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Struktur: 5-Hydroxyindolessigsäure ist der Hauptmetabolit des Serotonins, das aus der Aminosäure Tryptophan gebildet wird. An der Umwandlung von Serotonin in 5-Hydroxyindolessigsäure ist die Monoaminoxidase beteiligt.
Serotonin (5-Hydroxytryptamin) ist ein vasoaktives biogenes Amin und wirkt auf die glatte Muskulatur der Gefässe, die Bronchialmuskulatur und die Darmperistaltik ein. Im Gehirn spielt es die Rolle eines Neurotransmitters. Im Blut ist das Serotonin in den Thrombozyten enthalten. Manche Karzinoide (Tumore der enterochromaffinen Zellen) machen sich durch eine zeitweilige Überproduktion von Serotonin bemerkbar.
Eine vermehrte Serotonin-Freisetzung kann folgende Symptome bewirken: Vasokonstriktion, Flush, asthmaähnliche Anfälle, Diarrhoe; ferner Pellagra durch Verminderung der Nicotinsäure-Biosynthese.
Da die Bestimmung des Serotonins etwas schwierig ist, wählt man meist die einfachere Bestimmung seines Metaboliten 5-Hydroxyindolessigsäure im Urin.
Zur Präanalytik: 5-Hydroxyindolessigsäure ist im Urin nur begrenzt stabil; sie kann durch Zusatz von Salzsäure konserviert werden.
Eine Diät ist angezeigt, da viele Früchte und Gemüse Serotonin enthalten.
Zur Analytik: Im IKCI verwenden wir für die Probenvorbereitung einen Kit der Firma Chromsystems. Die 5-Hydroxyindolessigsäure wird mit einem Anionentauscher aus dem Urin extrahiert und mit Essigsäure eluiert. Anschliessend wird sie mittels HPLC (Hochdruck-Flüssigchromatographie) mit amperometrischer Detektion bestimmt.
Im gleichen Arbeitsgang können die Vanillinmandelsäure und die Homovanillinsäure bestimmt werden.