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Der Ursprung der Walliser Burgerschaften ist nicht eindeutig geklärt. Wie in der allgemeinen Geschichte von Naters ausgeführt, taucht in den Urkunden des 14. Jahrhunderts immer häufiger die Bezeichnung Gemeinde auf.
Die Burgerschaft als politische Gemeinde lässt sich mit Sicherheit bis ins 15. Jahrhundert zurück nachweisen. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts nahmen die beiden Gumperschaften Naters und Rischinen Aufgaben wahr, die danach grösstenteils auf die Munizipalität übergingen.
Die Geburtsstunde der Einwohnergemeinde war 1848, als die erste Schweizerische Bundesverfassung die Niederlassungsfreiheit proklamierte und jedem Schweizer an seinem Niederlassungsort die gleichen politischen Rechte zuerkannte wie einem Bürger der entsprechenden Gemeinde.
Im August 1988 legten Initianten bei der Gemeinde Naters mit 445 Unterschriften ein Trennungsbegehren von Munizipal- und Burgerrat vor. 309 Unterschriften, was einem Fünftel der 1545 stimmfähigen Burger entsprach, hätten genügt. Nachdem in der Presse Befürworter und Gegner des Langen und Breiten ihre Argumente dargelegt hatten und die Natischer Bevölkerung relativ stark in die öffentliche Diskussion miteinbezogen worden war, fiel das Verdikt am Abstimmungswochenende vom 1./2. Oktober 1988 bei einer Beteiligung von 55 Prozent aller stimmberechtigten Burgerinnen und Burger überraschend klar aus: 494 sprachen sich für die Trennung, 368 gegen eine solche aus.