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Erst ganz am Schluss musste Dario Cologna das überragende Spitzentrio Johannes Hösflot Klaebo, Sergej Ustjugow und Alexander Bolschunow ziehen lassen. Er verlor aber lediglich elf Sekunden auf die Spitze und sprach deshalb von einem "schönen 6. Platz". Der vierfache Olympia- und Toursieger räumte damit auch die letzten Zweifel aus, ob seine Wade auch im Klassisch-Stil wieder Spitzenleistungen zulässt.
"Die ersten drei sind einfach stärker, schon an der ganzen Tour", stellte der 33-jährige Bündner neidlos fest. "Da fehlt mir ein bisschen etwas." Um noch ein paar Plätze weiter vorne zu sein, hätte er etwas mehr riskieren müssen. "Ich habe ein bisschen abgewartet und gedacht, dass die Russen vielleicht noch etwas mehr Tempo machen. Wenn das Rennen von Anfang an etwas härter gewesen wäre, wären vielleicht noch ein paar andere weggefallen", sagte Cologna.
Nur eine halbe Minute hinter dem 4. Platz
Bolschunow, Klaebo und Ustjugow liegen nun innerhalb von 21 Sekunden auf den ersten drei Plätzen, dahinter folgt mit bereits 1:27 Minuten Rückstand Sjur Röthe. Das Podest dürfte damit besetzt sein. Auf Röthe weist Cologna als neuer Gesamt-Neunter nur ein Handicap von 30 Sekunden auf. Den schlechten Tag, den er an Silvester in Toblach in seiner eigentlichen Paradedisziplin über 15 km Skating einzog, konnte er noch nicht wettmachen. Um am Sonntag im traditionellen Aufstieg auf die Alpe Cermis noch in den Kampf um den 4. Platz eingreifen zu können, braucht der Schweizer am Samstag wieder einmal einen guten Sprint.
In Lenzerheide verzichtete er im Sprint quasi kampflos auf die Viertelfinals, um seine Lunge zu schonen. Nun will er aber alles versuchen, um sich ein paar Bonussekunden zu sichern - zumal die vor ihm klassierten Röthe, Iivo Niskanen und Hans Christer Holund ebenfalls keine Sprintspezialisten sind. Dass der Reizhusten nach einem Effort im Sprint wieder stärker auftreten könnte, nimmt Cologna in Kauf. "Ich merke ihn jetzt, nach dem 5. Rennen, schon etwas", erklärte er am Freitag. "Aber im Vergleich zum letzten Jahr ist das eigentlich nichts." Damals musste er die Tour de Ski aufgeben. "Wenn ich nach der Tour wieder Schwierigkeiten haben sollte, muss ich damit leben. Aber den letzten Tag der Tour werde ich sicher noch überstehen. Ich will jetzt noch zweimal angreifen."
Drei weitere Schweizer in den Punkten
Neben Cologna zeigten auch die anderen Schweizer ein gutes Rennen. Jonas Baumann, ein ausgewiesener Klassisch-Spezialist, wurde 21. Mit den Positionen 26 und 30 liefen auch Beda Klee und Roman Furger in die Weltcup-Punkteränge.