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Schon heute steht der Hafen in Brasilien Denkmalschutz und ist nationales Kulturerbe. Jetzt wird auf die Ausweisung zum Unesco-Weltkulturerbe gehofft. Entschieden werden soll über die Aufnahme des geschichtsträchtigen Hafens in die Unesco-Liste im Mai.
Etwa vier Millionen versklavte Menschen aus Afrika sind in Brasilien lebend angekommen, eine Million von ihnen in Rio de Janeiro. Nachdem der “Cais do Valongo“ durch internationale Gesetze zum Verbot des Sklavenhandels deaktiviert worden war, ist er für den Besuch der Kaiserin Teresa Cristina 1843 aufgeschüttet worden.
Während der Arbeiten zur Revitalisierung der Hafenregion wurde er unlängst wieder entdeckt. Gefunden wurden dabei tausende von Gegenständen der Menschen verschiedener afrikanischer Ethnien, wie Münzen, Ketten, Pfeifen, Ohrringe, Armreifen und “Búzios“, Muscheln, die geworfen und wie Orakel gelesen werden. Über 1,5 Millionen Fundstücke sind in einer nahe gelegenen Halle untergebracht. Geplant ist, sie ab 2018 in einem Museum auszustellen.
Der “Cais do Valongo“ selbst kann hingegen schon jetzt besichtigt werden. Er liegt im Zentrum Rio de Janeiros am “Porto Maravilha“.