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Mit der Kirche durchs Jahr
Januar
Februar
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Darstellung des Herrn
Dieses Fest erinnert daran, wie Jesus als Erstlingsopfer von Maria und Josef vierzig Tage nach seiner Geburt nach Jerusalem zum Tempel gebracht wurde und wie sich Maria dort nach der Geburt reinigen liess. Im Volksmund wird das Fest auch Mariae Lichtmess genannt. Das Fest ist aber ein Herrenfest und kein Marienfest, weil Jesus im Zentrum dieses Festes steht. Es ist ein weihnächtliches Fest ausserhalb der Weihnachtszeit. In Hergiswil werden an diesem Tag Kerzen gesegnet, die man von zuhause mitbringt und gesegnet wieder nach Hause nimmt. Gleichzeitig werden die liturgischen Kerzen für die Kirche gesegnet.
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Agathatag
Nach der Legende war Agatha eine vornehme Jungfrau. Weil sie das Werben des Stadtpräfekten von Catania ablehnte, wollte dieser sie mit allerhand Männern verkuppeln. Sie bewahrte aber ihre Reinheit. Sie wurde gefoltert und man schnitt ihr die Brüste ab. Der hl. Petrus erschien ihr aber und heilte sie. Am Jahrestag ihres Todes brach der Ätna aus. So nahm man einen Schleier von ihr – den man noch aufbewahrt hatte – und hielt ihn der Lava entgegen. So rettete Agatha die Stadt und wurde zur Patronin der Feuerwehr aber auch zur Nothelferin bei Brustkrankheiten. Beliebt ist das Agathabrot, das die Form der amputierten Brüste der Heiligen hat.
In Hergiswil kommt am Samstag um den Agathatag die Feuerwehr zur Kirche. Die Kirche ist mit Feuerwehrutensilien geschmückt und das Agathabrot wird gesegnet.
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Valentinstag, 14. Februar
St. Valentin ist der Schutzpatron der Liebenden, Verlobten, Bienenzüchter. Er lebte im 3. Jahrhundert in Rom.
Legende: Es herrschte im römischen Reich Kaiser Claudius II., ein Gegner des Christentums. Mönch Valentin liess es sich nicht nehmen, trotz eines Verbotes des Kaisers, Liebespaare nach christlichem Zeremoniell zu trauen und ihnen in Partnerschaftskrisen zu helfen. Hilfe und Trost Suchenden schenkte er eine Blume. Am 14. Februar 269 wurde er deshalb hingerichtet!
Brauchtum: Seit damals schenken die Menschen einander am 14. Februar, dem Valentinstag, mit roten Herzen geschmückte Blumen. Also steht der Valentinstag unter dem Zeichen der Liebe! 1945 erst verbreitete sich dieser Brauch im deutschsprachigen Raum durch den Einfluss der USA, England und Frankreich, in denen er schon üblich war.
März
April
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Palmsonntag
Der Palmsonntag ist der Sonntag vor Ostern. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. Man erinnert sich, wie Jesus auf einem Esel durch das Stadttor nach Jerusalem einzog. Eine grosse Menschenmenge jubelte ihm zu, und sie breiteten ihre Kleider sowie Palmzweige auf der Strasse aus. Dabei riefen sie: «Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe». Auf diese Begebenheit geht unser Palmsonntag zurück. Er ist untrennbar mit der darauf folgenden Karwoche verbunden, welche eine zentrale Bedeutung hat, weil sie an den Tod und die Auferstehung Jesu Christi erinnert.
In Hergiswil werden am Palmsonntag Palmsträusse vorbereitet, in die Kirche gebracht und gesegnet. Im Gottesdienst hört man die Leidensgeschichte Jesu. Die gesegneten Palmen werden nach Hause genommen und damit die Kreuze geschmückt.
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Gründonnerstag
Mit dem Gründonnerstag endet die 40 tägige Fastenzeit. Dieser Tag steht im Zeichen des Leidens Jesu. Sein Name kann von «gronan» (=weinen, greinen) abgeleitet werden, denn damit könnten Tränen der Büsser gemeint sein, die in der alten Kirche an diesem Tage nach beendeter Busse wieder in die kirchliche Gemeinschaft integriert wurden.
