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Levomethadon und Haloperidol beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Methadon wird insbesondere bei höheren Dosierungen mit QT-Zeit-Verlängerung und selten auch Torsades de pointes in Verbindung gebracht. Methadon ist ein moderater Hemmer von CYP2D6, welches am Abbau von Haloperidol beteiligt ist. In Kombination sind erhöhte Haloperidolkonzentration denkbar.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Gemäss Schweizer Fachinformation wurden in Pharmakokinetik-Studien geringe bis mässig erhöhte Haloperidol-Konzentrationen beobachtet, wenn Haloperidol zusammen mit Arzneimitteln verabreicht wurde, die als Substrate oder Inhibitoren der CYP 3A4 oder CYP 2D6-Isoenzyme bekannt sind.
Empfehlung
Die Kombination sollte vermieden werden. Falls zwingend erforderlich, sind regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie erforderlich. Die Serumelektrolyte sind zu kontrollieren und hochnormal einzustellen (Serumkalium, -magnesium). Kommt es unter der Therapie zu einem Anstieg der QTc-Zeit auf über 500ms oder um 60ms im Vergleich zur Baseline, sollte eine Therapieumstellung vorgenommen werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung am 29.05.2018