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Der Vater der jungen britischen Austauschstudentin Meredith Kercher, die im Jahr 2007 in der italienischen Stadt Perugia ermordet worden war, ist in einem Spital in London gestorben, nachdem er auf offener Strasse schwer verletzt aufgefunden worden war. Sein Tod wurde von dem italienischen Anwalt der Familie Kercher, Francesco Maresca, am Freitag bestätigt.
Der 77-jährige John Kercher, pensionierter Journalist britischer Tabloid-Tageszeitungen, war am 13. Januar in Croydon, südlich von London, verletzt auf der Strasse aufgefunden worden. Ein Arm und ein Bein waren gebrochen. Kercher wurde unweit seiner Wohnung aufgefunden. Nicht ausgeschlossen wird, dass er überfallen wurde. Ermittlungen laufen noch.
Kercher hatte sich nicht mehr vom tragischen Tod seiner Tochter Meredith erholt, berichtete sein Anwalt. Die 21-jährige Austauschstudentin war am 2. November 2007 halbnackt und mit durchgeschnittener Kehle in der Wohnung in Perugia entdeckt worden. Ihre Leiche wies 47 Messerstiche auf, die Studentin war vergewaltigt worden.
Wegen des Mordes waren die US-Bürgerin Amanda Knox, die eine Wohnung in Perugia mit Kercher teilte, und ihr früherer italienischer Freund Raffaele Sollecito 2009 in erster Instanz zu 26 beziehungsweise 25 Jahren Haft verurteilt worden.
Nach einem jahrelangen juristischen Tauziehen sprach 2015 das oberste italienische Gericht beide wegen schlampiger Ermittlungen in dem Fall endgültig frei. Vier Jahre der Strafe hatte Knox in Italien abgesessen. Für den Mord wurde der Ivorer Rudy Guede, dessen DNA sich auf dem Körper des Opfers fand, zu einer 16-jährigen Haftstrafe wegen Beteiligung an der Tat verurteilt. (aeg/sda/apa)