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Klassismus und Teilhabe
Eine Reflexion zur Reproduktion klassistischer Strukturen in nahräumlichen Entwicklungsprozessen
Die Bachelorarbeit «Klassismus und soziale Teilhabe. Eine Reflexion zur Reproduktion klassistischer Strukturen in nahräumlichen Entwicklungsprozessen» von Melanie Reich beschäftigt sich mit gesellschaftlichem Klassismus und zeigt hierbei auf, dass klassistische Diskriminierungsstrukturen auf individueller, kultureller und institutioneller Ebene die soziale Teilhabe von sozioökonomisch benachteiligten Personen signifikant einschränken. Vor diesem Hintergrund zeigt sich, dass Betroffene von klassistischen Benachteiligungen seltener Partizipationsangebote wahrnehmen, was sich auch auf die nahräumlichen Partizipations- und Entwicklungsprozesse der Soziokulturellen Animation auswirkt. Daraus ergibt sich, dass die soziale und ökonomische Positionierung eines Individuums zu einem Indikator für die Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Nahraums und folglich der eigenen Lebenswelt werden.
In diesem Kontext stellt sich die vorliegende Bachelorarbeit die Frage, ob Handlungskonzepte der Soziokulturellen Animation, welche in nahräumlichen Entwicklungen Anwendung finden, genügend Sensibilität für diese Teilhabebeschränkungen in Form von Klassismus aufweisen. In diesem Zusammenhang werden die Netzwerkorientierung und die Schlüsselpersonenarbeit, als zwei relevante Handlungskonzepte analysiert und einige Aspekte aus antiklassistischer Perspektive problematisiert. Schlussfolgernd werden daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet, die zu einer antiklassistischen Professionsausgestaltung der Sozialen Arbeit beitragen sollen.