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Peking - In China sind acht Menschen festgenommen worden, denen die Herstellung eines gefälschten Tollwut-Impfstoffs vorgeworfen wird. Wie die staatliche Zeitung "China Daily" am Montag berichtete, wurden die Verdächtigen in der südlichen Provinz Guangxi festgenommen.
In dieser Provinz war im Dezember vergangenen Jahres ein vierjähriger Junge nach einer Tollwut-Impfung gestorben. Die Behörden hatten Anfang des Jahres in Guangxi mehr als 1260 Dosen des illegalen Impfstoffs in 13 öffentlichen Krankenstationen sowie in 20 Privatkliniken entdeckt.
Der gefälschte Impfstoff war in einer illegalen Arzneimittelfabrik hergestellt und für insgesamt 330'000 Yuan (knapp 48'300 Franken) verkauft worden.
Dem vierjährigen Jungen waren nach einem Hundebiss mehrere Dosen des gefälschten Impfstoffes verabreicht worden. Sein Fall löste die Ermittlungen aus.
In China ist Tollwut vergleichsweise weit verbreitet. In den vergangenen Jahren starben pro Jahr durchschnittlich 2000 Menschen an der durch Tiere übertragenen Krankheit. Damit liegt das Land nach chinesischen Regierungsangaben an zweiter Stelle nach Indien, wo die meisten Tollwut-Todesfälle verzeichnet wurden.
SDA-ATS