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Der Regierende Bürgermeister von Berlin
Michael Müller wurde 1964 in Berlin geboren und besuchte nach der Mittleren Reife die Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung. 1986 schloss er eine kaufmännische Lehre ab. Zusammen mit seinem Vater betrieb er danach, bis 2011, als selbstständiger Drucker eine Druckerei im Berliner Bezirk Tempelhof. Schon sehr früh, mit 17, trat Michael Müller in die SPD ein und engagierte sich in der Lokalpolitik. Von 1989 bis 1996 war er Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Tempelhof, zuletzt als Fraktionsvorsitzender. Seit 1996 ist er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, seit 2001 als direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg. Von 2000 bis 2004 war er auch Kreisvorsitzender der SPD Tempelhof-Schöneberg. Von Juni 2001 bis November 2011 war Michael Müller Vorsitzender der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Im April 2004 übernahm er zusätzlich das Amt des SPD-Landesvorsitzenden. Im Dezember 2011 wurde Müller Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, zugleich einer von zwei Stellvertretern des Regierenden Bürgermeisters. Im Dezember 2014 wurde Michael Müller dann nach dem Rücktritt Wowereits zum Regierenden Bürgermeister gewählt. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Staatsministerin für Kultur und Medien
Prof. Monika Grütters wurde in Münster geboren und studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Münster und Bonn. Ihre beruflichen Erfahrungen sammelte sie an der Oper, im Verlagswesen und im Museumsbereich, bevor sie in großen Unternehmen für Kunst- und Kulturprogramme verantwortlich war. Von 1998 bis 2013 war sie Vorstand der Stiftung „Brandenburger Tor“. Seit 1999 ist sie Honorarprofessorin für Kulturmanagement an der Freien Universität Berlin.
Monika Grütters ist Erste stellvertretende Vorsitzende der CDU Berlin. Von 1995 bis 2005 war sie Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin und dort wissenschafts- und kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. Seit 2005 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages. In der vergangenen Legislaturperiode leitete Monika Grütters als Vorsitzende den Ausschuss für Kultur und Medien. Seit Dezember 2013 ist sie Staatsministerin und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Intendant des Deutschlandradios
Der russische Dirigent Vasily Petrenko startete seine musikalische Ausbildung am Konservatorium von St. Petersburg, wo er von so bedeutenden Lehrern wie Ilja Musin, Mariss Jansons und Yuri Termikanow unterrichtet wurde. Heute ist der 40-Jährige nicht nur Chefdirigent des Oslo Philharmonic Orchestra und des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, sondern seit Herbst 2015 auch neuer Chefdirigent des European Union Youth Orchestra. Gleichzeitig tritt Petrenko – nicht verwandt mit dem designierten Philharmoniker-Chef Kirill Petrenko – als vielgefragter Gastdirigent der renommiertesten Orchester auf, so zum Beispiel dem London Philharmonic, Philharmonia Orchestra, der Niederländischen Radiophilharmonie, den Wiener Symphonikern, dem Rundfunk-Symphonieorchester Berlin, dem Orchestre de la Suisse Romande, der Sydney Symphony, Accademia Nazionale di Santa Cecilia, und den Orchestern von Philadelphia, Los Angeles, San Francisco und Chicago. Außerdem arbeitet Petrenko als Operndirigent, zum Beispiel an der Bayerischen Staatsoper und der Zürcher Oper, und hat zahlreiche CD-Produktionen realisiert. So schloss er 2015 einen Zyklus sämtlicher Schostakowitsch-Symphonien ab, spielte aber auch Werke von Tschaikowski, Rachmaninow, Elgar und Szymanowski ein.
Die französischen Schwestern Katia und Marielle Labèque sind sicherlich das schillerndste und erfolgreichste Klavierduo der Gegenwart. Seit vier Jahrzehnten geben die beiden zusammen Duo-Abende in allen großen Konzertsälen der Welt und treten mit den bedeutendsten Orchestern auf. Mit zeitgenössischen Komponisten wie Luciano Berio, Olivier Messaien und Osvaldo Golijov arbeiteten sie genauso zusammen wie mit Dirigenten der historischen Aufführungspraxis, darunter Giovanni Antonini, John Eliot Gardiner und Andrea Marcon. Zugleich initiieren die Labèques beständig neue Projekte: 2013 verwirklichten sie The Minimalist Dream House, das von den Konzerten inspiriert ist, die La Monte Young 1961 in Yoko Onos New Yorker Loft organisierte. Mit ihrer eigenen Rockband und dem Kölner WDR-Symphonieorchester spielte Katia 2014 ein Konzert mit Musik des Hitchcock-Filmkomponisten Bernard Herrmann. 2015 brachten die Schwestern mit dem Los Angeles Philharmonic unter Gustavo Dudamel das neue Philip Glass-Konzert zur Uraufführung. Außerdem gründeten sie 2005 in Rom die Stiftung Katia & Marielle Labèque, die zu interdisziplinärer Zusammenarbeit anregen will, aber auch ihr eigenes Aufnahmestudio jungen Künstlern zur Verfügung stellt.
Klavierkonzert für 2 Klaviere Es-Dur KV 365 (316a) (1779)
Symphonie Nr. 1 D-Dur (1885-88)
Schauspieler, Synchronsprecher
Dietmar Wunder verdankt den „James-Bond“-Filmen mit Sean Connery seinen Weg ins Filmgeschäft. Heute ist er als Schauspieler, erfolgreicher Synchron- sowie Hörbuchsprecher und Dialogregisseur tätig. Er ist die deutsche Stimme des aktuellen „James Bond“-Darstellers Daniel Craig sowie von Adam Sandler, Cuba Gooding Jr., Omar Epps und Sam Rockwell.
Wunder wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Deutschen Synchronpreis 2008 für die Dialogregie der TV-Serie Weeds und mit dem Ohrkanus 2011 in der Kategorie „Beste Lesung Kinder/ Jugendliche“ für das Hörbuch „Chroniken der Weltensucher – Der Palast des Poseidon“ von Thomas Thiemeyer. Beim Los Angeles Reel Film Festival 2010 erhielt er den Award „Best Supporting Actor“ für seine Rolle im Krimi-Thriller Not Worth A Bullet.
Der spanische Dirigent Juanjo Mena hat eine enge Verbindung zu Norwegen seit seiner Zeit als Erster Gastdirigent beim Bergen Philharmonic Orchestra (2007-2013). Zuvor stand der gebürtige Baske lange an der Spitze des Bilbao Symphony Orchestra. Seit 2011 ist der 49-Jährige Chefdirigent des BBC Philharmonic in Manchester, mit dem er zuletzt eine Tournee nach China und Südkorea unternahm, aber auch in Deutschland und Spanien auftrat. Ansonsten ist Mena ein vielgefragter Dirigent bei allen großen Orchestern der USA, in Skandinavien und Frankreich; im Mai 2016 gab er sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern mit einem französisch-spanischen Programm. Auch bei Menas CD-Produktionen geben spanische und spanischsprachige Komponisten den Ton an; so nahm er Werke von de Falla, Turina, Montsalvatge und Ginastera auf. Sein weitgespanntes Repertoire schließt jedoch russische und amerikanische Komponisten ebenso ein wie die Wiener Klassik, Strawinski, Strauss und Messiaen.
Im Laufe von drei Jahrzehnten hat der norwegische Cellist Truls Mørk nicht nur einen der ersten Plätze unter den Cellisten weltweit erobert, sondern immer wieder auch durch herausragende Leistungen bestätigt. Neben seiner brillanten Technik wird dabei vor allem die Intensität seiner Interpretationen hervorgehoben. Der 55-Jährige gastiert bei den Berliner und Wiener Philharmonikern, in London, Paris und Tokio genauso wie bei den großen US-amerikanischen Orchestern in New York, Boston, Cleveland und Los Angeles. Darüber hinaus spielte Mørk eine Vielzahl von CD-Aufnahmen ein; neben den berühmten Cellokonzerten des 19. und 20. Jahrhunderts finden sich hier auch Werke von Massenet, Miaskowski, Prokofjew sowie sämtliche Cello-Suiten von Bach und Britten. Unersättlich ist Mørks Neugier auf zeitgenössische Werke: Nicht weniger als 30 Uraufführungen hat er gespielt, darunter Werke von Einojuhani Rautavaara, Pavel Haas, Krzysztof Penderecki und Matthias Pintscher.
„Resurgence“ (2011, Deutsche Erstaufführung)
Cellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107 (1959)
„Symphonie fantastique” op. 14 (1830)
Schauspieler
Burgtheater Wien, Schauspielhaus Hamburg, Residenztheater München – Dietrich Mattausch ist auf allen wichtigen Bühnen im deutschsprachigen Raum zu Hause. Und natürlich auf dem Bildschirm: „Der Fahnder“, „Traumschiff“, „Tatort“, viele Krimis, aber auch jede Menge ernste Rollen wie in der „Wannsee-Konferenz“. Mattausch zählt zu den bekannten Schauspielern Deutschlands – im Fernsehen und auf den Brettern, die gerade auch für ihn die Welt bedeuten. Dabei kam der erst auf Umwegen zu seinem Traumberuf, quälte sich durch eine Lehre als Speditionskaufmann, nahm nebenbei Schauspielunterricht, tingelte dann relativ lange auf Provinzbühnen herum und schaffte erst mit Mitte dreißig den Durchbruch. Dann aber richtig! Hochgewachsen, mit schütterem Haar gilt er als Idealbesetzung für Banker, Ärzte, Direktoren oder hohe Beamte. Da gibt er dann oft den eiskalt berechnenden Typ oder den zynischen Intellektuellen. Im Privatleben ist er ganz anders: amüsant, neugierig, offen, engagiert und sehr nachdenklich. Neben dem Theater gilt seine Liebe der Musik. Gut für Young Euro Classic: Das Festival begleitet er von Anfang an, seit sechzehn Jahren, mit großem Engagement und tiefer Freundschaft.
