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Bodenerosion durch Wasser schadet der Bodenfruchtbarkeit und kann zu Gewässerverunreinigungen beitragen. Deshalb muss im Sinne einer nachhaltigen Landwirtschaft und zum Schutz der Umwelt die Bodenerosion vermindert werden.
Der Bodenabtrag hängt von vielen Faktoren ab. Im Rahmen der ZA-AUI wird auf den sogenannten C-Faktor der Bodenabtragsgleichung fokussiert, welcher das bewirtschaftungsbedingte Erosionsrisiko beschreibt. Genauer gibt der C-Faktor die relative Änderung der Erosion bei einer bestimmten Bewirtschaftung im Vergleich zur Erosion einer langjährigen Schwarzbrache an. Der C-Faktor umfasst Werte zwischen 0 und 1, wobei 0 das kleinste (100%-ige Bodenbedeckung, keine Bodenbearbeitung, gute Durchwurzelung, etc.) und 1 das grösste Erosionsrisiko (permanente Schwarzbrache, vollständig nackter Boden, feines Saatbett) darstellt.
Normalerweise sollte der C-Faktor für die ganze Fruchtfolge jeder Parzelle eines Betriebes berechnet werden. Da die AUI-Indikatoren jährlich berechnet werden, wird die vereinfachende Annahme gemacht, dass die relativen Kulturanteile eines Betriebes die Fruchtfolge des Betriebes widerspiegeln. Die Berechnung erfolgt für jede Parzelle immer vom 1. Juli des Vorjahres bis zum 30. Juni des Erfassungsjahres und wird zu einem flächengewichteten Betriebswert verrechnet. Für verschiedene Kulturen wurden typische Zeitpunkte für sechs verschiedene Entwicklungsstadien abgeschätzt, die für die Berechnung verwendet werden:
- Bodenbearbeitung
- Saat
- 10% Bedeckung
- 50% Bedeckung
- 75% Bedeckung
- Ernte
Für jede Kultur und jede Phase wurde ein typischer «Relativer Bodenabtragswert» bestimmt, der von der Bodenbearbeitung (z.B. Pflug, Direktsaat) abhängt. Bei der zeitlichen Gewichtung spielt zudem die Erosivität der Niederschläge in der Berechnung eine Rolle: die C-Faktor-Werte im Sommer, wenn die Erosivität der Niederschläge hoch ist, sind höher als die Werte im Winter.