Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03258.jsonl.gz/2863

Im Jahre 1224 erscheint zum ersten Mal der Name "Kramburg" (Teil von Gelterfingen) in Urkunden. Die frühere Bezeichnung "Kramburg am See" deutet jedoch auf ein höheres Alters hin. Die Festung bildete den Stammsitz eines Geschlechts, welches zum ältesten Adel der Stadt Bern zählte. Jedoch wurde diese gewöhnlich nicht durch die Freiherren ihres Namens bewohnt. Die Freiherren waren Dienstleute der Kyburger, zugleich aber auch Burger von Bern. Ihr Familienwappen zeigte 10 silberne Hügel vor rotem Hintergrund. Durch eine Erbschaft kamen sie in den Besitz des Südhanges des Belpbergs. Ausser dem Gebiet der Kramburg gehörten ihnen Wald im Gurnigel, und sie hatten die Herrschaft über Uttigen und Gerzensee inne. Die Kramburger stellten sich schon früh auf die Seite der Zähringer und sind so in die Geschichte Berns eingegangen.
Der erste des Stammes war Heinrich von Kramburg. Das freiherrliche Geschlecht dauerte jedoch nur 130 Jahre, was auch darauf zurückzuführen ist, dass eine grosse Zahl davon Geistliche waren. 1355 starb der vermutlich letzte Kramburger. Kurze Zeit danach kam der Besitz an das Haus Bubenberg. Die Aufhebung des Hauses erfolgte 1528 durch den Verkauf an das Johanniterhaus Buchsee (Münchenbuchsee). Mit diesem Verkauf erhielt die ehemalige Twingherrschaft Kramburg den Namen "Gericht Gelterfingen".
Das Schulhaus von Gelterfingen, in welchem heute die Gemeindeverwaltung und diverse Wohnungen untergebracht sind, wurde 1880 gebaut und war ursprünglich ein Riegbau. Es wurde jedoch 1956 renoviert und damit der Riegbau übermauert. Beim Umbau wurden Steine, die zur Kramburg gehörten, gefunden.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1345 unter dem Namen Geltolfingen, von 1364 ist die Bezeichnung Gelterfingen überliefert. Der Ortsname geht auf den althochdeutschen Personennamen Gildulf oder Geltolf zurück und bedeutet demnach bei den Leuten des Gildulf/Geltolf.
Anlässlich der 650 Jahr-Feier der Eidgenossenschaft (1941) wurde das Wappen der Kramburger modernisiert und gilt seither als Gemeindewappen von Gelterfingen.