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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, so bald wie möglich die Kriterien für die Einsetzung der Kulturattachés neu festzulegen und Intellektuelle sowie Künstler auf diese Posten zu berufen, die aufgrund ihrer Tätigkeit internationales Ansehen geniessen und in der ganzen Welt freundschaftliche Beziehungen haben.</p><p>Im Gegensatz zu anderen Regierungen macht sich der Bundesrat die Gemeinschaft der Schweizer Intellektuellen und Kunstschaffenden nur selten zunutze. Würde er diese als Kulturattachés in den Schweizer Botschaften und Generalkonsulaten einsetzen, könnte er endlich für die richtige Verbreitung und Wirkung der Schweizer Kultur sorgen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Kulturbereich stellt einen wichtigen Teil der Interessenvertretung durch unsere Botschaften und Konsulate dar. Die kulturelle Präsenz der Schweiz im Ausland ist gerade in der heutigen Zeit von grosser Bedeutung. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten hat in den letzten Jahren die personellen Ressourcen in diesem Bereich denn auch im Rahmen seiner Möglichkeiten verstärkt und ist daran, in Zusammenarbeit mit der Pro Helvetia und dem Bundesamt für Kultur - ein umfassendes Konzept der Kulturarbeit im Ausland zu erarbeiten. Dabei werden unter anderem Bereiche wie Formulierung von Zielen und Zielvereinbarungen, Setzen von Prioritäten, Planung und Controlling, proaktives Handeln, Anforderungsprofile und Ausbildungsmassnahmen für Diplomaten, Konsularbeamte und Lokalangestellte, regionale Schwerpunktbildung, systematische Information und Dokumentation etc. zur Sprache kommen.</p><p></p><p>Es. zeigt sich gerade in diesen Diskussionen um die Erarbeiten eines Konzepts, dass bei einer Kulturarbeit im Ausland nicht primär die Fachkenntnisse, sondern, die Kenntnisse des Gastlandes, deren Einsatz für die Erarbeitung eines kulturellen Beziehungsnetzes und die organisatorischen Fähigkeiten des Kulturattachés im Vordergrund stehen. </p><p></p><p>Was das Fachwissen anbelangt, pflegt das EDA eine enge Kooperation mit dem Bundesamt für Kultur und mit der Stiftung Pro Helvetia. Im Januar 1992 wurde in diesem Zusammenhang ein Abkommen zwischen dem Departement und der Stiftung mit dem Ziel abgeschlossen, die Zusammenarbeit zu verstärken und sicherzustellen, dass die aussenpolitischen Anliegen von den Entscheidungsorganen der Stiftung angemessen berücksichtigt werden. Dies wird durch regelmässige Konsultationen zwischen den Auslandvertretungen und der Sektion Kultur und UNESCO mit der Stiftung Pro Helvetia und dem Bundesamt für Kultur bei der konzeptionellen Arbeit und bei der Durchführung von Projekten erreicht Diese Zusammenarbeit hat sich in der Praxis als sehr nützlich und für alle Seiten als. gewinnbringend erwiesen. Für das EDA hat sich Pro Helvetia als wichtigster Ansprechpartner im Kulturbereich für die Auslandvertretungen etabliert. Umgekehrt ist die Stiftung auf das Vertretungsnetz im Ausland angewiesen und in vielen Ländern ist die schweizerische Vertretung der einzige Ansprechpartner. Darüber hinaus besitzt Pro Helvetia neben dem Centre Culturel Suisse in Paris und dem Centro Culturale Svizzero in Mailand sogenannte Antennen, wie zum Beispiel in Kairo, Prag, Bratislava, Krakau und Kapstadt. Daneben verfügt die Schweiz in New York und Rom über eigene Kulturinstitute. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Einrichtungen werden unabhängig vom EDA ernannt.</p><p></p><p>Die mit kulturellen Angelegenheiten betrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den schweizerischen Vertretungen gehören in den überwiegenden Fällen den versetzbaren Karrierediensten an. Aus finanziellen sowie aus Gründen der Personalknappheit ist es jedoch an den meisten Vertretungen nicht möglich, eine Person mit einem Vollpensum in der Kulturarbeit einzusetzen. Daher gehört es zur Politik des EDA, nicht Spezialistinnen oder Spezialisten einzusetzen, sondern es wird bereits bei der Rekrutierung darauf geachtet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem breiten Allgemeinwissen und vielfältigen persönlichen Interessen in die Karrieredienste aufzunehmen, um damit eine möglichst breite . Einsatzmöglichkeit des Personals sicherzustellen. Gerade im Falle der Kulturarbeit im Ausland ist dieser breit abgestützte Ansatz positiv zu veranschlagen. Die enge Zusammenarbeit der Vertretungen mit schweizerischen Kultureinrichtungen vor Ort sowie den Fachstellen in der Schweiz ermöglicht es dem EDA, die Arbeit der Kulturattachés im Bereich der diplomatischen Aktivitäten durch das Fachwissen der spezialisierten Dienste zu ergänzen. Darüber hinaus werden die fachspezifischen Kenntnisse der mit kulturellen' Angelegenheiten betrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Departements "durch ein vielfältiges Weiterbildungsangebot (Kulturseminare, Kulturtage, Informationstagungen etc.) laufend vertieft. Dieses Weiterbildungsangebot und das Anforderungsprofil an die Kulturattachés soll in Zukunft ausgebaut und intensiviert werden.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.