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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2023.00569 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Hediger Urteil vom 21. Februar 2024 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Lotti Sigg Sigg Schwarz Advokatur Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Die 1974 geborene X.___, von Beruf Detailhandelsfachfrau EFZ und Mutter zweier 1999 und 2002 geborener Kinder, arbeitete bis 2020 teilzeitlich bei diversen Arbeitgebern, hauptsächlich im Service- und Verkaufsbereich ; zuletzt war sie von Juni bis September 2020 als Logistikerin bei Y.___ angestellt ( Urk. 8/67/2 ff., Urk. 8/68, Urk. 8/108 ). Am 6. Mai 2021 meldete sie sich unter Hinweis auf eine mittelgradige depressive Episode bei der Eidgenössischen Inva lidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/13). Die Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, lud die Versicherte wiederholt erfolglos zu einem telefonischen Standortgespräch (Urk. 8/17, Urk. 8/19 ) ein und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 8/20/1-27 ; darunter das psychi atrische Gutachten von Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychiatrie, 17. Februar 2021, Urk. 8/20/6-15 ). Nach durchgeführtem Vorbe scheidverfahren (Urk. 8/26) wies sie das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2. September 2021 ab, da die Versicherte ihrer Auskunfts - und Mitwirkungs pflicht nicht nachgekommen sei (Urk. 8/35). 1.2 Am 6. Oktober 2021 meldete sich die Versicherte, vertreten durch ihre Beiständin (vgl. Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde vom 15. Juli 2021, Urk. 8/42 ; vgl. auch Entscheid vom 1. März 2022, Urk. 8/97 ), erneut zum Leis tungsbezug an (Urk. 8/40). Die IV-Stelle tätigte medizinische Abklärungen und zog aktuelle Auszüge aus dem Individuellen Konto der Versicherten (Urk. 8/107 f, Urk. 8/110) sowie erneut die Akten der Krankentaggeldversicherung (Urk. 8/63/1-30, Urk. 8/103/1-35) bei. Am 23. Juni 2022 teilte sie der Versicher ten mit, aus gesundheitlichen Gründen könnten derzeit keine beruflichen Mass nahmen durchgeführt werden (Urk. 8/106). Nach durchgeführtem Vorbescheid verfahren (Urk. 8/127, Urk. 8/131 ff.) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 9. Sep tember 2023 einen Rentenanspruch (Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ am 31. Oktober 2023 Beschwerde und bean tragte, es seien ihr in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 2 9. Septem ber 2023 die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine Rente, zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2023 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was der Beschwerdeführerin am 21. Dezember 2023 zur Kenntnis gebracht wurde. Zudem wurde ihr die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwältin Lotti Sigg, Winterthur, als unentgeltliche Rechts vertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt (Urk. 9). In der Folge gab die Beschwerdefüh rerin weitere Unterlagen zu den Akten (Urk. 10 f., Urk. 13, Urk. 14/1-2, Urk. 16 f.). Kopie n dieser Eingaben wurde n der Beschwerdegegnerin zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 18). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line aren Rentensystems [ K S ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022 ). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend ebenfalls frühestens ab diesem Datum in Betracht fällt, sind die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgest ützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Ar beitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.4 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesund heits schädi gung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapie re sistenz auszuschliessen sei (E. 5.1). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungs hin dernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspo tentialen (Res sourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leis tungs vermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswerte Interferen zen durch psychiatrische Komorbiditäten lässt sich im Allgemeinen nicht als schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu noch ein bedeutendes the rapeutisches Potential, so ist insbesondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesund heitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (BGE 148 V 49 E. 6.2.2 mit Hinweis). Die Anerkennung eines rentenbegründen den Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nach weis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweis losigkeit zu trage n (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). 1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis ; Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2023 vom 30. November 2023 E. 4.2.1 ). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseig nung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Ver fahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 1.6 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). 2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, aus medizini scher Sicht sei der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit im Detailhandel sowie jede andere knieschonende Tätigkeit zu 100 % zuzumuten. Die nicht-orthopädischen Diagnosen seien auf psychosoziale Faktoren zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund bestehe kein Rentenanspruch (Urk. 2). 2.2 Dagegen wandte die Beschwerdeführerin ein, die Beschwerdegegnerin habe sowohl im Rahmen der ersten Anmeldung als auch bei der Neuanmeldung ihre Abklärungspflicht verletzt. Dass die depressive Erkrankung einzig auf psychoso ziale Faktoren zurückzuführen sei, sei zudem aktenwidrig. Alsdann habe sich der Zustand der Beschwerdeführerin seit September 2022 wieder massiv verschlech tert. Dies insbesondere durch die versuchte Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit im Pensum von 20 % in einem Tankstellenshop. Aktuell bestehe wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Zudem bestehe seit langem eine psychiatrische Spi tex und habe die betreuende Fachfrau mitgeteilt, dass die Beschwerdeführerin infolge ihrer depressiven Erkrankung nicht mehr in der Lage sei, einfache Haus haltstätigkeiten durchzuführen. Auch verlasse sie das Haus kaum mehr (Urk. 1). 3. 3.1 Die angefochtene Verfügung vom 29. September 2023 (Urk. 2), welche aus schliesslich den Anspruch de r Beschwerdeführer in auf eine Invalidenrente zum Inhalt hat ( vgl. Titel ), bildet den Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Ver fahrens und stellt eine Sa chur teilsvoraussetzung dar (BGE 125 V 413 E. 1a). Soweit d ie Beschwerdeführer in darüber hinaus in pauschaler Weise die «gesetzli chen Leistungen» beantragt, liegt i h r Rechtsbegehren ausserhalb des Anfech tungsgegenstandes und ist diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten. Im Übrigen hat die Beschwerdeführerin die Mitteilung vom 23. Juni 2022, womit ein Anspruch auf berufliche Massnahmen verneint wurde (Urk. 8/106), nicht innert angemessener Frist (vgl. dazu BGE 134 V 145 E. 5.3.1 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 8C_673/2008 vom 10. Juli 2009 E. 3.1) gerügt. Da mit hat die Mitteilung vom 23. Juni 2022 R echtsbeständig keit erlangt (BGE 132 V 412 E. 5; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_82/2020 vom 12. März 2021 E. 3.1 ). 3.2 Zu vermerken ist auch, dass der abschlägigen Verfügung vom 2. September 2021 keine abschliessende materielle Sachverhaltsa bklärung zugrunde lag (Urk. 8/35), womit sich die Frage nach einer seither eingetretenen revisionsrechtlich relevan ten Veränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG vorliegend naturgemäss erübrigt. 4. 4.1 Im von der Krankentaggeldversicherung veranlassten psychiatrischen Gutachten vom 17. Februar 2021 diagnostizierte Dr. Z.___ eine rezidivierende depressive Erkrankung, gegenwärtig schwergradig, ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2, Urk. 8/63/18). In der persönlichen Anamnese habe die Beschwerdeführerin ausgeführt, ihre Eltern seien in die Schweiz eingereist. S ie selbst sei in A.___ geboren, habe aber nie den Schweizer Pass beantragt. Aufgrund ihrer Herkunft sei sie in der Primar schule gemobbt worden. Ihre Mutter habe ihr immer gesagt, dass sie ein unge wolltes Kind sei, und es sei auch zu körperlichen Übergriffen gekommen. Der Vater sei 2003 bei der Arbeit in einem Steinbruch verstorben. Heute leide ihre Mutter an Demenz und Depressionen. Alsdann habe die Beschwerdeführerin zwei Brüder, davon sei einer bereits verstorben. Letzterer sei für ihren Sohn eine Vaterfigur gewesen. Nach seinem Ableben sei ihr Sohn „ abgestürzt " und habe schliesslich einen Suizidversuch begangen. Auch die Tochter würde der Beschwerdeführerin derzeit grosse Sorgen machen. Diese habe viel Gewicht ver loren und würde sehr schlecht aussehen. Sie sei ausgezogen und man habe nicht mehr viel Kontakt. I m Jahre 2000 habe die Beschwerdeführerin ein Schleuder trauma mit langjähriger Arbeitsunfähigkeit erlitten. Es sei ihr psychisch immer schlechter gegangen, sodass sie im Oktober 2020 10 Tage im Kriseninterven tionszentrum verbracht habe. Danach habe sie ihre aktuelle Psychiaterin gefun den. Die von dieser initial eingerichteten Pharmakotherapie mit Escitalpram sei später wieder abgesetzt worden, weil es zu keiner Verbesserung gekommen sei. A ktuell nehme die Beschwerdeführerin 25 mg Sertralin ein. Sie sei mit ihren administrativen Belangen überfordert, es würden ständig Betreibungen eingehen (Urk. 8/63/1 4 f f., Urk. 8/63/18). Aus objektiver Sicht bestünden bei der überforderten und teils inkompetent agie renden Beschwerdeführerin teils mittelgradige, relevante Konzentrations-, Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen sowie assoziative Lockerungen, Gedankenabreissen und Wortfindungsstörungen. Ihre Schwingungsfähigkeit sei eingeschränkt und zum negativen Pol hin verschoben. Die Psychomotorik wirke eingefroren und die Beschwerdeführerin insgesamt selbstunsicher. Die Beschwer deschilderung sei aufgrund der testpsychologischen Untersuchungen als authen tisch zu bewerten (Urk. 8/63/16 f., Urk. 8/63/20 ). Es bestünden die typischen Zei chen einer schwergradigen, depressiven Symptomatik. Die Beschwerdeführerin habe die Hauptsymptome einer depressiven Symptomatik mit Antriebsminde rung, gedrückter Stimmung und Interessenverlust angegeben. Zusätzlich bestün den Schlafstörungen mit Morgentief und Morgenerwachen sowie kognitive Ein schränkungen, formal e Denkstörungen und teil weise Selbstentwertung. Ausser dem habe die Beschwerdeführerin Angst um ihren Sohn, der möglicherweise einen Suizidversuch begehen könnte. Sie könne sich an nichts mehr freuen. Es bestünden damit drei Hauptsymptome und mehr als sechs Nebensymptome für mehr als zwei Wochen. Seit der Erstsymptomatik im Jahre 2000 sei es zwischen zeitlich zu einer vollständigen Wiederherstellung gekommen. Damit sei von einer rezidivierenden Erkrankung auszugehen. Zu berücksichtigen seien jedoch auch schwerste psychosoziale Belastungssituationen innerhalb der Anamnese und zum aktuellen Zeitpunkt (Urk. 8/63/18). Eine Aufdosierung der aktuellen Medikation auf die gemäss Compendium ange gebene maximale Dosierung sei dringend indiziert. Aufgrund der fehlenden Tag/Nacht-Strukturierung und gesamten Überforderung werde zudem eine tages klinische Behandlung vorgeschlagen. Mit diesen Massnahmen bestehe die Mög lichkeit einer deutlichen Besserung innerhalb von sechs Monaten. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine adäquate Prognose jedoch nicht möglich. Infolge der derzeitig schwergradigen affektiven, interaktionellen und kognitiven Einschränkungen sei weder in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lageristin noch in einer Verweistä tigkeit von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit auszugehen. Zu berücksichtigen seien jedoch auch schwerwiegende psychosoziale Belastungssituationen (Urk. 8/63/19 ; vgl. auch de n Austrittsbericht der Psychiatrie B.___ vom 26. Oktober 2020, Urk. 8/20/23 ff. ). 4.2 Laut Austrittsbericht der Psychiatrie B.