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Das waren noch Zeiten, als die Schweiz in der Formel 1 hoch im Kurs stand – und dank der Rennstrecke im Bremgartenwald zu den Privilegierten gehörte. Der Rundkurs am nördlichen Stadtrand von Bern zählte zu den sechs vom Internationalen Automobilverband ausgewählten Destinationen in Europa, in denen 1950, im Gründungsjahr der Formel-1-WM, Grands Prix gefahren wurden.
Die Schweiz erhielt unter anderem den Vorzug gegenüber Deutschland oder Spanien, die erst in der folgenden Saison Aufnahme im Kalender fanden.
Am ersten Sonntag im Juni wurde der Italiener Giuseppe Farina im überlegenen Alfa Romeo vor seinem Landsmann und Markenkollegen Luigi Fagioli als Erster abgewinkt. Für den nachmaligen Weltmeister war es der zweite Sieg, nachdem er zum Auftakt schon den Grossen Preis von Grossbritannien in Silverstone für sich entschieden hatte.
Der aus der Pole-Position gestartete Juan Manuel Fangio im dritten Alfa Romeo schied neun Runden vor Schluss mit defekter Elektrik aus. Emmanuel «Toulo» de Graffenried verpasste als Sechster WM-Punkte um einen Rang, der Walliser Privatfahrer Antonio Branca, der wie der Freiburger einen Maserati steuerte, wurde Elfter.
Was damals noch niemand ahnte: Nach der gelungenen Premiere sollte die neue Elite-Klasse nur noch viermal ihre Aufwartung im Bremgartenwald machen. Zwei Siege von Fangio, je einer der Italiener Piero Taruffi und Alberto Ascari – das war's dann.
Die Zeit der Formel-1-Rennen in der Schweiz endete abrupt. Nach der Katastrophe beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans im Juni 1955 wurden Rundstreckenrennen in unserem Land verboten. Bei der Tragödie in Frankreich waren nach einem schweren Unfall der Einheimische Pierre Levegh in einem Mercedes und 83 Zuschauer getötet worden.
Auch in der Schweiz gab es Opfer: Zwischen 1947 und 1954 kamen auf der Grand-Prix-Strecke von Bremgarten bei Bern neun Menschen ums Leben, 44 wurden verletzt.
Dem Schock und der Trauer um die Opfer in Le Mans folgte in der Schweiz die Tristesse, dem Privileg der Absturz in die Bedeutungslosigkeit. Nichts dokumentiert den durch den Entscheid der Regierung ausgelösten Wandel besser als die Rennstrecke im Bremgartenwald – oder das Wenige, was von ihr übrig geblieben ist. Fast nichts ist mehr, wie es einmal war, als die grossen Stars der Formel-1-Szene ihre Runden drehten.
Von der 7,280 Kilometer langen Strecke, die ursprünglich für Motorrad-Rennen konzipiert worden war, sind bestenfalls Bruchstücke erhalten. Der südliche Teil des Kurses ist durch die Autobahn durchtrennt, die von Bern nach Lausanne führt. Die Forsthaus-Kurve und der Start-/Ziel-Bereich sind zum Industriegebiet geworden. Dass dort einmal eine grosse Zuschauertribüne gestanden hat, ist nicht mehr zu erkennen.
Die Passage mit der Jordanrampe, einem Linksknick, ist einem Dorf gewichen. Danach folgt der am besten erhaltene Abschnitt. Die Rechtskurven Eymatt und Tenni, letztere benannt nach dem 1948 an jener Stelle tödlich verunfallten Motorradrennfahrer Omobono Tenni aus Italien, und die anschliessende, rund 700 Meter lange Gerade befinden sich praktisch noch im Originalzustand – ein kleines Überbleibsel als Reminiszenz an ein Kapitel Formel-1-Geschichte.
Das Verbot von Rundstreckenrennen wurde mehrfach zum Politikum. Mehr als die temporäre Lockerung für die Formel-E-Rennen in Zürich (2018) und in Bern (2019) erreichten die Befürworter einer Aufhebung lange nicht – bis am 31. Mai 2022.
An diesem Tag hiess nach dem Ständerat auch der Nationalrat einen Antrag der Verkehrskommission gut und hob das Verbot von Rundstreckenrennen auf. «Ein kleiner und schöner Erfolg, dass in der Schweiz einmal ein unnötiges Verbot gestrichen wurde. Ich bin erleichtert», freute sich der Berner FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen. Die Formel 1 dürfte aber trotzdem in absehbarer Zeit nicht in die Schweiz zurückkehren.
Die ZSC Lions dominierten gegen den EV Zug 45 Minuten lang, verloren dann aber nach einer 2:0-Führung mit 2:3 und gaben die Tabellenführung an Freiburg ab. 10'300 Zuschauer erlebten in der Arena ein krasses Spitzenspiel. Die Zürcher spielten die Zuger an die Wand, wie das den Innerschweizern in den letzten vier Saisons nicht oft passiert ist. Im zweiten Abschnitt kamen die Lions auf sagenhafte 19:8 Torschüsse.