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Unzählige Symptome durch Zuckerkonsum
Zucker kann die folgenden Symptome auslösen oder an deren Entstehung mit beteiligt sein:
- Unerklärliche Müdigkeit
- Antriebs- und Energielosigkeit
- Depressionen
- Angstzustände
- Magen- und Darmprobleme wie Völlegefühle, Blähungen, Durchfall und Verstopfung
- Haarausfall
- Hautkrankheiten
- Pilzbefall
- Menstruationsbeschwerden
- Nervosität
- Schlafstörungen
- Konzentrationsschwäche – bis hin zu geistiger Verwirrtheit
- … und anderem mehr.
Was von besonderem Interesse ist: Der Körper wird anfällig für ‘Infektionskrankheiten’. Sein Immunsystem schwächelt und wird immer weniger fähig, den Körper angemessen zu schützen.
Haushaltszucker, Traubenzucker, Fruchtzucker
Wenn nachfolgend die Rede von Zucker ist, dann ist insbesondere der Haushaltszucker gemeint, auch Saccharose genannt, also jener Zucker, der in jedem Haushalt als weisses Pulver oder auch als Würfelzucker Verwendung findet. Saccharose ist ein Zweifachzucker (Disaccharid), was bedeutet, dass er aus zwei Einfachzuckern (Monosacchariden) besteht, nämlich zur Hälfte aus Traubenzucker (Glucose) und zur Hälfte aus Fruchtzucker (Fructose).
Wird der Haushaltszucker verdaut, wird er im Verdauungssystem von Enzymen zu Traubenzucker und Fruchtzucker aufgespalten. Traubenzucker erhöht dabei den Blutzuckerspiegel und muss vom Hormon Insulin in die Zellen transportiert werden, wo er als Brennstoff zur Energiegewinnung herangezogen wird. Fructose hingegen wird erst über Umwege zur Energiegewinnung genutzt und wird bei Überschüssen sehr leicht in Fett umgewandelt, weshalb die Fructose häufig den Blutfettspiegel erhöht.
Zucker löst die Produktion einer grossen Menge Insulin aus
Der Grund ist rasch erklärt: Zucker und mit ihm sämtliche isolierten Kohlenhydrate (Auszugsmehle und Stärken, wie z.B. Mondamin) lösen bei ihrer Ankunft im Blut – wo Zucker in der Tat bereits wenige Minuten nach seinem Verzehr ankommt – die Produktion einer grossen Menge an Insulin aus.
Insulin ist ein Hormon der Bauchspeicheldrüse, dessen Hauptaufgabe es ist, den aus der Nahrung stammenden Zucker wieder aus dem Blut zu entfernen und ihn an sämtliche Körperzellen und Organe zu verteilen, die daraus dann ihre Energie gewinnen.
Wird immer wieder Süsses und damit Zucker verzehrt, dann kommt es zu einem chronisch erhöhten Insulinspiegel. Dieser wirkt im Körper einerseits entzündungsfördernd und somit ganz pauschal beschleunigend auf die Entwicklung vieler chronischen Krankheiten.
Andererseits führt die sog. Hyperinsulinämie im Körper zu einem Insulinmangel im Gehirn. Ein Insulinmangel im Gehirn aber kann zu Vergesslichkeit und schliesslich sogar zu Alzheimer führen,
Insulin aktiviert aber auch die Bildung eines bestimmten Stoffes, der dann im Gehirn Serotonin zusammenbastet. Serotonin wird manchmal auch als Glückshormon bezeichnet, da es heitere Gelassenheit und sogar euphorische Anwandlungen herbeizuzaubern vermag.
Oft leiden Menschen mit Depressionen oder Angstzuständen unter permanentem Serotoninmangel. Kakao enthält übrigens einen weiteren, dem Serotonin ähnlichen Stoff. Dieser soll gar Verliebtheitsgefühle auslösen. Deshalb führt Schokolade als Kombinationsprodukt von Zucker und Kakao zu den besten ‘Drogen-Trips’.
Die optimale Dosis von Zucker
Nun hat man selbstverständlich bereits die Zuckerdosis aufgespürt, die zum gewünschten seelischen Höhenflug führt: Mit einer Investition von nur 2,5 Esslöffeln Zucker (30g reine Kohlenhydrate) oder alternativ 60g irgendeiner Süssigkeit ist man dabei. Interessant ist nun, dass eine höhere Dosis weder zu einem besseren noch zu einem schnelleren Ergebnis führt. Im Gegenteil … Und damit zu den leider etwas schlechteren Nachrichten:
Das mysteriöse, unstillbare Verlangen nach Zucker
Die Frage ist nun, wenn diese Menge doch bereits zufriedenstellend wirkt, warum verspeist man die selbige nicht gezielt, freut sich hernach nicht einfach seines plötzlich wunderbar erscheinenden Lebens und warum ist man nach dieser angeblich völlig ausreichenden Menge an Zucker nicht rundum gesättigt und zufrieden?
