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Ein Neuanfang für die PKSPF
Die Pensionskasse des Staatspersonals schloss das Jahr 2020 mit einer Netto-Performance von 3,5% ab und erreichte so einen Gesamtdeckungsgrad von 80,3%. Der Deckungsgrad der aktiven Versicherten im Pensionsplan beträgt jedoch lediglich 52,7%, was dem Minimum des gesetzlichen Kapitalisationspfads entspricht. In diesem Stadium und angesichts der demografischen Entwicklung hat die PKSPF keinen Handlungsspielraum. Diese Feststellung bestätigt, dass die Reform, die im vergangenen November von einer grossen Mehrheit der Freiburger Bevölkerung angenommen wurde, absolut notwendig war. Die Verwaltung der PKSPF lancierte 2020 verschiedene Zukunftsprojekte, darunter die Erarbeitung einer Charta für nachhaltige Investitionen.
Das Jahr 2020 ist eine wichtige Etappe für die Pensionskasse des Staatspersonals Freiburg (PKSPF). Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger hiessen die Reform des Vorsorgeplans des Staatspersonals und der angeschlossenen Institutionen am 29. November 2020 mit 69,8% Ja-Stimmen gut. Diese Reform ermöglicht der PKSPF einen Neuanfang im Interesse der versicherten Personen. Die Verwaltung der Pensionskasse lancierte im Übrigen mehrere zukunftsweisende Projekte: Sie erarbeitete einen Entwurf einer Charta zur Nachhaltigkeit von Investitionen, sie entwickelte ihr eigenes digitales Management-Tool und überprüfte ihre Methode zur Darstellung der Rechnungslegung. Schliesslich entwickelte sie ihren Jahresbericht zu einem breiteren Kommunikationsinstrument weiter, das die Aktivitäten der PKSPF im Jahr 2020 veranschaulicht.
Netto-Performance von 3,5%
Die Investitionen der PKSPF ermöglichten eine Netto-Performance von 3,5%. Dieses gute Resultat liegt über dem technischen Zinssatz von 3,25% und wurde im schwierigen Kontext der Covid-19-Pandemie erzielt. Nach einem historischen Einbruch im ersten Quartal 2020 erholten sich die Märkte ab dem zweiten Quartal. Zwischen dem 23. März und dem 31. Dezember legten Schweizer Aktien um 33% zu, ausländische Aktien gar um 54%. In den letzten zehn Jahren lag die durchschnittliche Performance der PKSPF bei 4,6% – mit einem Höchstwert von 10% im Jahr 2019. Im Immobilienbereich nahm die PKSPF eine umfassende Überprüfung ihres Immobilienbestandes vor, dessen Wert 2020 auf total 1,4 Milliarden Franken geschätzt wird. Sie investierte 42,5 Millionen Franken in Bauten in den Gemeinden Châtel-Saint-Denis, Ursy, La Tour-de-Trême, Grolley und Düdingen.
Den Weg der Rekapitalisierung weiterverfolgt
Die Rechnung für das Jahr 2020, die der Vorstand am 18. März 2021 verabschiedete, schliesst mit einem Verlust von 2,5 Millionen Franken, nach einer Zuweisung von 3,4 Millionen Franken in die Wertschwankungsreserven. Diese Zuweisung ermöglicht es, den Weg der Rekapitalisierung einzuhalten, den der Vorstand definierte und die Bernische BVG- und Stiftungsaufsichtsbehörde genehmigte. Am 31. Dezember lag der Gesamtdeckungsgrad der Institution bei 80,3% (im Vergleich zu 79,5% im Vorjahr). Der Deckungsgrad des Pensionsplans lag seinerseits bei 78,7% (2019: 78%), während der Deckungsgrad der aktiven Versicherten im Pensionsplan 52,7% betrug (2019: 51,9%). Der Experte für berufliche Vorsorge der PKSPF bestätigte in seiner Bescheinigung vom 18. März 2021, dass der Weg der Rekapitalisierung eingehalten wurde.
Verschlechterung des Verhältnisses zwischen aktiven Versicherten und Pensionierten
Die Anzahl der bei der Institution versicherten Personen wuchs im Jahr 2020 um 1,6% (das entspricht 441 Personen). Diese Entwicklung erfolgte vor allem auf Ebene der Empfängerinnen und Empfänger von Altersrenten (+399 pensionierte Personen) zulasten der Entwicklung bei den aktiven Versicherten (-15). In der Folge verändert sich das demografische Verhältnis der Institution auf 2,74 Aktive pro pensionierte Person. Im Jahr 2019 betrug das Verhältnis noch 2,92 Aktive pro pensionierte Person. Diese Verschlechterung drückt auf den Deckungsgrad der aktiven Versicherten im Pensionsplan und macht es zunehmend schwieriger, diesen zu erreichen. Erfreulicherweise wird es durch die Reform möglich sein, diesen Druck ab dem nächsten Jahr deutlich zu reduzieren.
Die Jahresrechnung 2020, d.h. die Bilanz, die Betriebsrechnung und die Anhänge wurden vom Vorstand geprüft und am 18.März 2021 genehmigt.
Ausführliche Informationen zum Geschäftsjahr 2020 finden Sie im folgenden Bericht 2020.