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Vor einem Jahr, am 6. Juni 2022, verstarb in Bern der langjährige Auslandredaktor und Fotograf Walter Lüthi (82). Der 1940 geborene Historiker hinterliess ein reichhaltiges Fotoarchiv mit über 10`000 Farb- und Schwarzweissbildern seiner zahlreichen Reportagereisen. Lüthi war in Nordafrika ebenso zu Hause wie in Afghanistan, Burma oder im Iran. Mit seinen Fotos illustrierte er im «Berner Tagblatt» und später im «Bund» ganzseitige Reportagen.
Nach einer kaufmännischen Lehre hatte er in den sechziger Jahren in Bern das Abendgymnasium besucht und von 1967 – 1974 an der Feusi-Privatschule als Geschichtslehrer gearbeitet. Von 1968 – 1978 war er als Auslandredaktor beim «Berner Tagblatt» tätig, bevor ihn «Der Bund» abwarb. Die längste Zeit seiner journalistischen Tätigkeit verbrachte er von 1978 bis zur Pensionierung im Jahr 2004 beim «Bund». Von 1985 – 1989 wirkte er als USA-Korrespondent mit Sitz in Washington D.C.
Die in dieser Bildergalerie wiedergegebenen Schwarzweiss-Fotos stammen von einer Rumänienreise im Frühling 1991. Lüthi recherchierte damals u.a. in Bukarest über die Ursachen der schlechten Versorgungslage, den Einfluss der orthodoxen Kirche und über die ärmlichen Verhältnisse in einem Kinderheim. Am Ende seiner Karriere fotografierte der Journalist mit einer Nikon D7000 und einem Zoom-Objektiv Nikkor 18-105.
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Alle Fotos © Walter Lüthi.