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Franz Xaver Schnizer (1740–1785) war ein süddeutscher Komponist und Organist. Schon früh wurde er Chorknabe im Benediktinerstift in Ottobeuren. Hier erhielt er seine musikalische Ausbildung in Komposition und Orgel. Seit der Priesterweihe im Jahre 1766 bis zu seinem Tod war er Organist und Musiklehrer im dortigen Stift. Weiterlesen
Gottfried Kirchhoff (1685–1746) war Organist und Musikdirektor in Halle. Er wurde in Mühlbeck bei Bitterfeld geboren und entstammt einer Stadtpfeiferfamilie. Kirchhoff wurde vermutlich auf Empfehlung des Pfarrers ans Gymnasium in Halle geschickt. Dort wurde er von Friedrich Wilhelm Zachow ausgebildet. Kirchhoff hatte auch Kontakt zum gleichaltrigen Georg Friedrich Händel, ebenfalls ein Schüler Zachows.
Kirchhoffs erhielt 1709 eine Anstellung als Kapellmeister beim Herzog von Holstein-Glücksburg. 1711 übernahm er die Organistenstelle an St. Benedikt in Quedlinburg. Nach dem Tod seines Lehrers Friedrich Wilhelm Zachow bewarb sich Kirchhoff auf dessen Stelle. Einer der Mitbewerber war Johann Sebastian Bach, der gewählte wurde, aber seine Bewerbung auf Grund eines zu geringen Gehaltes zurückzog. So trat Kirchhoff am 13. Juli 1714 die Stelle des Organisten und Musikdirektors an der Marienkirche zu Halle an. In Kirchhoffs Anfangszeit fällt die Neuerrichtung der grossen Marienorgel durch den Halberstädter Orgelbauer Christoph Cuntius. Kirchhoff hatte dieses Amt bis zu seinem Tod am 21. Januar 1746 inne.
Kompositionen von Gottfried Kirchhoff
Seine Kompositionen und sein Orgelspiel waren zu seiner Zeit hoch angesehen. Kirchhoffs Schwiegersohn veranlasste den Verkauf des Nachlasses, wodurch dieser weit verstreut wurde und zum grossen Teil verloren ging.
Es sind einige Kirchenkantaten, Orgel- und Klavierwerke sowie Violinsonaten überliefert. Zudem ist sein Lehrbuch L’ A.B.C. Musical, noch teilweise erhalten geblieben. Laut zahlreicher historischer Quellen soll es 24 Präludien und Fugen über alle Dur- und Moll-Tonarten enthalten haben und damit an Bachs Wohltemperiertes Klavier erinnert.
Im Verlag ortus sind alle erhalten gebliebenen Orgel- und Klavierwerke erschienen. Der Band enthält zwei Sonaten, vier Suiten und eine Polonaise.
Sarah Watts ist eine britische Komponistin. Sie studierte Fagott und Klavier am Royal College of Music und spielt auch Flöte und Saxophon. Sie leitet oft Lehrworkshops und Fortbildungstage in England und in Amerika und hat sich im In- und Ausland einen Namen als produktive Komponistin gemacht.
Zu ihren veröffentlichten Werken gehören hauptsächlich Kompositionen und Bücher für den Unterricht sowie mehrere Musicals und Chorwerke. Im Verlag Kevin Mayhew erschien eine Sammlung von 28 kurzen Orgelstücken im Jazz-Stil: Cool Meditations for Organ
Alessandro Grazioli (1770–1834) war ein venezianische Komponist der Klassik.
Die Informationen über diesen Komponisten sind sehr spärlich, da die Biographie völlig unauffindbar ist. Es wird angenommen, dass er bei seinem Vater, dem berühmten Komponisten und Organisten Giovanni Battista Grazioli (Venedig 1746–1820), Orgelunterricht erhielt.
Alessandro lebte sein Leben lang im Schatten seines Vaters, den er bei dessen Tod als Organist am Markusdom ersetzte. Er übte das Amt des Domorganisten von 1821 bis 1833 aus.
