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freiburg In der Begründung einer Motion hatte CVP-Grossrat Eric Collomb aus Lully festgestellt, dass «immer mehr und immer jüngere Kinder ihre Freizeit mit Videospielen verbringen, in denen Zerstörung und Mord als Spielerfolg gelten und damit banalisiert werden.» Verbindliche gesetzliche Grundlagen zum Schutz vor solchen negativen Einflüssen seien notwendig, aber auf rein kantonaler Ebene praktisch ohne Wirkung.
Grossrat Collomb schlug deshalb vor, dass der Kanton Freiburg eine Standesinitiative einreicht mit dem Wortlaut: «Verbot der Herstellung, des Anpreisens, der Einfuhr, des Verkaufs und der Weitergabe von Spielprogrammen, in denen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen vorkommen.» In der soeben veröffentlichten Antwort beantragt der Staatsrat dem Grossen Rat, die Motion anzunehmen. In diesem Falle würde der Staatsrat ein Dekret vorbereiten, das eine Standesinitiative bei der Bundesversammlung zum Gegenstand hätte.
Bestrebungen im Gang
In seiner Antwort erinnert der Staatsrat daran, dass der Kanton Bern bereits vor einem Jahr eine solche Standesinitiative eingereicht hat. Zudem habe der Bundesrat kürzlich einen Bericht verabschiedet mit dem Titel: «Jugend und Gewalt – wirksame Prävention in den Bereichen Familie, Schule, Sozialraum und Medien». Danach sei die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage geplant, «damit der Bund im Bereich der Gewaltprävention und des Medienschutzes Massnahmen ergreifen kann». Eine Standesinitiative des Kantons Freiburg würde diese Bestrebungen unterstützen. wb