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Für die Freiburger Grünen ist der Vorschlag des Staatsrates zur Reform des Wahlrechts laut einer Mitteilung eine verpasste Chance. Der Staatsrat hat auf einen Entscheid des Kantonsgerichts hin vorgeschlagen, die beiden als zu klein taxierten Wahlbezirke Glane und Vivisbach für die Berechnung der Grossratswahlen buchhalterisch zusammenzulegen.
Für die Grünen ist klar, dass durch diese «Minimallösung» die kleinen Parteien durch das Wahlsystem benachteiligt blieben, da es sich für sie nicht lohne, in kleinen Wahlbezirken für die Wahlen anzutreten. Sie verweisen darauf, dass 2011 im grossen Wahlbezirk Saane-Land acht Listen eingereicht wurden, im Glanebezirk aber nur deren vier. Aus Sicht der Grünen müssten aber möglichst viele Meinungen und möglichst viele Bürger im Parlament vertreten sein. Sie hätten deshalb ein doppelt proportionales System im Stile des «Pukelsheims» vorgezogen. fca