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Die alten Eidgenossen kannten noch kein gemeineidgenössisches Erkennungszeichen. Jeder Ort liess seine Kriegsscharen unter dem eigenen Banner ins Feld ziehen. Mit der Zeit mehrte sich aber das Bedürfnis zur Schaffung eines gemeinsamen Zeichens, um die Bundesgenossen im Krieg für Freund und Feind erkennbar zu machen. Ein solches ist erstmals in der Schlacht bei Laupen 1339 bezeugt, als die Berner den zu Hilfe eilenden Innerschweizern ein schmales Kreuz aus weissem Tuch auf ihre Gewänder nähten. Der Urheber dieser Idee bleibt im Dunkel der Geschichte verborgen, aber von da an ist dieses Kreuzzeichen rund 200 Jahre lang auf Waffenröcken und anderen Kleidungsstücken der Eidgenossen bezeugt. Es ging im weiteren auch auf Hellebarden, Dolche, Feldbinden, Fahnen und Fähnlein über.
Eine Vorschrift bezüglich Länge und Breite des Kreuzes bestand indes nicht, aber es war stets sehr langschenklig, um ein klares Erkennen auf Distanz zu gewährleisten. Um 1662 wurden durch die eidgenössische Heeresordnung die Standesfahnen mit einem durchgehenden weissen Kreuz inmitten der Flammen in den Standesfarben eingeführt. Schliesslich wurde aber das freischwebende, gleichschenklige weisse Kreuz im roten Feld im 19. Jahrhundert zum Wappen und Siegelzeichen der neuen Eidgenossenschaft erklärt. Der am 16. Mai 1814 in der eidgenössischen Tagsatzung beratene Artikel 41 des Verfassungsentwurfs lautete: „Das Siegel der Eidgenossenschaft ist das Feldzeichen der alten Schweizer: ein weisses freistehendes Kreuz im rothen Felde, ..."
Erst im Jahre 1841 wurde jedoch bestimmt, das Schweizerkreuz im Wappen solle aus fünf gleichen Quadraten gebildet werden. Diese Form war jedoch allzu „blockig" und wirkte unelegant. Nach vielen Auseinandersetzungen über die Masse des Kreuzes wurden sie dann gemäss Bundesbeschluss vom 12. Dezember 1889 offiziell neu festgelegt und das Wappen der Schweiz zeigt bis heute in Rot ein schwebendes weisses Kreuz, dessen unter sich gleiche Arme je um einen Sechstel länger als breit sind.
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