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Giftmord
Eine Kriminalgeschichte von 1929
Das kleinformatige Textbuch mit Hardcover präsentiert in einfacher, aber geschickter Gestaltung Geschichte in einem doppelten Sinn. Der Fall einer 16-fachen Mutter und angeblichen Wahrsagerin, die 1929 in Aarau wegen zweifachen Giftmords ohne Schulderklärung zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, wird zum einen in einer fiktionalisierten Lebensgeschichte und zum anderen in historischen Dokumenten präsentiert. Die in Kapitel gegliederte Lebensgeschichte ist in einspaltigem Layout und optimal lesbarer Serifenschrift in Blocksatz gesetzt. Dazwischen werden sieben längere Auszüge aus Tageszeitungen, Prozess- und Polizeiakten eingefügt, die zwar in der gleichen Schrift und im gleichen Satzspiegel, aber im Flattersatz auf schwarz umrahmten Seiten gesetzt sind, welche sich im Schnitt schwarz abzeichnen. Dadurch werden sowohl die Unterschiede als auch der Zusammenhang zwischen den beiden Geschichtsebenen elegant visualisiert, und die Orientierung fällt jederzeit leicht. Das schwarz-weisse Cover mit dem randabfallenden Foto vom Haus der Verurteilten und der schlichten, geordneten Typografie hebt sich vom Standard für Textbücher ab. Ein schönes Low-Budget-Objekt.