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Filmbesprechung - Marie Heurin
1895 in der französischen Provinz: Die 14-jährige Marie ist seit ihrer Geburt blind, taub und stumm. Sie kann sich ihrer Umwelt nicht mitteilen und ihre Verzweiflung darüber nur in unkontrollierten Wutausbrüchen zum Ausdruck bringen. Die überforderten Eltern geben Marie deshalb in ein Kloster, in dem taube Mädchen betreut werden. Dort nimmt sich die junge Nonne Marguerite ihrer an, schafft es, langsam Maries Vertrauen zu gewinnen und ihr eine Zeichensprache beizubringen. Jean-Pierre Améris baut seine eindringliche und auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte so behutsam auf, wie die Annäherung der beiden Charaktere geschieht. Die taube Ariane Rivoire geht mit ihrer intensiven Performance unter die Haut und auch Isabelle Carré ist grossartig.
Sarah Stutte, Filmjournalistin