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Rating Watch Länder: Auf- und Abstufungen
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Dieter Haas
Während Griechenland und Spanien von S&P bessere Rating-Noten erhielten, stufte die chinesische Dagong die Kreditwürdigkeit der USA von A- auf BBB+ herab.
Die Genesung der südlichen Länder Europas macht Fortschritte. So wurde sowohl die Bonität Spaniens als auch die Griechenlands von der Rating-Agentur Fitch bzw. S&P um eine Stufe angehoben. Fitch begründete ihre Höherbewertung Spaniens von BBB+ auf A- mit der relativ breit aufgestellten wirtschaftlichen Erholung des Landes. Ins gleiche Horn stiess S&P im Falle von Griechenland. Sie bewertet Hellas neu mit B. Die Genesung Südeuropas zeigt sich auch im Rückgang der Kreditrisikoprämien, der vor allem bei Portugal im vergangenen Jahr sehr ausgeprägt war (siehe Grafik). Kritischer sieht die chinesische Dagong die Entwick-lung Europas. Sie beurteilt die bisherigen strukturellen Reformen und die fiskale Konsolidierung als ungenügend und senkte im Januar ihr Rating für Italien, Spanien und Frankreich um jeweils eine Stufe. Japan und die Philippinen profitierten dagegen von einer leichten Höherwertung, während die Ratings von Dänemark und Brasilien ebenfalls leicht zurückgenommen wurden. Als einzige Rating-Agentur hatte Dagong auch den Mut, die Lage der USA kritischer zu beurteilen. So schwächten, gemäss den Chinesen, die massiven Steuersenkungen die Fähigkeit der Zentralregierung, ihre Schulden zurückzuzahlen. Sie verminderte daher die Bonität der Vereinigten Staaten von A- auf BBB+ mit Ausblick negativ. Auf der Ebene der Kreditrisikoprämien sieht die Lage unvermindert entspannt aus. Sie haben sich in den vergangenen Wochen nochmals auf breiter Front vermindert.