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Nun bestehen keine Zweifel mehr: Gianni Infantino und die FIFA vergeben die WM 2034 an Saudi-Arabien. Nach der WM vor einem Jahr in Katar wird das wichtigste Turnier im Fussball also erneut auf der Arabischen Halbinsel stattfinden. Dies bestätigte der FIFA-Präsident auf seinem Instagram-Profil.
Da mit Kanada, Mexiko und den USA drei nordamerikanische Nationen die nächste WM austragen und die WM 2030 auf drei Kontinenten (Europa, Afrika, Südamerika) ausgetragen wird, finden die nächsten drei Weltmeisterschaften auf fünf Kontinenten und in zehn Ländern statt. «So sieht es aus, den Fussball globaler zu machen», feiert sich Infantino.
Zuvor hatte der Australische Fussballverband bekanntgegeben, dass er auf eine Bewerbung für die Austragung der Fussball-WM 2034 zu verzichtet. «Wir haben die Möglichkeit geprüft, uns um die Ausrichtung der Fussball-WM zu bewerben, und sind nach Abwägung aller Faktoren zu dem Schluss gekommen, dies für 2034 nicht zu tun», begründete Football Australia die Absage. Anstatt auf die WM 2034 möchte sich Australien auf die Bewerbungen für den Asien-Cup 2026 der Frauen und für die Klub-WM der Männer im Jahr 2029 konzentrieren.
Vor einigen Wochen hatte die FIFA die Vergabe der WM 2030 an sechs Länder auf drei Kontinenten bekanntgegeben. Aufgrund des Rotationsprinzips ist für die Austragung der WM 2034 nun ein asiatisches Land vorgesehen. Da sich Australien selbst aus dem Rennen um die Austragung der WM zurückgezogen hat, ist Saudi-Arabien das einzige Land, das sich bewirbt.
Kritiker werfen der FIFA vor, mit der Vergabe der WM 2030 an Länder auf den Kontinenten Afrika, Europa und Südamerika Saudi-Arabien für die Austragung der WM 2034 den roten Teppich ausgerollt zu haben.
Der Islam- und Politikwissenschaftler Sebastian Sons hält eine Fussball-Weltmeisterschaft 2034 in Saudi-Arabien aus Sicht des Landes hingegen für den «logischen Schritt einer Entwicklung».
Der 42 Jahre alte Experte unter anderem für Sportpolitik im arabischen Golfraum betonte in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur vor Ablauf der Frist für eine Interessenbekundung am Dienstag: «Nach den Investitionen, die wir gerade in den Fussball und den Sport generell sehen, ist eine Fussball-Weltmeisterschaft quasi der logische Höhepunkt und in gewisser Art und Weise auch die Fortsetzung dessen, was Katar gemacht hat.»
Dort hatte vor knapp einem Jahr die WM stattgefunden. Wegen der Menschenrechtslage war dieses Endrunden-Turnier bereits heftig umstritten gewesen. Saudi-Arabien steht nicht weniger in der Kritik. Es habe sich schon verändert, sagte der Berliner Forscher Sons, aber auch nicht in allen Bereichen.
Einerseits erwähnte er eine gesellschaftliche Öffnung. «Aber, und das darf man auch nicht vergessen, der politische Repressionsgrad hat deutlich zugenommen. Das ist auch Teil der Geschichte. Die Macht des Kronprinzen Mohammed bin Salman ist gewachsen und er hat sie zementiert in den letzten Jahren.»
Mit Blick auf das Verhalten des Deutschen Fussball-Bundes in der Diskussion um eine mögliche WM in Saudi-Arabien sei es grundsätzlich wichtig, dass erst mal eine politische Linie gegenüber dem Land gefunden werde, an der sich dann ein Verband orientieren könne.
«Und meiner Meinung nach ist Saudi-Arabien ein Land, das einfach zu wichtig ist, als dass man es ignorieren kann. Es ist ein Partner, den wir mittlerweile brauchen: energiepolitisch, sicherheitspolitisch, aufgrund auch der Lage in der Region. Und das muss eben auch im Rahmen einer Fussball-Weltmeisterschaft zumindest diskutiert werden», sagte Sons.
Der Fussball habe in Saudi-Arabien eine «exorbitante gesellschaftliche Bedeutung». Das biete Chancen für sportlichen und auch politischen Austausch. Vom Gedanken, dass sich durch eine WM politische Gegebenheiten ändern würden, solle man sich aber verabschieden, meinte der Wissenschaftler vom Forschungsinstitut CARPO. (kat/sda/dpa)
Nur eines der letzten zwölf Spiele konnte St.Gallen gewinnen. Das Ziel, sich für die Meisterrunde zu qualifizieren, drohte verpasst zu werden. Mit dem ersten Sieg seit Ende Februar stiess das Team von Trainer Peter Zeidler die Tür nun aber weit auf.