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Der Fonds wirft der Kanzlei in der bereits im Mai erhobenen Klage vor, sie habe Kunden aus Argentinien geholfen, Gelder zu verstecken, und somit das juristische Vorgehen von NML Capital gegen den argentinischen Staat behindert.
Der Fonds hatte in dem jahrelangen Rechtsstreit von der argentinischen Regierung verlangt, den Nennwert von Staatsanleihen zu zahlen, die der Fonds nach der Staatspleite im Jahr 2001 zu Schleuderpreisen aufgekauft hatte.
Die Aktivitäten von Mossack Fonseca waren von einem weltweiten Journalistennetzwerk aufgedeckt worden, das dafür elf Millionen Dokumente ausgewertet hatte. Heraus kam, dass die Kanzlei dutzenden Spitzenpolitikern, Sportstars und anderen Prominenten mittels Briefkastenfirmen geholfen hatte, Steuern zu umgehen.
Verbindungen zu Firma in Nevada
Die Klage des US-Hedgefonds bezieht sich auf die Verbindungen von Mossack Fonseca zu einer Firma namens MF Nevada. Das in dem westlichen US-Bundesstaat angesiedelte Dienstleistungsunternehmen soll der Klageschrift zufolge wiederum mit mehreren Briefkastenfirmen verknüpft gewesen sein.
Vor zwei Jahren versuchte NML demnach, Informationen über Gelder aus Argentinien zu erlangen, die in Nevada geparkt gewesen sein sollen. Der Fonds habe dazu die Hilfe von Mossack Fonseca erbeten, da die Kanzlei offensichtlich in enger Verbindung zu MF Nevada gestanden habe. Doch Mossack Fonseca habe dies bestritten und die Daten nicht geliefert.
Die "Panama Papers" hätten jedoch gezeigt, das beide Firmen "unauflösbar verknüpft" gewesen seien, heisst es in der Klageschrift, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Insofern hätten beide Firmen gezielt das juristische Vorgehen von NMF behindert. In der Klage verlangt der Fonds die Erstattung der "sehr erheblichen" Zusatzausgaben für das juristische Procedere, die dem Fonds durch die Vorenthaltung der Informationen entstanden seien.
Argentinien hatte erst vor wenigen Monaten seinen jahrelangen Kampf gegen die Zahlungsforderungen von NML und anderer Hedgefonds aufgegeben. Die Regierung des konservativen Präsidenten Mauricio Macri willigte ein, insgesamt 4,65 Milliarden Dollar an die Fonds zu zahlen.
Die vorherige linke Regierung von Präsidentin Cristina Kirchner hatte die Zahlung der Summe vehement verweigert und die Hedgefonds als "Geierfonds" beschimpft. Anders als die Kläger hatten mehr als 90 Prozent der Gläubiger in den Jahren 2005 und 2010 einen Schuldenschnitt von 70 Prozent akzeptiert.
(AWP)