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Dr. Marrakchi betonte an der Veranstaltung «Sexualität und MS», dass meist nicht die MS-bedingten körperlichen Beschwerden das Hauptproblem sind, sondern das durch die Krankheit veränderte Selbstbild. Daher erwähnte er nur kurz die möglichen MS-bedingten Beschwerden wie Scheidentrockenheit, Erektionsstörungen, Inkontinenz, Libidoverlust und deren Behandlungsmöglichkeiten. Anschliessend liess er die Teilnehmenden in nach Geschlecht getrennten Gruppen darüber nachdenken, was sie sich unter einer «richtigen» Frau oder einem «richtigen» Mann vorstellen und was guter Beischlaf bedeutet.
Nach angeregtem Brainstorming der beiden Gruppen wurden die Ergebnisse in der Gesamtgruppe präsentiert. Dabei wurde festgestellt, dass gewisse Vorstellungen diametral entgegengesetzt sind. Daher ermunterte Prof. Dr. Sascha Marrakchi die Teilnehmenden, sich zu Hause über ihre sexuellen Bedürfnisse Gedanken zu machen und diese dem Partner mitzuteilen. Falls gewisse Bedürfnisse nicht befriedigt werden wollen oder können, gilt es, nach Lösungen zu suchen. Falls man selber seine eigenen Bedürfnisse aufgrund der MS-bedingten Veränderungen nicht mehr kennt, können diese z.B. auch durch Selbstbefriedigung wieder kennengelernt werden.