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Bei der Kehlkopfentzündung (Laryngitis) handelt es sich um eine Infektion des Kehlkopfes, eines Teils des Atemtraktes. In den meisten Fällen lösen Viren oder Bakterien die Entzündung aus.
Es lassen sich zwei Formen der Kehlkopfentzündung unterscheiden: die akute und die chronische Laryngitis. Je nach Auslöser, Symptomen und Dauer kann der Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) beurteilen, um welche Form es sich handelt. Heiserkeit und Husten sind in beiden Fällen typische Anzeichen.
Die akute Kehlkopfentzündung (Laryngitis acuta) tritt häufig in Verbindung mit Erkältungskrankheiten auf. Der ursprüngliche Infekt breitet sich dann aus dem Nasen- und Rachenraum von oben auch auf den tiefer gelegenen Kehlkopf aus oder ein neuer, zweiter Infekt legt sich über den ersten und führt zu einer Kehlkopfentzündung. Dabei ist oft nur ein Teil des Kehlkopfes (Larynx) betroffen, nämlich die Stimmlippen oder Stimmbänder (Glottis). Es ist aber auch möglich, dass sich die Entzündung auf die gesamte Kehlkopfschleimhaut ausbreitet. Infektionen der unteren Atemwege können auch aufsteigen und eine Kehlkopfentzündung verursachen – dies geschieht beispielsweise in manchen Fällen bei einer Bronchitis.
Heiserkeit, Schmerzen und Husten sind die typischen Symptome der Kehlkopfentzündung. Sobald Sie vermuten, dass Sie an einer Entzündung des Kehlkopfes leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, denn eine Laryngitis muss immer behandelt werden! Wenn sie nicht behandelt wird, führt dies in der Regel zu einer chronischen Kehlkopfentzündung. Problematisch daran: Besteht diese über lange Zeit, können Zellen der Kehlkopfschleimhaut aufgrund der Entzündung entarten. Bei jedem Fünften bis Zehnten entwickelt sich aus der chronischen Form eine Krebsvorstufe. Dauert die Heiserkeit länger als drei bis vier Wochen an, wird der HNO-Arzt eventuell – besonders wenn nur eine Seite des Kehlkopfes betroffen ist – eine Gewebeprobe entnehmen und die Zellen untersuchen lassen. So kann er frühzeitig andere Erkrankungen ausschliessen oder behandeln.
Gründe für eine chronische Laryngitis (Laryngitis chronica) sind vor allem
Die Betroffenen leiden dann weniger unter Halsschmerzen, sondern unter Husten sowie Heiserkeit und haben häufig das Gefühl, als wäre ein Fremdkörper in ihrer Kehle (sogenanntes Globusgefühl).
Statistiken lassen vermuten, dass auch die Refluxkrankheit (Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre) eine Kehlkopfentzündung bedingt. Denn jeder vierte bis zehnte vom Reflux Betroffene – das sind 10 bis 25 Prozent der Refluxpatienten – leidet ebenfalls an einer chronischen Laryngitis. Allerdings fehlen hierzu noch weiterführende wissenschaftliche Untersuchungen, die dies belegen. Dennoch sollte in diesen Fällen die Refluxkrankheit behandelt werden, da bei vielen Refluxpatienten die Kehlkopfentzündung durch die Therapie des Reflux ebenfalls ausheilt.
Eine Kehlkopfentzündung kann jeden treffen, die chronische Laryngitis tritt sehr häufig bei Männern zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr und bei starken Rauchern auf. Ob akut oder chronisch – bei einer Kehlkopfentzündung müssen die Betroffenen konsequent die Stimme schonen, da hiervon der Behandlungserfolg massgeblich abhängt! Hausmittel wie Inhalationen sowie schleimlösende und schmerzlindernde Mittel unterstützen die Behandlung.
Bei einer Kehlkopfentzündung (Laryngitis) handelt es sich um eine Infektion des Kehlkopfes. Meist lösen Viren oder Bakterien die Entzündung aus, aber auch Rauchen, eine Überlastung der Stimme oder eingeatmete Schadstoffe können zu einer Kehlkopfentzündung führen.
