Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03229.jsonl.gz/1934

Ehemalige Moore, die landwirtschaftlich genutzt werden, bedürfen angepasster Nutzungsformen, damit die hohen CO2-Emissionen deutlich verringert werden können.
Die Nutzung ehemaliger Moore über Jahrzehnte bis Jahrhunderte für Land- und Forstwirtschaft hat sowohl die Fläche als auch den Zustand der organischen Böden in der Schweiz erheblich verändert. Heute ist nur noch ein kleiner Teil (ca. 30'000 ha) von ehemals vermutlich über 100'000 ha überhaupt vorhanden. Der Flächenverlust ist zu einem grösseren Teil auf die Oxidation des Torfs nach der Entwässerung, zu einem kleineren Teil auf den im letzten und vorletzten Jahrhundert verbreiteten Torfgewinnung zurückzuführen. Die meisten der verbliebenen organischen Böden sind nun unter landwirtschaftlicher Nutzung. Diese Böden weisen, im Vergleich zu naturnahen Standorten oder solchen unter Wald, grösstenteils einen fortgeschrittenen Zustand des Torfabbaus auf, der sich sowohl in geringeren Torfmächtigkeiten als auch durch eine veränderte chemische Zusammensetzung der organischen Substanz zeigt. Das mit dem Abbau kleiner werdende Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff legt nahe, dass diese Böden erhebliche Stickstoffmengen freigesetzt haben und dieser Prozess weiterläuft. Dies gilt es, zusammen mit den für diese Böden typischerweise hohen CO2-Emissionen, bei der Entwicklung angepasster Nutzungsformen zu berücksichtigen.