Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03532.jsonl.gz/188

Kit, warst du enttäuscht, als du herausgefunden hast, dass du einen Menschen und keinen Superhelden spielst?
Kit Harington: Weisst du was, das war ich nicht. Ich hatte das Gefühl, dass Dane etwas Geheimnisvolles an sich hat, dass er vielleicht nicht ganz so ist, wie man denkt. Ich verkörperte die Menschlichkeit in diesem Film. Das war eine ziemlich coole Sache zu repräsentieren. Und er ist ein ziemlich cooler Typ. Er lässt sich nicht von vielen Dingen aus der Ruhe bringen. Er ist auch ein ziemlich moderner Typ, er fühlt sich von seiner sehr mächtigen Freundin nicht bedroht. [Die Eternals] ziehen ihr Ding durch, sie sind alle Superhelden. Ich mache mein Ding im Hintergrund.
Was wusstest du über Dane Whitman als du die Rolle bekamst?
Was wusste ich bereits über Dane? Ich habe recherchiert, wie man das im Internet eben so macht, habe seinen Namen gegoogelt. Also alles, was es da draussen über ihn gibt. Und dann musste ich das alles wieder vergessen. Denn in diesem Film ist er einfach nur ein Mensch, der im Naturkundemuseum arbeitet. Das ist es, was ich anstrebte, das ist alles, was er ist. Ich bin aber gespannt, wohin ihn die Zukunft führen wird. Ich glaube, es gibt in den Comics ein paar wirklich interessante Dinge. Wir werden also sehen, ob er sich weiterentwickelt. Ich glaube, er ist eine wirklich interessante Figur.
Was erhoffst du dir von Dane Whitman in zukünftigen Marvel-Filmen zu sehen?
Ich will nicht ins Detail gehen, weil man sich damit nur selbst ein Bein stellt. Aber ich denke, es gibt nur ein paar Dinge, die ich über ihn weiss, wer er überhaupt ist. Hier ist meine zurückhaltende Antwort: Ich denke, dass Superhelden oder Figuren in diesem Genre am interessantesten sind, wenn sie etwas in sich haben, das sie zu überwinden versuchen. Und ich denke, er könnte die beste Version davon sein.
Wie hast du dich mit dem Charakter verbunden?
Chloé [Zhao] wollte, dass wir die Figuren ganz nahe an uns selbst spielen, was eigentlich nicht das ist, was man als Schauspieler hören möchte. Manchmal denkt man: ‹Ich hätte lieber eine grosse Figur, in die ich mich hineinversetzen kann und die sehr weit von mir entfernt ist.› Eine Figur näher an sich selbst heranzubringen ist schwieriger.
Aus diesem Grund konnte ich mich mit ihm auf eine Art und Weise verbinden, wie ich es nicht mit vielen Leuten, die ich bisher gespielt habe, getan habe. Er ist im Grunde einer Version von mir sehr nahe und hat den gleichen Sinn für Humor wie ich. Ich denke, er geht mit Situationen ein bisschen ähnlich um wie ich, ich bin aber wahrscheinlich ein bisschen wenig cool als er. Dane ist dem, was ich als Person bin, sehr nahe.
Wenn du eine Superkraft haben könntest, welche wäre das?
Ich wäre gerne im Merken von Namen sehr gut.
Erinnerst du dich an meinen Namen?
Ja, Corina.
Das ist doch schon ein guter Start!
Wie war es, am Set auf Richard Madden zu treffen?
Ein Vergnügen. Wir kennen uns schon sehr lange. Es war einfach eine Freude, sich mit ihm zu treffen. Es fühlte sich nicht wie Arbeit an.
Es war, als hätte es Corona nie gegeben. Zehntausende strömten am Donnerstag vergangener Woche in die Zürcher Innenstadt, weil die Weihnachtsbeleuchtung in der Bahnhofstrasse angeschaltet wurde. Der Glühwein floss in Strömen, die Läden waren voll. Der Schein trügt nicht: Die Menschen kehren zurück in die grösste Stadt des Landes. Doch nicht überall zeigt sich dieses Bild.