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Objekte
Dampfschiff «Wädensweil»
Am 21. Juni 1895 wurde das 38 Meter lange und 5,5 Meter breite Dampfboot «Wädensweil», es kostete 170'000 Franken, von der Firma Escher Wyss & Co. abgeliefert. Mit seinen zwei voneinander unabhängigen Dreizylinder-Schraubmaschinen mit 300 PS erreichte das Schiff eine Fahrgeschwindigkeit von bis zu 28 km/h. Das Boot fasste rund 300 Personen. Das Innere war elegant ausgekleidet und mit den modernsten Einrichtungen ausgestattet. Der Salon erster Klasse war in amerikanischen Nussbaumholz mit reicher Schnitzerei ausgearbeitet, die Sitze in rotem Plüschpolster.
Der Salon zweiter Klasse war in amerikanischem Eschen- und Ahornholz ausgeführt. Auf dem Schiff befand sich eine Raucherkabine in altdeutschem Stil, in Eichenholz ausgeführt, eine Kapitänskabine, Räume für die Traiteurs sowie eine Dampfküche. In den WC's stand fliessendes Wasser, automatische Seifen- und Papierspender zur Verfügung. In sämtlichen Räumen wurde elektrisch beleuchtet und mit Dampfheizung geheizt. [cle]
Dampfschiff «Speer»
Laut Geschäftsbericht vom Jahre 1898 betrug der Kohleverbrauch des Salonbootes «Wädensweil» per Fahrkilometer 24,42 Kilogramm, derjenige des Schiffs «Speer» per Fahrkilometer 10,9 Kilogramm. Die Heizkosten beliefen sich beim Boot «Wädensweil» auf 83,75 Rappen per Kilogramm. Beim Boot «Speer» reduzierte sich diese Ausgabe auf mehr als die Hälfte, nämlich 37,27 Rappen. Das Rechnungsjahr 1897 schloss nicht mehr mit einem so hohen Rückschlag, wie in den beiden Vorjahren, aber immerhin noch mit einem Defizit von 12'155 Franken.
Obwohl der Verwaltungsrat der «Dampfbootgesellschaft Wädensweil»
und die Direktion der Südostbahn
alles getan hatten, um durch Reduktion der Ausgaben das finanzielle Gleichgewicht zu finden, konnten die Betriebsdefizite nicht mehr ausgeglichen werden. Mit der Anschaffung des zweiten Schiffes war die Barschaft der Gesellschaft erschöpft. [pzi]
GAMBRINUS
Im Mai 1893 lief das Dampferchen der Brauerei Weber von Stapel und wurde zu Ehren des Schutzpatrons der Bierbrauer auf den Namen «Gambrinus» getauft. Der Bierfloss-Schlepper war 13 Meter lang, 3,4 Meter breit, hatte 1,4 Meter Tiefgang und verdrängte 23 Tonnen Wasser. Die Dampfmaschine lieferte 28 PS und damit die Kraft, um auf oft zwei angehängten Lastkähnen maximal 40 Tonnen Bier in Fässern vor allem nach Zürich zu schleppen. Bereits im ersten Jahr beförderte die Brauerei Wädenswil 700 000 Liter Bier auf dem Seeweg. [pzi]
MS WÄDENSWIL
Das MS Wädenswil ist ein klassisches Motorschiff aus den Sechzigerjahren. Mit zwei Salons im Hauptdeck und einem grösseren sowie einer einladenden Sonnenterrasse auf dem Oberdeck. Das geräumige Schiff empfiehlt sich für gemütliche Anlässe aller Art mit bis zu 160 Personen. [hp zsg]