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Für die am 6. Februar 2018 lancierte Petition «Affen unter Kokain an der Universität Freiburg: für einen sofortigen Abbruch der Experimente!» kamen in nur zwei Wochen 19’000 Unterschriften zusammen. Sie wurde am Donnerstag, 22. Februar beim Sekretariat des Grossen Rates des Kantons Freiburg eingereicht.
Nicht nur die Versuche selbst stiessen bei den zahlreichen mobilisierten Unterzeichnenden auf Unverständnis, sondern auch die mangelnde Transparenz und die Unklarheiten im Zusammenhang mit dem behördlichen Bewilligungsverfahren für diese Versuche.
Die LSCV lancierte die Petition, nachdem das Rektorat der Universität es formell abgelehnt hatte, die LSCV zu empfangen, um ihr die undurchsichtigen Hintergründe dieser Versuche zu erläutern. Vieles bleibt im Dunkeln und die nur tröpfchenweise abgegebenen Informationen der beteiligten Forscher und der Universität sind alles andere als beruhigend.
Deshalb hat die LSCV mit der Unterstützung von zehn weiteren Organisationen per Petition die folgenden Forderungen an den Staatsrat und den Grossen Rat des Kantons Freiburg gestellt:
a) Wurde das Forschungsprojekt einer wissenschaftlichen Begutachtung durch einen von den beiden leitenden Professoren Rouiller und Lüscher unabhängigen Experten unterzogen?
b) Wurde im Gesuch für diese Studie gesetzeskonform dokumentiert, dass es keine Möglichkeit gibt, die Versuche mit freiwilligen menschlichen Probanden durchzuführen?
Sollten diese Anforderungen nicht erfüllt worden sein, verlangt die LSCV, dass ein unabhängiges wissenschaftliches Gutachten zum Forschungsprojekt erstellt wird. Insbesondere soll überprüft werden, ob die Versuche, wie bereits in vielen europäischen Ländern üblich, nicht auch mit freiwilligen menschlichen Probanden machbar wären. Falls der bestellte Gutachter das Kriterium der Unabhängigkeit erfüllt, wäre die LSCV bereit, die Kosten für das Gutachten zu tragen.
Das Rektorat der Universität reagiert. Und sagt nichts Neues.
Das Rektorat der Uni Freiburg antwortete uns am 12. März 2018 und wiederholte in seinem Schreiben lediglich die Gemeinplätze, die es schon seit Beginn unserer Kampagne verbreitete. Dabei sollte es doch keine Hexerei sein, die zwei von der LSCV gestellten Fragen zu beantworten. Indem sich die Universität hartnäckig um eine Antwort drückt, erhärtet sie nur noch die Zweifel an der gesetzlich geforderten Notwendigkeit dieser Affenversuche.
Lesen Sie unser Schreiben vom 22. Februar 2018 an das Rektorat der Universität, den Staatsrat und den Grossen Rat des Kantons Freiburg.
Lesen Sie die Antwort des Rektorats vom 12. März 2018.