Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03381.jsonl.gz/1706

Mozart und neuestheater.ch sind unzertrennlich. Auf «Die Entführung aus dem Serail» (2005) noch im Dornacher Dorfkino, folgte 2015 zur Eröffnung des neuen Hauses «Da Ponte in New York», 2016 «La clemenza di Tito» und nun «Così fan tutte». In dieser letzten der drei Opern, in welchen Mozart ein Libretto von Lorenzo Da Ponte vertont hat, erleben wir eine moderne Tragikomödie über die komplexe Natur der Liebesbeziehungen zwischen Mann und Frau. Ein älterer «Philosoph» und Lebemann führt zwei jüngere Paare in ein Experiment des Partnertausches, um vor allem die Männer von ihren idealisierenden Vorstellungen über die Liebe zu kurieren. Sekundiert von einer männererfahrenen, schlauen Bediensteten, die ihre eigenen Ziele verfolgt, führt er die Paare in Verwirrung und Zweifel, in Höhen und Tiefen und es wird, je mehr das Experiment voranschreitet, immer ungewisser, wohin dieses steuert. Mit feinst ziselierten Rezitativen und einem Feuerwerk an grandiosen Ensembles und Arien hat Mozart die sechs Figuren von «Così fan tutte» durchkomponiert und die Nachwelt mit einem seiner schönsten Werke beschenkt.