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Portugiesischen Architektur
Gute Beispiele der portugiesischen Architektur sind das Mosteiro dos Jerónimos (Hieronymuskloster) in Lissabon im prunkvollen Stil der Manuelinik, die Sé Catedral (Kathedrale) in Lissabon, an deren Fassade teilweise Überreste des romanischen Baus zu sehen sind, das Mosteiro de Alcobaça (Kloster Alcobaça) und das Convento de Cristo (Christuskloster) in Tomar. Wer dann noch nicht genug hat, sollte sich unbedingt die Abteikirche des Mosteiro da Batalha (Kloster Batalha) im Stil der späten portugiesischen Gotik, den Torre dos Clérigos (Kleriker-Turm) in Porto und die Sé Catedral de Braga – Bragas Kathedrale im romanischen Stil anschauen.
Der berühmte Belem-Turm
Der Belem-Turm, das befestigte Gebäude auf der Insel im Tejo, steht bei einem Urlaub in Portugal ebenfalls auf der To-do-Liste. Der Turm ist eines der Symbole von Lissabon und wurde 1515-1521 zu Ehren des Vasco da Gama gebaut, der nach Indien fuhr. Das vierstöckige Gebäude ist 35 Meter hoch und wurde im Manuelinischen Baustil erbaut. Während seines Daseins diente der Turm schon als eine Verteidigungsanlage, als ein Schiesspulverlager, als Zoll und sogar als Gefängnis. Heutzutage ist der Turm für Touristen geöffnet und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die grösste Schloss- und Klosteranlage Portugals
Ebenfalls sehenswert ist der Palácio Nacional de Mafra. Es handelt sich dabei um die grösste Schloss- und Klosteranlage Portugals, sie wurde von dem schwäbischen Architekten Johann Friedrich Ludwig geplant und für den Bau wurde ein beträchtlicher Teil des Goldes aus der damaligen reichen Kolonie Brasilien verwendet. In der 13-jährigen Bauzeit zwischen 1717 und 1730 wurde die Anlage unter der Regentschaft Johanns V. im Stile des Barock errichtet, aber erst im Jahr 1755 vollendet.
Architektur heute
Auch in der zeitgenössischen Architektur hat Portugal einiges zu bieten. Zwei Architekten haben weltweit besonders viel Ruhm für ihre Werke erlangt. Álvaro Siza Vieira ist berühmt für das Casa de Chá da Boa Nova in Leça da Palmeira und das Museum für moderne Kunst in Porto – das Museu de Serralves. Eduardo Souto Moura ist für seine Wohnbauprojekte berühmt und das neue Casa das Histórias Paula Regot, ein Museum, das sich der bekannten portugiesischen Malerin widmet. Sowohl Álvaro Siza Vieira als auch Eduardo Souto Moura erhielten für die architektonische Arbeit 1992 bzw. 2011 den Pritzker-Architekturpreis.
Erstellt: 27.04.2021 07:00 Uhr