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British Open 2019
Am Freitag 4. Oktober 2019 reiste das Nationalkader Kumite ans British Open nach London. Das British Open stand in der diesjährigen Jahresplanung als ein grosses Vorbereitungsturnier und als Gradmesser im internationalen Vergleich für die KWU WM in Kasachstan ende Jahr an. Deshalb waren alle Kämpferinnen und Kämpfer, welche im Dezember an der KWU WM kämpfen, mit dabei. Für die Schweiz starteten: Sempai Burri Sina, Sempai Felber Angela, Sempai Keusch Raoul, Sempai Zurfluh Florian, Sempai Zurfluh Simon und Kohai Muntwyler Simone. Neben den Kämpfern waren vier Schiedsrichter für die Schweiz im Einsatz: Shihan Gabathuler Edi, Shihan Gansner Anton, Shihan Ming Klaus und Sensei Wallimann Evelinne. Zudem wurde das Team durch Sensei Muntwyler Heinz und Sempai Bucher Christian begleitet und unterstützt.
Wie schon ein Jahr zuvor, eröffnete aus Schweizer Sicht, Sempai Sina das Turnier. Sempai Sina kämpfte gegen die Russin Natalia Belsembaeva. Sie lieferten sich einen ebenbürtigen Kampf. Sempai Sina zeigte einen sensationellen Kampf, den sie leider nach drei Runden durch Schiedsrichterentscheid verlor.
Als zweite Kämpferin stand Sempai Angela gegen die Franzosin Celine Raphael auf dem Tatami. Angela gewann den Kampf nach 2 x 2 Minuten klar durch Schiedsrichterentscheid. Angela war somit im Viertelfinal. Sie traf da auf die Russin Anastasiia Giach. Angela startete super in den Kampf und zeigte ihr ganzes Können. Sempai Angela hatte den Kampf im Griff und ein Sieg in griffnähe. Leider passierte ihr ein Missgeschick und sie traf Anastasiia mit einem Tsuki Jodan so hart, dass die Russin kampfunfähig war und Angela disqualifiziert wurde.
Als letzte Dame in der Runde betrat Kohai Simone das Tatami. Sie stand gegen die Polin Anna Bielska, der amtierenden Europameisterin (WKO) 2019, aufs Tatami. Simone startete gut in den Kampf, wurde jedoch durch einen Leberhacken und somit durch ein Wazari gebremst. Simone konnte sich nach dem Leberhacken wieder sammeln und zeigte noch einen guten Kampf. Leider konnte sie den Wazari nicht mehr ausgleichen und verlor somit den Kampf gegen Anna.
Bei den Herren kämpfte Sempai Raoul seinen ersten Kampf im Mittelgewicht gegen den Engländer Tomasz Sledz. Raoul war im Kampf überlegen und konnte den Kampf schon nach zwei Minuten mit 3 Schiedsrichterstimmen für sich entscheiden. Leider verletzte sich Raoul im Kampf die Rippen, sodass er die nächste Begegnung gegen Jonas Rosin nicht mehr antreten konnte.
Auch Sempai Florian kämpfte im Mittelgewicht. Sein erster Gegner war der Engländer Chris da Costa. Florian kämpfte 2 x 2 Minuten gegen Chris. Leider konnte Florian Chris in dieser Zeit nicht bezwingen, er kam nicht wirklich in «seinen Kampf» rein, da ihm Chris ständig den Infight aufgezwungen hat. Deshalb war es nach vier Minuten immer noch unentschieden. Da kein genug grosser Gewichtsunterschied vorhanden war, mussten beide Kämpfer zum Tamashiwari / Bruchtest. Florian durchbrach mit Shuto drei Bretter. Chris durchbrach vier Bretter und gewann somit den Kampf.
Ähnlich wie Sempai Florian erging es seinem Bruder Sempai Simon. Er kämpfte gegen den Spanier Alejandro Verbo Gine. Sempai Simon zeigte einen guten Kampf. Der Kampf war sehr ausgeglichen und deshalb zeigten die Schiedsrichter nach 2 x 2 Minuten noch unentschieden. Da Alejandro jedoch beim Bruchtest ein Brett mehr durchbrach, verlor Sempai Simon den Kampf.
Auch ohne Podestplätze war das diesjährige British Open ein riesiger Erfolg und es erwies sich als ein gutes Vorbereitungsturnier. Wir konnten einmal mehr sehen, dass wir Schweizer mit den Top Kämpfern auf Augenhöhe mitmischen können.
Wir gratulieren allen Kämpferinnen und Kämpfer für den super Einsatz. Weiterhin viel Energie für die Vorbereitung auf die KWU WM in Kasachstan.
Osu
Coach
Sensei André Emmenegger
Sempai Roland Müller