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Bettina Ruchti
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- Universität Bern
Graduate School of the Arts and Humanities (GSAH)
Doktoratsprogramm Studies in the Arts (SINTA)
Bettina Ruchti
Muesmattstrasse 45
CH-3012 Bern
Bettina Ruchti
Bettina Ruchti wurde in Cambridge (USA) geboren. Sie wuchs im Kanton Schwyz und Zürich auf. Nach dem Studium der Bratsche in Zürich, Fiesole (FI, Italien) und Genf spezialisierte sie sich auf Alte Musik auf historischen Instrumenten. Sie studierte Barockgeige, -bratsche und Viola d’amore am Département de Musique Ancienne in Genf und rundete ihre Ausbildung mit einem Master in mittelalterlicher Musik ab. Seit 2002 ist sie als freischaffende Musikerin tätig. Sie ist Mitglied verschiedener Ensembles Alter Musik, Tourneen führen sie in viele Länder Europas, nach China und in die USA, sie spielte unter anderem unter der Direktion von Ton Koopman, William Christie, David Zinman. 2007 gründete sie ihr eigenes Ensemble, Aquilegia, das sich auf Musik des Mittelalters und der Renaissance spezialisiert hat.
Seit 2010 ist Bettina Ruchti auch als Bibliothekarin tätig, zuerst in der Bibliothek des Conservatoire de Genève und an der Bibliothèque Cantonale et Universitaire in Lausanne. Zur Zeit ist sie verantwortliche Bibliothekarin an der Haute Ecole de Musique de Genève, site de Neuchâtel.
Schon immer interessierte sich Bettina Ruchti für Mittelaltermusik, nicht nur in interpretatorischer Hinsicht, sondern auch von wissenschaftlicher Seite. Besonders die Gregorianik liegt ihr sehr am Herzen. 2008 erlangte sie ein „Cértificat de chant grégorien“ mit einer Arbeit über fünf Sequenzen Notkers, die 2009 in der Rivista Internazionale di Musica Sacra abgedruckt wurde. 2014 begann sie den Master in Research on the Arts an der Universität Bern, den sie 2016 abgeschlossen hat.
Betreuungspersonen
Prof. Dr. Cristina Urchueguía, Universität Bern, Institut für Musikwissenschaft, Departement für Kunst- und Kulturwissenschaft
Prof. Dr. Andreas Haug, Universität Würzburg, Institut für Musikforschung
Titel des Promotionsvorhabens
Die musikalische Ausstrahlung des Klosters Einsiedeln im 11. und 12. Jahrhundert
Der Einfluss des Klosters Einsiedeln auf das deutsche Reich des 10. bis 12. Jahrhunderts steht ausser Frage. Sowohl in religiös-reformerischer als auch in politischer Hinsicht spielte Einsiedeln eine herausragende Rolle. Während diese religiöse und politische Ausstrahlung Einsiedelns im 10. bis 12. Jahrhundert relativ gut erforscht ist, gibt es zum musikalischen Einfluss Einsiedelns praktisch keine Untersuchungen. Im Dissertationsprojekt soll der Frage nachgegangen werden, ob, und wenn ja wie, von Einsiedeln auch eine kulturell-musikalische Wirkung ausging und wie das Kloster diesen Einfluss auf die musikalische Entwicklung in den verschiedenen Klöstern geltend machte. Das Scriptorium des Klosters Einsiedeln hat seine ganz eigenständige Malerei und Kalligraphie hervorgebracht, deren Wirkung und Ausstrahlung auf die umliegenden Klöster des herzoglichen Schwabens noch kaum erforscht ist und deshalb näher untersucht werden soll.
Forschungsschwerpunkte
Mittelalter, Gregorianik, Trecento, Commedia dell’Arte