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VRAG-R (Standardisierte Erfassung des Gewaltrisikos mit Hilfe des Violence Risk Appraisal Guides)
Der VRAG wurde von Harris et al. (1993) anhand empirischer Daten entwickelt. Aufgrund einer Analyse der während der Unterbringung erhobenen Daten wurden die Zusammenhänge zwischen diesen Merkmalen und der Wahrscheinlichkeit einer Verhaftung wegen eines Gewaltdeliktes berechnet. Es wurden 12 Variablen extrahiert, die mit Rückfällen zusammenhängen, untereinander aber nur gering korrelieren. Diese wurden zum VRAG-R zusammengefasst. Die Punkteskala zur Bewertung der VRAG-R unterscheidet sich von anderen Prognoseinstrumenten, da sie auch negative (d.h. kriminoprotektive) Werte umfasst. Der Summenwert korreliert positiv mit einem gewalttätigen Rückfall, mit der Schwere des Rückfalls und mit der Kürze der Zeitspanne, in der ein Rückfall auftritt. Der VRAG-R wurde von Martin Rettenberger, Priscilla Gregório Hertz, Reinhard Eher ins Deutsche übersetzt (Wiesbaden 2017).
Mehr als 20 Jahre nach der Veröffentlichung der ersten Version des Violence Risk Appraisal Guide (VRAG) publizierten Marnie E. Rice, Grant T. Harris und Kolleginnen und Kollegen im Jahr 2013 die revidierte Version des VRAG-R. Anhand der Entwicklungsstichprobe wurden die neuen Gewichtungen der Items des VRAG-R berechnet.
VRAG-R (Standardisierte Erfassung des Gewaltrisikos mit Hilfe des Violence Risk Appraisal Guides)