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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2018.00673 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Lienhard Urteil vom 5. März 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch die Beiständin Y.___ Sozialzentrum Dorflinde, Quartierteam Affoltern Schwamendingenstrasse 41, 8050 Zürich diese vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste Z.___, Sozialversicherungsrecht, Team Recht Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1997, wurde am 1 1. Januar 2013 wegen verschiede nen psychischen Beschwerden bei der Invalidenversicherung angemeldet ( Urk. 22/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und schulische Abklärungen und erteilte am 1 5. Juni 2015 Kosten gutsprache für eine erstmalige berufliche Ausbildung als Praktiker Hauswirtschaft ( Urk. 22/30), welche am 9. Mai 2016 zur Ausbildung als Praktiker Küche geändert wurde ( Urk. 22/54). Der Versicherte schloss die Ausbildung im Juli 2017 ab ( Urk. 22/79 ; Urk. 22/95 ) und ist seit 1 5. August 2017 in einem Nischenarbeits platz arbeitstätig ( Urk. 22/92). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 22/104; Urk. 22/107; Urk. 22/111) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 2 0. Juni 2018 bei einem Invaliditätsgrad von 60 % ab 1. August 2017 eine Dreiviertels rente zu ( Urk. 22/120; Urk. 22/116 = Urk. 2). 2. Der Versicherte erhob am 2 1. August 2018 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2 0. Juni 2018 ( Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung sowie die Zusprache einer ganzen Rente ( Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwer deantwort vom 7. Dezember 2018 ( Urk. 21) die Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zur weiteren Abklärung, womit sich der Beschwerde führer nach Gewährung des rechtlichen Gehörs bei Rückweisungen (BGE 137 V 314; Urk. 23) nicht einverstanden erklärte ( Urk. 25). Dies wurde der Beschwerde gegnerin am 2 1. Januar 2019 zur Kenntnis gebracht, gleichzeitig wurde dem Beschwerdeführer antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessfüh rung bewilligt ( Urk. 26). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Nach Art. 16 Abs. 1 IVG haben Versicherte, die noch nicht erwerbstätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung in we sentlichem Umfange zusätzliche Kosten entstehen, Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung den Fähigkeiten der versicherten Person entspricht. Als erstmalige berufliche Ausbildung gilt gemäss Art. 5 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) die berufliche Grundbildung nach dem Be rufsbildungsgesetz (BBG) sowie, nach Abschluss der Volks- oder Sonderschule, der Besuch einer Mittel-, Fach- oder Hochschule und die berufliche Vorbereitung auf eine Hilfsarbeit oder auf die Tätigkeit in einer geschützten Werkstätte. 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er halten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Berufsberatung ist Aufgabe der IV-Stelle und nicht des begutachtenden Arztes oder der Ärztin. Zwischen diesen und den Fachleuten der Berufsberatung ist aber eine enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit erforderlich (BGE 107 V 17 E. 2b; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 mit weiterem Hinweis). Nach der Rechtspre chung ist die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (Urteile des Bundesgerichts 9C_396/2014 vom 15. April 2015 E. 5.4 und 9C_401/2014 vom 26. November 2014 E. 4.2.2; je mit Hinweis ). Hingegen ist für die Evaluation von konkreten geeigneten Tätigkeiten die Verwaltung zuständig, die dazu allenfalls Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung beizuziehen hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_545/2012 vom 25. Januar 2013 E. 3.2.1, nicht pu bliziert in BGE 139 V 28; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2). Der Arzt oder die Ärztin sagen somit, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen respektive geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist, wobei es als selbstver ständlich gilt, dass sie sich vor allem zu jenen Funktionen äussern, welche für die nach ihrer Lebenserfahrung im Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person wesentlich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in geheizten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben und tragen kann). Die Fachleute der Berufsberatung dagegen sagen, welche kon kreten beruflichen Tätigkeiten aufgrund der ärztlichen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten der versicherten Person in Frage kom men, wobei unter Umständen entsprechende Rückfragen beim Arzt oder der Ärz tin erforderlich sind (BGE 107 V 17 E. 2b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27 E. 1 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 8C_119/2008 vom 22. September 2008 E. 6.2 und I 588/05 vom 27. April 2006 E. 3). 1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) wie folgt: Gestützt auf ihre medizinischen Abklärungen sei dem Beschwerdeführer eine Tätigkeit in einem Vollzeitpensum zumutbar. Dabei eigneten sich Routine arbeiten, welche sehr geringe sprachliche Anforderungen an ihn stellten. Er könne in einem Vollzeitpensum eine Leistung von 40 % erbringen. Beim Einkom mensvergleich sei ein Abzug vom Tabellenlohn in Höhe von 15 % zu gewähren, womit ein Invaliditätsgrad von 60 % resultiere. Auf die Einschätzung des Ausbil dungsbetriebs sei nicht abzustellen. Nach ärztlicher Würdigung sei in einem Nischenarbeitsplatz nach entsprechender Einarbeitung eine Le istung von 40 % zu erwarten (Verfügungsteil 2). In ihrer Beschwerdeantwort ( Urk. 21) machte die Be schwerdegegnerin geltend, bei der Beurteilung durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) handle es sich um eine Aktenbeurteilung und es liege lediglich ein Arztbericht vor, auf den jedoch nicht abgestellt werden könne, da es sich um einen nicht näher begründeten Bericht des Hausarztes, welcher Facharzt für All gemeine Innere Medizin sei, handle. Die Einschätzung einer 20-25%igen Leis tungsfähigkeit sei nicht durch Ärzte erfolgt. 2.2 Dagegen brachte der Beschwerdeführer vor ( Urk. 1), er sei im ersten Arbeitsmarkt nicht arbeitsfähig, was ärztlich bestätigt werde. Die vom RAD angenommene Leistungsfähigkeit von 40 % sei nicht nachvollziehbar; nach Einschätzung seines Ausbildungsbetriebes könne er lediglich eine Leistungsfähigkeit von 20 bis 25 % erreichen. Eine persönliche Untersuchung durch den RAD habe nicht stattgefun den. Er habe Anspruch auf eine ganze Rente (S. 5 ff.; Urk. 25). 2.3 Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers und in die sem Zusammenhang die Frage, ob auf die vorhandenen Akten abgestellt werden kann. 3. 3.1 Dr. med. A.___, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und P sy chotherapie, stellte mit Bericht vom 1 3. Juni 2013 ( Urk. 22/5) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1): - nicht näher bezeichnete Verhaltens- oder emotionale Störungen mit Be ginn in der Kindheit und Jugend (mit Aufmerksamkeitsstörung, leichter depressiver Verstimmung sowie Ängstlichkeit); ICD-10 F98.9 - Verdacht auf sonstige organische Persönlichkeits- und Verhaltensstörun gen aufgrund einer Funktionsstörung des Gehirns (ICD-10 F07.9) - rezeptive Sprachstörung (ICD-10 F80.2) Bereits 2005 sei eine neuropsychologische Abklärung an der S chweizerischen Epilepsieklinik durchgeführt worden ( Ziff. 1.2). Der Beschwerdeführer sei sicher in der Lage, eine Ausbildung im geschützten Rahmen zu absolvieren, brauche aber eine enge Begleitung und Betreuung ( Ziff. 2.5). Eine Berufsausbildung in der freien Wirtschaft sei zur Zeit sicher nicht möglich ( Ziff. 4). 