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Allergie - was ist das?
Zum Thema Allergie gibt es eine Vielzahl von Fragen, die sehr einfach erscheinen, doch oft nicht beantwortet werden können. Ist man sein ganzes Leben Allergiker, wenn der Körper einmal eine allergische Reaktion gezeigt hat? Wachsen Kinder aus den kindlichen Allergien im Jugend- oder Erwachsenenalter heraus? Welche Behandlungsmöglichkeiten machen bei Allergien Sinn?
Grundsätzlich kann man festhalten, dass eine Allergie keine Krankheit, sondern lediglich ein Symptom des Abwehrmechanismus im Körper ist. Durch den Begriff Allergie wird lediglich die Neigung des Menschen bezeichnet, auf bestimmte Stoffe überempfindlich zu reagieren.
Alle Substanzen, mit denen der Körper über die Luft, den Hautkontakt oder die direkte Einnahme in Berührung kommt, bewirken eine bestimmte Reaktion im Körper. Wird eine Substanz vom körpereigenen Abwehrsystem (Immunsystem) als schädlich erkannt, wird diese im besten Fall durch unser Immunsystem unschädlich gemacht.
Eine Überreaktion des Körpers
Bei einer allergischen Reaktion reagiert das Abwehrsystem empfindlich auf Stoffe, welche eigentlich keine Gefahr für den Organismus darstellen, wie beispielsweise die allergische Reaktion auf Hausstaubmilben. Bei einem gut funktionierenden Immunsystem werden Hausstaubmilben als ungefährlich toleriert, bei Allergikern leitet das Immunsystem die Bekämpfung einer vermeintlichen Gefahr ein, was zu teilweise extremen Reaktionen und einer massiven Produktion von Antikörpern führt. Die Konsequenz daraus ist, dass der Körper unkontrolliert reagiert; die Folgen sind Heuschnupfen, Hautekzeme und allergisches Asthma. Das Immunsystem des Allergikers kann dementsprechend als eher zu stark ausgebildet angesehen werden.
Bei der Entstehung von Allergien scheint auch die Psyche eine entscheidende Rolle zu spielen. Beispielsweise haben Neurodermitiker eine ganz bestimmte Persönlichkeitsstruktur, mit der sie auf Belastungs- oder Stresssituationen reagieren. Solche Stresssituationen können bei Kindern auch durch Impfungen hervorgerufen werden, auf die Kinder mit einer entsprechenden Vorbelastung mit einem neurodermitischen Schub reagieren können. Auch der Entzug des Schnullers, der Besuch eines Freundes oder die Einschulung können diese Reaktionen auslösen.
Impfung – Ja oder Nein?
Contra: Grundsätzlich können alle Impfungen zu allergischen Reaktionen führen. Ursachen können sowohl die Impfsubstanz selbst als auch die verwendeten Zusatz- und Konservierungsstoffe sein. Besonders bei allergiegefährdeten Kindern wird deshalb immer wieder diskutiert, ob Impfungen Allergien fördern oder nicht.
Pro: Bislang liegen keine Studien vor, die eine Befürwortung eindeutig nachweisen könnten. In einigen Ländern wurden aber Erfahrungen gemacht, dass Kinder seltener unter Allergien leiden, wenn regelmässig geimpft wird.
Es besteht also keine Veranlassung, Kinder von altersentsprechenden empfohlenen Impfungen auszuschliessen, wenn sie zu der erhöhten Allergie-Risikogruppe gehören. Es gibt aber Selbsthilfegruppen und Ärzte, die Betroffenen grundsätzlich vom Impfen abraten oder zu Einzelimpfungen statt einer Kombinationsimpfung raten. Dabei ist es fragwürdig, ob die Mehrbelastung durch die erhöhten Stresssituationen nicht eine weitaus höhere Belastung ist und so unter Umständen das Risiko lebensbedrohlicher Erkrankungen in Kauf genommen wird.
Schulmedizin oder Alternativen
Es müssen einige Faktoren erfüllt sein, damit man zum Allergiker wird. Dabei spielen die verschiedenen Umweltfaktoren eine genauso grosse Rolle wie die Psyche jedes einzelnen. Bis heute ist es der Schulmedizin nicht gelungen, eine einzige Person mit allergischen Symptomen zu heilen. Lediglich die Auswirkungen der Symptome, wie eine laufende Nase oder juckende Augen, können gelindert werden. Die Möglichkeiten der Vorbeugung sind bei gesunden Menschen sehr eingeschränkt und kaum möglich. Die Symptome lassen sich zwar mit der bekannten Schulmedizin mehr oder weniger gut behandeln, doch die Beseitigung der Ursachen gelingt sehr selten.
Zur Behandlung kommt eigentlich nur die heute oft angewandte Hypo- oder Desensibilisierung infrage, bei der ein bekannter allergieauslösender Stoff in extrem verdünnter Form unter die Haut gespritzt oder geschluckt wird. So soll dem Körper schrittweise die allergische Reaktion abgewöhnt werden.
Zum Teil wird diese Methode, die bis zu drei Jahren dauern kann, von Fachmedizinern mit der Begründung kritisiert, dass Patienten sich mit dieser Behandlungsmethode einem unkalkulierbaren Risiko aussetzen, da die allergische Reaktionen nicht von der Dosis abhängig ist. So können Allergiker schon auf geringe Konzentrationen eines Stoffes extrem reagieren und im schlimmsten Fall einen allergischen Schock erleiden, der unbehandelt zum Tode führen kann. Hypo- oder Desensibilisierungen dürfen nur dort durchgeführt werden, wo die Bedingungen, einen möglichen Schock notfallmässig behandeln zu können, gegeben sind.
Ohne Nebenwirkungen
Aus diesem Grund suchen immer mehr Betroffene zur Behandlung ihrer Allergien nach Alternativen. Dabei finden viele eine mögliche Heilungschance bei klassisch ausgebildeten Homöopathen, welche die Erkrankung aus einem anderen Blickwinkel sehen. Die Homöopathie ist ein Heilverfahren, welche partielle Gesichtspunkte ablehnt, den Menschen in seinem Ganzen sieht und dabei die körperliche, seelische und emotionale Situation berücksichtigt.
Für den Begründer der Homöopathie war eine Krankheit nur das äussere, sichtbare Zeichen eines in sich gestörten Gesamtorganismus. Das Ziel der homöopathischen Behandlung ist es, die Vitalkräfte des Körpers zu aktivieren, damit sie ihre erforderlichen Funktionen wieder optimal erfüllen können. Klassisch ausgebildete Homöopathen haben zum Teil Erfolg, indem sie die Ursache und nicht die Symptome einer Allergie behandeln.
Bei akuten Symptomen hilft eine homöopathische Behandlung jedoch sehr wenig. Eine homöopathische Behandlung einer Allergie zu beginnen, ist dann erfolgsversprechend, wenn die Betroffenen keiner Allergie auslösenden Stoffen ausgesetzt sind.
Bei leichten Allergien kann auch eine Akupunktur die gewünschte Erleichterung verschaffen. Diese hilft auch in Akutsituationen und ist praktisch nebenwirkungsfrei.
Bildquelle: monikazoran / pixabay.com