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Mark Herkenrath, Programmleiter «Internationale Finanz- und Steuerpolitik», Alliance Sud
«Unsere Mitglieder führen Programme und Projekte in zahlreichen Regionen der Welt durch. Sie kennen die Bedürfnisse dieser Länder und informieren uns darüber. Als Verband bemühen wir uns, diesen Bedürfnissen in der Schweiz, im Parlament, in der Öffentlichkeit und nach Möglichkeit bei der Debatte zur Festlegung der Post-2015-Agenda Gehör zu verschaffen.
So stellen wir fest: je stärker ein Land von betrügerischer Kapitalflucht betroffen ist, desto mehr Geld muss dort in die Zusammenarbeit und die Entwicklung fliessen. Das ist eine Schande! Die Schweiz hat daher die Pflicht, diese Steuerumgehung und die Potentatengelder besser zu überwachen. Ein weiterer zentraler Punkt, dem wir Vorrang einräumen möchten, ist die Finanzierung der Bekämpfung des Klimawandels.
Die Zusammenarbeit sollte so, wie sie in der Post-2015-Agenda definiert sein wird, eindeutig auf den Kampf gegen Armut und eine stärkere Selbstbestimmung (empowerment) ausgerichtet sein, damit der Einzelne selbst die erforderlichen Mittel zur Bewältigung sozialer Probleme finden kann.
Die Schweiz muss ihrerseitsverstehen, dass ihre Klimapolitik und ihre Wirtschaftspolitik erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklungsländer haben und dass ihr Handeln daher ein gewisses Mass an Kohärenz erreichen muss. In diesem Sinne wünsche ich, dass die DEZA als Bezugspunkt in dieser Debatte angesehen wird und dass sie ihren Sachverstand einbringen kann, selbst wenn die politischen Herausforderungen nicht direkt in ihren Zuständigkeitsbereich fallen.»