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|Duyne Barenstein, Jennifer

Ethnologie der Katastrophen II
Proseminar
Di 10.1512
Die Rolle globaler Akteure in der Katastrophenbewältigung
Katastrophen können definiert werden als Scheitern von Anpassungs- und Coping-Strategien (Bewältigungsstrategien) einer Gesellschaft oder Gemeinschaft und als zerstörerische Ereignisse, von denen sich die betroffenen Menschen ohne externe Unterstützung nicht erholen können. Dies bedeutet, dass in den Wiederaufbauprozess neben der lokalen Bevölkerung in der Regel multiple Akteure involviert sind, wie Staat, multilaterale Entwicklungsorganisationen (z. B. Weltbank, UNHCR, Unicef), bilaterale Organisationen (z. B. DEZA), nationale und internationale NGOs (z. B. IFRC, Caritas, Oxfam). In diesem Proseminar werden wir die Katastrophenkonzepte dieser Organisationen sowie ihre Strategien im Kontext von Wiederaufbau nach Katastrophen kritisch beleuchten. Anhand anthropologischer Fallstudien und konkreter Wiederaufbauprojekte werden wir die Definitionen von Katastrophen und Erklärungsmuster von humanitären Organisationen, ihren Umgang mit dem jeweiligen sozio-kulturellen operativen Umfeld sowie ihre Wiederaufbaustrategien analysieren und versuchen, ihre direkten und indirekten Ziele zu identifizieren.
Die Veranstaltung schliesst insofern an das Proseminar «Anthropology of Disasters I» an, als eine Verknüpfung zwischen den wichtigsten sozialwissenschaftlichen Theorien zu Katastrophen und den Konzepten und Strategien internationaler Organisationen hergestellt werden wird. Das Proseminar kann aber auch von Studierenden besucht werden, die das PS I im SS 2006 nicht verfolgt haben. Wer das PS I besucht hat, kann sich das PS II als Seminar anrechnen lassen.
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