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Aufklärung, Enlightenment, Lumières und Illuminismo, die Sprache drückt es aus, Sinnbild für das Zeitalter der europäischen Aufklärung ist das Licht. In der bekannten Radierung „Aufklärung“ von Daniel Chodowiecki strahlt eine aufgehende Sonne über einer dörflichen Landschaft. Der deutsche Illustrator, hat das Blatt für den „Göttinger Taschen Calender für das Jahr 1792“ geschaffen. Die Sonne vertreibt frühmorgendliche Nebelschwaden und kündet einen schönen Tag an.
Das romantisch anmutende Bild täuscht darüber hinweg, dass das Licht der Aufklärung in Tat und Wahrheit Verstand und Vernunft symbolisiert. „Sapere aude“, wage zu wissen, lautete die Kantsche Maxime. Denken wird zum unabdingbaren Gut und steht für die Existenz des menschlichen Ich. Kant folgte dem Grundsatz Decartes „Cogito ergo sum“, ich denke, also bin ich.
Im Zeichen des Lichts stehen auch die Erkenntnisse von Isaac Newton (1643 bis 1727). Newton definierte für seine Zeit das Licht neu. Am meisten Beachtung fand die Zerlegung des Lichts in seine Spektralfarben. Sein gesammeltes Wissen fasst er im Buch „Opticks“ zusammen. Das Licht der Vernunft brachte Newton Weltruhm ein und die Wissenschaft um bedeutende Schritte weiter. Erinnern wir uns an das Bild Chodowieckis: Scheint die Sonne, löst sich der Nebel auf und der Weg für Ankömmlinge wird frei.