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Bewegung -
Wenn es ein Medikament gäbe, das eine so umfassende Wirkung wie das Laufen hätte, wäre es wahrscheinlich unbezahlbar. Die Liste der körperlichen Erkrankungen, die Sport – z.B. regelmässiges Laufen – verhindern oder lindern kann, erscheint endlos. Sport schützt vor Schlaganfall und koronarer Herzkrankheit, ebenso vor Diabetes. Patienten mit stabiler chronischer Herzinsuffizienz profitieren davon genauso wie Patienten mit Brustkrebs. Menschen, die sich nicht bewegen, wird öfter die Gallenblase entfernt und sie erkranken häufiger an Dickdarmkrebs als sportliche Altersgenossen. Bei Frauen mit Osteoporose erhöht sich die Knochendichte und bei Männern mit Raucherbeinen wirkt regelmässiges Training wie eine körpereigene Stammzellentherapie: in den kranken Unterschenkeln spriessen neue Gefässe.
Laufen als Antidepressivum
Besonders zu Patienten mit Depressionen existieren mittlerweile gesicherte Erkenntnisse: Regelmässiges Joggen lindert depressive Symptome, und Menschen, die regelmässig laufen, haben ein geringeres Risiko an einer Depression zu erkranken.
Gegen Schlafstörungen, Angst und Stress
Neben depressiven Symptomen interessierte sich die Wissenschaft für eine Reihe weiterer psychischer Veränderungen. So konnte nachgewiesen werden, dass Läufer deutlich besser schlafen. Eine andere Studie zeigte, das, je ausgeprägter der Widerwillen gegen sportliche Aktivitäten war, desto häufiger erkrankten die Probanden an einer Panikstörung. Und Joggen hilft bei Stressbewältigung genauso gut, wie das ausgeklügelte „Anti-
Sport als Gedankenstopper
Wenn jemand sich entschliesst zu laufen, dann ist er selbst aktiv. Er ist nicht mehr ein Objekt, mit dem etwas geschieht – sei es durch Ärzte, Therapeuten oder durch die äusseren Umstände -
Sport im Alter
Sport ist nicht gleich Sport
Bisher haben Wissenschaftler vor allem untersucht, wie sogenannte dynamische aerobe Ausdauerleistungen auf die Psyche wirken, besonders das Laufen. Laut Definition soll dabei mehr als ein Sechstel der Muskulatur mit einer Intensität von weniger als 70 Prozent dynamisch beansprucht werden. Zu anderen Ausdauersportarten, wie Skilanglauf, Schwimmen, Radfahren oder Rudern, existieren weniger aussagekräftige Daten. Forscher vermuten aber, dass ihre Effekte ähnlich sind. Dagegen weisen einige Untersuchungen darauf hin, dass statische und anaerobe Leistungen nicht zu denselben positiven Ergebnissen führen. Welche Bewegungsform am effektivsten ist und wie oft und wie intensiv sie genau ausgeführt werden solle, ist noch weitgehend unklar. Meistens trainierten die Teilnehmer in den Versuchen drei-