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Das Erbe ist das Vermächtnis der Vergangenheit, von dem wir heute profitieren und das wir bewahren und an künftige Generationen weitergeben müssen. Das Welterbe-Verzeichnis der Unesco unterscheidet Naturgüter und kulturelle Güter. Naturgüter sind Naturmonumente (physische und biologische Formation), geologische und physiographische Formationen sowie Naturgebiete). Diese Stätten, die als « natürlich » eingestuft sind, hängen somit nicht vom Know-how des Menschen ab. Kulturelle Güter sind Monumente, oder andere Bauten, die architektonisch, künstlerisch oder bezogen auf ihre Integration interessant sind, sowie Stätten, die die Arbeit des Menschen und die Natur verbinden. In der Definition eines kulturellen Erben besteht somit eine grundlegende Verbindung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt.
Diese natürlichen oder kulturellen Stätten gehören allen Völkern der Erde und ihre Anerkennung ist universell. Der Verlust eines dieser kostbaren Güter infolge einer Beschädigung oder seines Verschwindens wäre für das Weltgedächtnis eine Verarmung. 1972 wurde von der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) ein Abkommen ausgearbeitet, das das Ziel verfolgte und weiterhin verfolgt, Güter von universellem Wert zu identifizieren und zu schützen. Das Abkommen definiert die Beziehung zwischen Kultur und Natur, integriert die Entwicklung und die Bewahrung und mobilisiert die internationale Solidarität. Die Stätten, die im Verzeichnis der Güter des Welterbes der Menschheit stehen, haben die Verpflichtung zur Sensibilisierung und zum Landschaftsschutz. 1976 wurde ein Welterbe-Ausschuss eingesetzt, der aus Vertretern von 21 Mitgliedsstaaten besteht. Der Ausschuss ist zuständig für die Umsetzung des Abkommens und entscheidet, ob ein Standort aufgenommen werden kann. Die Schweiz wurde in 2009 für 4 Jahre in den Welterbe-Ausschuss gewählt. Die Einhaltung der kulturellen Vielfalt und die aktive Beteiligung der Bevölkerung machen aus der Schweiz ein Land, das für die Bedeutung der Bewahrung des Erbes empfänglich ist und diesbezüglich eine lange Erfahrung aufweist.
Im August 2013 enthält das Welterbe-Verzeichnis 981 Güter, die das natürliche und kulturelle Erbe darstellen, welches einen außerordentlichen universellen Wert besitzt. Dieses Verzeichnis enthält 759 kulturelle Güter, 193 natürliche Güter und 29 gemischte Güter, die sich auf 160 Länder verteilen. Diese Güter werden anhand von 10 Kriterien als außerordentlich anerkannt, unabhängig davon, ob sie natürliche oder kulturelle Güter sind. Jeder Standort muss mindestens eines dieser zehn Kriterien erfüllen, damit sein universeller Wert anerkannt werden kann.
In der Schweiz sind 11 Güter eingetragen: Kulturelle Güter: Rätische Eisenbahn in den Landschaften Albula und la Bernina (2008), Benediktiner-Kloster Saint-Jean-des-Sœurs in Müstair (1983), Kloster St. Gallen (1983), La Chaux-de-Fonds / Le Locle, Uhrenindustrie (2009), Lavaux, Weinbauterrassen (2007), Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen, in 6 Ländern (2011), Drei Schlösser und Festungsmauern der Stadt Bellinzone (2000) und die Altstadt von Bern (1983). Natürliche Güter:Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch (2001), Schweizerische tektonische Hochburg Sardona (2008) und Monte San Giorgio (2003).
Die Website der UNESCO, Welterbe (English)