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Die Schweizer Beachvolleyball-Männer qualifizieren sich im letzten Moment doch noch für das Olympiaturnier in Tokio. Die Schweizer gewannen den Continental Cup in Den Haag (NED) mit 2:1 im Final gegen die gastgebenden Niederländer. Erstmals seit den Olympischen Spielen 2012 in London sind die Schweizer Männer damit an einem olympischen Turnier vertreten.
«Golden Match» musste entscheiden
Wie im Viertelfinal gegen Österreich gelang den Schweizern auch im Final die Entscheidung erst im dritten Spiel, im sogenannten «Golden Match». Mirco Gerson und Adrian Heidrich siegten in dieser «Belle» gegen die Niederländer Christiaan Varenhorst und Ruben Penninga im Tiebreak mit 15:12. Der erste Satz ging mit 21:16 an die Schweizer, den zweiten Durchgang verloren sie mit 15:21.
Dank dem Gewinn des Continental Cup durch das Quartett Gerson, Heidrich, Florian Breer und Marco Krattiger kann die Schweiz in Tokio ein Männer-Team stellen. Bei den Frauen sind die Schweizerinnen im Olympischen Turnier mit Tanja Hüberli/Nina Betschart und Joana Heidrich/Anouk Vergé-Dépré gleich doppelt vertreten.
Verband legte sich vor Turnier auf Duo fest
Schon vor dem Qualifikationsturnier hatte der Schweizer Verband entschieden, das allfällige Ticket für die Sommerspiele im Erfolgsfall an das besser klassierte Team Gerson/Heidrich zu vergeben. Gerson und Heidrich müssen sich indes bei Krattiger bedanken: Im Viertelfinal gegen Österreich, in dem Gerson/Heidrich ihr Spiel verloren, zeichnete Krattiger mit zwei Siegen (zuerst mit Breer, dann mit Gerson) für die Wende verantwortlich, welche die Schweiz im Rennen hielt.
Modus beim Continental Cup
Die Teams kämpfen – analog zum Davis Cup im Tennis – gemeinsam als Nation um das Olympia-Ticket. Vom Siegerland des Turniers kann aber nur eines der zwei antretenden Teams nach Tokio.
«Das war ein sehr spezielles Turnier. Man kämpft für etwas, von dem man selbst träumt, aber um es jemand anderem zu ermöglichen – das war nicht immer ganz einfach», so Krattiger.