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Die Anfänge der Burg gehen zurück ins frühe Mittelalter. Das Gebiet der Grasburg umfasste den Amtsbezirk Schwarzenburg, der in alten Urkunden als ‚inter aquas’, d. h. als zwischen Sense und Schwarzwasser liegend, bezeichnet wurde. Strategisch gesichert, auf einem Felsen oberhalb der Senseschlucht als Stützpunkt oder auch als Zufluchtsort gedacht, wurde die Burg vermutlich im 12. und 13. Jahrhundert von den Zähringern von einer Ritterburg zur Reichsfeste ausgebaut. Historisch belegt ist die Jahrzahl 1224 mit der urkundlichen Erwähnung der Ritter Otto und Kuno von Grasburg, die als Gefolgsleute der Zähringer aufgeführt wurden. Im 13. Jahrhundert ging die Burg als Lehen an die Habsburger und später an Savoyen. 1423 wurde die Burg zu gleichen Teilen an die Städte Bern und Freiburg verkauft, die jeweils für eine festgelegte Amtsdauer die Landvögte stellten. Bern besass zu dieser Zeit schon gewisse Vorrechte, die sogenannten Präminenzrechte. Dazu gehörten Gebote und Verbote in regionalen Angelegenheiten z. B. Münzwesen, Masse und Gewichte, Jagdwesen, Todesurteile, Begnadigungen. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts verlor die Grasburg durch häufigen Besitzerwechsel und kriegerische Auseinandersetzungen immer mehr an Bedeutung. 1576 wurde die Verwaltung endgültig in das neue Schloss von Schwarzenburg verlegt, für dessen Bau teilweise Material von der Grasburg verwendet wurde. Die Grasburg war als Verwaltungszentrum zu abgelegen, ihr Zustand baufällig. Dieser Abbau beschleunigte den Verfall der Burg. 1894 erworb die Stadt Bern die Ruine Grasburg, die 100 Jahre später letztmals renoviert wurde, um die noch vorhandenen Mauerwerke zu sichern und einen weiteren Zerfall aufzuhalten.
Die Ruine Grasburg ist die grösste Burgruine des Kantons Bern. Sie ist heute ein beliebter Ausflugsort und Ziel verschiedener abwechslungsreicher Wanderwege.
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Besitzer
Stadt Bern
Renovation:
1983–1984, Teilerneuerungen zwischen 1902 und 1931
Anreise
Mit dem Auto von Schwarzenburg Richtung Bern, links abbiegen Richtung Häusern–Scheuer–Schlössli bis zum Parkplatz.