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Das erste Quartal von Sika dürfte kaum für Freudensprünge bei den Analysten sorgen. Negative Währungseffekte und eine sich eintrübende Nachfrage könnten beim Hersteller von Bauchemikalien zu einem kleinen Umsatzrückgang führen. Auch die von Sika getätigten Akquisitionen können diesen nicht ausgleichen.
Vor allem in Ost- und Mitteleuropa sowie in England dürfte die Nachfrage nach Ansicht von Analysten deutlich zurückgegangen sein. Auch die Märkte Südostasiens und das Projektgeschäft in China blieben anspruchsvoll. Einzig die Region Americas sollte dank der Infrastrukturausgaben in Nordamerika und einzelner dynamischer Märkte in Lateinamerika gewachsen sein.
Für das laufende Geschäftsjahr hatte Sika Mitte Februar eine Umsatzsteigerung in Lokalwährungen von 6 bis 8 Prozent sowie eine überproportionale Steigerung des EBIT in Aussicht gestellt. Noch nicht berücksichtigt ist in diesen Projektionen der bevorstehende Kauf der Firma MBCC.
Laut Analysten dürften die Aussagen nicht angetastet werden.
Geplanter Kauf mit Verzögerungen
Sika kommt mit dem geplanten Kauf der früheren BASF-Bauchemie (MBCC) nicht so schnell wie ursprünglich geplant voran. Aktuell rechnen die Innerschweizer damit, dass der Deal bis Ende 2023 über die Bühne gebracht werden kann.
Sika muss sich von verschiedenen MBCC-Teilen trennen, bevor es grünes Licht von den Behörden gibt. Dabei ist der geplante Verkauf an die britische Firma Ineos von den dortigen Kartellrechtsbehörden abgelehnt worden. Doch Sika hat Ende März bereits einen neuen Käufer für das Geschäft gefunden: die Investmentfirma Cinven.
Das verkaufte Geschäft erzielte 2022 einen Nettoumsatz von rund 920 Millionen Franken und umfasst Produktions- und Vertriebsstandorte in 36 Ländern mit über 1600 Mitarbeitenden. Sika lässt sich den Kauf des Mitbewerbers MBCC 5,5 Milliarden Franken kosten und kommt damit zu einem zusätzlichen Umsatz von rund 2 Milliarden Franken.
Die Sika-Titel haben im bisherigen Jahresverlauf eine Zunahme um etwa 7 Prozent verzeichnet. Damit schneiden sie besser ab als der Gesamtmarkt gemessen am SMI mit einem Plus von rund 5 Prozent. Letztes Jahr gehörten die Papiere mit einem Minus von rund 42 Prozent zu den deutlichen Verlierern unter den Blue Chips.
(AWP)