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Lausanne - Die Kinder von Sans-Papiers sollen die Möglichkeit erhalten, eine Berufslehre absolvieren zu können. Der Waadtländer Grosse Rat hat seine Regierung beauftragt, sich in Bundesbern für dieses Anliegen einzusetzen.
Dazu überwies der Grosse Rat einen Vorstoss, der das eidgenössische Parlament auffordert, eine nationale Gesetzesgrundlage zu erarbeiten. Heutzutage dürfen die Kinder von Sans-Papiers lediglich die obligatorische Schule absolvieren.
Eine Lehrstelle können sie hingegen nicht antreten, denn dazu müssten sie eine Arbeitsbewilligung haben. Diese bekommen sie jedoch aufgrund ihres illegalen Status' nicht. Die jungen Illegalen sind somit zum Nichtstun oder zur Schwarzarbeit verdammt.
Indem die Jungen eine Berufsausbildung machen könnten, bewahre man sie davor, auf die schiefe Bahn zu geraten, argumentierte Serge Melly (FDP). Er hatte zusammen mit Jean-Michel Dolivo, seinem Amtskollegen des linken Wahlbündnisses "A gauche toute!", diesen Vorstoss lanciert.
Der Besuch der obligatorischen Schulzeit ist durch die UNO-Kinderrechtskonvention garantiert, welche die Schweiz 1997 in Kraft gesetzt hatte.
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