Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03261.jsonl.gz/1596

Wie ich Geld verdiene – und warum
Dieses Blog ist 2007 als Hobbyprojekt entstanden. Es ist noch immer kein gewinnorientiertes Unterfangen. Doch ich nutze gewisse Einnahmemöglichkeiten aus, um erstens die Betriebskosten fürs Hosting und in minimalem Umfang Spesen zu decken. Zweitens sammle ich auf diese Weise Erfahrungen über die Verdienstmöglichkeiten im Netz, über die ich regelmässig Bericht erstatte.
Ich habe folgende Einnahmequellen:
- Den grössten Anteil meiner Einkünfte macht die Werbung via Google Adsense aus.
- Ich nutze ausserdem in geringem Umfang die Affiliate-Programme von kommerziellen Anbietern. Ein solches Programm vermittelt mir eine Provision, wenn Leserinnen oder Leser meinen Blogs über einen Link zum Anbieter gelangt und dort ein Produkt kauft.
- Schliesslich bekomme ich vereinzelt Spenden via paypal.me/schuessler.
Die Affiliate-Programme und ihre Probleme
Das sind die Affiliate-Programme, die hier zum Einsatz kommen bzw. kamen:
- Das wichtigste Programm ist das von Amazon, bei dem ich seit 2015 teilnehme.
- Zwischen 2015 und 2o18 hat mir Apple für Bezahl-Apps, die ich via Blog vermittelt habe, eine Provision ausgerichtet.
- Ich habe in meinem Bericht über NordVPN einen Affiliate-Link platziert.
- Und bei den Artikeln über meinen Internet-Provider Init7 (hier und hier) habe ich meinen Empfehlungscode angegeben.
Mir ist die Problematik der Affiliate-Programme bewusst: Sie haben das Potenzial, die Berichterstattung zu beeinflussen und meine Unabhängigkeit zu beeinträchtigen. Und sie sind nicht mit den journalistischen Standesregeln vereinbar. Ich rechtfertige sie mit der Doppelrolle hier im Blog, bei dem ich nicht nur Blogger bin, der sich an die Standesregeln hält, sondern auch Verleger, dessen Aufgabe es ist, die Möglichkeiten der Monetarisierung auszuloten.
Um diesen Konflikt zu lösen, hat mein innerer Verleger mit meinem journalistischen Gewissen ein Abkommen geschlossen, dass derlei Aktivitäten nur erlaubt sind, wenn sie meine Berichterstattung nicht negativ beeinflussen, sondern bereichern. Das lässt sich mit diesen beiden Argumenten untermauern:
- Die Einnahmen fallen so gering aus, dass es sich nicht lohnt, deswegen meinen guten Ruf aufs Spiel zu setzen.
- Ich berichte regelmässig über meine Erfahrungen – und über meine Einnahmen.
Die über die Jahre gesammelten Erfahrungen
Die Erfahrungen über die Einnahmen via Werbung, Affiliate-Programme etc. sind in folgende Artikel und Sendungen eingeflossen:
- 3400 Franken in sechs Jahren (21.04.2016 im «Tagesanzeiger»)
- Werbung hat keine Zukunft (17.05.2018 im «Nerdfunk»)
- Frage an euch: Wie viel würdet ihr für mein Blog zahlen? (19.07.2021 hier im Blog)
Das kommt dabei rum
Und wie versprochen mache ich an dieser Stelle transparent, wie viel mir das einbringt – Stand 1. März 2024:
- Die Werbung fluktuiert erfahrungsgemäss stark, doch im Idealfall überweist mir Google zwischen fünfzig bis 120 Franken pro Monat.
- Der Link zu NordVPN hat bisher genau 0 Franken Umsatz erzeugt.
- Bei Amazon habe ich seit 2015, in knapp neun Jahren, total 178.84 Euro verdient.
- Bei Apple waren es über die Laufzeit des Programms 48.56 Franken.
- Das Empfehlungsprogramm von Init7 hat mir am meisten eingebracht: Ich habe mehr als eine Jahresgebühr gespart.
- Da ich nicht systematisch nach Spenden frage, sind die noch weniger berechenbar als die Werbeeinnahmen. Sie belaufen sich auf zwischen hundert und vierhundert Franken im Jahr.
Ein Problemfeld: Die Kennzeichnung der Affiliate-Links
Die Teilnahme an Affiliate-Programmen sollte in den jeweiligen Beiträgen und bei den Links gekennzeichnet werden. Das ist bei mir im Blog nicht konsequent der Fall: Bei den Links zu Amazon gibt es manchmal einen Hinweis («Amazon Affiliate»), manchmal nicht. Das ist ein historisch gewachsenes Problem, das sich nachträglich nur mit viel Aufwand korrigieren liesse. Ich prüfe die Möglichkeiten, solche Links automatisch kennzeichnen zu lassen – aber ich bitte in dieser Sache noch um etwas Geduld.
Finale Feststellungen
Ich wäre in der Tat froh, wenn ich auf die Werbung verzichten und auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten zurückgreifen könnte. Das liegt an der Werbung selbst, die ich als Konsument auch nicht sonderlich schätze – aber vor allem daran, dass die geschäftliche Beziehung mit Google problematisch finde. Ich habe auch Alternativen ausgelotet; namentlich Finanzierungsplattformen wie Patreon. Eine Umfrage hat allerdings das klare Resultat ergeben, dass das derzeit keine vergleichbaren Einnahme generieren würde.
Wer sich über die Werbung hier im Blog nervt, ist eingeladen, sie zu blockieren. Empfehlungen dazu gibt es – wo sonst? – hier im Blog: