Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03418.jsonl.gz/557

Bereits auf Runde 4 war es soweit: Max Verstappen musste seinen rauchenden Boliden im Schleichtempo Richtung Boxengassen schleppen. Dort musste dann gar mit dem Feuerlöscher zu Werke gegangen werden. Das Verdikt: Die Bremsscheibe des Red-Bull-Boliden war explodiert.
Für den Weltmeister war das Rennen in Melbourne zu Ende, und damit auch eine Serie von 43 Zielankünften nacheinander – 35 dieser Rennen beendete Verstappen als Sieger. Letztmals nicht klassiert war er ebenfalls in Australien vor 2 Jahren. Zudem riss die aktuelle Siegesserie (9) des Niederländers.
Das Podest
- 1. Carlos Sainz (ESP/Ferrari)
- 2. Charles Leclerc (MON/Ferrari)
- 3. Lando Norris (GBR/McLaren)
Profiteur des Verstappen-Ausfalls war Carlos Sainz. Der Spanier hatte seinen Widersacher bereits eine Runde vor dessen Aufgabe geschnappt und die Führung in der Folge nicht mehr hergegeben. In seinem Ferrari segelte er in der ersten Rennhälfte von einer schnellsten Runde zur nächsten.
Das Rennen ging aufgrund eines Crashes von George Russell in einer Safety-Car-Phase zu Ende. Hinter Sainz klassierte sich Teamkollege Charles Leclerc, der den Doppelsieg der «Scuderia» perfekt machte. Lando Norris im McLaren fuhr auf Platz 3.
Nach Russell-Unfall: Alonso erhält 20-Sekunden-Strafe
Der zweifache Weltmeister Fernando Alonso verliert wegen seines Anteils am Unfall von George Russell in der letzten Runde zwei Positionen und fällt auf Rang acht zurück. Das ist das Resultat der 20-Sekunden-Strafe, mit der die Rennkommissare den spanischen Aston-Martin-Pilot nachträglich belegten. Alonso hatte ungewöhnlich früh gebremst und damit wohl indirekt zum Unfall von Mercedes-Pilot Russell beigetragen.
Von der OP zum Sieg
Sainz, der seinen 3. GP-Sieg einfuhr, war auch der letzte Sieger vor Verstappens Serie gewesen (Mitte September 2023 in Singapur). Diesmal war es ein Sieg ohne Ansage: Noch vor zwei Wochen musste der Spanier nach einer Blinddarm-Operation auf das Rennen in Saudi-Arabien verzichten.
Ebenfalls einen frühen Ausfall (Runde 17) bekundete Rekordweltmeister Lewis Hamilton. Der Brite meldete einen Motorschaden.
Sauber vom Pech verfolgt
Die Sauber-Piloten zogen einen gebrauchten Tag ein. Valtteri Bottas hatte wie bereits in Saudi-Arabien Probleme mit einer Radmutter. Nach Runde 9 ging der Finne an die Boxen und von da ans Ende des Feldes. Am Ende reichte es als Drittletzter immerhin zu Platz 14.
Auch Teamkollege Guanyu Zhou, der ohnehin bereits aus der Boxengasse gestartet war, hatte knapp nach Rennhälfte einen längeren Aufenthalt bei seinem Team – sein Motor stellte während des Stopps ungewollt ab. Der Chinese klassierte sich hinter Bottas auf Rang 15.
So geht es weiter
Der Formel-1-Tross verschiebt sich nach Asien. Dort steht in 2 Wochen erst das Rennwochenende in Japan an, anschliessend geht es weiter nach China (21.4.).