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Sind die "Schweizer" Spitzenpferde wie Calvaro und Dulf für die Olympischen Spiele in Sydney gerüstet? Eine Antwort auf diese Frage dürfte an diesem Wochenende der 8. CSI Ascona (28.-30.07.) liefern.Dieser Inhalt wurde am 27. Juli 2000 - 16:38 publiziert
Die beiden Schweizer Olympiareiter Willi Melliger und Lesley McNaught und weitere Spitzenreiter unterziehen ihre Olympiapferde Ende Juli im Tessin einem letzten Wettkampf-Training, ehe am 8. August die 14-tägige Heim-Quarantäne beginnt.
Die Olympischen Sommerspiele in Sydney, die für die Springreiter am 25. September beginnen und am 1. Oktober mit dem Einzelfinal enden, stehen vor der Tür. Die nationalen Verbände haben ihre Olympiaselektionen getroffen oder stehen unmittelbar bevor.
Auch das Schweizer Quartett ist bekannt: Willi Melliger/Calvaro, Lesley McNaught/Dulf, Markus Fuchs/Tinka's Boy und Beat Mändli/Pozitano tragen die Medaillenhoffnungen der Equipe von Martin Walther.
"Alles für Sydney" heisst die Devise seit Saisonbeginn. Der olympische Fahrplan wurde für jedes einzelne Paar individuell abgestimmt und nach Bedarf und Absprache geändert - auf dass alle gleichzeitig den Saisonhöhepunkt erreichen.
Test auf neuem Sandboden
Zehn Tage bevor die Spitzenpferde der Olympiareiter in Neuendorf in ihre vorgeschriebene Heim-Quarantäne von 14 mal 24 Stunden einrücken, nehmen einige die Gelegenheit wahr, unbelastet auf Sandboden wie in Sydney zu üben.
Da auch in Sydney auch auf Sand gesprungen wird, testen wohl nicht nur Melliger und McNaught ihre Olympiapferde. Beat Mändli wird hingegen nicht wie ursprünglich geplant sein Olympiapferd Pozitano vorstellen, sondern Willi Melligers Domina. Versteht sich der Weltcup-Dritte mit der Stute seines Equipenkollegen, ist es möglich, dass das Pferd von Hans Liebherr, der auch Eigner von Calvaro ist, weiterhin dem Thurgauer zur Verfügung gestellt wird.
Mändli bitte um Verständnis für Pozitanos Fernbleiben: "Er hat in Aachen zwei Nullerrunden im Nationenpreis gedreht und befindet sich seit Wochen in Hochform. Wir wollen das Pferd locker, rund und gefestigt für den Saisonhöhepunkt in Sydney erhalten."
65 Reiter aus 17 Nationen
Das Teilnehmerfeld in Ascona umfasst 65 Reiter aus 17 Nationen. Das Budget beträgt 1,2 Millionen Franken, 300'000 Franken Preisgeld werden ausbezahlt. Neben der kompletten Schweizer Olympiaequipe und Ersatzreiter Urs Fäh sind 16 weitere Einheimische geladen.
Darunter befinden sich Schweizer Meister Hansueli Sprunger (GP-Sieger von Ascona 1995), Beat Röthlisberger (GP-Siger im Vorjahr), Markus Hauri (Schweizer Meister 1997) und Paul Estermann.
Auch fünf Junioren und Junge Reiter fanden Berücksichtigung. Roland Birchler, Christina Liebherr, Claudia Gisler, Thomas Hauri und der Jurassier Steve Guerdat werden beweisen wollen, dass es um den Schweizer Nachwuchs gut bestellt ist.
Zusätzlich erhalten auch die drei Tessiner Reiter Clarissa und Fabio Crotto sowie Domenico Morisoli eine Startgelegenheit.
Prominenz aus dem Ausland
Die ausländische Prominenz wird angeführt von der franzöischen Europameisterin Alexandra Ledermann, die von ihren Equipenreitern Edouard Couperie und Hervé Godignon begleitet wird. Aus Belgien kommt der Weltranglisten-Sechste Ludo Philippaerts, der Ende Mai den hochdotierten GP beim CSI Aach gewonnen hat.
Aus Österreich wird der Olympiareiter Anton Martin Bauer erwartet, aus Brasilien der ebenfalls für Syndey vorgesehene Luiz Felipe der Azevedo. Das deutsche Kontingent führt die Weltcupfinalistin Helena Weinberg an.
Auch Holland entsendet mit Olympiafahrer und Weltcupfinalist Jeroen Dubbeldam, Mannschafts-Olympiasieger Piet Raymakers (Team-Gold und Einzelsilber 1992 in Barcelona), Emile Hendrix und Eric van der Vleuten ein starkes Team.
Sportlicher Höhepunkt wird der Gran Premio am Sonntag (30.07.) sein, der mit 130'000 Franken dotiert ist.
swissinfo und Agenturen
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