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Das Alte und Neue Schloss wechselte einige Male den Besitzer. Die Franzosen besetzten Bern und die Zeit als Patrizierschloss ging entgültig zu Ende!
1839 kaufte Johann Friedrich Albrecht Tribolet den ganzen Besitz von Carl von Tavel. Er baute beide Schlösser um und richtete eine private Heilanstalt
für Gemütskranke ein. Tribolet war ein bekannter Burger der Stadt Bern, Professor an der Universität Bern und später auch Direktor der psychiatrischen
Klinik Waldau. Die zwischen 1839 und 1849 von im betriebene Heilanstalt in Bümpliz hatte einen sehr guten Ruf. Ruhige Patienten wurden im Neuen Schloss
untergebracht, die lärmigen und tobsüchtigen im Alten! Da im Erdgeschoss des alten Schlosses Wohnungen und Patientenzimmer entstanden, fehlte Lagerraum.
Deswegen wurde erstmals der Nordwestflügel unterkellert. Nur zehn Jahre dauerte diese Nutzung. Im Jahre 1849 erwarb Jakob Allemann beide Schlösser mit
Nebengebäude und Umschwung. Er richtete darin die Knabenerziehungsanstalt, "die Löffelschlyffi" ein. Allemann war ein beachteter Erzieher und seine Anstalt
hatten einen guten Ruf, vor allem in der Westschweiz, Frankreich und Italien. Baulich wurde das Alte Schloss nicht verändert, einzig bekamen beide Schlösser
einen gelben Fassaden-Anstrich anstelle des Alten weissen. Während der grossen Wirtschaftsdepression im Jahre 1882 machte der letzte Institutsleiter,
Jakob Enz-Allemann, Konkurs und musste die Schlösser unterwert verkaufen. Im Jahre 1884 erwarb seine Witwe, Emilie Enz-Allemann, beide Schlösser zurück.
Das Neue Schloss verkaufte sie weiter, während sie das Alte Schloss zu einem Mietshaus umbaute. Es entstanden drei kleine Wohnungen im Erdgeschoss und
zwei grössere im ersten Obergeschoss. Die hofseitige Laube wurde eingewandet um noch mehr Wohnfläche zu gewinnen. Ihre Erben ,Hermann und Anna Enz
übernahmen das Schloss um 1897 und führten es ins 20.Jahrhundert...