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Sachplan Übertragungsleitungen SÜL
Der Sachplan Übertragungsleitungen (SÜL) behandelt die Höchstspannungsleitungen des schweizerischen Übertragungsnetzes, welches auf der Spannungsebne 220/380 Kilovolt (Netzebene 1) betrieben wird. Der SÜL enthält
- konzeptionelle Aussagen;
- Objektblätter zu einzelnen Leitungsvorhaben.
Die Objektblätter dienen als Grundlage bei der Plangenehmigung der Vorhaben, die sich erheblich auf Raum und Umwelt auswirken.
Stand der Arbeiten
Der Sachplan Übertragungsleitungen vom 12.04.2001 wurde in einer ersten Version am 27.06.2001 durch den Bundesrat verabschiedet. Er legt unter anderem eine Methodik für die Beurteilung der Leitungsvorhaben nach Nutz- und Schutzkriterien fest. Auf dieser Grundlage werden die anlagespezifischen Ziele und Vorgaben, in Zusammenarbeit mit den interessierten Partnern (Werke, Umweltorganisationen, Behörden), schrittweise konkretisiert.
Mit der am 06.03.2009 vom Bundesrat genehmigten Revision des Sachplans konnte ein strategisches Netz 2015 von Übertragungsleitungen definiert werden. Dieses ist für die Versorgung des Landes notwendig. Für die Leitungsprojekte dieses Netzes gilt der Bedarfsnachweis als erfüllt. Im Rahmen des Sachplanverfahrens wird für diese Projekte die räumliche Abstimmung vorgenommen und ein Objektblatt erstellt.
Um bei neuen Leitungen einen Korridor für die exakte Linienführung zu bestimmen und bei raumwirksamen Änderungen von Höchstspannungsleitungen die Frage «Freileitung oder Erdleitung» zu beantworten, wird grundsätzlich jeweils eine Kabel- und Freileitungsvariante erarbeitet. Diese werden dann mittels des «Bewertungsschema Übertragungsleitungen» evaluiert.
Im SÜL sind derzeit auch noch einzelne Leitungsvorhaben der Bahnstromversorgung auf der Spannungsebene 132 Kilovolt enthalten. Seit Dezember 2013 werden jedoch keine SÜL-Verfahren für Bahnstromleitungen mehr durchgeführt.
Der Sachplan Übertragungsleitungen soll nach Inkrafttreten der Verordnungsanpassungen im Zusammenhang mit der Strategie Stromnetze gesamthaft überarbeitet werden. Die Arbeiten dazu sollen im 2. Halbjahr 2019 beginnen.