Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03512.jsonl.gz/766

Ringelröteln (Erythema infectiosum) sind eine Viruserkrankung, die meist im Kindesalter (Klein- und Schulkinder) vorkommt. Das Virus wird per Tröpfcheninfektion übertragen, zum Beispiel durch Husten oder Niesen. Der Erreger der Ringelröteln ist das Parvovirus B19, welches weltweit verbreitet ist.
Die Ringelrötelviren sind sehr ansteckend. Sie gelangen über die Schleimhäute der Atemwege in den Körper. Nach der Ringelröteln Ansteckung dauert es etwa 4 bis 14 Tage (Inkubationszeit) bis die Symptome der Ringelröteln einsetzen. Schon während der Inkubationszeit ist der Infizierte ansteckend – die Gefahr, sich in dieser Zeit bei einer erkrankten Person mit Ringelröteln anzustecken, ist sehr gross.
Neben allgemeinen Krankheitssymptomen wie Abgeschlagenheit und Fieber kommt es bei Ringelröteln zu einem typischen, girlandenförmigen Exanthem (Hautausschlag). Dieses erscheint zuerst im Gesicht und breitet sich dann auf Arme und Beine aus.
Eine Infektion mit Ringelröteln ist nur selten mit Komplikationen verbunden. In der Regel klingt der Ausschlag beim Erythema infectiosum nach zehn bis zwölf Tagen von alleine ab. Einige Personen zeigen auch gar keine oder nur leichte Symptome, so dass Ringelröteln auch unentdeckt bleiben können.
Um einer Infektion mit Ringelröteln vorzubeugen, sollte man den Kontakt zu infizierten Personen meiden. Schwangere sollten prüfen lassen, ob sie Antikörper gegen die Ringelrötelviren im Blut haben – also schon einmal eine Infektion durchgemacht haben. Ist dies nicht der Fall, ist es ratsam, sich vorsorglich von Kindern fernzuhalten, da eine Infektion das Ungeborene gefährden kann. Wie auch bei anderen Virusinfektionen, die häufig im Kindesalter vorkommen sind Personen, die einmal Ringelröteln bekommen haben, lebenslang gegen das Virus geschützt – sie sind immun.
Als Ringelröteln (Erythema infectiosum) bezeichnet man eine durch Viren ausgelöste Erkrankung, die meist im Kindesalter auftritt. Ringelröteln sind durch ein charakteristisches Exanthem (Hautausschlag) gekennzeichnet. Wie auch bei anderen Virusinfektionen, die häufig im Kindesalter vorkommen (z. B. Röteln oder Masern) sind Personen, die einmal Ringelröteln bekommen haben, lebenslang gegen das Virus geschützt – sie sind immun.
Der Erreger der Ringelröteln, das Parvovirus B19, ist weltweit verbreitet.
Bei einer Infektion bildet das Abwehrsystem des Körpers (Immunsystem) Antikörper gegen die Ringelrötelviren. In der Schweiz tragen mehr als die Hälfte der Erwachsenen Antikörper gegen das Parvovirus B19 im Blut, das heisst, sie waren schon einmal mit dem Virus infiziert und sind gegen eine erneute Infektion geschützt.
Von den Ringelröteln sind meist Klein- und Schulkinder betroffen. Ungefähr alle fünf Jahre entstehen sogenannte Kleinraumepidemien: innerhalb einer Gruppe (z.B im Kindergarten, in der Schule) treten dann mehrere Erkrankungsfälle gleichzeitig auf.
Ringelröteln (Erythema infectiosum) haben ihre Ursachen in der Infektion mit einem bestimmten Virus: Dem sogenannten humanen Parvovirus B19 aus der Familie der Parvoviridae.
Das Virus vermehrt sich im Knochenmark in den Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Ausserdem nutzt es sogenannte Endothelzellen zur Vermehrung. Dies sind Zellen, welche die Blutgefässe auskleiden. Als Folge des Viren-Befalls kann der für Ringelröteln typische Hautausschlag auftreten.
Ringelröteln verbreiten sich über Tröpfcheninfektion aus, zum Beispiel durch Husten oder Niesen. In seltenen Fällen kann die Ursache der Ansteckung auch eine Bluttransfusionen sein.
