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Beschreibung
Mozarts Parisbesuch im Jahr 1778 stand unter einem unglücklichen Stern. Anders als in den 1760er Jahren (damals hatten ihn die französischen Musikliebhaber als Wunderkind gefeiert) musste er jetzt eine Reihe von Rück-, ja Schicksalsschlägen hinnehmen. Ein Opernauftrag, der ihm der Ballettmeister Jean Georges Noverre vermitteln wollte, wurde nicht erteilt. Seine eigens für Paris komponierte «Sinfonia concertante KV 297 B» gelangte nicht zur Aufführung. Von den fünf Chören, mit denen er das «Miserere» des Mannheimers Ignaz Holzbauer ergänzen sollte, wurden bei der klanglichen Realisierung zwei gestrichen. Und am 3. Juli starb seine Mutter, die ihn nach Paris begleitet hatte, an einer plötzlich auftretenden, heftigen Krankheit. Das Wechselbad der Gefühle, dem der Komponist ausgesetzt war, spiegelt sich symbolhaft in der Rezeptionsgeschichte seiner «Pariser Sinfonie» D-Dur KV 297 wider: Denn bei der Uraufführung beklatschte das Publikum zwar die Ecksätze des dreisätzigen Werks, nahm aber dessen Mittelsatz überraschend kühl auf.
Ein Jahr nach dem trübseligen Parisaufenthalt schrieb Mozart die Sinfonie B-Dur KV 319. Die Sinfonie entfaltet trotz der Beschränkung auf ein «kleines» Orchester eine Fülle von Klangfarben und hat insgesamt einen spielerischen, federleichten Charakter – insbesondere im Vergleich zur Sinfonie C-Dur KV 338.
Charakteristisch für Letzteres ist der pompöse, etwas barocke Charakter mit seinen (in den Ecksätzen) blockhaften Wechseln von Forte und Piano bzw. Moll und Dur sowie die Struktur von oft nur ein bis zwei Takte langen Motiven, die aneinandergereiht und wie Bausteine kombiniert werden.
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 31 D-Dur 297 «Pariser»
Sinfonie Nr. 33 B-Dur KV 319
Sinfonie Nr. 34 C-Dur KV 338