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Der ikonenhafte US-Elektronikhändler RadioShack hat den Kampf gegen die Pleite aufgegeben. Das 94 Jahre alte Traditionsunternehmen meldete am Donnerstag Insolvenz an. Die Konkurrenz von Online-Händlern hat RadioShack das Leben schwer gemacht.
Die Kette mit etwa 4000 Filialen in den USA steckt seit langem in der Krise. Die Verluste waren in letzter Zeit immer grösser geworden. RadioShack betreibt zumeist kleinere Läden mit Artikeln wie Handys, Fernsehern oder Zubehör.
Auf seiner Website gibt RadioShack die Zahl der Beschäftigten mit 27'000 an. Das Unternehmen ist auch mit Hunderten Filialen in Mexiko und mit über 1000 weltweit vertreten.
Seit Monaten bahnte sich die Pleite an, bereits im März 2014 hatte das Unternehmen 1000 Geschäfte schliessen müssen. US-Medien hatten in den vergangenen Tagen nur noch über den Zeitpunkt des Insolvenzantrags spekuliert und sich damit befasst, an wen die Ladengeschäfte verkauft werden.
RadioShack teilte nun mit, bis zu 2400 seiner Filialen an den Hedgefonds Standard General zu veräussern. Der Mobilfunker Sprint kündigte an, ein Drittel der Geschäfte teilweise mit zu belegen. Auch über Verhandlungen mit dem Online-Handelsriesen Amazon war berichtet worden, der damit den Sprung aus dem Internet in den klassischen Einzelhandel wagen könnte.
RadioShack war nicht einfach ein gewöhnlicher Elektronikhändler. 'Wired'
beschreibt, welche Rolle RadioShack beim Aufbau des Silicon Valley spielte.
Leute wie Apple-Mitgründer Steve Wozniak, Michael Dell oder Netscape-Gründer Marc Andreessen kauften dort regelmässig Elektronik ein, um herumzutüfteln. "Woz" sagt, ohne RadioShack hätte es keine Blue Box
gegeben und ohne Blue Box gäbe es heute Apple nicht. (mim)