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Bill Ford
Gedanken von Bill Ford, Aufgeklärte Unternehmen haben verstanden, dass auch ökologische und soziale Themen von geschäftlicher Relevanz sind. Sie wissen, dass sie letzten Endes nur so erfolgreich sein können wie die Welt, in der sie existieren. Diese Überzeugung haben wir bei der Ford Motor Company schon immer gelebt. Unser positiver Beitrag zur Gesellschaft erfüllt uns mit Stolz und ist ein entscheidender Faktor für unseren Erfolg als Unternehmen. In Zukunft möchten wir noch mehr dazu beitragen, dass viele der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft gelöst werden.“Bill Ford, Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer der Ford Motor Company 2001 bis 2006
Biographie von Bill Ford
Bill Ford führte mit seinem Antritt als Chief Executive Officer der Ford Motor Company im Jahr 2001 die Familientradition des von seinem Urgrossvater gegründeten Unternehmens in eine neue Generation. 1998 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden gewählt und auch 2008 ist er noch immer als Executive Chairman tätig. Bill Ford ist ein engagierter Umweltschützer, der sich bereits sein ganzes Leben für die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und Prozesse einsetzt.Zu seinen Errungenschaften zählt die Einrichtung des ersten natürlichen Lebensraumes für Tiere auf einem Werksgelände. Darüber hinaus ist es ihm zu verdanken, dass ein Ford-Werk die erste Automobilfabrik der Welt ist, in der bei allen Plastikteilen 25% recycelte Materialien zum Einsatz kommen. Unter seiner Leitung entstand im Jahr 2000 auch der erste Corporate Citizen Report des Unternehmens, in dem die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Auswirkungen der Produkte und Betriebsstätten weltweit untersucht wurden.
Henry Ford hat mit seinen praktischen und preisgünstigen Autos das Leben vieler Menschen verändert. Das bewegliche Fliessband und die von ihm entwickelten Massenproduktionsmethoden setzten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Massstäbe für die weltweite Industrie.Die Geschichte beginnt am 30. Juli 1863 im Stadtteil Springwells in Wayne County im US-Bundesstaat Michigan. Hier wurde Henry als erstes von sechs Kindern von William und Mary Ford geboren. Er wuchs auf einer florierenden Familienfarm auf. Seine Ausbildung bekam er in einer Schule mit nur einem Klassenzimmer. Schon früh zeigte er Interesse an der Mechanik. Später erwuchs aus diesem Interesse ein wahrhaft genialer Geist, der seinen Ruf als „einen der grössten Industriellen der Welt“ begründete.
Lehrjahre
Henry Fords Karriere begann schon sehr früh. Im Alter von 12 Jahren verbrachte Henry einen Grossteil seiner Freizeit in seiner kleinen Werkstatt, die er sich selbst eingerichtet hatte. Hier baute er 1878 mit 15 Jahren seine erste Dampfmaschine. Im Jahr darauf verliess er sein Zuhause und machte sich auf ins nahe Detroit, wo er eine Lehre als Maschinist begann.Die Lehre dauerte drei Jahre. Danach kehrte Henry in seinen Heimatort Dearborn zurück. In den nächsten Jahren verbrachte Henry seine Zeit mit dem Betreiben und der Reparatur von Dampfmaschinen. Manchmal war er als Gelegenheitsarbeiter in einer Detroiter Fabrik tätig, dann wieder besserte er die Geräte auf der Farm seines Vaters aus. Im Jahr 1888 nahm sein Leben eine entscheidende Wendung. Er heiratete Clara Bryant, und um seine Familie zu ernähren, begann er, ein Sägewerk zu betreiben.Schon nach kurzer Zeit nahm er erneut eine Veränderung in Angriff. 1891 trat er eine Anstellung als Ingenieur bei der Edison Illuminating Company in Detroit an. Zwei Jahre später war Ford zum Leitenden Ingenieur aufgestiegen. Nun hatte er genügend Zeit und Geld, um sich ausgiebig seinen eigenen Experimenten mit Verbrennungsmotoren zu widmen.
