Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03346.jsonl.gz/983

1762
JANUAR
0105D: Zar Peter III. (Russland)
- Peter III. Fjodorowitsch (russ. Пётр III Фёдорович; 1728-1762) war im Jahre 1762 sechs Monate lang Kaiser des Russischen Reiches und von 1739 bis 1762 Herzog von Holstein-Gottorf. Er begründete die Linie Romanow-Holstein-Gottorp.
0122D: Turandot (Gozzi)
- Das Theaterstück Turandot, ein tragikomisches Märchen in fünf Akten, wurde von dem Venezianer Carlo Gozzi geschrieben. Die Uraufführung fand am 22. Januar 1762 im Teatro San Samuele, Venedig, statt. Bekannte Nachdichtungen stammen von Friedrich Schiller (Turandot, Prinzessin von China), Karl Gustav Vollmoeller (Turandot - Chinesisches Märchenspiel) 1911 und Wolfgang Hildesheimer (Das Märchen von Prinzessin Turandot). Bertolt Brecht hinterließ bei seinem Tod das Fragment eines Theaterstücks Turandot oder Der Kongreß der Weißwäscher. Die Wurzel der Geschichte findet sich in einem persischen Märchen, das durch die Sammlung Märchen aus 1001 Tag oder Häzâr-jak Rûz auch im westlichen Kulturkreis bekannt wurde. Von Giacomo Puccini und Ferruccio Busoni existiert jeweils eine gleichnamige Oper, von Ferdinand Thieriot eine Ouvertüre mit diesem Titel und von Carl Maria von Weber eine Schauspielmusik zur Schillerschen Fassung; Wolfgang Hildesheimer variierte seit 1955 den Stoff in zwei Hörspiel-Fassungen und einem Drama.
- "Turandot" - da denkt man an ein chinesisches Märchen oder an die Oper von Giacomo Puccini. Aber kaum einer weiß, welch lange Wege und Verwandlungsprozesse die Geschichte von der eiskalten, herzlosen und sadistischen Prinzessin zurücklegen musste. (dradio.de)
MAI
0505D: Frieden von Sankt Petersburg
- Der Frieden von Sankt Petersburg war ein am 5. Mai 1762 während des Siebenjährigen Krieges in Sankt Petersburg geschlossener Friedensvertrag zwischen Preußen und Russland.
0522D: Frieden von Hamburg
- Der Frieden von Hamburg war ein am 22. Mai 1762, noch während des Siebenjährigen Krieges, in Hamburg geschlossener Friedensvertrag zwischen Preußen und Schweden.
JULI
- Katharina II., genannt Katharina die Große (russ. Екатерина Великая/Jekaterina Welikaja, 1729-1796), war ab dem 9. Juli 1762 Kaiserin des Russischen Reiches, außerdem Herzogin von Holstein-Gottorf und ab 1793 Herrin von Jever. Sie ist die einzige Regentin, welcher in der Geschichtsschreibung der Beiname die Große verliehen wurde. Katharina II. ist eine Repräsentantin des aufgeklärten Absolutismus.
- Katharina II, geborene Sofie von Anhalt-Zerbst, später bekannt als Katharina die Große, setzte sich in Russland für das höhere Bildungswesen ein, unterstützte die Erforschung des Landes bis weit hinauf unter den Polarkreis, und sie war eine geschickte Außenpolitikerin. Doch an die Macht gelang sie mittels eines Staatsstreichs - gegen ihren eigenen Mann, Zar Peter III. (dradio.de)
0721D: Schlacht bei Burkersdorf
- Bei der Schlacht bei Burkersdorf am 21. Juli 1762 im Siebenjährigen Krieg verstand es Friedrich II., die russischen Truppen unter General Sachar Tschernyschew in die Schlachtaufstellung einzubinden und so die österreichischen Truppen zu täuschen. Die erst am 30. Juni mit Preußen verbündeten russischen Truppen, sollten sich nach dem Sturz von Zar Peter III. aus allen Gefechten heraushalten. Friedrich II. konnte aber Tschernyschew wohl mit Bestechung und mit dem Hinweis, er müsse noch für ihren Nachschub sorgen, überzeugen zu bleiben. Der österreichische Oberbefehlshaber Feldmarschall Leopold Joseph Graf von Daun erkannte die Zuschauerrolle der Russen nicht und schwächte dadurch seine Kampfkraft.
AUGUST
0816D: Schlacht bei Reichenbach
- Die Schlacht bei Reichenbach war ein Gefecht des Siebenjährigen Krieges am 16. August 1762 zwischen Preußen und Österreich.
