Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03408.jsonl.gz/1047

Wieder ein Stück aus meinem Lesestoff. Aus dem sehr empfehlenswerten Buch "Warum lässt Gott das Leid zu?" von Randy Alcorn.
Als insulinabhängiger Diabetiker habe ich teilweise hilflos auf dem Boden gelegen, steif wie ein Brett, weggetreten, angewiesen darauf, dass mir meine Frau Zucker in den Mund steckt. Mein einstmals kräftiger Körper wird zunehmend schwächer. Niedriger Blutzucker vernebelt meine Denkfähigkeit und hinterlässt die Erinnerung, dass ich ähnlich dumme Sachen gesagt habe wie ein Betrunkener. Mehrmals pro Jahr habe ich heftige Anfälle, bei denen ich nicht weiss, was mit mir geschieht.
Das macht mich demütig, doch ich kann ehrlich sagen, dass ich dankbar für diese Erfahrungen bin. Ja, ich kann mich sogar darüber freuen, denn ich erkenne den Wert meiner Begrenztheit, denn 'wenn ich schwach bin, dann bin ich stark'. Meine Schwachheit treibt mich zu grösserer Abhängigkeit von Christus. Und ich bin mir sicher, dass ich die empfangenen geistlichen Segnungen gegen nichts eintauschen würde.
Gott benutzt meine Schwachheit und Unzulänglichkeit nicht nur, um meinen Charakter zu formen, sondern auch, um seine Stärke und Gnade an mir und durch mich zu offenbaren. Daher erkenne ich seine Güte in meiner Schwachheit, die er mir zumutet, um mit seinen guten Absichten zum Ziel zu kommen. Diese Absichten werde ih nicht erst in der Ewigkeit feiern, sonder feiere sie schon jetzt. (S. 74-75)