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Max Bill – eine Legende
Der berühmte Schweizer Künstler, Designer und Architekt Max Bill wurde 1908 in Winterthur geboren. Nach seiner Ausbildung zum Goldschmied an der Kunstgewerbeschule absolvierte er Studien am Bauhaus im deutschen Dassau. 1930 wurde er ein Mitglied des Schweizerischen Werkbundes und 1944 erhielt er eine Professur an der Kunstgewerbeschule in Zürich. 1951 war er einer der Mitgründer der Hochschule für Gestaltung in Ulm und wurde im Jahr darauf Rektor der Abteilung für Architektur und Produktdesign.
Max Bill beim Betrachten eines Modells für den Pavillon der Biennale in Venedig. (Bild ©1956 Stiftung Ernst Scheidegger Archiv)
Junghans fragte Bill 1955 an, ob er für sie Zifferblätter für Wanduhren gestalten könne. Diese kamen 1957 auf den Markt, 1962 gefolgt von Armbanduhren. Der Einfluss des Bauhaus-Stils ist bei diesen Entwürfen unübersehbar. Nach einer langen Karriere in Kunst, Kultur und Politik verstarb Max Bill 1994 in Berlin.
Max Bill im Atelier an der Arbeit. Im Vordergrund eine seiner Tischuhren.
Es gibt Klassiker wie das USM Haller-System, die Le Corbusier-Liege oder den Barcelona-Chair, die über Jahrzehnte praktisch unverändert produziert werden und nie ihre Design-Aktualität verlieren. Die Armbanduhrenserie von Max Bill gehört auch in diese Kategorie der ganz grossen Würfe. Sie bestand vorerst aus Modellen mit 34 mm Durchmesser und Handaufzugswerken. Genial ist bei der Gestaltung unter anderem die Zahlenlösung von Max Bill. Die Stundenzahlen sind in einem inneren Kreis angeordnet – dort, wo die Spitze des Stundenzeigers ihre Kreise dreht. Aussen am Zifferblatt ist die für Minuten und Sekunden gültige Zahlenskala angebracht, in 5-Minuten- bzw. Sekunden-Schritten.
Erst 2006 kam die Automatikversion mit 38 mm Durchmesser auf den Markt – nicht mehr vom Meister selber designt, aber sicher in seinem Sinn. Sie ist heute mit silberweissen und schwarzen Zifferblättern lieferbar, dazu noch mit einer Datumsanzeige.
2007 folgte dann noch das Chronoscope, eine Max Bill-Interpretation eines Chronographen. Alle diese Uhren haben die charakteristische Gehäuseform mit dem stark bombierten Kunststoffglas und der äusserst filigranen Lunette, einer sehr zurückhaltenden Einrahmung der subtil gestalteten Zifferblätter. Die ganze Serie ist im Sortiment von designerwatches.ch erhältlich und verkauft sich laufend sehr gut. Was gut ist, hält an.
Die genialen Details bei der Armbanduhr von Max Bill
Die Stundenindexe sind genau auf dem Kreis angeordnet, den die Spitze des Stundenzeigers beschreibt
Die Minuten- und Sekundenindexe sind auf dem Kreis des Minuten- und des Sekundenzeigers angebracht.
Zwei kleine Leuchtindexe markieren die Zwölf-Uhr-Position und sorgen auch nachts für eine einwandfreie Orientierung.
Stunden- und Minutenzeiger sind mit Superluminova ausgelegt und damit auch nachts lesbar.