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- 07.11.2005
- Aktuell
Nachkontrollen in 20 Walliser Gemeinden haben gezeigt, dass es keine weiteren Unregelmässigkeiten mit Spendegeldern der Unwettersammlung Oktober 2000 gibt. Das unabhängige Finanzinspektorat des Kantons Wallis hatte nach der Spendegeldaffäre in Mörel alle Gemeinden überprüft, die grössere Unterstützung erhalten hatten.
Die Glückskette hatte diese Nachkontrolle verlangt, nachdem Spendegelder der "Aargauer Zeitung" in der Gemeinde Mörel offenbar zweckentfremdet wurden, was für die Glückskette auf die Restkosten-Finanzierung einen Einfluss hatte. Inzwischen wurde der entsprechende Betrag von 860’000 Franken an die Glückskette zurückerstattet. Ob die Zweckentfremdung eine Straftat darstellt, wird demnächst ein Gericht entscheiden müssen. Im Gegenzug ergab die Kontrolle aber auch, dass einer Walliser Gemeinde noch eine Unterstützung zusteht, die in einer früheren Phase von kantonalen Stellen abgelehnt worden war.
Die Glückskette und das für sie im Wallis tätige Schweiz. Rote Kreuz können nun für die Unwetter "Wallis, Tessin und angrenzende Regionen" die Schlussabrechnung vorlegen: Von den damals gesammelten 74,2 Millionen Franken wurden bis jetzt 64,7 Mio für Hilfe an Einzelpersonen, Körperschaften und finanzschwache Gemeinden verwendet, wobei über ein Drittel davon allein den beiden meistbetroffenen Gemeinden Gondo und Baltschieder zugute kam. 58,5 Mio Franken wurden im Wallis, 2,1 Mio im Tessin und 1.9 Mio in den angrenzen-den Aosta- und Ossolatälern eingesetzt. Die Kosten fielen gegenüber ersten Berechnungen geringer aus, weil die Aufräumarbeiten in Gondo vollständig vom Bund übernommen wurden, Bauabrechnungen gegenüber den Offerten günstiger ausfielen und die Schäden im Tessin entgegen ersten Schätzungen deutlich kleiner waren. Der restliche Betrag von 9,5 Mio soll jetzt - ganz im Sinne des Spenderwillens und nach Genehmigung durch den Stiftungsrat der Glückskette - per Ende Jahr in den permanenten Fonds "Unwetter Schweiz" überführt werden, wo weitere Zahlungen für noch nicht beendete Projekte offen bleiben oder auch für andere Katastrophen in der Schweiz und in Härtefällen eingesetzt werden.