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ORTHOVOLT / X-STRAHL
Das sogenannte Orthovoltgerät ist im Prinzip eine Röntgenröhre, in der konventionelle Röntgenstrahlung erzeugt werden kann. Wegen der vergleichsweise geringen Tiefenwirksamkeit (Tiefendosis) der Strahlen wird das Gerät vor allem für zwei Indikationen verwendet: für oberflächlich gelegene Tumoren der Haut oder für die Behandlung von entzündlichen Erkrankungen.
Hauttumore
Bei Hauttumoren, die an exponierten Stellen des Körpers liegen (wie Augenlider, Nase, Ohren, Penis) ist die chirurgisch radikale Entfernung häufig mit schwierigen kosmetischen oder funktionellen Problemen verbunden. Die Strahlentherapie mit dem Orthovoltgerät kann in diesen Fällen eine effiziente und schonende therapeutische Alternative darstellen. Die Indikationsstellung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Dermatologen, Plastischen Chirurgen respektive Urologen.
Entzündliche Erkrankungen
Strahlentherapie kann sehr effizient eingesetzt werden zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen und damit verbundenen Schmerzen oder funktionellen Störungen. Die Dosis, die dabei verwendet wird, ist viel geringer als bei der Strahlentherapie von Krebserkrankungen. Typische Beispiele für entzündlichen Erkrankungen, die mit Strahlentherapie am Orthovoltgerät behandelt werden, sind:
- Verschleißerscheinungen der Schultergelenke, zum Teil einhergehend mit Sehnenentzündungen und -verkalkungen
- schmerzhafte Fersensporne
- Reizzustände der Achillessehne oder des Ellenbogens (sog. Tennisarm)
- Verschleiß (Arthrose) im Bereich der Hände, z.B. der Daumensattelgelenke sowie der Knie- und Hüftgelenke
- Endokrine Orbitopathie bei M. Basedow.