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Schweine schwitzen fast nicht und ihre Lungen sind verhältnismässig klein. Wenn es warm und feucht ist, d.h. ab 25°C, leiden sie unter Hitzestress: sie beginnen zu hecheln, um sich abzukühlen und hören auf zu fressen, damit ihre Körpertemperatur nicht weiter ansteigt. Allgemein gilt: je schwerer ein Schwein ist, desto empfindlicher ist es.
Weitere Alarmsignale für den Züchter sind: die Tiere trinken viel mehr – die Tiere sind verlangsamt und lethargisch – die Tiere wahren grössere Abstände, wenn sie sich niederlegen - oder aber auch eine veränderte Konsistenz der Ausscheidungen.
Die Auswirkungen von Hitzestress sind nachteilig für den Produzenten: eine geringere Nahrungsaufnahme verlangsamt das Wachstum bei Mastschweinen und die säugenden Sauen verlieren mehr Gewicht. Zudem sinkt die Milchproduktion, die Ferkel wachsen langsamer und sind somit beim Absetzen weniger schwer.
Hier einige Tipps zur Verbesserung des Wohlbefindens Ihrer Tiere und zur Erhaltung einer stabilen wirtschaftlichen Situation:
- Luftbefeuchtung installieren
In der Schweinehaltung müssen für Tiere ab einem Gewicht von 25kg ab einer Temperatur von 25°C von Gesetzes wegen Kühlsysteme installiert werden. Es gibt zwei Systeme zur Befeuchtung: Befeuchtung mit Niederdruck, die auf dem Lattenrost oder draussen (z.B. Rasensprühsystem) installiert wird oder Befeuchtung mit Hochdruck, die über der Liegefläche angebracht wird und die die Tiere dazu anregen soll, dort zu verweilen. Beide Systeme müssen an eine Zeitschaltuhr gekoppelt sein. Es muss darauf geachtet werden, dass die Luftfechtigkeit nicht 80% übersteigt, denn darüber können Schweine nicht mehr hecheln.
- Sauberes und frisches Wasser zur freien Verfügung
Schweine müssen jederzeit sauberes und frisches Wasser zur freien Verfügung haben. Es muss auf ausreichende Durchflussmenge und zahlreiche Trinkstationen geachtet werden, um unnötigen Stress für die Tiere zu vermeiden.
- Fachmännische Konzeption des neuen Schweinestalls
Beim Bau eines neuen Gebäude ist ganz besonders auf dessen Ausrichtung und die Dachisolierung zu achten, womit sich Hitzestress effizient vermeiden lässt. Erdwärmetauscher sind ebenfalls eine sehr gute Option: diese Anlagen sind im Allgemeinen unterirdisch installiert und werden durch Gebäudeventilatoren betrieben. Im Sommer kühlen sie eingehende Luft, im Winter heizen sie den Stall vor.
- Bodenheizung zur Kühlung nutzen
Kaltes Wasser in die Rohrleitungen des Bodenheizungssystems einzulassen ist eine Alternative zur Gebäudekühlung im Sommer, die jedoch ziemlich kostspielig sein kann.
- Wartung des Alarmsystems
Bei geschlossenen Gebäuden ist es lebensnotwendig, dass die Alarm- und Ventilationssysteme regelmässig überprüft werden. Eine Panne des Ventilationssystems kann den Tod von zahlreichen Tieren zur Folge haben.
- Schlamm zur Verfügung stellen
Für Schweine, die sich im Freiland aufhalten, ist es wichtiger, Schlamm zur Verfügung zu stellen, als Schatten zu schaffen, denn Schlamm hat Sonnenschutzfunktion. Hierfür kann man Erdlöcher graben und diese mit Wasser füllen. Sonnenbrand bei Muttersauen kann zu Fehlgeburten führen und ist dashalb ein erhebliches Risiko.
- Zahlreichere und leichter verdauliche Fütterungen
Während der heissen Sommermonate ist es ratsam, die Fütterung auf die kühleren Stunden zu legen und kleinere Rationen zu geben. Der heisseste Moment des Tages ist gegen Ende des Nachmittags, wenn sich das Gebäude aufgeheizt hat. Das Futter muss leicht verdaulich und weniger faserreich sein, mit niedrigem Proteinniveau, damit die Leber und der Verdauungsapparat nicht unnötig überlastet werden. Bei der Trockenfütterung gibt man eher Würfelfutter als Futter in Mehlform. Das Schweinefutter des Granovitsortiments erfüllt all diese Anforderungen und gewährleistet Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit der Tiere, auch im Sommer.
Die Temperatur-Wohlfühlzone bei Schweinen bewegt
Weniger faserreiches Futter mit niedrigem
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Christoph Blaser, Techniker Schwein
Bruno Louvel, Techniker Schwein
Carine Miéville, Redakteurin