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|Ingrid Wildi Merino

Muertos Civiles
Mein Projekt ist eine Fortsetzung meiner vorherigen Forschungen über die illegale Einwanderung.
Dieser Untersuchungsprozess nahm seinen Anfang in einem Seminar, in dem ich illegal in die Schweiz eingewanderte Frauen bat, ihre eigene Situation in der Schweiz zu analysieren und darüber zu reflektieren. Sie wurden gebeten, ihre Lage mit der von anderen "Illegalen" zu vergleichen, die in Dokumentarfilmen gezeigt wurden.
Das Thema der Einwanderung ist schon aufgrund meiner eigenen Biographie sehr wichtig für mich, ebenso wie der gesamte Problemkomplex von Sprache, kultureller Identität und sozialer Zugehörigkeit.
Während des Seminars analysierten die illegal eingewanderten Frauen aus Lateinamerika die Darstellung der Lebensumstände von "Illegalen" im Film "Welcome Europa" von Bruno Ulmer.
Im Film von Bruno Ulmer werden unter anderem auch Prostitution und Drogenmissbrauch thematisiert. Die lateinamerikanischen Frauen legen im Rahmen des Seminars eine kritische Analyse der im Film gezeigten Situation vor und vergleichen diese mit ihrer eigenen Lage in Zürich. Dadurch kann man verschiedene Problemstellungen ableiten, die Gruppen von "Illegalen" aus unterschiedlichen Kulturkreisen betreffen.
Ich möchte also auf eine prozesshafte Weise die kulturelle, politische und ästethische Komplexität des Augenscheinlichen und des Verborgenen demonstrieren. Die illegale Einwanderung ist ein Phänomen im Kontext der weltweiten Wirtschaftsglobalisierung, die zu zahlreichen Problemkomplexen führt: Verständigungsprobleme, kulturelle, soziale und sexuelle Identitätskrisen sowie Fragestellungen zu Sprache, Nationalität und Geschichte.
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