Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/151224

<h2>SubmittedText<h2><p>Der mobile Empfang im Fernverkehr hat sich dank Signalverstärkern stark verbessert. Im Regionalverkehr fehlen aber Massnahmen. 2014 bis 2019 werden viele Regionalzüge revidiert, was eine gute Gelegenheit für einen Einbau von Signalverstärkern wäre.</p><p>- Wie hoch sind die Kosten für die Ausrüstung während der Revision?</p><p>- Wie hoch wären sie, wenn die Ausrüstung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen würde?</p><p>- Wer sollte gemäss Bundesrat die Kosten für den Einbau der Signalverstärker tragen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Regionalverkehr wurden bisher erst vereinzelt neue Züge mit Repeatern ausgerüstet. Nachrüstungen bestehender Züge wurden noch keine durchgeführt. Repeater wären insbesondere bei klimatisierten Regional- und S-Bahn-Zügen nützlich, da die Isolation das Wageninnere stark gegen Mobilfunksignale abschirmt.</p><p>Grundsätzlich anerkennt der Bund das Kundenbedürfnis nach gutem Mobilfunkempfang in allen Zügen. Bei neuen Fahrzeugen wird der Einbau von Repeatern zum Standard. Die resultierenden Kosten sind gering und werden im Rahmen der Abgeltung des Regionalverkehrs durch Bund und Kantone mitgetragen.</p><p>Anders ist die Situation bei den bestehenden Fahrzeugen. Gestützt auf Angaben der SBB hat das Bundesamt für Verkehr eine grobe Kostenschätzung für die Nachrüstung aller klimatisierten Züge des Regionalverkehrs vorgenommen. Schweizweit beträgt die Investitionssumme rund 100 Millionen Franken. Diese Werte basieren auf der Nachrüstung im Rahmen grösserer Revisionen.</p><p>Der Bund sieht es nicht als seine Aufgabe, für die Nachrüstung der bestehenden Regionalzüge mit Repeatern Mittel zur Verfügung zu stellen. Der nachträgliche Einbau von Repeatern ist somit nur möglich, wenn die Investition durch die Bahnen finanziert wird. Wie erwähnt können die Folgekosten an die ungedeckten Kosten des Regionalverkehrs angerechnet werden. Der Bund sieht jedoch keine Erhöhung der geplanten Kredite für Abgeltungen im Regionalverkehr vor. Aufgrund der ohnehin angespannten Situation bei den Abgeltungen im Regionalverkehr ist der finanzielle Spielraum sehr gering.</p>