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Geschichte & Herkunft
Im Hochmittelalter war das Lichtenhainer ein heimgebrautes Bauernbier. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entdeckten die Brauer das Rezept für sich und brachten das Bier zu kommerziellem Erfolg. Bei den Studenten der Zeit war das Bier sehr beliebt, doch die Stadtväter konnten das Bier nicht leiden und untersagten den kompletten Handel um 1831. Der eigentliche Zweck darin war aber die Brauerei in Jena als einzige Brauerei des Bieres zu schützen. Das Lichtenhainer hielt sich regional bis in die Zeit der DDR. Im Jahre 1997 kam es zur Wiederbelebung des Bierstils in der Gasthausbrauerei Wöllnitz in Jena. Es hieß damals Wöllnitzer Weißbier und hatte einen Alkoholgehalt von 2,5%.
Herstellung & Geschmack
Den meisten Quellen nach wurde das Lichtenhainer aus einer Mischung von Gerste und Weizen gebraut. Die genaue Malzschüttung ist unbekannt. Es hatte eine helle Farbe und wird schwach mit geräuchertem Malz hergestellt. Die 8%ige Würzre war schwach gehopft und wurde kurz gekocht. Entweder entwickelten sich spontan oder durch das impfen mit Reinkulturen künstlich herbeigeführte Infektionen von Milchsäurebakterien, die dem Bier einen leicht säuerlichen Geschmack verliehen. Es wurde als trocken im Abgang und mit einer guten Kohlensäure in der Rezenz beschrieben. Hefetrüb und mit einem Alkoholgehalt von etwa 2,5-3% wurde es, wie die Berliner Weisse in Steingutflaschen abgefüllt.