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Es droht wieder einmal der Untergang der Welt. Dieses Mal ist es der ausserirdische «Steppenwolf», der mit seiner Armee aus Paradämonen die Erde überfällt.
Bruce Wayne alias Batman ringt noch immer mit Supermans Tod, für den er sich verantwortlich fühlt. Trotz Trauer macht er sich daran, Superhelden zur Rettung der Erde zu rekrutieren. Mit Hilfe von Diana Prince alias Wonder Woman gewinnt er Aquaman, Cyborg und The Flash für eine neue Superheldentruppe, die sogenannte «Justice League».
Das stärkste Zitat
The Flash will als übermotiviertes Neumitglied der «Justice League» möglichst viel von seinem neuen Chef wissen. Unverzüglich stellt er Batman die Schlüsselfrage: «Was ist schon wieder deine Superkraft?» Darauf antwortet der dunkle Ritter trocken: «Ich bin reich». Als einziger Held in der Gruppe verfügt Batman über keine Superkräfte. Seine Überlegenheit basiert auf Intelligenz, hartem Training, technischen Hilfsmitteln und massig Kohle. Im Turbokapitalismus ist reich sein wohl auch eine Superkraft.
Der Regisseur
2014 wurde Zack Snyder, der bereits für «Man of Steel» und «Batman v Superman: Dawn of Justice» im Regiestuhl sass, als Regisseur von «Justice League» bestätigt. Im März dieses Jahres nahm sich Snyders 20-jährige Tochter das Leben. Zwei Monate später gab der Regisseur die Tragödie öffentlich bekannt. Gleichzeitig informierte er die Presse darüber, dass er die Regie nach dem Todesfall an Joss Whedon abgegeben hatte. Whedon war in den letzten Jahren massgeblich an Marvels riesigem Erfolg beteiligt gewesen, unter anderem als kreativer Kopf hinter den «Avengers». «Justice League» ist sein erstes Engagement für Marvels grossen Konkurrenten DC.
Fakten, die man wissen sollte
Bereits 2007 war ein Film über die «Justice League» geplant. Doch die Dreharbeit verzögerten sich zuerst wegen des Autorenstreiks und später wegen der langen Suche nach geeigneten Schauplätzen. Der finanzielle Erfolg der Batman-Filme von DC rückte das Projekt weiter in den Hintergrund, obwohl die Rollen bereits besetzt und die Sets und Kostüme in Produktion waren. 2012 gelang dann Konkurrent Marvel mit «The Avengers» der grosse Durchbruch, sodass DC für ihre «Justice League» einen anderen Kurs einlegte. Drehbuch und Cast wurden komplett umgekrempelt. Zehn Jahre nach den ersten Plänen kommt das vereinte Superhelden-Team von DC in «Justice League» nun endlich auf die Leinwand.
Das Urteil
Rückblende: Die DC-Produktion «Batman v Superman: Dawn of Justice» brachte 2016 bei Weitem nicht den gewünschten Erfolg. Nur 28 Prozent der Kritiker auf der Filmbewertungsseite «Rotten Tomatoes» konnte der Film überzeugen.
Mit der «Justice League» soll alles besser werden. Der Film will dem DC-Universum neue Impulse geben.
Deshalb war man bei der Produktion wohl auch etwas übereifrig. Zu viele Geschichten wurden in die «Justice League» gepackt. Die Dialoge wirken deshalb oft etwas zusammenhangslos.
Denkbar schlecht ist das Timing des Kinostarts. Konkurrent Marvels «Thor: Tag der Entscheidung» ist in den Kinos eingeschlagen wie ein Blitz. Der Hammer-Hit, der erst vor zwei Wochen startete, punktet vor allem mit seinem Witz. «Justice League» weist für DC-Verhältnisse zwar recht viel Humor auf, an Thor und Co. kommt die neuste DC-Produktion jedoch bei Weitem nicht heran.
Die Spezialeffekte hingegen sind gut, die Schauspielleistungen ebenfalls solide. Von den DC-Filmen der letzten Jahre war im Grunde nur «Wonder Woman» besser. Superhelden-Fans und Freunden berauschender Kampfszenen wird der Film also durchaus gerecht.
Filmstart: 16.11.2017