Document ID: /entscheidsuche_html/filtered/documents_0430.jsonl.gz/109

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00638 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Peter-Schwarzenberger Urteil vom 13. September 2022 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kreso Glavas Advokatur Glavas AG Markusstrasse 10, 8006 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin weitere Verfahrensbeteiligte: GastroSocial Pensionskasse Buchserstrasse 1, Postfach 2304, 5001 Aarau Beigeladene Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1980, meldete sich am 20. November 2016 unter Hinweis auf eine schwere Verletzung des rechten Unterschenkels bei der Invali denversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/1). Die Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und berufliche Situation ab, zog Akten der Unfallversicherung bei (Urk. 6/7; Urk. 6/44; Urk. 6/53) und holte bei der Gutachterstelle Y.___ ein orthopädisch-psychiatrisches Gutachten ein, das am 23. Juli 2018 erstattet wurde (Urk. 6/61/1-152). Zudem veranlasste sie eine Abklärung für Selb ständigerwerbende, worüber am 29. August 2018 berichtet wurde (Urk. 6/64). Mit Vorbescheid vom 11. Oktober 2018 (Urk. 6/69) stellte die IV-Stelle die Zusprache einer ganzen Rente vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Juli 2018 und einer halben Rente ab 1. August 2018 in Aussicht. Gleichentags auferlegte sie dem Versicher ten eine Schadenminderungspflicht und hielt ihn an, sich einer regelmässigen Basismedikation mit ärztlich durchgeführter Spiegelkontrolle zu unterziehen. Zu dem wurde ihm eine umfassende Rehabilitation mit physiotherapeutischen Mas snahmen, Hilfsmittelversorgung, Coaching und begleitender psychosomatischer Behandlung empfohlen (Urk. 6/65). Mit Verfügungen vom 13. Februar und 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) bestätigte die IV-Stelle ihren Vorbescheid und sprach dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Juli 2018 und bei einem Invaliditätsgrad von 57 % eine halbe Rente ab 1. August 2018 zu (vgl. Verfügungsteil 2, Urk. 6/74 = Urk. 6/75 = Urk. 6/77). 1.2 Nach Eingang eines am 1. Februar 2021 ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk. 6/82) klärte die IV-Stelle die medizinische und berufliche Situation ab. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/90-91; Urk. 6/95; Urk. 6/101) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 30. September 2021 (Urk. 6/103 = Urk. 2) die bisher ausgerichtete Rente auf. 2. Der Versicherte erhob am 25. Oktober 2021 Beschwerde gegen die Verfügung vom 30. September 2021 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm die bisherige Rente auszurichten, eventuell sei eine polydisziplinäre Abklä rung unter Einschluss der unfallbedingt entstandenen Beschwerden in Auftrag zu geben und hernach neu zu entscheiden. Zudem sei die IV-Stelle zu verpflichten, die beruflichen Massnahmen zu initialisieren, bevor sie die Rente aufhebe (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2. Dezember 2021 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 3. Januar 2021 (Urk. 9) hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren fest und reichte weitere Unterlagen ein (Urk. 10). Mit Eingabe vom 9. Februar 2022 (Urk. 12) ver zichtete die Beschwerdegegnerin auf das Einreichen einer Duplik, worüber der Beschwerdeführer am 11. Februar 2022 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 13). Mit Verfügung vom 24. Juni 2022 (Urk. 14) wurde die GastroSocial Pensionskasse zum Prozess beigeladen. Mit Eingabe vom 4. Juli 2022 (Urk. 16) verzichtete die Beigeladene auf das Einreichen einer Stellungnahme, worüber die Parteien am 6. Juli 2022 in Kenntnis gesetzt wurden (Urk. 17). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da die angefochtene Verfügung vor dem 1. Januar 2022 erging, sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden (vgl. statt vieler: Urteile des Bun desgerichts 8C_251/2022 vom 11. Juli 2022 E. 3.1 und 8C_804/2021 vom 1. Juni 2022 E. 2.2). 1.2 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine un terschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszu stand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine ver änderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bun desgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). Dabei braucht es sich nicht u m eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu han deln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materi ellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74 ter lit. f IVV auf dem W eg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauf folgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachverhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bun desgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 201 3 E. 3.1.2). 1.3 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsan spruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizini schen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundes amtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.3.2). Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwal tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entschei den haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdi gen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bun desgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen). Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika tionen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Soll ein Versicherungsfall ohne Einho lung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswür digung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest stellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Aufhebung der seit August 2018 ausge richteten halben Rente in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) damit, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der Rentenzusprache verbes sert habe. Der Beschwerdeführer sei seit spätestens Mai 2020 in einer angepass ten, überwiegend sitzenden, selten ebenerdig gehenden oder stehenden Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Ein Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 12 %, weshalb kein Rentenanspruch mehr bestehe (S. 1 f.). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber (Urk. 1) auf den Standpunkt, dass die Beschwerdegegnerin die bisher ausgerichtete Rente ohne nähere Abklä rung nach dem sogenannten Annahmeprinzip aufgehoben habe. Die im Jahre 2018 gewährte Rente sei auf der Basis der immer noch vorhandenen medizini schen Situation gewährt worden. Eine Veränderung habe es nicht gegeben, weder in der Schmerzproblematik noch sonst wie (S. 2 f. Ziff. II). 2.3 Strittig und zu prüfen ist die revisionsweise Aufhebung der bisher ausgerichteten halben Rente, wobei namentlich zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführer s wesentlich verbessert respektive sich die für die Invalidi tätsbemessung massgebende Arbeitsfähigkeit verändert hat. Zu vergleichen ist dabei der Sachverhalt im Zeitpunkt der Rentenzusprache im Februar 2019 mit demjenigen, welcher der hier zugrundeliegenden Verfügung vom 30. September 2021 lag. 3. 3.1 Der Rentenzusprache mit Verfügungen vom 13. Februar und vom 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) lag im Wesentlichen das orthopädisch-psychiatrische Y.___ - Gutachten vom 23. Juli 2018 (Urk. 6/61 /1 -152) zugrunde (Urk. 6/67/6-8; vgl. Urk. 6/74 = Urk. 6/75 = Urk. 6/77). Die Gutachter nannten folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit (Urk. 6/61/1-16 S. 9 Ziff. 4.2): - Bewegungs- und Belastungseinschränkung im Bereich des rechten Fusses bei: - posttraumatischer Arthrose betont zwischen Os naviculocuneiforme mediale und dem Tarsometatarsalgelenk (TMT) I/II - kritischen Weichteilverhältnissen mit deutlich verminderter Weichteil deckung im Bereich der rechten Ferse durch Atrophie des freien Lap pens und dadurch verminderter Dämpfung bei Bodenkontakt - aufgehobener Abrollung im Bereich der rechten Fusswurzel - Hammerzehenbildung D2-D5 bei erfolgter Strecksehnenresektion - Inaktivitätsosteopenie der rechten Fusswurzel - knöchern konsolidierter ehemals intraartikulärer Tibiafraktur mit regelrechter Lage der Plattenosteosynthese - knöchern konsolidierter ehemaliger Fibulamehrfragmentfraktur - knöchern konsolidierter ehemaliger mehrfragmentärer Fraktur des Os naviculare - knöchern konsolidierter ehemaliger mehrfragmentärer Fraktur des Os cuneiforme mediale sowie intermedium - knöchern konsolidierte ehemalige Fraktur der Metatarsalia II, III und IV Zudem nannten sie eine leichtgradige depressive Störung (ICD-10 F32.0), eine posttraumatische Belastungsstörung nach Töffunfall vom 28. Mai 2016 (ICD-10 F43.1) sowie einen chronischen Schmerz als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/61/1-16 S. 9 Ziff. 4.2). Aus psychiatrischer Sicht könnten aufgrund von psychiatrischen Störungen keine anhaltenden Fähigkeitsstörungen mit Auswirkungen auf die mittel- und langfris tige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der zuletzt ausgeübten und in adaptierten Tätigkeiten festgestellt werden. Aus orthopädischer Sicht sei der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als selbständiger Gastronom seit dem am 28. Mai 2016 erlittenen Unfallereignis und seither andauern d nicht mehr arbeitsfähig. In einer leidensadaptierten, körperlich leichten wechselbelastenden, optimal angepassten, überwiegend sitzenden Tätigkeit bestehe spätestens seit der gutachterlichen Untersuchung, mithin am 3. Juli 2018, eine quantitativ limitierte Arbeitsfähigkeit von 50 %. Die Einschränkung von 50 % ergebe sich in der Folge der reduzierten Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit, vermehrten Pausen sowie reduzierter Arbeitsschnelligkeit (Urk. 6/61/1-16 S. 13 f. Ziff. 4.7/4.8, vgl. S. 2 Ziff. 1). Aus interdisziplinärer gutachterlicher Sicht würden die somatischen Han dicaps das Krankheitsgeschehen des Beschwerdeführers dominieren (Urk. 6/61/1-16 S. 15 Ziff. 4.9). In Anbetracht des langjährigen Krankheitsverlaufs werde eine sukzessive Integration in den adaptierten Arbeitsmarkt mit einer Steigerung der Präsenzzeit um 10 % alle zwei Monate empfohlen. Bei gegebenenfalls unklarer Prognose des langjährigen Verlaufs werde in zwei Jahren eine erneute Evaluation der Leistungsfähigkeit empfohlen (Urk. 6/61/1-16 S. 14 Ziff. 4.7/4.8). 3.2 Am 27. August 2018 wurde eine Abklärung für Selbständigerwerbende durchge führt, worüber am 29. August 2018 berichtet wurde (Urk. 6/64). Die Abklärungs person hielt fest, dass nach dem Unfall der Bruder des Beschwerdeführer s dessen Tätigkeit in der Pizzeria übernommen habe, um die weitere Existenz des Restau rants sicherzustellen. Der Beschwerdeführer habe keine Aufgaben mehr im Res taurant (S. 5 Ziff. 4). Die Abklärungsperson führte einen Einkommensvergleich durch und legte dar, dass für das Valideneinkommen vom Einkommen als Angestellter in der eigenen GmbH ausgegangen werden könne. Der Beschwerdeführer habe vor Ort plausibel ausgeführt, dass die GmbH keine grossen Gewinne mache, weshalb das Einkom men des Beschwerdeführers überwiegend wahrscheinlich nicht aufgrund von Gewinnen oder Verlusten angepasst werden müsse. Es könne deshalb von einem Valideneinkommen von Fr. 78'000.-- (Fr. 6'500.-- x 12, 13. Monatslohn inklu sive) ausgegangen werden. Der Beschwerdeführer übe derzeit keine Arbeitstätig keit aus. Er könne im Restaurant keine Arbeitsleistung erbringen, da die meisten Tätigkeiten mit Stehen oder Gehen zusammenhängen würden. Der Beschwerde führer fühle sich momentan subjektiv nicht im Stande, organisatorische Aufga ben auszuführen und auch der Fuss verursache Schmerzen in Ruhe, weswegen seine Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei. D ennoch bestehe gemäss RAD (vgl. Urk. 6/67/6-8) seit dem 3. Juli 2018 bis auf Weiteres eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit. Da der Beschwerdeführer nicht im eigenen Restau rant mit einer angepassten Tätigkeit integriert werden könne, sei es aus wirt schaftlicher Sicht zumutbar, die selbständige Tätigkeit aufzugeben und eine alternative, angepasste Tätigkeit auszuüben (S. 9 Ziff. 10, S. 8 Ziff. 7.1). 3.3 Die Beschwerdegegnerin begründete die Zusprache einer befristeten ganzen Rente vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Juli 2018 und die Zusprache einer halben Rente ab 1. August 2018 mit Verfügungen vom 13. Februar und 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) damit, dass es dem Beschwerdeführer für die Zeitdauer von Mai 2016 bis Juli 2018 nicht zumutbar gewesen sei, eine Tätigkeit auszuüben, weshalb der Invalidi tätsgrad 100 % betrage und ein Anspruch auf eine ganze Rente vorliege. Die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers habe sich spätestens ab Juli 2018 verbessert, so sei ihm eine angepasste Tätigkeit in einem 50 %-Pensum zumutbar. Somit ändere sich der Rentenanspruch ab August 2018. Zur Ermittlung des Valideneinkommens zog die Beschwerdegegnerin das zuletzt erzielte Einkom men von Fr. 78'000. -- (vgl. vorstehend E. 3.2) heran. Für die Festlegung des Invalideneinkommens stützte sie sich auf den standardisierten Durchschnittslohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirt schaftszweigen des privaten Sektors gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) und ermittelte unter Berücksichtigung der Teuerung für das Jahr 2018 ein Einkommen von Fr. 33'795.