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Die 20 grössten Industrie- und Schwellenländer sagten zu, mit internationalen Organisation (WHO) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zusammenzuarbeiten, um ein "robustes" Finanzpaket auf den Weg zu bringen.
In der gemeinsamen Erklärung heisst es weiter, globales Handeln, Solidarität und internationale Zusammenarbeit seien angesichts der Pandemie "nötiger denn je". "Wir sind zuversichtlich, dass wir sie im Wege enger Zusammenarbeit überwinden werden", zeigten sich die Staats- und Regierungschefs überzeugt.
In der Videokonferenz, die vom saudi-arabischen König Salman geleitet wurde, bekannten sie sich zudem dazu, "alle erforderlichen gesundheitsbezogenen Massnahmen" zu ergreifen und diese angemessen zu finanzieren, um die Pandemie zu stoppen "und die Menschen, vor allem die Schwächsten unter ihnen, zu schützen".
Ausserdem versprachen die G20, ihre Produktionskapazitäten für medizinische Versorgungsgüter auszubauen, damit sie dem wachsenden Bedarf gerecht werden. So soll sichergestellt werden, "dass diese Güter überall dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden, zu erschwinglichen Preisen, ausgewogen und so schnell wie möglich verfügbar sind". In vielen Ländern mangelt es an Schutzmasken, Virus-Tests und Beatmungsgeräten.
Risiko für Entwicklungsländer
Zudem wollen sich die Staaten stärker abstimmen, auch mit dem Privatsektor, "damit zügig Diagnoseverfahren, antivirale Medikamente und Impfstoffe wirksam, sicher, gerecht, zugänglich und erschwinglich entwickelt, produziert und vertrieben werden können".
Mitte März war nämlich bekannt geworden, dass US-Präsident Donald Trump versucht haben soll, sich exklusiv einen Corona-Impfstoff zu sichern, an dem eine deutsche Firma arbeitet.
Die G20 zeigten sich ausserdem zutiefst besorgt über die "ernsten Risiken" vor allem für Entwicklungsländer, für Afrika und kleine Inselstaaten sowie "über das besondere Risiko, dem Flüchtlinge und Vertriebene ausgesetzt sind". Die G20-Staaten sind daher bereit, "Finanzmittel für entwicklungspolitische und humanitäre Massnahmen zu mobilisieren".
Sommaruga fordert Waffenstillstand
An der Konferenz nahmen unter anderem US-Präsident Donald Trump, sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping, der russische Präsident Wladimir Putin und Staats-und Regierungschefs von europäischen Ländern wie die deutsche Kanzlerin Angela Merkel oder der französische Präsident Emmanuel Macron teil.
Auf Einladung von König Salman war auch die Schweiz an der Videokonferenz vertreten. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga forderte gemäss Redetext, dass auch in einer Situation wie jetzt "das internationale Recht und der Multilateralismus respektiert werden". Gerade so zeige man "gegenseitige Solidarität".
Ausserdem verlangte sie mit Verweis auf den Aufruf von Uno-Generalsekretär Antonio Guterres einen weltweiten, bedingungslosen Waffenstillstand in allen bewaffneten Konflikten.
"Und ich rufe heute alle Teilnehmer auf, dafür zu sorgen, dass die internationalen Organisationen die notwendigen Mittel erhalten, um den Ärmsten und Verletzlichsten zu helfen", sagte Sommaruga weiter.
Saudi-Arabien hat derzeit die einjährige G20-Präsidentschaft inne. Die Staatengruppe vereint zwei Drittel der Weltbevölkerung, 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und 75 Prozent des Welthandels.
(AWP)