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Umgestaltung und Erweiterung des Kollegiums Gambach
Autor: Von WALTER BUCHS
Das Projekt im Hinblick auf die Umgestaltung und den Ausbau des Kollegiums Gambach in der Stadt Freiburg kommt in eine neue Phase. Soeben hat der Staatsrat dem Grossen Rat die entsprechende Botschaft und den Antrag für den Verpflichtungskredit überwiesen. Das Parlament sollte sich noch in diesem Jahr damit befassen, so dass die Volksabstimmung bis März 2008 stattfinden kann. Mit dem Baubeginn könnte dann im Frühjahr 2009 und dem Bauende 2012 gerechnet werden. Ab Herbst 2011 sollte eine schrittweise Inbetriebnahme der neuen Anlagen möglich sein, wie es in der Botschaft heisst. Der Betrieb des Kollegiums Gambach wird während der ganzen Bauzeit weitergeführt, was neben der Etappierung der Arbeiten gewisse befristete Auslagerungen zur Folge haben wird.
Baubewilligung liegt vor
Am 2. Februar 2005 hatte der Grosse Rat das Dekret über den Kauf des Grundstücks des Kollegiums Gambach und die Gewährung eines Studienkredits für den Umbau und die Erweiterung im Betrag von 11,1 Mio. Fr. angenommen. Der Erwerb der Liegenschaft von der Kongregation der Ursulinenschwestern kommt auf 9,3 Mio. Fr. zu stehen. Der Kauf wird getätigt, wenn der gesamte jetzt beantragte Baukredit vom Volk genehmigt wird.Nach dem Beschluss des Grossen Rates anfangs 2005 wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Das Architekturbüro Aeby-Aumann-Emery, das den Wettbewerb gewonnen hatte, hat im vergangenen Jahr vom Staatsrat den Auftrag erhalten, ein detailliertes Projekt auszuarbeiten. Auf diesem Kostenvoranschlag basiert nun der Antrag des Staatsrates zur Eröffnung eines Verpflichtungskredits.Die öffentliche Planauflage des detaillierten Projekts fand in der zweiten Hälfte 2007 statt. Anfangs Mai wurde noch ein Gesuch um Abweichung von den gesetzlichen Abständen zwischen den geplanten Gebäuden im Amtsblatt veröffentlicht. Die Baubewilligung wurde dann am 4. Oktober 2007 erteilt, so dass das Projekt nun reif fürs Parlament ist.
Drei neue Gebäude
Heute besteht das Kollegium Gambach aus einem Hauptgebäude mit Baujahr 1912, einem Gebäude aus dem Jahre 1962 und zwei Pavillons. Wie der Staatsrat in seiner Botschaft ausführt, ist es gemäss Machbarkeitsstudie aufgrund der Grösse der Räumlichkeiten und der Struktur nicht möglich, die Bauten aus den Sechzigerjahren und die Pavillons zu erhalten. Sie sollen deshalb abgerissen werden. Hingegen wird das alte Kollegium von 1912 beibehalten und umgebaut. Daneben werden drei Neubauten erstellt, die dann mit dem bestehenden Gebäude ein Ganzes bilden.Der gesamte Kostenvoranschlag beläuft sich auf 58,155 Mio. Fr., wovon 43,6 Mio. Fr. für die Gebäude. Weitere grosse Posten sind die Betriebseinrichtungen, das Mobiliar und die Umgebung. Letztere soll sich auch weiterhin in das mit Grünflächen und Bäumen reich bestückte Gambachquartier harmonisch einfügen. Rechnet man die Kosten für den Erwerb des Grundstücks und die Vorstudien hinzu, werden sich die Gesamtkosten des Kollegiums Gambach auf 69,255 Mio. Fr. belaufen.Der Staatsrat weist in seiner Botschaft darauf hin, dass nach den Um- und Neubauten die Betriebskosten im Vergleich zu heute wesentlich gesenkt werden können. In den ersten Jahren werde das Budget aber noch durch Abschreibungen belastet sein.