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Sechs Sonaten und Partiten für Violine Solo BWV 1001 – 1006
Das glücklicherweise erhaltene Manuskript der Sonaten und Partiten für Violine Solo ist datiert mit 1720. Auf der ersten Seite des Autographs findet sich der Vermerk «Libro Primo», als «Libro Secondo» dürften die Cellosuiten von Bach BWV 1007-1012 gegolten haben. Ein Widmungsträger ist nicht bekannt. Johann Sebastian Bach schrieb seine Sonaten und Partiten für Violine solo während seiner Zeit als Kapellmeister in Köthen (1717-1723) und stellte den Zyklus wohl 1720 fertig.
Es gibt in der gesamten Literatur für Violine wohl kaum ein Werk, welches einen derart hohen Stellenwert innehat. Bach setzte damit spiel- und kompositionstechnisch neue Massstäbe, bis heute haben diese Werke nichts von ihrer Aktualität und Genialität eingebüsst.
Wenige Komponisten hatten vor ihm Werke für unbegleitete Violine geschrieben, und schon gar nicht ganze Zyklen. Es wird allerdings vermutet, dass Bach beispielsweise die Sammlung von Suiten für Violine solo von Johann Paul von Westhoff (1696) kannte. Bereits Westhoff hatte den kompositorischen Versuch, die scheinbare Illusion angestrebt, mehrstimmige Musik durch ein unbegleitetes Melodieinstrument zum Leben zu erwecken. Bach hat diese Kunst in seinen Sonaten und Partiten zur unübertrefflichen Perfektion geführt.
Die sechs Sonaten und Partiten für Violine solo waren schon im 18. Jahrhundert erstaunlich weit verbreitet, es gab vielfach Abschriften. Endgültig bekannt wurden sie aber erst, als der Geiger und Brahms-Freund Joseph Joachim sie vermehrt im Konzertsaal zu spielen begann.
Heute ist dieser Werkzyklus aus dem Repertoire für Violine nicht mehr wegzudenken.
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Esther Hoppe, Geige
Die Schweizer Violinistin Esther Hoppe hat sich als Solistin, Kammermusikerin und als Pädagogin international einen Namen gemacht. Nach Studien in Basel, Philadelphia, London und Zürich gewann sie 2002 den 1. Preis beim Internationalen Mozart-Wettbewerb in Salzburg. Als Geigerin des Tecchler Trios gewann sie zahlreiche Preise, darunter den Deutschen Musikwettbewerb, den Prix Crédit Suisse und den 1. Preis am Internationalen ARD-Wettbewerb München.
Nebst Auftritten als Solistin (u.a. Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Royal Liverpool Philharmonic, Les Siècles, Kammerorchester Basel, Münchener Kammerorchester) pflegt sie eine rege Kammermusiktätigkeit. Dabei gehören u.a. Ronald Brautigam, Christian Poltéra, Francesco Piemontesi, Clemens und Veronika Hagen, Lars Anders Tomter, Heinz Holliger, Elisabeth Leonskaja und Pascal Moraguès zu ihren Partnern.
Regelmässig zu hören ist sie bei hochkarätigen Festivals wie dem Kammermusikfest Lockenhaus, Gstaad Menuhin Festival, Lucerne Festival, Edinburgh Festival, Musiktage Mondsee, Fjord Classics, Styriarte Graz, Delft Kammermusik Festival und Mozartwoche Salzburg.
Hochgelobte CD-Aufnahmen mit Werken von u.a. Mozart, Stravinsky, Poulenc und Saint-Saëns sind bei Claves Records, Virgin Classics, Neos, Concentus Records und Ars Musici erschienen.
Esther Hoppe unterrichtet als Professorin an der Universität Mozarteum Salzburg.
Sie spielt die «De Ahna»-Stradivari Violine von 1722 und eine Violine von Gioffredo Cappa von 1690.
Smart links (Album)