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Corinne Suter steht auch im vierten Speed-Rennen des Winters auf dem Podest. Die Schwyzerin wird in der ersten von zwei Abfahrten in St. Moritz hinter den Italienerinnen Elena Curtoni und Sofia Goggia Dritte.
Es waren die nach den Prognosen der letzten Tage erwarteten schwierigen äusseren Bedingungen, die die Fahrerinnen auf einer verkürzten Strecke vorfanden. Besondere Bedingungen erfordern eine besondere Einstellung. Es braucht eine gehörige Portion Überwindung, auch Mut, um sich unter die Besten zu reihen. Corinne Suter bringt dank dem in Lake Louise in Kanada zusätzlich angehäuften Selbstvertrauen diese für den Erfolg erforderlichen Komponenten mit.
Als Dritte knüpfte die Olympiasiegerin und Weltmeisterin nahtlos an ihre Vorstellungen von Anfang Dezember an. In der kanadischen Provinz Alberta war sie in den Abfahrten Zweite und Dritte geworden und hatte sie den Super-G gewonnen. "Es war ein schwieriges Rennen, aber im Grossen und Ganzen bin ich sehr zufrieden", resümierte Suter nach ihrem vierten Podestplatz in Folge.
Nur unwesentlich langsamer als Corinne Suter war deren Teamkollegin Jasmine Flury. Die Bündnerin, Ende Januar in Garmisch-Partenkirchen Zweite, verpasste ihren zweiten Podestplatz in einer Weltcup-Abfahrt um elf Hundertstel. Für Flury, vor fünf Jahren in St. Moritz Gewinnerin eines Super-G, wäre mit der Startnummer 1 bei einer idealen Fahrt noch mehr möglich gewesen. Die ganz früh gestarteten Fahrerinnen fanden noch etwas bessere Verhältnisse vor. Auch die befürchtete Rolle des "Schneepflugs" blieb ihr erspart. "Vielmehr wurde ich mit meiner Startnummer zum Glückspilz."
Als dritte Schweizerin klassierte sich Lara Gut-Behrami in den ersten zehn. Die Tessinerin wurde Achte. Gross über die Bedingungen und Vorteile für einen Teil der Konkurrentinnen mochte sie sich nicht auslasen. Der Super-G-Olympiasiegerin lag mehr daran, ihre Fahrt zu analysieren. "Ich war gut in den technischen Passagen, dafür sehr langsam in den flacheren Abschnitten. Das muss ich noch genauer anschauen."
Ausgleichende Gerechtigkeit
Vorab nur Gutes wird Elena Curtoni sehen beim Studium ihrer Fahrt. Sie nutzte im Gegensatz zu Jasmine Flury ihre frühe Startzeit mit der Nummer 2 optimal. Die Italienerin, seit Mai verheiratet mit ihrem langjährigen Partner Nicolo Robello, einem Matrosen und Segler aus Genua, kam zu ihrem dritten Weltcup-Sieg, dem zweiten in einer Abfahrt. Das Glück der frühen Startnummer kann Curtoni als ausgleichende Gerechtigkeit empfinden. Vor knapp acht Jahren hatte sie in einem Super-G das Klassement angeführt, als das Rennen wegen Nebels abgebrochen werden musste.
Ihre Landsfrau Sofia Goggia liess Curtoni um 29 Hundertstel hinter sich. Für die als Topfavoritin gestartete Doppelsiegerin von Lake Louise endete der Auftritt mit einer neuerlichen Verletzung. Sie touchierte im obersten Streckenteil mit der linken Hand eine Torstange und brach sich zwei Mittelhandknochen.
Am Samstag steht eine weitere Abfahrt im Programm (10.30 Uhr), ehe am Sonntag (11.30 Uhr) ein Super-G in St. Moritz ausgetragen wird.