Sein erstes Auto
Den Höhepunkt seiner Experimente bildete der Bau eines selbstfahrenden Fahrzeugs. Im Jahr 1896 erblickte das so genannte „Quadricycle“ das Licht der Welt. Der erste Ford-Motor entstand am Küchentisch seines Hauses in der Bagley Avenue 58 und hielt von dort aus knatternd Einzug in die Geschichte. Schon kurz darauf folgte der nächste Entwurf: Ford montierte einen Motor auf einem Rahmen, an dem vier Fahrradreifen befestigt waren – das erste Ford Automobil war geboren.
Auf eigene Faust
Ford kündigte 1898 bei Edison und gründete die Detroit Automobile Company. Doch die Zeit war noch nicht gekommen und er musste Konkurs anmelden. Ford hatte sich jedoch noch nie von Rückschlägen entmutigen lassen. Er begann mit der Konstruktion und dem Bau von Rennautos. Mit den legendären „Sweepstakes“ nahm er an Autorennen teil und schlug am 10. Oktober 1901 den amerikanischen Champion Alexander Winton
Gründung der Ford Motor Company
Die Gründung der Ford Motor Company 1903 sollte die Automobilgeschichte für immer verändern. Henry Ford hielt ursprünglich einen Anteil von 25,5 % und war Vizepräsident und gleichzeitig Chefingenieur. Zunächst wurden in der Ford Fabrik in der Detroiter Mack Avenue nur wenige Fahrzeuge pro Tag gebaut. An jedem Auto arbeiteten zwei bis drei Männer, die von anderen Firmen zugekaufte Komponenten montierten. Das erste hier gebaute Fahrzeug wurde am 23. Juli 1903 verkauft. Henry Ford wurde Präsident, drei Jahre später wurde er zum gesamtverantwortlichen Eigentümer.Mit dem T-Modell verwirklichte Henry Ford seinen Traum, ein zuverlässiges und effizientes Automobil zu einem vernünftigen Preis zu bauen. Das Modell läutete eine neue Ära im Personenverkehr ein, denn es war einfach zu bedienen, leicht zu warten und auch auf schlechten Strassen gut zu handhaben. Ein durchschlagender Erfolg!
Eine neue Generation
Die Entwicklung schritt rasant voran. 1919 kauften Henry Ford und sein Sohn Edsel die Anteile aller Kleinaktionäre im Gesamtwert von 105'568‘858 Dollar und wurden damit zu den alleinigen Besitzern des Unternehmens. Im selben Jahr übernahm Edsel als Präsident die Nachfolge seines Vaters und hielt diese Position bis zu seinem Tod 1943, als Henry Ford erneut das Ruder in die Hand nahm.
Ruhestand
Im September 1945 trat Henry Ford zum zweiten Mal als Präsident der Ford Motor Company zurück und übergab die Führung an seinen Enkel Henry Ford II. Im darauffolgenden Jahr wurde Henry Ford beim American Automotive Golden Jubilee für seinen wegweisenden Beitrag zur Automobilindustrie gewürdigt. Im selben Jahr verlieh ihm das American Petroleum Institute für seinen herausragenden Beitrag zum Wohle der Menschheit die Goldmedaille.
Das Ende einer Ära
Am 7. April 1947 um 23.40 Uhr starb Henry Ford in seinem Haus in Fairlane in Dearborn im Alter von 83 Jahren. Zum Zeitpunkt seines Todes war es aufgrund eines Hochwassers des Rouge Rivers zu einem Stromausfall gekommen. Beim Schein der Petroleumlampen und Kerzen erinnerte die Szene an seine Geburt 83 Jahre zuvor
Der Beginn der Massenproduktion
1913 entwickelte Henry Ford das erste flexible Fliessband und revolutionierte mit seinem T-Modell den Produktionsprozess. Das Fliessband stand im ersten Ford Werk in Highland Park, Michigan, und legte den Grundstein für die Serienproduktion auf der gesamten Welt.
