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11.10.2018
(fruchtportal.de) - Angesichts des spürbaren Klimawandels betont die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) die wachsende Bedeutung des internationalen Agrarhandels zur Sicherstellung der Ernährungssicherheit in der Welt, so der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV).
In ihrem aktuellen Bericht zum „Zustand der landwirtschaftlichen Rohstoffmärkte 2018“ (the state of agriculture commodity markets), den die FAO Mitte September 2018 vorgelegt hat, wird die besondere Bedeutung des Agrarhandels als ein „elementares Sicherheitsnetz“ für die Versorgung der jeweils eigenen Bevölkerung hervorgehoben. Um die Welternährung zu sichern, so FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva, würden vor allem Handelspolitiken benötigt, die gut funktionierende globale Märkte förderten, in Verbindung mit klimafreundlichen nationalen Maßnahmen, Investitionen und Sozialschutzsystemen.
Insgesamt ist der Weltagrarhandel von 570 Mrd. $ (487,3 Mrd. Euro) im Jahr 2000 auf 1,6 Bio. $ (1,4 Bio. Euro) im Jahr 2016 gewachsen. Ein Großteil davon ist auf die wirtschaftliche Expansion Chinas aber auch auf die weltweit steigende Nachfrage nach Biokraftstoffen zurückzuführen. Nicht zuletzt wurden durch die Spezialisierung der aufstrebenden Volkswirtschaften im weltweiten Agrarhandel verbunden mit steigenden Pro-Kopf-Einkommen der Nahrungsmittelkonsum und die Importe ankurbelt.
Laut FAO-Bericht sind Europa und die Vereinigten Staaten wertmäßig nach wie vor die führenden Exporteure in der Landwirtschaft. Allerdings hat Brasilien zwischen 2000 und 2016 seinen Anteil am globalen Nahrungsmittelhandel von 3,2 % auf 5,7 % erhöht. Außerdem ist China vor Kanada und Australien zum viertwichtigsten Agrarexporteur der Welt aufgestiegen. Mittlerweile gehören auch Indonesien und Indien zu den Top Ten der Agrarexporteure.