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Grundsätzlich sind die Modalitäten in der 3. Liga klar.
Am Ende der Saison steigt der Tabellenerste in die 2. Liga auf und die zwei Letztplatzierten müssen den Gang in die 4. Liga antreten. Wer jedoch einen Blick in die Modalitäten (Reglement) des Verbandes wirft, der sieht, dass dies nicht zwingend so sein muss. Gerne stellen wir euch hier kurz die Modalitäten für die kommende 3. Liga Saison (2020/2021) vor.
Der Ostschweizer-Fussball-Verband führt zwei 2. Liga-Gruppen à 12 Teams und vier 3. Liga-Gruppen ebenfalls à 12 Teams. Grundsätzlich geht auch der Verband davon aus, dass sowohl in der 2. Liga, wie auch in der 3. Liga jeweils der Erstplatzierte eine Liga aufsteigt und die beiden Letztplatzierten pro Gruppe absteigen. Als Berechnungsgrundlage dient dabei die Annahme, dass per Ende Saison 2020/2021 zwei Teams aus dem Ostschweizer-Verbands-Gebiet aus der 2. Liga Interregional absteigen werden. Was ist, wenn jedoch anstatt der erwarteten zwei Absteiger nur ein Team aus der 2. Liga Interregional absteigt, oder im schlimmsten Fall gar drei Teams aus dem Verbands-Gebiet den Gang in die 2. Liga Regional antreten müssen? Damit es Ende Saison keine Diskussionen gibt, ist alles bereits vorgängig geregelt worden.
Die 2. Liga Interregional stellt die fünfthöchste Liga im Schweizer-Fussball-System dar (NLA -> NLB -> Promotion -> 1. Liga -> 2. Liga Interregional). Es ist die unterste Liga, welche vom Schweizerischen Fussball Verband (SFV) überregional betrieben wird. Geregelt sind dabei klar die Aufstiegs-Kontingente der einzelnen Verbände. So können aus dem Ostschweizer-Fussball-Verband jährlich zwei Teams in die 2. Liga Interregional aufsteigen. Auch der Zürcher Fussball Verband und der Innerschweizer Fussballverband haben zwei Aufstiegs-Rechte pro Saison, während z.B. der Nordwestschweizer Fussball Verband nur ein Aufstiegs-Kontingent pro Saison hat. Abhängig ist dies von den Anzahl Vereinen in den entsprechenden Verbänden.
Folgende Verbände haben zwei aufstiegsberechtigten Teams in die 2. Liga Interregional pro Saison:
Ostschweizer Fussball Verband, Zürcher Fussball Verband, Innerschweizer Fussballverband, Fussball Verband Bern/Jura und der Waadtländer Fussball Verband.
Folgende Verbände haben ein aufstiegsberechtigtes Team in die 2. Liga Interregional pro Saison:
Nordwestschweizer Fussball Verband, Aargauischer Fussball Verband, Freiburger Fussball Verband, Genfer Fussball Verband, Walliser Fussball Verband, Tessiner Fussball Verband, Neuenburger Fussball Verband und der Solothurner Fussball Verband.
Dies ergibt die 18 Aufsteiger pro Saison.
Die 2. Liga Interregional ist in 6 Gruppen à 14 Teams organisiert, wovon die sechs Gruppensieger jeweils in die 1. Liga aufsteigen und die drei Letztplatzierten pro Gruppe in die 2. Liga Regional ihres Verbandes absteigen.
Wobei in der Saison 2020/2021 nur drei Gruppen aus 14 Teams bestehen und drei Gruppen aus 13 Teams. Der Grund dafür ist, dass während der Corona-Pandemie zwei Teams aus finanziellen Gründen das Handtuch werfen mussten und freiwillig in die 2. Liga abgestiegen sind (FC Wettingen und FC Olten), während den Eagles-Aarau die Lizenz entzogen wurde, da sie keine Junioren-Abteilung aufbauen und vorweisen konnten (dies ist eine Lizenz-Bedingung ab der Saison 2020/2021 für alle Vereine ab der 2. Liga Regional).
Alle Ligen ab der 2. Liga Regional werden jeweils von den Regional-Verbänden selber organisiert. So führen der Zürcher und der Ostschweizer Fussball Verband zwei 2. Liga-Gruppen. Während der Innerschweizer Fussball Verband nur eine 2. Liga Gruppe führt. Dafür steigen im Innerschweizer Fussball Verband jeweils der Erst- und Zweitplatzierte in die 2. Liga Interregional auf, während im Ostschweizer und Zürcher Verband jeweils die beiden Gruppenersten aufsteigen. Auch die Gruppengrössen sind verschieden. Die Zürcher, Innerschweizer und Nordwestschweizer Verbände spielen die 2. Liga Regional mit jeweils 14 Teams pro Gruppe, während in der Ostschweiz eine 2. Liga Gruppe nur aus 12 Teams besteht.
Nun aber wieder zurück zu den Modalitäten des Ostschweizer Fussball Verbands (OFV) und der 3. Liga, was uns als FC Glarus ja grundsätzlich interessiert.
Der OFV geht grundsätzlich davon aus, dass in der Saison 2020/2021 zwei Teams aus seinem Verbands-Gebiet aus der 2. Liga Interregional absteigen werden. Alle Interregio-Teams des OFV spielen in der Gruppe 6 der 2. Liga Interregional. Dies sind folgende neun Teams: Chur 97, FC Bazenheid, FC Uzwil, FC Weesen, FC Widnau, FC Amriswil, FC Kreuzlingen, AS Calcio Kreuzlingen und der FC Wil 1900 (2. Mannschaft).
Egal wie viele OFV-Teams Ende Saison 2020/2021 aus der 2. Liga Interregional absteigen werden, die zwei Letztplatzierten jeder 2. Liga-Gruppe und jeder 3. Liga-Gruppe steigen in jedem Fall ab. Steigen sogar drei OFV-Teams aus der 2. Liga Interregional ab, so würde aus den zwei 2. Liga-Gruppen und vier 3. Liga-Gruppen jeweils der schlechteste 10. Platzierte auch noch absteigen müssen. Somit ist der Klassenerhalt in der 2. Liga Regional und in der 3. Liga des OFV in der Saison 2020/2021 erst ab dem 9. Platz zu 100% gesichert.
Steigt jedoch nur ein OFV-Team aus der 2. Liga Interregional in die 2. Liga Regional ab, so würde es aus der 3. Liga einen zusätzlichen Aufsteiger geben. Somit würde der beste Zweitplatzierte der vier 3. Liga Gruppen zusätzlich noch in die 2. Liga aufsteigen.
Kommt es zum unwahrscheinlichen Fall, dass gar kein OFV-Team aus der 2. Liga Interregional absteigt, so würden sogar die zwei besten Zweitplatzierten der 3. Liga in die 2. Liga aufsteigen.
Es lohnt sich also auch als 3. Ligist die 2. Liga Interregional zu verfolgen, da dies durchaus Konsequenzen für den eigenen Club haben kann.