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Das emotionale Drama vom fünfjährigen Jack (Jacob Tremblay), der mit seiner Mutter Ma (Brie Larson) in einem Gartenhäuschen gefangen gehalten wird, gefiel dem Publikum der kanadischen Metropole, das traditionell anstelle einer Jury den Gewinnerfilm wählt.
Ma, die vor sieben Jahren von Old Nick (Sean Bridgers) gekidnappt wurde, versucht, ihrem Sohn in der Gartenlaube ein ansatzweise normales Leben zu schaffen. Jack, der in Gefangenschaft geboren wurde, kennt die Welt ausserhalb des Zimmers nicht - als die beiden einen Fluchtversuch wagen, beginnt für den Jungen eine abenteuerliche Reise aus neuen Eindrücken und Erfahrungen, die der Film aus Jacks Sicht erzählt.
Tom McCarthys Drama "Spotlight" mit Mark Ruffalo, Michael Keaton, Rachel McAdams und Liev Schreiber wurde zum "Runner-Up", zum Zweitplatzierten, gekürt.
Zum besten Dokumentarfilm wählte das Publikum den Beitrag "Winter on Fire: Ukraine's Fight For Freedom" von Evgeny Afineevsky, der die 93 Tage andauernde Protestbewegung in der Ukraine 2013/2014 chronologisch zeigt. Auf den zweiten Platz setzten die Zuschauer Avi Lewis "This Changes Everything".
Auf dem elftägigen Film Festival standen in diesem Jahr fast 400 Lang- und Kurzfilme aus über 70 Ländern auf dem Programm. Gefeiert wurde unter anderem die Weltpremiere von "Colonia", dem historischen Thriller des deutschen Oscar-Regisseurs Florian Gallenberger mit Daniel Brühl ("Rush") und Emma Watson ("Harry Potter") in den Hauptrollen.
Filmemacher Wim Wenders präsentierte "Every Thing Will Be Fine" mit James Franco, Rachel McAdams und Charlotte Gainsbourg.
Während bei Filmfestivals wie in Cannes, Berlin und Venedig eine Jury den Gewinnerfilm kürt, wählt in Toronto das Publikum den Sieger. Oft sahnen TIFF-Sieger später auch bei den Oscars ab.