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Hungergrube
Bildbeschreibung und Interpretation:
Die linke Flanke einer Kuh ist sichtbar. Darin deutlich zu erkennen die Hungergrube quasi dreieckig zwischen den Rippen, den Querfortsätzen der Wirbelsäule und dem Hüftbeinhöcker.
Die Zeichnung der Hungergrube ist ein Signal für den Füllungsgrad des Pansens und dieser wiederum gibt Informationen über die Futteraufnahme und die Geschwindigkeit, mit der der Futterbrei im Pansen aufgeschlossen wird.
Ursachen
Anfangs Laktation kann diese Ausprägung der Hungergrube durchaus normal sein. Die Kuh hat kürzlich gekalbt, das Kalb, Fruchtwasser und die Gebärmutter haben den Pansen nach vorne verdrängt und Kühe fressen vor der Geburt oft deutlich weniger. Ist die Hungergrube jedoch später in der Laktation so deutlich sichtbar, ist die Kuh wohl unterernährt. Mögliche Ursachen sind Krankheiten (Azeton, Pansenübersäuerung, Infektionen, Klauenleiden, um nur die häufigsten zu nennen) oder Rangordnungen, die die Kuh nicht genügend an den Futtertisch lassen bzw. ganz allgemein ein zu geringes Angebot an Futter. Die Kuh nimmt an Gewicht ab.
Ziel
Hungergrube nach der Geburt so schnell als möglich auffüllen bzw. Kuh optimal füttern, so dass die Hungergrube nur noch leicht und ohne Dreiecksform zu erkennen ist. Die Form der Hungergrube ist dem Laktationsstadium angepasst.
Massnahmen
Kühe anfangs Laktation besonders aufmerksam füttern und versorgen und sie durch eine angepasste Galt- und Anfütterung entsprechend vorbereiten.
Kranke Tiere erkennen und nötige Massnahmen treffen. Rangniederen Tieren genügend Zugang zu Futter ermöglichen und dieses rund um die Uhr anbieten. Breite Stallgänge verringern "Mobbing" unter den Kühen.