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Die Beschaffung von Kampfflugzeugen in der Tschechischen Republik lief mit Schmiergeld ab, das über eine Schweizer Firma floss. Das Land kaufte wie die Schweiz den Gripen.
Vor zehn Jahren stand Tschechien dort, wo die Schweiz heute steht: 2001 entschied sich die tschechische Regierung für die Beschaffung von Gripen-Kampfflugzeugen, 2004 vollzog sie den Deal.
Heute führt die Staatsanwaltschaft Prag in diesem Zusammenhang ein umfangreiches Strafverfahren wegen Verdachts auf Bestechung. «Das Verfahren ist 2010 eröffnet worden und noch immer am Laufen», sagt Helena Markusova, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, der «NZZ am Sonntag».
Die Spuren in diesem Fall mutmasslicher Korruption führen auch in die Schweiz: Tschechien hat im November 2010 ein Rechtshilfeersuchen ans Bundesamt für Justiz gestellt. Dieses genehmigte das Ersuchen, die Bundesanwaltschaft (BA) vollzog es. «Das Ergebnis der Rechtshilfe ist den tschechischen Strafverfolgungsbehörden im Oktober 2011 übermittelt worden», sagt BA-Sprecherin Jeannette Balmer.
Im Zusammenhang mit dem Gripen-Deal soll Bestechungsgeld von umgerechnet 28 Millionen Franken an tschechische Regierungs- und Parlamentsmitglieder bezahlt worden sein, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.
Stützpunkt Panama
Das Geld soll unter anderem über die Genfer Firma Valurex geflossen sein. Dabei handelt es sich um die Zweigstelle der Valurex International SA aus dem Steuerparadies Panama. Die Mutterfirma wurde am 23.12.1997 gegründet und letztes Jahr am 1. Juni 2011 aufgelöst.
(chb)