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HISTORISCHE WECHSEL
Aktualisiert: 29. Dez 2020
in der internationalen Gesellschaft für neue Musik -
erstmals eine Frau an der Spitze der iscm.
An der Generalversammlung der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik IGNM (International Society for Contemporary Music ISCM) anlässlich der ISCM World Music Days 2019 in Tallinn, Estland wurde im Arvo Pärt Centre in Laulasmaa - erstmals in der 97-jährigen Geschichte der ISCM - eine Frau zur Präsidentin der ISCM gewählt: Glenda Keam (ISCM New Zealand) folgt hiermit auf den scheidenden Peter Swinnen (ISCM Flanders). Neuer Vizepräsident ist der US-Amerikaner Frank J. Oteri (New Music USA). Neu in den Vorstand gewählt wurde Irina Hasnaş (ISCM Romania). Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Tomoko Fukui (ISCM Japan), George Kentros (ISCM Sweden) und Olga Smetanova (Generalsekretärin, ISCM Slovakia). Glenda Keam wird für die Austragung der ISCM World Music Days 2020 in Neuseeland verantwortlich sein. Ihre Wahl ist mehrfachem Sinne paradigmatisch: Die erste ISCM-Präsidentin stammt aus dem Land, das in der Neuzeit als erstes das Frauenstimmrecht eingeführt hat, und durch ihre Wahl 2019 wird die ISCM bei ihrem 100jährigen Jubiläum 2022 bemerkenswerterweise weiblich präsidiert sein.
Weitere Informationen
Die International Society for Contemporary Music ISCM ist eine der bedeutendsten musikkulturellen Gesellschaften der Welt und geht - vor dem Hintergrund des Völkerbundes - auf eine Initiative der Zweiten Wiener Schule während der Salzburger Festspiele 1922 zurück. Zu ihren Gründungsmitgliedern gehörten unter anderen die Komponisten Bartok, Hindemith, Honegger, Milhaud, Ravel, Berg, Schönberg, Strawinsky und Webern. Die ISCM organisiert die alljährlich in einem anderen Land stattfindenden Weltmusiktage (World Music Days WMD). Den World New Music Days ist eigen, Kompositionen aller Mitgliedländer gleich stark und demokratisch vertreten zu haben, was die Festivalprogramme in einem weltweit einmaligen Spannungsfeld zwischen internationalen Spitzenpositionen und dem Abbild der globalen Vielfalt der Neuen Musik ansiedeln.