Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03544.jsonl.gz/229

- Es hat sich nun ein zweites Erdbeben ereignet, diesmal auf der zentralen Insel Samar.
- Nach ersten Informationen ereignete es sich in einer Tiefe von 70 Kilometern und hatte es eine Stärke zwischen 6.3 und 6.5.
- Trotz der Stärke des Bebens fielen die Schäden aber offenbar eher gering aus. Das genaue Ausmass prüfen die philippinischen Behörden derzeit noch. Sie warnen die Einwohner vor Nachbeben.
- Am Montag hatte bereits ein Erdbeben der Stärke 6.1 den Norden der Philippinen erschüttert. Mindestens 16 Menschen sind bereits ums Leben gekommen.
- Mindestens 50 Menschen wurden nach offiziellen Angaben verletzt. Und weitere 24 Menschen werden noch vermisst.
Ein Mädchen und seine Grossmutter starben beim Einsturz einer Mauer in der Stadt Lubao nördlich der Hauptstadt Manila, wie die lokale Gouverneurin sagte.
Zwei weitere Menschen seien ums Leben gekommen, als ein vierstöckiges Gebäude in der nahen Stadt Porac einstürzte, so ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde. Im Erdgeschoss des Gebäudes habe sich ein Supermarkt befunden, hiess es. Die anderen beiden Todesopfer seien bei Einstürzen in ihren Häusern umgekommen.
Dreissig Verletzte wurden in Porac aus den Trümmern geborgen und ins Spital gebracht. Zwanzig weitere Menschen in Pampanga wurden in ihren Häusern in verschiedenen Teilen der Provinz verletzt.
Keine Tsunami-Warnung erwartet
Das Epizentrum des Bebens lag in der Stadt Castillejos in der Provinz Zambales, wie die Erdbebenwarte Phivolcs in Quezon City mitteilte. In dem Ort mit knapp 65'000 Einwohnern rannten Menschen in Panik auf die Strassen. Einige Gebäude stürzten ein.
Entlang einer Hauptverkehrsstrasse wurden Risse und Steinschläge beobachtet. Laut dem Phivolcs-Direktor wird keine Tsunami-Warnung erwartet. Er rief die Menschen jedoch wegen möglicher Nachbeben zur Vorsicht auf.
Geschäftsgebäude evakuiert
Das Beben war Berichten zufolge in der gesamten Grossregion Metro Manila um die philippinische Hauptstadt herum zu spüren, wo Menschen aus Büros und Geschäftsgebäuden flohen.
Der Betrieb der Schwebebahn im Grossraum Manila wurde nach Angaben des technischen Leiters aus Sicherheitsgründen vorerst eingestellt. Castillejos ist auf dem Landweg etwa 140 Kilometer von Manila entfernt.
Immer wieder Beben auf den Philippinen
Die Philippinen befinden sich auf dem Pazifischen Feuerring, wo sich rund 90 Prozent aller Erdbeben weltweit ereignen. Das letzte grosse Beben mit einer Stärke von 7.1 hatte im Oktober 2013 mehr als 220 Menschen das Leben gekostet.