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Rückblick
In unseren Vereinsakten können wir nachschlagen, dass fünf tatkräftige Männer im August 1866 den Entschluss fassten, in der Gemeinde Veltheim einen Verein zu bilden, dessen Zweck es sei, allen Schützenfreunden Gelegenheit zu geben, sich im Gebrauch der gegenwärtigen Ordonnanz-Schiesswaffen (Infanteriegewehr, Jägergewehr und Feldstutzer) zu üben und auszubilden.
An der ersten Übung wurde auf 300 und 400 Schritte geschossen, und dies auf bemalte Scheiben. Geschossen wurde während der ersten zwei Jahrzehnte auf freiem Felde im Rütihof, nordwestlich vom Weiher, also dort, wo heute die Campinganlage steht. Bei den neuen Ordonanzwaffen handelte es sich um Vorderlader mit Perkussionsschloss, zur Hauptsache mit gezogenem Lauf, Kaliber 18 und
10,5 mm. Wenige Jahre später kamen dann die ersten Hinterlader ausländischer Herkunft und fast gleichzeitig das schweizerische Vetterligewehr, das erste schweizerische Repetiergewehr mit Röhren-magazin zu 12 Patronen, das wiederum durch das Modell 1889 mit Geradezugverschluss abgelöst wurde.
Das politische Umfeld in den folgenden Jahren trug sicher dazu bei, dass die Zielsetzung – mindestens die schriftlich festgelegte – betont auf die Schiessausbildung zum Nutzen der Armee ausgerichtet wurde. Dass das Gesellige nicht zu kurz kam, kann man den verschiedenen Vereinsanlässen und der Teilnahme an Freundschaftsschiessen mit Vereinen der näheren Umgebung entnehmen, rückte doch meistens die ganze Sektion am Sonntagmorgen früh mit Fahne und Musik oder Tambour aus, um oft zu Fuss den Festort zu erreichen.
Das erste Vereinsbanner wurde 1875 von den Frauen und Töchtern der Veltheimer Schützen gestiftet.
Durch den Beitritt zum Schweizerischen Schützenverein in den 70er-Jahren und 1885 zum Bezirksschützenverein Winterthur wurde bereits eine Verbandsstruktur geschaffen.
Ein weiterer Meilenstein war sicher die 1885 erstellte Schützenhütte, die ihren Dienst bis 1924 zu versehen hatte. Dank der Opferwilligkeit der Schützen konnten im Jahre 1909 auf dieser Anlage sechs Zugscheiben in Betrieb genommen werden. Im Jahre 1924 baute die Stadt Winterthur mit viel Fronarbeit der Schützen eine mustergültige Schiessanlage mit zwölf Scheiben. Leider wurde der Druck auf die Stadtbehörden wegen des Schiesslärms so gross, dass der Schiessbetrieb 300 m im Herbst 1984 eingestellt und eine Verlegung in den Ohrbühl unumgänglich wurde.
1921 gründete der Schützenverein Veltheim eine Pistolensektion.Die 1927 erbaute Schützenhütte für die Pistolenschützen war mit der Zeit schwach und zu klein geworden, und so beschloss man 1952, einen neuen Pistolenstand zu bauen. Er versah, 1966 erweitert und mit Laufscheiben ausgerüstet, bis 1989 seinen Dienst. 1986/87 wurde auch dieser Stand von der Stilllegung bedroht.
So beschloss man, auf einem nahe gelegenen Areal gemeinsam mit den Kleinkaliberschützen der Stadt Winterthur, einen Pistolen- und Kleinkaliberstand für 25 und 50 m zu bauen. Dank der vielen Fronarbeit, sowie Darlehen der Schützen und der Sponsoren durften wir im Jahre 1989 eine grosszügige Schiessanlage mit schöner Schützenstube und genügend Umschwung für Feste beziehen. Die Erweiterung eines zweiten 25-m-Scheibenzuges wurde 1993 abgeschlossen.
Aufrund der fehlenden eigenen 300m-Schiessanlage, nahm die Anzahl der aktiven Gewehrschützen im Laufe der Jahre kontinuierlich ab. Die aktivsten unter ihnen massen sich jedoch fast jedes Wochenende an regionalen oder ausserkantonalen Schiessanlässen mit anderen Vereinen, an denen sie auch beachtliche Erfolge erzielten.
Im Jahre 2016 konnte der Schützenverein Veltheim das 150-jährige Jubiläum noch mit beiden Sektionen (300m Gewehr und 25/50m Pistolen) gemeinsam feiern.
Leider wurde dann per Ende 2016 die 300m Gewehr-Sektion mangels genügender aktiver Schützen aufgelöst.