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Natursprung. Bei diesem Wort dürfte die eine oder der andere an einen fröhlichen Senn denken, der über Alpwiesen hüpft. Oder eine glückliche Frau, die von einer Brücke in die Aare springt. Das Wort bezeichnet allerdings etwas anderes. Etwas, das für die Beteiligen aber unter Umständen auch mit Freude verbunden sein dürfte. «Der Natursprung ist in der Tierzucht der natürliche Weg der Begattung eines weiblichen Haus- oder Nutztiers durch ein Vatertier zum Zweck der Befruchtung», beschreibt Wikipedia ganz technisch den natürlichen Vorgang.
«He got the job done immediately.»
(Er hat den Job sofort erledigt.)
Für die künstliche Besamung müssen Landwirtinnen und Herdenmanager ganz genau hinsehen. Verschiedene Faktoren deuten auf die Brunst, also den Eisprung, des potenziellen Muttertiers hin. Die Augen sind verengt zum Beispiel, sie frisst weniger und sie bewegt sich mehr. Ist eine Kuh «duldungsbereit», wenn sie also zulässt, dass ihr eine andere Kuh aufspringt, weiss die Bäuerin, dass sie nun besser den Besamer rufen sollte. Oder den «Köfferlimuni», wie er im Scherz gern genannt wird. Der Vorteil am Natursprung ist gegenüber dieser Technik, dass der echte Muni kaum die Brunst einer Kuh verpasst. Ein englischer Bauer versuchte zum Beispiel lange, seine Kühe zu besamen – ohne Erfolg. Er hatte den Zeitpunkt des Eisprungs immer verpasst. Also kaufte er einen Muni. Sein Fazit war: «He got the job done immediately.» (Er hat den Job sofort erledigt.)