Eine einfache Idee
Henry Ford wollte die grösstmögliche Anzahl an Fahrzeugen im einfachsten Design und so kostengünstig wie möglich fertigen. Zu einer Zeit, als der Besitz eines Autos nur wenigen Privilegierten vorbehalten war, setzte sich Ford das Ziel, „die Welt auf Räder zu stellen“ und ein Fahrzeug für die Allgemeinheit zu bauen.
Wie Ford die ersten Autos baute
Am Anfang baute Ford seine Autos genau wie alle anderen – nämlich eins nach dem anderen. Das Auto stand während der gesamten Bauzeit auf dem Boden, die Mechaniker holten die Teile und montierten das Fahrzeug vom Fahrgestell aufwärts. Um diesen Prozess zu beschleunigen, wurden die Fahrzeuge später auf Bänken montiert, die von einer Gruppe Arbeiter zur nächsten bewegt wurde. Doch auch das ging nicht schnell genug, denn Ford benötigte fähige Facharbeiter für die Montage seiner „handgefertigten“ Fahrzeuge. Dadurch konnten nur wenige Autos produziert werden und der Preis der Fahrzeuge war aufgrund der hohen Personalkosten teurer.Automatisierung lautete die Antwort. Also entwickelte Henry Ford mit seinen Ingenieuren Maschinen, mit denen die benötigten Teile für die Fahrzeuge in grossen Mengen hergestellt werden konnten. Darüber hinaus erfanden sie Montagemethoden, mit denen die Teile genau so schnell zusammengebaut werden konnten, wie sie gefertigt wurden. Sie standen vor dem grossen Durchbruch.
Steigerung der Produktivität
Damit Henry Ford sein Ziel vom Massenkonsum durch Massenproduktion erreichen konnte, musste die Produktivität gesteigert werden. In der Detroiter Fabrik wurden die Arbeiter an festgelegten Stationen positioniert und das Fahrgestell wurde an einem starken Seil von einer Station zur nächsten gezogen. An jeder Station machte das Fahrgestell Halt. Es wurden so lange Teile montiert, bis das Fahrzeug fertig war.
Eindrucksvolle Ergebnisse
Henry Ford baute auf den Grundprinzipien technologischer Vorreiter wie Elihu Root auf, der ein Montagesystem für Samuel Colt entwickelt hatte, bei dem der Produktionsprozess der Einfachheit halber in einzelne Schritte unterteilt wurde. Er experimentierte so lange, bis jeder einzelne Handgriff perfekt sass. So wurde die Vision von der Massenproduktion Realität.Um die Abhängigkeit von qualifizierten Facharbeitern zu verringern, verwendete Henry Ford austauschbare Teile, die auch von ungelernten Kräften einfach zusammengebaut werden konnten. Er führte weitere Experimente mit Rutschen und Förderbändern durch. Selbst der genaue Standort von Arbeitern und Werkzeugen wurde gründlich analysiert, um die Produktion so effizient wie möglich zu gestalten.
Die Summe aller Teile
Jede einzelne Abteilung des Herstellungsprozesses wurde in seine Bestandteile untergliedert. Die einzelnen Fliessbandabschnitte wurden so lange an verschiedenen Stellen aufgestellt, bis Henry Ford rundum zufrieden war und seiner Meinung nach „alles im Werk im Fluss war“. Jetzt ging die Produktion weitaus schneller – manchmal sogar viermal so schnell wie früher.
Das ultimative Fliessband
Der letzte entscheidende Schritt war die Schaffung des beweglichen Fliessbands. Alles begann mit einem nackten Fahrgestell, das sich entlang des Fliessbands bewegte und an jeder Arbeitsstation Halt machte. Am Schluss verliess das fertige Fahrzeug aus eigenem Antrieb das Band. Entscheidend für diesen Prozess war, dass alle Zulieferbänder entlang der Strecke so aufeinander abgestimmt waren, dass sie genau die richtigen Teile zum richtigen Zeitpunkt lieferten.
