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Isabelle Kaiser
Isabelle Kaiser lebte von 1866-1925. Sie war Dichterin, literarischer Jungstar, hochdekorierte Poetin, vitale Tuberkulosekranke, Temporär-Einsiedlerin, tragisches Sensibelchen, überkandidelte Wohltäterin, liebende Masochistin, schüchterne Exzentrikerin, post-pubertäre Romantikerin, welsche Nidwaldnerin, sexy Betschwester, verklärte Bauherrin, kinderlose Mutter und anachronistische Emanze.
Als «Berufung und unheilbare Krankheit» empfand Kaiser ihre Arbeit. In wallende weisse Gewänder gehüllt, erregte sie im ländlichen Beckenried viel Aufsehen. Amüsiert wurde sie geduldet, verstanden jedoch kaum. Sie wiederum hat ihre Nidwaldner Heimat geliebt und in zahlreichen Texten besungen. Das zentrale Thema ihrer Werke jedoch ist das Leiden an der Liebe. Kaiser schuf ein umfassendes Werk an Romanen und Gedichtbänden. Der FNE würdigte die «Priesterin der Dichtkunst» mit einem Rundgang an der Expo.02 in Yverdon und 2003 mit szenischen Lesungen in Beckenried und Cham.