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Henry DeTamble (Eric Bana) darf man durchaus als abnorm bezeichnen. Ein genetischer Defekt macht ihn nämlich zu einem Time Traveler: Unvermittelt verlässt er immer wieder die Gegenwart und reist in die Vergangenheit oder in die Zukunft. Ein Spass ist das nicht für ihn, kommt Henry doch stets im Adamskostüm am Zielzeitpunkt an, weshalb die Kleidersuche jeweils erste Priorität geniesst. Zudem kann er seine "Gabe" weder steuern noch unterdrücken. So gerät er immer wieder in absurde wie auch gefährliche Situationen. Mal im Sommer, mal im Winter, mal für Minuten, mal für ganze Tage.
Augenscheinlich ist indessen, dass Henry meistens in der Nähe einer Bezugsperson landet. Als er unverhofft mal auf das 6-jährige Mädchen Clare stösst, trifft er sie fortan im Laufe ihrer Kindheit immer wieder. Henry wird zu Clares bestem Freund, und bald schon verliebt sie sich in den flüchtigen Herren. Doch eine Beziehung kann sie erst mit ihm führen, wenn sie ihn als "Original" trifft - was sie als erwachsene Frau (Rachel McAdams) dann auch tut.
Die beiden heiraten und versuchen die Tücken von Henrys spontanen Reiseaktivitäten so gut wie möglich zu meistern. Als Clare schwanger wird, das Baby aber verliert, kommen Henry Bedenken: Kann es sein, dass er seinem Kind diese leidige Fähigkeit vererben würde?
The Time Traveler's Wife nutzt das Element des Zeitreisens mehr als Stolperstein für die beiden Liebenden, so ähnlich wie eine Fernbeziehung. Eine wirklich komplexe Geschichte inklusive Eingreifen in die Geschichte und das Ändern der Zukunft (so wie zum Beispiel in Back to the Future oder The Butterfly Effect) fehlt leider. Henrys Aussage, er könne die Geschehnisse sowieso nicht ändern, nimmt dementsprechend auch etwas Spannung aus dem Film. Man könnte allerdings darüber diskutieren, ob dieses Element benutzt wird, um herauszufinden, ob die Beziehung der beiden quasi vorgegeben ist (Schicksal), oder ob sie sich auch anders hätten entscheiden können. Für etwas Gesprächsstoff ist also gesorgt. Sicher kann man sagen, dass die mehr oder weniger simple Zeitreise-Story dazu führt, dass man sich so gut auf die Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren konzentrieren kann und man nicht immer durch Ereignisse abgelenkt wird, die man zuerst noch in der Zeitlinie sortieren muss.
Die beiden Darsteller machen ihre Sache dementsprechend gut und wirken sehr sympathisch. Doch nicht nur Eric Bana und Rachel McAdams zeigen eine saubere Vorstellung, auch die Nebenrollen sind sehr gut besetzt. Vor allem die Jungschauspielerinnen sind sehr natürlich und können absolut überzeugen. Schlussendlich dreht sich der grösste Teil der Geschichte aber um die erwachsenen Ausgaben der beiden Hauptdarsteller, welche sehr gut miteinander harmonieren und den Film tragen können.
Fazit: The Time Traveler's Wife bietet romantische Unterhaltung, die von der ersten Sekunde an von einem betrüblichen Unterton begleitet wird. Leider wurde die originelle Idee mit dem Zeitreisen als "Beziehungsproblem" etwas verschenkt, da hätte man noch mehr rausholen können. Trotzdem ist der Film sehr kurzweilig, bietet einige überraschende Wendungen und man ist gespannt darauf, was wann als nächstes passieren wird. Untermalt von sehr schönen Bildern und einem feinfühligen Score vermag The Time Traveler's Wife auf die Tränendrüse zu drücken - zu Zweit anschauen wird empfohlen.
Die DVD bietet meist kräftige Farben und ein klares Bild. Der Ton ist ebenfalls sauber, wobei die Boxen nicht sonderlich gefordert werden. Als Extra gibt es neben dem üblichen Kinotrailer nur noch das "Eine unbeschreibliche Liebe"-Special, in dem viele Leute vom Cast und dem Produktions-Team zu Worte kommen und man dabei unter anderem auf die Buch-Vorlage eingeht.
Hat mich leider nicht wirklich berühren können. Ich habe das Buch anschliessend gelesen und hatte, vor allem am Ende, die ganze Zeit Pipi in den Augen. Und das will was heissen, zähle ich mich doch zu den wenigen Frauen, die weder bei Dumbo noch bei Bambi in hemmungsloses Schluchzen ausgebrochen sind. Die Bilder im Film sind schön, da stimme ich zu. Ansonsten fehlt aber deutlich der Tiefgang.
Dass die Schauspieler überzeugend sind, kann man nicht bezweifeln. Von Zeit zu Zeit spielt der Inhalt eine immer kleiner werdende Rolle und es geht nur noch um die Liebesgeschichte. Am Ende kann man sagen, dass fast nichts geschehen ist. Weshalb "der Zeitreisende" am Ende trotz seinem Tod noch lebt, ist für mich ungewiss. Sehr schöne und breührende Bilder im Film.
hat mir gut gefallen. besonders die schauspieler sind allesamt überzeugend. voraussetzung für den film ist allerdings, dass man sich gar nicht zuviel überlegt dabei - zeitreisen wie sie hier gezeigt werden, ignorieren die meisten theoretischen "wissenschaftlichen" ansätze.