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SDDC ist ein Netzwerk mit Sitz in der Schweiz, das sich für die Rechte und die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in die internationale Zusammenarbeit der Schweiz einsetzt.
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Schlüsselbotschaften
Wie kann die Schweiz die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Globalen Süden sicherstellen?
Gebärdensprache DSGS
Ohne Richtlinien keine Priorität. Die Schweiz braucht Richtlinien, um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in ihrer internationalen Zusammenarbeit zu steuern. Die derzeitigen Bemühungen zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen sind zu wenig umfassend, ad hoc und meist segregierend.
Nichts über uns ohne uns! Die Schweiz muss die volle und aktive Partizipation von Menschen mit Behinderungen auch in der internationalen Zusammenarbeit sicherstellen. Sie muss Massnahmen treffen, die die Teilnahme von Menschen mit Behinderungen ermöglichen.
Was nicht gezählt wird, zählt auch nicht. Die Schweiz hat sich verpflichtet, bei der Datenerhebung eine Vorreiterrolle einzunehmen, aber sie erhebt in ihren internationalen Programmen nicht systematisch und aufgeschlüsselt Daten zu Menschen mit Behinderungen.
In humanitären Krisen niemanden zurücklassen. Menschen mit Behinderungen sind in humanitären Krisen überdurchschnittlich stark betroffen. Die Schweiz hat sich verpflichtet, ihre humanitäre Hilfe inklusiv zu gestalten. Es ist aber nicht klar, wie sie ihren Verpflichtungen nachkommt.
Ohne Budget keine Fortschritte. Die Schweiz muss für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in ihrer internationalen Zusammenarbeit finanzielle Mittel bereitstellen und sich verpflichten, keine Programme und Dienstleistungen zu finanzieren, die Menschen mit Behinderungen ausgrenzen.
Was ist neu?
Die civil society report by the Swiss Platform Agenda 2030 on the implementation of the SDGs by Switzerland, was released on June 6, 2022. The Swiss Disability and Development Consortium (SDDC) provided input to the report, particularly around SDG 1 (poverty) and 10 (inequality). The report addresses progress and challenges in achieving the 17 Sustainable Development Goals and makes clear recommendations for Switzerland. Because one thing is clear: If Switzerland does not act decisively now, it will have serious consequences for everyone.
Die Swiss country progress report on the SDGs does not address the extent to which Switzerland contributes to achieving the inclusion of persons with disabilities within its international cooperation. This is particularly unfortunate because the structure of the country report is promising. In addition to the national context, the international level is always taken into account. However, persons with disabilities globally, are not mentioned.
Am 4. Mai 2022 wurde die Ausstellung "My Lens My Reality" am Sitz der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Bern eröffnet. Die Eröffnung fand im Rahmen des jährlichen Frühlingstreffens der DEZA mit ihren institutionellen Partnern statt.
"Frauen mit einer Behinderung sind mit einem zusätzlichen Stigma konfrontiert", sagte Patricia Danzi, Direktorin der DEZA, in ihrer Eröffnungsrede und wies auf die Mehrfachdiskriminierung hin. Danzi räumte ein, dass innerhalb der DEZA und ihrer Projekte im Ausland mehr getan werden muss, um die vollständige Inklusion und Partizipation von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen zu gewährleisten. "In vielen Ländern sind Behinderungen sichtbar. In der Schweiz ist sie weniger sichtbar."
Mirjam Gasser sprach im Namen des SDDC, um die Ausstellung offiziell zu eröffnen. Sie präsentierte einige wichtige Erkenntnisse aus der dazugehörigen Photovoice-Studie. Sie erinnerte daran, dass die Schweiz und insbesondere die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit noch einen weiten Weg vor sich hat, um die vollständige Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten.
Die Ausstellung wird bis zum 19. Mai 2022 in der DEZA in Bern zu sehen sein.
Die Schweiz wurde im Rahmen der UNO-Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK) vom 14. bis 16. März 2022 in Genf überprüft. Die unabhängigen Expertinnen und Experten des Ausschusses haben der Schweiz Fragen zu den Fortschritten bei der Umsetzung der Konvention gestellt, darunter auch zahlreiche Fragen zur internationalen Zusammenarbeit. Im Anschluss an die Überprüfung veröffentlichte der Ausschuss Empfehlungen, die auch "Abschliessende Bemerkungen" genannt werden. Die Schweizer Regierung muss diese nun umsetzen und bei der nächsten Überprüfung im Jahr 2028 erneut über Fortschritte berichten.
Insgesamt ist das SDDC mit den Empfehlungen des Ausschusses zufrieden. Sie spiegeln die vorhandenen Lücken auf dem Weg zu einer für Menschen mit Behinderungen inklusiven Schweizer Entwicklungszusammenarbeit wider und bekräftigen die Forderungen, die das SDDC in der Vergangenheit immer wieder gestellt hat. Sie zeigen, dass die Schweiz noch einige grundlegende Schritte unternehmen muss, insbesondere die Verabschiedung von Richtlinien, um sicherzustellen, dass alle Programme innerhalb der internationalen Entwicklungszusammenarbeit für Menschen mit Behinderungen inklusiv sind. Diese Richtlinien sollten als Grundlage für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der gesamten schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe gelten.
Der Ausschuss richtete Empfehlungen mit explizitem Bezug zur internationalen Zusammenarbeit und humanitären Hilfe in den folgenden Bereichen an die Schweizer Regierung:
- Sicherstellung der Beteiligung von Menschen mit Behinderungen an Strategien und Programmen sowie an den SDGs (Abschließende Bemerkung Nr. 10a, 62b);
- Berücksichtigung der Rechte von Frauen mit Behinderungen in den Strategien und Programmen der internationalen Zusammenarbeit und Gewährleistung ihrer bedeutungsvollen Partizipation (14a, 14b);
- Verabschiedung eines Aktionsplans zur Umsetzung der Charta zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der humanitären Hilfe (24b);
- Erhebung und Aufschlüsselung von Daten zu Behinderung in allen humanitären und Entwicklungsprogrammen (60c);
- Verabschiedung von Richtlinien, um sicherzustellen, dass alle Programme der internationalen Zusammenarbeit für Menschen mit Behinderungen inklusiv sind (62a);
- Eine konsequente Anwendung des OECD-DAC-Markers zu Inklusion und Empowerment von Menschen mit Behinderungen (62c).
Lesen Sie mehr in der SDDC-Analyse zur internationalen Zusammenarbeit (auf Englisch).