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Burgundern neuerdings heimgesucht und in
Brand gesteckt. Gehörte bis 1679 zur Pfarrei
St. Immer. Kirche 1627 erbaut. Der reformierte
Pfarrer bis 1798 vom
Bischof von Basel
ernannt. Fossilführender Gault.
Oestl. vom Dorf das schöne Landgut Renens
sur Roche mit einem heute als Mädchenpensionnat dienenden
Lusthaus aus dem 18. Jahrhundert. Acker- und Weinbau.
Säge, Backsteinfabrik und Pottaschefabrik bei
Renens Gare. Branntweinbrennerei
und Likör- und Sirupfabrik. Altes Dorf mit einst ausgedehntem Territorium, das einen Teil des pagus Lousonnensis bildete
und bis
Chailly und
Mornex vor
Lausanne reichte. Soll vom germanischen Stamm der Runingi gegründet worden
sein, die sich nach der Zerstörung des alten Lousonna hier niedergelassen hätten und auf deren Gebiet dann auch die neue
Stadt
Lausanne entstanden sein soll.
Nachdem
Lausanne Bischofssitz geworden, bildete Renens (wie
Prilly, Jouxtens und
Mézery) eine Präbende
des Stiftes zu
Lausanne, die im 12. und 13. Jahrhundert teilweise den Rittern von Rugnens verliehen war. Nach der Reformation
wandelten die
Berner diese Präbende in eine
Herrschaft um, mit der sie 1553 den Lausanner Chorherrn Claudius von
Praroman belehnten.
Die
Praroman waren ein aus dem
Freiburger Dorf gleichen Namens stammendes Edelgeschlecht, das sich bis
ins 12. Jahrhundert zurück verfolgen lässt.
Johann von
Praroman liess sich um 1431 in
Lausanne nieder und
gründete die Waadtländer Linie des Geschlechtes, die im
Lauf
des 18. Jahrhunderts mit Ludwig Samuel, Herrn von Renens, erlosch, während die
Freiburger Stammlinie erst 1868 ausstarb.
Die Stadt
Lausanne erhielt 1749 im Austausch gegen
Crissier von der
Berner Regierung die Gerichtshoheit
über Renens, worauf sie dem letzten Herrn von Renens auch noch seinen Grundbesitz abkaufte. Die
Herrschaft verblieb ihr bis
zum Ende des 18. Jahrhunderts. Hier starb 1763
JeanPierre Audibert,
Herr von Renens und General in savoyischen
Diensten. 896: Runingis; 1218: Runeins; 1525: Rugnens.
Verdankt seine Entstehung
dem Bau des grossen
Güter- und Rangierbahnhofes und der Station
Renens (1876-1877) der Linien von
Lausanne nach Genf,
Pontarlier
und Neuenburg.
An diese Bahnhofanlage schlossen sich bald zahlreiche Wohnhäuser, Magazine, Werkstätten und Fabriken an, so dass in
kurzer Zeit ein ansehnliches Dorf entstand. 35
Häuser, 443 ^[Ergänzung: zur Mehrzahl] reform. Ew. Filiale
der freikirchlichen Pfarrei
Prilly.
Neue Kirche. Elektrische Strassenbahn nach
Lausanne.
Postbureau. Telephon.
Liegt auf einer
nahezu ebenen Terrasse, deren Untergrund aus geschichteten Ablagerungen der Glazialzeit besteht.
Diese Lehme werden eifrig
abgebaut und zu Backsteinen und Töpferwaren gebrannt.
Schöner Aussichtspunkt, von den Kurgästen von
Maloja oft besucht.
Benannt nach dem reichen belgischen
GrafenRenesse, der den Kursaal
Maloja mit allen Anlagen auf seine Kosten
erbaute und sich damit finanziell derart tief einliess, dass er das
Schloss leider nicht mehr zu vollenden
vermochte.