Die Früchte der Bemühungen
Und so wurde das Prinzip der Massenproduktion in der Welt eingeführt – eine Kombination aus Präzision, Kontinuität und Schnelligkeit. In Highland Park brach Ford mit der Produktion des T-Modells alle Rekorde. Arbeitstag für Arbeitstag rollte alle zehn Sekunden ein fertiges Auto vom Band. Ford konnte die Fahrzeuge zu günstigeren Preisen anbieten, den täglichen Mindestlohn auf 5 Dollar anheben, ein herausragendes Produkt herstellen und trotzdem noch Gewinne machen.Zu dieser Zeit produzierte Ford jährlich zwei Millionen T-Modelle, die schon für 260 Dollar pro Stück zu haben waren.
Revolutionäre Fortschritte
Das T-Modell startete eine ländliche Revolution. Der 5-Dollar-Tageslohn und die dahinter stehende Philosophie waren Grundlage einer gesellschaftlichen Revolution, das bewegliche Fliessband war der Anfang einer industriellen Revolution.
Das Ford Logo
1903 – das erste Logo
Dieser Schriftzug erschien erstmals Anfang 1903 auf den Unterlagen des Unternehmens. Das erste Serienfahrzeug, Modell A, wurde mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht – bei diesem Modell wurde das Ford Logo von einem zeitgemässen Jugendstilrahmen geschmückt.
1906 – geflügelter Schriftzug
1906 erschien ein etwas raffinierterer Schriftzug mit langgezogenem F und D – auch bekannt als „geflügelter Schriftzug“. Dieses Logo wurde bis Ende 1910 auf allen Ford Fahrzeugen verwendet. Danach wurde der Schriftzug erneut überarbeitet und nahm die heute noch gültige Form an. Das Ford Logo wurde 1909 beim Patentamt der Vereinigten Staaten registriert.
1907 – das erste Oval
Das erste ovale Ford Logo wurde vom britischen Vertriebspartner Perry, Thornton & Schreiber, dem Vorläufer der Ford Motor Company Limited of Great Britain, eingeführt. Das Oval sollte für Ford als „Inbegriff für Zuverlässigkeit und Sparsamkeit“ werben.
1911 – das endgültige ovale Logo
Aus der Kombination des Schriftzugs und des Ovals entstand schliesslich das endgültige Ford Logo. Auf den Fahrzeugen und den Unterlagen von Ford wurde noch bis Ende der zwanziger Jahre das Schriftzuglogo verwendet.
1912 – The Universal Car
Für einen kurzen Zeitraum nahm Ford von der ovalen Form Abstand und kennzeichnete seine Fahrzeuge mit einem geflügelten Dreieck. Das Logo sollte Schnelligkeit, Leichtigkeit, Anmut und Stabilität zum Ausdruck bringen und erschien in orange oder dunkelblau. Darauf standen die Worte „The Universal Car“ (das Universalfahrzeug). Henry Ford gefiel diese Variante jedoch nicht, weshalb sie schon bald wieder von der Bildfläche verschwand.
1927 – das ovale Ford Schild
Das neue A-Modell trug als erstes Ford Fahrzeug das ovale Ford Logo als Kühleremblem. Der Hintergrund des Logos war im selben royalblauen Farbton gestaltet, wie wir ihn heute noch kennen. Das Logo erschien bis Ende der fünfziger Jahre auf zahlreichen Fahrzeugen.
1950er
Danach verschwand das blaue Oval bis Mitte der siebziger Jahre von den Motorhauben und Kühlergrills. Stattdessen prangte dort nur das Wort „Ford“. In den Unterlagen des Unternehmens wurde jedoch das ovale Ford Logo auch während dieser Zeit verwendet.
Das blaue Oval heute
Seit 1976 ziert das blau-silberne Ford Oval alle Fahrzeuge von Ford und dient als leicht erkennbares und einheitliches Markenzeichen für alle Ford Anlagen, Werke und Produkte weltweit.