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Am 14. Januar 1896 um 15 Uhr wird die Berufsschule von Freiburg im Grossen Saal der Mädchenschule offiziell eingeweiht. Die Schule wird von Léon Genoud geleitet und ist dem Industriemuseum angegliedert, das Genoud 1888 gegründet hat. Der Unterricht beginnt um 7 Uhr am nächsten Tag. «Damals wurde hart gearbeitet», schreibt Michel Millasson[1].
Der erste Jahrgang des Wintersemesters 1895-1896 – das im Zuge der Gründung ausnahmsweise erst im Januar 1896 beginnt – umfasst zwölf Steinmetz- und zwei Mechanikerlehrlinge.
Im Jahrzehnt vor der Gründung beschäftigte man sich eingehend mit der Frage, welche Berufsleute ausgebildet werden sollten. 1893 beabsichtigte man, «Baufachleute (Baumeister, Bauleiter, Steinmetze, Zimmerleute, Schlosser, Tischler), Mechaniker, Elektroniker, Industriechemiker, Maler-Dekorateure, Bahnangestellte, Telegrafen und Telefonisten sowie Kaufleute»[2] auszubilden.
1896 zeigt man sich pragmatisch und baut auf Bestehendem bzw. auf der 1888 gegründeten Korbmacherschule und der 1889 eröffneten Steinmetzschule auf. Ausserdem will man mit zwei weiteren Institutionen zusammenarbeiten, die im Entstehen begriffen sind. «Die 1889 verstaatlichte Société des Eaux et Forêts […] war bereit, eine mechanische Werkstätte zu eröffnen. An der Universität würde genug Arbeit anfallen, um die Einrichtung einer Schreinerei zu ermöglichen…»[3].
Zu Beginn des zweiten Semesters am 20. April 1896 wird das Ausbildungsprogramm nach der Steinmetz- und der Mechanikerausbildung mit einer Ausbildung zum Korbmacher – die 1900 wieder aufgegeben wurde – und Schreiner vervollständigt. Damit erhöht sich die Zahl der Schüler auf 19. Die Schreiner fertigen effektiv «Tische, Schränke, Pulte usw.»[4] für die Universität an. Auf die Zusammenarbeit mit der Société des Eaux et Forêts werden wir in einem späteren Kapitel zurückkommen.
Die Schule entwickelt sich…
Die Anfänge wurden bereits 1902 von Léon Genoud anlässlich der Einweihung der Räumlichkeiten der milchwirtschaftlichen Station sorgfältig dokumentiert. In den ersten Jahren wird die Entwicklung rasch vorangetrieben und alle Gelegenheiten genutzt, um die gesetzten Ziele zu erreichen.
Zum Zeitpunkt der Eröffnung der Berufsschule von Freiburg werden die Schüler an folgenden Orten ausgebildet[5]:
- Theorieunterricht: Mädchenschule im Burg-Quartier, Sekundarschule für Mädchen im Jolimont, Auberge des Maçons und Hôtel des Chasseurs;
- Steinmetz-Werkstatt: „Strambino“-Gebäude an der Spitalgasse;
- Mechanische Werkstatt: Maison Guidi an der Murtengasse;
- Korbmacher-Werkstatt: ehemalige Kaserne, ab dem 5. Mai 1896 in einem Raum der Sägerei im Pérolles-Quartier.
Im Januar 1897 mietet die Schule im Hôtel des Bains einen Raum für den Mathematik- und Mechanikunterricht. Im März stellt der Kanton das kleine Zeughaus für die Schule für Bildhauerei zu Verfügung. 1897 zieht die Schule in die milchwirtschaftliche Station um, zunächst ins Erdgeschoss und dann im September in sechs Räume im ersten und zweiten Stock. Dort bleibt sie bis im Herbst 1901, bevor sie während der Umbauarbeiten in der milchwirtschaftlichen Station an den Boulevard de Pérolles Nr. 16 und 18 umzieht.