--. Der Vergleich des Valideneinkommens m it dem Invalideneinkom men ergab einen Invaliditätsgrad von 57 % und somit einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine halbe Rente ab August 2018 (Verfügungsteil 2, Urk. 6/74 = Urk. 6/75 = Urk. 6/77). 4. 4.1 Prof. Dr. med. Z.___, Facharzt für Chirurgie, Kantonsspital A.___, Departement Chirurgie, berichtete am 3 0. Januar 2019 (Urk. 6/84/3-5 = Urk. 6/85/14-16) über die gleichentags erfolgte Sprechstunde und nannte belas tungsabhängige Schmerzen im Rückfussbereich rechts und eine sympto matische posttraumatische Arthrose Navico-Cuneiforme mediale und TNT I/II-Gelenk Fuss rechts sowie einen Verdacht auf eine Posttraumatic -stress- disorder als Diagnosen (S. 1 Mitte). Der Beschwerdeführer sei in die Sprechstunde gekommen, da er seit einigen Wochen über belastungsabhängige neue Schmerzen im Rückfussbereich klage. Die anderen Beschwerden hätten sich eher etwas verbessert. Inzwischen nehme er kein Targin mehr und die aktuelle Medikation bestehe nur noch aus Paracetamol und Lyrica. Mit dieser Analgesie sei er gut kompensiert und er arbeite wieder zu etwa 30 % im familieneigenen Geschäft. Gehstrecken bis zu 300-400 Meter seien mit gewissen Einschränkungen, aber ohne Gehhilfen, nun doch möglich. Die Schmerzen seien am ehesten dem unteren Sprunggelenk (USG) zuzuordnen. Der Beschwerdeführer sei nun ohne weitere Abklärungen für eine Infiltration des USG angemeldet worden. Sollte dies die Beschwerden lindern, so sei die Schmerzursache klar. Sollte die Infiltration nichts bringen, so könne auch noch das obere Sprunggelenk (OSG) in einem zweiten Schritt analog abge klärt/therapiert werden (S. 2). 4.2 Prof. Z.___ berichtete am 8. März 2019 (Urk. 6 /84/1-2) über die am 8. Februar 2019 durchgeführte Infiltration des USG und führte diesbezüglich aus, dass der Beschwerdeführer über eine deutliche Besserung der Beschwerden berichtet habe, die zirka zwei Wochen angehalten hätten und nun wieder auf das ursprüngliche Niveau zurückgekehrt seien. Aktuell würden keine weiteren Mass nahmen durchgeführt (S. 2). 4.3 Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom 13. März 2021 (Urk. 6/85/10-13) aus, dass er den Beschwer deführer seit 2001 behandle, wobei die letzte Konsultation im Juni 2020 stattge funden habe (Ziff. 1.1). Er könne keine Auskunft bezüglich der dem Beschwerde führer auferlegten Schadenminderungspflicht machen, da er ihn schon lange nicht mehr gesehen habe (Ziff. 5). Auch zur beruflichen Situation könne er keine Angaben machen (vgl. Ziff. 3). 4.4 Dr. med. C.___, Facharzt für Chirurgie und für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, RAD, führte in seiner Stellung nahme vom 29. März 2021 (Urk. 6/93/4-5) aus, dass sich der objektive somatische Zustand des Beschwerdeführers nicht wesentlich verändert habe und zukünftig allenfalls eine Verschlechterung zu erwarten sei. Die Beschwerden würden als belastungsabhängig beschrieben. Angesichts des niedrigen Leidensdrucks sei aus heutiger medizinisch-theoretischer Sicht nicht nachvollziehbar, weshalb in einer wechselbelastenden, überwiegend sitzenden Tätigkeit eine Einschränkung von 50 % bestehen solle. Sofern aufgrund der Konstellation die Verbesserung des Gesundheitszustands angenommen werden könnte, könnte eine aktuelle Beurtei lung vom Gesundheitszustand allenfalls durch eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) mit orthopädischer Untersuchung erfolgen. Zuvor sollte abgeklärt werden, ob und gegebenenfalls wann die psychiatrisch-psychothera peutische Behandlung beendet worden sei. 4.5 RAD-Arzt Dr. C.___ führte in seiner Stellungnahme vom 6. Mai 2021 (Urk. 6/9 3 /6-7) aus, dass die Umsetzung der Schadenminderungspflicht nicht vollumfänglich beurteilt werden könne. Spiegelkontrolle, umfassende Rehabilita tion mit physiotherapeutischen Massnahmen, Coaching und begleitende psycho somatische Behandlung seien nicht belegt. Somit könne allenfalls eine teilweise Umsetzung bestätigt werden. Im letzten Bericht vom August 2019 werde angege ben, unter Lyrica und Paracetamol sei die Symptomatik gut kompensiert. Stärkere Schmerzmedikamente seien erfolgreich abgesetzt worden. Gehstrecken von 300-400 Meter seien ohne Gehilfen zu bewältigen. Spätestens seit April 2020 finde überhaupt keine Behandlung mehr statt (vgl. Urk. 6/88). Der letzte Befund und die fehlende Inanspruchnahme therapeutischer Massnahmen würden einen geringen Leidensdruck in unbelasteter Situation belegen. Der Gesundheitszustand habe sich im Vergleich zum Gutachten spätestens bis zum Zeitpunkt des Behand lungsabbruchs im April 2020 wesentlich verändert. Die ursprüngliche Tätigkeit sei aufgrund von Geh- und Stehbelastung dauerhaft nicht mehr zumutbar. Eine Tätigkeit ohne Belastung des rechten Fusses könne dem Beschwerdeführer medi zinisch-theoretisch spätestens seit Mai 2020 in vollem Pensum zugemutet werden. Es werde eine stufenweise Eingliederung empfohlen. 4.6 In seiner ergänzenden Stellungnahme vom 27. Juli 2021 (Urk. 6/93/8) führt e RAD-Arzt Dr. C.___ aus, dass er die Verbesserung nicht mit dem Therapieab bruch, sondern mit dem letzten Bericht vom August 2019 begründe. Darin werden angegeben, unter Lyrica und Paracetamol sei die Symptomatik gut kompensiert und es seien stärkere Schmerzmedikamente erfolgreich abgesetzt worden. Geh strecken von 300-400 Meter seien ohne Gehhilfen zu bewältigen. Daraus leite er ab, dass in sitzenden Tätigkeiten keine relevanten Einschränkungen mehr bestün den. 4.7 Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Bericht vom 16. Dezember 2021 (Urk. 10) aus, dass er den Beschwerde führer seit Dezember 2017 behandle, und nannte folgende Diagnosen (S. 1 Mitte): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.1, F33.2) - posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) - anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich verschlechtert. So seien Symptome einer schweren depressiven Störung aufgetreten (S. 1 Mitte). Seit dem 6. September 2021 werde der Beschwerdeführer wieder behandelt, so fänden alle 14 Tagen Konsultationen statt und er nehme Antidepressiva ein. Aufgrund der genannten Störungen und der psychischen Funktionsstörung sei der Beschwer deführer nicht in der Lage, eine leichte Tätigkeit auszuführen. Es liege eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % vor (S. 3). 5. 5.1 Die Rentenzusprache erfolgte gestützt auf das orthopädisch-psychiatrische Y.___ -Gutachten vom 23. Juli 2018 aufgrund des somatischen Leidens des Beschwer deführers, den psychiatrischen Befunden wurde keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zugemessen (vgl. vorstehend E. 3.1). 5.2 RAD-Arzt Dr. C.___, welchen den Beschwerdeführer nicht selber untersucht hat, bejahte in seinen Stellungnahmen vom 6. Mai und 27. Juli 2021 eine Verbesse rung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ab Mai 2020 unter Hinweis auf einen angeblich letzten Bericht vom August 2019, wonach die Symptomatik unter Lyrica und Paracetamol gut kompensiert sei, stärkere Schmerzmedikamente erfolgreich abgesetzt worden seien und Gehstrecken von 300-400 Meter ohne Gehhilfen bewältigt werden könnten. Daraus leitete er ab, dass in sitzenden Tätigkeiten keine relevanten Einschränkungen mehr bestünden und dem Beschwerdeführer seit Mai 2020 eine Tätigkeit ohne Belastung des rechten Fusses zu 100 % zumutbar sei (vorstehend E. 4.5-4.6). Zunächst kann festgehalten werden, dass kein Bericht vom August 2019 in den Akten vorhanden ist. Beim erwähnten Bericht handelt es sich wohl um den Bericht von Prof. Z.___ vom 30. Januar 2019 (vgl. vorstehend E. 4.1). In seiner ersten Stellungnahme während des Revisionsverfahrens vom 29. März 2021 ging RAD-Arzt Dr. C.___ noch von keiner wesentlichen Veränderung des somatischen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers aus und erwartete zukünftig allen falls eine Verschlechterung ( vgl. vorstehend E. 4.4). Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits K enntnis vom Bericht von Prof. C.___ von Januar 2019 und berücksich tige diesen bei der Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführer s. Weshalb RAD-Arzt Dr. C.___ nur kurze Zeit später ohne das Vorliegen neuer Arztberichte zu einer anderen Einschätzung gekommen ist, legte er nicht näher dar. Soweit Dr. C.___ von einer Verbesserung des somatischen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ausgeht, kann ihm nicht gefolgt werden, basiert doch die behauptete Verbesserung lediglich auf einer in keiner Weise begründeten Annahme. Somit kommt seiner Beurteilung kein Beweiswert (vgl. vorstehend E. 1.3) zu. Den beiden Berichten von Prof. Z.___ vom Januar und März 2019 (vgl. vorstehend E. 4.1-4.2) können allenfalls bislang nicht weiter untersuchte Anhaltspunkte für eine gewisse Ver änd erung de r Auswirkungen des somatischen Gesundheits schaden s entnommen werden, berichtete doch der Beschwerdeführer von etwas weniger Schmerzen und der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit in einem Pensum von 30 % im familieneigenen Geschäft. Dies reicht jedoch für die Bejahung eines Revisionsgrundes nicht aus und vermag insbesondere keine Auskunft darüber zu geben, inwieweit dem Beschwerdeführer objektiv eine hö here Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten zumutbar wäre. Die Beschwer degegnerin hat es unterlassen, diesbezüglich weitere Abklärungen zu tätigen beziehungsweise den Beschwerdeführer zu untersuchen. Auch Dr. B.___ konnte ihm März 2021 keine aussagekräftigen Angaben zum Gesundheitszustands des Beschwerdeführers machen (vgl. vorstehend E. 4.3). Schliesslich kann dem neuesten Bericht von Dr. D.___ vom Dezember 2021 (vgl. vorstehend E. 4.7) entnommen werden, dass der Beschwerdeführer seit September 2021 erneut psychotherapeutisch und pharmakologisch behandelt wird, was auf eine Verschlechterung des psychiatrischen Gesundheitszustandes hindeuten könnte. 5.3 Nach dem Gesagten bestehen zwar Anhaltspunkte für eine allfällige Veränderung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführer s, eine Verbesserung des Gesund heitszustands seit Erlass der Rentenverfügungen vom 13. Februar und vom 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) ist jedoch nicht mit dem im Sozialversiche rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausge wiesen. Somit liegt kein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG vor. Die Einstellung der seit 1. August 2018 ausgerichteten halben Rente erweist sich aus diesem Grund als unzulässig. Dementsprechend ist die angefochtene Verfü gung vom 30. September 2021 (Urk. 2) in Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente hat. 6. 6.1 Der Beschwerdeführer beantragte in seiner Beschwerde ausserdem, die Beschwer degegnerin sei zu verpflichten, berufliche Massnahmen zu initialisieren, bevor sie die Rente aufhebe (Urk. 1 S. 2 Ziff. I.3). 6.2 Die Beschwerdegegnerin äusserte sich in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) nicht zu den beruflichen Eingliederungsmassnahmen und hat diesbezüglich kei nen Entscheid erlassen. Diesbezüglich fehlt es an einem Anfechtungsobjekt, weshalb in diesem Punkt auf die Beschwerde nicht eingetreten wird. 7. 7.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 6 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 7.2 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetz es über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Höhe der gericht lich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streit sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Als weitere Bemessungskrite rien nennt § 7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht ( GebV SVGer ) den Zeitaufwand und die Barauslagen. Dem obsiegenden und anwaltlic h vertretenen Beschwerdeführer steht eine Par teientschädigung zu, die beim praxisge mässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwer tsteuer) ermessensweise auf Fr. 2’3 00.-- (inklusive Barausla gen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist. Das Gericht erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 30. September 2021 mit der Feststellung aufgehoben, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente hat. Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2’300.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Kreso Glavas - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - GastroSocial Pensionskasse - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin Grieder-MartensPeter-Schwarzenberger

