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Der S. ist die klassische alteidg. Griffwaffe für den Kampf im Handgemenge. Er besteht aus einem hölzernen Griff mit zueinander gebogener, sichelförmiger Knauf- und Parierstange sowie einer zweischneidigen, spitz zulaufend oder parallel geschmiedeten Klinge, letztere mit geschliffener Spitze. Im Gegensatz zu Halbarte und Langspiess gehörte der S. nie zu den Waffen, die Zeugämter in grösseren Mengen erwarben, um sie den wehrfähigen Männern weiterzuverkaufen. Seine Anschaffung geschah im zivilen Handel. Daraus erklären sich wohl die vielfältigen Längen von Klingen und Parierstangen. Der S. entwickelte sich aus dem Schweizerdolch über das Schweizerschwert und trat in der 1. Hälfte des 15. Jh. mit einer durchschnittl. Klingenlänge von ca. 40 cm in Erscheinung. Gegen Ende des 15. Jh. nahm die mittlere Klingenlänge auf 70 cm zu. Mit wachsender Bedeutung der Handfeuerwaffen verschwand der S. allmählich um die Mitte des 16. Jh.
Literatur
– H. Schneider, Der Schweizerdolch, 1977
– H. Schneider, Waffen im Schweiz. Landesmuseum 1, 1980
Autorin/Autor: Anton Künzi