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Dass Jane Austen und ihre Romane, die sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts anonym veröffentlichte, heute zum kulturellen Kanon gehören, ist nicht zuletzt dem Film zu verdanken: einer nach dem anderen wurden ihre Romane, die sich durch die genaue, ironisch-satirische Beschreibung des englischen Landadels und speziell der Lebens- und Liebesnöte ihrer weiblichen Hauptfiguren auszeichnen, in den letzten gut zwanzig Jahren für die Leinwand oder fürs Fernsehen adaptiert.
Die vierteilige BBC-Serie Pride and Prejudice mit Colin Firth und Jennifer Ehle als Mr. Darcy und Elizabeth Bennet löste 1995 eine regelrechte 'Darcymanie' aus (ist in der Reihe im Kinok aber leider nicht zu sehen). Mehr oder weniger zeitgleich kamen Persuasion (1995) von Roger Michell, Emma (1995) von Douglas McGrath und Sense and Sensibiliy (1996) von Ang Lee ins Kino, ein paar Jahre später folgten Mansfield Park (1999) von Patricia Rozema und eine Kino-Adaption von Pride and Prejudice (2005) von Joe Wright (deren romantisiernde Weichzeichnung und Hang zum Affekt seitens der Hauptarstellerin dem Stoff und der Figur nicht besonders gut bekommen). In der Austenmania-Reihe im Kinok ausserdem zu sehen ist neben Becoming Jane (2007), einer Mischung aus Biopic und Motiven aus Austens literarischen Werken (vor allem aus «Pride and Prejudice»), die neueste Austen-Adaption: Love and Friendship (2016) von Whit Stillman, der auf dem postum veröffentlichten, weniger bekannten Briefroman «Lady Susan» basiert.