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So, 28. Juni 2020, 19 :30 Uhr, Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg « Forget Beethoven »
Galina Vracheva spielt und fantasiert über Werke von Maria Theresia Paradis, Josephine Auernhammer, Clara Schumann, Ludwig van Beethoven u.a.
Wussten Sie, dass Louise Farrenc als Klavierlehrerin am Pariser Conservatoire schon 1840 gleichen Lohn für gleiche Arbeit forderte?
Diese Forderung wurde nach achtjährigem Kampf (1842-1850) dann auch erfüllt. Farrenc konnte nicht nachvollziehen, dass sie bei gleichwertiger Qualifikation und demselben Pensum wie ihre männlichen Kollegen weniger Lohn erhielt.
Auch das FMD setzt sich ein dafür, dass Frauen und Männer ohne Hindernis – dazu gehören auch mentale Schranken - zu allen Musikberufen Zugang haben.
Wann haben sie zum letzten Mal eine Sinfonie eines Schweizer Komponisten im Konzertsaal gehört?
Im Konzertsaal sind Orchesterwerke von Schweizer KomponistInnen die grosse Ausnahme.
Das FMD nimmt Kontakt auf mit Vereinen, die sich für das Schaffen einzelner Schweizer Komponisten einsetzen und erhofft sich dadurch mehr Gewicht.
Kennen sie die Opern von Ethel Smyth (1858-1944)?
Die englische Komponistin hat zwischen 1898 und 1926 sechs Opern geschrieben, die alle in renommierten Häusern in England oder Deutschland uraufgeführt wurden. „The Wreckers“ (UA Neues Theater Leipzig, 11. November 1906) wird heute in Grossbritannien ab und zu aufgeführt.
Durch die Bereitstellung von Noten und insbesondere von Partituren erleichtert das FMD den Zugang zu selten gespielten Stücken.
Haben Sie bemerkt, dass es in den meisten Hauptkirchen der grossen Schweizer Städte noch nie eine Titualorganistin gab?
Stellen mit grossem Prestige bleiben den Männern vorbehalten.
Das FMD hinterfragt das Hierarchiedenken in den Musikberufen und weist auf die (historischen) Ursprünge solcher Hierarchien hin.
Wie oft haben Sie Orgelwerke dänischer Komponisten gehört?
Ich noch nie ...
Wer hat als erste(r) sämtliche Libretti ihrer/seiner Opern selber verfasst?
Die in Utrecht geborene Schriftstellerin, Denkerin und Komponistin Isabelle de Charrière (1740-1805), die von 1771 bis zu ihrem Tod in Colombier (NE) lebte, verfasste Musik und Libretti ihrer neun Opern selbst. Erhalten sind heute lediglich zwei Libretti. FMD schreibt über solche Phänomene.
Warum wird die musikalische Grundausbildung in den allermeisten Fällen von Frauen vermittelt?
Weil Unterrichten auf den Unterstufen – leider – nicht die verdiente Anerkennung geniesst und die Entlöhnung relativ bescheiden ist.
Mit einer soziologischen Studie zu den genderrelevanten Unterschieden in den Musikberufen in der Schweiz will das FMD die Zuschreibung von gewissen musikalischen Berufen und Tätigkeiten zum einen oder zum anderen Geschlecht hinterfragen.