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Boxhandschuhe, Tennisbälle, Kimono, Fackel und vieles andere, was bei den olympischen und paralympischen Spielen verwendet worden ist, werden derzeit per Internet versteigert. Neu ist, dass erstmals nicht nur die Bevölkerung des Gastgeberlandes, sondern Interessierte aus der ganzen Welt bieten können.
Die meisten Angebote sind bisher dennoch aus Brasilien gekommen, gefolgt von Sportfans aus den USA, Frankreich, England und Japan.
Der Großteil der etwa 20.000 Artikel ist bereits unter den Hammer gekommen. Allein die Fackel, mit der Ex-Marathonläufer Vanderlei Cordeiro de Lima bei der Eröffnungsfeier der olympischen Spiele am 5. August im Maracanã-Stadion das Feuer im Becken entzündet hat, ist für 216.050 Reais (umgerechnet derzeit etwa 60.013 Euro) versteigert worden und hat damit die bisher höchste Summe erzielt.
Die von Athleten mit einem Autogramm versehenen Fackeln waren überhaupt die gefragtesten Objekte. Hoch im Kurs ist ebenso der Ball gestanden, mit dem Alison Cerutti und Bruno Schmidt im Beach Volleyballfinale gegen die Italiener Nicolai und Lupo Gold geholt haben.
Sogar das Siegerpodest, auf dem die Spieler der Seleção das erste olympische Fußballgold Brasiliens in Empfang genommen hat, ist auf der Liste gestanden. Es ist in mehrere Blöcke aufgeteilt und teilweise schon versteigert worden. Übrig ist nur noch einer der Blöcke.
Die meisten Angebote (238) hat es hingegen für die roten Boxhandschuhe gegeben, mit denen der Franzose Tony Yoka den Briten Joe Joyce besiegt und Gold geholt hat. Er hat 22.215 Reais (etwa 6.170 Euro) erzielt.
Begonnen worden ist mit der Versteigerung bereits nach der Eröffnungsfeier. Laut dem zuständigen Auktionsunternehmen wird die Aktion bis Ende Dezember laufen oder bis alle Objekte versteigert worden sind. Noch können Angebote für Tennisbälle, Handbälle und diverse Boxhandschuhe und anderes abgegeben werden.
Der Ertrag wird an das olympische Komitee Rio 2016 gehen. Erstmals eingeführt wurden die Auktionen bei den olympischen Winterspielen in Vancouver 2010.