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Buser war der erste sozialdemokratische Bundeskanzler der Schweiz. Er war von 1981 bis 1991 Stabschef der Regierung. Buser sei am 17. August unerwartet rasch gestorben, teilte die Familie am Mittwoch in einer Todesanzeige mit. Die Trauerfeier findet im engsten Familien- und Freundeskreis am kommenden Mittwoch in Bremgarten AG statt.
Der Bundesrat hat am Mittwoch in einer Mitteilung mit «aufrichtiger Anteilnahme» auf den Tod des ehemaligen Bundeskanzlers reagiert. Die Landesregierung sprach er Trauerfamilie ihr tief empfundenes Beileid aus.
Der am 14. April 1926 in Lausen (BL) geborene und in Bättwil (SO) heimatberechtigte Walter Buser wurde am 11. Juni 1981 als erster Sozialdemokrat zum Bundeskanzler gewählt. Dabei setzte er sich in einer Kampfwahl gegen Konkurrenten der CVP und der SVP durch.
In seine Amtszeit fielen unter anderem der Aufbau einer Führungsstruktur für Krisensituationen, die Durchsetzung von Rationalisierungsprogrammen in der Verwaltung und die Einführung des doppelten Ja bei Volksinitiativen mit Gegenvorschlag. Er führte regelmässige Pressekonferenzen ein und erweiterte die Bundeskanzlei zu einer Stabsstelle des Bundesrates.
Als Bundesratskandidat gehandelt
Der frühere Zeitungsredaktor Buser begann seine Beamtenlaufbahn 1965 als Chef des Rechts- und Informationsdienstes beim Eidgenössischen Departement des Innern. 1968 wurde er zum Vizekanzler gewählt. Er leitete den Rechtsdienst der Bundeskanzlei und war als «Regierungssprecher» für die Informationspolitik des Bundesrates verantwortlich.
Von 1968 bis 1991 verpasste Buser eine einzige von 1178 Sitzungen des Bundesrates während dieser Zeit. Buser erlebte in seiner langjährigen Karriere insgesamt 25 verschiedene Bundesräte und eine Bundesrätin, die unter seinen Augen ungefähr 70’000 Entscheide zu treffen hatten.
Neben seiner administrativen Laufbahn publizierte Buser Artikel zu Fragen der Rechtsetzung, zu den Funktionen der Bundesbehörden und zur Verwaltungskontrolle. 1983 wurde er bei der Ersatzwahl für den im Amt verstorbenen SP-Bundesrat Willy Ritschard als Nachfolgekandidat ins Spiel gebracht. Buser lehnte jedoch eine Kandidatur ab. Gewählt wurde Otto Stich.
1977 wurde Walter Buser ausserordentlicher Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Basel. Nach seiner Pension als Bundeskanzler präsidierte er ab 1991 das Forum Helveticum.