Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03479.jsonl.gz/2674

In den letzten 50 Jahren wurde unglaublich viel geforscht bezüglich historischer Aufführungspraxis und es gibt immer mehr Orchester, welche mit historischen Instrumenten spielen. In diesem Blog wird nun auf den Klang der verschiedenen Traversflöten eingegangen.
Die Rennaisanceflöte ist sehr leise, in der tiefsten Lage oft eher träge, dafür spricht sich in hohen Lagen gut an und klingt sehr zart. Sie ist zylindrisch gebaut und wegen den grossen Abständen zwischen den Löchern schwierig zu spielen. Klangbeispiel
Die Barockflöte bzw. «Traversflöte» besitzt einen lauteren Klang als die Rennaisanceflöte besonders in der tiefen Lage.
Durch die konische Bauweise kamen die Löcher weiter zusammen und sie ist deshalb einfacher zu spielen als ihre Vorgängerin. Klangbeispiel
Im 19. Jahrhundert wurden sehr unterschiedliche Flöten gebaut. Jedes Land hatte ein eigenes Klangideal. In England wurde eine Flöte mit einem starken Ton gesucht. Diese Flöten sind wegen der sehr grossen Löcher nicht einfach zu spielen. Klangbeispiel
In Frankreich besassen die Flöten kleinere Löcher und waren leiser. Klangbeispiel
Theobald Böhm (1794–1881) führte aufgrund akustischer Untersuchungen eine gänzlich neue Flöte ein, die heute als Böhmflöte bezeichnet wird. Sie erleichterte die Intonation, ergab einen grösser Klang und die Mechanik war gänzlich neu aufgebaut. Nebst Holz verwendet Böhm auch Metall für seine Flöten.