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In der Schweiz steht eine bedeutende Änderung im Bereich der E-Zigaretten und Liquids bevor. Sollte das neue Tabakproduktgesetz Mitte Juni 2024 in Kraft treten, wird dies signifikante Preisänderungen der Produkte bedeuten. Dieser Text untersucht die Auswirkungen dieser Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf die Besteuerung von Liquids mit Nikotin und Einweg-E-Zigaretten.
Besteuerung von Liquids und Einweg-Vapes
Gemäss dem neuen Gesetz werden Liquids mit Nikotin mit 0.2 CHF pro Milliliter besteuert, was bedeutet, dass ein 10-Milliliter-Liquid oder Nikotinshot mit 2 CHF besteuert wird. Diese Steuererhöhung stellt eine erhebliche finanzielle Belastung für die Konsumenten dar. Zudem werden Einweg-E-Zigaretten mit einer Pauschalsteuer von 2 CHF belegt, unabhängig davon, ob sie Nikotin enthalten oder nicht.
Beschränkungen für Einweg-E-Zigaretten
Eine weitere bedeutende Änderung betrifft die Verfügbarkeit von Einweg-E-Zigaretten. Nach dem neuen Gesetz werden diese nur noch in einer Grösse von 2 Millilitern, entsprechend etwa 600 Zügen, erhältlich sein. Diese Beschränkung könnte die Nutzer dazu veranlassen, auf andere Produkte umzusteigen oder ihre Konsumgewohnheiten anzupassen.
Auswirkungen auf kleine Importeure und Hersteller
Die Steuer auf Liquids könnte sich auch auf kleine Importeure und Hersteller auswirken. Im Gegensatz zu den grossen Tabakimporten, die Milliarden an Steuern abführen, werden diese kleinen Akteure nur einen Bruchteil dieser Summe beisteuern. Es stellt sich daher die Frage, ob die Einnahmen aus dieser Steuer ausreichen werden, um den zusätzlichen administrativen Aufwand der Behörden zu decken.
Preissteigerungen und Gesundheitsaspekte
Die neuen Steuern werden zweifellos zu einer Preissteigerung der betroffenen Produkte führen. Diese Erhöhung könnte dazu führen, dass E-Zigaretten und Liquids fast genauso teuer werden wie herkömmliche Tabakzigaretten. Dies steht im Widerspruch zu dem Gedanken, dass weniger schädliche Produkte auch niedriger besteuert werden sollten.
Ferner wird die Mehrwertsteuer auf den Endpreis einschliesslich der Tabaksteuer erhoben, was zu einer "Steuer auf Steuer"-Situation führt. Diese zusätzliche finanzielle Belastung könnte Konsumenten dazu veranlassen, sich vor Inkrafttreten der neuen Regelungen mit ihren bevorzugten Produkten einzudecken. Allerdings sollte beachtet werden, dass Einweg-Shishas mit der Zeit an Qualität verlieren können, während Liquid oder Nikotinshots bei richtiger Lagerung mehrere Jahre haltbar sind.
Mögliche Rückkehr zu Tabakzigaretten
Ein wesentliches Bedenken ist, dass die erhöhten Kosten und Einschränkungen die Konsumenten davon abhalten könnten, E-Zigaretten zu verwenden, und sie stattdessen wieder zu herkömmlichen Tabakzigaretten greifen lassen. Dies wäre zwar finanziell vorteilhaft für die Steuerbehörden, könnte jedoch negative Auswirkungen auf die Volksgesundheit haben.
Schlussbetrachtung
Die neuen Steuerregelungen für E-Zigaretten und Liquids in der Schweiz stellen eine erhebliche Veränderung dar, die sowohl Konsumenten als auch Hersteller und Importeure betrifft. Während die finanziellen Auswirkungen auf die Beteiligten erheblich sein werden, bleibt abzuwarten, wie sich diese Änderungen auf die Gesundheit und das Konsumverhalten der Bevölkerung auswirken werden. Es ist zu hoffen, dass diese Massnahmen nicht zu einem Rückschritt in der öffentlichen Gesundheit führen, indem sie die Menschen zurück zu schädlicheren Tabakprodukten treiben.