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Niederlande:
Chirurg-Onkologe (NL) «Marc van Tilburg»warnt in einem Video (auf
Niederländisch) vor den Folgen elektromagnetischer Strahlung von Handys
und Tablets.
Sein Video ist interessant. Er ist offenbar besorgt. Er äussert sich nicht wirklich, oder kann sich nicht äussern gegen die Digitalisierung und die drahtlose Kommunikation, aber er fordert immerhin einen vorsichtigen Umgang mit mobilen Geräten, namentlich auf dem menschlichen Körper. Sehr kurz wird 5G erwähnt. Link zum Video
Kommentar und Übersetzung durch P.Nijman
publiziert bei Gigaherz.ch am 28.3.2020
Marc van Tilburg (Bild links) spricht über einen Teilaspekt der Mobilkommunikation, nämlich den langfristigen Schaden (Krebs) durch das Tragen und die Verwendung von mobilen Geräten auf dem Körper und in dessen Nähe.
Marc van Tilburgs Aussagen – Allgemeine Zunahme von Krebs und eine Verdoppelung von Hodenkrebs und Hirntumoren während der letzten 30 Jahre – sind im Widerspruch mit den Aussagen von Prof. Martin Röösli, Mobilfunkexperte der schweizerischen Behörden.
Martin Röösli der Chefberater des Schweizer Bundesrates, behauptete in einem Interview in «20Minuten» vom 12.November 2019:
«Die grösste Strahlenquelle ist das eigene Handy. Wenn Mobilfunkstrahlung Krebs erzeugen würde, hätten Hirntumore in den letzten Jahren zunehmen müssen. Das ist nicht der Fall.»
Wobei zu bedenken ist, dass Martin Röösli Mitglied der ICNIRP ist, und bekannt durch seine Forschungsergebnisse, dass EHS wissenschaftlich nicht bewiesen ist, und vielmehr auf dem Nocebo-Effekt beruht.
Hier die Übersetzung des Videotextes:
Mein Name ist Marc van Tilburg. Ich bin Chirurg-Onkologe und beschäftige mich im täglichen Leben hauptsächlich mit Krebsbehandlung. Der Grund, warum ich mich für dieses Interview zur Verfügung stelle, ist, dass ich es für wichtig halte, dass wir uns zunehmend der auch nachteiligen Auswirkungen der elektromagnetischen (EM)-Strahlung bewusst werden. Wir hören immer mehr Stimmen, die warnen, dass die EM-Strahlung Risiken birgt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt, der amerikanische Verein der Kinderärzte, die AAP (American Academy of Pediatrics) warnt, und der französische Gesundheitsrat warnt. Ich denke, dass wir, von den niederländischen Ärzteorganisationen, uns auch vermehrt bemerkbar machen müssen und die Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen der EM-Strahlung warnen sollten.
Ja, natürlich, auch ich benutze mobile Geräte wie
Telefon, Tablet, Laptop usw. Manchmal werden in unserem Operationssaal
auch mobile Geräte verwendet, die doch für mich in diesem Moment für den
Alltag notwendig sind.
Auch meine Kinder benutzen mobile Geräte, obwohl ich versuche, sie dabei gut zu schützen. Ich versuche, meine Kinder vor mobilen Geräten zu schützen, indem ich sie so wenig wie möglich pro Tag auf ihrem Tablet lasse oder indem ich sie so schütze, dass die Strahlung des Tablets den Körper meines Kindes nicht beeinträchtigt.
Nun, wenn du das beispielsweise mit Hodenkrebs koppelst oder auf Hodenkrebs zurückführst, wirst du feststellen, dass Hodenkrebs heutzutage weitaus häufiger auftritt als bspw. vor 30 Jahren. In dieser Zeitspanne stellen wir bereits eine Verdoppelung fest, wobei die grösste Gruppe von Patienten in der Alterskategorie zwischen 15 Jahren und 45 Jahren liegt. Und das ist doch eine Gruppe, die es gewohnt ist, seit ihrer Kindheit namentlich Mobiltelefone zu benutzen.
