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Bei einem Flugzeugabsturz nahe Moskau sind offenbar alle 65 Passagiere und die sechs Crewmitglieder ums Leben gekommen. Die russische Maschine zerschellte in einem unbewohnten Gebiet.
Unter den Opfern soll sich auch ein Schweizer Bürger befinden, wie russische Medien berichten. «Die Schweizer Botschaft in Russland wurde darüber informiert, dass an Bord ein Schweizer war», sagt Elena Abramowa, Pressesprecherin der Stadtverwaltung in Orsk gegenüber der Nachrichtenagentur «Interfax». Dieser soll auf einer Geschäftsreise gewesen sein.
Beim Absturz eines russischen Verkehrsflugzeugs sind am Sonntag alle 71 Insassen getötet worden. Dies teilte die Luftverkehrsbehörde in Moskau mit. Die Maschine mit 65 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern war vier Minuten nach dem Start vom Moskauer Flughafen Domodedowo vom Radar verschwunden.
Es seien Trümmerteile der Maschine vom Typ An-148 sowie mehrere Tote nahe der russischen Hauptstadt Moskau gefunden worden, teilte die Behörde der Agentur Tass zufolge am Sonntag mit.
Die Maschine der Fluggesellschaft Saratov Airlines ist nach verschiedenen Berichten in Stepanowskoe, westlich von Moskau, abgestürzt.
Präsident Wladimir Putin setzte eine Kommission zur Untersuchung des Absturzes ein, meldete das Staatsfernsehen. Der Chef des Ermittlungskomitees Russlands, Alexander Bastrykin, hat die Untersuchungen aufgenommen.
Das Flugzeug war unterwegs in die russische Stadt Orsk im Ural nahe der Grenze zu Kasachstan.
Die Fluglinie Saratov Airlines hat sich bisher nicht geäussert. Sie hatte die Maschine vom Typ Antonow An-148 mit der Registriernummer RA-61704 im Jahr 2017 gekauft. Vorher war die Maschine für die Fluglinie Rossija seit 2010 im Einsatz gewesen.
Der Grund für den Absturz ist unklar. In der Region, in der das Flugzeug zu Boden ging, schneit es, die Temperaturen liegen bei rund minus fünf Grad. Augenzeugen berichteten der russischen Nachrichtenagentur Interfax, dass das Flugzeug bereits brannte, als auf den Boden stürzte.
Flugzeugabstürze sind in Russland keine Seltenheit. Insgesamt gab es seit 2010 mindestens vier schwere Unglücke ziviler Verkehrsmaschinen mit zusammen mehr als 240 Todesopfern. Der letzte Absturz ereignete sich im März 2016. Damals stürzte eine Boeing 737-800 aus Dubai bei Sturm auf den Flughafen der Millionenstadt Rostow am Don. Die Maschine des Billigfliegers FlyDubai zerschellte in einem Feuerball. Alle 62 Menschen an Bord starben.
Zweieinhalb Jahre zuvor war eine Boeing 737-500 beim Anflug auf die russische Stadt Kasan hart auf der Landebahn aufgeschlagen und in Flammen aufgegangen. Es gab keine Überlebenden, 50 Menschen starben.
Update folgt.
(oli/sda/afp/dpa)