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„Möge, wer nicht zitiert, vermisst werden und vergessen“, oder wie wir es heute sagen würden: Wer schreibt der bleibt! Aber genau dieser Ansatz führt doch letztendlich erst dazu, dass viel (zuviel) geschieben und oft genug plagiiert wird.
Zitieren und plagiiern ist nicht ein Thema unserer Zeit, bereits der „römische Dichter Martial klagte darüber, dass es Menschenräuber gebe, die seine eigenen Epigramme wie Sklaven gestohlen und weiterverkauft hätten, Sklavenhändler, Menschenräuber, plagiarius eben.“ (Giuseppe Veltri, FAZ).
Aber wie schützt man sich wirkunsgvoll gegen Plagiate?
– Vielleicht sollten wir die mittelalterliche Methode der „Fluchformel“ wieder einführen? „Zum Schutz eines Buches oder von Buchrezepten war die Verschriftlichung von Fluchformeln gegen diejenigen, die es verfälschen, stehlen oder weiterverkaufen, eine Praktik, die sich bis ins Mittelalter gehalten hat. Gewöhnlich wird Eike von Repgow, der Verfasser des „Sachsenspiegels“ zitiert, der jedem, der sein Buch verfälschte, Aussatz an den Hals wünschte. Ein mittelalterlicher Text aus der berühmten Geniza (Lagerraum) der Ezra-Synagoge in Kairo ist diesbezüglich sehr deutlich.“ (ebenda)
– Eine eher tödliche Methode zum Plagiateschutz war die sogenannte Verschleierung. Der Verfasser von medizinischen Rezepte hat in seinem Text bewusst eine falsche Zusammenstellung der Rezeptur dargestellt, plagiiert man dies führt das Plagiat zum Tod. So musste man immer beim Erstautor selbst nachfragen, um an das heilende Rezept zu gelangen.
Der FAZ-Beitrag ist wirklich lesenwert!
– Möge, wer nicht zitiert, vermisst werden und vergessen