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Sommernässe und Hagel in der Schweiz
Das Jahr begann mit einem der niederschlagsreichsten Winter seit Messbeginn. Auf der Alpennordseite fiel oft Schnee bis in tiefe Lagen. In der Ostschweiz wurden stellenweise Neuschneerekorde aufgestellt. Der insgesamt kälteste Frühling seit über 30 Jahren begann hingegen mit zwei niederschlagsarmen Monaten März und April. Im Mai stiegen die Niederschlagssummen lokal auf 150–200 % der Norm 1991−2020. Damit startete eine aussergewöhnlich niederschlagsreiche Periode.
Der Sommer war, ganz im Gegensatz zum laufenden Sommer, nördlich der Alpen einer der nassesten seit Messbeginn 1864, mit stellenweise um 170 % der Norm 1991−2020. Durch die beachtlichen Regenmengen traten zur Julimitte mehrere Flüsse und Seen über die Ufer. Auf der Alpennordseite zogen vor allem im Juni mehrere verheerende Hagelzüge über die Schweiz. Die Korngrössen erreichten gebietsweise 6–7 cm oder mehr. Auf der Alpensüdseite erreichten die Niederschlagssummen im Sommer vor allem im Nordwest-Tessin hohe Werte. Auch im Süden richtete der Hagel grosse Schäden an.
Der Herbst war landesweit niederschlagsarm. Nördlich der Alpen war er regional einer der niederschlagsärmsten seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen.