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Kloten-Dietlikon zum achten Mal Schweizer Meister
Kloten-Dietlikon ist zum achten Mal Schweizer Meister im Frauen-Unihockey. Die Zürcherinnen setzen sich im Superfinal in Winterthur gegen Emmental Zollbrück 4:2 durch.
Matchwinnerin der Favoritinnen ist Michelle Wiki mit drei Toren und einem Assist. Dass die 31-jährige Stürmerin die entscheidende Rolle spielte, war irgendwie logisch. Sie ist aktuell die beste Schweizer Unihockeyspielerin. In der 13 Partien umfassenden Qualifikation hatte sie 26 Tore und 13 Assists erzielt, womit sie die klare Nummer 1 war. In den sieben Playoff-Begegnungen kam sie auf je neun Treffer und Assists.
Wiki machte sich mit ihrer Leistung selber ein schönes Abschiedsgeschenk. Die Anwältin wechselt auf die nächste Saison hin nach Schweden zu IK Sirius und bestritt nach eigener Aussage ihr wohl letztes Spiel in der Schweiz. Der Hauptgrund für den Wechsel ist, dass sie nochmals eine WM bestreiten möchte - sie bestritt bisher 115 Länderspiele, in denen sie 90 Treffer erzielte.
Hier wäre es aufgrund meines Jobs schwierig gewesen, auf meinem Niveau zu spielen, so Wiki. In Schweden kann sie den Sport nun mit einer Ausbildung verbinden, die sie ohnehin einmal gemacht hätte. Nun absolviert sie diese in Stockholm statt wie andere in London oder New York. Zu ihrem Auftritt sagte sie: «Es war ein gewisser Druck da, ich wollte in guter Erinnerung bleiben.»
Die Schlussphase des Finals hatte es in sich. Nachdem die Emmentalerinnen in der 48. Minute nach einem schönen Konter durch Lena Baumgartner auf 2:3 verkürzt hatten, riskierten sie alles und ersetzten 124 Sekunden vor dem Ende Torhüterin Helen Bircher durch eine sechste Feldspielerin. Knapp eine Minute vor Schluss schien Julia Suter das 4:2 für Kloten-Dietlikon zu erzielen, doch rettete Zollbrücks Verteidigerin Lisa Liechti im Stile eines Goalies, was einen Penalty zur Folge hatte, den Natalie Martinakova kläglich vergab. Danach traf Wiki das leere Gehäuse nicht, ehe sie 15 Sekunden vor der Schlusssirene doch noch alles klarmachte.
«Wir wussten, dass wir mit unserem Kader den Sieg heimbringen, wenn wir diszipliniert spielen», sagte Wiki. Wichtig sei gewesen, «ihnen die Räume nicht aufzumachen, uns nicht rauslocken zu lassen.» Die Basis zum Sieg legte Kloten-Dietlikon im Mitteldrittel, in dem sich die Zürcherinnen mit zwei Toren auf 3:1 (39.) absetzten. Mehr Titel als Kloten-Dietlikon hat einzig Red Ants Rychenberg Winterthur (18) geholt. Emmental Zollbrück unterstrich trotz der Niederlage eindrücklich, warum es erstmals den Final erreichte.
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