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Böden speichern grosse Mengen Kohlenstoff. Landwirtschaftliche Aktivitäten steuern die Bodenkohlenstoffgehalte und damit die Quellen- und Senkenfunktion der Böden für CO2. Auf der Eintragsseite geschieht dies bei Ackerkulturen vor allem über die Fruchtfolge und bei Grasland vor allem über die Nutzungsintensität. In beiden Fällen wird die Menge an pflanzlichem Material, welches nicht geerntet sondern im Boden verbleibt, beeinflusst. Durch das Ausbringen von Hofdünger wird der Kohlenstoffeintrag erhöht. Auf der Abbauseite wird die Umsetzungsgeschwindigkeit des Kohlenstoffs im Boden, z.B. durch Drainage, Düngung, Klima oder Bodenbearbeitung verändert. Neben Eintrag und Umsetzung steuert die Bewirtschaftungsintensität darüber hinaus indirekt auch die beanspruchte Fläche.
Wir haben gezeigt, dass
- der Kohlenstoffvorrat in mineralischen Böden von Langzeitexperimenten trotz Kunstwieseanteil deutlich abnimmt. Faktoren welche den Kohlenstoffverlust vermindern sind Massnahmen welche die Dauer der Bodenbedeckung verlängern (Zwischenkulturen, optimierte Fruchtfolge, Kunstwiesen) oder die Einträge von Kohlenstoff in den Boden erhöhen (Hofdünger, Kompost, das Belassen von Ernterückständen).
- landwirtschaftlich genutzte ehemalige Moorböden (z.B. im Seeland) bereits mehrere hundert Tonnen Bodenkohlenstoff je Hektare verloren haben
- der Landnutzungswandel (Vergandung) im Gebirge zu einer leichten Anreicherung von Kohlenstoff führt, der als reversibel angesehen wird: Free and protected soil organic carbon dynamics respond differently