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Russland war nach der Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim und wegen seiner Politik im Ukraine-Konflikt aus der Gruppe ausgeschlossen und mit Sanktionen belegt worden. Es dürfe nicht zu einer neuen Situation "Sieben gegen Einen" kommen, schrieb Kossatschow bei Facebook. Deshalb sollte das Format aus seiner Sicht weiter aufgebrochen und unter Einbindung Chinas und Indiens zu einer Gruppe G10 erweitert werden. Beide Länder hätten grosses Gewicht.
Kossatschow, der Chef des Auswärtigen Ausschusses im russischen Föderationsrat ist, sah in Trumps Vorstoss "keinen Anlass zur Freude". "Russland steht unter den Sanktionen der "Sieben", und eine hypothetische Rückkehr unseres Landes in das Format unter unveränderten Bedingungen würde bedeuten, bewusst die Ungleichheit bei den Rechten und Möglichkeiten der Teilnehmer anzuerkennen."
Auch im Fall eines Endes der Sanktionen sei das Format für Russland unbequem, weil es dann immer noch bei der Formel 7+1 bleibe. Kossatschow sieht die Gefahr, dass Russland sich dann ausschliesslich zu den liberalen Werten der westlichen Weltordnung bekennen und seine eigenen nationalen Interessen und die der Partner in anderen Staaten - vor allem im Osten - hintanstellen müsse.
Der G7-Gipfel beginnt am Samstag im französischen Biarritz. Kremlchef Putin hatte bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron am Montag gesagt, dass Russland nach dem geplatzten Treffen in Sotschi 2014 bereit sei, die Partner der G7 zu empfangen./mau/DP/jha
(AWP)