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Theodor Bogler – Vom Bauhauskünstler zum Benediktiner-Pater
In der Dornburger Werkstatt entwickelte Theodor Bogler nach seiner Ausbildung durch Gerhard Marks und Max Krehan die sogenannte Kombinationsteekanne. Er wandte damit erstmalig das von Walter Gropius entwickelte Baukastensystem des Bauhauses, in der Keramik an. Dabei sollen auf der Grundlage fest definierter Formteile durch verschiedene Kombinationen neue Entwürfe entstehen. Im Falle der Teekanne Theodor Boglers sind aus den gleichen Bauteilen 4 verschieden Varianten entstanden. Basis hierfür war eine Vorratsdose die zunächst durch Freidrehen auf der Töpferscheibe entstand und durch Zerschneiden und Verputzen im noch lederharten Zustand den Korpus bildete. Weitere Formteile wie Aufhänger, Tülle und Henkel die angarniert wurden, bildeten dann eine Teekanne.
Für die erste Bauhaus Ausstellung 1923 in Weimar entwarf und baute Gerhard Muche das Musterhaus am Horn. Für die dafür erstmalig entwickelte Einbauküche wurde Bogler beauftragt Vorratsdosen zu entwickeln. Als Grundlage diente ihm die Dornburger Vorratsdose, die er für die Serienfertigung im Gießverfahren transformierte. Dazu wurden Gießformen entwickelt, die die vom Bauhaus proklamierte industrialisierte Serienfertigung ermöglichten. In den Steingutfabriken Velten Vordamm die sich in Fussnähe der HB-Werkstätten befanden gingen diese Vorratsdosen dann 1924 in Serie und wurden Teil deutscher Designgeschichte.
In Marwitzer Werkstätten werden diese Vorratsdosen nach Originalformen und im Gießverfahren identisch in Handarbeit hergestellt.