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Es gibt sechs (6) „Behauptungen“ der Margarethenstich-
Befürworter:
1.
„Der MARGARETHENSTICH dient der Tram-Anbindung vom Leimental zum Bahnhofplatz SBB.“
2.
„Der MARGARETHENSTICH bringt eine Zeiteinsparung von 5 Minuten von der Haltestelle Dorenbach zum Bahnhofplatz SBB.“
3.
„Der MARGARETHENSTICH ist die Voraussetzung für den Gleis-Ersatz auf der Heuwaage.“
4.
„Der MARGARETHENSTICH ist die Voraussetzung für den Bau des Ozeaniums auf der Heuwaage.“
5.
„Der MARGARETHENSTICH ist die Voraussetzung für den Bau eines Verkehrskreisels auf der Heuwaage.“
6.
„Der MARGARETHENSTICH ist der Herzstück-Knoten auf einer neuen Margarethenbrücke mit
Perron-Zugang.“
Mitarbeiter in verschiedenen Institutionen haben bestätigt, dass die Tramlinien-Erweiterung am Margarethenstich, KEINE Voraussetzung darstellt, um das OZEANIUM an der Heuwaage zu erstellen oder die BLT-Gleise zu ersetzen.
Dass die Tram-Anbindung vom Leimental zum Bahnhofplatz SBB, statt über den Theaterbogen auch über den Heuwaagebogen geführt werden kann und der Zeitaufwand für beide Routen gleich ist, haben wir am Anfang der Rubrik: „Was ist geplant“ aufgezeigt.
Nachfolgend zeigen wir in verschiedenen Schritten auf, wie der Tram-Knoten an der Heuwaage umgebaut, die Gleise der BLT ersetzt und das OZEANIUM gleichwohl erstellt werden kann, ohne die Tramlinie am Margarethenstich mit den erforderlichen Tram-Knoten zu erstellen!
Voraussetzungen:
1. Damit der Radius des Heuwaage-Bogens mit 16 Metern machbar ist, müssen die BLT-Gleise so nah wie möglich beim Ozeanium verlegt werden.
2. Damit die neue Tramwendeschlaufe erstellt werden kann, muss das Dienstgebäude des Ozeaniums mit der Aufzugsanlage, um 2 Meter in Richtung Nordwesten verschoben werden.
3. Die Haltestelle von der Heuwaage in Richtung Binningen wird in den Vorplatz des Ozeaniums integriert.
Der Arbeitsablauf ohne Ozeanium:
Folie 1
Aktuelle Situation der Strassen auf der
HEUWAAGE
Folie 2
Aktuelle Situation der Gleise und Strassen auf der HEUWAAGE.
Folie 3
Falls doch: OZEANIUM auf der HEUWAAGE?
Ohne Rücksicht auf Strassen und Gleise wurde von mir bewusst der Perimeter für das vielleicht-geplante OZEANIUM auf die HEUWAAGE eingezeichnet.
Folie 4
Neue Gleise auf der Heuwaage.
Neben den bestehenden Gleisen können, unmittelbar neben der Ozeanium-Flucht, die neuen BLT-Gleise verlegt werden.
5. Folie
Gleise alt und neu.
Mit entsprechenden Weichen können die neuen Gleise der BLT an die bestehenden Gleise der BVB angeschlossen werden, wobei die bestehende Tramwendeschlaufe auf der Heuwaage nach wie vor benutzbar ist.
6. Folie
Alte Gleise entfernen.
7. Folie
Heuwaage-Bogen erstellen.
Mit einem Radius von 16 Metern wird der Heuwaage-Bogen von der Binningerstrasse in die Innere-Margarethenstrasse eingebaut
Der weitere Arbeitsablauf, falls das Ozeanium gebaut wird:
8. Folie
Spundwand einbauen.
Entlang des Ozeaniums, wird anstatt einer mit Erdankern gesicherten Wand aus Bohrpfählen eine Stahl-Spundwand einvibriert.
9. Folie
Betonierfeld auf Planum.
Die Fläche des unterirdischen Teils des Ozeanium wird planiert. An der Spundwand werden Verankerungs-Dollen angeschweisst. Die Untergeschossdecke wird auf das Planum betoniert, mit entsprechenden Aussparungen, um die Wände im Untergeschoss von oben betonieren zu können, die nach dem Untertag-Aushub geschalt worden sind.
10. Folie
Gebäude auf Betonierfeld.
Die Kassen- und Dienstgebäude werden auf der Betonplatte erstellt, wobei das Dienstgebäude um 2 Meter verschoben wird.
11. Folie
Neue Tramwendeschlaufe verlegen.
Die neue Tramwendeschlaufe wird mit Weichen an die Haupt-Fahrgleise angeschlossen.
