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Jahres-Weltbestleistung auf dem Sechseläutenplatz
Von den drei Olympiasiegerinnen oder -siegern, die bei den 7 Disziplinen des Diamond-League-Finals von Weltklasse Zürich auf und um den Sechseläutenplatz zugegen sind, überzeugen deren zwei.
Den packendsten und hochstehendsten Wettkampf boten die Hochspringerinnen. In diesem Event lieferte die Olympiasiegerin Marija Lasizkene dem Publikum in Zürichs Innenstadt die Jahres-Weltbesthöhe. Nach Fehlversuchen musste die Russin für den Sieg 2,05 m überqueren - und schaffte dies souverän. Jaroslawa Mahutschich aus der Ukraine hatte mit 2,03 m mächtig Druck aufgesetzt.
Im Kugelstossen holten sich zwei Aktive aus den USA mit dem Diamond-League-Sieg neben den 30'000 Dollar auch das Ticket für die Heim-WM in Eugene im Sommer 2022. Ryan Crouser und Maggie Ewen hatten die Konkurrenz im Griff. Crouser musste zuerst zweimal Olympiasieger und Weltrekordhalter werden, bevor er erstmals die Trophäe der Diamond League entgegennehmen durfte. Der Mann aus dem Bundesstaat Oregon stiess die Kugel dreimal über 22 m.
Den 5000-m-Lauf der Frau gewann Francine Niyonsaba. Die intersexuelle Läuferin aus Burundi war über 800 m stets im Schatten von Caster Semenya gestanden. Nachdem der Weltverband die Frauen mit einem zu hohen Testosteron-Wert von den Stecken zwischen 400 m bis 1 Meile verbannt hatte, wich die Afrikanerin auf die 5000 m aus. Mit dem ersten Sieg in einem Diamond-League-Final gelang der 28-Jährigen auch die Revanche für die Olympischen Spiele in Tokio. Dort wurde sie wegen Übertretens der Bahn im 5000-m-Vorlauf disqualifiziert.
Den Weitsprung der Frauen gewann die Serbin Ivana Spanovic mit 6,96 m. In Tokio hatten 6,91 m bloss zu Platz 4 gereicht. Die Deutsche Malaika Mihambo hatte in Japan im letzten Sprung mit 7,00 m noch Gold geholt, in Zürich nun musste sie sich mit Platz 5 begnügen.
Die drei engagierten Schweizer Männer zeigten gute Leistungen. Der Zehnkämpfer Simon Ehammer gewann das Weitsprung-Duell gegen den Spezialisten Benjamin Gföhler mit 7,94 zu 7,90 m. Jonas Raess lief über 5000 m in den 7. Rang.