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Im Rahmen der Ermittlungen zum spektakulären Kunstraub in der Rotterdamer Kunsthalle haben rumänische Experten die Reste von mindestens drei verbrannten Ölgemälden entdeckt.
In der bei der Mutter des Hauptverdächtigen beschlagnahmten Asche seien Nägel und Haken gefunden worden, die auf die Zerstörung von mindestens drei, möglicherweise vier Kunstwerken hinwiesen, sagte der Direktor des Rumänischen Historischen Museums, Ernest Oberländer-Tarnoveanu, am Donnerstag. Ob es sich bei den Gemälden tatsächlich um die geraubten Meisterwerke handelt, wollte er nicht bestätigen. Dies sei Sache der Staatsanwaltschaft, sagte er.
Bei dem spektakulären Einbruch in die Kunsthalle waren im vergangenen Oktober insgesamt sieben Meisterwerke von unschätzbarem Wert gestohlen worden, darunter Gemälde von Pablo Picasso, Claude Monet und Lucian Freud. Den Ermittlungen zufolge brachten die Diebe die Bilder zunächst in eine Wohnung in Rotterdam, wo sie aus den Rahmen geschnitten wurden. Danach wurden sie nach Rumänien geschmuggelt.
Wegen des Diebstahls müssen sich ab dem kommenden Dienstag sechs Rumänen vor Gericht in Bukarest verantworten, darunter der Hauptverdächtige und seine Mutter. Diese hatte zunächst ausgesagt, die Werke nach der Festnahme ihres Sohnes im Ofen verbrannt zu haben, um alle Beweise zu vernichten. Inzwischen hat sie die Aussage jedoch wieder zurückgenommen.
Bei vier der gestohlenen Werke handelt es sich um Ölgemälde, bei drei weiteren um Pastell- oder Tuschezeichnungen auf Papier. Sollten letztere verbrannt worden sein, liesse sich dies aber nicht mehr feststellen, sagte Oberländer-Tarnoveanu.
SDA-ATS