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Manuela Keller-Schneider, Sabine Weiß und Ewald Kiel
Ein Vergleich von Berufswahlmotiven zwischen deutschen und schweizerischen Lehramtsstudierenden und die Bedeutung von länderspezifischen Bedingungen
Die vorliegende Studie hat zum Ziel, Lehramtsstudierende zweier Länder (Deutschland, Bayern und der Schweiz, Kanton Zürich) sowie zweier Schulstufen (Primar- und Sekundarstufe I) auf ihre Berufswahlmotive hin zu vergleichen. Mit Hilfe von Faktorenanalysen wurde eine Faktorenstruktur entwickelt, die für varianz-
analytische Vergleiche zwischen den untersuchten Gruppen sowie zwischen den clusteranalytisch gebildeten Typen genutzt wird. Intrinsische Motive, insbesondere die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, werden von den Lehramtsstudierenden als wichtiger angesehen als extrinsische Motive. In den Ausprägungen zeigen sich jedoch Unterschiede zwischen den untersuchten Gruppen. In den über die Berufswahlmotive clusteranalytisch identifizierten Typen schlagen sich länder- und schulstufenspezifische Faktoren nieder. Insbesondere in den extrinsischen und fehlenden Motiven zeigen sich Ländereffekte. Die Ergebnisse der Studie verweisen auf die Wichtigkeit, Erkenntnisse bezüglich der Motive von Lehramtsstudierenden nicht nur auf der individuellen Ebene, sondern auch in Hinblick auf spezifische Kontextbedingungen zu interpretieren.
Schlagworte: Lehramt, Berufswahlmotive, Kontextbedingungen, Anstellungsbedingungen, Typenbildung