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Das Kubbspiel
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Kubb ist ein altes, und in Schweden auch sehr traditionsreiches Spiel, welches in früheren
Varianten vermutlich bereits im Mittelalter gespielt wurde. In der heutigen Version – mit den
Kubbs auf einer horizontalen Grundlinie und einem Spielfeld mit zwei Feldhälften – wird das
Spiel wohl seit Anfang des 19. Jahrhunderts gespielt. Die ältesten Aufzeichnungen von der
Schwedischen Insel Gotland datieren von 1931, dort wird also bereits seit gut drei
Generationen Kubb gespielt. Auf Gotland findet seit 1995 auch die Kubb Weltmeisterschaft
statt, an der bis zu 1200 Personen in Sechser-Teams um den begehrten Titel spielen. Ausgehen
vom schwedischen Kubb Boom um die Jahrtausendwende hat das Spiel bis heute eine weite
Verbreitung gefunden. Vermutlich durch Austauschstudenten, welche ein Semester in
Schweden verbrachten und dort vom Kubbvirus infiziert wurden, fand das Spiel den Weg in die
schweizer Parks. Seit 2004 werden in der Schweiz Kubb Turniere veranstaltet. Heute umfasst
die kubbtour.ch rund zwanzig Veranstaltungen mit leicht zunehmender Tendenz. Jährlich findet eine Kubb Schweizermeisterschaft statt, welche für alle Schweizer Kubber offen steht.
Im Kanton Basel-Stadt ist Kubb seit 2013 gar als offizielle Sportart anerkannt und Teil des Dachverbandes des privatrechtlichen Sports.
Ausserhalb von Schweden wird vor allem in der Schweiz, Belgien, Deutschland und den USA viel
und gut Kubb gespielt. Auch in Holland und Tschechien scheint eine aktive Kubb-Szene zu
bestehen. In den übrigen europäischen Ländern und ausserhalb von Europa und den USA, gibt
es erste kleine Kubb Turniere, aber auch dort stehen die Zeichen auf Wachstum und es bleibt
abzuwarten, wie gross die Kubb-Welt bereits in ein paar Jahren sein wird.
Der Spielablauf
Hier ist die Startaufstellung eines Kubbfeldes abgebildet. Dafür benötigst Du 6 Wurfhölzer, 10 Holzklötze, die Kubb's, und eine zentrale Figur, die den König verkörpert. Eine äussere
Spielfeldbegrenzung ist, gerade bei Neulingen, nicht zwingend erforderlich.
Das Spiel beginnt indem Team A mit seinen Wurfstäben versucht, die Kubb's auf der
Grundlinie von Team B zu treffen und umzuwerfen. Nachdem alle Wurfhölzer durch das
Team A verschossen wurden, wirft Team B alle gefallenen Kubb's in die Spielfeldhälfte des
Gegners ein. Team A stellt die eingeworfenen Kubb am Ort an dem sie liegen geblieben sind auf. Eine geschickte Platzierung möglichst dicht beieinander und zudem nahe der Mittellinie
ermöglicht ein effizientes "Abräumen" der eingeworfenen Feldkubbs.
In vielen Fällen ist das spielentscheidend.
Nach dem Team B die Feldkubbs in der Spielhälfte des Gegners getroffen und umgeworfen hat, kann es die Kubb's auf der Grundlinie angreifen. Je effizienter das "Abräumen" der
Feldkubbs vollzogen wird, je mehr Wurfhölzer bleiben für einen Angriff auf der Grundlinie und desto grösser ist die Chance, mehr Kubb's ins Spiel zu bringen. Je mehr Kubb's im Feld sind, je schwieriger wird das Spiel. Schafft es ein Team nicht, alle Feldkubbs auszuschalten, darf das gegnerische Team in ihrer nächsten Runde bis auf die Höhe des vordersten stehengebliebenen Kubb zur Mittellinie hin vorrücken. Somit hat das vorgerückte Team einen massiven Vorteil beim Werfen, da Schussdistanz massiv verkleinert werden kann.
Nachdem eines der beiden Teams sowohl alle Feldkubbs wie auch alle Kubbs auf der Grundlinie des gegnerischen Teams mit den sechs zur verfügungstehenden Wurfhölzern eliminiert hat, kann der König angegriffen werden. Auch hier gibt es in der Schweiz eine
einzigartige Besonderheit: An schweizer Turnieren wird der Königsschuss, auch Shurshot genannt, rückwärts zwischen den Beinen hindurch geschossen.
Wird der König innerhalb der möglichen Anzahl Würfe nicht. getroffen, spielt das gegnerische Team wie gewohnt weiter. Im Idealfall gelingt ein Konterangriff und es gelingt
dem zweiten Team den König zu stürzen.
der schweizer kubbverband
Der Schweizer Kubbsport wird durch den Dachverband Kubbtour nach aussen hin
repräsentiert. Auf kubbtour.ch findest Du beispielsweise das ausführliche Schweizer Regelwerk
sowie einen Überblick über anstehende Events. Ebenfalls werden dort alle gesammelten
Kubbtour-Tabellenpunkte der Teams sowie die Turnierberichte veröffentlicht.
Ein Besuch lohnt sich.