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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2014.00002 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiberin Fischer Urteil vom 11. Juli 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Kübler Wiegand Kübler Rechtsanwälte Stadthausstrasse 125, Postfach 2578, 8401 Winterthur gegen Unia Arbeitslosenkasse Kompetenzzentrum D-CH Ost Strassburgstrasse 11, Postfach 3321, 8021 Zürich 1 Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Die 1961 geborene X.___ war vom 1. März 2012 bis im Frühjahr 2013 bei der Y.___ GmbH angestellt ( Urk. 9/93, Urk. 9/162, Urk. 9/17 7 f. ). Am 23. April 2013 meldete sie sich zur Arb eitsvermittlung an (Urk. 9/156) und am 25. April 2013 stellte sie Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Mai 2013 (Urk. 9/158 ff.). Mit Verfügung vom 12. November 2013 (Urk. 9/49 ff.) verneinte die Unia A rbeitslosenkasse die Anspruchsberechtigung der Versicher ten, da kein Lohnfluss nach gewiesen sei und damit kein versicherter Verdienst bestehe. Die hiegegen von X.___ erhobene Einsprache (Urk. 9/39) wies sie am 10. Dezember 2013 ab (Urk. 2). 2. Gegen diesen Einspracheentscheid (Urk. 2) liess X.___ am 27. Januar 2014 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 3 S. 2): „In Aufhebung des Einspracheentscheides der Unia Arbeitslosenkasse vom 10. Dezember 2013 sei festzustellen, dass X.___ die Anspruchs voraussetzungen der genügenden Beitragszeit erfüllt und Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, sofern die übrigen Anspruchsvoraus setzungen erfüllt sind. Alles unter Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWSt.) zu Lasten der Beschwerdegegnerin.“ Die Unia Arbeitslosenkasse schloss am 20. Februar 2014 auf Abweisung der Beschwerde (vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 8), was der Beschwerdeführerin am 21. Februar 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11). Nachdem die Beschwerdeführerin am 30. April 2014 – innert der ihr mit Verfügung vom 4. März 20 14 (Urk. 12) angesetzten Frist – weitere Dokumente eingereicht hatte (Urk. 15, Urk. 16/1-4), teilte die Beschwerdegegnerin am 2. Juni 2014 ihren Verzicht auf eine Stellungnahme dazu mit (Urk. 19); die Beschwerdeführerin wurde am 3. Juni 2014 entsprechend informiert (Urk. 20). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosen entschä digung besteht darin, dass die ver si cherte Person die Bei tragszeit erfüllt hat (Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die obliga torische Arbeits losenver sicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG] ). Die Bei trags zeit hat erfüllt, wer innerhalb der Rah men frist nach Art. 9 Abs. 3 AVIG während min destens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung aus geübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG). Die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor dem Tag, an welchem die versicherte Person erstmals sämtliche Anspruchs voraussetzungen erfüllt (Art. 9 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 AVIG). Vor aussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung unter dem Gesichts punkt der erfüllten Beitragszeit nach Art. 8 Abs. 1 lit. e in Verbin dung mit Art. 13 Abs. 1 AVIG ist grundsätzlich einzig die Ausübung einer bei tragspflichtigen Beschäftigung während der geforderten Dauer von zwölf Bei tragsmonaten (BGE 113 V 352). Diese Tätigkeit muss genügend überprüfbar sein. Dem Nachweis tatsächlicher Lohnzahlung kann nach dem Gesagten nicht der Sinn einer selbständigen Anspruchsvoraussetzung zukommen, wohl aber jener eines bedeutsamen und in kritischen Fällen unter Umständen ausschlag gebenden Indizes für die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung (BGE 131 V 444). 1.2 Nach Art. 23 Abs. 1 AVIG gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV Gesetz gebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungs zeitraums aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde. Art. 37 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenver sicherung und die Insol venzentschädigung [AVIV)] regelt den Bemessungszeitraum. Danach bemisst sich der versicherte Verdienst nach dem Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate (nach Art. 11 AVIV) vor Beginn der Rahmenfrist für den Leis tungsbezug ( Abs. 1). Er bemisst sich nach dem Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungs bezug, wenn dieser Durchschnittslohn höher ist als derjenige nach Absatz 1 ( Abs. 2). Schliesslich legt Abs. 3 bis fest, dass bei Lohnschwankungen, die auf einen bran chenüblichen Arbeitszeitkalender zurückzuführen sind oder in der Art des Arbeitsverhältnisses liegen, der versicherte Verdienst auf den letzten zwölf Monaten, jedoch höchstens aufgrund der vertraglich vereinbarten durch schnitt lichen Arbeitszeit ermittelt wird (vgl. BGE 125 V 42 und 125 V 51). Der versi cherte Verdienst beschränkt sich auf das aus der normalen Arbeitszeit resul tierende Einkommen (BGE 126 V 207 ff., 125 V 475 ff.). Nebst der Über zeitent schädigung ist auch die Überstundenentschädigung vom versicherten Verdienst ausgenommen (BGE 129 V 105 ff.). 1. 3 Nach der Rechtsprechung ist die Ausübung einer an sich beitragspflichtigen Be schäftigung nur Beitragszeiten bildend, wenn und soweit hiefür effektiv ein Lohn ausbezahlt wird. Mit dem Erfordernis des Nachweises effektiver Lohnzah lung sollen und können Missbräuche im Sinne fiktiver Lohnvereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verhindert we rden. Als Beweis für den tatsäch li chen Lohnfluss genügen Belege über entsprechende Zahlungen auf ein auf den Namen des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin lautendes Post- oder Bank konto. Bei behaupteter Barauszahlung fallen Lohnquittungen und Auskünfte von ehemaligen Mitarbeitern (allenfalls in Form von Zeugenaussa gen) in Betracht. Höchstens Indizien für tatsächliche Lohnzahlung bilden Ar beitgeberbeschei ni gungen, vom Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin unter zeichnete Lohnab rech nungen und Steuererklärungen sowie Eintragungen im in dividuellen Konto (BGE 131 V 444 E. 1.2 mit Hinweisen). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf Arbeitslosenentschädi gung ab dem 1. Mai 2013 mit der Begründung, die Voraussetzung der effekti ven Ausübung einer genügend überprüfbaren beitragspflichtigen und mit einem Lohn abgegoltenen Beschäftigung sei nicht erfüllt. So hätten trotz entsprechen der Bemühungen keine Unterlagen erhältlich gemacht werden können, die belegten, dass die – in der fraglichen Zeit bei ihrem Bruder angestellte - Beschwerdeführerin tatsächlich einen Lohn bezogen habe. Insofern lasse sich auch keine Lohnhöhe bestimmen und damit kein versicherter Verdienst festle gen (Urk. 2 S. 2 f.). 2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Standpunkt, ihr Salär sei ihr zwar – wie in ihrem Kulturkreis üblich - jeweils bar ausbezahlt worden. Aufgrund der vorhandenen Unterlagen sei indes mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich dargetan, dass ihr der ver einbarte Lohn, auf dem ihr Arbeitgeber nachweislich Sozialversicherungsbei träge abgerechnet habe, auch tatsächlich ausgerichtet worden sei. Da die Bei tragszeit demnach erfüllt sei, habe sie, sofern auch die weiteren Anspruchsvo raussetzungen vorlägen, Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (Urk. 3 S. 3 ff.). Weiter machte sie geltend, sie sei bis ins Jahr 2011 normal steuerpflichtig gewe sen. Sie habe sich damals von ihrem Ehemann getrennt und sei deshalb ab März 2011 quellensteuerpflichtig geworden. Ihr Bankkonto sei nie für Lohnzahlungen benutzt worden ( Urk. 15). 3. 3.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin während der Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 1. Mai 2011 bis 3 0. April 2013 (vgl. Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäfti gung ausgeübt hat. Ausgewiesenermassen ging sie per 1. März 2012 ein (unbe fristetes) Arbeitsverhältnis mit der Y.___ GmbH ei n (Urk. 9/ 159-162, Urk. 9/91), wobei l aut Arbeitsvertrag vom 1. März 2012 (Urk. 9/162 f.) ein monatlicher Bruttolohn von Fr. 3‘900.-- (Festlohn von Fr. 3 ‘ 600.-- zuzüglich Anteil 13. Monatslohn von Fr. 300.