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Der Amateurmaler Primo Richard war Sohn eines Automalers und wuchs in Solothurn auf, wo er eine Lehre als Bäcker-Konditor absolvierte. Den erlernten Beruf übte er aber nur für kurze Zeit aus. 1952 zog er nach Biel/Bienne und eröffnete eine Automalerei. In den folgenden Jahren begleitete Richard seinen Freund, den Bieler Kunstmaler und Lebemann Ernst Fuchs︎ auf abenteuerlichen Reisen durch die USA, wo dieser seine Bilder mit grossem Erfolg on the road malte und verkaufte. Ende der 80er Jahre musste Richard seine Carosseriewerkstatt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, aber seine Liebe zur Farbe blieb. Inspiriert von seinem Freund Fuchs begann er nach seiner Frühpensionierung Ölbilder zu malen. Dabei malte er keineswegs naiv, hielt sich aber an beliebte Motive von Postkarten oder bekannte Sujets aus der Kunstgeschichte und malte oft en plein air – auf dem kleinen Balkon seiner Wohnung. Primo Richard malte seine Bilder aus reinem Vergnügen und war kein guter Geschäftsmann, aber seine langjährige Lebensgefährtin Linda Häni verkaufte seine Bilder mit grossem Erfolg. Er lebte und arbeitete bis zu seinem Tod 1999 in Biel/Bienne und jährlich einige Wochen an der spanischen Costa Brava. Sein Nachlass, ein Konvolut von über 240 Bildern, blieb Dank Linda Häni erhalten und wird auf dieser Webseite und der Publikation integral wiedergegeben. Darunter auch ein kleinformatiges Gemälde eines Friedhofs. Bei genauem Hinsehen lässt sich die Inschrift auf einem Grabstein entziffern: Primo Richard 1924–1997.