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Fallstudien
Höhenangst / Vertigo
„Fallschirmspringer Max"
Der junge Mann in den Dreißigern, der unter starker Höhenangst litt, stellte sich spontan für die Demostration einer Rückführung zur Verfügung. Auf die Frage was seine erschreckenste Vorstellung sei, musste nicht lang nachdebken:
„Am schlimmsten wäre für mich, wenn ich mit einem Fallschirm springen müsste und der Fallschirm ginge nicht auf und man zieht bis 5 m über dem Boden und er geht immer noch nicht auf. Dann macht es plumps!"
(Auffallend die bereits die genaue Angabe der Höhe!)
Zurück in die Zeit
In Deutschland geboren, wandert der junge Max mit 18 Jahren nach Amerika aus. Er findet Arbeit als Träger: „Es ist hart aber gut nicht mehr zuhause zu sein, englisch will ich auch lernen." Er schlägt sich gut durch, hat eine Vielzahl Jobs, aber am meisten verdient er beim Betreuen einer Garderobe. Er sammelt jeweils die Münzen in den Manteltaschen. Er sagt er sei „clever" und lässt sich dabei nicht erwischen. Mit dem so gesammelten Geld, fährt er mit dem Zug zur Westküste, nach Kalifornien.
Flugzeuge faszinieren ihn und er lernt schnell das Fallschirmspringen. Bald lebt er sogar davon, er tretet in Shows und Zirkus auf. Er ist der Beste, unerschrocken, waghalsig und passioniert. Er ist erfolgreich. Sein Stolz ist ein weißes Kabriolett Modell 1927.
1929, mit 32 Jahre, springt er zum letzten Mal. Es sieht so aus, als hätte er die Ereignisse vorausgeahnt.
Ein unbewusster Todeserlebnis
Max befindet sich in einem Propellerflugzeug, einer Piper. Er ist, in der Dämmerung, allein mit dem Piloten an Bord. Er steht an der offenen Tür, es ist kalt und er hat Angst. Es ist zu hoch, es war unüberlegt von ihm diesen Sprung ins Programm zu nehmen. Er liebt aber das Risiko und braucht den „Kick".
Er springt und die Angst verfliegt. Jetzt geniesst er den freien Fall.
Er lässt sich immer tiefer fallen: Er liebt die Geschwindigkeit und von der Leine zieht er am liebsten so knapp wie möglich über dem Boden. Er ist zufrieden, aber sehr angespannt und konzentriert. Er macht seine eleganten Spiralen und waghalsigen „Birdies".
Jetzt hat er den Kick!
Plötzlich ein starker Aufschlag. Es war doch zu knapp!
Beim Aufprall bricht er sich alle Knochen. Die Schmerzen sind unbeschreiblich. Max spürt sie nicht, er stellt nur lapidarisch fest:
„Das ist ein Kick!"
Es geschah alles viel zu schnell und der „Kick" (Adrenalin-Stoss) war für ihn so stark, dass er die Situation nicht wahrnahm. Dase Leben als „Max" blieb emotionell blockiert. Übrig blieb das Symtom Höhenangst, bzw. Vertigo von damals (vom Adrenalin verdrängte Panik) als Signal dafür, dass in jener Existenz eine Blockade auf seine Auflösung beharre. Nach der Sitzung war die Höhenangst völlig verschwunden. Zitat: „Komisch, ich musste auf einem Gipfel fotografieren, und es hat mir nichts ausgemacht."
(Siehe auch unter „Presseartikel")