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Ein brauchbarer Apparat muß den Eiern während der ganzen Brütezeit eine konstante Wärme durch direkte Berührung, um der
durch Ausdünstung sonst entstehenden Trockenheit vorzubeugen, von oben mitteilen; die Eier müssen sich in einer feuchten Atmosphäre
befinden und hinlänglich mit frischer Luft versehen werden; man muß sie ohne Mühe jederzeit wenden
und untersuchen können, und schließlich muß der Apparat, welcher möglichst einfach sein soll, Räume für die ausgeschlüpften
Küchlein enthalten, die anfangs noch einer erhöhten Wärme bedürfen.
Dieselben eignen sich für den Markt und auch für die fernere Zucht ebenso gut wie von Hennen ausgebrütete Küchlein. Trotz
aller Erfolge aber sind bisher nur wenig Brütmaschinen in der Praxis benutzt worden, weil die Aufzucht ohne Mutter stets viel
schwieriger ist. Man hat die Brütapparate hauptsächlich in zoologischen Gärten für wissenschaftliche
Zwecke und, in besondern Fällen, zum Ausbrüten seltener Rassentiere benutzt; aber in großen Hühnerzüchtereien zog man
immer noch das Ausbrüten durch Hennen vor und bediente sich dazu, um die Hühner nicht vom Eierlegen abzuhalten, der Truthennen,
welche zwei, drei, selbst vier Portionen Hühnereier hintereinander ausbrüten.
Dies geschieht besonders mit sehr gutem Erfolg in Frankreich. Wenn beim Brüten 1-2 Tage über die normale Brütezeit verstrichen
sind, so kann man die Eier, um sie zu prüfen, in lauwarmes Wasser legen. Diejenigen, welche lebende Junge enthalten, zeigen
dann eine hüpfende Bewegung und müssen sofort der Brüterin oder der Maschine
[* 15] wieder untergelegt werden.
Vgl. Öttel, Der Hühner- oder Geflügelhof (6. Aufl., Weim. 1879);
Derselbe, Über künstliche Brut von Hühnern etc. (das.
1874);
Krantz, Praktische Anleitung zur künstlichen Ausbrütung (2. Aufl., Berl.
1874);
Baumeyer, Das künstliche Ausbrüten und die Hühnerzucht (Hamb. 1876, 2. Aufl. 1887);