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Über die Frage der Macht der Gedanken streiten sich die Geister. Ist das alles esoterischer Humbug? Oder kannst du deine Gedankenkraft nutzen, um glücklicher, erfolgreicher und gesünder zu werden?
Die Macht deiner Gedanken.
Ein bekanntes Experiment in der Quantenphysik ist das Doppelspalt-Experiment. Quanten, kleinste Teilchen der Materie ändern ihr Verhalten. Mal verhalten sie sich als Wellen und mal als Teilchen. Ganz spannend ist, dass dies vom Beobachter abhängig ist. Willst du es genauer wissen, dann empfehle ich dir folgendes Video (Dauer 4.53 Sek).
Das heisst, dass der Beobachter einen Einfluss auf das Geschehen hat. Dies ist ein kraftvoller Gedanke, der längst nicht mehr als esoterisch gilt. Wissenschaftliche Arbeiten werden deshalb oft dreifach blind aufgegleist, damit das Ergebnis unverfälscht ist.
Der Placebo-Effekt.
Die Macht der Gedanken ist auch in der Medizin angekommen. Forschungen belegen, dass die Erwartungshaltung des Patienten über die Wirksamkeit eines Medikaments ein wichtiger Faktor ist. Dies wird gezielt eingesetzt.
Placebo's sind Medikamenten ohne Wirkstoff, so genannte Scheinmedikamente. Das Wort Placebo kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "ich werde gefallen".
Wissenswert ist das bildgebende Verfahren beweisen, dass dank dieser "Einbildung" körpereigene Opiate oder Hormone ausschüttet werden. So zu sagen wird die eigene Chemiefabrik aktiviert.
Einige Beispiele:
- Im ersten Weltkrieg bekamen schwerverletzte Soldaten Kochsalz-Injektionen statt Morphium, weil sich die Vorräte dem Ende neigten. Sie beruhigten sich deutlich nach Gabe der Spritzen. Sogar Operationen waren möglich.
- Patienten mit Parkinson produzieren zu wenig Dopamin. In einer Studie der University of Britisch Columbia hat man den Teilnehmern ein scheinbar hochwirksames Medikament zur Verbesserung ihrer motorischen Fähigkeiten gespritzt. Rund 50% der teilnehmenden Parkinson Patienten konnten nachher ihre Motorik besser steuern. Das bildgebende Verfahren zeigte, dass diese Teilnehmer bis zu 200% mehr Dopamin produziert hatten, als die Vergleichsgruppe.
- Es gibt sogar Scheinoperationen. Im Jahr 2002 publizierte ein texanisches Chirurgen Team in the New England Journal of Medicine die Resultate einer arthroskopischen Knieoperation. Die Gruppe bestand aus 180 Teilnehmern. Ein Drittel hatte nur eine Scheinoperation (lediglich 3 Schnitte im Knie). Allen Teilnehmern ging es gleich gut, sowohl nach 1 Jahr wie nach 2 Jahren, objektiv und subjektiv!
Negative Gedanken haben ebenfalls eine Wirkung.
Die Medizin redet hier vom Nocebo-Effekt. Nocebo, ebenfalls aus dem Lateinischen bedeutet "ich werde schaden".
Der Fall vom depressiven Derek Adams ist ein Beispiel dieser krankmachenden Wirkung. Er nahm an einer Studie über ein Antidepressivum teil. Was er nicht wusste war, dass er ein Placebo Medikament bekommen hatte.
Als seine Freundin die Beziehung beendete, wollte er sich das Leben nehmen. Er nahm seine restlichen Pillen und entwickelte alle Nebenwirkungen des Beipackzettels. Im Spital hatten die Ärzte Mühe ihn zu stabilisieren bis sie erkannten, dass er nur ein Scheinmedikament aus Milchzucker bekommen hatte. Nach der Aufklärung verschwanden seine Symptome schnell.
Wie kannst du die Macht deiner Gedanken nutzen?
Wichtig ist es zu wissen, dass Erinnerungen und Einbildungen im Gehirn die gleichen Bilder und Substanzen auslösen, wie die wirkliche Erfahrung. Das kannst du bewusst einsetzen.
