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Im Sommer 2019 ging ein Ruck durch die Bündner Kunstszene. Nachdem das fünf Meter lange Engadiner Panorama von Giovanni Giacometti während fast 70 Jahren als Leihgabe im Bündner Kunstmuseum zu sehen war, wollten die Besitzer das Gemälde verkaufen.
«In der Sammlung des Bündner Kunstmuseums entsteht eine unglaubliche Lücke», sagte damals Beat Stutzer, ehemaliger Direktor des Kunstmuseums und Giacometti-Kenner.
Die Auktion, an der das Gemälde verkauft werden sollte, verlief jedoch erfolglos. Mit einem Schlussgebot von 2.6 Millionen Franken wurde der Mindestverkaufspreis nicht erreicht. Daraufhin nahm der Co-Direktor des Bündner Kunstmuseums, Stephan Kunz, erneut Kontakt mit der Besitzerfamilie auf.
Eine Ausstellung ist bereits geplant
Man habe sich mit den Besitzern einigen können, sagt Kunz. Giacomettis «Panorama von Muottas Muragl» kehre zurück ins Bündner Kunstmuseum. Bereits 2021 sei eine Ausstellung geplant, an der die Panorama-Gemälde von Giovanni Giacometti gezeigt werden sollen – so auch das berühmte «Flimser Panorama», welches sich in einer Privatsammlung befindet.
Das «Panorama von Muottas Muragl» sei das grösste Giacometti-Panorama, sagt Stephan Kunz. Entstanden ist es Ende des 19. Jahrhunderts als Auftragsarbeit. Gemäss Kunz ist es eine der wichtigen früheren Arbeiten von Giovanni Giacometti und in seinen Dimensionen einzigartig im Werk des Künstlers.