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Das
Schloss war die Wiege und der Sitz der Edlen von Zwingenstein, von denen mehrere in der Geschichte dieser Gegend eine
Rolle gespielt haben, wie Eberhard von Zwingenstein im Jahre 1299, J. von Zwingenstein anno 1306. Dieser letztere, oder
sein gleichnamiger Sohn, verkaufte 1335 die Hälfte seiner bei Berg gelegenen
Güter an den
Spital zu St. Gallen.
Beim
Beginn des Appenzellerkrieges (1403) wurde die Burg von den Appenzellern erstürmt, die sie gegen einen Lebenszins ihrem
Anführer Rudolf von
Werdenberg als Eigentum übergaben. Dieser schlug da seinen Wohnsitz auf, verpfändete die Burg aber
bald an Hans Sidler von St. Gallen.
Infolge von Zwistigkeiten zerstörten sie die
Appenzeller 1447. Sie blieb Ruine
und gelangte mit der
Herrschaft an Appenzell.
Nach dem Klostersturm zu
Rorschach (1489) nahmen die
Eidgenossen diese in Besitz und teilten
sie der Landvogtei
Rheinthal zu.
1050 m. Geburtshaus des Reformators Zwingli
im
WeilerLisighaus, 10 Minuten w. vom Dorfe
Wildhaus, in einer
Wiese nahe an der Strasse nach
AltSt. Johann. Der Zwingliverein
zu
Wildhaus hat dieses Häuschen erworben, dessen Æusseres, durch die Jahrhunderte stark mitgenommen, absichtlich in seiner
alten Einfachheit belassen wurde.
Das Innere ist äusserst interessant. Im Erdgeschoss enthält ein sehr
niedriges
Zimmer, dessen
Wände mit den Bildnissen Zwinglis und anderer hervorragender Männer seiner Zeit geschmückt sind,
einen alten
Ofen, einen
Tisch, eine Bank und ein Pult mit einem
Buche, in das die Besucher ihre Namen eintragen.
Eine enge
Treppe führt aus diesem
Zimmer in den obern
Stock, der 3 kleine ineinander gehende Schlafzimmer, eine primitive Küche und
eine Vorratskammer umfasst.
Neben dem Hause Zwinglis, der Zwinglishütte, steht das evangelische Schulhaus von
Lisighaus;
ein Schulzimmer desselben ist für die Handwerkerschule der Gemeinde bestimmt, die im Jahre 1876 unter dem
Namen Zwinglianeum zu Ehren des berühmten Reformators gegründet wurde.
Er verbindet
SaasGrund oder genauer
Almagell im
Saasthale mit
Gondo im untersten Teile des
Zwischbergenthales
oder des
Val Vaira und erfordert 8-9 Stunden. Er bietet keinerlei
Schwierigkeiten und wurde schon vor alter Zeit benutzt.
Es wird behauptet, früher sei man sogar mit Vieh hinübergefahren.
(französisch Val deGondo, italienisch
ValleVaira, nicht
Varia) (Kt. Wallis,
Bez. Brig).
2700-801 m. Ein Thal von 15 km
Länge, dessen Hauptrichtung von SW. nach NO. geht und das im SO. an die italienische-schweizerische Grenze stösst. Es wird
in seinem obern Teile von
Portjengrat (3660 m), der es vom schweizerischen
Saasthal und vom italienischen
Antronathal trennt, sowie vom
Thälihorn (3485 m), der es vom
Laquinthal trennt, umschlossen. Der
Gemeinalpgletscher, der seinen
obersten Teil bedeckt, endigt mit einem hohen Absatz, von dem man über den
Zwischbergenpass (3272 m) nachAlmagell
gelangt.
Man kann auch über den
Passo d'Andolla (2425 m) und über den von Busin (2501 m) Antronapiana erreichen, während weiter
unten, d. h. mehr im O. der Passo di Pontimia ins Bognancothal hinüberleitet. Der mittlere Teil des
Thales ist zwischen den
Hängen des
Balmhorns (2385 m) und dem
Monte Stracingo (2724 m) eingeengt; dann kommt man auf eine Art
unterer Absatz, wo sich, in 1683 m,
Weiler und
Kapelle auf einer kleinen
Ebene befinden. Von da an verengt sich das Thal wieder
zwischen bewaldeten Abhängen und mündet gegen die
Diveria, in welche der Zwischbergenbach durch eine enge
Schlucht stürzt.
Etwa 100 Einwohner leben in diesem
Thale, zu
Biel,
Säge und
Zwischbergen. Am Eingang ins Zwischbergenthal,
etwa 1 Stunde jenseits
Gondo, am rechten Ufer, befinden sich die ehemals berühmten Goldminen von
Gondo, die sicher nicht ohne
Bezug auf das etwas mysteriöse Vermögen des bekannten Wallisers Kaspar Stockalper (17. Jahrhundert) waren. Um 1890 versuchte
eine Finanzgesellschaft unter der Firma
«Mines d'or d'Helvétie» umsonst, dieses Werk wieder zum Leben zu bringen.
Uebrigens waren noch gegen den Anfang des verflossenen Jahrhunderts hier Pochwerke und Einrichtungen für die Verarbeitung
der Erze; allein der Ertrag sank und warf dem Staate nur noch eine jährliche Gebühr von Fr. 135 ab.
Das Thal wird nur von einem Saumpfade durchzogen, von dem sich die beiden begangensten Fusswege bei
Zwischbergen abzweigen:
der eine zieht sich links hinauf und erreicht
Gsteig über die
Furgge;
der andere geht durch das Val de Possetta und gelangt
über den Muncherapass nach Domodossola.
1694-500 m. Alpweide am rechten Abhang des
Engstligenthales, zwischen zwei
Wildbächen, von denen einer, der Marchgraben, die Grenze zwischen den beiden Gemeinden
Frutigen und
Adelboden
bildet, im NO. dieses letztern Dorfes.