Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03322.jsonl.gz/2499

Bonito: (17.275 Einwohner, Stand 11/2007), Grösse/km2: 4.934 km2
Der Ort liegt im Südwesten von Mato Grosso do Sul, 280 km von der Hauptstadt Campo Grande – bis vor wenigen Jahren ein fast unbekanntes Nest. Das änderte sich schlagartig, als man in ganz Brasilien, nach der Welt-Ökokonferenz in Rio de Janeiro 1991, auf das weltweite Interesse an Natur und natürlichen Sehenswürdigkeiten reagierte. Eine Welle von Naturschutzmassnahmen kam in Gang, unzählige neue Ideen tauchten auf und neuartige touristische Programme wurden kreiert, deren Inhalte unter einem für Brasilien neuen Begriff propagiert wurden: „Turismo Ecológico“ – dem ökologischen Tourismus.
Bonito
Nomen est Omen – ist der Zielort einer Region, die überreich ist an kristallklaren Flüssen (und das ist in diesem Fall wörtlich zu nehmen), die Hunderte von wunderbaren Wasserfällen formen. Sie durchqueren ein Gebiet, das am Fuss der Serra da Bodoquena (Höhe zwischen 400 und 650 m) liegt, in dessen Kalkstein sich im Lauf der Jahrtausende interessante Höhlen gebildet haben. Die kleinen Siedlungen „Jardim“ und „Bodoquena“, in der Nachbarschaft, sollte man ebenfalls nicht unerwähnt lassen.
Die Region präsentiert ein tropisches Klima mit gemässigteren Temperaturen im Bereich der höher gelegenen Gebirgsterritorien. Zwischen November und Februar regnet es in der Regel öfter, was die Ausflüge natürlich beeinträchtigt.
Der Winter dagegen, zwischen Juni bis September, ist in der Regel trocken und begünstigt besonders die Tauch-Aktivitäten. Ein plötzliches Eindringen von polaren Luftmassen kann allerdings während dieser Zeit die Temperatur auf einige Grade über Null herunterbringen!
Die Serra da Bodoquena ist ein Gebiet mit vielen Quellen und Kalksteinformationen, welche die Bildung von Höhlen, Schluchten und Canyons begünstigt. Die Bächlein und Flüsschen rauschen hinab in die Ebene – zu grösseren und kleineren Wasserfällen durch Kalksteinterassen geformt. Ihre unvergleichliche Transparenz ist ein Phänomen, das mit dem Vorhandensein des Kalks im Wasser zusammenhängt: er bindet die Partikel, welche normalerweise die Sicht behindern und sie lagern sich im Flussbett ab.
Das hydrografische System gehört zum Becken des Rio Paraguai und präsentiert viele unterirdisch verlaufende Flüsse, die plötzlich aus den Kalkfelsen auftauchen und wieder verschwinden.
Dominante Vegetationsform ist der Cerrado, mit einigen kleineren Wäldchen auf den Bodenerhebungen und als Galeriewald an den Flussufern. Die Wälder unterstützen die Befestigung des Bodens und verhindern die Erosion der Flussufer – und dienen einer bestimmten Fauna als willkommener Unterschlupf und Nahrungsquelle. An den Stellen, wo die Landwirtschaft sich entwickelt hat, geht die Landschaft in Naturweiden über – wie zum Beispiel im Distrikt von „Bodoquena“ – dort steht eine Herde von 37.000 Stück Vieh.
Bonito ist das Zentrum für sportliche Betätigung innerhalb einer wunderbaren Naturkulisse. Das Angebot der verschiedensten Aktivitäten ist überraschend vielseitig und die Kulissen sind überwältigend, wie zum Beispiel: die „Grotte der Blauen Lagune“ oder die „Schlucht von Anhumas“ oder das „Naturaquarium von Baía Bonita“ und viele andere mehr! Die Agenturen des Ortes organisieren Ausflüge, abgestimmt auf ihr Publikum, wie zum Beispiel: Schnorcheln an der Wasseroberfläche, sich mit dem Fluss kilometerweit treiben lassen und die Fische beobachten, Rappel an Wasserfällen betreiben, Wanderungen zu Fuss oder auf dem Pferderücken. Auf so genannten Kultur-Routen lernen die Besucher Legenden, Musik und regionale Sitten und Gebräuche kennen und auch den Tagesablauf einer typischen „Fazenda“ der Region.
