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Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) hält in einem Bericht fest, dass die Übernahme von ARM durch Nvidia "erhebliche wettbewerbsrechtliche Bedenken" aufwerfe.
Der US-Chiphersteller und GPU-Spezialist Nvidia hatte die Übernahme des britischen Chip-Design-Unternehmens ARM für 40 Milliarden Dollar im September 2020 angekündigt. ARM befindet sich gegenwärtig im Besitz des japanischen Unternehmens Softbank.
Nach der Ankündigung kam es schnell zu Kritik. Insbesondere wird befürchtet, dass Nvidia von der bisherigen ARM-Strategie, seine Technologien neutral an Chiphersteller zu lizenzieren, abrücken könnte.
UK befürchtet Wettbewerbsverlust
Grossbritannien muss grünes Licht für den Deal geben, da sich der ARM-Hauptsitz in Cambridge befindet. Der britische Digitalminister Oliver Dowden hatte eine Prüfung des Deals ausgelöst. Nun wurde das Ergebnis dieser sogenannten Phase-1-Überprüfung publiziert. Bereits vor der Publikation des Berichts gab es Medienberichte darüber,
dass die britische Wettbewerbsbehörde den Deal als Gefahr ansehe.
Im Untersuchungsbericht der CMA heisst es nun, dass das fusionierte Unternehmen die Möglichkeit und den Anreiz hätte, die Wettbewerbsfähigkeit der Konkurrenten von Nvidia zu beeinträchtigen, indem es den Zugang zu ARMs geistigem Eigentum beschränke.
Dieser Wettbewerbsverlust könnte Innovation in einer Reihe von Märkten, darunter Rechenzentren, Gaming, das IoT und selbstfahrende Autos behindern. Dies könnte zu teureren oder qualitativ schlechteren Produkten für Unternehmen und Verbraucher führen, schreibt die CMA.
Nvidia habe zwar gewisse Abhilfemassnahmen angeboten. Diese hätten die Bedenken der Behörde jedoch nicht ausräumen können. Daher sei man zum Schluss gekommen, dass der Zusammenschluss aus wettbewerbsrechtlichen Gründen eingehender überprüft werden sollte, so die britischen Wettbewerbshüter.
Nvidia sagte gegenüber 'The Register', dass man sich auf "die Gelegenheit freue", auf die Ansichten der CMA einzugehen und die Bedenken der Regierung auszuräumen. "Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass diese Transaktion für ARM, seine Lizenznehmer, den Wettbewerb und das Vereinigte Königreich von Vorteil sein wird."
Der Digitalminister werde den Bericht der CMA nun prüfen und zur gegebenen Zeit entscheiden, ob er die Behörde um eine weitere Prüfung ("Phase 2") bitten werde. Es gibt keine feste Frist, innerhalb derer diese Entscheidung getroffen werden müsse, heisst es weiter. Sie solle aber sobald wie möglich gefällt werden, um Unsicherheiten zu verringern.