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Liebesfilm. Indien. Hindi
Alternativer Titel Talaash
Regie O.P. Ralhan
Drehbuch O.P. Ralhan nach einer Story von Jwalamukhi
Produktion O.P. Ralhan
Songs S.D. Burman, R.D. Burman
Kamera Narima A. Irani
Choreografie Sohanlal, Surya Kumar
Darsteller Rajendra Kumar, Sharmila Tagore, O.P. Ralhan, Balraj Sahni, Helen, Sulochana Latkar,
Sajjan, Jeevan, Hari Shivdasani, Maran Puri, D.K. Sapru, Mumtaz Begum, Tun Tun, Nadira
Länge 177 Min.
Kinostart 1969
Box office classification Above Average
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 6
|Humor||Spannung||Action||Gefühl||Anspruch||Erotik|
|.||.|
©
Text Marco, molodezhnaja 11.10.08
© Bilder Shemaroo, Screenshots molodezhnaja
STORY
Raj Kumar (Rajendra Kumar) träumt davon, ein Leben in Wohlstand zu führen. Als er erfährt, dass sich seine Mutter (Sulochana Latkar) jahrelang abgemüht hat, um ihm zu einem soliden Lebensstandard zu verhelfen, schreitet er zur Tat und nimmt einen Job bei Ranjit Rai (Balraj Sahni) an. Dort verdient er sich rasch das Vertrauen des Chefs und steigt auf. Während er mit seinem Freund Lachchu (O.P. Ralhan) Urlaub macht, verliebt er sich in die Dorfschönheit Madhu (Sharmila Tagore) und hält bei ihrem Vater (D.K. Sapru) um ihre Hand an. Er verspricht, in einem Monat zurückzukehren, um Gauri zu heiraten - zuvor soll aber Lachcu seine Rita (Helen) ehelichen und Raj Kumars Mutter zur Hochzeitsfeier gebracht werden. Schon bald ergeben sich jedoch Komplikationen: Lachchu soll mit einer pummeligen Frau (Tun Tun) verheiratet werden, während Raj Kumar von der reichen Madhu (Sharmila Tagore) umgarnt wird. Sie sieht nicht nur aus wie Gauri, sie ist auch noch die Tochter von Boss Rai. Wie kann er eine Ehe mit ihr abwenden, ohne seinen Job zu verlieren?
REVIEW
Nur sechs Filme hat der Schauspieler O.P. Ralhan (Paapi) als Regisseur gedreht - und bis auf sein Debüt Mujrim sind sie alle kleine Masala-Perlen. Will heissen: Sie machen wenig Sinn und haben ihre dramaturgischen Probleme, machen aber mit wilder Farbgebung, kessem Genre-Mix und einigen ausgefallenen Ideen viel Spass. Das gilt auch für "Talash", Ralhans dritte Regiearbeit. Sie vereint eine klassische Romanze mit kleinen Thriller-Elementen, ein wenig Action und Songs natürlich. Für letztere zeichneten S.D. Burman und Sohnemann R.D. Burman verantwortlich, die einige tolle Sixties-Nummern auf Papier brachten. Toll etwa Helens "Karle Pyaar Karle".
Die Sixties sind nicht nur bei der Musik die treibende stilistische Kraft, ebenso bei der Ausstattung und bei den Kostümen. "Talash" ist dank ihnen stets herrlich bunt und überdreht. Jedes Bild ist aus heutiger Sicht eine wahre Freude für Liebhaber von Retro-Designs und filmischen Farbtupfern. Und an den Klamotten kann man sich auch kaum satt sehen, im Guten wie im Schlechten. Die Schauspieler, die drin stecken, lassen sich nicht immer anstecken, vor allem Rajendra Kumar agiert gewohnt zurückhaltend und distanziert - aber sie haben alle ihre Momente, in denen sie aufblühen können. Sharmila Tagore passt besonders gut in den Film, ebenso Helen, der hier eine längere Rolle gegönnt wird.
Regisseur O.P. Ralhan selbst gibt den Komiker, seine Handlung gehört zu den weniger gelungenen Aspekten des Films und könnte als Ganzes weggeschnitten werden, um das mit drei Stunden viel zu lange Werk zu straffen. Andere Handlungsfäden hakt Ralhan dagegen viel zu schnell ab, etwa Raj Kumars Aufstieg in der Firma. Und gegen Schluss geht die Glaubwürdigkeit dann völlig flöten. Den grossen Twist habe ich zwar kapiert, doch ich habe auch jetzt noch Mühe, ihn einzuordnen und auf seine Plausibilität zu prüfen. Ist vielleicht auch egal. Was passiert ist hier nicht immer wichtig. Zentraler ist wie es passiert. Und dass überhaupt was passiert.
Das ist eben der Masala-Geist, den O.P. Ralhan bestens umsetzt. Das Motto: "Lasst uns das Publikum unterhalten, egal mit welchen Mitteln". Über weite Strecken wird "Talash" diesem Anspruch gerecht und kaum ein Liebhaber von Bollywoods Kino der Swinging Sixties dürfte dem manchmal albernen, aber stets amüsanten Film widerstehen können. Schade hat Ralhan nicht mehr Filme gedreht und uns mit weiteren Masala-Epen beglücken konnte, bei denen man die ganze Laufzeit über ein fettes Grinsen einfach nicht aus dem Gesicht bekommt.
MEINE DVD
Shemaroo (IND), Code 0, NTSC
Bild: 4:3
Ton: Hindi 5.1 mit englischen Untertiteln (Film und Songs).
Disk Rating * * ½ (Für sein Alter nicht übel, Bild oft satt, aber Farverfremdungen alle paar Minuten. Zudem verpixelt)
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nehaflix (Liefert aus USA)
EXTERNE REVIEWS
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