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Durch mechanische Webstühle und billig importierte Baumwolle sind die Arbeitslöhne gefallen, ist die Armut und Arbeitslosigkeit unter den Webern gestiegen. Der Fabrikant Dreissiger will die Löhne noch weiter drücken und hat kein Verständnis für die Klagen seiner Arbeiter. Der Hunger treibt die Weber zur Gegenwehr, die Verzweiflung zur Gewalt. Hauptmanns im schlesischen Dialekt geschriebenes Schauspiel behandelt den Weberaufstand von 1844. Der Autor hat für sein soziales Drama die historischen Quellen studiert, zitiert wortwörtlich und übernimmt den Ablauf des Aufstandes bis ins Detail.
Portrait
Gerhart Hauptmann wurde am 15. November 1862 als Sohn eines Hotelbesitzers in Schlesien geboren. 1877 erlebte Hauptmann mit 15 Jahren den wirtschaftlichen Zusammenbruch des Vaters. 1879 wurde er während seines Aufenthalts als Landwirtschaftshelfer auf dem Gut von Verwandten lungenkrank und war erst 1904 völlig wiederherstellt. Frühzeitg zeigte Hauptmann sein dichterisches Interesse. Er besuchte 1882-82 die Kunst- und Gewerbeschule zu Breslau. Zwischen 1882-88 hörte er Vorlesungen an mehreren deutschen und schweizerischen Universitäten. Nach einer Mittelmeerreise, einem Aufenthalt als freier Bildhauer in Rom und seiner Heirat 1885 wohnte er in Berlin, Zürich und Erkner bei Berlin. Da begann er, seine dichterische Begabung zu Tage zu legen. Seit 1901 lebte Hauptmann mit seiner zweiten Frau, Margarete Marschalk, einer Schauspielerin und Geigerin in Agnetendorf, Kloster auf Hiddensee, in der Südschweiz und an der Riviera. Er gewann zahlreiche Ehrungen, einschliesslich des Ehrendoktors der Universität Oxford 1907 und des Nobelpreises für Literatur 1912. Am 6. Juni 1946 starb er in seinem Haus in Agnetendorf. Gerhart Hauptmann gilt als hervoragender deutscher Dramatiker des 20. Jahrhunderts und Repräsentant des Naturalismus. Ingo Hülsmann, geboren in Stuttgart, absolviert seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Es folgen Engagements u.a. an der Freien Volksbühne Berlin, den Hamburger Kammerspielen, dem Residenztheater München und dem Burgtheater Wien. Er spielt u. a. in Fernsehproduktionen wie 'Tatort', 'Die Verbrechen des Prof. Capellari' und der Trilogie 'Die Manns'. Zur Zeit ist er am Deutschen Theater Berlin beschäftigt. 1998 wurde er als 'Bester Nachwuchsschauspieler' ausgezeichnet