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Die Colorado Avalanche gewinnen nach 1996 und 2001 zum dritten Mal den Stanley Cup. Die Mannschaft aus Denver setzt sich in der Best-of-7-Finalserie der NHL gegen Titelverteidiger Tampa Bay Lightning mit 4:2 Siegen durch.
Im sechsten Spiel siegen die Avalanche auswärts 2:1. Das Team aus Florida führte nach dem ersten Drittel. Der Kanadier Nathan MacKinnon und der Finne Artturi Lehkonen erzwangen mit ihren Toren im Mitteldrittel die Wende.
Die Lightning hätten den Stanley Cup als erste Mannschaft seit 40 Jahren dreimal in Folge gewinnen können. Die New York Islanders siegten damals sogar viermal am Stück. Vorher hatten nur die glorreichen Montreal Canadiens und die Toronto Maple Leafs die wichtigste Trophäe im Eishockey drei- oder viermal nacheinander gewonnen.
Die Colorado Avalanche unter dem kanadischen Headcoach Jared Bednar errangen ihre drei Stanley-Cup-Siege in ebensovielen Finals. In Finalserien sind sie also unbezwungen.
Baumeister des neuerlichen Erfolgs sind nebst Jared Bednar die Verteidiger Cale Makar und Devon Toews. Makar punktete in der Regular Season 86-mal. In den Playoffs führte er seine hohe Produktion an Toren und Assists fort.
Vor 21 Jahren, fünf Jahre nach dem ersten Titel, hatte auch ein Schweizer seinen Anteil am zuvor letzten Erfolg. David Aebischer war damals, in seiner ersten Saison in der NHL, die Nummer 2 im Tor hinter dem Kanadier Patrick Roy. Der Freiburger kam in den Playoffs zwar lediglich zu einem Kürzesteinsatz, in der Qualifikation bestritt er aber 26 Spiele, in 22 Partien stand er in der Startformation.
Meistertrainer mit Schweizer Vergangenheit
Ebenfalls einen Schweizer Bezug haben die ersten zwei Meistertrainer der Avalanche. Die Kanadier Marc Crawford und Bob Hartley waren zwischenzeitlich auch für die ZSC Lions tätig – und gewannen beide einen Meistertitel. Crawford, der die Avalanche 1996 zum Titel führte, stand bei den Zürchern zwischen 2012 und 2016 in der Verantwortung, Hartley in der Saison 2011/12.
Der frühere Verteidiger Jared Bednar spielte nie in der NHL. Auch als Coach war er – zwischen 2002 und 2016 – als Assistent oder Chefcoach nur in unteren Ligen tätig. Der heute 50-jährige Kanadier promovierte 2016, als er die Avalanche übernahm. Noch vor fünf Jahren schloss Colorado die Regular Season mit der schlechtesten Bilanz aller Teams ab – mit nur 48 Punkten aus 82 Spielen.
Schlüsselspieler Makar
Die Verpflichtung von Cale Makar, dem besten Rookie der Saison 2019/20, war das letzte Puzzleteil, das den grossen Erfolg ermöglichte. Makar wurde vor Roman Josi zum besten Verteidiger der Regular Season gewählt. Als MVP der Playoffs erklomm der 23-jährige Kanadier eine weitere Stufe. In diesen Playoffs glückten ihm 29 Punkte (8 Tore, 21 Assists). Zusammen mit seinem 28-jährigen Landsmann Devon Toews bildete Makar auch im Defensivspiel das beste Verteidiger-Paar.