___ vom 14. Juni 2021 habe sich die Beschwerdeführerin infolge psychosozialer Belastungssituation und depressiver Symptomatik erneut zur Krisenintervention angemeldet. Beim Eintritt am 29. April 2021 habe sie finanzielle Engpässe mit daraus resultierender Kündigung ihrer Mietwohnung berichtet. Da sie sich in ihrem Wohnblock von den anderen Bewohnern gemobbt fühle, sei sie bereits auf Wohnungssuche gewesen. Infolge ihrer Betreibungen sei es für sie schwierig, eine neue Wohnung zu finden. Es gehe ihr schon länger schlecht, die Kündigung der Wohnung habe zu einer Zunahme der Symptomatik geführt. Aktuell könne sie keine Freude mehr empfinden, habe sich sozial stark zurückgezogen und fühle sich kraft- und energielos (Urk. 8/63/6). In diagnostischer Hinsicht sei die Symptomatik als mittelschwere depressive Epi sode vor dem Hintergrund einer psychosozialen Belastungssituation zu bewerten. Bis zum Klinikaustritt am 14. Mai 2021 habe sich eine Stabilisierung des Zustands ergeben. Insbesondere nachdem die Beschwerdeführerin einen positiven Bescheid bezüglich einer neuen Wohnung bekommen habe, habe sich ihre Stimmung deut lich aufgehellt (Urk. 8/63/7). 4.3 Die seit August 2021 im Zweiwochentakt behandelnde Dr. med. C.___, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 9. Februar 2022 mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivie rende depressive Episode, derzeit schwer (F33.2, ED 2000), sowie eine Gonarth rose rechts mit s tar ker Gehbehinderung (Stöcke) seit ca. zwei Monaten (Urk. 8/75/1). Die Beschwerdeführerin habe im Elternhaus und in der Schule wiederholt Ent wertung und Mobbing erlebt. Die Ehe, in die s i e mit 19 Jahren «geflüchtet» sei, habe sich bald als für sie noch traumatisierender dargestellt. Erst die Scheidung vom alkoholabhängigen, gewalttätigen Ehemann habe ihr Martyrium beendet. Nach der Scheidung habe sie die beiden Kinder in finanziell sehr schwierigen Verhältnissen allein grossgezogen. 2017 habe sich ihr jüngerer Bruder suizidiert, was sie sehr belastet habe. 2020 sei es zu mehreren Stellenverlusten gekommen, was zur psychischen Dekompensation geführt habe. Hinzu gekommen seien psy chosoziale Belastungen, u.a. wegen der schwierigen Wohnsituation, die mit einer Kündigung geendet habe. Alsdann habe ihr Sohn 2018, 2019 und 2021 Suizid versuche begangen. Im Oktober 2020 und April/Mai 2021 sei es zu Aufenthalten der Beschwerdeführerin im D.___ gekommen. Ausserdem habe sie Schulden und sei deshalb seit längerem wegen Lohnpfändungen in grosser finan zieller Bedrängnis; seit August 2021 bestehe eine Beistandschaft (Urk. 8/75 f.). In objektiver Hinsicht sei die Beschwerdeführerin affektlabil, depressiv, erschöpft, ängstlich bis panisch, psychomotorisch angespannt, v erlangsamt sowie im Antrieb gemindert. Es bestünden Ein- und Durchschlafstörungen, Grübeln und Gedankenkreisen. Formalgedanklich sei sie eingeschränkt auf ihre psychosozia len Belastungen (Finanzen, Sohn). Alsdann gerate die Beschwerdeführerin, exazerbiert durch ihre Selbstwertproblematik, rasch in Stress mit Auftreten von Konzentrationsproblemen, Vergesslichkeit und hoher Fehleranfälligkeit. Sie benötige viele Pausen und Möglichkeiten zur Reizabschirmung. Es bestehe wei terhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten. Eine teilweise Arbeitsfähigkeit sei in Zukunft wahrscheinlich; über Grad und Dauer sei eine Aussage aktuell nicht möglich. Als Medikation nehme die Beschwerdeführerin derzeit Relaxane (1-1-1-0), Redormin 500mg (0-0-0-2), Seralin 100mg (1.5-0-0) und Trittico 50mg (0-0-0-1, plus Reserve 1 Tablette zur Nacht) ein ( Urk. 8/76 f. ; vgl. der inhaltlich gleichlautende Bericht vom 15. November 2021, Urk. 8/63/3 f. ). Im Rahmen der Mini-ICF-Prüfung notierte Dr. C.___ bei 10 von 13 Kriterien mittel- bis schwergradige Beeinträchtigungen (Urk. 8/71 f.). 4. 4 Im Verlaufsbericht vom 21. September 2022 hielt Dr. C.___ eine rezidivie rende depressive Episode, aktuell leicht, (ICD-10: F33.0) fest ( Urk. 8/112 ff. ). Die Beschwerdeführerin sei noch gelegentlich depressiv. Das Gedächtnis und die Kon zentrationsfähigkeit hätten sich gebessert; ebenso der Antrieb, welcher aber noch unter der Norm liege. Die Belastbarkeit der Beschwerdeführerin sei weiterhin stark vermindert. Tätigkeiten im Lager und/oder Verkauf seien mit regelmässigen Pau sen im Pensum von 20 % möglich. Das Erlangen einer maximal 40%igen Arbeits fähigkeit sei wahrscheinlich (Urk. 8/113). 4. 5 Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt im Konsiliarbericht vom 10. Februar 2022 fol gende Diagnose fest (Urk. 8/109/8) : - Chronische femoropatellare Schmerzen links mit/bei - Hyperkompression-Syndrom der Patella - Knorpelschaden am lateralen Patella Rand ( Chondromalazie Grad III-IV) - Patella alta und Trochlea Dysplasie - Status nach diagnostischer Kniearthroskopie am 4. Mai 2011 Seit Dezember 2021 leide die Beschwerdeführerin erneut an linksseitigen Knie schmerzen. Aktuell gehe sie an Gehstöcken. Klinisch zeigten sich Schmerzen im Patella Rand lateral. Der Patella Tilt sei massiv vermindert und die Kniemuskula tur verkürzt. Zudem bestehe eine Schwäche der Hüftabduktoren-Muskulatur links. Bildgebend zeigten sich keine arthrotischen Veränderungen. Insgesamt ergebe sich die Indikation für einen erneuten konservativen Therapieversuch mit einer gezielten Physiotherapie zur Dehnung des Tractus iliotibialis und Kräfti gung der Hüftmuskulatur (Urk. 8/109/8f.). Die Verlaufskontrolle vom 5. Mai 2022 ergab eine Verbesserung und Schmerzre duktion. Dr. E.___ empfahl eine Intensivierung der Physiotherapie und des Mus keltrainings sowie Entwöhnung der Gehstöcke (Urk. 8/109/10). 4.6 Dr. med. F.___, Fachärztin FMH für Allgemeinmedizin, r egionaler ä rztlicher Dienst (RAD), hielt mit interner Stellungnahme vom 29. September 2022 fest, aus somatischer Sicht seien alle knieschonenden, angepassten Tätigkeiten seit jeher möglich. Zu vermeiden seien körperlich schwere Arbeiten mit repetitivem Trep pen- und Leiternsteigen sowie häufiges Hocken und Knien (Urk. 8/126/8). 4.7 Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, hielt am 2. März 2023 fest, der Verlaufsbericht von Dr. C.___ vom 9. Februar 2022 (vgl. hiervor E. 4.4) sei im « Elar » [elektronisches Datenerfassungssystem der Beschwerdegegnerin] unübersichtlich archiviert. D er von Dr. C.___ auf grund einer leichtgradigen depressiven Episode prognostizierten Arbeitsfähigkeit von maximal 40 % könne nicht gefolgt werden. Die Mini-ICF-Beurteilung sei auch nicht plausibel. In allen Bereichen würden mittel- bis schwergradige Beein trächtigungen postuliert, was bei einer leichtgradigen depressiven Episode nie vorkomme (Urk. 8/126/8). 5. 5.1 Aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten kann nicht abschliessend beur -teilt werden, ob bei der Beschwerdeführerin ein versicherungsrelevanter Gesund heitsschaden besteht. 5.2 I n psychiatrischer Hinsicht stellte die Beschwerdege g nerin auf die Kurzstellung nahme von RAD- Arzt Dr. G.___ ab, worin dieser lediglich festhielt, der Beurtei lung von Dr. C.___ vom 21. September 2022 könne nicht gefolgt werden. Im Übrigen ist ihm augenscheinlich die Übersicht über die medizinische Akten lage abhandengekommen. Insbesondere reichte Dr. C.___ die Mini-ICF Beurteilung zusammen mit dem Bericht vom 9. Februar 2022 ein, worin sie eine rezidivierende depressive Episode, derzeit schwer, (F33.2, ED 2000) diagnostiziert hatte (vgl. hievor E. 4.2). Aus de r vorliegenden psychiatrischen Aktenlage erg i b t sich einhellig, dass bei der Beschwerdeführerin seit 2000 rezidivierende depres sive Episoden volatilen Ausmasses bestanden. Seither wurde der Beschwerdefüh rerin jeweils eine 10 0%ige resp. 80 % ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätig keiten attestiert, wobei die beurteilenden Fachärzte alle samt jegliche Auseinan dersetzung mit den im Regelfall anzuwendenden Standardindikatoren vermissen l iessen. Alsdann trifft es zwar zu, dass in den medizinischen Unterlagen durch wegs auf psychosoziale Belastungsfaktoren hingewiesen wurde. Dass die diagno serelevanten Befunde einzig darin ihre hinreichende Erklärung f i nden, gleichsam in den psychosozialen Belastungsfaktoren aufgehen, ergibt sich jedoch nicht. So können p sychosoziale Belastungsfaktoren mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie zu einer ausgewiesenen Beeinträchtigung der psychischen Integrität als solcher führen, welche ihrerseits eine Einschränkung der Arbeitsfä higkeit bewirkt, wenn sie einen verselbständigten Gesundheitsschaden aufrecht erhalten oder den Wirkungsgrad seiner Folgen verschlimmern (Urteile des Bun desgerichts 8C_213/2022 vom 4. August 2022 und 9C_311/2021 vom 23. September 2021 E. 4.2, je mit Hinweisen). Mithin spielt es p raxisgemäss keine Rolle, wenn psychosoziale oder soziokulturelle Umstände bei der Entstehung einer Gesundheitsschädigung einen wichtigen Einfluss gehabt hatten, sofern sich inzwischen ein eigenständiger invalidisierender Gesundheitsschaden entwickelt hat (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_105/2023 vom 10. Juli 2023 E. 5.1 mit Hinweisen). In einer versicherungsmedizinischen Begut achtung, welche sich nach den normativen Vorgaben der Rechtsprechung orien tiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenver sicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auszuklammern (Urteil des Bundesge richts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1). Soziale Belastungen sind aber nicht vorab und losgelöst von der Indikatorenprüfung, sondern in deren Rahmen im Gesamtkontext zu würdigen (Urteil des Bundesgerichts 8C_105/2023 vom 10. Juli 2023 E. 5.1). Ob ein eigenständige s, psychiatrisches Leiden mit arbeitsre levanten Auswirkungen (gegebenenfalls auch nur vorübergehend) vorlag, lässt sich bei der gegebenen Aktenlage nicht abschliessend beurteilen und jedenfalls nicht a priori ausschliessen. In somatischer Hinsicht bleibt schliesslich unklar, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit verhält. Dr. F.___ hielt einzig dafür, aus somatischer Sicht seien der Beschwerdeführerin alle knieschonenden, angepassten Tätigkeiten seit jeher möglich (Urk. 8/126/8). 5.3 Nach dem Gesagten erweist sich de r medizinische Sachverhalt insbesondere hin sichtlich der Frage, ob und inwiefern sich ein allfälliger Gesundheitsschaden mit Krankheitswert mit Blick auf die einschlägige Rechtsprechung (BGE 143 V 418, BGE 141 V 281, vgl. E. 1.2 ff.) auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im zeitlichen Verlauf seit der IV- Neua nmeldung vom Oktober 2021 ausgewirkt hat, als nicht hinreichend abgeklärt. Damit ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, in dem Sinne gutzuheissen, dass d ie an gefochtene Verfügung vom 29. September 2023 aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Die Rückweisung zur weiteren Abklärung steht auch im Einklang damit, dass in erster Linie die IV-Stelle für die richtige und vollständige Sachverhaltsabklä rung zu sorgen hat (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG). 6. 6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert ermessensweise auf Fr. 6 00.-- festzusetzen und (aufgrund der rechtsprechungsge-mäss ebenfalls als vollständiges Obsiegen geltenden Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung, vgl. BGE 137 V 57 ) ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Parteientschädigung, die infolge Gewährung der unentgeltlichen Rechts pflege der zur unentgeltlichen Rechtsvertreterin bestellten Rechtsanwältin Lotti Sigg, Winterthur, auszubezahlen ist (Urteil des Bundes-gerichts 4A_170/2018 vom 20. Juni 2018 E. 1.3 mit Hinweisen). Mit Honorarnote vom 31. Januar 2024 machte diese einen Aufwand von insgesamt 9 Stunden und 55 Minuten geltend zuzüglich Barauslagen pauschal im Umfang von Fr. 65.45 (Urk. 20), was als angemessen erscheint. Unter Berücksichtigung, dass die Mehrwertsteuer bis Ende 2023 7,7 % betrug, ist lediglich auf dem Aufwand von 3 Stunden 10 Minuten (ab 8. Januar 2024) ein Satz von 8,1 % aufzurechnen, sodass die Prozessentschädi gung auf Fr. 2'353.-- ([6,75 x Fr. 220.-- x 1,077 + 3,17 x Fr. 220.-- x 1,088] + Fr. 70.50) festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird, soweit auf sie eingetreten wird, in dem Sinne gutgeheissen, dass d ie angefochtene Verfügung vom 29. September 2023 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach Vornahme der Abklärungen i m Sinne der Erwägungen, über den Ren ten an spruch der Beschwerdeführerin neu entscheide. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 6 00.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, Rechtsanw ä lt in Lotti Sigg, Winterthur, eine Pr ozessentschädigung von Fr. 2‘ 353.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Lotti Sigg - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkun den sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstHediger

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2023.00569 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Hediger Urteil vom 21. Februar 2024 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Lotti Sigg Sigg Schwarz Advokatur Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Die 1974 geborene X.___, von Beruf Detailhandelsfachfrau EFZ und Mutter zweier 1999 und 2002 geborener Kinder, arbeitete bis 2020 teilzeitlich bei diversen Arbeitgebern, hauptsächlich im Service- und Verkaufsbereich ; zuletzt war sie von Juni bis September 2020 als Logistikerin bei Y.___ angestellt ( Urk. 8/67/2 ff., Urk. 8/68, Urk. 8/108 ). Am 6. Mai 2021 meldete sie sich unter Hinweis auf eine mittelgradige depressive Episode bei der Eidgenössischen Inva lidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/13). Die Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, lud die Versicherte wiederholt erfolglos zu einem telefonischen Standortgespräch (Urk. 8/17, Urk. 8/19 ) ein und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 8/20/1-27 ; darunter das psychi atrische Gutachten von Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychiatrie, 17. Februar 2021, Urk. 8/20/6-15 ). Nach durchgeführtem Vorbe scheidverfahren (Urk. 8/26) wies sie das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2. September 2021 ab, da die Versicherte ihrer Auskunfts - und Mitwirkungs pflicht nicht nachgekommen sei (Urk. 8/35). 1.2 Am 6. Oktober 2021 meldete sich die Versicherte, vertreten durch ihre Beiständin (vgl. Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde vom 15. Juli 2021, Urk. 8/42 ; vgl. auch Entscheid vom 1. März 2022, Urk. 8/97 ), erneut zum Leis tungsbezug an (Urk. 8/40). Die IV-Stelle tätigte medizinische Abklärungen und zog aktuelle Auszüge aus dem Individuellen Konto der Versicherten (Urk. 8/107 f, Urk. 8/110) sowie erneut die Akten der Krankentaggeldversicherung (Urk. 8/63/1-30, Urk. 8/103/1-35) bei. Am 23. Juni 2022 teilte sie der Versicher ten mit, aus gesundheitlichen Gründen könnten derzeit keine beruflichen Mass nahmen durchgeführt werden (Urk. 8/106). Nach durchgeführtem Vorbescheid verfahren (Urk. 8/127, Urk. 8/131 ff.) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 9. Sep tember 2023 einen Rentenanspruch (Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ am 31. Oktober 2023 Beschwerde und bean tragte, es seien ihr in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 2 9. Septem ber 2023 die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine Rente, zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2023 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was der Beschwerdeführerin am 21. Dezember 2023 zur Kenntnis gebracht wurde. Zudem wurde ihr die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwältin Lotti Sigg, Winterthur, als unentgeltliche Rechts vertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt (Urk. 9). In der Folge gab die Beschwerdefüh rerin weitere Unterlagen zu den Akten (Urk. 10 f., Urk. 13, Urk. 14/1-2, Urk. 16 f.). Kopie n dieser Eingaben wurde n der Beschwerdegegnerin zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 18). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line aren Rentensystems [ K S ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022 ). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend ebenfalls frühestens ab diesem Datum in Betracht fällt, sind die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgest ützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Ar beitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.4 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesund heits schädi gung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapie re sistenz auszuschliessen sei (E. 5.1). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungs hin dernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspo tentialen (Res sourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leis tungs vermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswerte Interferen zen durch psychiatrische Komorbiditäten lässt sich im Allgemeinen nicht als schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu noch ein bedeutendes the rapeutisches Potential, so ist insbesondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesund heitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (BGE 148 V 49 E. 6.2.2 mit Hinweis). Die Anerkennung eines rentenbegründen den Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nach weis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweis losigkeit zu trage n (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). 1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis ; Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2023 vom 30. November 2023 E. 4.2.1 ). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseig nung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Ver fahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 1.6 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). 2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, aus medizini scher Sicht sei der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit im Detailhandel sowie jede andere knieschonende Tätigkeit zu 100 % zuzumuten. Die nicht-orthopädischen Diagnosen seien auf psychosoziale Faktoren zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund bestehe kein Rentenanspruch (Urk. 2). 2.2 Dagegen wandte die Beschwerdeführerin ein, die Beschwerdegegnerin habe sowohl im Rahmen der ersten Anmeldung als auch bei der Neuanmeldung ihre Abklärungspflicht verletzt. Dass die depressive Erkrankung einzig auf psychoso ziale Faktoren zurückzuführen sei, sei zudem aktenwidrig. Alsdann habe sich der Zustand der Beschwerdeführerin seit September 2022 wieder massiv verschlech tert. Dies insbesondere durch die versuchte Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit im Pensum von 20 % in einem Tankstellenshop. Aktuell bestehe wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Zudem bestehe seit langem eine psychiatrische Spi tex und habe die betreuende Fachfrau mitgeteilt, dass die Beschwerdeführerin infolge ihrer depressiven Erkrankung nicht mehr in der Lage sei, einfache Haus haltstätigkeiten durchzuführen. Auch verlasse sie das Haus kaum mehr (Urk. 1). 3. 3.1 Die angefochtene Verfügung vom 29. September 2023 (Urk. 2), welche aus schliesslich den Anspruch de r Beschwerdeführer in auf eine Invalidenrente zum Inhalt hat ( vgl. Titel ), bildet den Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Ver fahrens und stellt eine Sa chur teilsvoraussetzung dar (BGE 125 V 413 E. 1a). Soweit d ie Beschwerdeführer in darüber hinaus in pauschaler Weise die «gesetzli chen Leistungen» beantragt, liegt i h r Rechtsbegehren ausserhalb des Anfech tungsgegenstandes und ist diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten. Im Übrigen hat die Beschwerdeführerin die Mitteilung vom 23. Juni 2022, womit ein Anspruch auf berufliche Massnahmen verneint wurde (Urk. 8/106), nicht innert angemessener Frist (vgl. dazu BGE 134 V 145 E. 5.3.1 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 8C_673/2008 vom 10. Juli 2009 E. 3.1) gerügt. Da mit hat die Mitteilung vom 23. Juni 2022 R echtsbeständig keit erlangt (BGE 132 V 412 E. 5; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_82/2020 vom 12. März 2021 E. 3.1 ). 3.2 Zu vermerken ist auch, dass der abschlägigen Verfügung vom 2. September 2021 keine abschliessende materielle Sachverhaltsa bklärung zugrunde lag (Urk. 8/35), womit sich die Frage nach einer seither eingetretenen revisionsrechtlich relevan ten Veränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG vorliegend naturgemäss erübrigt. 4. 4.1 Im von der Krankentaggeldversicherung veranlassten psychiatrischen Gutachten vom 17. Februar 2021 diagnostizierte Dr. Z.___ eine rezidivierende depressive Erkrankung, gegenwärtig schwergradig, ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2, Urk. 8/63/18). In der persönlichen Anamnese habe die Beschwerdeführerin ausgeführt, ihre Eltern seien in die Schweiz eingereist. S ie selbst sei in A.___ geboren, habe aber nie den Schweizer Pass beantragt. Aufgrund ihrer Herkunft sei sie in der Primar schule gemobbt worden. Ihre Mutter habe ihr immer gesagt, dass sie ein unge wolltes Kind sei, und es sei auch zu körperlichen Übergriffen gekommen. Der Vater sei 2003 bei der Arbeit in einem Steinbruch verstorben. Heute leide ihre Mutter an Demenz und Depressionen. Alsdann habe die Beschwerdeführerin zwei Brüder, davon sei einer bereits verstorben. Letzterer sei für ihren Sohn eine Vaterfigur gewesen. Nach seinem Ableben sei ihr Sohn „ abgestürzt " und habe schliesslich einen Suizidversuch begangen. Auch die Tochter würde der Beschwerdeführerin derzeit grosse Sorgen machen. Diese habe viel Gewicht ver loren und würde sehr schlecht aussehen. Sie sei ausgezogen und man habe nicht mehr viel Kontakt. I m Jahre 2000 habe die Beschwerdeführerin ein Schleuder trauma mit langjähriger Arbeitsunfähigkeit erlitten. Es sei ihr psychisch immer schlechter gegangen, sodass sie im Oktober 2020 10 Tage im Kriseninterven tionszentrum verbracht habe. Danach habe sie ihre aktuelle Psychiaterin gefun den. Die von dieser initial eingerichteten Pharmakotherapie mit Escitalpram sei später wieder abgesetzt worden, weil es zu keiner Verbesserung gekommen sei. A ktuell nehme die Beschwerdeführerin 25 mg Sertralin ein. Sie sei mit ihren administrativen Belangen überfordert, es würden ständig Betreibungen eingehen (Urk. 8/63/1 4 f f., Urk. 8/63/18). Aus objektiver Sicht bestünden bei der überforderten und teils inkompetent agie renden Beschwerdeführerin teils mittelgradige, relevante Konzentrations-, Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen sowie assoziative Lockerungen, Gedankenabreissen und Wortfindungsstörungen. Ihre Schwingungsfähigkeit sei eingeschränkt und zum negativen Pol hin verschoben. Die Psychomotorik wirke eingefroren und die Beschwerdeführerin insgesamt selbstunsicher. Die Beschwer deschilderung sei aufgrund der testpsychologischen Untersuchungen als authen tisch zu bewerten (Urk. 8/63/16 f., Urk. 8/63/20 ). Es bestünden die typischen Zei chen einer schwergradigen, depressiven Symptomatik. Die Beschwerdeführerin habe die Hauptsymptome einer depressiven Symptomatik mit Antriebsminde rung, gedrückter Stimmung und Interessenverlust angegeben. Zusätzlich bestün den Schlafstörungen mit Morgentief und Morgenerwachen sowie kognitive Ein schränkungen, formal e Denkstörungen und teil weise Selbstentwertung. Ausser dem habe die Beschwerdeführerin Angst um ihren Sohn, der möglicherweise einen Suizidversuch begehen könnte. Sie könne sich an nichts mehr freuen. Es bestünden damit drei Hauptsymptome und mehr als sechs Nebensymptome für mehr als zwei Wochen. Seit der Erstsymptomatik im Jahre 2000 sei es zwischen zeitlich zu einer vollständigen Wiederherstellung gekommen. Damit sei von einer rezidivierenden Erkrankung auszugehen. Zu berücksichtigen seien jedoch auch schwerste psychosoziale Belastungssituationen innerhalb der Anamnese und zum aktuellen Zeitpunkt (Urk. 8/63/18). Eine Aufdosierung der aktuellen Medikation auf die gemäss Compendium ange gebene maximale Dosierung sei dringend indiziert. Aufgrund der fehlenden Tag/Nacht-Strukturierung und gesamten Überforderung werde zudem eine tages klinische Behandlung vorgeschlagen. Mit diesen Massnahmen bestehe die Mög lichkeit einer deutlichen Besserung innerhalb von sechs Monaten. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine adäquate Prognose jedoch nicht möglich. Infolge der derzeitig schwergradigen affektiven, interaktionellen und kognitiven Einschränkungen sei weder in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lageristin noch in einer Verweistä tigkeit von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit auszugehen. Zu berücksichtigen seien jedoch auch schwerwiegende psychosoziale Belastungssituationen (Urk. 8/63/19 ; vgl. auch de n Austrittsbericht der Psychiatrie B.___ vom 26. Oktober 2020, Urk. 8/20/23 ff. ). 4.2 Laut Austrittsbericht der Psychiatrie B.___ vom 14. Juni 2021 habe sich die Beschwerdeführerin infolge psychosozialer Belastungssituation und depressiver Symptomatik erneut zur Krisenintervention angemeldet. Beim Eintritt am 29. April 2021 habe sie finanzielle Engpässe mit daraus resultierender Kündigung ihrer Mietwohnung berichtet. Da sie sich in ihrem Wohnblock von den anderen Bewohnern gemobbt fühle, sei sie bereits auf Wohnungssuche gewesen. Infolge ihrer Betreibungen sei es für sie schwierig, eine neue Wohnung zu finden. Es gehe ihr schon länger schlecht, die Kündigung der Wohnung habe zu einer Zunahme der Symptomatik geführt. Aktuell könne sie keine Freude mehr empfinden, habe sich sozial stark zurückgezogen und fühle sich kraft- und energielos (Urk. 8/63/6). In diagnostischer Hinsicht sei die Symptomatik als mittelschwere depressive Epi sode vor dem Hintergrund einer psychosozialen Belastungssituation zu bewerten. Bis zum Klinikaustritt am 14. Mai 2021 habe sich eine Stabilisierung des Zustands ergeben. Insbesondere nachdem die Beschwerdeführerin einen positiven Bescheid bezüglich einer neuen Wohnung bekommen habe, habe sich ihre Stimmung deut lich aufgehellt (Urk. 8/63/7). 4.3 Die seit August 2021 im Zweiwochentakt behandelnde Dr. med. C.___, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 9. Februar 2022 mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivie rende depressive Episode, derzeit schwer (F33.2, ED 2000), sowie eine Gonarth rose rechts mit s tar ker Gehbehinderung (Stöcke) seit ca. zwei Monaten (Urk. 8/75/1). Die Beschwerdeführerin habe im Elternhaus und in der Schule wiederholt Ent wertung und Mobbing erlebt. Die Ehe, in die s i e mit 19 Jahren «geflüchtet» sei, habe sich bald als für sie noch traumatisierender dargestellt. Erst die Scheidung vom alkoholabhängigen, gewalttätigen Ehemann habe ihr Martyrium beendet. Nach der Scheidung habe sie die beiden Kinder in finanziell sehr schwierigen Verhältnissen allein grossgezogen. 2017 habe sich ihr jüngerer Bruder suizidiert, was sie sehr belastet habe. 2020 sei es zu mehreren Stellenverlusten gekommen, was zur psychischen Dekompensation geführt habe. Hinzu gekommen seien psy chosoziale Belastungen, u.a. wegen der schwierigen Wohnsituation, die mit einer Kündigung geendet habe. Alsdann habe ihr Sohn 2018, 2019 und 2021 Suizid versuche begangen. Im Oktober 2020 und April/Mai 2021 sei es zu Aufenthalten der Beschwerdeführerin im D.___ gekommen. Ausserdem habe sie Schulden und sei deshalb seit längerem wegen Lohnpfändungen in grosser finan zieller Bedrängnis; seit August 2021 bestehe eine Beistandschaft (Urk. 8/75 f.). In objektiver Hinsicht sei die Beschwerdeführerin affektlabil, depressiv, erschöpft, ängstlich bis panisch, psychomotorisch angespannt, v erlangsamt sowie im Antrieb gemindert. Es bestünden Ein- und Durchschlafstörungen, Grübeln und Gedankenkreisen. Formalgedanklich sei sie eingeschränkt auf ihre psychosozia len Belastungen (Finanzen, Sohn). Alsdann gerate die Beschwerdeführerin, exazerbiert durch ihre Selbstwertproblematik, rasch in Stress mit Auftreten von Konzentrationsproblemen, Vergesslichkeit und hoher Fehleranfälligkeit. Sie benötige viele Pausen und Möglichkeiten zur Reizabschirmung. Es bestehe wei terhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten. Eine teilweise Arbeitsfähigkeit sei in Zukunft wahrscheinlich; über Grad und Dauer sei eine Aussage aktuell nicht möglich. Als Medikation nehme die Beschwerdeführerin derzeit Relaxane (1-1-1-0), Redormin 500mg (0-0-0-2), Seralin 100mg (1.5-0-0) und Trittico 50mg (0-0-0-1, plus Reserve 1 Tablette zur Nacht) ein ( Urk. 8/76 f. ; vgl. der inhaltlich gleichlautende Bericht vom 15. November 2021, Urk. 8/63/3 f. ). Im Rahmen der Mini-ICF-Prüfung notierte Dr. C.___ bei 10 von 13 Kriterien mittel- bis schwergradige Beeinträchtigungen (Urk. 8/71 f.). 4. 4 Im Verlaufsbericht vom 21. September 2022 hielt Dr. C.___ eine rezidivie rende depressive Episode, aktuell leicht, (ICD-10: F33.0) fest ( Urk. 8/112 ff. ). Die Beschwerdeführerin sei noch gelegentlich depressiv. Das Gedächtnis und die Kon zentrationsfähigkeit hätten sich gebessert; ebenso der Antrieb, welcher aber noch unter der Norm liege. Die Belastbarkeit der Beschwerdeführerin sei weiterhin stark vermindert. Tätigkeiten im Lager und/oder Verkauf seien mit regelmässigen Pau sen im Pensum von 20 % möglich. Das Erlangen einer maximal 40%igen Arbeits fähigkeit sei wahrscheinlich (Urk. 8/113). 4. 5 Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt im Konsiliarbericht vom 10. Februar 2022 fol gende Diagnose fest (Urk. 8/109/8) : - Chronische femoropatellare Schmerzen links mit/bei - Hyperkompression-Syndrom der Patella - Knorpelschaden am lateralen Patella Rand ( Chondromalazie Grad III-IV) - Patella alta und Trochlea Dysplasie - Status nach diagnostischer Kniearthroskopie am 4. Mai 2011 Seit Dezember 2021 leide die Beschwerdeführerin erneut an linksseitigen Knie schmerzen. Aktuell gehe sie an Gehstöcken. Klinisch zeigten sich Schmerzen im Patella Rand lateral. Der Patella Tilt sei massiv vermindert und die Kniemuskula tur verkürzt. Zudem bestehe eine Schwäche der Hüftabduktoren-Muskulatur links. Bildgebend zeigten sich keine arthrotischen Veränderungen. Insgesamt ergebe sich die Indikation für einen erneuten konservativen Therapieversuch mit einer gezielten Physiotherapie zur Dehnung des Tractus iliotibialis und Kräfti gung der Hüftmuskulatur (Urk. 8/109/8f.). Die Verlaufskontrolle vom 5. Mai 2022 ergab eine Verbesserung und Schmerzre duktion. Dr. E.___ empfahl eine Intensivierung der Physiotherapie und des Mus keltrainings sowie Entwöhnung der Gehstöcke (Urk. 8/109/10). 4.6 Dr. med. F.___, Fachärztin FMH für Allgemeinmedizin, r egionaler ä rztlicher Dienst (RAD), hielt mit interner Stellungnahme vom 29. September 2022 fest, aus somatischer Sicht seien alle knieschonenden, angepassten Tätigkeiten seit jeher möglich. Zu vermeiden seien körperlich schwere Arbeiten mit repetitivem Trep pen- und Leiternsteigen sowie häufiges Hocken und Knien (Urk. 8/126/8). 4.7 Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, hielt am 2. März 2023 fest, der Verlaufsbericht von Dr. C.___ vom 9. Februar 2022 (vgl. hiervor E. 4.4) sei im « Elar » [elektronisches Datenerfassungssystem der Beschwerdegegnerin] unübersichtlich archiviert. D er von Dr. C.___ auf grund einer leichtgradigen depressiven Episode prognostizierten Arbeitsfähigkeit von maximal 40 % könne nicht gefolgt werden. Die Mini-ICF-Beurteilung sei auch nicht plausibel. In allen Bereichen würden mittel- bis schwergradige Beein trächtigungen postuliert, was bei einer leichtgradigen depressiven Episode nie vorkomme (Urk. 8/126/8). 5. 5.1 Aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten kann nicht abschliessend beur -teilt werden, ob bei der Beschwerdeführerin ein versicherungsrelevanter Gesund heitsschaden besteht. 5.2 I n psychiatrischer Hinsicht stellte die Beschwerdege g nerin auf die Kurzstellung nahme von RAD- Arzt Dr. G.___ ab, worin dieser lediglich festhielt, der Beurtei lung von Dr. C.___ vom 21. September 2022 könne nicht gefolgt werden. Im Übrigen ist ihm augenscheinlich die Übersicht über die medizinische Akten lage abhandengekommen. Insbesondere reichte Dr. C.___ die Mini-ICF Beurteilung zusammen mit dem Bericht vom 9. Februar 2022 ein, worin sie eine rezidivierende depressive Episode, derzeit schwer, (F33.2, ED 2000) diagnostiziert hatte (vgl. hievor E. 4.2). Aus de r vorliegenden psychiatrischen Aktenlage erg i b t sich einhellig, dass bei der Beschwerdeführerin seit 2000 rezidivierende depres sive Episoden volatilen Ausmasses bestanden. Seither wurde der Beschwerdefüh rerin jeweils eine 10 0%ige resp. 80 % ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätig keiten attestiert, wobei die beurteilenden Fachärzte alle samt jegliche Auseinan dersetzung mit den im Regelfall anzuwendenden Standardindikatoren vermissen l iessen. Alsdann trifft es zwar zu, dass in den medizinischen Unterlagen durch wegs auf psychosoziale Belastungsfaktoren hingewiesen wurde. Dass die diagno serelevanten Befunde einzig darin ihre hinreichende Erklärung f i nden, gleichsam in den psychosozialen Belastungsfaktoren aufgehen, ergibt sich jedoch nicht. So können p sychosoziale Belastungsfaktoren mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie zu einer ausgewiesenen Beeinträchtigung der psychischen Integrität als solcher führen, welche ihrerseits eine Einschränkung der Arbeitsfä higkeit bewirkt, wenn sie einen verselbständigten Gesundheitsschaden aufrecht erhalten oder den Wirkungsgrad seiner Folgen verschlimmern (Urteile des Bun desgerichts 8C_213/2022 vom 4. August 2022 und 9C_311/2021 vom 23. September 2021 E. 4.2, je mit Hinweisen). Mithin spielt es p raxisgemäss keine Rolle, wenn psychosoziale oder soziokulturelle Umstände bei der Entstehung einer Gesundheitsschädigung einen wichtigen Einfluss gehabt hatten, sofern sich inzwischen ein eigenständiger invalidisierender Gesundheitsschaden entwickelt hat (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_105/2023 vom 10. Juli 2023 E. 5.1 mit Hinweisen). In einer versicherungsmedizinischen Begut achtung, welche sich nach den normativen Vorgaben der Rechtsprechung orien tiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenver sicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auszuklammern (Urteil des Bundesge richts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1). Soziale Belastungen sind aber nicht vorab und losgelöst von der Indikatorenprüfung, sondern in deren Rahmen im Gesamtkontext zu würdigen (Urteil des Bundesgerichts 8C_105/2023 vom 10. Juli 2023 E. 5.1). Ob ein eigenständige s, psychiatrisches Leiden mit arbeitsre levanten Auswirkungen (gegebenenfalls auch nur vorübergehend) vorlag, lässt sich bei der gegebenen Aktenlage nicht abschliessend beurteilen und jedenfalls nicht a priori ausschliessen. In somatischer Hinsicht bleibt schliesslich unklar, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit verhält. Dr. F.___ hielt einzig dafür, aus somatischer Sicht seien der Beschwerdeführerin alle knieschonenden, angepassten Tätigkeiten seit jeher möglich (Urk. 8/126/8). 5.3 Nach dem Gesagten erweist sich de r medizinische Sachverhalt insbesondere hin sichtlich der Frage, ob und inwiefern sich ein allfälliger Gesundheitsschaden mit Krankheitswert mit Blick auf die einschlägige Rechtsprechung (BGE 143 V 418, BGE 141 V 281, vgl. E. 1.2 ff.) auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im zeitlichen Verlauf seit der IV- Neua nmeldung vom Oktober 2021 ausgewirkt hat, als nicht hinreichend abgeklärt. Damit ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, in dem Sinne gutzuheissen, dass d ie an gefochtene Verfügung vom 29. September 2023 aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Die Rückweisung zur weiteren Abklärung steht auch im Einklang damit, dass in erster Linie die IV-Stelle für die richtige und vollständige Sachverhaltsabklä rung zu sorgen hat (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG). 6. 6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert ermessensweise auf Fr. 6 00.-- festzusetzen und (aufgrund der rechtsprechungsge-mäss ebenfalls als vollständiges Obsiegen geltenden Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung, vgl. BGE 137 V 57 ) ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Parteientschädigung, die infolge Gewährung der unentgeltlichen Rechts pflege der zur unentgeltlichen Rechtsvertreterin bestellten Rechtsanwältin Lotti Sigg, Winterthur, auszubezahlen ist (Urteil des Bundes-gerichts 4A_170/2018 vom 20. Juni 2018 E. 1.3 mit Hinweisen). Mit Honorarnote vom 31. Januar 2024 machte diese einen Aufwand von insgesamt 9 Stunden und 55 Minuten geltend zuzüglich Barauslagen pauschal im Umfang von Fr. 65.45 (Urk. 20), was als angemessen erscheint. Unter Berücksichtigung, dass die Mehrwertsteuer bis Ende 2023 7,7 % betrug, ist lediglich auf dem Aufwand von 3 Stunden 10 Minuten (ab 8. Januar 2024) ein Satz von 8,1 % aufzurechnen, sodass die Prozessentschädi gung auf Fr. 2'353.-- ([6,75 x Fr. 220.-- x 1,077 + 3,17 x Fr. 220.-- x 1,088] + Fr. 70.50) festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird, soweit auf sie eingetreten wird, in dem Sinne gutgeheissen, dass d ie angefochtene Verfügung vom 29. September 2023 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach Vornahme der Abklärungen i m Sinne der Erwägungen, über den Ren ten an spruch der Beschwerdeführerin neu entscheide. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 6 00.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, Rechtsanw ä lt in Lotti Sigg, Winterthur, eine Pr ozessentschädigung von Fr. 2‘ 353.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Lotti Sigg - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkun den sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstHediger

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2023.00569 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Hediger Urteil vom 21. Februar 2024

IV.2023.00569

IV.2023.00569

IV.2023.00569 IV. Kammer

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Hediger

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Hediger

Urteil vom 21. Februar 2024

Urteil vom 21. Februar 2024 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Lotti Sigg

vertreten durch Rechtsanwältin Lotti Sigg Sigg Schwarz Advokatur

Sigg Schwarz Advokatur Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur

Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 Die 1974 geborene X.___, von Beruf Detailhandelsfachfrau EFZ und Mutter zweier 1999 und 2002 geborener Kinder, arbeitete bis 2020 teilzeitlich bei diversen Arbeitgebern, hauptsächlich im Service- und Verkaufsbereich ; zuletzt war sie von Juni bis September 2020 als Logistikerin bei Y.___ angestellt ( Urk. 8/67/2 ff., Urk. 8/68, Urk. 8/108 ). Am 6. Mai 2021 meldete sie sich unter Hinweis auf eine mittelgradige depressive Episode bei der Eidgenössischen Inva lidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/13). Die Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, lud die Versicherte wiederholt erfolglos zu einem telefonischen Standortgespräch (Urk. 8/17, Urk. 8/19 ) ein und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 8/20/1-27 ; darunter das psychi atrische Gutachten von Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychiatrie, 17. Februar 2021, Urk. 8/20/6-15 ). Nach durchgeführtem Vorbe scheidverfahren (Urk. 8/26) wies sie das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2. September 2021 ab, da die Versicherte ihrer Auskunfts - und Mitwirkungs pflicht nicht nachgekommen sei (Urk. 8/35).

