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Eine Studie zur Akustik, eine zur Sicherheit, eine zur Statik, eine zu Verkehrsfragen, ein Investitions- und ein Betriebsbudget: Das alles und noch viel mehr muss der Verein für ein olympisches Schwimmbecken in Grossfreiburg für Vorabklärungen vorlegen. Denn er will im Gebiet Platy in Villars-sur-Glâne ein Hallenbad mit einem 50-Meter-Becken – einem sogenannten olympischen Becken – bauen.
«Zurzeit ist das Projekt blockiert», schreibt der Gemeinderat von Villars-sur-Glâne in einer Botschaft an den Generalrat: Der Verein könne die Kosten für all diese Studien nicht aufbringen. Alle bisherigen Planungsarbeiten hätten die Mitglieder in Freiwilligenarbeit erbracht. «Damit das Projekt in Schwung kommt, braucht der Verein 500 000 Franken.» Spreche der Generalrat diesen Kredit in seiner Sitzung vom 5. Oktober, bedeute dies, dass das Bauprojekt in die Realisierungsphase eintrete.
Der Gemeinderat plant, dem Verein das Land im Platy im Baurecht gratis abzugeben. Das würde einer finanziellen Unterstützung der Gemeinde in der Höhe von vier Millionen Franken entsprechen. Dieses Geschäft will der Gemeinderat dem Parlament im Dezember vorlegen. «Dies wird eine wichtige Etappe sein, denn die privaten und die staatlichen Sponsoren warten auf die Vergabe des Baurechts, um ihre Kredite und Subventionen zu sprechen.»
Kosten sind gestiegen
Der Kanton Freiburg wird rund sechs Millionen Franken an das Schwimmbad beitragen. Auch mehrere Gemeinden beteiligen sich an der Finanzierung; ihr gemeinsamer Beitrag soll gleich hoch sein wie jener des Kantons. Die vier Millionen von Villars-sur-Glâne aus dem Baurecht würden zu diesem Beitrag gehören, ebenso der Kredit über 500 000 Franken für die Studien.
Olympisches Becken
Zurzeit geht der Verein von Kosten in der Höhe von 30 Millionen Franken aus; erste Planungen waren noch auf 22 Millionen Franken gekommen. «Die Mehrkosten haben vor allem mit Anforderungen des Kantons zu tun, der seine Subventionen an gewisse Voraussetzungen knüpft», schreibt der Gemeinderat. So müsse beispielsweise das Lernschwimmbecken über einen Hubboden verfügen, damit die Höhe an die Grösse der Kinder angepasst werden könne.
Das Projekt für das Schwimmbad sieht ein olympisches 50-Meter-Becken mit zehn Wasserlinien, ein 25-Meter-Lernschwimmbecken mit sechs Linien, ein Planschbecken sowie ein Sprungturmbecken vor, das vier Meter tief ist. Auch eine Wellness-Abteilung und eine Kletterwand gehören zum neuen Bad. Das Ganze soll von einem selbsttragenden Holzkonstrukt ummantelt werden. Das Hallenbad ist für Schwimmvereine, Schulen und die breite Öffentlichkeit gedacht.