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Wolfram Christ, ausgebildet bei Ulrich Koch in Freiburg, kam 1978 als Erster Solobratscher zu den Berliner Philharmonikern, denen er bis 1999 angehörte. Mehr als sechzig Solokonzerte hat er in dieser Zeit mit dem Orchester interpretiert, unter Dirigenten wie Herbert von Karajan, Claudio Abbado, Lorin Maazel, Bernard Haitink und Seiji Ozawa. Zahlreiche Platteneinspielungen dokumentieren diese Zusammenarbeit – sie wurden mit Preisen wie dem «Grand Prix du Disque» und dem «Grammy» ausgezeichnet. Seit 1995 tritt Wolfram Christ selbst als Orchesterleiter hervor. Er dirigierte u. a. das Scottish Chamber Orchestra, das Royal Danish Orchestra, das Iceland Symphony Orchestra, das Orchestra Mozart in Bologna, das Orchester des Maggio Musicale in Florenz, das Simón Bolívar Symphony Orchestra und das Auckland Philharmonia Orchestra. Von 2004 bis 2008 hatte er die Chefposition beim Kurpfälzischen Kammerorchester Mannheim inne, von 2009 bis 2013 amtierte er als Erster Gastdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters, mit dem er beim Schleswig-Holstein Musik Festival auftrat und eine grosse Südamerika-Tournee bestritt. 2014 legte Christ mit diesem Orchester eine vielbeachtete Einspielung der Hamburger Sinfonien Carl Philipp Emanuel Bachs vor. Einen Grundpfeiler seiner heutigen Tätigkeit bildet die pädagogische Arbeit: Von 1995 bis 2000 war Wolfram Christ Künstlerischer Leiter des Sydney Conservatory of Music, 1999 wurde er zum Professor für Viola an der Hochschule für Musik in Freiburg/Breisgau berufen; ausserdem unterrichtete er im Rahmen der von Claudio Abbado begründeten Mahler-Musikakademien in Ferrara und Potenza. Nach wie vor ist er als Solist und Kammermusiker aktiv – und musiziert allsommerlich am ersten Bratschenpult des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA.
Als Solist debutierte Wolfram Christ am 1. September 1986 bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) mit Strauss’ Don Quixote unter Herbert von Karajan.
Juli 2018