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Keine dummen Kühe. Ausflug ins ostafrikanische Tansania, in den Ngorongoro-Krater, wo uns diese sechs Prachtstiere den Weg versperrten. Sie machen keineswegs einen verängstigten Eindruck, leben sie doch in einem Schutzgebiet. In einer Gegend, wo gejagt wird, hätten sie längst schon das Weite gesucht. Aber nun sind sie einfach auf der Hut, prüfen, warten ab. Kaffernbüffel sind alles andere als "dumme Kühe" der Wildnis. Sie leben in Herden, sie verteidigen sich, indem sie einen Kreis bilden, an dessen Aussenseite sich die mächtigsten Bullen aufbauen, um mit Ausfällen die Feinde abzuwehren oder in die Flucht zu schlagen. Das sind in der Regel Löwen.
Oder eben Jäger, für die der Abschuss eines Afrikanischen Büffels, wie der Kaffernbüffel auch heisst, ein seltsamer Höhepunkt bildet. Weil er als Jagdtrophäe zu den begehrten "Big Five" gehört: Elefant, Nashorn, Löwe, Leopard und eben Büffel. Dies hat schon manchem Jäger das Leben gekostet, da ein angeschossener Kaffernbüffel flüchtet, einen grossen Bogen um den ihm folgenden Schützen macht und diesen plötzlich von hinten oder von der Seite angreift. So gibt es Jäger, die den Büffel als das "gefährlichste" Wild bezeichnen. Heute sind auch die Büffel von der Ausrottung bedroht. Ihr Fleisch ist begehrt, und Wilderer stellen ihnen selbst in den Schutzgebieten nach. Bleibt die Hoffnung, dass ein Bild wie dieses auch noch in zwanzig Jahren zu sehen ist – draussen, in der freien Wildbahn.
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27. Juli 2008