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Befürchten Sie, dass Ihr Partner, Ihre Partnerin sich mit den Kindern ins Ausland absetzt? Überlegen Sie sich, mit Ihren Kindern in ein anderes Land zu ziehen?
Die internationale Familienmediation bearbeitet Familienkonflikte, die einen Bezug zu mindestens zwei Staaten haben. Sie begegnet einer Reihe von Herausforderungen, die sich von denen bei Konflikten innerhalb eines Landes unterscheiden: die geografische Entfernung zwischen Familienmitgliedern, das Zusammenspiel verschiedener Rechtsordnungen und der Zeitdruck, unter dem die Gespräche durchgeführt werden müssen, da immer das Risiko besteht, dass die Kinder den Kontakt zu einem Elternteil verlieren.
Das Hauptaugenmerk der internationalen Familienmediation liegt auf den Bedürfnissen der Kinder. Damit diese den Kontakt zum abwesenden Elternteil regelmässig und unbeschwert leben können, ist es wichtig, dass die Eltern die Kontakte zwischen den Besuchen verbindlich regeln. In der internationalen Familienmediation erarbeiten die Eltern Lösungen, welche die Bedürfnisse der Kinder und der getrenntlebenden Familien berücksichtigen.
Ein grenzüberschreitendes widerrechtliches Verbringen oder die Nichtrückgabe eines Kindes hat im Allgemeinen gravierende rechtliche Folgen. Das internationale Recht sowie nationale und regionale Gesetze sehen Rechtsmittel für Zivilverfahren in Fällen von Sorgerechtsverletzungen durch widerrechtliches Verbringen oder die Nichtrückgabe eines Kindes vor. Je früher die Eltern bei einem Konflikt mit einer Mediatorin, einem Mediator in Kontakt kommen, umso grösser ist die Chance, eine einvernehmliche Lösung zu finden.
Ziel der Internationalen Familienmediation ist, Lösungen zu finden, die dem Kindeswohl dienen und die Rechte der Kinder gewährleisten, so dass diese den Kontakt zum anderen Elternteil über die Grenzen hinweg bewahren können.