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Was tun, wenn die Arbeitskollegin nervt?
«Ich muss im Büro mit einer neuen Kollegin zusammenarbeiten, deren Auftreten und deren Ansichten mir total auf den Wecker gehen. Was kann ich tun, damit die Zusammenarbeit harmonischer wird?», fragt Laura B.
Das ist grundsätzlich eine heikle Situation – und leider alles andere als selten. Zuerst stellt sich die Frage, was mit «Auftreten» gemeint ist. Bezieht sich dies auf Äusserlichkeiten – ist die Kollegin zum Beispiel ungepflegt –, dann sollte man ihr dies in einem Gespräch unter vier Augen mitteilen. Achten Sie darauf, dass Sie dabei möglichst subtil vorgehen und das Gegenüber nicht vor den Kopf stossen. Viel öfter liegt das Problem im Verhalten der Kollegin bzw. des Kollegen. Man stört sich, dass er oder sie das Pult nicht aufräumt, sich besserwisserisch gibt, ständig über andere lästert, exzessive Privatgespräche am Telefon führt, Intrigen betreibt und so weiter. Solche Fälle sollten Sie ebenfalls in einem diskreten Rahmen klären. Sagen Sie dann klipp und klar – aber in höflichem Ton –, was Sie stört und warum. Weisen Sie Ihr Gegenüber darauf hin, dass sie oder er einen besseren Zugang zu den Arbeitskollegen habe, wenn sie oder er sein Verhalten ändere.
Wenn diese Massnahme nichts nützt, dann wenden Sie sich an den Vorgesetzten und erzählen ihm, dass man sich schon an die betreffende Person gewandt habe, diese sich aber uneinsichtig gezeigt bzw. es keine Verbesserung der Situation gebracht habe. Schlagen Sie ein Dreiergespräch mit der betreffenden Person, dem Chef und Ihnen vor. Bringt auch dies nichts, dann sollte man dafür sorgen, dass man sich möglichst aus dem Weg gehen kann, etwa durch eine räumliche Trennung der Arbeitsplätze.Tagblatt der Stadt Zürich,