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G3.3.b Anteil Personen mit Gesundheitsrisiken durch Alkoholkonsum
Für Nachhaltigkeit erforderliche Entwicklung: Abnehmen

Tatsächliche Entwicklung
|Seit 2012||Seit 2014|

4 % der ständigen Wohnbevölkerung des Kantons Thurgau hatte 2012 ein mittleres oder erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Alkoholkonsum. Aufgrund der Datenlage sind noch keine Vergleiche über die Zeit möglich.
Aussagekraft
Übermässiger Alkoholkonsum ist eine der Hauptursachen für die Entstehung zahlreicher Krankheiten und vorzeitiger Sterblichkeit. Übermässiger Alkoholkonsum erhöht zudem das Risiko von Unfällen und Verletzungen, aber auch von Gewaltbereitschaft, Arbeitsausfällen und sozialer Ausgrenzung.
Kommentar
Gut 4 % der ständigen Wohnbevölkerung des Kantons Thurgau hatten 2012 ein mittleres oder erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Alkoholkonsum. Bei 68 % der Bevölkerung war dieses Risiko gering, 11 % konsumierten weniger als einmal pro Monat Alkohol und weitere 16 % waren abstinent.
Ein Lebensstil bestehend aus einer unausgewogenen Ernährung, wenig Bewegung, Rauchen und übermässigem Alkoholkonsum stellt einen bedeutenden Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, muskuloskelettale Erkrankungen, Krebs, chronische Atemwegserkrankungen und Diabetes dar. Gesundheitsförderung und Prävention sind zentral, um solchen nichtübertragbaren Krankheiten entgegenzuwirken. Im Rahmen des kantonalen Suchtkonzepts werden verschiedene Aktivitäten unterstützt, die unter anderem auf die Verhinderung eines riskanten Alkoholkonsums abzielen (siehe Weitere Informationen).
Definition
Anteil der Personen an der ständigen Wohnbevölkerung mit mittlerem oder hohem Gesundheitsrisiko durch ihren Alkoholkonsum.
Von einem mittleren Gesundheitsrisiko spricht man ab einem täglichen Konsum reinen Alkohols von 20 g oder mehr bei Frauen bzw. von 40 g oder mehr bei Männern. (20 g reinen Alkohols entsprechen zwei Standardgläsern; ein Standardglas umfasst etwa 3 dl Bier oder 1 dl Wein oder 25 cl Schnaps.)
Grenzen der Aussagekraft
Die Grundgesamtheit umfasst nur Personen ab 15 Jahren, die in Privathaushalten leben. Personen unter 15 Jahren sowie Personen, die in Kollektivhaushalten leben, werden nicht berücksichtigt. Jugendliche zwischen 11 und 15 Jahren werden in einer gesonderten Studie (HBSC-Studie) zur Gesundheit befragt.
Verwandte Indikatoren
G3.1.a Anteil Personen, die ihre Gesundheit als gut oder sehr gut einschätzen
G3.1.b Anteil Personen mit psychischer Belastung
G3.2 Anteil Personen mit Übergewicht
G3.3.a Anteil körperlich inaktiver Personen
G3.3.c Anteil Personen mit Gesundheitsrisiken durch Tabakkonsum
Kontextindikatoren "Gesellschaft"
Weitere Informationen
Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Gesundheit
Bundesamt für Statistik
Schweizerische Gesundheitsbefragung, Ergebnisse
Bundesamt für Gesundheit
Nationale Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten