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Am vergangenen Sonntag fanden im schwyzerischen Hoch-Ybrig die Skicross Schweizermeisterschaften 2017 statt. Aufgrund von heftigen Regenschauern mussten die für Samstag geplanten nationalen Titelkämpfe auf Sonntag verschoben werden. Titelverteidiger und Nationalmannschaftsfahrer Alex Fiva liess sich durch die Verschiebung nicht beirren und gewann souverän seinen zweiten Schweizermeistertitel. Bei den Damen setzte sich Nicole Frei in einem packenden Finale gegen ihre Konkurrentinnen durch und krönte sich zum ersten Mal zur Schweizer Meisterin.
Die Schweizer Skicross-Elite traf sich vergangenes Wochenende zu den nationalen Meisterschaften auf der Piste „Sternen“ im Hoch-Ybrig. Mit Ausnahme von Fanny Smith und Armin Niederer, welche das Wochenende zur Vorbereitung auf die WM-Rennen am 18. März in der Sierra Nevada nutzen, standen alle gesunden und startberechtigten Schweizer Topfahrerinnen und -fahrer am Start.
Der starke Regen welcher vom Donnerstagmorgen bis am Freitag andauerte, zwang die Organisatoren die Schweizermeisterschaften vom Samstag auf den Sonntag zu verschieben. Die Piste hatte zu fest gelitten, um rechtzeitig für die Rennen am Samstag bereit zu sein. Die Verschiebung war definitiv der richtige Entscheid, so konnten die Schweizermeisterschaften am Sonntag bei bestem Wetter und guten Schneeverhältnissen durchgeführt werden.
Fiva ist bereit für die WM
Eine knappe Woche vor den Skicross-Weltmeisterschaften in der spanischen Sierra Nevada präsentierte sich der Parpaner Alex Fiva in bestechender Form. Der 31-Jährige schaffte den Weg ins Finale ohne weitere Probleme und hielt sich im Entscheidungslauf gekonnt aus den Positionsplätzen heraus. In überlegener Manier verteidigte Fiva seinen Titel und fuhr zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren an den Skicross-Schweizermeisterschaften auf das Podest. Im Finale verwies er Peter Stähli und Marc Bischofberger auf die Plätze zwei und drei.
Nicole Frei gewinnt im Fotofinish
So klar die Angelegenheit bei den Männern ausfiel, so knapp endete der Wettbewerb der Damen. In einem Herzschlagfinale warf sich die Krummenauerin Nicole Frei regelrecht über die Ziellinie und holte sich damit ihren ersten Titel als Schweizer Meisterin. Nur zwei Tage vor ihrem 25. Geburtstag machte sie sich das schönste Geschenk gleich selbst. Unter Freudentränen meinte sie zu ihrem Titelgewinn: „Ich kann gar nicht glauben, dass ich wirklich gewonnen habe!“.
Knapp geschlagen hingegen waren Zoé Cheli und Talina Gantenbein. Die beiden durften sich nach anfänglicher Enttäuschung über den verpassten Sieg aber trotzdem über den zweiten und dritten Rang freuen.
Alter schützt vor Schnelligkeit nicht
Mit Alex Fiva und Nicole Frei gewann jeweils der älteste Fahrer beziehungsweise die älteste Fahrerin des Finallaufs auch den Titel. Alex Fiva (31) fuhr im Finale seinen jüngeren Konkurrenten Peter Stähli (27), Marc Bischofberger (26) und Jonas Lenherr (27) davon, während Nicole Frei (24) ein von jungen Talenten gespickten Finallauf vor Zoé Cheli (21), Talina Gantenbein (18) und der Britin Emma Peters (19) gewann.