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Die Funkdienste in der Bundesrepublik Deutschland
Dieser Abschnitt widmet sich jener Spezies von Hackern, die sich weniger für die drahtgebundenen Dienste, sprich Telefon oder Datex, interessieren, sondern dafür, was einem so drahtlos frei Haus geliefert wird, den Funkdiensten. Wer sich bis jetzt noch nicht mit diesem Thema beschäftigt hat, wird nicht ermessen können, wie interessant dieses Betätigungsfeld sein kann. Dabei sollte man sich allerdings im klaren darüber sein, was man hierzulande darf, und was nicht. Da gilt erst einmal die typisch deutsche Regel, daß alles verboten ist, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Und das Erlaubte ist nicht allzuviel. Erlaubt ist der Empfang von Rundfunksendungen, Amateurfunk sowie Zeitzeichen und Normaltrequenzsendern. Alle anderen Dienste dürfen nur mit einer besonderen Genehmigung empfangen werden. Die hier vermittelten Informationen dienen nur der allgemeinen Information und dem Empfang dieser Dienste im Ausland, wo dies teilweise erlaubt ist.
Alle Informationen, die in diesem Artikel verwendet wurden, stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen; sie unterliegen keiner Geheimhaltung. Am Ende dieses Artikels findet sich eine Literaturliste mit Quellenangaben. Hier läßt sich auch Weiteres zu diesem Thema nachlesen.
1. Beweglicher Funkdienst
Unter diesem Begriff werden alle Funkverbindungen von beweglichen Funkstellen untereinander oder von beweglichen Funkstellen mit Feststationen verstanden. Zum besseren Verständnis der Frequenzangaben ist eine Übersicht über die verschiedenen Verkehrsarten nützlich.
SIMPLEX- Alle Funkstellen innerhalb des Funknetzes senden und empfangen auf der gleichen Frequenz. Eine Einschränkung ist hierbei, daß nur eine Funkstelle zur Zeit senden kann. Bei der Verwendung von gepaarten Frequenzen wird der Simplexbetrieb in der Regel im Unterband durchgeführt. DUPLEX: Fahrzeug und Feststation senden hier auf verschiedenen Frequenzen. Das Fahrzeug verwendet dabei prinzipiell die tiefere Frequenz, das Unterband, und die Feststation die höhere Frequenz, das Oberband. Der Abstand zwischen Unterband und Oberband heißt Duplexabstand. Fahrzeug und Feststation können bei dieser Betriebsart gleichzeitig senden, so daß ein Sprechbetrieb wie beim Telefon möglich ist. Ein Funkbetrieb zwischen zwei Fahrzeugen ist allerdings nicht mehr möglich.
RELAISBETRIEB: Es läuft der gleiche Betrieb wie bei Duplex, allerdings schaltet die Feststation das empfangene Signal auf den eigenen Sender durch, Dadurch sind die anderen Fahrzeuge in der Lage, das sendende Fahrzeug zu hören. Außerdem wird hierdurch die Reichweite der Fahrzeugstationen für den Betrieb untereinander vergrößert.
1.1 Beweglicher Landfunkdienst
Der bewegliche Landfunkdienst umfaßt alle Funkverbindungen von Fahrzeugen untereinander oder von Fahrzeugen mit Feststationen.
1.1.1 öffentlicher beweglicher Landfunkdienst (öbL)
Der öffentliche bewegliche Landfunkdienst umfaßt alle die Funkverbindungen von beweglichen Funkstellen mit dem öffentlichen Telefonnetz, die für Jedermann zugänglich sind. D.h. diese Anschlüsse können von jedem Telefon aus erreicht werden. Die Funknetze werden von der Deutschen Bundespost betrieben.
<ip-pii> Funkfernsprechdienst
Dieser Dienst ist bekannter unter dem Namen Autotelefon. Es ermöglicht Sprechverbindungen zwischen einem Fahrzeug mit beliebigem Standort und einem Telefonanschluss im öffentlichen Fernsprechnetz. Die Verbindung besteht in beiden Richtungen und kann sowohl vom beweglichen wie vom festen Teilnehmer aufgebaut werden. Die ersten Funknetze dieser Art, das Al-, A2- und A3-Netz arbeiteten noch mit Handvermittlung. Diese Funknetze sind jedoch mittlerweile vollständig durch das automatische B-Netz abgelöst worden.