Der Umzug in die milchwirtschaftliche Station markiert den Beginn einer langen Geschichte: Die Ausbildung in den Bereichen Technik und Naturwissenschaften findet fortan auf der Pérolles-Ebene statt, daran hat sich bis heute nichts geändert.
Die milchwirtschaftliche Station wurde 1888 am ehemaligen Standort der Waggon-Fabrik[6] eingeweiht, um die landwirtschaftliche Ausbildung zu fördern und als Demonstrationsstätte zu dienen. Die Fabrikräume umfassten gemäss Léon Genoud[7] 6000 m2. Nachdem sie von der Armee als Zeughaus genutzt wurden, weckten sie das Interesse jener, die eine Berufsschule gründen wollten, wie aus den von Léon Genoud aufbewahrten Plänen hervorgeht[8]. Letztlich wurden die Räumlichkeiten 1896 jedoch der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität überlassen.
Eine in zwei Teile unterteilte Schule
Die Lehrer treffen zwischen 1896 und 1897 nach und nach aus ganz Europa in Freiburg ein[9]. Sie beteiligen sich aktiv an den Überlegungen, wie die Institution weiterentwickelt werden soll. Im Sommersemester 1897 startet die Ausbildung im Bereich Elektrotechnik für «fähige Elektrotechniker und Elektroinstallateure»[10].
Vor allem aber werden Vorbereitungen getroffen, um den technischen Bereich vom Berufsbildungsbereich zu trennen. «Mit dem Ziel, die Anforderungen an die Ausbildung der Schüler festzulegen, wurde das Lehrerkollegium veranlasst, eine Verwandlung der Schule zu prüfen. Bereits Anfang 1898 wurde beschlossen, unsere Schule künftig Kunst- und Gewerbeschule zu nennen. Am 9. Juli entschied die Aufsichtskommission nach mehreren Sitzungen mit dem Lehrerkollegium, die Schule in zwei Abteilungen zu unterteilen: in eine höhere Ecole technique und eine Ecole d’apprentissage mit einem tieferen Ausbildungsniveau, die den Namen Berufsschule behalten soll. Zudem wurde die Einrichtung einer Schule für Geometer[11] und einer Schule für dekorative Kunst geprüft.»[12]
Im Oktober 1899 tritt die Änderung in Kraft. Die Ecole technique umfasst vier Schulen in den Bereichen Mechanik, Elektrotechnik, Bauwesen und Kunsthandwerk. Die Ecole d’apprentissage setzt sich aus Werkstatt-Schulen für Mechaniker, Steinmetze, Maurer, Schreiner und Tischler sowie einer Schule für Dammbauer und Drainagearbeiter (die jedoch bald wieder aufgegeben wird) zusammen.
Nun entspricht die Schule der Vision ihres Direktors und ihrer Lehrer. Im Zeitraum, mit dem wir uns in diesem Kapitel beschäftigen bzw. bis ins Jahr 1903 verdienen einige weitere Änderungen einer Erwähnung: «[…] in den Jahren 1902-1903 werden die Laboratorien für Physik, Elektrotechnik und Chemie sowie die Werkstätte für Dekoration endgültig eingerichtet. Zudem erhält die Schule für Kunsthandwerk zwei neue Abteilungen in den Bereichen Holzschnitzerei und Stickerei mit je einer eigenen Werkstatt.»[13]
1902 wird demnach die einzige Abteilung für Frauen bzw. für Stickerinnen eingeführt. Zwischen 1902 und 1903 absolvieren fünf Frauen diese Ausbildung. Ab 1904 erhöht sich ihre Zahl deutlich.
