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Geht es um grosse politische Geschäfte, hört man nicht selten die Formulierung «die Verhandlungen dauerten bis in die Nacht und wurden ohne Ergebnis abgebrochen».
Selbstverständlich gibt es dafür manchmal gute und richtige Gründe. Doch mitunter liegt es nicht am Inhalt, sondern vielmehr an den Verhandelnden, die Lösungen sabotieren. Wie «Psychologie Heute» berichtet, seien Mächtige oft von ihrer Macht gelähmt. Mit anderen Worten: Wer als Spitzenpolitiker oder Topmanager gewohnt ist, dass seine Worte mehr zählen als jene seiner Mitarbeiter, tut sich schwer damit, wenn er mit Leuten zu tun hat, die ihm gleichgestellt sind. Forscher testeten dies mit 158 Führungskräften eines Unternehmens, solche die grössere und solche die kleinere Gruppen leiten. In Gruppen, die so zusammengestellt waren, dass Leute auf gleicher Stufe zusammentrafen, mussten die Teilnehmer nun ein realistisches Problem lösen. Es zeigte sich, dass die Gruppen mit den weniger mächtigen Mitarbeitern rascher eine Lösung fanden als jene auf einer höheren Hierarchiestufe. Die Alphatierchen bremsten sich gegenseitig aus und fanden keine gemeinsame Entscheidung.
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