Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03654.jsonl.gz/1956

Liege Sanatorium Martel de Janville, Jean Prouvé & Jules Leleu, Atelier Prouvé, 1936.
Das Sanatorium Martel de Janville in Passy in Haute-Savoie wurde 1937 eröffnet. Seine Art-Deco-Architektur wurde von Pol Abraham und Henry Jacques Le Même entworfen, Jules Leleu war für die Innenarchitektur verantwortlich. Das Budget war sehr begrenzt und die Materialien mussten hygienisch sein. Der Dekorateur wandte sich an Jean Prouvé, der damals für seine Fähigkeit bekannt war, effektive Lösungen in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zu entwickeln. 1933 stattete Jean Prouvé die Räume der Cité universitaire von Nancy mit einem ähnlichen Auftrag aus.
Die Stahlmöbel, die die 180 Zimmer des Sanatoriums Martel de Janville einrichten, stammen vollständig von dem französischen Designer, der 1936 ein standardisiertes Set von 7 Stücke pro Zimmer entwarf: eine Liege, einen Beistelltisch, ein Bett mit integriertem Nachttisch, einen Beistelltisch, einen Sessel, einen Stuhl und einen Schreibtisch.
Die hier erhältliche Liege stammt aus dem Sanatorium Martel de Janville und wurde komplett mit neuer Matratze und Kissen restauriert, der Stahlrohrrahmen wurde fachgerecht neu lackiert. Das Modell hat eine verstellbare Rückenlehne, Armlehnen aus Eiche und einen Sitz aus Drahtgewebe, der über das Stahlohrgestell aus lackiertem Metall gespannt ist.
Wie so oft bei den Möbeln von Jean Prouvé ist die Form der Liege schlicht und elegant zugleich. Das schöne Sammlerstück bleibt dank der professionellen Restaurierung funktionell und komfortabel.
Jean Prouvé (1901-1984) ist einer der einflussreichsten französischen Designer des 20. Jahrhunderts, zusammen mit, unter anderem, Charlotte Perriand oder Pierre Jeanneret. Aus seiner Werkstatt in Nancy entwarf der Architekt und Designer Jean Prouvé Notfall- und institutionelle Lösungen im Kontext der wirtschaftlichen Not. Seine Designikonen, darunter das Anthony-Bett, die Compas-Schreibtische und -Tische, die Standard-Stühle usw. sowie seine Fertighäuser sind heute kostbare Sammlerstücke geworden.