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Ein Feuer hat die bestehende Baute bis auf das Fundament zerstört. Unsere Aufgabe war es nun, einen Neubau zu planen, der die Volumetrie und das Erscheinungsbild der historischen Scheune wiederherstellt und einen potentiell umgebauten Zustand im gleichen Schritt mitplant. Gebaut werden Mietwohnungen, welche die Qualitäten von Einfamilienhäusern mit jenen eines gemeinschaftlichen Wohnens verbindet - und für Familien ohne hohe Einkommen erschwinglich sind. Das gemeinschaftliche Leben entwickelt sich um einen gemeinsamen Hof, an dem auch das bestehende, historische Wohnhaus und die von den Bewohnern vielfältig genutzte Remise stehen. Die Aussenräume der Wohnungen und die Wohnungseingänge sind alle auf den gemeinsamen Hof ausgerichtet, in dessen Mittelpunkt der historische Brunnen wieder aufgebaut werden wird.
Die Geschichte der abgebrannten Baute ist gut dokumentiert: Ein hochwertiges und untypischerweise in Riegelbauweise erstelltes Stall- und Wirtschaftsgebäude, vermutlich 1829 von Georg Schadegg erbaut, wurde 1947 bis auf das gemauerte Erdgeschoss, Teile der inneren Konstruktion und die beiden Tenndurchfahrten zurückgebaut und mit einem neuen, damals modernen Scheunenaufbau und einer beachtlichen Dachkonstruktion aufgestockt. Sockel, Fenster und die beiden Tore wurden weiterverwendet. Dieses Konglomeratsgebäude diente uns in Volumen, Gliederung, Materialisierung und Motivik als Vorbild für den Neubau. Das Resultat wird eine neu gebaute, umgebaute Scheune zum Wohnen sein.