Der lettische Dirigent Andris Vecumnieks, Jahrgang 1964, steht seit 2002 an der Spitze des Orchesters der Lettischen Musikakademie „Jāzeps Vītols“. Darüber hinaus ist er Künstlerischer Leiter des Kammerorchesters „Sinfonia concertante“ und verantwortet auch das musikpädagogische Programm des Lettischen Nationalen Symphonieorchesters. Zugleich wirkt Vecumnieks als Professor für Dirigieren an der Musikakademie und zeichnet sich durch intensive Kompositionstätigkeit aus. Dabei entstanden zahlreiche Orchester- und Chorwerke, Kammermusik und Konzerte für Soloinstrumente, darunter auch für das lettische Volksinstrument Kokle. Als Dirigent ist Vecumnieks nicht nur in den baltischen Nachbarstaaten, sondern auch in Russland, Aserbaidschan, Schweden und Deutschland aufgetreten. So führten ihn in den letzten Jahren mehrfach Einladungen als Gastdirigent zur Sommerakademie Schloss Pommersfelden (Franken).
Bei den berühmtesten weltweiten Klavierwettbewerben wie Leeds, Rubinstein in Tel Aviv, Long-Thibaud in Paris und Königin Elisabeth in Brüssel und zuletzt beim Internationalen Deutschen Pianistenpreis ausgezeichnet, ist der in London wohnhafte Andrejs Osokins einer der begehrtesten lettischen Pianisten. Aufgewachsen ist Andrejs Osokins in Riga, wo er auch den ersten Unterricht an der Lettischen Musikakademie bei seinem Vater erhielt. Seit seiner Aufnahme in das IPF Masters Management bespielt der Pianist in erstklassigen Debüts die wichtigsten europäischen Konzertsäle wie das Auditorium Verdi in Mailand, die Berliner Philharmonie, die Alte Oper Frankfurt mit dem Orchester Kremerata Baltica im Rahmen des Festivals Internationaler Deutscher Pianistenpreis sowie eine Aufführung mit dem Lettischen Nationalen Symphonieorchester unter der Leitung von Vladimir Fedoseyev. Sein Repertoire reicht von Bach bis Gershwin und schließt neben den Klassikern Mozart und Beethoven, Chopin und Liszt auch Kammermusik von der Violinsonate bis zum Klavierquintett ein.
Der 21-jährige lettische Pianist Georgijs Osokins sorgte im Oktober 2015 beim 17. Internationalen Chopin-Wettbewerb in Warschau für einen Paukenschlag – obwohl er nicht gewann! Trotzdem wurde er mit Lob für seine „außergewöhnliche und unvorhersehbare“ Interpretation von Chopins Werk überschüttet und kann sich seitdem vor Angeboten aus dem In- und Ausland kaum retten – darunter eine Japan-Tournee im Dezember letzten Jahres, Konzerte auf drei Kontinenten und zukünftige CD-Aufnahmen. Osokins, Absolvent der Lettischen Musikakademie, entstammt einer Pianistenfamilie. Sein Vater Sergeijs, Professor an der Akademie, ist nach wie vor sein Lehrer, sein Bruder Andrejs ebenfalls ein international gefragter Pianist. Bereits als Zehnjähriger debütierte Georgijs Osokins mit einem Mozart-Klavierkonzert beim Lettischen Nationalen Symphonieorchester, 2009 gewann er den Skrjabin-Wettbewerb in Paris, 2014 den Moskauer Chopin-Wettbewerb für junge Pianisten.
„Under Pressure 2nd Edition“ (Uraufführung)
Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18 (1901)
„Daina“ Fis-Dur (1963, orch. 2015)
Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30 (1909)
ARD Kulturkorrespondentin
Maria Ossowski ist die geborene rasende Reporterin und ein echtes Radiotier. Verschiedene Versuche, vom Schreibtisch aus zu führen und zu leiten, haben die Sehnsucht der geborenen Berlinerin nach guten Geschichten und aufregenden Menschen nur wachsen lassen. Nach dem Literatur- und Geschichtsstudium hat sie in Stuttgart beim Süddeutschen Rundfunk volontiert und als Reporterin in Politik und Zeitfunk nie ordentlich schwäbisch, dafür aber das Radiohandwerk perfekt gelernt. In Basel hat sie sechs Jahre als Moderationschefin des Schweizer Kultursenders die helvetische Radiowelt geprägt, bevor sie in Berlin beim RBB zunächst als Kulturchefin arbeitete und seit drei Jahren als ARD Korrespondentin über wirklich alle Bereiche der Berliner Kultur berichtet. Oper, Theater, Kunst, Geschichte, Kulturpolitik und Architektur: Von Flensburg bis Garmisch, von Cottbus bis Köln erfahren die Hörerinnen und Hörer, was aktuell in der Hauptstadtkultur passiert. Berliner Kultur und das Radio sind quasi angeboren: Maria Ossowskis Vater hat den RIAS Berlin mit aufgebaut und das RIAS Jugendorchester gegründet. Die Unterstützung der Jugendorchester ist ihr deshalb immer ein besonders großes Anliegen.
Der kasachische Dirigent Aidar Torybaev, Jahrgang 1964, erhielt seine Ausbildung sowohl am Konservatorium in Almaty als auch im ukranischen Kiew, wo er u. a. bei Roman Kofman studierte. Nach wie vor teilt sich sein Leben zwischen diesen beiden Ländern auf: Seit 2011 leitet er das Symphonieorchester der Nationalen Universität der Künste in Astana, außerdem ist er seit dieser Saison Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Staatlichen Symphonieorchesters von Kasachstan. Andererseits wirkt Torybaev als Chefdirigent des Symphonieorchesters im ukrainischen Lwiw (Lemberg) und hat eine Professur für Dirigieren an der Tschaikowski-Akademie in Kiew. Der Dirigent gastierte in Deutschland, den Niederlanden, Portugal, Belgien, Japan, Südkorea, Mexiko und den USA; dabei arbeitete er mit prominenten Solisten wie Natalia Gutman, Alexander Ljubimov, Eliso Virsaladze und Liana Issakadze zusammen.
Die kasachische Geigerin Aiman Mussakhajayeva, 1958 im damaligen Alma-Ata geboren, zählt zu den führenden Solistinnen ihres Landes. Ausgebildet noch zu sowjetischen Zeiten am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau, kehrte sie anschließend nach Kasachstan zurück, wo sie sich große Verdienste um die Wiederbelebung der kulturellen Aktivitäten nach der Erlangung der staatlichen Souveränität erwarb. Die Musikerin hat aktiv an der Gründung der Nationalen Universität der Künste in Astana mitgewirkt, wo sie auch seit 1998 als Rektorin der Universität tätig ist. Außerdem wurde sie zu Workshops nach Deutschland, Österreich und in die USA eingeladen und sitzt als Jurorin in vielen internationalen Violinwettbewerben.
„Tarlan“, Symphonische Dichtung (Uraufführung)
Violinkonzert d-Moll (1940)
„God’s dwelling“ Symphonisches Bild für großes Orchester (Uraufführung)
„Tlep“ (2001/2016, Uraufführung der Orchesterfassung)
Symphonie Nr. 2 B-Dur D.125 (1814/1815)
Internationaler Musikmanager und Labelchef ACT
„Ich will nicht mehr wichtig, sondern nützlich sein.“ So beendete Siggi Loch nach 30 Jahren eine beispiellose Karriere als Manager im internationalen Musikbusiness. Er entdeckte und förderte Künstler wie Klaus Doldinger, Marius Müller-Westernhagen oder Katja Ebstein. Einst mit 25 Jahren Deutschlands jüngster Schallplattenchef, entschied sich Loch mit Anfang 50 zu einem radikalen Schnitt: Mit der Gründung von ACT erfüllte er sich seinen Jugendtraum vom eigenen Jazzlabel und feierte schnell internationale Erfolge. Besondere Schwerpunkte bilden der Jazz aus Europa, vor allem aus Skandinavien und Deutschland. Grenzgänge zur Klassikwelt gehören für ihn zum Konzept. 2017 feiert ACT sein 25-jähriges Labeljubiläum und bildet damit eine seltene Konstante in der Branche. Siggi Loch ist u.a. Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, des Ehrenpreises der deutschen Schallplattenkritik und des Skoda Jazz Awards; er wurde vom schwedischen König zum Ritter des Nordsternordens geschlagen. ACT erhielt viermal den ECHO Jazz Publikumspreis als Label des Jahres.
