Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03495.jsonl.gz/2425

WINTERRUHE
Aktualisiert: 13. Juni 2022
Seit Monaten treffe ich im Alltag immer wieder Bären an: Sei es auf einer Schokolade abgebildet, als Holzfigur auf einem Spielplatz oder auf einem Werbeplakat. Beim Öffnen vom Sammelkleber-Album, Lesen eines Cartoons oder in einem zugesandten prophetischen Traum. Es fühlt sich im Geist an, als würde der Bär für eine bestimmte Aussage in dieser Zeit das passende Symbol sein.
Eine Bärin geht schwanger in die Winterruhe ein. Sie zieht sich in eine Höhle zurück, ruht mehrheitlich so, dass sie nicht viel Energie verliert und während sie ruht, wächst in ihr neues Leben heran. Am Ende des Winters werden ein bis drei Jungen geboren, die sich im Frühling dann langsam aus der Höhle wagen. Es geschieht Multiplikation im Verborgenen, Wachstum im Ruhen.
Höhlen haben etwas Geheimnisvolles, vielleicht auch etwas Gefährliches an sich. In den Geschichten in der Bibel liest man, dass Könige sich in Höhlen versteckten, Propheten sich dahin zurückzogen und Feinde ihr Gefängnis darin fanden. Häufig wurden auch Höhlen für wichtige Leute als Grab genutzt.
Der Prophet Elija hat sich nach einem seiner grössten Erfolge in seinem Leben in eine Höhle zurückgezogen, auf der Suche nach Antworten. Und gerade im Verborgenen spricht die leise Stimme von Gott zu ihm. In diesem Felsspalt begegnet er seinem Schöpfer und kommt total verändert wieder heraus. Gott lenkte Elijas Blick weg von sich selbst, hin auf die nächste Generation. Elija tritt in seine Bestimmung als Vater und ruft Elisa als seinen geistlichen Sohn in die