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Detaillierte Infos zur Ausstellung folgen bald.
Fabian Stamm (*1990, lebt und arbeitet in Winterthur) bevorzugt öffentliche Räume als Terrain seiner Fotografien, in denen er versucht politische Einschreibungen aufzuspüren und in seine Bilder zu übertragen. Stamm gewann 2012 den Globetrotter World Photo Award, der es ihm ermöglichte ein Langzeitprojekt über die kurdische Jugend im Nordirak zu realisieren. Er ist Mitglieder der Vereinigung «Reporter ohne Grenzen» (ROG), die 2014 das Buch «Reportagen für die Informationsfreiheit» herausgab. Darin sind Aufnahmen aus seiner Reportage «Traverse la frontière» enthalten, in der er an der türkisch-syrischen Grenze die Situation der Flüchtlinge dokumentierte. Auch im fotografischen Projekt «Tehran Paradise» von 2015 befasste sich Stamm mit Unterstützung durch den Kulturförderpreis des Kantons Schaffhausen mit den politischen Verhältnissen im Nahen Osten. 2018 entstand dann das Projekt «Museum der Korruption», welches Fabian Stamm dank der Werkunterstützung der deutschen Stiftung Renovabis in der Ukraine umsetzen konnte.
Fabian Stamm versteht es in seinen Fotografien die Repräsentationsformen von Macht offenzulegen. Dabei bringt er vor allem die unterschwellig wirkenden Manifestationen von Autoritäten zum Ausdruck und stellt sie mit dem Individuum in Beziehung. Für den kunstkasten entwickelt der Fotograf eine mehrteilige Plakatarbeit, die für zwei Wochen im öffentlichen Raum der Stadt Winterthur gezeigt wird und an seine Recherche für das Projekt «Ibrahim’s spaceship» anknüpft. In diesem Projekt folgt Stamm fotografisch dem Alltag von Menschen in der ägyptischen Wüste Sinai, die bewusst oder auch gezwungenermassen das Leben in der Wüste führen und der ägyptischen Gesellschaft zu entfliehen versuchen. Weitere Infos: https://www.fabianstamm.com
Kuratiert von Julia Wolf