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Theaterarbeit im geschlossenen Strafvollzug
Eine Untersuchung im Haft- und Untersuchungsgefängnis Grosshof und der Justizvollzugsanstalt Lenzburg
Ziel dieser Bachelorarbeit ist herauszufinden, wie Theaterarbeit einen Beitrag zur Förderung des sozialen Verhaltens leisten kann, welche Chancen eine Einführung von Theaterarbeit im geschlossenen Strafvollzug hat und wie eine Unterstützung der Theaterarbeit durch Professionelle der Sozialen Arbeit aussehen könnte. Wie Theaterarbeit einen Beitrag zur Förderung des sozialen Verhaltens leisten kann, wird unter Beizug von Ansätzen der Lernpsychologie, der Soziologie und der Theaterpädagogik untersucht. Im Rahmen des Forschungsteils wurden einerseits Leitfadeninterviews mit Theaterschaffenden und andererseits solche mit Vertretenden (Professionelle der Sozialen Arbeit sowie Direktoren) der Justizvollzugsanstalt Lenzburg (JVA Lenzburg) und des Haft- und Untersuchungsgefängnisses Grosshof (HU Grosshof) geführt und ausgewertet. Aus der Bachelorarbeit geht hervor, dass Theaterarbeit Lernen initiieren, Kompetenzen erweitern sowie Handlungsbefähigung bewirken und auf diesem Weg einen Beitrag zur Förderung des sozialen Verhaltens leisten kann. Die Chancen auf eine Einführung von Theaterarbeit im geschlossenen Strafvollzug können als intakt, wenn auch nicht sehr gross, beurteilt werden. Unterstützung durch Professionelle der Sozialen Arbeit könnte für Theaterarbeit etwa in Beratung und interner/externer «Lobbyarbeit» liegen. Diese Bachelorarbeit soll einen Anstoss geben für die Weiterentwicklung von Angeboten im geschlossenen Strafvollzug sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für dessen Belange. Ausserdem ist sie ein Plädoyer für die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Theaterschaffenden und Professionellen der Sozialen Arbeit.