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Mit diesem Indikator können die Ängste der verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Zusammenhang mit Kriminalität und physischer Gewalt beurteilt werden. Er gibt Aufschluss über das allgemeine Sicherheitsempfinden in der Schweiz, vor dessen Hintergrund Integration stattfinden sollte.
Der Anteil der ständigen Wohnbevölkerung ab 16 Jahren, die sich sicher fühlt, betrug im Jahr 2017 68%. Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund fühlt sich signifikant sicherer als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund, obwohl der Unterschied gering ist (69% gegenüber 67%).
Zwischen 2015 und 2017 war eine leichte Erhöhung des Anteils der Bevölkerung ‒ sowohl ohne als auch mit Migrationshintergrund ‒, der sich sicher fühlt, festzustellen. Die Erhöhung ist bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund (+6 Prozentpunkte) am ausgeprägtesten.
Das Gefühl der Sicherheit ist je nach Grossregionen unterschiedlich. Zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund sind jedoch keine signifikanten Unterschiede zu beobachten, ausser in der Nordwest- und Ostschweiz, wo der Bevölkerungsanteil, der sich sicher fühlt, bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund grösser ist (+6,8 bzw. +7,5 Prozentpunkte).
Tabellen
Definitionen
Es handelt sich um einen subjektiven Indikator zum Gefühl der Sicherheit, bei dem Personen, die sich sicher fühlen, diejenigen sind, die folgende Frage mit Werten von 0 bis 2 beantworteten: "Wie fest fühlen Sie sich bedroht durch Kriminalität und körperliche Gewalt? 0 wäre überhaupt nicht bedroht und 10 sehr stark bedroht". Der Indikator misst den Anteil der Personen, die sich nicht bedroht fühlen.
Zwischen 2010 und 2012 wurde das Gefühl der Unsicherheit definiert als: ein Gefühl der Unsicherheit im Zug oder auf der Strasse, in der man wohnt sowie die Angst vor körperlichen Attacken oder Aggressionen auf der Strasse.
Seit 2015 wird das Gefühl der Unsicherheit definiert als: ein Gefühl der Unsicherheit unterwegs oder am Arbeitsplatz sowie die Angst, Opfer von Angriffen oder körperlicher Aggression zu werden. Die Frage blieb dieselbe, aber die Anweisung an die Interviewer (nicht vorgelesen) ist seit 2015 breiter und kann teilweise den Rückgang der Personen, die sich sicher fühlen, erklären.
Methodologie
Die Frage zum Gefühl der Sicherheit wurde 2013 und 2014 in der SILC-Erhebung nicht gestellt.
Infolge des neuen Stichprobenrahmens und der Verbesserung des Gewichtungsmodells sind die Resultate ab 2014 nicht mehr direkt mit den Resultaten der Vorjahre vergleichbar (Bruch in der Zeitreihe). Mehr dazu im unten stehenden Dokument.