Die Bäche und Flüsse, welche den Distrikt von Bodoquena durchqueren, bilden zahlreiche Wasserfälle und noch mehr Natur-Pools, die ideal zum Baden sind, zum Schnorcheln und von Wegen umgeben, auf denen man Tukane, Aras, Wildschweine, Wasserschweine und sogar den Tapir antreffen kann. Und die Gegend ist reich an den verschiedensten Höhlen und Grotten mit unterschiedlichen Speleothemen.
Fast alle diese Naturschönheiten liegen innerhalb privaten Fazenda-Geländes, deren Besitzer die Gunst der Stunde erkannt haben, keinen Wald mehr abbrennen, keine Abwässer mehr in die Flüsse laufen lassen, keine Tiere mehr jagen, keine Fische mehr fangen und sich nun als „Pfleger und Beschützer der Natur“ präsentieren. Aber das ist durchaus ein Beispiel, von dem wir uns wünschen würden, dass es möglichst überall Schule macht!
In „Jardim“ findet man besonders geeignete Flüsse für das Schnorcheln. Zum Beispiel am „Rio da Prata“, dem Silberfluss. Man fühlt sich als übergrosser Fisch in einem Aquarium, das gerade frisch gereinigt worden ist – die Sicht auf die Wasserpflanzen im Flussbett und die unzähligen grossen und kleinen, in allen Farben auftretenden Fische und anderen Wassertiere, ist schlichtweg so überwältigend, dass man glaubt, noch nie so etwas Schönes gesehen zu haben! In den Pousadas und Fazendas der Unterkunft werden regelmässig kleine Shows veranstaltet, die etwas von der lokalen Musik und Folklore präsentieren – wer möchte, kann dabei auch das lokale Getränk „Tereré“ probieren – es besteht aus eiskalt aufgegossenem grünen Mate – erfrischend und gesund für den Magen.
Alle Ausflüge sind zusammen mit einem Guide vorgesehen. Er ist Pflicht, um zu den einzelnen Ausflugszielen zugelassen zu werden, und garantiert den Besitzern regelgerechtes Verhalten der Besucher. Bei allen Zielen ist ein Zeitplan des Öffnens und Schliessens zu beachten, sowie eine begrenzte Besucherzahl – alles ebenfalls im Sinne des Naturschutzes. Benötigte Ausrüstung – zum Beispiel, Neopren-Anzug und Schnorchel-Brille, werden von den Veranstaltern gestellt (und sind in gutem, sauberem und hygienischem Zustand). Den Transport regelt man im Ort (Bonito) und das Eintrittsgeld am Ziel – oder man bucht bei uns und hat sich mit diesen Dingen nicht mehr auseinanderzusetzen, weil inklusive geregelt! Der Angelsport und Ausflüge in motorisierten Booten sind im gesamten Gebiet verboten.
Der Ort „Bonito“ (Hübsch, Schön) liegt zwischen der Serra da Bodoquena und der so genannten „Depression von Miranda“ – auf 350 m Höhe, mit einem tropischen Klima von 25º C jährlichem Durchschnitt. Bonito bietet dem Besucher eine interessante Fauna und Flora des Cerrado und darüber hinaus abenteuer-sportliche Aktivitäten innerhalb dieser faszinierenden Natur.
Auf vielen Fazendas bietet man ausserdem die Möglichkeit von landwirtschaftlich orientierten Programmen, die den Besucher in direkten Kontakt mit dem lokalen Tagwerk, der Kultur und der Folklore bringen.
Liegt auf der „Fazenda Jaraguá“, 20 km von Bonito, auf der Erdstrasse nach „Campo dos Índios“ – Besuchszeit von 7:00 bis 13:00.
Entdeckt wurde sie 1924 von den Terena-Indianern – 1978 unter historischen Denkmalschutz gestellt. Sie ist eine der relativ wenigen Höhlen (unter zirka 500 der Region), die eine Struktur für Besucher besitzt. Sie ist durch die Aktion des Wassers innerhalb des Kalkgesteins entstanden.
