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Garofoli
Sie gilt unter Weinexperten als Juwel unter den Winzerbetrieben der Marken: die traditionsreiche und prachtvoll renovierte Kellerei Garofoli. Nachdem bereits 1871 Antonio Garofoli regionale Weine erzeugt und verkauft hatte, setzte sein Sohn dessen Arbeit fort, übernahm und erweiterte die väterlichen Aktivitäten und gründete schließlich im Jahr 1901 in der Nähe von Loreto, dem nach dem Petersdom in Rom zweitwichtigsten Wallfahrtsort Italiens, das Weinhaus Gioacchino Garofoli. Nach dem Zweiten Weltkrieg verwandelten Gioacchinos Söhne Franco und Dante den Betrieb in eine Gesellschaft, die ab den Fünfzigerjahren eine beachtliche Entwicklung nahm.
Heute wird die Kellerei von den Brüdern Carlo und Gianfranco Garofoli geführt. Während der eine als Önologe für die Produktion verantwortlich ist, kümmert sich der andere um die wirtschaftlichen Belange.
Das Weingut Garofoli ist mit verlässlichen und in allen wichtigen Märkten präsenten Spitzenerzeugnissen zum Synonym für Top-Qualität geworden. Das vielfältige Sortiment an persönlichkeitsstarken und stilistisch präzisen Tropfen besteht etwa aus Schaum- und Süßweinen, aber vor allem auch aus herrlichen Verdicchio-Variationen. Den Hauptanteil der zu moderaten Preisen angebotenen Weinen besitzt die Verdicchio-Traube. Die Weine werden seit Jahren von der Kritikergilde gerühmt.
Das Traubengut der in Sichtweite der Adria gelegenen Aktiengesellschaft Garofoli wird einerseits aus vier betriebseigenen Weinbergen gewonnen, aber auch von vertraglich gebundenen Winzern gekauft, die bereits seit Jahren Rohstoffe zuliefern. Zur Bewahrung und Fortentwicklung der primären und sekundären Aromen werden die Weißweine in unterirdischen Tanks oder in gekühlten Edelstahlbehältern gelagert. Der Ausbau der Rotweine geschieht in 30 bis 40 Hektoliter großen Fässern aus slawonischer oder in 225 Liter fassenden Barriques aus französischer Eiche. Für die Produktion der Schäumer nach der Charmat-Methode und der Perlweine werden Edelstahltanks mit Temperaturregelung verwendet, die eine längere Zweitgärung und damit prickelnde Tropfen von ausgeprägter Feinheit möglich machen.