Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03308.jsonl.gz/2201

Aristide Bruant
geboren am 6.5.1851 in Courtenay, Centre, Frankreich
gestorben am 11.2.1925 in Paris, Île-de-France, Frankreich
Aristide Bruant
Aristide Bruant (* 6. Mai 1851 in Courtenay (Loiret); 10. Februar 1925) war ein französischer Kabarettsänger, Schriftsteller, Komödiant und Nachtklubbesitzer, der durch die Plakate von Henri de Toulouse-Lautrec, auf denen er als Mann im roten Schal und schwarzen Mantel zu sehen ist, sehr bekannt wurde.
Sein Leben
Louis Armand Aristide Bruant verließ nach dem Tod seines Vaters seinen Heimatort schon mit fünfzehn Jahren, um einen Arbeitsplatz zu finden. Sein Weg führte ihn in das Pariser Künstlerviertel Montmartre, wo er sich vorzugsweise in den Bistros der Arbeiterklasse aufhielt, in denen er dann auch die Gelegenheit bekam, sein musikalisches Talent unter Beweis zu stellen. Obwohl er aus einer gutbürgerlichen Familie stammte, übernahm er bald die derbe Sprache, die an seinen Lieblingsplätzen gesprochen wurde und brachte sie auch in Lieder ein, die von den Kämpfen der Armen erzählen.
Seine Karriere
Bruant begann, in Café-Konzerten aufzutreten und entwickelte eine Gesangs- und Lustspielaufführung, die zum vertraglichen Auftreten im berühmten Klub Le Chat Noir führte. Gekleidet in einen roten Pullover, eine schwarze Samtjacke, hohe Stiefel und einen langen roten Schal wurde er schon bald unter dem Künstlernamen Aristide Bruant ein Star des Montmartre. Als Henri de Toulouse-Lautrec begann, in den Kabaretts und Klubs zu erscheinen, freundete sich Bruant als einer der Ersten mit dem Maler an.
1885 eröffnete Bruant seinen eigenen Klub am Montmartre, den er Le Mirliton nannte. Obwohl er dort andere Künstler engagierte, machte er doch noch eine eigene Gesangsaufführung. Der Unterhaltungsmeister war berüchtigt für seine Beleidigungen des zumeist bourgeoisen Publikums, für welches dennoch ein großer Reiz in diesen Veranstaltungen lag.
Aristide Bruant starb in Paris und wurde unweit seines Geburtsortes im Département Loiret auf dem Friedhof von Subligny beerdigt. In Paris wurde ihm zu Ehren eine Straße benannt.
Seine Werke
Bruants bekannte Lieder sind unter anderem:
- Nini Peau d'Chien
- A la Bastille
- A la Villette
- Meunier tu es cocu
- A Batignolles
- Serrez Vos Rangs
- A la Roquette
- La chanson des Michetons
- A Poissy
- A la Place Maubert
- Les petits joyeux
- Belleville-Menilmontant
- La Greviste
- Le Chat noir
Sein Argotwörterbuch
- L'Argot au XXe siècle. Dictionnaire français-argot, Paris 1901 (457 Seiten), 1993 (Einführung von Pierre Merle); 1905 (470 Seiten)
- Aristide Bruant/Léon de Bercy, L'argot au XXe siècle. Edition inversée et raisonnée du dictionnaire français-argot (1901 et 1905), hrsg. von Denis Delaplace, Paris 2009
Literatur zum Argotwörterbuch
- Denis Delaplace, Bruant et l'argotographie française. "L'argot au XXe siècle" 1901, Paris 2004 (Vorwort von Jean Pruvost)
Wikisource: Aristide Bruant Quellen und Volltexte Ein Zeitungsartikel von 1925 über einen seiner letzten AuftritteBilder, Videos und Audiodateien
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Aristide Bruant aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.