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Nach Angaben des Pekinger Landwirtschaftsministeriums wurden von Januar bis März Agrargüter im Wert von 24,3 Mrd $ (21,4 Mrd Euro) eingeführt; im Vergleich zur Vorjahresperiode entsprach das einem Minus von 7,2 %. Die Exporterlöse nahmen ebenfalls ab, allerdings nur um 3,3 % auf 16,4 Mrd $ (14,4 Mrd Euro). Damit setzte sich die negative Tendenz des chinesischen Agrarhandels aus dem Vorjahr fort. Damals waren im Vergleich zu 2014 die wertmäßigen Einfuhren um 4,6 % und die Ausfuhren um 1,8 % gesunken.
Niedrigere Rohstoffpreise und teilweise geringere Handelsmengen aufgrund der konjunkturellen Abkühlung waren dafür wichtige Gründe. Bei den aktuellen Außenhandelsdaten zeigen sich klare Unterschiede zwischen rückläufigen Einfuhrwerten für pflanzliche Erzeugnisse und verstärkten Importen von Veredlungserzeugnissen. So nahmen die Importausgaben der Volksrepublik für den Bezug von Fleisch- und Milchprodukten im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,8 % auf insgesamt 5,4 Mrd $ (4,8 Mrd Euro) zu. Maßgeblich dafür waren in erster Linie die um jeweils 90 % höheren Einfuhrmengen von Schweine- und Rindfleisch sowie der um 27 % auf 325 000 t gestiegene Bezug von Milchpulver.
Auf die Bremse traten die chinesischen Importeure dagegen beim Einkauf von Getreide, dessen Einfuhrmenge im Vergleich zum ersten Quartal 2015 um rund 22 % auf 5,42 Mio t zurückging, während der betreffende Einfuhrwert um 26 % auf 1,5 Mrd $ (1,3 Mrd Euro) sank. Verantwortlich für das Minus im Getreidebereich waren vor allem geringere Bestellmengen für Mais und Gerste. Auch die Importausgaben für Obst, Gemüse, Zucker und Baumwolle blieben deutlich unter dem Vorjahresniveau. Für die wertmäßig wichtigste Warengruppe Ölsaaten gaben die chinesischen Importeure von Januar bis März insgesamt 6,9 Mrd $ (6,1 Mrd Euro) aus; das waren rund 17 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Grund dafür war der niedrigere Einkaufspreis, denn die Bezugsmenge des Hauptprodukts Sojabohnen wurde um 4 % auf fast 16,3 Mio t ausgedehnt.