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Merinoschafe stammen ursprünglich aus Nordafrika, haben etwa im 14. Jahrhundert den Weg nach Spanien gefunden (im 18. auch nach Württemberg und Bayern, auch nach Sachsen) und spielen heute hauptsächlich in Australien und Neuseeland eine große wirtschaftliche Rolle. Australische Merinowolle macht rund ein Drittel (mit 100 Millionen Schafen) des weltweit gesamten Wollaufkommens aus. Die hier angebotene Merinowolle stammt aus Südafrika.
Das größte und grundsätzlichste Problem bei der Merinoschafhaltung ist der Parasitenbefall durch Fliegenmaden. Die feucht-warmen, häufig mit Ausscheidungen verschmierten Hautfalten am After der Schafe sind der ideale Brutplatz für die Maden, die die Fliegen zu tausenden ablegen und die das Schaf bei lebendigem Leibe fressen. Ein Befall von Fliegenmaden ist nicht immer tödlich, verursacht aber oft schmerzhafte Entzündungen in den betroffenen Regionen, auch im Genitalbereich. Bei australischen Merinoschafen ist das Problem ein besonderes, da die Schafe erst durch europäische Siedler nach Down Under gelangt und daher nicht natürlicherweise an das warme Klima angepasst sind. Je wärmer das Klima, desto besser die Bedingungen für Fliegenmaden. Das ironische: Auch die für den Madenbefall hauptverantwortliche Fliegenart ist ein Import aus der Kolonialzeit. In Spanien und Nordafrika kommt der Befall durch Fliegenmaden selten bzw. gar nicht vor. Unsere Wolle ist mulesingfrei; das heisst es mir auf das Mulesing verzichtet.