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Für den Agrar- und Lebensmittelsektor wird entscheidend sein, wie sich das Eidgenössische Parlament nach den Wahlen in diesem Herbst zusammensetzen wird. Das neue Parlament wird Stellung zur Initiative für Ernährungssicherheit des Schweizer Bauernverbandes nehmen. Ebenso wird es über bilaterale Freihandelsabkommen mit Ländern wie Malaysia entscheiden und beschliessen, welche Strategie die Schweiz in Bezug auf das TTIP-Abkommen zwischen der EU und den USA anwenden wird. Diese Dossiers werden den Agrar- und Lebensmittelsektor und die landwirtschaftliche Produktion in der Schweiz erheblich beeinflussen.
Auserlesene Fragen
Zur Erstellung des agrar- und lebensmittelpolitischen Profils der Kandidaten hat die SALS-Schweiz fünfzehn Fragen erarbeitet. Die Kandidaten müssen ihre Haltung klar zum Ausdruck bringen, indem sie offenbaren, ob sie „eher dafür“, „dafür“, „eher dagegen“ oder „dagegen“ sind. Ein erster Teil des Fragenkatalogs widmet sich den vier Volksinitiativen zur Agrar- und Ernährungspolitik, d. h. der „Initiative für Ernährungssicherheit“ des Schweizer Bauernverbandes, der Initiative „Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln“ der Jungsozialisten, der „Fair-Food-Initiative“ der Grünen und der „Initiative für Ernährungssouveränität“ von Uniterre. Mehrere Fragen sind der Marktliberalisierung und dem Freihandel gewidmet. Die Kandidaten müssen, zum Beispiel, angeben, ob sie Grenzschutzmassnahmen unterstützen, welche eine produzierende Landwirtschaft in der Schweiz erhalten. Ein weiterer Teil des Fragenkatalogs betrifft die Rollen und die Funktionen, welche die Landwirtschaft künftig ausüben muss, dies insbesondere im Hinblick auf die Neuausrichtung der Direktzahlungen.
Grafik für jeden Kandidaten
Für jeden Kandidaten, der sich an der Umfrage beteiligt hat, wird eine Grafik erstellt. Die vier Achsen dieser Grafik zeigen die Haltung des Kandidaten zum Freihandel, zur Erhaltung eines hohen Selbstversorgungsgrads, zur Stärkung der produzierenden Funktion der Landwirtschaft und zur Stärkung des Ressourcen- und Landschaftsschutzes. Die Antworten der Kandidaten werden Ende August auf unserer Website www.sals-schweiz.ch veröffentlicht. Die Wähler können sich alsdann ein Bild von den Profilen der Kandidaten machen. Die SALS-Schweiz hofft, auf diese Weise einen Beitrag leisten zu können, damit die eidgenössischen Parlamentswahlen zugunsten des Agrar- und Lebensmittelsektors ausfallen. Alle 15 Fragen der Umfrage und ein grafisches Modell finden Sie unter: http://www.assaf-suisse.ch/?page=de/dossiers/elections