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China verweist einen ausländischen Journalisten des Landes. Trotz Intervention der US-Regierung muss der Pekinger Korrespondent der «New York Times», Austin Ramzy, am Donnerstag ausreisen, weil ihm das Visum nicht verlängert wird. Diplomaten werteten seine Akkreditierungsprobleme als Vergeltungsaktion für die Enthüllungen der «New York Times» über die Reichtümer der Familie des früheren Ministerpräsidenten Wen Jiabao. In diesem Zusammenhang musste bereits vor einem Jahr ein anderer Journalist der «New York Times», Chris Buckley, das Land verlassen.
Der Auslandskorrespondentenclub in China (FCCC) äusserte sein «tiefes Bedauern». «Unter diesen Umständen lässt sich die Schlussfolgerung nicht vermeiden, dass die Behörden die ‹New York Times› für ihre Artikel über Premier Wen Jiabao und seine Familie bestrafen wollen», hiess es. «Ein solches Verhalten ist weit von internationalen Standards entfernt.» (mlu/sda/dpa)