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Was ist Gebärmutterkörperkrebs?
Gebärmutterkörperkrebs kann in verschiedenen Gewebearten des Gebärmutterkörpers entstehen. In rund 90% der Fälle entwickelt er sich in der Gebärmutterschleimhaut, die in der Medizin Endometrium genannt wird. Deshalb spricht man auch von Endometriumkarzinom oder «Gebärmutterschleimhautkrebs».
In rund 10% der Erkrankungsfälle entsteht der Krebs in der Muskelschicht des Gebärmutterkörpers, was in der Medizin Uterussarkom heisst.
Krebs kann auch am Gebärmutterhals entstehen. Gebärmutterhalskrebs unterscheidet sich von Gebärmutterkörperkrebs und wird anders diagnostiziert und behandelt. Hier erfahren Sie mehr über Gebärmutterkörperkrebs.
Illustration der Gebärmutter
Bei rund 950 Frauen in der Schweiz wird jährlich Gebärmutterkörperkrebs diagnostiziert. Am häufigsten sind Frauen nach der Menopause im Alter von über 65 Jahren betroffen.
Verlauf der Erkrankung
Gebärmutterkörperkrebs entwickelt sich langsam und wird in vielen Fällen in einem frühen Stadium entdeckt. Die Heilungschancen sind dann in der Regel gut.
Bleibt Gebärmutterkörperkrebs unentdeckt, können sich die Krebszellen, wie bei jeder anderen Krebsart auch, über die Lymph- und Blutbahnen ausbreiten und an anderen Körperstellen Metastasen bilden.
Gebärmutterkörperkrebs - Symptome
Das häufigste Anzeichen für Gebärmutterkörperkrebs sind Blutungen nach der Menopause. Wenn Sie jünger sind, können Zwischen- und Schmierblutungen ausserhalb der Monatsblutung ein frühes Anzeichen für Gebärmutterkörperkrebs sein.
Weitere mögliche Symptome sind:
- chronische Unterleibsschmerzen
- unangenehm riechender Ausfluss aus der Scheide
- unerklärliche Gewichtsabnahme.
Die genannten Beschwerden bedeuten nicht zwingend, dass Gebärmutterkörperkrebs vorliegt. Bitte gehen Sie jedoch zur Sicherheit zu Ihrer Gynäkologin/Ihrem Gynäkologen, wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bei sich beobachten!
Ursachen und Risikofaktoren
Die genaue Ursache für Gebärmutterkörperkrebs ist bis heute nicht bekannt. Es gibt aber einige Faktoren, die das Risiko, an Gebärmutterkörperkrebs zu erkranken, erhöhen können.
Dazu zählen:
- Adipositas
- langjährige Einnahme von Hormonen (Östrogen) nach der Menopause
- höheres Alter
- Diabetes Typ 2
- frühere Brustkrebs- oder Eierstockkrebs-Erkrankung
- Endometriumhyperplasie
- Strahlentherapie zur Behandlung einer anderen Krebserkrankung des Unterleibs
- erbliche Veranlagung.
Möglichkeiten zur Vorbeugung von Gebärmutterkörperkrebs
Es gibt keine vorbeugenden Massnahmen, mit denen Gebärmutterkörperkrebs verhindert werden kann. Sie können jedoch mit einem gesunden Lebensstil dazu beitragen, Ihr Erkrankungsrisiko zu senken.
Massnahmen zur Vorbeugung:
- Erreichen und halten Sie ein gesundes Körpergewicht.
- Bewegen Sie sich regelmässig und treiben Sie Sport.
- Wägen Sie die Vor- und Nachteile der Einnahme von Hormonen (Östrogen) zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden sorgfältig ab und lassen Sie sich von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt beraten.
- Gehen Sie regelmässig zur gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung und lassen Sie evtl. auftretende Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut beobachten und falls notwendig behandeln.
Früherkennung
Tests, wie sie zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs vorhanden sind, gibt es für Gebärmutterkörperkrebs nicht. Sie können aber selbst aktiv zur Früherkennung beitragen, indem Sie auf die Anzeichen der Erkrankung achten und Ihre Gynäkologin/Ihren Gynäkologen aufsuchen, wenn Sie diese bei sich feststellen.
Was Sie tun können:
- Sollten Sie häufigere und sich verschlimmernde Blutungen, Ausfluss oder Schmierblutungen bei sich feststellen, lassen Sie diese bitte ärztlich untersuchen.
- Gehen Sie regelmässig zur gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung, besonders wenn Sie aufgrund Ihrer Familien- oder Krankengeschichte ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterkörperkrebs haben.
Je früher der Krebs entdeckt und behandelt wird, desto grösser sind die Heilungschancen.
Behandlungsmöglichkeiten
Häufig wird bei Gebärmutterkörperkrebs operiert, um die Krebszellen zu entfernen. Dazu stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die individuell ausgewählt werden.
Weitere Therapieoptionen sind:
- Strahlentherapie
- Chemotherapie
- Hormontherapie
- Zielgerichtete Therapie
- Immuntherapie.
Es kann sein, dass Therapien kombiniert oder nacheinander angewandt werden.