Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03555.jsonl.gz/876

Im Frühstadium verursacht der Darmkrebs keine Beschwerden. Es ist deshalb wichtig, dass Risikopersonen ab dem 50. Altersjahr regelmässig untersucht werden (Dickdarmspiegelung). In der Regel fällt als erstes Anzeichen eine Änderung im Stuhlverhalten auf (Durchfälle wechseln sich ab mit Verstopfungen, ungewollter Stuhlabgang). Hämorrhoiden oder Dickdarmpolypen können ähnliche Symptome verursachen. Bei Verdacht wird die Diagnose durch eine Dickdarmspiegelung (Koloskopie) erhärtet. In Ergänzung wird vor der Operation eine CT-Unter-suchung (Computertomographie) durchgeführt. Später treten weitere Symptome, wie Blut im Stuhl (oft sieht man das Blut nicht, da die Menge gering ist), Bauchschmerzen, Blähungen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Müdigkeit und Blutarmut durch den unentdeckten Blutverlust (Anämie) auf. Tumoren können zum Darmverschluss führen, was eine Notfallbehandlung im Spital erforderlich macht.
Bei Risikopersonen sollte alle zwei bis fünf Jahre eine Dickdarmspiegelung vorgenommen werden. Diese dient der Früherkennung. Bei allen andern sollten in regelmässigen Abständen Stuhluntersuchungen (nach Blut) und - ab dem 50. Lebensjahr - alle 10 Jahre eine Dickdarmspiegelung durchgeführt werden. Die genauen Empfehlungen für die Früherkennung unterscheiden sich je nach Expertengruppen und können immer wieder wechseln, je nach Wissensstand.