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Der französische Pianist Cédric Tiberghien, Jahrgang 1975, studierte am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique bei Frédéric Aguessy und Gérard Frémy und konnte seine dortige Ausbildung 1992, im Alter von gerade einmal siebzehn Jahren, mit dem Ersten Preis abschliessen. Nach Wettbewerbserfolgen in Bremen, Dublin, Tel Aviv, Genf und Mailand gewann er 1998 den «Concours International Long-Thibaud», bei dem er zugleich mit fünf Sonderpreisen ausgezeichnet wurde. Danach wurde Tiberghien zu Auftritten in ganz Europa und in Japan eingeladen. Mittlerweile war er auf allen fünf Kontinenten zu Gast und konzertierte im Kennedy Center Washington, in der Londoner Royal Albert Hall, der Pariser Salle Pleyel, im Salzburger Mozarteum oder im Bunka Kaikan in Tokio. Cédric Tiberghiens aussergewöhnlich umfangreiches Repertoire enthält allein sechzig verschiedene Klavierkonzerte von Bach bis Bartók, darunter auch Raritäten wie die Konzerte von Théodore Dubois, die er mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra unter Andrew Manze einspielte, oder Werke von César Franck, die er mit dem Orchestre Philharmonique de Liège und François-Xavier Roth vorgelegt hat. In der Saison 2013/14 interpretierte Tiberghien gemeinsam mit dem Cleveland Orchestra das G-Dur-Konzert von Ravel, gestaltete mit dem Orchestre National de France Rachmaninows Drittes Klavierkonzert und präsentierte einen kompletten Beethoven-Zyklus mit dem Orchestre National d’Île-de-France. Als Kammermusiker arbeitet er mit der Sopranistin Sophie Karthäuser und dem Cellisten Pieter Wispelwey zusammen. Vor allem aber tritt er regelmässig mit Alina Ibragimova auf: Gemeinsam haben die beiden sämtliche Violinsonaten von Beethoven sowie Werke von Schubert, Ravel, Lekeu und Szymanowski auf CD herausgebracht.
August 2014