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Der deutsche Sänger, Jazz-Pianist und Bandleader Paul Kuhn ist tot. Er starb in der Nacht auf Montag im Alter von 85 Jahren, wie seine Agentur der Nachrichtenagentur dpa mitteilte.
Nach Informationen der "Bild"-Zeitung hatte sich der Gesundheitszustand des Musikers Anfang September verschlechtert. Er sei in ein Spital eingeliefert worden.
Kuhn wurde vor allem als "Mann am Klavier" und mit Unterhaltungsliedern wie "Es gibt kein Bier auf Hawaii" bekannt. Seit mehr als drei Jahrzehnten lebte Kuhn mit seiner dritten Frau Ute in der Schweiz.
Seine Musikerkarriere begann schon im Kindesalter. Sein erster Hit "Der Mann am Klavier" wurde einer seiner grössten. Mit der ARD-Show "Hallo Paulchen" hatte der Schlagersänger mit dem verschmitzt-fröhlichen Zahnlückenlächeln den Namen weg und wurde zu einem der populärsten Entertainer der Showbranche.
Vielseitige Karriere
Der am 12. März 1928 in Wiesbaden geborene Sohn eines Croupiers lernte mit sechs Jahren Akkordeonspielen, galt bald als Wunderkind und trat unter anderem als Achtjähriger bei der Funkausstellung in Berlin auf. Damit war er im versuchsweise betriebenen Fernsehen zu sehen.
Während seiner Schlager- und Showkarriere arbeitete Kuhn als Arrangeur, Komponist und Produzent unter anderen für Heino und Howard Carpendale. 1968 übernahm er die Leitung der Big Band des Senders Freies Berlin und führte sie zu internationalem Ruhm. Sein Vertrag sah drei Fernsehshows im Jahr vor, darunter "Pauls Party".
Als sich der SFB 1980 von der Big Band trennte, empfand Kuhn das als "Rauswurf". Er gründete seine eigene Big Band, mit der er Peter Alexander auf Tournee begleitete. Danach swingte er mit seinem Paul Kuhn Trio und tourte ab 2000 mit Max Greger, Hugo Strasser und der SWR Big Band als "Swing Legenden".
Im Frühjahr hatte der Pianist einige Konzerte abgesagt. Im sei ein Herzschrittmacher gelegt worden, hatte seine Agentur damals erklärt.
SDA-ATS