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forlaufend
von innen heraus entstanden ist, sondern von außen durch Händefalten; oder ruft man einer zur Hypnose disponierten Person zu: «Schlafen Sie!», so verfällt dieselbe unter Umständen sofort in einen entsprechenden Zustand, indem sie sich lebhaft denselben vorstellt (Fremdsuggestion oder Heterosuggestion, weil hier die Vorstellung von einem fremden Willen angeregt wird);
oder denkt eine derartige stark disponierte Person von selbst lebhaft an das Eintreten des hypnotischen Zustandes, so stellt sich derselbe alsbald ein (Autosuggestion).
Die S. ist also ein Mittel, teils um hypnotischen Zustand herbeizuführen, teils um während und nach der Hypnose Vorstellungen, Gefühle, Empfindungen und vor allem entsprechende Handlungen entstehen zu lassen. Im hypnotischen Zustande vermischen sich Auto- und Fremdsuggestionen fortwährend und bilden vereint die Hauptgrundlage der Erscheinungen insbesondere der Handlungen Hypnotisierter. Glaubt ein solcher, sein rechter Arm sei gelähmt, so kann er ihn auch nicht bewegen, bringt man ihm die Überzeugung bei, er fühle selbst die schmerzhaftesten Eindrücke nicht, so fühlt er auch nicht.
Besonderes Interesse bieten die Hallucinationen (Erblicken von Gestalten, das Schmecken und Riechen von Dingen, die gar nicht vorhanden sind), die sog. negativen Hallucinationen, z. B. das Nichterblicken von Personen, die unmittelbar im Gesichtskreis des Hypnotisierten sich befinden, auf Befehl, die sog. Nachahmungsautomatie, d. h. das Nachahmen vorgemachter Bewegungen. Von großer Wichtigkeit sind die sog. posthypnotischen S., z. B. Handlungen, die erst nach Verscheuchung des hypnotischen Zustandes ausgeführt werden, nachdem während des letztern die Aufforderung hierzu gegeben worden ist, oder in entsprechender Weise zu stande kommende Sinnestäuschungen u. dgl. m. Auf den posthypnotischen S. beruht die Möglichkeit, gewisse krankhafte Zustände zu beseitigen, indem während der Hypnose dem Kranken eingegeben (suggeriert) wird, er werde nach dem Erwachen dieselben nicht mehr darbieten, z. B. keine Schmerzen mehr haben, gelähmte Glieder [* 1] bewegen können.
Die Erfolge, die hierbei erzielt werden, sind zum Teil höchst überraschend, meist aber nicht von langer Dauer. Die Frage, ob man auf diesem Wege auch pädagogisch einwirken könne, faule Kinder fleißig machen u. dgl., ist noch nicht endgültig entschieden. Andererseits können durch posthypnotische S. auch Personen zu Verbrechen veranlaßt werden, indem ihnen während der Hypnose befohlen wird, zu dieser oder jener Zeit nach dem Erwachen etwas zu stehlen u. dgl. m. Diese Experimente gelingen bei unmoralischen Personen leichter als bei sittlich starken, und es ist überhaupt fraglich, ob letztere auf diesem Wege zu Verbrechen veranlaßt werden können, da zweifellos ein Widerstand gegen die suggerierten Handlungen innerhalb weiter Grenzen [* 2] möglich ist. Ob auf dem Wege der posthypnotischen S. thatsächlich bereits Verbrechen veranlaßt worden sind, ist durchaus zweifelhaft, so daß die Frage vorläufig nur ein theoretisches Interesse hat. -
Vgl. Schmidkunz, Psychologie der S. (Stuttg. 1892);
Die S. und die Dichtung.
Gutachten, hg. von Franzos (Berl. 1892);
von Schrenck-Notzing, S. und suggestive Zustände (Münch. 1893);
Benedikt, Hypnotismus und S. (Wien [* 3] 1894);
Die Bedeutung der hypnotischen S. als Heilmittel.
Gutachten, hg. von Großmann (Berl. 1894);
Stoll, S. und Hypnotismus in der Völkerpsychologie (Lpz. 1894);
A. Forel, Der Hypnotismus (3. Aufl., mit Adnotationen von O. Vogt, Stuttg. 1895);
Bernheim, Die S. und ihre Heilwirkung (2. Aufl., Wien 1896).
S. auch die Litteratur zu Hypnotismus.