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…ist schwer. Aber wichtig! Ohne den ersten Stein zu legen, entstand noch nie ein Gebäude, noch nie eine Stadt. So auch nicht Babylon, eine der wichtigsten Städte im Altertum. Dort lebte der Parabel von George Clason zufolge Arkad. Arkad schaffte es vom armen Schreiber zum reichsten Mann von Babylon aufzusteigen. Wie hat er das angestellt? In sieben Schritten:
- Von jedem verdienten Geld einen festgelegten Anteil sparen (in der Vermögensspalte, nicht in der Konsumspalte – siehe Einkommen ≠ Vermögen).
- Das gesparte Geld klug und sicher investieren. Nicht zu risikoreich, denn Arkad verlor auch Summen, weil er auf Versprechen von schnellem Reichtum hereinfiel. Und doch investieren. Mit langem sparen wäre er reich geworden, mit investieren wurde er der Reichste.
- Arkad lernte aus Fehlinvestitionen und hat sich angewöhnt, nur in Dinge zu investieren, wenn er diese verstand.
- Er setzte sich klare finanzielle Ziele und arbeitete aktiv darauf hin.
- Lernen und arbeiten: Ohne sich ständig weiterzubilden ist es nicht möglich, einen solchen Reichtum zu erreichen, wie es Arkad tat. Ohne zu arbeiten auch nicht (siehe Einkommensquellen).
- Das Geld für sich arbeiten lassen: Durch intelligente Investitionen und kluges Finanzmanagement kann man sein Geld für sich arbeiten lassen und passives Einkommen generieren.
- Für eine sichere Zukunft sorgen: Arkad war es wichtig, sich auf eine sichere und stabile Zukunft verlassen zu können, welche er selbst erarbeitete (siehe Emotionsecke in Einkommen ≠ Vermögen).
Wie beginne ich?
Wenn Sie sich nun am Punkt befinden, an welchem sie bewusst entscheiden ihre Finanzen in die eigenen Hände zu nehmen und den Vermögensaufbau zu beginnen: Herzliche Gratulation!
Diese Entscheidung ist bereits der Anfang und Sie zeigen Mut und Neugier. Beides unverzichtbar, um Vermögen aufzubauen.
Ein einfaches Rechenbeispiel: Sie weisen 10% ihres Einkommens der Vermögensspalte zu. Das heisst, Sie sparen jeden Monat (auch im 13. Monat) CHF 400.-, wenn Sie CHF 4’000.- verdienen. Nach 10 Jahren können Sie auf ihr Vermögenskonto schauen und was haben Sie dort? Einen ganzen Jahreslohn, nämlich mehr als CHF 50’000.-. Ein stolzer Betrag!
Ob es nun 5%, 10% oder auch 30% sind: Beginnen müssen Sie und konsequent müssen Sie sein. Was gilt es dabei zu beachten? Sie sind die wichtigste Person!
Das ist so gemeint: Wenn ende Monat wenig auf dem Konto ist, schaffen wir es auch, bis zur nächsten Gehaltszahlung. Wenn viel Geld drauf ist, schaffen wir es auch, dass dieses Geld auch noch weg ist bis zum Monatsende. Wir passen uns an.
Wenn Sie den Vorsatz fassen, Vermögen aufzubauen, dann ist das etwas für Sie selbst. Sie wollen das. Wenn Sie jeden zweiten Monat zu wenig übrig haben, um die 10% zu sparen, dann werden Sie ihr Ziel nie erreichen. Fazit: Sie sollten beginnen, sich zuerst selbst zu bezahlen!
Die erste Zahlung, sobald ihr monatlicher Lohn eintrifft ist in die Vermögensspalte. Den Rest werden Sie schon richten.
Mit diesem Mindest setzen Sie sich nun hin, schreiben alle Einnahmen und Ausgaben (monatlich und jährlich) auf und erstellen eine Übersicht zu allen Ihren Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (siehe Verbindlichkeiten vs. Vermögen). Als nächster Schritt bestimmen Sie den Betrag, den Sie monatlich von der Einnahme/Ausgabe-Spalte in die Vermögens-Spalte verschieben möchten (auch Sparrate genannt). Als letzten Schritt halten Sie sich an den Plan und freuen sich jeden Monat ihr Vermögen wachsen zu sehen.
