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Rezension
Anders als bei der ersten Spielgeschichte mit dem Kleinen Raben Socke («Alles wieder dran!») ist hier die Ausgangslage kein Missgeschick, das es auszubügeln gilt, sondern die Idee, eine Bühne zu bauen, auf der Socke mit seinen Freunden Theater spielen kann. Abgesehen davon ist das narrative Muster identisch, d.h. der Kleine Rabe zieht von Freund zu Freund und ergattert gegen eine entsprechende Leistung oder Hilfe die notwendigen Werkzeuge, Bühnenteile und Requisiten. Sind die sechs Stationen bei Maulwurf, Schaf, Hase, Wolf, Dachs und Eichhörnchen (in beliebiger Reihenfolge) absolviert, gilt es, die Bühne nach einem vorgegebenen Plan zu konstruieren. Anschliessend muss der Kleine Rabe aus dem Kostüm- und Requisitenkorb die richtige Verkleidung für seine Traumrolle, die der Prinzessin, aussuchen. Nach diesem Such- und Anziehspiel bekommt man zur Belohnung ein kurzes Theaterstück vorgeführt, in dem der Maulwurf als tapferer Held dem König einen Drachen überbringt und als Belohnung um die Hand der Prinzessin anhält.
Was die ersten sechs zu bewältigenden Spiele betrifft, so sind die Aufgabenstellungen der jungen Zielgruppe (ab vier Jahren) entsprechend einfach und Variationen von bereits weitgehend bekannten Spielen. Räumliches Vorstellungsvermögen ist im dunklen Labyrinth gefordert, wo es Requisiten zu sammeln gilt; eine gute Auge-Hand-Koordination ist beim Einsammeln von Nägeln und Schrauben mittels Computermaus notwendig; Alltagswissen ist Voraussetzung für das Suchen und Sammeln von Werkzeugen; eine schnelle Wahrnehmung und ein genaues Erkennen von geometrischen Formen ist beim Lotsen einer Schubkarre über unwegsames Gelände nötig; Reaktionsfähigkeit ist schliesslich beim Steuern des fliegenden Raben in einem Hindernisflug überlebenswichtig, und beim Stapeln von verschieden grossen Kissen ist für die richtige Reihenfolge gute Kombinationsgabe erforderlich.
Das im Vergleich zur ersten Raben-CD-ROM bescheidenere Booklet sowie der Verzicht auf die dritte Sprache (Französisch) verstärken den Eindruck, dass bei der Entwicklung dieses Titels der Aufwand stark eingeschränkt wurde. 4 bis 8 Jahre.
(Siehe auch: «Rabenstarker Dreikäsehoch.» In: Ammann, Daniel; Hermann, Thomas. Klicken, lesen und spielend lernen: Interaktive Spielgeschichten für Kinder. Zürich: Verlag Pestalozzianum, 2004. S. 88–93.)
Thomas Hermann