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Burkina Faso ist ein Schwerpunktland der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz. Die Schweiz und Burkina Faso unterhalten seit 1961 diplomatische Beziehungen. Der wirtschaftliche Austausch zwischen den beiden Ländern war lange bescheiden, hat sich 2020 jedoch stark intensiviert. Burkina Faso ist seit 2014 von einer beispiellosen Sicherheitskrise betroffen.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Burkina Faso
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweiz anerkannte Burkina Faso am 5. August 1960 als unabhängigen Staat und nahm 1961 diplomatische Beziehungen auf. Seither haben die beiden Staaten bilaterale Abkommen über den Handel, den Investitionsschutz und im Bereich der technischen Zusammenarbeit und Budgethilfe abgeschlossen.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Der Handel zwischen der Schweiz und Burkina Faso ist 2020 im Vergleich zum Vorjahr um nahezu 80% gestiegen. Burkina Faso ist damit neu der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Afrika, mit einem Handelsvolumen von 3 Milliarden CHF, das fast gänzlich aus Importen von burkinischem Gold in die Schweiz besteht (99,9% der Schweizer Importe). Die Schweiz exportierte 2020 Güter im Wert von 6 Millionen CHF, hauptsächlich pharmazeutische Produkte.
Zusammenarbeit im Bildungsbereich
Die Grundbildung und die Berufsbildung gehören zu den Schwerpunkten der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit in Burkina Faso.
Forschende und Kunstschaffende aus Burkina Faso können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um ein Exzellenzstipendium des Bundes bewerben
Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Sicherheit
Burkina Faso ist seit 1976 ein Schwerpunktland der Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz (DEZA). Die Programme konzentrieren sich vorwiegend auf die Regionen im Norden, im mittleren Westen und im Osten des Landes. Das landesweit ausgelegte Grund- und Berufsbildungsprogramm der DEZA beruht auf nationalen Finanzierungsmechanismen. Das Globalprogramm Migration und Entwicklung der DEZA führt in Burkina Faso eine Reihe von Aktivitäten im Bereich Mobilität und Migration durch.
Aufgrund der raschen Verschlechterung der Sicherheitslage in Burkina Faso seit 2014, bedingt durch die Ausbreitung des gewalttätigen Extremismus in Westafrika, unterstützt die Schweiz ein Regionalprogramm zur Prävention von gewalttätigem Extremismus.
Seit 1994 leistet das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO ergänzend Budgethilfe und weitere wirtschaftliche Unterstützung. Hinzu kommen direkte oder über NGO erbrachte humanitäre Hilfe und Nahrungsmittelhilfe.
Das geplante Engagement der Schweizer Zusammenarbeit in Burkina Faso für die Jahre 2021–2025 unter Federführung der DEZA und des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO beträgt 156,5 Millionen CHF. Burkina Faso ist auch das Land mit den meisten Kooperationsprojekten, die von Schweizer Kantonen und Gemeinden umgesetzt werden.
Kulturaustausch
Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit werden regelmässig kulturelle Aktivitäten gefördert.
Schweizerinnen und Schweizer in Burkina Faso
Im Jahr 2020 lebten 82 Schweizer Staatsangehörige in Burkina Faso und 345 burkinische Staatsangehörige in der Schweiz.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Schweiz anerkannte Burkina Faso (früher Obervolta) am 5. August 1960 als unabhängigen Staat. 1961 folgte die Aufnahme diplomatischer Beziehungen. 1970 wurde in der Hauptstadt Ouagadougou eine Konsularagentur eröffnet, die heute im Kooperationsbüro integriert ist. Das Büro für Zusammenarbeit und konsularische Angelegenheiten wurde 1974 eröffnet.
1969 schloss die Schweiz mit Burkina Faso ein Abkommen über den Handelsverkehr, den Investitionsschutz und die technische Zusammenarbeit ab. 1978, 2006 und 2009 wurden drei weitere Abkommen zur technischen Zusammenarbeit und Budgethilfe unterzeichnet.