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Lausanne (ots) - Nach einem ausgezeichneten Jahr 2009 konsolidiert die Loterie Romande ihr Ergebnis 2010. Obwohl der Bruttospielertrag (BSE) rückläufig ist (358 Mio. Franken bzw. -3,6%), konnte der Nettogewinn auf 200,5 Mio. Franken erhöht werden. Diese Gewinnsteigerung erklärt sich mit der Auflösung der Rückstellungen, die für ein eventuelles Betriebsende der elektronischen Lotterie-Automaten Tactilo gemacht worden waren.
Die Loterie Romande hielt am Mittwoch im Schweizer Spielmuseum in La Tour-de-Peilz anlässlich der Einweihung einer neuen Ausstellung über die Geschichte der Lotterie in Europa ihre jährliche Pressekonferenz ab. Präsident Jean-Pierre Beuret verkündete in Anwesenheit von Generaldirektor Jean-Luc Moner-Banet und des Präsidenten der Konferenz der Präsidenten der Verteilorgane (CPOR), Jean-Maurice Favre, das Betriebsergebnis 2010.
Zufriedenstellendes Ergebnis
Buchhalterisch betrachtet verzeichnet der BSE, das heisst die gesetzten Beträge abzüglich der von den Spielenden erzielten Gewinne, einen leichten Rückgang. Er beläuft sich auf 358 Mio. Franken, was einer Minderung von 3,6% gegenüber dem Vorjahresergebnis (371 Mio.) entspricht. Dieser Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass es bei den Ziehungsspielen Swiss Lotto Plus und Euro Millions weniger häufig grosse Jackpots hatte. Einen weiteren Wermutstropfen stellten die Sportwetten dar, die wegen des wachsenden Angebots von illegalen Operateuren im Internet weiterhin rückläufig sind.
Der Gewinn präsentiert sich glücklicherweise positiver und schlägt mit 200,5 Mio. Franken zu Buch. Dies entspricht einer Zunahme von 4,1% gegenüber 2009, dem bis anhin besten Jahr in der Geschichte der Loterie Romande (192,6 Mio.). Das ausserordentliche Ergebnis ist namentlich auf verschiedene Faktoren wie die Anpassung des Angebotes, die Optimierung des Verkaufsnetzes und die Beherrschung der Betriebskosten zurückzuführen.
Neu und aktuell: Nachdem das Bundesgericht am 18. Januar 2011 die Legalität der elektronischen Lotterie-Automaten Tactilo bestätigt hat, können die für die Restrukturierung des Unternehmens im Falle einer eventuellen Betriebseinstellung dieser Automaten getätigten Rückstellungen aufgelöst werden. Eine erste Tranche von 10 Mio. Franken wird daher dem Gewinn 2010 zugeschlagen, ein zusätzlicher Betrag von 19,7 Mio. wird den Betriebsergebnissen der kommenden Jahre angerechnet.
Wichtige wirtschaftliche und soziale Rolle
Rund 4'000 nicht gewinnorientierte Stiftungen und Institutionen haben 2010 von der Unterstützung durch die Loterie Romande profitiert. Durchschnittlich wurden pro Tag über 500'000 Franken an zahlreiche Westschweizer Organisationen, die gemeinnützig tätig sind, ausgeschüttet.
Die Loterie Romande beschäftigte per 1. Januar 2011 290 Mitarbeitende (darunter 66 Ticket-Verkäufer) und überwies ihren 2'800 Depositären 67,5 Mio. Franken Kommission. Damit trägt sie wesentlich zum Überleben des lokalen Gewerbes sowohl in den städtischen Gebieten als auch in den Agglomerationen und Dörfern bei.
Nach Abzug der Steuer von 0,5% auf den BSE, der zur Bekämpfung der Spielsucht eingesetzt wird, teilt sich der Gewinn wie folgt auf: 5/6 für die kantonalen Verteilorgane, d.h. mehr als 166 Mio. Franken zur Unterstützung von Projekten in den Bereichen Soziales, Kultur oder Umwelt, sowie 1/6 für den Sport, d.h. 33 Mio. Franken.
Verfassungsänderung
In seiner Botschaft vom 20. Oktober 2010 hat der Bundesrat der Volksinitiative "Für Geldspiele im Dienste des Gemeinwohls" einen Gegenentwurf entgegengestellt. Dieser hat den Vorteil, eine globale Politik anzustreben, die die Entwicklung der betroffenen Akteure (Casinos und Lotteriegesellschaften) und die Integration von Massnahmen zur Prävention und Bekämpfung der Spielabhängigkeit erlaubt. Die Loterie Romande begrüsst diese Entwicklung, die angemessene Grundlagen für die Revision der schweizerischen Gesetzgebung über die Geldspiele schafft.
Der Lotteriesektor ist in der Schweiz durch die Aktivitäten illegaler Operateure im Internet stark bedroht. Die Loterie Romande wird sich trotzdem auch in Zukunft für die Gemeinschaft einsetzen, nach Innovationen suchen und attraktive, sozial verantwortungsbewusste Spiele anbieten.
Zur Erinnerung: Der Gewinn der Loterie Romande kommt vollumfänglich gemeinnützigen Projekten in den Bereichen Soziales, Kultur, Umwelt und Sport zugute.
Kontakt:
Jean-Pierre Beuret, Präsident
Mobile: +41/79/332'01'00
Jean-Luc Moner-Banet, Generaldirektor
Mobile: +41/79/310'78'69
Jean-Maurice Favre, Präsident CPOR
Mobile: +41/79/204'22'94