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Boots- und Clubhaus
Innenraum (Fuge)
Boots- und Clubhaus
Adresse
6300 Zug
ZG
Architektur
Weitere Bauphasen
Das Boots- und Clubhaus ist ein bedeutender Vertreter des Neuen Bauens in Zug. Das denkmalgeschützte Gebäude ist einer der ältesten erhaltenen Sichtbetonbauten im Kanton Zug und dokumentiert die Entwicklung der Bade-, Sport- und Freizeitkultur, für die typischerweise – wie an manchen anderen Seeuferplätzen – eine fortschrittliche Architektur gewählt wurde.
Chronologie
Der 1882 gegründete See-Club Zug gehört zu den ältesten Rudervereinen der Schweiz. Die erste Clubhütte wurde in den Jahren 1886/87 erstellt. Sie musste 1903 einem Neubau weichen. Durch die fortlaufende Entwicklung des Ruderbetriebs erfüllte auch diese schon bald nicht mehr die Bedürfnisse der Sportler. 1937 stellte der Architekt und Vorsitzende der Baukommission Walter F. Wilhelm das neue Bauvorhaben vor. Die Realisierung übernahm Theo Hochstrasser. Das Gebäude wurde 1977 renoviert und 1990 im Nordosten um einen Riegel erweitert. 2002 wurde es unter der Leitung der Architekturbüros HWP Architekten AG und Felber Röck AG saniert und eine Sonnenschutzanlage montiert.
Lage
Das Boots- und Clubhaus liegt zwischen dem Hafenweg und dem Ufer des Zugersees neben den Quaianlagen des 1977 errichteten Yachthafens. Das Areal ist kaum bebaut und Teil der städtischen Seeufergestaltung. Das Boots- und Clubhaus ist nach Südwesten, gegen den See, ausgerichtet.
Beschreibung
Der Kernbau von 1937/38 besteht aus Sichtbeton, hat eine Grundfläche von 20,8 x 10,8 Metern und erscheint als funktionaler und schmuckloser Kubus. Die Lagerhalle im Erdgeschoss zeichnet sich im Süden durch zwei Tore und seeseitig durch kleine Lochfenster ab. Das zurückspringende Obergeschoss ist auf der Nordwestseite erschlossen. Zwei Bandfenster kennzeichnen die ob der Gebäudeform gestufte Seitenfassade. Die geschosshohe Fensterfront zur Terrasse wird vom weit auskragenden, minimal geneigten Dach geschützt, der Aussenbereich durch eine Pergola gefasst. Letztere ist Teil der Sanierung von 2002 und trägt den Sonnenschutz. Die grosse Sonnenterrasse ist mit einem filigranen Stahlgeländer eingefasst. Die Decken des Boots- und Clubhauses bestehen aus ausbetonierten Hohlkörpersteinen.
Der Kernbau und der 1990 ergänzte Anbau sind durch eine Baufuge getrennt. Der zweigeschossige Fortsatz setzt sich mit seinem leicht gekrümmten Pultdach und der einfach strukturierten Metallfassade deutlich ab. Die nach Norden orientierten Innenräume werden durch Bandfenster belichtet, welche die gleichen Raster aufweisen wie die Metallplatten der Fassade.
Literatur