Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03409.jsonl.gz/217

Essen und Trinken spielt in Asien eine zentrale Rolle. Neben Genuss und sozialen Aspekten, spielt auch der Einfluss auf die Gesundheit eine wesentliche Rolle.
Die chinesische Ernährungslehre zählt keine Kalorien, Vitamine oder Spurenelemente. Jedes Nahrungsmittel hat ganz bestimmte Eigenschaften und Qualitäten: stärkend/nährend, wärmend, entzündungshemmend, Hitze klärend, entspannend, Schleim lösend usw. Manche soll man regelmässig und in grossen Mengen zu sich nehmen (z.B. Reis, Gemüse), andere nicht so häufig oder in geringen Mengen (z.B. Fleisch, Fett). Die Richtlinien sind sehr klar und ändern sich nicht alle paar Monate.
Viele Nahrungsmittel sind Bestandteile chinesischer Arzneimittel-rezepte und umgekehrt sind viele Arzneimittel fester Bestandteil der Ernährung (Ingwer, Reis, Gewürze/Kräuter, Honig, einige Getreide, Tee). Das hat auch schon Hippokrates so empfohlen (siehe Zitat rechts).
Die Empfehlungen im Folgenden orientieren sich sowohl an der chinesischen Ernährungslehre als auch an modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Das Hauptproblem in der modernen, westlichen Ernährung ist die Zeit. Wir müssen einfach wieder mehr Zeit ins Einkaufen, Zubereiten, und das Essen selbst investieren. Dann machen wir uns unabhängiger von den Verheissungen diverser Empfehlungen und Diäten, die alle paar Jahre wechsel und von den "gesunden" und weniger gesunden Angeboten der Nahrungsmittelindustrie, die in erster Linie am Profit und nicht an Ihrer Gesundheit interessiert ist.