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Seine Familie
Die Bider's stammen ursprünglich aus Bärenwil, wo sie bis ins 18. Jahrhundert als Landwirte tätig gewesen waren. Ihre Namen wurden zu jener Zeit als Bider, Bieder, Biedert, Biderd und Biderb geschrieben. 1820 einigten sich die Biderfamilien darauf, sich fortan Bider zu schreiben.
Oskar Biders Vater, Jakob Bider, hatte 1889 Frieda Marie Glur von Wynau geheiratet. Frieda war die Tochter des Langenbrucker Lehrers Albert Glur, der in den Jahren 1866-1904 an der Dorfschule unterrichtete. Albert Glur erhielt 1885 für seine Verdienste um die Gemeinde das Bürgerrecht. Er war der Grossvater der drei Bider-Kinder Georg, Oskar und Helen. Dieser Umstand wirkte sich nach dem frühen Tod der Mutter für die Kinder segensreich aus.
Vater Jakob war, wie seine Vorfahren, ein geschickter Händler und Kaufmann, und er hatte es auch zu einem gewissen Wohlstand gebracht. Ihm gehörte das Haus Nr. 4 an der heutigen Oskar Biderstrasse, ferner die Bärenmatte samt Scheune - der Ort, wo heute die Skilift-Station steht - und das Haus an der Hauptstrasse, wo er mit seiner Familie wohnte. Noch heute lässt die Fassade des Oskar Bider-Hauses den ehemaligen Kramladen erkennen. In diesem Hause kamen Oskar und Helene (Leni) zur Welt.
Am 9. Juli 1939 wurde an diesem Geburts- und Elternhaus Oskars die Erinnerungstafel angebracht. Jakob Bider war Mitglied der Ersparniskasse. Als 1883 das Kurhaus auf der Passhöhe wegen Misswirtschaft an diese Kasse fiel, übernahm Vater Bider den Betrieb als Gerant. Schon 1890 konnte er das Haus mit Gewinn an den Disentiser Baptist Genelin verkaufen. Darauf übernahm er wieder seinen Laden und führte den Tuchhandel weiter.Die Gemeinde wählte ihn in den Landrat.
Mutter Frieda Marie Bider war eine liebevolle Frau, im christlichen Glauben fest verankert.Dieser Glaube hat auch Oski geprägt.
In den Briefen aus Argentinien kommt er immer wieder auf seine verstorbene Mutter und ihren Glauben zu sprechen. Leider starb sie schon 1907. Oski und Leni verbrachten ihre Zeit meist beim Grossvater in Langenbruck oder bei Onkel Glur, dem Rektor der Mädchensekundarschule Liestal. Nach dem Tode seiner Frau hielt es den Vater nicht mehr. Er zog nach Basel, wo der älteste Sohn Georg Medizin studierte. Aber 1911 starb der Vater an einer Lungenentzündung. Der frühe Tod beider Eltern hat das Zusammengehörigkeitsgefühl der beiden jüngeren Geschwister gefestigt.