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Nach Sonne und Mond ist die Venus das hellste Objekt am Himmel. Sie leuchtet entweder am Abend- oder am Morgenhimmel und wird auch Abend- oder Morgenstern genannt. Ihre Helligkeit verdankt Venus einer dichten Wolkenhülle, an der das Sonnenlicht ins All reflektiert wird. Der Planet bleibt unter der immerwährenden Bewölkung verborgen. Lange glaubte man, dass die Temperaturen auf Venus moderate Werte annehmen und dort daher möglicherweise Leben existieren könnte. Ende der 1950er konnte die Oberflächentemperatur gemessen werden. Sie beträgt 477 Grad - Leben ist dort also nicht möglich. Der Grund für die hohe Temperatur ist der starke Treibhauseffekt, ausgelöst durch das Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre.
Die vollständigste Kartierung von Venus wurde durch die "Magellan" Raumsonde in den Jahren 1990 bis 1994 erstellt. Die Landschaft von Venus ist geprägt von Bergen, Schluchten, Kratern und einer von anderen Planeten unerreichten Anzahl an Vulkanen. Mehr als 1500 grössere und unzählige kleine Vulkane finden sich auf Venus. Auch die grosse Menge an Schwefeldioxid in der Atmosphäre weist auf die vulkanischen Aktivitäten des Planeten hin.
Venus rotiert in die entgegengesetzte Richtung der meisten anderen Planeten, nämlich von ihrem Nordpol aus betrachtet im Uhrzeigersinn. Auf der Venus geht also die Sonne im Westen auf und im Osten unter, würde man sie hinter der Wolkendecke überhaupt jemals sehen können. Da die Rotation von Venus extrem langsam ist, ist ein Venus-Tag paradoxerweise länger als ein ganzes Venus-Jahr.