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Signet des 200-Jahr-Jubiläums der Töchterschule
Der neu erschlossene Bestand enthält unterschiedlichste Unterlagen, etwa eine Stiftungsurkunde, Jahresberichte etc. Besonders interessant sind die Maturaufgaben 1960-1972. Und die zahlreichen Berichte über Schulausflüge und -kolonien 1887-1956 sowie zum sogenannten Landdienst in der Mitte des 20. Jahrhunderts.
Matura-Aufgaben an der Töchterschule resp. deren Nachfolgeinstitution. StABS ED-REG 26c 5-1 (1) 1
Zur Geschichte der Schule
Die Töchterschule als Fasnachtssujet (vor 1928). Staatsarchiv Basel-Stadt, NEG A 2366
Schon im Gründungsjahr 1777 plante die Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige Basel eine Töchterschule, um die Bildungs- und Berufschancen von Mädchen zu verbessern. Die im März 1781 eröffnete Schule an der Freien Strasse wurde aber bereits nach einer zweijährigen Versuchsphase wieder geschlossen. Die Gründung einer Töchterschule 1813 hatte dann Bestand. 1884 zog die Schule in ein neu erstelltes Gebäude am Kohlenberg. 1899 wurde die Gymnasialabteilung eröffnet, die es den Mädchen in Basel ermöglichte, eine Matura zu machen. 1906 wurde die Töchterschule, im Volksmund als Affenkasten bekannt, nach Plänen von Theodor Hünerwadel erweitert, und 1913 wurde sie als Maturitätsschule eidgenössisch anerkannt. Mit dem Schulgesetz von 1929 wurde die Schule in Mädchengymnasium umbenannt. 1968 wurde in den Basler Gymnasien die Koedukation eingeführt, womit auch Knaben die Schulen besuchen durften. Die ehemaligen Mädchengymnasien I und II hiessen nun Kohlenberg- und Holbein-Gymnasium. Im Zuge der durch die Basler Schulreform von acht Jahren auf fünf verkürzten Gymnasialdauer wurden diese zwei Schulen 1997 wieder zusammengeschlossen. Seither besitzt das Gymnasium den heutigen Namen: Gymnasium Leonhard.