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Lichtspuren (light trails) wie sie in diesem Bild zu sehen sind, können nur mit Hilfe von Langzeitbelichtungen eingefangen werden. Hier handelt es sich einerseits um ein Auto (unter der Brücke durch) und um zwei Züge (über die Brücke). Um diese Light trails in voller Länge aufzuzeichnen, muss die Belichtung ausgelöst werden, bevor das Fahrzeug in den Bildausschnitt kommt und sollte erst gestoppt werden, wenn das Fahrzeug nicht mehr im Bild ist.
Dieses Bild wurde in Bournemouth (England) aufgenommen und besteht aus mehreren Ebenen. Die Hintergrundebene bildet die Strasse und die Brücke. Die drei weiteren Ebenen bringen je eine der Lichtspuren in das Bild. Damit es möglich ist, die Light trails einfach in das Bild einzufügen, habe ich ein Stativ verwendet.
Was man mit Langzeitbelichtungen noch so machen kann, seht ihr hier.
Diese etwas chaotische und unruhige Aufnahme habe ich am Sechseläuten des Vorjahres gemacht. An diesem traditionellen Anlass wird in Zürich der sogenannte “Böögg”, der auf dem Foto abgebildet ist, verbrannt. Anhand der Dauer bis der Kopf explodiert, wird der kommende Sommer prognostiziert. Findet die Explosion bereits nach kurzer Zeit statt, soll es ein guter Sommer werden.
Um die Details der Flammen einzufrieren habe ich relativ kurz belichtet (1/1000s). Da ich weit weg war vom Böögg und entsprechend eine grosser Brennweite gewählt habe (300mm), versuchte ich mit der grösstmöglichen Blende (f/5.6) genügend Licht einzufangen. Heute würde ich eher dazu tendieren, die Blende etwas kleiner zu wählen um ein grössere Schärfentiefe zu erreichen. Das fehlende Licht müsste man dann mit einer höheren Lichtempfindlichkeit (ISO-Wert) kompensieren.
Die Bildtechnik dieses Fotos vom RBS-Bahnhof in Bern ist sehr vielseitig. Einerseits handelt es sich dabei um eine Langzeitbelichtung. Dadurch werden die bewegten Elemente (Personen und Zug auf der rechten Seite) unscharf. Dies nennt man Bewegungsunschärfe. Dann gibt es aber auch Bildelemente (Geleise und Säulen), welche sich während der Belichtung nicht bewegt haben. Diese werden gestochen scharf abgebildet.
Strukturgebend sind in dieser Aufnahme die markanten perspektivischen Linien von den Geleisen, der Decke und den Bahnsteigen, welche auf den Fluchtpunkt gerichtet sind.
Dass dieses Bild so perfekt ausgeleuchtet ist, liegt nicht alleine an der Beleuchtung des unterirdischen Bahnhofs. So habe ich mehrere Belichtungen des Bildausschnittes aufgenommen um für jeden Bereich das ideale Licht bereitstellen zu können. Mit Hilfe von Luminosity-Masks (=Hellikgkeitsmasken) konnte ich in Photoshop nach Helligekeit aufgeteilte Bereiche gezielt bearbeiten. Dazu gehören Einstellungen wie Kontrast (Gradiationskurven) und Sättigung (bzw. Dynanamik). Im Prinzip erreicht man durch die richtige Anwendung dieser Luminosity-Mask einen gewissen HDR-Effekt.
Diese Bild findet man auch in der Gallery.
Dieses Bild ist sicherlich ein Hingucker, auch wenn die Aufnahme in technischer Hinsicht nicht gerade anspruchsvoll ist. Die Idee zu dieser Bearbeitung ist mir an einem Tag gekommen, als ich im Garten Vögel und Blumen fotografiert habe. Am Bildschirm habe ich dann bemerkt, dass die Blaumeise sowohl die Gelb- als auch die Blautöne mit der Blüte gmeinsam hat. Gleich darauf habe ich dann den Kopf der Meise mithilfe von Photoshop ins Blumenbild gesetzt, sodass das Gelb in der Blüte sich mit der gelben Brust des Vogels deckt. Naja… jetzt denkt ihr wohl ich habe ‘ne Meise.
Dieses Foto findet ihr auch in der Gallery.
Plötzlich war er da, der Prime Tower – das aktuell höchste Gebäude der Schweiz. Und ich war damals zur richten Zeit am richtigen Ort! – Nämlich stand ich genau auf dem Freitag Tower, als der Prime Tower eingeflogen wurde…
Das ist natürlich alles Unsinn! Diese Bearbeitung ist reine Spielerei und soll euch einen kreativen Input geben, falls ihr wieder einmal ein neues Stilmittel der Fotografie ausprobieren wollt.
