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Sie werden millionenfach nach Europa, in die USA und nach Ostasien exportiert. Lebende Korallenfische für Meeresaquarien. Was die wenigsten wissen: Die meisten dieser Tiere werden wild gefangen – mit Gift.
Eine indonesische Filmdokumentation belegt es eindrücklich: Der Fang von Korallentieren mit Zyanid ist zwar verboten, kümmern tut dies aber niemanden. Der Einsatz des Nervengiftes, um Meerestiere zu betäuben und so leichter einfangen zu können, ist weit verbreitet.
Die Folgen dieser rücksichtslosen Ausbeutung sind verheerend. Sie schädigt nicht nur die ohnehin schwer belasteten und bedrohten Korallenriffe zusätzlich. Sie erhöht auch die ohnehin sehr hohe Sterblichkeit von gefangenen Meerestieren in Meeresaquarien weiter.
Vor diesem Hintergrund ist es höchst bedenklich, dass Grossaquarien wie das geplante Ozeanium in Basel sich anmassen, nachhaltig zu sein. Das Ozeanium will tausende Meerestiere anschaffen. Dies im Wissen, dass sich die meisten davon nicht züchten lassen, sondern wild gefangen werden.
Grossaquarien tragen so nicht nur zur weiteren Ausbeutung der marinen Lebensräume bei, sondern animieren auch Besucher, selber Meeresaquarien anzuschaffen. So wird die Plünderung der Korallenriffe noch weiter angeheizt.