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In Neuseeland drohen dem Schweineproduzentenverband NZ Pork zufolge Tierschutzprobleme, weil infolge der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus schlachtreife Tiere nicht abfliessen. Grund hierfür sei vor allem, dass unabhängige Metzgereien nicht als systemrelevant eingestuft worden seien und im Rahmen des Herunterfahrens der Wirtschaft hätten schliessen müssen.
Der Geschäftsführer von NZ Pork, David Baines, warnte, dass „durch diese Entscheidung jede Woche bis zu 5000 schlachtreife Schweine auf den Höfen bleiben müssen, was angesichts des begrenzten Platzes zu Tierschutzproblemen führt“. Gewerbliche Betriebe vermarkteten normalerweise wöchentlich ihre Schweine und verfügten nicht über freie Haltekapazitäten.
Kühl-und Lagerkapazitäten sind knapp
Die Schlachter, Fleischhersteller und Grosshändler seien nicht in der Lage, die überschüssigen Tiere zu verarbeiten und Schlachtkörper einzufrieren, weil die Kühl- und Lagerkapazitäten dort ebenfalls knapp seien. Die Tiere könnten zwar theoretisch vermehrt lokalen Verarbeitungsbetrieben angeboten werden, doch importierten diese meist knochenlose Ware, da sie die Entbeinung nicht selbst durchführten und dafür auch kein Personal hätten.
Hinzu komme, dass die Massnahmen gegen das Coronavirus die Produktionskapazitäten der Fleischhersteller schon verringert hätten, beispielsweise durch das Fehlen von Mitarbeitern oder den verlangsamtem Arbeitsabläufen wegen der Auflagen. Baines forderte die Regierung deshalb auf, den Absatzkanal über Metzger wieder zu öffnen und diese als systemrelevanten Teil der Lebensmittelkette anzuerkennen. Ansonsten drohe bei einem wochenlangen „Shutdown“ erhebliches Tierleid. Laut Baines wären die unabhängigen Fleischereibetriebe genauso wie die nicht gesperrten Molkereien oder Fleischbetriebe der Supermärkte in der Lage, die Verbreitung von Covid-19 bestmöglich zu verhindern.