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Es gebe drei Möglichkeiten, weshalb eine Population zurückgehe: Abwanderung in andere Gebiete, sinkende Überlebensrate oder rückläufiger Bruterfolg, heisst es in einer Mitteilung der Vogelwarte Sempach. Eine neue Studie unter Mitwirkung der Vogelwarte kommt zum Schluss, dass rückläufiger Bruterfolg für den europaweiten Rückgang des Braunkehlchens verantwortlich ist. Untersucht wurden 8 Populationen in 6 Ländern.
Der Rückgang des Bruterfolges sei massgeblich der fortschreitend intensiveren landwirtschaftlichen Nutzung im Brutgebiet geschuldet, so die Vogelwarte weiter. Ehemals naturnahe Wiesen würden immer intensiver gedüngt und bewässert. Dadurch wachse das Gras schneller, weshalb es immer früher und häufiger geschnitten werde. Das sei für wiesenbrütende Vögel wie das Braunkehlchen fatal. Um dem Braunkehlchen zu helfen, seien eine späte Mahd und tieferer Dünger- und Pestizideinsatz nötig, schliesst die Vogelwarte Sempach.