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Anfang des Jahres schrieb Dave Ryding noch Ski-Geschichte: Als erster Brite seit 1931 gewann der Routinier im Januar völlig überraschend den Slalom in Kitzbühel. Damit sorgte er für den ersten Weltcup-Sieg eines Briten überhaupt.
Neben Ryding enthält das britische Ski-Alpin-Team derzeit wohl so viele talentierte Fahrer und Fahrerinnen wie noch nie zuvor. Sechs Athleten konnten Weltcup-Punkte sammeln und bescherten dem britischen Skiverband die beste Saison der Geschichte.
Doch nun kündigte die britische Sportorganisation UK Sport völlig überraschend an, die finanzielle Unterstützung für den alpinen Ski-Sport enorm zu reduzieren. Bis dato hatte die Regierungsbehörde für Sport einen Grossteil der Finanzierung der Ski-Profis, welche auf die Finanzspritze angewiesen sind, übernommen. Als Konsequenz wurde für die kommende Saison schon das Europacup-Programm der Briten eingestellt.
Damit wird der finanzielle Eigenaufwand, den die Athleten schon in den letzten Jahren betreiben mussten, um am Weltcup teilnehmen, Reisen und Trainings finanzieren zu können, deutlich höher werden. Einige der britischen Athleten dürften dadurch an ihre finanzielle Grenze kommen, was im schlimmsten Fall zu einem Karriereende führen könnte.
In einem Video, welches die britischen Ski-Asse auf den sozialen Medien teilten, richten sie sich an mögliche neue Unterstützer. Dabei suchen sie nach Investoren, «welche ein Teil der aufregendsten Zeit der britischen Skisportgeschichte werden wollen». Um ihr Training fortsetzen zu können, benötigen die Athleten in den nächsten acht Wochen etwa 900'000 Euro. «In der spannendsten und erfolgreichsten Zeit in der Geschichte des alpinen Skisports suchen wir Unterstützung», schrieb Dave Ryding zusätzlich in den sozialen Medien.
UK Sport begründete die Entscheidung der Budgetkürzung wie folgt: «Wir sind uns bewusst, dass GB Snowsport und einige seiner Athleten von unseren jüngsten Investitionsentscheidungen enttäuscht sein werden, aber unsere Investitionen in den Wintersport sind jetzt gezielter, mit einem Fokus auf die Freestyle-Ski- und Snowboard-Disziplinen, wenn auch nicht ausschliesslich.»
Gut möglich also, dass Dave Ryding seinen Sensationssieg am Hahnenkamm im Januar in der nächsten Saison aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht wiederholen kann. Damit es nicht dazu kommt, will sich Paul Traynor der britische Alpin-Boss dafür einsetzen, dass «diese Athleten ihre unermüdliche harte Arbeit und ihre Erfolge» fortsetzen können. (mom)
Am Samstag wird Genesio Colatrella im Derby gegen die Grasshoppers erstmals als Cheftrainer des FC Zürich an der Seitenlinie stehen. Die grosse Frage ist allerdings, wie lange er das tun wird. Denn mit dem Ex-Bundesliga-Coach Alexander Zorniger soll sich der FCZ schon in konkreten Verhandlungen befinden. Nach acht Runden ist der Meister immer noch sieglos und muss nun ausgerechnet beim Erzrivalen GC antreten. Mit einem Sieg würde Colatrella nicht nur Punkte in der Meisterschaft, sondern auch bei Präsident Ancillo Canepa sammeln.