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Unsere Liegenschaft
Das Haus der Allgemeinen Lesegesellschaft steht nur wenige Meter vom Basler Münster entfernt. Seine rötliche Farbe nimmt subtil auf die Kathedrale Bezug – wie auch die neugotische Formensprache, die namentlich das Innere des Gebäudes prägt. Der Glockenschlag des Münsters und die gedämpften Klänge der Münsterorgel bestimmen die Atmosphäre in der Bibliothek und in den Lesesälen mit.
Erworben wurde das imposante Gebäude, das einst den Domherren gedient hat, im Jahr 1830 - der Reinacherhof am Münsterplatz 18, das erste Domizil der ALG, war endgültig zu klein geworden. In den folgenden Monaten wurde das Haus umgebaut und mit einem zusätzlichen Stockwerk versehen. Einige der neugotischen Ornamente, die es fortan schmückten, wurden in späteren Jahren wieder entfernt.
Die Bausubstanz stammt teilweise noch aus dem 16. Jahrhundert, etwa der tonnengewölbte Zehntenkeller, der heute vom Basler Marionetten Theater genutzt wird, der ehemalige Sitzungssaal der Domherren im Untergeschoss oder der spätgotische Erker an der Seitenwand des grossen Lesesaals. Ein Glasscheibenzyklus von Hieronymus Hess an dieser Stelle erinnert an Johann Friedrich Huber, dem 1830 bis 1832 die Umgestaltung des Hauses oblag.
Im Hochsommer schätzt man die angenehme Kühle unserer Bibliothek, während im Winter eine behagliche Wärme die alten Räume erfüllt. Hier lässt es sich verweilen, mit Blick auf die Kastanienbäume oder auf die Münsterfähre, mit Blick auf die alten und neuen Dächer der Stadt und auf die Höhenzüge des Elsass, Südbadens und der Schweiz.