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Opernwerkstatt am Rhein, Köln„Klassische Shakespeare-Texte treffen auf aktuelle Rockmusik“
Etwas ist faul im Staate Dänemark. Hamlets Vater ist gestorben und kurz darauf heiratet seine Mutter Claudius, den Bruder des verstorbenen Königs. Als Hamlet erfährt, dass Claudius seinen Vater ermordet hat, sinnt er auf Rache. Gefangen in gesellschaftlichen Konventionen, gebunden durch seine Liebe zu Ophelia und im Zweifel ob es richtig ist Gleiches mit Gleichem zu vergelten oder gar allem zu entfliehen und dem eigenen Leben ein Ende zu setzen, nimmt die Tragödie ihren Lauf...
Ein modernes Musiktheater, in welchem die Konflikte des Shakespeare-Dramas mit denen der Popkultur verbunden werden, bietet sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt so sehr an wie noch nie zuvor. Es kommt hier zu einer Verknüpfung literarischer und musikalischer Legenden. Die Opernwerkstatt am Rhein benutzt keine typischen Musicalsongs, da dies bei einer Tragödie wie Hamlet auch unangebracht wäre. Musikalisch verwendet sie sowohl 80er-Hits als auch Top-Hits der letzten Jahre, so dass dieser Hamlet verschiedene Zielgruppen anspricht.
Das Werk der Opernwerkstatt am Rhein ist eine Form des neuen Musiktheaters, in welchem anspruchsvoll mit der Sprache umgegangen wird und Musik mit grossen Tanzeinlagen, wie man sie aus Videoclips kennt, dargeboten wird. So versucht beispielsweise Claudius mit zu Beginn bei der Vermählungsfeier Hamlet, der abgeschieden die schnelle Hochzeit seiner Mutter und den Tod des Vaters betrauert, mit einem fröhlichen Lied umzustimmen. Die Umsetzung erfolgt mit 15 Schauspielern, Tänzern und Sängern, die von einer sechsköpfigen Liveband begleitet werden.
Regie: Sascha von Donat
Choreographie: Lara Diez
Bühne & Puppenbau: Hans Dieter Flerlage
Kostüme: Dorothea Nicolai
Band: Florian Caspar Richter, Yuhao Guo, Sebastian Gurgel, Simone Bet, Johanna Eicker, Matthias Plewka
Abonnement Y
Vergünstigungen: LP-Gutscheine, 20 Jahre 100 Fr.
Aufführungsdauer: ca. 2 ¼ Stunden mit Pause