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1877
Vor der alten Scheune des Randenhofs steht ein Sandstein-Brunnen. Darin ist die Jahreszahl 1877 eingehauen. Wir nehmen an, dass zum Zeitpunkt, als der Brunnen seine Zeitmarke erhielt, das Zweifamilien-Wohnhaus sowie Scheune und Stallungen schon einige Zeit existierten. Der Randenhof ist also mindestens 130 Jahre alt (2016).
Das älteste schriftliche Zeugnis vom Randenhof und seinen Bewohnern liegt uns als Eintrag im Kaminfegerbuch vor und stammt vom Dezember 1890. Dort ist als Besitzer des Gebäudeteils mit der Nr. 140 'Baumann Conrad, Randen' verzeichnet, als Eigentümer der Haushälfte mit der Nr. 141 'Keller Hans auf Randen'.
Dass der Randenhof anfänglich von zwei Familien bewohnt war, zeigt auch das erste Foto links.
1897
änderte sich das. Während die Nr. 140 für einige Jahre leer steht, wird Leu Meister Adam der neue Besitzer von Nr. 141. 1901 übernimmt Wäckerlin Martin erst die leerstehende Haushälfte, ein Jahr später auch die Nr. 141 von Leu Meister Adam.
1906
Wäckerlin hat 1906 auf dem Randenhof ein Ausflugsrestaurant eröffnet, das sich großer Beliebtheit zu erfreuen scheint. Besonders das Bier des neuen Lokals soll gut geschmeckt haben, wie auf einer Randenhof-Postkarte mit Stempel vom Juli 1906 zu lesen ist.
Die Geschäfte müssen gut gegangen sein. 1909 und 1910 wird das Hauptgebäude erweitert und umgebaut, wie auch auf den Fotos zu sehen ist. 1913 werden die beiden Haushälften zu Gebäude Nr. 140 vereint
Während des 1. Weltkriegs wurde am Ostgiebel des Hauptgebäudes ein Schweizer Kreuz angbracht. Es heißt, dass dadurch der Randenhof vor Fliegerangriffen bewahrt wurde - schließlich ist die deutsche Grenze nicht weit entfernt.
1917
Die letzten Einträge ins Kaminfegerbuch stammen von 1917. Damals hat die Familie Schlatter-Schär den Randenhof übernommen.
Über den Zeitraum vom Ende des 1. bis zum Ende des 2. Weltkriegs haben wir leider (noch) keine Dokumente gefunden. Über Hinweise, wer in dieser Zeit den Randenhof bewirtschaftet hat, freuen wir uns.
4. April 1945
Werner und Marie Tappolet kaufen den Hof auf dem Siblinger Randen. Ihre Haupterwerb ist die Kälbermast. Nebenbei betreiben sie die kleine Gastwirtschaft, die vor allem am Wochenende viele Ausflügler anzieht.
Die zweite Generation
Zwei der drei Tappolet-Söhne, Konrad und Martin, bleiben auf dem Randen und arbeiten im elterlichen Betrieb mit, der dritte, Erich, zieht nach Schaffhausen.
Ende der 60er Jahre
Neben dem Randenhof wird ein Restaurant mit einigen Gästezimmern gebaut.
1970
eröffnet das neue Ausflugsrestaurant Randenhaus. Martin Tappolet übernimmt zusammen mit seiner Frau Sayuri, die er während seiner Wanderjahre in Japan kennen gelernt hatte, die Verantwortung für die Küche. Konrad Tappolet und seine Frau Heidi sind fortan für den Service und alles rund um das Haus verantwortlich.
1983
wird der Randenhof von den Tappolets komplett saniert und danach verpachtet. Wir verfolgen an dieser Stelle die Geschichte des Randenhofs weiter. Die weitere Entwicklung des Restaurants Randenhaus können Sie hier nachlesen.
1984
Die neuen Pächter des Randenhofs sind Marianne und Urs Rutschmann. Sie stellen den Betrieb auf biodynamische Landwirtschaft um.
1995
bauen die Rutschmanns einen neuen offenen Laufstall westlich des Haupthauses in Erbpacht.
1.1.1998
Hermann und Regina Lutke Schipholt übernehmen den Hof in Pacht und kaufen den Stall.
2011
Familie Lutke Schipholt kauft den Hof am Stei. Er liegt in der Gemeinde Siblingen, ist 4,5 Fahrkilometer vom Randenhof entfernt und liegt mit 510 m ü. M. 330 m tiefer als der Berghof. Anno, der älteste Sohn von Regina und Herman, übernimmt den Hof am Stei und stellt ihn auf biodynamische Landwirtschaft um. Die beiden Höfe bilden künftig eine Betriebsgemeinschaft.
Januar 2013
beginnt der Umbau der Käserei, mit dem gleichzeitig ein ausgeklügeltes nachhaltiges Energiekonzept realisiert wird.
Juni 2015
Mit einem Tag der Offenen Tür werden die renovierte Käserei und das neue Energieversorgungssystem der Öffentlichkeit vorgestellt.
Herbst 2015
Der Randenhof wird vom Kanton Schaffhausen für den Nachhaltigkeitspreis der Internationalen Bodenseekonferenz IBk nominiert.