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Eine Ferienreise, eine sportliche Aktivität des Versicherten und die fehlende Verschreibung von Psychopharmaka sind keine genügenden Indizien, um die Einschätzung eines vom Taggeldversicherer erstellten Privatgutachtens zu stützen, wonach eine Arbeitsfähigkeit besteht, wenn offen ist, ob die Reisen auf ärztlichen Rat durchgeführt worden sind, ob aus ärztlicher Sicht die sportliche Aktivität eine therapeutische Wirkung hat und ob auf die Abgabe von Psychopharmaka wegen eines - aktenkundigen - Magengeschwürs verzichtet worden ist.
Wenn eine Patientin von ihrem behandelnden Gynäkologen eine Operation wünscht, muss dieser darüber aufklären, dass er die Operation nicht selber durchführen wird, sondern im Rahmen eines "Teaching" unter seiner und der Aufsicht der Chefärztin ein Assistenzarzt operieren wird. Eine hypothetische Einwilligung kann nicht deswegen angenommen werden, weil die Patientin lediglich grundversichert ist und darum kein Recht auf freie Arztwahl hat; eine solche Anschauung würde das Recht auf Selbstbestimmung, welches der Aufklärungspflicht zugrunde liegt, aushöhlen; Die Patientin hat die Wahl, die Operation gar nicht oder anderorts vornehmen zu lassen oder sie selber zu bezahlen.
Die opferhilferechtliche Genugtuung ist von der zivilrechtlichen Genugtuung abgekoppelt. Es besteht keine Bindung der Genugtuung nach Opferhilfe an die zivilrechtliche Genugtuung, auch nicht im Sinne einer linearen Kürzung.