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Aktuell
20.10.2016 Welche Länder sind für Mädchen gut?
20.10.2016 Umgang mit Alkohol entgeht Kinderaugen nicht
20.10.2016 Verursacht die Pille eher Depressionen als bisher angenommen
20.10.2016 Babys weinen je nach Muttersprache anders
20.10.2016 Neue Einteilung der Prämienregionen
20.10.2016 Laboratorien müssen strengere Anforderungen erfüllen
27.09.2016 Weiterbildungsplattform e-log für Hebammen
27.09.2016 Sitzung des ZV: erste Zuständigkeiten definiert
Welche Länder sind für Mädchen gut?
Erstmals veröffentlicht Save the Children in seinem Bericht «Jedes Einzelne Mädchen» eine Rangliste der besten und schlechtesten Länder weltweit für Mädchen. Der Index umfasst 144 Länder und beruht auf fünf Indikatoren: Frühverheiratung, Schulbildung für Mädchen, Schwangerschaft bei Jugendlichen, Müttersterblichkeit und Frauenanteil im Parlament. Die Schweiz erreicht im Index Platz 9 – hinter Ländern wie Schweden (Platz 1), Slowenien (Platz 7) oder Portugal (Platz 8); und vor Deutschland (Platz 12) oder den USA (Platz 32).
Niger landet auf dem letzten Platz der untersuchten Länder (144). Hier werden 76% aller Mädchen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. Die 20 letztplatzierten Länder liegen allesamt in Sub-Sahara Afrika, wo die Frühverheiratung weit verbreitet und die Schulbildung für Mädchen tief ist.
Die internationale Gemeinschaft hat sich in den Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) dazu verpflichtet, Frühverheiratung bis 2030 zu eliminieren. Doch wie der neue Bericht von Save the Children zeigt, wird weltweit nach wie vor alle sieben Sekunden ein Mädchen unter 15 Jahren verheiratet. Wenn sich der aktuelle Trend fortsetzt, wird die totale Anzahl Frauen, die vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet wurden, von heute 700 Mio. bis 2030 auf 950 Mio. und bis 2050 sogar auf 1,2 Mrd. ansteigen.
Der neue Bericht von Save the Children zeigt ausserdem:
• Jedes Jahr bringen 2,5 Mio. Mädchen unter 16 Jahren ein Kind zur Welt. 75‘000 Mädchen sterben jährlich an den Folgen einer Schwangerschaft oder Geburt. Damit bilden Schwangerschaften die zweithäufigste Todesursache bei Mädchen zwischen 15 und 19 (nach Suizid).
• Mädchen, die von Konflikten betroffen sind, werden häufiger im Kindesalter verheiratet. Flüchtlingsfamilien gehen so mit schwindenden Ressourcen um.
• Mädchen aus armen Familien sind häufiger von Frühverheiratung betroffen. In Nigeria werden 40% aller Mädchen aus armen Familien vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. In wohlhabenderen Familien sind nur 3% betroffen.
• In absoluten Zahlen sind am meisten Mädchen in Indien von Frühverheiratung betroffen. 47% aller Mädchen werden hier vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet – das entspricht 24,6 Mio.
SHV/FSSF, Miryam Azer
Umgang mit Alkohol entgeht Kinderaugen nicht
Zur Erforschung des alkoholbezogenen Wissens bei Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren hat ein Forscherteam von Sucht Schweiz eine neuartige Untersuchungsmethode entwickelt und angewendet. Rund 300 drei- bis sechsjährigen Kindern wurden auf einem Touchscreen-Computer Zeichnungen von Szenen aus dem Alltagsleben gezeigt, bspw. ein Mittagstisch, ein Picknick, eine Partyszene. Darunter erschienen in zufälliger Reihenfolge Fotos von zwölf verschiedenen Getränken (acht nicht alkoholische und vier alkoholische). Die Kinder wurden aufgefordert, durch Berühren der abgebildeten Getränke nacheinander anzugeben, welches Getränk jede der in den Zeichnungen abgebildeten Personen trinkt. Zum Schluss wurden die Kinder gebeten, alle Getränke zu benennen und zu entscheiden, ob das jeweilige Getränk Alkohol enthält oder nicht.
Die Resultate zeigen Folgendes: Bereits die Dreijährigen wissen bei der Hälfte der alkoholischen Getränke, dass sie Alkohol enthalten, bei den Sechsjährigen sind es 80%. Ausserdem wissen vier von fünf der Drei- bis Sechsjährigen, dass Kinder normalerweise keine alkoholischen Getränke trinken. Interessant ist die Tatsache, dass die befragten Kinder den dargestellten erwachsenen Männern häufiger alkoholische Getränke zuordnen als den Frauen. Dieser Unterschied nimmt mit dem Alter der Kinder zu. Es wird also früh verstanden, dass Alkohol unter Männern stärker verbreitet ist.
Die Studie verdeutlicht, dass Kinder weit früher Vorstellungen in Bezug auf den Alkohol entwickeln als bisher angenommen. Offen bleibt jedoch, inwiefern dieses früh erworbene Wissen später den eigenen Konsum beeinflusst.
SHV/FSSF, Miryam Azer
Verursacht die Pille eher Depressionen als bisher angenommen
In Dänemark wurden in der Studie «Association of Hormonal Contraception With Depression» von Charlotte Wessel Skovlund et al. (2016) die Daten von knapp 1,1 Mio. Frauen im Alter zwischen 15 und 34 Jahren über einen Zeitraum von 13 Jahren beobachtet. Und heraus kamen dabei signifikant höhere Anteile an Depressionen bei Frauen, welche die Pille einnahmen.
Die Erhebung besagt, dass bei Frauen, welche die Kombinationspille einnahmen, mit einer um 23% höheren Häufigkeit eine Depression diagnostiziert wurde. Bei jenen Frauen, die Progesteronpillen verwendeten, lag der Anteil sogar um 34% höher. Die höchsten Werte erreichte der Anteil von Pillenverwenderinnen mit Depressionen bei den Teenagern – bei den Nutzerinnen der Minipille lag die Quote hier um 80% höher als bei jungen Frauen, welche die Pille nicht verwendeten. Die hormonellen Alternativen schnitten auch nicht besser ab, im Gegenteil: Ob Hormonspirale, Hormonpflaster oder Verhütungsring – der Anteil der Frauen mit Depressionen lag hier sogar konsequent höher als bei den Pillenanwenderinnen.
Die Resultate aus Dänemark führen über die bisher vorherrschenden Erkenntnisse hinaus. Dies zum einen wegen des Ausmasses der Studie. Zum anderen wegen der massiv grösseren Häufigkeit, mit der den Pillenanwenderinnen die medizinische Diagnose Depression gestellt wurde. Und drittens, weil sich nun eine gängige Vorstellung als heikel erweist – nämlich dass man, wenn eine Frau Stimmungsdämpfungen beklagt, einfach den Umstieg auf andere hormonelle Kontrazeptiva anrät.
Quelle: www.medinside.ch > Forschung > Medikamente
SHV/FSSF, Miryam Azer
Babys weinen je nach Muttersprache anders
Neugeborene aus China und Kamerun weinen anders als deutsche Babys. Das haben Forscher der Universität Würzburg (Deutschland) in zwei Studien herausgefunden, wie die Universität am 23. September mitteilte. «Ihr Weinen glich mehr einem Singsang», schrieb die Würzburger Sprachforscherin Kathleen Wermke. Nach Ansicht der Wissenschaftler liegt das daran, dass in den jeweiligen Muttersprachen die Tonhöhe, in der eine Silbe ausgesprochen wird, eine wichtigere Bedeutung hat als im Deutschen.
Die Forscher ziehen daraus den Schluss, dass Neugeborene offenbar schon direkt nach der Geburt damit anfangen, Bausteine ihrer Muttersprache aufzunehmen – nicht erst, wenn sie selbst versuchen, zu sprechen. In der ersten Studie untersuchten die Forscher 42 Babys, jeweils zur Hälfte aus Deutschland und von der Gruppe der Nso, die im Nordwesten von Kamerun lebt.
Bei den Kindern war nicht nur der Abstand zwischen dem tiefsten und dem höchsten Ton deutlich grösser als bei den deutschen Babys, auch das kurzzeitige Auf und Ab der Töne fiel intensiver aus. Ähnlich sahen die Ergebnisse in einer zweiten Studie bei 55 Neugeborenen aus Peking aus – hier allerdings etwas schwächer ausgeprägt. Extra zum Weinen gebracht wurden die Babys nach Angaben der Universität nicht. «Wir haben nur spontane Lautäusserungen aufgezeichnet, in der Regel immer dann, wenn sich ein Baby bemerkbar machte, weil es Hunger hatte», betonte Kathleen Wermke.
