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In "Harry Potter und der Halbblut-Prinz" wird es Ernst. Die Gefahr rückt näher, wird bedrohlicher und zielt auf den entscheidenden letzten Kampf ab.
Doch in der Verfilmung des Romans ist davon wenig zu spüren. Die Zauberschülerinnen und -schüler sind mittlerweile in der sechsten Klasse. Romantische Gefühle und Liebe sind angesagt, wenn nötig auch mit Hilfe eines Liebestranks. Das führt zu manchen witzigen Szenen. Eine Identifikation mit den Figuren ist jedoch nicht möglich, ebenso wenig wie in den die Bedrohung darstellenden Szenen. Hier ist eine athmosphärisch dichte, jedoch inhaltsleere Episode an die andere gereiht, ohne dass daraus eine Geschichte gewoben würde.
Symptomatisch ist die Behandlung der Titel gebenden Figur. Der Halbblut-Prinz ist zwar wegen eines zurückgelassenen Buches den ganzen Film hindurch präsent, doch als Auflösung muss ein knapper Satz, gesprochen ohne Zusammenhang, genügen. So kann ein Film nicht packen. Sätze wie "Hier ist der Ort" oder "Hier herrscht Magie" sind so banal, dass häufig auch die Athmosphäre auf der Strecke bleibt.
Manchmal sind 147 Minuten lang.