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Der Blick auf den Nahen und Mittleren Osten lässt heute oft verzweifeln. Israelis und Palästinenser scheinen sich ineinander festgebissen zu haben, und rundherum belauern und bekriegen sich in den muslimischen Staaten Gruppen, die sich immer weiter ausdifferenzieren, die sich, wie es scheint, entlang von Konfliktachsen, erknäueln, verfilzen und immer weiter verknoten: iranisch gegen saudisch, arabisch gegen kurdisch, schiitisch gegen sunnitisch, säkular gegen islamistisch. Erst vor dem Hintergrund der Historie wird manches Bild klarer. Nur wenige Autoren verstehen es, die Zusammenhänge so klug und so einladend zu zeigen wie Rudolph Chimelli. Dieses Buch enthält preisgekrönte Reportagen und Berichte eines Korrespondenten, der fremde Welten und Menschen vorurteilsfrei betrachtet, stets in dem Bemühen, ihre Handlungen und Motive zu verstehen und sich selbst nicht als Partei zu begreifen, aber Partei zu nehmen – gegen Willkür und Terror, für Werte und Menschenrechte.
Portrait
Rudolph Chimelli, geboren 1928 in München. Studien der Rechte und der Volkswirtschaft. Seit 1979 Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung" in Frankreich, davor Korrespondent in Moskau (1972 bis 1979) und Beirut (1964 bis 1972).