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DMZ – WISSENSCHAFT ¦ Lena Wallner ¦
Für die bisher umfassendste globale Analyse haben Forschende eine neue Berechnungsmethode angewandt. Besonders betroffen sind Frauen und Junge.
Da immer mehr Personen SARS-CoV-2 ausgesetzt sind und sich mit SARS-CoV-2 infizieren, haben die Berichte über Patienten, bei denen nach akutem COVID-19 anhaltende Symptome oder Organfunktionsstörungen auftreten und Post-COVID-Erkrankungen entwickeln, zugenommen. Auch drei Monate oder länger nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 leiden viele Menschen noch an Symptomen wie starker Müdigkeit, Atembeschwerden, Herzrasen, Schlafstörungen oder einem vernebelten Gehirn. Die meisten Studien – ganz aktuell auch eine Auswertung der US-Gesundheitsbehörde CDC – kamen bislang zum Schluss, dass das Risiko, nach einer durchgemachten Corona-Infektion an Long Covid zu erkranken, etwa bei 20 Prozent liegt.
COVID-19-Überlebende haben auch ein doppelt so hohes Risiko für die Entwicklung von Lungenembolien oder Atemwegserkrankungen; Jeder fünfte COVID-19-Überlebende im Alter von 18 bis 64 Jahren und jeder vierte Überlebende im Alter von ≥65 Jahren erlebte mindestens eine Vorfallerkrankung, die auf frühere COVID-19-Erkrankungen zurückzuführen sind. Nun wirft eine umfassende globale Studie einen neuen Blick auf diese Zahlen. Demnach erkrankten weltweit in den Jahren 2020 und 2021 – also noch vor den Omikron-Wellen – rund 145 Millionen Menschen an Long Covid, das sind «nur» 6,2 Prozent aller Corona-Infizierten mit Symptomen.
Diese Ergebnisse stimmen mit denen aus mehreren grossen Studien überein, die darauf hindeuteten, dass bei 20% bis 30% der Patienten Erkrankungen nach COVID-Vorfällen auftreten und dass ein Teil der Patienten nach der Erstinfektion eine erweiterte Nachsorge benötigt. Der Schweregrad und die Dauer der Erkrankung von COVID-19 können sich auf die Gesundheitsbedürfnisse und das wirtschaftliche Wohlergehen der Patienten auswirken. Das Auftreten von Vorkommnissen nach einer Infektion kann sich auch auf die Fähigkeit eines Patienten auswirken, einen Beitrag zur Belegschaft zu leisten, und wirtschaftliche Folgen für die Überlebenden und ihre Angehörigen haben, insbesondere bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 64 Jahren. Darüber hinaus könnten die Pflegeanforderungen die Gesundheitsdienste nach akuter Erkrankung belasten.
Die Umsetzung von COVID-19-Präventionsstrategien sowie die routinemässige Bewertung von Post-COVID-Erkrankungen bei Personen, die COVID-19 überleben, ist entscheidend, um die Inzidenz und die Auswirkungen von Post-COVID-Erkrankungen zu reduzieren, insbesondere bei Erwachsenen im Alter von ≥65 Jahren.
ABBILDUNG. Risikoquoten* für die Entwicklung von Post-COVID-Erkrankungen bei Erwachsenen im Alter von 18–64 Jahren und ≥65 Jahren – USA, März 2020 – November 2021
Referenzen:
- CDC. Lange COVID- oder Post-COVID-Bedingungen. Atlanta, GA: US-Gesundheitsministerium, CDC; 2022. Abgerufen am 22. April 2022. https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/long-term-effects/index.html
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