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Alterszentrum Viktoria – Villa Gerster Bern
Wettbewerb Wohnen / Fürsorge & Gesundheit
Auftraggeberin:
Wettbewerb:
Situation:
Der Stadtplan von K. Mischler aus dem Jahr 1905 zeigt eine historisch gewachsene, klar ablesbare Typologie – ein terrassiertes Villenquartier mit den durch ihre Nutzung begründeten Ausnahmen der Grossbauten Viktoria und Salem. Das Davinethaus wurde 1904 als Solitärbau erstellt, angrenzend an zwei heute nicht mehr existierende Villen in grosszügigen Parkanlagen. Die Erstellung des Zentralbaus Ende der 50-Jahre hat die diese Solitärwirkung bereits spürbar beeinträchtigt.
Da sich die Parzelle der bestehenden Villa Beata für die Erstellung der geforderten Wohnungen mit Dienstleistungen infolge der Besonnung und der Aussicht geradezu aufdrängt, stellt sich die grundsätzliche Frage nach der Massstäblichkeit des Eingriffs, der typologischen Zuordnung sowie dem Erhalt der Solitärwirkung des Davinethauses.
Das gewählte Konzept übernimmt Körnung und Fussabdruck der Villentypologie. Die Setzung des einfachen Volumens ermöglicht einen genügend grossen Abstand zum Davinethaus; dessen Autonomie wird gestärkt. Zudem wird die verbaute Fläche vor den Zimmern des Mittelbaus auf ein Minimum reduziert.
Architektur:
Zwei signifikante Bruchsteinmauerwerke thematisieren die Topografie und bilden gleichzeitig den Sockel für die präzise Situierung des neuen Baukörpers. Die vorgeschlagene Betonfassade bezieht sich durch ihre Öffnungen und Proportionen der Fenster sowie durch unterschiedliche wie schalungsglatte und gestockte Flächen auf die Villentypologie. Die gewählte Materialität und deren handwerkwerkliche Bearbeitung vereinigt zwei Strategien, eine typologische Verortung mit eigenständiger Architektursprache.