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Olbram Zoubek wurde am 21.April 1926 in Prag geboren. Obwohl er seine Ausbildung an einer technisch orientierten Schule begann, wurde er von seinen Eltern in seinen künstlerischen Neigungen unterstützt. Nach dem Krieg absolvierte er eine kurze Lehre in einer Steinmetze Werkstatt, fing aber bald beim Prof. Josef Wagner an der Kunstakademie in Prag an zu studieren. Sein Studium beendete er 1952. Die ersten Jahre des Studiums verliefen vielversprechend. Sie fanden während der kurzen Periode des Friedens statt. Nach dem kommunistischen Putsch in 1948 änderte sich die Situation, nicht nur für die Künstler, sondern für das ganze Volk. Die Ideologie bestimmt ab jetzt das Leben in der Tschechoslowakei. Prof. Wagner versuchte sich und seine Studenten zu schützen, er brachte ihnen die Grundlagen und Techniken des Restaurierens bei, so war es möglich, dass Zoubek ab 1950 sein Lebensunterhalt mit Restaurierungsarbeiten verdiente. Unter anderen, war es auch diese Tätigkeit, die seine Einstellung zu den Werten der Tradition festigte. In der Schule lernte er seine spätere Frau Eva Kmentova kennen. Bis 1960 arbeiteten sie in einem gemeinsamen Atelier, danach richtete Zoubek in der altertümlichen Prager Neustadt eine frühere Steinmetze Werkstatt zu einem Atelier um, in welchem er bis zu seinem Tod gearbeitet hat. So wie viele Künstler seiner Generation orientierte auch er sich an den Werten der modernen Kunst, die von der herrschenden Ideologie abwichen. Er wurde Mitglied der Gruppe „trasa“, mit dieser fing er seine Ausstellungs- und Publikationstätigkeit an. Seine Organisations- und Ausstellungsaktivitäten beeinflussten im entscheidenden Mass die Kunstentwicklung der 60ger Jahre in der Tschechoslowakei. Das tragische Ende des „Prager Frühlings“ in 1968 beendete jäh jegliche freie Meinungsäusserung. Zoubek’s Ausstellungen, seine Teilnahme an internationalen Symposien, an öffentlichen Aufträgen und nicht zuletzt seine stets demokratische Handlungs- und Denkweise verursachten seine Verfolgung und Ausgrenzung durch das totalitäre Regime. Er wurde von den öffentlichen Ausschreibungen ausgeschlossen, er durfte nicht ausstellen. Er flüchtete erneut zur Restaurationstätigkeit und hat mehr als 20 Jahre Graffitis am Schloss in Litomyšl restauriert. Zusammen mit seinen Freunden hat er unter äusserst schwierigen Bedingungen an Aktivitäten der alternativen Kultur teilgenommen, bis er endlich in 1989, nachdem die Tschechoslowakei zur Demokratie zurückkehren konnte, seine Ausstellungstätigkeit aufnehmen konnte.
Olbram Zoubek’s Werk reflektiert vor allem seinen Glauben an die Unsterblichkeit der geistigen Werte und gehört somit zu der humanistischen Botschaft der Gegenwart.
Er starb 15.Juni 2017