Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03355.jsonl.gz/2002

Für die Auswertung hat Agroscope Daten von MeteoSchweiz verwendet und daraus den Hitzestress-Index der Jahre 1991 bis 2023 (inkl. 15.7.23) für vier Standorte berechnet. Die gewählten Standorte liegen in Kantonen, in denen im nationalen Vergleich überdurchschnittlich viele Milchkühe pro Betrieb gehalten werden. Der Hitzestress-Index oder Temperature-Humidity-Index (THI), wie er in der Fachsprache genannt wird, erlaubt es, die Belastung für eine Milchkuh einzuschätzen. Er lässt sich aus der Lufttemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit ableiten.
Der dunkelgraue Streifen in jeder Grafik zeigt den Normbereich an – wo die Hälfte der Beobachtungen der untersuchten Jahre liegen. Hellgrau ist der Bereich der Extremwerte. Die schwarze Linie bildet die Entwicklung vom 1.1.2023 bis zum 15.7.2023 ab. Aus den Auswertungen wird deutlich, dass der Grenzwert (lachsfarbene Linie) an allen ausgewerteten Standorten schon Mitte Juni nahezu erreicht und in der Woche vom 10. Juli überschritten wurde. Die Gewitter zwischen dem 11. und 13. Juli brachten etwas Linderung, die Situation bleibt aber angespannt.
Darüber hinaus untersuchte Agroscope, ob sich meteorologische Daten für kurzfristige Prognosen der Milchleistung eignen. Und Forschende untersuchten, wie sich Hitzestress bei Milchkühen auswirkt. Wie sich das Problem entschärfen lässt, zeigt ein Video des FiBL.