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Das Hölloch liegt im Muotathal im Kanton Schwyz. Der Eingang zur Höhle wurde 1875 durch Alois Ulrich, einen lokalen Bergbauern, entdeckt.
Die systematische Erforschung der Höhle begann dann ab 1889. Im Jahre 1905 wurde durch eine belgisch-schweizerische Gesellschaft mit dem touristischen Ausbau der Höhle begonnen, bei welchem der vorderste Teil der Höhle mit Strom erschlossen und beleuchtet wurde.
Wassereinbruch stoppt touristische Erschliessung
Durch einen Wassereinbruch im Juni 1910 wurde die gesamte elektrische Installation zerstört und die touristische Erschliessung kamen zum Erliegen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Forschertätigkeit im Hölloch wieder aufgenommen. Eine neue Lichtanlage wurde nicht mehr installiert.
Heute können im Hölloch Touren zwischen zwei Stunden und mehreren Tagen mit Biwak unternommen werden. Vorbei an den unterschiedlichsten Felsformationen, unterirdischen Wasserläufen, Sandablagerungen und Tropfsteingebilde, die in mehreren Millionen Jahren entstanden sind.
Echtes Höhlenforscherfeeling
Das Hölloch bietet ab den ersten Metern das perfekte Höhlenfeeling, da man auf eine elektrische Beleuchtung verzichtet und mit Stirnlampen unterwegs ist. Die grösseren und mutigeren Gäste erhalten einen Höhlenoverall, Gummistiefel, Stirnlampe und Helm. Sie verlassen die ausgebauten Wege und dringen tief in das Höhleninnere ein.
Höhle mit Weltrekord
Seit die Forscher im August 2020 eine neue Verbindung bekannt gegeben haben, liegen zwischen dem tiefsten (551 m) und dem höchsten (1584 m) Punkt des Höllochs neu 1033 Meter Höhenunterschied.
Das ist ein neuer Weltrekord. Gefunden wurde die neue Verbindung bereits 2015, als unweit der Pragelpass-Strasse eine neue Höhle entdeckt wurde. Diese war jedoch noch mit Abfall gefüllt. Nach rund 60 Expeditionen konnten die Höhlenforscher einen 1,6 Kilometer langen Durchgang zum bestehenden Höhlensystem freilegen.