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Für die Beherbergungsbranche ist der Sondersatz ein wichtiges Exportförderungsinstrument. Er ist von zentraler Bedeutung, um eine Entlastung auf der Kostenseite zu bewirken und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Hotellerie gegenüber den Nachbarländern zu stärken. Die Beherbergungswirtschaft wird dadurch um rund 180 Millionen Franken pro Jahr entlastet.
Mit dem Sondersatz wird der Exportcharakter der Branche berücksichtigt
Rund 60 Prozent der Übernachtungen in der Schweizer Beherbergung entfallen auf ausländische Gäste. Als eine der grössten Exportbranchen der Schweiz profitiert der Tourismus aber im Vergleich zu anderen Branchen nicht von seinem Exportcharakter, da die erbrachte Leistung im Inland produziert und konsumiert wird. Tourismusbetriebe können ihren Standort nicht ins Ausland verlagern und müssen die meisten Vorleistungen (Arbeitsleistung, Immobilien, Lebensmittel usw.) in der Schweiz beschaffen.
Sondersatz aktuell gültig bis 2027
Auf Verfassungsstufe ist festgehalten, dass das MWSTG für die Besteuerung der Beherbergungsleistungen einen Satz zwischen dem reduzierten Satz und dem Normalsatz festlegen kann. Dies wird seit 1996 so gehandhabt, allerdings jeweils befristet. Der Sondersatz für Beherbergungsleistungen wurde vom Parlament im Sommer 2017 um 10 Jahre (bis längstens 31. Dezember 2027) verlängert. Einen Sondersatz für Beherbergung kennen auch nahezu alle EU-Staaten.
Ab dem 1. Januar 2024 gelten in der Schweiz folgende Mehrwertsteuersätze: