Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03552.jsonl.gz/1858

1926: Peter Thalmann wird als Sohn von Lydia (geb.Friedli, 1896–1976) und Heinrich Thalmann (1894–1954) im Aargauischen Buchs geboren, wo er seine Kindheit verbringt. Seine Mutter ist die Adoptivtochter des berühmten Künstlers Cuno Amiet. Sein Vater ist Kaufmann, betätigt sich aber in seiner Freizeit als Maler.
1930: Die Familie übersiedelt nach Muri b. Bern, wo Peter die Schulen und anschliessend das Gymnasium in Bern besucht. Die Ferien verbringt er bei den Grosseltern auf der Oschwand und entdeckt seine Passion für die Malerei.
1947: Nach der Maturität nimmt ihn der Grossvater Cuno Amiet als Schüler auf. Die Lehrzeit dauert bis 1955.
1948: Er beteiligt sich an der Weihnachtsausstellung der Bernischen Künstler in der Kunsthalle. Von da an ist er regelmässig an Weihnachtsausstellungen anzutreffen: 1951, 1952, 1954, 1964, 1974 im Kunstverein Solothurn, 1963, 1968, 1972 in der Berner Kunsthalle.
1950: Peter Thalmann reist zu einem Studienaufenthalt nach Paris.
1951: Auf den Spuren Cuno Amiets weilt er mehrere Monate in der Bretagne. Cuno Amiet nimmt ihn mit auf die Reise zu Winston Churchill nach Chartwell. Zusammen mit dem Farbenfabrikanten Willy Sax und dem Künstlerkollegen Martin Lauterburg unterrichten sie den Staatsmann im Einsatz der Farbe.
1952: Erneut reist Amiet mit Sax zu Churchill – dieses Mal nach Nizza – und lässt Thalmann sie begleiten.
1953: Dieses Jahr führen seine Reisen ihn nach Südfrankreich und Florenz.
1954: Der Vater Heinrich Thalmann stirbt. Peter bricht zu einem längeren Aufenthalt in die USA auf. Hier entstehen u. a. die Gemälde Detroit Airport und New York am Abend.
1955: Der Künstler ehelicht am 18. November die Keramikkünstlerin Margrit Roethlisberger und richtet mit ihr in Wabern b. Bern ihr Zuhause ein. Er tritt der Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten (GSMBA) bei.
1956: Fortan unternimmt er die Reisen zusammen mit seiner Ehefrau – in diesem Jahr fahren sie nach Florenz und Rom.
1958: Der gemeinsame Sohn Daniel kommt am 20.Juni zur Welt.
1961: Am 6. Juli stirbt der Grossvater Cuno Amiet. Margrit und Peter Thalmann errichten in Herzogenbuchsee ein Einfamilienhaus mit integriertem Atelier. Es ist ihm wichtig, im Umfeld seiner Familie zu arbeiten, weshalb er die Arbeitsstätte nicht separiert.
1963: Der Maler bespielt die Galerie Alte Kanzlei in Zofingen.
1964: In diesem Jahr entdeckt das Ehepaar das Engadin als wiederkehrendes Reiseziel, das sie von nun an zusammen mit ihrem Sohn Daniel jedes Jahr besuchen.
1965: In diesem Jahr gibt der Künstler sein Début in der Gemäldestube in Lyss.
1966: Wieder wird Thalmann in der Galerie Alte Kanzlei in Zofingen empfangen.
1969: reisen Margrit und Peter Thalmann nach Süditalien. Der Maler bestreitet drei Ausstellungen in der Galerie 54, in der Galerie Bertram in Burgdorf und in der Galerie Orell Füssli in Zürich.
1970: halten sich die Beiden in Venedig auf.
1971: Peter und Margrit Thalmann zieht es in den Norden Deutschlands nach Dänemark und Schweden. Die Galerie Alte Kanzlei in Zofingen ist wieder Bühne für seine Werke.
1972: Siena und Florenz stehen auf dem Reiseprogramm. Die Churer Galerie zur Kupfergasse wird zur «Dependance» für Werke Thalmanns und im Vieux Manoir in Martigny hat er ein Stelldichein mit zwölf anderen Aquarellisten.
1973: Die Kompassnadel schlägt wieder gen Norden aus: Die Niederlande wird als Reiseziel auserkoren.
1974: ist der Künstler wieder in der Churer Galerie zur Kupfergasse zu Gast, ebenso in der Alte Kanzlei in Zofingen und im Kunstsalon Wolfsberg in Zürich.
1976: Die Mutter Lydia Thalmann stirbt.
1977: Zusammen mit fünf weiteren Künstlern der «Retrogarde», wie die Berner Nachrichten titeln, präsentiert sich Peter Thalmann im Weissen Saal des Berner Kunstmuseums.
1978: Peter und Margrit brechen zu einer Reise in die Provence auf. Die Galerie Alte Kanzlei in Zofingen öffnet seine Tore zur Präsentation des Schaffens von Thalmann.
1979: Der Verleger und Autor Dino Larese entdeckt den Künstler, organisiert eine Schau in der Galerie 19 in Amriswil und verfasst ein kleines, schön gestaltetes Büchlein über ihn, zu dem Fritz Ryser ein Nachwort beisteuert.
1980: Die Churer Galerie zur Kupfergasse beherbergt zum dritten Mal Thalmanns Arbeiten.
1983: hat der Künstler erneut ein Gastspiel in Amriswil.
1984: Das Kornhaus in Herzogenbuchsee wird zum beliebten Ausstellungsort, wo Thalmann 1991 noch einmal ausstellt.
1994: Die Galerie Farb in Worb lädt den Knstler ein, sein Schaffen zu präsentieren.
1998: Wieder ist es das Kornhaus in Herzogenbuchsee, in dem Thalmann ein Gastspiel hat.
2001: Im Schlösschen Vorder-Bleichenberg, Biberst, ist Thalmanns Werk in einer Einzelausstellung zu sehen.
2002: Er zeigt sein Werk – wiederum in der Galerie Farb in Worb.
2006: Herzogenbuchsee zeichnet den Maler mit dem Kulturpreis aus.
2008: Am 23. September stirbt Peter Thalmann.