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Nach dem Unglück in der Kleinstadt Oso am Samstag versuchten Rettungskräfte verzweifelt, zu verschütteten Menschen vorzudringen, die unter den Trümmern ihrer Häuser um Hilfe riefen. Hinzu kam laut Behörden die Gefahr «möglicherweise katastrophaler Überschwemmungen». Mehr als zehn Menschen wurden laut der «Seattle Times» geborgen und mit teils lebensgefährlichen Verletzungen ins Spital gebracht. Dazu zählte ein sechs Monate altes Baby, dessen Zustand am Sonntag als kritisch bezeichnet wurde. Wie es weiter hiess, zerstörte der Erdrutsch sechs Häuser, bis zu 16 weitere Gebäude wurden beschädigt.
«Alles war in ein paar Sekunden verschwunden», zitierte CNN einen Augenzeugen. Eine Frau schilderte in der «Seattle Times», sie habe mit einer Freundin im Wohnzimmer gesessen, als sie ein Krachen hörte. Plötzlich sei da eine etwa siebeneinhalb Meter hohe Schlammwand gewesen. «Dann traf sie uns und wir rollten. Das Haus zerfiel, wir waren begraben und gruben uns selbst aus.»
Ausgelöst wurde das Unglück wahrscheinlich durch heftige Regenfälle in den vergangenen vier Wochen, die das Grundwasser ansteigen liessen. Die Erdmassen rutschten über einen Highway hinweg und blockierten einen Fluss, der über die Ufer zu treten drohte. Bewohner in der Umgebung wurden dringend dazu aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.