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Von den versprochenen Spendengeldern seien bislang «nur 63,6 Prozent angekommen», kritisierte auch die UNO am Wochenende. In den fünf Jahren nach dem Erdbeben wollten die UNO-Mitgliedstaaten fünf Milliarden Dollar zur Verfügung stellen, allein 2,1 Milliarden im Jahr 2010.
In der Schweiz hat die Glückskette seit dem nationalen Sammeltag knapp 66 Millionen Franken Spenden erhalten. Auch sie hat davon bislang nur ein Drittel eingesetzt. Bisher unterstützten die 15 Schweizer Hilfswerke 30 Projekte mit Geldern in Höhe von 22,3 Millionen Franken. 370 000 Personen sind Nutzniesser der Nothilfe – davon sind 160 000 von der Cholera betroffen -, und weitere 80 000 profitieren von der Rehabilitation und dem Wiederaufbau-Programm.
Hilfe ausserhalb der Stadt
Ein Jahr nach der Katastrophe sei die Hilfe vor Ort weiter schwierig. «Der Wiederaufbau findet vor allem in den ländlichen Regionen ausserhalb von Port-au-Prince statt», erklärte die Glückskette letzten Donnerstag anlässlich einer Jahresbilanz. In der Hauptstadt seien die Voraussetzungen für den Wiederaufbau jedoch noch nicht gegeben. Unklar seien zum Beispiel die Besitzverhältnisse, ohne deren Klärung an den Bau von Häusern nicht zu denken sei. Dazu gesellen sich administrative Probleme. In der Hauptstadt kümmerten sich die Schweizer Hilfswerke deshalb um Ausbildungs- und Gesundheitsfragen und um soziale Aufgaben, so Alain Geiger, Projektleiter der Glückskette. sda