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Dama dama Damhirsche treten in drei verschiedenen Farbvariationen auf. Meistens tragen sie ein rotbraunes Fell mit weissen Punkten. Die Damhirsche können aber auch fast gänzlich schwarz oder weiss gefärbt sein. Das ist bei Hirschen einzigartig.
Verwandschaft
Der Damhirsch gehört zu den Echthirschen. Als einziger Vertreter dieser Gruppe trägt er ein schaufelförmiges Geweih.
Geschichte
Mit der letzten Eiszeit verschwand der Damhirsch aus dem europäischen Raum. Er zog sich nach Kleinasien zurück, wo er heute noch im Taurusgebirge (Anatolien) vorkommt. Die Phönizier und die Römer führten Damhirsche in weiten Teilen Europas als Park- und Jagdwild ein.
Lebensraum
Freilebende Damhirsche bevorzugen deckungsreiches Gelände. Sie leben gerne im lockeren Buschwald und in Wäldern mit reichlich Unterholz.
Auf offenen Weideflächen fressen sie Gras. Damhirsche sind anspruchslos. Sie fressen die Pflanzen nie vollständig ab, weshalb sie als Landschaftspfleger in schwer bewirtschaftbaren Gebieten eingesetzt werden. Fleisch und Leder der Damhirsche sind gefragt.
Benennung
Das männliche Tier heisst Stier, das Weibchen Kuh, das Jungtier Kalb.
Lebensweise
Das Damwild lebt in locker organisierten Rudeln. Damhirschkühe und Jungtiere leben innerhalb des Rudels in Familiengruppen. Die Stiere bilden separat kleine Männerrudel, die nicht hierarchisch gegliedert sind. Auf offenen Flächen können sich die Stierenrudel mit den Weibchenrudeln zusammenschliessen.
Bei Gefahr stehen Tiere eines Rudels eng beieinander, lauschen und äugen in Richtung Gefahrenquelle. Eines der Weibchen beginnt zu fliehen, dann folgen die anderen hinterher.
Fortpflanzung
Das Rudelleben ist auffallend ruhig. In der Brunftzeit, im Oktober, November ziehen die Männchen zu traditionellen Brunftplätzen. Mit dem gefegten Geweih bearbeiten sie Büsche und Sträucher. Das ist einerseits eine optische und andererseits eine Geruchsmarkierung. Mehrere Stiere können einen Brunftplatz untereinander aufteilen. Die Stiere markieren mit Urin und Drüsensekreten das Zentrum ihres Platzes. Es scheint, dass die Weibchen wählen, mit welchem Stier sie sich paaren wollen. Nach welchen Kriterien sie ihre Wahl treffen, ist noch unklar.
Nach 32 Wochen Tragzeit verlassen die trächtigen Weibchen für kurze Zeit das Rudel. Im Mai / Juni setzen sie in sicherer Deckung ein Kalb, selten Zwillinge. Die Säugezeit schwankt zwischen
5 und 10 Monaten. Stierkälber werden länger gesäugt.
Ernährung
Damhirsche sind genügsam.
Sie fressen Gräser, Kräuter, Blätter, Triebe und Früchte und im Winter trockenes Gras, Flechten, Knospen und Rinde.
Geschlechtsmerkmale
Die Stiere tragen ein schaufelförmiges Geweih. Es kann bis 4 kg schwer sein und wird jährlich im April / Mai abgeworfen. Eine pelzige Haut wächst über die Wunde. Unter dieser stark durchbluteten Basthaut wird wieder neue Knochenmasse aufgebaut. Ist das Geweih fertig entwickelt, fegt der Hirsch an Ästen die Basthaut ab. Blutreste und Gerbstoffe der Fegebäume geben dem Geweih die braune Farbe.
Nun kann der Kopfschmuck für Stoss- und Schiebekämpfe eingesetzt werden. Bei heftigen Kämpfen können Geweihenden abbrechen.
Die Grösse des Geweihs ist abhängig vom Alter, Gesundheitszustand und der Ernährung des Hirsches. Die Zahl der Enden und die Ausformung des Geweihs ergeben keine Hinweise für die Bestimmung des Alters. Das Erstlingsgeweih wächst im Alter von 6 Monaten und wird bis zum Juni des folgenden Jahres getragen. Von da an erfolgt der Abwurf jeweils im Mai.
Spezielles
Geburt im Versteck:
Gleich nach der Geburt leckt die Kuh das Kalb trocken. Die Zungenschläge sind fast ausschliesslich gegen den Haarstrich orientiert. Wie bei den meisten Huftieren wird die Nachgeburt restlos verzehrt. So werden am Setzplatz möglichst wenig Spuren für allfällige Raubtiere hinterlassen. Wenige Minuten nach der Geburt beginnt das Kalb das Euter zu suchen. Es lässt sich durch die Richtung des Haarstriches am mütterlichen Körper leiten. Eine halbe bis eine Stunde nach der Geburt trinkt es erstmals.