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Mit dem Experiment wolle man eine plausible Erklärung finden für die Schächte, die man in Augusta Raurica aber zum Beispiel auch in Frick ausgegraben habe, sagt Professor Peter-Andrew Schwarz. Der Archäologe lehrt an der Universität Basel und leitet das Experiment. «Wir haben römische Quellen, die belegen, dass man in Rom Schnee aus den Albanerbergen in Schächten eingelagert hat.» Die Kühle des Schnees habe man im Sommer genutzt, um den Wein zu kühlen, um Gemüse und sogar Austern zu lagern.
Der zweite Versuch
Im Winter 2016 hat Peter-Andrew Schwarz mit seinen Studierenden bereits einen ersten Versuch unternommen, der scheiterte. Man habe den Fehler gemacht nur einmal Schnee einzufüllen, dieser sei dann geschmolzen. Die Archäologen füllen darum dieses Jahr mehrmals Schnee und auch Eis rein, das Ganze isolieren sie mit Stroh. In römischer Zeit sei Schnee und auch Eis, beispielsweise auf dem Rhein, reichlich vorhanden gewesen.
Solche Experimente in der Archäologie seien spannend, sagt Juha Fankhauser, ein Student: «Es geht in der Archäologie darum nachzuvollziehen, wie die Menschen gelebt haben.» Dieses Experiment zeige nur einen kleinen Teil des Alltags aber «wenn viele solche kleinen Teile zusammenkommen, bekommt man doch ein Gesamtbild vom Leben der Menschen damals.»