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Unwetter im Rückblick
Florida: Erster Tropensturm
Hurrikansaison beginnt früh
Vor der Küste Floridas hat sich der erste Tropensturm gebildet. Die Hurrikansaison beginnt dort so früh wie seit 2003 nicht mehr. Im tropischen Pazifik geht es ebenfalls turbulent zu.
Der subtropische Sturm ANA hat am 9. Mai vor der Küste Floridas die Hurrikansaison auf dem Atlantik eingeläutet. Der Sturm entwickelte sich aus einem normalen Tief. ANA zog mit Windböen bis zu 100 Kilometer pro Stunde auf nach Norden und traf mit einer leichten Sturmflut und heftigen Regenfällen auf die Küste von North Carolina. Abgesehen von einigen umgestürzten Bäumen und Überflutungen hielten sich die Schäden aber in Grenzen.
Mit ANA beginnt die US-Hurrikansaison 2015 so früh wie seit 2003 nicht mehr. Normalerweise bilden sich im Juni oder Juli die ersten Stürme, in ruhigen Jahren gibt es auch erst im August den ersten Tropensturm. Ein außerordentlich früher Start der Hurrikansaison muss zwar nicht zwangsläufig auf eine überdurchschnittlich aktive Saison mit vielen Stürmen hindeuten. Manchmal, wie im Rekordjahr 2005, ist ein früher Beginn aber auch der Auftakt zu einem extrem hurrikanreichen Sommer im Atlantik.
Auch auf dem Pazifik geht es äußerst turbulent zu. Dort ist die Taifunsaison so sturmreich wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Das liegt auch am ungewöhnlich warmen Meerwasser, das mit teils über 30 Grad bis zu fünf Grad wärmer ist als sonst. Warmes Meerwasser begünstigt die Bildung von Tropenstürmen, die mindestens 26 Grad warmes Wasser brauchen. Grund für die außerordentlich hohen Wassertemperaturen ist die Meeresströmungs-Anomalie EL NINO, die im gesamten Pazifik das Wetter durcheinanderwirbelt.