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Hitze gehört (nicht nur) in der Schweiz zu einer der gefährlicheren Wettererscheinungen, da es unter anderem oft einen Grossteil der Bevölkerung betrifft, der in den tieferen Lagen zu Hause ist. Nebst der Bevölkerung kann aber auch die Infrastruktur (Strassen, Schienen, Gebäudekühlung, etc.) stark unter anhaltender Hitze leiden.
Mit der Klimaerwärmung werden Hitzewellen hierzulande zudem länger und intensiver.
Unter Hitze wird im Allgemeinen das unangenehme Empfinden bei zu hoher Lufttemperatur verstanden. Ab einer Maximaltemperatur von mindestens 30 Grad spricht man zudem von einem Hitzetag. Eine Hitzewelle ist hingegen eine Periode extremer Hitzebelastung, welche die menschliche Gesundheit gefährden kann. MeteoSchweiz spricht von einer Hitzewelle und warnt entsprechend auch davor, wenn an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen vordefinierte Schwellenwerte überschritten werden.
Kriterien für eine Hitzewarnung
Das Hitzeempfinden ist von meteorologischen Parametern wie der Lufttemperatur, der Sonneneinstrahlung, der relativen Feuchtigkeit oder dem Wind beeinflusst. Weil Hitze bei tiefer relativer Luftfeuchtigkeit besser ertragen wird als bei hoher, basieren die Hitzewarnungen von MeteoSchweiz auf dem sogenannten Hitze-Index HI (englisch: Heat Index). Dieser Index ist eine berechnete Grösse aus Temperatur und relativer Feuchtigkeit. Die Hitzewarnungen von MeteoSchweiz basieren demnach also nicht auf der eigentlichen gemessenen Temperatur, sondern auf der durch den Hitze-Index beschriebenen gefühlten Temperatur.
Gewarnt wird in den Warnstufen 3 (orange, erhebliche Gefahr) und 4 (rot, grosse Gefahr) der fünfteiligen Gefahrenskala. Eine Hitzewarnung wird herausgegeben, wenn folgende Schwellenwerte überschritten werden:
Die Warnstufe 5 (sehr grosse Gefahr) wurde bisher nicht verwendet, da eine extremere Hitzewelle von grösserem Ausmass in der Schweiz bisher wenig wahrscheinlich ist. Das Warnprozedere bei MeteoSchweiz wird allerdings laufend überwacht und wenn nötig den sich ändernden (klimatischen) Gegebenheiten angepasst.
In der Regel wird ein Hitze-Index von 90 oder grösser ab einer (gemessenen) Temperatur von rund 30 Grad erreicht (siehe Tabelle 1), je nachdem, wie feucht die Luft gleichzeitig ist. Zu erwähnen ist zudem, dass Hitzewarnungen nur für Höhenlagen bis 600 m ü.M. ausgegeben werden.