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Wettbewerb: Schweiz bleibt Nummer 1
Die Schweiz ist das neunte Mal in Folge das wettbewerbsfähigste Land der Welt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF).
Die Schweiz belegt in der vom Weltwirtschaftsforum (WEF) durchgeführten Studie zur Wettbewerbsfähigkeit zum neunten Mal in Folge den Spitzenplatz. Auf den weiteren Rängen der Rangliste liegen erneut die USA (Platz 2), Singapur (3), die Niederlande (4) und Deutschland, mit Platz 5. Die einzige Änderung in den Top 5 betrifft die USA und Singapur, die im Vergleich zum Vorjahr den zweiten und dritten Platz tauschen.
Unter den Top 10 ist Hongkong, das drei Plätze nach oben auf Rang 6 steigt der grosse Gewinner. Schweden (7), Grossbritannien (8) und Japan (9) fallen in der Folge alle einen Platz zurück. Finnland bleibt fest auf Rang 10. China (27) ist zum ersten Mal das erfolgreichste Land unter den aufstrebenden Volkswirtschaften Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (BRICS).
Drei Problemfelder
Die Autoren des diesen Herbst publizierten Global Competitiveness Report 2017–2018 orten drei Problembereiche bei der Wettbewerbsfähigkeit: ein instabiler Finanzsektor, schwache Arbeitnehmerrechte und fehlgeleitete Investitionen.
Instabiler Finanzsektor
Laut den Autoren hätten sich die Finanzsysteme noch immer nicht vom Schock der Finanzkrise vor zehn Jahren erholt. Stabile Finanzmärkte seien aber die Voraussetzung für Investitionen und Innovationen. Zudem würde sich in nicht regulierten Arbeitsmärkten der Wettbewerb verbessern, sofern Flexibilität mit angemessenem Schutz der Arbeitnehmerrechte kombiniert werde.
Schwache Arbeitnehmerrechte
„Bei dem zu erwartenden massenweisen Wegfall von Jobs durch Automatisierung und Robotisierung wird es darauf ankommen, widerstandsfähige Strukturen zu schaffen und Arbeitnehmer in Übergangsphasen zu unterstützen“, heisst es in der Studie.
Fehlgeleitete Investitionen
Laut Studie gebe es zudem ein Ungleichgewicht zwischen hohen Investitionen in neue Technologien und fehlenden Initiativen, welche die Nutzung breitenwirksam durchsetzen. Dies sei eine Barriere bei der Produktivitätssteigerung.
* Für die publizierte Studie haben die Autoren diverse Faktoren untersucht, die zur Produktivität und zum Wohlstand eines Landes beitragen. Dazu gehören beispielsweise: Bildungssysteme, Gesundheit, Marktgrössen, technologische Standards, Unternehmenskulturen sowie die Effizienz des Arbeitsmarktes.
Erschienen: short knowledge Magazin, Ausgabe Dezember 2017