Nochmals als Liste:
- Budget erstellen (Alle fixen und variablen Ausgaben und die Einnahmen kennen).
- Sparrate bestimmen (Einnahmen minus fixe und variable Ausgaben, minus evtl. Sparen für Konsum)
- Eisern sich selbst bezahlen: Jeden Monat als Erstes die Sparrate auf das Vermögenskonto übertragen.
Beginnen, trotz schulden?
Rund um Arkad gab es einige Personen, die Schulden hatten. Die Methode nach Arkad funktioniert auch, wenn Sie Schulden haben. Schulden und deren Schuldzinsen fressen Ihre Rendite auf bzw. kosten Sie immer mehr. Deshalb ist es wichtig, Schulden abzubauen. ABER, was oft nicht mitgedacht wird: unsere Emotionen. Schulden lösen beklemmende Gefühle aus. Dennoch sollten Sie doch einen positiven Bezug zu Geld erarbeiten. Und sicherlich haben Sie sich schon oft gefragt, wie sie in diese Schulden geraten sind. Mangelndes Wissen, Unglück, Impulskäufe, finanzielle Ziellosigkeit,..?
Sie können aus diesem Dilemma ausbrechen, indem Sie trotz allem und mit noch mehr Disziplin als bisher, dennoch einen Teil definieren, den Sie jeden Monat als Vermögen ansparen und nicht antasten.
Ein Beispiel: Sie überweisen den Gläubigern (Rechnungssteller, Steuerbehörde etc.) monatlich 20% ihres Einkommens. Nun handeln Sie mit den Gläubigern aus, dass Sie die Raten reduzieren dürfen. Oftmals sind Gläubiger sehr verhandlungsbereit, wenn sie sehen, dass der Zahlungswille vorhanden ist. Den freigewordenen Betrag sparen Sie nun eisern.
Sie werden sehen, auch kleine Beträge werden über die Monate und Jahre eine Summe ergeben, an welcher Sie sich erfreuen können. Auch während Sie Schulden abbezahlen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Sie interessieren sich für Ihre Finanzen, sie können diszipliniert an Sparzielen arbeiten, da Sie einen Effekt sehen und sobald die Schulden abbezahlt sind haben Sie A) eine stattliche Summe im Vermögen, B) Spardisziplin, die sie weiter nutzen können, und C) viel finanzielle Bildung in Ihrem Rucksack.
Emotionsecke
Dieser gesamte Beitrag handelt zu einem grossen Teil um die eigenen Emotionen und die persönliche Beziehung zu Geld und Schulden. Seien Sie aufmerksam, was in Ihnen vorgeht. Falls Sie bisher Geld mit negativen Gefühlen verbunden haben, reflektieren Sie das «warum».
Eine kleine Metapher, die Ihnen weiterhelfen kann: Ein Messer. Ein wunderbares Instrument, das wir täglich fürs Essen und zuvor zum Zubereiten von Essen benutzen. Es kann aber auch ein furchtbares Instrument sein, das für Körperverletzungen und Schlimmeres benutzt werden kann. Ist es also angebracht, dass Sie allen Messern gegenüber verbittert eingestellt sind?
Natürlich: Nein! Es ist lediglich ein Instrument. Nicht mehr, nicht weniger. Auch Geld ist lediglich ein Instrument. Um Energie, Kraft, Wert zu speichern und über die Zeit zu transportieren.
|Kurzgesagt
|Der reichste Mann von Babylon wurde so reich, weil er einen festgelegten Anteil sparte, weil er das gesparte Geld klug und sicher investierte und dadurch für sich arbeiten liess und weil er sich klare finanzielle Ziele setzte und aktiv auf diese Ziele hin arbeitete. Er tat dies, um eine sichere und stabile Zukunft verlassen zu können, welche er sich selbst erarbeitete.
Quellen: Der reichste Mann von Babylon