Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03487.jsonl.gz/1004

Geschichte
Die Mittelthurgaubahn führte ab ende der dreissiger Jahre bis zur Elektrifizierung 1965 ein gemischter Dampf- Dieselbetrieb. Die immer Stärker werdende Konkurrenz von der Strasse mit den immer komfortableren Automobilen musste sich die Betriebsleitung Überlegungen Anstellen wie sie den Betrieb Komfortabler und Günstiger durchführen kann.
In den dreissiger Jahren wurden zahlreiche Versuchs Fahrten mit Triebwagen mit Verbrennungsmotoren durchgeführt. Der Verwaltungsrat befasste sich 1936 mit der Frage über eine Beschaffung, eines Dieseltriebwagen von der Wagen und Maschinenbau AG Görlitz (WUMAG), wie es die Befreundete Hohenzollerische Landesbahn (HZL) bereits einsetzt.
Unter Vermittlung der Vereinigten Kleinbahnen AG, konnte ein Leivertrag für ein WUMAG Dieseltriebwagen abgeschlossen werden, die VKA Übernahm dafür eine Finanzgarantie, da eine Beschaffung eines solchen Fahrzeuges aus Politischen und Divisen gründe äusserst schwierig gestaltete.
Deutsch Schweizerische Dieseltriebwagen
Die Mittelthurgau Bahn hatte mit dem Leichtriebwagen gute Erfahrungen gemacht und möchte nun zwei solche Fahrzeug beschaffen. Der Verwaltungsrat beschloss am 10. Mail 1939 zwei Dieseltriebwagen in Auftrag zu geben und eine Triebwagenhalle in Weinfelden zu erichten. Die Dieseltriebwagen wurden von der VKA (im Auftrag der MThB) bei der Triebwagen und Wagonfabrik AG in Wismar bestellt, die benötigten Motoren wurden von der Firma Saurer aus Arbon, das Getriebe kahm von der Lokomotiv und Maschinenfabrik in Winterthur.
Kurz vor Weinachten am 20. Dezember 1941 wurde der erste Triebwagen und am 25. Januar 1942 der zweite Triebwagen abgeliefert. Die beiden neuen Fahrzeuge brachte nicht nur freunde, den sie waren sehr Unterhaltes intensiv, sie legten auch weniger Kilometer zurück wie der WUMAG Triebwagen der leihweise bei der MThB im Einsatz stand. Um ein Geordneten Betrieb mit den Triebwagen zu gewährleisten, wurde der Unterhalt der Fahrzeug in die Nacht verlegt.
Mit der Anschaffung von zwei Dieseltriebwagen rückte die Frage über eine Elektrifikation der Mittelthurgau Bahn in den Hintergrund. So blieb der Dieseltriebwagen Betrieb im Thurgau bis 1965 alltäglich.
Hochkonjunktur ohne MThB
Nach dem zweiten Weltkrieg, Europa liegt in Trümmer die Schweizer Wirtschaft floriert, die Mittelthurgau Bahn konnte davon ungenügend profitieren. Nicht nur der wieder in Fahrt kommende Strassenverkehr sondern auch das die Güter die Mittelthurgaubahn umfahren. Der Grenzübergang Konstanz hatte an Bedeutung eingebüsst. So wurden die Güter über andere Grenzübergänge Geleitet und somit entfielen für die Mittelthurgaubahn nur einen geringen Verkehrsanteil.
Die SBB und die DB konzentrierten immer mehr ihre Güterströme immer mehr auf den Grenzübergang in Basel, was nicht immer zum Vorteil der Verlandenden Ostschweizer Firmen ist. Um nicht ganz auf dem trocknem zu liegen bemühte sich die Mittelthurgau Bahn vermehrt selbst um Güter. So konnte sie mit den deutschen Nordseehäfen einen Gütertarif aushandeln, was dazu führte das der Verkehr sich vervielfachte.
Der gemischter Betrieb geht weiter
In den 40er Jahren wurden diverse Gutachten in Auftrag gegeben, wie die Mittelthurgaubahn in Zukunft unterwegs sein soll. Da all diese Studieren viel Zeit benötigt haben und der Verkehr stetig zunahm behalf sich die Mittelthurgaubahn mit dem Gemischten Diesel und Dampfbetrieb.
Veraltungsratspräsident Dr. Engeli sprach an der Generalversammlung 1948 der Mittel – Thurgau-Bahngesellschaft dass die Elektrifikation der MThB notwendig sei. Trotz der Notwendigkeit des elektrischen Betriebs wurden mit Vorjahr Versuchs Fahrten mit einem schweren Dieseltriebwagen der Französischen Staatsbahnen SNCF durchgeführt. Die Wirtschaftlichkeit dieses Fahrzeuges befriedigte die Mittelthurgaubahn nicht.
Die Aktionäre stimmten an der Generalversammlung am 9. Juli 1949 einen Kostenbeitrag, für die Beschaffung eines dritten Dieseltriebwagen zu. Das dritte Dieselfahrzeug wurde bei Schindler Wagon in Pratteln bestellt. Die Motoren und Getriebe kahmen aus dem eigenem Kanton von Saurer in Arbon.
Die Mittelthurgaubahn hatte immer mehr mühe ihrer Beförderungspflicht nachzukommen. Für Kurzfristige Triebfahrzeugmangel konnte die MThB in den 50er Jahren, bei der Deutschen Bundesbahn Dampflokomotiven, Triebwagen und Schienenbusse ausleihen. Für eine dauerhafte Lösung musste die Mittelthurgaubahn für den Personenverkehr zwei weitere Dieseltriebwagen beschaffen, der eine Triebwagen ersetzte einen von der ersten Generation der verunglückt war und als Anhängewagen wieder in Betrieb genommen wurde.
Um den immer Stärker werdenden Güterverkehr beschaffe sich die MThB von den SBB mehrere gebrauchte Dampflokomotiven. So hatten diese SBB Lokomotiven für einige Jahre ein Gnadenbrot im Thurgau bevor sie wie Ihre Kollegen beim Schrotthändler landeten.
Die Elektrifikation kommt
An der Generalversammlung der Mittel – Thurgau – Bankgesellschaft 1957 wurde der Verwaltungsrat beauftragt „die Elektrifikation der Mittelthurgau Bahn ungesäumt in die Wege zu leiten und einer späteren Versammlung Bericht und Antrag über Finanzierung vorzulegen“.
Die Chance für die Elektrifikation der MThB stiegen mit dem „neuen“ Eisenbahngesetzt vom 20. Dezember 1957 beträchtlich an. Das neue Gesetzt ermöglichte dem Bund und den Kantonen Finanzhilfen an Privatbahnen zu gewähren, was die Finanzierung der Umstellung auf Elektrische Energie erleichterte.
Bildquellen
- Depot Weinfelden Mittelthurgau Bahn: Peter Sutter, Archiv Tramclub Basel
- Mittelthurgaubahn Wismar Triebwagen: Peter Sutter, Archiv Tramclub Basel
- MittelthurgDieseltriebwagen MThB: Peter Sutter, Archiv