Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03473.jsonl.gz/3686

Ein innovatives Forschungsprojekt, das auf der Verwendung eines riesigen Lysimeters basiert, wurde kürzlich mit der Unterstützung von JNF USA gestartet. Das Lysimeter-System wurde in der Forschungs- und Entwicklungsstation der südlichen Arava installiert, um die Beziehungen zwischen Pflanzen, Land und Wasser zu untersuchen. Das Lysimeter, ein einzigartiges Werkzeug zur Messung von Wasser- und Salzbilanzen, konnte dank der Unterstützung der Familie Asch aus Philadelphia, Freunde von JNF USA, gebaut werden.
Ein Lysimeter ist normalerweise ein kleiner Behälter, der in einem Labor aufgestellt wird und für eine Topfpflanze bestimmt ist. In der Arava wurde ein System von 16 Lysimetern auf einem Grundstück von Dattelbäumen installiert.
Dies ist das einzige System von solchen Proportionen einer Dattelpalmenplantage auf der ganzen Welt. Die ersten Bäume wurden vor etwa einem Jahr gepflanzt und die Forscher haben damit begonnen, Daten zu sammeln. Gleichzeitig überwachen sie die reguläre Performance des noch im Test befindlichen Systems. Es wurde bereits damit begonnen, ein Forschungsprogramm zu erstellen, das auf dem Lysimeter basiert und Daten, die von Bodensensoren, aus Blättern entnommenen Proben, Fotografien und Fernerkundungen von Satelliten und Drohnen, sammelt. In unserer Zeit ist Landwirtschaft auch High-Tech.
Das Leben in der südlichen Arava, der entferntesten und isolierten Region in Israel ist nicht einfach. Es ist eine der trockensten Wüsten der Welt, die extremen Temperaturen und sehr wenig Regen ausgesetzt ist. Im Sommer steigt die Temperatur bis zu 47 Grad Celsius und fällt in der Nacht unter 0 Grad. Die Verdunstung von Wasser als Folge der intensiven Sonneneinstrahlung ist etwa doppelt so hoch wie in anderen Regionen in Israel. In einem solchen Gebiet ist es besonders schwierig Landwirtschaft zu betreiben, aber die Anwohner beweisen, dass mit Entschlossenheit, Innovation, Pionierarbeit und Kooperation nichts unmöglich ist.
Datteln sind die Hauptkultur der südlichen Arava und eine zentrale Einnahmequelle für die rund 4000 Einwohner, die in zehn Kibbuzim und zwei Gemeinschaftsdörfern leben. Arava-Datteln gelten als die besten der Welt und die Arava ist der grösste Exporteur von Datteln nach Europa. Kein anderer Baum hat sich dieser unwirtlichen Wüste so angepasst und fühlt sich sowohl wie die Dattelpalme.
Das Ziel der südlichen Arava-Forschungs- und Entwicklungsstation ist es, die Landwirte durch angewandte Forschung zu unterstützen, welche Anbaumethoden, Ernteanpassung und die Bewältigung der klimatischen Bedingungen untersucht. Die Forschungsstudien ermöglichen es den Bauern, ihre Kulturpflanzen erfolgreich anzubauen und den Ertrag zu steigern.
Die aus dem Lysimeter gewonnen Daten ermöglichen nicht nur die Durchführung verschiedener Experimente an Datteln, sondern liefern den Bauern auch wichtige Informationen über empfohlene Bewässerungsschnittstellen. Dies ermöglicht es den Landwirten, die besten Dattelpalmenplantagen zu entwickeln, trotz Grundwasser von geringer Qualität und Böden, die arm an organischen Materialien sind, aber reich an Salzen.
Die Forschung ist eine der Grundlagen für eine ökologisch sensible und nachhaltige Entwicklung. Landwirtschaftliche Forschungs- und Entwicklungsstationen arbeiten mit angewandter Naturwissenschaft und sind unentbehrlich, um Israel mit an die Spitze des Wettbewerbs bei der Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte zu bringen. Die Forschung ist eines der Fundamente für eine ökologisch gesunde und vernünftige Entwicklung. Der KKL gewährt Stipendien für Forscher in verschiedenen Bereichen an allen Universitäten des Landes. Dazu gehören Studien wie die Aufforstung und Landwirtschaft aber auch Geschichte und Studien des nationalen Kulturerbes werden gefördert. In regionalen Forschungsstandorten werden Methoden entwickelten, die Israel an der Spitze des vom Wettbewerb geprägten globalen Produktionsmarktes halten. Sie sind auch die Basis für regionale Kooperationen mit anderen Ländern des Nahen Ostens.