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|Bericht vom:||25.03.2022|
Am vergangenen Freitag fand in Winterthur die letzte Qualifikationsrunde der Schweizer U19 Radballmannschaften für die Junioren-EM 2022 statt. Der VMC Liestal war gleich mit zwei Mannschaften unter den fünf besten Schweizer Teams vertreten.
Liestal 1 mit Flavio Fortini und Levin Fankhauser und Liestal 2 mit den beiden noch 15-jährigen Elia Geiger und Simon Müller. Geiger/Müller schlossen die Qualifikation zwar auf dem fünften Rang ab und hatten mit der Entscheidung an der Spitze nichts zu tun, konnten aber von den wöchentlichen Zusammenzügen mit der Nati viel für die Zukunft profitieren.
Für Fortini/Fankhauser, welche schon länger in der Nationalmannschaft sind und für welche es die letzte gemeinsame Saison in der U19 sein wird, war klar, dass sie Erster oder Zweiter werden mussten um die Schweiz an den Junioren-Europameisterschaften vom 27. und 28. Mai 2022 in Schaffhausen vertreten zu dürfen. Zwar darf pro Nation nur eine Mannschaft spielen, aber das zweite Team wird als Ersatzteam anreisen dürfen und so auch an der EM teilnehmen.
Nach den ersten Qualifikationsrunden, an welchen sieben Mannschaften teilnahmen, kristallisierte sich bereits das Team als Mosnang, in welchem der Torhüter bereits in der zweithöchsten Schweizer Liga spielt, als Stärkstes heraus. In den finalen beiden Runden der besten fünf Teams bestätigte sich dieser Umstand. Zwar waren Fortini/Fankhauser nahe an den Toggenburgern dran, aber es reichte nicht für einen Punktegewinn. So schlossen diese die Qualifikation souverän als erster ab und werden die Schweiz an der EM vertreten dürfen. Um den zweiten Rang und somit um den Platz als Ersatzteam entbrannte ein heisser Kampf zwischen den Teams aus Liestal und Wetzikon. Für beide Vereine wäre es das erste Mal in ihrer Geschichte, dass es ein Team aus den eigenen Reihen an eine EM schaffen würde. Nach den zwei letzten Runden waren beide Mannschaften Punktegleich. So musste zum Schluss ein Entscheidungsspiel über die Teilnahme entscheiden. Dieses endete jedoch noch einmal Unentschieden und so musste ein Penaltyschiessen über die Teilnahme entscheiden. In diesem konnten sich Fortini/Fankhauser knapp mit 4:3 durchsetzen und somit das begehrte Ticket für die EM lösen.
Damit werden Flavio Fortini und Levin Fankhauser die ersten Spieler in der Geschichte des VMC Liestal sein, welche die Schweizer Farben an einem internationalen Grossanlass vertreten dürfen.
Ebenfalls am Wochenende stand das Liestaler NLA-Team mit Andry Accola und Lukas Oberer an der zweiten Qualifikationsrunde der laufenden Schweizermeisterschaft im Einsatz. Nachdem den Beiden in der ersten Runde der Start misslang und sie sich mit nur einem Punkt auf dem zweitletzten Rang einreihen mussten, konnten sie sich im fricktalischen Möhlin klar steigern. Nachdem sie das kapitale Spiel gegen das letztklassierte Möhlin in einem umkämpften Match mit einem vielumjubelten 4:3 Sieg für sich entscheiden konnten, nahmen sie diese dieses Selbstvertrauen gleich mit in die nächsten zwei Spiele. Die Spiele gegen Altdorf 2 und Altdorf 3 konnten sie ebenfalls für sich entscheiden. Im Spiel gegen das neuformierte Team aus Oftringen, in welchem mit Andreas Zaugg der letztjährige Zweite der NLA mitspielte, haderten Accola/Oberer mit Schiedsrichterentscheidungen. Da ihnen die Spielweise des aufsässigen Zaugg dazu nicht liegt, mussten die beiden mit einer unglücklichen 2:3 Niederlage vom Feld. Nun merkte man, dass bei den Baselbietern die Luft ein wenig draussen war. Das letzte Spiel, wiederum gegen ein Team aus der Radballhochburg Altdorf, war eine einseitige Sache und die Urner gewannen das Spiel klar. Dank den drei Siegen konnten sich Accola/Oberer jedoch vom Tabellenende absetzen und haben nun sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.