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Die Legalisierung von Cannabis könnte bislang unbekannte, positive Nebenwirkungen haben. Das behaupten Wissenschaftler der Washington State University.
In einer Studie analysierten sie Polizeidaten daraufhin, wie viele Straftaten in den Jahren zwischen 2010 und 2015 als abgeschlossen abgestempelt wurden. Damit gemeint sind alle Fälle, in welchen ein Täter identifiziert, verhaftet und an ein Gericht weiter verwiesen wurde.
Insbesondere betrachteten die Forscher Daten aus den US-Staaten Colorado und Washington, da dort im November 2012 Marihuana legalisiert wurde. Die Resultate sind deutlich.
Die Anzahl aufgeklärter Verbrechen, die mit Gewalt in Zusammenhang stehen, fiel zwischen den Jahren 2010 und 2011 in Colorado stark ab. Etwas weniger stark aber noch immer abfallend ist dieser Trend auch in Washington zu beobachten. Nachdem Cannabis legalisiert wurde, stabilisierte sich die Zahl in Colorado und in Washington stieg sie sogar an.
Die Wissenschaftler haben auch die Statistiken der aufgeklärten Eigentumsdiebstähle betrachtet. In Colorado wendete sich der Trend von fallend (2010-2011) zu drastisch steigend (2013-2015). Ähnlich sieht es mit Einbrüchen und Verbrechen in Zusammenhang mit Fahrzeugen aus. In beiden Fällen steigt die Zahl an aufgeklärten Fällen nach der Marihuana-Legalisierung drastisch an.
In der Studie ist aber auch vermerkt, dass nicht abschliessend garantiert werden kann, dass der Anstieg in aufgeklärten Verbrechen in diesen Staaten einzig und allein auf die Legalisierung zurückzuführen ist. Andere Faktoren könnten ebenfalls einen Einfluss haben. Sie zeigen aber auf, dass sich die in Colorado und Washington beobachteten Trends nicht in den ganzen USA widerspiegeln.