Die Laryngitis kann in zwei unterschiedlichen Formen auftreten:
Um welche Form es sich handelt, beurteilt der Hals-Nasen-Ohren-Arzt je nach Auslöser, Symptomen und Dauer. Für beide Fälle sind Heiserkeit und Husten die typischen Anzeichen.
Die akute Kehlkopfentzündung (Laryngitis acuta) ist meist eine durch Viren oder Bakterien ausgelöste Infektion des Kehlkopfes. Häufig tritt diese Form der Kehlkopfentzündung in Zusammenhang mit Erkrankungen der oberen Atemwege auf, zum Beispiel Erkältungen, einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder einer Bronchitis. Zusätzlich zu einer bestehenden Infektion mit einem Virus (Erstinfekt) kann es dann zu einer zweiten, bakteriellen Infektion (Sekundärinfektion) kommen, die Ursache für die akute Kehlkopfentzündung ist.
Eine chronische Kehlkopfentzündung (Laryngitis chronica) liegt vor, wenn die Stimmlippen (Glottis) über mehrere Wochen oder Monate entzündet sind. Häufig ist die gesamte Schleimhaut des Kehlkopfes betroffen. Die genaue Diagnose stellt der Hals-Nasen-Ohren-Arzt mithilfe der Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie).
Die akute Kehlkopfentzündung kann bei Menschen jedes Alters auftreten. Von einer chronischen Kehlkopfentzündung (Laryngitis) sind überwiegend Männer zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr betroffen sowie Personen, die
Der Kehlkopf (Larynx) bildet den Eingang zur Luftröhre. Das Gerüst oder Skelett des Kehlkopfes besteht aus mehreren Knorpelplatten, die durch Bänder und Muskeln miteinander verbunden sind. Durch das Schliessen der Stimmbänder – der Glottis – kann der Kehlkopf die Luftröhre schliessen.
Die sogenannte Epiglottis, der Kehldeckel, trennt die Speise- und die Luftröhre voneinander, indem sie den Kehlkopfeingang beim Schlucken abdichtet. Dies verhindert, dass Speisen oder Flüssigkeit in die Luftwege gelangen.
Einer Kehlkopfentzündung (Laryngitis) liegen verschiedene Ursachen zugrunde. Je nach Auslöser kann die Kehlkopfschleimhaut akut oder chronisch entzündet sein.
Eine akute Kehlkopfentzündung (Laryngitis) hat ihre Ursachen meist in Virusinfektionen. Auslöser sind Erkältungsviren wie Rhino- oder Adenoviren, aber auch Grippeviren wie Influenza- oder Parainfluenzaviren. Ebenso kann eine Infektion mit Bakterien zu einer Kehlkopfentzündung führen, zum Beispiel mit Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae), beta-hämolysierenden A-Streptokokken oder Bakterien der Gattungen Moraxella und Haemophilus.
Für eine akute Kehlkopfentzündung kommen als Ursachen gelegentlich auch starke Hitze oder Schadstoffe infrage, zum Beispiel wenn jemand Chemikalien, Gase, Stäube oder Tabakrauch einatmet. Eine unbehandelte akute Kehlkopfentzündung kann sich zu einer chronischen Laryngitis entwickeln, wenn der Betroffene seine Stimme nicht ausreichend schont.
Die chronische Kehlkopfentzündung hat verschiedene Ursachen:
Auch Entzündungen der Luftröhre unterhalb des Kehlkopfes, eine Bronchitis oder Entzündungen in sackförmig erweiterten Bronchien (sogenannte Bronchiektasen) können aufsteigen und zu einer Infektion des Kehlkopfes führen und damit Ursache einer Kehlkopfentzündung sein.
Eine Sonderform der Laryngitis ist die Laryngitis posterior (die Entzündung des hinteren Kehlkopfes). Dieser Kehlkopfentzündung liegt als Ursache ein unvollständiges Schliessen des Mageneingangs zugrunde. Mageninhalt fliesst dadurch in die Speiseröhre und den Rachen zurück (Refluxkrankheit oder gastroösophagealer Reflux). Typisch hierfür sind andauernde Heiserkeit trotz Behandlung und ein Fremdkörpergefühl im Rachen- und Kehlkopfraum. Die Betroffenen spüren allerdings nicht immer die für Reflux typischen Symptome, zum Beispiel Sodbrennen.
