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Die Weltgesundheitsorganisation WHO fordert in einer neuen, rund 200-seitigen Richtlinie die vollständige «Entkriminalisierung» der Abtreibung. Das neue Dokument beschreibt den Schwangerschaftsabbruch als «lebensrettende Massnahme» und fordert, dass Frauen und Mädchen nicht für den Abbruch einer Schwangerschaft verurteilt werden dürften. Auch Anbieter von Schwangerschaftsabbrüchen sollten nicht verurteilt werden, heisst es im Leitfaden. Die Möglichkeit eines sicheren Schwangerschaftsabbruchs sei ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheitsversorgung, sagte Craig Lissner, stellvertretender Direktor für sexuelle und reproduktive Gesundheit bei der WHO. Regierungen müssten «Hindernisse» für die «rechtzeitige Bereitstellung einer qualitativ hochwertigen Abtreibungsversorgung» beseitigen, wie «Grenzen für das Schwangerschaftsalter, obligatorische Wartezeiten, Anforderungen an die Genehmigung durch Dritte und Beschränkungen für Anbieter».
(livenet)