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Ein Gericht in Jerusalem hat den ehemaligen israelischen Aussenminister Avigdor Lieberman freigesprochen. Es hat ihn zuvor wegen Betrugs und Vertrauensbruchs angeklagt. Das Urteil wurde heute einstimmig gefällt.
Laut Anklage hatte der Diplomat Seew Ben-Arie seinem Chef Lieberman 2008 illegal Informationen über Korruptionsermittlungen gegen ihn zugespielt. Im Gegenzug habe ihn Lieberman im Jahr darauf zum Botschafter in Lettland gemacht. «Der Angeklagte hat den Vorfall nicht initiiert, er hat die Information überraschend bekommen», heisst es in der Urteilsbegründung.
Rückkehr ins Aussenamt möglich
Damit könnte der Vorsitzende der ultra-rechten Partei Israel Beitenu (Unser Haus Israel) in sein Aussenamt zurückkehren. Der ehemalige Aussenminister war im vergangenen Dezember wegen der Anklageerhebung zurückgetreten. Netanjahu hielt das Aussenamt während des im Februar begonnenen Prozesses für Lieberman frei.
Lieberman gilt als scharfer Kritiker des Friedensprozesses mit den Palästinensern. Seine Partei Israel Beitenu bildet mit der rechtsorientierten Likud-Partei des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein Wahlbündnis. Bei der Wahl am 22. Januar kamen sie gemeinsam auf 31 von 120 Sitzen im Parlament.