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Ringhals-Ausbaupläne gestoppt
«Sowohl die SSM als auch die Vattenfall haben ihre Arbeiten am Gesuch [zum Bau und Betrieb eines Ersatzkernkraftwerks] unterbrochen, obgleich die Vattenfall ihr Gesuch offiziell nicht zurückgezogen hat», erklärte David Persson, Pressesprecher der SSM, gegenüber Recharge. Über einen Rückzug müsse die Regierung entscheiden.
Die Erklärung Vattenfalls an Recharge lautet: «Im Einklang mit dem Wunsch unserer Regierung betreffend unserer Analysearbeit über die Voraussetzungen für einen potenziellen Ersatz der Kernkraftwerke hat Vattenfall beschlossen, die Arbeiten einzustellen und keine neuen solchen Initiativen zu ergreifen.»
Eine Minderheitsregierung aus Sozialdemokraten und Grünen hatte im September 2014 die Macht übernommen, nachdem die Wahlen keinen klaren Sieger hervorgebracht hatten. Die neue Regierung machte von Anfang klar, dass sich die Stromversorgung Schwedens langfristig vollständig auf erneuerbare Energien stützen müsse. In seiner Antrittsrede vom 3. Oktober 2014 sagte der neue sozialdemokratische Premierminister Stefan Löfven, Vorreiter für den Umbau des schwedischen Energieversorgungssystems solle der Staatskonzern Vattenfall werden. Dazu wolle die Regierung aktiv Einfluss nehmen auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens nehmen. Nach einem Budgetstreit im Dezember 2014 schienen vorgezogene Neuwahlen unumgänglich, doch in letzter Minute einigte sich Löfven mit der bürgerlichen Allianz, sodass seine Regierung im Amt bleiben konnte.