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Erhebungen und Datenquellen
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Landesindex der Konsumentenpreise (LIK)
Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) ist ein gesamtschweizerischer Indikator für die Preisentwicklung der für Konsumentinnen und Konsumenten bedeutsamen Waren und Dienstleistungen. Er dient unter anderem als Grundlage für die Geld- und die allgemeine Wirtschaftspolitik, zur Bestimmung des realen Wirtschaftswachstums und der realen Lohn- und Umsatzentwicklung wie auch zur Beurteilung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.
Der LIK wird monatlich vom Bundesamt für Statistik (BFS) nach dem Inländerkonzept aufgrund von aktuellen Preiserhebungen berechnet. Grundlage für die Indexberechnung bildet der sogenannte Warenkorb. Darin wird definiert, mit welchem prozentualen Gewicht die Preise der einzelnen Waren und Dienstleistungen in die Indexberechnung eingehen. Der Warenkorb bildet die Struktur der Konsumausgaben der privaten Haushalte so realitätsgetreu wie möglich nach; seit Dezember 2001 wird er anhand der Haushaltsbudgeterhebung (HABE) jährlich neu gewichtet. Der Mietpreisindex ist eine Komponente des Konsumentenpreisindex und hat am aktuellen Warenkorb einen Anteil von rund 20 Prozent.
Der LIK wird seit 1922 berechnet und wurde seither neun Revisionen unterzogen (1926, 1950, 1966, 1977, 1982, 1993, 2000, 2005 und 2010). Mit der letzten Revision 2010 stellte das BFS den LIK auf neue Grundlagen (Basis Dezember 2010 = 100), die ab Januar 2011 für die Berechnung massgebend sind. Wie die früheren Indexerneuerungen passte auch die jüngste Revision den LIK an veränderte Markt- und Konsumstrukturen an und berücksichtigte neue methodische Entwicklungen. Schwerpunkte waren unter anderem die Überarbeitung des Mietpreisindex, Fragen zur Qualitätsbereinigung und der Erhebungstechniken. Der LIK 2010 ist nach wie vor ein Preisindex und kein Lebenshaltungskostenindex.
Um einen internationalen Vergleich der Teuerung zu ermöglichen, haben die Mitgliedstaaten der EU einen Indikator eingeführt, der anhand einer harmonisierten Methode berechnet wird: den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Weil der Index als wichtiges Steuerungsinstrument für die Währungspolitik gilt, wird er vom BFS seit 2008 auch für die Schweiz publiziert.