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Ich bin unabhängig und frei. Mein Wohlbefinden ist unabhängig und frei, es lässt sich nicht von irgend einer grob gewählten Wortwahl eines Anderen trüben. Mein Wohlbefinden ist doch nicht Opfer einer grob gewählten Wortwahl. Meine Zufriedenheit ist unabhängig und frei, sie lässt sich nicht von irgend einer schroffen Handlung eines Anderen vergiften. Meine Zufriedenheit ist doch nicht Sklave einer schroffen Handlung. Meine Glücksgefühle sind unabhängig und frei, sie lassen sich nicht von irgend einem taktlosen Verhalten eines Anderen erdrosseln. Meine Glücksgefühle sind doch nicht Untertan von einem taktlosen Verhalten. Wer ist hier eigentlich Meister? Wer befielt hier eigentlich? Ich bin unabhängig und frei, hänge nicht von Anderen ab, lasse mich weder trüben, vergiften noch erdrosseln... Oder bin ich doch eine Gefangene? Lasse ich mich doch beirren? Sollte ich anders bewerten? Anstelle einer schlecht gewählten Wortwahl wäre es eine gerissene, kreative und auf den Punkt bringende Wortwahl? Schroffe Handlungen würden durch bedachte Handlungen und taktloses Verhalten würde durch einfühlsames Verhalten ersetzt. Aber das wäre doch Verrat an die eigene Wahrnehmung, das wäre doch eine Selbsttäuschung. Sollte ich lernen anzunehmen? Grobheit, Schroffheit, Taktlosigkeit einfach annehmen? Oder ertragen und aushalten? Oder vielleicht verzeihen? Schatten wird zu Licht, weil er mich etwas lehrt. Verzeihen? Niemand ist perfekt. Ich verzeihe. Ich nehme Unperfektheit an, bei den Anderen und auch bei mir. Ich bin unabhängig und frei. Oder bin ich doch eine Gefangene? Ich hab's... Ich gehe meinen Kopf leeren. Leer sein. Einatmen, ausatmen. Loslassen. Da ich bestens weiss, wie das geht, bin ich unabhängig und frei. Oder?