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EEG
In unserem Gehirn senden kleinste Nervenzellen, in der Fachliteratur Neuronen genannt, fortlaufend schwache, elektromagnetische Signale, um miteinander zu kommunizieren. Je nach dem, was wir gerade tun, sehen oder hören, müssen unterschiedliche Regionen im Gehirn miteinander kommunizieren. So kommt es an unterschiedlichen Stellen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu Veränderungen der Signale. Im Elektroenzephalogramm (EEG) wird mit kleinen Elektroden an der Kopfoberfläche gemessen, wo und wann sich diese Signale verändern. Ähnlich wie ein Thermometer, das die Temperatur messen und anzeigen kann, messen die Elektroden des EEG die Signale des Gehirns und können dann mittels Computersoftware weiterverarbeitet und in Beziehung zum Beobachteten und Gehörten gesetzt werden. Es ist eine Methode, die deshalb gerne in vielen Studien mit Kleinkindern verwendet wird, um das Denken und die Entwicklung des Denkens „sichtbar“ zu machen.
In der Forschung des Lehrstuhls Entwicklungspsychologie: Säuglings- und Kindesalter verwenden wir besonders kindergerechte Kappen, an denen die Elektroden befestigt werden. Die Kappen sind in vielen verschiedenen Grössen vorhanden, um sicherzustellen, dass sie gut auf den Kopf passen. Damit wir die schwachen Signale an der Kopfoberfläche auch gut messen können, wird an den Elektroden zwischen Kappe und Kopfhaut ein Gel aufgetragen. Das Gel ist unbedenklich und gut verträglich und kann am Ende mit Wasser wieder ausgewaschen werden.