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Die chinesische Regierung gibt wegen des schwierigen Umfelds infolge der Corona-Pandemie erstmals seit Jahrzehnten kein Wachstumsziel für die Wirtschaft an. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Arbeitsbericht von Ministerpräsident Li Keqiang hervor.
Seit 1990 hatte die Regierung jeweils zu Beginn der jährlichen Sitzung des Nationalen Volkskongresses in Peking einen Zielwert für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukt genannt.
Die nach den USA zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt war im ersten Quartal um 6,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum geschrumpft und damit zum ersten Mal überhaupt seit Einführung der Quartalsstatistik 1992. Die Virus-Epidemie hatte zu starken Einschränkungen bei Produktion und Konsum geführt.
Um die Konjunktur anzukurbeln, nimmt die Regierung ein höheres Defizit in Kauf. Es soll in diesem Jahr bei mindestens 3,6 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen. 2019 waren es 2,8 Prozent.