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Eishockey: Die Formkurve der Schweizerinnen stimmt
Vertrauen gibt den Schweizerinnen nicht zuletzt der Viertelfinal an der letztjährigen WM in Calgary, in dem sie die Russinnen nach einem 0:2-Rückstand mit 3:2 nach Verlängerung wieder einmal bezwungen haben.
Zudem stimmt die Formkurve in Peking. Nachdem die ersten drei Partien gegen Kanada (1:12), die russische Auswahl (2:5) sowie die USA (0:8) deutlich verloren gingen, haben sich die Schweizerinnen zum Abschluss der Vorrunde gegen den WM-Dritten Finnland 3:2 durchgesetzt.
«Die erste Partie nahm uns etwas Wind aus den Segeln», blickt Muller zurück. «Gegen die Russinnen waren wir unsicher, unterliefen uns im dümmsten Moment blöde Fehler. Es war unser schlechtestes Spiel an diesem Turnier.» Die Reaktion danach spricht für das Team.
Muller ist trotz der Niederlage froh, dass seine Mannschaft im Viertelfinal auf die Russinnen und nicht auf die Finninnen trifft. «Es wäre schwierig geworden, sie ein zweites Mal hintereinander zu bezwingen.»
Gegen die Osteuropäerinnen ist es für ihn ein 50:50-Spiel. «Die Russinnen sind unberechenbar und ein starkes Konter-Team. Sie haben gute Stürmerinnen, wenn sie jedoch hinten unter Druck gesetzt werden, bekunden sie Mühe. Es gilt, sie zu Fehlern zu zwingen. Wenn wir in der neutralen Zone diszipliniert spielen, dann besitzen wir gute Chancen.»
Ein Vorteil könnte sein, dass die Russinnen grosse Corona-Sorgen haben. Mittlerweile sollen acht Spielerinnen betroffen sein, unter ihnen Polina Bolgarewa, die gegen die Schweiz drei Tore erzielt hat.
Die Kanadierinnen weigerten sich zunächst zur Gruppenpartie gegen die Osteuropäerinnen anzutreten, weil deren Testergebnisse auf sich warten liessen. Die Begegnung fand dann doch noch statt, wobei beide Mannschaften Schutzmasken unter den Gittern trugen, die Kanadierinnen das gesamte Spiel. Auch die Finninnen traten gegen das Team ROC mit Schutzmasken an.
«Ich weiss nicht, was innerhalb der russischen Mannschaft läuft», sagt Muller. «Das darf uns ohnehin nicht interessieren, wir gehen einfach vorwärts.» Schliesslich soll der Viertelfinal nur eine Zwischenstation sein, das Ziel ist die zweite Olympia-Medaille nach Bronze 2014 in Sotschi. Damals waren ebenfalls die Russinnen im Viertelfinal der Gegner und siegten die Schweizerinnen 2:0.