--) vereinbart wurde. Laut Arbeitgeberbe scheinigung endete das Arbeitsverhältnis infolge Kündigung der Arbeitgeberin per 3 1. März 2013 (Urk. 9/178). Entsprechend dem nach träglich eingereichten, vom 26. Februar 2013 datierten Kündigungsschreiben (Urk. 9/93), wurde die Künd igung per 31. März 2013 ausgesprochen, und de r letzte Arbeitstag war der 29. März 201 3. Auc h gemäss Lohnausweis 2013 (Urk. 9/72) dauerte die Anstel lung bis 31. März 2013 (vgl. auch Austrittsdatum auf Lohnkonto, Urk. 9/100). Auf dem Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ga b die Beschwerdeführerin am 25. April 2013 hingegen an, da s Arbeitsverhältnis habe vom 1. März 2012 bis 30. April 2013 gedauert; de r letzte Arbeitstag sei der 30. April 2013 gewesen (Urk. 9/159 f.). In Übereinstimmung mit diesen Angaben meldete sie sich per 1. Mai 2013 zum Leistungsbezug an ( Urk. 9/ 158). Gemäss dem vom 26. März 2013 datierten, von der Beschwerdeführerin mit dem Vermerk „Zur Kenntnis genommen am 26.02.2013, X.___ “ unterzeichneten (ursprünglich einge reichten) Kündigungsschreiben (Urk. 9/177) erfolgte die Kündigung per 30. April 201 3. Für den April 2013 liegt auch eine Lohnzahlung vor (vgl. Urk. 9/115). Aufgrund der geschilderten Unstimmigkeiten lässt sich nicht feststellen, ob das Arbeitsverhältnis bis 31. März oder 30. April 2013 dauerte. 3.2 Ebe nfalls nicht überzeugend nachgewiesen ist angesichts der wider sprüchli chen Dokumente, ob der Beschwerdeführerin im Rahmen des Arbeits verhältnisses mit der Y.___ GmbH effektiv ein Lohn aus gerich tete wurde. So wurde auf den Lohnabrechnungen (Urk. 9/164-176) festgehalten, dass der Lohn auf das Konto Nr. Z.___ bei der A.___ überwiesen werde. Auf dem fraglichen Konto der Beschwerdeführerin wurden indes keine ent sprechenden Gutschriften verbucht (Urk. 16/4). Die Beschwerde führerin erklärt e dies – in Übereinstimmung mit den Angaben ihres früheren Arbeitgebers (Urk. 9/129, Urk. 9/97) - damit, dass ihr das Salär, wie in ihren Kulturkreisen üblich, jeweils bar ausbezahlt worden sei (Urk. 3 S. 5). Allerdings legte sie nicht dar, weshalb trotz der geltend gemachten Barauszahlungen auf sämtlichen Lohnabrechnungen der Y.___ GmbH (Urk. 9/164-176) die Überwe isung auf ihr Konto bei der A.___ vermerkt ist. Dass ihr Vorgesetzter, bei dem es sich um ihren Bruder handelt (vgl. Urk. 9/129), die Löhne Ende Monat allen rund zehn Mitarbeitern bar aus der Kasse bezahlte (Urk. 3 S. 5, Urk. 9/83 ), erscheint angesichts der Gesamtlohnsumme von über Fr. 300‘000.— pro Jahr ( Urk. 9/82) beziehungsweise über Fr. 25‘000.— pro Monat (Urk. 2 S. 3) als wenig glaubhaft, bedeutete dies doch, dass die Einnahmen des Restaurants über Tage respektive gar Wochen hinweg in der Kasse statt sicher auf der Bank verwahrt wurden. Mit Blick auf diese Barzahlungen erweist sich als ebenso unglaubhaft, dass auch die Beschwerdeführerin keine der in bar empfangenen Lohnzah lungen (in nicht unerheblicher Höhe) auf ihr - auf den Zeitpunkt der Arbeits aufnahme hin eröffnetes - Privatkonto einbezahlt hat ( Urk. 16/4), sondern ihrerseits das Geld vollumfänglich bar verwaltet haben will, verfügte sie doch nach eigener Aussage über kein anderes Bankkonto ( Urk. 15 S. 2). Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass sich der Bruder der Beschwerde führerin als Geschäftsführer der Y.___ GmbH – aus nicht nachvollziehbaren Gründen - wiederholt weigerte, der Unia Arbeitslosenkasse die verlangten Geschäftskontoauszüge herauszugeben (Urk. 9/97, Urk. 9/83 ). Zwar liegen Quittungen für bar ausbezahlte Löhne im Recht (Urk. 9/112-115); es lässt sich indes nicht erklären, weshalb a uch für den Monat April 2013 eine Lohnauszahlung von Fr. 3‘424.25 quittiert wurde, obwohl das Arbeitsverhältnis gemäss Angaben des Arbeitgebers bereits am 30. März 2013 endete und die Lohnzahlung bis zu diesem Zeitpunkt erfolgte (Urk. 9/177-179 ). Die Darstellung des Arbeitgebers, wonach die am 24. April 2013 unterzeichnete (und sich expli zit auf den Monatslohn April 2013 beziehende) Quittung den Lohn für den März 2013 betr e ff e (Urk. 9/83), vermag (auch) insofern nicht zu überzeugen, als für diesen Monat bereits eine am 25. März 2013 unterzeichnete Quittung vorhan den ist (Urk. 9/115). Den aufliegenden Lohnquittungen ( Urk. 9/112-115) kann ferner kein Beweiswert beigemessen werden, denn als Quittung im Sinne von Art. 88 Abs. 1 des Obligationenrechts (OR) gilt nur eine vom Gläubiger unter zeichnete Bescheinigung des Empfangs einer geschuldeten Geldzahlung (B GE 103 IV 36 E. 2 ). Die aktenkundigen Belege sind offensichtlich nicht von der Beschwerdeführerin, sondern vom Arbeitgeber unterzeichnet (vgl. Unterschrif ten auf den Kündigungsschreiben, Urk. 9/93 und Urk. 9/177, sowie auf der Beschwerde, Urk. 1), so dass sie eine Barlohnzahlung von vornherein nicht rechtsgenüglich zu belegen vermögen (zum weiteren Beweiswert von auf Bar auszahlungen hindeutende Quittungen vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_75/2013 vom 2 5. Juni 2013 E. 3.4). Sodann fällt auf, dass auf keiner Lohnabrechnung (auch nicht auf denjenigen der B.___ GmbH, bei deren Gesellschafter es sich um die Söhne bezie hungsweise um die Schwiegertochter der Beschwerdeführerin handelt ( e ) [Urk. 15 S. 2; Urk. 9/1 16 ff., Urk. 9/164 ff.]), ein Abzug für die Quellensteuer ersichtlich ist, obwohl die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben seit März 2011 quellensteuerpflichtig ist (Urk. 15 S. 2) und obschon auf ihren Einkünften gemäss Bestätigung des zuständigen kantonalen Steueramts vom 3. April 2014 (Urk. 16/3) für die Jahre 2012 und 2013 (nicht aber für das Jahr 2011) auch Quellensteuern bezahlt wurden. D ie quittierten Barauszahlungen entsprechen betraglich den auf den Lohnabrechnungen verzeichneten Nettolöhnen, weisen mi thin ebenfalls keinen Quellensteuerabzug aus ; ein solcher wurde auch im Arbeitsvertrag nicht vorgesehen (Urk. 9/162 S. 2). Der Geschäftsführer der Y.___ GmbH gab am 26. Februar 2013 gegenüber der Unia Arbeitslo senkasse an, ein Quellensteuerabzug sei nicht erfolgt, weil die Beschwerde führerin mit einem Schweizer verheiratet sei (Urk. 9/97). Insofern ist nicht aus zuschliessen, dass die vom kantonalen Steueramt am 3. April 2014 für die Jahre 2012 und 2013 bestätigten Quellensteuerzahlungen (Urk. 16/3) erst nachträglich - und möglicherweise gerade im Hinblick auf das vorliegende Verfahren - ent richtet worden sind. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang darauf, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen dieses Verfahrens am 30. April 2014 angab, für die Jahre 2012 und 2013 keine Steuererklärung eingereicht zu haben, weil sie der Quellensteuerpflicht unterstellt gewesen se i (Urk. 15 S. 2). Dass für sie AHV Beiträge abgerechnet (Urk. 9/96, Urk. 9/79) und (auf einem niedrigeren als dem vereinbarten Lohn) Pensionskassenbeiträge bezahlt wurden (Urk. 9/98 f.), ist rechtsprec hungsgemäss höchstens als Indiz für tatsächliche Lohnzahlungen zu werten (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_913/2011 vom 10. April 2012 E. 3.3 mit Hinweis auf BGE 131 V 444). D ies ändert nichts daran, dass der Lohn fluss angesichts der geschilderten Ungereimtheiten nicht schlüssig nachge wiesen ist. Bei der Würdigung der vorliegenden Sach- und Rechtslage muss im Weiteren dem Umstand Rechnung getragen werden, dass das enge verwandtschaftliche Band zwischen der Beschwerdeführerin und dem Gesellschafter und Geschäfts führer der Y.___ GmbH naturgemäss eine höhere Gefahr eines Interessen kon flikts des Arbeitgebers und der Ausstellung von Gefälligkeits bescheinigungen, mithin ein erhebliches Missbrauchsrisiko birgt, weshalb an den Nachweis des Lohnflusses strenge Anforderungen zu stellen sind. Wenn unter diesen Umstän den der Lohn bar ausbezahlt wird, hat die Beschwer de führerin die aus dieser Zahlungsart - mag sie auch in ihrem kulturellen Milieu üblich sein (vgl. dazu Urk. 3 S. 5) - sich ergebenden Beweisschwierigkeiten zu vertreten. 3.3 Da es demnach an der nach Art. 13 Abs. 1 AVIG für einen Leistungsanspruch vorausgesetzten effektive n Ausübung einer genügend überprüfbaren beitrags pflichtigen Beschäftigung fehlt, hat die Beschwerdegegnerin die Anspruchsbe rechtigung der Beschwerdeführerin ab 1. Mai 2013 zu Recht verneint. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Stephan Kübler - Unia Arbeitslosenkasse - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubFischer

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2014.00002 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiberin Fischer Urteil vom 11. Juli 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Kübler Wiegand Kübler Rechtsanwälte Stadthausstrasse 125, Postfach 2578, 8401 Winterthur gegen Unia Arbeitslosenkasse Kompetenzzentrum D-CH Ost Strassburgstrasse 11, Postfach 3321, 8021 Zürich 1 Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Die 1961 geborene X.___ war vom 1. März 2012 bis im Frühjahr 2013 bei der Y.___ GmbH angestellt ( Urk. 9/93, Urk. 9/162, Urk. 9/17 7 f. ). Am 23. April 2013 meldete sie sich zur Arb eitsvermittlung an (Urk. 9/156) und am 25. April 2013 stellte sie Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Mai 2013 (Urk. 9/158 ff.). Mit Verfügung vom 12. November 2013 (Urk. 9/49 ff.) verneinte die Unia A rbeitslosenkasse die Anspruchsberechtigung der Versicher ten, da kein Lohnfluss nach gewiesen sei und damit kein versicherter Verdienst bestehe. Die hiegegen von X.___ erhobene Einsprache (Urk. 9/39) wies sie am 10. Dezember 2013 ab (Urk. 2). 2. Gegen diesen Einspracheentscheid (Urk. 2) liess X.___ am 27. Januar 2014 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 3 S. 2): „In Aufhebung des Einspracheentscheides der Unia Arbeitslosenkasse vom 10. Dezember 2013 sei festzustellen, dass X.___ die Anspruchs voraussetzungen der genügenden Beitragszeit erfüllt und Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, sofern die übrigen Anspruchsvoraus setzungen erfüllt sind. Alles unter Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWSt.) zu Lasten der Beschwerdegegnerin.“ Die Unia Arbeitslosenkasse schloss am 20. Februar 2014 auf Abweisung der Beschwerde (vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 8), was der Beschwerdeführerin am 21. Februar 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11). Nachdem die Beschwerdeführerin am 30. April 2014 – innert der ihr mit Verfügung vom 4. März 20 14 (Urk. 12) angesetzten Frist – weitere Dokumente eingereicht hatte (Urk. 15, Urk. 16/1-4), teilte die Beschwerdegegnerin am 2. Juni 2014 ihren Verzicht auf eine Stellungnahme dazu mit (Urk. 19); die Beschwerdeführerin wurde am 3. Juni 2014 entsprechend informiert (Urk. 20). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosen entschä digung besteht darin, dass die ver si cherte Person die Bei tragszeit erfüllt hat (Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die obliga torische Arbeits losenver sicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG] ). Die Bei trags zeit hat erfüllt, wer innerhalb der Rah men frist nach Art. 9 Abs. 3 AVIG während min destens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung aus geübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG). Die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor dem Tag, an welchem die versicherte Person erstmals sämtliche Anspruchs voraussetzungen erfüllt (Art. 9 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 AVIG). Vor aussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung unter dem Gesichts punkt der erfüllten Beitragszeit nach Art. 8 Abs. 1 lit. e in Verbin dung mit Art. 13 Abs. 1 AVIG ist grundsätzlich einzig die Ausübung einer bei tragspflichtigen Beschäftigung während der geforderten Dauer von zwölf Bei tragsmonaten (BGE 113 V 352). Diese Tätigkeit muss genügend überprüfbar sein. Dem Nachweis tatsächlicher Lohnzahlung kann nach dem Gesagten nicht der Sinn einer selbständigen Anspruchsvoraussetzung zukommen, wohl aber jener eines bedeutsamen und in kritischen Fällen unter Umständen ausschlag gebenden Indizes für die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung (BGE 131 V 444). 1.2 Nach Art. 23 Abs. 1 AVIG gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV Gesetz gebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungs zeitraums aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde. Art. 37 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenver sicherung und die Insol venzentschädigung [AVIV)] regelt den Bemessungszeitraum. Danach bemisst sich der versicherte Verdienst nach dem Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate (nach Art. 11 AVIV) vor Beginn der Rahmenfrist für den Leis tungsbezug ( Abs. 1). Er bemisst sich nach dem Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungs bezug, wenn dieser Durchschnittslohn höher ist als derjenige nach Absatz 1 ( Abs. 2). Schliesslich legt Abs. 3 bis fest, dass bei Lohnschwankungen, die auf einen bran chenüblichen Arbeitszeitkalender zurückzuführen sind oder in der Art des Arbeitsverhältnisses liegen, der versicherte Verdienst auf den letzten zwölf Monaten, jedoch höchstens aufgrund der vertraglich vereinbarten durch schnitt lichen Arbeitszeit ermittelt wird (vgl. BGE 125 V 42 und 125 V 51). Der versi cherte Verdienst beschränkt sich auf das aus der normalen Arbeitszeit resul tierende Einkommen (BGE 126 V 207 ff., 125 V 475 ff.). Nebst der Über zeitent schädigung ist auch die Überstundenentschädigung vom versicherten Verdienst ausgenommen (BGE 129 V 105 ff.). 1. 3 Nach der Rechtsprechung ist die Ausübung einer an sich beitragspflichtigen Be schäftigung nur Beitragszeiten bildend, wenn und soweit hiefür effektiv ein Lohn ausbezahlt wird. Mit dem Erfordernis des Nachweises effektiver Lohnzah lung sollen und können Missbräuche im Sinne fiktiver Lohnvereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verhindert we rden. Als Beweis für den tatsäch li chen Lohnfluss genügen Belege über entsprechende Zahlungen auf ein auf den Namen des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin lautendes Post- oder Bank konto. Bei behaupteter Barauszahlung fallen Lohnquittungen und Auskünfte von ehemaligen Mitarbeitern (allenfalls in Form von Zeugenaussa gen) in Betracht. Höchstens Indizien für tatsächliche Lohnzahlung bilden Ar beitgeberbeschei ni gungen, vom Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin unter zeichnete Lohnab rech nungen und Steuererklärungen sowie Eintragungen im in dividuellen Konto (BGE 131 V 444 E. 1.2 mit Hinweisen). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf Arbeitslosenentschädi gung ab dem 1. Mai 2013 mit der Begründung, die Voraussetzung der effekti ven Ausübung einer genügend überprüfbaren beitragspflichtigen und mit einem Lohn abgegoltenen Beschäftigung sei nicht erfüllt. So hätten trotz entsprechen der Bemühungen keine Unterlagen erhältlich gemacht werden können, die belegten, dass die – in der fraglichen Zeit bei ihrem Bruder angestellte - Beschwerdeführerin tatsächlich einen Lohn bezogen habe. Insofern lasse sich auch keine Lohnhöhe bestimmen und damit kein versicherter Verdienst festle gen (Urk. 2 S. 2 f.). 2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Standpunkt, ihr Salär sei ihr zwar – wie in ihrem Kulturkreis üblich - jeweils bar ausbezahlt worden. Aufgrund der vorhandenen Unterlagen sei indes mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich dargetan, dass ihr der ver einbarte Lohn, auf dem ihr Arbeitgeber nachweislich Sozialversicherungsbei träge abgerechnet habe, auch tatsächlich ausgerichtet worden sei. Da die Bei tragszeit demnach erfüllt sei, habe sie, sofern auch die weiteren Anspruchsvo raussetzungen vorlägen, Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (Urk. 3 S. 3 ff.). Weiter machte sie geltend, sie sei bis ins Jahr 2011 normal steuerpflichtig gewe sen. Sie habe sich damals von ihrem Ehemann getrennt und sei deshalb ab März 2011 quellensteuerpflichtig geworden. Ihr Bankkonto sei nie für Lohnzahlungen benutzt worden ( Urk. 15). 3. 3.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin während der Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 1. Mai 2011 bis 3 0. April 2013 (vgl. Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäfti gung ausgeübt hat. Ausgewiesenermassen ging sie per 1. März 2012 ein (unbe fristetes) Arbeitsverhältnis mit der Y.___ GmbH ei n (Urk. 9/ 159-162, Urk. 9/91), wobei l aut Arbeitsvertrag vom 1. März 2012 (Urk. 9/162 f.) ein monatlicher Bruttolohn von Fr. 3‘900.-- (Festlohn von Fr. 3 ‘ 600.-- zuzüglich Anteil 13. Monatslohn von Fr. 300.