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1973 wurde Jean Poirets Theaterstück La Cage aux Folles in Paris uraufgeführt. Es wurde zu einem großen Boulevard-Hit. Im Théatre du Palais Royal wurde es sieben Jahre lang ohne Unterbrechung gespielt. Gleichzeitig kam die Produktion weltweit auf die Bühnen. 1978 entstand Edouard Molinos Kinofassung von La Cage aux Folles (Ein Käfig voller Narren) mit Michel Serrault und Ugo Tognazzi. In den USA wurde der Film zu einem der größten Erfolge einer nicht-amerikanischen Produktion.
1983 wurde daher der Broadway auf die sich hervorragend eignende Vorlage aufmerksam: Für die Musicalbühne schrieb Altmeister Jerry Hermann (u. a. Hello , Dolly!) eingängige Melodien. Showstopper ist sicher der Titel „I am what I am“ (Ich bin, was ich bin), der von verschiedenen Interpreten unabhängig vom Musical auch als Solotitel gesungen wird. Unter anderem auch von Gloria Gaynor. Dies ist insofern bemerkenswert, als dass der Titel eigentlich ein Outing-Lied eines schwulen Mannes ist, der um Respekt und Anerkennung wirbt. Das Lied hat in Schwulen- und Transsexuellen-Kreisen Kultstatus.
La Cage aux Folles wurde am 23. August 1983 uraufgeführt und errang in der Theatersaison 1983/84 viele amerikanische Theaterpreise (so auch sechs Tony Awards, darunter „Bestes Musical“, „Best Score“ und „Best Book of a Musical“). Die Show wurde bis zum 15. November 1987 im New Yorker Palace Theatre 1761 mal aufgeführt.