Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03178.jsonl.gz/1982

Osaka hatte am Mittwoch aus Protest gegen den Rassismus in den USA auf ihren Einsatz verzichtet. «Noch bevor ich eine Athletin bin, bin ich eine schwarze Frau. Und als eine schwarze Frau habe ich das Gefühl, dass es wichtigere Themen gibt, die sofortige Aufmerksamkeit brauchen, anstatt mich Tennis spielen zu sehen», erklärte die 22-jährige Japanerin.
Die in Florida lebende ehemalige Weltnummer 1 verbreitete die Stellungnahme in den sozialen Medien. «Ich erwarte nicht, dass etwas Drastisches mit mir passiert, wenn ich nicht spiele. Aber wenn ich eine Diskussion starten kann in einem mehrheitlich weissen Sport, betrachte ich das als Schritt in die richtige Richtung.»
Nach langwierigen Gesprächen mit der WTA und der USTA gab Osaka am Donnerstag der Bitte nach, ihre Halbfinal-Begegnung gegen Elise Mertens doch zu bestreiten. Das Duell soll am Freitag stattfinden.
Protestwelle von NBA-Team lanciert
Osaka ist Teil einer Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt, die in dieser Intensität vom NBA-Team der Milwaukee Bucks angeschoben worden war. «Der Tennissport bezieht im Kollektiv Stellung gegen Rassenungleichheit und soziale Ungerechtigkeit, die in den USA erneut in den Vordergrund gerückt sind», schrieben die Organisatoren des wegen der Corona-Einschränkungen von Cincinnati nach New York verlegten Turniers.