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Im Zusammenhang mit Diäten oder Detox fällt oft der Begriff «Übersäuerung» oder «Säure-Base-Haushalt». Es wird zu einer basischen Ernährung geraten und gleichzeitig vor bösen säurebildenden Lebensmitteln gewarnt. Doch was ist genau damit gemeint? Und warum wirkt sich ein gestörter Säure-Base-Haushalt negativ auf unsere Gesundheit aus?
Zunächst einmal ist wichtig zu wissen, dass die Eigenschaften «sauer» und «basisch» (auch alkalisch genannt) nichts mit dem Geschmack eines Lebensmittels zu tun haben. Nehmen wir zum Beispiel Zitronen: Obwohl die Frucht sehr sauer schmeckt, wirkt sie im Körper nach dem Stoffwechsel basisch. Ob ein Lebensmittel sauer oder basisch verstoffwechselt wird, können Sie aus Säure-Base-Tabellen, die den PRAL-Wert (= potentielle renale Säurebelastung, d.h. der Belastung der Niere durch Mineralstoffe und Eiweiss) angeben, erfahren.
Unsere Körperflüssigkeiten (Magensäure, Blut, Urin etc.) haben einen bestimmten pH-Wert, der von sehr sauer bis zu basisch reicht (0–6,9 = sauer, 7,0 neutral, 7,1–14 = basisch). Damit unser Stoffwechsel optimal funktioniert, muss der Säure-Base-Haushalt im Gleichgewicht sein.
Dieses Gleichgewicht wird von mehreren Faktoren gestört: Stress, Schlafmangel, eine zu niedrige Flüssigkeitszufuhr (Wasser), regelmässiger Alkoholkonsum und Bewegungsarmut beeinflussen den Säure-Base-Haushalt negativ. Sport beispielsweise würde die Säureausscheidung ankurbeln. Ausserdem spielt bei der Übersäuerung unsere Ernährung eine wichtige Rolle. Das liegt daran, dass wir uns in der Regel zu stark von säurebildenden Lebensmitteln ernähren. Dazu gehören: Fleisch, Wurstwaren, Teigwaren, Milch, Eier, Kaffee, Schwarztee, synthetische Lebensmittelzusatzstoffe, Süssgetränke und natürlich Zucker.
Je mehr saure bzw. säurebildende Lebensmittel durch die Nahrung aufgenommen werden, desto mehr basische Mineralstoffe (Kalzium, Kalium und Magnesium) muss der Körper zum Ausgleich des Säure-Base-Haushalts bereitstellen. Doch irgendwann werden diese Mineralstoffe knapp, der Organismus muss zu einer Alternative greifen und holt sie sich aus den Zellen, den Knochen und dem Gewebe. Die Folgen:
Die gute Nachricht: Der Säure-Base-Haushalt kann wieder ins Lot gebracht werden. Eine der wichtigsten Massnahmen ist dabei die Umstellung der Ernährung. Das heisst also, möglichst viele basische Lebensmittel zu sich zu nehmen und so gut es geht auf säurebildende zu verzichten, im Idealfall im Verhältnis 80 (basisch) : 20 (sauer). Am Anfang können Säure-Base-Tabellen hilfreich sein. Beispiele für stark basische Lebensmittel: Kartoffeln – wer das Gemüse mag, kann regelmässig einen «Kartoffeltag» machen und an diesem Tag nur Kartoffelspeisen essen – Spinat, Gurken, getrocknete Feigen, Bananen und viele mehr. Zusätzlich kann der Organismus mit basischen Mineralien unterstützt werden, diese gibt es in Drogerien und Apotheken in Kapsel- oder Pulverform. Und: Schwitzen hilft ebenfalls, Säuren loszuwerden. Treiben Sie also regelmässig Sport und besuchen Sie die Sauna.
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