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Am Samstag hat "Das Magazin" der Tamedia-Medien über den Fall berichtet. Danach soll der bekannte Berner Chirurg die Entwicklung eines Bandscheibenimplantats wissenschaftlich begleitet und das Produkt zwischen 2011 und 2013 sieben Patienten eingesetzt haben.
Im Februar 2019 eröffnete die Berner Staatsanwaltschaft eine Untersuchung, jetzt kommt der Fall vor Gericht. Laut Anklageschrift wirft die verantwortliche Staatsanwältin dem Chirurgen vor, dass die künstliche Bandscheibe bei allen sieben Patienten versagt und einen körperlichen Schaden an der Wirbelsäule verursacht habe.
«Rechtlich und berufsethisch korrekt verhalten»
Die Anwältin des Chirurgen wies im «Magazin» die Vorwürfe zurück. Ihr Klient habe sich im Zusammenhang mit dem Fall «sowohl rechtlich als auch berufsethisch korrekt verhalten».
Die Medizinprodukte vertrieb die britische Firma Ranier. Der Berner Chirurg war an der Entwicklung der Prothese beteiligt. Es soll bereits bei Tierversuche Mängel aufgetreten sein, dennoch wurde das Produkt ab 2010 verkauft .
In ganz Europa soll es bei mehreren Patienten zu schweren Komplikationen gekommen sein. 2014 nahm Ranier das Implantat vom Markt. Die Firma ging Konkurs. Der Prozessbeginn ist noch nicht bekannt.