1.1 Die 1974 geborene X.___, von Beruf Detailhandelsfachfrau EFZ und Mutter zweier 1999 und 2002 geborener Kinder, arbeitete bis 2020 teilzeitlich bei diversen Arbeitgebern, hauptsächlich im Service- und Verkaufsbereich ; zuletzt war sie von Juni bis September 2020 als Logistikerin bei Y.___ angestellt ( Urk. 8/67/2 ff., Urk. 8/68, Urk. 8/108 ). Am 6. Mai 2021 meldete sie sich unter Hinweis auf eine mittelgradige depressive Episode bei der Eidgenössischen Inva lidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/13). Die Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, lud die Versicherte wiederholt erfolglos zu einem telefonischen Standortgespräch (Urk. 8/17, Urk. 8/19 ) ein und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 8/20/1-27 ; darunter das psychi atrische Gutachten von Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychiatrie, 17. Februar 2021, Urk. 8/20/6-15 ). Nach durchgeführtem Vorbe scheidverfahren (Urk. 8/26) wies sie das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2. September 2021 ab, da die Versicherte ihrer Auskunfts - und Mitwirkungs pflicht nicht nachgekommen sei (Urk. 8/35). 1.2 Am 6. Oktober 2021 meldete sich die Versicherte, vertreten durch ihre Beiständin (vgl. Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde vom 15. Juli 2021, Urk. 8/42 ; vgl. auch Entscheid vom 1. März 2022, Urk. 8/97 ), erneut zum Leis tungsbezug an (Urk. 8/40). Die IV-Stelle tätigte medizinische Abklärungen und zog aktuelle Auszüge aus dem Individuellen Konto der Versicherten (Urk. 8/107 f, Urk. 8/110) sowie erneut die Akten der Krankentaggeldversicherung (Urk. 8/63/1-30, Urk. 8/103/1-35) bei. Am 23. Juni 2022 teilte sie der Versicher ten mit, aus gesundheitlichen Gründen könnten derzeit keine beruflichen Mass nahmen durchgeführt werden (Urk. 8/106). Nach durchgeführtem Vorbescheid verfahren (Urk. 8/127, Urk. 8/131 ff.) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 9. Sep tember 2023 einen Rentenanspruch (Urk. 2).

1.2 Am 6. Oktober 2021 meldete sich die Versicherte, vertreten durch ihre Beiständin (vgl. Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde vom 15. Juli 2021, Urk. 8/42 ; vgl. auch Entscheid vom 1. März 2022, Urk. 8/97 ), erneut zum Leis tungsbezug an (Urk. 8/40). Die IV-Stelle tätigte medizinische Abklärungen und zog aktuelle Auszüge aus dem Individuellen Konto der Versicherten (Urk. 8/107 f, Urk. 8/110) sowie erneut die Akten der Krankentaggeldversicherung (Urk. 8/63/1-30, Urk. 8/103/1-35) bei. Am 23. Juni 2022 teilte sie der Versicher ten mit, aus gesundheitlichen Gründen könnten derzeit keine beruflichen Mass nahmen durchgeführt werden (Urk. 8/106). Nach durchgeführtem Vorbescheid verfahren (Urk. 8/127, Urk. 8/131 ff.) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 9. Sep tember 2023 einen Rentenanspruch (Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ am 31. Oktober 2023 Beschwerde und bean tragte, es seien ihr in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 2 9. Septem ber 2023 die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine Rente, zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2023 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was der Beschwerdeführerin am 21. Dezember 2023 zur Kenntnis gebracht wurde. Zudem wurde ihr die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwältin Lotti Sigg, Winterthur, als unentgeltliche Rechts vertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt (Urk. 9). In der Folge gab die Beschwerdefüh rerin weitere Unterlagen zu den Akten (Urk. 10 f., Urk. 13, Urk. 14/1-2, Urk. 16 f.). Kopie n dieser Eingaben wurde n der Beschwerdegegnerin zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 18).

2. Dagegen erhob X.___ am 31. Oktober 2023 Beschwerde und bean tragte, es seien ihr in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 2 9. Septem ber 2023 die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine Rente, zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2023 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was der Beschwerdeführerin am 21. Dezember 2023 zur Kenntnis gebracht wurde. Zudem wurde ihr die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwältin Lotti Sigg, Winterthur, als unentgeltliche Rechts vertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt (Urk. 9). In der Folge gab die Beschwerdefüh rerin weitere Unterlagen zu den Akten (Urk. 10 f., Urk. 13, Urk. 14/1-2, Urk. 16 f.). Kopie n dieser Eingaben wurde n der Beschwerdegegnerin zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 18). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line aren Rentensystems [ K S ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022 ).

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line aren Rentensystems [ K S ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022 ). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend ebenfalls frühestens ab diesem Datum in Betracht fällt, sind die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar.

Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend ebenfalls frühestens ab diesem Datum in Betracht fällt, sind die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgest ützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Ar beitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgest ützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Ar beitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.4 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesund heits schädi gung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapie re sistenz auszuschliessen sei (E. 5.1). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungs hin dernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspo tentialen (Res sourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leis tungs vermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1).

1.4 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesund heits schädi gung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapie re sistenz auszuschliessen sei (E. 5.1). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungs hin dernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspo tentialen (Res sourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leis tungs vermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswerte Interferen zen durch psychiatrische Komorbiditäten lässt sich im Allgemeinen nicht als schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu noch ein bedeutendes the rapeutisches Potential, so ist insbesondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesund heitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (BGE 148 V 49 E. 6.2.2 mit Hinweis). Die Anerkennung eines rentenbegründen den Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nach weis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweis losigkeit zu trage n (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).

Eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswerte Interferen zen durch psychiatrische Komorbiditäten lässt sich im Allgemeinen nicht als schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu noch ein bedeutendes the rapeutisches Potential, so ist insbesondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesund heitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (BGE 148 V 49 E. 6.2.2 mit Hinweis). Die Anerkennung eines rentenbegründen den Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nach weis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweis losigkeit zu trage n (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). 1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis ; Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2023 vom 30. November 2023 E. 4.2.1 ). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseig nung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Ver fahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).

1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis ; Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2023 vom 30. November 2023 E. 4.2.1 ). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseig nung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Ver fahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 1.6 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ).

1.6 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). 2.

2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, aus medizini scher Sicht sei der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit im Detailhandel sowie jede andere knieschonende Tätigkeit zu 100 % zuzumuten. Die nicht-orthopädischen Diagnosen seien auf psychosoziale Faktoren zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund bestehe kein Rentenanspruch (Urk. 2).

2.1 In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, aus medizini scher Sicht sei der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit im Detailhandel sowie jede andere knieschonende Tätigkeit zu 100 % zuzumuten. Die nicht-orthopädischen Diagnosen seien auf psychosoziale Faktoren zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund bestehe kein Rentenanspruch (Urk. 2). 2.2 Dagegen wandte die Beschwerdeführerin ein, die Beschwerdegegnerin habe sowohl im Rahmen der ersten Anmeldung als auch bei der Neuanmeldung ihre Abklärungspflicht verletzt. Dass die depressive Erkrankung einzig auf psychoso ziale Faktoren zurückzuführen sei, sei zudem aktenwidrig. Alsdann habe sich der Zustand der Beschwerdeführerin seit September 2022 wieder massiv verschlech tert. Dies insbesondere durch die versuchte Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit im Pensum von 20 % in einem Tankstellenshop. Aktuell bestehe wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Zudem bestehe seit langem eine psychiatrische Spi tex und habe die betreuende Fachfrau mitgeteilt, dass die Beschwerdeführerin infolge ihrer depressiven Erkrankung nicht mehr in der Lage sei, einfache Haus haltstätigkeiten durchzuführen. Auch verlasse sie das Haus kaum mehr (Urk. 1).

2.2 Dagegen wandte die Beschwerdeführerin ein, die Beschwerdegegnerin habe sowohl im Rahmen der ersten Anmeldung als auch bei der Neuanmeldung ihre Abklärungspflicht verletzt. Dass die depressive Erkrankung einzig auf psychoso ziale Faktoren zurückzuführen sei, sei zudem aktenwidrig. Alsdann habe sich der Zustand der Beschwerdeführerin seit September 2022 wieder massiv verschlech tert. Dies insbesondere durch die versuchte Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit im Pensum von 20 % in einem Tankstellenshop. Aktuell bestehe wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Zudem bestehe seit langem eine psychiatrische Spi tex und habe die betreuende Fachfrau mitgeteilt, dass die Beschwerdeführerin infolge ihrer depressiven Erkrankung nicht mehr in der Lage sei, einfache Haus haltstätigkeiten durchzuführen. Auch verlasse sie das Haus kaum mehr (Urk. 1). 3.

3. 3.1 Die angefochtene Verfügung vom 29. September 2023 (Urk. 2), welche aus schliesslich den Anspruch de r Beschwerdeführer in auf eine Invalidenrente zum Inhalt hat ( vgl. Titel ), bildet den Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Ver fahrens und stellt eine Sa chur teilsvoraussetzung dar (BGE 125 V 413 E. 1a). Soweit d ie Beschwerdeführer in darüber hinaus in pauschaler Weise die «gesetzli chen Leistungen» beantragt, liegt i h r Rechtsbegehren ausserhalb des Anfech tungsgegenstandes und ist diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten.

3.1 Die angefochtene Verfügung vom 29. September 2023 (Urk. 2), welche aus schliesslich den Anspruch de r Beschwerdeführer in auf eine Invalidenrente zum Inhalt hat ( vgl. Titel ), bildet den Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Ver fahrens und stellt eine Sa chur teilsvoraussetzung dar (BGE 125 V 413 E. 1a). Soweit d ie Beschwerdeführer in darüber hinaus in pauschaler Weise die «gesetzli chen Leistungen» beantragt, liegt i h r Rechtsbegehren ausserhalb des Anfech tungsgegenstandes und ist diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten. Im Übrigen hat die Beschwerdeführerin die Mitteilung vom 23. Juni 2022, womit ein Anspruch auf berufliche Massnahmen verneint wurde (Urk. 8/106), nicht innert angemessener Frist (vgl. dazu BGE 134 V 145 E. 5.3.1 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 8C_673/2008 vom 10. Juli 2009 E. 3.1) gerügt. Da mit hat die Mitteilung vom 23. Juni 2022 R echtsbeständig keit erlangt (BGE 132 V 412 E. 5; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_82/2020 vom 12. März 2021 E. 3.1 ).

Im Übrigen hat die Beschwerdeführerin die Mitteilung vom 23. Juni 2022, womit ein Anspruch auf berufliche Massnahmen verneint wurde (Urk. 8/106), nicht innert angemessener Frist (vgl. dazu BGE 134 V 145 E. 5.3.1 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 8C_673/2008 vom 10. Juli 2009 E. 3.1) gerügt. Da mit hat die Mitteilung vom 23. Juni 2022 R echtsbeständig keit erlangt (BGE 132 V 412 E. 5; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_82/2020 vom 12. März 2021 E. 3.1 ). 3.2 Zu vermerken ist auch, dass der abschlägigen Verfügung vom 2. September 2021 keine abschliessende materielle Sachverhaltsa bklärung zugrunde lag (Urk. 8/35), womit sich die Frage nach einer seither eingetretenen revisionsrechtlich relevan ten Veränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG vorliegend naturgemäss erübrigt.

