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The Beggar’s Opera – Die Bettleroper
Die gängige deutsche Übersetzung Die Bettleroper ist eigentlich irreführend. The Beggar’s Opera meint nicht eine Oper, in der Bettler thematisiert sind, sondern eine Oper für Bettler.
John Gay schrieb das Stück 1728 als Parodie auf die ernsten Werke des etablierten Theaters. Sein Singspiel ist nicht wie bisher üblich in der aristokratischen Gesellschaft angesiedelt, sondern handelt von Räubern und Huren, aber auch von korrupten und hinterhältigen Amtsträgern.
„Der Mensch ist im Ganzen gemein, er missbraucht seinen Nachbarn mit Lust. Wer kann, legt den andern herein, schwellt dabei voller Stolz seine Brust …“ heisst es schon im ersten Liedtext. Ob diese Erkenntnis John Gays auch auf die heutige Zeit zutrifft, möge das Publikum selber beurteilen.
Im Laufe der Zeit entstanden diverse Neufassungen der Beggar’s Opera. Die bekannteste und zugleich am stärksten vom Original abweichende ist wohl die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill.
Die Musicalfassung in der Version der Royal Shakespeare Company ist inhaltlich näher am Original, präsentiert das Werk aber in einer unterhaltsamen zeitgenössischen Musiksprache.
Aufführungsrechte bei HARTMANN & STAUFFACHER GmbH, Verlag für Bühne, Film, Funk und Fernsehen, Köln