Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03228.jsonl.gz/126

Neunundzwanzig Sorten von Bastard-Raigras und acht Sorten von Wiesenfuchsschwanz wurden in den Jahren 2007 bis 2009 auf ihre Anbaueignung geprüft. Die Ansaaten erfolgten sowohl in Reinsaat als auch in Mischung mit Klee. Wir untersuchten folgende Eigenschaften: Ertrag, Jugendentwicklung, Bestandesgüte, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Krankheitsresistenz, Verdaulichkeit sowie beim Wiesenfuchsschwanz die Anbaueignung für höhere Lagen. Beim Bastard-Raigras erzielten die vier Neuzüchtungen Palmata (LH 9925), Daboya (LH 9865), Ocadia (LH 0105) und LH 9905 überdurchschnittliche Ergebnisse. Vorläufig werden aber nur die ersten drei in die “Liste der empfohlenen Sorten der Futterpflanzen” aufgenommen, da LH 9905 die rechtlichen Vorgaben für die Handelbarkeit zurzeit noch nicht erfüllt. Die bereits empfohlene Sorte Delicial wird von der Liste gestrichen. Beim Wiesenfuchsschwanz ergeben sich aufgrund der Ergebnisse keine wesentlichen Aenderungen, da keine der geprüften Neuzüchtungen den für eine Empfehlung erforderlichen Indexwert erreichte. Die bekannte und seit über 20 Jahren empfohlene Sorte Vulpera wird wegen mangelnder Leistung aus der Liste der empfohlenen Sorten gestrichen.
Ein später Schnitt der Reben hat einen begrenzten Nutzen für die Laubarbeit im Weinbau. Die Auswirkungen auf das Wachstum der Seitentriebe und die Zusammensetzung des Mostes sind gering.
Pflanzenschutzmittel enthalten Wirkstoffe und sogenannte Beistoffe. Agroscope untersuchte erstmals die Rückstände von Beistoffen auf behandelten Pflanzen und liefert damit Grundlagen für die Beurteilung der Risiken für Konsumentinnen und Konsumenten.
Die Wirksamkeit einer Blattdüngung mit Stickstoff zum Zeitpunkt der Beerenreife hängt vom Stickstoffmangel der Rebe ab, wie eine Studie von Agroscope zeigt. Die Studie bestätigt die Schwellenwerte für einen Mangel an assimilierbarem Stickstoff im Most bei Chardonnay, für Sauvignon Blanc muss dies noch bestätigt werden.