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Unwetter im Rückblick
Schneerekorde in den Alpen
Zugspitze fast vier Meter Schnee
Noch Anfang Dezember 2011 lag auf der Zugspitze mit nur 19 Zentimeter so wenig Schnee wie zuletzt vor fast 60 Jahren. Am 9. Januar war die Schneedecke mit 380 Zentimetern die mächtigste für ein erstes Januardrittel seit 30 Jahren. Aber auch aus tieferen Alpenregionen werden Rekordschneehöhen gemeldet: In Teilen der Ostschweiz liegt die höchste Januar-Schneedecke seit Beginn der 70 Jahre zurück reichenden Messreihen.
Nach tagelangen Schneefällen versinken die Nordalpen im Schnee
Damit liegt in den Nordalpen vielfach schon mehr Schnee als im Januar des berüchtigten Lawinenwinters 1999. Damals waren allerdings erst im Februar so katastrophale Schneemengen gefallen, dass zahlreiche, verheerende Lawinen ausgelöst wurden. Die Großwetterlage ist jedoch durchaus mit der jenes so extrem schneereichen Februars vergleichbar, wenn sie sich auch auf etwas milderem Temperaturniveau bewegte, das immer wieder auch mit eingelagerten Tauwetterphasen bis etwa 1.200 Meter Höhe einher ging.
Im Schneesturm sank die Sicht teils auf wenige Meter
Ausgelöst wurden die so heftigen Schneefälle von der Passage des Orkantiefs "Andrea". Es leitete von Nordwesten her mit stürmischem Wind den Zustrom sehr feuchter Luftmassen ein, die in rascher Folge immer neue Wetterfronten gegen die Berge lenkten. Ihre Wolkenmassen werden am Alpenkamm geradezu ausgepresst. Folge einer solchen Konstellation sind unablässige, ergiebige Niederschläge und, weil diese als Schnee fallen, auch große Lawinengefahr.