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Die Wechselwirkung zwischen Hormonen bei Frauen beeinflussen das Abnehmen stark. Unser Hormonsystem reguliert nicht nur grundlegende Körperfunktionen, sondern beeinflusst auch den Stoffwechsel, Hunger, das Energielevel und dadurch den Gewichtsverlust. Finden wir heraus, wie stark die Hormone der Frauen das Abnehmen beeinflussen.
Hormone bei Frauen, welche Hormone haben einen Einfluss aufs Abnehmen?
Zuerst erkläre ich dir, was wir Frauen genau für Hormone haben und was sie für eine Aufgabe haben. Hier findest du Antworten, welche Hormone einen Einfluss aufs Abnehmen haben.
- Östrogene:
- Estradiol: Das Haupt-Östrogen, wird in den Eierstöcken produziert. Es hat einen Einfluss auf den Menstruationszyklus, die Knochengesundheit und auf die Haut.
- Östron und Östriol: Das sind weitere Formen vom Östrogen, welche aber weniger als Estradiol vorkommen.
- Östrogen hat eine grosse Auswirkungen auf den Stoffwechsel, es beeinflusst den Fettstoffwechsel und die Verteilung von Körperfetts. Deshalb kann es sein, dass man mit der Antibabypille zunimmt, da sie oft viel vom Hormon Östrogen enthalten. Dieses weibliche Geschlechtshormon hat also einen grossen Einfluss aufs Abnehmen. Bei einem erhöhten Hormonspiegel (z.B. bei Einnahme der Antibabypille) wird das Abnehmen schwieriger.
- Progesteron:
- Das Progesteron wird in den Eierstöcken während des Menstruationszyklus produziert. Es ist wichtig für die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut für eine mögliche Schwangerschaft.
- Wenn der Progresteronspiegel in der Lutealphase steigt, speichert der Körper Wasser. Hier steigt das Gewicht kurzfristig auf der Wage, bis der Spiegel wieder sinkt. Dieses Hormon hat keinen direkten Einfluss aufs Abnehmen.
- Testosteron:
- Testosteron wird oft das männliche Hormon genannt. Männer haben einen deutlich höheren Anteil an Testosteron, jedoch kommt es auch bei den Frauen vor. Es ist zuständig für den Aufbau der Muskelmasse und die Libido. Je mehr Muskel man hat, desto mehr Kalorien verbrennt man. Dieses Hormon hat einen starken Einfluss aufs Abnehmen, da wir durch die Muskelmasse mehr Kalorien verbrennen können.
- Prolaktin:
- Es wird in der Hypophyse produziert und fördert die Milchproduktion in den Brüsten nach der Geburt. Dieses Hormon hat keinen direkten Einfluss.
- Insulin:
- Ein Hormon, welches in der Bauchspeicheldrüse produziert wird, und einen grossen Einfluss auf den Stoffwechsel hat. Insulin reguliert den Blutzuckerspiegel und kann somit auch den Appetit und das Gewicht beeinflussen.
- Wenn man etwas zuckerhaltiges isst, steigt der Blutzucker, das Insulin schisst stark in die Höhe, holt den Blutzucker wieder runter und führt zu Heisshunger. Obwohl wir gerade gegessen haben, haben wir wieder Hunger. Bei Lebensmittel, die wenig bis kein Zucker haben, steigt das Insulin weniger stark an. Und aus diesem Grund bleibt das Sättigungsgefühl länger vorhanden. Wie du siehst haben auch hier wieder Hormone einen Einfluss aufs Abnehmen.
- Schilddrüsenhormone (T3 und T4):
- Die Schilddrüsenhormone sind wichtig für den Stoffwechsel und die Energieproduktion im Körper. Eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse kann Auswirkungen auf das Gewicht haben.
- Vor allem eine Unterfunktion der Schilddrüse kann zu einer Gewichtszunahme führen, da der Stoffwechsel langsamer ist. Eine Unterfunktion dieses Hormones kann bei beiden Geschlechtern eine Abnahme schwieriger machen.
