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Als Resultat der Katastrophe wurde die International Ice Patrol (IIP) ins Leben gerufen, welche die Aufgabe hat, nach Eisbergen in den Schifffahrtslinien des Nordatlantiks Ausschau zu halten.
Die SOLAS (International Convention for the Safety of Life at Sea) und die IIP planen eine neue Generation von öffentlichen Satelliten zu starten, um Eisberge in der Arktis zu überwachen und somit ein weiteres Unglück wie bei der «Titanic» zu vermeiden. Tausende von Schiffen durchkreuzen heutzutage dieselben Eisberg-durchsetzten Seewege ohne eine Wiederholung eines solchen Unglücks und den daraus resultierenden Verlust von Menschenleben, auch dank dem Einsatz von Satelliten.
Eines der wichtigsten Vermächtnisse des «Titanic»-Unglücks war die Bildung der IIP. Ihre Rolle heute besteht darin, nach Eisbergen zu suchen und eine Gefahrenkarte zu erstellen basierend auf Beobachtungen, die in Drift- und Schmelzmodelle eingebaut werden und Vorhersagen über Eisberge zulassen. Zu jedem Zeitpunkt können tausende von Eisbergen jeglicher Grösse in den arktischen Gewässern treiben. Die Herausforderung der IIP ist es, herauszufinden, wie viele von diesen nach Süden treiben werden und somit eine Bedrohung für die Schifffahrtslinien im Nordatlantik zwischen Europa und den Häfen an der Ostküste der USA und Kanada darstellen. Bis heute hat kein Schiff, welches die von der IIP herausgegebenen Eisberggrenzen respektiert hat, einen Zusammenstoss mit einem Eisberg.
Die IIP benutzte zuerst Schiffe, um ihre Routinepatroullien durchzuführen, sattelte jedoch nach dem 2. Weltkrieg auf Flugzeuge um. Heute ist die Luftüberwachung die bevorzugte Beobachtungsmethode, aber die IIP zielt darauf hin, die teuren Eisflüge zu ersetzen und betrachtet die Satellitenbeobachtung als Nachfolger. «Die IIP benutzt gegenwärtig Satelliten-gestützte Radarbeobachtung als Unterstützung für die Luftüberwachung und erwartet, dass sie in Zukunft eine grössere Rolle spielen wird», sagt Dr. Donald L. Murphy, Chef der Wissenschaftlichen Abteilung der IIP. «Besonders der geplante Start einer neuen Generation von öffentlichen Satelliten, wie zum Beispiel «Sentinel-1», wird die Verfügbarkeit von Radardaten massiv erhöhen und den Zeitaufwand für wiederholte Überwachungen reduzieren. Zusätzlich wird die höhere Auflösung der neuen Satellitengeneration die Fähigkeit auch kleinere Eisberge zu entdecken, verstärken», meint Dr. Murphy weiter.
Satelliten-unterstützte Radaraufnahmen sind für die Überwachung von Eisbergen besonders nützlich, da sie unabhängig von Wolken und auch in der Nacht genutzt werden können. Wissenschaftler erkannten den Nutzen von Satelliten für das Eisberg Monitoring erstmals 1992 als die ESA den Satelliten ERS-1 startete, der ein abbildendes Radarsystem mit synthetischer Apertur nutzte. In den nächsten Jahren wurde in verschiedene Richtungen weitergeforscht, aber erst mit dem Start des Global Monitoring for Environmental Security Programme (Globales Programm zur Überwachung der Umweltsicherheit, GMES) der ESA wurden Operationen im grossen Umfang gestartet. Seit 2003 und mit der Hilfe des GMES haben die kanadische Forschungs- und Entwicklungsfirma C-CORE und die IIP an neuen, innovativen Methoden und Technologien gearbeitet, die auf Satellitenradarbilder basieren. Die Unterscheidung zwischen Eisbergen und Schiffen auf den Aufnahmen stellt dabei eine der grössten Herausforderungen dar, aber C-CORE, IIP und weitere Firmen arbeiten unermüdlich an der Verbesserung dieses Prozesses.
Der neueste Satellit «Sentinel-1», der unter dem GMES Programm im Verlauf des nächsten Jahres gestartet wird, soll eine komplette 24-Stunden-Überwachung der Arktis garantieren und wird daher eine enorm wichtige Rolle für ein lückenloses Eisberg Monitoring spielen. Die Daten vom gegenwärtig genutzten Satelliten «CryoSat-2» und dem für später geplanten «Sentinel-3» werden das Überwachungsnetz komplettieren, in dem sie Informationen über extreme Meereis-Situationen liefern sollen.
«Envisat», ein Satellit der ESA und auch mit Radar zur Eisbergüberwachung ausgestattet, ist aufgrund technischer Probleme seit dem 8. April 2012 nicht verfügbar. Am 9. Mai 2012 wurde von der ESA das formale Missionsende bekanntgegeben. Daher hat die ESA mit der kanadischen Raumfahrtbehörde eine Vereinbarung zur Nutzung der Daten, die von den beiden Satelliten Radarsat-1 und Radarsat-2 gesendet werden, getroffen, um ihren Auftrag ausführen zu können.
Quelle: www.newkerala.com/news
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