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Geburtsstillstand
Bei den meisten Frauen verläuft die Entbindung ohne Zwischenfall. Komplikationen können jedoch in keinem Fall hundertprozentig ausgeschlossen werden. Solche Komplikationen können auch ohne vorher absehbare Risiken plötzlich während der Wehen auftreten. Ist der normale Geburtsverlauf nachhaltig gestört, kann ein Eingriff notwendig werden, wie zum Beispiel der Einsatz einer geburtshilflichen Zange, einer Saugglocke oder auch ein Kaiserschnitt.
Während der Wehen überprüfen Frauenarzt, Frauenärztin oder Hebamme durch eine vaginale Untersuchung regelmässig, wie weit sich der Muttermund geöffnet hat. Normalerweise erweitert sich der Muttermund in der Eröffnungsphase pro Stunde um einen Zentimeter. Dieser Wert schwankt individuell. Bei Müttern, die schon einmal vaginal entbunden haben, erweitert sich der Muttermund meist etwas schneller. Falls sich der Muttermund nicht weiter öffnet, gibt es dafür normalerweise drei Erklärungen:
- Das Baby ist zu gross oder das Becken der Mutter zu eng; es besteht ein „relatives Missverhältnis“.
- Die Kontraktionen im Uterus sind nicht stark genug, um das Baby nach unten zu pressen (Wehenschwäche).
- Der Kopf des Babys drückt nicht genügend auf den Muttermund, weil eine regelwidrige Kindslage besteht.
Letzte Aktualisierung: 05.2016, BH