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Für die Frage, was man denn nun essen darf / kann / sollte bzw. nicht sollte, gibt es verschiedene Ansatzpunkte. Wir konzentrieren uns auf die Schwerpunkte einer Mischkost.
Die Eckpfeiler einer Mischkost, wie sie dem Körper gefällt, sind Wasser, Brot, Kartoffeln, Obst und Gemüse. Alles kann reichlich verzehrt werden. Die Beigabe von Eiweiß ist möglich.
Brot und Eiweiß sind Säurebildner. Die Restriktionen bezügl. Zucker und Fett schränken die Säurebildung ein. Insgesamt kann die „Mischkost“ als „säurereduziert“ eingeordnet werden. Zum Erreichen des Säure-Basen-Gleichgewichts ist idR eine basische Nahrungsergänzung erforderlich.
Schwerpunkte einer Mischkost
- Als Wasser genügt Leitungswasser. Warme Getränke sind magenfreundlich und bieten zusätzlich einen gewissen Schutz gegen Erreger. Für den Geschmack ist Zitrone (selbst gepresst) und Blütenhonig zu empfehlen (die Zitrone wirkt außerdem basisch und lockt die Magensäure hervor). Der Verzehr von 2 großen Tassen Zitronenwasser sowohl zum Mittagessen als auch zum Abendbrot gibt dem Speisebrei eine körperfreundliche Konsistenz und befriedigt auch den Flüssigkeitshaushalt. Regelmäßiges Trinken hat zugleich den Vorteil, dass der Flüssigkeitshaushalt gar nicht erst in die Problemzone kommt (das Durstgefühl entsteht auf komplizierte Weise und mit Verzögerung).
- Brot ist der beste Lieferant für Ballaststoffe und Ballaststoffe sind der beste Pfleger unserer Wurzel, des Darms. Sie gehen wie ein Besen hindurch und reinigen ihn. Weißbrot enthält zu wenig Ballaststoffe und bei Vollkornbrot ist von Nachteil, dass sich im Getreidekorn gerade in der Randschicht die Gifte konzentrieren. Die Verwendung von Mischbrot und Vollkornbrot gleichzeitig ist ein guter Kompromiss.
- Kartoffeln bilden Basen und sind deshalb ein wertvolles Nahrungsmittel. Gekochte Kartoffeln sind, da ohne Fett zubereitet, besonders zu empfehlen. In Fett geborene Produkte (Pommes, Chips & Co) sind zu meiden.
- Rohkost: Obst und Gemüse sind unterschiedlich einzuordnen. Während Gemüse gemeinsam mit anderen Nahrungsmitteln verzehrt werden kann, ist das bei Obst nicht zu empfehlen (durch die Kombination von Obst mit anderen Nahrungsmitteln entstehen Gifte). Für die gesamte Rohkost gilt, dass sie zwar die Nahrung unserer Vorfahren ist, aber die volle Kraft der Verdauung benötigt. Und unsere Verdauung ist, man kann es drehen und wenden wie man will, ein bequemer Geselle. Sie kommt nur gemächlich in die Puschen und wird frühzeitig träge. Die volle Kraft der Verdauung liegt an zwischen 10 und 15 Uhr und das ist auch der Zeitraum, in dem man Rohkost verzehren sollte.
- Eiweiß: Wir können ohne Kohlenhydrate und ohne Fett (abgesehen von einer Minimalmenge) auskommen, denn unser Körper kann eines in das andere umwandeln, aber ohne Eiweiß geht es nicht. Eiweiß ist unser Baustein. Und da sich unser Körper vorsorglich immer wieder neu aufbaut, rund um die Uhr, sollte es keinen Mangel an Eiweiß geben. Eier, Fisch, Fleisch, Milch, Joghurt, Quark und (magerer) Käse sind deshalb als Beigabe zu den Eckpfeilern des Speiseplans möglich. Fleisch ist ziemlich ins Gerede gekommen, aber die Probleme betreffen vorwiegend die Art und Weise, wie die Lebensmittelindustrie das Fleisch erzeugt und lagert, und selten das Fleisch selbst. Auch Fisch wird, je mehr Zuchtbetriebe dafür entstehen, zunehmend mit diesen Problemen konfrontiert. Eiweiß ist ein Sammelbegriff für Aminosäuren. Ein Mangel an speziellen Aminosäuren ist leicht zu vermeiden, indem der Speiseplan auch Tomaten, grünen Salat und einige Haselnüsse enthält.
