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Der Wille des Volkes
Die dunkle Seite der Direkten Demokratie
Diese Geschichte is in der Zukunft angesiedelt. Der nationale Konservativismus hat es geschafft: Es gibt eine Einparteiregierung der Eidgenössischen Demokraten, die sechs Bundesräte stellen. Den siebten halten sie für die Opposition frei. Man ist ja keine Diktatur!
Niemand nimmt den Sitz ein, denn man könnte sowieso nichts bewirken.
Wille ist der Anführer dieser rückwärts gewandten Bewegung. In Altersheimen wird gejodelt und die blauen Berge besungen. Chum Bueb und lueg die Ländli aa. Ein Ordnungsamt wurde geschaffen, das alle Kompetenzen besitzt und von dem niemand so genau weiss, welche Aufgabe es eigentlich hat.
Weilemann ist ein alter, pensionierter, investigativer Journalist. Auch wenn er manch technisches Rumgefuchtel verachtet weil er der Meinung ist, dass das menschliche Gehirn jeder Maschine überlegen ist, nutzt er die Segnungen der weltweiten Vernetzung. Aber immer erst in zweiter Linie. Ausserdem ist Weilemann ein passionierter Schachspieler.
Derendinger ist ebenfalls ein alter Journalit. Gleiche Generation wie Weilemann. Sie haben sich nie besonders gemocht. Aber sie haben sich repektiert. Derendinger war journalistisch mehr auf dem Feld der Politik tätig. Vom Schachspiel verstand er nicht die Bohne. Er kontaktiert Weilemann und bestellt ihn auf den Lindenhof zu den grossen Schachbrettern.
Die Zeitungen berichten, der Veteran der Journalistenzunft hätte sich von der Mauer im Lindenhof in die Limmat gestürzt um Selbstmord zu begehen.
Eine simple Google-Auskunft sagt, dass der Abstand der Mauer zur Limmat zehn Meter beträgt. Kann ein alter Mann zehn Meter weit springen? Und kann es sein, dass in einem non fotobegeisterten Asiaten bevölkerten historischen Park ein Mann von der Mauer springen kann, ohne dass das jemandem auffällt?
Die Warnung des Herrn Lewinsky
Ein Buch von Charles Lewinsky.
Besprochen von Wolfgang Müller.