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Ein Archiv für Offenbachs Nachlass
Die Pariser Bibliotheque national de France will einen Grossteil des Nachlasses von Jacques Offenbach übernehmen. Sie ruft dazu zur Mitarbeit auf.
Nach dem Tod von Offenbachs Frau Herminie wurde der Nachlass des Komponisten 1887 von den vier Töchtern des Paares untereinander aufgeteilt. Alle aus dieser Teilung resultierenden Teilbestände sind weitestgehend verstreut, mit Ausnahme der Sammlung, die die Bibliothek (BnF) erwerben möchte und die vollständig erhalten ist.
Das Archiv besteht hauptsächlich aus handschriftlichen Partituren, meist kommentierten Manuskriptheften, ikonografischen Dokumenten, Archivalien und Nachlässen. Sie beinhaltet zudem Manuskripte grosser Meisterwerke (La Grande-duchesse de Gérolstein, Les Contes d’Hoffmann und so weiter). Unveröffentlichte Bestände aus dem Théâtre de la Gaîté und dem Théâtre des Bouffes Parisiens, der Wiege der Operette, werfen im Weiteren Licht auf entscheidende Jahre der Oper des 19. Jahrhunderts.
Die BnF erhofft sich von Spendern 200 000 Euro für den Erwerb des Offenbach-Fonds, dessen Preis auf 1,69 Millionen Euro festgesetzt ist.