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Zum einen bietet Jutta Schumacher die Vorlesung "Jiddische Literatur von ihren Anfängen im 13. Jahrhundert bis heute" an. Zum anderen beleuchtet sie im Seminar "Entdeckung der jiddischen Sprache und Kultur" die wichtigsten Stationen in der Geschichte des Jiddischen und bietet zugleich eine Einführung in die jiddische Sprache. Beide Lehrveranstaltungen sind offen für Hörerinnen und Hörer.
Dr. Schumacher wurde 2005 in den Fächern Germanistik, Jiddistik und französische Philologie an der Universität Trier promoviert und erhielt 2000/2001 ein Sonderstipendium des Staates Israel für einen Forschungsaufenthalt an der Ben-Gurion-University of the Negev in Beer Sheva. Im Rahmen ihrer germanistischen, jiddistischen und hebraistischen Forschung lehrte sie an den Universitäten Trier, Freiburg im Breisgau, Luxemburg sowie in Kaohsiung/Taiwan.
Jutta Schumacher war beteiligt an zahlreichen Forschungs- und Editionsprojekten, u.a. der Erstellung eines jiddisch-deutschen Wörterbuchs (Universität Trier), der Erschliessung der Rothschildschen Familienkorrespondenz (Rothschild Archive London) und der Edition der nachgelassenen Schriften von Salomo A. Birnbaum. Ferner leitete sie ein Forschungsprojekt über historische hebräische Phraseologie (Universitäten Freiburg und Trier) und übersetzte im Auftrag des Simon-Dubnow-Instituts an der Universität Leipzig Dubnows 1931 verfasste "idishe geshikhte dertseylt far kinder".
Unter dem Pseudonym Joffi Schum veröffentlichte Jutta Schumacher 2008 das Büchlein "Hebräisch lernen mit Rätseln" und bereitet derzeit zwei weitere Rätselbücher zum Bibelhebräischen und zum Jiddischen vor. Neben ihrer wissenschaftlichen Laufbahn absolvierte sie eine Orchesterausbildung im Fach Kontrabass und war Mitglied in namhaften Opern- und Sinfonieorchestern.
Wir freuen uns sehr, Frau Dr. Schumacher dank der Unterstützung der Daniel Gablinger-Stiftung im Herbstsemester 2015 an der Universität Luzern zu begrüssen.
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Gastprofessuren haben an der Universität Luzern eine lange Tradition. Seit 1974 hält jedes Jahr jeweils im Herbstsemester eine Gastprofessorin bzw. ein Gastprofessor aus Israel, Amerika oder Europa eine Vorlesung in Judaistik. Dies bietet die Möglichkeit zu kontinuierlichem internationalen und interreligiösen Wissensaustausch und zur Durchführung von gemeinsamen Forschungsprojekten. Seit dem Herbstsemester 2003 wird die Gastprofessur durch die Daniel Gablinger-Stiftung, Zürich, finanziert.
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