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Gauteng ist die kleinste und zugleich die am dichtesten besiedelte Provinz Südafrikas. Die Städte Johannesburg und Pretoria sind die beiden Grosstädte in der von über 12 Millionen Menschen bevölkerten Provinz. Allein in Johannesburg leben offiziell 4,6 Millionen Menschen, geschätzte 500’000 davon sind Flüchtlinge aus Simbabwe, Ruanda und dem Kongo. Die sozialen Spannungen sind enorm. Sichtbarer Wohlstand und Reichtum grenzen an bitterste Armut.
Eine kürzlich publizierte Studie des Gesundheitsdepartements der Provinz spricht von einer HIV/Aidsprävalenz von 30.4% bei schwangeren Frauen. Die Provinz weist ein selbst für Südafrika extremes Wohlstandsgefälle und sehr grosse Disparitäten auf.
Offizielle, staatliche Stellen, in deren Zuständigkeit der Kinderschutz und die Beratung liegen, funktionieren schlecht und ineffizient und sind überlastet. Die Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise manifestieren sich in teilweise drastischen Kürzungen der Etats für Non-Profit-Organisationen. Die bittere Armut und eine stark patriarchal geprägte Kultur der Gewalt haben die Gesellschaft verrohen lassen.