12. Folie
Ozeanium und Haltestellen bauen.
Nachdem die Untergeschosse im Unter-Tagbau betoniert sind, wird das Ozeanium gebaut. Die Tram-Haltestellen in Richtung Binningen und die Haltestelle Binningerstrasse werden erstellt.
13. Folie
Birsig- und Binningerstrasse werden
verbunden.
14. Folie
Strassenkreuzung und Gleise bestehend. Die aktuelle Situation auf der Kreuzung Viaduktstrasse-Margarethenbrücke und Innere-Margarethenstrasse.
15. Folie
Neuer Gleis-Bogen. Der Gleisbogen von der Inneren-Margarethenstrasse führt mit einem Radius von 20 Metern in die Viaduktstrasse. Die Tramhaltestelle Viaduktstrasse wird zur Tramhaltestelle bei Markthalle verschoben.
Der Tramverkehr wurde zu keiner Zeit massgeblich eingeschränkt
Die Baugrube im Unter-Tag-Bau
Wir ändern beim westlichen Ozeaniums-Teil den Aushub-Vorgang von einer offenen Baugrube mit Erdankern zu einem Aushub „Unter-Tag“. An einer zuvor einvibrierten Spundwand, werden Dollen angeschweisst. Dann wird auf dem planierten Erdreich eine Betonplatte gegossen, deren Auflagerkräften von den Dollen und der Spundwand aufgenommen werden. Anschliessend erfolgt der Aushub „Unter-Tag“. Wir achten darauf, dass die neuen Gleise so nah wie möglich an das Ozeanium geschoben werden, um einen grossen Radius des Heuwaagebogens zu erhalten. Als Kompromiss haben wir die rechte BLT-Haltestelle auf dem Sockel des Ozeaniums angeordnet. Auf dieser Betonplatte kann nun die neue Tramwendeschlaufe appliziert werden. Dass irgendwelche Fische durch Vibrationen gestört würden, lässt sich vermeiden, indem die Betonplatte ausreichend dick und die Tramschwellen auf funktionsfähigen guten Vibrationsdämpfern verlegt werden. Nicht etwa so wie jetzt bei der Mittleren Brücke beobachtbar, wo offenzellige Dämmplatten verlegt wurden, welche Kondenswasser aufnehmen werden und beim Gefrieren im Winter, ihre eigentliche Funktion nicht mehr erfüllen können.
Der Heuwaage-Kreisel
Da das Verkehrsregime auf der Heuwaage im Strassenbereich nicht verändert wird, kann auf die Erstellung des Kreisels gemäss Vorschlag der Firma Rapp, verzichtet werden. Der Bau eines aufwendigen und kostspieligen Kreisels ist nicht zwingend, zumal durch die restriktive Verkehrspolitik das Verkehrsaufkommen ohnehin drastisch eingeschränkt wird.
Das Herzstück
Bis das Herzstück von Basel-Stadt gebaut wird – wenn überhaupt – wird noch viel Wasser den Rhein herunterfliessen. Eine „Durchmesserlinie“ wie in Zürich, die zugleich als S-Bahn funktioniert, ist für Basel-Stadt wünschbar, doch ob sie aus politischer Sicht zustande kommt, ist sehr unsicher.
Der Margarethenplatz
Gemäss Herr Büttiker (BLT) bildet der Margarethenstich die Voraussetzung für die Erstellung des Margarethen-Platzes auf der neu zu erstellenden Margarethenbrücke. Man kann aber die Sache auch anderweitig betrachten. Wenn das Herzstück und die Margarethenbrücke erstellt ist, kann man den Margarethenstich immer noch ausbauen. Von den Kosten her gesehen, handelt es sich dann im Vergleich zu den andern Aufwendungen um Peanuts!
Zur neuen Tramhaltestelle
Herr Büttiker (BLT) meinte, die Insel sei viel zu schmal, um eine Tramhaltestelle einzurichten. Allerdings ist diese Insel mit 2.8 Meter Breite um 30 cm breiter als die bestehende Tramhaltestelle vor der Markthalle!
Abschliessend bleibt die Frage: Haben die Verkehrsplaner geschlampt? Das scheint der Fall zu sein, denn hätte man eine UVP über die Tram-Knoten Margarethenstrasse und Dorenbach erstellt, wäre sofort erkannt worden, dass das ganze Unterfangen am Margarethenstich nur ein sehr teure Lösung darstellt!
Aus diesem Grund wird das Stimmvolk aufgefordert, die Vorlage abzulehnen, um damit die Politiker in die Schranken zu weisen und der Richtigen Lösung zum Durchbruch zu verhelfen.
Die richtige Lösung am 11.09.2017 auch in der BAZ zu lesen: