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Die Arten der Gattung Leptopelis (Familie Leptopelidae) kommen nur in Afrika vor. Ihre Verbreitung erstreckt sich von den Savannen des nördlichen tropischen Afrikas (L. viridis, L. nordaequatorialis, L. oryi, L. bufonides) über die östlichen Tieflandsavannen entlang der Küste von Somalia und Kenya bis ins Innern Tanzanias (Leptopelis concolor-argenteus-broadleyi-Komplex) und weiter in die Wälder der gemässigten Höhen und des Tieflandes (L.uluguruensis, L.vermiculatus, L.babouri) und ins westafrikanische Buschland (L.flavomaculatus).
Author : Henry Capobianco (USA)
Deutsche Übersetzung : Thomas Maag
Diese Verbreitungsangaben umfassen Gebiete mit unterschiedlichen Temperaturen und mehr oder weniger hoher Luftfeuchtigkeit. Die Haltung in Gefangenschaft sollte den Ansprüchen der verschiedenen Arten möglichst angepasst werden, das ist aber in den eher schlecht belüfteten Terrarien recht schwierig. Man sollte deshalb die Tiere bei eher tieferen Temperaturen und einer geringeren Luftfeuchtigkeit halten.
Die Bestimmung
Die am weitesten verbreiteten Arten sind L. vermiculatus und L. brevirostris. Die erste Art wird oft als Tanzanischer Laubfrosch und viele verschiedene Arten werden als "Afrikanische Grossaugen-Laubfrösche" bezeichnet. Die Bestimmungen anhand der Farbe der Tiere ist sehr ungenau und schwierig.
Nicht nur variieren die Farben innerhalb der Art sehr stark, sie können sich auch mit zunehmendem Alter verändern. L. vermiculatus, z.B., ist normalerweise leuchtend grün als Jungfrosch aber wird immer goldiger und brauner mit zunehmendem Alter. Die meisten Arten haben enorm grosse Augen und eine charakteristische, konkave Erweiterung am Unterkiefer. Sie haben, ähnlich den Raniden (Echten Fröschen), einen Buckel auf dem Rücken, ganz im Gegensatz zu dem runden Rücken von Arten wie Lithoria caerulea, Hyla gratiosa oder H.versicolor. Leptopeliden sind sehr athletisch und haben die Fähigkeit plötzlich weit wegzuspringen.
Der Ruf
Die Männchen rufen mit einem widerhallenden "Klack" um die Weibchen anzulocken und geben gelegentlich ein knarrendes Brummen von sich, welches eine territoriale Warnung an andere Männchen zu sein scheint. In Gefangenschaft kann man ihren Ruf das ganze Jahr über hören, vorzugsweise aber im Frühjahr und im Sommer.
Die Haltung in Gefangenschaft
Ich habe Leptopelis vermiculatus und L. brevirostris als gut haltbare Arten kennengelernt. Maximal zwei adulte Tiere können gut in einem Terrarium von ca. 80 L Inhalt gehalten werden; mehr wäre sicher besser. Eine Einrichtung, die gut funktioniert und wenig Arbeit macht, ist eine ca. 5 cm dicke Bodenschicht aus einem organischen Substrat, z.B. eine Bodenmischung für Haustiere und darüber eine Schicht Moos um zu verhindern, dass das Substrat an den Fröschen hängen bleibt. Benutzt man tönerne Gefässe für das tägliche Frischwasser, versickert genügend Wasser ins Substrat um eine höhere Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten. Unter diesen Umständen erübrigt sich das tägliche Spritzen.
Die Tiere baden jede Nacht und lassen meist auch Kot in der Wasserschale zurück. Es ist deshalb unumgänglich, das Wasser täglich zu erneuern. Unter diesen Voraussetzungen ist es nicht unbedingt nötig das Bodensubstrat mehr als 4 Mal pro Jahr zu wechseln.
Temperaturen um 30°C (85°F) am Tag beim wärmsten Platz sind genug, sie dürfen in der Nacht auf 20°C (68°F) absinken. Da die Tiere meist an den gleichen Plätzen schlafen, lohnt es sich dort mal die Temperatur zu messen und zu notieren. Bergbewohnende Arten wie L.modestus, L. yaldeni, L. susanae, L. vanutelii, L. karissimbiensis und L. kivuensis brauchen keine Heizquelle und können gut bei für uns angenehmen Zimmertemperaturen gehalten werden.