Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03261.jsonl.gz/2058

Der Internationale Währungsfonds (IMF) äusserte sich harsch über die Regulierung von Kryptowährungen. Der IMF ist der Meinung, dass Krypto-Verbote auf die Tagesordnung gesetzt werden sollten. Allerdings erst dann, wenn eine mögliche Regulierung scheitert.
IMF-Direktorin schlägt mehr Regulierung vor, aber…
Die Exekutivdirektorin des IMF, Kristalina Georgieva, sprach im Anschluss in einem «Bloomberg»-Interview über die Notwendigkeit einer stärkeren Regulierung von Kryptowährungen. Sie sagte, dass die Option eines Verbots von Krypto-Vermögenswerten in Betracht gezogen werden sollte, wenn deren Regulierung scheitert oder nur langsam umgesetzt wird. Die geschäftsführende Direktorin des IMF präsentierte ihre Ideen zur Regulierung von Kryptowährungen während des G20-Treffens. Bei dem sich die Finanzminister und Zentralbankgouverneure am Wochenende in Bengaluru, Indien, trafen.
Georgieva erklärte, dass der IMF, das Financial Stability Board (FSB) und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) sich dafür einsetzen, die Grundlagen für die Regulierung dezentraler Kryptowährungen zu schaffen. Jedoch muss es eine Unterscheidung zwischen digitalen Zentralbankwährungen (CBDC), die von Staaten ausgegeben werden, festen Kryptowährungen und Kryptowährungen, die von privaten Unternehmen ausgegeben werden, geben. Darüber hinaus betonte sie, dass für diese Unterscheidung sehr strenge Vorschriften erlassen werden sollten.
…Krypto-Verbot dennoch auf der Agenda
Kristalina Georgieva erklärte, dass Länder, die bei der Regulierung versagen oder bei der Umsetzung zu langsam sind, die Finanzstabilität gefährden könnten. Und dass in diesem Stadium das Verbot von Krypto-Assets als Option in Betracht gezogen werden kann. Der IWF hat letzte Woche einen Leitartikel veröffentlicht, der Ländern helfen soll, eine Politik für Krypto zu entwickeln (CoinPro.ch berichtete).
Der prominente Titel des Neun-Punkte-Aktionsplans lautete, dass Kryptowährungen keinen offiziellen Status erhalten sollten. Vor allem deswegen, um die Souveränität und Stabilität von Fiat-Geld zu schützen. Auch die IMF-Direktorin ging in ihrer Rede auf dieses Thema ein und sagte, dass Krypto-Vermögenswerte keinen intrinsischen Wert haben und nicht als legales Zahlungsmittel akzeptiert werden.
US-Finanzministerin gegen Verbot von Krypto
US-Finanzministerin Janet Yellen gab am Rande des G20-Treffens zu erkennen, dass sie nicht ganz die gleiche Meinung teilt. Zwar sei es äusserst wichtig, einen stabilen Regulierungsrahmen für Kryptowährungen zu schaffen, jedoch empfehle sie kein vollständiges Verbot von Kryptoaktivitäten. Die USA übten in letzter Zeit starken Druck auf die Kryptobranche aus.
Vor allem in den USA erhöht die Securities and Exchange Commission (SEC) weiterhin ihren Druck auf Kryptounternehmen. Die SEC verhängte kürzlich eine Geldstrafe gegen die US-Börse Kraken wegen ihres Staking-Programms. Paxos gab bekannt, dass man die Herausgabe von BUSD wegen einer Forderung der Behörden eingestellt hat. Indes intensivierte man die Ermittlungen gegen Binance. Des Weiteren gab die SEC letzte Woche bekannt, dass sie eine Klage gegen Terraform Labs und dessen Gründer Do Kwon eingereicht hat. (mck)