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00638 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Peter-Schwarzenberger Urteil vom 13. September 2022 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kreso Glavas Advokatur Glavas AG Markusstrasse 10, 8006 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin weitere Verfahrensbeteiligte: GastroSocial Pensionskasse Buchserstrasse 1, Postfach 2304, 5001 Aarau Beigeladene Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1980, meldete sich am 20. November 2016 unter Hinweis auf eine schwere Verletzung des rechten Unterschenkels bei der Invali denversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/1). Die Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und berufliche Situation ab, zog Akten der Unfallversicherung bei (Urk. 6/7; Urk. 6/44; Urk. 6/53) und holte bei der Gutachterstelle Y.___ ein orthopädisch-psychiatrisches Gutachten ein, das am 23. Juli 2018 erstattet wurde (Urk. 6/61/1-152). Zudem veranlasste sie eine Abklärung für Selb ständigerwerbende, worüber am 29. August 2018 berichtet wurde (Urk. 6/64). Mit Vorbescheid vom 11. Oktober 2018 (Urk. 6/69) stellte die IV-Stelle die Zusprache einer ganzen Rente vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Juli 2018 und einer halben Rente ab 1. August 2018 in Aussicht. Gleichentags auferlegte sie dem Versicher ten eine Schadenminderungspflicht und hielt ihn an, sich einer regelmässigen Basismedikation mit ärztlich durchgeführter Spiegelkontrolle zu unterziehen. Zu dem wurde ihm eine umfassende Rehabilitation mit physiotherapeutischen Mas snahmen, Hilfsmittelversorgung, Coaching und begleitender psychosomatischer Behandlung empfohlen (Urk. 6/65). Mit Verfügungen vom 13. Februar und 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) bestätigte die IV-Stelle ihren Vorbescheid und sprach dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Juli 2018 und bei einem Invaliditätsgrad von 57 % eine halbe Rente ab 1. August 2018 zu (vgl. Verfügungsteil 2, Urk. 6/74 = Urk. 6/75 = Urk. 6/77). 1.2 Nach Eingang eines am 1. Februar 2021 ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk. 6/82) klärte die IV-Stelle die medizinische und berufliche Situation ab. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/90-91; Urk. 6/95; Urk. 6/101) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 30. September 2021 (Urk. 6/103 = Urk. 2) die bisher ausgerichtete Rente auf. 2. Der Versicherte erhob am 25. Oktober 2021 Beschwerde gegen die Verfügung vom 30. September 2021 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm die bisherige Rente auszurichten, eventuell sei eine polydisziplinäre Abklä rung unter Einschluss der unfallbedingt entstandenen Beschwerden in Auftrag zu geben und hernach neu zu entscheiden. Zudem sei die IV-Stelle zu verpflichten, die beruflichen Massnahmen zu initialisieren, bevor sie die Rente aufhebe (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2. Dezember 2021 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 3. Januar 2021 (Urk. 9) hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren fest und reichte weitere Unterlagen ein (Urk. 10). Mit Eingabe vom 9. Februar 2022 (Urk. 12) ver zichtete die Beschwerdegegnerin auf das Einreichen einer Duplik, worüber der Beschwerdeführer am 11. Februar 2022 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 13). Mit Verfügung vom 24. Juni 2022 (Urk. 14) wurde die GastroSocial Pensionskasse zum Prozess beigeladen. Mit Eingabe vom 4. Juli 2022 (Urk. 16) verzichtete die Beigeladene auf das Einreichen einer Stellungnahme, worüber die Parteien am 6. Juli 2022 in Kenntnis gesetzt wurden (Urk. 17). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da die angefochtene Verfügung vor dem 1. Januar 2022 erging, sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden (vgl. statt vieler: Urteile des Bun desgerichts 8C_251/2022 vom 11. Juli 2022 E. 3.1 und 8C_804/2021 vom 1. Juni 2022 E. 2.2). 1.2 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine un terschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszu stand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine ver änderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bun desgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). Dabei braucht es sich nicht u m eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu han deln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materi ellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74 ter lit. f IVV auf dem W eg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauf folgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachverhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bun desgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 201 3 E. 3.1.2). 1.3 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsan spruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizini schen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundes amtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.3.2). Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwal tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entschei den haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdi gen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bun desgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen). Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika tionen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Soll ein Versicherungsfall ohne Einho lung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswür digung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest stellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Aufhebung der seit August 2018 ausge richteten halben Rente in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) damit, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der Rentenzusprache verbes sert habe. Der Beschwerdeführer sei seit spätestens Mai 2020 in einer angepass ten, überwiegend sitzenden, selten ebenerdig gehenden oder stehenden Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Ein Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 12 %, weshalb kein Rentenanspruch mehr bestehe (S. 1 f.). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber (Urk. 1) auf den Standpunkt, dass die Beschwerdegegnerin die bisher ausgerichtete Rente ohne nähere Abklä rung nach dem sogenannten Annahmeprinzip aufgehoben habe. Die im Jahre 2018 gewährte Rente sei auf der Basis der immer noch vorhandenen medizini schen Situation gewährt worden. Eine Veränderung habe es nicht gegeben, weder in der Schmerzproblematik noch sonst wie (S. 2 f. Ziff. II). 2.3 Strittig und zu prüfen ist die revisionsweise Aufhebung der bisher ausgerichteten halben Rente, wobei namentlich zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführer s wesentlich verbessert respektive sich die für die Invalidi tätsbemessung massgebende Arbeitsfähigkeit verändert hat. Zu vergleichen ist dabei der Sachverhalt im Zeitpunkt der Rentenzusprache im Februar 2019 mit demjenigen, welcher der hier zugrundeliegenden Verfügung vom 30. September 2021 lag. 3. 3.1 Der Rentenzusprache mit Verfügungen vom 13. Februar und vom 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) lag im Wesentlichen das orthopädisch-psychiatrische Y.___ - Gutachten vom 23. Juli 2018 (Urk. 6/61 /1 -152) zugrunde (Urk. 6/67/6-8; vgl. Urk. 6/74 = Urk. 6/75 = Urk. 6/77). Die Gutachter nannten folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit (Urk. 6/61/1-16 S. 9 Ziff. 4.2): - Bewegungs- und Belastungseinschränkung im Bereich des rechten Fusses bei: - posttraumatischer Arthrose betont zwischen Os naviculocuneiforme mediale und dem Tarsometatarsalgelenk (TMT) I/II - kritischen Weichteilverhältnissen mit deutlich verminderter Weichteil deckung im Bereich der rechten Ferse durch Atrophie des freien Lap pens und dadurch verminderter Dämpfung bei Bodenkontakt - aufgehobener Abrollung im Bereich der rechten Fusswurzel - Hammerzehenbildung D2-D5 bei erfolgter Strecksehnenresektion - Inaktivitätsosteopenie der rechten Fusswurzel - knöchern konsolidierter ehemals intraartikulärer Tibiafraktur mit regelrechter Lage der Plattenosteosynthese - knöchern konsolidierter ehemaliger Fibulamehrfragmentfraktur - knöchern konsolidierter ehemaliger mehrfragmentärer Fraktur des Os naviculare - knöchern konsolidierter ehemaliger mehrfragmentärer Fraktur des Os cuneiforme mediale sowie intermedium - knöchern konsolidierte ehemalige Fraktur der Metatarsalia II, III und IV Zudem nannten sie eine leichtgradige depressive Störung (ICD-10 F32.0), eine posttraumatische Belastungsstörung nach Töffunfall vom 28. Mai 2016 (ICD-10 F43.1) sowie einen chronischen Schmerz als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/61/1-16 S. 9 Ziff. 4.2). Aus psychiatrischer Sicht könnten aufgrund von psychiatrischen Störungen keine anhaltenden Fähigkeitsstörungen mit Auswirkungen auf die mittel- und langfris tige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der zuletzt ausgeübten und in adaptierten Tätigkeiten festgestellt werden. Aus orthopädischer Sicht sei der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als selbständiger Gastronom seit dem am 28. Mai 2016 erlittenen Unfallereignis und seither andauern d nicht mehr arbeitsfähig. In einer leidensadaptierten, körperlich leichten wechselbelastenden, optimal angepassten, überwiegend sitzenden Tätigkeit bestehe spätestens seit der gutachterlichen Untersuchung, mithin am 3. Juli 2018, eine quantitativ limitierte Arbeitsfähigkeit von 50 %. Die Einschränkung von 50 % ergebe sich in der Folge der reduzierten Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit, vermehrten Pausen sowie reduzierter Arbeitsschnelligkeit (Urk. 6/61/1-16 S. 13 f. Ziff. 4.7/4.8, vgl. S. 2 Ziff. 1). Aus interdisziplinärer gutachterlicher Sicht würden die somatischen Han dicaps das Krankheitsgeschehen des Beschwerdeführers dominieren (Urk. 6/61/1-16 S. 15 Ziff. 4.9). In Anbetracht des langjährigen Krankheitsverlaufs werde eine sukzessive Integration in den adaptierten Arbeitsmarkt mit einer Steigerung der Präsenzzeit um 10 % alle zwei Monate empfohlen. Bei gegebenenfalls unklarer Prognose des langjährigen Verlaufs werde in zwei Jahren eine erneute Evaluation der Leistungsfähigkeit empfohlen (Urk. 6/61/1-16 S. 14 Ziff. 4.7/4.8). 3.2 Am 27. August 2018 wurde eine Abklärung für Selbständigerwerbende durchge führt, worüber am 29. August 2018 berichtet wurde (Urk. 6/64). Die Abklärungs person hielt fest, dass nach dem Unfall der Bruder des Beschwerdeführer s dessen Tätigkeit in der Pizzeria übernommen habe, um die weitere Existenz des Restau rants sicherzustellen. Der Beschwerdeführer habe keine Aufgaben mehr im Res taurant (S. 5 Ziff. 4). Die Abklärungsperson führte einen Einkommensvergleich durch und legte dar, dass für das Valideneinkommen vom Einkommen als Angestellter in der eigenen GmbH ausgegangen werden könne. Der Beschwerdeführer habe vor Ort plausibel ausgeführt, dass die GmbH keine grossen Gewinne mache, weshalb das Einkom men des Beschwerdeführers überwiegend wahrscheinlich nicht aufgrund von Gewinnen oder Verlusten angepasst werden müsse. Es könne deshalb von einem Valideneinkommen von Fr. 78'000.-- (Fr. 6'500.-- x 12, 13. Monatslohn inklu sive) ausgegangen werden. Der Beschwerdeführer übe derzeit keine Arbeitstätig keit aus. Er könne im Restaurant keine Arbeitsleistung erbringen, da die meisten Tätigkeiten mit Stehen oder Gehen zusammenhängen würden. Der Beschwerde führer fühle sich momentan subjektiv nicht im Stande, organisatorische Aufga ben auszuführen und auch der Fuss verursache Schmerzen in Ruhe, weswegen seine Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei. D ennoch bestehe gemäss RAD (vgl. Urk. 6/67/6-8) seit dem 3. Juli 2018 bis auf Weiteres eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit. Da der Beschwerdeführer nicht im eigenen Restau rant mit einer angepassten Tätigkeit integriert werden könne, sei es aus wirt schaftlicher Sicht zumutbar, die selbständige Tätigkeit aufzugeben und eine alternative, angepasste Tätigkeit auszuüben (S. 9 Ziff. 10, S. 8 Ziff. 7.1). 3.3 Die Beschwerdegegnerin begründete die Zusprache einer befristeten ganzen Rente vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Juli 2018 und die Zusprache einer halben Rente ab 1. August 2018 mit Verfügungen vom 13. Februar und 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) damit, dass es dem Beschwerdeführer für die Zeitdauer von Mai 2016 bis Juli 2018 nicht zumutbar gewesen sei, eine Tätigkeit auszuüben, weshalb der Invalidi tätsgrad 100 % betrage und ein Anspruch auf eine ganze Rente vorliege. Die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers habe sich spätestens ab Juli 2018 verbessert, so sei ihm eine angepasste Tätigkeit in einem 50 %-Pensum zumutbar. Somit ändere sich der Rentenanspruch ab August 2018. Zur Ermittlung des Valideneinkommens zog die Beschwerdegegnerin das zuletzt erzielte Einkom men von Fr. 78'000. -- (vgl. vorstehend E. 3.2) heran. Für die Festlegung des Invalideneinkommens stützte sie sich auf den standardisierten Durchschnittslohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirt schaftszweigen des privaten Sektors gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) und ermittelte unter Berücksichtigung der Teuerung für das Jahr 2018 ein Einkommen von Fr. 33'795.