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«Die Geschichte einer genialen Köchin, die 14 Jahre lang in Jütland Kabeljau räuchert. Und eines Tages überwältigt sie die wortkargen Jütländer, indem sie ein gewaltiges Festmahl zubereitet.
Stéphane Audran ist perfekt als die geheimnisvolle Pariserin Babette, die 1871 vor dem Kommunardenaufstand flieht und von zwei Schwestern aufgenommen wird, Martine und Filippa, den Anführerinnen einer kleinen dänischen Sekte. Ihr gutaussehendes Gesicht, ihre Stimme, die wie eine üppige Sauce wirkt, und ihr kraftvoller, gesunder Gang kontrastieren mit der Hübschheit und Steifheit der älteren, aber immer noch engelhaft schönen Martine. Doch wie die begabte Sängerin Filippa hat auch Babette ein grosses Talent, das unterdrückt wird.
Auf der einen Ebene ist dies eine Geschichte über Verschwendung, eine leise Debatte über das Recht der Künstlerin, ihre Gottesgabe zu horten, sie frei zu verschenken oder sie einfach zu verkaufen und an ein bewunderndes Massenpublikum zu vergeuden. (...)
Diese trügerisch schlichte Fabel mit ihren bescheidenen Farben und beschaulichen Figuren wimmelt tatsächlich von Gegensätzen und subtilen dynamischen Prozessen. Das ewige Feuer des Künstlers misst sich hier mit der kalten Flamme puritanischer Versagung. So ernst das klingen mag, Gabriel Axel und seine Besetzung interpretieren Blixens ironisches Original mit viel Charme und sanfter Komik.» (Rita Kempley, Washington Post, 8.4.1988)
Drehbuch: Gabriel Axel, nach der Kurzgeschichte von Karen Blixen
Kamera: Henning Kristiansen
Musik: Per Nørgaard
Schnitt: Finn Henriksen
Mit: Stéphane Audran (Babette Hersant), Bodil Kjer (Filippa), Birgitte Federspiel (Martine), Jarl Kulle (General Löwenhielm), Jean-Philippe Lafont (Achille Papin), Bibi Andersson (Hofdame aus Schweden), Ghita Nørby (Erzählerin), Astar Esper Hagen Andersen (Anna), Thomas Antoni (schwedischer Leutnant)
103 Min., Farbe, DCP, OV/d