3.2 Zu vermerken ist auch, dass der abschlägigen Verfügung vom 2. September 2021 keine abschliessende materielle Sachverhaltsa bklärung zugrunde lag (Urk. 8/35), womit sich die Frage nach einer seither eingetretenen revisionsrechtlich relevan ten Veränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG vorliegend naturgemäss erübrigt. 4.

4. 4.1 Im von der Krankentaggeldversicherung veranlassten psychiatrischen Gutachten vom 17. Februar 2021 diagnostizierte Dr. Z.___ eine rezidivierende depressive Erkrankung, gegenwärtig schwergradig, ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2, Urk. 8/63/18).

4.1 Im von der Krankentaggeldversicherung veranlassten psychiatrischen Gutachten vom 17. Februar 2021 diagnostizierte Dr. Z.___ eine rezidivierende depressive Erkrankung, gegenwärtig schwergradig, ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2, Urk. 8/63/18). In der persönlichen Anamnese habe die Beschwerdeführerin ausgeführt, ihre Eltern seien in die Schweiz eingereist. S ie selbst sei in A.___ geboren, habe aber nie den Schweizer Pass beantragt. Aufgrund ihrer Herkunft sei sie in der Primar schule gemobbt worden. Ihre Mutter habe ihr immer gesagt, dass sie ein unge wolltes Kind sei, und es sei auch zu körperlichen Übergriffen gekommen. Der Vater sei 2003 bei der Arbeit in einem Steinbruch verstorben. Heute leide ihre Mutter an Demenz und Depressionen. Alsdann habe die Beschwerdeführerin zwei Brüder, davon sei einer bereits verstorben. Letzterer sei für ihren Sohn eine Vaterfigur gewesen. Nach seinem Ableben sei ihr Sohn „ abgestürzt " und habe schliesslich einen Suizidversuch begangen. Auch die Tochter würde der Beschwerdeführerin derzeit grosse Sorgen machen. Diese habe viel Gewicht ver loren und würde sehr schlecht aussehen. Sie sei ausgezogen und man habe nicht mehr viel Kontakt. I m Jahre 2000 habe die Beschwerdeführerin ein Schleuder trauma mit langjähriger Arbeitsunfähigkeit erlitten. Es sei ihr psychisch immer schlechter gegangen, sodass sie im Oktober 2020 10 Tage im Kriseninterven tionszentrum verbracht habe. Danach habe sie ihre aktuelle Psychiaterin gefun den. Die von dieser initial eingerichteten Pharmakotherapie mit Escitalpram sei später wieder abgesetzt worden, weil es zu keiner Verbesserung gekommen sei. A ktuell nehme die Beschwerdeführerin 25 mg Sertralin ein. Sie sei mit ihren administrativen Belangen überfordert, es würden ständig Betreibungen eingehen (Urk. 8/63/1 4 f f., Urk. 8/63/18).

In der persönlichen Anamnese habe die Beschwerdeführerin ausgeführt, ihre Eltern seien in die Schweiz eingereist. S ie selbst sei in A.___ geboren, habe aber nie den Schweizer Pass beantragt. Aufgrund ihrer Herkunft sei sie in der Primar schule gemobbt worden. Ihre Mutter habe ihr immer gesagt, dass sie ein unge wolltes Kind sei, und es sei auch zu körperlichen Übergriffen gekommen. Der Vater sei 2003 bei der Arbeit in einem Steinbruch verstorben. Heute leide ihre Mutter an Demenz und Depressionen. Alsdann habe die Beschwerdeführerin zwei Brüder, davon sei einer bereits verstorben. Letzterer sei für ihren Sohn eine Vaterfigur gewesen. Nach seinem Ableben sei ihr Sohn „ abgestürzt " und habe schliesslich einen Suizidversuch begangen. Auch die Tochter würde der Beschwerdeführerin derzeit grosse Sorgen machen. Diese habe viel Gewicht ver loren und würde sehr schlecht aussehen. Sie sei ausgezogen und man habe nicht mehr viel Kontakt. I m Jahre 2000 habe die Beschwerdeführerin ein Schleuder trauma mit langjähriger Arbeitsunfähigkeit erlitten. Es sei ihr psychisch immer schlechter gegangen, sodass sie im Oktober 2020 10 Tage im Kriseninterven tionszentrum verbracht habe. Danach habe sie ihre aktuelle Psychiaterin gefun den. Die von dieser initial eingerichteten Pharmakotherapie mit Escitalpram sei später wieder abgesetzt worden, weil es zu keiner Verbesserung gekommen sei. A ktuell nehme die Beschwerdeführerin 25 mg Sertralin ein. Sie sei mit ihren administrativen Belangen überfordert, es würden ständig Betreibungen eingehen (Urk. 8/63/1 4 f f., Urk. 8/63/18). Aus objektiver Sicht bestünden bei der überforderten und teils inkompetent agie renden Beschwerdeführerin teils mittelgradige, relevante Konzentrations-, Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen sowie assoziative Lockerungen, Gedankenabreissen und Wortfindungsstörungen. Ihre Schwingungsfähigkeit sei eingeschränkt und zum negativen Pol hin verschoben. Die Psychomotorik wirke eingefroren und die Beschwerdeführerin insgesamt selbstunsicher. Die Beschwer deschilderung sei aufgrund der testpsychologischen Untersuchungen als authen tisch zu bewerten (Urk. 8/63/16 f., Urk. 8/63/20 ). Es bestünden die typischen Zei chen einer schwergradigen, depressiven Symptomatik. Die Beschwerdeführerin habe die Hauptsymptome einer depressiven Symptomatik mit Antriebsminde rung, gedrückter Stimmung und Interessenverlust angegeben. Zusätzlich bestün den Schlafstörungen mit Morgentief und Morgenerwachen sowie kognitive Ein schränkungen, formal e Denkstörungen und teil weise Selbstentwertung. Ausser dem habe die Beschwerdeführerin Angst um ihren Sohn, der möglicherweise einen Suizidversuch begehen könnte. Sie könne sich an nichts mehr freuen. Es bestünden damit drei Hauptsymptome und mehr als sechs Nebensymptome für mehr als zwei Wochen. Seit der Erstsymptomatik im Jahre 2000 sei es zwischen zeitlich zu einer vollständigen Wiederherstellung gekommen. Damit sei von einer rezidivierenden Erkrankung auszugehen. Zu berücksichtigen seien jedoch auch schwerste psychosoziale Belastungssituationen innerhalb der Anamnese und zum aktuellen Zeitpunkt (Urk. 8/63/18).

Aus objektiver Sicht bestünden bei der überforderten und teils inkompetent agie renden Beschwerdeführerin teils mittelgradige, relevante Konzentrations-, Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen sowie assoziative Lockerungen, Gedankenabreissen und Wortfindungsstörungen. Ihre Schwingungsfähigkeit sei eingeschränkt und zum negativen Pol hin verschoben. Die Psychomotorik wirke eingefroren und die Beschwerdeführerin insgesamt selbstunsicher. Die Beschwer deschilderung sei aufgrund der testpsychologischen Untersuchungen als authen tisch zu bewerten (Urk. 8/63/16 f., Urk. 8/63/20 ). Es bestünden die typischen Zei chen einer schwergradigen, depressiven Symptomatik. Die Beschwerdeführerin habe die Hauptsymptome einer depressiven Symptomatik mit Antriebsminde rung, gedrückter Stimmung und Interessenverlust angegeben. Zusätzlich bestün den Schlafstörungen mit Morgentief und Morgenerwachen sowie kognitive Ein schränkungen, formal e Denkstörungen und teil weise Selbstentwertung. Ausser dem habe die Beschwerdeführerin Angst um ihren Sohn, der möglicherweise einen Suizidversuch begehen könnte. Sie könne sich an nichts mehr freuen. Es bestünden damit drei Hauptsymptome und mehr als sechs Nebensymptome für mehr als zwei Wochen. Seit der Erstsymptomatik im Jahre 2000 sei es zwischen zeitlich zu einer vollständigen Wiederherstellung gekommen. Damit sei von einer rezidivierenden Erkrankung auszugehen. Zu berücksichtigen seien jedoch auch schwerste psychosoziale Belastungssituationen innerhalb der Anamnese und zum aktuellen Zeitpunkt (Urk. 8/63/18). Eine Aufdosierung der aktuellen Medikation auf die gemäss Compendium ange gebene maximale Dosierung sei dringend indiziert. Aufgrund der fehlenden Tag/Nacht-Strukturierung und gesamten Überforderung werde zudem eine tages klinische Behandlung vorgeschlagen. Mit diesen Massnahmen bestehe die Mög lichkeit einer deutlichen Besserung innerhalb von sechs Monaten. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine adäquate Prognose jedoch nicht möglich. Infolge der derzeitig schwergradigen affektiven, interaktionellen und kognitiven Einschränkungen sei weder in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lageristin noch in einer Verweistä tigkeit von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit auszugehen. Zu berücksichtigen seien jedoch auch schwerwiegende psychosoziale Belastungssituationen (Urk. 8/63/19 ; vgl. auch de n Austrittsbericht der Psychiatrie B.___ vom 26. Oktober 2020, Urk. 8/20/23 ff. ).

Eine Aufdosierung der aktuellen Medikation auf die gemäss Compendium ange gebene maximale Dosierung sei dringend indiziert. Aufgrund der fehlenden Tag/Nacht-Strukturierung und gesamten Überforderung werde zudem eine tages klinische Behandlung vorgeschlagen. Mit diesen Massnahmen bestehe die Mög lichkeit einer deutlichen Besserung innerhalb von sechs Monaten. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine adäquate Prognose jedoch nicht möglich. Infolge der derzeitig schwergradigen affektiven, interaktionellen und kognitiven Einschränkungen sei weder in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lageristin noch in einer Verweistä tigkeit von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit auszugehen. Zu berücksichtigen seien jedoch auch schwerwiegende psychosoziale Belastungssituationen (Urk. 8/63/19 ; vgl. auch de n Austrittsbericht der Psychiatrie B.___ vom 26. Oktober 2020, Urk. 8/20/23 ff. ). 4.2 Laut Austrittsbericht der Psychiatrie B.___ vom 14. Juni 2021 habe sich die Beschwerdeführerin infolge psychosozialer Belastungssituation und depressiver Symptomatik erneut zur Krisenintervention angemeldet. Beim Eintritt am 29. April 2021 habe sie finanzielle Engpässe mit daraus resultierender Kündigung ihrer Mietwohnung berichtet. Da sie sich in ihrem Wohnblock von den anderen Bewohnern gemobbt fühle, sei sie bereits auf Wohnungssuche gewesen. Infolge ihrer Betreibungen sei es für sie schwierig, eine neue Wohnung zu finden. Es gehe ihr schon länger schlecht, die Kündigung der Wohnung habe zu einer Zunahme der Symptomatik geführt. Aktuell könne sie keine Freude mehr empfinden, habe sich sozial stark zurückgezogen und fühle sich kraft- und energielos (Urk. 8/63/6).

4.2 Laut Austrittsbericht der Psychiatrie B.___ vom 14. Juni 2021 habe sich die Beschwerdeführerin infolge psychosozialer Belastungssituation und depressiver Symptomatik erneut zur Krisenintervention angemeldet. Beim Eintritt am 29. April 2021 habe sie finanzielle Engpässe mit daraus resultierender Kündigung ihrer Mietwohnung berichtet. Da sie sich in ihrem Wohnblock von den anderen Bewohnern gemobbt fühle, sei sie bereits auf Wohnungssuche gewesen. Infolge ihrer Betreibungen sei es für sie schwierig, eine neue Wohnung zu finden. Es gehe ihr schon länger schlecht, die Kündigung der Wohnung habe zu einer Zunahme der Symptomatik geführt. Aktuell könne sie keine Freude mehr empfinden, habe sich sozial stark zurückgezogen und fühle sich kraft- und energielos (Urk. 8/63/6). In diagnostischer Hinsicht sei die Symptomatik als mittelschwere depressive Epi sode vor dem Hintergrund einer psychosozialen Belastungssituation zu bewerten. Bis zum Klinikaustritt am 14. Mai 2021 habe sich eine Stabilisierung des Zustands ergeben. Insbesondere nachdem die Beschwerdeführerin einen positiven Bescheid bezüglich einer neuen Wohnung bekommen habe, habe sich ihre Stimmung deut lich aufgehellt (Urk. 8/63/7).

In diagnostischer Hinsicht sei die Symptomatik als mittelschwere depressive Epi sode vor dem Hintergrund einer psychosozialen Belastungssituation zu bewerten. Bis zum Klinikaustritt am 14. Mai 2021 habe sich eine Stabilisierung des Zustands ergeben. Insbesondere nachdem die Beschwerdeführerin einen positiven Bescheid bezüglich einer neuen Wohnung bekommen habe, habe sich ihre Stimmung deut lich aufgehellt (Urk. 8/63/7). 4.3 Die seit August 2021 im Zweiwochentakt behandelnde Dr. med. C.___, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 9. Februar 2022 mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivie rende depressive Episode, derzeit schwer (F33.2, ED 2000), sowie eine Gonarth rose rechts mit s tar ker Gehbehinderung (Stöcke) seit ca. zwei Monaten (Urk. 8/75/1).