3.2 Die Fachpersonen der Stiftung B.___ hielten mit Abschlussbericht zur Ausbildung des Beschwerdeführers vom 1 1. April 2017 ( Urk. 22/73) fest, es werde eine Prä senzzeit von 100 % empfohlen, wobei die Leistungsfähigkeit bezogen auf den ersten Arbeitsmarkt 20 bis 25 % betrage. Klare Regeln, ein strukturierter und sich wiederholender Tagesablauf, ausführliche Rezepte und eine zugewiesene Bezugs person erleichterten dem Beschwerdeführer die Arbeit. Vernetztes Denken gelinge ihm nur, wenn er sich anhand von Eselsbrücken erinnern könne. Viel Sicherheit und Routine unterstützten ihn dabei, grosse Leistungsschwankungen zu vermei den. Bei solchen Grundvoraussetzungen in einem Betrieb sei er fähig, im Rahmen eines Nischenarbeitsplatzes zu arbeiten. Eine Integration in den ersten Arbeits markt sei nicht möglich (S. 2 Ziff. 5). Es werde ein Nischenarbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt angestrebt. Wenn ein solcher nicht gefunden werde, sei auch der zweite Arbeitsmarkt ein Thema (S. 4 unten). 3.3 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnosti zierte mit Bericht vom 1 2. Juli 2017 ( Urk. 22/91/6-7) ein ausgeprägtes Aufmer k samkeitsdefizitsyndrom mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1). Die weitere psychotherapeutische Behandlung sei offen. Der Beschwerdeführer sei im Rahmen einer geschützten Arbeitsstelle zu 100 % arbeitsfähig. Geistig und psy chisch bestünden weiterhin Einschränkungen in dem Sinne, dass der Beschwer deführer in einer ruhigen und geschützten Atmosphäre arbeiten könne. Es bestehe somit eine verminderte Leistungsfähigkeit, die sich jedoch nicht in der Arbeitszeit niederschlage (S. 1). 3.4 Dr. med. D.___, Fachärztin für Kinder-und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, RAD, hielt am 5. September 2017 unter Bezugnahme auf den Bericht von Dr. A.___ und den Abschlussbericht der Stiftung B.___ (vorstehend E. 3.1 und 3.2) fest, der Beschwerdeführer sei nach ausreichender Einarbeitung mit Hilfestellung bei angepasstem Nischenarbeitsplatz in einem 100 % - Pensum zu 60 % arbeitsfähig. Es sei bei weiterlaufender sozialpädagogischer Unterstüt zung eine gewisse Nachreifung möglich. Es liege ein dauerhafter Gesundheits schaden mit einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 60 % vor. Es scheine sich um eine eher diffuse Störung zu handeln, die sowohl kognitive als auch psychische Aspekte umfasse. Diese entstünden häufig im Rahmen von Vernach lässigung und / oder im Rahmen von Alkoholkonsum während der Schwanger schaft. Im Abschlussbericht der Stiftung B.___ vom 1 1. April 2017 werde von einer Leistungsfähigkeit von 20 bis 25 % ausgegangen. Nach der notwendigen Einar beitung bei einem ausreichend angepassten Nischenarbeitsplatz sollte eine höhere Leistungsfähigkeit von 40 % möglich sein ( Urk. 22/102/3). 4. 4.1 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5). Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – ge wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu na mentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzu stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen). Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die ge klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge geben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerun gen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bun desgerichts 8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4). Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten ( BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt ( BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 4.2 Die Beurteilung durch RAD-Ärztin Dr. D.___ (vgl. vorstehend E. 3.4) vermag den vorstehend genannten Anforderungen an den Beweiswert einer Ex pertise nicht zu genügen. Dr. D.___ nahm keine eigene Untersuchung vor, sondern zog lediglich den nicht mehr aktuellen Bericht von Dr. A.___ bei und liess den Bericht von Dr. C.___ ausser Acht. Weiter setzte Dr. D.___ die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auf 40 % fest, ohne dies auch nur ansatzweise zu begründen. Insbesondere legte Dr. D.___ nicht in genügend nachvollziehbarer Weise dar, weshalb nicht der Beurteilu ng der Fachleute der Stiftung B.___ gefolgt werden kann. Vollends irrelevant für die Be urteilung der Leistungsfähigkeit ist sodann ihre Feststellung, wonach es sich um eine diffuse Störung handle, die "häufig im Rahmen von Vernachlässigung und / oder im Rahmen von Alkoholkonsum währen d der Schwangerschaft" auftrete. W as mit dieser Aussage bezweckt wird, ist nicht ersichtlich. Wenngleich Akten beurteilungen grundsätzlich zulässig sind (vgl. vorstehend E. 4.1), kann vorlie gend, wie dies die Beschwerdegegnerin selbst erkannte ( Urk. 21), nicht auf die Beurteilung durch Dr. D.___ abgestellt werden. 4.3 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers erlauben jedoch auch die anderen vorhandenen Berichte keine verlässliche Einschätzung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers: Der Bericht von Dr. A.___ ist nicht aktuell und bezog sich damals insbesondere auf die Ausbildungsfähigkeit des Beschwerdeführers. Der Beric ht der Fachleute der Stiftung B.___ muss zwar in die Beurteilung miteinbe zogen werden, kann jedoch mangels ärztlicher Einschätzung nicht als alleinige Entscheidgrundlag e dienen (vgl. vorstehend E. 1.4 ). Auf den Bericht von Dr. C.___ kann nicht abgestellt werden, da dieser kein Facharzt für Psychi atrie und Psychotherapie ist und ohnehin keine Angaben zur Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers machte. Damit fehlt es an der Grundlage für einen Entscheid. 4.4 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 4.5 Vorliegend wurde der entscheidwesentliche Sachverhalt, nämlich die Frage der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Abschluss der erst malig en beruflichen Ausbildung, ungenügend abgeklärt. Es ist daher angezeigt, die Sache an die Beschwerdegegnerin entsprechend ihrem Antrag zurückzuwei sen, damit sie den Sachverhalt fachärztlich abkläre n lasse und hernach erneut über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers entscheide. Dabei sind so wohl die Angaben der Stiftung B.___ und der aktuellen Arbeitgeberin (vgl. Urk. 3/6) wie auch die nicht bei den Akten liegenden Berichte des Schweizerischen Epilepsie-Zentrums (vgl. Urk. 22/52/13 oben; Urk. 22/5/1 Ziff. 1.2) einzuholen beziehungs weise zu berücksichtigen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 5. Die Gerichtskosten nach Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Damit ist die bereits erfolgte Bewilligung der unentgeltliche n Prozessführung ( Urk. 26) ge genstandslos. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 2 0. Juni 2018 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Er wägungen, über den Rentena nspruch des Beschwerdeführers neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannLienhard

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2018.00673 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Lienhard Urteil vom 5. März 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch die Beiständin Y.___ Sozialzentrum Dorflinde, Quartierteam Affoltern Schwamendingenstrasse 41, 8050 Zürich diese vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste Z.___, Sozialversicherungsrecht, Team Recht Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1997, wurde am 1 1. Januar 2013 wegen verschiede nen psychischen Beschwerden bei der Invalidenversicherung angemeldet ( Urk. 22/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und schulische Abklärungen und erteilte am 1 5. Juni 2015 Kosten gutsprache für eine erstmalige berufliche Ausbildung als Praktiker Hauswirtschaft ( Urk. 22/30), welche am 9. Mai 2016 zur Ausbildung als Praktiker Küche geändert wurde ( Urk. 22/54). Der Versicherte schloss die Ausbildung im Juli 2017 ab ( Urk. 22/79 ; Urk. 22/95 ) und ist seit 1 5. August 2017 in einem Nischenarbeits platz arbeitstätig ( Urk. 22/92). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 22/104; Urk. 22/107; Urk. 22/111) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 2 0. Juni 2018 bei einem Invaliditätsgrad von 60 % ab 1. August 2017 eine Dreiviertels rente zu ( Urk. 22/120; Urk. 22/116 = Urk. 2). 2. Der Versicherte erhob am 2 1. August 2018 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2 0. Juni 2018 ( Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung sowie die Zusprache einer ganzen Rente ( Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwer deantwort vom 7. Dezember 2018 ( Urk. 21) die Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zur weiteren Abklärung, womit sich der Beschwerde führer nach Gewährung des rechtlichen Gehörs bei Rückweisungen (BGE 137 V 314; Urk. 23) nicht einverstanden erklärte ( Urk. 25). Dies wurde der Beschwerde gegnerin am 2 1. Januar 2019 zur Kenntnis gebracht, gleichzeitig wurde dem Beschwerdeführer antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessfüh rung bewilligt ( Urk. 26). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Nach Art. 16 Abs. 1 IVG haben Versicherte, die noch nicht erwerbstätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung in we sentlichem Umfange zusätzliche Kosten entstehen, Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung den Fähigkeiten der versicherten Person entspricht. Als erstmalige berufliche Ausbildung gilt gemäss Art. 5 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) die berufliche Grundbildung nach dem Be rufsbildungsgesetz (BBG) sowie, nach Abschluss der Volks- oder Sonderschule, der Besuch einer Mittel-, Fach- oder Hochschule und die berufliche Vorbereitung auf eine Hilfsarbeit oder auf die Tätigkeit in einer geschützten Werkstätte. 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er halten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Berufsberatung ist Aufgabe der IV-Stelle und nicht des begutachtenden Arztes oder der Ärztin. Zwischen diesen und den Fachleuten der Berufsberatung ist aber eine enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit erforderlich (BGE 107 V 17 E. 2b; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 mit weiterem Hinweis). Nach der Rechtspre chung ist die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (Urteile des Bundesgerichts 9C_396/2014 vom 15. April 2015 E. 5.4 und 9C_401/2014 vom 26. November 2014 E. 4.2.2; je mit Hinweis ). Hingegen ist für die Evaluation von konkreten geeigneten Tätigkeiten die Verwaltung zuständig, die dazu allenfalls Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung beizuziehen hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_545/2012 vom 25. Januar 2013 E. 3.2.1, nicht pu bliziert in BGE 139 V 28; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2). Der Arzt oder die Ärztin sagen somit, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen respektive geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist, wobei es als selbstver ständlich gilt, dass sie sich vor allem zu jenen Funktionen äussern, welche für die nach ihrer Lebenserfahrung im Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person wesentlich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in geheizten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben und tragen kann). Die Fachleute der Berufsberatung dagegen sagen, welche kon kreten beruflichen Tätigkeiten aufgrund der ärztlichen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten der versicherten Person in Frage kom men, wobei unter Umständen entsprechende Rückfragen beim Arzt oder der Ärz tin erforderlich sind (BGE 107 V 17 E. 2b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27 E. 1 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 8C_119/2008 vom 22. September 2008 E. 6.2 und I 588/05 vom 27. April 2006 E. 3). 1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) wie folgt: Gestützt auf ihre medizinischen Abklärungen sei dem Beschwerdeführer eine Tätigkeit in einem Vollzeitpensum zumutbar. Dabei eigneten sich Routine arbeiten, welche sehr geringe sprachliche Anforderungen an ihn stellten. Er könne in einem Vollzeitpensum eine Leistung von 40 % erbringen. Beim Einkom mensvergleich sei ein Abzug vom Tabellenlohn in Höhe von 15 % zu gewähren, womit ein Invaliditätsgrad von 60 % resultiere. Auf die Einschätzung des Ausbil dungsbetriebs sei nicht abzustellen. Nach ärztlicher Würdigung sei in einem Nischenarbeitsplatz nach entsprechender Einarbeitung eine Le istung von 40 % zu erwarten (Verfügungsteil 2). In ihrer Beschwerdeantwort ( Urk. 21) machte die Be schwerdegegnerin geltend, bei der Beurteilung durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) handle es sich um eine Aktenbeurteilung und es liege lediglich ein Arztbericht vor, auf den jedoch nicht abgestellt werden könne, da es sich um einen nicht näher begründeten Bericht des Hausarztes, welcher Facharzt für All gemeine Innere Medizin sei, handle. Die Einschätzung einer 20-25%igen Leis tungsfähigkeit sei nicht durch Ärzte erfolgt. 2.2 Dagegen brachte der Beschwerdeführer vor ( Urk. 1), er sei im ersten Arbeitsmarkt nicht arbeitsfähig, was ärztlich bestätigt werde. Die vom RAD angenommene Leistungsfähigkeit von 40 % sei nicht nachvollziehbar; nach Einschätzung seines Ausbildungsbetriebes könne er lediglich eine Leistungsfähigkeit von 20 bis 25 % erreichen. Eine persönliche Untersuchung durch den RAD habe nicht stattgefun den. Er habe Anspruch auf eine ganze Rente (S. 5 ff.; Urk. 25). 2.3 Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers und in die sem Zusammenhang die Frage, ob auf die vorhandenen Akten abgestellt werden kann. 3. 3.1 Dr. med. A.___, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und P sy chotherapie, stellte mit Bericht vom 1 3. Juni 2013 ( Urk. 22/5) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1): - nicht näher bezeichnete Verhaltens- oder emotionale Störungen mit Be ginn in der Kindheit und Jugend (mit Aufmerksamkeitsstörung, leichter depressiver Verstimmung sowie Ängstlichkeit); ICD-10 F98.9 - Verdacht auf sonstige organische Persönlichkeits- und Verhaltensstörun gen aufgrund einer Funktionsstörung des Gehirns (ICD-10 F07.9) - rezeptive Sprachstörung (ICD-10 F80.2) Bereits 2005 sei eine neuropsychologische Abklärung an der S chweizerischen Epilepsieklinik durchgeführt worden ( Ziff. 1.2). Der Beschwerdeführer sei sicher in der Lage, eine Ausbildung im geschützten Rahmen zu absolvieren, brauche aber eine enge Begleitung und Betreuung ( Ziff. 2.5). Eine Berufsausbildung in der freien Wirtschaft sei zur Zeit sicher nicht möglich ( Ziff. 4). 