Mitunter kommt es im Verlauf einer Schwangerschaft zu Veränderungen am Kehlkopf (Laryngopathia gravidarum), wie sie bei einer Kehlkopfentzündung auftreten. Die Frauen klagen dann vor allem über Stimmstörungen. Nach der Entbindung verschwinden die Symptome und Veränderungen wieder.
Eine Kehlkopfentzündung ist ansteckend, wenn Bakterien oder Viren sie oder die Grunderkrankung ausgelöst haben. Um sich vor einer Kehlkopfentzündung aufgrund ansteckender Erkältungen zu schützen, meiden Sie am besten den Kontakt mit erkälteten Personen. Vor allem im Winter kann man sich in überfüllten Zügen oder Wartesälen leicht anstecken.
Viren und Bakterien werden durch Tröpfchen übertragen (Tröpfcheninfektion), wie sie beim Niesen oder Husten entstehen. Da häufig Reizhusten mit der Kehlkopfentzündung einhergeht, kann sie ansteckend sein: Die Erreger verteilen sich in der Luft und haften daher auch auf Gegenständen. Durch die Berührung mit den Händen werden sie weiterverteilt und gelangen so schliesslich in die Atemwege anderer Personen. Waschen Sie deshalb vor allem in der Erkältungs- und Grippezeit regelmässig Ihre Hände mit Seife, um eventuelle Erreger zu beseitigen, und verwenden Sie keine Tassen oder Gläser, aus denen bereits jemand getrunken hat.
Bei der Kehlkopfentzündung sind Symptome wie Heiserkeit und Husten die typischsten. Meist kribbelt oder kratzt es im Hals und viele Betroffene haben ständig das Gefühl, sich räuspern zu müssen. Zwischen der Symptomatik der akuten und der chronischen Laryngitis lassen sich leichte Unterschiede ausmachen. Um welche Form der Kehlkopfentzündung es sich letztlich handelt, kann jedoch nur der Hals-Nasen-Ohren-Arzt mithilfe einer Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie) endgültig klären.
Eine akute Kehlkopfentzündung zeigt häufig folgende Symptome:
Kribbeln und Kratzen oder ein Trockenheitsgefühl im Hals gelten bei einer Kehlkopfentzündung ebenfalls als typische Symptome. Gelegentlich kommt es zu trockenem, unproduktivem Husten oder Fieber. Der Hustenreiz verstärkt sich, wenn die Entzündung auf die Luftröhre (Trachea) übergreift. Darunter leiden vor allem Patienten mit Asthma, mit einer COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) oder mit Herzinsuffizienz. Nur in seltenen Fällen kommt es bei Erwachsenen durch eine sehr starke Schwellung der Schleimhäute zu Atemnot. Bei Kindern führt die Schwellung jedoch häufiger zu Atemnot. Sie sollten dann in einem Spital überwacht werden, bis sie wieder frei atmen können.
Hält die Laryngitis über eine lange Zeit an, handelt es sich um eine chronische Kehlkopfentzündung. Die typischen Symptome sind:
Tritt die Kehlkopfentzündung in Zusammenhang mit der Refluxkrankheit auf, kommt es vor allem nachts zu Reizhusten. Im Gegensatz zur akuten Laryngitis leiden die von der chronischen Form Betroffenen weniger unter Schmerzen, sondern häufiger unter einem Räusperzwang und ihre Stimme ist tiefer und weniger belastbar.
Bei Verdacht auf eine Kehlkopfentzündung (Laryngitis) beurteilt der Arzt zur Diagnose zunächst die typischen Beschwerden. Ob tatsächlich eine Kehlkopfentzündung vorliegt oder andere Erkrankungen die Beschwerden hervorrufen, findet der Arzt mithilfe der Kehlkopfspiegelung – der Laryngoskopie – eindeutig heraus.
Es gibt zwei Arten der Laryngoskopie:
Bei der indirekten Laryngoskopie zieht der Arzt vorsichtig die Zunge des Betroffenen vor und schiebt einen kleinen Spiegel oder ein Endoskop bis zum Gaumenzäpfchen (Uvula) beziehungsweise zur Rachenhinterwand. Er schaut dann von oben auf den Kehlkopf. Bei der direkten Laryngoskopie (der Mikrolaryngoskopie oder Autoskopie) führt er das Endoskop bis zum Kehlkopf oder in den Kehlkopf hinein, was es ihm ermöglicht, auch die Innenschleimhaut des Kehlkopfes zu sehen. Diese Untersuchung findet unter Narkose statt.
