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Die 1000-jährigen Kirchen am Thunersee
Rund um den Thunersee (und auch andernorts im Berner Oberland) gibt es romanische und z. T. vorromanische (burgundische) Kirchen. Max Grütter hat dazu einen ersten Kunstführer geschrieben, unterdessen sind zwahlreiche weitere Werke erschinen. Als "Mutterkirche" gilt allgemein die Kirche Einigen, die am Fusse der Strättligburg liegt und den Herrn von Strättligen als Stammkirche diente. Angeblich wurde diese Kirche von Berta von Burgund gegründet, als sie Heinrich von Strättligen einen Besuch abstattete. Natürlich ist dies eine Legende, doch auch hier gilt: se non è vero, è ben trovato.
Meine absolute Lieblingskirche ist Amsoldingen, welche am ehesten den Charme einer burgundischen Kirche versprüht, und das Christoforus-Wandbild an der Nordwand zieht mich in seinen Bann bereits beim Eintreten. Gleich dahinter folgt die Kirche Scherzligen, wo ich die Sonntagsschule besuchte, konfirmiert wurde, geheiratet habe und wo später auch meine Tochter konfirmiert wurde. Dieser Kirche hat Max Grütter einen eigenen Kunstführer (basierend auf seiner Dissertation) gewidmet; erst vor 10 Jahren hat dann der Strättlig-Pfarrer Michael Dähler neue Forschungen zusammengetragen, namentlich die neuen Erkenntnisse aus der Restauration nach dem Hochwasser von 1999. Die Kirche Scherzligen hat die schönsten Wandbilder der Schweiz (zumindest als Lokalpatriot behaupte ich dies).
oben: Kirche Scherzligen, "meine" Heimatkirche
Kirche Gsteig - Wilderswil / Interlaken
Sigriswil Dorf mit Kirche
Spiez mit Schlosskirche
links: Einigen, die Mutterkirche
rechts: Leissigen