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S&P begründete die Entscheidung mit dem stärker als erwartet ausgefallenen Wirtschaftswachstum und Fortschritten bei der Haushaltskonsolidierung. Man erwarte einen weiteren Abbau der Staatsverschuldung, bei einer gleichzeitigen Verringerung der privaten Verschuldung. Der staatliche Schuldenstand dürfte bis Ende 2018 unter die Marke von 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts fallen. Ende 2015 hatte der Schuldenstand noch bei knapp 100 Prozent gelegen.
Zypern war in der europäischen Schuldenkrise auch wegen der engen Verflechtungen mit Griechenland in grosse Schwierigkeiten geraten. Um eine Staatspleite zu vermeiden, musste das Land die Hilfe des Europäischen Rettungsschirms ESM in Anspruch nehmen. Die beiden anderen grossen Ratingagenturen bewerten Zypern schlechter. Moody's und Fitch bewerten Zypern jeweils drei beziehungsweise zwei Stufen schlechter.
Unverändert beliess S&P das Rating von Portugal. Mit "BB+" liegt die Bonitätsnote auf dem Niveau von Zypern. Auch in Portugal geht S&P von einer Fortsetzung der Haushaltskonsolidierung aus. Allerdings bleibe die Verschuldung des Staates und der Privatwirtschaft hoch. Derzeit ist DBRS die einzige der führenden Agenturen, die Portugal noch nicht in den Ramschbereich gesenkt hat. Daher darf die EZB auch portugiesische Anleihen für ihre Geschäfte akzeptieren./jsl/fbr
(AWP)