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Nach und nach lockern die USA damit ihre Importrestriktionen für EU-Staaten. Zunächst wurde Irland im Januar 2015 der Marktzugang wieder gewährt. Es folgten Litauen, die Niederlande und nun Frankreich.
Die EU-Kommission begrüsste die Handelserleichterung und wertete diese als Erfolg ihrer Bemühungen, das BSE-Problem in der Gemeinschaft zu beseitigen. Sie werde sich nun dafür einsetzen, dass auch die anderen EU-Mitgliedsländer in naher Zukunft wieder Rindfleisch in die USA verkaufen könnten. Zudem mache die Entscheidung der US-Behörden deutlich, dass durch „eine offene und konstruktive Beziehung mit einem unserer grössten Handelspartner“ Problemlösungen erreicht werden könnten.
Mit einer raschen Zunahme der Rindfleischexporte in die USA rechnen französische Marktanalysten allerdings wegen noch bestehender bürokratischer Hürden nicht. Dies zeigte sich auch im Falle Irlands. Im ersten Jahr der Wiederzulassung wurden laut Angaben des irischen Landwirtschaftsministers Michael Creed lediglich 1'800 t Rindfleisch in die USA verschifft. Im vergangenen Jahr dürften es etwas mehr als 2'000 t gewesen sein.
Zudem soll die US-Rindfleischerzeugung nach Schätzungen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) im laufenden Jahr gegenüber 2016 um 3,2% auf ein neues Fünfjahreshoch von 11,77 Mio. t steigen. Der Importbedarf dürfte deshalb spürbar sinken. Die Washingtoner Experten rechnen mit einem Einfuhrrückgang um gut 11 % auf 1,22 Mio. t.