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Aus Fluortitankalium durch
Kalium abgeschieden, bildet Titan ein dunkelgraues, schwer schmelzbares
Pulver, welches beim Erhitzen
an der
Luft mit großem
Glanz verbrennt und sich leicht in erwärmter
Salzsäure löst; dasAtomgewicht ist
50,25. Von seinen
Oxyden ist Titansäureanhydrid TiO2 , welches auch künstlich in den drei
Formen, in denen es
in der
Natur vorkommt, dargestellt werden kann, am wichtigsten. Titan wurde 1789 von
Gregor im
Titaneisenerz entdeckt.
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(chem. Zeichen Ti; Atomgewicht 48,1), ein metallisches chem. Element, das in seinem chem.
Verhalten dem Silicium nahe verwandt ist; es findet sich, wie letzteres, in der anorganischen Natur nur mit Sauerstoff verbunden,
als Titansäureanhydrid, TiO2, und in titansauren Salzen. Das reine Titansäureanhydrid kommt im Mineralreiche in drei durch
ihre Krystallform in voneinander verschiedenen Mineralien, dem Rutil, Brookit und Anatas (s.diese Artikel), vor; unter ihren
Verbindungen, den Titanaten, ist das Titaneisen und der Titanit (s. d.) bemerkenswert. Im Titaneisenerz (s. d.) wurde das Titan 1790 von
Gregor, im Rutil 1795 von Klaproth entdeckt. Es ist nur sehr schwierig und auf umständliche Weise darzustellen.
Gewöhnlich erscheint es als ein dunkelgraues nicht krystallinisches Pulver vom Aussehen des mit Wasserstoff reduzierten Eisens.
Es ist im höchsten Grad schwerschmelzend. Von Salzsäure wird es beim Erwärmen unter Entwicklung von Wasserstoff
gelöst. Das Titan gehört zu den Elementen, die sich mit Stickstoff zu in der Glühhitze beständigen Verbindungen vereinigen.
In denSpalten der Eisenhochöfen, wo man titanhaltige Eisenerze verhüttet, findet man nicht selten und in ziemlicher Menge
kupferrote, metallglänzende Würfel (Titan Würfel), die eine Verbindung von Titanstickstoff mit Cyantitan sind. In der
Porzellandekoration benutzt man in beschränkter Weise das Titan zur Erzielung gelber Farben. Auch grüne und andere Farben zum
Malen und Anstreichen hat
man aus Titan darzustellen versucht. Die ebenfalls versuchte Anwendung des Titan als
Zusatz zum Stahl (Titanstahl), um diesen zu verbessern, hat sich nicht bewährt.