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Geschichte
Am 22. September 2006 konnte der Historische Verein sein 150jähriges Jubiläum mit einem Festakt feiern. Seit seiner Gründung im Jahr 1856 engagiert er sich für die Erforschung der Schaffhauser Geschichte und ist heute einer der grössten Kulturvereine des Kantons und einer der mitgliederstärksten historischen Vereine der Schweiz. Die Gründung des Vereins fällt in eine Zeit des stetigen Wandels, die sich durch den Beginn der Industriellen Revolution auch in Schaffhausen ankündigte. Die Gründer setzten sich zwei Ziele: Zum einen war es die Absicht, Erkenntnisse und Forschungsergebnisse zur regionalen Geschichte zu vermitteln (durch Vorträge und Publikationen) und damit bei der Bevölkerung das Interessen für ihre Geschichte zu wecken. Zum anderen sollten die Grundlagen dieser Forschungen, also Akten und Dokumente sowie historische Gegenstände, gezielt gesammelt werden. Sie sollten vor der achtlosen Vernichtung gerettet werden und damit die reiche Geschichte der Region Schaffhausen dokumentieren. Dieser selbstgestellten Aufgabe kam der Verein in den ersten Jahrzehnten nach der Gründung beharrlich nach. Als 1938 das Museum zu Allerheiligen eröffnet wurde, war es die Sammlung des Historischen Vereins, welche die Grundlage für die Historische Abteilung des Museums bildete. Eine Sammlung von Akten und Dokumenten, wurde 1941 dem Staatsarchiv Schaffhausen übergeben, das bis heute das Archiv des Vereins hütet.
Sieben ehrenwerte Herren trafen sich am Abend des 22. September 1856 im Haus zu Luchs (Herrenacker 9), um über die Gründung eines Historischen Vereins zu diskutieren. Eingeladen hatten der oberste reformierte Geistliche des Kantons Schaffhausen, Johann Jakob Mezger, Pfarrer in Neuhausen, und Gefängnisdirektor Wilhelm Harder. Gegründet wurde der Verein unter dem Namen „Historisch-Antiquarischer Verein“; diesen Namen trug er bis 1939. An der Wiege des Vereins standen nicht weniger als vier Geistliche, während später Lehrer dominierten. Darüber hinaus bestand die Mitgliedschaft bis 1909 ausschliesslich aus Männern. Erst dann wird in den Mitgliederlisten die erste Frau vermerkt.