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Aktuell wird in der politischen Gesundheitsdiskussion auch über Ansätze für ein Globalbudget diskutiert. Mit einem Globalbudget darf z.B. ein Spital oder ein Arzt ein festgelegtes, fixes Budget nicht überschreiten. Wenn ein Arzt sein Budget ausgeschöpft hat, darf er keine Leistungen mehr über die Grundversicherung abrechnen. Die Patienten könnten sich dann zwar immer noch behandeln lassen, aber sie müssten die Behandlung entweder selbst zahlen oder müssten warten, bis der Arzt wieder ein neues Budget zugesprochen bekommt.
Globalbudgets wird nur minderheitlich zugetraut, Kostensenkungen bei den Prämien auszulösen. Die kritischen Einschätzungen zu diesem Kostensenkungsansatz im Gesundheitswesen überwiegen eindeutig. Für die Mehrheit von 54 Prozent der Befragten erfüllt sich die Hoffnung nicht, dass die Einführung von Globalbudgets zu niedrigeren Prämien führen könnte. Nur 31 Prozent sind mehr oder weniger überzeugt, dass Globalbudgets zu niedrigeren Prämien führten.
Zudem sehen 91 Prozent mit der Einführung von Globalbudgets längere Wartezeiten verbunden, 91 Prozent gehen von einer Einschränkung der freien Arztwahl bei Auslastung des Budgets aus und schliesslich stimmt eine deutliche Mehrheit von 86 Prozent dem Argument zu, dass Globalbudgets zu einer schlechteren Qualität im Gesundheitswesen führen würden. Rund drei Viertel der Befragten stimmen mehr oder weniger stark mit der Aussage überein, ein Globalbudget induziere, dass nicht alle Patienten die notwendigen Medikamente erhalten.
Damit werden durchgängig und mehrheitlich konkrete Befürchtungen einer schlechteren Versorgung mit der Einführung von Globalbudgets verbunden.