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Hier ist die Fragestellerin, danke für eure Antworten.
Mein bisheriger Eindruck war: Männer sind durchaus beeindruckt von extrovertieren Frauen, die sich in Szene setzen (wie es umgekehrt auch oft die männlichen Selbstdarsteller sind, die - natürlich auf den ersten Blick - am ehesten von der Mehrheit der weiblichen Welt bemerkt werden), insbesondere natürlich dann, wenn sie attraktiv sind. Die eigene Partnerin aber sollte doch eher zurückhaltender sein, so wie #2, #1 und die meisten anderen es beschreiben, eben eine gesunde Mischung. Kommunikativ sein und kommunizieren können ja, extreme Selbstdarstellung nein.
Ich denke, in dieser Hinsicht können die Unterschiede zwischen den beiden Partnern nur graduell sein, damit das Zusammenleben auch außerhalb des zweisamen Kokons funktioniert. Hier passen Extreme noch weniger zueinander als in anderen Bereichen (ich spreche von der Regel und behaupte nicht, dass es nicht auch Ausnahmen gibt). Ein Mann, der in Gesellschaft permanent hinter einer extrovertieren Frau zurücksteht, wird auf Dauer wohl nicht ernst genommen. Eine introvertierte Frau hinter einem extrovertieren Mann wird wird früher oder später zum "Mäuschen" mutieren (insbesondere aus Sicht der weiblichen Konkurrenz), im positiven Fall als die "starke besonnene Frau, die im Hintergrund agiert" gesehen. Meiner Erfahrung nach finden sich solche Paare in der Regel ohnehin nicht allzu häufig, weil die Neigung zu Intro- oder Extrovertiertheit auch noch andere Dinge mit sich zieht: Hobbys und Interessen, Aktivitäts-/Ruhebedürfnis in der Freizeitgestaltung, Freundeskreis/ Geselligkeit/ Familienleben, berufliche Entwicklung etc. Ich lasse jetzt mal bewusst die Bereiche außen vor, die sich im zweisamen Rahmen auf Kommunikationsebene abspielen.
Ich hatte schon beide Typen als Partner. Bei dem einen musste ich in Gesellschaft permanent ums Wort kämpfen, weil alle Lippen an ihm hingen (inklusive der männlichen), da entsteht Konkurrenz in den eigenen Reihen ;-). Bei dem anderen hatte ich quasi Moderatorenfunktion, weil er selbst sich überhaupt nicht für die Entwicklung des Gesprächs verantwortlich gesehen hat. Beides nichts für mich.