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Maria, eine gehörlose Mädchen
Diese Geschichte zeigt sehr gut, welche Probleme gehörlose Kinder in Bolivien haben, und wie die Gehörlosenschule helfen konnte
Die Mutter übergab ihr Kind die ersten zwei Lebensjahre der Grossmutter zum Hüten, um in Japan arbeiten zu können. Darum wurde die Gehörlosigkeit erst bei der Rückkehr der Mutter festgestellt.
Emily (links) und Maria (rechts) üben die Gebärde «Rüebli»
Da das Kind nicht sprach und auch nicht zuzuhören schien, begannen die Eltern viele Ärzte aufzusuchen, immer mit der Hoffnung, dass ihnen jemand helfen könnte. Die Eltern kauften Medikamente und zum Beispiel ein sehr teures Hörgerät, das, wie sich jetzt herausgestellt hat, für Maria untauglich ist. Die Eltern scheuten keine Mühe und Kosten, um Hilfe zu finden. Sie reisten viel mit Maria herum.
Auf einer Rückreise im Flugzeug kamen sie mit einer Person ins Gespräch, die das Zentrum ‹Arca› kennt. Sie wies die Eltern darauf hin, dass dies eine gute Schule für Gehörlose sei und diese dort viel lernen würden. Am nächsten Tag erschien die Mutter mit Maria im Zentrum. Seitdem sind wenige Monate vergangen. Die Eltern haben einen Gebärdenkurs absolviert und unter Tränen bekundete die Mutter ihre Dankbarkeit dafür, dass es hier in Riberalta ein solches Zentrum gibt.
Der Annahmeprozess der Gehörlosigkeit ihrer Tochter geht weiter, doch dank ‹Arca› bekommen die Eltern fachliche Hilfe und viel Unterstützung in dieser nicht einfachen Lebenssituation. Maria selber kommt sehr gerne in die Schule, hat schon viele Gebärden gelernt und kommuniziert fröhlich mit allen Leuten des Zentrums.