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Die Seifenfabrik Yam Leendé, die von den politischen Unsicherheit im Norden Burkina Fasos betroffen ist, verzeichnet einen drastischen Umsatzrückgang. Sie muss ihre Produktionsmaschinen ersetzen und die notwendigen Ressourcen finden, um ihre Seifen zu fördern. Andernfalls werden die 27 Frauen, die dort arbeiten, und diejenigen, die sie mit Sheanüssen und natürlichen Samen versorgen, ohne Einkommen auskommen müssen.
Seit 2014 leidet die Seifenfabrik Yam Leendé unter den politischen Krisen und Unsicherheiten im Norden Burkina Fasos. In vielen Regionen wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. Als direkte Folge davon ist der Umsatz der Seifenfabrik so stark gesunken, dass die Geschäftsleiterinnen keine Mittel mehr in die Wartung der Maschinen oder in Werbeaktionen investieren konnten. Als langjährige Partnerin von CEAS wandte sich die Präsidentin der Seifenfabrik an unsere NGO, um diese Probleme anzugehen. Trotz der schwierigen Situation weigert sich die Präsidentin, ihre Mitarbeiterinnen und Lieferantinnen, die mehr denn je auf die Einnahmen aus dem Verkauf von Seifen angewiesen sind, im Stich zu lassen.
Die 1986 eingeweihte Seifenfabrik Yam Leendé hat mehr als 2000 Frauen für Fragen der Körperpflege und der Prävention von Kinderkrankheiten sensibilisiert. „Die Frauen haben dieses Wissen dann in ihren Dörfern weitergegeben“, erklärt Lizeta Mande Niampa, Sekretärin des Vereins Yam Leendé. „Schon nur damit sie ihre Kinder zur Schule schicken können, ist es wichtig, diesen Frauen zu helfen, finanziell unabhängig zu sein.“
In der Seifenfabrik arbeiten heute 27 Frauen, die in zwei Arbeitsschichten aufgeteilt sind, welche jeden Monat wechseln. Diese Arbeitsorganisation ermöglicht es den Frauen, auf ihren Feldern zu arbeiten und gleichzeitig einer bezahlten Arbeit nachzugehen. Yam Leendé bietet auch ein Einkommen für mehrere hundert Mütter, die Sheakerne, Neem- oder Balanitès-Samen sammeln, welche für die Seifenproduktion benötigt werden. Aber mittlerweile ist das Eigenkapital des Unternehmens fast erschöpft.
Seifen sind in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Grössen erhältlich und werden entweder lokal oder über Fair-Trade-Netzwerke in Europa verkauft. Die Abnutzung der Maschinen ist aber so stark, dass die Qualität der Endprodukte darunter leidet. Dies hat bereits zu einem Kundenverlust geführt. Die Ersetzung dieser jahrzehntealten Anlagen ist daher dringend notwendig. Zu diesem Zweck wurde ein Handwerker kontaktiert, welcher eine Stanzmaschine, eine Ölpresse und andere Gebrauchtgeräte herstellen soll. Parallel dazu werden die Präsidentin des Vereins und die Verkaufsleiterin Werbeaktionen starten, um das Geschäft in den wichtigsten Städten des Landes und im Ausland zu fördern.
Wenn alles wie geplant verläuft, soll die Seifenfabrik 2020 wieder schwarze Zahlen schreiben. Damit wird es hoffentlich möglich sein, auch ein System alternierender Kredite für Mitglieder (Tontine) wiederzubeleben, welches dem Spardruck der letzten Jahre zum Opfer gefallen ist. Zudem soll damit das Einkommen der Seifenproduzentinnen und der Lieferantinnen längerfristig gesichert werden.
Die zu finanzierende Ausrüstung reicht von Seifenformen für 79 Franken bis hin zu einer Ölpresse im Wert von 2’230 Franken. Ihre Spende wird den Frauen von Yam Leendé ermöglichen, Hoffnung zu bewahren. Für Ihre Unterstützung danke ich Ihnen von ganzem Herzen!