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Es habe ein Rechtshilfeersuchen der USA vorgelegen, teilte die paramilitärische Polizeieinheit Guardia Civil am Montag weiter mit. Wekselberg, der mit einem Milliardenvermögen zu den reichsten Menschen Russlands gehört, steht schon seit 2018 wegen seiner Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der Sanktionsliste der USA. Die EU hat bisher keine Sanktionen gegen den 64-Jährigen erlassen.
Die USA werfen Wekselberg Steuerbetrug, Geldwäsche und Urkundenfälschung zur Umgehung von Sanktionen vor, indem er das Eigentum an der 90 Millionen Euro teuren Jacht verschleiert habe, wie die spanische Polizei schrieb. Als Eigentümer der Jacht unter der Flagge der Cookinseln sei ein Unternehmen mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln eingetragen, das wiederum von Unternehmen in Panama verwaltet werde, um die wahren Eigentumsverhältnisse zu verbergen. Bei der von einem spanischen Richter genehmigten Durchsuchung seien unter anderem Unterlagen und Computer beschlagnahmt worden.
Auf Fotos war zu sehen, wie spanische Polizisten mit Sturmgewehren auf dem Pier vor der 78 Meter langen Jacht standen und Beamte der US-Bundespolizei FBI sowie des US-Heimatschutzministeriums an Bord gingen. Spanien hat im Zusammenhang mit EU-Sanktionen gegen russische Oligarchen wegen des Krieges in der Ukraine bereits mindestens drei Jachten an die Leine gelegt. Die Behörden betonten allerdings, dass es im Einzelfall schwierig sei, wegen der komplizierten Firmengeflechte die tatsächlichen Eigentümer zu identifizieren.