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Dass Vornamen zumindest historisch eine gewisse Aussagekraft haben, ist bekannt. So dürfte die Mehrzahl der Walters, Heinrichs, Elisabeths oder Margriths das Pensionsalter überschritten haben. Aktive Andreasse, Petras, Claudias, Thomasse und Christophs rangieren meist irgendwo zwischen vierzig und fünfzig, und die Kohorten, die als Kevin durchs Leben gehen, sind jetzt mehrheitlich etwas über dreissig. Und dass im deutschsprachigen Raum seit 1945 keiner mehr Adolf getauft wird, hat auch Gründe. Zudem kann man einen Urs, Beat oder Reto auch sofort regional in der Schweiz verorten, im Gegensatz zum deutschstämmigen Volker oder Klaus.
Weil es sich jedoch heutzutage nicht mehr gehört, nach dem Ariernachweis zu fragen, wollte die Berliner CDU nach den Krawallen in der Silvesternacht nicht nur die Nationalitäten der festgenommenen jungen Männer wissen, sondern auch die Vornamen jener mit deutscher Staatsangehörigkeit. Man bekommt ja doch einen gewissen Eindruck vom kulturellen Hintergrund, wenn einer Karim Müller, Mohamed Kleinschmidt oder Ali Gruber heisst. Und man weiss ja, dass die zu Gewalt neigen.
Schliesslich gibt es gute Gründe, warum Menschen, die Tarek oder Ayse heissen, nicht so schnell zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden wie eine Mia oder ein Lukas. Das wussten sicher auch Herr und Frau Ziemiak, die Eltern des vormaligen Generalsekretärs der CDU, die ihren kleinen Paweł, als sie von Polen nach Deutschland einwanderten, flugs zu Paul eindeutschten.
Die Bundespolizei Berlin twitterte übrigens dazu, sie werde häufig nach Vornamen von deutschen Verhafteten gefragt. Mit unerlaubten Waffen angetroffen habe man am letzten Wochenende einen Tim Oliver, einen Andre und einen Claus-Bernhard.