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Trockenwiesen und -weiden sind von landwirtschaftlicher Nutzung geprägte, artenreiche Lebensräume. Der Bund hat die wertvollsten Flächen in einem Inventar bezeichnet.
Seit 1900 sind rund 95 % der Trockenwiesen und -weiden in der Schweiz verschwunden.
Um dem anhaltenden Rückgang dieses Lebensraums entgegenzuwirken, hat der Bundesrat die Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung (TWW) in ein Inventar nach Artikel 18a des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG) aufgenommen.
Das Inventar zählt rund 3000 Objekte, die gesamthaft einem Anteil von 0,5% der Landesfläche entsprechen.
In der Verordnung über den Schutz der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung werden die Umsetzung und der Vollzug festgelegt. Für den Vollzug der Schutzmassnahmen sind die Kantone zuständig. Sie haben auch die Möglichkeit, Vorranggebiete zu definieren.
In einer Vollzugshilfe hat das BAFU die Verordnung vor allem im Bereich der angepassten Bewirtschaftung und Nutzung dieses Lebensraums präzisiert. Ergänzend werden die wichtigsten Angaben zum Inventar und zu den Zielen des TWW-Schutzes dargelegt sowie die Rahmenbedingungen für die Umsetzung durch die Kantone detailliert erläutert.
Die Vorranggebiete sind ein Verbund einzelner Objekte. Die Schutzmassnahmen und die Auflagen für die Bewirtschaftung der einzelnen Objekte werden für jedes Vorranggebiet als Ganzes festgelegt.
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