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Neu veröffentlichte Dokumente aus den letzten zwei Jahrzehnten zeigen, dass der ehemalige britische Premierminister Tony Blair erwog, eine langfristige Leihe der Parthenon-Marbles nach Griechenland in Betracht zu ziehen, um Unterstützung für Londons Bewerbung um die Olympischen Spiele 2012 zu gewinnen. Die Empfehlung stammte von der Kulturpolitikberaterin Sarah Hunter, die vorschlug, dass Blair das British Museum dazu ermutigt, nach Alternativen zum Besitzproblem zu suchen. Im Jahr 2002 legte der griechische Premierminister Costas Simitis Blair einen Wiedervereinigungsplan vor, der vorsah, die Marmorstatuen in einem eigens errichteten Museum auf der Akropolis für die Olympischen Spiele 2004 in Athen zu platzieren. Zu diesem Zeitpunkt waren Griechenlands Ratspräsidentschaft und die Ausrichtung der Olympischen Spiele für das Vereinigte Königreich vorteilhaft. Hunter vermerkte, dass Griechenland sich für eine Leihe statt für die Rückgabe des Besitzes einsetzte, was Londons Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012 zugutekommen könnte. Blair stimmte einer Erkundung des Themas zu und schlug vor, den ehemaligen Außenminister David Owen in die Verhandlungen einzubeziehen. Die National Archives veröffentlichten diese Dokumente, aus denen auch hervorgeht, dass Owen zuvor in seiner Korrespondenz darauf hingewiesen hatte, dass es nicht schwer sein würde, die Unterstützung Griechenlands für die Bewerbung Londons zu gewinnen, wenn das Vereinigte Königreich die Leihe unterstützt. Kürzlich sagte der britische Premierminister Rishi Sunak ein Treffen mit dem griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis nach einem Interview zur Frage des Besitzes der Parthenon-Skulpturen ab. Griechenland hat angeboten, bedeutende Artefakte dem British Museum als Entschädigung auszuleihen, wenn die Parthenon-Marbles nach Athen zurückkehren. Die griechische Kulturministerin Lina Mendoni erklärte, dass ein Handelsabkommen sicherstellen würde, dass griechische Antiquitäten immer im Londoner Museum ausgestellt werden.
– Tony Blair erwog langfristige Leihe der Parthenon-Marbles an Griechenland
– Kulturpolitikberaterin Sarah Hunter schlägt Alternative zum Besitzproblem vor
– Griechischer Premierminister Costas Simitis schlägt Wiedervereinigungsplan vor
– Griechenland unterstützt Leihe anstatt Rückgabe des Besitzes
– National Archives veröffentlichen korrespondierende Dokumente
– UK Premierminister Sunak sagt Treffen mit griechischem Premierminister ab
– Griechenland bietet bedeutende Artefakte als Entschädigung an
Hintergrundinformationen
In einer kürzlich veröffentlichteten Sammlung von Dokumenten von vor zwei Jahrzehnten wurde bekannt gegeben, dass der ehemalige britische Premierminister Tony Blair eine langfristige Ausleihe der Parthenon Marbles an Griechenland erwog. Der Vorschlag für diese Leihe kam von Kulturberaterin Sarah Hunter, die vorschlug, dass Blair das Britische Museum dazu ermutige, nach Alternativen zu suchen, um das Besitzproblem im Zusammenhang mit den Marmorskulpturen zu lösen. Das Britische Museum beherbergt derzeit die Parthenon Marbles, die ursprünglich Teil des Parthenon-Tempels in Athen waren und Gegenstand einer Auseinandersetzung zwischen Griechenland und dem Vereinigten Königreich sind.
Blairs Überlegungen zur Ausleihe
Gemäß den Dokumenten schlug der griechische Premierminister Costas Simitis im Jahr 2002 einen Wiedervereinigungsplan vor, den Blair prüfen sollte. Simitis schlug vor, die Marmorskulpturen in einem eigens für die Olympischen Spiele 2004 in Athen errichteten Museum auf der Akropolis zu platzieren. Hunter merkte an, dass Griechenland sich für eine Ausleihe anstatt für die Rückgabe des Eigentums aussprach, was den britischen Bewerbungen für die Olympischen Spiele von 2012 zugutekommen könnte. Blair stimmte zu, die Frage zu erkunden, und schlug vor, den ehemaligen Außenminister David Owen in die Verhandlungen einzubeziehen.
Vorteile für das Vereinigte Königreich
Durch die Veröffentlichung der Dokumente wurde deutlich, dass Blair und Owen der Meinung waren, dass es nicht schwierig sein würde, griechische Unterstützung für Londons Bewerbung um die Olympischen Spiele von 2012 zu gewinnen, wenn das Vereinigte Königreich der Ausleihe der Parthenon Marbles zustimmt. Dies verdeutlicht die potenziellen Vorteile, die Blair in der Ausleihe sah, da sie die Unterstützung für die Bewerbung Londons sichern und die Chancen des Vereinigten Königreichs auf die Ausrichtung der Spiele positiv beeinflussen könnte.
Aktuelle Entwicklungen
Anlässlich der jüngsten Veröffentlichung dieser Dokumente hat die Frage des Eigentums der Parthenon-Skulpturen erneut Aufmerksamkeit erlangt. Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis hatte ein geplantes Treffen mit dem britischen Premierminister Rishi Sunak, das aufgrund eines Interviews zur Eigentumsfrage später abgesagt wurde.
Kompensationsangebot
Griechenland hat angeboten, dem Britischen Museum bedeutende Artefakte als Kompensation auszuleihen, falls die Parthenon Marbles nach Athen zurückkehren. Griechenlands Kulturministerin Lina Mendoni erklärte, dass ein Handelsabkommen sicherstellen würde, dass griechische Antiquitäten immer im Londoner Institut ausgestellt werden. Dieses Angebot zeigt den Willen Griechenlands, zu verhandeln und eine Lösung für die Eigentumsfrage zu finden.
Fazit
Die Veröffentlichung dieser Dokumente gibt Einblick in die Diskussionen und Überlegungen zur Ausleihe der Parthenon Marbles an Griechenland. Sie wirft Licht auf die möglichen Beweggründe hinter Tony Blairs Untersuchung dieser Möglichkeit, insbesondere in Bezug auf das Vereinigte Königreichs Bewerbung um die Olympischen Spiele von 2012. Die anhaltende Debatte und die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit der Eigentumsfrage unterstreichen die weiterhin große Bedeutung der Parthenon Marbles und die Notwendigkeit, eine für Griechenland und das Vereinigte Königreich akzeptable Lösung zu finden.[ad_2]
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