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Dieser Sprachkalender steht seit Anfang des Jahres auf meinem Schreibtisch. Er verspricht, dass man mit 5 Minuten am Tag innerhalb eines Jahres die Grundlagen der russischen Sprache erlernen kann. Im Januar beschäftigt er sich vor allem mit dem Alphabet. Das kannte ich zwar schon, aber ich würde trotzdem behaupten, wenn man alle Übungen gemacht, kann man die kyrillische Schrift erlernen und Russisch lesen. Im ganzen Kalender sind russische Sprichwörter verteilt, was mir persönlich sehr gefällt, sie bringen einem die russische Kultur näher. Außerdem stellt er russische Zeitungen und Fernsehsender vor, man kann die ersten Zahlen lernen, die Farben, verschiedene Länder und Sprachen, Wörter übers Wetter und ebenfalls wie man seine Familie vorstellt. Die Texte und Aufgaben werden auch der Jahreszeit entsprechend etwas angepasst, im Sommer erfährt man also etwas über das Leben auf der Datscha und im Herbst gibt es Sätze zum Pilze sammeln. Wer sich wirklich mit dem Kalender beschäftigt, für den sind am Ende des Jahres ein kurzer Small Talk oder auch einfache Fragen möglich. Auf der Rückseite jedes Kalenderblattes wird Russland näher vorgestellt. Diese Texte sind auf Deutsch. Da liest man zum Beispiel etwas über russische Traditionen, Städte, Schriftsteller oder über beliebte Gerichte, auch das hat mir sehr gefallen.
Der Kalender wechselt immer ab, zwischen Aufgaben und etwas zum Lesen. Die Aufgaben des Kalenders sollen selbsterklärend sein, es gibt also keinen Lösungsvorschlag. Das ist für mich das größte Manko. Eine Aufgabe ist zum Beispiel die deutsche Entsprechung zu diesem russischen Sprichwort zu finden: „(Wenn du dich ) beeilst, (bringst du) die Leute zum Lachen. – Поспешишь людей насмешишь.“ Ich kenne kein deutsches Sprichwort, was dieser Aussage ähnelt. Mir ist noch nicht einmal richtig klar, was das Sprichwort sagen will. Eine andere Aufgabe ist: „__ ______ _______, а дома луше.“ Ich soll also den Satz vervollständigen. Da habe ich zwar eine Vorstellung, was sie wissen möchten, aber ob meine Lösung richtig ist, das weiß ich nicht. Solche für mich nicht lösbaren Aufgaben gibt es einige. Am Anfang des Jahres habe ich deshalb beim Verlag einmal nachgefragt und da erhielt ich in innerhalb kürzester Zeit eine Antwort mit dem Angebot ruhig wieder zu fragen. Dieser Service hat mich sehr positiv überrascht.
Als Fazit würde ich sagen, die Pluspunkte sind:
- ich benötige wirklich nur 5 Minuten am Tag
- ich habe viel Neues über Russland erfahren
- bei Nachfragen gibt es schnellstmöglich eine Antwort
- und ich konnte tatsächlich etwas lernen
Kritisch finde ich:
- das die Aufgaben sich mir nicht immer erklären (Hier würde ich mir manchmal eine Hilfestellung, vielleicht auch online, wünschen.)
Vielleicht hat ja einer von euch Vorschläge, welches deutsches Sprichwort gemeint ist. Die Lösung würde ich dann auf jeden Fall noch hier veröffentlichen.
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