Der Gründonnerstagabend zählt zu den drei österlichen Tagen, weil nach antiker und biblischer Tradition der neue Tag mit dem Vorabend beginnt. Lange Zeit war in der Geschichte der Kirche die Feier dieser drei Tage auf den Tod Jesu konzentriert. Karfreitag und Osternacht gehören zusammen: Ohne Tod keine Auferstehung.
Die Fusswaschung, die Jesus an seinen Jüngern vollzog, die Einsetzung des Abendmahls, das Gebet Jesu am Ölberg und schliesslich die Auslieferung Jesu an seine Verfolger sind Hauptmotive der Feier am Abend des Gründonnerstag.
In Hergiswil feiern am Gründonnerstag die Weisssonntagskinder in diskreter Weise schon zum ersten Mal Eucharistie. Sie können so hautnah miterleben, wie Jesus damals das Abendmahl einsetzte. Im Anschluss an die Abendmahlsfeier wird die Eucharistie in die Kapelle Maria zum guten Rat übertragen, wo bei stillem Gebet an die Stunde im Ölberg gedacht wird.
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Karfreitag
Dieser Tag steht im Zeichen des Leidens und Sterbens Christi. Es ist der höchste Feiertag für evangelische Christen. Sie betonen besonders das Sterben Jesu für uns und die daraus resultierende Erlösung aus Sünde und Schuld. In seinem Namen steckt «Kara, chara». Das ist althochdeutsch und bedeutet «Trauer, Wehklage». Um 15.00 Uhr, zur Todesstunde Christi, finden sich die Christen ein, um des Leidens und Sterbens Jesu zu gedenken. Es wird entweder der Kreuzweg gebetet oder die feierliche Karfreitagsliturgie mit der Passion und der Kreuzverehrung gehalten. An diesem Tag gibt es keine Messe. Auch am darauffolgenden Karsamstag entfällt die Messe!
Der Karfreitag ist für Christen ein strenger Buss- und Abstinenztag!
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Ostern
Ostern ist das älteste und höchste Fest der Christen!
Das Wort «Ostern» leitet sich vom indogermanischen Wort für «Morgenröte» ab. Im Französischen heisst Ostern «Pâques» was von «Pasques» kommt und sich daher klar vom Passah-Fest ableitet.
Bis zum 3. Jahrhundert feierte man Ostern an einem einzigen Tag. Im 3. Jahrhundert wurde die Karwoche zur Fastenzeit ernannt. Erst im 4. Jahrhundert führte man die 3 hl. Tage (vom Gründonnerstagabend bis Ostersonntag) als Höhepunkt des Kirchenjahres ein.
Das Konzil von Nizäa legte fest, dass der Ostersonntag am 1. Sonntag nach dem auf den Frühlingsanfang (21. März) folgenden Vollmond gefeiert wird. Daraus resultiert, dass der Ostersonntag stets als beweglicher Festtag im Jahreskreis zwischen dem 22. März und dem 25. April stattfindet.
Der Ostersonntag wird gefeiert als das Fest der Auferstehung des Herrn. Besonders eindrücklich ist dabei die Osternachtfeier, wo das Licht des Osterfeuers als kleine Flamme in die Kirche hineingetragen wird. Im Wortgottesdienst erinnert man sich an das Handeln Gottes am Menschen. Dann wird mit der Osterkerze das Taufwasser gesegnet, oftmals auch eine Taufe gefeiert oder zumindest der Glaube erneuert und die Eucharistie gefeiert.
In Hergiswil trifft man sich nach der Osternachtfeier noch zum Eiertütschen auf dem Dorfplatz oder im Chilezentrum.
