Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/194918

<h2>SubmittedText<h2><p>Die SRG argumentiert beim Umzug der Informationsabteilung Radio SRF unter anderem mit der stark abnehmenden Radionutzung. Der Bundesrat erachtet jedoch im erläuternden Bericht zum neuen Mediengesetz die Reichweiten als stabil.</p><p>- Was stimmt? </p><p>- Ist die Radionutzung wie von der SRG-Leitung behauptet "im freien Fall", oder täuscht sich hier das öffentliche Medienhaus SRG?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Reichweiten und Marktanteile der Radios sind in den vergangenen Jahren stabil geblieben. Was sich hingegen verändert hat, ist die Dauer der täglichen linearen Radionutzung. Diese ist von 2002 bis 2016 um 14 Prozent auf 60 Minuten zurückgegangen. In der Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen nutzt inzwischen nicht einmal mehr die Hälfte der Bevölkerung wöchentlich SRG-Radioprogramme linear. Im Gegenzug nimmt die zeitversetzte Radionutzung mittels digitaler Angebote (beispielsweise Podcasts, Smart Speakers) zu; dies gilt insbesondere für die jüngeren Altersgruppen. Dieses veränderte Nutzungsverhalten ist nach Auffassung der SRG ein Grund für den von ihr erwogenen Teilumzug des Radiostudios Bern nach Zürich. Die SRG will die unterschiedlichen Bedürfnisse des Publikums in der Deutschschweiz auch aus ökonomischen Gründen über ein einziges digitales Zentrum abdecken.</p>