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Die Entwicklung
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Gnepfen
sind einfache Kippvorrichtungen, mit der die Kraft des Wassers genutzt werden konnte. Auf der einen Seite des Waagebalkens befindet sich ein Behälter. Wenn Wasser einströmt, senkt sich der Behälter und zieht das Werkzeug auf der anderen Seite hoch. Mit einer Gnepfe konnten zum Beispiel Sägen oder Stampfen angetrieben werden. Gnepfen waren in der Schweiz weit verbreitet. In China waren sie schon etwa 100 v. Chr. bekannt. In Europa verbreiteten sie sich erst ab 1400 und blieben bis etwa 1890 in Betrieb.
|Darstellung einer einfachen Gnepfe||Gnepfen werden heute noch in Entwicklungsländern

verwendet.
Wasserräder
wurden durch griechische Ingenieure um etwa 400 v. Chr. erfunden. Sie wurden zunächst als Schöpfräder für die Bewässerung in der Landwirtschaft eingesetzt und prägten über Jahrhunderte das Bild entlang der Bäche und Flüsse in der Schweiz, Europa und vielen Teilen der Welt. Mit ihnen wurden Stampfen, Mühlen, Sägen und andere Maschinen angetrieben. Wasserräder sind Ausdruck der handwerklichen Kunst der Zimmerleute. Bei oberschlächtigen Rädern strömt das Wasser von oben herab in die Zellen. Die Energie des Aufpralls und das Gewicht der gefüllten Zellen treibt das Rad an. Unterschlächtige Räder liegen in einem sogenannten Kropf, der auf die Grösse der Schaufeln angepasst ist. Damit wird verhindert, dass das Wasser seitlich oder unterhalb durchfliesst, ohne das Rad anzutreiben. Wasserräder nutzen die Kraft des Wassers nahezu so effizient wie moderne Turbinen. Allerdings mussten dem Wasserrad komplizierte Getriebe nachgelagert werden. Damit wurde die Drehzahl auf die Bedürfnisse angepasst.
|Schematische Darstellung||Oberschlächtiges Wasserrad||Unterschlächtiges Wasserrad|
Turbinen
ersetzten ab etwa 1900 die hölzernen Wasserräder nach und nach. Durch die Entwicklung von Elektromotoren konnten die komplizierten Transmissionen ersetzt werden. Zu Beginn war Strom im Verhältnis zur Kaufkraft teuer. Das Stromnetz war lückenhaft und Störungen häufig. Deshalb lohnte es sich für Gewerbebetriebe, ihre eigene unabhängige Stromversorgung aufzubauen. Auch in Langnau wurden die vielen Wasserräder durch acht Kleinwasserkraftwerke ersetzt, von denen noch sechs in Betrieb sind. Die Betreiber der Kraftwerke sind in der Gesellschaft der Wasserwerkbesitzer am Ilfiskanal zusammengeschlossen und besorgen gemeinsam den Unterhalt und die Entwicklung des mittelalterlichen Gewerbekanals.