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Alle akuten und chronischen Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege, bei Hautproblemen und Schwächung des Immunsystems.
Pferde sind Lauftiere, deren Leistungsfähigkeit auf gesunden Atmungsorganen basiert. Die gesunde Lunge ist ein Hochleistungsorgan und benötigt staub- und bakterienfreie Luft, um ihre ganze Kraft zu entfalten und gesund zu bleiben.
Husten ist ein Hauptsymptom von Atemwegserkrankungen; man unterscheidet produktiven und unproduktiven Husten. Er kann hervorgerufen werden durch bakterielle und virale Infektionserkrankungen, aber auch durch äussere Reize, wie Staub, Pollen, Futterpartikel und Schimmelpilzsporen. Diese können dann Allergien auslösen. Unser Pferd beginnt zu husten und es kann zu Bronchospasmen, sowie Schwellung und Reizung der Bronchialschleimhaut kommen.
In jedem Fall sollte versucht werden, den Auslöser des Hustens zu finden und diesen zu beseitigen.
Viele Atemwegserkrankungen beginnen NUR mit einem Husten!
Was passiert, wenn das Pferd hustet?
Die Atemwege sind gereizt, das Pferd versucht den Auslöser, z.B. Staub, Pollen und/oder Sekret durch eine stossartige Ausatembewegung zu entfernen. Ein akuter Husten geht nach ca. 8 Wochen in einen chronischen Zustand über.
Die Atemwege werden befeuchtet, die Sole verflüssigt und löst das zähe Sekret, sodass es leichter abgehustet oder abgeschnaubt werden kann. Den Bakterien wird dadurch der Nährboden entzogen. Die Schleimhäute schwellen ab und werden besser durchblutet, das Pferd kann mit weniger Anstrengung atmen. Ebenfalls werden die Atemwege von Allergenen gereinigt.
Die Haut des Pferdes ist ein Schutz- Sinnes- und Regulationsorgan und zuständig für den Temperaturausgleich und das grösste Organ des Pferdes. Die Haut schützt unsere Pferde vor Sonne, Regen, Schmutz und Staub, aber auch vor schädlichen Keimen und mechanischen Verletzungen. Als Sinnesorgan nimmt sie Aussenreize wahr wie z.B Schmerz, Juckreiz und Berührungen. Ebenso ist die Haut am Stoffaustausch beteiligt, Stoffwechselprodukte werden mit dem Schweiss abgegeben und Vitamin D wird mit Hilfe des Sonnenlichtes in der Oberhaut gebildet.
Bei Hautproblemen, wie z.B dem Sommerekzem, kommt es zu einem entzündlichen Prozess der Haut. Durch den Speichel der weiblichen Gnitzen und der Kriebelmücke, gelangt ein Allergen in die Haut des Pferdes. Es kommt je nach Veranlagung zu unterschiedlich starker Ausbildung des Ekzems, mit dem typischen, häufig starken Juckreiz der geschädigten Hautstellen. In der Folge kann es zusätzlich zu Sekundärinfektionen kommen, meist bakterieller Natur.
Die Sole legt sich, wie ein Film auf Haut und Fell des Pferdes, so lösen sich abgestorbene Hautschuppen leichter, dadurch wird die Wundheilung gefördert und der Juckreiz gelindert. Es entsteht ein antibakterielles Klima und die Sole wirkt lokal entzündungshemmend und desinfizierend, die Haut wird besser durchblutet. Die Salzablagerungen der Sole auf Haut und Fell des Pferdes sind ein unattraktives Milieu für Bakterien, Gnitzen und Kriebelmücken.
Das Immunsystem unserer Pferde ist sehr komplex. Es soll in erster Linie eine Barrierefunktion übernehmen, in dem es den Körper vor Eindringlingen, wie Bakterien, Viren, Pilzsporen und Parasiten schützt. Ist das Immunsystem unseres Pferdes bereits einmal mit einem unerwünschten Eindringling in Kontakt gekommen, erkennen die Immunabwehrzellen diesen und greifen ihn an, um ihn unschädlich zu machen. Um dieser Aufgabe nachzukommen und Abwehrzellen in ausreichender Menge bilden zu können braucht es gute Haltungsbedingungen, eine bedarfsgerechte Fütterung, einen intakten Verdauungsstoffwechsel, ausreichend Bewegung und Kontakt zu Artgenossen. Wenn möglichst viele dieser Faktoren optimal abgedeckt sind können ausreichend Immunzellen gebildet werden und unsere Pferde bleiben gesund und leistungsfähig.
Besonders nach einer Phase, in der vom Pferd eine hohe Leistungsbereitschaft gefordert war oder wenn sich das Pferd in der Rekonvaleszenz befindet, kann es sinnvoll sein, das Immunsystem zu stärken. Die Soleinhalation wirkt bei vielen Pferden sehr entspannend und kann dadurch schon einen positiven Einfluss haben.