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Propolis ist ein Harz, das von Bienen durch Mischen von Wachs, Pollen, Speichelsekreten und gesammelten Naturharzen hergestellt wird.
Die genaue Zusammensetzung von Propolis variiert je nach Quelle, und in Propolis wurden mehr als 300 chemische Bestandteile identifiziert, die zu den Flavonoiden, Terpenen und Phenolsäuren gehören. Darüber hinaus hängt seine chemische Zusammensetzung von der geografischen Lage, der botanischen Herkunft und der Bienenart ab.
Propolis und seine Verbindungen sind aufgrund ihrer antimikrobiellen und entzündungshemmenden Wirkung Gegenstand vieler Forschungen; mittlerweile hat man jedoch erkannt, dass Propolis auch regenerierende Eigenschaften besitzt.
Angesichts der Verfügbarkeit und der geringen Kosten dieser Produkte besteht ein wachsendes Interesse am heilenden Potenzial von Naturprodukten. Propolis Salbe enthält eine große Anzahl von Verbindungen, die bestimmte biologische Wirkungen erklären, die den Heilungsprozess beschleunigen und in Volksheilmitteln weit verbreitet sind.
Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, die Ergebnisse zum Wirkmechanismus von Propolis und seinen Verbindungen zusammenzufassen.
Einleitung
Propolis ist ein generischer Name für eine Mischung aus harzigen Substanzen, die von Bienen aus Pflanzenteilen, Knospen und Exsudaten in der nördlichen gemäßigten Zone vom Wendekreis des Krebses bis zum Polarkreis gesammelt werden.
Die Hauptquellen für Propolis sind Pappel, Weide, Birke, Ulme, Erle, Buche, Nadelbaum und Rosskastanie [1].
Propolis wird normalerweise im Bienenstock verwendet, um die Innenwände zu beschichten, gegen das Eindringen von Eindringlingen wie Schlangen und Eidechsen oder gegen Wind und Regen zu schützen und um das Wachstum von Pilzen und Bakterien zu verhindern [2].
Ein Bienenvolk kann in einem Jahr 150 bis 200 g Propolis ernten; einige Kolonien sammeln jedoch weniger als diese [1].
Aristoteles prägte das Wort Propolis aus den griechischen Wörtern pro (vor) und polis (Stadt), was vor der Stadt oder Verteidiger der Stadt bedeutet. Aristoteles zeigte eine bemerkenswert genaue und detaillierte Kenntnis von Propolis.
Neue Beweise deuten darauf hin, dass Propolis in Honigbienenvölkern eine subtilere Rolle bei der Immunität auf Kolonieebene spielen könnte als die direkte Abwehr gegen Parasiten und Krankheitserreger [3].
Geschichte von Propolis
Die lange Geschichte der Bienendomestikation hat zur Ausbeutung von Bienenprodukten geführt, und die vielen günstigen Eigenschaften von Propolis eignen sich für viele menschliche Aktivitäten. Propolis ist so alt wie Honig und wird seit Ewigkeiten von Menschen verwendet. Heute setzt sich die lange Geschichte der Verwendung von Propolis in Hausmitteln und Körperpflegeprodukten fort [2].
Es gibt Dokumente, die die Verwendung von Propolis durch die alten Ägypter, Perser und Römer zur Linderung vieler Krankheiten und als “Einbalsamierungssubstanz” nahelegen.
Die große Wertschätzung der Ägypter gegenüber Bienen und Bienenprodukten zeigt sich darin, dass einer der Titel der Pharaonen “der König der Bienen” war. Die alten Juden betrachteten Tzori (das hebräische Wort für Propolis) als Medizin. Propolis wurde von den Griechen als Hauptbestandteil von Polyanthus verwendet, einem Duft, der Propolis, Olibanum, Styrax und aromatische Kräuter kombiniert.
Hippokrates, ein griechischer Arzt, der als Vater der modernen Medizin gilt, erkannte die heilenden Eigenschaften von Propolis [4]. Darüber hinaus schrieb Roman Plinius der Ältere in seiner berühmten Naturgeschichte über die Eigenschaften von Propolis und zeigte ein detailliertes Verständnis von Propolis im Bienenstock. Plinius schrieb auch ausführlich darüber, zu verhindern, dass Wein durch Zugabe von Baumharzen zu Essig wird. Zu diesem Zweck wurden römischen Weinen Kiefern, Zedern und oft Terebinthen zugesetzt. Jüngste Studien haben gezeigt, dass bestimmte Baumharze wie Propolis Bakterien abtöten und so vor dem Abbau organischer Verbindungen schützen können.
Im Mittelalter war Propolis kein sehr beliebtes Thema und seine Verwendung als Salbe verschwand. Das Interesse an Propolis hat sich mit dem Interesse der Renaissance an der Wiederherstellung alter und vergessener Behandlungen und Ansätze gewandelt.
Antike nicht-persönliche Produkte oder medizinische Anwendungen umfassen die Verwendung von Propolis in Italien im 17. Jahrhundert, als Stradivari Propolis als Zutat für den Lack seiner Instrumente verwendete [5]. Noch heute wird Propolis bei Musikinstrumenten aus Kolophonium für Saiteninstrumente und bei der Reparatur von Akkordeons verwendet [6].