Für Ringelröteln gehören zu den Ursachen allein die Ringelrötelviren, die sehr ansteckend sind. Sie gelangen über die Schleimhäute der Atemwege in den Körper. Nach der Ringelröteln Ansteckung dauert es etwa 4 bis 14 Tage (Inkubationszeit) bis die Symptome der Ringelröteln einsetzen. Schon während der Inkubationszeit ist der Infizierte ansteckend – die Gefahr, sich in dieser Zeit bei einer erkrankten Person mit Ringelröteln anzustecken, ist sehr gross. Wenn der Hautausschlag und weitere Symptome der Ringelröteln bereits beim Erkrankten sichtbar sind, ist die Ansteckungskraft eher gering.
Bei Ringelröteln (Erythema infectiosum) treten Symptome in zwei Stadien auf. In einigen Fällen bleiben die Symptome sogar ganz aus oder sind nur milde, so dass die Infektion unentdeckt bleibt.
Das Stadium der Virusvermehrung nach der Ansteckung dauert etwa 4 bis 14 Tage (Inkubationszeit). Dieses Erkrankungsstadium der Ringelröteln verläuft meist ohne Symptome. In manchen Fällen können jedoch Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen auftreten.
Im Anschluss an das Stadium der Virusvermehrung setzt bei Ringelröteln das Stadium des Hautausschlags (Exanthemstadium) ein. Die Erkrankten fühlen sich meist unwohl und haben leichtes Fieber, das oft nur zwei bis drei Tage anhält.
Anschliessend bildet sich als typisches Ringelröteln-Symptom das charakteristische Exanthem (Hautausschlag) aus, das im Gesicht zuerst sichtbar wird. Die Wangen und die Nasenwurzel jucken und sind gerötet, wobei das Kinn, die Lippen und die knorpeligen Anteile der Nase von dieser Verfärbung ausgespart bleiben. Die Form des Ausschlags ähnelt einem Schmetterling und könnte anfangs noch mit Masern verwechselt werden.
Schon nach kurzer Zeit bilden sich jedoch die für Ringelröteln charakteristischen ring- beziehungsweise girlandenförmigen Figuren: Nach einem Tag breitet sich der Ausschlag girlandenförmig vom Gesicht auf die Aussenseite (Streckseite) der Arme und Beine und das Gesäss aus. Auch der Rumpf kann betroffen sein, zum Beispiel die Brust oder der Bauch.
Der Ausschlag kann zwischen einer und sieben Wochen lang zu sehen sein, wobei sich sowohl die Stärke als auch die Ausdehnung ständig verändern. Neben dem Ausschlag treten häufig Gelenkschmerzen auf.
Der Arzt stellt die Ringelröteln-Diagnose (Erythema infectiosum) meist anhand des charakteristischen Exanthems (Hautausschlag). Fehlt dieses Exanthem oder zeigt es ein untypisches Muster, lassen sich die Ringelröteln ab dem zehnten Erkrankungstag auch im Rahmen einer Blutabnahme feststellen: Bei einer Infektion bilden sich spezifische Antikörper im Blut (Anti-B19-IgM). Diese Antikörper sind Wochen bis wahrscheinlich Jahre nach einer durchgemachten Ringelröteln-Infektion nachweisbar und erlaube so die Diagnose.
Eine Infektion mit Ringelröteln stellt in der Schwangerschaft eine Gefahr für das Ungeborene dar. Daher überwacht der Arzt die Gesundheit des Kindes nach einer Ringelröteln-Diagnose in der Schwangerschaft sehr genau. Dazu bestimmt er den Wert des sogenannten Alpha-Fetoproteins (AFP). Die Eiweissverbindung AFP kommt bei Ungeborenen in hoher Konzentration vor. Anhand der AFP-Werte kann der Arzt in Kombination mit Ultraschalluntersuchungen frühzeitig mögliche Schäden des Kindes feststellen und bei Bedarf angemessen reagieren.
Bei Ringelröteln (Erythma infectiosum) besteht die Therapie hauptsächlich in der Linderung der Beschwerden. Wie bei den meisten Viruserkrankungen steht bisher kein Medikament zur Verfügung, das die Ringelrötenviren gezielt abtötet. Auch gibt es keine vorbeugende Impfung.
Halten Fieber beziehungsweise Muskel- oder Gelenkschmerzen länger an, besteht die Ringelröteln-Therapie aus Bettruhe. Gegen die einzelnen Beschwerden helfen zum Beispiel:
Bei einer Ringelröteln-Infektion während der Schwangerschaft kann eine sogenannte intrauterine Austauschtransfusion notwendig sein. Dabei tauscht der Arzt von aussen – also über eine Punktion der Nabelschnurgefässe durch die Bauchdecke der Mutter – das Blut des Kindes mithilfe einer Bluttransfusion aus.
