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Für die Kesselanlage wurden ein Schnellverdampfer und konventionelle Wasserraumkessel geprüft.
Schnellverdampfer haben auf den ersten Blick den Vorteil des kleinen Gewichts, da sie praktisch nur aus einer Rohrschlange bestehen. Das bedeutet allerdings, dass sie keine Dampfreserve haben wie Wasserraumkessel. Die für den instationären Schiffsbetrieb notwendige Regelreserve muss deshalb anders beschafft werden, was Zusatzgewicht bedeutet. Noch problematischer ist der Überhitzer. Aus diesem Grund wurden in Hanau zwei derartige Anlagen besichtigt. Diese fahren mit einer mehr oder weniger konstanten Dampfmenge. Ernüchternd waren aber die Massnahmen, die notwendig waren, um die Überhitzung zu erreichen, respektive konstant zu halten. Kurz: Es hätte sich um einen risikobehafteten Prototypen gehandelt, und diese Variante musste verworfen werden.
Der jetzt geplante Wasserraumkessel mit Ölfeuerung verfügt über einen innenliegenden Überhitzer. Wegen des beschränkten Platzes in der Höhe erhält der Kessel keinen Dom, sondern wird mit einem internen Sammelrohr ausgerüstet. Dies ist nicht neu, denn viele englische und südafrikanische Dampflokomotiven erhielten Kessel ohne Dampfdom.
Zur Zeit stehen noch zwei Fabrikate zur Auswahl. Der Entscheid ist noch ausstehend. Beide Varianten haben aber eine Gemeinsamkeit. Es kommt jeweils ein Wellrohr als Flammrohr zum Einsatz. Im Gegensatz zu den heute in der Industrie üblichen zylindrischen Flammrohren hat dieses den Vorteil einer grösseren Heizfläche. Noch wichtiger für den problemlosen Langzeitbetrieb sind aber dessen Flexibilität und die damit verbundenen kleineren Wärmespannungen. Die Umkehrkammern sind vollständig Wasser gekühlt.