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Versuchsfeld war eine Internetplattform, auf der Nutzer Links zu Nachrichten oder lustigen Geschichten diskutieren sowie dazugehörige Kommentare anderer User positiv oder negativ bewerten können.
Die Forscher manipulierten die erste Bewertung einiger Kommentare: Manche erhielten ein automatisches Plus, andere ein Minus. Dabei zeigte sich, dass Kommentare, die zuerst positiv bewertet wurden, häufig weitere Unterstützung anzogen. Insgesamt hatten die manipulierten positiven Erstbewertungen eine um ein Viertel höhere Zustimmung als Vergleichskommentare.
Kein Herdentrieb bei negativen Bewertungen
Anders verhielt es sich bei den negativen Erstkommentaren. Dort registrierten die Forscher einen Ausgleichseffekt. Die zweite Bewertung war häufig positiv. Offenbar wollten die User den schlechten Eindruck der ersten Bewertung abmildern.
«Während sich positiver Einfluss ansammelt und eine Tendenz zu Bewertungsblasen aufweist, wird negativer Einfluss von der Menge der Nutzer korrigiert», fassen die Wissenschaftler ihre Ergebnisse zusammen. Generell zogen Kommentare, die schon eine Bewertung aufwiesen, weitere Bewertungen an.