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Die Delegierte des Bundes für Mehrsprachigkeit stützt sich auf ein starkes Netzwerk von Partnern, die aktiv die Mehrsprachigkeit fördern oder die Interessen der Sprachgemeinschaften vertreten. Die Delegierte arbeitet mit den kantonalen Stellen und anderen öffentlichen Verwaltungen zusammen und pflegt Beziehungen zu externen Institutionen, die sich mit der Förderung der Mehrsprachigkeit befassen (Art. 8b Abs. 2 Bst. d SpV). Die Förderung der Mehrsprachigkeit wird durch die gemeinsame Verantwortung der Bundesverwaltung und ihrer externen Partner auf allen institutionellen Ebenen erreicht. Diesem Partnernetzwerk gehören namentlich folgende Organisationen an:
Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) vereint in ihrer Plenarversammlung die 26 kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren. Sie handelt subsidiär und koordiniert die Arbeit der Kantone auf nationaler Ebene. Zudem ist sie im Bereich des Sprachunterrichts an den Volksschulen tätig, so sie sich insbesondere für das HarmoS-Konkordat einsetzt.
Helvetia Latina ist eine politisch unabhängige Vereinigung. Sie wurde 1980 mit dem Ziel gegründet, eine ausgewogene Vertretung der rätoromanischen, italienischsprachigen und französischsprachigen Gemeinschaften, die Nutzung der deutschen Standardsprache in der Verwaltung und die Verständigung zwischen den Sprachgruppen zu gewährleisten.
Das Institut für Mehrsprachigkeit wird gemeinsam von der Universität Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg getragen. Zum Institut gehört das vom Bund finanzierte Wissenschaftliche Kompetenzzentrum für Mehrsprachigkeit. Ziel des Kompetenzzentrums ist die Koordination und Umsetzung der angewandten wissenschaftlichen Forschung im Bereich Sprachen und Mehrsprachigkeit, die Schaffung eines Netzwerks wissenschaftlicher Institutionen aus der ganzen Schweiz, die zur Mehrsprachigkeit forscht, und die Errichtung einer Dokumentationsstelle zur Mehrsprachigkeit.
Das von Professor François Grin geleitete Observatoire «économie langues formation» (élf) erforscht die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft Sprachen und Bildung und das Management der sprachlichen Vielfalt.
Das Forum Helveticum (FH) wurde 1968 als Ort der Begegnung und des Dialogs gegründet. Als Kompetenzzentrum für sprachkulturelle Verständigung fördert es die Verständigung in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur.
Das 1996 gegründete Forum für die Zweisprachigkeit in Biel hat sich der Förderung der Zweisprachigkeit verschreiben. Erreicht werden soll dies insbesondere durch wissenschaftliche Beobachtung und die Empfehlung von Massnahmen zur Wahrung des Miteinanders der Sprachgemeinschaften in der Region Biel. Das Forum zertifiziert Unternehmen als zwei- oder mehrsprachig und organisiert Sprachtandems.
Coscienza Svizzera ist eine parteiunabhängige Reflexionsgruppe zur Förderung der Sprachen- und Kulturenvielfalt in der Schweiz.
Die 2004 gegründete Association Défense du Français setzt sich für den Gebrauch der Landessprachen und insbesondere des Französischen im öffentlichen Raum ein und kämpft namentlich gegen die Verbreitung von Anglizismen. Die Vereinigung organisiert hauptsächlich öffentliche Veranstaltungen.
Das Forum per l’Italiano in Svizzera wurde 2012 auf Initiative der Kantone Tessin und Graubünden gegründet. Es vereint mehr als 30 Organisationen, die sich für die Aufwertung von Sprache und Kultur der italienischsprachigen Schweiz einsetzen.
Pro Grigioni italiano wurde 1918 gegründet. Die Vereinigung widmet sich hauptsächlich der Förderung der italienischen Sprache im Kanton Graubünden und auf Bundesebene.
Die 1919 ins Leben gerufene Vereinigung Lia Rumantscha bringt Menschen und Organisationen rätoromanischer Sprache zusammen. Sie hat den öffentlich-rechtlichen Auftrag, mit Unterstützung von Bund und Kanton die rätoromanische Sprache und Kultur zu fördern.