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Das Wichtigste in Kürze
- In Ägypten wurde ein mehr als 2000 Jahre altes Militärschiff gefunden.
- Die versunkene Stadt Thonis-Herakleion galt jahrhundertelang als grösster Hafen Ägyptens.
Es handle sich um ein 25 Meter langes Schiff mit Rudern, Mast und Segeln, das im zweiten Jahrhundert vor Christus sank, teilte das ägyptische Antikenministerium am Montag mit.
«Funde schneller Schiffe aus dieser Zeit sind extrem selten», erklärte Franck Goddio vom Europäischen Institut für Unterwasser-Archäologie (IEASM), das die Ausgrabungen des ägyptisch-französischen Teams leitete.
Das Militärschiff wurde laut den Archäologen bei einem Erdbeben von Trümmern des nahe gelegenen Amun-Tempels getroffen und sank.
Die Stadt Thonis-Herakleion an der Nilmündung galt jahrhundertelang als der grösste Hafen Ägyptens, bis Alexander der Grosse 331 vor Christus die Küstenstadt Alexandria errichten liess. Nach mehreren Erdbeben und Flutwellen versank Thonis-Herakleion schliesslich im Meer. 2001 wurden die Überreste der antiken Handelsmetropole entdeckt.
Die Unterwasser-Archäologen stiessen bei ihren Ausgrabungen auch auf die Überreste eines griechischen Grabkomplexes aus dem vierten Jahrhundert vor Christus. Der Fund belege die Anwesenheit griechischer Kaufleute in der Region in der Spätzeit des alten Ägyptens.