Im Jahr 1992 hat eine brasilianisch-französische Expedition von Tauchern in ihrem Innern Steinäxte und Keramikgefässe gefunden, ausserdem eine Serie von Säugetier-Fossilien, wie zum Beispiel vom „Säbelzahntiger“ und vom „Riesenfaultier“, die beide während des Pleistozens gelebt haben – 6.000 bis 10.000 Jahre vor uns. Nur zwei Lebensformen hat man in der Höhle entdeckt: einen blinden Krebs und einen in Höhlen häufigen Wurm.
Nach einem Abstieg von 100 Metern, ohne Geländer für die Absicherung mit den Händen, erreicht man einen See mit tiefblauem Wasser, dessen Tiefe auf 90 Meter geschätzt wird. Eine hübsche Sammlung von Estalagtiten und Estalagmiten, sowie anderen dekorativen Gebilden, ergänzt den bewegenden Eindruck. Ab der zweiten Hälfte des Dezembers bis einschliesslich der ersten Hälfte des Januars – zwischen 8:00 und 9:00 – steht die Sonne direkt vor dem Höhleneingang und beleuchtet ihr Inneres.
Die mittlere Dauer des Ausflugs liegt bei 2 Stunden und wird, in der Regel, innerhalb von Gruppen bis zu 15 Personen durchgeführt, die alle 30 Minuten vom Ausgangsort starten. Der Ausflug ist auf 225 Personen pro Tag begrenzt und für Kinder unter 5 Jahren nicht erlaubt.
Rio Sucuri – auf der „Fazenda São Geraldo“ liegt dieser Flussabschnitt, 18 km von Bonito, zu erreichen auf einer Erdpiste. Besuchszeit von 8:30 bis 15:00 – Aufenthalt auf der Fazenda bis 18:00 möglich.
Der Fluss entspringt am östlichen Rand der Serra da Bodoquena. Ein Transportfahrzeug bringt die Besucher bis zum Reservat, wo man dann einen Weg innerhalb des Galeriewaldes unter die Füsse nimmt, der bis zur Quelle des Flusses führt. Eine Aussichtsplattform, die rund um einen riesigen wilden Feigenbaum angelegt wurde, erleichtert die Beobachtung des Ambientes. Von einem hölzernen Steg aus steigt man mittels Treppchen vorsichtig ins kristallklare Wasser, um möglichst wenig vom Belag des Flussbettes aufzuwirbeln – bereits im Neopren-Anzug, stülpt man die Taucherbrille über und nimmt den Schnorchel in den Mund – fertig für die „Flutuação“ – ein sich Treiben lassen auf der Wasseroberfläche, wobei der Neopren-Anzug als tragende Schwimmweste wirkt.
Ein Begleitboot folgt (gepaddelt) der Gruppe in einigem Abstand – aus Sicherheitsgründen, falls sich einer der Teilnehmer – die ja keine Taucher sind und nicht einmal schwimmen können müssen – unterwegs verschluckt, weil er Wasser in den Schnorchel oder irgendeinen Krampf bekommen hat.
Man ist gehalten, möglichst keine Schwimmbewegungen zu machen, um keine sicht-behindernden Substanzen aufzuwirbeln, sondern sich mit der gelinden Strömung treiben zu lassen (Fliegen ist in diesem Fall nicht schöner!). Schöner ist höchstens, wenn man den Platz an der Spitze der treibenden Gruppe bekommt! Länge dieser Treib-Wanderung ist nur 750 Meter, aber man braucht dazu zirka 45 Minuten! Fünfundvierzig Minuten, die einem ein Paradies unter Wasser vor Augen führen, von dem man, ehrlich gesagt – wenigstens war das so bei mir – bisher nicht die geringste Ahnung hatte. Die zahlreichen grossen Fische, wie der „Pintado“ oder der grimmig blickende „Dourado“ lassen schon ein bisschen Adrenalin-Wärme durch den Körper fluten, wenn sie auf Reichweite neugierig heranschwimmen. Streckt man die Hand nach ihnen aus, entziehen sie sich mit einem leichten Schwenker elegant dem Kontakt. Die aquatische Vegetation streift manchmal von beiden Seiten den Körper – ganz eng wird der Kanal dann – und mir fällt an dieser Stelle die „Sucuri“ (Anakonda) ein, nach der dieser Fluss benannt ist. Der Guide sagte, dass wir „mit ein bisschen Glück sie sehen könnten“ – ich hatte allerdings den Eindruck, dass niemand von uns sich soviel Glück tatsächlich wünschte! Man stelle sich vor: eine fast fünf Meter lange Anakonda-Riesenschlange neben uns unter Wasser! Sie sagen von ihr, dass „sie sich selten den dahintreibenden Touristen nähere“ (und was tun die bei den wenigen Malen, wo sie’s doch tut?) und, dass „ihr Erscheinen während der Winterzeit (Trockenperiode, zwischen Juni – September) häufiger beobachtet würde“.
