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05.04.2003
Tongariro Crossing
Das Wetter sah so auch, als ob es wirklich ein toller Tag geben koennte.
Mit dem Auto fuhr ich zum Ende des Tongariro Crossing, eine Wanderung die in
6 - 8 Stunden ueber die Krater des Nationalpark fuehrt.
Dort fuhr ich mit dem Bus zum Anfang der Wanderung - Mangatepopo Valley.
Dort hatte es schon sehr viele Leute, mit der gleichen Idee wie ich.
Ich nahm es relativ gemuetlich und hatte keine Lust, mich irgendwie stressen
oder hetzen zu lassen.
All die Leute, die mich im ersten Teil von Mangatepopo Vally nach Soda
Springs (1.5 h) im Eilschritt ueberholten, hab ich alle wieder in der ersten
groben Steigung zum South Crater (1 h) eingeholt. Die Leute waren erstaunt,
dass ich kaum schnaufte und es eher wie einen Spaziergang nahm.
Schritt-fuer-Schritt anstatt Run-and-stop.
Es war noch teilweise neblig und es sah danach aus, als ob sich der Nebel
gegen Mittag aufloesen koennte. Ich hab mir noch ueberlegt, einen der beiden
grossen Vulkane (Mt. Ngauruhoe oder Mt Tongariro) zu besteigen, um die
Aussicht ueber die grosse Ebene zu geniessen.
Nachdem ich die grosse Steigung ueberwunden hatte, kam ich zum South Crater,
eine grosse breite Ebene. Von hier aus haette ich Mt Ngauruhoe in 2 - 3
Stunden besteigen koennen. Leider hatte er bereits einen Hut und der Nebel
kam immer tiefer. Hat wohl keinen Sinn.
Nachdem ich die Ebene durchquert hatte, kam ein weiterer Aufstieg auf den
Kraterrand des Red Crater hinauf. Der Nebel war bereits da und pfiff ueber
den Kraterrand hinweg. Es stuermte ordentlich.
Oben musste ich aufpassen, dass ich nicht vom Weg weggeblasen wurde. Vom Red
Grater hab ich nichts gesehen.
Der Abstieg dahinter war sehr rutschig, aber ich kam gut bei den Emerald
Lakes an. Gruenliche giftige Seen voll Sulphat und anderem chemischen Zeugs.
Dahinter einen nach faulen Eier riechender dampfender Hang. War
einigermassen durch eine Kraterwand geschuetzt.
Hier ruhte ich mich aus und ass zu Mittag. Ich hatte wirklich Pech mit dem
Wetter heute.
Eine halbe Stunde spaeter wurde ich vom Wind vertrieben. Er hatte gedreht.
Von den Emerald Lakes waere ich auf dem Weg zum Ketetahi Hut (1.5 h)
theoretisch beim grossen Blue Lake vorbeigekommen. Hab ihn nicht gesehen.
Kurz vor der Huette durchschritt ich die Wolkendecke. Der Ausblick in die
Ferne mit einem "grauen Dach" sah irgendwie doch noch cool aus.
Von der Huette ging es dann nur noch 2 Stunden bis zum Parkplatz, wo mein
Auto stand. Auf dem Weg hatte es noch ein paar dampfende Haenge und ab der
Haelfte dichtes Buschland.
Ich hab es gerade noch zum Auto geschaft, als es gerade mit Regnen anfing.
Schwein gehabt.
Im Regen furh ich nach Turangi, wo ich in einem Backpacker mit Kletterhalle
uebernachtete.
Als Belohnung fuer die heutige Anstrenung wollte ich mir ein Bad in heissen
Quellen goennen.
Es hatte ien Bad etwas ausserhalb des Dorfes. Kurz vor dem Bad sah ich es
ueberall dampfen. Selbst neben der Strasse und in Strassengraeben.
Das Bad war schoen heiss und entpsannend. Haett noch etwas heisser sein
koennen. Leider gab es fuers Haarewaschen nur eine kalte Dusche.