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Bei der Studie von Victor Surbek zum Gemälde «Bergbach» (1939), das ebenfalls in der Sammlung des Kunstmuseums Thun vertreten ist, sind zwar nicht alle Partien gleichermassen ausgearbeitet, doch stimmt sie mit dem gemalten Bild weitgehend überein. Fast exakt halb so gross wie dieses und mit einem feinen Raster versehen, dient die Zeichnung dem Künstler auch optimal zur massstabgetreuen Übertragung auf die Leinwand. Trotz der räumlichen und plastischen Wirkung des Gesteins und des Wasserlaufs, wirkt das Sujet durch die Nahsicht und den Ausschnitt eher plan. Ohne merkliche perspektivische Verjüngung, ohne eigentlichen Vorder- und Hintergrund, türmt sich der Bach förmlich vor uns auf und wirkt dadurch umso präsenter und wuchtiger.
Als Studie und Zeichnung ist das Blatt auch beispielhaft für Surbeks Schaffen. Beim Malen geht er häufig von genau gezeichneten Vorlagen aus und setzt das Zeichnen allgemein mit dem Erfinden gleich, als Wagnis und gleichzeitig als wohlbedachte Annäherung ans Motiv.
Marc Munter
Diese Zeichnung ist eine Studie.
Der Künstler sucht auf diese Weise ein Motiv für ein Bild.
Hier ist der untere Teil ausgearbeitet
und der obere Teil ist nur angedeutet.
Der Berg-Bach türmt sich im Hoch-Format auf.
Die Land-schaft rechts und links ist ohne Bedeutung.
Diesen Berg-Bach gibt es auch als Gemälde.
Es ist doppelt so gross.
Das Motiv und die Aufteilung sind gleich
wie in der Studie.
Sara Smidt