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Erste Wintergäste in Davos
Die beiden deutschen Hugo Richter und Dr. Friedrich Unger (grosses Bild) kommen am 8. Februar 1865 nach Davos zur Höhenkur und sind die ersten Wintergäste in Davos. Dank einer schnellen Genesung, die sich wie ein Lauffeuer in ganz Europa verbreitet, wird die stürmische Entwicklung von Davos und Klosters eingeleitet. Verfügte damals Davos erst über zwei Hotels – dem bereits 1854 erbauten Hotel Strela und dem 1864 neu errichteten Kessler‘s Kulm Hotel – präsentiert es sich heute gemeinsam mit seinem Nachbarort Klosters als eine grosse, moderne und erfolgreiche Feriendestination.
Erste Natureisbahn beim Kurhaus
Die erste Natureisbahn lässt J. W. Holsboer 1869 im Garten des Kurhauses - heute Arkadenplatz - erstellen. In den folgenden Jahren entstehen weitere kleine Eisbahnen, die von den verwöhnten Gästen als „Pfützen“ verspottet werden. So wird im Winter 1880/81 am heutigen Standort der Natureisbahn eine 6‘500 Quadratmeter grosse Eisfläche angelegt. Daneben werden ein Pavillon für Zuschauer und ein Restaurant erstellt. Den Betrieb übernimmt der 1880 gegründete erste Davoser Schlittschuh-Club.
Das 1289 erbaute Commissari Sprecher-Haus richtet Georg Stifler 1869 als "Hotel und Kurpension zum Seehof" ein und erweitert es 1876 durch einen Neubau. Das Hotel heisst nun Kurhaus Davos-Dörfli. Der Dorfteil gewinnt mit G. Stifler, der Gemeindepräsident Dörfli wird, an Interesse. 1888 führt er weitere Umbauten und Erweiterungen am Hotel durch. Mit 44 Jahren stirbt Georg Stifler und das Hotel Seehof geht an die Aktiengesellschaft Curhaus Davos - J. W. Holsboers Einfluss dehnt sich so auf Davos-Dörfli aus.
Erste Versuche, in Davos Curling zu spielen, werden vermutlich bereits um 1872 unternommen. Die erste nachgewiesene Curling-Saison findet im Winter 1888 statt. 1892 entsteht der Belvédère Curling Club, dessen erster Präsident wird der englische General R. M. Haig, ein angesehenes Mitglied der britischen Kolonie in Davos. Elisabeth MacMorland, die „grande Dame“ des Englischen Viertels, hatte in Schottland erste Curling-Steine für das Spiel besorgt.
Der Kurverein legt im Dezember 1879 eine Schlittelbahn unterhalb des Kurhauses an. Und zwar so, dass zwei getrennte Bahnen erstellt werden - eine fürs Hinaufsteigen, eine fürs Herunterfahren. Zuvor wird vor allem an den Hängen um das Hotel Belvédère und Buol geschlittelt - mit der Gefahr, auf die Promenade zu schlitteln. Viel Spass bereitet es den Gästen, auf der drei Kilometer langen, verschneiten Poststrasse nach Klosters hinunter zu rodeln.
Im Januar 1882 wird erstmals in Davos ein Schlittelrennen mit lokalem Charakter durchgeführt. Die Idee schlägt ein und führt am 12. Februar 1883 zur Durchführung des ersten internationalen Wettschlittelns. Am Rennen nehmen 21 Sportler teil, davon 12 Schweizer. Die Rennstrecke ist wiederum die Strasse von Davos nach Klosters. Ein Australier und ein Einheimischer gewinnen das Rennen mit 9 Minuten, 15 Sekunden. Als Schiedsrichter amtet J. A. Symonds, die Preisverleihung übernimmt E. MacMorland.
Am 7. Februar 1883 wird der Toboggan Club Davos anlässlich eines Schlittelrennens von Davos nach Klosters gegründet. Bis heute erlebt der Club verschiedene Highlights: Der bis jetzt einzige Weltmeistertitel im Schlitteln für die Schweiz erreicht Elisabeth Nagele. Das Bobteam Schärrer erringt für den Club an den Weltmeisterschaften in Lake Placid die Goldmedaille. Etliche Schweizer- sowie Bündnermeister stammen ebenfalls vom Int. Schlittelclub Davos. Der heutige Club betreibt weiterhin den Schlittelsport und die Förderung des Nachwuchses.
1883 lässt der deutsche Apotheker R. Paulcke für seinen Sohn Wilhelm, der spätere Schnee- und Lawinenforscher, ein Paar Telemark-Ski als Weihnachtsgeschenk nach Davos kommen. Die Begeisterung ist gross und ein ansässiger Wagner fertigt nach diesen Modellen weitere Skier an. Die Jungs fahren eifrig bei der Oberwiese und im Dischmatal. Als die Familie Paulcke nach Deutschland zurückfährt, gerät der Skispass in Davos vorerst wieder in Vergessenheit, bis 1889 erneut ein Paar Ski auftaucht.
Als 1885 die ersten Skis von Norwegen nach Davos kommen, stellt der Schuhmacher Franz Heierling die ersten Skischuhe nach Muster der norwegischen Lauperschuhe her. Die Firma spezialisiert sich 1934 auf massgeschneiderte Skischuhe, 1953 werden Skischuhe mit Schnallen gebaut. Nach Entwicklungsschritten sowie Innovationen und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Lizenzverträgen mit Sportfirmen steht der Name Heierling bis heute für Top-Qualitäts-Skischuhe. Der Familienbetrieb wird in 4. Generation geführt.
«Mehr als Bergsport» ist der Slogan des Schweizer Alpen-Clubs SAC. Die Sektion Davos, die 1886 gegründet wird, ist heute einer der grössten Sportvereine in der Tourismusregion Davos Klosters. Es sind unter anderem die Begründer des Kurortes Davos wie Hugo Richter, John Addington Symonds und Willen Jan Holsboer, die auch den Anstoss zur Gründung einer SAC-Sektion in Davos geben. Neben diversen Bergsport-Aktivitäten stellt die SAC-Sektion Davos die Alpine Rettung sicher und betreibt die beiden SAC-Hütten Kesch und Ela.
Im Winter 1888 führt der New Yorker Kurgast Stephen Withney auf der Strasse von Davos nach Klosters erstmals den Bobsleigh vor. Dieser wird in Davos gebaut und besteht aus zwei niedrigen Schlitten - „Americas“ genannt - flexibel mit einem Brett verbunden. Zum Rennen wird er mit dem Konstrukt nicht zugelassen. Withney lässt sich nicht entmutigen. Er legt den hinteren Schlitten beiseite und gewinnt das Rennen bäuchlings liegend mit dem vorderen Schlittenteil. Dies ist die Geburtsstunde des Skeletonsports.
Im März 1889 beschliesst der Davos Toboggan Club zwei verschiedenartige Schlittenrennen durchzuführen. Zum bisherigen Rennen, dem Symonds Cup, werden nur traditionelle Schlitten zugelassen. Beim neuen, zweiten Rennen darf man mit allen Schlittenarten antreten. Der erste Preis ist ein gestifteter Teller, der Symonds Shield. Für beide Rennen wird zu Beginn noch nicht festgelegt, ob die Teilnehmer sitzend oder liegend schlitteln sollten. Das Symonds-Shield-Rennen wird auf dem Buol Ice Run ausgetragen.
Tobias Branger, der in den 1870er-Jahren den Kufenschlitten konstruiert hatte, sieht an der Weltausstellung in Paris 1878 erstmals ein Paar Ski. 1889 lässt er sich ein Paar aus Norwegen kommen. Zusammen mit seinem Bruder Johann eignet er sich die Technik des Skifahrens an. Um dem Spott der Nachbarn zu entgehen, üben die zwei Brüder heimlich. Nach vielen Stürzen und Enttäuschungen gelingt es ihnen, immer steilere Hänge hinunterzufahren. Im Winter 1890 wagen sie sich erstmals auf die Strelaalp.
