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Japan: Tragwerke Onagawas hielten Erdbeben vom 11. März 2011 unbeschädigt stand
Die IAEO-Experten hielten sich zwei Wochen in Japan auf, um Informationen zum Zustand des Kernkraftwerks Onagawa zu sammeln, das sich am nächsten zum Epizentrum des Erdbebens mit einer Magnitude von 9,0 vom 11. März 2011 befand. Die Experten kamen zum Schluss, dass in Anbetracht der Intensität der Bodenerschütterungen sowie der Dauer und Stärke des Erdbebens die Tragwerke der Anlage «bemerkenswert unbeschädigt» geblieben seien. Onagawa konnte damals sicher heruntergefahren werden.
Datenbank zu den Auswirkungen externer Risiken
Die Ergebnisse aus der visuellen Untersuchung werden einer IAEO-Datenbank hinzugefügt, die das International Seismic Safety Centre (ISSC) erstellt. Die Datenbank soll den Mitgliedstaaten Kenntnisse über die Auswirkungen externer Gefahren auf Kernkraftwerke vermitteln. Sie liefert einen wichtigen Beitrag im Rahmen des Aktionsplans zur Verbesserung der Sicherheit von Kernkraftwerken der IAEO, den die Mitgliedstaaten Ende September 2011 einstimmig verabschiedet hatten.
Ziel der Mission war es zu beobachten, wie sicherheitsrelevante Strukturen, Systeme und Komponenten auf Erdbeben und starke Erschütterungen reagieren. Die Folgen des Erdbebens, des Tsunami und der Wasserstoffexplosionen auf die beschädigten Einheiten von Fukushima-Daiichi – rund 120 km südlich von Onagawa – liessen es nicht zu, den Einfluss externer Gefahren auf sicherheitsbezogene Teile dieses Kraftwerks auszumachen. Die japanische Regierung und die IAEO vereinbarten daher, eine IAEO-Mission zu den drei Onagawa-Einheiten zu entsenden. Das Team aus 19 Experten aus sechs Ländern, darunter Mitarbeiter der IAEO, führte Gespräche mit Operateuren des Kraftwerks Onagawa und prüfte Logbücher und Reparaturberichte.
Das Expertenteam empfahl der Regierung, Follow-up-Missionen bei Onagawa durchführen und weitere Kernkraftwerke in Japan prüfen zu lassen, die bereits unterschiedlich starke Erdbeben durchgemacht haben.