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Nach 50 Jahren weiser Herrschaft ist in Oman der 79-jährige Sultan Qabus seinem Krebsleiden erlegen. In einem halben Jahrhundert hatte er das Sultanat von einem rückständigen, orientalischen Land zu einem modernen, wohlhabenden Staat geformt.
In Anwesenheit der Sultansfamilie öffnete der Kriegsrat den versiegelten Brief, in dem Qabus die Nachfolge geregelt hatte: Die Führung des Sultanats übernimmt ein Cousin von Qabus, Haitham bin Tarik al-Said. Der neue Sultan war bisher Kulturminister und soll den moderaten Kurs von Qabus fortsetzen.
Sultan Qabus hatte die Gabe, sein Land sorgfältig Schritt für Schritt zu entwickeln. Vor allem verzichtete er auf all die Verrücktheiten, die in den benachbarten Vereinigten Arabischen Emiraten Gang und gäb sind.
Militärisch entstammte Qabus einer alten Kriegerdynastie. Seine Ausbildung erhielt er im britischen Sandhurst. Oman gilt als solider westlicher Stützpunkt mit britischer Präsenz an der Strasse von Hormuz, am Nadelöhr der Ölversorgung.
Auch die USA verstärkten ihre Präsenz im Sommer 2019 im Golf von Oman. Sie antworteten damit auf die iranischen Marine-Angriffe auf Handelsschiffe und Tanker.
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