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Ich bin im Januar 1970 zusammen mit meinem Freund Pius nach Australien ausgewandert und ich habe da gearbeitet. Einen Job hatte ich in einem Zweimann Betrieb schnell gefunden. Die Arbeit war sehr eintönig, wir reparierten Messinstrumente aller Art, haupsächlich aber für die Öl Raffinierie ausserhalb Sydneys, ein schmutziges Geschäft.Mein nächster Job war bei einem Betrieb für Elektrische- und Elektronische Geräte, da reparierte ich duzende von Analyse Messgeräten für pH und Leitfähigkeit in Flüssigkeiten. Was ich nicht wusste, war dass ich nur für die Arbeit angestellt wurde, nachdem ich alles repariert hatte wurde ich entlassen, so ging das in der Arbeits-Welt von Australien. Auch eine weitere Arbeit in einem Radio und Fernseh-Laden war nicht von sehr langer Dauer. Da kam das Angebot von Foxboro genau richtig, sie suchten Leute nach Neuguinea. Als ich einem ehemaligen Arbeitskollegen aus der Schweiz darüber berichtete, war er sofort entschlossen sich da auch zu bewerben. So flogen wir zusammen über Brisbane, Port Moresby nach Kieta auf Bougainville Island. Am Anfang war der Job nicht unbedingt die versprochene Tätigkeit, waren wir doch als Vorarbeiter eingestellt für die Überwachung und Testen der Instrumenten Basis in der Mine. Aber da war noch sehr wenig installeirt um zu testen, also mussten wir erst Geräte installieren, Kabel verlegen ja sogar Träger für die Kabel zusammenschrauben. Doch nach 2 Monaten war es dann soweit, es wurde getestet und in Betrieb genommen.Nach der Rückkehr kaufte ich mir einen Chrysler Valiant Stationswagen um damit eine grössere Rundreise zusammen mit meiner Freundin zu unternehmen. Es ging die Ostküste rauf bis Port Douglas, von da nach Darwin rauf und durchs Zentrum nach Adelaide. Über Melbourne, die Snowy Montains kamen wir zurück nach Sydney.Leider war die Zeit viel zu kurz und ich musste wieder Arbeiten, das war kein grosses Problem, diesmal arbeitete ich für die Konkurenz von Foxboro, Honeywell. Mein erster Einsatzort war leider nicht in der näheren Umgebung von Sydney sondern im Nordwesten von Australien, im sonnigen Westaustralien. Um zur Arbeit zu kommen, gab es gleich das erste Problem, die Tankwagen Fahrer streikten, es gab nur ganz wenig Benzin an den Tankstellen, zu riskant die ganze Strecke zu fahren. Ich musste wohl oder übel fliegen. Drei Wochen später war der Streik vorbei und ich konnte zurück Fliegen um meinen Wagen zu holen. Das war ein langer, einsamer Weg fast 5500 Km. Zu der Zeit war die Nullarbor Wüste über lange Strecken noch Schotterpiste. Wenn man Pech hatte war der „Grader“ Pistenhobel schon länger micht mehr unterwegs, dementsprechend holprig war die Fahrt. Doch die grösste Gefahr war die Müdigkeit, wegen der Eintönigkeit der Gegend. Gegen den Steinschlag konnte man sich ja mit einem aufklappbaren Drahtgitter schützen. Da mein Chrysler ja schon vorher als Schlafmobil ausgerüstet war, konnte ich darin ohne jeden Komfort darin Übernachten. So kam ich nach 3 Tagen wieder in Wickham an und konnte weiterarbeiten. Der Job da war sehr vielfältig, waren wir von der Instrumentierung doch für alles was irgendwie im entfernesten mit Elektrik, Pneumatik oder Elektronik zu tun hatte. Als Beispiele so verfügte die Anlage über ihr eigenes mit Öl betriebenes Kraftwerk mit 3 Turbinen an je 33 MW, oder die Wasseraufbereitung aus Salzwasser, Kläranlage, Überwachung der Bahnstrecke mit zugehöriger Funkanlage, Verwiegung der Verladung des Erzes, Schlepper um die Erzschiffe zu buggsieren, usw. Die wohl am Besten gewartete Anlage war aber eindeutig die Gezeiten Messanlage am Ende der Verlade-Pier. Bei diesem Job konnte man auf dem Pier rausfahren und da draussen verweilen um dem ganzen Meeresgetier zuzuschauen. Da riss sich jeder um den Auftrag. Gearbeitet