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Wellington - Krach zwischen Gewerkschaften und Regisseur könnte Neuseeland als Drehort für die beiden geplanten "Hobbit"-Filmen gefährden. Regisseur Peter Jackson drohte seinem Heimatland mit dem Abzug der Produktion nach Osteuropa.
Schauspielergewerkschaften hatten zu einem Boykott des Films aufgerufen, weil nicht organisierte Schauspieler angeheuert werden sollten.
"Ich glaube, hier ist ein Machtspiel im Gange", schrieb Jackson in einem geharnischten offenen Brief, der am Montag veröffentlicht wurde. Der dreifache Oscar-Gewinner ("Herr der Ringe") bezeichnete die australische Schauspielergewerkschaft Media, Entertainment and Arts Alliance (MEAA) als Bully und warf ihr vor, in Neuseeland nur stärker Fuss fassen zu wollen.
Die Gewerkschaft habe Schauspieler wie Sir Ian McKellen, der in den "Herr der Ringe"-Filmen den Gandalf spielte, und Cate Blanchett auf ihrer Seite, berichtete die Wellingtoner Zeitung "Dominion". Beide seien für die Verfilmung der Vorgeschichte zu "Herr der Ringe" im Gespräch, unterstützen aber nach Angaben der MEAA den Boykottaufruf.
Laut MEAA entgingen nicht organisierten Schauspielern Gewinnbeteiligungen. Jackson wies das zurück.
Für Neuseeland wäre es eine Blamage, wenn die Hobbit-Filme anderswo gedreht würden, meinte Jackson. Zu einem Casting für Hobbit-Rollen waren erst am Sonntag 240 Freiwillige in Wellington vermessen worden. Sie durften nicht grösser als 1,58 Meter sein.
Die Produktionsfirma betonte allerdings, dass es noch kein grünes Licht für die Dreharbeiten gebe. Geldprobleme bei MGM Studios haben den Drehstart mehrfach verzögert.
SDA-ATS