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Der 64-Jährige, der in den vergangenen Jahren viel Zeit in Deutschland verbrachte, gilt als nicht so beliebt wie sein verstorbener Vater.
Für die Ausrufung des neuen Königs unterbrachen alle Fernsehsender im Land ihr Programm, die Zeremonie wurde direkt aus dem Palast live übertragen. Höflinge in roten Jacken schauten zu, als ein Palastdiener auf Knien rutschend dem neuen Monarchen ein Mikrofon reichte.
In einer kurzen Ansprache nahm Vajiralongkorn die ihm vom Parlamentspräsidenten förmlich angebotene Königsehre an und sagte, er erfülle damit "die Wünsche des verstorbenen Königs zum Wohle des gesamten thailändischen Volkes".
Bei der Zeremonie anwesend war auch der Chef der das Land regierenden Militärjunta, General Prayut Chan-O-Cha. Dieser gilt als der eigentliche starke Mann in Thailand, der König hat nur wenig Macht. Er gilt aber als Integrationsfigur und wird traditionell sowohl von der Elite des Landes als auch vom Militär unterstützt.
Vor allem Bhumibol hatte in den sieben Jahrzehnten seiner Regentschaft viel zum friedlichen Zusammenleben seiner Landsleute beigetragen, er wurde nahezu mythisch verehrt.
Bhumibol war am 13. Oktober im Alter von 88 Jahren gestorben, sein Tod hatte Thailand in tiefe Trauer gestürzt. Hinzu kam eine grosse Ungewissheit, nachdem die Militärjunta verkündet hatte, dass Kronprinz Vajiralongkorn um Aufschub bei der Ernennung zum König gebeten habe, um trauern zu können.
Am Mittwoch machten das Parlament und die Militärregierung jedoch den Weg für die Thronbesteigung des 64-jährigen Kronprinzen frei. Am Donnerstag nun wurde der neue König ausgerufen. Die feierliche Krönungszeremonie soll allerdings erst nach Ende der Trauerzeit und der Beisetzung von Bhumibol stattfinden, die im kommenden Jahr erwartet wird.
Vajiralongkorn trägt als König den Namen Rama X. in Thailands Chakri-Dynastie - einer der reichsten Monarchien weltweit. Nach seiner Ausrufung zum neuen Monarchen wurden in allen buddhistischen Tempeln des Landes Trommeln geschlagen und Glocken geläutet.
Der 64-Jährige ist deutlich weniger bekannt und beliebt als sein Vater. Er verbrachte viel Zeit im Ausland, vor allem in Deutschland, wo er in diesem Jahr ein Anwesen am Starnberger See kaufte. Er hat bereits drei Scheidungen hinter sich.
(SDA)