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Frodeno bewältigte die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und die Marathon-Laufdistanz auf der traditionell schnellen Strecke in Roth 7:35:39 knapp sechs Minuten schneller als Landsmann Andreas Raelert im Jahre 2011 (7:41:33). Frodeno war 2008 Olympiasieger in Peking und ist wie Ryf aktueller Weltmeister über die 70.3- und Ironman-Distanz. Frodeno gewann in Roth mit über 21 Minuten Vorsprung.
Bei den Frauen lag 70.3- und Ironman-Weltmeisterin Daniela Ryf lange Zeit ebenfalls auf Rekordkurs. Am Ende verpasste die Solothurnerin die Weltbestzeit der nicht mehr aktiven Britin Chrissie Wellignton (8:18:13 Stunden) jedoch um fast vier Minuten. Das Rennen gewann sie dennoch hoch überlegen. Die zweitklassierte Carrie Lester (AUS) verlor 20:09 Minuten auf die Schweizer Sportlerin des Jahres 2015.
Ryf realisierte eine deutliche Schweizer Ironman-Bestzeit. Die bisherige Bestmarke hielt Caroline Steffen, die 2012 den Ironman Melbourne in 8:34:51 Stunden bewältigte und nunmehr von Rang 5 auf Position 6 in der ewigen Bestenliste zurückgefallen ist. Bessere Zeiten als die beiden Schweizerinnen über die Ironman-Distanz weist einzig Wellington auf; sie war 2011 und ein Jahr davor ebenfalls in Roth (8:19:13) noch schneller als Ryf.
Ryf hatte sich erst kurzfristig für einen Start in Roth entschieden, nachdem sie vor zwei Wochen an der Ironman-EM in Frankfurt wie zahlreiche andere Elite-Athleten wegen des Neopren-Verbots für Profis auf der Radstrecke mit einer Unterkühlung ausgeschieden war. “Von dieser Unterkühlung hatte sie sich erst im Laufe dieser Woche erholt”, betonte Ryfs Trainer Brett Sutton.
(SDA)