Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03546.jsonl.gz/258

| Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien

32. Homilie.
8.
[Forts. v. [S. 271] ] Glaubst du, alles getan zu haben, weil du dich selbst verleugnet hast, dann spricht der Herr zu dir: Was rühmst du dich? Habe nicht ich deinen Leib und deine Seele erschaffen? Was hast du getan? Die Seele legt ein Bekenntnis ab, beginnt zum Herrn zu flehen und zu sagen: Alles ist Dein. Das Haus, in dem ich bin, ist Dein. Mein Gewand ist Dein. Von Dir werde ich ernährt, von Dir werden alle meine Bedürfnisse besorgt. Dann beginnt der Herr darauf zu erwidern: Nun hast du meine Huld. Der Besitz ist nun dein. Der gute Wille ist dein [Wille]. Und weil du mich liebst und zu mir deine Zuflucht nahmst, will ich dir jetzt auch das noch geben, was du bisher nicht besaßest und die Menschen auf Erden nicht haben: Nimm mich, deinen Herrn, auf mit deiner Seele, du sollst allezeit mit mir in Freude und Jubel leben.