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Das Schloss Mauensee liegt idyllisch auf einer kleinen Insel im gleichnamigen See und ist mit dem südlichen Ufer über eine eiserne Brücke des 19. Jahrhunderts verbunden. Die 1275 in Habsburger Besitz befindliche Insel kam 1455 mit dem See an Luzern, doch schon wenig später (bis 1547) gelangte die Herrschaft in den Besitz der Familie Schnyder. Mehrere Patrizierfamilien wurden Eigentümer der Insel, die 1600 mit der Heirat Katharina Pfyffers an den Surseer Schultheissen Michael Schnyder überging, der das Schloss an Stelle einer 1388 zerstörten Burgruine u.a. durch den aus dem Wallis stammenden Baumeister Bernhard Leist ab 1605 errichten liess. 1607 überschrieb Michael Schnyder das Schloss auf seinen Schwiegervater Kaspar Pfyffer zurück, der anlässlich des Neubaus einen Zyklus von Wappenscheiben der 13 Orte erbat. Noch heute ist der Landsitz ein imposanter Renaissancebau mit hohem Krüppelwalmdach und einem Treppenhaus mit spätgotischem Fischblasenmasswerk. Von der einstigen Ausstattung ist nichts verblieben, und die Räumlichkeiten haben durch zahlreiche Umbauten, u.a. 1888–1908 durch Eduard von Rodt, nur noch wenig historische Substanz. Das Schloss ist noch heute in Privatbesitz und nicht zugänglich.
Reinle, A. (1956). Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern. Band IV. Das Amt Sursee. Basel: Birkhäuser Verlag. S. 247–250.
Hermann, C. (2005). Mauensee. In: Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Luzern, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau, Zug, Zürich. Kunstführer der Schweiz. Bd. 1. Bern: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, S. 307.