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meer
Rund 71% der Erdoberfläche ist Meer, das ist gewaltig.
Als Surfer hast du also den grössten Spielplatz auf dem ganzen Planeten! Yeah!
Let's get started
mehr meer
Spricht man von allen Meeren zusammen, dann heisst es das Weltmeer. Die Wassermassen bedecken ca. 71% der gesamten Oberfläche der Erde und sind an ihren tiefsten Stellen bis zu 11'000 Metern tief. Das ist tiefer, als der Mount Everest hoch ist!
Doch es geht noch mehr: Das Meer besitzt eine Masse von 1.338 Milliarden Kubikmetern.
Aber dem Meer verdanken wir noch so viel mehr, denn seine Meeresflora produziert den für uns überlebenswichtigen Sauerstoff zu gut 70%.
atlantik
Der Atlantik ist der zweitgrösste Ozean der Erde und liegt mehrheitlich auf der Westhalbkugel. Mit rund 80'000 Quadratkilometern bedeckt er einen Fünftel der gesamten Erdoberfläche.
Der Atlantik gilt als sehr vielfältig. Beispielsweise liegen einige der grössten Inseln der Erde im atlantischen Ozean (Britische Inseln, Kuba, etc.). Der grösste Unterwassergebirgszug liegt in ihm und er ist der stürmischste Ozean von allen. Daneben sind im Atlantik die grössten Tidenunterschiede - bis zu 15 Meter - zu verzeichnen.
Der Atlantik ist auch der Ozean, welcher die meiste Frischwasserzufuhr durch Flüsse erhält. Gerade dadurch leben sehr viele Menschen in der Küstennähe des Atlantiks oder der in ihn mündenden Flüsse.
pazifik
Der Pazifische Ozean ist der mit Abstand grösste und tiefste Ozean, den unsere Erde besitzt. Mit seiner Fläche von 166,35 Mio. Quadratkilometern oder 35% der gesamten Erdoberfläche ist er grösser, als alle Kontinente zusammen!
Die Masse? Gigantische 696.19 Mio. Kubikmeter!
Mit 11'000 Metern unter dem Meeresspiegel ist der bekannte Marianengraben der absolute Tiefpunkt der Weltmeere.
Die Erde unter dem Pazifik ist in ständiger Bewegung. Aktive 452 Vulkane und Erdbeben können meterhohe und sehr gefährliche Tsunamis auslösen. Die Vielzahl der Vulkane bildet den sogenannten pazifischen Feuerring.
Daneben ist der Pazifik bekannt für seine Stürme, beispielsweise die Roaring Forties, die für die grössten Wellen sorgen und konstanten Swell bringen.
Und natürlich liegt Hawaii inmitten des Pazifiks.
indischer ozean
Der Indische Ozean ist der drittgrösste Ozean. Seine Fläche beträgt 74,9 Mio. Quadratkilometer, was ca. 15% der Erdoberfläche ausmacht.
Der Indische Ozean hat dank der Roaring Forties einen für Surfer wichtigen Vorteil. Er absorbiert dank häufiger Tiefdruckgebieten die Kraft des Windes und schiebt konstant super Wellen zum Surfen an. Das ist auch der Hauptgrund, warum so viele Surfer nach Indonesien reisen.
mittelmeer
Das Mittelmeer ist nicht gerade für das Surfen bekannt, dennoch lassen sich Spots finden und es ist deshalb erwähnenswert.
Das Mittelmeer ist im Vergleich zu den grossen Ozeanen eher ein kleiner Player, doch bietet es viele spannende Orte, die gerne entdeckt werden. Das Mittelmeer bietet fast überall gute Ferienmöglichkeiten und das ist das grosse Plus.
Zudem ist das mediterrane Feeling sehr einladend.
Mit seiner Fläche von gut 2,5 Mio. Quadratkilometern und ca. 4,3 Mio. Kubikmeter Wasser ist es dennoch grösser, als man zu Beginn annehmen würde.
nordsee
Als Teil des Atlantiks bildet die Nordsee ein sogenanntes Schelfmeer. Sie ist die meist befahrene See der ganzen Welt und für die Industrie ein wichtiger Transportweg.
Mit einer Fläche von 575'000 Quadratkilometern und einer durchschnittlichen Tiefe von "nur" 94 Metern besitzt die See ein Volumen von 54'000 Kubikmeter Wasser.
Die Nordsee ist reich an Erdöl- und Erdgasvorkommen, weshalb auch viel von diesen Rohstoffen abgebaut wird.
Weil die Nordsee so eine geringe Tiefe aufweist, können sich kaum gute Ground Swells bilden. Es gestaltet sich eher schwierig, in der Nordsee zu surfen. Dank den stürmischen Tiefdruckgebieten gibt es an gewissen Tagen wirklich gute, surfbare Wellen und als etwas erfahrener Surfer wird man dann belohnt.
ebbe und flut
Der Meeresspiegel ist nicht immer auf gleicher Höhe. Ebbe und Flut sind periodische Wasserbewegungen der Ozeane, deren Ausmasse sich besonders an den Küstengebieten auswirken. Ebbe und Flut werden auch Gezeiten oder Tide genannt.
