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Datum/Uhrzeit
Anlass - 27/08/2022
ganztägig
Kategorie Keine Kategorien
Interessierte „Schützinnen und Schützen“ können sich bei Adolf Gut melden. Tel.
079 341 11 90 oder <email-pii>. Kannst du dir unter dem
Luegschiessen noch wenig vorstellen? Hier ein spannender Bericht über das
Luegschiessen von Adolf Gut. Herzlichen Dank fürs Verfassen!
Vorgeschichte:
Die Bernische Kavallerie-Offiziergesellschaft (B.K.O.G) unter der Federführung von Hans Bracher
sammelte Geld um denen im 1. Weltkrieg (194-1918) ums Leben gekommenen Kavalleristen ein
Denkmal zu setzen. Es starben 54 Kavalleristen wegen der damaligen Grippewelle und einige durch
Unfall. Am 2. Oktober 1921 wurde das Denkmal eingeweiht.
Das Luegschiessen hatte bei den Berner Kavallerievereinen schon immer einen hohen Stellenwert. Aus
der B.K.O.G. entstand gegen Ende des 19. Jahrhundert der ZKV. Zuerst war es ein Unterverband, der
sich 1893 selbständig machte. Das Schiessen wurde abwechslungsweise jedes Jahr von einem anderen
Reitverein durchgeführt. 1929 wurde das erste Luegschiessen auf der Hirsegg, ganz in der Nähe des
heutigen Schiessplatzes, durchgeführt. 1936 kaufte der damalige ZKV-Präsident, Major Alfred Disch,
das heutige Grundstück von gut 43 Aren für CHF 1’877.00. Über 80 Jahre wird auf dem gleichen Platz
und das gleiche Programm geschossen. Anfänglich waren es um die 1300 Schützen, alles Kavalleristen
oder solche die bei der Kavallerie-Dienst leisteten oder geleistet haben. Infolge der Abschaffung der
Kavallerie fehlte der Nachwuchs, was zu Folge hatte, dass die Teilnahmebedingungen gelockert
wurden und heute jedes Mitglied eines dem ZKV angeschlossenen Reitvereines mitmachen darf.
Das Schiessprogramm ist wie bereits erwähnt immer gleich:
Es wird im offenen Feld geschossen. Distanz ca. 270 Meter. Die Zeiger-Mannschaft kommt aus einem
kugelsicheren Unterstand und zeigt die Resultate (Schuss 1-3) oder markiert die Schüsse.
Programm: 3 Einzelschüssen in je einer Minute. Diese Schüsse werden einzeln gezeigt. Dann folgen 3
Schüsse in anderthalb Minuten. Diese Schüsse werden von den Zeigern nur noch markiert. Das erste
Schnellfeuer, 6 Schuss in zwei Minuten, diese Schüsse werden auch nur markiert. Dann folgt das zweite
Schnellfeuer, 6 Schuss in einer Dragoner-Minute das heisst: Karabiner in 40 Sekunden, Sturmgewehre
in 20 Sekunden.
Das ist jeweils eine stressige Angelegenheit. Da nicht alle Scheiben nummeriert sind muss der Schütze
darauf achten, dass er die Schüsse auf die richtige Scheibe abgibt.
Nachher wird das Scheibenbild abmontiert und in die Rechnungszentrale gebracht.
Eine Überlieferung sagt: „Dass bei der ersten Ausführung des ein Schütze versucht haben soll die Zeiger
zu bestechen, damit er ein besseres Resultat erhalte“.
Daraufhin wurde der Modus mit dem Scheibenbild eingeführt. Nach jeder Ablösung werden die Namen
der Kranzgewinner jedoch ohne Punkt angeschlagen.
Die Resultate und die Bekanntgabe des Luegmeisters passieren am Abend beim Absenden der Einzelund Gruppenranglisten neben dem Luegdenkmal.
Dass nebst dem Schiessen auch die Kameradschaft gepflegt wird zeigt sich darin, dass beim Einzahlen
des Gruppendoppels bereits das Mittagessen mitfinanziert werden muss. Hier trifft man alte
Dienstkameraden und man kann in der Vergangenheit schwelgen. Übrigens, wie könnte es auch anders
sein, das Essen besteht aus einer sehr üppigen Bernerplatte!