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Faszination Technik. Wir erklären, was passiert, bis die beiden Schaufelräder auf den Dampfschiffen Blümlisalp und Lötschberg schliesslich drehen und sich das Schiff in Bewegung setzt.
Im Kessel wird aufbereitetes Seewasser erhitzt. Einst musste dazu der Heizer Kohle ins Feuer schaufeln. Heute wird mit Öl geheizt. Weil der Dampf nicht entweichen kann, baut sich wie im Dampfkochtopf Druck auf. Der Dampf wird über die Dampfleitung zum Hochdruckzylinder geleitet, wo er einen Kolben abwechselnd nach vorne und nach hinten drückt und damit an der Kurbelwelle stösst und zieht. Die Kraft entspricht dem Gewicht einiger Tonnen. Das Schaufelrad dreht sich. Noch hat der Dampf genügend Kraft, um ein zweites Mal zu arbeiten. Dazu wird er in den Niederdruckzylinder geleitet. Dieser funktioniert wie der Hochdruckzylinder. Jedoch ist sein Durchmesser grösser, weil der Druck des Dampfs geringer ist. Schliesslich gelangt der Dampf in den Kondensator, wo er schlagartig abgekühlt wird. Es entsteht ein Unterdruck, der den Dampf aus dem Niederdruckzylinder saugt, was eine zusätzliche Kraft bedeutet. Die Kondensatpumpe fördert den kondensierten Dampf als Wasser in den See.
Bevor das Seewasser in den Dampfkessel kommt, wird es aufbereitet. Im Filter und im Ionentauscher werden Fremdstoffe wie Kalk entfernt, damit sich diese nicht im Kessel und in der Maschine ablagern. Zur Sicherheit ist die Wasseraufbereitung doppelt vorhanden.
Der Dampf strömt hinten in den Zylinder und drückt den Kolben nach vorne. Dadurch wird auch ein Schieber bewegt, der den Dampf nun auf der vorderen Seite in den Zylinder leitet und so den Kolben und den Schieber zurück in die Ausgangsposition drückt.
Im Kessel werden 12 800 Liter Wasser unter Druck auf 190 Grad erwärmt. Ein Sicherheitsventil stellt sicher, dass der Kessel nicht explodieren kann. Im Überhitzer wird der Dampf weiter auf 270 Grad erwärmt und getrocknet, damit in der Maschine kein Kondenswasser entsteht.
«Die Dampfmaschine der Blümlisalp wird über 63 Tropföler geschmiert. Pro Tag werden 12 Liter Schmieröl verbraucht.»