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Lavendel wird seit über 2500 Jahren kultiviert. Griechische Kolonialisten brachten die Lavendula stoechas 500 v. Chr. nach Frankreich. Der kleine Ort Lavandou, der zwischen Toulon und St. Tropez liegt, zeugt davon mit seinem Namen, ebenso wie die
Inselgruppe Stoechades, die heute die Hyerischen Inseln genannten werden.
In der Medizin wurde Lavendel erstmal von Pedanios Dioskurides erwähnt, in der von ihm verfassten Materia Medica. Später beriefen sich weitere grosse Mediziner auf den Lavendel, so auch Abū Alī al-Husain ibn Abdullāh ibn Sīnā, Avicenna genannt, in seinem Canon Medicinae (1027).
Vorkommen: Obwohl für viele Frankreich als das Land des Lavendels angesehen wird, ist der Anbau heute fast über die gesamte Welt verteilt. England, Japan, Tasmanien, Ungarn, im Süden der Krim, Norditalien, Spanien und Teilen der USA.
Die Anwendung von Lavendel hat sich im Lauf der Jahrhunderte stark verändert. Vom Balsam für Mumifizierungen über
Lavendelsträusse um die Pest abzuwehren, reichten sie bis zu Tinkturen bei Verbrennungen und Entzündungen. Mit der Kunst der Destillation und der Parfümherstellung erhielt Lavendel einen
unverrückbaren Platz bis in unsere Zeit.
Heute ist Lavendel ein beliebtes Hausmittel. Es wird sowohl bei Kopfschmerzen als auch bei Insektenstichen, bei Akne und Sonnenbrand verwendet und hilft noch immer bei kleinen Brandwunden der Blasenbildung vorzubeugen und eine schnelle Abheilung zu begünstigen.
Warum Lavendel in Augenkissen: Der sanfte Duft von Lavendel hat einen ausgleichenden, beruhigenden Einfluss auf unsere emotionale Verfassung. Damit unterstütz und verstärkt er die Wirkung des Augenkissens bei Schlaflosigkeit und Einschlafproblemen optimal. Zur Anwendung in den Augenkissen, kommt getrockneter Lavendel. Sein Duft ist zurückhaltend, sodass Sie ihn kaum bemerken. Wird das Augenkissen leicht gewärmt, z.B. durch Ihre Körperwärme, intensiviert sich der Duft. Auch wenn Sie das Kissen kurz zwischen Ihren Händen reiben und walken, intensiviert sich der Duft. In jedem Fall gewöhnen Sie sich aber sehr schnell an die Note und sie nehmen den Duft nicht mehr bewusst wahr, wenn gleich er noch vorhanden ist und eine entspannende und ausgleichende Wirkung verstärkt.
Lavendel ist nicht gleich Lavendel
Unterschieden werden drei grosse Lavendelsorten.
Lavedula officininalis, auch unter den Bezeichnungen Lavendula vera oder Lavendula augustifolia bekannt, wird die grösste Heilkraft nachgesagt. Seine natürliche Heimat liegt in Höhen ab 1000 bis 2000 Meter. Sein Duft ist fein und süss mit wenig Kampfer. Er ist der kleinste, mit einer Höhe von 60 cm.
Spik Lavendel (Lavendula latifolia) ist ein kräftig wachsender Strauch mit einer Höhe von 80-90 cm und einer grossen Ausbeute an ätherischem Öl. Sein Duft ist kampferartig und krautig. Diesem hohen Kampferanteil verdankt er seine Beliebtheit in der Aromatherapie bei der Behandlung von Bronchialleiden.
Lavandin (Lavendula intermedia oder L. Hybrida) Seine Höhe variiert von 40 cm bis zu 1 Meter. Sein Duft hat ein leicht kamperartiges Aroma. Die Ölerträge sind wesentlich höher als die der anderen Sorten, jedoch mit einem geringeren Estergehalt. Er wird vorwiegend in der Parfümherstellung verwendet. Leider wird Lavandin auch verwendet um andere Lavendelöle zu verschneiden, also um ein teureres Lavendelöl mit einem billigeren zu vermischen.
Vorsicht: Lavendel gibt es auch als ätherisches Öl. Hier ist Vorsicht geboten, denn die meisten ätherischen Öle, wenn sie
pur auf Haut und Schleimhäute aufgetragen werden, können stark reizende Wirkungen haben. Informieren Sie sich deshalb gründlich, bevor Sie ätherische Öle anwenden.
Vermeiden Sie auf jeden Fall den Kontakt mit den Augen. Verwenden Sie deshalb nie ätherische Öle in Verbindung mit Augenkissen, auch kein ätherisches Lavendelöl.