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Als Marco Odermatt mit gut acht Zehntelsekunden Vorsprung auf den Andorraner Joan Verdu ins Ziel fährt, bleibt der grosse Jubel aus. Beim anschliessenden TV-Interview bezweifelt er, dass ihn die Fahrt aufs Podest führen wird - geschweige denn zum Sieg.
Feller nur um 5 Hundertstel geschlagen
Die Hypothek, die sich der Nidwaldner im ersten Lauf eingehandelt hat, schätzt er zu gross ein. In diesem konnte er nach einem Fehler den ersten Ausfall in einem Riesenslalom seit über fünf Jahren noch knapp verhindern, lag aber 98 Hundertstel hinter dem Führenden, dem Österreicher Manuel Feller.
Dennoch jubelte am Schluss einmal mehr der Schweizer Dominator. Dank Bestzeit im zweiten Lauf machte er einen Sprung vom 11. auf den 1. Platz. Den zweitplatzierten Feller verpasste seinen erstmaligen Riesenslalom-Sieg um fünf Hundertstel. Derweil feierte Odermatt seinen fünften Sieg im fünften Rennen dieser Saison, seinen achten Triumph in Serie insgesamt.
Dies, obwohl der 26-Jährige ein strenges Programm hinter sich hatte. Nach Wengen, wo er in drei Tagen drei Speed-Rennen absolvierte, folgten am vergangenen Freitag sowie am Samstag die intensiven Abfahrten in Kitzbühel. Mit so vielen Kilometern in den Beinen, hätte es nicht überrascht, wenn seine Batterien nach nur zwei Tagen Pause noch nicht ganz aufgeladen gewesen wären. Hinzu kam, dass Odermatt den Hang in Schladming noch nicht kannte. Beim ersten Riesenslalom vor einem Jahr hatte der Nidwaldner aufgrund einer Verletzung gefehlt. Beide Faktoren vermochten ihn nicht aufzuhalten.
Meillard verpasst Podest
Das Podest wurde vom Slowenen Zan Kranjec komplettiert. Vorjahressieger Loïc Meillard, der nach dem ersten Lauf im 2. Rang klassiert war, fiel auf Platz 5 zurück. Ihm fehlten 27 Hundertstel aufs Kranjec.
Von den weiteren Schweizern hatten es nur Thomas Tumler und Sandro Zurbrügg in den zweiten Lauf geschafft. Als Siebzehnter holte sich Tumler im fünften Rennen zum fünften Mal Weltcup-Punkte, während der 21-jährige Zurbrügg erst zum zweiten Mal in seiner noch jungen Karriere die Top 30 erreichte. Nach dem 17. Platz beim Auftakt in Val d’Isère landete der Berner Oberländer in Schladming auf dem 24. Rang.