1-1-1-1.1 Funkfernsprechnetz B
Das Funkfernprechnetz B ermöglicht einen vollautomatischen Verbindungsaufbau, sowohl vom beweglichen, wie auch vom ortsfesten Teilnehmer aus. Dafür wählt der bewegliche Teilnehmer lediglich die Telefonnummer des gewünschten Teilnehmers. Etwas komplizierter ist allerdings der Verbindungsaufbau von Seiten des ortsfesten Teilnehmers. Hierzu muss er wissen, in welchem Funkverkehrsbereich sich der bewegliche Teilnehmer voraussichtlich befindet. Nehmen wir an, das gewünschte Auto befindet sich in Hamburg. Dann wählt man die Vorwahl von Hamburg (040), die spezielle Rufnummer für Autotelefon (05) und anschliessend die 5stellige Rufnummer des Teilnehmers. Z.B. 040 05 12345. Befindet sich das Auto im Raum Hamburg und ist die Funkanlage eingeschaltet, ertönt der übliche Rufton. Ist dies nicht der Fall bekommt man die Ansage "Der Teilnehmer ist vorübergehend nicht erreichbar". Dann kann man es mit anderen Vorwahlnummern weiter versuchen, wenn man weis, daß der Teilnehmer eingeschaltet hat. Die Verbindung zwischen den ortsfesten Überleiteinrichtungen der Post mit den Fahrzeugen erfolgt über Duplex Funkkanäle im 2m-Band in Frequenzmodulation. Hierfür stehen 2 Teilbereiche, das Bl-Netz und das B2-Netz zur Verfügung. Neben der reinen Sprechverbindung zwischen den Teilnehmern findet eine automatische Datenübertragung zwischen dem beweglichen Funkgerät und der ortsfesten Anlage mit 100 Baud statt. Ober diesen Weg wird das gewünschte Fahrzeug gerufen, bzw. teilt das Fahrzeug der Feststation mit, welche Rufnummer es wünscht, und welche Rufnummer es selbst hat. Dies ist natürlich wichtig, damit die Post weis, wem sie nachher die Rechnung zu präsentieren hat. Und die ist nicht zu knapp, da alle Gespräche über Autotelefon als Ferngespräche mit einem 12 SekundenTakt gelten. Außerdem muß der Autotelefonteilnehmer diese Gebühren auch bezahlen, wenn er angerufen wird. Die Post kassiert hier also doppelt. Der Kanal 19 hat eine Sonderstellung. Jedes eingeschaltete Autotelefon schaltet sich automatisch auf diesen Kanal, und kann hier von der Vermittlung erreicht werden. Erfolgt ein Anruf, schaltet das Fahrzeug automatisch auf einen freien Kanal, auf dem dann das Gespräch stattfindet.
Kanäle des Funkternsprechnetzes B1
In der Reihenfolge: Kanal Fahrzeug Vermittlung
1 148.410 MHz 153.010 MHz
Kanäle des Funkfernsprechnetzes B2
In der Reihenfolge :Kanal Fahrzeug Vermittlung
50 157.610 MHz 162.210 MHz
<ip-pii>.2 Funkfernsprechnetz C
Mit dem C-Netz werden einige wesentliche Nachteile des B-Netzes ausgeräumt. Nachdem die Frequenzen des B-Netzes bereits überlastet sind, stehen für das C-Netz im 450 Mhz-Bereich sehr viel mehr Kanäle zur Verfügung. Ein Teilnehmer des C-Netzes wird bundeseinheitlich unter der Vorwahlnummer 0161 angerufen, egal wo er sich befindet. Das C-Netz stellt selbst fest, wo sich das Fahrzeug zur Zeit befindet, und über welche Funkvermittlungsstelle es zu erreichen ist. Dieses Netz wird ab 1.9.85 den Probebetrieb aufnehmen und ca. 70% des Bundesgebietes versorgen. Bis Mai 1986 wird die Versorgung der gesamten Fläche im wesentlichen erreicht sein.
Für das Funkfernsprechnetz C stehen 222 Kanäle zur Verfügung. Die Fahrzeuge senden im Frequenzbereich 451.3 MHz - 455.74 MHz, die Feststationen im Bereich 461.3 MHz - 465-74 MHz.
<ip-pii>.3 Funkfernsprechnetz D
Noch sehr in der Zukunft liegt das Funkfernsprechnetz D. Sicher ist, daß es im 900 MHz - Bereich arbeiten wird, und daß sehr viele Kanäle zur Verfügung stehen werden. Zur Zeit ist ein digitales System im Gespräch, bei dem die verschiedenen Sprechwege zwischen Fahrzeug und Feststation nicht, wie im B-Netz, durch die Verwendung verschiedener Frequenzen, sondern durch Zeitmultiplex gebildet werden. In diesem Netz wird die Sprache auch digital übertragen werden, so daß sich auch Daten mit sehr hoher Geschwindigkeit (32000 Baud) übertragen lassen.
<ip-pii> Schnurloses Telefon Sinus
Nachdem massenweise drahtlose Telefone aus dem fernen Osten auf dem deutschen Markt aufgetaucht waren, die natürlich nicht von der Post erlaubt waren, sah sich die Bundespost genötigt, hier etwas zu unternehmen. Das tat sie, indem sie das drahtlose Telefon Sinus einführte. Diese Sinustelefone sind zwar technisch sehr viel aufwendiger als die aus Fernost, dafür aber auch wesentlich teurer. Das schnurlose Telefon Sinus wird wie ein normales Telefon an die Telefonleitung angeschlossen. Die einzige Besonderheit besteht darin, daß sich zwischen Telefon und Hörer kein Kabel befindet. Zwischen beiden Teilen besteht eine Funkverbindung im 900 MHz-Bereich. Sobald der Hörer vom eigentlichen Telefon abgenommen wird, ist das Sinus betriebsbereit. Durch einen ständigen Datenaustausch zwischen Telefon und Hörer weiß das Telefon, daß es den richtigen Hörer "an der Strippe hat". Sobald ein Anruf einläuft, wird er an den Hörer weitergeleitet, der dann klingelt. Umgekehrt kann man vom Hörer aus wählen. Dabei überprüft des Telefon, ob es auch von seinem eigenen Hörer die Aufforderung zu Gespächsaufbau bekommt. D.h., es vergleicht die eigene Rufnummer mit der des Hörers. Wenn beide nicht übereinstimmen, schaltet es sofort ab.
Kanäle des schnurlosen Telefons Sinus
In der Reihenfolge: Kanal Telefon Hörer
1 914.013 MHz 959.013 MHz 2 914.038 MHz 959.038 MHz 3914.063 MHz 959.063 MHz 4 914.088 M H z 959.088 MHz 5 914.113 MHz 959.113 MHz 6 914.138 MHz 959.138 MHz 7 914.163 MHz 959.163 MHz 8 914.188 MHz 959.188 MHz 9 914.213 MHz 959.213 MHz 10914.238 MHz 959.238 MHz 11 914.263 MHz 959.263 MHz 12 914.288 MHz 959.288 MHz 13914.313 MHz 959.313 MHz 14914.338 MHz 959.338 MHz 15 914.363 MHz 959.363 MHz 16914.388 MHz 959.388 MHz 17914.413 MHz 959.413 MHz 18914.438 MHz 959.438 MHz 19 914.463 MHz 959.463 MHz 20 914.488 MHz 959.488 MHz 21 914.513 MHz 959.513 MHz 22914.538 MHz 959.538 MHz 23 914.563 MHz 959.563 MHz 24 914.588 MHz 959.588 MHz 25914.613 MHz 959.613 MHz 26 914.638 MHz 959.638 MHz 27 914.663 MHz 959.663 MHz 28914.688 MFiz 959.688 MHz 29 914.713 MHz 959.713 MHz 30 914.738 MHz 959.738 MHz 31 914.763 MHz 959.763 MHz 32 914.788 MHz 959.788 MHz 33 914.813 MHz 959.813 MHz 34 914.838 MHz 959.838 MHz 35914.863 MHz 959.863 MHz 36 914.888 MHz 959.888 MHz 37 914.913 MHz 959.913 MHz 38 914.938 MHz 959.938 MHz 39 914.963 MHz 959.963 MHz 40 914.988 MHz 959.988 MHz
<ip-pii> Europäischer Funkrufdienst ( Eurosignal )
Wem ein Autotelefon zu teuer oder zu schwer ist, der kommt vielleicht mit Eurosignal weiter. Mit diesem System ist es möglich, einen Teilnehmer irgendwo in Deutschland oder Frankreich zu erreichen. Allerdings ist dabei keine Sprechverbindung möglich. Der angerufene Eurosignal-Empfänger piept lediglich. Es sind bis zu 4 Rufnummern für einen Empfänger möglich. Der Teilnehmer muss lediglich mit dem Anrufer, dem er seine Rufnummer mitteilt, vereinbaren, was er tun soll, wenn sein Empfänger piept. In der Regel wird er dann das nächste Telefon aufsuchen und eine bestimmte Telefonnummer anrufen, um genauer zu erfahren, was eigentlich los ist- Für die Übertragung der Rufsignale stehen 4 Kanäle zur Verfügung. In der Bundesrepublik werden davon 2 verwendet. In den Funkrufbereichen Nord und Süd ist dies Kanal B, im Funkrufbereich Mitte Kanal A. Jede Funkrufzentrale, die einen Funkrufbereich versorgt, ist unter einer eigenen Rufnummer zu erreichen. Hat ein Eurosignalteilnehmer z.B. die Rufnummer 123456, so muss man folgende Nummern wählen, um ihn zu erreichen-.
Funkrufbereich Nord 0509 12:3456 Ansage "Eurosignal Nord"
Nachdem die betreffende Nummer gewählt wurde, wird der Ruf über alle Sender des Funkrufbereiches ausgestrahlt. Gleichzeitig erfolgt im Telefon die Ansage des jeweiligen Funkrufbereiches. Jetzt kann man wieder auflegen. Dabei wird nur eine Gebühreneinheit verbraucht.
Kanal Frequenz
A 87.340 MHz +/- 4 kHz
Die Eurosignalsender verwenden Amplitudenmodulation. Innerhalb eines Funkrufbereiches arbeiten mehrere Sender im Gleichkanalbetrieb. Benachbarte Gleichkanalsender arbeiten mit einem Offset von +/- 4 kHz, um Übertragungsfehler durch Überlagerung zu vermeiden. Da nach Inbetriebnahme der ersten Eurosignalsender Störungen in Radios und Fernsehern in der näheren Umgebung auftraten, sind jetzt einige Sender auf Frequenzmodulation urngestellt worden.
Jeder Ruf für einen Teilnehmer besteht aus 6 nacheinander ausgestrahlten Tönen. Dabei entspricht jeder Ton einer Ziffer der Rufnummer, die ebenfalls 6-stellig ist. Enthält eine Rufnummer 2 aufeinanderfolgende gleiche Ziffern, so wird an Stelle des zweiten ( gleichen ) Tons die Wiederholfrequenz ausgesendet. Damit wird sichergestellt, daß nie zwei gleiche Töne nacheinander kommen. Dieses könnte Probleme bei der elektronischen Auswertung im Empfänger zur Folge haben.
Tonfrequenzen für Eurosignal
1153,1 Hz Pause
1.1.2 Nicht öffentlicher beweglicher Landfunkdienst (nöbL)
Dies sind alle die beweglichen Funknetze, zu denen kein öffentlicher Zugang besteht. An diesen Funknetzen dürfen sich nur die Personen beteiligen, die dazu vom Betreiber ermächtigt wurden. Diese Funknetze werden in eigener Regie der Benutzer betrieben. Die Deutsche Bundespost teilt lediglich die Frequenzen zu und erteilt die Genehmigungen.
<ip-pii> Beweglicher Betriebsfunk
Der bewegliche Betriebsfunk dient der Steuerung betriebsinterner Abläufe durch die Funktechnik. Dabei stehen Fahrzeuge oder tragbare Funkgeräte untereinander oder mit einer Leitstelle in Verbindung. Folgende Bedarfsträgergruppen kommen für den beweglichen Betriebsfunk in Frage:
Dafür stehen folgende Frequenzbereiche zur Verfügung:
68 MHz - 88 MHz Simplex, Duplex ( Duplexabstand 9.8 MHz )
146 MHz - 174 MHz Simplex, Duplex ( Duplexabstand 4.6 MHz )
455 MHz - 470 MHz Simplex, Duplex ( Duplexabstand 10 MHz )
Diese Funknetze arbeiten meistens im Simplexverkehr zwischen Leitstelle und Fahrzeugen. Bei einigen Diensten besteht über Duplexkanäle eine Verbindungsmöglichkeit zu den internen Telefonnetzen dieser Betriebe. Eine Verbindung in das öffentliche Telefonnetz ist hier grundsätzlich verboten. Dafür steht der Funkfernsprechdienst der Post zur Verfügung.
<ip-pii> Deutsche Bundesbahn
Die Deutsche Bundesbahn verwendet verschiedene Funksysteme zur Steuerung der internen Betriebsabläufe. Der Zugbahnfunk dient der Funkverbindung zwischen Betriebsleitstelle und allen Zügen auf der Strecke. Im Rangier-funk werden Anweisungen zum Rangieren gegeben. Hierbei kann z.B. eine Rangierlokomotive ohne Lokführer ferngesteuert werden. Weiterhin gibt es Verbindungen vom Bundesbahn internen Telefonnetz zu Fahrzeugen. Diese Dienste werden z.B. von der Bahnpolizei oder Reparaturkolonnen genutzt. Außerdem sind einige Intercity Züge mit dem Zugpostfunk ausgerüstetet. Dieser bietet dem Fahrgast die Möglichkeit zu Telefongesprächen aus dem Zug heraus. Hierfür werden die technischen Einrichtungen des Funkfernsprechnetztes B verwendet.
<ip-pii> Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)
Die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sind :
Diese Organisationen verfügen über UKW-Sprechfunknetze als Hilfsmittel zur Lenkung und taktischen Führung von Einsätzen. Die Funknetzformen und verwendeten Funkgeräte erlauben i.d.R. den Betrieb von Fahrzeugen jeder dieser Organisationen in jedem Funknetz, auch anderer Organisationen. So können z.B. Polizei, Feuerwehr oder Zoll jederzeit Funkverbindung miteinander aufnehmen. Durch Verwendung von Vielkanalgeräten ist sichergestellt, das die hierfür benötigten Frequenzen jederzeit zur Verfügung stehen. Insgesamt stehen 4 Frequenzbereiche zur Verfügung,
Kanäle der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben
In der Reihenfolge: Kanal Unterband Oberband
1 167.560 MHz 172.160 MHz 2 167.580 MHz 172.180 MHz 3 167.600 MHz 172.200 MHz 4 167.620 MHz 172.220 MHz 5 167.640 MHz 172.240 MHz 6 167.660 MHz 172.260 MHz 7 167.680 MHz 172.280 MHz 8 167.700 MHz 172.300 MHz 9 167.720 MHz 172.320 MHz 10 167.740 MHz 172.340 MHz 11 167.760 MHz 172.360 MHz 12 167.780 MHz 172.380 MHz 13 167.800 MHz 172.400 MHz 14 167.820 MHz 172.420 MHz 15 167.840 MHz 172440 MHz 16 167.860 MHz 172.460 MHz 17 167.880 MHz 172.480 MHz 18 167.900 Mhiz 172.500 MHz 19 167.920 MHz 172.520 MHz 20 167.940 MHz 172.540 MHz 21 167.960 MHz 172.560 MHz 22 167.980 MHz 172.580 MHz 23 168.000 MHz 172.600 MHz 24 168.020 MHz 172.620 MHz 25 168.040 MHz 172.640 MHz 26 168.060 MHz 172.660 MHz 27 168.080 MHz 172.680 MHz 28 168.100 MHz 172.700 MHz 29 168.120 MHz 172.720 MHz 30 168.140 MHz 172.740 MHz 31 168.160 MHz 172.760 MHz 32 168.180 MHz 172.780 MHz 33 168.200 MHz 172.800 MHz 34 168.220 MHz 172.820 MHz 35 168240 MHz 172.840 MHz 36 168.260 MHz 172.860 MHz 37 168.280 MHz 172.880 MHz 38 168.300 MHz 172.900 MHz 39 168.320 MHz 172.920 MHz 40 168.340 M Hz 172.940 MHz 41 168.360 MHz 172.960 MHz 42 168.380 MHz 172.980 MHz 43 168.400 MHz 173.000 MHz 44 168.420 MHz 173.020 MHz 45 168.440 MHz 173.G40 MHz 46 168.460 MHz 173.060 MHz 47 168.480 MHz 173.080 MHz 48 168,500 MHz 173.100 MHz 49 168.520 MHz 173.120 MHz 50 168.540 MHz 173.140 MHz 51 168.560 MHz 173.160 MHz 52 168.580 MHz 173.180 MHz 53 168.600 MHz 173.200 MHz 54 168.620 MHz 173.220 MHz 55 168.640 MHz 173.240 MHz 56 168.660 MHz 173.260 MHz 57 168.680 MHz 173.280 MHz 58 168.700 MHz 173.300 MHz 59 168.720 MHz 173.320 MHz 60 168.740 MHz 171340 MHz 61 168.760 MHz 173.360 MHz 62 16,8.780 MHz 173.380 MHz 63 168.800 MHz 173.400 MHz 64 168320 MHz 173.420 MHz 65 168.840 MHz 173.440 MHz 66 168.860 MHz 173.460 MHz 67 168.880 MHz 173.480 MHz 68 168.900 MHz 173.500 MHz 69 168.920 MHz 173.520 MHz 70 168.940 MHz 173.540 MHz 71 168.960 MHz 173.560 MHz 72 168.980 MHz 173.580 MHz 73 169.000 MHz 173.600 MHz 74 169.020 MHz 173.620 MHz 75 169.040 MHz 173.640 MHz
Einige der hier aufgeführten Kanäle haben nur eine Oberband- oder nur eine Unterbandfrequenz. Die fehlenden Frequenzen sind anderen Funkdiensten zugewiesen, und dürfen daher nicht von den BOS verwendet werden.