Warum wird ständig Zuckriges gegessen: Naschwerk, Kaugummis, Riegel, Glacé…? Oder mit Zucker gesüsste Getränke genossen: Kaffee, Tees, Softdrinks, Kakao,….? Oder Mahlzeiten verzehrt, die fast ausschliesslich aus isolierten Kohlenhydraten bestehen: Pizza, Pasta, Kuchen, Gebäck, Brötchen und Brot,…? Nun könnte man meinen, dass der menschliche Organismus Zucker und Kohlenhydrate ja nicht nur zur Hebung seiner Laune benötigt oder zur Bewältigung akuter Spezialsituationen (Prüfungen, Sport, Auseinandersetzungen…), sondern ununterbrochen funktionieren muss. Herz, Leber, Gehirn und Muskeln machen bekanntlich niemals Pause.
Brot und Kuchen – nicht in der Steinzeit
Die nächste Frage wäre, warum der moderne Mensch glaubt, seinen Körper zu diesem Zweck gerade Zucker und andere isolierte Kohlenhydrate zuführen zu müssen – bzw. warum er davon überzeugt ist, nicht mehr von Blättern (Salaten), Wurzeln und den Früchten der Bäume satt werden zu können?
Vor einigen zehntausend Jahren stand unseren Vorfahren nichts anderes zur Verfügung, und ihre Körper leisteten bei Weitem mehr als die unsrigen, die oft nichts weiter tun, als die Sitzfläche eines Chefsessels zu wärmen. Seinerzeit bewegte man sich bevorzugt im Laufschritt und unternahm in dieser Geschwindigkeit tagelange Wanderungen.
Vermutlich arbeiteten die steinzeitlichen Gehirne ebenfalls recht fix, denn ständig war man auf der Hat vor möglichen Feinden, entwarf Werkzeuge und errichtete sich eigenhändig neue Behausungen aus selbst organisiertem Material.
Übrigens stand auf dem Speisezettel unserer Ahnen auch kein Getreide. Vielleicht assen sie dann und wann frische Samen von Wildgräsern, doch sicherlich sammelten sie nicht in stundenlanger Plackerei Hundertausende dieser Winzlinge, um sie anschliessend zu häuten, irgendwie in einen mehlähnlichen Zustand zu versetzen und daraus so etwas wie Brot oder Kuchen zu fabrizieren.
Selbst wenn, so wären diese sonnengetrockneten Grassamenfladen niemals von jener miserablen und hochgradig schädlichen Qualität gewesen wie heutiges Brot – von all den künstlichen Zusätzen und vom Umstand des Erhitzens bei 200 Grad und mehr wollen wir einmal absehen und nur das Getreide an sich betrachten.
Modernes Getreide…
… ist, wie eigentlich fast all unser Gemüse und Früchte, völlig überzüchtet. Zu den wichtigsten Zuchtkriterien gehören grosse Körner, also höchstmögliche Ausbeute pro Ähre und ein hoher Glutengehalt.
Je höher der Glutengehalt, umso besser sind die Backeigenschaften des Mehles und um so höher ist bei vielen Menschen die Gefahr, Allergien gegen dieses unnatürlich Eiweiss zu entwickeln. Warum? Weil Körper intelligent sind und unmissverständlich darauf hinweisen, dass sie das nicht wollen bzw. brauchen. Das Ergebnis sind also riesige Körner auf schwachen Stängeln, die mit ihren wilden Vorfahren nichts mehr gemein haben. Sie können nicht mehr allein überleben, sind verweichlich und ein gefundenes Fressen für Pilze und Insekten – angewiesen auf die Pflege und ‘Behandlung’ des Landwirtes.
Wie sollen diese Schwächlinge Gesundheit und Lebenskraft vermitteln? Zu allem Überfluss wird diesen mit Pestiziden, Herbiziden, Fungiziden und Nitratdüngern vollgepumpten Aliens dann auch noch gerade jener Teil abgenommen, der für unseren Körper noch von Interesse gewesen wäre: Die ballaststoffreichen Randschichten und der vitamin- und mineralienreiche Keim. Übrig bleiben isolierte Kohlenhydrate, nichts als Stärke und Zuchteiweiss!
Vorsicht bei Roh- Rohrzucker
Strahlend weisser, kristalliner Haushaltszucker, aber auch der braune (oft nur eingefärbte) Rohrzucker stammen bekanntlich aus dem Zuckerrohr oder der Zuckerrübe.
Da wir aber mit diesem Zucker nicht auch noch die Blätter des Zuckerrohres oder der Rüben – beispielsweise als Salat – essen (wo könnte man diese überhaupt herbekommen?) und wir auch nicht an deren Rinde knabbern, sondern diese Reste bestenfalls an Tiere verfüttert werden, kommen zwar diese Tiere in den Genuss all der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, wir aber nicht.
Das heisst wiederum, dass unserem Haushaltszucker genau jene Vitalstoffe fehlen, nach denen unser Körper nun heisshungrig lechzt. Das ist dann auch eine Antwort auf die Frage, warum man mit der erwähnten Zuckerdosis nicht einfach zufrieden ist, sondern im Gegenteil über kurz oder lang sehr unglücklich wird – und dies auch bleibt, wenn man seine Ernährungsweise nicht drastisch ändert.
Hunger deutet auf Vitalstoffmangel hin
Ständiger Appetit oder Heisshungerattacken sind die Versuche eines Körpers, seinen Besitzer begreiflich zu machen, dass lebensnotwendige Materialien (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente) fehlen, welche er doch bitte mit der nächsten Mahlzeit liefern möge.
Leider hofft er meist vergebens und hungert still vor sich hin. Der betreffende Mensch ist permanent auf der Suche nach Essbarem, obwohl der oberste Hosenknopf schon längst nicht mehr zugeht.
Auch unsere Gemüse, Salate und Früchte sind nur auf Optik, lange Lager- und optimale Transportfähigkeit und, du ahnst es schon, auf hohen Zuckergehalt hin getrimmt. Mineralien, Vitamine? Keine Spur!
Überzüchtete Lebensmittel sind zuckersüss!
So gibt es beim Obst heutzutage Sorten wie beispielsweise die Super-Sweet-Ananas, die eigentlich kaum noch nach Ananas schmeckt, sondern nur noch wie pappsüsser Zuckersirup.
Auch Bananen, Orangen und vor allem kernlose Trauben oder Rosinen (Sultanas) sowie kernfreie Wassermelonen gehören zu jenen Früchten, die auf höchstmöglichen Zuckergehalt hin gezüchtet wurden.
Der Verbrauchergaumen steht nun einmal auf ‘süss’. Auch manche Äpfel und – jetzt halte dich fest – sogar Rüebli und Randen sind so überzüchtet und süss, dass unser Körper diese Lebensmittel nicht mehr will.
Sie enthalten Zucker – und (fast) wie beim weissen Kristallzucker fehlen diesen Gemüsen durch extremste und rücksichtsloseste Zucht- und Ausleseverfahren viele wichtige Begleitstoffe, die der Körper zur Verarbeitung des Zuckers bräuchte. Das markt man daran, dass man sich an vielen dieser Früchte gnadenlos überessen kann.
Vermeide kernlose Früchte
Die Kernlosigkeit von Früchten liefert dir übrigens einen wichtigen Hinweis auf die mangelnde Eignung derselben als Lebensvermittler. Es sind so genannt hybride Sorten, die selbst also unfruchtbar sind und sich nicht mehr aussäen können, zwar nicht saft- aber dafür umso kraftloser sind.
Inzwischen glaubt man sogar, dass diesen Früchten nicht nur die wichtigen Vitalstoffe fehlen, sondern dass ihr Zucker vom Organismus fast genauso behandelt wird wie derjenige aus der Zuckerpackung. Er erkennt ihn nicht als natürlichen Zucker an. Manche Ernährungsexperten nennen den Zucker solcher Früchte auch Hybridzucker.
Die Ahnen unserer Früchte
Um noch einmal einen kurzen Abstecher in die Steinzeit zu machen: Unsere Äpfel stammen von kleinen, harten und eher wenig saftigen Früchtchen ab, die fast gar nicht süss schmeckten. Eine wilde Traube ist extrem hartschalig, klein, voller Kerne und von meist herbem Geschmack.
Wildorangen sind ebenfalls kaum süss, sondern voll eines zarten, fruchtigen Aromas, und – was Verbraucher überhaupt nicht schätzen, es aber tun sollten – voller grosser, dicker Kerne. Pflanzt man solch einen Kern ein, wird daraus ein stolzer, fruchttragender Baum heranwachsen. Tue das einmal mit einem Kernchen, wenn du eines findest, aus einer hochgradig überzüchteten Navel-Orange, die von einem veredelten Baum stammt. Wenn du Glück hast, keimt der Same und ein Pflänzchen wächst heran. Aber du muss gut darauf aufpassen, denn Läuse aller Art werden es lieben und auf Früchte wirst du umsonst warten. Zucker ist in den ursprünglichen Früchten sehr sparsam enthalten. Aber genau auf diesen geringen Gehalt an natürlichen Zuckers ist unser Organismus programmiert!
