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Der Besatzungschef der Staudamm-Stadt Nowa Kachowka, Wladimir Leontjew, sagte zudem, dass dort rund 100 Menschen von den Wassermassen eingeschlossen seien und gerettet werden müssten. Sieben Anwohner werden den Angaben zufolge derzeit vermisst, rund 900 sollen angeblich schon in Sicherheit gebracht worden sein. Leontjew sprach zudem von mehreren komplett oder teilweise überfluteten Orten. "Der Ort Korsunka steht - mit Ausnahme der letzten Strasse - komplett unter Wasser", sagte er im russischen Fernsehen.
Am Dienstag hatte bereits die Ukraine mitgeteilt, dass auf der durch ihre Truppen befreiten rechten Seite des Flusses Dnipro rund 17 000 Menschen ihre Häuser verlassen müssten. Die russischen Besatzer hatten sich mit Zahlen zunächst noch bedeckt gehalten. Mittlerweile haben sie laut staatlicher russischer Nachrichtenagentur Tass zudem den Notstand im von ihnen okkupierten Teil des Gebiets Cherson ausgerufen.
Mehr als 15 Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine war am frühen Dienstagmorgen in Nowa Kachowka der grosse Damm zerstört worden. Seitdem strömen Wassermassen aus einem Stausee. Die Ukraine ist überzeugt, Russland habe die Anlage, die es bereits seit Monaten besetzt hält und vermint haben soll, gesprengt. Auch viele internationale Politiker machen Moskau verantwortlich. Der Kreml wiederum weist alle Vorwürfe zurück und schiebt die Schuld der Ukraine zu./haw/DP/jha
(AWP)