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Der steigende Ausstoss von Treibhausgasen bewirkt, dass sich das Klima weltweit aussergewöhnlich verändert. Extremereignisse wie Hitzewellen, Trockenperioden, Starkniederschläge, Frosttage usw. nehmen drastisch zu. Diese Veränderungen wirken sich auch auf unsere Umwelt aus. So ist seit Messbeginn im Jahr 1864 die durchschnittliche Jahrestemperatur in allen Regionen der Schweiz um 2 Grad Celsius angestiegen. Die Erwärmung ist damit mehr als doppelt so stark wie im weltweiten Durchschnitt (0,9 Grad Celsius).
Dieser Klimawandel wird sich in die gleiche Richtung weiterentwickeln und die Klimaszenarien prognostizieren bis Ende des Jahrhunderts einen Anstieg der Durchschnittstemperaturen in allen Jahreszeiten um 2,7 bis 4,1 Grad Celsius. Demgegenüber dürfte die mittlere Niederschlagsmenge im Sommer im Vergleich zu den vergangenen 30 Jahren um 18 bis 24 Prozent abnehmen.
Auch der Kanton Schwyz ist von diesen Wetterphänomenen nicht verschont geblieben. Auf regionaler Ebene werden folgende Auswirkungen und Risiken vermehrt auftreten:
- Wasserknappheit für die Bevölkerung und die Landwirtschaft;
- zerstörerische Hochwasserereignisse;
- medizinische Notfälle und vorzeitige Todesfälle während Hitzeperioden;
- wirtschaftliche Einbussen als Folge der steigenden Schneefallgrenze;
- Rückgang der Gletscher als Wasserreservoir der Alpen;
- Ertragsausfälle in der Landwirtschaft;
- Ausbreitung invasiver Pflanzen;
- und Abnahme der Biodiversität.
Mit der Energiestrategie 2050 hat der Bund auf nationaler Ebene die notwendigen Schritte in die Wege geleitet.
Da der Kanton Schwyz seine energie- und klimapolitischen Zielsetzungen auf Eis gelegt hat und aktuell nicht bekannt ist, welche kantonale Energiestrategie der Regierungsrat verfolgt, bitte ich um folgende Informationen:
- Welche konkreten und klimapolitischen Zielsetzungen definiert der Regierungsrat bei einer allfälligen Anpassung der Energiestrategie bzw. des Energieleitbildes?
- Wie können die Bevölkerung und die Schulen bei klimapolitischen Anstrengungen unterstützt werden?
- Wie kann die Wertschöpfung für die regionale Wirtschaft durch alternative und CO2-neutrale Energiesysteme gestärkt werden?
- Mit welchen zusätzlichen Massnahmen wird bei Wasserknappheit die Versorgung der Bevölkerung und der Landwirtschaft sichergestellt?
- Wie kann bei grösserer Hitzebelastung die Energie- und Transportinfrastruktur gewährleitet werden z.B. bei Einschränkung der Wasserkraftproduktion usw.?
- Wie können häufigere und intensivere Hochwasser und Überschwemmungen mit Begleitmassnahmen eingedämmt werden?
- Mit welchen zusätzlichen Massnahmen wird gegen abnehmende Hangstabilität und häufigere Massenbewegungen wie abstürzendes Fest- und Lockergestein, Erdrutsche und Murgänge vorgegangen?
Zum Download der Interpellation