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Definition
Die Definition von Wissenschaft ist laut Duden eine „Wissen hervorbringende forschende Tätigkeit in einem bestimmten Bereich“.
Mit diesem Hintergrund haben die Menschen sich schon immer mit Wissenschaften beschäftigt. Egal, ob es darum ging, in der Steinzeit essbare Pflanzen zu finden, in der Eisenzeit die Bearbeitung weiterer Metalle oder -legierungen zu erlernen oder in der heutigen Zeit die anerkannten Wissenschaften weiter zu differenzieren oder interdisziplinär zu verknüpfen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Dinge, die Kinder heute schon im Kindergarten nutzen, waren vor Jahrzehnten vielleicht dem Durchschnittsmenschen völlig unbekannt, wie die Nutzung von elektronischen Geräten, zum Beispiel Tablets oder elektronische Spiele.
Was will Wissenschaft?
Unterstützt durch verschiedene Eckpfeiler geht es der Wissenschaft in erster Linie um die Forschung und die Lehre. Zu einer Fragestellung wird geforscht und es werden neue Erkenntnisse gesammelt. Die Ergebnisse werden dann in der Lehre weitervermittelt.
Lehre und Forschung werden seit jeher in den Universitäten betrieben, in denen sich wie in einem Zentrum die Forschenden und Lehrenden mit den Studierenden treffen. Es wird aber auch in der Industrie geforscht und es gibt noch weitere Institutionen und Organisationen, die Forschungen unterstützen. Im Wissenschaftsbetrieb werden die verschiedenen Wissenschaften und Forschungserkenntnisse zusammengeführt und mit einander verknüpft.
Nach Aristoteles sollte die Wissenschaft neutral forschen. Das ist aber nicht immer gegeben, da auch Wissenschaftler sich ihr Forschungsobjekt häufig auswählen oder Ergebnisse auch von den jeweiligen gesellschaftlichen Bedingungen geprägt sein können. Zum Beispiel hat es sich herausgestellt, dass die Forschungsergebnisse über Steinzeitmenschen hinsichtlich ihrer Rollenverteilung – der Mann jagt und kämpft, die Frau gräbt Wurzeln aus und hütet das Feuer – wahrscheinlich auf dem Ende 19. / Anfang 20. Jahrhundert vorherrschenden Idealbild der Gesellschaft beruhte, wie es zu der Zeit üblich war: der Mann arbeitet, die Frau ist Haushälterin. Neue Forschungen haben gezeigt, dass es bei unseren Vorfahren anscheinend eher üblich war, dass jeder das gemacht hat, wozu er am ehesten fähig war – auch Frauen haben Werkzeuge hergestellt, auch Männer haben Schuhe aus Fellen zusammengenäht.
Unterteilung der Wissenschaften
Aristoteles
Nach Aristoteles unterteilt sich die Wissenschaft zunächst in drei Bereiche:
den praktischen Bereich
- in dem Ethik,
- Rhetorik und auch
- Politik zusammengefasst werden,
den theoretischen Bereich
- mit der Ersten Philosophie (Theologie, Ontologie, Logik oder Denkprinzipien),
- Mathematik (reine Arithmetik, Geometrie sowie angewandte Astronomie, Harmonielehre und andere) und
- Naturforschung (philosophische Grundlagen, Kosmologie, Meteorologie, Psychologie und Zoologie und Botanik) sowie
den poietischen, den herstellenden Bereich
- mit dem Handwerk,
- der Medizin,
- der Dichtung und
- wiederum der Rhetorik.
Systematik der OECD
Eine Einteilung der Wissenschaften dient der Systematik und der besseren Übersicht. Die einzelnen Bereiche überlappen sich immer wieder. Ebenso werden interdisziplinäre Zusammenarbeiten gefördert, um verschiedene Wissensbereich miteinander zu verknüpfen. Durch diese Verknüpfungen und weitere Differenzierungen ist eine genaue Bereichsdefinition für manchen Zweig der Wissenschaft mittlerweile schwierig. Um eine Klassifizierung dennoch zu ermöglichen, wurde von der OECD im Jahr 2002 eine Systematik von Wissenschaftszweigen festgelegt.
Die Wissenschaften sind hier in sechs Gruppen unterteilt:
- Naturwissenschaften
- Technische Wissenschaften
- Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften
- Agrarwissenschaften und Veterinärmedizin
- Sozialwissenschaften und
- Geisteswissenschaften.