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Wendy Holdener verpasste den Olympiasieg im Slalom um fünf Hundertstel, aber ihrer Freude tat dies keinen Abbruch. Geschlagen wurde Holdener nicht von Mikaela Shiffrin, sondern von Frida Hansdotter.
Zweite war Wendy Holdener schon oft, aber in Südkorea erreichte sie einen 2. Platz, der sie sicher mehr freuen wird als die vielen Ehrenplatzierungen im Weltcup. Holdener ist die erste Schweizerin seit Vreni Schneider vor 24 Jahren, die im Slalom der Frauen wieder eine Olympia-Medaille gewann.
Nach dem ersten Lauf hatte Wendy Holdener das Feld gar angeführt. 20 Hundertstel lag sie bei Halbzeit vor der Schwedin Frida Hansdotter. Doch im zweiten Durchgang konnte die Innerschweizerin den Vorsprung nicht ganz halten. Es wäre zu schön gewesen, hätte Holdener ausgerechnet im wichtigsten Rennen ein erstes Mal im Slalom triumphieren können. "Klar ist es bitter, wenn man um fünf Hundertstel den Sieg verpasst. Aber mein Ziel war eine Medaille, und die habe ich gewinnen können. Das ist extrem schön", sagte Holdener unmittelbar nach ihrem Rennen.
Im Weltcup war Wendy Holdener schon sieben Mal Zweite und acht Mal Dritte, doch fast immer stand ihr die Amerikanerin Mikaela Shiffrin vor der Sonne. Diesmal war dies nicht der Fall. Shiffrin hatte nach dem ersten Lauf Platz 4 belegt, und auch in der Endabrechnung belegte die grosse Dominatorin im Slalom Rang 4. Denn geschlagen wurde Shiffrin, tags zuvor noch Gewinnerin im Riesenslalom, nicht nur von Handotter und Holdener, sondern auch noch von der überraschenden Österreicherin Katharina Gallhuber, die dank Bestzeit im zweiten Lauf vom 9. in den 3. Rang vorrückte. Im Weltcup war die 20-jährige Gallhuber im Slalom noch nie über Position 6 hinaus gekommen.
Frida Hansdotter durfte sich über ihre erste Medaille an Olympischen Spielen freuen - und es wurde gleich die goldene Auszeichnung. Als bisher einzige Schwedin hatte zuvor Anja Pärson 2006 Gold im Slalom gewonnen.
Die beiden Engelbergerinnen Denise Feierabend und Michelle Gisin hatten ihre Chancen schon im ersten Lauf eingebüsst. Im zweiten Durchgang gelang insbesondere Feierabend eine klare Steigerung. Sie verbesserte sich vom 24. in den 14.Schlussrang, Gisin rückte vom 18. auf den 16. Platz.