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Der Generalstabschef der Schweizer Armee, Hans-Ulrich Scherrer, ist über die Swisscoy-Arbeit im Kosovo "sehr glücklich". Scherrer hatte am Wochenende (13./14.11.) zusammen mit Heereskommandant Jacques Dousse die Swisscoy besucht.Dieser Inhalt wurde am 15. November 1999 - 13:23 publiziert
Der Generalstabschef der Schweizer Armee, Hans-Ulrich Scherrer, hat sich über die Arbeit der Schweizer Kompanie Swisscoy im Kosovo “sehr glücklich” gezeigt. Scherrer hatte am Wochenende (13./14.11.) zusammen mit Heereskommandant Jacques Dousse die Swisscoy in Suva Reka besucht.
Die Schweizer würden sehr gut arbeiten und wollten helfen, sagte Scherrer am Sonntagabend nach seiner Rückkehr gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Gegenwärtig seien sie dabei zwei Schulhäuser wieder aufzubauen. Ausserdem würden sich die Schweizer um die Wasseraufbereitung für das ganze Lager in Suva Reka mit 2'200 Menschen kümmern. Die Motivation der Schweizer Kompanie sei gut.
Scherrer besuchte die zivile Polizeistation von Suva Reka, wo vier Schweizer Militärpolizisten Dienst tun. Ausserdem nahm er die beiden Schulhäuser, die Wasseraufbereitung und einen Staudamm für die Wasserversorgung in der Nähe von Suva Reka in Augenschein.
Aus Gesprächen mit den Deutschen und Österreichern vor Ort, sei hervorgegangen, dass die Schweizer sehr geschätzt würden. Sehr positiv sei über die Schweizer Berufsleute gesprochen worden, die Profis seien. Das Verhältnis zwischen den Soldaten und der Zivilbevölkerung sei gut, sagte Scherrer. Im Camp versuche man, die Einheimischen zu beschäftigen, damit diese beispielsweise in der Küche wieder etwas verdienen könnten.
Die Sicherheitslage im Kosovo habe sich seit seinem letzten Besuch Anfang Oktober verbessert, sagte Scherrer weiter. Allerdings sei die Kriminalität und der Hass zwischen den Bevölkerungsgruppen noch immer ein grosses Problem.
Für die Schweizer vor Ort sei die Sicherheit recht gut. Die gegenseitige Bewachung klappe. Allerdings könne das Lager nur zur Arbeit verlassen werden, sagte Scherrer. In der Freizeit müssten die Soldaten im Camp bleiben, das man aus diesem Grunde mit Restaurants wie dem Swiss Chalet, Krafträumen und anderen Freizeitmöglichkeiten erweitert habe.
Am meisten Sorgen - so Scherrer weiter - bereite ihm allerdings der Verkehr, da viele Strassen in schlechtem Zustand seien. Ausserdem sei der Verkehr dicht und die Fahrweise der Einheimischen schnell und wenig rücksichtsvoll.
SRI und Agenturen
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