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Was ist die Aufgabe der Schilddrüse?
Die Schilddrüse befindet sich unterhalb des Kehlkopfes, an der Vorderseite der Luftröhre. Sie ist aus zwei, miteinander verbundenen, Seitenlappen aufgebaut. Die Schilddrüse hat eine äusserst wichtige Funktion. Sie speichert Jod und produziert die lebenswichtigen jodhaltigen Schilddrüsenhormone.
Welche Funktion üben Schilddrüsenhormone im menschlichen Körper aus?
Schilddrüsenhormone sind lebenswichtig, da sie viele metabolische Prozesse und Organfunktionen steuern. Die Schilddrüsenhormone spielen unter anderem eine wichtige Rolle beim Wachstum und der Entwicklung, beim Knochenstoffwechsel und bei der Regulation des Nährstoffwechsels. Die Schilddrüsenhormone werden ausserdem für das Funktionieren des Nervensystems, der Muskulatur, des Herz-Kreislaufsystems und der Haut benötigt.
Was versteht man unter einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)?
Die Hypothyreose ist ein Mangel an Schilddrüsenhormonen T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin) beziehungsweise eine unzureichende Wirkung von Schilddrüsenhormonen an Körperzellen.
Wie macht sich eine Schilddrüsenunterfunktion bemerkbar?
Der Mangel an Schilddrüsenhormonen und die daraus resultierende Herabsetzung zahlreicher Stoffwechselprozesse und Organfunktionen führen mit zunehmender Dauer zu verschiedenen Symptomen wie zum Beispiel: Müdigkeit, Leistungsminderung, Depression, Gedächtnisstörungen, Ödeme, Verstopfung und/oder langsamer Puls.
Welche Ursache hat eine Schilddrüsenunterfunktion?
Bei der sehr seltenen, angeborenen Hypothyreose fehlt die Schilddrüse oder sie ist nicht richtig entwickelt. Bei einer später erworbenen Hypothyreose gibt es mehrere mögliche Ursachen: Erkrankungen der Schilddrüse, Operationen an der Schilddrüse, Selen- oder Jodmangel, sowie diverse weitere Ursachen.
Wer leidet an einer Schilddrüsenunterfunktion?
Hypothyreosen sind weiter verbreitet als man glaubt. In der Schweiz leiden rund 350'000 Personen an einer Schilddrüsenunterfunktion. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Frauen leiden ausserdem mit zunehmendem Alter häufiger an dieser Krankheit. 10 % der Frauen ab 40 Jahren sind von einer Schilddrüsenunterfunktion betroffen. Dieser Anteil erhöht sich bei Frauen ab 50 Jahren auf 14 %.
Wie diagnostiziert man eine Schilddrüsenunterfunktion?
Als erste Massnahme wird die Konzentration von TSH (Tyroidea-stimulierendes-Hormon) im Blut bestimmt. TSH spielt eine wichtige Rolle zur Regulation der Schilddrüsenfunktion und ist ein empfindlicher Parameter für die Schilddrüsenfunktion.
Wenn die TSH-Messung eine Unterfunktion bestätigt, so muss die genaue Ursache mittels weiterer Untersuchungen gefunden werden.
Wie behandelt man eine Schilddrüsenunterfunktion?
In der Regel lässt sich die Ursache der Unterfunktion nicht beseitigen und es muss eine Behandlung mit dem Schilddrüsenhormon (Thyroxin) begonnen werden. Dabei wird mit einer niedrigen Dosis begonnen und diese dann langsam gesteigert. Die Dosierung ist sehr individuell. Anzeichen für eine optimale Behandlung sind das Verschwinden der Symptome und eine Normalisierung des TSH-Wertes.