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Die drei Schuldiggesprochenen sind 35, 38 und 45 Jahre alt. Sie hatten im Prozess bestritten, sich selbst an den Geschäften bereichert zu haben. Sie hätten nur das getan, was ihre Vorgesetzten von ihnen verlangt hatten. Die Manipulationen hätten bereits existiert, bevor sie zur Bank gekommen seien. Die im Prozess als Zeugen gehörten Chefs wiederum bestritten vor Gericht, von den Vorgängen gewusst zu haben. Sie sind nicht angeklagt. Ein wichtiges Beweismittel der Ermittler von der britischen Betrugsbehörde SFO (Serious Fraud Office) war der E-Mail-Verkehr der Beteiligten.
Barclays war weltweit die erste Bank, die 2012 wegen Tricksereien bei den Referenzzinssätzen zu einer Strafzahlung verdonnert worden war. Sie kam damals mit einer Busse von 290 Millionen Pfund davon. Allerdings musste Vorstandschef Bob Diamond seinen Hut nehmen. Damit kam der Libor-Skandal ins Rollen. Inzwischen haben insbesondere britische und US-amerikanische Behörden Strafen von rund 9 Milliarden Dollar in diesem Fall verhängt. Allein die Deutsche Bank musste rund 2,5 Milliarden Dollar zahlen.
Die Aufarbeitung des Fehlverhaltens Einzelner nimmt mit dem aktuellen Urteil ebenfalls Fahrt auf. Im vergangenen Jahr hatte der Southwark Crown Court mit einem früheren Banker von UBS und Citigroup den mutmasslich Hauptverdächtigen im Libor-Skandal zu 14 Jahren Haft verurteilt. Im Januar wurden allerdings sechs vermeintliche Mitverschwörer freigesprochen. Insgesamt hat das SFO bislang 13 Personen angeklagt, gegen sieben Händler von Barclays und Deutscher Bank soll der Prozess in einem Jahr beginnen. Auch in den USA müssen sich mehrere frühere Händler auch von der Deutschen Bank vor Gericht verantworten./enl/stw/men
(AWP)