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Gemeinsam mit ihrem Vater verlebt die Halbwaise Molly (Justine Waddell) eine glückliche Kindheit. Das malerische England des 19. Jahrhunderts ist die perfekte Kulisse für eine Geschichte voller Gefühle, Zweifel, Tragödien und Liebe. Denn mit der erneuten Hochzeit ihres Vaters bricht für Molly eine schwere Zeit an. Ihre Stiefschwester Cynthia (Keeley Hawes) macht zuerst keinerlei Anstalten, ihren Teil zu einem harmonischen Familienleben beizutragen. Das Mädchen umgibt ein dunkles Geheimnis. All das rückt jedoch in den Hintergrund, als die beiden Mädchen die Bekanntschaft von Osborne (Tom Hollander) und Roger Hamley (Anthony Howell) machen. Die Söhne aus bestem Haus sind auf Brautschau. Sowohl Molly als auch Cynthia sind hingerissen, beide allerdings von Roger! Ein banges Hoffen beginnt, bis endlich Gewissheit einkehrt. Der eher zwielichtige Osborne hingegen, verfolgt ganz andere Interessen. Wie soll Molly in diesen Wirren ihr Glück finden?
Portrait
Elizabeth Gaskell, geb. 1810 als Elizabeth Stevenson in London, aufgewachsen in Knutsford (Cheshire) bei ihrer Tante, heiratete 1832 William Gaskell, einen unitarisch freikirchlichen Geistlichen und Universitätsdozenten in Manchester, mit dem sie fünf Kinder hatte. Während sich ihr Mann für die Bildung der Arbeiter engagierte, ist in Elizabeth Gaskells Korrespondenz immer wieder von den sozialen Härten des Frühkapitalismus die Rede. Ihr Erstlingsroman 'Mary Barton' verhalf ihr zur Bekanntschaft mit Dickens, für dessen Zeitschrift 'HouseholdWords' sie von nun an literarische Beiträge lieferte. Ihr Erfolg brachte dem nicht gerade reichlich ausgestatteten Haushalt der Gaskells eine finanzielle Entlastung; nun konnte die Schriftstellerin Reisen unternehmen und in den literarischen Salons von London verkehren. Ein halbes Dutzend Romane und rund vierzig Erzählungen entstanden, ausserdem eine Biographie von Charlotte Bronte. Sie starb 1865.
Der verwitwete, angesehene Landarzt Doktor Gibson zieht nach dem Tod seiner Frau die kleine Tochter Molly allein auf - in trauter Vater-Tochter-Beziehung. Doch als ein Angestellter des Vaters beginnt, heimliche LIebesbriefe an Molly zu verfassen, wird die 17jährige schnell zu einem benachbarten Landgut als Gesellschafterin der Landgräfin geschickt, wo...Der verwitwete, angesehene Landarzt Doktor Gibson zieht nach dem Tod seiner Frau die kleine Tochter Molly allein auf - in trauter Vater-Tochter-Beziehung. Doch als ein Angestellter des Vaters beginnt, heimliche LIebesbriefe an Molly zu verfassen, wird die 17jährige schnell zu einem benachbarten Landgut als Gesellschafterin der Landgräfin geschickt, wo sie erst den zweitgeborenen Sohn, später auch den etwas mysteriösen Erstgeborenen kennen lernt. Aus anfänglicher Ablehnung entwickelt sich bald ein freundschaftliches Verhältnis zu beiden Söhnen, doch die traute familiäre Idylle wird gestört, als Dr. Gibson Molly zurückholt und sie mit einer Stiefmutter und deren ebenfalls erwachsenen Tochter konfrontiert. Das Verhältnis zur selbstsüchtigen, manipulativen Stiefmutter bleibt immer unterschwellig gespannt, doch auch die Stiefschwester, obwohl Molly gegenüber aufgeschlossen und freundlich, sorgt durch ihr flatterhaftes, oberflächliches und allzeit flirtbereites Verhalten für so manchen Kummer und Probleme für die besonnene, ausgleichende Molly und Molly muss bis zum glücklichen Ende so manche Schmach und Herzschmerzen über sich ergehen lassen.
Eine gelungene BBC-Verfilmung der langen viktorianischen Romanvorlage von Elizabeth Gaskell, die in hervorragender Weise Vorstellungen und Zeitkolorit des 19. Jahrhunderts im ländlichen England wiedergibt. Den fünften Stern habe ich lediglich abgezogen, weil Verfilmungen wie "North and South", "Pride and Prejudice" und "Jane Eyre" auf Grund der liebesträchtigen Romanvorlagen noch herzzerreißender und intensiver geraten sind.