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HERR, wer ist dir gleich unter den Göttern? Wer ist dir gleich,
der so herrlich und heilig ist, schrecklich, löblich und wundertätig?
2. Mose 15,11
Stellen Sie sich vor, Sie bekämen den Auftrag, ein Lied zu schreiben! Ein Lied darüber, wie Gott in Ihrem Leben wirkt. Was wäre das wohl für ein Lied? Für welche Strophen würden Sie sich entscheiden und wie würde der Refrain lauten? Wäre es ein Loblied? Ein Lied, das all das besingt, was in Ihrem Leben schön und wunderbar geschaffen ist?
Oder ein Danklied? Ein Lied, das all das besingt, was in Ihrem Leben gut gelaufen ist?
Oder wäre es ein Klagelied? Weil Ihnen Gott im Moment eher fern erscheint?
Vielleicht wäre es auch ein Liebeslied. Ein Lied über die Liebe in ihrem Leben. Wäre es in Dur oder in Moll?
Vielleicht sagen Sie jetzt aber auch: «Ich bin kein*e Liedermacher*in, ich kann das nicht!»
Das hätte Mose damals sicherlich auch gesagt: «Ich habe doch eine schwere Zunge und bin von jeher nicht beredt!» Und doch wird ihm dieses Lied nach dem Durchzug durchs Schilfmeer zugeschrieben. Ein Lied, das die Ereignisse in Worte und Melodie fasst. In all ihrer Schönheit und auch in ihrer Schrecklichkeit. Gottes furchtbares und wunderwirkendes Tun im Leben von Menschen.
Vielleicht versuchen auch Sie es einmal. Ich wäre gespannt, welches Lied Sie singen.
Von Sigrun Welke-Holtmann