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Das Wichtigste in Kürze
- Das US-Baseball-Team Cleveland Indians benennt sich um.
- Der Top-Klub heisst künftig «Cleveland Guardians».
Die «Cleveland Indians» heissen künftig «Cleveland Guardians». In einem von Hollywood-Star Tom Hanks eingesprochenen Video kündigte das Baseball-Team am Freitag an, seinen seit 1915 bestehenden Namen aufzugeben. Nach dem Ende der aktuellen Saison sollen sie als «Cleveland Guardians» in Wettkämpfe ziehen. Indigenen-Organisationen und andere Kritiker hatten den bisherigen Namen als rassistisch gebrandmarkt.
«Cleveland war schon immer der beste Teil unseres Namens», sagt der bekennende Baseball-Fan Hanks in dem Video. «Dies ist die Stadt, die wir lieben.
Und das Spiel, an das wir glauben. Und gemeinsam sind wir alle die Cleveland Guardians.» Der Verein erhält mit dem Namen auch ein neues Logo.
Über 40'000 Fans für Umbenennung befragt
Der Chef der Indigenen-Vertretung NCAI, Fawn Sharp, begrüsste die Entscheidung des Klubs. Damit habe das Baseball-Team einen «weiteren wichtigen Schritt getan, um die Wunden zu helfen, die sein früheres Maskottchen bei indigenen Menschen verursacht hat».
Das Team aus Cleveland hatte im Sommer des vergangenen Jahres angekündigt, Gespräche mit Vertretern der indigenen Gemeinschaft über eine mögliche Umbenennung zu führen. Im Dezember kündigte es dann an, das Wort «Indians» (Indianer) aus seinem Namen zu streichen. Auf der Suche nach einem neuen Namen befragte der Klub aus der Major League Baseball (MLB) mehr als 40'000 Fans.
Als Reaktion auf Rassismusvorwürfe hatte bereits das Football-Team der US-Hauptstadt Washington im vergangenen Jahr seinen Namen «Redskins» (Rothäute) aufgegeben. Auch das dazugehörige Logo wurde angepasst. Trotz wachsender Kritik haben aber in den USA weiterhin viele Sportteams Namen, die von Indigenen als rassistisch empfunden werden. Darunter das Football-Team Seattle Seahawks und der Eishockey-Klub Chicago Blackhawks.