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Irene Baselgia übt dasselbe wie im Klassenzimmer nebenan. Trotzdem gibt es Unterschiede. Die Lehrperson im Klassenzimmer lässt den Schülerinnen und Schülern mehr Freiräume beim Einteilen der Lernziele fürs Bruchrechnen. Sie müssen nach zwei Beispielen selbständig weiterarbeiten.
Irene Baselgia lässt den Kindern hingegen mehr Zeit. Sie geht mit ihnen noch einmal alle Denkschritte durch und stellt sie dann vor eine erste Aufgabe: «½ ist kleiner als 2/4. Stimmt das?» Die Kinder überlegen, Arme schiessen in die Luft. Irene Baselgia holt ein Kistchen mit den farbigen Kreis-Tortenstücken hervor. Die Viertel sind gelb. Die Hälften rot. Sie legt die Teile vor den Kindern auf dem Tisch aus. Jetzt verbindet sich das Bild vom Viertel und der Hälfte mit der abstrakten Zahl. Die Antwort ergibt sich von selbst und wird allen klar. Sie erarbeitet das Prinzip der Bruchzahlen mit den Buben und Mädchen in der kleinen Gruppe noch einmal von Grund auf. Wie kommt es, dass 1/9 kleiner als 1/8 ist? Wo doch 9 grösser ist als 8! Die Kreis-Tortenstücke in den verschiedenen Grössen helfen dabei, diese Logik zu erfassen.