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Magen-Darm-Infektionen äussern sich durch Bauchschmerzen und Durchfall, bisweilen verbunden mit Übelkeit und Erbrechen. Sinngemäss gibt es den kombinierten Begriff Brechdurchfall.
Der Schweregrad einer Infektionskrankheit hängt ab vom Erreger und von der Abwehrlage des Betroffenen. Ist die Widerstandskraft reduziert, oder handelt es sich um Infektionen mit besonders bösartigen Erregern, wie bei Cholera, Typhus und einigen anderen, sind schwere, teils lebensbedrohende Erkrankungen möglich. In jedem Fall ernst zu nehmen sind Magen-Darm-Infektionen bei Säuglingen und Kleinkindern wegen der Gefahr eines rasch eintretenden und schwer kontrollierbaren Flüssigkeitsverlusts.
Entzündung des Dünndarms.
Entzündung von Dünn- und Dickdarm.
Mitbeteiligung des Magens bei Enteritis oder Enterokolitis.
Entzündung der Magenschleimhaut.
Dickdarm.
Entzündung des Dickdarms.
Verunreinigung, Verseuchung. Adjektiv: kontaminiert.
Durchfall.
Nach Infektionen sind Durchfall, Erbrechen und Abneigung gegen Speisen zunächst normale Abwehrreaktionen des Organismus.
Wenn mit einem infektiösen Durchfall gerechnet werden muss, etwa nach Schlucken von Wasser in einem fragwürdigen Schwimmbecken, nach Einnahme von verdorbenen Speisen oder offenen Milchprodukten unter zweifelhaften Hygieneverhältnissen, sollte ein Durchfall anfangs nicht mit Medikamenten behandelt werden, welche die Darmtätigkeit herabsetzen. Im Sinn der Selbstreinigung scheidet der Darm nämlich mit den Stuhlentleerungen auch Erreger und deren Gifte aus. Wenn hingegen die Entleerung medikamentös verhindert wird, nimmt der Körper die Bakterien oder deren Toxine in die Blutbahn auf.
Wenn Erbrechen und Durchfall bei Erwachsenen länger als zwei Tage andauern oder mehr als einen Tag lang Flüssigkeit nicht aufgenommen oder behalten werden kann, ist ein Arzt beizuziehen. Entsprechendes gilt bei hohem Fieber oder heftigen Koliken. Eine rasche Konsultation ist nötig, wenn die Magen-Darm-Infektion bis drei Wochen nach einem Tropenaufenthalt auftritt.
In folgenden Situationen handelt es sich um einen Notfall:
Kleinkinder geraten bei heftigem Durchfall und Erbrechen schon nach wenigen Stunden in Lebensgefahr, denn sie haben geringere Flüssigkeitsreserven als Erwachsene und bedürfen daher früh ärztlicher Hilfe. Kleinkinder, die weniger als 2 Monate alt sind, werden dann gewöhnlich im Spital behandelt.
Bei akutem Durchfall oder Brechdurchfall reichen oft Blut- und allenfalls Stuhluntersuchungen, bei chronischem Durchfall sind oft aufwändige Abklärungen nötig.
Bei Verdacht auf Infektion mit Salmonellen wird aufgrund der Stuhluntersuchungen entschieden, ob und wie lange Vorsichtsmassnahmen nötig sind, um die Ansteckung anderer Personen zu verhindern. Ein Beispiel: An Salmonellen Erkrankte scheiden im Mittel während fünf Wochen Erreger aus. Solche Personen dürfen nicht in Lebensmittelbetrieben arbeiten.
Auf Antibiotika kann meist verzichtet werden, da mit dem Durchfall auch die Bakterien ausgeschieden werden. Antibiotika sind hingegen nötig, wenn Durchfallerkrankungen mit Komplikationen einhergehen, sowie bei Typhus und Cholera.
Heftige, anhaltende Brechdurchfälle erfordern Infusionen, gegebenenfalls Antibiotika.