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Kirche Susauna
Benützungsmöglichkeit und Reservation: Anfragen an das Sekretariat der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Oberengadin 081 836 22 23. Gottesdienste, kirchliche Feiern, Konzerte, Vorträge, Veranstaltungen.
Platzangebot: Sitzplätze im Schiff 120, im Chor 8.
Erreichbarkeit, Parkplätze: Zwischen Cinuos-chel und S-chanf von der Engadinerstrasse abzweigen zum Dörfchen Chapella, dann der Strasse in die Val Susauna folgen. Parkplätze bei der Brücke vor dem Dorfeingang.
Kulturgüterschutz: Denkmalschutz der Gemeinde
Baugeschichte: Erbaut vermutlich 1696. Renovation 2007.
Äusseres: Die Kirche aus der Zeit des Barocks ist eingefügt zwischen Wohnhäuser der Dorfstrasse, nach Westen ausgerichtet mit dreiseitigem Chorabschluss. An der Strassenfront, leicht vorgerückt steht der Turm mit Türe, zwei spitzbogigen Öffnungen und einer gezimmerten Glockenstube (Glocke 1766). Das Eingangsportal weist vier mit Rundbögen versehene Kassetten auf und ein kunstvoll gearbeitetes Schloss.
Inneres: Das grätige Kreuzgewölbe und das Fächergewölbe im Chor erscheinen im Licht von hochliegenden Rechteckfenstern. Der Chor ist im Sinne der Reformation weitgehend aufgehoben, es bleibt noch ein dreiseitiger Abschluss. In der Mitte steht zwischen Pilastern ein Wandgestühl (1700) mit fünf Rundbögen, denen unter dem ornamentierten Gesims Initialen zugeordnet sind. Neben dem Pilaster rechts folgt ein abgetrennter Teil mit zwei weiteren Bögen, der leider zugunsten des Harmoniums an die Seitenwand verschoben wurde. Neben dem linken Pilaster stehen der Predigerstuhl (1724) und anschliessend die polygonale, von vier Füssen getragene Kanzel. Unter dem Chorfenster befindet sich das Wappen des S-chanfers Conradin Perini, Vikar im Veltlin, datiert 1696. Ein weiteres Wappen Perini und ein Medaillon mit dem Namen Bart sind neben dem Eingang zu sehen. Die Kirche verfügt weder über Heizung noch elektrisches Licht.
Zur Geschichte: Im 17. und 18. Jh., zur Zeit des Kirchenbaus, gehörte der Weg durch Susauna zur viel begangenen Säumerroute über den Scalettapass. Ab 1723 bestand in Susauna eine Pfarrei, die aber meist mit Cinuos-chel zusammengelegt war und 1834 in die Kirchgemeinde S-chanf integriert wurde.
Literatur: KCH, KGR, POESCHEL ,BATZ, GAUDENZ, MAURER, WIKI, DOSCH, JAHRESB, SINV, WYSS.