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Die unheiligen Männer von Radio Vatikan
Die unheiligen Männer von Radio Vatikan
Auftreten von Kinderleukämie in der Nähe des Senders von Radio Vatikan in der Umgebung von Rom, 1987-1999
Forscherteam:
Capon A, Michelozzi P, Kirchmayer U, Sperati A, Papini P, Rondelli R, Perucci C.A,
Behörde für öffentliche Gesundheit, Lazio, Italien und Forastiere F, Pädiatrische Klinik III, Bologna, Italien.
Einige Studien lassen auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Kinderleukämie und Exposition von Wohnungen durch besonders starke elektromagnetische Felder schliessen. Ein Hochleistungs-Radiosender (200-500 kW) im nördlichen Teil Roms hat die öffentliche Sorge erhöht. In einer vorhergehenden Studie wurde ein erhöhtes Risiko für Tod durch Leukämie unter männlichen Erwachsenen und ein sinkendes Risiko mit zunehmender Distanz zwischen der Station und dem Wohnort auf einer Fläche innerhalb 10 km von dieser Station, festgestellt.
Zu der betroffenen Region gehören 31 999 Einwohner. Beobachtet wurden 5288 Kinder unter 15 Jahren.
In der neuesten Studie wurde das Auftreten von Kinderleukämie in der Zone 2-10 km Distanz zum Sender für die Periode von 1987-1999 bewertet. Die Daten des Auftretens wurden dem regionalen Register für Kinderkrebs entnommen, welches die Zahlen verschiedener Quellen sammelt. Die Exposition war definiert durch die Distanz zwischen dem Radiosender und den Wohnorten der Kinder, festgestellt anhand der Angaben aus der offiziellen Volkszählung.
Die standardisierten Auftretensraten (Standardized Incidence Ratios = SIRs) wurden auf verschiedene Distanzen berechnet (2,4,6,8,10 km).
Um die Verminderung des Erkrankungsrisikos mit der Zunahme der Distanz zur Radiostation zu testen, wurde der Stone-Test angewendet.
Stones Test zeigte jedoch keinerlei signifikante Tendenz in Bezug auf die Distanz. Jedoch wurde ein signifikant erhöhtes Risiko in der ganzen Zone der Studie von 2-10km im Umkreis des Senders gefunden, und zwar verglichen mit der City von Rom. (SIR=2.23; 95%-Cl: 1.02-4.23) Zu diesen Resultaten, zusammen mit jenen einer vorhergehenden Studie kommt eine neue Warnung in Bezug auf das zunehmende Risiko für Leukämie für die Bevölkerung in der Nähe einer Radiostation hinzu.
Die Auftretensrate nahm von 6,3/100.000 in der Periode von 1987-1991 auf 26,8/100.000 in der Periode 1996-1999 zu, während sie sich über diese Zeit in der City von Rom nicht signifikant erhöhte.
Kommentar von Hans-U.Jakob:
Immer das gleiche Lied. Statt sich um effektiv vorhandene Feldstärken an den Wohnorten erkrankter Menschen zu kümmern, wird auf die Distanz zum Sender abgestellt.
Seit dem Skandal von Schwarzenburg (1995) wissen wir ganz genau, dass das so nicht geht!
Sobald Radiosender mit Richtantennen im Spiel sind, gibt es innerhalb des Kreises in dessen Zentrum der Sender steht, bestrahlte und unbestrahlte Sektoren. So war es in Schwarzenburg möglich, in einem unbestrahlten Sektor bis auf 150m an die Antennenanlage heranzukommen, bevor die Messgeräte eine Grössenordnung von 0.6V/m registrierten. Währenddem man in 3 bis 8 km Entfernung zum Sender, jedoch in einem bestrahlten Sektor, gut und gerne E-Feldstärken von 4 bis 8V/m, also das 10-fache registrierte wenn man sich sowohl im vertikalen wie im horizontalen Zentrum der Senderichtung befand. Da Kurzwellenstrahlung zwischen 6 und 17 Grad (von der Horizontallinie) aufwärts abgestrahlt wird, musste man in Schwarzenburg zu diesen Messungen auf die benachbarten voralpinen Hügelzüge, von bis zu 8km Entfernung und bis zu 1600m über Meer, hinaufsteigen.
