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Dufry erhält mit Paul Singer einen neuen Grossaktionär
Der Reisedetailhändler Dufry hat einen neuen Grossaktionär.
20.12.2017 08:09
So hat der US-Milliardär Paul E. Singer einen Anteil von 5,57% der Dufry-Aktien erworben, wie aus einer Pflichtmitteilung der SIX Swiss Exchange vom Mittwoch hervor geht.
Da das meldepflichtige Überschreiten der 3%-Schwelle zuvor nicht gemeldet worden war, liegt der Schluss nahe, dass Singer die Aktien über seine Hegdefonds Elliot und Liverpool Limited in einem grossen Paket gekauft hat. Angaben zum Verkäufer werden in der Pflichtmitteilung nicht gemacht.
Als Grossaktionäre von Dufry bekannt sind die chinesische HNA-Group (20,9%), eine Aktionärsgruppe um den Dufry-Verwaltungsrat (20,7%), der Staatsfond aus Katar (6,9%) sowie der Luxusgüterkonzern Richemont (5,0%). Ausserdem hielt die US-Bank Morgan Stanley per 16. November Erwerbspositionen von 7,9% und Veräusserungspositionen von 2,9%. Veränderungen in diesen Positionen wurden heute keine gemeldet.
Der US-Investor Paul E. Singer ist auch hierzulande kein unbeschriebenes Blatt. Im Jahr 2011 scheiterte er mit dem Versuch der Übernahme des Biopharma-Unternehmens Actelion, das in diesem Jahr von Johnson&Johnson aufgekauft wurde. Ausserdem hielt er zwischenzeitlich einen Anteil an der Beteiligungsgesellschaft BB Biotech.
Die Dufry-Aktie legt im vorbörslichen Handel 4,1% zu.
(AWP)
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Dufry gibt sich neue Organisations-Struktur
Der Reisedetailhändler Dufry baut seine Organisations-Struktur um. Das soll schnellere Entscheidungen ermöglichen.
11.01.2018 07:40
Das bisherige "Group Executive Committee" werde durch das etwas kleinere "Global Executive Committee" ersetzt, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Zudem wurde ein neues "Divisional Executive Committee" ins Leben gerufen, in dem nun die Chefs der einzelnen Divisionen gruppiert sind.
Joe DiDimizio, CEO der Hudson Group und der Division Nordamerika, wird weiterhin direkt an CEO Julian Diaz berichten. Alle anderen Mitglieder des Divisional Executive Committee berichten an Eugenio Andrades in der neuen Rolle als CEO Operations and Strategy. Zudem werde das Geschäft in Osteuropa (Russland, Kasachstan, Armenien, Serbien und Bulgarien) neu in die Division 3 eingegliedert.
Die neue, einfachere Organisations-Struktur solle schnellere Entscheidungen ermöglichen und erlaube es, näher am Markt zu sein, erklärt CEO Diaz in der Mitteilung. Damit sei Dufry bereit für weitere Steigerungen der Profitabilität.
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Der Reisedetailhändler konkretisiert seine Ausschüttungspolitik und kauft eigene Aktien zurück. Damit erfreut er den Markt.
(AWP) Der Reisedetailhändler Dufry (DUFN 134.15 2.48%) lüftet das Geheimnis um die Höhe seiner Dividende. Anlässlich der Jahreszahlen hatte das Unternehmen seinen Aktionären nach Jahren der Abstinenz eine Ausschüttung versprochen, die genaue Ausgestaltung aber noch offen gelassen. Nun sollen zusätzlich eigene Aktien zurückgekauft werden. Die Börse reagiert erfreut.
Dufry schlägt an der Generalversammlung vom 3. Mai die Zahlung von 3.75 Fr. je Aktie und den Rückkauf eigener Aktien über die kommenden 12 Monate von bis zu 400 Mio. Fr. vor. Dies teilt das Unternehmen am Freitag mit. Der Verwaltungsrat sei der Ansicht, dass die jährliche Rückführung von Kapital Teil des Kapitalmanagements sein müsse.
Mindestens stabile Ausschüttung beantragt
In Zukunft werde die Dividende jeweils mindestens auf Vorjahreshöhe liegen, verspricht Dufry. Ziel sei es, 40% der Cash Net Earnings an die Aktionäre auszuschütten. Die aktuelle Dividende wird aus Kapitaleinlagereserven bestritten.
Ferner sollen an der Generalversammlung im Mai Lynda Tyler-Cagni und Steven Tadler neu in den Verwaltungsrat gewählt werden. Sie ersetzen die abtretenden Xavier Bouton und Joaquín Moya-Angeler Cabrera.
Der Reisedetailhändler bekräftige überdies die Absicht, in der Zukunft organisch zu wachsen und Ergänzungszukäufe zu tätigen. Der starke Cashflow erlauben solche Schritte.
Analysten überwiegend zufrieden
«Die Dividende liegt am oberen Ende der Erwartungen», heisst es von Vontobel-Analyst René Weber in einem Kommentar. Und mit dem Ziel, auch künftig mindestens diese Höhe auszuschütten, erhalte die Aktie eine starke Unterstützung mit einer attraktiven Dividendenrendite von aktuell 2,9%. Auch das Aktienrückkaufprogramm schätzt Weber positiv ein und kündigt eine Anhebung seiner Schätzungen für den Gewinn pro Aktie an.
Und angesichts der Entwicklung in den ersten beiden Monaten an den wichtigsten Flughäfen dürfte das Wachstum auch bei Dufry weiter stark gewesen sein. Weber rät unverändert zum Kauf. Auch Baader Helvea zeigt sich positiv überrascht von der Höhe der Dividende – der Markt habe lediglich mit bis zu 3 Fr. gerechnet.
Joern Iffert von der UBS (UBSG 16.58 -0.6%) betrachtet die Einführung einer regulären Dividende insgesamt neutral. Einerseits sei es ein Zeichen an den Markt, dass das Unternehmen sich verbessernde Cashflows auszahlen will. Andererseits seien die Verschuldung sowie die damit verbundenen Zinskosten weiterhin hoch.
Mit der Einschätzung des Aktienrückkaufs ist Iffert zurückhaltender, da Dufry ja jüngst erst durch das IPO der US-Tochter Hudson den Gewinn je Aktie um 7 bis 8% deutlicher verwässert habe, als es der Rückkauf nun auffangen könne. Seiner Ansicht nach wäre eine weitere Entschuldung und/oder eine Weiterentwicklung des Geschäfts über Zukäufe auch eine gute Barmittelverwendung.
