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Mehrere dieser Gegenstände befinden sich jetzt im Historischen Museum zu Bern.
Die in den Urkunden genannte
Einsiedelei (1269:
ecclesia de Waldkilch) zwischen Niederbipp und
Aarwangen ist heute völlig verschwunden, dagegen sieht man über
Lehn noch
Reste der ehemaligen
Erlinsburg. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts gehörte diese Gegend den
Grafen von Froburg. 1322 vergabten
die
Grafen Johann und Hermann von Froburg ihre kirchlichen Einkünfte dem Kloster
St. Urban, von dem sie 1579 an Bern
kamen. 1686 brannten
in Niederbipp 52
Häuser und 26
Scheuern nieder. Heimat des Oberrichters
Blumenstein (1825-1882). Im Bannwilwald
ein Grabhügel aus der Hallstattperiode und auf Ober
Erlinsburg ein Refugium. Ueber Geschichte und Etymologie vergl. den
Art.
Bipp (Schloss).
Mühle und
Säge. Schöne Bauernhäuser und schmucke
Villen mitten in einem wahren
Wald von Obstbäumen.
Die Strasse wird von
zwei Reihen prachtvoller
Nussbäume eingefasst.
Nahe dem Richtplatz (wo einst der
Galgen stand) eine schöne
Kapelle und die
Nidwaldner Korrektionsanstalt, die an der Stelle eines aus dem 16. Jahrhundert stammenden Siechenhauses 1835 erbaut
worden ist. In Niederdorf wohnten der Bildhauer Franz Keyser († 1875) und der Landschaftsmaler Joseph Zeiger († 1882 in
Luzern).
und Niederenthal (Kt. Glarus).
2150-520 m. Der Niederenbach entspringt an der Kärpfriesi, einer mächtigen
Schutthalde am
N.-Hang¶
mehr
des Klein Kärpf, durchfliesst das 8 km lange Niederenthal in n. Richtung, nimmt von links den Auernbach als Abfluss des kleinen
Thales von Ennetseewen auf und mündet bei der Häusergruppe «in der Herren» (dem östlichsten Teil des Dorfes Schwanden) von
links in den Sernf, 500 m östl. der Vereinigung dieses letztern mit der Linth.
Das Niederenthal ist das grösste Thal der Freiberggruppe. Auf seiner O.-Seite liegt die vom Kärpfstock nach N. ausstrahlende
Hauptkette dieser Berggruppe mit den Gipfeln Schwarztschingel (2429 m), Bleitstöcke (2449 m), Berglihorn (2429 m), Karrenstock
(2424 m) und Gandstock (2318 m). Im W. wird es durch den vom Unterkärpf (2440 m) über Sonnenberg (2225
m) bis zum Matzlenstock (1976 m) sich erstreckenden Bergrücken von dem Thälchen von Ennetseewen geschieden und nach der Vereinigung
mit demselben vom Salengrat und Schwanderberg (1241 m) begrenzt. Es ist grösstenteils in den roten Verrucano eingebettet,
der diese Bergkämme aufbaut; an einigen Stellen jedoch ist die Erosion bereits in die eocänen Schiefer
eingedrungen, die in der ganzen Berggruppe die Unterlage des Verrucano bilden und von ihm durch eine fast vollkommen ebene,
etwa 10° nach NW. einfallende Ueberschiebungsfläche getrennt werden.
Dicht hinter der Alphütte von Niederenalp Oberstafel hat sich der Bach eine kurze Strecke weit durch
den obersten Teil der eocänen Schiefer einen Tunnel gegraben, über welchem die Lochseitenkalkbank eine natürliche Brücke,
die sogenannte Kärpfbrücke, bildet. Im Niederenthal lassen sich deutlich sechs übereinanderliegende kleine Thalstufen
unterscheiden. Die vier mittlern sind Vertiefungen von elliptischem Grundriss und wahrscheinlich durch den diluvialen Gletscher
des Niederenthales aus dem Verrucano herausgehobelt worden. An Stelle der kleinen Seen, die einst einzelne
dieser Becken erfüllt haben mögen, liegen jetzt ebene, von Alpweiden bedeckte Geschiebeböden oder sumpfige Torfmoore,
welche der Bach in vielen Mäandern durchzieht.
Die Felsschwellen, die diese Thalstufen voneinander trennen, sind vom Gletscher abgerundet und mit erratischen Blöcken überstreut
worden, und der Bach überwindet sie in kleinen Stromschnellen und Wasserfällen. Während die Felsbarrieren
zwischen den vier mittleren Thalstufen nur geringe Höhe haben, sind die beiden untersten Terrassen, die Alpstäfel Kies (1080
m) und Mettmen (1568 m), durch eine 500 m hohe Steilstufe getrennt, über welche der Niederenbach sich in mehreren
prächtigen Wasserfällen hinunterstürzt.
Unterhalb der tiefsten Terrasse verengert sich das Thal zu einer schmalen Rinne, deren gleichförmig geneigten Abhänge ganz
mit Tannenwald bekleidet sind. Das Niederenthal bietet einen reichen Wechsel von hübschen Landschaftsbildern: schäumende
Bergbäche und Wasserfälle, dunkle Wälder und grüne Bergwiesen und Alpweiden, überragt von den grauvioletten, zackigen
Felsmassen der Berggipfel und belebt von zahlreichen Gemsrudeln. Es ist daher ein sehr beliebtes Exkursionsziel.
Am Niederenbach ist vor einigen Jahren ein grosses Elektrizitätswerk errichtet worden, das Schwanden und die umliegenden
Dörfer mit Licht und Kraft versorgt.