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Die Kosten für Ausschaffungsflüge haben im vergangenen Jahr 8.5 Millionen Franken betragen. Der Bund schaffte insgesamt 8590 Asylsuchende aus. 2013 hatten noch 12'000 Menschen die Schweiz auf dem Luftweg verlassen. Ein Drittel der Kosten entfallen auf die 41 Sonderflüge.
Diese Flüge sind laut dem Bund «Ultima Ratio» und kommen nur zum Zug bei Personen, die sich der Ausschaffung wiederholt widersetzen. Diese Personen werden in Administrativhaft genommen.
Die Kosten für die Sonderflüge, mit denen im vergangenen Jahr 252 Asylsuchende ausgeschafft wurden, beliefen sich auf rund 2.8 Millionen Franken, wie Céline Kohlprath, Sprecherin des Staatssekretariats für Migration (SEM), gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte.
Von den 8590 Personen, welche die Schweiz verliessen, reisten 2444 selbständig aus. In 6146 Fällen begleitete die Polizei die Person bis zum Flugzeug.
Bei den 8.5 Millionen Franken handelt sich nicht um die Gesamtkosten. Laut Kohlprath kommen noch die Kosten für die Polizeibegleitung hinzu. Das SEM führe aber keine entsprechende Statistik.
Ausserdem musste der Bund im vergangenen Jahr fast 3000 Flüge annullieren oder umbuchen, mit denen Ausländerinnen und Ausländer hätten ausgeschafft werden sollen. Die Kosten dafür beliefen sich auf 390'000 Franken. In der Westschweiz gab es mehr Annullierungen als in der Deutschschweiz, dies vor allem wegen fehlender Haftplätze.
(sda)
Eritreische Flüchtlinge haben in den vergangen Jahren eine Asyl-Verschärfung nach der anderen erlebt. Faktisch haben jene Menschen, die vor der Diktatur und dem Nationaldienst flüchten, heute kaum mehr Chancen auf Schutz in der Schweiz: Zuerst wurde die illegale Ausreise als Fluchtgrund aberkannt, dann wurde behauptet, das Desertieren vom Nationaldienst stelle keine Gefahr für Rückkehrer dar. Und zuletzt entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass in Eritrea keine Situation allgemeiner Gewalt bestehe und folglich eine Rückkehr dorthin nicht generell unzumutbar sei.