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Der Faustkampf war eine Disziplin im Fünfkampf der Olympischen Spiele der Antike. Der Faustkampf wurde erstmals im Jahre 688 v. Chr. Bei den 23. Olympischen Spielen des Altertums ausgetragen. Im antiken Rom wurde der Faustkampf vor allem bei Gladiatorenkämpfen vorgeführt. Es lässt sich jedoch nicht genau festlegen, wie alt der Faustkampf wirklich ist, da aus Darstellungen aus dem Altertum (Mesopotamien, Kreta Ägypten) hervorgeht, dass auch ähnliche Kämpfe zu jener Zeit ausgetragen wurden.
Es wurde vor allem gegen die empfindlichen Körperteile geschlagen, wie z.B. Zähne, Ohren und Nase. Regeln wie beim heutigen Boxen gab es nicht. Es konnte auch hochgesprungen und von oben zugeschlagen werden. Eine Deckung wie beim heutigen Boxen gab es ebenfalls nicht. Der Ablauf eines solchen Kampfes ist mit dem heutigen Boxen nicht vergleichbar. Die hier beteiligten Athleten bezeichnet man doch richtiger als Faustkämpfer. Solch ein Kampf konnte mehrere Stunden dauern und oftmals zu schweren Verletzungen führen.
Der Kampf wurde durch Erheben der Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger als Zeichen der Niederlage beendet. Falls dann aber der Sieger weiter auf den Unterlegenen zuschlug, schritt ein Schiedsrichter mit Stockschlägen ein. Solche Szenen sind zum Beispiel durch Darstellungen auf Panathenäischen Preisamphoren bekannt. In Fällen, wo der Kampf tödlich endete, wurde der tötende Kämpfer bestraft. Der Sport war wegen seiner Gefährlichkeit in der griechischen Antike besonders hoch angesehen. Es gibt auch eine Sitzstatue des Faustkämpfers der Antike, welcher über 1000 Preise gewonnen hat. Die Statue aus Bronze zeigt im Gesicht bewusst eingearbeitete Blessuren, wie sie beim Faustkampf vorgekommen sind.
Die Ursprünge des modernen Boxens liegen in England des 17. Und 18. Jahrhunderts. 1681 wurde der erste schriftlich belegte Kampf organisiert. 1743 wurde das erste grössere Regelwerk veröffentlicht. Man durfte keinen Gegner mehr schlagen, der am Boden liegt und Tiefschläge waren ebenfalls verboten. Ab 1892 boxte man nur noch nach Queensberry-Art.
In den Queensberry-Regeln ist unter anderem:
- das Tragen von Boxhandschuhen- das Auszählen bis Zehn bei Niederschlägen
- die Rundenzeit von 3 Minuten mit einminütiger Pause festgelegt.
Boxen ist eine der populärsten Sportarten weltweit. Als eine der ältesten Wettkampfarten des Menschen hat diese Popularität eine lange Tradition und ist beispielsweise Teil der olympischen Spiele, seit diese 1896 wieder belebt wurden.