--. Der Vergleich des Valideneinkommens m it dem Invalideneinkom men ergab einen Invaliditätsgrad von 57 % und somit einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine halbe Rente ab August 2018 (Verfügungsteil 2, Urk. 6/74 = Urk. 6/75 = Urk. 6/77). 4. 4.1 Prof. Dr. med. Z.___, Facharzt für Chirurgie, Kantonsspital A.___, Departement Chirurgie, berichtete am 3 0. Januar 2019 (Urk. 6/84/3-5 = Urk. 6/85/14-16) über die gleichentags erfolgte Sprechstunde und nannte belas tungsabhängige Schmerzen im Rückfussbereich rechts und eine sympto matische posttraumatische Arthrose Navico-Cuneiforme mediale und TNT I/II-Gelenk Fuss rechts sowie einen Verdacht auf eine Posttraumatic -stress- disorder als Diagnosen (S. 1 Mitte). Der Beschwerdeführer sei in die Sprechstunde gekommen, da er seit einigen Wochen über belastungsabhängige neue Schmerzen im Rückfussbereich klage. Die anderen Beschwerden hätten sich eher etwas verbessert. Inzwischen nehme er kein Targin mehr und die aktuelle Medikation bestehe nur noch aus Paracetamol und Lyrica. Mit dieser Analgesie sei er gut kompensiert und er arbeite wieder zu etwa 30 % im familieneigenen Geschäft. Gehstrecken bis zu 300-400 Meter seien mit gewissen Einschränkungen, aber ohne Gehhilfen, nun doch möglich. Die Schmerzen seien am ehesten dem unteren Sprunggelenk (USG) zuzuordnen. Der Beschwerdeführer sei nun ohne weitere Abklärungen für eine Infiltration des USG angemeldet worden. Sollte dies die Beschwerden lindern, so sei die Schmerzursache klar. Sollte die Infiltration nichts bringen, so könne auch noch das obere Sprunggelenk (OSG) in einem zweiten Schritt analog abge klärt/therapiert werden (S. 2). 4.2 Prof. Z.___ berichtete am 8. März 2019 (Urk. 6 /84/1-2) über die am 8. Februar 2019 durchgeführte Infiltration des USG und führte diesbezüglich aus, dass der Beschwerdeführer über eine deutliche Besserung der Beschwerden berichtet habe, die zirka zwei Wochen angehalten hätten und nun wieder auf das ursprüngliche Niveau zurückgekehrt seien. Aktuell würden keine weiteren Mass nahmen durchgeführt (S. 2). 4.3 Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom 13. März 2021 (Urk. 6/85/10-13) aus, dass er den Beschwer deführer seit 2001 behandle, wobei die letzte Konsultation im Juni 2020 stattge funden habe (Ziff. 1.1). Er könne keine Auskunft bezüglich der dem Beschwerde führer auferlegten Schadenminderungspflicht machen, da er ihn schon lange nicht mehr gesehen habe (Ziff. 5). Auch zur beruflichen Situation könne er keine Angaben machen (vgl. Ziff. 3). 4.4 Dr. med. C.___, Facharzt für Chirurgie und für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, RAD, führte in seiner Stellung nahme vom 29. März 2021 (Urk. 6/93/4-5) aus, dass sich der objektive somatische Zustand des Beschwerdeführers nicht wesentlich verändert habe und zukünftig allenfalls eine Verschlechterung zu erwarten sei. Die Beschwerden würden als belastungsabhängig beschrieben. Angesichts des niedrigen Leidensdrucks sei aus heutiger medizinisch-theoretischer Sicht nicht nachvollziehbar, weshalb in einer wechselbelastenden, überwiegend sitzenden Tätigkeit eine Einschränkung von 50 % bestehen solle. Sofern aufgrund der Konstellation die Verbesserung des Gesundheitszustands angenommen werden könnte, könnte eine aktuelle Beurtei lung vom Gesundheitszustand allenfalls durch eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) mit orthopädischer Untersuchung erfolgen. Zuvor sollte abgeklärt werden, ob und gegebenenfalls wann die psychiatrisch-psychothera peutische Behandlung beendet worden sei. 4.5 RAD-Arzt Dr. C.___ führte in seiner Stellungnahme vom 6. Mai 2021 (Urk. 6/9 3 /6-7) aus, dass die Umsetzung der Schadenminderungspflicht nicht vollumfänglich beurteilt werden könne. Spiegelkontrolle, umfassende Rehabilita tion mit physiotherapeutischen Massnahmen, Coaching und begleitende psycho somatische Behandlung seien nicht belegt. Somit könne allenfalls eine teilweise Umsetzung bestätigt werden. Im letzten Bericht vom August 2019 werde angege ben, unter Lyrica und Paracetamol sei die Symptomatik gut kompensiert. Stärkere Schmerzmedikamente seien erfolgreich abgesetzt worden. Gehstrecken von 300-400 Meter seien ohne Gehilfen zu bewältigen. Spätestens seit April 2020 finde überhaupt keine Behandlung mehr statt (vgl. Urk. 6/88). Der letzte Befund und die fehlende Inanspruchnahme therapeutischer Massnahmen würden einen geringen Leidensdruck in unbelasteter Situation belegen. Der Gesundheitszustand habe sich im Vergleich zum Gutachten spätestens bis zum Zeitpunkt des Behand lungsabbruchs im April 2020 wesentlich verändert. Die ursprüngliche Tätigkeit sei aufgrund von Geh- und Stehbelastung dauerhaft nicht mehr zumutbar. Eine Tätigkeit ohne Belastung des rechten Fusses könne dem Beschwerdeführer medi zinisch-theoretisch spätestens seit Mai 2020 in vollem Pensum zugemutet werden. Es werde eine stufenweise Eingliederung empfohlen. 4.6 In seiner ergänzenden Stellungnahme vom 27. Juli 2021 (Urk. 6/93/8) führt e RAD-Arzt Dr. C.___ aus, dass er die Verbesserung nicht mit dem Therapieab bruch, sondern mit dem letzten Bericht vom August 2019 begründe. Darin werden angegeben, unter Lyrica und Paracetamol sei die Symptomatik gut kompensiert und es seien stärkere Schmerzmedikamente erfolgreich abgesetzt worden. Geh strecken von 300-400 Meter seien ohne Gehhilfen zu bewältigen. Daraus leite er ab, dass in sitzenden Tätigkeiten keine relevanten Einschränkungen mehr bestün den. 4.7 Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Bericht vom 16. Dezember 2021 (Urk. 10) aus, dass er den Beschwerde führer seit Dezember 2017 behandle, und nannte folgende Diagnosen (S. 1 Mitte): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.1, F33.2) - posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) - anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich verschlechtert. So seien Symptome einer schweren depressiven Störung aufgetreten (S. 1 Mitte). Seit dem 6. September 2021 werde der Beschwerdeführer wieder behandelt, so fänden alle 14 Tagen Konsultationen statt und er nehme Antidepressiva ein. Aufgrund der genannten Störungen und der psychischen Funktionsstörung sei der Beschwer deführer nicht in der Lage, eine leichte Tätigkeit auszuführen. Es liege eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % vor (S. 3). 5. 5.1 Die Rentenzusprache erfolgte gestützt auf das orthopädisch-psychiatrische Y.___ -Gutachten vom 23. Juli 2018 aufgrund des somatischen Leidens des Beschwer deführers, den psychiatrischen Befunden wurde keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zugemessen (vgl. vorstehend E. 3.1). 5.2 RAD-Arzt Dr. C.___, welchen den Beschwerdeführer nicht selber untersucht hat, bejahte in seinen Stellungnahmen vom 6. Mai und 27. Juli 2021 eine Verbesse rung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ab Mai 2020 unter Hinweis auf einen angeblich letzten Bericht vom August 2019, wonach die Symptomatik unter Lyrica und Paracetamol gut kompensiert sei, stärkere Schmerzmedikamente erfolgreich abgesetzt worden seien und Gehstrecken von 300-400 Meter ohne Gehhilfen bewältigt werden könnten. Daraus leitete er ab, dass in sitzenden Tätigkeiten keine relevanten Einschränkungen mehr bestünden und dem Beschwerdeführer seit Mai 2020 eine Tätigkeit ohne Belastung des rechten Fusses zu 100 % zumutbar sei (vorstehend E. 4.5-4.6). Zunächst kann festgehalten werden, dass kein Bericht vom August 2019 in den Akten vorhanden ist. Beim erwähnten Bericht handelt es sich wohl um den Bericht von Prof. Z.___ vom 30. Januar 2019 (vgl. vorstehend E. 4.1). In seiner ersten Stellungnahme während des Revisionsverfahrens vom 29. März 2021 ging RAD-Arzt Dr. C.___ noch von keiner wesentlichen Veränderung des somatischen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers aus und erwartete zukünftig allen falls eine Verschlechterung ( vgl. vorstehend E. 4.4). Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits K enntnis vom Bericht von Prof. C.___ von Januar 2019 und berücksich tige diesen bei der Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführer s. Weshalb RAD-Arzt Dr. C.___ nur kurze Zeit später ohne das Vorliegen neuer Arztberichte zu einer anderen Einschätzung gekommen ist, legte er nicht näher dar. Soweit Dr. C.___ von einer Verbesserung des somatischen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ausgeht, kann ihm nicht gefolgt werden, basiert doch die behauptete Verbesserung lediglich auf einer in keiner Weise begründeten Annahme. Somit kommt seiner Beurteilung kein Beweiswert (vgl. vorstehend E. 1.3) zu. Den beiden Berichten von Prof. Z.___ vom Januar und März 2019 (vgl. vorstehend E. 4.1-4.2) können allenfalls bislang nicht weiter untersuchte Anhaltspunkte für eine gewisse Ver änd erung de r Auswirkungen des somatischen Gesundheits schaden s entnommen werden, berichtete doch der Beschwerdeführer von etwas weniger Schmerzen und der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit in einem Pensum von 30 % im familieneigenen Geschäft. Dies reicht jedoch für die Bejahung eines Revisionsgrundes nicht aus und vermag insbesondere keine Auskunft darüber zu geben, inwieweit dem Beschwerdeführer objektiv eine hö here Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten zumutbar wäre. Die Beschwer degegnerin hat es unterlassen, diesbezüglich weitere Abklärungen zu tätigen beziehungsweise den Beschwerdeführer zu untersuchen. Auch Dr. B.___ konnte ihm März 2021 keine aussagekräftigen Angaben zum Gesundheitszustands des Beschwerdeführers machen (vgl. vorstehend E. 4.3). Schliesslich kann dem neuesten Bericht von Dr. D.___ vom Dezember 2021 (vgl. vorstehend E. 4.7) entnommen werden, dass der Beschwerdeführer seit September 2021 erneut psychotherapeutisch und pharmakologisch behandelt wird, was auf eine Verschlechterung des psychiatrischen Gesundheitszustandes hindeuten könnte. 5.3 Nach dem Gesagten bestehen zwar Anhaltspunkte für eine allfällige Veränderung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführer s, eine Verbesserung des Gesund heitszustands seit Erlass der Rentenverfügungen vom 13. Februar und vom 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) ist jedoch nicht mit dem im Sozialversiche rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausge wiesen. Somit liegt kein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG vor. Die Einstellung der seit 1. August 2018 ausgerichteten halben Rente erweist sich aus diesem Grund als unzulässig. Dementsprechend ist die angefochtene Verfü gung vom 30. September 2021 (Urk. 2) in Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente hat. 6. 6.1 Der Beschwerdeführer beantragte in seiner Beschwerde ausserdem, die Beschwer degegnerin sei zu verpflichten, berufliche Massnahmen zu initialisieren, bevor sie die Rente aufhebe (Urk. 1 S. 2 Ziff. I.3). 6.2 Die Beschwerdegegnerin äusserte sich in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) nicht zu den beruflichen Eingliederungsmassnahmen und hat diesbezüglich kei nen Entscheid erlassen. Diesbezüglich fehlt es an einem Anfechtungsobjekt, weshalb in diesem Punkt auf die Beschwerde nicht eingetreten wird. 7. 7.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 6 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 7.2 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetz es über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Höhe der gericht lich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streit sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Als weitere Bemessungskrite rien nennt § 7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht ( GebV SVGer ) den Zeitaufwand und die Barauslagen. Dem obsiegenden und anwaltlic h vertretenen Beschwerdeführer steht eine Par teientschädigung zu, die beim praxisge mässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwer tsteuer) ermessensweise auf Fr. 2’3 00.-- (inklusive Barausla gen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist. Das Gericht erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 30. September 2021 mit der Feststellung aufgehoben, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente hat. Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2’300.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Kreso Glavas - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - GastroSocial Pensionskasse - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin Grieder-MartensPeter-Schwarzenberger

