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Velka meldet uns einen Notfall. Eine weibliche, noch nicht kastrierte Katze lebt seit einer Woche mit einer Plastikeinkaufstüte um die Brust und kann sich nicht davon befreien. Wir rücken sofort aus.
EINE GESCHICHTE VON EINER KATZE UND EINER PLASTIKTüTE...
Das Streunerleben ist gefährlich und risikoreich. Oft leiden Strassentiere an Hunger und Krankheit, werden Opfer von Tierquälereien oder Autounfällen. Und manchmal sind sie, wie es bei unserem kleinen Protagonisten hier der Fall ist, Opfer eines simplen Stücks Müll.
Diese Katze bekam ihre Überlebenschance dank der Intervention einer tierliebenden Frau. Velka ist eine unserer wertvollen Freiwilligen und unterstützt die Tierärzte im Einsatz u. a. bei den regionalen Kastrationskampagnen. Zudem kümmert sie sich seit Jahren um die streunenden Katzen in ihrem Quartier in der Stadt Gotze Delchev (BG).
Wir fangen die Katze ein und bringen sie in die Klinik.
Das Plastikstück ist der Rest einer Einkaufstasche und tief in der Brust eingewachsen.
Es arbeitete sich sogar durch das Fleisch hindurch und verursachte eine Wunde, die demnächst Komplikationen auslösen oder möglicherweise für das Tier den Tod bedeuten könnte.
Der Kunststoff ist zäh und dick; die Katze wäre nicht in der Lage gewesen, ihn ohne menschliche Hilfe loszuwerden.
Wir reinigen und nähen die Wunde, bevor wir mit der Kastration fortfahren.
Nachdem die Katze gleich zwei Eingriffe in einer Behandlung erhalten hat, verbringt sie die Nacht in der Klinik ...
…. und bald schon wieder zu Hause - sicher und gesund.