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Technical Report NTB 88-31
Grimsel Test Site Radar crosshole tomography with application to migration of saline tracer through fracture zones
Im Felslabor Grimsel wurde ein umfassendes Radar-Crosshole Tomographieprogramm durchgeführt. Ziel des Versuchs war es, die Methode auf ihre Eignung zur Charakterisierung von geologischen Störungen zu untersuchen und gleichzeitig mit Hilfe der Differenztomographie die Migration von Salztracern zu beobachten. Die Radarmessungen ergaben Tomogramme mit der Dämpfungs- und Slownessverteilung in einer ebenen Sektion mit einer Ausdehnung von 150 x 225 m. Grundlage für diese Ergebnisse waren Messungen in parallelen Bohrungen und dem Tunnel, von dem die Bohrungen aus gebohrt worden waren.
Die Slowness- und Dämpfungstomogramme zeigen ähnliche Abbildungen der Strukturen im Untersuchungsgebiet. Die grössten Anomalien werden durch Lamprophyre, die nahezu parallel zu den Bohrungen verlaufen, verursacht. Störungszonen werden als weniger ausgeprägte Anomalien abgebildet. Die Tomogramme der Amplitudendämpfung zeigen eine schlechtere Auflösung als die der Slowness. Die Ursache dafür liegt bei systematischen Fehlern, die durch die ungenügende Kenntnis der Abstrahlungscharakteristik der Antenne im Tunnel bedingt sind.
Der Transport des Salztracers wurde mit Hilfe einer tomographischen Inversion von Differenzdaten untersucht, die auf Messungen vor und während der Tracerinjektion basierten. Insgesamt wurden zwei Experimente mit unterschiedlichen Injektionspunkten vorgenommen. Die Resultate zeigen deutlich die einzigartige Möglichkeit der Radarmethode, den Transport des Tracers durch geklüftetes Gestein zu beobachten.