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In der AHV oder in der Unfallversicherung sind Paare im Zusammenleben ohne Trauschein gegenüber Ehepaaren benachteiligt. Stirbt einer der Partner, erhält der zurückgebliebene Partner aus diesen Versicherungen keine Leistungen. Doch wie erhält die zurückbleibende Partnerin oder der Partner doch noch eine Rente? Die meisten Pensionskassen versichern die Rente.
Wie sind die Leistungen für Lebenspartner?
Peter und seine Freundin Melanie sind seit mehreren Jahren ein Paar und leben zusammen mit Flavia, der 13-jährigen Tochter von Peter, in einem gemeinsamen Haushalt. Der 50-jährige Maurermeister möchte nun wissen, wie für seine Partnerin und seine Tochter gesorgt ist, falls ihm etwas Schlimmes zustossen sollte.
Im Vorsorgereglement seiner Pensionskasse liest Peter zu seiner Freude, dass seine Pensionskasse auch Lebenspartner absichert, die nicht miteinander verheiratet sind. Damit diese sogenannte Lebenspartnerrente sichergestellt werden kann, muss Peter seine Lebenspartnerin für diese Leistung explizit anmelden.
Dabei gilt, dass Peter mit Melanie mindestens fünf Jahre ununterbrochen im gemeinsamen Haushalt leben müsste, damit sie im Fall seines Todes diese Leistung beziehen könnte. Da die fünf Jahre im gemeinsamen Haushalt als Bedingung erst zum Zeitpunkt seines Todes erfüllt sein müssen, kann er die Anmeldung für eine Lebenspartnerrente schon heute anmelden, auch wenn er erst seit zwei Jahren mit seiner Partnerin zusammenlebt. Diese Bedingung würde übrigens wegfallen, wenn Melanie nach Peters Tod für ein gemeinsames Kind aufkommen müsste.
Die Höhe der Rente
Falls alle Bedingungen erfüllt sind und Peter die Anmeldung eingereicht hat, gilt Melanie als rentenberechtigte Lebenspartnerin, das heisst, die Pensionskasse behandelt sie gleich wie eine Ehegattin. Wie hoch die Rente für Melanie ausfallen würde, steht in seinem Vorsorgeausweis. Deshalb ist es wichtig, dass Peter als Versicherter den Vorsorgeausweis immer wieder prüft.
Wie sind die Kinder abgesichert?
Peters Tochter Flavia hat als minderjähriges Kind Anspruch auf eine Waisenrente, wenn Peter stirbt. Ist Flavia noch in Ausbildung, wenn sie bereits volljährig ist, so erhält sie die Waisenrente bis zum Abschluss der Ausbildung, längstens aber bis zum Alter 25.
Arbeitgeber sind in der Pflicht
Das Gesetz über die berufliche Vorsorge bietet den Pensionskassen die Möglichkeit, eine Lebenspartnerrente im Reglement vorzusehen. Die meisten Vorsorgeeinrichtungen machen heute denn auch von dieser zeitgemässen Versicherung Gebrauch. Hier sind die Unternehmen in der Pflicht. Sie sollten als moderner und sozialer Arbeitgeber ihre Pensionskasse regelmässig prüfen und bei der Wahl des geeigneten Partners auch auf diesen Punkt achten.