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Die Handschriften
Das Musée Voltaire freut sich, seinen Lesern den jetzt digitalisierten Katalog seiner Handschriftensammlungen zu präsentieren. Mehr als 50 % unserer Bestände sind nun in Manuscrits et archives Voltaire verzeichnet.
Die Handschriftensammlung des Instituts ist hauptsächlich dank der bedeutenden Schenkung entstanden, die Theodore Besterman der Stadt Genf 1954 gemacht hat. Der englische Milliardär polnischer Herkunft war von Voltaire begeistert: Ihm ist die Entstehung der Bibliothek und des Museums des Institutes zu verdanken, zu denen er mehrere Tausend Drucke, Handschriften und ikonographische Dokumente beisteuerte. Theodore Besterman war von 1954 bis 1970 Direktor des Institut et Musée Voltaire, sein Nachfolger wurde Charles-Ferdinand Wirz, der 2002 in den Ruhestand ging. Dank Charles Wirz, einem profunden Kenner von Voltaire, konnten die Handschriftensammlungen erweitert, den Forschern zugänglich gemacht und eingehend studiert werden.
Sie bestehen aus zwei leicht zu identifizierenden Gruppen: Die erste umfasst alle Einzelhandschriften, die in geeigneten Ordnern versammelt sind, und die zweite, welche ausschliesslich die Signatur MS trägt, setzt sich aus den schon bestehenden und gebundenen, mehr oder minder willkürlich zusammengestellten Handschriftensammlungen zusammen.
Die erste Gruppe trägt verschiedene Signaturen. So bezeichnet z.B. die C-Serie sämtliche Schriftwechsel und hat fünf Untersignaturen: CA für den aktiven Schriftwechsel von Voltaire, CB für seinen passiven Schriftwechsel, CC für andere Schriftwechsel des 18. Jahrhunderts, CD für die Briefe, die seinerzeit in den zuerst in Les Délices, dann in der Voltaire Foundation von Oxford veröffentlichten Besterman-Korpus der Correspondance définitive aufgenommen wurden, und CE für alle anderen Formen des Schriftwechsels.
Die jetzige Datenbank enthält rund 50 % unseres Bestandes und wird regelmässig erweitert werden, sobald die Katalogisierung der verbleibenden Dokumente abgeschlossen ist. Auch die neu eingehenden Dokumente werden so bearbeitet, dass sie rasch online zugänglich sein werden. Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Herrn Flavio Borda d’Água, wissenschaftlicher Adjunkt.