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Im klimatologischen Mittel wird in den Niederungen der Alpennordseite oft in der ersten Maihälfte der erste Tag mit Temperaturhöchstwerten von über 25 Grad erreicht. So geschah es auch heute.
Wetter
Im klimatologischen Mittel wird in den Niederungen der Alpennordseite oft in der ersten Maihälfte der erste Tag mit Temperaturhöchstwerten von über 25 Grad erreicht. So geschah es auch heute.
Heute hat der Hochdruckeinfluss langsam nachgelassen und die Höhenströmung auf Südwest gedreht. Auf der Alpensüdseite führte ein sogenannter «Retour d’est» etwas feuchtere Luft von der Poebene zu den Alpen. In den übrigen Regionen verdeckten nur wenige vorbeiziehende hohe Wolkenfelder kurzzeitig die Sonne. Den Voralpen entlang und über dem Jura gab es zudem ein paar Quellwolken.
Die Höchsttemperaturen erreichten Werte von rund 20 bis 24, lokal 25 Grad. Die kräftige und langandauernde Sonneneinstrahlung konnte den Boden grundsätzlich gut erwärmen. Ein Teil der Wärmeenergie wurde aber für die Verdunstung der noch vorhandenen Bodenfeuchte verwendet. Wären die Böden trockener gewesen, hätten wir zusammen mit der Advektion der warmen Luftmasse aus Südwesten noch etwas höhere Temperaturhöchstwerte erzielt.
Erster Sommertag 2023 in Basel
Die 25-Grad-Marke wurde in Basel mit 25.2 Grad geknackt. Bis gestern wurden dieses Jahr schweizweit noch keine 25 Grad verzeichnet. In Basel gab es also heute den ersten Sommertag des laufenden Jahres. Dies entspricht sehr gut der Klimatologie, normalerweise wird in Basel der erste Sommertag um den 2. Mai erreicht:
Die obige Grafik zeigt den Median für das Datum des ersten Sommertags, in der Hälfte der Jahre wird der erste Sommertag vor diesem Datum, in der anderen Hälfte nach diesem Datum erreicht.
In Basel/Binningen (BAS) wird der erste Sommertag in 40 % der Jahre zwischen dem 26.4. und dem 10.5. erreicht. 30% der Fälle liegen vor dem erstgenannten, bzw. nach dem zweitgenannten Datum.
Die nächste «Überschreitung» der 25-Grad-Marke wird morgen im Südtessin, am Samstag wahrscheinlich flächiger erwartet. Kandidaten dafür sind das Wallis, das Tessin und die Genferseeregion.
Unser Wetterbericht und die MeteoSchweiz-App halten Sie wie immer auf dem Laufenden.
Wenn im Wetterbericht steht:
"Höchstwerte am Nachmittag um 23 Grad."
Dann bedeutet dies 21 bis 25 Grad, das «um» steht also für +- 2 Grad.
Grössere Temperaturunterschiede innerhalb einer Prognoseregion werden separat angegeben. Beispielsweise steht bei einer Föhnlage: "Temperatur am Nachmittag um 18 Grad, in den Föhntälern bis 23 Grad."