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Die Rückkehr des Tohoku-Shinkansen
Ab dem heutigen 14. April 2022 verkehrt der Tohoku-Shinkansen wieder durchgehend von Tokio bis hoch nach Aomori am Nordzipfel der japanischen Hautpinsel Honshu. Dasselbe gilt für die Verbindungen bis nach Hakodate-Hokuto auf der Nordinsel Hokkaido und nach Akita. Damit hat JR East die Strecke schneller instand setzen können als ursprünglich geplant. Kurz nach dem schweren Erdbeben vom 16. März 2022 gingen die Experten von einem Ausfall bis zum 21. April 2022 aus.
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Momentan gilt jedoch ein provisorischer Fahrplan mit einem leicht reduzierten Betrieb, weil der Hochgeschwindigkeitszug zwischen Koriyama und Ichinoseki nur mit gedrosseltem Tempo unterwegs sein darf. Dies führt dazu, dass sich die Fahrzeit von Tokio nach Sendai um 30 Minuten und bis nach Morioka um 1 Stunde verlängert.
1000 Schäden
Beim nächtlichen schweren Erdbeben vom 16. März 2022 entgleiste auf der Tohoku-Shinkansen-Strecke der Hochgeschwindigkeitszug Yamabiko 223 (Asienspiegel berichtete). 16 der 17 Wagen hob es aus den Gleisen. Todesfälle gab es glücklicherweise keine. Ausserdem meldete JR East an rund 1000 Stellen kleinere und grössere Schäden an Fahrleitungen, Strommasten, Gleisen und in Bahnhöfen. Die mit Abstand anspruchsvollste Aufgabe war, den entgleisten Shinkansen auf der Hochbrücke wieder auf die Schienen zu heben (Asienspiegel berichtete).
Nach dem Beben war die 345 Kilometer lange Strecke zwischen Nasushiobara und Morioka nicht mehr befahrbar. In kleinen Schritten gelang es JR East, einzelne Abschnitte wieder freizugeben. Zuletzt war einzig noch die Verbindung zwischen Fukushima und Sendai unterbrochen (siehe Karte unten).
Der dritte Unterbruch in 11 Jahren
Für den Tohoku-Shinkansen war es nicht der erste längere Unterbruch. Bereits nach der verheerenden Dreifachkatastrophe vom 11. März 2011 war diese insgesamt 675 Kilometer lange Strecke, die die Hauptstadt mit dem Nordosten des Landes verbindet, während 50 Tagen nicht durchgehend befahrbar (Asienspiegel berichtete). 2021 dauerten die Reparaturarbeiten nach einem schweren Erdbeben 11 Tage (Asienspiegel berichtete). Keine andere Shinkansen-Strecke hatte in den vergangenen Jahren derart stark mit den Folgen von Erdbeben zu kämpfen.
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