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2003 hat die Regierung insgesamt 50'000 Franken für internationale
Bemühungen um Frieden und humanitäre Hilfe gesprochen.
30'000 Franken werden dem Büro für die Koordination für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) zur Verfügung gestellt. Das 1992 mit liechtensteinischer Hilfe aufgebaute UNO-Koordinationsbüro ermöglicht rasche und gezielte Nothilfe in denjenigen Regionen, wo sie am dringendsten notwendig ist. Der liechtensteinische Beitrag gründet auf der Erkenntnis, dass Hilfsbeiträge und Spenden zur Linderung einer Notsituation ohne die Vor- und Koordinationsarbeit von OCHA kaum wirkungsvoll eingesetzt werden könnten. Er ergänzt das liechtensteinische Engagement für konkrete Projekte verschiedenster Organisationen im Rahmen seiner Internationalen Humanitären Zusammenarbeit.
13'000 Franken werden der Internationalen Friedensakademie (IPA) zur Verfügung gestellt. Diese unabhängige, internationale Institution setzt sich für die Verhinderung und die Beilegung bewaffneter Konflikte zwischen und innerhalb von Staaten ein. Die IPA erfüllt diese Mission in erster Linie durch die Bereitstellung wissenschaftlicher Expertise und Forschung.
Das Sondergericht für Sierra Leone erhält 7'000 Franken. Es wurde durch ein Abkommen der Vereinten Nationen mit der Regierung Sierra Leones eingerichtet, um jene Personen zu verfolgen, denen die grösste Verantwortung für nach dem 30. November 1996 begangene schwerste Straftaten nach dem humanitären Völkerrecht und dem Recht Sierra Leones zukommt. Trotz seiner prekären finanziellen Lage hat das Gericht inzwischen seine operative Tätigkeit voll entfaltet und mehrere Verdächtige verhaftet bzw. zur Verhaftung ausgeschrieben. Liechtenstein hat die Einsetzung des Gerichts politisch unterstützt und gehört auch jener Staatengruppe an, welche sich im allgemeinen gegen die Straflosigkeit für Kriegsverbrechen engagiert und bereits im letzen Jahr einen freiwilligen Beitrag über 5'000 US-Dollar bereitgestellt hat.
Kontakt:
Amt für Auswärtige Angelegenheiten
Alicia Längle
Tel.: +423/236 60 53