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Deponieerkundung und Deponiebau
Mitte der 1970er Jahre wurden verschiedene Deponiestandorte im Raum Schaffhausen auf ihre geologische Eignung geprüft, weil damals die zur Abfallablagerung genutzte Deponie im "Engiwald" in absehbarer Zeit verfüllt war. Von den beauftragten Geologen wurde das als Opalinuston-Abbaugebiet genutzte Areal "Hintere Pflumm" auf der Gemarkung Gächlingen als sehr geeignet betrachtet. Das dort anstehende, undurchlässige Tongestein mit einer Restmächtigkeit von 12 Metern bot eine ausreichende Sicherheit gegenüber dem Eindringen von Deponiesickerwässern in den Untergrund.
Daraufhin wurde 1974/1975 die Deponie Pflumm gegründet und unter der Leitung des kantonalen Tiefbauamtes wurde mit dem Deponiebau begonnen, wobei die Mitte der 1970er Jahre bereits vorhandenen Fortschritte in der Deponietechnik genutzt wurden. Für die erste Teiletappe wurde eine Deponiesohle mit einer Fläche von 1.5 Hektar planiert und verdichtet. Im Gefälle wurden Sickerwasserleitungen verlegt, die in ein 180 Kubikmeter fassendes Auffangbecken mündeten.
Anfang 1978 wurde die Deponie unter der Verantwortung des kantonalen Laboratoriums in Betrieb genommen. Von Anfang an wurden alle Materialeingänge registriert und Untersuchungen zur Beurteilung der langfristigen Umweltverträglichkeit der angelieferten Abfälle wurden durchgeführt. Dazu wurde vom Labor ein Sickerwassertest entwickelt, der in modifizierter Form später auch in der neuen Technischen Verordnung für Abfälle (TVA) vom Dezember 1990 Eingang fand.