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Suizidgedanken sind eine verbreitete Reaktion auf hohen Leidensdruck. Das eigene Leben zu beenden, erscheint als (einzig) mögliche Befreiung aus der Krise. Menschen mit Suizidgedanken möchten meist nicht sterben, sondern sehnen sich nach einem Ausweg aus der Krise.
Suizidgedanken – eine verbreitete Reaktion auf hohen Leidensdruck
Wenn Menschen über längere Zeit hohem Leidensdruck ausgesetzt sind oder einen traumatischen Schicksalsschlag erleben, tauchen häufig Suizidgedanken auf. Das eigene Leben zu beenden, erscheint als (einzig) mögliche Befreiung aus der Krise. Die meisten Menschen mit Suizidgedanken möchten nicht sterben, sondern sehnen sich nach einem Ausweg aus der Krise, nach Ruhe und Frieden. Die Erfahrung zeigt, dass schwere Krisen mit Suizidabsichten in aller Regel vorbeigehen. Suizid ist eine nicht mehr rückgängig zu machende «Lösung» für ein vorübergehendes Problem. Daher lohnt sich Suizidprävention.
Suizide und Suizidversuche sind vermeidbar
Es wird irrtümlich häufig angenommen, dass Suizidwillige nicht von ihrem Vorhaben abzubringen sind und früher oder später eine Suizidmöglichkeit finden. Diese Meinung ist ein Irrtum. So starben z. B. von 515 Menschen, die auf der Golden-Gate-Brücke in San Francisco von einem Suizid abgehalten werden konnten, nur gerade 5 % in den darauffolgenden 26 Jahren durch Suizid. Wer einen Suizidversuch überlebt, ist in aller Regel froh darüber.
Suizidprävention
Menschen in suizidalen Krisen beizustehen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Möglichkeiten der Suizidprävention sind vielfältig. Suizidprävention umfasst unter anderem Massnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit, zur thematischen Sensibilisierung der Bevölkerung, zur Schulung von Fachpersonen in medizinischen und nicht-medizinischen Settings, Massnahmen im Bereich der psychiatrischen Versorgung und der reduzierten Verfügbarkeit potenziell suizidaler Mittel (wie Medikamente und Schusswaffen).
Letzte Änderung 19.12.2016