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Die Küstenwache der EU-Inselrepublik Zypern hat in den vergangenen 24 Stunden 458 Migranten aufgegriffen. Die Menschen seien an Bord von sechs Booten aus dem Libanon gekommen, sagte ein Polizeisprecher in Zyperns Rundfunk (RIK) am Dienstag.
Unter den geretteten Menschen seien auch zahlreiche unbegleitete Minderjährige gewesen, hiess es. Die meisten Menschen stammten aus Syrien und dem Libanon. Alle Migranten seien in einem Lager westlich der Hauptstadt Nikosia untergebracht worden, teilten die Behörden mit.
Gemessen an der Bevölkerungsgrösse verzeichnete Zypern laut EU-Statistik in den vergangenen Jahren bei weitem die meisten Asylanträge pro Jahr im Vergleich zu anderen EU-Staaten. Die Registrier- und Aufnahmelager für Migranten auf der Insel sind überfüllt. Sie werden auch mit Geldern der EU ausgebaut.
Migranten sind nach Definition der Internationalen Organisation für Migration (IOM) alle Menschen, die ihren Wohnort verlassen – egal aus welchen Gründen, wie lange oder ob freiwillig oder unfreiwillig. Flüchtlinge dagegen suchen Schutz vor Krieg oder vor drohender Verfolgung, etwa wegen ihrer Religion, Nationalität oder ihrer politischen Überzeugung. Damit sind Flüchtlinge auch Migranten, aber nicht alle Migranten sind Flüchtlinge.