Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/228106

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat evaluiert das Energieeffizienzpotenzial der Datencenter und klärt dabei namentlich ab, wie Versorgung und Betrieb dieser Center mit erneuerbaren Energien sichergestellt werden können.</p><p></p><p>Eine Minderheit der Kommission (Keller Peter, De Montmollin, Gafner, Gutjahr, Haab, Herzog Verena, Huber, Kutter, Umbricht Pieren, Wasserfallen Christian) beantragt, das Postulat abzulehnen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat räumt den Umweltaspekten der Digitalisierung grosse Bedeutung ein. Das Bundesamt für Energie (BFE) beobachtet den Energieverbrauch, die Effizienzpotenziale und die Energieversorgung von Rechenzentren laufend. In diesem Sinne hat es die vom Postulat zitierte Studie erstellen lassen. Die Studie zeigt, dass das Effizienzpotenzial derzeit rund 0.96 TWh bzw. 46 Prozent des heutigen Stromverbrauchs der Rechenzentren beträgt. Einsparungen können durch das Anheben der Systemraumtemperaturen, die Nutzung von Free-Cooling, energieeffiziente Speicher oder der Einsatz von effizienteren IT-Komponenten erzielt werden.</p><p>Die Versorgung und der Betrieb eines Rechenzentrums kann ausschliesslich mit erneuerbarer Energie sichergestellt werden. Verschiedene Betreiber von Rechenzentren setzten bereits heute auf eine vollständig erneuerbare Stromversorgung. Einzelne Rechenzentren sind mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet und produzieren einen Teil des Stroms auf dem eigenen Gelände. Auch die Abwärme der Rechenzentren sollte möglichst genutzt werden.</p><p>Im Rahmen des Programms EnergieSchweiz unterstützt das BFE verschiedene Projekte, um die Potenziale der Effizienz und der Abwärme noch gezielter zu nutzen. In diesem Rahmen unterstützt das BFE beispielsweise den Verband Swiss Data Center Efficiency Association. Der Bundesrat erachtet eine weitere Evaluation als nicht nötig.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.