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Die ESO-SPE (Europäische Seniorenorganisation der Sozialdemokratischen Partei Europas) ist die europäische Organisation der sozialistischen Seniorengruppen; sie umfasst Organe der europäischen sozialdemokratischen Parteien und anderer ähnlicher Vereinigungen. Die SP60+CH ist dort seit 2016 vertreten. Unsere Ehrenpräsidentin Marianne de Mestral ist nach wie vor Vizepräsidentin der ESO und Carlo Lepori ist, mit einer kurzen Unterbrechung, seit Beginn Delegierter der SP60+. Am 30. November 2023 fand die Delegiertenversammlung in Madrid statt: Hauptthema waren die Europawahlen 2024.
Die sehr angespannte politische Lage in Madrid (es bestand die Gefahr von Demonstrationen der Rechten gegen die Regierung) zwang uns leider, die Zeit unserer Versammlung zu verkürzen, die in der PSOE-Zentrale stattfand. Die neun anwesenden Fraktionen erläuterten ihre Wahlkampfstrategien. Die SP60+ erinnerte an den Aufruf der SP Schweiz an die Bürger:innen mit europäischem Pass, sich an den Wahlen zu beteiligen. Eine Delegation des ESO-Ausschusses nahm am 11. November am Kongress der SPE in Malaga teil. Die ESO hat Beobachterstatus, erwartet aber ein Organ der SPE zu werden, wie die SPE-Frauen und die Jungen Europäischen Sozialisten, YES, sobald sie eine höhere Mitgliederzahl erreicht hat.
Für den SPE-Kongress am 1. und 2. März in Rom hat die ESO ein 17-Punkte-Memorandum vorbereitet, das die wichtigsten Punkte für eine Politik zur Verteidigung der Rechte älterer Menschen zusammenfasst. Wir von der älteren Generation machen uns Sorgen über die Zukunft unserer Demokratie und sozialer Errungenschaften:
Alt ist nicht out!
Alle Formen von Altersdiskriminierung müssen bekämpft werden, notwendig ist ein europäisches Aktionsprogramm gegen Altersdiskriminierung, ebenso Investitionen in die Lösung sozialer Probleme, einschliesslich Wohnungsbau und in die Förderung einer altersfreundlichen Gesellschaft.
Unabdingbar sind, Renten, Einkommen und menschenwürdige Lebensbedingungen.
Das geschlechtsspezifische Lohn- und Rentengefälle, ob bei Alt oder Jung, muss vehement bekämpft werden. Ein europäisches System für ein garantiertes Mindesteinkommen und eine Rente oberhalb der Armutsgrenze ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Armut unter jungen und alten Menschen.
Der Zugang zu Dienstleistungen in einem digitalisierten Alltag und der grüne Wandel müssen die Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigen. Die ESO fordert eine europäische Pflegegarantie, die sicherstellt, dass alle Bürger:innen Zugang zu angemessenen Wohnformen, Alltagsunterstützung, Betreuung und Pflege haben.
Carlo Lepori, ESO-Delegierter der SP60+