Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03655.jsonl.gz/2135

Im Rahmen eines Konkurrenzverfahrens soll der Spenglerpark, ein ehemaliges Geschäfts- und Fabrikationsgebäude des gleichnamigen Modeunternehmens, einer neuen Nutzung zugeführt werden. Neben einer Nutzung als Schulungszentrum mit insgesamt 22`000m2 NGF sollten verschiedene räumliche Szenarien im Nutzungsmix mit Wohneinheiten und Büroflächen geprüft werden. Dem Spenglerpark wird im Entwurf aufgrund des historischen Kontextes und der ursprünglichen Konzeption als moderner Pionierbau für zeitgemässe Arbeitsplätze ein hoher Wert beigemessen.
Der Spenglerpark weist sowohl strukturelle als auch gestalterische Qualitäten auf, die im Rahmen einer Neuinterpretation des Gebäudes in die Konzeption integriert werden sollen. Ziel ist es, die ursprüngliche volumetrische Ausformulierung mit einem neuen Gewand zu rekonstruieren und gleichzeitig eine flexible, auf die Bedürfnisse der potentiellen Nutzer ausgerichtete innenräumliche Struktur anzubieten.
Im Rahmen der Analyse wurden folgende Massnahmen zugunsten einer flexiblen Grundstruktur vorgesehen: 1. Die bestehenden peripher angeordneten Erschliessungskerne werden in Bezug auf Statik, Brandschutz, Transportanlagen und Sanitäranlagen ergänzt. 2. Als zentrales verbindendes Element wird mittig der Gebäudestruktur eine frei bespielbare multifunktionale Freifläche bzw. zentrale Halle geschaffen, die als Verteiler zwischen den Geschossen dient. Grosszügige Treppenelemente dienen neben der Vertikalerschliessung auch als Aufenthaltsbereiche, Begegnungszonen und temporäre Arbeitsplätze. 3. Die Überlagerung des primären Konstruktionsrasters von 10 x 10m mit einem Ausbau bzw. Fassadenraster von 1.25 x1.25m bildet die Grundlage für sämtliche Nutzungsszenarien. Durch neue Lichthöfe kann das Untergeschoss als zusätzliche Raumeinheit in die Gesamtkonzeption einbezogen werden.