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Um die 4000 Jahre – so alt ist das älteste niedergeschriebene Rezept. Und, nein, es ist nicht etwa für Brot. Oder für Mammut-Burger. Sondern für BIER. Yay.
Das Rezept ist Teil einer Ode an die sumerische Bier-Göttin Ninkasi.
Sumer, Mesopotamien, die Wiege der Zivilisation! Die erste der Menschheitsgeschichte, die den Übergang zur Hochkultur vollzog. Die Sumerer erfanden die Schrift, das Rad und den Pflug, die 60-Sekunden-Minute und die 60-Minuten-Stunde, schrieben als Erste Gesetze nieder, wohnten in Städten, die um die 80’000 Einwohner hatten … und beteten die Göttin des Bieres an!
Ja-haa, die Sumerer hatten eine Göttin eigens für die Braukunst. So wichtig war Bier für die sumerische Gesellschaft, dass manche Historiker gar vom Gebräu als «Hebamme der Zivilisation» sprechen. Ergo: Bier zu trinken bedeutet, zivilisiert sein! Sogar das älteste literarische Werk, das Gilgamesh-Epos (jap, ebenfalls sumerisch), spricht von Bier.
1989 braute die Anchor Brewing Company aus San Francisco ein Bier getreu dem Rezept aus der Ode an Ninkasi. Das resultierende Bier hatte 3,5 Volumenprozent und ein «trockener Geschmack, dem es etwas an Bitterkeit fehlte» und «ähnlich stärkerem Apfelwein» war. Zudem war es ordentlich dickflüssig, klumpig gar, weshalb es mit Röhrchen getrunken werden musste – was offenbar historisch korrekt zu sein scheint, wie dieser 5000 Jahre alte numerischen Siegel beweist, auf dem zwei Männer abgebildet sind, die mit Rohre aus einem Topf trinken.
Leider konnte die Brauerei das mesopotamische Bier nicht abfüllen und vertreiben, da es eindeutig für den sofortigen Genuss zubereitet wurde und nicht haltbar war.
Dafür gibt es aber eine ultra-hippe Brauerei in Eugene, Oregon namens ... Nikasi!
Empfohlen von jemandem, der Bescheid wissen sollte (ergo nicht ich): Hier eine Auswahl erlesener einheimischer Brände.
Wie viele Schweizer Gins gibt es? Na, was schätzt du so?
20?
50 gar?
Antwort: 100.
In diesem kleinen Land gibt es tatsächlich um die 100 Sorten eines Destillats, das niederländisch-britischen Ursprungs ist. Ein Kulturimport, also.
Weshalb denn so viele? Ja, der Gin-Trend hält ungebrochen an, und, ja, Gin lässt sich einfach herstellen. Aber die Schweiz hält hierfür zwei Trümpfe: Eine lange Brennerei-Tradition und eine grosse Auswahl an einheimischen Kräutern, die sich perfekt als Botanicals …