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Öffentlicher Vortrag am 6. September: Tabu Suizid
Medienmitteilungen
Öffentlicher Vortrag am 6. September: Tabu Suizid
Menschlich ist es, leben zu wollen. Doch zur Kulturgeschichte der Menschheit gehört auch der Wunsch, sich das Leben selbst zu nehmen.
Die Frage, ob ein Mensch selbst seinen Tod wählen darf, führt häufig zu leidenschaftlichen Debatten. Die Frage betrifft das grundsätzliche Lebensverständnis und lässt deshalb kaum einen Menschen unberührt. Man muss geradezu Stellung beziehen – und zwar schon in der Wortwahl.
Im Mittelalter sprach man unter anderem von «Selbst-Entleibung», so als könnte sich das «Selbst» von seinem Leib trennen. Der Begriff Selbstmord stammt wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert und geht auf eine Wendung Martin Luthers zurück. Dabei wird die Tat bereits im Begriff als Mord gewertet und damit als schwere Straftat.
Freitod hingegen ist ein Ausdruck, der auf das philosophische Werk «Also sprach Zarathustra» (1884) von Friedrich Nietzsche zurückgeht. Darin heisst es: «Den freien Tod predige ich Euch, der nicht heranschleicht wie Euer grinsender Tod, sondern der da kommt, weil ich es will.»
Dr. Vidakovic geht in ihrem Referat vertieft auf das Tabuthema Suizid ein und beantwortet im Anschluss an ihre Ausführungen Fragen aus dem Publikum.