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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin
Dufry-Tochter geht heute an die US-Börse
Der Reisedetailhändler Dufry treibt den Börsengang seiner US-Tochter Hudson weiter voran. Der Handelsstart an der New Yorker Börse ist für heute Donnerstag geplant.
01.02.2018 07:58
Der Preis für eine Aktie unter dem Symbol 'HUD' wurde auf 19 US-Dollar festgelegt, Handelsstart an der New York Stock Exchange (NYSE) ist der (heutige) Donnerstag, wie es in einer Mitteilung heisst.
Insgesamt werden 39,4 Mio Klasse A-Aktien ausgegeben, zudem habe Dufry den Konsortialbanken eine 30-Tage-Option auf den Kauf weiterer 5,9 Mio Aktien zugesichert. Alle Aktien würden von Dufry ausgegeben und die Tochter Hudson erhalte keine Erlöse aus dem IPO. Dufry bekräftigt erneut, bei Hudson die Mehrheit behalten zu wollen. Der Wert der ausgegebenen Aktien beträgt damit 861 Mio USD. Zusammen mit den bei Dufry verbleibenden Aktien (Class B) ergibt sich ein Gesamtwert von 1,76 Mrd USD.
Dufry hatte das US-Unternehmen Hudson im Jahr 2008 übernommen und zum Halbjahr 2017 einen möglichen Börsengang des nordamerikanischen Geschäfts angekündigt. Das Unternehmen verspricht sich gemäss den Angaben von damals eine höhere finanzielle Flexibilität sowie die Möglichkeit, diesen Markt gezielt zu bearbeiten und Wachstumschancen wahrzunehmen.
Dufry wächst im ersten Quartal organisch und verbessert EBITDA-Marge
(durchgehend ergänzt; u.a. um Angaben zu den Regionen) - Der Reise-Detailhändler Dufry blickt auf einen erfolgreichen Start ins laufende Geschäftsjahr zurück. Der Umsatz stieg im ersten Jahresviertel an und die operative Marge lag deutlich über dem Vorjahr. Unter dem Strich resultierte aufgrund anhaltender Sonderkosten weiterhin ein grosser Verlust. Für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich Dufry zuversichtlich.
08.05.2018 08:07
Der Umsatz stieg im ersten Jahresviertel gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozent auf 1'820 Mio CHF. Organisch erhöhte sich der Umsatz um 7,1 Prozent, nach organischen Zuwachsraten von 7,2 Prozent im Vorjahresquartal und 5,7 Prozent im Schlussquartal 2017, teilt Dufry am Dienstag mit. Neue Konzessionen trugen 2,2 Prozent zum Wachstum bei, während sich die Währungen mit -0,5 Prozent negativ auswirkten.
Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA kletterte gar um 18 Prozent auf 182 Millionen, was einer um 100 Basispunkten höheren Marge von 10,1 Prozent entspricht. Unter dem Strich resultierte aufgrund von Sonderkosten im Zusammenhang mit der WDF-Übernahme ein Reinergebnis nach Minderheiten von -47,5 Millionen, nach einem Fehlbetrag von -60,8 Millionen im Vorjahr. Das Cash-EPS, d.h. der Gewinn pro Aktie unter Ausschluss der Amortisationskosten, lag im ersten Jahresviertel bei 0,56 Franken nach 0,29 Franken in der Vorjahresperiode.
Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Dufry die Analystenerwartungen beim organischen Wachstum und auf Stufe EBITDA übertroffen. Umsatz und Reingewinn fielen dagegen im Rahmen der Erwartungen aus.
WACHSTUM REGIONAL BREIT ABGESTÜTZT
Besonders starkes Wachstum erzielte Dufry in der Region, in der Osteuropa, Mittlerer Osten, Asien und Australien zusammengefasst werden. Dank eines organischen Wachstums von 21 Prozent kletterte der Umsatz auf 257 Millionen. Vor allem der Mittlere Osten habe sich gut entwickelt und Australien hätte von den abgeschlossenen Rennovationsarbeiten sowie der Einführung eines neuen Shop-Konzepts profitiert.
In der für Dufry wichtigen Region Lateinamerika legte der Umsatz organisch um 9 Prozent auf 408 Millionen zu. Zweistellig gewachsen sei dabei unter anderem die Karibik und Mexiko. Auch in Nordamerika stieg der Umsatz organisch um 8,4 Prozent auf 404 Millionen. In der Region Südeuropa und Afrika lag der Umsatz im ersten Quartal bei 321 Millionen, bei einem organischen Wachstum von 11 Prozent.
Einzig in der Region Grossbritannien und Zentraleuropa resultierte aus organischer Sicht ein leichter Umsatzrückgang von 1,4 Prozent auf 397 Millionen. Als Hauptgrund für den Rückgang nennt Dufry den Verlust der Konzession am Flughafen Genf per Oktober 2017.
POSITIVE TRENDS HALTEN AN
Insgesamt zeigt sich das Unternehmen mit dem ersten Jahresviertel zufrieden. Der deutliche Anstieg des operativen Gewinns sei auf den Beitrag des laufenden Effizienzprogramms zurückzuführen, schreibt Dufry. Dieses Programm werde bis Ende 2018 weitergeführt und soll gemäss früheren Angaben zu Effizienzgewinnen von rund 50 Millionen führen.
Mit Blick auf das laufende Jahr zeigt sich Dufy zuversichtlich, macht aber in der Mitteilung keine konkrete Angaben. Mit dem ersten Quartal sei eine solide Basis für den weiteren Jahresverlauf und die kommende Hochsaison gelegt worden, heisst es. Die positiven Trends aus dem Vorjahr hätten sich in dieser saisonal unbedeutendsten Periode fortgesetzt und würden weiterhin anhalten.
SCHULDEN DANK IPO REDUZIERT
Dank dem Börsengang der US-Tochter Hudson reduzierten sich die Schulden per Ende März auf 3'210 Millionen von 3'687 Millionen per Ende 2017. Der im Februar durchgeführte Börsengang hat Dufry dabei netto 714 Millionen US-Dollar in die Kassen gespült. Entsprechend verbesserte sich das für die Kreditwürdigkeit wichtige Verhältnis zwischen Nettoschulden und EBITDA auf 3.07x von 3.59x.
