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Assisi
(Asisium), Stadt und Bischofssitz in der ital.
Provinz
Perugia in
Umbrien, am südl. Abhange
des Monte-Subasio über dem Tiberzuflusse Chiascio und an der Eisenbahn Terontola-Foligno des
Adriatischen
Netzes, hat (1881)
6704, als Gemeinde 16 203 E., eine im got.
Stile unter Leitung eines deutschen
Baumeisters, Jacobus, ausgeführte Klosterkirche
(1228 begonnen, 1253 eingeweiht), die, eine der sehenswertesten in
Italien,
[* 2] auf ungeheuerm
Unterbau ruht
und dreifach übereinander gebaut ist; in der
Krypta befindet sich der
Leichnam des heil. Franciscus (s.
Franz von
Assisi). Treffliche
Gemälde, zumal älterer
Zeit, darunter von
Cimabue und
Giotto, schmücken die
Kirche und Kreuzgänge des
Klosters.
Die dreischiffige, reich geschmückte Kuppelkirche Sta. Maria degli Angeli (3 km von der Stadt, dicht am Bahnhof) ist ein Werk Vignolas von 1569; in derselben befindet sich ein Fresko von F. Overbeck; die alte Kapelle Portiuncula in der Mitte dieser Kirche erhielt ihren Namen von dem kleinen Erbe, das der heil. Franciscus seinen Anhängern hinterließ. 1832 stürzte ein bedeutender Teil von Sta. Maria bei einem Erdbeben [* 3] ein, wurde aber in ursprünglicher Form wiederhergestellt.
Scharen von Wallfahrern finden sich hier zu Anfang
August ein, wo gleichzeitig große
Messe gehalten wird. Von Altertümern
finden sich zu
Assisi noch der herrliche Portikus eines Minervatempels sowie Reste eines
Aquädukts und der etrusk. Stadtmauern.
Die Stadt ist Geburtsort des röm. Dichters Properz, vorzüglich aber berühmt
als der des heil. Franciscus, der hier 1209 das erste
Kloster seines
Ordens stiftete, das seitdem unter dem
Namen Convento sacro
den ersten Rang unter den
Klöstern der
Franziskaner einnahm. Jetzt ist es aufgehoben.