Zur Entlastung der Sprechfunknetze von Routinemeldungen ist das Funkmeldesystem FMS entwickelt worden. Es ermöglicht einen automatischen Austausch von Datentelegrammen zwischen Fahrzeugen und Feststationen. Diese Datentelegramme werden mit 1200 Baud in Frequenzumtastung ( 120OHz / 180OHz ) übertragen. Ein Datentelegramm, das ein Fahrzeug an die Leitstelle absetzt, enthält eine Rufnummer zur Kennzeichnung des Absenders sowie eine Statusinformation über den Einsatzzustand des Fahrzeuges, z.B. "einsatzbereit" oder "bereits im Einsatz". Außerdem können Notrufe sehr schnell und sicher übermittelt werden.
Obwohl der Polizeifunkverkehr von Außenstehenden nicht abgehört werden darf, so ist dies technisch doch sehr einfach möglich. Die Geräte dazu kann man entweder im Laden um die Ecke kaufen, oder man "dreht" ein klein weniger an seinem UKW-Radio. Da einige Dienststellen von Polizei und Verfassungsschutz dies gar nicht lustig fanden, sind Verfahren entwickelt worden, um dies technisch zu unterbinden. Dies führte zum Einsatz von Sprachverschleierungsgeräten. Zur Zeit wird hauptsächlich das Vericrypt 1100 der Firma BBC eingesetzt. In diesem Gerät wird die Sprache in Zeitsegmente von 30 ms Länge zerlegt, die im Sender gespeichert werden. Diese Zeitscheiben werden dann in einer anderen Reihenfolge auf dem Funkwege übertragen. Dieses Signal ist praktisch nicht mehr verständlich. Im Empfänger wird die ursprüngliche Reihenfolge wieder hergestellt. Dabei erfolgt lediglich eine Verzögerung von ca. 0.5 Sekunden. Um die Synchronisation von Sender und Empfänger sicherzustellen wird im Sprachband ein Synchronsignal mit übertragen. Dieses Synchronsignal besteht aus einem Datensignal von ca. 100 Baud in Tonfrequenzumtastung.
<ip-pii> Fernwirkfunkanlagen
Mit Fernwirkfunkanlagen können beliebige Anlagen oder Geräte ferngesteuert werden, oder Meßwerte von fern gemessen werden. Ein Beispiel für solche Anlagen ist die Steuerung von Baustellenampeln. Hier spielen 2 Ampeln zusammen, die wechselseitig den Verkehr in einer Baustelle durchlassen. In einer Ampel läuft der Ablauf der Ampelphasen von einem Timer ab. Dies meldet die Masterampel der Slaveampel auf der Frequenz 151.09 MHz, die dann entsprechend anzeigt. Diese Frequenz ist bundeseinheitlich.
