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Wie Teheran Times berichtete, plant die iranische Marine die Einrichtung einer dauerhaften Station in der Antarktis. Dabei sollen nach Äusserungen des Marinekommandanten Konteradmiral Shahram Irani militärische und wissenschaftliche Operationen durchgeführt werden.
„Es ist nicht nur militärische Arbeit. Es muss wissenschaftliche Arbeit geben und unsere Wissenschaftler bereiten sich auf die Umsetzung einer gemeinsamen Anstrengung im Einklang mit den Richtlinien des Führers der Islamischen Revolution, Ayatollah Seyed Ali Khamenei, vor“, fügte der oberste Marineoffizier hinzu. Nach Ansicht des Kommandanten zeige dieser ehrgeizige Zukunftsplan das immense Potenzial der iranischen Marine.
Dies ist bereits das zweite Mal, dass sich der Chef der iranischen Marine zu den Plänen für die Antarktis äussert. Im Mai 2023 hatte Irani erklärt, die Marine plane eine Expedition in die Region. Dies geschah im Zusammenhang mit der Weltumrundung der 86. Flottille der iranischen Marine, die gemäss Äusserungen Iranis in der Antarktis „eingesetzt“ wurde. Weiter südlich als bis zur Magellanstrasse kamen die iranischen Schiffe aber nicht, was mit ca. 1’500 Kilometer Entfernung noch ziemlich weit von der Antarktis entfernt ist. Offenbar war auch keines der Schiffe eisverstärkt.
Irani verwies auf seine jüngsten Äusserungen über den Plan der iranischen Marine, einen permanenten Stützpunkt am Südpol oder in der Antarktis zu errichten: «Die Lage des Südpols ist aus mehreren Gründen wichtig. Militärisch ist dieses Gebiet der beste Standort für die Kontrolle ballistischer Raketen, auch der Feind nutzt dieses Gebiet.» Diese Aussage entbehrt jedoch jeder Grundlage.
Der Admiral betonte zudem, die iranische Marine solle zunächst ein Forschungsteam in die Antarktis schicken, um die dortigen Bedingungen zu untersuchen. «Um einen Stützpunkt zu bauen, müssen ausserdem bestimmte Dinge berücksichtigt werden, die für den Bau notwendig sind, und das Wichtigste ist, dass wir ständigen Kontakt mit diesem Stützpunkt haben müssen.»
«Unser Zukunftsplan besteht darin, stolz die iranische Flagge in der Antarktis zu hissen und gemeinsame militärische und wissenschaftliche Anstrengungen in dieser Region zu unternehmen», sagte Irani in einem Interview am Fernsehsender IRIB TV1. «Es ist nicht nur militärische Arbeit. Es muss wissenschaftliche Arbeit geben und unsere Wissenschaftler bereiten sich auf die Umsetzung einer gemeinsamen Anstrengung im Einklang mit den Richtlinien des obersten Führers der Islamischen Revolution, Ayatollah Seyyed Ali Khamenaei vor,» meint Irani weiter. Er fügte hinzu, dass die iranische Marine Eisbrecher bauen müsse, um im Eis fahren zu können.
Heiner Kubny, PolarJournal