Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03658.jsonl.gz/599

Gestaltungsfreiheit im Recht der Publikumsgesellschaft
In welchem Umfang sollen Private bei der Ausgestaltung der Rechtsbeziehungen in der Publikumsgesellschaft Gestaltungsfreiheit geniessen? Oder anders gefragt, wie weit sind zwingende Normen im Aktien- und Börsengesellschaftsrecht legitim? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die vorliegende Habilitationsschrift...
Bernhard Ehrenzeller | Benjamin Schindler | Rainer J. Schweizer | Klaus A. Vallender (Hrsg.)
Ursula Abderhalden | Cipriano Alvarez | Pascal Baur | Urs R. Behnisch | Stephanie Bernet | Michael ..
Die Schweizerische Bundesverfassung
Der «St. Galler Kommentar» stellt die umfassendste Kommentierung der geltenden schweizerischen Bundesverfassung dar. Er hat in Wissenschaft und Praxis grosse Verbreitung und Anerkennung gefunden und sich als Standardwerk etabliert. Die dritte, vollständig überarbeitete Auflage trägt diesen Entwicklungen und Ergänzungen Rechnung.
Daniel M. Häusermann
Vertraulichkeit als Schranke von Informationsansprüchen
A und B kommunizieren vertraulich miteinander. Darauf macht C gegenüber B einen Informationsanspruch geltend, der sich auf diese Kommunikation bezieht. Muss B die Informationen an C übermitteln oder muss er sie geheim halten? Informationelle Konflikte dieser Art treten bei Informationsansprüchen aus sehr vielen Rechtsgebieten auf, so etwa im Familien- und Erbrecht, im Vertragsrecht, im Gesellschaftsrecht, im Verwaltungsrecht (z.B. Öffentlichkeitsprinzip), im Datenschutzrecht, im Prozessrecht und nicht zuletzt im Zusammenhang mit öffentlichen Registern. Der Autor verwirft die gängige Methode der Entscheidung solcher Konflikte – die Interessenabwägung. Stattdessen argumentiert er auf der Grundlage sozialwissenschaftlicher und rechtsphilosophischer Befunde und Theorien, dass Vertraulichkeit, sprich die autonome Beschränkung der Reichweite von Äusserungen, einen Eigenwert hat, den das Recht prinzipiell respektieren muss…