Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03517.jsonl.gz/1775

Im Gespräch mit Nicht-Veganern
Zuallererst ist es wichtig in einem Gespräch mit Nicht-Veganern, sich daran zu erinnern, dass auch wir Veganer einmal Fleisch gegessen haben und genauso gedankenlos unsere Mahlzeiten wählten. Dieses Bewusstsein hilft uns, in Geduld und Empathie mit unserem Gegenüber zu bleiben, wenn dieser versucht seine Argumente anzubringen, warum er weiterhin Fleisch konsumieren will. Entscheidend ist auch, dass wir ausgeglichen und sachlich sind, denn Emotionen, wie Wut und Aggression bewirken genau das Gegenteil von dem, was wir erreichen wollen.
Wir Veganer neigen oft dazu den Nicht-Veganer direkt mit Fakten zu bedienen. In den meisten Fällen stösst dies auf Abwehr.
Wirkungsvoller hingegen sind Fragen, wie zum Beispiel: "Weisst du warum eine Kuh Milch gibt?" anstatt zu sagen: "Die Milch ist nicht für dich bestimmt, sondern für das Kalb!" Oder: "Was geschieht mit den männlichen Kücken in der Eierindustrie?", anstatt: "Die männlichen Kücken werden alle geschreddert!".
Auf Aussagen eines Nicht-Veganers wie zum Beispiel: "Pflanzen haben auch Gefühle.", können wir durchaus die Frage stellen: "Woran erkennst du, dass Pflanzen Gefühle haben?". Ein weiteres bliebtes Argument ist auch: " Es sind Nutztiere, die sind dazu da um gegessen zu werden." Da sind Fragen hilfreich wie: "Glaubst du es gibt einen Unterschied zwischen einem Hund und einem Schwein?" oder "Findest du es moralisch vertretbar, fühlende Wesen zu züchten, nur um sie dann zu versklaven, zu töten und zu essen?". Auf das Argument, es sei eine lange Kultur, Tiere zu essen, kann mit einer Frage wie: "Ist das, was eine Kultur bestimmt, immer richtig?" erwidert werden.
Die meisten Menschen müssen erst einmal in solche
Gedankengänge geführt werden, weil sie sich entsprechende Überlegungen noch nie
gemacht haben. Allein schon in den Fragestellungen sind Informationen enthalten, die der Gesprächspartner noch nie gehört hat.
Fragen zu stellen, ermöglicht dem Gegenüber selber nachzudenken. Das ist wichtig, denn nur durch eigene Erkenntnis ist ein Schritt in die andere Richtung möglich.
Sollte sich der Nicht-Veganer offen zeigen, dann ist das Empfehlen von Videos ein gutes Mittel, um auf das Tierleid aufmerksam zu machen. Hier gilt herauszufinden, wo das Interesse des Nicht-Veganers liegt: Tierethik, Umwelt oder Gesundheit. Für die Tierethik eignen sich "Dominion" und "Earthlings", für die Umwelt "Cowspiracy" und für die Gesundheit "What the Health".
Text by: Bea Kälin
In dem unten eingefügte Video, seht ihr ein Strasseninterview der Tierrechtsaktivistin Natasha von "The Vegan Couple". Sie zeigt auf eindrückliche Art und Weise das Heranführen ihres Gesprächspartners zur Wahrheit über die Fleischindustrie.
Das Video könnt ihr mit deutschen Untertiteln anschauen.