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Der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter erwägt weitere juristische Massnahmen gegen seine von der Weltfussballverband FIFA verhängte Sperre von sechs Jahren.
"Im Moment habe ich keine rechtlichen Schritte eingeleitet", sagte der 81-jährige Walliser der Deutschen Presse-Agentur. "Aber nachdem ich Informationen und Beweise im Zusammenhang mit der Suspension erhalten habe, ist es mein Ziel, den Entscheid der Ethikkommission zu hinterfragen."
Blatter war Ende Dezember 2015 wegen einer dubiosen Millionenzahlung an den ehemaligen UEFA-Chef Michel Platini aus dem Jahr 2011 zunächst für acht Jahre von der FIFA-Ethikkommission von allen Aktivitäten rund um den Fussball ausgeschlossen worden. Die Berufungskommission des Weltverbandes reduzierte die Sperre später auf sechs Jahre, mit Verweis auf die aus ihrer Sicht grossen Verdienste des langjährigen Präsidenten.
Blatter bestreitet ein Fehlverhalten, sein Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS scheiterte jedoch Ende 2016. Die Schweizer Bundesanwaltschaft in Bern hatte in dieser Causa im September 2015 ein Strafverfahren gegen ihn wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung eröffnet.
Der ebenfalls gesperrte Platini ficht seine Sperre vor dem Europäischen Menschenrechtshof in Strassburg an. Der Franzose will mit dem Schritt seinen Namen reinwaschen können.
SDA-ATS