Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03640.jsonl.gz/1336

Von der professionellen Gestaltung der politischen Aufgabe der Sozialen Arbeit mit Hilfe einer politikwissenschaftlichen Konzeption
Die ethischen Grundlagen der Sozialen Arbeit verlangen, dass das Handeln der Fachpersonen professionell ausgeführt wird. Diese Forderung kann in Bezug auf die politische Aufgabe der Sozialen Arbeit noch nicht erfüllt werden. Denn der bisherige Diskurs um das politische Man-dat konnte als Begriffsdiskussion identifiziert werden und es hat sich mittlerweile der Begriff der politischen Aufgabe etabliert. Dabei wurde die konkrete Ausgestaltung der politischen Aufgabe vernachlässigt und es entstand ein Defizit an theoretischen und methodischen Grundlagen. Dieses führt dazu, dass die politische Aufgabe nicht professionell ausgeführt wer-den kann. Um diesem Defizit entgegenzuwirken, wurden aus dem Konzept der Lebensweltorientierung mit der zusammenfassenden Inhaltsanalyse sechs Kategorien abgeleitet, die unter-schiedliche Aspekte der politischen Aufgabe beleuchten. Die Politikfeldanalyse entspricht einer dieser Kategorien und sie bietet verschiedene Potentiale für die professionelle Ausübung der politischen Aufgabe. Diese Potentiale traten durch die Analyse mit dem allgemeinen Wissen-Praxis-Transfermodell hervor. Damit das politische Handeln der Fachpersonen als professionell eingestuft werden kann, müssen bei der Anwendung der Politikfeldanalyse zusätzlich Meta- und Objekttheorien zugezogen werden sowie der Hilfeprozess durch eine allgemeine Handlungstheorie strukturiert werden. Wenn diese Ansprüche in der Anwendung der Politikfeldanalyse erfüllt sind, kann das politische Handeln als professionell eingestuft werden. Da die Politikfeldanalyse Ergebnisse liefert, die die anderen fünf Kategorien ebenso bedient, könnte es sein, dass sie als Grundlage für politisches Handeln zu verstehen ist.