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"Ich denke, dass die Konsolidierung bis auf Weiteres auf nationaler Ebene stattfinden wird", sagte der Verwaltungsratspräsident von BNP Paribas, Jean Lemierre, in einem Interview mit Bloomberg TV. "Werden wir die grenzüberschreitende Konsolidierung in einem zweiten Schritt sehen? Die Zukunft wird es zeigen."
Lemierre lehnte es ab, "Gerüchte" über eine mögliche Kombination mit der Commerzbank zu kommentieren. Zwar wolle BNP Paribas Marktanteile in einem Land gewinnen, das Frankreichs größter Handelspartner ist, doch werde dies durch organisches Wachstum in Deutschland angestrebt, sagte er.
Nach Jahren der Restrukturierung zieht die Commerzbank, Deutschlands zweitgrößtes Kreditinstitut, Bewerber aus ganz Europa und darüber hinaus an. Sowohl BNP als auch die italienische UniCredit sollen mit der deutschen Regierung in Kontakt gewesen sein, im Zusammenhang mit dem Kauf der 15-Prozent-Beteiligung des Staats an der geretteten Bank. Die US-Buyout-Gesellschaft Cerberus Capital legte im Juli offen, dass sie eine 5-Prozent-Beteiligung hält, womit sie der zweitgrößte Aktionär der Commerzbank nach dem deutsche Staat ist.
"Starke Partnerschaften"
"Zwischen Deutschland und Frankreich müssen starke Partnerschaften bestehen", sagte Christophe Castaner, der Sprecher der französischen Regierung, am Mittwoch. Er fügte hinzu, dass er wisse nichts von laufenden Überlegungen bei BNP Paribas zur Commerzbank. "Die internationale Entwicklungspolitik von BNP Paribas ist Sache von BNP Paribas. Es ist gut, dass sie sich auch auf Deutschland richtet und eine Bank, die so wichtig ist wie die Commerzbank."
Der französische Präsident Emmanuel Macron würde eine Kombination zwischen BNP Paribas und Commerzbank bevorzugen, hatte französische Wochenzeitung Le Canard Enchainé am Mittwoch ohne Angabe von Quellen berichtet. Eine Sprecherin des Élysée lehnte eine Stellungnahme ab, ebenso wie BNP.
Das deutsche Finanzministerium hatte im September erklärt, dass es derzeit "keine Verhandlungen" über einen Commerzbank-Verkauf gibt.
(Bloomberg)