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Belgien hat das Kredit-Portfolio seiner Bad Bank verkauft, um den Schuldenabbau des Landes weiter voranzutreiben. Einer der Käufer ist die Credit Suisse.
Wie das Finanzministerium am Samstag mitteilte, wurde der Kreditbestand der Bad Bank Royal Park Investments (RPI) für 6,7 Mrd. Euro an die Credit Suisse und an die US-Investmentfirma Lone Star veräussert.
Dem belgischen Staat sowie dem Versicherer Ageas fliessen aus dem Verkauf jeweils eine Milliarde Euro zu. Ausserdem erwägt Belgien, seinen Anteil an der französischen Grossbank BNP Paribas zu verkaufen, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht. Der zehnprozentige Anteil an BNP Paribas ist rund fünf Milliarden Euro wert.
Finanzminister Koen Geens kündigte an, dass der Staat weitere Beteiligungen verkaufen wolle. Der Verkauf des RPI-Portfolios reiche nicht aus, um die Staatsschulden unter 100 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) zu halten, erklärte er in einem Interview mit der Zeitung "De Standaard" (Montagsausgabe).
Geens hatte im März angekündigt, noch eine Milliarde Euro auftreiben zu müssen, um ein Übersteigen der 100-Prozent-Marke zu verhindern. Sowohl der belgische Staat als auch Ageas hielten im März jeweils rund 750 Mio. Euro Beteiligungskapital an RPI, die französische Bank BNP Paribas 200 Millionen.
In Medien war bereits spekuliert worden, dass neben der BNP-Anteile auch die Beteiligung am Telekom-Unternehmen Belgacom auf der Verkaufsliste der Regierung stehen könnte.
Die belgische Regierung sucht nach der Rettung der Krisenbank Dexia nach Einsparmöglichkeiten. Die Bankenrettung hatte Belgien einen Verstoss gegen die EU-Defizitregeln eingebrockt. Damit riskiert das Land eine Geldbusse der Europäischen Union.
SDA-ATS