Übrigens für diejenigen, die sich an Ort und Stelle entscheiden, nicht auf dem Wasser treiben zu wollen, sie können auch im Beiboot hinterher treiben und sich dabei die Fauna am Flussufer betrachten. Ausflugsdauer zirka 3 Stunden – auf der Fazenda gibt es zweisprachige Guides (portugiesisch/englisch) und ein Restaurant mit regionaler Küche. Es ist verboten zu angeln und Sonnencremes oder –öl zu benutzen.
Liegt im „Parque Ecológico Baía Bonita“, 7 km von Bonito. Erreichbar über die BR-267 in Richtung „Jardim“. Besuchszeit von 7:30 bis 15:30 – Möglichkeit bis 19:00 zu bleiben.
Die Quelle des „Aquarium“ genannten Flussabschnitts und sein Oberlauf, liegen unterirdisch – kurz nachdem sie aus den Kalkfelsen brechen, bilden sie einen kristallklaren See, dessen Wasser zwischen silberner und blauer Tönung variiert. Die Transparenz des Wassers erlaubt die Beobachtung von Wasserpflanzen und den verschiedensten Fisch-Spezies – in Schwärmen, die Kleineren und einzeln, die Grossen. Hier beträgt die Wasser-Wanderungsstrecke 900 Meter und ist ebenso interessant wie in den übrigen Flüssen – mit den gleichen Regeln und Vorsichtsmassnahmen – das Begleitboot folgt der Gruppe mit Abstand.
Am Ende der „Flutuação“ noch ein besonderer Badespass: Quer über eine Badebucht des Rio Formosinho ist ein Stahlkabel gespannt, an dem man mit Hilfe einer Rolle und Schlinge, vom erhöhten Ufer aus, über den Pool gleiten kann – um dann ins Wasser abzuspringen.
Dieser Ausflug dauert durchschnittlich 3 Stunden und ist inklusive sämtlicher Ausrüstung. Vor Ort gibt es einen Swimming-Pool – auch für Training – einen Schnellimbiss, Restaurant mit regionaler Küche und ein Andenkenladen. Es ist verboten zu angeln und Sonnencremes oder –öl zu benutzen.
Liegt 22 km von Bonito entfernt, über eine Erdpiste. Besuchszeiten ab 7:00 – unbegrenzt.
Es handelt sich bei diesem Naturphänomen um eine Felsspalte von 72 Metern Tiefe, die in einer Höhle mündet, direkt über der Wasserfläche einer Lagune von der Grösse eines Fussballfeldes. Der „Einstieg“ am Seil (Rappel) wird paarweise gemacht und dauert zirka 15 Minuten. Die ersten 10 Meter sind etwas eng, dann klafft der Fels weit auseinander und von dort oben kann man bereits das Deck über der Lagune erkennen (62 m tiefer), auf dem die Einsteigenden nach vielen Adrenalin-Stössen schliesslich sicher ankommen. Der „Ausstieg“ wird wieder paarweise vorgenommen. Der See hat zirka 80 Meter Tiefe. In ihm haben sich viele Kalksteinformen gebildet, die als „Speleothemen“ bekannt sind – einige von ihnen in konischen Formen, bis zu einer Höhe von 16 Metern, die vom Betrachter unwillkürlich mit riesigen Händen, sitzenden menschlichen Figuren oder phantastischen Tieren verglichen werden.
Für diejenigen, welche den Basis-Tauchschein haben, bietet sich die Möglichkeit, bis auf 18 m Tiefe zu tauchen und dabei einen abgesteckten Unterwasser-Kurs von 177 m zu durchtauchen. Die Wassertemperatur liegt bei 17º C.
