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Geschichtliches
" Wenn an jedes lose Maul
ein Schloss müsst` angehängt werden,
dann wär`die edle Schlosserkunst
die beste Kunst auf Erden"
Alter Handwerkerspruch
Ursprünglich war der Schmied der alleinige Vertreter des Metall verarbeitenden Handwerks. Als die Metallverarbeitung im Laufe des Mittelalters aber immer vielfältiger wurde, entwickelten sich verschiedene neue, auf bestimmte Tätigkeiten spezialisierte Berufszweige. So entstanden die Zünfte der Nagel und Messerschmiede, der Büchsenmacher, der Uhrmacher usw. Im 15. Jahrhundert entwickelten sich vielerorts auch die Kleinschmiede oder Schlosser aus dem Schmiedehandwerk heraus. Als so genannte Kleinschmiede stellten die Schlosser Beschläge, Türbänder und vor allem Schlösser und Schlüssel für Türen, Truhen und Kassetten her.
Als mit der beginnenden Industrialisierung Halbfabrikate der Metallverarbeitung, wie zum Beispiel Bleche, Eisenstäbe und Rohre, auf den Markt kamen, verlagerten die Schlosser den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit mehr auf die handwerkliche Weiterverarbeitung dieser Produkte. Das Schmieden trat gegenüber der Bearbeitung im kalten Zustand in den Hintergrund.
Vor allem die Erfindung des Lichtbogen-Schweissverfahrens Anfang des 20. Jahrhunderts kann als Meilenstein in der Entwicklung angesehen werden.
Im Zeitalter der Mechanisierung und Motorisierung hat sich der Beruf des Schlossers dynamisch weiter entwickelt, und es haben sich neue Berufszweige gebildet, die heute unter dem Sammelbegriff "Metallbauer" zusammengefasst werden.