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Das Virus wurde bereits in den 1940er-Jahren in Uganda entdeckt und sorgte über die Jahrzehnte immer wieder für Infektionsherde und Krankheitsfälle. Doch erst in den letzten Jahren traten auch
Krankheitsfälle ausserhalb der bisher bekannten Gefährdungszonen auf. Diese neuartige Ausbreitung ist vermutlich auf die Globalisierung und die hohe Mobilität der Menschen zurückzuführen.
Übertragen wird das Zika-Virus durch Mücken, die typischerweise in tropischen Klimazonen vorkommen. Reisende haben jedoch das Virus nach Europa und Lateinamerika verschleppt. Inzwischen haben Forschungen bestätigt, dass das Virus in einzelnen Fällen auch sexuell übertragbar ist.
Die Symptome beinhalten Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Erbrechen – bei gesunden Erwachsenen klingt die Erkrankung in der Regel nach wenigen Tagen ab. Todesfälle sind bislang keine bekannt, es wurde aber ein Zusammenhang zwischen dem Zika-Virus und der neurologischen Krankheit Guillian-Barré-Syndrom festgestellt. Aufsehen erregte die Krankheit vor allem, weil sie bei Schwangerschaften die Hirnentwicklung des Fötus schwer beeinträchtigen kann. Die auftretende Mikrozephalie (griechisch für «kleiner Kopf») führt dazu, dass sich der Kopf und das Gehirn des Fötus nicht richtig ausbilden können – die Folgen sind ein verkleinerter Schädel und eine geistige Beeinträchtigung des Kindes.
Auch die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro wurden vom Zika-Virus beeinflusst, so gab es Athletinnen und Athleten, die aus Angst vor einer Ansteckung nicht angereist sind. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät Reisenden allgemein, sich vor Mückenstichen zu schützen und empfiehlt Frauen, die schwanger sind oder schwanger werden wollen, nicht in Regionen zu reisen, in denen das Zika-Virus grassiert. Nach einer Reise in gefährdete Gebiete wird zudem empfohlen, während mindestens sechs Monaten Safer Sex zu praktizieren, um eine mögliche nachträgliche Ansteckung zu verhindern.
Was ist der Unterschied zwischen einem Virus und einem Bakterium?
Der wohl wichtigste Unterschied ist die Tatsache, dass Bakterien einen eigenen Stoffwechsel haben und somit als Lebewesen gelten, während Viren keinen
Stoffwechsel haben und folglich keine Lebewesen sind. Viren sind daher auf Wirtskörper angewiesen, um sich zu vermehren – sie können sich ohne Stoffwechsel nicht selbst reproduzieren.
Antibiotika helfen nur bei Bakterien, da sie in den Stoffwechsel der Infektion eingreifen. Bei Viren müssen spezielle Medikamente, sogenannte Virostatika, zur Bekämpfung eingesetzt werden.
Dem Zika-Virus auf der Spur
Notstand wegen Zika-Virus ausgerufen
Interview zum Zika-Virus
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