1. Welchen inneren Dialog führst du mit dir selbst?
Überprüfe, wie es um deine Erwartungshaltung steht. Bist du zuversichtlich oder erwartest du Schlimmes? Welche Glaubenssätze hast du? Denke ausserhalb deines Rahmens, dann wirst deine Grenzen erweitern können. Von Albert Einstein stammt folgendes Zitat
Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.
Mehr dazu in meinem Blog "Ein neuer Weg, um deine Schmerzen wirksam zu reduzieren".
2. Schreibe deine persönliche positive Affirmation.
Eine Affirmation ist ein selbstbejahender Satz, den wir uns selbst wieder und wieder sagen, um unsere Gedanken umzuprogrammieren. Es ist hilfreich, um auf neue Gedanken zu kommen, da das Gehirn gerne in alten Bahnen denkt. Mehr dazu in diesem Blog.
Eine Affirmation ist eine Gratwanderung zwischen der Realität ins Auge schauen und sich aufbauende Sätze zu sagen. Was bringen aufbauende Sätze, wenn du sie nicht glaubst. Der erste Schritt ist das Anerkennen was ist.
Emile Coué, ein französischer Apotheker und Psychotherapeut, beschrieb als Erster die Anwendung der Autosuggestion, nachdem er festgestellt hatte, dass sie weit besser wirkte als all die Pillen, die er auf ärztliche Verordnung seinen Kunden abgab.
Auch Louise Hay hat viele Bücher über die Wirkung positiver Gedanken und Affirmationen geschrieben.
Wenn du dir eine Affirmation schreibst, spüre nach wie es sich anfühlt. Merkst du innere Widerstände in dir, dann ist es wichtig diese Sätze anders zu formulieren. Ein optimaler unterstützender Satz zu kreieren ist eine Kunst für sich. Ich helfe dir gerne dabei.
3. Was willst du wirklich?
Hinterfrage deine Ziele und Absichten. Es genügt nicht zu wissen, was du nicht willst! Bei Affirmationen geht es darum, das zu formulieren, was du willst. Anstelle von "ich will nicht krank sein" sich zu sagen " ich bin gesund".
Allerdings wirst du nicht wirklich glauben, dass du gesund bist, wenn du dich absolut mies fühlst. Berücksichtige deshalb den Weg zur Gesundung und sage dir zum Beispiel "mit jedem Atemzug werde ich immer gesünder und gesünder".
4. Handle entsprechend!
Jetzt sagst du dir seit längerer Zeit, dass du immer gesünder wirst. Allerdings hast du deinen Lebenswandel nicht geändert. Du bewegst dich kaum, isst nur Fastfood und ärgerst dich am Laufmeter. Da werden alle guten Sätze keine positive Änderung herbeiführen.
Affirmationen ersetzen in keinerlei Art und Weise medizinisches Fachpersonal. In diesem Blog beschreibe ich, wie deine Worte und Taten übereinstimmen sollten, um wirksam zu sein.
5. Gute Gefühle haben eine grosse Wirkung.
Die Wirksamkeit deiner Affirmation ist grösser, wenn du dir dreidimensional, das heisst mit allen Sinnen vorstellen kannst, wie es sich anfühlt.
Bleiben wir nochmals bei der Aussage "mit jedem Atemzug werde ich immer gesünder und gesünder", dann stell dir vor, wie du dich fühlen willst, am Morgen wenn du aufstehst. Oder wie du dich freust, wenn dein Arzt total überrascht ist über deine Fortschritte.
Nimm jetzt bewusst deine Dankbarkeit wahr, weil du dich wieder gut und gesund fühlst. Dankbarkeit harmonisiert deinen Herzrhythmus und wirkt sich positiv auf deine Gesundheit aus. Weitere Info über Dankbarkeit findest du hier.
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Fazit:
Die Macht deiner Gedanken zu nutzen fängt an, mit bewusst wahrzunehmen, welchen inneren Dialog du führst. Dann gestaltest du eine positive Affirmation und fühlst in dich hinein, ob diese Worte dir gut tun.
Wichtig ist dabei zu berücksichtigen, dass du das formulierst was du erreichen willst und nicht das was du nicht haben möchtest. Gute Gedanken und entsprechende Handlungen zusammen führen zum Ziel.
Wenn du das Ganze noch verbindest mit positiven Gefühlen hast du eine viel grössere Wirkung.