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Für Menschen, die aufs Gewicht achten wollen oder müssen, ist es ideal, wenn sie weniger Brot, Pasta und andere Kohlenhydratquellen essen oder sich die Kohlenhydrate durch vorgängige sportliche Aktivität erst mal verdienen.
Warum? Kohlenhydrate liefern zwar Energie, aber sie erhöhen auch den Insulinspiegel. Das ist ungünstig, denn Insulin ist das wichtigste Speicher- und Wachstumshormon. Es fördert die Fetteinlagerung in die Fett- und Muskelzellen und bremst die Fettverbrennung ab. Damit ist Insulin ein eigentliches „Masthormon“, das die Gewichtszunahme fördert.
Wer abnehmen will oder gegen eine Gewichtszunahme kämpft, sollte also Insulinspitzen verhindern und sich kohlenhydratarm ernähren. Besonders wichtig wäre eine solche Ernährungsumstellung für Menschen mit einem „Rettungsring“ sowie Fettgewebe um Bauch und Brustkasten. Denn mit der Zunahme des inneren Bauchfetts steigt das Risiko für Folgeerkrankungen wie Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes Typ II, Störungen des Hormonstoffwechsels und Krebs. Auch die Blutfette verändern sich ungünstig: Das "schlechte" LDL-Cholesterin nimmt zu, das gefässschützende "gute" HDL-Cholesterin reduziert sich.
Eine kohlenhydratreduzierte Ernährung wird Low-Carb-Diät genannt. Weniger Kohlenhydrate spielen bei LOGI, Atkins, Montignac, bei der sogenannten Glyx-Diät sowie bei Metabolic Balance eine Rolle. Nur noch Speck und Eier? Nein. Ein guter Low Carb-Menüplan berücksichtigt die Empfehlung, oft und viel Früchte und stärkefreies Gemüse, mit gesundem Öl (Olivenöl, Rapsöl) zubereitet, zu essen; häufig Milchprodukte, Eier, mageres Fleisch, Fisch, Nüsse und Hülsenfrüchte; wenig Vollkornprodukte, Reis, Nudeln und Kartoffeln und möglichst selten verarbeitetes Getreide und Lebensmittel aus Weissmehl sowie Süssigkeiten.
Vorteile auf einen Blick:
- erinnert ans Essen am Mittelmeer
- einfaches Halten des Gewichts
- Verbesserung der Blutfettwerte
- Schutz vor Krankheiten wie Herzinfarkt oder Diabetes Typ II
- gute Sättigung
Marianne Botta I 28. Februar 2016