Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03598.jsonl.gz/1444

Wechseljahre
Was ist eine Menopause?
Die Menopause (Wechseljahre, Klimakterium) ist eine natürliche Etappe im Leben jeder Frau. Aufgrund einer altersbedingten Schwäche der hormonellen Funktionen der Eierstöcke, bleibt die Menstruation aus. Man kann von Menopause sprechen, wenn die betroffene Frau über 40 ist und seit 6 Monaten keine Regelblutung mehr hatte. Die Wechseljahre betreffen meistens Frauen um die 50 – die Beschwerden können jedoch schon früher anfangen und über mehrere Jahre anhalten.
Die Wechseljahresbeschwerden sind in erster Linie auf die Reduktion von Estradiol, eines der Östrogene, zurückzuführen. Der weibliche Körper muss von seinem regelmäßigen Zyklus auf eine reduzierte Hormonproduktion umstellen.
Beschwerden während den Wechseljahren:
- Hitzewallungen und nächtliche Schweißausbrüche – in der Regel dauern sie ein paar Sekunden oder Minuten
- Schlaflosigkeit – Schwierigkeiten beim Einschlafen und häufiges Erwachen während der Nacht, was zu Reizbarkeit während des Tages führen kann
- Psychische Veränderungen – Depression, Weinerlichkeit, Probleme mit dem Gedächtnis
- Menstruationsbeschwerden – die Blutungen werden weniger stark und unregelmäßig. Es können Zwischenblutungen auftreten
- Hautprobleme – schlaffe Haut, Cellulite, spröde Nägel, Haarprobleme, Akne, etc.
- Schwindelgefühl – oft mit Hitzewallungen und Druckstößen verbunden
- Gewichtszunahme – Hungergefühle und Stoffwechselprobleme
- Vaginale Trockenheit und verminderte Libido; die reduzierte Schleimproduktion kann auch Juckreiz und Probleme beim Geschlechtsverkehr verursachen
- Schmerzen beim Harnlassen sowie Blasenschwäche beim Niesen, Husten oder Heben schwerer Gegenstände
- Wiederkehrende Entzündungen der Scheide – trockene Schleimhaut begünstigt die Entwicklung von Infektionen
- Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, die mit dem Verlust des Östrogen-Schutzes verbunden sind
- Knochenschmerzen und Osteoporose, die mit der raschen Verminderung an Mineralien verbunden sind
- Häufige Verstopfungen – die sowohl auf die Veränderungen im Körper als auch auf eine falsche Ernährung und eine ungesunde Lebensweise zurückzuführen sind
Wie verläuft die Menopause?
Die hormonellen Veränderungen können bei jeder Frau anders verlaufen. Gewisse Beschwerden können sogar über mehrere Jahre andauern, doch nicht alle Frauen leiden überhaupt an den erwähnten Beschwerden. Genauso individuell, wie die Beschwerden sein können, so unterschiedlich sollten die Behandlungsmethoden jeder Frau sein.
Denken Sie daran: Die Wechseljahre sind keine Krankheit! Es ist ein natürlicher biologischer Prozess. Die Menopause kann man nicht „heilen”, man kann nur die unangenehmen Symptome reduzieren und den Hormonspiegel regulieren. Ihr Arzt kann Ihnen eine Hormonersatztherapie empfehlen, doch auch diese wirkt bei jeder Frau unterschiedlich.
Was können Sie selbst tun, um die Beschwerden zu mildern?
- Denken Sie daran, dass es weitgehend an Ihnen liegt, wie diese Lebensphase verläuft. Wenn Sie sich um Ihre körperliche und geistige Gesundheit kümmern, werden Sie vielleicht merken, dass die Wechseljahre eine “zweite Jugend” darstellen können.
- Denken Sie an sich selbst. Es ist eine Phase, in der Sie sich auf Ihre Bedürfnisse konzentrieren können. Unternehmen Sie etwas mit Ihrem Partner oder entdecken Sie Ihre Hobbys wieder neu.
- Wenn Sie rauchen, versuchen Sie mit dieser Gewohnheit jetzt aufzuhören. Schon nach wenigen Wochen ohne Zigarettenkonsum, werden Sie eine deutliche Verbesserung Ihrer Stimmung spüren.
- Achten Sie auf eine gesunde Ernährung. Dies kann Ihnen helfen, sich besser zu fühlen und sowohl Verstopfungen als auch Gewichtszunahmen zu vermeiden.
- Denken Sie daran, dass Ihr Körpers verstärkt nach Kalzium und Vitamin D nachfragen wird– wenn Ihre Ernährung diese Mineralien nicht beinhaltet, nehmen Sie spezielle Vitaminpräparate ein.
- Wenn Sie an einer Blasenschwäche leiden, wenden Sie sich an einen Arzt. Die Blasenschwäche kann eine Folge ernsthafter Erkrankungen sein. Je schneller Sie reagieren, desto effektiver kann Ihr Problem behandelt werden. Solange Sie Symptome der Harninkontinenz haben, können Sie diskrete und sichere Einlagen, wie SENI Lady verwenden.
- Bleiben Sie aktiv – Studien zeigen, dass selbst kurze aber regelmäßige körperliche Betätigung den Testosteronspiegel im Blut stark erhöhen kann. Darüber hinaus löst Sport die Produktion von „Glückshormonen” im menschlichen Körper aus. So fühlen Sie sich nicht nur körperlich, sondern auch geistig besser. Sollten Sie keine Lust auf Sport haben, können Sie auch im täglichen Leben aktiv sein: benutzen Sie die Treppe statt den Aufzug oder gehen Sie spazieren.
- Suchen Sie Ihren Arzt auf und schämen Sie sich nicht, Fragen zu stellen. Der Arzt wird Ihnen die Situation erklären und empfiehlt Ihnen die richtige Vorgehensweise.
- Machen Sie regelmäßig die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen: Urin- und Blutbild, Sehkraft, Gehörsinn, gynäkologische Untersuchung, wie z.B. eine Mammographie. Ein frühes Erkennen von Krankheiten erhöht die Chance einer vollständigen und schnellen Heilung.
- Bleiben Sie ganz Sie selbst und denken Sie daran, dass die Wechseljahre schnell vorbei gehen. Danach können Sie das Leben wieder ungestört genießen.