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Wie einst Goethes Zauberlehrling schlechte Erfahrungen machte, könnte es heute mit der Gentechnologie kommen. Ein kurzer Blick ins Internet zeigt, dass die potentiellen Nachteile der Gentech deren erwiesene Vorteile überwiegen dürften. Pappeln, die im Herbst blühen? Gentech-Bakterien, die Ölkatastrophen verhindern sollten? (Offenbar ist BP eine altmodisch geführte Firma...)
2008 "teilten sich ... 24 von insgesamt 1500 Unternehmen die Hälfte des Saatgutmarktes der Welt auf. In Amerika beherrscht Monsato ... 80 % des US-Saatgutmarktes für Baumwolle." (http://www.genzukunft.de/Gentechnik/Pro-und-Contra-zur-Gentechnik/Pro-und-Contra-zur-Gentechnik.html). Die Gentech-Industrie entspricht somit einem oligopolistischen, teils sogar monopolistischen Markt, der, abgesehen vom Risiko der unbekannten Nebenwirkungen auf Umwelt und Gesundheit, der Marktwirtschaft abträglich ist und zu ungeahnten Abhängigkeiten führt.
Beispiel: Ein grosser Teil der heutigen (Gentech-)Mais-Ernte geht in die Produktion von Treibstoffen. So finanzieren wir "Westler" unseren Lebensstil auf Kosten der Hungernden und zerstören zudem weiterhin unser Klima, da der Schadstoffausstoss von Bio-Ethanol nicht bedeutend geringer als derjenige von fossilen Brennstoffen. Selbstzerstörung auf Raten, sozusagen, anstelle von Investitionen in wirklich nachhaltige Energien.
Das Gentech-Moratorium muss unbefristet verlängert werden, auch wenn die Schweiz ein relativ kleiner Spieler im Markt ist. Es liegt an uns, Zeichen zu setzen!