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<h2>SubmittedText<h2><p>"Die Schweiz steht mit ihrem CO2-Ausstoss gut da", hat Bundesrätin Doris Leuthard im Jahrbuch "Klimafreundlich" im Sommer 2014 geschrieben. Im Klimaschutz-Index der Umweltorganisationen Climate Action Networks Europe und Germanwatch ist die Schweiz allerdings in den letzten zwei Jahren von Platz 7 auf Platz 11 zurückgefallen. Sie hat damit ihren Platz unter den Top Ten abgeben müssen, trotz CO2-armer Stromproduktion (aktuell vor allem Wasser- und Atomstrom).</p><p>Es stellen sich folgende Fragen:</p><p>1. Wie ist die Verschlechterung im Klimaschutz-Index zu erklären?</p><p>2. Weshalb belegt die Schweiz bei den Emissionen des Flugverkehrs einen der letzten Ränge?</p><p>3. Werden die mit der Energiestrategie 2050 beschlossenen Massnahmen die Platzierung der Schweiz verbessern können? Wenn ja, in welchem Zeitraum?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Der Klimaschutzindex wird aus 15 Indikatoren entwickelt, die die Emissionen pro Kopf (30 Prozent gewichtet), die Emissionsentwicklung (30 Prozent), den Einsatz erneuerbarer Energien (10 Prozent), die Energieeffizienz (10 Prozent) und die Klimapolitik (20 Prozent) beurteilen. Gegenüber 2013 wird 2015 der Indikator "internationale Klimapolitik" für die Schweiz deutlich schlechter bewertet, der Indikator "nationale Politik" dagegen leicht besser. Dabei dürfte eine Rolle gespielt haben, dass die Schweiz ihre Klimaziele für das Jahr 2020 gegenüber der internationalen Staatengemeinschaft nicht erhöht hat. Die Klimapolitik wie auch die Gesamtbeurteilung werden aber nach wie vor als gut bewertet (die Kategorie "sehr gut" wird nicht vergeben). Die Rangverschiebungen von Jahr zu Jahr dürfen nicht überinterpretiert werden. So lag die Schweiz 2011 auf Rang 19, 2012 auf Rang 8, 2013 auf Rang 7, 2014 auf Rang 8 und 2015 auf Rang 11.</p><p>2. Bei den CO2-Emissionen des Luftverkehrs werden sowohl die nationalen wie auch die internationalen Emissionen (von den in der Schweiz startenden Flugzeugen) in die Beurteilung mit einbezogen und durch die Bevölkerungszahl dividiert. Bei einem kleinen, reichen Land, das wie die Schweiz global sehr vernetzt ist und einen wichtigen Tourismussektor hat, weist dieser Indikator zwangsläufig einen relativ schlechten Wert auf.</p><p>3. Die Massnahmen der Klima- und Energiepolitik werden in Zukunft zu einem Rückgang der Emissionen führen, was die wichtigen Indikatoren "Emissionen pro Kopf" und "Emissionsentwicklung" positiv beeinflussen dürfte. Voraussetzung ist, dass die CO2-Emissionen der während einer Übergangsphase allenfalls notwendigen fossil-thermischen Kraftwerke vollständig kompensiert werden. Die relative Rangierung zu anderen Ländern hängt natürlich auch von deren Entwicklung ab und kann nicht generell vorhergesagt werden.</p>  Antwort des Bundesrates.