Ausserdem gab Dufry Einzelheiten zum geplanten Aktienrückkaufprogramm bekannt. Dieses wird am 11. Mai starten und über eine Periode von 21 Monaten laufen. Insgesamt sollen Aktien zu einem Wert von maximal 400 Millionen Franken zurückgekauft werden.
an/dm
Dufry unterzeichnet neue Verträge mit Kreuzfahrt-Gesellschaften
Der Reisedetailhändler Dufry stärkt seine Präsenz an Bord von verschiedenen Kreuzfahrtschiffen.
30.05.2018 07:27
So seien neue Verträge mit den Gesellschaften "Holland America Line", "Carnival" und "Norwegian Cruise Line" unterzeichnet worden, teilt Dufry am Mittwoch mit. Insgesamt werden zusätzliche Ladenflächen von rund 2'800 Quadratmeter eröffnet.
Die neuen Verträge seien Teil der Strategie innerhalb des Unternehmens den Kreuzfahrt-Kanal auszubauen, heisst es weiter. Insgesamt ist Dufry mit den neuen Abschlüssen auf 27 verschiedenen Kreuzfahrt-Schiffen präsent.
Dufry schliesst Vertrag am Flughafen Perth
Der Reise-Detailhändler Dufry expandiert in Australien.
24.07.2018 07:33
Er hat einen neuen Vertrag mit dem Flughafen Perth für den Betrieb von zwei Zollfrei-Geschäften in der Abflug- und Ankunftshalle des internationalen Terminals abgeschlossen. Der Vertrag laufe über sieben Jahre, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.
Dufry werde den Kunden das Angebot auf einer Geschäftsfläche von rund 2'300 Quadratmetern anbieten, davon 1'200 Quadratmeter in den Abflug- und 1'100 Quadratmeter in den Ankunftsläden. Das Angebot soll eine grosse Auswahl an australischen und lokalen westaustralischen Produkten, sowie Spirituosen, Weine und Geschenke umfassen. Zudem werde Dufry mit dem Flughafen auch im digitalen Bereich zusammenarbeiten.
Perth ist laut den Angaben der viertgrösste Flughafen Australiens bezüglich Passagierverkehr mit über vier Millionen internationalen Reisenden im Jahr 2017. Er werde als das westliche Tor von Australien und als die "Schwelle zu Asien" betrachtet, schrieb Dufry. Für den Detailhändler sei der "grössere asiatische Raum" eine strategische Wachstumsregion.
Dufry will sich von der brasilianischen Börse zurückziehen
Der Reisedetailhändler Dufry will sich von der brasilianischen Börse zurückziehen.
21.08.2018 07:45
So soll das Brazilian-Depositary-Receipts-Programm (BDRs-Programm) beendet und die Registrierung als ausländischer Emittent in Brasilien aufgehoben werden, teilt das Unternehmen am Dienstag mit. Entsprechende Anträge seien bereits eingereicht worden.
Das Unternehmen begründet den Entscheid mit der geringen Liquidität der BDRs. Ausserdem reduziere der Schritt die operative Komplexität. Die genauen Bedingungen für die Auflösung des BDR-Programms würden nach eingegangener Genehmigung publiziert, heisst es weiter. Der Handel mit Dufry-Wertpapieren soll künftig auf die Schweizer Börse SIX konzentriert werden.
an/jr
Dufry: Singapurer Staatsfonds GIC kehrt als Investor zurück - Anteil von 3,12%
Bei Dufry meldet sich ein altbekannter Investor zurück. Der gewichtige Staatsfonds aus Singapur, die Government of Singapore Investment Corporation (GIC), hat zuletzt wieder Aktien des Reisedetailhändlers gekauft.
11.09.2018 12:13
Wie am Dienstag aus einer Pflichtmitteilung an die Börsenbetreiberin SIX Swiss Exchange hervorgeht, hat GIC letzte Woche mit einer Beteiligung von 3,12 Prozent an Dufry die Meldeschwelle von 3 Prozent durchbrochen. Die Hintergründe dazu sind nicht bekannt. Dufry selber kommentiert den Beteiligungsaufbau nicht.
GIC gehörte noch bis im vergangenen Jahr zu den wichtigsten Dufry-Aktionären. Im Jahr 2015 trug GIC gemeinsam mit dem ebenfalls aus Singapur stammenden Staatsfonds Temasek und dem Katar-Staatsfonds QIA wesentlich die Kapitalerhöhung mit, die Dufry zum Stemmen der milliardenschweren Übernahme des italienischen Konkurrenten World Duty Free (WDF) lanciert hatte.
Vor über einem Jahr ausgestiegen
Im April 2017 stieg GIC dann aus dem Dufry-Engagement aus. GIC und Temasek verkauften ihr Aktienpaket an den chinesischen Mischkonzern HNA. Dadurch reduzierte sich der Anteil von GIC von knapp 8 Prozent auf praktisch Null (0,09%). HNA baute in der Folge seine Dufry-Beteiligung auf. Gemäss der letzten Pflichtmeldung vom Februar hält der finanziell angeschlagene chinesische Konzern 20,92 Prozent an Dufry.
An der Börse schlägt der Einstieg von GIC kaum Wellen. Bis um 12 Uhr klettern die Titel moderat um 0,3 Prozent auf 117,55 Franken, während der Gesamtmarkt gemessen am breiten SPI auf der Stelle tritt.
Die Dufry-Papiere blicken auf ein schwaches Jahr 2018, seit Jahresbeginn haben sie beinahe einen Fünftel an Wert verloren und setzten vergangene Woche bei 113 Franken ein 52-Wochentief. Zu schaffen machen den Titeln Handelssorgen und damit verbunden die Währungsturbulenzen in Schwellenländern. Unklar ist auch, was HNA mit der Dufry-Beteiligung zu tun gedenkt.
mk/ra
Dufry erfährt einen Wachstumsdämpfer - Aktie tiefer
Der Reisedetailhändler Dufry weiss die Erwartungen an das dritte Quartal zwar zu erfüllen, krebst jedoch bei den Zielvorgaben zurück. Im vorbörslichen Handel gibt die Aktie die Kursavancen vom Freitag wieder preis.
05.11.2018 08:13
Von Lorenz Burkhalter
Analysten hatten bei Dufry im Hinblick auf die Veröffentlichung der Drittquartalszahlen zwar mit einer Wachstumsverlangsamung gerechnet. Seit Montagmorgen steht nun aber fest, dass sich die Umsatzentwicklung um einiges deutlicher abgeschwächt hat. Organisch betrachtet war der Umsatz zwischen Anfang Juli und Ende September gar leicht rückläufig. Schuld war der Zerfall von Schwellenländ-Währungen wie dem argentinischen Peso oder dem brasilianischen Real. Dadurch schmälerte sich die Kaufkraft dortiger Konsumenten.
