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23.06.2017 4 Bissen an der Sionne
Datum: 23.06.2017
Anfahrt: Montana - Grimisuat, Postauto zum Etang Long
Verlauf: Vom Etang Long auf der Bise de Bitailla zu deren Fassung
Auf der andern Seite der Sionne Abstieg zur oberen Brücke über den Drahin. Kurzer Abstieg zur Fassung der Bisse de Dejour, sofern man die Zuleitung vom Prabé-Stollen nicht als Teil der Dejour betrachtet.
Abstecher auf den Überresten der Bisse de Dejour Richtung Drahin, dann auf der Dejour bis zur Stelle, wo das Wasser zur Tsampé abgezweigt wird. Weiter entlang der trockenen Dejour bis Prafirmin.
Die Dejour kann hier nicht begangen werden, weil sie über Privatgrund führt.
Auf der Strasse bis zum aktuellen Ende der Bisse de Savièse, die hier Wasser von oben aus einem Bach bekommt. Dieses wird gerade nach unten geleitet in die bis hier trockene Dejour.
Abstieg zur Bisse de Tsampé und auf dieser bis zur Stelle, wo das Wasser von der Dejour runterkommt. Weiter bis zum Drahin. Die alte Rohrleitung über den Bach scheint defekt zu sein, es kommen nur ein paar Tropfen aus der Röhre.
Die Personenbrücke liegt ein paar Meter tiefer und trägt auch eine Röhre von der Bisse des Fontany. Auf den Spuren der alten Fontany (das Rohr scheint hier vergraben zu sein) geht es zuerst flach, dann steiler. Ab hier verläuft die Fontany wieder offen bis zu einem Picknickplatz in Planeige, das steile Stück wird vom Weg in einem Bogen umgangen. Ab hier ist sie wieder verrohrt bis zur Fassung in der Sionne.
Über die Brücke der Sionne Richtung Arbaz, hier liegt die Fassung der Bisse de Grimisuat. Auf dieser vorbei an der Kreuzung mit der Bisse de Sion und zum Zufluss von der Bisse d'Ayent. Ab hier läuft ein Siphonrohr parallel zur Bisse bis fast ans Ende.
Oberhalb von Grimisuat zweigt die alte Bisse nach unten ab, die neue wasserführende geht links weg und erreicht über einen weiten Bogen den Etang de Revouire. Ab hier zurück zum Auto.
Distanz: 17,6 Km, 570 Hm Aufstieg, 1000 Hm Abstieg
Start: 10.00 Etang Long
Ende: 15.50 Grimisuat
Zustand: Die Wander- und Bissenwege sind ausnahmslos einfach und problemlos.
Einzig der Weg zur Fassung der Bisse de Fontany ist etwas ruppig.
Bemerkungen: Spannend für Leute, die gerne vor Ort sich mit der Logik der Bissen auseinandersetzen wollen.
Die Bisse de Bitailla (oder Taillaz) ist im ersten Teil aus unerfindlichen Gründen verrohrt und verläuft dann eher als Bach denn als Bisse. Kreuzung mit der Bisse de Sion und weiter unter der Strasse durch oberhalb des Etang Long (mit einer Zuführung zum Speichersee) und weiter horizontal, Kreuzung mit der Bisse d'Ayent.
Die Bisse de Dejour (oder Dejore) konnte ihr Wasser nicht im Drahin gewinnen, also musste die Bisse de Seylon Wasser von der Sionne zuführen und über eine Rohrbrücke den Drahin überqueren. Die Seylon ist zerfallen, ebenso die Rohrbrücke und auch der Zubringer der Dejour auf der Ostseite des Drahin. Das Wasser für die Dejour kommt vom Prabéstollen, wird in einem Bachbett geführt und fliesst dann im Bissenbett der Dejour.
Über die obere Brücke führt auch eine Syphonröhre, die Trinkwasser aus dem Prabéstollen nach Grimisuat führt. Nach kurzer Zeit leitet ein Schieber das Wasser aus der Dejour weiter nach unten zur Tsampé. Die Dejour ist dann trocken bis nach Prafirmin, wo das Restwasser der Bisse de Savièse zusammen mit einem Bachlauf nach unten in die Dejour geleitet wird.
Die Bisse de Tsampé wurde analog zur Dejour früher über die Bisse des Fontany mit Wasser aus der Sionne versorgt. Die Rohrbrücke ist noch vorhanden, scheint aber defekt zu sein. Aktuell wird die Tsampé durch Wasser aus der Bisse de Dejour versorgt.
Die Bisse des Fontany ist immer noch in Funktion, von der Fassung in der Sionne zuerst verrohrt, dann offen im Bereich von Planeige und später wieder verrohrt. Sie überquert den Drahin in einem Rohr der Personenbrücke und scheint sich tiefer fortzusetzen als die Tsampé. Möglicherweise versorgt sie die etwas tiefer liegende Bisse de Borzi (oder Bordzi) mit Wasser.
Die Bisse de Grimisuat wird bei der Brücke über die Sionne bei Arbaz in der Sionne gefasst. Zuerst kreuzt sie die Bisse de Sion, dann fliesst das Restwasser der Bisse d'Ayent in die Bisse. Hier kommt auch ein Siphonrohr dazu, das parallel zur Bisse d'Ayent läuft und der Bisse de Grimisuat fast bis zum Schluss folgt. Oberhalb von Grimisuat zweigt die alte Bisse ab und führt trocken direkt nach Grimisuat. Die neue wasserführende Bisse de Grimisuat (Chemin de l'Eau) geht etwas östlicher weg und führt in einem grossen Bogen, teilweise unzugänglich, in den Etang de Revouire. Ab hier ist die Fortsetzung verrohrt.
GPS-Daten: Original GPS-Track