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Die zweifache Mutter Elisabeth Anderson-Sierra pumpt jeden Tag fast sieben Liter Muttermilch ab. Die 29-Jährige leidet am Hyperlactation Syndrom. Entdeckt hat sie dieses, als sie mit ihrer ersten Tochter (2) schwanger war. «Als ich mein zweites Kind bekam, fuhr meine Milchproduktion nochmals hoch», so Anderson-Sierra zu swns.com.
Die US-Amerikanerin machte das Beste daraus und fing an, Muttermilch zu spenden. Seither soll sie tausende Babys gefüttert haben. Sie soll bisher mehr als 2200 Liter weggeben haben. Die Milch geht vor allem an lokale Mütter, schwule Eltern und Frühgeborenenstationen.
Gelagert wird die Milch bei ihr zu Hause. Die Familie hat dafür extra vier grosse Kühlschränke gekauft. Die Pärchen holen die Milch jeweils direkt bei der Spenderin ab.
Pumpen während dem Autofahren
Ihrer Arbeit schenkt sie jeden Tag 10 Stunden. «Ich pumpe etwa fünf Stunden am Tag, den Rest verbringe ich mit Anschreiben, Lagern und Sterilisieren», so Anderson-Sierra. «Es macht keinen Spass, das Pumpen tut weh. Aber das ist meine Arbeit der Liebe.»
Das meiste pumpe sie zu Hause. Doch es sei auch schon vorgekommen, dass sie in Restaurants, auf öffentlichen Plätzen oder sogar beim Autofahren Milch abgepumpt habe. Profit schlage sie daraus nicht. Die Pärchen würden sie aber für ihre Zeit kompensieren.
Zu Beginn habe sie noch Angst davor gehabt, dass sie plötzlich austrockne und keine Milch mehr für ihre eigenen Kinder habe. «Doch dann habe ich mich der Arbeit voll hingegeben», sagt Anderson-Sierra. «Muttermilch ist flüssiges Gold, sie sollte nie weggeworfen werden. Da draussen gibt es eine grosse Nachfrage danach.»