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die Stimme
Mein Lumpen begann als Kind mit mir leise.
Immer hiess es: lauter! Wir verstehen dich nicht.
Wenn niemand dabei war, öffneten sich bei meinem
Lumpen die Stimmlippen, und er fing an, zu summen.
Als mein Lumpen ein Referat hielt, drückten sich
in mir zwei Ahornpropeller aneinander und liessen
sich mit Gewalt nicht mehr teilen.
Mein Lumpen räusperte sich nachträglich zu seinem
u.a. stimmlichen Versagen. Er hielt es für das Beste,
für den restlichen Tag zu schweigen. Doch dann,
in der folgenden Zeit, begann eine intensive Suche
nach mir. Ich muss lernen, dich zu erheben!
Was mein Lumpen an andern wie mir nicht mag:
Moralpredigten, gespielte Fröhlichkeit und das
Adieu. Mein Lumpen mag an andern wie mir:
Schnulzen, Tremolos, schweres, komplexes,
sich Voranschleppen. Ansatzweise glucksiges
Lächeln. Klagelieder.
Als mein Lumpen wollte, dass ich einen einmaligen,
für ihn lebenswichtigen Satz an einen andern Lumpen
übermittle, wich aus mir das Leben.
Seither versuche ich dieses Versagen wieder gut
zu machen, in dem ich da und dort oft völlig
überraschend fröhlich Hallo sage.
Ich bin frei am Schönsten. Frei kullere ich.
Ich schrie schon aus meinem Lumpen den Lumpen.
Inhalte, denen ich einen Lumpen gab, als es keinen
Lumpenkörper mehr gab.
Ich schwöre, schrie ich; wenn auf dich schon
kein Verlass ist, verdammter Lumpen;
dir werde ich nie wieder die Stimme verschlagen!
Leise begann es. Leise endet es.