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Urnengang vom 9. Februar 2014 - Überblick der Beteiligung
13. Februar 2014 - Simon Villiger
Am 9. Februar 2014 wurde in der Stadt Zürich der Gemeinde- und Stadtrat gewählt. An diesem Urnengang nahmen rund 95‘000 der 221‘000 Wahlberechtigten teil. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von gut 43 Prozent. Damit ist die Beteiligung im Vergleich zu den kommunalen Wahlen 2010 deutlich höher. Wie vor vier Jahren fanden gleichzeitig nationale Abstimmungen statt, die im Vorfeld heftig diskutiert wurden und zu einer zusätzlichen Mobilisierung geführt haben: An der Abstimmung zur Masseneinwanderungsinitiative der SVP beteiligten sich sogar 55 Prozent der wahlberechtigten Zürcherinnen und Zürcher.
Der Anteil der wahlberechtigten Personen an der wirtschaftlichen Wohnbevölkerung ist seit Anfang der 1990er-Jahre kontinuierlich zurückgegangen und beträgt aktuell noch 55 Prozent. Gründe dafür sind die Zunahme der Kinder und Jugendlichen in der Bevölkerung und der höhere Anteil an Ausländerinnen und Ausländern.
Beim Vergleich der Wahlbeteiligung mit anderen Städten ist Vorsicht geboten, da die Rahmenbedingung immer eine andere ist, weil nicht in allen Fällen gleichzeitig nationale Abstimmungen stattgefunden haben. Die nachfolgende Grafik zeigt, dass sich die Stadt Zürich sowohl bei der kommunalen als auch bei der nationalen Wahl bezüglich der Beteiligung der Wahlberechtigten in der oberen Hälfte bewegt.
Hoher Anteil der Briefwahl
Das Verhältnis zwischen Briefwahl und Gang an die Urne ist ziemlich genau drei zu eins. Dabei besteht nur ein schwacher Zusammenhang mit dem Alter: Vor dem 30. Altersjahr und nach der Pensionierung wird etwas häufiger brieflich gewählt. Zwischen Frauen und Männern gibt es keinen Unterschied bei der brieflichen Stimmabgabe (Anteil jeweils 73 %).