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Der Schweizer Botschafter Emil A. Stadelhofer verhandelte 1965 im Auftrag der USA mit Kuba über einen sicheren Lufttransport für kubanische Flüchtlinge von Varadero nach Miami.
Camarioca-Krise 1965
Im September 1965 verkündete der kubanische Staatschef Fidel Castro, dass kubanische Staatsangehörige per Boot von Camarioca nach Florida reisen können. In der Folge wurde Florida von kubanischen Exilanten überrannt, und die USA warnten vor einer Katastrophe. Sie beauftragten den Schweizer Botschafter in Kuba damit, einen sicheren Lufttransport für Kubanerinnen und Kubaner auszuhandeln.
Am 6. November 1965 einigten sich die beiden Staaten auf ein Memorandum of Understanding. Darin wurden täglich zwei Flüge zwischen Varadero in Kuba und Miami in den USA festgehalten. Über eine Zeitspanne von sieben Jahren emigrierten 260‘000 kubanische Regimegegnerinnen und Regimegegner in die USA.
Die Schweiz war nicht nur massgeblich an den Verhandlungen zwischen den USA und Kuba beteiligt, sondern sie führte auch Buch über jede Person, die Kuba verliess. Der damalige britische Botschafter in Kuba Adam Watson nannte Emil A. Stadelhofer den «herausragendsten Diplomaten Havannas» («the most outstanding diplomat in Havana»).
Diplomatische Dokumente der Schweiz: