Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03662.jsonl.gz/2678

Gewöhnliche, etwas starke Furniere schneidet man 8-10 aus 25 mm, wobei die Dicke eines einzelnen Blattes etwa
zu 1,25-1,5 mm ausfällt, da man die Hälfte auf Abfall durch Späne rechnen kann. Es kommen aber auch 0,5 mm starke Furniere vor.
Die krummfaserige, gemaserte Beschaffenheit des
Holzes, welche ein leichtes Zerbröckeln desselben bedingt, erfordert eine
unwandelbar in gleicher Ebene stattfindende Bewegung des schwachen Sägeblatts, welches feine und nur sehr
wenig geschränkte Zähne
[* 7] besitzen darf.
Für den kleinen Bedarf sägt man mit der Hand,
[* 8] für den größern mit Schneidemaschinen, die nur ein einziges Sägeblatt enthalten.
Dies liegt ganz allgemein horizontal mit der Zahnseite nach unten und macht bis 300 Schnitte in einer
Minute. Nach jedem Schnitt wird die Bohle durch einen Mechanismus um einen sehr kleinen Teil gegen das Sägeblatt vorgeschoben.
Bei den Furnierschneidemaschinen mit Kreissäge hat die letztere einen Durchmesser von 1,5-5,5 m und wird aus einer runden gußeisernen
Scheibe gebildet, an deren Umfang 10-30 gezahnte, bis 180 mm und mehr in der Breite
[* 9] messende Segmente von
Stahlblech aufgenietet oder aufgeschraubt sind.
Bei der Furnierhobelmaschine wird die zu verarbeitende Bohle unter einem großen Hobel durchgezogen, oder es bewegt sich der
Hobel in horizontaler oder vertikaler Richtung, während das Holz festliegt. Der Hobel macht vorteilhaft einen Winkel
[* 10] von 80°
gegen die Bewegungsrichtung und ist unter 15° gegen die Holzoberfläche geneigt, er hat eine Geschwindigkeit
von 250 mm in einer Sekunde. Die Wirkung wird erleichtert, wenn das Holz vorläufig durch Dämpfen erweicht ist.
Die Spiralfurnierschneidemaschine schält mit einem geraden Messer
[* 11] von einem cylindrischen Holzblock, der auf einer eisernen
Achse befestigt ist und sich mit derselben langsam dreht, ununterbrochen ein Blatt
[* 12] ab, dessen Breite gleich
der Länge des zerschnittenen Blockes ist, und dessen Länge sehr beträchtlich sein kann. Die Furniere werden auf die Möbel aufgeleimt
und dienen denselben nicht nur zum Schmuck, sondern verhindern auch das Verwerfen derselben. Bisweilen verwendet man auch
Unterfurniere von minderwertigem Holz, dessen Fasern sich dann mit denen des äußern Blattes kreuzen müssen. Beklebt man das
Furnierblatt mit Papier und erweicht es, so kann man es auch um Ecken und Rundungen biegen. Stärkere Furniere schneidet man für
Parkettfußböden, zu musikalischen Instrumenten etc. Auch aus Perlmutter, Elfenbein, Schildpatt werden Furniere geschnitten
und zu allerlei feinern Artikeln benutzt.