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Der seit Mitte März gegroundete Maschinentyp B-737 Max verhagelt dem US-Hersteller Boeing zunehmend das Geschäft. Zu Beginn des zweiten Halbjahrs brachen seine Flugzeugauslieferungen um insgesamt 37 Prozent auf 239 Maschinen ein, wie verschiedene Medien berichten. Der Rückgang betrifft vor allem die 737-Modelle, den Typ 737-Max kann Boeing überhaupt nicht mehr ausliefern.
Zudem schwächen Klagen und Ermittlungen den Konzern. Es besteht unter anderem der Verdacht, dass der von zwei Abstürzen betroffene Maschinentyp vorschnell auf den Markt gebracht und die Sicherheit vernachlässigt wurde. Medienberichten zufolge hatte das Unternehmen die Softwareentwicklung für die 737-Max nach Indien ausgelagert, um Kosten zu sparen.
Airbus nutzt die Chance
Hauptkonkurrentin Airbus ist unterdessen dabei, in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2011 wieder zum weltweit führenden Hersteller von Verkehrsflugzeugen aufzusteigen, wie nebst anderen «spiegel.de» und die Nachrichtenagentur «Reuters» berichten. Der europäische Flugzeugbauer lieferte offenbar in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 389 Maschinen aus. Das ist ein Plus von rund 28 Prozent.
Allerdings macht nun zum wiederholten Mal der Riesenjumbo A380 Probleme: Ältere Modelle des A380 werden derzeit auf Haarrisse in den Tragflächen untersucht. Offenbar sind 25 Maschinen betroffen, die vor mehr als 15 Jahren gebaut wurden. Sie können aber vorerst weiter fliegen. (TI)