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Stop Motion im Kindergarten
Die Kinder des 2. Kindergartenjahres lernten die App «Stop Motion» kennen. Aus Knete erstellten sie in Kleingruppen ihr eigenes Fantasiewesen her und produzierten daraus ein Stop Motion Film. Zum Abschluss des Projektes luden wir die Eltern zu einem Filmkaffe ein, indem sie einen Einblick in den gesamten Prozess des Projektes erhielten.
Einstieg
Als Einstieg wurde den Kindern die Geschichte «Pezzettino» erzählt. Die Geschichte wurde dabei etwas vereinfacht. Knapp zusammengefasst geht es bei dieser Geschichte um den Protagonisten Pezzettino, das übersetzt «kleines Stückchen» heisst. Pezzettino fühlt sich alleine, weil er so klein ist und anders aussieht als die anderen. Deshalb macht sich Pezzettino auf die Suche nach einem Lebewesen, zu dem er dazugehören kann. Er begegnet dabei unterschiedlichen Lebewesen, die alle eine andere Fähigkeit besitzen. Niemand wollte aber, dass Pezzettino zu ihm dazugehört. So antwortete z.B. das erste Lebewesen, das schnell gehen konnte: «Nein, du gehörst sicher nicht zu mir dazu. Wenn mir ein einziges Stückchen fehlen würde, könnte ich nicht mehr so schnell gehen. Du musst dir jemand anderes aussuchen». Als zweites trifft Pezzettino ein Lebewesen, das stark ist. Aber auch dieses wollte nicht, dass Pezzettino zu ihm dazugehört, da er Angst hatte, dass er sonst nicht mehr so stark ist. Diese Reise ging immer so weiter. Den Schluss der Geschichte liessen wir offen. Die Kinder konnten dabei selber fantasieren, wie die Geschichte zu Ende gehen könnte.
Während dem Erzählen der Geschichte wurde den Kindern folgende Fragen gestellt:
– Wie sieht dieses Lebewesen für Dich aus?
– Was könnte dieses Lebewesen für eine Fähigkeit besitzen?
Bearbeitung
Als Fortsetzung bastelten die Kinder ihr eigenes Fantasiewesen. Sie schnitten aus farbigem Papier kleine Quadrate und kreierten somit ihr eigenes Fantasiewesen. Bei einigen Fantasiewesen fand Pezzettino nun seinen Platz.
Nach dem Kreieren der eigenen Fantasiewesen wurden die Kinder in Kleingruppen eingeteilt. Zusammen erstellten sie in ihrer Gruppe aus Knete ihr Fantasiewesen. Voraussetzung war, dass das Fantasiewesen aus kleinen Würfeln besteht. Das Formen von Würfeln mit Knete wurde im Voraus in einer separaten Sequenz geübt. Nachdem das Fantasiewesen aus Knete erstellt war, malten die Kinder in derselben Gruppe noch ein Kulissenbild.
Abschluss
Als Endprodukt entstanden schlussendlich die Stop Motion Filme. Zuerst wurden den Kindern drei verschiedene Daumenkinos gezeigt, die sie sich anschauen durften. Als freiwilliges Angebot konnten die Kindergartenkinder auch noch ein eigenes Daumenkino basteln.
Nachdem die Kinder das Daumenkino kennen gelernt haben und ihnen bewusst war, wie ein solches Daumenkino entsteht, wurde der Transfer zum digitalen Daumenkino gemacht. Die Kinder lernten die App Stop Motion kennen und erstellten damit ein Stop Motion Film. Während der Durchführung merkten die meisten Kinder von selbst, worauf sie achten müssen:
- Das iPad möglichst ruhig halten und nicht bewegen (während dem Projekt wurde ein Stativ angeschafft, das die Arbeit um einiges erleichterte)
- Erst fotografieren, wenn keine Hände mehr im Bild sind
- Kleine Schritte machen beim Bewegen der Figur
Weiterführende Aufgaben
Nach den Frühlingsferien konnten die Kinder im Freispiel selbständig weitere Stop Motion Filme erstellen.
Weitere Ideen:
- Die Kinder nehmen mit der App Stop Motion Audioaufnahmen auf und erzählen, worum es in ihrem Film geht
- Die Kinder lassen ihr Fantasiewesen mithilfe der App «ChatterPix» sprechen
Materialien
- Geschichte Pezzettino von Leo Lionni
- Stop Motion
- iMovie
- Stativ
- Knete
- Papier
- Gouachefarben
Bildnachweise/Quellennachweis
Keine Bild und Quellennachweise, nur eigenes Material
Autorin
Meret Hunziker, Schule Biberstein