Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03365.jsonl.gz/684

Am 11.7.18 möchten wir am Helvetiaplatz in Zürich einen Austausch zwischen Menschen ermöglichen, um Toleranz, gegenseitiges Verständnis und gemeinsames Zusammenleben zu fördern. Dazu wird auf künstlerische Art und Weise das Denkmal "Sto Te Nema" (übersetzt: "Warum bist du nicht da?") aufgebaut, an dem jeder mitwirken kann!
Wie spricht man über Ausgrenzung, Verdrängung und Unterdrückung von Bevölkerungsgruppen? Wie über Genozid? Um die Multikulturalität und Toleranz zu stärken, eröffnet eine junge amerikanisch-bosnische Künstlerin, Aida Šehović, den Dialog in Form eines wandernden und interaktiven Denkmals. Das Denkmal wird seit 2006 weltweit in immer neuen Städten für jeweils einen Tag neu inszeniert. Es soll den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Gemeinschaftsgruppen unterstützen und die Begegnung zwischen den Menschen fördern. Dieses Jahr wird es am 11. Juli 2018 auf dem Helvetiaplatz in Zürich aufgeführt. ŠTO TE NEMA oder übersetzt „Warum bist du nicht da?“ ist ein wanderndes Denkmal, das fundamentale Menschenrechte zum Gegenstand hat und Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie den Holocaust, den Genozid von Ruanda, von Srebrenica oder den Genozid an den Armeniern thematisieren will. Es nutzt hierfür den 1995 ergangenen Genozid in Srebrenica (Bosnien und Herzegowina), welchem jährlich am 11. Juli gedenkt wird, als Symbol und will aber Menschen aller Bevölkerungsgruppen ansprechen. Das Denkmal ist nicht in Stein und Bronze gegossen: es besteht aus gesammelten Kaffeetassen aus Porzellan, die mit Kaffee gefüllt werden. Es entsteht im Rahmen einer Kunstperformance, in welcher über den Tag Tausende von Kaffeetassen gefüllt und auf dem Platz aufgestellt werden. Derzeit besteht das Denkmal aus ca. 7500 Kaffeetassen, sogenannten „Fildžan“. Jährlich kommen durch Spenden weitere Tassen hinzu, die stets von einer Aufführungsstadt zur nächsten weitertransportiert werden. Das Denkmal bezieht Besucher und Passanten mit ein und macht sie zu Mitwirkenden, indem mit ihnen ein Dialog über Ausgrenzung, Verdrängung und Intoleranz initiiert wird, während die Tassen gemeinsam mit Kaffee befüllt werden. Der Kaffee wird aber von niemandem getrunken. Jede Tasse symbolisiert ein Opfer von Srebrenica, das den Kaffee nicht mehr trinken kann, weil es nicht mehr da ist (Titel „ŠTO TE NEMA“ bzw. „Warum bist du nicht da?“).