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Enrico Pasini (*1935) wurde in Rom geboren. Als Kind erhielt er Klavieruntericht bei Marcella Palazzi und komponierte schon bald eigene Klavierstücke. 1946 wurde Enrico ins Conservatorio di S. Cecilia aufgenommen und besuchte dort den Unterricht bei Alfredo De Ninno, später bei Rina Rossi.
Auf Drängen seines Vaters studierte er auch Geisteswissenschaften, wandte sich aber später ganz dem Musikstudium zu. Sein wichtigester Lehrer wurde Armando Renzi. Von ihm wurde er ermutigt, seinen eigenen kompositorischen Weg zu gehen. Weiterlesen
Samuel Wesley (1766–1837) wurde in Bristol geboren, die Familie übersiedelte 1778 nach London. Seine musikalische Ausbildung verdankte Samuel seinem Vater Charles, dem bedeutenden Liederdichter und -komponisten der methodistischen Kirche. John Wesley, Mitbegründer der methodistischen Kirche, war ein Bruder von Charles Wesley. Samuels Begabung zeigte sich bereits im frühen Alter, er wird auch the English Mozart genannt.
Samuel Wesley leistete als Konzertorganist und Herausgeber einen wesentlichen Beitrag zur Verbreitung der Musik Johann Sebastian Bachs in England. Wesley gilt als zentrale Persönlichkeit in der englischen Musik des frühen 19. Jahrhunderts. Weiterlesen
Giuseppe Gherardeschi (1759–1815) ist der bedeutendste Vertreter einer toskanischen Musikerdynastie. Über Generationen hinweg stellte die Familie die Domkapellmeister in der Provinzhauptstadt Pistoia im Norden der Toskana. Vor Giuseppe war bereits sein Vater Domenico Kapellmeister. Bei ihm hatte Guiseppe auch den ersten Musikunterricht. Giuseppes Nachfolger waren dann sein Sohn Luigi und sein Enkel Gherardo.
Giuseppe Gherardeschi zog in jungen Jahren nach Neapel um sich bei Nicola Sala weiterzubilden. Ab 1795 wirkte er wieder in der Heimatstadt, zuerst als Sänger und Musiklehrer, danach als Nachfolger seines Vaters im Amt des Domkapellmeisters. Gherardeschi komponierte hauptsächlich für seine eigene liturgische Praxis. Meistens sind es kürzere Stücke im galanten Stil seiner Zeit, ab und zu mit einem Hang zum Volkstümlichen. Seine Orgelwerke wurden nicht gedruckt, sie sind ausschliesslich als Handschriften überliefert. Weiterlesen
Pierre Jean Michel Fallouard (1805–1865) stammt aus der kleinen Hafenstadt Honfleur in der Normandie. Er lernte das Orgelspiel unter anderem bei seinem Vorgänger Monsieur Delaporte an der Kirche Sainte-Catherine in Honfleur und bei Adolphe Godefroi in Rouen. Pierre Jean Michel Fallouard wirkte als Musiklehrer und Musikkritiker in Honfleur. Er war Titularorganist an der Kapelle Hospice civil und ab 1825 an der Kirche Sainte-Catherine, der grössten Holzkirche Frankreichs. Weiterlesen
Friedrich Reimerdes (1909–2000) wuchs in Berlin auf und erhielt während der Gymnasialzeit Klavier- und Orgelunterricht bei verschiedenen Lehrern und war in dieser Zeit Kompositionsschüler von Curt Doebler, dem Organisten der Charlottenburger Herz-Jesu-Kirche. Friedrich Reimerdes studierte Kirchenmusik am Johannesstift in Spandau und legte dort sein Kantorenexamen ab. Anschliessend war er als Kantor in Goschütz, Schlesien und in Berlin-Heiligensee tätig. Während dem Zweiten Weltkrieg musste er Kriegsdienst leisten und geriet in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft übernahm er wieder sein früheres Kantorenamt in Berlin-Heiligensee und hatte es bis 1976 inne. 1977 übersiedelte Reimerdes mit seiner Frau nach Otterstadt in Rheinland-Pfalz. Von Anfang 1979 bis Ende 1994 war er bei der Evangelischen Kirchgemeinde Waldsee-Otterstadt in Otterstadt als Kantor und Organist tätig. Friedrich Reimerdes starb nach längerer Krankheit im Alter von 90 Jahren in seiner Wahlheimat Otterstadt. Weiterlesen
