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Wappen und Logo
Wappen
Im Hochmittelalter besassen die beiden Klöster Murbach-Luzern und Schänis in Knonau Grundbesitz. Der Boden wurde an Bauern zur Bewirtschaftung verliehen, welche dafür den zehnten Teil der Ernte abgeben mussten. Ein Verwalter, der so genannte Meier, wurde mit dem Einziehen des Zehnten, des Falls (fällig bei jedem Handwechsel eines Grundstückes) und der Bussen (niedere Gerichtsbarkeit) beauftragt. Um der Ausübung dieser Gerichtsbarkeit Ausdruck zu verleihen, war es dem Meier vorbehalten, bei Verhandlungen einen Hut zu tragen, welcher aus dem Fell des Hermelins gefertigt war.
In Knonau amteten bis 1322 zwei Meier, nämlich einer für die Höfe von Murbach-Luzern und einer für die Höfe von Schänis. Danach gehörten alle Meierrechte der Familie Meyer von Knonau, welche durch die Ausübung dieses Amtes zu Wohlstand und Ansehen über Knonau hinaus kamen. Die Meyer von Knonau lebten aber spätestens seit 1363 in Zürich, wo sie sich einbürgern lassen konnten. Sie verfügten nur noch über einen Landsitz in Knonau, vermutlich auf dem Grundstück des zu Beginn des 16. Jahrhunderts erbauten Schlosses. Längst hatten sie die Meierrechte weiter verliehen, an einen Beamten, der im „Alten Löwen“, dem Stammhaus der Meyer von Knonau, residierte.
Das am 9. Mai 1927 offiziell durch den Kanton genehmigte Wappen von Knonau zeigt einen weissen Meierhut mit Kordel auf rotem Grund, welcher spätestens seit 1375 als Familienemblem der Familie Meyer diente.
Lust auf mehr Knonauer Geschichte?
Vor dem aktuellen Knonauer Wappen diente das heutige Wappen des Bezirks Affoltern (einziger Bezirk im Kanton Zürich mit eigenem Wappen) als Wahrzeichen der Gemeinde Knonau, weshalb es auch den Eingang des Schlosses Knonau ziert. Es war ursprünglich der Schildbeschlag der Freiherren von Eschenbach, welche auf der Schnabelburg auf dem Albis residierten. Die Gemeinde Eschenbach LU trägt dieses Sujet heute noch in ihrem Wappen.
Im Jahr 1939 wurde für die Gemeinde Dättwil AG ein ganz ähnliches Wappen, auch ein Meierhut auf rotem Grund, eingeführt. Dättwil wurde aber im Jahr 1962 in die Stadt Baden eingemeindet. Seither ist dort der Meierhut zum Symbol für Alt-Dättwil geworden.
Logo
Seit 2009 verwendet die Gemeindeverwaltung Knonau ein neues, modernes Logo. Dieses Logo spiegelt die Moderne wieder, ohne die Vergangenheit und die Wurzeln von Knonau zu vergessen.
So stellen die drei Wellenlinien die drei Bäche dar (Haselbach, Gfängbach, Wattbach), welche im Dorfzentrum zusammen-fliessen und massgeblich dazu beitrugen, dass sich in Knonau schon früh eine starke Landwirtschaft ansiedeln konnte. Die Bäche dürften auch das Kies nach Knonau gespühlt haben, welches heute noch abgebaut wird, und schliesslich wurde wohl die Anfangs des 9. Jahrhunderts gebaute Kapelle, auf deren Fundament die heutige Kirche steht und schliesslich die Basis zur Bildung eines Dorfes Knonau bildete, beim Zusammenfluss von Watt- und Haselbach errichtet. Die Farben rot, silber und schwarz wurden aus dem Wappen von Knonau übernommen, wobei sich das Weiss nicht zum Druck eignete. Da in der Heraldik für die Wappenfarbe weiss der Begriff "silber" zur Anwendung kommt, wurde auf diese Farbe ausgewichen.
Beim früheren Logo wurde das Begriffspaar "Gemeinde Knonau" in gleich grosser Schrift verwendet. Im neuen Logo wurde nun das Wort "Gemeinde" in die Vertikale gedreht, um dem Begriff "Knonau" eine grössere Bedeutung zu geben. Auf den Begriff "Gemeinde" konnte aber trotzdem nicht ganz verzichtet werden, um Verwechslungen mit dem Bezirk vorzubeugen.
Die Wellen sollen auch den Fluss im Leben aufzeigen, ein stetiges Vorwärtsgehen, Gestalten, Verändern widerspiegeln. Vorwärts schauen auch wir bei der Entwicklung unseres Dorfes, damit wir die bereits hohe Lebensqualität noch weiter verbessern können.