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Kañiwa
Schokobraune Kañiwa-Körner aus den Anden
Schokobraune Kañiwa-Körner aus den Anden
Wie Quinoa gehört auch Kañiwa zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und wird wegen der winzig kleinen Körner häufig als «Baby-Quinoa» bezeichnet. Erstmals wurde Kañiwa in Tahuantinsuyo, einem Inka-Reich, vor mehr als 1000 Jahren gezüchtet. Das Zentrum der Hochkultur lag in der Region am südöstlichen Ufer des Titicacasees auf gut 3800 Meter über Meer. Dank ausgeglichener Temperaturen, höherem Niederschlag und geringeren Nachtfrösten konnte in dieser Region Kañiwa angebaut werden. Die widerstandsfähige Pflanze gedeiht auf kargen, felsigen Böden und übersteht sowohl Frost- wie Trockenperioden.
Kañiwa wurde zu einem wichtigen Nahrungsmittel und ist aus der traditionellen Küche der Andenbewohner nicht mehr wegzudenken. Das Fine-Food-Kañiwa wird nördlich des Titicacasees kultiviert, unter anderem in Puno und Cusco. Wenn sich die Pflanzen im März bis April verfärben, ist Erntezeit. Nach dem Mähen lässt man sie 20 bis 30 Tage zum Trocknen auf dem Feld liegen, dann werden sie von Hand gedroschen. Die schokobraunen Kañiwa-Körner zeichnen sich durch ihren intensiven, süsslich-nussigen Geschmack aus. Werden die Körner vor dem Kochen geröstet, entfaltet sich der typische Geschmack von Kañiwa in seiner ganzen Fülle.