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Der Götterbaum ist ein Laubbaum aus der Familie der Bittereschengewächse. Ursprünglich aus China und Vietnam wurde die Art seit Mitte des 18. Jahrhunderts in Europa angepflanzt und gilt als invasiv.
Merkmale (Charakterisierung)
Sommergrüner zweihäusiger Baum (die männlichen und weiblichen Blütenstände befinden sich auf zwei verschiedenen Bäumen) bis 30 m hoch, der Stamm bzw. die Rinde ist gekennzeichnet durch Korkporen. Blätter unpaarig gefiedert, ganzrandig mit Drüsen an der Unterseite. Blüten gelblich-weiss in vielblütigen Rispen. Früchte flügelförmig gedreht. Blütezeit Juni-Juli. Die Pflanze riecht sehr unangenehm.
Gefährdung / Schadenspotenzial
Der Götterbaum breitet sich effizient über unterirdische Ausläufer aus. Dadurch können Bauten beschädigt werden. Das rasche Wachstum führt zu dichten, stark beschattenden Beständen. Dabei werden einheimische Arten in ihrem Wachstum gehemmt oder gar verdrängt. Die windverbreiteten Früchte erlauben eine rasche Besiedlung neuer Standorte. In Schutzwäldern kann so die Schutzwirksamkeit beeinträchtigt werden.
Rinde und Blätter können starke allergische Hautreizungen (Bitterstoff: Ailanthin) hervorrufen, je nachdem kann auch der Blütenstaub allergische Reaktionen hervorrufen. Die Art wird von Tieren wegen dem hohen Bitterstoffgehalt gemieden.
Situation in der Schweiz
In tieferen Lagen und stadtnahen Gebieten ist die Art in der ganzen Schweiz verbreitet. Sie ist besonders häufig im Tessin, wo sie auch in Wäldern anzutreffen ist.
Was tun bei Besiedlung?
Vorbeugend soll auf den Anbau des Götterbaums in Gärten verzichtet werden (keine Vermarktung). Um eine weitere Verbreitung von bestehenden Beständen zu vermeiden, sind Fruchtstände und Jungtriebe laufend zu entfernen. Das Pflanzenmaterial nicht kompostieren, sondern im Kehricht entsorgen. Beim Absägen des Baumes kommt es zu Stockausschlägen, die konsequent ausgerissen werden müssen. Für eine (raschere) vollständige Entfernung kann ausserhalb des Waldes eine Herbizidbehandlung nötig sein, diese sollte jedoch aufgrund der strengen Auflagen mit professioneller Hilfe durchgeführt werden.
Weiterführende Informationen
Letzte Änderung 15.05.2018