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Abemaciclib bei Patientinnen mit schlechter Prognose
Patientinnen mit schlechten prognostischen Faktoren könnten einen grösseren Nutzen aus der Gabe von Abemaciclib in die endokrine Therapie ziehen.
Abemaciclib ist ein oral verabreichter, selektiver CDK 4/&-Inhibitor, der zweimal täglich kontinuierlich verabreicht wird. Abemaciclib zeigte klinische Wirksamkeit mit einem allgemein tolerierbaren Sicherheitsprofil bei Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem (HR +), humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor-2-negativen (HER2-) fortgeschrittenem Brustkrebs in Kombination mit Fulvestrant in MONARCH 2 und in Kombination nachgewiesen mit nicht-steroidalen Aromatasehemmern (NSAI) in MONARCH 3.
In der Studie von Goetz MP et al. (abstract S6-02) wurde bewerte, ob Patientinnenen- und Krankheitsmerkmale besser darüber informieren können, bei wem und wann Abemaciclib initiiert werden sollte, um optimale Behandlungsstrategien zu definieren.
Methode
Eine explorative gepoolte Analyse der beiden Studien wurde durchgeführt, um signifikante prognostische Faktoren zu bestimmen. Die Wirksamkeitsergebnisse (progressionsfreies Überleben [PFS] und objektive Ansprechrate [ORR] bei Patienten mit messbarer Krankheit) wurden für Patientinnenuntergruppen entsprechend jedem der identifizierten signifikanten prognostischen Faktoren untersucht. Zur Untersuchung der Assoziation zwischen dem behandlungsfreien Intervall (TFI) nach adjuvanter endokriner Therapie und den Ergebnissen der endokrinen Therapie allein oder in Kombination mit Abemaciclib in MONARCH 3 wurde eine Subpopulations-Behandlungseffekt-Muster-Darstellung (STEPP) durchgeführt.
Ergebnisse
Analysen klinischer Faktoren bei über 1000 Patienten bestätigten die folgenden prognostischen Werte: auf die Knochen beschränkte Krankheit, Lebermetastasen, Tumor-Grad, der Status des Progesteron-Rezeptors (PgR) und ECOG Performance-Status. Patientinnen mit Lebermetastasen, PgR-negativen Tumoren und hochgradigen Tumoren hatten eine schlechte Prognose.
Während alle Subpopulationen unabhängig von der Prognose von der Zugabe von Abemaciclib zur endokrinen Therapie profitierten, wurde besonders in Subgruppen mit schlechter Prognose ein wesentlicher Nutzen von Abemaciclib beobachtet, der durch einen starken Anstieg von PFS (Hazard Ratios = 0,4-0,5) und ORR (über 30%) gekennzeichnet war. Darüber hinaus zeigte die STEPP-Analyse des TFIs bei einer Subgruppe der MONARCH-3-Population, dass Patientinnen mit dem kürzesten TFI eine schlechtere Prognose zu haben schienen und im Vergleich zu Patienten mit längerem TFI mehr Nutzen aus der Zugabe von Abemaciclib zogen.
Referenz:
Goetz MP et al. (Abstract S6-02): The benefit of abemaciclib in prognostic subgroups: An exploratory analysis of combined data from the MONARCH 2 and 3 studies
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