Nils Landgren ist zweifellos einer der erfolgreichsten Jazzmusiker Europas. Schon jetzt rätseln die Fans und Beobachter des 60-jährigen Schweden, ob seine Tage vielleicht mehr als 24 Stunden lang sind. Kritiker haben ihm den Ehrentitel hardest working man in showbusiness verliehen. Wenn „Mr. Redhorn“, der Mann mit der roten Posaune, nicht mit seiner legendären Funk Unit oder anderen Projekten unter eigenem Namen tourt, ist er als Produzent und Talentscout tätig oder vermittelt sein Knowhow an Studenten. In der Bundeshauptstadt hat er sich als künstlerischer Leiter des JazzFest Berlin ausgezeichnet. Bewunderung erregt nicht zuletzt die Vielseitigkeit dieses Musikers, der schon mit sechs Jahren Schlagzeug zu spielen begann und mit 13 die Posaune für sich entdeckte: Neben knallhartem Jazz pflegt er die schwedische Folklore oder spielt bei Christmas With My Friends romantisch-eigenwillige Weihnachtslieder ein. In Kooperation mit Ärzte ohne Grenzen unterstützt Nils Landgrens Funk Unit ein Projekt zur musikalischen Förderung von Kindern und Jugendlichen in einem der größten Slums in Kenias Hauptstadt Nairobi. Nach der Leitung des erfolgreichen „Klassik meets Jazz“ Projekts bei den letzten zwei Auflagen von Young Euro Classic kehrt Nils Landgren 2016 zu dessen Fortsetzung zurück.
Vier Persönlichkeiten prägen das in Berlin beheimatete Ensemble Olivinn: Neben der Komponistin Sinem Altan ist es die aus Istanbul stammende und seit 2007 in Berlin lebende Sopranistin Begüm Tüzemen, deren Repertoire von klassischen Arien über Jazz-Standards bis zu internationalen Volksliedbearbeitungen reicht. Dazu kommt der aus Anatolien stammende Multi-Instrumentalist Özgür Ersoy, der mit seiner Duduk, Baglama oder Ney in vielerlei Besetzungen, so mit dem Pianisten Fazil Say, auftritt. Vierter ist der Berliner Percussionist Axel Meier, der zwischen Pauke und Darbuka, Salsa und türkischer Folkore, Drumset und Vibraphon pendelt. Das Ensemble Olivinn steht für eine ganz spezielle Klangmischung von traditionellen türkischen und anatolischen Volksliedern bis zu klassisch-europäischen und zeitgenössischen Werken, die auch Improvisationen einschließen. In Berlin war das Quartett bereits regelmäßig in Musiktheaterproduktionen am Maxim Gorki Theater, Ballhaus Naunynstraße und Atze Musiktheater zu erleben.
Gastmusikerinnen des Ensembles Olivinn: Tanja Svoboda (Violine) und Beatrice Holzer-Graf (Violoncello)
Sie stammt aus Ankara und lebt in Berlin: Für die 31-jährige deutsch-türkische Komponistin Sinem Altan ist der Dialog zwischen diesen beiden Kulturen das zentrale Thema ihrer künstlerischen Arbeit. Schon als junges Mädchen gewann sie in der Türkei wie in Deutschland Erste Preise als Pianistin und Komponistin, als elfjährige Jungstudentin wurde sie an die Hochschule für Musik Hanns Eisler aufgenommen. Später gründete sie die Konzertreihe „Yenilige Dogru – Auf dem Weg zu Neuem“, aus der schließlich ihr Ensemble Olivinn hervorging, das sich sehr frei zwischen europäischer Klassik, türkischer Volksmusik und Jazz bewegt. Ungemein vielseitig sind die Aktivitäten von Sinem Altan: An der Neuköllner Oper wirkte sie als „Composer in Residence“, für das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) vertonte sie mehrere Geschichten des türkischen Till Eulenspiegels „Keloglan“, und für die Amsterdamer Oper komponierte sie 2011 eine Neufassung von Verdis Aida mit Gospelchor und orientalischer Percussion. 2013 wurde ihr Konzert für Baglama (türkische Laute) und Symphonieorchester erfolgreich im Konzerthaus Berlin uraufgeführt. 2015 gewann sie bei Young Euro Classic den Europäischen Komponistenpreis für ihr Werk Hafriyat – Earthwork.
Die 1983 in Istanbul geborene Künstlerin studierte Musical- und Operngesang am Staatlichen Konservatorium der Istanbuler Universität. Parallel absolvierte sie ihr Studium im Fach der Russischen Philologie und Literatur und wirkte u.a. in Antalya-Aspendos bei Musical- und Konzertprojekten mit. In Berlin setzte sie ihre Ausbildung im Klassischen Gesang und Schauspiel fort und beeindruckte in den erfolgreichen Produktionen Türkisch für Liebhaber und Tango Türk an der Neuköllner Oper. Zusammen mit Sinem Altan und Özgür Ersoy gründete sie das Ensemble Olivinn. Ihr virtuoser Umgang mit vielseitigen Gesangstechniken sowie ihr großes Repertoire in vielen Sprachen und unterschiedlichen Stilrichtungen von Klassik, Jazz und Tango bis hin zu internationalen Volksliedbearbeitungen und Interpretationen zeitgenössischer Musik ermöglichen ihr hochinteressante genreübergreifende und multimediale Performance-Projekte. Als Interpretin arbeitet sie mit zahlreichen renommierten Partnern zusammen. Neben ihren Auftritten als Sängerin überzeugt sie mit ihrem darstellerischen Einsatz in diversen Musiktheaterproduktionen auf deutschen Bühnen.
Susanna Risberg ist eine preisgekrönte junge Gitarristin aus Schweden. Sie bewegt sich stilistisch in allen Jazzvarianten bis hin zu Blues, Pop, Rock und klassischer Musik. Von 2005 bis 2008 spielte sie als Solistin mit dem Blue House Jazz Orchestra (unter der Leitung von Magnus Lindgren), dem Göteborger Symphonieorchester, dem Königlichen Philharmonischen Orchester Stockholm und anderen. 2008 gewann sie ein Stipendium für das Berklee College of Music in Boston. Seit Mai 2011 hat sie zwei CDs aufgenommen und ausgiebig mit ihrer eigenen Gruppe, dem „Susanna Risberg Trio“, Tourneen unternommen. Im Oktober 2015 erhielt Susanna Risberg den prestigeträchtigen Preis „Jazzkatten“ des Schwedischen Rundfunks als „Newcomerin des Jahres“. Susanna Risberg arbeitet heute als freie Gitarristin und spielt auf Tourneen, Konzerten und Aufnahmen auch mit vielen unterschiedlichen Kollegen und Gruppen, z.B. Marit Bergman, Elin Ruth, Henric De La Cour und Miriam Bryant.
Lisa Wulff, geboren 1990 in Hamburg, begann mit 9 Jahren E-Bass zu spielen, absolvierte ihr Studium der Musikerziehung im Bereich Jazz und jazzverwandte Musik mit den Hauptfächern E- und Kontrabass in Bremen und setzt seit 2013 ihre künstlerische Ausbildung an der Musikhochschule Hamburg fort. Nicht nur als Bassistin, sondern auch als Sängerin ist Lisa Wulff auf der Bühne zu erleben. Außerdem komponiert sie und gründete nach Erfahrungen mit ersten eigenen Bands wie Kalís, Greenroom und takadoon zuletzt das Lisa Wulff Quartett. Konzerte führten sie über Deutschland hinaus ins europäische Ausland und nach China. Dabei stand sie bereits mit Künstlern wie Bob Mintzer, der NDR Bigband, Trilok Gurtu, Nils Landgren, Curtis Stigers, Robbie Smith, Semino Rossi und Love Newkirk auf der Bühne. Besonders aktiv ist sie in der norddeutschen Jazzszene.
Robert İkiz ist bekannt als höchst vielseitiger Schlagzeuger, der von Jazz bis Funk und Pop bereits in allen Genres Konzert- und Aufnahmeerfahrung hat. Schon mit zwei Jahren begleitete er in der Wohnung seiner Großmutter in Istanbul Tschaikowski-Symphonien auf diversen Töpfen und Pfannen. Mit vier Jahren zog er von Istanbul nach Stockholm. İkiz studierte von 1995 bis 1998 Afroamerikanische Musik am Stockholmer Konservatorium. 1998 erhielt er ein Stipendium, um an der Los Angeles Music Academy zu studieren. In über 40 Ländern ist İkiz aufgetreten, hat unterrichtet und aufgenommen. Zusätzlich zu etlichen Preisen der Königlich Schwedischen Musikakademie wurde İkiz 2015 als „Musiker des Jahres“ für den renommiertesten schwedischen Jazzpreis „Jazzkatten“ nominiert. Seit 2002 ist er Inhaber und Geschäftsführer von Stockholm Jazz Records. Checking In (2012) war sein Debütalbum als Solokünstler. İkiz ist gegenwärtig Mitglied folgender Bands: Nils Landgren Funk Unit, Dan Reed Band, Jacob Karlzon 3 und Petter Bergander Trio. İkiz spielt ebenfalls mit drei herausragenden Musikern Duos, nämlich Magnus Lindgren, Cenk Erdogan und Mousa Elias.
