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Länderübergreifende Gesetzgebung
Auf Europäischer Ebene gibt es bis heute noch keine rechtlichen Bestimmungen, die die Verschleppung von Ambrosia-Samen durch Handelsgüter zwischen den Staaten verhindern können. Es besteht ein Zielkonflikt zwischen dem Schutz des Importlandes vor unerwünschten Schadorganismen und dem freien Handel für das Exportland.
Ein Importland kann sich durch Einfuhrbeschränkungen vor der Einschleppung von Ambrosiasamen schützen, in dem es verlangt, dass Importgüter frei von Ambrosiasamen sind und ein entsprechendes Zertifikat verlangt.
Die Kosten für die Reinigung und Zertifizierung der Exportgüter würde den Export verteuern und jene Länder benachteiligen, die Probleme mit Ambrosia haben.
Bereits 1999 reichte Polen eine Schadorganismus-Risikobewertung über Ambrosia bei der Europäischen Pflanzenschutz Organisation (EPPO) mit dem Ziel ein, Ambrosia als Quarantäne Schadorganismus zu erklären. Eine solche Risikobewertung ist die notwendige Grundlage, um nationale pflanzengesundheitliche Einfuhrverbote und weitere Beschränkungen des Handels vor der Welthandels Organisation (WTO) zu rechtfertigen. Andernfalls könnten Massnahmen wie Einfuhrbeschränkungen als Handelshemmnisse ausgelegt und vor der WTO eingeklagt werden.
In der oben beschriebenen Angelegenheit kam es bis heute noch zu keiner Entscheidung. Die EU hat das Gremium für Pflanzengesundheit der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) beauftragt, ein wissenschaftliches Gutachten zur Schadorganismus-Risikobewertung von Polen zu erstellen. Dieses stellte fest: „Hinsichtlich der Kriterien für einen Quarantäne-Schadorganismus gelangt das Gremium für Pflanzengesundheit zu dem Schluss, dass das von Polen vorgelegte Dokument keine ausreichenden Nachweise für eine wissenschaftlich fundierte Bewertung liefert, ob Ambrosia spp. für Polen als Quarantäne-Schadorganismen eingestuft werden können." Somit fehlt die legale Grundlage für nationale Einfuhrbeschränkungen.