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Das VBS verfüge heute über 50 Stellen für Cyber Defence, sagte Parmelin in einem am Montag erschienenen Interview mit den Zeitungen "Tages-Anzeiger" und "Der Bund". Bis 2020 strebe sein Departement 100 zusätzliche Stellen an.
Zudem wolle die Armee in ihrer elektronischen Kriegführung-Schule jedes Jahr 50 Spezialisten ausbilden. "Wir hoffen, dass sich viele von ihnen anschliessend für eine Anstellung entscheiden", sagte Parmelin. Gleichzeitig werde die Kooperation mit den Hochschulen vertieft. Gelinge dies, sollte das Ziel erreicht werden.
"Es gibt allerdings ein Problem", wandte Parmelin ein. Die privaten Unternehmen, die Verwaltung und die Armee suchten alle dieselben IT-Spezialisten; alle seien im gleichen Markt. "Google ist eine harte Konkurrenz für uns."
Als zentral beim Anwerben sieht Parmelin weniger die Entlohnung als den Umgang mit den Cyberspezialisten. "Vielleicht mögen sie es nicht, wenn man ihnen Dinge befiehlt. Hier können wir offener und flexibler werden", sagte er. Aber der Rahmen müsse klar und präzis sein, denn "es ist immer noch die Armee."
Auf die Frage, wie zusätzliche Cyberkrieger gefunden werden könnten, verwies Parmelin zudem auf die bessere Vereinbarung von Studium und Militär im Rahmen der Armeereform WEA, die Chancen des Milizsystems für die Rekrutierung von Leuten aus der Privatwirtschaft und die differenzierte Tauglichkeit für den Militärdienst.
Vor zwei Jahren, als er das VBS übernommen habe, sei dieses schlecht vorbereitet gewesen auf Cyber-Angriffe, räumte Parmelin ein. Das VBS sei allerdings nicht das einzige Departement in dieser Lage gewesen. Inzwischen könne das Departement besser auf Angriffe reagieren. "Weil wir die richtigen Schritte eingeleitet haben."
(SDA)