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Drohnen
Ab Januar 2005 werden unbemannte "ADS 95 Ranger" Drohnen der Armee die
Schweizer Grenze überwachen. Sie werden zur miltärischen
Aufklährung, zur Bekämpfung von Schmuggel,
Kriminalität und illegaler Einwanderung eingesetzt.
Ein Einsatz während der Fussball-Euro 2008 kommt auch in Frage.
Bundesrat Samuel Schmid selbst hatte im August 2004
vorgeschlagen, die Drohnen zur Grenzüberwachung einzusetzen.
Dies wurde nun bewilligt. Auch bei er Fussball-EM EURO 2008 könnten
die Drohnen zum Einsatz kommen.
Zur ADS 95 Ranger
Die Drohnen werden von einer mobilen Rampe gestartet und vom Boden
aus ferngesteuert. Die Drohne kann in einer Höhe bis zu 4'500
Metern und über eine Distanz bis zu 100 Kilometern (Swissinfo)
(180 kilometer nach Wikipedia) operieren und 9 Stunden im Flug sein.
Sie ist über 200 Stundenkilometer schnell und 280 Kg schwer und
kann bis 6000 Meter Höhe operieren.
Die ADS 95 Ranger ist 4.6 Meter lang und weist eine Spannweite von 5.7 Metern auf.
Die ADS 95 Ranger Miniflugzeuge sind mit Kameras ausgerüstet.
Dank Infrarotkameras können die Armeedrohnen, ein ursprünglich
israelisches Produkt, sowohl am Tag als auch in der Nacht Bilder
aufnehmen. Die Aufklärungsdrohnen ADS 95 Ranger sind seit dem
Frühjahr 1999 im Dienst der Armee. Es gibt 27 Stück im Wert von je
2.5 Mio. Franken.
Die Ausbildung der Schweizer ADS-95 Piloten und Soldaten findet auf dem Militärflugplatz
Emmen statt. Einsatzstandort ist der Flugplatz bei Buochs.
Persönlichkeitsschutz
Im Frühling 2004 war eine Debatte über Persönlichkeitsschutz
in Gang gekommen. Das VBS hat wiederholt erklärt, es gehe nur um "Beobachten". Es
würden keine personenbezogenen Daten erhoben, die Leute seien nicht
erkennbar. Ausserdem werde nur ein kleiner Teil der von den Drohnen
gelieferten Daten aufbewahrt und dies vorwiegend zu Schulungszwecken.
Zur Entwicklung
Am Bau der Drohnensysteme waren vier Firmen massgeblich beteiligt:
Oerlikon-Contraves, Zürich und die SF Schweizerische Unternehmung
für Flugzeuge und Systeme in Emmen sowie die israelischen Firmen
IAI und Tadiran.
Die Drohnen wurden bei der Expo 2002
schon vorgestellt.
Die Schweiz beteiligt sich an der Entwicklung von zwei unbemannten Kampfdrohnen.
VBS und der bundeseigene Technologie- und Rüstungskonzern RUAG bezahlen rund
12 Millionen Franken an zwei europäische Projekte, wie das VBS im Oktober
bestätigte. Eine Beschaffung der "europäschen" Drohnen sei aber nicht geplant.
Die beiden Entwicklungsprojekte stehen unter der Federführung eines
französischen beziehungsweise eines deutschen Rüstungskonzerns,
hiess es im VBS. Gebaut werden sollen unbemannte, bewaffnete Drohnen.
Die Beschaffung von vier Aufklärungsdrohnensystemen 95 wurde
durch die Eidgenössischen Räte 1995 im Rahmen des Rüstungsprogramms
mit einem Kredit von 350 Millionen Franken bewilligt. Die Ablieferung
an die Luftwaffe begann im Dezember 1998.
Quellen: Swissinfo,
Wikipedia,
Pressemitteilung der Bundesbehörden,
VBS. Bildrechte: "Swiss Air Force". RUAG (Kontrollstation Bild).