--) vereinbart wurde. Laut Arbeitgeberbe scheinigung endete das Arbeitsverhältnis infolge Kündigung der Arbeitgeberin per 3 1. März 2013 (Urk. 9/178). Entsprechend dem nach träglich eingereichten, vom 26. Februar 2013 datierten Kündigungsschreiben (Urk. 9/93), wurde die Künd igung per 31. März 2013 ausgesprochen, und de r letzte Arbeitstag war der 29. März 201 3. Auc h gemäss Lohnausweis 2013 (Urk. 9/72) dauerte die Anstel lung bis 31. März 2013 (vgl. auch Austrittsdatum auf Lohnkonto, Urk. 9/100). Auf dem Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ga b die Beschwerdeführerin am 25. April 2013 hingegen an, da s Arbeitsverhältnis habe vom 1. März 2012 bis 30. April 2013 gedauert; de r letzte Arbeitstag sei der 30. April 2013 gewesen (Urk. 9/159 f.). In Übereinstimmung mit diesen Angaben meldete sie sich per 1. Mai 2013 zum Leistungsbezug an ( Urk. 9/ 158). Gemäss dem vom 26. März 2013 datierten, von der Beschwerdeführerin mit dem Vermerk „Zur Kenntnis genommen am 26.02.2013, X.___ “ unterzeichneten (ursprünglich einge reichten) Kündigungsschreiben (Urk. 9/177) erfolgte die Kündigung per 30. April 201 3. Für den April 2013 liegt auch eine Lohnzahlung vor (vgl. Urk. 9/115). Aufgrund der geschilderten Unstimmigkeiten lässt sich nicht feststellen, ob das Arbeitsverhältnis bis 31. März oder 30. April 2013 dauerte. 3.2 Ebe nfalls nicht überzeugend nachgewiesen ist angesichts der wider sprüchli chen Dokumente, ob der Beschwerdeführerin im Rahmen des Arbeits verhältnisses mit der Y.___ GmbH effektiv ein Lohn aus gerich tete wurde. So wurde auf den Lohnabrechnungen (Urk. 9/164-176) festgehalten, dass der Lohn auf das Konto Nr. Z.___ bei der A.___ überwiesen werde. Auf dem fraglichen Konto der Beschwerdeführerin wurden indes keine ent sprechenden Gutschriften verbucht (Urk. 16/4). Die Beschwerde führerin erklärt e dies – in Übereinstimmung mit den Angaben ihres früheren Arbeitgebers (Urk. 9/129, Urk. 9/97) - damit, dass ihr das Salär, wie in ihren Kulturkreisen üblich, jeweils bar ausbezahlt worden sei (Urk. 3 S. 5). Allerdings legte sie nicht dar, weshalb trotz der geltend gemachten Barauszahlungen auf sämtlichen Lohnabrechnungen der Y.___ GmbH (Urk. 9/164-176) die Überwe isung auf ihr Konto bei der A.___ vermerkt ist. Dass ihr Vorgesetzter, bei dem es sich um ihren Bruder handelt (vgl. Urk. 9/129), die Löhne Ende Monat allen rund zehn Mitarbeitern bar aus der Kasse bezahlte (Urk. 3 S. 5, Urk. 9/83 ), erscheint angesichts der Gesamtlohnsumme von über Fr. 300‘000.— pro Jahr ( Urk. 9/82) beziehungsweise über Fr. 25‘000.— pro Monat (Urk. 2 S. 3) als wenig glaubhaft, bedeutete dies doch, dass die Einnahmen des Restaurants über Tage respektive gar Wochen hinweg in der Kasse statt sicher auf der Bank verwahrt wurden. Mit Blick auf diese Barzahlungen erweist sich als ebenso unglaubhaft, dass auch die Beschwerdeführerin keine der in bar empfangenen Lohnzah lungen (in nicht unerheblicher Höhe) auf ihr - auf den Zeitpunkt der Arbeits aufnahme hin eröffnetes - Privatkonto einbezahlt hat ( Urk. 16/4), sondern ihrerseits das Geld vollumfänglich bar verwaltet haben will, verfügte sie doch nach eigener Aussage über kein anderes Bankkonto ( Urk. 15 S. 2). Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass sich der Bruder der Beschwerde führerin als Geschäftsführer der Y.___ GmbH – aus nicht nachvollziehbaren Gründen - wiederholt weigerte, der Unia Arbeitslosenkasse die verlangten Geschäftskontoauszüge herauszugeben (Urk. 9/97, Urk. 9/83 ). Zwar liegen Quittungen für bar ausbezahlte Löhne im Recht (Urk. 9/112-115); es lässt sich indes nicht erklären, weshalb a uch für den Monat April 2013 eine Lohnauszahlung von Fr. 3‘424.25 quittiert wurde, obwohl das Arbeitsverhältnis gemäss Angaben des Arbeitgebers bereits am 30. März 2013 endete und die Lohnzahlung bis zu diesem Zeitpunkt erfolgte (Urk. 9/177-179 ). Die Darstellung des Arbeitgebers, wonach die am 24. April 2013 unterzeichnete (und sich expli zit auf den Monatslohn April 2013 beziehende) Quittung den Lohn für den März 2013 betr e ff e (Urk. 9/83), vermag (auch) insofern nicht zu überzeugen, als für diesen Monat bereits eine am 25. März 2013 unterzeichnete Quittung vorhan den ist (Urk. 9/115). Den aufliegenden Lohnquittungen ( Urk. 9/112-115) kann ferner kein Beweiswert beigemessen werden, denn als Quittung im Sinne von Art. 88 Abs. 1 des Obligationenrechts (OR) gilt nur eine vom Gläubiger unter zeichnete Bescheinigung des Empfangs einer geschuldeten Geldzahlung (B GE 103 IV 36 E. 2 ). Die aktenkundigen Belege sind offensichtlich nicht von der Beschwerdeführerin, sondern vom Arbeitgeber unterzeichnet (vgl. Unterschrif ten auf den Kündigungsschreiben, Urk. 9/93 und Urk. 9/177, sowie auf der Beschwerde, Urk. 1), so dass sie eine Barlohnzahlung von vornherein nicht rechtsgenüglich zu belegen vermögen (zum weiteren Beweiswert von auf Bar auszahlungen hindeutende Quittungen vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_75/2013 vom 2 5. Juni 2013 E. 3.4). Sodann fällt auf, dass auf keiner Lohnabrechnung (auch nicht auf denjenigen der B.___ GmbH, bei deren Gesellschafter es sich um die Söhne bezie hungsweise um die Schwiegertochter der Beschwerdeführerin handelt ( e ) [Urk. 15 S. 2; Urk. 9/1 16 ff., Urk. 9/164 ff.]), ein Abzug für die Quellensteuer ersichtlich ist, obwohl die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben seit März 2011 quellensteuerpflichtig ist (Urk. 15 S. 2) und obschon auf ihren Einkünften gemäss Bestätigung des zuständigen kantonalen Steueramts vom 3. April 2014 (Urk. 16/3) für die Jahre 2012 und 2013 (nicht aber für das Jahr 2011) auch Quellensteuern bezahlt wurden. D ie quittierten Barauszahlungen entsprechen betraglich den auf den Lohnabrechnungen verzeichneten Nettolöhnen, weisen mi thin ebenfalls keinen Quellensteuerabzug aus ; ein solcher wurde auch im Arbeitsvertrag nicht vorgesehen (Urk. 9/162 S. 2). Der Geschäftsführer der Y.___ GmbH gab am 26. Februar 2013 gegenüber der Unia Arbeitslo senkasse an, ein Quellensteuerabzug sei nicht erfolgt, weil die Beschwerde führerin mit einem Schweizer verheiratet sei (Urk. 9/97). Insofern ist nicht aus zuschliessen, dass die vom kantonalen Steueramt am 3. April 2014 für die Jahre 2012 und 2013 bestätigten Quellensteuerzahlungen (Urk. 16/3) erst nachträglich - und möglicherweise gerade im Hinblick auf das vorliegende Verfahren - ent richtet worden sind. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang darauf, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen dieses Verfahrens am 30. April 2014 angab, für die Jahre 2012 und 2013 keine Steuererklärung eingereicht zu haben, weil sie der Quellensteuerpflicht unterstellt gewesen se i (Urk. 15 S. 2). Dass für sie AHV Beiträge abgerechnet (Urk. 9/96, Urk. 9/79) und (auf einem niedrigeren als dem vereinbarten Lohn) Pensionskassenbeiträge bezahlt wurden (Urk. 9/98 f.), ist rechtsprec hungsgemäss höchstens als Indiz für tatsächliche Lohnzahlungen zu werten (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_913/2011 vom 10. April 2012 E. 3.3 mit Hinweis auf BGE 131 V 444). D ies ändert nichts daran, dass der Lohn fluss angesichts der geschilderten Ungereimtheiten nicht schlüssig nachge wiesen ist. Bei der Würdigung der vorliegenden Sach- und Rechtslage muss im Weiteren dem Umstand Rechnung getragen werden, dass das enge verwandtschaftliche Band zwischen der Beschwerdeführerin und dem Gesellschafter und Geschäfts führer der Y.___ GmbH naturgemäss eine höhere Gefahr eines Interessen kon flikts des Arbeitgebers und der Ausstellung von Gefälligkeits bescheinigungen, mithin ein erhebliches Missbrauchsrisiko birgt, weshalb an den Nachweis des Lohnflusses strenge Anforderungen zu stellen sind. Wenn unter diesen Umstän den der Lohn bar ausbezahlt wird, hat die Beschwer de führerin die aus dieser Zahlungsart - mag sie auch in ihrem kulturellen Milieu üblich sein (vgl. dazu Urk. 3 S. 5) - sich ergebenden Beweisschwierigkeiten zu vertreten. 3.3 Da es demnach an der nach Art. 13 Abs. 1 AVIG für einen Leistungsanspruch vorausgesetzten effektive n Ausübung einer genügend überprüfbaren beitrags pflichtigen Beschäftigung fehlt, hat die Beschwerdegegnerin die Anspruchsbe rechtigung der Beschwerdeführerin ab 1. Mai 2013 zu Recht verneint. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Stephan Kübler - Unia Arbeitslosenkasse - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubFischer

