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"Eine fundierte Risikobewertung der 10 000 Stoffe wurde nicht vorgenommen, hier soll einfach alles über den gleichen Kamm geschert werden", kritisierte Sarah Brückner, Leiterin VDMA Umwelt und Nachhaltigkeit. Zu der Chemikaliengruppe zählen geschätzt über 10 000 einzelne Substanzen, die in Alltagsprodukten wie Anoraks, Pfannen oder Kosmetik verarbeitet sind. Sie werden aber auch in industriellen Prozessen und Komponenten eingesetzt, etwa in Dichtungen, Ventilen oder Schläuchen. Weil sie extrem langlebig sind, werden PFAS auch Ewigkeits-Chemikalien genannt.
In der Europäischen Union wird über ein mögliches Verbot der Chemikaliengruppe diskutiert. Deutschland und andere Länder hatten vorgeschlagen, die Herstellung, Verwendung und das Inverkehrbringen von PFAS fast komplett zu verbieten. Der Vorschlag sieht je nach Anwendung Übergangsfristen vor. Für einige wenige Bereiche gäbe es unbegrenzte Ausnahmen. Wegen der enormen Vielfalt an Verbindungen ist ein Grossteil der Stoffe bislang noch nicht untersucht. Es geht also um eine Art Vorsichtsmassnahme.
Der Maschinenbauverband forderte eine differenzierte Regulierung der Stoffe, die auf einer wissenschaftlichen Basis beruht. Ausnahmen vom Verbot sollte es für PFAS-Produkte geben, die nicht mit der Umwelt in Berührung kommen, zum Beispiel, weil sie im Inneren einer Maschine verbaut seien. Auch PFAS-Chemiekalien, die nach der Definition der Industriestaatenorganisation OECD als "polymers of low concern" (wenig besorgniserregende Polymere) gelten, sollten ausgenommen werden./mar/DP/stk
(AWP)