3.2 Die Fachpersonen der Stiftung B.___ hielten mit Abschlussbericht zur Ausbildung des Beschwerdeführers vom 1 1. April 2017 ( Urk. 22/73) fest, es werde eine Prä senzzeit von 100 % empfohlen, wobei die Leistungsfähigkeit bezogen auf den ersten Arbeitsmarkt 20 bis 25 % betrage. Klare Regeln, ein strukturierter und sich wiederholender Tagesablauf, ausführliche Rezepte und eine zugewiesene Bezugs person erleichterten dem Beschwerdeführer die Arbeit. Vernetztes Denken gelinge ihm nur, wenn er sich anhand von Eselsbrücken erinnern könne. Viel Sicherheit und Routine unterstützten ihn dabei, grosse Leistungsschwankungen zu vermei den. Bei solchen Grundvoraussetzungen in einem Betrieb sei er fähig, im Rahmen eines Nischenarbeitsplatzes zu arbeiten. Eine Integration in den ersten Arbeits markt sei nicht möglich (S. 2 Ziff. 5). Es werde ein Nischenarbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt angestrebt. Wenn ein solcher nicht gefunden werde, sei auch der zweite Arbeitsmarkt ein Thema (S. 4 unten). 3.3 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnosti zierte mit Bericht vom 1 2. Juli 2017 ( Urk. 22/91/6-7) ein ausgeprägtes Aufmer k samkeitsdefizitsyndrom mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1). Die weitere psychotherapeutische Behandlung sei offen. Der Beschwerdeführer sei im Rahmen einer geschützten Arbeitsstelle zu 100 % arbeitsfähig. Geistig und psy chisch bestünden weiterhin Einschränkungen in dem Sinne, dass der Beschwer deführer in einer ruhigen und geschützten Atmosphäre arbeiten könne. Es bestehe somit eine verminderte Leistungsfähigkeit, die sich jedoch nicht in der Arbeitszeit niederschlage (S. 1). 3.4 Dr. med. D.___, Fachärztin für Kinder-und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, RAD, hielt am 5. September 2017 unter Bezugnahme auf den Bericht von Dr. A.___ und den Abschlussbericht der Stiftung B.___ (vorstehend E. 3.1 und 3.2) fest, der Beschwerdeführer sei nach ausreichender Einarbeitung mit Hilfestellung bei angepasstem Nischenarbeitsplatz in einem 100 % - Pensum zu 60 % arbeitsfähig. Es sei bei weiterlaufender sozialpädagogischer Unterstüt zung eine gewisse Nachreifung möglich. Es liege ein dauerhafter Gesundheits schaden mit einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 60 % vor. Es scheine sich um eine eher diffuse Störung zu handeln, die sowohl kognitive als auch psychische Aspekte umfasse. Diese entstünden häufig im Rahmen von Vernach lässigung und / oder im Rahmen von Alkoholkonsum während der Schwanger schaft. Im Abschlussbericht der Stiftung B.___ vom 1 1. April 2017 werde von einer Leistungsfähigkeit von 20 bis 25 % ausgegangen. Nach der notwendigen Einar beitung bei einem ausreichend angepassten Nischenarbeitsplatz sollte eine höhere Leistungsfähigkeit von 40 % möglich sein ( Urk. 22/102/3). 4. 4.1 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5). Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – ge wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu na mentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzu stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen). Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die ge klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge geben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerun gen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bun desgerichts 8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4). Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten ( BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt ( BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 4.2 Die Beurteilung durch RAD-Ärztin Dr. D.___ (vgl. vorstehend E. 3.4) vermag den vorstehend genannten Anforderungen an den Beweiswert einer Ex pertise nicht zu genügen. Dr. D.___ nahm keine eigene Untersuchung vor, sondern zog lediglich den nicht mehr aktuellen Bericht von Dr. A.___ bei und liess den Bericht von Dr. C.___ ausser Acht. Weiter setzte Dr. D.___ die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auf 40 % fest, ohne dies auch nur ansatzweise zu begründen. Insbesondere legte Dr. D.___ nicht in genügend nachvollziehbarer Weise dar, weshalb nicht der Beurteilu ng der Fachleute der Stiftung B.___ gefolgt werden kann. Vollends irrelevant für die Be urteilung der Leistungsfähigkeit ist sodann ihre Feststellung, wonach es sich um eine diffuse Störung handle, die "häufig im Rahmen von Vernachlässigung und / oder im Rahmen von Alkoholkonsum währen d der Schwangerschaft" auftrete. W as mit dieser Aussage bezweckt wird, ist nicht ersichtlich. Wenngleich Akten beurteilungen grundsätzlich zulässig sind (vgl. vorstehend E. 4.1), kann vorlie gend, wie dies die Beschwerdegegnerin selbst erkannte ( Urk. 21), nicht auf die Beurteilung durch Dr. D.___ abgestellt werden. 4.3 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers erlauben jedoch auch die anderen vorhandenen Berichte keine verlässliche Einschätzung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers: Der Bericht von Dr. A.___ ist nicht aktuell und bezog sich damals insbesondere auf die Ausbildungsfähigkeit des Beschwerdeführers. Der Beric ht der Fachleute der Stiftung B.___ muss zwar in die Beurteilung miteinbe zogen werden, kann jedoch mangels ärztlicher Einschätzung nicht als alleinige Entscheidgrundlag e dienen (vgl. vorstehend E. 1.4 ). Auf den Bericht von Dr. C.___ kann nicht abgestellt werden, da dieser kein Facharzt für Psychi atrie und Psychotherapie ist und ohnehin keine Angaben zur Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers machte. Damit fehlt es an der Grundlage für einen Entscheid. 4.4 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 4.5 Vorliegend wurde der entscheidwesentliche Sachverhalt, nämlich die Frage der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Abschluss der erst malig en beruflichen Ausbildung, ungenügend abgeklärt. Es ist daher angezeigt, die Sache an die Beschwerdegegnerin entsprechend ihrem Antrag zurückzuwei sen, damit sie den Sachverhalt fachärztlich abkläre n lasse und hernach erneut über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers entscheide. Dabei sind so wohl die Angaben der Stiftung B.___ und der aktuellen Arbeitgeberin (vgl. Urk. 3/6) wie auch die nicht bei den Akten liegenden Berichte des Schweizerischen Epilepsie-Zentrums (vgl. Urk. 22/52/13 oben; Urk. 22/5/1 Ziff. 1.2) einzuholen beziehungs weise zu berücksichtigen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 5. Die Gerichtskosten nach Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Damit ist die bereits erfolgte Bewilligung der unentgeltliche n Prozessführung ( Urk. 26) ge genstandslos. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 2 0. Juni 2018 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Er wägungen, über den Rentena nspruch des Beschwerdeführers neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannLienhard

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2018.00673 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Lienhard Urteil vom 5. März 2019

IV.2018.00673

IV.2018.00673

IV.2018.00673 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Lienhard

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Lienhard

Urteil vom 5. März 2019

Urteil vom 5. März 2019 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch die Beiständin Y.___

vertreten durch die Beiständin Y.___ Sozialzentrum Dorflinde, Quartierteam Affoltern

Sozialzentrum Dorflinde, Quartierteam Affoltern Schwamendingenstrasse 41, 8050 Zürich

Schwamendingenstrasse 41, 8050 Zürich diese vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste

diese vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste Z.___, Sozialversicherungsrecht, Team Recht

Z.___, Sozialversicherungsrecht, Team Recht Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich

Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1997, wurde am 1 1. Januar 2013 wegen verschiede nen psychischen Beschwerden bei der Invalidenversicherung angemeldet ( Urk. 22/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und schulische Abklärungen und erteilte am 1 5. Juni 2015 Kosten gutsprache für eine erstmalige berufliche Ausbildung als Praktiker Hauswirtschaft ( Urk. 22/30), welche am 9. Mai 2016 zur Ausbildung als Praktiker Küche geändert wurde ( Urk. 22/54). Der Versicherte schloss die Ausbildung im Juli 2017 ab ( Urk. 22/79 ; Urk. 22/95 ) und ist seit 1 5. August 2017 in einem Nischenarbeits platz arbeitstätig ( Urk. 22/92).

1. X.___, geboren 1997, wurde am 1 1. Januar 2013 wegen verschiede nen psychischen Beschwerden bei der Invalidenversicherung angemeldet ( Urk. 22/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und schulische Abklärungen und erteilte am 1 5. Juni 2015 Kosten gutsprache für eine erstmalige berufliche Ausbildung als Praktiker Hauswirtschaft ( Urk. 22/30), welche am 9. Mai 2016 zur Ausbildung als Praktiker Küche geändert wurde ( Urk. 22/54). Der Versicherte schloss die Ausbildung im Juli 2017 ab ( Urk. 22/79 ; Urk. 22/95 ) und ist seit 1 5. August 2017 in einem Nischenarbeits platz arbeitstätig ( Urk. 22/92). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 22/104; Urk. 22/107; Urk. 22/111) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 2 0. Juni 2018 bei einem Invaliditätsgrad von 60 % ab 1. August 2017 eine Dreiviertels rente zu ( Urk. 22/120; Urk. 22/116 = Urk. 2).

Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 22/104; Urk. 22/107; Urk. 22/111) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 2 0. Juni 2018 bei einem Invaliditätsgrad von 60 % ab 1. August 2017 eine Dreiviertels rente zu ( Urk. 22/120; Urk. 22/116 = Urk. 2). 2. Der Versicherte erhob am 2 1. August 2018 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2 0. Juni 2018 ( Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung sowie die Zusprache einer ganzen Rente ( Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwer deantwort vom 7. Dezember 2018 ( Urk. 21) die Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zur weiteren Abklärung, womit sich der Beschwerde führer nach Gewährung des rechtlichen Gehörs bei Rückweisungen (BGE 137 V 314; Urk. 23) nicht einverstanden erklärte ( Urk. 25). Dies wurde der Beschwerde gegnerin am 2 1. Januar 2019 zur Kenntnis gebracht, gleichzeitig wurde dem Beschwerdeführer antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessfüh rung bewilligt ( Urk. 26).

2. Der Versicherte erhob am 2 1. August 2018 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2 0. Juni 2018 ( Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung sowie die Zusprache einer ganzen Rente ( Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwer deantwort vom 7. Dezember 2018 ( Urk. 21) die Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zur weiteren Abklärung, womit sich der Beschwerde führer nach Gewährung des rechtlichen Gehörs bei Rückweisungen (BGE 137 V 314; Urk. 23) nicht einverstanden erklärte ( Urk. 25). Dies wurde der Beschwerde gegnerin am 2 1. Januar 2019 zur Kenntnis gebracht, gleichzeitig wurde dem Beschwerdeführer antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessfüh rung bewilligt ( Urk. 26). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Nach Art. 16 Abs. 1 IVG haben Versicherte, die noch nicht erwerbstätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung in we sentlichem Umfange zusätzliche Kosten entstehen, Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung den Fähigkeiten der versicherten Person entspricht. Als erstmalige berufliche Ausbildung gilt gemäss Art. 5 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) die berufliche Grundbildung nach dem Be rufsbildungsgesetz (BBG) sowie, nach Abschluss der Volks- oder Sonderschule, der Besuch einer Mittel-, Fach- oder Hochschule und die berufliche Vorbereitung auf eine Hilfsarbeit oder auf die Tätigkeit in einer geschützten Werkstätte.

1.2 Nach Art. 16 Abs. 1 IVG haben Versicherte, die noch nicht erwerbstätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung in we sentlichem Umfange zusätzliche Kosten entstehen, Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung den Fähigkeiten der versicherten Person entspricht. Als erstmalige berufliche Ausbildung gilt gemäss Art. 5 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) die berufliche Grundbildung nach dem Be rufsbildungsgesetz (BBG) sowie, nach Abschluss der Volks- oder Sonderschule, der Besuch einer Mittel-, Fach- oder Hochschule und die berufliche Vorbereitung auf eine Hilfsarbeit oder auf die Tätigkeit in einer geschützten Werkstätte. 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er halten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er halten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Berufsberatung ist Aufgabe der IV-Stelle und nicht des begutachtenden Arztes oder der Ärztin. Zwischen diesen und den Fachleuten der Berufsberatung ist aber eine enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit erforderlich (BGE 107 V 17 E. 2b; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 mit weiterem Hinweis). Nach der Rechtspre chung ist die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (Urteile des Bundesgerichts 9C_396/2014 vom 15. April 2015 E. 5.4 und 9C_401/2014 vom 26. November 2014 E. 4.2.2; je mit Hinweis ). Hingegen ist für die Evaluation von konkreten geeigneten Tätigkeiten die Verwaltung zuständig, die dazu allenfalls Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung beizuziehen hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_545/2012 vom 25. Januar 2013 E. 3.2.1, nicht pu bliziert in BGE 139 V 28; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2). Der Arzt oder die Ärztin sagen somit, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen respektive geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist, wobei es als selbstver ständlich gilt, dass sie sich vor allem zu jenen Funktionen äussern, welche für die nach ihrer Lebenserfahrung im Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person wesentlich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in geheizten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben und tragen kann). Die Fachleute der Berufsberatung dagegen sagen, welche kon kreten beruflichen Tätigkeiten aufgrund der ärztlichen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten der versicherten Person in Frage kom men, wobei unter Umständen entsprechende Rückfragen beim Arzt oder der Ärz tin erforderlich sind (BGE 107 V 17 E. 2b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27 E. 1 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 8C_119/2008 vom 22. September 2008 E. 6.2 und I 588/05 vom 27. April 2006 E. 3).

