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Rund 300 Trinkwasserproben verteilt über die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein seien erhoben und auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Abbauprodukten untersucht worden, schreibt der Verband der Kantonschemiker der Schweiz in einer Mitteilung vom Donnerstag. Die Proben repräsentierten ein Versorgungsgebiet von 80 Prozent der Bevölkerung.
Insgesamt zwölf Proben wiesen Höchstwertüberschreitungen auf. Das betroffene Trinkwasser stammte aus landwirtschaftlich intensiv bewirtschafteten Regionen und werde an rund 2,7 Prozent der Bevölkerung abgegeben. Die meisten Höchstüberschreitungen entfielen auf ein Abbauprodukt von Chlorothalonil.
Ein Teil der Proben wurde auf das Herbizid «Glyphosat» und sein Abbauprodukt untersucht. In keiner einzigen Probe wurden entsprechende Rückstände gefunden. Glyphosat stelle für das Trinkwasser in der Schweiz daher kein Problem dar, heisst es in der Mitteilung.
In mehr als der Hälfte der Proben waren Pestizidrückstände und in verschiedenen Proben waren Abbauprodukte nachweisbar, für die keine Höchstwerte festgelegt sind. Das entsprechende Trinkwasser erfülle daher die lebensmittelrechtlichen Anforderungen, stellen die Kantonschemiker fest.
Obwohl der Einsatz des Herbizids «Atrazin» seit sieben Jahren verboten ist, konnte es weit verbreitet nachgewiesen werden. Das zeigt nach Ansicht der Kantonschemiker, dass Abbauprozesse im Grundwasser sehr langsam sein können und Stoffe auch nach einem Verbot noch Jahre später im Trinkwasser nachweisbar sind.