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1959 vergräbt eine Schulklasse anlässlich des Jahrestages ihrer Schule eine Zeitkapsel, die von den Schülern gemalte Visionen der Zukunft enthält. Fünfzig Jahre später wird der Inhalt der Kapsel bei einer Jubiläumsfeier an die jetzigen Schüler verteilt. Caleb (Chandler Canterbury), der Sohn des Physikprofessors John Koestler (Nicolas Cage), erhält ein Blatt mit einer scheinbar willkürlichen Aneinanderreihung von Zahlen.
John entdeckt hinter den Zahlenreihen bald einen Code, der für Katastrophen und Unfälle der letzten 50 Jahre steht und präzise Datum und Anzahl der Opfer wiedergibt. Am Ende des Blattes weisen drei offene Daten auf noch ausstehende Ereignisse in den nächsten Wochen hin. Nachdem ihm zunächst niemand Glauben schenken mag, trifft er auf Diane Wayland (Rose Byrne), die Tochter des Mädchens, die einst die Prophezeiungen aufschrieb. Gemeinsam versuchen John und Diane, die letzten Codes zu entschlüsseln. Die grösste Frage die John plagt ist jedoch, warum beim letzten prophezeiten Unglück bei der Zahl der Opfer nur "alle Anderen" steht.
Eigentlich machte Knowing anhand des Trailers und der bekannten Geschichte einen vielversprechenden Eindruck. Da konnte man auch an Nicolas Cage vorbeigucken, der eh nicht mehr so richtig weiss, welchen schlechten Film er denn jetzt als Nächstes drehen will. Mit einem Ergebnis von knapp 80 Millionen Dollar Einnahme war dann der Film auch ansprechend in den US-Kinos gelaufen. Bei uns hingegen musste sich Knowing sogar vom Scorpion King überholen lassen.
Die Story des Filmes hätte, wie erwähnt, eigentlich einen guten Eindruck gemacht, wenn sie nicht so dermassen verwirrend, langatmig umgesetzt und uninspirierend gespielt würde. Da wackelt Nicolas Cage mit permanent aufgesetztem Hundeblick durch die Weltuntergangsgeschichte und ärgert sich mit schönen, schwarzen Steinen, mysteriösen Herren und einem vorwitzigen Sohn herum, der aber auch nicht mehr ganz Herr seiner Sinne ist.
Natürlich gibt es in Knowing auch ein paar schöne Actionsequenzen zu sehen, und die retten den Film vom totalen Untergang. Der Absturz eines Flugzeugs ist dramatisch, und wenn es rappelt im Weltkarton, dann darf man sich gern zurücklehnen und einfach mal geniessen. Leider sind diese Szenen sehr selten und heben den ansonsten langweiligen Film nicht aus seiner Lethargie. Die driftet in Richtung Finale auch noch ins Peinliche ab, aber das muss man schon selber gucken, um sich richtig darüber aufregen zu können.
Fazit: Knowing ist einer dieser Filme, die leider nicht das halten können, was uns durch die Bilder und Trailer versprochen wurde. Von gelangweilten Darstellern vorgetragen, entwickelt sich die Geschichte in eine Richtung, die den Zuschauer schlussendlich mit einem ärgerlichen Kopfschütteln zurücklässt.
Auf der Blu-ray kriegen wir ein Werbe-Making-of zu sehen, in dem erklärt wird, was hinter dem Film, der Geschichte und dem Vorhaben stand. Da sind die "Visionen der Apokalypse" schon interessanter. Tolle Szenen, ihre Machart und der Blick hinter die Kulissen wurden hier in ein flottes Filmchen verpackt. Der Trailer beschliesst das recht magere Angebot, das aber irgendwie zum misslungenen Film passt.
Technisch wird dafür herrliche Qualität geliefert. Das Bild ist gestochen scharf und macht auch bei den dunklen Szenen (den Besuchen der flüsternden Gestalten) einen klaren und sauberen Eindruck. Die lauten Szenen gefallen durch den HD-DTS-Ton, der allerdings nur in den Actionsequenzen sein ganzes Potenzial ausfahren kann.
Dani Maurer [muri]
Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!
Naaaja, lief grad im free-tv, es konnte jedenfalls so stimmung erzeugen, dass man dabei hängen bleibt... Leider etwas zu Bibel-mässig aufgebaut, dafür sieht das "Event" am Schluss sehr geil aus, das muss man dem strifen lassen! ansnsten recht mau, die auflösung des ganzen, ich weiss nicht recht... leider hat man die asugangslage so oder so ähnlich schon zig mal gesehen... cage hingegen finde ich schon irgendwie geil! krass wie ernsthaft und verbissen er sich in aller ernst durch seine streifen quält, das verlangt schon ein bisschen respekt von soviel hingabe
ok, fangen wir mal bei den positiven aspekten an: - stimmige bilder - gute / dichte und z.t. erdrückende atmosphäre - trotz vorsehbarer story guter spannungsbogen - wenige, aber gelungene effekte (das flugzeug fand ich jetzt nicht soooo schlimm; es ging ja um den überraschungseffekt)
aber... die vielerorts immer wieder angedeuteten religiösen ansätze empfand ich grösstenteils deplaziert. der ganze mischmasch aus christentum, nordischer mythologie, hinduismus und aliens ging definitiv auch mir zu weit. die ansätze wären zwar wirklich da, doch im endeffekt erleidet der film dort bruchlandung, wo man die religiösen elemente (und das betrifft das christentum nur ansatzweise!) mit aliens ersetzt / verbindet - wie auch immer man das interpretieren mag. diesbezüglich kann ich pps zustimmen.
irgendwie hinterlässt der film den eindruck, dass er schlichtweg nicht zu ende gedacht wurde. schade, denn die erste hälfte war wirklich vielversprechend...
Jojo mittelmässiger Sciene-Fiction Spass der Proyas uns aufbietet. Die Story hatte potenzial und der Streifen vermag zwischendurch die Geschichte spannend zu halten. Dennoch verliert Knowing seine Glaubwürdigkeit bei lächerlichen Logikfehlern, sackschlechten Effekten und vorhersehbaren Szenen.