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Unwetter im Rückblick
Hurrikan bricht alle Rekorde
Extremböen treffen Mexikos Küste
Der stärkste Hurrikan seit Beginn der Messungen ist mit voller Wucht auf die Küste Mexikos getroffen. Beim Auftreffen des Sturms wurden extreme Windböen bis zu 340 Stundenkilometer gemessen.
Wirbelsturm PATRICIA ist in der Nacht zum 24. Oktober 2015 (MESZ) mit voller Wucht auf die Westküste Mexikos getroffen. Eine automatische Wetterstation registrierte einen mittleren Wind von 298 und extreme Windböen bis 340 Kilometer pro Stunde. In den Küstenregionen riss der Hurrikan hunderte Bäume um, in Manzanillo wurden Dächer abgedeckt und Werbetafeln umgerissen. Die gemeldeten Schäden sind jedoch vergleichsweise gering, auch sind wohl keine Opfer zu beklagen. Tausende Menschen waren zuvor in Sicherheit gebracht worden.
Neben Sturmschäden gab es auch massive Überflutungen und Erdrutsche. Die Regenmengen in einigen Regionen im Südwesten Mexikos waren enorm. Im Gebiet des Vulkans Colima gingen 257 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von nur 16 Stunden nieder, an der Messstation Sierra Manatlan waren es 215 Liter. Am Wasserkraftwerk La Villita wurden im selben Zeitraum 180 Liter gemessen. Mexikanische Behörden hatten zuvor mehrere Stauseen in der Region abgelassen, um die Wassermassen auffangen zu können.
PATRICIA war damit der stärkste Hurrikan, der jemals registriert wurde: Der Kerndruck sank auf bis zu 879 hPa. Es wurden Mittelwinde bis 325 Kilometer pro Stunde beobachtet, die stärksten Böen erreichten über dem Meer bis zu 400 Stundenkilometer. Der bis dato stärkste Sturm war Hurrikan WILMA im Jahr 2005. Damals wurden Mittelwinde bis 295 Stundenkilometer bei einem Kerndruck von 882 hPa gemessen. PATRICIA war jedoch nicht der stärkste je beobachtete Wirbelsturm: Taifun TIP erreichte im Jahr 1979 mit 870 hPa einen noch niedrigeren Kerndruck.