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Aktiver und erfolgreicher Schweizer Film
22.04.2011 Informationen von SWISS FILMS
Bild: «Rondo Industrial» von Anka Schmid
Schweizer Filmprogramm in Uruguay
Zusammen mit der uruguayischen Cinemathek stellt SWISS FILMS in Montevideo am 29. Festival Cinemátografico Internacional del Uruguay (18. bis 30. April 2011) preisgekrönte Schweizer Filmproduktionen aus den letzten beiden Jahren vor, vier Spielfilme und zwei Dokumentarfilme.
«Aisheen (Still Alive In Gaza)» wird von Nicolas Wadimoff persönlich präsentiert und läuft im Wettbewerb für Dokumentarfilme, während «Die Frau mit den 5 Elefanten» von Vadim Jendreyko im internationalen Dokumentarfilm-Panorama zu sehen ist.
Das internationale Panorama des Festivals bereichern die Spielfilme «Pepperminta» von Pipilotti Rist, «Tannöd» von Bettina Oberli, «Villa Amalia» von Benoît Jacquot und «Complices» von Frédéric Mermoud.
Mermoud und Wadimoff geben darüber hinaus eine Masterclass bzw. ein Seminar in der Filmschule der Cinemathek.
Preis für «Yuri Lennon's Landing On Alpha 46» in Dresden
Der kurze Science-Fictionfilm «Yuri Lennon's Landing On Alpha 46» des in Berlin lebenden Wallisers Anthony Vouardoux gewann den mit 2'000 Euro dotierten «Goldenen Reiter» der Jugendjury am 23. Filmfest Dresden (12. bis 17. April 2011). Der Preisträger des Schweizer Filmpreises «Quartz 2011» erhält somit seinen elften Preis.
Der 15-minütige Film, der die Landung des Astronauten Yuri Lennon auf dem Planet Alpha 46 darstellt, ist in einer einzigen Plansequenz gedreht. Mit beinahe 30 Festivaleinladungen erhielt er in Dresden seine zehnte internationale Auszeichnung. Der Film ist nominiert für den Preis des Besten europäischen Fantastic Films, der im Oktober an dem diesem Genre gewidmeten Filmfestival in Sitges vergeben wird. Weitere Einladungen für Festivals in New York, Bratislava, Krakau, Shenzhen und Tokyo liegen für die nächsten Monate bereits vor.
In der Schweiz ist «Yuri Lennon's Landing On Alpha 46» an den Kurzfilmnächten zu sehen, welche von SWISS FILMS organisiert werden und im April und Mai durch acht Städte der Deutschschweiz touren. Der Kurzfilm ist ebenfalls im Mai an der von der französischen César-Akademie veranstalteten Tournee «Nuits en Or du Court métrage» in Genf und Morges programmiert.
Drei Schweizer Filme an Robert De Niros Tribeca Film Festival
Ein langer und zwei kurze Schweizer Filme stehen im Wettbewerb des renommierten Tribeca Film Festivals, dessen 10. Ausgabe vom 20. April bis 1. Mai 2011 in Lower Manhattan von New York stattfindet. Der lange Dokumentarfilm «Scoala Noastra» von Mona Nicoara und Miruna Coca-Cozma, eine schweizerisch-amerikanische Koproduktion ist in der World Documentary Competition, während der Kurzspielfilm «Down This Road» von Vinz Feller und der Trickfilm «Schlaf» des Duos Claudius Gentinetta und Frank Braun in der Short Narrative Competition im Rennen sind.
Das 2002 vom bekannten Schauspieler Robert De Niro, sowie von Jane Rosenthal und Craig Hatkoff gegründete Festival bietet europäischen Filmen eine Bühne, damit sie auf dem amerikanischen Markt wahrgenommen werden. Die Veranstaltung wurde geschaffen, um im Viertel «Lower Manhattan» nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ein Zeichen zu setzen.
Anka Schmid präsentiert ihr Werk in Peking
Die Dokumentar-, Experimental- und Kurzfilmerin Anka Schmid steht im Fokus des spartenübergreifenden May Festivals, das vom 25. April bis 7. Mai 2011 in Peking stattfindet. Sie wird ihre Filme vorstellen und einen fünftägigen Workshop leiten, an welchem elf chinesische Dokumentarfilmschaffende teilnehmen. Die Promotionsagentur SWISS FILMS führt damit ihr Projekt mit der Caochangdi Workstation, welches im Rahmen des Kulturprogramms mit Pro Helvetia «Swiss Chinese Cultural Explorations» seinen Anfang nahm, weiter.
Das May Festival zeigt neue chinesische Dokumentarfilme, Theater Performances und Tanzworkshops. Anka Schmid präsentiert ihre Filme «Mit dem Bauch durch die Wand» (2011), «Hierig-Heutig» (2009), «Isa Hesse-Rabinovitch» (2009), «Rondo Industrial» (2007), «Shake Hands» (2007), «Found Footage I-IX» (2006), «Labyrinth-Projektionen» (1997), «Magic Matterhorn» (1996), «Techqua Ikachi, Land - Mein Leben» (1989), «Die Reise zur Südsee» (1986), sowie «Herzens-Freude» (1986).