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich AL.2014.00002 AL.2014.00002

AL.2014.00002 III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer

Sozialversicherungsrichterin Fehr

Gerichtsschreiberin Fischer

Urteil vom 11. Juli 2014

Urteil vom 11. Juli 2014 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Kübler

vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Kübler Wiegand Kübler Rechtsanwälte

Wiegand Kübler Rechtsanwälte Stadthausstrasse 125, Postfach 2578, 8401 Winterthur

Stadthausstrasse 125, Postfach 2578, 8401 Winterthur gegen

gegen Unia Arbeitslosenkasse

Unia Arbeitslosenkasse Kompetenzzentrum D-CH Ost

Kompetenzzentrum D-CH Ost Strassburgstrasse 11, Postfach 3321, 8021 Zürich 1

Strassburgstrasse 11, Postfach 3321, 8021 Zürich 1 Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Die 1961 geborene X.___ war vom 1. März 2012 bis im Frühjahr 2013 bei der Y.___ GmbH angestellt ( Urk. 9/93, Urk. 9/162, Urk. 9/17 7 f. ). Am 23. April 2013 meldete sie sich zur Arb eitsvermittlung an (Urk. 9/156) und am 25. April 2013 stellte sie Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Mai 2013 (Urk. 9/158 ff.). Mit Verfügung vom 12. November 2013 (Urk. 9/49 ff.) verneinte die Unia A rbeitslosenkasse die Anspruchsberechtigung der Versicher ten, da kein Lohnfluss nach gewiesen sei und damit kein versicherter Verdienst bestehe. Die hiegegen von X.___ erhobene Einsprache (Urk. 9/39) wies sie am 10. Dezember 2013 ab (Urk. 2).

1. Die 1961 geborene X.___ war vom 1. März 2012 bis im Frühjahr 2013 bei der Y.___ GmbH angestellt ( Urk. 9/93, Urk. 9/162, Urk. 9/17 7 f. ). Am 23. April 2013 meldete sie sich zur Arb eitsvermittlung an (Urk. 9/156) und am 25. April 2013 stellte sie Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Mai 2013 (Urk. 9/158 ff.). Mit Verfügung vom 12. November 2013 (Urk. 9/49 ff.) verneinte die Unia A rbeitslosenkasse die Anspruchsberechtigung der Versicher ten, da kein Lohnfluss nach gewiesen sei und damit kein versicherter Verdienst bestehe. Die hiegegen von X.___ erhobene Einsprache (Urk. 9/39) wies sie am 10. Dezember 2013 ab (Urk. 2). 2. Gegen diesen Einspracheentscheid (Urk. 2) liess X.___ am 27. Januar 2014 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 3 S. 2):

2. Gegen diesen Einspracheentscheid (Urk. 2) liess X.___ am 27. Januar 2014 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 3 S. 2): „In Aufhebung des Einspracheentscheides der Unia Arbeitslosenkasse vom 10. Dezember 2013 sei festzustellen, dass X.___ die Anspruchs voraussetzungen der genügenden Beitragszeit erfüllt und Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, sofern die übrigen Anspruchsvoraus setzungen erfüllt sind.

„In Aufhebung des Einspracheentscheides der Unia Arbeitslosenkasse vom 10. Dezember 2013 sei festzustellen, dass X.___ die Anspruchs voraussetzungen der genügenden Beitragszeit erfüllt und Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, sofern die übrigen Anspruchsvoraus setzungen erfüllt sind. Alles unter Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWSt.) zu Lasten der Beschwerdegegnerin.“

Alles unter Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWSt.) zu Lasten der Beschwerdegegnerin.“ Die Unia Arbeitslosenkasse schloss am 20. Februar 2014 auf Abweisung der Beschwerde (vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 8), was der Beschwerdeführerin am 21. Februar 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11). Nachdem die Beschwerdeführerin am 30. April 2014 – innert der ihr mit Verfügung vom 4. März 20 14 (Urk. 12) angesetzten Frist – weitere Dokumente eingereicht hatte (Urk. 15, Urk. 16/1-4), teilte die Beschwerdegegnerin am 2. Juni 2014 ihren Verzicht auf eine Stellungnahme dazu mit (Urk. 19); die Beschwerdeführerin wurde am 3. Juni 2014 entsprechend informiert (Urk. 20).

Die Unia Arbeitslosenkasse schloss am 20. Februar 2014 auf Abweisung der Beschwerde (vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 8), was der Beschwerdeführerin am 21. Februar 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11). Nachdem die Beschwerdeführerin am 30. April 2014 – innert der ihr mit Verfügung vom 4. März 20 14 (Urk. 12) angesetzten Frist – weitere Dokumente eingereicht hatte (Urk. 15, Urk. 16/1-4), teilte die Beschwerdegegnerin am 2. Juni 2014 ihren Verzicht auf eine Stellungnahme dazu mit (Urk. 19); die Beschwerdeführerin wurde am 3. Juni 2014 entsprechend informiert (Urk. 20). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen.

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosen entschä digung besteht darin, dass die ver si cherte Person die Bei tragszeit erfüllt hat (Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die obliga torische Arbeits losenver sicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG] ). Die Bei trags zeit hat erfüllt, wer innerhalb der Rah men frist nach Art. 9 Abs. 3 AVIG während min destens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung aus geübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG). Die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor dem Tag, an welchem die versicherte Person erstmals sämtliche Anspruchs voraussetzungen erfüllt (Art. 9 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 AVIG). Vor aussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung unter dem Gesichts punkt der erfüllten Beitragszeit nach Art. 8 Abs. 1 lit. e in Verbin dung mit Art. 13 Abs. 1 AVIG ist grundsätzlich einzig die Ausübung einer bei tragspflichtigen Beschäftigung während der geforderten Dauer von zwölf Bei tragsmonaten (BGE 113 V 352). Diese Tätigkeit muss genügend überprüfbar sein. Dem Nachweis tatsächlicher Lohnzahlung kann nach dem Gesagten nicht der Sinn einer selbständigen Anspruchsvoraussetzung zukommen, wohl aber jener eines bedeutsamen und in kritischen Fällen unter Umständen ausschlag gebenden Indizes für die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung (BGE 131 V 444).

1.1 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosen entschä digung besteht darin, dass die ver si cherte Person die Bei tragszeit erfüllt hat (Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die obliga torische Arbeits losenver sicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG] ). Die Bei trags zeit hat erfüllt, wer innerhalb der Rah men frist nach Art. 9 Abs. 3 AVIG während min destens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung aus geübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG). Die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor dem Tag, an welchem die versicherte Person erstmals sämtliche Anspruchs voraussetzungen erfüllt (Art. 9 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 AVIG). Vor aussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung unter dem Gesichts punkt der erfüllten Beitragszeit nach Art. 8 Abs. 1 lit. e in Verbin dung mit Art. 13 Abs. 1 AVIG ist grundsätzlich einzig die Ausübung einer bei tragspflichtigen Beschäftigung während der geforderten Dauer von zwölf Bei tragsmonaten (BGE 113 V 352). Diese Tätigkeit muss genügend überprüfbar sein. Dem Nachweis tatsächlicher Lohnzahlung kann nach dem Gesagten nicht der Sinn einer selbständigen Anspruchsvoraussetzung zukommen, wohl aber jener eines bedeutsamen und in kritischen Fällen unter Umständen ausschlag gebenden Indizes für die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung (BGE 131 V 444). 1.2 Nach Art. 23 Abs. 1 AVIG gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV Gesetz gebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungs zeitraums aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde. Art. 37 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenver sicherung und die Insol venzentschädigung [AVIV)] regelt den Bemessungszeitraum. Danach bemisst sich der versicherte Verdienst nach dem Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate (nach Art. 11 AVIV) vor Beginn der Rahmenfrist für den Leis tungsbezug ( Abs. 1). Er bemisst sich nach dem Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungs bezug, wenn dieser Durchschnittslohn höher ist als derjenige nach Absatz 1 ( Abs. 2). Schliesslich legt Abs. 3 bis fest, dass bei Lohnschwankungen, die auf einen bran chenüblichen Arbeitszeitkalender zurückzuführen sind oder in der Art des Arbeitsverhältnisses liegen, der versicherte Verdienst auf den letzten zwölf Monaten, jedoch höchstens aufgrund der vertraglich vereinbarten durch schnitt lichen Arbeitszeit ermittelt wird (vgl. BGE 125 V 42 und 125 V 51). Der versi cherte Verdienst beschränkt sich auf das aus der normalen Arbeitszeit resul tierende Einkommen (BGE 126 V 207 ff., 125 V 475 ff.). Nebst der Über zeitent schädigung ist auch die Überstundenentschädigung vom versicherten Verdienst ausgenommen (BGE 129 V 105 ff.).

