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Eine ehrliche Berichterstattung (VD: VKF):
Was haben meine damals drei und sechs Jahre alten Kinder getan, damit ich so die Kontrolle verliere? Lag es daran, dass sie unbedingt noch einmal in ihr Zimmer zurückwollten, um noch drei Perlenarmbänder und die pinke Lieblingssonnenbrille zu holen, wenn wir ohnehin schon spät dran waren? Lag es am Versuch, sich selbst Cornflakes in die Schüssel zu kippen und dabei die die ganze Packung auf der Arbeitsplatte zu verteilen? Lag es daran, dass sie meinen geliebten Glasengel kaputtmachte, obwohl ich ihr gesagt hatte, sie soll ihn nicht anfassen? Lag es daran, dass sie wie ein Preisboxer gegen den Schlaf kämpfte, wenn ich dringend Ruhe gebraucht hätte? Lag es daran, dass die beiden sich über lächerliche Dinge stritten, zum Beispiel darüber, wer zuerst aus dem Auto aussteigt oder wer das größere Eis hat?
Ja, es lag an diesen Dingen – ganz normale Missgeschicke und Probleme, die man mit Kindern eben hat. Doch ich verlor deswegen fast die Kontrolle.
Es fällt mir nicht leicht, das zu schreiben. Und ich erinnere mich auch nicht gern an diese Zeit zurück, da ich mich in diesen Momenten selbst gehasst haben. Was war aus mir geworden, damit ich tatsächlich diese zwei geliebten kleinen Menschen anschrie, die mir wichtiger waren als mein eigenes Leben?
Ich sage Ihnen, woran es lag:
Es lag an der ständigen Ablenkung.
Ich hing fast ununterbrochen an meinem Handy, hatte zu viele Verpflichtungen, meine To-Do-Liste umfasste mehrere Seiten, und ich wollte zudem immer alles perfekt machen. Das war zu viel für mich. Und die Tatsache, dass ich plötzlich die Menschen in meinem Umfeld anschrie, war ein direktes Resultat des Gefühls, keine Kontrolle mehr über mein Leben zu haben.