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Am 18. Dezember 2020 hat das Parlament einen zusätzlichen Artikel zum COVID-19-Gesetz verabschiedet. Gemäss diesem Artikel bekommen Personen mit einem monatlichen Einkommen unter 3470 Franken bei Kurzarbeit eine Entschädigung von 100 % ihres Lohns. Bei Personen mit einem Einkommen zwischen 3470 und 4340 Franken beträgt die Kurzarbeitsentschädigung (KAE) bei vollständigem Verdienstausfall ebenfalls 3470 Franken. Ab einem Einkommen von 4340 Franken gilt der normale Entschädigungssatz von 80 %.
Die folgenden Informationen sind eine Ergänzung zum Artikel Erfassung der Lohndaten im Zusammenhang mit den KAE COVID-19 (derzeit nur auf Französisch) und beschreiben die Felder, die zur Berechnung des Zusatzes für tiefe Einkommen dienen.
Ausserdem finden Sie die Aufzeichnung des Webinars und die PDF-Dokumente, in denen die Verarbeitung von KAE bei tiefen Einkommen erklärt wird, auf dieser Seite unserer Support-Website (nur auf Französisch).
Wie die Werte berechnet werden, wird schliesslich in diesem Artikel der Wissensdatenbank erläutert.
In der Regel werden die KAE im laufenden Monat verarbeitet.
Die KAE des Vormonats können mit dem Lohn des laufenden Monats verarbeitet werden. Dazu sind lediglich die Koeffizienten für Arbeitstage, Feiertage und Arbeitsstunden anzupassen.
Wenn die KAE vom Januar z. B. mit dem Februarlohn verarbeitet werden, sind die 21 Arbeitstage vom Januar in das Feld für den Monat Februar zu übertragen.
Einstellungen für das Unternehmen
Unternehmen > Koeffizienten > Kurzarbeitsentschädigungen (KAE)
Das System schlägt die Standardwerte vor.
- KAE: verarbeitet die tiefen Einkommen in diesem Monat
Standardmässig ist für die Monate Dezember 2020 sowie Januar bis März 2021 diese Option aktiviert.
Klicken Sie auf den Eintrag, um auf die einzelnen Monate zuzugreifen, und aktivieren Sie die Option für jeden Monat.
Das ist etwa notwendig, wenn Sie die KAE von März bis April verarbeiten.
- KAE tiefe Einkommen: Untergrenze
Wert, unter dem der Entschädigungssatz verwendet wird, der unter KAE tiefe Einkommen: tieferer Satz angegeben ist.
- KAE tiefe Einkommen: tieferer Satz
Entschädigungssatz für Löhne unter dieser Schwelle.
- KAE tiefe Einkommen: Obergrenze
Schwelle, oberhalb deren der normale Entschädigungssatz im Feld Deckungsgrad KA (%) gilt.
- KAE tiefe Einkommen: Art des Arbeitsverhältnisses (AV)
Diese Angabe ist notwendig für die Spalte B der Excel-Dateien 2c oder 2d des SECO (ab 20. Januar 2021).
Sie kann einzeln in der Registerkarte Kurzarbeitsentschädigungen (KAE) in den Daten des/der Angestellten erfasst werden.
Fehlt diese Angabe, wird beim Exportieren der Excel-Datei 2c der Punkt versch. AV enthalten standardmässig nicht eingeschlossen.
- KA-KRef: durchschnittliche Anzahl Arbeitsstunden pro Woche bei 100 %
Anzahl Arbeitsstunden für eine Vollzeitstelle. Dieser Wert dient als Berechnungsgrundlage für die Anzahl Sollstunden des laufenden Monats und erlaubt es, zu ermitteln, ob der Vollzeitlohn einen Anspruch auf den Zusatz für tiefe Einkommen begründet. Sie müssen ihn beim Erfassen des Lohnes angeben.
KA-Kref und KA-K können für verschiedene Abteilungen spezifischer angegeben werden sowie in den Daten der einzelnen Angestellten.
Einstellungen der Angestellten
Registerkarte Kurzarbeitsentschädigungen (KAE) in den Daten des/der Angestellten:
- KAE tiefe Einkommen: Arbeitsverhältnis (AV)
Diese Angabe wird in der Excel-Datei des SECO verwendet (seit 20. Januar 2021).
Wird dieses Feld nicht ausgefüllt, setzt der Exportvorgang den Wert versch. AV enthalten ein.
- KA-K: durchschnittliche Anzahl Arbeitsstunden pro Woche
Geben Sie die durchschnittliche Wochenarbeitszeit gemäss dem Beschäftigungsgrad des Angestellten an.
Der Standardwert wird anhand des Werts des Unternehmens und des Beschäftigungsgrads des Angestellten berechnet.
Handelt es sich um einen Angestellten mit unregelmässiger Arbeit, erfassen Sie gemäss den Weisungen des SECO die durchschnittliche Arbeitszeit der letzten 6 oder 12 Monate.
Ist dieses Feld leer oder enthält es einen Nullwert, werden Sie bei der Erfassung jedes Lohns aufgefordert, es auszufüllen.
- KA-KRef: durchschnittliche Anzahl Arbeitsstunden pro Woche bei 100 %
Es handelt sich dabei um die durchschnittliche Wochenarbeitszeit für eine Vollzeitstelle, unabhängig vom Beschäftigungsgrad des Angestellten.
Dieser Wert wird verwendet, um zu ermitteln, ob auf der Grundlage des Vollzeitlohns Anspruch auf den Zusatz für tiefe Einkommen besteht.
Ist dieses Feld leer oder enthält es einen Nullwert, werden Sie bei der Erfassung jedes Lohns aufgefordert, es auszufüllen.
Erfassen des Lohnes
Bei der Erfassung des Lohns gibt es keine Besonderheiten zu beachten.
Achten Sie darauf, dass KA-B1 an KA-K angepasst wird. Übersteigt die Anzahl Arbeitsstunden den mithilfe der Formel berechneten Wert:
Anzahl Arbeitstage des laufenden Monats × KA-K / 5,
zeigt die Excel-Datei des SECO einen Fehler an.
Die Felder KA-K und KA-Kref müssen ausgefüllt werden.
Bei unregelmässiger Arbeit wird der durchschnittliche vertragliche Beschäftigungsgrad anhand der folgenden Formel berechnet:
KA-Tx = KA-K × 100 / KA-Kref.
Dieser Wert wird für die Excel-Datei 2c oder 2d des SECO exportiert.
Er ist in der Registerkarte KA (Details) des Monatslohns ersichtlich:
In der Registerkarte KA (Details) sind die Werte enthalten, die für die Berechnung des Zusatzes für tiefe Einkommen verwendet werden:
- KAE tiefe Einkommen: Referenzlohn
Der Lohn wird für eine Vollzeitstelle berechnet. Dieser Wert bestimmt, ob auf der Grundlage des Lohns Anspruch auf einen Zusatz für tiefe Einkommen besteht. Dieser Lohn umfasst den Anspruch auf einen 13. Monatslohn, auf Ferien und auf Feiertage.
- KAE tiefe Einkommen: berechneter Satz (%)
Satz, der gemäss Weisungen anzuwenden ist. Dieser Satz variiert je nach Referenzlohn zwischen dem tieferen Satz (100 %) und dem ordentlichen Entschädigungssatz (80 %).
Er wird anhand der folgenden Formel berechnet:
Untergrenze × 100 / Referenzlohn
Der zusätzliche Betrag wird im Feld KAE: Zusatz tiefes Einkommen angegeben, der in den Registerkarten KA (Übersicht) und KA (Details) erscheint:
Der anwendbare Satz für den Zusatz für tiefe Einkommen, der beim Betrag des Zusatzes angezeigt wird, wird anhand der folgenden Formel berechnet:
Berechneter Satz – Deckungsgrad
Verwenden Sie das Feld KAE: Korrektur Zusatz tiefes Einkommen, um einen Zusatz zu korrigieren.
Den Entschädigungsantrag ausfüllen
Das SECO stellt eine Excel-Datei bereit, in der die Löhne in drei Kategorien eingeteilt werden: unterhalb der Untergrenze, innerhalb der beiden Schwellen und oberhalb der Obergrenze.
Laden Sie die Excel-Datei auf der SECO-Website herunter.
Die erste Version der Excel-Dateien 2c oder 2d, die vom SECO bereitgestellt wurde, verarbeitet das Feld Art des Arbeitsverhältnisses (AV) in Spalte B des zweiten Blatts nicht.
Je nach Excel-Datei, die Sie heruntergeladen haben, bietet Ihnen Crésus Lohnbuchhaltung zwei Exportmöglichkeiten an.
- Verwenden Sie nach der Berechnung der Monatslöhne den Befehl Personal > Exportieren und wählen Sie den Export
KA: SECO-Abrechnung 2C+D (Spalten A–G) für die Excel-Datei, die ab 20. Januar 2021 bereitgestellt wurde,
oder
KA: SECO-Abrechnung 2C+D (Spalten A–F)
Der Export wird in der Zwischenablage gespeichert.
- Öffnen Sie die Excel-Datei des SECO.
- Klicken Sie auf dem zweiten Blatt (Einstufung Lohnkategorien) in die Zelle A9.
- Fügen Sie den Inhalt der Zwischenablage ein.
- Verwenden Sie in Crésus Lohnbuchhaltung den Befehl Personal > Exportieren und wählen Sie den Export
KA: SECO-Abrechnung 2C+D (Spalte Ausfallstunden).
- Klicken Sie auf dem zweiten Blatt in die Zelle I9 (oder H9).
- Fügen Sie den Inhalt der Zwischenablage ein.
Die Löhne werden in die drei Kategorien eingeteilt, das erste Blatt der Excel-Datei wird automatisch ausgefüllt. Die Daten zum Unternehmen sind natürlich auch anzugeben.
09 Dezember 2021