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Mycosphaerella laricina

Baumarten
Europäische Lärche, Lärche
Baumarten (lat.)
Larix decidua, Larix sp.
Symptome
Zu Beginn diffuse braune Flecken auf den Nadeln. Später bilden sich in den braunen Nadel-segmenten die Konidienlager des Pilzes, welche als winzige schwarze Punkte erscheinen (Bild 1). Befallene Nadeln verfärben sich rotbraun (Bild 2) und fallen vorzeitig ab.
Ursache, Zusammenhang
Der Pilz überwintert auf den abgefallenen Nadel am Boden und bildet dort Ascosporen, welche im Frühsommer die frisch ausgetrieben Nadeln infizieren. Auf den befallenen Nadeln werden danach schwarze Konidienpolster gebildet (Bild 4), auf denen sich vierzellige Konidien entwickeln. Mittels dieser Konidien breitet sich die Krankheit weiter aus. Befallene Nadeln verfärben sich rotbraun und werden vorzeitig geschüttet. Die Folge von jährlich wiederholtem Befall sind Absterben von einzelnen Ästen und bei jüngeren Lärchen Kümmerwuchs.
Verwechslungsmöglichkeiten
Aehnliche Nadelverfärbungen, jedoch meist mit graubraunem Farbton, entstehen bei einem Befall durch die Meria-Lärchenschütte sowie bei einem Befall durch Insekten wie der Lärchenminiermotte, dem Lärchenblasenfuss oder einem starken Befall durch Fichtengallenläuse.
Gegenmassnahmen
Kein Anbau von Lärche an Orten mit häufig hoher stagniernder Luftfeuchte. Rechtzeitige Durchforstung, um das Abtrocknen der Nadeln zu fördern. Beimischen von Buchen hat sich bewährt, da das Buchenlaub die infizierten und abgefallenen Lärchennadeln zudeckt, sodass die auf den Nadeln gebildeten Pilzsporen im Frühling am Entweichen gehindert werden.
Bemerkungen
Die Europäische Lärche wird bevorzugt von dieser Nadelschütte befallen.

Bild 1: Auf den braunen Nadelsegmenten sind die Konidienlager des Pilzes als schwarze Punkte sichtbar.
Bild 2: Kranke Nadeln verfärben sich rotbraun.
Bild 3: Bei stark befallenen Lärchen sind einzig die Nadeln im Wipfelbereich noch grün.
Bild 4: Konidienlager auf befallener Nadel mit Konidien des Pilzes.