Improvisation
„Caro mio Zülüf”
„Redhorn”
„Leiermann Ayva”
Lied und Czardas
„Kristallen“
„Kara“
„Uzun ince Wegweiser”
„You can’t go home“
Trio für Violine, Cello und Klavier
„Kirklar Semahi“
„Olu“
„Vem kann segla“
„Bosporus Brahms“
„Von fremden Ländern und Menschen Summertime“
Journalist, ehemaliger Leiter des ARD Studios Brüssel
Schwere Zeiten in Brüssel! Nach der Entscheidung der Briten für den Brexit hatte die Hauptstadt Europas Ende Juli auch noch den Krexit zu verkraften: Rolf-Dieter Krause, jahrzehntelang der „Mr. Europa“ der ARD, wurde mit wahrlich wohlverdienten Lobeshymnen in den Ruhestand verabschiedet. Jetzt ist er ein Berliner. Krause, in Lüneburg geboren, begann als Lokalredakteur in Unna, Kamen und Hamm, wechselte 1982 zum WDR-Landesstudio in Düsseldorf und arbeitete von 1985 bis 1990 als ARD-Korrespondent in Bonn. 1990 landete er dann da, wo er hingehörte: in Brüssel. Nach einem Intermezzo als Stellvertretender Studioleiter in Bonn und als Programmchef des WDR-Fernsehens in Köln in 2000, hatte Brüssel ihn seit 2001 wieder – für den Rest seines Berufslebens. Als Europa-Erklärer war der auch körperlich baumlange Korrespondent weitere 15 Jahre lang eine Klasse für sich. Und bedauerte nur manchmal, so wenig Zeit für die Berichterstattung aus den Ländern zu haben, für die er in Brüssel – neben der EU und der NATO – auch zuständig war: Belgien, die Niederlande und Luxemburg. Vor allem die Niederlande fand er immer besonders spannend. Warum? Davon wird er in seiner Patenrede bei Young Euro Classic erzählen können.
Antony Hermus ist zur Zeit künstlerischer Berater des Nationalen Jugendorchesters der Niederlande und erster Gastdirigent des Noord Nederlands Orkest. Gastiertätigkeiten führten ihn u.a. zum Philharmonia Orchestra, dem Königlichen Concertgebouw Orchester, zur Philharmonie Rotterdam, zur Radiophilharmonie der Niederlande, den Bamberger Symphonikern, dem MDR-Sinfonieorchester Leipzig und dem Orchestre de la Suisse Romande. Seine Debüts mit der Königlichen Flämischen Philharmonie, dem BBC Philharmonic und dem Philharmonischen Orchester Seoul stehen bevor. Er studierte Klavier und Dirigieren am Konservatorium Tilburg und wurde 2007 Generalmusikdirektor am Theater Hagen. Von 2009 bis 2015 war Hermus Generalmusikdirektor am Anhaltischen Theater, wo er in drei aufeinanderfolgenden Jahren von der Zeitschrift Opernwelt als Dirigent des Jahres nominiert wurde. Er hat an der Staatsoper Stuttgart, an der Komischen Oper Berlin, am Studio der Opéra Paris, in Rennes und an der Niederländischen Reiseoper dirigiert; 2016 kehrt er mit der Premiere von Marschners Vampyr zurück an die Komische Oper Berlin und debütiert an der Oper Göteborg mit Verdis Macbeth.
Der niederländische Pianist Hannes Minnaar studierte am Konservatorium von Amsterdam und startete seine Karriere mit Preisen beim Genfer Klavierwettbewerb (2008) und beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel (2010). Inzwischen ist der 32-Jährige als Solist unter bedeutenden Dirigenten wie Frans Brüggen, Herbert Blomstedt, Eliahu Inbal und Edo de Waart aufgetreten. Sein zweites CD-Album Bach Variations erhielt hohes Lob in der Fachpresse; derzeit arbeitet Minnaar an einer Gesamtaufnahme aller Beethoven-Klavierkonzerte. Live präsentiert er diese Konzerte u.a. mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra (Jiří Bělohlávek), BBC Philharmonic (Juanjo Mena) und London Philharmonic Orchestra (Manfred Honeck). Als Mitglied des mehrfach ausgezeichneten niederländischen Van Baerle Trio ist der Pianist auch ein leidenschaftlicher Kammermusiker; 2015 gab das Klaviertrio 18 Konzerte im Rahmen der Reihe „Rising Stars“, darunter in Wien, Paris und London.
www.hannesminnaar.com
„Chase“ (2013, Deutsche Erstaufführung)
Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83 (1881)
Suite aus „Der Rosenkavalier“ op. 59 (1911/1944)
„La Valse“ (1920)
Philosoph, Schriftsteller und Publizist
Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Er ist Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg sowie Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seine Bücher wie „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“, „Liebe – ein unordentliches Gefühl“ und „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ sind internationale Bestseller und wurden in insgesamt mehr als 40 Sprachen übersetzt. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung »Precht« im ZDF.
Der rumänische Dirigent Cristian Mandeal, Jahrgang 1946, absolvierte ein Studium an der Musikakademie in Bukarest, bevor er seine Ausbildung bei Herbert von Karajan in Berlin und Sergiu Celibidache in München vervollständigte. Von 1987 bis 2009 war er Chefdirigent und Generalmusikdirektor der Bukarester Philharmonie. Neben rumänischen Orchestern leitete er namhafte Orchester in ganz Europa und war bis 2009 Erster Gastdirigent des Hallé Orchestra in Manchester sowie bis 2013 des Philharmonischen Orchesters Kopenhagen. Dabei dirigierte er über 60 Uraufführungen rumänischer und nicht-rumänischer Komponisten. Unermüdlich setzt sich Mandeal vor allem für das Werk seines Landsmanns George Enescu ein, dessen gesamtes symphonisches Schaffen er auf CD aufgenommen hat. In den letzten Jahren widmet sich der 70-Jährige verstärkt dem Aufbau des Rumänischen Jugendorchesters, mit dem er schon 2012 und 2014 bei Young Euro Classic aufgetreten ist, und dem Rumänischen Nationalen Symphonieorchester.
Derzeit studiert Andrei Ioniţă noch an der Universität der Künste in Berlin bei Jens-Peter Maintz. Und dennoch ist der 22-Jährige schon auf dem Weg zur großen Karriere: Im Juni 2015 gewann er den 1. Preis beim prestigeträchtigen Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau; seitdem reiht sich eine Einladung an die andere, z. B. für Konzerte mit Valery Gergiev in St. Petersburg, München, Baden-Baden und London. Ioniţăs Erfolg kam nicht überraschend; schon 2014 erspielte er sich 2. Preise beim ARD-Wettbewerb in München und beim Grand Prix Emanuel Feuermann in Berlin. Daraufhin erhielt er eine Einladung der Kronberg Academy, wo er mit Gidon Kremer und Christian Tetzlaff zusammen musizierte. Geboren in Bukarest, begann der junge Andrei mit acht Jahren das Cellospiel, 2012 kam er nach Berlin. Er ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und spielt auf einem Rogeri-Violoncello von 1671.
Suite Nr. 1 C-Dur op. 9 (1903)
Variationen über ein Rokoko-Thema op. 33 (1877)
„Romeo und Julia“ Suite op. 64 (1936):
1. Die Montagues und Capulets 2. Julia, das kleine Mädchen 3. Masken 4. Romeos Abschied von Julia 5. Tybalts Tod 6. Romeo am Grabe Julias
Schauspieler
Publikum und Feuilleton feiern seine intensiven, beinahe schon verwandlungssüchtigen Abbildungen menschlicher Motive und seine mühelose Genauigkeit beim Spielen. Seine Figuren legt der Darsteller als kluge, assoziative Charakterstudien an. Samuel Finzi, gebürtig aus Bulgarien, begeistert sein Publikum sowohl an allen wichtigen deutschsprachigen Bühnen, als auch in Film- und Fernsehproduktionen. Schon sehr früh in seiner Laufbahn begegnet er Regisseuren, die das europäische Theater wesentlich mitprägen: Benno Besson, Dimiter Gotscheff, Frank Castorf, Jürgen Gosch und Robert Wilson. Im Film machen ihn Michael Glawogger, Oliver Hirschbiegel, Sönke Wortmann und Til Schweiger einem breiten Publikum bekannt. Finzi überzeugt sowohl in Publikumserfolgen wie Das Wunder von Bern oder Kokowääh, als auch in Independent-Filmen wie Die Erfindung der Liebe, Fritz Lang oder Tod den Hippies!! Es lebe der Punk!. Samuel Finzi wurde für seine vielgestaltigen, geistreichen Darstellungen mehrfach ausgezeichnet, vom renommierten Fachmagazin Theater heute ist er zum Schauspieler des Jahres 2015 gewählt worden. Zudem ist er mit dem Deutschen Schauspielerpreis 2016 als ‚Bester Schauspieler in einer komödiantischen Rolle‘ ausgezeichnet worden. Derzeit spielt er am Deutschen Theater in Berlin und am Théâtre National du Luxembourg acht Hauptrollen.
Der bulgarische Dirigent und Komponist Lyubomir Denev Jr., geboren 1988, ist der Sohn des gleichnamigen renommierten Jazzpianisten und -komponisten. Er studierte an der Nationalen Musikakademie Pantscho Wladigerow in Sofia das Fach Dirigieren. Inzwischen hat der 28-Jährige bereits alle wichtigen Symphonieorchester seines Landes geleitet, auch auf Tourneen in Nachbarländer wie Ungarn, Serbien, Griechenland und die Türkei. An der Staatsoper Ruse dirigierte er Opern von Verdi und Donizetti, außerdem wirkte er dort als Assistent bei der Aufführung von Wagners Götterdämmerung. Regelmäßig arbeitet Denev mit dem Sofia Session Orchestra, mit dem er Film-Soundtracks für Produzenten in den USA, Großbritannien, Frankreich und Indien einspielt. Intensiv widmet sich der Dirigent außerdem der musikalischen Jugendarbeit: So gehörte er zu den Mitbegründern des Balkan Youth Symphony Orchestra. Seit 2010 ist er Chefdirigent des Nationalen Jugendorchesters Bulgariens „Pioneer Youth Philharmonic“.
