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Die Anforderungen der Tierschutzgesetzgebung (Tierschutzgesetz, Tierschutzverordnung sowie Ausführungsverordnungen und Weisungen des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV müssen von allen Tierhaltern erfüllt werden.
Die Einhaltung der Tierschutzanforderungen gehört zum ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN), einer der Voraussetzungen für Direktzahlungen (Direktzahlungsverordnung Art. 11 und 12). Für Tierschutzkontrollen (im Rahmen des ÖLN und andere) sind die Kontrollhandbücher des BLV massgebend.
Die Teilnahme an den Programmen ist für die Landwirte nicht obligatorisch. Jeder Landwirt kann wählen, mit welchen Tierkategorien er an einem oder beiden Programmen teilnimmt.
Eine verstärkte Berücksichtigung der Ansprüche der Tiere erfordert entsprechende Mehrleistungen der Landwirte:
Beim BTS-Programm umfassen diese die finanziellen Mehrkosten (z.B. für grössere Stallflächen) sowie Mehrarbeit und höhere Materialkosten, namentlich für die Einstreue.
Beim RAUS-Programm resultiert die Mehrleistung hauptsächlich aus dem grösseren Arbeitsaufwand, beispielsweise für das Führen der Tiere vom Stall zur Weide und zurück, das Umzäunen der Weide und die Weidepflege.
Die Mehrleistungen der Landwirte werden einerseits vom Bund durch BTS-Beiträge (seit 1996) bzw. RAUS-Beiträge (seit 1993) und andererseits durch einen höheren Verkaufspreis für besonders tierfreundlich produzierte Nahrungsmittel abgegolten. Die Anforderungen des RAUS-Programms bilden die Basis für die Schweizerische Bio-Tierhaltung. Zudem bauen verschiedene privat-rechtliche Labelprogramme auf dem BTS- und dem RAUS-Programm auf.
Bis Ende 2013 waren die BTS- und die RAUS-Anforderungen in der Ethoprogrammverordnung des WBF (SR 910.132.4) festgehalten. Diese wurde am 1. Januar 2014 in die Direktzahlungsverordnung (DZV; SR 910.13) integriert. Die BTS- und RAUS-relevanten DZV-Bestimmungen können am rechten Bildschirmrand unter „Rechtliche Grundlagen" heruntergeladen werden.