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Erreger und Übertragung
Die Trichinellose ist eine parasitäre Infektionskrankheit, die durch Trichinellen, einem Fadenwurm, verursacht wird. Eine Ansteckung erfolgt über den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem Fleisch, das Trichinellenlarven enthält. Die grösste Rolle spielen Schweinefleisch, seltener auch Pferde- oder Wildfleisch, oder Wurstwaren, die aus diesen Fleischsorten hergestellt wurden. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist nicht möglich.
Krankheitsbild
Die Infektion kann je nach Anzahl aufgenommener Larven asymptomatisch oder mild bis schwer verlaufen. In der Regel treten 5 bis 14 Tagen nach Infektion zunächst unspezifische Symptome wie Durchfall, andere Magen-Darm-Beschwerden und Fieber auf. Im späteren Verlauf können die Trichinellen-Larven über die Blutbahn in die Muskulatur wandern und Muskelschmerzen, Schwellungen im Augenbereich sowie weitere schwere Krankheitsbilder hervorrufen.
Trichinellose kann mit einem Anthelminthikum behandelt werden. Dieses wirkt am besten zu Beginn der Erkrankung, wenn sich die Larven und Würmer noch nicht in der Muskulatur festgesetzt haben.
Verbreitung und Häufigkeit
Die Erkrankung ist weltweit verbreitet. In der Schweiz tritt sie nur vereinzelt auf. Pro Jahr werden dem BAG zwischen keinem und vier Erkrankungsfälle gemeldet. Nicht selten infizieren sich Personen im Ausland bzw. nach dem Verzehr von im Ausland erworbenen Lebensmitteln tierischen Ursprungs.
Vorbeugung
In vielen Ländern, so auch in der Schweiz, ist die Untersuchung von Schlachttieren (wie z.B. von Schweinen, Pferden oder Wildschweinen), die potenziell Trichinellen enthalten könnten, im Rahmen der Fleischuntersuchungen obligatorisch. Daher ist es unwahrscheinlich, sich über Schweizer Schweinefleisch mit Trichinellen zu infizieren. Hingegen ist es nicht ganz auszuschliessen, dass Fleisch von Wildschweinen oder Fleisch aus dem Ausland Trichinellen enthalten könnte. Daher sollte rohes oder ungenügend erhitztes (Schweine-) Frischfleisch nicht konsumiert werden.