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Kroaten haben am Sonntag in Zagreb gegen den öffentlichen Gebrauch der serbischen Schrift demonstriert. "Nein zu Kyrillisch in Kroatien", war das Motto der Demonstration. Die Polizei bezifferte die Demonstranten auf 20'000, die Veranstalter sprachen von 40'000.
Anlass für die Proteste ist das Vorhaben der Behörden, in der ostkroatischen Stadt Vukovar öffentliche Gebäude und Ortstafeln auch mit kyrillisch-serbischer Schrift zu kennzeichnen. Vukovar war als "kroatisches Stalingrad" im Bürgerkrieg Ende 1991 von serbischen Verbänden bis auf die Grundmauern zerstört worden.
Tomislav Josic sagte als einer der Organisatoren: "Wir wollen, dass Vukovar als besonderes Gebiet angesehen wird, wo niemals das Kyrillische eingeführt wird. So wie im KZ Auschwitz niemals die deutsche Nationalhymne gespielt wird."
Andere Redner verlangten von der Regierung, die Verfassung zu ändern, damit die serbische Sprache in Vukovar nicht angewendet werden muss.
Laut Verfassung müssen Ortstafeln und Behörden in Städten zweisprachig ausgezeichnet werden, in denen Serben mehr als ein Drittel der Bevölkerung stellen. In Vukovar stellen die Serben nach der Volkszählung des vergangenen Jahres knapp 35 Prozent der Bevölkerung.
SDA-ATS