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Der Speleo-Secours Schweiz ist eine auf Landesebene arbeitende Rettungsorganisation. Ihm gehören 220 Retter an. Er leistet Such- und Rettungseinsätze in Höhlen und anderen schwer zugänglichen Orten wie Minen oder Schluchten, für die der Einsatz von speziell ausgebildeten und mit der Umgebung vertrauten Rettern unabdingbar ist.
Der Speleo-Secours Schweiz arbeitet eng mit der REGA zusammen. Ein Abkommen das diese Zusammenarbeit genau regelt besteht sein 1981.
Besonderheiten der Höhlenrettungen
Ein Unfall, der sich unter der Erdoberfläche ereignet bringt gewöhnlich beträchtliche Bergungsschwierigkeiten mit sich. Eine Reihe von Hindernissen (grosse vertikale Schächte, Flüsse, mit Felsblöcken übersäte Gänge, Wasserfälle, Engstellen, usw.) und die in den Höhlen herrschenden Bedingungen (Entfernung, Kälte, Nässe, plötzliches Hochwasser, Dunkelheit, usw.) sind die Hauptursachen hierfür. Als Beispiel sei hier das Missgeschick eines Höhlenforschers erwähnt, der sich mit einem gebrochenen Bein in der Tiefe einer grossen Höhle in den Berner Voralpen befand : 65 Stunden Arbeit von mehr als 50 Rettern waren notwendig, um ihn wieder an die Oberfläche zu bringen !
Es ist unmöglich, einen Verletzten auf anderem Weg aus der Höhle zu schaffen, als über den, über den er hereinkam. Dies ist der grosse Unterschied zwischen einer Höhlenrettung zu einer Gebirgsrettung, die im grossen Umfang von den der Luftrettungstechniken und der Möglichkeit der Evakuierung per Drahtseil profitiert hat.
Vom Standpunkt der taktischen Rettungsorganisation und der Notfallmedizin her gesehen, ist und bleibt der Höhlenunfall eine äusserst anspruchsvolle Aufgabe sowohl auf nationaler wie auch internationaler Ebene. Tatsächlich haben die in letzter Zeit verzeichneten Verbesserungen für die konventionellen Notfallsituationen in Bezug auf Alarmierung, Notfallmedizin vor Ort und Transport die Höhlenrettung nur wenig beeinflusst.