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Derzeit herrscht Ruhe in der Elfenbeinküste. Doch wird das so bleiben?
Die Elfenbeinküste hat seit den Wahlen Mitte Dezember wieder ein Parlament. Bei den Wahlen gewann die Regierungskoalition von Alassane Ouattara fast alle Sitze. Das Land war gespalten, nach den Präsidentschaftswahlen und der darauffolgenden Krise zu Beginn dieses Jahres. Die Wahlen werden als Schritt zu einer Stabilisierung wahrgenommen.
Doch das Land ist noch immer gespalten. Das merke ich besonders bei Gesprächen mit den derzeitigen «Verlierern», Anhängern der Oppositionspartei FPI von Ex-Präsident Laurent Gbagbo.
Auch beim Interview mit dem neuen FPI-Chef Sylvain Miaka Ouretto (Bild) fiel mir auf: die beiden Lager in der Elfenbeinküste leben in völlig unterschiedlichen Welten. Während Gbagbo auf der einen Seite als Versöhner und beinahe Friedensengel gesehen wird, beklagt sich die andere darüber, wie mies es dem Land früher ging. Und ist zufrieden mit der Arbeit Ouattaras.
Der Beitrag aus Abidjan mit Miaka Ouretto und Menschenrechtsexperte Doudou Diène von der UNO:
Dieser Beitrag wurde in der Sendung «Echo der Zeit» von Schweizer Radio DRS gesendet.
Beim Abschied fragte mich der FPI-Präsident, ob ich nun in die Schweiz zurückkehren würde. «Im nächsten Jahr», antwortete ich. «Vielleicht sieht man sich ja mal in Genf», so der Präsident, «oder in Den Haag.»