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Ausgabe 2022
Der Schweizer Telekommunikations-markt hat sich seit Beginn der Liberalisierung vor 25 Jahren, am
1. Januar 1998, erheblich verändert.
Im Jahr 1997 gab es beispielsweise nur wenig mehr als eine Million Mobilfunkkundinnen und kunden. Bis zur Marktöffnung am 1. Januar 1998 besass nur gerade die Telecom PTT, die heutige Swisscom, eine Mobilfunkkonzession. Nachdem die ComCom im April 1998 zwei neue GSM-Konzessionen an diAx und Orange vergeben und damit den Weg für den Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt frei gemacht hatte, stieg die Zahl der Kundinnen und Kunden rasch an: 1999 waren es bereits 3 Millionen, vier Jahre später 6 Millionen und heute sind es mehr als 10,5 Millionen.
Gleichzeitig ist ein stetiger Rückgang der Zahl der Festnetzkundinnen und kunden zu beobachten, die zu Beginn des Jahrtausends bei über 6 Millionen lag und gegenwärtig weniger als 3 Millionen beträgt. Parallel dazu verschwanden etwa die öffentlichen Telefonkabinen nach und nach von der Bildfläche. Vor 25 Jahren gab es in der Schweiz fast 60 000 Telefonkabinen, von denen fast 10 000 zur Grundversorgung gehörten. Im Jahr 2017 waren es noch knapp 3000 und seit 2018 sind sie nicht mehr Teil der Grundversorgung.
Was das Festnetz-Internet anbelangt, verfügten 1998 in der Schweiz weniger als eine halbe Million Personen über einen Internetanschluss. Heute liegt die Zahl der Abonnemente bei vier Millionen, und die Schweiz verzeichnet unter den OECD-Ländern seit vielen Jahren den höchsten Anteil der Bevölkerung mit einem Breitbandanschluss.
Swisscom gelang es trotz des Wettbewerbs, ihre führende Position in allen Marktsegmenten zu behaupten; heute liegen die Marktanteile im Mobilfunk bei knapp 60 % und in den Bereichen Festnetz und Breitbandinternet nahezu bei 50 %. Die Preise für Mobilfunk- oder Breitbanddienste liegen in der Schweiz im Übrigen immer noch über dem Durchschnitt der OECD-Länder.
Die Schweiz verfügt heute sowohl in Bezug auf die Abdeckung als auch die Übertragungsraten über eine zuverlässige und sehr leistungsfähige Hochbreitband-Infrastruktur sowohl im Mobilfunk als auch im Festnetz.
Die drei Mobilfunkbetreiberinnen Salt, Sunrise und Swisscom sowie deren Zweitmarken, eine Vielzahl von Resellern, mehrere Festnetze, eine fast flächendeckende Abdeckung durch Kabelnetze und eine wachsende Zahl von Glasfaseranschlüssen bieten den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten eine grosse Auswahl. Auch die Wirtschaft profitiert vom Wettbewerb zwischen den verschiedenen Infrastrukturen und Dienstleistungen sowie der Komplementarität zwischen Fest- und Mobilfunknetzen.