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Paul Spicher wurde im Hinterdorf in Ueberstorf am 25. Juni 1929 geboren. Die obligatorische Schulzeit absolvierte er in Ueberstorf. Danach folgte die Rekrutenschule in Colombier, wo ihn eine schwere Hirnhautentzündung ereilte. Diese hatte einen sechswöchigen Spitalaufenthalt zur Folge. Durch den Besuch des Baumwärterkurses 1957 in Tafers lernte er seine zukünftige Frau Cécile Sturny aus Heitenried kennen. Die Heirat erfolgte am Montag, 6. April 1959. Danach konnte das junge Ehepaar im Birch einen Hof pachten. Sie blieben ein Jahr im Birch. Im Frühling 1960 erfolgte der Umzug auf den elterlichen Hof. Innerhalb von fünf Jahren wurde er stolzer Vater von vier Kindern. Er war immer ein liebender Vater, obwohl er nicht viel Zeit hatte. Die harte Arbeit und gemeinnützige Tätigkeiten forderten ihn genug, aber einen Sonntagsspaziergang mit der Familie liess er sich nicht nehmen.
Er war unter anderem zwölf Jahre Gemeinderat, mit dem Übernamen «der lächelnde Gemeinderat». Zudem war er Vizekommandant der Feuerwehr. Er war auch jahrelang Kontrolleur im Auftrag der Saatzuchtgenossenschaft Düdingen, was ihm einen weiteren Übernamen einbrachte: «Häpere-Pöulu». Der letzte Übername lautete «de Bümeler», weil er all die Jahre viele Stunden in die Baumpflege investiert hatte. Seine grosse Leidenschaft aber gehörte dem Cäcilienchor: Während 68 Jahren liess er sich die wöchentliche Gesangsprobe selten nehmen, und an fast jedem Gottesdienst erklang seine Bassstimme. Auch mit seinen Kollegen einen Jass zu klopfen, war ihm sehr wichtig. Grosse Entscheidungen wurden mit Weitsicht getroffen, auch bei kleinem Budget blieb er zukunftsorientiert. An seinem 49. Geburtstag schenkte ihm Cécile noch einen Nachzügler. Der Jüngste forderte ihn ab und zu heraus, seine Meinung zu überdenken, und hielt ihn jung.
Schicksalsschläge blieben nicht aus, doch mit Zuversicht und Gottvertrauen meisterte er auch dies. Die Altersbeschwerden mehrten sich in den letzten Monaten, und am 7. Oktober 2017 konnte Paul Spicher friedlich einschlafen.