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Es ist die Geschichte, die zurzeit wohl am aktuellsten ist: Die Weihnachtsgeschichte um die Geburt von Jesus in einem Stall, wo er und seine Eltern von Hirten und Weisee aus dem Morgenland besucht wurden. Die evangelische Theologin Katharina Bänziger weist darauf hin, dass die Besucher verschiedene Wege zur Krippe zurücklegten.
Die Hirten waren spontan, liessen alles stehen und liegen. Sie kehrten anschliessend wohl zügig wieder zur Herde zurück, denn sie konnten ihre Tiere nicht einfach im Stich lassen. Die Weisen aus dem Morgenland hingegen planten lange im Voraus und waren wochenlang unterwegs.
Doch ungeachtet ihres unterschiedlichen Wegs kamen beide Gruppen bei der Krippe an. Gott fand für beide einen passenden Weg und liess beide erfahren, dass Jesus geboren worden war. Die Hirten erfuhren durch die Engel von der Geburt, die Weisen wurden von einem speziellen Stern geleitet. Und beide Gruppen waren bereit, Schritte zu machen.
Die Schriftgelehrten und die Hohenpriester hingegen erkannten zwar die Wahrheit, aber sie blieb in ihrem Kopf: Die Verheissung, dass der Retter in Bethlehem geboren werden würde. Sie konnten nichts damit anfangen, sie wollten es nicht mit ihren eigenen Augen sehen und folglich gingen sie nicht zur Krippe. Damit verpassten sie das grösste Ereignis der Menschheitsgeschichte, es hatte keine Auswirkung auf ihr Leben.