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Flexible Holzbauten sind sicherer
Helmut Prion von der British-Columbia-Universität in Kanada hat das Standvermögen von Holzbauten bei Erdbeben untersucht und dazu das Ereignis im Januar 1995 in Kobe, Japan, genutzt. Weil Holzhäuser flexibler als Massivbauten sind, also eher Verformungen ohne Bruch zulassen, sind sie deutlich erdbebensicherer. Vor allem die nordamerikanische Leichtrahmenbauweise wird sehr gut bewertet, eine auch in der Schweiz zunehmend eingesetzte Technik. Diese Holzrahmen werden in der Fabrik vorfabriziert und, oft mitsamt den Fenstern, auf die Baustelle transportiert. Je nach Gefährdung lassen sich die Rahmen zusätzlich versteifen, mit Drahtseilen sogar sehr kostengünstig. Derart versteifte Holzrahmen entsprechen der Bauweise mit Wandscheiben, eine Bauweise, die ebenfalls im Trend ist.
Fehlertoleranz und Versteifungen
Aus den Forschungsresultaten lässt sich eine generelle Empfehlung ableiten: Häuser mit Fehlertoleranz sind sicherer, vor allem jene, die Verformungen zulassen, ohne in sich zusammenzufallen. Falls das Projekt ein starres Massivhaus vorsieht, sollte diese Stabilität auch Beben überdauern. Fazit: Moderne Holzbauten sind in der Regel erbebensicherer, Mauerwerksbauten nur mit gut verankerten Versteifungen, vorzugsweise aus Beton.
Bei der Ertüchtigung von alten Häusern sind, analog zum Neubau, Versteifungen und Verstärkungen von Aussen- und Innenwänden prioritär. Dies kann durch den Einzug von Tafeln oder Wandscheiben respektive mit Seil- oder Profil-Versteifungen erfolgen.