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400 Höhenmeter kurz nach dem Frühstück ist für mich heute morgen eine Herausforderung. Es ist schon ziemlich schwülwarm und mir laufen die Schweisstropfen über das Gesicht. Angelika dagegen scheint überaus gut in Form zu sein und hängt mich schon nach den ersten Metern ab. Als ich ausgepumpt oben beim gigantischen Ortsschild ankomme, ist sie entspannt am Schaukeln.
Danach wird es zum Glück etwas flacher und ich kann mich etwas erholen. Wir fahren 12km zurück an den Ort, wo wir drei Tage zuvor vor dem Regen noch kurz untergestanden sind. In Carvicais, einem verschlafenen Strassendorf, können wir auf eine Ecopista abzweigen und hoffen, dass der Belag so gut bleibt wie am Anfang.
Wir fahren viele Kurven am Hang eines Hügels entlang und haben eine gute Sicht auf die benachbarten Hügel und Täler.
Weil es sich bei einer Ecopista um ein umfunktioniertes, altes Bahntrassee handelt, kommen wir an verlassenen und verfallenen Bahnhöfen vorbei. Das Gebäude rechts war einmal das WC-Häuschen.
Die Fahrt ist sehr abwechslungsreich. Wir fahren auch durch einen Nadelwald, wo viele Bäume angezapft werden um Harz zu gewinnen.
In Sachen Stromproduktion sind die Portugiesen weltklasse. Einen sehr grossen Teil des Verbrauchs können sie durch Wasser-Solar-und Windkraft decken.
Am frühen Nachmittag steigen die Temperaturen gegen 30° und wir finden unter grossen, schattenspendenden Eukalyptusbäumen einen Platz zum Essen.
In Torre de Moncorvo übernachten wir in einem einfachen Zimmer eines Gästehauses. Wir essen in einem kleinen "Frango"-Restaurant eine sehr gute einheimische Speise. "Frango a braz" ist eine Speise mit Poulet, Kartoffeln und Ei. Es hat uns sehr geschmeckt.