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(v. lat. monachus), in der römisch- und griechisch-kathol.
Kirche eine männliche
Person, welche zurückgezogen von der
Welt in
Gemeinschaft mit andern nach gewissen
Regeln (Mönchsregeln) asketischen Übungen obliegt und den abgelegten
Gelübden der
Armut,
Keuschheit und des unbedingten
Gehorsams
gegen die Befehle seiner Vorgesetzten (Mönchsgelübde) gemäß lebt.
1) Weißmönch, ein abgerundeter Schneegipfel der Finsteraarhorngruppe in den
Berner Alpen, nordöstlich von der
Jungfrau, 4106 m hoch, wurde zuerst von Porges aus
Wien
[* 4] erstiegen. Die Besteigung geschieht gewöhnlich von
Grindelwald
aus über die Klubhütte am Bergli (2900
m) und ist beschwerlich; besonders berüchtigt ist das Mönchsjoch,
über das der Weg führt, wegen der fast stets dort wehenden heftigen
Winde
[* 5] (sogen. »Glux«) und des ungemein
schnell eintretenden Witterungswechsels. - 2) Schwarzmönch, eine zur
Jungfrau gehörige Felsmasse, welche sich auf der aus
dem Lauterbrunner
Thal
[* 6] emporragenden Stellifluh erhebt.
(spr. mongschihke),Stadt und Badeort in der portug.
ProvinzAlgarve,
DistriktFaro, an der
Serra de Monchique malerisch zwischen Kastanienwäldern und Orangenhainen gelegen, mit (1878) 6135 Einw.
Die sehr heilkräftigen Schwefelbäder von Monchique (31-34° C.) liegen in einem tiefen
Thal der
Serra und werden schon seit
Jahrhunderten
benutzt.
(gotische,
neugotische Schrift), Schriftgattung der
Urkunden und
Handschriften des
Mittelalters vom 13.-16.
Jahrh., entstand aus der römischen
Schrift und nahm unter den
Händen der
Mönche durch
Verzierungen und Schnörkeleien eine
mehr eckige und winkelreiche Gestalt an, daher sie in der diplomatischen Kunstsprache eckige
Minuskel
genannt ward. Am schönsten erscheint sie in der sogen. Missaltype. Sie wurde von dem Erfinder
der
Buchdruckerkunst und seinen nächsten Nachfolgern nachgebildet, so daß heute noch eine bestimmte Schriftgröße als
Missaltype bezeichnet wird. Aus den romanischen
Sprachen ward sie durch die runde römische
(Antiqua),
aus der deutschen im 16. Jahrh. durch die noch jetzt übliche Druckschrift
(Fraktur) verdrängt. Neuere
Nachahmungen sind das
englische
Black letter, das in mehrfach modernisierter Gestalt bis zur Gegenwart
Mode geblieben ist.
Eine
der schönsten und großartigsten Landschaften des Mondes während des Sonnenaufgangs. Im Süden (oben)
das Hochgebirge des Appenin, rechts am tiefen, noch ganz beschatteten KraterEratosthenes endend. Der Nordrand des Gebirges
ist steil, und die langen Schatten gehören zu Gipfeln von 2200-5600 m Höhe. An der rechten oder östlichen Seite des Bildes
zieht die Phase, oder jene Zone, wo Tag undNacht sich scheiden. Etwas unter der Mitte der Tafel liegt das
große Wallgebirge Archimedes, fast ganz schattenerfüllt, innen sehr eben und kaum merklich vertieft. Westlich davon (links)
die ausgezeichneten tiefen Krater Autolycus und Aristillus. Links unten der südliche Teil des Kaukasus, dessen westlicher Fuß
in der Ebene des Mare serenitatis steht. Die Ebene, in der sich die vorgenannten drei großen Ringgebirge zeigen, ist das Mare
imbrium, und der Halbkreis, mitten in der Phase an der rechten Seite, der noch unvollständig erleuchtete Wall des Kraters Timorheres
^[richtig: Timocharis].
die Apsidenlinie aber macht bei jedem Mondumlauf eine Drehung von ungefähr 3°
in direkterRichtung, sie dreht sich also in einem Jahr um etwa 40 ⅔° und vollendet einen ganzen Umlauf in 8 Jahren 310 Tagen.
