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(Vorspannn der redaktion:) Die Reform der deutschen Orthographie ist primär aus sprachlichen und praktischen Gründen umstritten. In Deutschland hat sich die Auseinandersetzung auf die rechtliche Frage verlagert, welches Organ für den Entscheid kompetent sei. Auf einer grundsätzlicheren Ebene zweifelt der Autor des folgenden Diskussionsbeitrags daran, dass es einem freiheitlichen Staat überhaupt zustehe, die Sprache zu verändern, statt deren Entwicklung nur nachzuvollziehen. […] Es ist nicht Aufgabe von Erziehungsdirektoren, die Sprache unseres Volks durch Schulunterricht zu ändern. […] Die neue Regelung ersetze «jene von 1902 und die anschliessenden Ergänzungsverordnungen», Regelungen also, die es in der Schweiz nicht gegeben hat.
Das muss wohl so verstanden werden, dass der duden in der Schweiz weniger verankert sei als in Deutschland. Das gegenteil ist der fall seit 1892! Siehe stellungnahme des BVR.