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Das Wohnhaus
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Das Wohnhaus wurde vor 1879 vom Ziegler Martin Lörch errichtet. Nach seinem Tod 1918 bewohnte der ältere Sohn Caspar mit seiner Frau Elisabeth die Liegenschaft.
1935 verstarb Caspar Lörch und seine Witwe Elisabeth bewohnte das Haus zusammen mit ihrem Neffen Paul Wyss, dem späteren Posthalter in Hagendorn.
1936 wurde der fünfseitige, erkerartige Anbau am Wohnhaus errichtet. Dabei dürfte Martins jüngerer Sohn Jakob, Antiquar und in der Region nach seinem Wohnort in Rotkreuz liebevoll „Binzmühli-Heiland“ genannt, massgeblich beteiligt gewesen sein. Dies widerspiegelt sich nicht zuletzt in der rundbogigen Eingangstür aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts.
In den 1960er Jahren baute Paul Wyss das Haus für seine Familie aus: Es gab erstmals fliessendes Wasser, WCs und ein Bad! Der ursprünglich am Haus angebaute Stall wurde in eine Garage mit Waschküche umfunktioniert, im Obergeschoss entstanden Wohnräume.
Mitte der 70er Jahre wurde die ehemalige Senke bis zur Ziegelhütte als Deponie verwendet und aufgefüllt, wodurch das Wohnhaus optisch ein ganzes Stockwerk verlor!
Nachdem die Ziegelhütte und das Biotop 1979 vom Naturschutzbund (heute Pro Natura) gekauft und 1983 der neu gegründeten Stiftung Ziegelei-Museum geschenkt worden war, übernahm der Kanton Zug 1988 von Paul Wyss die übrige Liegenschaft. Das Wohnhaus wurde 2011 unter Denkmalschutz gestellt. 2012 konnte die Stiftung Ziegelei-Museum im Zusammenhang mit dem Museums-Neubau vom Kanton Zug das Wohnhaus übernehmen und restaurieren. Im Erdgeschoss des Wohnhauses befinden sich heute die Fachstelle mit Bibliothek, im Obergeschoss eine Mietwohnung. Zum Wohnhaus gehört auch ein Garten mit Obstspalier, der rund um den bestehenden Brunnen angelegt wurde.