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Richtet daher eure ganze Aufmerksamkeit auf Jesus, liebe Geschwister! Auch ihr gehört ja zu denen, die geheiligt und zur Teilhabe an der himmlischen Welt berufen sind. Seht auf ihn, den wahren Apostel und Hohenpriester, zu dem wir uns alle bekennen, und haltet euch vor Augen, wie treu er dem dient, der ihn eingesetzt hat!
Welche Eigenschaft wird hervorgehoben, wenn der Schreiber des Hebräerbriefs von Jesus als Apostel und Hohepriester spricht? Er dient treu dem, der ihn als Apostel und Hohepriester eingesetzt hat. Treue zeichnet einen Apostel aus.
Apostel in Rom waren Abgesandte des Kaisers oder des Senats, die neue Gebiete einnehmen und römisch machen sollten. Sie gingen in der Autorität des Senders und konnten auf die notwendigen Mittel zurückgreifen, um den Auftrag zu erfüllen. Apostel gingen nie allein. Sie wurden begleitet durch Soldaten und Händler, Unterhändler und Siedler mit den unterschiedlichsten Begabungen. Versuchte ein Apostel, ein Gebiet für sich selbst zu erobern, hatte er Probleme. Die Autorität des Senders wandte sich gegen ihn.
Apostel werden gesandt. In erster Linie sind sie Gesandte Jesu, um ihn hier auf Erden zu repräsentieren. Sie repräsentieren aber auch den Menschen, der sie gesandt hat – ihren Vater. Paulus hat Timotheus, Titus und andere in apostolische Aufgaben entsandt. Und er wusste, dass sie ihn repräsentieren würden, als ob er selber anwesend wäre.
Haltet Euch vor Augen, wie treu er dem dient, der ihn eingesetzt hat. Der Vers fordert uns auf, selber treu dem zu dienen, der uns eingesetzt hat. Zuerst Jesus, und dann dem Vater, Pastor, Apostel, der uns eingesetzt hat. Warum? Genau wie Jesus, genau wie der Apostel sind wir alle geheiligt, d.h. für einen Dienst zur Seite gestellt, und haben Anteil an der himmlischen Berufung.
Wie viel mehr die Väter im Glauben.
Nicht jeder hat das Glück, von Beginn seines Glaubenslebens an einen Vater zu haben, der für ihn sorgt, ihn ermutigt und korrigiert, sich selber in ihn investiert, Schutz gibt und Türen öffnet und ihn zur rechten Zeit freisetzt. Jesus hat genau das für die 12 getan.
Wie findest Du einen solchen Menschen? Gott wird ihn Dir zeigen. Wichtig ist Vertrauen. Vertrauen und Treue sind ein und derselbe Wortstamm. Wenn Gott Dir einen Vater zeigt, schaue auf diese Eigenschaften:
- Ist er Jesus treu. Wie steht es mit Kompromissen in der Lehre? Verhält er sich privat genau so wie auf der Kanzel? Packt er unangenehme Eisen an? Vertraut er, dass Jesus ihn versorgt?
- Ist er seinem Vater treu? Hat er überhaupt einen Vater, der ihn korrigieren darf? Ehrt er diesen Vater, spricht er gut über ihn?
- Ist er seiner Frau treu? Seiner Familie? Seiner Gemeinde?
- Ist er seinen Söhnen treu? So treu, dass er sie auch korrigiert?
Wenn Du eine solche Person gefunden hast. überlege Dir, was Du von einem Vater erwartest, und was er von Dir erwarten kann. Sprich mit ihm. Betet darüber. Und wenn Ihr und Gott Euch einig sind. entscheide Dich dazu, treu zu sein. Nimm Dir ein Beispiel an Jesus. Entscheide Dich zu vertrauen. Vertrauen ist eine Entscheidung und muss nicht verdient werden. Jeder wird Dich irgendwann enttäuschen ausser Jesus. Aber niemand kann Dein Vertrauen verlieren, Du kannst es nur entziehen.
Als ich meinen geistlichen Vater gefunden hatte, kaufte ich ein Messer und gab es ihm. Paulus hat den Timotheus beschnitten um der Juden willen – obwohl er auf dieser Reise einen Brief mit sich trug mit dem Entscheid des Apostolischen Konzils in Jerusalem: keiner muss sich beschneiden lassen. Für Söhne gelten andere Massstäbe. Bist Du bereit dazu? Bist Du bereit, geschnitzt und geformt zu werden? Bist Du bereit, dass Gott dafür einen Menschen braucht?
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