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von Manfred Dysli
Im Jahre 2015 wurde der Holländer Mathieu Van der Poel im tschechischen Tabor mit 20 Jahren der jüngste Weltmeister aller Zeiten im Rad Quer. Nun setzte der Sohn des Rad Quer Weltmeister von 1996 Adrie Van der Poel und Enkel der französischen Radsportlegende Raymond Poulidor noch einen drauf. Erneut in der Südbömischen Rad Quer Hochburg Tabor wurde der im belgischen Kappelen lebende Van der Poel nun auch Europameister. Und dies fast mit einem Start-Zielsieg. Nur auf dem ersten von acht Umgängen konnte ihm sein Landsmann Lars Van der Haar und der belgische Titelverteidiger Toon Aerts folgen. Während Lars Van der Haar das ganze Rennen an zweiter Stelle fuhr, fiel Van der Aert in eine zwölfer Spitzengruppe zurück, aus der er im Schluss als schnellster noch die Bronze Medaille errang. Mit David Van der Poel wurde der ältere Bruder des neuen Europameister Mathieu am Schluss noch starker fünfter. Mit dem Zürcher Oberländer Simon Zahner, dem diesjährigen neunten und besten Schweizer an der WM in Luxemburg als 17. und dem Solothurner Severin Sägesser kamen zwei Schweizer in die zwanzig ersten Plätze, während der beste Schweizer in der Weltrangliste der Galgener Marcel Wildhaber nach einem starken Beginn in der Startrunde war er sogar an achter Stelle bei der ersten Zielpassage in einen Sturz mit einem Belgier verwickelt wurde am Schluss nur 27. wurde.“ Ich hatte bereits vor einer Woche in Hittnau bei einem Sturz Prellungen und Schürfungen erlitten. Und heute hatte ich nach diesem unverschulteten Sturz erneut starke Schmerzen, und musste am Schluss noch meinen Cousin Michael vorbeilassen.“ sagte Marcel Wildhaber, der vor einer Woche erstmals Vater einer Tochter mit dem Namen Mina geworden war. Bei den Frauen gab es mit der amtierenden Weltmeisterin Sanne Cant aus Belgien, die den Sprint um die Goldmedaille gegen die Holländerin Lucinda Brand gewann ebenfalls den erwarteten Favoritensieg. Damit wurde Cant bereits zum dritten Male Europameisterin, aber nicht in Serie. Die letztjährige Europameisterin Thalita De Jong war in Tabor aus gesundheitlichen Gründen nicht am Start. Die siebenfache Schweizer Meisterin Jasmin Egger-Achermann beendete ihre erste Internationale Meisterschaft nach ihren zwei Babypausen auf dem ansprechenden 15. Platz. Die Luzernerin war zuvor dreimal an Weltmeisterschaften eine Top-Tenklassierung gelungen.
Bei den Junioren zeigte der junge Waadtländer Loris Rouiller aus Belmont sur Lausanne ein taktisch einwandfreies Rennen, das er mit dem Europa Meister Titel krönte. Der diesjährige Rad Quer WM vierte in Bieles/Lux distanzierte auf den letzten 120 Meter auf der Zielgerade noch seinen letzten Begleiter den Tschechen Tomas Kopecky noch um 2 Sekunden. “ Mein Minimal Ziel war eine Medaille gewesen. Ich träumte aber schon ein wenig vom Europameister Titel.“ sagte die junge Schweizer Rad Quer Hoffnung Loris Rouiller im Ziel. Damit dürfte der Schweizer Radquer Sport nach der erfolgreichen EKZ Cross Serie in den letzten Jahren und zwei Jahre und drei Monate vor der Heim Weltmeisterschaft 2020 in Dübendorf weiter einen Aufschwung erleben. ( mdy)
Resultate Rad Quer EM in Tabor,Cze
Elite:
1. Mathieu Van der Poel,NL 57:37.
2. Lars Van der Haar,NL 0:23 zurück.
3. Toon Aersts,Be 1:26.
4. Michael Vanthourenhout,Be gl. Zeit.
5. David Van der Poel,NL 1:29.
6.Jens Adams,Be 1:31.
Ferner die Schweizer: 17. Simon Zahner 3:00. 20. Severin Sägesser 3:13. 23. Michael Wildhaber 3:42. 27. Marcel Wildhaber 4:18.
Frauen:
1. Sanne Cant,Be 41:57.
2. Lucinda Brand,NL gl. Zeit.
3. Alice Maria Arzuffi,It 0:15.
4. Annemarie Worst,NL 0:45.
5.Maud Kaptheijns,NL 1:06.
6. Eva Lechner,It 1:10.
Ferner: 15. Jasmin Egger-Achermann,Sz 2:44.
U 23 Männer:
1. Eli Iserbyt,Be 53:19.
2. Thomas Pidock,GB gl. Zeit.
3. Sieben Wouters,NL 0:07.
Ferner die Schweizer: 18. Timon Rüegg 1:41. 20. Kevin Kuhn 1:56. 22. Johan Jacobs 2:49.
Total 49 Fahrer.
U 23 Frauen:
1. Chiara Teocchi ,It 35:36.
2. Laura Verdonschot,Be gl. Zeit.
3. Nikola Noskova,Cze 0:04 zurück.
Ferner die Schweizerinnen: 16. Lara Krähenmann 1:37. 18. Noemi Rüegg 1:43. 29. Zina Barhoumi 3:04.
Junioren:
1. Loris Rouiller,Sz 39:16.
2. Tomas Kopecky,Cze 0:02 zurück.
3. Ben Tulett,GB 0:08.
Ferner die weiteren Schweizer: 20. Luca Schätti 2:07. 32. Kedup Gyagang 2:36. 37. Noé Barras 3:12. 40. Felix Stehli 3:27. 42. Rémi Premand 3:34. 43. Jan Sommer 3:43. 48. Stiven Thür 4:13.
Total 59 Fahrer am Start.