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Bilder: Getty/Steichen Collections, gebloggt von Laura Kaufmann, 6. September 2018
Bilder von Berühmtheiten wie Robert Capa und Henri Cartier-Bresson waren Teil der Ausstellung im Moma New York.
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Ein amerikanischer Soldat und seine Freundin umarmen sich innig auf einer Wiese im Hyde Park, einem der beliebtesten Treffpunkte der in England stationierten G.I.. (1. Mai 1944, Ralph Morse/The LIFE Picture Collection/Getty Images)
Während dreier Jahre arbeitete der Fotograf und Moma-Kurator Edward Steichen an der Ausstellung «The Family of Man». Ursprünglich vor allem als fotografisches Friedensmanifest für die Gleichheit der Menschen gedacht, wurde daraus eine der berühmtesten Fotoausstellungen des 20. Jahrhunderts – auch wegen des im Jahre 1955 ungewöhnlichen Arrangements der Bilder. Steichen und sein Assistent brachen die angeblich knapp vier Millionen eingesandter Bilder auf 503 Fotografien von 273 Künstlern aus 69 Ländern herunter. Darunter zu finden waren spätere Berühmtheiten wie Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Dorothea Lange, Ansel Adams, aber auch die Schweizer Fotografen Jakob Tuggener , Gotthard Schuh und Werner Bischof. Nachdem die Ausstellung in über 37 Ländern von 9 Millionen Menschen bestaunt worden war, schenkte sie Edward Steichen seinem Heimatland Luxemburg. Die Ausstellung und weitere Arbeiten des Fotografen und Kurator sind heute in Luxemburg, Clervaux und Dudelange zu sehen. Seit 2003 ist die Ausstellung Teil des UNESCO-Welterbes.
Eine 32-jährige Mutter von sieben Kindern – stellvertretend für mittellose Erntehelfer in Kalifornien. Das Bild wurde aufgenommen, als die Fotografin im Rahmen von Roosevelt’s New Deal im Auftrag der Farm Security Administration (FSA) arbeitete. Durch den Versuch, das Leben der amerikanischen Gesellschaft von 1935–1944 enzyklopädisch festzuhalten, ermöglichte die FSA verschiedensten Fotografen beeindruckende Reportagen. (9. März 1936, Dorothea Lange/SSPL/Getty Images)
Die amerikanische Fotografin Toni Frissell wurde durch ihre Modefotografie für Magazine wie Vogue und Harper’s Bazaar bekannt. Sie machte Aufnahmen mit Abendkleidung im Freien anstelle eines Studios, was für die damalige Zeit neu war. Während des Zweiten Weltkriegs fotografierte sie für das für das Rote Kreuz und das Frauen Korps des US-Militärs. Ausserdem war sie die erste Fotografin für Sports Illustrated. (Datum der Aufnahme unbekannt, Toni Frissell/Steichen Collections)
Ein Mädchen aus einem Barackendorf in der Nähe von Oklahoma City. (1. August 1936, Dorothea Lange/Getty Images)
Vier Generationen dieser Familie posieren vor einer Wand mit Porträts der fünften Generation. (1. Juli 1946, Nina Leen/The LIFE Picture Collection/Getty Images)
Leon Levinstein war ein amerikanischer Fotograf, der vor allem für seine Dokumentation des täglichen Lebens auf den Strassen New Yorks von den 50ern bis in die 80er bekannt war. Levinstein nahm selten Aufträge an und veröffentlichte keine Fotobücher. Er verdiente sein Geld lieber als Grafiker und blieb der Kunstwelt weitgehend fern. Die fehlende Anerkennung hielt in nicht davon ab bis ans Ende seines Lebens zu fotografieren. (Datum der Aufnahme unbekannt, Leon Levinstein/Steichen Collections)
«The Walk to Paradise Garden» – Die Kinder des Fotografen, Juanita und Patrick, spazieren in New York Hand in Hand zwischen Büschen hindurch auf eine Lichtung. (1. Januar 1946, W. Eugene Smith/The LIFE Picture Collection/Getty Images)
