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Technisch gesehen besteht Ligurien fast zu 2/3 aus Bergen und 1/3 aus Hügeln. Nahezu 2.500 Meter hoch stürzen hier die Ligurischen Alpen und der Apennin ins Meer, so dass früher die Weinberge, die als Terrassen in den Stein gehauenen wurden, nur über den Wasserweg erreichbar waren. Maschinenarbeit ist in den steilen Weinbergen, die einst als „hängende Weinberge“ der Cinque Terre bekannt waren, nicht möglich, sodass alle notwendigen Arbeiten in diesen steilen Weinbergen von Hand erledigt werden müssen.
Klein, aber fein – so wird die ligurische Weinregion beschrieben. Steile Hänge und Trockenmauern, kaum bearbeitbar, Heimat einer Handvoll teils sehr alter Rebsorten. Die Arbeit ist mühsam, weshalb viele Landwirte in den letzten Jahrzehnten den Weinbau zugunsten von Gewächshäusern aufgegeben haben. Doch in den letzten Jahren erlebte der Weinbau dank einiger innovativer Winzer eine kleine Renaissance.
Anbaugebiete Liguriens: Cinque Terre, Colli di Luni, Riviera di Ponente, Vall d'Aosta. In Ligurien kommen einige unbekannte Sorten vor, die nur in geringer Zahl angebaut werden. Pigato, antiken Ursprungs, ist eine rein ligurische Sorte, deren Aromen von Kräutern und Wildblumen von der Sonne und dem Meer beeinflusst werden. Vermentino, keine unbekannte, ist die erste Rebsorte, sie schmeckt nach mediterranen Kräutern der Region, mit leicht salziger Note. Aus Granaccia-Reben entstehen charakteristische Rotweine der ligurischen Riviera del Ponente, ein Wein mit mittlerem Körper, trocken und samtig, mit einem Hauch von schwarzen Beeren in der Nase. Die ursprüngliche Rebsorte ist Alicante, die hier in Ligurien den Namen Granaccia trägt.