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Der Fall Nicolas Hänggi und Silvio Giovanoli geht in Revision. Ein Gericht in Guatemala prüfte am Donnerstag (8.3.) den Rekurs der beiden Schweizer gegen ihre zwölfjährige Haftstrafe wegen Drogen-Schmuggels.
Der Appellationshof von Zacapa kann sich zehn Tage Zeit lassen, seinen Entscheid über den Rekurs zu verkünden. Die eigentliche Überprüfung dürfte aber nach Angaben von Livio Zanolari vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) nur einen Tag in Anspruch nehmen.
Über den Inhalt des Rekurses gegen das Urteil vom 26. August 2000 habe man keine näheren Informationen, erklärte Zanolari auf Anfrage. Der Gerichtshof habe nun mehrere Möglichkeiten. Entweder könne er das Urteil bestätigen, die Strafe reduzieren oder die Häftlinge frei lassen. Schliesslich könnte der ganze Fall auch neu aufgerollt werden.
Schon zweites Urteil
Nicolas Hänggi und Silvio Giovanoli waren zusammen mit Hänggis Vater, dem ehemaligen Nestlé-Direktor Andreas Hänggi, im August 1997 unter dem Verdacht des Drogenschmuggels verhaftet worden. Ihnen wurde vorgeworfen, an einem Schmugglerring beteiligt gewesen zu sein, der "Conexión alemana". Dieser soll Kokain im Wert von 100 Mio. US-Dollar (160 Mio. Franken) nach Europa geschafft haben.
In einem ersten Verfahren 1998 waren Nicolas Hänggi und Silvio Giovanoli zu je 20, Andreas Hänggi zu 12 Jahren Haft verurteilt worden. Wegen Verfahrens-Fehlern wurde der Fall erneut aufgerollt. Andreas Hänggi wurde 1999 frei gesprochen, Nicolas Hänggi und Giovanolis Strafen wurden am 26. August 2000 auf zwölf Jahre festgelegt. Dagegen hatten die Anwälte der Schweizer rekurriert.
swissinfo und Agenturen