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Lebenslauf der Hedy Berger-Janser
21. Dez. 1914
Geburt von Hedwig (genannt Hedy) Berger-Janser
1918
Tod der Schwester Frieda
1922
Tod des geliebten Vaters Adolf
ca. 1931
Au-Pair Stelle in der Romandie
ab 1932
Lehre als Buffettochter und als Serviceangestellte
Leitende Funktion im Hotel Ermitage
Restaurant Steinbock in Bern
1945
Erwerb des ersten Mehrfamilienhauses an der Weingartstrasse 31 in Bern, etwas später Erwerb der Liegenschaft Zelgstrasse 7 in Bern
1951
Sprachaufenthalt in England
1951
Sprachaufenthalt in Lausanne
13. Okt. 1951
Heirat mit Werner Berger
1951 – 1966
Diverse Reisen nach Nord- und Südamerika, Kanada, Afrika und
in den nahen und fernen Osten
1952
Tod der Schwester Ida
1957
Kauf eines Transporters für die Familie in Quinten
1966
Tod der Mutter Marie, Erkrankung des Ehemannes Werner Berger
09. Dez. 1974
Tod des Ehemannes Werner Berger
13. April 2000
Tod nach langer Krebskrankheit
Ausführlicher Lebenslauf
Frau Hedwig (genannt Hedy) Berger-Janser ist am 21. Dezember 1914 in Quinten auf die Welt gekommen. Zusammen mit ihren beiden Brüdern und den vier Schwestern erlebte Hedy eine harte, aber glückliche Jugendzeit in Quinten. Sie war sehr hilfsbereit. Hedy musste jedoch schon früh lernen, mit Schicksalsschlägen umzugehen. Im Jahr 1918 verlor sie ihre Schwester Frieda und kurze Zeit darauf, im Jahr 1922, ihren geliebten Vater.
Nach der Schulzeit in Quinten vermittelte der damalige Pfarrer ihr für ein Jahr eine Au-Pair-Stelle in der Romandie. Da in dieser Familie kein Wort Deutsch gesprochen wurde, musste Hedy sehr hart arbeiten, um diese Sprache zu erlernen.
Nach dem Welschlandjahr trieb es Hedy nach Bern zu ihrer älteren Schwester Rosi. Kurze Zeit darauf begann Hedy eine Lehre als Buffettochter und als Serviceangestellte. Mit grossem Einsatz und Ehrgeiz absolvierte sie die Wirteprüfung und arbeitete danach in leitender Funktion im Hotel Ermitage.
Sich auf Lorbeeren auszuruhen war nicht Hedys Art, weshalb sie das Hotel verliess, um etwas Neues aufzubauen. Sie übernahm in Bern das Restaurant Steinbock, in dem sie sehr erfolgreich tätig war. In dieser Zeit vergass Hedy jedoch nie ihre Familie und den Ort Quinten. Sie kümmerte sich liebevoll um die Familie, indem sie dieser jeden Monat einen Teil ihres hart erarbeiteten Geldes überliess. Ihren Lieblingsbruder Martin verwöhnte sie des öftern mit einem separaten «Batzen».
1945 war für Hedy ein besonderes Jahr. Sie erwarb ihr erstes Mehrfamilienhaus an der Weingartstrasse 31 in Bern. Damit begann der erste Schritt in ein Gewerbe, dem sie bis zu ihrem Lebensende treu geblieben ist. Es war jedoch keinesweg eine einfache Zeit, musste sie doch den Hauskauf finanzieren. Mit ihrer Sparsamkeit und harter Arbeit konnten aber in kürzester Zeit die Hypotheken zurückbezahlt werden. Einige Jahre später erwarb Hedy das zweite Haus an der Bethlehemstrasse in Bern. In dieser Zeit lernte sie auch ihren späteren Ehemann Werner kennen.
1951 zog es Hedy wieder in Ferne, und zwar nach England, wo sie einige Monate einen Englischkurs besuchte.
Anschliessend ging sich nach Lausanne, um ihre Französischkenntnisse aufzubessern. Im Oktober desselben Jahres heiratete Hedy den Baumeister und späteren Stadtpräsidenten Werner Berger in der Kirche von Konolfingen.
In den darauffolgenden Jahren konnte Hedy ihre Erfahrungen aus dem Gastgewerbe erfolgreich in ihren Haushalt einbringen. Sie brillierte bei den diversen gesellschaftlichen Anlässen ihres Ehemannes, so dass das Haus an der Laubeggstrasse in Bern schon nach kurzer Zeit in weiten Kreisen bekannt war. In dieser Zeit verreisten die Ehegatten Berger-Janser auch nach Nord- und Südamerika, Kanada, Afrika und in den nahen und fernen Osten. In Kapstadt (Südafrika) kam ihnen eine ganz besondere Ehre zuteil, denn sie waren 30 Jahre nach Mittelholzers-Gedenkflug die ersten Schweizer, die mit einem Flugzeug am Kap landeten. Aus diesem Grunde begrüsste sie der damalige Bürgermeister von Kapstadt, Negus, persönlich am Flughafen.
Einen weiteren schweren Schicksalsschlag musste Hedy im Jahre 1952 hinnehmen, als ihre Schwester Ida einer schweren Krankheit erlag.
Trotz den vielen Auslandsreisen, den vielen Geschäftsterminen und Gesellschaftsanlässen fand Hedy immer wieder Zeit für ihre Heimat in Quinten. Nach einigen Besuchen schloss auch ihr Ehemann den kleinen Ort am Walensee in sein Herz. Er war ein grosser Befürworter, als Hedy ihren beiden Brüdern im Jahre 1957 den ersten motorisierten „Knecht“ nach Quinten brachte, nämlich einen Transporter.
1966 musste Hedy Abschied von ihrer geliebten Mutter nehmen. Kurze Zeit später erkrankte ihr geliebter Ehemann Werner an Krebs. Während dieser Zeit pflegte Hedy ihren Ehemann vorbildlich. Auch führte sie die Geschäfte weiter, bis er 1974 schliesslich seiner Krebskrankheit erlag.
Auch Hedy erkrankte schwer an Krebs. Sie errichtete deshalb am 15. Februar 2000 die Stiftung zur Erforschung der Krebskrankheiten. Es war ihr ein grosses Anliegen, dass die Krebskrankheit weiter erforscht wird. Aus diesem Grund setzte sie die Stiftung auch als Erbin ein und liess ihr ein äusserst grosszügiges Erbe zukommen.
Hedy Berger-Janser starb am 13. April 2000 im Alter von 85 Jahren.