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Sie hatten unter enormem Druck gestanden, am Ende vergossen Alison/Bruno Schmidt im strömenden Regen von Rio de Janeiro Tränen der Freude. Anders als am Vortag bei den Frauen Agatha/Barbara setzten sich die Weltmeister von 2015 vor dem frenetischen heimischen Publikum im Final durch.
Das nach Weltrangliste weltbeste Duo gewann das Spiel gegen die Europameister von Biel verdient. Die Partie verlief zwar nicht unbedingt hochstehend, dafür aber ausgeglichen. In den entscheidenden Momenten führten die Brasilianer jedoch die feinere Klinge. Hinten grub Bruno Schmidt in den wichtigen Phase die Bälle aus, vorne zeigte Alison seine Qualitäten am Block.
Den ersten Satz gewannen die Brasilianer nach einem solchen Block von Alison, der vor vier Jahren in London an der Seite von Emanuel “bloss” Silber gewonnen hatte. Und im zweiten Satz brach ein weiterer Block des 30-jährigen zum 16:14 die Moral der Italiener. Wenig später tanzten die 12’000 Fans in der Arena, gleich mit dem ersten Matchball versetzten Alison/Bruno Schmidt die Zuschauer nach 45 Minuten Spielzeit in den kollektiven Freudentaumel.
Alison/Bruno sicherten den Brasilianern im sechsten olympischen Beachvolleyball-Turnier erst zum zweiten Mal die Goldmedaille. Bisher waren erst die legendären Ricardo/Emanuel 2004 in Athen Olympiasieger geworden.
Aber auch Nicolai/Lupo, die im Frühling in Biel zum zweiten Mal nach 2014 den EM-Titel gewonnen haben, können mit dem Abschneiden in Rio zufrieden sein. Sie sind nach den Spaniern Bosma/Herrera (Silber 2004) und den Deutschen Brink/Reckermann (Gold 2012) erst die dritten Europäer, die in einen Olympia-Final eingezogen sind.
Bronze gewannen die Niederländer Alexander Brouwer/Robert Meeuwsen. Die Weltmeister von 2013 setzten sich im Spiel um Platz 3 gegen die Russen Wjatscheslaw Krassilnikow/Konstantin Semenow mit 23:21, 22:20 durch und sicherten ihrem Land die erste olympische Medaille im Beachvolleyball.
(SDA)