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Glossar
|Begriff||Definition|
|Lehrmittelplanung||

Die Lehrmittelplanung, d.h. die Ablösung überholter und die Einführung neuer Lehrmittel, ist eine permanente Aufgabe der Kantone. Die ilz unterstützt die Planung der Kantone durch verschiedene Massnahmen: Sie bietet ein Netzwerk für den regelmässigen Austausch, sie erstellt Grundlagenberichte als Hintergrund (z.B. den Bericht «Die Lehrmittelsituation in den Fachbereichen im Hinblick auf die Einführung des Lehrplans 21») und stellt mit ameglia eine Planungssoftware zur Verfügung, mit der die Bedürfnisse der Kantone mit der Planung der öffentlichen und privaten Lehrmittelverlage verknüpft wird.
|Lehrmittelstatus||

Unter Lehrmittelstatus versteht die ilz die Art und den Grad der Verbindlichkeit, die den Lehrmitteln in einem Kanton «zugeteilt» sind. Neben der völlig freien Wahl existieren je nach Kanton zwei bis drei Kategorien des Lehrmittelstatus. Auf einem Kontinuum zwischen tiefer und hoher Verbindlichkeit treffen wir in den Kantonen insgesamt 4 Kategorien an: (1) fakultativ, ergänzend, zugelassen, freiwillig, (2) empfohlen, geeignet, (3) alternativ-obligatorisch, alternativ-verbindlich, Wahlpflicht und (4) obligatorisch, verbindlich.
|Lehrmittelstelle||

Verschiedene Mitgliederkantone der ilz verfügen nicht über einen eigenen Lehrmittelverlag, der regelmässig (unterrichtsleitenden) Lehrmittel produziert. Diese Kantone haben in der Regel Lehrmittelstellen, die Lehrmittel beschaffen und an die Schulen weiterleiten. Die Lehrmittelstellen sind Mitglied der Verlagskonferenz (VK)und damit in die Organisation der ilz eingebunden.
|Lehrmittelverlag||

Öffentliche Lehrmittelverlage entwickeln im Auftrag der Kantone Lehrmittel und versorgen die Schulen. Auch privatisierte Lehrmittelverlage im Besitz der öffentlichen Hand gehören im Verständnis der ilz zu den öffentlichen Verlagen. Sie sind über die Verlagskonferenz (VK) in die Organisation der ilz eingebunden und unterstützen die Ziele der ilz, indem sie sich gegenseitig über Projekte und Absichten informieren, Kooperationen für die Entwicklung von Lehrmitteln eingehen und den Vertrieb in den Kantonen aller Lehrmittel im Programm der ilz regeln. Öffentliche Verlage stehen im Wettbewerb mit den privaten Anbietern, aber auch mit den anderen öffentlichen Verlagen im Rahmen der ilz.
Auch Private Lehrmittelverlage entwickeln Lehrmittel und versorgen die Schulen mit Lehrmitteln. Sie sind zumeist als Aktiengesellschaft geführt und in Privatbesitz. Im Wettbewerb mit den öffentlichen und anderen privaten Verlagen unterstützen sie die Versorgung der Schweizer Schulen mit lehrplankonformen Lehrmitteln.
|Lehrplankompatibilität||

Im Zusammenhang mit dem Beitrag der Lehrmittel an die Umsetzung des Lehrplans 21 hat die ilz – in Absprache mit den Verantwortlichen für die Entwicklung des Lehrplans 21 – drei grundlegende Kriterien für die Lehrplankompatibilität festgelegt. Danach müssen lehrplankompatible Lehrmittel (1) das Fachverständnis des Lehrplans 21 abbilden, (2) sich am Kompetenzaufbau des Fachbereichslehrplans orientieren und (3) alle Kompetenzbereiche des betreffenden Faches abdecken.
|Lehrwerk||

Von einem Lehrwerk wird in der Regel dann gesprochen, wenn ein Lehrmittel aus mehreren (analogen und/oder digitalen) Lehrmittelteilen besteht. Der Begriff Lehrwerk wird weitgehend synonym mit Lehrmittel eingesetzt.
|Lektionentafel||

