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Die Arbeit behandelt die Schweigegarantie des Beschuldigten im deutschen und englischen Recht. Hierbei wird - neben der dogmatischen Ableitung des Rechts - speziell die Frage der richterlichen Würdigung des Schweigens untersucht. Die Arbeit ist dreiteilig aufgebaut: im ersten Teil wird die deutsche Rechtslage behandelt, im zweiten die englische und in einem dritten Teil werden die Ansätze beider Rechtsordnungen verglichen. Die Analyse zeigt, dass (ungeachtet der Unterschiedlichkeit der Rechtssysteme) erhebliche Strukturparallelen bestehen. In beiden Rechtsordnungen ist das Schweigerecht aus der Würde des einzelnen abzuleiten. Zudem ergibt sich, dass jede Form der Interpretation des Schweigens aus normativen Gründen (Unschuldsvermutung, Fairness) unzulässig ist. Die Abhandlung berücksichtigt zudem die europäische Perspektive (Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu den englischen Regelungen).
Autorentext
Der Aurtor: Philipp Rau wurde 1974 in Mainz geboren. Von 1994 bis 1999 Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg im Breisgau. Von 1999 bis 2002 Referendariat und Assessorexamen in Karlsruhe. Während des Referendariats Magisterstudiengänge in Bristol und Speyer. 2003 Promotion in Frankfurt am Main. Seit 2003 Rechtsanwalt in Frankfurt am Main.
Aus dem Inhalt: Schweigegarantie des Beschuldigten im deutschen und englischen Recht - Speziell dogmatische Ableitung und richterliche Würdigung des Schweigens - Reform in England im Jahre 1994 - Urteile des EGMR zu den englischen Regelungen.