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Aktive Überwachung
Sollten in der Gewebeprobe bösartige Zellen nachweisbar sein und ein Frühstadium bestehen, kann eine aktive Überwachung erfolgen. Bei der aktiven Überwachung werden regelmäßige Kontrollen des PSA-Wertes, Tastuntersuchungen und wiederholte Gewebeproben (Biopsien) durchgeführt. Das Ziel der aktiven Überwachung ist es, eine kurative (=heilende) Therapie wie eine Operation oder Strahlentherapie vorerst hinauszuzögern, ohne dass dem Patienten dadurch Nachteile entstehen.
Die aktive Überwachung ist nur dann möglich, wenn der PSA-Wert niedrig ist (unter 10 ng/ml), der Befund klinisch auf einen lokal begrenzten Tumor hinweist (nur ein Prostatalappen betroffen ist), nur wenige Gewebeproben befallen sind (maximal 3) und der Aggressivitätsgrad der Tumorzellen niedrig ist (ISUP-Grad maximal I).
Diese Überwachungsstrategie ermöglicht es, den Verlauf der Prostataerkrankung genau zu beobachten, um zu entscheiden, wann eine Behandlung erforderlich ist.