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Schwyz, 14. September 2015
Hochschule Rapperswil - Kommission wirbt für Trägerschaft
(KR/i) Die Konkordatskommission unter der Leitung ihres Präsidenten, Kantonsrat Max Helbling, beantragt dem Kantonsrat, die Trägerschaft in der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) beizubehalten.
Die Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) wurde im Jahr 1972 als Interkantonales Technikum Rapperswil (ITR) eröffnet. Bis zum Austritt von Zürich im Jahr 2008 wurde die Schule von den vier Kantonen Zürich, St. Gallen, Schwyz und Glarus getragen. Im Jahr 2008 ist Zürich als grösster Zulieferant von Studierenden aus der Trägerschaft ausgetreten, um sich auf die Hochschulen im eigenen Kanton zu konzentrieren. Die Trägerschaft der Schule wurde daraufhin mit einer Verwaltungsvereinbarung, die bis September 2016 gilt, provisorisch geregelt. Diese Übergangslösung ist nun durch die drei Regierungen von St. Gallen, Glarus und Schwyz intensiv neu verhandelt worden. Nun gilt es für den Kantonsrat Schwyz die Fragen zu klären, ob eine weitere Trägerschaft angebracht ist und es gilt das neue Trägerschaftsmodell in Bezug auf Kosten, Mitsprache und wirtschaftliche Effekte zu beurteilen.
Am 9. September hat sich die Konkordatskommission, als zuständige vorberatende Kommission des Kantonsrates, dem Thema Hochschule Rapperswil intensiv gewidmet. Die Regierung hat bekanntlich den Nichtbeitritt und folglich den daraus resultierenden Austritt aus der Trägerschaft zuhanden des Kantonsrates beantragt. In diesem Fall würde die HSR in der Trägerschaft von St. Gallen und Glarus verbleiben. Auf die Studierenden aus dem Kanton Schwyz hätten die Änderungen in der Trägerschaft keine Auswirkungen, weil der Zugang zu den Fachhochschulen über die interkantonale Fachhochschulvereinbarung (FHV) geregelt ist.
Folgende Faktenlage hatte die Kommission deshalb zu beurteilen und gegeneinander abzuwägen: Wie ist der Kanton Schwyz generell in die Fachhochschullandschaft eingebunden? Wie sind die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Hochschule Rapperswil insbesondere auf den äusseren Kantonsteil? Welche Effekte wären bei einem Austritt zu erwarten? Wie sind die finanziellen Auswirkungen und Risiken auf unseren Kanton? Wie ist die Mitsprache in der Hochschulführung?
All diese Fragen führten zu intensiven Diskussionen. Klar ist, dass sich der Kanton Schwyz bereits in der Trägerschaft der Fachhochschule Zentralschweiz engagiert und selber die pädagogische Hochschule Schwyz führt. Ein Trittbrettfahren auf Kosten anderer Kantone liegt folglich in keiner Weise vor. Ebenso klar ist, dass der Kanton Schwyz ein ungelöstes Finanzproblem hat, das auch mit dem NFA zusammenhängt. Unklar und umstritten war dagegen, wie weit die wirtschaftlichen und forschungstechnischen Verflechtungen den Kanton Schwyz bei einem Austritt negativ tangieren würden. Die zukünftige minimale Mitsprache des Kantons Schwyz bei der Hochschule Rapperswil löste gleichermassen keine Begeisterung aus. Eine parlamentarische Kontrolle wie bei der Hochschule Luzern ist nicht vorgesehen.
Trotzdem kam die Konkordatskommission zum Schluss, dass die allfälligen Standortnachteile im äusseren Kantonsteil sowie das negative Signal für die Bildungslandschaft höher zu gewichten sind als die beschränkte Mitsprache und die Einsparung von Fr. 1.75 Mio. Die Konkordatskommission beschloss daher mit knappem Mehr, dem Kantonsrat einen weiteren Verbleib in der Trägerschaft zu empfehlen; dies entgegen dem Antrag des Regierungsrates.
Konkordatskommission