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Ernst Richard, Prof. Dr., *1933
Der in Oberwinterthur lebende Wissenschafter der ETH Zürich erhielt 1991 den Nobelpreis der Chemie.
Der Nobelpreis 1991 ist nach vielen anderen Auszeichnungen (z.B. 1986 Benoist-Preis) die wohl wertvollste und beeindruckenste Ehrbezeugung für den Wissenschafter. Den Nobelpreis für Chemie erhielt Ernst für seine bahnbrechenden Beiträge zur Entwicklung der hochauflösenden magnetischen Kernresonanz-Spektroskopie (NMR).
In den Auszeichnungen sieht Professor Ernst eine Bestätigung seiner Forschertätigkeit, die Sicherheit und Unabhängigkeit verleiht. Ernst studierte an der ETH Zürich Chemie. Schloss 1962 mit einer Dissertation über Kernresonanz-Spektroskopie in physikalischer Chemie ab. Er arbeitete 1962–1968 in Kalifornien und kehrte 1968 zurück an die ETH Zürich. Er baute eine Forschungsgruppe in NMR-Spektroskopie mit Schwergewicht auf methodischen Entwicklungen in flüssiger und fester Phase auf. Richard R. Ernst ist unter anderem Mitglied des Schweizerischen Wissenschaftsrates.
Seine Hauptaufgabe sieht er darin, Doktoranden auszubilden und Wissenschafter zu erziehen. Sein Forschungsgebiet ist die Kernmagnetische Resonanz. Die Bezeichnung "kernmagnetische Resonanz" ist der Name für eine analytische Methode, mit welcher man die verschiedensten Arten von Materialien untersuchen kann. Diese Methode ermöglicht den Blick in die innere Struktur von lebenden und toten Materialien.
Anwendung findet die Magnetresonanz-Tomographie in der Medizin, wo mit Schnittbildern in den Körper hinein gesehen werden kann. Richard Ernst hat zusammen mit seiner Forschergruppe diese Methode weiterentwickelt, um auch komplexe chemische und biologische Prozesse untersuchen zu können.