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Stechen die Schweizer Zukunftshoffnungen bereits in Tokio?
Roman Mityukov (am 30. Juli 21 Jahre alt), Noè Ponti (20) und Antonio Djakovic (18) gelten als die Zukunftshoffnungen des Schweizer Schwimmens. Doch das Trio könnte bereits in Tokio brillieren.
Als Bronzemedaillengewinner über 200 m Rücken bei den Europameisterschaften in Budapest im vergangenen Mai scheint Roman Mityukov bestens gerüstet zu sein, um im olympischen Schwimmbecken für Furore zu sorgen. "Diese Medaille hat mir natürlich zusätzliches Selbstvertrauen für jedes Rennen gegeben, an welchem ich in Tokio teilnehmen werde", sagte er.
Ist der Olympia-Final über 200 m Rücken - Mityukov hat die elftschnellste Zeit des Jahres - möglich? "Das ist schwer zu sagen", sagt der Romand zurückhaltend. "Ich mag es nicht, meine Ziele zu formulieren. Ich werde es Schritt für Schritt angehen, und wir werden sehen, was passiert", erklärt der Genfer, der am Samstag mit der 4x100-m-Crawlstaffel seinen ersten Einsatz hat.
"Die EM hat mir wirklich Selbstvertrauen gegeben. Aber ich bleibe mit den Füssen auf dem Boden", so Mityukov weiter, der in Tokio auch über 100 m Crawl und mit der Staffel über 4x200 m Crawl an den Start gehen wird. Gleichzeitig ist er überzeugt: "Wenn ich das wiederhole, was ich in den letzten zwei Jahren im Training gemacht habe, kann es nur gut kommen."
Während Mityukov in Budapest in der Lage war, die zahlreichen Rennen perfekt zu managen, war dies bei Noè Ponti nicht der Fall. Der Tessiner beendete die kontinentalen Titelkämpfe mit leerem Tank. In seiner Lieblingsdisziplin 100 m Delfin konnte er zum EM-Abschluss nicht mehr seine Bestleistung abrufen.
"Ich werde in Tokio weniger Wettkämpfe bestreiten", sagt Ponti, der über 100 und 200 m Delfin sowie den beiden Staffeln gemeldet ist. "Ich habe bei den Europameisterschaften zu viel gemacht. Aber das wird hier kein Problem sein."
Mit seinen persönlichen Bestzeiten von diesem Jahr ist der Tessiner Neuntschnellster über 200 m Delfin (und 16. über 100 m). Damit kann er einen Platz im Olympia-Halbfinal ins Auge fassen. "Erreiche ich die Halbfinals, kann ich über eine mögliche Finalqualifikation nachdenken. Und wenn ich den Final erreichen sollte, ist alles möglich", sagt Ponti, dessen erstes Einzelrennen am Montag ansteht.
Der jüngste des Swiss-Aquatics-Trios, Antonio Djakovic, ist auch der zurückhaltendste, wenn es darum geht, über seine Ziele zu sprechen. "Ich möchte mein Land so gut wie möglich vertreten, auch wenn ich erst 18 Jahre alt bin. Für mich ist alles möglich", glaubt der Thurgauer, der in Budapest sowohl über 200 als auch über 400 m Crawl den hervorragenden 6. EM-Rang belegt hat.
"Es wäre fantastisch, den Halbfinal über 200 Meter zu erreichen", sagt der 22. der Weltrangliste über die Disziplin, in der die Vorläufe am Sonntag stattfinden werden. "Vor allem aber will ich Erfahrungen im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2024 sammeln."