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Der Parson Russell Terrier
Geschichte und Herkunft
Man vermutet den Ursprung des Foxterriers – und somit auch die des Parson Russell Terriers – bei den mittlerweile nicht mehr bestehenden Hunderassen Old White English Terrier und Old English Black and Tan Terrier. Als Vater des Parson Russell Terriers jedoch wird in den meisten Quellen Parson John – Spitzname Jack, the „Hunting Parson“ – Russell, ein Angehöriger des Klerus, genannt.
Dieser züchtete gegen Ende des 19. Jahrhunderts diesen Hund, der zunächst Parson Jack Russell Terrier genannt wurde und ursprünglich für die Fuchsjagd gedacht war, weshalb er auch unter der Bezeichnung „Foxterrier“ lief. Obwohl der Geistliche sich nie um Anerkennung bemühte, erkannten 1990 sowohl der englische Kennel Club als auch der FCI diese Hunde als eigenständige Hunderasse an. Nach der endgültigen Anerkennung 2001 durch den FCI wurden die Festsetzung der Größe sowie der Name verändert. Ab nun hieß er Parson Russell Terrier.
Steckbrief Parson Russell Terrier
· Ursprungsland: Grossbritannien
· Standardnummer: 339
· Widerristhöhe: Rüden: ca. 36 cm, Hündinnen: ca. 33 cm
· Gewicht: 5 – 10 kg
· Verwendung: Robuster Arbeitsterrier
· FCI-Gruppe 3: Terrier
· Sektion 1: Hochläufige Terrier. Mit Arbeitsprüfung.
Erscheinungsbild
Mit der FCI-Standardnummer 339 gehört der Parson Russell Terrier der Gruppe 3 – Terrier – sowie der Sektion 1 – Hochläufige Terrier – an. Bei einer Größe von 28 bis 38 cm sowie einem Gewicht von 5 bis maximal 10 kg kann er zu den eher kleineren Hunden gerechnet werden. Er erreicht in der Regel ein Lebensalter von 13 bis 14 Jahren.
Bei dieser Hunderasse sollte der eher kräftige Körperbau derart gestaltet sein, dass die Körperlänge nur geringfügig größer ist, als der Abstand des Widerrists zum Boden. Da der Parson Russell Terrier ursprünglich dafür gezüchtet wurde, problemlos in den Fuchsbau zu gelangen, hat sich der eher mässig ausgeprägte Brustkorb durchgesetzt.
Der halbwegs breite Schädel des Tieres hat einen flachen Stop. Die seitlich angesetzten Ohren sind V-förmig; die Rute ist gerade. Das Haarkleid des Parson Russell Terriers besteht aus dem kurzen und harten Deckhaar und einer dichten Unterwolle. Dabei ist das Fell wasserabweisend.
Es existieren die Varianten glatt-, rau- und stockhaarig. Was die Fellfarbe anbelangt, so ist der typische Parson Russell Terrier entweder einfarbig weiß oder aber weiß mit gelben, schwarzen oder lohfarbigen Abzeichen.
Wesen und Charakter des Parson Russell Terrier
Bei dem kleinen, quirligen Parson Russell Terrier handelt es sich um einen sehr intelligenten, mutigen, selbstbewussten und vor allem arbeitsfreudigen Hund, der zudem den Menschen, seinen Artgenossen sowie anderen Tieren gegenüber freundlich gesinnt ist. Als weitere besondere Eigenschaft des temperamentvollen Hundes gilt dessen Anpassungsfähigkeit. Hin und wieder kann er jedoch recht stur sein, er ist aber keineswegs nachtragend.
Der stets beliebter werdende Familienhund ist immer noch ein ausgezeichneter Jagdhund. Seine Hundeerziehung ist, wenn man sein Temperament berücksichtigt sowie klare Regeln aufstellt und einhält, nicht besonders schwierig. Er muss jedoch stets – körperlich wie geistig – gefordert werden, da es bei Unterforderung zu einem unausgeglichenen bis hin zu aggressiven Verhalten kommen kann. Ideal ist, ihn im Spiel zu erziehen, wobei man unbedingt bedenken sollte, dass inkonsequentes Verhalten seitens des Rudelführers unschöne Folgen haben kann, denn ein Parson Russell Terrier vergisst nie. Diese Hunderasse weiss, was sie will und fordert dies auch ein. Der Parson Russell Terrier ist an seiner Umwelt interessiert, ein lustiger Geselle, der auch gerne Unsinn treibt, und kann der ideale und vor allem ausdauernde Begleiter beim Joggen, Reiten und Wandern sein.
Hundesportarten wie Obedience, Agility oder Turnierhundesport sind die idealen Freizeitbeschäftigungen für Hund und Herrchen bzw. Frauchen. Nicht zuletzt ist der Parson Russell Terrier ein idealer Jagdhund, der sich sowohl in der Bau- als auch in der Drückjagd bewährt hat. Aufgrund seiner extrem guten Nase kann er zudem für die Nachsuche verwendet werden. Eine Ausbildung zum Apportieren ist ebenfalls möglich, da diese Hunderasse sehr bring freudig ist und Wasser liebt.
Prinzipiell handelt es sich beim Parson Russell Terrier um eine recht robuste Hunderasse , dennoch haben sich im Laufe der Jahre in den Züchtungen rassespezifische Probleme und Erkrankungen breitgemacht. Dazu zählen der Graue Star, die Linsenluxation, bei der die Linse des Auges nicht mehr in dessen Mitte gehalten wird, eine erblich bedingte Verschiebung der Kniescheibe, Taubheit sowie einige andere Dinge. Wenn Sie einen Parson Russell Terrier Welpen kaufen wollen, sollten Sie sich am besten bei einem seriösen Hundezüchter genauer über mögliche rassetypische Hundekrankheiten erkundigen.
Auslauf und Pflege
Aufgrund seiner Lebhaftigkeit sowie seines ursprünglichen Betätigungsfeldes bedarf der Parson Russell Terrier eines grösseren Auslaufes. Dabei zeigt er Ausdauer, Spring- und Lauffreude sowie Schnelligkeit. Das sowie sein ausgeprägter Jagdinstinkt kann bedeuten, dass er häufig am besten an der Leine zu führen ist. Er gehört daher auch weniger in eine Stadtwohnung, dafür um so mehr in die Hände von sportlichen Besitzern. Die Fellpflege gestaltet sich recht einfach: Er muss von Zeit zu Zeit gebürstet werden.