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Unsere Reise begann so, dass wir, die Klasse G4b – leider ohne die drei Lateiner – sich am Sonntag mit Frau Palma und Herrn Fertek am Flughafen traf. Gemeinsam bestiegen wir den Flug nach Málaga und dann einen Car nach Granada. In Granada angekommen, nahmen wir Kontakt mit den Gastfamilien auf, bevor wir am Abend ein wenig die Stadt entdecken gingen.
Das richtig Spannende fing aber erst am Montag an, als wir die Alhambra, einen historisch wichtigen Teil Granadas, besichtigen gingen. Dort erzählten uns unsere beiden Guides die eindrückliche Geschichte dieser Sehenswürdigkeit: Das südliche Spanien wurde um 719 von den Mauren erobert, wogegen sich die spanischen katholischen Könige im Norden Spaniens auflehnten. So begann die Reconquista, welche mit der Rückeroberung von Granada, also der Alhambra, durch den König Ferdinand und die Königin Isabella im Jahre 1492 endete.
Am Nachmittag besuchten wir die Kathedrale von Granada und beendeten den Tag mit der Capilla Real, einer Kapelle mit den Gräbern der schon erwähnten katholischen Könige Spaniens.
Am nächsten Tag verliessen wir Granada bereits wieder, um einige Stunden in Córdoba zu verbringen. Dort besuchten wir die gigantische Kathedralmoschee (Mezquita, catedral de Córdoba). Unser neuer Führer vom Instituto San Fernando, welcher uns bis ans Ende der Reise begleitete, erklärte uns, wie es dazu kam, dass die zwei untereinander verfeindeten Religionen in einem gemeinsamen Gebäude koexistierten. Nach der Rückeroberung Córdobas fand es der damalige christliche König schade, die schon existierende Moschee zu zerstören, da diese atemberaubend schön war. Weil es aber unmöglich war, ein muslimisches Gotteshaus dort zu belassen, entschied er, mitten in der Moschee eine Kathedrale zu bauen.
Am gleichen Tag besuchten wir noch die Alcázar de los Reyes Cristianos mit seinen prächtigen Gärten sowie die Judería, das Judenquartier von Córdoba. Einige Juden konnten in Córdoba während der muslimischen Besetzung leben und durften sogar eine kleine Synagoge erbauen.
Danach zogen wir schon weiter nach Sevilla. Am Mittwoch besuchten wir das Indien-Archiv von Sevilla, welches alle Dokumente der spanischen Seefahrten nach Amerika beinhaltet, sowie die Torre del Oro (Goldturm), die als Schifffahrtsmuseum dient. Wir schauten uns ebenfalls die gotische Kathedrale von Sevilla mit ihrer Giralda (Glockenturm) an. Am Donnerstag gingen wir zum Real Alcázar, welcher aus drei Palästen besteht. Wir schauten uns vor allem den Teil an, welcher vom König Pedro el cruel (der Grausame) gebaut worden war. Dort besuchten wir neben dem Salón de Embajadores (Botschaftersaal), dem wichtigsten Saal des Palastes, auch den Ort, an dem König Pedro angeblich seinen Bruder umgebracht hatte, da dieser mit Pedros Frau geschlafen hatte.
Leider endete unsere Reise danach schon. Als Fazit kann man sagen, dass uns diese Reise nicht nur die spanische Sprache, sondern auch die Geschichte Südspaniens nahegebracht hat. Dabei konnte man merken, dass die grosse Mehrheit der von uns besichtigten Sehenswürdigkeiten einen maurischen Ursprung, aber christliche Erneuerungen erfahren hat. Neben der muslimischen Kultur spielen auch die Orangenbäume eine wichtige Rolle, doch wie auch die Sehenswürdigkeiten, durften wir die Orangen nur anschauen!