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In seiner Mitteilung vom Mittwoch zeigte sich der Heimatschutz gegenüber dem im Wettbewerb ausgewählten Projekt "überall" der Zürcher Ilg Santer Architekten nur "wohlwollend". Diese erhalten das bestehende Gebäude und ergänzen es mit einem Anbau in Richtung Jesuitenkirche.
Der Erhalt des alten Theatergebäudes hat für den Heimatschutz "oberste Priorität". Das siegreiche Projekt beweise, dass das Haus an der Reuss aufgewertet und weiter benutzt werden könne, hiess es in der Mitteilung.
Weniger glücklich ist der Verband mit dem Anbau. Dieser sei überdimensioniert, "städtebaulich fragwürdig" und spreche "keine eigentliche architektonische Sprache".
Der Heimatschutz findet, der Annexbau lasse die "Historie des Ortes endgültig verschwinden", denn die Verbindung der ehemaligen Wehranlage vom Hirschengraben zur Kappelbrücke falle nun ganz weg. Die Kleinstadt sei "nicht mehr ablesbar" und der öffentliche Freiraum werde eingeschränkt.
Als Grund für diesen Missstand sieht der Heimatschutz das "grosse Raumprogramm", das für das neue Theater gewählt wurde. Es sei letztlich dem Theaterbetrieb die volle Beachtung geschenkt worden und nicht den möglichen Qualitäten der öffentlichen Freiräume. Er fordert eine Reduktion des "nach wie vor sehr grossen Volumens" des Anbaus und einen grösseren Abstand zur Jesuitenkirche.
Kritik übt der Heimatschutz auch an den Fassaden des Anbaus. Diese würden sich nicht in die fein gegliederten, von Licht- und Schattenspiel geprägten Fassaden am Reussufer eingliedern. Der Verband fordert eine entsprechende Überarbeitung in der weiteren Projektentwicklung.
(sda)