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„Leider musste der kasachische Regisseur Adilkhan Yerzhanov kurzfristig absagen und kann somit nicht eure Fragen zum Film beantworten“, so ein Mitarbeiter vom FIFF kurz vor Filmbeginn. Das Publikum im gut gefüllten Kinosaal wird mit einer kurzen Biografie des Regisseurs vertröstet. Ein junger Kasache, der auf eine erfolgreiche Regisseur-Karriere zusteuert. Constructors ist sein zweiter Langfilm.
Zwei Brüder leben mit ihrer kleinen Schwester in einer heruntergekommenen Wohnung. Da sie die Miete nicht bezahlen können, werden sie rausgeworfen. Mit ihrem spärlichen Hab und Gut verlassen sie die Stadt. Etwas ausserhalb besitzen sie noch ein kleines Stück Land. Obwohl der jüngere Bruder mit der Schwester zu einer Tante ziehen will, übernachten alle drei auf dem Grundstück. Am nächsten Tag teilen ihnen Regierungsmitglieder mit, dass auf ihrem Grundstück bis in zwei Wochen ein Fundament stehen muss. Ansonsten geht das Land zurück an den Staat. Was nun? Ohne Werkzeuge und Baumaterial lässt sich nichts bauen. Die drei Geschwister müssen improvisieren.
Die schwarzweiss gehaltene Tragikomödie bleibt sehr geheimnisvoll und lässt viele Fragen offen. Der Zuschauer erfährt nur ganz wenig über die Geschichte der drei Protagonisten. Die starre Kameraführung, die spärlichen Dialoge und das sich wiederholende Lied lassen den Film sehr monoton daher kommen.
Die drei Geschwister versuchen alles, um ihr Grundstück zu verteidigen und somit die Behörden und deren Gesetze zu umgehen. Eine Art Klassenkampf ohne Aussichten.
Am 4. April (14.45, Capciné 1) zeigt das FIFF den Film ein letztes Mal.
Text: Olivier Goetschi