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1. Es kann mich das Gefühl überkommen alles erzählen zu können, wenn nur diese Buchstaben nicht wären.
2. Ein Wunsch:
oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo Ich sitze irgendwo, irgendwann, kenne Nichts, kann nichts benennen. Schaue in eine Wasserfläche, zurückgeblieben von einem Regen. In diesem Wasser sehe ich Wolken, kleine gräuliche Wolken, sehe ein Flugzeug an der einen Seite der Fläche auftauchen, quer durch das Wasser fliegen, an der Anderen verschwinden. Wüsste ich nicht, dass diese Oberfläche keine Strahlen absorbiert, alle Farben bricht und wieder hochwirft, wüsste ich nicht, dass das ein Naturgesetz ist. Ich würde tatsächlich glauben, in diesem Wasser fliegt ein Flugzeug und in diesem Wasser liegen Wolken. Direkt vor meinen Füssen. oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
3. Über mein Schreiben schreiben: Heute habe ich einen Kaffee getrunken, der wässrig war. Danach habe ich geduscht, das Wasser war warm. Dann habe ich mein Kind auf den Arm genommen und es herum getragen, dann habe ich eine Orange gegessen, auch die war wässrig. Und als ich dann das Haus verlassen hatte, war es kurz nach elf.
4. Ich kaufe mir ein neues Notizbuch, ein neues Notizbuch ist eine neue Welt. Jedes neue Notizbuch ist auch begleitet vom Gefühl nun bereit zu sein für die perfekte Literatur.
5. Ich schreibe in mein neues Notizbuch folgendes: Anais (um den Namen herum ein Kreis, weil vielleicht verwertbar für die Geschichte über Anais, die es bereits teilweise gibt)
Manchmal bin ich am morgen so müde, dass ich gar nichts merke. Bruno ist manchmal auch so müde, dann merken wir beide nichts. Und Mutter merkt meist auch nichts am Morgen. Lange Zeit nicht. Und wenn wir alle nichts merken und dann so spät sind, dass wir viel zu spät in der Schule sein würden, dann sind wir krank. Ihr seid ganz krank, sagt dann Mutter dann und hält ihre Hand an unsere Stirn. Mutter macht uns Tee und wenn wir sagen, aber wir sind doch nicht richtig krank, dann sagt Mutter: Oh doch, sonst wärt ihr ja in der Schule und nicht hier und wärt ihr doch hier und nicht krank, dann wär ich eine schlechte Mutter. Wir husten dann und Mutter ist zufrieden, sie misst uns das Fieber. Aber Fieber habt ihr wenigstens nicht auch noch, sagt sie.
7. Meine heutige Geschichte. Ich habe einen Mann mit langen Armen gesehen, er hatte keinen Hund, aber er brachte mich auf den Gedanken, dass so ein Mann mit langen Armen vielleicht zuhause eine Katze hat, die in seinen Armen gerne schläft.
8. Ich gehe mit meinem Kind auf den Spielplatz und schaue etwas Welt an.
In der Wirtschaft verschafft sich die Kaufkraft ihr Recht. In einer Demokratie basiert es auf gemeinsamen Grundsätzen, wie sie die Bundesverfassung formuliert. Noch haben wir das Recht auf ein Fernsehen und Radio mit gesellschaftlicher Verantwortung.
Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben? Einmal mehr stellen Performance-Künstler diese brennende Frage. Nicht auf einer etablierten Bühne, sondern mitten in einer Stadt, die spürbar um ihre Zukunft ringen muss: im englischen Hull.
Erneut ist die Zürcher Landwiese zum Treffpunkt einer bunten Schar von Bühnenkünstler*innen aus aller Welt und einem neugierigen örtlichen Publikum geworden. Manche Gäste kommen schon seit Jahren, um im „Wohnzimmer der Stadtzürcher“ von globalen Veränderungen zu erzählen.
Ein stiller Ort in Berlin. Ein Haus mit Vergangenheit, ein Haus mit Ausblick. Ein Haus zum Schreiben. Hier das Haus, der See, die Touristen. Dort das Schreiben. Und auf der Suche nach dem, worum es geht: das Zeichnen.
„Wenn ich gross bin, möchte ich einen Fotzelschnittenstand!“ sagte sich Herr Bühler einst. Er muss mittlerweile eine gewisse Reife erreicht haben, denn dieser Wunsch erfüllte sich vom 19. – 22. Juli am Boui Boui-Festival bei Brenzikofen. Frau Boss berichtet.
