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Bei Creme handelt es sich um so genannte disperse Systeme, bei denen eine Phase fein verteilt in der anderen vorliegt. Daraus ergibt sich eine bei Raumtemperatur streichfähige, opake Zubereitung, die schwach fettend und – durch die Verdunstung des Wassers – kühlend wirkt.
Anwendung
Cremes werden in der Dermatologie als Trägermedium für Arzneistoffe verwendet, oder als Pflegemittel in der Kosmetik. Eine Creme kann im Vergleich zu Salben besser auf der Haut verteilt werden und zieht besser in sie ein.
Eine Hautcreme ist eine halbfeste streichfähige Zubereitung zum Auftragen auf die Haut und besteht aus einer wässrigen und einer öligen bzw. fetten Komponente, von der die eine emulsionsartig in der anderen verteilt ist.
Physikalischer Aufbau
Physikalisch gesehen haben Cremes einen komplexen Aufbau, der hauptsächlich die Strukturen von Emulsionen und Gelen vereint. Man unterscheidet mit Wasser abwaschbare Cremes , in denen die öligen Bestandteile fein verteilt in einer kohärenten wässrigen Phase vorliegen, von den nicht abwaschbaren Varianten , in denen die wässrige Komponente in der öligen Phase dispergiert ist. Dieser Emulsionstyp soll die Vorteile von W/O-Emulsionen und O/W-Emulsionen in sich vereinen. Ein niedriger Wasseranteil verleiht einer Creme salbenartige Eigenschaften, das Einarbeiten größerer Mengen feinst vermahlener Feststoffe führt zu einer pastösen Konsistenz.