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Erste Anlage um 1200 durch einen Zweig der Herren von Hünenberg, der sich später nach der Wildenburg benannte. Ausbau im 13. und 14. Jahrhundert, freiwillig verlassen bald nach 1400.
Umliegende Güter laut Kaufurkunde von 1416 von Grüter Bauern erworben. Im Jahre 1938 Ausgrabung und Konservierung der sagenumwobene Ruine. Danach langsamer Zerfall.
1978 Übergang aus Privatbesitz ins Eigentum des Kantons. Die Sanierung der Ruine dank privater Initiative (Verein "Pro Wildenburg") 1985 durchgeführt.
Die Burg sitzt auf einem gratförmigen Schotterspon hoch über dem Zusammenfluss von Lorze und Schwarzenbach. Sie besass Blickverbindung zum Brückenübergang an der Lorze und kontrollierte damit den Verkehr vom Tal zum "Berg" (Menzingen). Kernstück der Ruine bildet der mächtige Rundturm (Mauerdicke 3.5m). Ihm schliesst sich mit Baufugen die Umfassungsmauer an. Durch winkelförmige Innenmauern wird der Wohntrakt abgetrennt. Das Burgtor war mit einem schweren Sperr-Riegel aus Holz gesichert. Ein mächtiger, künstlicher Doppelgraben (sog. Halsgraben) schützte die Burg auf der Angriffseite im Süden.
Die Rekonstruktionszeichnung vermittelt eine Vorstellung über das mögliche Aussehen der einstigen Burg.
In den Edlen von Hünenberg begegnet uns die bedeutendste Adelsfamilie im Gebiete des heutigen Kantons Zug. Als Lehensträger der Grafen von Kyburg und Habsburg verfügten sie über wichtige Rechte und umfangreichen Grundbesitz mit Schwerpunkt rings um den Zugersee.
Wappen der Hünenberger (und Wildenburger): zwei weisse, einander abgewandte Einhornrümpfe auf blauem Grund.
(Photos von Birgit Müller)
Bibliographie