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Chris Ferguson ist ein US-amerikanischer Pokerspieler, der 1963 in Los Angeles geboren wurde. Seine Eltern haben beide einen Doktortitel im Bereich Mathematik und auch Ferguson selber verfügt über einen solchen, im Gegensatz zu seinen Eltern allerdings im Bereich Informatik. Der Kalifornier begann bereits in sehr jungen Jahren mit dem Pokerspiel, Mitte der 1990er Jahre spielte er dann erstmals auf grösseren Turnieren.
Chris Ferguson konnte bislang bei insgesamt fünf Events der World Series of Poker triumphieren, sein grösster Erfolg ist der Gewinn des Main Events im Jahre 2000. Neben seinem Sieg beim Main Event der World Series of Poker konnte sich Chris Ferguson im Rahmen dieser Veranstaltung auch zweimal in der Spielvariante «Omaha High/Low» sowie je einmal in den beiden Pokervarianten «Seven Card Stud» und «1/2 Limit Hold’em – 1/2 Seven Card Stud» durchsetzen. Insgesamt hat der Kalifornier in seiner bisherigen Laufbahn als Profispieler über 7 Millionen US-Dollar an Preisgeld gewonnen.
Im Frühjahr des Jahres 2006 nahm Ferguson die Herausforderung an, ohne jegliches Startkapital einen Betrag von 10’000 US-Dollar zu erpokern. Zunächst nahm Ferguson ausschliesslich an Freeroll-Turnieren teil und benötigte fast 7 Monate, um überhaupt 6 US-Dollar zu erspielen. Nach weiteren neun Monaten war es Chris Ferguson dann allerdings tatsächlich gelungen, ohne jedes Startgeld 10’000 Dollar beim Poker zu gewinnen.
Seinen Spitznamen «Jesus» verdankt Chris Ferguson seinem markanten Aussehen mit langen, braunen Haaren und einem Bart. Zu seinem Markenzeichen wurde der Cowboy-Hut mit dem Schriftzug seines Sponsors Full Tilt Poker. Neben seiner Beschäftigung als professioneller Pokerspieler arbeitet Chris Ferguson auch für Full Tilt Poker, einer der bekanntesten Online Poker Portale im Internet. So half er bereits im Jahre 2004 beim Launch der Homepage. Auch heute noch arbeitet der Pokerspieler weiterhin regelmässig für Full Tilt Poker und ist Mitglied des Designteams der Onlinepoker-Webseite.
Ferguson galt und gilt noch immer als einer der Pokerprofis, die sich durch eine besonders tighte Spielweise auszeichnen. In den frühen Jahren seiner Karriere traf er seine Entscheidungen beim Pokern ausschliesslich auf der Basis der Mathematik. Im Laufe der Zeit sah sich Chris Ferguson aufgrund des steigenden Bekanntheitsgrades dazu gezwungen, seine Spielweise beim Pokern leicht zu verändern. Zwar gilt der Kalifornier immer noch als einer der tightesten Spieler auf der professionellen Pokertour, allerdings hat er sich mittlerweile auch einen unkonventionelleren sowie offensiveren Pokerstil angeeignet. Mit seiner charakteristischen Spielweise konnte Chris Ferguson vor allem bei Pokerturnieren grosse Erfolge feiern, gleichzeitig wurde er dagegen bei Cash Games zu einem eher ungefährlichen Spieler. Daher verdient sich «Jesus», im Gegensatz zu vielen seiner Mitspieler auf der Pokertour, seinen Lebensunterhalt beinahe ausschliesslich durch seine Gewinne bei Turnieren (naja, mittlerweile sind seine Einnahmen durch die Beteiligung an Full Tilt Poker und anderen Firmen sicher höher…).
Übler Bad Beat für Phil Hellmuth. Das war das Final Table der WSOP 2000. Schon krass, wie unprofessionell das damals war!