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Bei der vorgezogenen Präsidentenwahl in Südkorea zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. Fünf Stunden vor Schliessung der Wahllokale (um 2000 Ortszeit - 1300 MESZ) lag die Beteiligung am Dienstag nach Angaben der staatlichen Wahlkommission bei knapp 64 Prozent.
Am frühen Morgen lag die Wahlbeteiligung noch erheblich tiefer. Mehr als 25 Prozent der Wahlberechtigten hatten per vorzeitiger Stimmabgabe bereits in der vergangenen Woche ihre Entscheidung getroffen.
Der linksliberale Oppositionspolitiker Moon Jae In galt nach Umfragen als aussichtsreichster Kandidat. Der 64 Jahre alte frühere Menschenrechtsanwalt hatte die Wahl Ende 2012 gegen seine langjährige konservative Rivalin Park Geun Hye verloren.
Die Neuwahl steht unter dem Eindruck des massiven Korruptionsskandals um eine enge Vertraute von Ex-Präsidentin Park wie auch der wachsenden Spannungen im Atomstreit mit Nordkorea. Nach der vorzeitigen Absetzung Parks durch das Verfassungsgericht vor zwei Monaten musste die Wahl vorgezogen werden. Der Präsident wird für eine einmalige fünfjährige Amtszeit gewählt.
Grösste Konkurrenten von Moon sind der frühere Software-Unternehmer und Zentrumspolitiker Ahn Cheol Soo sowie der Konservative Hong Jun Pyo. Etwa 42.5 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.
Moon und Ahn wollen im Fall eines Wahlsiegs auf der Grundlage einer starken Allianz mit den USA versuchen, wieder stärker auf Nordkorea zuzugehen. Hong, der zuletzt in den Umfragen zulegte, hatte sich unter anderem für eine Wiedereinführung taktischer Atomwaffen der USA in Südkorea ausgesprochen. (sda/dpa)