1.2 Nach Art. 23 Abs. 1 AVIG gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV Gesetz gebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungs zeitraums aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde. Art. 37 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenver sicherung und die Insol venzentschädigung [AVIV)] regelt den Bemessungszeitraum. Danach bemisst sich der versicherte Verdienst nach dem Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate (nach Art. 11 AVIV) vor Beginn der Rahmenfrist für den Leis tungsbezug ( Abs. 1). Er bemisst sich nach dem Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungs bezug, wenn dieser Durchschnittslohn höher ist als derjenige nach Absatz 1 ( Abs. 2). Schliesslich legt Abs. 3 bis fest, dass bei Lohnschwankungen, die auf einen bran chenüblichen Arbeitszeitkalender zurückzuführen sind oder in der Art des Arbeitsverhältnisses liegen, der versicherte Verdienst auf den letzten zwölf Monaten, jedoch höchstens aufgrund der vertraglich vereinbarten durch schnitt lichen Arbeitszeit ermittelt wird (vgl. BGE 125 V 42 und 125 V 51). Der versi cherte Verdienst beschränkt sich auf das aus der normalen Arbeitszeit resul tierende Einkommen (BGE 126 V 207 ff., 125 V 475 ff.). Nebst der Über zeitent schädigung ist auch die Überstundenentschädigung vom versicherten Verdienst ausgenommen (BGE 129 V 105 ff.). 1. 3 Nach der Rechtsprechung ist die Ausübung einer an sich beitragspflichtigen Be schäftigung nur Beitragszeiten bildend, wenn und soweit hiefür effektiv ein Lohn ausbezahlt wird. Mit dem Erfordernis des Nachweises effektiver Lohnzah lung sollen und können Missbräuche im Sinne fiktiver Lohnvereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verhindert we rden. Als Beweis für den tatsäch li chen Lohnfluss genügen Belege über entsprechende Zahlungen auf ein auf den Namen des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin lautendes Post- oder Bank konto. Bei behaupteter Barauszahlung fallen Lohnquittungen und Auskünfte von ehemaligen Mitarbeitern (allenfalls in Form von Zeugenaussa gen) in Betracht. Höchstens Indizien für tatsächliche Lohnzahlung bilden Ar beitgeberbeschei ni gungen, vom Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin unter zeichnete Lohnab rech nungen und Steuererklärungen sowie Eintragungen im in dividuellen Konto (BGE 131 V 444 E. 1.2 mit Hinweisen).

1. 3 Nach der Rechtsprechung ist die Ausübung einer an sich beitragspflichtigen Be schäftigung nur Beitragszeiten bildend, wenn und soweit hiefür effektiv ein Lohn ausbezahlt wird. Mit dem Erfordernis des Nachweises effektiver Lohnzah lung sollen und können Missbräuche im Sinne fiktiver Lohnvereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verhindert we rden. Als Beweis für den tatsäch li chen Lohnfluss genügen Belege über entsprechende Zahlungen auf ein auf den Namen des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin lautendes Post- oder Bank konto. Bei behaupteter Barauszahlung fallen Lohnquittungen und Auskünfte von ehemaligen Mitarbeitern (allenfalls in Form von Zeugenaussa gen) in Betracht. Höchstens Indizien für tatsächliche Lohnzahlung bilden Ar beitgeberbeschei ni gungen, vom Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin unter zeichnete Lohnab rech nungen und Steuererklärungen sowie Eintragungen im in dividuellen Konto (BGE 131 V 444 E. 1.2 mit Hinweisen). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf Arbeitslosenentschädi gung ab dem 1. Mai 2013 mit der Begründung, die Voraussetzung der effekti ven Ausübung einer genügend überprüfbaren beitragspflichtigen und mit einem Lohn abgegoltenen Beschäftigung sei nicht erfüllt. So hätten trotz entsprechen der Bemühungen keine Unterlagen erhältlich gemacht werden können, die belegten, dass die – in der fraglichen Zeit bei ihrem Bruder angestellte - Beschwerdeführerin tatsächlich einen Lohn bezogen habe. Insofern lasse sich auch keine Lohnhöhe bestimmen und damit kein versicherter Verdienst festle gen (Urk. 2 S. 2 f.).

2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf Arbeitslosenentschädi gung ab dem 1. Mai 2013 mit der Begründung, die Voraussetzung der effekti ven Ausübung einer genügend überprüfbaren beitragspflichtigen und mit einem Lohn abgegoltenen Beschäftigung sei nicht erfüllt. So hätten trotz entsprechen der Bemühungen keine Unterlagen erhältlich gemacht werden können, die belegten, dass die – in der fraglichen Zeit bei ihrem Bruder angestellte - Beschwerdeführerin tatsächlich einen Lohn bezogen habe. Insofern lasse sich auch keine Lohnhöhe bestimmen und damit kein versicherter Verdienst festle gen (Urk. 2 S. 2 f.). 2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Standpunkt, ihr Salär sei ihr zwar – wie in ihrem Kulturkreis üblich - jeweils bar ausbezahlt worden. Aufgrund der vorhandenen Unterlagen sei indes mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich dargetan, dass ihr der ver einbarte Lohn, auf dem ihr Arbeitgeber nachweislich Sozialversicherungsbei träge abgerechnet habe, auch tatsächlich ausgerichtet worden sei. Da die Bei tragszeit demnach erfüllt sei, habe sie, sofern auch die weiteren Anspruchsvo raussetzungen vorlägen, Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (Urk. 3 S. 3 ff.).

2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Standpunkt, ihr Salär sei ihr zwar – wie in ihrem Kulturkreis üblich - jeweils bar ausbezahlt worden. Aufgrund der vorhandenen Unterlagen sei indes mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich dargetan, dass ihr der ver einbarte Lohn, auf dem ihr Arbeitgeber nachweislich Sozialversicherungsbei träge abgerechnet habe, auch tatsächlich ausgerichtet worden sei. Da die Bei tragszeit demnach erfüllt sei, habe sie, sofern auch die weiteren Anspruchsvo raussetzungen vorlägen, Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (Urk. 3 S. 3 ff.). Weiter machte sie geltend, sie sei bis ins Jahr 2011 normal steuerpflichtig gewe sen. Sie habe sich damals von ihrem Ehemann getrennt und sei deshalb ab März 2011 quellensteuerpflichtig geworden. Ihr Bankkonto sei nie für Lohnzahlungen benutzt worden ( Urk. 15).

Weiter machte sie geltend, sie sei bis ins Jahr 2011 normal steuerpflichtig gewe sen. Sie habe sich damals von ihrem Ehemann getrennt und sei deshalb ab März 2011 quellensteuerpflichtig geworden. Ihr Bankkonto sei nie für Lohnzahlungen benutzt worden ( Urk. 15). 3.

3. 3.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin während der Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 1. Mai 2011 bis 3 0. April 2013 (vgl. Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäfti gung ausgeübt hat. Ausgewiesenermassen ging sie per 1. März 2012 ein (unbe fristetes) Arbeitsverhältnis mit der Y.___ GmbH ei n (Urk. 9/ 159-162, Urk. 9/91), wobei l aut Arbeitsvertrag vom 1. März 2012 (Urk. 9/162 f.) ein monatlicher Bruttolohn von Fr. 3‘900.-- (Festlohn von Fr. 3 ‘ 600.-- zuzüglich Anteil 13. Monatslohn von Fr. 300.--) vereinbart wurde. Laut Arbeitgeberbe scheinigung endete das Arbeitsverhältnis infolge Kündigung der Arbeitgeberin per 3 1. März 2013 (Urk. 9/178). Entsprechend dem nach träglich eingereichten, vom 26. Februar 2013 datierten Kündigungsschreiben (Urk. 9/93), wurde die Künd igung per 31. März 2013 ausgesprochen, und de r letzte Arbeitstag war der 29. März 201 3. Auc h gemäss Lohnausweis 2013 (Urk. 9/72) dauerte die Anstel lung bis 31. März 2013 (vgl. auch Austrittsdatum auf Lohnkonto, Urk. 9/100).

3.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin während der Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 1. Mai 2011 bis 3 0. April 2013 (vgl. Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäfti gung ausgeübt hat. Ausgewiesenermassen ging sie per 1. März 2012 ein (unbe fristetes) Arbeitsverhältnis mit der Y.___ GmbH ei n (Urk. 9/ 159-162, Urk. 9/91), wobei l aut Arbeitsvertrag vom 1. März 2012 (Urk. 9/162 f.) ein monatlicher Bruttolohn von Fr. 3‘900.-- (Festlohn von Fr. 3 ‘ 600.-- zuzüglich Anteil 13. Monatslohn von Fr. 300.--) vereinbart wurde. Laut Arbeitgeberbe scheinigung endete das Arbeitsverhältnis infolge Kündigung der Arbeitgeberin per 3 1. März 2013 (Urk. 9/178). Entsprechend dem nach träglich eingereichten, vom 26. Februar 2013 datierten Kündigungsschreiben (Urk. 9/93), wurde die Künd igung per 31. März 2013 ausgesprochen, und de r letzte Arbeitstag war der 29. März 201 3. Auc h gemäss Lohnausweis 2013 (Urk. 9/72) dauerte die Anstel lung bis 31. März 2013 (vgl. auch Austrittsdatum auf Lohnkonto, Urk. 9/100). Auf dem Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ga b die Beschwerdeführerin am 25. April 2013 hingegen an, da s Arbeitsverhältnis habe vom 1. März 2012 bis 30. April 2013 gedauert; de r letzte Arbeitstag sei der 30. April 2013 gewesen (Urk. 9/159 f.). In Übereinstimmung mit diesen Angaben meldete sie sich per 1. Mai 2013 zum Leistungsbezug an ( Urk. 9/ 158). Gemäss dem vom 26. März 2013 datierten, von der Beschwerdeführerin mit dem Vermerk „Zur Kenntnis genommen am 26.02.2013, X.___ “ unterzeichneten (ursprünglich einge reichten) Kündigungsschreiben (Urk. 9/177) erfolgte die Kündigung per 30. April 201 3. Für den April 2013 liegt auch eine Lohnzahlung vor (vgl. Urk. 9/115).

