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Die häufigsten Augenerkrankungen
Makuladegeneration
Die Makuladegeneration ist eine Erkrankung der Netzhaut, die hauptsächlich durch den Alterungsprozess des Auges verursacht wird. Diese Erkrankung kann die Sehschärfe so stark reduzieren, dass das Lesen verunmöglicht wird. Typischerweise beklagen Patientinnen und Patienten sich über eine Verschlechterung der Sehschärfe und über die Wahrnehmung verzerrter Linien. Eine frühzeitige Untersuchung durch die Augenärztin oder den Augenarzt kann den Schaden limitieren, und es können rechtzeitig Massnahmen zur Stabilisierung oder Verbesserung eingeleitet werden.
Glaukom (grüner Star)
Das Glaukom ist meist mit einer Augendruckerhöhung verbunden; ist die Produktion von Kammerwasser grösser als der Abfluss, so steigt der Druck im Auge an und der Sehnerv wird geschädigt. Die fortschreitende Schädigung des Sehnervs verkleinert das Gesichtsfeld, und zwar schmerzlos und ohne dass die Patientin oder der Patient es bemerkt – bis zur Erblindung! Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen mit Tropfen, die den Augendruck senken; Laserbehandlungen und chirurgische Eingriffe sind für fortgeschrittene Verläufe die Therapien der Wahl. Die alleinige Druckmessung zur Bestätigung oder zum Ausschluss der Glaukomdiagnose ist ungenügend, da es Glaukomformen gibt, die mit einem normalen Augendruck einhergehen. Nur die Augenärztin oder der Augenarzt kann zusammen mit der Evaluation des Sehnervs und mit modernen Verfahren die Diagnose stellen und eine Therapie verordnen.
Katarakt (grauer Star)
Dank der Linse im Augeninneren kann man Bilder scharf sehen und fokussieren. Wenn die Augenlinse trüb wird, spricht man von einem grauen Star (Katarakt). Die ersten Symptome eines grauen Stars können folgende sein: fortschreitende Sehverschlechterung, Nebelsehen, Lichtscheu oder häufiger Brillenwechsel. Nach erfolgter Untersuchung kann die Augenärztin oder der Augenarzt eine Kataraktoperation vorschlagen (Entfernung der trüben Linse und Einsetzen einer künstlichen Linse). Der Eingriff erfolgt unter ambulanten Bedingungen in einem Operationssaal, mit örtlicher Betäubung.