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Der Schweizerische Kyudo Verband regelt die Kyudo Belange auf nationaler Ebene. Er ist Ansprechpartner der internationalen Organe, insbesondere der Europäischen Kyudo Föderation (EKF, European Kyudo Federation) und der japanischen Zen Nippon Kyudo Renmei (ZNKR, auch engl. ANKF All Nippon Kyudo Federation) sowie der International Kyudo Federation (IKYF).
Die Europäische Kyudo Föderation wurde 1980 gegründet und zählt derzeit 15 nationale Länderverbände. Sie veranstaltet unter der Schirmherrschaft des japanischen Dachverbandes sowie der International Kyudo Federation jährlich Seminare zur Aus- und Weiterbildung, welche sich nach den Grundsätzen der ZNKR richten und an welchen japanischen Meister unterrichten. Im Anschluss an diese Seminare können sich die Praktizierenden auch prüfen lassen. In Europa werden zur Zeit Prüfung zu den Graden 1. bis 6. Dan sowie zum Lehrtitel Renshi (Instruktor) abgenommen. Höhere Grade und Titel werden bislang nur in Japan vergeben. Neben den jährlich ausgetragenen Seminaren finden alle zwei Jahre europäisches Taikai (Wettkämpfe, Meisterschaften) statt.
Die International Kyudo Federation (IKYF) wurde im Mai 2006 in Kyoto gegründet. Der Schweizerische Kyudo Verband ist mit 15 weiteren europäischen sowie der amerikanischen und der japanischen Föderationen Gründungsmitglied des Weltverbandes.
Die Japanische Kyudo Föderation - 全日本弓道連盟 (Zen Nippon Kyudo Renmei) - wurde 1948 gegründet und hat ihren Sitz in Tokyo; in der ZNKR sind die Kyudo-Verbände der Präfekturen Japans zusammengefasst.
Aufgrund der unterschiedlichen Praktiken und Ansätzen und der Vielzahl der traditionellen Kyudo-Schulen stellte sich die ZNKR die Aufgabe, "Grundsätze des Schiessens" (Shaho) zu entwerfen, um die einzelnen Richtungen zu harmonisieren und zu vereinen. In der Bemühung um Vereinheitlichung von Technik (Shagi) und formalisierten Bewegungen (Taihai) basierend auf Etiquette (Rei) entstand das vierbändige Standardwerk "Kyudo Kyohon". Der erste Band liegt auch in einer englischen Übersetzung "Kyudo Manual 1" vor.