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Salz ist absolut notwendig für unseren Organismus. Es enthält wichtige Mineralien, die die reibungslose Funktion unseres Körpers gewährleisten. Natürlich hängt diese auch stark von der zugeführten Menge ab. Es sollte nicht zu wenig sein, aber auch nicht zu viel. Doch was wäre denn optimal?
Die WHO empfiehlt 5g pro Tag (2300 mg Natrium/Tag), was ungefähr einem Teelöffel entspricht. In Realität ist der Salzkonsum deutlich höher. Der geschätzte Weltdurchschnitt liegt bei circa 9-12g pro Tag (3600 – 4800 mg Natrium/Tag), aber einige Forscher gehen von einer Zufuhr von bis zu 16g pro Tag aus!
Wenn wir uns den Salzkonsum in der Schweiz genauer anschauen, gibt die Studie von Chappuis et al. aus dem Jahre 2011 mit fast 1500 Befragten eine gute Übersicht. Es wurde die über den Urin ausgeschiedene Salzmenge gemessen. Das Ergebnis zeigte ein alles andere als ideales Resultat. Nur bei 21,6% der Frauen und 6% der Männer war der Wert der Salzmenge im empfohlenen Bereich von 5g pro Tag und dies unabhängig vom Alter der Probanden. Die durchschnittliche Salzausscheidung war 9,1g pro Tag, was bei den Frauen einem Wert von 7,8g und bei den Männern 10,6g pro Tag entsprach.
Doch nicht nur die Menge, sondern auch die Art der Herkunft ist ein wichtiger Faktor für die Auswahl und Konsumation von Salz. Zu den grundlegenden Arten von Salz gehören das Speisesalz, das Meersalz und das Steinsalz. Es gibt grosse Unterschiede zwischen diesen Salzarten, die sowohl den Produktionsprozess, die Herkunft, die Textur und den Geschmack betreffen.
1. Speisesalz
Das Speisesalz, chemische Verbindung Natriumchlorid, wird aus unterirdischen Salzvorkommen gewonnen, in die Wasser gepumpt wird. Diese Salzlösung wird an die Oberfläche befördert und durchläuft einen spezifischen Herstellungsprozess. Es wird chemisch gereinigt, um ein möglichst reines, weisses Salz zu erhalten. Hierbei werden alle anderen Mineralien entfernt. Bei diesem sog. Raffinierungsprozess wird Speisesalz hohen Temperaturen von 1200 Fahrenheit (circa 650° Celsius) ausgesetzt, wo die Struktur des Stoffes verletzt wird.
Gleichzeitig wird es dank diesem Verfahrens auch vom Jod entbunden, das danach wieder künstlich hinzugefügt wird. Speisesalz enthält 97,5% Natriumchlorid. Der Rest sind andere Stoffe wie Jod oder Feuchtigkeitsabsorber (Speisesalz enthält nur 2 oder 3 Mineralelemente).
Mehr als 60% dieses auch unter dem Namen „Vakuumsalz“ bekannten Salzes wird in der Chemieindustrie verwendet, weshalb es eben besonders rein sein sollte.
2. Meersalz
Im Vergleich zum Speisesalz wird Meersalz aus dem Meer oder aus Salzseen durch einen Verdampfungsprozess gewonnen. Das bedeutet, dass das Meersalz keine Raffination durchläuft, sondern nach der Verdampfung des Wassers übrig bleibt. Das zuoberst auskristallisierte Natriumchlorid wird nun mechanisch oder von Hand abgeschöpft. Dadurch enthält Meersalz neben Jod auch circa 80 andere Mineralien wie z.B. Magnesium, Kalium und Kalzium. Diese Mineralstoffsalze und Elektrolyten sind Schlüsselspieler bei der Enzymproduktion, aber auch für die richtige Funktion des Immunsystem, der Nebenniere und Schilddrüse entscheidend. Andererseits kann Meersalz so auch Spuren von z.B. Schwermetall aus verschmutzten Meeren enthalten.
3. Steinsalz
Als Beispiel ist oft das Himalayasalz aufgeführt, welches mehr als 250 Millionen Jahre alt ist. Dieses Salz stellt die sauberste Quelle von Natriumchlorid dar und enthält keine möglichen Toxine. Gleich wie im Meersalz findet man auch im Steinsalz mehr als 80 Mineralien, welche nützlich für den menschlichen Organismus sind. Damit hängt auch die Farbe des Salzes zusammen. Beim Himalayasalz, aber auch bei anderen natürlichen kristallinen Salzen, ist gerade auch die Farbe Grund und Beweis für das Vorkommen eines breiten Mineralspektrums (in diesem Beispiel: rosa Farbe = mehr Eisen). Dank der ionisierten, kolloidalen Struktur des Himalayasalzes können alle Mineral- und Spurenelementen im menschlichen Körper absorbiert werden.
Wenn Salz in unserem Körper in richtiger Menge vorkommt, übernimmt es viele überlebensnotwendige Aufgaben:
Salz ist grundsätzlich wichtig für die Regulation des Blutdrucks, für die Extraktion übermässiger Säure im Körper, für einen stabilen Blutzuckerspiegel und auch als Prävention gegen Muskelkrämpfe. Dies sind nur einige. Andererseits kann ein zu hoher Konsum auch negative Folgen haben. Es erhöht den Blutdruck, was mit einem gesteigerten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen einhergeht. Es steigert auch die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung der Nieren, des Magens, der Gallenblase und weiterer Organe.
Tönt als sei es ungemein schwierig, die richtige Menge an Salz zu konsumieren?! Nein! Du sollst nur eine ausgeglichene Ernährung einhalten: Wenig industriell verarbeitetes Essen, denn ca. 75-80% der Salzeinnahme stammt aus diesem! Dafür frische Speisen mit guten Proteinquellen (Qualitätsfleisch und -fisch, Milcherzeugnisse, Eier, Hülsenfrüchte), Gemüse, Obst und Kohlenhydraten (Reis, Kartoffeln, Vollkorngetreide).
Zum Schluss noch ein Tipp!
Trink jeden morgen eine Mischung folgender drei Zutaten:
–1 Glas Wasser
-1/4 Teelöffel Himalayasalz (oder ein anderes natürliches, nicht raffiniertes Salz)
-natürlicher Limettensaft
Es sorgt für einen energievollen Start in den Tag und gibt deinem Körper wichtige Mineralien und andere notwendige Stoffe. Das Himalayasalz beeinflusst unter anderem (siehe oben) die Funktion der Nebenniere, die viele wichtige Hormone (Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol) produziert. So hängt z.B. Stress mit dem Hormon Cortisol und damit direkt mit unserem Energielevel zusammen. Der Limettensaft gleicht den nächtlichen PH-Wert aus, da er basisch verstoffwechselt wird. Während der Nacht sinkt nämlich der PH-Wert aufgrund der Arbeit der Leber (Biotransformation), welche ein saures Milieu voraussetzt. Zudem hydriert das Wasser den Organismus nach der nächtlichen Trinkpause!
Probier es aus! Zum Wohl!
Geschrieben von Adéla Rathovà, herzlichen Dank!
Quellen:
ARYA, J. (2014): Food is your Medicine
BAG (2013): Salt strategy for 2013-2016
www.blv.admin.ch/…2013-2016…/salt-strategy-2013-2016.pdf
CHAPPUIS, A. et al. (2011): Swiss survey on salt intake: main results
DRAKE, L., S., DRAKE, M., A. (2010): Comparation of salty taste and time intensity of sea and land salts from around the world
EKMEKCIOGLU, C., BLASCCHE, G., DORNER, T., E. (2013): Too much salt and how we can get rid of it
MERRELL, A. (2016): Eat Smart, Live Long: There Is No Diet That Can Do What Healthy Eating Can
https://books.google.ch/books?id=9HBsDAAAQBAJ&printsec=frontcover&dq=Merrell,+Alicia.+Eat+Smart,+Live+Long+There+Is+No+Diet+That+Can+Do+What+Healthy+Eating+Can.&hl=en&sa=X&redir_esc=y#v=onepage&q=salt&f=false
MULLER, F., M. (2005): Colloidal Minerals and Trace Elements: How to Restore the Body’s Natural Vitality
YPSI (2017): Der Säure-Basen-Haushalt – Was wirklich wichtig ist
YPSI (2016): Starte jeden Tag mit Himalayasalz und Limettensaft in Wasser
WHO (2016): Salt Reduction