Der Wachstumsdämpfer zwingt den Basler Reisedetailhandelskonzern nun zu einer Reduktion seiner diesjährigen Wachstumsvorgaben. Neu strebt das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum in Höhe von 2 bis 3 Prozent (zuvor 5 bis 7 Prozent) sowie eine operative Marge (EBITDA) zwischen 12 und 12,3 Prozent an. Zum Vergleich: Analysten gingen zuletzt von einem organischen Umsatzwachstum von 3 bis 4 Prozent und einer operativen Marge von mindestens 12,3 Prozent aus.
Angesichts der tiefer als erwartet ausgefallenen neuen Zielvorgaben rückt der ansonsten ordentliche Zahlenkranz für das dritte Quartal in den Hintergrund. Im vorbörslichen Handel von Julius Bär verliert die Dufry-Aktie 3,8 Prozent auf 110 Franken.
Gewinnerwartungen der Analysten dürften fallen
Die UBS schreibt auf das dritte Quartal bezogen von einer "durchwachsenen" Geschäftsentwicklung, gewinnt dem Zahlenkranz aber auch ermutigende Aspekte ab. Damit spielt sie einerseits auf die Stabilisierung beim organischen Umsatzwachstum und andererseits die ermutigenden Aussagen zum diesjährigen Cash Flow an.
Von den überarbeiteten Zielvorgaben schliesst die Grossbank auf zu hohe Gewinnerwartungen. Sie sieht letztere im mittleren einstelligen Prozentbereich fallen. Die Aktie von Dufry wird bei der UBS wie bis anhin mit "Neutral" und einem 12-Monats-Kursziel von 112 Franken eingestuft.
Dufry erhält Ladenflächen auf 15 Fähren
Der Reisedetailhändler Dufry baut seine Präsenz auf dem Wasser weiter aus.
21.11.2018 07:22
So sei mit P&O Ferries ein langfristiger Vertrag für Ladenflächen über 3600 m2 auf 15 Fährschiffen unterzeichnet worden, teilte Dufry am Mittwoch mit. Der Betrieb der insgesamt 19 Läden soll zwischen April und Mai des kommenden Jahres aufgenommen werden.
Die Fähren würden auf dem Ärmelkanal, der Nordsee sowie auf der Irischen See verkehren. Dufry werde die neuen Läden unter der Marke "World Duty Free" betrieben, so die Meldung. Der Vertrag stehe im Einklang mit der Strategie, die Geschäfte auf Kreuzfahrt- und Fährschiffen auszubauen. Angaben zu den finanziellen Details werden in der Meldung nicht gemacht.
Dufry plant fünf Hudson-Geschäfte am Flughafen Zürich
Dufry errichtet am Flughafen Zürich fünf weitere Hudson-Geschäfte. Ein entsprechender Vertrag zwischen Dufry und der Flughafen Zürich AG sei unterzeichnet worden.
22.11.2018 07:27
Dies hiess es in einem Dufry-Communiqué vom Donnerstag. Die Dufry-Tochter Hudson verkauft in ihren Reisekiosks eine breite Palette an Reiseutensilien sowie Produkten wie Bücher, Zeitschriften, Snacks, Getränke, Souvenirs und Elektronik.
Von den neuen Geschäften in Zürich werden deren drei im Terminal A und deren zwei in den Terminals B und D domiziliert sein. Damit könnten die Reisenden künftig sowohl im Abflugbereich in der Schengenzone als auch im Non-Schengen-Bereich bei Hudson einkaufen. Der Vertrag für die Geschäfte habe vorerst eine Laufzeit von 5 Jahren und gelte ab dem 1. Januar 2019, hiess es in der Mitteilung.
Dufry betreibt aktuell bereits zwei Hudson-Filialen am Flughafen Zürich, eine im Terminal E und eine andere im Ankunftsbereich 1.
Dufry setzt Rückzug von brasilianischer Börse um
Dufry hat die letzten Schritte für den Rückzug von der brasilianischen Börse eingeleitet. Dieser Rückzug war im vergangenen August angekündigt worden.
29.11.2018 06:47
Konkret sei am Mittwoch nach Beendigung der Brazilian-Depositary-Receipts-Programm (BDR) ein Antrag auf Löschung der Registrierung als ausländischer Emittent sowie auf ein Delisting bei den zuständigen Behörden gestellt worden, teilte Dufry am Mittwochabend mit.
Im August war der Rückzug mit der geringen Liquidität der BDRs begründet worden. Ausserdem reduziere der Schritt die operative Komplexität. Der Handel mit Dufry-Wertpapieren soll künftig auf die Schweizer Börse SIX konzentriert werden.
Dufry: Einstiger Grossaktionär kauft kräftig zu
Vor zwei Jahren bei Kursen um 150 Franken ausgestiegen, kauft der Grossaktionär GIC bei Dufry nun wieder kräftig Aktien zu. Der Singapurer Staatsfonds und der Reisedetailhändler haben eine gemeinsame Vergangenheit.
Aktualisiert um 09:15
Es ist wohl die Nachricht des Tages: Der Staatsfonds von Singapur, kurz GIC, baut seine Beteiligung am Reisedetailhandelskonzern Dufry kräftig aus. Neu kontrolliert der bedeutende Aktionär 5,05 (zuvor 3,5) Prozent der ausstehenden Aktien, wie am frühen Freitagmorgen einer Offenlegungsmeldung an die Schweizer Börse SIX zu entnehmen ist.
An der Schweizer Börse SIX reagieren die Anleger eher unterkühlt auf die Neuigkeiten. Nach einem frühen Rückschlag auf 89,06 Franken gewinnt die Dufry-Aktie zur Stunde gerademal 0,1 Prozent auf 90,16 Franken.
Eine gemeinsame Vergangenheit
Beobachter zeigen sich überrascht, hat die Beteiligungserhöhung doch Signalwirkung. Umso mehr, als dass die Aktie des Reisedetailhandelskonzerns aus Basel zuletzt kräftig unter die Räder geriet. Alleine seit anfangs Dezember errechnet sich ein sattes Minus von fast 15 Prozent. Das ist doppelt soviel wie der Swiss Performance Index (SPI) in dieser Zeit eingebüsst hat.
