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Unterstützt vom Schweizerischen Nationalfonds erforscht COCON (Akronym für "Competence and Context“) als repräsentative und interdisziplinäre Langzeitstudie die Lebensverhältnisse, Lebenserfahrungen und psychosoziale Entwicklung von insgesamt mehr als 3000 Kindern und Jugendlichen in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz (Buchmann, Fend, 2004). COCON hat zum Ziel, die komplexen Wechselwirkungen zwischen sozialem Umfeld, Kompetenzentwicklung und der Bewältigung von Übergängen im Lebenslauf (z.B. Schuleintritt, Oberstufenübertritt, Übergang in die Berufsausbildung und ins Erwerbsleben) zu untersuchen. Folgende Aspekte im Kinder- und Jugendsurvey COCON stehen daher im Zentrum:
• Sozialisationskontexte (Familie, Schule, Freunde, Freizeit/Medien)
• Institutionalisierte (Status-)Übergänge im Lebenslauf
• Individuelle Kompetenzentwicklung
Vergleichend werden drei prototypische Stadien des Aufwachsens untersucht – mittlere Kindheit (6-Jährige: 1. Kohorte), mittlere Adoleszenz (15-Jährige: 2. Kohorte) und frühes Erwachsenenalter (21-Jährige: 3. Kohorte). Neben den Kindern und Jugendlichen sind auch die wichtigsten Bezugspersonen (Eltern und Lehrpersonen) in die Befragungen einbezogen. Die Studie ist so angelegt, dass die Entwicklungsverläufe der im Jahr 2006 Sechsjährigen bis ins Jahr 2021 beobachtet werden sollen und die im Jahr 2006 Fünfzehnjährigen bis zu ihrem 21. Altersjahr, während jene, die im Jahr 2006 schon 21 Jahre alt waren, nur zu diesem einzigen Zeitpunkt in die Untersuchung einbezogen worden sind. Bisher wurden fünf Befragungswellen durchgeführt. Im Jahr 2012 standen die 12-Jährigen der 1. Kohorte vor dem Übertritt von der Primarschule in die Sekundarstufe I. Mehr als die Hälfte der 21-Jährigen der 2. Kohorte hat den Übertritt in den Arbeitsmarkt gemeistert. Der grösste Teil der anderen Hälfte befindet sich in einer Tertiärausbildung. Es zeigt sich, dass die Bildungsverläufe der jungen Erwachsenen ganz unterschiedlich verlaufen und daher auch einen unterschiedlichen Einfluss auf die Kompetenzentwicklung haben. Weitere Informationen zur Studie und weitere Resultate finden sich unter: www.cocon.uzh.ch. Seit Dezember 2013 sind bei FORS die COCON-Daten ersten drei Wellen zugänglich.