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NFF-Präsidentin Fiona Simson drängte in einem Pressestatement darauf, dass das Parlament zügig handeln müsse, damit die Landwirte so bald wie möglich von den Vereinbarungen profitieren könnten. „Das Abkommen mit Indonesien sieht niedrigere Zölle und erweiterte Einfuhrquoten für eine Reihe von australischen Agrarprodukten vor, die von Getreide und lebendem Vieh über Gartenbauerzeugnisse bis hin zu Milchprodukten, Zucker, Rindfleisch und Schaffleisch reichen“, erläuterte Simson.
Im Falle von Hongkong gebe es zwar keine Zölle oder Quoten für australische Agrarexporte, doch sichere das Abkommen zu, dass regulatorische Anforderungen den Handel nicht behinderten. Der Freihandel mit Peru werde ebenfalls einen besseren Marktzugang ermöglichen.
Die NFF-Präsidentin dankte der Regierung für den Abschluss dieser wichtigen Vereinbarungen, die jedoch bedeutungslos seien, bis alle drei Abkommen ratifiziert und in Kraft getreten seien. „Das Parlament darf die Exportmöglichkeiten für die Farmer nicht weiter hinauszögern“, betonte Simson.
Mehr Handel erwünscht
Der Ausbau von Handelsbeziehungen war in der vergangenen Woche auch das Ziel einer von Australiens Landwirtschaftsministerin Bridget McKenzie geleiteten Wirtschaftsdelegation, die Japan, Südkorea und Vietnam besuchte. „Die australische Regierung hat die Aufgabe, mit den Partnerregierungen zusammenzuarbeiten und ihnen einen für beide Seiten vorteilhaften Marktzugang für unsere Produkte und Dienstleistungen zu ermöglichen“, erklärte die Ministerin zu Beginn der Reise.
Dann sei es an den Unternehmen, einschliesslich derjenigen im Agrarsektor, für ihr sicheres und qualitativ hochwertiges Produkt auf diesen Märkten zu werben und dauerhafte Geschäftsbeziehungen aufzubauen. „Die Freihandelsabkommen, die die liberale Nationalregierung sowohl mit Japan als auch mit der Republik Korea bereits ausgehandelt hat, bieten uns allen eine starke Plattform, auf der wir aufbauen können“, stellte McKenzie fest.
Ziel: Über 66 Milliarden Franken
NFF-Geschäftsführer und Delegationsmitglied Tony Mahar betonte, dass drei Viertel der australischen Agrarproduktion exportiert werde und mit dem Besuch die starken internationalen Handelsbeziehungen ausgebaut werden sollten. Japan sei dabei ein wichtiger Markt für Rindfleisch, Milchprodukte, Zucker, Getreide und andere landwirtschaftliche Exporte.
In Südkorea sei es wichtig, den Kunden zuzuhören und die Erwartungen zu erfüllen, da „die Wettbewerber ständig Druck auf Australiens Marktanteil ausüben“. Vietnam sei mit 95 Millionen Verbrauchern ein wachsender Exportmarkt, auf dem Australien bereits grösster Lieferant von Weizen und Malz sowie ein wichtiger Anbieter von Baumwolle sei. Bis 2030 soll nach Vorstellung des Bauernverbandes und der Regierung mit Hilfe von Exportzuwächsen der Produktionswert der australischen Landwirtschaft auf 100 Mrd A$ (66,31 Mrd Franken) steigen.