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Was geschieht im Augenblick des Todes?
(Auszug aus “Gespräche mit Seth” von J. Roberts)
Diese Frage ist viel leichter gestellt als beantwortet.
Grundsätzlich gibt es keinen spezifischen Todesmoment im eigentlichen Sinne, selbst dann nicht, wenn ein plötzlicher Unfall den Tod verursacht. Ich will jedoch versuchen, euch auf das, was für euch eine praktische Frage ist, eine praktische Antwort zu geben.
Für die meisten Menschen bedeutet die Frage in Wirklichkeit dies:
- Was wird geschehen, wenn ich im physischen Sinne nicht mehr am Leben bin? Was wird in mir vorgehen?
- Werde ich noch ich selber sein?
- Werden die Gefühle, die mich zu Lebzeiten umgetrieben haben, dies auch weiterhin tun?
- Gibt es einen Himmel und eine Hölle?
- Werden mich Götter oder Dämonen, meine Feinde oder meine Lieben auf der andern Seite begrüßen?
Vor allem aber bedeutet die Frage:
Wenn ich tot bin, werde ich dann immer noch der sein, der ich heute bin, und werde ich mich derer erinnern, die mir jetzt nahestehen?
Ich werde die Frage also auch in diesem Sinne beantworten; doch bevor ich das tue, gibt es mehrere scheinbar unpraktische, die Natur von Leben und Tod betreffende Überlegungen, die wir anstellen müssen.
Fassen wir zuerst einmal die schon erwähnte Tatsache ins Auge: Es gibt keinen gesonderten, unteilbaren, spezifischen Todesmoment. Das Leben ist ein Zustand des Werdens, und der Tod ist ein Teil dieses Werdeprozesses. Ihr seid gegenwärtig am Leben, seid ein Bewußtsein, das von sich weiß und inmitten eines Trümmerhaufens toter und absterbender Zellen Erkenntnis sprüht; voller Leben, während in eurem Körper Atome und Moleküle sterben und ihre Wiedergeburt erleben.
Ihr seid demnach umgeben von kleinen Toden; Teile eures Erscheinungsbildes bröckeln in jedem Augenblick ab, ohne daß ihr einen Gedanken daran verschwendet. So seid ihr also jetzt gewissermaßen inmitten eures eigenen Todes lebendig – lebendig trotz und gerade wegen Praktisch gesprochen, gibt es hierauf nicht nur eine einzige Antwort, denn jeder von euch ist ein Individuum. Zwar läßt sich natürlich eine verallgemeinernde Antwort finden, die die Grundzüge dieser Erfahrung umfassen kann, doch die Arten von Tod haben viel mit der individuellen Erfahrung zu tun, die das Bewußtsein jeweils macht. Außerdem spielt dabei noch die Entwicklung des Bewußtseins selbst, seine ganze charakteristische Art, Erfahrung zu verwerten, eine Rolle.
Die Vorstellungen, die ihr euch von der Natur der Realität macht, werden eure Erfahrungen weitgehend färben, denn ihr werdet diese im Lichte eurer Überzeugungen sehen, so wie ihr auch jetzt das tägliche Leben gemäß euren Vorstellungen von dem, was möglich und was unmöglich ist, deutet. Euer Bewußtsein kann sich vom Körper schnell oder langsam ablösen; das hängt von einer Reihe von unbekannten Größen ab. In vielen Fällen von Senilität, beispielsweise, haben die stark organisierten Persönlichkeitsanteile den Körper bereits verlassen und gehen den neuen Verhältnissen entgegen.
Die Todesangst selbst kann eine solche psychologische Panik verursachen, daß ihr aus Selbsterhaltungstrieb und Selbstschutz euren Bewußtseinspegel dermaßen senkt, daß ihr in ein Koma geratet, und dann kann es eine Weile dauern, bis ihr euch davon erholt.
Ein Glaube an das Höllenfeuer kann dazu führen, daß ihr HadesVerhältnisse halluziniert. Ein Glaube an einen stereotypen Himmel kann Halluzinationen paradiesischer Umstände hervorrufen. Ihr formt eure Realität immer in Übereinstimmung mit euren Vorstellungen und Erwartungen. Dies liegt in der Natur des Bewußtseins, in welcher Realität auch immer es sich befindet.
Solche Halluzinationen, dessen könnt ihr sicher sein, gehen jedoch vorüber. Das Bewußtsein muß von seinen Fähigkeiten Gebrauch machen. Die Langeweile und Stagnation eines stereotypen Himmels können das strebende Bewußtsein nicht für lange befriedigen.
Es sind Lehrer vorhanden, um euch die Bedingungen und Verhältnisse dort zu erklären. Ihr bleibt euch also nicht im Irrgarten eurer Halluzinationen selbst überlassen. Es kann sein, daß ihr nicht gleich erkennt, daß ihr im physischen Sinne tot seid, es muß aber nicht so sein.
Dies ist eine Textpassage aus Gespräche mit Seth eines meiner Lieblingsbücher.
Textauszug / Quelle: “Gespräche mit Seth” von Jane Roberts.
Foto: Fotolia.de
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Ich hatte das grosse Glück in eine spirituelle Familie hineingeboren zu werden. Meine Mutter, die aus England stammt, und mein Vater gaben mir und meinen Geschwistern den Glauben an die geistige Welt schon früh mit auf den Weg. So konnte ich mehrfach bei Trancesitzungen des bekannten englischen Mediums Gordon Higginson dabei sein. Das waren wahnsinnig beeindruckende und prägende Momente auf meinem Lebensweg die meinen spirituellen Weg sowie meine Ausrichtung stark geprägt haben.
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