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Das Internationale Auschwitz Komitee hat den verstorbenen Holocaust-Überlebenden Boris Pahor gewürdigt. Der slowenisch-italienische Schriftsteller gehöre für die Überlebenden der Lager zu jenen Zeitzeugen, die ihre Erinnerungen und ihre Schmerzen unwiderruflich und klar in die Literatur und in die Herzen der Welt eingeschrieben hätten, erklärte der Exekutiv-Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, am Dienstag in Berlin. „Sie sind Boris Pahor dankbar für seine Sätze, für sein Erinnerungsvermögen und sein langes Leben“.
Pahor gilt als einer der bekanntesten Vertreter der slowenischen Gegenwartsliteratur. Er lebte in seiner Geburtsstadt Triest, wo er den Angaben zufolge am Montag im Alter von 108 Jahren starb. Seine Erlebnisse in den Konzentrationslagern verarbeitete er in dem mehrfach preisgekrönten Roman „Nekropolis“.
Mit 100 Jahren hatte er in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung gesagt“, er wolle mit seinem Werk den „Erniedrigten und Beleidigten“ eine Stimme geben. „Ich habe mich erst dem italienischen Faschismus widersetzt, dann gegen die Nationalsozialisten gekämpft und mich dann mit der kommunistischen Diktatur in Slowenien auseinandergesetzt“, so Pahor. Sein ganzes Leben lang habe er für Freiheit und Demokratie „gestritten und gekämpft“.
KNA/ntr/cxm/lwi