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Von den vier Dorfbrunnen von Langenbruck liegen drei im alten Dorf und einer in Bärenwil. Sowohl Bruckner als Lutz erwähnen zwei Dorfbrunnen im Dorf, wobei es sich damals um laufende Brunnen in Holz handelte. Die drei Brunnen im Dorf liegen beim Restaurant Ochsen, hinter dem Restaurant Kreuz und im Ausserdorf.
Der Brunnen beim Ochsen liegt als einziger an der Hauptstrasse zwischen Ochsen und Bären. Er besteht aus einem längsrechteckigen Trog mit seitlich angefügtem halbkreisförmigem Nebentrog. Seine Ecken sind abgerundet. Der Stock schliesst mit einer Deckplatte und einem Aufsatz mit Kugelabschluss. Der Brunnen dürfte zusammen mit den anderen Gemeindebrunnen um 1853 entstanden sein und ist in Solothurner Stein gehauen.
Der Dorfbrunnen hinter dem Kreuz besteht aus einem quadratischen Trog mit abgerundeten Ecken und einem Stock mit Deckplatte und Eichelabschluss. Auf der Vorderseite des Stocks ist eine Fratze eingehauen, die an einen Flussgott erinnert und wahrscheinlich auch von einer ähnlichen Figur übernommen worden ist. Die Eichel hingegen ist ein Fruchtbarkeitssymbol, da das Wasser eine der Voraussetzungen für die Fruchtbarkeit ist. Seit der Restaurierung ist der Brunnenplatz gepflästert und die Brunnen von zwei Bäumchen flankiert.
Der Ausserdorfbrunnen liegt an der alten Hauensteinstrasse, steht quer zur Strasse und besteht aus einem längsrechteckigen Trog mit abgerundeten Ecken und einem hohen Stock mit Gesims und kleiner Eichel als Abschluss.
Der vierte Dorfbrunnen in dem zu Langenbruck gehörenden Weiler Bärenwil trägt als einziger die Jahreszahl 1853 am Trog. Er liegt quer zur Hauptstrasse und besteht aus einem zweiteiligen, abgerundeten Trog und einem Stock mit einer Deckplatte, die flach und pyramidenförmig abschliesst. In unmittelbarer Nähe eines Restaurants und an der Abzweigung der Strasse nach Egerkingen gelegen gehört er als wichtiges Element zum Dorfbild.
Mit Ausnahme des Ausserdorfbrunnens dienen alle drei Gemeindebrunnen zur Ausstattung eines Teils des Ortsbildes und seines Raumes, wobei zu beachten ist, dass die Dorfbrunnen damals zur Wasserversorgung errichtet wurden. Mit Ausnahme des Kreuzbrunnens erinnern die langen Steintröge an die langen ehemaligen Holztröge, die sie im 19. Jahrhundert ersetzen mussten. Der Übergang vom Holz zum Steinbrunnen vollzog sich hier in Langenbruck verglichen mit anderen Dörfern relativ spät, wobei die Form vermutlich auch aus rein praktischen Erwägungen beibehalten wurde.