<ip-pii> Sprechfunkanlagen kleiner Leistung (CBFunk)
CB-Funkgeräte können können von Jedermann, ohne den Nachweis eines Bedarfs, eingesetzt werden, der Funkverbindungen nutzen möchte. Dabei gibt es tragbare Geräte, Geräte in Fahrzeugen und ortsfeste Anlagen. Wer ernsthaft eine Funkverbindung benötigt, ist hier allerdings schlecht beraten, da ein sicherer Funkbetrieb wegen fehlender Funkdisziplin nicht möglich ist. Insgesamt stehen 40 Simplexkanäle zur Verfügung,
Kanäle im CB-Funk
1 FM 26.965 MHz 2 FM 26.975 MHz 3 FM 26.986 MHz 4 AM/FM 27.005 MHz 5 AM/FM 27.015 MHz 6 AM/FM 27.025 MHz 7 AM/FM 27.035 MHz 8 AM/FM 27.055 MHz 9 AM/FM 27.065 MHz 10 AM/FM 27.075 MHz 11 AM/FM 27.085 MHz 12 AM/FM 27.105 MHz 13 AM/FM 27.115 MHz 14 AM/FM 27.125 MHz 15 AM/FM 27.135 MHz 16 FM 27.155 MHz 17 FM 27.165 MHz 18 FM 27.175 MHz 19 FM 27.185 MHz 20 FM 27.205 MHz 21 FM 27.215 MHz
22 FM 27.225 MHz 23 FM 27.255 MHz 24 FM 27.235 MHz 25 FM 27.245 MHz 26 FM 27.265 MHz 27 FM 27.275 MHz 28 FM 27.285 MHz 29 FM 27.295 MHz 30 FM 27.305 MHz 31 FM 27.315 MHz 32 FM 27.325 MHz 33 FM 27.335 MHz 34 FM 27.345 MHz 35 FM 27.355 MHz 36 FM 27.365 MHz 37 FM 27.375 MHz 38 FM 27.385 MHz 39 FM 27.395 MHz 40 FM 27.405 MHz
<ip-pii> Durchsagefunkanlagen
Zu den Durchsagefunkanlagen gehören folgende Typen von Funkanlagen:
- Drahtlose Mikrofone
Mit Personenrufanlagen können einzelne Personen, die einen Personenrufempfänger mit sich führen auf einem Grundstück gezielt erreicht werden. Wird der Teilnehmer gerufen, so piept der entsprechende Empfänger. Meistens ist auch eine Sprachdurchsage möglich. In einigen Systemen ist sogar ein vollständiger Sprechbetrieb eingeplant. Da die Personenrufanlagen meistens von allen Telefonen einer Nebenstellenanlage aus erreichbar ist, ist praktisch von jedem Telefonteilnehmer dieser Firma aus eine Telefonverbindung zum beweglichen Teilnehmer möglich. Die Frequenzen sind nicht gepaart, d.h. es sind beliebige Kombinationen zwischen ortsfesten und beweglichen Frequenzen möglich.
Frequenzen für Personenrufanlagen Ortsfest / Beweglich
13.560 MHz / 151.070 MHz
<ip-pii> Fernseh-Funkanlagen
Fernsehfunkanlagen dienen der Übertragung von Fernsehbildern von einer beweglichen zu einer festen Funkstelle. Sie dienen hauptsächlich Überwachungszwecken (Industrie, Polizei) oder Reportagezwecken (Rundfunkanstalten). Diese Übertragungen haben immer provisorischen Charakter. Feste Übertragungsstrecken dürfen hiermit nicht aufgebaut werden. Dafür stehen im nicht öffentlichen festen Funkdienst Kanäle zur Verfügung.
591.250 MHz Drahtlose Kameras der Rundfunkanstalten
2339.000 MHz Industrielles Fernsehen
2353.000 MHz Behörden und Organisationen mit
Sicherheitsaufgaben
2391.500 MHz Drahtlose Kameras der Rundfunkanstalten
1.2 Beweglicher Seefunkdienst
Der bewegliche Seefunkdienst dient der Nachrichtenübertragung zwischen Schiffen, sowie von Schiffen zu Küstenfunkstellen. Diese Verbindungen dienen einerseits der Sicherheit des Schiffsverkehrs und andererseits der Vermittlung von Telefongesprächen zwischen Schiffen und Teilnehmern an Land. Der Sicherheitsfunk wird in der Regel im Simplexbetrieb durchgeführt, während Telefongespräche Duplexbetrieb erfordern. Hierfürstehen Frequenzen im Mittel-, Grenz- und Kurzwellenbereich, sowie auf UKW zur Verfügung. Der Sprechfunk auf Kurzwelle wird in Einseitenbandmodulation (SSB) durchgeführt, auf UKW in Frequenzmodulation (FM). Außerdem bestehen Verkehersmöglichkeiten in Morse-Telegrafie (CM sowie in Funkfernschreiben (RTTY). Zur Zeit wird an der Entwicklung eines digitalen Selektivrufsystems (DSC) gearbeitet, mit dem es möglich ist, Schiffe sowie Küstenfunkstellen automatisch anzurufen. In Notfällen dürfen auch bestimmte Frequenzen des beweglichen Flugtunkdienstes mit verwendet werden. Es sind hier nur die Sprechfunkfrequenzen, die von deutschen See- und Küstenfunkstellen verwendet werden, aufgelistet. Zusätzlich erscheinen alle Notfrequenzen, unabhängig von der Betriebsart.
Die meisten Küstenfunkstellen senden regelmäßig Wetterberichte auf ihren Grenzwellenfrequenzen. Bei Bedarf werden nautische Warnmeldungen oder Sicherheitsmeldungen sofort verbreitet.
Wetterberichte und Zeitzeichensendungen deutscher Küstenfunksteilen
Norddeich-Radio 2614.0 kHz Wetterbericht 08.10 UTC Wetterbericht 20.10 UTC Zeitzeichen 12.00 UTC Zeitzeichen 24.00 UTC
Kiel-Radio 2775.0 kHz Wetterbericht 07.40 UTC Wetterbericht 19.40 UTC Zeitzeichen 12.00 UTC Zeitzeichen 24.00 UTC
Wetterberichte, die "An alle Funkstellen" addressiert sind, dürfen von lizensierten Funkamatouren empfangen werden. Das gleiche gilt für Zeitzeichen- und Normalfrequenzsender.
