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Am 10. Juli 2012 legte der stellvertretende Energieminister Michail Michadjuk dem Ministerrat den Entwurf des Rahmenvertrages vor. Das Abkommen regelt unter anderem die Zuständigkeiten beider Parteien, hält den vorgesehenen Projektzeitplan sowie die zu erwartenden Kosten bis 2020 fest und definiert die Zahlungs- und Lieferbedingungen. Michadjuk erklärte dem Rat, dass sich die Evaluierung der Projektkosten an bestehende Bauprojekte in Russland anlehne und an das landeseigene Kostenniveau angepasst worden sei. Konkrete Angaben zu den Projektkosten gab es indessen nicht. Die weissrussische Seite betont lediglich, dass die Baukosten jene des in der russischen Oblast Kaliningrad laufenden Projekts nicht überschreiten sollten, vorausgesetzt dass es «unter vergleichbaren Bedingungen» voranschreite.
Gemäss Entwurf soll die generelle Auslegung der neuen Doppelblockanlage in Weissrussland bis im Mai 2013 fertiggestellt sein. Danach würden die zuständigen Behörden Russlands und Weissrusslands die eingereichten Unterlagen überprüfen. Michadjuk rechnet damit, dass bis Ende 2013 die Baubewilligung erteilt und erster Beton für Block 1 gegossen werden kann. Nach einer Bauzeit von rund 60 Monaten soll die erste Einheit 2018 in Betrieb gehen. Anderthalb Jahre später soll die zweite Einheit folgen.
Bereits im Oktober 2011 hatte Weissrussland der ASE den Zuschlag zum Bau zweier WWER-1200-MW-Druckwasserreaktoreinheiten der neuen russischen Baureihe AES-2006 gegeben.
Quelle
M.B. nach World Nuclear News, Mitteilung, 11. Juli 2012