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Unisys hat, wie das Unternehmen schon vor zwei Wochen gewarnt hatte, im Schlussquartal 2004 einen Verlust von 34,9 Millionen Dollar verbuchen müssen. Verursacht wurde dieses Minus hauptsächlich durch Schwierigkeiten in Zusammenhang mit einem, wie es Unisys diskret ausdrückt, "schwierigen" (O-Ton "challenging") Outsourcing-Projekt. Der IT-Dienstleister musste den Wert der dabei erworbenen Aktiva um 126 Millionen Dollar nach unten korrigieren. Um welches Projekt es dabei ging, gab Unisys nicht bekannt.
Nicht ganz klar ist, ob Unisys damit die Herausforderungen durch falsch kalkulierte Outsourcing-Veträgen schon hinter sich hat. Wie US-Medien Berichten sollen Unisys-Vertreter früher von mindestens drei Projekten berichtet haben, bei denen man Schwierigkeiten habe. Und für 2005 kündigt Unisys aggressive Massnahmen an, um mit "einigen schwierigen" Outsourcing-Engagements umzugehen.
Auch ohne diesen Abschreiber wäre der Gewinn allerdings tiefer ausgefallen, als im vierten Quartal 2003, und der Umsatz sank ebenfalls um 7% auf 1,52 Milliarden Dollar. Im Jahresvergleich stieg der Umsatz gegenüber 2003 zwar leicht, von 4,69 Milliarden Dollar auf 4,72 Milliarden Dollar, der Gewinn fiel aber mit 38,6 Millionen Dollar wesentlich tiefer aus als 2003, als noch 258,7 Millionen Dollar Gewinn resultierten.
2004 sei für Unisys ganz klar ein enttäuschendes Jahr gewesen, meinte dazu CEO Joseph F. McGrath. Und das letzte Quartal sei – Sie ahnen es vielleicht bereits – "schwierig" gewesen, wobei McGrath vor allem die unerwartet schwache Nachfrage im Serverbereich erwähnte. (Hans Jörg Maron)