Ein Schlauchboot steht zur Verfügung, um die Gruppe zum trockenen Teil der Höhle zu bringen. Dort gibt es einen 170 Meter langen Pfad über den Kalksteinformationen – er führt durch viele wunderbare Stalagmiten und Stalaktiten, einige von bis zu 3 m Länge.
Bevor man sich allerdings in der Höhle selbst abseilen darf, heisst es, um 7:00 in Bonito zum Training anzutreten:
An einer 6,60 m hohen Felswand beobachten die Guides die physischen Fähigkeiten und das Verhalten der jeweiligen der Möchtegern-Teilnehmer – Herzkranke, Diabetiker, nervöse oder psychisch kranke Menschen, sowie zu dicke, werden abgelehnt. Nach dem Training werden die Gruppen zusammengestellt und sämtliche Ausrüstung überprüft. Nach der Tour bekommt jeder einen Imbiss. Der Ausflug muss, alles in allem, mit einem vollen Tag veranschlagt werden. Die Gruppen haben maximal jeweils 12 Teilnehmer – mit bis zu 4 Tauchern. Neoprenanzüge werden gemietet. Es ist verboten in der Lagune Mückenmittel zu verwenden.
Auf der „Fazenda Água Viva“, liegt 35 km von Bonito, an der Erdstrasse nach „Bodoquena“.
Eine Wanderung von zirka 3 Stunden im Galeriewald, entlang des Rio do Peixe, vorbei an insgesamt 11 verschiedenen Wasserfällen. Der Ausflug bietet unter anderem: Tauchen in Höhlen mit kristallklarem Wasser, Beobachtung der Fauna und Flora im Gebiet – dauert den ganzen Tag und gehört zu den allerbesten Empfehlungen! So eine Natur haben Sie – wir möchten wetten – noch nie zuvor gesehen! Man träumt später ein Leben lang von einem solchen Ort, wenn man wieder ins triste Alltagsleben der Stadt zurück muss. Ein Mittagessen kann ins Programm aufgenommen werden – typisch regionales Menu der Fazenda!
Liegt auf der „Fazenda Pitangueiras“, am km 33 der Erdstrasse von Bonito nach Bodoquena. Dieser Park ist etwas für alle Besucher jeden Alters. Die Aktivitäten sind aufgeteilt in drei unterschiedliche Typen: Natur, Kultur oder Landwirtschaft. Ein gutes Fazenda-Mittagessen ist ein Optional innerhalb des Preises.
In einem Empfangssaal gibt es Modelle, welche die Naturschönheiten und kulturellen Sehenswürdigkeiten der Region demonstrieren und erläutern – unter anderem auch die Gerätschaften, die zur Feldarbeit und zur Viehhaltung in Gebrauch sind. Ausserdem sind hier Keramikarbeiten von Indianern ausgestellt und wird die Einwirkung des Kalks an verschiedenen Objekten demonstriert. In der Nähe befindet sich ein grosses, in Betrieb befindliches Wasserrad, im Schatten eines Feigenbaums.
Die landwirtschaftliche Route präsentiert den Besuchern den Alltag der „Fazenda Pitangueiras“, der sich mit der Viehzucht – wie Rindern, Pferden und Schafen – befasst und der Landwirtschaft, die Pflanzungen von Soja und Mais einbegreift.
Während einer Ausfahrt in kanadischen Kanus auf dem Rio Olaria, kann man den Galeriewald und seine Fauna kennen lernen – optional: ein Bad im Fluss. Die Anfahrt wird per Traktor vorgenommen, der einen Wagen mit den Teilnehmern zieht – über Weiden und Flächen mit Cerrado-Landschaft – wo zwischen Haustieren, wie Rindern und Pferden, auch Wildtiere, wie Strausse, Hirsche und Affen anzutreffen sind.
Eine Wanderung von 45 Minuten durch den Galeriewald des Bächleins „Córrego Pitangueiras“ führt auf den Gipfel des „Morro da Gruta“ – hier befindet sich der Eingang zur Höhle „Gruta Pitangueiras“, mit zahlreichen phantastischen Kalkformationen. Auf den Wegen hat der Besitzer Futterkrippen angelegt, die er mit Mais füllt und damit eine Menge interessanter Tiere aus ihren Verstecken lockt.
