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Aktualisiert: 13. Aug.
Überblick über die verschiedenen Teesorten und ihre Eigenheiten
Was gilt als Tee?
Tee stammt ursprünglich aus China und kann mehr als 5000 Jahre zurückverfolgt werden. Er wurde unter anderem als Chia oder Tcha (Mandarin) oder Te (Fujian) bezeichnet. In Japan wurde dann aus dem chinesischen Tcha das japanische Wort Cha. In Indien und Russland wurde daraus Caj. Die meisten importierenden Ländern verwenden seit da entweder Cha oder Tee.
Nur Bestandteile der Pflanze Camellia Sinensis oder Camelia Assamica werden wirklich als Tee bezeichnet. Kräutertees, Mate-Tees etc. zählen nicht dazu, auch wenn in unseren Breitengraden auch da von Tee gesprochen wird. Diese sind korrekterweise als Kräuteraufgüsse zu bezeichnen (was niemand bei uns macht).
Was bewirkt die Unterschiede?
Da alle Teesorten von der gleichen Pflanze stammen, machen der Anbau, die Ernte und das Prozessieren den Unterschied im Geschmack und Aussehen aus. Wurde die Pflanze beschattet und für wie lange? Welche Pflanzenteile werden verarbeitet? Werden die geernteten Blätter gedämpft, geröstet oder fermentiert? Werden die Blätter zu Pulver verarbeitet? Und all dies natürlich in unendlich vielen Varianten und Kombinationen.
Teesorten (alphabetisch sortiert)
Bezeichnung
Beschreibung
Teegruppe / Bild
Aracha
Japanischer Grüntee mit einem Wassergehalt von mindestens 5 Prozent. Dieser wird vor dem anschliessendem Trocknungs- und Verarbeitungsprozess in Kühlhäusern gelagert, um später, je nach Wunsch der Teehändler, gebrauchsfertig weiterverarbeitet zu werden. Aracha selber ist ohne Weiterverarbeitung nicht für den Konsum bestimmt.
Grüntee
Assam
Schwarztee-Art, welche durch Fermentation der Blätter der Pflanze Camellia assamica entsteht. Meistens kommen diese aus der Region Assam (Nord-Ostindien), teilweise jedoch auch aus Darjeeling (Nord-Ostindien).
Schwarztee
Bancha
Diese Grünteesorte weist einen herben Geschmack auf und wird aus der dritten Ernte produziert. Sie zeichnet sich durch einen niedrigen Koffeingehalt, aber trotzdem hohen Gehalt an Spurenelementen und Eisen aus. Ein idealer Tee auch für Kinder oder während der Schwangerschaft.
Grüntee
Chai-Tee / Masala Chai
Der in unseren Breitengraden oft als Chai bezeichnete «Tee» besteht aus Schwarztee, Milch, Zucker und einer Gewürzmischung. Er ist in Südasien sehr verbreitet und wird auch «Masala Chai», Gewürztee, genannt. Als Gewürze wird oft folgendes verwendet, variiert jedoch stark: Kardamom, Zimt, Ingwer, Pfefferkörner, indische Lorbeerblätter, Nelken und Muskat.
Gewürztee
Darjeeling
Darjeeling ist das berühmteste Teeanbaugebiet im Nordosten Indiens. Der Teepflanzen, Camellia assamica, wachsen auf dem Hochland zwischen 1000 und 2400 m. ü. M.
Die Tees gelten als besonders hochwertige Schwarztees.
Schwarztee
Earl Grey
Schwarztee, welcher mit ein paar Tropfen reinem Bergamotte-Öl (Öl aus der Zitrusfrucht) aromatisiert wird. Benannt nach dem Engländer Charles Earl Grey, welches das Rezept von einem chinesischen Madarin erhalten haben soll.
Schwarztee
Fukamushi
Wird gleich wie Sencha produziert, mit dem einzigen Unterschied, dass er länger gedämpft (deep-steamed) wird. Teilweise wird über eine Minute gedämpft. Durch das längere Dämpfen wird das bittere eliminiert und Tees zeichnen sich durch ein grasiges Aroma und sehr hellgrüne Farbe aus. Für die Zubereitung benötigt man eine Teekanne (Kyusu) mit sehr feinem Sieb.
Grüntee
Genmaicha
Dem Hawayanagi oder Sencha wird noch gerösteter brauner Reis hinzugefügt. Sehr mild im Geschmack. Ideal in der kalten Jahreszeit und für empfindliche Mägen.
Grüntee
Grüntee
Sammelbegriff aller nicht fermentierten und nicht oxidierten Tees der Pflanzen Camellia sinensis oder Camellia assamica. Durch die schonende Verarbeitung enthält der Tee noch fast alle Wirkstoffe.
Grüntee
Gunpowder
Sehr bekannter und verbreiteter Grüntee aus China. Die Blätter werde beim Bearbeitungsprozess zu Kügelchen (Schrottkugeln = Gunpowder) geformt. Dies passiert in halbkugelförmigen Pfannen beim Erhitzen.
Grüntee
Guricha
Guricha verdankt seiner Herkunft (Insel Kyusu), den dort vorhandenen vulkanischen Böden und die spezielle Art der Verarbeitung durch längeres Dämpfen und Rollen sein erfrischendes Aroma.
