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Ärzte unterscheiden zwischen primärem und sekundärem Kaiserschnitt: Der primäre Kaiserschnitt ist ein geplanter Eingriff, bei dem medizinische Gründe vorliegen, wie beispielsweise Quer- oder Schräglage des Kindes, Steisslage, ein zu grosses Kind fürs Becken der Mutter, Mehrlingsgeburt, Risikofaktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck. Die Operation wird durchgeführt, bevor die Fruchtblase platzt und die Wehen einsetzen, oft zwischen der 38. und 39. Woche. Von einem sekundären Kaiserschnitt spricht man, wenn die Geburt bereits begonnen hat, das bedeutet, wenn die Fruchtblase gesprungen ist oder es zu muttermundwirksamen Wehen kommt.
Ein Kaiserschnitt ist mit Risiken verbunden. Bei der Frau kann es zu Thrombosen, starkem Blutverlust, Entzündungen und Wundheilstörungen kommen. Gebärmutter, Blase, Harnleiter und Darm werden manchmal verletzt. Die Operationsnarbe schmerzt oft lange. Bei einer weiteren Schwangerschaft kann die Narbe an der Gebärmutter eher reissen. Auch für das Kind ist ein Kaiserschnitt nicht risikofrei. So leiden sie häufiger unter Problemen mit der Atmung.
Werdende Eltern sollten die Vor- und Nachteile eines geplanten Kaiserschnitts abwägen. Empfehlenswert ist, sich eine zweite Meinung von einem Arzt oder einer Hebamme einzuholen. Die Kosten für einen Kaiserschnitt – sie können fast doppelt so hoch sein wie die einer normalen Geburt – trägt die Grundversicherung. Voraussetzung: Der Eingriff ist medizinisch notwendig.