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Hochwasserschutz Promontogno
Die Verbesserung des Hochwasserschutzes erfolgte in Form von Uferverstärkungen im Dorfbereich und der Schaffung eines Rückhalteraums für Geschiebe an der Bondasca, kurz vor der Mündung in die Maira. Mit diesen Massnahmen wurden die Siedlungsgebiete der Dörfer Bondo und Promontogno vor Hochwasser und Murgängen geschützt.
Die Bondasca, ein sechs Kilometer langer Wildbach, fliesst durch das gleichnamige Val Bondasca und mündet bei Bondo in die Maira. Im Einzugsgebiet der Bondasca sind grosse Mengen an Lockermaterial vorhanden, die während eines Starkniederschlags leicht mobilisierbar sind. Dies war der Fall in der Nacht vom 25. August 2012, als mehrere tausend Kubikmeter Geschiebe bis in die Dörfer Bondo und Promontogno geschwemmt worden sind. Das Bachbett der Bondasca war randvoll mit Material, wodurch das Wasser teilweise ausserhalb des Gerinnes floss. Die Bewohner kamen mit einem blauen Auge davon: Es kam zwar zu beträchtlichem Sachschaden an Gebäuden, Gewerbe und Infrastruktur, aber der Camping wurde glücklicherweise rechzeitig evakuiert.
Die Verbesserung des Hochwasserschutzes erfolgte in Form von Uferverstärkungen im Dorfbereich und der Schaffung eines grossen Rückhalteraums für Geschiebe an der Bondasca, kurz vor der Mündung in den Fluss Maira. Mit diesen Massnahmen wurden die Siedlungsgebiete der Dörfer Bondo und Promontogno geschützt. Vom Schutz profitiert aber auch die Malojastrasse.
Die Gesamtkosten betragen rund 4,8 Millionen Franken, wobei die Gemeinde Bregaglia 900 000 Franken übernehmen muss. Die Mobiliar steuert 450 000 Franken bei.
Das Projekt in Promontogno zeigt beispielhaft auf, wie organisatorische Schutzmassnahmen die baulichen ergänzen können und so der Schutz vor Naturgefahren erhöht wird. Bereits nach den Unwettern im Sommer 2012 wurde im Val Bondasca eine Alarmanlage eingerichtet. Sobald eine akute Gefahr durch Hochwasser und Murgänge besteht, werden die Gemeinde Bregaglia (zu der Promontogno gehört), die Blaulichtorganisationen und das Tiefbauamt Graubünden automatisch alarmiert. Zudem sind an verschiedenen Strassen Ampeln eingerichtet und mit der Alarmanlage verknüpft worden. Die Bevölkerung wurde zudem an einer Informationsveranstaltung detailliert über die Vorgehensweise und das Verhalten bei Hochwasser und Murgängen informiert.