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Die Videoplattform Youtube hatte in Pakistan ein Leben von satten drei Stunden. Danach war die Webseite nicht mehr erreichbar. Es waren doch tatsächlich «Schmähvideos» zu empfangen.
Ein Mitarbeiter aus dem Umfeld des Premiers sagte aber, man habe nach der Freischaltung von YouTube festgestellt, dass das Schmähvideo noch auf der Plattform verfügbar sei. Während der kurzen Aufhebung der Blockade ergab die Youtube-Suche nach dem Titel des Schmähfilms mehrere Treffer, darunter auch den Trailer des Films.
Innenminister Rehman Malik hatte die Freigabe der Videoplattform am Freitag im Kurzmitteilungsdienst Twitter noch gross angekündigt: «Es gab zahlreichen Forderungen aus allen Teilen der Gesellschaft, YouTube zu entsperren. (...) Ich hoffe, ihr seid jetzt alle glücklich.» Ursprünglich war der Zugang im September nach Protesten gegen das Mohammed-Schmähvideo gesperrt worden.
Neben YouTube blockiert die pakistanische Telekommunikationsbehörde auf Wunsch des Premiers seit drei Monaten auch etwa 100 weitere Seiten. So solle die Bevölkerung vor Pornografie und blasphemischen Inhalten geschützt werden, sagte ein Sprecher.
Ein Expertenteam sei ausserdem damit beschäftigt, das Netz nach anti-islamischen Inhalten abzusuchen und diese zu sperren. Internetnutzer seien dazu aufgerufen, zweifelhafte Seiten zu melden, sagte er weiter.
(chb/sda)