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Abwärme nutzen - Restwärme einspeisen
Holzwärmezentrale
In der Holzwärmezentrale wird unbehandeltes Altholz aus Abbrüchen verbrannt. Das Holz wird als Schnitzel per Lastwagen angeliefert und im Bunker zwischengelagert. Von dort gelangt es über ein automatisches Fördersystem in den Holzkessel. Die so gewonnene Wärme wird in den Wärmeverbund eingespeist. Die bei der Verbrennung entstehenden Abgase werden mittels Multizyklon und Gewebefilter gereinigt. Durch Eindüsen von Harnstoff zur Verbrennungsluft nach dem SNCR-Verfahren (selektiv nicht katalytische Reduktion) werden die Stickoxide eliminiert. Die Abtrennung der Schwefeldioxide im Abgas erfolgt unter Zumischen von Kalkhydrat; dabei fällt Gips aus.
Die Holzwärmezentrale ist so konzipiert, dass später ein zweiter Holzkessel eingebaut und ein Teil der Wärme zur Stromerzeugung verwendet werden kann. Zur Spitzendeckung im tiefen Winter und zur Notversorgung bei einem Störfall des Holzkessels steht ein konventioneller Ölheizkessel zur Verfügung.
Abwärme
Ein Teil des gereinigten Abwassers der Kläranlage wird zu den Wärmepumpen geführt. Die elektrisch angetriebenen Wärmepumpen entziehen dem gereinigten Abwasser Wärme, bevor es via Ableitung in den Bodensee geführt wird. Die so gewonnene Wärme wird zusammen mit der Abwärme des Blockheizkraftwerkes und der Klärgasturbinen in den Wärmeverbund eingespeist.
Fernwärmenetz
Die Wärme wird über erdverlegte, gut gedämmte Stahlleitungen zu den angeschlossenen Gebäuden geführt. Jedes Gebäude verfügt über ein eigenes Heizsystem, welches hydraulisch vom Wärmeverbund entkoppelt ist. Die bezogene Wärmemenge wird mittels geeichter Wärmezähler erfasst und zu vertraglich festgelegten Tarifen verrechnet.