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Katharine Hepburn und Spencer Tracy, das innigste und zauberhafteste Filmpaar, als stolze Eltern einer wohlgeratenen Tochter, die ihren Mann fürs Leben zuhause vorstellen will. Sie haben gehört, dass er gut aussieht und ausgezeichnete Karriere-Aussichten hat, doch dann geschieht etwas Unerwartetes - Die beiden versuchen sich wie einfühlsame, kultivierte Leute zu benehmen, doch es gibt eine Fülle von Problemen und Lächerlichkeiten, während sie herausfinden, dass sie wohl doch nicht so tolerant sind, wie sie dachten. Sidney Poitier spielt den Schwiegersohn in spe und Katharine Houghton die Tochter in Stanley Kramers tiefgründiger Darstellung von Vorurteilen und sozialen Schranken.
Portrait
Sidney Poitier, geboren 1927, war der erste afroamerikanische Hollywood-Schauspieler, der für eine Hauptrolle mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. 1999 erhielt er die höchste Auszeichnung der amerikanischen Schauspielergewerkschaft, den 'Screen Actors Life Achievement Award', für seine herausragende Karriere und sein humanitäres Engagement. In einem halben Jahrhundert hat er in mehr als 40 Filmen gespielt, er hat Regie geführt, Drehbücher geschrieben und zwei erfolgreiche Autobiografien verfasst
Eine Tochter aus gutem (weißem) Haus präsentiert ihren Eltern kurz vor der geplanten Reise nach Europa noch schnell deren Schwiegersohn in spe: gebildet, zuvorkommend, gut verdienend, aber dunkelhäutig! Eigentlich rechnet die tolerant und aufgeschlossen erzogene Tochter mit keinen Schwierigkeiten, sind doch ihre Eltern auch vorurteilsfrei und rational ......... aber...Eine Tochter aus gutem (weißem) Haus präsentiert ihren Eltern kurz vor der geplanten Reise nach Europa noch schnell deren Schwiegersohn in spe: gebildet, zuvorkommend, gut verdienend, aber dunkelhäutig! Eigentlich rechnet die tolerant und aufgeschlossen erzogene Tochter mit keinen Schwierigkeiten, sind doch ihre Eltern auch vorurteilsfrei und rational ......... aber wohl nicht mehr, wenn es um die eigene Tochter geht und das im Amerika der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts! Da brechen plötzlich alle Vorurteile und Rassenschranken durch und betretenes Schweigen setzt ein. Zunächst! Bis Vater langsam zu seiner Stimme zurückfindet und seinem Unmut unmissverständlich Ausdruck gibt. Aber nicht genug damit, dass die weißen Eltern konsterniert sind, auch die Eltern des Bräutigams reagieren nicht gerade erfreut auf die weiße Schwiegertochter. Und sogar die schwarzen Hausangestellten beäugen den jungen Mann aus ihren Reihen mit Argwohn! Herrlich!
Ein recht betagter Film, der in dem Jahrzehnt entstand, als Afro-Amerikaner mit Martin Luther King noch mühsam um ihr Wahlrecht in den Südstaaten der USA kämpfen mussten und das Thema absolut aktuell war. Auch wenn die Thematik heute nicht mehr ganz so brisant ist, liefert der Film eine gute Gelegenheit viele außerordentlich erfolgreiche amerikanische Darsteller noch einmal in herrlichen Rededuellen zu erleben. Sidney Poitier als strahlender, gutaussehender junger Mann, Spencer Tracy in seiner letzten Rolle, er starb kurz nach diesem Film, und seine langjährige, mittlerweile auch verstorbene, Lebenspartnerin Katherine Hepburn. Schon wegen dieser Darsteller lohnt sich die Anschaffung.