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Gehört ihr (wie ich) zu den Leuten, die sagen: “Naja, ab und zu McDonalds kann ja nicht schaden”. Und dann geht ihr dort hin und denkt, dass das Essen eigentlich weder frisch noch lecker ist. Und wohl fühlen kann man sich dort eigentlich auch nicht. Es stillt den Hunger, mehr nicht.
Jetzt gibt es den Film zur Gründergeschichte der Fast-Food-Kette; und wenn ihr eh schon nicht den größten Bock auf diesen Laden hattet, werdet ihr, nachdem ihr den Film gesehen habt, gar nicht mehr hingehen wollen.
Michael Keaton spielt den Gründer (the Founder) Ray Kroc, der in den 50igern ein erfolgloser Vertreter war, durch Zufall aber in Kalifornien auf die McDonald Brüder stieß, die dort einen erfolgreichen Burgerladen führten, der als erstes Unternehmen überhaupt auf Fast-Food setzte -alles eigene Ideen, eigene Prozesse und Eigeninitiative. Die Brüder sind eher konservativ und wollen ihre guten Prozesse und die hohe Qualität erhalten. Daher halten sie nicht viel von der Idee des Vertreters, aus McDonalds einen Franchise in den ganzen Staaten zu machen.
Ray Kroc schafft es dennoch einen Vertrag bei den Brüdern zu ergattern, der es ihm unter strengen Vorgaben erlaubt, McDonalds Filialen zu eröffnen. Nach ersten Niederschlägen stellt sich bald der Erfolg ein. Doch sein Verdienst bei den Brüdern und der Erfolg reicht Kroc lange nicht aus, so dass er schon bald Löcher sucht, um den Vertrag mit den Brüdern zu umgehen und seine eigene Gier zu befriedigen. Stück für Stück macht Kroc sein eigenes Ding, bis letztendlich die Brüder verdrängt wurden, Ray Kroc sich als Gründer der Fast-Food-Idee präsentierte und mit einem dubiosen Deal dafür sorgte, dass die Brüder nicht nur ihre Filialen sondern auch alle Rechte und den ersten McDonalds-Laden in Kalifornien verloren. Der Name wurde geschützt, so dass die Brüder sogar im Grunde ihre “Identität” verloren.
Hartnäckigkeit, Frechheit, Unverschämtheit, Sinn fürs Verbiegen von Gesetzen und Verträgen, gepaart mit ekelhaften Ehrgeiz und Skrupellosigkeit – so machte Ray Kroc aus McDonalds eine Weltmarke, wurde selber steinreich, entsorgte seine langjährige Ehefrau für ein junges, blondes Ding und war wahrscheinlich auch noch sehr zufrieden mit sich selber. Michael Keaton spielt diesen Typen auf genialste Weise (wen oder was kann Michael Keaton eigentlich nicht spielen).
Groß zu denken ist eine Sache, dabei über Leichen zu gehen eine andere. Die Anfänge der McDonald Brüder haben was vom amerikanischen Traum, mit harter Arbeit vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden, eine löbliche Ambition wie ich finde. Alles, was danach kam, mag ich nicht guteißen und daher sage ich nun nicht mehr:” McDonalds kann man ab und zu machen.” sondern “McDonalds, nein Danke!”
Eure Cindy