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Das was sich heute Salsa nennt ist eine "Mischung" aus afrokaribischen Rythmen wie der Son Montuno, den Mambo, la Bomba und la Plena. Die Bewegung welche dieser Musik die grösste Entwicklung und diese am meisten beeinflusste hat ihren Ursprung in New York- El Barrio, im South Bronx, das was man "Caldera del Diablo" nennt - als eine Gruppe junger Musiker ende der sechziger Jahre begann zusammen zu spielen und immer mehr Klänge und Rhytmen mischte (Souce, Salsa) ohne sich dabei bewusst zu sein eine neue Musikrichtung zu kreieren welche denn gesamten "SABOR" der bereits vorhandenen afro-karibischen Rhytmen konservierte.
Aber wer waren diese junge Leute die begannen diese neue Musik im bekannten Hotel Saint-George von Brooklyn vorzuspielen?
Einige von ihnen waren: Ray Barreto, Bobby Valentin, Hector Lavoe, Willie Colon, Richie Ray, Bobby Cruz, Ismael Miranda, Adalberto Santiago und auch andere involvierte Personen wie: Cortijo und Ismael Rivera.
Cortijo Lebrón Brothers
Diese Leute, zusammen mit den legendären Lebrón Brothers (Puertoricanischer Herkunft), begeisterten das Publikum zuerst im Hotel Saint-George und etwas später im "El Chetah Club" in der 52 Avenue in Manhattan, welcher zum ersten Treffpunkt für Salseros in New York werden sollte.
Am 21 August 1971 presentierten sich im "Chetah Club" die Fania All Stars, gegründet vom dominikanischen "flautista" Johny Pacheco und dem Rechtsanwalt Jerry Massuci. Hier definieren weltweit sehr viele annerkannte Musiker die offizielle Geburt der Musik Salsa ,zusammen mit dem Film "Nuestra Cosa Latina".
Fania All Stars in Venezuela 1975 Johnny Pacheco
Johnny Pacheco begann das Wort "Salsa" zu fördern als die Fania bagann nach Europa zu reisen:
"Da das Wort `salsa` - gleich wie die Wörter `sabor`oder `azucar` zum Beispiel- immer irgendwie an diese Musik gebunden war, schien es mir keine schlechte Idee, diese Musik so zu nennen!"
so sagte es Pacheco immer wieder... Aber über die reale Herkunft des Phänomens Salsa gibt es ja bekanntlich verschiedene Versionen... Zwischen den Venezuelaner , Cubaner und Puertoricaner , alle möchten gerne den Ursprung der Salsa für sich beanspruchen.. Uns gefällt es zu behaupten, dass alle einen sehr wichtigen Teil zur Entwicklung dieser Musik beigetragen haben, ohne geografische Unterschiede zu machen..
Die marke "FANIA" expandierte mit diesem neuen Rhytmus dermassen stark und brachte diesen nach 1975 in die ganze Welt, selbstverständlich mit einem "grande buisness latino"
Die Musik welche in dieser Epoche produziert wurde wird als Salsa clásica oder Salsa de Oro bezeichnet.
Nach dem grossen Erfolg, gegen Ende der siebziger Jahre, und der enormen Kommerzialisierung hat sich die Salsa in etwas verwandelt was das Publikum nicht mehr zu begeistern vermochte. Die Masse war nicht mehr für diese Musik zu gewinnen da sie keine Neuerungen mehr anbot. Auch muss man erwähnen dass anfangs 1980 Merengue und DiscoMusic in den Clubs in New York Fuss gefasst haben (New York war immer offen für Änderungen und neue Trend`s). und so kam es, dass zwischen 1982-1983 die Salsawelle wieder auf den Grund gesunken war und es schien fast so, dass diese Musik die Leute nicht mehr begeistern konnte.
Genau in diesen Jahren jedoch begann eine neue Generation von Musikern die Salsa wieder zum Leben zu erwecken und gab dieser Musik wieder einen Ruck! Talente wie Frankie Ruiz, Eddie Santiago, Luis Enrique, fingen an das Panorama der Latinomusik zu wechseln und erschufen das was später la Salsa erótica heissen sollte. Für einige war dies en Betrug gegenüber dem eigenen Charakter des Salsa (Macho, Stärke, Strasse) aber man durfte nicht vergessen, dass es der romantische und erotische Salsa (sensuale) zu verdanken ist, dass dieser Rhytmus wieder unter die Leute kam und diese wieder vermehrt Interesse an Salsa zeigten, und somit die ganze Situation verbesserte!
Dann aber geschah das was geschehen musste: gegen Ende 1988 sättigte diese Art von Salsa wiederum den Markt weil alle Musikhäuser nur Salsa erotica aufnehmen wollten, sogar Veteranen wie Oscar D`Leon mussten sich dieser Tendenz anpassen. In der Zwischenzeit fanden die Leute immer mehr gefallen am Merengue und in Puertorico füllte man damit unterdessen sämtliche Discotheken!
In diesen Jahren ist das Publikum durch die vielen Erfahrungen mit dieser Musik wählerischer geworden und findet wieder mehr gefallen an der Salsa Brava welche die reale Salsa ist. Immer mehr lassen die Zuhörer und Tänzer von sich hören und möchten gerne wieder ihre Ursprungs-Idole auf der Bühne sehen, die ihr Maximum während dem Konzert geben - vielleicht auch ein bisschen gelangweilt von den immer gleichen Texten über Liebe und Harmonie- Als dann die meisten Protagonisten der Salsa erotica von der Bildfläche verschwunden waren boten sich danach immer noch Alternativen (jetzt aber nur noch die Besten) wie zum Beispiel der puertoricanische Sänger Gilberto Santa Rosa, auch wenn er romantische Lieder komponiert, trotzdem die fanatischen Fans mit einem Repertoire an dynamischen und etwas aggressiveren Songs zufrieden stellt.
Alles was nach 1988 in New York musikalisch mit dem Namen Salsa passierte verdanken wir dem Musikhaus RMM des Puertoricaner Ralph Mercado, gegründet anfangs 1988. Die RMM beginnt junge Talente zu fördern: Tito Nives, José Alberto ‘el Canario’ ,Tony Vega welche allesamt weltweiten Erfolg erlangen.
In dieser Zeit übernahmen die kubanischen Orchester eine sehr grosse Rolle auf dem Salsa Musikmarkt
Los Van Van, NG La Banda e Adalberto Alvarez y Su Son.
Auch die Einflüsse der Salsa aus Columbien waren für die Entwicklung nicht uninteressant. Grosse Talente wie Joe Arroyo , Gruppo Niche oder das Orchestra Guayacán komponierten in dieser Zeit ihre bekanntesten Stücke.
New York ist also eine Stadt die immer offen für neue Mode und Geschmäcke war. Und so akzeptierte und förderte diese Stadt immer wieder neue und alte Idole wie La India , Marc Anthony, oder wie in Miami der kubanische Sänger Wille Chirino welcher Musik machte die alle begeisterte; vom son über merengue, la plena und auch rock...