Edmond Missa (1861–1910) stammte aus Reims und hatte seinen ersten Musikunterricht bei seiner Mutter, der Sängerin Marie-Louise Duval, die später Professorin für Gesang am Pariser Konservatorium wurde. Sein Cousin Louis Duval war Organist an der Kathedrale von Reims, sein Onkel Ernest Duval Organist an der Kirche Saint-Jacques. Im Alter von zehn Jahren wurde Edmond Missa als Nachfolger von Henri Dallier Organist an der Chororgel der Kathedrale von Reims. Weiterlesen
Fernand de La Tombelle (1854–1928) war ein bedeutender französischer Organist und Komponist. Das Klavierspiel lernte er bei seiner Mutter Louise Gueyraud, einer Schülerin von Franz Liszt. Ab dem achtzehnten Lebensjahr nahm er privaten Orgel- und Harmonielehreunterricht bei Alexandre Guilmant. Am Konservatorium Paris war Fernand de La Tombelle Schüler von César Franck und Théodore Dubois. Für seine Kompositionen erhielt er zweimal die Goldmedaille beim Grand Prix Pleyel. In den folgenden Jahren trat Fernand de La Tombelle als Konzertorganist in ganz Frankreich auf. Weiterlesen
Jean-Jacques Beauvarlet-Charpentier (1734–1794) war ein französischer Cembalist, Organist und Komponist. Er zählt zu den bedeutendsten Pariser Organisten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Sein Vater war Kaufmann, Organist und Orgelbauer. Etwa 1748 zog die Familie nach Lyon, der Vater gab sein Handelsgeschäft auf und wurde Organist am Hospice de la Charité in Lyon. Im Jahre 1763 übernahm Jean-Jacques die Nachfolge seines verstorbenen Vaters und spielte auch die Orgel in Konzerten der Académie des beaux-arts in Lyon. Weiterlesen
Nicolas Séjan (1745–1819), auch Nicolas Sejanus, gilt als einer der grössten Organisten seiner Zeit. Er lernte das Orgelspiel bei seinem Onkel Nicolas Forquerays, Organist an St-Merri und Saints Innocents. Louis-Charles Bordier, der Chorleiter an Saints Innocents, unterrichtet ihn in Komposition. Im Alter von 13 Jahren improvisierte er ein Te Deum an der Orgel von St-Merri, welches grosses Aufsehen erregte. Im Alter von 26 wurde er einer von vier Organisten an Notre Dame, zusammen mit Claude-Bénigne Balbastre, Armand-Louis Couperin und Claude Luce. Weiterlesen
Guillaume Lasceux (1740–1831) begann seine Laufbahn als Organist im Jahr 1758 an der Pfarrkirche Saint-Martin de Chevreuse in Paris. Ab 1762 studierte er fünf Jahre Komposition bei Charles Noblet, dem Organisten und Clavecinisten der Pariser Oper. Er versah in der Folge verschiedene Organistenstellen in Paris. Ab dem Jahr 1769 hat er auch Claude-Nicolas Ingrain an der Pariser Kirche Saint-Étienne-du-Mont vertreten; 1774 wurde er dort der offizielle Stelleninhaber.
Mit Ausbruch der Französischen Revolution 1789 verlor er die meisten seiner Ämter. Nachdem im Jahr 1803 die katholischen Gottesdienste wieder eingeführt worden waren, setzte er hier seine Tätigkeit fort. Nach 50 Jahren Dienst in der gleichen Pfarrei nahm er am 2. Januar 1819 von seinem Beruf als liturgischer Organist Abschied. Weiterlesen