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Am 24. August gedenken wir in der Kirche dem heiligen Apostel Bartholomäus, dessen voller Name Natanaël Bar-Tolmai war. Von seiner Berufung durch Jesus erfahren wir in Joh 1,45f. Der 24. August gilt in der Landwirtschaft als Wendepunkt zwischen Sommer und Herbst und bezeichnet demnach das Ende der Getreideernte und Beginn der Aussaat. Ebenfalls ist es ein Lostag für das Klima und eine Bauernregel besagt: «Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll’s den ganzen September sein.»
Traurige Berühmtheit erhielt die Nacht vom 23. Zum 24. August 1572 unter dem Namen Bartholomäusnacht. Im Zuge der Hugenottenkriege wurden in dieser Nacht mehrere tausend protestantische Hugenotten von ihren katholischen Widersachern ermordet. Sowohl die Hugenotten als auch Katholiken waren in diesen Tagen in Paris versammelt, um der als friedensstiftendes Unterfangen geplanten Hochzeit der Katholikin Margarete de Valois des Hugenotten Heinrichs von Navarra beizuwohnen. Heinrich konvertierte später unter dem Motto «Paris ist eine Messe wert.» zum Katholizismus, damit er als Henry IV. König von Frankreich werden konnte. Die Katastrophe der Bartholomäusnacht gilt als trauriger Höhepunkt der Religionskämpfe in Frankreich, die erst 1598 von Henry IV. mit dem Edikt von Nantes, das Religionsfreiheit festschrieb, zumindest vorübergehend beruhigt werden konnten.