OKTOBER
1029D: Schlacht bei Freiberg
- Die Schlacht bei Freiberg in Sachsen am 29. Oktober 1762 war das letzte große Gefecht im Siebenjährigen Krieg.
LEXIKON
- Marco Foscarini (1696-1763) war der 117. Doge von Venedig. Er regierte von 1762 bis 1763.
- Emile oder über die Erziehung ist das pädagogische Hauptwerk Jean-Jacques Rousseaus aus dem Jahr 1762.
- Emile oder Von der Erziehung ist eine Mischung aus Roman und pädagogischer Abhandlung. Rousseau stellt die vernunftzentrierte Pädagogik seiner Zeit an den Pranger und entwirft das Vorbild einer an der Natur des Menschen orientierten Erziehung. Denn nur diese könne die moralisch verwahrloste Gesellschaft vor dem Verderben retten. Die am Beispiel des jungen Emile vorgeführte Naturpädagogik, die fern der Gesellschaft stattfindet, ist jedoch mehr Vision als praktikable Anleitung. Rousseau selbst war den Anforderungen der Vaterschaft nicht gewachsen und brachte alle seine fünf Kinder ins Findelhaus. Trotzdem war sein Buch sehr wirkmächtig: Während seine für die damalige Zeit kühnen und revolutionären Ideen bei den Zeitgenossen noch Wellen der Empörung auslösten, leiteten sie in der Pädagogik eine Revolution ein. Rousseau selbst bezeichnete den Emile als sein wichtigstes Werk. Als Erziehungsroman erfasst es alle Bereiche des menschlichen Daseins und stellt somit eine Verdichtung von Rousseaus Lebenswerk dar. Die wiederholten Gefühlsausbrüche des Erziehers sowie seine bissigen Seitenhiebe gegen die Vertreter der Vernunfterziehung erheitern bei der ansonsten bisweilen etwas langatmigen Lektüre. (getAbstract)]
- Kaiserin Go-Sakuramachi (1740-1813) war die 117. Kaiserin von Japan. Ihr Kindheitsname war Isanomiya, danach Akenomiya und ihr Eigenname Satoko.
- "Orfeo ed Euridice" (dt. Orpheus und Eurydike) ist eine Oper („Azione drammatica“) in drei Akten, die die Geschichte des thrakischen Sängers Orpheus erzählt. Die Musik stammt von Christoph Willibald Gluck, das Libretto von Ranieri de’ Calzabigi. Die Uraufführung fand am 5. Oktober 1762 in Wien bzw. 2. Oktober 1774 in Paris statt, wobei die Spieldauer der Wiener Fassung etwa zwei Stunden, der Pariser Fassung zweieinhalb Stunden betrug.
- Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
- «Che faro senz'Euridice...» gehört zu den beliebtesten Opernarien überhaupt. Der unglückliche Orfeo, der seine geliebte Euridice an die Unterwelt verloren hat, ist die Hauptfigur in «Orfeo ed Euridice» von Christoph Willibald Gluck, komponiert 1762. Gluck versucht mit diesem Werk nicht weniger als eine Reform der italienischen Oper: Er lässt die Rezitative - damals eine Neuheit - zum Teil vom Orchester begleiten, baut die Arien weniger schematisch und lässt sie formal ganz dem Inhalt, der Dramaturgie folgen. Zwölf Jahre nach der Uraufführung in Wien erlebte Glucks Oper, umgearbeitet und in französischer Sprache, 1774 ihre erste bejubelte Aufführung in Paris. Die Sängerin Eva Oltiványi und der Musikwissenschaftler François Lilienfeld diskutieren über verschiedene Interpretationen der beiden Fassungen. (DRS2 Diskothek im Zwei 2012)
- Peter III. (1728-1762) war im Jahre 1762 sechs Monate lang Kaiser von Russland und von 1739 bis 1762 Herzog von Holstein-Gottorf. Er begründete die Linie Romanow-Holstein-Gottorp.
- Katharina II.(1729-1796), war ab dem 9. Juli 1762 Kaiserin von Russland, Herzogin von Holstein-Gottorf und ab 1793 Herrin von Jever. Sie ist die einzige Herrscherin, welcher in der Geschichtsschreibung der Beiname die Große verliehen wurde. Katharina II. ist eine Repräsentantin des aufgeklärten Absolutismus.
QUELLEN
Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel, daraus wird dann der Einleitungstext im ersten Abschnitt zitiert. Alle anderen Quellen sind am blauen Link am Schluss des jeweiligen Abschnitts erkennbar, daraus stammt dann auch der Text des Abschnitts.
13.05.2009 Artikel eröffnet
23.11.2010 Grundstock erstellt erstellt