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Spätestens seit dem Abstimmungskampf über die Atomausstiegsinitiative war bekannt: Beznau I im aargauischen Döttingen ist der älteste Atomreaktor der Welt. Mit diesem Argument hatten die Befürworter der abgelehnten Initiative für ein Ja geworben. Niemand hatte diese Aussage bestritten.
Doch dieses Etikett des «ältesten Kernkraftwerks der Welt», das noch in Betrieb ist, war der Axpo als Betreiberin des Atomkraftwerks ein Dorn im Auge.
Die Aufsichtsbehörde Ensi hatte Einsehen und verschob das Datum der offiziellen Inbetriebnahme von Beznau 1 vom 1. September 1969 nach hinten auf den 9. Dezember 1969. Diese Verschiebung um gut drei Monate hat zur Folge, dass Beznau 1 jetzt nur noch das fünftälteste AKW ist – nach Tarapur 1 und Tarapur 2 (Inden 28.10.1969) sowie Oyster Creek und Nine Mile Point 1 (USA 1.12.1969).
Als erste Zeitung hatte der «Tages-Anzeiger» im letzten Oktober darüber berichtet. Das Ensi begründete die Datumsverschiebung damit, dass die Schweizer AKW-Betreiber den Begriff der «Inbetriebnahme» nicht einheitlich verwendet hätten. Beznau sei vor dem 9. Dezember nur «versuchsweise» am Netz gewesen. Erst am 9. Dezember sei es «kommerziell» angelaufen.
Das Ensi sorgte dafür, dass das Startdatum von Beznau 1 in der Datenbank der Internationalen Atomenergieorganisation IAEA entsprechend geändert wurde. Weil die IAEA-Datenbank öffentlich zugänglich sei, habe das Ensi die Öffentlichkeit über die Datumsänderung nicht informiert.
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Keine