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Einfache Anfrage: „Potenzial Wasserstoff aus Haushaltsabfällen?“
Der Ersatz von fossilen Energieträgern (Brenn- und Treibstoffe) und das «Auslaufen» der Kernenergieproduktion erfordern den raschen Umbau des Energiesystems auf dezentrale und erneuerbare Energieproduktion. Dabei stellen die saisonale Speicherung und die Verfügbarkeit von Energie im Winter wesentliche Herausforderungen dar.
Es existieren neue Verfahren, mit denen aus Haushaltsabfällen Wasserstoff gewonnen werden kann. Zum Beispiel entwickelt das Unternehmen Boson Energy SA Lösungen für die Produktion von kreislauffähigem, kohlenstoffnegativem Wasserstoff aus nicht verwertbaren Abfällen und Biomasse. Der erzeugte Wasserstoff sei günstiger als Dieseltreibstoff und führe zu Stromproduktionskosten mit Netzparität.
Eine kurze Internetrecherche führte zu einem interessanten und aktuellen Beitrag:
https://www.youtube.com/watch?v=pHSr9eDseVE
- Diesbezüglich bitten wir die Regierung um die Beantwortung der folgenden Fragen:
- Wie beurteilt die Regierung das Potenzial für eine Anwendung des oben beschriebenen Verfahrens im Kanton Thurgau?
- Welchen Nutzen sieht die Regierung in der Anwendung einer solchen Lösung?
- Ist die Regierung bereit, eine Pilotanlage finanziell zu unterstützen?
- Ist es denkbar, dass der produzierte Wasserstoff, allenfalls umgewandelt in eine Flüssigkeit, saisonal* gespeichert und im Winter zu Strom und Wärme umgewandelt werden kann?
- Ist der Kanton bereit, ergänzend zur Wasserstoffproduktion mittels Haushaltsabfällen, ein Pilotprojekt für die saisonale Speicherung von Wasserstoff und Verstromung im Winterhalbjahr zu unterstützen?
* Produktion von Wasserstoff, Speicherung über mehrere Monate und Umwandlung im Winterhalbjahr zu Strom und Wärme.