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RAUCHER-CHECK
Lungenkrebs ist die dritthäufigste Krebsdiagnose in der Schweiz. Dabei ist sie bei Männern die häufigste und bei Frauen die zweithäufigste Krebstodesursache. Das Krankheitsmaximum liegt zwischen den 55. Und 60. Lebensjahr.
Die höchste Risikogruppe bilden dabei die Raucher, wobei aktive Raucher geschlechtsabhängig ein weit höheres Risiko haben an Lungenkrebs zu erkranken. Bei Männern etwa 22-fach und bei Frauen ein 12-fach erhöhtes Risiko.
Symptomatisch, durch zum Beispiel blutigem Auswurf oder verstärkter Atemnot bei Anstrengung, wird der Lungenkrebs erst im Spätstadium, wo nur noch geringe Heilungschancen bestehen.
Deshalb ist die Früherkennung entscheidend. Sie führt zu besseren Überlebenschancen und manchmal sogar zur Heilung. Anschaulich gemacht durch die sogenannte 5-Jahres-Überlebensrate von 70-80% im Frühstadium vs. 15-20% im Spätstadium. Die 5-Jahres-Überlebensrate gibt an, wie viele an einer bestimmten Krebsart erkrankten Personen, die ersten 5 Jahre nach Diagnosenstellung überleben.
Die Früherkennung alleine mit einem Röntgenbild der Lunge und der Sputumzytologie ( eine Untersuchung von Bronchialschleim auf Tumorzellen) ist häufig unzureichend.
Besser geeignet ist die Methode der Niedrigsdosis-CT (low dose CT) der Lunge. Hier ist ein Tumornachweis bereits ab einer Grösse von 2-3mm möglich.
In der 2011 veröffentlichten US-Studie NLST ( National Lung Screening Trail-Study) untersuchte man die Lunge, mittels konventioneller Röntgenuntersuchung gegenüber einer low Dose CT, bei Rauchern und ehemaligen Rauchern in beschwerdefreiem Zustand. Dabei kam für die Niedrigdosis-CT eine Verringerung der Wahrscheinlichkeit einer Lungenkrebssterblichkeit um 20%.
Auf diese Studie basiert in der USA die Empfehlung einer jährlichen Durchführung der low-dose CT der Lunge für Menschen im Alter zwischen 55 und 80 Jahren, die mindestens 30 Jahre lang täglich mindestens eine Schachtel Zigaretten geraucht haben, aktuell noch weiter rauchen oder vor weniger als 15 Jahren mit dem Rauchen aufgehört haben.
Einer der modernsten und strahlungsärmsten CT-Scanner der Ostschweiz steht in der Radiologie im Silberturm zur Verfügung. Grundsätzlich gilt es die Strahlendosis so gering wie möglich zu halten , vor allem bei wiederholten CT-Untersuchungen wie im Rahmen der Früherkennung von Lungenkrebs. Das Problem dabei ist, dass mit den klassischen Bildkonstuktionsformen eine effektive Dosis von < 1 mSv nicht möglich ist. Es führt zu hohem Bildrauschen, einer unzureichenden Bildschärfe und die Bilder besitzen keine diagnostische Qualität.)