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Wettbewerb Neue Hinterrheinbrücke, Tamins
Im Zusammenfluss der Rheine, nähe Tamins, soll nebst der bestehenden RhB-Brücke eine zweite Bahnbrücke zwecks Ausbau zur Doppelspurlinie erstellt werden.
Ein gradliniger, schlanker Träger überspannt die drei Felder, welche durch ihre Spannweitenverhältnisse nach einem Durchlauträger rufen. Dieser ermöglicht das Einhalten der Durchbiegungen ohne dass gevoutete Querschnitte nötig werden.
Das gedrungene Stahlrohr, welches zusammen mit den Betonelementen und dem Überbeton einen effizienten Verbundquerschnitt bildet, übernimmt das Material der alten Brücke, stellt es aber in völlig neuer Form dar. Die bewusst aussen angeordneten Rippen betonen den technischen Charakter der Konstruktion als Zweckbau.
Die runde Form hilft bei der Aufnahme der Torsion, resultierend aus der Kurve, erscheint schlank in der Ansicht und verstellt den Blick auf die alte und von der alten Brücke nur minimal.
Die Stahlverbundkonstruktion erweist sich in der Bauphase als vorteilhaft und effizient, da auf ein Lehrgerüst und eine Zwischenabstützung im Hinterrhein verzichtet werden kann. Durch den grossen Anteil an vorgefertigten Werkstücken kann die Bauzeit kurz gehalten werden.
- Stahlbrücke
- Gebogene Gleisspur
Bauzeit: 2015
Bauherr: Rhätische Bahn, Chur
Architekt: office haratori AG, Zürich