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Das Woodstock-Konsortium begrüsst die Ergebnisse der EU Kommission!
Brüssel, 1. März 2024.
Das Woodstock-Konsortium begrüsst, dass Zölle eingeführt werden, nachdem
die Europäischen Kommission festgestellt hat, dass die bestehenden Einfuhrzölle auf russisches Birkensperrholz umgangen werden, indem es über Kasachstan und die Türkei in die EU eingeführt wird.
Bereits vor Ausbruch des Krieges in der Ukraine und nach einer langwierigen Untersuchung hatte die EU die bestehenden Einfuhrzölle auf russisches Birkensperrholz um bis zu 15,8 % erhöht, um die EU vor niedrigen Preisen zu schützen.
Doch sobald diese Zölle im November 2021 eingeführt wurden, lagen Beweise vor,
dass russische Hersteller und andere einfach versuchten, ihnen durch den Verkauf über verschiedene Nicht-EU-Länder auszuweichen. Im Fall von Kasachstan und Türkei war keiner von beiden zuvor als bedeutender Exporteur dieser Art von Sperrholz bekannt.
Das Woodstock-Konsortium hat in Zusammenarbeit mit Branchenführern und grossen europäischen Verbänden der Europäischen Kommission offiziell zunehmende Beweise für eine Umgehung vorgelegt, was zu einer formellen und beschleunigten Untersuchung im August 2023 führte.
Die heutige Veröffentlichung der Erkenntnisse der Kommission an über 30 Interessenten stellen einen entscheidenden Meilenstein bei der Aufdeckung der betrügerischen Praktiken bestimmter Akteure in der Holzhandelsbranche dar.
Diese Enthüllungen sind das Ergebnis der engagierten Bemühungen des Konsortiums, betrügerische Handelspraktiken aufzudecken, die der europäischen Industrie täglich Kosten verursachen sowie Umsatz- und Einkommenseinbussen.
Nach umfangreichen Vor-Ort-Inspektionen in Kasachstan und der Türkei hat die Europäische Kommission selbst unbestreitbare Beweise für eine Umgehung gefunden, die nun eine Ausweitung der Antidumpingzölle auf alle Importe aus diesen Ländern erforderlich macht um die Marktungleichgewichte auszugleichen. Darüber hinaus werden nun strenge Massnahmen in Zusammenarbeit mit nationalen Behörden und dem Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) in Kraft treten, die möglichen Zollbetrug und die Umgehung von Sanktionen betreffen.
Die vorliegenden Erkenntnisse bilden nun die Grundlage für eine Verordnung, die ab sofort in Kraft treten wird, die Antidumpingzölle rückwirkend auf Einfuhren aus Kasachstan und der Türkei ausweiten und dann beibehalten werden. Für alles Sperrholz, welches aus diesen beiden Ländern importiert wird, gelten nun die gleichen Zölle von 15,8 % wie für Importe aus Russland (zuzüglich Mwst., rückwirkend ab August 2023).
Mit der Fokussierung auf russisches Birkensperrholz werden die Kontrollen nun mit grosser Wahrscheinlichkeit zunehmen, Zollbetrug und Verstösse gegen Sanktionen durch einzelne Betreiber, einschliesslich Importeure, Händler und Benutzer, aufzudecken und zu unterbinden. Dies wird durch die Feststellungen der Kommission impliziert. Es gelten gesonderte rechtliche und in manchen Ländern strafrechtliche Regeln für Zollbetrug und Sanktionsverstösse für Importeure sowie daran Beteiligter, bei der Feststellung, dass sie die Holzverordnung der Europäischen Union (EUTR) umgangen wird.
Das Woodstock-Konsortium und seine Unterstützer fordern die Europäische Kommission und alle EU-Mitgliedstaaten dazu auf, wachsam zu bleiben und darauf zu achten, dass von Russland sanktioniertes Holz über mehrere verschiedene Wege in die EU gelangt und die Routen oder Praktiken einzudämmen und alle ihnen zur Verfügung stehenden nationalen und EU-Verteidigungsmassnahmen zu nutzen.
Das 2019 gegründete Woodstock-Konsortium umfasst Branchenführer wie Paged-Pisz von der Paged Group aus Polen, Latvijas Finieris aus Lettland und UPM Plywood aus Finnland sowie wichtige sektorale EU-Verbände. Das Konsortium setzt sich unter Nutzung internationaler Handelsvorschriften dafür ein, gleiche globale Wettbewerbsbedingungen zu schaffen sowie Fairness und Nachhaltigkeit in der Holzindustrie zu gewährleisten.