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SHV/FSSF, Miryam Azer
Neue Einteilung der Prämienregionen
Heute beruht die Einteilung der Prämienregionen auf den Gemeinden. Eine Abgrenzung nur nach diesen geografischen Einheiten kann jedoch willkürlich sein: So weist bspw. eine Gemeinde mit Alters- oder Pflegeheim höhere Kosten aus als die Nachbargemeinde, die über keine solche Einrichtung verfügt. Ausserdem erhebt das Bundesamt für Gesundheit die Versichertendaten seit 2015 nicht mehr nach Gemeinden, sondern nach Bezirken, um die Anonymität der Versicherten zu gewährleisten. Eine Kostenuntersuchung nach Gemeinden ist folglich anhand der erhobenen Daten nicht mehr möglich.
Das Parlament beauftragte das Eidgenössische Departement des Innern, die Prämienregionen festzulegen. Aus Kohärenzgründen beschloss dieses, bei der Einteilung der Regionen von den Bezirken auszugehen. Die Situation bleibt für fast alle Kantone unverändert, die heute zwei Regionen umfassen (BL, FR, TI, VD, VS). Eine Ausnahme bildet Schaffhausen, das neu nur noch eine Region zählt, da sein Versichertenbestand unter 200'000 liegt. Von den Kantonen mit heute drei Prämienregionen werden vier (BE, GR, LU und SG) nur noch zwei Regionen haben. Die Anzahl der Prämienregionen in Zürich bleibt unverändert. Die Änderungen sollen per 1. Januar 2018 in Kraft treten.
SHV/FSSF, Miryam Azer
Laboratorien müssen strengere Anforderungen erfüllen
Fortpflanzungsmedizinische Verfahren sind komplex und stellen hohe Anforderungen an das Personal und die Infrastruktur. Laboratorien, die solche Verfahren durchführen, müssen deshalb zum Schutz des Embryos und der betroffenen Frau strenge Kriterien erfüllen. Mit der Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) werden die Anforderungen nochmals steigen. Bei der PID wird ein Embryo, der durch künstliche Befruchtung im Labor erzeugt worden ist, genetisch untersucht, bevor er der Frau in die Gebärmutter eingesetzt wird. In der Regel sind bei diesem Verfahren zwei Laboratorien beteiligt.
Die revidierte Fortpflanzungsmedizinverordnung sieht vor, dass reproduktionsmedizinische Laboratorien neu ein geeignetes Qualitätsmanagement haben müssen. Genetische Labors brauchen bereits heute eine Bewilligung durch das Bundesamt für Gesundheit. Neu müssen jene Laboratorien, die genetische Untersuchungen im Rahmen von Fortpflanzungsverfahren durchführen, zusätzlich über eine Akkreditierung verfügen. Zudem werden höhere Anforderungen an die Leiterinnen und Leiter der Laboratorien gestellt. Mit all diesen Massnahmen soll ein schweizweit einheitlich hoher Qualitätsstandard gewährleistet werden. Das revidierte Fortpflanzungsmedizingesetz, über das die Stimmberechtigten am 5. Juni 2016 abgestimmt haben, sowie das Ausführungsrecht sollen im Herbst 2017 in Kraft treten.
SHV/FSSF, Miryam Azer
Weiterbildungsplattform e-log für Hebammen
e-log steht für „log your education, experience, excellence“ und wurde vom Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner und der Schweizerischen Interessengemeinschaft für Anästhesiepflege entwickelt, damit Weiterbildungen einfach erfasst und nachgewiesen werden können. Damit die Quantifizierung der Bildungsleistungen einheitlich erfolgt, wurde ein Punktesystem (log-Punkte) entwickelt. Die log-Punkte geben Auskunft über den Zeitaufwand der erfassten Bildungsleistung. Ein log-Punkt entspricht einer absolvierten Bildungsleistung von 60 Minuten. Die Umrechnung von ETCS in log-Punkte ist möglich.
e-log dient aber nicht nur dem Bildungsnachweis. Hebammen können auf der Plattform mittels Login ihre Diplome, Arbeitszeugnisse und Weiterbildungsnachweise hochladen sowie alle absolvierten Weiterbildungstätigkeiten in ihrem eigenen Logbuch erfassen und ihr persönliches Berufs- und Bildungsprofil erstellen. Aus den im Logbuch eingegebenen Daten kann rasch und problemlos ein Lebenslauf generiert werden. Das Prinzip des lebenslangen Lernens wird einfach dokumentiert und sichtbar gemacht.
Ob ein Nutzer der Plattform die Anforderungen an die Weiterbildung erfüllt, zeigt das Zertifikat, das jährlich durch die Plattform generiert wird. Es gibt an, wie viele Stunden in Form von log-Punkten im definierten Zeitraum für die Weiterbildung aufgewendet wurden und wie sich die Weiterbildungen zusammensetzen. Individuell erbrachte Bildungsleistungen wie Kongressteilnahme, Mitarbeit in einem Qualitätszirkel und Halten eines Referats können in log-Punkte umgerechnet und an die Weiterbildungspflicht angerechnet werden.
Die e-log-Agenda informiert über die aktuellen Weiterbildungsangebote. Die Anmeldung für Fort- und Weiterbildungen des SHV sowie für Bildungsangebote mit dem e-log-Label erfolgt über die e-log-Plattform. Denn gleichzeitig mit e-log wird ein Label für Bildungsangebote eingeführt: Angebote, welche die Anforderungen des SHV erfüllen, werden aufgenommen und erscheinen in der plattformeigenen Agenda.
e-log vereinfacht die Administration der Fort- und Weiterbildungen nicht nur für die Hebamme, sondern auch für den SHV: Ab Januar 2017 wird die Geschäftsstelle des SHV anstelle der Sektionen die Weiterbildungskontrolle durchführen. Neu wird sein, dass das Überprüfungsintervall für die Weiterbildungspflicht drei Jahre beträgt. Deshalb ist keine Befreiung von der Weiterbildungspflicht wegen Mutterschaft, Auslandaufenthalt, Krankheit usw. mehr notwendig.
Hebammen, die Mitglied beim SHV sind, können diese neue Dienstleistung kostenlos nutzen. Für Nichtmitglieder wird sie kostenpflichtig sein. Weitere detaillierte Informationen zu e-log und dessen Handhabung durch die Hebammen folgen.
SHV/FSSF, Miryam Azer
Sitzung des ZV: erste Zuständigkeiten definiert
Am 19. August haben sich die Mitglieder des neu gewählten Zentralvorstandes (ZV) zu einer ersten Sitzung getroffen. Der Morgen stand ganz im Zeichen der Zusammenarbeit, der Aufgabenverteilung, der Organisation und der Priorisierung der anfallenden Arbeit. Der ZV hat intensiv gearbeitet und diskutiert, welche Kernthemen im Moment Vorrang haben sollen. Die Tarifverhandlungen, die Erarbeitung des Berufsbildes und das Anerkennungsverfahren zur hebammengeleiteten Geburtshilfe sind laufende Geschäfte, die mit den bestehenden Arbeitsgruppen weitergeführt werden. Die Suche nach einer externen Organisationsberaterin oder einem Berater wurde aufgenommen; Franziska Schläppy ist Ansprechperson.
Ebenfalls priorisiert hat der ZV die Vertretung im Schweizerischen Verband der Berufsorganisationen im Gesundheitswesen. Petra Graf wird die nötigen Kontakte herstellen. Doris Keller ist zuständig für das Thema Stillen. Sie ist zusammen mit Barbara Stocker Kalberer auch Medienverantwortliche für die deutsche Schweiz. Medienanfragen aus der Romandie werden von Franziska Schläppy und Nathalie Kaufmann-Pasquier beantwortet. Zudem arbeitet sich Nathalie Kaufmann-Pasquier in das Thema hebammengeleitete Geburtshilfe ein.
Susanne Brodbeck wird neu Mitglied in der Steuerungsgruppe Tarifverhandlungen sein und somit eine wichtige Verbindung zur Interessengemeinschaft Geburtshäuser gewährleisten. Sie nimmt seit dem Frühjahr am Pilotprojekt elektronische Abrechnung teil und kann dem ZV Rückmeldungen zum Stand der Arbeit geben. Dr. Ans Luyben wird die internationalen Kontakte pflegen.
Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle war ein wichtiges Thema an der morgendlichen Sitzung. Damit vereint der Start gut gelingen kann, wird es bald eine gemeinsame Sitzung mit den Mitarbeiterinnen geben. Für die laufenden Tarifverhandlungen wurde eine Strategiesitzung angesetzt. Es ist wichtig, dass alle neuen ZV-Frauen umfassend informiert sind und dass der ZV für die kommenden Verhandlungen eine Strategie festlegen. Die Geschäftsführerin hat den ZV über die Kostenstellenrechnung 2015 und den erfreulichen Halbjahresabschluss 2016 informiert.
SHV/FSSF, Miryam Azer