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- Die Niederlande und Australien machen Russland offiziell rechtlich haftbar für eine Beteiligung am Abschuss des Passagierfluges MH17 im Jahr 2014.
- Damit reagieren sie auf den Bericht der internationalen Ermittler. Dieser besagt, dass die Maschine der Malaysia Airlines mit einer Buk-Rakete der russischen Armee abgeschossen worden sei.
- Alle 298 Personen an Bord waren damals am 17. Juli 2014 getötet worden. Die meisten waren Niederländer.
Für die Niederlande und Australien stehe nun fest, dass «Russland verantwortlich ist für den Einsatz des Buk-Systems, mit dem Flug MH17 abgeschossen wurde», hiess es.
Mit diesem formellen Schritt wollen beide Länder Russland zur Mitarbeit an den Ermittlungen sowie zur strafrechtlichen Verfolgung zwingen.
Russlands Reaktion
Russland hat die Verantwortung für den Abschuss des malaysischen Passagierfluges MH17 über dem Kriegsgebiet Ostukraine zurückgewiesen und zweifelt an der Glaubwürdigkeit der Ermittlungen. Moskau sei nicht an den Untersuchungen beteiligt worden, Kiew hingegen schon, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow
«Russland weiss nicht, wie sehr es den Ergebnissen vertrauen kann», sagte er der Agentur Interfax zufolge. Auf die Frage, ob der Kreml die Vorwürfe der Niederlande und Australiens zurückweise, dass Moskau rechtlich haftbar ist für den Abschuss des Flugzeugs, sagte Peskow: «Absolut.»
Die EU und die Nato haben Russland aufgeordert, seine Verantwortung im Fall MH17 anzuerkennen. Die jüngsten Ermittlungen hätten zweifelsfrei ergeben, dass zum Abschuss des malaysischen Verkehrsflugzeugs über der Ostukraine ein Flugabwehrraketensystem der russischen Streitkräfte genutzt worden sei, teilten die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag mit. Russland müsse nun uneingeschränkt kooperieren, um Rechenschaft zu ermöglichen.