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(lat. curia), ursprünglich Name der 30 Abteilungen, in welche die drei Stämme der altrömischen Vollbürger
oder Patrizier (die Ramnes, Tities und Luceres) sich gliederten. Jede derselben enthielt eine Anzahl (wahrscheinlich zehn) Geschlechter,
und sie bildeten die Grundlage der ältesten und bis auf Servius Tullius einzigen Art der Volksversammlungen,
der Comitiacuriata, in denen nach Kurien abgestimmt wurde. Jede derselben hatte ihren Vorsteher, Curio genannt, und alle zusammen
einen Obervorsteher, Curio maximus, und von diesen Kurionen wurden mit Hilfe eines Opferpriesters (Flamencurialis) auch die
besondern gottesdienstlichen Handlungen (sacra) verwaltet, die jeder Kurie oblagen. Außerdem wurden mit dem NamenCuria auch die
geweihten Gebäude benannt, in denen der Senat sich versammelte; am bekanntesten ist die Curia Hostilia, die von Tullus Hostilius
erbaut war. In den Munizipien und Kolonien hieß Kurie die dem römischen Senat entsprechende oberste Verwaltungsbehörde.
- Der neuere Sprachgebrauch hat das Wort in der Bedeutung Amtshaus, dann oberste Behörde, Hof
[* 3] eines Fürsten, angenommen.