Der franko-bulgarische Geiger Svetlin Roussev wurde 1976 im bulgarischen Ruse geboren und lebt heute in Paris, wo er als Konzertmeister des Philharmonischen Orchesters von Radio France und als Professor für Violine am Konservatorium wirkt. Zugleich betreibt er eine intensive solistische und kammermusikalische Tätigkeit; außerdem machte Roussev eine Vielzahl von CD-Aufnahmen, so mit Werken des bedeutendsten bulgarischen Komponisten Pancho Vladigerov. In Bulgarien wurde er 2006 als Musiker des Jahres ausgezeichnet. Svetlin Roussev spielt Stradivaris Violine „Camposelice“ von 1710, die ihm freundlicherweise von der Nippon Music Foundation zur Verfügung gestellt wird.
Die franko-bulgarische Cellistin Emilia Baranowska, geboren 1948 in Sofia, studierte in ihrer Geburtsstadt sowie in Paris und an der Juilliard School in New York. Von dort aus startete sie ihre internationale Karriere, die sie auch in die USA, nach Mexiko und Kanada, Israel und China führte. In Paris arbeitete Baranowska auch mit namhaften Komponisten wie George Zamfir, Vahtang Kachidze und William Bolcom zusammen und spielte zahlreiche Uraufführungen. Gleichzeitig wirkt die Cellistin als Pädagogin, sowohl in Frankreich als auch in Bulgarien und bei zahlreichen Meisterkursen. Seit 2010 lebt Emilia Baranowska in Berlin.
Bulgarische Rhapsodie „Vardar“ für Violine und Orchestra op. 16 (1922/orch. 1928)
Lied für Violine op. 21 (1951)
„Ratchenica“ aus den „Thrakischen Tänzen“ (1925-26)
Lied für Violoncello und Orchester op. 19 (1884)
Allegro Appassionato für Violoncello und Orchester op. 43 (1876)
"Feuertanz" aus dem Ballett "Die Feuertänzerin" (1942)
Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der neuen Welt“ (1893)
Im Anschluss:
Feiern Sie mit uns! Beim traditionellen PUBLIKUMSFEST im Anschluss an das Konzert.
Bei den berühmtesten weltweiten Klavierwettbewerben wie Leeds, Rubinstein in Tel Aviv, Long-Thibaud in Paris und Queen Elisabeth in Brüssel und zuletzt beim Internationalen Deutschen Pianistenpreis als Laureat ausgezeichnet, ist der in London wohnhafte Andrejs Osokins einer der begehrtesten lettischen Pianisten. Aufgewachsen ist Andrejs Osokins in Riga, wo er auch den ersten Unterricht an der Lettischen Musikakademie bei seinem Vater erhielt. Seit seiner Aufnahme in das IPF Masters Management bespielt der Pianist in erstklassigen Debüts die wichtigsten europäischen Konzertsäle wie das Auditorium La Verdi in Mailand, die Berliner Philharmonie, die Alte Oper Frankfurt mit dem Orchester Kremerata Baltica im Rahmen des Festivals Internationaler Deutscher Pianistenpreis sowie eine Aufführung mit dem Latvian National Orchestra unter der Leitung von Maestro Vladimir Fedoseyev. Sein Repertoire reicht von Bach bis Gershwin und schließt neben den Klassikern Mozart und Beethoven, Chopin und Liszt auch Kammermusik von der Violinsonate bis zum Klavierquintett ein.
LUDWIG VAN BEETHOVEN Klaviersonate Nr. 23 f-Moll op. 57 „Appassionata“ (1805)
FRANZ LISZT „Petrarca-Sonett Nr. 104“ und „Dante-Sonate“ aus „Années de pèlerinage“ S. 161 (1849)
Seiner bemerkenswerten Zahl von Preisen, die der Pianist bereits als Jugendlicher einheimste, fügte Wataru Hisasue im Januar dieses Jahres zwei weitere wichtige hinzu: Da gewann der 22-jährige Japaner beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb in Berlin sowohl den Mendelssohn-Preis als auch den Deutschen Pianisten-Preis, der vom Internationalen Piano Forum Frankfurt vergeben wird. Hisasue überzeugt dabei die Jury nicht nur mit Mendelssohn und Liszt, sondern auch mit seiner Interpretation des Pflichtstückes, der Bach-Chaconne in der Bearbeitung für linke Hand von Johannes Brahms. Der aus Kyoto stammende Pianist kam 2013 an die Hochschule für Musik in Freiburg, wo er bei Prof. Gilead Mishory studiert. Inzwischen hat sich Hisasue bereits ein breites Repertoire erarbeitet, das von Bach über Liszt, Ravel und Debussy bis zu Anton Webern und Olivier Messiaen reicht.
ANTON WEBERN Variationen op. 27 (1936)
FRANZ LISZT Konzert-Paraphrase über „Rigoletto“ S. 434 (1859)
SERGEI PROKOFJEW Klaviersonate Nr. 7 B-Dur op. 83 (1942)
Nach erstem Unterricht an der Kunsthochschule Seoul und an der Nationalen Universität Seoul kam die koreanische Pianistin Yoonhee Yang 2007 an die Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin, wo sie bei Prof. Michael Endres und bei Prof. Fabio Bidini studierte. Nach ihrem Diplom 2011 wechselte die Pianistin nach Hamburg zu Prof. Jewgeni Koroliow, wo sie 2015 ihr Konzertexamen mit Auszeichnung bestand. Gleichzeitig gewann sie mehrere Preise bei internationalen Wettbewerben, so den 2. Preis beim 12. Internationalen Mozartwettbewerb in Salzburg 2016, den 1. Preis beim Verona International Competition (2014), den 1. Preis beim Elise Meyer Wettbewerb in Hamburg (2012), den 2. Preis (1. Preis wurde nicht vergeben) sowie den Chopin-Sonderpreis beim Premio Pecar in Gorizia/Italien (2010). Yoonhee Yang wurde zu vielen internationalen Musik-Festivals als Solistin und Kammermusikerin eingeladen, darunter nach Santander, Montepulciano und Salzburg.
FRANZ SCHUBERT Klaviersonate Nr. 20 A-Dur D. 959 (1828)
Einen ganz wichtigen Schritt auf der Karriereleiter machte der Italiener Filippo Gorini, als er im vergangenen Jahr den Internationalen Telekom Beethoven-Wettbewerb in Bonn gewann – als jüngster aller 150 Teilnehmer. Der erst 20-Jährige überzeugte die Jury vor allem mit seiner Interpretation später Klavierwerke Beethovens; darüber hinaus wurde Gorini auch mit zwei Publikumspreisen ausgezeichnet. Geboren nahe der norditalienischen Stadt Monza, erhielt der junge Filippo mit sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Seit 2009 studiert er am Konservatorium Gaetano Donizetti in Bergamo bei Maria Grazia Bellocchio. Einladungen führten den Pianisten bereits in viele Städte Italiens sowie nach Moskau, Warschau und London. Im März 2016 machte er eine Deutschland-Tournee mit der Klassischen Philharmonie Bonn, u.a. mit Konzerten in München, Nürnberg, Hannover, Hamburg und Bremen.
Abteilungsleiter Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt
Keine klassische Diplomatenkarriere: Heute Abteilungsleiter Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt, startete Dr. Andreas Görgen seine Laufbahn nach seinem Jura-Studium 1996 am Berliner Ensemble und war viele Jahre grenzüberschreitend zwischen Deutschland und Frankreich, zwischen Kultur und Industrie tätig. Nach einem Stipendium an der französischen Ecole Nationale d’Administration, wechselte er in den Bereich Filmfinanzierung der öffentlichen Hand. Es folgten Stationen als Referent im Leitungsstab des Staatsministers für Kultur und Medien, in der Europaabteilung im Bundeskanzleramt und im Auswärtigen Amt unter Bundesaußenminister Steinmeier. Mit Erfahrung und Verhandlungsgeschick im komplexen internationalen Umfeld folgten 2009 und 2011 Führungspositionen im Energiesektor bei Siemens Frankreich, bevor er wieder ins Team von Außenminister Steinmeier zurückkehrte.
Der russische Dirigent Anton Schaburow, geboren 1983 in Jekaterinburg, machte am dortigen Mussorgski-Konservatorium 2008 seinen Abschluss im Fach Dirigieren und studierte anschließend am Staatlichen Konservatorium in Moskau in der Klasse von Gennadi Roschdestwenski. 2013 gewann Schaburow den Ilja Musin-Dirigentenwettbewerb, ein Jahr später war er in Budapest erfolgreich. Schon 2009 übernahm er die Leitung des Globalis Symphonie-Orchesters in Moskau, 2011 kam das Symphonieorchester der Mussorgski-Konservatoriums in Jekaterinburg hinzu. Inzwischen kann Schaburow auf etwa 40 verschiedene Konzertprogramme verweisen, in denen auch Uraufführungen nicht fehlen. Darüber hinaus betreute er am Konservatorium Opernproduktionen wie Puccinis Gianni Schicchi, Orffs Die Kluge sowie Mavra und Die Nachtigall von Strawinski.
