Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03278.jsonl.gz/497

Der Monarchfalter ist der Star unter den amerikanischen Schmetterlingen. Er ist nicht nur farbenprächtig, er sorgt auch mit seinen langen, über 3000 Kilometer langen Wanderungen von Nordamerika bis Mexiko für Staunen. Eine intensive Landwirtschaft und Habitatsveränderungen machen im allerdings zu schaffen. Nun hat man enorme Bestandeseinbrüche bei der westlichen Monarchfalter-Population festgestellt. Weiterlesen →
Fische sind wechselwarme Tiere, oder, wie man früher sagte: Kaltblüter. Ihre Körpertemperatur ist also nicht konstant, sondern sie hängt von der Umgebung ab. Erwärmt sich das Meerwasser infolge des Klimawandels, hat dies einen direkten Einfluss auf den Organismus der Fische.
Kommt ein Fisch in wärmeres Gewässer, erhöht sich der Stoffwechsel; der Fisch benötigt mehr Sauerstoff. Die Klimaerwärmung führt nun aber dazu, dass der Sauerstoffgehalt im Ozean abnimmt. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Kiemen keinen weiteren Sauerstoff mehr aus dem Wasser aufnehmen können. Für junge Fische hat dies einschneidende Folgen. Weiterlesen →
Die Geschichte des preisgekrönten Dokumentarfilms „The Eagle Huntress“ (2016) ist einfach und daher rasch erzählt. Aisholpan, ein 13-jähriges Mädchen aus der Mongolei, möchte dem Weg ihrer männlichen Vorfahren folgen und Adlerjäger werden. Eines Tages reitet sie deshalb mit ihrem Vater ins Altai-Gebirge, um nach einer gefährlichen Kletterpartie ein junges, noch nicht flugfähiges Steinadler-Weibchen aus einem Nest zu holen. Die kasachischen Nomaden richten die Steinadler vor allem für die Jagd auf Füchse und Hasen ab.
Aisholpan zeigt nicht nur keinerlei Furcht vor dem mit Klauen und Schnabel bewehrten Greifvogel, sie verfügt auch über grosses Talent im Umgang mit dem wilden Tier. Bald beherrscht sie die Techniken der Beizjagd so gut, dass sie an einem Wettkampf teilnehmen kann und dort gegen erfahrene männliche Adlerjäger gewinnt. In einer Disziplin stellt sie gar einen neuen Rekord auf. Trotz abschätziger Bemerkungen einiger Adlerjäger wagt sie es, im strengen Winter auf die Jagd zu gehen. Nach einigen missglückten Versuchen gelingt es ihr, mithilfe ihres Steinadlers einen Fuchs zu erlegen. Nun ist Aisholpan eine richtige Adlerjägerin geworden.
Der Regisseur Otto Bell preist den knapp 90-minütigen Dokumentarfilm als eine Geschichte der Emanzipation an: Ein Mädchen setzt sich in einer nomadischen Tradition gegen eine männliche Übermacht durch. Das tönt zwar gut, stimmt aber nicht.
Am 24. Juni kam die schlechte Nachricht. BG960 ist tot. Das Bartgeier-Weibchen, geschlüpft in einer spanischen Aufzuchtstation am 2. März dieses Jahres, ausgesetzt am Pfingstmontag anfangs Juni bei der Melchsee-Frutt, hat einen Sturz nicht überlebt. Ja, auch Vögel, vor allem junge, können abstürzen. Auch wenn dieser Tod ein bedauerlicher Verlust ist, der Wiederansiedlung der einst ausgerotteten Bartgeier im Alpenraum tut er keinen Abbruch. Ohnehin: 12 Prozent aller ausgesiedelten Bartgeier überleben das erste Lebensjahr nicht. Seit 1986 wurden über 200 Bartgeier in den Alpen ausgesetzt, in der Schweiz sind es über 40. Derzeit besiedeln wieder bis zu 250 Bartgeier den Alpenraum. Wer mehr über die früher auch Lämmergeier genannten Vögel mit einer Spannweite von knapp drei Metern erfahren will, kann dies nun in Maloja tun. In einer kleinen, aber spektakulär gelegenen Ausstellung. Weiterlesen →
Nüchtern ist die Sprache der Wissenschafter. Zu den Lautäusserungen der Vögel sagen sie: Lassen die Vögel in ihrem Stimmkopf Luft an den Membranen vorbeiströmen, beginnen diese zu schwingen, und es entstehen Laute, die den Vögeln als akustische Signale dienen. Der Laie sagt dem gemeinhin: Vögel singen und rufen. Derzeit kann man am frühen Morgen oder nach Feierabend die Amselmännchen hören, wie sie, ganz oben auf einem Baum oder einem Hausdach stehend, virtuos singen. Doch singen die Amseln wirklich? Nein, sie schackern, orgeln, rollen, quirlen, am Ende einer Strophe schnirpen sie, und klingt es ausnahmsweise nicht besonders schön, dann schirkt die Amsel. Weiterlesen →
Die Schweiz, das Land der Bahnfahrer, hat einen neuen Zug. Der Hochgeschwindigkeitszug der Stadler Rail wurde gefeiert wie die Schweizer Nationalmannschaft, wenn sie denn mal weiter als bis ins Achtelfinal einer Fussballmeisterschaft vorstossen würde. Der neue Zug trägt auch einen Namen – und da beginnt der Streit. Er heisst nämlich „Giruno“. „Giruno“? Laut dem Chef der Stadler Rail, Peter Spuhler, sei dies rätoromanisch und bedeute „Mäusebussard“.