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* 23.01.1867 in Liestal
– † 24.10.1946 in Burgdorf
Beruf: Journalist, Schriftsteller
Konfession: reformiert
Sohn des Josef Viktor Widmann. Zwei Töchter.
Max Widmann wuchs in Bern auf. Nachdem er dort die Schule absolviert hatte, besuchte er die Lehrerseminare in Wettingen (AG) und in Chur, wo er 1887 sein Examen bestand. Im selben Jahr begann er ein Studium in Bern, das er im dritten Semester aber zugunsten einer Redakteursstelle beim «Freien Rätier» in Chur unterbrach. Mit dem Ende der Redakteurstätigkeit begann er 1890 ein Germanistikstudium in Berlin, das er 1894 in Bern mit einer Dissertation über Albrecht von Hallers Staatsromane abschloss.
Im Anschluss an seine Promotion arbeitete Widmann als Redakteur beim «Bieler Anzeiger» und wirkte als Präsident und Regisseur des Dramatischen Vereins Biel. 1895 wurde der «Bieler Anzeiger» liquidiert und Widmann wechselte in die Redaktion der «Aargauer Nachrichten» in Aarau. 1902 gründete er die Literarische Gesellschaft Aarau. 1911 verliess er die «Aargauer Nachrichten» und zog mit seiner Familie nach Burgdorf. Dort arbeitete er als Redakteur beim «Burgdorfer Tagblatt» und war Mitgründer der Freisinnigen Partei Burgdorf sowie Leiter und später Ehrenmitglied der Casino-Gesellschaft Burgdorf. Daneben veröffentlichte er mehrere Romane, schrieb lokalhistorische Arbeiten und gab eine Biografie und die Briefwechsel seines Vaters heraus. 1946 verstarb Max Widmann in Burgdorf.
Autor: Roman Seifert
Albrecht von Hallers Staatsromane und Hallers Bedeutung als politischer Schriftsteller. Dissertation Universität Bern. Biel 1894.
Das Verhängnis. Ein schweizerischer Roman aus der Zeit des Weltkrieges. Olten 1920.
Liebesbriefe des jungen J. V. Widmann. Herausgegeben von Max Widmann. Zürich 1921.
Josef Viktor Widmann. Ein Lebensbild. Frauenfeld 1922–1924.
Zweite Lebenshälfte. Frauenfeld 1924.
Sanfter Nachklang gold’ner Tage. Lebenserinnerungen. Bern-Bümpliz 1942.
Kohler, K. A.: Am Grabe von Max Widmann. In: Burgdorfer Jahrbuch 1948, S. 7–10.