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Schloss in der polit. Gem. D. GE, über dem gleichnamigen Dorf gelegen. Mit Bruël, La Corbière und Malval bildete es im 13. Jh. einen Ring von Burgen, welche die westl. Grenze der Gebiete des Bf. von Genf sicherten. 1298 gab es zwei Burgen, die durch eine kleine Strasse getrennt waren. Sie gehörten je zu einer der beiden Herrschaften von D. Im 14. Jh. war der südl. Bau mehr als zwei Stockwerke hoch und besass einen Turm. 1646 erbte die Fam. Favre die beiden Teile des Lehens. Daniel Favre verband 1655 die beiden Herrenhäuser durch eine Galerie, baute drei Ecktürme und stockte den ganzen Bau auf. 1721 ging D. an Jean Vasserot, der den Innenhof überdachen liess und zu einem Festsaal mit Malereien nach ital. Vorbild umbaute. 1740 wich der kleine Mittelturm einer Innentreppe; das Schloss erhielt sein heutiges Aussehen. Es wurde 1904 von der Gem. gekauft, 1926 und 1932 restauriert, nachdem man zunächst erwogen hatte, es abzureissen. Seitdem sind im Gebäude, das unter Heimatschutz steht, Gemeindeverwaltung und Schule untergebracht.
Literatur
– B. Crettaz et al., La commune de D., 1991
– P. Baertschi, A. Jiranek, Dimensions cachées de D., 1994
Autorin/Autor: Jacques Davier / KMG