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Graubünden bietet sehr viele hervorragende Veranstaltungen, insbesondere mit Unterstützung privater Sponsoren an. Diese privaten Sponsoren haben ein wirtschaftliches Interesse, die entsprechenden Veranstaltungen als Plattform für sich zu nutzen. Dies ist auch richtig so. Sollten für Veranstaltungen keine Sponsoren aus der Privatwirtschaft gefunden werden, darf es jedoch nicht sein, dass der Staat oder eine dem Staat zugeordnete Institution einspringt und die fehlenden finanziellen Mittel mit einem Beitrag kompensiert.
Die in den letzten Wochen in den Printmedien und den sozialen Netzwerken geführten Diskussionen über ein kantonales Sponsoring von Nino Schurter waren sehr emotional und für mich irritierend. Ein Sponsoring steht im ureigenen Interesse eines Unternehmens, das mit seinem Engagement einen Nutzen erzielen will. Weder der Kanton Graubünden noch Graubünden Ferien sollten Sponsoring im Sinne einer finanziellen Unterstützung leisten. Die Haltung des Kantons und von Graubünden Ferien ist für mich nachvollziehbar und richtig. Ein Personensponsoring eines bekannten Sportlers käme zwar sympathisch rüber, der Werbeeffekt wäre aber gleich null, nachdem Graubünden als Marke bekannt ist.
Hinzu kommt, dass der Entscheid sehr schwierig ist, welchem erfolgreichen Bündner Spitzensportler, von denen wir erfreulicherweise einige haben, der Vorzug zu geben ist. Wenn diese Art von Sponsoring so erfolgreich wäre, gäbe es mehr Beispiele für erfolgreiche Vermarktung einer Region, und wir könnten von diesen Erfahrungen profitieren. Ich kenne keine konkreten Beispiele, ausser z. B. im Konsumgüterbereich mit Roger Federer, also nicht wirklich vergleichbar.
Anders ist die internationale Kampagne «Home of Trails» für die Bikeregion Graubünden mit dem schottischen Bike-Star Danny MacAskill und mit dem Bündner Kult-Biker Claudio Caluori zu beurteilen. Mit einem klassischen Erlebnismarketing werden Emotionen transportiert, touristische Erlebnisse angesprochen und Begehrlichkeiten nach einem Bike-Aufenthalt in Graubünden geweckt.