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Mezavant magensaftresistente Retardtabletten mit Langzeitfreisetzung enthalten Mesalazin, ein entzündungshemmendes Arzneimittel zur Behandlung von Colitis ulcerosa.
Colitis ulcerosa ist eine Erkrankung des Kolons (Dickdarms) und des Rektums (Mastdarm) mit geröteter und geschwollener (entzündeter) Darmschleimhaut, bei der häufige und blutige Stuhlgänge, begleitet von Magenkrämpfen, auftreten.
Wird Mezavant in einem akuten Fall von Colitis ulcerosa verabreicht, entfaltet sich seine Wirkung im gesamten Kolon und Rektum zur Behandlung der Entzündung und Eindämmung der Symptome. Die Tabletten können auch zur Vorbeugung eines erneuten Auftretens von Colitis ulcerosa eingenommen werden. Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.
Mezavant darf nicht eingenommen werden,
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin vor der Einnahme von Mezavant:
Vor oder periodisch während der Behandlung mit Mezavant kann Ihr Arzt / Ihre Ärztin Urin- und Blutproben nehmen, um abzuklären, ob Ihre Niere und Leber gut funktionieren und ob Ihr Blut gesund ist.
Nierensteine können bei der Anwendung von Mezavant entstehen. Mögliche Symptome sind Schmerzen in den Seiten des Abdomens und Blut im Urin. Achten Sie darauf, während der Behandlung mit Mezavant eine ausreichende Menge Flüssigkeit zu trinken.
Im Zusammenhang mit einer Behandlung mit Mesalazin wurden schwerwiegende Hautreaktionen, einschliesslich Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, berichtet. Brechen Sie die Einnahme von Mesalazin ab und suchen Sie sofort einen Arzt / eine Ärztin auf, wenn Sie eines der in Rubrik «Welche Nebenwirkungen kann MEZAVANT haben?» beschriebenen Symptome im Zusammenhang mit diesen schwerwiegenden Hautreaktionen bemerken.
Wegen fehlender Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten wird die Verabreichung von Mezavant an Kinder unter 18 Jahren nicht empfohlen.
Studien haben gezeigt, dass Mezavant nicht mit folgenden Antibiotika, die zur Behandlung von Infektionen verwendet werden, in Wechselwirkung tritt: Amoxicillin, Metronidazol und Sulfamethoxazol.
Mezavant kann jedoch mit einigen anderen Medikamenten in Wechselwirkung treten. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder einnehmen möchten, insbesondere aber:
Bisher liegen keine Hinweise vor, dass die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durch die Anwendung von Mezavant beeinträchtigt wird.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro empfohlener Höchstdosis (4 Tabletten), d.h. es ist nahezu «natriumfrei».
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie
Weil Mesalazin in die Plazenta übergeht und in kleinen Mengen in die Muttermilch abgegeben wird, ist bei der Einnahme von Mezavant während der Schwangerschaft und Stillzeit Vorsicht geboten.
Es gibt Berichte über Geburtsfehler und andere unerwünschte Wirkungen (einschliesslich Schwellungen in verschiedenen Geweben und einer geringen Anzahl roter Blutkörperchen bei einem einzelnen Fötus) bei Säuglingen, bei denen die Mütter, Mezavant während der Schwangerschaft eingenommen hatten.
Bei Säuglingen, die gestillt werden, können Überempfindlichkeitsreaktionen wie Durchfall nicht ausgeschlossen werden. Wenn der Säugling Durchfall bekommt, ist das Stillen zu beenden.
Falls Sie schwanger sind oder annehmen, schwanger zu sein, oder wenn Sie stillen, sollen Sie Mezavant nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin einnehmen.
Nehmen Sie Mezavant immer genau nach Anweisung des Arztes/der Ärztin ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosierung für Erwachsene 2,4 bis 4,8 g (zwei bis vier Tabletten) einmal täglich bei akuten Fällen von Colitis ulcerosa. Bei Einnahme der täglichen Höchstdosis von 4,8 g ist nach einer 8-wöchigen Behandlungsphase eine Überprüfung notwendig. Sobald sich Ihre Symptome gebessert haben bzw. um ein erneutes Auftreten zu verhindern, sollte Ihr Arzt/Ihre Ärztin Ihnen einmal täglich 2,4 g (zwei Tabletten) verordnen.
Die Tabletten sollten täglich zur gleichen Zeit mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Die Tabletten müssen ganz geschluckt und dürfen weder zerdrückt noch gekaut werden.
Während der Einnahme dieses Arzneimittels müssen Sie sicherstellen, dass Sie genügend trinken, um genügend hydriert zu bleiben, insbesondere nach schwerem oder langanhaltendem Erbrechen und/oder Durchfall, hohem Fieber und starkem Schwitzen.
Wegen fehlender Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten wird die Verabreichung von Mezavant an Kinder unter 18 Jahren nicht empfohlen.
Wenn Sie zu viel Mezavant eingenommen haben, können folgende Symptome auftreten: Tinnitus (Klingeln in den Ohren), Schwindel, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Kurzatmigkeit, übermässiger Wasserverlust (im Zusammenhang mit Schwitzen, Durchfall und Erbrechen), niedrige Blutzuckerwerte (was zu Benommenheit führen kann), schnelle Atmung, Veränderungen in der Blutchemie und erhöhte Körpertemperatur.
Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin oder die Notfallstation. Nehmen Sie die Arzneimittelpackung mit.
Es ist wichtig, die Mezavant-Tabletten täglich einzunehmen, auch wenn Sie keine Colitis-ulcerosa-Beschwerden haben. Bitte die verordnete Therapie stets zu Ende führen.
