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«Was wir vorschlagen, ist eine Neuordnung der Turniere der Konföderationen», sagte FIFA-Direktor Arsène Wenger am Donnerstag während einer Pressekonferenz. «Du gibst mehr Mannschaften die Chance, sich zu qualifizieren, aber auch mehr Ländern die Möglichkeit, eine WM auszurichten.»
Dem Vorschlag zufolge sollen die Änderungen nach der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko mit erstmals 48 Nationen greifen. 2027 würden dann die Turniere der Konföderationen ausgerichtet werden, also auch die Europameisterschaft. 2028 würde dann erneut eine WM gespielt werden.
Mit der Reform würden weitergehende Änderungen einhergehen. Wenger nannte zwei Optionen für den Kalender: Entweder gäbe es nur noch eine lange Abstellungsperiode für die Qualifikationsspiele im Oktober/November oder zwei – eine im Oktober/November und eine im März. Derzeit wird die Saison in den nationalen Ligen mehrfach unterbrochen. «Wir werden nicht die Anzahl der Spiele erhöhen», betonte Wenger.
Der FIFA-Kongress hatte im Mai eine entsprechende Machbarkeitsstudie für das Männer- und Frauen-Turnier auf den Weg gebracht, die aus Saudi-Arabien angeregt worden war. Unterstützung hatte der FIFA-Plan unter anderem aus Afrika erhalten – in Europa regt sich dagegen Widerstand.
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin droht mit einem Boykott, sollte das Turnier tatsächlich künftig im Zweijahresrhythmus ausgerichtet werden. «Wir können entscheiden, nicht teilzunehmen», sagte der Chef der Europäischen Fussball-Union in einem Interview der britischen «Times», das am Mittwoch geführt und am Donnerstag veröffentlicht wurde. «So weit ich weiss, gehen die Südamerikaner da auch mit – viel Glück mit einer solchen WM. Ich denke, das wird niemals passieren, da es so sehr gegen die grundlegenden Prinzipien des Fussball verstösst.»
Der Zusammenschluss der europäischen Ligen, dem auch die Super League angehört, sprach sich ebenfalls deutlich gegen die Pläne der FIFA aus. «Die Ligen werden mit den anderen Interessengruppen zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass die Fussballverbände einseitige Entscheide treffen, die dem nationalen Fussball schaden», hiess es nach einer Vorstandssitzung der European Leagues in Nyon.
Die Ligen seien «einstimmig» gegen den Vorschlag. «Neue, überarbeitete oder erweiterte Wettbewerbe (...) in einem ohnehin überfrachteten Kalender sind nicht die Lösung der Probleme unseres Spiels», hiess es. (nih/ram/sda/dpa)
Beide Kombinationen an der Ski-WM – gestern bei den Frauen und heute bei den Männern – verkamen zu einer grossen Farce. Mehrere hochkarätige Athletinnen und Athleten liessen nach einem Auftritt im Super-G den zweiten Teil des Allrounder-Wettbewerbs, den Slalom, sausen. Das Medaillen-Rennen wurde von den grossen Namen lediglich für ein wettkampfmässiges Super-G-Training genutzt, um sich einen Vorteil für die kommenden Rennen zu verschaffen.