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1998 stellte sich Karl Locher, Inhaber der Brauerei Locher, die Frage ob es möglich sei, an die alten Aromen und Bierextrakte, die in den teilweise mehr als 130-jährigen Bierfässern seiner Vorfahren stecken, heranzukommen. Bei den Bierfässern handelt es sich um alte Transportfässer mit denen das Bier bis Anfang der 1970er Jahre in die Pubs und Restaurants gebracht wurde. Diese Fässer waren innen mit Pech versiegelt. Dies verhinderte, dass das Bier nach Holz schmeckte und Kohlensäure entweichen konnte. Im Laufe der Zeit wurde die Schicht immer wieder einmal rissig, so dass Bier und Malzextrakte tief in die Fassdauben eindringen konnten. Bevor nun das erste Destillat eingefüllt werden konnte, wurden die alten Fässer repariert und die Pechschicht entfernt. Die dadurch zugänglichen Malzextrakte verleihen dem Säntis Malt Whisky seine einzigartige Note und geben uralte Bier-Erinnerungen weiter. Der Idee eines einzelnen Mannes der auf die Idee kam, die harte Arbeit und die Errungenschaften seiner Ahnen wieder zum Leben zu erwecken, ist es zu verdanken, dass wir heute einen Whisky produzieren der vielprämiert und einzigartig auf der Welt ist.
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