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Der bestehende Gotthard-Strassentunnel muss saniert werden. Der Bundesrat will deshalb eine zweite Strassenröhre durch den Gotthard bauen, um den Strassenverkehr während der Sanierung aufrechtzuerhalten. Wegen des massiven Widerstands gegen diese Pläne will er gesetzlich verankern, dass nach Abschluss der Sanierung im Normalfall nur jeweils eine Fahrspur genutzt wird. Mit dem Bau einer zweiten Strassenröhre tritt der Bundesrat zu Gunsten der Strassenlobby die Flucht nach vorne an, anstatt die Chance für die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene zu nutzen. Bisher wurden alle gesetzlichen Zielvorgaben zur Beschränkung des Schwerverkehrs auf den Alpenstrassen verfehlt, und es gibt keine Hinweise auf eine Trendwende. Dabei investiert der Bund Milliarden in die Schieneninfrastruktur, der Gotthard-Basistunnel wird ca. 2016 eröffnet, der Schienen-Alpenkorridor konsequent auf 4 Meter Höhe umgerüstet. Der Auto- und Lastwagenverlad während der Sanierung des Strassentunnels kommt zudem billiger als der Bau einer zweiten Röhre – und er würde ökologisch die richtigen Zeichen setzen.
Bis zum 21. April 2013 läuft die Vernehmlassung zur Sanierung des Gotthardtunnels. Die Alpeninitiative sagt Nein zur 2. Röhre am Gotthard und sammelt Unterschriften für eine Petition: