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Azniv Korkejian hat armenische Wurzeln, wurde in Aleppo geboren und wuchs in Saudi-Arabien auf, bis ihre Familie in der Green-Card-Lotterie gewann und in die USA auswanderte. Auch wenn ihr Künstlername Bedouine auf diese nomadische Vergangenheit anspielt und sie in „Summer cold“ den Bürgerkrieg in Syrien thematisiert, verweist ihr Debütalbum musikalisch vor allem auf ihre Wahlheimat Kalifornien: auf die Laurel-Canyon-Sezene der frühen Siebziger, Folk und sanften Country-Rock. Joni Mitchell, Leonard Cohen, Sybille Baier oder Judee Sill nennt die 32-Jährige als Einflüsse. Ihr Gesang ist klar und elegant, ihre gezupfte Akustik-Gitarre wurde im Spacebomb-Studio von Matthews E. White mit subtilen, aber raffinieren Orchester-Arrangements ergänzt. Wenn Korkejian auf „Solitary Daughter“ im Sprechgesang Zeilen wie „Leave me alone to the books and the radio snow“ rezitiert oder den wunderbaren Refrain bei „One of These Days“ trällert, dann ist nichts zu viel und alles am richtigen Platz. „Bedouine“ ist mit seiner Ruhe und Schlichtheit bereits jetzt eines der schönsten Folk-Alben des Jahres.
anz.
Link zum Label: Spacebomb