GIC ist beileibe kein Unbekannter. Dufry und den Staatsfonds von Singapur haben eine gemeinsame Vergangenheit. Als Dufry im Jahr 2015 ein Angebot für den italienischen Rivalen World Duty Free abgab, half GIC gemeinsam mit zwei weiteren Staatsfonds, die milliardenschwere Übernahme zu stemmen. In der Spitze hielt GIC knapp 8 Prozent der Stimmen.
Cleverer Staatfonds von Singapur: Bei Kursen von 150 Franken oder mehr ausgestiegen, kauft #GIC nun wieder munter Aktien des Reisedetailhandelskonzerns #Dufry zu. $DUFN $DFRYF
— cashInsider (@cashInsider) December 21, 2018
Cleverer Staatfonds von Singapur: Bei Kursen von 150 Franken oder mehr ausgestiegen, kauft #GIC nun wieder munter Aktien des Reisedetailhandelskonzerns #Dufry zu. $DUFN $DFRYF
— cashInsider (@cashInsider) December 21, 2018
Im April 2017 verkaufte der Grossaktionär sein Aktienpaket dann in einer Nacht-und-Nebel-Aktion an die übernahmehungrige HNA. Damals war von einem Verkaufspreis von 160 Franken oder mehr die Rede. Der letzten Offenlegungsmeldung zufolge ist der hochverschuldete chinesische Mischkonzern bis heute über ein kompliziertes Derivatkonstrukt mit 20,92 Prozent an Dufry beteiligt.
Grosszügige Dividendenpolitik
Erst im September dieses Jahres meldet sich GIC dann erstmals wieder als bedeutender Aktionär mit 3,12 Prozent der Stimmen zurück. Schon kurz danach stockte der Staatsfonds die Beteiligung etwas auf.
Den Aktionären von Dufry dürfte das Jahr 2018 wohl nicht in guter Erinnerung bleiben. Satte 38 Prozent büsste die Aktie seit Januar ein. Zuletzt sorgte das Unternehmen mit einer Reduktion der diesjährigen Wachstumsprognosen für Gesprächsstoff, nachdem der Umsatz im dritten Quartal sogar leicht rückläufig war. An der Dividende von 3,75 Franken je Aktie hält Dufry allerdings weiterhin fest. Nach dem starken Kursrückgang der letzten Wochen ergibt das mittlerweile eine attraktiv hohe Rendite von mehr als 4 Prozent.
Dufry vereinfacht die Organisation und will zukaufen
Der Reise-Detailhändler Dufry nimmt weitere Anpassungen in seiner Organisation vor und ernennt einen neuen Finanzchef. Zudem will die Gruppe kleinere und mittelgrosse Firmen zukaufen.
18.01.2019 07:44
Dufry vereinfacht den Aufbau, in dem die heutigen Bereiche Südeuropa und Afrika sowie Grossbritannien und Zentraleuropa neu in der Division Europa&Afrika zusammengelegt werden. Die Leitung des Geschäfts übernimmt Eugenio Andrades. Die restlichen Divisionen - es sind dies Osteuropa, Asien&Australien, Lateinamerika und Nordamerika - bleiben.
Weiter will Dufry die solide Finanzlage des Unternehmens auch dazu nutzen, im laufenden Jahr kleinere und mittlere Unternehmen zuzukaufen. Es sollen dabei leicht integrierbare Firmen übernommen werden. Gleichzeitig werde man weiterhin Kapital über Dividendenzahlungen an die Aktionäre zurückführen, verspricht das Unternehmen.
Einen gewichtigen Wechsel gibt es in der Geschäftsleitung. Der Finanzchef Andreas Schneiter wird auf Ende März zurücktreten. Er tue dies aus persönlichen Gründen. Seine Nachfolge tritt im April Yves Gerster an. Darüber hinaus werden neu alle Divisionsleiter in die Geschäftsleitung aufgenommen.
Gastspiel von HNA als Dufry-Grossaktionär ist beendet
Das Gastspiel der chinesischen HNA Group als Grossaktionär beim Reisedetailhändler Dufry ist zu Ende.
06.02.2019 07:35
Laut einer Beteiligungsmeldung der Schweizer Börse SIX ist der Anteil durch den Verfall von Derivaten auf unter 3 Prozent von zuvor gemeldeten 20,92 Prozent gesunken.
Der chinesische Mischkonzern HNA hatte die Beteiligung von über 20 Prozent an Dufry im Jahr 2017 aufgebaut, wobei der grösste Teil dieser Aktien von den Singapurer Staatsfonds GIC und Temasek erworben wurde.
Die aggressive Akquisitionspolitik und eine hohe Schuldenlast führte jedoch zu einem Liquiditätsengpass bei HNA. Im Rahmen einer sogenannten Equity-Collar-Transaktion, die den Kauf einer Put-Option und den Verkauf einer Call-Option umfasst, wurden die Dufry-Titel in der Folge an eine Bank ausgeliehen und von dieser dann weiterverkauft.
Nachdem diese Derivate nun offenbar ausgelaufen sind, zählt HNA auch offiziell nicht mehr zu den Grossaktionären bei Dufry. Gemäss den aktuellen Beteiligungsmeldungen ist eine Aktionärsgruppe um den Verwaltungsrat mit 17,85 Prozent der grösste Anteilseigner. Auch der Staatsfonds GIC baute sich 2018 wieder eine Position von über 5 Prozent auf.
Dufry beim Reingewinn unter den Prognosen
Der Reise-Detailhändler Dufry ist im Geschäftsjahr weiter gewachsen. Nach der deutlichen Abschwächung des organischen Wachstums im dritten Quartal nahm Dufry im Schlussquartal wieder etwas an Fahrt auf.
14.03.2019 07:39
Mit Blick auf 2019 rechnet Dufry trotz anhaltenden Gegenwinden in einigen Schlüsselmärkten mit einer positiven Entwicklung.
Der Umsatz stieg 2018 gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent auf 8,68 Milliarden Franken, wie Dufry am Donnerstag mitteilte. Auf organischer Ebene resultierte ein Plus von 2,7 Prozent. Im ersten Halbjahr lag das organische Wachstum noch bei 5,5 Prozent. Aufgrund der schwächeren Entwicklung in Märkten wie Brasilien, Argentinien und Spanien resultierte dann im dritten Jahresviertel organisch ein Rückgang von 0,7 Prozent. Im Schlussquartal sah es mit +1,8 Prozent allerdings wieder etwas besser aus.
Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA legte um 3,3 Prozent auf 1'040 Millionen Franken zu. Die EBITDA-Marge lag mit 12,0 Prozent auf Vorjahresniveau. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 135,4 nach 110,9 Millionen im Vorjahr. Nach Minderheiten stieg der Gewinn um 26,4 Prozent auf 71,8 Franken.
Nachdem der Reise-Detailhändler bereits im Vorjahr die Zahlung einer Dividende wieder aufgenommen hat, können sich die Aktionäre auch in diesem Jahr wieder auf eine Ausschüttung freuen. Der Generalversammlung werden 4,00 Franken je Aktie vorgeschlagen, nachdem es im Vorjahr 3,75 Franken waren.
Mit den vorgelegten Zahlen hat Dufry die Erwartungen gemäss AWP-Konsens beim Umsatz leicht übertroffen, beim EBITDA dagegen leicht verfehlt, während der Reingewinn nach Minderheiten deutlich unter den Prognosen lag.
Mit Blick nach vorne geht das Unternehmen weiter von Gegenwinden in einigen Märkten aus - insbesondere in Brasilien, Argentinien und zu einem geringeren Grad auch in Spanien. Der Beginn des Jahres 2019 deute aber auf eine graduelle Verbesserungen des organischen Wachstums über das Jahr hin.
Dufry steckt tief in den roten Zahlen
Erwartungsgemäss weist der Duty-Free-Konzern Dufry einen hohen Verlust aus. Im Lauf des Jahres sollen sich die Zahlen verbessern.
14.05.2019 07:28
Der Reise-Detailhändler Dufry hat im ersten Quartal 2019 beim Umsatz weiter zugelegt. Unter dem Strich resultierte erwartungsgemäss ein hoher Verlust, wobei bei den Gewinnzahlen der Vergleich mit dem Vorjahr durch den neuen Rechnungslegungsstandart IFRS 16 erschwert wird. Für das laufende Jahr zeigt sich Dufry zuversichtlich und rechnet mit einer Beschleunigung beim organischen Wachstum.
Die Verkäufe stiegen um 3,4 Prozent auf 1,88 Milliarden Franken. Organisch entspreche dies einem Wachstum von 2,0 Prozent, teilte Dufry am Dienstag mit. Zudem wirkten sich die Währungen mit +1,4 Prozent positiv auf die Umsatzentwicklung aus.
Der Bruttogewinn erhöhte sich um 4,2 Prozent auf 1,36 Milliarden, die entsprechende Marge verbesserte sich um 40 Basispunkte auf 60,3 Prozent. Mit den Zahlen hat Dufry die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und Bruttogewinn leicht übertroffen.
Hoher Verlust
Bei den Gewinnzahlen hatten die meisten Experten keine Prognosen gewagt, zumal der Vorjahresvergleich aufgrund der Umstellung zu IFRS 16 erschwert war. Die Umstellung betrifft das Unternehmen sehr stark, zumal unter dem neuen Standard der fixe Teil der Konzessionen kapitalisiert wird.
Den bereinigten operativen Gewinn auf Stufe EBIT beziffert Dufry auf 46 Millionen, bei einer entsprechenden Marge von 2,4 Prozent. Unter dem Strich resultierte ein Reinverlust im saisonal schwächsten Quartal von 109,5 Millionen nach einem Fehlbetrag von 47,5 Millionen in der Vorjahresperiode. Auf bereinigter Basis lag das Reinergebnis bei -8,8 Millionen.
Besser vergleichbar mit dem Vorjahr ist dagegen die Entwicklung bei den Cashflows. So erreichte der operative Cashflow im ersten Quartal 159,3 Millionen nach 164,7 Millionen im Vorjahr. Der Equity-Free-Cash-Flow lag bei -123 Millionen nach -103 Millionen im Vorjahr.
Ausblick zuversichtlich
Bei den Regionen machten dem Unternehmen im wichtigen Markt Südamerika die Währungsturbulenzen in Argentinien und Brasilien schwer zu schaffen. Auf organischer Ebene schrumpfte die Region um 10,8 Prozent. Allerdings hätten sich die Geschäfte in Mexiko und in der Karibik gut entwickelt, heisst es weiter. Dank neuen Konzessionen stieg dagegen der Umsatz in der Region Asien-Pazifik und im Mittleren Osten um 17,3 Prozent an.
In Nordamerika lag das organische Wachstum bei 5,3 Prozent, was Dufry hauptsächlich auf eine gute Entwicklung im "Duty-paid"-Geschäft zurückführt. In der Region Europa und Afrika lag das organische Wachstum bei 2,4 Prozent.
Für das Gesamtjahr zeigt sich Dufry in der Mitteilung zuversichtlich. So habe sich im Monat April das organische Wachstum auf +2,4 Prozent beschleunigt. Konkrete Angaben zum Gesamtjahr werden in der Mitteilung nicht gemacht. Dagegen wurden die Mittelfristziele bestätigt. Demnach will Dufry jährlich organisch um 3 bis 4 Prozent wachsen und dabei einen Equity Free Cash Flow von 350 bis 400 Millionen Franken erzielen.
Dufry übernimmt Mehrheit an Moskauer Flughafen-Detailhändler
Dufry baut seine Präsenz in Russland weiter aus. Der Reisedetailhändler übernimmt 60 Prozent am russischen Unternehmen RegStaer Vnukovo.
05.06.2019 07:28
Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden, teilte Dufry am Mittwoch mit. Angaben zum Preis wurden in der Meldung nicht gemacht.
RegStaer Vnukovo betreibt am Moskauer Flughafen Vnukovo 30 Läden auf 6'800 Quadratmetern und erzielte den Angaben zufolge 2018 einen Umsatz von 58,8 Millionen Euro. Die Konzession laufe noch bis zum Jahr 2035, so das Communiqué. Dufry geht davon aus, die Transaktion im dritten Quartal abzuschliessen.
Dufry ist in Russland bereits an den Moskauer Flughäfen Sheremetyevo und Domodedovo präsent, sowie in Sankt Petersburg, Sochi und Krasnodar.
Dufry unterzeichnet Vertrag für sieben Läden am Flughafen Helsinki
Der Reisedetailhändler Dufry hat mit dem Flughafenbetreiber Finavia einen Siebenjahresvertrag für den Betrieb von sieben neuen Luxus- und Detailhandels-Länden am Flughafen Helsinki unterzeichnet.
