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Max Verstappen gewinnt im Red Bull-Honda den Grand Prix von Amerika in Austin vor Lewis Hamilton im Mercedes und Charles Leclerc im Ferrari.
So eng liegen Freud und Leid beieinander. Am Samstag starb «Mister Red Bull» Dietrich Mateschitz im Alter von 78 Jahren, am Sonntag gewinnt Max Verstappen in Austin im Red Bull-Honda den Grand Prix von Amerika.
Für den 25-jährigen Niederländer, der vor zwei Wochen in Suzuka erfolgreich seinen WM-Titel verteidigte, war es bereits der 33. Triumph in seinem 160. WM-Rennen. Damit hat Verstappen die Rekordmarke von 13 Saisonsiegen von Michael Schumacher (2004) und Sebastian Vettel (2013) egalisiert. Und noch stehen drei Rennen aus: In Mexiko (30. Oktober), Brasilien (13. November) und Abu Dhabi (20. November).
Verstappen schenkte den Sieg dem an einem Krebsleiden verstorbenen österreichischen Unternehmer Mateschitz, musste dafür aber ganz hart kämpfen. Bis zur 36. von 56 Runden sah es zwar nach einem lockeren Sieg Verstappens aus. Doch dann fiel er nach einem missglückten Boxenstopp (das linke Vorderrad klemmte) in den vierten Rang zurück.
Erst sechs Runden vor Schluss konnte er seinen Weltmeister-Vorgänger Lewis Hamilton im Mercedes überholen und distanzierte diesen noch um fünf Sekunden. Der siebenfache Champion ist nun seit 20 Rennen ohne Triumph und muss weiterhin auf seinen 104. GP-Sieg warten.
Ein zweites Geschenk an Mateschitz machte das Red Bull-Team mit dem vorzeitigen Gewinn des Konstrukteuren-WM-Titels – dem ersten seit 2013 für die Roten Bullen.
Podest für Leclerc
Einzig Ferrari hätte dies noch aufschieben können. Doch für Pole-Setter Carlos Sainz war das Rennen schon nach der ersten Kurve gelaufen: Der Spanier musste nach einer Berührung mit George Russell im Mercedes und dem folgenden Dreher mit Reifenschaden und einem Wasserleck im Kühlsystem aufgeben.
Teamkollege Charles Leclerc beendete seine Aufholjagd nach der Rückversetzung von Startplatz 2 auf 12 als Dritter auf dem Podest. Der Monegasse überholte im 19. Saisonrennen im Kampf um WM-Platz zwei Sergio Perez im Red Bull-Honda, der Vierter wurde und hat nun zwei Zähler Vorsprung (267:265).
Enttäuschung für Alfa Romeo
Alfa Romeo-Ferrari, das nach neun Saisonrennen stolze 51 Zähler auf dem Konto hatte (seither kam nur noch ein WM-Punkt dazu), steckt weiter in der Krise. Valtteri Bottas, von Startplatz 7 aus losgefahren, musste nach einem Dreher aufgeben, Teamkollege Zhou Guanyu klassierte sich im 13. Rang.
Damit behauptete der Hinwiler Rennstall zwar Team-Rang 6, der Ende Saison einen zweistelligen Millionenbetrag aus dem Bonustopf wert ist. Doch Aston Martin-Mercedes hat dank Rang 8 von Sebastian Vettel nur noch drei Zähler Rückstand (49:52).