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2021.00638 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Peter-Schwarzenberger Urteil vom 13. September 2022

IV.2021.00638

IV.2021.00638

IV.2021.00638 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Peter-Schwarzenberger

Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Peter-Schwarzenberger

Urteil vom 13. September 2022

Urteil vom 13. September 2022 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kreso Glavas

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kreso Glavas Advokatur Glavas AG

Advokatur Glavas AG Markusstrasse 10, 8006 Zürich

Markusstrasse 10, 8006 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin weitere Verfahrensbeteiligte:

weitere Verfahrensbeteiligte: GastroSocial Pensionskasse

GastroSocial Pensionskasse Buchserstrasse 1, Postfach 2304, 5001 Aarau

Buchserstrasse 1, Postfach 2304, 5001 Aarau Beigeladene

Beigeladene Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 X.___, geboren 1980, meldete sich am 20. November 2016 unter Hinweis auf eine schwere Verletzung des rechten Unterschenkels bei der Invali denversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/1). Die Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und berufliche Situation ab, zog Akten der Unfallversicherung bei (Urk. 6/7; Urk. 6/44; Urk. 6/53) und holte bei der Gutachterstelle Y.___ ein orthopädisch-psychiatrisches Gutachten ein, das am 23. Juli 2018 erstattet wurde (Urk. 6/61/1-152). Zudem veranlasste sie eine Abklärung für Selb ständigerwerbende, worüber am 29. August 2018 berichtet wurde (Urk. 6/64). Mit Vorbescheid vom 11. Oktober 2018 (Urk. 6/69) stellte die IV-Stelle die Zusprache einer ganzen Rente vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Juli 2018 und einer halben Rente ab 1. August 2018 in Aussicht. Gleichentags auferlegte sie dem Versicher ten eine Schadenminderungspflicht und hielt ihn an, sich einer regelmässigen Basismedikation mit ärztlich durchgeführter Spiegelkontrolle zu unterziehen. Zu dem wurde ihm eine umfassende Rehabilitation mit physiotherapeutischen Mas snahmen, Hilfsmittelversorgung, Coaching und begleitender psychosomatischer Behandlung empfohlen (Urk. 6/65). Mit Verfügungen vom 13. Februar und 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) bestätigte die IV-Stelle ihren Vorbescheid und sprach dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Juli 2018 und bei einem Invaliditätsgrad von 57 % eine halbe Rente ab 1. August 2018 zu (vgl. Verfügungsteil 2, Urk. 6/74 = Urk. 6/75 = Urk. 6/77).

1.1 X.___, geboren 1980, meldete sich am 20. November 2016 unter Hinweis auf eine schwere Verletzung des rechten Unterschenkels bei der Invali denversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/1). Die Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und berufliche Situation ab, zog Akten der Unfallversicherung bei (Urk. 6/7; Urk. 6/44; Urk. 6/53) und holte bei der Gutachterstelle Y.___ ein orthopädisch-psychiatrisches Gutachten ein, das am 23. Juli 2018 erstattet wurde (Urk. 6/61/1-152). Zudem veranlasste sie eine Abklärung für Selb ständigerwerbende, worüber am 29. August 2018 berichtet wurde (Urk. 6/64). Mit Vorbescheid vom 11. Oktober 2018 (Urk. 6/69) stellte die IV-Stelle die Zusprache einer ganzen Rente vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Juli 2018 und einer halben Rente ab 1. August 2018 in Aussicht. Gleichentags auferlegte sie dem Versicher ten eine Schadenminderungspflicht und hielt ihn an, sich einer regelmässigen Basismedikation mit ärztlich durchgeführter Spiegelkontrolle zu unterziehen. Zu dem wurde ihm eine umfassende Rehabilitation mit physiotherapeutischen Mas snahmen, Hilfsmittelversorgung, Coaching und begleitender psychosomatischer Behandlung empfohlen (Urk. 6/65). Mit Verfügungen vom 13. Februar und 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) bestätigte die IV-Stelle ihren Vorbescheid und sprach dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Juli 2018 und bei einem Invaliditätsgrad von 57 % eine halbe Rente ab 1. August 2018 zu (vgl. Verfügungsteil 2, Urk. 6/74 = Urk. 6/75 = Urk. 6/77). 1.2 Nach Eingang eines am 1. Februar 2021 ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk. 6/82) klärte die IV-Stelle die medizinische und berufliche Situation ab. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/90-91; Urk. 6/95; Urk. 6/101) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 30. September 2021 (Urk. 6/103 = Urk. 2) die bisher ausgerichtete Rente auf.

1.2 Nach Eingang eines am 1. Februar 2021 ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk. 6/82) klärte die IV-Stelle die medizinische und berufliche Situation ab. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/90-91; Urk. 6/95; Urk. 6/101) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 30. September 2021 (Urk. 6/103 = Urk. 2) die bisher ausgerichtete Rente auf. 2. Der Versicherte erhob am 25. Oktober 2021 Beschwerde gegen die Verfügung vom 30. September 2021 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm die bisherige Rente auszurichten, eventuell sei eine polydisziplinäre Abklä rung unter Einschluss der unfallbedingt entstandenen Beschwerden in Auftrag zu geben und hernach neu zu entscheiden. Zudem sei die IV-Stelle zu verpflichten, die beruflichen Massnahmen zu initialisieren, bevor sie die Rente aufhebe (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2. Dezember 2021 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 3. Januar 2021 (Urk. 9) hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren fest und reichte weitere Unterlagen ein (Urk. 10). Mit Eingabe vom 9. Februar 2022 (Urk. 12) ver zichtete die Beschwerdegegnerin auf das Einreichen einer Duplik, worüber der Beschwerdeführer am 11. Februar 2022 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 13). Mit Verfügung vom 24. Juni 2022 (Urk. 14) wurde die GastroSocial Pensionskasse zum Prozess beigeladen. Mit Eingabe vom 4. Juli 2022 (Urk. 16) verzichtete die Beigeladene auf das Einreichen einer Stellungnahme, worüber die Parteien am 6. Juli 2022 in Kenntnis gesetzt wurden (Urk. 17).

2. Der Versicherte erhob am 25. Oktober 2021 Beschwerde gegen die Verfügung vom 30. September 2021 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm die bisherige Rente auszurichten, eventuell sei eine polydisziplinäre Abklä rung unter Einschluss der unfallbedingt entstandenen Beschwerden in Auftrag zu geben und hernach neu zu entscheiden. Zudem sei die IV-Stelle zu verpflichten, die beruflichen Massnahmen zu initialisieren, bevor sie die Rente aufhebe (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2. Dezember 2021 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 3. Januar 2021 (Urk. 9) hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren fest und reichte weitere Unterlagen ein (Urk. 10). Mit Eingabe vom 9. Februar 2022 (Urk. 12) ver zichtete die Beschwerdegegnerin auf das Einreichen einer Duplik, worüber der Beschwerdeführer am 11. Februar 2022 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 13). Mit Verfügung vom 24. Juni 2022 (Urk. 14) wurde die GastroSocial Pensionskasse zum Prozess beigeladen. Mit Eingabe vom 4. Juli 2022 (Urk. 16) verzichtete die Beigeladene auf das Einreichen einer Stellungnahme, worüber die Parteien am 6. Juli 2022 in Kenntnis gesetzt wurden (Urk. 17). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da die angefochtene Verfügung vor dem 1. Januar 2022 erging, sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden (vgl. statt vieler: Urteile des Bun desgerichts 8C_251/2022 vom 11. Juli 2022 E. 3.1 und 8C_804/2021 vom 1. Juni 2022 E. 2.2).

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da die angefochtene Verfügung vor dem 1. Januar 2022 erging, sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach folgend auch in dieser Fassung zitiert werden (vgl. statt vieler: Urteile des Bun desgerichts 8C_251/2022 vom 11. Juli 2022 E. 3.1 und 8C_804/2021 vom 1. Juni 2022 E. 2.2). 1.2 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine un terschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszu stand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine ver änderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen).

1.2 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine un terschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszu stand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine ver änderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bun desgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).

Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bun desgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). Dabei braucht es sich nicht u m eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu han deln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materi ellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74 ter lit. f IVV auf dem W eg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauf folgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachverhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bun desgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 201 3 E. 3.1.2).

Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). Dabei braucht es sich nicht u m eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu han deln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materi ellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74 ter lit. f IVV auf dem W eg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauf folgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachverhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bun desgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 201 3 E. 3.1.2). 1.3 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsan spruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizini schen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundes amtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.3.2).

1.3 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsan spruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizini schen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundes amtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.3.2). Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwal tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entschei den haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdi gen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bun desgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).

Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwal tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entschei den haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdi gen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bun desgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen). Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika tionen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Soll ein Versicherungsfall ohne Einho lung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswür digung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest stellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen).

Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika tionen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Soll ein Versicherungsfall ohne Einho lung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswür digung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest stellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Aufhebung der seit August 2018 ausge richteten halben Rente in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) damit, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der Rentenzusprache verbes sert habe. Der Beschwerdeführer sei seit spätestens Mai 2020 in einer angepass ten, überwiegend sitzenden, selten ebenerdig gehenden oder stehenden Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Ein Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 12 %, weshalb kein Rentenanspruch mehr bestehe (S. 1 f.).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Aufhebung der seit August 2018 ausge richteten halben Rente in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) damit, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der Rentenzusprache verbes sert habe. Der Beschwerdeführer sei seit spätestens Mai 2020 in einer angepass ten, überwiegend sitzenden, selten ebenerdig gehenden oder stehenden Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Ein Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 12 %, weshalb kein Rentenanspruch mehr bestehe (S. 1 f.). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber (Urk. 1) auf den Standpunkt, dass die Beschwerdegegnerin die bisher ausgerichtete Rente ohne nähere Abklä rung nach dem sogenannten Annahmeprinzip aufgehoben habe. Die im Jahre 2018 gewährte Rente sei auf der Basis der immer noch vorhandenen medizini schen Situation gewährt worden. Eine Veränderung habe es nicht gegeben, weder in der Schmerzproblematik noch sonst wie (S. 2 f. Ziff. II).

2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber (Urk. 1) auf den Standpunkt, dass die Beschwerdegegnerin die bisher ausgerichtete Rente ohne nähere Abklä rung nach dem sogenannten Annahmeprinzip aufgehoben habe. Die im Jahre 2018 gewährte Rente sei auf der Basis der immer noch vorhandenen medizini schen Situation gewährt worden. Eine Veränderung habe es nicht gegeben, weder in der Schmerzproblematik noch sonst wie (S. 2 f. Ziff. II). 2.3 Strittig und zu prüfen ist die revisionsweise Aufhebung der bisher ausgerichteten halben Rente, wobei namentlich zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführer s wesentlich verbessert respektive sich die für die Invalidi tätsbemessung massgebende Arbeitsfähigkeit verändert hat.

2.3 Strittig und zu prüfen ist die revisionsweise Aufhebung der bisher ausgerichteten halben Rente, wobei namentlich zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführer s wesentlich verbessert respektive sich die für die Invalidi tätsbemessung massgebende Arbeitsfähigkeit verändert hat. Zu vergleichen ist dabei der Sachverhalt im Zeitpunkt der Rentenzusprache im Februar 2019 mit demjenigen, welcher der hier zugrundeliegenden Verfügung vom 30. September 2021 lag.

Zu vergleichen ist dabei der Sachverhalt im Zeitpunkt der Rentenzusprache im Februar 2019 mit demjenigen, welcher der hier zugrundeliegenden Verfügung vom 30. September 2021 lag. 3.

3. 3.1 Der Rentenzusprache mit Verfügungen vom 13. Februar und vom 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) lag im Wesentlichen das orthopädisch-psychiatrische Y.___ - Gutachten vom 23. Juli 2018 (Urk. 6/61 /1 -152) zugrunde (Urk. 6/67/6-8; vgl. Urk. 6/74 = Urk. 6/75 = Urk. 6/77).

