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Schulsystem Amerika1
Schulsystem der USA
Einführung das amerikanische Schulsystem
Die USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Diese werden den amerikanischen Eltern auch hinsichtlich der Erziehung und Bildung ihrer Kinder geboten. Neben den öffentlichen Schulen gibt es in den USA nämlich auch unzählige Privatschulen, sowie die Möglichkeit seine Kinder zu Hause zu unterrichten. Es ist die Verfassung, die den amerikanischen Bürgern diese Freiheit in der Wahl der Schullaufbahn garantiert. Wegen der föderalistischen Struktur des Landes obliegt die Schulaufsicht und die Lernzielvorgaben bei den einzelnen Bundesstaaten und ihren relativ autonomen Schulbezirken (engl. school districts). Die Schulbehörden (engl. Schulboards) der einzelnen Schulbezirke verfügen über die eigentliche Planungs- und Entscheidungsgewalt. Genau genommen müsste man deshalb von zirka 14'000 unterschiedlichen Schulsystemen sprechen, der Anzahl der heute existierenden Schulbehörden. Trotz dieser angedeuteten Mannigfaltigkeit gebe ich dem Leser im Hauptteil meiner Arbeit einen Überblick über den Aufbau des amerikanischen Schul- und Bildungssystems. Dabei gehe ich auf folgende Themen näher ein:
- Öffentliches Schulsystem der USA
- Privatschulen und der Konkurrenzkampf in der Bildung
- Schule zu Hause (engl. home schooling)
Dabei werde ich die folgenden Fragen beantworten:
- Warum entscheiden sich immer mehr Eltern für Privatschulen oder Schule zu Hause ?
- Wie lässt sich das Aufblühen und der Konkurrenzkampf amerikanischer Privatschulen erklären ?
Im Schlussteil vergleiche ich das amerikanische mit dem schweizerischen Schulsystem und gebe eine persönliche Stellungsnahme.
2. Das öffentliche Schulsystem der USA
2.1. Überblick über die öffentlichen Bildungseinrichtungen
Wie bereits erwähnt, variiert der formale Aufbau des amerikanischen Schulwesens in seiner Grundstruktur von Staat zu Staat. Zumindest in seinen Grundzügen lässt sich eine Einheitlichkeit in Form von vier Ebenen erkennen:
- Kinderhort und -garten (engl. nursery schools, kindergarten)
- Grundschule (engl. elementary school)
- Sekundarstufe (engl. high school)
- Tertiärstufe (engl. college, university)
Das Schema auf der nächsten Seite stellt den Aufbau des Schulsystems vereinfacht dar. Dabei ist zu beachten, dass es sich bei intermediate school, secondary school, senior / junior high school nicht um unterschiedliche Schulformen handelt, sondern um differenzierende Bezeichnungen innerhalb der USA. Alle Schülerinnen und Schüler besuchen gemeinsam bis zum Ende der high school die gleichen Einheitsschulen. Sie werden nämlich nicht aufgrund ihrer Leistungen selektioniert und in verschiedenen Schulformen getrennt unterrichtet, wie dies in der Schweiz in Form von Realschule, Sekundarschule und Gymnasium der Fall ist. Trotzdem stellen einzelne Kursangebote der high school zur Vorbereitung auf die Universität oder das Berufsleben eine gewisse Selektion nach Schulleistungen und Interessen dar. Normalerweise handelt es sich bei allen Bildungseinrichtungen von der nursery school bis zur university um Ganztagesschulen. Daher sind viele Freizeitaktivitäten im Lernangebot enthalten, wie Sport, Basteln, Musik, Kunst und der Erwerb des Führerausweises. Die traditionell enge Bindung des amerikanischen Bürgers an seine Nation kommt auch in der Schule zum Ausdruck. Dabei wird unter anderem die Entwicklung eines speziellen amerikanischen Patriotismus angestrebt, um die vielen Einwanderer in das amerikanische Wertesystem einzupassen und ihre emotionale Bindung an die Vereinigten Staaten von Amerika zu fördern. So weht vor jeder Schule die Nationalflagge und vielerorts beginnt der Unterrichtstag mit dem Treuegelöbnis: "I pledge allegiance to the flag of the United States of America, and to the republic for which it stands: one nation, under God, indivisible with liberty and justice for all."
