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Am 5. Juni 1992 war der amerikanische Künstler Richard Serra in Basel und leitete höchstpersönlich die Montagearbeiten seines Kunstwerkes «Intersection». Die Skulptur besteht aus vier tonnenschweren Stahlplatten, jede leicht gebogen. Die Platten sind millimetergenau positioniert, so dass begehbare Zwischenräume entstehen.
Aus den historischen Tonaufnahmen ist herauszuhören, dass die beteiligten Kranführer wenig Freude daran hatten, dass der Künstler pingelig genau auf das Platzieren der schweren Platten bestand.
Ursprünglich nur für eine Sommersonderausstellung aufgestellt, formierte sich in Basel bald ein Komitee, das sich für den Ankauf des Werkes engagierte. Seither steht die Serra Plastik auf dem Theaterplatz und ist wie am ersten Tag umstritten.
Ungelöst bleibt über die Jahre auch das Problem, dass die Plastik von Wildpinklern zum Urinieren missbraucht wird. Trotzdem gehört das Kunstwerk zur Stadt. Ein Verlegen an einen anderen Standort ist nach dem Willen des Künstlers ausgeschlossen.
Um sich bei künftigen Kunstwerken im öffentlichen Raum einen grösseren Spielraum zu bewahren, schliesst heute die Stadt Basel mit Künstlern Verträge ab, die ein zeitliches Befristen von Kunstwerken möglich macht.
SRF 1, Regionaljournal 06:32 Uhr