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Nachdem der Vorstand der GSR am 17. April 2010 praktisch vollständig erneuert wurde, plante die GSR, sich als Dachorganisation aller schweizerisch-russischen Gruppierungenzu positionieren.
Die ehrgeizigen Pläne wurden aber nicht mehr weiterverfolgt, nachdem Jürg Vollmer als treibende Kraft das Co-Präsidium im August 2011 aus persönlichen Gründen aufgeben musste. Geplante und laufende Projekte wurden beendet. Dazu gehörte auch die Auflösung der Zeitschrift «Echo/3xo», die Jürg Vollmer in Zusammenarbeit mit der Stiftung Jugendaustausch Schweiz-GUS ins Leben gerufen hatte.
Im Vorfeld der Generalversammlung 2012 plädierte der Vorstand für eine Auflösung der GSR. Die anwesenden Vereinsmitglieder sprachen sich an der Versammlung jedoch vehement für den Weiterbestand aus. Manfred Spalinger wurde zum neuen Präsidenten gewählt. Den Mitgliedern sollte trotz sehr beschränkter Ressourcen ein attraktives Programm geboten werden.
Eine Mitgliederbefragung, an der 12% der Mitglieder teilnahmen, hat 2012 ergeben, dass sich die Vereinsmitglieder in erster Linie für eine authentische Begegnung mit russischsprachigen Menschen, deren Alltagskultur (inklusive Kochen, Fernsehen, Trivialliteratur), aber auch für das Leben in der russischen Provinz abseits der touristischen Zentren interessieren.
2013 wurden versuchsweise thematische Kleingruppen-Erlebnisreisen in abgelegene Regionen Russlands angeboten.
Von 2014 bis 2019 verzeichnete die GSR keine nennenswerten Aktivitäten.
Im Sommer 2019 entstand aus einem Kontakt zwischen dem damaligen Präsidenten Manfred Spalinger und Felix Werner der Gedanke, die GSR zu reaktivieren. Am 19. November 2019 übernahm Felix Werner das Präsidium.
Im Frühjahr 2020 werden an einer Generalversammlung die letzten Jahre vereinsrechtlich korrekt abgeschlossen und Neuwahlen in den Vorstand durchgeführt.
Der Ukraine-Krieg überschattet die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Russischen Föderation und bleibt auch nicht ohne Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Die Gesellschaft Schweiz-Russland (GSR) verurteilt den Krieg, wie wir sämtliche kriegerischen und anderen Gewaltanwendungen verurteilen, weil unter jeder Form von Gewalt immer die Bevölkerung darunter leidet. Gleichzeitig sind wir der Auffassung, dass Russland als grösstes Land der Welt und als bedeutende Kulturnation auch weiterhin seine Rolle im Konzert der Nationen spielen wird. Wir sind besorgt über die hasserfüllte Stimmung gegen Russland und alles Russische, die Teile der Schweizer Bevölkerung erfasst hat. Werke längst verstorbener Komponisten nicht mehr zu spielen oder Bücher wegen der Nationalität ihrer Verfasserinnen oder Verfasser zu boykottieren, halten wir für falsch. Ziel der GSR ist die Förderung der kulturellen und persönlichen Kontakte zwischen Menschen in beiden Ländern weil wir davon überzeugt sind, dass Dialog eine unverzichtbare Voraussetzung für friedliches Zusammenleben ist.