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Geschichte
1889 stellten die Bischöfe der damals bestehenden altkatholischen Kirchen in den Niederlanden, Deutschland und der Schweiz ihre volle kirchliche Gemeinschaft fest. Diese nahm den Namen Utrechter Union an. Ihr schlossen sich später noch weitere Bischöfe mit ihren Kirchen an. Die Utrechter Union der altkatholischen Kirchen umfasst heute sieben, in ihrer Selbstverwaltung eigenständige, bischöflich-synodal verfasste Kirchen in den folgenden Ländern: Niederlande, Deutschland, Schweiz, Österreich, Tschechien, Kroatien, Polen (bis 2003 auch die Polish National Catholic Church in den USA und Kanada). Daneben gibt es noch altkatholische Gruppen in Frankreich, Italien, Schweden und Dänemark.
1890 wurden die auf das Jahr 1871 zurückgehenden Altkatholikenkongresse neu konstituiert und ihre internationale und ökumenische Ausrichtung verstärkt. Letztere fand vor allem bei Gliedern der anglikanischen und der orthodoxen Kirche eine gewisse Resonanz.
Der Kongress von Luzern im Jahre 1892 beschloss auf Antrag von altkatholischer und russisch-orthodoxer Seite, ein internationales wissenschaftliches theologisches Organ zu schaffen. Drei Ziele wurden damit verfolgt:
- die Prinzipien und Lehren der alten katholischen Kirche bekannt und für die Gegenwart fruchtbar zu machen;
- die Einigung der christlichen Kirchen durch Klärung der sie noch trennenden Fragen zu fördern;
- ein zwischenkirchliches Forum für diese Bestrebungen zu bilden.
Bereits zu Beginn des Jahres 1893 erschien das erste Heft unter dem Namen "Revue Internationale de Théologie". Die Redaktion der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift lag in den Händen von Prof. Dr. Eugène Michaud, der an der (Christ)Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Bern Dogmatik und Kirchengeschichte in französischer Sprache lehrte. Dank zahlreichen Mitarbeitern aus Ost und West - zumal aus der orthodoxen und der anglikanischen Tradition - entstand rasch ein bedeutendes Kompendium zu Fragen ökumenischer Verständigung auf altkirchlichem Boden.
Da Autoren und Leserschaft mit der Zeit überwiegend deutschsprachig waren, wurde auf das Jahr 1911 der Titel des Organs geändert in "Internationale Kirchliche Zeitschrift - Neue Folge der Revue Internationale de Théologie" (IKZ).
Die Hauptredaktion übernahmen in der Folge weiterhin Professoren oder ehemalige Absolventen der Christkatholisch-theologischen Fakultät in Bern.