Grüntee
Gyokuro
Gyokuro wird unter einem Sonnendach (traditionell Bambusblätter) kultiviert, um die Blätter vor direktem Sonnenlicht (Oishitaen) zu schützen. Dies geschieht in der Regel 20 Tage vor der Ernte, um eine dunkelgrüne Farbe zu erreichen. Die gepflückten jungen Blätter werden anschliessend gedämpft und geknetet und getrocknet. Gyokuro hat ein sehr reichhaltiges, volles Aroma und milden Umami – Geschmack. Er hat die höchste Qualität und eine klare grüne Farbe und hat einen hohen Koffeingehalt. The Blätter sind so zart, dass sie sogar roh gegessen werden können. Gyokuro bedeutet «Edle Tautropfen».
Grüntee
Houjicha / Hojicha
Hawayanagi oder Sencha, welcher geröstet wurde und dadurch ein spezielles Aroma entfaltet. Er hat normalerweise einen sehr niedrigen Koffeingehalt.
Grüntee
Jasmin Tee
Halb fermentierter chinesischer Tee mit Zusatz von echten Jasminblüten. Oft wird in den aromatisierten Teebeuteln mit Jasmin-Aromastoffen gearbeitet, was natürlich nichts mit dem Original zu tun hat. Die Geschichte des Jasmin-Tees begann vor 800 Jahren während der chinesischen Sun-Dynastie.
Grüntee
Kabusecha
Dieser Tee wird unter einem Sonnendach für 14 Tage vor der Ernte abgedeckt. Die neusten Knospen und Blätter werden dann gedämpft und anschliessend zum trocknen geknetet. Kabusecha hat die Frische von Sencha und den Reichtum von Gyokuro.
Grüntee
Kawayanagi
Eine Variante von Bancha-Grüntee, welcher mit langen dicken Teeblättern von Sencha produziert wird. Dieser Tee hat einen sehr leichten Geschmack.
Grüntee
Kukicha / Kukeicha
Grünteespezialität aus Japan, welche aus ca. 90% Blattstielen besteht, mit einem kräftigen Aroma und niedrigem Koffeingehalt.
Grüntee
Kyobancha
Dieser Tee wird mit den Blättern der ersten Ernte der neuen Blüten gemacht. Er wird nach dem Dämpfen geröstet und nicht geknetet oder gerollt. The Form der Blätter und Stiele bleibt erhalten und der Tee hat einen einmaligen Geschmack.
Grüntee
Matcha / Tencha
Tencha wird, wie Gyokuro, unter einem Schattendach vor direktem Sonnenlicht (Oishitaen) geschützt. Nach der Ernte wird es gedämpft und getrocknet, ohne geknetet zu werden. Es ist sehr wohlriechend und hat einen ausgeprägten Umami – Geschmack.
Matcha ist Tencha, welcher in einer Steinmühle zu einem feinen Pulver gemahlen wird. Dieses Pulver wird dann mit einem Bambusbesen (Chasen) in einer Teeschale (Chawan) zubereitet. Dies wird ursprünglich so während einer Teezeremonie gemacht, kann jedoch auch einfach zu Hause zubereitet werden.
Grüntee
Oolong
Halb fermentierter Tee aus China oder Taiwan (Formosa). Die geernteten Blätter werden vor der weiteren Verarbeitung über Nacht auf einem Haufen liegen gelassen, wodurch eine natürliche Fermentation entsteht. Im Anschluss wird durch Hitze die weitere Fermentation unterbunden.
Puh-Erh-Tee
Dies ist eine chinesische Ortsbezeichnung. Der Tee von dort wird praktisch vollständig fermentiert, jedoch ohne Ofen-Fermentation.
Schwarztee
Schwarztee entsteht durch die Fermentation der Blätter der Pflanze Camellia assamica oder Camellia sinensis. Es ist ein Sammelbegriff aller verschiedenen Schwarztee-Arten.
Schwarztee
Sencha
Dieser Tee wird ohne Sonnenschutz kultiviert. Die jüngsten Blätter werden geerntet, gedämpft, gerollt/geknetet und getrocknet. Sencha hat einen herausragenden Geschmack und einen erfrischenden Duft, sowie eine ausgeklügelte Härte. Es ist der meist getrunkene Grüntee in Japan.
Grüntee
Shincha
Shin bedeutet früh oder Frühjahr und cha bedeutet Tee. Shincha ist ein handgepflückter Grüntee von allerbester Qualität. Es werden nur zarte, junge Triebe und Blätter geerntet. Das Aroma ist sehr mild und fein, der Tee sehr anregend. Er kann nur bei der ersten Ernte im Frühjahr (normalerweise April/Mai) produziert werden und ist deshalb auch sehr schnell ausverkauft.
Grüntee
Weisser Tee
Eine chinesische Tee-Spezialität. Es handelt sich dabei um einen feinen, milden und sehr leicht fermentierten Tee. Je nach Qualität werden dabei die jungen, noch flaum-bedeckten Triebe oder Blätter ohne Rollprozess luft- oder sonnengetrocknet. Je nach Luftfeuchtigkeit findet ein kurzer Fermentationsprozess statt, welcher jedoch nach einem gewissen Trocknungsgrad von der Sonne unterbunden wird.
Weisser Tee
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