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Di, 29. November 2022, Ralf Hersel
Bereits im Juni habe ich über das Add-on Firefox Translations geschrieben. Damals war das Werkzeug gerade erst dem Beta-Status entwachsen und konnte sich nicht für meinen Arbeitsablauf qualifizieren. Jetzt ist die Version 1.2 des freien Webseiten-Übersetzers erschienen.
Die Entwickler beschreiben das Add-on so: Firefox Translations bietet eine automatische Übersetzung von Webinhalten. Im Gegensatz zu Cloud-basierten Alternativen erfolgt die Übersetzung lokal, auf der Client-Seite, sodass der zu übersetzende Text deinen Rechner nicht verlässt.
Unterstützte Sprachen:
Stabil: Spanisch, Estnisch, Englisch, Deutsch, Tschechisch, Bulgarisch, Portugiesisch, Italienisch, Französisch, Polnisch
In Entwicklung: Russisch, Persisch, Isländisch, Norwegisch, Ukrainisch, Niederländisch
Firefox Translations wurde in Zusammenarbeit mit dem Bergamot Project Consortium entwickelt, das von der Universität Edinburgh koordiniert wird und an dem die Karls-Universität Prag, die Universität Sheffield, die Universität Tartu und Mozilla beteiligt sind. Dieses Projekt wurde durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union gefördert.
Die Installation erfolgt wie üblich bei Firefox-Add-ons: entweder ihr sucht im Add-ons Menü nach "Firefox Translations", oder klickt auf diesen Link. Daraufhin seht ihr zwei zusätzliche Icons in der Button-Bar:
Der erste Button befindet sich rechts neben der URL-Eingabe und öffnet eine weitere Bedienzeile unterhalb. Dort kann man die Quell- und Zielsprache auswählen, wobei die Quellsprache automatisch erkannt wird und die Zielsprache von den Spracheinstellungen in Firefox abhängen. Klickt man auf Übersetzen, wird die angezeigte Webseite in die Zielsprache übersetzt. Hier ist ein Beispiel für diese Seite:
Da ich die Option "Mögliche Fehler in rot hervorheben" ausgewählt habe, werden solche angezeigt. Ich konnte keine Fehler darin feststellen.
Das zweite Icon in der Button-Bar übersetzt nicht die aktuelle Seite, sondern öffnet ein Fenster, wie man es vom Übersetzungsdienst DeepL kennt. Dort kann ein beliebiger Quelltext hineinkopiert und übersetzt werden. Auch dafür möchte ich ein Beispiel zeigen:
Der Text stammt aus der Charta der Grundrechte der Europäischen Union. Ich halte das Fenster für viel zu klein. Leider lässt es sich nicht grösser ziehen. Als Vergleich schauen wir auf die DeepL-Übersetzung desselben Textes:
Ihr erkennt es bereits in der Überschrift und im ersten Satz; die Firefox-Übersetzung ist - gelinde gesagt - etwas holprig. Dafür läuft sie auf eurem Rechner ab und nicht in der DeepL-Cloud. Mir gefällt Firefox Translations in der Version 1.2, obwohl die Qualität der Übersetzungen nicht an die, der darauf spezialisierten Dienste heranreicht.