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In der Saison 2011 spielen wir mit 3 Mannschaften - in der 4., 3. und in der 2. Liga.
Zimmerberg 1 (Resultate auf der SSB Homepage: Zimmerberg1)
Die Saison haben wir in der ersten Runde mit einer knappen, in der zweiten Runde mit einer klaren Niederlage gestartet. Heiri Tanner spielt diese Saison in der 1. Liga mit Nimzowitsch.
In der 3. Runde fuhren wir nach St. Gallen. An den ersten 4 Brettern haben sie 4 erfahrenere Spieler und an den letzten 2 Brettern junge Gebrüder Nussbaumer aus Österreich. Jack hat in einer eigentlich für Schwarz guter Variante die Züge vertauscht, wonach er nicht mehr zu Rochade kam und als erster die Waffen strecken musste. Am 4-ten Brett hatte Julius den ELO-stärksten Gegner. Auf seine Caro-Kan Eröffnung wählte er die Panow-Variante. Diese kennt er zwar ziemlich gut, sie ist aber stark remisverdächtig, weil es ziemlich forciert in ein ausgeglichenes Turmendspiel führt. So geschehen auch nach gut 20 Zügen waren sie in diesem Endspiel. Da Julius nicht scharf auf irgendwelche Experimente war, bot er Remis an, welches er aber vorerst ablehnte. Dann machte er zwar einen ungenauen Zug, dessen Widerlegung Julius am Brett nicht sah und 2 Züge später sah er, dass nichts mehr geht und es wurde Remis. Somit stand es 1.5 : 0.5 für St. Gallen. Der Blick auf die restlichen 4 Bretter lies aber nichts Gutes erahnen. Überall standen wir auf Verlust. Zuerst musste Roli und danach Roger aufgeben. Der Sieg von St. Gallen stand somit schon fest und das verleitete die Spieler zur Überheblichkeit. Zuerst machte der Gegner von Richi ein unkorrektes (und unnötiges) Figurenopfer. Leider fand Richi die (schwer zu findende) Widerlegung, welche vermutlich mindestens Remis versprach, nicht und musste aufgeben. Zivica konnte zwar den direkten Mattangriff des Gegners gerade noch abwehren, verlor dabei einen (weiteren) Bauern und kam in höchste Zeitnot. Da Julius seine Züge (letzte 5 Minuten) aufschrieb, erlebte er wie sein Gegner „mitblitzte“ und den Gewinn mit der Brechstange erzwingen wollte. Nach 3-4 ungenauen Blitzzügen und Opfern mit welchen sich kein Matt erzwingen lässt, musste er aufgeben und wir kamen zu unserem Ehrenpunkt. Bravo!
In der 4. Runde in Glarus
haben wir nun endlich mit 3 :3 den 1-ten Mannschaftspunkt eingefahren. Auch die
Glarner waren uns ELO-mässig mit 1969 Durchschnitt überlegen. Trotzdem hätte es
mit mehr Glück sogar zu einem Sieg reichen können.
Den Grundstein zum guten Resultat hat nach etwa 2 Stunden Hans-Jürg mit einem überraschend schnellen und schönen Sieg gegen einen starken Gegner gelegt. Bravo!
Julius hatte diesmal zur Abwechslung den schwächsten Gegner und zudem seine Lieblingsvariante auf dem Brett. Schon im 8-ten Zug erlaubte ihm sein Gegner eine Kombination (Fritz hätte es auch gespielt), welche ihm entweder einen Bauer oder eine bessere Stellung mit viel Druck durch das Läuferpaar ermöglicht. Sein Gegner wählte das letztere. Julius war mir ziemlich siegessicher und übte die ganze Zeit Druck. Der Gegner spielte aber äusserst genau (beim Nachspielen im Computer waren es praktisch immer die Fritz-Züge!). Da Julius lange überlegte und vor der nahenden Zeitnot Angst hatte, willigte er schliesslich in Remis ein (Fritz +0.75). Angesichts des späteren Mannschaftsresultats hätte er vermutlich das Risiko nehmen und auf doch irgendeinen Fehler des Gegners hoffend, weiterspielen sollen. Es stand aber 1,5 : 0.5 für uns.
Kurz darauf hatte Jack auch ein Unentschieden gemeldet. Peter hatte diesmal den stärksten Gegner und musste aufgeben. Somit war der Match wieder ausgeglichen und es blieben noch die Partien von Werni und Roger offen.
Die Partie von Werni war sehr spannend. Sein Gegner hatte am Damenflügel Druck ausgeübt und auf der c-Linie einen Freibauer bis auf die 7-te Reihe gebracht. Dafür hatte Werni am Königsflügel seinen Springer geopfert und einen sehr gefährlichen Angriff erhalten. Mir erging es so, wie den meisten Zuschauern, indem die Beurteilung zwischen Sieg und Niederlage alle 2-3 Züge wechselte. Und obschon es die ganze Zeit nicht nach solchem Ausgang aussah, wurde es schlussendlich Remis durch ewiges Schach.
