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Das Beispiel der Museen
Die Absicht, die Menschen verstärkt am kulturellen Leben teilhaben zu lassen steht seit langem im Zentrum kulturpolitischer Fragestellungen. Dahinter steht die Idee, das Individuum in seiner Verschiedenheit ins Zentrum der Kultur zu stellen und die vielfältigen Facetten der Menschheit in den Vordergrund zu rücken. Mediamus, der schweizerische Verband der Kulturvermittler, versteht Kulturvermittlung als eine Aufgabe, die am Schnittpunkt von Kultur, kulturellen Institutionen und Orten sowie, natürlich, dem Publikum situiert ist.
Eine wesentliche Frage ist, wie sich die Teilnehmenden in ein Kulturvermittlungsprojekt einbringen und welche Wirkungen sie erzielen können. Es lassen sich verschiedene Niveaus von Teilhabe unterscheiden. Diese kann rezipierend erfolgen, etwa im Rahmen einer Museumsführung. Lädt der Kulturvermittler sein Publikum zum Dialog ein, wird sie interaktiv. Partizipativ wird die Mitarbeit, wenn die Beteiligten über eine gewisse Autonomie in der Umsetzung des vom Vermittler vorgegebenen Projekts verfügen. Kollaborativ ist die Teilhabe schliesslich, wenn ein Projekt von allen Beteiligten gemeinsam entworfen und realisiert wird.
Die Aufgabe des Kulturvermittlers ist es, diese letzte Form der Teilhabe zu fördern. Damit trägt er zu den fundamentalen Werten von Freiheit, Demokratie und menschlicher Würde bei.