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Ein New Yorker Gericht verurteilte den Anonymous-Sympathisanten zu einer Freiheitsstrafe, die er bereits abgesessen hat. Die Richterin lobte Sabus Kooperation als «aussergewöhnlich».
Hector Xavier Monsegur, besser bekannt unter dem Pseudonym Sabu, ist am Dienstag zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten verurteilt worden. Die sieben Monate hat der Hacker allerdings bereits im Vorfeld des Gerichtsprozesses abgesessen. Ein Jahr lang muss Sabu nun noch bestimmte Auflagen wie bei einer Bewährungsstrafe erfüllen.
Sabu war bei den Hacker-Gruppen Anonymous und LulzSec aktiv, die 2011 bei Sony im grossen Stil Kundendaten gestohlen haben sollen. Nach seiner Festnahme wurde Sabu zum FBI-Informanten und gab den Ermittlern Hinweise zu über 300 Cyber-Angriffen.
Richterin Loretta Preska soll Sabus Hilfe während der Urteilsverkündung mehrfach als «aussergewöhnlich» gewürdigt haben: «Dieses Persönlichkeitsmerkmal, sich auf der Stelle zu drehen und Gutes statt Böses zu tun, ist der entscheidende Faktor bei diesem Urteilsspruch.» Sabu wird mit den Worten zitiert: «Ich bin bereit, das hinter mir zu lassen.» Er versicherte der Richterin, nicht mehr die Person zu sein, die sie vor drei Jahren erlebt habe. Sabu war 2011 festgenommen worden.
In den vergangen Tagen hatte sich schon angedeutet, dass Sabu nur eine kurze Freiheitsstrafe erwartet. In einer Stellungnahme hatte der New Yorker Staatsanwalt Preet Bharara geschrieben, Sabu habe sich als «extrem wertvoll und als produktiver Kooperator» erwiesen. Der Hacker hatte das FBI unter anderem bei der Festnahme von Jeremy Hammond unterstützt. Hammond war für seine Hackerangriffe im November zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.
Anhaltende Gerüchte, dass Sabu auch bei der Festnahme der Betreiber des Online-Drogenmarktplatzes Silk Road geholfen hat, sollen vor Gericht übrigens dementiert worden sein. (mbö/Reuters/AP)