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Insgesamt summierten sich die öffentlichen Übernahmeangebote 2022 auf 12,5 Milliarden Franken, wie dem am Freitag publizierten Jahresbericht der Übernahmekommission (UEK) zu entnehmen ist. Im Vorjahr wurden lediglich Angebote über 215 Millionen Franken unterbreitet.
Das Volumen verteilt sich auf fünf öffentliche Kaufangebote, die alle von der UEK genehmigt wurden. Bei den grössten zwei Deals traten internationale Unternehmen als Käufer auf: Die australische CSL liess sich dabei den Kauf von Vifor Pharma 11,6 Milliarden US-Dollar kosten. Und der mexikanische Nahrungsmittelriese Femsa legte für den Handelskonzern Valora 1,1 Milliarden Franken auf den Tisch.
Aber auch einheimische Käufer mischten 2022 mit. So privatisierte die Familie Bobst das gleichnamige Industrieunternehmen. Mit knapp 610 Millionen Franken hatte das öffentliche Übernahmeangebot der Familienholding JBF Finance an Bobst ein beträchtliches Volumen.
Ferner unterbreitete die Liechtensteinische Landesbank für die Bank Linth ein gemischt-öffentliches Übernahmeangebot über 126,5 Millionen Franken und die Investmentgesellschaft Spice Private Equity wurde für 31,4 Millionen Dollar von GP Swiss übernommen.
Volumen auf Fünfjahreshoch
Das Volumen der Angebote lag damit 2022 auch deutlich über den Werten von 2020 (8,3 Mrd. Fr.) und 2019 (7,0 Mrd. Fr.). Letztmals waren die Volumen 2017 mit 30,7 Milliarden Franken und 2016 mit 45,7 Milliarden Franken deutlich höher ausgefallen.
Damals waren jeweils ebenfalls einzelne Kaufangebote ausländischer Firmen für die grossen Ausschläge verantwortlich. So bot 2016 etwa die China National Chemical Corporation 43 Milliarden Franke für Syngenta. 2017 war die 30 Milliarden-Offerte von Johnson & Johnson für das Pharmaunternehmen Actelion für den Ausschlag verantwortlich.
cg/tt
(AWP)