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Herzgeräusche werden oftmals durch angeborene oder erworbene Herzklappenfehler verursacht. Die Echokardiographie ist die Untersuchungsmethode der Wahl.
Wie bereits erwähnt, ist die Mitralklappe dem grössten Stress ausgesetzt, daher ist Sie häufig Ursache eines Herzgeräusches. Das häufigste Mitralklappenvitium ist die Mitralklappen Insuffizienz. Hierbei gelingt es der Mitralklappe nicht, den Rückfluss des Blutes von der Hauptkammer in die Vorkammer während der Systole (Pump- Phase) des Herzens zu verhindern. Eine häufge Ursache ist der sogenannte 'Miralklappen Prolaps'.
Eine Bindegewebsschwäche führt dazu, dass die ansonsten zarten Mitral Segel verdicken (Myxoide Degeneration) und die überdehnte Klappe in den Vorhof prolabiert (Bild B, c). Im Bild ist auch der Aufhänge Aparat der Klappe zu erkennen, der aus den beiden Papilarmuskeln (a) und den Sehnenfähden (b) besteht. Durch die gestörte Klappengeometrie kommt es zur Mitralinsuffizienz (d). In der Regel kann dieser Klappenfehler, wenn die Klappe sehr undicht wird und das Herz droht Schaden zu nehmen, rekonstruiert werden. Man benötigt also sehr selten eine künstliche Klappe. Meist reicht es, wenn man einen Teil der zu grossen Klappe entfernt (Mitralklappenrekontruktion).
Ist der Patient nicht operabel oder bereits älter ist das Clipping der Mitralklappe das Mittel der Wahl. Mit einem Speziellen Katheter der durch die Beinvene ins Herz eingeführt wird werden die beiden Segel der Mitralklappe gefasst und ein oder mehrere Clips reduzieren die Undichtigkeit der Klappe wonach es den Patienten meist deutlich besser geht obwohl die Undichtigkeit nicht vollständig behoben wird.
Sehr selten ist in Europa die Mitralklappenstenose geworden. Die Verengung der Mitralklappe ist meist eine Folgekrankheit eines vor vielen Jahren durchgemachten Rheumatischen Fiebers, dies ist wiederum eine Folgekrankheit einer nicht mit einem Antibiotikum behandelten Strepptokokken Infektion (Angina, Schalach).
Mit der Zeit kann die verengte Mitralklappe zu einem Problem werden. Wenn das Blut nicht linke Hauptkammer fliessen kann, staut es im linken Vorhof, dieser wird grösser und das Blut staut zurück in die Lunge; dies führt zu Atemnot. Der Rückstau in den linken Vorhof überdehnt diesen, er wird grösser, was zu Rhythmusstörungen führt (meist Vorhofflimmern). Mit einem ins Herz eingeführten Ballon kann die verengte Klappe sprengen, wenn diese nicht verkalkt ist und auch nicht relevant undicht (Mitralklapen Valvuloplastie).
Diese Behandlung wird in der Schweiz pro Jahr ca 30 mal durchgeführt, in Afrika, wo das Rheumatische Fieber sehr häufig ist, ist diese Behandlung sehr häufig. In der Regel muss nach einigen Jahren die Klappe erstetzt werden, die erneute Durchführung einer Valvuloplastie ist aber auch möglich. Im nebenstehenden Blid erkennt man den über die untere Hohlvene von der Leiste aus hinaufgeführten Ballon (b) der über die Zwischenwand der Vorhöfe in die linke Kammer geführt wurde. Durch das Aufblasen des Ballons wird die verengte Klappe (c) überdehnt und wieder besser durchlässig. Für ein Video und weitere Informationen klicken Sie hier.
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