- Mahlzeiten und Pausen: Fast so wichtig wie das Essen selbst sind die Pausen dazwischen. In diesen Pausen „bearbeitet“ der Magen die Mahlzeit und gibt sie, wenn sie den richtigen Reifegrad erreicht hat, weiter. Ist eine Mahlzeit noch nicht fertig bearbeitet und befindet sich noch im Magen und es kommt etwas Neues dazu, entsteht sogleich ein Gemisch von zwei Mahlzeiten mit unterschiedlichem Verdauungsgrad, das der Magen nicht mehr zu trennen vermag. Wenn er das Gemisch schließlich weitergibt, hat mindestens ein Teil davon (vielleicht sogar alle beide) nicht den richtigen Reifegrad. Dieser Reifegrad ist jedoch für die Mahlzeit (und für den Darm) von entscheidender Bedeutung. Beginnt eine Mahlzeit die Reise durch den Darm mit einem falschen Reifegrad, verläuft alles, was mit dieser Mahlzeit geschieht, anders. Falsch. In der Regel gärt oder fault die Mahlzeit und die entstehenden Schadstoffe bringen die Verhältnisse im Darm in Unordnung und dringen in den Körper ein. Fast scheint die Zeitfrage ein wenig kompliziert zu sein, nochzumal die Rohkost ja auch gewisse Anforderungen an die Uhrzeit stellt. Als Lösung soll nachfolgendes Beispiel dienen, das sämtliche Bedingungen berücksichtigt: 8.00 Uhr Frühstück (Knäckebrot, Milch (warm), Honig, Kaffee), 11.00 Uhr Obst, 12.30 Uhr Mittagessen (Kartoffeln, Fleisch, Gemüse, rohes Gemüse, Joghurt, Zitronenwasser), 17.30 Uhr Abendbrot (Brot, Fisch, Eier, Käse, Zitronenwasser). Wenn das Frühstück wesentlich zeitiger liegt, kann evtl. eine zweite Obstmahlzeit erfolgen. Nach 90 Minuten hat der Magen die Obstmahlzeit in der Regel an den Darm weitergegeben.
Probleme einer Mischkost
Reduzieren: Zucker und Fett. Vor hundert Jahren, als der Zucker unsere Lebensmittel noch nicht erobert hatte, war bereits das Fett allein für die, die es sich leisten konnten, ein Problem. Den Königen ist es bei jeder Mahlzeit von den Lippen getropft, und die Gicht, eine Säurekrankheit, wurde auch „Krankheit der Könige“ genannt. Heute leben wir alle wie die Könige. Und der Zucker, ein starker Säurebildner, stampft unseren Säure-Basen-Haushalt zusätzlich und in einem Maße nieder, wie es das noch niemals gegeben hat.
Wenn es um Problemstoffe geht, ist die Vermeidung immer die beste Lösung. Da Zucker und Fett auch gern in versteckter Form auftreten, gibt es vielfältige Möglichkeiten der Reduzierung. Besonders Zucker wird, aus welchen Gründen auch immer, häufig mit unbekannten Bezeichnungen geschmückt. Man kann davon ausgehen, dass alles, was auf „….ose“ endet, Zucker ist. Der Zuckergehalt mancher Lebensmittel ist dabei regelrecht abenteuerlich. Eine einzige Flasche Limonade z.B. kann 40 Stückchen Zucker enthalten. Vierzig! Neben Limonade sind Marmelade, Schokolade, Süßigkeiten aller Art, Kuchen, Gebäck, Butter, Margarine, Wurst, fettes Fleisch und fetter Käse eindeutige Empfänger der Roten Karte.
Fertigprodukte sind generell verdächtig. Man kann fast sagen, dass viele Fertigprodukte, ohne dass das auf den ersten Blick ersichtlich ist, vorwiegend aus Zucker, Fett und Chemie bestehen. Nun geht es nicht darum, diese Dinge völlig zu vermeiden. Auch Brot, Joghurt und Käse (z.B.) sind Fertigprodukte und bringen einiges an Zucker, Fett und Chemie auf die Waage. Wenn es sich in Grenzen hält, wird unser Körper damit fertig.