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Sie habe die Jury mit «der Qualität ihrer engagierten und virtuosen Malerei» überzeugt, teilte das Musée Cantonal des Beaux-Arts Lausanne am Dienstag mit. Margnetti habe einen Malstil entwickelt, der optische Täuschungen und abstrakte Motive kombiniere, hiess es in der Mitteilung weiter.
In ihren monumentalen Wandbildern, manchmal auch auf Leinwand, gestaltet sie mit ihren Motiven Fragmente von meist weiblichen Körpern und sie wandelt die Funktionen dieser Körperteile ab.
So wird etwa ein Ohr zum Körper oder ein Körper zu einem Gehirn. Das Ohr ist übrigens eines der wiederkehrenden Motive in Margnettis Schaffen. Sie spiele «mit den traditionellen Motiven der Kunstgeschichte, insbesondere dem des weiblichen Körpers, und konterkariert sie», hiess es in der Mitteilung.
Margnetti wurde 1983 in Monthey VS geboren; heute lebt und arbeitet sie in Brüssel. Ihre Ausbildung machte sie an Kunsthochschulen in Lausanne, Genf und Brüssel. 2018 wurde sie vom Bundesamt für Kultur mit einem Schweizer Kunstpreis ausgezeichnet.
Der 1982 ins Leben gerufene Manor Kunstpreis zur Förderung junger Schweizer Kunstschaffenden ist mit 15'000 Franken dotiert und mit einer Ausstellung und einer Publikation verbunden. Er wird alle zwei Jahre von einer Jury vergeben; im Fall des Manor Kunstpreises Waadt werden die Kunstschaffenden vom Musée Cantonal des Beaux-Arts vorgeschlagen.