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Ezad aus dem Hörspiel «Ezad und Luca» lebt mit seiner Familie illegal in der Schweiz. Das heisst, er hat keine Bewilligung, die ihm das Recht gibt, hier zu wohnen.
Menschen, die in der gleichen Situation wie Ezad sind, nennt man Sans-Papiers. Die meisten Sans-Papiers verstecken sich im Alltag und wollen möglichst nicht auffallen. Wenn die Polizei nämlich erfährt, dass sie keine Aufenthaltsbewilligung haben, müssen sie zurück in ihr Heimatland. In vielen Fällen kommt das für Sans-Papiers nicht in Frage, weil sie sich in ihrem Heimatland nicht wohl fühlen oder keine Arbeit finden.
Eine einzige Möglichkeit
Damit Sans-Papiers an eine Bewilligung gelangen, müssen sie ein sogenanntes Härtefallgesuch beantragen. Dieses bearbeitet ein zuständiges Büro in der Schweiz: das Staatssekretariat für Migration. Dieses entscheidet, wer eine Bewilligung erhält, und wer nicht.
Bleiben - ja oder nein?
Ob Sans-Papiers eine Bewilligung erhalten, hängt von verschiedenen Dingen ab. Je mehr von den Punkten unten erfüllt sind, desto grösser ist die Chance, dass sie hier bleiben können:
- Die Person lebt schon seit mehreren Jahren in der Schweiz.
- Die Person hat eine Arbeit.
- Die Person, falls sie im Schulalter ist, besucht die Schule seit mehreren Jahren.
- Die Person hat Freunde oder ist zum Beispiel Mitglied in einem Verein.
- Die Person spricht Deutsch, Italienisch oder Französisch.
Wie stehen die Chancen?
Im Kanton Zürich sind laut der Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich in den letzten 16 Jahren 16 Härtefallgesuche angenommen worden. Da heisst, 16 Menschen konnten wegen einem Gesuch in der Schweiz bleiben. Das sind ziemlich wenige. Lehnt das Migrationsamt das Gesuch ab, muss die Person zurück in ihr Heimatland reisen. Weil die Chancen so schlecht stehen, versuchen viele Sans-Papiers gar nicht erst, auf diesem Weg an eine Bewilligung zu kommen.
Wie Sans-Papiers in der Schweiz leben, erfährst du hier.