Das Stresshormon Cortisol wie es das Abnehmen beeinflusst
Cortisol, das Stresshormon, beeinflusst das Abnehmen und somit das Gewicht direkt. Ein erhöhter Cortisolspiegel kann zu vermehrter Fetteinlagerung führen. Es ist also mit einem erhöhtem Cortisolspiegel schwieriger abzunehmen, da sich der Körper an das Fett festhaltet. Chronischer Stress macht zusätzlich Lust und Heisshunger auf ungesunde Snacks.
Versuche also dein Stresspegel möglichst tief zu halten. Nimm dir genügend Zeit für dich und versuche eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu finden.
Der Menstruationszyklus, wie sich die Hormone von Tag 1 verändern
In einem weiblichen Menstruationszyklus durchlaufen die Hormone verschiedene Phasen, die auf die Vorbereitung des Körpers für eine mögliche Schwangerschaft abzielen.
Wir unterscheiden vier Phasen:
- Menstruationsphase (Tage 1-5):
- Die Menstruation beginnt, und die Östrogen- und Progesteronspiegel sind niedrig.
- Die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen, was zur Periode führt.
- Follikelphase (Tage 6-14):
- Der Körper beginnt die Produktion von Follikel-stimulierendem Hormon (FSH), was das Wachstum eines Eibläschens (Follikel) in den Eierstöcken anregt.
- Der Follikel produziert Östrogen, das die Gebärmutterschleimhaut wieder aufbaut und den baldigen Eisprung vorbereitet.
- Ovulation (Tag 14):
- Der reife Follikel platzt, und das Ei wird freigesetzt.
- Die Östrogenspiegel erreichen ihren Höhepunkt.
- Lutealphase (Tage 15-28):
- Der leere Follikel wird zum Gelbkörper, der Progesteron produziert.
- Progesteron bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Schwangerschaft vor.
- Bei der Lutealphase kann sich das Gewicht auf der Wage bis zu 2 kg erhöhen. Keine Sorge, dass sind nur Wassereinlagerungen vom Progesteron und kein Fett.
- Wenn das Ei nicht befruchtet wird, sinken die Östrogen- und Progesteronspiegel gegen Ende der Lutealphase wieder und es führt wieder zur Blutung.
Wieso nehmen wir kurz vor der Periode zu?
Kurz vor der Menstruation kann es bei vielen Frauen zu einer vorübergehenden Gewichtszunahme kommen. Der Grund dafür liegt in den der Hormonveränderungen.
Es gibt drei mögliche Gründe dafür, wieso das Gewicht kurzfristig steigt.
- Wassereinlagerungen: In der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus, der sogenannten Lutealphase, steigt der Progesteronspiegel an. Ein erhöhter Progresteronspiegel speichert Wasser im Körper und dadurch sind wir auf der Wage schwerer.
- Hormonelle Veränderungen: Die Hormone Östrogen und Progesteron beeinflussen den Stoffwechsel und den Energieverbrauch. In den Tagen vor der Menstruation sind die zwei Hormone in einem Ungleichgewicht, dadurch verlangsamt sich de Stoffwechsel und kann zu einer Gewichtszunahme führen.
- Appetitzunahme: Wir als Frauen kennen es zu gut, vor und während der Periode kommt die Lust auf Süsses. Dies kann zu einer vorübergehenden Erhöhung der Kalorienaufnahme führend und zu einer Gewichtszunahme führen.
Hormone in der Menopause und Abnehmen
Die Menopause beginnt bei den Frauen im Normalfall zwischen 45-55 Jahre.
Während der Menopause nimmt die Produktion von Östrogen ab, was zu Veränderungen im Stoffwechsel führt. Wenn der Stoffwechsel langsamer wird, braucht der Körper länger Zeit um abzunehmen. Dieser Rückgang des Hormones kann zu einer Zunahme von Fettgewebe beitragen. Gleichzeitig kann der sinkende Östrogenspiegel den Insulinspiegel beeinflussen, was zu einer erhöhten Neigung zur Fetteinlagerung führen kann.
Also ab der Menopause ist es etwas schwieriger abzunehmen. Es braucht mehr Geduld, aber es ist trotzdem noch möglich sein Wunschgewicht zu erreichen.