Das May Festival im Mai und das Crossing Festival im Oktober haben sich als wichtige unabhängige Plattformen für Dokumentarfilm, für experimentelle Videoarbeiten, zeitgenössischen Tanz und Theater etabliert. Sie setzen auf die beiden Schwerpunkte «Film Forum» und «Performance Space».
Mit diesem Projekt wird die Zusammenarbeit von SWISS FILMS mit der von Wu Wenguang und Wen Hui gegründeten Caochangdi Workstation weiter gefestigt. Mit Anka Schmid reist bereits die sechste Schweizer Dokumentarfilmschaffende nach China, um im Rahmen der Workstation ihre Arbeiten vorzustellen und einen Dokumentar-Workshop zu leiten. Die Reihe nahm im Herbst 2008 mit Peter Liechti ihren Anfang und wurde 2009 mit Präsenzen von Edna Politi im Frühjahr und Fernand Melgar im Herbst fortgesetzt. 2010 waren Vadim Jendreyko im Mai und Christian Frei im September in Peking zu Gast.
Schweizer Präsenz in Cannes 2011: Koproduktionen an der «Quinzaine des Réalisateurs»
Der italienisch-schweizerische Spielfilm «Corpo Celeste» von Alice Rohrwacher (Koproduktion: Amka Film, Savosa) und der 30-minütige Kurzfilm «Nuvem - Le poisson lune» von Basil Da Cunha, eine schweizerisch-portugiesische Produktion der Waadtländer Firmen Box Productions und Thera Production stehen im Programm der 43. Quinzaine des Réalisateurs, der neben dem Wettbewerb bedeutendsten Sektion in Cannes. Die Schweiz ist an zwei weiteren Filmen im Programm der Quinzaine beteiligt: Der vom schweizerisch-französischen Doppelbürger und Absolvent der Lausanner ECAL gedrehte Kurzfilm «Armand 15 ans l'été» und «Porfirio» des Kolumbianers Alejandro, der von der Schweizer Produzentin Maja Zimmermann mitproduziert ist.
Jacqueline Zünd stellt in Cannes ihren preisgekrönten Dokumentarfilm «Goodnight Nobody» im Programm von ACID vor. Diese Vereinigung französischer Filmschaffenden zeigt neun innovative Filme und hilft, anschliessend an Cannes einen Kinoverleih in Frankreich zu finden.
Der Film «Corpo Celeste» handelt von der 13-jährigen Marta, die nach zehn Jahren Aufenthalt bei ihrer Familie in der Schweiz in ihren Geburtsort in Kalabrien zurückkehrt. Um sich an die fremde Umwelt zu gewöhnen und Gleichaltrige kennenzulernen, besucht das scheue Mädchen den Konfirmationskurs der Kirche. Der von der Tessiner Firma Amka Film und dem Fernsehen RSI koproduzierte Film ist das Spielfilmdebüt von Alice Rohrwacher, der Schwester der Schauspielerin Alba Rohrwacher. Der 26-jährige, an der Genfer Kunsthochschule HEAD ausgebildete Basil Da Cunha legt mit «Nuvem - Le poisson lune» seinen achten Kurzfilm vor. Sein vorhergehender Film «A côté» war nominiert für den Schweizer Filmpreis «Quartz 2010».
Am grössten Filmfestival und -markt der Welt stehen dieses Jahr Schweizer Filmproduzentinnen und Filmproduzenten im Zentrum. Der Genfer Produzent Dan Wechsler (Bord Cadre Films), dessen Koproduktion «Aurora» (Regie: Cristi Puiu) letztes Jahr in der Sektion «Un Certain Regard» lief, ist diesjähriger «Producer On the Move». Mit diesem Event offeriert die European Film Promotion 25 jungen europäischen Produzent/innen und ihren Projekten eine Bühne in Cannes.
Der Regisseur Georges Gachot («Rio Sonata») nimmt am 17. Mai an der Veranstaltung «The Documentary Brunch» teil, welcher vom Marché International du Film organisiert wird und herausragende Vertreter des Dokumentarfilms vereinigt.
«Pinprick» in Houston dreifach ausgezeichnet
Die schweizerisch-ungarische Koproduktion «Pinprick» von Daniel Young gewann am 44. WorldFest in Houston (8. bis 18. April 2011) den Best Theatrical Feature Award. Gleichzeitig erhielt der Film den Best Foreign Film Award. Die beiden Editors des Films, Agi Mogor und Jann Ludin, wurden mit dem Best Editing Award ausgezeichnet.
Daniel Young, gebürtiger Texaner und schweizerisch-amerikanischer Doppelbürger, legt mit «Pinprick» eine diffizile Mutter-Tochter-Geschichte in Form eines Thrillers vor. Sein Regiedebüt wurde 2009 an den Solothurner Filmtagen uraufgeführt, bevor der Film an den internationalen Filmfestival in Vancouver und Cork zu sehen war. Er wurde von den Schweizer Regisseuren Michael Steiner und Oliver Rihs koproduziert.
swf
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