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Von Marcel Hänggi. Wie genau Al-Kaida-Chef Osama Bin Laden am 1. Mai 2011 getötet wurde, ist geheim. Nun hat die Nachrichtenagentur AP mit dem Freedom of Information Act (FOIA) erreicht, dass das Pentagon E-Mails über das Seebegräbnis offen legen musste.
Wie Associated Press am 21. November berichtete, musste das Pentagon der Nachrichtenagentur E-Mails aushändigen, die über Bin Ladens Seebegräbnis auf der USS Carl Vinson Auskunft geben. Bei den stark eingeschwärzten E-Mails handle es sich um die erste Offenlegung von Informationen über Bin Ladens Tötung durch die Regierung. Die E-Mails erzählen, dass bei dem Begräbnis vor wenigen Augenzeugen islamische Riten beachtet worden seien.
Die E-Mails sprechen aber auch von der Geheimhaltung rund um die CIA-Kommandoaktion: «The paucity of documentary evidence in our possession is a reflection of the emphasis placed on operational security during the execution of this phase of the operation», steht in einem der Mails.
Das Pentagon gab auf die Anfrage von AP an, es «könne keinen Totenschein, keinen Autopsiebericht und keine Resultate einer DNA-Identifikation Bin Ladens finden und auch keine Material, in dem diskutiert werde, wie die Regierung mit Bin Ladens Leiche umgehen wolle, wenn er getötet werde.» Das Pentagon lehnte es ab, zu bestätigen oder abzustreiten, ob Logbücher über eine Helikopter-Unterstützung bestünden. AP hat gegen diesen Entscheid Berufung eingelegt.
Ein Streit wird auch um Bilder von Bin Ladens Leiche ausgetragen. Die Regierung Obama lehnt es ab, solche zu publizieren, da sie zu grausam seien; man befürchtet offenbar, sie könnten zu Unruhen führen. Schon wenige Tage nach der Tötung hat unter anderem die konservative Organisation Justicial Watch einen FOIA-Antrag um Publikation der Bilder gestellt.