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Eigentlich ist es kaum zu glauben, dass sich der Todestag von James Dean am 30. September 1955 bereits zum 60. Mal jährt. Noch heute kennen selbst Jugendliche den amerikanischen Schauspieler, der durch seinen Look weltberühmt wurde: Die markante Frisur, die lässig sitzende Blouson-Jacke und die enge Levi’s Jeans, die zum Markenzeichen von Dean werden sollte. Das Frauenmagazin „Jolie“ beschrieb Dean als „sexy und ewig jung“. Die bekannte deutsche Publikation „Spiegel“ machte den Schauspieler an seinem 50. Todestag zum „Grund für alle Rebellen“ und schrieb, dass ohne Dean und seine Levi’s Jeans weder Elvis Presley noch die Beatles möglich gewesen wären.
Ein Leben in Filmtiteln: Die Karriere von James Dean
Anfangs deutete wenig darauf hin, dass James Byron Dean zu dem Idol einer Generation reifen und der Jeans zum endgültigen Durchbruch verhelfen sollte. Geboren wurde er im beschaulichen Marion im US-Bundesstaat Indiana am 8. Februar 1931. Während seine Altersgenossen die Schule besuchten und auf der Farm halfen, bekam der Sohn eines Zahntechnikers (Winton Dean) bereits früh die Förderung, die er brauchte. Seine Mutter Mildred meldete ihn bereits 1936 auf dem privaten „College of Dance and Theatre“ an. Schon als Fünfjähriger absolvierte „Jimmy“ seinen ersten öffentlichen Auftritt. Kurz danach siedelte die Familie nach Santa Monica in Kalifornien über, wo James seiner Leidenschaft weiterhin nachgehen durfte.
Hier kam es zu verschiedenen Schicksalschlägen – Deans Mutter verstarb 1940, sein Vater wurde vom Militär als Sanitär eingezogen – die dazu führten, dass James häufig umziehen musste. Seine Karriere litt darunter und kam erst 1951 richtig in Gang. Nach einem gescheiterten Versuch im Filmgeschäft siedelte Dean nach New York über und startete eine Broadway-Karriere. Kurz nach seinem Durchbruch 1953 entdeckte ihn Hollywood. Regisseur Elia Kazan gab ihm die Hauptrolle in „Jenseits von Eden“, die für Dean den weltweiten Durchbruch bedeutete. Es folgten zwei Filme, deren Namen fast schon metaphorisch das Leben des Schauspielers beschrieben: „Die Giganten“ und „…denn sie wissen nicht, was sie tun“. In diesem Film trug Dean die Levi’s 501 Jeans, die endgültig dafür sorgte, dass aus dem Star, der er längst war, eine unsterbliche Kultfigur werden sollte. Von diesem Moment an wollte niemand mehr das „Jugendidol“, was fast schon ein wenig abwertend klang, ohne die Levi’s 501 sehen.
„Lebe schnell, sterbe früh und hinterlasse eine schöne Leiche“: Der frühe Tod
Kurz vor seinem Tod durch einen Autounfall mit einem Rennwagen im kalifornischen Cholame hinterliess Dean ein bemerkenswertes Zitat, das der Nachwelt bis heute Rätsel aufgibt: „Lebe schnell, sterbe früh und hinterlasse eine schöne Leiche“. Der Tod war ohnehin ein Lieblingsthema von Dean. An anderer Stelle sagte er, man solle träumen als würde man ewig leben und leben als würde man heute sterben. Er machte diese Sätze wahr, was ebenfalls seinen weltweiten Ruhm begründet haben dürfte.
Das Erbe: Die Levi’s 501 Jeans als Symbol
Doch es sind nicht nur diese Sätze, die Dean unsterblich machten. Der Schauspieler vererbte die Levi’s 501 Jeans als sein Markenzeichen und ein Symbol – sie ist nicht nur ein Kleidungsstück, sondern der Ausdruck für den Wunsch der Jugend, den eigenen Weg zu finden, anecken zu dürfen und stolz auf die eigene Persönlichkeit sein zu können. Die Jeans ist heute ein Beweis dafür, dass es nicht schlimm sein muss, rebellisch zu sein und Freude am Leben zu empfinden. Sie verwirklichte das Lebensziel von James Dean: „Wenn ein Mann eine Brücke zwischen Leben und Tod schlagen kann, […], wenn er auch nach seinem Tod weiter lebt, dann war er ein grosser Mann!“