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Die Umweltwirkung der extensiven Produktion von Getreide und Raps nach dem Extenso-Programm wurde mittels Ökobilanzen abgeschätzt. Das Extensoprogramm bietet eine Entschädigung für den Verzicht auf Fungizide, Insektizide und Wachstumsregulatoren. Die Extensomassnahme bewirkte eine Reduktion der ausgebrachten Menge von Pflanzenschutzmitteln um bis zu 50 % und eine Verminderung des Ertrags um 13 bis 23 %. Dies führte zudem zu einer geringeren ökotoxischen Belastung aquatischer und terrestrischer Systeme durch Pestizide. Dieser Effekt wurde jedoch teilweise durch den verminderten Herbizideinsatz verursacht und weitgehend durch die Wirkung der in Düngern enthaltenen Schwermetalle überdeckt. Hinsichtlich Biodiversität schnitt das Extensoprogramm in erster Linie beim Raps günstig ab. Bei allen übrigen Wirkungskategorien ergaben sich hingegen keine gesicherten Vorteile des Extensoanbaus. Der Vergleich mit anderen Anbauvarianten zeigte, dass die grössten Unterschiede in den Umweltwirkungen auf die Landbauform und die Düngung zurückzuführen sind. Diese erwiesen sich als weit wichtiger als die Extensomassnahme.
Eine grasbasierte Rindfleischerzeugung ist deutlich weniger produktiv als eine intensive Ganzjahresstallhaltung. Agroscope-Fachleute erforschten deshalb, wie grasbasierte Betriebe sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch produzieren können.
Bei Pflanzenschutzbehandlungen in Obstkulturen mit Drohnen kann es zu Abdrift und somit zu einer Exposition von Anwohnern und Passantinnen kommen. Die Studie zeigt, dass diese potentiellen Risiken im aktuellen Zulassungsverfahren berücksichtigt sind.
FiBL-Versuche haben gezeigt, dass mit der Umstellung auf biologischen Anbau auch gefährdete Arten der Roten Liste, wie der Dreispitzige Kamelläufer (Amara tricuspidata) gefördert werden können. Diese Art und andere samenfressende Arten unterstützten durch Samenfrass von Kräutern und Gräsern die natürliche Unkrautbekämpfung.