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Vor einiger Zeit hat die Schauspielerin zusammen mit Jennifer Garner, 41, und Adele, 25, im US-Bundesstaat Kalifornien für ein strengeres Paparazzi-Gesetz gekämpft. Konkret geht es darum, dass ihre und andere berühmte Kinder nicht mehr ohne Einwilligung der Eltern von Fotografen abgelichtet werden dürfen. Ihr Anliegen begründete die 47-Jährige damit, dass sie sich um ihre Tochter Nahla, 5, sorge. Das Mädchen habe Angst und leide unter dem Blitzlichtgewitter, sagte Halle Berry damals vor dem Gericht in Sacramento.
Jetzt kann sich die Oscarpreisträgerin über einen Sieg freuen. Gouverneur Brown hat vergangene Woche das neue Gesetz unterzeichnet, das ab Januar 2014 in Kraft treten wird. Paparazzi, die Kinder von Stars ablichten, ohne um Erlaubnis zu fragen - und dies auch noch auf eine aggressive Art und Weise tun - können bis zu einem Jahr verurteilt und mit Geldstrafen von bis zu 9'000 Franken bestraft werden. In einem Statement gegenüber der BBC.com liess die Schauspielerin ihre Erleichterung verlauten: «Ich habe diesen Kampf mit grosser Hoffnung und ein wenig Unsicherheit begonnen. Deshalb kann ich meinen immensen Dank dafür kaum ausdrücken, dass Gouverneur Brown die Notlage der Kinder erkannt hat, die allein durch die Identität und Prominenz ihrer Eltern belästigt werden, und etwas dagegen tut.»
Weniger begeistert werden jetzt wohl diverse Mediengruppen wie die «Motion Picture Association» und die «California Newspaper Publishers' Association» sein. Das Gesetz sei ihrer Meinung nach nicht tragbar, weil es gegen die verfassungsmässig garantierte Presse- und Redefreiheit verstosse. Daraufhin entgegnete Senator Kevin de Leon, dass Kinder unabhängig von der Tatsache, dass ihre Eltern prominent sind, geschützt werden müssen. Sie hätten es sich ja nicht ausgesucht berühmt zu sein, und müssten deshalb auch nicht mit rabiatem Verhalten mancher Fotografen klar kommen, schreibt BBC.com weiter.
Da die hochschwangere Halle Berry ihren Sohn noch vor Januar zur Welt bringen wird, könnten besonders ambitionierte Fotografen also noch die Chance nutzen, die ersten Bilder des Babys zu schiessen. Und auch wenn die kleine Familie ausserhalb von Kalifornien Urlaub macht, werden möglicherweise Schnappschüsse von den Kindern auftauchen. Schliesslich ist das Gesetz nicht weltweit gültig.