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Unsensibel sei er und egoistisch: Das sagte Richter Jean-Marc Sallin zum Angeklagten, als er das Urteil verkündete. Der Mann hatte einen Angestellten, der schwarz bei ihm gearbeitet hatte, nach einer Explosion auf einer Baustelle nach Frankreich gebracht und dort ausgesetzt. Dies, obwohl der Mann schwere Verbrennungen an 18 Prozent seines Körpers erlitten hatte. Jean-Marc Sallin verurteilte den Schweizer vietnamesischer Abstammung zu einer Haftstrafe von 30 Monaten, davon neun Monate unbedingt. Dazu kommt eine bedingte Geldstrafe von 60 Tagessätzen à zehn Franken. Dem 42-jährigen Opfer muss der Mann ein Schmerzensgeld von 20 000 Franken bezahlen. Da noch nicht klar ist, wie viel Erwerbsausfall das Opfer geltend machen kann–seine Arbeitsfähigkeit beträgt seit dem Unfall nur noch 50 Prozent–, wird dies in einem getrennten Verfahren vor einem Zivilgericht verhandelt werden.
Daniel Zbinden, der Anwalt des Verurteilten, schliesst einen Rekurs gegen das Urteil nicht aus. Er will aber erst das schriftliche Urteil abwarten.
bearbeitet von njb/FN