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besteht aus weißen, perlmutterglänzenden
Kristallplättchen von sehr intensivem Baldriangeruch, fühlen sich fettig an und sind in heißem Wasser weniger löslich
als in kaltem, weshalb die kalte gesättigte wässerige Lösung beim Erwärmen Kristalle ausscheidet. In
Alkohol und in
Äther
ist das
Salz löslich. - Zollfrei.
ein Artikel des Droguenhandels, besteht aus dem getrockneten, graubraunen
Wurzelstock der Valeriana officinalis;
derselbe ist von zahlreichen, rings herum angewachsenen Wurzelfasern von Strohhalmsdicke
besetzt;
frisch ist die B. weißlich und besitzt nur einen sehr schwachen Geruch;
die trockne Wurzel
dagegen riecht sehr stark und unangenehm.
Man sammelt sie von trocknen Standorten im Herbste; in manchen Gegenden Thüringens
wird der
Baldrian auch kultiviert, und als Thüringer B. in den Handel gebracht, dies ist die gesuchtere Sorte, nächstdem
kommt die holländische B. - Verwechslungen der B. mit den Wurzeln andrer Arten von Valeriana kommen
bei den wildgewachsenen Pflanzen zuweilen vor, sind aber leicht an dem schwachen Geruch sowie auch daran zu erkennen, daß
der Wurzelstock nur an der unteren, nicht aber an der oberen Seite mit Wurzelfasern besetzt ist. Früher war auch die Wurzel
von ValerianaPhu als radix Valerianae majoris gebräuchlich. Die B. muß in gut verschlossenen Kästen
aufbewahrt werden, da sie ihren Geruch leicht verliert; die wirksamen Bestandteile sind neben
GerbsäureBaldrianöl und
Baldriansäure.
- Zollfrei.
(franz. baume, engl. balm); mit diesem Namen belegt
man dickflüssige Substanzen von harziger und öliger Natur, welche teils freiwillig, teils durch gemachte
Einschnitte in die Rinde gewisser Bäume ausfließen. Die meisten B. sind Gemische von
Harzen mit ätherischen
Ölen, enthalten
aber auch zuweilen noch andre Körper, namentlich aromatische
Säuren (Zimtsäure,
Benzoesäure u. s. w.), sowie deren
Äther
und
Aldehyde. Mit Ausnahme des
Terpentins, den man jedoch gewöhnlich nicht mit zu den B.en rechnet, sind
alle B.e Produkte der warmen Zone. Die jetzt noch im Handel vorkommenden B.e sind:
Perubalsam, Tolubalsam,Kopaivabalsam,
Storax
und
Kanadabalsam. Vergl. diese unter ihrem Namen. Den Namen Balsam führen ferner verschiedene pharmazeutische Präparate.
- Natürliche und künstliche Balsame sind zollfrei. Nur Muskatbalsam ist zollpflichtig. S. Tarif im
Anh. Nr. 26 a 1 u. 26 a 4.
(franz. u. engl.
bamboo). Der Bambus (Bambusa arundiacea (Anmerkung des Editors: richtig: Bambusa arundinacea)) gehört zur Familie der Gräser,
wächst aber in seiner Heimat, welche die ganze heiße Zone ist, mit erstaunlicher Raschheit baumartig zur Höhe von 20 m
und darüber empor und ähnelt dann in seinem Baue einer italienischen Pappel, indem der 80 cm dick werdende
gerade Stamm etwa 6 m über dem
Boden zahlreiche aufstrebende Äste nach allen Seiten auftreibt, die mehrfach wieder Seitentriebe
aussenden.
Das ganze Gewächs ist hohl und in kurzen Abständen durch Knoten abgeteilt, wie die bei uns gebräuchlichen
Bambusstöcke und Schirmstiele ersehen lassen, die so ziemlich die einzigen nach Europa gelangenden Proben des Bambus, aber
nur junge Triebe oder Äste sind und auch wohl irrtümlich Zuckerrohr genannt werden. In Ostindien, Asien und andern Gegenden
Südasiens, wo der Bambus in großer Menge wächst und seines vielfachen Nutzens wegen auch häufig gepflanzt
wird, hat derselbe eine viel höhere Bedeutung und allgemeinste Benutzung.
Bei großer Leichtigkeit verbunden mit bedeutender Festigkeit und Dauer, die besonders durch die stark kieselhaltige Rinde
bedingt wird, dient das stärkere
Holz zu Wasserröhren und Gefäßen, zum Häuser- und Brückenbau, zu Masten, Stangen,
Leitern, kleineres zu Möbeln und andern Hausgeräten, gespalten zu Flechtwerk, Körben, Matten, Segeln, Rollvorhängen,
Regen- und Sonnenschirmen, Hüten, Stricken und noch mancher andern Verwendung, selbst zu Kunstarbeiten, wie Schnitzwerk,
gravierten und eingelegten Arbeiten.
Die Chinesen benutzen den B. außerdem zur Bereitung von
Papier, die jungen Triebe anstatt Spargelgemüse. Übrigens hat
sich neuerlich auch von Jamaika ein Ausfuhrhandel mit Bambusfaser entwickelt, die mittels zerreibender
Maschinen, hergestellt
wird, und teils nach England, häufiger aber nach Nordamerika verführt wird, jedenfalls als Papierstoff. Die Samenkörner
des B. geben auch ein leidliches
Brot, aber er wird erst mit 25 Jahren tragbar und dann nur für einmal,
worauf er gleich abstirbt. Die Franzosen betreiben jetzt damit im Süden ihres Landes Anbauversuche, wie es heißt mit Aussicht
auf Erfolg, und dazu kann wohl die neuerlich bekannt gewordene Thatsache ermutigen, daß das Gewächs in
China selbst noch
im höchsten Norden des Reichs gedeiht, in einem Klima mit kälteren Wintern als die mitteleuropäischen.
- Zoll: S. Tarif im Anh. Nr. 13 a. Bearbeitete
Stöcke Nr. 13 g.
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