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Die Tennis-Saison 2020 ist zu Ende. Nicht nur Corona hat dieses Jahr der ATP-Tour den Stempel aufgedrückt. Klar ist auch: Die Luft an der Spitze wird für die einstigen Dominatoren der Szene dünner.
Den letzten grossen Titel sicherte sich am Sonntag Daniil Medvedev bei den ATP Finals. Der Russe schlug in einem spannenden Endspiel den Österreicher Dominic Thiem in drei Sätzen.
Die beiden lieferten sich spektakuläre Ballwechsel auf höchstem Niveau. Thiem schlug Winner aus allen Lagen, Medvedev machte mit seinem unorthodoxen Spiel seinem Gegner wie gewohnt das Leben schwer. Am Ende halfen dem nervenstarken Thiem auch die acht abgewehrten Breakbälle im dritten Durchgang nicht weiter, Medvedev gelang das letztlich entscheidende Break.
Die mentale Härte der Finalisten war beeindruckend anzusehen. In den entscheidenden Momenten kaltblütig zu sein, macht in dieser Sportart aus normalen Spielern Champions. Neben dem 27-jährigen US-Open-Sieger Thiem, der in den letzten beiden Jahren die beste Direkt-Bilanz gegen die Dominatoren des Herrentennis (Federer, Nadal und Djokovic) aufweist, hat nun sicher auch der abgezockte Medvedev Blut geleckt.
Viele Faktoren sprechen gegen Federer
In der Gruppenphase schlug er die Weltnummer 1 Novak Djokovic klar in zwei Sätzen. Im Halbfinal lag er gegen Rafael Nadal mit Satz zurück, ehe er den Spanier bodigte. Im Final machte er auch gegen die Nummer 3 einen Satzrückstand wett. Noch nie hatte es ein Tennisprofi seit 1973 geschafft, die Top Drei der Weltrangliste bei den ATP Finals zu besiegen.