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Clara Viebig zeigt sich in diesem Roman als Meisterin der Erzählkunst. Farbig und voller Leben schildert sie jene Zeit des Umbruchs, in der alter Standesdünkel und moderne Aufklärung, schwerfällige Bürokratie und idealistische Zukunftsträume aufeinander prallen. Vom Mönchsleben im Prümer Kloster über die Strassenszenen beim Einzug des neuen Kurfürsten in Trier bis zu den Gelagen des geflüchteten französischen Adels auf Kosten ihres kurfürstlichen Verwandten, entfaltet Clara Viebig einen fesselnden Bilderbogen über die Zeit des ausgehenden 18. Jahrhunderts in unserer Region.
Clara Viebig wurde am 17.7.1860 in Trier geboren und starb am 31.7.1952 in Berlin. Ihre literarische Karriere begann 1897, als mit den Novellen »Kinder der Eifel« und dem Roman »Rheinlandstöchter« ihre ersten Bücher erschienen. Der Durchbruch gelang ihr drei Jahre später mit dem Roman »Das Weiberdorf«. Über dreissig Romane und Novellenbände (neben acht Theaterstücken) hat die vielgelesene Autorin verfasst.