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Geschichte
Gründung
Am 21. August wird im damaligen Clublokal „Zur Post“ der Fussballclub „Fortuna“ gegründet. „Der Fussballclub Fortuna hat den Zweck, nicht nur dem Vergnügen nachzurennen, sondern die Körperkräfte auszubilden und nicht einschlafen zu lassen“, hiess es in einem ersten Entwurf der Statuten.
Der eigentliche Gründer und erster Captain des FC Dietikon war ein erst zwanzigjähriger Mann namens Hermann Heller. In einer Zeit, in der der Fussball alles andere als populär war, sich argen Vorurteilen gegenübersah, der Schweizerische Fussball Verband noch in den Kinderschuhen steckte und die Breitenentwicklung eigentlich erst einsetzte, brauchte es sehr viel Mut, sich zu diesem neuen Sport zu bekennen.
Im Bild links die ersten Spieler:
Hutter, Wyss, Heller, Peter, Bachmann, Wiederkehr, Merz, Utzinger, Stierli, Fischer, Cloux.
1909 – 1918
In der Anfangszeit fehlte es neben Material, Reglementen und Spielplätzen auch an Aktivspielern. Deshalb trainierte man hauptsächlich auf ein Tor und nahm an den damals sehr beliebten Sechserturnieren teil.
Das erste eigentliche Spiel des FC Dietikon, der immer noch unter der Bezeichnung „Fortuna“ antrat, fand am 29. November 1908 in Altstetten statt. Nach zweimal 35 Minuten trennte man sich mit einem „ehrenvollen“ 1:1 Unentschieden. Das erste FCD -Tor war offenbar sehenswert: „Kaum waren wir mit dem Ball dem ermüdeten Gegner ausgewichen, gelang es uns unerwartet schnell, den Altstettern ein schneidiges Goal zu schlagen, aber ohne jeglichen Spielfehler, worauf uns voller Freude fast das Herz zersprang.“
Folgende Formation stand damals im Einsatz: Hutterer, Wyss, Heller, Peter, Bachmann, Wiederkehr, Merz, Utzinger, Stierli, Fischer, Cloux.
Das erste Tenu 1908 hatte die Farben „chocolat/blau“. Seit 1912 sind “Rot und Weiss“ die offiziellen Clubfarben. Bis heute hat sich daran nichts geändert. Der FC Dietikon wurde Mitglied der Ostschweizer Fussballvereinigung (OFV). Eine Saisonrückschau im August 1911 ergab zwanzig Spiele, darunter zehn Siege, drei Unentschieden, sieben Niederlagen und ein Torverhältnis von 93:56.
Wann genau der FC Fortuna in FC Dietikon umgetauft wurde und sich dieser dem SFV (Schweizerischer Fussballverband) anschloss, lässt sich nicht mehr eruieren.
Auf dem Bild rechts: Geng, Frey, Hegnauer, Steiner, Wiederkehr, Hausamann, J. Egli, Rigelin, Grendelmeier, K. Egli, Merz
1919 – 1928
Mit der Aussicht auf die Dornau als künftigem Spielfeld, ging es in der Folge auch mit dem FCD aufwärts. Ende 1921 wurde die erste Juniorenmannschaft gegründet. Auf der Dornau wurden in der folgenden Saison insgesamt 55 Wettspiele ausgetragen. Inzwischen zählte der FC Dietikon 44 Aktivmitglieder, die in drei Mannschaften spielten.
Noch immer aber hatten die Fussballer mit den Vorurteilen der Bevölkerung zu kämpfen und wurden von vielen Leuten als „minderwertiger Abschaum“ betrachtet. Sportliche Erfolge auf dem Fussballfeld stellten sich gegen Ende der zwanziger Jahre ein: Bei ihrem ersten Cup-Abenteuer in der Vereinsgeschichte trifft die Mannschaft des FCD in der zweiten Runde auf den FC Basel. Mit einer klaren 0:10-Niederlage werden die Dietiker nach Hause geschickt.
1929 – 1938
1930 ist es soweit: Der FC Dietikon steigt in die Promotionsklasse, die damals zweithöchste und spätere 2. Liga, auf. In jener Zeit wird auch eine Gesangssektion ins Leben gerufen. Bezeichnung: Durstige Leber…
Am 4. Februar 1933 feierte der FC Dietikon sein 25-Jahr-Jubiläum. In sportlicher Hinsicht kämpfte er aber gegen den Abstieg, der ein Jahr später Tatsache wurde. Zahlreiche Austritte waren der Wirtschaftskrise zuzuschreiben, dennoch zählte der Verein 190 Mitglieder.
