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GESCHICHTE
Altpfadfinder-Verbände sind Sammelgefässe für viele Generationen ehemaliger Pfadfinder und Pfadfinderinnen, die der Pfadibewegung verbunden bleiben wollen. Sei es aus Dankbarkeit für die nachhaltige Prägung durch die Pfadfinderei. Sei es um Jugendfreundschaften der Aktivzeit zu pflegen, wieder neu aufleben zu lassen oder gar neue Kameraden unter ähnlich Gesinnten zu finden. Viele wollen durch die Mitgliedschaft im APV die Aktiven unterstützen, ideell oder materiell. Vom Zytröseli-APV, Ende 1929 nach englischem Vorbild gegründet, soll hier die Rede sein. Zwanzig Jahre später, nach der Reorganisation des Zytröseli, haben die autonom gewordenen Abteilungen ihre eigenen APVs gegründet, über welche die einzelnen Abteilungen berichten.
Andreas Christ (1908-1980) erinnert sich in der Jubiläumsschrift «50 Jahre APV Zytröseli 1929-1979», wie er von Gotti Lanz, seinem ehemaligen Primarlehrer und damaligen OFM des Zytröseli, die Anregung erhielt, den Zytröseli-APV zu gründen. «Im August 1929 hielt ich mich in London auf und spazierte an einem schönen Sommermorgen durch den St. James Park. Wer kommt mir entgegen? Herr Lanz mit Herrn Müller, beide in Pfadfinderuniform. Ich begrüsse die beiden Herren und vernehme von ihnen, dass sie von einem Jamboree, ich glaube aus Birkenhead, nach London gekommen sind. Herr Lanz erzählte mir, wie sehr er von den englischen Verhältnissen der Pfadfinder beeindruckt sei; besonders habe ihm Eindruck gemacht, dass in England viele Abteilungen ihre früheren Mitglieder, die nicht mehr aktiv als Pfadfinder oder Rover tätig sein können, in Altpfadfinder-Verbänden vereinigen. Diese Altpfadfinderverbände bleiben der Stammabteilung verbunden und helfen dort, wo es nötig ist, mit Rat und Tat. Wir schlenderten zusammen durch den St. James Park und Herr Lanz – später als Ätti bezeichnet – hat mir gesagt: Andres, das wäre eine Aufgabe für Dich, in Basel einen APV für das Zytröseli zu gründen.» Andreas Christ gründet Ende 1929 zusammen mit den Kameraden Ingo Leuzinger, Ernst Meyer, Werner Klemm, Thedi Arnold, Erich Weniger und einigen anderen den Zytröseli-APV. Am 2. Dezember 1930 findet die konstituierende Versammlung statt mit Bestätigung des Vorstands (Präsident, Sekretär, Kassier) und Genehmigung der provisorischen Statuten. Künftig trifft man sich am 1. und 3. Dienstag jeden Monats zu einem Hock im Stadthof.
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