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Western Bullriding, von der landwirtschaftlichen Tätigkeit zum Trendsport
Western Bullriding ist ebenfalls unter dem Namen Rodeo bekannt. Mittels dieses Begriffes, der sich vom spanischen Wort „rodear“ ableitet, lässt sich auf die Entstehung schließen. „Rodear“ bedeutet so viel wie „umrunden“ und beschreibt das Zusammentreiben des Viehs auf einem begrenzten Raum. Diese Tätigkeit ist auf die südamerikanischen Viehhirten in Brasilien zurück zu führen und entwickelte sich allmählich zu einer Trendsportart, die besonders in Chile häufig ausgeübt wird.
Das Regelwerk
Fortan wandelte sich der Zweck und Rodeo wurde zur Unterhaltung des Volkes in grossen Arenen ausgetragen. Es entwickelten sich zwei unterschiedliche Bewertungsverfahren, das Timed Events sowie das Roughstock Events. Während das Timed Events einem Rennen gleicht, bei dem die schnellste Zeit den Sieg einbringt, urteilen beobachtende Preisrichter, die sogenannten Judges, die Schwierigkeit der Reitmanöver mit Punkten. Beiden Wettbewerben ist jedoch gemein, dass sich der Reiter mindestens acht Sekunden lang auf dem Tier halten muss, ohne den Stier oder den eigenen Leib mit der freien Hand zu berühren.
Verbreitung und Vereine
Von Südamerika verbreitete sich die Sportart in der Zeit von 1890 bis 1910 schnell über den Kontinent, indem Reiter mit ihren „Wild West Shows“ umherzogen und das Bullriding populär machten. Aufgrund der hohen Beliebtheit bildeten sich Vereine, wobei die Professional Rodeo Cowboy Association (PRCA) wohl der bekannteste ist. Darüber hinaus verübten auch Frauen in der Women’s Professional Rodeo Association das Western Bullriding.
Das Rodeo erreicht Europa
Buffalo Bill Cody, ein berühmter Stierreiter brachte den traditionellen Sport bald nach Europa. Hier wurde das amerikanische Original etwas abgewandelt sowie neu erfunden. Demnach entstanden Disziplinen wie das Kälberfangen, das Rettungs- oder Tonnenrennen aber auch der Slalomparcours.
Jedoch verüben Tierschützer mehr und mehr Kritik am ursprünglichen Bullriding. Zwar unterliegt das Regelwerk der PRCA strengen Auflagen, doch die Kampagnen gegen das Reiten auf Stieren nehmen zu. Alternativ ersetzt man das Tier heutzutage durch einen elektrischen Bullen, der sich ebenfalls wild hin und her bewegt. Diese Attraktion findet man häufig auf Rummelplätzen, für Partys kann man aber auch Bullriding mieten.