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Zehntausende Menschen seien davon betroffen. Kopra, das getrocknete Fruchtfleisch der Kokosnuss, ist eines der wichtigsten Exportgüter des nordöstlich von Australien gelegenen Inselstaats.
Der Schädling sei erstmals im Mai an der Nordwestküste der Hauptinsel Efate gesichtet worden. Seitdem habe er sich über mehrere Kilometer hinweg ausgebreitet. Der Käfer bohre sich in die Mitte der Palmkrone, um deren Saft zu trinken, und beschädige oder töte dabei die Pflanzen. Der Notstand dauere bis zum 20. August an, berichtete die Zeitung «Daily Post Vanuatu». Die Behörden haben demnach Sperrzonen errichtet - sie seien dabei, den Käfer in den betroffenen Gebieten auszurotten.
Der Palmen-Nashornkäfer hatte 2015 auf den nahe gelegenen Salomonen die Kokosplantagen stark dezimiert. Experten zufolge war er von Asien aus auf die Inseln im Südpazifik gelangt.
Die Wirtschaft von Vanuatu ist stark von der Landwirtschaft und der Fischerei geprägt. Über 60 Prozent arbeiten noch im primären Sektor. Zu den wichtigsten Kulturpflanzen gehören Kokospalmen, Erdnüsse, Bananen und Mais. Kokospalmen werden auf über 90'000 ha angebaut.
Der südpazifische Inselstaat Vanuatu liegt drei Flugstunden nordöstlich von Brisbane in Australien. Es gibt rund 80 Inseln, aber die meisten der 250'000 Einwohner leben auf den acht grössten Inseln. Der Zyklon Palm richtete im Jahr 2015 grosse Zerstörungen an.