Liegt auf der „Fazenda Baía das Garças“, 54 km von Bonito entfernt – Anfahrt über die Erdstrasse nach „Campos dos Índios“.
Der Ausflug beginnt am Haupthaus der Fazenda, mit einer Wanderung nach „Baía das Garças“ – diese Wanderung ist lang und teilweise schwierig, sie führt unter anderem durch ein Indianer-Reservat und an 9 Wasserfällen vorbei – mit Stopps zum Erfrischen. Der Ziel-Wasserfall „Aquidaban“ schliesslich, ist der höchste der Region, mit 120 Metern freiem Fall. Man befindet sich an dieser Stelle auf einem Level von 600 Metern und hat eine herrliche Rundumsicht, bis hinüber in die Pantanal-Ebene. Der Ausflug ist für Kinder unter 10 Jahren nicht zu empfehlen – er dauert etwa 4 Stunden. Imbiss und Wasser bitte mitnehmen!
Ein Ausflug per Schlauchboot, das so genannte „River-Rafting“, ist in dieser Gegend ideal durchzuführen. 12 km von Bonito – Anfahrt über die Erdpiste nach „São Geraldo“.
Die grossen Schlauchboote haben eine Kapazität für bis zu 14 Passagiere. Die Route führt den Rio Formoso hinab, über drei Wasserfälle hinweg und zwei Stromschnellen – insgesamt sieben Adrenalintreibende Kilometer. Endstation ist die Insel „Ilha do Padre“. Unterwegs wird auch mal ein Zwischenstopp in ruhigem Wasser eingelegt – zum Baden, zum Beispiel. Dauer etwa 3 Stunden – Rettungswesten werden gestellt, sowie Plastiksäcke zum Schutz fotografischer Ausrüstung. Wird nur durch Agenturen organisiert und bietet auch die Option einer nächtlichen Fahrt bei Mondschein!
18 km von Bonito über Erdstrasse zu erreichen. Besuchszeiten von 7:00 bis 17:00 im Sommer und 8:00 bis 16:00 im Winter.
Der Zugang zu den Höhlen führt über eine Hängebrücke von 200 Metern Länge, quer durch einen dichten Wald – die Brücke verläuft in Höhe der Baumkronen. Die Haupthöhle präsentiert schöne Speleothemen und beherbergt kleine Tiere, wie Fledermäuse und Eulen. Besonders erlebenswert sind einige der wunderbaren Tropfstein-Gebilde. Der Rückweg wird vom Höhleneingang aus mit Elektro-Wägelchen vorgenommen. Der Ausflug dauert zirka 2 Stunden, ist im Sommer auf 285 Besucher pro Tag begrenzt und im Winter auf 255. Es gibt einen Schnellimbiss am Ausgangsort.
Nur 8 km von Bonito entfernt und deshalb häufiger besucht als andere – asphaltierte Strasse Richtung „Jardim“ (5,5 km) Rest ist Erdpiste. Besuchszeiten von 7:30 bis 16:00.
Das Programm wird am Rio Formoso durchgeführt: nach einer Wanderung entlang eines Weges, mit Erklärungen des begleitenden Guide – zirka 1.500 m durch einen Abschnitt mit Galeriewald am Ufer des Rio Formoso – macht sich die Gruppe fertig für ein „im Wasser Treiben“ von 2 Kilometern Länge. Während dieser Strecke ist es möglich, Unterwasser-Grotten und kleine Wasserfälle auszukundschaften – mit vielen Fischen, Wasserpflanzen-Vegetation und ins Wasser gestürzten Baumstämmen. Die Sicht hat die bereits bekannte kristallklare Qualität! Der Ausflug dauert zirka 2 Stunden – Neopren-Anzug kann gestellt werden. Es gibt einen Schnellimbiss vor Ort.
Dieser Landsitz liegt 24 km von Bonito entfernt, man erreicht ihn über die Erdstrasse nach Bodoquena. Besuchszeiten von 8:00 bis 15:00.
