Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03243.jsonl.gz/1955

Twitter scheint momentan vom Chaos regiert zu werden. Gemäss den Angaben der Branchenjournalistin Zoe Schiffer habe das Twitter-Management die Mitarbeitenden des Mikroblogging-Dienstes darüber informiert, dass die Büros ab sofort vorübergehend geschlossen und selbst mit einem elektronischen Türöffner nicht zugänglich seien. Eine Begründung dafür gebe es nicht.
Wie die "New York Times" (NYT) berichtete, sollen die Büros bis Montag geschlossen bleiben. Nach den in der vergangenen Woche ausgesprochenen Massenkündigungen hatte Musk von den noch verbliebenen Mitarbeitenden gefordert, ein "Arbeitsbekenntnis" zu unterzeichnen, mit dem sie sich zu "aussergewöhnlichen Leistungen" und "langen Arbeitstagen mit hoher Intensität" bekennen würden. Wer das nicht tue, sei mit sofortiger Wirkung gekündigt
Gemäss einem "Guardian"-Bericht sei die Zahl jener, die diese Bedingungen nicht unterzeichnen wollen, grösser als von Musk erwartet. Hunderte hätten sich entschieden, lieber das Unternehmen zu verlassen. Um gegenzusteuern, soll er gestern das erst unlängst erlassene Homeoffice-Verbot aufgehoben haben. Twitter-Angestellte hätten das Recht, im Homeoffice zu arbeiten, wenn ihre Vorgesetzten ihnen ein überdurchschnittliches Engagement attestieren würden.
Erst am Dienstag verschob der reichste Mensch der Welt das neue Abomodell mit dem blauen Verifizierungssymbol auf Ende November. Er reagierte damit auf eine Flut von gefälschten Profilen auf Twitter. Mehrere grosse Konzerne haben wegen Bedenken über die Entwicklung von Twitter inzwischen ihre Werbung auf dem sozialen Netzwerk ausgesetzt und warten ab, wie es mit dem Kurznachrichtendienst weitergeht.