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Kaum hatte ich meinen Beitrag über den Regenbogen als Sinnbild der Versöhnung veröffentlicht, ging am frühen Morgen des 21. Juni, dem „National Indigenous Peoples‘ Day“ im Okanagan Valley zuerst die Sacred Heart Catholic Church auf dem Gebiet der Penticton Indian Band in Flammen auf und wenig später auf dem Land der Osoyoos Indian Band die Saint Gregory Church.
Die Chiefs sprachen in Interviews von gemischten Gefühlen. Einerseits hätten sie Verständnis für die Empörung, die Wut, welche die Entdeckung der 215 unmarkierten Kindergräber auf dem Areal der einstigen Residential School in Kamloops ausgelöst habe. Aber es gebe bei ihnen auch manche gläubige Katholiken, für die der Brand der Kirchen ein Verlust sei. Hier seien sie getauft und gefirmt worden, in diesen Kirchen hätten sie geheiratet.
Die Kirche auf dem Reservat der Penticton Indian Band (hier eine Aufnahme von 1942) wurde 1911 gebaut.
Sie wurde durch den Brand vollständig zerstört.
Auch von der etwa zwanzig Autominuten von uns entfernten Saint Gregory Church sind nur noch verkohltes Holz und die Grundmauern zu sehen.
Am 24. Juni meldete die Cowessess First Nation in Saskatchewan, in der Nähe der einstigen Marieval Residential School seien mit Radarsonden 751 unmarkierte Gräber gefunden worden.
Am frühen Morgen des 26. Juni werden in unserem Nachbartal die 1910 gebaute St. Ann’s Church auf dem Gebiet der Upper Similkameen Indian Band und die um 1896 gebaute Chopaka Catholic Church auf dem Land der Lower Similkameen Indian Band ein Raub der Flammen.