Aufbau des amerikanischen Schulwesens
Wie bereits erwähnt, haben die zuständigen Schulbezirke (engl. school districts), die mit den Amtgemeinden in der Schweiz vergleichbar sind, die Entscheidungsgewalt bei den Lehrplänen. Auf diese hat aber auch die Eltern-Lehrer-Vereinigung (engl. Parent-Teacher Association [PTA]) eines Schulbezirks indirekt viel Einfluss. So zum Beispiel bei der Wahl der Schulbehörden (engl. Schulboards) und bei der Festlegung der Schulsteuern. Im Unterschied zur Schweiz wird das Schuletats aus lokalen Steuern finanziert. Deshalb werden nicht nur die Schulbehörden von der Bevölkerung gewählt, sondern auch der Schuletats wird ihnen zur Abstimmung vorgelegt. So kann die Eltern-Lehrer-Vereinigung den Ausgang des Wahl- und Abstimmungskampfes durch öffentliche Kampagnen zu ihren Gunsten beeinflussen. Dadurch ist es ihnen in einigen Schulbezirken gelungen, dass beispielsweise der Aufklärungsunterricht oder der Darwinismus vom Lehrplan gestrichen wird. Deshalb ist das U.S. Department of Education bestrebt, auf die lokalen Schulbehörden durch finanziellen Druck vermehrt Einfluss zu nehmen.
2.2. Nursery School
Oft schon im Alter von zwei Jahren werden die Kinder in Kinderhorten (engl. nursery school) betreut. Damit wird Müttern die Möglichkeit geboten, nach einer kurzen Babypause wieder zu 100% in das Erwerbsleben einzusteigen.
2.3. Kindergarten
Mit vier bzw. fünf Jahren findet der Übertritt in den ein- bzw. zweijährigen Kindergarten statt, der der lokalen Grundschule angeschlossen ist und auch von ihrem Schulleiter beaufsichtigt wird. Im Kindergarten werden die Kinder auf die Grundschule vorbereitet. Sie werden spielerisch an das Leben und Lernen in der Gruppe eingewöhnt. Neben diesen Spielphasen erlernen sie die grundlegenden Verkehrsregeln, das Unterscheiden von Rechts und Links, das Alphabet, die Ziffern von eins bis zehn und das Erkennen und Benennen von Farben. Dabei kommen immer mehr auch Computerlernprogramme zum Einsatz, um die Kinder möglichst früh mit diesem modernen Medium vertraut zu machen. Die Kindergartenerzieher versuchen eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern aufzubauen, um sie als freiwillige Helfer für ihre Arbeit zu gewinnen. In Grossstädten gelingt Ihnen das oft nicht. Im Gegenteil, sie müssen als eigentliche Erzieher fungieren, die Kindern mit einem warmen Frühstück, Mittagessen versorgen und sie an freien Nachmittagen betreuen.
