Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03495.jsonl.gz/196

Mädchenbeschneidung
Herausforderung in der Sozialen Arbeit
Durch die Migration beschnittener Mädchen und Frauen, kommen Sozialarbeitende in verschiedenen Bereichen in Kontakt mit weiblicher Genitalbeschneidung. Um einen adäquaten Umgang mit Female Genital Mutilation (FGM/C) zu finden, ist es notwendig die Typen, Hintergründe, Vorkommen, Erklärungsansätze sowie Folgen der weiblichen Genitalbeschneidung zu verstehen. Der Fokus der vorliegenden Studienarbeit liegt auf der Prävention, Intervention sowie Begleitung betroffener Mädchen durch Sozialarbeitende in der Schweiz. Die Erkenntnisse der vorliegenden Arbeit werden mit Hilfe von Fachliteratur und Gesprächen mit Fachpersonen aus verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit und Fachpersonen im Bereich FGM/C bekräftigt. Spezifisch wurden Gespräche mit Schulsozialarbeitenden, Sozialarbeitenden der offenen Kinder- und Jugendarbeit, Sozialpädagog*innen von Kinderheimen sowie Fachpersonen verschiedener Fachstellen geführt. Es handelt sich hierbei um eine theoretische Arbeit. Mithilfe von Indikatoren können (drohende) Mädchenbeschneidungen erkannt werden. Die vorliegende Arbeit bietet Handlungsempfehlungen, um eine drohende Beschneidung zu verhindern oder bereits beschnittene Mädchen und deren Familien zu begleiten. Für die Prävention sowie Intervention sind Bildung, Aufklärung und Sensibilisierung zum Thema FGM/C wichtig. Ferner ist die Vermittlung des rechtlichen Rahmens in der Schweiz ein wichtiges Instrument vorwiegend in der Prävention sowie Intervention. FGM/C ist in der Schweiz rechtlich verboten und betroffene Familien müssen sich über rechtliche Folgen im Klaren sein.