Die 1882 erstellte Eisenbahnlinie über den Gotthard sorgt in Graubünden für einen wirtschaftlichen Einbruch. Um dem entgegenzuwirken, plant W. J. Holsboer 1886 eine Schmalspurbahn ab Landquart – unter anderem finanziert von drei Finanzleuten aus Basel. Im Oktober 1889 eröffnet die Strecke Landquart – Klosters, im Sommer 1890 jene von Klosters nach Davos. Die „Rhätische Bahn“ fährt in der Folge dreimal täglich in 2,5 Stunden von Landquart nach Davos. Und bringt der Region einen gewaltigen Zuwachs an Gästen.
Die Natureisbahn von 1880 wird im Winter 1891/92 von 6‘500 m2 auf eine Grösse von 16‘000 m2 erweitert. Der Pavillon für Zuschauer und Gäste wird 2 Jahre später neu gebaut. Um die Jahrhundertwende erreicht die Eisbahn eine Fläche von 25‘700 m2. Nach dem ersten Weltkrieg ist sie in drei Felder unterteilt: Die grosse Eisbahn, ein offenes Eishockeystadion und das Englische Eis. Die grosse Natureisbahn erstreckt sich noch heute auf einer Fläche von 18'000 m2 und ist damit die grösste Europas.
Im März 1893 unternehmen die Gebrüder Branger die erste grosse Skitour über die 2'445 Meter hohe Maienfelder Furka nach Arosa. Ein Jahr später nehmen die Gebrüder Branger Arthur Conan Doyle mit auf den Weg. Zuvor üben sie wochenlang die Technik des Skifahrens. Die Tour dauert gut sieben Stunden. Doyle berichtet in englischen Zeitschriften über seine abenteuerlichen Erlebnisse. Diese Artikel sind die ersten eines Briten über eine Skitour und stossen in Grossbritannien auf grosses Interesse.
1894 wird der ISCD im Anschluss an die ersten grossen internationalen Eislauf-Wettkämpfe in Davos gegründet. Bereits zwei Jahre nach seiner Gründung bewirbt sich der ISCD erfolgreich beim Internationalen Eislauf-Verband (ISU), um die Aufnahme in den Weltdachverband des Eislaufsports. Davos hat sich als Austragungsort diverser Welt- und Europameisterschaften im Eiskunstlauf und –schnelllauf bewährt. Zweimal werden Weltmeisterschaften des ISCD mit einer Briefmarke der Schweizer Post geehrt.
Im März 1895 wollen die Briten Graham, Steele, Danday und der deutsche Baron Hermann die Skitour von Davos nach Arosa ausprobieren. Sie besitzen geringe Ortskenntnisse. Graham und Hermann geben auf, Steele und Danday übernachten erschöpft in einer Alphütte beim Casannapass. Am Folgetag ziehen sie durchfroren talwärts und erreichen ein Dorf – Küblis. Die Pioniertat, eine Skitour durch das Parsenngebiet nach Küblis gefunden zu haben, bringt die Entwicklung des Skisports in Davos entscheidend weiter.
Deutsche Kurgäste bringen das Eisstockschiessen nach Davos, wo 1898 der älteste Schweizer Eisstock-Verein gegründet wird. Dieser Sport wird ursprünglich von Bauern und Handwerkern betrieben. Er wird so zum Winter-Volkssport.
Im Juni 1898 findet die Generalversammlung der Schatzalp-Bahn statt, nachdem zuvor der Bau des Sanatoriums Schatzalp beschlossen worden war. Der Verwaltungsrat besteht aus Investoren aus Basel und Chur und Willem Alexander Holsboer, dem Sohn von Willam Jan Holsboer. Nach nur eineinhalb Jahren Bauzeit kann am 25. Dezember 1899 die Schatzalpbahn ihren Betrieb aufnehmen. Die Wagen, mit drei geschlossenen und einem offenem Abteil und zwei Führerständen, haben ein Fassungsvermögen von 36 Personen.
W.J. Holsboer hat die Idee, auf der Schatzalp ein exklusives, geschlossenes Sanatorium zu bauen, das höchsten Ansprüchen entsprechen sollte. Am 21. Dezember 1900 wird das Sanatorium Schatzalp eröffnet. Bauart, Grösse und Ausstattung überragen alles Bisherige. Mit der Einführung von neuen Medikamenten kommt überraschend schnell das Ende der Tuberkulosebehandlung. 1951 wird der Kurbetrieb eingestellt. Seit 1954 wird das Haus als Berghotel geführt, 2008 hat es die Auszeichnung "Historisches Hotel der Schweiz" erhalten.
