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Suchmaschinen versus Verzeichnisse
Ein möglichst umfassender Nachweis von Web-Dokumenten ist über
Suchmaschinen möglich, die in Einzelfällen bis zu 60 Mio. Web-Seiten
nachweisen. Einfache Suchfragen, die aus ein oder zwei
Suchbegriffen bestehen, führen hier aber i.d.R. bereits zu unübersichtlichen
Treffermengen. Als grobe Regel gilt, daß Suchmaschinen erst bei Suchfragen mit
drei oder mehr Suchbegriffen einigermaßen problemlos anwendbar sind. Siesind deshalb vor allem für die Beantwortung spezieller Fragestellungen gutgeeignet.
Wie verfährt man aber bei allgemeineren Fragestellungen? Bei einer gründlichen,umfassenden und aktuellen Suche wird man auch hier auf Suchmaschinen nichtverzichten können. Fast alle bieten sinnvolle Möglichkeitender Einschränkung von Suchfragen. In vielen Fällenauch ausreichend ist die Heranziehung von Auswahlsammlungen oder 'Verzeichnissen',die intellektuell erstellt bzw. bearbeitet werden. Auch diese haben Nachteile:
Ihre Aktualität läßt fast immer zu wünschen übrig.
Obwohl die meisten von ihnen eine Abfrage nach
Suchbegriffen zulassen, sind sie nur beschränkt über sog.
'Meta-Suchmaschinen' gemeinsam recherchierbar. Schließlich ist auch
die beste Auswahl dem Verwurf der Subjektivität ausgesetzt.
Es ist nicht leicht, allgemeine Empfehlungen zu formulieren, in welchen Fällen
Suchmaschinen, in welchen Verzeichnisse herangezogen werden sollten. Daher nähern
wir uns dem Problem von einer mehr praktischen Seite, nämlich über
Testabfragen in Meta-Suchmaschinen.