Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03288.jsonl.gz/2363

Wenn du genau weisst, was dich stresst, hast du eine gute Ausgangsposition, um Verbesserungen zu überlegen oder nach Lösungen zu suchen.
Emran: «Dass ich mehrere Sachen gleichzeitig erledigen muss und nicht zur Ruhe komme: (a) Ich muss für einen Test lernen, (b) im Sportverein trainieren und (c) einer Freundin bei einer Hausaufgabe helfen.»
Andrea: «Die schlechten Noten. Dann denke ich, oh bin ich doof und alle sind von mir enttäuscht.»
Ryan: «Dass mich alle anschauen, wenn ich den Vortrag halte. Dass ich nicht weiss, was ich sagen muss und alle meinen, ich bin ein Loser.»
Sajida: «Dass ich kaum Zeit habe, zu kochen, zu essen, zu lernen und zur Schule zu gehen. Ich schaffe dies kaum und wenn etwas dazwischen kommt, dann erst reicht die Zeit nicht. Und dann sind meine Eltern enttäuscht, meine Lehrerin ist enttäuscht, ich bin enttäuscht.»
Kim: «Niemand will etwas mit mir zu tun haben. Marc, Tim und Johann lassen mich auch nicht in Ruhe. Ständig höre ich böse Witze und muss überall suchen, wo sie meine Dinge versteckt haben.»
Klicke auf den Avatar der Stressprofis, um die ausgefüllte Checkliste herunterzuladen.
Die Stressprofis wissen, dass sie für die Frage «Was stresst dich genau?» eine klare Antwort brauchen und sie bleiben dran, bis sie den Durchblick haben.
Ich habe keine Zeit, viel zu tun oder keine Ahnung
Wie oft hört man stattdessen allgemeine Aussagen wie: «Ich habe keine Zeit» oder «Ich habe viel zu tun». Zu wenig Zeit für was? Viel zu tun, ok, aber was?
Allgemeine Antworten verhindern gezielte Lösungen.
Es könnte auch sein, dass du eine innere Belastung spürst, ohne den Grund zu verstehen. In diesem Fall nimm dir Zeit, um dich mit deinen Gedanken und Gefühlen auseinanderzusetzen.
Deine innere Welt in einem Tagebuch aufzuschreiben oder als Gedicht auszudrucken, sie zu zeichnen oder zu musizieren, aber auch darüber mit vertrauten Freunden*innen zu reden, kann dir helfen, zu verstehen, was dir gut tut, aber auch was dich stresst.
Was stresst dich?
Du brauchst eine Wanderkarte
Hilfreich ist sich eine Stresssituation wie ein Wald vorzustellen. Du bist mittendrin und vor lauter Bäumen siehst du den Ausweg nicht mehr.
Was du nun brauchst, um den Wald auf dem kürzesten Weg zu verlassen, ist eine detaillierte Wanderkarte. Diese Wanderkarte ist deine Antwort auf die Frage: «Was stresst dich genau?» Wenn sie präzis und korrekt ist, hast du eine bessere Chance, rasch den Ausgang aus der Stresssituation zu finden.
Klarheit schafft neue Möglichkeiten.
Willst du den Stress wie ein Profi meistern, versuche zuerst genau zu verstehen und zu beschreiben, wo der Schuh drückt. Was im Rückschluss heisst: Wenn diese Druckquelle weg ist, bist du nicht mehr oder weniger gestresst als jetzt.
Auch für andere Menschen ist erst möglich, dir nützliche Ratschläge zu geben, wenn du ihnen die Möglichkeit gibst, zu begreifen, aus welchem Grund du gestresst bist.
Deswegen ist deine erste Aufgabe aus der Checkliste gegen Stress für die Frage «Was stresst dich genau?» eine gute und sorgfältige Antwort zu überlegen.
Zum Schritt 2: «Bist du bereit, ein Stressprofi zu werden? Warum?»