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Die Geschichte des Vereins
Der Hundesport Flawil in seiner heutigen Form hatte schon 3 Vorgänger:
-Der Kynologische Verein Untertoggenburg
-Der Kynologische Verein Flawil
-Der Kynologische Verein Untertoggenburg
-Und in der heutigen Form der Hundesport Flawil
Wie aus Akten ersichtlich wurde im Februar 1941 in Flawil der Kynologische Verein Untertoggenburg gegründet. Die vorhandenen Unterlagen sind teils lückenhaft und geben ein bedauerndes Bild, wie die ersten Kriegsjahren mit den vielen Aktivdiensten mit sich brachten. Als Präsident leitete August Frisch Käserei Langacker, Flawil und Jean Bopp, Algetshausen die Geschicke des Vereins. Die Vereinsprüfung vom 16. August und die Kriegshundeprüfung vom 17. August 1941 hinterliessen bei der Bevölkerung einen sehr guten Eindruck.
Innere Zerwürfnisse und ungenügende Futterbeschaffung für die Hunde, der Lebensmittelrationierung wegen, werden wohl die Gründe gewesen sein, die zur Auflösung des Vereins 1943 geführt hatten. Nach dreijährigem Unterbruch wurde am 19. Januar 1946 im Gasthaus Krone in Flawil der Kynologische Verein Flawil gegründet und Hans Somm wurde als Präsident gewählt. Unstimmigkeiten und fehlendes Interesse bewegten zum Rücktritt des Präsidenten und der Verein drohte wieder zu versinken.
Adolf Äschbach übernahm die provisorische Leitung und nahm Kontakt auf mit dem ehemaligen Präsidenten des Kynologischen Verein Untertoggenburg. An der Gründungsversammlung vom 21. Februar 1948, im Gasthaus Krone Flawil, waren 17 von 23 Mitglieder anwesend, unteranderem wurde abgestimmt das der Name Kynologischer Verein Untertoggenburg wieder eingeführt werden soll. Die Teilnehmer beschlossen einstimmig diese Namensführung und der 70 Jährige Adolf Äschbach wurde zum Präsidenten gewählt.
Am 1. Januar 1949 wurde der Verein in die SKG aufgenommen, unter diesem Datum wurden auch neue Statuten geschaffen. An der Hauptversammlung vom 22. Januar 1950 legte Adolf Äschbach, der Gründungspräsident, mit seinen 72 Jahren sein Amt nieder und wurde mit grossem Applaus zum Ehrenpräsidenten ernannt.
Aus zahlreichen Protokollen und Leistungsergebnissen konnte man entnehmen das im Verein, besonders unter der Leitung von Emil Moosberger sehr intensiv mit den Hunden gearbeitet wurde. Davon erzeugten viele hervorragende Resultate. Besonders Gruppenwettkämpfe wurden bestritten und man konnte auch Podestplätze erreichen. Aber sie wollten nicht nur auswärtige Veranstaltungen besuchen, sondern auch selber welche organisieren und durchführen. Nebst den gewöhnlichen Prüfungen führten sie auch Anlässe der NOV durch, nämlich die NOV-Prüfung vom 23. März 1952 in Uzwil und er NOV-Gruppenwettkampf vom 12. Juni 1955 in der Reithalle Flawil unter der Leitung von Jakob Ramsauer.
Im Herbst 1958 wurde der Übungsbetrieb wegen dem grossen Hundesterben eingestellt. Man wollte der grassierenden Staupe auch auf diesem Weg das Handwerk legen. Wie stark die Seuche wütete, ging aus einer Mitteilung des Tierarztes hervor, dass an einem einzigen Tag in Uzwil mehr als 17 Hunde aller Altersklasse dahingerafft wurde. Ein trauriger Tag in der Geschichte war auch der 27. Dezember 1961 als unser Gründungspräsident Adolf Äschbach im alter von 83 Jahren sanft entschlafen ist. Doch das Leben ging weiter und brachte wie immer Freud und Leid. Besonders die Weihnachtswoche 1964 brachte viel Ärger und Bestürzung. Unserem langjährigen Mitglied Ernst Reifler wurden bei einem Spaziergang seine beiden jungen Groenendael, angeblich beim Wildern, von der Jägerschaft erschossen.
