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Swatch glänzt nicht nur mit Luxusuhren, sondern auch mit guten Resultaten und einem Eigenkapital, von dem andere Firmen nicht einmal träumen. Umso enttäuschender sind die Berichterstattung zur unternehmerischen Verantwortung und der Umgang mit der Corporate Governance.
Actares kann bei Swatch vieles loben. Neben den regelmässigen Gewinnen und dem hohen Eigenkapital hat Swatch als einzige Firma des SMI eine Frau als Präsidentin. Nur schade, dass die Berichterstattung zur unternehmerischen Verantwortung im 200-seitigen Jahresbericht spartanische 3 Seiten einnimmt.
Nicht nachprüfbare Informationen
Swatch beschränkt sich auf einen Bericht über punktuelle Selbstverpflichtungen. Quantitative und nachprüfbare Aussagen werden fast keine gemacht. Zudem verweigert Swatch die Teilnahme am «Carbon Disclosure Project» zur Erfassung der CO2-Emissionen.
Die Daten wären vorhanden
Im Gespräch erfuhr Actares einiges über die Tätigkeit von Swatch im Nachhaltigkeitsbereich und über gemeinnützige Aktionen. Letztere stehen aber nicht im Fokus, viel interessanter ist das Kerngeschäft. Actares konnte z.B. eine vorbildliche interne Policy einsehen, die detaillierte Regeln für die Beschaffung eines Roh-stoffes enthält. Ausserdem liefern die vielen Berichte an staatliche Behörden, über Umweltauswirkungen der Produktion und der Herkunft von Rohstoffen genug In-formationen, dass diese ohne grossen Aufwand in ei-nem Nachhaltigkeitsbericht zusammengefasst werden könnten.
Corporate Governance
Es würde Swatch gut anstehen, wenn die Resultate der Abstimmungen an den Generalversammlungen veröffentlicht und bei den Wahlen minimale Regeln eingehalten würden. Es kann doch nicht sein, dass die Präsidentin ihre eigene Wahl durchführt.