Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03296.jsonl.gz/2371

Der Fachbereich interventionelle Kardiologie umfasst alle invasiven diagnostischen Untersuchungen und ein grosses Spektrum an interventionellen Eingriffen. Diese Untersuchungen und Eingriffe werden unter Zuhilfenahme von Kathetern durchgeführt
Mit der Herzkatheteruntersuchung werden Herzkranzgefässe dargestellt (Koronarangiographie), die Pumpfunktion des Herzens dargestellt und Druckwerte in den Herzkammern gemessen.
Diese Untersuchung wird in einem speziellen Röntgenraum, dem Herzkatheterlabor, durchgeführt und man rechnet mit einer Dauer von 30 bis 45 Minuten.
Ablauf
Nach einer lokalen Betäubung wird eine Arterie in der Leistengegend oder am Arm punktiert und ein Herzkatheter (feine Plastiksonde) eingeführt. Durch das Einspritzen von Röntgenkontrastmittel werden die Herzkranzgefässe und Herzkammern dargestellt.
Gegebenenfalls wird auch eine intravasale Ultraschallsonde zur Bildgebung benutzt.
Nach diesem Eingriff wird der Patient in der Regel noch einige Stunden überwacht, kann die Klinik jedoch noch am gleichen Tag verlassen.
Die Ballondilatation und Stentimplantation wird direkt im Anschluss an eine Katheteruntersuchung durchgeführt, auch aus dem Grund, da für diesen Eingriff derselbe Zugang wie bei der Katheteruntersuchung benutzt wird.
Bei der Ballondilatation wird eine Einengung der Herzkranzgefässe, die sogenannte Stenose, durch einen Ballon aufgedehnt. Anschliessend wird zur Stabilisierung ein Stent implantiert. Der Stent ist ein feines Metallgitter, welches ein Wiederverschliessen verhindert.
Regelhaft wird zur Stentimplantation auch eine intravasale Ultraschallsonde zur Bildgebung benutzt.
Nach diesem Eingriff wird der Patient in der Regel noch einige Stunden überwacht, kann die Klinik jedoch noch am gleichen Tag verlassen.
Ein sogenannter Schirm-Verschluss wird heute bei ASD und PFO eingesetzt.
Der ASD (atrialer Septumdefekt) ist ein angeborenes Loch in der Scheidewand zwischen dem rechten und linken Vorhof.
Beim PFO handelt es sich um ein Überbleibsel des embryonalen Kreislaufs, einer Verbindung zwischen dem linken und rechten Vorhof, welches während der Entwicklung nicht geschlossen wurde.
Ablauf
Nach einer lokalen Betäubung wird ein feiner Führungsdraht über eine Vene ins Herz vorgeschoben. Über diesen Draht wird ein Schirmchen ins Herz geführt und dort so platziert, dass das Loch des ASD/PFO verschlossen wird.
Im Laufe der Zeit verwächst dieses Schirmchen mit dem Herzen.