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30 Jahre Doppik in der Schweiz - eine Bilanz
Die Schweiz hat seit über 30 Jahren Erfahrung mit der doppischen, periodengerechten Haushaltsführung. Mit dem Harmonisierten Rechnungsmodell wurde erstmals Anfang der 1980er Jahre ein gemeinsamer Rechnungslegungsstandard für die Kantone und Gemeinden entwickelt, der von allen Kantonen und Gemeinden übernommen wurde.
Der Bund entschied sich erst 2007 für die Abkehr von der Kameralistik. Grund für die späte Einführung der Doppik ist vor allem die fiskalpolitische Bedeutung der Geldflüsse, da der Bund primär ein Transferhaushalt ist. Die weitere Entwicklung der Rechnungslegung in der Schweiz geht nun in Richtung IPSAS. Sowohl das Neue Rechnungsmodell des Bundes als auch das 2008 veröffentlichte Harmonisierte Rechnungsmodell 2 für Kantone und Gemeinden basieren auf bzw. unterstützen IPSAS. Für die Schweiz kann behauptet werden, dass eine jahrzehntelange, konsequente Orientierung an der doppischen Haushaltsführung, in Zusammenhang mit einer makropolitischen Begrenzung von Schulden bzw. Ausgaben dazu geführt hat, dass die jüngste Finanzkrise ohne grössere Schwierigkeiten überstanden werden konnte.