haben immer 2 Mann auf 12 Stunden Schicht für 7 Tage, diese erfüllte Nachts die Bereitschaft, der Rest der Crew arbeitete in der normalen Tagschicht. Als Service-Fahrzeuge hatten wir Toyota Landcruisers, Holden Pickups und je 3 Honda Trailbikes und 3 Lambrettas. Am kurzlebigsten waren die Lambrettas, die Leute kamen einfach nicht klar mit den Dingen auf den Schotterpisten rund um die Mine. Meine hielt schlussendlich als einzige durch, damit war ich auch bald der Einzige der die Gezeiten-Anlage wartete. Mit den Trailbikes wurden die Funkstationen betreut, auf den 100 Milen der Bahnlinie entlang gab es 4 Funkstationen. Diese wurden mit Batterien betrieben und die Baterien wurden von Notstrom-Dieseln geladen, da musste regelmässig Wasser und Diesel aufgefüllt werden, musste immer wieder die Verbindung getestet werden, die Bahnstrecke war ja eingleisig mit Ausweichstellen. Was passiert wenn die Anlage nicht funktioniert sahen wir als nach einem heftigen Regensturm (passiert nur alle paar Jahre mal) ein Creek so viel Wasser führte, dass er die Röhren unter dem Geleise ganz einfach weg spühlte. Ein daher kommender Zug fuhr Nachts dann ins Leere, per Funk wurde der entgegen kommende Zug gewarnt und es blieb bei dem einen Zug im Graben, die beiden Zugführer erlitten nur leichte Verletzungen, nach 3 Tagen fuhren die Züge wieder normal.Nach einiger Zeit fand ich auch einen Job für meine Freundin in der Daten-Abteilung der Verwaltung, so konnten wir zusammen sehr schöne Touren in der Umgebung unternehmen. Wenn wir im Auto unterwegs waren, sahen wir immer dass auch Begleiter mit Firmenwagen dabei waren, diese waren alle mit Leistungsstarken Funkgeräten ausgerüstet. Usere Ziele waren da die Wittenooum Gorges, heute wegen dem Aspest eine Geisterstadt, Dampier, Exmouth, Port Headland, oder die Eighty Mile Beach. Natürlich habe ich da auch sehr viel getaucht, das Revier da ist ja traumhaft. Sehr oft waren wir auch mit Freunden im Speedboat unterwegs, zum Angeln oder Harpunen Fischen, die Kühltruhe meine Freundes Roger war immer gut gefüllt mit gesprickelten Hummern oder jeder Art von Fischen, die natürlich frisch auf dem Grill am Besten schmeckten. Wir wären wohl noch eine Weile da geblieben, aber wir wollten irgendwann mal heiraten und so fuhren wir diesmal zusammen den langen Weg nach Sydney zurück. Wir verpassten allerdings die Abfahrt um ein paar Stunden, als wir frühmorgens losfuhren hatte es in der Nacht mit Regnen angefangen und so waren wir kaum ein paar Stunden unterwegs schon gefangen zwischen zwei sonst ausgetrockneten Creeks. Einen weiter kamen wir noch mit Hilfe der Leute des Strassendienstes, doch dann ging für die nächsten 3 Tage gar nichts mehr. Wir waren ja immer bestens ausgerüstet mit Wasser und Verpflegung (Trockenfutter für Astronauten), doch es gab eine Familie mit 2 Kindern die waren in Port Headland aufgbrochen und hatten nur ein paar Sandwiches dabei. Bei einer Roadstation konnten wir dann Übernachten, mit von der Partie war ein Priester, der meinte nur seine Schäfchen müssten wohl auf die Predigt verzichten. Wir schafften es aber trotzdem rechtzeitig nach Sydney um zu Heiraten. Die Hochzeitsreise mussten wir allerdings verschieben, im Reisebüro hatten sie einen Fehler gemacht, das gebuchte Schiff fuhr gar nicht nach Vancouver, sondern nur bis zu den Philipinen. Doch 3 Monate später fuhr dann ein entsprechender Frachter unsere vorgesehene Wunschstrecke. Nach einer kurzen Aushilfsphase in meinem alten Job ging es dann wieder Westwärts, mein Auto hatte ich mit grosser Mühe verkauft, also diesmal mit dem Zug durch die Nullarbor. Das war doch entspannter als selber zu fahren, im Speisewagen mit einem kühlen Bier in der Kralle. In Freemantle warteten wir auf unser Schiff, das für die nächsten Wochen unser schwimmendes Zuhause sein sollte.
