Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03160.jsonl.gz/261

Paul Helfenberger wurde am 7. Mai 1924 in Liestal geboren. Seine ersten Primarschuljahre absolvierte er in Luzern, dann wechselte die Familie nach Basel, wo er nach der obligatorischen Schulzeit auf Wunsch des Vaters die Kantonale Handelsschule besuchte. Noch während des Krieges trat Paul Helfenberger in die damalige Chemiefirma Geigy ein. Dort wickelte er Kompensationsgeschäfte mit Italien ab. Sein Engagement im CVJM weckte in ihm den Wunsch, Theologie zu studieren und Pfarrer zu werden. Er holte die Matur nach und studierte an der Universität Basel bei Karl Barth Theologie. Sein Lernvikariat absolvierte er in der Kirchgemeinde Tenniken bei Prof. Pfr. Max Geiger.
Im Sommer 1959 heiratete er Lina Heer. Im gleichen Jahr wurde er als Pfarrer in die Kirchgemeinde Rued AG berufen.
1965 wechselte er in die Johannesgemeinde in Basel. Zu seinen Aufgaben gehörte die Jugend- und Familienarbeit. Für die Jugendlichen organisierte er im Winter Skilager im Parsenngebiet und im Sommer Bergwanderungen. Als begeisterter Bergsteiger bewertete er diese Wanderungen als Lebensschule für die jungen Menschen. Dies galt auch für die Retraiten in Taizé, wo sich Jugendliche mit ihrem Glauben auseinander setzen konnten.
Von 1974 bis zu seiner Pensionierung 1989 war Paul Helfenberger Pfarrer der Kirchgemeinde Biel-Benken. Dort schätze er insbesondere die Offenheit und das Engagement vieler Gemeindeglieder für die Oekumene.
Die Verkündigung des Evangeliums stand stets im Mittelpunkt seiner pfarramtlichen Tätigkeit. Er war ein sorgfältiger Prediger und seinen Gemeindegliedern ein einfühlsamer Seelsorger. Die Menschen lagen Paul Helfenberger sehr am Herzen. Sozial Benachteiligte fanden bei ihm immer ein offenes Ohr, und er setzte sich hartnäckig für Verbesserungen ihrer Lebenssituationen ein.
Nach seiner Pensionierung wohnte Paul Helfenberger mit seiner Frau Lina in Laufen. Mit grosser Freude brachte er sein Schwyzerörgeli zum Klingen. Noch bis in sein 84. Altersjahr spielte er vierzehntäglich für die Leimentaler Volkstanzgruppe als „Seelenwärmer“, mit Engagements bis Tschechien und Dänemark.
Allmählich machten sich die Altersbeschwerden bemerkbar. Sein Gottvertrauen, das sein ganzes Leben geprägt hatte, blieb ihm bis zuletzt erhalten. Er starb am 14. Januar 2013.
Der Kirchenrat erinnert sich dankbar an Paul Helfenberger als engagierten Pfarrer, vielseitig interessierten Gesprächspartner und feinfühligen Menschen.