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Im November 2011 hat der Kirchenrat zusammen mit der Arbeitsgruppe «Partnerschaft Rügel» der Synode eine Vorlage für die Zukunft des Tagungshauses Rügel unterbreitet, die drei mögliche Partnerschaften und Partnerorganisationen vorgestellt hat. Die Synode hat am 9. November 2011 die Bearbeitungszeit für die Vorlage zur Zukunft des Tagungshauses Rügel bis Juni 2012 zu verlängern und für die weiteren Abklärungen ein Kostendach von 80 000 Franken bewilligt.
Der Kirchenrat beantragt der Synode, einen der zwei vorgeschlagenen Partner zu bestimmen, mit dem der Rügel gemeinsam betrieben wird und die aus dieser Partnerschaft folgenden notwendigen Investitionen zu bewilligen. Der Kirchenrat verzichtet bewusst auf eine explizite Empfehlung, um der
Synode eine uneingeschränkte Meinungsbildung und Wahlfreiheit zu ermöglichen.
Die zwei Partner und Konzepte
1. Gärtnerhaus: « Begegnungszentrum Rügel»
Zusammen mit dem Seehotel Hallwil in Beinwil am See (Teil der Aargau-Hotels AG) würde der Rügel weiterhin als Tagungshaus mit Restauration und Hotelbetrieb betreiben. Die Landeskirche könnte wie bisher Programme auf dem Rügel anbieten. Der Partner kann die Räume zusätzlich an externe Gruppen in eigener Verantwortung vermieten und würde hierfür neue Angebote wie Festbankette, Familienfeiern und andere gastronomische Anlässe entwickeln.
Zusammen mit der Stiftung «Gärtnerhaus», Meisterschwanden, einem Integrationszentrum, das 1997 gegründet wurde, würde die Landeskirche den Rügel als Begegnungszentrum und Integrationszentrum für 16 Menschen mit psychischen, physischen oder sozialen Beeinträchtigungen mit
Wohnplätzen und geschützten Arbeitsplätzen betreiben. Das Haupthaus würde zum Wohnhaus für die Klienten umgebaut, der Restaurationsbetrieb
und die Nutzung der Seminarräume für Tagesgäste wäre weiterhin möglich. Die Landeskirche kann aber nur noch Tagesprogramme auf dem Rügel
anbieten. Das Jugendhaus und die Liegenschaft am Rebenweg würden wie bisher genutzt.
Dazu sind Investitionen in Höhe von 2 Millionen Franken notwendig.Betriebsbeiträge wären nicht nötig. Die Stiftung würde eine Miete von140 000 Franken pro Jahr zahlen.
2. Seehotel Hallwil «Tagungshaus Rügel – Hotel mit Weitsicht»
Das Jugendhaus wird wie bisher genutzt. Die Liegenschaft am Rebenweg bliebe in der Verantwortung der Landeskirche.Investitionen im Zimmertrakt und in den Aufenthalts- und Sitzungsräumenwürden vom Partner übernommen. Die Landeskirche muss kein Geldinvestieren, sondern lediglich einen Betriebsbeitrag von 87 600 Frankenpro Jahr für die Werterhaltung der Bauten leisten.
zurückgezogen: «Bildungs- und Integrationszentrum Rügel». Dazu wäre ein viergeschossiger Neubau mit Mittel- und Bettentrakt mit 32 Zimmern (mit
Dusche/WC) geplant, der Platz für 52 Betten bieten würde, einen Lift hätte und rollstuhlgängig wäre. Das Jugendhaus würde für Arbeitsräume und ein Bistro umgebaut. Das Wohnhaus im Rebenweg würde als Wohnraum für 7 Klienten angepasst. Beide Häuser würden der Landeskirche nicht mehr zur Verfügung stehen. Dazu wären Investitionen in Höhe von 5'686'000 Franken und ein jährlicher Betriebsbeitrag der Landeskirche von 218'000 Franken
notwendig gewesen.