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Kaum ein Land ist von so vielen Geheimnissen umgeben wie Burma, das heutige Myanmar. Fernab von modernen Grossstädten und Massentourismus wird es geprägt von einer buddhistischen Kultur, einer eindrücklichen, traditionellen Lebensweise, goldenen Pagoden und einer einzigartigen Gastfreundschaft. Myanmar - auch „Das goldene Land“ oder „Das Land des Lächelns“ genannt - ist erst seit wenigen Jahren für ausländische Besucher geöffnet und entwickelt sich nun mehr und mehr zu einem attraktiven Reiseland. Dadurch wird es jedoch möglicherweise schon bald nicht mehr gleich zu erleben sein.
Myanmar, Burma oder Birma?
Das Land am Indischen Ozean wird unterschiedlich benannt. Im deutschen Sprachraum war bis Ende der 80er Jahre durchgehend die Bezeichnung Birma üblich, im Englischen hiess die ehemalige britische Kolonie Burma. Seit Juni 1989 lautet der offizielle Name „Union Myanmar“ – in der Landessprache ein Synonym für Burma. Die damalige Militärregierung änderte den Landesnamen in seiner englischen Übersetzung von „Union of Burma“ in „Union of Myanmar“. Damit sollte die koloniale Vergangenheit abgeschüttelt und ein „ursprünglicherer“ Begriff eingeführt werden, der im Vielvölkerstaat Burma alle ethnischen Gruppen einschließen sollte. Im Burmesischen ist die Bezeichnung „Myanma“ (Das Land Myanmar) geläufig. Aus „Myanma“ wird in der Aussprache das umgangssprachliche „Bama“, mit dem mittlerweile vor allem die größte ethnische Gruppe des Landes bezeichnet wird. Die Engländer machten daraus „Burma“, die Deutschen und andere „Birma“. Umstritten ist selbst unter Burmesen und Fachleuten, welcher Begriff stärker die ethnischen Minderheiten des Landes einbezieht. Da sich „Bamar“ schon für eine Gruppe durchgesetzt hat, sehen manche „Myanmar“ als stärker integrierenden Namen an. Auch aus diesem Grund könnte er sich weiter verbreiten.
Unsere Reise
Wir haben Myanmar vom 15.11. bis 9.12.2009 besucht. Es ist bis heute (2013) eines der Reiseländer, welches uns am meisten beeindruckt hat. Die erlebnisreichen Tage, die wir dort verbrachten, werden wir nie vergessen. Myanmar und vor allem die wunderbaren Menschen dort haben uns verzaubert! Da seit unserem Besuch in dieses faszinierende Land bereits fast vier Jahre vergangen sind, fällt es mir jedoch schwer, alle Einzelheiten bzw. die genauen Orte und erlebten Geschichten detailgetreu einzuordnen. Die wichtigsten Erlebnisse und vor allem die Fotos sind uns aber erhalten geblieben. Wir haben die Flüge – auch die Inland-Flüge - sowie die ersten zwei Nächte und die letzte Nacht vor dem Rückflug in Yangun und eine Nacht beim Golden Rock (Kyaikto Township) bei MAWI Reisen AG in Bischofszell/Frauenfeld gebucht und den Rest mit vielen Tipps vom Reisebüro, dem Internet (Rawan Trails vom 24.11. – 27.11. über Putao Trekking House) und spontan vor Ort selber organisiert.
Unsere Highlights
Zu den Städten und Orten, welche bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, gehören:
Die einstige Hauptstadt (bis 2005) Yangon (deutscher Name Rangun) – eine lebhafte Stadt mit Bauten aus der Kolonialzeit sowie sehenswerten buddhistischen Pagoden (unter ihnen die berühmte Shwedagon-Pagode), hinduistische und chinesische Tempel, Moscheen und Kirchen. In Yangon ist auch die in der Zwischenzeit weltbekannte Politikerin Aung San Suu Kyi geboren.
Das von Yangon rund 690 Kilometer entfernte Mandalay ist aufgrund der strategisch günstigen Lage (Transitverkehr zwischen Südchina und dem Indischen Ozean) ein wichtiges Wirtschaftszentrum Myanmars. Mit den vielen Klöstern und Mönchen – es sollen um die 50'000 sein - ist Mandalay ausserdem der kulturelle Mittelpunkt von Nord-Myanmar.
Für uns war es zudem ein optimaler Ausgangspunkt für die Ausflüge nach Amarapura mit der längsten Teakholzbrücke der Welt „U Bein“ (1200 Meter lang), nach Monywa, das fast eine Million Buddhastatuen beherbergt, zur alten Königsstadt Bagan, dessen einzigartige Kulturlandschaft mit 2'230 Bauwerken (Tempel, Stupas, Klosteranlagen, Schreine, etc.) neben Angkor (Kambodscha) und Borobudur (Indonesien) DIE architektonische Meisterleistung in Südostasien darstellt, vorbei an den Hügeln von Sagaing zu den Überresten der Mingun-Pagode sowie für die rund 9-stündige Zugfahrt (mit einer um zwei Stunden verspäteten Abfahrt) von Mandalay nach Hsipaw (Gokteik-Viadukt zwischen Pyin U lwin und Hsipaw).
Myitkyina, die Hauptstadt des Kachin-Staates liegt ca. 540 Kilometer von Mandalay entfernt und bietet im Vergleich zu den vorher genannten Orten kulturell nicht allzu viel. Wir haben die Stadt mit Dorfcharakter trotzdem sehr gemocht, da es zu unserer Zeit praktisch keine Touristen hatte und die Einheimischen überaus freundlich und hilfsbereit waren. Attraktiv ist auch die Lage am Fluss Ayeyarwady (2'170 Kilometer). Eine abenteuerliche Fahrt haben wir mit dem Hotelmanager an den 50 Kilometer nördlich von Myitkyina entfernten Punkt gemacht, wo der Ayeyarwady aus der Vereinigung der beiden Flüsse Mehka und Malihka entsteht.
Der Ausflug nach Putao den wir über das Internet gebucht hatten, gehört zu den absoluten Highlights unserer Reise. Wir buchten via Putao Trekking House den „Rawan Trail“, eine Wanderung mit Übernachtung in einer einfachen Dorfunterkunft (ohne fliessendes Wasser und einem „Plumpsklo“-Hüttchen ausserhalb des Hauses). Die knapp vier Tage am Ende der Welt (im Norden von Myanmar) bleiben uns mit wunderschönen Landschaftsbildern und herzlichen Begegnungen unvergessen!
Da dieses Land unendlich viele Fotomotive bietet, habe ich dementsprechend viele Momente und Szenen einzufangen versucht und benötige viel Zeit, um alle zu sortieren und hier zu präsentieren. Es werden also sporadisch neue Fotos hier zu sehen sein.