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Regional
Auf den Kantonsstrassen in Stein am Rhein «Vorderbrugg» wird aufgrund der intensiven Siedlungsentwicklung mit einer erheblichen Verkehrszunahme gerechnet, wie der Kanton Schaffhausen ausführt.
Kanton und Stadt Stein am Rhein haben deshalb verschiedene Abklärungen getätigt und Massnahmen eingeleitet, um die Funktionsfähigkeit des Verkehrsnetzes langfristig sicherzustellen. Voraussichtlich im Jahr 2024 werden die Grundlagen vorliegen, um über die Aufhebung des Bahnübergangs mit einer Strassenunterführung zu entscheiden.
Die intensive Siedlungsentwicklung auf der Südseite der SBB-Bahnlinie in Stein am Rhein wirkt sich auf den Strassenverkehr aus. Der durchschnittliche tägliche Verkehr am Bahnübergang könnte sich mit einer vollständigen Ausnutzung der Bauzonen auf der Südseite der Bahn von heute knapp 6`500 in den kommenden 15 bis 20 Jahren auf rund 9`500 Fahrzeuge pro Tag erhöhen.
Noch vor fünf Jahren lag der durchschnittliche tägliche Verkehr bei weniger als 5`000 Fahrzeugen. Bei geschlossener Barriere muss während den Spitzenverkehrszeiten künftig regelmässig mit erheblichen Rückstauungen in beide Richtungen gerechnet werden.
Beim Burgwies- und Bahnhofkreisel bildet sich ein Rückstau; der Verkehr auf der Ost-West Verbindung Wagenhauserstrasse - Eschenzerstrasse werde dadurch behindert. Der Kanton Schaffhausen und die Stadt Stein am Rhein haben deshalb in den letzten Jahren verschiedene Abklärungen zur langfristigen Sicherstellung des Verkehrsflusses in Stein am Rhein «Vorderbrugg» getätigt und gezielte Massnahmen eingeleitet.
Derzeit werde das Vorprojekt für ein Unterführungsbauwerk erarbeitet und die möglichen Umleitungsrouten während der Bauzeit werden geprüft. Dazu habe der Kantonsrat einen Planungskredit gesprochen.
Im Jahr 2024 werden die planerischen Grundlagen vorliegen, sodass der Regierungsrat und der Stadtrat von Stein am Rhein entscheiden können, ob die Aufhebung des Bahnübergangs mit einer Strassenunterführung zielführend und mit vertretbarem Aufwand umsetzbar ist. Verkürzte Barrierenschliesszeit in Stein am Rhein Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB haben im laufenden Jahr eine Leistungssteigerung des Bahnverkehrs am Bahnhof Stein am Rhein realisiert.
Die Züge können neu fahrend kreuzen, was weniger Zeit benötigt. Das Projekt habe neben bahnbetrieblichen Vorteilen in der Pünktlichkeit auch positive Auswirkungen auf die Barrierenschliesszeit an der Kaltenbacherstrasse.
Messungen seitens SBB haben gezeigt, dass die Schliesszeit von früher durchschnittlich 3 Minuten 10 Sekunden auf neu 2 Minuten 30 Sekunden reduziert wurde. Die Barrierenschliesszeit wirkt sich proportional auf die Rückstaulänge auf der Strasse aus.
Eine grossräumige Umfahrung führt zu Mehrverkehr und sei unverhältnismässig Im Jahr 2019 habe Tiefbau Schaffhausen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Amtsstellen der Kantone Zürich und Thurgau eine grossräumige Verkehrsstudie durchgeführt. Dabei wurde und andere untersucht, wie sich der Bau einer neuen Strassenverbindung - einer sogenannten Spange - zwischen der Hemishoferbrücke und Etzwilen auf Thurgauer Boden auf das Verkehrsaufkommen am Bahnübergang in Stein am Rhein auswirken würde.
Eine relevante Umlegung des Verkehrs würde zwar erreicht, das Verkehrsmodell zeigt allerdings auch, dass eine solche Spange überregionalen Verkehr aus dem Raum Singen beziehungsweise von der Nationalstrasse A4 anziehen würde. Zudem benötigen grossräumige Umfahrungen grosse Flächen an wertvollem Kulturland.
Prüfung von lokalen Varianten Der Bau einer Strassenunterführung innerhalb des Siedlungsgebiets sei komplex und aufwendig. Deshalb wurden auch lokale Alternativvarianten zu einem Unterführungsbauwerk untersucht, wie eine Brücke über die Bahnlinie, die Schaffung von zusätzlichem Stauraum und Ausbauten auf den Gemeindegebieten von Eschenz und Wagenhausen.
Alternative Querungen der Bahnlinie Richtung Eschenz oder Wagenhausen seien aufgrund der dichten Bebauung kaum möglich und würden ebenfalls hohe Investitionen auslösen. Zum heutigen Zeitpunkt werde davon ausgegangen, dass der Bau einer Strassenunterführung langfristig unumgänglich ist.
Im Rahmen des Vorprojekts werden die geologischen Grundlagen, die möglichen Trassee-Führungen für den motorisierten Individualverkehr und den Fuss- und Veloverkehr, die Gestaltung des Bauwerks und des Aussenraums, die Erschliessungen sowie die möglichen Bauverfahren geprüft und vertieft. Das Vorprojekt werde die Bestvariante mit einer Kostenschätzung von +/- 20 Prozent abbilden.
Der Planerauftrag wurde öffentlich ausgeschrieben. Der Regierungsrat habe den Auftrag an das Ingenieurbüro Flückiger + Bosshard AG aus Zürich erteilt. .
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