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Geothermie
Berechnung mit Programm EWS
Mit Hilfe des Programms EWS lassen sich Vorlauf- und Rücklauftemperaturen sowie Leistungen von Erdwärmesonden monatsweise über eine Zeitdauer bis zu 60 Jahren berechnen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Erdwärmesonden mit Direktkühlung zu simulieren. Damit ist eine Dimensionierung von Einzelsonden und Sondenfeldern nach der aktuellen Norm SIA 384/6 möglich. Das Programm erlaubt die Erfassung aller relevanter Einflussparameter wie z.B. Sondentyp, Hinterfüllung, Sondenanordnung, Lastprofil, Geologie etc. Auch Saisonspeicherung von Wärme in Erdwärmesonden lässt sich damit berechnen.
Optimierung der Sondenanordnung und Sondentiefe
Die Norm SIA 384/6 legt die Randbedingungen für eine Auslegung von Erdwärmesonden und Sondenfelder fest. Nach dieser Norm darf die mittlere Sondentemperatur (Mittelwert zwischen Sondenvorlauf und Sondenrücklauf) über eine Betriebsperiode von 50 Jahren den Wert von -1.5°C nicht unterschreiten. Bei diesem Grenzwert sind nach heutigem Erkenntnisstand Frostschäden auszuschliessen und ein nachhaltiger Betrieb kann gewährleistet werden. Je mehr Sonden in einem Feld gebohrt werden, um so grösser ist die gegenseitige Beeinflussung. Diese langfristige Beeinflussung kann heute gut vorausberechnet werden. Um diese Beeinflussung gering zu halten, muss entweder die Bohrtiefe und die Sondenanordnung optimiert werden, oder es ist durch eine entsprechende aktive Regeneration (z.B. durch Geocooling) eine Wiederaufladung zu gewährleisten. Durch solche Optimierungsmassnahmen ist unter Umständen eine Einsparung von bis zu 30% der Bohrmeter möglich.