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Noch vor drei Jahren lehnte das Bundesgericht eine vorzeitige Entlassung von Camenisch ab, weil sich dieser nicht von seinen Gewalttaten distanziert habe. Die Behörden wurden aber angewiesen, eine schrittweise Erleichterung der Haftbedingungen zu prüfen. Diese werden nun bald Tatsache.
SRF berichtet, dass die Fachkommission des Ostschweizer Strafvollzugskonkordats kürzlich entschieden habe, dass der 63-jährige Camenisch in die Vollzugsanstalt Saxerriet verlegt wird. Künftig sollen ihm dort Hafturlaube genehmigt werden. Entlassen wird Marco Camenisch voraussichtlich 2018.
Zur einzigartig langen Haftstrafe von über 26 Jahren hatten zwei Vorfälle geführt. Der Atomenergie-Gegner hatte vor rund 35 Jahren Sprengstoffanschläge auf Hochspannungsleitungen nahe Bad Ragaz verübt. Dafür wurde er zu einer Zuchthausstrafe von zehn Jahren verurteilt. 1981 flüchtete Camenisch aus der Haftanstalt. Zehn Jahre später wurde er in Italien verhaftet, weil er einen Grenzwächter ermordet haben soll. Dabei kam es zu einer Schiesserei. Camenisch und ein Polizist wurden dabei verletzt. Danach wurde er zu einer zwölfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.
(red)