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asiatimes.com: Chinesische Wissenschaftler haben eine Mikrowellenwaffe entwickelt, die eingesetzt werden könnte, um US-Satelliten anzuvisieren und zu verbrennen
Mit einem Schuss vor den Bug der USA haben chinesische Wissenschaftler Berichten zufolge ein Ultrahochleistungs-Mikrowellengerät entwickelt, das möglicherweise die Satellitenkommunikation stören oder empfindliche Satellitenelektronik beschädigen kann.
Bei dem Gerät mit der Bezeichnung Relativistischer Klystron-Verstärker (RKA) handelt es sich um eine Hochleistungs-Mikrowellenquelle, die wegen ihrer Vorteile in Bezug auf hohe Leistung, hohen Wirkungsgrad, stabile Phase und stabile Amplitude der Ausgangsleistung häufig in Hochleistungsradaren, neuen Beschleunigern und neuen Kommunikationssystemen eingesetzt wird.
Nach Angaben der chinesischen Forscher aus Sichuan kann das Gerät einen kurzen 5-Megawatt-Puls im Ka-Band erzeugen, einer Satellitenfrequenz, die zunehmend von Unternehmen und dem Militär genutzt wird.
Ka-Band-Systeme sind für militärische Anwendungen besonders nützlich, da sie mit kleineren, lenkbaren Strahlen für eine hohe Kapazitätsdichte gebaut werden, was die Störfestigkeit von Plattformen erhöht und gleichzeitig erhebliche Uplink-Datenraten für Programme wie militärische Nachrichtengewinnung, Überwachung, Aufklärung und andere datenintensive Anwendungen unterstützt.
Frühere chinesische RKA-Prototypen erreichten nur einige hundert Kilowatt Leistung im Ka-Band, aber eine grundlegende Umgestaltung durch chinesische Forscher ermöglichte es, in einem Experiment 501 Megawatt zu erzeugen, wobei die Computermodellierung noch mehr Raum für Verbesserungen lässt.
Damit hat das Gerät das Potenzial, eine Hochleistungs-Mikrowellenwaffe gegen Satelliten zu sein, die 100-mal mehr Energie erzeugt als die meisten Kommunikationsgeräte.
Chinas RKA-Entwicklung hat gewisse Befürchtungen geweckt, dass sie als bodengestütztes Waffensystem gegen US-Satelliten und Drohnen eingesetzt werden könnte. Eine bodengestützte Mikrowellenwaffe, die in der Lage wäre, Satelliten zu treffen, würde jedoch mehr als ein Gigawatt Leistung benötigen, um moderne Satelliten effektiv zu stören oder zu beschädigen, und ist daher nicht praktikabel.
RKA-Geräte können jedoch ohne weiteres zu offensiven und defensiven Zwecken auf Satelliten montiert werden. In der Offensive kann eine RKA als Quelle für Hochleistungsmikrowellen eingesetzt werden, die auf feindliche Satelliten gerichtet sind, um deren empfindliche Elektronik zu zerstören.
Im Verteidigungsfall kann ein an einem Satelliten montierter RKA einen ungewöhnlichen Anstieg elektrischer Ströme erkennen und gezielt Hochleistungsmikrowellen absorbieren, bevor sie Schaden anrichten können.
Ein zusätzliches Gerät an Bord eines Satelliten kann jedoch dessen Leistung beeinträchtigen, da das Gerät selbst unter der intensiven Mikrowellenstrahlung überhitzen und verbrennen könnte.
Neben Mikrowellenwaffen hat China auch einen satellitenmontierbaren Festkörper-Pulslaser entwickelt, der ein Megawatt Laserlicht erzeugen und eine halbe Stunde lang 100 Mal pro Sekunde feuern kann, ohne im Weltraum zu überhitzen.
Ein solcher Laser ist in der Lage, Satellitenkameras zu blenden oder sogar Satelliten dauerhaft zu blenden. Bei Tests erzeugte das Gerät Berichten zufolge einen Strahl von nur 5 Nanosekunden Dauer, der jedoch stark genug war, um Menschen dauerhaft zu blenden oder Zielflächen zu verdampfen.
Jüngste technologische Durchbrüche in der Lasertechnologie haben eine solche Miniaturisierung möglich gemacht. Dazu gehört die Erfindung eines neuen Kühlsystems aus Kupfer und Indium, einem Metall der seltenen Erden, von dem China die größten Reserven der Welt besitzt.
China hat zwar bestritten, dass es sich bei diesem Lasergerät um eine gerichtete Energiewaffe handelt, aber größere Versionen des Systems können Schockwellen erzeugen, die in der Lage sind, Metall oder Verbundwerkstoffe auf einem sich schnell bewegenden Ziel zu zerreißen. Es kann auch eine Wolke elektrisch geladener Partikel erzeugen, die die Sensoren im Lenksystem einer Rakete beschädigen können.
Gezielte Energiewaffen wie Mikrowellen und Laser verwenden eher konzentrierte elektromagnetische als kinetische Energie, um gegnerische Ausrüstung, Einrichtungen und/oder Personal außer Gefecht zu setzen, zu beschädigen, zu deaktivieren oder zu zerstören.
Sie haben mehrere wünschenswerte Eigenschaften, wie z. B. sofortige Wirkung, hohe Schusskapazität, die nur durch die Stromversorgung begrenzt ist, hohe Abfangschwierigkeiten, präzise Zielgenauigkeit und niedrige Kosten pro Schuss.
Das Interesse an gerichteten Energiewaffen begann während des Kalten Krieges, als die USA und die alte Sowjetunion um die Erzeugung leistungsstarker elektromagnetischer Felder wetteiferten, die in der Lage waren, die empfindliche Militärelektronik des jeweils anderen zu beschädigen.
Einige Verteidigungsexperten sind der Meinung, dass solche Waffen die nächste Revolution in der Kriegsführung darstellen könnten. In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich Energiewaffen von Laborkuriositäten zu ausgereiften Waffensystemen entwickelt, wobei Mikrowellen und Laser zunehmend in militärischen Operationen eingesetzt werden.
Es wird erwartet, dass gerichtete Energiewaffen bis 2025 auf Kampfplattformen ausgerüstet und neben konventionellen Waffen eingesetzt werden, wobei Laserwaffen den größten Teil der Forschungs- und Entwicklungsarbeit erhalten werden, gefolgt von Mikrowellenwaffen.
Solche Waffen müssen jedoch noch verschiedene technische Hürden wie Absorption, Streuung und Turbulenzen in der Atmosphäre überwinden. Laser sind außerdem auf Ziele in Sichtweite beschränkt, was ihren Einsatz in bestimmten Situationen einschränken kann.