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Die kapitalistische Produktion ist mittlerweile fast in jedem Winkel der Welt angekommen und es ist unmöglich, sich dem kapitalistischen Alltag zu entziehen, ohne sich grössten Entbehrungen auszusetzen. Es gibt Unternehmen, welche ihre Arbeiter besonders schlecht behandeln oder rücksichtslos mit der Umwelt umgehen, aber kapitalistisch produzieren müssen sie alle. Denn wenn ein Unternehmen nicht genügend Profit macht, wird es vom Markt gedrängt. Dieser Profit beruht auf dem Wert, den die Arbeiter schaffen, denen nur einen Bruchteil davon als Lohn ausgezahlt wird. Somit beutet jedes Unternehmen seine Arbeitskräfte aus, egal ob ‹Fairtrade› oder nicht. Dabei zwischen ‹gut› und ‹böse› zu unterscheiden, macht wenig Sinn, denn McDonalds ist schlussendlich nichts anderes als die erfolgreichere Variante des kleinen Burgerladens um die Ecke. Auch Letzterer ist darauf angewiesen, genügend Profit zu machen, um in der Konkurrenz bestehen zu können – sogar wenn er Bio-Burger verkauft. Es ist nicht möglich, sich durch den Boykott einzelner Unternehmen, dem Kapitalismus zu entziehen. Vielmehr kommt dieser Boykott einer persönlichen Gewissensberuhigung gleich; denn, dass man mit dem Boykott bestimmter Unternehmen an den kapitalistischen Verhältnissen nichts ändert, weiss auch jeder, der mit dem Satz «Aber, wenn es doch alle tun würden…» argumentiert.