Bilder Leben in West Australien
Bilder Sri Lanka
Seit 1979 war ich berufsmässig fast jedes Jahr eine bis 3 Wochen in Sri Lanka unterwegs. Erst war ich für die Installation unserer Anlagen verantwortlich, später hatte ich einen Auditvertrag wo ich die ganze Anlage überprüfte und Vorschläge unterbreitete wie die Anlage besser betrieben und gewartet werden kann. Dabei habe ich natürlich immer einige Tage Urlaub angehängt, einmal mit meinem Schwiegervater und einmal mit der Familie. In 2004 wurde der Vertrag nicht mehr erneuert, so war ich kurz vor dem Tsunami das letzte mal da. Der Bungalow in dem ich an der Küste einige male gewohnt habe wurde dabei fast vollständig zerstört. In den 80er Jahren war es etwas schwieriger da zu Reisen, durch den Bürgerkrieg mit den Tamilen waren Strassen in den Osten der Insel gesperrt. Ich hatte eine schöne Zeit da, bin auch immer sehr gut mit den Leuten klargekommen.
Bilder Indonesien
1983 musste ich gezwungenermassen eine Installation in Indonesien leiten, Ich hatte mich mit Händen und Füssen dagegen gewehrt, aber schlussendlich war sonst kein Anderer verfügbar, der sich mit den Anlagen auskannte. Mit gemischten Gefühlen flog ich also los. Bei einem Zwischenhalt in Singapur wurde ich von unserem lokalen Büro erst einmal zu diversen Kunden in Singapur geschickt, überall gab es Probleme. Nach einer Woche erfuhr ich schlussendlich, dass die Beiden Kunden in Indonesien in Malang und in Kudus nicht bereit waren. Zurückfliegen war nicht die Ideallösung. Statt dessen Flog ich nach Bali und rief jeden Tag im Singapur an ob die nun Bereit seien. Nach einer Woche war es dann soweit, ich konnte weiterfliegen nach Surabaya um von dort mit dem Taxi nach Malang zu kommen. Die Installatin war schon recht gut vorangekommen, aber die Inbetriebnahme scheiterte an fehlenden Kupplungen für den Antrieb der Taktgeber. Um die Teile von unserem Vertrieb zu kriegen hätte ich wohl Wochen warten müssen, die Leute des Kunden wussten sich zu helfen, aus alten LKW Reifen stanzten sie eine runde Scheibe raus, 4 Löcher für die Verbindungs-stücke fertig war die Kupplung, ich konnte die Anlage in Betrieb nehmen. Nach 2 Wochen lief alles und ich konnte zum zweiten Kunden.
Zurück nach Surabaya um einen Flug nach Semarang zu nehmen war die Idee, Eingecheckt wartete ich auf den Abflug, eine Durchsage auf Indonesisch half mir wenig, doch langsam leerte sich der Wartesaal, aber nicht durchs Gate sondern die Eingangstür. Als ich ganz alleine da sass machte ich mich auf an einem Schalter zu erkundigen, ja der Flug sei für Heute gestrichen, ein Umbuchen auf den nächsten Tag sei nur im Stadtbüro möglich. Ich musste ja sowieso in die Stadt um ein Hotel zu finden. Das klappte, auch das Umbuchen klappte ohne Probleme. Am nächsten Tag fuhr ich wieder zum Flughafen, checkt ein und wartete, kaum zu glauben, das selbe Spiel wie am Vortag, auf meine Frage wieso der Flug getrichen wurde, meinte die Dame von der Info „wegen Nebel“, da war weit und breit kein Nebel, man konnte die Piste von einem Ende zum anderen sehen. Also wieder in die Stadt „same procedure as yesterday“. Am 3. Tag fragte ich nun schon mal ganz vorsichtig ob der Flug wohl stattfindet oder ob immer noch zuviel Nebel war, nein, nein, alles OK. Ihr ahnt es schon, nichts war OK, wieder kein Flug. Beim Ausloten einer anderen Möglichkeit nach Semarang zu kommen, lernte ich einen netten Herrn kennen, der in der selben Situation war. Er war leitender Angestellter bei einer Verwaltung in Semarang und arangierte sich mit einem Taxifahrer uns da hin zu bringen. Die geteilten Kosten waren immer noch billiger als der Flug. So gegen 17:00 fuhren wir los, der Fahrer hatte noch einen Kumpel abgeholt, damit er den ganzen Rückweg alleine machen musste. Da ja in den Tropen die Dunkelheit sehr schnell einsetzt, fuhren wir in die Nacht hinein. Plötzlich