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Helene Alving will zehn Jahre nach dem Tod ihres Mannes ein Kinderheim eröffnen, das seinen Namen tragen soll. So ehrenhaft dieses Ansinnen ist, stellt sich doch heraus, dass ihr Mann so ehrenhaft nicht war. Er führte ein ausschweifendes Leben, was nicht ohne Folgen blieb. Helene selbst versagte sich eigene Bedürfnisse und "Pflicht", "Ideale" und "Rücksichten" wurden zum Inhalt ihres Lebens. Sie nimmt Regine, die Frucht einer außerehelichen Liebschaft ihres Mannes, in … mehrihrem Haus auf. Gleichzeitig gab sie ihren Sohn Osvald außer Haus, damit er nichts von den "Gewohnheiten" seines Vaters mitbekommen sollte. Helenes Lebenslüge bekommt Risse, als Oswald Regine heiraten will. Die "Gespenster" sind Ibsens Abrechnung mit verlogenen Konventionen, doppelgründiger Moral und Heuchelei, die er mit diesem Drama um Inzest und Folgen von Geschlechtskrankheiten aufzeigt.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels. weniger