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Ausserirdisch
Der Kuhstall der Götter
Viele Völker verehrten ihre Götter an Orten, die später zu Heiligtümern wurden. So in der alten sumerischen Stadt Nippur. Heute heisst der Ort Nuffar und liegt 180 Kilometer südöstlich von Bagdad. Dort standen einst Stufenpyramiden zu Ehren von Enlil und Ninlil. Auf Tonplatten werden sie gepriesen, «weil sie das Band zwischen Himmel und Erde aufrecht erhalten.»
Selbst der Boden von Kiew war einst ein Landeplatz des Gottes «Perun», der vor Jahrtausenden «in einer Feuersäule vom Himmel herabstieg». Im Stadtzentrum von Kiew liegt der Staro-Kyiverberg. Bis zum 9. Jahrhundert stand dort ein Kultbau zu Ehren von «Perun». Er galt als Gott des Blitzes, der mit einem Himmelswagen die Erde umkreiste. Ursprünglich umfasste das Heiligtum für diesen fliegenden Gott eine Fläche von 10 000 m². Mit der Christianisierung verschwand der Tempel.
Richtig komisch wird es im oberen Sudan beim Volk der Dinka. Die verehren ein kreisrundes Holzhaus mit einem Durchmesser von 12 Metern. Das Bauwerk ist leer. Nicht einmal ein Altar steht darin. Die Eingeborenen sagen, hier sei einst ein Gott namens «Mayual» herniedergestiegen und das Haus sei der Kuhstall der Götter gewesen. Niemand dürfe etwas daran verändern.