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Schwarzer Tee aus Assam - von fruchtig-frisch bis malzig-würzig
Wie Darjeeling ist auch die im Nordosten Indiens gelegene Hochebene von Assam in verschiedene Regionen unterteilt. Die fünf Anbaugebiete Hatimara, Borengajuli, Sockieting, Kondoli und Hunwal bilden das grösste zusammenhängende Anbaugebiet der Welt. Dank der extremen Feuchtigkeit und der tropischen Hitze wachsen die Pflanzen sehr schnell und bringen eine reichhaltige Ernte. Dadurch ist Assam das ertragreichste Teeanbaugebiet Indiens. In rund 2’400 Teegärten, die über das gesamte Assam-Gebiet verteilt sind, werden die Blätter für einen würzigen, mitunter leicht malzigen Tee angebaut. In Höhenlagen sind bis zu 15 und in den Niederungen bis zu 30 Pflückungen pro Jahr möglich.
In Assam werden Tees überwiegend nicht wie in Darjeeling nach der orthodoxen Methode verarbeitet, da man zur Regenzeit die Blätter kaum richtig trocknen kann. Man geht hier meistens nach der CTC-Methode (Crushing, Tearing, Curling) vor. Die Blätter lassen sich schneller verarbeiten und intensiver trocknen. Bei dieser Methode entstehen Sortierungen von Broken-Tees, die gerne für Mischungen eingesetzt werden und Fannings, die aufgrund ihrer Ergiebigkeit für Teebeutel verwendet werden. Ein guter Assam hat ein dunkles Blatt und ist durchsetzt mit goldenen Blattspitzen, den sogenannten „Tips“. Aufgrund des Klimas kann in den Teegärten in Assam nahezu das ganze Jahr über geerntet werden.
Wie beim Darjeeling gibt es auch hier im Frühling einen First Flush. Anstelle des typisch malzig-würzigen Geschmacks haben die Tees dieser Pflückung einen fruchtig-frischen Charakter.
Der Second Flush wird ab Mitte Mai, der Haupterntezeit in Assam, geerntet. Optimale Bedingungen sind Regen zu Anfang des Monats und ab Mitte Mai (am besten während der Nacht) nur noch gelegentliche Schauer. Direkte Sonneneinstrahlung wirkt sich negativ auf die Qualität der Assam-Tees aus.
Typisch für Assam-Tees ist neben dem vollmundigen, malzigen Geschmack auch die kräftige, dunkle Farbe. Die Blätter lassen sich auch hervorragend mit anderen Teesorten mischen. Tee aus Assam liefert die Grundlage für viele bekannte Mischungen wie zum Beispiel Ostfriesen-Tee. Dieser besteht zu mehr als der Hälfte aus Assam-Tee. Bei der Englischen Mischung ist traditionell etwa ein Drittel Assam enthalten.
La Cucina bezieht einen grossen Teil seiner Assam-Tees direkt aus dem Ursprung. Über die Jahre gewachsene Geschäftsbezieungen zu den renommiertesten Gärten (Halmari, Duflating, Hathikuli) ermöglichen es uns immer wieder hervorragende Tees zu einem attraktiven Preis anzubieten.
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