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Es waren englische Flugzeuge, die in der Nacht vom 16. zum 17. Dezember 1940 vom Weg abkamen und ihre Bomben statt über Mannheim über Basel und Binningen abwarfen. Den Hauptgrund dafür sieht der Historiker Patrick Schlenker in der Verdunklung, die seit dem 7. November auch in der Schweiz vorgeschrieben war: «Vorher konnten die englischen Piloten die beleuchtete Schweiz zum Navigieren benutzen. Nun aber sah Basel aus der Luft sehr ähnlich aus wie Mannheim und deshalb haben die Piloten ihre Bomben hier abgeworfen.»
Eine erste Serie von Bomben gingen über dem Basler Bahnhof SBB herunter und zerstörte unter anderem 60 Eisenbahnwagen. Eine zweite Serie ging über dem Gundeldinger-Quartier herunter und forderte ein erstes Todesopfer.
Noch schwerer traf es einige Häuser am Höhenweg in Binningen. Dort wurde ein Haus fast vollständig zerstört und forderte drei Todesopfer. Beim Haus gegenüber wurde eine ganze Seitenwand herausgerissen. Trotzdem blieben die Bewohner wie durch ein Wunder am Leben, erklärt Patrick Schlenker: «Der Bub wurde nur ganz leicht verletzt durch herumfliegende Trümmer. Von seinem Zimmer aus konnte er danach auf die Strasse sehen. Er flüchtete dann zusammen mit seiner Schwester zu den Eltern ins Schlafzimmer.»
Dabei hätte es noch schlimmer kommen können. Am nächsten Tag zeigte sich nämlich, dass weitere 50 Brandbomben über Binningen abgeworfen wurden, zum Glück aber auf eine Wiese fielen.