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Das Fagott, das im 16. Jahrhundert populär wurde, ist ein großes Holzblasinstrument, das zur Familie der Oboen gehört, da es mit einem Doppelrohrblatt ausgestattet ist.
Historisch gesehen ermöglichte das Fagott die Erweiterung des Tonumfangs von Holzblasinstrumenten in tiefere Lagen. Das moderne Fagott spielt aufgrund seiner Vielseitigkeit und seines großen Tonumfangs eine wichtige Rolle im Orchester.
Das Fagott spielt die Rolle des Tenors und des Basses in der Doppelrohrblattgruppe des Orchesters (die Oboe und das Englischhorn spielen Sopran bzw. Alt).
Fagotte gibt es in zwei Größen: als Fagott und als Kontrafagott, das eine Oktave tiefer klingt als das Fagott.
Frühe Fagotte wurden aus härteren Hölzern hergestellt, während moderne Instrumente in der Regel aus Ahorn gefertigt sind.
Einer der Vorläufer des Fagotts, das Dulzian, wurde aus einem einzigen Stück Holz gefertigt.
Zum Spielen des Fagotts wird ein Doppelrohrblatt verwendet, das aus einem Schilfrohr namens Arundo donax hergestellt wird. Die Verarbeitung des Rohrs ist bei französischen und deutschen Fagotten unterschiedlich: Französische Fagottrohre sind abgeschrägt, während deutsche Fagottrohre in der Mitte einen dickeren Stachel haben.
Fagotte bestehen aus mehreren Teilen, darunter das Tenor- oder Flügelgelenk, das Doppel- oder Stoßgelenk, das Lang- oder Bassgelenk, das Schallbechergelenk und der Krummstab oder Bocal.
Die «kompakte» Version des Kontrafagotts ist 122 cm hoch und hat eine Mensurlänge von 5,5 m.
Das moderne Kontrafagott ist mehrfach gefaltet, um seine große Länge handlicher zu machen. Obwohl die Griffweise weitgehend der des Fagotts entspricht, sind die Tonlöcher durch Klappen abgedeckt, die auf Stangenmechaniken wirken, welche die Fingerbewegungen des Spielers effizient über weite Strecken übertragen.
Manchmal wird ein Dämpfer verwendet, um das Instrument weicher spielen zu können. Dazu wird entweder ein Stück Stoff in den Schallbecher des Instruments gestopft oder ein hülsenartiger Metallzylinder verwendet.
Im 20. Jahrhundert wurde die Verwendung des deutschen Fagotts allmählich universeller. Die weltweite Standardisierung der Fagotttypen im 21. Jahrhundert wurde durch die ständig steigenden Anforderungen von Dirigenten und Aufnahmeproduzenten an Klangstärke, Homogenität und Ausgewogenheit bewirkt.
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