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Unter dem allgemeinen Begriff Rheuma (von griechisch rheo: «ich fliesse») werden alle unerklärlichen, schmerzhaften Symptome und Erkrankungen der Muskeln, Knochen, Sehnen, Bänder und Gelenke zusammengefasst. Rheuma zeigt sich durch Schmerzen, Knirschgeräusche, Deformationen und Bewegungsschwierigkeiten unterschiedlichen Grades. Spezialisten diagnostizierten bereits über 200 rheumatische Erkrankungen, darunter Arthrose, Ischias und rheumatoide Polyarthritis.
In der Schweiz leidet eine von fünf Personen an irgendeiner Form von Rheuma, eine von 50 ist schwer betroffen. Diese Erkrankung ist für 15 bis 25 Prozent der IV-Renten hierzulande verantwortlich. Und anders als man oft denkt, ist Rheuma nicht eine Alterskrankheit; auch junge Menschen sind betroffen.
Formen von Rheuma
Die verschiedenen rheumatischen Erkrankungen werden in vier Kategorien eingeteilt:
- Degeneratives Rheuma
Degeneratives Rheuma ist die häufigste Form. Es zeigt sich am häufigsten an Knien, Schultern, Händen, Hüften und der Wirbelsäule. Es handelt sich um das Resultat eines Abbauprozesses in Gelenkknorpel oder Bandscheiben. Als häufige Ursachen gelten Knorpelabrieb infolge eines Unfalls oder extremer Belastungen, aufgrund von Fehlstellungen oder instabilen Bändern. Die Knie- oder Hüftgelenkarthrose ist eine typische degenerative Rheumaerkrankung.
- Entzündliches Rheuma
Entzündliches Rheuma ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Immunzellen irrtümlicherweise das Körpergewebe angreifen. Die Schulmedizin geht davon aus, dass diese Erkrankung genetisch bedingt ist. Eine mögliche Folge ist Arthritis, von der dreimal soviel Frauen wie Männer betroffen sind.
- Weichteilrheuma
Bei diesen rheumatischen Beschwerden an Muskeln, Sehnen und Bändern, von denen zwei Prozent der Bevölkerung betroffen sind, tappt die Ursachenforschung im Dunkeln. Vermutet werden genetische und psychische Auslöser (Fibromyalgie). Daneben gibt es lokalisierbare Formen von Weichteilrheuma, wie zum Beispiel den Tennisellbogen, die auf Überlastung zurückzuführen sind.
- Stoffwechselbedingtes Rheuma
Diese Rheumaform ist das Resultat einer Stoffwechselstörung, zum Beispiel einer Harnsäure-Erhöhung im Blut. Die Gicht ist eine bekannte Folge davon. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.
Ursachen von Rheuma
Die Abnützung der Gelenke gehört zum Alterungsprozess des Körpers. Die meisten Gelenkerkrankungen werden durch Überlastung, Abnützung, ungünstige oder übermässige Belastung (immer die gleiche Bewegung) der Weichteile verursacht. Aber auch andere Auslösefaktoren sind möglich, zum Beispiel: Erkältungen, erbliche Krankheiten, Krankheitserreger (Viren, Bakterien usw.) oder Stoffwechselstörungen (Ablagerung von Harnsäure und anderen Kristallen im Gewebe und in den Gelenken). Einige Ursachen von Rheumaerkrankungen sind bekannt, andere noch nicht. Die genaue Krankheitsursache kann nur durch ärztliche Untersuchungen herausgefunden werden.
Erste Symptome erkennen
Steife Finger am Morgen, geschwollene Knöchel, entzündete Gelenke, chronische Nacken- und Schulterverspannungen oder Sehnenentzündungen: Wir alle leiden gelegentlich an Beschwerden am Bewegungsapparat. Diese verschwinden in der Regel genauso rasch, wie sie aufgetreten sind. Manchmal bleiben sie länger bestehen oder melden sich regelmässig zurück. Dann empfiehlt sich ein Arztbesuch. Die Diagnose wird mithilfe von sieben Kriterien gestellt, die vom amerikanischen Rheumaverband definiert wurden. Sind vier der sieben Kriterien erfüllt, gilt die Diagnose als sicher.
Wie beugt man Rheuma vor?
Ein gesunder Lebensstil verzögert das Auftreten rheumatischer Erkrankungen. Schon kleine Änderungen im Alltag haben einen raschen Nutzen. Unsere Tipps:
Körperliche Bewegung ist das beste Mittel, um gegen abnützungsbedingtes Rheuma zu kämpfen. spazieren, Velofahren, Schwimmen und Aquagym haben den Vorteil, die Gelenke zu schonen.
- Quelle
«Drogistenstern»