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An Martina Wyss und Amélie Wenger-Reymond ist dieses Jahr kein Vorbeikommen im Telemark-Weltcup. Die beiden Schweizer Telemark-Topathletinnen dominieren die aktuelle Saison nach Belieben: In zehn von elf Weltcup-Rennen in dieser Saison stand entweder Amélie Reymond-Wenger oder ihre Teamkollegin Martina Wyss zuoberst auf dem Podest.
Mit je fünf Siegen in der bisherigen Weltcup-Saison sind die Berner Oberländerin und die Walliserin grosse Favoritinnen nicht nur für die WM im eigenen Land, die vom 20. bis 25. März in Mürren über die Bühne geht, sondern auch für den Sieg im Gesamt-Weltcup. Noch führt Amélie Wenger-Reymond im Overall Klassement mit 980 Punkten vor Martina Wyss mit 910 Punkten; ob die Walliserin in den anstehenden Weltcup-Rennen in Krvavec (SLO) sowie beim Weltcup-Finale in Bad Hindelang / Oberjoch (GER) ihren hauchdünnen Vorsprung beibehalten kann, wird sich weisen.
Eines ist jedoch gewiss: auch 2023 wird die grosse Kristallkugel an eine Schweizer Athletin gehen, zumal die zurzeit Drittplatzierte im Gesamt-Weltcup, die Französin Argeline Tan Bouquet, bereits 355 Punkte hinter Martina Wyss liegt. Die Frage ist nur: geht die grosse Kristallkugel heuer an die bereits elffache Gesamt-Weltcupsiegerin Amélie Wenger-Reymond, oder an Martina Wyss, die bisher eine grosse Kristallkugel gewonnen hat?
Amélie Wenger-Reymond legt im Telemark-Weltcup eine beeindruckende Dominanz an den Tag und hat sich bereits unglaubliche elf Mal den Sieg im Gesamt-Weltcup gesichert. Nur gerade in den beiden Jahren, als sie eine Babypause einlegte, ging der Sieg an eine ihrer Konkurrentinnen: 2018 an die Deutsche Johanna Holzmann sowie im vergangenen Winter an Teamkollegin Martina Wyss. Die Konstanz der Walliserin ist beeindruckend: Sagenhafte 163 Weltcup-Siege gehen auf das Konto der 35-Jährigen, welche im Januar 2007 in Trysil ihr Weltcup-Debüt gab. Insgesamt stand Wenger-Reymond bis dato 212-mal auf einem Weltcup-Podest.
Martina Wyss kann nicht auf ganz so viele Podiumsplätze im Telemark zurückblicken wie ihre zurzeit grösste Konkurrentin um den Sieg im Gesamt-Weltcup. Dennoch ist ihre bisherige Karriere im Telemark nicht weniger beeindruckend. Die Lauterbrunnerin fuhr ihr erstes Telemark-Weltcup-Rennen 2018 in Pralognan-la-Vanoise und wurde dort Fünfte. Bis dato hat sie 65 Weltcup-Rennen absolviert, in 34 davon stand sie auf dem Podest, 18 mal zuoberst. Die heute 27-Jährige kommt aus dem alpinen Skirennsport, musste ihre Ski-Karriere 2015 jedoch aus gesundheitlichen Gründen beenden. Im Rahmen ihrer Ausbildung zur Skilehrerin kam sie erstmals mit Telemarkskis in Berührung. Ihr Talent blieb den Telemark-Verantwortlichen bei Swiss-Ski nicht lange verborgen - der Rest ist bekannt.
Ob Martina Wyss oder Amélie Wenger-Reymond - eines ist sicher: mit ihren beeindruckenden Palmarès sind die beiden nicht nur beste Werbung für den Telemark-Sport, sondern als erfolgreiche Schneesportlerin sicherlich auch Vorbild für Frauen!