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Orchestre de la Suisse Romande
Orchestre de la Suisse Romande
Orchestre de la Suisse Romande
Es gehört zu den Spitzenorchestern der Schweiz und hat sich im Laufe der Jahrzehnte dank seiner historischen Aufnahmen und seiner Interpretation des französischen und russischen Repertoires des 20. Jahrhunderts einen internationalen Ruf erworben.
Das Orchestre de la Suisse Romande spielt jedes Jahr über 80 Konzerte, davon rund 20 im Ausland. Es gibt Abonnementskonzerte in Genf und Lausanne, Sinfoniekonzerte in der Stadt Genf, das jährliche Konzert zugunsten der UNO sowie Opernaufführungen im Grand Théâtre de Genève. Auch während der Corona-Pandemie konnte sich das OSR erneuern, indem es auf das Publikum zuging, sei es bei einer Fahrt im Planwagen, vor einem einzelnen Zuschauer an ungewöhnlichen Orten oder per Streaming.
Unter seinem Gründungsdirigenten und den aufeinanderfolgenden Musikdirektoren (Paul Klecki 1967-1970, Wolfgang Sawallisch 1970-1980, Horst Stein 1980-1985, Armin Jordan 1985-1997, Fabio Luisi 1997-2002, Pinchas Steinberg 2002-2005, Marek Janowski 2005-2012, Neeme Järvi 2012-2015), seinem wichtigsten Gastdirigenten Kazuki Yamada (2012-2017) und dem britischen Dirigenten Jonathan Nott hat das Orchestre de la Suisse Romande mit der Entdeckung und Förderung zeitgenössischer Komponisten stets einen aktiven Beitrag zum aktuellen Musikleben geleistet. Das OSR war insbesondere an der Uraufführung von Werken von Igor Strawinsky, Darius Milhaud, Arthur Honegger, Frank Martin, André-François Marescotti, Benjamin Britten, Witold Lutosławski, Heinz Holliger, William Blank, Peter Eötvös, James MacMillan, Pascal Dusapin oder auch Michael Jarrell beteiligt. Bis heute nimmt es die Förderung des sinfonischen und insbesondere des schweizerischen Schaffens als zentrale Aufgabe wahr.
Das 2019 gestartete Artist-in-Residence-Programm, unter anderem mit dem Komponisten Yann Robin, dann mit dem Pianisten Francesco Piemontesi und dem Geiger Frank Peter Zimmermann, ermöglicht dem Orchester, reiche künstlerische Beziehungen aufzubauen und einen dynamischen Austausch zu pflegen. Daniel Harding wurde 2021/22 für zwei Spielzeiten zum Dirigent in Residence ernannt. Die Schaffung einer neuen Stelle als Assistenzdirigent/in von Jonathan Nott für die Saison 2022-23 wird es der Preisträgerin Ana María Patiño-Osorio ermöglichen, Konzerte, Aufnahmen, Opern und Tourneen vorzubereiten und wertvolle Erfahrungen in der Leitung eines Orchesters zu sammeln.
Dank der von Beginn an engen Zusammenarbeit mit dem Schweizer Radio und Fernsehen wurden die Konzerte des OSR schon früh über das Radio ausgestrahlt und somit von Millionen Menschen auf der ganzen Welt empfangen. Dank einer Partnerschaft mit Decca (über 100 CDs), die legendäre Aufnahmen hervorbrachte, manifestierte das OSR seine Präsenz in der weltweiten Musikszene. Mit einem Dutzend internationaler Labels hat es Platten aufgenommen, die zahlreiche Auszeichnungen erhalten haben. Derzeit arbeitet das OSR mit Pentatone zusammen und nimmt pro Saison zwei bis drei Alben auf, die letzten beiden davon mit Jonathan Nott.
Internationale Tourneen führen das OSR in die renommiertesten Konzertsäle Europas (Berlin, London, Wien, Salzburg, Paris, Amsterdam, Moskau, St. Petersburg, Madrid) und Asiens (Tokio, Seoul, Peking, Shanghai, Bombay) sowie in die grossen Städte des amerikanischen Kontinents (Boston, New York, San Francisco, Washington, São Paulo, Buenos Aires oder Montevideo). In der kommenden Saison wird das OSR zweimal auf Auslandstournee gehen: mit Konzerten unter anderem in Ungarn (Budapest), der Tschechischen Republik (Brno), Deutschland (Bremen, Düsseldorf, Köln, München), Belgien (Antwerpen) und Frankreich (Lille).
Das OSR ist Gast bei zahlreichen Festivals, darunter seit 2000 dem Budapest Spring Festival, dem Chorégies d’Orange, dem Festival de Música de Canarias, dem Lucerne Festival zu Ostern, Les Nuits Romantiques in Aix-les-Bains, dem Festival de Radio France et Montpellier, dem Gstaad Menuhin Festival, dem Septembre Musical de Montreux, dem Internationalen Festival von Santander, dem Robeco Zomerconcerten in Amsterdam, Grafenegg Festival in Österreich und den BBC Proms in London. Das OSR hat auch sein eigenes Festival ins Leben gerufen: Seit 2020 tritt es in Genf-Plage am Genfersee mit Künstlern wie Yoav Levanon, Marzena Diakun oder Francesco Piemontesi auf.
Eine der Aufgaben des OSR ist es, die sinfonische Musik bei den Jugendlichen von heute, die das Publikum von morgen sein werden, zu fördern und eine breite Palette an Aktivitäten anzubieten. Dazu gehören unter anderem pädagogische Angebote, die Kinder mit verschiedenen Workshops im Vorfeld auf den Konzertbesuch vorbereiten, die Konzerte für kleine Ohren mit der Möglichkeit, Instrumente auszuprobieren, die Familienkonzerte in der Victoria Hall sowie Schulkonzerte und offene Proben für Schulklassen in Zusammenarbeit mit dem Département de l’instruction publique (DIP) des Kantons Genf. Auch in der Saison 2022/23 wird das Orchester wieder eine Tournee durch die Westschweiz durchführen, um Schulkindern in allen Westschweizer Kantonen die Möglichkeit zu geben, ein Konzert zu hören.
Das Orchestre de la Suisse Romande wird von der Stadt Genf, der Republik und dem Kanton Genf, dem Kanton Waadt, dem Schweizer Radio und Fernsehen, den Genfer und Waadtländer Vereinigungen der Freunde des OSR sowie von zahlreichen Sponsoren und Mäzenen unterstützt.