Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03310.jsonl.gz/2699

Die Linie 7 befuhr während ihres Bestehens völlig unterschiedliche Strecken. Erste Wagen mit dem Kopfschild «7» tauchten 1908 auf der neu erstellten Strecke von der Isteinerstrasse (beim heutigen Messeplatz) nach Riehen Dorf auf. Später verkehrten sie stadtseitig über die Isteinerstrasse hinaus durch die Innenstadt zum Morgartenring.
Erstmals waren Wagen mit dem Kopfschild «7» auf der neuen Strecke von der Isteinerstrasse nach Riehen unterwegs. Im Sommer 1914 passiert der Ce 2/2 153 den neuen Badischen Bahnhof.
© B.St.B. (Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen)
1914 übernahm die Linie 6 den Verkehr nach Riehen und verdrängte die Liniennummer 7. Lediglich für einen Sonntagskurs von der Schulstrasse in Birsfelden nach Riehen Dorf sowie für einen um die Mittagszeit verkehrenden Einsatzkurs, der vom Morgartenring über den Bahnhof SBB und die Wettsteinbrücke nach Riehen fuhr, fand die Sieben noch Verwendung.
1934 konnte die neue Strecke über den Dorenbachviadukt nach Binningen in Betrieb genommen werden. Bei der Haltestelle Holeestrasse (heute Zoo Dorenbach) treffen sich zwei Wagen der Linie 7.
© Ansichtskarte Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen
Am 1. September 1934 konnte die neu gebaute Strecke nach Binningen in Betrieb genommen werden. Die Basler Strassenbahnen (B.St.B.) richteten eine neue Linie 7 ein, welche Binningen vom Bahnhof SBB her erreichte. 1945 übernahm der 4er die Strecke nach Binningen, so dass die Liniennummer 7 vorübergehend erneut verschwand. Zwischen 1947 und 1951 wurden dafür die vom Lysbüchel nach Huningue pendelnden Wagen als 7er gekennzeichnet.
1951 gab der 4er den Abschnitt Bahnhof SBB–Binningen wieder an den 7er ab. Binningen wurde von nun an von der Schifflände her bedient. Zu Hauptverkehrszeiten fuhren einzelne Kurse des 7ers mit Kopfschild «24» bis zum Wiesenplatz. Auf dem Rückweg nach Binningen verwendeten sie die Nummer 7.
Als im Januar 1986 die über den Bahnhof SBB hinaus verlängerte Linie 2 nach Binningen vorstiess, gaben die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) die Linienbezeichnung 7 definitv auf. Wegen Bauarbeiten waren bereits 1985 nur noch Autobusse mit der Liniennummer 7 zwischen Bahnhof SBB und Binningen unterwegs.
Am längsten blieb der 7er der Strecke nach Binningen treu. Am 21. Dezember 1963 hat der Be 2/2 198 soeben den Dorenbachviadukt in Richtung Margarethen überquert.
© Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen
Auf der stets eine untergeordnete Rolle spielenden Linie 7 wurde am längsten mit altem, zweiachsigem Rollmaterial gefahren. Erst Ende der Siebzigerjahre konnten die nostalgischen Zweiachser durch moderneres Rollmaterial ersetzt werden. Von 1966 bis 1972 fuhren auch die drei ultraleichten Grossraum-Motorwagen Be 2/4 251 bis 253 «Bugatti» auf der Linie 7, dies, nachdem die Ringlinie 2 aufgehoben worden war. Auch die beiden ersten Basler Gelenk-Motorwagen Be 4/6 601 und 602 waren oft auf der Linie 7 anzutreffen. Nach wiederholten Entgleisungen auf der Strecke nach Riehen konnnten sie dort nicht mehr eingesetzt werden.
Nach der Einstellung der Ringlinie 2 suchte man für die drei ultraleichten Be 2/4 251–253 eine neue Verwendung – und fand sie mit der Linie 7 (Marktplatz, um 1970).
© Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 12.7)
In jüngerer Zeit betreibt der Tramclub Basel (TCB) gelegentlich eine Museumslinie mit der Nummer 7. Sie dient als Zubringer zum Trammuseum Basel und verkehrt auf der Strecke MParc–Peter Merian–Bahnhof SBB–Schifflände.