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Bankschliessungen, Arbeitszeitverkürzungen, eingeschränkte Mobilität und die Furcht vor Ansteckung auf den Plantagen haben die ernsthafte Besorgnis ausgelöst, dass während der bald beginnenden Kaffee-Erntezeit nicht genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen werden, um die Bohnen zu pflücken. Besonders akut ist der Druck in Kolumbien, Brasilien und Peru, auf die fast zwei Drittel der weltweiten Produktion von Arabica-Bohnen entfallen.
Es wurde bereits prognostiziert, dass die Kaffeeproduktion in diesem Jahr hinter der Nachfrage zurückbleiben, die Lücke aber durch Überschüsse aus früheren Ernten gefüllt werden wird. Jetzt bedeutet der drohende Arbeitskräftemangel, dass ein kleiner Überschuss, der für die nächste Saison erwartet wird, schrumpfen oder verschwinden könnte.
Die Lagerbestände sind zu einem Zeitpunkt abgebaut worden, als das Virus eine Welle von Panikkäufen in Lebensmittelgeschäften auslöste. In der Folge sind die Arabica-Preise sprunghaft angestiegen. Futures-Preise in New York haben im vergangenen Monat um etwa 16 zugelegt. In Peru soll in den Anbaugebieten des Distrikts Sandia die Ernte im nächsten Monat beginnen, aber Jimmy Larico, der Generaldirektor der Genossenschaft Cecovasa, befürchtet, dass es nicht genügend Arbeiter geben wird.
Gleichzeitig verlassen die Bauern selbst das Gebiet, um dem Mangel an Lebensmitteln und anderen grundlegenden Gütern in der Region zu entgehen. "Ganze Familien gehen weg", sagte Larico. "Sie gehen zu Fuss,
weil die öffentlichen Verkehrsmittel eingeschränkt sind".
(Bloomberg)