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In mehreren Sätzen, gegliedert durch Referenzen an einzelne seiner Werke, porträtiert Le hibou et la baleine den Reisenden, Schriftsteller und Photographen Nicolas Bouvier. Sparsam eingesetze filmische Mittel lassen ihn ausführlich zu Wort und ins Bild kommen, bei sich zuhause oder in seinem Atelier. Dem Erzähler, dem Causeur Bouvier, gelingt es, eine Balance von Sprachmächtigkeit und Sprachleichtigkeit zu vermitteln, nur mit seiner Sprache und seiner Präsenz Figuren und Situationen zu evozieren, ohne daß diese im Bild erscheinen müssen. Seine einfache Formulierung dafür: „J’ai des relations avec les mots.“
Seine privat-öffentlichen Notizen, einige im Hinblick auf den Film verfaßt, für den er als Mitautor zu gelten hat, kreisen um das Dasein des Menschen, um Reisen, Fremdheit, Raum und Zeit, das Körperliche der Schreibarbeit, die Erinnerung, die Musik, den Tod. Und
immer wieder kehren die Gedanken zu den Worten zurück. Zu ihrem Ungenügen, ihren Irrwegen - warum heißt es „tomber amoureux“ und nicht „monter amoureux“? -, ihren Hierarchien und Grenzen: es gibt ganz persönliche Lieblingsworte - wie das Proustsche „fourbu“ für ermüdet, erschöpft -, aber auch Dinge, über die man nicht schreibt. Dem entspricht die Zurückhaltung, mit der Patricia Plattner, in nur auf den ersten Blick unfilmischer Weise, das Bild in den Dienst des Wortes stellt.