Auf dem Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ga b die Beschwerdeführerin am 25. April 2013 hingegen an, da s Arbeitsverhältnis habe vom 1. März 2012 bis 30. April 2013 gedauert; de r letzte Arbeitstag sei der 30. April 2013 gewesen (Urk. 9/159 f.). In Übereinstimmung mit diesen Angaben meldete sie sich per 1. Mai 2013 zum Leistungsbezug an ( Urk. 9/ 158). Gemäss dem vom 26. März 2013 datierten, von der Beschwerdeführerin mit dem Vermerk „Zur Kenntnis genommen am 26.02.2013, X.___ “ unterzeichneten (ursprünglich einge reichten) Kündigungsschreiben (Urk. 9/177) erfolgte die Kündigung per 30. April 201 3. Für den April 2013 liegt auch eine Lohnzahlung vor (vgl. Urk. 9/115). Aufgrund der geschilderten Unstimmigkeiten lässt sich nicht feststellen, ob das Arbeitsverhältnis bis 31. März oder 30. April 2013 dauerte.

Aufgrund der geschilderten Unstimmigkeiten lässt sich nicht feststellen, ob das Arbeitsverhältnis bis 31. März oder 30. April 2013 dauerte. 3.2 Ebe nfalls nicht überzeugend nachgewiesen ist angesichts der wider sprüchli chen Dokumente, ob der Beschwerdeführerin im Rahmen des Arbeits verhältnisses mit der Y.___ GmbH effektiv ein Lohn aus gerich tete wurde. So wurde auf den Lohnabrechnungen (Urk. 9/164-176) festgehalten, dass der Lohn auf das Konto Nr. Z.___ bei der A.___ überwiesen werde. Auf dem fraglichen Konto der Beschwerdeführerin wurden indes keine ent sprechenden Gutschriften verbucht (Urk. 16/4). Die Beschwerde führerin erklärt e dies – in Übereinstimmung mit den Angaben ihres früheren Arbeitgebers (Urk. 9/129, Urk. 9/97) - damit, dass ihr das Salär, wie in ihren Kulturkreisen üblich, jeweils bar ausbezahlt worden sei (Urk. 3 S. 5). Allerdings legte sie nicht dar, weshalb trotz der geltend gemachten Barauszahlungen auf sämtlichen Lohnabrechnungen der Y.___ GmbH (Urk. 9/164-176) die Überwe isung auf ihr Konto bei der A.___ vermerkt ist. Dass ihr Vorgesetzter, bei dem es sich um ihren Bruder handelt (vgl. Urk. 9/129), die Löhne Ende Monat allen rund zehn Mitarbeitern bar aus der Kasse bezahlte (Urk. 3 S. 5, Urk. 9/83 ), erscheint angesichts der Gesamtlohnsumme von über Fr. 300‘000.— pro Jahr ( Urk. 9/82) beziehungsweise über Fr. 25‘000.— pro Monat (Urk. 2 S. 3) als wenig glaubhaft, bedeutete dies doch, dass die Einnahmen des Restaurants über Tage respektive gar Wochen hinweg in der Kasse statt sicher auf der Bank verwahrt wurden. Mit Blick auf diese Barzahlungen erweist sich als ebenso unglaubhaft, dass auch die Beschwerdeführerin keine der in bar empfangenen Lohnzah lungen (in nicht unerheblicher Höhe) auf ihr - auf den Zeitpunkt der Arbeits aufnahme hin eröffnetes - Privatkonto einbezahlt hat ( Urk. 16/4), sondern ihrerseits das Geld vollumfänglich bar verwaltet haben will, verfügte sie doch nach eigener Aussage über kein anderes Bankkonto ( Urk. 15 S. 2).

3.2 Ebe nfalls nicht überzeugend nachgewiesen ist angesichts der wider sprüchli chen Dokumente, ob der Beschwerdeführerin im Rahmen des Arbeits verhältnisses mit der Y.___ GmbH effektiv ein Lohn aus gerich tete wurde. So wurde auf den Lohnabrechnungen (Urk. 9/164-176) festgehalten, dass der Lohn auf das Konto Nr. Z.___ bei der A.___ überwiesen werde. Auf dem fraglichen Konto der Beschwerdeführerin wurden indes keine ent sprechenden Gutschriften verbucht (Urk. 16/4). Die Beschwerde führerin erklärt e dies – in Übereinstimmung mit den Angaben ihres früheren Arbeitgebers (Urk. 9/129, Urk. 9/97) - damit, dass ihr das Salär, wie in ihren Kulturkreisen üblich, jeweils bar ausbezahlt worden sei (Urk. 3 S. 5). Allerdings legte sie nicht dar, weshalb trotz der geltend gemachten Barauszahlungen auf sämtlichen Lohnabrechnungen der Y.___ GmbH (Urk. 9/164-176) die Überwe isung auf ihr Konto bei der A.___ vermerkt ist. Dass ihr Vorgesetzter, bei dem es sich um ihren Bruder handelt (vgl. Urk. 9/129), die Löhne Ende Monat allen rund zehn Mitarbeitern bar aus der Kasse bezahlte (Urk. 3 S. 5, Urk. 9/83 ), erscheint angesichts der Gesamtlohnsumme von über Fr. 300‘000.— pro Jahr ( Urk. 9/82) beziehungsweise über Fr. 25‘000.— pro Monat (Urk. 2 S. 3) als wenig glaubhaft, bedeutete dies doch, dass die Einnahmen des Restaurants über Tage respektive gar Wochen hinweg in der Kasse statt sicher auf der Bank verwahrt wurden. Mit Blick auf diese Barzahlungen erweist sich als ebenso unglaubhaft, dass auch die Beschwerdeführerin keine der in bar empfangenen Lohnzah lungen (in nicht unerheblicher Höhe) auf ihr - auf den Zeitpunkt der Arbeits aufnahme hin eröffnetes - Privatkonto einbezahlt hat ( Urk. 16/4), sondern ihrerseits das Geld vollumfänglich bar verwaltet haben will, verfügte sie doch nach eigener Aussage über kein anderes Bankkonto ( Urk. 15 S. 2). Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass sich der Bruder der Beschwerde führerin als Geschäftsführer der Y.___ GmbH – aus nicht nachvollziehbaren Gründen - wiederholt weigerte, der Unia Arbeitslosenkasse die verlangten Geschäftskontoauszüge herauszugeben (Urk. 9/97, Urk. 9/83 ). Zwar liegen Quittungen für bar ausbezahlte Löhne im Recht (Urk. 9/112-115); es lässt sich indes nicht erklären, weshalb a uch für den Monat April 2013 eine Lohnauszahlung von Fr. 3‘424.25 quittiert wurde, obwohl das Arbeitsverhältnis gemäss Angaben des Arbeitgebers bereits am 30. März 2013 endete und die Lohnzahlung bis zu diesem Zeitpunkt erfolgte (Urk. 9/177-179 ). Die Darstellung des Arbeitgebers, wonach die am 24. April 2013 unterzeichnete (und sich expli zit auf den Monatslohn April 2013 beziehende) Quittung den Lohn für den März 2013 betr e ff e (Urk. 9/83), vermag (auch) insofern nicht zu überzeugen, als für diesen Monat bereits eine am 25. März 2013 unterzeichnete Quittung vorhan den ist (Urk. 9/115). Den aufliegenden Lohnquittungen ( Urk. 9/112-115) kann ferner kein Beweiswert beigemessen werden, denn als Quittung im Sinne von Art. 88 Abs. 1 des Obligationenrechts (OR) gilt nur eine vom Gläubiger unter zeichnete Bescheinigung des Empfangs einer geschuldeten Geldzahlung (B GE 103 IV 36 E. 2 ). Die aktenkundigen Belege sind offensichtlich nicht von der Beschwerdeführerin, sondern vom Arbeitgeber unterzeichnet (vgl. Unterschrif ten auf den Kündigungsschreiben, Urk. 9/93 und Urk. 9/177, sowie auf der Beschwerde, Urk. 1), so dass sie eine Barlohnzahlung von vornherein nicht rechtsgenüglich zu belegen vermögen (zum weiteren Beweiswert von auf Bar auszahlungen hindeutende Quittungen vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_75/2013 vom 2 5. Juni 2013 E. 3.4).

Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass sich der Bruder der Beschwerde führerin als Geschäftsführer der Y.___ GmbH – aus nicht nachvollziehbaren Gründen - wiederholt weigerte, der Unia Arbeitslosenkasse die verlangten Geschäftskontoauszüge herauszugeben (Urk. 9/97, Urk. 9/83 ). Zwar liegen Quittungen für bar ausbezahlte Löhne im Recht (Urk. 9/112-115); es lässt sich indes nicht erklären, weshalb a uch für den Monat April 2013 eine Lohnauszahlung von Fr. 3‘424.25 quittiert wurde, obwohl das Arbeitsverhältnis gemäss Angaben des Arbeitgebers bereits am 30. März 2013 endete und die Lohnzahlung bis zu diesem Zeitpunkt erfolgte (Urk. 9/177-179 ). Die Darstellung des Arbeitgebers, wonach die am 24. April 2013 unterzeichnete (und sich expli zit auf den Monatslohn April 2013 beziehende) Quittung den Lohn für den März 2013 betr e ff e (Urk. 9/83), vermag (auch) insofern nicht zu überzeugen, als für diesen Monat bereits eine am 25. März 2013 unterzeichnete Quittung vorhan den ist (Urk. 9/115). Den aufliegenden Lohnquittungen ( Urk. 9/112-115) kann ferner kein Beweiswert beigemessen werden, denn als Quittung im Sinne von Art. 88 Abs. 1 des Obligationenrechts (OR) gilt nur eine vom Gläubiger unter zeichnete Bescheinigung des Empfangs einer geschuldeten Geldzahlung (B GE 103 IV 36 E. 2 ). Die aktenkundigen Belege sind offensichtlich nicht von der Beschwerdeführerin, sondern vom Arbeitgeber unterzeichnet (vgl. Unterschrif ten auf den Kündigungsschreiben, Urk. 9/93 und Urk. 9/177, sowie auf der Beschwerde, Urk. 1), so dass sie eine Barlohnzahlung von vornherein nicht rechtsgenüglich zu belegen vermögen (zum weiteren Beweiswert von auf Bar auszahlungen hindeutende Quittungen vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_75/2013 vom 2 5. Juni 2013 E. 3.4). Sodann fällt auf, dass auf keiner Lohnabrechnung (auch nicht auf denjenigen der B.___ GmbH, bei deren Gesellschafter es sich um die Söhne bezie hungsweise um die Schwiegertochter der Beschwerdeführerin handelt ( e ) [Urk. 15 S. 2; Urk. 9/1 16 ff., Urk. 9/164 ff.]), ein Abzug für die Quellensteuer ersichtlich ist, obwohl die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben seit März 2011 quellensteuerpflichtig ist (Urk. 15 S. 2) und obschon auf ihren Einkünften gemäss Bestätigung des zuständigen kantonalen Steueramts vom 3. April 2014 (Urk. 16/3) für die Jahre 2012 und 2013 (nicht aber für das Jahr 2011) auch Quellensteuern bezahlt wurden. D ie quittierten Barauszahlungen entsprechen betraglich den auf den Lohnabrechnungen verzeichneten Nettolöhnen, weisen mi thin ebenfalls keinen Quellensteuerabzug aus ; ein solcher wurde auch im Arbeitsvertrag nicht vorgesehen (Urk. 9/162 S. 2). Der Geschäftsführer der Y.___ GmbH gab am 26. Februar 2013 gegenüber der Unia Arbeitslo senkasse an, ein Quellensteuerabzug sei nicht erfolgt, weil die Beschwerde führerin mit einem Schweizer verheiratet sei (Urk. 9/97). Insofern ist nicht aus zuschliessen, dass die vom kantonalen Steueramt am 3. April 2014 für die Jahre 2012 und 2013 bestätigten Quellensteuerzahlungen (Urk. 16/3) erst nachträglich - und möglicherweise gerade im Hinblick auf das vorliegende Verfahren - ent richtet worden sind. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang darauf, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen dieses Verfahrens am 30. April 2014 angab, für die Jahre 2012 und 2013 keine Steuererklärung eingereicht zu haben, weil sie der Quellensteuerpflicht unterstellt gewesen se i (Urk. 15 S. 2). Dass für sie AHV Beiträge abgerechnet (Urk. 9/96, Urk. 9/79) und (auf einem niedrigeren als dem vereinbarten Lohn) Pensionskassenbeiträge bezahlt wurden (Urk. 9/98 f.), ist rechtsprec hungsgemäss höchstens als Indiz für tatsächliche Lohnzahlungen zu werten (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_913/2011 vom 10. April 2012 E. 3.3 mit Hinweis auf BGE 131 V 444). D ies ändert nichts daran, dass der Lohn fluss angesichts der geschilderten Ungereimtheiten nicht schlüssig nachge wiesen ist.

Sodann fällt auf, dass auf keiner Lohnabrechnung (auch nicht auf denjenigen der B.___ GmbH, bei deren Gesellschafter es sich um die Söhne bezie hungsweise um die Schwiegertochter der Beschwerdeführerin handelt ( e ) [Urk. 15 S. 2; Urk. 9/1 16 ff., Urk. 9/164 ff.]), ein Abzug für die Quellensteuer ersichtlich ist, obwohl die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben seit März 2011 quellensteuerpflichtig ist (Urk. 15 S. 2) und obschon auf ihren Einkünften gemäss Bestätigung des zuständigen kantonalen Steueramts vom 3. April 2014 (Urk. 16/3) für die Jahre 2012 und 2013 (nicht aber für das Jahr 2011) auch Quellensteuern bezahlt wurden. D ie quittierten Barauszahlungen entsprechen betraglich den auf den Lohnabrechnungen verzeichneten Nettolöhnen, weisen mi thin ebenfalls keinen Quellensteuerabzug aus ; ein solcher wurde auch im Arbeitsvertrag nicht vorgesehen (Urk. 9/162 S. 2). Der Geschäftsführer der Y.___ GmbH gab am 26. Februar 2013 gegenüber der Unia Arbeitslo senkasse an, ein Quellensteuerabzug sei nicht erfolgt, weil die Beschwerde führerin mit einem Schweizer verheiratet sei (Urk. 9/97). Insofern ist nicht aus zuschliessen, dass die vom kantonalen Steueramt am 3. April 2014 für die Jahre 2012 und 2013 bestätigten Quellensteuerzahlungen (Urk. 16/3) erst nachträglich und möglicherweise gerade im Hinblick auf das vorliegende Verfahren ent richtet worden sind. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang darauf, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen dieses Verfahrens am 30. April 2014 angab, für die Jahre 2012 und 2013 keine Steuererklärung eingereicht zu haben, weil sie der Quellensteuerpflicht unterstellt gewesen se i (Urk. 15 S. 2). Dass für sie AHV Beiträge abgerechnet (Urk. 9/96, Urk. 9/79) und (auf einem niedrigeren als dem vereinbarten Lohn) Pensionskassenbeiträge bezahlt wurden (Urk. 9/98 f.), ist rechtsprec hungsgemäss höchstens als Indiz für tatsächliche Lohnzahlungen zu werten (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_913/2011 vom 10. April 2012 E. 3.3 mit Hinweis auf BGE 131 V 444). D ies ändert nichts daran, dass der Lohn fluss angesichts der geschilderten Ungereimtheiten nicht schlüssig nachge wiesen ist. Bei der Würdigung der vorliegenden Sach- und Rechtslage muss im Weiteren dem Umstand Rechnung getragen werden, dass das enge verwandtschaftliche Band zwischen der Beschwerdeführerin und dem Gesellschafter und Geschäfts führer der Y.___ GmbH naturgemäss eine höhere Gefahr eines Interessen kon flikts des Arbeitgebers und der Ausstellung von Gefälligkeits bescheinigungen, mithin ein erhebliches Missbrauchsrisiko birgt, weshalb an den Nachweis des Lohnflusses strenge Anforderungen zu stellen sind. Wenn unter diesen Umstän den der Lohn bar ausbezahlt wird, hat die Beschwer de führerin die aus dieser Zahlungsart - mag sie auch in ihrem kulturellen Milieu üblich sein (vgl. dazu Urk. 3 S. 5) - sich ergebenden Beweisschwierigkeiten zu vertreten.

Bei der Würdigung der vorliegenden Sach- und Rechtslage muss im Weiteren dem Umstand Rechnung getragen werden, dass das enge verwandtschaftliche Band zwischen der Beschwerdeführerin und dem Gesellschafter und Geschäfts führer der Y.___ GmbH naturgemäss eine höhere Gefahr eines Interessen kon flikts des Arbeitgebers und der Ausstellung von Gefälligkeits bescheinigungen, mithin ein erhebliches Missbrauchsrisiko birgt, weshalb an den Nachweis des Lohnflusses strenge Anforderungen zu stellen sind. Wenn unter diesen Umstän den der Lohn bar ausbezahlt wird, hat die Beschwer de führerin die aus dieser Zahlungsart - mag sie auch in ihrem kulturellen Milieu üblich sein (vgl. dazu Urk. 3 S. 5) - sich ergebenden Beweisschwierigkeiten zu vertreten. 3.3 Da es demnach an der nach Art. 13 Abs. 1 AVIG für einen Leistungsanspruch vorausgesetzten effektive n Ausübung einer genügend überprüfbaren beitrags pflichtigen Beschäftigung fehlt, hat die Beschwerdegegnerin die Anspruchsbe rechtigung der Beschwerdeführerin ab 1. Mai 2013 zu Recht verneint. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

3.3 Da es demnach an der nach Art. 13 Abs. 1 AVIG für einen Leistungsanspruch vorausgesetzten effektive n Ausübung einer genügend überprüfbaren beitrags pflichtigen Beschäftigung fehlt, hat die Beschwerdegegnerin die Anspruchsbe rechtigung der Beschwerdeführerin ab 1. Mai 2013 zu Recht verneint. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Stephan Kübler

Rechtsanwalt Stephan Kübler - Unia Arbeitslosenkasse

Unia Arbeitslosenkasse - seco - Direktion für Arbeit

seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubFischer