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Vor den meisten Wasserwerken befindet sich ein Sandfang. Er schützt die Wasserräder vor Beschädigungen und reguliert den Zufluss zum Wasserrad (Kett).
Der Rechen im Sandfang fängt schwimmende Materialien, wie Äste, Laub oder Plastiksäcke auf. Mitgeführter Sand sinkt zu Boden und wird durch den Grundauslass in den Leerlauf gespült. Früher wurde
der Sand ausgeschöpft und verwendet. Ins Kett fliesst nur geschiebefreies Wasser.
Gesundheitsbewusste Leute forderten 1878 eine saubere Wasserversorgung. Sie schrieben an den Gemeinderat: “... dass dieser Bach der Natur der Sache nach den Abfuhrkanal für alle möglichen Unreinigkeiten des Dorfes bildet, liegt auf der Hand. Vier offene Schwemmen, Abwasser von Mist- und Tresterhaufen, Strassengräben, Waschanstalten etc. Die gröberen Unreinigkeiten, wie tote Ratten, ersäufte junge Katzen und Ferkel, sind jeweils bei den verschiedenen Rechen aufzufinden. Ein Wasserwerkbesitzer sagte: Das Bachwasser sei zwar das beste Wasser, doch seit er einen Rechen habe, nehme er freilich kein Trinkwasser mehr daraus.”
Der Gemeinderat scheute die Kosten. 1878 wurde die private Brunnengenossenschaft Grabs-Dorf gegründet, eher für Reiche, denn die Anschlussgebühr betrug Fr. 500.--. Die öffentliche Wasserversorgung entstand 1908.
Legende
1 Beruhigungs- und Absetzteil
2 Prallwände mit Überfallkante für sauberes Wasser
3 Rechen um Äste und Laub zurückzuhalten
4 Klappe zur Durchflussregulierung
5 Grundauslass für Sand und Wasser zum Leerlauf