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Vom 0:2 zum 3:2 nach Verlängerung: Das Schweizer Eishockey-Nationalteam der Frauen hat an der WM in Calgary im Viertelfinal gegen Russland einen der wertvollsten Siege der jüngeren Geschichte errungen.
Laura Zimmermann sicherte ihren Farben in der 6. Minute der Overtime nach einem Konter den ersten Halbfinal-Platz an einer WM seit 2012. Der Gegner in der Vorschlussrunde (die Partie ist am Dienstagmorgen 1:00 Uhr Schweizer Zeit angesetzt) heisst Kanada.
Nach dem Kaltstart die Wende
Im 1. Drittel war das Team von Colin Muller durch Treffer von Jelisaweta Rodnowa nur 78 Sekunden nach Spielbeginn und Ilona Markowa in der 9. Minute früh unter die Räder gekommen. Nach dem torlosen Mitteldrittel legten die Schweizerinnen ihre Zurückhaltung jedoch ab und kamen vermehrt zu Chancen.
Evelina Raselli löste den Knoten schliesslich mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 (50.). Muller schöpfte danach all seine Möglichkeiten aus: Mit 6 gegen 4 Feldspielerinnen gelang in einer Powerplay-Situation 2:16 Minuten vor dem Ende der vielumjubelte Ausgleich. Phoebe Stänz traf mit einem Slapshot in die kurze Ecke.
Die Freude über den Exploit kannte nach Spielschluss keine Grenzen. Die Spielerinnen rund um Goalie Saskia Maurer, die den Schweizer Kasten nach ihrer Einwechslung beim Stand von 0:2 rein gehalten hatte, feierten den Erfolg ausgiebig. Bei der Nationalhymne hatte auch Coach Muller Tränen in den Augen.
In den Gruppenspielen waren die Schweizerinnen noch ohne Sieg geblieben. Auch gegen die Russinnen hatte es eine 1:3-Niederlage abgesetzt.