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Wassersparen
Wasser brauchen bedeutet Energie verbrauchen
In der Schweiz gibt es, abgesehen vom Juramassiv und einigen Alpentälern, noch reichlich Wasser, obwohl wir aufgrund des Klimawandels immer häufiger regenarme Zeiten erleben. Süsswasser gibt es in den oberirdischen Gewässern, im Grundwasser und in Form von Schnee und Eis in den Bergen. Dies ist ein grosses Privileg im Vergleich zu anderen Regionen der Welt, die nicht nur darum kämpfen, ihre Felder ausreichend bewässern zu können, sondern auch schwer zu tragen haben, ein lebenssicherndes Minimum an Trinkwasser bereitzustellen.
Im Durchschnitt gibt jede Person in Schweizer Haushalten 30 Rappen pro Tag aus, um qualitativ hochwertiges Trinkwasser aus dem Wasserhahn zu bekommen. Es besteht also wenig finanziellen Anreiz, sparsam damit umzugehen.
Wenn man aber die indirekten Auswirkungen seiner Verwendung auf die Umwelt betrachten, versteht man sehr schnell, warum wir es nicht verschwenden sollten. Denn Wasser zu brauchen, bedeutet auch Energie zu verbrauchen. Natürlich brauchen wir Energie, um heisses Wasser zu erzeugen, um uns zu waschen und das Geschirr abzuwaschen. Aber es braucht auch Energie, um es aus den Seen und dem Grundwasser zu pumpen, um es aufzubereiten, damit es trinkbar wird, um es in den Rohren fliessen zu lassen und schliesslich es in den Kläranlagen zu reinigen, bevor es wieder in die Natur geleitet wird – sauberer als es aus der Kanalisation kommt, aber in einem Zustand, der nichts mit sauberem Wasser zu tun hat.
Wussten Sie, dass es 50-mal mehr Energie braucht, um das Wasser für die Dusche zu erwärmen, als es zum Wasserhahn zu leiten und in einer Kläranlage zu reinigen? Für den Klimaschutz ist es daher besonders wichtig, warmes Wasser zu sparen, vor allem, wenn es mit nicht erneuerbarer Energie beheizt wird (Öl- oder Gasheizung, Strom aus einem Wärmekraftwerk).
Trink- und Abwasser, ein Informationsmodul