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lm Mittelalter schon wurde das Wasser für die Brunnen, die Mühlräder sowie für die Beseitigung der Abfälle kanalisiert. Es verursachte auch Oberschwemmungen, so dass Zuflüsse eingedämmt werden mussten
Andererseits kam es mit Mist und Aborten in Berührung und verbreitete grosse Epidemien. Mit der demographischen Explosion im 19. Jahrhundert relchen die vererbten Ressourcen nicht mehr aus. Trinkwasser muss in immer grösserer Distanz und sogar inrnitten der Alpen gefasst werden. Später wird es nicht ohne Bedenken aus dem See gepumpt. Der Druck erlaubt es zu diesem Zeitpunkt, das Wasser in die Häuser zu leiten.
Auch die Energiebedürfnisse nehmen zu: Man legt den Bret-See an, um die Standseilbahnen und die stromproduzierenden Turbinen anzutreiben. Auch da bedingt die wachsende Nachfrage den Bau von Werken im Alpenmassiv. Die Louve und der Flon, die nur noch als Abflüsse die Lausanner Abwasser in den See tragen, verschwinden vom 19. Jahrhundert an aus hygienischen Gründen. Diese Überbelastung ist nicht ohne Folgen geblieben: Erst seit das Abwasser geklärt wird, können die Badegäste die Strände wieder bedenkenlos geniessen. Die aquatischen Freizeitbeschäftigungen konzentrieren sich fast ausschliesslich auf das Seeufer, wo man Quaianlagen, Plätze, Parks und Schwimmbäder angelegt hat. Die früheren, überflüssig gewordenen Brunnen werden oft abgebrochen und die Wasserstellen in der Stadt fast ganz beseitigt. Heute kehren sie in der Form von Zierbrunnen zurück.