Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03648.jsonl.gz/1993

06.12.2023, 13:31 Uhr
Die Schweizer Wirtschaft wird angesichts der weltweiten Konjunkturschwäche auch im nächsten Jahr nur mit «angezogener Handbremse» unterwegs sein. Davon geht der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse in seiner...Artikel lesen
Das US-Militär setzte bis 2015 Ohrstöpsel des Mischkonzerns ein, die zu Hörschäden geführt haben sollen. 3M will mit dem Milliarden-Vergleich 260 000 Klagen aus dem Weg räumen.
Die Kläger warfen dem Unternehmen vor, Konstruktionsfehler verschwiegen, Testergebnisse gefälscht und keine Anweisungen für den richtigen Gebrauch der Ohrstöpsel gegeben zu haben, was zu Hörschäden geführt habe.
Man habe sich auf einen Vergleich in Höhe von sechs Milliarden Dollar geeinigt, teilte 3M mit.
Die Einigung folgt auf einen gescheiterten Versuch von 3M Anfang des Jahres, die grösste Sammelklage in der Geschichte der USA vor ein Insolvenzgericht zu bringen, um die Haftung des Unternehmens zu begrenzen. Die angeblich fehlerhaften Ohrstöpsel wurden von Aearo Technologies hergestellt, einem Unternehmen, das 3M im Jahr 2008 übernommen hatte. Sie wurden von 2003 bis 2015 vom US-Militär in der Ausbildung und im Kampf eingesetzt, unter anderem in Afghanistan und im Irak.
3M gestehe mit dem Vergleich keine Schuld ein, die Ohrstöpsel seien bei richtigem Gebrauch sicher und effektiv, erklärte der Konzern. Das Geld - fünf Milliarden Dollar in bar und eine Milliarde Dollar in Aktien - will 3M zwischen 2023 und 2029 auszahlen. Im dritten Quartal verbuche der Mischkonzern wegen des Vergleichs eine Belastung von 4,2 Milliarden Dollar in seiner Bilanz.