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"Es gibt Anzeichen, dass die Ölpreise ihren Boden gefunden haben", hiess es in dem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht der IEA, einer Organisation, in der sich 29 Staaten als Gegengewicht zu den Ölfördernationen zusammengeschlossen haben. Es gebe mittlerweile ein Licht am Ende eines langen Tunnels. Die IEA erwartet, dass die günstigen Ölpreise zu einer Begrenzung der Fördermenge führen.
Im laufenden Jahr geht die IEA davon aus, dass die Fördermenge ausserhalb der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) in diesem Jahr um durchschnittlich 750 000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag sinken werde. Damit fiele der Rückgang um 150 000 Barrel pro Tag stärker aus als zuvor geschätzt. Die Förderländer ausserhalb des Kartells leiden besonders unter den Verfall der Ölpreise, weil die Förderung in der Regel aufwendiger und teurer ist als in den ölreichen Opec-Staaten am Persischen Golf.
Produktionsrückgänge
Ausserdem gehen die IEA-Experten davon aus, dass Produktionsrückgänge in den Förderländern Irak und Nigeria die Preise stützen. Zudem sei zu beobachten, dass der Iran die Fördermenge nach dem Ende der international Wirtschaftssanktionen nicht so stark erhöhen kann wie zunächst geplant.
Seit Februar sind die Ölpreise tendenziell auf Erholungskurs. Die Entwicklung der vergangenen Wochen solle aber nicht als Zeichen gesehen werden, dass das Schlimmste vorbei ist, mahnte die Agentur. Die derzeitige Richtung stimme, es sei aber noch ein weiter Weg.
Die Rohölpreise waren Anfang des Jahres auf mehrjährige Tiefststände von unter 30 Dollar pro Barrel (159 Liter) abgesackt. Seither haben sie sich wieder etwas erholt und notieren um die 40 Dollar. In längerfristiger Perspektive ist das Preisniveau für Erdöl allerdings weiter sehr niedrig.
(AWP)