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Bei der Einführung der heute weit
verbreiteten CD wurde unterstellt, dass für die Musikreproduktion ein
Frequenzumfang von 0 bis 20 KHz genügt. Also legte man die Samplingfrequenz
etwas höher als auf das doppelte der höchsten wiederzugebenden Frequenz. Der
Dynamikumfang beschreibt das Verhältnis zwischen dem leisesten und dem lautesten
wiederzugebenden Ton. Die 16-bit Skalierung der CD erlaubt einen Dynamikumfang
von 96dB. Hochauflösende Digitalformate erlauben einen theoretischen
Dynamikumfang von 144dB und einen Frequenzverlauf bis über 50 kHz. Legt man
einen leisen Hörraum mit 25dB Geräuschpegel zu Grunde und wollte man, dass alle
auf der CD gespeicherten Schwingungen hörbar sind, so läge die maximale
Wiedergabepegel bei gut 120dB, wobei die dabei auftretenden Verzerrungen
unterhalb des leisesten Tons liegen. Gute CD-Player erreichen den theoretischen
Dynamikumfang von 96dB, die besten Hochbit-Player erreichen ca. 120dB.
Im Vergleich zur CD bietet die Schallplatte einen geringeren
Dynamikumfang, dafür aber einen erweiterten Frequenzumfang. Es gibt auch
heute noch viele Vinylanhänger, welche die Eigenschaften der LP höher werten als jene der CD.
Bei komprimierten Musikformaten wie MP3, muss je nach Kompressionsrate mit Verlusten in der Feinzeichnung
sowie der Wiedergabe hoher Frequenzen gerechnet werden. Grobdynamisch sind
selten Unterschiede auszumachen.
Die erreichbare Signal-Akkuratesse mit
heutigen Tonträgerformaten ist ausreichend für hochwertige Musikwiedergabe.
Nicht nur die PCM codierte CD auch komprimierte Musikformate wie MP3 oder die
bewährte Schallplatte können hervorragend klingen. Hochauflösende Formate wie
DVD-Audio oder die SACD sind vom technischen Standpunkt aus betrachtet ohnehin
über jeden Zweifel erhaben. Allfällige klangliche Unzulänglichkeiten sind nicht
primär im Speicherformat oder in der damit vorhandenen Präzision/Auflösung zu
suchen, sondern liegen oft in der unzureichenden technischen Umsetzung. Insbesondere bei den
digitalen Formaten kann man schon für relativ geringen finanziellen Aufwand sehr gute
Quellgeräte anschaffen.