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Die Schweiz hat bezüglich Gleichstellung und Familienpolitik ausgewiesenen Nachholbedarf. Stossend sind insbesondere die hohen Betreuungskosten der Eltern, die in der Schweiz zwei- bis dreimal so hoch ausfallen wie in unseren Nachbarländern. Diese Situation geht auf Kosten der Familien und insbesondere der Mütter: Es sind mehrheitlich Frauen, die ihr Erwerbspensum reduzieren oder ganz aufgeben, um unbezahlt ihre Kinder zu betreuen, wenn bedarfsgerechte Betreuungsplätze fehlen, oder die Familie sie sich nicht leisten kann. Frauen verzichten damit nicht nur ein Erwerbseinkommen, sondern in der Folge auch auf ein ausreichendes Renteneinkommen nach der Pensionierung.
Vor diesem Hintergrund begrüssen die GRÜNEN, dass die vom Bund eingesetzten Mittel für die Förderung der familienexternen Kinderbetreuung erhöht werden sollen. Das vorgesehene Bundesgesetz leistet damit einen wichtigen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit des Berufs- und Familienlebens, zu mehr Chancengerechtigkeit für die Kinder und zu einer (finanziellen) Entlastung der Eltern. Dennoch sehen wir weiteren Anpassungsbedarf, um die Ziele in der Gleichstellungs- und Familienpolitik zu erreichen. Um zu einer spürbaren Entlastung zu führen, muss dabei insbesondere der Bundesbeitrag zur Entlastung der Eltern auf 20 Prozent erhöht werden.