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Tofranil enthält den Wirkstoff Imipramin und gehört zu einer Gruppe von Arzneimittel, die man als trizyklische Antidepressiva bezeichnet.
Tofranil wird in erster Linie zur Behandlung von Depressionen verschiedener Art bei Erwachsenen verwendet, d.h. zur Behebung von Zuständen wie Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Freudlosigkeit und Antriebslosigkeit. Ausserdem löst es Panikzustände, wirkt beruhigend und hat einen günstigen Einfluss auf chronische Schmerzzustände.
Bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen wird Tofranil gegen Bettnässen eingesetzt, wenn der Arzt bzw. die Ärztin eine andere Behandlung als nicht geeignet ansieht.
Tofranil darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet werden.
Wichtig ist, dass Sie und Ihre Familienangehörigen oder Betreuungspersonen während der Tofranil-Behandlung jede Veränderung Ihrer Gemütslage mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprechen.
Tofranil darf nicht angewendet werden, wenn Sie:
?schon einmal ungewöhnlich oder allergisch reagiert haben auf den Wirkstoff von Tofranil (Imipramin), einen Hilfsstoff von Tofranil oder auf ein anderes trizyklisches Antidepressivum,
?bereits Arzneimittel mit Wirkstoffen einnehmen, die zu den sogenannten Monoaminooxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) gehören, wie z.B. Selegilin (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit), Moclobemid (zur Behandlung von Depressionen) und Linezolid (ein Antibiotikum),
?kürzlich einen Herzinfarkt hatten oder an einer schweren Herzkrankheit leiden,
?einen unbehandelten erhöhten Augeninnendruck haben,
?unter Magen- oder Darmentleerungsstörungen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Wasserlösen bei vergrösserter Prostata leiden oder,
?eine akute Vergiftung durch Alkohol, Schlafmittel oder Drogen haben.
Informieren Sie in diesen Fällen Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie Tofranil anwenden.
Unter bestimmten Umständen sollten Sie Tofranil nicht oder erst nach eingehender ärztlicher Prüfung einnehmen. Deshalb informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie an einer der folgenden Störungen oder Krankheiten leiden oder gelitten haben bzw. entsprechende Arzneimittel einnehmen müssen:
?epileptische Anfälle,
?Herzrhythmusstörungen, Herzkreislaufstörungen,
?andere psychische Erkrankungen,
?erhöhter Augeninnendruck, grüner Star (Glaukom),
?Leber- oder Nierenerkrankung,
?Veränderungen des Blutbildes,
?Erkrankungen der Schilddrüse,
?Alkoholabhängigkeit,
?Stuhlverhalten oder Darmlähmung,
?Stimmungswechsel zwischen Depression und extremer Hochstimmung.
Unter der Behandlung mit Tofranil können sich die Symptome der Depression, insbesondere suizidalem Verhalten, verschlechtern. In diesem Fall sollten Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren.
Wird Tofranil bei Kindern und Jugendlichen zur Behandlung von Bettnässen verabreicht, so ist auf das Auftreten von Verhaltensstörungen zu achten, da bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren mit Depressionen oder anderen psychiatrischen Diagnosen unter der Behandlung mit Antidepressiva über ein vermehrtes Auftreten von Verhaltensstörungen inkl. erhöhtem Risiko von Suizidgedanken, Selbstverletzungen und vollendetem Suizid berichtet wurde. Das haben Daten aus klinischen Studien gezeigt.
Ein Abbruch der Behandlung darf nicht plötzlich und nur in Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin erfolgen, da es sonst zu Entzugssymptomen kommen kann.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.
Da Tofranil zu einer Verminderung der Alkoholverträglichkeit führen kann, ist es empfehlenswert, während der Behandlung auf Alkohol zu verzichten. Tofranil kann Sie schläfrig machen, Ihre Aufmerksamkeit verringern oder zu verschwommenem Sehen führen. Falls es dazu kommt, verzichten Sie darauf, ein Fahrzeug zu lenken, eine Maschine zu bedienen oder andere Tätigkeiten zu verrichten, die Ihre volle Aufmerksamkeit erfordern. Alkohol kann die Müdigkeit noch verstärken.
Besonders zu Beginn der Einnahme sollten Sie darauf achten, ob das Arzneimittel Ihre Reaktionsfähigkeit verändert.
