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Jeden Sommer sterben Schafe auf den Alpen. Und das nicht nur, weil sie von Wölfen gerissen werden, sondern auch beispielsweise durch Abstürze, Krankheiten oder Blitzschläge. Der Präsident der Gruppe Wolf Schweiz David Gerke rechnet vor: Mitte der 90er Jahre seien es in der Schweiz noch 10'000 Schafe gewesen, die gestorben seien, heute jedoch unter 5000. Er sieht einen direkten Zusammenhang mit der Wiedereinführung des Wolfes, da sich dadurch der Herdenschutz verbessert habe.
Diese Begründung sei zu weit hergeholt, hält Curdin Foppa dagegen. Er ist landwirtschaftlicher Berater des Plantahofes. Zwar verliere man tatsächlich weniger Tiere und es sei so, dass mehr Hirten auf den Alpen zum Einsatz kommen. Dies aber aufgrund ökologischer Überlegungen und weil man heute eben wisse, dass Schafe besser gehütet werden müssen. Auch das Beitragswesen sei entsprechend angepasst worden. Es gibt also mehr Geld für die Bauern, wenn sie Hirten einsetzen.
Zudem, betont Curdin Foppa, würden heute in Graubünden sowieso weniger Schafe auf die Alp geschickt. Es komme also auch schon deshalb zu weniger Verlusten.