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May
Orchester-Lunchkonzert mit Antonello Manacorda
Orchester-Lunchkonzert mit Antonello Manacorda
Lieder sind ja schön und gut, aber Franz Schubert hatte nach Krankheit und Krise ein anderes Ziel: Er wollte sich «den Weg zur grossen Sinfonie bahnen», wie er einem Freund schrieb. Denn nur damit konnte er die breite Wiener Öffentlichkeit erreichen. Zur Tragik seines kurzen Lebens gehört, dass er eine Aufführung seiner letzten Sinfonie nie erleben durfte. Sie verschwand nach seinem Tod im Schrank. Dort holte sie knapp über zehn Jahre später niemand Geringeres als Robert Schumann hervor. Er schickte sie seinem Freund Felix Mendelssohn Bartholdy und dieser führte sie zum ersten Mal überhaupt auf. Schumann schwärmte von der «himmlische Länge» der Sinfonie – genau richtig also für ein Lunchkonzert, denn die Mittagspause kann nie lange genug sein.