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Ähnlich wie Zürich erfährt auch Bern in den letzten Jahrzehnten einen starken Anstieg punkto Mietpreise. Während Zürich in den letzten 80 Jahren rund 10-mal teurer geworden ist, zahlen Mieter in Bern heute das 8-fache vom Preis den die Anwohner 1940 zahlen mussten. Die Preise steigen, die Anzahl Einwohner bleibt. Während den letzten 80 Jahren sind knapp 10‘000 zusätzliche Einwohner in Bern eingezogen. Die Stadt zählt heute rund 140‘000 Menschen.
Was kostete mich eine 3-Zimmer-Wohnung vor rund 80 Jahren?
Die Stadt Bern ist in 6 Kreise aufgeteilt: Innere Stadt, Länggasse-Felsenau, Mattenhof-Weissenbühl, Kirchenfeld-Schosshalde, Breitenrain-Lorraine und Bümpliz-Oberbottingen. Dabei ist vor allem die Innere Stadt das teuerste Pflaster der Stadt Bern. Eine 3-Zimmer-Wohnung kostete hier durchschnittlich knapp 200 Franken pro Monat. Heute bezahlt man für dieselbe Wohnung über 1‘600 Franken. Ein Anstieg des Mietpreises von 817% (!).
Bern erfuhr vor allem während den 70-er Jahren ein starkes wirtschaftliches Wachstum und verzeichnete während den nächsten 30-Jahren ein starken Anstieg der Mietpreise. Dies obwohl die Stadt-Bevölkerung vermehrt in die Agglomerationen abwanderte. 1965 erreichte Bern bevölkerungstechnisch den Höchststand. Zu dieser Zeit lebten rund 163‘000 Einwohner in der Hauptstadt. Die rasch steigenden Mietpreise waren mitunter ein Grund für die starke Abwanderung in die umliegenden Gemeinden der Stadt. Bis in die 2000er-Jahren entleerte sich die Stadt Bern um rund 35‘000 Einwohner. Zur selben Zeit stiegen die Preise weiter.
Verlangsamter Anstieg der Mietpreise seit 2010
Die Mietpreise der Stadt Bern wachsen immer noch. Während den letzten 20 Jahren hat sich der Mietpreis jedoch „nur noch“ um rund 20 Prozent erhöht. Heute bezahlt man in der Stadt Bern für eine 3-Zimmer-Wohnung rund 1‘500 Franken. Wobei die Innenstadt die teuersten Preise bietet. In Bern Bümpliz-Oberbottingen zahlt man für eine Wohnung mit vergleichbarem Umfang knapp unter 1‘000 Franken. Die Stadtkreise Kirchenfeld-Schlosshalde, Länggasse-Felsenau, Breitenrain-Lorrain und Mattenhof-Weissenbühl halten sich um rund 1‘200 Franken Mietpreis die Waage.
Kleinere Wohnungen von 1- bis 2-Zimmer sind in der ganzen Stadt ähnlich teuer. Die Innenstadt bleibt stets Spitzenreiter, jedoch liegt der preisliche Sprung bei rund 150 Franken (siehe Tabelle).
|1-Zimmer||2-Zimmer||3-Zimmer||4-Zimmer||5-Zimmer|
|Innere Stadt||849||1150||1638||2041||2655|
|Länggasse-Felsenau||674||1025||1259||1632||1995|
|Mattenhof-Weissenbühl||671||969||1235||1540||1835|
|Kirchenfeld-Schlosshalde||660||1041||1251||1616||2070|
|Breitenrain-Lorrain||660||984||1239||1624||1978|
|Bümpliz-Oberbottingen||672||961||969||1178||1516|
Ein Rückgang des Mietpreises ist in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Leben in der Stadt ist wieder Trend geworden. Die Nachfrage steigt, der Wohlstand bleibt. Diese Entwicklung wird auch in den kommenden Jahren zu weiterem Wachstum der Mietpreise führen. Ein jährliches Wachstum der Mietpreise von rund 2 Prozent ist zu erwarten.
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