Eröffnung der Schlittelbahn von der Schatzalp nach Davos
Kurz nach dem Bau der Schatzalpbahn geht der Davos Toboggan Club daran, eine Schlittelbahn von dort aus zu bauen. Die 1900 eröffnete Schlittelbahn überwindet eine Höhendifferenz von 300 Metern, 1905 findet das erste Skeleton-Rennen von der Schatzalp aus statt. Die Krisenjahre um den ersten Weltkrieg bringen den Schlittelsport beinahe zum Erliegen. Die Gäste kommen nicht mehr so zahlreich nach Davos und es fehlt an finanziellen Mitteln, Rennen zu veranstalten und Bahnen instand zu halten.
Ein Jahr nachdem der Davos English Ski Club gegründet wurde, rufen im Februar 1903 elf Davoser unter der Leitung von Bartli Caflisch einen zweiten Skiclub, den Skiclub Davos, ins Leben. Am Ende des ersten Jahres zählt der neue Club 62 Mitglieder. Die beiden Clubs arbeiten eng zusammen und profitierten gegenseitig voneinander. Die Einheimischen stellen z.B. Bergführer für Touren zur Verfügung, die Engländer erteilen Skiunterricht. Heute ist der Skiclub Davos der grösste der Schweiz.
Bau der Bobbahn von der Schatzalp nach Davos
1907 wird die Schlittelbahn Schatzalp zu einer Bobbahn ausgebaut. Die Schatzalpbahn baut für den günstigen Bobtransport extra die untere Station sowie die Wagen um. Bobrennen werden fortan auf dieser Bahn ausgetragen. Der Bob- und Skeletonsport überlebt zwar die Kriegsjahre, kommt jedoch 1932 zum Stillstand. Die Schatzalp wird bald von Anhängern eines neuen Volkssportes aufgesucht, von Skifahrern.
1918 entsteht für Schüler und Gäste der erste Eishockeyclub Davos. Der heutige Hockey Club Davos wird 1921 auf Initiative des Zahnarztes Dr. Paul Müller gegründet. 1926 gewinnt der HCD den ersten Schweizermeistertitel, dem 1927/29/30 und 1931 vier weitere folgen. Nach diversen Durststecken und Auf- und Abstiegen spielt der HCD seit 1993 ununterbrochen in der Nationalliga A. Mit 30 Meistertiteln und 15 Spengler-Cup-Siegen blickt der HCD heute auf eine einzigartige Erfolgsgeschichte zurück.
Dr. Carl Spengler, Sohn des Kurortgründers Alexander Spengler, stiftet 1923 einen Wanderbecher für ein Eishockeyturnier. Dies um den HCD zu fördern, jedoch auch als Friedensprojekt für die Nachkriegszeit. Die Zusammensetzung der mitspielenden Teams ändert sich über die Jahre: Von anfangs 15 Teams kommen diverse ausländische Mannschaften dazu und in den 70er Jahren nehmen immer mehr Nationalmannschaften am Turnier teil. Seit 2010 wird in einem neuen Modus gespielt, der neben dem HCD eine zweite Schweizer Mannschaft zulässt.
Die Geschichte des Parsenn Derbys beginnt 1924 mit einem Rennen von der Parsennfurka nach Küblis. Bis zur Fertigstellung der Parsennbahn müssen alle Teilnehmer zur Parsennfurka aufsteigen. Bis 1942 können sich die Teilnehmer ihre eigene, ca. 13 km lange Route ab Weissfluhgipfel aussuchen. Das Parsenn Derby gehört bis zur Gründung des modernen Skiweltcups 1967 zu den bedeutendsten Rennen im internationalen Skirennsport. Heute zieht es ambitionierte Amateurrennfahrer und Ex-Profis aus aller Welt an.