2.4. Elementary school
Die Grundschule (engl. elementary school) ist vergleichbar mit unserer Primarschule. Die lokalen Grundschulen pflegen eine enge Verbindung zum Elternhaus. Diese Zusammenarbeit erklärt wohl auch ihre im Vergleich zu anderen Schulstufen hohe Akzeptanz in der Öffentlichkeit. Im Klassenverband werden die Kindern von einer Klassenlehrkraft unterrichtet, die bei gewissen Aufgaben wie zum Beispiel Sport oder Basteln durch Hilfspersonal unterstützt wird. Ein weiterer Unterschied zu den Schweizer Schulen stellt die umstrittene Eltern-Lehrer-Vereinigung (engl. Parent-Teacher Association [PTA]) dar, die durch Telefonanrufe und Hausbesuche einen vertrauten Kontakt zum Elternhaus aufbauen. Jennifer Douglas, Lehrerin in den USA, erzählt in diesem Zusammenhang: "An der Schule gibt es viele engagierte Eltern. Es gibt eine Lehrer-Eltern-Organisation, die Feste organisiert oder Bücher finanziert, für die ein Lehrer keinen Zuschuss von der Stadt bekommt. Dann gibt es Eltern, die in der Schule assistieren. Dieses Jahr kam eine Mutter und veranstaltete einen einwöchigen Poesie-Workshop, das war sehr gut. Eine andere kam einen Monat lang einmal die Woche und half den Kindern beim Auswendiglernen für das Shakespeare-Stück und beim Malen der Kulissen. Das ist natürlich hervorragend."5 Die Hauptaufgabe der Grundschule ist, die Schüler während 4 bis 6 Jahren intellektuell und sozial zu fördern. Der oft drillähnlich, eintönig organisierte Unterricht passt nicht so ganz zum Bild, der im Allgemeinen kinderfreundlichen und offenen amerikanischen Grundschulen. Die Schüler müssen vor allem Lückentexte und recht stupide Übungen in ihren Arbeitsheften (engl. textbooks) lösen. Der Anteil von Aufgaben, die das Formulieren von eigenen Texten zum Inhalt haben und die die Kreativität der Schüler fördern, sind gering. An amerikanischen Grundschulen beträgt der Frauenanteil unter den Lehrkräften ca. 85%. Dieser Umstand und der prekäre Lehrermangel, von dem alle Schulstufen der USA gleichermassen betroffen sind, lassen sich vor allem mit der schlechten Besoldung der Lehrpersonen erklären.
2.5. Intermediate School, Junior High School oder Middle School
Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei diesen drei Schulen, die sich nur in ihrem Namen unterscheiden, um die gleiche Schulform. Diese verleiht den Schülern in zwei bis drei Jahren die Vorraussetzungen zum Besuch der high school. Nach der Grundschule werden die Schüler nicht mehr von einem Klassenlehrer unterricht, sondern besuchen Halbjahreskurse bei Fachlehrern.
Die Schüler schreiben unzählige Tests, die mit den Noten A bis F bewertet werden. Für jeden bestanden Kurs werden Punkte (engl. credits) vergeben. Im Unterschied zu den Schweizer Schulen gibt es in den USA kein Sitzenbleiben, weil lediglich die nicht bestanden Kurse wiederholt werden müssen. Innerhalb eines gewissen Rahmens darf jede Schule festlegen, welche Anzahl von Punkten ein Schüler erwerben muss, um auf einer High School aufgenommen zu werden. Jedem Schüler steht ein Schullaufbahnberater (engl. counsellor) zur Seite, der ihm bei der Auswahl von Pflicht- und Wahlkursen im Hinblick auf seinen Berufswunsch und seinen Neigungen behilflich ist.
2.6. High School
Die high school bildet das Kernstück des amerikanischen Schulsystems. Obwohl auch sie je nach Schulbezirk unterschiedlich organisiert sein kann, dauert sie im Normalfall drei bis vier Jahre und endet mit dem high school diploma. Dieses ist nicht mit unserer eidgenössischen Maturität vergleichbar. Schüler unterschiedlicher Fähigkeiten, Begabungen und Intelligenz werden in dieser sogenannten Einheitsschule unterrichtet; unabhängig davon, ob sie eine akademische Ausbildung an einer Universität (engl. university) bzw. Fachhochschule (engl. college) anstreben oder direkt in das Berufsleben einsteigen wollen. Folglich ist die high school im Gegensatz zum Gymnasium in der Schweiz keine Eliteschule, sondern sie vermittelt ihren Schülern berufliche und allgemeinbildende Fähigkeiten gleichermassen. 73% von der Gesamtschülerzahl eines Jahrgangs erwerben in den USA das high school diploma. Diese hohe Zahl spricht für sich. Die high school ist eine Ganztagesschule, die von 8.00 bis 15.00 Uhr dauert. In der Mittagspause erhalten die Schüler in der schuleigenen Mensa ein warmes Mittagsessen. Die Schüler besuchen die Pflicht- und Wahlkurse, bei denen sie eine von der jeweiligen Schule festgelegte Anzahl Punke erlangen müssen. Nach Schulschluss haben die Schüler noch umfangreiche Hausaufgaben zu erledigen. Ausserdem werden zahlreiche Freizeit- und Sportmöglichkeiten angeboten, die von den Schülern rege besucht werden. Die high school wird, anders als in der Schweiz das Gymnasium oder die Berufslehre, nicht mit einer Abschlussprüfung abgeschlossen. Den Schülern wird das high school diploma aufgrund der Gesamtsumme aller während ihrer Studienzeit erworbenen Punkte (engl. credits) verliehen. Das Diplom ist in jedem Bundesstaat der USA gleichermassen anerkannt, obwohl sich die erforderliche Gesamtsumme von Schulbezirk zu Schulbezirk unterscheiden kann.8 Trotzdem muss jeder high school Absolvent, der eine university oder ein college besuchen möchte, einen national standardisierten Test ablegen, dessen erreichte Punktezahl zusammen mit dem Notendurchschnitt des high school Abschlusses über die Aufnahme entscheidet.
