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Rebecca Solnit ist eine der wichtigsten feministischen Denkerinnen unserer Zeit. Ihr Essay Wenn Männer mir die Welt erklären hat weltweit für Furore gesorgt: Scharfsinnig analysiert Solnit männliche Arroganz, die die Kommunikation zwischen Männern und Frauen erschwert. Voller Biss, Komik und stilistischer Eleganz widmet sie sich in ihren Essays dem augenblicklichen Zustand der Geschlechterverhältnisse.
Ein Mann, der mit seinem Wissen prahlt, in der Annahme, dass seine Gesprächspartnerin ohnehin keine Ahnung hat - jede Frau hat diese Situation schon einmal erlebt. Rebecca Solnit untersucht dieses Phänomen und weitere Mechanismen von Sexismus. Sie deckt Missstände auf, die meist gar nicht als solche erkannt werden, weil Übergriffe auf Frauen akzeptiert sind, als normal gelten. Dabei befasst sich die Autorin mit der Kernfamilie als Institution genauso wie mit Gewalt gegen Frauen, französischen Sex-Skandalen, Virginia Woolf oder postkolonialen Machtverhältnissen. Leidenschaftlich, präzise und mit einem radikal neuen Blick zeigt Rebecca Solnit auf, was längst noch nicht selbstverständlich ist: Für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gilt es, die Stimme zu erheben.
Portrait
Rebecca Solnit, Jahrgang 1961, ist eine der bedeutendsten Essayistinnen und Aktivistinnen der USA. Seit den 1980er Jahren beschäftigt sie sich vor allem mit Menschenrechtsfragen und Problemen des Umweltschutzes. Sie studierte Journalismus in San Francisco und Berkeley, ist Herausgeberin des Magazins Harper's und schreibt regelmässig Kolumnen für den Guardian. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Rebecca Solnit lebt in San Francisco.
Mit ihren Essays schafft Rebecca Solnit einen Raum für aktuellen Feminismus.
Persönliche Anekdoten, der Werdegang "der Frau" in der Gesellschaft und soziale Problematiken werden aufgegriffen, in Verbindung gesetzt und analysiert.
Diese Sammlung sollte man sich nicht entgehen lassen.
von einer Kundin/einem Kunden am 27.09.2019
Bewertet: anderes Format
Ein komplexes Essay über Feminismus, machtpolitische Strukturen und dem Zusammenhang zwischen Stammbäumen und der Veränderung der Geschichte durch Auslassen der weiblichen Ahnen. Interessant und sehr aufschlussreich!
Interessant, fundiert und immer noch aktuell
von einer Kundin/einem Kunden aus Leverkusen am 20.07.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch
Solnit steigt mit dem ein, was der Titel verspricht: Situationen, in denen Männer als Welterklärer auftraten, obwohl sie selbst genug vom Thema wusste (oder er gar nicht mal so informiert war, wie er tat). Sowohl die Autorin als auch viele Frauen kennen solche Situationen, ohne gleich die gesamte Männerwelt zum Teufel zu jagen.
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Solnit steigt mit dem ein, was der Titel verspricht: Situationen, in denen Männer als Welterklärer auftraten, obwohl sie selbst genug vom Thema wusste (oder er gar nicht mal so informiert war, wie er tat). Sowohl die Autorin als auch viele Frauen kennen solche Situationen, ohne gleich die gesamte Männerwelt zum Teufel zu jagen.
Dementsprechend schreibt Solnit zunehmend differenzierter und im Mittelteil mit vielen Rückgriffen auf Virginia Woolf über dieses große, aktuelle und nicht ganz einfache Thema namens Kommunikation.
Insofern bietet Solnits Essay auch einen guten Überblick über Woolfs Werk für diejenigen, die mit dem Thema Feminismus bzw. mit früheren Vordenkerinnen zum Thema Frauenrechte noch nicht so vertraut sind.
Sehr zu empfehlen!