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In diesem Abschnitt finden Sie wichtige Informationen zur Kombination verschiedener Reifen an Ihrem Fahrzeug. Sie sollten vor allem Kombinationen verschiedener Reifenmarken und Profilmuster vermeiden. Bis auf wenige Ausnahmefälle, in denen Reifenkombinationen erlaubt sind, empfehlen Hersteller grundsätzlich keine solchen Kombinationen.
Für absolute Sicherheit und ultimative Leistung empfiehlt Continental, an allen Radpositionen Ihres Fahrzeugs die gleichen Reifen zu montieren. Das bedeutet, es sollten an allen vier Radpositionen Reifen derselben Marke, mit dem gleichen Profilmuster, der gleichen Reifengröße, dem gleichen Last- und Geschwindigkeitsindex montiert werden.
Die Reifen sollten wenigsten im Hinblick auf die Größe, den Last- und Geschwindigkeitsindex den Spezifikationen des Fahrzeugherstellers für alle Radpositionen entsprechen. In vielen Ländern ist dies sogar gesetzlich vorgeschrieben.
Das Fahren eines Fahrzeugs mit einer Mischbereifung, das heißt unterschiedliche Reifengrößen, Bauweisen sowie Last- und Geschwindigkeitsindexe, ist für Sie und andere Verkehrsteilnehmer gefährlich. Am besten befolgen Sie stets die Vorgaben des Fahrzeugherstellers oder holen sich Rat bei einem qualifizierten Reifenspezialisten.
Durch den Positionswechsel der Reifen am Fahrzeug maximieren Sie die Lebensdauer der Reifen und sorgen für eine gleichmäßige Abnutzung.
Vom Fahrzeughersteller erfahren Sie wichtige Angaben über spezielle Wechselmuster und -intervalle. Wie Sie die Positionen wechseln, hängt davon ab, ob Sie symmetrische oder asymmetrische Reifen oder Reifen mit Laufrichtung haben. Wenn vom Fahrzeughersteller nichts anderes angegeben ist, empfiehlt Continental, die Räder achsweise in regelmäßigen Intervallen zu wechseln.
Der ideale Zeitpunkt ist zum Beispiel, wenn Sie von Sommer- auf Winterreifen oder umgekehrt umsteigen, oder alle 5.000 bis 10.000 km.
Fallen Ihnen Anzeichen für eine ungleichmäßige Abnutzung auf? Dann sollten Sie die Positionen häufiger wechseln. Darüber hinaus sollten Sie Ihre Werkstatt damit beauftragen, die Rad- bzw. Achseinstellungen oder andere mechanische Komponenten am Fahrzeug zu überprüfen und die erforderlichen Korrekturen vorzunehmen.
Sofern das Reserverad in puncto Größe und Bauweise mit den anderen Reifen übereinstimmt, sollte es in die Rotation einbezogen werden. Bevor Sie dies tun, sollten Sie jedoch seinen Reifenfülldruck überprüfen.
Wo wir gerade über den Reifenfülldruck sprechen: Der Reifendruck muss entsprechend den Empfehlungen des Fahrzeugherstellers für die jeweilige Radposition neu eingestellt werden (die Vorgaben für den Reifendruck an der Vorder- und Hinterachse können voneinander abweichen).
Ein Positionswechsel Ihrer Reifen kann zudem das Reifendruckkontrollsystem (Tire Pressure Monitoring System, TPMS) beeinflussen, sofern Ihr Fahrzeug mit einem TPMS ausgestattet ist. Schauen Sie im Fahrzeughandbuch nach oder erkundigen Sie sich bei einem erfahrenen Experten, um die korrekten Anpassungen oder Rekalibrierungen des Systems vorzunehmen.
Wir möchten noch einmal betonen, dass es am besten ist, immer an allen Radpositionen Ihres Fahrzeugs die gleichen Reifen zu montieren.
Lässt es sich jedoch aufgrund von Budgeteinschränkungen oder begrenzter Verfügbarkeit nicht vermeiden, ist es möglich, Reifen verschiedener Marken und mit unterschiedlichen Profilen zu mischen. Es gilt aber auf alle Fälle zu beachten, dass auf der Vorder- und Hinterachse jeweils die gleichen Reifen montiert werden, das bedeutet Reifen mit gleichen Profilen und von gleichen Marken.
Es kann auch zulässig sein, Reifen mit unterschiedlichem Last- und Geschwindigkeitsindex zu montieren, sofern die Indexe der Mindestempfehlung des Fahrzeugherstellers entsprechen (erhöhte Tragfähigkeit vs. Standardtragfähigkeit). In diesem Fall sollten Reifen mit den höheren Werten an der Hinterachse des Fahrzeugs angebracht werden.
Tauschen Sie lediglich zwei Reifen an Ihrem Fahrzeug aus, weisen die neuen Reifen aller Wahrscheinlichkeit nach eine höhere Profiltiefe auf als die alten.
Das Mischen von Reifen mit unterschiedlichen Profiltiefen ist grundsätzlich zulässig. In diesem Fall empfehlen Reifenhersteller, die neuen Reifen an die Hinterachse zu montieren. Dies sorgt für mehr Grip auf der Hinterachse und beugt einem möglichen Übersteuern und einem Stabilitätsverlust auf rutschigen Straßen vor.
Es gibt jedoch Ausnahmen. So können manche Autohersteller zum Beispiel empfehlen, die neuen und damit besseren Reifen auf der Vorderachse zu montieren, zum Beispiel, wenn das Fahrzeug über einen Vorderradantrieb verfügt. Ziehen Sie das Fahrzeughandbuch zurate oder wenden Sie sich an einen Reifenexperten für weitere Informationen.
Manche Fahrzeuge werden bereits ab Werk mit Reifen verschiedener Größen an der Vorder- und Hinterachse ausgestattet. Diese Mischbereifung ist fahrzeugabhängig und erfordert besondere Überlegung, bevor die Reifen ausgetauscht werden können. Richten Sie sich immer nach den Anweisungen des Fahrzeugherstellers.