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Wenn die Lufttemperatur auf sechzehn Grad klettert, beginnen die Käfer ihren Schwärmflug und legen in Fichten eine neue Generation an. Ihre Entwicklung dauert 7-12 Wochen. Normalerweise entstehen pro Jahr je nach Höhenlage eine bis zwei Generationen.
Nach dem Einbohren der männlichen Pionierkäfer beginnen diese, im Bast eine Rammelkammer (Paarungsraum) auszuheben. Zusammen mit dem Bohrmehl stossen sie ein Aggregationspheromon (Lockstoff für Artgenossen) aus. Dieses lockt weitere Männchen und die Weibchen als Geschlechtspartner an. Jedes Männchen paart sich mit 2-3 Weibchen, die anschliessend beginnen, das Brutsystem anzulegen. Dazu frisst jedes Weibchen einen Muttergang längs der Stammachse. Das Bohrmehl wird unter Mithilfe des Männchens zum Einbohrloch hinausbefördert.
Aus den Eiern schlüpfen nach rund 1-2 Wochen die jungen, beinlosen Larven. Sie beginnen sich quer zum Muttergang durch den Rindenbast zu fressen und hinterlassen dabei einen immer breiter werdenden Gang. Aus den zuerst abgelegten Eiern am Anfang der Muttergänge schlüpfen auch die Larven zuerst. Die Schlüpf- und Entwicklungswelle setzt sich gegen das Ende der Muttergänge hin fort.
Aus den Puppen schlüpfen die hellbraunen, noch weichen Jungkäfer. Sie vollziehen im Bast einen Reifungsfrass zum Erreichen der Geschlechtsreife. Dabei zerstören sie die klar strukturierten Brutbilder weitgehend. Diese Periode dauert wiederum 2-3 Wochen. Schliesslich bohren sich die erwachsenen, nun dunkel ausgefärbten Käfer aus und fliegen weg.
Meistens verlassen die Elterntiere nach der Produktion der ersten Brut das Brutsystem und legen an einem neuen Ort eine zweite, meist kleinere Brut an. Diese wird Geschwisterbrut genannt. Es sind auch mehrere solcher Geschwisterbruten möglich. Die Geschwisterbruten können sich mit einer echten zusätzlichen Generation zeitlich überlappen, so dass es nicht immer einfach ist, Brutbilder von Geschwisterbruten und weiteren Generationen zu unterscheiden.
Im Mittelland überwintert normalerweise der grösste Teil der zweiten Generation als Käfer in den Brutbildern ihrer Wirtsbäume. Ein Teil kann auch ausfliegen und sich für die Überwinterung andernorts in die Rinde einbohren. In subalpinen Lagen wird nur eine Generation pro Jahr angelegt. Diese überwintert meist im Jungkäferstadium im Brutbild und vollzieht den Reifungsfrass und den Ausflug im nächsten Frühjahr.