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Jesuiten (SJ)
Societas Jesu
Die Spiritualität der Jesuiten gründet auchf die Geistlichen Übungen und Exerzitien von Ignatius von Loyola (1491-1556). Ignatuis entwickelte diese durch seine lange Suche nach Gott, während seiner Pilgerreise nach Jerusalem. Nach dieser Erfahrung widmete Ignatius sich seiner theologischen und philosophischen Bildung und stellte sich danach mit einigen Gefährten in den seelsorgerischen Dienst an seinen Mitmenschen. Nachdem Ignatius und seine Gefährten Ehelosigkeit geschworen hatten vormierten sie sich als neue Ordensgemeinschaft. Sie wollten jedoch kein Kloster gründen, sondern eine Gemeinschaft bilden, die in verschiedensten Aufgaben vom Papst ausgesendet werden konnte. Offiziell bestätigt wurde der Orden 1540 und Ignatius wurde zum ersten Generaloberen ernannt. 1556 starb Ignatius von Loyola und 1622 wurde er heiliggesprochen.
Geistliches Üben in Exerzitien und in der Kontemplation bilden den Kern ignatianischer Spiritualität. Das versuchen die Jesuiten in möglichst vielen Bereichen in ihrem Alltag einzubinden, in Form von spiritueller Entscheidungsfindung, Meditation, Gebet und Gottesdienst. Dabei möchten die Jesuiten die Menschen in ihrem Christsein unterstützen. Die Jesuiten glauben an die Bildung des Herzens und der eigenen Person, die dabei für Christus empfänglich werden können. Nach Jesu Vorbild zu leben ist ihr oberstes Ziel.
In der Ordensgemeinschaft der Jesuiten gibt es sowohl Preister als auch Mönche. Sie leben nicht in einem Kloster, sondern in kleineren Gemeinschaften, genannt Kommunitäten. In der Schweiz gibt es sechs, in Basel, Zürich, Schönbrunn, Luzern, Fribourg und Genf. Geleitet wird eine Kommunität vom Superior.
Die Jesuiten in der Schweiz gehören zur Schweizer Jesuitenprovinz, die vom Provinzial geleitet wird. Zurzeit ist das Pater Dr. Christian M. Rutishauser SJ. Die Jesuiten Provinzen unterstehen wiederum der Ordenskurie in Rom, geleitet vom Generaloberen.
Die Jesuiten in der Schweiz betreiben ein Bildungshaus in Edlibach (Zug), eine Katholische Universitätsgemeinde in Basel, führen Wohnheime für Studierende in Basel. Zudem bieten sie Hochschulseelsorge in Zürich und in Luzern an. Die Jesuiten in der Schweiz betreiben ausserdem ein Hilfswerk, dass den Dialog zwischen Religionen und Kulturen in der ganzen Welt unterstützt. In Zürich gibt es zudem eine Jesuitenbibliothek, die allen Interessierten offen steht.
Die Jesuiten begleiten auf Wunsch Gläubige durch ihr Leben und helfen ihnen bei der Entcsheidungsfindung. Dazu gibt es ein breites Beratungs- und Exerzitienangebot für Erwachsene und Jugendliche. Zum Jesuitenorden gehört auch der Jesuiten Flüchtlingsdienst Schweiz, der Asylsuchende, Migranten und Flüchtlinge in allen Belangen unterstützt und begleitet. Dort bieten sie auch die Möglichkeit zur Freiwilligenarbeit, wie auch bei den Jesuit Volunteers, wo freiwillige Projekte der Jesuiten weltweit unterstützen können.
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Weltweit zählt die Ordensgemeinschaft der Jesuiten ca. 19’600 Mitglieder
In der Schweiz leben zurzeit 66 Jesuiten.
(Stand 2019)