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Rofna
(Kt. Graubünden, Bez. Hinterrhein). 1304-1000 m. Wilde und malerische Schlucht des Hinterrhein, zwischen dem Rheinwaldthal und dem Schams. Der hier mehrere Fälle (darunter einen von nahezu 20 m Höhe) bildende Fluss überwindet vom Eintritt in die Schlucht bis zu seinem Austritt einen Höhenunterschied von 304 m. Zu beiden Seiten erheben sich zerrissene Felswände, die z. T. mit schönem Tannenwald bestanden sind. Die dem rechten Ufer folgende Poststrasse verläuft bald im gleichen Niveau mit dem Fluss und bald hoch über ihm und bildet bei der Mündung des Averser Rhein eine Reihe von Schlingen.
Bei der Landbrücke zweigt sich eine nach
Sufers führende ältere Strasse ab, welches Dorf von der neuen Strasse nicht berührt
wird. In der
Schlucht mündet von links der im
Lai
Lung entspringende und das
Val da Durnaun entwässernde
Bach in den
Hinterrhein. Bei Sassaplana weitet sich die Thalenge, und man erblickt das von
Wald und
Wiesen schön umrahmte Dorf
Sufers. Die an Naturschönheiten der
Via Mala nahekommende
Rofna kann in 2 Stunden durchschritten werden. Reiche Flora (Linnaea
borealis, Primula villosa, seltene
Moose etc.) Vergl. den Art.
Rheinwald.
Eingeschnitten ist die
Schlucht in sehr harten Granitporphyr und Granitporphyrgneis, der meist kurzweg
Rofnaporphyr oder Rofnagneis
genannt wird. Dieses Gestein hat durch den mächtigen Gebirgsdruck seine Gneisstruktur erhalten und bildet einen mächtigen
Gebirgsstock der rings von mesozoischen Gesteinen (dolomitischen Kalken und Rauhwacke der Trias und jurassischen Kalken)
umgeben ist. Vergl. Rüetschi, G. Zur Kenntnis des
Rofnagesteines (in den Eclogae geolog.
Helvetiae VIII,
1903).