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Dodge: typisch-amerikanischer Stil auf vier Rädern
Dodge ist eine der vielen Automarken der "Chrysler Group LLC" mit Sitz in Michigan, die ausserhalb der USA jedoch nur wenig bekannt ist. Vielen Autoliebhabern hierzulande blieb die Erfolgsgeschichte der Marke also weitestgehend verborgen, obwohl sie spannend und aufschlussreich ist.
1902: Zwei Brüder mit einer Idee
Die Brüder John Francis und Horace Elgin zogen im Jahre 1902 mit ihrem Unternehmen, einer Fahrrad- und Maschinenfabrik, nach Michigan um. Bereits im folgenden Jahr sagten sie Henry Ford zu, beim Aufbau seiner eigenen Automobilfabrik finanzielle Unterstützung zu leisten. Im Gegenzug konnten die Dodge-Brüder die ersten Fahrzeugteile für Ford herstellen. 1914 begannen sie, selbst Fahrzeuge unter dem Namen "Dodge" zu bauen, die einen grossen kommerziellen Erfolg brachten. Drei Jahre später wurden für das US-Militär LKWs hergestellt und nach Kriegsende für den zivilen Nutzen umgestaltet. Trotz grossen Erfolgs wurde das Unternehmen 1925 verkauft, an die "Dillon and Read Company". Nach erneutem Verkauf gehörte es ab 1928 zu "Chrysler" und gehörte von da an zu ihrem Markensortiment. Ab diesem Zeitpunkt wurden neben PKWs auch Lastwagen und Busse hergestellt. In Europa kannte niemand die Marke, sodass dort trotz Werbemassnahmen nur geringe Verkaufserfolge erzielt wurden. Der durch die Wirtschaftskrise verursachte Zusammenschluss Chryslers mit Fiat brachte Dodge den Vorteil, technologisch auf eine grössere Palette zurückgreifen zu können Dadurch haben die neuen Wagen der Marke ein deutliches Plus in ihrer Technik und Ausstattung, was als eine ihrer Stärken verzeichnet werden kann. Daher ist Dodge heute auch in der "NASCAR"-Rennserie mit seinen Fahrzeugen vertreten.
Trotz ausbleibender Expansion: Dodge ist erfolgreich
Ziel von Chrysler als Vertreter von Dodge ist es, einen typisch-amerikanischen Wagen zu bauen, der Kunden aus aller Welt anspricht. Aus Europa hat sich die Marke inzwischen trotzdem fast vollständig zurückgezogen: Bei den Haupt-Exportpartnern Grossbritannien, Italien und Deutschland sind nur noch vier Modelle erhältlich. Der "Challenger" (zweitürig), der "Charger" (viertürig), der "Durango" (SUV) und der "RAM" (Pick-Up), aus jeder Fahrzeugklasse eines. In Amerika und anderen Ländern ausserhalb Europas kann dagegen aus dem gesamten Sortiment gewählt werden, das über 100 verschiedene Fahrzeug-Modelle umfasst.
In den letzten Jahren stiegen die Verkaufszahlen all dieser um 161 Prozent. Auch ausserhalb von Nordamerika wurde je nach Land ein Plus von bis zu 36 Prozent (Grossbritannien) verzeichnet. Das zeigt zum Einen die Beliebtheit der Marke auf dem Markt und zum Anderen, dass die Strategie Chryslers aufgeht. Die Fahrzeuge von Dodge sollen eine Mischung aus hoher Motorleistung und hochwertiger Innenausstattung und Technik sein, welche das Gefühl von Freiheit - wie es Amerika als Land der unbegrenzten Möglichkeiten vermittelt - ausstrahlen. Einer Zukunft dieses typisch-amerikanischen Stils auf vier Rädern scheint also nichts im Wege zu stehen.