Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/129010

<h2>SubmittedText<h2><p>Nach der Annahme der Motion 12.3009 ,"Förderung der Mehrsprachigkeit", durch das Parlament im September 2012 wird der Bundesrat hiermit beauftragt, bis Ende März 2013 einen Bericht über die Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung vorzulegen. Der Bericht soll, gestützt auf die Organigramme der einzelnen Einheiten, für sämtliche Generalsekretariate und Bundesämter die Sprachzugehörigkeit (Muttersprache) der leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - und wenn möglich ihrer Stellvertreterinnen und Stellvertreter - sowie der Personalchefinnen und -chefs und der Mitglieder interdepartementaler Gremien untersuchen und darlegen. Die Zahlen sind in tabellarischer Form darzustellen (absolute Zahlen und Prozentzahlen; pro Departement und Amt), sodass die Zahlen periodisch aktualisiert und verglichen werden können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Nach den Mehrsprachigkeitsweisungen des Bundesrates vom Januar 2003 legt das Eidgenössische Personalamt (EPA) dem Bundesrat bereits alle vier Jahre einen Evaluationsbericht über die Förderung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung vor. Das Zahlenmaterial stammt aus dem Personalinformationssystem BV plus. Die Daten beziehen sich auf die Zugehörigkeit der Mitarbeitenden zu den vier Sprachgemeinschaften. Der Bericht der Periode 2008-2011 wurde am 30. November 2012 vom Bundesrat genehmigt.</p><p>Des Weiteren lieferte die Antwort des Bundesrates auf die Interpellation Cassis 11.3080 vom 9. März 2011 für jedes Bundesamt den prozentualen Anteil der Vertretung der italienischsprachigen Mitarbeitenden in den Lohnklassen 24 bis 29 und 30 bis 38 gemessen am Personalbestand.</p><p>Auch das jährliche Reporting über das Personalmanagement des EPA an die Geschäftsprüfungs- und Finanzkommissionen der eidgenössischen Räte ermittelt die Struktur des Personalbestands. Die Sprachenanteile werden bundesweit und nach Departement ermittelt.</p><p>Daten zur Sprachzugehörigkeit nach Lohnklasse und/oder Verwaltungseinheit können im Personalinformationssystem BV plus ausgewertet werden, nicht aber Daten zur Sprachzugehörigkeit und -kompetenz der leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (und deren Stellvertretung), der Personalchefinnen und -chefs und der Mitglieder interdepartementaler Gremien. Diese elektronisch nicht verfügbaren Daten müssten manuell in den Departementen, Bundesämtern und in der Bundeskanzlei erfasst werden.</p><p>Der Bundesrat erachtet die verlangte detaillierte Untersuchung der Mehrsprachigkeit als zu aufwendig, ist aber bereit, in künftigen Berichten (z. B. Mehrsprachigkeitsbericht) die Sprachzugehörigkeit der Angestellten nach Lohnklasse auf Stufe Departement systemgestützt auszuwerten. Angesichts des grossen Aufwandes wäre der Termin Ende März 2013 für die verlangte Untersuchung nicht realistisch.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.