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Die Schweizer Banken UBS + Credit Suisse (CS) finanzieren Atombomben- und Atomwaffen-Hersteller mit 6,4 Milliarden Franken.
Faktenlage: Grossbanken aus der Schweiz unterstützen Kernwaffen-Hersteller im grossen Stil mit finanziellen Mitteln. Gestützt und untermauert wird dies mit der neuesten Studie namens "Don't Bank on the Bomb".
Studie: In dieser Studie werden die Banken aufgelistet, die Konzerne mit Beteiligung an der Herstellung von Atomwaffen finanziell in grossem Rahmen unterstützen.
UBS: Der Ican-Studie zufolge hat die Bank ihre Investitionen in entsprechende Geschäfte sowie Beteiligungen an solchen Firmen gegenüber dem Vorjahr gar um +1,4 Milliarden Dollar ausgebaut. Neu finanziert die UBS Firmen mit Beteiligungen an der Atomwaffen-Produktion mit total 5,122 Millarden Dollar (2015).
Credit Suisse: Auch die CS ist der Ican zufolge finanziell involviert und leistete Finanzspritzen in der Höhe von 1,410 Milliarden Dollar in entsprechende Konzerne. Allerdings hält die CS nur wenige Beteiligungen an solchen Firmen, gewährte diesen aber dafür Millionen-Kredite.
Schweizer Banken: Insgesamt sind Banken aus der Schweiz seit 2012 mit über 6,4 Milliarden Franken in Geschäfte mit Kernwaffen-Produzenten verwickelt. Allein im Jahr 2015 kam ein Anstieg um 1 Milliarde Dollar gegenüber dem Vorjahr 2014 zustande. Neben der UBS und CS halten unter anderem die Pictet und die Edmond de Rothschild entsprechende Beteiligungen oder leisten diesen Firmen umfangreiche Kredite.
Don't Bank on the Bomb 2015 [VIDEO]
Stellungnahme: Beide Schweizer Grossbanken, sowohl die UBS wie die CS, betonen, dass sie weder direkt noch indirekt die Herstellung von Kernwaffen finanzieren würden. Ausserdem würden alle Geschäfte unter Einhaltung des gesetzlichen Rahmens erfolgen. Doch gibt es hier laut den Initianten der Studie Schlupflöcher, um diese laschen Regelungen zu umgehen. Die geltenden Gesetze seien daher "zahnlos". Entsprechende Vorstösse und Motionen zur Verschärfung werden regelmässig vom Parlament und Bundesrat niedergeschmettert.
Hinter der Studie: Auftraggeber der Studie und verantwortlich für das Schweizer Kapitel sind die Internationale Kampagne zur Abrüstung von Atomwaffen (ICAN), die Business and Human Rights Conform (BHRC) und die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA).
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(Last updated: 12.11.2015, 13:23 Uhr)