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Vielleicht haben Sie im jeweils erscheinenden Wetterbericht auch schon folgendes gelesen: «… es weht ein schwacher Seewind» oder «… am See weht der Wind aus nordöstlicher, weiter landeinwärts aus südwestlicher Richtung». Dabei handelt es sich um das See- und Landwindsystem. Dieses Windsystem kommt besonders ausgeprägt am Meer vor, jedoch kennen wir das auch von unserem „Meer“ – dem Bodensee. Aber was bedeutet eigentlich See- und Landwind? Diese entstehen durch die Sonneneinstrahlung verursachte Thermik.
Seewind
An bevorzugt sonnigen und eher windschwachen Tagen im Sommer, heizt die Sonne die Landmasse im Gegensatz zur Wasseroberfläche viel schneller auf. Ähnlich wie bei einer Kerze steigt die warme und bekanntlich leichtere Luft in die Höhe, ein kleines Tief (T) entsteht. Um diesen aufwärtsgerichteten Luftstrom auszugleichen, fließt von der Wasseroberfläche her kühlere Luft nach, ein kleines Hoch (H) ist dort auszumachen. Gleichzeitig fliesst In wenigen hundert Metern Höhe die überm Land aufsteigende Luft vom „T“ zum „H“, um den Kreislauf bzw. den Ausgleich komplett zu machen.
Wir wissen nun, das in diesem Szenario der «Seewind» als den von der Wasseroberfläche wehende Wind bezeichnet wird – tagsüber.
Landwind
Nachts wird der Spiess umgedreht, läuft aber nach dem gleichen Prinzip ab: Den dann kühlt die Landmasse im Gegensatz zum Wasser viel schneller aus, wodurch die wärmere Luft über der Wasseroberfläche aufzusteigen beginnt, in der Höhe zurück zum Land weht, dort absinkt um sich danach wieder zum See hinaus bewegt .
Wir wissen nun, das in diesem Szenario der «Landwind» als der vom Land auf den See wehenden Wind bezeichnet wird und zwar jeweils nachts.
Dieses Windsystem ist meist nur wenige Kilometer landeinwärts zu beobachten.