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ERSTER AKT
Nina, die Tochter des Grafen, ist seit langem in Lindoro verliebt, der ihre Neigung herzlich erwidert. In letzter Zeit wird die Verbindung der beiden dadurch gefährdet, dass der Graf Nina einem reichen Freier zur Frau geben will. Susanna erzählt
davon Giorgio, dem alten Kammerdiener, und einigen Bauern, die gerade das neueste hören wollen.
Als der von dem Grafen erwartete Freier im Schloss eintrifft, überrascht er Lindoro bei einem Rendez-vous mit Nina und fordert ihn zum Duell; Lindoro wird dabei tödlich verletzt.
Als Nina erfährt, dass ihr Geliebter zu Tode verwundet ist, verliert sie den Verstand, spricht nur noch von Lindoro und rast, wenn sie den Namen des Vaters hört. Dieser wird von Reue geplagt. Giorgio versucht, den Grafen zu trösten, und versichert, dass Nina wieder genesen und ihm wie früher eine liebevolle Tochter sein werde. Wenig später erlebt der Graf seine Tochter: Er wird von ihr, obwohl er ganz nahe ist, überhaupt nicht bemerkt. Nina geht zur Gartentür, um dort, wie immer, Lindoro zu erwarten. Susanna gelingt es mit viel Geduld, sie zu überreden, mit ihr ins Dorf zu gehen.
ZWEITER AKT
Während der Graf Susanna für ihre Bemühungen dankt, berichtet Giorgio, dass Lindoro die Verletzungen, die er im Duell erlitt, wie durch ein Wunder überlebt hat. Bald darauf kommt Lindoro und wird beim Versuch, die Gartenmauer zu übersteigen, von den Wachen gestellt. Er fürchtet sich vor dem Zusammentreffen mit dem Grafen, doch
dieser umarmt ihn wie seinen eigenen Sohn. Nina, die der Graf rufen lässt, erkennt niemand. Erst nach und nach kommt ihr die Erinnerung wieder, da sie ihren Geliebten vor sich sieht.
Als ihr der Vater mitteilt, dass er gegen eine Hochzeit mit Lindoro nichts mehr einzuwenden habe, weiss sie wieder, was um sie her vorgeht. Alle jubeln und sind glücklich, man gratuliert dem jungen Paar.