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Als Rodericks Zwillingsschwester und einzige Gefährtin Madeline an einem mysteriösen Leiden erkrankt, bittet er einen Jugendfreund, ihm einige Zeit Gesellschaft zu leisten. Der Besuch wird zum Albtraum.
«Der Fall des Hauses Ascher» (1839), obwohl ein Meisterwerk und einer der ersten Psychothriller der Weltliteratur, brachte Poe zu Lebzeiten so wenig Erfolg ein wie sein übriges literarisches Schaffen. Früh Waise geworden, wuchs der in Boston geborene Sohn von Wanderschauspielern bei einem schottischen Tabakhändler auf, besuchte gute Schulen in Schottland und England, fiel als Jugendlicher bei seinem Ziehvater aber in Ungnade und geriet daraufhin in einen Teufelskreis aus Spielschulden, Alkoholsucht und Depression.
Versuche, der Armut zu entkommen, als Schriftsteller, Journalist und Zeitschriftenherausgeber zu reüssieren, scheiterten. Die Ehe mit seiner Cousine, die vierzehn war, als sie heirateten, gab ihm etwas Halt. Zwei Jahre nach dem frühen Tod seiner Frau starb Poe in Baltimore unter nicht geklärten Umständen.
Mit: Ernst Jacobi
Aus dem Englischen von Arno Schmidt - Tontechnik: Jürg Jecklin, Jack Jakob und Isabella Wyss - Regie: Barbara Liebster - Produktion: SRF 1988 - Dauer: 56'
Diese Produktion dürfen wir Ihnen für 6 Monate zum Nachhören zur Verfügung stellen.