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Twitter, Facebook und Co. werden immer populärer. Welches Potenzial das Web 2.0 haben kann, wenn man es umgekehrt nutzt - zur vollständigen Überwachung seiner Bürger -, demonstriert der Waffenhändler Raytheon mit dem Data Mining System «Riot» (Rapid Information Overlay Technology).
In einem Video zeigt Raytheon-Experte Brian Urch, wie man aus Twitter- und Facebook-Einträgen (inklusive Fotos) und GPS-Daten von Smartphones und Tablets die Nutzer identifizieren, lokalisieren und verfolgen kann. Benutzer können sich übers Internet einloggen und in der Riot-Datenbank suchen.
Aus Ortsangaben und Postings auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken ergibt sich ein Profil jener Orte, an welchen sich ein Nutzer sich kürzlich aufgehalten hat. Die Fotos können via Geotagging den Aufenthalten zugeordnet werden. Die von Riot erstellte Karte zeigt schliesslich, wo genau sich jemand in den USA öfters aufhält. Im Endeffekt kann das Programm dann aufgrund der riesigen Menge an Daten, welche Riot erfasst, eine mehr oder weniger stabile Prognose über den künftigen Aufenthaltsort von Nick erstellen. Ebenso können alle Kontakte einer Person zu anderen Nutzern angezeigt werden.
Die im US-Bundesstaat Massachusetts ansässige Firma Raytheon hat 2010 zusammen mit dem Verteidigungsministerium mit der Entwicklung von Riot begonnen. Dies, um ein nationales Sicherheitssystem aufzubauen, welches «Billionen von Onlinedatensätzen» analysieren könne. Die Technologie ermöglicht es den USA damit theoretisch, sich ein exaktes Bild über die persönlichen Aktivitäten ihrer Bürger zu machen.