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eine in Berlin seit dem Herbst 1878 bestehende freie Lehranstalt, deren Zweck ist, «solchen
Personen, welche die Universität nicht besuchen können oder bereits verlassen haben, durch systematische Vortragscyklen und
andere geeignete Mittel Gelegenheit zu einer harmonischen wissenschaftlichen Weiterbildung zu geben und sie in
Zusammenbang mit den Fortschritten der sich entwickelnden Wissenschaft zu halten». Sie wurde auf Anregung und nach
dem Plan des Dr. Max Hirsch, der auch als Generalsekretär fungiert, von einer größern Anzahl Gelehrter und Freunde der Wissenschaft,
vereinigt im «Wissenschaftlichen Centralverein», begründet.
Die Cytlen, die in der Regel aus je 10-12 Vorträgen im Laufe eines Quartals bestehen, finden in den Abendstunden
statt. Jeder Cyklus soll eine bestimmte Disciplin oder einen Hauptabschnitt derselben als abgeschlossenes Ganzes behandeln;
das Gesamtziel des Lehrplans ist die möglichste Vollständigkeit in den Hauptgebieten und Richtungen des Wissens, soweit es
der allgemeinen hohem Bildung dient. Die Einschreibung der Hörer und Hörerinnen erfolgt gegen ein mäßiges
Honorar für jeden belegten Cyklus; Unbemittelten wird Stundung oder vollständiger Erlaß gewährt. Die Zahl der Cyklen und
Hörer ist in stetigem Wachsen; 1882/83: 25 Cyklen mit 536 Hörern, 1892/93: 98 Cyklen mit 2450 Hörern.