Der Ausflug beginnt mit einer Wanderung auf einem Lehrpfad durch den Galeriewald am Ufer des Rio Mimoso, mit Grotten, Farnen, Orchideen, Bromelien und uralten Bäumen – aber auch verschiedenen Vögeln und Säugetieren. Der Weg führt an mehr als acht verschiedenen Wasserfällen vorbei, mit fünf möglichen Stellen zum erfrischenden Badespass – einige mit Plattform zum Springen.
Am Ende des Ausflugs wird den Gästen auf der Fazenda ein regionales Mittagessen serviert – auf dem Holzfeuer zubereitet und mit Süssigkeiten und hausgemachten Backwaren ergänzt. Der Ausflug dauert, alles in allem, mindestens 5 Stunden – man sollte dafür aber den ganzen Tag ansetzen. Kinder unter fünf Jahren sind gratis!
„Fazenda da Barra“, 32 km von Bonito, zu erreichen über die Erdstrasse nach „Ilha do Padre“. Besuchszeiten von 8:00 bis 18:00 einschliesslich.
Ein Lehrpfad von 1 km Länge führt die Besucher durch den Galeriewald am Ufer des Rio Formoso – bis zu einer Stelle, an der ein Schlauchboot die Gäste aufnimmt, mit dem die Fahrt flussabwärts beginnt.
Während dieser Fahrt kann man Vögel und Schwärme von Fischen im klaren Wasser beobachten. Endstation ist die Einmündung des Rio Miranda, wo man die verschiedenfarbigen Tönungen der Wasser beobachten kann.
Der zweite Teil des Programms besteht aus dem Kontakt der Besucher mit dem Tagwerk der Fazenda, zum Beispiel mit den Rindern der indischen „Nelore-Rasse“. Ein Ausritt zu Pferd – auf Pantanal-Pferden – dauert etwa einen halben Tag. Für die Besucher, welche sich über Nacht eingebucht haben, kann auch eine nächtliche Spazierfahrt auf dem Rio Formoso vorbereitet werden. Die Fazenda besitzt drei grosse Chalets, das grösste für bis zu 10 Personen. Es gibt eine kleine Fabrik für wieder aufbereitetes Papier, Mini-Wege und einen Pool mit Tobogan für Kinder. Alles inklusive sollte man einen ganzen Tag mindestens rechnen – Mittagessen ist inklusive! Kinder unter 5 Jahren sind frei!
Liegt auf der „Fazenda Ceita Coré“, 36 km von Bonito, Anfahrt über die Erdstrasse nach Bodoquena. Besuchszeiten ab 8:00. Wanderpfade, unter Jahrhunderte alten Bäumen innerhalb eines Geländes von 4.000 Hektar, führen den Besucher zu verschiedenen Wasserfällen – alle bestens zum Baden geeignet. Dies ist eine der schönsten Landschaften, die man je in seinem Leben gesehen hat – Wasserfälle in allen Richtungen und Baden ebenfalls überall. Der Ausflug kann durch ein typisches Fazenda-Mittagessen ergänzt werden.
Für erfahrene Höhlentaucher ist hier eine Gelegenheit, einen unterirdischen Fluss kennen zu lernen. Angefangen bei seiner Quelle, kann man in ihm bis zu einer Tiefe von 90 Metern tauchen.
Fazendas „Pricesinha“ und „Santa Marta“, liegen 51 km von Bonito (und noch 23 km weiter bis zum Austragungsort) – über die Erdstrasse nach „Campos dos Índios“ – von 7:00 bis 18:00.
Dies ist eine Option für die Fans radikaler Sportarten – alle Aktivitäten können auf die Unterstützung und Kontrolle von Profis im jeweiligen Metier rechnen! Kommunikation per Funk und Service in englischer Sprache. Hier gibt es: Zwei Rampen für Para-Gliding und Drachenflug, Wege für Mountain-Biking, Rappel, Wanderungen und Baden in Wasserfällen. Hier gibt es ein Geschäft mit Outdoor-Equipment, Schnellimbiss, Restaurant, Pousada und auch eine Herberge auf Rädern – den „Jabuti Radical“ mit acht Betten – für Übernachtungen in der Wildnis. Bietet Kurse im Drachenfliegen und Rappel – Ausrüstung wird jeweils gestellt.