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Titelverteidiger Dänemark und Schweden bestreiten am Sonntag an der Handball-WM in Ägypten den Final. Die Dänen bezwingen im Halbfinal Spanien 35:33, Schweden besiegt Frankreich 32:26.
Die Dänen lagen gegen Europameister Spanien mit Ausnahme des 0:0 stets in Führung. Der maximale Vorsprung des Olympiasiegers von 2016 betrug fünf Tore (18:13/18.). Die Iberer kämpften sich aber immer wieder heran. Nach der Pause verkürzten sie sechsmal bis auf einen Treffer, letztmals beim 33:34 (58.). 23 Sekunden vor dem Ende vergab Alex Dujshebeav die grosse Chance zum Ausgleich, sein Schuss sprang jedoch vom Boden an die Unterkante der Latte. In der Folge liessen die Dänen nichts mehr anbrennen, Lasse Svan traf praktisch mit der Schlusssirene zum 35:33.
Die grosse Figur der Dänen war einmal mehr Mikkel Hansen. Der Welthandballer von 2011, 2015 und 2018 erzielte zwölf Tore, nachdem er schon im Viertelfinal gegen Ägypten (39:38 n.P.) zehnmal erfolgreich gewesen war. Sieben Treffer erzielte Kreisläufer Magnus Jensen. Noch vor einem Jahr an der EM waren die Dänen in der Vorrunde gescheitert. Nun rehabilitierten sie sich auf eindrückliche Art und Weise. Sie stehen zum fünften Mal in einem WM-Final, wobei sie einzig vor zwei Jahren gegen Norwegen (31:22) gewonnen haben.
Für die Schweden ist es das erste Endspiel an diesem Turnier seit 20 Jahren. Damals fand die WM ebenfalls in Ägypten statt und sicherten sich die Skandinavier mit einem 25:24-Finalsieg gegen Russland ihren letzten von vier WM-Titeln. Mehr haben einzig die Franzosen geholt, nämlich sechs. Das Duell der beiden erfolgreichsten WM-Teams verlief überraschend einseitig.
Die Schweden lagen während der gesamten Partie nur einmal in Rückstand - beim 6:7 (14.). In der Folge zogen sie bis zur 19. Minute auf 10:7 davon. Die Franzosen kamen beim 16:17 (34.) noch einmal bis auf ein Tor heran, worauf sich die Skandinavier erneut und diesmal entscheidend absetzten. Der linke Flügel Hampus Wanne steuerte elf Treffer zum Sieg der Schweden bei.
Der Hauptgrund für die Niederlage der Franzosen ist schnell gefunden: Die beiden Torhüter Vincent Gérard (1) und Yann Genty (3) verzeichneten zusammen bloss vier Paraden.