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Es dauerte eine Weile, bevor Frédéric Sigonneau das verpachtete Familienweingut in Cravant-les Côteaux 2007 übernahm. Davor hat er sich auf mehreren Weingütern Frankreichs und Spaniens weitergebildet. Sei es im konventionellen oder im biodynamischen Weinbau. Frédéric hat Einiges gesehen und sich bewusst für einen sehr nachhaltigen Weinbau, ohne Einsatz von Chemikalien, entschieden. Diese Philosophie gilt nicht nur für seine eigenen Parzellen, sondern ebenfalls für jene, die er u.a. von seinem Cousin zukauft und vinifiziert.
Die Vinifikation gestaltet sich so natürlich wie möglich. Das schlägt sich beispielweise im Befüllen der Betonkelter durch die Decke, also ohne Pumpeneinsatz, nieder. Einige, der aufwändiger produzierten Cuvées, werden nicht einer einfachen Presse ausgeliefert, sondern von den zarten Füssen einer befreundeten Winzerin getreten.
In der deutschsprachigen Schweiz weitgehend unbeachtet, ist das Gebiet des Chinon zwischen den Flüssen Loire und Vienne, das in Frankreich die Referenz für Cabernet Franc darstellt. Frédéric konzentriert sich ausschliesslich auf Rotweine zu 100% Cabernet Franc. Anders als der Cabernet Franc im Bordeaux, erwarten einen im Chinon weniger schwere oder tanninreiche Weine, bedingt durch den einzigartigen Knotenpunkt gleich mehrerer Winde. Hinzu kommen die mehrheitlich kiesig, sandigen Böden, in die tieferen Lagen Kalk, die gemeinsam für eine angenehme Frische im Weine sorgen.