Alexandras Liebesgrüsse kommen diesmal aus dem Norden, versammeln aber neben Sibirischen Tigern auch australische Vögel und mexikanische Pinguine... Ganz andere Eindrücke aus einem Hamburg vor dem G20-Gipfel - und aus Hannover.
Alexandra schickt monatlich Post von den Theaterfestivals Europas. Ihre erste Station und Ausgangspunkt war ihr Zuhause: Bern mit seinem Festival AUAWIRLEBEN. Was passierte beim Aufeinandertreffen von internationalen Theaterproduktionen mit den Spielstätten und dem Publikum der kleinen Stadt an der Aare?
Eine Autorin, das ist ein Ich unter mehreren in einem Menschen, die das Zusammenleben üben. Ein Ich, das den Blick auf die Welt wachhält und sie auf diese Weise immer neu erfahrbar macht, für die vielen Ichs in anderen Menschen.
Die letzten beiden Wochenenden haben die Küssnachter Theaterleute im Mostkeller Merlischachen den Woyzeck gegeben. Christof hat Regie geführt und ist in der Provinz asylpolitischen Wirklichkeiten begegnet.
Während mehrerer Monate hat die Band Overdrive Amp Explosion an ihrem neuen Album gebastelt und gefeilt. Nun wurde die finale Phase der Produktion mit Artwork, Vinylmaster und der abschliessenden Pressung eingeläutet. Und am 8. April ist Plattentaufe - im Bonn, versteht sich.
Bei Christine können die Jahreszeiten schon mal Kopf stehen. Im Winter ging es rund, jetzt beruhigt sich alles, wo die Blüherei draussen anfängt. Und doch lebt sie in einem ständigen Kreislauf aus Säen und Ernten.
Frau Boss spielte über Weihnachten und Neujahr auf dem zugefrorenen Mühleplatz in Thun in einem mal mehr, häufiger weniger geheizten Zelt die Titelrolle in Hans Christian Andersens Märchen „Die Schneekönigin“ und lernte dabei so dies und jenes über Kinder und deren Theaterverständnis. Ein kurzer Einblick.
Im Unterschied zu Birnen und Melonen gedeihen Musikstücke zu jeder Jahreszeit. Ein Frühjahrssturm, eine sommerliche Trockenperiode oder eisige Winterstarre können ihnen nichts anhaben. Aber vielleicht hört man ihnen die Jahreszeit an?
Es ist immer wieder eigenartig mit einem neuen Jahr. Im Grunde genommen geht alles einfach weiter. Trotzdem, mir gefällt die Idee eines Neuanfangs, auch bei uns Seelenreitenden. Wie könnte der aussehen?
Wer sind sie in Wirklichkeit, die schwankenden Gestalten auf den Brettern, die die Welt bedeuten? Gerade, wenn es sich nicht um professionelle Schauspieler handelt? Eine Frage, die genauso spannend sein kann wie die Beschäftigung mit Woyzeck, Marie und dem Tambourmajor.
Drehbücher werden für viele Hände geschrieben, gestikulierende, technisch versierte, nähende oder Klappen schlagende... Oft werden sie auch von mehr als zwei Händen verfasst. Drehbuch mehrhändig, wie geht das eigentlich?
Als Musikerin machst du alles Mögliche, um Geld zu verdienen. Du übernimmst zum Beispiel die technische Leitung eines experimentierfreudigen Festivals. Und stehst plötzlich mitten im Chaos. Erfahrungsbericht einer Bühnenkünstlerin über ihre Arbeit mit BühnenkünstlerInnen.
Im Jetlag Studio hat die Band Overdrive Amp Explosion weiter an ihrem neuen Album gefeilt. Sie hat den aufgenommenen Tönen noch einmal so richtig auf den Zahn gefühlt – und sich Fragen gestellt, die bisher kein Thema waren.
Ein Berner Theaterkollektiv, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Faust nicht im Sack zu machen, sondern kräftig auf die Bretter zu hauen, die die Welt bedeuten. Und das von nun an öfters hier die Seele reiten wird. Den Anfang macht ein Sitzungsprotokoll.
Ob wir ferne Länder bereist haben, einfach kurz in die Aare getaucht sind oder uns auf einer Restaurantterrasse am Fluss die Füsse wund gelaufen haben - woher wir auch kommen in diesem ausgehenden Sommer: wir sind wieder da.
Gian-Marco Schmid alias Gimma wartet in der Dritten Person auf das Erscheinen seines ersten Buchs. Obwohl das Buch aus der Perspektive der ersten Person von ihm handelt. Deshalb schreibt er «ihm» auch klein. Weil: es ist ein böses Buch.