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Die Fondation Glissant wurde 1998 von Emile und Marie Glissant gegründet und setzt sich hauptsächlich für den Erhalt historischer Baudenkmäler auf Santa Lemusa ein. Daneben unterstützt die Fondation auch einzelne Projekte im Bereich des zeitgenössischen Theaters und der Bildende Kunst.
Die Geschwister Emile und Marie Glissant stammen aus einer Familie von Kaffeehändlern, die ihren Hauptsitz in den 1970er Jahren von Guadeloupe nach Santa Lemusa verlegten. Mit eigenen Schiffen hatte die Firma Kaffee von Südamerika nach Europa verfrachtet. Von Spanien aus fuhren die Boote mit Wein beladen nach Nordamerika zurück, von wo aus sie schliesslich Weizen in die Karibik brachten. Dieser über viele Jahrzehnte hinweg äusserst erfolgreiche Dreieckshandel scheint auch in dem Wappen der Firma dargestellt, das eine Gans mit drei Köpfen zeigt. 1998 beschlossen Emile und Marie Glissant, beide kinderlos, aus Altersgründen die Aufgabe des Geschäfts. Im gleichen Jahr riefen sie die äusserst komfortabel ausgestattete Fondation Glissant ins Leben, deren Aktivitäten seither auf der Insel nicht zu übersehen sind.
1999 bis 2002 hat die Fondation zum Beispiel die Restauration des Hafens von Sentores sehr wesentlich mitfinanziert und 2006/07 hat sie sich für die dringend notwendige Stabilisierung der Ruine Lakay Makak bei Dézè eingesetzt. Die Stiftung hat auch schon Projekte von HOIO unterstützt – im Frühling 2005 zum Beispiel A Piece of Paradise in der Galerie von Juodkrantė auf der Halbinsel Neringa in Litauen.
First Publication: 2-2008
Modifications: 24-2-2009, 2-10-2011