Eröffnung der 1. Sektion Parsennbahn
Im Winter 1931 nimmt die Parsennbahn von Davos Dorf bis Höhenweg den Betrieb auf. Nur ein Jahr kommt die Strecke Höhenweg – Weissfluhjoch hinzu. Die Kapazität beträgt 350 Personen pro Stunde. Dem grossen Gästeaufkommen entsprechend wird 1937 die Kapazität verdoppelt. 2002 wird die 1. Sektion umfassend erneuert, die Spur verbreitert, die Geschwindigkeit erhöht. Die Transportfähigkeit beträgt heute 2'200 Personen pro Stunde, im Jahr 2010 wird die 2. Sektion ebenfalls saniert.
Bolgenlift: Erster Bügelskilift der Welt
Anfang der zwanziger Jahre verbringen Skischüler pro Unterrichtsstunde nur gerade sechs Minuten mit Skifahren - den Rest mit Aufsteigen. Aus diesem Grund entwickelt der passionierte Skifahrer und Zürcher Ingenieur Ernst Gustav Constam eine Schleppseil-Anlage mit Förderseil und meldet diese 1930 zum Patent an. Mit 270 Meter Länge, 60 Meter Höhendifferenz und J-förmigen Einerbügeln wird am 24. Dezember 1934 der erste Bügelskilift der Welt - gleichzeitig der erste Skilift der Schweiz - am Bolgen in Davos in Betrieb genommen.
1942 wird das Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung Davos-Weissfluhjoch gegründet und bezieht unter der Leitung von Dr. E. Bucher das Institutsgebäude auf dem Weissfluhjoch. 1996 wird der Hauptsitz vom Weissfluhjoch nach Davos Dorf verlegt. Die rund 130 Mitarbeitenden befassen sich mit Forschung und wissenschaftlicher Dienstleistung rund um die Themen Schnee, Naturgefahren, Lebensraum Alpen und integrales Risikomanagement. Bekannt ist das Institut vor allem für das Lawinenbulletin.
Das 1969 von den Architekten Gisel und Meisser erbaute Kongresshaus wird 1979 mit dem Anbau von Haus B und 1989 Haus C zum Kongresszentrum erweitert. 2010 schafft es der Basler Architekt Degelo aus dem baulichen Gewirr eine einfache Ordnung in den Gebäudekomplex zu bringen - dies mit viel Licht und Ausblick auf Kurpark und Bergwelt. Das Wahrzeichen des Neubaus ist die Wabendecke des Plenarsaals und der imposante Eingangsbereich. Es können Veranstaltungen mit bis zu 5‘000 Teilnehmer durchgeführt werden.
Der junge Wirtschaftsprofessor Klaus Schwab hat die Idee, in Davos ein Europäisches Managementforum zu initiieren. 1971 erstmals durchgeführt, wird der Anlass 1987 in „World Economic Forum“ umbenannt und etabliert sich in der Folge als der wichtigste Kongress mit über 2'000 hochkarätigen Teilnehmern aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Das Jahrestreffen des WEF trägt den „Spirit of Davos“ in die ganze Welt und wird zum Anlass mit überragender internationaler Strahlkraft.
1971 werden in Davos erstmals Langlaufloipen maschinell präpariert. 1974 organisieren internationale Athleten, die in Davos trainieren, spontan ein Rennen. Diese Internationalen Langlauftage Davos werden 1980 erstmals als offizielle Weltcuprennen gewertet (Davos Nordic). 1976 wird der Davoser Langlauf Club gegründet. Das Loipennetz verfügt heute in Davos Klosters über 100 km Loipen aller Schwierigkeitsgrade, eine Nachtloipe und eine Hundeloipe.
Die Eissporthalle, die von Krähenbühl Architekten geplant wird, nimmt am 26. Dezember 1981 offiziell den Betrieb auf. Das Bauwerk gilt durch seine Holzkonstruktion als eines der schönsten Eishockeystadien Europas mit besonders ambitionierter Innenarchitektur. Die Giebelhöhe beträgt 30 Meter. 2005 entsteht eine neue, moderne Nordtribüne mit dem Restaurant „Nordside“, VIP-Räumen und Sponsorensektoren. Die Kapazität des Stadions beträgt 7‘080 Zuschauer. Am 1. Januar 2007 wird die Eishalle in Vaillant Arena umbenannt.
