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Nonprofit Organisationen (NPO) obliegen in ihrer unternehmerischen Tätigkeit einer Sachzieldominanz – sie streben nach der Erfüllung von Werten und inhaltlichen Zielen, welche sich direkt aus ihrer Mission ableiten. Dies bedeutet, dass das Generieren von Einkommen lediglich indirekt, also instrumentell zur Zielerreichung dient, jedoch für das Überleben der Organisation unerlässlich ist. Dabei agieren NPO nicht nur im Spannungsfeld zwischen Zweckerfüllung und finanziellem Erfolg, sondern auch zwischen Staat und Privatwirtschaft. Daraus folgt, dass die Einnahmequellen von NPO häufig nicht mit denjenigen von privatwirtschaftlichen Organisationen übereinstimmen und eine andere (Zeit-)Struktur von Mittelflüssen aufweisen. Die Anwendung von herkömmlichen, etablierten Kennzahlen zur Messung der finanziellen Stabilität und Vielfalt (sprich der finanziellen „Gesundheit“ der Organisation) aus dem Bereich der for-profit Organisationen ist somit nicht angebracht.
Dieses Thema wird anhand verschiedener Forschungsdesigns untersucht. Zunächst wird basierend auf ähnlichen Untersuchungen aus den USA die finanziellen Stabilität und Vielfalt von NPO erforscht. Wir gehen der Frage nach, wie sich die Einkommensströme (Spenden, Staatsbeiträge und eigene Erträge) spendensammelnder NPO in der Schweiz seit 2005 verändert haben. Nach wie vor ist sich die wissenschaftliche Literatur nicht einig, ob eine höhere Diversifikation oder die Konzentration auf eine Einkommensquelle lohnenswerter ist. Weiter wird das strategische Management von Finanzierungsquellen untersucht. Klassische Forschung zur Finanzierung gründet häufig ausschliesslich auf Finanzzahlen. Diese Forschungslücke soll mittels Datentriangulation anhand von Fallstudien bearbeitet werden.
Die Resultate der Studien sollen Einblicke in die finanzielle Entwicklung von Schweizer NPOs geben und daraus abgeleitet praktische Implikationen bezüglich der strategischen Ausrichtung und Positionierung von spendensammelnder NPOs geben.