Doch wie entsteht ein solches Bild überhaupt? – Ausgerüstet mit Kamera und Stativ macht ihr eine ganz normale Nachtaufnahme vom beleuchteten Gebäude (Wie man eine scharfe Nachtaufnahme macht, findet ihr hier.). Ohne den Bildausschnitt zu verändern löst ihr das nächste Bild aus. Doch nun schwenkt ihr die Kamera noch während die Belichtung läuft in die eine oder andere Richtung. Am einfachste funktioniert dies, wenn die Kamera drehbar auf dem Stativ gelagert ist. So entsteht die Bewegungsunschärfe bzw. hier im Bild die Streifen rechts vom Prime Tower. Speziell daran ist, dass die Bewegungsunschärfe durch die Bewegung der Kamera entsteht – normalerweise ist die Ursache ein bewegtes Element im Bild (hier z.B. die Lichter der Autos auf der Strasse im Vordergrund). In der Nachbearbeitung müsst ihr dann nur noch das zweite Bild über das Erste legen und selektiv die Bereich rauslöschen, die ihr gerne scharf bzw. unbewegt habt. Bei diesem Bild sind das die Gebäude und Strassen im Vordergrund. Viel Spass beim Ausprobieren!
Dieses HDRI habe ich auf den Rochers-de-Naye oberhalb des Genfersees aufgenommen (18mm, Belichtungsreihe 1/1500s – 1/90, f/11, ISO 100).
Wie auch bei der Aufnahme von Schnee lassen sich die Helligkeitsstufen von Wolken sehr schön auftrennen mit der HDR-Technik (vgl. Schneeskulptur HDR). Sowohl Schnee als auch diese weissen Cumulus-Wolken werden vom Menschlichen Auge in der Regel einfach als “hell” empfunden. Mit einer Belichtungsreihe kann man ein HDR-Bild erstellen, welches die feine Abstufung der hellen Bereiche etwas aufweitet. Das heisst, dass die nicht ganz so hellen Elemente der Wolke deutlich dunkler dargestellt werden, was den Wolken mehr Struktur, mehr detail und insgesamt oft einen dramatischen Effekt verleiht.
Dieses und weitere HDR-Fotos von mir findet ihr hier.
Dieses Panorama zeigt das Wehr “Barrage Vauban” in Strassbourg (Frankreich).
Auf was muss man achten bei der Aufnahme eines solchen Panoramas? – Wichtig ist, dass alle Bilder, aus denen das Panorama später zusammengesetzt wird, auch die selben Einstellungen besitzen, damit sie sich überganslos zusammenfügen lassen. Dazu muss man jegliche Kameraeinstellungen (Blende, Belichtung, Lichtempfindlichkeit, Weissabgleich) manuell wählen. Auch die Fokussierung sollte auf manuell gestellt werden. Des weiteren sollte man darauf achten, dass sich die Teilbilder genügend überlappen und die Bildelemente alle weit genug von der Kamera entfernt sind. So ist z.B. ein Panorama in einem Zimmer etwas schwieriger, weil da zuerst noch der optische Drehpunkt (Nodal-Punkt) ermittelt werden muss und die entsprechende Ausrüstung (Stativaufsatz für Panorama-Aufnahmen) vorhanden sein muss. Auf jeden Fall müssen sich die Bilder genügend überlappen. Oft wird zwischen 1/3 bis 1/2 Überlappung empfohlen. Mehr Überlappung schadet sicherlich nicht – der Aufwand der Verarbeitung steigt jedoch.
Zur Zeit führt der Rhein relativ viel Wasser, was am Rheinfall in Neuhausen natürlich zu spektakulären Aufnahmen einlädt. Dieses Foto zeigt im Vordergrund das aufprallende Wasser und im Hintergrund den Steg, von welchem aus man den Felsen in der Mitte des Rheinfalls besteigen kann. Das Foto habe ich mit einem Teleobjektiv aufgenommen. Bei einer Brennweite von 300mm habe ich bewusst eine kleine Blendenzahl (f/5.6) gewählt. Einerseits erlaubt mir dies eine kürzere Verschlusszeit (1/1500s), welche dafür sorgt, dass die Struktur des spritzenden Wassers noch schön zu erkennen ist und andererseits führt die grössere Blendenöffnung zu einer geringeren Schärfentiefe, was die Silhouetten im Hintergrund wie Schatten erscheinen lässt.
Ein Foto aus dem Engadin zwischen Celerina und Samedan – aufgenommen im Januar 2014.
Wie macht man ein Foto von fallenden Schneeflocken vor einer verschneiten Winterlandschaft, ohne dass der Hintergrund durch den vielen Schnee in der Luft getrübt wird? – Ganz einfach! Man sorgt dafür, dass die Schneeflocken nur im Vordergrund present sind, indem man sie von einem Ast über dem Bildausschnitt rüttelt. Dazu muss der Schnee natürlich schön pulvrig sein, was er nur ist, wenn es auch genug kalt ist. Aus diesem Grund empfehle ich einen eisig kalten Wintermorgen mit Sonnenschein, damit auch das Licht stimmt.
Bei meinem Bild hatte ich das Glück, dass die Schneeflocken vom Wind aufgewirbelt wurden. Es ist also nicht einmal “inszeniert”.
Im Frühjahr habe ich mit einigen Freunden diese Schneeskulptur angefertigt. Im Hintergrund ist ein Teil des Dorfes Ardez (Graubünden) zu sehen. Wie schön zu sehen ist, können mit der HDR-Technik sehr viele Details im Schnee erhalten werden. Dieser wäre ansonsten deutlich heller als die Häuser im Hintergrund.
Mit diesem HDRI habe ich erst kürzlich den zweiten Rang beim Fotowettbewerb von STUcard erreicht.