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Herdenschutzhunde
Schutzhunde werden seit Jahrtausenden eingesetzt um Nutztiere vor Raubtieren und Diebstahl zu schützen. Weltweit sind über 50 Rassen bekannt. Mit dem Einsatz von Herdenschutzhunden ist in der Schweiz seit 1999 hauptsächlich mit den zwei folgenden Herdenschutzhunderassen gearbeitet worden:
Die beiden Rassen stammen aus traditionellen Wolfsgebieten aus Italien und Frankreich, wo die Präsenz von Grossraubtieren den Einsatz von Herdenschutzhunden nach sich zog, um Schäden an Nutztieren zu verhindern.
In der Schweiz fördert das Bundesamt für Umwelt den Herdenschutz mit Herdenschutzhunden. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Hunde gemäss Art. 10 quater der eidgenössischen Jagdverordnung sowie der zugehörigen Richtlinie gezüchtet, ausgebildet, gehalten und eingesetzt werden. Solche offiziell anerkannte Herdenschutzhunde werden bei der Heimtierdatenbank AMICUS entsprechend registriert. Es steht jedem Nutztierhalter frei, auch nicht offiziell anerkannte Herdenschutzhunde einzusetzen – solche Hunde werden jedoch vom Bund nicht unterstützt.
Zur Sicherung des notwendigen Fachwissens zu Herdenschutzhunden stellt der Bund den Kantonen sowie den Landwirten Beratung durch die Fachstelle Herdenschutzhunde bzw. deren regionale Fachberater zur Verfügung. Die Fachstelle Herdenschutzhunde mit ihren regionalen Fachberatern gilt für die Kantone und Landwirte als Anlaufstelle bei Fragen und Problemen mit offiziell anerkannten Herdenschutzhunden.
Zur Zeit arbeiten in der Schweiz ca. 200 offiziell anerkannte Herdenschutzhunde in jenen Risikozonen, wo bereits Nutztiere von Wolf, Bär oder Luchs gerissen wurden (-> Karte). Die meisten Hunde sind bei Schaf- oder Ziegenherden im Einsatz, einzelne Hunde auch bei Rinderherden.