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"Eigentlich läuft alles bestens. Die Lehre habe ich erfolgreich abgeschlossen und ich arbeite Vollzeit. Mein Problem: Ich habe Mühe, mit Geld umzugehen. Obwohl ich gut 4500 Franken netto im Monat verdiene, reicht das Geld nie aus und ich bin regelmässig im Minus. Ich habe dementsprechend Mühe, am Ende des Monats meine Rechnungen zu bezahlen. Dabei solle das Geld doch reichen! Ich bin Single und wohne in einer 2-Zimmerwohnung in einer grösseren Stadt und fahre ein Auto. Meine Hobbys sind ausgehen und shoppen – leider! Haben Sie mir einen Tipp, wie ich mein Geld besser einteilen kann?" Sandra, 25
Liebe Sandra Folgende Denkanstösse können Ihre Einstellung zum lieben Geld verändern: Wenn Sie neue Kleider oder ein neues Auto kaufen, fliesst Geld von Ihnen weg. Denn Dinge verlieren an Wert, sobald Sie das Geschäft mit ihnen verlassen. Investieren Sie lieber in Dinge, dessen Wert sich über die Zeit steigert. Das ist zum Beispiel Ihre Gesundheit oder Ihre berufliche Weiterbildung. Versuchen Sie, aktiv zu sparen: Durchschauen Sie die Konsumgüterindustrie, die uns weismachen will, dass wir uns mit einem neuen Kleid oder einem neuen Parfum besser fühlen. Das ist Humbug zu Lasten Ihres Geldbeutels: Wenn Sie einen Mantel im Ausverkauf für 150 statt 200 Franken kaufen, so haben Sie nicht 50 Franken gespart, sondern 150 ausgegeben! Sparen heisst: Geld NICHT auszugeben. Das Geld richtig einzuteilen und Verantwortung für Ihre Finanzen zu übernehmen, ist also pure Einstellungssache. Wenn Sie bereits in der Schuldenfalle sitzen, so empfehle ich Ihnen ausserdem eine Budgetberatung.
©Text: Christine Hefti ©Bild: Fotolia