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Strassenbau
Die verkehrspolitische Diskussion der letzten Jahre stand klar unter der Fragestellung, welche Verkehrsträger gefördert werden sollen. Das Volk entschied sich verschiedentlich für eine klare Bevorzugung der Schiene gegenüber der Strasse (1988 Bahn 2000, 1992 NEAT, 1994 Alpen-Initiative und LSVA-Verfassungsartikel, 1998/99 LSVA-Gesetz und FinöV, 2004 Avanti-Initiative). Trotzdem wird weiterhin der vorbehaltlose Strassenbau propagiert, die raumplanerische Fehlentwicklung der letzten Jahrzehnte wird durch neue Strassenbauvorhaben von Bund und Kanton sanktioniert und fortgesetzt. Neue Strassen bringen jedoch nur vorübergehend eine Entlastung. Längerfristig ziehen sie zusätzlichen Verkehr an, denn mit neuen Strassen entsteht auch ein besseres Angebot, was die Nachfrage erhöht. Innerhalb von wenigen Jahren bewirken neue Strasssenabschnitte ein Verkehrswachstum von 15-20%.
Verschiedene Studien belegen, dass gute Verkehrsanbindungen nicht von entscheidender Bedeutung für das Wirtschaftswachstum sind.
Beispielsweise hat die Autobahn A7 durch den Thurgau in jenen Gemeinden, welche am meisten von der verbesserten Erreichbarkeit profitieren, keine eindeutigen wirtschaftlichen Effekte bewirkt.