1.4 Berufsberatung ist Aufgabe der IV-Stelle und nicht des begutachtenden Arztes oder der Ärztin. Zwischen diesen und den Fachleuten der Berufsberatung ist aber eine enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit erforderlich (BGE 107 V 17 E. 2b; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 mit weiterem Hinweis). Nach der Rechtspre chung ist die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (Urteile des Bundesgerichts 9C_396/2014 vom 15. April 2015 E. 5.4 und 9C_401/2014 vom 26. November 2014 E. 4.2.2; je mit Hinweis ). Hingegen ist für die Evaluation von konkreten geeigneten Tätigkeiten die Verwaltung zuständig, die dazu allenfalls Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung beizuziehen hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_545/2012 vom 25. Januar 2013 E. 3.2.1, nicht pu bliziert in BGE 139 V 28; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2). Der Arzt oder die Ärztin sagen somit, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen respektive geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist, wobei es als selbstver ständlich gilt, dass sie sich vor allem zu jenen Funktionen äussern, welche für die nach ihrer Lebenserfahrung im Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person wesentlich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in geheizten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben und tragen kann). Die Fachleute der Berufsberatung dagegen sagen, welche kon kreten beruflichen Tätigkeiten aufgrund der ärztlichen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten der versicherten Person in Frage kom men, wobei unter Umständen entsprechende Rückfragen beim Arzt oder der Ärz tin erforderlich sind (BGE 107 V 17 E. 2b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27 E. 1 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 8C_119/2008 vom 22. September 2008 E. 6.2 und I 588/05 vom 27. April 2006 E. 3). 1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) wie folgt: Gestützt auf ihre medizinischen Abklärungen sei dem Beschwerdeführer eine Tätigkeit in einem Vollzeitpensum zumutbar. Dabei eigneten sich Routine arbeiten, welche sehr geringe sprachliche Anforderungen an ihn stellten. Er könne in einem Vollzeitpensum eine Leistung von 40 % erbringen. Beim Einkom mensvergleich sei ein Abzug vom Tabellenlohn in Höhe von 15 % zu gewähren, womit ein Invaliditätsgrad von 60 % resultiere. Auf die Einschätzung des Ausbil dungsbetriebs sei nicht abzustellen. Nach ärztlicher Würdigung sei in einem Nischenarbeitsplatz nach entsprechender Einarbeitung eine Le istung von 40 % zu erwarten (Verfügungsteil 2). In ihrer Beschwerdeantwort ( Urk. 21) machte die Be schwerdegegnerin geltend, bei der Beurteilung durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) handle es sich um eine Aktenbeurteilung und es liege lediglich ein Arztbericht vor, auf den jedoch nicht abgestellt werden könne, da es sich um einen nicht näher begründeten Bericht des Hausarztes, welcher Facharzt für All gemeine Innere Medizin sei, handle. Die Einschätzung einer 20-25%igen Leis tungsfähigkeit sei nicht durch Ärzte erfolgt.

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) wie folgt: Gestützt auf ihre medizinischen Abklärungen sei dem Beschwerdeführer eine Tätigkeit in einem Vollzeitpensum zumutbar. Dabei eigneten sich Routine arbeiten, welche sehr geringe sprachliche Anforderungen an ihn stellten. Er könne in einem Vollzeitpensum eine Leistung von 40 % erbringen. Beim Einkom mensvergleich sei ein Abzug vom Tabellenlohn in Höhe von 15 % zu gewähren, womit ein Invaliditätsgrad von 60 % resultiere. Auf die Einschätzung des Ausbil dungsbetriebs sei nicht abzustellen. Nach ärztlicher Würdigung sei in einem Nischenarbeitsplatz nach entsprechender Einarbeitung eine Le istung von 40 % zu erwarten (Verfügungsteil 2). In ihrer Beschwerdeantwort ( Urk. 21) machte die Be schwerdegegnerin geltend, bei der Beurteilung durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) handle es sich um eine Aktenbeurteilung und es liege lediglich ein Arztbericht vor, auf den jedoch nicht abgestellt werden könne, da es sich um einen nicht näher begründeten Bericht des Hausarztes, welcher Facharzt für All gemeine Innere Medizin sei, handle. Die Einschätzung einer 20-25%igen Leis tungsfähigkeit sei nicht durch Ärzte erfolgt. 2.2 Dagegen brachte der Beschwerdeführer vor ( Urk. 1), er sei im ersten Arbeitsmarkt nicht arbeitsfähig, was ärztlich bestätigt werde. Die vom RAD angenommene Leistungsfähigkeit von 40 % sei nicht nachvollziehbar; nach Einschätzung seines Ausbildungsbetriebes könne er lediglich eine Leistungsfähigkeit von 20 bis 25 % erreichen. Eine persönliche Untersuchung durch den RAD habe nicht stattgefun den. Er habe Anspruch auf eine ganze Rente (S. 5 ff.; Urk. 25).

2.2 Dagegen brachte der Beschwerdeführer vor ( Urk. 1), er sei im ersten Arbeitsmarkt nicht arbeitsfähig, was ärztlich bestätigt werde. Die vom RAD angenommene Leistungsfähigkeit von 40 % sei nicht nachvollziehbar; nach Einschätzung seines Ausbildungsbetriebes könne er lediglich eine Leistungsfähigkeit von 20 bis 25 % erreichen. Eine persönliche Untersuchung durch den RAD habe nicht stattgefun den. Er habe Anspruch auf eine ganze Rente (S. 5 ff.; Urk. 25). 2.3 Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers und in die sem Zusammenhang die Frage, ob auf die vorhandenen Akten abgestellt werden kann.

2.3 Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers und in die sem Zusammenhang die Frage, ob auf die vorhandenen Akten abgestellt werden kann. 3.

3. 3.1 Dr. med. A.___, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und P sy chotherapie, stellte mit Bericht vom 1 3. Juni 2013 ( Urk. 22/5) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1):

3.1 Dr. med. A.___, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und P sy chotherapie, stellte mit Bericht vom 1 3. Juni 2013 ( Urk. 22/5) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1): - nicht näher bezeichnete Verhaltens- oder emotionale Störungen mit Be ginn in der Kindheit und Jugend (mit Aufmerksamkeitsstörung, leichter depressiver Verstimmung sowie Ängstlichkeit); ICD-10 F98.9

nicht näher bezeichnete Verhaltens- oder emotionale Störungen mit Be ginn in der Kindheit und Jugend (mit Aufmerksamkeitsstörung, leichter depressiver Verstimmung sowie Ängstlichkeit); ICD-10 F98.9 - Verdacht auf sonstige organische Persönlichkeits- und Verhaltensstörun gen aufgrund einer Funktionsstörung des Gehirns (ICD-10 F07.9)

Verdacht auf sonstige organische Persönlichkeits- und Verhaltensstörun gen aufgrund einer Funktionsstörung des Gehirns (ICD-10 F07.9) - rezeptive Sprachstörung (ICD-10 F80.2)

rezeptive Sprachstörung (ICD-10 F80.2) Bereits 2005 sei eine neuropsychologische Abklärung an der S chweizerischen Epilepsieklinik durchgeführt worden ( Ziff. 1.2). Der Beschwerdeführer sei sicher in der Lage, eine Ausbildung im geschützten Rahmen zu absolvieren, brauche aber eine enge Begleitung und Betreuung ( Ziff. 2.5). Eine Berufsausbildung in der freien Wirtschaft sei zur Zeit sicher nicht möglich ( Ziff. 4).