Abhängigkeit von Nahrungsmitteln und deren Inhaltsstoffen
Wir jedoch füllen unsere Mägen derart mit den unendlich vielseitigen Getreideprodukten in Abwechslung oder Kombination mit isoliertem und hybridem Zucker, dass darin kein Platz mehr für die Nahrung ist, auf die unser nach wie vor steinzeitlicher Organismus so sehnsüchtig wartet.
Hätte sich der neuzeitliche Menschenkörper bereits an diese Form der Nahrung angepasst, dann müsste er sich ja in bester gesundheitlicher Verfassung befinden.
Warum haben wir uns ausgerechnet diese beiden Stoffe, nämlich isolierten Zucker und isolierte Mehlprodukte - neben den mehr als fraglichen Eiweiss – und Fettlieferanten in Form von Fleisch und Milch - als Hauptnahrungsmittel ausgesucht?
Und was ziemlich besorgniserregend ist, warum behalten wir diese Ernährungsform oft auch dann bei, wenn wir erkannt haben, dass sie nichts als Leid und Krankheit bringen (1)?
Fällt uns nichts anderes ein, das uns ebenfalls glücklich und zufrieden machen könnte? Gelingt uns das nur mit Hilfe von industriell und lieblos hergestellter Nahrung? Wenn ja, dann muss es sich um Sucht und Abhängigkeit handeln, denn zum Junk-Food-Essen wird im Normalfall keiner gezwungen.
Wer ohne Zucker und isolierte Getreidegerichte aufwächst, verabscheut üblicherweise beides und weigert sich mit fest verschlossenen Lippen, auch nur den kleinsten bissen solch einer Mahlzeit in seinen Organismus zu lassen.
Wir aber wurden in eine Welt hinein geboren, in der es völlig normal ist, eine Art Droge zu konsumieren und sie den Kindern ab ihrem ersten Tag zu verabreichen.
Und so sind wir automatisch zum ‘Junkie’ (umgangssprachlich für Drogensüchtiger) erzogen worden und meinen ohne Zucker bzw. Mehlprodukte nicht mehr glücklich sein zu können. Du glaubst es nicht?
Mache den Zucker-Test
Lass den Zucker weg. Aber bitte jede Art und auch die kleinste Spur von Zucker. Lese akribisch das Zutatenetikett oder besser noch, spare dir das, denn du wirst sowieso kaum (fertig abgepackte) Produkte finden, die weder Zucker noch Getreide enthalten.
Frischkost heisst die Devise. Getreide auch weglassen? Meide gleichzeitig alle Getreideprodukte. Im Hinblick auf die Tatsache, dass das heutige Getreide ebenfalls untauglich ist, lasse auch Vollkornprodukte weg.
Du wirst alsbald erleben, wie du zu rotieren anfängst, wie du plötzlich an nichts anderes mehr denken kannst, als an Nudeln -und für eine Scheibe trockenen Brotes wirst du spätestens am dritten Entzugstag bereit sein, gewisse Summen auf den Tisch zu legen, die du womöglich gar nicht hast.
Es muss nicht für immer sein und soll vorerst lediglich dem Zweck dienen, die Existenz der Zucker- und Kohlenhydratsucht zu beweisen und dir damit die subtile, völlig unterschätzte und überall verharmloste Gefahr dieser beiden Stoffe ins Bewusstsein bringen.
Solle es dir überhaupt gar nichts ausmachen, ohne Zucker und Mehlspeisen dein Leben zu verbringen, dann bist du eine wirklich ungewöhnliche Ausführung des gegenwärtigen Zivilisationsmenschen kannst dich unglaublich glücklich schätzen.
Nun macht uns diese, unsere Kost unglücklicherweise nicht nur süchtig und damit zu leicht manipulierbaren Hampelmännern von Werbestrategien und den Angeboten der Supermärkte, sondern sie bringt uns Unwohlsein, Krankheit und Siechtum, raubt uns unsere Lebensenergie und im Hinblick uf die Sucht, auch unseren individuellen Willen.
Alternativen zu Zucker
Statt Zucker kannst du zu Stevia greifen, zu Yaconsirup, selbstgemachtem Dattelsirup, Xylit oder auch Erythrit. Es gibt also keinen Grund für Zucker.
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei deinem Arzt. Besprich daher jede Massnahme immer zuerst mit deinem Arzt.
Quelle:zentrum-der-gesundheit.de