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Hottinger Literaturgespräche – Daniel de Roulet
Daniel de Roulet trug nicht nur französische Kostproben seines Werks vor – etwa einen Auszug aus dem noch unveröffentlichten Roman «Dix petites anarchistes» –, sondern las auch deutsch übersetzte Texte wie den Verlobungsbrief eines Kamikaze‐Fliegers an seine Verlobte aus «Kamikaze Mozart» vor. Viel Applaus erntete auch ein teils auf Französisch, teils in Zürcher Dialekt gehaltener Brief an Pedro Lenz zum Thema Frühfranzösisch. Spassig und spektakulär auch, was de Roulet aus seiner Biografie alles erzählte.
Etwa dass er als Informatiker 1979 die Fahrplantafel im HB Zürich programmiert hat oder dass er als einer der ersten eine ferngesteuerte Lok programmierte, die dann eines Übertragungsfehlers wegen im Hauptbahnhof Zürich entgleiste. Natürlich gaben aber auch de Roulets Erfolge mit seiner zehnbändigen Romanserie «La Simulation humaine» zu reden, und dass ihr Autor nicht nur mit dieser «Comédie humaine des Atomzeitalters» Neuland betreten hat, sondern auch als erster schon 1981 einen Computer‐Krimi schrieb und 2001 mit «Davos Terminus» den ersten Schweizer Internet‐Roman publizierte. Mit Witz und Charme und welschem Humor wusste de Roulet sein Publikum zu verzaubern und wurde am Schluss mit lang anhaltendem rhythmischem
Manfred Utzinger hat den Abend wiederum fotografisch dokumentiert. Seine Bilder können eingesehen werden unter http://goo.gl/ciU4OA.