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Gas geben – das kann Neel Jani. Der 34-jährige Seeländer fährt Autorennen – professionell und erfolgreich. 2016 gewann er das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Wer in Le Mans siegt, setzt sich ein Denkmal, heisst es. Auf dem Walk of Fame in Le Mans ist seither sein Händeabdruck zu sehen. Er reiht sich mit seinem Sieg in die Reihen der Grossen ein wie Jackie Ickx, der in den 1970er mehrmals gewann. «Ein spezielles Gefühl», sagt Jani.
Mein Vater hat seinen Porsche verkauft für meine Karriere.
Jani stammt aus einer Rennfahrer-Familie. Mit fünf Jahren bekam er seinen ersten Go-Kart, drehte damit seine Runden auf der Go-Kart-Bahn in Lyss. Seine professionelle Karriere hat er mit 16 Jahren gestartet. Sein Vater – ebenfalls Autorennfahrer – verkaufte einen seiner Porsches, um Janis Profi-Karriere zu finanzieren.
Janis Ziel war es in der Formel 1 mitfahren. Dazu hat es dann doch nicht gereicht. «Es muss viel stimmen, wenn man da ganz an die Spitze kommen will», sagt der Seeländer, der in Port bei Biel wohnt. Heute ist er Werksfahrer für Porsche, das heisst, er fährt mit den allerneusten Autos des Herstellers Autorennen. «Ein kleiner erlauchter Kreis, der da zum Handkuss kommt», sagt Jani.
Wie einst James Dean
Autorennen zu verteufeln, findet der 34-Jährige falsch. «Motorsport hat immer die Entwicklung vorangetrieben.» Das Autorennen in Le Mans sei lanciert worden, weil die Autobauer zeigen wollten, dass sie Autos herstellen konnten, die nicht kaputt gehen.
Mit einem Porsche Spyder aus dem Jahr 1954 fuhr Jani am Grand Prix Suisse Memorial Rennen in Bern, das selbe Auto, mit dem James Dean tödlich verunfallt war. Auch wenn man im Autorennsport das grosse Geld verdienen kann, ein solches Auto könnte er sich nicht leisten, sagt Jani.