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Walnuss-Pockengallmilbe
érinose du noyer (franz.); walnut leaf gall mite (engl.)
wissenschaftlicher Name: Eriophyes tristriatus Nalepa
Synonym: Aceria tristriata oder Phytoptus tristriatus
Taxonomie: Animalia, Arthropoda, Arachnida, Acari, Prostigmata, Eriophyidae
Die Walnuss-Pockengallmilbe (Eriophyes tristriatus) und die Walnuss-Filzgallmilbe (E. erineus) sind die am häufigsten vorkommenden Gallmilben der Walnussbäume. Die Pockengallmilben verursachen auf der Ober- und Unterseite der Blätter zahlreiche hellgrüne Knotengallen (Pocken), in denen die Milben leben und sich vermehren.
Abb. 1. Pockengallmilben (Eriophyes tristriatus) an Walnuss
Symptome
Auf den Walnussblättern befinden sich zahlreiche, hellgrüne, kugelförmige Blattverdickungen, sogenannte Knotengallen oder Pocken (Abb. 1 und 2). Die Gallen sind etwa 1-1.5 mm gross und verfärben sich später rötlich bis braun. Sie sind auf beiden Blattseiten sichtbar. Die Pocken befinden sich eher am Blattrand. Im Inneren befinden sich zahlreiche nur mit einer Lupe sichtbare Gallmilben. Auf der Blattunterseite haben die Pocken eine kleine Öffnung, durch welche die Milben die Pocken verlassen können.
Beschreibung der Walnuss-Filzgallmilbe
Eriophyes tristriatis ist eine wurmförmige Gallmilbe mit einer Länge von etwa 100 bis 200 µm und einer Breite von 20-50 µm. Wie alle Gallmilben haben sie nur vier Beine.
Lebenszyklus
Während des Sommers wandern die Weibchen von der Galle zu den Knospen oder Rindenritzen, wo sie überwintern. Sobald die Knospen im Frühling austreiben, besiedeln die Milben die sich entwickelnden Blätter und beginnen mit der Saugtätigkeit. Dadurch wird die Bildung von Pocken (Gallen) angeregt. Während der Vegetationszeit vermehren sich die Walnuss-Pockengallmilben über mehrere Generationen. Sie legen Eier aus denen sich Larven, dann die Nymphen entwickeln und später die erwachsenen Tiere.
Wirtsspektrum
Eriophyes tristriatus lebt an Blättern der Echten Walnuss (Juglans regia).
Vorbeugende Massnahmen und Bekämpfung
Die Walnuss-Pockengallmilben verursachen keinen nennenswerten Schaden und müssen deshalb nicht bekämpft werden.
Literatur
Rüegg J, Grimm R, Vogelsanger J, 1993. Schadbilder an Walnussbäumen. Landwirtschaft Schweiz 9.