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Weisse Schokolade ist im eigentlichen Sinne gar keine Schokolade, denn sie enthält nur Kakaobutter, jedoch keine Kakaomasse. Neben Kakaobutter – mindestens 20 Prozent gemäss EU-Vorschriften – wird sie aus Zucker, Milchpulver, Vanille und Lecithin hergestellt. Weisse Schokolade ist eine Schweizer Erfindung. Sie wurde um 1930 erstmals von Nestlé produziert, deren legendäre «Galak» auch heute noch auf dem Markt ist. Die Qualität von weisser Schokolade ist im Gegensatz zu Milch- und dunkler Schokolade von nur wenigen und einfacheren Faktoren abhängig. Natürlich gibt es Unterschiede: Billige weisse Schokolade enthält oft zu wenig Kakaobutter und fühlt sich deshalb beim Essen im Mund «staubig» an. Manche Sorten schmecken stark nach Vanille.
Nicht ganz problemlos ist das Schmelzen von weisser Schokolade. Sie erträgt keine Temperaturen über 38 Grad, sonst wird sie griesig. Deshalb immer langsam über einem heissen Wasserbad und nie direkt in der Pfanne oder in der Mikrowelle schmelzen, wo sie sehr leicht anbrennt. Weisse Schokolade schmilzt auch schlechter. Am besten wird sie zuerst grob gehackt. Die Beigabe von etwas Milch oder – noch besser, weil fetthaltiger – Rahm lässt sie ebenfalls gleichmässiger schmelzen, ohne dass sie klumpt.