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Steve Reich (* 3. Oktober 1936 in New York City, New York) gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Minimal Music. In seiner Kindheit und Jugend prägten ihn verschiedenste musikalische Stile, zunächst das klassisch-romantischen Repertoire, später Werke von Johann Sebastian Bach, Igor Strawinsky und Jazz-Musik. Nach seinem High School-Abschluss 1953 gründete er ein Bebop-Quintett, in dem er Schlagzeug spielte und studierte zunächst Philosophie. Mit 21 Jahren schrieb er sich an der New Yorker Juilliard School im Fach Komposition ein. Dort zählte unter anderem Philip Glass zu seinen Kommilitonen, mit dem er kurzzeitig ein Umzugsunternehmen gründete, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Später setze er sein Studium am Mills College in Oakland bei Darius Milhaud und Luciano Berio fort.
Bei einem Aufenthalt in der ghanaischen Hauptstadt Accra machte er sich mit Polyrhythmen vertraut und komponierte 1970/71 das Werk „Drumming“, das ihn schlagartig bekannt machte. Seitdem werden seine Werke weltweit auch von klassischen Sinfonieorchestern gespielt. In der Saison 2013/14 war er unter anderem Composer in Residence des MDR-Sinfonieorchesters. Für die Kompositionen „Different Trains“ und „Music for 18 Musicians“ bekam Steve Reich jeweils einen Grammy. „Double Sextett“ wurde mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.