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Systematik
|Ordnung||Lepidoptera|
|Familie||Nymphalidae|
|Unterfamilie||Danainae|
|Gattung||Greta|
|Art||Greta oto|
Beschreibung
Der Waldgeist hat eine Flügelspannweite von 5.6 bis 6.1 cm. Er hat durchsichtige Flügel mit bräunlich-rotem Rand und schwarzen Adern. Die Spitze der Vorderflügel ist schwarz mit einem weissen Band. Die Unterseite ist ähnlich. Die Männchen besitzen Schuppen am Rand der Hinterflügel, die langen Haaren ähneln. Diese Schuppen dienen dazu, während der Paarung Pheromone freizusetzen. Der Körper des Waldgeistes ist lang und filigran. Die Augen sind klein und an die Grösse des Körpers angepasst.
Die Raupen sind blassgrün, unbehaart und haben keine Stacheln. Sie haben einen langen weissen Streifen am Rücken, welcher auf jeder Seite von einer gelben Linie abgegrenzt ist. Der Kopf ist grün mit schwarzen Seiten.
Die Puppen sind sehr klein und messen weniger als ein Zentimeter. Die Oberfläche ist in einem leicht reflektierenden Chromton. Der Kremaster (chitinisiertes Körperende der Puppe) ist rot, ebenso die Ränder der Flanken. Der Brustkorb ist gekrümmt.
Biologie
Der Waldgeist ist ein Wanderfalter. Er legt durchschnittlich 12-14 km pro Tag zurück und kann daher innert kurzer Zeit grosse Distanzen zurücklegen. Ein Individuum flog sogar über 40 km weit innerhalb von 24 Stunden.
Er ernährt sich von Nektar. Vor allem die Männchen haben eine Vorliebe für Pflanzen aus der Familie der Boraginaceae und Asteraceae, welche Alkaloide enthalten. Diese werden im Körper des Schmetterlings gespeichert und machen ihn für Fressfeinde ungeniessbar. Ein Teil dieser Stoffe wird bei der Paarung auf das Weibchen übertragen.
Die Raupen ernähren sich von den Blättern verschiedener Hammersträuchte (Cestrum, Solanaceae) wie z.B. C. lanatum, C. standleyi et C. nocturnum. Diese Pflanzen enthalten zahlreiche chemische Gifte, welche die Raupen selbst giftig machen. Diese Toxizität bleibt beim Schmetterling erhalten.
Innerhalb der Unterfamilie der Danainae gibt es verschiedene Stämme. Derjenige des Waldgeistes, die Ithomiineae, umfasst Schmetterlinge, die bei ihrem Balzverhalten Balzplätze (Leks) benutzen. Ein Balzplatz oder Lek ist ein Platz, wo sich die Männchen sammeln, um um die Gunst eines Weibchens zu buhlen. Die Weibchen werden in den Bereich gelockt und wählen aus, mit welchem/welchen Männchen sie sich fortpflanzen. Die Bildung von Leks ist bei Schmetterlingen selten. Bei den Schmetterlingen der Ithomiinae können sich an einem Lek mehrere Arten und Gattungen aufhalten. Das Lek wird durch Männchen initiiert, welche sich auf Blättern positionieren und ihre Lockstoffhaare exponieren, um Pheromone freizusetzen und Weibchen anzuziehen. Diese Pheromone ziehen gleichermassen Männchen derselben Art als auch Männchen und Weibchen anderer Arten an. Die Pheromone sind Derivate von Alkaloiden.
Das erste Beinpaar ist bei Schmetterlingen der Familie der Nymphalidae (Edelfalter) verkürzt und sie brauchen daher nur vier Beine zum Gehen.
Lebensraum
Das Verbreitungsgebiet des Waldgeisteserstreckt sich von Mexiko nach Panama.
Man findet den Schmetterling an beiden Küsten (Atlantik und Pazifik) auf einer Höhe zwischen 500 und 1’600 m. Er lebt in abwechslungsreichen Landschaften und wird häufig auf offenen Flächen oder in Gärten beobachtet.
Bedrohung
Nicht evaluiert.