Im Jahre 1966 wurde eine kleine "Hündeler-Hütte" im Frondienst beim Neuhaus gebaut mit Materialraum und 12 Hundeboxen.
In all den Jahren gehörten der Familienbummel, die Leistungsmärsche, welche auch diesen Namen verdienten, sowie der "Hündeler-Stamm" jeweils einmal im Monat, zum festen Jahresprogramm. Dasselbe gilt auch für den Chlausabend. Im Jubiläumsjahr 1973 wurde die NOV-Herbstprüfung vom 11. November übernommen. Um den dazumal benachteiligten Hündelern mit ihren stammbaumlosen Hunden eine Startmöglichkeit zu bieten, organisierte der KVU am 21. Oktober gleichen Jahres erstmals eine Prüfung bzw. einen Leistungstest für Hunde ohne Stammbaum. Dieser Anlass fand sehr grossen Anklang und wurde in den Jahren 1974,75,77 und 79 wiederholt.
Am 1. Mai 1980 wurde die ganze Neuhaus Liegenschaft von der Firma Gebr. Bühler in Uzwil übernommen, was vorerst den Verlust des angestammten Übungsgeländes bedeutete. Für gut 2 Jahren wurde ein Grundstück östlich von Wielen zum Wirkungsfeld für unsere Übungen und Erziehungskurse. Nach zähen Verhandlungen mit einigen Auflagen konnte das Übungsgelände beim Neuhaus wieder zurück gewonnen werden. Ja es gelang sogar, 1984 das Gartenhaus zu mieten und zum heimeligen Klublokal im Frondienst umzubauen, wo sich alle sehr wohl fühlten.
Doch es sollte keine bleibende Stätte werden, denn die Firma kündigte den Vertrag vor Ablauf der selben, im Jahre 1990. Als Real Ersatz wurde das Grotto bei der Kantine angeboten, welches bis ende 1994 das "zuhause" war. Nach intensiver Suchaktion und einigen Verhandlungen wurde man in Zuzwil fündig, in der leisen Hoffnung, hier die bleibende Stätte gefunden zu haben.
Mit wenigen Ausnahmen führte der KVU jedes Jahr eine offizielle Prüfung durch, besonders seitdem 1. Juli 1982 auch die stammbaumlosen Hunde an der Prüfung zugelassen werden, mit der Einschränkung, dass sie ein grünes Leisungsheft besitzen.
Aber auch sonst tat sich einiges im KVU. die Gruppe Flawil war in der Zwischenzeit auch stark angewachsen und trug sich mit dem Gedanken eine eigene Sektion aufzubauen. Nach langem hin und her wurde an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 16. September 1994 im Restaurant Rebstock in Alterswil ihrem Willen entsprochen und man trennte sich in Frieden, verbunden mit den Glückwünschen auf gutes Gedeihen der neuen Sektion.
Der HSF Hundesport Flawil wurde in der heutigen Form ins leben gerufen.
In den Riedern auf dem Gelände der Landwirtschaftlichen Schule, hielt man schon früher diverse Trainingsheinteiten ab, jetzt konnte man auch noch die Scheune neben dem ehemaligem Weisenhaus pachten, in unzähligen Frondiensten baute man ein gemütliches Klublokal und richtete ein Materialraum ein. Unter der Leitung als Präsident Luzio Florian und Hauptübungsleiter Roberto Brühwiler wurden diverse Sparten geführt, Schutzdienstgruppe, Begleitgruppe, Sanitätsgruppe, Agilitygruppe und eine Plauschgruppe gehörten dazu.
Schon in den 1990ern war unser junger Verein sehr aktiv und führte Agility Meetings, interne und offizielle Prüfungen, Nachtübungen, Hundeerziehungskurse, auswärtige Trainingswochen, Kurse und Weiterbildungen durch. Auf dem Gelände des HSF fanden Kör-Veranstaltungen des Retrieverclubs Schweiz statt und offizielle Weiterbildungen der SKG-Instruktoren. Unsere Mitglieder trainierten zweimal wöchentlich in verschiedenen Sparten und sassen gerne (und manchmal lange) im gemütlichen Clubhaus.