Roger hatte gegen den starken Gegner auch eine sehr schöne Partie gespielt, übersah aber einen taktischen Läufereinschlag, wonach er praktisch auf Verlust stand. Zum Glück verwechselte sein Gegner die Züge danach (anstatt zuerst die Dame tauschte er einen Turm) und es wurde zum Remis-Turmendspiel. Zwar mit einem Bauer mehr aber Total Remis zog der ein wenig frustrierte Glarner Spieler noch etwa weitere 30 Züge herum bis er es endlich auch anerkannte und uns um 19:15 die Heimreise antreten lies.
In der 5. Runde mussten wir uns zwar knapp aber dennoch geschlagen geben. In der 6. Runde konnten Jack und Peter voll Punkten, der Rest war zum vergessen, was den Abstieg definitiv machte.
In der letzten Runde konnte wir drei Remis holen, was insbesondere bei Thomas Goldie alles andere als selbstverständlich war.
Zimmerberg 2 (Resultate auf der SSB Homepage: Zimmerberg 2)
Wir bis jetzt 4 Spiele gewonnen und in 2 mal Remis gespielt. Aktuell sind wir 2. der Gruppe.
Im 2. Spiel hat der Gegner von Hanspeter die Dame stehen lassen. Dann
passierte lange nichts.
Als nächstes hat sich Matthias am ersten Brett auf Remis geeinigt.
Vaso stand lange Zeit schlechter, sein Gegner hat im Endspiel aber einen Fehler gemacht, so dass es auch Remis wurde.
Rolf hat eine ungewöhnliche Stellung. Dame gegen 2 Springer und Turm mit einigen Mehrbauern. Sein Gegner übersah eine Gabel und musste aufgeben.
Das fehlende Remis hat Roli im Endspiel souverän sichergestellt.
So spielte es keine Rolle mehr, dass sich am Schluss Richi geschlagen geben musste
In der 3. Runde haben
Dusan und Matthias relativ früh in klaren Remis-Stellungen
unentschieden gespielt. Fritz konnte seinen Angriff erfolgreich
abschliessen.
Dann passierte lange nichts mehr, wenn wir davon absehen, dass Peter schon ab dem 10. Zug auf Verlust stand.
Im 33. Zug bot mir er Gegner von Hanspeter endlich das Remis an, was er natürlich schnell annahm (150 ELO mehr, Endspiel mit starkem Remis).
Peter machte dem Leiden ein Ende und gab auf.
Rolf stand die ganze Partie leicht besser und konnte seinen Vorteil kontinuierlich ausbauen, bis sein Gegner die Waffen streckte.
Kantersieg: Zimmerberg 2 schlägt in der 4. Runde
Wädenswil 2 mit 5.5 gegen 0.5.
Jean-Pierre hat sehr rasch kurzen Prozess gemacht. Zivica stand auch bald besser.
Danach fragte Roli, ob er am ersten Brett Remis machen darf, was Hanspeter als Mannschaftsleiter gut geheissen hatte.
Der Reihe nach sind dann die anderen 4 (Rolf, Zivica, Dusan und am Schluss noch Hanspeter) zu Siegen gekommen.
In der 5. Runde mussten wir ersatzgeschwächt nach Baden reisen. Obwohl Jean-Pierre am 1. Brett bis zum letzten Kontrollschluss kämpfte, musste er das Remis mit ungleichfarbigen Läufern anerkennen. Hanspeter hatte gegen einen stärken Gegner rasch ein Remis erreicht, Richi fast ebenso schnell leider verloren. Nach den weiteren Remis von Dusan und Niklaus rettete Sepp am 6. Brett mit einem Sieg den einen Mannschaftspunkt.
In der 6. Runde hatten wir einen sehr starken Gegner, wir kamen mit Pech zu einem 3:3. Mit etwas mehr Wettkampfglück hätte Zivica die Dame nicht hingestellt oder Hanspeter hätte einen der Gewinnzüge gefunden und nicht Remis machen müssen.
In der 7. Runde war uns das Glück nicht mehr hold, wir verloren 2:4 gegen Wil. Gegen eine deutlich schwächere Mannschaft haben Jean-Pierre, Matthias, István und Zivica bloss ein Remis erreicht, Roland und Dusan haben sogar verloren.
So haben wir die Saison im 3. Rang beendet.
Zimmerberg 3 (Resultate auf der SSB Homepage: Zimmerberg 3)
Sepp remisierte gegen seinen Gegner am ersten Brett obwohl Sepp 153 Elo
Punkte mehr hat.
Am 2. Brett verlor Istvan nach hartem Kampf sein Gegner hatte aber auch 284 Elo Punkte mehr vorzuweisen.
Godi ging am 3. Brett gegen einen ca. gleich starken Gegner ebenfalls als Verlierer vom Brett.
Am vierten Brett spielte Thomas eine super Partie und gewann souverän.
Daniel hatte am 5. Brett ebenfalls kein Problem zu gewinnen, hatte er auch ca. 150 Elo Punkte mehr.
Am 6. Brett remisierte Kerem und rettete uns das Unentschieden.
In der 4. und 5. Runde konnten wir siegen und beenden die Saison auf dem guten 3. Rang.
Infolge einiger Rücktritte in verschiedenen Mannschaften ist dies bis auf weiteres die letzte Saison der dritten Mannschaft in der SMM gewesen.