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Im Auftrag des IPA führte die Forschungs- und Marketingfirma Dynata im April 2022 eine Umfrage zur Kernenergie durch. Über 1000 Australierinnen und Australier wurden gefragt, ob Australien Kernkraftwerke bauen sollte, um Strom zu liefern und die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren. Dieser Aussage stimmten 53% der Befragten zu, 23% waren dagegen und 24% hatten keine Meinung.
Werden die Antworten nach Parteizugehörigkeit entschlüsselt, so zeigt sich eine breite Unterstützung der Kernenergie über alle Parteigrenzen hinweg: 70% der Wähler der liberal-nationalen Koalition, 52% der Labor-Wähler und 44% der Wähler der Grünen befürworteten den Bau von Kernkraftwerken (dagegen waren 13%, 27% bzw. 30%).
«Premierminister Anthony Albanese und Oppositionsführer Peter Dutton sollten sich zusammentun und Führungsstärke zeigen, um das Verbot der Kernenergie in Australien aufzuheben, die eine kostengünstige und zuverlässige Grundlastversorgung bieten kann», sagte Daniel Wild, Forschungsdirektor am IPA.
Abschnitt 140A des Environment Protection and Biodiversity Conservation Act von 1999 von Australien verbietet es der Regierung, «eine Massnahme zu genehmigen, die zum Bau oder Betrieb eines kommerziell genutzten Kernkraftwerks führt oder damit verbunden ist». Australien ist hingegen in der Nuklearforschung tätig. Seit Mitte 2016 ist das Land als Mitglied des «Generation IV International Forums» (GIF) an der Entwicklung des natriumgekühlten Schnellen Reaktors (Sodium-cooled Fast Reactor, SFR), und des Ultrahochtemperatur-Reaktors (Very-High Temperature Reactor, VHTR) beteiligt. Die Australian Nuclear Science and Technology Organisation (Ansto) betreibt seit 2007 den Forschungsreaktor Opal (20 MW). Australien verfügt zudem über die weltweit grössten Uranreserven und ist einer der grössten Exporteure von Uranerz.
Das IPA bezeichnet sich als unabhängiger, gemeinnütziger Thinktank, der sich für den Erhalt und die Stärkung der Grundlagen der wirtschaftlichen und politischen Freiheit einsetzt. Das IPA wird durch Einzelmitgliedschaften sowie durch Einzel- und Unternehmensspender finanziert.
Quelle
M.A. nach IPA, Medienmitteilung und Umfrage, 6. Juni 2022