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Ein zweites Brexit-Referendum würde der britischen Politik nach Worten von Premierministerin Theresa May einen gewissen Schaden zufügen. Es würde das Land zudem «weiter spalten».
So heisst es in vorab veröffentlichten Auszügen einer Rede, die May am heutigen Montag im britischen Parlament halten will. «Lassen Sie uns den Briten gegenüber nicht Wort brechen, indem wir versuchen, ein weiteres Referendum abzuhalten.»
Eine solche zweite Volksabstimmung würde «der Integrität unserer Politik irreparablen Schaden» zufügen, heisst es in Mays Redetext weiter. Ein zweites Referendum über einen Austritt Grossbritanniens aus der EU würde das Land ausserdem nicht weiterbringen. Es würde vielmehr das Land «in genau dem Moment, in dem wir daran arbeiten sollten, es zu vereinen, weiter spalten».
Die Briten hatten sich 2016 in einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit dafür ausgesprochen, die Europäische Union zu verlassen. May versucht nun, das Parlament in London von einem mit Brüssel ausgehandelten Austrittsabkommen zu überzeugen. In dem Brexit-Chaos in Grossbritannien werden immer wieder Forderungen nach einem neuen Referendum laut. (sda/afp)
Sir Nicholas Soames ist ein in der Wolle gefärbter Konservativer. Doch weil er sich gegen Boris Johnons No-Deal-Brexit stellte, warfen ihn die Tories aus der Partei. Nun findet der Enkel des legendären Kriegspremiers Winston Churchill deutliche Worte.
Der 71-Jährige galt als graue Eminenz der Konservativen Partei: Seit 37 Jahren vertrat Nicholas Soames die Tories im britischen Unterhaus. Er hat die Eliteschule Eton absolviert, diente in der Armee und war in den neunziger Jahren Staatssekretär im Verteidigungsministerium.
Doch weil er und 20 andere Tory-Abgeordnete am vergangenen Dienstag gemeinsam mit der Opposition für ein Gesetz gestimmt hatten, das Premierminister Boris Johnson einen No-Deal-Brexit verbietet, entzog ihm die Parteileitung …