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Es ging um einen heute 17-jährigen Querschnittgelähmten, der bei seiner Mutter lebt. Jedes zweite Wochenende und einen Teil seiner Ferien verbringt er bei seinem Vater. Nachdem bauliche Anpassungen im Haus der Mutter und in der Schule bewilligt worden waren, verweigerte die zuständige IV-Stelle jegliche Anpassungen in einer zweiten Wohnung. Auch das kantonale Versicherungsgericht stellte sich auf diesen Standpunkt. Das Bundesgericht hält nun aber fest, dass das verfassungsmässige Grundrecht auf Familie dem Jugendlichen einen Anspruch auf regelmässigen Kontakt mit beiden Elternteilen gebe. Dies würde faktisch verunmöglicht, wenn er infolge seiner Behinderung im Haus des Vaters nicht leben könne. Deshalb bestehe auch dort Anspruch auf einen behinderungsgerechten Umbau, allerdings nur in einfachster Ausführung. Dem Vater könnten umfangreiche Hilfestellungen zugemutet werden, zumal der Sohn nicht dauernd bei ihm wohnt.
Bundesgericht, Urteil vom 6. März 2008, (I 725/06)