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Dies gab der Vizepremierminister Timoschenko am 29. März 2000 an einer Donatorenkonferenz für den Tschernobyl-Shelter-Fund der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung EBRD in Slawutitsch bekannt. Verschiedene Ministerien sind mit der Ausarbeitung eines Stilllegungsprogramms beauftragt. Gemäss Regierungsbeschluss werden die finanziellen Folgen für das Betriebspersonal sowie für dessen Wohnstadt Slawutitsch durch das nationale Budget abgefedert.
Der Erste Stellvertretende Minister für Brennstoff und Energie Gaiduk erklärte, mit dem Abschalten von Block 3, der noch elf weitere Jahre in Betrieb stehen könnte, mache die Ukraine einen Schritt auf die Industriestaaten der Gruppe G7 zu und hoffe auf eine ähnliche Aktion des Westens. Nach dem Schliessen von Tschernobyl blieben Probleme, mit denen das Land nicht alleine fertig werde. Internationale Hilfe werde dringend benötigt, insbesondere im Zusammenhang mit den Stilllegungsarbeiten, der Umwandlung des Sarkophags um den zerstörten Block 4 in ein ökologisch sicheres System, den sozialen Folgen der Schliessung und der Bereitstellung von Ersatzkapazität für die Stromerzeugung. Gaiduk betonte, die Ukraine wolle das Abschalten von Tschernobyl nicht an die Inbetriebnahme von zwei neuen Reaktorblöcken in Rowno und Chmelnizki knüpfen. Es sei nicht wesentlich, ob die Blöcke vor oder nach der Tschernobyl-Schliessung in Betrieb gehen. Bis zu diesem Zeitpunkt müsse die Ukraine jedoch mehr fossile Brennstoffe kaufen, um die Stromerzeugung in konventionell-thermischen Anlagen zu erhöhen.
Quelle
M.S. nach Mitteilungen des International Chernobyl Center, 29. und 30. März 2000