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Gebäude und Park
Bauherrschaft und Architekt
Die Villa Langmatt wurde 1899-1901 auf einem Grundstück namens „lange Matte“ vom Architekten Karl Moser (1860-1936) für das Ehepaar Sidney und Jenny Brown-Sulzer erbaut. Der Architekt stammte aus Baden und führte zusammen mit Robert Curjel (1859-1925) ein Architekturbüro in Karlsruhe. Mit Karl Moser engagierten die Browns einen namhaften Architekten, der heute zu den Protagonisten der Schweizer Architekturmoderne zählt.
Die Villa Langmatt im Badener Umfeld
Vor der Langmatt hatte Karl Moser in Baden für die Firmengründer der Brown, Boveri & Cie. (heute ABB) bereits zwei Villen gebaut: die Villa Boveri (1896/97) und – gleich hier nebenan – die Römerburg für Charles E. L. Brown (1897/98; 1957 abgebrochen). Mit seinen Bauten legte er den Grundstein für das aufstrebende Villenviertel in Baden, das sich in jener Zeit zu einem Zentrum der aufgeschlossenen Schweizer Architektur entwickelte.
Die vielen Stile der Villa Langmatt
Bereits die ursprüngliche Villa vereinte verschiedene Stilelemente, so z.B. den englischen Landhaus- und den deutschen Jugendstil, auf einem modernen Grundriss. Die ursprüngliche Innenausstattung stammte von Karl Moser und dem deutschen Keramiker Max Laeuger (1864-1952) – von ihm hat sich der Brunnen in der Cafeteria erhalten. Interessant ist auch die hochmoderne Haustechnik, wie z.B. im vollständig erhaltenen Bad von 1901 (1. Stock). Für die ebenfalls von Karl Moser gebaute Bildergalerie (1904-06) – die erste ihrer Art in der Schweiz – wählten die Browns einen eher klassizistisch anmutenden Stil. Die 1920er Jahre brachten eine Phase der umfassenden „Französisierung“, die besonders den Innenausbau betraf. 1987-1990 wurde das Wohnhaus für den Museumsbetrieb zweckmässig umgebaut.
Die Gartenanlage
Die parkartige Gartenanlage wurde ebenfalls um 1900 von Curjel und Moser in Zusammenarbeit mit dem Gartenarchitekten Otto Froebel (1844-1906) angelegt. Sie orientiert sich an englischen Vorbildern und wurde mehrmals erweitert und verändert, insbesondere durch französische Stilelemente in den 1920er Jahren. 1941 kam die bauliche Umgestaltung des Gartens weitgehend zum Abschluss. Die heutige Bepflanzung richtet sich nach denkmalpflegerischen Grundsätzen.