Im folgenden Beispiel sind die Anforderung zum Erwerb des high school diploma an einer öffentlichen high school im Schulbezirk New York aufgeführt:
2.7. Privatschulen in der USA
Die Qualität der einzelnen öffentlichen Schulen in den USA unterscheidet sich sehr stark, da sie durch lokale Steuern finanziert werden. Gerade in den Grossstädten wohnt die Unterschicht getrennt von der Mittel- und Oberschicht in gesonderten Stadtteilen. Je nach dem wie viele finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, sind manche Schulen materiell und personell sehr gut gestellt, andere wiederum sehr schlecht. Zudem führt dieser Umstand zu einer schichtspezifischen Selektion, da die Schüler der lokalen Schule zugewiesen werden. Dies führt gerade in Agglomerationen zur Bildung von "Problemschulen" mit Schülern aus vorwiegend sozial benachteiligten Verhältnissen. Um diese sozialen Benachteiligungen auszugleichen, wurde aufgrund eines Gerichtsurteils des Supreme Courts aus dem Jahre 1971 eine Zwangszuweisung (engl. busing) eingeführt. Bei der vorwiegend schwarze Unterschichtenkinder per Bus in reiche Vorstadtschulen gefahren wurden und weisse Vorstadtschüler in Schulen der Unterschicht. Die Anfänge der zahlreichen Privatschulen gründen auf der Unzufriedenheit weisser, gutsituierter Eltern gegenüber diesem umstrittenen Projekt. Folglich hatte das busing nicht den gewünschten Effekt und wurde inzwischen wieder abgeschafft.10 Zudem sehen viele religiöse Familien die Unterrichtsinhalte wie Darwinismus oder Aufklärung, die an öffentlichen Schulen vermittelt werden, als Bedrohung ihrer eigenen Überzeugungen an. Auch dieser zweite Umstand führte zur Gründung neuer Privatschulen. Diese bilden durch die Selektion nach Rasse, wirtschaftlichem Status und religiösen Merkmalen eine Elite aus, die ihren Vorstellungen entspricht. Mehr als 10% aller amerikanischen Schüler besuchen eine Privatschule. Diese achten sehr auf ihren Ruf, um sich im Konkurrenzkampf mit anderen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen zu behaupten. Folglich sind die an Schüler und Lehrer geforderten Anforderungen sehr hoch gesteckt. Eine Privatschule ist mit einem Unternehmen in der freien Marktwirtschaft vergleichbar, das nicht nur erfolgs-, sondern auch gewinnorientiert arbeiten muss.