Während der Laryngoskopie achtet der HNO-Arzt vor allem auf Veränderungen der Kehlkopfschleimhaut und der Stimmlippen sowie deren Beweglichkeit. Anhand dieser Kriterien stellt er eine genaue Diagnose, schliesst andere Erkrankungen, zum Beispiel eine Tuberkulose, aus und wählt eine passende Therapie.
Je nachdem, ob eine akute oder chronische Kehlkopfentzündung besteht, sieht der Arzt während der Kehlkopfspiegelung unterschiedliche Befunde. Bei einer akuten Kehlkopfentzündung blickt er auf gleichmässig gerötete Stimmlippen. Meist sind sie geschwollen oder verdickt und die Gefässzeichnung ist sichtbar. Oft befindet sich auf den Stimmlippen Fibrin (ein Eiweiss, das der Blutgerinnung dient) oder zäher Schleim, in schweren Fällen auch weisser oder eitriger Belag. Die gesamte Kehlkopfschleimhaut kann betroffen sein und diese Anzeichen ebenfalls aufweisen. Die Beweglichkeit der Lippen ist jedoch nicht eingeschränkt.
Bei einer chronischen Kehlkopfentzündung sieht der Arzt bei der Laryngoskopie blassrötliche bis gerötete, verdickte Stimmlippen. Sie sind entweder schleimbedeckt oder auffallend trocken und uneben, ihre Beweglichkeit ist nicht eingeschränkt. Auch hier kann die gesamte Kehlkopfschleimhaut gerötet und aufgelockert aussehen.
Im Einzelfall wird der HNO-Arzt zusätzlich die Nase und den Nasenrachenraum endoskopisch untersuchen, die Nasennebenhöhlen röntgen oder die Viruskonzentration (Virustiter) bestimmen lassen, um zu einer aussagekräftigen Diagnose zu gelangen und um die Ursache der Kehlkopfentzündung festzustellen.
Dauert die Heiserkeit trotz Behandlung länger als drei bis vier Wochen an, entnimmt der HNO-Arzt unter Umständen während einer direkten Laryngoskopie eine Gewebeprobe der Kehlkopfschleimhaut und lässt sie genau untersuchen.
Haben Sie eine Kehlkopfentzündung, ist eine Therapie in jedem Fall erforderlich! Denn wenn Sie eine akute Laryngitis nicht behandeln, geht diese meist in eine chronische Kehlkopfentzündung über. Besteht die chronische Form über einen sehr langen Zeitraum, können die Schleimhautzellen entarten und sich zu einer Krebsvorstufe entwickeln – dies geschieht bei etwa bei jedem Fünften bis Zehnten mit chronischer Kehlkopfentzündung.
Bei einer Kehlkopfentzündung zielt die Behandlung als Erstes darauf, konsequent die Stimme zu schonen! Das Wichtigste können Sie in normaler Lautstärke sagen, vermeiden Sie jedoch unbedingt Flüstern und lautes Sprechen oder Schreien. Beides belastet die Stimmlippen zu stark und verhindert, dass sie sich erholen und die Entzündung abklingt.
Sind Schadstoffe Ursache der Kehlkopfentzündung, ist eine Behandlung nur dann erfolgreich, wenn Sie die auslösenden Stoffe konsequent meiden. Tabak, Alkohol und scharfe Gewürze sind deswegen absolut tabu! Kommen Sie aufgrund Ihrer Arbeit ständig mit Schadstoffen in Berührung, die Ursache der Laryngitis sind, sollten Sie das mit Vorgesetzten besprechen. Unter Umständen bekommen Sie erst durch einen Arbeitsplatzwechsel die Kehlkopfentzündung in den Griff.
Tritt die Kehlkopfentzündung in Zusammenhang mit einem Allgemeininfekt wie einem Schnupfen, einer Nasennebenhöhlenentzündung oder einer Bronchitis auf, sollten Sie diese ebenfalls behandeln. Hat eine Virus-Infektion zu einer Folgeinfektion mit Bakterien geführt (Sekundärinfektion), kann es erforderlich sein, diese mit Antibiotika zu behandeln. Gegebenenfalls verschreibt Ihnen Ihr Arzt zusätzlich entzündungshemmende Medikamente (sogenannte nichtsteroidale Antiphlogistika).
