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EBP analysierte, ob und wie persönliche Treibhausgas-Budgets als Instrument dienen können, um die Schweizer Klimaschutzziele zu erreichen.
Die Schweiz hat sich an der UN-Klimakonferenz in Paris im Jahr 2015 (COP 21) verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50 Prozent und bis 2050 um 70 bis 85 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Diese Ziele leisten einen Beitrag an die Bemühungen der Vertragsstaaten, den Temperaturanstieg deutlich unter 2 Grad Celsius zu halten.
Mit den bestehenden, im aktuellen CO2-Gesetz festgelegten Klimaschutzinstrumenten kann die Schweiz jedoch weder die nationalen noch die internationalen Ziele erreichen. Um die Ziele zu erreichen, bräuchte es gemäss Studien sehr hohe CO2-Preise. Alternative Klimaschutzinstrumente sind somit nötig, um die Emissionen in der Schweiz weiter zu senken und die gesetzten Ziele zu erreichen.
Mögliche Ausgestaltung und Umsetzung eines Treibhausgas-Budget-Ansatzes in der Schweiz
In den 1990er-Jahren wurde in Grossbritannien der Ansatz der persönlichen Treibhausgas-Budgets analysiert, der jeder Person eines Landes oder einer Region eine bestimmte Menge an Emissionsrechten zuspricht. EBP hat diesen Ansatz und eine mögliche Umsetzung in der Schweiz geprüft.
In einer Studie analysierten und diskutierten wir die verschiedenen Ausgestaltungsoptionen eines solchen Budget-Ansatzes im Detail. Folgende Fragen wurden dabei thematisiert:
- Welche Bereiche sollen in den Ansatz integriert werden: Wohnen, Mobilität und/oder Konsum?
- Wie sollen die Treibhausgas-Budgets definiert und die entsprechenden Emissionsrechte der Bevölkerung zugeteilt werden?
- Wie sollen die Emissionsrechte genutzt werden?
- Wie soll mit fehlenden Emissionsrechten umgegangen werden, und können diese gehandelt werden?
Als Basis dienten die bereits bestehenden Studien aus Grossbritannien und vereinzelte Beispiele von ähnlichen Ansätzen im näheren Ausland.
Auswirkungen auf den individuellen Lebensstil exemplarisch beschrieben
Ein Budget-Ansatz, der direkt beim Individuum und seinem persönlichen Konsum ansetzt, hat einen grossen Einfluss auf den Lebensstil jeder Person. Umgekehrt beeinflusst auch der Lebensstil der Gesamtbevölkerung den Budget-Ansatz und seine Ausgestaltung. Letzteres ist ein wichtiger Aspekt für die Akzeptanz des Budget-Ansatzes, die eine zentrale Herausforderung darstellt.
Vier fiktive Personen wurden stellvertretend für ausgewählte Bevölkerungsgruppen der Schweiz entwickelt und zeigten exemplarisch auf, wie der Budget-Ansatz deren Lebensstil, die Handlungsoptionen und den Umgang mit dem Budget-Ansatz prägt. Daraus entwickelten wir Schlussfolgerungen und Empfehlungen für die Einführung und die Kommunikation eines Budget-Ansatzes.