Jack Delano war ein mehrfach geehrter amerikanischer Fotograf und Komponist. Er wurde in der Ukraine geboren, emigrierte danach in die USA und verbrachte grosse Teile seines Lebens in Puerto Rico. Seine Liebe zur Fotografie entdecke er während einer Europa Reose. Auf einer fotografischen Reise für die U.S. Farm Security Administration (FSA) in Puerto Rico begeisterte er sich für das Land und blieb zeitlebens dort. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich fortan als Fotograf, Illustrator, Grafiker und Musiklehrer. (Datum der Aufnahme unbekannt, Jack Delano/Steichen Collections)
Ein Einblick in die kunstvoll, aber anno dazumal ungewöhnlich arrangierte Ausstellung «Family of Man» im Museum of Modern Art in New York City. (1. Januar 1955, Andreas Feininger/The LIFE Picture Collection/Getty Images)
Der Kurator Edward Steichen kauert am Boden, während er Fotos für die «Family of Man»-Ausstellung im Moma auswählt. Steichen und sein Assistent brachen die angeblich knapp vier Millionen eingesandter Bilder auf 503 Fotografien von 273 Künstlern aus 69 Ländern herunter. Dafür benötigten sie fast drei Jahre. (1. Januar 1955, Michael Rougier/The LIFE Picture Collection/Getty Images)
Garry Winogrand studierte Malerei und Fotografie. Danach publizierte er in Magazinen wie Harper’s Bazaar. Bekannt wurde er voll allem für das Dokumentieren des Alltags. Seine Arbeiten wurden oft zusammen mit denen von Danny Lyon oder Lee Friedlander gezeigt. Er veröffentlichte mehrere Bücher und erhielt Stipendien. Heute zählt er zu den berühmtesten Vertretern der Street Photography. (Datum der Aufnahme unbekannt, Garry Winogrand/Steichen Collections)
Der Höhepunkt des Erfolges des Fotografen Eugene V. Harris war das 1954 preisgekrönte und heute weltberühmte Bild des Flötenspielers. Das Bild entstand während einer fotografischen Reise durch Peru und spielte in der Family of Man Ausstellung eine zentrale Rolle. Es war das Leitmotiv und kam als einziges Bild mehrmals vor – ganze fünf Male. Steichen habe ursprünglich beabsichtigt, die Ausstellung durch Musik zu ergänzen. Anstelle der Musik wählte er jedoch das wiederkehrende Motiv des Flötisten. (Datum der Aufnahme unbekannt, Eugene Harris/Steichen Collections)
Eisenstaedt wurde in Polen geboren, lebte in Deutschland und emigrierte 1935 in die USA. Dort arbeitete er als Freelancer für Harper’s Bazaar, Vogue, Town und Country. Im Jahr 1936 wurde er als einer der ersten drei Fotografen beim LIFE Magazin angestellt und blieb diesem für die nächsten 40 Jahre als Fotojournalist treu. Eisenstaedt war einer der europäischen Fotografen, die nach dem ersten Weltkrieg die 35mm-Fotografie und die Arbeit mit natürlichen Licht in den USA populär machten. (Datum der Aufnahme unbekannt, Alfred Eisenstaedt/Steichen Collections)
Edward Steichen wurde 1879 in Bivange, Luxemburg geboren. Als Fotograf genoss er grosses Renommee und wurde 1947 zum Direktor des Departements Fotografie des Moma in New York ernannt. In der Zeit bis zum Jahr 1961 kuratierte er neben vielen weiteren Ausstellungen «The Bitter Years», «Abstraction in Photography» und «Diogenes with a Camera». Edward Steichen prägte die Fotografie des 20. Jahrhunderts sowohl als Kurator als auch als Protagonist bis zu seinem Tod im Jahr 1973.
Sein gesamtes fotografisches Werk kann heute in Luxemburg bestaunt werden. Die von ihm kuratierten, weltberühmten Ausstellungen «The Family of Man» und «The Bitter Years» können in der Steichen Collection in Clervaux und Dudelange besucht werden. Weitere Informationen zu den Ausstellungen, finden Sie hier: