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Die Symptome für das Thoracic-Outlet-Syndrom, auch TOS, sind äusserst unterschiedlich, je nachdem welche Strukturen komprimiert werden.
Wir sprechen von einem vorwiegend neurogenen TOS, wenn die Hauptnerven des Armes (Plexus brachialis) betroffen sind. Die Patienten leiden in diesem Fall an Arm- und Schulterschmerzen, Kribbelparästhesien am Vorderarm und in den Fingern sowie Taubheitsgefühl bis hin zum Kraftverlust in der Hand. Da die Beschwerden bereits auftreten, bevor irreparable Nervenschädigungen entstehen, ist die Diagnose auch für den spezialisierten Arzt (Neurologie) sehr schwierig. Es gibt keine eindeutigen Kriterien, die die Diagnose eines neurogenen TOS sichern. Prinzipiell muss man andere Nervenkompressionen ausschliessen, um letztlich die Verdachtsdiagnose des neurogenen TOS zu erhärten. Es sind dazu spezifische neurologische Untersuchungen notwendig.
Weniger häufig ist die Armschlagader von der Kompression betroffen. Die Diagnostik ist hier deutlich einfacher, weil mit entsprechenden Untersuchungsmethoden eindeutig festgestellt werden kann, ob die Armarterie bei Überkopfhalten des Armes abgedrückt wird. Schwierigkeiten bereitet die Tatsache, dass auch völlig gesunde Menschen von diesem Phänomen betroffen sein können.
Sind die typischen Beschwerden wie Kribbelsensationen und Kältegefühl bei Überkopfarbeit mit einer Kompression der Arterie verknüpft, weist dies allerdings dringend auf ein arterielles TOS hin. Mischbilder zwischen arteriellem TOS und neurogenem TOS sind häufig, da beide Strukturen anatomisch ähnlich verlaufen. Typisch sind Komplikationen der chronischen Kompression der Arterie wie die Entwicklung von Einengungen, thrombotischen Ablagerungen und schliesslich arteriellen Erweiterungen in diesem Bereich (Aneurysma). Aus diesen Gefässveränderungen kann es zu Embolien kommen, die dann die Zirkulation der Hand, respektive des Armes, gefährden.
Das venöse TOS ist die seltenste Form dieser Erkrankung. Die Hauptvene des Armes wird in der Regel an einer anderen Stelle als die Arterien und Nerven komprimiert. Dies führt speziell bei jüngeren Patienten zu immer wiederkehrenden Thrombosen der Armvene. Die akute Thrombose der Armvene nennt man auch Effort-Thrombose und Paget-von-Schroetter-Syndrom. Die Effort-Thrombose ist typisch bei Wurfsportlern. Es entsteht eine akute Armschwellung und Blauverfärbung.
Mittels Ultraschalluntersuchung lässt sich eine Armvenenthrombose feststellen. Durch entsprechende Blutverdünnung kann diese Armvenenthrombose häufig zumindest partiell wieder eröffnet werden. Allerdings entstehen durch Absetzen der Blutverdünnung erneute Thrombosen und schliesslich eine chronische Engstelle an der Einmündung der Armvene in die tiefe Halsvene. Diese führt zu Schmerzen, Schwellung sowie in Abständen wiederkehrenden Thrombosen. Betroffene Patienten bedürfen einer ganz spezifischen und spezialisierten Therapie.
Schwellung sowie in Abständen wiederkehrenden Thrombosen. Betroffene Patienten bedürfen einer ganz spezifischen und spezialisierten Therapie.
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