In der Lektionentafel wird festgelegt, wie viele Stunden pro Woche (allenfalls pro Jahr oder Zyklus) die Schülerinnen und Schüler in einem Fachbereich unterrichtet werden. Die Lektionentafeln werden von den Kantonen festgelegt und unterscheiden sich. Sie sind für die Lehrmittelentwicklung von hoher Bedeutung. Grosse Unterschiede zwischen den Lektionentafeln erschweren die Lehrmittel-Entwicklung entsprechend.
|Lernverständnis in den Lehrmitteln||

Gestützt auf aktuelle Erkenntnisse der Lehr- und Lernforschung wird Lernen im Lehrplan 21 als kontinuierliche, durch Lehrpersonen und Lehrmittel unterstützte selbstständige Aneignung von Wissen und Fähigkeiten in einem sozial geprägten Kontext verstanden. Bedeutsam ist der kontinuierliche Aufbau von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen. Die Autorinnen und Autoren von Lehrmitteln setzen dieses Lernverständnis in den Lehr- und Lernmaterialien zu den einzelnen Fachbereichen um, indem sie es bezogen auf die im Lehrplan festgelegten Kompetenzen fachspezifisch konkretisieren.
|Praxistest||

Im Gegensatz zu Erprobungen (integral oder punktuell) werden Praxistests erst nach dem Erscheinen des Lehrmittels durch interessierte Kantone durchgeführt. Es handelt sich dabei um einen Test im Unterricht im Rahmen einer kantonalen Lehrmittelevaluation («1:1-Test») und soll zeigen, ob sich das Lehrmittel in der Praxis bewährt und die verlangten Kompetenzen erreicht werden.
|Programm der ilz||

Auf Antrag der öffentlichen Lehrmittelverlage werden Lehrmittel durch die Konferenz der kantonalen Lehrmittelverantwortlichen (KKL) ins Programm der ilz aufgenommen und tragen das Signet der ilz. Die Beurteilung für die Aufnahme erfolgt auf der Basis von Konzepten, Vorabversionen oder fertiggestellten Produkten. Als Organisation der Kantone vergibt die ilz das Signet nur an öffentliche Lehrmittelverlage.
|Stundentafel||

In der Stundentafel wird festgelegt, wie viele Stunden pro Woche (allenfalls pro Jahr oder Zyklus) die Schülerinnen und Schüler in einem Fachbereich unterrichtet werden. Die Stundentafeln werden von den Kantonen festgelegt.
Quelle: Grundlagen für den Lehrplan 21 (www.lehrplan.ch)
|Unterrichtsleitende Lehrmittel||

Unterrichtsleitende Lehrmittel decken alle oder einen beträchtlichen Teil der Kompetenzbereiche eines Fachbereiches ab. Mit einem unterrichtsleitenden Lehrmittel lässt sich der Unterricht in einem Fachbereich weitgehend bestreiten; es wird als hauptsächliches Lehrmittel verwendet. Ein unterrichtsleitendes Lehrmittel wird in der Regel während eines ganzen Zyklus, allenfalls während mehrerer Zyklen, mindestens aber während eines ganzen Schuljahres regelmässig eingesetzt.
|Zusammenarbeit der Kantone||

Die ilz unterstützt die Zusammenarbeit der Kantone im Bereich der Lehrmittel durch verschiedene Aktivitäten. Sie bietet eine Plattform für den Austausch von Bedürfnissen und Absichten, für Absprachen über geplante Projekte sowie für das Aushandeln von Kooperationsprojekten. Die Zusammenarbeit wird gestärkt durch regelmässige Sitzungen der Konferenz der kantonalen Lehrmittelverantwortlichen (KKL) und der Leitungen der öffentlichen Verlage, durch Tagungen und Symposien, durch die Ausarbeitung von Berichten zu Grundsatzfragen und durch Publikationen im Lehrmittelmagazin ilz.ch sowie auf der Internetplattform www.ilz.ch.