4.3 Die seit August 2021 im Zweiwochentakt behandelnde Dr. med. C.___, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 9. Februar 2022 mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivie rende depressive Episode, derzeit schwer (F33.2, ED 2000), sowie eine Gonarth rose rechts mit s tar ker Gehbehinderung (Stöcke) seit ca. zwei Monaten (Urk. 8/75/1). Die Beschwerdeführerin habe im Elternhaus und in der Schule wiederholt Ent wertung und Mobbing erlebt. Die Ehe, in die s i e mit 19 Jahren «geflüchtet» sei, habe sich bald als für sie noch traumatisierender dargestellt. Erst die Scheidung vom alkoholabhängigen, gewalttätigen Ehemann habe ihr Martyrium beendet. Nach der Scheidung habe sie die beiden Kinder in finanziell sehr schwierigen Verhältnissen allein grossgezogen. 2017 habe sich ihr jüngerer Bruder suizidiert, was sie sehr belastet habe. 2020 sei es zu mehreren Stellenverlusten gekommen, was zur psychischen Dekompensation geführt habe. Hinzu gekommen seien psy chosoziale Belastungen, u.a. wegen der schwierigen Wohnsituation, die mit einer Kündigung geendet habe. Alsdann habe ihr Sohn 2018, 2019 und 2021 Suizid versuche begangen. Im Oktober 2020 und April/Mai 2021 sei es zu Aufenthalten der Beschwerdeführerin im D.___ gekommen. Ausserdem habe sie Schulden und sei deshalb seit längerem wegen Lohnpfändungen in grosser finan zieller Bedrängnis; seit August 2021 bestehe eine Beistandschaft (Urk. 8/75 f.).

Die Beschwerdeführerin habe im Elternhaus und in der Schule wiederholt Ent wertung und Mobbing erlebt. Die Ehe, in die s i e mit 19 Jahren «geflüchtet» sei, habe sich bald als für sie noch traumatisierender dargestellt. Erst die Scheidung vom alkoholabhängigen, gewalttätigen Ehemann habe ihr Martyrium beendet. Nach der Scheidung habe sie die beiden Kinder in finanziell sehr schwierigen Verhältnissen allein grossgezogen. 2017 habe sich ihr jüngerer Bruder suizidiert, was sie sehr belastet habe. 2020 sei es zu mehreren Stellenverlusten gekommen, was zur psychischen Dekompensation geführt habe. Hinzu gekommen seien psy chosoziale Belastungen, u.a. wegen der schwierigen Wohnsituation, die mit einer Kündigung geendet habe. Alsdann habe ihr Sohn 2018, 2019 und 2021 Suizid versuche begangen. Im Oktober 2020 und April/Mai 2021 sei es zu Aufenthalten der Beschwerdeführerin im D.___ gekommen. Ausserdem habe sie Schulden und sei deshalb seit längerem wegen Lohnpfändungen in grosser finan zieller Bedrängnis; seit August 2021 bestehe eine Beistandschaft (Urk. 8/75 f.). In objektiver Hinsicht sei die Beschwerdeführerin affektlabil, depressiv, erschöpft, ängstlich bis panisch, psychomotorisch angespannt, v erlangsamt sowie im Antrieb gemindert. Es bestünden Ein- und Durchschlafstörungen, Grübeln und Gedankenkreisen. Formalgedanklich sei sie eingeschränkt auf ihre psychosozia len Belastungen (Finanzen, Sohn). Alsdann gerate die Beschwerdeführerin, exazerbiert durch ihre Selbstwertproblematik, rasch in Stress mit Auftreten von Konzentrationsproblemen, Vergesslichkeit und hoher Fehleranfälligkeit. Sie benötige viele Pausen und Möglichkeiten zur Reizabschirmung. Es bestehe wei terhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten. Eine teilweise Arbeitsfähigkeit sei in Zukunft wahrscheinlich; über Grad und Dauer sei eine Aussage aktuell nicht möglich. Als Medikation nehme die Beschwerdeführerin derzeit Relaxane (1-1-1-0), Redormin 500mg (0-0-0-2), Seralin 100mg (1.5-0-0) und Trittico 50mg (0-0-0-1, plus Reserve 1 Tablette zur Nacht) ein ( Urk. 8/76 f. ; vgl. der inhaltlich gleichlautende Bericht vom 15. November 2021, Urk. 8/63/3 f. ). Im Rahmen der Mini-ICF-Prüfung notierte Dr. C.___ bei 10 von 13 Kriterien mittel- bis schwergradige Beeinträchtigungen (Urk. 8/71 f.).

In objektiver Hinsicht sei die Beschwerdeführerin affektlabil, depressiv, erschöpft, ängstlich bis panisch, psychomotorisch angespannt, v erlangsamt sowie im Antrieb gemindert. Es bestünden Ein- und Durchschlafstörungen, Grübeln und Gedankenkreisen. Formalgedanklich sei sie eingeschränkt auf ihre psychosozia len Belastungen (Finanzen, Sohn). Alsdann gerate die Beschwerdeführerin, exazerbiert durch ihre Selbstwertproblematik, rasch in Stress mit Auftreten von Konzentrationsproblemen, Vergesslichkeit und hoher Fehleranfälligkeit. Sie benötige viele Pausen und Möglichkeiten zur Reizabschirmung. Es bestehe wei terhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten. Eine teilweise Arbeitsfähigkeit sei in Zukunft wahrscheinlich; über Grad und Dauer sei eine Aussage aktuell nicht möglich. Als Medikation nehme die Beschwerdeführerin derzeit Relaxane (1-1-1-0), Redormin 500mg (0-0-0-2), Seralin 100mg (1.5-0-0) und Trittico 50mg (0-0-0-1, plus Reserve 1 Tablette zur Nacht) ein ( Urk. 8/76 f. ; vgl. der inhaltlich gleichlautende Bericht vom 15. November 2021, Urk. 8/63/3 f. ). Im Rahmen der Mini-ICF-Prüfung notierte Dr. C.___ bei 10 von 13 Kriterien mittel- bis schwergradige Beeinträchtigungen (Urk. 8/71 f.). 4. 4 Im Verlaufsbericht vom 21. September 2022 hielt Dr. C.___ eine rezidivie rende depressive Episode, aktuell leicht, (ICD-10: F33.0) fest ( Urk. 8/112 ff. ). Die Beschwerdeführerin sei noch gelegentlich depressiv. Das Gedächtnis und die Kon zentrationsfähigkeit hätten sich gebessert; ebenso der Antrieb, welcher aber noch unter der Norm liege. Die Belastbarkeit der Beschwerdeführerin sei weiterhin stark vermindert. Tätigkeiten im Lager und/oder Verkauf seien mit regelmässigen Pau sen im Pensum von 20 % möglich. Das Erlangen einer maximal 40%igen Arbeits fähigkeit sei wahrscheinlich (Urk. 8/113).

4. 4 Im Verlaufsbericht vom 21. September 2022 hielt Dr. C.___ eine rezidivie rende depressive Episode, aktuell leicht, (ICD-10: F33.0) fest ( Urk. 8/112 ff. ). Die Beschwerdeführerin sei noch gelegentlich depressiv. Das Gedächtnis und die Kon zentrationsfähigkeit hätten sich gebessert; ebenso der Antrieb, welcher aber noch unter der Norm liege. Die Belastbarkeit der Beschwerdeführerin sei weiterhin stark vermindert. Tätigkeiten im Lager und/oder Verkauf seien mit regelmässigen Pau sen im Pensum von 20 % möglich. Das Erlangen einer maximal 40%igen Arbeits fähigkeit sei wahrscheinlich (Urk. 8/113). 4. 5 Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt im Konsiliarbericht vom 10. Februar 2022 fol gende Diagnose fest (Urk. 8/109/8) :

4. 5 Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt im Konsiliarbericht vom 10. Februar 2022 fol gende Diagnose fest (Urk. 8/109/8) : - Chronische femoropatellare Schmerzen links mit/bei

Chronische femoropatellare Schmerzen links mit/bei - Hyperkompression-Syndrom der Patella

Hyperkompression-Syndrom der Patella - Knorpelschaden am lateralen Patella Rand ( Chondromalazie Grad III-IV)

Knorpelschaden am lateralen Patella Rand ( Chondromalazie Grad III-IV) - Patella alta und Trochlea Dysplasie

Patella alta und Trochlea Dysplasie - Status nach diagnostischer Kniearthroskopie am 4. Mai 2011

Status nach diagnostischer Kniearthroskopie am 4. Mai 2011 Seit Dezember 2021 leide die Beschwerdeführerin erneut an linksseitigen Knie schmerzen. Aktuell gehe sie an Gehstöcken. Klinisch zeigten sich Schmerzen im Patella Rand lateral. Der Patella Tilt sei massiv vermindert und die Kniemuskula tur verkürzt. Zudem bestehe eine Schwäche der Hüftabduktoren-Muskulatur links. Bildgebend zeigten sich keine arthrotischen Veränderungen. Insgesamt ergebe sich die Indikation für einen erneuten konservativen Therapieversuch mit einer gezielten Physiotherapie zur Dehnung des Tractus iliotibialis und Kräfti gung der Hüftmuskulatur (Urk. 8/109/8f.).

Seit Dezember 2021 leide die Beschwerdeführerin erneut an linksseitigen Knie schmerzen. Aktuell gehe sie an Gehstöcken. Klinisch zeigten sich Schmerzen im Patella Rand lateral. Der Patella Tilt sei massiv vermindert und die Kniemuskula tur verkürzt. Zudem bestehe eine Schwäche der Hüftabduktoren-Muskulatur links. Bildgebend zeigten sich keine arthrotischen Veränderungen. Insgesamt ergebe sich die Indikation für einen erneuten konservativen Therapieversuch mit einer gezielten Physiotherapie zur Dehnung des Tractus iliotibialis und Kräfti gung der Hüftmuskulatur (Urk. 8/109/8f.). Die Verlaufskontrolle vom 5. Mai 2022 ergab eine Verbesserung und Schmerzre duktion. Dr. E.___ empfahl eine Intensivierung der Physiotherapie und des Mus keltrainings sowie Entwöhnung der Gehstöcke (Urk. 8/109/10).

Die Verlaufskontrolle vom 5. Mai 2022 ergab eine Verbesserung und Schmerzre duktion. Dr. E.___ empfahl eine Intensivierung der Physiotherapie und des Mus keltrainings sowie Entwöhnung der Gehstöcke (Urk. 8/109/10). 4.6 Dr. med. F.___, Fachärztin FMH für Allgemeinmedizin, r egionaler ä rztlicher Dienst (RAD), hielt mit interner Stellungnahme vom 29. September 2022 fest, aus somatischer Sicht seien alle knieschonenden, angepassten Tätigkeiten seit jeher möglich. Zu vermeiden seien körperlich schwere Arbeiten mit repetitivem Trep pen- und Leiternsteigen sowie häufiges Hocken und Knien (Urk. 8/126/8).

4.6 Dr. med. F.___, Fachärztin FMH für Allgemeinmedizin, r egionaler ä rztlicher Dienst (RAD), hielt mit interner Stellungnahme vom 29. September 2022 fest, aus somatischer Sicht seien alle knieschonenden, angepassten Tätigkeiten seit jeher möglich. Zu vermeiden seien körperlich schwere Arbeiten mit repetitivem Trep pen- und Leiternsteigen sowie häufiges Hocken und Knien (Urk. 8/126/8). 4.7 Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, hielt am 2. März 2023 fest, der Verlaufsbericht von Dr. C.___ vom 9. Februar 2022 (vgl. hiervor E. 4.4) sei im « Elar » [elektronisches Datenerfassungssystem der Beschwerdegegnerin] unübersichtlich archiviert. D er von Dr. C.___ auf grund einer leichtgradigen depressiven Episode prognostizierten Arbeitsfähigkeit von maximal 40 % könne nicht gefolgt werden. Die Mini-ICF-Beurteilung sei auch nicht plausibel. In allen Bereichen würden mittel- bis schwergradige Beein trächtigungen postuliert, was bei einer leichtgradigen depressiven Episode nie vorkomme (Urk. 8/126/8).

4.7 Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, hielt am 2. März 2023 fest, der Verlaufsbericht von Dr. C.___ vom 9. Februar 2022 (vgl. hiervor E. 4.4) sei im « Elar » [elektronisches Datenerfassungssystem der Beschwerdegegnerin] unübersichtlich archiviert. D er von Dr. C.___ auf grund einer leichtgradigen depressiven Episode prognostizierten Arbeitsfähigkeit von maximal 40 % könne nicht gefolgt werden. Die Mini-ICF-Beurteilung sei auch nicht plausibel. In allen Bereichen würden mittel- bis schwergradige Beein trächtigungen postuliert, was bei einer leichtgradigen depressiven Episode nie vorkomme (Urk. 8/126/8). 5.

