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Alle drei Wochen gibt es in den USA ein extremes Wetterereignis, das Schäden von über 1 Milliarde Dollar verursacht. In den 1980er Jahren waren es inflationsbereinigt noch alle vier Monate. So steht es in der neuesten Ausgabe des National Climate Assessment (NCA) der USA. Erstmals enthält der offizielle Klima-Bericht, der alle vier Jahre erscheint, ein eigenes Kapitel zu den wirtschaftlichen Auswirkungen von Klimamassnahmen.
Laut dem NCA kosten extreme Wetterereignisse die USA jährlich fast 150 Milliarden Dollar. Besonders betroffen sind ärmere und strukturschwache Regionen. Die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels werden sich weiter verschärfen, wenn das Land nicht verstärkt in saubere Energien investiert und sich die Städte an die höheren Temperaturen und den steigenden Meeresspiegel anpassen, halten die Autoren fest.
«Während einige der wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels bereits im ganzen Land zu spüren sind, werden die Auswirkungen künftiger Veränderungen wahrscheinlich noch stärker sein und die gesamte US-Wirtschaft betreffen», heisst es weiter.
Dürren, Waldbrände, Wirbelstürme
Skigebiete im Nordwesten, Farmer im Mittleren Westen und Fischereibetriebe im Nordosten seien alle mit klimabedingten Risiken konfrontiert. Dürren, Waldbrände, Wirbelstürme und Überschwemmungen treten aufgrund der steigenden Treibhausgasemissionen häufiger auf und wirken sich negativ auf die Nahrungsmittel- und Wasserversorgung in den USA aus. Rund 40 Prozent der US-Bevölkerung leben in Küstengemeinden, die vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht sind. Der Bericht spricht von Millionen von Häusern, die bis zum Ende des Jahrhunderts nicht mehr bewohnbar sein werden.
Das US-Energieministerium kündigte zudem an, 3,9 Milliarden Dollar an Bundeszuschüssen bereitzustellen, um das teilweise marode Stromnetz des Landes zu modernisieren. Die US-Umweltschutzbehörde will weitere 2 Milliarden Dollar für Klimaprojekte auf kommunaler Ebene zur Verfügung stellen. Solche Investitionen seien dringend notwendig, da die USA ihre Emissionen schneller reduzieren und mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernen müssten, um den Klimawandel zu verlangsamen, heisst es in einer Erklärung des Weissen Hauses.
Massnahmen reichen nicht aus
Die Biden-Regierung ist überzeugt, dass der jüngste Rückgang der US-Emissionen nicht ausreicht, um das Land auf den richtigen Weg zur Erreichung seiner Klimaziele zu bringen. Zwischen 2005 und 2019 sind die Emissionen im Durchschnitt um weniger als ein Prozent pro Jahr gesunken. Sie müssten aber um durchschnittlich mehr als sechs Prozent pro Jahr sinken, damit sich das Klima bis Mitte des Jahrhunderts nicht um mehr als 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau erwärmt.
Ende November findet in den Vereinigten Arabischen Emiraten der Weltklimagipfel COP28 statt. Er fällt zusammen mit einem Vorhaben der Biden-Regierung, Milliarden von Dollar in nachhaltige Energieprojekte zu investieren, um Arbeitsplätze zu schaffen und den Klimawandel zu verlangsamen.