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Die Liechtensteiner Regierung glaubt, zu Unrecht auf die schwarze Liste der internationalen Arbeitsgruppe gegen Geldwäscherei, FATF, gesetzt worden zu sein. «Wir fühlen uns falsch bewertet», sagte Regierungschef Mario Frick am Freitag in Vaduz.
Das Expertenkomitee «Financial Action Task Force on Money Laundring» (FATF) hat das «Ländle» am Donnerstag in Paris mit 14 anderen Staaten auf die schwarze Liste der im Kampf gegen die Geldwäscherei ungenügend kooperierenden Staaten gesetzt.
Für Liechtensteins Aussenministerin Andrea Willi und Justizminister Heinz Frommelt wären Sanktionen allerdings völkerrechtswidrig, auch wenn sie rechtlich nicht durchgesetzt werden können, wie sie am Freitag vor den Medien in Vaduz erklärten.
Regierungschef Mario Frick sagte, Liechtenstein anerkenne und unterstütze die Bemühungen der FATF, wirksame Massnahmen zur Bekämpfung der Geldwäscherei zu fördern. Mit der Beurteilung des Fürstentums durch die FATF sei er jedoch nicht einverstanden.
Die Bewertung sei zu hart ausgefallen, zumal sich das Fürstentum, das seit Monaten in eine Geldwäscherei-Affäre verstrickt ist, in jüngerer Vergangenheit sehr kooperativ gezeigt habe.