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Rabten Choeling
Hochschul-Institut für Studien des Buddhismus
Ausgehend vom Tibet-Institut Rikon und im Auftrag des Dalai Lama wurde 1977 am Rande des Mont Pélerin in der Nähe von Lausanne das Tharpa Choeling Zentrum für Höhere Tibetische Studien gegründet. Sein Leiter, Geshe Rabten (1920–1986), persönlicher Berater des 14. Dalai Lama, hatte schon seit den frühen 1970er Jahren westliche Schüler in Dharamsala (Nordindien) unterrichtet. Seit 1974 lehrte er in der Schweiz und kam 1975 auf Dauer in die Schweiz, wo er zuerst als Abt des monastischen Instituts Rikon fungierte. Tharpa Choeling wurde als Studienzentrum speziell zur Unterweisung westlicher Schüler konzipiert und zur Ausbildung westlich-tibetischer Mönche und Nonnen zum Geshe (hoher Titel in der Gelug-Tradition). Der von Geshe Rabten konzipierte Ansatz scheiterte jedoch. Die Gemeinschaft löste sich nach und nach auf. In der Schweiz liess sich nicht eine Miniausgabe des tibetischen Sera-Klosters errichten. Das mangelnde Interesse an ausgefeilten Lehrdebatten und an letztlich nur als Dogmen akzeptierbaren Lehrsätzen unter Westlern war zu offenkundig. Tharpa Choeling wurde nach dem Tod von Geshe Rabten umbenannt in Rabten Choeling. Neuer Abt wurde Gonsar Rinpoche, engster Schüler von Geshe Rabten.
Rabten Tulku Rinpoche die Reinkarnation von Geshe Rabten Rinpoche ist 1987 geboren und leiten aktuell die Gemeinschaft.
Gonsar Rinpoche hat sich deutlich gegen das Verbot der Shugden-Verehrung gewandt und die vom Dalai Lama auch von den in der Schweiz tätigen Lamas geforderte Unterschrift unter das entsprechende Edikt verweigert.
Das Zentrum kümmert sich vor allem um in der Schweiz lebende Tibeter und um zahlreiche Belehrung suchende europäische Laien.
Das Hochschul-Institut für Studien des Buddhismus, wie es sich auch nennt, bietet darüber hinaus Wochenendseminare und Meditationswochen an sowie einen siebenjährigen Buddhismusstudienkurs.
Fünf lokale affiliierte Ritual- und Meditationsgruppen bestehen in der Schweiz (in Onex-Genève, Basel, Bern, Lausanne und Effretikon).
Hinzu kommen Gemeinschaften in Deutschland, Frankreich, Österreich, Holland, Ungarn, Tschechien, Nepal, Sri Lanka und Indien.
Im Kloster lebten Ende 1997 sechs Lamas, zehn tibetische Mönche, neun europäische Mönche und Nonnen sowie elf europäische Studenten und Studentinnen.