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Das kleine Kanalmuseum zeigt uns in seiner Ausstellung den Bau des Trollhätte Kanals und der Schleusentreppen. Es erzählt uns die bewegte Geschichte, wie sich der Wunsch einer durchgehenden Wasserstrasse erfüllte.
Schon in der Regierungszeit von König Gustav Vasa in 16. Jh. gab es Überlegungen das wilde Gewässer des Göta Älv zu bändigen, um einen Schiffsverkehr von Vänernsee und der Nordsee zu ermöglichen. Die Stromschnellen von Trollhättan waren eine unüberwindbare Herausforderung.
Erst König Karl II nahm 1716 das Projekt auf, die Wasserfälle von 32 Metern durch Schleusen zu umgehen. Aber der Schutzdamm brach 1755 durch Treibholz. Das gigantische Vorhaben wurde aufs Eis geleget.
Die älteste Schleusentreppe wurde zwischen 1794 und 1800 in zwei Etappen mit insgesamt acht Schleusen gebaut. Soldaten sprengen den Berg und bauten mit Bohrern, Vorschlaghammern, Spitzhacken und Schubkarren die Schleusen. Zivilisten mussten mithelfen. Die Bauleitung hatte Erik Nordewall inne. 1801 weihte König Gustav IV Adolf das 8. Weltwunderwerk ein.
Die Schleusen des 1832 neueröffneten Göta Kanal waren breiter und länger. Die grossen Schiffe passten nicht in diejenigen von Trollhättan. Daher wurde eine mittlere Schleusentreppe bis 1844 gebaut. Dampfboote, Lastkähne und Segelboote benutzen die Schleusen. Es kam oft zu Staus, da bis 120 Schiffe auf die Schleusung warteten. Ihre Fracht bestand aus Mehl, Zucker, Petroleum, Gewürzen, Kolonialwaren, Kaffee, Öl und vielem mehr.
Die letze Schleusentreppe wurde 1916 eröffnet und ist aktuell in Betrieb. Die Schleusenwärterhäuschen sind weg, weil die Schleusen fernbedient werden.
Auf einem Rundgang im Schleusengebiet besichtigen wir die Schleusen aus drei Generationen.
Unten beim Göta Äve angekommen geht es hoch auf Treppen und schmalen Fusswegen, entlang der Schleusen aus 3. Generation bis zum Hafen Åkerssjö. Wir schleusten gestern durch.
Ein Schwergewicht in der Schleuse: