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Ruth-Weiss-Schule
Die 1924 in Fürth bei Nürnberg geborene Ruth Weiss berichtet seit langem für die WOZ aus und über Afrika, wohin die Jüdin 1936 mit ihrer Familie emigriert war. Weiss lebte bis 1966 in Südafrika (wo sie gegen das Apartheidregime kämpfte) und berichtete danach aus dem damaligen Rhodesien (später Simbabwe) über den Unabhängigkeitskampf der schwarzen Bevölkerung. 1968 zwang das weisse Regime sie zur Ausreise; fast zur gleichen Zeit entzog ihr die südafrikanische Regierung den Pass. Bis 1970 arbeitete Weiss beim «Guardian» in England, danach in Sambia als Wirtschaftsredaktorin bei der «Times of Zambia» und als Korrespondentin für die «Financial Times». Von 1975 bis 1978 lebte sie in Deutschland; anschliessend arbeitete sie als Journalistin in Simbabwe. Anfang der neunziger Jahre kehrte sie nach England zurück; heute lebt sie wieder in Deutschland. Bereits im Juli 2010 hatte die Mädchenrealschule in Aschaffenburg in Bayern beschlossen, fortan Ruth-Weiss-Schule zu heissen, um Weiss und ihr «Leben für Frieden und Gerechtigkeit» zu ehren. Nun wurde im Beisein von Weiss in der Schule eine Tafel enthüllt, auf der das Engagement der mittlerweile 87-Jährigen gewürdigt wird.