3.1 Der Rentenzusprache mit Verfügungen vom 13. Februar und vom 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) lag im Wesentlichen das orthopädisch-psychiatrische Y.___ Gutachten vom 23. Juli 2018 (Urk. 6/61 /1 -152) zugrunde (Urk. 6/67/6-8; vgl. Urk. 6/74 = Urk. 6/75 = Urk. 6/77). Die Gutachter nannten folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit (Urk. 6/61/1-16 S. 9 Ziff. 4.2):

Die Gutachter nannten folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit (Urk. 6/61/1-16 S. 9 Ziff. 4.2): - Bewegungs- und Belastungseinschränkung im Bereich des rechten Fusses bei:

Bewegungs- und Belastungseinschränkung im Bereich des rechten Fusses bei: - posttraumatischer Arthrose betont zwischen Os naviculocuneiforme mediale und dem Tarsometatarsalgelenk (TMT) I/II

posttraumatischer Arthrose betont zwischen Os naviculocuneiforme mediale und dem Tarsometatarsalgelenk (TMT) I/II - kritischen Weichteilverhältnissen mit deutlich verminderter Weichteil deckung im Bereich der rechten Ferse durch Atrophie des freien Lap pens und dadurch verminderter Dämpfung bei Bodenkontakt

kritischen Weichteilverhältnissen mit deutlich verminderter Weichteil deckung im Bereich der rechten Ferse durch Atrophie des freien Lap pens und dadurch verminderter Dämpfung bei Bodenkontakt - aufgehobener Abrollung im Bereich der rechten Fusswurzel

aufgehobener Abrollung im Bereich der rechten Fusswurzel - Hammerzehenbildung D2-D5 bei erfolgter Strecksehnenresektion

Hammerzehenbildung D2-D5 bei erfolgter Strecksehnenresektion - Inaktivitätsosteopenie der rechten Fusswurzel

Inaktivitätsosteopenie der rechten Fusswurzel - knöchern konsolidierter ehemals intraartikulärer Tibiafraktur mit regelrechter Lage der Plattenosteosynthese

knöchern konsolidierter ehemals intraartikulärer Tibiafraktur mit regelrechter Lage der Plattenosteosynthese - knöchern konsolidierter ehemaliger Fibulamehrfragmentfraktur

knöchern konsolidierter ehemaliger Fibulamehrfragmentfraktur - knöchern konsolidierter ehemaliger mehrfragmentärer Fraktur des Os naviculare

knöchern konsolidierter ehemaliger mehrfragmentärer Fraktur des Os naviculare - knöchern konsolidierter ehemaliger mehrfragmentärer Fraktur des Os cuneiforme mediale sowie intermedium

knöchern konsolidierter ehemaliger mehrfragmentärer Fraktur des Os cuneiforme mediale sowie intermedium - knöchern konsolidierte ehemalige Fraktur der Metatarsalia II, III und IV

knöchern konsolidierte ehemalige Fraktur der Metatarsalia II, III und IV Zudem nannten sie eine leichtgradige depressive Störung (ICD-10 F32.0), eine posttraumatische Belastungsstörung nach Töffunfall vom 28. Mai 2016 (ICD-10 F43.1) sowie einen chronischen Schmerz als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/61/1-16 S. 9 Ziff. 4.2).

Zudem nannten sie eine leichtgradige depressive Störung (ICD-10 F32.0), eine posttraumatische Belastungsstörung nach Töffunfall vom 28. Mai 2016 (ICD-10 F43.1) sowie einen chronischen Schmerz als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/61/1-16 S. 9 Ziff. 4.2). Aus psychiatrischer Sicht könnten aufgrund von psychiatrischen Störungen keine anhaltenden Fähigkeitsstörungen mit Auswirkungen auf die mittel- und langfris tige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der zuletzt ausgeübten und in adaptierten Tätigkeiten festgestellt werden. Aus orthopädischer Sicht sei der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als selbständiger Gastronom seit dem am 28. Mai 2016 erlittenen Unfallereignis und seither andauern d nicht mehr arbeitsfähig. In einer leidensadaptierten, körperlich leichten wechselbelastenden, optimal angepassten, überwiegend sitzenden Tätigkeit bestehe spätestens seit der gutachterlichen Untersuchung, mithin am 3. Juli 2018, eine quantitativ limitierte Arbeitsfähigkeit von 50 %. Die Einschränkung von 50 % ergebe sich in der Folge der reduzierten Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit, vermehrten Pausen sowie reduzierter Arbeitsschnelligkeit (Urk. 6/61/1-16 S. 13 f. Ziff. 4.7/4.8, vgl. S. 2 Ziff. 1). Aus interdisziplinärer gutachterlicher Sicht würden die somatischen Han dicaps das Krankheitsgeschehen des Beschwerdeführers dominieren (Urk. 6/61/1-16 S. 15 Ziff. 4.9). In Anbetracht des langjährigen Krankheitsverlaufs werde eine sukzessive Integration in den adaptierten Arbeitsmarkt mit einer Steigerung der Präsenzzeit um 10 % alle zwei Monate empfohlen. Bei gegebenenfalls unklarer Prognose des langjährigen Verlaufs werde in zwei Jahren eine erneute Evaluation der Leistungsfähigkeit empfohlen (Urk. 6/61/1-16 S. 14 Ziff. 4.7/4.8).

Aus psychiatrischer Sicht könnten aufgrund von psychiatrischen Störungen keine anhaltenden Fähigkeitsstörungen mit Auswirkungen auf die mittel- und langfris tige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der zuletzt ausgeübten und in adaptierten Tätigkeiten festgestellt werden. Aus orthopädischer Sicht sei der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als selbständiger Gastronom seit dem am 28. Mai 2016 erlittenen Unfallereignis und seither andauern d nicht mehr arbeitsfähig. In einer leidensadaptierten, körperlich leichten wechselbelastenden, optimal angepassten, überwiegend sitzenden Tätigkeit bestehe spätestens seit der gutachterlichen Untersuchung, mithin am 3. Juli 2018, eine quantitativ limitierte Arbeitsfähigkeit von 50 %. Die Einschränkung von 50 % ergebe sich in der Folge der reduzierten Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit, vermehrten Pausen sowie reduzierter Arbeitsschnelligkeit (Urk. 6/61/1-16 S. 13 f. Ziff. 4.7/4.8, vgl. S. 2 Ziff. 1). Aus interdisziplinärer gutachterlicher Sicht würden die somatischen Han dicaps das Krankheitsgeschehen des Beschwerdeführers dominieren (Urk. 6/61/1-16 S. 15 Ziff. 4.9). In Anbetracht des langjährigen Krankheitsverlaufs werde eine sukzessive Integration in den adaptierten Arbeitsmarkt mit einer Steigerung der Präsenzzeit um 10 % alle zwei Monate empfohlen. Bei gegebenenfalls unklarer Prognose des langjährigen Verlaufs werde in zwei Jahren eine erneute Evaluation der Leistungsfähigkeit empfohlen (Urk. 6/61/1-16 S. 14 Ziff. 4.7/4.8). 3.2 Am 27. August 2018 wurde eine Abklärung für Selbständigerwerbende durchge führt, worüber am 29. August 2018 berichtet wurde (Urk. 6/64). Die Abklärungs person hielt fest, dass nach dem Unfall der Bruder des Beschwerdeführer s dessen Tätigkeit in der Pizzeria übernommen habe, um die weitere Existenz des Restau rants sicherzustellen. Der Beschwerdeführer habe keine Aufgaben mehr im Res taurant (S. 5 Ziff. 4).

3.2 Am 27. August 2018 wurde eine Abklärung für Selbständigerwerbende durchge führt, worüber am 29. August 2018 berichtet wurde (Urk. 6/64). Die Abklärungs person hielt fest, dass nach dem Unfall der Bruder des Beschwerdeführer s dessen Tätigkeit in der Pizzeria übernommen habe, um die weitere Existenz des Restau rants sicherzustellen. Der Beschwerdeführer habe keine Aufgaben mehr im Res taurant (S. 5 Ziff. 4). Die Abklärungsperson führte einen Einkommensvergleich durch und legte dar, dass für das Valideneinkommen vom Einkommen als Angestellter in der eigenen GmbH ausgegangen werden könne. Der Beschwerdeführer habe vor Ort plausibel ausgeführt, dass die GmbH keine grossen Gewinne mache, weshalb das Einkom men des Beschwerdeführers überwiegend wahrscheinlich nicht aufgrund von Gewinnen oder Verlusten angepasst werden müsse. Es könne deshalb von einem Valideneinkommen von Fr. 78'000.-- (Fr. 6'500.-- x 12, 13. Monatslohn inklu sive) ausgegangen werden. Der Beschwerdeführer übe derzeit keine Arbeitstätig keit aus. Er könne im Restaurant keine Arbeitsleistung erbringen, da die meisten Tätigkeiten mit Stehen oder Gehen zusammenhängen würden. Der Beschwerde führer fühle sich momentan subjektiv nicht im Stande, organisatorische Aufga ben auszuführen und auch der Fuss verursache Schmerzen in Ruhe, weswegen seine Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei. D ennoch bestehe gemäss RAD (vgl. Urk. 6/67/6-8) seit dem 3. Juli 2018 bis auf Weiteres eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit. Da der Beschwerdeführer nicht im eigenen Restau rant mit einer angepassten Tätigkeit integriert werden könne, sei es aus wirt schaftlicher Sicht zumutbar, die selbständige Tätigkeit aufzugeben und eine alternative, angepasste Tätigkeit auszuüben (S. 9 Ziff. 10, S. 8 Ziff. 7.1).

Die Abklärungsperson führte einen Einkommensvergleich durch und legte dar, dass für das Valideneinkommen vom Einkommen als Angestellter in der eigenen GmbH ausgegangen werden könne. Der Beschwerdeführer habe vor Ort plausibel ausgeführt, dass die GmbH keine grossen Gewinne mache, weshalb das Einkom men des Beschwerdeführers überwiegend wahrscheinlich nicht aufgrund von Gewinnen oder Verlusten angepasst werden müsse. Es könne deshalb von einem Valideneinkommen von Fr. 78'000.-- (Fr. 6'500.-- x 12, 13. Monatslohn inklu sive) ausgegangen werden. Der Beschwerdeführer übe derzeit keine Arbeitstätig keit aus. Er könne im Restaurant keine Arbeitsleistung erbringen, da die meisten Tätigkeiten mit Stehen oder Gehen zusammenhängen würden. Der Beschwerde führer fühle sich momentan subjektiv nicht im Stande, organisatorische Aufga ben auszuführen und auch der Fuss verursache Schmerzen in Ruhe, weswegen seine Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei. D ennoch bestehe gemäss RAD (vgl. Urk. 6/67/6-8) seit dem 3. Juli 2018 bis auf Weiteres eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit. Da der Beschwerdeführer nicht im eigenen Restau rant mit einer angepassten Tätigkeit integriert werden könne, sei es aus wirt schaftlicher Sicht zumutbar, die selbständige Tätigkeit aufzugeben und eine alternative, angepasste Tätigkeit auszuüben (S. 9 Ziff. 10, S. 8 Ziff. 7.1). 3.3 Die Beschwerdegegnerin begründete die Zusprache einer befristeten ganzen Rente vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Juli 2018 und die Zusprache einer halben Rente ab 1. August 2018 mit Verfügungen vom 13. Februar und 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) damit, dass es dem Beschwerdeführer für die Zeitdauer von Mai 2016 bis Juli 2018 nicht zumutbar gewesen sei, eine Tätigkeit auszuüben, weshalb der Invalidi tätsgrad 100 % betrage und ein Anspruch auf eine ganze Rente vorliege. Die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers habe sich spätestens ab Juli 2018 verbessert, so sei ihm eine angepasste Tätigkeit in einem 50 %-Pensum zumutbar. Somit ändere sich der Rentenanspruch ab August 2018. Zur Ermittlung des Valideneinkommens zog die Beschwerdegegnerin das zuletzt erzielte Einkom men von Fr. 78'000. -- (vgl. vorstehend E. 3.2) heran. Für die Festlegung des Invalideneinkommens stützte sie sich auf den standardisierten Durchschnittslohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirt schaftszweigen des privaten Sektors gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) und ermittelte unter Berücksichtigung der Teuerung für das Jahr 2018 ein Einkommen von Fr. 33'795.--. Der Vergleich des Valideneinkommens m it dem Invalideneinkom men ergab einen Invaliditätsgrad von 57 % und somit einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine halbe Rente ab August 2018 (Verfügungsteil 2, Urk. 6/74 = Urk. 6/75 = Urk. 6/77).

3.3 Die Beschwerdegegnerin begründete die Zusprache einer befristeten ganzen Rente vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Juli 2018 und die Zusprache einer halben Rente ab 1. August 2018 mit Verfügungen vom 13. Februar und 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) damit, dass es dem Beschwerdeführer für die Zeitdauer von Mai 2016 bis Juli 2018 nicht zumutbar gewesen sei, eine Tätigkeit auszuüben, weshalb der Invalidi tätsgrad 100 % betrage und ein Anspruch auf eine ganze Rente vorliege. Die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers habe sich spätestens ab Juli 2018 verbessert, so sei ihm eine angepasste Tätigkeit in einem 50 %-Pensum zumutbar. Somit ändere sich der Rentenanspruch ab August 2018. Zur Ermittlung des Valideneinkommens zog die Beschwerdegegnerin das zuletzt erzielte Einkom men von Fr. 78'000. -- (vgl. vorstehend E. 3.2) heran. Für die Festlegung des Invalideneinkommens stützte sie sich auf den standardisierten Durchschnittslohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirt schaftszweigen des privaten Sektors gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) und ermittelte unter Berücksichtigung der Teuerung für das Jahr 2018 ein Einkommen von Fr. 33'795.--. Der Vergleich des Valideneinkommens m it dem Invalideneinkom men ergab einen Invaliditätsgrad von 57 % und somit einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine halbe Rente ab August 2018 (Verfügungsteil 2, Urk. 6/74 = Urk. 6/75 = Urk. 6/77). 4.

