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Die Minolta SR-2 kam 1958 auf den Markt und war Minoltas erste Spiegelreflexkamera und nach der Asahiflex und der Topcon R die dritte japanische SLR überhaupt. Mit Ausnahme eines Belichtungsmessers besass sie alle Attribute einer modernen Spiegelreflexkamera. Pentaprismensucher, Schnellschalthebel, Bajonettanschluss, Springblende, Rückschwingspiegel und Schlitzverschluss. Damals waren das alles noch keine Selbstverständlichkeiten. Die Belichtung wurde mit einem damals üblichen Handbelichtungsmesser gemessen. Minolta bot ab 1962 auch Aufsteckbelichtungsmesser für die SR Serie an. Zu erkennen sind diese Versionen an der Halterung auf der rechten Gehäuseseite (auch an der abgebildeten SR-1 vorhanden). Einen eingebauten CDS-Belichtungsmesser gab es dann 1962 in der Minolta SR-7 und die fortschrittliche TTL-Offenblendenmessung 1966 in der Minolta SR-T 101.
Die hier abgebildete SR-1 war gegenüber der SR-2 leicht abgespeckt worden und kam 1959 auf den Markt. Es gab nur 1/500s als schnellste Verschlusszeit und das Standardobjektiv war lichtschwächer (mitgeliefert wurde ein 1:2/53 mm Objektiv). Ansonsten entsprach die SR-1 technisch exakt der SR-2. Sie wurde aber deutlich günstiger verkauft. Wieso Minolta das erste Modell mit SR-2 und das zweite mit SR-1 bezeichnet hat, wissen wohl nur die damaligen Marketingleute. Das SR-Bajonett wurde mehrmals überarbeitet und erst 1985 durch das A-Bajonett an der Minolta 7000 abgelöst. Die SR-1 und SR-2 besassen bereits das typische Design japanischer Spiegelreflexkameras der nächsten zwanzig Jahre. Erst in den Achtzigern wurde das Design dann nochmals radikal umgekrempelt, etwa von Canon mit der T70 und natürlich der Minolta 7000.
Fotos: kleinbildkamera.ch