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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise sind am Donnerstag angesichts der blutigen Unruhen in Libyen weiter kräftig gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte am Vormittag um mehr als fünf Dollar auf 116,60 Dollar zu. Damit war Brent-Öl so teuer wie zuletzt Ende August 2008. In der Spitze notierte Brent-Öl sogar bei 119,79 Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg zuletzt um 3,84 Dollar auf 101,96 Dollar.
Händlern zufolge nehmen die Sorgen zu, dass die Unruhen in dem ölreichen nordafrikanischen Land auf andere Öl-Förderstaaten in der Region Nordafrika/Naher Osten übergreifen. Dies schliesse auch Saudi-Arabien ein, dem wichtigsten Ölproduzenten im Nahen Osten. Es herrsche zur Zeit "Panik am Ölmarkt", dass in Libyen noch grössere Fördermengen als bislang schon wegfallen könnten, sagte Rohstoff-Experte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Die aktuelle Ausfallquote bezifferten sie auf derzeit 400.000 bis zu einer Million Barrel pro Tag.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stieg unterdessen den dritten Tag in Folge deutlich. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel am Mittwoch im Durchschnitt 105,88 Dollar. Das waren 1,87 Dollar mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./ajx/jha/
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