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Je tiefer, umso umfangreicher
Mitteltiefe Geothermieprojekte weisen einen typischen Verfahrensablauf auf. Das Vorgehen erfolgt in mehreren Schritten, wobei diese je nach Projekt und Ausgangssituation unterschiedlich viel Zeit benötigen. Grundsätzlich gilt: Je tiefer das Projekt, umso umfangreicher die einzelnen Arbeiten.
Der erste Schritt umfasst die Konkretisierung der Projektidee. Sobald diese vorliegt, ist das Gespräch mit den zuständigen kantonalen Amtsstellen (für Umwelt und/oder Energie zuständige Behörde) zu suchen. Das weitere Vorgehen und die Ausarbeitung des Projekts erfolgt in aller Regel in engem Kontakt mit den Behörden. In einer ersten Vorstudie werden die verfügbaren Unterlagen und Informationen gesammelt und analysiert. Anschliessend sind das Konzept und die Finanzierung zu bestimmen.
Die ersten grossen Ausgaben fallen mit der Erkundung des Untergrunds an. Je tiefer gebohrt wird, umso teurer. Mit zunehmender Tiefe steigen die Bohrkosten exponentiell. Diese Gelder sind verloren, sollte nicht genügend und nicht genügend heisses Wasser gefunden werden. Das Resultat der geologischen Erkundung bestimmt den Anlagenstandort. Ist die erste Bohrung erfolgreich, wird in der Regel ein zweites Loch gebohrt, um den Geothermiekreislauf zu komplettieren. Entspricht das Gesamtergebnis den Erwartungen, werden die Anschlüsse und die Anlage gebaut. Der Betrieb kann beginnen.
Planungsschritte für ein mitteltiefes Geothermieprojekt