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Warum musste Tashi G.* in Interlaken BE sterben? Diese Frage versucht die Kantonspolizei Bern seit letzter Woche vergebens zu klären. In der Nacht auf Mittwoch wählte jemand kurz vor Mitternacht den Notruf und meldete einen schwer verletzten Mann in der Wohnung an der Centralstrasse im Touristenort. Doch die angerückten Rettungskräfte konnten dem jungen Verletzten aus dem Tibet nicht mehr helfen: Er war schon tot.
Aus seinem Umfeld hiess es, der Familienvater habe am Abend vor seinem Tod noch gearbeitet. Der Tibeter sei als Koch in einem koreanischen Restaurant engagiert gewesen. Chloemchsi Saengsopee (50) betreibt das Thai-Restaurant unterhalb der Wohnung des Verstorbenen. Er sagte nach der Tragödie zu BLICK: «Tashi hat noch nicht lange hier gewohnt, vielleicht sechs Monate. Er hatte ein Kind und lebte hier mit seiner Frau. Es ist einfach nur tragisch!»
Verhaftete Frau wieder frei
Kurz nach dem mysteriösen Todesfall vermeldete die Polizei die Verhaftung einer Frau. Diese habe sich während des Unglücks in der Wohnung mit dem Familienvater befunden. Gemunkelt wurde, dass es sich dabei um die Ehefrau des Toten handelte. Diese Information bestätigte die Polizei allerdings nie.
Auf Anfrage von BLICK gibt die Behörde heute aber bekannt: «Die Frau wurde vorläufig festgenommen, später aber wieder entlassen.» Derzeit befindet sich also im Zusammenhang mit dem Tod von Tashi G. niemand mehr in Haft.
Zudem steht immer noch nicht fest, ob es sich bei dem Rätseltod des Kochs überhaupt um ein Tötungsdelikt handelt. Von der Polizei heisst es: «Es wird in alle Richtungen ermittelt. Wir werden kommunizieren, sobald wir Näheres sagen können.» Ein Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt am Kult-Wirt Thomas F.* (†61) wenige Tage zuvor wurde aber kategorisch ausgeschlossen.