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Montag 10.08.2015, 21:00
Omar «Bombino» Moctar, sein Taufname ist Goumar Almoctar, stammt aus Tidene, Niger, aus einem Nomaden-Lager, das etwa 80 Kilometer von der Sahara-Metropole Agadez entfernt liegt. Bombino ist ein Tuareg mit einer Stratocaster, ein Sänger- und Liedermacher und hochinteressanter Gitarrist. Er singt in der Tuareg-Sprache Tamasheq, seine Texte befassen sich meist mit politischen und geopolitischen Themen. 2007 wurde seine elektrische Band erstmals aufgenommen, vom Filmemacher Hisham Mayet. Einige Jahre später hat ein anderer Filmschaffender, Ron Wyman, eine CD und einen Dokumentarfilm mit diesen erstaunlichen Mann produziert, der eine ganz spezielle, trockene Gitarren-Klangfarbe spielt. Ende 2007 hat die Regierung von Niger, weil sie eine weitere Rebellion der marginalisierten Bevölkerungsgruppe befürchtete, den Tuareg das Gitarrenspiel verboten. Zwei der Mitmusiker von Bombino wurden hingerichtet. Er selbst ist geflohen, nach Burkina Faso. Erst 2010 konnte er in seine Heimat zurückkehren. Inzwischen ist er ein international anerkannter Musiker geworden, hat mit Dan Auerbach von den «Black Keys» zusammengearbeitet, hat vier grossartige Alben veröffentlicht. Ein Konzert dieses Tuareg mit der Gitarre ist eine spannende Reise in eine andere Welt.