Seine musikalische Tätigkeit fand ausschließlich in der Lagunenstadt statt: er schrieb 57 Sonaten und Symphonien für Orgel und einige Kammermusikwerke.
Ernest Grosjean (1844–1936) wurde in Vagney (Vogesen) geboren. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er von seinem Onkel Romary Grosjean. Später erhielt er Unterricht in Klavier, Orgel, Harmonielehre, Komposition und Fuge bei Henri Hess, Camille-Marie Stamaty und Alexis Chauvet. Weiterlesen
Johann Wilhelm Hässler (1747–1822) wuchs in Erfurt auf, wo er von seinem Onkel und Bachschüler Johann Christian Kittel unterrichtet wurde.. Bereits mit 14 Jahren wurde er Kittels Nachfolger als Organist der Barfüsserkirche in Erfurt. Kittel war gut bekannt mit zahlreichen bedeutenden Musikern seiner Zeit, darunter Carl Philipp Emanuel Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn. 1790 verliess er Erfurt und zog nach London, wo er grosse Erfolge als Klavier- und Orgelvirtuose feierte. Zwei Jahre später wurde er nach St. Petersburg berufen und kurz darauf nach Moskau. Dort wirkte er bis zu seinem Tode als hochgeachteter Komponist und Musikpädagoge. Weiterlesen
Christian Fink (1831–1911) wurde in Dettingen, Württemberg geboren. Schon mit 11 Jahren vertrat er seinen Vater beim gottesdienstlichen Orgelspiel. Als 13-Jähriger trug er bereits grössere Werke von Bach öffentlich vor. Ab 1846 studierte er am Seminar in Stuttgart, 1853 trat er ins Leipziger Konservatorium ein. Er studierte u.a. bei Moritz Hauptmann und Ernst Friedrich Richter. Im Jahr 1860 wurde er Musikdirektor am Königlichen Seminar in Esslingen und Organist der Hauptkirche als Nachfolger von Johann Georg Frech. Diese Ämter versah er bis 1904/05, sein Nachfolger wurde Wilhelm Nagel. Weiterlesen
José Lidón (1748–1827) wurde in Béjar, Provinz Salamanca geboren. Sein Vater war dort Kirchenorganist. Die Familie stammte ursprünglich aus Frankreich. Zusammen mit zwei Brüdern erhielt er vom Vater den ersten Musikunterricht. Mit zehn Jahren wurde er ins Kollegium für junge Sänger in Madrid aufgenommen. Weiterlesen
Johann Gottfried Weiske (1745–1806) besuchte ab 1761 die Thomanerschule in Leipzig und studierte danach an der dortigen Universität. 1769 kam er als Stellvertreter des Kantors nach Meissen und wurde dort 5 Jahre später Dom- und Stadtkantor.
Weiske war der erste Komponist im deutschsprachigen Raum, der exakte Tempoangaben vorschrieb. Er veröffentlichte dazu eine Abbildung und eine genaue Beschreibung seines «Tactmessers» in Pendelform.
Kompositionen von Johann Gottfried Weiske
Nebst einigen Chorwerken sind sechs Sonaten für «Clavierspieler der mittleren Classe» überliefert, erschienen im Sonat-Verlag. Diese Sonaten können auch auf der Orgel wiedergegeben werden. Die sechste Sonate «à tré mani» erfordert zwei Spieler*innen. Stilistisch stehen die Sonaten zwischen der Musik von Johann Ludwig Krebs und Joseph Haydn.
Vincenzo Antonio Petrali (1830–1889) stammte aus einer sehr musikalischen Familie. Der junge Vincenzo konnte bereits als Elfjähriger seinen Vater an der Orgel vertreten und wirkte als Organist an der Chiesa dell’Ospedale und an der Kirche San Benedetto in Crema. Der Domkapellmeister von Cremona, Stefano Pavesi, gab ihm den ersten Kompositionsunterricht. Sein Vater schickte ihn 1846 für ein Jahr an das Mailänder Konservatorium, wo er Klavier und Komposition studierte. Weiterlesen