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Neulich, im Zug, eine Diskussion zwischen A und B:
A: Das ist doch nicht Kultur.
B: Doch, doch.
A: Was bitte hat das mit Kultur zu tun?
B: Das ist eine Frage der Begrifflichkeit …
Früher reichte es noch, vom Kulturbegriff zu sprechen (vgl. dazu unbedingt Franz Hohlers Geschichte) – aber was solls. Wer etwas auf sich hält, übt ja längst keinen Beruf (oder eine Beruflichkeit) mehr aus, sondern eine Profession. Und wer immer noch naiv von Problemen und Themen spricht statt von Problematiken und Themenkreisen, hatte im Schwurbelkurs wohl einen Fensterplatz.
Doch wozu noch meckern? Dieter E. Zimmer hat in seiner «Wortlupe» bereits mit der Begrifflichkeit abgerechnet:
[Zur Begrifflichkeit bzw. Gesetzlichkeit:] Warum ein falsches und obendrein unverständliches Wort an dieser Stelle? Ich schätze: Wichtigtuerei. Begriffe und Gesetze hätte dem Kommentator wahrscheinlich zu einfältig geklungen – so könnte das ja jeder sagen. Und der Plural ist doch auch immer imposanter als der Singular. Am Anfang waren halt die Wörtlichkeiten, und die Wörtlichkeiten waren bei Gott, und Gott war die Wörtlichkeiten, Amen.