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Lead
Das Projekt untersucht die Möglichkeit eines wertbasierten Non-Konsequentialismus, also einer Theorie im Bereich der normativen Ethik, die die attraktiven Annahmen von Konsequentialismus und Deontologie kombiniert.
Lay summary
Im Bereich der normativen Ethik gibt es zwei Annahmen, die gleichermassen plausibel erscheinen, aber in unterschiedliche Richtungen weisen. Die erste Annahme besteht darin, dass evaluative Überlegungen die Grundlage der Moral darstellen: Was wir tun sollen bestimmt sich in erster Linie durch Erwägungen darüber, was gut oder schlecht ist; und wenn etwas gut oder schlecht ist, dann liegt dies nicht an der Identität einer bestimmten Person. Dies drückt den Unparteilichkeitsgedanken aus, der für moralische Überlegungen zentral ist. Die zweite Annahme besteht darin, dass es im Bereich der Moral nicht nur darum geht, wie die Welt aussieht, sondern auch, was einzelne Akteure tun. Im Projekt soll untersucht werden, wie diese Annahmen in einer neuartigen Theorie zusammengeführt werden können. Es untersucht erstens, in welcher Form evaluative Erwägungen die Grundlage der Moral darstellen können. Hier wird auch untersucht, wie der Zusammenhang von Werten und Handlungsgründen genau zu verstehen ist. Zweitens wird untersucht, inwiefern dies mit der Annahme der besonderen Verantwortung von Akteuren für ihre eigenen Handlungen in Einklang gebracht werden kann. In einem dritten Teil werden die Ergebnisse dieser Forschungsfragen auf konkrete Fragen im Bereich der Ethik persönlicher Beziehungen oder persönlicher Projekte angewendet.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext:
Das Projekt setzt sich zum Ziel, einen signifikanten und originellen Beitrag zu einer der wichtigsten Debatten der praktischen Philosophie zu leisten. Darüber hinaus helfen die werttheoretischen Überlegungen, ein besseres Verständnis von gesellschaftlichen Debatten zu erlangen.