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548 m. So heisst das mit mächtigen Felstrümmern übersäte Ablagerungsgebiet des
GoldauerBergsturzes vom September 1806. Es zieht sich in s. Richtung etwa 5 km lang über
Goldau bis an
den Fuss und die untern Hänge des
Rigi hin und ist etwa 3,5 km breit. In dieser Schuttmasse lassen sich heute noch vier Hauptblockstriche
deutlich erkennen.
Mitten in diesem zum Teil sumpfigen und bereits wieder mit ansehnlicher Baumvegetation überzogenen Gebiet
steht das ausgedehnte und blühende Dorf
Goldau mit seinen bedeutenden Bahnhofanlagen und einer grossen
Petroleumniederlage.
(Kt. und Gem. Zug).
421 m. Gruppe von 4
Häusern am
Zugersee, an der Strasse
Zug-Cham und 700 m nw. vom Bahnhof
Zug.
40 kathol. Ew. Kirchgemeinde Zug.
Bedeutende Ziegelei.Säge und Baugeschäft; Holzhandel. Schöne restaurierte
Kapelle, die aus 1627 stammt und schöne Gemälde von Paul von Deschwanden enthält.
Hinter der
Kapelle stand das bis 1863 funktionierende
Zuger Hochgericht. In der Nähe das 1812 erbaute Armenhaus der Stadt
Zug.
(Kt. Aargau,
Bez. Laufenburg).
321 m. Gem. und Pfarrdorf, am linken Ufer des
Rhein und 7 km nö.
Laufenburg.
Station der Linie
Koblenz-Stein. Postbureau, Telegraph, Telephon. 81
Häuser, 448 kathol. Ew. Acker- und Obstbau, Viehzucht.
Herstellung von Korb- und Strohwaren. Römische Wachtposten auf dem
Bürgli und am W.-Ende des Dorfes.
Während der Appenzellerkriege warfen hier die Konstanzer 1403 Verschanzungen auf, um
ihre Stadt vor einem Ueberfall zu schützen.
Zur Zeit des Schwabenkrieges 1499 befand sich im Schwaderloh eine ständige
eidgenössische Besatzung von 1500 Mann, die am unerschrocken die 18000 Mann starke schwäbische
Armee, die soeben
Ermatingen überfallen und in
Brand gesteckt hatte, angriffen.
Bei
Wäldi warfen sich die
Eidgenossen auf die
Schwaben, die sich über den Bergrücken nach Triboldingen zurückzogen, wo sie dann vollständig geschlagen wurden.
Die
sog. Schlacht im Schwaderloh sollte daher richtiger Schlacht bei Triboldingen genannt werden.
Einen ausführlichen
Bericht über diesen Kampf hat der Chronist Heinrich Brennwald (1478-1551) geliefert. 1889 feierte man den 400 jährigen
Gedenktag des glorreichen Kampfes durch die Aufführung eines historischen Schauspieles des Dekanes Christinger.
Römischer
Wachtturm und Inschrift aus derselben Zeit zwischenSchwaderloh und
Egelshofen.
(Kt. Bern,
Amtsbez. Nidau).
437 m. Gem. und Dorf, am rechten Ufer des
Nidau-Bürenkanales und 2,5 km nö. der Station
Brügg
der Linie
Bern-Biel. Telephon. 60
Häuser, 410 reform. Ew. Kirchgemeinde
Bürglen. Acker- und Obstbau. Branntweinbrennerei. 1376 wurde
hier der
Bischof von Basel
durch die Truppen der
Erben Rudolfs IV. von Burgund geschlagen. Funde von Gegenständen
aus der
Eisen- und der Römerzeit; Fund eines gallischen Schwertes mit der Zeichnung eines Männerkopfes am Handgriff.
Schattige und von Spaziergängern stark belebte Allee längs der Aare.
Diese wird hier
durch die Bälliginsel in zwei Arme geteilt, in deren rechtsseitigem sich die neue Badanstalt von Thun befindet.
Bei Hochwasser
bildet der Fluss eine bemerkenswerte Schnelle.
Schöne Aussicht auf Stadt und SchlossThun, die vom Maler Lory dem jüngern
in einem ausgezeichneten Stich festgehalten worden ist.
Der intime Reiz dieses Landschaftsbildes ist
aber seither durch die längs der Aare erstandenen zahlreichen Fabriken stark geschädigt worden.
Schwäbis wird zum erstenmal
schon 1357 erwähnt.
Der Name rührt wahrscheinlich davon her, dass die bis 1715 unterhalb dieser Stelle in die Aare mündende
Kander durch ihre massenhaften Geschiebe das Wasser des Hauptflusses zeitweise zurückstaute und damit
sog. schwebende Wasser bildete.