2.8. Home schooling
Zwar besteht in den USA eine allgemeine Schulpflicht, aber die Eltern dürfen ihre Kinder auch zu Hause unterrichten (engl. home schooling). Immer mehr Eltern greifen auf diese Möglichkeit zurück, weil sie ihre Sprösslinge vor negativen Einflüssen wie Gewalt und Kriminalität, die ihrer Meinung nach an öffentlichen Schulen vorherrschen, schützen wollen. Oder sie sind mit der Qualität oder den Unterrichtsinhalten der örtlichen Schulen im Allgemeinen unzufrieden. Aber, die Schulbehörde (engl. school board) ordnet in regelmässigen Abständen Prüfungen an, um den schulischen Leistungsstand der home school Kinder zu messen.
2.9. Schulsystem der USA und der Schweiz im Vergleich
2.9.1. Unterschiede und Gemeinsamkeiten USA - Schweiz
Ich habe für den Vergleich des amerikanischen und schweizerischen Schul- und Bildungssystem eine tabellarische Darstellung gewählt, um einen klaren, kurzen Überblick zu schaffen. Dabei sind die einzelnen Punkte nicht näher erläutert, weil diese bereits im Hauptteil zur Sprache kamen.
2.10. Fazit über Schulsystem USA
Ich finde die Einheitsschulen der USA vorbildlich, weil behinderte und hochbegabte Schüler bis zum 18. Lebensjahr gemeinsam unterrichtet werden. Die Auslese der Kinder für den Besuch anderer Schultypen ist eine der ersten Weichenstellungen für ihre spätere Position in unserer Gesellschaft. Durch die Aussonderung erleben sich die betroffenen Kinder als Aussenseiter, fühlen sich von anderen verspottet und verlieren ihr Selbstvertrauen. Im Gegensatz zur Mittel- und Oberschicht, wo die Laufbahn der Kinder weitgehend durch die Planung der Eltern bestimmt wird, ist gerade in der Unterschicht eine mangelnde Bildungsbereitschaft feststellbar. Ein 12 Jahre alter Schüler ist im Allgemeinen noch nicht reif genug, um zu entscheiden, ob er in die Sekundarstufe wechseln möchte. Verlockender, als den Stoff der Sekundarstufe zu bewältigen, ist für ihn der Fussball, Computerspiele oder seine Freunde. Demnach benachteiligt unsere auf vier Niveaus (Sonderschule, Realschule, Sekundarschule und Gymnasium) basierendes Schulsystem Unterschichtenkinder überproportional. Zudem erlaubt das amerikanische Kurssystem die individuelle Förderung von Begabungen und Interessen. So besteht in den USA für die Schüler die Möglichkeit zum Beispiel in Phy-sik und Mathematik auf Gymnasium Niveau und in Fremdsprachen auf dem Niveau eines Hilfsschülers unterricht zu werden. Nämlich, sogar der grosse Physiker Alfred Einstein bekundete in Französisch grosse Mühe, obwohl er in der Physik zu den grössten Genies des 20. Jahrhunderts zählt. Auch von den Kinderhorten und den Ganztageschulen in den USA bin ich begeistert. Aufgrund der schlechten Wirtschaftlage sind oft beide Elternteile gezwungen, einer hundertprozentigen Erwerbstätigkeit nachzugehen. "Mit den einkommensabhängigen Krippentarife, wie sie in der Schweiz üblich sind, vertreibt der Staat die Frauen aus der Berufswelt."12 Nämlich, arbeiten beide Elternteile Vollzeit, wächst das Einkommen so stark, dass meistens der Maximaltarif von 100 Franken pro Tag zur Anwendung kommt. Logische Konsequenz, mit zwei Kindern oder mehr und einer vollen Erwerbstätigkeit beider Elternteile ist die Kinderkrippe nicht mehr finanzierbar !
3. Bibliographie
- Dichanz Horst: Schulen in den USA: Einheit und Vielfalt in einem flexiblen Schulsystem: Weinheim und München 1991
- Jochem Inge: Aktuelle Schulsysteme Portugal, Kroatien, Marokko, USA, Niederlande, Deutschland: Heidelberg 2001
- http://www-x.nzz.ch/folio/archiv/2002/08/articles/lehrer.html (Stand: 09.05.2006)
- Die Weltwoche: Nummer 17: 27. April 2006: 74. Jahrgang