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Das Wichtigste in Kürze
- Die CVP verlor 2003 ihren zweiten Bundesratssitz an die SVP.
- Beide ehemaligen Bundesräte der BDP wurden als SVP-Vertreter in den Bundesrat gewählt.
- «Die Mitte» ist aktuell mit Viola Amherd, vormals CVP, im Bundesrat vertreten.
Ruth Metzler-Arnold
Ruth Metzler-Arnold absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaft und arbeitete 1992 bis 1995 als Bezirksrichterin. Von 1995 bis 1996 war sie Kantonsrichterin.
Bei den Nationalratswahlen 2003 verlor die CVP an Stimmen, die SVP konnte hingegen Gewinne verzeichnen. So erhob die SVP Anspruch auf einen zweiten Bundesratssitz, um diesen mit Christoph Blocher zu besetzen. Bei den Gesamterneuerungswahlen des Bundesrates im Dezember unterlag Ruth Metzler mit nur fünf Stimmen Unterschied.
Joseph Deiss
Joseph Deiss dozierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Fribourg. Von 1996 bis 1998 war er Dekan der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.
2003 erfolgte sein Wechsel ins Volkswirtschaftsdepartement und 2004 wurde er zum neuen Bundespräsidenten gewählt. 2006 gab Joseph Deiss schliesslich seinen Rücktritt als Bundesrat bekannt.
Im Sommer 2010 wurde Deiss zum Präsidenten der UNO-Generalversammlung gewählt. Er trat das Amt im September für die Dauer eines Jahres an.
Doris Leuthard
2000 wurde sie zur Vizepräsidentin und 2004 schliesslich zur Präsidentin der CVP gewählt. 2006 wählte man sie als Nachfolgerin von Joseph Deiss in den Bundesrat. Bis 2006 stand sie dem Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement EVD vor.
Viola Amherd: «Die Mitte» im Bundesrat
Viola Amherd war von 1991 bis 2018 als selbstständige Advokatin und Notarin tätig. Von 1994 bis 2006 war sie im Nebenamt Richterin der Eidgenössischen Personalrekurskommission.
Amherd war ab 2011 Vizepräsidentin der CVP-Bundeshausfraktion. 2018 wurde sie als Nachfolgerin von Doris Leuthard in den Bundesrat gewählt. Sie übernahm das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS.
Viola Amherd ist somit die erste Frau an oberster Stelle des Schweizer Verteidigungsministeriums. Sie setzt sich aktiv für eine Frauenquote ein und unterstützte die Fristenlösung.
Bundesräte der BDP
Die BDP wurde im Bundesrat von Samuel Schmid und Eveline Widmer-Schlumpf repräsentiert. Beide gehörten zuerst der SVP an, stellten sich 2007 durch die Annahme ihrer Wahl jedoch direkt gegen die Partei.
Samuel Schmid
Samuel Schmid war von 1994 bis 1999 im Nationalrat tätig und von 1994 bis 1999 Fraktionspräsident der SVP. 2000 wurde er als nicht offizieller Kandidat der SVP in den Bundesrat gewählt. Schmid war während seiner Zeit im Bundesrat Vorsteher des VBS.
Bei der Abwahl von Christoph Blocher 2007 liess sich Schmid trotzdem vereidigen und verstiess somit gegen die Oppositionsstrategie der SVP. Als Konsequenz wurde er von Fraktionssitzungen ausgeschlossen und wurde von der Parteispitze nicht mehr als Vertreter der SVP angesehen.
Eveline Widmer-Schlumpf
2007 wurde Widmer-Schlumpf überraschend anstelle des offiziellen SVP-Kandidaten Christoph Blocher in den Bundesrat gewählt. Als Resultat schloss die SVP die Bündner Kantonalpartei aus, aus welcher sich anschliessend die BDP formte.
Von 2008 bis 2010 war Widmer-Schlumpf Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements EJPD. Anschliessend stand sie bis zu ihrem Rücktritt 2015 dem Eidgenössischen Finanzdepartement EFD vor.