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– Duch den Mund eingenommene Arzneimittel passieren zunächst den Magen. Danach gelangen sie in den Dünndarm, wo der Körper die meisten Wirkstoffe über die Dünndarmschleimhaut aufnimmt. In jedem Verdauungsabschnitt kann die Wirkung von Medikamenten durch verschiedene Einflüsse verändert werden. Die Wirkstoffe gelangen zum Beispiel auf nüchternen Magen eingenommen viel schneller in den Dünndarm, als wenn ein üppiges Frühstück den Magen versperrt. Daneben gibt es aber auch Lebensmittel, die die Passage durch den Magen beschleunigen.
Das richtige Getränk
Ein Medikament sollten Sie in aufrechter Haltung mit einem grossen Glas Wasser einnehmen. Bei anderen Getränken (Kaffee, Milch, Fruchtsaft) sollten Sie sich bei jedem Medikament zuerst erkundigen, ob kein Risiko für Wechselwirkungen besteht. So sollte ein Dragée, das Bisacodyl (z.B. in Abführmitteln) enthält, nie zusammen mit Milch einnehmen. Die Milch setzt die Wirksubstanz zu früh im Verdauungstrakt frei und das Präparat erzielt nicht den gewünschten Effekt. Schwarztee kann die Aufnahme von Eisen behindern. Grapefruitsaft hemmt ein körpereigenes Enzym und fördert dadurch die Aufnahme von Substanzen. Das heisst: Grapefruitsaft lässt Medikamente stärker wirken. Alkohol ist generell als Getränk zur Medikamenteneinnahme ungeeignet. Viele Schmerz-, Schlaf- oder Beruhigungsmittel werden durch die Einnahme mit Alkohol unkontrolliert verstärkt.
Der richtige Zeitpunkt
Da sich jedes Medikament anders verhält, ist es schwierig, eine gültige Regel für den korrekten Einnahmezeitpunkt aufzustellen. Beachten Sie die allgemeinen Richtlinien: Steht auf der Packungsbeilage «Einnahme vor dem Essen», sollte die Arznei 30 bis 60 Minuten vor der nächsten Mahlzeit eingenommen werden. Bei einer «Einnahme während des Essens» bis fünf Minute nach der Mahlzeit und bei einer «Einnahme nach dem Essen» sollte ein deutlicher Abstand von 30 bis 60 Minuten dazwischen liegen.
Andere Faktoren
Verschiedene Medikamente können mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen Wechselwirkungen eingehen. Beispielsweise ist bekannt, dass Acetylsalicylsäure, kurz ASS (enthalten z. B. in Schmerzmitteln), die Vitamin-C-Aufnahme verringern und den Verlust von Eisen erhöhen kann. Bei einer kurzfristigen Einnahme stellt dies kein Problem dar. Sollten Sie ein Präparat jedoch über einen längeren Zeitraum einnehmen, fragen Sie eine Drogistin oder einen Drogisten um Rat. Ebenso wenn Sie bezüglich Darreichungsform oder Hilfsstoffe unsicher sind. Oder wenn Sie mit der Einnahme und Wirkungsweise des Medikaments nicht zufrieden sind.
- Quelle
«Drogistenstern»