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Das nächtliche Kuhglocken-Verbot erhielt einen «ungewöhnlich hohen Stimmenanteil» von 46 Prozent, wie IG Freiheit am Donnerstag anlässlich der Preisverleihung mitteilte. Erwirkt wurde das Verbot von einem Anwohner, der sich vom Gebimmel der Glocken auf einer Kuhweide in der Nachbarschaft gestört fühlte.
Nachdem die Gemeinde eine Petition abschlägig beantwortete, wandte sich der Anwohner an den Kanton – und erhielt Recht. Die betroffenen Berikoner Kühe weiden seither ohne Glocken.
Die Silbermedaille des «Rostigen Paragraphen» geht dieses Jahr an die Stadt Genf, für die Einführung eines Frauenrabattes von 20 Prozent in städtischen Kultureinrichtungen.
Auf dem dritten Platz landete das Bundesamt für Verkehr, beziehungsweise die EU-Seilbahnrichtlinie, die der Tradition des Fondue-Essens in Seilbahnen ein Ende zu setzen drohte. Die betroffenen Seilbahn-Unternehmen konnten das Verbot allerdings abwenden.
Der Schmähpreis «Rostiger Paragraph» wird seit 2007 verliehen und soll laut Angaben der IG Freiheit auf unnötige, bürokratische Regulierungen aufmerksam machen.