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Der Bundesrat hat am 28. April 2021 die Gleichstellungsstrategie 2030 verabschiedet. Es ist die erste nationale Strategie des Bundes mit dem Ziel, die Gleichstellung der Geschlechter gezielt zu fördern.
Sie konzentriert sich auf vier Handlungsfelder:
- Berufliches und öffentliches Leben
- Vereinbarkeit und Familie
- Geschlechtsspezifische Gewalt
- Diskriminierung
Die Gleichstellungsperspektive 2030 zeigt, was der Bund, in Zusammenarbeit mit den Kantonen und Gemeinden, in den
kommenden Jahren mit seiner Gleichstellungspolitik erreichen will:
Seit der Einführung des Frauenstimmrechts 1971 und der Annahme des Gleichstellungsartikels in der Bundesverfassung 1981 hat die Schweiz bei der Gleichstellung von Frau und Mann Fortschritte gemacht. Vollständig umgesetzt ist diese allerdings noch nicht. Hier braucht es Verbesserungen. Es geht um die Gerechtigkeit gegenüber den Frauen, aber auch um das gesellschaftliche Wohlergehen und den wirtschaftlichen Wohlstand.
Um die Lücken im Bereich der Gleichstellung zu schliessen, hat der Bundesrat in seiner Legislaturplanung 2019-2023 eine «Nationale Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern» beschlossen. Ziel ist es, die in Artikel 8 Absatz 3 der Bundesverfassung verankerte rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von Frau und Mann zu erreichen.
- Die wirtschaftliche Autonomie der Frauen wird während ihres ganzen Lebens gestärkt, unabhängig von ihrem Zivilstand und ihrer familiären Situation.
- Frauen und Männer profitieren von Rahmenbedingungen, welche die Vereinbarkeit von Privat-, Familien- und Berufsleben sowie die ausgeglichene Verteilung von bezahlter Arbeit und unbezahlter Haus- und Familienarbeit begünstigen.
- Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt nehmen ab und die persönliche Sicherheit der Frauen verbessert sich.
- Diskriminierung, Sexismus und Geschlechterstereotypen werden gesellschaftlich nicht mehr toleriert und schränken die Lebensformen der Frauen und Männer nicht mehr ein
Zu jedem der obenstehenden Ziele enthält die Strategie eine Reihe von Massnahmen, die sowohl national als auch international ausgerichtet sind. Sämtliche Departemente und die Bundeskanzlei sind beteiligt und für die Umsetzung von Massnahmen zuständig.
Es wurde ein Aktionsplan erstellt, der die Umsetzung der Strategie und die Konkretisierung der prioritären Massnahmen zum Ziel hat. Nebst den prioritären Massnahmen 2021–2023 enthält der Aktionsplan neue Massnahmen des Bundes mit einem Zeithorizont der Umsetzung bis 2030.
Im Rahmen dieses Aktionsplans wurden die Beiträge der Kantone und einige Beispiele guter Praktiken von Städten im Handlungsfeld «Berufliches und öffentliches Leben» und «Diskriminierung» erfasst.
Informationen und Neuigkeiten zur Gleichstellungsstrategie 2030 finden Sie auch auf dem Twitteraccount: @CH_Egalite2030