1939 – 1948
Dank einer grosszügigen Ablösungs – und Urlaubsordnung konnten die Meisterschaftsspiele während des Zweiten Weltkriegs praktisch immer mit bester Besetzung bestritten werden. 1941 spielte die Mannschaft bereits wieder in der 3. Liga. Vier Jahre später erfolgte der erneute Aufstieg in die 2. Liga, wo man gleich in der ersten Saison auf den vierten Platz vorstiess.
Einen sportlichen Höhepunkt feierte die Mannschaft 1947 auf internationaler bene: In Bludenz (Vorarlberg) errang das Team den Sieg vor den Gastgebern, Innsbruck, St. Gallen und dem Arbeitersportclub Zürich.
1948 wurde das 40jährige Bestehen des FC Dietikon gefeiert, der inzwischen aus dem örtlichen Sportleben nicht mehr wegzudenken war.
Man erinnerte denn auch an die fussballbegeisterten Mitglieder, die in den schwierigen Anfangszeiten treu und mutig ausgehalten und in „echtem sportlichen Geist die Goalstangen immer wieder neu aufgerichtet hatten, wenn sie nachts zuvor mutwillig zerstört oder die Limmat hinuntergeschwemmt worden waren“.
1949 -1958
In sportlicher Hinsicht vermochte sich der FC Dietikon 1949/50 zwar noch in der 2. Liga zu halten, musste aber ein Jahr später den Abstieg in die 3. Liga hinnehmen. Dennoch liess man die Köpfe nicht hängen und pflegte gesellschaftliche Anlässe. Zahlreiche Aktivitäten während der fünfziger Jahre waren Anzeichen dafür, dass innerhalb des Vereins eine gute Kameradschaft, enge Verbundenheit und eine initiative Führung vorhanden waren.
Wesentlichen Anteil am Erfolg des FC Dietikon, der in der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre praktisch in einem Zug von der 3. Liga in die 1. Liga aufsteigt und von 1958 bis 1966 in dieser Spielklasse seinen bisher sportlichen Zenit erreicht, hatte der damalige Trainer Hermann Busenhart. Zu jenem Zeitpunkt war „Busi“, wie man den Trainer allgemein genannt hatte, der 21. Betreuer des FCD.
Ausgeglichenheit in einem Team ohne Stars, Kameradschaft und Verbundenheit mit dem Club (wobei sich die Equipe ausnahmslos aus früheren Junioren des FC Dietikon zusammensetzte) führten zu diesem Erfolg des Aufstiegs in die 1. Liga.
Man erinnerte denn auch an die fussballbegeisterten Mitglieder, die in den schwierigen Anfangszeiten treu und mutig ausgehalten und in „echtem sportlichen Geist die Goalstangen immer wieder neu aufgerichtet hatten, wenn sie nachts zuvor mutwillig zerstört oder die Limmat hinuntergeschwemmt worden waren“.
Der sportliche Erfolg, das „Goldene Jubiläum“ und die Einweihung des Hauptfeldes mit dem Clubhaus machten das Jahr 1958 zu einem Glanzpunkt in der Vereinsgeschichte des FC Dietikon.
Zuschauermassen, wie man sie später nur bei ganz seltenen Gelegenheiten mobilisieren konnte, bewegten sich Sonntag für Sonntag auf die Dornau. Zehn bis zwölf Platzkassierer waren nötig, um den Billetverkauf zu regeln.
1959 -1968
Was kaum jemand für möglich hielt, wurde in der zweiten 1. Liga Saison des FCD Tatsache: Die Mannschaft wuchs beinahe über sich hinaus und wurde Wintermeister mit fünf Punkten Vorsprung. Die Erfolge führten zu einer wahren Fussballeuphorie, und es wurde bereits über einen möglichen Aufstieg in die Nationalliga B spekuliert. Jedoch zerrannen sämtliche Hoffnungen: Dietikon wurde nicht Meister.
Obwohl in der darauffolgenden Saison der „Tabellenstand nicht gerade rosig aussieht“, verzichtet man beim FC Dietikon auf den Kauf von auswärtigen Spielern und setzte wie eh und je auf den eigenen Nachwuchs. „Wir wollen ein echter Amateurverein bleiben“ hiess es damals in einem entsprechenden Protokoll.