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Ostermontag
Das ereignete sich damals am Montag nach Ostern:
Die Apostel kehren um, versammeln sich, wissen nicht recht, wie es weitergehen soll. Zwei von ihnen machen sich auf den Weg nach Emmaus. Unterwegs treffen sie Jesus, erkennen ihn aber nicht. Er redet mit ihnen und öffnet ihnen den Sinn für die Schrift. Als sie in ein Gasthaus einkehren und er mit ihnen das Brot bricht, wird ihnen klar: Es ist Jesus. Plötzlich aber ist er nicht mehr da. Voll Freude kehren sie nach Jerusalem zurück und berichten den anderen versammelten Aposteln von dieser Begegnung. In den folgenden Tagen bis zur Himmelfahrt werden sie noch öfters den «Herrn» in der verklärten Gestalt sehen und mit ihm reden.
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Weisser Sonntag
Der Weisse Sonntag ist zunächst ganz einfach der achte Tag nach Ostern. Früher hat man Ostern acht Tage lang gefeiert und am achten Tag die weissen Kleider wieder ausgezogen. So hat dieser Tag seinen Namen bekommen.
Inzwischen hat dieser Sonntag dadurch eine besondere Bedeutung: Kinder der zweiten Primarklasse werden am Tisch des Herrn willkommen geheissen. Sie feiern die Erstkommunion und am Tag darauf den Dankgottesdienst.
Mai
Juni
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Pfingsten
Dieses Fest bildet im Kirchenjahr den Abschluss des Osterfestkreises. «Pfingsten» leitet sich vom griechischen «pentekoste» für «der 50. Tag» ab. Pfingsten ist das Fest des Hl. Geistes, welcher am 50. Tag nach Ostern auf die Apostel herabkam, als diese in Jerusalem versammelt waren.
Die Taube gilt als Symbol für den Hl. Geist. In Vergessenheit geraten, weil abgeschafft, sind der mittelalterliche Brauch, dass lebendige Tauben freigelassen wurden, die während der Pfingstliturgie den Kirchenraum durchflogen. (Früher, da war halt noch was los...).
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Dreifaltigkeitssonntag
Der Sonntag nach Pfingsten wird Dreifaltigkeits-sonntag genannt. An ihm erinnern wir uns daran, dass unser Gott ein dreifaltiger ist: Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist. Unter den Predigern ist der Dreifaltigkeitssonntag sehr unbeliebt, weil es anspruchsvoll ist, über die Dreifaltigkeit zu predigen. Schon viele Theologen haben sich über die Dreifaltigkeit das Hirn zerbrochen.
In Hergiswil wird am Dreifaltigkeitssonntag das Salz gesegnet.
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Fronleichnam
Der Name «Fronleichnam» stammt von: «fron» (Herr), «lichnam» (Leib). An diesem Tag feiern wir (was am Gründonnerstag nicht so festlich begangen wurde) das Hochfest des Leibes und Blutes Christi (das letzte Abendmahl)! Jesus hat dabei seinen Jüngern (und somit uns) Kostbares überlassen, nämlich den lebendigen Leib des Herren (so auch die Übersetzung des Wortes «Fronleichnam») in Form des Brotes (Hostie) und des Weines. An die Anwesenheit Jesu in Gestalt von Brot und Wein (bei jeder Messe) wird zu Fronleichnam besonders gedacht!
Seit dem Jahr 1317 wird das Fest weltweit 60 Tage nach Ostern gefeiert. Seine Beliebtheit verdankt dieses Fest vor allem der Sakramentsprozession.
In Hergiswil nehmen Behörden und Vereine am Festgottesdienst teil. Er beginnt bei schönem Wetter beim Haupteingang der Kirche. Dann startet die Prozession, begleitet vom Musikverein, am Bahnhof vorbei zur Glasi. Dort wird der Wortgottesdienst abgehalten. Für die Eucharistiefeier zieht man zum Schulhausplatz beim Chilezentrum. Schliesslich endet der Gottesdienst mit dem eucharistischen Segen vor der Pfarrkirche. Das Fest wird umrahmt durch Böllerschüsse der Herrgottskanoniere.
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Herz-Jesu-Fest
Am Freitag, neun Tage nach Fronleichnam, feiert die katholische Kirche das Hochfest vom Heiligsten Herzen Jesu. Mit dem Herzen Jesu verehrt man seine Liebe zum Vater, aber auch seine Liebe zu den Menschen, die in seinem Liebestod am Kreuz gipfelt.
