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Zahlen und Fakten
Wie viele Menschen von Alkohol oder anderen Drogen abhängig sind, ist schwer zu bestimmen. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 300 000 Personen in der Schweiz alkoholabhängig sind, und eine Schätzung aus den Neunzigern spricht von rund 30 000 Personen, die in der Schweiz von Kokain und/oder Heroin abhängig sind.
Es gibt Schätzungen zu den sozialen Kosten des Konsums von Substanzen. Damit sind die direkten, indirekten und immateriellen Kosten gemeint. Direkte Kosten beziffern die Kosten für medizinische Behandlungen und für Folgen des Konsums. Indirekte Kosten beziffern die Produktionsausfälle wegen Krankheit, Invalidität und Todesfällen. Immaterielle Kosten beziehen sich auf den Verlust von Lebensqualität. Die sozialen Kosten des Alkoholkonsums werden pro Jahr auf 6,7 Milliarden CHF und diejenigen für den Konsum illegaler Drogen auf 4,1 Milliarden CHF geschätzt. Es gibt kaum zuverlässige Statistiken und Schätzungen zum Umfang des Drogenproblems in der Schweiz und in anderen Ländern, denn die Dunkelziffern sind je nach Droge sehr hoch. Suchtartiger Drogenkonsum stellt jedoch für jeden Einzelnen, sein Umfeld und für die Gesellschaft ein grosses Problem dar, dem mit vereinten Kräften und auf verschiedenen Ebenen entgegengewirkt werden muss.
Zum Vergleich:
Im Jahresbericht 2009 der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) wurde eine Zunahme der Kokainkonsumenten in Europa von ca. 3,5 Millionen im Jahr 2006 auf 4,5 Millionen im Jahr 2007 konstatiert. Auch wenn sich die Zahlen im Jahr 2008 auf tieferem Niveau stabilisiert haben, ist der Konsum von Kokain ungebrochen hoch.