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Häufig gestellte Fragen
Seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) im Jahr 1996 müssen alle in der Schweiz lebenden Personen eine Grundversicherung abschliessen. Dieses System, das auf dem Prinzip der Solidarität zwischen gesunden Personen und kranken Personen basiert, ermöglicht der gesamten Bevölkerung bei Krankheit, Unfall oder Mutterschaft den Zugang zu einer qualitativ hochstehenden medizinischen Versorgung.
Die Prämien der Versicherten müssen die Gesundheitskosten decken. Es handelt sich hierbei um eines der Grundprinzipien der Krankenversicherung. Die Gesundheitskosten steigen kontinuierlich, insbesondere aufgrund der Alterung der Bevölkerung, der Weiterentwicklung der medizinischen Technologien sowie den stets höheren Erwartungen an die Gesundheitsversorgung. Auch die Prämien folgen diesem Trend.
Die Prämienhöhe basiert auf einer möglichst genauen Schätzung der Gesundheitskosten unserer Versicherten, die wir im Laufe des kommenden Jahres übernehmen müssen. Bei dieser Schätzung wird Folgendes berücksichtigt:
die Rückerstattungen der vergangenen Jahre und der ersten Monate des laufenden Jahres
die rechtlichen Entwicklungen mit möglicher Auswirkung auf die Kosten zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung
die Schätzung der Anzahl Neuversicherter und die Risikoart, die sie darstellen
die Schätzung des Beitrags, den Assura an den sogenannten Risikoausgleich, den Solidaritätsmechanismus zwischen den Krankenversicherern, leistet.
unsere Verwaltungskosten (rund 4 % der gesamten Prämie)
Die obligatorische Krankenversicherung stützt sich auf das Prinzip der Solidarität zwischen gesunden Personen und kranken Personen. Der Mechanismus des Risikoausgleichs wird von der Gemeinsamen Einrichtung KVG durchgeführt. Er sieht vor, dass die Krankenversicherer mit einem weniger kostenintensiven Versichertenkollektiv als der Durchschnitt Beiträge an die Krankenversicherer mit einem kostenintensiveren Versichertenkollektiv leisten.
Die Gesundheitskosten sind je nach Kanton und Region unterschiedlich. Da die Grundversicherungsprämien die Gesundheitskosten decken müssen, fallen sie in Kantonen und Regionen, wo die Kosten höher liegen, ebenfalls höher aus.
Ab dem 19. Altersjahr. Falls Sie im Jahr 2001 geboren sind, treten Sie am 1. Januar 2020 in die Kategorie «Junge Erwachsene» über. Die Franchise Ihrer Grundversicherung wird dabei angepasst. Gemäss den gesetzlichen Bestimmungen wird Ihnen automatisch die tiefste Franchise (CHF 300) zugeteilt. Falls Sie eine höhere Franchise und eine tiefere Prämie möchten, können Sie einen entsprechenden Antrag über unser Online-Formular oder per Briefpost spätestens bis zum 31. Dezember 2019 stellen.
Nein. Gemäss KVG müssen die Prämien die Kosten decken, die der Krankenversicherer für seine Versicherten übernimmt. Das Bundesamt für Gesundheit, das die Prämien vor ihrer Veröffentlichung Ende September zu genehmigen hat, überprüft die Einhaltung dieses Grundsatzes.
Von Gesetzes wegen dürfen in der Grundversicherung keine Gewinne erzielt werden. Liegen die Gesundheitskosten in einem bestimmten Jahr unter den vom Krankenversicherer während derselben Zeitspanne eingenommenen Prämien, wird der Überschuss den Reserven gutgeschrieben. Wenn die Reserven den gesetzlichen Vorgaben in ausreichendem Masse genügen, kann der Überschuss den Kunden auch zurückerstattet werden. Jeder Franken aus den Prämien wird zur Finanzierung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung verwendet.
Der Krankenversicherer greift auf seine Reserven zurück, wenn der Gesamtbetrag der Versichertenprämien nicht ausreicht, um in einem bestimmten Jahr sämtliche Kosten zu decken. Die Versicherer müssen genügend Reserven bilden, um ihren Verpflichtungen gegenüber den Versicherten unter allen Umständen nachkommen zu können.
Von 100 Franken, die ein Versicherter für seine Prämien zahlt, werden 96 Franken zur Finanzierung der medizinischen Leistungen und 4 Franken zur Deckung unserer Verwaltungskosten verwendet.
Falls Sie sich für eine höhere Franchise als die ordentliche Franchise von CHF 300 entscheiden, gewähren wir Ihnen einen Prämienrabatt. Diese Lösung bietet sich Versicherten an, die mehr Verantwortung für ihre Gesundheitskosten tragen möchten – insbesondere indem sie die Kosten von sogenannten "Bagatellfällen" selber übernehmen – und vor allem von ihrem Versicherer erwarten, dass er für schwere Fälle aufkommt.
Mit der Wahl eines Alternativmodells können Sie Einsparungen erzielen, vorausgesetzt Sie sind bereit, gewisse Einschränkungen beim Zugang zu medizinischen Leistungen in Kauf zu nehmen. Mit der Wahl des «Hausarztmodells» beispielsweise erklären Sie sich damit einverstanden, immer zuerst Ihren Hausarzt zu konsultieren, bevor Sie sich an einen Spezialisten wenden.
Ja. Im Gegensatz zur Mehrzahl der in der Schweiz angebotenen Alternativmodelle bieten unsere Modelle «Hausarzt» und «PharMed» die freie Wahl des persönlichen Hausarztes. Die einzige Einschränkung besteht darin, dass Sie diesen immer zuerst konsultieren.
Wir halten unsere Verwaltungskosten in Grenzen und führen eine rigorose Kontrolle der Rechnungen der Leistungserbringer durch. Zudem empfehlen wir unseren Versicherten, sich für Versicherungsmodelle, Franchisen und Leistungen zu entscheiden, die am besten auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Schliesslich appellieren wir auch an ihr Verantwortungsbewusstsein im Gesundheitsbereich.