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AWSL: KEINE TORE IM DUELL GEGEN AARAU
Zum Abschluss der Englischen Woche empfing das AWSL-Team auf der heimischen Hubelmatt den FC Aarau. Es war erst das zweite Heimspiel in dieser Saison.
Der Chancen-Wucher startete bereits in der zweiten Minute. Barbara Reger erlief einen schlechten Rückpass der Aarau-Defensive. Sie legte den Ball im Strafraum auf für Bettina Brülhart – ihr Abschluss landete aber in den Händen der Torhüterin.
In der 7. Minute war es wieder Brülhart, die am zweiten Pfosten zum Abschluss kam. Eine Flanke von Sina Cavelti wurde nur ungenügend geklärt, doch der Winkel war zu spitz. In der gleichen Minute wurde Reger nach einem Steilpass von Cavelti in letzter Sekunde von der Aarau-Keeperin vom Ball getrennt.
Die beste Luzerner-Chance des Spiels hatte Brülhart in der 15. Minute. Jamie Kenel löste das Pressing auf die Torhüterin aus – Brülhart fing den schlechten Pass zur Verteidigerin ab und liess sie an der Strafraumgrenze aussteigen. Sechzehn Meter zentral und alleine vor dem Tor zögerte Brülhart mit dem Schuss jedoch zu lange. Im letzten Moment legte sie die Kugel zwar noch auf Cavelti rüber, doch die Aarau-Keeperin machte ihren Patzer mit einer tollen Parade wieder gut.
In der 20. Minute wurde ein Einwurf von Cavelti im Strafraum perfekt für Fiona Sperlich abgelegt. Einen Tag vor ihrem 17. Geburtstag zog Sperlich mit ihrem schwächeren rechten Fuss ab und erzielte beinahe die Führung. Die Aarau-Keeperin fischte das Leder gerade noch aus dem nahen Eck.
In der 22. Minute tauchte Aarau zum ersten Mal vor dem Kasten von Laura Schneider auf. Bei einem Eckball versammelten sich alle Spielerinnen auf der Torlinie. Der Ball auf den zweiten Pfosten konnte von einer Spielerin der Gäste nicht mehr aufs Tor abgelenkt werden, weil der Winkel zu spitz war.
Bis zur Pause waren die Luzernerinnen weiterhin spielbestimmend. Chancen konnte man sich aber keine mehr erarbeiten. Auch Aarau konnte noch vor der Pause den ersten Torschuss notieren. Man merkte, dass die Englische Woche an den Kräften gezehrt hatte.
Auch in der zweiten Hälfte dominierte Luzern das Spiel. Jedoch fehlten im Vergleich zum ersten Durchgang die klaren Torchancen. Die beste Möglichkeit hatte Reger in der 53. Minute. Cavelti legte den Ball von der Grundlinie halbhoch zurück auf Reger – die Deutsche traf die Kugel ausgezeichnet. Jedoch wurde ihr Schuss gerade noch von einer Aarauer-Spielerin zum Eckball abgelenkt.
In der 60. Minute wurde Torhüterin Schneider mit einem Kung-Fu-Kick einer Aarauerin niedergestreckt. Nach einer Flanke in den Strafraum war die Luzerner Schlussfrau deutlich zuerst am Ball. Die Aarauerin hatte ihr Bein auf der Höhe der Magengegend und traf Schneider aus vollem Lauf. Für die Nati-Torhüterin ging das Spiel nach diesem Zusammenprall nicht mehr weiter und Lea van Weezenbeek wurde eingewechselt. Die Aarauerin sah für dieses grobe Einsteigen die Gelbe Karte.
In der zweiten Halbzeit konnte sich das AWSL-Team vor allem über die linke Angriffsseite immer wieder hervorragend durch Kombinieren. Doch in Strafraumnähe fehle es an der letzten Präzision und der Durchschlagskraft. Die Luzernerinnen investierten sehr viel Energie in dieses Spiel – das Unentschieden ist definitiv eine Enttäuschung.
Nächstes Wochenende steht die zweite Runde im Schweizer Cup an. Die Luzernerinnen spielen gegen den FC Staad aus der 1. Liga. Das Spiel wird in der Ostschweiz um 13:30 Uhr angepfiffen.
Telegramm:
Luzern – Aarau 0:0 (0:0)
Tore: keine
Verwarnungen: 33’ Cavelti (Foul), 36’ Mujela (Foul), 61’ Pfannschmidt (fahrlässige Körperverletzung), 86’ Enz (Foul), 89’ Edmonson (Trainer – Reklamieren).
Aufstellung: Laura Schneider (65’ van Weezenbeek), Lynn Häring, Chantal Ruf, Bettina Brülhart (86’ Mara Studer), Nicole Reinschmidt, Jamie Kenel, Lia Kamber, Barbara Reger, Rahel Sager, Fiona Sperlich, Sina Cavelti.