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Unabhängig davon ob der Kaffee zu Hause oder im Cafe serviert wird, die Qualität hängt stets von drei Faktoren ab: Rohkaffeemischung, Röstung und Art der Zubereitung. Neben der Sensorik spielt der Extraktionsgrad als objektiv messbare Größe eine wichtige Rolle bei der Bewertung von Kaffemaschinen. Dabei handelt es sich um die im fertigen Getränk vorliegende Menge an gelösten Inhaltsstoffen bezogen auf die Kaffee-EInsatzmenge. Wenn für einen Brühvorgang beispielsweise 60 g Kaffeepulver eingesetzt werden und im fertigen Getränk nach dessen Eindampfen zum Beispiel 15 g Festsubstanz gemessen werden, beträgt der Extraktionsgrad 15 g / 60 g = 0,25 = 25%.
Die Filtration mit einem Papierfilter ist zur Herstellung von Kaffeegetränken eine verbreitete Methode. Kontinuierlich oder aber auch in Intervallen wird das Kaffeemehl, das einen geeigneten Mahlgrad aufweisen muss, mit heißem Wasser übergossen. Hierbei sollte die Temperatur des Wassers knapp unter dem Siedepunkt liegen. Der Mahlgrad entscheidet wie lang der Filterprozess dauert, denn je feiner dieser ist, desto länger dauert der Filterprozess und umso kräftiger schmeckt das Aroma. Jedoch kann es bei zu fein gemahlenem Kaffee zur Verstopfung des Filters kommen, so dass das Wasser möglicherweise über den Filterrand in den Auffangbehälter fließt, ohne mit dem Kaffee in Kontakt gekommen zu sein.
Die Dosierung der Kaffeemenge ist ausschlaggebend für das Aroma des Kaffees, sie liegt bei 6 bis 8 g Kaffeemehl pro Tasse, dies entspricht 2 g gelöstem Kaffeeextrakt. Bei einer höheren Dosis würde der Geschmack und die Bekömmlichkeit durch eine zu hohe Konzentration, negativ beeinflusst werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass nur die Kaffeemenge für den unmittelbaren Bedarf aufgebrüht wird, denn nach einer halben Stunde könnte er umkippen und einen unangenehmen Geschmack bekommen.
Es ist wichtig ist zu beachten, dass die Warmhaltetemperatur im Vorratsbehälter nicht 85 °C überschreiten (Regelung durch Thermostat) darf. Auch sollte frischer Kaffee nicht mit bereits zubereiteten Kaffee vermischt werden, denn dies würde sich auf den Geschmack der gesamten Charge auswirken und diesen somit beeinträchtigen.
Bei 100 Tassen pro Stunde (Anschlusswert 1,5 - 2 kW) liegt die Stundenleistung kleiner professioneller Filtergeräte, sie geht bis zu Geräten für 1000 Tassen pro Stunde, wobei die Geräte eine elektrische Leistungsaufnahme von 15 kW aufweisen können. Die Anlagen, die für Kantine und Bankett geeignet sind, werden als Filterkaffeeanlagen im Baukastensystem bezeichnet. Diese weisen eine Stundenleistung von über 3000 Tassen auf. Bei diesen Anlagen kann zwischen halb- und Vollautomaten gewählt. Bei den Halbautomaten muss das Einsetzen der FIltertüten, das Portionieren des Kaffeemehls und das Beseitigen des ausgelaugten Kaffeemehls in der Filtertüte durch das Personal erfolgen. Bei Vollautomaten hingegen erfolgen sämtliche Vorgänge von der Maschine selbst. Es werden jedoch nur Halbautomaten im Baukastensystem angeboten, da ihre Ausstattung dem Bedarf der jeweiligen Einrichtung angepasst werden kann.
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