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1989 waren beim Halbfinalspiel des FA Cups zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forrest 96 Menschen in einem überfüllten Liverpool-Block in Sheffield erdrückt worden.
Die Ereignisse wurden als Unfall eingestuft, obwohl ein offizieller Untersuchungsbericht 1990 zu dem Ergebnis kam, dass die Hauptursache für die Tragödie ein Versagen der Sicherheitskräfte gewesen sei. Angehörige der Opfer kämpften seither dafür, dass die Katastrophe auch auf juristischer Ebene neu untersucht wird.
Schwere Vorwürfe gegen die Polizei
In diesem September kam ein unabhängiges Gremium zu dem Ergebnis, dass mindestens 41 der 96 Opfer hätten gerettet werden können. Polizei- und Rettungskräften seien schwere Fehler unterlaufen, zudem habe die Polizei später für sie negative Passagen aus Berichten entfernt.
«Diese neuen Beweise sind der Grund für meinen Antrag. Die neuen Informationen sind ein wichtiger Faktor, um tatsächlich zu beurteilen, wie es damals um die Sicherheit im Stadion stand», liess Generalstaatsanwalt Grieve über sein Büro mitteilen. Das Gericht werde nun einen ersten Termin zur Anhörung festsetzen.