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Margarethen-Offizium
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Seit einigen Jahren beschäftigt sich die Musikerin Tetyana Polt mit dem Choral Repertoire des mittelalterlichen Basels. Leider begrenzt sich das Forschungsmaterial auf zerstreute Pergamentblätter, welche nach der Reformation als Makulatur verwenden wurden und auf rund fünf Musikhandschriften aus der Bibliothek des Kartäuser Klosters, welche glücklicherweise überlebten. Eine dieser Handschriften wurde in den
70-ger Jahren des letzten Jahrhunderts vom Basler Musikwissenschaftler Frank Labhardt (1917 - 2009) gründlich erforscht und in seinem Werk "Das Cantionale des Kartäusers Thomas Kress" detailliert beschrieben.
In diesem Werk entdeckte Tetyana Polt manche Schätze, welche aufgrund der geringen Achtung der lokalen Choralgeschichte bisher kaum beachtet wurden. Zwei vollständige Offizien zur Ehre der heiligen Margaretha sind eine absolute Rarität der Basler Quellen des Choral Repertoires. Diese umfassen auch genügend Noten-Material um ein schönes Konzertprogramm zu gestalten.
Diese Handschrift beinhaltet auch eine kleine Anzahl mehrstimmige Gesänge, was beweist, dass die Kartäuser Mönche auch Mehrstimmigkeit gepflegt haben. Dementsprechend erlaubte sich die Projektinitiatorin manche Gesänge in einfachen Formen der Mehrstimmigkeit, welche für die Zeitspanne der Codex-Entstehung typisch waren, zu "bekleiden". Die Gesangdarbietungen wurden mit kurzen Texten aus der "Legenda Aurea" zu Margarethas Leben abgerundet.