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“The first human settlements on the left bank of the Jordan Valley”
Die ältesten Spuren menschlicher Kulturen reichen in Ostafrika mehr als 3,3 Millionen Jahre zurück. Neue Entdeckungen im Nahen Osten in den beiden vergangenen Jahrzehnten gaben neue Hinweise auf die Ausbreitung der Menschheit. Es ist bekannt, dass Menschen in mehreren Episoden Afrika verliessen, zum ersten Mal vor rund zwei Millionen Jahren. Der Nahe Osten ist dabei eine natürliche Drehscheibe zwischen Afrika Asien und Europa. Heute sind verschiedene Routen bekannt, einerseits durch die Wüsten und Steppen der Arabischen Halbinsel aber auch entlang der Küste des Mittelmeeres. Dabei bildet die Achse vom Golf von Aqaba, über das Tote Meer entlang dem Jordantal bis zur Beqaa zwischen dem Libanon du Antilibanon eine natürliche Achse für Wanderungen, die heute erst bruchstückhaft bekannt und nur ansatzweise dokumentiert sind. Um diese Lücke zu füllen begann das IPNA 2015 in enger Zusammenarbeit mit der University of Jordan (Amman) und Yarmouk University (Irbid) eine grossangelegte und erfolgreiche Feldarbeit.
Erste Ergebnisse weisen auf eine sehr alte Besiedlung des Jordantales hin (Abu Aluba) hin. Weitere wichtige Entdeckungen sind Siedlungsplätzen aus dem späten Alt-Paläolithikum (Tabaqa Fahl, ca. 325’000 – 275'000 Jahre alt) und Produktionszentren zur Herstellung von Steinwerkzeugen aus den Anfängen des Mittelpläolithikums (Gegend von Jaffin, vor ca. 220'000 – 180'000 Jahre) wie sie bisher aus dem Nahen Osten kaum bekannt sind.