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Der Schweizer Aussenhandel läuft wie geschmiert. Importe und Exporte legten im ersten Quartal dieses Jahres im Gleichschritt äusserst schwungvoll zu, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD mitteilte.Dieser Inhalt wurde am 27. April 2000 - 10:23 publiziert
Der Schweizer Aussenhandel läuft wie geschmiert. Importe und Exporte legten im ersten Quartal dieses Jahres im Gleichschritt äusserst schwungvoll zu, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) am Donnerstag (27.04.) mitteilte. Im Handel mit der EU seien Zeichen einer Wachstumsbeschleunigung klar erkennbar.
Die Exportindustrie steigerte gemäss der Aussenhandelsstatistik die Ausfuhren in den ersten drei Monaten innert Jahresfrist nominal um 13,9 Prozent auf 30,6 Mrd. Franken. Die Importe stiegen um 13,8 Prozent auf 31 Mrd. Franken.
Teuerungsbereinigte Zahlen lagen nicht vor, da die Arbeit zur Neuberechnung des Aussenhandelsindex noch nicht abgeschlossen sei. Im vergangenen März wurde der Schwung im Vergleich zum Januar und Februar gebremst. Die Importe nahmen im Vorjahresvergleich um 6,9 Prozent zu, die Exporte um 8,3 Prozent.
Nach dem ersten Quartal beträgt das Defizit in der Handelsbilanz 386 Mio. Franken, 7,4 Prozent mehr als Ende des ersten Quartals 1999. Auffällig ist das Minus von 1,53 Mrd. Franken unter Einbezug des Handels mit Edelmetallen, Edel- und Schmucksteinen sowie Kunst und Antiquitäten. Bedingt sei dies vor allem durch die Einfuhrverzollung von Palladium aus Russland ab Zollfreilager, schrieb das Finanzdepartement.
Handel mit der EU hinkt Entwicklung nach
Bei den Exporten wurde das hohe nominale Wachstum des Schlussquartals 1999 laut EFD im ersten Quartal fortgesetzt. Arbeitstagbereinigt betrug das Wachstum immer noch 10,4 Prozent. Nach Branchen betrachtet, legten die Präzisionsinstrumente, die Metallindustrie sowie die Maschinen- und Elektronikindustrie am stärksten zu.
Zur Spitzengruppe gehören auch die Uhrenindustrie und die Chemische Industrie, wo allerdings die Talfahrt im Agrobereich anhielt. Unterdurchschnittlich nahmen die Ausfuhren der Papier- und Grafischen Industrie, der Textilindustrie sowie der Nahrungs- und Genussmittelindustrie zu. Als Folge des Sturmes "Lothar" stiegen die Exporte von Rohholz um mehr als die Hälfte auf 492'130 Tonnen im Wert von 60,7 Mio. Franken.
Geographisch gesehen wuchs der Versand nach den Regionen ausserhalb Westeuropas kräftiger als jener in die EU. Die Ausfuhren in die Transformationsländer stiegen um fast 30 Prozent, jene in die Schwellenländer um 25,2 Prozent und jene in die Entwicklungsländer um 15,3 Prozent. Hervorgehoben werden markante Mehrlieferungen nach Russland, China und Polen.
Der Verkauf in den Industrieländern stieg um 11,7 Prozent. Zwar wurde in den USA und in Kanada ein Viertel beziehungsweise vier Fünftel mehr Umsatz erzielt als vor Jahresfrist. Die Exporte in die EU legten aber mit 8,7 Prozent unterdurchschnittlich zu, jene nach Deutschland, dem wichtigsten Schweizer Handelspartner, wurden um fast zehn Prozent gesteigert.
Importseitig war das nominale Wachstum im ersten Quartal noch höher als jenes, das im zweiten Semester 1999 registriert wurde. Selbst Arbeitstagbereinigt resultierte laut EFD noch eine Zunahme von 10,3 Prozent. Nach Verwendungszweck betrachtet, wurden in sämtlichen Gruppen mehr Güter eingeführt.
Der Bedarf an Rohstoffen und Halbfabrikaten stieg wertmässig um 19 Prozent, jener an Investitions- und Konsumgütern um 7,9 beziehungsweise 9,4 Prozent. Bei den Energieträgern war das nominale Importwachstum von 99,6 Prozent aber vor allem durch Preiserhöhungen bedingt.
swissinfo und Agenturen
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