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Um Projekte ausfindig zu machen, die der Verein finanzieren könnte, besuchten zwei Vorstandsmitglieder während ihres Aufenthaltes in Kroatien und Bosnien-Herzegowina das überschwemmte Save-Gebiet. Sie besichtigten insbesondere die Ortschaften Domaljevac, Vidovice und Kopanice und trafen dabei Leute, die auf diesem Gebiet aktiv tätig sind. Dabei erkannten sie, dass es nötig ist, baldestmöglich zu reagieren und Hilfe zu leisten. Miron Dujmenović, ein Mitglied des Roten Kreuzes Domaljevac, erklärte, dass in dieser Ortschaft viele ältere Personen leben, die in ihre Heime zurückkehren. Diese Personen seien grösstenteils auf Hilfe angewiesen, müssten gepflegt und zum Arzt gefahren werden. Freiwillige, so Miron Dujmenović weiter, gebe es genug. Allerdings sei für den Besuch bzw. die Pflege dieser Menschen wie auch für den Transport zum Arzt oder ins Spital ein Fahrzeug notwendig. Daher schlug er vor, ein solches zu kaufen. Dabei sei wichtig, dass dieses Fahrzeug die Möglichkeit bietet, gehbehinderte Menschen zu transportieren (Rollstuhlfahrer usw.).
Wo werde ich mit meiner Familie den Winter verbringen?
Eine Frage, die sich viele Menschen in der Ortschaft Kopanice stellen, ist: Wo werde ich mit meiner Familie den Winter verbringen? Das Dorf Kopanice ist das östlichste Dorf in der im bosnischen Save-Gebiet befindlichen Gemeinde Orašje. Während des Krieges fiel dieses Dorf innerhalb von drei Tage. Beinahe 30% der damals Geflohenen kehrten nie mehr zurück. Diejenigen, die im November 1992 zurückkehrten, stehen nun wieder vor ihren zerstörten Heimen.
Der 17. Mai 2014 wird in der Chronik von Kopanice einen besonderen Stellenwert einnehmen. An diesem Tag brach der Damm an der Save in einer länge von ca. 40 Metern. Die Flut überschwemmte innerhalb weniger Stunden das gesamte Dorf mit ungefähr 300 Haushalten. So durchlebten die Einwohner von Kopanice nach den Zerstörungen während des Krieges nochmals eine Katastrophe von ausserordentlichem Ausmass.
In Kopanice waren manche Häuser während 19 Tagen komplett überschwemmt. Was dies bedeutet, lässt sich annähernd erahnen; betritt man indes die Häuser, wird das Ausmass der Zerstörung bewusst. Eingeschossige Häuser sind komplett zerstört und ein Leben in denselben ist undenkbar. Obgleich seit Rückgang des Wasser bereits drei Wochen vergangen sind, sind die Hauswände immer noch feucht. Die Dorfbewohner räumten ihre Häuser und verbrachten alles zu den lokalen Sammelstellen, wo der beschädigte Hausrat verbrannt wurde – ökologisch gesehen eine Katastrophe!
Wie soll ich unser Heim instandsetzen, wenn ich über keine Mittel verfüge und vom Staat vergessen wurde?
In Kopanice werden 77 Häuser nicht mehr instandgesetzt werden könnnen. Dabei handelt es sich um eingeschossige Häuser. Die ersten, die ihr Einfamilienhaus zerstören mussten sind Ivanka und Tihomir Lukačević. Um den Menschen, deren Häuser wieder aufgebaut werden müssen, Hoffnung zu geben, so der Dorfpfarrer Marinko Filipović, müsse der Wiederaufbau umso früher beginnen. Die Familien müssten vor Wintereinbruch in ihre Heime einziehen, ansonsten sie nie wieder zurückkehren würden.
Um der Familie Lukačević und anderen Familien den Baubeginn zu ermöglichen, bedürfen sie finanzieller Unterstützung. Der Bau eines Fundaments kostet ca. 5’000 konvertibile Mark (ca. Fr. 3’000); der Familie mangelt es jedoch an diesem Geld. Unser Verein wird daher den Wiederaufbau solcher Häuser bzw. deren Indstandsetzung finanziell unterstützen. Alle, die sich diesem Projekt anschliessen wollen, sind herzlich eingeladen, ihre Spende an unser Vereinskonto zu richten. Haben Sie für Ihre Unterstützung herzlichen Dank!
Basler Kantonalbank
IBAN: <iban-pii>
Begünstigter: Kroatische Humanitäre Vereinigung
Alfred-Escher-Strasse 34, 8002 Zürich
Ruža Studer (sinngemäss aus dem Kroatischen übersetzt: Mato Bubalović)