Was wir sehen ist, dass unser Körper jeden Tag Fehler in der Zellteilung repariert, und wir wissen auch, dass EM-Strahlung die Reparatur dieser Fehler stören kann. Und wenn ein solcher Fehler nicht behoben wird, kann daraus wieder Krebs entstehen. Was wir denken ist, dass die EM-Strahlung, Funktelefongeräte, im Betrieb von Senden und Empfangen, einen Einfluss hat auf bspw. die Zellteilung. In diesem Zusammenhang wissen wir, dass, wenn die Zellteilung durch irgendwelche Ursache gestört wird, dies zur Entstehung von Krebs führen kann. Das ist natürlich etwas, das wir verhindern müssen.
Warum Kinder und schwangere Frauen anfälliger für negative Auswirkungen äusserer Einflüsse sind, liegt namentlich daran, dass sie sich in einem starken Entwicklungsprozess befinden. Kinder, die wachsen, ihre Organe entwickeln, ihr Gehirn entwickeln, die eine enorme Menge an Zellteilung aufweisen, das wollen wir nicht negativ beeinflussen. Negativer Einfluss, der eben von EM-Strahlung erwartet und auch gesehen wird.
Wenn man das Strahlenrisiko auf den Unterkörper vermeiden will, denke man bspw. an schützende Kleidung oder daran, sein Telefon nicht ständig in der Hosentasche zu tragen.
Es gibt sehr viele Ärzte in Europa, die sich zusammenschliessen, um sich klar gegen die Risiken der EM-Strahlung zu äussern. In Belgien, Frankreich und Deutschland sieht man bereits, dass sich Gruppen von Ärzten zusammenschliessen und deutlich klar machen: „Leute, seit vorsichtig mit EM-Strahlung wie bspw. der Strahlung von 5G-Netzwerken.“
Ich denke, es ist wichtig, dass wir unsere Kinder in ihrer Erziehung darüber aufklären, dass die Verwendung mobiler Geräte mit Risiken verbunden ist. Wenn wir ihnen das nicht sagen, wird es als ganz normal erlebt. Stellen Sie also sicher, dass unsere Kinder wissen, dass mobile Geräte Risiken bergen. Seien Sie sich bei der Verwendung mobiler Geräte immer die Risiken der Strahlung bewusst. Lassen Sie Ihr Kind nicht mit einem Telefon unter seinem Kopfkissen schlafen. Lass dein Kind nicht den ganzen Tag mit einem iPad auf seinem Schoss sitzen. Lassen Sie Ihr Kind das Telefon nicht den ganzen Tag in der Hosentasche tragen. Wenn dies der Fall ist, stellen Sie sicher, dass sie dies gut geschützt tun.
Die Zahlen, die wir heute sehen, deuten darauf hin, dass es generell eine Zunahme von Krebs gibt. Wenn wir uns jedoch speziell Krebsarten ansehen, die möglicherweise durch EM-Strahlung verursacht werden, wie Hodenkrebs und Hirntumore, dann sehen wir, dass sich die Zahl der Erkrankungen in den Niederlanden in den letzten 30 Jahren verdoppelt hat.
Meine Empfehlung als Arzt ist, dass wir uns der Risiken mobiler Geräte zunehmend bewusst werden müssen. Wir sehen eine Zunahme der Krebserkrankungen, wir sehen auch eine Zunahme der Nutzung immer mehr mobiler Geräte in unserem täglichen Leben. Ich kann mir den Eindruck nicht entziehen, dass zwischen den beiden Entwicklungen ein Zusammenhang besteht. Ich möchte nur allen sagen: „Seien Sie sich der Risiken mobiler Geräte bewusst.“
Ende des Videotextes.
Quelle: https://www.gigaherz.ch/