Während eines Umlaufs um die Erde rotiert der Mond zugleich einmal um eine um 93½° gegen die Ebene seiner Bahn geneigte Achse,
weshalb er uns immer im wesentlichen dieselbe Seite zukehrt; durch die Ungleichförmigkeit seiner Bewegung
werden aber scheinbare Schwankungen oder Librationen (s. d.) hervorgerufen, infolge deren wir mehr als die Hälfte
der Mondoberfläche sehen.
Die auffallendste Erscheinung, welche der Mond uns darbietet, sind seine im Lauf eines synodischen Monats
(vgl. Monat) wechselnden Phasen oder Lichtgestalten, welche eine Folge seiner veränderlichen Stellung gegen Erde und Sonne sind,
welch letzterer er seine beleuchtete Seite zukehrt. Steht er in Konjunktion mit der Sonne, geht er also zugleich mit ihr durch
den Meridian, so kehrt er uns seine unbeleuchtete Seite zu, wir haben dann Neumond. Da aber der eine rasche
Bewegung in seiner Bahn nach O. hat, so befindet er sich bald nachher auf der Ostseite der Sonne, und wir erblicken an seinem
westlichen (rechten) Rand eine schmale erleuchtete Sichel, die von Tag zu Tag größer wird; wir haben zunehmenden
Mond, der abends nach Sonnenuntergang am westlichen Himmel
[* 30] sichtbar ist.
Nach ungefähr sieben Tagen erscheint uns die ganze westliche (rechte) Hälfte der Mondscheibe erleuchtet; der Mond steht jetzt
90° östlich von der Sonne, er kulminiert ungefähr, wenn diese untergeht, und erhellt die erste Hälfte der Nacht; wir haben
erstes Viertel. In den folgenden Tagen ist mehr als die Hälfte der Mondscheibe erleuchtet; der Mond geht immer später in den
Frühstunden unter, bis wir etwa 14 Tage nach dem Neumond die volle Scheibe erleuchtet sehen; wir haben dann Vollmond, Sonne
und Mond stehen in Opposition, der Mond scheint die ganze Nacht hindurch.
Von nun an tritt derselbe für uns auf die Westseite der Sonne, der erleuchtete Teil liegt nach O. (links), und da die Lichtgestalt
immer kleiner wird, so haben wir abnehmenden Mond Derselbe geht abends nach Sonnenuntergang immer später und später
auf; ungefähr sieben Tage nach dem Vollmond sehen wir nur noch die östliche (linke) Hälfte der Scheibe
erleuchtet; wir haben letztes Viertel. Der Mond geht um Mitternacht auf und steht gegen Sonnenaufgang im S. Die Sichelgestalt,
die wir auf der linken Seite der Scheibe in
den Morgenstunden am Osthimmel sehen, wird nun immer kleiner in dem Maß,
wie der Mond sich für uns der Sonne nähert, bis sie endlich beim Neumond ganz verschwindet.
Da wir die Bewegung des Mondes genau kennen, so läßt sich auch angeben, wie sich für einen fingierten Standpunkt auf dem
Mond der Anblick des Himmels gestalten werde, wobei wir noch die Abwesenheit einer atmosphärischen Hülle
auf dem als bekannt voraussetzen wollen. Denken wir uns zunächst einen Beobachter auf der Mitte der von der Erde stets abgewendeten
Seite des Mondes, wenn es dort gerade Mitternacht ist, so wird derselbe den Himmel mit allen Gestirnen ganz so sehen,
wie er uns auf der Erde erscheint, auch die Planeten, abgesehen von geringen Verschiedenheiten im scheinbaren Orte, die uns
jetzt nicht weiter beschäftigen sollen.
Die Dunkelheit des ganzen schwarzen Himmels ist vielleicht keine vollkommene, da das Gesamtlicht der Gestirne dort wegen der
Abwesenheit einer lichtschwächenden Atmosphäre größer sein muß. Deshalb erscheinen auch die Sterne
am Horizont wie im Zenith in demselben Glanz. Im O. wird die Stelle des Sonnenaufgangs einige Zeit vor demselben angedeutet durch
einen hellen Lichtglanz, die Corona
[* 31] der Sonne. Bald tritt in ungeschwächtem Lichte der oberste Rand der letztern am Horizont hervor,
und je mehr sie sich hebt, desto mehr beschränkt sich die Sichtbarkeit der Milchstraße und der kleinsten
Sterne, die auf der Erde wegen der Dämmerung zu schwinden beginnen, lange bevor die Sonne sichtbar wird.