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Ein Wachstumsgesetz (loi de croissance, leggi dell’auxonomia) beschreibt die Entwicklung einer Grösse mit einer Funktion in der allgemeinen Form y = f (t).
Der gesetzmässige Verlauf des Wachstums organischer Grössen verleitet dazu, allgemein gültige Formeln zu suchen. Wachstums- und Zuwachskurven haben zwar meistens keine symmetrische Formen, sind aber kontinuierlich. Sie lassen sich mathematisch erfassen und umwandeln und können zur Darstellung des Wachstumsvorganges verwendet werden. Damit werden Interpolation und Extrapolation möglich, was für die Voraussage im Rahmen der Planung ausserordentlich wertvoll ist.
Seit langem versuchen zahlreiche Forscher, speziell in den Forstwissenschaften, die beobachteten Wachstumskurven in mathematischen Modellen darzustellen. Es dürfte davon heute weit mehr als hundert verschiedene Beispiele geben.
Allerdings darf nicht vergessen werden, dass alle im Wald oder am Baum festgestellten funktionalen Zusammenhänge durch stochastische Einflüsse überlagert (gestört) werden. Sie sind unter anderem von der Baumart, dem Genotyp, der Provenienz, verschiedenen Standortsfaktoren, der Umgebung und von der waldbaulichen Behandlung abhängig.
Die sogenannten Wuchsgesetze sind deshalb immer nur relativ gültig. Sie dienen dazu, Vorgänge sichtbar und verständlich zu machen. Mit ihrer Hilfe lassen sich Interpretationen überprüfen und Veränderungen erkennen. Es ist aber unwahrscheinlich, dass sich komplexe Lebensvorgänge auf einfache Gesetze und Formeln zurückführen lassen.