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SITUATION #131
René Mächler verfolgte mit seinen Lochblendenrastern der 1960er Jahre einen Ansatz, der sich den Konventionen herkömmlicher Fotografie jener Zeit widersetzte: Sie bilden keine Menschen oder Gegenstände ab, sondern erzeugen Strukturen, die mithilfe einer durchlöcherten Oberfläche entstehen. Dringt das Licht durch sie hindurch, schreibt sich ein gleichförmiges Raster in das lichtempfindliche Papier ein. Das Resultat kann als Loslösung vom Subjektiven beschrieben werden, als Objektivierung des Fotoprozesses, an deren Ende die Konkretion fotografischer Mittel steht – Licht und Papier. 1968 wurde für diese Art der Bilderzeugung der Begriff der „generativen Fotografie“ geprägt. Mächler gilt als bedeutendster Vertreter dieser Stilrichtung in der Schweiz. Die gezeigten Arbeiten folgen diesem operationalisierten Regelsystem und stehen damit an der Schwelle zu einer aufkommenden Computerästhetik.