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Berichte und Informationen wurden mehrheitlich aus der Südostschweiz (www.suedostschweiz.ch) entnommen (Berichte der Südostschweiz von: Ruedi Gubser und Andreas Eisenring).
Olympische Silber- und Bronze-Medaille, Gold- und Bronze-Medaille an den Youth Olympic Games, mehrere Gold-Medaillen an den Weltmeisterschaften, Gold-Medaillen an den Europameisterschaften, und weitere Medaillen-Gewinne an den Welt- und Europameisterschaften und diverse Schweizer-Meister-Titel.
Dies sind die Erfolge, welche fünf (!) ehemalige FC Glarus Junioren im Curling bisher feiern konnten. Dazu kommt noch ein sechster Curler, welcher ebenfalls eine Vergangenheit als Junior beim FC Glarus hat, welcher alle diese fünf Spieler als Curling-Trainer ausgebildet hat. Gerne stellen wir euch hier die ehemaligen FC Glarus Junioren vor, welche im Curling-Sport so viel erreicht haben.
Martin Rios
„Rios“ (Jahrgang 1981), wie ihn alle rufen, wuchs in Riedern auf. Er nahm als Junior an den Junioren-Weltmeisterschaften 2001 und 2002 zusammen mit den Glarnern Mark Hauser, Andreas Hingher, Jan Hauser und Florian Grünenfelder teil. Im Jahr 2001 reichte es für den siebten, im Jahr darauf für den fünften Schlussrang.
„Rios“, der auch die Spanische Staatsbürgerschaft besitzt, spielte danach an den Europameisterschaften 2008 für das Spanische Team und wurde Neunter.
Die grössten Erfolge konnte er danach wieder mit den Schweizer-Teams im Mixed-Curling feiern. An der Mixed-Europameisterschaft 2011 (pro Team 2 Herren und 2 Damen) konnte er in der Rolle des „Second“ zusammen mit Thomas Lips, Manuela Siegrist und Manuela Netzer-Kormann den Europameistertitel feiern.
Ein Jahr später führte er das Schweizer Team als „Skip“ an und konnte den achten Rang feiern.
Ebenfalls im Jahr 2012 vertrat er zusammen mit Nadine Lehmann die Schweiz an der Curling-Mixed-Double Weltmeisterschaft und konnte sich dort zum Weltmeister krönen lassen.
Im Jahr darauf nahm er wieder mit Lehmann an der Curling-Mixed-Double Weltmeisterschaft teil und konnte dort den sechsten Platz feiern.
2014 spielte er bei der Mixed-Europameisterschaft im Team von Silvana Tirinzoni als „Third“ und gewann die Bronze-Medaille.
Er vertrat die Schweiz im Jahr 2016 als „Skip“ an der Mixed-Weltmeisterschaft und erreichte mit seinem Team den fünften Schlussrang.
Bei der Mixed-Double-Weltmeisterschaft 2017 gewann er mit Jenny Perret seine zweite Weltmeisterschafts-Goldmedaille.
Den Höhepunkt seiner äusserst erfolgreichen Karriere feierte er an den Olympischen Winter-Spielen 2018 in PyeongChang, als er zusammen mit Jenny Perret die Silber-Medaille gewinnen konnte.
Martin Rios ist ausgebildeter Sportlehrer und arbeitet inzwischen für Swiss-Curling als Trainer. Nach dem Gewinn der Olympia-Silber-Medaille verkündete er zusammen mit Jenny Perret, dass sie im Jahr 2022 an den Olympischen Winter-Spielen in Peking einen erneuten Anlauf unternehmen möchten, die Olympia-Gold-Medaille zu gewinnen.
Daneben hat er bereits zehn Mal den 100-km-Lauf von Biel absolviert und dabei neun Mal das Ziel erreicht. Seine Bestzeit liegt bei 12 Stunden 32 Minuten und 45 Sekunden. Unterstützt worden ist er dabei von seiner Curling-Partnerin Jenny Perret, die ihn als Betreuerin mit dem Fahrrad die ganze Nacht begleitet hat.
Für seine Olympia-Silber-Medaille erhielt Rios im Jahr 2018 die Ehrennadel der Gemeinde Glarus.
