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Die Lebenserwartung von Hunden hängt in erster Linie von ihrer Grösse ab: Kleine Rassen (durchschnittliche Lebenserwartung rund 15 Jahre) leben länger als grosse (im Durchschnitt rund 10 Jahre). Kleine Hunde gelten ab dem Alter von 10 Jahren als Senioren, während grosse Hunde schon ab 7 Jahren zu diesen zählen. Katzen wiederum haben eine Lebenserwartung von etwa fünfzehn Jahren oder mehr und gelten ab dem Alter von 12 Jahren als Senioren.
Alterserscheinungen
Wie auch bei uns Menschen ermüden die Gelenke von Tieren im Alter, in sehr vielen Fällen treten Gelenkerkrankungen auf. Die betroffenen Tiere bewegen sich langsamer, haben weniger Lust auf Spiele und Spaziergänge, die Gliedmassen und der Rücken versteifen und nach und nach lässt die Bewegungsfähigkeit des Tieres nach. Die meisten älteren Hunde und Katzen sind von Arthrose betroffen, wobei an Arthrose erkrankte Katzen weniger Bewegungseinschränkungen zeigen als Hunde. Zudem ist ein progressiver Muskelschwund zu beobachten.
Im Alter lassen auch die Sinne unserer Lieblinge nach. So kann etwa eine Trübung der Hornhaut (Katarakt) auftreten. Auch das Hörvermögen – die vom Alter am stärksten betroffene Sinnesleistung – lässt bei älteren Tieren allmählich nach: Sie reagieren nicht mehr auf unerwartete Geräusche, hören nicht mehr auf ihren Namen, nehmen Kommandos nicht mehr an usw.
Im Alter verändert sich ausserdem das Fell: Es verliert an Glanz und die Haare mancher Tiere werden weiss. Die Haut kann trockener oder fettiger werden.
Zudem ändert sich das Verhalten alter Tiere. Sie können zeitweilig konfus wirken und, selbst wenn sie diese hören, nicht mehr auf Kommandos reagieren, die sie eigentlich beherrschen. Darüber hinaus können sie ihre Stubenreinheit verlieren oder beim Futter wählerischer werden.
Haustiere im Alter – das gilt es zu beachten
Die Dauer der Spaziergänge ist an die körperliche Verfassung des Hundes anzupassen. Für sein Wohlbefinden ist es aber auf jeden Fall wichtig, dass er auch im Seniorenalter regelmässige Bewegung bekommt. Man sollte vermeiden, Tiere mit Bewegungsschwierigkeiten Treppen steigen zu lassen und sie stattdessen lieber tragen, um diese Probleme nicht weiter zu verschlimmern. Für ältere Katzen sollten gemütliche, nicht zu hohe, sondern leicht erreichbare Plätzchen eingerichtet werden. Ein Kratzbaum oder -brett eignet sich gut dafür. Mit dem Alter verlieren die Stubentiger ihre Wendigkeit und es fällt ihnen schwerer, sich zu putzen. Man kann seinen Liebling dabei unterstützen, indem man ihn regelmässig bürstet, um Knoten im Fell und Fellknäuel zu vermeiden.
Ausserdem muss darauf geachtet werden, dass das Tier ein gesundes Gewicht hält. Ein übermässiger Gewichtsverlust ist immer ein Grund zur Sorge. Ältere Katzen sollten mit speziellem Seniorenfutter gefüttert werden. Bei Tieren mit Nierenproblemen kann es zudem sinnvoll sein, ihnen zusätzlich zum Trockenfutter auch Nassfutter zu geben, um sicherzustellen, dass sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.
Ausserdem sind regelmässige Besuche beim Tierarzt ein Muss: Es wird empfohlen, ein älteres Tier alle sechs Monate durchchecken zu lassen. So können etwaige, altersbedingte Gesundheitsprobleme rechtzeitig erkannt werden. Im Rahmen dieser Check-ups untersucht der Tierarzt immer auch das Blut des Tieres, um zu überprüfen, ob die Organe (Herz, Leber, Schilddrüsen, Nieren usw.) richtig arbeiten. Ausserdem überprüft er das Tier auf Tumore und andere Anomalien.
Zusammenfassung
Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ändert sich mit dessen zunehmendem Alter, was aber an sich nichts Schlechtes ist. Wichtig für alle Tierbesitzer ist, dass sie auf die Bedürfnisse des Seniors Rücksicht nehmen und ihm das Leben erleichtern. Ausserdem sind regelmässige Tierarztbesuche angezeigt, um dem Tier eine möglichst hohe Lebensqualität zu gewährleisten.