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Als Erwachsene geboren?
Vielleicht nehmen Sie diese Zeilen zum Anlass, um sich zu fragen: Wie haben meine Eltern ihre Schulzeit erlebt? Welche Freundschaften haben sie als Kind und Jugendliche geprägt? Welche Erwachsenen haben ihnen etwas Positives mit auf den Weg gegeben, vor wem haben sie gezittert? Wann hatten sie zum ersten Mal Liebeskummer? Wie kamen sie zu ihrem Beruf und wie verlief die Lehr- oder Studienzeit? Wie haben sich meine Eltern kennengelernt? Wer machte den ersten Schritt? Wie sah ihr Alltag aus, bevor sie Kinder bekamen? Was waren die glücklichsten, was die schwierigsten Zeiten in ihrem Leben? Wie haben meine Eltern ihre eigenen Eltern erlebt?
Vielleicht gehören Sie zu denjenigen, die sofort und ausführlich auf solche Fragen antworten können. Vielleicht fällt Ihnen in diesem Moment aber auch auf, dass in Ihrer Familie wenig über die Vergangenheit gesprochen worden ist.
Ihr Leben ist es wert, erzählt zu werden!
Oder Sie lassen Ihr Kind an Ihrer Schulzeit, Ihrem ersten Liebeskummer oder der Kennenlernphase des anderen Elternteils teilhaben. Damit erreichen Sie Ihre Kinder auf verschiedenen Ebenen.
Je älter die Kinder werden, desto mehr werden solche Gespräche zu einer Möglichkeit, um die Beziehung zueinander zu erhalten und zu vertiefen. Gleichzeitig können Sie auf diese Weise Erfahrungen und Lebensweisheit weitergeben, ohne als Moralapostel oder Besserwisser aufzutreten.
Mein Sohn wollte wissen, wie das für mich war. «Schlimm», antwortete ich, und dass es gedauert habe, bis die zwei wieder auseinandergegangen sind und ich meinen Freund zurückhatte. Ich konnte meinem Sohn keine Lösung anbieten. Aber er hat sich durch die Geschichte weniger allein gefühlt.