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Die italienische Regierung will die Migranten vom Rettungsschiff der spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms mit der Küstenwache nach Spanien zu bringen.
Im Gegenzug müsse sich die Regierung in Madrid allerdings zuerst bereiterklären, dem Schiff «Open Arms» sofort die spanische Flagge zu entziehen, erklärte Verkehrsminister Danilo Toninelli am Montagabend.
«Wir sind bereit, mit unserer Küstenwache alle Migranten, die an Bord der »Open Arms« sind, in den spanischen Hafen zu bringen, der uns zugewiesen wird.»
Die Regierung in Madrid hatte dem Schiff, das seit knapp 20 Tagen auf dem Mittelmeer blockiert ist, den nächstgelegenen spanischen Hafen angeboten. Das wären die Baleareninseln Menorca und Mallorca.
Allerdings hielt die Hilfsorganisation die tagelange Fahrt quer über das Mittelmeer für nicht machbar. «Wir können keine Reise von 600 Meilen (3 Tagen) antreten in dem Zustand, in dem wir uns befinden», twitterte der Chef Oscar Camps. Psychologen hätten nicht nur davon abgeraten, sondern seien dagegen.
Derweil wurden nach Angaben der Organisation neun weitere Menschen mit gesundheitlichen Problemen von Bord gebracht. Damit wären noch 98 Migranten an Bord, die Proactiva Open Arms auf dem Mittelmeer gerettet hatte.
Die «Open Arms» befindet sich seit Tagen in unmittelbarer Nähe der italienischen Insel Lampedusa, darf wegen der harten Haltung des Lega Nord - Innenministers Matteo Salvini die Menschen aber nicht an Land bringen. (sda/dpa)