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Wie jedes Jahr wandern diverse Amphibien, wie Grasfrösche, Erdkröten und Salamander in der Zeit von Februar bis April zu den Laichgewässern und überqueren dabei oftmals eine oder mehrere Strassen um dorthin zu gelangen.
Die Amphibien wandern jeweils bei Einbruch der Dämmerung ab ca. 18 Uhr bis in die frühen Morgenstunden, bei Temperaturen ab 5 bis 10 Grad und ganz besonders bei feuchtem Wetter.
Das Überqueren von Strassen ist die häufigste Todesursache von Amphibien, da Fahrzeuglenker die langsam kriechenden Tiere nur schlecht sehen oder diese für herumliegende Blätter halten und auch oftmals keine Kenntnis von Amphibien Wanderungen haben. Auf stark frequentierten Strassen wird bis 50 o/o der wandernden Amphibien durch den rollenden Verkehr getötet.
Wo immer möglich sollten bauliche Massnahmen getätigt werden wie z.B. temporäre Amphibienzäune, Blechelemente, Auffanglöcher/ Auffangeimer, Amphibientreppe, sowie Unterführungen, sogenannte Amphibienleitsysteme, so können Ökosysteme vernetzt werden. Amphibienwarntafeln sind zwar gut, aber haben leider nur eine begrenzte Wirkung. Temporäre Strassensperren wären das Wirksamste, diese sind jedoch nur selten umsetzbar.
An Stellen wo bauliche Massnahmen nicht möglich sind bleibt nur das Einsammeln von Hand. Wenn Sie Amphibien einsammeln und ihnen über die Strasse helfen in der Zeit von Februar bis April, dann die Tiere immer in Richtung Laichgewässer, d.h. zum Bach oder Teich absetzen.
Im Juni/Juli (je nach Witterung) geht dann die Wanderung wieder zurück Richtung Hang oder Wiesland, also weg vom Wasser. Es ist überlebenswichtig, dass die Tiere auf die richtige Seite abgesetzt werden, ansonsten müssen sie nochmals die Todeszone Strasse überqueren.
Lichtschächte an Häusern und Gebäuden sind eine Todesfalle für Amphibien, die Tiere verhungern und verdursten dort kläglich.
Die Bevölkerung wird gebeten, nach Möglichkeit solche Lichtschächte und ähnliches mit einem Insektennetz abzudecken oder die Schächte regelmässig zu kontrollieren, besonders in der Zeit der Wanderung.
Wichtig :
Falls Sie als Helfer nachts Amphibien über die Strasse helfen, so benötigen Sie ein bis zwei Plastikeimer, Taschenlampe, event. Einweghandschuhe sowie gut sichtbare Kleidung oder reflektierende Leuchtbänder zu Ihrem eigenen Schutz, dass nicht auch Sie ein Verkehrsopfer werden.
Einen herzlichen Dank an die Gemeinde Wohlenschwil, dort wurden bei der Teilsanierung 2018 der Dorfstrasse im Ortsteil Büblikon bauliche Massnahmen im Rahmen der Möglichkeit getätigt in Zusammenarbeit mit Frau Viviane Uhlmann.
Kontaktangaben:
Viviane Uhlmann, Koordination Betreuung Amphibienzugstellen im Auftrag des Kantons Aargau, Abt. Landschaft und Gewässer