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Als Vater einer 9-jährigen Tochter fand ich die Ausführungen von Professor Silvio Herzog sehr aufschlussreich. Stattet die Bildung unsere Kinder mit den notwendigen Kompetenzen für diese neue digitale Welt aus? Ist es zB sinnvoll den Kindern «Typewriter» beizubringen, in Anbetracht, dass die Mensch-Maschine-Schnittstellen der Zukunft sehr wahrscheinlich ohne Tastatur auskommen? Wird das Maschinenschreiben für meine Tochter einmal so nützlich sein wie für meine Generation die Stenografie? Müssen unsere Kinder noch Sprachen lernen oder wird in Zukunft einfach ein elektronischer Übersetzer dazwischengeschaltet?
Aber auch den Ansatz von Herrn Pascal Kaufmann «Mach es bevor uns ein anderer zuvorkommt» hat durchaus seinen Reiz. Dies erinnert mich aber an die Zündung der ersten Atombombe durch Robert Oppenheimer. Auch er war unter Druck, dass ein anderer (Deutschland) ihm zuvorkommen würde. Er entschied sich daher für den Test obwohl die Berechnungen nicht eineindeutig aufzeigten, dass die Kernreaktion auch wieder einmal aufhören würde… Selbst Professor Stephen Hawking warnte vor zu viel Übereifer in diesem Bereich: “Ich fürchte, dass die künstliche Intelligenz den Menschen insgesamt ersetzen könnte. Wenn Menschen Computerviren entwerfen, wird jemand eine künstliche Intelligenz entwerfen, die sich selbst verbessert und vermehrt. Das wird eine neue Lebensform sein, die den Menschen überragt.”
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