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Ist der Maulwurf ein Nagetier?
Der Maulwurf gehört zu der Klasse der Säugetiere. Er ist aber kein Nagetier.
In Europa, Asien und Nordamerika gibt es rund 35 Arten von Maulwürfen. Bei uns kommt aber nur der Europäische Maulwurf (Talpa europaea) vor.
Wie sieht ein Maulwurf aus?
Der Maulwurf hat sich ideal an das Leben unter der Erde angepasst. Er ist 10 bis 17 Zentimeter lang und wiegt zwischen 60 und 120 Gramm. Die nach aussen gedrehten Vorderpfoten sind perfekt zum Graben im Boden geformt.
Sein dunkelgraues und dichtes Fell ist wasserfest, die einzelnen Haare orientieren sich sogar an die Laufrichtung (vorwärts oder rückwärts) des Maulwurfs.
Ist der Maulwurf wirklich blind?
Der Maulwurf ist nicht blind, sein Sehsinn ist aber schwach. Er kann nur zwischen hell und dunkel unterscheiden. Dies hilft ihm beispielsweise, wenn er seinen Bau verlässt und Tageslicht erkennen kann.
Im Untergrund orientiert sich der Maulwurf mit seinem Tastsinn, insbesondere mit seiner sternförmigen Schnauze und seinem Schwanz.
Warum gräbt der Maulwurf Tunnel?
Der Bau des Maulwurfs besteht aus einem Netz aus Gängen. Diese nutzt der Maulwurf als Jagdrevier (wenn sich Regenwürmer und Insekten darin verirren). Zudem dienen die Tunnel auch als Belüftung des Maulwurfbaus.
In einer Nacht kann der Maulwurf bis zu 75 Meter weit graben.
Wie schnell ist ein Maulwurf?
Ein Maulwurf kann sich unterirdisch mit einer Geschwindigkeit von 4 km/h fortbewegen. Damit ist er fast so schnell wie ein spazierender Mensch (5 km/h) und unter der Erde ganz flink unterwegs, sei es um zu seiner Beute zu gelangen oder die Flucht zu ergreifen.
Warum entstehen die Maulwurf-Hügel?
Oft sind die Hügel die einzigen Anzeichen dafür, das ein Maulwurf im Boden zu Hause ist.
Die Hügel bestehen aus dem überschüssigen Material, welches der Maulwurf beim Tunnelgraben an die Oberfläche befördert.
Die Maulwurf-Hügel sind für viele Gartenbesitzer ein Ärgernis. Dabei geht oft vergessen, dass der Maulwurf ein Nützling ist und mit seinem unterirdischen Schaffen für einen gesunden Boden sorgt.
Was frisst ein Maulwurf?
Der Maulwurf ist ein Fleischfresser – vor allem Insekten und Regenwürmer stehen auf seinem Speiseplan.
Der meist im fruchtbaren Boden vorkommende Maulwurf kann durchaus als Nützling bezeichnet werden. Er frisst auch die für die Landwirtschaft schädlichen Engerlinge, Drahtwürmer, Rüsselkäferlarven und Schnecken. Pflanzenwurzeln und Knollen lässt er unbeschadet.
Hat der Maulwurf Feinde?
Zu den natürlichen Feinden des Maulwurfs gehören Fuchs, Marder, Bussard, Krähe, Storch und Graureiher. Insbesondere, wenn er die Erde beim Tunnelbau an die Oberfläche bringt, wird es gefährlich für ihn.
Macht der Maulwurf einen Winterschlaf?
Der Maulwurf ist das ganze Jahr über aktiv und hält keinen Winterschlaf. Da im Winter das Nahrungsangebot für den Maulwurf deutlich kleiner ist, legt er in den warmen Monaten einen Vorrat an.
Ist der Maulwurf ein Einzelgänger?
Ja, der Maulwurf lebt alleine.
Einzig in der Paarungszeit im Frühling treffen Männchen und Weibchen aufeinander. Eine Maulwurfsfamilie hat jährlich bis zu 5 Junge, welche sich bereits nach zwei Monaten ihr eigenes Revier suchen müssen.
Infos zu weiteren Bodenlebewesen:
https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/boden/dossiers/internationales-jahr-boden.html
Quellen:
https://ungeziefer-pilot.de/maulwurf-lebensweise/
https://www.bafu.admin.ch/dam/bafu/de/dokumente/boden/dossiers/faktenblatt_maulwurf.pdf
https://www.br.de/radio/bayern1/maulwurf-132.html
https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/maulwurf
https://www.geo.de/geolino/tierlexikon/1739-rtkl-tierlexikon-maulwurf