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Nach Berichten verschiedener australischer Zeitungen im April fordert die australische Ärztevereinigung „Australian Medical Association“ (AMA) staatliche Massnahmen gegen die Frühsexualisierung von Kindern durch Marketing und Werbung. Bilder und Botschaften, die mit „hoch sexualisierten“ Inhalten auf Kinder abzielen, seien Beweis genug, dass die „Selbstregulierung durch die Industrie klar nicht funktioniert“, sagte AMA-Präsident Steve Hambleton. „Es gibt absolut keinen Zweifel darüber, dass Frühsexualisierung sich sehr negativ auf die Gesundheit und die Entwicklung auswirkt, insbesondere auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers und die sexuelle Gesundheit.“ In der australischen Debatte wird auch auf Grossbritannien verwiesen, wo sich die Regierung Cameron bereits seit einiger Zeit mit der durch Marketing gepuschten Frühsexualisierung beschäftigt. Cameron selbst hatte letztes Jahr Reizwäsche für unter zehnjährige Mädchen als „schädlich“ bezeichnet. In einem Interview mit der Zeitung Herald vom 10. April 2012 sprach nun die britische Kinderministerin Frances Fitzgerald über neue Richtlinien, die zusammen mit verschiedenen Handelshäusern und der National Consumer Agency erarbeitet worden sind und künftig die Angemessenheit von Kinderkleidern in Bezug auf Schnitt, Grösse und Farbe garantiert sollen. „Die Sphäre der Kindheit wird eingeschränkt und sehr kurz, wenn Kinder übersexualisiert werden“, sagte die Kinderministerin.