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Mit El Niño bezeichnet man eine grossflächige Erwärmung der Deckschicht des gesamten tropischen Pazifiks, die im Mittel etwa alle vier Jahre auftritt.
In einigen Jahren allerdings war die Erwärmung besonders stark, und die Fische kehrten auch nicht wie sonst üblich am Ende des Frühjahrs wieder. Diese besonders starken Erwärmungen dauern typischerweise etwa ein Jahr lang an. Heute werden nur noch diese aussergewöhnlichen Erwärmungen mit El Niño bezeichnet, welche in unregelmässigen Abständen von einigen Jahren (im Mittel etwa alle 4 Jahre) wiederkehren.
So treibt er kühles Oberflächenwasser von der südamerikanischen Küste nach Westen. Durch die Verschiebung der Wassermassen entsteht ein Kreislauf. Dem in Südostasien ankommenden inzwischen erwärmten Oberflächenwasser weicht kaltes Wasser in genau umgekehrter Richtung aus. So bewegt sich kaltes, nährstoffreiches Wasser, welches sich wegen seiner grösseren Dichte in tieferen Regionen des Pazifiks befindet, von Westen nach Osten. Vor Südamerikas Westküste gelangt dieses Wasser in den Auftriebsgebieten an die Oberfläche. Deshalb befindet sich dort der kalte und nährstoffreiche Humboldtstrom.
Es ist seit längerem bekannt, dass das pazifische El Niño-Klimaphänomen und der Schneefall in der Antarktis miteinander zusammenhängen. Auch das Komplementärstück zur El Niño-Warmphase, die unter dem Namen La Niñabekannte Kaltphase wirkt auf das Klima ein.
So führen die kühleren La Niña-Jahre zu einem ausgeprägten Tiefdruckgebiet über der Amundsen-See, was hohe Niederschläge entlang der Antarktischen Halbinsel begünstigt - die Eismasse nimmt dort zu. Im Amundsen-Gebiet dagegen dominiert zu diesen Zeiten trockene Luft aus dem Landesinneren. El Niño-Jahre mit ihren Warmphasen führen zu genau umgekehrten Mustern: Niederschlags- und Massenabnahme in der Antarktischen Halbinsel, bzw. Zunahme im Amundsen-Gebiet.
Klimaphänomene El Niño und La Niña wechseln sich ab
La Niña tritt etwa alle drei bis fünf Jahre mit unterschiedlicher Intensität auf. Anders als beim bekannteren Gegenstück, dem El Niño-Phänomen, kommt es bei La Niña im Westpazifik zu einer starken Erwärmung der Meeresoberflächentemperaturen, bei gleichzeitiger Abkühlung des Wassers im Ostpazifik vor der südamerikanischen Küste. In der Folge verstärken sich die Ost-Passatwinde über dem indonesischen Archipel und damit die Intensität der Tiefdrucktätigkeit. Aufsteigende heisse Luft sorgt dann dort für besonders heftige Niederschläge, vor allem in Verbindung mit schweren Gewittern.
Quelle: Deutscher Wetterdienstes (DWD)
Von Mitte Juni 2010 bis Mitte August 2010 strömte der starke Jetstream (Strahlstrom) über Russland nordwärts und fiel dann südwärts in Richtung Pakistan. Die Jetstream-Strömung blieb über fast zwei Monate auf seiner Bahn stabil. Die Windströmung trug wesentlich dazu bei, dass in Russland eine Hitzewelle verheerende Waldbrände und in Pakistanstarke Monsun-Regenfälle schadensreiche Überschwemmungen verursachten.
In der Mitte des Jahres 2011 wechselte der Pazifik von einer El Niño-in eine La Niña-Phase. Ende November 2010 bis Februar 2011 waren die Auswirkungen La Niña auf die Wetterabläufe moderat bis stark. Die Starkniederderschläge im Januar 2011 und der tropischen Megazyklon Yasi im Februar 2011, welche den Nordosten Australien heimsuchten, sind nach Ansicht der Wissenschaftler auf das La Niña-Phänomen zurückzuführen.
Wie sich sich beiden Wetterphänomene gegenseitig beeinflussen oder mit anderen Wettereinflüssen koppeln, ist noch Gegenstand von intensiven Forschungen.