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Adriana u. Leo Dùschen, 7530 Zernez GR
Die Schweizerischen Hundeführer, angeführt von Leo und Adriana Duschen mit ihren zwei Luzerner Laufhündinnen, der Internationalen Richter Noldi Balestra und Piercarlo Poretti mit seinem Berner Rüden, nahmen die Reise mit dem VW – Bus unter die Räder.
Die Wetterbedingungen waren eigentlich nicht schlecht, ca. 2-3 Grad bedeckter Himmel, jedoch lag kein Schnee, es war um diese Jahreszeit eigentlich zu warm.
In der Nacht vor dem Prüfungstag regnete es, was die Hasen auch nicht unbedingt bewog sich gross zu bewegen, also nicht leichte Bedingungen für die Hunde.
Mir sagte mein Schwedischer Nationaler Richter, das Klima habe sich so verändert, dass früher das Verhältnis 50% Schneehasen und 50% Feldhasen es waren und heute 90% Feldhasen und 10% Schneehasen vorkommen. Er gibt dem wenigen oder dem zu spät kommenden Schnee die Schuld dafür.
Das Jagdzentrum des Schwedischen Jagdverbandes von – Östermalma - Nyköping liegt ca. 130 Km Nordwestlich von Stockholm und ist ein sehr sehenswertes Zentrum mit einigen tausend Tiertrophähen.
Die in dieser Gegend vorkommenden Tierarten sind , Bär, Wolf, Luchs, Elch, Ren, Rothirsch, Reh, Sauen, Hasen, Fasanen, Auerwild, Birkwild, Schneehühner, Gänse und Enten u.s.w.
Die Prüfungsgebiete lagen vorwiegend im Wald umgeben von kleineren Seen und Wiesen.
Die Verpflegung war gut und die Unterkünfte waren sehr geräumig und sauber, jedoch ist Skandinavien doch ziemlich teuer gegenüber der Schweiz.
Es nahmen 13 Solohunde am Wettbewerb teil, leider konnten nur gerade 6 Hunde gewertet werden, 2 Hunde mussten disqualifiziert werden, da sie anderes Wild jagden.
Die beiden Koppeln Segugio Italiano von Rodolfo Del Treste und Roberto Rampini konnten nicht gewertet werden, da sie keinen Hasen fanden.
Den 1. Rang mit 126 Pkt. und einem 1. Preis ereichte ein Hamilton Laufhund von Schweden.
Im 2. Rang mit 107 Pkt. Und einem 2. Preis ein Drever aus Schweden.
Im guten 3. Rang mit 101 Pkt. Und einem 2. Preis die Luzernerlaufhündin Mina Mikisa von Leo Duschen, geführt von seiner Frau Adriana. Im 4. Rang mit 84 Pkt. und einem 3. Preis die Tirolerbracke aus Österreich. Im 5. Rang mit 77 Pkt. und einem 3. Preis Halden Laufhund aus Norwegen und im 6. Rang ein Basset Hound mit 72 Pkt. und einem 3. Preis aus Deutschland.
Leider konnte die jüngere Luzerner Laufhündin von Leo Duschen keinen Hasen finden und jagen, auch das Pech verfolgte Piercarlo Poretti mit seinem Berner Laufhund Rüden, den der der Hund jagte 45 Min. den Hasen, jedoch sahen in weder die beiden Richter noch der Geländeführer. Dies ist natürlich nicht nur Pech, sondern auch eine Frage der Zahl der Beobachter, denn jedes Jahr setze ich mich als FCI – Kom. Mitglied dafür ein und kämpfe dafür, das mindestens neben den zwei Richtern und dem Revierführer auch noch ein Beobachter mehr anwesend sein müsste, aber leider bis jetzt ohne Erfolg! Man sieht jetzt wieder einmal, wie wichtig es ist genug Beobachter zu haben, ich hoffe dass die Prüfungsleitung dies einmal einsieht!
Es kann einfach nicht sein, dass wenn wir 2000 Km weit fahren und die Kosten auf uns nehmen, der Organisator zu wenige Leute aufbringt damit man den Hasen zu sehen bekommt.
Ich begreife den Frust jedes Hundeführers, wenn sein Hund jagt und die Richter noch zu im sagen, es wäre mit aller Sicherheit ein Hase, jedoch nicht in der Lage sind, sich so zu postieren damit die Change grösser ist den Hasen zu sehen! Aber Glück und Pech liegen manchmal nahe beieinander, wenn Schnee liegt dann sieht man die Spur und kann den Hund werten.
Aber viel wichtiger ist gesund und ganz nach Hause zu kommen und um eine Erfahrung reicher zu sein. Im Namen des SLC und im Namen von mir möchte ich alle Hundeführern und dem zweiten Internationalen Richter Noldi Balestra herzlich zu danken!
Es lebe die laute Jagd und unsere edlen Schweizer-Laufhunde!
Manfred Pircher, délégué suisse à la FCI pour les chiens courants