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Nun komme ich endlich dazu, wieder mal ein paar Zeilen zu schreiben. Eigentlich wollte ich wieder etwas über unsere Arbeit berichten. Aber manchmal kommt es anders!
Am Mittwoch der Karwoche arbeitet ich mit Rodrigo und einem Arbeiter in Santo Domingo, um unseren Kindergarten fertig zu stellen. Kurz vor dem Mittagessen wollte ich ein Stück Eisendraht von einer Rolle abschneiden. Beim Öffnen der Rolle sprang mir der Draht (3-4mm dick) direkt ins Auge. Es floss Blut und Flüssigkeit heraus. Rodrigo fuhr mit mir sofort ins Dorf ins Centro de Salud, wo mir mitgeteilt wurde, das Auge sei nicht zu retten! Sie wollten mich nach Guaranda bringen. Zum Glück kamen Vreny und Padre Sandro, welche sofort sagten, dass wir auf eigene Faust nach Ambato (250’000 Einwohner) fahren würden, da sie wussten, dass dort die ärztliche Versorgung besser ist.