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«5 am Tag» weltweit
«5 am Tag» gibt es nicht nur in der Schweiz, sondern ist eine internationale Bewegung. Die Kampagne verfolgt in über 40 Länder das Ziel, den Konsum von Gemüse und Früchten und somit die Gesundheit zu fördern.
Die Kampagne „5 a day“ tauchte 1989 erstmals in den Vereinigten Staaten von Amerika auf. Initiator war das nationale Krebsforschungsinstitut der USA, da medizinische Studien Hinweise darauf geben, dass der regelmässige Verzehr von Gemüse und Früchten dazu beitragen kann, Krebserkrankungen vorzubeugen. Der Name „5 a day“ stammt von den empfohlenen fünf Portionen Gemüse und Früchten pro Tag, welche die World Health Organization (WHO) empfiehlt. Die definierte Menge entspricht ca. 400g und soll sich vorbeugend auf nichtübertragbare Krankheiten auswirken. 400g sind die von der WHO empfohlene Mindestmenge. Die meisten Länder empfehlen zu einer deutlich höheren Menge. So auch „5 am Tag“ in der Schweiz. Die Gesundheitskampagne, die hierzulande von der Krebsliga getragen wird, empfiehlt 600g Gemüse und Früchte pro Tag. Die Menge hängt von den Möglichkeiten und der Infrastruktur des jeweiligen Landes ab. Die Voraussetzungen für einen gemüse- und früchtereichen Speiseplan sind nicht in allen Ländern gegeben.
Internationaler Vergleich
In der Schweiz ist die Produktion von Gemüse und Früchte gut organisiert und reguliert. Auch der Import funktioniert ohne grosse Schwierigkeiten. Fast alle Konsumentinnen und Konsumenten haben in der Schweiz einen einfachen Zugang zu Gemüse und Früchten. Es gibt kaum einen Supermarkt, der nicht eine grosse Auswahl an Früchten und Gemüse bietet. Zudem ist die Bevölkerung im Durchschnitt sehr gut gebildet und somit über Gesundheitsthemen besser informiert und sensibilisiert als in anderen Ländern. Die Kaufkraft der Konsumenten ist in der Schweiz in der Regel genügend hoch, um sich Gemüse- und Früchte zu leisten. In weniger entwickelten Ländern sieht die Situation anders aus. Länder wie Brasilien oder Uruguay verfügen über optimale Voraussetzung für die Produktion von Gemüse und Früchten (warmes Klima, viel Sonne, nährstoffreicher Boden). Obwohl die Erträge hoch sind, konsumiert die Bevölkerung nicht genügend davon. Der Grossteil landet im Export. Einen weiteren Grund für den geringen Konsum ist, dass viele Einheimische keinen direkten Zugang zu den Lebensmitteln haben, insbesondere in ländlichen Gebieten. Zudem ist der Konsum von Gemüse und Früchten ist eine Kostenfrage.
Die Verhältnisse, wie wir sie in der Schweiz kennen, lassen sich besser vergleichen mit Ländern wie Kanada, Polen, Finnland und Japan. Trotzdem ist die Organisation der Kampagne in jedem dieser Länder anders. Der Unterschied liegt insbesondere der Finanzierung der Projekte. Entsprechend anders sind die Fokussierungen gesetzt.
Internationale Allianz
Ein Teil der 40 Länder, in der die Kampagne zu einem grösseren Gemüse- und Früchte-Konsum aufruft, schloss sich in einer internationalen Allianz zusammen, um der Empfehlung der WHO auf internationaler Ebene noch mehr Gewicht zu geben. Zu der internationalen Allianz der 5 am Tag Bewegungen zählen 24 Mitgliedsländer aus 5