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Die magische Anziehungskraft des Weisshorns rief bald den SAC auf den Plan. So projektierte 1868 die Sektion Genf eine Hütte, liess die Pläne aber wieder fallen.
Zwei Führer aus Randa bauten dann in eigener Regie eine Schutzhütte für 10 Personen 50 Meter unterhalb des jetzigen Hüttenstandortes. Die Erbauer überforderten sich finanziell, die Schutzhütte wurde an die Sektion Mt. Rosa für Fr 1510.- verkauft. 1883 befand sich die Hütte in trostlosem Zustand, zerfiel, und wurde 1891 aus dem Hüttenverzeichnis gestrichen.
Der Hotelbesitzer des Hotels Weisshorn und einige Führer aus Randa forderten einen Neubau. Kurz vor der Jahrhundertwende erklärte sich die Sektion Basel nach reiflicher Überlegung bereit, am bekannten Platz im Hohlicht eine Hütte zu bauen. Diese wies 23 Schlafplätze auf und kostete Fr. 8506.-. Sie wurde am 9. Juli 1900 eingeweiht.
1975 erfolgte eine erste Erweiterung auf 30 Schlafplätze. Im Winter 1981/82 wurde die Hütte durch eine Lawine stark beschädigt und musste wieder ins Lot gebracht werden. 1988 wurde sie auch elektrifiziert.
In den letzten Jahrzehnten wurde ein neues externes WC erstellt, der allererste Hüttenzustieg via Schatzplatte wiederhergestellt und die Hütte sowie die Wasserfassung umfassend saniert.
Luzius Kuster war Hüttenwart von 1967 bis 2017 und war der dienstälteste Hüttenwart der Schweizer Alpen! Ab 2018 übernehmen Jacqueline Rossé Berchtold und Hanspeter Berchtold die Hütte.
Am Weg zur leuchtenden Pyramide. Das Weisshorn und seine 100-jährige Hütte.
Luzius Kuster/Ernesto Perren
Rotten Verlag, Visp