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Vor dem Spiel gegen Newcastle United war die Situation für José Mourinho wegen vier Pflichtspielen in Folge ohne Sieg kritisch. Nach 10 Minuten und nach zwei Gegentoren stand der Portugiese am Abgrund. Nach einer Stunde ohne Anzeichen einer Wende war er im Prinzip entlassen. Doch am Ende konnte Mourinho erleichtert jubeln. Er zeigte Emotionen, die kühle Maske war gefallen. An der Pressekonferenz lächelte er sogar seine Erzfeinde, die englischen Journalisten, an. José Mourinho zog in 20 verrückten Minuten den Kopf aus der Schlinge.
Der Spanier Juan Mata hatte mit einem Freistoss in der 70. Minute die Wende eingeleitet. Der Franzose Anthony Martial glich sechs Minuten später mit einem sehenswerten Schuss in die nahe Ecke aus. Und der Chilene Alexis Sanchez, nur 1,69 m gross, erzielte in der 90. Minute mit dem Kopf das Siegestor.
Der Spielverlauf und die Tatsache, dass zwei Tore durch Joker fielen (Mata, Sanchez), war alleine schon eine gute Pointe. Doch dass die Torschützen ausgerechnet Mata, Martial und Sanchez hiessen, war ein Höhepunkt von feinster Ironie. Mata hatte Mourinho ins zweite Glied degradiert. Der offensive Mittelfeldspieler stand seit dem 19. August nie mehr in der Startformation. Martial hatte Mourinho in den letzten Tagen wegen seinen Leistungen heftig kritisiert. Und Sanchez verbannte er nach einem Zwist am vergangenen Samstag für das Spiel gegen West Ham United sogar auf die Tribüne. Nun hat dieses Trio Mourinho den Job gerettet.
(sda)