Gegen den Schleim helfen ausserdem sekretlösende Medikamente, gegen die Schwellung der Kehlkopfschleimhaut abschwellende Medikamente (zum Beispiel Glukokortikoide oder Präparate mit dem Wirkstoff Benzydamin). Achten Sie darauf, dass Sie keine Aerosole verwenden. Sie erzeugen Trockennebel, der eher in den Bronchien wirkt. Bei der Kehlkopfentzündung eignen sich zur Behandlung sehr gut Feuchtnebel, also Dampfinhalationen. Besteht gleichzeitig eine Nasennebenhöhlenentzündung, empfiehlt sich ein Nasenspray zum Abschwellen. So können Sie wieder frei durch die Nase – und nicht durch den Mund – atmen. Mundatmung über eine längere Zeit reizt die Kehlkopfschleimhaut ebenfalls, weswegen Sie sie auf Dauer vermeiden sollten.
Vor allem bei Kindern kommt es aufgrund der Schwellung häufig zu Atemnot. Das Kind sollte in solch einem Fall gegebenenfalls so lange in einem Spital überwacht werden, bis die Schwellung abgeklungen ist und das Kind wieder frei und ohne Beschwerden atmet.
Sind Defekte der Nasenscheidewand oder chronische Nasennebenhöhlenentzündungen die Ursache der Kehlkopfentzündung, sollten Sie dies behandeln lassen, damit Sie wieder ungehindert durch die Nase atmen können. Anderenfalls kann es zu wiederholten Kehlkopfentzündungen kommen und weitere Behandlungen sind nötig.
Häufig führt die dauerhafte Überlastung der Stimme zu einer chronischen Kehlkopfentzündung. Zur Behandlung gehört dann auch das Erlernen der richtigen Stimmtechnik bei einem Logopäden. So können Sie dauerhaft diese Ursache der Kehlkopfentzündung beheben.
Wenn eine Laryngitis bei Personen auftritt, die gleichzeitig unter der Refluxkrankheit leiden, besteht die Möglichkeit, den Reflux probeweise mit sogenannten Säuresekretionshemmern (sie hemmen die Magensäureproduktion, zum Beispiel Omeprazol) oder Antazida (sie binden die Magensäure) zu behandeln. Generell sollte eine Kehlkopfentzündung, die in Verbindung mit der Refluxkrankheit auftritt, etwa vier bis sechs Wochen therapiert werden. Wenn es danach wiederum zu einer Kehlkopfentzündung kommt, verlängert der Arzt die Behandlung. Unterstützend können die von dieser Kehlkopfentzündung Betroffenen auf Hausmittel zurückgreifen, die das typische Sodbrennen verringern.
Oft helfen bei einer Kehlkopfentzündung einfache Hausmittel gegen das Trockenheitsgefühl und die Schmerzen:
Viele schwören auf Ingwertee: frischer Ingwer in heissem Wasser mit Zitronensaft und Honig. Eine höhere Raumluftfeuchtigkeit – oder noch besser: feuchtes Seeklima – unterstützt ebenfalls die Heilung.
Steckt ein Allgemeininfekt, zum Beispiel eine Erkältung mit Schnupfen oder eine Bronchitis, als Ursache hinter der Kehlkopfentzündung, kommen Hausmittel ebenfalls infrage. Wichtig ist, dass eine Behandlung erfolgt. Bei einem Schnupfen kann es hilfreich sein, viel Wasser zu trinken, um den Schleim zu lösen. Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung helfen Nasentropfen oder Nasensprays aus der Apotheke, die Nasenschleimhäute abzuschwellen.
Bei einer Kehlkopfentzündung (Laryngitis) können Sie Verlauf und Dauer positiv beeinflussen: Beginnen Sie so schnell wie möglich mit der Behandlung – spüren Sie die Ursachen auf und schalten Sie sie aus. Die akute Kehlkopfentzündung kann durch konsequente Stimmschonung und unterstützende Hausmittel bereits nach ein bis zwei Wochen abheilen. Wird nicht konsequent behandelt, kann sich aus einer akuten Infektion eine chronische Laryngitis entwickeln. Ebenso besteht die Gefahr einer funktionellen Stimmstörung (Dysphonia functionalis).
Die Kehlkopfentzündung verläuft meist ohne Komplikationen. Manchmal führt sie zu Schwellungen im Bereich der Stimmlippen – bei Erwachsenen sind sie selten so ausgeprägt, dass es zu Atemnot kommt. Bei Kindern besteht dieses Risiko jedoch eher. Sie sollten deswegen in solchen Fällen stationär im Spital überwacht werden, bis die Schwellung abgeklungen ist und sie wieder frei atmen.
Eine Kehlkopfentzündung müssen Sie in jedem Fall behandeln. Ansonsten kommt es zu wiederkehrenden Entzündungen der Kehlkopfschleimhaut. Besteht eine chronische Laryngitis über lange Zeit, können die Schleimhautzellen entarten und sich zu einer Krebsvorstufe (Präkanzerose) oder zu einem Krebs der Schleimhaut (Carcinoma in situ beziehungsweise mikroinvasives Karzinom entwickeln. Dies ist bei etwa jedem Fünften bis Zehnten, der von einer chronischen Kehlkopfentzündung betroffen ist, der Fall.
Schlägt die Therapie nach drei bis vier Wochen nicht an und besteht die Heiserkeit weiterhin, muss der Arzt deswegen unbedingt klären – eventuell durch eine Gewebeprobenentnahme –, ob eine andere Erkrankung zugrunde liegt. Vor allem wenn nur eine Seite des Kehlkopfes betroffen ist, besteht die Gefahr, dass es sich um Tuberkulose handelt oder dass sich die Schleimhautzellen bereits verändert haben.
In manchen Fällen greift die Entzündung auch auf die Stimmmuskeln (M. vocalis) über und führt zu einer Muskelentzündung (Myositis). Die Folge davon können Lähmungen im Bereich des Kehlkopfes beziehungsweise der Stimmbänder sein.
Durch die chronische Laryngitis kommt es mitunter zu einem Verschluss der Schleimdrüsenausgänge im Kehlkopf und einer Verdickung der sogenannten Taschenfalten, die sich unmittelbar über den Stimmlippen befinden. Das Sekret wird gestaut und verdickt, wodurch eine Schwellung im Gewebe, ein dyschylischer Pseudotumor, entsteht. Diese entfernt der Arzt bei Bedarf mikrochirurgisch während einer direkten Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie).
Bei einer chronischen Kehlkopfentzündung kann es zur Vermehrung der Schleimdrüsen kommen (Laryngitis chronica hyperplastica), in seltenen Fällen aber auch zum Verlust der Schleimdrüsen (Laryngitis chronica sicca).
Einer akuten Kehlkopfentzündung können Sie nur bedingt vorbeugen. Da sie häufig zusammen mit Erkältungskrankheiten auftritt, ist es hilfreich, wenn Sie Ihr Immunsystem stärken, zum Beispiel indem Sie sich gesund ernähren und ausreichend bewegen.
Sobald Sie Anzeichen einer Kehlkopfentzündung bei sich feststellen, sollten Sie zum Arzt gehen. Stimmschonung und Rauchverbot stehen für die Behandlung an erster Stelle! Je früher und je konsequenter Sie die Therapie durchführen, desto besser sind die Heilungschancen und umso weniger laufen Sie Gefahr, eine chronische Kehlkopfentzündung zu entwickeln.
Einer chronischen Kehlkopfentzündung können Sie vorbeugen, indem Sie das Einatmen von Schadstoffen vermeiden. Halten Sie sich nach Möglichkeit nicht lange in stark rauch- oder staubhaltigen Räumen auf – und geben Sie das Rauchen auf, falls nicht schon geschehen. Kommen Sie zum Beispiel aufgrund Ihres Berufes häufig mit Schadstoffen in Kontakt, sollten Sie Schutzmasken tragen, wenn Sie diesen Stoffen ausgesetzt sind.
Belasten Sie dauerhaft Ihre Stimme sehr stark – zum Beispiel weil Sie Lehrer oder Sänger sind –, achten Sie unbedingt auf die richtige Stimmtechnik. Ein Logopäde wird Ihnen dabei helfen, Ihre Technik zu verbessern.