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Zigarettenabhängigkeit
I. Frage: Ich habe seit 20 Tagen mit Rauchen aufgehört und mich dazu entschlossen, dieses Mal ohne Patch auszukommen. Wie lange dauert die physische Abhängigkeit? Wenn ich mich manchmal zu gestresst fühle, kann ich Nikotinkaugummis kauen, auch wenn ich vorher keine gekaut habe?
Antwort: Wir gratulieren zum Rauchstopp! Nikotin ist nach 20 Tagen Rauchstopp nicht mehr vorhanden. Die Halbwertszeit des Nikotins beträgt 1-2 Stunden. Es wird also sehr schnell eliminiert. Allerdings ist die physische Nikotinabhängigkeit von einer Person zur nächsten verschieden. Sie kann 10 bis 30 Tage, aber auch länger dauern... Der Entzug dauert durchschnittlich 2 bis 3 Monate. Wenn Sie Entzugserscheinungen haben, können Sie durchaus Nikotinkaugummis kauen, wenn es nötig ist.
II. Frage: Dies ist nicht mein erster Rauchstoppversuch. Ich verstehe besser, so glaube ich wenigstens, was mich an die Zigarette bindet und schaffe es daher, mich nach und nach davon zu lösen. Aber sind gewisse Personen anfälliger für die Abhängigkeit? Ich denke an Alkohol, der bei mir (vielleicht ist es nur eine Hypothese) durch die Zigarette ersetzt wurde, weil meine Mutter Alkoholikerin ist, ihr Vater es auch war und einer ihrer Brüder auch trank. Ich habe kein Problem mit dem Alkohol, ich trinke nicht gerne, habe aber manchmal das Gefühl, mit meinem Leben ohne Zigarette nicht klar zu kommen, ein bisschen wie meine Mutter, die ihr Leben nicht in den Griff bekommt, ohne zum Alkohol zu greifen. Macht, was ich schreibe, keinen Sinn oder gibt es Studien zu diesem Thema?
Antwort: Man stellt tatsächlich fest, dass Abhängigkeiten, vor allem Tabak und Alkohol, nachfolgende Generationen einer gleichen Familie betreffen. Es ist allerdings schwierig, zu unterscheiden, was genetisch und was durch den Einfluss der familiären Umgebung bedingt ist, oder noch wahrscheinlicher durch beide zusammen. Es wurde jedenfalls kein Tabaksuchtsgen identifiziert. Die Abhängigkeiten sind jedoch eng verbunden mit den Gehirnrezeptoren für die verschiedenen Substanzen, die die Abhängigkeit auslösen. Man weiss, dass es für jeden Nikotinrezeptortyp mehrere Varianten gibt, die genetisch vorgegeben sind. Es ist also möglich, dass eine Person je nach ihren Genen ein höheres Risiko zu irgendeiner oder einer spezifischen Abhängigkeit hat.