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Aus den ersten Wahlen in der neuen Grossgemeinde Bellinzona ist die FDP als stärkste Partei hervorgegangen. Sie wird drei von sieben Vertretern in den neuen Gemeinderat entsenden. Beste Chancen auf den Posten des Gemeindepräsidenten hat SP-Mann Mario Branda.
Branda war bereits seit 2012 Stadtpräsident oder «Sindaco» in der Kantonshauptstadt Bellinzona. Bei den Gemeindewahlen vom Sonntag erreichte er 12'151 Stimmen.
Hinter ihm liegt der FDP-Politiker und bisherige Gemeindepräsident von Giubiasco, Andrea Bersani, mit 10'852 Stimmen. Nun muss sich Bersani entscheiden, ob er Branda bei den Stichwahlen herausfordern will, die für den 30. April vorgesehen sind.
Im neuen Gemeinderat ist die FDP stärkste Kraft mit drei Vertretern. Die SP konnte am zweitmeisten Stimmen erreichen, so dass sie auf zwei Sitze kommt. CVP und Lega stellen jeweils einen Sitz. Letztere war in der alten Stadtgemeinde Bellinzona noch nicht in der Regierung vertreten. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 64 Prozent.
Erste Wahl nach Fusion
Die Wahlen in der Grossgemeinde Bellinzona wurden im ganzen Kanton mit grossem Interesse verfolgt, weil sie die ersten nach einem grossen Fusionsprojekt waren. In einer Abstimmung im Oktober 2015 hatten sich 13 Gemeinden der Region für die Fusion ausgesprochen - vier waren dagegen.
Gross-Bellinzona umfasst 13 Einzelgemeinden, die insgesamt rund 42'000 Einwohner zählen. Die Gemeindefläche reicht von den Hängen des Monte Ceneri im Süden bis zur Gemeinde Riviera im Norden. Der Kanton hatte das Fusionsprojekt mit rund 50 Millionen Franken unterstützt.
Auch in der neuen Fusionsgemeinde Riviera fanden am Sonntag Gemeindewahlen statt. Dort konnte die CVP am meisten Stimmen auf sich vereinen. In der Exekutive werden sie künftig drei Vertreter stellen. Dahinter folgen die FDP mit zwei Sitzen und die SP und Lega, die jeweils einen Vertreter stellen. (sda)