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Die ägyptische Opposition lehnt es weiterhin ab, in einen Dialog mit Präsident Mohammed Mursi über Reformen zu treten. Nach einer Rede Mursis an die Nation erneuerte der Friedensnobelpreisträger und Chef der oppositionellen Nationalen Heilsfront, Mohamed ElBaradei, am Donnerstag die Forderung nach einer vorgezogenen Präsidentschaftswahl.
Die Ansprache vom Vortag sei "das Gegenteil eines klaren Eingeständnisses" gewesen, dass "die schwierige Lage" Ägyptens auf eine unzureichende Amtsführung Mursis zurückzuführen sei.
Mursi hatte am Donnerstag in einer Fernsehansprache Reformen und einen "nationalen Dialog" versprochen. Er warnte zugleich vor "Lähmung" und "Chaos" angesichts der "Polarisierung" im Land. Auch räumte er ein, "viele Fehler" gemacht zu haben. Es komme jedoch darauf an, diese Fehler zu korrigieren, sagte Mursi.
Am Sonntag jährt sich seine Amtsübernahme zum ersten Mal. Mursis Gegner planen für den Tag Massenkundgebungen, bei denen sie seinen Rücktritt und vorgezogene Präsidentschaftswahlen fordern wollen. Mursis Anhänger wiederum planen Kundgebungen zu seiner Unterstützung am Freitag.
Mursis Kritiker werfen dem Präsidenten insbesondere vor, eine Islamisierung der ägyptischen Gesellschaft voranzutreiben. Die Organisatoren einer Kampagne namens Tamarud (arabisch für Rebellion) sammelten nach eigenen Angaben bereits mehr als 20 Millionen Unterschriften für eine vorgezogene Präsidentschaftswahl.
SDA-ATS