Bereits 2005 sei eine neuropsychologische Abklärung an der S chweizerischen Epilepsieklinik durchgeführt worden ( Ziff. 1.2). Der Beschwerdeführer sei sicher in der Lage, eine Ausbildung im geschützten Rahmen zu absolvieren, brauche aber eine enge Begleitung und Betreuung ( Ziff. 2.5). Eine Berufsausbildung in der freien Wirtschaft sei zur Zeit sicher nicht möglich ( Ziff. 4). 3.2 Die Fachpersonen der Stiftung B.___ hielten mit Abschlussbericht zur Ausbildung des Beschwerdeführers vom 1 1. April 2017 ( Urk. 22/73) fest, es werde eine Prä senzzeit von 100 % empfohlen, wobei die Leistungsfähigkeit bezogen auf den ersten Arbeitsmarkt 20 bis 25 % betrage. Klare Regeln, ein strukturierter und sich wiederholender Tagesablauf, ausführliche Rezepte und eine zugewiesene Bezugs person erleichterten dem Beschwerdeführer die Arbeit. Vernetztes Denken gelinge ihm nur, wenn er sich anhand von Eselsbrücken erinnern könne. Viel Sicherheit und Routine unterstützten ihn dabei, grosse Leistungsschwankungen zu vermei den. Bei solchen Grundvoraussetzungen in einem Betrieb sei er fähig, im Rahmen eines Nischenarbeitsplatzes zu arbeiten. Eine Integration in den ersten Arbeits markt sei nicht möglich (S. 2 Ziff. 5). Es werde ein Nischenarbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt angestrebt. Wenn ein solcher nicht gefunden werde, sei auch der zweite Arbeitsmarkt ein Thema (S. 4 unten).

3.2 Die Fachpersonen der Stiftung B.___ hielten mit Abschlussbericht zur Ausbildung des Beschwerdeführers vom 1 1. April 2017 ( Urk. 22/73) fest, es werde eine Prä senzzeit von 100 % empfohlen, wobei die Leistungsfähigkeit bezogen auf den ersten Arbeitsmarkt 20 bis 25 % betrage. Klare Regeln, ein strukturierter und sich wiederholender Tagesablauf, ausführliche Rezepte und eine zugewiesene Bezugs person erleichterten dem Beschwerdeführer die Arbeit. Vernetztes Denken gelinge ihm nur, wenn er sich anhand von Eselsbrücken erinnern könne. Viel Sicherheit und Routine unterstützten ihn dabei, grosse Leistungsschwankungen zu vermei den. Bei solchen Grundvoraussetzungen in einem Betrieb sei er fähig, im Rahmen eines Nischenarbeitsplatzes zu arbeiten. Eine Integration in den ersten Arbeits markt sei nicht möglich (S. 2 Ziff. 5). Es werde ein Nischenarbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt angestrebt. Wenn ein solcher nicht gefunden werde, sei auch der zweite Arbeitsmarkt ein Thema (S. 4 unten). 3.3 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnosti zierte mit Bericht vom 1 2. Juli 2017 ( Urk. 22/91/6-7) ein ausgeprägtes Aufmer k samkeitsdefizitsyndrom mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1). Die weitere psychotherapeutische Behandlung sei offen. Der Beschwerdeführer sei im Rahmen einer geschützten Arbeitsstelle zu 100 % arbeitsfähig. Geistig und psy chisch bestünden weiterhin Einschränkungen in dem Sinne, dass der Beschwer deführer in einer ruhigen und geschützten Atmosphäre arbeiten könne. Es bestehe somit eine verminderte Leistungsfähigkeit, die sich jedoch nicht in der Arbeitszeit niederschlage (S. 1).

3.3 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnosti zierte mit Bericht vom 1 2. Juli 2017 ( Urk. 22/91/6-7) ein ausgeprägtes Aufmer k samkeitsdefizitsyndrom mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1). Die weitere psychotherapeutische Behandlung sei offen. Der Beschwerdeführer sei im Rahmen einer geschützten Arbeitsstelle zu 100 % arbeitsfähig. Geistig und psy chisch bestünden weiterhin Einschränkungen in dem Sinne, dass der Beschwer deführer in einer ruhigen und geschützten Atmosphäre arbeiten könne. Es bestehe somit eine verminderte Leistungsfähigkeit, die sich jedoch nicht in der Arbeitszeit niederschlage (S. 1). 3.4 Dr. med. D.___, Fachärztin für Kinder-und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, RAD, hielt am 5. September 2017 unter Bezugnahme auf den Bericht von Dr. A.___ und den Abschlussbericht der Stiftung B.___ (vorstehend E. 3.1 und 3.2) fest, der Beschwerdeführer sei nach ausreichender Einarbeitung mit Hilfestellung bei angepasstem Nischenarbeitsplatz in einem 100 % - Pensum zu 60 % arbeitsfähig. Es sei bei weiterlaufender sozialpädagogischer Unterstüt zung eine gewisse Nachreifung möglich. Es liege ein dauerhafter Gesundheits schaden mit einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 60 % vor. Es scheine sich um eine eher diffuse Störung zu handeln, die sowohl kognitive als auch psychische Aspekte umfasse. Diese entstünden häufig im Rahmen von Vernach lässigung und / oder im Rahmen von Alkoholkonsum während der Schwanger schaft. Im Abschlussbericht der Stiftung B.___ vom 1 1. April 2017 werde von einer Leistungsfähigkeit von 20 bis 25 % ausgegangen. Nach der notwendigen Einar beitung bei einem ausreichend angepassten Nischenarbeitsplatz sollte eine höhere Leistungsfähigkeit von 40 % möglich sein ( Urk. 22/102/3).

3.4 Dr. med. D.___, Fachärztin für Kinder-und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, RAD, hielt am 5. September 2017 unter Bezugnahme auf den Bericht von Dr. A.___ und den Abschlussbericht der Stiftung B.___ (vorstehend E. 3.1 und 3.2) fest, der Beschwerdeführer sei nach ausreichender Einarbeitung mit Hilfestellung bei angepasstem Nischenarbeitsplatz in einem 100 % - Pensum zu 60 % arbeitsfähig. Es sei bei weiterlaufender sozialpädagogischer Unterstüt zung eine gewisse Nachreifung möglich. Es liege ein dauerhafter Gesundheits schaden mit einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 60 % vor. Es scheine sich um eine eher diffuse Störung zu handeln, die sowohl kognitive als auch psychische Aspekte umfasse. Diese entstünden häufig im Rahmen von Vernach lässigung und / oder im Rahmen von Alkoholkonsum während der Schwanger schaft. Im Abschlussbericht der Stiftung B.___ vom 1 1. April 2017 werde von einer Leistungsfähigkeit von 20 bis 25 % ausgegangen. Nach der notwendigen Einar beitung bei einem ausreichend angepassten Nischenarbeitsplatz sollte eine höhere Leistungsfähigkeit von 40 % möglich sein ( Urk. 22/102/3). 4.

