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Laut neuen Zahlen von Unit 42, dem Incident Response and Threat Research Team von Palo Alto Networks, betrug das durchschnittliche Lösegeld in Fällen aus der ganzen Welt, die vom Team in den ersten fünf Monaten dieses Jahres bearbeitet wurden, 925'000 Dollar. Dies entspreche einem Anstieg von 71% im Vergleich zum Vorjahr. Damit dürfte die Marke von 1 Million Dollar wohl bald erreicht sein.
"Diese Kosten sind erschütternd, wenn man sich die Entwicklung dieses Wachstums vor Augen führt", sagt dazu von Ryan Olson, Vice President von Unit 42. "Die durchschnittliche Vergütung für die von unseren Beratern bearbeiteten Fälle lag im Jahr 2020 noch bei 300'000 Dollar. Es ist kaum zu glauben, dass die meisten Transaktionen, die von unseren Beratern bearbeitet wurden, im Jahr 2016 nur 500 Dollar oder weniger betrugen."
Über durchschnittliche geforderte oder bezahlte Lösegelder kursieren recht unterschiedliche Zahlen. Gemäss einer Umfrage von Sophos zahlen Schweizer Unternehmen im Schnitt 84'000 Franken
, wenn sie bezahlen. Das FBI nimmt Ransomware keineswegs auf die leichte Schulter, zeigte aber in einer kürzlich veröffentlichten Statistik
, dass die Summe der Lösegelder zumindest in den USA im Vergleich zu den finanziellen Schäden, die andere Arten von Cyberkriminalität ausmachen, winzig ist.
Bei der Bewertung der Zahlen von Unit 42 muss man in Betracht ziehen, dass dieses renommierte Security-Team wohl hauptsächlich von grossen Unternehmen in Anspruch genommen wird. KMU, vor allem kleinere, dürften eher selten auf der Kundenliste von Unit 42 zu finden sein. In der Schweiz machen KMU aber nicht nur den Hauptharst aller Unternehmen aus, auch der allergrösste Teil der Ransomware-Opfer sind KMU
.