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100 Jahre EKS
Als das Elektrizitätsfieber die Schweiz erfasste, machten sich auch die Schaffhauser daran, eine eigene Elektrizitätsversorgung aufzubauen. Wie überall wurden auch in unserer Region die ersten Elektrizitätswerke von Privaten und Gemeinden gebaut. 1908 hiess das Schaffhauser Volk die Gründung des Elektrizitätswerks des Kantons Schaffhausen gut, welches den Strom bis in den hintersten Winkel des Kantons bringen sollte. Ausgenommen waren die Gemeinden Schaffhausen und Hallau, die bereits über eigene Werke verfügten.
EKS überzog den Kanton in schneller Aufbauarbeit mit einem Netz von Leitungen. Doch woher kam der Strom? Eigene Kraftwerkbauten wurden zwar diskutiert, doch gründete Schaffhausen schliesslich mit andern Kantonen 1914 die Nordostschweizerischen Kraftwerke (NOK). Seither bezieht EKS als reines Verteilwerk die Elektrizität von den NOK. Verlief die Entwicklung nach der rasanten Startphase bis zum Zweiten Weltkrieg relativ gemächlich, so nahm der Verbrauch mit der Hochkonjunktur ab den 1950er-Jahren in atemberaubendem Tempo zu. Dies hatte einen ständigen Ausbau der Verteilanlagen zur Folge: Neue Siedlungsgebiete erforderten neue Leitungen, und um genügend Strom transportieren zu können, mussten die Spannung erhöht und zusätzliche Unterwerke gebaut werden. Hinzu kam, dass die Leitungen zunehmend in den Boden verlegt werden mussten.
EKS hat alle diese Aufgaben gemeistert. Doch mit der Liberalisierung der Strommärkte kommen neue Herausforderungen hinzu. Um darauf vorbereitet zu sein, wurde EKS im Jahre 2000 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, und in der Folge hat sich die Axpo mit 25 Prozent am EKS beteiligt. Seit 2018 gehören dem Kanton Schaffhausen 75% der Aktien, weitere 15% der EKT Holding AG und 10% der EKS selbst. Schliesslich sei noch eine Besonderheit des EKS erwähnt: Seit seiner Gründung versorgt es nicht nur den Kanton Schaffhausen, sondern auch eine ganze Anzahl deutscher Gemeinden mit Strom.
Wenn Sie Interesse an der Geschichte des EKS haben, können Sie das Jubiläumsbuch bei uns erwerben.