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Der Feigenbaum zählt zu den ältesten domestizierten Nutzpflanzen und der Anbau von Feigen ist vermutlich älter als der Ackerbau. Überreste einer kultivierten Feige wurden in einem etwa 11 400 Jahre alten Haus bei Jericho gefunden.
Feigen sind reich an Vitamin B1 und Mineralstoffen und enthalten etwa 15 % Zucker. Frische Feigen sind nicht sehr lange haltbar, weshalb sie durch Trocknen konserviert werden. In Nordeuropa sind daher eher die Trockenpflaumen bekannt.
In alten Legenden und Erzählungen wird der Feigenbaum oft erwähnt, was auf seine Bedeutung, vor allem als Lebensmittel hinweist. In der christlichen Kunst steht der Feigenbaum z. B. als „Baum der Erkenntnis“, im antiken Griechenland war die Feige dem Gott Dionysos geweiht und der römische Koch Apicius soll seine Schweine mit syrischen Feigen gefüttert haben, um das Fleisch zur Vollendung zu bringen.
Heimisch ist der Feigenbaum in Westasien, ist aber heute in allen gemässigten und subtropischen gebieten verwildert oder kultiviert anzutreffen. Auch in Portugal und der Algarve wird der Figueira, wie der Feigenbaum dort genannt wird, traditionell angebaut und für Touristen ist es ein Highlight eine selbst gepflückte Feige, direkt vom Baum zu vernaschen.
Die Pfingstrose (Erva de Santa Rosa)