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Komödie in zwei Akten von Joâo Bethencourt
8. - 25. November 2017
Singsaal der Schulanlage Zulg in Steffisburg
Gelegenheit macht Diebe. Dieses Sprichwort nimmt der verschrobene jüdische Taxifahrer Samuel Leibowitz ernst und "klaut" den New York besuchenden Papst, um ihn zu Hause in der Speisekammer einzusperren. Während Sarah Leibowitz, die sich an die skurrilen Einfälle ihres Mannes gewöhnt hat, mit dem Papst Kartoffeln schält und fröhlich plaudert, fordert der engagierte Samuel mit Zustimmung des Entführten als "Lösegeld" einen Friedenstag auf der ganzen Welt, an dem kein Blut fließen darf.
João Bethencourts Komödie greift mit Humor ein heikles Thema auf: das (scheinbar unmögliche) friedliche Miteinander verschiedener Religionen und Kulturen.
João Bethencourt
(* 1924 in Budapest; † 31. Dezember 2006 in Rio de Janeiro) war ein ungarisch-brasilianischer Dramatiker, Regisseur, Theaterkritiker und Übersetzer, der 1934 mit zehn Jahren nach Brasilien kam.
Neben zahlreichen Übersetzungen schrieb er selbst über 40 eigene Theaterstücke, hauptsächlich Komödien, die er regelmäßig selbst inszenierte. Seine Stücke wurden in viele Sprachen übersetzt und überall auf der Welt gespielt. Das wohl Erfolgreichste, „Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde“ („O Dia em que Raptaram o Papa“, 1972 uraufgeführt und bis heute in 42 Ländern gespielt), ist inzwischen ein Klassiker unter den anspruchsvollen Lustspielen.
Barbara Ami Rauch
ist freischaffende Regisseurin, Theaterpädagogin und Tanzlehrerin.
Ihre Liebe zum Theater hat sie einerseits von ihrem Vater geerbt, der ein leidenschaftlicher Amateurschauspielerwar, andererseits entflammte diese vollends, als sie, 9-jährig, in St.Tropez einer Frau mit blauen Haaren begegnete.
Ihr Weg führte sie über eine Erstausbildung am Lehrerseminar Biel, Medau Gymnastik, Flamenco, Orientalischen Tanz und Münchner Rhythmenlehre schliesslich zum Theater.
Seit dreizehn Jahren inszeniert sie im Profi- und Amateurbereich; u.a. bei den Schlossspielen Thun, dem Theater Kanton Bern, dem Kellertheater Murten und ihrem eigenen Theater …et cetera.