachfolgend werden einige zentrale Bestandteile jeder Kommunikationsstrategie beschrieben.
Inhaltsverzeichnis
Kommunikationskonzept
Ein Kommunikationskonzept verbindet die verschiedenen Teile einer Kommunikation mit dem Zweck, eine Kommunikation durch Social Media und Medien zu erreichen, weche den Zielen einer gewissen Aktion oder Kampagne entspricht. Das Konzept hilft konkret den verschiedenen Kommunikationsschaffenden bei ihrer Arbeit und stellt sicher, dass nicht widersprüchliche oder kontraproduktive Aussagen oder Informationen vermittelt werden.
Hier findest du ein Vorlage für ein Kommunikationskonzept, das du kopieren und für deine eigene Aktion/Kampagne anwenden kannst.
Key message / Kernaussage
Eine Key Message ist eine Information bzw. Aussage, die zentral ist in der jeweiligen Kommunikation. Gemeinsam mit weiteren Kernaussagen bildet eine Key Message ein Framing. Es kann helfen Key Messages konkret aufzuschreiben und auszuformulieren, damit diese danach auswendig gelernt werden kann z.B. als Vorbereitung auf Interviewsituationen. Key Messages können auf unterschiedlichen Ebenen agieren. Zum Beispiel: Zukunfts-, lösungsorientierte Aussage, eine Aussage, die das Ziel begründet, evtl. Legitimiation der Aktionsform, konkrete Information zum Ort usw. Eine passende Zusammenstellung von Key Messages findest du hier weiter unter bei "Aufbau eines Kommunikations-Framings".
Wording
Jedes Wort erzählt eine eigene Geschichte. Deshalb wählen wir unsere Worte bewusst und vorsichtig. Die Entscheidungen im Bezug auf die Wortwahl wird im Kommunikationsjargon Wording genannt. Mit dem Wording kann auch beeinflusst werden, welche Menschen auf deine Kommunikation anspringen und welche eher nicht. Schwierige, intellektuelle Wörter (und auch Formulierungen!) sollten deshalb generell möglichst verhindert werden.
Hier einige konkrete Tipps:
- Nutze Klimakrise statt -wandel
- Erderhitzung statt -erwärmung
- Grosse Zahlen unbedingt mit Vorstellbarem vergleichen
- Gendern (: oder *)
- Worte, die ein neun-jähriges Kind nicht verstehen würde, erklären (und das nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder)
Narrativ
Narrative sind Geschichten oder Parabeln, die häufig im Umfeld gesellschaftlicher Gruppierungen kursieren oder auch im kollektiven Gedächtnis einer ganzen Gesellschaft verankert sind.
- Ein Narrativ kann ein Framing unterstützen
- Vermittelt Ideen, Wertvorstellungen und Erwartungen
- Erzählung in Anfang, Mitte, Schluss
- Können politische Inhalte durch Erzählungen vermitteln
Framing
Das Framing ist die zentrale Storyline/Idee, die einem Ereignis Sinn gibt. Framing bedeutet auf deutsch Rahmen. Bei einem Framing bringen wir also verschiedene Informationen in den Fokus und ziehen Verbindungen zwischen diesen Dingen.
Aufbau eines Kommunikations-Framings
1. Problemdefinition: Das Problem wird definiert und damit auch vorgegeben, wie darüber gedacht werden soll
2. Ursache bzw. kausale Interpretation: Akteure werden nicht nur benannt, sondern auch zur Verantwortung gezogen
3. Moralische Bewertung
4. Vorschläge von gewissen Lösungsmöglichkeiten oder Handlungsanweisungen
Ein Frame benutzt immer wieder gleiche Formulierungen, Synonyme und ähnliche Kommunikationen. Die angesprochenen (und wiederholten) Wörter/Formulierungen/Themen haben bei den Leser*innen/Zuhörer*innen eine kulturelle Bedeutung. → somit geht es über die Zeit hinweg. Ein etabliertes Frame wird in Zukunft noch erfolgreicher sein und kann Basis für weitere Verbindungen bieten.
Gewisse Framings wollen wir bewusst vermeiden oder dagegen kommunizieren. Hier findest du einige davon.