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Eröffnung Samstag, 17. Mai 1913
Die Eröffnung des Alpengartens wurde über Werbeanzeigen in den Luzerner Tageszeitungen bekannt gemacht.
Luzerner Tagblatt, 1913
Situationsplan
Die «Alpengarten der Urschweiz AG» hatte 1912 die vom Architekten Bernhard von Euw erstellten Pläne für ein «Restaurant mit Gartenarchitektur» zur Bewilligung eingereicht. Der Garten war als Rundgang angelegt. Betreten wurde dieser über ein kleines dunkelbraunes Tor, auf dem Plan mit «Entrée» beschriftet. Der Rundgang begann auf der linken Seite mit der Alphütte «Stanserhorn». Die nächste Station bildete die Alphütte «Altdorf-Marktplatz». Der anschliessende Aufstieg führte zur Burgruine «Zwing Uri». Es folgte eine Wandelhalle, die über eine Rotunde mit dem den Rundgang abschliessenden Restaurant verbunden war. Gesäumt wurde dieser Pfad durch die «Urschweiz» von einer Gartenanlage mit alpiner Flora.
Bernhard von Euw, Luzern, 1912
Dr. Alois Moser
Das Präsidium der «Alpengarten der Urschweiz AG» hatte bei der Eröffnung der gut vernetzte liberale Politiker und Jurist Alois Moser († 1936) inne.
Luzerner Tagblatt, 1936
Stanserhorn
Die Fassade der historisierend gebauten Alphütte «Stanserhorn» war mit in Holz geschnitzten Wappen geschmückt.
Bernhard von Euw, Luzern, 1912
Marktplatz Altdorf
Die mit vielen Details versehenen Alphütten verfügten jeweils über eine Vorlaube und einen Bilderraum, in dem Gemälde des Luzerner Künstlers Jean Renggli gezeigt wurden.
Bernhard von Euw, Luzern, 1912
Burg «Zwing Uri»
Die bereits 1470 im «Weissen Buch von Sarnen» erwähnte Burg «Zwing Uri» baute von Euw als künstliche Ruine mit Stilelementen aus der Übergangszeit vom Romanischen ins Gotische nach.
Bernhard von Euw, Luzern, 1912
Altdorf im 13. Jahrhundert
Das Sonntagsblatt des Vaterlands zeigte 1913 in einem ausführlichen Bericht über die Eröffnung des Alpengartens diverse Ansichten der Gartenanlage. Das Panoramagemälde «Altdorf im 13. Jahrhundert» konnte in der Alphütte «Marktplatz von Altdorf» betrachtet werden.
Sonntagsblatt Vaterland, Luzern, 1913
Innenansicht
Kupferkessel, Käseformen und vieles mehr schmückten das Innere der «Sennhütte am Urmiberg».
Sonntagsblatt Vaterland, Luzern, 1913
Der Aufstieg zur «Zwing Uri»
Die Wände des «unheimlichen» Turmzimmers waren mit zahlreichen Fresken und Folterszenen geschmückt.
Sonntagsblatt Vaterland, Luzern, 1913
Wandelhalle, Bilderraum und Restaurant
Von Euw prägte die Stimmung der Anlage mit gotischen Stilelementen und versah das Restaurant mit einem originellen Turmaufbau.
Bernhard von Euw, Luzern, 1912
Die Wandelhalle
Zahlreiche Panoramen und Gemälde Jean Rengglis wurden in der Wandelhalle gezeigt.
Sonntagsblatt Vaterland, Luzern, 1913
Mittelbild in der Rotunde: «Ewiger Bund der Eidgenossen»
Eine weitere Bilderserie zur Eröffnung des Alpengartens erschien im Juli 1913 in der Illustrierten Luzerner Chronik.
Illustrierte Luzerner Chronik, 1913
Haupteingang
Das Restaurant mit Gartenlaube führten 1913 eine Frau Tschopp und «ihr Liseli».
Illustrierte Luzerner Chronik, 1913
Wirte-Stube
Die hölzerne Inneneinrichtung des Restaurants war eher dunkel gehalten. Die massiven Holzsäulentische waren teilweise gar aus Altholz gefertigt, welches aus dem abgegrabenen Lungernsee gezogen wurde.
Illustrierte Luzerner Chronik, 1913
Barbetrieb
Erweitert wurde der Betrieb 1959 durch die Erstellung einer Bar in der ehemaligen Wandelhalle. Die Gemälde Jean Rengglis bildeten nach ihrer Restaurierung dafür die Kulisse.
Luzerner Tagblatt, 1959
Rückseite der Wandelhalle, Zustand 1993 vor dem Abriss
Für die Nachwelt dokumentiert: Der Zustand der Anlagen wurde im Auftrag des Stadtarchivs kurz vor dem Abriss festgehalten.
Markus Trüeb, Luzern, 1993
Restauranteingang mit Parkplatz
Das ursprünglich für Touristen erbaute Restaurant wurde nach dem Ersten Weltkrieg bis zu seiner Schliessung 1993 hauptsächlich von Luzernern besucht.
Markus Trüeb, Luzern, 1993
Innenansicht des Restaurants
Im rustikal eingerichteten Restaurant konnten die Gäste von Live-Musik begleitet bis in die Nacht hinein das Tanzbein schwingen.
Markus Trüeb, Luzern, 1993
Wandelhalle und Restaurant
Bis zum Schluss blieben die gotischen Stilelemente sowie massive Kupferkessel Teil der dekorativen Ausgestaltung der Anlage.
Markus Trüeb, Luzern, 1993
Eingangsbereich kurz vor dem Abriss
Die architektonische Grundstruktur des Restaurants blieb in den 80 Jahren seines Betriebs erhalten. Nur der Turm auf dem Dach war gewichen, dafür prägten grosse Werbeschilder das Bild.
Markus Trüeb, Luzern, 1993
Rückseite der Rotunde mit Restaurant und Wandelhalle
Die Gemälde aus der ehemaligen Rotunde wurden nach dem Abriss beim Restaurator Georg Eckert eingelagert.
Markus Trüeb, Luzern, 1993
«Zwing Uri», seitliche Ansicht im Winter
Die Burgruine steht als einziger Bau des «Alpengartens der Urschweiz» noch heute am Rand des Kinderspielplatzes der Neuüberbauung.
Markus Trüeb, Luzern, 1993