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09.02.2020
Eine schöne Vorgeschichte zu „Das Anwesen“
Until the Dawn, Vorgeschichte: Pennsylvania, 1897: Julia Broeder will Missionsärztin werden, um sich in christlicher Nächstenliebe, Selbstlosigkeit und Demut zu üben. Ein halbes Jahr vor dem Abschluss wird Julia ihre Tierliebe zum Verhängnis: Sie operiert einen misshandelten Hund und bringt diesen vor seinem Besitzer in Sicherheit – es erfolgt der Verweis vom College. Julia erhofft sich von Ashton Carlyle, dem Anwalt von Mr Vandermark, der ihr das Studium ermöglicht, Hilfe. Doch dieser lehnt ab. Muss sie ihre Träume nun aufgeben?
Erster Eindruck: Das Cover der Edition „Kleine Auszeit“ des Francke Verlages lädt zum Träumen ein – gefällt mir sehr gut.
„Manchmal reichen zehn Sekunden, um den Lauf eines Lebens zu verändern.“ Das ist verrückt, aber so ist es tatsächlich.
Julia ist ehrgeizig, aber auch impulsiv. Als sie die Not des verletzten Hundes sieht, wägt sie nicht zuerst das Für oder Wider ab, nein, sie handelt einfach und hilft dem Hund. Die nachfolgenden Konsequenzen sind heftig, da sie vom Studium am College ausgeschlossen wird. Somit kehrt sie nach Dierenpark, wo ihr Bruder Emil mit seiner Familie im Gärtnerhaus wohnt, zurück. Als sie den Anwalt Ashton Carlyle, der Dierenpark für die Vandermarks verwaltet, aufsucht, stösst sie auf Ablehnung. Was soll Julia jetzt machen? Zurück auf Dierenpark sucht sie eine Beschäftigung, bis sie sich das weitere Vorgehen überlegt hat. Der benachbarte Ziegenbauer ist verletzt und braucht Hilfe beim Ablammen. Julia zögert nicht und hilft erneut. Nach einer Woche bekommt sie unerwarteten Besuch aus New York…
Ashton Carlyle hat mir sehr gut gefallen. Die Liebe, die Ashton für seine Familie hat, ist sehr gut spürbar. Sein Vater ist für ihn das „wunderbare, grosszügige Fundament seines Lebens“. Das ist eine sehr schöne Aussage. Der berührendste Moment war für mich das Gespräch von Vater Carlyle mit Sohn Ashton. Um nicht zu spoilern, kann ich hier keine Details dazu verraten.
Diese Geschichte über Träume, Verantwortung und Liebe ist die Vorgeschichte zu dem bereits früher veröffentlichten Buch „Das Anwesen“. Sie hat sich flüssig lesen lassen und hat mir sehr gut gefallen. Von mir gibt es 5 Sterne.