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Wie Kinder trauern
Beiträge der Sozialpädagogik in der Begleitung von trauernden Kindern bei einem Verlust einer nahestehender Person
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, welche Beiträge die Sozialpädagogik leisten kann, um trauernde Kinder bei einem Verlust einer nahestehenden Person zu begleiten. Die Fragestellung wird durch die Auswertung aktueller Fachliteratur zu den Themen Verlust und Trauer erarbeitet. Trauer ist eine natürliche, lebenserhaltende Reaktion auf einen ungewollten Verlust und hat die Funktion der Anpassung an die veränderte Lebenssituation. Es wird aufgezeigt, dass die Sprunghaftigkeit der Gefühle ein typisches Merkmal für den kindlichen Trauerprozess darstellt und Parallelen zum Dualen Prozessmodell von Margaret Stroebe und Henk Schut aufweist. Durch die vielseitigen Trauerreaktionen und Einflussfaktoren des kindlichen Trauerprozesses, ist die Trauer der Kinder individuell und komplex. Anhand des Aufgabenmodells von William J. Worden wird deutlich, dass Kinder bei der Verarbeitung eines Verlustes einer nahestehenden Person Begleitung benötigen, damit sie deren Tod realisieren, verarbeiten und in die neue Lebenssituation integrieren können. Gelingt dies nicht, können sie zum Beispiel eine Anhaltende Trauerstörung entwickeln. Es wird dargelegt, dass Sozialpädagog*innen, in ihrem Berufsalltag mit Kindern, die um einen Verlust einer nahestehenden Person trauern, konfrontiert werden. Anhand den Struktur- und Handlungsmaxime der Sozialen Arbeit wird deutlich, dass sie Beiträge leisten kann, um trauernde Kinder adäquat zu begleiten und ihre Entwicklung zu fördern. Diese können auf individueller und gesellschaftlicher Ebene stattfinden, wie z.B. das Anbieten von Beratungs- und Informationsstellen, um Betroffene in der Trauersituation zu begleiten und sie untereinander zu vernetzen.