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2.3
Die Verarbeitung des Holzes
Nachdem die Holzkanten ausgewählt wurden, muss gebohrt werden. Dabei ist es wichtig, dass die Bohrung im Inneren des Chanters und der Flöten konisch verläuft, denn nur so wird die diatonische Gebrauchstonleiter in sich stimmen.
Aus diesem Grund werden die Röhren für Flöten und Chanter mit verschieden grossen Bohrern vorgebohrt. So entsteht im Innern eine abgestufte Vorbohrung.
Nach dem Vorbohren wird die konische Innenbohrung mit einer Reibahle oder einem Räumer eingedreht.
Der Chanter der Uilleann Pipes hat eine einfache konische Bohrung. Tom Aebis Flöten hingegen haben eine Innenbohrung mit verschiedenen Koni. Das Finden der genauen Winkel und Längen der verschiedenen Koni verlangt jahrelange Erfahrung und viele Experimente. Tom Aebi arbeitet deshalb mit einer Reibahle, die speziell mit den entsprechenden Massen hergestellt wurde.
Diese Skizze verdeutlicht den Prozess. Allerdings ist dies nur eine schematische Darstellung. In Wirklichkeit müssen diese Bohrungen äusserst präzise sein.
Nachdem das Innere des Instruments ausgehöhlt wurde, kann die Aussenwand bearbeitet werden. Sobald das inwendige Holz die richtigen Bohrungen aufweist, spannt Tom Aebi das Holz nochmals ein und drechselt das Instrument. So wird garantiert, dass die Aussenwand und die Innenbohrung nach derselben Mittellinie ausgerichtet sind.
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Universität Basel