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Advance Organizer
John Hattie (2013, S. 199f) definiert Advance Organizer folgendermassen: «Kognitive Lernhilfe, die im Vorhinein (in advance) gegeben wird, z.B. vor der Bearbeitung einer Aufgabe. Dies kann in Form eines Stichwortes, eines Themas, eines Konzepts, einer Frage usw. geschehen. Derartige Lernhilfen fungieren als Vorstruktuierung (organizer) für die nachfolgend zu erlernenden Unterrichtsinhalte und werden den Lernenden zu einem frühen Zeitpunkt des einzuleitenden Lernprozesses vorgestellt, z.B. zu Beginn einer Unterrichtssequenz».
Beispiel Makroökonomie Basiskurs
Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel eines Advance Organizers für einen Basiskurs der Makroökonomie. Im Zentrum des Advance Organizers steht die Kompetenz, zu welcher der Unterricht beitragen soll: Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, als künftige Mitarbeitende oder Mitglieder der Geschäftsleitung einer Firma (z.B. exportorientiertes KMU) die richtigen, strategischen Entscheidungen zu treffen vor dem Hintergrund des aktuellen, makroökonomischen Umfeldes. Die Positionierung der Kompetenz im Zentrum der Abbildung unterstreicht, was die Studierenden mit dem Gelernten in der Praxis tun können und wie sich die einzelnen Elemente des Kurses auf diese Kompetenz ausrichten. Ein Advance Organiser wie dieser kann in einem mehrwöchigen Kurs immer wieder als Überblick konsultiert werden, um das Gelernte einzuordnen und Verweise auf künftige Lerninhalte zu machen.
Weiterführende Informationen
Follmer, Helena Advance Organizer - der Faktor unter der Lupe [1]
Hochschuldidaktik A-Z Advance Organizer. Kurzversion [2]
Wahl, Diethelm (2009) Lehreinstieg mit Advance Organizer - wie wichtig sind Vorkenntnisse für den Lernerfolg? Ein Video [3]
Wahl, Diethelm (2011) Der Advance Organizer: Einstieg in eine Lernumgebung [4]