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Benfica Lissabon (gegen Juventus) und der FC Sevilla (gegen Valencia) gehen nach ihren Heimsiegen vor einer Woche mit leichten Vorteilen in die Halbfinal-Rückspiele der Europa League.
Juventus Turin träumt vom Einzug in den Final im eigenen Stadion. «Wenn wir die Europa League gewinnen, wird es heissen, dass dies eine wertlose Trophäe ist. Wenn wir verlieren, wird es heissen, dass wir nicht reif sind für Europa», klagte Juves-Trainer Antonio Conte vor dem Halbfinal-Rückspiel gegen Benfica Lissabon. Obwohl beim Erreichen des Finals ein Heimspiel blüht, ist für viele die Europa League nur ein schwacher Trost, nachdem der italienische Rekordmeister in der Champions League bereits in der Vorrunde gescheitert war. Zumindest für die Spieler ist ein mögliches Europacup-Endspiel im eigenen Stadion und der mögliche Titelgewinn aber Motivation genug. Für sie sei es eine Frage der Ehre, sagte Verteidiger Leonardo Bonucci. «Bei einem Sieg wäre Juventus wieder eines der besten Teams in Europa.»
Um den Final am 14. Mai zu erreichen, muss Juventus mit dem Schweizer Internationalen Stephan Lichtsteiner heute den 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel korrigieren. Die Turiner sind in dieser Saison zuhause noch ungeschlagen, die 17 bisherigen Meisterschaftsspiele wurden alle gewonnen. Für die Italiener wäre es die erste Qualifikation für einen Europacup-Final seit der Niederlage im Penaltyschiessen 2003 im Champions-League-Endspiel gegen die AC Milan. Den letzten europäischen Triumph feierte die «Alte Dame» 1996. Damals wurde Ajax Amsterdam im Final der Königsklasse im Penaltyschiessen bezwungen.
Benfica hat in dieser Saison noch immer die Chance, das Triple zu gewinnen, nachdem die Mannschaft von Jorge Jesus, den 33. Meistertitel bereits unter Dach und Fach gebracht hat. Noch im vergangenen Jahr war Benfica in allen drei Wettbewerben kurz vor der Ziellinie gescheitert. Im Final der Europa League unterlagen die Portugiesen Chelsea 1:2. Benfica ist das einzige Team, dass in der K.o.-Phase der Europa League noch ungeschlagen ist.
Die beste Ausgangslage, um in den Final einzuziehen, hat der FC Sevilla. Die Andalusier, die 2006 und 2007 im UEFA-Cup triumphierten, gewannen das Hinspiel im rein-spanischen Duell gegen den FC Valencia 2:0. Zuletzt musste das Team um Captain Ivan Rakitic allerdings einen Rückschlag verkraften. Am Wochenende endete beim 1:3 in Bilbao eine Serie von fünf Siegen, womit Sevilla kaum mehr Chancen auf die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation hat.
Gegner Valencia, der UEFA-Cup-Sieger von 2004, rechnet sich trotz der 0:2-Niederlage im Hinspiel durchaus noch Chancen auf den Finaleinzug aus. Wie stark Valencia, das ohne den verletzten Philippe Senderos antreten wird, zu Hause ist, musste der FC St. Gallen in der Vorrunde und der FC Basel in den Viertelfinals erfahren. St. Gallen verlor 1:5, die Bebbi gingen nach einem 3:0-Sieg im Hinspiel auswärts im Mestalla 0:5 nach Verlängerung unter. Paco Alcacer, der dreifache Torschütze gegen Basel, wird heute aufgrund einer Sperre fehlen. (si/qae)