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Aus dem Vortrag von Corsin Feuerstein (jüngster Bruder von Jon, Mic und Reto)
EInige Dokumentationen
1915: (bis 1920) Lehrzeit beim vater und Foto Badrutt St. Moritz
1918: (bis 1922) Sport- und Begrfotograf mit Kletterpartien im Bergell
1924: Heirat
1926: (bis 1929) Geschäft und Fotoatelier in Locarno
1929: Geschäft in Zuoz
1931: Zurück ins Geschäft des Vaters in Scuol
Domenic Feuerstein absolvierte seine Berufslehre entweder bei seinem Vater Johann Feuerstein oder in St. Moritz im Atelier von Andreas Pedrett, der als begeisterter und begabter Sport- und Bergfotograf galt. 1920 trat er in Frauenfeld in die Rekrutenschule ein. Im Anschluss arbeitete Domenic im elterlichen Geschäft mit und heiratete 1924 Anna Huber, die er in Frauenfeld kennen gelernt hatte. Das Paar hatte vier Kinder: Jon, geb. 1925, Domenic, geb. 1928, der zur Unterscheidung von seinem Vater Mic genannt und später wie sein älterer Bruder auch Fotograf wurde, Reto, geb. 1933, sowie Corsin, geb. 1939, der den Architektenberuf ergriff.
1926 eröffnete Domenic Feuerstein ein Geschäft in Locarno. Im Tessin, das schon vorher für die Familie eine wichtige Region gewesen war, fand er Anschluss zu Künstlerkreisen in Ascona und auf dem Monte Verità. Wegen einer Erkrankung der Frau kehrte Domenic mit ihr und den Kindern 1929 ins Engadin zurück und liess sich zunächst in Zuoz nieder. Das dort gegründete Geschäft entwickelte sich der Krise wegen nicht wie erwartet und er kehrte 1932 wieder ins väterliche Geschäft zurück. Er veröffentlichte seine ersten Bücher, drehte Werbefilme, anfänglich schwarzweiss, später auch in Farbe. Dabei und auch für Grossdias zu Projektionszwecken, die von Hand koloriert wurden, arbeitete er eng mit dem Verkehrsverein zusammen. Während mehr als zehn Jahren war er für die Patentjägerzeitung als Redaktor tätig.
Domenic Feuerstein verbrachte viel Zeit in S-charl, einem Dorf in der Nähe des Ofenpasses, drei Wegstunden von Scuol entfernt. Er pflegte dort Kontakte mit Männern, die für den Nationalpark eine wichtige Rolle spielten, wie etwa der Zoologe Prof. Keller, Bundesrat Musy, Prof Schröter, der «Vater» des Nationalparks, der Geologe Albert Heim, Theo Langen aus Zernez oder Steivan Brunies.
1949 starb Domenic Feuerstein unerwartet an einer Embolie.
Domenic Feuerstein wuchs sehr naturverbunden auf. Der Vater Johann machte ihn schon früh mit der Bergwelt vertraut und lehrte ihn, wie man sich darin bewegt und sie fotografiert. Später liess er für seinen Sohn eine spezielle Telekamera bauen, mit der er sich weniger nahe an die Tiere heranpirschen musste.
Während der Zeit im Tessin entstanden Porträts und Landschaftsaufnahmen, die er in zwei Alben veröffentlichte. Zwischen 1935 und 1946 veröffentlichte er fünf Bücher. Er berichtet darin von seinen Jagderlebnissen, den Erfahrungen als Tierfotograf und den Wanderungen in den Wäldern und der Bergzone. Mit Ausnahme des letzten sind alle mit eigenen Natur-, Tier- und Landschaftsaufnahmen bebildert.