Der russische Bratscher Alexander Mitinski, Jahrgang 1984, erhielt seinen ersten Geigenunterricht an der berühmten Gnessin-Musikschule seiner Heimatstadt Moskau. Nach erfolgreichem Abschluss wechselte der 16-Jährige im Jahr 2000 an die Gnessin Musikakademie, wo er als Bratscher bei Eugen Stoklitzkaja, Juri Jurow und dem Ersten Bratscher des Kammerorchesters Rudolf Barschai, Wjatscheslaw Truschin, studierte. Sein Repertoire schließt Werke vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik ein. Mitinski trat schon mit vielen Orchestern, Streichquartetten und Kammermusikensembles auf; zu seinen Kammermusikpartnern zählten Michail Pletnjew, Justus Frantz, Julian Rachlin und Mischa Maisky. Seit 2010 leitet der Bratscher auch Meisterklassen in Italien, Kanada und den USA.
Konzertfantasie „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“ op. posth. (1867)
„Chorale Postlude“ für Viola und Orchester, in memoriam Rudolf Barschai (Uraufführung)
„Russische Ostern" op. 36 (1888)
Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“ (1893)
TV Nahostexperte und Grimme-Preisträger
Constantin Schreiber, geboren 1979, hat eines der außergewöhnlichsten journalistischen Profile in Deutschland. Neben seiner Arbeit als Moderator und Korrespondent für die Sender n-tv und RTL moderiert und produziert er mehrere erfolgreiche TV-Formate auf Arabisch im Nahen Osten. Er ist Herausgeber des internationalen Bestsellers 1000 Peitschenhiebe mit den Texten des saudischen Bloggers Raif Badawi. Seine Sendung Marhaba – Ankommen in Deutschland, die sich auf Arabisch an Flüchtlinge bei uns wendet, erregte großes Aufsehen im In- und Ausland. Für die Moderation der Sendung wurde er 2016 mit dem Grimmepreis ausgezeichnet. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete ihn daraufhin als den „deutschen Integrationsminister“.
Constantin Schreiber ist Jurist, volontierte bei der Deutschen Welle und war Reuters-Stipendiat an der Universität Oxford. Drei Jahre arbeitete er als TV-Journalist in Dubai und von 2009 bis 2011 im Auswärtigen Amt. Er spricht fließend Arabisch.
Der gebürtige Bremer Heiner Buhlmann, Jahrgang 1947, hat sich nach seinem Studium in den Fächern Klavier, Orgel, Oboe, Komposition und Dirigieren ganz der Förderung junger Musiker verschrieben. 1980 gründete er als Direktor der Bremer Musikschule das Jugendsinfonieorchester Bremen, das er 32 Jahre lang, bis zu seiner Pensionierung 2012, leitete. 1982 folgten das Universitätsorchester Oldenburg und die Jugendsinfonietta Bremen, 1999 das Internationale Jugendsinfonieorchester Bremen mit 200 jungen Musikern aus 23 Ländern. Mit diesen Ensembles unternahm Buhlmann zahlreiche Konzertreisen ins europäische und nichteuropäische Ausland. Seit vielen Jahren pflegt der Dirigent freundschaftliche Beziehungen zu Dr. Fawzy El-Shamy und dem Arab Youth Philharmonic Orchestra. Des weiteren gab er Schul- und Familienkonzerte mit den Bremer Philharmonikern und, gemeinsam mit seiner Frau Helga Warner-Buhlmann, Schulkonzerte mit dem Tonhalle-Orchester Zürich.
Die in Kairo geborene Mezzosopranistin Gala El Hadidi besuchte dort die deutsche Schule. Direkt nach dem Abitur erhielt sie ein Engagement am Opernhaus Kairo, wo sie in kleineren Rollen u.a. in Mascagnis Cavalleria rusticana, Menottis The Medium und Weills Dreigroschenoper auftrat. Parallel zum Gesang studierte sie Philosophie, Englisch und Vergleichende Literatur an der Amerikanischen Universität in Kairo. Später wechselte sie an die Yale University in den USA und absolvierte außerdem Meisterkurse bei Marilyn Horne, Teresa Berganza und Francisco Araiza. Inzwischen kann die erst 33-jährige Sängerin bereits auf eine sehr erfolgreiche Laufbahn zurückblicken: Seit 2010 ist sie an der Semperoper Dresden engagiert, zuerst im Jungen Ensemble, inzwischen im festen Ensemble. Hier hat Gala El Hadidi bereits sehr unterschiedliche Rollen wie die Rosina im Barbier von Sevilla, den Prinzen Orlofsky in der Fledermaus und den Cherubino in Figaros Hochzeit gesungen. Besonderen Erfolg erzielte mit Bizets Carmen, einer Rolle, über die sie auch ihre Magisterarbeit geschrieben hat.
„Sacrifice for Orchestra“ (Uraufführung)
„Mon cœur s’ouvre à ta voix” aus „Samson et Delilah” (1877)
„Fusion“ (2007, Deutsche Erstaufführung)
„Habanera“ und „Seguidilla“ aus „Carmen“ (1875)
Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73 (1877)
Schauspieler, Tatortkommissar
Darauf kann er stolz sein: Dietmar Bär, der „Freddy Schenk“ vom Kölner Tatort, wurde 2014 zum beliebtesten TV-Ermittler der Deutschen gewählt. Als Kommissar ist er seit 1997 im Kölner Tatort in über 60 Fällen im Einsatz und wurde 2000 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Gemeinsam mit Klaus J. Behrendt wurde er 2015 von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt.
Die Nähe zu den Menschen ist dem gebürtigen Dortmunder extrem wichtig. So oft wie irgend möglich steht der beseelte BVB-Fan in schwarz-gelbem Outfit im Stadion unter den Fans. Und ist im Alltag doch ziemlich anders als der polternde Dicke mit der Vorliebe für Currywurst, den er im Tatort gibt. Dietmar Bär, inzwischen Berliner, liest viel, hört Musik aller Stilrichtungen und hat sich zum Feinschmecker mit vegetarischen Neigungen entwickelt: „Für billigen Wein und schlechtes Essen bin ich zu alt“. Nicht zu alt ist er für ein umfangreiches soziales Engagement: Bär ist Mitglied des Vereins „pro futura“, der Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen eine Zukunftsperspektive zu bieten versucht. Und er setzt sich für das Wohl philippinischer Straßenkindern ein. Young Euro Classic unterstützt er nicht nur als Pate, sondern auch als Mitglied im Deutschen Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V.
Der 62-jährige estnische Dirigent Paul Mägi kann auf mehrere Jahrzehnte einer erfolgreichen Karriere als Konzert- und Operndirigent zurückblicken, die ihn zu einer der zentralen Figuren im Musikleben seines Landes gemacht hat. Schon 1978 gründete er das Estnische Radio-Kammerorchester, wirkte dann als Dirigent an der Estnischen Nationaloper und leitete als Chefdirigent das Lettische Nationale Symphonieorchester (Riga). Als Gastdirigent ist er vor allem in Schweden und anderen Ländern Skandinaviens aktiv, dirigierte aber auch namhafte Orchester in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und den USA. Seit 2011 ist Paul Mägi Musikdirektor des ältesten Theaters in Estland, des Vanemuine-Theaters in Tartu, wo er neben Opern wie Carmen, Werther und Eugen Onegin auch Neuproduktionen von Opern Eduard Tubins und Tauno Aints’ herausbrachte. Schon beim letzten Young Euro Classic-Konzert des Orchesters im Jahr 2005 stand Paul Mägi am Pult des Symphonieorchesters der Estnischen Musikakademie.
Die estnische Pianistin Marrit Gerretz-Traksmann zählt zu den wichtigsten Kammermusikerinnen ihres Landes. Vor allem mit dem Trio New Tallinn tritt sie in ganz Europa auf und feierte 2011 auch ihr US-Debüt mit einem Programm ihres Landsmanns Erkki-Sven Tüür. Ausgebildet an der Estnischen Musikakademie und der Sibelius Akademie in Helsinki, ist Marrit Gerretz-Traksmann auch als Solistin mit dem Estnischen Nationalen Symphonieorchester, der NDR Radiophilharmonie und dem Prager Radio-Symphonieorchester aufgetreten. Sie wirkte an Musikproduktionen des Estnischen Rundfunks sowie an mehreren CD-Produktionen mit, wo sie den Klavierpart in Vokalwerken ihrer Landsleute Veljo Tormis (Litany to Thunder), Toivo Tulev und Erkki-Sven Tüür (Oxymoron) übernahm.
"Mechanics of Flying" (Uraufführung)
“Lamentate” (2002)
Symphonie Nr. 2 h-Moll „Die Legendäre“ (1937)
ZDF Chefredakteur
Vom „Morgenmagazin“ über „WISO“ bis zum „aktuellen Sportstudio“ – als ZDF-Chefredakteur ist Peter Frey für diese und viele weitere Sendungen verantwortlich. Seit 2010 steht er in Mainz vor und hinter der Kamera. Am Rhein – in Bingen – wurde Frey auch geboren. Bevor er vor sechs Jahren hierhin zurückkehrte, lernte er nicht nur verschiedene Redaktionen der deutschen Medienlandschaft, sondern auch unterschiedlichste Orte dieser Welt kennen. Seit 1978 ist er, damals noch als Student der Politikwissenschaft, Pädagogik und Romanistik, journalistisch tätig, beim damaligen Südwestfunk sowie der Frankfurter Rundschau. Für das „heute-journal“ berichtete Frey u.a. aus Lateinamerika, Polen und Spanien. Weiter ging es nach Washington, wo er als ZDF-Korrespondent u.a. über den Golfkrieg berichtete. Zurück in Berlin baute er von 1992 bis 1998 das „ZDF-Morgenmagazin“ auf. Als Leiter der Hauptredaktion Außenpolitik des ZDF moderierte er u.a. das „auslandsjournal“. Reportagereisen führten ihn durch den Nahen Osten, Russland, die USA und Osteuropa. Auch als Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios beschäftigten ihn große Ereignisse: Er präsentierte zum Beispiel die Sondersendungen zu den Wahlen von Papst Benedikt XVI, Papst Franziskus oder von Barack Obama zum US-Präsidenten.
