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Stickstoffhaltige Dünger dürfen nur zu Zeiten ausgebracht werden, in denen die Pflanzen den Stickstoff aufnehmen können. Diese sogenannte Vegetationsperiode dauert in Appenzell Ausserrhoden von ca. Mitte Februar bis Mitte November. In dieser Zeit können bei günstigen Bedingungen und unter Berücksichtigung des Nährstoffbedarfs des Bodens Hof- und Recyclingdünger ausgebracht werden.
In der Zeit der Vegetationsruhe, d.h. im Abschnitt des Jahres in dem die Pflanzen nicht wachsen und kaum Nährstoffe aufnehmen, ist der Jaucheaustrag im Kanton nicht zulässig. Ein Jaucheaustrag während dieser Zeit führt zu einem hohen Düngerverlust durch Auswaschung und Abschwemmung und einer erheblichen Gewässerbelastung.
Der Einfachheit halber wurde in Appenzell Ausserrhoden in Zusammenarbeit mit dem Amt für Landwirtschaft und dem Ausserrhoder Bauernverband die Vegetationsruhe von Mitte November bis Mitte Februar definiert. Während dieser Zeit gilt ein striktes Gülleverbot, welches nur in Ausnahmesituationen resp. durch längere Wärmeperioden unterbrochen wird. Ein sogenanntes Düngefenster bedarf der Bewilligung des Amtes für Umwelt. Vor und nach der Vegetationsruhe ist der Düngeraustrag unter Einhaltung der gesetzlichen Bedingungen und nach guter landwirtschaftlicher Praxis möglich.
Mist und andere Festdünger dürfen während der Vegetationsruhe ausgebracht werden, wenn der Boden schneefrei, offen oder nur oberflächlich gefroren und nicht wassergesättigt ist.