4. 4.1 Prof. Dr. med. Z.___, Facharzt für Chirurgie, Kantonsspital A.___, Departement Chirurgie, berichtete am 3 0. Januar 2019 (Urk. 6/84/3-5 = Urk. 6/85/14-16) über die gleichentags erfolgte Sprechstunde und nannte belas tungsabhängige Schmerzen im Rückfussbereich rechts und eine sympto matische posttraumatische Arthrose Navico-Cuneiforme mediale und TNT I/II-Gelenk Fuss rechts sowie einen Verdacht auf eine Posttraumatic -stress- disorder als Diagnosen (S. 1 Mitte). Der Beschwerdeführer sei in die Sprechstunde gekommen, da er seit einigen Wochen über belastungsabhängige neue Schmerzen im Rückfussbereich klage. Die anderen Beschwerden hätten sich eher etwas verbessert. Inzwischen nehme er kein Targin mehr und die aktuelle Medikation bestehe nur noch aus Paracetamol und Lyrica. Mit dieser Analgesie sei er gut kompensiert und er arbeite wieder zu etwa 30 % im familieneigenen Geschäft. Gehstrecken bis zu 300-400 Meter seien mit gewissen Einschränkungen, aber ohne Gehhilfen, nun doch möglich. Die Schmerzen seien am ehesten dem unteren Sprunggelenk (USG) zuzuordnen. Der Beschwerdeführer sei nun ohne weitere Abklärungen für eine Infiltration des USG angemeldet worden. Sollte dies die Beschwerden lindern, so sei die Schmerzursache klar. Sollte die Infiltration nichts bringen, so könne auch noch das obere Sprunggelenk (OSG) in einem zweiten Schritt analog abge klärt/therapiert werden (S. 2).

4.1 Prof. Dr. med. Z.___, Facharzt für Chirurgie, Kantonsspital A.___, Departement Chirurgie, berichtete am 3 0. Januar 2019 (Urk. 6/84/3-5 = Urk. 6/85/14-16) über die gleichentags erfolgte Sprechstunde und nannte belas tungsabhängige Schmerzen im Rückfussbereich rechts und eine sympto matische posttraumatische Arthrose Navico-Cuneiforme mediale und TNT I/II-Gelenk Fuss rechts sowie einen Verdacht auf eine Posttraumatic -stress- disorder als Diagnosen (S. 1 Mitte). Der Beschwerdeführer sei in die Sprechstunde gekommen, da er seit einigen Wochen über belastungsabhängige neue Schmerzen im Rückfussbereich klage. Die anderen Beschwerden hätten sich eher etwas verbessert. Inzwischen nehme er kein Targin mehr und die aktuelle Medikation bestehe nur noch aus Paracetamol und Lyrica. Mit dieser Analgesie sei er gut kompensiert und er arbeite wieder zu etwa 30 % im familieneigenen Geschäft. Gehstrecken bis zu 300-400 Meter seien mit gewissen Einschränkungen, aber ohne Gehhilfen, nun doch möglich. Die Schmerzen seien am ehesten dem unteren Sprunggelenk (USG) zuzuordnen. Der Beschwerdeführer sei nun ohne weitere Abklärungen für eine Infiltration des USG angemeldet worden. Sollte dies die Beschwerden lindern, so sei die Schmerzursache klar. Sollte die Infiltration nichts bringen, so könne auch noch das obere Sprunggelenk (OSG) in einem zweiten Schritt analog abge klärt/therapiert werden (S. 2). 4.2 Prof. Z.___ berichtete am 8. März 2019 (Urk. 6 /84/1-2) über die am 8. Februar 2019 durchgeführte Infiltration des USG und führte diesbezüglich aus, dass der Beschwerdeführer über eine deutliche Besserung der Beschwerden berichtet habe, die zirka zwei Wochen angehalten hätten und nun wieder auf das ursprüngliche Niveau zurückgekehrt seien. Aktuell würden keine weiteren Mass nahmen durchgeführt (S. 2).

4.2 Prof. Z.___ berichtete am 8. März 2019 (Urk. 6 /84/1-2) über die am 8. Februar 2019 durchgeführte Infiltration des USG und führte diesbezüglich aus, dass der Beschwerdeführer über eine deutliche Besserung der Beschwerden berichtet habe, die zirka zwei Wochen angehalten hätten und nun wieder auf das ursprüngliche Niveau zurückgekehrt seien. Aktuell würden keine weiteren Mass nahmen durchgeführt (S. 2). 4.3 Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom 13. März 2021 (Urk. 6/85/10-13) aus, dass er den Beschwer deführer seit 2001 behandle, wobei die letzte Konsultation im Juni 2020 stattge funden habe (Ziff. 1.1). Er könne keine Auskunft bezüglich der dem Beschwerde führer auferlegten Schadenminderungspflicht machen, da er ihn schon lange nicht mehr gesehen habe (Ziff. 5). Auch zur beruflichen Situation könne er keine Angaben machen (vgl. Ziff. 3).

4.3 Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom 13. März 2021 (Urk. 6/85/10-13) aus, dass er den Beschwer deführer seit 2001 behandle, wobei die letzte Konsultation im Juni 2020 stattge funden habe (Ziff. 1.1). Er könne keine Auskunft bezüglich der dem Beschwerde führer auferlegten Schadenminderungspflicht machen, da er ihn schon lange nicht mehr gesehen habe (Ziff. 5). Auch zur beruflichen Situation könne er keine Angaben machen (vgl. Ziff. 3). 4.4 Dr. med. C.___, Facharzt für Chirurgie und für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, RAD, führte in seiner Stellung nahme vom 29. März 2021 (Urk. 6/93/4-5) aus, dass sich der objektive somatische Zustand des Beschwerdeführers nicht wesentlich verändert habe und zukünftig allenfalls eine Verschlechterung zu erwarten sei. Die Beschwerden würden als belastungsabhängig beschrieben. Angesichts des niedrigen Leidensdrucks sei aus heutiger medizinisch-theoretischer Sicht nicht nachvollziehbar, weshalb in einer wechselbelastenden, überwiegend sitzenden Tätigkeit eine Einschränkung von 50 % bestehen solle. Sofern aufgrund der Konstellation die Verbesserung des Gesundheitszustands angenommen werden könnte, könnte eine aktuelle Beurtei lung vom Gesundheitszustand allenfalls durch eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) mit orthopädischer Untersuchung erfolgen. Zuvor sollte abgeklärt werden, ob und gegebenenfalls wann die psychiatrisch-psychothera peutische Behandlung beendet worden sei.

4.4 Dr. med. C.___, Facharzt für Chirurgie und für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, RAD, führte in seiner Stellung nahme vom 29. März 2021 (Urk. 6/93/4-5) aus, dass sich der objektive somatische Zustand des Beschwerdeführers nicht wesentlich verändert habe und zukünftig allenfalls eine Verschlechterung zu erwarten sei. Die Beschwerden würden als belastungsabhängig beschrieben. Angesichts des niedrigen Leidensdrucks sei aus heutiger medizinisch-theoretischer Sicht nicht nachvollziehbar, weshalb in einer wechselbelastenden, überwiegend sitzenden Tätigkeit eine Einschränkung von 50 % bestehen solle. Sofern aufgrund der Konstellation die Verbesserung des Gesundheitszustands angenommen werden könnte, könnte eine aktuelle Beurtei lung vom Gesundheitszustand allenfalls durch eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) mit orthopädischer Untersuchung erfolgen. Zuvor sollte abgeklärt werden, ob und gegebenenfalls wann die psychiatrisch-psychothera peutische Behandlung beendet worden sei. 4.5 RAD-Arzt Dr. C.___ führte in seiner Stellungnahme vom 6. Mai 2021 (Urk. 6/9 3 /6-7) aus, dass die Umsetzung der Schadenminderungspflicht nicht vollumfänglich beurteilt werden könne. Spiegelkontrolle, umfassende Rehabilita tion mit physiotherapeutischen Massnahmen, Coaching und begleitende psycho somatische Behandlung seien nicht belegt. Somit könne allenfalls eine teilweise Umsetzung bestätigt werden. Im letzten Bericht vom August 2019 werde angege ben, unter Lyrica und Paracetamol sei die Symptomatik gut kompensiert. Stärkere Schmerzmedikamente seien erfolgreich abgesetzt worden. Gehstrecken von 300-400 Meter seien ohne Gehilfen zu bewältigen. Spätestens seit April 2020 finde überhaupt keine Behandlung mehr statt (vgl. Urk. 6/88). Der letzte Befund und die fehlende Inanspruchnahme therapeutischer Massnahmen würden einen geringen Leidensdruck in unbelasteter Situation belegen. Der Gesundheitszustand habe sich im Vergleich zum Gutachten spätestens bis zum Zeitpunkt des Behand lungsabbruchs im April 2020 wesentlich verändert. Die ursprüngliche Tätigkeit sei aufgrund von Geh- und Stehbelastung dauerhaft nicht mehr zumutbar. Eine Tätigkeit ohne Belastung des rechten Fusses könne dem Beschwerdeführer medi zinisch-theoretisch spätestens seit Mai 2020 in vollem Pensum zugemutet werden. Es werde eine stufenweise Eingliederung empfohlen.

4.5 RAD-Arzt Dr. C.___ führte in seiner Stellungnahme vom 6. Mai 2021 (Urk. 6/9 3 /6-7) aus, dass die Umsetzung der Schadenminderungspflicht nicht vollumfänglich beurteilt werden könne. Spiegelkontrolle, umfassende Rehabilita tion mit physiotherapeutischen Massnahmen, Coaching und begleitende psycho somatische Behandlung seien nicht belegt. Somit könne allenfalls eine teilweise Umsetzung bestätigt werden. Im letzten Bericht vom August 2019 werde angege ben, unter Lyrica und Paracetamol sei die Symptomatik gut kompensiert. Stärkere Schmerzmedikamente seien erfolgreich abgesetzt worden. Gehstrecken von 300-400 Meter seien ohne Gehilfen zu bewältigen. Spätestens seit April 2020 finde überhaupt keine Behandlung mehr statt (vgl. Urk. 6/88). Der letzte Befund und die fehlende Inanspruchnahme therapeutischer Massnahmen würden einen geringen Leidensdruck in unbelasteter Situation belegen. Der Gesundheitszustand habe sich im Vergleich zum Gutachten spätestens bis zum Zeitpunkt des Behand lungsabbruchs im April 2020 wesentlich verändert. Die ursprüngliche Tätigkeit sei aufgrund von Geh- und Stehbelastung dauerhaft nicht mehr zumutbar. Eine Tätigkeit ohne Belastung des rechten Fusses könne dem Beschwerdeführer medi zinisch-theoretisch spätestens seit Mai 2020 in vollem Pensum zugemutet werden. Es werde eine stufenweise Eingliederung empfohlen. 4.6 In seiner ergänzenden Stellungnahme vom 27. Juli 2021 (Urk. 6/93/8) führt e RAD-Arzt Dr. C.___ aus, dass er die Verbesserung nicht mit dem Therapieab bruch, sondern mit dem letzten Bericht vom August 2019 begründe. Darin werden angegeben, unter Lyrica und Paracetamol sei die Symptomatik gut kompensiert und es seien stärkere Schmerzmedikamente erfolgreich abgesetzt worden. Geh strecken von 300-400 Meter seien ohne Gehhilfen zu bewältigen. Daraus leite er ab, dass in sitzenden Tätigkeiten keine relevanten Einschränkungen mehr bestün den.

