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Mindestens 23 Tote durch Regen und Erdrutsche bei Rio de Janeiro
Nach heftigem Regen und Erdrutschen ist die Zahl der Toten in der Bergregion von Rio de Janeiro auf mindestens 23 gestiegen. Dies berichtete das brasilianische Fernsehen am Dienstagabend (Ortszeit). Demnach wurden die Leichen gefunden, nachdem der Pegel im überschwemmten Stadtzentrum von Petrópolis gesunken war.
„In Moskau habe ich von der Tragödie erfahren, die sich in Petrópolis ereignet hat“, schrieb der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro auf Twitter, der am Dienstag zu seinem Besuch in Russland angekommen war und am Mittwoch den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen soll.
Das Nachrichtenportal „G1“ hatte zuvor unter Berufung auf die Feuerwehr von mindestens fünf Toten und mindestens drei Verschütteten berichtet. An mehreren Stellen sei die Stadt überschwemmt und Autos seien mitgerissen worden.
Der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Claudio Castro, war zu einer Sitzung im von deutschen Einwanderern geprägten Petrópolis in den Bergen hinter Rio erschienen, um die Massnahmen der Landesregierung festzulegen, wie es in einer Mitteilung hiess. Petrópolis ist aufgrund seiner Lage und des kühlen Klimas in den heissen Sommermonaten auf der Südhalbkugel auch bei den Einwohnern Rios als Urlaubsort beliebt.
In den vergangenen Wochen hatte es erst im benachbarten Bundesstaat Minas Gerais mindestens zehn Tote durch Erdrutsche und Überschwemmungen gegeben. Dort kam es zudem zu einer Tragödie, als eine Felswand auf ein Touristenboot auf dem Furnas-Stausee stürzte, zehn Menschen kamen ums Leben. Unklar war, ob auch der heftige Regen dazu beigetragen hatte, dass sich ein grosser Teil des Felsen löste.
Zuvor hatte der nordöstlich an Minas Gerais angrenzende Bundesstaat Bahia die schwersten Überschwemmungen seit mehr als 30 Jahren erlebt. Bei einer Unwetterkatastrophe im Bergland von Rio de Janeiro im Jahr 2011 waren mehr als 900 Menschen ums Leben gekommen. Sie galt als die schlimmste Unwetterkatastrophe in der Geschichte des Landes, von der unter anderem auch Petrópolis besonders betroffen war.
(text:sda/bild:unsplash)