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Keaton Ellerby verfügt über die klassische Vita eines Ausländers, der während der Saison verpflichtet wird: Früher ein hoffnungsvoller Spieler, geriet seine Karriere zuletzt ins Stocken. 2007 sah es für den Kanadier noch nach einer grossen Eishockeylaufbahn aus. Im Alter von 18 Jahren wurde der gross gewachsene Verteidiger in der ersten Runde an zehnter Stelle des NHL-Drafts von den Florida Panthers ausgewählt. So richtig gerecht geworden ist Ellerby den Erwartungen dort jedoch nie. So pendelte er zwischen der NHL und der zweitklassigen AHL hin und her. 2013 wurde er schliesslich für ein Fünftrundenwahlrecht zu den Los Angeles Kings transferiert. Insgesamt absolvierte Ellerby zwischen 2010 und 2015 218 NHL-Spiele und kam dabei auf vier Tore, 23 Assists und eine Minus-13-Bilanz.
Weil er vergangene Saison fast nur noch in der AHL zum Einsatz gelangt war, versuchte er in dieser Saison, seine Karriere in Europa neu zu lancieren. Gelungen ist ihm das nicht. Nach 42 Spielen trennte sich das kasachische KHL-Team Barys Astana Mitte Dezember vom 194 Zentimeter grossen und 100 Kilogramm schweren Abwehrhünen. Einerseits waren seine Statistiken mit zwei Treffern, sieben Assists und einer Minus-12- Bilanz nicht gerade überragend, andererseits warf ihm der Club auf der eigenen Homepage disziplinarische Verfehlungen vor.
Nach seinem Rauswurf in Astana bestritt Ellerby in der Altjahrswoche mit dem Team Canada in Davos den Spengler Cup und steuerte ein Tor und ein Assist zum Turniersieg bei. Bereits während des Turniers wurde der Verteidiger von seinem Agenten Freiburg, Langnau und Biel angeboten.
Nachdem sich Ellerbys Landsmann Alexandre Picard am Samstag im Spiel gegen Langnau am Knie verletzt hat und wochenlang auszufallen droht, ist der 27-Jährige nun doch noch in Freiburg gelandet. «Ich erwarte von ihm, dass er die Defensive stabilisiert, und ganz allgemein, dass er mit seiner Erfahrung dem Team in der jetzigen Situation weiterhilft», sagt Gottérons Sportchef Christian Dubé. «Er ist physisch stark, in Sachen Postur eine richtig grosse Nummer. Und er verfügt ebenfalls über einen guten Schuss.»
Ein Defensivverteidiger
Allzu viel Offensivdrang ist von Ellerby allerdings nicht zu erwarten. Der Cousin der beiden NHL-Stars Shane Doan und Carey Price ist ein Defensivverteidiger, dessen Stärken in erster Linie im Spiel im eigenen Drittel liegen. In Scouting-Reports wird Ellerby generell als für seine Grösse guter Schlittschuhläufer bezeichnet, dem es jedoch bisweilen an Spielintelligenz mangelt.
Keaton Ellerby traf bereits gestern in Freiburg ein und absolviert heute sein erstes Mannschaftstraining.