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Foto: Igor Zh / shutterstock
Die Evolution - vier spannende Mythen und FaktenWas ist eigentlich die Evolution und wie funktioniert diese? Der Begriff Evolution könnte mit Entwicklung gleichgesetzt werden. Vor etwa vier Milliarden Jahren traten die ersten einzelligen Lebensformen auf unserer Erde auf... Vom Einzeller bis zu unserer heutigen Artenvielfalt war es ein langer Weg. Die dabei ablaufenden Entwicklungsvorgänge werden als Evolution bezeichnet. Evolution erklärt die Veränderung von Merkmalen einer Population über Generation. Wir haben im Laufe von Millionen von Jahren einen aufrechten Gang entwickelt. Doch die Evolution hat nicht aufgehört und wird auch niemals aufhören. Sie findet aber so langsam statt, dass sie uns meistens nicht auffällt. Wir haben vier spannende Fakten und Mythen über die Evolution für Sie zusammengestellt.
Vor etwa zwei Millionen Jahren lebten die ersten Urmenschen, also unsere Vorfahren. Die wohl bekannteste Theorie
zur Evolution war wahrscheinlich die Evolutionstheorie von Charles Darwin
. Er untersuchte bereits im Jahr 1831 unterschiedliche Fossilien und Lebewesen und wertete seine Beobachtungen anschliessend akribisch aus. Im Jahr 1859 erschien dann sein Buch "The Origin of Species by Means of Natural Selection" also übersetzt "Die Entstehung der Arten durch die natürliche Zuchtwahl". Insbesondere seine Studien zu einer Art von Finken auf den Galapagosinseln verfestigten seine Theorie zur Evolution. Seine Evolutionstheorie wurde auch als Selektionstheorie bezeichnet.
“Der Mensch stammt zu hundert Prozent vom Affen ab.”
In seinem Werk aus 1859 geht Darwin
zwar auf die Entstehung der Arten ein, aber erwähnt darin nirgendwo die Entstehung des Menschen. Vielleicht weil er schon ahnte, wie seine Theorie
im derzeitigen England und sonst überall auf der Welt ankommen würde. Viele vermuten, dass Darwin davon ausging, dass der Mensch vom Affen abstammt. Doch was ist an der These dran? Kann es wirklich sein, dass wir vom Affen abstammen? Wohl kaum. Denn uns Menschen gibt es schon genau so lange wie die Affen. Durchaus kann es jedoch sein, dass wir die gleichen Vorfahren haben.
"Nur Gott kann komplexe Organe herstellen wie das Gehirn oder das Auge."
Diese Theorie wird natürlich oft von Kreationisten vertreten die sich nicht vorstellen können dass jemand anderes als Gott uns komplexe Wesen erschaffen hat. Der Vergleich mit einem Affen oder einem anderen Lebewesen, welches bestimmt niemals ein Klavierstück wie Mozart oder einen Roman hervorbringen würde, kommt hier oft zum Vorschein. Es kann schon sein, dass es einem schwerfallen mag zu glauben, dass ein komplexes Organ wie ein voll entwickeltes Gehirn oder Auge von der Natur erschaffen ist. Die Kreationisten meinen, dass ein komplexes Organ nur als Ganzes, vollendetes funktionieren kann, und eine Evolution
somit ausgeschlossen wäre. Doch dem ist nicht so. Grade im Tierreich findet man eine grosse Anzahl von komplexen Augen, die perfekt auf die Bedürfnisse ihrer Besitzer und deren Umgebung abgestimmt sind. Von komplexen Linsenaugen bis hin zu eher einfachen Grubenaugen lässt sich die These der Kreationisten leicht widerlegen.
“Die Evolution basiert auf dem Überleben des Stärkeren.”
Diese Theorie
, obwohl sie von Darwin
angedeutet wurde, hat sich nicht nur als falsch, sondern auch als gefährlich erwiesen. Die Nationalsozialisten sprachen von minderwertigen Menschen und Völkern und sprachen ihnen mit verheerenden Folgen dasselbe Recht auf Leben ab. Doch ist die Natur wirklich nur ein bitterer Kampf ums Überleben? Nein, natürlich nicht. Natürlich kämpft jede Lebensform ums Überleben. Einigen hilft dabei körperliche Stärke, anderen ihre kleine Grösse, und wieder anderen ihre Schnelligkeit oder Agilität. Darwin spricht tatsächlich von eben genau dieser Fähigkeit, genügend an die Umwelt angepasste Nachkommen zu schaffen. Der englische Ausdruck "Survival of the Fittest", also übersetzt "Überleben des fittesten", trifft es vielleicht am besten.
“Wir Menschen sind es, die an der Spitze der Schöpfung stehen.”
Seit die Menschen im 18. Jahrhundert erkannten, dass die Lebensformen auf der Welt sich über lange Zeiträume verändern und Darwin
die Mechanismen der Abstimmung formulierte, wird die Geschichte der Artenabstammung oft als Baum dargestellt. Oft stehen wir Menschen dabei an der Krone der Schöpfung, also ganz oben auf dem Baum. Doch wir sind Tieren keineswegs überlegen: Ganz im Gegenteil: Es gibt eine Vielzahl von Tieren, die unsere Fähigkeiten in den Schatten stellen. Sie sind stärker, schneller, leben länger und sind instinktiver. Ja, das menschliche Gehirn ist wirklich etwas Einzigartiges, selbst im Vergleich mit den intelligentesten Tieren. Doch alles, was das beweist, ist, dass jede Lebensform ihre eigene Strategie fürs Überleben entwickelt. Einige durch ihre grosse Widerstandsfähigkeit, andere durch ihre enorme Stärke und andere wiederum durch ihre Klugheit.
Die Evolution
ist ein langer Prozess, und Veränderungen lassen sich in manchen Fällen nur über eine grosse Zeitspanne beobachten. Eines ist jedoch sicher: Die Welt steht niemals still und verändert sich ständig. Und mit ihr verändert sich jede Lebensform. Manche gehen, manche verändern sich, manche bleiben. Es ist ein individueller Prozess.
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