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Lange Zeit dienten Damenuhren nur als schönes Schmuckstück. Doch mit den erreichten Meilensteinen der Frauenbewegung hat sich auch das verändert.
«Was Uhren betrifft, benötigen die Frauen keine Präzisionsuhr, weil sie sowieso immer zu spät sind – sie sind mehr an Karaten und üppigen Verzierungen interessiert.» – dies schrieb 1916 das Schweizer Schmuck- und Uhren-Magazin «Revue Internationale de l’Horlogerie». Zu diesem Zeitpunkt hatten Frauen in der Schweiz noch kein Stimmrecht, für dieses mussten sie noch viele Jahre kämpfen. 1971 war es dann so weit: Das männliche Stimmvolk entschied, dass ab jetzt auch Frauen wählen durften.
Meilensteine der Frauenbewegung
Die Aussage der «Revue Internationale de l’Horlogerie» widerspiegelt den damaligen Zeitgeist. Heute würde eine solche Aussage einen Aufschrei auslösen. Mit Recht, denn mittlerweile hat die Frauenbewegung viele Meilensteine erreicht: 1886 forderte die erste Schweizer Juristin Emilie Kempin-Spyri die Zulassung zum Anwaltsberuf. Ein Jahrzehnt später wurde in Genf der erste offizielle Nationale Frauenkongress organisiert. Erstmals wurden Frauen als ernstzunehmende Gruppierung angesehen. 1900 wurde dann der Bund Schweizerischer Frauenvereine (BSF) gegründet. Ein weiterer nennenswerter Erfolg dieser Zeit: 1903 erhielt Marie Curie als erste Frau den Nobelpreis in Physik.
Obwohl der Schweizerische Verband für das Frauenstimmrecht bereits 1909 gegründet wurde, können Frauen in der Schweiz erst ab 1971 wählen. Dieser bedeutende Meilenstein wurde im internationalen Vergleich sehr spät erreicht. Der Grundsatz von Gleichbehandlung von Mann und Frau wurde zudem erst 1981 in die Verfassung aufgenommen. Und auch heute ist klar: Trotz erreichter Meilensteine gibt es noch viel zu tun.
Die Damenuhr – nicht mehr nur schön, sondern auch funktional
Die Siege der kontinuierlichen Emanzipation der Frau in den vergangenen Jahrhunderten äussert sich auch in den Ansprüchen und Bedürfnissen an die Damenuhr. Diese hat sich nämlich grundlegend verändert. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts trugen Frauen ihre Uhr meistens in Form einer mit Edelstein besetzten Brosche oder als Kette. Es wurden nur vereinzelt Damenuhren produziert, welche vielmehr Schmuckstück als ein funktionaler Zeitmesser waren – und zwar nur für die reiche Frau.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg fing das Uhrenbusiness an zu boomen. Die 70er Jahre werden als Jahrzehnt der Quarzwerke bezeichnet. Damals wurden Uhren in Japan in Massen angefertigt. Ab ungefähr 1980 gewannen traditionelle Schweizer Uhrenmarken wieder an Bedeutung. Seit dieser Zeit steigt die Nachfrage nach nicht nur einer hübschen, sondern auch einer funktional starken Damenuhren kontinuierlich. Heute darf die Uhr nämlich sein wie die Frau – nicht nur schön, sondern viel mehr. Kurz gesagt einfach so, wie Frau es sich individuell wünscht.
Ebel Uhren: Eine starke Frau hinter einer starken Marke
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Etwa zur gleichen Zeit in welcher das «Revue Internationale de l’Horlogerie» davon ausgeht, Frauen bräuchten keine Präzisionsuhr, brachte Alice Lévy 40'000 französische Francs in die Ehe mit Eugène Blum. Dies wird das Startkapital für die gemeinsame Uhrenfirma «Ebel»
. Der Name für die Uhrenmarke setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von Eugène Blum Et Lévy zusammen. Alice Lévy hatte einen äusserst ausgeprägten Sinn für das Geschäft und entdeckte die Marktlücke der Damenarmbanduhr. So entstand 1912 eines der ersten Uhrenmodelle für Damen, das in die Geschichte einging. Madame Alice Blum pflegte zu sagen «Monsieur Blum c’est moi!» und spielte eine bedeutende Rolle im Unternehmen.
Internationaler Frauentag 2022
Auch dieses Jahr feiern wir am 8. März den Internationalen Frauentag. Begründerin des ersten weltweiten Frauentags im Jahre 1911 war die deutsche Sozialdemokratin Clara Zetkin. Auf ihre Initiative hin versammelten sich in mehreren Ländern wie der Schweiz, Dänemark, Österreich und Schweden Frauen und forderten ihre Rechte. Dazu gehörte sowohl das Recht auf politische Mitbestimmung und gleichen Lohn wie die Männer als auch der Arbeits- und Gesundheitsschutz.
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Heute wird der Frauentag auf der ganzen Welt gefeiert, wobei nicht überall gleich zelebriert wird. In der Schweiz und in vielen anderen europäischen Ländern finden diverse Events und Veranstaltungen zum Thema Gleichberechtigung und Feminismus statt. In China erhalten Frauen vor allem in Staatsbetrieben einen halben Tag frei. Und in osteuropäischen Ländern ist der 8. März ein wichtiger Feiertag, an welchem Männer ihren Frauen, Schwestern und Müttern Blumen und weitere Aufmerksamkeiten schenken.