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Das Siegtor für Oceláři Třinec erzielte Matěj Stránský in der 62. Minute bei drei gegen drei Feldspieler. Ambri-Piotta verpasste es, im klar dominierten Startdrittel mehr als ein 1:0 vorzulegen.
Spektakuläre Treffer
Die Tschechen wendeten das Blatt nach einem 0:1-Rückstand. Vladimír Dravecký liess nach einer Bilderbuch-Kombination mit einem Backhand-Abschluss ins Lattenkreuz dem tadellosen Ambri-Keeper Daniel Manzato mit dem 2:1 keine Abwehrchance (46.).
Davor hatte Oceláři Třinecs Topskorer Ondřej Kovařčík eine Unaufmerksamkeit in Ambris Abwehr in der letzten Minute des Mitteldrittels kaltblütig zum 1:1 genutzt. Für Kovařčík war es bereits das dritte Tor am diesjährigen Spengler Cup.
Spektakulär war dann Ambris Ausgleichstreffer zum 2:2 (52.), der das Nachsitzen erst ermöglichte. Weil der von Brian Flynn perfekt abgelenkte Distanzschuss von Igor Jelovac im Tor-Gebälk hängen blieb, erfolgte sowohl Ambris Torjubel als auch die Anerkennung des Treffers erst mit Verzögerung, beziehungsweise endgültig nach Video-Konsultation.
Fans pushten Team
Im ersten Drittel war Ambri-Piotta von seinen Fans wie gewohnt von Beginn an nach vorne gepeitscht worden. Die Leventiner dominierten das Startdrittel mit 18:12 Torschüssen. Doch das 1:0 nach den ersten 20 Minuten war ein zu geringer Lohn für das starke Startdrittel, in dem die Tschechen fast ausschliesslich mit Abwehraufgaben beschäftigt waren.
Das Skore hatte Giacomo Dal Pian in der 5. Minute eröffnet. Für den von einer Handverletzung zurückgekommenen Stürmer war es im ersten Spengler-Cup-Spiel der Karriere der erste Treffer. In 28 bislang Meisterschaftsspielen der laufenden Saison hatte Dal Pian auch nicht mehr als ein Mal getroffen.
Ambri-Piotta verpasste sein erstes grosses Endspiel seit zwei Jahrzehnten. 1999 waren die Leventiner Playoff-Finalist in der Schweiz (1:4 in der Serie gegen Lugano). Seither erreichte Ambri keinen Final mehr, sieht man einmal von den beiden Spielen um den europäischen Super Cup gegen Metallurg Magnitogorsk ab (Heimspiel-Sieg 1999, Auswärtsniederlage 2000). Die beiden Continental-Cup-Triumphe hatte der Nordtessiner Dorfklub an entsprechenden Finalturnieren errungen (1998 in Košice beziehungsweise 1999 in Berlin).
Erster tschechischer Finalist seit 15 Jahren
Die Leventiner können die Spengler Cup-Bühne bei ihrer Premiere dennoch erhobenen Herzens verlassen. Mit dem unbändigen Kampfgeist und seinen frenetischen Fans sorgte Ambri-Piotta für die wohl beste Stimmung aller Zeiten an diesem Traditionsturnier.
Oceláři Třinec ist das erste tschechische Team seit Sparta Prag (2004 Finalverlierer gegen Davos), das in den Spengler Cup-Final einzieht. Třinec steigerte sich damit gegenüber dem Vorjahr deutlich, als es noch alle seine drei Spiele in Davos verlor. Diesmal verlor Oceláři Třinec lediglich sein Startspiel gegen den kommenden Finalgegner Team Canada (1:4).