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- Die konservative Regierung des Präsidenten Mauricio Macri hat bei der Halbzeitwahl zur Erneuerung des Parlaments einen landesweiten Sieg erreicht.
- Ex-Präsidentin Cristina Kirchner (2007-2015) erlitt bei ihrem Comeback eine Niederlage in ihrem Wahldistrikt, bleibt aber stärkste Oppositionspolitikerin.
- Die Regierung hat mit dem Erfolg Rückenwind für ihren Reformkurs zur Liberalisierung der Wirtschaft erhalten.
Landesweit hat die Regierungskoalition «Cambiemos» («Lasst uns ändern») nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmen 41 Prozent erreicht. 22 Prozent erhielt die von Kirchner angeführte Partei «Unidad Ciudadana» («Bürgereinheit») und 21 Prozent erzielten die Gruppierungen des populistischen Peronismus, die der ehemaligen Staatschefin den Rücken gekehrt haben.
Kirchner unterliegt in eigener Bastion
Kirchner unterlag in ihrem traditionellen Bastion der Provinz Buenos Aires mit 37,3 Prozent gegen Macris ehemaligen Bildungsminister Esteban Bullrich mit 41,4 Prozent. Sie zieht jedoch ins Parlament mit einem Senatsmandat für die Minderheit ein.
Rund 33 Millionen Menschen waren zur Wahl aufgerufen. Es wurden die Hälfte der 257 Abgeordnetensitze und ein Drittel der 78 Senatsmandate neu gewählt.
Aufklärung gefordert
Überschattet wurde die Wahl von dem am Freitag bekannt gewordenen Tod eines Aktivisten. Der 28-jährige Tattoo-Künstler Santiago Maldonado war am 1. August bei einem Protestmarsch der Mapuche-Ureinwohner in Patagonien von Militärpolizisten festgenommen und seither vermisst worden.
Nach Bekanntwerden von Maldonados Tod forderten tausende Demonstranten in Buenos Aires von der Regierung Aufklärung der Umstände.