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Kaspar von Winkel
Grosskellner: ca. 1523–1540
Lebensbeschreibung[1]
Als Heimat dieses Konventuals kommt mit grosser Sicherheit das kleine Winkel am Vierwaldstättersee bei Horw in Frage, wo seit den frühesten Zeiten der Anlegeplatz für die Schiffahrt über den See nach Nidwalden war. Da keine direkte Landverbindung zwischen Luzern und Nidwalden, respektiv Engelberg, bestand, war von alters her bestimmt, dass für das Kloster im Winkel jederzeit ein Schiff für die Überfahrt nach Stansstad bereitstehen sollte. Der Winkel nahm daher seit je für Engelberg eine bedeutende Stellung ein. Über Jugend, Studien, Personalien des P. Kaspar wissen wir nichts. Er tritt uns erstmals entgegen in der Jahrrechnung der Schirmorte von 1523 als "her Kaspar von Winkel, keller", also als Ökonom des Klosters. In diesen Zusammenhang mit der Stellung des Ökonoms mag auch der Eintrag im Nekrolog III[2] zum 27. Juni stehen, wonach die Klosterfrau Agnes "die unsere köchin ist gsin", dem Kloster 20 Pfund vergabte mit der Bestimmung, Herr Kaspar von Winkel solle das Geld für das Haus in der Stadt Luzern verwenden. Von besonderer Art ist ein anderer Eintrag im Nekrolog III[3] von 1540, weil Todesjahre sonst nur ausnahmsweise vermerkt wurden. Ein weiterer Eintrag im Nekrolog III ist für uns noch aufschlussreicher: "her kaspar fom winkel monachus ob." Hier werden auch die Pariser Freunde des Abtes Barnabas im Jahrzeitbuch genannt: "Magister karolus bovillus, Magister jakobus stapulensis, Doctor judoco Clitovensis et omn. jarzitdes erwirdigen herren her Martis Bürkys und sines vatters hansen Bürkis und her Hansen Bürkis sins vettern, auch des erwirdigen und geistlichen herren her Caspaf von Winkel, ouch so gedenkt man othmar Bürkis et omn."[4] P. Kaspar wird also mitten unter den nächsten Verwandten und Freunden des Abtes aufgeführt, mit denen er sicher in einem näheren Verhältnis stand. Anderseits mag auffallen, dass Abt Barnabas im Jahrzeitbuch von Horw, der Heimatkirche Kaspar von Winkels, eingetragen ist. Die genaue Art des Eintrages lässt vermuten, dass der Abt von Engelberg mit Horw, auf jeden Fall mit P. Kaspar in einem besonders nahen Verhältnis stand. "Her Barnabas, Apt ze Engelberg, 1547."[5]
Einzelnachweise
- Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
- StiBiEbg cod. 11, f. 23v.
- StiBiEbg cod. 11, f. 11v.
- StiBiEbg cod. 11, f. 10v.
- Mooyer, Ernst Friedrich: Einige Erläuterungen zum Nekrologium des Hochstifts Constanz, in: Geschichtsfreund 17, 1861, S. 39.
Bibliographie
- Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense, Luzern 1882, S. 93.
- StiArEbg Professbucheinträge nach P. Gall Heer.