Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03453.jsonl.gz/2512

Dies geht aus dem Jahresbericht 2005 der Euratom Supply Agency (ESA) hervor. Die Agentur hält weiter fest, dass die einzige auf dem Gebiet der EU verbliebene Uranmine in der Tschechischen Republik ihren Betrieb bis 2008 verlängert hat und in Finnland, Schweden und der Slowakei die Uranprospektion wiederaufgenommen worden ist. Uranminen stehen zudem in Rumänien in Betrieb, das demnächst in die EU aufgenommen werden soll.
Die Versorgung der EU-15 mit Kernbrennstoffen war im Jahr 2005 stabil, und trotz allgemein steigender Preise zeigten die unter langfristigen Verträgen erzielten Preise gegenüber 2004 nur eine relativ geringe Zunahme - so rund 15% beim Natururan.
In ihrem Bericht empfiehlt die ESA den Kernkraftwerkbetreibern, ihre strategischen Brennstoffreserven aufrechtzuerhalten und bei günstigen Marktgelegenheiten zu vergrössern. Weiter wird den Betreibern empfohlen, ihre Bedürfnisse möglichst über langfristige Verträge mit verschiedensten Lieferanten zu decken.
Zur Versorgungssicherheit im Bereich der Kernenergie weist die ESA darauf hin, dass die Uranreserven relativ gut über die Erde verteilt sind und trotz steigender Uranpreise die Brennstoffkosten - im Vergleich zur Stromproduktion aus fossilen Brennstoffen - immer noch gering sind. Allerdings müsse wegen der kleinen Zahl von Akteuren im Kernbrennstoffkreislauf jederzeit mit Versorgungseng passen gerechnet werden. Namentlich der anstehende Übergang vom Gasdiffusionsverfahren zur Zentrifugentechnologie bei Areva (Anreicherungsanlage Georges Besse II in Tricastin) und bei der United States Enrichment Corporation (Usec) könne vorübergehend zu Unsicherheiten bei den Lieferterminen führen.
Source
M.S. nach ESA, Annual Report 2005, 18. Mai 2006