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Im Kanton Zug gelten mit Waldbäumen oder -sträuchern bestockte Flächen in der Regel als Wald, wenn sie mindestens 800 m2 gross und 12 m breit sind. Eingewachsene Flächen werden nach 20 Jahren zu Wald. Auch kleinere, schmälere oder jüngere Bestockungen können Wald sein, wenn sie in bedeutendem Masse Waldfunktionen erfüllen. Beispielsweise kann eine Uferbestockung aufgrund ihres hohen ökologischen und landschaftlichen Werts Wald sein, obwohl sie die Mindestbreite von 12 Metern nicht erreicht.
Die Beurteilung, ob ein Gehölz Wald ist und wo genau die Waldgrenze verläuft geschieht über ein offizielles Waldfeststellungsverfahren. Waldfeststellungen werden durch eine Fachperson des Amts für Wald und Wild durchgeführt. Die Richtlinie für Waldfeststellungen erläutert anhand typischer Situationen, wie die quantitativen und qualitativen gesetzlichen Kriterien bei Waldfeststellungen angewendet werden.