Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03288.jsonl.gz/1245

Auf Initiative Russlands, das seit Anfang Januar 2006 für ein Jahr den G8-Vorsitz inne hat, wurde der Teilnehmerkreis auf Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika sowie auf internationale Organisationen wie die Internationale Energieagentur (IEA), die Weltbank, die Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC), das Internationale Energieforum (IEF) und die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) ausgedehnt.
Die Gespräche dienten der Vorbereitung einer Erklärung zur Energieversorgungssicherheit, die auf dem G8-Gipfel im Juli 2006 in St. Petersburg verabschiedet werden soll.
Die Energieminister waren sich einig, dass ein Ausbau der Kernenergie, für jene Länder die ihn wünschen, zur langfristigen und nachhaltigen Ausweitung der Energieversorgung entscheidend sein kann. Eine Diversifikation der Energiequellen werde die Energieversorgungsrisiken nicht nur in den einzelnen Ländern, sondern in der gesamten internationalen Staatengemeinschaft verringern, hiess es weiter.
Beim Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin betonte dieser: «Eine der Voraussetzungen für die globale Energieversorgungssicherheit ist eine gerechte Verteilung der Risiken zwischen Produzenten, Transit-Lieferanten und Energiekonsumenten. Der Energiemarkt muss vor Unvorhersehbarem geschützt, und seine Investitionsrisiken müssen minimiert werden.» Er betonte, dass einige Länder sehr ambitionierte Pläne im Bereich der Kernenergie angekündigt haben und erinnerte daran, dass die Kernenergie auch in anderen Ländern, insbesondere in Entwicklungsländern, zugänglich gemacht werden müsse.
Quelle
M.A. nach G8-Vorsitz, Pressemitteilung und Erklärung, 16. März 2006
Verwandte Artikel
Energieminister: Kernenergie in Strommix einbeziehen22. Juni 2008•News
G8 und China: mehr Kernenergie zur Klimaschonung27. Juni 2007•News
G8-Gipfel zur globalen Energieversorgungssicherheit15. Juli 2006•News
USA laden Russland zur GNEP-Teilnahme ein15. März 2006•News
Russland plant massiven Ausbau der Kernenergie1. März 2006•News