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Wer mag sich noch an die kleine rote Bahn erinnern, die zuverlässig und den Gewalten der Natur trotzend von 1905 bis 1969 zwischen Schwanden und Elm verkehrte? Diese Bahn hat massgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung des Sernftals beigetragen. Sie lieferte den Textilbetrieben das Rohmaterial und holte die Endprodukte wieder ab, sie bediente verschiedene Steinbrüche und brachte die Talbewohner zu ihren Arbeitsorten sowie in die grosse weite Welt hinaus und manchen Touristen in die eindrückliche Berglandschaft hinein.
Triebwagen Nrn. 7, 5 und 4 in Matt. Bild: SeTB-Archiv, Alfred Aebi
Da die Bahn damals möglichst kostengünstig erstellt werden musste, wurden ihre Schienen in die Strasse oder an deren Rand verlegt. So bescheiden die Anlagen ausgerichtet waren, so bescheiden blieb auch das Verkehrsaufkommen. Im Jahr 1949 wurden trotzdem neue, elegante Triebwagen beschafft. Dem immer stärker aufkommenden Strassenverkehr war die Bahn aber je länger desto mehr ein Hindernis. Die Anzahl der beförderten Gütertonnen und Reisenden rechtfertigte eine Neuanlage der Bahn ausserhalb der Strasse nicht, und so nahm man am 31. Mai 1969 schweren Herzens Abschied von einem Bähnchen, das vielen lieb geworden war. Die Schienen waren rasch herausgerissen, die Wagen abgebrochen oder weggegeben, und schon bald erinnerte kaum noch etwas an die einstige Sernftalbahn.