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Wie schon im Vorgänger wird auch bei Battlezone2 um das begehrte Bio-Metall gekämpft, dessen Ursprung nicht auf der Erde liegt. Im ersten Teil bestand der Konflikt noch zwischen Russland und der USA, doch der Kalte Krieg ist ja wie bekannt vorbei. Damals verlief die Story so, dass Wissenschaftler das Bio-Metall mit menschlichen Genen vermischten und durch diese Kombination unmenschlich starke Hybriden entstanden. Diese wurden im Verlauf der Story bekämpft und Vernichtet. Aber wurden wirklich alle Hybriden ausgelöscht? Es würde wohl keinen zweiten Teil geben, wenn dies bejaht würde :o) Tatsächlich haben sich diese Wesen auf einen noch nicht bekannten Planeten zurückgezogen.
Die diplomatischen Einstellungen haben sich seit dem ersten Teil auch geändert. Jetzt haben sich die Russen und die Amerikaner zusammengeschlossen und bilden die ISDF (International Space Defense Force). Die ISDF bildet den Schutzwall für die Erde (Das ist natürlich alles streng Geheim und die Bevölkerung weiß nichts davon).
Die Story von Battlezone2 beginnt folgendermaßen: Auf dem Pluto wird ein Aussenposten der ISDF von Fremden angegriffen. Falls man das "Feldhandbuch" (Benutzerhandbuch) zu Beginn durchliest, weiss man schon um wen es handelt: Die Scions. (Hinweis: Es ist von Vorteil, wenn man sich den Story Teil im "Feldhandbuch" (Seite 9-15) zuerst durchliest. Die Story wird für den Spieler dann klarer und interessanter). Man schlüpft in die Rolle des John Cooke, einem ehemaligen U.S. Army Angehörigen, der eine sehr wichtige Rolle einnimmt. In den ersten Missionen müssen die Scions vom Planeten Pluto vertrieben werden.
In Battlezone2 kämpft man im Verlauf der Story auf sechs verschiedenen Planeten (nur einer ist uns "Erdlingen" bekannt, Pluto). Jeder Planet hat sein eigenes Terrain und unterscheidet sich somit von den anderen. Einige verfügen über Wüsten (Pluto), andere sind dicht bewaldet (Mire). Mit seinen Hügeln und Pflanzen ist der letztere wohl der schönste der implementierten Planeten.
Die Mischung aus 3D-Action und Echtzeitstrategie ist wie schon beim ersten Teil sehr gut gelungen. Es muss eine Station aufgebaut werden. Nacheinander können immer mehr Gebäude (ISDF: 15 Gebäude; Scions: 12 Gebäude) produziert werden und somit auch immer mehr Einheiten. Die Einheiten sind voneinander auch deutlich zu unterscheiden. Da gibt es schwebende und auch raupengetriebene Einheiten. Diese sind wiederum auch anders zu Steuern und mit den unterschiedlichsten Waffen bestückt. Dazu kann man Einheiten mit verschiedenen anderen Waffen bestücken oder erweitern. Die Intelligenz der Gegnern ist sehr gut gelungen. Sie greifen in Gruppen oder auch einzeln an. Die Arbeiter Einheiten (Scavenger) sind jedoch leider nicht besonders Intelligent, diese muss man, bis sie am Ziel angelangt sind, persönlich leiten und man muss ihnen zusätzlich Geleitschutz geben.
Die Steuerung ist komplex und erfordert eine gewisse Einarbeitungszeit. Einheiten und Fabriken müssen auch im Kampfeinsatz befehligt werden. Wenn man aber erst einmal richtig an die Steuerung gewöhnt ist und die vielen Möglichkeiten ausnutzt, kann wirklich alles befehligt werden, ohne dass man Sichtkontakt zur Einheit oder zum Gebäude haben muss.
Im 3D-Action Modus kann man immer zwischen den verschiedenen Vehikeln wechseln, sprich umsteigen. Wenn man zu Fuss unterwegs ist, gibt es einen weiteren wichtigen Modus, bei dem man mit dem Scharfschützengewehr bewaffnet ist. Mit diesem Gewehr können feindliche Einheiten ins Visier genommen werden und die jeweiligen Piloten aus dem Cockpit entfernt werden. Dieser Modus ist sehr wichtig, falls das eigene Fahrzeug zerstört wird (Der Schleudersitz bietet für solche Fälle immer die letzte Rettung).
Ein weiterer Modus ist die Satelliten Ansicht. Von da aus können die Einheiten ebenfalls befehligt werden. Jedoch muss man aus dem Fahrzeug aussteigen und in den Funkbunker gehen. Dort kann man einen Terminal benutzen, der in die Sattelitenansicht umschaltet. Natürlich hat das seine Vor- und Nachteile.
Die Grafik ist schön gerendert. Es können zwei verschiedene Ansichten gewählt werden, obwohl im Kampfmodus nur die Ego- bzw. Cockpit-Ansicht von Vorteil ist. Das Zielen mit der Aussenkamera ist schon fast ein Ding der Unmöglichkeit. Die Einheiten sind ebenfalls schön gerendert und gut strukturiert. Es sieht einfach faszinierend aus, wenn ein Schwadron Scions Flieger auf die eigenen Geschütztürme losstürmt und denselben aufgerieben wird. Dann fliegen die Trümmer der Flieger immer noch in der Flugrichtung weiter und zerschellen am Boden (Star Wars lässt grüssen).