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In der Übersicht
Die Frage, ob überhaupt ein Bildungsangebot die adäquate Antwort auf die soziale Problematik ist, wird in aller Regel nur marginal behandelt. Entsprechend gross ist bei einem solchen Vorgehen die Gefahr, dass im gut gemeinten Eifer in jedem Fall ein Bildungsangebot als vermeintlich beste Lösung für die soziale Problematik resultiert und erst anschliessend didaktisch legitimiert wird. Es darf in diesem Zusammenhang daher die berechtigte Frage aufgeworfen werden, ob nicht vorrangig, also an allererster Stelle, eine grundlegende Beurteilung der sozialen Problematik vorgenommen werden muss, damit anschliessend eine Entscheidung über die erfolgsversprechendste Intervention respektive Handlung gefällt werden kann. Darüber hinaus besteht bei einem vorschnellen Entscheid zugunsten der Realisierung eines Bildungsangebotes auch eine gewisse Verführbarkeit dahingehend, dass sich hier die Soziale Arbeit ausschliesslich mit gesellschaftlich anerkannten sozialen Problemen beschäftigt, wie sich beispielsweise bei der immer wieder anzutreffenden Forderung nach Elternbildungskursen für Eltern mit gewalttätigen Jugendlichen zeigt.