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Eine Hommage an die Gönner des Kunstmuseums Wallis
Bis zum 7. November 2021 zeigt das Kunstmuseum Wallis unter dem Titel «My pleasure! Schenkungen usw. 2000–2020» eine Auswahl von Werken, die zwischen 2000 und 2020 durch Schenkungen und Legate, beziehungsweise als Deposita ins Museum gelangten oder ihm zu einem Vorzugspreis überlassen wurden. Das Kunstmuseum dankt auf diese Weise seinen Gönnern.
Die Geschichte der Eröffnung des Kunstmuseums Wallis ist mit einem Geschenk verknüpft: Im Jahr 1940 vermachte der Maler Raphy Dallèves (1878–1940) in seinem Testament dem Staat Wallis und der Stadt Sitten mehr als 200 Werke. Sein Wunsch war es, dass ein Museum mit seinem Namen gegründet würde. Das kam zwar nicht zustande, doch die Schenkung eines grossen Teils seines Ateliers ist der Ursprung des heutigen Kunstmuseums. Als die Institution 1947 ihre Türen öffnete, waren diesem Künstler zwei Räume gewidmet.
Der Aufbau der Sammlung: Ankäufe, Schenkungen, Deposita, Legate
Das Kunstmuseum Wallis baut seine Sammlung durch regelmässige Ankäufe bei Privatpersonen sowie in Galerien und Auktionshäusern auf. Als Referenzinstitution erwirbt es Werke, die im Einklang mit den Schwerpunkten seiner Sammlung stehen. Zu diesen gehören das Walliser Kunstschaffen vom 18. Jahrhundert bis heute sowie die Landschaftsthematik und die damit verbundene Imagination (Ökologie, Beziehung des Körpers zur Umwelt usw.). Das Museum ist überdies bekannt für seine Kunstschätze der «Schule von Savièse» und deren Jugendstil-Darstellungen. Mit einem jedes Jahr wechselnden Ankaufsbudget ausgestattet, ergänzt es seine Ankäufe durch die Annahme von Schenkungen, Gaben und Legaten, deren Qualität und Prägnanz zur Entwicklung der Sammlung beitragen. Es kann auch ein Depositum (Dauerleihgabe) in Betracht ziehen, wenn es sich um aussergewöhnliche Werkgruppen oder um Arbeiten handelt, die bei Vertragsende zu Schenkungen werden können.
Die Ausstellung als Hommage an die Gönner der letzten 20 Jahre
Mit der Ausstellung «My pleasure! Schenkungen usw. 2000–2020» möchte das Kunstmuseum den zahlreichen Gönnern danken, die auf Raphy Dallèves folgten, insbesondere jenen der letzten 20 Jahre. Seit 2000 nahm die Sammlung des Kunstmuseums Wallis um mehrere hundert Werke zu. Dazu gehörten zahlreiche Schenkungen oder Legate von Kunstschaffenden sowie Ateliernachlässe, die jährliche Schenkung des Walliser Vereins für zeitgenössische Kunst Biz’art, die Beiträge des Kantonalen Fonds für zeitgenössische Kunst (KFZK), die Schenkung der Fondation Michel Lehner 2000, das Depositum der Fondation Leo Andenmatten 2006, die Schenkung von Jean-Philippe und Line Racine 2008, die Schenkung von Druckgrafiken der Walliser Schule für Gestaltung und Hochschule für Kunst (EDHEA) seit 2010, das Depositum von zwei Privatsammlungen in den Jahren 2010 und 2015, die Beiträge der Amis du Musée d’Art du Valais (AMAV) seit 2016, eine Schenkung und ein Depositum 2017 der Sektion Genf des Schweizer Alpen-Clubs, die Schenkung der Fondation Albert Chavaz, das Depositum der Werner Coninx Stiftung 2020 sowie die Erneuerung des Depositum-Vertrags mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Gottfried Keller-Stiftung.
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