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Unterzeichnet haben das Anliegen über 9800 Personen, wie SFE-Präsident Luzius Hafen mitteilte. Seit 2013 weise man den Bund darauf hin, dass mindestens 100'000 Menschen im Einzugsgebiet des Flugplatzes Emmen direkt vom Fluglärm betroffen seien. 2016 habe der Kampfjetbetrieb in Emmen spürbar zugenommen.
Die Schweizer Armee absolviert mit ihren Kampfjets pro Jahr rund 22'000 Bewegungen oder 11'000 Flüge. Ab 2018 will sie am Flugplatz Emmen rund 20 Prozent mehr oder 1100 zusätzliche Jetbewegungen abwickeln. Grund ist die Schliessung des regelmässigen Militärflugbetriebs in Sitten VS. Auch die anderen beiden verbleibenden Flugplätze Payerne VD und Meiringen BE sind betroffen. Die vierwöchigen Jetflugpausen im Sommer bleiben erhalten.
Bereits Parmelins Vorgänger, der damalige Verteidigungsminister Ueli Maurer, hatte 2012 eine Petition des SFE erhalten. Darin forderten fast 6000 Personen ebenfalls eine sechswöchige Sommerflugpause und die Begrenzung des Kampfjet-Lärms.
Maurer lehnte die Forderung in der Folge ab. Die Luftwaffe versuche, ihren Betrieb im Sommer so weit wie möglich zu reduzieren. Es könnten aber nicht mehr als zwei Flugplätze gleichzeitig pausieren, denn die Luftwaffe müsse auch im Sommer ihre Aufträge erfüllen.
Zudem wies er darauf hin, dass der Flugplatz Emmen und die dort ansässigen Betriebe der armasuisse und der RUAG verhältnismässig viele Arbeitsplätze anbieten würden. Der Bundesrat hielt zudem fest, dass die Zahl der Flugbewegungen in Emmen seit dem Jahr 2000 stark zurückgegangen sei. Damals seien 8000 Jetbewegungen gezählt worden bei einem total von 17'000 Flugbewegungen.
(SDA)