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Es geht nicht mehr lange und die Sonne erreicht bereits wieder ihren Höchststand im Jahr. Damit hat die Sonne viel Kraft, um die Erdoberfläche in unseren Breitengraden stark zu erwärmen.
Dies sieht man in der Meteorologie insbesondere an den Winddaten. Es haben sich nämlich wieder typische Berg-Tal-Windsysteme eingestellt. Tagsüber bläst der Wind momentan teils mit Böen bis 50 km/h kräftig talaufwärts.
Tagesgang der Winde
Die Sonne erwärmt die Luft in den Bergen besonders stark. Da warme Luft leichter ist als kalte, steigt sie an den Sonnenhängen auf und eine Hangzirkulation entsteht. Im Laufe des Tages erwärmt sich die Luft über den Alpentälern immer mehr. Dadurch sinkt der Druck, ein thermisches Tief entsteht. Als Ausgleich wird aus dem Flachland Luft «angesogen» und der Talwind entsteht.
Am Abend, wenn die Sonneneinstrahlung nachlässt, kühlt es in den Bergen rasch ab und das Windsystem kehrt sich um. In der Nacht und am Morgen früh fliesst die kalte, schwere Luft aus den Bergen wieder ins Tal herunter. Diesen Wind nennt man Bergwind.
Der Berg-Talwind-Effekt funktioniert im Winter praktisch nicht, denn dann sind die Bergflanken weiss, reflektieren 80 bis 90% der Sonnenenergie und die Sonne selbst steht auch tief und bringt nur wenig Energie.