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Wasser speichert Daten
Forschern mehrerer US-amerikanischer Universitäten ist es gelungen, Nanodrähte aus Bariumtitanat so zu stabilisieren, dass sie in der Lage sind, 10 Millionen Mal mehr Daten auf der gleichen Fläche zu speichern als herkömmliche Speichermedien.
Bariumtitanat ist ein ferroelektrisches Material, das wie magnetische Gegenstände einen positiven und einen negativen Pol hat, der sich mit Hilfe eines elektrischen Feldes steuern lässt. Allerdings funktionierte dies bisher nur im Mikrometer-Bereich, da Bariumtitanat im Nanometer-Bereich seine Polarisierung verliert. Trotzdem haben die Forscher bei Experimenten Nanodrähte aus Bariumtitanat entdeckt, die selbst bei einem Durchmesser von 3 Nanometern ihre Polarisierung erhalten haben. Bei näheren Untersuchungen stellte sich heraus, dass wohl während der Produktion Hydroxyl-Moleküle deren Molekularstruktur stabilisiert haben. Dies ermöglichte ihnen, obwohl sie fast um den Faktor 20 geschrumpft wurden, Daten zu speichern. Die Forscher rechnen damit, dass dereinst mit Hilfe der Bariumtitanat-Nanodrähte bis zu 10’000 Terabit Daten pro Kubikzentimeter gespeichert werden können, wenn man herausfindet, wie man die Drähte dicht genug packen kann. Ausserdem muss eine passende Technik zum Schreiben und Lesen der Nanodrähte entwickelt werden.