In Hergiswil wird der ganze Monat Juni als Herz-Jesu-Monat betrachtet, und man stellt die Herz-Jesu-Statue in der Kirche auf. Noch bekannter als das Herz-Jesu-Fest ist in Hergiswil der Herz-Jesu-Freitag. Er wird jeweils am ersten Freitag des Monats gefeiert und zeichnet sich aus durch Aussetzung und Gebet zum Allerheiligsten nach der Eucharistiefeier und abschliessendem eucharistischem Segen. In Hergiswil wird die Herz-Jesu-Frömmigkeit vor allem durch die Ehrenwache gefördert.
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Alpsegnung
Am Mittwoch um Mitte Juni werden in Hergiswil die Alpen gesegnet. Man trifft sich um 10 Uhr auf der Alp Unterlauelen ob Eigenthal zu einem Gottesdienst. Anschliessend begibt sich der Seelsorger mit seinen Begleitern von einer Alp zur anderen: Oberlauelen, Boneren, Fräkmüntkapelle, Fräkmüntalp, Alpgschwänd. Überall wird die Gruppe vom Älpler mit einem Kaffee empfangen, und der Seelsorger segnet Mensch und Vieh. Den Abschluss bildet das Magronenessen im Restaurant Alpgschwänd.
Juli
August
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Mariä Himmelfahrt, 15. August
Schon seit dem 7. Jahrhundert gibt es in Rom am 15. August ein Fest Aufnahme Mariens in den Himmel. Bedeutend wurde es aber 1950 durch das Dogma «von der ganzmenschlichen Aufnahme Mariens in den Himmel».
Mariä Aufnahme in den Himmel ist das bedeutendste Marienhochfest! Maria hat ihr Ziel im Himmel, bei Gott, gefunden. Wenn Maria aber unser Vorbild ist, dann ist ihre Ankunft bei Gott für uns alle ein Fest der Freude.
Die Legende erzählt, dass die Jünger Jesu das Grab der Gottesmutter Maria öffneten und darin nicht mehr Marias Leichnam, sondern nur noch Blüten und Kräuter fanden! Heute noch werden in vielen Häusern geweihte Kräuter aufbewahrt, zum Schutz gegen Unwetter und Feuer. Die Kräuterweihe wird seit Jahrhunderten zu Maria Himmelfahrt vorgenommen.
In Hergiswil feiert man um 13.30 Uhr auch in der Renggkapelle einen Gottesdienst mit Kräutersegnung.
September
Oktober
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Weltmissionstag
Der Weltmissionssonntag findet auf der ganzen Welt am vorletzten Sonntag im Oktober statt. Er wird vom Werk missio weltweit veranstaltet. An diesem Sonntag wird sich die Kirche bewusst, dass sie eine weltweite und missionarische Kirche ist. Die Kollekte, die an diesem Sonntag eingezogen wird, kommt den ärmsten Katholiken der Welt zugute. So ist missio eine katholische Ausgleichskasse.
Weil der Weltmissionssonntag in Hergiswil häufig auf den Sonntag der Älplerchilbi fällt, feiert man ihn einen Sonntag vor der Älplerchilbi.
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Älplerchilbi, 3. Sonntag im Oktober
Ursprünglich war die Älplerchilbi das Dorffest im Herbst, wo die Älpler wieder für ein halbes Jahr in der Dorfgemeinschaft begrüsst wurden. Der Tag startet mit einem Gottesdienst mit Festpredigt in der Pfarrkirche. Anschliessend wird Erlebtes aus der zurückliegenden Zeit in Versform erzählt, es wird getanzt und am Montag ist noch der Dankestag. In dieser Form hat die Älplerchilbi eine uralte Tradition. In letzter Zeit hat sich das Verständnis der Älplerchilbi zu einem Erntedankfest gewandelt.
In Hergiswil findet die Älplerchilbi nur jedes zweite Jahr statt.
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Reformationssonntag
Am letzten Sonntag im Oktober feiern die Reformierten in der Schweiz, gleich wie die Lutheraner in Deutschland, den Reformationssonntag.
