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Am Mittwoch hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mitgeteilt, dass sich Russland und die Ukraine auf eine Verlängerung des Getreideabkommens bis 18. Juli geeinigt hätten. Es wäre andernfalls am Donnerstag ausgelaufen. Russland macht seine weitere Teilnahme an der für die Welternährung wichtigen Vereinbarung davon abhängig, dass es auch selbst mit dem Export Geld verdienen kann - trotz der Sanktionen im Zuge von Moskaus Krieg gegen die Ukraine.
Kremlchef Wladimir Putin meinte bei einer Sitzung zur Lage der Landwirtschaft in Russland, dass die Getreidepreise auf dem Markt durch das grosse Angebot derzeit unter Druck seien. Russland will im Wirtschaftsjahr von Juli 2022 bis Juni dieses Jahres insgesamt zwischen 55 und 60 Millionen Tonnen Getreide exportieren. Das Land gehört zu den grösseren Exporteuren, sieht sich aber durch die Sanktionen des Westens benachteiligt. Zwar gibt es keine Sanktionen gegen Lebensmittel aus Russland, das Land hat aber etwa durch die Finanzsanktionen Probleme, Geschäfte abzuwickeln.
Russland hatte nach dem Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 die Getreideexporte des Nachbarlandes blockiert. Im Juli 2022 kam die Schwarzmeer-Getreide-Initiative zustande, die von den Vereinten Nationen und der Türkei vermittelt wurde. Sie erlaubt kontrollierte Getreideausfuhren aus den Schwarzmeerhäfen Odessa, Tschornomorsk und Piwdennyj (Juschny). Die Ukraine ist dringend auf die Einnahmen aus dem Getreideexport angewiesen./mau/DP/jha
(AWP)