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Franz Jonasch I. kommt in Stein Zbozi (heute Kamenné Zboží) auf die Welt. Das böhmische Dorf liegt 50 km ausserhalb von Prag im heutigen Tschechien. Die Familie ist sehr gross, es sind mindestens 10 Kinder.
Nach der Schulzeit müssen alle männlichen Nachkommen ausser dem Ältesten auf Wanderschaft, um einen Beruf zu erlernen oder um zu arbeiten. Franz I. zieht es die Elbe abwärts nach Deutschland. In Magdeburg findet er eine Lehrstelle als Zuckerbäcker. Gleichenorts steht eine grosse Bonbonfabrik. Durch viele Besichtigungen dieser Fabrik wurde er ein richtiger Schleckwaren-Fachmann.
Nach zahlreichen Gelegenheitsarbeiten in Deutschland kommt Franz Jonasch 1893 in die Schweiz.
Zuerst verdient er sein Brot als Fabrikarbeiter in Basel. Später wird er Partner bei der Firma Goldinger.
Franz Jonasch macht sich als Confiseur selbständig. Sein Geschäft befindet sich an der Binningerstrasse in Basel (wo heute das Untersuchungsgefängnis steht).
Am 28. Oktober heiratet er Pauline Haldi aus Meinisberg (Berner Seeland) in Böhmen. Der Platz im Häuschen an der Birsigstrasse wird zu knapp für die grösser werdende Fabrikation und die wachsende Familie. Insgesamt sieben Kinder kommen zur Welt: 1899 Fanny (spätere Karayanis),1901 Louise (spätere Grässlin), 1902 Elisabeth, 1905 Clara, 1907 Anni (spätere Goepfert), 1908 Franz II., 1914 Angèle (spätere Schwegler).
Erwerb der Liegenschaft St. Johanns-Ring 120 (Vorderhaus).
Fertigstellung des Fabrikgebäudes auf dem gleichen Areal.
Franz I. erhält das Schweizer Bürgerrecht. Das Geschäft floriert. Zeitweise sind über 20 Angestellte beschäftigt, meist Packerinnen. Die Zuständigkeitsbereiche sind klar definiert. Für die Fabrikation ist Franz I. zuständig, für die Administration (Büro, Geldangelegenheiten, Bude Herbstmesse, Vertretung für Verkauf) seine Frau Pauline.
Plötzlicher Börsen-Crash (Schwarzer Freitag). Viele Geschäfte sind ruiniert. Auch die Confiserie Jonasch leidet unter den mageren 30er Jahren. Oft wird die gelieferte Ware nur schleppend oder gar nicht bezahlt.
Pauline Jonasch beginnt als Marktfahrerin. Das Metier ist ihr bekannt, da sie als Bauernmädchen schon früh Eier und Gemüse auf dem Markt in Biel verkaufen musste. Pauline kauft ihrem Sohn Franz II. ein Auto und fährt mit ihm auf die Märkte der Region Basel, um ihre Süsswaren zu verkaufen.
Franz Jonasch II. heiratet Clara Bienz. Sie haben zusammen drei Kinder: 1932 Franz III., 1935 Werner und 1939 Eleonora.
Nach dem Tod von Franz II. gründen die Kinder ihre eigenständigen Marktfahrer-Geschäfte:
- Confiserie Franz III. und Oliva Jonasch-Valentini mit Astrid und Graziella
- Confiserie Werner und Manuela Jonasch-Abad mit Manuel und Franz IV.
- Confiserie Eleonora und Oskar Herzig-Jonasch mit Denise Rudolf und Brigitte Rudolf.
Nach dem frühen Tod von Werner Jonasch (8. November) übernimmt sein Sohn Franz IV. kurz nach seiner Lehre als Bäcker-Konditor das Marktgeschäft. Nun lautet der Name der Firma offiziell: Confiserie Jonasch, Inhaber Franz Jonasch, Basel.
Franz IV. hat zwei Kinder: Gian Jonasch und Noëlle Jonasch. Die 5. Generation der Jonaschs ist aktiv im Betrieb.
Franz I. Jonasch-Haldi
(1868 – 6. Dez.1953) aus Böhmen, Gründer der Confiserie Jonasch
Franz II. Jonasch-Bienz
(1900 – 11. Nov 1972), Sohn von Franz I., beginnt mit Marktgeschäft
Franz III. Jonasch-Valentini
(*1932), Sohn von Franz II., Marktfahrer
Franz IV. Jonasch
( *1965), Neffe von Franz III., Inhaber Confiserie Jonasch