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Flüchtlinge in Deutschland: Sie werden aufgegriffen, in Sammellager gesteckt, von der deutschen Gesellschaft abgeschottet. Die verfahren, in denen über ihr Schicksal entschieden wird, können sich über Jahre hinziehen. Verlorene Jahre, praktisch ohne Möglichkeit zu arbeiten oder in unserer Gesellschaft Fuss zu fassen. Und immer mit der drohenden Ungewissheit, ob nicht doch am Ende die Abschiebung steht. Hassan Ali Djan wurde mit 11 Jahren erwachsen. Nach dem Tod seines Vaters war er für die Familie verantwortlich. Schon bald verlässt er das afghanische Heimatdorf, um im Iran auf Baustellen zu arbeiten. Mit 16 wagt er die Flucht ins Ungewisse. Zufällig strandet er in Deutschland, wird in ein Auffanglager in München gebracht und sieht sich mit Menschen und Mechanismen konfrontiert, die er nicht versteht. Wem kann er vertrauen? Wie kann er in Deutschland ankommen? Und wie kann er für seine Familie in Afghanistan sorgen? Aber Hassan Ali Djan gibt nicht auf. Er ist heute in Deutschland angekommen und angenommen. Er erzählt seine eigene Geschichte, über die Flucht und seine Anfänge in München. Aber vor allem spricht er über die positiven Reaktionen seines Umfelds, die er erfahren hat und ihn in Bayern eine neue Heimat haben finden lassen.
Portrait
Hassan Ali Djan wurde 1989 in Almitu, Afghanistan geboren. Mit 16 Jahren floh er über die Türkei und Griechenland nach München, wo er auch heute noch lebt. Veronica Frenzel ist freie Journalistin und lebt und arbeitet seit fünf Jahren in Spanien. Sie schreibt u.a. für die "Tageszeitung", die "Berliner Zeitung" und die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung".