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Südafrika
Der Weinbau in Südafrika hat eine lange Geschichte, die zeitlich sehr genau festgelegt ist: am 7. April 1652 betrat Jan van Riebeeck in der Tafelbucht südafrikanischen Boden und bemerkte schnell, dass sich hier aufgrund des Klimas sehr gut Weinanbau betreiben lassen kann. So kamen die ersten Rebstöcke aus Frankreich per Schiff und 1659 wurde der erste Wein gekeltert. 1679 wurde die zweite Stadt am Kap, Stellenbosch, gegründet, heute Zentrum des südafrikanischen Weinbaus. Im Jahre 1688 kamen die wegen ihres Glaubens verfolgten Hugenotten aus Frankreich nach Südafrika und brachten gute Kenntnisse über den Weinanbau mit. Sie liessen sich in Franschhoek (= französisches Eck) nieder.
Heute wird der Weinbau nur in der Provinz Westkap, in der südwestlichen Ecke Südafrikas betrieben. Hier herrscht mediterranes Klima, denn es ist aufgrund des kalten Benguela-Stroms kälter als die geographischen Gegebenheiten vermuten lassen: sonnig und warm, aber selten heiss, mit langen Sommern. Das Land ist bergig und auch der Boden geeignet: Granitböden an den Berghängen und Malmesbury-Schiefer, die beide gute Wasserspeichereigenschaften haben, die Sandsteinverwitterungen des Tafelbergs und der fruchtbare Bokkeveld-Schiefer an den Flußtälern