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One Life
ältere Namen: Wild Goose Company, Energy World
Michael Barnett (1930 – 2019) wurde in London geboren, studierte Mathematik und Jurisprudenz an der Universität in Cambridge, war anschliessend als Geschäftsmann tätig und fand nach ausgedehnten Reisen durch ein Buch von R.D. Laing zur angewandten Psychologie. Er gründete 1969 die Laienbewegung «People not Psychiatry» und leitete selber Encounter- und Bodywork-Gruppen. 1974 besuchte er den Rajneesh Ashram in Poona und wurde sofort Sannyasin und unter dem Namen Swami Anand Somendra einer von Bhagwans Startherapeuten.
1982 trennte Barnett sich – mit Nebengeräuschen – von der Sannyas-Bewegung und gründete die «Wild Goose company». Nachfolgeorganisation ist heute die «Onelife GmbH Company», deren Sitz lange in Zürich domiziliert war, sich heute aber in Denzlingen/Deutschland befindet.
Von 1988 bis 1993 wohnte Barnett mit einer Gemeinschaft von ca. 50 Leuten in einer Villa am Lago Maggiore, Italien. 1993 bis 1998 zog er mit seiner Gemeinschaft auf ein Schlossgut nach Frankreich, zwischen Poitiers und Tours gelegen. Das neue Kommune-Experiment nannte sich Energy-World. Es musste abgebrochen werden. Barnett kehrte in die Schweiz und nach Deutschland zurück, wo er in seinem Ashram UNACHO in Denzlingen nördlich von Freiburg im Breisgau weiterhin Bücher schrieb und Kurse – vor allem Energietraining – anbot.
Am 12. November 2019 ist Michael Barnett gestorben.
Jeder Mensch, so lehrte Barnett, ist in seinem eigentlichen Wesen kosmische Energie. Diese Energie lässt sich wecken, entfalten und übertragen. Wo dies geschieht, eröffnen sich völlig neue Erfahrungen. Barnett weckte und übertrug Energie durch seine suggestive Ausstrahlung, durch seinen Humor, seine unbestrittene Autorität, durch bewusst geleitete gruppendynamische Prozesse.
Eine gewisse kindliche Freude am Auftritt vor Fans und an Selbstinszenierung teilte er mit seinem ehemaligen Vorbild Rajneesh ebenso wie den suggestiven, fast betörend packenden Umgang mit seinen Schülern. Nur dass Rajneesh Tausende in seinen Bann zu schlagen vermochte, während sich bei Barnett die Grösse und wohl auch die Leidenschaft der Fangemeinde in Grenzen hielt.