ein Halt, Essenszeit für den Fahrer. In einer Hütte am Wegesrand gab es sowas wie einen Imbiss Laden. Die Auswahl war sehr übersichtlich, aber wie überall in Indonesien gab es das „Soto Ayam“ so eine gelbe Suppe mit Huhn, eigentlich immer essbar. Danach ging es weiter in die dunkle Nacht. Um 00:30 war ich beim reservierten Hotel, leider hatte der Kunde vergessen das Hotel zu informieren dass ich 3 Tage später komme, obwohl ich ausdrücklich darum gebeten hatte. Mein Zimmer war belegt, aber in den Bungalows hätte es noch Platz, um diese Zeit lässt man sich nicht in Diskussionen ein, nimmt was frei ist und schläft erst einmal. Am nächsten Tag wurde ich dann mit einem Firmenfahrzeug abgeholt und ins Werk gefahren. Da war überhaupt nichts vorberietet, alles musste ich erst in die Wege leiten, so war natürlich der geplante Monat nicht einzuhalten. Die zur Verfügung gestellten Leute waren zwar lustige Kerle, aber scheinbar waren sie nicht gewohnt auch noch zu Arbeiten. Mein Hilferuf in Hauptbüro in London wo der versprochene Kollege abgeblieben sei, ergab dass er noch nicht unterwegs war aber er sollte in den nächsten Tagen eintrudeln. Als er endlich kam, fragte ich ihn wie lange er schon dabei sei, ich hätte noch nie was von ihm gehört, meinte er ja ich habe gerade angefangen. Er hätte seinen vorherigen Job aufgegeben weil er zuviel reisen musste. Na das tönt ja vielversprechend, senden unsere Gurus so einen ohne jegliche Kentnisse der Geräte oder des Prozesses in den Jungle von Indonesien. Ich war also beschäftigt, neben den Kunden Leuten durfte ich auch noch einen Kollegen ausbilden. Die Installation ging einfach nicht voran, obwohl wir 6 Tage arbeiteten. Ein Hindernis waren die vielen Feiertage, so kam dann schon mal der Verantwortliche des Kunden daher, morgen wird nicht gearbeitet, Muslimischer Feiertag, ja und danach, ja da ist auch noch ein Staatlicher Feiertag, da auch nicht, also 3 bis 4 Tage frei. Ich schlug ihm vor nach Bali zu fliegen, doch er meinte das sei nicht nötig, wir könnten ein Firmen-Fahrzeug mit Fahrer und Führer haben um uns auf Java umzusehen, na das klingt ja gut. So besuchten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Java. Gegen Ende der Installation nach fast 2 Monaten wurde ich krank, ich hatte Bauchschmerzen und permanent Durchfall, schlussendlich habe ich mich nur noch von Suppen ernährt. Der Firmeneigene Doktor untersuchte mich und meinte ich hätte Blinddarm. Also Hose runter, eine zünftige Dosis Penizilin, dazu Penizilin Tabletten. Doch nach 3 Tagen war alles immer noch genau so, der Doktor meinte das Firmeneigene Spital sei sehr gut, sie könnten das operieren. Ich hatte eine bessere Idee, so schnell wie möglich nach Hause. Mein Kollege war in der Zwischenzeit soweit, er musste nur noch die Zeichnungen und Installations Pläne erstellen, den Abschluss Bericht konnte ich auch von Zuhause aus erledigen. In der Schweiz meinte der Tropenarzt ganz sicher kein Blinddarm aber Amöben im Blut, durch das hochdosierte Penizilin war auch noch die Ganze Darmflora zerstört, also fleissig Jogurt und Milchprodukte essen.
Bougainville Island, ist eine 8800 Km2 grosse Insel im pazifischen Ozean. Sie gehört zum Salomonen Archipel ist jedoch heute eine autonome Region von Papua-Neuguinea. Zu meiner Zeit da war sie noch unter australischem Protektorat. Die damals zweitgrösste Kupfer/Gold-Mine von Panguna in der ich gearbeitet habe, wurde wärend des Unabhängikeits Krieges von den Rebellen zerstört und ist nicht mehr in Betrieb. Dieser unseelige Krieg forderte damals 15‘000 bis 20‘000 Menschen das Leben.1972 habe ich für eine australische Firma für 6 Monate gearbeitet. Ich war da in der Kupfermine von Panguna tätig. Mein Job bestand da beim Aufbau der Plant Instrumentierung mitzuwirken. Bei dieser Mine handelte es sich um die damals grösste Tagabau-Mine der Welt.