Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/234696

<h2>SubmittedText<h2><p>PostFinance stellt ihre störungsanfälligen Bareinzahlungsautomaten per 31. Juli 2021 ersatzlos ein, begründet mit sinkenden Nutzungszahlen. Stichproben zeigten auf, dass Bareinzahlungen kaum getätigt werden können, da die Geräte defekt sind.</p><p>Bargeld soll nur noch am Postschalter einbezahlt werden können. Dies ist bedenklich, insbesondere für Personen, die auf Bargeld angewiesen sind.</p><p>- Wie beurteilt der Bundesrat diese Situation?</p><p>- Entspricht die Schaltereinzahlung dem Grundversorgungsauftrag der Post?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Postfinance muss die Grundversorgung im Zahlungsverkehr sicherstellen. Dazu gehört unter anderem die Bareinzahlung auf das Konto eines Dritten oder auf das eigene Konto. Bei der Ausgestaltung ihres Angebots soll sich die Post an den Bedürfnissen der Kundschaft orientieren. Sie kann den Zugang beispielsweise mittels Poststellen, Geldautomaten, Briefverkehr oder einem elektronischen Zahlungsverkehrssystem garantieren. Bestandteil des Grundversorgungsauftrags ist jedoch nur die Bareinzahlung am Postschalter. Die Post muss die Grundversorgung eigenwirtschaftlich finanzieren. Sie soll deshalb bei der konkreten Ausgestaltung des Postnetzes innerhalb der rechtlichen Vorgaben über unternehmerischen Spielraum verfügen und in ihren Entscheiden auch wirtschaftliche Gesichtspunkte berücksichtigen dürfen. Gemäss Angaben der Post verfügen von den schweizweit betriebenen 1000 Postomaten 43 Geräte zusätzlich zur Auszahl- auch über eine Einzahlfunktion. Der Betrieb dieser Postomaten mit Einzahlfunktion ist sehr kostspielig und aufwändig, während die Nutzungszahlen rückläufig sind. Deshalb nimmt Postfinance die Einzahlautomaten per 31. Juli 2021 ausser Betrieb. Als Alternative können Privat- und Geschäftskunden ihr Bargeld auf einer der rund 900 Postfilialen einzahlen oder den Hausservice nutzen, wenn es keine Poststelle gibt.</p>