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– Plötzlich ist ein Wort oder ein Name weg. Man steht im Keller und weiss nicht mehr, was man dort gesucht hat. Denkaufgaben können nicht mehr in der gewohnten Zeit und nicht mehr effizient gelöst werden. Wer Konzentrationsstörungen hat, bemerkt Gedächtnislücken und hat Schwierigkeiten, sich an aufgenommene Informationen zu erinnern. Es ist, als ob das Gehirn vorübergehend blockiert wäre.
Ursachen und Hintergründe von Konzentrationsstörungen
Unter Konzentration versteht man die Fähigkeit, sich mit seiner gesamten Aufmerksamkeit einer bestimmten Tätigkeit, einer Person oder Sache zuzuwenden. Während dieser Zeit werden andere Dinge nur am Rande wahrgenommen. Konzentration ist eine geistige Anstrengung, die mit der Zeit nachlässt.
Ist diese Fähigkeit, sich auf eine Sache zu konzentrieren, vorübergehend eingeschränkt, so spricht man von einer Konzentrationsstörung. Nebst organischen Ursachen führen vor allem körperliche und geistige Überforderungen oder fehlende Erholungsphasen zu Konzentrationsstörungen. Auf welchem Weg sich ein überbelastetes Gehirn vor zusätzlichen Überforderungen schützt, ist heute noch unbekannt. Sicher ist aber, dass das Hirngewebe ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden muss, damit es optimal funktioniert. Mit Konzentrationsstörungen haben auch Kinder mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zu kämpfen. Es handelt sich um eine psychische Störung, die sich durch Konzentrationsschwierigkeiten sowie Impulsivität und häufig auch Hyperaktivität auszeichnet.
Wenn hingegen das Ausblenden anderer Reize dauerhaft nicht gelingt, ist von einer Konzentrationsschwäche die Rede. Fachleute nehmen an, dass gewisse Formen von Konzentrationsschwäche mit einer Minderdurchblutung der beanspruchten Hirnareale zusammenhängen könnten.
Was man selbst tun kann
Wer zerstreut ist und sich ab und zu schlecht konzentrieren kann, dem könnten folgende Hinweise helfen:
Regelmässige Bewegung belebt sowohl den Körper als auch den Geist. Versuchen Sie, pro Tag mindestens eine halbe Stunde Sport zu treiben. Am besten setzen Sie auf gelenkschonende Sportarten.
Qigong: Die chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform Qigong ist Teil der traditionellen chinesischen Medizin. Es werden Atemübungen, Körper- und Bewegungsübungen, Konzentrationsübungen und Meditationsübungen durchgeführt. Die Übungen zielen auf die Harmonisierung des Qi (Lebensenergie) ab.
Atemtherapie: Bewusstes Atmen löst nicht nur Verspannungen, sondern fördert auch die Konzentrationsfähigkeit.
Verschiedene Aufbaupräparate verbessern die Konzentrationsfähigkeit.
Homöopathische Mittel sind hilfreich für Kinder wie Erwachsene, die beispielsweise unter Prüfungsstress leiden.
Vitalstoff- oder Multivitaminpräparate helfen mit, eine durch Nährstoffmangel ausgelöste Konzentrationsstörung zu beheben.
Die Schüssler Salze Nr. 2 und 5 stärken das zentrale und vegetative Nervensystem.
Bei akutem Schlafmangel oder Schlaflosigkeit nimmt die Konzentrationsfähigkeit rasch ab. Beruhigende Tees wie Orangenblüten und Passionsblume oder ein Entspannungsbad, beispielsweise mit Lavendel, Hopfen oder Melisse, sind ideale Einschlafhilfen.
Vor allem bei jungen Frauen kann ein Eisenmangel die Gedächtnisleistung beeinträchtigen. Lassen Sie sich in der Drogerie beraten, wie Sie Ihren Eisenspiegel anheben können.
Ginkgo: Heilmittel aus Ginkgo fördern die Durchblutung. Heute ist jedes dritte gegen Durchblutungsstörungen verschriebene Medikament ein Ginkgo-Präparat.
Essenzielle Aminosäuren: Aminosäuren sind wichtig für die Stoffwechselabläufe im Gehirn. Enthalten sind sie unter anderem in Eiern, Kartoffeln und Fleisch; idealerweise nimmt man diese Nahrungsmittel je kombiniert ein, damit die Aminosäuren vom Körper besser aufgenommen werden können.
Folsäure: Die regelmässige Einnahme von Folsäure soll dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen.
Vor allem das Langzeitgedächtnis leidet unter Nikotinkonsum.
Ein gesundes Zeichen ist, wenn Sie sich ob Ihrer Vergesslichkeit ärgern. Ein Alarmzeichen hingegen ist, wenn Sie bei Menschen in Ihrer Umgebung bemerken, dass diese sich ihrer Vergesslichkeit nicht (mehr) bewusst sind. Motivieren Sie betroffene Angehörige oder Freunde, zum Arzt zu gehen.
Konzentrationsstörungen vorbeugen
Es gibt zahlreiche spielerische Möglichkeiten, das Gehirn fit zu halten und die Konzentrationsfähigkeit zu trainieren.
Konzentration: Versuchen Sie, etwas mit der linken anstatt mit der rechten Hand auszuführen. Sagen Sie das Abc rückwärts auf. Es sind ungewohnte Situationen, die Ihr Gehirn zwingen, neue Nervenbahnen zu stimulieren.
Merkfähigkeit und Lernen: Werfen Sie einen Blick in ein Schaufenster und merken Sie sich, was Sie alles sehen. Schliessen Sie die Augen und versuchen Sie, alles aufzuzählen. Augen öffnen und kontrollieren.
Fertigkeiten trainieren und automatisieren: Abläufe, die regelmässig trainiert werden, automatisieren sich mit der Zeit. Ein Beispiel: Sie verlegen dauernd Ihre Schlüssel. Legen Sie sie künftig immer an denselben Ort und sprechen Sie laut dazu: «Ich lege den Schlüssel jetzt auf die Kommode.» Mit der Zeit automatisiert sich dieser Vorgang, und Sie werden Ihre Schlüssel (fast) immer finden.
Mit zunehmendem Alter nehmen Teile der Gedächtnisleistung ab. Mit richtigem Training halten Sie die Einbussen aber in Grenzen.
Guter Rat aus der Drogerie
Bei Konzentrationsstörungen bei Kindern haben sich Omega-3-Präparate bewährt, da diese wichtigen Öle in der Ernährung oft zu kurz kommen. Geht die Konzentrationsstörung mit Schulmüdigkeit einher, kann man die Kinder mit einem Kräuterhefepräparat wirkungsvoll unterstützen, sodass sie wieder vital und aufnahmefähig werden.
Kommt die Konzentrationsstörung von Stress und Überarbeitung, empfehlen wir eine Kur mit Rosenwurz-Trockenextrakt in Form von Tabletten.
Dies rät Isabella Mosca, Drogistin HF, von der Drogaria Mosca in Scuol (GR).