01.07.2019 07:24
Damit kämen für Dufry dort 700 m2 an neuer Landefläche sowohl im Schengen- als auch im Nicht-Schengen-Bereich hinzu, teilte Dufry am Montag mit.
Der Vertrag stärke die eigene Position am Flughafen Helsinki, hiess es weiter. Insgesamt verfüge man dort nun über eine Ladenfläche von annähernd 4'000 m2. In drei der neuen Ladeneinheiten will Dufry die eigenen Shop-Konzepte etablieren. Zudem sollen neue Luxusmarken eingeführt werden, wie es weiter hiess. Dazu zählten die Marken Longchamp, Coach, Jimmy Choo und Chloe.
Die Arbeiten zur Entwicklung der neuen Shops beginnen den Angaben zufolge in diesem Jahr und werden bis 2021 schrittweise fortgesetzt.
Dufry eröffnet in Brasilien ersten Shop an der Grenze
Dufry hat in Brasilien den ersten Laden an der Grenze des Landes eröffnet.
23.08.2019 07:41
Der Shop mit einer Verkäufsfläche von 850 m2 steht in der Stadt Uruguaiana an der Grenze zu Argentinien. Dort werde den Kunden ähnlich wie in den Dufry-Läden an den brasilianischen Flughäfen eine breite Auswahl an internationalen Markenprodukten angeboten, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Zu den Marken, deren Produkte im Dufry-Shop zu kaufen sind, zählen den Angaben zufolge MAC, Victoria's Secret, Lindt, Johnnie Walker, Chivas, Absolut, Tanqueray, Lacoste oder Desigual. Duty-Free-Shops an Grenzen gebe es bereits in Südamerika und sie seien sehr beliebt, auch bei Brasilianern, hiess es weiter. Weitere solche Dufry-Läden seien in Planung.
Dufry erweitert Angebot im brasilianischen Flughafen Florianópolis
Dufry hat einen Vertrag zur Erweiterung seiner Verkaufsflächen im brasilianischen Flughafen Florianópolis unterzeichnet. Die Läden befinden sich im neuen Terminal des Flughafens, das im nächsten Monat seine Pforten öffnen wird. Zum finanziellen Umfang des Vertrags machte Dufry in einer Mitteilung von Donnerstag keine Angaben.
12.09.2019 07:45
Der Vertrag umfasst zwei Duty-free-Shops und einen Duty-paid-Shop mit einer Gesamtfläche von 650 Quadratmetern. Das neue Terminal ist gemäss Mitteilung vier Mal grösser als das existierende und werde jährliche Passagierkapazitäten auf 8 Millionen verdoppeln.
Betreiber des Florianópolis International Airports ist die Zürich Flughafen AG.
sig/jb
Der Reisedetailhändler darf in Brasilien 40 bis 50 Mio. Fr. an Steuern zurückfordern. Der Entscheid eines Bundesgerichts ist rechtskräftig geworden.
(AWP) Dufry (DUFN 81.74 2.07%) darf in Brasilien zu viel bezahlte Steuern aus früheren Jahren zurückfordern. Eine brasilianische Tochter des Reisedetailhändlers hat sich vor Gericht gegen die Steuerbehörde durchgesetzt.
Der entsprechende Entscheid eines Bundesgerichts in Rio de Janeiro sei rechtskräftig geworden, teilte Dufry am Freitag mit. Derzeit würden die konkrete Höhe der Steuerrückforderung geprüft, ebenso wie Effekte, die diese teilweise oder ganz ausgleichen würden sowie der Zeitpunkt der Rückzahlung und die finanziellen Auswirkungen.
Aktuell rechnet Dufry unter dem Strich mit einem positiven einmaligen Effekt von 40 bis 50 Mio. Fr. in der Rechnung für das Geschäftsjahr 2019. Allerdings dürfte es bis zur tatsächlichen Rückzahlung dauern, wie es im Communiqué hiess: Dufry müsse nun erst die Durchsetzung der Rückzahlung initiieren, was sich über Jahre hinziehen könnte.
Dufry und Tochter Hudson verlängern Duty-Free-Vertrag am Flughafen Toronto
Der Reisedetailhändler Dufry und dessen Tochtergesellschaft Hudson werden auch in Zukunft am Pearson International Airport in Toronto Duty-Free-Läden betreiben. Der Flughafen hat mit Hudson und Dufry einen über acht Jahre laufenden Vertrag abgeschlossen. Die Laufzeit ist von Juni 2022 bis im Sommer 2030.
23.12.2019 15:22
Damit werde die langjährige, seit 35 Jahren laufende Partnerschaft mit den kanadischen Flughafenbehörden in Toronto verlängert, teilte Dufry am Montag mit. Der Vertrag beinhalte unter anderem auch Abmachungen zum gemeinsamen Ausbau und Modernisierung des Duty-Free-Geschäfts.
Aktuell bewirtschaften Dufry und Hudson am Flughafen in Toronto, wo pro Jahr mehr als 50 Millionen Passagiere verkehren, eine Verkaufsfläche in der Grösse von über 50'000 Quadratmetern. Im Rahmen der geplanten Anpassungen werden laut Mitteilung neue Marken und Ladenkonzepte sowie digitale Technologien eingeführt.
mk/uh
Wdh Dufry-Aktien durch Asien-Sorgen belastet
(3.Abschnitt geändert - Laden in Hongkong ist ein Duty-Free-Shop) - Die Aktien des Reisedetailhändlers Dufry fallen zum Wochenauftakt deutlich ins Minus. Am Markt wird das Auftreten einer neuartigen Lungenkrankheit in China als Grund ausgemacht, welche die Reiseaktivitäten am chinesischen Neujahrsfest beeinträchtigen könnte.
20.01.2020 14:22
Die Dufry-Aktien verlieren am Montag bis 14.20 Uhr um 5,4 Prozent auf 90,70 Franken. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen wurde dabei bereits überschritten. Der Gesamtmarkt SPI steht derweil um 0,2 Prozent im Plus.
Nach Berichten zum Ausbruch eines SARS-ähnlichen Virus in China würden Befürchtungen über mögliche Beeinträchtigungen der Reisetätigkeiten während dem chinesischen Neujahrsfest in Asien laut, heisst es am Markt. Dufry verfügt in Asien zwar nur über eine vergleichsmässig geringe Präsenz, betreibt aber z.B. in Hongkong am neuen Bahnhof einen Duty-free-Shop.
