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Das Siegertrio des Meisterturniers (von links): GM Parham Maghsoodloo (2.), GM Mohammad Amin Tabatabaei (1.), GM Igor Kowalenko (3.).
Runde 7
M.Amin Tabatabaei ist der Sieger des Josef Kupper Memorial 2019! Souverän gewinnt er mit den schwarzen Steinen am Spitzenbrett gegen Alexander Donchenko. Mit fünf Siegen und nur zwei Unentschieden spielt der nur 18jährige Iraner ein hervorragendes Turnier, liegt einen halben Zähler vor seinen Verfolgern und darf sich über das erste Preisgeld freuen.
Mit einem Sieg gegen Dennis Wagner sichert sich auch das zweite iranische Talent, der 19jährige Parham Maghsoodloo einen Medaillenplatz. Er kommt ebenso auf 5,5 Zähler wie der Lette Igor Kovalenko. Dieser spielt die längste Partie des Tages und siegt gegen den Armenier Haik M. Martirosyan.
Die vorletzte Partie spielt mal wieder der erst 10jährige Goh Zi Han aus Singapore. Er reist mit seinem Vater extra nach Europa an, um zwei Turniere zu spielen. Und er spielt mit einem Sitzkissen. Ohne dies könnte er das Spielfeld schlecht überblicken und seine Heere schlecht in die feindlichen Linien führen. In diesem Turnier erreicht er drei Punkte. Aber vielleicht ist er in einigen Jahren ja auch an den Spitzenbrettern zu finden.
Am Spitzenbrett des Allgemeinen Turniers brauchen Ioanis Lentzos und Stefan Wanner nur wenige Minuten um ihr Remis am Sptizenbrett zu verreinbaren. Lentzos sichert es den alleinigen Turniersieg. Er erzielt ganze sechs Siege und ein Unentschieden. Wanner sichert sich mit dem Letztrundenremis mit nun auch sehr guten sechs Punkten die Silbermedaille. Zwar kann Benjamin Brandis mit einem Sieg auf Wanner aufschließen. Doch das reicht dank der Zweitwertung nur für Platz drei.
Runde 6
Die alleinige Führung im Meisterturnier übernimmt M.Amin Tabatabaei. Der 18jährige Iraner setzt sich verdient gegen seinen Grossmeisterkollegen Matthias Blübaum nach einem zähen und langen Kampf durch.
Die zwei weiteren Sieger an den Spitzenbrettern heißen Dennis Wagner und Igor Kovalenko. Wagner gewinnt gegen seinen deutschen Landsmann Rasmus Svane. Kovalenko erkämpft sich in 88 Zügen wie aus dem Nichts einen Sieg gegen Milos Pavlovic. Beide schliessen zu den nun sechs Verfolgern auf, die einen halben Punkt hinter Tabatabaei liegen und beste Aussichten auf die Preisgelder haben.
Im Allgemeinen Turnier festigt der Grieche Ioanis Lentzos seine alleinige Führung mit einem Sieg gegen den Spanier Karl Erik Clausen und kommt nun auf volle sechs Punkte. Am Zweiten Brett heisst der Sieger der Runde Stefan Wanner (Pfäffikon). Im Spitzenduell der siebten und letzten Runde am morgigen Sonntag treffen Lentzos und Wanner aufeinander.
Runde 5
Keinem der beiden bislang Führenden gelingt ein Sieg in Runde fünf. Alexander Donchenkos Remis ist ein schnelles. Der Iraner Parham Maghsoodloo spielt lang. Trotz der schwarzen Steine ist er an einem Sieg zeitweise dicht dran, doch letztlich reicht es nur zum Unentschieden. Eine Vierergruppe schließt zu den Führenden auf. Darunter sind neben Matthias Blübaum und Haik M. Martirosyan auch die iranischen Großmeister M.Amin Tabatabaei und Pouya Idani.
Im Allgemeinen Turnier übernimmt der Grieche Ioans Lentzos mit einem Sieg gegen den Deutschen Michael Jordan die alleinige Tabellenführung. Der 77jährige Günter Stoffregen punktet im Verfolgerfeld.
Runde 4
In den neun Partien der vierten Runde, in denen um die Führung in der Turnierwertung der Meistergruppe gekämpft wurde, gab es nur zwei Sieger. Der 19jährige Iraner Parham Maghsoodloo (siehe Bild oben) und der 21jährige Deutsche Alexander Donchenko rangen in langen Partien ihre Gegner nieder. Das Duell der beiden nun Führenden hat schon in Runde drei stattgefunden und nahm einen friedlichen Verlauf. So werden sich beide in der kommenden Runde um den Spitzenplatz im Fernduell messen und sich einem Gegner aus der Verfolgergruppe stellen. Nicht weniger als 17 punktgleiche Spieler warten in dieser Gruppe auf Ihre Chancen.
