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Spanien spielt ab heute um seinen vierten Davis-Cup-Titel in den letzten fünf Jahren. Ohne Rafael Nadal müssen die Spanier in Prag gegen Tschechien bestehen.
Der fünffache Davis-Cup-Sieger Spanien muss zwar wie bereits in den Partien zuvor auf Nadal verzichten, doch mit David Ferrer (ATP 5) und Nicolas Almagro (ATP 11) sowie den Doppelspezialisten Marc Lopez und Marcel Granollers, die zuletzt an den World Tour Finals triumphiert haben, verfügen die Iberer auch ohne den elffachen Grand-Slam-Sieger über ausreichend Qualitäten.
Ferrer bewies seine Form auf schnellen Hartplätzen in den letzten Wochen eindrücklich. Der 31-Jährige gewann die Turniere in Valencia und in Paris-Bercy; beim ATP-Finale scheiterte er nur knapp und trotz zweier Siege in der Gruppenphase. "Es wird eine knappe Angelegenheit", prognostiziert die Nummer 5 der Welt.
Berdych provoziert Almagro
Berdych unterliess es auch nicht, vor dem Showdown noch ein paar Giftpfeile in Richtung spanisches Lager zu schicken. So sagte der ''Hardhitter'' über seinen ersten Gegner Nicolas Almagro: "Ich hab gegen Almagro in diesem Jahr einige Duelle gehabt und die meisten gewonnen. Wenn er nominiert ist, wird er der schwache Punkt sein, auf dem wir unseren Sieg aufbauen können. Ihm fehlt dieses gewisse Etwas, das grosse Spieler unterscheidet. Er hat dieses Jahr kleinere Turniere gewonnen. Aber da hat er immer eine Chance, wenn er spielt."
Dass Berdych und Almagro nicht gerade die besten Freunde sind, ist kein Geheimnis. Beim Australian Open verwehrte der Tscheche seinem Gegner den Handshake, weil er der Meinung war, Almagro habe ihn bei einem Passierball absichtlich angeschossen.
2009 ging Tschechien unter
Der letzte bedeutende Titel des Tennisjahres 2012 wird in der Prager O2-Arena vergeben. Die Tschechen können auf Tomas Berdych (ATP 6), den Routinier Radek Stepanek (ATP 37) und nicht zuletzt auf rund 14'000 Fans zählen.
Der Heimvorteil ist ein bedeutendes Plus und für Stepanek möglicherweise auch der entscheidende Unterschied zum letzten Duell der beiden Länder. 2009 war Tschechien im Final in Barcelona von der spanischen "Sand-Armada" mit 5:0 versenkt worden.
Bereits damals waren Berdych und Stepanek die tschechischen Alleinunterhalter. "Diese Erfahrung wird uns helfen", ist sich Stepanek sicher, und weiss auch, weshalb es in diesem Jahr anders herauskommen soll: "Die Vorteile, die damals Spanien hatte, sind nun auf unserer Seite."
Dabei spricht er in erster Linie den Heimvorteil an. Dieser sichert den Tschechen nicht nur mehr Unterstützung von den Rängen, sondern auch einen Belag, der ihrem Spiel entgegenkommt. "So schnell wir möglich" soll er sein, sagten Berdych und Stepanek unisono.
Zweiter Titel für Tschechien?
Tschechien strebt den zweiten Davis-Cup-Sieg nach 1980 an. Damals führte Ivan Lendl die damalige Tschechoslowakei zum Titel. Wie es geht, haben die tschechischen Frauen vorgemacht. Sie gewannen vor zwei Wochen in der gleichen Arena den Fedcup. Das Double ist rar: Mit den USA holte letztmals vor 22 Jahren eine Nation in derselben Saison beide Mannschaftstitel.
Die ersten beiden Einzelpartien werden heute ab 16 Uhr ausgetragen. Am Samstag folgt das mit Spannung erwartete Doppel.
Davis Cup. Final in Prag (Halle): Tschechien - Spanien. Heute Freitag, 16.00 Uhr: Radek Stepanek (ATP 37) - David Ferrer (ATP 5), anschliessend: Tomas Berdych (ATP 6) - Nicolas Almagro (ATP 11). (Si/sma)
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