Die Schüler
In der Schulordnung heisst es, dass die Schulanwärter «geimpft und bei guter Gesundheit sein sowie die erforderlichen theoretischen Kenntnisse besitzen müssen.» Zudem müssen sie eine Aufnahmeprüfung absolvieren. Konkret bedeutet dies, dass die Ecole technique und die Ecole d’apprentissage Kandidaten aufnehmen, die einen Sekundarschulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss vorweisen können. Die Schüler werden je nach Fähigkeiten und ihren an der Aufnahmeprüfung erzielten Ergebnissen einer der beiden Abteilungen zugewiesen. Sie beginnen demnach ihre technische Ausbildung ohne Berufserfahrung. Erst ab 1945 wird das Fähigkeitszeugnis für die Aufnahme obligatorisch. «Diese von den Lehrern seit 1897 geforderte Voraussetzung ist das Ergebnis mehrjähriger Überlegungen über eine angemessene Gestaltung der technischen Ausbildung»[14], analysiert Michel Millasson.
In seinem umfassendsten Dokument gibt Michel Millasson auch einen Überblick über die Herkunft der Schüler: 1896 bis 1903 stammen die Schüler zu 53% aus Freiburg, zu 37% aus der restlichen Schweiz und zu 10% aus dem Ausland[15].
Aktuelle Nachrichten aus dem Lehrerzimmer
Die Schüler haben sich nach ihrem Eintritt in die Schule tugendhaft zu verhalten. «Ausserhalb der Schule werden die Schüler von den Behörden und ihren Lehrern überwacht.» Die Schulordnung verbietet ihnen zudem, ohne Erlaubnis der Schule Vereinen beizutreten. Den Notizbüchern, die der Schuldirektor hinterlassen hat, ist zu entnehmen, welchen Stellenwert Genoud der Disziplin beimisst.
Diese rund vierzig handschriftlichen Notizbücher decken die Jahre 1897 bis 1925 ab bzw. den gesamten Zeitraum, während dem Genoud als Direktor der Schule amtete. Nach unserer Kenntnis sind sie noch nie von Historikern ausgewertet worden. Sie sind eine absolut einzigartige Quelle, um mehr über den Schulalltag zu erfahren. Genoud legte sie im „Lehrerzimmer“ auf, um die Lehrer über alles zu informieren, was das Schulleben und ihre Arbeit betraf. Er klebte aber auch Presseartikel über die Schule oder über neuste Entwicklungen in den Bereichen Bildung und Technologie in der Schweiz darin ein.
Die ersten Notizbücher zeigen, dass es an der Schule an Disziplin mangelte. Genoud legt grossen Wert darauf, dass die Schüler die – obligatorische – Mütze tragen und jeder sein Messbuch mit sich trägt. Für uns heutige Leserinnen und Leser mag die Bedeutung, die der Religion beigemessen wurde, ziemlich übertrieben erscheinen, damals war sie eine Selbstverständlichkeit. Noch in den 1970er-Jahren organisierte die Schule geistliche Exerzitien für ihre Schüler.
Aus den Notizbüchern geht auch hervor, welche enorme Leidenschaft Genoud in seine Arbeit steckt. Er nimmt an Schullektionen teil, um sich zu vergewissern, dass die Lehrer den Unterricht praxisorientiert gestalten. Er scheint überall gleichzeitig zu sein. Er schreibt die Prüfungspläne von Hand. Er kündigt von der Schule organisierte Ausflüge an und vermeldet wichtige Todesfälle. In den Notizbüchern wimmelt es nur so von Anekdoten, die Aufschluss über die damalige Zeit geben.
Erwachsenenbildung
Die Schule engagiert sich zudem stark für die Berufsbildung «junger Leute und junger Mädchen in der Ausbildung oder im Dienste einer Werkstatt in der Stadt oder Umgebung.»[16] Genoud ist überzeugt, dass die Bildung im Kanton nur vorangetrieben werden kann, wenn den Lernenden für ihre berufliche Entfaltung und die Freiburger Wirtschaft erforderliches neues Wissen vermittelt wird. Mit Beschluss vom 8. Oktober 1898 macht der Staatsrat diesen Berufsunterricht für alle Lehrlinge obligatorisch.
