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Untertitel: Autor in Deutschland ausgezeichnet
Auch die Publikumsstimme konnte er für seinen «Bus» verbuchen. Bärfuss erhält ein Preisgeld von 15 000 Euro (umgerechnet rund 23 000 Franken).
In den Mittelpunkt seines Stücks rückt Lukas Bärfuss ein junges Mädchen, das nach Tschenstochau zu Schwarzen Madonna fahren will, aber irrtümlich in den falschen Bus steigt. Als der Fahrer bemerkt, dass er eine blinde Passagierin hat, beginnt er, sie zu drangsalieren, ohne dass ihr die anderen Fahrgäste zur Hilfe eilen.
Drei der fünf Juroren sprachen sich für Lukas Bärfuss aus. Gleichzeitig fanden Dea Loher mit dem Sozialdrama «Das Leben auf der Praça Roosevelt» und Fritz Katers Arbeitslosenstück «3 von 5 Millionen» viel Anerkennung. Bärfuss, 1971 in Thun geboren, ist seit 1997 freier Schriftsteller und Theatermacher. Mit Samuel Schwarz gründete er die Theatergruppe «400asa». Er hat bereits über ein Dutzend Stücke veröffentlicht. Den grössten Erfolg bisher errang er mit «Die sexuellen Neurosen unserer Eltern». Am Samstagabend feierte sein Sterbehilfe-Stück «Alices Reise in die Schweiz» in Hamburg Premiere.
Das Auswahlgremium hatte aus etwa 150 in dieser Spielzeit uraufgeführten Stücken acht eingeladen. Der Mülheimer Dramatikerpreis feiert heuer sein 30-jähriges Jubiläum. Deshalb wurde das Preisgeld auf von
10 000 auf 15 000 Euro erhöht.