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Sensetalbahn
|Kürzel||STB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1904-01-23|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1904 eröffnete STB war Eigentum einer Aktiengesellschaft und bediente die Strecke Gümmenen¬–Flamatt. Sie schuf damit eine Querverbindung zu den beiden Hauptlinien Bern–Neuenburg und Bern–Freiburg. Den Betrieb besorgte anfangs die Bern–Neuchâtel-Bahn (BN), hernach die STB selbst.
Das Hauptgeschäft der STB war der Gütertransport, doch war ihre finanzielle Situation anfangs prekär. Angesichts der (negativen) Betriebsergebnisse konnte sie ihren Zinspflichten nicht nachkommen. Entsprechend stieg der Passivsaldo an. Wie der namhafte Abbau der schwebenden Schulden 1907 finanziert wurde, ist unklar. Die Lage besserte sich ab 1910 vorübergehend. Massgeblich dafür verantwortlich war die Senkung der Betriebskosten. Diese nahmen jedoch ab 1917 wieder massiv zu. Die STB geriet erneut in die Verlustzone, was 1924 zu einem Kapitalschnitt zwang (Reduktion des Aktienkapitalwerts um 40 Prozent). Keine näheren Gründe lieferte die Statistik für den plötzlichen Anstieg der schwebenden Schulden 1914. Auch aus den anderen (Finanz-)Zahlen lassen sich dafür keine schlüssigen Erklärungen herleiten.
1938 erfolgte die Elektrifikation der STB (Wechselstrom).