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Bill Cosby verliert seine letzte prominente Unterstützerin. Nach neuen Hinweisen auf sexuellen Missbrauch durch den Schauspieler sagt nun auch Whoopi Goldberg: «Alle Informationen weisen auf seine Schuld hin.»
Whoopi Goldberg stand Bill Cosby immer zur Seite. Über Monate hinweg. Selbst als in der vergangenen Woche Gerichtsakten belegten, dass der Schauspieler 2005 selbst eingeräumt hatte, Frauen mit Drogen gefügig gemacht zu haben, nahm Goldberg Cosby in Schutz. Sie glaube so lange an die Unschuld eines Menschen, bis das Gegenteil bewiesen sei, sagte die Schauspielerin. Sie wurde selbst heftig dafür kritisiert.
Nun hat die 59-Jährige ihre Meinung geändert. «Alle Informationen, die öffentlich sind, weisen auf Cosbys Schuld hin», sagte Goldberg in ihrer Talkshow «The View». In der NBC-Sendung hatte ihr der Jurist Daniel Abrams zuvor erklärt, dass die meisten Vorwürfe niemals gerichtsfest bewiesen werden könnten, weil sie verjährt seien. «Aber es ist unmöglich zu ignorieren, dass diese Geschichten schlüssig sind», sagte Abrams.
«Das schockiert mich», sagte Goldberg, nachdem ihr klar wurde, dass die Verjährungsfristen ein Verfahren gegen Cosby unmöglich machten. Sie forderte die Zuschauer auf, ihre Abgeordneten unter Druck zu setzen, damit sie für eine Gesetzesänderung sorgen. Zu ihrer Meinung über Cosby sagte Goldberg: «Ich kann nicht mehr sagen: ‹Er ist unschuldig bis zum Beweis seiner Schuld›. Das kann ich nicht mehr sagen, weil es keine Möglichkeit gibt, seine Schuld zu beweisen.»
Cosby hat sich bislang nicht zum Meinungswandel seiner Unterstützerin geäussert. (syd/AP)