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Die russische Zentralbank muss nach eigenem Bekunden der maroden Bank of Moscow mit einer Kapitalspritze von 14 Milliarden Dollar unter die Arme greifen. Der Löwenanteil von mehr als zehn Milliarden werde von der Notenbank finanziert. Den Rest steuere die staatseigene Bank VTB zur Aufstockung der Kapitaldecke ihrer neuen Tochtergesellschaft bei.
Bei der feindlichen Übernahme durch VTB sei eine riesige Finanzlücke des Instituts offenbar geworden: Rund ein Drittel der rund 30 Milliarden Dollar schweren Verbindlichkeiten dürften sich demnach als faule Kredite erweisen.
Diese Kredite wurden der Notenbank zufolge im Zusammenhang mit Immobilienprojekten des früheren Bankchefs Andrei Borodin vergeben. Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte und nach London geflohene Banker hat wiederholt bekräftigt, dass die Kredite ausreichend gesichert seien.
Russlands zweitgrösste Bank VTB war mit 3,5 Milliarden Dollar bei der fünftgrössten Bank des Landes eingestiegen. VTB kaufte der Stadt Moskau ihren Anteil an der Bank of Moscow von gut 46 Prozent ab und übernahm zudem eine Sperrminorität bei einem Versicherer, der weitere 17 Prozent hielt.
Dies ermöglichte den neuen Besitzern eine Entlassung des Managements, das zum Lager des ehemaligen Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow gehört. Diesen hatte Präsident Dmitri Medwedew im vergangenen Jahr in die Wüste geschickt.
(cms/laf/sda)