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Europa (München)
Am 8. Mai vor 74 Jahren unterzeichnete der deutsche Generaloberst Alfred Jodl im französischen Hauptquartier von General Dwight D. Eisenhower, Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa, die bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reichs. Bereits am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz. Und knapp drei Jahre davor, nämlich am 20. Januar 1942, trafen sich in einer Villa am Grossen Wannsee hochrangige Vertreter der Reichsregierung um die systematische und industrielle Vernichtung der Juden im Detail zu organisieren. Diese drei Daten stehen nicht nur für die deutsche und europäische Tragödie des 20. Jahrhunderts, sondern sie sind auch Auslöser der sogenannten «europäischen Einigung». Wie steht es heute um Europa? Seine Werte? Seine Rolle in der Welt? Eine Bilanz zur Europawahl 2019.
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Der Staat braucht Einnahmen, damit er Krankenhäuser, Universitäten, die Polizei, die Gerichte, die Strassen oder Kitas und Schulen finanzieren kann. Die Gretchenfrage ist allerdings, wie viel Geld der Fiskus von den Bürgern und Unternehmern haben will.
Der Staat ist über Nacht wieder zum Heilsbringer geworden. Er soll Unternehmen, ja ganze Bevölkerungsschichten, retten, schützen und versorgen. In Deutschland, das sich lange als Sparweltmeister gebärdet hatte, kommt dies, so die gängige Meinung, einem Paradigmenwechsel gleich.