Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/111465

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat hat 2010 neue Verwaltungsräte für die Post und die SBB für die Amtsperiode 2010-2014 gewählt. Die mit dem Präsidenten Peter Hasler vier neuen Mitglieder sind alles Männer. Im neunköpfigen Verwaltungsrat der Post sind ganze zwei Mitglieder weiblichen Geschlechts. Nicht besser sieht es bei den SBB aus. Auch hier sind von den neun Verwaltungsräten nur zwei Frauen.</p><p>- Wann und wie gedenkt der Bundesrat, eine angemessene Frauenvertretung bei Post und SBB sicherzustellen?</p><p>- Wie hoch ist die Frauenquote in den Verwaltungsräten der restlichen bundesnahen Unternehmen?</p><p>- Wieso foutiert sich der Bundesrat um Artikel 8 der Bundesverfassung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es ist dem Bundesrat ein grosses Anliegen, den Frauenanteil in den Verwaltungsräten der bundesnahen Unternehmen wenn immer möglich zu erhöhen. Dass dies nicht immer ganz einfach ist, ist leider nicht von der Hand zu weisen. Für die Wahl eines Verwaltungsrates oder einer Verwaltungsrätin besteht ein klares Anforderungsprofil, und die fachlich ausgewogene Zusammensetzung des Verwaltungsrates ist von grosser Bedeutung. Für die aus dem Verwaltungsrat der Post zurückgetretenen Wolfgang Werle und Rudolf Hug wurden zwei Persönlichkeiten mit Erfahrungen in den Bereichen Finanzen bzw. Logistik gesucht. Im Rahmen eines mehrstufigen Auswahlverfahrens wurde selbstverständlich auch nach geeigneten Frauen gesucht. Im Logistikbereich standen leider keine geeigneten Kandidatinnen zur Verfügung. Im Finanzbereich befand sich eine Frau in der engsten Auswahl. Der Bundesrat entschied sich jedoch für eine sehr qualifizierte Tessiner Persönlichkeit.</p>