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Der Grosse Preis von Grossbritannien wurde nach nur wenigen Fahrsekunden wieder unterbrochen. Der Grund war ein heftiger Crash von Zhou Guanyu, dem Fahrer des Hinwiler Rennstalls Alfa Romeo. Wie das Team mitteilt, sei der 23-Jährige bei Bewusstsein. Es gehe ihm den Umständen entsprechend sehr gut und habe keine Frakturen erlitten. Später gibt auch der Fahrer selbst in den sozialen Medien Entwarnung: «Ich bin ok. Alles gut. Halo hat mein Leben gerettet.»
Zhou traf am Crash keine Schuld. Nachdem der Alfa-Fahrer relativ langsam von der Startposition weggekommen war, wurde er von George Russells Auto getroffen. In der Folge überschlug sich der Alfa Romeo, flog gar über die Reifen-Absperrung hinweg und schlug im Sicherheitszaun ein – nur wenige Meter von den Zuschauern entfernt. George Russell, dessen Mercedes ebenfalls beschädigt wurde, rannte sofort zur Unfallstelle, um sich nach Zhous Befinden zu erkundigen.
Neben Zhou wurde auch Williams-Fahrer Alex Albon ins Medical Center verlegt. Auch er sei bei Bewusstsein. Das Rennen wurde um 17 Uhr Schweizer Zeit neu gestartet. Zwischenzeitlich wurden diverse Reparaturarbeiten – an den Autos und an der Strecke – erledigt.
Carlos Sainz gewinnt den Grand Prix von Grossbritannien. Der Spanier feiert in einem turbulenten, wegen einer Kollision mit fünf Autos zweimal gestarteten Rennen seinen ersten Sieg in der Formel 1.
Sainz siegte in seinem 150. Formel-1-Rennen vor Sergio Perez im Red Bull und Lewis Hamilton im Mercedes – dank einer Safety-Car-Phase, die zwölf Runden vor Schluss nach dem Ausfall von Esteban Ocon im Alpine nötig geworden war. Sainz nutzte wie die meisten der Konkurrenten die Neutralisation des Rennens, um sich Pneus der weichsten Sorte aufziehen zu lassen.
Im Gegensatz zu Sainz legte Charles Leclerc im zweiten Ferrari keinen Zwischenhalt mehr ein – beziehungsweise verpasste es die Boxencrew, den zu jenem Zeitpunkt führenden Monegassen zum Reifenwechsel reinzuholen. Leclerc fuhr den Grand Prix auf der härtesten Mischung zu Ende und war nach der Wiederfreigabe des Rennens chancenlos. Nach Sainz zogen auch Perez und Hamilton vorbei. Leclerc blieb statt dem zum Greifen nahen Sieg nur der Frust über Platz 4.
Weltmeister und WM-Leader Max Verstappen, der im anderen Red Bull durch einen Reifenschaden früh aus der Entscheidung fiel, wurde Siebter. In der Gesamtwertung führt der Niederländer mit noch 34 Punkten Vorsprung auf Perez. Unmittelbar hinter Verstappen kam Mick Schumacher ins Ziel. Der Deutsche im Haas gewann als Achter seine ersten vier WM-Punkte. Zhous Teamkollege Valtteri Bottas schied durch einen technischen Defekt an 9. Stelle liegend aus.
Denis Hollenstein ist einer der ganz Grossen aus der Zürcher Hockeykultur: 541 Qualifikations-Spiele (161 Tore, 259 Assists) für Kloten, Servette und die ZSC Lions sowie 85 Einsätze (zehn Tore, 28 Assists) in den Playoffs für die gleichen drei Klubs. Plus WM-Silberheld von 2013, sechs WM- und drei Olympiaturniere (zuletzt 2022 in Peking) und 125 Länderspiele (35 Tore, 37 Assists). Wahrlich, ein offensiver Titan.