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Rund 7000 Menschen waren der Einladung des Papstes in den Vatikan gefolgt. Unter ihnen waren Flüchtlinge sowie Menschen, die diese bei sich aufgenommen hatten, und Vertreter von Hilfsorganisationen.
Migranten berichteten von ihrer Flucht, etwa aus Libyen, Syrien, Afghanistan, Somalia oder dem Jemen. "Wir haben Nachbarn und Freunde sterben sehen, die Bomben fielen vom Himmel wie Regen", erzählte Anna Jabbour, die aus Aleppo stammt. Sie floh mit ihrer Familien zuerst in den Libanon und dann Ende 2020 nach Italien. Dort sei ihr die Hoffnung zurückgegeben worden "nach dem Dunkel des Krieges".
Seit Jahren organisieren vor allem religiöse Organisationen wie die Gemeinschaft von Sant'Egidio humanitäre Korridore. Nach Angaben des Heiligen Stuhls kamen von Februar 2016 bis heute gut 6000 Menschen so nach Europa. Mehr als 5200 wurden in Italien aufgenommen, 770 in Frankreich, Belgien und Andorra. Über ein Austauschprogramm kamen nun von jenen Migranten auch welche nach Deutschland, wie es hiess.
Franziskus erinnerte bei dem Treffen auch an das Bootsunglück von Kalabrien von Ende Februar, bei dem mindestens 86 Menschen ums Leben kamen. Die Erwachsenen und Kinder starben, als ihr Holzboot kurz vor der Küste des Ortes Cutro kenterte. Viele Menschen werden noch vermisst. "Dieser Schiffbruch hätte nicht passieren dürfen, und es muss alles getan werden, damit er sich nicht wiederholt", sagte der Pontifex. "Humanitäre Korridore sind ein gangbarer Weg, um die mit dem Menschenhandel verbundenen Tragödien und Gefahren zu vermeiden."
(sda)