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Illarsaz
(Kt. Wallis, Bez. Monthey, Gem. Collombey-Muraz). 387 m. Gemeindeabteilung und Weiler, in der Rhoneebene, rechts vom Flussarm La Bermaz, 5 km n. Collombey und zwischen Vionnaz und der 1894 erbauten neuen Brücke, die diese Gegend des Unter Wallis mit Aigle und dem Waadtländer Ufer verbindet. 4 km sö. der Station Vouvry der Linie Saint Maurice-Le Bouveret und 3 km w. der Station Aigle der Simplonbahn. Telephon. Zusammen 10 Häuser, 64 kathol. Ew.; Weiler: 8 Häuser, 54 Ew. Kirchgemeinde Muraz.
Landwirtschaft.
Kapelle. Elektrisches Licht. Die Häusergruppe bildet gleichsam eine aus den weiten
Sümpfen der Rhoneebene
aufragende
Insel. Der Name ist wahrscheinlich von einem Lärchenhain (larza, larze = die Lärche) abzuleiten.
Ums Jahr 1880 erstellte man auf der
Grande
Ile eine Dynamitfabrik, die aber bald wieder aufgegeben und 1896 zu einem Teil abgebrochen
worden ist.
Illarsaz hatte besonders unter der grossen Ueberschwemmung vom zu leiden, die die ganze
Walliser
Ebene
von hier bis zum
Genfersee
unter Wasser gesetzt hat. An diesem Tage brach der die
Rhone am linken Ufer begleitende
Damm ganz nahe bei
Illarsaz, wodurch die Häusergruppe derart vom
Wasser verheert wurde, dass ihre Bewohner während einer
ganzen Woche mit der Nachbarschaft nur noch in Kähnen verkehren konnten und bei all' ihren Beschäftigungen bis an die
Hüften in dem stark mit Sinkstoffen beladenen
Wasser stehen mussten. Der Name wird in der Gegend allgemein als
Illarse (wie
z. B. auch Vernaille statt
Vernayaz) ausgesprochen. Die beigefügte Endsilbe az ist also stumm.