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Beschreibung
Im Kriegsjahr 1940 kaufte Léon Nony das Château Garraud in Néac, ein damals heruntergewirtschaftetes Anwesen aus dem 19. Jahrhundert aus dem Besitz der Aristokratenfamilie Kermartin. Doch den Umständen jener Zeit entsprechend hatte Nony zunächst keine Chance, seine Pläne zu realisieren und sich um den Weinbau zu kümmern; erst einige Jahre später begann der systematische Anbau neuer Rebstöcke und die Wiederaufnahme der Produktion. Sein Werk vollendeten 1959 sein Sohn Michel und sein Enkel Jean-Marc Nony, der heute mit seiner Frau Giroflée der Chef des Hauses ist. Neben dem Château Garraud gehören auch das Château Treytins und das Château l’Ancien zum Unternehmen, beides Namen von hoher Appellations-Prominenz und mit begrenzter Produktion, was diese Weine allesamt zu gesuchten Raritäten macht.
Der Merlot und der Cabernet Franc wachsen auf der Pomerol-Hochebene um Néac auf Lehmboden, teils auch auf Kies und reinem Kies. Die Ausdünnung von Trauben (»grüne Lese«) und Blättern gehört zur traditionellen Arbeit wie die Ernte und Selektion
des Leseguts von Hand; der dadurch limitierte Ertrag ergibt etwa 80.000 Flaschen pro Jahr, selten mehr. Mindestens 18 Monate reift der Wein nach der ersten Gärung in Eichenfässern.
Die für diese Region ungewöhnlich schweren Fröste der Winter 1956 und 1985 machten eine gänzliche Neupflanzung notwendig. »Die dadurch verursachten Ausfälle und die Investitionen haben uns so weit zurückgeworfen, dass es einem Neuanfang gleichkam,« sagt Jean-Marc Nony. Hinzu kam die Notwendigkeit, die gesamte Kellertechnik auf den neuesten Stand zu bringen, dies erfolgte 1989. Die modernen Keller sind groß genug, um vier bis fünf Jahrgänge einzulagern; die Kapazität ist auf mehr als eine halbe Million Flaschen ausgelegt. Auch die Wirtschaftsgebäude sind neu und modern; den Besucher erwartet hier also kein feudalistisches Nostalgie-Ambiente oder klassizistisches Kulissenwer