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Der Schwellenpuls bezeichnet den Puls, bei welchem im maximalen Laktat-Gleichgewicht eine Leistung gerade noch erbracht werden kann.
Wird die Intensität weiter erhöht, dann beginnt die Muskulatur zu übersäuern und die Leistung muss reduziert oder abgebrochen werden. Die Höhe des Schwellenpuls’ alleine hat keine Aussagekraft über den Leistungszustand. Was interessiert, ist die Leistung (Lauftempo oder Watt), die beim Schwellenpuls erbracht werden kann.
Eine Läuferin, die bei einem 4-Minuten-Tempo einen Schwellenpuls von 185 Schlägen hat, ist leistungsfähiger als ein Läufer, der bei einem 5-Minuten-Schnitt einen Schwellenpuls von 170 aufweist, aber gar nie ein 4-Minuten-Tempo schafft.
Der Schwellenpuls sollte daher nicht mit den Laufkollegen verglichen werden, sondern dient zum Vergleich einer persönlichen Testreihe oder zur persönlichen Trainingssteuerung. Ziel der Trainingssteuerung ist, den individuellen Schwellenpuls mit systematischem Training zu erhöhen und näher in Richtung Maximalpuls zu schieben.
Einfacher Feldtest
Den ungefähren Schwellenpuls kann man mit einem simplen Feldtest bestimmen. Laufen Sie (zum Beispiel auf einer flachen Rundbahn) 30-40 Minuten in einem Tempo, welches Sie maximal, aber konstant über diesen Zeitraum durchhalten können. Ist der Puls über diesen Zeitraum konstant und schaffen Sie die Zeitdauer ohne Einbruch, entspricht der Pulswert recht zuverlässig Ihrem Schwellenpuls.