Es soll sich deshalb niemand wundern, dass in Rom kein Zusammenhang zwischen Sendernähe und Leukämie gefunden wurde. Wichtig ist allein, dass in einem Umkreis von 10km das Leukämierisiko für Kinder vom 6.3fachen (1987-1991) auf das 26.8-fache pro 100’000 (1996-1999) angestiegen ist. Als Vergleichszahlen dienten diejenigen der Stadt Rom, welche sich zudem im selben Zeitraum nicht erhöhten.
Nach meinen Messerfahrungen rund um die leistungsstarken Sendestationen von Schwarzenburg(300kW), Sottens (500kW) Holzkirchen (500kW) und Beromünster (1000kW) lässt sich mit Sicherheit sagen, dass in den beobachteten Gebieten rund um Radio Vatikan, also im Umkreis von 2 bis 10km durchwegs E-Feldstärken von 0,6 bis 6V/m herrschten.
Ich kann diese Aussage mit Tausenden von eigenen Messresultaten belegen.
Es ist erschreckend festzustellen, dass selbst bei diesen „niedrigen“ Werten Kinder ein um das 27-fache erhöhte Leukämierisko haben.
Denn diese 0.6 bis 6V/m werden durchwegs auch in Wohnzonen erreicht in welchen Mobilfunksender stehen, selbst wenn diese eine rund 1000mal kleinere Sendeleistung in kW haben.
Denn Mobilfunksender stehen nicht 2km ausserhalb, sondern inmitten von Wohnsiedlungen.
Und die Richtantennen der Mobilfunksender sind nicht leicht aufwärts gerichtet, sondern zielen leicht abwärts, das heisst, exakt auf die von der Telefonitis befallenen Menschen.
Verzeichnen wir heute im GSM-Zeitalter in den bewohnten Gebieten, rund um eine Mobilfunk-Basisstation, E-Feldstärken von durchschnittlich 0.6 bis 1.2V/m, dürften sich diese Werte auf 3 bis 6V/m erhöhen sobald das gefürchtete UMTS-Zeitalter anbricht.
Mit welcher kriminellen Energie beim Aufbau der UMTS-Mobilfunknetze vorgegangen wird, zeigen die 100 ersten Baugesuche für diese Basisstationen. Hier werden innerhalb der ersten bewohnten Häusern durchwegs E-Feldstärken von 6V/m ausgewiesen, was zwar innerhalb der von der Industrie geprägten gesetzlichen Limite ist, aber, wie die italienische Studie mit aller Deutlichkeit zeigt, das Leukämierisiko für Kinder auf das über 26-fache ansteigen lässt.
Uebrigens die Tonfrequenzmodulation auf Kurz- und Mittelwellenstrahlung entspricht ziemlich genau der Pulsfrequenz der Mobilfunknetze. Nur dass beim Mobilfunk die Flankensteilheit der Pulse weit extremer ist, also weitaus grössere Schäden anrichtet, als die relativ sanft gepulste (modulierte) Kurz- oder Mittelwellenstrahlung.
Die Verantwortlichen von Radio Vatikan sind sich nach wie vor keiner Schuld bewusst.
Die internationalen, thermischen Grenzwerte seien bestens eingehalten worden.
Um aber politische Konsequenzen mit dem umgebenden Nachbarstaat Italien zu vermeiden, strahlen sie jedoch jetzt den Grossteil ihrer Sendungen von Monte-Carlo aus in die Welt. Dort ist man offenbar gegen Leukämie immun?
Interne Links dazu finden Sie unter:
Radio Vatikan in Schwierigkeiten (unter Gesundheit und Leben)
Der Skandal von Schwarzenburg nimmt kein Ende (unter Historisches)
Alles reine Einbildung. Oder die Kuhflüsterer (unter Historisches)