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Die deutsche Bewerbung für die Austragung der Europameisterschaft 2024 ist ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Deutschlands Delegation um Botschafter Philipp Lahm und Präsident Reinhard Grindel stach bei der Vergabe in Nyon den einzigen Konkurrenten, die Türkei, aus.
Bereits der Uefa-Evaluationsbericht hatte den DFB besser bewertet. Menschenrechte und wirtschaftliche Verlässlichkeit sind die deutschen Pluspunkte.
Deutschland hatte 1988 das einzige Mal eine EM ausgetragen. 2006 veranstaltete der vierfache Weltmeister unter dem Motto «Die Welt zu Gast bei Freunden» die WM. Nach zunächst äusserst positiver Bewertung überschattete später der Vorwurf der Bestechung das «Sommermärchen».
Die Türkei hingegen ist im vierten Anlauf zum vierten Mal gescheitert. Bereits für die Turniere 2008, 2012 und 2016 bewarb man sich erfolglos.
Die 17. Ausgabe der UEFA-Europameisterschaft wird mit 24 Teams über die Bühne gehen, wobei Gastgeber Deutschland vorqualifiziert ist. Gespielt wird in den Monaten Juni und Juli in 10 verschiedenen Städten. Noch steht nicht fest, in welchem Stadion das Finale ausgetragen wird. Die Auslosung der Endrunde ist im Dezember 2023.
Deutschland ist als Gastgeber automatisch qualifiziert, die übrigen 23 Endrundenteilnehmer werden in den European Qualifiers ermittelt, die vom März bis November 2023 laufen, sowie in den Play-offs im März 2024. Das Format der Endrunde 2024 entspricht dem der UEFA EURO 2020. Die zwei Gruppenbesten der sechs Endrundengruppen qualifizieren sich für das Achtelfinale, hinzu kommen noch die vier besten Gruppendritten.
Die zehn Spielorte der EURO 2024 in Deutschland stehen bereits fest. Es sind dies Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart.