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Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts
Das Arbeitsgedächtnis ist wichtig für die kurzzeitige Aufrechterhaltung von Informationen und hat eine begrenzte Kapazität. Unsere Fähigkeit komplexe Aufgaben zu bewältigen ist somit beschränkt. Bis anhin wurde die Rolle der Sprache innerhalb des visuellen Arbeitsgedächtnisses vernachlässigt. Die folgende Projekt soll diese Lücke anhand empirischer Untersuchungen erstmals schliessen.
Ziel dieses Projekts ist, den Einflusses verbaler Beschreibungen auf das visuelle Arbeitsgedächtnis anhand von fünf verschiedenen Hypothesen zu untersuchen. Diese Beschreibungen können (1) konzeptuelles Wissen im Langzeitgedächtnis aktivieren, (2) eine verbale Spur auf Kosten der visuellen Spur im Arbeitsgedächtnis abspeichern, (3) zusätzlich zur visuellen Spur im Arbeitsgedächtnis eine verbale kreieren, (4) einen Abrufreiz zur Beschreibung hinzufügen und (5) die Abstraktion und das Lernen von Chunks fördern. Die Hypothesen sollen in verschiedenen Verhaltensexperimenten untersucht werden.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts
Die Schlussfolgerungen dieser Studie sollen zu verbesserten theoretischen und praktischen Kenntnissen über die Kapazität des visuellen Gedächtnisses im Zusammenhang mit der Sprache führen. Darüber hinaus leiten sich aus diesen Kenntnissen erfolgreiche Interventionen ab, die zu einer gezielteren Anwendung der beschränkten Kapazität des visuellen Arbeitsgedächtnisses führen.