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Gewaltopfer bleiben im Normalfall auf sich selbst gestellt, da ihre elementaren Rechte nicht anerkannt werden und weil sie sich weit weg befinden von jeglichen Beratungs- und Informationsstellen. Oder es fehlt an Geld: Möchte eine Frau zum Beispiel einen Täter anzeigen, so braucht sie ein medizinisches Attest, welches sie sich im Normalfall nicht leisten kann. Dasselbe gilt für medizinische Behandlungen nach den Übergriffen. Ein weiteres Problem sind die oft zu grossen Entfernungen bis zur nächsten Beratungsstelle.
Die Partnerorganisation APROFES setzt sich für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen ein: Diese können sich an ausgebildete Laienrechtsberaterinnen wenden. Benötigt das Opfer eine weiterführende Unterstützung, so wird es an die von APROFES betriebene Beratungsstelle in Kaolack verwiesen. Die Frauen erhalten dort je nach Fall auch medizinische, rechtliche, soziale und psychologische Unterstützung. Jährlich nehmen etwa 150 bis 200 gewaltbetroffene Frauen und Mädchen diese Dienstleistungen in Anspruch. Frauen, die nicht mehr zu ihrem Mann zurückkehren können, werden zudem vorübergehend finanziell unterstützt, um die nötigsten Bedürfnisse zu decken. Sie erhalten ausserdem Zugang zu einem Kleinkredit, um sich eine neue Existenzgrundlage aufzubauen.
Ein besonderer Fokus wird auf die Aufklärung von Schülern und Schülerinnen zum Thema Gewalt gelegt und insbesondere auf die Stärkung der Mädchen. Über Theaterdarbietungen und Radiosendungen werden breite Bevölkerungskreise sensibilisiert.
Immer wieder bleiben gewaltbetroffene Frauen nach einer Misshandlung ohne Unterkunft. APROFES möchte daher zusammen mit anderen Institutionen ein Frauenhaus aufbauen. Erste Planungsschritte sind in Arbeit.