Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03351.jsonl.gz/1247

Pelléas et Mélisande, 120 Jahre nach seiner Uraufführung.
Vollständige Vorführung am 9. Mai 2022 um 18.00 Uhr im Kinosaal (Raum 2029) der Oper von Claude Debussy und Präsentation von Coline Veya und Nathan Goumaz im Rahmen des Workshops "Musiques scandaleuses - Débats d'hieret d'aujourd'hui" (Departement für Musikwissenschaft, Prof. Federico Lazzaro).
Skandalerfolge sind eine Konstante in der Musikgeschichte. Paradoxerweise hat das Pfeifen eines Werks, die Beleidigung eines Komponisten und das demonstrative Verlassen eines Veranstaltungssaals Werken - die oft als gefährlich oder unmoralisch angesehen werden - einen bevorzugten Weg zur Kanonisierung geboten.
Der Workshop "Musiques scandaleuses - débats d'hier et d'aujourd'hui" untersucht diese hitzigen Rezeptionen und bietet integrale Projektionen von Werken aus der Vergangenheit, um sie mit dem heutigen Publikum zu konfrontieren. Werden musikalische Werke, die bei ihrer Uraufführung einen Skandal verursachten, noch immer als provokativ empfunden? Haben die skandalösen Elemente von vor 100 oder 150 Jahren anderen Aspekten Platz gemacht, die in unseren Augen (und Ohren) als problematisch angesehen werden?
Dieser Workshop bietet Studierenden des Fachbereichs Musikwissenschaft die Möglichkeit, :
- Fähigkeiten zur Popularisierung von Repertoire zu entwickeln;
- sich für die Bedeutung des Kontextes, in dem ein Werk rezipiert wird, zu sensibilisieren;
- über die Entwicklung der Sensibilitäten und folglich über die Entwicklung der möglichen Urteile über ein Werk nachzudenken.
Studierende, die an dem Workshop teilnehmen möchten, um eine der nächsten Vorführungen vorzubereiten, sind herzlich eingeladen, Prof. Federico Lazzaro zu kontaktieren.