Jan Hauser
Jan Hauser (Jahrgang 1985) gehört der gleichen Spieler-Generation wie Martin Rios an. Er wuchs in Glarus auf und spielte ebenfalls als Junior beim FC Glarus. Jan Hauser gehörte auch nach seiner Junioren-Karriere weiterhin dem FC Glarus an und spielte in der 2. Liga Regional für den FC Glarus im Mittelfeld.
Als Curling-Junior errang er mit seinem Team den Schweizer-Meistertitel und wurde Bronzemedaillen-Gewinner an den Junioren-Weltmeisterschaften 2003. Insgesamt nahm er im Laufe seiner Karriere an sechs Weltmeisterschaften(2007, 2009 und 2012 bei den Männern und 2001, 2002 und 2003 bei den Junioren) und je einmal an den Olympischen Winter-Spielen und den Europameisterschaften teil.
In den Jahren 2007 und 2009 konnte er den Gewinn der Schweizer-Meisterschaft mit seinem Team um „Skip“ Ralph Stöckli, Markus Eggler, Simon Strübin und Andreas Schwaller feiern. An den Weltmeisterschaften 2007 und 2009 erreichten sie jeweils den vierten Rang. Ebenfalls im Jahr 2009 nahm er mit dem Team um „Skip“ Ralph Stöckli an den Europameisterschaften teil und konnte dort die Silber-Medaille gewinnen.
Den Höhepunkt seiner Karriere erlebte er im Jahr 2010, als er an den Olympischen Winter-Spielen in Vancouver die Bronzemedaille gewinnen konnte.
Jan Hauser ist inzwischen selbständig als Garden-Designer in Bonstetten ZH tätig.
Jürg Bamert
Den Höhepunkt seiner Curling-Karriere durfte Jürg Bamert (Jahrgang 1982) im Team des Grasshoppers-Club-Zürich an der Seite seines Glarner-Kollegen und Skips Jan Hauser feiern. Als Schweizer-Meister durften sie an der Heim-WM in Basel die Schweiz vertreten. Der neunte Schlussrang stellte dann leider eher eine kleine Enttäuschung dar.
Auch er gehörte in seinen jungen Jahren den Junioren des FC Glarus an.
Philipp Hösli
Philipp Hösli (Jahrgang 2001) wuchs in Ennenda auf und gehörte den F- und E-Junioren des FC Glarus an. Nebst seinem Talent im Curling ist Philipp auch ein ausgezeichneter Tennis-Spieler (R6 Rangierung).
Den bisher grössten Erfolg konnte er im Jahr 2016 feiern, als er an den Youth Olympic Games in Lillehammer zuerst mit dem Schweizer Team die Bronzemedaille gewann und wenige Tage später im Mixed-Doubles zusammen mit einer Japanerin (Yuko Matsuzawa / welche ihm zugelost wurde) sogar die Gold-Medaille gewinnen konnte.
Als Schweizer Meister des Jahres 2018 hat sich Philipp mit seinem Team, dem CC Glarus Belvédère, einen Platz an den Junioren-Weltmeisterschaften ercurlt. Er nahm bereits an zwei Junioren-Weltmeisterschaften (U21) teil und konnte dort einmal die Bronze-Medaille (2018) und einmal die Silber-Medaille (2019) gewinnen.
Das Team CC Glarus Belvédère ist eine Geschichte von den drei Nachbarskindern aus Ennenda, Marco und Philipp Hösli sowie Marco Hefti, die sich im Curling-Mutterland Kanada mit der Weltspitze messen durften. «Die drei sind in unmittelbarer Nachbarschaft aufgewachsen», erklärt Teamcoach Rolf Hösli, «zusammen besuchten sie zuerst das Geräteturnen, dann begannen sie gemeinsam mit Tennis, ehe sich ihre Wege vorübergehend trennten. Nach Versuchen im Fussball (Philipp und Marco Hösli) und Unihockey (Marco Hefti) fanden sie dann vor zehn Jahren beim Curling wieder zusammen. Dabei spielte sicher eine Rolle, dass mit Jan Hauser und Valeria Spälty zwei Glarner Curler an Olympischen Spielen Medaillen holten», betont Hösli die Vorbildfunktion der lokalen Aushängeschilder, die einst bei ihm als Junioren das Curling-ABC gelernt haben.
