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Rund 65 Prozent der Schweizer Bevölkerung sprechen Schwyzerdütsch. Doch Schwyzerdütsch ist nicht gleich Schwyzerdütsch, denn es gibt hunderte von Dialekten in der Schweiz. Sie sind nicht nur von Kanton zu Kanton, sondern teilweise sogar von Region zu Region und sogar von Ort zu Ort unterschiedlich. Sie werden eingeteilt in höchstalemannische, hochalemannische und niederalemannische Dialekte. Standarddeutsch sprechende Personen verstehen in der Regel die höchstalemannischen Dialekte (z. B. Walliserdeutsch) schlecht. Auch bei Konversationen mit hoch- oder niederalemannisch sprechenden Personen gibt es oft Verständigungsprobleme.
Durch die wachsende Mobilität der Bevölkerung und die Verwendung des Schweizerdeutschen in den sozialen Medien, vermischen sich die Dialekte oft. Die Situation des Schwyzerdütsch ähnelte vor dem Ersten Weltkrieg derjenigen der anderen alemannischen Dialekte. Sie gerieten durch die Anwendung der Standardsprache unter Druck. Aufgrund der zwei Weltkriege konnte das Schwyzerdütsch aber der Indentitätsbildung der Bevölkerung dienen. Die 60er Jahre brachten eine erneute Mundartwelle. Der Dialekt wurde vermehrt in den Medien verwendet und Künstler wie Polo Hofer oder Mani Matter texteten ihre Songs zunehmend auf Schwyzerdütsch. Ein zusätzlicher Hype folgte mit der Einführung der sozialen Medien.