1899 ist dem Jahresbericht[17] zu entnehmen, dass 349 Lehrlinge diesen Unterricht besucht haben. In den drei letzten Zeilen dieser Auflistung werden nach allen erwähnten Berufen in männlicher Form auch die – alphabetisch nicht korrekt eingeordneten – Schneiderinnen, Personen „ohne Beruf“ und „Damen“ genannt.
Im Jahr 1900[18] wird die Berufsbildung im ganzen Kanton – in Freiburg, Attalens, Châtel-Saint-Denis, Drognens, Estavayer-le-Lac, Greyerz, Montet, Romont und Seiry – angeboten. Der Zeichenunterricht in allen seinen Formen gilt als eigentliche Grundlage jeder Berufsbildung (wir werden in einem späteren Kapitel darauf zurückkommen) und macht einen Grossteil des Angebots aus. Ferner werden Kurse in Werkstoffkunde, Elektrizität sowie Schneiderkurse angeboten.
In den Jahren 1896 bis 1903 werden Zeichenlehrer mit dem Ziel ausgebildet, Lehrlinge in Orten ausserhalb von Freiburg im Zeichnen zu unterrichten. Zu Beginn sind die Lehrer der Berufsschule dafür zuständig, sie klagen jedoch über Arbeitsüberlastung.
Der damalige eidgenössische Berufsschulinspektor Tièche, der jedes Jahr die Qualität der Schule, die Erwachsenenbildung und die Lehrabschlussprüfungen beurteilt, hält fest: «In keinem anderen Kanton der Westschweiz wird der Berufsbildung mehr Aufmerksamkeit geschenkt als im Kanton Freiburg. Der Unterricht findet nun im ganzen Kanton statt und sogar in den ganz kleinen Ortschaften werden Zeichenkurse angeboten. Diese Entwicklung ist vor allem dem Organisationstalent und dem Engagement von Herrn Genoud, Direktor des Industriemuseums, zu verdanken, dessen grossen Verdienste ich hier gerne anerkenne.»[19]
Zeigen, was man drauf hat!
Genoud weiss, dass er mit gutem Beispiel vorangehen muss. Kaum drei Monate nach der Gründung der Schule präsentiert er vom 7. bis 19. April 1896 die Arbeiten der Schüler an einer Ausstellung in der Grenette. In den Osterferien desselben Jahres «stellten unsere Lehrer die Arbeiten ihrer Schüler an der Schweizerischen Landesausstellung in Genf aus»[20]. Genoud will der Freiburger Gesellschaft zeigen, wie die Schule den Fortschritt fördert und ist fest entschlossen, über die Kantonsgrenzen hinaus Bekanntheit zu erlangen. «Er wollte die Berufsschule in der Westschweiz zum Pendant des Technikums von Winterthur in der Deutschschweiz machen», sagt François Riedo, ehemaliger stellvertretender Direktor der Schule und ein ausgewiesener Kenner ihrer Geschichte[21].
Die Ausstellungen spielen eine wichtige Rolle «für die Kommunikation», wie man heute sagen würde. La Liberté verfolgt sie aufmerksam und berichtet ausführlich darüber. Es sind aufregende Zeiten. Die Freiburger Bevölkerung entdeckt die Wunder der Technik. 1896, im Gründungsjahr der Schule, «hält die Filmtechnik in Freiburg Einzug und das erste Automobil fährt auf einer Freiburger Strasse»[22]. Die Elektrizität und das Telefon sind vor kurzem eingeführt worden. Das Tram wird 1897 eingeweiht. Die Stadtentwicklung macht grosse Fortschritte. Es bricht eine neue Ära an und die Berufsschule fügt sich geschickt in diese Entwicklung ein.
Seit 1896 nimmt die Schülerzahl ständig zu: Im Wintersemester 1902 zählt Genoud anlässlich der Einweihung der neuen Räumlichkeiten «111 reguläre Schüler und 21 Gasthörer.»[23] Er zieht Bilanz: «Die Berufsschule besteht seit sechs Jahren. In dieser Zeit hat sie 11 Steinmetze, 6 Schreiner, 5 Korbmacher, 6 Mechaniker, 2 Elektromechaniker, 1 Zimmermann komplett ausgebildet. Die Kunst- und Gewerbeschule ist in ihrem vierten Jahr. Sie hat 4 Steinbildhauer, 2 Gebäudebauer, 1 Elektrotechniker, 1 Zeichenlehrer ausgebildet – hinzu kommen die 30 Personen, die die Schule während zwei Semestern besucht haben, um sich zum Zeichenlehrer ausbilden zu lassen.»[24]
Es braucht neue Räumlichkeiten. Im Jahr 1900 «gewährt der Grosse Rat einen Kredit über 100’00 Franken für den Umbau der milchwirtschaftlichen Station, um darin grosse Zeichensäle, zusätzliche Unterrichtsräume und Laboratorien einzurichten.»[25] Die Umbauarbeiten beginnen im Juli 1901, am 13. Oktober 1902 wird die Schule eingeweiht und gesegnet.
Dies ist ein entscheidender Moment in der Geschichte der Schule: Das 1902 eingeweihte Gebäude wird bis 1975 genutzt, um dann durch das Gebäude ersetzt zu werden, in dem heute die Hochschule für Wirtschaft von Freiburg untergebracht ist (wir werden später darauf zurückkommen). Genoud erzählt: «R. P. Berthier hat die schönen und weitläufigen Räumlichkeiten des Instituts gesegnet, gefolgt von einer Schar von Assistenten.»[26]
Das Gesetz von 1903 und die Finanzierung der Schule
Nach ihrer Segnung brauchte die Schule nur noch einen rechtlichen Status, um ihr eine klare gesetzliche Grundlage zu verleihen. Das Fehlen dieser Grundlage war bereits seit 1898 ein Thema, sowohl beim Lehrkörper als auch innerhalb des Grossen Rates. Das am 3. Mai 1903 vom Grossen Rat verabschiedete Gesetz bestätigt das System der zwei Abteilungen – Ecole technique und Ecole d’apprentissage – und legt fest, wie die Schule verwaltet wird. «Das Technikum wird der Aufsicht des Staatsrats und insbesondere der Erziehungsdirektion unterstellt». Schliesslich institutionalisiert Artikel 12 des Gesetzes das Budget der Institution: «Der Grosse Rat schreibt seinem Budget jedes Jahr die notwendigen Mittel für den Unterhalt des Technikums ein. Der Beitrag der Gemeinde Freiburg wird im Rahmen einer Vereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Kanton festgelegt.»
Wir konnten nicht alle Jahresrechnungen aus dieser Zeit finden, die Rechnung von 1899 zeigt jedoch, dass die Schule hauptsächlich durch Subventionen des Bundes, des Kantons, der Stadt Freiburg und durch den Erlös der von den Schülern geleisteten Arbeit finanziert wurde. Der Beitrag der Société des Eaux et Forêts fällt mit knapp einem Drittel des Budgets ebenfalls ins Gewicht. Wir werden in einem späteren Kapitel noch auf diesen Beitrag und auf die langjährigen Beziehungen zwischen der Schule und der Société des Eaux et forêts – die 1915 in die EEF umgewandelt wird – zurückkommen.
In der Festschrift von 1902 ist zudem zu erfahren, dass die Stadt Freiburg im Rahmen einer Vereinbarung vom 18. März 1902 zwischen dem Kanton und der Stadt beschlossen hat, ihre Mindestsubvention auf 8000 Franken zu erhöhen[27].
Die Schule hat nun ihren Arbeitsrhythmus gefunden. Der Gründer hat alles in der Hand, um seine Arbeit fortzusetzen. Er wird während beinahe 23 Jahren bis ins Jahr 1925 im Amt bleiben. Das nächste Kapitel wird diesem Zeitraum gewidmet sein.
