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Die unterschiedlichsten Pilze sind momentan im Wald in grosser Menge zu beobachten. Ein untrügliches Zeichen, dass der Waldboden den heissen und trockenen Sommer gut überstanden hat. Die Pilze finden auch genügend Nahrung vor.
Die Bäume reagieren auf Trockenheit indem sie auf Sparflamme umstellen. Sie reduzieren ihre Wasserverdunstung, schliessen bei Trockenheit die Poren in den Blättern und Nadeln, durch die sie CO2 für die Fotosynthese aufnehmen, aber auch Wasser verlieren. Dies geschieht auf Kosten des Wachstums.
Unsere Gegend ist auf den Wald als Wasserspeicher angewiesen, abgesehen von etwas Schneeschmelze im Frühling haben wir keine anderen natürlichen Wasserreserven. Wird der Wald zu trocken, leiden die Bäume. Setzt die Herbstfärbung ein, werden überdurchschnittlich viele Bäume in den folgenden Jahren sterben, wie eine Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft zeigt.
Im ganzen Alpenraum schmelzen die Gletscher weg und der Schneefall fällt geringer aus. Gebiete ohne eigenen natürlichen Wasserreserven wie die Reisanbaugebiete der Po-Ebene bekommen das als Erste zu spüren. Es ist eine Katastrophe mit Ansage. Der Reisanbau braucht viel Wasser und dieses Wasser kommt nicht aus dem Boden, sondern aus den Alpen und dem Apennin. Bis Ende September galt der Notstand in der Lombardei. Wieviel von der Ernte gerettet werden konnte, wird sich nun zeigen.