Als Chefdirigent der Deutschen Streicherphilharmonie schöpft Wolfgang Hentrich aus seiner lebenslangen Erfahrung als Orchestergeiger. Seit nunmehr zwei Jahrzehnten hat der 50-Jährige die Position des Ersten Konzertmeisters bei der Dresdner Philharmonie inne; zuvor hatte er dieselbe Position bereits als 21-Jähriger bei der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz übernommen. Nach dem Vorbild des legendären Wiener Konzertmeisters Willi Boskovsky dirigierte Hentrich seit 1999 zahlreiche Neujahrskonzerte mit beiden Orchestern. Außerdem leitet er das Philharmonische Kammerorchester Dresden, wirkt als Honorarprofessor für Violine an der Dresdner Musikhochschule und widmet sich mit besonderer Liebe speziellen Programmen für Kinder. Bei seinen CD-Produktionen ragen Orchesterwerke von Johann Strauß, Mozarts Violinsonaten und Kompositionen von Paganini für Violine und Gitarre heraus. Seit August 2013 ist Hentrich als Nachfolger von Michael Sanderling Chefdirigent der Deutschen Streicherphilharmonie.
Die gebürtige Koreanerin Yura Lee liebt das „Doppelleben“: Sie tritt sowohl als Geigerin wie auch als Bratscherin auf. Und sie teilt ihre Zeit auf zwischen den USA und Deutschland. In den USA, wo sie ab 1994 aufwuchs, debütierte die 14-Jährige in der Carnegie Hall, 2003 wurde sie zu einer Sommertournee von den New Yorker Philharmonikern unter Lorin Maazel eingeladen. 2008 gewann Yura Lee den Leopold-Mozart-Wettbewerb in Augsburg; es folgten weitere Auszeichnungen 2009 beim Joseph Joachim-Wettbewerb in Hannover und 2013 beim ARD-Wettbewerb in München (1. Preis im Fach Viola). Als vielgefragte Solistin und Kammermusikerin ist sie bei den namhaftesten Festivals wie Salzburg, Verbier, Ravinia und Marlboro aufgetreten. Zu ihren Partnern zählten András Schiff, Gidon Kremer, Leonidas Kavakos und Mitsuko Uchida. 2008 brachte Yura Lee zusammen mit Reinhard Goebel und der Bayerischen Kammerphilharmonie die CD Mozart in Paris heraus. Seit 2014 unterrichtet sie als Professorin an der Hochschule „Carl Maria von Weber“ in Dresden.
www.yuralee.com
Divertimento („Salzburger Symphonie“ Nr. 3) F-Dur KV 138
Adagietto aus der Symphonie Nr. 5 (1904)
Violakonzert im Stile von Johann Christian Bach c-Moll (1947)
Streicherserenade Es-Dur op. 6 (1892)
Dieter Rexroth gilt als einer der kreativsten Köpfe in der deutschen Musikszene. Er war von 1996 bis 2006 Intendant und Dramaturg der Rundfunkorchester und Chöre GmbH und des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin und holte in dieser Eigenschaft den inzwischen weltbekannten Dirigenten Kent Nagano nach Berlin, dessen Konzertprogramme er auch heute noch gestaltet. Zudem ist Dieter Rexroth seit der Gründung im Jahr 2000 Künstlerischer Leiter von Young Euro Classic und als solcher einer der Väter des äußerst erfolgreichen Festivals, das 2016 zum siebzehnten Mal stattfindet. Wichtige Stationen seiner Karriere waren die Leitung des Frankfurter Paul-Hindemith-Instituts sowie Positionen als Dramaturg und Programmverantwortlicher der Alten Oper Frankfurt. Er war Künstlerischer Leiter der „Frankfurt Feste“ (1986 bis 1994) und ist seit 2006 in gleicher Funktion für die „Kasseler Musiktage“ verantwortlich. Außerdem betreut er in ehrenamtlicher Rolle den „Felix Mendelssohn Hochschulwettbewerb“ der deutschen Musikhochschulen und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
An der Hochschule für Musik in Detmold hat sie einen Lehrauftrag im Aufbaustudiengang Musikvermittlung. In ihrer Arbeit als Medientrainerin vermittelt sie Künstlern und Wissenschaftlern, wie man im Interview eine gute Figur macht und seine künstlerischen Vorstellungen oder sein Expertenwissen verständlich vermittelt.
Das Projekt www.JungeReporter.eu hat sie über Jahre entwickelt, in diesen Journalistenakademien für junge Leute gibt sie ihre journalistischen Erfahrungen und ihre Faszination für ihren Beruf an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene weiter. Julia Kaiser leitet JungeReporter-Projekte bei zahlreichen Musikfestivals im In- und Ausland, darunter beim Kammermusikfest Lockenhaus, bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker und dem DAVOS FESTIVAL for young artists, bei Ultraschall Berlin, MaerzMusik und dem Musikfest Berlin.
Vom ersten Jahr an begleitet Julia Kaiser Young Euro Classic als Journalistin und freut sich, Ihre Eindrücke nun mit den Mitgliedern der Publikumsjury 2016 teilen zu dürfen.
Eintritt frei
Der Europäische Komponistenpreis wird im Rahmen von Young Euro Classic vom Regierenden Bürgermeister von Berlin ausgelobt.
Schauspielerin, Tatortkommissarin
Margarita Broich wurde 1960 in Neuwied geboren. Nachdem sie drei Jahre lang Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund studierte, arbeitete sie als Theaterfotografin am Schauspielhaus Bochum unter der Intendanz von Claus Peymann, was sie zu Ihrem Schauspielstudium an der Hochschule der Künste in Berlin inspirierte. Ihr erstes Engagement führte sie 1987 ans Schauspielhaus Frankfurt, danach spielte sie u.a. am Deutschen Theater, am Schillertheater, dem Berliner Ensemble, am Maxim-Gorki-Theater, an der Volksbühne Berlin und bei den Salzburger Festspielen. Sie arbeitete mit renommierten Regisseuren wie Heiner Müller, George Tabori, Einar Schleef und dem 2010 verstorbenen Christoph Schlingensief zusammen. Von 1991-2002 war sie Mitglied des Berliner Ensembles. Neben Ihren Theater- , Film- und Fernsehrollen arbeitet Sie auch immer wieder als Fotografin. Über Ihre Hauptrolle als Hauptkommissarin Anna Janneke im Tatort Frankfurt freut sie sich besonders: „Dieses deutsche Kleinod hat eine lange Tradition, und natürlich ist es toll, wenn man dann in dieser großen Kette auf einmal so eine Perle sein darf.“
Der mexikanische Dirigent Sergio Cárdenas ist seit 2005 Professor an der Nationalen Universität Mexikos (UNAM) in Mexiko City und zugleich Künstlerischer Leiter des Symphonieorchesters der Musikfakultät. 2015 erhielt er den Auftrag zum Aufbau eines Lehrstuhls für den Studiengang „Dirigieren“ an der UNAM. Geboren 1951 in Ciudad Victoria, studierte er Chorleitung am Westminster Choir College in Princeton, New Jersey (USA) und Dirigieren am Salzburger Mozarteum. Dort leitete Cárdenas nach Beendigung seines Studiums auch das Hochschulorchester, bevor ihn seine weitere Karriere in viele Länder Europas und Lateinamerikas, aber auch nach Ägypten und Taiwan führte. Seit einigen Jahren feiert Cárdenas darüber hinaus als Komponist vielbeachtete Erfolge, so mit der Komposition „The Flower is a Key (A Rap for Mozart)“, das von den „12 Cellisten der Berliner Philharmoniker“ in Auftrag gegeben und unter Mitwirkung von Sir Simon Rattle als Rapper auch auf CD eingespielt wurde.
1987 in Mexiko-Stadt geboren, erhielt der Tenor Alan Pingarrón seine Gesangsausbildung ab 2003 an der Musikfakultät der UNAM in seiner Heimatstadt. Mehrfach war er bei Gesangswettbewerben erfolgreich, so beim Wettbewerb Francisco Araiza und beim Opernwettbewerb „Las voces del Bicentenario” (Die Stimmen der Zweihundertjahr-Feier). Pingarrón ist mit allen wichtigen Orchestern und bei allen bekannten Klassikfestivals in Mexiko aufgetreten. Sein Repertoire reicht von den Tenorpartien in geistlichen Werken wie dem Mozart-Requiem, dem Verdi-Requiem und Händels Messias bis zu Opernpartien von Mozart, Donizetti und Puccini.
Als Künstler tummelt sich Luis Gerardo Villegas auf vielen verschiedenen Feldern: Er arbeitet vor allem als Orchester- und Chordirigent, wobei er mit diversen Ensembles in Nord- und Mittelamerika, aber auch in China aufgetreten ist. Darüber hinaus widmet er sich der Regie, so als Künstlerischer Leiter bei verschiedenen Disney-Produktionen. Nicht zuletzt tritt er als Schlagzeuger und auch – vor allem in der Zusammenarbeit mit Sergio Cárdenas – als „sinfonischer Rapper“ auf.
