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Alan Turing – Die tragische Geschichte des Genies
Alan Mathison Turing gehört zu den einflussreichsten Denkern des 20. Jahrhunderts. Er hat den Computer als Denkmodell erfunden, noch bevor es solche Maschinen tatsächlich gab. Er half mit, die deutsche Chiffriermaschine Enigma zu knacken und damit den Zweiten Weltkrieg zu verkürzen. Turing, der unter tragischen Umständen starb, wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden. Ein Vortrag mit dem renommierten Turing-Forscher Jack Copeland aus Neuseeland.
Der britische Mathematiker und Logiker Alan Turing leistete wichtige Beiträge zur Entwicklung des Computers, aber auch zur Erforschung der künstlichen Intelligenz und zu Fragen der Logik und Zahlentheorie. Er gilt als einer der Väter des Computers und hat in seinem Aufsatz «On Computable Numbers» schon 1936 eine theoretische Maschine beschrieben, die sich programmieren lässt umZahlen zu berechnen. Im Zweiten Weltkrieg war Turing als Mathematiker an der geheimen Operation Ultra beteiligt und half mit, das Rätsel der deutschen Chiffriermaschine Enigma zu knacken. Als Homosexueller wurde er nach dem Krieg verfolgt und nur 43-jährig in den Tod getrieben.
Der 1950 geborene Philosoph Jack Copeland gehört zu den renommiertesten Turing-Forschern weltweit und hat verschiedene Publikationen und Bücher zum Thema verfasst. Er ist Direktor des Turing-Archivs für Computergeschichte und Professor für Philosophie an der University of Canterburry in Christchurch, Neuseeland. Jack Copeland reist in die Schweiz, um an einer interdisziplinären Tagung über Alan Turing an der ETH Zürich teilzunehmen. Im Vorfeld dieser Tagung wird er in Basel einen exklusiven Vortrag halten. Jack Copeland spricht über das Erbe, das der vielseitige Mathematiker hinterlässt. Das Referat ist in englischer Sprache.