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Es war einer der aufsehenerregendsten Kriminalfälle der US-Justizgeschichte: Dem ehemaligen Footballprofi O. J. Simpson wurde Mitte der Neunzigerjahre vorgeworfen, seine Ex-Frau Nicole Brown Simpson und deren Bekannten Ronald Goldman ermordet zu haben. In dem umstrittenen Indizienprozess wurde er 1995 von dem Vorwurf freigesprochen, musste aber eine Millionenstrafe zahlen. Das damalige Urteil spaltet bis heute die US-Öffentlichkeit, die Geschehnisse um Simpson haben längst Einzug in die Popkultur der Vereinigten Staaten gefunden.
Dass der einstige Sportstar dann doch noch Jahre im Gefängnis verbrachte, hing nicht mit dem Mordfall zusammen. Wegen bewaffneten Raubs und Körperverletzung war Simpson 2008 im US-Staat Nevada zu einer 33-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Ex-Footballer, der später auch mit Auftritten in Filmen wie «Die nackte Kanone» als Schauspieler in Hollywood Karriere machte, hatte gemeinsam mit Komplizen zwei Sammler von Fan-Artikeln mit Waffengewalt in einem Hotelzimmer in Las Vegas zur Herausgabe von persönlichen Erinnerungsstücken gezwungen.
Ein Justizausschuss des US-Bundesstaates Nevada entschied Mitte Juli 2017 jedoch einstimmig, Simpson die restlichen Jahre auf Bewährung zu erlassen. Seit dem Ende seines mehrjährigen Gefängnisaufenthaltes hatte der ehemalige Spitzensportler in Las Vegas unter behördlicher Aufsicht gelebt. Das hat nun ein Ende: Am Dienstag wurde der 74-Jährige wegen guter Führung offiziell in die Freiheit entlassen.
(jdo,sid,t-online )