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Am Labor-Day-Wochenende sind am US Open in New York die einheimischen Hoffnungsträger den Erwartungen gerecht geworden. Ein amerikanisches Quartett steht ebenso in den Viertelfinals wie Novak Djokovic.
Djokovic setzte sich gegen den zähen Portugiesen João Sousa (ATP 68) in zwei Stunden 6:3, 6:4, 6:3 durch und deutete wie bereits beim klaren Sieg gegen Richard Gasquet an, dass er in Flushing Meadows Fahrt aufgenommen hat. «Es war wesentlich schwieriger, als es das klare Resultat ausdrückt», sagte Djokovic. «Die Bedingungen in der ersten guten Stunde waren extrem hart.»
Die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit, die New York wieder erfasst haben, bereiteten dem 31-Jährigen fast mehr Probleme als sein Gegner. Beim Stand von 2:1 im dritten Satz beantragte Djokovic wegen Problemen mit dem Kreislauf ein medizinisches Timeout und begab sich zwecks ärztlicher Betreuung in die Kabine. «Ich bin nicht mehr 21», sagte Djokovic. Auch wenn er sich noch nicht alt fühle, die biologische Uhr spüre er trotzdem.
Denk seinem 19. Sieg in den letzten 20 Partien qualifizierte sich der 13-fache Major-Champion zum elften Mal in Folge für die Viertelfinals am US Open – im letzten Jahr hatte er verletzungsbedingt gefehlt. «Ich habe gebetet, gehofft und hart gearbeitet, dass ich das wieder schaffe», so der Serbe, der das Turnier in Flushing Meadows zweimal gewonnen hat. Seine Viertelfinal-Bilanz in New York lautet 10:0. Sollte sich Roger Federer in der Nacht auf Dienstag gegen den Australier John Millman durchsetzen, kommt's zum Viertelfinal-Duell gegen Novak Djokovic.
Der letzte im Turnier verbliebene Amerikaner John Isner schaffte ebenfalls den Sprung in die Viertelfinals. Der Wimbledon-Halbfinalist gewann das Duell der beiden Aufschlag-Giganten gegen den Wawrinka-Bezwinger Milos Raonic aus Kanada in fünf Sätzen. Nun trifft Isner auf Juan Martin Del Potro. Der US-Open-Sieger von 2009 stellte auch beim 6:4, 6:3, 6:1 gegen Borna Coric seine exzellente Form unter Beweis und hat noch keinen Satz abgegeben.
Während Isner die 15 Jahre andauernde Durststrecke der Einheimischen – Andy Roddick gewann als letzter Amerikaner 2003 in New York einen Grand-Slam-Titel – kaum beenden dürfte, sind die Chancen auf eine Siegerin aus den USA wesentlich grösser. Standen 2017 gleich vier Amerikanerinnen in den Halbfinals, haben sie in diesem Jahr mit Titelverteidigerin Sloane Stephens, Vorjahresfinalistin Madison Keys und Serena Williams in den Viertelfinals noch drei Eisen im Feuer.
Während Stephens (gegen Elise Mertens) und Keys (gegen Dominika Cibulkova) zu klaren Siegen kamen, hatte Williams beim 6:0, 4:6, 6:3 gegen die Estin Kaia Kanepi ihren ersten Satzverlust des Turniers zu beklagen. Nun trifft Williams, die vor einem Jahr Mutter geworden ist, auf Karolina Pliskova, die der 23-fachen Grand-Slam-Siegerin vor zwei Jahren die bislang letzte Niederlage in New York zugefügt hat. Die US-Open-Finalistin von 2016 aus Tschechien ist zusammen mit Stephens (WTA 3) die einzige im Tableau verbliebene Top-Ten-Spielerin. (sda)