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Holzschnitte
Ein Holzschnitt ist die Kunst, eine Zeichnung in eine Holzplatte (Holzstock) zu schneiden sowie der von dieser auf Papier abgezogene Druck.
Abgedruckt wurde mit der Hand oder einem Lederballen, dem"Reiber", später mit der Druckerpresse auf Papier (Hochdruck, im Unterschied zum Tiefdruck des Kupferstiches und dem Flachdruck der Lithographie). Für den im 19. Jahrhundert bevorzugten Holzstich wurde Hirnholz (meist Buchsbaum) verwendet. Neben dem Holzschnitt wurde in der Frühzeit auch der Metallschnitt gepflegt, dessen Drucke, soweit es sich nicht um Abarten wie Schrotschnitt oder Teigdruck handelt, sich von Holzschnitt-drucken nicht unterscheiden.
Aus dem Orient, wo schon im Altertum Holzmodel zum Bedrucken von Stoffen verwendet wurden (Zeugdruck), gelangte die Technik des Holzschnitt im Mittelalter nach dem Westen. Die Holzschneidekunst wurde übrigens durch die gleichzeitige Ausbreitung des Papiers als Bedruckstoff in der 2. Hälfte des 14. Jh. schnell verbreitet. Mit dem Aufstieg des Kleinbürgertums in den Städten wurde der Holzschnitt dank seiner Verbreitungsmöglichkeit und Billigkeit volkstümlich. Der Holzschnitt war tatsächlich für die Auflage von Drucken in gewünschter Zahl geeignet, weil der Holzstock schnell gerissen und fast unbegrenzt strapaziert werden konnte. Anfangs diente er der Schaffung von Einblattdrucken, Kalender-bildern und Spielkarten, bald auch zur Zusammensetzung von Blockbüchern. Zeichner und Schneider gehörten anfänglich verschiedenen Zünften an und arbeiteten anonym. Nach Erfindung der Buchdruckerei bot sich der Holzschnitt als Hochdruckverfahren für die Buchillustratoren an."Der Ackermann aus Böhmen"des Johannes von Tepl, in Bamberg bei A. Pfister 1460 gedruckt, eröffnete die Wiegendrucke mit Holzschnittillustrationen. Die ersten französischen Holzschnitt-Bücher erschienen im Jahr 1478 in Lyon. Zu den besten Pariser Erzeugnissen gehört die zweibändige"Mer des hystoires"des P. Le Rouge, zu den volkstümlichsten die"Danse macabre"des G. Marchant. Ein beliebter Gegenstand des Buch-Holzschnittes waren die Livres d'heures. In Italien setzten die Holzschnitt-Bücher mit den 1467 in Rom von U. Hahn aus Ingolstadt gedruckten"Meditationes"des Turrecremata ein. E. Ratdolt aus Augsburg brachte die Holzschnitt-Illustration nach Venedig, wo neben dem Schwarzschnitt besonders der Weissschnitt gepflegt wurde. Unter den einheimischen Druckern wurde auch A. Manutius von ihm beeinflusst; die 1499 gedruckte"Hypnerotomachia Poliphili"ist ein Meisterwerk. Kaufen Sie auf unserer vielfältigen Homepage aus der Schweiz verschiedene Holzschnitte online!
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