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Mitweinen, mitfühlen, mitkämpfen, mitnötig sein: Nichts kennzeichnet den Menschen Käthe Kollwitz und das Werk besser als diese emotionale und auf Gemeinsamkeit zielende Präposition "mit". Käthe Kollwitz wollte wirken, nicht um des Erfolges willen, sondern aus innerer Notwendigkeit heraus und um einzugreifen in ihre Zeit; sie wollte nicht dürres Blatt am absterbenden Baum sein. Der Mensch steht im Mittelpunkt dieses Werkes. Er beherrscht es exklusiv; Käthe Kollwitz' Œuvre enthält weder Landschaften noch Stilleben
Portrait
Catherine Krahmer, 1937 in Ostpreussen geboren, lebt seit 1948 in Frankreich, studierte in Oxford, München und Paris, Soziologie, Literatur und Kunstgeschichte. Nach einer kurzen Lehrtätigkeit in den USA freie Forscher- und Schriftstellertätigkeit. Befasste sich zunächst mit zeitgenössischer Kunst ("Der Fall Yves Klein", 1974), mit Käthe Kollwitz und Ernst Barlach, aber auch mit Peter Altenberg und der Kultur in Frankreich. 1998 gab sie "Eine deutschfranzösische Brieffreundschaft", den Briefwechsel zwischen Richard Dehmel und Henri Albert, heraus. Sie arbeitet zur Zeit an einer umfassenden Studie über Meier-Graefe, deren Auftakt diese Briefauswahl des Kunstschriftstellers bildet.