Entdecken Sie den Blog als PDF. Laufend aktualisiert mit den neusten Publikationen: https://125.hta-fr.ch/geschichte/
[1] Wir möchten an dieser Stelle die Arbeit von Michel Millasson würdigen, die uns durch dieses Jahr begleiten wird. Er hat die Entwicklung der Schule während ihren ersten 100 Jahren in groben Zügen festgehalten und Ordnung in die Archive gebracht, womit unsere Arbeit sehr erleichtert wurde.
Michel Millasson hat zwei unveröffentlichte Studien über die Geschichte der HTA-FR geschrieben:
- Millasson Michel, Histoire du Technicum. Document de base, unveröffentlicht, 1993
- Millasson Michel, Histoire de l’école d’ingénieurs de Fribourg, unveröffentlicht, 1994
Diese beiden Arbeiten haben die Publikation der Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum der HTA-FR ermöglicht.
- Millasson Michel, Technicum: Souvenirs, Ecole d’ingénieurs et d’architectes de Fribourg, 2001
[2] Genoud Léon, Inauguration du Bâtiment du Technicum – Notes rétrospectives sur la création et le développement du Technicum de Fribourg, Imprimerie de l’œuvre de Saint-Paul, 1902, S. 13
[3] Genoud Léon, Le Technicum de Fribourg: école des arts et métiers, Impr. Fragnière, 1921, S. 16
[4] Genoud Léon, Le Musée industriel cantonal de Fribourg et les établissements professionnels qui lui sont attachés, Imprimerie et librairie de l’œuvre de Saint-Paul, 1898, S.23
[5] Genoud Léon, 1902, ebd., S. 16
[6] Die Fabrik wurde 1872 gegründet und ging bereits 1875 wieder Konkurs. Heute befindet sich an ihrem Standort das Naturhistorische Museum von Freiburg.
[7] Genoud Léon, 1921, ebd., S. 13
[8] Fondation du Technicum, Band I, Archiv der HTA-FR, unveröffentlicht.
Léon Genoud hat eine Vielzahl von Dokumenten aus der Zeit von 1885-1903 – Reglementsentwürfe, Pläne, Briefe, verschiedene Eingaben, Kursprogramme, Vereinbarungen – in vier grossen Bänden gesammelt, die im Archiv der HTA-FR aufbewahrt werden.
[9] Léon Genoud führt diese Lehrpersonen in der Festschrift von 1902 auf; eine Liste sämtlicher Lehrer aus dieser Zeit ist in den Jahresberichten der Jahre 1899 und 1900 zu finden.
[10] Musée industriel cantonal Fribourg, École de métiers, prospectus et programme, Musée industriel cantonal éditeur, 1897
[11] Wir werden im nächsten Kapitel darauf zurückkommen.
[12] Genoud Léon, 1902, ebd., S. 18
[13] Genoud Léon, 1902, ebd., S. 20
[14] Millasson Michel, 2001, ebd., S. 26
[15] Millasson Michel, 1993, ebd., Anhänge
[16] Genoud Léon, 1902, ebd., S. 15
[17] Rapport annuel de l’Ecole de Métiers pour l’année 1898-99, unveröffentlicht, S. 84-85
[18] Rapport annuel de l’Ecole de Métiers pour l’année 1889-90, unveröffentlicht, S. 58
[19] Rapport annuel de l’Ecole de Métiers pour l’année 1889-90, unveröffentlicht, S. 75
[20] Genoud Léon, 1921, ebd., S. 18
[21] Gespräch mit François Riedo, 1. Februar 2021.
[22] Bosson Alain, «Allô, la modernité?», in Annales fribourgeoises, Nr, 73, 2011, S. 112
[23] Genoud Léon, 1902, ebd., S. 20-21
[24] Ebd.
[25] Millasson Michel,2001, ebd., S. 12
[26] Genoud Léon, 1902, ebd., S. 3
[27] Genoud Léon, 1902, ebd., S. 21