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Am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, wird jeweils der Friedensnobelpreis verliehen. Es wird kaum jemandem entgangen sein, dass dieses Jahr der amerikanische Präsident Barack Obama mit dem Friedennobelpreis ausgezeichnet wurde. Hoffen wir, dass er sich seiner würdig erweisen wird.
Aber wer erinnert sich noch daran, dass der Friedensnobelpreis in der Vergangenheit schon zweimal nach Bern gegangen ist? 1902 erhielten ihn die beiden Pazifisten und Berner Politiker Charles Albert Gobat und Elie Ducommun und 1910 ging er an das damals in Bern angesiedelte Ständige Internationale Friedensbüro, welches bis 1906 von Ducommun und danach von Gobat geleitet wurde.
Trotz der 2002 unter anderem in der Rathaushalle gezeigten Wanderausstellung von Mémoires d’Ici und den Bemühungen des Stadtwanderers sind die Namen und das Wirken dieser beiden Männer der Berner Bevölkerung fast völlig unbekannt. Das ist schade, da die beiden Männer sich nicht nur um den Frieden sondern auch um den Kanton Bern sehr verdient gemacht haben. Charles Albert Gobat hat zum Beispiel grosse Verdienste in der Bildungspolitik und Elié Ducommun war unter anderem Gründer der Schweizerischen Volksbank.
Aus Anlass des heutigen Tages der Menschenrechte und der Verleihung des Friedensnobelpreises habe ich deshalb heute einen Vorstoss eingereicht, welcher verlangt, dass eines oder zwei der Berner Gymnasien nach den beiden Berner Friedennobelpreisträgern benannt werden. Mit einer solchen Widmung könnten diese vom Kanton Bern würdig geehrt und gleichzeitig dauerhaft in Erinnerung gerufen werden. Gleichzeitig betont der Kanton Bern damit, dass Konflikte nicht mit Krieg sondern durch Vermittlung gelöst werden sollen, was auch gut zur Rolle von Bern als Bundeshauptstadt passt.