Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03519.jsonl.gz/1387

Das Forschungsprojekt „Cult Sounds“ geht den Ursprüngen, Anwendungen und Nachwirkungen besonders prägnanter Klänge in der Unterhaltungsmusik der letzten 60 Jahre auf den Grund.
Die Bedeutung eines einzelnen Klanges kann enorm sein: Ein Klang kann einen Song, einen Style oder ein ganzes Musikgenre charakterisieren. Der Sound eines verzerrten Powerchords einer E-Gitarre ist beispielsweise unmittelbar mit den Genres Rock und Heavy Metal verbunden. Der Sound einer Roland TR 808 Bassdrum kann als Inbegriff von EDM angesehen werden. Aufgrund ihrer Stellvertreterfunktion und ihres ikonischen Gehaltes können diese Klänge als „Cult Sounds“ bezeichnet werden. Weitere Beispiele für Cult Sounds sind Hand Clap, Orchestra Hit oder Male Falsetto.
Einer der populärsten Cult Sounds in der heutigen EDM ist der Auto-Tune-Effekt, benannt nach der Pitch-Correction-Software von Antares. Besonders etabliert hat sich dieser Effekt im Genre Trap – hier gibt es wohl kaum einen Song, bei dem nicht Auto-Pitch zum Einsatz kommt. Ein etwas älteres, aber äußerst bekanntest Beispiel für den Einsatz von Auto-Tune ist „Believe“ von Cher aus dem Jahr 1998. Nicht umsonst wird der Auto-Tune-Effekt auch „Cher Effekt“ genannt. Doch die geschichtlichen Wurzeln reichen noch weiter: Bereits im Jahr 1975 wurde der Effekt in „Do You Feel Like We Do“ von Peter Frampton verwendet. Mehr über die Geschichte des Auto-Tune-Effekts, mit Klangbeispielen und einem Video-Interview mit Top-Produzent Marco Basci erfährst du hier. Interessant ist auch folgende Grafik, die den Einsatz von Auto-Tune in den Billboard Top 40 der letzten 60 Jahre zeigt:
Neben Cult Sounds gibt es noch eine zweite Kategorie an Klängen, die weniger ikonisch, aber dennoch signifikant für bestimmte Musikperioden oder Genres sind. Diese werden als „Significant Sounds“ definiert. Beispiele hierfür sind Double Tracking, Synthesizer Bell, Tape Stop und Stutter.
Zum Forschungsprojekt Significant Sounds geht es hier: