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Trösch, Larissa.
Früher Zweitspracherwerb: zur Rolle des extrafamilialen und familialen Kontextes.
2016,
PhD Thesis, University of Basel,
Faculty of Psychology.
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2985Kb
Official URL: http://edoc.unibas.ch/diss/DissB_11978
Abstract
Nationale und internationale Studien weisen darauf hin, dass bilinguale Kinder über tiefere Kenntnisse in der Bildungssprache verfügen. Da Sprachkompetenzen den weiteren schulischen und beruflichen Erfolg maßgeblich beeinflussen, ist es wichtig, die Bedingungen zu ergründen, die den erfolgreichen Spracherwerb begünstigen. Diese kumulative Dissertation beschäftigt sich mit den sozialen Kontextbedingungen des frühen Zweitspracherwerbs. Anhand von vier Studien wird dargelegt, dass sowohl dem extrafamilialen wie dem familialen Kontext eine wichtige Bedeutung bei der Erklärung individueller Unterschiede im frühen Zweitspracherwerb zukommt. In Bezug auf den extrafamilialen Kontext zeigte sich, dass der Besuch früher Bildungseinrichtungen den frühen Zweitspracherwerb vorauszusagen vermochten. Der Besuch früher Bildungseinrichtungen war insbesondere für bilinguale Kinder aus statusniedrigen Einwanderergruppen von Bedeutung. Des Weiteren waren die Kontakte zu lokalsprachigen Personen außerhalb früher Bildungseinrichtungen mit den Zweitsprachkenntnissen positiv assoziiert. In Bezug auf den familialen Kontext zeigten die Befunde, dass Kinder mit vielen Geschwistern sowie einem höheren Geburtsrang durchschnittlich tiefere Zweitsprachkenntnisse aufweisen. Der elterliche Sprachengebrauch hatte hingegen auch bei guten elterlichen Kenntnissen in der Umgebungssprache keinen Einfluss auf die Zweitsprachkenntnisse oder den Zweitspracherwerb. Zudem wirkte die elterliche Akkulturationsorientierung indirekt auf die Zweitsprachkenntnisse der Kinder – vermittelt über den Besuch früher Bildungseinrichtungen und über die elterlichen Kenntnisse in der Umgebungssprache. Die elterlichen Kenntnisse in der Umgebungssprache waren insbesondere für Kinder aus statushohen Einwanderergruppen von Bedeutung. Die Befunde werden im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Praxis und die weiterführende Forschung diskutiert.
|Advisors:||Grob, Alexander and Perren, Sonja|
|Faculties and Departments:||07 Faculty of Psychology > Departement Psychologie > Abteilung Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie > Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie (Grob)|
|Item Type:||Thesis|
|Thesis no:||11978|
|Bibsysno:||Link to catalogue|
|Number of Pages:||IV, 136 Seiten|
|Language:||English|
|Identification Number:|
|Last Modified:||09 Mar 2017 15:14|
|Deposited On:||23 Jan 2017 14:33|
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