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Er habe sich zwar im Wahlkampf für eine rechtsgerichtete Koalition ausgesprochen, sagte Netanjahu am Donnerstag in einer Videobotschaft. Das Wahlergebnis ermögliche dies jedoch nicht. Er rief Gantz auf, ihn "heute, jederzeit" zu treffen. Von dem Ex-Militärchef lag zunächst keine Stellungnahme vor.
Nach der Wahl am Dienstag hatte Blau-Weiss eine hauchdünne Mehrheit vor dem Likud. Allerdings haben weder das rechts-religiöse noch das Links-Mitte-Lager eine Mehrheit von 61 der 120 Sitze im Parlament zur Regierungsbildung. Nach Auszählung fast aller Stimmen kommt Blau-Weiss auf 33 Mandate, der Likud auf 31, wie die Nachrichtenseite ynet am Donnerstag berichtete.
"Es gibt keine andere Wahl, als eine breite Einheitsregierung zu bilden, die aus allen Parteien besteht, denen der Staat Israel wichtig ist", sagte Netanjahu. "Benny, wir müssen noch heute eine breite Einheitsregierung einrichten!"
Auch Gantz hatte sich für die Bildung einer grossen Koalition ausgesprochen. Vor der Wahl hatte er jedoch betont, er werde keiner Regierung mit Netanjahu als Regierungschef zustimmen. Als Grund nannte er die Korruptionsvorwürfe gegen den langjährigen Ministerpräsidenten. Dieser muss sich in zwei Wochen einer Anhörung stellen, danach droht ihm eine Anklage in drei Fällen.
Am Mittwochabend hatte Netanjahu die Vorsitzenden der rechten und religiösen Parteien getroffen und sich zum Wortführer des Blocks mit 55 Sitzen erklärt.
(SDA)