4. 4.1 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).

4.1 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5). Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – ge wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu na mentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzu stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).

Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – ge wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu na mentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzu stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen). Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die ge klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge geben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerun gen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bun desgerichts 8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4).

Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die ge klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge geben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerun gen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bun desgerichts 8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4). Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten ( BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt ( BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).

Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten ( BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt ( BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 4.2 Die Beurteilung durch RAD-Ärztin Dr. D.___ (vgl. vorstehend E. 3.4) vermag den vorstehend genannten Anforderungen an den Beweiswert einer Ex pertise nicht zu genügen. Dr. D.___ nahm keine eigene Untersuchung vor, sondern zog lediglich den nicht mehr aktuellen Bericht von Dr. A.___ bei und liess den Bericht von Dr. C.___ ausser Acht. Weiter setzte Dr. D.___ die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auf 40 % fest, ohne dies auch nur ansatzweise zu begründen. Insbesondere legte Dr. D.___ nicht in genügend nachvollziehbarer Weise dar, weshalb nicht der Beurteilu ng der Fachleute der Stiftung B.___ gefolgt werden kann. Vollends irrelevant für die Be urteilung der Leistungsfähigkeit ist sodann ihre Feststellung, wonach es sich um eine diffuse Störung handle, die "häufig im Rahmen von Vernachlässigung und / oder im Rahmen von Alkoholkonsum währen d der Schwangerschaft" auftrete. W as mit dieser Aussage bezweckt wird, ist nicht ersichtlich. Wenngleich Akten beurteilungen grundsätzlich zulässig sind (vgl. vorstehend E. 4.1), kann vorlie gend, wie dies die Beschwerdegegnerin selbst erkannte ( Urk. 21), nicht auf die Beurteilung durch Dr. D.___ abgestellt werden.

4.2 Die Beurteilung durch RAD-Ärztin Dr. D.___ (vgl. vorstehend E. 3.4) vermag den vorstehend genannten Anforderungen an den Beweiswert einer Ex pertise nicht zu genügen. Dr. D.___ nahm keine eigene Untersuchung vor, sondern zog lediglich den nicht mehr aktuellen Bericht von Dr. A.___ bei und liess den Bericht von Dr. C.___ ausser Acht. Weiter setzte Dr. D.___ die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auf 40 % fest, ohne dies auch nur ansatzweise zu begründen. Insbesondere legte Dr. D.___ nicht in genügend nachvollziehbarer Weise dar, weshalb nicht der Beurteilu ng der Fachleute der Stiftung B.___ gefolgt werden kann. Vollends irrelevant für die Be urteilung der Leistungsfähigkeit ist sodann ihre Feststellung, wonach es sich um eine diffuse Störung handle, die "häufig im Rahmen von Vernachlässigung und oder im Rahmen von Alkoholkonsum währen d der Schwangerschaft" auftrete. W as mit dieser Aussage bezweckt wird, ist nicht ersichtlich. Wenngleich Akten beurteilungen grundsätzlich zulässig sind (vgl. vorstehend E. 4.1), kann vorlie gend, wie dies die Beschwerdegegnerin selbst erkannte ( Urk. 21), nicht auf die Beurteilung durch Dr. D.___ abgestellt werden. 4.3 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers erlauben jedoch auch die anderen vorhandenen Berichte keine verlässliche Einschätzung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers: Der Bericht von Dr. A.___ ist nicht aktuell und bezog sich damals insbesondere auf die Ausbildungsfähigkeit des Beschwerdeführers. Der Beric ht der Fachleute der Stiftung B.___ muss zwar in die Beurteilung miteinbe zogen werden, kann jedoch mangels ärztlicher Einschätzung nicht als alleinige Entscheidgrundlag e dienen (vgl. vorstehend E. 1.4 ). Auf den Bericht von Dr. C.___ kann nicht abgestellt werden, da dieser kein Facharzt für Psychi atrie und Psychotherapie ist und ohnehin keine Angaben zur Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers machte.

4.3 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers erlauben jedoch auch die anderen vorhandenen Berichte keine verlässliche Einschätzung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers: Der Bericht von Dr. A.___ ist nicht aktuell und bezog sich damals insbesondere auf die Ausbildungsfähigkeit des Beschwerdeführers. Der Beric ht der Fachleute der Stiftung B.___ muss zwar in die Beurteilung miteinbe zogen werden, kann jedoch mangels ärztlicher Einschätzung nicht als alleinige Entscheidgrundlag e dienen (vgl. vorstehend E. 1.4 ). Auf den Bericht von Dr. C.___ kann nicht abgestellt werden, da dieser kein Facharzt für Psychi atrie und Psychotherapie ist und ohnehin keine Angaben zur Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers machte. Damit fehlt es an der Grundlage für einen Entscheid.

Damit fehlt es an der Grundlage für einen Entscheid. 4.4 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).

4.4 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 4.5 Vorliegend wurde der entscheidwesentliche Sachverhalt, nämlich die Frage der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Abschluss der erst malig en beruflichen Ausbildung, ungenügend abgeklärt. Es ist daher angezeigt, die Sache an die Beschwerdegegnerin entsprechend ihrem Antrag zurückzuwei sen, damit sie den Sachverhalt fachärztlich abkläre n lasse und hernach erneut über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers entscheide. Dabei sind so wohl die Angaben der Stiftung B.___ und der aktuellen Arbeitgeberin (vgl. Urk. 3/6) wie auch die nicht bei den Akten liegenden Berichte des Schweizerischen Epilepsie-Zentrums (vgl. Urk. 22/52/13 oben; Urk. 22/5/1 Ziff. 1.2) einzuholen beziehungs weise zu berücksichtigen.

4.5 Vorliegend wurde der entscheidwesentliche Sachverhalt, nämlich die Frage der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Abschluss der erst malig en beruflichen Ausbildung, ungenügend abgeklärt. Es ist daher angezeigt, die Sache an die Beschwerdegegnerin entsprechend ihrem Antrag zurückzuwei sen, damit sie den Sachverhalt fachärztlich abkläre n lasse und hernach erneut über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers entscheide. Dabei sind so wohl die Angaben der Stiftung B.___ und der aktuellen Arbeitgeberin (vgl. Urk. 3/6) wie auch die nicht bei den Akten liegenden Berichte des Schweizerischen Epilepsie-Zentrums (vgl. Urk. 22/52/13 oben; Urk. 22/5/1 Ziff. 1.2) einzuholen beziehungs weise zu berücksichtigen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.

In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 5. Die Gerichtskosten nach Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Damit ist die bereits erfolgte Bewilligung der unentgeltliche n Prozessführung ( Urk. 26) ge genstandslos.

5. Die Gerichtskosten nach Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Damit ist die bereits erfolgte Bewilligung der unentgeltliche n Prozessführung ( Urk. 26) ge genstandslos. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 2 0. Juni 2018 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Er wägungen, über den Rentena nspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 2 0. Juni 2018 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Er wägungen, über den Rentena nspruch des Beschwerdeführers neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste

Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannLienhard