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Nach Schulbrand mit 19 Toten in Guyana Hinweise auf Brandstiftung
Nach einem Brand im Mädchen-Schlafsaal einer Schule im südamerikanischen Guyana mit 19 Toten geht die Feuerwehr von Brandstiftung aus.
Nach einem Brand im Mädchen-Schlafsaal einer Schule im südamerikanischen Guyana mit 19 Toten geht die Feuerwehr von Brandstiftung aus.
Das Feuer, das sich an der weiterführenden Schule in der Region Potaro-Siparuni im Zentrum des Landes ereignete, sei «böswillig» gelegt worden, teilte die Regierung unter Berufung auf die Feuerwehr am Montag (Ortszeit) mit. Demnach brach das Feuer am späten Sonntagabend im südwestlichen Teil des Gebäudes aus und breitete sich schnell aus. Staatschef Mohamed Irfaan Ali sprach von einem der «traurigsten Tage» in seinem Leben als Präsident und rief eine dreitägige Staatstrauer aus.
Insgesamt 18 Mädchen und ein fünfjähriger Junge starben nach Regierungsangaben in Folge des Brandes. Zu der Ursache gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Laut örtlichen Medien gibt es Spekulationen, das Feuer sei von einer Schülerin gelegt worden. Sie habe sich darüber geärgert, dass ihr das Mobiltelefon weggenommen worden sei. Die Regierung hatte zunächst von 20 Toten gesprochen, diese Zahl dann aber nach unten korrigiert. Bei dem Fünfjährigen soll es sich um den Sohn eines Betreuerpaares handeln. Weitere Angaben zum Alter der Opfer machten die Behörden zunächst nicht.
Nach dem Notruf seien fünf Flugzeuge mit medizinischen Hilfsgütern in die Region geschickt worden. Schlechtes Wetter erschwerte den Einsatz.
«Es gibt keine Worte, die das Ausmass des Schmerzes beschreiben können, den unsere Brüder und Schwestern heute durchmachen. Wir wünschten, dieser Tag hätte sich nie ereignet», sagte Präsident Ali in dem Regierungsstatement. «Das ist ein Schmerz, den wir als Nation und als Familie tragen müssen.» Bei einem Besuch vor Ort versprach er den Familienmitgliedern «bedingungslose» Unterstützung. Guyana hat rund 800 000 Einwohner und ist eines der ärmsten Länder Südamerikas.