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Eine Woche nach der Parlamentswahl ist in Nigeria am Samstag ein neuer Präsident gewählt worden. Als Favorit unter den 19 Kandidaten galt der amtierende Staatschef Goodluck Jonathan, doch auch dem ehemaligen Präsidenten Muhammadu Buhari wurden Chancen eingeräumt.
Ein weiterer Kandidat ist der frühere Anti-Korruptions-Aktivist Nuhu Ribadu, der für die Oppositionspartei Action Congress ins Rennen geht. Beobachter erwarteten, dass keiner der Bewerber in der ersten Runde eine ausreichende Mehrheit erhält und eine Stichwahl nötig wird. Erste Ergebnisse der Präsidentenwahl werden Anfang der Woche erwartet.
Mehr als 73 Millionen Menschen waren im bevölkerungsreichsten Land Afrikas aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Trotz Berichten über einen relativ geordneten Verlauf der Wahl erhob Buhari Manipulationsvorwürfe.
Vor den Wahllokalen bildeten sich bereits am frühen Morgen lange Schlangen, wie AFP-Reporter berichteten. Nach der Öffnung der Wahllokale fand zunächst eine vierstündige sogenannte Akkreditierung der Abstimmungsberechtigten statt, bevor ab dem Mittag die Wahlzettel ausgefüllt werden konnten.
"Wähler kennen ihre Rechte"
"Es gibt mittlerweile keine Manipulationsversuche mehr", sagte ein 46 Jahre alter Kaufmann vor einem Wahllokal in der Hauptstadt Abuja. "Immer mehr Menschen sind sich ihrer Rechte bewusst", fügte er an.
Der 53-jährige Jonathan von der Demokratischen Volkspartei war erst vor einem knappen Jahr als Staatschef vereidigt worden, nachdem er den schwer erkrankten Präsidenten Umaru Yar'Adua bis zu dessen Tod zunächst kommissarisch vertreten hatte.
Sein 69-jähriger Herausforderer Buhari, der Nigeria in den Jahren 1984 und 1985 mit eiserner Hand regiert hatte, gab seine Stimme im muslimischen Norden ab, wo er sehr beliebt ist.
Jonathan ist der Kandidat der Regierungspartei PDP und eindeutiger Favorit. Dennoch könnten die Kandidaten der Opposition von der Unzufriedenheit einiger Wähler profitieren.
Nach Polizeiangaben explodierte am späten Freitag in der Nähe eines Zentrums der Wahlkommission in der nordöstlichen Stadt Maiduguri eine Bombe, die Schäden an Gebäuden anrichtete, aber offenbar niemanden verletzte.
SDA-ATS