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COS Memory verliert Corsair-Master-Distributionsvertrag. Umsatz bricht um fast 50 Prozent ein.
Die Badener COS-Gruppe musste im ersten Halbjahr 2009 einen Umsatzrückgang von fast 50 Prozent von 53,4 auf 27,1 Millionen Franken hinnehmen. Den Umsatzeinbruch begründen die Badener mit dem Nachfragerückgang im Speichermarkt, aber auch durch Marktanteilsverluste, welche insbesondere auf den Verlust eines wichtigen Distributionsvertrages Ende 2008 zurückzuführen seien, heisst es in einer Mitteilung. Wie inside-channels.ch weiss, handelt es sich dabei um den amerikanischen Speicherhersteller Corsair Memory, mit welcher COS Memory bis Ende 2008 einen "Master-Distribution"-Vertrag geschlossen hatte. Seit Juli 2009 distribuiert COS jedoch wieder Produkte von Corsair - ist allerdings in Deutschland nur noch einer von insgesamt vier Corsair-Distributoren.
Mit 400'000 Franken Verlust schneidet die COS-Gruppe jedoch nur leicht schlechter ab als in der gleichen Periode des Vorjahres, in welcher ein Verlust von 300'000 Franken resultiert hatte. Dies sei vor allem durch Kosteneinsparungen und aufgrund von positiven Ergebniseffekten aus dem nicht fortgeführten Geschäft erreicht worden, heisst es weiter. Während sich die Bruttogewinnmarge von 7,5 Prozent auf 10,1% erhöht hat, liegt der Bruttogewinn jedoch rund 32 Prozent unter dem Vorjahreswert von 4 Millionen Franken.
Auf Konzernebene schliesst die Halbjahresrechnung der COS Gruppe nach Berücksichtigung der Effekte aus dem nicht fortgeführtem Geschäft mit einem Verlust von 0,4 Millionen Franken (im Vorjahr resultierte ein Verlust von 0,3 Millionen Franken.
Für das zweite Halbjahr rechnet man in Baden nicht mit einer wesentlichen Verbesserung. Man erwarte zwar im traditionell stärkeren zweiten Halbjahr ein ansprechenderes Ergebnis, mit einer Rückkehr in die Gewinnzone für das gesamte Jahr 2009 wird jedoch nicht gerechnet.
Weiterhin wolkig präsentieren sich die Pläne für eine Neuausrichtung der COS. So würden sich "aufgrund der Entwicklungen an den Finanzmärkten aktuell einige interessante Chancen für eine strategische Neuausrichtung" präsentieren, heisst es in der Mitteilung. Wann ein Projekt realisiert werden könne, das den "strikten Anforderungskriterien" entspreche, könne jedoch nicht beurteilt werden. Mit der Aufnahme einer "Opting-Out-Klausel" in die Statuten, wonach ein Aktienkäufer, der mehr als 33 1/3 Prozent der Aktien der COS kauft, nicht mehr zu einem öffentlichen Kaufangebot verpflichtet ist, hat COS auf jeden Fall die Voraussetzungen für einen (Teil-) Verkauf der Gruppe geschaffen. (bt)