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In diesem Jahr werden in Europa deutlich weniger Kinder an Blutkrebs sterben. Zu diesem Ergebnis kam ein internationales Forscherteam, das die Behandlungserfolge in den industrialisierten Ländern in den vergangenen Jahren untersucht hat. Gemäss der Erhebung, die im Fachjournal «Annals of Oncology» veröffentlicht wurde, sank die Sterberate vor allem bei Kindern bis 14 Jahren: So ging die Mortalität im Vergleich zu 2009 bei Knaben um 38 Prozent und bei Mädchen um 20 Prozent zurück. Trotz der Erfolge ist Krebs nach Unfällen die zweithäufigste Todesursache von Kindern in der Schweiz.
Leukämie erfordert langjährige Behandlung
Die Diagnose Kinderkrebs trifft eine Familie unerwartet und stellt sie vor viele Herausforderungen. Denn Voraussetzung für die Heilung ist eine äusserst konsequente und intensive Behandlung. Nach der Diagnose beginnt sofort die monatelange Chemotherapie, die mehrere stationäre Aufenthalte beinhaltet und die Anwesenheit eines Elternteils im Spital voraussetzt. Im Anschluss an die stationäre Therapie erhalten viele Kinder über einen Zeitraum von 18 Monaten eine ambulante Chemotherapie mit wöchentlichen Kontrollen im Spital. Die schweren Nebenwirkungen sind dann meist überstanden und die Haare wachsen langsam nach. Ist die Erhaltungstherapie abgeschlossen, befindet sich der kleine Patient während der nächsten zehn Jahre in der Nachsorge.
Insgesamt erkranken in der Schweiz jedes Jahr zwischen 55 und 65 Kinder an Leukämie. Damit stellt der sogenannte Blutkrebs mit etwa 35 Prozent aller Neoplasien die häufigste Krebserkrankung im Kindesalter in den industrialisierten Ländern dar.