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Grosse Armut prägt in Nepal das Leben unzähliger Kinder. Viele leiden unter mangelnder Versorgung, werden schon früh zum Arbeiten geschickt oder verheiratet, lange bevor sie erwachsen sind. UNICEF setzt sich gemeinsam mit der Regierung dafür ein, dass jedes Kind eine faire Chance auf ein selbstbestimmtes Leben erhält.
Die Situation
Atemberaubende Berge, traumhafte Treckingrouten und eine faszinierende Kultur – mit solchen Bildern bringen wir Nepal, das ehemalige Königreich am Himalaya, gerne in Verbindung. Was weniger bekannt ist: Nepal gehört zu den ärmsten Ländern Asiens. Jeder vierte Einwohner lebt unter der Armutsgrenze, und Naturkatastrophen wie die verheerenden Erdbeben von 2015 machen Fortschritte immer wieder zunichte.
Viele Kinder haben einen schweren Start ins Leben. Jedes Jahr sterben in Nepal mehr als 10 000 Babys, die zu früh und mit zu geringem Gewicht geboren wurden, weil es an gut ausgestatteten Spitälern mit qualifiziertem Personal fehlt. Mangelernährung und Krankheiten, die durch verschmutztes Trinkwasser verursacht werden, sind weit verbreitet.
Jedes dritte Kind muss zum Einkommen seiner Familie beitragen, obschon Kinderarbeit in Nepal verboten ist. Armut ist auch eine der Hauptursachen für die weit verbreiteten Frühehen – die das Gesetz ebenfalls nicht erlaubt –, denn manche Eltern glauben ihre Töchter und Söhne so besser versorgt.
Sowohl die Arbeit wie auch die frühe Heirat halten die Kinder davon ab, zur Schule zu gehen und dadurch einst der Armut zu entkommen. 770 000 nepalesische Mädchen und Buben im Alter von 5 bis 12 Jahren besuchen überhaupt keinen Unterricht, und nur gerade die Hälfte der Primarschüler erreicht ein befriedigendes Niveau in Nepali und Mathematik.
Faire Chancen für alle Kinder in Nepal
So hilft UNICEF
UNICEF unterstützt die nepalesische Regierung bei der Armutsbekämpfung und setzt sich mit verschiedenen Massnahmen für den Schutz, die Bildung und die Gesundheit der Kinder ein.
- Um die Überlebenschancen von Frühgeborenen zu verbessern, fördert UNICEF die «Kangaroo Mother Care»-Methode. Eltern tragen ihre Babys dabei in einem Tuch eng am Körper, um sie zu wärmen, und stärken sie durch ausschliessliches Stillen. Zusätzlich unterstützt das Kinderhilfswerk die Einrichtung von spezialisierten Abteilungen für Neugeborene in Spitälern und Gesundheitszentren.
- UNICEF beobachtet, ob das Verbot der Kinderarbeit durchgesetzt wird, sensibilisiert Unternehmen dafür und unterstützt lokale Behörden bei der Wiedervereinigung von Kinderarbeitern mit ihren Familien.
- Mit Informationsveranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Eltern setzt sich UNICEF gegen Frühehen ein und macht darauf aufmerksam, dass sie verboten sind und der Polizei gemeldet werden müssen.
- UNICEF engagiert sich für die obligatorische Schule für alle und schafft ein Bewusstsein dafür, wie wichtig Bildung insbesondere auch für Mädchen ist.
Helfen auch Sie!
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie uns dabei, allen Kindern in Nepal eine faire Chance zu geben. Herzlichen Dank!