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Antikörper schützen vor HIV – Mindestens vor sexueller Übertragung
Kurz nach einer HIV-Infektion entwickelt die infizierte Person Antikörper. Doch diese schützen nicht vor der Erkrankung. Nun hat eine Gruppe aus New York einen monoklonalen Antikörper als Vaginales Mikrobizid getestet…
Vaginale Mikrobizide zur Prophylaxe der sexuellen HIV-Übertragung werden seit 10 Jahren heiss diskutiert. Eine grossangelegte klinische Studie mit 9-Nonoxynol musste vor drei Jahren abgebrochen werden, weil ein negativer Effekt (Inflammatorische Reaktion auf die Substanz) beobachtet wurde. Nun konzentrieren sich die moderneren Methoden auch auf die Prävention der Übertragung von cell-gebundenem Virus. Allerdings ist dieser Ansatz mit grossen Schwierigkeiten verbunden.
Die kürzlich im Nature Medicine Online präsentierte Arbeit von John Moore und Kollegen hat im Tierversuch (Makakken) die Wirkung eines Monoklonalen Antikörpers gegen gp120 (ein HIV-Oberflächenprotein) untersucht. Dabei wurde lediglich die Prävention der Übertragung von zell-freiem Virus untersucht. Der Monoklonale Antikörper konnte 6 von 8 Infektionen verhindern, während 9 von 10 Kontrolltieren ohne den vaginal angewandten Antikörper infzieriert wurden.
Für die Entwicklung eines vaginalen Mikrobizides ist diese Studie ein kleiner Schritt. Weitere Studien müssen noch die Wirkung auf cell-gebundenes Virus belegen und auch die Nebenwirkungen bei häufiger Applikation untersuchen. Dennoch ist es grundsätzlich interessant, dass ein monoklonaler Antikörper alleine eine Infektion vollständig abwehren kann.