Philipp Hösli besucht die Kantonsschule in Glarus, wobei mit der Schule folgende Abmachung gilt: Er bekommt für alle nötigen Tage frei (etwa 30 pro Jahr), muss aber den verpassten Schulstoff eigenverantwortlich nachholen. «Und die Noten müssen stimmen, damit diese Vereinbarung gültig bleibt», erklärt Philipp Hösli.
Die Gemeinde Glarus ehrte Philipp Hösli im Jahr 2016 mit der Ehrennadel, welche er für den Olympia-Sieg und die Olympia-Bronze-Medaille an den Youth Olympic Games erhielt.
Marco Hösli
Marco (Jahrgang 2000) ist der ältere Bruder von Philipp Hösli und spielte ebenfalls bei den F- und E-Junioren für den FC Glarus, ehe er sich voll auf den Curling-Sport konzentrierte.
Marco ist der Skip des Glarner Curling Teams CC Glarus Belvédère. Unter seiner Führung gewann dieses Team die Schweizer-Meisterschaften 2018 und durfte daher die Schweiz an den Curling-Junioren-Weltmeisterschaften 2019 in Kanada vertreten, wo sie sensationell die Silber-Medaille gewannen.
Philipp (19 Jahre alt) und Marco (20 Jahre alt) stehen also erst am Beginn einer vielversprechenden Curling-Karriere.
Das Team CC Glarus Belvédère ist eine Geschichte von den drei Nachbarskindern aus Ennenda, Marco und Philipp Hösli sowie Marco Hefti, die sich im Curling-Mutterland Kanada mit der Weltspitze messen durften. «Die drei sind in unmittelbarer Nachbarschaft aufgewachsen», erklärt Teamcoach Rolf Hösli, «zusammen besuchten sie zuerst das Geräteturnen, dann begannen sie gemeinsam mit Tennis, ehe sich ihre Wege vorübergehend trennten. Nach Versuchen im Fussball (Philipp und Marco Hösli) und Unihockey (Marco Hefti) fanden sie dann vor zehn Jahren beim Curling wieder zusammen. Dabei spielte sicher eine Rolle, dass mit Jan Hauser und Valeria Spälty zwei Glarner Curler an Olympischen Spielen Medaillen holten», betont Hösli die Vorbildfunktion der lokalen Aushängeschilder, die einst bei ihm als Junioren das Curling-ABC gelernt haben.
Rolf Hösli
Alle fünf oben genannten Talente haben einen gemeinsamen Nenner. Alle hatten und haben Rolf Hösli als Trainer, welcher sie forderte und förderte. Grundsätzlich gilt: wer Rolf Hösli als Trainer hat, der hat Erfolg. So coachte er seine Curling-Junioren (u.a. Jan Hauser, Martin Rios) in den 00er Jahren über mehr als ein Jahrzehnt bis sie schliesslich bei den Aktiven in der NLA angekommen waren und dort ebenfalls zur Schweizer-Spitze zählten. Daneben war er zwischenzeitlich als Spanischer-Curling-National-Trainer aktiv (vermittelt durch Martin Rios) und führte das Juniorinnen-Curling-Team des CC Glarus 2015 ebenfalls an die Junioren-Weltmeisterschaften, wo sie die Bronze-Medaille gewinnen konnten. Das aktuelle „Projekt“, hat erst gerade richtig Fahrt aufgenommen. So wurde das Team um seine beiden Söhne (Marco und Philipp Hösli) im Jahr 2018 Schweizer-Junioren-Meister und 2019 Junioren-Vize-Weltmeister.
Seine Leistungen werden auch national wahrgenommen. So wurde er im Jahr 2019 als einer von drei Trainern für den Swiss Olympic Coach Award nominiert. Leider hat er den ehrenvollen Award nicht gewonnen.
Rolf Hösli ist Leiter der Redaktion der Südostschweiz-Zeitung und die prägende Figur im Curling-Sport im Glarnerland und auch er hat eine Vergangenheit bei den Junioren des FC Glarus.
Durch seine ruhige und sachliche Art wird er von allen Sportlern geschätzt. Nebst seinem Talent als Curling-Trainer ist Rolf ebenfalls ein ausgezeichneter Tennis-Lehrer. Auch dort konnte er seine Schützlinge entsprechend ausbilden, so dass sie es bis in die Nationalliga schafften.