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Schon in ihrem Mitte November 2015 veröffentlichten Zwischenbericht hatte die SUST Mängel bei der Montage von Achslagerbuchsen als mögliche Unfallursache erwähnt. Zugleich ortete die Untersuchungsbehörde ein latentes Sicherheitsproblem bei der Wartung von Güterwagen und verlangte Sofortmassnahmen.
Inzwischen haben sich die Vermutungen bestätigt. Das Radlager war 2011 letztmals gewartet worden. Weil dabei die Sicherung einer Schraubenmutter nicht korrekt angebracht wurde, begann sich das Teil langsam zu lösen, bis es zum Unfall kam. Die Achslagerbuchse wurde nach dem Unfall einige hundert Meter vor der Unfallstelle auf den Gleisen gefunden.
Zur Entgleisung war es am 25. April 2015 gegen 3 Uhr morgens bei einem Gütertransport zwischen Basel und Lausanne gekommen. Die Komposition umfasste insgesamt 22 Wagen. Sechs Tankwagen entgleisten, worauf 25 Tonnen Schwefelsäure und drei Tonnen Natronlauge ausliefen.
Das verseuchte Erdreich musste abgetragen und rund 500 Meter beschädigte Bahnlinie repariert werden. Zu bleibenden Umweltschäden kam es nicht. Die Bahnstrecke Lausanne-Yverdon blieb wegen der Entgleisung während über zehn Tagen unterbrochen. Die Passagiere mussten auf Ersatzbusse umsteigen.
Der Wagen, der die Entgleisung auslöste, gehörte dem deutschen Unternehmen VTG. Er verkehrte nach der Wartung im August 2011 rund 43’000 Kilometer. Das Unternehmen wurde schon nach dem SUST-Zwischenbericht entsprechend informiert. Die SBB selber besitzen keine eigenen Zisternenwagen.
(SDA)