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ADP
Seit langem ist bekannt, dass eine Reihe von kräutern und Gewürzen verderbliche Prozesse in Lebensmitteln verlangsamen kann. Das beruht auf den natürlichen antimikrobiellen Fähigkeiten dieser Pflanzen. In den letzten Jahren wurde intensiv über pflanzliche Öle und Aromen geforscht. So entdeckte man in den 80er Jahren, dass Oregano das Wachstum und die Anzahl pathogener Bakterien und Hefen verhindern kann (1,2). Zur Behandlung des übermässigen Wachstums von Protozoen lässt sich das aus der mediterranen Küche bekannte Oregano vulgare gut einsetzen. Oreganoextrakt unterstützt die Behandlung von Pilzbefall und Darmparasiten. Dazu werden oft Medikamente mit erheblichen Nebenwirkungen eingesetzt, wobei es auch zu Resistenzen gegen die Wirkstoffe kommen kann. Noch ist nicht genau geklärt, auf welche Weise Oreganoöl seine antiparasitäre Wirkung entfaltet. Möglicherweise beruht dies auf dem enthaltenen Terpen Carvacrol, einem der Hauptbestandteile dieses Öls, das als Antioxidans wirkt und antimikrobielle Fähigkeiten hat. Auch von dem enthaltenen Thymol sind antioxidative Fähigkeiten bekannt (4,5).
In einer Studie konnte die antimikrobielle Fähigkeit von Oreganoöl nachgewiesen werden. Bei Patienten mit chronischen gastrointestinalen Beschwerden und erhöhtem Befall an Parasiten (Blastocystis hominis, Enamoeby hartmanni, Endomalix nana) konnte die Zahl der Parasiten deutlich gesenkt oder zum Verschwinden gebracht werden. ADP kann auch bei häufig wiederkehrenden Infektionen hilfreich sein, beispielsweise bei Infektionen der oberen Atemwege, die oft resistent gegen Antibiotika sind. In solchen Fällen sollte die Einnahme des Oreganoextrakts am Anfang der Behandlung höher dosiert werden. Grundsätzlich kann ADP ähnlich wie ein Antibiotikum wirken, es macht den Darm keimfrei. Wenn ADP fürmehr als zwei Wochen eingenommen wird, sollte anschliessend die gesunde Darmflora wieder aufgebaut werden, beispielsweise mit Laktobazillen (Bio-Acidophilus-FOS, Colon Plus, Bio-Floracare XL oder Lactozym).
Die Biotics Research Corporation nutzt seit langem emulgierte fettlössliche Nährstoffe und Lipide, die dadurch eine erhöhte Absorption und Bioverfügbarkeit erhalten. Dieses Verfahren wurde auch auf das Oreganoöl angewendet. Bei dem emulgierten Oregano- Extrakt ist die wirksame Oberflächenstruktur deutlich erhöht. Zusätslich wurde erreicht, dass die Wirkstoffe verzögert freigesetzt werden. Dies sorgt für eine langsame Freisetzung im Lauf der Passage durch den Magen-Darm-Trakt. Die kombinierte Wirkung von Emulgierung und verzögerter Freisetzung verbessert die Ausnutzung der Wirkstoffe.
- Beliche P.: Traite de Phytotherapie et D'Aromatherapie Tome I. L'Aromatogramme, Maloine SA, editor. Paris 1979.
- Stiles J.C., Sparks W.S., Ronzio R.A.: The Inhibition of Candida Albicans by Oregano. Journal of Applied Nutrition: 1995; 47, 4:99-102.
- Force M., Sparks W.S., Ronzio R.A.: Inhibition of Enteric Parasites by Emulsifeid Oil of Oregano (bisher unveröffentliche Studie vom Health Explorations Trust; Scottsdale AZ; und Biotics Research Corp.)
- Didry N., Dubriel L., Pinkas M.: Activité antibacterienne du Thymol, du Carvacrol et du L'aldehyde cinnami qui seul ou associes. Die Pharmazie: 1993; 48: 301-4
- Kim J., Marshall M.R., Wei C.: 1. Antibacterial activity of some essential oil components against five foodborne pathogens. J Agric Food Chem: 1996; 43: 2839-45