Wenn Sie vergessen haben, die Tabletten einzunehmen, fahren Sie am nächsten Tag mit der gewöhnlichen Einnahme fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Informieren Sie Ihren Arzt / Ihre Ärztin umgehend:
Beenden Sie die Einnahme von Mesalazin und suchen Sie sofort einen Arzt/eine Ärztin auf, wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken:
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Mezavant auftreten:
Kopfschmerzen; Flatulenzen (Blähungen); Übelkeit (Unwohlsein); Völlegefühl oder Magenschmerzen; Entzündung, die Bauchschmerzen oder Durchfall verursacht; Durchfall; Verdauungsstörungen; Erbrechen (Unwohlsein); auffällige Leberfunktionswerte; Gelenkschmerzen; Rückenschmerzen; Kraftlosigkeit (extremes Müdigkeitsgefühl); Fieber (hohe Temperatur); allergische Reaktionen welche Rötungen einschliessen können, Ausschlag, Juckreiz, Nesselsucht und Gesichtsschwellungen (Überempfindlichkeit).
Verminderung der Blutplättchenzahl mit dadurch erhöhtem Risiko für Blutungen und Blutergüsse, Schwellung von Zunge, Lippen und Augenregion, die das Atmen erschweren; Schwindel; Schläfrigkeit oder Müdigkeitsgefühle; Herzrasen; entzündete Bauchspeicheldrüse (begleitet von Oberbauch- oder Rückenschmerzen sowie Unwohlsein); Akne; Haarausfall; Muskelschmerzen.
Nierenversagen; hohe Abnahme weisser Blutzellen, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Infektion erhöht wird; erhöhte Empfindlichkeit der Haut auf Sonne und ultraviolettes Licht (Photosensitivität); Entzündung des gesamten Dickdarms; Husten oder Atembeschwerden; Abnahme der Blutzellen (mit Symptomen wie Müdigkeit, Atemnot, Blutungen oder Blutergüssen, die leichter als normal sind, Nasenbluten); Keuchen.
Abnahme der Blutzellen, was zu Schwäche oder Blutergüssen führen kann und das Auftreten von Infektionen wahrscheinlicher macht; schwerwiegende allergische Reaktionen, die Hautausschlag, Juckreiz, das Anschwellen von Zunge und Kehle, Atemnot und pfeifende Atemgeräusche verursachen; Grippe-ähnliche Symptome, die sich zu rot-violettem Hautausschlag entwickeln, Blasenbildung an Haut (kann möglicherweise zu einer Schälung der Haut führen und schmerzhafte, offene Stellen zur Folge haben), Mund, Augen und Geschlechtsorganen (Stevens-Johnson-Syndrom); Fieber und Entzündung der inneren Organe einschliesslich Entzündung des Herzens und des Herzbeutels; Lungenentzündung; Lungenfibrose (daher Symptome wie Husten oder Atembeschwerden), Atemnot oder pfeifende Atemgeräusche oder Husten (manchmal mit Schmerzen im Brustkorb); Hepatitis (Entzündung der Leber, die zu Grippe-ähnlichen Symptomen und Gelbsucht führt); Hepatotoxizität (Leberschäden, die als abnormale Leberwerte auftreten können); Gallenstau, anale Reizung, Nierenerkrankungen (wie Entzündung und Vernarbung der Niere); Nierensteine und damit verbundene Schmerzen (siehe «Wann ist bei der Einnahme / Anwendung von MEZAVANT Vorsicht geboten?»); mehr als übliches Wasserlassen (Urin) und möglicherweise nachts (Bettnässen), erhöhter Durst, Müdigkeit, Appetitverlust, Gewichtsverlust, Blut im Urin, Schwellung, Zu-/Abnahme des Harndrangs. Hautausschlag typischerweise im Gesicht, Hautempfindlichkeit auf Sonnenlicht zusammen mit Gelenkschmerzen, Arthritis, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein. Reversible Abnahme der Spermienproduktion. Erhöhter Hirndruck, der Kopfschmerzen verursacht, die ihren Ursprung hinter den Augen haben können und bei Augenbewegung schlimmer werden, begleitet von verschwommenem und getrübtem Sehen, Doppelsehen, Sehen von Lichtblitzen, Schwierigkeiten mit seitlichem Sehen und kurzem oder dauerndem Sehverlust. Diese Nebenwirkungen können mit Schwindel, Brechreiz, Erbrechen und Ohrenklingeln einhergehen. Bitte setzen Sie das Medikament sofort ab und informieren Sie sofort Ihren Arzt/Ihre Ärztin.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Wenn bei Ihnen ein Urintest durchgeführt wird, ist es wichtig, dem Arzt/der Ärztin oder dem Pflegefachmann/der Pflegefachfrau mitzuteilen, dass Sie dieses Arzneimittel einnehmen bzw. kürzlich eingenommen haben, da dadurch Testresultate beeinflusst werden können.
Nicht über 25°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren und vor Feuchtigkeit schützen.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Eine Magensaftresistente Retardtablette enthält 1,2 g Mesalazin.
Die Tabletten von Mezavant sind rotbraun und oval. Auf einer Seite ist S476 aufgedruckt.
Tablettenkern: Carmellose-Natrium, Carnaubawachs, Stearinsäure, Siliciumdioxid-Hydrat, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), Talk, Magnesiumstearat.
Tablettenfilm: Talk, Methacrylsäure-Copolymer (Typ A), Methacrylsäure-Copolymer (Typ B), Triethylcitrat, Titandioxid (E171), rotes Eisenoxid (E172), Macrogol 6000.
1 Magensaftresistente Retardtablette enthält 5,66 mg Natrium.
65811 (Swissmedic).
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Mezavant magensaftresistente Retardtabletten 1,2 g: Packung mit 60 magensaftresistenten Tabletten.
Takeda Pharma AG, 8152 Opfikon.
Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2021 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.