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Das Luntenschloss ist einer der ältesten Auslösemechanismen für Feuerwaffen. Es war vom 15. bis zum 17. Jahrhundert in Gebrauch.
Luntenschlösser waren bei Hakenbüchsen, Arkebusen und Musketen im Einsatz.
Der eiserne Lauf des Luntenschlossgewehres besaß seitlich ein Zündloch, welches mit der Kammer verbunden war. Außen am Zündloch befand sich eine Pfanne mit feinem Pulver. Oft hatte die Pfanne einen Schutzdeckel, der vor dem Schuss seitlich weggedreht oder hochgeklappt werden musste.
Bei den ersten Luntenschlossgewehren war die Lunte im Luntenhalter ("Hahn") eingeklemmt und konnte durch einen mit dem Abzug verbundenen Hebelmechanismus mit dem glimmenden Ende auf das Pulver in der Pfanne gedrückt werden. Das brennende Pulver in der Pfanne entzündete über das Zündloch die Treibladung im Lauf.
1475 wurde das Luntenschnappschloss erfunden, bei dem der Abzug einen gespannten Federmechanismus auslöste, der die Lunte auf die Pfanne führte. Damit musste der Abzug nur noch über einen geringen Weg mit weniger Kraft betätigt werden.
Das Luntenschloss erlaubte es, im Gegensatz zu dem vorher üblichen Heranhalten einer Lunte an eine Zündpfanne, während des Abdrückens zu zielen. Das Gewehr konnte von einer Person bedient und dabei mit beiden Händen gefasst werden. Damit konnte die Zielgenauigkeit verbessert werden.