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Der Ständige Ausschuss für geographische Namen (StAGN) empfiehlt, fördert und erarbeitet Regeln für den einheitlichen Gebrauch geographischer Namen.
Der Ständige Ausschuss für geographische Namen (StAGN) ist das für die Standardisierung geographischer Namen zuständige Gremium im deutschen Sprachraum. Er ist ein selbständiges wissenschaftliches Gremium ohne hoheitliche Funktionen, dem Wissenschaftler und Praktiker aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und aus anderen deutschsprachigen Gebieten angehören. Sie vertreten die Fachgebiete Topographie, Kartographie, Geographie und Linguistik sowie mit geographischen Namen befasste Einrichtungen und Verwaltungen. Wichtig ist die internationale Zusammenarbeit, namentlich mit der Sachverständigengruppe der Vereinten Nationen für geographische Namen (UNGEGN), wo eine niederländisch-deutschsprachige Abteilung (DGSD) besteht. Seit 1967 haben Mitglieder des StAGN an den neun Konferenzen der Vereinten Nationen zur Standardisierung geographischer Namen teilgenommen. Die 8. VN-Konferenz in Berlin im Jahre 2002 wurde vom StAGN mitorganisiert.
aufgabe
Vereinheitlichung des amtlichen und privaten Gebrauchs von geographischen Namen im deutschen Sprachgebiet durch Herausgabe entsprechender Empfehlungen oder Richtlinien;
Vertretung der erarbeiteten Richtlinien im In- und Ausland und in internationalen Gremien;
Mitwirkung bei geographischen Namenverzeichnissen, die den Empfehlungen und Resolutionen der Vereinten Nationen zur Standardisierung geographischer Namen entsprechen sollen;
Herausgabe und Laufendhaltung einer synoptischen Liste der im deutschen Sprachgebiet verwendeten Staatennamen;
Erarbeitung einer Liste deutscher Exonyme, d.h. von Namen, die in der deutschen Sprache anders lauten als in der Amtssprache des betreffenden Staates.
gründung
1959 (1965)
vorgängerorganisation
Ständiger Ausschusses für die Rechtschreibung geographischer Namen