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Männchen bis 100 cm, Weibchen bis 180 cm lang; ungiftig; runde Pupillen; Oberseite hellgrau bis schwarz; meistens halbmondförmige weisse oder gelbe Flecken hinter dem Kopf.
In der Region kommen zwei Unterarten vor: Die Barren-Ringelnatter, Natrix natrix helveticus, ist weit verbreitet und häufig an ihren schwarzen Streifen an den Seiten zu erkennen. Die Arten durchmischen sich im nördlichen Rheintal. Eine neue Studie weist darauf hin, dass hier zwei Arten im Entstehen sind, wobei sie in manchen Regionen eindeutig voneinander unterschieden werden können.
Die Nördliche Ringelnatter, Natrix natrix natrix, weist unregelmässige dunkle Punkte auf, die aber gelegentlich auch ganz fehlen können. Eine Unterscheidung der beiden Unterarten ist in unserer Region nicht möglich.
Sehr scheu, flieht bei geringster Störung. Gute Schwimmerin, die bei Gefahr oft ins Wasser flüchtet und abtaucht. Nutzt grosse Gebiete, auch weit ab von Gewässern. Verlässt im April ihre Überwinterungsplätze. Paarung im Mai. Im Juli werden 10–30 Eier in Komposthaufen oder vermodernden, feuchten und sich gut erwärmenden Stellen abgelegt. Die Jungtiere schlüpfen gegen Ende August. Etwa Mitte Oktober Rückzug in Überwinterungsplätze.
Bevorzugt in Flachmooren, an naturnahen Weihern und Seeufern, entlang von Flüssen, in Auen, sowie in Kies- und Tongruben. Gelegentlich werden auch Waldlichtungen, Geröllhalden und Rebberge besiedelt.
Fast in ganz Europa. Fehlt in Schottland und Irland. Im Norden bis auf 67 ° nördlicher Breite, im Osten bis östlich des Baikalsees. In der Schweiz alle Regionen bis rund 1000 m ü. M., selten bis auf 1600 m ü. M.
Die Nördliche Ringelnatter ist nur in der Nordostschweiz verbreitet. In den übrigen Gebieten kommt die Barrenringelnatter vor. Durch illegale Freisetzungen haben sich diese Zonen vermischt.
Die Unterart «Nördliche Ringelnatter» Natrix natrix natrix ist stark gefährdet. Sie dürfte natürlicherweise im Bodenseeraum und Thurtal verbreitet sein. Daneben kommt auch die weniger gefährdete Barrenringelnatter Natrix natrix helveticus vor. Sie kommt im Rheintal, Seeztal und in der Linthebene vor.
Eine Dienstleistung des Naturmuseums St.Gallen