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In einem Beitrag, der in der neuesten Publikation der LISSA-Stiftung «Begabungsförderung integriert» abgedruckt ist, sind unter anderem verschiedene Stadien beschrieben, in denen sich Schulen bezüglich Begabungs- und Begabtenförderung befinden können (ein Klick auf die Abbildung links macht sie grösser):
• Negation: Wenn sich der Unterricht an einer fiktiven «durchschnittlichen Leistungsfähigkeit» orientiert, werden besonders begabte Schülerinnen und Schüler weder erkannt noch sind sie erwünscht, weil sie den Homogenitätsanspruch («alle tun zur gleichen Zeit dasselbe auf dem gleichen Niveau») stören.
• Delegation: Die pädagogische Herausforderung, auch besonders begabten Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden, wird an ein spezielles Pull-Out-Programm delegiert. Der eigene Unterricht bleibt von einer entsprechenden Veränderung verschont.
• Infiltration: Einzelne Fachpersonen für Begabtenförderung, die in solchen Pull-Out-Programmen tätig sind, infiltrieren auf geschickte Weise Förderideen (sei es durch Projekte oder Team-Teaching) in die Klassen und letztlich in die Unterrichtspraxis der Lehrpersonen im Schulhaus.
• Kooperation: Die Fachperson für Begabtenförderung arbeitet (konzeptuell vorgesehen und entsprechend verbindlich) in vielfältiger Weise mit Regellehrpersonen zusammen, was die Breitenwirkung der Begabungs- und Begabtenförderung innerhalb des Schulhauses erhöht.
• Evolution: Die Schule hat sich dafür entschieden, die klassenbezogenen Unterrichts- und Förderstrukturen so zu verändern, dass sie sowohl lernschwachen als auch besonders begabten Schülerinnen und Schülern besser entgegen kommen.
⇒ Der Fachartikel ist hier herunterladbar: pdf-Datei, 1.9 MB
⇒ Die Broschüre mit diesem Beitrag und verschiedenen Beschreibungen von preisgekrönten Schulmodellen ist im Buchhandel unter der ISBN-Nummer ISBN 978-3-033-03894-3 für CHF 20.00 erhältlich. Personen, welche im Schulbereich tätig sind, können hier ein kostenloses Exemplar bestellen.
⇒ Interessanter Artikel zur Thematik aus der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 21. März 2013: pdf-Datei, 1.3 MB