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Ein Biomeiler (auch Kompostheizung oder Humusheizung) ist eine Anlage zur energetischen Nutzung von Biomasse, vornehmlich zur Erzeugung von Wärme für Heizungszwecke. Dazu wird meist Bioabfall, Heckenschnitt oder zerkleinertes Holz aufgeschichtet und Kunststoffleitungen hindurchgeführt. Durch mikrobiologische Abbauprozesse wird Wärme frei, mit der Warmwasser erzeugt werden kann, welches u. a. direkt zur Heizung verwendet werden kann. Durch ausreichende Sauerstoffzuführ wird die eingesetzte Biomasse im Rahmen einer aerobenVerwesung abgebaut. Nach der Nutzungsdauer ist aus den Holzabfällen wertvoller Kompost entstanden. (Referenz: Wikipedia)
Die Methode wurde von dem französischen Forstwirt Jean Pain in den 1970er Jahren entwickelt. Heute werden Biomeiler als kleine Anlagen zur lokalen Nahwärmeversorgung genutzt. Lokal anfallende Abfälle (Waldabfälle, Strauchschnitt, feuchtgewordene – zum Verbrennen minderwertige – Hackschnitzel, Misthaufen) können so energetisch genutzt werden.
(Referenz: Wikipedia)
Die Biomasse besteht überwiegend aus zerkleinertem Holz, Heckenschnitt oder Bioabfall, welche zu einem Haufen aufgeschichtet werden. Nach anfänglicher Zufuhr von genügend Feuchtigkeit kann der Verrottungs- prozess beginnen...
Die, dadurch entstehende Wärme wird durch ein Wärmetauschersystem im Komposthaufen aufgenommen, und kann dem Gebäude zugeführt werden, mit ziemlich konstanten Temperaturen um 50...60°C.
Aufbau eines Biomeilers
Native Power Design und Umsetzung eines kompakten Biomeilers mit 4 Lagen Wärmetauscher, 80m Länge. Höhe 3m plus 0,6m zum first, Grundfläche 3.5m x 3m. Ertrag ca. 2,5 kW
(Copyright bei www.native-power.de)
Anwendungsbeispiel
Als Anwendungsbeispiel dient der Umbau eines Bauernhauses im beschaulichen Departement Aveyron (Südfrankreich). Geplant war eine Hybridanlage, bestehend aus einem Biomeiler mit ca. 5...6 kW Heizleistung (Grundfläche 22.50 m2 / Höhe ca. 3.00 m. Gesamtvolumen von 67.50 m3, bzw. 21 Tonnen Häcksel) als Grundlast- Heizung, gepaart mit einer Sole/Wasser-Wärmepumpe mit 11 kW Heizleistung, sowie 2 Wärmespeicher mit insgesamt 2000 Liter Inhalt. Für die Spitzenlast war ein wasserführender Holzvergaser-Zimmerofen vorgesehen. Interessanterweise waren sowohl der Biomeiler, als auch das Geofeld auf eine Auslegung von ca. 50% der Heizlast begrenzt, da sich ihre Wirkungsweise als komplementär erwiesen (Regeneration/Optimierung des Geofeldes durch den Biomeilerkreis via dem dazwischengeschalteten Platten-Wärmetauscher).