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Dorfjugend sucht eine neue Bleibe
Die Gemeinde Neuenhof zog den Kreditantrag für einen Neubau des Jugendraums im… Weiterlesen
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Gemeindebibliothek Wettingen
12. Juli 2018
09:00
Der Autor beschreibt den Werdegang des globalen Finanzsystems seit «Bretton Woods»,1944, geht aber jeweils weiter zurück bis zum Amerikanischen Sezessionskrieg, zum Ersten Weltkrieg und zur Russischen Revolution. Dabei vergleicht er den derzeitigen Gesundheitszustand des Finanzsystems mit einem 75-jährigen, totgeweihten Patienten, dessen Krankheitsgeschichte bereits mit Mitte zwanzig begann, der Mitte fünfzig den ersten Zusammenbruch erlitt und seither, nach weiteren Schlaganfällen, im Koma liegt und nur mit immer stärkeren Infusionen künstlich am Leben erhalten werden kann.
Für die Lektüre braucht es keine ökonomischen Fachkenntnisse, auch verzichtete Wolff auf Formeln, Kurven, Moving Averages etc. Er prangert nicht die Regionalsparkassen und Kundenberater an, sondern die ganz Grossen in der Szene (too big to fail) sowie Institutionen wie Zentralbanken, Währungsfonds oder den Internationalen Zahlungsausgleich. Er kritisiert auch heftig deren Verflechtung mit der Politik, da diese zwar Regulierung predigen, aber skrupellose Deregulierung betreiben und volkswirtschaftlich sinnlose, toxische Finanzprodukte einführen, mit dem einzigen Ziel, sich zu auf Kosten der Mittelschicht zu bereichern.
Über den Autor
Ernst Wolff (*1950 in Südostasien) ging in Deutschland zur Schule und studierte in den USA. Er arbeitete in diversen Berufen, unter anderem als Journalist, Dolmetscher und Drehbuchautor. Die Wechselbeziehung von Wirtschaft und Politik, mit der er sich seit vier Jahrzehnten beschäftigt, ist für ihn gegenwärtig von grosser Bedeutung.