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Anflüge auf grössere Flugplätze basieren seit Jahrzehnten auf Instrumentenlandesystemen (ILS), die eine präzisere Führung der Flugzeuge und auch Landungen bei schlechten Sichtverhältnissen erlauben. Ein ILS bedingt, dass mindestens die letzten Kilometer eines Anfluges in der Verlängerung der Pistenachse erfolgen. Im Gegensatz dazu ermöglichen neue Navigationsformen wie etwa die Satellitentechnologie eine grössere Flexibilität bei der Gestaltung der Flugwege.
Mit den satellitengestützen Anflugverfahren machen die Regionalflugplätze St. Gallen-Altenrhein und La Chaux-de-Fonds-Les Eplatures erste Schritte in der Nutzung der neuen Navigationstechnologien. Die Führung der Flugzeuge erfolgt durch Satellitensignale. Die Flugwege der neuen Verfahren entsprechen den bisherigen, das heisst, die Flugzeuge fliegen sowohl horizontal wie vertikal gleich an wie heute. Deshalb wird das Verfahren auch als «Overlay» bezeichnet. Wegen des unveränderten Flugwegs hat das neue Verfahren keine zusätzlichen Lärmauswirkungen.
Flugzeuge, die gestützt auf das Satellitensystem die beiden Regionalflugplätze anfliegen wollen, müssen mit den für den Empfang und die Auswertung der Signale erforderlichen Instrumenten ausgerüstet sein. Ist dies nicht der Fall, erfolgt die Landung weiterhin mit Hilfe des Instrumentenlandesystems. Auch in Fällen, in welchen das Satelliten-System vorübergehend nicht verfügbar ist, gelangen die konventionellen Anflugverfahren zur Anwendung.
Das BAZL hat nach Prüfung der Unterlagen die Gesuche für die satellitengestützten Anflüge auf die Regionalflugplätze St. Gallen-Altenrhein und La Chaux-de-Fonds-Les Eplatures bewilligt. Die Flugplätze nehmen das neue Verfahren am 17. November in Betrieb. Bereits eingeführt wurden ein Overlay-Verfahren auf eine der Nordpisten am Flughafen Zürich und ein Anflug für die Helikopter der Rettungsflugwacht auf das Inselspital Bern.
Die Verfahren dienen auch dazu, Erfahrungen zu sammeln, um die Satellitennavigation weiterentwickeln zu können. Zu diesem Zweck besteht ein nationales Programm für Satellitennavigation, in dem alle Projekte und Ideen enthalten sind. Das Programm steht unter der Leitung des BAZL, daran beteiligt sind die Flughäfen Genf und Zürich, die Flugsicherung Skyguide, die Fluggesellschaften Swiss und Easy Jet, die Luftwaffe sowie die Regionalflugplätze.