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Lawinen
Künstliche Lawinenauslösung
Die künstliche Lawinenauslösung ist in der Schweiz wichtig für den Schutz von Verkehrsachsen, Siedlungs- und Schneesportgebieten. Ziel ist, mit einer kontrollierten Sprengung mögliche Anrissgebiete, Sturzbahnen und Ablagerungsgebiete temporär zu sichern sowie Grosslawinen und längere Sperrzeiten zu vermeiden.
Beim System Gazex explodiert das Gas über der Schneedecke und löst so die Lawine aus. Bild: Cornelia Accola, SLF
Es gibt zahlreiche Methoden der künstlichen Auslösung wie Handsprengungen, Helikoptersprengungen, Einsatz von Geschossen oder festinstallierte Auslösevorrichtungen. Dabei gilt aber immer das gleiche Prinzip: Bei der künstlichen Lawinenauslösung wird im Anrissgebiet eine Sprengladung oder ein explosives Gasgemisch gezündet, was zu einer Druckwelle und damit zu einer Zusatzbelastung der Schneedecke führt. Der Druck kann einen Bruch in der Schwachschicht der Schneedecke initiieren. In der Folge breitet sich der Bruch aus, und das Schneebrett über der gebrochenen Schicht rutscht ab.
In den letzten Jahren wurden fest installierte Sprengsysteme immer beliebter und sind heutzutage weit verbreitet. Damit lassen sich Explosionen mit Sprengstoff oder Gas über der Schneedecke erzeugen, sodass sie den Bruch möglichst effizient auslösen. [weiter]