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Akupunktur
Akupunktur
Akupunktur wird von den lateinischen Begriffen akus für Nadel und punctio für Stechen abgeleitet. Sie ist ein Teil der Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Grundlage dieser Medizinlehre ist die Ansicht, dass die Lebensenergie Qi innerhalb des Körpers auf verschiedenen Leitbahnen, den Meridianen, zirkuliert. Das Qi beeinflusst alle Körperfunktionen. Ist der Energiefluss gestört, macht man dies für Krankheiten und Störungen verantwortlich. Zahlreiche medizinische Studien belegen die Wirksamkeit der alten Medizinform der Chinesen. Bei Kniegelenksarthrosen, starken Rückenleiden oder Migräne zeigt die Akupunktur beispielsweise eine hohe Wirksamkeit. Ein gezielter Einsatz der Akupunktur kann sich aber auch positiv auf die Libido eines Menschen auswirken.
Bereits im 16. und 17. Jahrhundert entdeckten Mönche das Brennen mit Moxa sowie die Nadeltherapie neu. 1810 wagte sich der Arzt Louis Berlioz an eine Nadeltherapie mit einer Patientin, die unter körperlich-psychischen Leiden litt. Nach sechs Monaten Behandlung erfolgte eine Besserung. Dennoch erlebte die Akupunktur erst im 20. Jahrhundert in der westlichen Welt ihren Durchbruch. Dabei übte der französische Diplomat George Soulié de Morant mit aufklärenden Schriften über das Thema einen wesentlichen Einfluss aus. Im Zuge des Vietnamkriegs wurde auch vom US-Militär an der Akupunktur-Anästhesie geforscht. 1954 entwickelte der französische Mediziner Nogier die Ohr-Nadeltherapie.
Das Konzept der Akupunktur basiert auf der Lehre des Yin und Yang, ergänzt durch die 5-Elemente-Theorie und der Meridianlehre. Drei Verfahren sind gängig: Das Einstechen mit Nadeln in gewisse Punkte am Körper, das Erwärmen dieser Punkte, die sogenannte Moxibustion sowie die Massage dieser Punkte, die Akupressur. Im menschlichen Körper existieren 400 Akupunkturpunkte, die sich auf den Leitbahnen befinden. Die zwölf Hauptleitbahnen sind spiegelbildlich auf beiden Körperhälften zu finden. Durch den Einstich der Nadeln kommt das Qi in den Fluss. Ein Fliessen der Lebensenergie ist die Bedingung für das Heilen von Krankheiten oder die Anregung der Libido. Therapeutisch gehört die Nadeltherapie zur Gruppe der Umsteuerungs- und Regulationstherapien. Die Weltgesundheitsorganisation publizierte 2002 eine Liste von Einsatzgebieten der Nadeltherapie:
- Krankheiten des Atmungssystems- Schlafstörungen- Augenerkrankungen- Arm-Schulter-Syndrom- neurologische Störungen
Einige Massagesalons bieten aus dem Bereich der Akupunktur vor allem das Teilgebiet Akupressur als Massageform an, um Stress und Verspannungen abzubauen oder einfach als Teil eines umfangreichen Wohlfühlprogramms. In Kombination mit erotischen Massagen kann eine solche Behandlung auch Lust steigernd wirken. Es gibt strategische Akupunkturpunkte, deren Behandlung Potenz und Lust steigernd wirken kann oder für eine bessere Orgasmusfähigkeit sorgt. Die Punkte liegen unter anderem zwischen Achillessehne und innerem Fussgelenkknochen, im unteren Bauchbereich, im unteren Rückenbereich und beim zweiten Lendenwirbel. Eine Akupunktur oder die Massage dieser Akupunkturpunkte wirkt sich positiv auf die Nervenzonen der Sexualorgane aus, regt die Aktivität an und fördert die Libido.