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Textilkunde kompakt: das Paisleymuster
Das Paisleymuster ist ein aus der Form eines umgedrehten Tropfens, eines Blattes oder eines aufgeblasenen Kommas bestehendes, wiederkehrendes Muster auf Textilien.
Das Muster kommt traditionell in der Farbe Rot daher, wird aber mittlerweile in allen Farben gestickt und auf Stoffe aufgedruckt.
Die Bezeichnung der bestickten Tücher kommt aus der Stadt Paisley in Schottland, die im 19. Jahrhundert ein wichtiges Zentrum der Textilverarbeitung war.
Die Ursprünge des Paisleymusters
Ursprünglich stammte das Paisleymuster gar nicht aus Grossbritannien, sondern aus dem Sassanidenreich, einem antiken Grossreich in Persien. Dort wurde es vom Botehmuster inspiriert und künstlerisch weiterentwickelt. Über Indien gelangten die Stoffe im Paisleymuster schliesslich nach Grossbritannien.
Queen Victoria trug gerne Tücher mit dem farbenfrohen Muster, die besser betuchten Damen im Land machten es nach und die Tücher wurden zum Trend. Wer weniger Geld hatte, bevorzugte ähnliche Tücher von schottischen Jaquardwebereien, die aus einheimischer Schafswolle hergestellt wurden und dadurch günstiger waren als die Importware.
Heute findet man das beliebte Paisleymuster vorwiegend auf Krawatten und Schals oder in verschieden Heimtextilien wie Sofakissen, Polsterstoffen u. a. wieder. Das Muster wird nicht mehr von Hand gestickt, sondern industriell vorwiegend gewebt oder bedruckt.
Artikel von: fashionpress.de
Artikelbild: © Adam Fahey Designs – Shutterstock.com