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Geschichte des American Pale Ale
Auch wenn sich die neuste Welle der Craft Beer Bewegung vor allem auf die amerikanische Interpretation des englischen Bierstils Pale Ale konzentriert, sollte an dieser Stelle schon einmal gesagt sein, dass Pale Ales in Großbritannien seit über 300 Jahren gebraut werden. Mit der Erfindung von Koks gelang es Mälzern die Temperatur in der Darre besser zu kontrollieren und so Malze zu produzieren, die weniger dunkel waren als das meiste Malz zuvor. Aus diesen Malzen konnten hellere, süffigere Biere gebraut werden, die sich schnell großer Beliebtheit erfreuten – und tatsächlich die Vorlage zur Entwicklung untergäriger Biere wie Pilsner und Helles lieferten. Traditionell wurde das Pale Ale mit klassischen englischen Hopfensorten gebraut. Mit der Züchtung neuerer Hopfensorten in Oregon in den 1970ern entstand die wichtigste Zutat der amerikanischen Weiterentwicklung dieses Bieres. Insbesondere der Cascade Hopfen mit seinen deutlichen Zitrusaromen begründete die Geburt des American Pale Ale. Anchor Steam und New Alboin Brewing Company waren mit die ersten Brauereien, die damit American Pale Ales gebraut haben. Fortentwickelt wurde der Bierstil dann von Sierra Nevada, deren Flagship Bier bis heute ein American Pale Ale ist- eines der weltbesten seiner Art. Beim American Pale Ale muss der Brauer sein ganzes Können unter Beweis stellen, wenn er ein ausgewogenes Bier brauen will. Dennoch ist es ein Bierstil, der sehr viel mehr kreativen Spielraum lässt als etwa ein deutsches Pilsener. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass der „Hausbier“ vieler amerikanischer Craft Breweries ein American Pale Ale ist.