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Leserbriefe
Eine gelungene Gastkolumne
Autor: Gastkolumne von Hubert Schaller – FN vom 21. Juli
«Es ist schön, wenn alle Dinge an ihrem Platz sind.» So beginnt der Text von Hubert Schaller. «Es ist schön, wenn einer so gutes Deutsch schreibt», möchte man beim Lesen dieser Kolumne sagen.
Meisterhaft hat es der Autor verstanden, die Wörter «ordnen» und «zerfallen» in vielen Variationen einander gegenüberzustellen und dabei auf dem Hintergrund der Vergänglichkeit jeder Ordnung zur Erkenntnis zu kommen, dass Veränderung und Beharren, Verschieben und Ordnen gleichwertig sind. Angst vor Veränderungen ist ebenso unangebracht wie die Furcht vor dem Zerfall der Ordnung. So habe ich es verstanden und finde es tröstlich.
Übrigens, das Wort Kolumne kommt aus dem Lateinischen. Die Columna ist eine Säule. Und wenn etwas nicht verschoben werden darf, dann ist es eine Säule. Insofern ist der Name Gastkolumne für den Beitrag von Hubert Schaller nicht zutreffend. Aber er ist deswegen nicht «fehl am Platz», wie es etwa eine französische Gastkolumne in einer deutschsprachigen Zeitung wäre.
Autor: Josef Vaucher, Freiburg