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Mouches volantes
Die Mouches kommen durch Kondensationen im Glaskörper zustande. Dadurch wird das in das Auge einfallende Licht an dieser Stelle absorbiert und wirft sozusagen einen Schatten auf die Netzhaut, welcher dann als „Mouche“ wahrgenommen wird. Da der Glaskörper schon im jungen Alter nicht ganz homogen ist, können Mouches schon bei sehr jungen Leuten vorkommen. Die meisten Menschen haben Mouches, die aber nicht oder nur in bestimmten Situationen wahrgenommen werden, zum Beispiel wenn man in eine homogene helle Umgebung (Schneefeld, blauer Himmel) schaut. Das Gehirn blendet diese Phänomene auch aus (wie der blinde Fleck, der auch nicht als störend wahrgenommen wird). Kleine Mouches volantes treten im normalen Altersprozess auf. Grössere, teils stark störende Mouches treten im Rahmen einer Glaskörperschrumpfung (auch Synerese genannt) auf, welche in der Regel zu einer hinteren Glaskörperabhebung führt. Dadurch entstehen zum Teil dichte Glaskörperkondensationen, welche dann als schwarze Flecken oder Ringe wahrgenommen werden. Sind diese gerade in der zentralen Sehachse können sie zu erheblichen Beschwerden führen. Da die hintere Glaskörperabhebung selten zu einem Riss in der Netzhaut und somit zu einer Netzhautablösung führen können, sollte man bei plötzlich und grossen neu aufgetretenen Mouches beim Augenarzt eine Netzhautuntersuchung durchführen. In der Regel verschwinden diese Mouches mit der Zeit. Dies kann jedoch Monate bis Jahre dauern. Falls eine Mouche in der zentralen Sehachse liegt und während mehr als 6 Monaten zu Einschränkung des täglichen Lebens (Lesen, Autofahren etc) führt und keine Besserungstendenz zeigt, kann die operative Entfernung diskutiert werden. Bei der Laserbehandlung werden die Kondensationen mit einem Laser aufgeschossen, häufig bleiben jedoch Restmouches bestehen und die Erfolgsrate ist bei weitem nicht so hoch wie bei der Vitrektomie. Die effizienteste Methode ist die sogenannte Vitrektomie, wobei der Glaskörper mit den Mouches entfernt wird. Obwohl dieser Eingriff mit relativ wenig Komplikationen verbunden ist, ist er nicht risikolos und sollte deshalb nur nach gründlicher Abklärung bezüglich der Symptomatik des Patienten und Aufklärung über mögliche Komplikationen durchgeführt werden. Der Eingriff kann in Regionalanästhesie durchgeführt werden und dauert etwa 45 Minuten.
Netzhautrisse/Löcher
Bei den meisten Personen findet mit zunehmendem Alter eine Schrumpfung des Glaskörpers statt (im Fachjargon eine „hintere Glaskörperabhebung“). Meistens ist diese ohne Folgen, es kann aber manchmal zu einem Riss in der Netzhaut und selten zu einer Netzhautablösung führen. Deshalb ist eine gründliche Augenspiegelung (https://de.wikipedia.org/wiki/Ophthalmoskopie) in diesen Fällen ratsam. Unbehandelt kann sich aus einem Netzhautriss eine Netzhautablösung entwickeln. Wenn der Netzhautriss frühzeitig erkannt wird, kann durch eine Behandlung mittels Laser oder mittels Kältestift (Kryotherapie, bei peripheren Rissen) eine Netzhautablösung verhindert werden. An der Universitätsklinik für Augenheilkunde des Inselspitals stehen modernste Lasergeräte (http://www.ellex.com/physicians/product-portfolio/photocoagulation/integre-pro/overview/) zur Verfügung um diese Behandlung durchzuführen. Bei grösseren oder peripheren Rissen kann eine „Vereisung“ der Risse mittels Kältestift (Kryokoagulation) durchgeführt werden. In der Regel dauert es etwa eine Woche bis die Behandlung zu einem Verschluss des Risses führt und somit sind regelmässige Kontrollen nötig.