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1. Was ist die Kurzarbeitsentschädigung (KAE) und wann wird sie ausbezahlt?
Ein Arbeitgeber kann mit Zustimmung seiner Arbeitnehmenden Kurzarbeit einführen, d.h. eine vorübergehende Aussetzung der Arbeit in seinem Betrieb, um vorübergehende wirtschaftliche Schwierigkeiten zu bewältigen.
Mit der KAE, welche die Arbeitslosenkasse dem Arbeitgeber nach einem spezifischen Verfahren auszahlt, soll vermieden werden, dass Arbeitnehmer deren Beschäftigung momentan verkürzt oder ausgesetzt ist, ganz oder teilweise arbeitslos werden. Die Auszahlung von KAE setzt den Erhalt der Arbeitsverträge der betroffenen Mitarbeitenden voraus. Die KAE deckt nur Arbeitsverluste. Finanzielle Einbussen ohne Arbeitsverlust eröffnen also keinen Anspruch auf eine Entschädigung.
Der Arbeitsausfall ist anrechenbar, wenn er:
- auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführen und unvermeidbar ist;
- mindestens 10 % der Arbeitsstunden ausmacht, die von den Arbeitnehmenden normalerweise insgesamt geleistet werden.
Ein Arbeitsausfall, der in Zusammenhang mit einem normalen Betriebsrisiko steht, ist nicht anrechenbar (z.B. Arbeitsausfall wegen Krankheit des Vorarbeiters).
Darüber hinaus regelt der Bundesrat für Härtefälle die Anrechenbarkeit von Arbeitsausfällen, die auf behördliche Massnahmen, auf wetterbedingte Kundenausfälle oder auf andere vom Arbeitgeber nicht zu vertretende Umstände zurückzuführen sind. Anrechenbar sind Arbeitsausfälle in Zusammenhang mit einem Ein- und Ausfuhrverbot für Rohstoffe, Elementarschadenereignissen, usw.
2. Sondersituation Coronavirus COVID-19
Das SECO erwägt das unerwartete Auftreten eines neuen Coronavirus und dessen Folgen nicht als normales Betriebsrisiko.
Die vom Coronavirus betroffenen Unternehmen können Kurzarbeitsentschädigung geltend machen, wenn der Arbeitsausfall zurückzuführen ist auf:
- behördliche Massnahmen (z.B. Versammlungsverbot) oder andere vom Arbeitgeber nicht zu vertretende Umstände;
- wirtschaftliche Gründe. Diese umfassen sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Gründe, die zu einem Rückgang der Nachfrage oder der Umsatzzahlen führen (Kundenausfälle).
Der Bezug zum Coronavirus allein genügt nicht, um einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung geltend zu machen. Die Unternehmen müssen jeweils die Gründe angeben, warum die Arbeitsverluste im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Es muss einen kausalen Zusammenhang zwischen diesem neuen Virus und dem Arbeitsausfall geben.
Ferner müssen namentlich folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- das Arbeitsverhältnis darf nicht gekündigt sein;
- der Arbeitsverlust ist sehr wahrscheinlich vorübergehend und es kann davon ausgegangen werden, dass die Kurzarbeit den Erhalt von Arbeitsplätzen ermöglicht;
- die Arbeitszeit ist kontrollierbar;
- der Arbeitsverlust beträgt mindestens 10 % der Gesamtarbeitsstunden, die normalerweise von den Arbeitnehmern während dem Zeitraum gearbeitet werden, für den die Abrechnung erstellt wurde.
3. Zusätzliche Informationen und Vorgehen
- Alle nützlichen Informationen, das Vorgehen sowie die Formulare finden Sie unter dem Link: https://www.vs.ch/de/web/sict/kurzarbeit.
- Das Formular «Voranmeldung von Kurzarbeit» zusammen mit dem vollständigen Dossier ist an folgende E-Mail-Adresse zu senden: <email-pii>.
4. Nützliche Links KAE und Coronavirus
- Schreiben von Staatsrat Christophe Darbellay an Bundesrat Guy Parmelin über die Auswirkungen des Coronavirus auf den Walliser Tourismus
- Kanton Wallis: https://www.vs.ch/de/web/sict/kurzarbeit
- Bund: https://www.arbeit.swiss/secoalv/de/home/menue/unternehmen/versicherungsleistungen/kurzarbeit.html
- Erinnerung an die Präventionsmassnahmen:
5. Kontakte
- Ihre Anfragen sollten NUR per E-Mail an : <email-pii> übermittelt werden.