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Vor 17 Jahren, am 31. Juli 2004, bestritt Elsad Zverotic sein erstes Pflichtspiel im Profifussball. Ein Kurzeinsatz mit dem FC Wil in der Challenge-League-Partie gegen den FC Wohlen bedeutete seine Premiere. Einen Monat später erlebte er mit dem Absteiger und zugleich amtierenden Cupsieger bereits seine europäische Feuertaufe beim Uefa-Cup-Spiel gegen Banska Bystrica (Slowakei), die er gar mit einem Torerfolg krönte. Nach vier Jahren in der Heimat wechselte der Toggenburger zum FC Luzern in die Super League. Ciriaco Sforza holte ihn in die Zentralschweiz, doch die meisten seiner 97 Partien bestritt er dort unter Trainer Rolf Fringer.
Es folgte der Wechsel zum BSC Young Boys. Der Transfer wurde ausgehandelt, kurz bevor Vladimir Petkovic bei den Bernern entlassen wurde. Dessen Nachfolger Christian Gross reiste extra an ein Länderspiel Zverotics nach Podgorica, um sich beim Montenegriner, der insgesamt 61 Partien für sein Nationalteam bestritt, vorzustellen und ihm mitzuteilen, dass Zverotic eine wichtige Rolle ins Grossʼ Team einnehmen werde.
Unvergessliches Tor an der Anfield Road
Obwohl der ganz grosse Erfolg in Bern ausblieb – der FC Basel verteidigte seine Vormachtstellung im Schweizer Fussball erfolgreich – fühlten sich Elsad und seine Frau Amela sehr wohl in der Bundesstadt. «Das Umfeld im Club war toll, wir haben viele gute Freundschaften geknüpft», erinnerte sich Zverotic im HEIMSPIEL-Portrait vom 11. November 2018 an diese Zeit. Zu den Highlights mit den Bernern gehört sein Tor im Europa-League-Gruppenspiel an der Anfield Road zum 2:2 gegen Liverpool kurz vor Spielschluss.
Ebenfalls praktisch in letzter Sekunde, bevor das Transferfenster im Sommer 2013 schloss, konnte sich Elsad Zverotic mit dem Wechsel in die Premier League zum FC Fulham einen Traum erfüllen. Immerhin 21 Partien bestritt er unter dem legendären deutschen Trainer Felix Magath.
Anfang 2015 kehrte Zverotic in die Schweiz zurück und spielte bis zu seinem Wechsel nach Aarau (Sommer 2018) beim FC Sion. Bei den Aarauern schnürte er erstmals nach zehn Jahren wieder seine Fussballschuhe für einen Challenge-Ligisten. Obwohl der Start mit sechs Niederlagen in den ersten sechs Meisterschaftsspielen vollends missglückte, plädierte Zverotic für Geduld und machte sich für seinen Trainer Patrick Rahmen stark. Der Ausgang dieser Saison ist bekannt: Der FC Aarau erreichte nach beispielloser Aufholjagd noch Rang 2. Was folgte, war die Achterbahnfahrt der Gefühle in der Barrage, in welcher Zverotic im entscheidenden Elfmeterschiessen seinen Versuch von Xamax-Torhüter Laurent Walthert pariert sah.
Anschlusslösung im Scoutingbereich
Tempi passati. Nach einer unbefriedigenden Saison 2019/20 durfte der Captain des FC Aarau mit seinem Team nochmals eine Spielzeit erleben, die den Supportern – auch wenn sie die meisten Spiele Corona-bedingt nicht live vor Ort sein konnten – viel Freude bereitete. Nun steht der Abschied als Profifussballer bevor, und gerne überlassen wir Elsad Zverotic, der im Brügglifeld eine Aufgabe im Scoutingbereich übernehmen wird, das Schlusswort: «Liebe FC-Aarau-Fans, vielen Dank für die tollen drei Jahre. Es war mir eine Ehre, für diesen Verein zu spielen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit euch!»