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2017 wurden in der Schweiz 67 neue Aidserkrankungen diagnostiziert, drei mehr als im Vorjahr. Im Langzeitvergleich ist die Zahl stark rückläufig. Nicht zuletzt dank der erfolgreichen Forschung, darunter die Schweizerische HIV-Kohortenstudie, hat auch die Zahl der aidsbedingten Todesfälle stark abgenommen.
Derzeit stehen zur Behandlung von Aids rund 30 Präparate, die auf 25 verschiedenen Wirkstoffen mit sieben unterschiedlichen Wirkungsweisen basieren, zur Verfügung. Die um 1996 eingeführte HIV-Kombinationstherapie HAART (Highly Active Antiretroviral Therapy oder hochwirksame antiretrovirale Therapie) kann die Virusvermehrung im Körper verlangsamen, die infektionsbedingten Symptome lindern, das Fortschreiten der Erkrankung vermindern und das Übertragungsrisiko hemmen. Das Risiko einer Ansteckung eines Ungeborenen im Mutterleib einer mit HIV infizierten Frau kann durch den Einsatz antiretroviraler Medikamente und durch eine qualifizierte ärztliche Betreuung stark minimiert werden.
HIV-Infizierte können aufgrund des medizinischen Fortschritts ein beinahe normales Leben führen. Noch Anfang der 1990er-Jahre starben 50% der HIV-Patienten innerhalb von zehn Jahren. Heute haben diese Patienten durch Kombinationstherapien eine nahezu normale Lebenserwartung. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schätzt, dass heute in der Schweiz rund 20 000 Personen mit einer HIV-Infektion leben.