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Route Praia, Ilha de Santiago, Kapverden - Las Palmas, Spanien - Casablanca, Marokko - Lissabon, Portugal - Cherbourg, Frankreich - Oostende (Brügge), Belgien - Greenwich (London), England Mehr
Santiago ist die größte der kapverdischen Inseln, und fast die Hälfte der Bevölkerung des Landes lebt hier. Als Insel vulkanischen Ursprungs ist Santiago ungewöhnlich fruchtbar, wodurch die Landwirtschaft ein wichtiger Teil der Wirtschaft ist. Die Kapverdischen Inseln erlangten erst nach einer gewaltsamen Revolution 1974 ihre Unabhängigkeit von Portugal. Nach diesem repressiven Kapitel ihrer Geschichte kämpft die Nation seither um Fortschritte. Dementsprechend werden die Besucher einen beachtlichen Unterschied zwischen der Entwicklung der Kapverden und der vieler seiner Nachbarn bemerken. Die Bewohner allerdings sind freundlich und optimistisch und heißen die Besucher gerne willkommen. Die alte Hauptstadt, früher bekannt als Cidade Velha, wurde in Ribeira Grande de Santiago umbenannt. So war die Stadt schon zu jenen Zeiten genannt worden, als sie ein wichtiger Hafen im berüchtigten Sklavenhandel war. Mit dem Gründungsjahr 1466 war dies die erste europäische Kolonialsiedlung in den Tropen. Besucher bekommen unter anderem eine Reihe gut restaurierter Häuser aus der Kolonialzeit, ein Denkmal für das ursprüngliche Pelourinho und den Pranger, an dem Sklaven sowohl bestraft als auch verkauft wurden, zu sehen. Dieses Gebiet zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Las Palmas ist eine große spanische Stadt, die sich zufälligerweise auf der Insel Gran Canaria erstreckt. Diese Tatsache verleiht dem Ort ein exotisches, leicht afrikanisches und in jedem Fall internationales Flair. Las Palmas spielte eine wichtige Rolle bei der frühen Erforschung und Ausbeutung Afrikas und der Neuen Welt; das Casa de Colon Museum erzählt davon. Columbus mag dort genächtigt haben, wenngleich es nie sein Haus war. Ursprünglich war es nämlich das Herrenhaus der frühen Gouverneure. Weitere bemerkenswerte Museen sind das Museo Canaria mit einer Reihe von Cro Magnon-Schädeln und das faszinierende Elder Museum of Science and Technology. Besuchen Sie La Vegueta, das älteste Viertel, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, und das angrenzende Einkaufsviertel Calle Triana. Die meisten Besucher aber sind wegen der Strände hier. Wenn es Sie auch an einen zieht, ist der städtische Playa de Las Canteras eine langgedehnte, saubere und sichere Option. Das „Canaria“ im Namen der Inseln bezieht sich auf die alte einheimische Hunderasse Presa Canaria. Die großen und starken Tiere machten bei den frühesten spanischen Besuchern ziemlich Eindruck.
Casablanca, das an der Atlantikküste liegt, ist mit seinen 4 Millionen Einwohnern die größte Stadt Marokkos und gleichzeitig der größte Hafen ganz Afrikas. An dem Ort erbaut, an dem zu phönizischen Zeiten Anfa stand, konnte es mehrere Jahrhunderte hindurch ein kleines Fischerdorf bleiben, bis im Jahre 1912 die Franzosen hier her kamen. Seitdem entwickelte sich Casablanca zu einer riesigen, modernen Stadt, die auch seit der Unabhängigkeit Marokkos von Frankreich immer noch wachsen konnte. Die erfolgreiche Verschmelzung orientalischer, weißer Würfelgebäude mit modernen marokkanischen Vierteln verleiht der Stadt einen interessanten Flair. Reizende Strände und attraktive Hotels tragen dazu bei, dass diese Stadt das ganze Jahr über ein beliebtes Urlaubsziel ist. Um die marokkanische Kultur besser verstehen zu können, sollten Sie Medina einen Besuch abstatten. Dieses reizende maurische Viertel ist ein Muss für jeden Besucher.
