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Ursula Hasler, geboren 1952. Sie studierte Germanistik und Psychologie. Nach fast zehn Jahren in Paris, arbeitete sie nach ihrer Rückkehr in die Schweiz als Übersetzerin, Dolmetscherin und Professorin. «Die schiere Wahrheit» ist ihr zweites literarisches Werk.
Was wäre gewesen, wenn sich Friedrich Glauser und Georges Simenon im Sommer 1937 an der Atlantikküste begegnet wären? Sie hätten zusammen einen Kriminalroman geschrieben und sich in intensive Gespräche über die literarische Entwicklung und die Auflösung eines Falles vertieft! Abwechslungsweise schrieben sie Kapitel um Kapitel. Es klingt realistisch, was sich Ursula Hasler in ihrem spannenden Roman ausgedacht hat: Zwei grosse Autoren, im Dialog um Rechtund Gerechtigkeit, entwerfen ein gemeinsames Werk.
«Ihre Frage, Glosère, ist äusserst interessant. Simenon spricht mit der Pfeife im Mund, er lehnt sich zurück, schlägt die Beine übereinander.
Darf ein Kommissar im Kriminalroman der Gerechtigkeit helfen anstatt dem Recht? Oder anders gefragt, darf ein Stüdère oder Maigret Indizien mit Absicht nicht beachten oder verschweigen, so dass ein bemitleidenswerter Täter nicht verhaftet und verurteilt wird? Aber der Leser wüsste von diesen Indizien, damit er die Gewissensbisse des Kommissars verstünde …»
Lesung und Gespräch