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Roger Federer könnte bei seinem Comeback auf der ATP Tour gleich im ersten Spiel auf den lange verletzten Juan Martin Del Potro treffen. Belinda Bencic hatte bei der Auslosung des grossen Turniers in Miami mehr Losglück.
Federer kehrt auf der Insel Key Biscayne in der Bucht von Miami nach einem Eingriff am Meniskus ins Wettkampf-Tennis zurück. Gleich zum Auftakt könnte ihm eine potenziell heikle, aber überaus reizvolle Aufgabe blühen. Nach einem Freilos bekommt er es auf jeden Fall mit einem Argentinier zu tun.
In der 1. Runde trifft Juan Martin Del Potro, der US-Open-Sieger von 2009 (Fünfsatz-Sieg im Final gegen Federer), auf seinen Landsmann Guido Pella (ATP 39). Del Potro verpasste rund zwölf Monate wegen einer Handgelenkverletzung und gab sein Comeback im Februar in Delray Beach mit einer Halbfinalqualifikation. In Indian Wells scheiterte er in der 2. Runde an Tomas Berdych.
Die weiteren Gegner Federers wären gemäss Papierform David Goffin, David Ferrer und im Halbfinal Novak Djokovic. Der Schweizer hat in diesem Jahr erst zwei Turniere (in Brisbane und am Australian Open) bestritten. Im letzten Jahr hatte er freiwillig auf das Turnier in Florida verzichtet.
In der anderen Tableauhälfte figuriert Stan Wawrinka. Er startet in der 2. Runde gegen den Russen Andrej Kusnezow (ATP 51), den er vor Wochenfrist in Indian Wells in der 3. Runde bezwang. Im Viertelfinal könnte der Waadtländer auf Rafael Nadal treffen.
Ebenfalls von Freilosen profitieren im Feld der Frauen Belinda Bencic und Timea Bacsinszky. Bencic trifft in der 2. Runde auf die Spanierin Paula Badosa Gibert (WTA 222) oder eine Qualifikantin. Gegnerin der Weltranglisten-Zehnten in den Sechzehntelfinals wäre gemäss Papierform die Deutsche Sabine Lisicki (WTA 37), gegen die es im Head-to-Head 1:1 steht.
Danach könnte es die 19-jährige Ostschweizerin mit der unangenehm zu spielenden Italienerin Roberta Vinci (WTA 9) zu tun bekommen, der sie im Final in St.Petersburg unterlegen war. Bencic lief es zuletzt mit nur einem Sieg in drei Turnieren nicht nach Wunsch.
Bacsinszky greift ebenfalls erst in der 2. Runde ins Geschehen ein. Die 26-jährige Waadtländerin tritt gegen die Siegerin der Partie zwischen der Deutschen Annika Beck (WTA 40) und der Russin Margarita Gasparjan (WTA 41) an. Gegen Beck hat Bacsinszky sämtliche drei bisherigen Duelle verloren, zweimal in diesem Jahr (Australian Open und Fed Cup).
Gegen Gasparjan spielte sie noch nie. Im Falle eines Sieges dürfte die Serbin Ana Ivanovic (WTA 17) die nächste Gegnerin sein. Für Bacsinszky gilt es, ihren Aufwärtstrend fortzusetzen. Das Turnier beginnt am Dienstag. (sda/syl)