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Hallo Naliain23,
ich denke, der Punkt ist der, dass man, wenn der Darm funktioniert und die Schleimhäute im Magen und überall in Ordnung sind, man auch, so wie Dein Mann, Naliain23, orales NAC zu sich nehmen kann, ohne davon Probleme zu bekommen.
Vermutlich hast Du (auch) einen leaky gut.
Außerdem nehme ich tgl. mind. 20 Gramm Glutamin (brauche es als Magenschutz) und gehe davon aus, dass das bei Bedarf in Glutaminsäure im Körper umgewandelt wird.
Das ist ein wichtiger Hinweis von ExLukas, finde ich. Ich beschäftige mich aktuell mit Glutamin. Habe bisher dummer-weise bei Glutamin nur an Glutamat und das China-Syndrom gedacht und nicht gewußt, dass es die wichtigste Aminosäure im Körper überhaupt ist.
Nun las ich, Glutamin könne den Darm "abdichten". Normalerweise wird eine Dosis von 1 - 3 g empfohlen (in den Artikeln, die ich dazu fand). Aber das ist wahrscheinlich bei jedem anders. Und da bin ich noch blutiger Anfänger, um zu verstehen, welche Dosis da in Frage käme.
Ich fand einen interessanten Artikel (in etwas krukkeliger deutscher Übersetzung) dazu (s.u.). Wem das zu lang ist, der gehe gleich zum übernächsten Zitat...Es wird beschrieben, wann vermehrt Glutamin ver- bzw. gebraucht wird und wie Glutamin mit den anderen Aminosäuren zusammenwirkt.
https://www-mdpi-com.translate.goog..._tr_hl=de&_x_tr_pto=sc#B43-nutrients-10-01564
Aus diesem Grund, Glutamin …..wird für immunsupprimierte Personen empfohlen. In einer Vielzahl von katabolen / hyperkatabolen Situationen (z. B. krank / schwer krank, posttraumatisch, Sepsis, erschöpfte Sportler)…….
….empfohlen werden sollte die Aminosäurekonzentration im Plasma/Blutstrom... (auch bekannt als Glutaminämie).
und weiter
Darüber hinaus produziert der Muskelproteinkatabolismus direkt Glutamin, obwohl er auch zur Freisetzung von BCAAs, Glutamat, Aspartat und Asparagin führt
.
Die Kohlenstoffgerüste dieser Aminosäuren werden für die Glutamin-de-novo-Synthese verwendet [ 51
, 52
]. Glutamin und Alanin
entsprechen 48 % bzw. 32 % der vom Skelettmuskel im postabsorptiven Zustand freigesetzten Aminosäuren; Das Glutamin, das zwei Stickstoffatome pro Molekül enthält, ist die Hauptquelle für die Stickstofffreisetzung im Muskel.
Die Glutamin- und Alanin
-Austauschraten übersteigen ihre Häufigkeit im Körper, und ihr Vorkommen im Muskelprotein entspricht 10–15%, was auf den ständigen Bedarf an Glutamin- und Alanin-de-novo-Synthese im Skelettmuskel hinweist [ 4
]. Die Glutamin-Syntheserate im Skelettmuskel (ca. 50 mmol/h) ist höher als bei jeder anderen Aminosäure.
Somit sollten Glutamin und Alanin
aus der gegenseitigen Umwandlung von Aminosäuren innerhalb der Zelle resultieren, in einem Prozess, der von den Stoffwechselbedingungen der Zelle abhängt, die durch den menschlichen Ernährungs- und Hormonstatus sowie durch körperliche Betätigung beeinflusst werden [ 53 ,
54 ]
.
Tatsächlich wird die Wirkung der Verwendung von Aminosäuren, hauptsächlich von Leucin
, als anabole Induktoren in Muskelzellen durch mTOR beeinträchtigt, wenn Glutamin
nicht verfügbar ist [17
]. T
Die zytoprotektiven und antioxidativen Eigenschaften von Glutamin können besonders wichtig in Situationen mit hohem Katabolismus sein, in denen die Aktivität und die Expression von Entzündungswegen, die durch NF-κB vermittelt werden, moduliert werden [ 4
, 39
].
Ich habe den gesamten Text erst zu einem Drittel gelesen, finde es aber sehr spannend. Wer sich dafür interessiert, müsste allerdings auch den Anfang lesen, wo steht, weshalb Glutamin so wichtig ist.
Im Zusammenhang mit Osteoporose las ich, dass bestimmte Aminosäuren positiv mit der Knochenbildung zusammenhängen. Die im Zitat erwähnten Aminosäuren zählen bemerkenswerterweise zu dieser Gruppe. Ich habe mir deshalb erlaubt, sie fett zu markieren.
Das passt für mich alles zusammen.
Vorausgesetzt, ich habe einen leaky gut, so muss ich ihn zuerst abdichten bzw. dafür sorgen, dass die Epithelschicht des Darms und anderer Organe wieder halbwegs funktioniert.
In dem Artikel steht auch, wie aus Glutamin wieder Glutamat und auch Gluthathion wird. Das ist ein einziger ausgeklügelter Recylingprozess.
Nur unter der Voraussetzung von ausreichend Glutamin (so verstehe ich den Text) können in der Folge weitere wichtige Aminosäuren (s.o.) erst vom Körper gebildet werden und/oder Ihre Funktion erst wahrnehmen. Vielleicht sollte man sich mit diesem Thema mehr beschäftigen.
So las ich bei Kuklinski über seine Therapie eines mit Pestiziden stark belasteten Patienten. Er verschrieb ihm orales NAC
zur Erhöhung des intrazellulären Gluthathions. Das war wider Erwarten nicht ausreichend. Daraufhin gab Kuki ihm hochdosiertes Glutamin
als Infusion. Das half.
https://docplayer.org/21417049-Substanz-p-neurogene-entzuendung-und-xenobiotikasuszeptibilitaet.html
Zu finden unter Punkt 3:
Intermittierend fanden sich erhöhte Ruhe-Laktat-Werte und Porphyrienkonzen-trationen, die mit Bauchkoliken einhergingen, sowie erniedrigte Pyridinolin- und Desoxypyridinolin-Konzentrationen als Hinweis auf Bindegewebsstörungen mit insbesondere durch Xenobiotikaintoleranzen induzierten Gelenks- und Muskelschmerzen Ve r l a u f und Therapie 1987 zog der Patient aus seinem Haus aus und bezog das neue Gebäude Ende.
Die ärztliche Behandlung bestand primär in der Normalisierung des intrazellulären Glutathiongehaltes durch Aktivierung der Synthese mittels Supplementationen durch B- Vitamine, Spurenelemente und Ordination von Acetylcystein
.
Trotz ansteigender intrazellulärer Glutathionwerte
konnte bis Ende des Jahres 1998 keine Glutathion-Defizitkorrektur
erreicht werden, so dass ab Jahresende 1998 bis zur Gegenwart Infusionen mit Glutamin
(Dipeptamin R ) in Aminosäurelösung erforderlich wurden. Hierdurch wurden normale intrazelluläre Glutathionkonzentrationen erreicht und gehalten. Bei gleichzeitiger Karenz auf histaminhaltige Nahrungsmittel, veränderten Wohnverhältnissen und der eingeleiteten Therapie kam es zu einer Besserung des Zustandes und Reduktion der purulenten Exazerbationen hinsichtlich ihrer Anzahl. Klinisch bestehen bis zur Gegenwart weiter: -
viele Grüsse