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Die FIFA hat ein Disziplinarverfahren gegen Suarez eingeleitet. Der Stürmer und der uruguayische Verband haben bis heute Mittwochabend um 22 Uhr Schweizer Zeit die Möglichkeit, «ihre Position und jegliche Beweisdokumente, die sie als relevant erachten, darzulegen». Suarez hatte beim 1:0 im letzten WM-Vorrundenspiel gegen Italien seinen Gegenspieler Giorgio Chiellini offenbar in die Schulter gebissen.
In England, Suarez spielt für Liverpool und war nach der vergangenen Saison zum besten Spieler der Premier League gewählt worden, löste die Attacke heftige Reaktionen aus. «Bannt dieses Monster», forderte der «Daily Telegraph». «Macht Beisser Suárez zum Geächteten», lautete es bei der «Daily Mail». Suarez selbst sagte: «Er haut mit die Schulter in den Mund.»
Die rasche Eröffnung einer offiziellen Untersuchung zeigt, dass die FIFA den Fall ernst nimmt. Bereits am Samstag steht das WM-Achtelfinal zwischen Uruguay und Kolumbien an. Dann muss die Akte Suarez wieder geschlossen sein, um den Turnierverlauf nicht zu gefährden. Die FIFA beruft sich unter anderem auf Artikel 77.a ihres Disziplinarkodexes. Demnach kann der Weltverband nachträglich einschreiten, wenn eine Spielszene vom Schiedsrichter nicht beobachtet wurde. Dies war offenbar in Natal der Fall. Suarez droht eine lange Sperre. (si/fox)