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Wie sieht mein erster Besuch in der Tierklinik Thun aus?
Wie impfe ich einen jungen Hund korrekt?
Die erste Impfung sollte im Alter von 8 Wochen erfolgen, die zweite mit 12 Wochen und die 3. mit 16 Wochen.
Die Tollwutimpfung ist ab der 12. Lebenswoche möglich, aber nur für den Grenzübertritt obligatorisch.
Wie impfe ich eine junge Katze korrekt?
Die erste Impfung sollte im Alter von 8-9 Wochen gemacht werden. Die zweite und die 3. Impfung erfolgt dann jeweils 3-4 Wochen später. Zudem empfiehlt sich ein Leukosetest vor der ersten Impfung.
Wie werden Hunde- und Katzenwelpen entwurmt?
Die Welpen sollten im Alter von 2, 4, 8, und 12 Wochen entwurmt werden. Die Mutter sollte in diesem Zeitraum ebenfalls alle 4 Wochen entwurmt werden.
Wann ist der geeignete Kastrationszeitpunkt für Katzen?
Im Alter von 6-7 Monaten.
Wie lange und wie oft wird eine Hündin läufig?
Im Durchschnitt dauert eine Läufigkeit 3 Wochen. Es bestehen aber individuelle Schwankungen. Der Abstand der Läufigkeiten beträgt 6 Monate bis 1 Jahr. Sie verläuft bei jeder Hündin anders, ist aber bei der Hündin selbst meist regelmässig.
Wann ist der optimale Kastrationszeitpunkt für eine junge Hündin?
Der medizinisch beste Zeitpunkt ist vor der ersten Läufigkeit, d.h. im Alter von 6 Monaten. Möchte man die Hündin einmal läufig werden lassen, sollte sie 2-3 Monate nach der ersten Läufigkeit kastriert werden.
Welches sind die Vorteile einer Kastration der Hündin?
Die Läufigkeit und somit das Aufpassen fällt weg, das Risiko für Mammatumoren ist viel kleiner und die Gefahr einer Gebärmutter- oder Eierstockerkrankung fällt ebenfalls weg.
Welches sind die Nachteile einer Kastration der Hündin?
Die Hündin kann inkontinent werden, das Fell könnte sich zum Babyfell verändern und man muss das Gewicht im Auge behalten. Es empfiehlt sich eine rassespezifische Beratung durch den Tierarzt.
Welches sind die Vorteile einer Kastration bei Rüden?
Der sexuell motivierte Trieb sinkt, Prostataprobleme und Perianalhernien treten weniger häufig auf und der Ausfluss aus der Vorhaut verschwindet.
Wie schütze ich meinen Hund gegen den Herzwurm?
Spätestens 4 Wochen nach dem 1. Ferientag sollte der Hund entwurmt werden. Falls die Ferien länger als 4 Wochen dauern, muss man die Behandlung alle 4 Wochen wiederholen, bis man wieder zuhause ist (letzte Behandlung zuhause). Zusätzlich sollte der Hund gegen Stiche von Sandmücken (Phlebotomen) geschützt werden.
Ich möchte mit meinem Hund in die Ferien, was muss ich beachten?
Der Hund muss gechipt sein, einen Heimtierausweis haben und gegen Tollwut geimpft sein. Zudem muss man eine Leine und einen passenden Maulkorb mitführen. In allen Ländern südlich und östlich der Schweiz gibt es Krankheiten, die es in der Schweiz (noch) nicht gibt und vor denen man den Hund schützen sollte.
Es sind die: Babesiose, Ehrlichiose, Leishmaniose, Dirofilariose.
Für die Prophylaxe empfehlen wir ein spot-on Präparat oder Halsband, zusätzlich soll der Hund spätestens 4 Wochen nach Ferienbeginn entwurmt werden.
Was muss ich bei Reisen mit Hund in EU-Länder beachten?
Neben einer gültigen Tollwutimpfung, Mikrochip und Heimtierpass bestehen in einigen Ländern spezielle Vorschriften (Entwurmung mit einem gegen Bandwürmer wirksamen Wurmmittel unter tierärztlicher Aufsicht, Einreiseverbot für gewisse Hunderassen, Maulkorb- und Leinenpflicht).
Da diese Vorschriften regelmässig geändert werden, ist es anzuraten, sich einige Wochen vor der Einreise bei der Botschaft des jeweiligen Landes zu erkundigen.
Ein Tollwuttiter wird für die Einreise von der Schweiz in EU-Länder nicht mehr verlangt.
Welche Länder sind in der EU?
Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Zypern.
Was ist Leishmaniose?
Leishmanien sind Parasiten, die in allen südlich der Schweiz liegenden Ländern vorkommen und durch Schmetterlingsmücken übertragen werden. Es gibt Hunde, die asymptomatische Träger sind und andere, die chronisch schwerwiegend erkranken. Typische Symptome sind Hautveränderungen, Gewichtsverlust, PU/PD, Nasenbluten, Husten, Lahmheit, Augenprobleme,… Schützen kann man den Hund, indem man ihn mit einem spot-on Präparat oder Halsband behandelt, wenn man in den Süden in die Ferien geht.
Was ist Parvovirose?
Parvovirose wird durch ein Virus verursacht, welches über den Kot ausgeschieden und über die Nasen- und Mundschleimhaut aufgenommen wird. Es befällt die sich schnell teilenden Zellen wie Darm, Knochenmark und weisse Blutkörperchen. Die Inkubationszeit beträgt 3-7 Tage. Klinische Symptome sind: Fieber, starker, oft blutiger Durchfall, Apathie, Erbrechen. Zudem ist die Anzahl der weissen Blutkörperchen sehr tief. Wenn ein Hund regelmässig geimpft wird, ist die Ansteckungsgefahr sehr gering.
Parvoviren sind sehr widerstandsfähig und können in der Umwelt bis zu einem Jahr überleben. Es werden spezielle Desinfektionsmittel benötigt um sie abzutöten.