Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03264.jsonl.gz/2329

3.1 Drehen von rutschender zu Fullbase Position
Beim Drehen von rutschend zur Fullbase Position, versuchen wir das Snowboard so zu drehen, dass sich die Nose Richtung Tal dreht. Dies, ohne dass wir beginnen in eine Richtung zu fahren. Dies ist ideal zum üben, falls die Basic Turns noch nicht ganz klappen.
Rutschend auf der Backside (Heelside) Kante zu Fullbase
Versuche leicht rutschend oder sogar stehend auf der Backside Kante zu starten. Zeige nun mit deiner vorderen Hand Richtung Tal bzw. drehe deinen Oberkörper leicht in die entsprechende Richtung. Mit dieser Bewegung sollte sich die Nose deines Snowboards sofort beginnen in Richtung Tal zu drehen.
Indem du nun diese Vordrehung behältst, wird sich dein Snowboard so lange in diese Richtung drehen, bis du die Drehung wieder auflöst. Falls dies nicht funktioniert, stimmt etwas nicht. Typischerweise hat man entweder eine blockierte Hüfte oder steht zu stark auf dem hinteren Fuss. Lasse deinem Snowboard Zeit, sich zu drehen und mache möglichst keine ruckartigen Bewegungen.
Rutschend auf der Frontside (Toeside) Kante zu Fullbase
Starte auf der Frontside Kante. Am besten versuchst du nun einfach in Richtung Tal zu schauen. Meistens dreht sich damit der Oberkörper automatisch etwas ein und das Snowboard beginnt sich zu drehen. Ansonsten bleibt das Prinzip das gleiche wie beim Drehen von der Backside Kante aus. Ein Video dafür wird demnächst zur Verfügung stehen.
Gründe warum es nicht klappt anhand Frontside Drehungen
Oftmals machen wir beim Snowboarden mit dem Oberkörper oder den Armen bestimmte Bewegungen, um eine Drehung zu initiieren. Das fiese daran ist, wir können unsere Arme unabhängig von unserem Oberkörper bewegen und auch unseren Oberkörper verdrehen, ohne dass sich die Hüfte mit dreht. Wenn wir diese unabhängigen Bewegungen machen, wird keine Kraft auf das Snowboard übertragen.
Falls also nichts klappt, kannst du versuchen die Belastung leicht auf dem vorderen Fuss zu haben und dann leicht deine Hüfte auf der vorderen Seite nach vorne zu drücken. Das Snowboard sollte sich nun sofort beginnen zu drehen, da der Druck beim vorderen Fuss bei den Zehen zunimmt. Beachte, dass du dies bei den Zehen nur spüren solltest. Deine Zehen aktiv anzuspannen oder dich im Schuh festzukrallen, hilft dir dabei leider nicht weiter. Je nach Person muss das Losrutschen aktiv zugelassen werden.
Falls dies nicht klappt und du nun super verkrampft bist (stehend auf der Backside Kante), kann es sein, dass du dich aktiv gegen das schneller werden wehrst. Typischerweise werden dann gleichzeitig mit der Drehung der Hüfte, beim vorderen Fuss, die Zehen hochgezogen bzw. wird das vordere Bein durchgestreckt, so dass die Hüfte in Schräglage gerät. Dies geschieht meist unabsichtlich, weil sich der Körper gegen das Losrutschen wehrt. Oft hilft etwas Hilfe von einer Person zu haben, welche einem mehr Sicherheit gibt, um sich zu überwinden.
Die Krux mit mehr Druck auf den Zehen
Manchmal hört man in Kursen, dass man mehr Druck bei den Zehen beim vorderen Fuss geben soll. Dies kann verwirrend sein. In der reinsten Umsetzung, drückt nan dann einfach die Zehen in den Boden. Dies ist super anstrengend und beeindruckt unser Snowboard herzlich wenig. Manche versuchen es über das Fussgelenk zu lösen, was auch sehr anstrengend sein kann. Meistens lehnt man sich dann auch weniger in die Kurven und ist anfälliger für verkanter und im schlechtestens Fall gerät die Hüfte zusätzlich in eine schiefe Position.
Mit der Drehung des Oberkörpers drehen wir leicht die Hüfte und bringen so die Kraft mit einer höheren Wahrscheinlichkeit unbewusst über die Knie auf das Snowboard, was am wenigstens Energie benötigt. Mehr Druck auf den Zehen ist also nicht wörtlich zu nehmen, sondern viel mehr etwas, was man auf Grund der Bewegung spüren kann. Aber gerade als Beginner gar nicht mal unbedingt muss.
Ich kann keinen Druck bei den Zehen spüren
Halb so Wild es kann gut sein, dass du super snowbaorden lernst und nie einen Druck gespürt hast. Wenn du etwas erfahrener bist wirst du merken, dass der Druck eher beim Schienbein bemerkbar ist und auf der anderen Seite bei den Waden. Wenn du eher Muskelschmerzen in diesen Bereichen hast oder deine Füsse schmerzen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du dein Sprungelenk zu stark nutzt. Wenn du sehr weiche Schuhe hast, kann es auch sein, dass du mehr über das Fussgelenk arbeiten musst. Abhilfe würden dann etwas härtere Schuhe schaffen. Falls du Mühe hast bei den Backside Turns, kann es Sinn machen das Highback etwas steiler einzustellen.
Erschwerende Faktoren
Zu grosse oder schlecht sitzende Schuhe können ein grosses Problem sein, denn sobald sich dein Fersen zu fest im Schuh hebt hat man einen Spielraum, welcher man ausgleichen muss, bevor die Kraft auf das Snowboard übetragen werden kann. Andere Faktoren, wie die Schneeverhältnisse oder dein Snowboard spielen auch eine Rolle. Bei gewissen Schneeverhältnissen kann es schwieriger sein, zu spüren, welche Bewegung zu was führt. Speziell bei sulzigem oder sehr nassem Schnee kann dein Snowboard verzögert oder auch gar nicht reagieren. Versuche dann etwas zu hüpfen oder eine steilere Stelle zu nutzen. Was auch sehr mühsam sein kann, sind zu lange gelagerte Snowboards, oder ungewachste Bretter. Denn wenn das Snowboard nicht gut rutscht, dann bekommt man auch kein gutes bzw. kein konstantes Feedback vom Snowboard. Dies kann das Lernen erschweren.