Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03457.jsonl.gz/2523

Anteil der beobachteten Flüsse mit einem Hochwasserereignis im jeweiligen Jahr. Wird bei einem Oberflächengewässer eine Abflussmenge überschritten, welche im Schnitt nur alle 10 Jahre vorkommt, dann gilt dieses Ereignis als Hochwasserereignis (der sogenannte HQ10-Wert entspricht dem Abfluss eines Gewässers, der statistisch betrachtet alle 10 Jahre überschritten wird).
|Der Indikator spiegelt die meteorologischen Verhältnisse wider und kann nicht bewertet werden.|
|Nicht bewertbar|
|Der Indikator spiegelt die meteorologischen Verhältnisse wider und kann nicht bewertet werden.|
|Nicht bewertbar|
Prozent (Anteil Messstationen mit HQ10-Überschreitungen)
Erläuterungen
Im Kanton Basel-Stadt geht das grösste Gefahren- und Schadenspotenzial vom Birsig aus. Bei einem 300-jährigen Hochwasserereignis würden heute der Zoologische Garten und weite Teile der Talsohle von der Heuwaage bis zur Schifflände überschwemmt werden. Dies hängt einerseits mit einer zu geringen Abflusskapazität und andererseits mit der Gefahr einer Verstopfung des Birsigtunnels durch Schwemmholz und Geschiebe zusammen. Entsprechend wurden in den letzten Jahren Projekte zur weiteren Reduktion des Risikos umgesetzt.
Die drei grossen Flüsse Rhein, Birs und Wiese bergen auf dem Kantonsgebiet Basel-Stadt nur ein geringes Gefahrenpotenzial. Es ist höchstens mit kleinen Schäden bei Ereignissen mit einer Wiederkehrperiode von über 100 Jahren zu rechnen. Der Rhein birgt generell nur ein geringes Risiko einer Überschwemmung im Kleinbasel bei einem Hochwasser, welches etwa alle 300 Jahre vorkommen kann. Dies war letztmals im Mai 1999 der Fall.
Im Gemeindegebiet von Riehen ist auf grösseren Flächen mit Schäden durch Ereignisse am Bettinger-, Immen- und Aubach zu rechnen. Diese können häufig, also mehr als dreimal in 100 Jahren, vorkommen. In Bettingen besteht lediglich eine Restgefährdung bei sehr intensiven Niederschlägen.
Eine detaillierte Übersicht über die Hochwassergefahr im Kanton Basel-Stadt gibt die Gefahrenkarte des Kantons (siehe weiterführende Links).
Im Kanton Basel-Landschaft sollen gemäss dem vorliegenden Wasserbaukonzept mittelfristig ca. 76 km Hochwasserschutzmassnahmen umgesetzt werden. Dazu zählen auch der Erhalt und die Reaktivierung von Retentions- und Überflutungsgebieten, welche meist ohne bauliche Eingriffe auskommen.
Methodik
Für jedes der unten erwähnten Oberflächengewässer werden die Abflussmenge in m3/s sowie die Anzahl Überschreitungen des jeweiligen HQ10-Abflusswertes aufgezeichnet. Die HQ10-Werte der Stationen werden über die gesamte Beobachtungsdauer der jeweiligen Station bestimmt. Der Anteil der Messstellen mit mind. einer HQ10-Überschreitung pro Jahr bildet den Indikatorwert.
In Basel-Stadt werden drei vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) betriebene Abfluss-Messstationen berücksichtigt (ab 1933): Wiese, Rhein (Rheinhalle), Birs (Münchenstein, Hofmatt; zu Basel-Stadt gezählt).
In Basel-Landschaft werden 21 kantonal betriebene Abfluss-Messstationen berücksichtigt (ab 1995): Birsig (Oberwil, Binningen), Buuserbach (Maisprach), Diegterbach (Sissach, Diegten), Dorfbach (Allschwil), Dübach (Rothenfluh), Eibach (Zeglingen, Gelterkinden), Ergolz (Ormalingen, Itingen), Hemmikerbach (Ormalingen), Hintere Frenke (Bubendorf-Morgental, Reigoldswil), Homburgerbach (Buckten, Thürnen), Marchbach (Oberwil), Orisbach (Liestal), Violenbach (Augst), Vordere Frenke (Bubendorf-Talhaus, Waldenburg).