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Drug Targeting Pharmakokinetik
synonym: TargetingDefinition
Wird ein systemisch wirksames Arzneimittel verabreicht, verteilt sich der Wirkstoff mit dem Blutkreislauf im ganzen Organismus. Das kann unerwünschte Wirkungen auslösen. Häufig wäre der Effekt nur in einer bestimmten Körperregion, an einem Organ oder in einem bestimmten Zelltyp erwünscht. Ein wichtiges Beispiel sind Krebserkrankungen, bei welchen die Chemotherapeutika nur die Tumorzellen und nicht die gesunden Zellen abtöten sollen.
Eine Möglichkeit besteht darin, dass ein Wirkstoff über einen Linker mit einem Antikörper verbunden wird, der an eine Struktur auf der Oberfläche einer Zelle bindet, die selektiv für sie ist. Solche Arzneimittel werden als Antikörper-Wirkstoff-Konjugate bezeichnet.
Drug Targeting kann zum Beispiel auch dadurch erreicht werden, dass ein Wirkstoff ein Substrat eines Transporters ist. Dadurch wird er bevorzugt in ein Gewebe aufgenommen. Schliesslich können auch physikochemische Eigenschaften des Wirkstoffs zu einer gezielten Verteilung führen.
Die topische (lokale) Verabreichung wird ebenfalls als eine Art des Drug Targetings angesehen.siehe auchLiteratur
- Arzneimittel-Fachinformation (CH)
- Fachliteratur
Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.