Tofranil kann zu Mundtrockenheit führen, was das Kariesrisiko erhöht. Während einer Langzeitbehandlung sollten Sie also regelmässig Ihre Zähne kontrollieren lassen.
Wenn Sie Kontaktlinsen tragen und Augenreizungen bekommen, informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.
Teilen Sie vor jedem chirurgischen Eingriff oder dem Beginn einer Zahnbehandlung dem verantwortlichen Arzt bzw. Zahnarzt oder Ärztin bzw. Zahnärztin mit, dass Sie Tofranil nehmen.
Tofranil kann dazu führen, dass Ihre Haut empfindlicher auf Sonnenlicht reagiert. Setzen Sie sich keiner direkten Sonnenbestrahlung aus, tragen Sie eine Sonnenbrille und schützen Sie sich durch entsprechende Kleidung.
Wichtig ist, dass Ihr Arzt oder Ihre Ärztin regelmässig die Behandlungsfortschritte kontrolliert, damit er bzw. sie die Dosis entsprechend einstellen und dadurch Nebenwirkungen reduzieren kann. Vielleicht wird er bzw. sie auch Blutuntersuchungen durchführen, Ihren Blutdruck messen und Ihre Herzfunktion überprüfen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
?an anderen Krankheiten leiden,
?Allergien haben oder
?andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Sie sollten insbesondere Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie Arzneimittel zur Förderung der Magenentleerung oder gegen Herzrhythmusstörungen (Wirkstoff Chinidin) oder mit folgenden Wirkstoffen einnehmen: Clotrimoxazol (gegen bakterielle Erkrankungen), Thioridazin (zur Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen).
Sie sollten ebenfalls Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Depression oder anderen psychischen Erkrankungen anwenden (einschliesslich solche, die Sie ohne ärztliche Verschreibung erhalten haben). Beispiele solcher Arzneimittel sind: Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin, Citalopram, Fluvoxamin, Lithium und andere trizyklische Antidepressiva.
Sie sollten ebenfalls Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie Blutdruck- oder Herzmittel, Beruhigungsmittel, Mittel gegen Epilepsie (wie z.B. Barbiturate), Schlafmittel, starke Schmerzmittel, Migränemittel (Triptane), Terbinafin-Tabletten zur Behandlung von Haut-, Haar- oder Nagelpilzinfektionen, Arzneimittel zur Verhinderung der Blutgerinnung (Antikoagulantien), Arzneimittel gegen Asthma oder Allergien, Arzneimittel gegen Parkinson-Krankheit, Schilddrüsenpräparate, Arzneimittel gegen überschüssige Magensäure-Sekretion oder Magengeschwüre mit dem Wirkstoff Cimetidin, hormonale Empfängnisverhütungsmittel (orale Kontrazeptiva), Östrogene oder Methylphenidat einnehmen.
Tofranil Dragées enthalten Sucrose (Sucrose wird im Körper teilweise in Fructose umgewandelt) und Lactose. Daher sollten Sie, falls Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden, Tofranil Dragées nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einnehmen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder stillen. Tofranil sollte während der Schwangerschaft nur dann eingenommen werden, wenn es Ihnen der Arzt oder die Ärztin trotzdem ausdrücklich verschrieben hat.
Der Wirkstoff von Tofranil geht in die Muttermilch über. Deshalb sollten Mütter, die Tofranil nehmen, nicht stillen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin legt die für Sie am besten geeignete Dosis fest. Die folgenden Dosierungsangaben gelten nicht als Anweisung sondern nur als Orientierung.
Erwachsene: Bei Depressionen und Verstimmungszuständen beträgt die Erhaltungs-Tagesdosis normalerweise zwischen 50 und 100 mg. Bei Panik-Attacken beginnt man gewöhnlich mit 10 mg täglich und erhöht nach einigen Tagen langsam auf eine Dosis zwischen 75 mg und 150 mg. Bei chronischen Schmerzzuständen beträgt die Tagesdosis gewöhnlich zwischen 25 und 75 mg. Nehmen Sie Tofranil nach den Anweisungen Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin. Nehmen Sie nicht mehr davon und nehmen Sie es nicht länger und nicht öfter als Ihr Arzt oder Ihre Ärztin es Ihnen verschrieben hat.
Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche bei Bettnässen: Gegen Bettnässen bei Kindern (über 6 Jahre) und Jugendlichen liegt, je nach Alter, die Tagesdosis gewöhnlich zwischen 20 und 75 mg.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin. Beenden Sie die Behandlung bei Ihnen oder Ihrem Kind nicht, ohne vorher mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zu sprechen. Möglicherweise wird er bzw. sie Ihnen empfehlen, Tofranil nicht abrupt, sondern allmählich abzusetzen. Damit werden eine Verschlechterung Ihres Zustandes und das Risiko von Abbruchsymptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Angstgefühl, Nervosität und allgemeines Unwohlsein vermieden.
Falls Sie einmal die Einnahme einer Dosis Tofranil vergessen haben, nehmen Sie die ausgelassene Dosis sobald Sie sich daran erinnern, und nehmen Sie danach das Arzneimittel wieder zu den gewohnten Zeiten ein. Ist jedoch bald Zeit für die Einnahme der nächsten Dosis, nehmen Sie die ausgelassene Dosis nicht, sondern fahren Sie fort, das Arzneimittel zur gewohnten Zeit einzunehmen.
Wenn Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.
Wenn Sie einmal wesentlich mehr Dragées genommen haben als Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin verschrieben hat, suchen Sie sofort die Notfallstation des nächstgelegenen Krankenhauses oder Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf oder rufen Sie dort an. Die folgenden Symptome einer Überdosierung treten gewöhnlich innerhalb von wenigen Stunden auf: starke Schläfrigkeit; Konzentrationsschwäche; schneller, langsamer oder unregelmässiger Herzschlag; Ruhelosigkeit und Erregtheit; Verlust der Muskelkoordination und Muskelsteifheit; Atemnot; Krampfanfälle; Erbrechen; Fieber.
Die meisten Nebenwirkungen von Tofranil erfordern in der Regel kein ärztliches Eingreifen und gehen während der Behandlung, nachdem sich Ihr Körper an das Arzneimittel gewöhnt hat, wieder zurück. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn die Nebenwirkungen länger andauern oder für Sie sehr unangenehm sind.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Tofranil auftreten:
Die häufigsten Nebenwirkungen sind: Benommenheit, Müdigkeit, Mundtrockenheit, verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen, Zittern, unregelmässiger Herzschlag, Herzrasen, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Erbrechen, Leberfunktionsstörung, Übelkeit, Schwindel, Ruhelosigkeit, Gefühlsstörungen, Durchfall, Hitzewallungen, Schweissausbrüche.
Zu Beginn der Behandlung mit Tofranil können sich Angstgefühle verstärken; sie lassen aber in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach.
Danach können noch weitere Nebenwirkungen auftreten, z.B. Geschmacksstörungen, Verwirrtheit, Schlafstörungen, Gewichtszunahme, Sexual- oder Blasenstörungen und Hautausschlag.
Wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, denn sie erfordert eventuell eine ärztliche Behandlung: Gelbsucht, Hautreaktionen (Jucken oder Rötung), starkes Fieber und Halsschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, schmerzende Augen, starke Magenschmerzen, Muskelschwäche oder Muskelsteifheit, Muskelkrämpfe, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Schwellen der Brüste und Austreten von Milch, schnelle oder unregelmässige Herzschläge (starkes Herzklopfen, Herzjagen), Sprachstörungen, Verwirrtheit oder Delirium, Halluzinationen, Krampfanfälle.
Bei Kindern und Jugendlichen mit Depressionen oder anderen psychiatrischen Diagnosen wurde unter Behandlung mit Antidepressiva über ein vermehrtes Auftreten von Verhaltensstörungen inkl. erhöhtem Risiko von Suizidgedanken, Selbstverletzungen und vollendetem Suizid berichtet.
Beim Absetzen von Tofranil können Abbruchsymptome auftreten (s. «Wie verwenden Sie Tofranil?»).
Es wurde ein erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen bei Patienten und Patientinnen im Alter über 50 Jahren, welche diese Art von Arzneimittel nehmen, beobachtet.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Arzneimittel sind für Kinder unerreichbar aufzubewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Tofranil soll vor Feuchtigkeit geschützt und nicht über 30°C aufbewahrt werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Ein Dragée enthält 10 mg oder 25 mg Imipraminhydrochlorid sowie Lactose und weitere Hilfsstoffe.
24115 (Swissmedic)
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Dragées 10 mg: 60.
Dragées 25 mg: 50 und 200.
Novartis Pharma Schweiz AG, Risch; Domizil: 6343 Rotkreuz
Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.