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Die Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor warnt vor kumulativen Auswirkungen der verschiedenen Abkommen. Diese werden die schweizerische Land- und Ernährungswirtschaft mit Produkten aus in der Schweiz verbotenen Produktionsmethoden unter Druck setzen.
Die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft muss im Zusammenhang mit dem Mercosur- Abkommen in verschiedenen Bereichen Konzessionen machen, insbesondere bei Rind-, Schweine- und Pouletfleisch, Zucker, Getreide und Wein. Es handelt sich zwar um begrenzte Mengen, doch in Verbindung mit anderen Freihandelsabkommen, insbesondere einem Abkommen mit den VSA; könnten kumulative Auswirkungen den Schweizer Markt beeinträchtigen.
Parallel dazu fordert die SALS-Schweiz Massnahmen zur Verbesserung der Deklarationspflicht von Produkten, vor allem für verarbeitete Produkte. Kürzlich hat Brasilien den Einsatz von vielen neuen Pflanzenschutzmitteln bewilligt. Die Schweizer Konsumenten müssen folglich informiert werden, dass die aus diesen Ländern importierten Lebensmittel mit Produktionsmethoden hergestellt sein können, die in der Schweiz nicht zulässig sind. Eine abschliessende Beurteilung des Abkommens kann erst nach Abschluss des laufenden Prozesses vorgenommen werden.
Gewisse Wirtschaftskreise fordern den Abschluss eines Freihandelsabkommens mit den VSA. Die SALS-Schweiz erinnert daran, dass sich die Schweiz und die VSA in Bezug auf Konsum- und Produktionsmethoden stark unterscheiden. Wirtschaftsinteressen dürfen nicht über die Ziele der nachhaltigen Entwicklung gestellt werden. Artikel 104a der Bundesverfassung sieht vor, dass Freihandelsabkommen zur nachhaltigen Entwicklung der Land- und Ernährungswirtschaft beitragen müssen. GVO-Mais oder hormonbelastetes Fleisch aus den Vereinigten Staaten passen keinesfalls in dieses Programm!