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Weg-Wort vom 13. September 2021
Das Fliegen ist ein alter Menschheitstraum. Die Geschichte aus der griechischen Mythologie von Ikarus und seinem Vater Dädalus kennen Sie bestimmt. Heute fliegt «Allerlei» in der Luft, von Drohnen bis zu Raketen, für einige von uns ist Fliegen fast alltäglich.
Ich möchte das Fliegen nicht verlernen!
Ich habe keinen Flugschein und reise lieber mit Velo als mit Flugzeug, und doch: Ich möchte das Fliegen nicht verlernen.
In Gedanken fliege ich oft. Ich habe Träume und Ideen. Wenn ich sage, ich möchte das Fliegen nicht verlernen, sage ich mit anderen Worten: ich möchte das Träumen nicht verlieren.
Als Kind träumte ich davon, was ich sein möchte, wenn ich gross bin, was ich erreichen möchte. Viele Träume sind in Erfüllung gegangen, nicht alle.
Mit 60 Jahren sind die gelebten Jahre zu den noch zu erwartenden Jahren mächtig in der Überzahl. Vom Träumen möchte ich mich deshalb nicht abhalten lassen!
Ein wunderbarer Dialog dazu zwischen dem Pferd und seinen Freunden, dem Jungen, dem Maulwurf und dem Fuchs:
«’Es gibt etwas, das ich euch nicht erzählt habe’, sagte das Pferd. ‘Was denn?’, fragte der Junge. ‘Ich kann fliegen. Aber ich habe aufgehört, weil die anderen Pferde neidisch waren.’ ‘Also, wir lieben dich, ob du fliegen kannst oder nicht.’»
(Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd, von Charlie Mackesy)