Aber warum bewegt sich der Meeresspiegel auf und ab?
Der Mond, wie auch die Sonne, wirken mit ihrer Gravitationskraft auf unsere Erde ein. Das Wasser bewegt sich relativ frei und passt sich daher der Anziehungskräfte von Mond und Sonne an. Je nach Position des Mondes (Neumond / Vollmond) und der Sonne können sich die Kräfte addieren und somit eine noch stärkere Anziehung bewirken (Springtide).
Die Bewegungen der Erde spielen zudem eine weitere Rolle. Dadurch, dass sich die Erde um ihre eigene Achse dreht und gleichzeitig vom Mond etwas angezogen wird, eiert die Erde leicht. Das Wasser wird also vom Mond und der Sonne angezogen und von der eiernden Erdrotation in eine Auf- und Abbewegung versetzt.
Bei Flut steigt das Wasser (auflaufen), bei Ebbe sinkt es (ablaufen). Der Zeitpunkt mit dem höchsten Wasserstand wird Hochwasser genannt, der des tiefsten Wasserstandes Niedrigwasser.
wellenentstehung
Um aber überhaupt Surfen zu können, brauchen wir Wellen.
Aber wie entstehen Wellen eigentlich?
Der Wind ist für die Wellenentstehung verantwortlich.
Durch Hoch- und Tiefdruckgebiete auf den Ozeanen bewegen sich die Luftmassen unterschiedlich und drücken dabei auf die Wasseroberfläche, sodass eine "Delle" entsteht.
Diese Delle wird durch die Oberflächenspannung des Wassers wieder nach oben gedrückt. Dabei steigt das Wasser über die ursprüngliche Höhe und wird anschliessend von der Schwerkraft nach unten gezogen. Das Wasser ist in Auf- und Abbewegungen versetzt.
Die Wellen beginnen sich zu bilden.
1.
Wind drückt auf die Wasseroberfläche
3.
Schwerkraft zieht das Wasser wieder nach unten
Welle bewegt sich
Richtung Strand
Oberflächenspannung des Wassers
2.
Oberflächenspannung drückt das Wasser wieder nach oben
4.
die windsee
Bevor Wellen überhaupt entstehen können, braucht es jede Menge Energie. Durch Hoch- und Tiefdruckgebiete entstehen Winde oder gar Stürme, weil sich die Luftmassen ausgleichen wollen. Diese Luftmassen drücken mit grosser Kraft auf die Wasseroberfläche und bringen diese in Bewegung. Je nach Stärke und Winkel der Winde (Stürme), entstehen schlussendlich unterschiedlich hohe und starke Wellen.
Anfangs ist der Vorgang recht chaotisch. Der Wind bläst von allen Seiten, was ein
Wellen-Durcheinander erzeugt. Das ist die Windsee, die Wellen in alle Richtungen losschickt. Je länger sich die Wellen in der Windsee befinden, desto mehr Energie nehmen sie auf. Das heisst, dass diese Wellen grösser und stärker werden
Winde wehen chaotisch
stürmische Windsee
die orbitalbewegung
Die starken Winde haben viel Energie in die Wellen gesteckt, die nun in eine nicht sichtbare, kreisförmige Bewegung der Wasserteilchen umgewandelt wird:
Die Orbitalbewegung.
Die Orbitalbewegung verliert kaum an Energie, weil sich die Wasserteilchen durch ein Anstossen immer wieder neu in Bewegung setzen. Man kann sich die Orbitalbewegung wie bei einem Domino - Spiel vorstellen.
kreisförmige Orbitalbewegung der Wasserteilchen
wellenbruch
Mit der Orbitalbewegung wird die Energie von Wasserteilchen zu Wasserteilchen weitergegeben. Im offenen Meer zeichnet sich nicht viel von dieser Energieübertragung ab, denn der Meeresboden liegt tief. Wenn nun die Bewegung auf einen Strand zuläuft, dann haben die Teilchen "weniger" Platz, um die Energie ausgeglichen weiterzuleiten.
Als Folge entsteht ein Stau und das Wasser erhebt sich zu einer Welle, da die Orbitalbewegung ihre Energie nur nach oben abgeben kann.
Der Meeresboden ist zu massiv und gibt der Kraft nicht nach.
Die Welle bricht, wenn sich die Kraft der Orbitalbewegung nicht mehr weiter aufstauchen kann. Je grösser die Kraft der Orbitalbewegung, desto grösser auch die Welle selbst.
aufgebaute Wasserteilchen =
Entladung der Energie =
Welle
Strand
steigender Meeresboden
Energie weicht nach oben aus