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Die Vaginitis ist eine akute Entzündung der Scheide. Vaginose bedeutet übermässige Besiedelung mit natürlicherweise in der Scheide vorkommenden Lactobazillen oder mit anderen Bakterien ohne dass eine akute Entzündung vorliegt.
Für die Vaginitis, die akute Entzündung der Scheide, wird in der Fachsprache auch der aus dem Griechischen stammende Begriff Kolpitis verwendet.
Vaginose bedeutet übermässige Besiedelung mit natürlicherweise in der Scheide vorkommenden Bakterien, mit atypischen (veränderten) Lactobazillen oder mit anderen Erregern, jedoch ohne offensichtliche Entzündung der Schleimhaut.
In beiden Fällen ist die Vaginalflora, also die normale Besiedelung des Organs mit Mikroorganismen (Kleinstlebewesen), aus dem Gleichgewicht geraten, was oft zu vermehrtem Ausfluss führt.
Den Lactobazillen der Scheidenflora kommt eine besondere Rolle zu, indem sie ein saures Milieu und damit einen Schutzmechanismus gegen die Vermehrung krankmachender Mikroorganismen aufrechterhalten. Bedingung für die Existenz der normalen Flora sind zudem Geschlechtshormone. Mädchen vor der Pubertät und Frauen nach den Wechseljahren sind durch Hormonmangel anfälliger für Scheidenentzündungen, die allerdings in jedem Lebensalter vorkommen, auch bei Kindern.
Die Vaginitis entsteht meist durch das Eindringen und die Vermehrung von Bakterien, Pilzen, seltener Viren (Herpes) oder Protozoen. Schamlippen und Klitoris sind gewöhnlich mit entzündet. Häufige Erregern sind Candida albicans (Pilze) oder Trichomonaden (Protozoen) entsprechende Bezeichnungen sind Candida- oder Trichomonadenvaginitis.
Das Erhalten der natürlichen Scheidenflora mit ihrem sauren Milieu ist die beste Vorbeugemassnahme.
Jede erstmals auftretende Entzündung der Scheide sollte vom Arzt beurteilt werden. Bei älteren Frauen kann die Scheidenentzündung auch Hinweis auf eine Krebserkrankung der Gebärmutter sein.