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Der Central Park in New York gehört zu den bedeutendsten Orten der Metropole und ist auch für die Bewohner Manhattans ein wichtiger Bestandteil ihrer Stadt. Er ist die grüne Lunge New Yorks, ungefähr 4 Kilometer lang und 800 Meter breit. Rund 25 Millionen Menschen besuchen jährlich den Park und die Veranstaltungen, die dort stattfinden. Das sind mehr als dreimal so viele Menschen, wie New York Einwohner hat!
Die Geschichte des Central Parks
1858 starteten die Bauarbeiten für den Park. Dies war dringend nötig, platzte die Stadt doch aus allen Nähten, die Einwohnerzahl stieg ständig, aber es gab kaum Erholungsmöglichkeiten. Die Arbeiten begannen damit, dass zunächst die Menschen vertrieben werden mussten, die dort ihr Zuhause gefunden hatten – hauptsächlich befreite schwarze Sklaven, aber auch arme deutsche und irische Einwanderer. Danach wurden Bäume und Sträucher abgeholzt. Das sumpfige Gelände musste entwässert werden, dafür wurden Kanäle gebaut und das Wasser in künstliche Seen geleitet. Ein Großteil des Geländes war von Granitfelsen bedeckt, diese mussten gesprengt werden. Auf den Boden kam eine dicke Schicht Muttererde aus New Jersey, auf der rund 4 Millionen neue Bäume, Sträucher und Pflanzen angesiedelt wurden. Für Fußgänger, Reiter und Kutschen wurde ein Wegesystem errichtet, das mit nächtlicher Beleuchtung ausgerüstet wurde, um die Gegend sicherer zu machen.
Fast zehn Jahre lang waren ungefähr 20.000 Arbeiter im Park beschäftigt. Offiziell beendet wurden die Arbeiten 1873, doch so richtig abgeschlossen sind sie bis heute nicht. Denn auch wenn die grundlegende Planung von vor über 150 Jahren beibehalten wurde, so ändern sich doch ständig die Bedürfnisse der New Yorker und ihrer Gäste, und der Central Park erhält immer mal wieder ein neues Make Up.
In den 1970er Jahren machte die schwierige ökonomische Situation der USA auch vor New York und dem Central Park nicht halt und führte zu einer Erhöhung der Kriminalität, Vernachlässigung und sogar zu einer drohenden Schließung des Parks, die aber abgewendet werden konnte. Viele vermögende Privatleute und auch Künstler setzten sich für die Erhaltung des Ortes ein und tun dies noch heute – 85 % des Budgets, das dem Central Parks zur Verfügung steht, kommt aus privaten Kassen.
Der Central Park heute
Wer im Central Park unterwegs ist, der kann glatt vergessen, dass er sich mitten in einer der lebhaftesten Metropolen der Welt befindet. Viel Grün, zahlreiche blaue Seen und die für New York ungewohnte Ruhe machen den Ort zu einer Oase mitten im Großstadtgetümmel. Zahlreiche Aktivitäten begeistern sowohl New Yorker als auch Besucher. So kann man bequem in Pferdekutschen oder Fahrrad-Rikschas den Park erkunden, man kann joggen, Fahrrad oder Inline-Skates fahren, klettern, im Winter Schlittschuh laufen und im Sommer in einem Outdoor-Pool schwimmen.
Berühmt ist der Central Park für sommerliche Open-Air-Veranstaltungen. Es gibt kostenlose Theateraufführungen und Konzerte, bei denen manchmal berühmte Stars mitwirken. Besonders bekannt sind das New York Shakespeare Festival und Aufführungen der New Yorker Philharmoniker und der Metropolitan Oper. Die Veranstaltungsreihe „Central Park Summerstage“ bietet Kunst aller Art von Musik über Tanz bis hin zu Filmvorführungen. Ein Zoo lädt Familien zum Bummel ein, ebenso wie ein Garten im französischen Stil (Conservatory Garden), die „Strawberry Fields“ – ein Garten, den Yoko Ono zum Gedenken an ihren Mann John Lennon anlegen ließ, und Belvedere Castle, ein kleines Schloss, in den sich das Central Park Learning Center befindet und von dem aus man einen schönen Blick auf den gesamten Park hat.
Rings um den Central Park findet man viele berühmte Sehenswürdigkeiten. Hauptsächlich sind es Gebäude mit Geschichte und interessanten Baustilen, zum Beispiel das Plaza Hotel oder das Dakota-Appartementgebäude, vor dem 1980 John Lennon erschossen wurde. Direkt am Park liegen einige der berühmtesten Museen der Welt: Das Guggenheim Museum, das Metropolitan Museum of Art und das American Museum of Natural History.