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Die Stadt Romanshorn bekommt für das Landstück 2 Millionen Franken, was einem Quadratmeterpreis von 525 Franken entspricht.
Auf der Schweizer Seite des Bodensees fehlten Übernachtungsmöglichkeiten, argumentiert das Ja-Komitee. Ein Hotel an der Hafenpromenade in Romanshorn entspreche einem echten Bedürfnis. Vorgesehen ist auch ein Saal mit 400 bis 500 Plätzen, welcher auch der Bevölkerung einen direkten Nutzen bringe.
Der Landverkauf an den Thurgauer Nationalrat Hermann Hess, Inhaber der Hess Immobilien AG und Hauptaktionär der Schweizerischen Bodenseeschifffahrt, ist nicht unumstritten. Nach Meinung der Gegner dürfe die öffentliche Hand an diesem Ort direkt am Bodensee nicht Land veräussern, das sie erst vor drei Jahren von den SBB erworben hat. Das «Filetstück» müsse der Spekulation entzogen werden.
Die Stadt hat sich abgesichert: für den Fall, dass acht Jahre nach dem Kauf die Bauarbeiten für das Hotel noch nicht begonnen haben, besteht ein absolutes Rückkaufsrecht. Da sich die Parzelle in der Hafenzone mit Gestaltungsplanpflicht befindet, kann die Bevölkerung über das fakultative Referendum gegebenenfalls nochmals abstimmen.
Die Hess Immobilien AG will, wie htr.ch bereits berichtete, den Entscheid des Souveräns abwarten, ehe die Baupläne konkretisiert werden. Es soll in einem mehrstufigen Verfahren mit Architekturwettbewerb aber ein qualitativ hochstehendes Projekt entstehen. (sda/htr/npa)