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Dann nahm er seinen Stock in die Hand und suchte sich fünf glatte Steine aus dem Bachtal und legte sie in die Hirtentasche, die er hatte, in den Beutel für die Schleudersteine, und mit seiner Schleuder in der Hand trat er auf den Philister zu. … Und David griff mit der Hand in die Tasche, nahm einen Stein heraus, schleuderte ihn und traf den Philister an der Stirn, und der Stein drang in seine Stirn, und er fiel zur Erde, auf sein Gesicht. 1Sam 17:40.49
Als David mit Goliath kämpfte, wusste er, dass die traditionelle Art nicht mehr funktionieren würde. Saul hatte ihm seine Rüstung und sein Schwert angeboten. Aber David konnte sich nicht bewegen und gab sie zurück. Er hätte Saul auch antworten können: „Wenn diese Werkzeuge Dir nicht geholfen haben, warum sollten sie für mich funktionieren?“
Er aber nahm 5 Steine aus dem Flussbett und steckte sie in seinen Beutel.
David ist ein Symbol für Jesus. Er ist der erste von Gott erwählte König Israels. Er ist ein Mann nach Gottes Herzen – genau wie Jesus: Seht meinen Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Er ist der Vorfahre Jesu, und er hat einen Bund mit Gott, dass einer seiner Nachfahren für immer auf dem Thron sitzen werde.
So wie Abraham es Gott ermöglichte, seinen Sohn für uns hinzugeben, so machte David einen Weg für die Herrschaft Jesu.
Aber David zeigt uns noch viel mehr über Jesus. Nichts im Alten Testament steht einfach so geschrieben. Wenn eine Geschichte in so vielen Details beschrieben wird, will Gott uns etwas mitteilen. Betrachten wir die Geschichte mit der Brille des Neuen Testaments.
Also, David steht für Jesus. Seine Mission an diesem Tag: Israel von seinen Feinden zu befreien, und Männlichkeit, Hoffnung, Glauben, aber auch das Wissen, wer Gott ist, zurückzubringen. Sie freizusetzen für ihre Aufgaben. Und was verwendet er dafür?
Fünf Steine.
Das erinnert mich an eine andere Schriftstelle:
Er ist es nun auch, der der Gemeinde Gaben geschenkt hat: Er hat ihr die Apostel gegeben, die Propheten, die Evangelisten, die Hirten und Lehrer. 12 Sie haben die Aufgabe, diejenigen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, für ihren Dienst auszurüsten, damit die Gemeinde , der Leib von Christus, aufgebaut wird. 13 Das soll dazu führen, dass wir alle in unserem Glauben und in unserer Kenntnis von Gottes Sohn zur vollen Einheit gelangen und dass wir eine Reife erreichen, deren Maßstab Christus selbst ist in seiner ganzen Fülle. Eph 4:11-13
Fünf Ämter, fünf Offiziere, fünf Geheimwaffen, fünf Steine – Apostel, Prophet, Evangelist, Pastor und Lehrer. Ihre Arbeit? Den Leib Christi, die Gemeinde zur Reife zu bringen. Glaube, Hoffnung, volle Männlichkeit, und die Kenntnis von Gottes Sohn zu bringen. Damit jeder in seinen Dienst hineinwachsen kann. Tönt irgendwie bekannt.
Warum sind die Steine so glatt? Weil sie im Fluss lagen. Das erinnert mich an den Fluss des Hesekiels. Die Steine im übertragenen Sinne kommen von diesem Fluss.
Im Natürlichen braucht es eine lange Zeit, bis Steine glatt werden. Sie reiben aneinander, bewegt durch das Wasser, und das Wasser selber macht den Rest. Und sie müssen voll unter Wasser sein, damit sie glatt werden. Und Davids Steine mussten glatt sein, um die richtigen Flugeigenschaften zu haben und das Ziel zu treffen.
Genauso mit dem fünffachen Dienst. Es braucht Zeit, bis sie glattgeschliffen und brauchbar sind. Und sie brauchen einander. Ihre Verschiedenheit, ihre unterschiedlichen Blickwinkel, Charakteren, Lösungsansätze, Berufungen, Salbungen erlauben erst den Prozess des Schleifens durch den Heiligen Geist.
Und es genügt nicht, dass sie Knöchel-, knie- oder sogar hüfttief ins Wasser tauchen. Sie müssen die Kontrolle loslassen, den Herrn wirklich in ihrem Leben Herrn sein lassen. Voll untergetaucht. Nur so wird ihr Charakter geschliffen.
Dann nahm David die Steine um sie zu verwenden. Zuerst aber steckte er sie in seine Hirtentasche und da in den dafür vorgesehenen Beutel. Das Wort, das die meisten deutschen Übersetzungen als „Beutel für die Schleudersteine“ übersetzen, heisst vielmehr „Brieftasche, Börse“ (Strongs H3219). Eine Börse ist ein Ort, wo man wertvolle Dinge aufbewahrt, bis man sie braucht. Jesus hat seine Offiziere sowohl in der Geschichte als auch im Erleben jedes einzelnen versteckt, aufbewahrt, bis die Zeit gekommen war. Geschichtlich sind wir in der Zeit, in der die fünf Ämter wieder hergestellt werden – seit Later Rain. Persönlich waren die Offiziere in der Gemeinde oder in der Wirtschaft versteckt vor Freund und Feind. Bereit, seinen Willen zu tun.
David nahm fünf Steine. Das heisst nicht, dass er Angst hatte, einer würde nicht reichen. Das heisst, dass es alle fünf braucht. Alle fünf Gaben sind notwendig. Und auch während dieser Zeit des Wartens schleifen und ergänzen sie einander.
Und dann nimmt David einen Stein, um die Aufgabe zu erfüllen. Welchen? Den Apostel? Den Propheten? Es kommt nicht darauf an. Er nimmt irgend einen der Steine und sendet ihn, die Aufgabe zu meistern.
Da gibt es keine Eifersucht. Jesus entscheidet, wen er heute gebrauchen möchte. Er kriegt seinen Willen. Darum sind die Steine wohl so lange im Fluss und in der Börse. Damit kein Geltungsdrang mehr in ihnen ist. Jeder achtet den anderen höher als sich selbst.
Fassen wir zusammen:
- Jesus bereitet seine Leiterschaft im Fluss vor. Das braucht eine Weile.
- Sowohl das Wasser – das ist der Heilige Geist – als auch die anderen Steine sind notwendig für die Zubereitung.
- Wenn sie bereit sind, nimmt Jesus seine wertvollen Steine und versteckt sie bis zu seiner Zeit.
- Dann braucht Jesus wen immer er möchte, um die anliegende Aufgabe zu erfüllen.
Ich bin ein Stein. Und Du? Wenn ja, bist Du geschliffen worden? Schreib doch einen Kommentar.