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09.-12.09.2020
Ferrol - eine im Nordwesten gelegene Hafenstadt - ist seit Jahrhunderten der wichtigste spanische Kriegs- und Schiffsbau-Hafen. Unter anderem wurden hier die meisten Schiffe der Armada für die Seeschlacht von 1588 gegen England gebaut. Während dem zweiten Weltkrieg war Ferrol auch Stützpunkt für deutsche Kriegsschiffe.
Ferrol ist der Geburtsort des spanischen Diktators Francisco Franco - 1936 bis 1975.
In Ferrol gibt es nicht sehr viel zu sehen. Auch schläft Spanien meistens noch um 10 Uhr, wenn wir bereit wären, und ist wach, wenn wir ins Bett wollen - 21 Uhr ;o))
Also machen wir es uns in unserer schönen Wohnung gemütlich!
Vom 16. bis zum 19. Jh. bestand die Aufgabe der drei Burgen San Felipe, La Palma und San Martín darin, den engen Eingangskanal und somit den Kriegs- und Schiffsbau-Hafen von Ferrol zu schützen.
Zwischen der Burg von San Martín und der Burg von San Felipe war eine dicke Kette im Meer gespannt, die den Eintritt feindlicher Schiffe in die Fluss--Mündung verhinderte.
Heute kann als einzige die Burg von San Felipe noch besichtigt werden.
Leider haben wir Pech, denn wir kommen zehn Minuten zu spät. Um 14 Uhr ist Schluss - es ist Zeit für das Mittagessen.
Ein Ausflug am Freitag führt uns von Ferrol aus zum Cabo Ortegal.
Auf den 124 Metern hohen Kliffs trotzt der Leuchtturm den extremen Wetter- und Windverhältnissen und wir müssen uns ganz schön festhalten ;o)
Die Rückfahrt nach Ferrol geht der Atlantikküste entlang zu den höchsten Kliffs des europäischen Kontinents. Sie fallen bis zu 620 Meter steil ins Meer hinab.
Die Kirche Santo André de Teixido ist nach Santiago de Compostela der wichtigste Wallfahrtsort Galiciens.
Ein Sprichwort besagt:
“Ao Santo André de Teixido vai de morto, o que no foi de vivo.”
„Nach Santo André muss als Toter pilgern, wer es nicht als Lebender tat.“
Manche Pilger nehmen daher die Seele bzw. ein Foto eines Toten im Bus mit, lösen für ihn eine zusätzliche Fahrkarte und überlassen ihm den Fensterplatz. Andernfalls - laut Legende - müssen die Seelen in Tiergestalt selbst nach Santo André laufen, kriechen oder krabbeln.