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Mit dem «Prix Transparence» 2023 hat der Verein Öffentlichkeitsgesetz.ch neben dem nationalen Preis auch einen «Prix Transparence Regio» verliehen. Den grossen Preis hat Simon Marti von der «NZZ am Sonntag» gewonnen, wie der Klein Report berichtete.
Den Regionalpreis hat Jérémy Seydoux von «Léman Bleu» für seine Recherchen zur Wahlkampagne der Genfer Staatsrätin Fabienne Fischer gewonnen. Der Journalist ging der Frage nach, ob die damalige Grünen-Staatsrätin für ihre Wahlkampagne Staatsgelder missbraucht hatte. Die journalistische Auswertung zeigte, dass tatsächlich eine offensive Kommunikationstätigkeit von Mitarbeitenden der Staatsrätin stattgefunden hatte.
Auf den zweiten Platz in dieser Kategorie landete die Lokalzeitung «Freier Schweizer». Die Zeitung hatte in einer Grossrecherche bei allen Schwyzer Gemeinden Dokumente zum Einbürgerungsverfahren verlangt. Diese zeigen, dass bei Einbürgerungen teils kuriose Fragen gestellt werden - und nicht alle Gemeinden transparent sind.
Bronze ging an an die Zürcher Tageszeitung «Der Landbote». Nach mehreren Suiziden bei der Stadtpolizei konnte diese mittels Öffentlichkeitsgesetz einen Bericht einsehen, der eine hierarchische Führungskultur und Mobbing belegt.
Der «Prix Transparence Regio» wurde zum zweiten Mal, der «Prix Transparence» zum sechsten Mal verliehen. Hier ging Silber an das Online-Magazin «Das Lamm» für seine Recherche über den Schweizer Handel mit Emissionsrechten.
Auf den dritten Platz setzte die Jury die «WochenZeitung». Sie enthüllte mittels Öffentlichkeitsgesetz eine Kampagne des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) gegen die Konzernverantwortungs-Initiative.
Ebenfalls mit dem dritten Platz ausgezeichnet wird eine in «Le Temps», «La Liberté» und «Arcinfo» erschienene Recherche über die Mängel in der medizinischen Begleitung von Ausschaffungsflügen von Asylsuchenden.