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GESCHICHTE
THE BEAT
OF TIME
Geschichte
des Islandpferdes
Im 8. Jahrhundert hat ein böser Herrscher in Skandinavien die Einwohner nach Island vertrieben.
Bei dieser Flucht nahmen sie alles mit - auch ihre Pferde. Man sagt, dass sie damals nur ihre besten und liebsten Pferde mit auf die Flucht genommen haben. In Island angekommen haben sie dann leider alle Ressourcen ausgenutzt, welche diese kleine Insel hergab, sprich - schon bald war die ganze Insel abgeholzt. Deshalb muss nun alles wieder aufgeforstet werden. Das Pferd fiel auch in diese Nutzung und war wichtig für die Fortbewegung und Arbeit. Dabei wurde es aber hoch geschätzt und wurde zum Symbol in Sagen, Riten und Grabbegleitung.
Im Jahr 1000 kam das Christentum nach Island. Man ass nun kein Pferdefleisch mehr und liess das Pferd nicht mehr als Grabbegleitung zu. Rennen und Hengstkämpfe gab es aber als Volksbelustigung immer noch. 1592 kam dann erst das Verbot zu Hengstkämpfen und der letzte Kampf fand 1623 statt.
1783 kam es zu einem schrecklichen Vulkanausbruch mit Ascheregen, welcher bedingte dass 70 - 80 % der Pferde starben. Es überlebten nur die stärksten.
Diese starken Pferde wollte man 1840 dann auch auf dem europäischen Kontinent für die Nutzung in Kohlengruben haben. Aufgrund ihrer geeigneten Grösse verrichteten die Islandpferde zusammen mit Shettys dort ihren Dienst in den Gruben.
Im 20. Jahrhundert wurde das Pferd durch den wirtschaftlichen Aufschwung und die damit verbundene Motorisierung zum Freizeitvergnügen und zur Liebhaberei. Darauf kam 1909 dann das Gesetz zum Verbot des Imports von Pferden nach Island zum Schutz der Pferde und der Zucht. 1922 entstand der erste Pferdeclub „Fakur“ in Reykjavik, darauf folgte 1950 das erste Landsmot.
1950 rief Ursula Bruns in Deutschland dazu auf, Islands Schlachtfohlen zu retten. Die damit verbundene einfache Haltungsform und das sympathische Gemüt der Islandpferde löste einen regelrechten Boom aus. Die Reiterei in Europa war vor den Islandpferden von einem sehr militärischen und elitären Reitstil geprägt. Mit der Haltungsform im Offenstall, den praktisch jeder Zuhause im Garten realisieren konnte, brachte Ursula Bruhns die Pferde näher an die Menschen und kreierte die Freizeitreiterei. Damals kamen die Pferde noch mit dem Schiff nach Europa, später dann mit dem Flugzeug.
1956 kamen die ersten Isländer in die Schweiz nach Zürich. Von 1960 - 1980 landeten rund 500 Islandpferde in der Schweiz mit 2 Direktflugzeugen. Das war damals eine riesige Sensation, welche auch die Presse interessierte. Eine von unseren Pionieren, Eve Barmettler, war live dabei und konnte uns die Fotos zur Verfügung stellen. Weitere Pionierfamilien waren Isenbügel, Maissen, Barandun, Indermaur und noch viele mehr. Es ist ein grosses Privileg, dass unsere Gründer die Geschichte noch verkörpern und davon erzählen können.
1962 wurde der Schweizer Ponyclub gegründet, welcher heute die IPVCH ist. 1969 wurde dann die FEIF gegründet mit unseren Schweizer Vertretern Max Indermaur und Ewald Isenbügel. Zu dieser Zeit fand auch die erste Schweizermeisterschaft in Einsiedeln statt. 1970 fand die erste Europameisterschaft in Aegidienberg bei der Familie Feldmann statt. 1991 fand die erste Weltmeisterschaft in Schweden statt. 1995, 2009 und 2025 fand und findet die Weltmeisterschaft der Islandpferde in der Schweiz statt.