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Mehr als 50 Kilometer vor dem Ziel setzten sich Laporte und van Aert vom Verfolgerfeld ab. Sie fuhren mehr als zwei Minuten Vorsprung heraus und retteten diesen problemlos ins Ziel. Das Duo des Jumbo-Visma-Teams harmonierte perfekt. Am Scherpenberg bremste Laporte seinen Chef, als er befürchtete, das Tempo nicht mehr mithalten zu können.
"Wir entschieden uns, alles zu versuchen, gemeinsam das Ziel zu erreichen", erzählte Sieger Laporte hinterher. "Später fragte Wout (van Aert) mich, ob ich gewinnen wolle. Das ist unglaublich! Was für ein Glücksgefühl für mich. Ich gewann vorher erst ein Rennen in meiner Karriere. Jetzt verdanke ich Wout den Sieg in einer Classique und bin so stolz auf alles - vor allem auf die vielen Opfer, die ich erbringen musste, um an diesen Punkt zu gelangen."
Für Laporte steht ausser Frage, dass van Aert gewonnen hätte, wenn er ihm den Sieg nicht hätte gönnen wollen: "Es war unglaublich hart für mich, seine Pace halten zu können." Van Aert gewann bei Gent-Wevelgem vor zwei Jahren.
Laporte siegte als vierter Franzose nach Jacques Anquetil, Bernard Hinault und Philippe Gaumont am Flandern-Klassiker. Vor einem Jahr hatte Laporte hinter dem Eritreer Biniam Girmay bei Gent-Wevelgem den 2. Platz belegt. Seinen zuvor einzige Erfolg errang Laporte in einer Etappe der letzten Tour de France.
Die Schweizer spielten bei Wind und Regen keine Rolle. Auch mit dem ersten Verfolgerfeld konnte keiner mithalten. Fabian Lienhard erreichte das Ziel mit einem Rückstand von 3:41 Minuten im 33. Rang.
(sda)