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Die Adivasi wurden aus den Wäldern vertrieben und abhängig von Grossgrundbesitzern und Geldverleihern. Das Projekt hilft ihnen, sich davon zu befreien.
In den 70er Jahren wurde in Indien der Wildlife Protection Act in Kraft gesetzt. Mit diesem Gesetz wurden zahlreiche neue Naturreservate geschaffen, um die Abholzung zu stoppen und die Flora und Fauna zu erhalten. Für die indigenen Adivasi, die im Chittoor Distrikt, im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh, seit Jahrhunderten in und von den Wäldern leben, hatte diese Entwicklung aber negative Konsequenzen.
Sie wurden aus den Wäldern vertrieben, mussten sich ausserhalb in nahegelegenen Dörfern ansiedeln und verloren so ihre Lebensgrundlage. Von Waldprodukten können sie heute nur noch während sechs Monaten im Jahr leben, während der anderen Hälfte des Jahres sind sie auf Tagelohnarbeit auf den Feldern der Grossgrundbesitzer.
Eine andere Möglichkeit, die ihnen bleibt, ist sich auf Kredite von Geldverleihern zu verlassen. So finden sich viele Adivasi aufgrund von Wucherzinsen innert kurzer Zeit in einer Schuldenfalle gefangen und werden von den Grossgrundbesitzern und Geldverleihern abhängig.
Die Partnerorganisation Social Health & Education Development Society (SHEDS) unterstützt die Yanadi Adivasi in den Bezirken Palamaneru, Kuppam und V. Kota in ihren Bemühungen gegen diese Entwicklungen. Das Selbstvertrauen der Adivasi wird durch die Gründung von Dorforganisationen gestärkt. Mit Getreidesparkassen können sie ihre Abhängigkeit von den Grossgrundbesitzern reduzieren, indem in Notfällen kleine Kredite aus der gemeinschaftlichen Sparkasse bezogen werden können. So müssen sie keine Kredite zu horrenden Wucherzinsen aufzunehmen.
In einer späteren Phase beginnen sie, staatliche Leistungen einzufordern und Brach- oder Waldland zu besetzen. Durch die Zusammenarbeit mit SHEDS werden die Adivasi in ihren Fähigkeiten gestärkt, so dass sie ihre Interessen zunehmend selber vertreten können.