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Aus Aluminium trinken wir, Kupfer findet sich in unseren Smartphones und Uran ist notwendig, damit die Atomindustrie Strom produzieren kann. Alle diese Stoffe und noch viele mehr aus denen wir Menschen bestehen, werden auf den Rohstoffmärkten dieser Welt gehandelt. Sie haben einen variablen Preis, der von der Nachfrage abhängig ist. Je gefragter, desto teurer.
Der Erste, der den Wert eines Menschen nachweislich aufgrund seines chemischen Aufbaus bezifferte, war der US-Mediziner Charles H. Mayo. 1924 gab er den Preis eines Menschen mit 84 Cents an. In der heutigen Zeit wären das 13 US-Dollar.
30 Jahre später soll der afroamerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King bei einem seiner Auftritte gesagt haben, der Mensch gäbe genug Eisen her, um damit eine Penny-Münze giessen zu können; genug Fett, um eine Handseife herzustellen und so weiter. Insgesamt sei der Mensch 28 US-Dollar wert, wenn man ihn auf seine chemischen Bestandteile respektive deren Preise auf den Rohstoffmärkten (Stand 1963) reduziere.
King, der spätestens 1967 mit seiner «I have a dream»-Rede Weltberühmtheit erlangte, bevor er ein Jahr später im Memphis von einem Rassisten erschossen wurde, wollte aber sowieso auf etwas anderes hinaus: Der Mensch besteht aus weit mehr, als der Summe seiner physischen beziehungsweise chemischen Einzelteile. Und dieses Mehr – man kann es Seele, Geist, Gutheit nennen –, welches notabene keine Hautfarbe hat, sei der wahre Wert eines Menschen.