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Da wir gerade beim Thema „Klassische Französische Kriminalliteratur“ sind (Blog vom 25. September 2018): Ebenfalls bei buchplanet.ch erhältlich (und ebenfalls in der Sprache Molières gehalten) ist ein Sammelband von Maurice Leblanc mit Geschichten rund um den eleganten Meisterdieb Arsène Lupin (intelligent, gebildet, gut erzogen, charmant, mehr Künstler als Krimineller).
Besonders interessant finde ich den Roman La Comtesse de Cagliostro. Arsène Lupin (oder Raoul d’Andrésy, wie er sich auch nennt), Sohn einer Adligen und eines bürgerlichen Gymnastik-Lehrers, ist 1894 ein junger Mann von 20 Jahren, noch ganz am Anfang seiner Karriere als Gentleman-Nachtgespenst. Er macht Clarisse d’Etigues den Hof, doch zunächst tritt eine andere Frau in sein Leben – Josephine Balsamo, angeblich Tochter des legendären Grafen Cagliostro (Blog vom 7. August 2018) und von Josephine de Beauharnais, der späteren Gattin Napoleons. Ob das wohl stimmt? Und ob die Dame tatsächlich 1788 zur Welt gekommen ist, wie behauptet wird, obwohl sie immer noch sehr jung aussieht? Ist die Gräfin Cagliostro eine Spionin, eine Mörderin oder möglicherweise beides? Jedenfalls ist sie auf der Suche nach einem siebenarmigen Leuchter, welcher der Schlüssel zu einem sagenhaften Schatz sein soll. Hochinteressant, findet Lupin, sogar fast noch interessanter als diese Frau! Deshalb rettet er die seltsame Gräfin, als sie getötet werden soll. Doch ausser Lupin und Josephine sind auch noch andere Leute auf der Suche nach dem fortune des rois de France.
Der Dritte im Bunde der französischen Krimiautoren von anno dazumal ist Gaston Leroux, vertreten durch einen Sammelband mit Geschichten (natürlich auch in der Originalsprache) rund um seinen Detektiv Joseph Rouletabille (Blog vom 2. April 2015).