5. 5.1 Aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten kann nicht abschliessend beur -teilt werden, ob bei der Beschwerdeführerin ein versicherungsrelevanter Gesund heitsschaden besteht.

5.1 Aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten kann nicht abschliessend beur -teilt werden, ob bei der Beschwerdeführerin ein versicherungsrelevanter Gesund heitsschaden besteht. 5.2 I n psychiatrischer Hinsicht stellte die Beschwerdege g nerin auf die Kurzstellung nahme von RAD- Arzt Dr. G.___ ab, worin dieser lediglich festhielt, der Beurtei lung von Dr. C.___ vom 21. September 2022 könne nicht gefolgt werden. Im Übrigen ist ihm augenscheinlich die Übersicht über die medizinische Akten lage abhandengekommen. Insbesondere reichte Dr. C.___ die Mini-ICF Beurteilung zusammen mit dem Bericht vom 9. Februar 2022 ein, worin sie eine rezidivierende depressive Episode, derzeit schwer, (F33.2, ED 2000) diagnostiziert hatte (vgl. hievor E. 4.2). Aus de r vorliegenden psychiatrischen Aktenlage erg i b t sich einhellig, dass bei der Beschwerdeführerin seit 2000 rezidivierende depres sive Episoden volatilen Ausmasses bestanden. Seither wurde der Beschwerdefüh rerin jeweils eine 10 0%ige resp. 80 % ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätig keiten attestiert, wobei die beurteilenden Fachärzte alle samt jegliche Auseinan dersetzung mit den im Regelfall anzuwendenden Standardindikatoren vermissen l iessen. Alsdann trifft es zwar zu, dass in den medizinischen Unterlagen durch wegs auf psychosoziale Belastungsfaktoren hingewiesen wurde. Dass die diagno serelevanten Befunde einzig darin ihre hinreichende Erklärung f i nden, gleichsam in den psychosozialen Belastungsfaktoren aufgehen, ergibt sich jedoch nicht. So können p sychosoziale Belastungsfaktoren mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie zu einer ausgewiesenen Beeinträchtigung der psychischen Integrität als solcher führen, welche ihrerseits eine Einschränkung der Arbeitsfä higkeit bewirkt, wenn sie einen verselbständigten Gesundheitsschaden aufrecht erhalten oder den Wirkungsgrad seiner Folgen verschlimmern (Urteile des Bun desgerichts 8C_213/2022 vom 4. August 2022 und 9C_311/2021 vom 23. September 2021 E. 4.2, je mit Hinweisen). Mithin spielt es p raxisgemäss keine Rolle, wenn psychosoziale oder soziokulturelle Umstände bei der Entstehung einer Gesundheitsschädigung einen wichtigen Einfluss gehabt hatten, sofern sich inzwischen ein eigenständiger invalidisierender Gesundheitsschaden entwickelt hat (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_105/2023 vom 10. Juli 2023 E. 5.1 mit Hinweisen). In einer versicherungsmedizinischen Begut achtung, welche sich nach den normativen Vorgaben der Rechtsprechung orien tiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenver sicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auszuklammern (Urteil des Bundesge richts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1). Soziale Belastungen sind aber nicht vorab und losgelöst von der Indikatorenprüfung, sondern in deren Rahmen im Gesamtkontext zu würdigen (Urteil des Bundesgerichts 8C_105/2023 vom 10. Juli 2023 E. 5.1). Ob ein eigenständige s, psychiatrisches Leiden mit arbeitsre levanten Auswirkungen (gegebenenfalls auch nur vorübergehend) vorlag, lässt sich bei der gegebenen Aktenlage nicht abschliessend beurteilen und jedenfalls nicht a priori ausschliessen. In somatischer Hinsicht bleibt schliesslich unklar, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit verhält. Dr. F.___ hielt einzig dafür, aus somatischer Sicht seien der Beschwerdeführerin alle knieschonenden, angepassten Tätigkeiten seit jeher möglich (Urk. 8/126/8).

5.2 I n psychiatrischer Hinsicht stellte die Beschwerdege g nerin auf die Kurzstellung nahme von RAD- Arzt Dr. G.___ ab, worin dieser lediglich festhielt, der Beurtei lung von Dr. C.___ vom 21. September 2022 könne nicht gefolgt werden. Im Übrigen ist ihm augenscheinlich die Übersicht über die medizinische Akten lage abhandengekommen. Insbesondere reichte Dr. C.___ die Mini-ICF Beurteilung zusammen mit dem Bericht vom 9. Februar 2022 ein, worin sie eine rezidivierende depressive Episode, derzeit schwer, (F33.2, ED 2000) diagnostiziert hatte (vgl. hievor E. 4.2). Aus de r vorliegenden psychiatrischen Aktenlage erg i b t sich einhellig, dass bei der Beschwerdeführerin seit 2000 rezidivierende depres sive Episoden volatilen Ausmasses bestanden. Seither wurde der Beschwerdefüh rerin jeweils eine 10 0%ige resp. 80 % ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätig keiten attestiert, wobei die beurteilenden Fachärzte alle samt jegliche Auseinan dersetzung mit den im Regelfall anzuwendenden Standardindikatoren vermissen l iessen. Alsdann trifft es zwar zu, dass in den medizinischen Unterlagen durch wegs auf psychosoziale Belastungsfaktoren hingewiesen wurde. Dass die diagno serelevanten Befunde einzig darin ihre hinreichende Erklärung f i nden, gleichsam in den psychosozialen Belastungsfaktoren aufgehen, ergibt sich jedoch nicht. So können p sychosoziale Belastungsfaktoren mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie zu einer ausgewiesenen Beeinträchtigung der psychischen Integrität als solcher führen, welche ihrerseits eine Einschränkung der Arbeitsfä higkeit bewirkt, wenn sie einen verselbständigten Gesundheitsschaden aufrecht erhalten oder den Wirkungsgrad seiner Folgen verschlimmern (Urteile des Bun desgerichts 8C_213/2022 vom 4. August 2022 und 9C_311/2021 vom 23. September 2021 E. 4.2, je mit Hinweisen). Mithin spielt es p raxisgemäss keine Rolle, wenn psychosoziale oder soziokulturelle Umstände bei der Entstehung einer Gesundheitsschädigung einen wichtigen Einfluss gehabt hatten, sofern sich inzwischen ein eigenständiger invalidisierender Gesundheitsschaden entwickelt hat (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_105/2023 vom 10. Juli 2023 E. 5.1 mit Hinweisen). In einer versicherungsmedizinischen Begut achtung, welche sich nach den normativen Vorgaben der Rechtsprechung orien tiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenver sicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auszuklammern (Urteil des Bundesge richts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1). Soziale Belastungen sind aber nicht vorab und losgelöst von der Indikatorenprüfung, sondern in deren Rahmen im Gesamtkontext zu würdigen (Urteil des Bundesgerichts 8C_105/2023 vom 10. Juli 2023 E. 5.1). Ob ein eigenständige s, psychiatrisches Leiden mit arbeitsre levanten Auswirkungen (gegebenenfalls auch nur vorübergehend) vorlag, lässt sich bei der gegebenen Aktenlage nicht abschliessend beurteilen und jedenfalls nicht a priori ausschliessen. In somatischer Hinsicht bleibt schliesslich unklar, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit verhält. Dr. F.___ hielt einzig dafür, aus somatischer Sicht seien der Beschwerdeführerin alle knieschonenden, angepassten Tätigkeiten seit jeher möglich (Urk. 8/126/8). 5.3 Nach dem Gesagten erweist sich de r medizinische Sachverhalt insbesondere hin sichtlich der Frage, ob und inwiefern sich ein allfälliger Gesundheitsschaden mit Krankheitswert mit Blick auf die einschlägige Rechtsprechung (BGE 143 V 418, BGE 141 V 281, vgl. E. 1.2 ff.) auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im zeitlichen Verlauf seit der IV- Neua nmeldung vom Oktober 2021 ausgewirkt hat, als nicht hinreichend abgeklärt.

5.3 Nach dem Gesagten erweist sich de r medizinische Sachverhalt insbesondere hin sichtlich der Frage, ob und inwiefern sich ein allfälliger Gesundheitsschaden mit Krankheitswert mit Blick auf die einschlägige Rechtsprechung (BGE 143 V 418, BGE 141 V 281, vgl. E. 1.2 ff.) auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im zeitlichen Verlauf seit der IV- Neua nmeldung vom Oktober 2021 ausgewirkt hat, als nicht hinreichend abgeklärt. Damit ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, in dem Sinne gutzuheissen, dass d ie an gefochtene Verfügung vom 29. September 2023 aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Die Rückweisung zur weiteren Abklärung steht auch im Einklang damit, dass in erster Linie die IV-Stelle für die richtige und vollständige Sachverhaltsabklä rung zu sorgen hat (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG).

Damit ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, in dem Sinne gutzuheissen, dass d ie an gefochtene Verfügung vom 29. September 2023 aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Die Rückweisung zur weiteren Abklärung steht auch im Einklang damit, dass in erster Linie die IV-Stelle für die richtige und vollständige Sachverhaltsabklä rung zu sorgen hat (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG). 6.

6. 6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert ermessensweise auf Fr. 6 00.-- festzusetzen und (aufgrund der rechtsprechungsge-mäss ebenfalls als vollständiges Obsiegen geltenden Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung, vgl. BGE 137 V 57 ) ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert ermessensweise auf Fr. 6 00.-- festzusetzen und (aufgrund der rechtsprechungsge-mäss ebenfalls als vollständiges Obsiegen geltenden Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung, vgl. BGE 137 V 57 ) ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Parteientschädigung, die infolge Gewährung der unentgeltlichen Rechts pflege der zur unentgeltlichen Rechtsvertreterin bestellten Rechtsanwältin Lotti Sigg, Winterthur, auszubezahlen ist (Urteil des Bundes-gerichts 4A_170/2018 vom 20. Juni 2018 E. 1.3 mit Hinweisen). Mit Honorarnote vom 31. Januar 2024 machte diese einen Aufwand von insgesamt 9 Stunden und 55 Minuten geltend zuzüglich Barauslagen pauschal im Umfang von Fr. 65.45 (Urk. 20), was als angemessen erscheint. Unter Berücksichtigung, dass die Mehrwertsteuer bis Ende 2023 7,7 % betrug, ist lediglich auf dem Aufwand von 3 Stunden 10 Minuten (ab 8. Januar 2024) ein Satz von 8,1 % aufzurechnen, sodass die Prozessentschädi gung auf Fr. 2'353.-- ([6,75 x Fr. 220.-- x 1,077 + 3,17 x Fr. 220.-- x 1,088] + Fr. 70.50) festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Parteientschädigung, die infolge Gewährung der unentgeltlichen Rechts pflege der zur unentgeltlichen Rechtsvertreterin bestellten Rechtsanwältin Lotti Sigg, Winterthur, auszubezahlen ist (Urteil des Bundes-gerichts 4A_170/2018 vom 20. Juni 2018 E. 1.3 mit Hinweisen). Mit Honorarnote vom 31. Januar 2024 machte diese einen Aufwand von insgesamt 9 Stunden und 55 Minuten geltend zuzüglich Barauslagen pauschal im Umfang von Fr. 65.45 (Urk. 20), was als angemessen erscheint. Unter Berücksichtigung, dass die Mehrwertsteuer bis Ende 2023 7,7 % betrug, ist lediglich auf dem Aufwand von 3 Stunden 10 Minuten (ab 8. Januar 2024) ein Satz von 8,1 % aufzurechnen, sodass die Prozessentschädi gung auf Fr. 2'353.-- ([6,75 x Fr. 220.-- x 1,077 + 3,17 x Fr. 220.-- x 1,088] + Fr. 70.50) festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird, soweit auf sie eingetreten wird, in dem Sinne gutgeheissen, dass d ie angefochtene Verfügung vom 29. September 2023 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach Vornahme der Abklärungen i m Sinne der Erwägungen, über den Ren ten an spruch der Beschwerdeführerin neu entscheide.

1. Die Beschwerde wird, soweit auf sie eingetreten wird, in dem Sinne gutgeheissen, dass d ie angefochtene Verfügung vom 29. September 2023 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach Vornahme der Abklärungen i m Sinne der Erwägungen, über den Ren ten an spruch der Beschwerdeführerin neu entscheide. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 6 00.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 6 00.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, Rechtsanw ä lt in Lotti Sigg, Winterthur, eine Pr ozessentschädigung von Fr. 2‘ 353.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, Rechtsanw ä lt in Lotti Sigg, Winterthur, eine Pr ozessentschädigung von Fr. 2‘ 353.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Lotti Sigg

Rechtsanwältin Lotti Sigg - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkun den sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkun den sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

HurstHediger