Die sportlichen Höhepunkte in den frühen sechziger Jahren sind die Cuperfolge des FCD. Am 6. November 1960 trifft die erste Mannschaft in der dritten Hauptrunde auf GC und schafft beinahe eine Sensation: Vor 1800 mitfiebernden Zuschauern liegen die Rotweissen zehn Minuten vor Spielende noch mit 2:1 in Führung. Den Stadtzürchern gelingen aber in denSchlussminuten noch zwei Tore. GC ging damit hauchdünn an einer Blamage vorbei. Zwei Jahre später gewinnen die Grasshoppers im Hardturm mit 3:1.
1965/1966 übernahm erneut Hermann Busenhart die Betreuung der ersten Mannschaft, die allerdings nicht mehr an ihre früheren Glanzleistungen anknüpfen konnte. Im Gegenteil: Die Mannschaft, die während acht Jahren der 1. Liga angehört und sich einige schöne Erfolge erspielt hatte, musste wieder in die 2. Liga absteigen. Der sofortige Wiederaufstieg konnte nicht realisiert werden.
1969 – 1978
Obwohl die Dietiker stets eine starke und unberechenbare Cup-Mannschaft waren, konnte erst am 14. August 1977 wieder ein Cup -Grossereignis auf der Dornau angekündigt werden. 609 Zuschauer zahlten je Fr. 4.50 Eintritt, um in der zweiten Hauptrunde den FC Dietikon gegen den Nationalliga A Verein Luzern spielen zu sehen. Die Innerschweizer bekundeten einige Mühe und gewannen hauchdünn mit 1:0.
Die Cup-Erfolge konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass in sportlichen Belangen der FC Dietikon in den vergangenen 15 Jahren als durchschnittlicher 2.-Liga-Verein ansonsten kaum einmal Schlagzeilen machte. In der Saison 1973/74 kämpfte man gar gegen den Abstieg in die 3. Liga. Im letzten Meisterschaftsspiel brauchte der FCD gegen Höngg ein Unentschieden. Mit einem 2:1-Sieg wurde dann der Ligaerhalt gesichert.
1979 – 1988
Im September 1981 wurde der FC Dietikon erneut seiner Reputation gerecht und brachte in der dritten Hauptrunde den FC St. Gallen auf die Dornau. Begegnungen zwischen St. Gallen, dem ältesten Schweizer Club, und Dietikon waren übrigens in den frühen sechziger Jahren nichts Aussergewöhnliches, denn da gehörten beide Vereine noch der 1. Liga an.
In der Zwischenzeit hatten sich die beiden Fanionteams allerdings verändert das eine nach oben, das andere nach unten. Der Klassenunterschied machte sich denn auch im mit grosser Spannung erwarteten Cup-Treffen bemerkbar und es setzte eine klare 0:6-Niederlage für die Einheimischen ab. Dennoch erlebten die weit über tausend Zuschauer ein fröhliches Fussballfest und manch einer dachte angesichts der imposanten Kulisse mit Wehmut an die glanzvollen FCD -Zeiten zurück, als die Dornau praktisch bei jedem Heimspiel von einer grossen Zuschauermasse umsäumt war.
Immerhin blieb der FCD in all den Jahren seinem Grundsatz treu, wonach er mit Spielern aus der eigenen Nachwuchsabteilung eine schlagkräftige Mannschaft aufzubauen versucht und darauf verzichtet, viel Geld in auswärtige Akteure zu investieren. Dieses Unterfangen wurde jedoch dadurch beeinträchtigt, dass immer wieder junge, talentierte Spieler den FCD verliessen, um bei einem Grossclub ihr Glück zu versuchen.
Vor 75 Jahren wäre sie noch völlig undenkbar und ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, heute gilt sie als Selbstverständlichkeit: Seit der Generalversammlung vom 5. März 1982 besitzt der FC Dietikon eine selbständige Damenabteilung. Bereits einige Monate zuvor hatten sich gut ein Dutzend junger Mädchen zusammengetan und auf Initiative von Daniel Baer am Chlausabend 1981 eine Mannschaft bzw. „Frauschaft“ gegründet.
Innert kurzer Zeit haben die fussballspielenden Frauen des FC Dietikon zahlreiche Anhänger gewonnen und grosse Erfolge gefeiert, zum Beispiel den Aufstieg in die Nationalliga B.
