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Gründung: 1990
Lage: 100 Meter über Meer
Bevölkerungszahl: 15.442 (Stand 11/2007)
Grösse/km2: 202 km2
Bevölkerungsdichte/km2: 76,44 Einw./km2
Regenzeit: Januar bis April
Jericoacoara liegt 305 Kilometer westlich der Millionenstadt Fortaleza. Jericoacoara war einmal ein kleines unbekanntes und schwer zugängliches Fischerdorf. Seinen Originalcharakter findet man, Gott sei Dank, immer noch auf den Sandstrassen zwischen den Häusern und Hütten, zwischen den Haustieren, die freilaufend gehalten werden und im ruhigen Rhythmus der Einwohner des Ortes.
1994 wählte die renommierte US amerikanische Zeitung, die Washington Post, die Gegend zu einem der 10 schönsten Strände des Planeten. Die Strände von Jericoacoara dienten auch in dem Film „A Ostra e o Vento“ (Die Auster und der Wind) des brasilianischen Filmemachers Walter Lima Junior als Kulisse.
Der Ruhm, einen der schönsten Strände des Landes zu besitzen, hat bewirkt, dass sich die wenigen Strassen von Jericoacoara dicht mit Pousadas, Restaurants und Bars besetzt haben, in denen die Touristen verkehren. Das hat man eben davon, wenn man berühmt ist.
Im Februar 2002 wurde das gesamte Gebiet unter Naturschutz gestellt und heisst jetzt „Parque Nacional de Jericoacoara“ (8.416 ha). Die Kontrolle und Durchsetzung des Gesetzes sind in der Verantwortung der IBAMA (das brasilianische Institut für Umweltschutz), die IBAMA ist auch mit einem Team professioneller Mitarbeiter direkt vor Ort. Das geschützte Gebiet wird im Osten vom Ort Preá und im Westen vom Dorf Guriú begrenzt. Das Naturschutzgebiet zieht sich im Mittel 10 Kilometer ins Landesinnere und schliesst verschiedenartigste Landschaften ein: Riesige Wanderdünen, Teiche, Seen mit glasklarem Süsswasser, Mangroven, Kokospalmen, Klippen, Strände mit ruhigem Seegang, Strände mit Wellen zum Surfen, Steinstrände, Höhlen und Grotten. Innerhalb der Grenzen des Naturschutzgebietes von Jericoacoara ist der Bau von Strassen verboten, dies gilt auch für die Jagd, das räuberische Fischen und irgendwelche Aktivitäten, die Verunreinigungen zu Folge haben könnten.
Neue Gebäude können nur im Dorf Jericoacoara – das selbst nur ca. 1 Quadratkilometer gross ist – errichtet werden und dies nur unter Berücksichtigung örtlicher bzw. im Gesetz festgelegten Architekturstandards. So können nur 50% der Grundstücksfläche bebaut werden, bei einer Maximalgrösse des Gebäudes von 250 m².
Was ist die Bedeutung des Namens „Jericoacoara“? Trotz mehrerer anderer Erklärungen über den Ursprung des Wortes ist die wahrscheinlichste, dass es seine Wurzeln im Tupi-Guarani hat, eine Sprache, die von brasilianischen Indianern gesprochen wird. „Yuruco“ (Höhle) und „Cuara“ (Schildkröte) oder die „Höhle der Schildkröten“ gibt ein Hinweis darauf, dass bei Jericoacoara die Meeresschildkröten ihre Eier am Strand vergraben.
Einige alte Fischer aus der Gegend streiten diese Herkunft des Namens ab und sind der Meinung, der Name kommt von der Form des Berges Serrote (dort steht auch der Leuchtturm) in der Nähe des Dorfes. Vom Meer aus gesehen, hat dieser Berg die Form eines Jacaré (Kaiman) das ein Sonnenbad (Quarando) nimmt. Dieser Theorie zufolge war der Name der Stelle Jacarequara und veränderte sich später zu „Jericoacoara“.
Jericoacoara hat eine einmalige geographische Lage. Ganz im Norden von Ceará gelegen ist es eine der wenigen Stellen Brasiliens, wo man die Morgendämmerung und den Sonnenuntergang über dem Meer erleben kann.
Die Temperaturen schwanken hier zwischen 22° und 35° C. Beste Besuchszeit liegt in der zweiten Jahreshälfte, wenn es wenig regnet.
Ein Ausflug per Buggy zum „Tatajuba-Strand“, ein Bad in der „Lagoa de Jijoca“, eine Wanderung zu Fuss, oder zu Pferd, zum „Pedra Furada“ und den Sonnenuntergang von einer der Dünen herab zu beobachten, das sind hier obligatorische Programminhalte.
Schwer zugänglich ist der Ort immer noch: Die Anfahrt ist nur mit Allradantrieb zu bewältigen oder mit starken Buggys, denn es sind 20 km durch Dünen zu durchqueren. Man kann aber sein normales Auto in „Jijoca de Jericoacoara“ abstellen und dort ein entsprechendes Fahrzeug mieten, um die Reststrecke zu bewältigen, oder sich unseren Operatern anvertrauen!
Praia de Jericoacoara
Der Strand ist von der ausländischen Presse (New York Times) als „einer der schönsten Strände der Welt“ definiert worden und steht heute unter Naturschutz.
Er hat einen breiten feinen Sandstreifen, Kokospalmen, die riesige „Sanddüne des Sonnenuntergangs“, von 30 Metern Höhe, einen funktionierenden uralten Leuchtturm und interessante Felsformationen, denen die Einheimischen Namen gegeben haben, wie: „Natur-Aquarium, Grotte der Prinzessin, Salon mit zwei Türen und, der durchbohrte Stein“. Im Monat Juli geht die Sonne in einer Position unter, die genau mit dem Blick durch das Loch im „Durchbohrten Stein“ zusammenfällt!
Praia de Mangue Seco
Eine ähnliche Idylle wie „Jericoacoara“. Einsamer Strand, ruhiges Meer, mit Dünen und Mangroven. Wird von den lokalen Fischern zum Fang von Shrimps mit Netzen aufgesucht. Es gibt eine Verbindung zum Nachbarstrand „Guriú“ per Fähre (5 Minuten).
Praia de Tatajuba
Strand an der Mündung des Fusses gleichen Namens, der hier einen grossen See bildet, den „Lago Grande“. Die Originalsiedlung – „Velha Tatajuba“ – liegt unter den Dünen des rechten Flussufers begraben. „Nova Tatajuba“ haben die Fischer nun auf der linken Seite des Flusses angelegt. Die Anfahrt, sowohl von „Jericoacoara“ (Ost) als auch von „Camocim“ (West) kann nur per Buggy oder Allrad-Fahrzeug bewältigt werden.