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Kastanien
Herbstliche Köstlichkeiten
Bekannt für sein trockenes und mildes Klima, ist das Zentralwallis eine bevorzugte Umgebung für den Anbau von Kastanien, welche seit dem 11. Jahrhundert im Kanton heimisch sind. Ist diese nahrhafte Nuss heutzutage ein Genussmittel, das wir hauptsächlich geröstet essen, war sie früher für die Bergbevölkerung unentbehrlich. Zu Mehl verarbeitet diente sie als Ersatz für das knapp werdende Getreide. Das Holz des Kastanienbaums verwendeten die Menschen für den Hausbau und zum Heizen. Als bedeutendes Produkt der Region feiert das Wallis die Kastanie jeden Herbst an verschiedenen Veranstaltungen im ganzen Kanton.
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Kastanien: Porträt2000 Kilo Kastanien auf einen Schlag geröstet
Das ist der Rekord, den die Kastanienbrater im Oktober 2000 am Kastanienfest in Fully aufgestellt haben und damit ins Guinnessbuch der Rekorde eintreten.
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Kastanien: PorträtMit 50 Jahren
erreicht der Kastanienbaum seine maximale Höhe von etwa zehn Metern.
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Kastanien: Porträt157 Hektaren
beträgt die Gesamtfläche der Kastanienhaine im Wallis.
Gut zu wissen
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Saison: Der Vermarktungszeitraum entspricht dem der Ernte von Mitte September bis Mitte November.
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Aufbewahrung: Nach der Ernte ist es am besten, die Kastanien zeitnah zu essen. Wer sie einfrieren will, muss sie zuvor schälen und innerhalb eines Jahres konsumieren.
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Anbaugebiete: Von St-Gingolph bis Mörel-Filet
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Veranstaltungen: Die Kastanienfeste von Fully und St-Gingolph sowie die Castagnata von Simplondorf finden jedes Jahr Mitte Oktober statt. Das grosse Visper Brisolée steht Ende Oktober auf dem Programm.
Edelkastanien oder Rosskastanien?

Edelkastanien

Rosskastanien

Edelkastanien haben eine braune, abgeflachte Schale, umgeben von einer grünen Hülle mit feinen Stacheln. Diese enthält zwei bis vier geniessbare Nüsse

Rosskastanien sind rundlich, dunkelbraun, eingeschlossen in eine dicke, grüne Fruchthülle mit kurzen, harten Stacheln. Vorsicht, sie sind nicht essbar.
Gesundheitsvorteil
- Kastanien sind besonders reich an Ballaststoffen und den Vitaminen B1, B2, B3, B6 und B9.
- Sie enthalten auch mehrere Mineralien: Kalzium, Kupfer, Eisen, Jod, Magnesium, Phosphor, Kalium, Natrium, Schwefel und Zink.
- Zudem enthalten sie antioxidative Polyphenole, die vor Zellalterung schützen.
- Kastanien sind glutenfrei und daher für Menschen mit Intoleranz geeignet.
- Ebenso sorgen sie für starke und elastische Venen.
Brisolée
Wenn Sie Kastanien mögen, ist das Brisolée ein Gaumenschmaus für Sie. Dieses typische Walliser Gericht zeichnet sich durch die herbstlich duftenden Nüsse aus, die durch das Rösten ihre Zartheit entfalten. Traditionell über dem Holzfeuer, in einer Pfanne oder einem Kessel mit Löchern gebraten, lassen die Kastanien ihr schönes goldenes Fruchtfleisch durchschimmern, wenn sich ihre braune Schale durch die Hitze spaltet. Schmackhaft, fleischig und äusserst reich an Mineralien, können Sie sie zu Trockenfleischprodukte, Alpkäse, Roggenbrot mit Butter sowie frischem Obst wie Trauben, Äpfel und Birnen aus der Region geniessen. Zusammen mit einem Glas Walliser Weisswein oder einem köstlichen Schluck Most ein wahrer Genuss.
Wussten Sie, dass …
- Die Kastanienzüchter werden auch Kastanienbauern genannt.
- Um die guten von den schlechten Kastanien zu unterscheiden, ist es ratsam, sie in warmes Wasser zu tauchen. Diejenigen, die an die Oberfläche kommen, sind schimmlig.
- Die Kastanien stammen ursprünglich aus der Türkei. Später haben die Römer sie südlich der Alpen importiert.
- Aufgrund ihrer hohen Nährstoffqualität werden Kastanien auch als Brotbaum und Baum der Armen bezeichnet. Dies, weil sie früher Getreide ersetzten, wo unfruchtbares Land keinen Anbau von Weizen, Gerste oder Hafer erlaubte.
- In den Kastanienhainen von Fully und im Salzgäb in Mörel kann die Bevölkerung im Oktober Kastanien, die am Boden liegen, kostenlos aufsammeln.