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Plagiate
Wissenschaftliches Arbeiten ist der konsequenten Offenlegung von Informationsquellen verpflichtet, auch in Lehre und Studium. Die Universität Zürich stützt das korrekte Verhalten im Zusammenhang mit Plagiaten in Lehre und Studium auf mehrere Säulen ab und stellt entsprechende Informationen zum Download zur Verfügung:
Information und Kommunikation: Oberste Priorität hat die systematische Information der Studierenden über die Regeln wissenschaftlichen Arbeitens in den dafür geeigneten Lehrveranstaltungen. Die Lehrenden haben die Pflicht, den Studierenden die Grundsätze wissenschaftlicher Redlichkeit zu vermitteln und sie im korrekten Umgang mit dem geistigen Eigentum anderer und mit eigener wissenschaftlicher Leistung anzuweisen.
Selbstdeklaration und Ehrenwort: Zur Instruktion der Studierenden gehören auch Massnahmen, die bei den Verfahrensgrundsätzen im Zusammenhang mit den Leistungsüberprüfungen vorgeschrieben werden können, wie beispielsweise das Ehrenwort betreffend Selbsterstellung von schriftlichen Arbeiten.
Verdacht, Anmahnung und Fristgewährung: Besteht ein Plagiatsverdacht, können die Lehrenden in einem ersten Schritt mit einfachen Internet-Suchmaschinen nach verdächtigen Textpassagen suchen. Erhärtet sich der Verdacht, dass ein Plagiat vorliegt, oder kann dieser nicht ausgeräumt werden, wird den Lehrenden empfohlen, die Studentin oder den Studenten mit dem Verdacht zu konfrontieren und sie oder ihn darauf hinzuweisen, dass bei Weiterbestehen des Verdachtes eine Überprüfung der Arbeit auf Plagiate erfolgen wird. Eine Nachbesserung der Arbeit innert einer festzulegenden Frist kann nur in den Fällen erfolgen, in denen sich der anfängliche Plagiatsverdacht nicht bestätigt (z.B. bei einzelnen vergessenen Quellenangaben). Eine Rücksprache mit dem Dekanat und eventuell dem Universitätsanwalt bezüglich des angemessenen Vorgehens kann ebenfalls sinnvoll sein.
Aufdeckung und Anzeige: Bei fortbestehendem Verdacht auf ein Plagiat wird die Arbeit durch den Einsatz einer Plagiats-Erkennungssoftware, die zentral für die UZH zur Verfügung gestellt und durch besondere Ansprechpersonen in jeder Fakultät sachgerecht und zielgerichtet angewendet wird, einer effizienten Prüfung mit Dokumentation der Verdachtsmomente unterzogen.
Verfahren und Sanktionierung: Liegt nachweislich ein erhebliches Plagiat vor, sind die Lehrenden verpflichtet, dieses beim Universitätsanwalt anzuzeigen; dieser wird das entsprechende Verfahren einleiten, das Sanktionen in unterschiedlichem Ausmass bis zum Ausschluss vom Studium nach sich ziehen kann. Die disziplinarrechtliche Verfolgungsfrist für Plagiate und andere Disziplinarfehler beträgt sechs Monate (§ 10 Abs. 1 Disziplinarordnung).