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Wenn Babys für mehrere Stunden am Stück ohne erkennbaren Grund schreien, werden sie als Schreibabys bezeichnet.
Aufgrund des zeitlichen Auftretens und der Vermutung, dass Koliken die Ursache der Beschwerden des Säuglings sein könnten, wird das Störungsbild auch als Dreimonatskolik bezeichnet. Oftmals können Dreimonatskoliken den Bauch so verhärten, dass es zu Bauchspannungen kommt, die starke Schmerzen beim Baby verursachen. Häufig sind es auch Spannungen am Schädel und der Wirbelsäule, die während der Geburt oder der Schwangerschaft entstanden sind.
Vorgeburtlich können Blockaden vor allem durch Platzmangel in der Gebärmutter (vor allem bei Mehrlingen), bei Unfällen der Mutter oder bei unglücklicher Lage des Kindes im Becken der Mutter entstehen. Bei der Geburt entstehen Blockaden vor allem durch erhöhte Druckverhältnisse, bei längeren Pausen zwischen den Wehen, bei Lageveränderung des Kindes oder durch den Einsatz von Hilfsmitteln wie Zange oder Vakuumpumpe.
Ein Schreikind kann massiven Stress, Ungeduld und Aggressivität verursachen. Egal wie belastend die Situation ist, ein Kleinkind darf unter keinen Umständen geschüttelt werden. Dies kann zu bleibenden Schäden an Nacken und Wirbelsäule führen.
Folgende Massnahmen haben sich hingegen als hilfreich erwiesen:
1. Wippe das Kind in deinen Armen – Setze dich auf einen Sitzball und halte das Kind nah am Körper. Wippe dann langsam auf und ab.
2. Lass den Wecker ticken - Das rhythmische Geräusch von einem Wecker im Zimmer, in welchem das Kind schläft, kann eine wundersam beruhigende Wirkung haben.
3. Gehe an die frische Luft– Frische Luft, Licht und Bewegung sind gut für Kinder und helfen den Eltern, Stress abzubauen.
4. Mache den Fliegergriff –Das Baby wird mit der Hand unter den Bauch gefasst, der Kopf liegt auf dem Unterarm, das Baby liegt also auf dem Bauch.
5. Schaffe Geborgenheit– Babys brauchen das Gefühl von Geborgenheit und das Gefühl, nicht alleine zu sein. Dieses Gefühl wird in erster Linie durch Streicheleinheiten, Zuwendung und Körperwärme vermittelt. Eine gute Alternative ist das Wickeln. Dabei wird das Baby eng in ein Tuch gewickelt, was ihm ein Gefühl der Geborgenheit gibt.
6. Gib dem Tag einen Rhythmus – Ein geregelter Tagesablauf gibt dem Kind Sicherheit und sorgt für innere Ruhe.
7. Nimm dir eine Auszeit– Wenn sich ein Elternteil um das Baby kümmert, sollte der andere bewusst abschalten und die Zeit dazu nutzen, sich zu erholen. Stress wirkt sich unterbewusst auch auf das Kind aus und beeinflusst dessen Verhalten.
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