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Am Ende des Ersten Weltkrieges wandelte sich Deutschland vom Kaiserreich zur Republik. Doch die alten Eliten übten weiterhin grossen Einfluss aus, die Mentalitäten, Strukturen und Institutionen zeigten ein bemerkenswertes Beharrungsvermögen. Die erste deutsche Demokratie hatte mit vielfältigen Konflikten zwischen politischen Richtungen, sozialen Gruppen und ökonomischen Klassen zu kämpfen, die sich immer wieder in heftigen Gewaltausbrüchen entluden. Knapp und anschaulich beschreibt Gunther Mai die dramatischen Auseinandersetzungen der Jahre zwischen 1918 und 1933, die mit der «Machtergreifung» der Nationalsozialisten endeten. Dabei liegt sein Hauptaugenmerk auf den Modernisierungskonflikten, die sich in Deutschland aus dem Übergang vom Agrar- zum Industriestaat ergaben.
Portrait
Gunther Mai, geb. 1949, ist Professor für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität Erfurt.