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Der finnische Bassbariton Jukka Rasilainen absolvierte sein Gesangsstudium bei Tina Scapini-Rella in Rom und an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Bereits während der Ausbildung debutierte er als Leporello in einer Don Giovanni-Inszenierung von Gian Carlo del Monaco. 1985/86 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich, von 1986 bis 1993 gehörte er den Ensembles der Theater in Dortmund und in Krefeld/Mönchengladbach an, wo er sich ein breites Repertoire erarbeiten konnte: mit Rollen wie Bergs Wozzeck, Verdis Falstaff und Nabucco, Jochanaan in Salome und Scarpia in Tosca. Als seine Paradepartie aber gilt Wagners Holländer, den Rasilainen seit 1991 im Repertoire hat und an Bühnen wie der Wiener und der Bayerischen Staatsoper, der Lindenoper und der Deutschen Oper in Berlin sowie bei den Festspielen von Savonlinna gestaltete. 1992 feierte Rasilainen seinen Einstand an der Semperoper Dresden, der er bis heute mit einem Residenzvertrag verbunden ist. Bei mehr als zehn Premieren hat er dort mitgewirkt, so als Kaspar in Webers Freischütz, Kurwenal in Tristan und Isolde, Amonasro in Aida, Escamillo in Carmen oder Nick Shadow in Strawinskys The Rake’s Progress. Auch am Opernhaus Zürich und an der Nationaloper in Helsinki ist Jukka Raislainen häufig zu erleben: Beide Bühnen verpflichteten ihn für die Partie des Wotan/Wanderers in Neuproduktionen der Wagnerschen Nibelungen-Tetralogie. Am Royal Opera London und an der Pariser Opéra Bastille war er als Amfortas zu Gast, bei den Bregenzer Festspielen als Zaccaria in Nabucco, beim Edinburgh Festival als Telramund. 2004 wurde Jukka Rasilainen zum Kammersänger der Sächsischen Staatsoper Dresden ernannt. Seit 2005 ist er regelmässiger Gast der Bayreuther Festspiele, wo er bisher als Holländer, Amfortas und Kurwenal aufgetreten ist.
Juli 2010