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Genève Aéroport ist weiterhin aktiv. Zusätzlich zu den Rückholflügen dient er auch als Anlaufstelle für Frachtmaschinen zur Versorgung der Region mit Gütern. Mehrmals wöchentlich landen zudem Ambulanzflüge mit medizinischer Ausrüstung, die für die Bekämpfung der Covid-19-Epidemie unerlässlich ist.
Der Ausbruch von Covid-19 führte zu einer Lähmung des Passagierverkehrs auf europäischen Flughäfen. Genève Aéroport hat seine Aktivitäten zwar heruntergefahren, steht aber dennoch nicht still. Die tägliche Frachttätigkeit wird fortgesetzt, um Fabriken und Supermärkte in der Region zu beliefern und Absatzmärkte für Exportunternehmen zu sichern. Expressdienste wie DHL oder Fedex funktionieren weiterhin fast normal und beliefern beispielsweise Privatpersonen mit Bestellungen, die sie über das Internet getätigt haben.
Seit Beginn der Epidemie steht Genève Aéroport auch für Ambulanzflüge zur Verfügung. Sie bringen im Kampf gegen Covid-19 dringend benötigtes medizinisches Material in die Schweiz. So landete am 6. April eine Boeing 747
mit 92 Tonnen an medizinischem Material in Genf. Das Frachtflugzeug, das aus Shanghai kam, war mit 2,5 Millionen Masken, 220’000 Schutzbrillen, 10 Millionen Handschuhen und 1’100 Stirnthermometern für 13 Spitäler in der Westschweiz und im Tessin sowie für Apothekenverbände beladen. Diese Aktion, die unter der Schirmherrschaft der französischsprachigen Sektion der schweizerisch-chinesischen Handelskammer (SCCC) und der Genfer Handels-, Industrie- und Dienstleistungskammer (CCIG) organisiert wurde, wird Ende April und Anfang Mai wiederholt.
Luftbrücke zwischen Genf und China
Am 13. April landete auch eine Boeing A330
aus China auf dem Rollfeld des Flughafens. An Bord: 3 Millionen Masken, Handschuhe, Brillen und Visiere für medizinische Einrichtungen, Unternehmen und die breite Öffentlichkeit. Die vom Genfer Unternehmer Abdallah Chatila organisierte Aktion fand fünf Mal in dieser Woche statt und wird bis Mitte Mai täglich wiederholt. Insgesamt werden 140 Millionen Masken und Schutzausrüstungen in der Schweiz eintreffen.
Für die kommenden Wochen sind noch weitere solcher wichtigen Ambulanzflüge geplant. Ein von der Schweizerischen Eidgenossenschaft gecharterter Frachtflug der Ethiopian Airlines soll am 24. April in Genf landen. An Bord werden 98 Tonnen medizinisches Material sein.
Schliesslich starten vom Flughafen weiterhin humanitäre Frachtflüge. Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes organisiert regelmässig Aktionen zur Unterstützung der Konfliktregionen. Anfang April startete eine Ladung von 14 Tonnen medizinischer Ausrüstung in Richtung Ukraine.