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Dem russischen Staatsfernsehen ist in der Ukraine wohl ein folgenschwerer Fehler unterlaufen. Das TV drehte einen Beitrag, bei welchem es laut «Focus» um die Fortschritte der Truppen im Osten des Landes geht. Dabei wurde ein Reporter gefilmt, welcher in einer Reportage Einblicke in das Kriegsgeschehen gab. Im Hintergrund zu sehen: ein russischer Mörser des Typs 2S4 Tjulpan – das grösste Modell der Welt.
Kurze Zeit später publizierte die ukrainische Nationalgarde auf Twitter ebenfalls einen Videobeitrag, der einen brennenden grossen Panzer zeigt.
Dabei soll es sich um genau diesen Tjulpan handeln, den die Russen gezeigt hatten – so wurde mit der Reportage der Standort verraten, welcher die Zerstörung ermöglichte. «Danke an die russischen Propagandisten für den Hinweis», schrieb die Nationalgarde dazu.
Der Mörser soll für Russland eine wichtige Waffe beim Angriff auf die Ukraine gewesen sein. Die ukrainische Nationalgarde schrieb auf Twitter, er sei benutzt wurden, um eine Brücke und Häuser in der Stadt Sjewjerodonezk zu zerstören. Bilder hatten zuvor schon andere Einsätze dieses Panzer-Typs in der Ukraine gezeigt, unter anderem beim Angriff auf das Asowstal-Stahlwerk in Mariupol.
Die Tjulpan-Mörser sollen in der russischen Armee zuletzt rar geworden sein. Nachdem es zu Zeiten des Kalten Krieges noch Hunderte solcher Waffen gab, sollen gemäss einem Bericht von «Forbes» derzeit nur noch zwischen 40 und 50 im Einsatz sein. (dab)