Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03238.jsonl.gz/550

Die Schulbehörde war erstmals veranlasst, eine Grenze zwischen den Stadtschulen und der Schule Ergaten zu ziehen. Im Prinzip sollte die Murg die Grenzlinie markieren, aber Espi und Aumühle, das Schuhfabrikquartier und die Unterstadt bis zur Rheinstrasse wurde Ergaten zugeteilt.
Der Bau in der Ergaten, in einer Zeit galoppierender Teuerung errichtet, war solide ausgeführt; er tat seinen Dienst über 50 Jahre lang ohne grössere Umgestaltung. Die Kosten von Fr. 1’071’292.80 erschienen den Zeitgenossen unerhört hoch. Als dann im Jahre 1973 eine Gesamtrenovation fällig wurde, kostete diese ebenso viel wie seinerzeit der Neubau; es war ein Kredit von 1’035’000 Franken nötig. Die Anlage der Bahnhofstrasse und die Erschliessung grosser Landreserven im Ergatenquartier zogen eine enorme Bautätigkeit und eine Zunahme der Wohnbevölkerung nach sich. Dennoch war es lange Zeit möglich, die Kinder des Quartiers unterzubringen. Der Bau des Schulhauses Oberwiesen und schliesslich der Anlage Schollenholz brachte die überfällige Entlastung. Die Schulanlage Ergaten konnte so in ihrer ursprünglichen, architektonisch ausgewogenen Art erhalten werden. Im Jahr 2000 unterrichteten in diesem Haus sechs Primarlehrpersonen insgesamt 124 Schülerinnen und Schüler. Im Jahr 2020 sind es zwei gemischter 1./2. Klassen, zwei gemischte 3./4. Klassen und zwei gemischte 5./6. Klassen mit insgesamt 120 Schülerinnen und Schülern.