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Reuters hatte in der vergangenen Woche unter Berufung auf Quellen über einen Verkauf im Wert von bis zu 2 Mrd CHF berichtet, was die SIX damals gegenüber der Nachrichtenagentur nicht kommentieren wollte.
Die Zahlungsindustrie befinde sich in einem starken Wandel, so der Sprecher zu AWP am Dienstag weiter. Angesichts des steigenden Margendrucks, der fortschreitenden Konsolidierung in Europa und zunehmender Konkurrenz habe der Verwaltungsrat den Auftrag erteilt, verschiedene Optionen zu prüfen, wie das Geschäft weiterentwickelt werden kann. Darunter fielen der Verkauf einer Mehrheit, aber auch Partnerschaften, Joint Venture, Zukäufe oder den Status quo beizubehalten.
Reuters hatte am vergangenen Mittwoch berichtet, dass der Betreiber der Schweizer Börse die Bank JPMorgan engagiert habe, um Optionen zu prüfen - inklusive einem Verkauf im Wert von bis zu 2 Mrd CHF. Die SIX könnte sich aber auch für einen IPO entscheiden oder für den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung, so die Quellen.
2016 machten die Bezahldienste bei der SIX - also die Division Payment Services - 885 Mio CHF des Betriebsertrags von insgesamt 1,84 Mrd CHF aus und erbrachten einen EBIT von 92 Mio von insgesamt 297 Mio.
Die SIX Group ist im Besitz von rund 130 Finanzinstituten, die auch Hauptnutzer der Dienstleistungen sind. Die Grossbanken halten zusammen einen Anteil von 30%. UBS-Chef Sergio Ermotti tadelte die Gruppe jüngst im Juni in einem Interview als ineffizient und teuer. Die SIX müsse über die Bücher gehen und sich Gedanken machen, wie sie sich aufstellen kann, sagte er. Er glaube nicht, dass das heutige Geschäftsmodell langfristig nachhaltig sei.
Der Verkauf der von der UBS - dem grössten Aktionär - gehaltenen SIX-Aktien stehe heute zwar nicht im Vordergrund. Aber: "Wenn wir mit den Dienstleistungen nicht zufrieden sind, suchen wir natürlich nach Alternativen."
ys/ra
(AWP)