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«Die Frage „Ist Nanotechnologie schädlich?“ lässt sich allerdings so pauschal nicht beantworten», sagt Harald Krug. Generell werde derzeit angenommen, dass eine gesundheitliche Gefährdung vor allem von freien Nanopartikeln ausgehen könne, die etwa über die Lunge in den Körper eindringen. «Und die müssten wir nun alle toxikologisch testen», so Krug. Keine einfache Aufgabe, denn (fast) jede Substanz lässt sich auch als Nanopartikel herstellen.
Doch einiges haben die Toxikologen schon herausgefunden. So gibt es laut Krug noch keinerlei Anzeichen dafür, dass Nanopartikel, wie sie etwa in Sonnenschutzcremes enthalten sind, die (gesunde) Haut durchdringen. Hier könne eine Gefährdung ausgeschlossen werden. Anders sieht es in der Lunge aus. Verschiedene Studien haben in Tierversuchen gezeigt, dass besonders lange, mehrwandige Kohlenstoff-Nanoröhrchen nach Inhalation Effekte wie Entzündungen und ähnliches hervorrufen können. «Nach unserem derzeitigen Wissensstand sollte man es vermeiden, lange, mehrwandige Kohlenstoff-Nanoröhrchen in grösseren Mengen in die Luft zu blasen», so Krugs Fazit. Das bedeute aber keineswegs, dass diese «Nanotubes» generell «gefährlich» seien. Sind die Röhrchen im Material fest eingebunden, etwa in einem Fahrradrahmen oder einem elektronischen Bauteil, dann sei die Expositionsgefahr logischerweise sehr gering.