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Der Gerichtsfall, in den auch Ex-GC-Manager Erich Vogel verwickelt ist, geht in die Verlängerung. Vogel ist mit dem Urteil des Bezirksgerichts Zürich "nicht ganz zufrieden", wie er am Samstag in einem "Blick"-Interview sagt. Er legt Berufung ein.
Somit rollt der Fall auf das Zürcher Obergericht zu. Das Bezirksgericht Zürich hat am Freitag Erich Vogel und den Spielervermittler Peter Bozzetti schuldig gesprochen - Vogel wegen Gehilfenschaft zu versuchter Erpressung, Bozzetti wegen versuchter Erpressung und versuchter Nötigung.
Das Gericht verurteilte Vogel zu einer bedingen Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 150 Franken. Bozzetti kassierte eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 16 Monaten.
Dem 75-jährigen Fussballmanager wurde vorgeworfen, 2013 dem Luzerner Spielervermittler Peter Bozzetti beim Versuch geholfen zu haben, YB-Sportchef Fredy Bickel zu erpressen.
Alte Geschichte
Hintergrund der Affäre sind Verträge, die Bickel in seiner ersten Amtszeit bei den Young Boys - in den Jahren 2001/02 - zum Nachteil seines Arbeitgebers und zum Vorteil Bozzettis beziehungsweise dessen Ex-Schwiegervaters unterschrieben haben soll.
Im Zusammenhang mit einer zivilrechtlichen Klage Bickels gegen Ringier interessierte sich ein Redaktor des "Blick" für die Verträge. Bozzetti wandte sich daraufhin an Bickel und drohte, die Papiere der Zeitung zu übergeben, falls sie ihm Bickel nicht für 131'000 Franken abkaufe.
Vogel soll diese Unterlagen bei sich aufbewahrt haben. Zudem soll er Bozzetti zur Erpressung ermuntert haben, als er erfuhr, dass dieser mit einem Teil des Geldes eine Schuld bei Vogel begleichen wolle.
Bickel schaltete jedoch die Polizei ein, die daraufhin die Telefongespräche und den SMS-Verkehr zwischen Bozzetti und Vogel abhörte beziehungsweise kontrollierte. Im September 2013 wurden Vogel und Bozzetti verhaftet. Sie sassen danach 20 Tage in Untersuchungshaft.
SDA-ATS