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Am Dienstag hatte Brian Panish, Anwalt der Jacksons, die Gelegenheit, AEG Lives Expertenzeugen Eric Briggs, der am Montag ausgesagt hatte, ins Kreuzverhör zu nehmen.
Briggs hatte unter anderem ausgesagt, dass ein Aspekt, weshalb Michael Jackson Schwierigkeiten mit eventuellen Sponsoren gehabt hätte, sein geschätzter Schuldenberg von USD 400 Mio. zum Zeitpunkt seines Todes war. Panish fragte den Zeugen daraufhin, ob er in Betracht zog, dass das Vermögen, sprich die Aktiva, von Michael Jackson, insbesondere der Sony-ATV Katalog, grösser als seine Schulden gewesen waren. Briggs kam dabei ins Stottern und sagte, dass er wegen einer Geheimhaltungsvereinbarung ungern über Michael Jacksons Vermögenswerte sprechen möchte. Beim Nachhaken gestand Briggs ein, dass er zu einem früheren Zeitpunkt für den Jackson Estate als Berater tätig war, um den Wert des Musikkatalogs zu analysieren. Er hatte damals mit der Nachlassverwaltung eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet, die ihm untersagte, den Musikkatalog mit Dritten zu besprechen. Sein Firma hatte jedoch vor dem Prozess von Jeryll Cohen, einer Anwältin des Jackson Estates, die Erlaubnis ersucht und erhalten, dass er in Rahmen dieses Prozesses als Experte für AEG Live agieren und aussagen dürfe. Briggs sagte auch, dass AEG Live sich des potentiellen Interessenskonfliktes bewusst war, bevor sie ihn angestellt hatten und dass sie kein Problem damit hatten.
Ein Pressesprecher für den Michael Jackson Estate sagte im Anschluss daran, dass ihm nicht bekannt war, was die Umstände oder Gründe waren, weshalb der Estate eine solche Erlaubnis im Sinne einer Verzichtserklärung in Bezug auf jeglichen potentiellen Interessenskonflikt genehmigen würde, der gegen die Interessen der Nachlassbegünstigten (Michaels Mutter und seine drei Kinder) sein könnte.
Schon wieder ein Interessenskonflikt. Immer wieder kommen Interessenskonflikte (explizit oder implizit) sowohl während des Prozesses als auch bereits während der letzten Monate vor Michaels Tod auf. Das vermittelt einem wahrlich kein gutes Gefühl. Werden wir jemals Klarheit haben bzw. die Wahrheit erfahren? Und wenn wir schon dabei sind: was ist eigentlich los mit Frank DiLeos Computer/E-Mails und Mobile Phone? Wo sind diese Daten und weshalb wurden sie trotz Gerichtsbefehl (noch) nicht ausgehändigt? Hier der letzte, uns bekannte Stand in dieser Sache. Und auch hier gilt wieder: mehr neue Fragen als klärende Antworten.
Quellen: jackson.ch, cnn.com, teammichaeljackson.ch