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David Marcus
David Marcus
David Marcus ist Seriengründer – und das beste Beispiel dafür, was passiert, wenn die Start-up-Szene in einem Land unterentwickelt ist. Denn seine ersten beiden Gründungen, GTN und Echovox, beide in der Telekombranche aktiv, siedelte der 44-Jährige noch in Genf an. Doch für die dritte, mit der er schliesslich reich wurde, zügelte er mit Kind und Kegel ins Silicon Valley: 2008 baute Marcus dort den Internetbezahldienst Zong auf. «Das Problem mit der Schweiz sind die Grösse des Marktes und die Mehrsprachigkeit», sagt er. «Innovation braucht Skaleneffekte, um erfolgreich zu sein.»
2011 verkaufte Marcus Zong für eine viertel Milliarde Dollar an den Branchenriesen Pay-Pal. Ein Jahr später wurde er sogar CEO des Milliardenkonzerns. Nachdem er ihn umgebaut und die Firmenkultur verjüngt hatte, klingelte das Telefon: «Eines Tages hat mich Mark Zuckerberg angerufen und gesagt: ‹Komm, lass uns essen gehen, ich muss mit dir etwas besprechen›», erzählt Marcus. Seither ist er bei Facebook für den Nachrichtendienst Messenger zuständig: «Wenn man für mehr als eine Milliarde Benutzer arbeitet, ist das die grösste intrinsische Motivation, die man sich vorstellen kann», sagt der grau melierte Unternehmer, der zum Manager wurde. 1,3 Milliarden sind es sogar, um genau zu sein, und täglich werden es mehr: Videogruppenchats, Anwendungen für Geschäftskunden und der Einsatz von Chatbots sind die grossen Themen, mit denen Marcus dort das Wachstum aufrechterhalten will.
(Stand: Dezember 2017)