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Ausserirdisch
Phaethon
Phaethon war ein Sohn des Sonnengotts Helios. Einst besuchte er seinen Vater am Firmament und bat ihn, den Sonnenwagen lenken zu dürfen. Nur so würden die Menschen ihm glauben, dass er ein Abkömmling des Sonnengotts sei. Helios war entsetzt. Es seien ganz besondere Kenntnisse zur Lenkung des Sonnenwagens nötig. Über die verfüge der Bursche noch nicht. Wie bei jedem Generationenkonflikt wollte der Junior von den Warnungen des Alten nichts wissen.
Der Sonnenwagen jagte hinaus ins Firmament, stieg hoch in den Himmel und kurvte in atemberaubenden Tempo wieder zur Erde hinab. Die Länder lagen unter Phaethon, der das göttliche Vehikel nicht mehr unter Kontrolle brachte. Von der Luft gerieben, wurde das Fahrzeug glühend heiss. Über dem Fluss Eridanos sprang Phaethon ab und starb. Der Himmelswagen krachte funkenspeiend in einen See, «der jetzt noch von Schwefel stinkt, und über den kein Vogel mit ausgebreiteten Flügeln fliegt» (Zitat aus der Argonautica). Und wo liegt der See, an dem Phaethons Himmelswagen abstürzte? Nicht allzu weit von der westlichen Schweizer Grenze entfernt, in den Marais de Phaethon, den Sümpfen des Phaethon. Es wird Zeit, dass ich mit einem modernen Metall-Detektor mal darüberfliege.