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Dem Sinn des Wortes nach ist der Name „Steinen“ unmittelbar mit dem Stein in der Natur verknüpft. Seit jeher gab es unzählige Steine im Dorf, welche die Steineraa mit viel Schutt vom Berg herunterbrachte.
Weitere Bezeichnungen, wie etwa das Stauffacherdorf oder das Chriesidorf sind Ausdrücke des mundartlichen Sprachgebrauchs und gehen einerseits auf das alte Geschlecht der Stauffacher, andrerseits auf die in Steinen gepflegte und hochgehaltene Kirschbaumkultur zurück.
Der Loskauf des Gebietes erfolgte bei Graf Eberhard von Habsburg-Laufenburg um 1270. Anfangs wurde im Lande Schwyz das zu Steinen gehörende Gebiet Steinerviertel genannt. Berühmt wurde das Geschlecht der Stauffacher durch die Gründung der Eidgenossenschaft. Die Frau des Werner Stauffacher zu Steinen gab ihrem Gatten den Rat, für das Gut der Freiheit zusammenzustehen. So kam Anfang August 1291 zwischen Uri, Schwyz und Unterwalden der Rütlischwur zustande.
Wie für Schwyz werden die Grafen von Lenzburg auch als Stifter der ersten Kirche von Steinen im Jahre 1125 erwähnt. Neben diesem bescheidenen romanischen Bau mit Chorhaus und seitlichem Turm wird bereits eine frühere Kapelle gestanden haben. Davon stammt noch der heutige bis zu den Schallöchern reichende Glockenturm.
Fast 200 Jahre später folgt der gotische Bau mit dreischiffigem Langhaus, in dem vier Pfeilerpaare die flache Holzdecke trug; am 27. Juli 1318 vom Konstanzer Weihbischof konsekriert. Vermutlich ist es die einzige Pfarrkirche im Kanton Schwyz, die seit damals in ihrem Baukörper unverändert geblieben ist. Nach der Überlieferung soll der Kirchenbau aus dem Erlös der Schlachtbeute von Morgarten 1315 finanziert worden sein.
1540 kam ein Umbau; der Glockenturm wurde aufgestockt. Ende des 17. Jahrhunderts erfuhr das Kirchenschiff eine barocke Umgestaltung.
Ein Bijou ist die Orgel aus dem 17. Jahrhundert mit dem Hl. Erzengel Michael in der Mitte sowie mit der gemalten der Hl. Caecilia und dem König David auf den Orgelflügeln. Das Rückpositiv kam 1965 dazu. Eine weitere Kostbarkeit ist der übergrosse Tabernakelaufbau.
Malereien im Beinhaus und die Tatsache, dass schon vor der Barockisierung ein Seitenaltar zu Ehren des Hl. Jakobus bestanden hat, zeugen davon, dass manche Jakobuspilger hier Zwischenstation gemacht haben.
1349 wird Sattel als Filiale von Steinen erwähnt. Auch Steinergberg, Biberegg und Rothenthurm gehörten dazu. Die Pfarrkirche St. Jakob und das Kloster unserer Lieben Frau in der Au waren die geistlichen Zentren. Bereits vor dem Rütlischwur lebten dort Zisterzienserinnen.
1492 wird die dem Heiligen Kreuz Christi geweihte -heute Stauffacherkapelle genannt- erwähnt, 1616 die Vinzenzkapelle (Jakobuspilger!) und 1691 als Ersatz für die zerfallene und verlassene Klosterkirche die Grossherrgottkapelle erbaut.
Die grösste Glocke stammt von 1587 und die zweite aus Luzern von 1605. Die dritte (Betzeitglocke) soll 1444 im Alten Zürichkrieg aus dem Kloster Kappel gebracht worden sein. Die vierte mit der Jahrzahl 1410 trägt auf lateinisch die Umschrift „Christus, König der Glorie, komm mit deinem Frieden“. Die kleinste („Ave Maria“) wurde 1723 in Zug gegossen. Drei von diesen Glocken tragen das Bild oder einen Bittruf an den Hl. Jakobus.