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Da die neue Generation von Hybrid-Geräten sowohl Fernsehprogramme als auch Internet empfangen können, erschliessen sich dem Publikum und den Programmanbietern neue Möglichkeiten. Für die SRG stehen zwei Nutzungsformen im Vordergrund: «Hybrid broadcast broadband television» (HbbTV) und «second screen». HbbTV reichert traditionelles Fernsehen inhaltlich mit Internetangeboten an. «Second screen» erweitert das Fernseherlebnis auf einen zweiten Bildschirm (Handy, Tablet oder Notebook).
HbbTV wurde von der European Broadcasting Union (EBU) als Standard definiert. Entsprechend setzt europaweit ein Grossteil der Programmanbieter auf HbbTV. So bieten diverse deutsche, französische, spanische, holländische und polnische Sender bereits heute Dienste an. Solche Dienste sind beispielsweise Zusatzinformationen zum Inhalt der laufenden Sendung, Video on Demand oder Social Networks. Ebenfalls möglich ist die interaktive Teilnahme in Fernsehsendungen wie zum Beispiel Voting und das Sehen von Sendungen mit Gebärdensprache.
Derzeit sammelt die SRG mit internen HbbTV-Versuchen Erfahrungen. Bereits wird auch ein Pilotangebot für Radio Télévision Suisse (RTS) aufgebaut, das noch vor Ende 2012 angeboten werden soll. Dazu gehören der Nachfolgedienst des heutigen Teletextes mit aktuellen News- und Sportinformationen, ein Video-on-Demand-Angebot von eigenen Sendungen sowie Leistungen für Sinnesbehinderte. Wer ein HbbTV-taugliches Gerät besitzt, kann das Angebot nutzen. Er muss zudem über Satellitenempfang verfügen oder einem Netzbetreiber angeschlossen sein, der das Zusatzsignal liefert. Auch erste Second-screen-Applikationen sind bei RTS und SRF im Entstehen.
In weiteren Schritten sollen HbbTV-Angebote für Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und Radiotelevisione svizzera (RSI) aufgebaut werden. In der deutsch- und italienischsprachigen Schweiz ist mit einer Einführung im Verlaufe des Jahres 2013 zu rechnen.