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Drohnen haben einen signifikanten Einfluss in den verschiedensten Bereichen erreicht. Doch die Nutzung von Drohnen in abgelegenen und wilden Gebieten wie der Antarktis wird immer noch diskutiert, vor allem aus umweltschützerischen Gründen. Trotzdem haben sich die UFOs (Unbemannte Flugobjekte) zu unseren Augen am Himmel entwickelt und helfen in vielen Bereichen. Die australische Antarctic Division haben jetzt zum ersten Mal eine Drohne für Navigationszwecke genutzt. Aufnahmen eines Quadkopters haben dem australischen Eisbrecher Aurora Australis geholfen, einen Weg durch dichtes Packeis zu australischen Station Casey zu finden.
Einen Weg durch dichtes Packeis zu finden, ist schon immer eine knifflige Aufgabe für Schiffe in antarktischen Gewässern gewesen. Nun ist eine neue Technologie verfügbar: Ein Quadkopter, eine Drohne, hat dem australischen Eisbrecher Aurora Australis geholfen, während der jährlichen Versorgungsfahrt zur Station Casey durch das Meereis zu navigieren. Gestartet war das Gerät vom Hinterdeck des Schiffes und versorgte die Mannschaft mit Echtzeitaufnahmen der Meereisbedingungen vor dem Schiff. Dadurch konnten Navigationsentscheidungen verbessert werden.
Der Verantwortliche Leiter für Zukunftsfragen bei der Australian Antarctic Division (AAD), Matt Filipowski, erklärte, die Drohne sei ein wertvolles zusätzliches Hilfsmittel für die Eisnavigation, die auch Satellitenaufnahmen und Radar nutzt. «Dies ist das erste Mal, dass die AAD Drohnen eingesetzt hat, um Schiffsoperationen zu unterstützen», erklärt Matt Filipowski.
Die Beweisflüge wurden von der Australischen Firma Australian UAV, die von der australischen Flugsicherheitsbehörde zertifiziert ist, durchgeführt. Der Leiter James Rennie erklärte, dass das Projekt einige technische Hürden zu überwinden hatte. «Die Elektronik mag keinen Schnee, die Batterien mögen keine Kälte und der Kompass der Drohne mochte nicht die tausende Tonnen Stahl des Schiffes», sagte er weiter. «Da der Kompass sich nicht auf dem Schiff kalibrieren konnte, er aber mit dem GPS der Einheit zusammenarbeiten musste, bestand die Möglichkeit, dass das Gefährt unvorhersehbare Bewegungen vollführen könnte. Wir fanden heraus, dass durch das Abschalten der GPS-Einheit und die Drohne rein manuell zu fliegen, eher zum Erfolg führen würden und das benötigte Bildmaterial liefern würde.»
Der Quadkopter vollzog fünf Flüge während der neun Tage dauernden Fahrt zur Station und benötigte acht Minuten für jeden Flug, um die notwendigen Daten zu sammeln. «Im Gegensatz zu einem Hubschrauber kann eine Drohne in wenigen Minuten startklar sein, kostet nur wenig in der Nutzung und benötigt nur wenig kostbaren Stauraum. Denn sie braucht nur 4m x 4m, um zu starten», erklärt Matt Filipowski weiter. Eine Entscheidung bezüglich der zukünftigen Nutzung dieser Technologie wird erst nach einer gründlichen Durchsicht aller Daten und Berichte getroffen.
Die Firma Australian UAV setzte auch eine Starrflügel-Drohne ein, um das Gebiet rund um die Station Casey zu kartographieren. Sie benötigten für ein 30 Hektar grosses Gebiet (das entspricht 30 Fussballfeldern) gerade mal 20 Minuten. Die gesammelten Daten werden für die Umweltmanagementplanung verwendet. Die Verwendung von Drohnen durch Australier in Antarktika wird durch die australische Flugsicherheitsbehörde reguliert. Ausserdem bestehen Bestimmungen innerhalb des Antarktisvertrages bzw. der Umweltprotokolle und es sind Bewilligungen notwendig, um Drohnen in der Antarktis zu nutzen.
Quelle: Australian Antarctic Division
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