Die große „Zeit der Entdecker“ und die „Mitbringsel“ der portugiesischen Seefahrer von so fernen Orten wie Indien, Afrika und Brasilien trugen maßgeblich zu dem phänomenalen Wohlstand bei, den die Stadt vor einigen hundert Jahren angehäuft hat. Mithilfe der Importe von Gold, Juwelen, Elfenbein, Porzellan und Gewürzen konnte die Landeshauptstadt enorme Bauprojekte und beeindruckende Monumente in die Tat umsetzen. Wenn wir den Fluss Tagus hinaufsegeln, sollten Sie unbedingt an Deck sein, damit Sie sich nicht den Blick auf einige der großartigsten Monumente entlang des Flusses sowie das Panorama von Lissabon entgehen lassen. Lissabon ist eine der kleinsten Hauptstädte Europas und gilt unter vielen ihrer Besucher auch als eine der liebenswertesten. Auf einer Linie befinden sich sieben Hügel, auf denen die Stadt errichtet worden ist. Die Stadt trägt viele Gesichter – unter Anderem verstrahlen die Stadt und ihre Menschen eine erfrischend unkomplizierte Leichtigkeit, welche sie ohne übertriebene Hast durch den Tag geleitet. Kulinarisch können sich die Lissaboner einer deliziösen, herzhaften Küche rühmen, die sich besonders gut mit einem der exzellenten Weine des Landes genießen lassen.
Der Seehafen und Marinestützpunkt Cherbourg liegt am Ärmelkanal nordwestlich von Paris an der Mündung des Flusses Divette. Cherbourg, von dem vermutet wird, dass auch schon die Römer hier einen Stützpunkt hatten, ist seit der Antike besiedelt. Im Mittelalter kämpften Franzosen und Engländer ständig um diesen Ort, was auf seine strategisch hervorragende Lage zurückzuführen ist. Die Stadt, deren letzter Besitzwechsel an die Franzosen im 18. Jahrhundert stattfand, wurde von Louis XVI extrem ausgebaut und aufgerüstet. Während des Zweiten Weltkriegs konnten die Deutschen Cherbourg solange halten, bis es von amerikanischen Streitkräften kurz nach der Landung in der Normandie zurückerobert wurde. Auf ein umfangreiches Rehabilitationsprogramm folgend, das die Stadt wieder funktionsfähig machte, wurde Cherbourg ein wichtiger Versorgungshafen für die Alliierten. Heute ist Cherbourg vor allem in den Bereichen Schiffsbau, transatlantische Verschiffungen, Herstellung von Elektronik- und Telefonequipment, Yachtenbau und dem kommerziellen Fischfang von enormer Wichtigkeit.
Das in der flämischen Provinz Westflandern gelegene Oostende ist das größte Ballungszentrum an der belgischen Küste und wird von einem Netzwerk von Deichen geschützt. Die Geschichte des im 13. Jahrhunderts geplanten, kleinen Fischerdorfs ist geprägt von Eindringlingen von der See. Später entschieden sich zwei der belgischen Könige, Leopold I. und Leopold II., die Sommermonate in Oostende zu verbringen, wodurch sich dieses Dorf im 19. Jahrhundert in einen modernen Ferienort wandelte. Seitdem, vor nicht allzu langer Zeit, im Zweiten Weltkrieg, einer Zeit die von Zerstörung geprägt war, auch Oostende von Luftangriffen getroffen wurde, hat es sich zu einem Verkehrsknotenpunkt und Ferienort gewandelt, der für seine Promenade an der Küste, seinen Pier und seine feinen Sandstrände berühmt ist. Auch sind die historischen belgischen Städte Brügge und Gent von Oostende aus bequem zu erreichen.
London zählt zu den weltweit größten Zentren in der Unterhaltungs-, der Finanz- und der Modebranche. Die Stadt geht zurück auf antike Zeiten, als sie im Straßennetz der Römer die Funktion eines wichtigen Kreuzungspunktes einnahm. Auch die erste London Bridge wurde von den Römern erbaut. Bei der City of London und der City of Westminster handelt es sich eigentlich um zwei separate Städte, die zwar nebeneinander, aber eigenständig verwaltet werden. In der City of London dreht sich eigentlich alles um das wichtige Business und die großen Finanzen, während sich in Westminster – oder auch „West End“ – mit dem House of Parliament und dem Buckingham Palace, den Theatern, den Clubs, den Parks und den unzähligen Geschäften all jene Orte befinden, für die London in aller Welt so bekannt ist. Beachten Sie bitte, dass der Landgang und die Rückkehr auf Ihr Schiff nur mittels einer Fähre möglich ist.
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