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Salbei: Einfluss der Schnittfrequenz, der Höhe und des Termins des letzten Schnittes vor dem Winter auf den Ertag und die Qualität
Salbei (Salvia officinalis L.) ist eines der am häufigsten angebauten Heil- und Gewürzkräuter in der Schweiz. Um eine optimale Ernte von Salbei garantieren zu können, wurde der Einfluss der Schnittfrequenz, sowie die Höhe und der Termin des letzten Ernte vor dem Winter untersucht. Diese Versuche wurden in Bützberg (BE), Arbaz (VS) und Venthône (VS) von 2002 bis 2006 durchgeführt.
Mit drei Schnitten pro Jahr war im generellen der Trockensubstanzertrag, der Ertrag an ätherischem Öl, das Blatt/Stängel Verhältnis und die Winterhärte höher als mit zwei Schnitten. Ein früher letzter Schnitt, anfangs September, hat die Resistenz gegenüber Winterfrost nur mit drei Schnitten pro Jahr stark verbessert. Mit einem hohen Schnitt von 15 cm bei der letzten Ernte waren die Winterfrostschäden bedeutend tiefer im Vergleich zu einem tiefen Schnitt von 5 cm. Dieser hohe Schnitt fördert hingegen im folgenden Frühjahr die Bildung von Blütenständen, die bei der Salbei nicht erwünscht sind. Ein Rückschnitt der Stoppeln nach dem Winter auf 5 bis 10 cm reduziert die Bildung von Blütenständen beträchtlich.
Zusammenfassend können für Salbei im Berggebiet drei Schnitte mit einer letzten Ernte gegen Anfang September und einer Schnitthöhe von 15 cm, gefolgt von einem Rückschnitt der Stoppeln auf 5 bis 10 cm im folgenden Frühjahr empfohlen werden, um den Ertrag, die Ausdauer und die Qualität von Salbei zu fördern.