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Koalitionskriege
Bezeichnung von Kriegen gegen das revolutionäre Frankreich.
Erster Koalitionskrieg 1792-1797: Die Feindseligkeiten begannen mit der französischen Kriegserklärung an Österreich, das sich mit Preussen und später mit den Niederlanden, Spanien und Grossbritannien verbündete. Als auf dem Kriegsschauplatz Oberitalien Bonaparte das Kommando übernahm, errangen die Franzosen einerseits entscheidende Erfolge. Andererseits gelang es Österreich, die Franzosen von den rechtsrheinischen Gebieten zu verdrängen. Der Frieden von Campofornio (1797) beendete den Waffengang zwischen Österreich und Frankreich. Grossbritannien führte den Krieg allein fort und vernichtete bei Abukir vor Ägypten die französische Flotte.
Zweiter Koalitionskrieg 1798-1802: Unter der Führung der Russen bildete sich 1798 wiederum eine breites Bündnis gegen Frankreich (unter anderem mit Österreich, Grossbritannien, Türkei, Portugal). Bereits 1799 schied Russland wegen Gegensätzen mit Österreich wieder aus der Koalition aus. Frankreich errang die Vorherrschaft über das linke Rheinufer und über Norditalien.
Forsetzungen der beiden Koalitionskriege sind die Napoleonischen Kriege (1803-1815).