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(Kloster) (Kt. Aargau,
Bez. Bremgarten,
Gem.
Nesselnbach). 359 m. Ehemaliges Kloster, heute Asyl für Greise
und Schwachsinnige; am linken Ufer der
Reuss, 1 km nö.
Nesselnbach und 5,8 km nö. der Station
Wohlen der Linie
Aarau-Lenzburg-Rotkreuz-ArthGoldau. 2
Häuser, 94 Ew. Zuerst 1297 ein Beginenhof, dann 1344 dem Orden der Zisterzienser zugewiesen und der AbteiWettingen
unterstellt, aber erst 1396 von Burkhart von Hörren,
Bischof von Konstanz, mit den vollen
Rechten eines Zisterzienserklosters
betraut. 1608 brannte das Kloster ab und erlitt während der Religionskriege von 1656 und 1712 so grossen Schaden, dass es
sich nur mit der tatkräftigen Beihilfe der
KlösterWettingen,
Muri,
St. Urban und
Einsiedeln zu halten vermochte. 1691 wurde
das bisherige Amt einer Aebtissin zu dem einer einfachen Priorin umgestaltet. 1712 hatten hier
Berner und
Aargauer Offiziere
Quartier genommen, die wegen der Neutralität des
Freiamtes und der Stadt
Bremgarten verhandelten, aber keinen befriedigenden
Abschluss erzielten. Am fand darauf 1 Stunde von Gnadenthal entfernt die sog. Staudenschlacht
statt, die über das Los
Bremgartens entschied. Das Kloster Gnadenthal wie alle aargauischen
Klöster 1841 aufgehoben, aber
nach gegenteiligem Beschluss der Tagsatzung als
Frauenkloster 1843 wieder hergestellt, um dann am durch Grossratsbeschluss
endgiltig aufgehoben zu werden.
(sprich njosca) (Kt. Tessin,
Bez. Bellinzona).
259 m. Gem. und Pfarrdorf, am linken Ufer des Tessin
und am Eingang ins
Val di Gnosca mitten
in Kastanienhainen gelegen; 4 km nw. der Station
Castione der Gotthardbahn. Postablage; Postwagen
Bellinzona-Moleno. 48
Häuser, 216 kathol.
Ew. Acker- und Weinbau, Viehzucht. Ruinen einer sehr alten, dem
San Giovanni geweihten Kirche. 20 Minuten vom Dorf entfernt,
auf einer Anhöhe gegenüber dem Austritt des
Misox ins Tessinthal die aus römischer Zeit stammende Kirche
San Carpoforo,
über deren W.-Eingang sich noch Spuren eines gotischen Madonnenbildes erkennen lassen.
(Valdi) (Kt. Tessin,
Bez. Bellinzona).
1800-259 m. 4 km langes Thal; steigt vom
Gaggio und seinen Ausläufern nach O. steil
zum DorfGnosca ab, wo es 5 km n.
Bellinzona ins Tessinthal ausmündet. Bildet in seinem untern Abschnitt eine tiefe
Schlucht, deren
unbenannter ungestümer
Wildbach dem DorfeGnosca zeitweise gefährlich werden kann. Sein mächtiger Schuttkegel
hat den Tessin
gezwungen, in einem weiten
Bogen auszuweichen.
diRollin(Kt. Wallis,
Bez. Visp).
3908 m. Buckel, s. über dem weiten Gipfelplateau des
Breithorns, am
SO.-Hang des
Zermatter Breithorns
und auf der Landesgrenze gegen Italien. Auf der alten Ausgabe des Siegfriedkarte unbenannt, auf der italienischen
Generalstabskarte dagegen Gobba di Rollin und auf der neuen Ausgabe der Siegfriedkarte
Bosse de
Rollin geheissen. Kann von
der italienischen Schutzhütte am
Theodulpass in 2 Stunden sehr bequem bestiegen werden.
entspringt in 435 m in einem
Sumpfe wellig n.Collex, fliesst zunächst
nach S. und bildet auf eine Strecke von 800 m die Landesgrenze gegen Frankreich, wendet sich dann nach O. und mündet nach 6 km
langem
Lauf in 388 m in den Vangeron, einen rechtsseitigen Zufluss zum
Genfersee.
(Kt. St. Gallen,
Bez. Sargans).
Bach; Zufluss zu der hier beim Austritt aus dem Calfeisenthal scharf nach N. abbiegenden
Tamina;
kommt vom
Kunkelspass her und entwässert das das Taminathal in gerader Linie nach S. fortsetzende ehemalige
Thal des
Hinterrhein.
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