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Der Baukörper bildet zur Strassenkreuzung Neumünsterallee/Signaustrasse ein winkelförmiges Volumen und schafft so im Südosten einen sonnigen Gartenraum. Die drei versetzt angeordneten Einschnitte im Volumen bilden peripher liegende Lichthöfe aus und verleihen dem Baukörper eine mäandernde Form, die Innen- und Aussenraum miteinander verklammert. Einer der Einschnitte ist zur Morgensonne und zum Gartenraum orientiert, einer zur Mittagssonne und Richtung Platanenallee, der dritte schliesslich zur Abendsonne und zu den gegenüberliegenden Villengärten. Brückenartig gespannte Terrassenplatten umfassen die Einschnitte, betonen das Hauptvolumen und ermöglichen gleichzeitig Blicke in die Tiefe des Gebäudes. Durch diese offenen «Terrassenbrücken» sind die Lichthöfe mit Abmessungen von zirka 7,50 x 8,50 Meter nicht nur von oben, sondern auch von der Seite belichtet.
Die Wohnungen sind jeweils winkelförmig um die Lichthöfe gelegt, welche dadurch auch als optische Ausweitungen der Wohnungen fungieren. In den drei Hauptgeschossen sind dem Ost- und Westhof je eine 5,5-Zimmer-Wohnung, dem Südhof zwei 4,5-Zimmer-Wohnungen, im Attikageschoss dem Osthof eine 4-Zimmer-Wohnung, dem Westhof eine 2,5-Zimmer-Wohnung und dem Südhof eine 7-Zimmer-Wohnung zugeordnet.
Die Lichthöfe erlauben es, die grosse Gebäudetiefe auszunutzen und alle Wohnräume sowie die Küchen und die grossen Bäder mit natürlichem Licht zu versorgen. Eine grosszügige Diele bildet das Zentrum jeder Wohnung. Seitlich vom Hof aus belichtet, vermittelt sie zwischen der Abfolge privater Schlafräume und dem Wohnzimmer. Ihr ist keine spezifische Nutzung zugeschrieben, sie kann als Esszimmer oder Arbeitsraum genutzt werden oder den Kindern Platz zum Spielen bieten. Das Wohnzimmer öffnet sich zur seitlichen Terrasse sowie nach aussen und steht in direktem Kontakt zur Küche, die sich ebenfalls zum Hof orientiert. Man betritt das Gebäude im abgesenkten Erdgeschoss über die Treppe oder die Rampe und gelangt durch eine grosszügige Halle, die über den mittleren Hof belichtet wird, zu den beiden Erschliessungskernen. An der Halle sind überdies direkt zugängliche Ateliers angeordnet, die als Büro- oder Hobbyräume gemietet werden können.
Betonwände und -platten bilden die Tragstruktur des Gebäudes. Holzmetallfenster, eine durchgehend 20 Zentimeter starke Wärmedämmung und ein feiner Putz auf einer hinterlüfteten Plattenverkleidung bilden die Gebäudehülle, die dem Minergie-Standard gerecht wird.
In Zusammenarbeit mit dem Künstler Adrian Schiess wurden die Oberflächen in den Höfen mittels eines silbrig schimmernden Anstrichs ‚lichtführend‘ gestaltet, während für die äusseren Fassaden ein dunklerer Grauton festgelegt wurde. Ein leuchtender, kupferfarbener Anstrich im Eingangsbereich und hochglänzende Perlmuttfarben für die Schrankfronten in den Wohnungen verfeinern und vertiefen das Spektrum changierender, «lichttragender» Farben im Inneren. Ein Wasserbassin auf dem Grund des mittleren Lichthofs reflektiert das Himmelslicht und prägt die Stimmung des Eingangsbereichs. In den übrigen Lichthöfen wurden hochgewachsene, feinblättrige Eschen gepflanzt. Die Gartengestaltung besteht aus leicht abgestuften Ebenen mit unterschiedlichen Bepflanzungen. Bodendeckende immergrüne Pflanzen und einzelne Strauchgruppen bilden zusammen mit der geschützten Gartensockelmauer und dem schmiedeisernen Zaun den traditionellen Vorgartenbereich. Im südöstlichen Gartenraum, dem Aufenthaltsort von Kindern und Erwachsenen, sind Baumgruppen in die grüne Wiesenfläche gesetzt.