Andere Händler sprechen von charttechnisch motivierten Verkäufe, nachdem die Aktien zwischen 93 und 94 Franken unter eine wichtige Unterstützungszone gefallen seien.
an/rw
Dufry hat starkes Schlussquartal und Zukunftssorgen wegen Corona
Der Reise-Detailhändler Dufry hat im Geschäftsjahrs 2019 den Umsatz gesteigert. Dabei blieb die Dynamik im Schlussquartal hoch. Die Erwartungen erfüllt das Unternehmen beim Umsatz jedoch nicht.
12.03.2020 07:41
Konkret stieg der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,9 Prozent auf 8,85 Milliarden Franken. Organisch resultierte ein Plus von 3,0 Prozent, wie Dufry am Donnerstag mitteilte. Im vierten Quartal 2019 lag das Plus bei 3,1 Prozent, nach einem organischen Wachstum von 4,1 Prozent im dritten Quartal und 2,3 Prozent im zweiten und 2,0 Prozent im ersten.
Der Bruttogewinn stieg derweil um 2,4 Prozent auf 5,32 Milliarden. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 40 Basispunkten auf 59,8 Prozent. Die übrigen Profitabilitätskennzahlen sind wegen der umgestellten Rechnungslegung auf IFRS 16 mit dem Vorjahr nur schwer vergleichbar. Der bereinigte operative Gewinn (EBIT) lag bei 767,7 Millionen Franken. Nach Minderheiten blieb allerdings eine Reinverlust von 26,5 Millionen Franken.
Der frei verfügbare Geldfluss (Equity-Free-Cashflow) erreichte 383,3 Millionen nach 370,8 Millionen im Vorjahr. Laut Dufry ist diese Kennzahl nur minimal von der Umstellung auf IFRS 16 betroffen und von daher am besten mit dem Vorjahr vergleichbar.
Die Erwartungen der Analysten wurden beim Umsatz und Bruttogewinn etwas verfehlt. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 8,87 Milliarden und für den Bruttogewinn bei 5,33 Milliarden Franken. Das organische Wachstum entsprach mit +3,0 Prozent dagegen genau den Prognosen.
Coronavirus trübt die Aussichten
Wie ein Damoklesschwert schwebt derzeit das Coronavirus über dem Reisedetailhändler. Diverse Analysten haben ihre Prognosen für 2020 bereits deutlich zurückgenommen und an der Börse gab Dufry jüngst stark nach.
Das Coronavirus habe sich zu Beginn des angelaufenen Geschäftsjahre 2020 auf die Geschäftstätigkeiten ausgewirkt, lässt sich denn auch Dufry-Chef Julián Díaz im Communiqué zitieren. Einerseits mit Blick auf die asiatischen Kunden, andererseits aber auch auf die Standorte, die direkt durch das Phänomen betroffen seien.
So sei das organische Wachstum nach einer Beschleunigung im Februar um 7,3 Prozent zurückgekommen. Insbesondere die Region Asien-Pazifik und der Nahe Osten seien stark betroffen gewesen und hätten negative Wachstumsraten im zweistelligen Bereich aufgewiesen.
Der Kommentar von gorlim81 wurde ignoriert. Um die Kommentare von gorlim81 wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Guten Morgen
Mich würde die Meinung der Forumteilnehmer zu Dufry interessieren. Ist ja der Wahnsinn, wie die absackt. Wenn man davon ausgeht, dass es sich bei Corona und den dazugehörenden Massnahmen um einen temporären Effekt handelt, scheint mir ein Einstieg hier sehr verlockend. Finanziell schaut es aktuell bei Dufry ja Stand heute nicht ganz so schlimm aus. Sogar die Dividende für das Jahr 2019 dürfte ausgeschüttet werden. (Mit aktuell sehr schönem Yield).
Ich votiere für Risikofreudige für einen gestaffelten Einstieg.
Wie seht ihr das?
Der Kommentar von pee1983 wurde ignoriert. Um die Kommentare von pee1983 wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
ich würde damit rechnen, dass die "schöne" Dividende bald gestrichen wird, bespickt mit einer Gewinnwarnung
Ja, kann schon sein, dass die Dividende bald wegfällt. Wobei die Chance, dass in Q3 wieder normale Frequenz an den Flughäfen ist, scheint mir relativ gross. Und gemäss CEO ist ja Q4 das wichtigeste Quartal. Insofern stelle sich schon die Frage, ob hier nicht schon sehr viel Negatives eingepreist ist im aktuellen Kurs. Time ll tell
Dufry droht Rasch-Kreditrating - Aktie trotzdem im Höhenflug
Moody's stuft Dufry als weniger kreditwürdig ein. Der weltweite Reise-Einbruch dürfte dem Duty-Free-Konzern noch weiter zusetzen.
Aktualisiert um 12:09
Die Ratingagentur stuft das Kreditrating für den Reisedetailhändler im Licht der Coronakrise auf "Ba3" von "Ba2" zurück. Je nach dem weiteren Verlauf der Krise sei eine weitere Abstufung möglich, erklärte Moody's in einer Studie vom Mittwoch.
Die Coronavirus-Pandemie werde zumindest in den nächsten drei Monaten zu schweren Einschnitten im Passagierverkehr führen, wobei alle Regionen weltweit betroffen sind. Im Basisszenario werde von einer allmählichen Erholung des Passagieraufkommens ab dem dritten Quartal ausgegangen, heisst es. Es bestehe jedoch ein hohes Risiko für noch stärkere Downside-Szenarien.
Aktie zehn Prozent im Plus
Das Potenzial für eine Aufwärtsrevision schätzen die Experten als gering ein. Vielmehr könnten die Liquiditätsprobleme bei Dufry aufgrund geringerer Flexibilität bei den Kosten zunehmen und zu finanziellen Kenzahlen führen, die mit einem Ba3-Rating nicht mehr kompatibel sind.
Die Aktien des Reisedetailhändlers setzen Höhenflug des Vortages allerdings fort. Die Investoren zeigen sich von der Senkung des Kreditratings wenig beirrt in ihrer Kauflaune.
Die Dufry-Aktien stehen um 10 Prozent bei 33,40 Franken höher. Im Lauf des Vormittags waren gar 38,90 Franken erreicht worden. Bereits am Vortag hatten die Titel um 21 Prozent zulegen können. Seit Anfang Jahr stehen aber auch nach diesen Gewinnen immer noch Kursverluste von mehr 60 Prozent zu Buche.
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