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2010
Unsere Kontakte zu Togo wurden im vergangenen Jahr durch zwei Ereignisse belebt, nämlich die Reise von Nicole, Andrea, Sabina, Rebekka, Vincent und Gilles im Herbst nach Togo und Burkina Faso sowie Angelos Treffen mit Augustin in Genf, das Gelegenheit zum vertieften Austausch über die Probleme, Hoffnungen und Pläne der Menschen in Bombouaka bot.
Abbé Augustin begann inzwischen sein zweites Nachdiplomstudium-Jahr, während welchem wir ihn weiterhin finanziell unterstützen. (3'000.-)
Mit ca. 600.- unterstützten wir das Mädchen-Gymnysium Mofant in Dapaong.
In Bombouaka stand das vergangene Jahr im Zeichen der Konsolidierung der im Vorjahr begonnenen Projekte. (9'800.-)
Dorfsanierung
Die zuvor erstellen Infrastrukturen wie neue Marktstände, Toiletten, Abfalldeponie usw. sind ein erster Schritt gewesen. Nun ging es darum, den langfristigen Unterhalt dieser Einrichtungen einzuleiten und die Dorfbewohner über Themen wie öffentliche Gesundheit und Hygiene, Abfallbewirtschaftung usw. zu instruieren.
Da Bombouaka inzwischen das Interesse anderer Gemeinden geweckt hatte, wurden auch Vertreter anderer Dorfkomitees eingeladen. Zwei Fachleute (ein Vertreter der ONG Rafia und jemand vom Regionalspital) bildeten 47 Animatorinnen aus, die sich verpflichteten, das erworbene Wissen weiter zu verbreiten.
Schule
Mit unserem Beitrag an den Schülerhilfsfonds der Diözese wurden während den Schulferien Arbeitseinsätze organisiert (4'500.-) und Hilfe an Schüler aus armen Familien geleistet (insgesamt wurden an 134 Schulkinder je 30 Kg Maismehl und 2 L Petrol ausgegeben).
Am Anfang des Schuljahres konnten Lesebücher für 514 Schüler in Bombouaka beschafft werden

Gymnasium
Im August und September wurde ein zusätzliches Gebäude für ein neues Klassenzimmer auf dem Gelände des „Centre Joseph Batuul" errichtet. Lehrer und Schüler haben sich aktiv an der Arbeit beteiligt. Die Frauen schöpften Wasser im nahegelegenen Bach und brachten manchmal auch etwas Maisbier (tchapalot) um die Arbeiter zu ermuntern. Im Namen der Dorfgemeinschaft steuerte das Dorf-Entwicklungskomitee (Comité villageois de développement ) zwei Fuhren Sand und eine Tonne Zement bei.
Berufsschule
Die Absolventinnen der handwerklichen Berufsschule in Bombouaka erhielten Kurse über die Bildung von Kooperativen und über Rechte und Pflichten in der Ausübung ihres Berufs.
Umwelt
Im Rahmen der neu organisierten Initiative zur Wiederaufforstung wurden im Sommer viele Baumsetzlinge gepflanzt. Die Beteiligten müssen sich verpflichten, die Setzlinge während der ersten Jahre zu pflegen und zu schützen. Es wurden wiederum Kurse über die Baumpflege angeboten. Die meisten Setzlinge wurden durch Schüler im Umkreis der Schule und des Gymnasiums gepflanzt.
Entlang der Hauptstrasse mussten fünf riesige, abgestorbene Kapokbäume gefällt werden, welche die Sicherheit der umliegenden Häuser und der Strasse gefährdeten. Die überfällige Aktion ist hinausgeschoben worden, weil sie gefährlich war und dazu Fachleute engagiert werden mussten, wozu nun unsere finanzielle Hilfe in Anspruch genommen wurde.
Nothilfe
Dreizehn Personen, die in schlimme Not geraten waren, wurde medizinische Hilfe geleistet —das Komitee kam für Untersuchungen, Spitalaufenthalt und Medikamente auf.
An Weihnachten wurden kleine Geschenke an Seppels Freunde verteilt. Obwohl die Gruppe jener Dorfbewohner, die ihn gut gekannt hatten, zusehends kleiner wird, umfasst sie doch immer noch 105 Personen.