Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03172.jsonl.gz/1124

Ämmeruugger Schüpfhe
33
Anzahl Mitglieder
1983
Gründungsjahr
Schüpfheim
Gründungsort
ÜBER DIE GUGGE
Es war einmal, damals im vorderen Jahrtausend, genauer gesagt im Jahr 1983 nach Christi Geburt, als sich sechs edle Ritter im Schlosskeller von Sir Reto Schmid trafen. Sie hatten einen sauberen Altar im Sinn, nämlich die Ministranten, und genossen eine Tafelrunde mit Pizza, während sie überlegten, wie sie die Fasnacht lebendiger in ihr Dorf bringen könnten. Die Idee zur Gründung einer Guugenmusik entstand, und sie nannten sich die «New Guuger.»
Unter der Fahne von Fürst Tom Tanner und der musikalischen Leitung von Sir Clemi Wicki zogen die New Guuger in die Fasnacht. Im ersten Jahr sorgten sie mit ihren Instrumenten für ordentlich Lärm, vielleicht ein bisschen zu viel! Doch die Anhängerschaft wuchs, und sie entwickelten ihr fasnächtliches Können weiter.
Im Jahr 1987 organisierten sie erstmals eine Masken-Disco am Fasnachtsfreitag, eine Neuheit in der Region. 1988 feierten sie ihr Jubiläum und beschlossen, dass der Name «New Guuger» nicht mehr so recht passte. So wurden sie zu den «Ämmeruugger Schüpfhe» und fanden schließlich ein eigenes Vereinslokal im Fröscherli-Keller.
Die Ämmeruugger entwickelten sich weiter und führten 1993 das Festbankett am Dienstag Nachmittag ein, eine Tradition, die heute fest zum Fasnachtsprogramm gehört. Mit der Zeit kamen sie ins Zeitalter des Rock und präsentierten sich «cool.» Die Masken-Disco wurde zur Ruugger-Night, und erstmals gastierte der Sixties Club in Schüpfheim.
Im Jahr 1996 wechselten sie ihr Vereinslokal zum Corner-Egge und verwendeten die groovie Air Brush Methode zum Schminken. Sie unternahmen auch erstmals einen Harley-Ride zur Nachfasnacht in der Westschweiz, eine weitere Tradition.
Die Ämmeruugger mussten 1999 erneut ein neues Lokal finden und landeten vorübergehend in einer großen Garage bei der Landi-Unterführung, bevor sie ihr definitives Zuhause im alten Bierdepot im Jahr 2001 einweihten, das sie ins 21. Jahrhundert katapultierte.
Im Jahr 2001 wählten die Ämmeruugger erstmals einen «Ämmeruugger des Jahres» und führten die Böög-Verbrennung am Dienstag ein. 2003 feierten sie ihr Jubiläum und einen Generationenwechsel, während die Gründungsmitglieder ihre letzte Fasnacht feierten und die Mulaffe-Siedlung im Weltall entdeckten.
Die jüngeren Ämmeruugger engagierten sich in Schüpfheim, organisierten Veranstaltungen und waren kreativ. Sie verwandelten sich jedes Jahr zur Fasnacht und brachten neue Glanzpunkte in ihre Heimat. 2007 sorgten sie mit einer einzigartigen Umzugsshow für Aufsehen, als die Trychlen der Edelweiss-Trychler Amt Entlebuch mit dem Schlagwerk der Ämmeruugger verschmolzen.
Welche Epoche die Ämmeruugger als Nächstes einläuten werden, bleibt spannend.