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Die UNO-Delegierten in New York haben am Donnerstagabend eine Erklärung verabschiedet, wonach Wald vermehrt der lokalen Bevölkerung in Besitz gegeben werden soll. An der Sitzung des UNO-Waldforums wurde das Internationale Jahr der Wälder eröffnet.
2011 soll das Bewusstsein für eine nachhaltige Bewirtschaftung und Entwicklung des Waldes gestärkt werden, wie es hiess. Derzeit sind über 70 Prozent des globalen Waldbestandes in der Hand von Zentralregierungen. Diese wissen im Gegensatz zu Ortsansässigen oft nicht, wie Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden können.
Weltweit scheint das Verständnis für den Schutz der Wälder jedoch zu wachsen: Zwar verschwindet der Wald immer noch alarmierend schnell, aber weniger rasant als noch in den 90er Jahren. Damals gingen jährlich rund 16 Millionen Hektaren verloren, heute sind es pro Jahr noch rund 13 Millionen - etwa die Fläche Grossbritanniens.
Die grössten Waldbestände gibt es in Russland, vor Brasilien, Kanada, den USA und China. In zehn Ländern gibt es keine Wälder und in 54 Staaten beträgt die bewaldete Fläche weniger als 10 Prozent des Landesterritoriums. In der Schweiz wurde der Abforstung Einhalt geboten, heute gilt sie im Waldschutz als vorbildlich.
"Wald ist nicht nur Holz", sagte Sibylle Vermont vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) in New York vor Medienvertretern. Der Wert, den der Wald für die Menschen, die in und mit ihm lebten, sei wirtschaftlich nicht zu messen, aber von grösster Bedeutung.