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Massimo Furlan
Der Lausanner Künstler Massimo Furlan bewegt sich in seinen Arbeiten zwischen Theater, Tanz und Performance.
Er studierte an der École cantonale d'art de Lausanne und war als Bühnenbildner für den Choreographen Philippe Saire und das Théâtre en Flammes tätig, bevor er 2003 seine eigene Produktionsfirma Numero 23 Prod gründete.
Unter diesem Label entstehen seither konzeptionelle Arbeiten und Installationen, die den Akt der Repräsentation befragen und mit Erinnerungskultur spielen und sich durch einen feinen Humor auszeichnen. Die Kompagnie tourt international an Festivals und Theatern.
Ausgangspunkt seiner Arbeiten sind meist Bilder oder Anekdoten aus seiner Kindheit, wie die Vorfreude auf den Eurovision Song Contest in den 1970er Jahren in «1973». Seine Produktion «Giacomo» von 2013 über die italienische Motorrad-Legende Giacomo Agostini, wurde zum 1. Schweizer Theatertreffen eingeladen. Aufgrund der Erinnerung daran, dass er als Kind allein in seinem Zimmer Fussball spielte, während im Radio ein Spiel der italienischen Serie A lief, entwickelte Furlan sein legendäres Fussballtheater: In «Numéro 10» spielt er als einziger Performer, begleitet von originalem Tonmaterial, historische Fussballereignisse nach und zerlegt sie minutiös in Schritte und Gesten. Diese Arbeit wird er für das Luzerner Theater mit Schauspieler André Willmund adaptieren, der das wohl legendärste Spiel des FCL im Stadion nachvollzieht.