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Im Jahr 1995 berichtete das Wissenschaftsmagazin “Nature” in Ausgabe 378 über Forschungsresultate der Wissenschaftler J.-N. Zhou, M.A. Hofman, L.J. Gooren und D.F. Swaab, die nachweisen konnten, dass ein für die Geschlechtsentwicklung wesentlicher Bereich in Gehirnen von transsexuellen Frauen anatomisch der Hirnstruktur von anderen Frauen entspricht. Eine Hirnregion des Hypothalamus namens “bed nucleus der stria terminalis” (BSTc) ist bei Frauen kleiner als bei Männern (Neuronendichte). Untersuchungen zeigten, dass die Grösse der BSTc Region von transsexuellen Frauen nicht der von Männern entspricht sondern der von Frauen. Dieser Unterschied lässt sich nicht auf die sexuelle Orientierung zurückführen (homosexuelle Männer haben eine BSTc Grösse wie andere Männer) und lässt sich auch nicht auf die Einnahme von Geschlechtshormonen zurückführen. Einerseits konnte dieser Unterschied in der BSTc Region auch bei transsexuellen Frauen gemessen werden, die keine Hormonbehandlung hinter sich hatten und anderseits war diese Region bei Männern, die aufgrund von Krebserkrankungen testosteronhemmende Medikamente einnehmen mussten ebenfalls nicht verändert. Verschiedene Experimente an Nagern zeigten, dass der Einfluss von Geschlechtshormonen während der Schwangerschaft zu solchen Veränderungen führen kann. Diese Studie gilt aufgrund der kleinen Anzahl an Versuchspersonen als nicht gesichert, die Resultate sprechen jedoch eine deutliche Sprache. Daraus lässt sich die Vermutung ableiten, dass Transsexualität eine Folge von hormonellen Einflüssen im Mutterleib ist.
transident.ch – Ein Geschlechtsunterschied im menschlichen Gehirn und seine Beziehung zur Transsexualität
transident.ch – deutsche Übersetzung des Nature Artikels
Nature – A sex difference in the human brain and its relation to transsexuality