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Der Ähnlichkeitsgedanke
Similia similibus curentur
Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt
Der Ähnlichkeitsgedanke tauchte schon vor Hahnemann immer wieder in etlichen Kulturen auf, oft in Form von Mythen, Handlungen und Ritualen, z.B. bei den Indianern, indem man sich vorstellte mit dem Tragen der Adlerfedern als Kopfschmuck würde man sich die positiven Eigenschaften des Adlers aneignen, oder in der Sage von Telephos, den Achilles verletzte, die Wunde konnte nur durch den selben Schlag von Achilles wieder heilen etc. Auch bei Hippokrates und Paracelsus sowie in der Geschichte des kirchlichen Heilansatzes findet man Texte und Hinweise, die auf dem Ähnlichkeitsgedanken beruhen.
Aber erst Hahnemann, auf die Idee gebracht durch seinen Chinarindenversuch (siehe Biographie), brachte dieses Naturgesetz in eine systematische, nachvollziehbare und praktisch anwendbare Form. Für diese neue Heilmethode schuf Hahnemann ein neues Wort „Homöopathie“: Homöo (homoion) – ähnlich; Pathos – Leiden, Krankheit.
„Wär nicht das Auge sonnenhaft, die Sonne könnt es nie erblicken; …“
Johann Wolfgang von Goethe