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Der CAS mit Sitz in Lausanne urteilte, dass Scharapowa gegen die Dopingregeln verstossen habe, aber ohne «signifikantes Verschulden». Die höchste juristische Sportinstanz sieht deshalb eine Sperre von 15 Monaten als angemessen an. Scharapowa erklärte nach dem Urteil, dies sei einer der schönsten Momente ihrer Karriere: «Ich zähle die Tage bis zu meiner Rückkehr. Es fühlt sich an, als wäre mir etwas, das ich liebe, weggenommen worden, und es wird sich sehr gut anfühlen, es zurück zu haben.» Die fünffache Grand-Slam-Siegerin wird voraussichtlich Ende Mai in Paris ihr erstes Major-Turnier seit dem diesjährigen Australian Open bestreiten können.
Scharapowa war während des Turniers in Melbourne positiv auf die Substanz Meldonium getestet worden. Das Herzmedikament, das die Wahl-Amerikanerin über Jahre hinweg eingenommen hatte, war auf den 1. Januar 2016 hin von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA der Dopingliste hinzugefügt worden. «Ich habe einen grossen Fehler gemacht», gestand Scharapowa an einer Medienkonferenz im März, als sie den positiven Test publik machte. Im Juni wurde sie vom Internationalen Tennisverband ITF für zwei Jahre, rückwirkend ab dem 26. Januar, gesperrt.
Das unabhängige Gremium, das den Fall für die ITF untersuchte, hatte Scharapowa zwar keinen absichtlichen Betrug vorgeworfen, aber einen schwerwiegenden Fehler unterstellt. Wie Scharapowa wurden in den ersten Monaten dieses Jahres auch zahlreiche andere russische Sportler positiv auf Meldonium getestet. Die Tennisspielerin begründete die Einnahme mit einem Magnesium-Defizit, Herzrhythmusstörungen und Diabetes-Fällen in ihrer Familie.
Scharapowa war von 2005 bis 2015 Jahr für Jahr die bestbezahlte Sportlerinnen der Welt. In der letzten Saison verdiente sie 29 Millionen Dollar. Sie ist eine von nur zehn Spielerinnen, die jedes der vier Grand-Slam-Turniere mindestens einmal gewinnen konnte. Die in Florida wohnende ehemalige Weltranglisten-Erste, die schon als 17-Jährige Wimbledon gewann, ist neben Serena Williams die prominenteste Spielerin auf der WTA-Tour. Deren CEO Steve Simon freute sich dementsprechend über die Rückkehr der 35-fachen Turniersiegerin: «Wir sind froh, dass Maria 2017 auf die Courts zurückkehrt.» Ursprünglich wäre ihre Sperre erst Anfang 2018 abgelaufen.
(SDA)