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Mövenpick werde in den kommenden Jahren sicher doppelt so gross sein wie heute, sagte der 57-jährige Manager. Zu den heute 85 Mövenpick-Hotels kämen bald 42 neue Verträge hinzu. In den nächsten paar Jahren sollen es noch einmal 30 bis 40 sein. Das Wachstum werde vor allem Asien, Nahost und Südamerika stattfinden. «Mövenpick ist - wie übrigens auch Swissôtel - wegen der Swissness unglaublich attraktiv.»
Auch in der Schweiz ist eine Expansion geplant. Man werde die Anzahl der Hotels hierzulande wohl um 20 bis 25 Prozent erhöhen, sagte Bazin weiter. «Wann immer wir irgendwo die Marktführerschaft haben, will ich dort weiter konsolidieren.» Bazin nennt namentlich die Städte Zürich, Basel und Genf.
In der Schweiz ist Accor Marktführer. In Zürich, Lausanne und Genf kontrolliert die Kette mit Marken wie Ibis, Mercure, Novotel, Sofitel, Swissôtel und Mövenpick laut eigenen Angaben 30 Prozent aller Hotelbetten.
«Es braucht eine Dichte an wichtigen Standorten, um neue Kunden zu gewinnen, aber auch, um mit Buchungsplattformen oder anderen Vermittlern bessere Verträge auszuhandeln», sagte Bazin, der laut eigenen Angaben 260 Nächte im Jahr nicht zu Hause schläft.
Accor ist ein Gigant unter den Hotelketten. 38 Marken mit mehr als 4800 Hotels weltweit gehören zum französischen Konzern. Zu den grössten Konkurrenten zählen die Konzerne Jin Jiang, Hilton und Marriott.
Mövenpick hatte seine 84 Hotels im vergangenen Jahr für eine halbe Milliarde Franken an die französische Accor-Gruppe verkauft. Mövenpick wurde in der Schweiz 1948 vom 2011 verstorbenen Ueli Prager gegründet. Er gilt als Pionier in der Gastroszene, weil er immer neue Ideen und Konzepte entwickelte. Das erste Schweizer Fastfood-Restaurant, die Silberkugel in Zürich, war eine seiner Erfindungen. Sie gehört inzwischen nicht mehr zur Gruppe. Auch brachte Mövenpick Gourmet-Essen wie Lachs und Qualitätsweine im Offenausschank an die breite Masse.
Die Hotelgruppe startete 1973 mit zwei Grosshotels beim Zürcher Flughafen. Daraufhin folgten Eröffnungen in Ägypten, danach in Deutschland und im Nahen Osten. Prager verkaufte seine Aktienmehrheit 1991 an den deutschen Investor August von Finck. Die Markenrechte für die Glacé gehören inzwischen Nestlé. Die Restaurants in der Schweiz gehören der Coop-Gruppe.