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Worum geht es?
Europa, 1935. Frisch verliebt, kurz darauf auch schon verheiratet, kauft Immanuel für sich und Gioia eine nigelnagelneue Federkern-Matratze. In Berlin, wohin er mit seiner Frau entgegen aller guten Ratschläge zieht, verliert er nicht nur die neu angeschaffte Kostbarkeit, sondern wohl auch sein Leben. Die Matratze jedoch taucht ein paar Seiten später wieder auf. Nun, 1944, dient sie, zu einem Dach zusammengeklappt, zwei Kindern in einem Schaffhauser Luftschutzkeller als Unterschlupf. Doch der Krieg hat ein Ende, und die Matratze verschwindet wieder. Wo sie wohl in den 1950ern wieder auftaucht?
Wer ist der Autor?
Der Glarner Tim Krohn, 48, hat mit «Quatemberkinder» und «Vrenelis Gärtli» zwei Schweizer Kultbücher geschrieben. Letztes Jahr hat er die Vorlage fürs Einsiedler Welttheater verfasst.
Der bleibende Satz?
«So fühlt es sich an, ein Mensch zu sein, ich hatte das schon beinahe vergessen.» Sagt ein armer Schlucker, als er nach langer Zeit wieder auf einer guten Matratze liegt.
Die Besonderheit?
Anhand eines Gegenstandes – der Matratze – erzählt uns Krohn in acht Episoden die Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. Zwar kein neuer Kniff. Dafür aber gelungen!
Die Erkenntnis?
Auch ein dünnes Büchlein kann grosse Geschichten erzählen!