Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/234080

<h2>SubmittedText<h2><p>Zwischen 2009 und 2019 hat sich der Schwerverkehr über den Simplon um 371 Prozent erhöht, jährlich queren 10'000 Gefahrentransporte den Simplonpass. Nun fordern führende italienische Politiker den Bau eines Simplontunnels. Dabei stellt sich die Frage:</p><p>Wie weit sind die Arbeiten gemäss dem Abkommen Schweiz - Italien zum Ausbau des 4-Meter-Bahnkorridors auf der Lötschberg-Simplon-Achse und welche positiven Auswirkungen hätte der Bau eines neuen Simplontunnels auf die Schweiz?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Ein Abkommen zwischen der Schweiz und Italien zum Ausbau des 4-Meter-Korridors auf dem Lötschberg-Simplon-Korridor wurde am 3. September 2020 zwischen Bundesrätin Simonetta Sommaruga und der italienischen Ministerin Paola de Micheli unterschrieben. Dabei beteiligt sich die Schweiz am Ausbau der Strecke Brig - Novara/Gallarate in der Höhe von 134,5 Millionen Euro. Die Finanzierungsvereinbarung ist zwischen dem italienischen Infrastrukturbetreiber RFI und dem BAV in Erarbeitung. Die Ausbauarbeiten sollen bis 2028 abgeschlossen werden. Mit den aktuellen Sanierungsarbeiten und den beschlossenen Ausbauten aus dem erwähnten Abkommen ist die Bahnstrecke für die Nachfrage des Güter- und Personenverkehrs in den nächsten Jahrzehnten gewappnet. Es bestehen auch Kapazitäten für weitere Verlagerungen des Güterverkehrs auf die Bahn. Der Bau eines neuen Tunnels ist zurzeit kein Thema. Die Planung und Realisierung eines neuen Basistunnels würden mindestens 25 Jahre benötigen, so dass die nun vereinbarten Ausbaumassnahmen auf jeden Fall umzusetzen sind. Am 3. Februar 2021 tagte die bilaterale ministerielle Arbeitsgruppe. Von Seiten Italiens wurde das Thema eines neuen Simplontunnels bisher nicht eingebracht. </p>