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Der «Bergfloh» Beat Breu gewinnt 1982 solo auf L'Alpe-d'Huez
Wer die berühmteste Alp der Welt als Erster erreicht, wird den Ruhm nicht mehr los. Beat Breu gewann die «Züri-Metzgete», die Tour de Suisse, eine grosse Etappe des Giro d'Italia und sonst noch einiges. «Doch die Leute reden nur von meinem Sieg auf der Alpe-d'Huez. Alles andere haben sie vergessen», sagt Breu.
Das war aber auch ein Husarenritt, den der Ostschweizer an jenem Sommertag an der Tour de France 1982 hinlegte. Das Teilstück nach L'Alped'Huez war nur 123 Kilometer lang; solch kurze Tagespensen waren sein Ding. Die Voraussetzungen stimmten auch sonst: Breu hatte schon vier Tage zuvor, in der Etappe nach Saint-Lary-Soulan, gezeigt, wie leichtfüssig er zum Sieg klettern kann. Zudem lag Bernard Hinault im Gesamtklassement so weit voraus, dass dieser in den Alpen nichts mehr beweisen musste.
Breus Schweizer Team Cilo-Aufina spannte sich also früh vors Feld, fuhr mit Vollgas in den 14 Kilometer langen Schlussaufstieg hinein. Dann sprintete der Chef davon; einzig Robert Alban, der bereits in Saint-Lary-Soulan Zweiter geworden war, kam noch an ihn heran. Breu schüttelte ihn ab, Alban kam nochmals ran, Breu schüttelte ihn nochmals ab. Und da war schon das Ziel.25-jährig war Breu damals, klein und leicht, mit den Zügen des ewigen Juniors. Die Legende geht, dass er nach seinem Coup das Etikett «Bergfloh» umgehängt erhielt. Doch Breu sagt, man habe ihn schon als Amateur so genannt. Das Bergpreistrikot 1982 gewann er im Übrigen nicht: «Hinault mochte mich nicht. Er verhalf einem Landsmann ins Trikot, indem er mir im Sprint Punkte wegschnappte», sagt Breu. Dafür ist sein Name im Aufstieg zur Alp verewigt, auf einem Schild in Kurve 14. Nach Abschluss der Radsport-Karriere versuchte sich Breu in verschiedenen Sparten. Heute arbeitet der 56-Jährige im Aussendienst einer Firma, die Ersatzteile für Mofas und Velos vertreibt.
wag
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