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Die Universität Zürich, ZHAW und des Unternehmens Atwork untersuchten in der Studie, wie die Mitarbeitenden grundsätzlich zu Home Office standen, welche Emotionen sie verspürten und wie produktiv sie ihre Arbeit empfanden. Dieses Thema wurde während fünf Wochen von Mitte April bis Mitte Mai 2020 recherchiert, in der viele Mitarbeitende wegen des Lockdowns durch Covid-19 zum ersten Mal von zuhause arbeiteten.
Bei der Mentalität wurden die befragten Personen danach unterschieden, ob sie daran glauben, dass die Fähigkeiten für das Arbeiten zuhause angeboren sind (Fixed Mindset), oder ob sie daran glauben, dass diese neue Fähigkeit erlernt werden kann (Growth Mindset).
Diejenigen Personen, die dabei von einer angeborenen Fähigkeit ausgehen (Fixed Mindset), haben Home Office wie eine neue Herausforderung gesehen, der sie nicht gewachsen sind. Sie haben mehr negative Emotionen wie Frust, Schuldgefühle oder Beklemmung und wenig positive Gefühle verspürt, was sich direkt auf ihre wahrgenommene Produktivität ausgewirkt hat: Personen mit starken negativen Gefühlen haben 31 Prozent weniger Ziele in der gleichen Woche und 19 Prozent weniger Ziele in der Folgewoche erreicht als Personen mit schwachen negativen Gefühlen.
Auf der anderen Seite waren Personen mit einem Growth Mindset laut Studie deutlich motivierter und produktiver im Home Office. Mitarbeitende mit den stärksten positiven Gefühlen hatten in derselben Woche durchschnittlich 43 Prozent mehr Ziele erreicht als jene, die die keine positiven Gefühle verspürten.
Persönliche Motivation ist ein entscheidender Faktor
«Wenn Home Office langfristig Bestand hat, müssen sich Unternehmen bewusst werden, was ihre Mitarbeitenden dabei glücklich und produktiv macht. Unsere Studie deutet darauf hin, dass eine bestimmte persönliche Einstellung gegenüber der Arbeit von zuhause ein entscheidender Faktor ist», sagt die Hauptautorin der Studie, Dr. Lauren Howe von der Universität Zürich.
«Sind Mitarbeitende zufrieden, dann steigt ihre Produktivität messbar. Unternehmen haben also einen grossen Anreiz, ihre Mitarbeitenden so gut wie möglich in dem neuen Arbeitsumfeld zu unterstützen», sagt Marco Meister, Co-Founder & CEO von Atwork. «Zukünftig werden jene Unternehmen erfolgreich sein, die über die Schwierigkeiten und Herausforderungen ihrer Mitarbeitenden am besten Bescheid wissen und mit gezielten Massnahmen reagieren. Damit können sie die Produktivität im Unternehmen steigern und ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern.»
Die Studie wurde von Lauren Howe und Jochen Menges von der Universität Zürich durchgeführt und von der ZHAW und Atwork mitentwickelt. Dabei wurden 113 Mitarbeitende im Homeoffice mit jeweils vier Umfragen befragt. Die vollständige Studie ist zum Download abrufbar.