Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03152.jsonl.gz/3525

Laurien van der Graaff realisierte ihr bestes Ergebnis an einem Grossanlass im Einzelsprint. Die Davoserin stiess beim Sprint in klassischer Technik bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang in die Halbfinals vor und klassierte sich im 10. Schlussrang.
"Klar träumt man von mehr. Aber der 10. Rang ist realistisch und solid", sagte Van der Graaff nach dem Wettkampf. Bei einem Weltcuprennen wäre sie mit dieser Leistung bestimmt zufrieden gewesen, aber unter dem Etikett Olympische Spiele wisse sie es noch nicht so recht. Die 30-Jährige wirkte allerdings nicht betrübt. "Ich war einfach nicht besser. Mit dem Halbfinal-Vorstoss habe ich meine Zielsetzung erreicht", fügte die zweifache Weltcupsiegerin dieser Saison an. Ihre Triumphe hatte sie auf den von ihr bevorzugten Skatingski gefeiert. Zum Schluss gab es gleichwohl noch ein Erfolgserlebnis. Auf der Zielgeraden überholte sie Heidi Weng, die Siegerin der Tour de Ski, und sicherte sich so eine Top-Ten-Klassierung.
Van der Graaff hatte zuvor im fünften und letzten Viertelfinal-Heat den 2. Platz erreicht und dabei mit einem starken Finish unter anderen die Schwedin Anna Dyvik und die Norwegerin Ingvild Flugstad Östberg hinter sich gelassen. Eigentlich wollte sie sich in der dritten Serie einteilen lassen, was ihr mehr Zeit zur Regeneration verschafft hätte. Doch Nadine Fähndrich, in der Qualifikation als 20. um einen Rang besser klassiert, schnappte ihr diesen Platz weg.
Für Fähndrich bedeuteten die Viertelfinals Endstation. Die Luzernerin klassierte sich bei ihrem zweiten Olympia-Einsatz im 20. Schlussrang. Das für einen Sprint happige Profil störte sie nicht speziell. "Egal welche Strecke, am Schluss sollte man immer müde sein", sagte sie.
Auch Jovian Hediger packte nach den Viertelfinals seine Sachen. Der Romand wurde im dritten von fünf Viertelfinal-Heats hinter dem Russen Alexander Bolschunow und den Finnen Ristomatti Hakola, dem Prolog-Schnellsten, sowie Iivo Niskanen Vierter. "Da war nicht viel zu machen. Die waren zu schnell", meinte er. Hediger hatte bewusst die dritte Viertelfinal-Gruppe gewählt: "Ich hoffte mit dieser Besetzung auf ein taktisches Rennen. Leider ging der Wunsch nicht in Erfüllung."
Für Hediger schaute Platz 19 heraus. Bereits in der Qualifikation waren die beiden anderen Schweizer Starter, Ueli Schnider und Erwan Käser, gescheitert.