Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03420.jsonl.gz/1273

Wenn das Zusammenleben unerträglich geworden ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- Die tatsächliche Trennung: Die Ehegatten lösen ihre Lebensgemeinschaft auf, ohne an das Gericht zu gelangen und ohne beim Gericht Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft zu beantragen.
- Die gerichtliche Trennung: Die Ehegatten lösen ihren gemeinsamen Haushalt aufgrund eines Gerichtsurteils auf. Das Verfahren ist ähnlich wie bei einer Scheidung. Im Unterschied zur Scheidung löst das Urteil über die gerichtliche Trennung die Ehe jedoch nicht auf, sondern ermöglicht es den Ehegatten lediglich, auf unbestimmte Zeit getrennt zu leben. Bei der gerichtlichen Trennung bleibt folglich die eheliche Verbindung bestehen.
Eine Trennung vor Gericht nennt man Eheschutzverfahren. Dieses kann beim Zivilgericht eingeleitet werden. Im Eheschutzverfahren werden die Folgen des Getrenntlebens geregelt, u.a. folgende Punkte: Zuteilung der Wohnung, Zuteilung der Obhut über die Kinder, Besuchsrecht, Unterhaltsbeiträge und Gütertrennung.
- Die Scheidung: Die eheliche Gemeinschaft wird aufgrund eines Gerichtsurteils aufgelöst. Die Scheidung kann jederzeit von den Ehegatten gemeinsam (in gegenseitigem Einverständnis) oder auch nur von einem der beiden beantragt werden, sofern eine zweijährige Trennung vorausgegangen ist.
In schwerwiegenden Fällen (z.B. extreme Gewalt in der Ehe) kann die Scheidung vor Ablauf einer zweijährigen Trennung beantragt werden, selbst wenn sich der andere Ehepartner dagegenstellt.
Merkblatt zu Trennung und Scheidung
Beratung und Unterstützung
Wenn Sie sich von Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin trennen bzw. scheiden lassen möchten und in Ihrer Beziehung häusliche Gewalt eine Rolle spielt, erhalten Sie in unserer Beratungsstelle Hilfe und Unterstützung. Wir informieren Sie ausführlich über den Ablauf und die Folgen einer Trennung/Scheidung und unterstützen Sie beim Einleiten der nötigen rechtlichen Schritte.