Akademische Fest-Ouvertüre c-Moll op. 80 (1881)
„Cielo e mar“, Arie aus „La Gioconda“ (1876)
„Come un bel dì di maggio“, Romanze aus „Andrea Chénier“ (1896)
„E lucevan le stelle“, Arie aus „Tosca“ (1900)
Walzer „Sobre las Olas“ (1888, arr. Manuel Enríquez)
„Gratia plena“ (1926, arr. Sergio Cárdenas)
„Dime que sí“ (1936)
„The Flower is a Key“ (A Rap for Mozart) (2005)
Symphonie Nr. 4 „Cora“ (1942, Deutsche Erstaufführung)
Der mexikanische Dirigent Sergio Cárdenas ist seit 2005 Professor an der Nationalen Universität Mexikos (UNAM) in Mexiko City und zugleich Künstlerischer Leiter des Symphonieorchesters der Musikfakultät. 2015 erhielt er den Auftrag zum Aufbau eines Lehrstuhls für den Studiengang „Dirigieren“ an der UNAM. Geboren 1951 in Ciudad Victoria, studierte er Chorleitung am Westminster Choir College in Princeton, New Jersey (USA) und Dirigieren am Salzburger Mozarteum. Dort leitete Cárdenas nach Beendigung seines Studiums auch das Hochschulorchester, bevor ihn seine weitere Karriere in viele Länder Europas und Lateinamerikas, aber auch nach Ägypten und Taiwan führte. Seit einigen Jahren feiert Cárdenas darüber hinaus als Komponist vielbeachtete Erfolge, so mit der Komposition „The Flower is a Key (A Rap for Mozart)“, das von den „12 Cellisten der Berliner Philharmoniker“ in Auftrag gegeben und unter Mitwirkung von Sir Simon Rattle als Rapper auch auf CD eingespielt wurde.
1987 in Mexiko-Stadt geboren, erhielt der Tenor Alan Pingarrón seine Gesangsausbildung ab 2003 an der Musikfakultät der UNAM in seiner Heimatstadt. Mehrfach war er bei Gesangswettbewerben erfolgreich, so beim Wettbewerb Francisco Araiza und beim Opernwettbewerb „Las voces del Bicentenario” (Die Stimmen der Zweihundertjahr-Feier). Pingarrón ist mit allen wichtigen Orchestern und bei allen bekannten Klassikfestivals in Mexiko aufgetreten. Sein Repertoire reicht von den Tenorpartien in geistlichen Werken wie dem Mozart-Requiem, dem Verdi-Requiem und Händels Messias bis zu Opernpartien von Mozart, Donizetti und Puccini.
Als Künstler tummelt sich Luis Gerardo Villegas auf vielen verschiedenen Feldern: Er arbeitet vor allem als Orchester- und Chordirigent, wobei er mit diversen Ensembles in Nord- und Mittelamerika, aber auch in China aufgetreten ist. Darüber hinaus widmet er sich der Regie, so als Künstlerischer Leiter bei verschiedenen Disney-Produktionen. Nicht zuletzt tritt er als Schlagzeuger und auch – vor allem in der Zusammenarbeit mit Sergio Cárdenas – als „sinfonischer Rapper“ auf.
Das Orquesta Sinfónica „Estanislao Mejía“ (Mexiko) lädt zur öffentlichen Generalprobe mit Ausschnitten aus dem Abendprogramm. Moderation auf Deutsch: Sergio Cárdenas.
Viviane Hagner, die künstlerische Leiterin von Krzyżowa-Music, gehört zu den profiliertesten Musikerinnen ihrer Generation. Seit ihrem Debut als Dreizehnjährige mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta ist sie bei den großen Orchestern der Welt zu Gast, wie den Berliner Philharmonikern, den New Yorker Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra oder dem Leipziger Gewandhausorchester. Sie ist regelmäßige Teilnehmerin von Marlboro Music und war als „Artist in Residence“ des Konzerthauses Berlin und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern als „Preisträgerin-in-Residence“ zu erleben. Sie lehrte ab 2009 als Professorin für Violine an der Universität der Künste Berlin und ist seit 2013 Geigenprofessorin an der Musikhochschule Mannheim.
Der junge spanische Klarinettist Pablo Barragán gewann neben dem Prix Credit Suisse Jeunes Solistes Preis 2013 auch andere internationale Preise wie den ARD Musikwettbewerb 2012. Seit 2007 spielt Pablo Barragán im West-Eastern Divan Orchestra mit und arbeitet mit Maestro Daniel Barenboim zusammen. Pablo Barragán studierte am Conservatorio Superior de Música Manuel Castillo in Sevilla bei Antonio Salguero und mittels der Barenboim-Said Stiftung bei Matthias Glander. Heute ist er Stipendiat der Fundación Caja Madrid und studiert an der Musik-Akademie Basel bei François Benda.
Der schwedische Cellist Torleif Thedéen war während der letzten 25 Jahre Solist bei fast allen bedeutenden Orchestern der Welt und musiziert als leidenschaftlicher Kammermusiker ebenso weltweit in den wichtigsten Konzertsälen und ist Gast so renommierter Festivals wie in Schleswig-Holstein, Salzburg, Utrecht, Dubrovnik, Helsinki, Kuhmo, Bath, Bordeaux, Bergen, dem Prager Frühling und dem Verbier Festival. Er hat alle Cello-Werke von Schnittke, Brittens drei Solo-Suiten sowie die Cellokonzerte von Dvořák, Lalo, Schumann, Elgar, Saint-Saëns, Kabalewski, Bloch, Kokkonen, Schostakowitsch, Lutosławski und Penderecki bei verschiedenen Labels eingespielt. Seine Aufnahmen der Solo-Suiten von J. S. Bach wurden weltweit gewürdigt (BBC „Editor‘s Choice“).
Die 21-jährige polnische Violinistin Ania Filochowska studiert zurzeit am Curtis Institute in Philadelphia bei Aaron Rosand und Pamela Frank.
Ihr Solo Debüt machte sie bereits im Alter von 10 Jahren mit dem Symphonieorchester von Rybnik in Polen und seitdem gastiert sie als Solistin bei vielen Orchestern der Welt. Im Alter von 15 Jahren spielte Ania Filochowska für Zubin Mehta in der Avery Fisher Hall in New York. Sie arbeitete als Kammermusikerin mit Musikern wie Meng-Chieh Liu, Paul Katz und Ralph Kirschbaum zusammen und musiziert außerdem gerne mit ihrem Bruder Piotr, der auch am Curtis Institute of Music studiert.
Der herausragende junge Pianist Adam Golka hat polnisch-amerikanische Wurzeln. Er hat bereits mit zahlreichen Orchestern zusammengespielt sowie diverse Solo-Rezitals in renommierten Häusern wie dem Lincoln Center in New York oder dem Concertgebouw in Amsterdam gegeben. Er begann sein Klavierstudium bei seiner Mutter Anna Golka und Dariusz Pawlas. Später studierte er bei José Feghali, einem seiner einflussreichsten Lehrer, wie Golka selbst sagt. Am Peabody Conservatory nahm Adam Golka Unterricht bei Leon Fleischer und heute ist er Artist-in-Residence am College of the Holy Cross in Worcester, Massachusetts.
Die aus Vancouver stammende junge Bratschistin Eleanor Kendra James begann vierjährig mit dem Geigenspiel und wechselte vierzehnjährig zur Bratsche. An der renommierten Colburn School in Los Angeles studierte sie bei Paul Coletti und später an der Yale University bei Ettore Causa. Nach dem Gewinn des 1. Preises der „Shean String Competition“ in Edmonton hatte sie viele Soloauftritte mit Sinfonieorchestern in Amerika. Als leidenschaftliche Kammermusikerin musizierte sie bereits mit so ausgezeichneten Partnern wie Ani Kavafian und Paul Neubauer und wurde von Michael Tree, Pinchas Zukerman und Alfred Brendel gecoacht. Sie nahm an vielen bedeutenden Sommerfestivals in Amerika, Europa und China teil, zum Beispiel dem Zermatt Festival, dem Menuhin Festival in Gstaad, dem Sarasota Music Festival, sowie bei Music@Menlo und Krzyżowa-Music. Zurzeit schließt sie ihre Studien bei Nils Mönkemeyer in München ab.
Die Berlinerin Nadja Reich war von 2003 bis 2012 Jungstudentin an der Universität der Künste Berlin, wo sie von Matias de Oliveira Pinto und von Jens Peter Maintz unterrichtet wurde. Seit September 2013 studiert sie bei Thomas Grossenbacher an der Zürcher Hochschule der Künste. Nadja Reich wurde eingeladen zu Festivals wie dem Kyoto International Students‘ Festival, dem Musikalischen Sommer in Ostfriesland, Norsjø Kammermusikkfest, Valdres Sommersymfoni, oder dem Young Prague Festival. Seit 2012 ist Nadja Reich Stipendiatin der Musikakademie Liechtenstein und seit 2014 wird sie von der Stiftung Lyra unterstützt.
„Ouvertüre über hebräische Themen“ op. 34 (1919)
Quartett für Klarinette, Violine, Viola und Violoncello (1993)
Suite für Klarinette, Violine und Klavier aus „L’Histoire du soldat“ (1917/1919)
Klavierquintett f-Moll, op. 34 (1865)