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Dieses Haus wurde Anfang des 17. Jahrhunderts für die Familie Girardin de Vicques errichtet, die ihren Namen später auf Wicka änderte. Es erinnert vor allem an Jean-Conrad-Jacques Wicka, ehemaliger Bürgermeister von Delémont, dessen Geschichte eng verbunden ist mit der unruhigen Zeit zwischen 1730 und 1740. Jean-Conrad-Jacques Wicka wurde damals beschuldigt, den Volksaufstand gegen die Abgabenerhöhung zu unterstützen, die der Fürstbischof Jean-Conrad von Reinach verfügt hatte. Als er während seiner Gefangenschaft im Schloss krank wurde, erhielt er die Erlaubnis, seine Strafe in seinem eigenen Haus zu verbüssen. Drei Männer aus der Ajoie, zu denen auch der charismatische Pierre Péquignat ein Volksheld der Region gehörte, hatten weniger Glück. Für ihr Engagement, die Interessen des Volkes vor dem Lehnsherrn zu vertreten, wurden sie zum Tod verurteilt.
Das Haus im spätgotischen Stil umfasste ursprünglich zwei Wohnungen, wie die beiden Eingänge an der Strasse belegen. Sie sind beide von Steinpilastern gerahmt und mit kleinen Figurenköpfen geschmückt die einzigen dekorativen Elemente der Fassaden. Die Schlichtheit der Fassaden, das hohe Dach und die dicken Steinmauern verleihen dem Haus eine eindrückliche Präsenz.
Heute ist die Verwaltung der Bürgergemeinde in diesen Räumlichkeiten untergebracht, die zwischen 1819 und 1850 auch als Spital dienten. Nach der Abstimmung vom 23. Juni 1974 tagte hier übrigens die verfassungsgebende Versammlung des Kantons Jura.
Baujahr: 1604/1976 Renovation
Architektur: Giuseppe Gerster, Delémont (Renovation)
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Haus Wicka
AdresseRue de la Constituante, 2800 Delémont
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz