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Urs Kryenbühl glückte in der zweiten Weltcup-Abfahrt von Bormio eine Sensation. Der 25-jährige Unteribriger wurde Zweiter hinter Dominik Paris. Beat Feuz als Dritter und Niels Hintermann als Sechster komplettierten das exzellente Schweizer Ergebnis. Bloss acht Hundertstel fehlten dem mit Startnummer 25 vorgepreschten Kryenbühl zum Sieg. Bei der letzten Zwischenzeit lag er noch zwölf Hundertstel vor Paris. Grund sich zu ärgern hatte Kryenbühl gleichwohl keinen. Nach einem starken Training am Donnerstag (9. Platz) und dem 13. Platz in der verkürzten Abfahrt vom Freitag pulverisierte er sein bisheriges Bestergebnis vom Vortag.
Mit seinem Coup wendete Kryenbühl in Bormio den Status quo ab. Mit Paris, Feuz, Aleksander Kilde und Matthias Mayer lagen bis zu seiner Fahrt die gleichen vier Fahrer vorne wie tags zuvor, mit dem einzigen Unterschied, dass Kilde und Mayer die Plätze tauschten. Kryenbühl sprengte diese Konstellation, verhinderte aber nicht den bereits sechsten Triumph von Paris auf der Stelvio von Bormio und dessen vierten in Folge in seinem Territorium.
In der Disziplinenwertung liegt Feuz gleichwohl weiter vor Paris an der Spitze. Wie in der Vorsaison war Feuz bislang der Konstantere der beiden und gewann Paris aber öfter (2:1). In den Abfahrten dieser Saison resultierten für den Schweizer die Ränge 3, 1, 2 und 3. Paris seinerseits übernahm die Führung im Gesamtweltcup.