Simplex-Kanäle auf Mittel-, Grenz- und Kurzweile im Seefunk
Frequenz Mod Verwendung
490.0 kHz DSC Notrufe in DSC
121,500 MHz AM Flugfunk Notfrequenz (zivil)
457.525 MHz FM Funkverkehr an Bord
Duplexfrequenzen der deutschen Küstenfunkstellen
Schiff Land Mod Call Name der Funkstelle
2023.0 kHz 2614.0 kHz SSB DAN NorddeichRadio
4097.1 kHz 4391.5 kHz SSB DAK NorddeichRadio
2550.0 kHz 1719.0 kHz SSB Y51D Rügen-Radio,
UKW-Kanäle im Seefunk ( Simplex und Duplex)
Kanal Unterband Oberband Benutzer
1 156.050 MHz 160.650 MHz Elbe-Weser Radio
Beweglicher Flugfunkdienst
Der bewegliche Flugfunkdienst dient in erster Linie der Flugsicherheit. Hierzu bestehen Funkverbindungen zwischen Pilot und Fluglotsen bzw. Tower. Diese Funkverbindungen werden in Amplitudenmodulation im Frequenzbereich 118 - 136 MHz durchgeführt. Der Funkbetrieb von Militärflugzeugen spielt sich hauptsächlich im Frequenzbereich 225 - 400 MHz ab. Um, z.b. auf Transatlantikflügen, sehr große Entfernungen zu überbrücken, stehen auch Sprechfunkfrequenzen im Kurzwellenbereich zur Verfügung. Abgesehen von der Flugsicherung gibt es Funkverbindungen vom Piloten zu seiner Fluggesellschaft (Company-Funk), über den betriebliche Dinge abgewickelt werden. Dies sind z.B, Vorbestellungen von Treibstoff, Ersatzteilen und Lebensmitteln.
Außerdem werden auf bestimmten Frequenzen im KW- und VHF-Bereich sogenannte VOLMETSendungen ausgestrahlt. Diese Sendungen beinhalten aktuelle Wetterberichte und Wettervorhersagen fürverschieden Flughäfen. Fürden mitteleuropäischen Bereich ist dies Shannon Volmet.
3413.0 kHz SSB Shannon Volmet, nur nachts
Wetterberichte, die "An alle Funkstellen" addressiert sind, dürfen von lizensierten Funkamateuren empfangen werden.
2. Fester Funkdienst
Der feste Funkdienst dient der Nachrichtenübertragung zwischen bestimmten festen Punkten.
2.1 Öffentliche Verbindungen
Der wichtigste Anwendungsbereich des festen Funkdienstes ist der Aufbau von Funkstrecken für Telefonverbindungen . Viele Telefonverbindungen lassen sich gar nicht, oder nur mit sehr hohem Aufwand mit Kabeln realisieren. Aber auch Telefonverbindungen innerhalb Deutschlands werden vielfach über Richtfunkstrecken übertragen, da diese Verbindungen teilweise billiger als entsprechende Kabel sind. Bei Ferngesprächen muß man immer damit rechnen, daß dieses Telefonat über eine Richtfunkstrecke geführt wird. Daher besteht bei Ferngesprächen, auch für Außenstehende, prinzipiell die Möglichkeit des Abhörens. So sind in der Vergangenheit Fälle bekannt geworden, wo die Richtfunkverbindungen zwischen Berlin und dem Bundesg~biet abgehört wurden.
Für einige Übersee-Funkverbindungen werden noch Kurzwellenstrecken verwendet. Ansonsten wird dieser Bereich längst von Satellliten übernommen.
2.2 Nicht öffentlicher fester Funkdienst
Dieser Funkdienst wird überall dort ei ngesetzt, wo nicht
öffentliche Nachrichtenverbindungen nicht oder nur unter sehr
großem Aufwand über Kabel geführt werden können.
So werden z.b. automatisch arbeitende Leuchttürme über
Einkanal Richt
Fernsehkanäle des nicht öffentlichen festen Funkdienstes
Kanal Frequenz
1 13003 MHz 2 13010 MHz 3 13017 MHz 4 13024 MHz 5 13031 MHz 6 13038 MHz 7 13045 M HZ 8 13052 MHz 9 13059 MHz 10 113066 MHz 11 13073 MHz 12 13080 MHz 13 13087 MHz 14 13094 MHz 15 13101 MHz 16 13108 MHz 17 13115 MHz 18 13122 MHz 19 13129 MHz 20 13136 MHz 21 13143 MHz 22 13150 MHz 23 13157 MHz 24 13164 MHz 25 13171 MHz 26 13178 MHz 27 13185 MHz 28 13192 MHz 29 13199 MHz 30 13206 MHz 31 13213 MHz 32 13220 MHz 33 13227 MHz 34 13234 MHz 35 13241 MHz
2.3 Funknachrichten für einen oder mehrere Empfänger
Dies sind Nachrichten, die über Langwellen-oder Kurzwellensender der Deutschen Bundespost verbreitet werden. Meistens es Presseagenturen, deren Nachrichten in der Bundesrepublik über diese Sender an die Empfänger, sprich Zeitungen, verbreitet werden. So werden die Nachrichten der Deutschen Presse Agentur DPA in Funkfernschreiben über Langwelle ausgestrahlt. Der Deutsche Sportverlag sendet Ergebnisse von Pferderennen in SSB auf Kurzwelle, die dann von den Buchmachern mit einem Kurzwellenempfänger zu hören sind.
