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Beispiele
Klavierstunden
Herr H ist 35 Jahre alt und stellt ein Gesuch für einen Betrag von 1000 CHF für Klavierstunden während eines halben Jahres.
Er leidet an einer manisch-depressiven Erkrankung.
Das Gesuchsformular mit den Budgetzahlen hat er zusammen mit einer Sozialdienstmitarbeiterin einer ambulanten psychiatrischen Institution ausgefüllt.
Herr H begründet sein Gesuch damit, dass Klavierspielen für ihn schon immer eine gute Möglichkeit war, sich auszudrücken, sich zu beruhigen und zu sich zu kommen. Regelmässige Klavierstunden motivieren ihn auch in Zeiten, in denen es ihm schlechter geht.
Im Budget eines IV-Rentners mit Zusatzleistungen haben diese zusätzlichen Ausgaben keinen Platz.
Die Zürcher Stiftung für psychisch Kranke zahlt den gewünschten Betrag aus, um die psychische Stabilität und die Lebensqualität des Gesuchstellers zu fördern.
Reinigung nach Wohnungsräumung
Der Sozialdienst einer psychiatrischen Klinik stellt ein Gesuch für die 25-jährige Frau S.
Die Patientin ist an einer chronischen Schizophrenie erkrankt.
Längere Zeit hat sie sich einer Behandlung entzogen. In ihrer 2-Zimmer-Wohnung war sie völlig isoliert. Als Nachbarn sich wegen starker Geruchsimmissionen aus ihrer Wohnung an die Hausverwaltung wandten und Frau S auf keine Aufforderung reagierte, die Türe zu öffnen, kam es schliesslich zu einer gewaltsamen Öffnung der Wohnungstüre durch die Polizei.
Frau S wurde in einem schlechten psychischen und körperlichen Zustand aufgefunden und per FU (Fürsorgerische Unterbringung) in die Klinik eingewiesen. Im Laufe der Behandlung erklärte sich Frau S bereit, eine geschützte Wohnsituation zu suchen.
Bei der Kündigung der Wohnung ergaben sich aussergewöhnliche Reinigungskosten im Umfang von Fr. 1500.-. Die finanziellen Verhältnisse von Frau S lassen eine Ausgabe in dieser Höhe nicht zu.
Die Zürcher Stiftung für psychisch Kranke gewährt den Betrag von 1500 CHF. Frau S ist schuldenfrei. Mit dem Betrag der Zürcher Stiftung kann der Beginn einer Spirale von Schulden und Betreibungen verhindert werden.
Hunde-GA
Die Beiständin von Frau M stellt ein Gesuch für die Bezahlung eines Generalabonnements des Hundes von Frau M in der Höhe von 760 CHF.
Frau M ist seit einem Jahr nach mehreren depressiven Episoden arbeitsunfähig.
Das Gesuch um eine IV-Rente ist gestellt.
Inzwischen wird Frau M vom Sozialamt ihrer Wohngemeinde unterstützt. Frau M kann dank ihres Hundes ihren Alltag strukturieren.
Für ausgedehnte Spaziergänge ist sie wegen ihrer Wohnsituation auf den öffentlichen Verkehr angewiesen. Schon mit dem Lokaltarif des Zürcher Verkehrsverbunds von 2.20 CHF für einen Hund lohnt sich ein Generalabonnement für Hunde.
Die Zürcher Stiftung für psychisch Kranke zahlt den Betrag von 760 CHF aus. Die Beziehung zu einem Haustier und die ausgedehnten Spaziergänge haben eine positive Auswirkung auf die psychische Gesundheit und erhöhen die Lebensqualität von Frau M.
Weitere Beispiele
Einzelpersonen
- Selbstverteidigungskurs
- Tierheimkosten während eines Klinikaufenthaltes
- Anteil an den Reisekosten in die Heimat
- Anteil an einer Zahnsanierung
- Materialkosten für Möbel
- Diätkosten für Asylbewerberin
- Ferienreise mit der eigenen Wohngruppe
Institutionen
- Handgeld für eine psychiatrische Einrichtung
- Unterstützungsbeitrag für eine Sportfreizeit für psychisch Kranke
- Anteil an den Kosten für ein Weihnachtsessen für psychisch beeinträchtigte Mitarbeitende
- Unterstützungsbeitrag für Selbsthilfegruppen
- Anteil an der Weiterbildung von psychisch Kranken zu Peers