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Überbleibsel von frühkindlichen Reflexen.
Lernprobleme oder Verhaltensprobleme entstehen meist im frühen Kindesalter. Dann wenn ein Teil der frühkindlichen Reflexe nicht zurückgebildet worden sind. Häufig zu einem Zeitpunkt, indem die vorliegenden Probleme nicht relevant sind. "Er ist halt ein Wilder!" oder "Er ist eben tollpatschig!" erklären Eltern und Lehrer die etwas aus dem Rahmen fallende Entwicklung und "Das wächst sich schon aus!" trösten sie sich und andere und somit besteht Hoffnung auf Besserung oder Verschwinden des auffälligen Verhaltens.
Viele Dinge, die Eltern in der Entwicklung ihrer Kinder beunruhigen, geben sich mit der Zeit tatsächlich zum grossen Teil wieder, da sich jedes Kind unterschiedlich schnell entwickelt und Entwicklungsprozesse und Reifungsprozesse verschieden schnell ablaufen und durchgemacht werden. Trotzdem gibt es immer wieder Fälle, in denen sich Kinder allem Anschein nach "normal" entwickeln, aber in bestimmten Aspekten ihrer Entwicklung unreife Muster aufweisen. Diese unreife Muster sind nicht immer sofort erkennbar, aber im Laufe der Entwicklung eines Kindes können sie sich bemerkbar machen und sich als Lernprobleme, Konzentrationsschwächen oder Verhaltensschwierigkeiten zeigen und bestehen bleiben.
Zeigt ihr Kind Lern- und Konzentrationsschwächen könnte es sein, dass eine Persistenz der frühkindlichen Reflexen noch vorhanden ist.
Therapeutisch kann man dem Kind helfen, diese Persistenz abzubauen und die natürliche Entwicklung fördern.