3. Amateurfunkdienst
Der Amateurfunkdienst ist ein technisch-wissenschaftlicher Funkdienst, der von Funkamateuren für die eigene Ausbildung, für den Verkehr von Funkamateuren untereinander und für technische Studien wahrgenommen wird. Funkamateure sind ordnuungsgemäß ermächtigte Personen, die sich mit der Funktechnik aus rein persönlicher Neigung und nicht aus wirtschaftlichem Interesse befassen. (Zitat VO Funk ) Hierzu stehen eine Vielzahl von relativ schmalen Frequenzbereichen zur Verfügung, die in vielen verschieden Sendearten verwendet werden.
CW Morsetelegrafie
Dies ist die klassische Betriebsart des Amateurfunks, da sie den geringsten Aufwand für den Sender bedeutet. Die Informationübertragung erfolgt durch Ein/Ausschalten des Sender mit einer Morsetaste.
SSB Einseitenbandtelefonie
In dieser Betriebsart wird praktisch der gesamte Kurzwellen-Sprechfunkbetrieb abgewickelt. Außerdem wird auf den UKWBereichen im Weitverkehr SSB eingesetzt.
FM Telefonie in Frequenzmodulation
Fast der gesamte Funkbetrieb mit Fahrzeugen, tragbaren Geräten und der Nahverkehr, wird in Frequenzmodulation abgewickelt. Hierfür werden in erster Linie Frequenzen im 145 MHz-und 435 Mhz-Bereich eingesetzt.
RELAIS-Betrieb
Um die Reichweite kleiner tragbarer Geräte sowie von Fahrzeugstationen zu erhöhen, sind von Funkamateuren Relaisfunkstellen errichtet worden. Eine solche Relaistunkstelle empfängt das schwache Signal eines tragbaren Gerätes auf der Unterbandfrequenz, und strahlt es verstärkt auf der Oberbandfrequenz wieder aus. Hierdurch ist eine erhebliche Reichweitenvergrößerung möglich.
SATELLIT
Da im UKW-Bereich die Reichweite einer Funkstelle in erster Linie von ihrer Antennenhöhe abhängt, ist es naheliegend, Relaisfunkstellen so hoch wie irgend möglich zu installieren. Nach einigen Versuchen mit Ballon-Transpondern führte dies zum Bau von eigenen Amateurfunksatelliten. Der exponierteste von ihnen, OSCAR 10, ermöglicht weltweiten Funkverkehr im VHF- bzw- UHF-Bereich. Dazu sind nur relativ kleine Bodenstationen erforderlich.
Durch den Einsatz eines Transponders an Bord des Satelliten lassen sich eine Vielzahl von Funkgesrächen gleichzeitig über dieses Satelliten führen.
RTTY Funkfernschreiben
Neben der Morsetelegrafie gibt es ein weiteres digitales Übertragungsverfahren im Amateurfunk. Mit Funkfernschreiben ist eine automatische Übertragung von Texten durch normale Fernschreiber möglich. Der Fernschreiber wird über den Fernschreibkonverter, einem Modern, mit dem Funkgerät verbunden.
AMTOR
Da Fernschreiben keinerlei Sicherheit gegen Übertragungsfehler bietet, ist das TOR-Verfahren, das im Seefunk üblich ist, unter dem Namen AMTOR im Amateurfunk übernommen worden. Dieses Verfahren bietet bei einer Datenrate von 100 Baud eine weitgehend gegen Übertragungsfehler gesicherte Übertragung. Zusätzlich ist ein selektiver Anruf möglich, so daß der Fernschreiber erst dann zu Schreiben beginnt, wenn ein spezieller Anruf für diese Station erfolgt.
PACKET-RADIO
Die bislang höchste Stufe der digitalen Nachrichtenübertragung im Amateurfunk stellt Packet Radio dar. Dieses Verfahren ermöglicht eine fehlergesicherte Übertragung, automatisches Weiterleiten von Nachrichten über mehrere Relaisstationen und den Timesharingbetrieb vieler Stationen auf einer Frequenz. Die Datenrate beträgt 1200 Baud. Näheres findet sich in einem extra Artikel in diesem Buch.
ATV - Amateurfunk Fernsehen
Im Amateurtunk ist auch die Übertragung von Farbfernsehbildern möglich. Auf Grund der hohen Bandbreite, die hierfür erforderlich ist, kommen hierfür nur die Frequenzbereiche oberhalb 1240 MHz in Frage. Bedingter ATV-Betrieb findet auch auf 434.250 MHz statt.
SSTV - Schmalband Fernsehen
Im Gegensatz zum ATV-Betrieb benötigt SSTV nur die Bandbreite eines Telefoniekanals. Dadurch ist eine Bildübertragung selbst auf Kurzwelle möglich. Allerdings benötigt die Übertragung eines Bildes von 120 x 120 Bildpunkten schon 8 Sekunden, so daß nur Standbilder übertragen werden können.
FAX - Faximilesendungen
Im FAX-Betrieb werden Vorlagen ohne Grauabstufungen, z.B. Zeichnungen oder Schaltbilder übertragen. Gegenüber SSTV ist eine wesentlich höhere Auflösung möglich.
BAKEN
Zum Studium der schwankenden Ausbreitungsbedingungen sind von Funkamateueren eine Vielzahl von automatisch arbeitenden Funkbaken errichtet worden. An dem Rufzeichen der Funkbake kann ein Funkamateur erkennen, wo sich die Bake befindet. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die jeweiligen Ausbreitungsbedingungen ziehen, ohne daß Funkamateure in dem betreffenden Gebiet Funkbetrieb machen.
[HaBi 1]
Die Funkdienste in der Bundesrepublik Deutschland