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Über die Entstehung der Kapelle berichtet eine Legende: „Ein Hirte stieg einer verirrten Ziege nach und fand sie unversehrt im Tobel. Dort hörte er aus der Ferne sanfte Musik, die ihn zum Verweilen lockte. Er legte sich hin und der Schlaf überfiel ihn. Er träumte von einem festlichen Gottesdienst. Die Gottesmutter erstrahlte auf dem Hochaltar in hellem Glanz. Als der Hirtenjunge aufwachte, sah er an seiner Seite ein Bild der gnadenvollen Mutter. Er erkannte darin jenes Bild, das er im Traum gesehen hatte. Bauern suchten den Hirten, fanden den verzückten Jungen und führten ihn und das Bild ins Dorf zurück.
Auf der Anhöhe oberhalb der Stelle, wo der Hirte das Bild gefunden hatte, wollte man ein Kirchlein bauen. Immer wieder wurden die Mauern über Nacht von unsichtbarer Hand ins Tobel geworfen. Ein Einsiedler riet, die Kapelle an jener Stelle zu bauen, wo das Bild gefunden wurde. Die Arbeiten wurden nicht mehr gestört und in kurzer Zeit war das Werk vollendet.“
Im Volk hält sich auch die Ansicht, die Statue sei „dur de Bach ab echo“. Das will sagen, sie sei beim Bildersturm im benachbarten Kanton Zürich in den Jonerbach geworfen und im Jonental angeschwemmt worden.