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Basel, 1615
Steinenvorstadt 6
Franz Pergo
Eichenholz, Sandstein
H. 319, B. 265 cm
Inv. 1882.207.
Das Haus zum Schwarzen Rad in der Steinenvorstadt wurde im Rahmen eines umfangreichen Umbaus 1615 mit einem stattlichen Renaissanceportal versehen, welches 1882, als die Liegenschaft in eine Apotheke umgewandelt wurde, in den Besitz des Historischen Museums überging. Die beiden gleichzeitig ausgeführten, mit der Jahreszahl 1615 bezeichneten Teile, Holztür und Steinumrahmung, nehmen zwar formal aufeinander Bezug, entstammen jedoch nicht unbedingt derselben Meisterhand. Aufgrund stilistischer Eigenheiten darf der hölzerne Teil als eine Schöpfung des burgundischen Kunstschreiners Franz Pergo gelten, der sich in seiner Wahlheimat bereits 1595 mit dem Prunkportal des Basler Regierungsratssaales einen Namen gemacht hatte. Mächtig umschliesst der steinerne, mit Beschlagwerk verzierte Torbogen die reich geschnitzte Eichentür, deren Fläche durch ineinander gestellte Architekturmotive gegliedert ist. Ädikula und Pilaster-Gebälkrahmung evozieren eine Raumtiefe und verunklären die eigentliche Durchgangssituation der Tür. Als ein charakteristisches Dekorationselement der Renaissance bekrönt eine männliche Blattmaske diese Scheinarchitektur.