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Wenn es «nur» daran liegt, dass die Liebe nicht ausreicht, um zusammenzubleiben, steht nur der Weg der Scheidung offen. Mit einer Scheidungsvereinbarung kann das gemeinsame Begehren sofort beim Gericht eingereicht werden. Widersetzt sich der Mann hingegen, muss die Ehefrau zwei Jahre getrennt leben und kann frühestens dann auf Scheidung klagen.
In sehr seltenen Ausnahmefällen kann eine Ehe gerichtlich für ungültig erklärt werden. Die Ehefrau, die sich sofort von den Ehebanden befreien will, kann eine Ungültigerklärung der Ehe nur verlangen, wenn sie beispielsweise über wesentliche Eigenschaften des Ehemanns absichtlich getäuscht wurde und ihn (auch) deshalb geheiratet hat. Also wenn der Ehemann ihr weisgemacht hat, er sei kinderlos, ohne Schulden und nicht vorbestraft und in Tat und Wahrheit das Gegenteil der Fall ist.
Eine Scheidung kostet immer Kraft, egal ob diese einvernehmlich oder gerichtlich in einer Kampfscheidung vollzogen wird. Guider klärt für Beobachter-Abonnenten Fragen zum Scheidungsrecht. Finden Sie unter anderem mithilfe eines Merkblatts heraus, wie sich die Unterhaltspflicht zusammensetzt, was bei einem Gerichtsverfahren auf Sie zukommt und wie das eheliche Vermögen geteilt wird.