An der Spitze des allgemeinen Turniers siegen in der vierten Runde gleich drei Protagonisten. Der Grieche Ioanis Lentzos, der Deutsche Michael Jordan und Schweizer Stefan Wanner sind die Helden des Tages. Alle drei liegen auch in der Startrangliste recht weit vorn: Überraschungen sind in dieser Gruppe erstmal nicht in Sicht.
Runde 3
Vier Remis an den Spitzenbrettern sind das Resultat der dritten Runde der Meistergruppe des Kupper Gedenkturniers. Stundenlang in einem Bauernendspiel verwoben, kämpfen der Lette Igor Kovalenko und der Inder M. Amin Tabatabei bis zum allerletzten Bauern um den Sieg. Doch auch da kann keiner von beiden die alleinige Tabellenführung erringen. So gibt es nach drei Runden niemanden mehr, der nicht schon mindestens einen halben Punkt abgegeben hat.
Im Verfolgerfeld bezwingt die Indonesierin Irine Kharisma Sukandar den deutschen Großmeister Dennis Wagner klar. Auch die Titellosen im Verfolgerfeld schlagen sich wacker. Yasin Chennaoui erspielt auch gegen IM Thomas Beerdsen ein Remis und bleibt ungeschlagen. Lange sah es so aus, als ob der 12jährige Inder S. Rohit gegen den deutschen IM Robert Zysk ein Remis erkämpfen kann, doch letztlich setzt sich hier der Favorit durch.
Im Allgemeinen Turnier liegen sieben Spieler mit drei Punkten und somit tadelloser Weste an der Spitze. Doch Überraschungen an den Spitzenbrettern bleiben aus.
Runde 2
Die zweite Runde des Kupper Open wurde am heutigen Morgen gespielt. Eine Überraschung war der Sieg des 17 jährigen indischen IM Arjun Kalan gegen Christian Bauer. In der seltenen Nimzowitsch Eröffnung, die Bauer auf das Brett bringt, muss der Inder mit Weiß zwar das Läuferpaar geben, aber er hat mit einem Raumvorteil die ganze Partie über mehr vom Spiel. Der 16jährige Schweizer Daniel Fischer verschenkt einen Sieg gegen Großmeister Dennis Wagner und erreicht nur ein Unentschieden. Wieder lässt Yasin Chennaoui aufhorchen. Er wird 96 Züge lang geprüft, ob er gegen den starken griechischen IM Nikolas Theodorou mithalten kann. Das klappt bei ihm gut und ohne Sorgen. Am Schluss steht ein ungefährdetes Schwarzremis. Eine Neunergruppe bleibt mit der Maximalausbeute von 2/2 im Meisterturnier an der Spitze.
Im allgemeinen Turnier sind es immer noch 16 Spieler mit blütenweisser Weste. Der 12 jährige Jona Jünger ist die einzige Überraschung in diesem Feld. Er kann auch seine zweite Partie gewinnen.
Runde 1
Traditionell sind in der Auftaktrunde eines Opens die Leistungsunterschiede zwischen sich am Brett gegenübersitzenden Gegnern am grössten. In der ersten Runde des Kupper Opens in der Meistergruppe liegen die ELO-Werte 300 bis 400 Wertungspunkte auseinander. Es ist die Stunde der Favoritensiege, aber auch die der wenigen Underdogs, die sich ihrem Schicksal nicht ergeben. Neun Remis in den 41 Partien zeugen vom Kampfesmut der Underdogs.
Drei junge Spieler sind auch in der Gruppe zu finden, in der man einen halben Punkt als Sieg feiern kann: Der Inder S. Rohit ist 12 Jahre alt. Der junge 16 jährige Schweizer Vincent Lou nimmt GM Pavlovic einen halben Punkt ab und der erst 10jährige Goh Zi Han aus Singapore erkämpft ein Remis. Mit einem Läuferpaar und zwei Bauern gegen Turm und Läufer spielte er dabei durchaus auf Gewinn. Doch die Zeit war zuletzt immer knapp, und so folgte nach beinahe sechs Stunden Spielzeit in der letzten Partie des Meisterturniers auch hier das Remis.
Der eindeutige Sieger der Sieger in dieser ersten Runde ist der 16jährige Schweizer Yasin Chennaoui, Schüler einer Kreuzlinger Sporttalent Schule. Der Goliath in dieser Partie heisst Haik M. Martirosyan. Der armenische Grossmeister ist 2619 ELO Punkte schwer und als Nummer sieben gesetzt. Ohne eine Figur zu tauschen, entsteht nach vielen Zügen eine hochkomplexe Stellung, in welcher der Schweizer die besseren Drohungen findet. Er übt über viele Züge hinaus Druck aus und wird schliesslich mit zwei Mehrfiguren belohnt. Trotz gefährlicher Initiative des Armeniers wahrt Chennaoui Übersicht und Konzentration und wehrt alle grossmeisterlichen Rettungsversuche ab.
Im Allgemeinen Turnier feiern der 15 jährige Inder Charan Sai Kalluri Hari, der 12 jährige Züricher Jona Jünger und der 13 jährige Mauro Wehrli ihre Aussenseitersiege.
Axel Fritz