Bei Ringelröteln (Erythema infectiosum) ist der Verlauf in den meisten Fällen komplikationslos. Das mit der Erkrankung verbundene Exanthem (Hautausschlag) kann mehrere Wochen lang anhalten. Die Rötungen klingen in der Regel nach zehn bis zwölf Tagen ab. Da die Haut danach oft schuppig ist, muss sie unter Umständen für einige Wochen intensiver gepflegt werden. Gelenkschmerzen (Arthropathie) können unter Umständen noch mehrere Monate bestehen bleiben.
Wer einmal an Ringelröteln erkrankt war, ist für den Rest des Lebens gegen das Virus immun. Es befinden sich Langzeit-Antikörper im Blut (IgG) – das Immunsystem ist nun auf die Erkennung von Ringelrötel-Viren trainiert.
Bei Menschen mit Abwehrschwäche (z.B. AIDS) können im Ringelröteln-Verlauf anhaltende Blutarmut (Anämie) und chronische Gelenkentzündungen auftreten.
Bei Ringelröteln sind Komplikationen sehr selten. Meistens betreffen sie Menschen, die an Blutarmut (Anämie) leiden. So kann es etwa bei Personen, die an einer sogenannten chronisch-hämolytischen Anämie erkrankt sind, zu einer schwerwiegenden Störung der Blutbildung kommen (aplastische Krise), wenn sie sich mit dem Ringelrötelvirus anstecken. Das Virus befällt bestimmte Zellen im Knochenmark, aus denen sich die roten Blutzellen (Erythrozyten) entwickeln. Dadurch werden noch weniger rote Blutkörperchen gebildet – die Blutarmut verstärkt sich durch die Ringelröteln also zusätzlich.
Infiziert sich eine Schwangere erstmalig mit Ringelrötelviren, so ist das Ungeborene gefährdet. Bei dem ersten Viren-Kontakt muss sich das Abwehrsystem der Mutter auf die Erreger einstellen. Bis die ersten schützenden Antikörper gebildet sind, haben sich die Ringelrötelnviiren bereits vermehrt. Sie gehen in einem von fünf Fällen über den Mutterkuchen (Plazenta) und die Nabelschnur auf den Fötus über. Das Virus stört die Blutbildung des Ungeborenen – es kommt beim ungeborenen Kind zu einer Blutarmut (fetale Anämie). Als Folge der Blutarmut kann sich Gewebsflüssigkeit in den Körperhöhlen und im Gewebe (Ödeme) des Ungeborenen ansammeln (Hydrops fetalis). Engmaschige Kontrollen des Zustandes des Kindes mittels Ultraschalluntersuchung können einen Hydrops fetalis sicher feststellen und somit eine schnelle Therapie (Austauschtransfusion) ermöglichen. Auch eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) des Kindes kann die Folge sein. In seltenen Fällen kann das Virus zu einer Fehlgeburt oder einer Totgeburt führen.
Im Gegensatz zu einer Infektion mit dem Rötelnvirus sind bisher keine angeborenen Fehlbildungen durch eine Infektion mit dem Ringelrötelvirus bekannt.
Eine Infektion mit Ringelröteln hat in der Regeln eine sehr gute Prognose: In den meisten Fällen heilt die Erkrankung ohne Probleme wieder aus.
Komplikationen treten nur selten auf. Hiervon sind meist Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z.B. AIDS-Patienten) oder Blut-Erkrankungen wie Blutarmut (Anämie) betroffen.
Infizieren sich Schwangere erstmalig mit Ringelröteln, so kann in seltenen Fällen eine Fehl- oder Totgeburt die Folge sein. In allen Phasen der Schwangerschaft ist eine Infektion mit Ringelröteln riskant. Hat die Schwangere jedoch aufgrund einer früheren Infektion bereits Antikörper gegen Ringelrötelviren im Blut, so ist auch das Ungeborene geschützt.
Einer Infektion mit Ringelröteln (Erythema infectiosum) können Sie nur bedingt vorbeugen. Eine Impfung gegen das Parvovirus B19 gibt es derzeit nicht. Viele Desinfektionsmittel können den Ringelrötelviren nichts anhaben – sie sind dagegen resistent.
Da Ringelröteln in der Regel keine Komplikationen verursachen, müssen Sie nur dann gezielt vorbeugen, wenn Sie bestimmten Personengruppen angehören: Eine Ringelröteln-Infektion während der Schwangerschaft kann zum Beispiel das Ungeborene gefährden. Daher ist es wichtig, bei infizierten Müttern regelmässige Untersuchungen durchzuführen, um das Risiko für das Kind zu minimieren.