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Rechtsquellen des Rheintals
Das Projekt „Rechtsquellen des Rheintals“ soll wesentliche Lücken in der Geschichtsforschung des Rheintals vor 1798 schliessen und schafft wichtige Grundlagen für die geplante „Geschichte des Rheintals“. Erstmals werden wichtige, bekannte, vor allem aber neu entdeckte Rechtsdokumente als Teil der international renommierten Rechtsquellenedition des Schweizerischen Juristenvereins im Originalwortlaut zugänglich gemacht.
Das Projekt wurde Mitte 2007 gestartet, geplant sind zwei Bände zu je zirka 500 Seiten. Initiant ist der im Jahr 2000 gegründete „Verein für die Geschichte des Rheintals“, bearbeitet wird dieses Projekt vom Altstätter Historiker Werner Kuster.
Im Laufe des Mittelalters entstand im Rheintal ein komplexes, teilweise rheinübergreifendes, klein- und grossräumiges Herrschaftsgeflecht. Bereits um 890 ist von einem Herrschaftsgebiet Rheingau, 1291 von einem «Rintal» die Rede, und am Ende des 15. Jahrhunderts umfasste das Herrschaftsgebiet der damaligen eidgenössischen Gemeinen Herrschaft etwa das Gebiet der nachmaligen Bezirke Ober- und Unterrheintal. Rund dreihundert Jahre lang teilten die Gemeinden des Rheintals das Schicksal als Untertanen der Eidgenossen, aber auch zahlreicher niederer Gerichtsherren, vor allem des Abtes von St. Gallen. Bei allen Verschiedenheiten der dörflichen und kleinstädtischen Mentalitäten bildete sich damals ein Bewusstsein der Zugehörigkeit zum Rheintal heraus, das bis heute nachwirkt.
Das Projekt betrifft geografisch die ehemaligen Bezirke Ober- und Unterrheintal im St. Galler Rheintal und damit die insgesamt vierzehn Gemeinden Rüthi, Oberriet, Eichberg, Altstätten, Marbach, Rebstein, Balgach, Diepoldsau, Widnau, Berneck, Au, St. Margrethen, Rheineck und Thal. Dieses Gebiet zieht sich vom Ort Lienz südlich des Hirschensprungs bis nach Altenrhein am Bodensee und wird im Osten vom Grenzfluss Rhein flankiert.
Neben der Rheintaler Kulturstiftung (für die Rheintaler Gemeinden) sind an der Finanzierung dieses Projektes ebenfalls der Kanton, weitere Stiftungen und Private beteiligt.
Mehr Informationen unter: Rechtsquellenstiftung des Schweizerischen Juristenvereins