Maibummel, Klaushöck, Fondueplausch, Winterfackelwanderung, Kegelabend und Kartrennen gehörten zum Programm, das auch den Familienmitgliedern der Hündeler Spass machte. Tüchtige Hüttenwarte, engagierte Gruppenleiter und initiative Vorstands-
mitglieder machten all dies möglich.
Dank der guten finanziellen Lage konnte im 2007 die neue Clubhaus-Küche eingebaut werden.
Mit Erziehungskursen, Plauschmilitarys, Verkaufsdemos, flossen nebst den Jahresbeiträgen ansehnliche Beträge in die Kasse. Das Trainingsgelände wurde erweitert und mit Scheinwerfern ausgerüstet. Im 2009 wurde die Ueberdachung des Aussensitzplatzes konstruiert. Viel Fronarbeit und handwerkliches Geschick steckte in den Projekten.
In den Folgejahren wuchs der Verein laufend und erreichte im Jahre 2010, zum 15jährigen Vereinsjubiläum die Höchstzahl von 104 Mitgliedern.
Der offizielle Trainingstag war jeweils der Sonntag, mit zusätzlichen Trainings an Wochentagen. Nationale und internationale Prüfungserfolge auf allen Sparten zeugten von gewissenhaftem Training. Sechs Uebungsleiter und der Hauptübungsleiter standen im Einsatz. Es wurde trainiert in BH- und Sanigruppen, Schutzgruppe, Sportgruppe.
Die Kleinhundegruppe und Agility wurden ins Leben gerufen. Die Plausch- und Familienhundegruppe platzte zeitweise fast aus den Nähten. Welpen- und Junghundekurse fanden statt.
Stets präsente Hüttenwarte und Helfer, gemäss Hüttenplan, umsorgten die Mitglieder Sonntags nach dem Training mit Speis und Trank. Geselligkeit wurde gepflegt, „Hündler-Latein“ ausgetauscht.
Viele Anlässe die Geselligkeit und Kameradschaft förderten standen auch in diesen Jahren auf dem Programm:
Maibummel, Nachtübungen, Ausflüge, Schlussabende, Plauschturniere,
Teilnahme und Präsenz des HS am Dorfgeschehen wie Fasnacht, Feier 150 Jahre Flawil, Neigungswoche Schule.
Im 2008 und den folgenden Jahren verlangten neue Vorschriften und Gesetze Anpassungen im Bereich Kurse HHB (Hundehalterbrevet) und SKN (Sachkundenachweis.) Die Erziehungskurse konnten demzufolge nicht mehr geführt werden.
An der GV 2012 zählte der Verein 77 Mitglieder (2010 104), was die Verantwortlichen zur Frage drängte: „HS Flawil wie weiter“? Motivation und Engagement vieler Mitglieder sind nicht mehr wie früher vorhanden.
Der scheidende Präsident Heinz Moosberger, seit 22 Jahren Hündeler und Gründungsmitglied des HS Flawil, hatte verschiedene Hochs und Tiefs im Vereinsleben und in diesbezüglichen zwischenmenschlichen Bereichen erlebt. Er hat viel und Grosses geleistet und wird nach 20 Jahren Engagement zum Ehrenmitglied ernannt.
Patrick Naef, neuer Präsident ab 2012, wird den Verein zusammen mit dem Vorstand in die Zukunft führen. Hauptübungsleiter Marco Zanin wird mit seiner 20-jährigen Erfahrung im Verein Flawil, die Geschichte des HS Flawil mitgestalten.
Das Amt des Präsidenten hatten inne:
1995 - ? Luzio Florian
1997 – 2000 Brigitte Lo Russo
2001 Erwin Osterwalder (interiemsweise)
2002 – 2006 Kurt Richener
2007 - 2011 Heinz Moosberger
2012 - Patrick Naef