Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03527.jsonl.gz/2750

Über das Hilfsprojekt für Kinder der Mangkong in Laos
Das Hilfsprojekt «Honghian Ban Hao» (unsere Dorfschule) ermöglicht den Aufbau kinderfreundlicher Grundschulen und Kindergärten in Dörfern der Mangkong in Laos. Die Mangkong sind eine ethnische Minderheit, die in einer abgelegenen Region im Süden von Laos beheimatet ist (Provinz Savannakhet). Vom wirtschaftlichen Fortschritt, den Laos zurzeit erlebt, ist hier wenig zu spüren. Die Dorfbewohner sind arme Bauern. Schulen für ihre Kinder wurden erst seit kurzem zugänglich; oft sind es «temporäre» Schulen in selbst erbauten Behausungen. Lehrermangel und fehlende Ausbildung führen zu einem mangelhaften Unterricht. Die Mangkong-Kinder in den Projektdörfern in Laos sollen mit besseren Bildungschancen ins Leben starten.
Begünstigte des Hilfsprojektes in Laos
Ziele des Hilfsprojektes in Laos
Kinderfreundliche Schulen
Es werden je drei Primarschulen und drei Kindergärten errichtet, die geeignete Lernbedingungen für Kinder bieten. Lehrpersonen werden eingestellt und fortgebildet, damit sie den Kindern einen qualitativ hochwertigen Unterricht bieten und ihnen einen positiven Zugang zum Lernen eröffnen können.
Bildung für Erwachsene (Schwerpunkt: Förderung von Frauen)
Jährlich erhalten rund 50 Erwachsene die Möglichkeit einen Alphabetisierungskurs, einen handwerklichen Kurs oder ein Geschäftstraining zu besuchen. Der Fokus liegt dabei auf der Ausbildung von Frauen.
Aktive Beteiligung der Stakeholder
Um das Hilfsprojekt erfolgreich durchführen zu können, werden Dorfkomitees und Eltern-Schüler-Vereinigungen aufgebaut und in alle Prozesse mit einbezogen. Auch wird ein enger Austausch mit der Bildungsbehörde gepflegt, da die Dorfschulen der Bildungsbehörde unterstehen.
Eine Stimme aus dem Projekt
«Zurzeit gehe ich noch in die Grundschule. Ich lese gerne und spiele gerne Fussball. Ich möchte auch in die Sekundarschule gehen und dann Lehrer werden. Dann komme ich zurück in unser Dorf und unterrichte die Kinder.»
Häufige Fragen
Das Projekt wurde im Januar 2016 gestartet und wird im Dezember 2018 abgeschlossen.
Durchgeführt wird das Hilfsprojekt in vier Dörfern der ethnischen Minderheit der Mangkong im Bezirk Nong, Provinz Savannakhet, im Süden von Laos.
Projektpartner für das Hilfsprojekt in Laos ist die laotische Community Development Association (CoDA). CoDA hat die Vision, gefährdete Gesellschaften und Minderheiten in Laos dazu zu befähigen, ein gutes und glückliches Leben durch eine nachhaltige Entwicklung zu erlangen. Dabei werden Frauen und Männer einbezogen.
Durch das Hilfsprojekt «Honghian Ban Hao - unsere Dorfschule» werden über 250 Kinder und jährlich rund 50 Erwachsene unterstützt. Die Begünstigten gehören zu der im Süden von Laos beheimateten ethnischen Minderheit der Mangkong. Die Mangkong ernähren sich von Feldbau (Brandrodung), Jagd und Fischerei. Sie sind sozial ausgerichtet, lieben Musik und Tanz und bilden eine patriarchalische Gesellschaft. Besonders für Frauen spielte die Bildung bisher eine sehr untergeordnete Rolle. Daher ist die Förderung der Frauen ebenfalls ein wesentlicher Teil des Hilfsprojektes.
Laos ist das Land mit der grössten ethnischen Vielfalt in Südostasien. In abgelegenen Gebieten fehlt es oft an Strassen, Schulen und einer guten Gesundheitsvorsorge. So auch in der Projektregion. Diese wurde während des Vietnamkrieges durch den Ho-Chi-Minh-Pfad durchquert. Nicht explodierte Bomben und Minen sind immer noch eine Gefahr in der Landwirtschaft. Trotz vermehrten ausländischen Investitionen ist die Infrastruktur im kleinräumigen, bergigen Land noch immer wenig entwickelt.
In der Vergangenheit versuchte die Regierung von Laos den Zugang zur Bildung in den Mangkong-Dörfern durch Schwerpunktschulen zu verbessern. Da die Wege für die Kinder aber meist zu weit sind und es an Geldern fehlt, um weitere Schulen zu errichten, ist die Bildung in vielen Dörfern noch immer sehr gering: Nahezu 100% der Mangkong sind nicht in der Lage zu rechnen und nur die Wenigsten können lesen, schreiben oder die Landessprache Laotisch sprechen.
Die durch das Hilfsprojekt in Laos geförderten Dorfschulen und Kindergärten sind Einrichtungen des nationalen Bildungssystems. Lehrpersonen werden von der Regierung angestellt, bezahlt und geschult. Nach Projektende werden alle Schulen und Kindergärten unter der Verantwortung der Bildungsbehörde weiter betrieben. Die Eltern-Schüler-Vereinigung (PSA) wird nach Projektschluss weiterbestehen und ihre Arbeit weiterführen.