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Bei der Wasseraufbereitung, wie man sie bei der Luftbefeuchtung kennt, unterscheidet man zwischen der Wasserenthärtung und der Wasserentsalzung.
Fälschlicherweise werden diese beiden Technologien zur Behandlung des Rohwassers oft gleichgestellt und häufig verwechselt.
Es gibt unterschiedliche Methoden zur Enthärtung wie auch zur Entsalzung des Wassers. Bei der Behandlung des Rohwassers für den Gebrauch zur Luftbefeuchtung wird das Wasser vielfach zuerst mit Natriumsalz «weichgemacht», bevor es anschliessend in der Umkehr-Osmose-Anlage entsalzt wird. Alternativ gibt es auch sogenannte magnetische Weichmacher, die sich aber als Vorbehandlung für eine Umkehr-Osmose-Anlage nicht eignen und auch nicht bewährt haben.
Unter Weichmacher versteht man den chemischen Prozess, bei dem die harten Salze im Rohwasser (hauptsächlich Kalzium und Magnesium) durch weiches Salz (Natrium), ausgetauscht werden. Das weiche Wasser beim Betrieb in technischen Geräten verhindert grösstenteils das Verkalken des Apparates und ermöglicht somit eine einfache Spülung und Reinigung der wasserführenden Teile.
Beim Enthärter muss also regelmässig Salz nachgefüllt werden, je nach Härtegrad des Rohwassers. Um eine bestimmte Menge von Kalzium und Magnesium «auszutauschen», braucht es 5…15% mehr Natrium, der Leitwert des Wassers wird erhöht.
Mit dem elektrischen Leitwert wird die Salzmenge im Wasser in Mikrosiemens/cm gemessen.
Je tiefer der Leitwert, desto geringer ist der Salzgehalt. Für die Luftbefeuchtung wird üblicherweise ein Leitwert von unter 20 Mikrosiemens/cm vorgeschrieben. Bei ungenügender Wartung und Reinigung einer Enthärtungsanlage kann eine Verkeimung im System auftreten. Der Betrieb eines Luftbefeuchters mit enthärtetem Wasser, ohne dieses in einer nachgeschalteten Umkehr-Osmose-Anlage zu entsalzen und zu entkeimen, ist deshalb aus technischen und hygienischen Gründen ungeeignet.
Für die Entsalzung des Rohwassers oder vorbehandelten Wassers zur Nutzung bei Luftbefeuchtern werden meistens Geräte und Anlagen nach dem Umkehr-Osmose-Verfahren eingesetzt. In einem speziellen Filterprozess filtern diese Einheiten das Salz durch sogenannte Membranen aus dem Wasser und produzieren Reinwasser mit einem Entsalzungsgrad von bis zu 97% oder mehr. Dabei treten Wasserverluste auf (das herausgefilterte Salz muss ja irgendwie rausgespült werden), welche mit dem Konzentrat in den Ablauf gespült werden. Beim Betrieb mit enthärtetem Wasser sind die Verluste auf ca. 25% des produzierten Reinwassers eingestellt.
Speziell konzipierte Umkehr-Osmose-Geräte ermöglichen den Betrieb ohne vorbehandeltes Wasser. Je nach Härtegrad des Wassers müssen diese Geräte aber regelmässig entkalkt werden, um einer vorzeitigen Verstopfung der Membrane vorzubeugen. Diese Geräte werden so eingestellt, dass häufiger gespült und auch mehr Wasser benötigt wird. Je nachdem werden 35…50% Verlustwasser eingeplant. Der Vorteil liegt hingegen darin, dass keine Enthärtung des Wassers benötigt wird – somit keine chemische Vorbehandlung.