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Basel (awp) - Die Basilea Pharmaceutica AG hat im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz inkl. sonstige Erträge von 243,2 (VJ 26,8) Mio CHF erzielt. Davon entfielen rund 127 Mio CHF (130 Mio USD) auf die Entschädigung, die ein Schiedsgericht dem Unternehmen im Streitfall um Ceftobiprol vom ehemaligen Lizenznehmer Johnson & Johnson zugesprochen hat.
Das bisher einzige Produkt auf dem Markt, Toctino, erzielte einem Umsatz von 29,2 (VJ 17,3) Mio CHF. Die weiteren Erlöse beinhalten den Umsatz aus Verträgen in Höhe von 71,4 (8,9) Mio CHF im Zusammenhang mit Ceftobiprol, die hauptsächlich aus der beschleunigten Auflösung von unrealisierten Erträgen in Verbindung mit Abschlags- und Meilensteinzahlungen resultierten. 14,2 (0,0) Mio CHF stammten zudem aus Verträgen im Zusammenhang mit der Lizenzvereinbarung mit Astellas für Isavuconazol.
Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand belief sich auf 56,0 (77,2) Mio CHF; der Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeine Aufwand wird mit 77,2 (69,2) Mio CHF ausgewiesen. Für das Berichtsjahr resultierte somit ein Betriebsgewinn von 107,7 (Verlust 121,2) Mio CHF und ein Konzerngewinn von 107,6 (Verlust 120,7) Mio CHF, wie das Pharmaunternehmen am Donnerstag mitteilte.
Basilea habe 2010 auch operativ bedeutende Fortschritte erreicht, wird CEO Anthony Man in der Mitteilung zitiert. Mit der Wiedererlangung der Rechte an Ceftobiprol und auf der Basis der erhöhten finanziellen Flexibilität suche Basilea nach dem besten Partner, um Ceftobiprol so schnell wie möglich wieder zu den Patienten zu bringen.
Basilea hat mit den vorgelegten Zahlen die Analystenprognosen beim Umsatzerlös ziemlich genau getroffen und bei den Gewinnzahlen übertroffen. Im Vorfeld hatten die Analysten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 243,9 Mio, einem EBIT von 89,0 Mio und einem Reingewinn von 79,5 Mio CHF gerechnet.
Die liquiden Mittel und kurzfristigen Finanzanlagen betrugen per Ende Berichtsjahr 283,0 Mio CHF, im Vergleich zu 178,4 Mio Ende 2009.
Für 2011 rechnet das Management mit steigenden Verkaufszahlen für Toctino: Die Prognose belaufe sich auf rund 40 Mio CHF, schreibt das Unternehmen. Dabei seien auch negative Auswirkungen von Sparprogrammen in Europa berücksichtigt. Der gesamte Betriebsaufwand werde sich schätzungsweise auf 13 bis 14 Mio CHF pro Monat belaufen. Der durchschnittliche monatliche Betriebsverlust werde auf etwa 8 Mio CHF pro Monat geschätzt, heisst es weiter.
rt/tp/ra
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