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Vom 13. Januar bis am 11. Februar messen sich die besten Fussballer Afrikas am «Africa Cup of Nations» in der Elfenbeinküste, dem afrikanischen Pendant zur EM. Das Turnier ist vielleicht das Beste, was es im Weltfussball zu sehen gibt. Es ist authentisch, bietet Überraschungen, Geschichten und Spannung – es ist Fussball pur.
Dass das Turnier in diesem Jahr stattfindet, ist nicht Usus. Eigentlich hätte das Turnier in der Elfenbeinküste im vergangenen Sommer stattfinden sollen, doch die Regenzeit liess dies ins Wasser fallen.
Nun rollt der Ball also bald in den Stadien. Wir haben für dich die Fakten zur 34. Ausgabe des Turniers zusammengetragen.
Wie oft findet der Afrika-Cup statt?
Normalerweise findet der Afrika-Cup alle zwei Jahre statt. Dies in ungeraden Jahren, damit er nicht mit der EM oder WM in Konflikt gerät. Der Rhythmus wurde durch Corona durcheinander gebracht. Eigentlich hätte der Cup 2021 stattfinden sollen, musste dann aber aufgrund der Pandemie um ein Jahr verschoben werden. Eigentlich hätte darum die 34. Ausgabe des Turniers im Sommer 2023 stattfinden sollen. Da aber im Sommer im Gastgeberland Elfenbeinküste Regenzeit herrscht, konnte nicht gespielt werden. Aus diesem Grund findet der Cup auch bereits im nächsten Jahr wieder statt, damit der Turnus wieder normalisiert werden kann.
Wo findet der Afrika-Cup statt?
Austragungsort ist in diesem Jahr die Elfenbeinküste. Das Turnier wird in sechs Stadien in den fünf Städten Abidjan, Bouaké, Korhogo, San-Pédro und Yamoussoukro ausgetragen, wobei in Abidjan zwei Stadien zum Einsatz kommen. Das neue Nationalstadion sowie drei weitere Stadien sind Neubauten, die restlichen beiden wurden für den Afrika-Cup renoviert und teilweise erweitert.
Die nächste Ausgabe hätte eigentlich in Guinea im kommenden Jahr ausgetragen werden sollen. Es wäre das erste Mal gewesen, dass das Land das Turnier ausgetragen hätte. Doch der Verband entzog Guinea 2022 die Austragung. Als Begründung wurde die mangelnde Infrastruktur genannt. Neu soll die nächste Ausgabe in Marokko ausgetragen werden.
Wie ist der Modus des Afrika-Cups?
Ähnlich wie bei der WM oder der EM. In der Qualifikation kämpfen 52 Länder um die 24 Startplätze. Es gibt sechs Vierergruppen, die besten beiden Mannschaften jeder Gruppe sowie die vier besten Dritten sind im Achtelfinal. Danach geht es in die K.-o.-Phase bis zum Final.
Wann findet das Final statt?
Das Endspiel findet am 11. Februar um 21 Uhr im Nationalstadion der Elfenbeinküste in der Hauptstadt Abidjan statt. Das Stadion bietet Platz für 60'000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Damit schliesst sich der Kreis. Das Turnier startet auch in diesem Stadion mit der Partie Elfenbeinküste gegen Guinea-Bissau.
Wer ist der Titelverteidiger?
Amtierender Afrika-Meister ist Senegal mit Superstar Sadio Mané. Der Senegal gewann das Finale im Elfmeterschiessen gegen Ägypten. Es war der erste Turniersieg für die Senegalesen.
Wer ist Rekordsieger des Afrika-Cups?
Rekordsieger ist Ägypten. Siebenmal konnten sich die «Pharaonen» über den Titel freuen. Dahinter folgen Kamerun mit fünf Titeln und Ghana mit vier.
Wer ist dieses Jahr Favorit beim Afrika-Cup?
Die besten Chancen räumen die Wettbüros Marokko mit Stars wie Achraf Hakimi und Youssef En-Nesyri ein. Auch Titelverteidiger Senegal ist unter den Favoriten genauso wie Gastgeber Elfenbeinküste und der Sieger von 2019, Algerien. Ebenfalls gute Chancen rechnen sich Rekordsieger Ägypten mit Superstar und Ex-Bebbi Mo Salah und Nigeria mit Stürmerstar Victor Osimhen aus.
Welche «Schweizer» sind dabei?
Aus der Super League spielen gleich mehrere Vertreter am Turnier mit. Am meisten Spieler stellen die Young Boys aus Bern. Gleich fünf Spieler aus der Bundesstadt mischen am Turnier mit: Meschack Elia (DR Kongo), Mohamed Ali Camara (Guinea), Miguel Chaiwa (Sambia), Saidy Janko und Ebrima Colley (beide Gambia). Ebenfalls mit dabei aus der Super League sind der FCSG-Goalie Lawrence Ati Zigi (Ghana), Yverdons Mauro Rodrigues (Guinea-Bissau), Lausanne Sports Fousseni Diabate (Mali), Luganos Hadj Mahmoud und Winterthurs Sayfallah Ltaief (beide Tunesien). Auch aus der Challenge League ist ein Spieler nominiert. Bellinzonas Abdallahi Mahmoud spielt für Mauretanien. St.Gallens Chadrac Akolo steht auf der Pikettliste der Demokratischen Republik Kongo.
Wer sind die Marktwert-Könige?
Absoluter Spitzenreiter ist der Nigerianer Victor Osimhen, der bei Napoli unter Vertrag steht. Er hat aktuell gemäss dem Onlineportal Transfermarkt.ch einen Marktwert von 110 Millionen Euro. Dahinter folgen der Marokkaner Achraf Hakimi (PSG) und der Ägypter Mohamed Salah (Liverpool) mit je 65 Millionen Euro. Ghanas Mohammed Kudus (Westham) kostet 45 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der gesamte Kader von Äquatorialguinea hat einen Marktwert von nicht einmal zehn Millionen Euro.
Wo kann ich den Afrika-Cup im TV sehen?
Beim Streaming-Anbieter «Sportdigital Fussball» sind alle Begegnungen des Afrika-Cups zu sehen. Der Streamingdienst ist auch über «DAZN» und «Sky» empfangbar.