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Instrumente gibt es viele auf dieser Erde. Einige gibt es schon lange, andere noch nicht so. Aber interessant sind sie alle. In diesem Artikel stelle ich euch die Harfe vor, weil sie mich fasziniert und ich gerne Wissen darüber weitergebe.
Was ist die Harfe?
Die Harfe gehört zur Gattung der Saiteninstrumente. Seltener wird sie aber, aufgrund einer Spielart, auch zu den Zupfinstrumenten gezählt.
Eine Konzertharfe hat eine Höhe von 1.75 – 1.90 m und wiegt zwischen 34 und 50 kg. Somit ist sie eines der grössten und schwersten Orchesterinstrumente.
Sie selbst ist eine Konstruktion aus Holz, die sehr stabil und qualitativ gut verarbeitet sein sollte, da sie der enormen Belastung der an ihr gespannten Saiten standhalten muss. Es sind zumeist 45 – 47 Saiten an einer Harfe, mit einer Länge von 7 – 150 cm.
Die Stimmung der Harfe
Bei Harfen existieren verschiedene Stimmungen. Es gibt Harfen mit diatonischer Stimmung und solche mit chromatischer Stimmung. Bei einer diatonisch gestimmten Harfe liegt sie den diatonischen Tonleitern, diese sind in der Regel siebenstufig, zugrunde. Diese speziellen Tonleitern setzen sich aus Ganzton und Halbton Schritten zusammen. Das heisst, bei einem Halbtonschritt wird der jeweilig gespielte Ton um einen halben höher. Ein Ganzton liegt einen ganzen Ton höher.
Eine Harfe mit chromatischer Stimmung besitzt alle Töne, welche es auch auf einer Klaviertastatur gibt. Alle tonabstände sind Halbtonschritte und man kann alle Tonarten spielen, ohne umzustimmen. Bei einer Diatonischen Harfe sind dazu Pedale vonnöten. Hat die Harfe ein Pedal, so lässt sie sich um einen Halbton erhöhen, hat sie aber zwei, so ist dies auch um einen Ganzton möglich.
Die heute standardisierte Harfe ist jene vom berühmten Instrumentenbauer Sébastien Érard. Bei seiner „Doppelharfe“ mit Drehscheibenmechanik und doppelter Auflösung kann jedes Pedal um zwei Stufen getreten werden und somit mit jeder Stufe eine Erhöhung um je einen Halbtonschritt erreicht werden. Sie hat in der Regel sieben Pedale und einen Umfang von 6 1/2 Oktaven.
Das Harfe spielen
Die Harfe kann entweder im Sitzen oder im Stehen gespielt werden. Dazu lehnt man sie an die Schulter sowie ans rechte Knie.
Man verwendet zumeist nur die vordersten vier Finger jeder Hand und kann die Saiten damit anzupfen oder sie spitz oder hart anschlagen. Die schwungvolle Bewegung der Hände an den Saiten entlang wird als Glissando bezeichnet und die schnelle Abfolge der Musiknoten, welche mit einer Harfe gespielt werden können, nennt man Arpeggio.
Die Töne, die beim Harfenspiel erklingen, können sanft und hell, sowie auch dunkel und glockenartig ertönen. Der volle Klang sorgt dafür, dass sich eine Harfe auch gut im Orchester durchsetzen kann.
Die Harfe kommt allerdings nicht nur im Orchester zum Einsatz. So werden Harfenklänge auch in der Filmmusik gerne verwendet und sind ebenso in Musikgenres verbreitet, in denen man sie vielleicht eher weniger erwarten würde, wie zum Beispiel beim Mittelalterrock, Jazz, Klassik, Folk, Country.
Harfen-Fakten
Heutzutage wird die Harfe häufig mit weiblichen Spielerinnen in Verbindung gebracht. Dass dies allerdings nur ein veraltetes Klischee aus der adeligen Salonkultur des 18. Jahrhunderts ist, zeigen einige männliche Interpreten. So zum Beispiel auch Xavier de Maistre oder der Schweizer Harfenist Andreas Vollenweider.
Ausserdem interessant ist, dass das grösste Harfenensemble der Welt aus 420 Harfenisten und Harfenistinnen besteht.
2014 wurde in Singapur ein Weltrekord mit einer Harfe aufgestellt, welcher es dann sogar ins Guinnessbuch geschafft hat. Die Earth Harp war mit einer Länge von 271.71 m das längste Saiteninstrument.