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Denim: Die Geschichte des robusten Materials
Bald feiert die Jeans ihren 150. Geburtstag. Kein anderes Kleidungsstück ist weltweit so bekannt, wie die robuste Hose aus Denim. Doch woher stammt der charakteristische blaue Stoff? Wer hat ihn erfunden?
Es stimmt zwar, dass die Jeanshose ihren Siegeszug von Amerika aus antrat. Doch was inzwischen sogar auf den Laufstegen internationaler Modedesigner angekommen ist, hat seine Wurzeln tatsächlich in Europa.
Was der amerikanische Goldrausch mit französischem Denim zu tun hat
Zu Zeiten des Goldrausches zog der deutsche Auswanderer Löb Strauß, besser bekannt unter seinem angenommenen Namen Levi Strauß, nach San Francisco. Er gründete dort mit zwei Familienmitgliedern eine Stoff- und Kurzwarenhandlung. Als geschäftstüchtiger Händler belieferte er die Goldgräber schon bald nicht mehr nur mit Kleidung, sondern mit allem, was sie zum täglichen Leben benötigten.
Da er nun regen Kontakt mit den wackeren Arbeitern hatte, bemerkte er, dass sie häufig in zerrissenen Hosen herumliefen. Levi Strauß erfand ein strapazierfähiges Beinkleid aus widerstandsfähigem, braunem Segeltuch mit vielen Schlaufen und Taschen, in denen die Männer ihr Werkzeug verstauen konnten.
“Strauß und Davis meldeten die Levi’s Jeans am 20. Mai 1873 zum Patent an.”
Auf der Suche nach einem noch robusteren Material für seine Hosen stieß Strauß auf einen indigogefärbten, blauen Baumwollstoff aus Frankreich. Er trug die Bezeichnung Serge de Nîmes, was übersetzt “Gewebe aus Nîmes” bedeutet. Strauß gab dem Stoff den Namen Denim und fertigte fortan seine Hosen aus diesem Material. Die Verarbeitung der Nieten, mit denen noch heute die Taschenecken der Levis-Jeans verstärkt sind, steuerte sein Partner Jacob Davis bei. Nachdem die Hosen gut ankamen, meldeten Strauß und Davis die Levi’s Jeans am 20. Mai 1873 zum Patent an.
Eine Arbeitshose wird zum Erfolgsschlager
Schnell entdeckten auch Farmer, Holzfäller und Cowboys die praktischen Hosen mit der langen Lebensdauer.
Im Laufe der 1930er Jahre verschwanden die Hosenträger und wurden durch Gürtel ersetzt. So trat die Jeans ihren Siegeszug als Wahrzeichen der rebellischen Jugend, zunächst in Amerika, später auch in Europa und der ganzen Welt an.
Aus der heutigen Modewelt ist Denim nicht mehr wegzudenken. Nicht nur Jeans in unzähligen Formen und Waschungen, auch Jacken, Hemden, Blusen und moderne Chinos finden weltweit begeisterte Abnehmer. Vom Baby bis zum Greis: Wohl jeder besitzt zumindest ein Kleidungsstück aus Jeansstoff. Aus der Hose von damals entstanden unzählige verschiedenartige Kleidungsstücke, die sich in der Freizeit genauso bewähren wie im Büroalltag.
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