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Zwischen Stadt und Landschaft – die Reformation im Zürcher Oberland
Ein Vortrag von Peter Niederhäuser, Historiker
Donnerstag 22. Sept. 2022 19.30 Uhr Mönchhofsaal, im Mönchhof, 8617 Mönchaltorf
Die Zürcher Reformation wurde stark von Zwingli und den Interessen des städtischen Rats geprägt. Erst in den letzten Jahren hat sich die Forschung mit der Landschaft beschäftigt, ja gar von der “Reformation als bäuerlichen Revolution (Peter Kamber) gesprochen, die dann allerdings in einer teilweisen Enttäuschung und Ernüchterung endete.
Wer sich mit dem Zürcher Oberland beschäftigt, ist überrascht von einer vorreformatorischen kirchlichen Blütezeit, die scheinbar überraschend von einer völlig anderen Form der Frömmigkeit verdrängt wurde. Unter dem Einfluss der neuen religiösen Ideen versammelten sich 1524/25 die Oberländer, um kirchliches Gut zu beschlagnahmen und in Forderungskatalogen soziale wie religiöse Ideen zu formulieren, die sich letztlich auch gegen die Vorherrschaft der Stadt Zürich richteten.
Während im nahen Süddeutschland der Bauernkrieg in einem Blutbad endete, gelang es den Zürcher Ratsherren, ihre Untertanen zuerst hinzuhalten und dann mit mehr oder weniger sanften Mitteln zu beruhigen. Welche Rolle spielte hier Mönchaltorf, was stand im Zentrum der bäuerlichen Anliegen und welche Auswirkungen hatten diese Forderungen im Zürcher Oberland?
Eintritt frei, Kollekte
Organisation: Ref. Kirche Mönchaltorf
Unterstützt durch die Chronik der Gemeinde Rüti
Bildquelle:
Bauernsturm von Töss, Pfingsten 1525; Reformationschronik von Bullinger in der Abschrift von Thomman von 1605, ZB Zürich, Handschriften