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Der SFV hat seit seiner Gründung ein äusserst gespanntes Verhältnis zum Geld. Seine Mitglieder, d.h. die Kantonalverbände und Vereine, waren stets bestrebt, die Zentralorgane finanziell an kurzer Leine zu führen und ihnen nur gerade so etwas wie ein Existenzminimum zu gewähren. So wurde der 1883 beschlossene Mitgliederbeitrag von 50 Rp. bis 1966 unverändert beibehalten. Allerdings wurde der junge Verband vom Bund finanziell unterstützt.1897 flossen stolze 3000 Franken in die Zentralkasse, für damalige Verhältnisse ein beträchtlicher Betrag. 1902 wurde die Subvention auf 4000 Fr. erhöht. 1956 versiegte der Zuschuss aus Mutter Helvetias Haushaltkasse.
Geld war also stets ein äusserst rarer Artikel und zeitweise so knapp, dass man 1918 auf die Durchführung der DV verzichten musste. Die Situation entschärfte sich dank wachsenden Mitgliederzahlen wieder. 1966 sah man sich allerdings doch genötigt, den Beitrag auf einen Franken zu verdoppeln, und nach nur zehn Jahren wurde er 1976 nochmals um 100 Prozent erhöht. Dann folgten sich die Erhöhungen fast Schlag auf Schlag: 1983 auf drei, 1993 auf fünf und 2001 auf die heutigen sieben Franken. Diese sind allerdings - gemessen an der tatsächlichen Kaufkraft - nicht einmal mehr halb so viel wert, wie die 50 Rappen der Gründungszeit: Der halbe Franken von 1883 hätte heute eine Kaufkraft von gut und gern 18 Franken! Nach Adam Riese müsste der geltende Beitrag also um ganze elf Franken erhöht werden, um den durch die Teuerung verursachten Substanzverlust auszugleichen.
PS. Die Festkarte für das DV-Bankett des Jahres 1916 in Luzern kostete 1 (in Worten: ein) Franken. An der Jubiläums-DV vom 17. Mai 2008 ist sie hundertmal teurer - und dennoch vergleichsweise günstig!
ONLINE-DOSSIERS
Zu den folgenden Schwerpunktsthemen hat der SFV ausführliche Online-Dossiers eingerichtet: