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Historisches Wissen

Sternenkunde

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Sternbilder vom Februar
1) Andromeda
Dies ist eines der Sternbilder, die ihren Namen schon sehr früh bekamen. Es wird bereits von PTOLEMÄUS (2. Jahrh. n. Chr.) in seinem Katalog aufgeführt. Mythologisches Geschehen umgibt diesen Namen. Das Sternbild ist eines der bekanntesten am Himmel; nicht so sehr wegen einzelner Sterne, sondern weil es die grosse Spiralgalaxie M 31 enthält, die unserem Milchstrassensystem benachbart ist.
2) Bär, kleiner – Ursa Minor
Der Kleine Bär/ Kleiner Wagen gehörte zu den 48 ältesten Konstellationen. Es ist dadurch ausgezeichnet, dass er den Himmelsnordpol enthält. Fast ganz wird dieses Sternbild von dem Bogen des benachbarten Drachen eingeschlossen. Es setzt sich aber deutlich von diesem ab, und wenn man den Polarstern gefunden hat, kann man es leicht erkennen. Der Stern, der dem Pol am nächsten ist, wird Polarstern genannt. Er steht in einer Entfernung von 680 Lichtjahren.
3) Bär, grosser – Ursa Maior
Wahrscheinlich ist der Grosse Bär das bekannteste Sternbild überhaupt. Es ist wegen seiner Lage am Nordhimmel gut sichtbar, und seine sieben hellsten Sterne bilden eine sehr charakteristische Figur. Sie werden auch als Grosser Wagen bezeichnet, stellen aber nur einen kleinen Teil des gesamten Sternbildes dar, dessen Sterne über ein grosses Gebiet verstreut sind. Vier Strene bilden ein Viereck, das zusammen mit drei als Deichsel gedachten Sternen die Gestalt eines Wagens annimmt. Als „Augenprüfer/Reiterlein“ werden die beiden Sterne (Alcor und Mizar) – in der Mitte der Deichsel – genannt. Wenn man über dem mittleren der 3 Sterne der Deichsel den kleinen Stern Alcor mit blossem Auge sieht, dann hat man noch gute Augen. Mit Hilfe des Grossen Bären/ grosser Wagen können wir die Himmelsrichtungen bestimmen. Dazu verbinden wir die hinteren Sterne des Wagenkastens und verlängern diese Linie zur Mitte hin schsmal über den Wagen hinaus. Dabei trifft unser Auge auf einen Stern, der stets fast genau im Norden steht. Denken wir uns vom Polarstern aus eine senkrechte Linie zum Horizont, so haben wir Norden gefunden. Der Grosse Bär/ Grosser Wagen verläuft gegen den Uhrzeigersinn, während eines Jahres um den scheinbar stehen bleibenden Polarstern.
4) Drache – Draco
Der Drache gehört zu den ältesten bekannten Sternbildern. Sowohl die Ägypter als auch die Griechen, Chinesen und Araber erwähnen es unter verschiedenen Namen. Es zieht sich in einer langen Kette ziemlich isoliert stehender Sterne über ein grosses Gebiet des nördlichen Himmels. Vor etwa 5ooo Jahren war der Polarstern in diesem Sternbild zu finden. Durch die Präzession (= Kreiselbewegung der Erdachse) hat sich nun der Norden in das Sternbild Kleiner Bär bewegt. Nach „alter“ Sage soll der Drache einen kostbaren Schatz, zu dem auch goldene Äpfel gehörten, gehütet haben. Nur Herkules gelang es, diesen Drachen zu besiegen.
5) Dreieck – Triangulum
Das kleine Sternbild bekam sehr früh seinen Namen, obwohl es recht unscheinbar ist. Zu erwähnen ist noch die Spiralgalaxie M33, die man unter günstigen Bedingungen gerade mit blossem Auge ausmachen kann. Das Nördliche Dreieck liegt zwischen Widder und Andromeda. Es stellt sinnbildlich das Delta des Nils dar.