4.6 In seiner ergänzenden Stellungnahme vom 27. Juli 2021 (Urk. 6/93/8) führt e RAD-Arzt Dr. C.___ aus, dass er die Verbesserung nicht mit dem Therapieab bruch, sondern mit dem letzten Bericht vom August 2019 begründe. Darin werden angegeben, unter Lyrica und Paracetamol sei die Symptomatik gut kompensiert und es seien stärkere Schmerzmedikamente erfolgreich abgesetzt worden. Geh strecken von 300-400 Meter seien ohne Gehhilfen zu bewältigen. Daraus leite er ab, dass in sitzenden Tätigkeiten keine relevanten Einschränkungen mehr bestün den. 4.7 Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Bericht vom 16. Dezember 2021 (Urk. 10) aus, dass er den Beschwerde führer seit Dezember 2017 behandle, und nannte folgende Diagnosen (S. 1 Mitte):

4.7 Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Bericht vom 16. Dezember 2021 (Urk. 10) aus, dass er den Beschwerde führer seit Dezember 2017 behandle, und nannte folgende Diagnosen (S. 1 Mitte): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.1, F33.2)

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.1, F33.2) - posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)

posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) - anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40)

anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich verschlechtert. So seien Symptome einer schweren depressiven Störung aufgetreten (S. 1 Mitte). Seit dem 6. September 2021 werde der Beschwerdeführer wieder behandelt, so fänden alle 14 Tagen Konsultationen statt und er nehme Antidepressiva ein. Aufgrund der genannten Störungen und der psychischen Funktionsstörung sei der Beschwer deführer nicht in der Lage, eine leichte Tätigkeit auszuführen. Es liege eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % vor (S. 3).

Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich verschlechtert. So seien Symptome einer schweren depressiven Störung aufgetreten (S. 1 Mitte). Seit dem 6. September 2021 werde der Beschwerdeführer wieder behandelt, so fänden alle 14 Tagen Konsultationen statt und er nehme Antidepressiva ein. Aufgrund der genannten Störungen und der psychischen Funktionsstörung sei der Beschwer deführer nicht in der Lage, eine leichte Tätigkeit auszuführen. Es liege eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % vor (S. 3). 5.

5. 5.1 Die Rentenzusprache erfolgte gestützt auf das orthopädisch-psychiatrische Y.___ -Gutachten vom 23. Juli 2018 aufgrund des somatischen Leidens des Beschwer deführers, den psychiatrischen Befunden wurde keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zugemessen (vgl. vorstehend E. 3.1).

5.1 Die Rentenzusprache erfolgte gestützt auf das orthopädisch-psychiatrische Y.___ -Gutachten vom 23. Juli 2018 aufgrund des somatischen Leidens des Beschwer deführers, den psychiatrischen Befunden wurde keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zugemessen (vgl. vorstehend E. 3.1). 5.2 RAD-Arzt Dr. C.___, welchen den Beschwerdeführer nicht selber untersucht hat, bejahte in seinen Stellungnahmen vom 6. Mai und 27. Juli 2021 eine Verbesse rung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ab Mai 2020 unter Hinweis auf einen angeblich letzten Bericht vom August 2019, wonach die Symptomatik unter Lyrica und Paracetamol gut kompensiert sei, stärkere Schmerzmedikamente erfolgreich abgesetzt worden seien und Gehstrecken von 300-400 Meter ohne Gehhilfen bewältigt werden könnten. Daraus leitete er ab, dass in sitzenden Tätigkeiten keine relevanten Einschränkungen mehr bestünden und dem Beschwerdeführer seit Mai 2020 eine Tätigkeit ohne Belastung des rechten Fusses zu 100 % zumutbar sei (vorstehend E. 4.5-4.6).

5.2 RAD-Arzt Dr. C.___, welchen den Beschwerdeführer nicht selber untersucht hat, bejahte in seinen Stellungnahmen vom 6. Mai und 27. Juli 2021 eine Verbesse rung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ab Mai 2020 unter Hinweis auf einen angeblich letzten Bericht vom August 2019, wonach die Symptomatik unter Lyrica und Paracetamol gut kompensiert sei, stärkere Schmerzmedikamente erfolgreich abgesetzt worden seien und Gehstrecken von 300-400 Meter ohne Gehhilfen bewältigt werden könnten. Daraus leitete er ab, dass in sitzenden Tätigkeiten keine relevanten Einschränkungen mehr bestünden und dem Beschwerdeführer seit Mai 2020 eine Tätigkeit ohne Belastung des rechten Fusses zu 100 % zumutbar sei (vorstehend E. 4.5-4.6). Zunächst kann festgehalten werden, dass kein Bericht vom August 2019 in den Akten vorhanden ist. Beim erwähnten Bericht handelt es sich wohl um den Bericht von Prof. Z.___ vom 30. Januar 2019 (vgl. vorstehend E. 4.1). In seiner ersten Stellungnahme während des Revisionsverfahrens vom 29. März 2021 ging RAD-Arzt Dr. C.___ noch von keiner wesentlichen Veränderung des somatischen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers aus und erwartete zukünftig allen falls eine Verschlechterung ( vgl. vorstehend E. 4.4). Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits K enntnis vom Bericht von Prof. C.___ von Januar 2019 und berücksich tige diesen bei der Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführer s. Weshalb RAD-Arzt Dr. C.___ nur kurze Zeit später ohne das Vorliegen neuer Arztberichte zu einer anderen Einschätzung gekommen ist, legte er nicht näher dar.

Zunächst kann festgehalten werden, dass kein Bericht vom August 2019 in den Akten vorhanden ist. Beim erwähnten Bericht handelt es sich wohl um den Bericht von Prof. Z.___ vom 30. Januar 2019 (vgl. vorstehend E. 4.1). In seiner ersten Stellungnahme während des Revisionsverfahrens vom 29. März 2021 ging RAD-Arzt Dr. C.___ noch von keiner wesentlichen Veränderung des somatischen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers aus und erwartete zukünftig allen falls eine Verschlechterung ( vgl. vorstehend E. 4.4). Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits K enntnis vom Bericht von Prof. C.___ von Januar 2019 und berücksich tige diesen bei der Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführer s. Weshalb RAD-Arzt Dr. C.___ nur kurze Zeit später ohne das Vorliegen neuer Arztberichte zu einer anderen Einschätzung gekommen ist, legte er nicht näher dar. Soweit Dr. C.___ von einer Verbesserung des somatischen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ausgeht, kann ihm nicht gefolgt werden, basiert doch die behauptete Verbesserung lediglich auf einer in keiner Weise begründeten Annahme. Somit kommt seiner Beurteilung kein Beweiswert (vgl. vorstehend E. 1.3) zu. Den beiden Berichten von Prof. Z.___ vom Januar und März 2019 (vgl. vorstehend E. 4.1-4.2) können allenfalls bislang nicht weiter untersuchte Anhaltspunkte für eine gewisse Ver änd erung de r Auswirkungen des somatischen Gesundheits schaden s entnommen werden, berichtete doch der Beschwerdeführer von etwas weniger Schmerzen und der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit in einem Pensum von 30 % im familieneigenen Geschäft. Dies reicht jedoch für die Bejahung eines Revisionsgrundes nicht aus und vermag insbesondere keine Auskunft darüber zu geben, inwieweit dem Beschwerdeführer objektiv eine hö here Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten zumutbar wäre. Die Beschwer degegnerin hat es unterlassen, diesbezüglich weitere Abklärungen zu tätigen beziehungsweise den Beschwerdeführer zu untersuchen.

Soweit Dr. C.___ von einer Verbesserung des somatischen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ausgeht, kann ihm nicht gefolgt werden, basiert doch die behauptete Verbesserung lediglich auf einer in keiner Weise begründeten Annahme. Somit kommt seiner Beurteilung kein Beweiswert (vgl. vorstehend E. 1.3) zu. Den beiden Berichten von Prof. Z.___ vom Januar und März 2019 (vgl. vorstehend E. 4.1-4.2) können allenfalls bislang nicht weiter untersuchte Anhaltspunkte für eine gewisse Ver änd erung de r Auswirkungen des somatischen Gesundheits schaden s entnommen werden, berichtete doch der Beschwerdeführer von etwas weniger Schmerzen und der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit in einem Pensum von 30 % im familieneigenen Geschäft. Dies reicht jedoch für die Bejahung eines Revisionsgrundes nicht aus und vermag insbesondere keine Auskunft darüber zu geben, inwieweit dem Beschwerdeführer objektiv eine hö here Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten zumutbar wäre. Die Beschwer degegnerin hat es unterlassen, diesbezüglich weitere Abklärungen zu tätigen beziehungsweise den Beschwerdeführer zu untersuchen. Auch Dr. B.___ konnte ihm März 2021 keine aussagekräftigen Angaben zum Gesundheitszustands des Beschwerdeführers machen (vgl. vorstehend E. 4.3).

Auch Dr. B.___ konnte ihm März 2021 keine aussagekräftigen Angaben zum Gesundheitszustands des Beschwerdeführers machen (vgl. vorstehend E. 4.3). Schliesslich kann dem neuesten Bericht von Dr. D.___ vom Dezember 2021 (vgl. vorstehend E. 4.7) entnommen werden, dass der Beschwerdeführer seit September 2021 erneut psychotherapeutisch und pharmakologisch behandelt wird, was auf eine Verschlechterung des psychiatrischen Gesundheitszustandes hindeuten könnte.

Schliesslich kann dem neuesten Bericht von Dr. D.___ vom Dezember 2021 (vgl. vorstehend E. 4.7) entnommen werden, dass der Beschwerdeführer seit September 2021 erneut psychotherapeutisch und pharmakologisch behandelt wird, was auf eine Verschlechterung des psychiatrischen Gesundheitszustandes hindeuten könnte. 5.3 Nach dem Gesagten bestehen zwar Anhaltspunkte für eine allfällige Veränderung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführer s, eine Verbesserung des Gesund heitszustands seit Erlass der Rentenverfügungen vom 13. Februar und vom 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) ist jedoch nicht mit dem im Sozialversiche rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausge wiesen. Somit liegt kein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG vor.

5.3 Nach dem Gesagten bestehen zwar Anhaltspunkte für eine allfällige Veränderung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführer s, eine Verbesserung des Gesund heitszustands seit Erlass der Rentenverfügungen vom 13. Februar und vom 29. März 2019 (Urk. 6/79; Urk. 6/81) ist jedoch nicht mit dem im Sozialversiche rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausge wiesen. Somit liegt kein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG vor. Die Einstellung der seit 1. August 2018 ausgerichteten halben Rente erweist sich aus diesem Grund als unzulässig. Dementsprechend ist die angefochtene Verfü gung vom 30. September 2021 (Urk. 2) in Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente hat.

Die Einstellung der seit 1. August 2018 ausgerichteten halben Rente erweist sich aus diesem Grund als unzulässig. Dementsprechend ist die angefochtene Verfü gung vom 30. September 2021 (Urk. 2) in Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente hat. 6.

6. 6.1 Der Beschwerdeführer beantragte in seiner Beschwerde ausserdem, die Beschwer degegnerin sei zu verpflichten, berufliche Massnahmen zu initialisieren, bevor sie die Rente aufhebe (Urk. 1 S. 2 Ziff. I.3).

6.1 Der Beschwerdeführer beantragte in seiner Beschwerde ausserdem, die Beschwer degegnerin sei zu verpflichten, berufliche Massnahmen zu initialisieren, bevor sie die Rente aufhebe (Urk. 1 S. 2 Ziff. I.3). 6.2 Die Beschwerdegegnerin äusserte sich in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) nicht zu den beruflichen Eingliederungsmassnahmen und hat diesbezüglich kei nen Entscheid erlassen. Diesbezüglich fehlt es an einem Anfechtungsobjekt, weshalb in diesem Punkt auf die Beschwerde nicht eingetreten wird.

6.2 Die Beschwerdegegnerin äusserte sich in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) nicht zu den beruflichen Eingliederungsmassnahmen und hat diesbezüglich kei nen Entscheid erlassen. Diesbezüglich fehlt es an einem Anfechtungsobjekt, weshalb in diesem Punkt auf die Beschwerde nicht eingetreten wird. 7.

7. 7.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 6 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

7.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 6 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 7.2 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetz es über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Höhe der gericht lich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streit sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Als weitere Bemessungskrite rien nennt § 7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht ( GebV SVGer ) den Zeitaufwand und die Barauslagen.

7.2 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetz es über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Höhe der gericht lich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streit sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 Abs. 3 GSVGer ). Als weitere Bemessungskrite rien nennt § 7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht ( GebV SVGer ) den Zeitaufwand und die Barauslagen. Dem obsiegenden und anwaltlic h vertretenen Beschwerdeführer steht eine Par teientschädigung zu, die beim praxisge mässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwer tsteuer) ermessensweise auf Fr. 2’3 00.-- (inklusive Barausla gen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist.

Dem obsiegenden und anwaltlic h vertretenen Beschwerdeführer steht eine Par teientschädigung zu, die beim praxisge mässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwer tsteuer) ermessensweise auf Fr. 2’3 00.-- (inklusive Barausla gen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 30. September 2021 mit der Feststellung aufgehoben, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente hat. Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten.

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 30. September 2021 mit der Feststellung aufgehoben, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente hat. Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2’300.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2’300.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Kreso Glavas

Rechtsanwalt Dr. Kreso Glavas - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - GastroSocial Pensionskasse

GastroSocial Pensionskasse - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

Grieder-MartensPeter-Schwarzenberger