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Die Juristische Fakultät bewegte sich im 20. Jahrhundert quer durch Basel. Nach Anfängen am Münsterhügel dauerte es einige Zeit, bis sie in die Maiengasse und damit in die Nähe des Petersplatzes zog. Seit 2006 ‹bewohnt› sie das Jacob Burckhardt Haus in der Nähe des Bahnhofs SBB und in direkter Nachbarschaft zur Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.
1907 bezog die Fakultät mit ihrem neu gegründeten Juristischen Seminar erstmals einen eigenen Raum an der Augustinergasse 8 mit dem doppelten Zweck der Durchführung von Uebungen und der Aufstellung einer Handbibliothek. Eine Erweiterung auf zwei Räume erfolgte 1918 am Schlüsselberg 17, ab 1920 am Stapfelberg 7.
Nach starkem Anwachsen der Studentenzahlen und der Bibliotheksbestände, insbesondere durch bedeutende Legate und Schenkungen, zuletzt die Nachlasse Prof. Hans Lewald †1963 und J. G. Fuchs †1990, markierte der Umzug in das universitätseigene Doppelgebäude am Münsterplatz 6/7 im Wintersemester 1937/38 einen gewaltigen Schritt. Mit Bezug des neuen Kollegienhauses am Petersplatz, verlagerte sich kurz darauf die Universität weg vom alten ‹Campus› um den Münsterhügel.
Neben weiterem Anwachsen der Studierendenzahl und der Buchbestände bewirkte ab Mitte der Sechzigerjahre die erstmalige Beanspruchung von Büroräumen durch Dozierende, Assistierende und Administration erneut wachsende Raumnot. So wurde 1966 eine Villa am Steinenring 23 dazugemietet, Dort wurden Bibliotheksbestände, insbesondere zum Internationalen Recht, gesammelt, Sitzungen und Examen durchgeführt und auch auch die neu konzipierten Tutorate wurden dort gehalten.
Am Münsterplatz wurden in den siebziger Jahren weitere Büros und Bücherräume in Nachbarliegenschaften bezogen, das Dekanat befand sich am Münsterplatz 4, die Strafrechtsabteilung am Münsterplatz 8. Gleichzeitig entstand das Projekt eines Neubaus für die Juristische und die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät auf dem Rosshofareal. Diesem wurde dann jedoch ein Mischbau vorgezogen, der neben Wohnungen nur den Oekonomen Platz bot (1988-2008).
Nach drohenden weiteren Auslagerungen konnte 1983 das umgebaute Schwesternhaus Maiengasse 51/53 bezogen werden. Damit wurden alle juristischen Bereiche wieder zusammengefügt und in der Nähe von UB und Kollegienhaus platziert. Hier konnten erstmals alle Ordinarien eigene Büros beziehen – was allerdings zunächst nur zögernd genutzt wurde. Daneben entstanden neu 200 Arbeitsplätze in der Bibliothek, 7 Räume für Uebungen/Sitzungen, eine Cafeteria, ein Foyer sowie später ein Computerraum.
Erneuter wachsender Bürobedarf für Lehrstühle und Verwaltung machte seit 1996 eine Erweiterung auf Räume an der Missionsstrasse 62-64 notwendig, wo sukzessive zehn Seminarräume, drei Lehrstühle und weitere Büros untergebracht wurden.
Die Beanspruchung der Gebäude an der Missionsstrasse durch die neue Fakultät für Psychologie sowie die wachsende Anzahl von Professuren führte schliesslich 2006 zum Umzug ins Jacob Burckhardt Haus in der Überbauung «Bahnhof-Ost», wo zur Zeit durch einen Raumzuwachs um 60 % allen Anforderungen entsprochen werden kann - wenn auch damit wiederum eine Entfernung vom ‹Campus› der Universität verbunden ist. Erfreulich ist der Bezug des Nachbargebäudes durch die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät 2008.