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Die Mitglieder der Nordischen Bischofskonferenz trafen sich dieses Jahr im Kloster Einsiedeln. Vertreten waren die Bischöfe Islands, Dänemarks, Norwegens, Finnlands und Schwedens. Sie folgten der Einladung des ehemaligen Bischofs von Reykjavik, Peter Bürcher. Der aktuelle Apostolische Administrator des Bistums Chur gehört der Nordischen Bischofskonferenz als nicht stimmberechtigtes Mitglied an. Präsident der Konferenz ist der dänische Bischof Czeslaw Kozon. In Einsiedeln wurde er für eine weitere Amtszeit von vier Jahren wiedergewählt. Es sei nicht aussergewöhnlich, dass die Konferenz in einem nicht nordischen Land tage, sagt der Bischof von Kopenhagen im Gespräch. «Als kleine Konferenz sind wir Bischöfe aus der Diaspora viel unterwegs, und wir werden oft von anderen Bischofskonferenzen eingeladen.» Die Konferenz tagte auch schon im Heiligen Land, in Polen oder auch in Estland.
Eine weitere Eigenheit dieser Bischofskonferenz ist, dass ihre Mitglieder Deutsch miteinander sprechen. Czeslaw Kozon erklärt, warum das so ist: «Früher waren die meisten Bischöfe entweder Deutsche oder Holländer. Auch viele Priester und Ordensleute stammten aus diesen Ländern.» Aus diesem Grund war die Umgangssprache in der Kirche des hohen Norden Deutsch.
Der Klerus hat sich heute verändert, die Bischöfe sind jedoch bei ihrer Verkehrssprache geblieben. Bischof Kozon geht aber davon aus, dass Deutsch in den nächsten Jahren wegen des Zuzugs von Katholiken vom Englischen abgelöst wird. «Wir sind am Wachsen», sagt der Präsident der Nordischen Bischofskonferenz. Die Zahl der Katholiken in den fünf Ländern vergrösserte sich von 223 000 im Jahr 2008 auf 256 000 im Jahr 2017. Das verdanken diese Länder der Migration. Konversionen zum Katholizismus gebe es verhältnismässig wenig. Die katholische Kirche Dänemarks verzeichnet jährlich rund sechzig Beitritte von Personen, die sich zum Katholizismus gewendet haben.
Der Bischof von Kopenhagen erklärt weiter, dass sein Land genügend Priester zähle, «obwohl wir mehr Priester brauchen könnten». Aufgrund der Migration gebe es viele Priester, die neben ihren Landsleuten auch dänische Pfarreien betreuten. Die Hauptstadt Kopenhagen sehe sich in der komfortablen Lage, dass dort jeden Sonntag in den verschiedenen Migrationsgemeinden Gottesdienste gefeiert werden können.