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Donald Sterling erlangte weltweite Berühmtheit als Basketballteam-Besitzer, der keine Schwarze mag: Seine Freundin V. Stiviano solle gefälligst keine Schwarzen zu seinen Spielen mitnehmen, ist unter anderem auf einem Gesprächsmitschnitt zu hören, der Ende April vom Klatschportal TMZ veröffentlicht wurde.
Nun hat sich Sterling, Boss der Los Angeles Clippers, erstmals seit dem Skandal selbst zu Wort gemeldet:
«Ich bin ein gutes Mitglied, das einen Fehler gemacht hat und nun um Vergebung bittet», so Sterling im Exklusivinterview mit CNN-Talkmaster Anderson Cooper. «Kann man einem keinen Fehler verzeihen? Nach 35 Jahren? Ich meine, ich liebe meine Liga, ich liebe meine Partner. Es ist ein schlimmer Fehler, und ich werde ihn nie wieder machen.»
Richtig schuldig mag sich Sterling aber nicht bekennen. Vielmehr ist er der Meinung, von seiner (inzwischen) Ex-Freundin Stiviano «geködert» worden zu sein:
«Wenn ich mir die Aufnahme anhöre, weiss ich gar nicht, wie ich solche Worte überhaupt sagen konnte ... ich weiss nicht, wieso das Mädchen mich dazu brachte. Ich wurde geködert ... ich meine, das ist nicht die Art, wie ich rede. Ich rede grundsätzlich nicht über Leute. Ich rede über Ideen und Anderes, nicht aber über Leute [...]», sprach Sterling und lästerte danach ausgiebig über Basketballlegende Magic Johnson, der seiner Meinung nach kein gutes Beispiel für die Kinder von Los Angeles sei.
Gegen Sterling gab es bereits in der Vergangenheit Rassismusvorwürfe. Die Regierung verklagte ihn, weil er sich geweigert haben soll, Wohnungen an Hispanics, Schwarze und Familien mit Kindern zu vermieten. 2009 endete der Streit mit einem aussergerichtlichen Vergleich: Sterling bezahlte 2,73 Millionen Dollar.
(obi)