Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03153.jsonl.gz/2449

Die anlässlich des Forums in Bern anwesenden Präsidentinnen und Präsidenten von impressum sehen die Pressevielfalt für gefährdet an und fordern in einer Resolution, dass der Abbau gestoppt werde. Sie verlangen, dass die Erträge aus dem online-Anzeigemarkt, der einen substantiellen Teil der Gewinne der grossen Medienunternehmen Tamedia, Ringier Axel Springer und Ringier ausmacht, in den Journalismus reinvestiert werden. Sie fordern die politischen Behörden der grossen Städte, der Kantone und des Bundes auf, diese Unternehmen an ihre gesellschaftliche Verantwortung zu erinnern und selbst Projekte zu lancieren, um den unabhängigen Journalismus direkt zu unterstützen und zu fördern.
Medienschaffende von „Il Caffè“ müssen sich wegen Verleumdung und unlauteren Wettbewerbs vor Gericht verantworten. Die Tessiner Wochenzeitung hatte zuvor eine Serie von Reportagen über einen schweren Fehler in einer Klinik der Genolier-Gruppe veröffentlicht. impressum – die Schweizer JournalistInnen ist empört über diesen Versuch, die Redaktion durch Einschüchterung zum Schweigen zu bringen und unterstützt den Tessiner Aufruf für die Medienfreiheit.
An der Mitgliederversammlung des Verbands Schweizer Medien vom 22. September haben die Verleger ihren Entscheid von 2015 bestätigt, mit impressum und syndicom GAV-Verhandlungen aufzunehmen. Den Versammlungsunterlagen wurde ein GAV-Entwurf beigelegt, der nur minimale Regelungen enthält. Wir arbeiten nun daran, unseren eigenen GAV-Entwurf zu erstellen, der die Grundlage der Verhandlungen bilden soll.
Der RTS-Journalist Joël Boissard hat einen Fehler im System des elektronischen Wahlsystems aufgezeigt, indem er im März 2015 selbst zweimal abstimmen konnte und dann den Systemfehler sofort der Staatskanzlei angezeigt hat. Trotzdem erliess nun die Bundesanwaltschaft Strafbefehl. Sie beschuldigt Boissard des vorsätzlichen Missbrauchs politischer Rechte. impressum sieht in dieser Bestrafung eine schwere Verletzung der Medienfreiheit.