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Die Schweiz beherbergt mehr als 30 Milliardäre und steht damit weltweit an elfter Stelle hinter deutlich grösseren Staaten wie China, den Vereinigten Staaten, Russland und Indien.
Im Folgenden hat moneyland.ch 9 Eigenschaften zusammengestellt, welche die hier wohnhaften Milliardäre gemeinsam haben.
1. Sie sind Männer.
Ob einheimisch oder zugezogen – die grosse Mehrheit der reichsten Bewohner der Schweiz sind männlich, wie ein Blick in die Reichstenliste des Wirtschaftsmagazins Bilanz zeigt. Tatsächlich sind nur fünf Frauen Teil der exklusiven Top 50 der reichsten Bewohner, wobei mehrere Frauen als Familienmitglied in den Genuss dieser Rangierung gekommen sind. Zu den bekannteren Reichen hierzulande gehört die Heineken-Erbin Charlene de Carvalo-Heineken. Andere wohlhabende Frauen sind Traudl Engelhorn von BASF, Heidi Horton, Bettina Würth oder die Picasso-Erbin Marina Picasso.
2. Sie sind Einwanderer.
Steuerliche Begünstigungen für reiche Zuzüger haben in der Schweiz Tradition. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass viele der Milliardäre in der Schweiz nicht ursprünglich aus der Schweiz stammen. Nur ungefähr ein Drittel der 50 reichsten Bewohner der Schweiz haben keinen Migrationshintergrund. Die übrigen zwei Drittel kommen aus Deutschland, Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich, wobei auch einige wohlhabende Russen, Schweden, Belgier und Niederländer die Schweiz ihr Zuhause nennen. Viele von ihnen haben die Schweizer Staatsbürgerschaft angenommen. Auch interessant: Vier der reichsten Milliardäre sind aus Afrika zugezogen, nämlich Alan Parker (Rhodesien), Ivan Glasenberg und Johann Rupert (Südafrika) sowie Patrick Drahi (Marokko).
3. Sie sind reich geboren.
Rund zwei Drittel der Schweizer Milliardäre haben Ihr Vermögen oder Teile davon geerbt. Insofern ist das Klischee von der Schweiz als Schlaraffenland für reiche Erbinnen und Erben nicht ganz falsch. Hier können die reichen Sprösslinge das Geld ihrer Vorfahren für teure Uhren, geruhsame Ski-Urlaube und Luxus-Immobilien loswerden. Allerdings stammen auch rund ein Drittel der reichsten Schweizer aus eher durchschnittlichen Mittelklasse-Verhältnissen und haben sich ihren Reichtum von Grund auf selbst erarbeitet.
4. Sie sind weiss.
Die Schweiz ist zwar stark globalisiert. Sie ist aber nicht bekannt dafür, viele nicht-europäische Milliardäre anzuziehen. So ist nur einer der Reichsten in den Top 50 nicht «weiss». Vielleicht fühlen sich Milliardäre aus weiter entfernten Gefilden eher in tropischen Steuer-Oasen wie Singapur, Hongkong, Mauritius, den Seychellen, den Bahamas oder den Kaimaninseln wohl.
5. Sie haben scheinbar gute Augen.
Natürlich gibt es ein paar Milliardäre, die das Stereotyp des alten Greises erfüllen, der die Aktienkurse durch dicke Brillengläser studiert. Aber stolze 40 der Top 50 Reichsten scheinen über eine gute Sehkraft zu verfügen. Zumindest tragen nur zehn von ihnen regelmässig eine Brille. Oder finden eine solche zumindest attraktiv.
6. Sie leben in Genf.
Wenn Sie gedacht haben, dass die meisten Milliardäre an der Zürcher Goldküste die Sonne geniessen oder sich in Steuerparadiesen wie Zug oder Schwyz verstecken, haben wir eine Überraschung für Sie: Zwölf der 50 reichsten Personen im Land haben laut dem Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz ihren Wohnsitz im Kanton Genf. Dieser stolze Anteil von rund einem Viertel verschafft dem westlichsten Kanton der Schweiz einen deutlichen Vorsprung vor Schwyz (7 aus den Top 50), Waadt (6 aus den Top 50) und Bern (5 aus den Top 50).
7. Sie haben überdurchschnittlich viele Kinder.
Die häufigste Gemeinsamkeit der Schweizer Milliardäre sind viele Kinder. Zwar haben nicht alle eine so grosse Familie wie Theo Müller (neun Kinder), Charlene de Carvalho-Heineken oder Curt Engelhorn (je fünf Kinder). Aber die meisten Milliardäre übertreffen den Schweizer Durchschnitt von 1.5 Kindern. Stolze 48 der 50 reichsten Bewohner der Schweiz haben gemäss offiziellen Angaben Sprösslinge, wobei die meisten reichen Paare zwei Nachkommen gezeugt haben, gefolgt von drei, vier und einem Kind. Allfällige im Geheimen gezeugte aussereheliche Kinder nicht mit gezählt.
8. Sie sind aktiv.
Noch lange bevor er die Welt des Bieres eroberte, war Jorge Lemann ein richtiges Tennis-As. Bernie Ecclestone hat sich lange darin versucht, ein Grand-Prix-Rennfahrer zu werden, bevor er sein Formel-1-Imperium aufgebaut hat. Auch Owen Jones, der frühere Vorstandsvorsitzende von L’Oréal, kann eine zweite Karriere als Rennfahrer vorweisen. Sowohl die Präsidentin der Swatch Group Nayla Hayek als auch Eva-Maria Bucher-Haefner züchten Pferde in ihrer Freizeit. Jim Ratcliffe, der CEO von Ineos, nimmt an Trekking-Touren mit dem Motorrad oder Polarexpeditionen teil.
9. Sie sind keine Computer-Nerds.
Ganz im Gegensatz zur Liste der Top-Milliardäre der USA, die sich wie ein Who’s Who der IT-Branche liest, haben die Schweizer Milliardäre in ganz unterschiedlichen Bereichen ihren Reichtum angehäuft. Sie tummeln sich in so unterschiedlichen Bereichen wie Finanzen, Nahrungsmittel- und Getränkeherstellung, Gross- und Einzelhandel, Pharma, Rohstoffe, Immobilien, Bauwesen, Sport, Telekommunikation oder chemische Produktion. Eine weitere interessante Tatsache: Die Pharma-Branche ist «nur» für das Vermögen von drei der 50 reichsten Bewohner der Schweiz verantwortlich. An erster Stelle steht das Geschäft mit dem Alkohol: Fünf der Reichsten in den Top 50 haben ihren Reichtum auf der Basis von Bier, Wein und anderen Alkoholika erschaffen.
Und das Fazit...
Wenn Sie ein weisser Einwanderer ohne Brillengläser und willens sind, ein Self-Made-Imperium aufzubauen und nebenher Extremsport zu betreiben, erhöhen sich Ihre statistischen Chancen auf ein Milliardenvermögen ein klein wenig. Der Umzug nach Genf kann vielleicht warten, bis Sie Ihre erste Milliarde verdient haben.