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Auch am zweiten Schnitzelbank-Abend an der Basler Fasnacht am Mittwochabend war die „No Billag“-Initiative das meist-ausgespielte Medien-Thema. Zahlreiche Bängg haben sich mit der Abstimmungsvorlage vom 4. März beschäftigt. Was würde ein Ja zu “No Billag” für Auswirkungen auf die Schweiz und den Lokalsender Telebasel haben? Der Baselbieter „Heiri“ denkt bei diesem Thema an einen italienischen Medien-Mogul – und seine Kühe:
„Wenn ich vo däm ‚No Billag‘ ghöör, dängg ich an Berlusconi.
Ich mälch nur mit Sound im Schtall, exgüsi es goht nit ohni.
‚No Billag‘ isch e Riesegfohr für jede Schwizer Buur,
wenns nur no Radio Blocher gitt, wird d Milch ganz sicher suur“.
Der „Fäldschnäggli-Bangg“ besingt die Nachteile eines Fernsehprogramms ohne SRG, findet aber auch einen positiven Aspekt, zumindest aus baslerischer Sicht:
„Jä No Billag wie wird das uusekoo,
s wurdi sicher alles grad vo Schwoobe übernoo.
Kei Schwizer Nati-Mätch me, s haut is uss de Fuege,
well wurdsch denn garantiert nur no d Schwoobe kenne luege.
Und statt em Federer im Wimbleton-Final,
gsehsch e dütsche Rodler im ne Schwizer Iiskanal.
D Sändig ‚Glanz & Gloria‘ gäbtis nümme lang,
für unseri Glepfer-Prominänz wär das dr Untergang.
Ohni Aeschbi, das isch glaar, isch s doch nimm dr Plausch,
will wär do inne Hand uffs Härz luegt lieber Frauentausch?
Au in dr Arena wird nümm polteret und gluecht,
stattdesse gitts e Doppefolg ‚Bauer, ledig, suecht‘.
Doch ebbis guets hätts scho, das muess me eifach gseh,
s chäm sicher au kei Böög und kei Sächsilütte meh“.
Die Bänggler der „Brunzguttere“ nähern sich in einem Doppelvers kulinarisch der Initiative und haben ein intellektuelles Problem: sie verstehen nicht so recht, wer jetzt wie stimmen muss, um das gewünschte Resultat zu erhalten.
„Mir bschtelle Güggelschänggel z Leutschebach im Reschti,
vier moll blutt und ohni Biilaag, das isch s Beschti.
Viel Schpass bim naage dämfall, meint dr Källner troche.
Well ohni Billag gitts bi uns kei Fleisch am Knoche.
Vo wäge Billag mir händ Mieh zum das verschtoh,
gemäss Arena schtimmsch drgääge schiins mit Jo.
und bisch derfüür seisch Nei zu No will so bisch pro,
zum guete Glück isch uff 3+ dr Bachelor ko.“
Auch der Lokalsender Telebasel bekommt am Schnitzelbankabend sein Fett weg, die Bängg „Gasladärne“ und „Syydiane“ bringen auch hier die „No Billag“-Initiative mit ins Spiel:
„Stimmt näggschde Moonet bi dr Billag d Mehrheit Jo,
isch das vermuetligg denn in kurzer Zitt esoo,
das vo Telebasel eifach nütt me kunnt, jä und?“
Gege s striiche vo dr Billag hätte mir per se jo nütt,
uns duure halt die Arbetsplätz vo de Schwizer Färnseh-Lütt.
Denn nitt e Mängge isch vermuetlich derte so beschränggt,
das es für e neui Schtell bim Telebasel länggt”.
Fernsehschauen mit Telebasel könne aber auch sehr erholend sein, findet zumindest „Papperlappap“:
Fallt euch s abschalte nach em schaffe au so schwär?
Dr Kopf schafft witter und de fühlsch di mied und läär.
Hoggsch uff em Sofa, total gschluucht und völlig schlapp,
luegsch Telebasel, du do schaltisch sofort ab.