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Lateinisch: Hevea brasiliensis
Familie: EUPHORBIACEAE
Die „Seringueira“ kommt an den Ufern von Flüssen und auf zeitweise überschwemmten Böden des amazonensischen Festlandes vor. Sie erreicht eine Höhe von 30 m, mit einer durchschnittlichen Stammstärke von 30 bis 60 cm. Im Amazonas-Regenwald gibt es mehr als 11 verschiedene Arten – alle von der Spezies „Hevea“ und sehr ähnlich wie die H. brasiliensis. Sie blühen ab August bis zum Anfang November. Die Früchte reifen zwischen April bis Mai. Aus den Fruchtkernen gewinnt man ein Öl zum Trocknen von Ölfarben, aber den weitaus grösseren Nutzen zieht man aus dem Gewinn des Latex, dem Baumsaft, den man in Gummi verwandelt.
Kuriositäten
Das aus diesem Baum gewonnene Harz wurde zuerst zur Herstellung von Injektionsspritzen (Seringas) verwendet – daher der Name des Baumes. Seine Nutzung war verantwortlich für die grösste wirtschaftliche Aktivität der Amazonas-Region zwischen 1870 und 1910 – in erster Linie wegen der Erfindung des vulkanisierten Gummis durch Charles Goodyear 1844 und die Erfindung des Pneus 1888 durch John Boyd Dunlop. Gegenwärtig erlebt die brasilianische Gummifabrikation einen erneuten Aufschwung:
Die Regierung des Amazonas-Bundesstaates Acre investiert, um die Latexgewinnung aus der sozialen, wirtschaftlichen, politischen und ökologischen Perspektive wieder „tragbar“ zu gestalten. Der Latex einiger Regionen wird ausserdem zur Fabrikation von Präservativen im südlichen Brasilien verarbeitet.