6) Einhorn – Monoceros
Hecelius nahm dieses Sternbild im Jahre 1690 in seinen Atlas auf. Es liegt genau auf dem Himmelsäquator und enthält einen Teil der Milchstrasse. Keiner der Sterne ist besonders hell.
7) Eridanus
Der Name bezeichnet das himmlische Gegenstück eines Flusses. Die Ägypter verbanden damit den Nil, die Babylonier den Euphrat. Er schlängelt sich südlich des Äquators bis in tiefe Deklinationen. Ein Teil des Eridanus liegt aber, von Europa aus gesehen, immer unter dem Horizont.
8) Fische – Pisces
Obwohl das Sternbild recht unscheinbar ist, gehört es zu den ältesten Tierkreiszildern. Es grenzt im Süden und Osten an das grosse Quadrat des Pegasus an. Der Frühlingspunkt, der früher im Widder lag, ist heute durch die Präzession in die Fische gewandert. Wir müssen schon eine sehr klare Nacht abwarten, um sie überhaupt erkennen zu können. Oft hat man auf alten Karten zwei Fische dargestellt, die durch eine Schnur miteinander verbunden sind. Die Götter der Liebe, Venus und Amor, sollen sich einmal in diese Fische verwandelt haben, um unerkannt davonzuschwimmen. Links von den Fischen sehen wir den Widde
9) Fuhrmann – Auriga
Obwohl Auriga allgemein als bärtiger Mann gilt, der eine Ziege trägt, sahen die Assyrer dieses Sternbild als Kutsche, und die Griechen wollten einen lahmen Mann auf einem Pferd darin erkennen. Der hellste Stern Kappela zeigt eine gelbe Farbe und ist in einer Entfernung von 45 Lichtjahren. Es handelt sich dabei eigentlich um einen Doppelstern mit der 4,3- bzw. 3,3fachen Sonnenmasse. Kappela kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Ziegenböckchen. Auriga steht fast genau senkrecht über uns, ungefähr oberhalb der Zwillinge und des Stiers. Die Sage berichtet, dass er der Erfinder des Wagens gewesen sein soll, gemeint sind vor allem die griechischen Kampf- und Streitwagen.
10) Haar der Berenike – Coma Berenices
Tycho Brahe fügte dieses Sternbild den übrigen im 16. Jahrhundert zu. Der Name kommt aus dem Ptolemäischen Ägypten. Die Gattin des Pharaos, Berenike, versprach, ihr Haar der Venus zu opfern, wenn dieser heil aus dem Krieg gegen die Syrer zurückkehren würde. Dies geschah, aber die abgeschnittenen Haare verschwanden aus dem Tempel der Venus. Die Legende berichtet, dass Jupiter sie von dort geraubt hat, um sie an den Himmel zu versetzen.
11) Hase – Lepus
Das Sternbild gehört zu den von Ptolemäus zusammengestellten 48 Konstellationen. Wahrscheinlich soll der Name an eines der von Orion gejagten Tiere erinnern, da das Sternbild unterhalb an den Orion angrenzt.
12) Hund, kleiner – Canis Minor
Canis Minor wird an zwei Seiten von Monoceros (Einhorn) eingerahmt und enthält zwei hellere Sterne. Es sind Prokyon und Gomeisa. Wegen seiner grösseren Entfernung von 210 Lichtjahren erscheint er uns schwächer. Prokyon hat die sechsfache Leuchtstärke unserer Sonne, er ist doppelt so gross wie sie, besitzt aber nur die 1,1fache ihrer Masse.
13) Hund, grosser – Canis Major
Der wichtigste Stern dieser Konstellation ist Sirius. Er bekam diesen Namen, weil er der hellste Stern des Bildes ist, das für die Ägypter Anubis, den Gott mit dem Schakalkopf, verkörperte. Sirius kam gerade vor Sonnenaufgang über den Horizont, wenn die jährliche Nilschwemme einsetzte. Deshalb war er für den ägyptischen Kalender von grosser Bedeutung. Er ist 9 Lichtjahre von uns entfernt. Er ist der hellste Fixstern des ganzen Himmels. Er hat einen kleinen Begleiter, der ihn in 49,9 Jahren einmal umrundet. Sirius B – so die Bezeichnung des Begleiters – war der erste Weisse Zwerg, den man entdeckte. Viele Sterne haben eine grössere Leutkraft als Sirius, aber da sie viel weiter weg sind, erscheinen sie und schwächer. Sirius ist der hellste Stern, den wir am Himmel beobachten können. Nur noch von einigen Planeten übertroffen. Der Grosse und der Kleine Hund sind die Jagdbegleiter des Orion.
14) Jagdhunde – Canes Venatici
Dieses Sternbild wurde im 17. Jahrhundert eingeführt, um eine Lücke in der ursprünglichen 48 Konstellationen enthaltenen Liste des Ptolemäus zu füllen. Es wird flankiert von Ursa Maior, Coma Berenices und Bootes (letzterer zur Zeit nicht sichtbar).
15) Kassiopeia – Cassiopeia
Ihre fünf Hauptsterne können wir zu dem Buchstaben „W“ zusammenfügen, sie liegt dem Grossen Bären gegenüber mit dem Polarstern etwa in der Mitte. Neben ihr steht das Sternbild Kepheus. Kassiopeia soll einst ein Königin von Äthiopien und Gemahlin des Kepheus gewesen sein, die eigene Schönheit über die Massen gerühmt haben. Sie bildete sich ein, die schönste aller Königinnen und aller Frauen zu sein. Das nahmen ihr die Merrjungfrauen sehr übel und baten den Meeresgott Poseidon um Hilfe. Dieser schickte einen riesigen Walfisch, der mit seinen Bewegungen dem Land gewaltigen Überschwemmungen brachte. Nur wenn man Andromeda, die Tochter der Königin dem Walfisch zu Frass vorwerfen würde, könnte das Ungeheuer vertrieben werden. Im letzten Augenblick konnte Perseus den Walfisch besiegen (mit dem abgeschlagen Haupt der Medusa) und so Andromeda retten.
16) Kepheus – Cepheus
17) Krebs – Cancer
Cancer ist ein altes Sternbild und gehört zu den zwölf Bildern des Tierkreises. Vor mehreren 1000 Jahren stand die Sonne während der Sommersonnenwende in diesem Bild. Und seine grösste Höhe über dem Himmelsäquator betrug 23,5 Grad. Auf dem 23,5 Grad irdischen Breitenkreis scheint dann die Sonne mittags senktrecht, un man nannte diesen Breitengrad den „Wendekreis des Krebes“. Die Präzession hat das Sternbild inzwischen von dem Wendepunkt wegbewegt, dieser liegt heute auf der Grenze zwischen den Zwillingen und dem Stier.
18 ) Löwe – Leo
Der Löwe gehört zu den ältesten Sternbildern. Bei vielen Völkern des Altertums war er bekannt, darunter die Babylonier, die Ägypter und die Griechen. Damals lag der Löwe in der Nähe des Sommersonnwendpunktes auf der Ekliptik. Sein Hauptstern heisst Regulus (was „kleiner König“ bedeutet), ein Doppelstern in einer Entfernung von 84 Lichtjahren. In seiner Nachbarschaft befinden sich viele Galaxien. Der Sage nach wurde dieser prachtvolle Löwe von Herkules erwürgt.
19) Luchs – Lynx
Hevelius nannte dieses Sternbild gegen Ende des 17. Jahrhunderts angeblich Luchs, weil sehr gute Augen nötig sind, um in dieser scheinbaren sternleeren Gegend etwas zu erkennen. Die Konstellation liegt zwischen drei grossen Sternbildern (Auriga, Gemini, Ursa Maior).
20) Orion
Eines der bekanntesten Sternbilder. Er liegt am Himmelsäquator, deshalb ist er für alle gut sichtbar. Drei sehr bemerkenswerte Sterne bilden den Gürtel. Der obere Teil wird von dem Überriesen Beteigeuze markiert. Beteigeuze ist ein Name aus der arabischen Sprache und bedeutet „Schulter“. Bei genauem Hinsehen zeigt sich deutlich seine orangerote Farbe. Ganz im Süden liegt Rigel (der „Fuss“-Stern des Orion) in 900 Lichtjahren Entfernung. Nach der Sage ist Orion zur Strafe von den Göttern der Griechen an den Himmel verjagt worden, weil er ständig im Streit mit dem Skorpion lag. Auch der Skorpion wurde als Sternbild zum Himmel geschickt, jedoch als Sommersternzeichen. Deswegen ist er nie gleichzeitig mit dem Orion zu sehen. So können sich die beiden Feinde nie mehr treffen. Dafür kämpft er jetzt gegen den Stier. Blicken wir vom rechten Schulterstern Bellatrix nach rechts oben, erreichen wir den Hauptstern Aldebaran im Stier. Der als „Auge“ des Stiers gilt und eine deutlich rote Farbe hat. Links unterhalb des Orion sehen wir einen besonders hellen Stern, den Sirius im Grossen Hund
21) Pegasus
Man kann es leicht an dem grossen Quadrat erkennen, ganz in der Nähe von Andromeda. Pegasus soll der Perseus-Sage nach aus dem Blut der Medusa entsprossen sein. Ein fliegendes Pferd, halb Vogel, halb Landtier.
22) Perseus
Dieses klassische Sternbild liegt zwischen Cassiopeia und Auriga im nördlichen Teil der Milchstrasse. Perseus, in der griechischen Sage der Sohn des Göttervaters Zeus, gehört zu en immer sichtbaren Sternbildern. Es sieht aus wie ein grosses Y.
23) Stier – Taurus
Der Stier gehört wahrscheinlich zu den ersten Sternbildern, denen ein Name gegeben wurde, und erinnert an das älteste Haustier des Menschen. Vor 3000 Jahren lag der Frühlingspunkt im Taurus. Dieser überdeckt eine an interessanten Objekten reiche Himmelsgegend mit hellen Sternen, z.B. den Plejaden (oder so genannten Siebengestirn), das ca. 500 Lichtjahre entfernt ist und aus etwa 300 Sternen besteht). Der Hauptstern Aldebaran ist ein Riese in 68 Lichtjahren Entfernung. Er ist veränderlich und hat einen Durchmesser von rund 50 Millionen km. Seine Leuchtkraft übertrifft die Sonne um das 120fache. Im Orion befindet sich auch der Krebs-Nebel, das Überbleibsel einer im Jahre 1054 explodierten Supernova, die 3500 Lichtjahre von uns entfernt ist.
24) Walfisch – Cetus
25) Widder – Aries
Die Griechen tauften dieses Sternbild nach dem Widder, der das Goldene Vlies trug. Angeblich besass er Flügel und seine Wolle war aus Gold. Sein Name übertrug sich auf den Nullpunkt, denn früher lag der Frühlingspunkt im Widder. Die Präzession hat ihn inzwischen bis in das Sternbild Pisces verschoben, das zusammen mit Triangulum, Perseus, Taurus und Cetus den Widder umgibt.
26) Zwillinge – Gemini
Die Zwillinge gehören zum Tierkreis, sie liegen zwischen dem Stier und dem Krebs, oder links oberhalb des Orion. Markant sind die beiden fast gleich hellen Sterne Kastor und Pollux. Castor ist der schwächere der Beiden. Die Planeten Neptun und Pluto wurden übrigens in diesem Sternbild entdeckt. Der griechischen Sage nach soll Pollux unsterblich gewesen sein. Als sein Zwillingbruder Kastor starb, stieg er hinab in das Totenreich um Pollux zu treffen. Zum Lohn für diese Bruderliebe holten die Götter die beiden Zwillinge als Sterne an den Himmel.

Ein wenig Wissenswertes und Geschichtliches von den Sternen und Sternbildern hat Susanne hier zusammengetragen.