Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03238.jsonl.gz/502

Hochverehrter Herr & Freund!
Nach Zürich zurückgekehrt finde ich den beiliegenden Brief Thommen's.
Es scheint mir angezeigt, daß der von Thommen angedeutete Schritt einer Einwirkung durch unsern Gesandten versucht werde. Selbstverständlich kann dieser Schritt nur durch Sie & nicht durch die Direction der Gotthardbahn angeordnet werden. Ich komme daher, Sie zu bitten, Tschudi anweisen zu wollen, die fragliche Einwirkung eintreten zu lassen. Ihnen brauche ich nicht zu sagen, daß thunlichste Beförderung durch den | Drang der Verhältnisse geboten erscheint.
Sollten Sie eine meine obige Bitte enthaltende förmliche Zuschrift der Direction der Gotthardbahn wünschen, so mache ich mich anheischig, Ihnen eine solche nachträglich zukommen zu lassen. Ich denke, daß der Auftrag an Tschudi gleichwol jetzt schon erfolgen könnte.
Darf ich Sie bitten, mich über Ihre Entschließungen mit zwei Worten telegraphisch zu avisiren. Ich werde dann sogleich ein entsprechendes Telegramm an Thommen abgehen lassen.
In freundschaftlicher Hochachtung
Ihr
Dr A Escher
Zürich
12 Februar 1872.