1989 – 1998
Nach den erfolgreichen achtziger Jahren mit den zwei Aufstiegsspielen, wurde mit dem Jahrzehntwechsel eine Berg-und-Tal-Fahrt des FCD eingeleitet.
Aufstiegsspiele 1988
In der Saison 1990/91 konnte man den Abstieg in die 3. Liga mit dem damaligen Trainer G. Probst noch knapp verhindern. Als man den ehemaligen Profi Willy Scheepers (Holland) verpflichtete, wollte man eigentlich an alte Zeiten anknüpfen. Man sprach vom Aufstieg in die 1. Liga!
Auch Willy konnte die Talfahrt des FC Dietikon nicht aufhalten. Er war zweieinhalb Jahre Spielertrainer beim FCD (ein Abstieg und ein Aufstieg). Er wurde im Herbst 1993 entlassen.
Sevi Mentasti, sein Nachfolger, konnte den drohenden Abstieg in die 3. Liga auch nicht verhindern. Auch Mentasti verstand es nicht, die Mannschaft auf die Erfolgsstrasse zu führen.
Im Winter 1996 löste Andy Ladner (ehemaliger NLA- und Nationalspieler) den erfolglosen Sevi Mentasti ab. Mit Ladner stieg man in der gleichen Saison 1995/96 in die 2. Liga auf und etablierte sich in dieser.
Im August 1997 wurde die 1. Homepage des FCD veröffentlicht. Im Mai 1998 wurde Andy Ladner als Trainer entlassen . Sein Nachfolger wurde Fredi Iten (ehemaliger Assistenztrainer beim FCZ). Auch mit Iten konnte man den Abstieg in die 3.Liga nicht verhindern. Der FCD beginnt jetzt wieder ein Neuaufbau mit eigenen Junioren.
Der FCD feierte 1998 sein 90jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde ein Benefizturnier zu Gunsten der CH-Krebsliga organiesert. Für dieses Turnier konnten die NA Vereine FC Zürich, FC Aarau sowie der 1. Liga Verein FC Altstetten als Gegner des Gastgebers FC Dietikon gewonnen werden. Nicht das Sportliche stand im Mittelpunkt, sondern die Solidarität zu Krebskranken Menschen. Der FCD konnte durch dieses Turnier über Fr. 5’000.00 der Schweizerischen Krebsliga übergeben.
1999 – 2008
Auf die Saison 2001/2002 übernahm Beat Studer (ex-FCZ und ex-FCAarau) als Spielertrainer die Führung der ersten Mannschaft und stieg bereits im ersten Jahr in die 2. Liga auf. In der folgenden Saison verpasste man den „Durchmarsch“ in die 2. Liga Interregional nur knapp. Ein guter dritter Tabellenrang zeigte aber deutlich, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist.Dafür stieg die 2. Mannschaft nach einigen vergeblichen Anläufen in die 3. Liga auf. Baumeister dieses Erfolges war Röbi Rhiner, ein langjähriges Mitglied des FCD’s und ehemaliger Fanionspieler.
Auf die Saison 2005/06 wurde die 1. Mannschaft nochmals verjüngt. Einige ehemalige Junioren, welche bei Grossclubs den Durchbruch nicht ganz schafften kehrten auf die Dornau zurück. Bei Saisonhälfte zeigt dies erste Resultate: man liegt punktgleich mit Tabellenführer FC Freienbach auf dem zweiten Zwischenrang.
Auch in der Saison 2006/07 wurde am Konzept, vorwiegend mit eigenen Junioren das Kader zu bestimmen, festgehalten. In einem denkwürdigen Spiel gegen den FC Horgen standen ausser Spielertrainer Studer nur A- und B-Junioren auf dem Feld. Die tapfer kämpfenden Jungs um „Papi-Studi“ mussten erst in der Nachspielzeit das entscheidende Gegentor zur 3:2 Niederlage hinnehmen.
Leider musste die Damen-Abteilung zum Ende der Saison 07/08 ihre Aktivmannschaft auflösen, da sich nicht genug Spielerinnen mehr für ein Team finden konnten. Mit drei Juniorinnen-Teams sollte es aber in naher Zukunft wieder möglich sein, sic für den Meisterschaftsbetrieb anzumelden.
Nachdem die 1. Mannschaft in der Saison 07/08 keine Stricke zerreissen vermochte, reifte der Entschluss, sich mit externen Spielern zu verstärken. So lautet die Devise für das Jubiläums Jahr auch klar: Aufstieg in die Interregionale 2. Liga.