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Oftmals wird bei der Automatisierung des Rasen Mähens als Pro Argument die Einsparung von Dünger propagiert.
Fakt ist, Rasenschnittgut ist leicht mineralisierbar. Im Vergleich zu Rasenfilz hat das Schnittgut einen geringen Ligningehalt, einen höheren N-Gehalt sowie ein relativ engen C/N-Verhältnis*.
(*C/N-Verhältnis, Gewichts- bzw. Massenverhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff im Boden)
Verbleibt nun also Rasenschnittgut auf der Fläche, dann trägt es deshalb nur dann zur Rasenverfilzung bei, wenn es in zu grossen Mengen liegenbleibt oder beim Mähen verklumpt.
Der N-Gehalt von Schnittgut liegt etwa zwischen 4 bis 5%, der Schnittgutanfall, je nach Boden Düngestand und Wasserversorgung.
Wird Rasenschnittgut auf der Fläche belassen, ergibt sich die Frage nach dessen N-Verwertung. Frühere Versuche sowohl auf bodennahen Rasenbauten als auch bei der Drainschicht Bauweisen kamen zu diesem Resultat:
Rasenschnittgut erwies sich, unabhängig vom Boden, als recht düngeeffektiv.
Die Wirkung ist ca. 2 Wochen verzögert.
Das Schnittgut wirkte sich positiv auf den Rasenaspekt aus, der im Jahresmittel etwas besser, im Winter und Frühjahr aber deutlich besser als beim Vergleichsdünger war. Ausgeglichenheit und Nachhaltigkeit der Schnittgutwirkung erscheinen insgesamt bemerkenswert.
Bemerkenswert ist auch, dass die N-Wirkung von Rasenschnittgut auf dem bodennahen Aufbau gleich war wie bei der Drainschichtbauweise.
Fazit
Rechnerisch beträgt der Rein N Eintrag pro m2/Jahr ca. 3 Gramm. Eine Reduktion der bisherigen Düngergaben empfehlen wir jedoch nicht. Somit hat das Schnittgut keine negativen Folgen für die Filzbildung. Mit Striegeln kann zudem die Filzbildung verhindert werden.