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Zwischen 2005 und 2015 haben die Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz ihr Mobilitätsverhalten in der Freizeit verändert: Die Strecken, die sie innerhalb der Schweiz dafür zurücklegten, gingen zwar zurück, hingegen stiegen die im Ausland bewältigten Distanzen kräftig. Dies zeigt eine neue Studie.
Der auffälligste Befund der Studie ist die Zunahme der Distanzen, die in der Freizeit für Reisen, insbesondere Auslandreisen, zurückgelegt werden. Die Studie macht darüber hinaus deutlich, dass die Freizeitmobilität unter anderem nach Alter, Wohnort und Geschlecht variiert.
Besonders markant ist die Zunahme der Reisedistanzen von jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren: Sie legten 2015 im Durchschnitt 1200 km mehr pro Reise zurück als noch vor zehn Jahren. Über das Jahr betrachtet bewältigten junge Erwachsene in ihrer Freizeit verglichen mit anderen Altersgruppen die längsten Distanzen, nämlich insgesamt knapp 19 000 km (alltägliche Freizeitmobilität und Reisen).
Bewohnerinnen und Bewohner städtisch geprägter Räume legen in ihrer alltäglichen Freizeit um zwei km kürzere Distanzen zurück als Personen, die in ländlichen Gegenden wohnen. Berücksichtigt man aber auch die Reisen ins Ausland, so bewältigt die städtische Bevölkerung im Durchschnitt pro Jahr 2200 km mehr als die ländliche Bevölkerung. Ein Grund dafür dürfte der einfachere Zugang zu Bahnhöfen, Flughäfen und Autobahnen, aber auch der unterschiedliche Lebensstil sein.