Ernst Ludwig Kirchner lebt von 1918 bis zu seinem Tod 1938 in Davos. Davos und seine Umgebung inspirieren ihn zu einer grossen Anzahl bedeutender Werke. Im September 1992 wird das architektonisch einzigarte Kirchner Museum eröffnet. Es ist der erste grosse Auftrag, den die Architekten Annette Gigon und Mike Guyer zur Ausführung bringen. Das Kirchner Museum Davos bietet dem Besucher das aussergewöhnliche Erlebnis, die Kunst Ernst Ludwig Kirchners am Ort ihrer Entstehung zu sehen.
1997 nimmt das Schweizerische Sport-Gymnasium Davos seinen Betrieb mit 37 Schülerinnen und Schülern auf. Das Sportgymnasium Davos ist eine kleine eigenständige Schule, die sich ausschliesslich zum Ziel gesetzt hat, Leistungssport treibenden Jugendlichen eine schulische Ausbildung zu ermöglichen. Einige prominente Sportler, die an Welt- und Europameisterschaften an der Spitze sind, haben ihre sportliche Karriere am Sport-Gymnasium Davos begonnen.
Zusammenschluss Davos und Klosters Tourismus zur Destination Davos Klosters
Der Zusammenschluss von Davos Tourismus und Klosters Tourismus erfolgt 2008. Seit dem 1. Mai 2008 treten die zwei Orte unter dem Namen "Destination Davos Klosters" auf und präsentieren sich heute gemeinsam als eine grosse, moderne und erfolgreiche Feriendestination.
Die Bergbahn Davos – Ischalp ist 1954 eröffnet, die Bahn hinauf aufs Jakobshorn im Jahr 1958 fertiggestellt worden. Im Sommer 2014 wird die 1. Sektion der Jakobshornbahn durch eine neue, moderne Pendelbahn ersetzt. Sowohl für die Tal- als auch die Bergstation werden Neubauten realisiert. Die Kabinen der komplett neuen Pendelbahn transportieren 100 Personen, somit wird die Transportkapazität verdoppelt und der Fahrkomfort erhöht.
Im Jahre 1883 fand auf der Strasse zwischen Davos und Klosters das erste Schlittenrennen mit Zeitmessung statt. Zu Ehren der Pioniere des Bob- und Schlittensports fuhren am 16. Januar 2015 ehemalige Olympiasieger und Weltmeister auf nostalgischen und aktuellen Bobs und Schlitten von Klosters Vereina nach Klosters – Pioneers‘ Horseshoe inklusive!
Am 28./29. März nahmen rund 100 TeilnehmerInnen am ersten Ski-Patrouillenlauf von Davos nach St. Moritz teil. Dieser führte in zwei Etappen über 56.9km und 5110 Höhenmeter von Davos via Jatzhütte - Sertig - Sertigpass - Kesch-Hütte SAC - Porta d'Es-cha - Chamanna d'Es-cha SAC nach Zuoz und von Samedan via Cho d'Valetta - Trais Fluors - Glüna - Fuorcla Grischa - Piz Nair - Munt da San Murezzan - nach St. Moritz Salastrains. Die Siegerzeit der Patrouille Flütsch Skitouring Team betrug 7h 10min 28sec.
Die erste Austragung war ein gelungener Abschluss des Jubiläumswinters und eine erfolgreiche Zusammenarbeit der zwei Destinationen Davos Klosters und St. Moritz.
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Hoody mit Kängurutaschen, Bündchen an Saum und Ärmelsaum, Innenseite...
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Anonym 1901
70 x 100 cm
Burkhard Mangold 1916 / Destination Davos Klosters 2014
100 x 70 cm
Erfindungen, Entdeckungen, Abenteuer und Erfolge. Passion, Visionen und Pioniergeist. Das alles hat Davos Klosters zu dem gemacht, was es heute ist. Wie unsere Vorfahren packen wir die Zukunft mit Pioniertaten an. Jetzt. Ein echter Ferienklassiker besticht schliesslich durch seine reiche Vergangenheit, vor allem aber durch seine zeitlose Gegenwart, die ihm eine erstklassige Zukunft verspricht. Story to be continued...