In Hergiswil wird ein ökumenischer Gottesdienst mit Abendmahl in der reformierten Kirche mit Gesang des Männerchors abgehalten.
November
Dezember
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Rorategottesdienste
Rorategottesdienste sind in letzter Zeit sehr stark in Mode gekommen. Ursprünglich sind es Mariengottesdienste im Advent. Den Namen haben sie von Rorate, caeli, desuper (Tauet, Himmel von oben), einem Vers, der gewöhnlich im Rorategottesdienst vorkommt.
In Hergiswil feiert man den Gottesdienst um 6.00 Uhr morgens im ausschliesslich mit hunderten von Kerzen beleuchteten Kirchenraum, mitgestaltet von einem Roratechörli und verschiedenen Instrumentalisten. Anschliessend treffen sich alle Gottesdienstteilnehmer im Chilezentrum zum gemeinsamen Rorate-Zmorge.
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Barbaratag, 4. Dezember
Einer alten Sitte zufolge werden am Barbaratag Apfel-, Kirsch-, Kastanien-, Pflaumen-, Holunder-, Rotdorn- oder Forsythienzweige geschnitten und ins Haus geholt. Kommt der Zweig gerade an Weihnachten zum Blühen, so gilt dies als gutes Zeichen. Die Blüten an Weihnachten deuten auf das Leben hin, das uns durch Jesu Geburt geschenkt wird. In den Blüten leuchtet uns das Leben in Fülle entgegen.
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Maria Empfängnis, 8. Dezember
Der offizielle Name des Tages ist eigentlich «Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria». ...Klingt sehr verwirrend! Obwohl viele Menschen der Meinung sind, Maria habe am 8. Dezember Jesus empfangen (und erklären sich die 16 Tage bis zu seiner Geburt als Wunder), feiern wir tatsächlich in der Katholischen Kirche an diesem Tag die Empfängnis von Marias Mutter(!!), der Anna! Maria Empfängnis hat nichts mit der jungfräulichen Empfängnis Marias zu tun, sondern man gedenkt Maria, die völlig ohne Erbsünde zur Welt kam (weil sie eben von Gott auserkoren wurde)! Maria, die Mutter Jesu, ist als «normales» Kind ihrer Eltern (Anna und Joachim) geboren. Sie hat jedoch sämtliche Gnade durch Jesus Christus empfangen dürfen.
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Stephanstag, 26. Dezember
Stephanus war Diakon einer urchristlichen Gemeinde in Jerusalem, der gegen die zeremoniellen Äusserlichkeiten des Judentums predigte. Er wurde verfolgt und von einer Menschenmenge gesteinigt. Er gilt als geistiger Vorläufer des Apostels Paulus. Am 2. Christtag, also am 26. Dezember, denken wir besonders darüber nach, was die Fleischwerdung Gottes bedeutet. Wir spüren, dass das grosse Geschenk der unmittelbaren Nähe Gottes uns dadurch unermesslich reich macht, dass er selbst arm wurde. Obwohl dieser Tag noch weihnächtlich anmutet, ist er liturgiemässig seit dem 5. Jahrhundert ein Märtyrerfesttag.
An diesem Tag wurden die Pferde ausgeritten, da der hl. Stephan der Schutzpatron der Pferde, Pferdeknechte, Kutscher, Küfer, aber auch der Maurer, Steinhauer, Weber und Schneider ist. Zudem soll der Heilige vor Kopfschmerzen und sämtlichen Steinleiden bewahren...
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Silvester, 31. Dezember
Dieser Tag ist benannt nach dem Tagesheiligen, Papst Silvester I.. Er verstarb am 31. Dezember 335 in Rom. Zum Gedenken an seinen Sterbetag wurde dann der letzte Tag im Jahr benannt.
In Hergiswil besteht in den letzten Stunden des Jahres jeweils Gelegenheit zum stillen Gebet in der Pfarrkirche, bis dann die Glocken zum Jahresausklang ertönen.
Wieso «Guten Rutsch»?
Der Wunsch «Guter Rutsch» geht wohl auf den aus dem Hebräischen stammenden Begriff «Rosch» (was übersetzt «Anfang, Kopf» bedeutet) zurück.