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Ausgangslage
Üblicherweise werden Pferdeboxen und Liegebereiche in Offenställen mit Stroh, Holzspänen,
Pellets, Sägemehl oder Hanfspänen eingestreut. Die Einstreu dient dazu, die flüssigen Ausscheidungen des Pferdes (Harn) aufzusaugen und dem Pferd eine möglichst warme und trockene Liegefläche zu bieten. Dabei ist Stroh nur bedingt saugfähig und staubt stark, wobei auch Pilzporen in dem Staub enthalten sind, was sich sehr ungünstig auf die generell besonders empfindlichen Atmungsorgane von Pferden auswirkt. Auch die anderen Materialien sind nicht staubfrei. Außerdem bildet sich auf allen vorgenannten Einstreumaterialien aus dem Harn des Pferdes innerhalb eines Tages Ammoniak, der die Schleimhäute der Atmungsorgane ganz besonders schädigt. Daher sind Atemwegserkrankungen bei Pferden feststellbar.
Kompost hat wesentliche Vorteile bezüglich des Liegekomforts des Pferdes (weich, warm, nicht rutschend), es findet keine Ammoniakbildung statt (Harnstoff wird von den Bakterien im Kompost direkt für den Zellaufbau benutzt),das "Misten", also das Reinigen des Stalles bzw. der Box ist mit wesentlich geringerem Zeitaufwand möglich als bei den herkömmlichen Materialien und der Materialverbrauch ist ebenfalls deutlich geringer.
Im praktischen Einsatz zeigte sich, dass die Einstreu von den Pferden sehr gut angenommen wird .