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Später kam sie an die Effinger von Brugg. Um sich nach der Brugger Mordnacht 1444 aus der Gefangenschaft freikaufen zu können, musste Ludwig Effinger an Konrad Rätz von Säckingen einen Schuldbrief auf die Burg und Herrschaft Urgiz ausstellen. Nach seiner Freilassung verweigerte er die Zahlung von Zinsen. Die Burg fiel deshalb nach langem Rechtsstreit an Konrad Rätz. 1475 erwarb Heinrich Hasfurter aus Luzern die Burg, die er 1479 aus der Lehensabhängigkeit lösen und in freies Eigentum umwandeln konnte. 1502 kaufte Bern die Herrschaft Urgiz samt der inzwischen dem Zerfall überlassenen Burganlage. Im 17. Jahrhundert wurde auf der Ruine eine Hochwacht eingerichtet. Nach der Berner Herrschaft kam die Ruine Urgiz in den Besitz der Gemeinde Densbüren.
1996/97 wurden die stark zerfallenen Mauern saniert.
Die Burg Urgiz bestand aus einer kleinen Kernburg (1), die den höchsten Geländepunkt einnahm. Der Kernburg als Annäherungshindernis auf drei Seiten vorgelagert war ein Graben (2). Er wurde im späten 13. oder im 14. Jahrhundert in die Burganlage einbezogen, mit einer Ringmauer umgeben und mit einem Rundturm (3) befestigt. Ersatz für den überbauten Graben bot ein neuer, sehr breiter Graben (4), der streckenweise von einem Wall (5) umgeben wurde. Unvollendet blieb ein weiterer Wall (6) im Vorgelände der Burg.
Der aktuelle Burgweg (7) stammt vermutlich erst aus dem 17. Jahrhundert, als die bernischen Landesherren auf der ehemaligen Kernburg eine Hochwacht mit Wachthaus (8) einrichteten.
Bibliographie