Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03395.jsonl.gz/2496

Paul Klee’s Werkphasen
1879 – 1886
Seine Kinderzeichnungen erachtete Paul Klee als eigenständige Kunstwerke und nahm eine Auswahl davon in seinen Oeuvre-Katalog, in dem er ab 1906 alle seine Werke registrierte, auf.
1886 – 1898
Bereits vor seinem Kunststudium in München zeichnete Paul Klee groteske Köpfe in seine Schulbücher. Mit naturalistischen Landschaftsstudien perfektionierte er seine Fähigkeit zu zeichnen.
1898 – 1902
In München studierte er den menschlichen Körper und fertigte im Unterricht zahlreiche Aktstudien an. Seine malerischen Versuche hielt er als unbefriedigend.
1902 – 1906
Während seinem Selbststudium in Bern von 1902 bis 1906 entwickelte Klee eine eigene Bildsprache, die nach wie vor von der Linie geprägt war, sich aber zusehends von den naturalistischen Vorbildern emanzipierte. In dieser Zeit entstand eine Serie von Radierungen, die er als «Inventionen» bezeichnete, da er sie als seine ersten eigenständigen Werke erachtete.
1906 – 1914
Nach einer Phase des Hell-Dunkel-Studiums, in der vorwiegend schwarz-weiss Aquarelle und Hinterglasmalereien entstanden, setzte sich Klee in den 1910er Jahren intensiv mit der Farbe auseinander. Die Annäherung an die Farbe fand ihren ersten Höhepunkt während seiner Tunisreise im Jahr 1914. Damit einher ging die Entwicklung abstrakter Bildformen.
1914 – 1920
Die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges kommentierte Klee auch in seinem künstlerischen Schaffen. Gleichzeitig entwickelte er eine märchenhafte Bildwelt, die ihm viel Erfolg brachte.
1920 – 1931
Neben seiner Lehrtätigkeit am Bauhaus in Weimar und ab 1925 in Dessau erweiterte Klee sein bildnerisches Vokabular auf die Geometrie. Neben der Betonung der Farben in den sogenannten Quadratbildern und den Farbabstufungen in Aquarellen setzte er sich mit den Möglichkeiten geometrischer Konstruktionen auseinander.
1931 – 1933
Die «nationalsozialistische Revolution» kommentierte Klee in einer Serie von rund 250 figurativen Bleistiftzeichnungen, die sich wie andere Werke aus dieser Zeit durch einen energischen Strich auszeichnen.
1934 – 1940
Nach der erzwungenen Emigration nach Bern (Schweiz) entstand ein reifes Spätwerk mit grossformatigen Gemälden. Klee führte seine Experimente mit verschiedenen Materialien, wie Jute und anderen Stoffresten, Gipsgrundierungen und Zeitungspapieren, fort. Trotz seiner fortschreitenden Krankheit entstanden zahlreiche Bleistiftzeichnungen, in denen Klees virtuoser Umgang mit der Linie ihren Höhepunkt erreicht.
Quelle: www.zentrumpaulklee.ch
Spätwerk