Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/144961

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Änderung der entsprechenden AHV-Verordnung (Art. 34d AHVV) vorzulegen mit dem Ziel, dass auch für Dienstleistungen in privaten Haushalten die für die AHV übliche Freigrenze von 2300 Franken pro Jahr gilt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die vorliegende Motion verlangt die Einführung einer generellen Freigrenze von 2300 Franken, welche auch für in Privathaushalten erwerbstätige Personen gelten soll. Obwohl der Bundesrat in diesem Bereich einen gewissen Handlungsbedarf sieht, erachtet er diese Freigrenze als inadäquat. Sie lässt keine Ausnahmen zu und ist deshalb für bestimmte Personenkategorien zu hoch. Denn insbesondere bei Arbeitnehmenden, welche die Hausdiensttätigkeiten nicht nebenbei, sondern berufsmässig ausüben, kumulieren sich die Einsätze regelmässig so, dass sie gesamthaft einen Hauptverdienst bilden. Diese Personenkategorie soll weiterhin von der AHV geschützt und beitragsrechtlich erfasst werden.</p><p>Bei der Beantwortung der Motion Schneider-Schneiter 14.3126, "Babysitting und Hausdienstarbeit Befreiung von AHV-Beiträgen", schlägt der Bundesrat vor, dass Entgelte für gelegentliche geringfügige Tätigkeiten im Sinne von "Sackgeldjobs" (wie Babysitting, Nachhilfe und dgl.), die an junge Arbeitnehmende bis zu 25 Jahren in Privathaushalten ausgerichtet werden, erst ab einem Betrag von 750 Franken pro Kalenderjahr der Beitragspflicht unterliegen. Von einer weiter gehenden Aufweichung der Regelung im Sinne der Motion ist abzusehen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.