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Zwei Hunde verschwinden auf mysteriöse Weise aus einem Hinterhof. Einer taucht ein Jahr später auf – die Suche nach dem anderen dauert acht lange Jahre.
Im Jahr 2009 lässt Sophia Hanson aus Texas (USA) ihre zwei Hunde Laila und Blake nach draussen in den Garten. Als sie nach einer Weile nach den beiden sehen will, sind die Hunde verschwunden. «Wir sind uns bis heute nicht sicher, ob sie gestohlen wurden, weil keine Tür offen war», erzählt Hanson gegenüber dem Tiermagazin «The Dodo».
Ein Jahr lang dauert es, bis Hanson und ihr Ehemann auf der Verkaufsplattform «Craigslist» die Anzeige eines Hundes entdecken, der Blake zum Verwechseln ähnlich sieht. «Wir gingen hin und taten so, als würden wir ihn kaufen wollen», so Hanson. Als sicher stand, dass der Hund tatsächlich Blake ist, holten sie ihn zu sich. Wie der Hund dorthin gekommen ist, bleibt unklar. «Er war ziemlich verstört», erzählt Hanson, «Der ganze Prozess, ihn wieder zu rehabilitieren war lang, aber jetzt ist er der grösste Kuschelbär.»
Laila lebt jahrelang als Streunerin
Dass der eine Hund wieder hier war, gab dem Ehepaar Hoffnung. Aber Hündin Laila blieb weiterhin verschollen. Erst acht Jahre später wird sie von einer Frau auf einem Feld gesichtet. Janice Rackley sah die verstörte Hündin und wusste sofort, dass sie helfen musste. «Ich wusste, dass ich aus einem Grund dort war und der war, ihr zu helfen», erzählt Rackley gegenüber «The Dodo». «Sie war auf mich angewiesen.»
Jeden Tag fuhr Rackley zu dem Feld und brachte Wasser und Futter. Zu Beginn war die Streuner-Hündin sehr ängstlich und rannte jedes Mal davon. Erst mit der Zeit gewann Rackley ihr Vertrauen. «Ich glaube, es dauerte etwa sechs Monate, bis sie sich von mir streicheln liess. Doch jedes Mal, wenn ich ihr eine Leine anlegen wollte, rannte sie davon.»
Als das Wetter langsam kühler wurde, wusste Rackley, dass ihre letzte Chance gekommen war, die Hündin zu retten. «Ich bin einfach hingegangen, habe sie aufgehoben und auf meinen Schultern zu meinem Auto getragen. Sie [die Hündin] blieb erstaunlich ruhig dabei.»
Nach acht Jahren wiedervereint
Einen Monat lang lebte Laila bei Rackley zuhause. Rackley erkannte, dass die Hündin einmal Besitzer gehabt haben musste. «Sie wusste, wie man Sitz und Platz macht», erzählt sie, «Jemand musste sie ausgebildet haben und sie sicher schrecklich vermissen.» Rackley brachte Laila zu einem Tierarzt, wo sie feststellten, dass die Hündin gechipt war. Die Besitzer konnten damit ausfindig gemacht werden.
Nach acht langen Jahren wurden Sophia Hanson und ihr Mann wieder mit ihrer Hündin vereint. Es war ein emotionaler Moment, wie sie sagt. «Gerade als wir schlafen gehen wollten, kam ein Anruf. Mein Ehemann sagte ‚Was?! Können Sie das bitte wiederholen?‘ und er stellte das Telefon auf Lautsprecher.» Die beiden sprangen sofort ins Auto, um Laila wieder in die Arme zu schliessen.
«Sie kam auf mich zu und schien zu sagen ‚Bist du das?’», erzählt Hanson, «Und dann weinten alle.» Obwohl Laila sich in den letzten Jahren stark verändert hatte, schien sie sich gut an ihre Besitzer zu erinnern.
Mittlerweile lebt sie wieder zuhause – gemeinsam mit zwei älteren Hunden und ihrem Bruder Blake – und erholt sich von den Strapazen der letzten Jahren. «Wir können es immer noch kaum glauben», so Hanson. «Manchmal gehen wir an ihr vorbei und müssen zweimal hinsehen. Sie liegt in demselben Stuhl wie früher, in der gleichen lustigen Position wie früher. Es tut gut, sie so glücklich zu sehen.»
Bettina hat Journalismus studiert und leitet das Online-Team von Blick am Abend. Sie mag Tiere, Literatur und TV-Serien.