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Eine interessante alte Karte, datiert mit dem Jahr 1723, ist auf der Webseite der Gemeinde Masein zu finden.
Dort heißt Masein noch Maseino, Portein heißt Purtein (heute lautet der romanische Name Purtagn), offenbar war der deutsche Name damals dem Rhätoromansichen näher.
Der Ort Rodels trägt den Namen Rotels. Urkundlich erwähnt wurde Rodels als „Rautine und Rautens“ erstmals um die Mitte des 12. Jahrhunderts. Romanisch heißt Rodels heute Roten.
Und Paspels heißt Pasqual. Könnte man fast herleiten nach Paßqual, also qualvoller Paß. Aber ob das stimmt? Auf der Gemeinde Paspels finden sich nur sehr wenig Angaben zur Geschichte und zum Namen der Gemeinde findet man gar keine Infos. Doch gemäß Lexikon ist Pasqual einfach der rhätoromanische Name der Gemeinde.
Summaprada schien es 1723 noch überhaupt nicht zu geben. Es ist zumindest auf der Karte nicht eingezeichnet. Rothenbrunnen und Thusis hat der Kartenmaler zudem ohne H geschrieben.
Dann gibt es ein Nieder-Iuvalta, was ählich klingt wie der rhätoromanische Name von Rothenbrunnen (Giuvaulta), aber auf der Karte ein eigener Ort ist. Der deutsche Name Rothenbrunnen stammt jednefalls von der warmen jodeisenhaltigen Heil- und Mineralquelle (Eisenahltiges Wasser = rote Färbung).
Brachliegende Möglichkeit?
Die Quelle von Rothenbrunnen wurde ab 1888 bis in die 1920er Jahre im Kurhaus für Badekuren genutzt. Komisch eigentlich, daß man nicht überlegt, sie wiederzubeleben. Es könnte dem Tourimus im Domleschg einen Schub geben.
Sarn hieß Saren gemäß der Karte von 1723…