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Waldbauprojekt 2000 - 2010
Aufgrund der Übernutzungen des 19. Jahrhunderts war der Vorrat im Flüeler Bannwald sehr klein und ausgedehnte Flächen waren mit Jungwuchs und Stangenholz bedeckt. Im 20. Jahrhundert waren die Nutzungen sehr gering, der Vorrat wuchs stetig. Durch die Dichte der Bestände und der sehr geringen Nutzung wurde die natürliche Verjüngung des Waldes verunmöglicht. Diese Situation verlangte nach waldbaulichen Massnahmen.
Mit dem Waldbauprojekt 2000-2010 sollen nun die erforderlichen Massnahmen verwirklicht werden. Trägerschaft ist die Korporationsbürgergemeinde Flüelen. Mit diesem Projekt sollen im Flüeler Bannwald die Gefahren von Murgängen und Steinschlägen herabgesetzt werden. Es soll die Stabilität der Bäume und die Verbesserung der Alterstrukturen erreicht werden. Um die Schutzfunktionen des Bannwaldes zu erhalten, sind Verjüngungen des Baumbestandes notwendig. Nur so kann der Flüeler Bannwald seine vielfältigen Aufgaben auch in Zukunft optimal erfüllen. Die waldbaulichen Zielsetzungen lauten demzufolge:
- Verbesserung der Altersverteilung
- Erhöhung des Anteils stufiger Bestände
- Erhöhung der Stabilität in dichten Baumhölzern
Das Waldbauliche Konzept sieht zur Erreichung der Ziele drei Massnahmen vor:
- Jungwaldpflege
- Stabilitätsdurchforstung
- Verjüngung von Altbeständen
Das Projekt unterscheidet sich in Arbeiten ohne Holzertrag (Pflegeprojekt) und Arbeiten mit Holzertrag (Waldbauprojekt). Die Holzernte wird im Flüeler Bannwald durch die drei Elektrizitätsübertragungsleitungen erheblich erschwert. Die in den letzten Jahrzehnten und Jahren erbauten Erschliessungsstrassen ermöglichen den Einsatz des Seilkranes und den Abtransport des Holzes.Beim Pflegeprojekt wird der Wald durchforstet. Jungwald entsteht, Licht ist Leben. Im Waldbauprojekt wird das schlagreife Holz geerntet. Der Holzpreis ist stark gesunken. Nach den Stürmen Viviane und Lothar herrscht auf dem Markt ein Überangebot.
Im Rahmen des Waldbauprojektes 2000-2010 konnte mit Wendelin Gisler wiederum ein hauptamtlicher Förster angestellt werden. Das Projekt wird zudem von dem Projekt-Förster Göran Gfeller begleitet, welcher von der Korporationsbürgergemeinde nach Aufwand bezahlt wird. Zusätzlich zum Förster wird während 4-5 Monaten (Dezember - März) eine 4-5 Mann starke Forstgruppe angestellt.