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Swiss Titanic Society
Die Taschenbuch-Reihe „Titanic-Trouvaillen“ (derzeit 22 Bände) lässt den Leser die Anfänge des Mythos Titanic ergründen und die Legendenbildung verstehen. Dabei handelt es sich um Nachdrucke von seltenen Publikationen, die kurz nach dem Untergang des Dampfers erschienen sind. Der ursprüngliche Buchsatz und somit auch die Fraktur werden aus den Originalpublikationen übernommen. Wenn möglich werden die Nachdrucke mit einer kurzen Biografie der Autoren ergänzt.
Die Trouvaillien sind bei epubli oder über Amazon bestellbar.
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Wulff schildert mit seinem Wissensstand von 1912 die Geschehnisse und auch Versäumnisse an Bord der Titanic. Bei der Beurteilung der Ereignisse lässt er durchblicken, dass es sich nicht zwingend um gesichertes Wissen handelt. Er zieht Vergleiche mit seinen Erfahrungen auf See und befasst sich mit den Optionen bei einem Schiffbruch mit zu knappen Rettungsmitteln, beleuchtet die Aufgaben und Möglichkeiten rund um den Ausguck und spekuliert über die Wirkung von Musik während eines Schiffsunterganges.
Wulff schildert mit seinem Wissensstand von 1912 die Geschehnisse und auch Versäumnisse an Bord der Titanic. Bei der Beurteilung der Ereignisse lässt er durchblicken, dass es sich nicht zwingend um gesichertes Wissen hBernhard Waag fasst in seinem Buch hauptsächlich Zeitungsberichte von 1912 zusammen und macht dem deutschsprachigen Leser viele Berichte aus englischsprachigen Publikationen erstmals zugänglich. Er handelt die Ereignisse meist in chronologischer Reihenfolge ab, von Morgan Robertsons prophetischen Roman von 1898 über den Bau der Titanic, die Schifffahrtsrouten, die Eisberggefahr, den Untergang, die Schilderungen von Überlebenden, die Bergung der Opfer, den Heizerstreik der Olympic bis hin zu den amtlichen Untersuchungen, welche die Schuldfrage klären wollten.
Die preisgekrönte Dichterin Irene von Schellander war vom Untergang der Titanic emotional so bewegt, dass sie alles Gedruckte zum Ereignis sammelte um ihr Gedicht verfassen zu können. Sie sprach auch mit Arthur Henry Rostron, dem Kapitän der Carpathia, welche die Überlebenden aufnahm. Nachdem sie das Gedicht an mehreren Orten rezitiert hatte, erschien es im Oktober 1913 in Buchform. Die Schriftstellerin beschreibt in 15 Kapiteln das Schiffsunglück in Reimen.
Der angebliche Titanic-Offizier Max Dittmar aus Erfurt veröffentlichte 1926 seine Memoiren. Er ergänzte seinen Namen mit „Pittmann“, um in die Nähe des britischen Titanic-Offiziers Herbert John Pitman zu rücken. Nach Dittmars Tod bediente sich der Autor Josef Pelz von Felinau der Geschichte des deutschen Titanic-Offiziers – er spann das Seemannsgarn weiter, möglicherweise ohne je Kontakt zu Dittmar gehabt zu haben, stellte sich aber später als Opfer des Hochstaplers dar. Unbestritten prägten die Beiden die Titanic-Geschichte im deutschsprachigen Raum über Jahrzehnte. Dieses Buch enthält neben Dittmars Memoiren auch eine neu verfasste Biografie sowie seinen wohl ersten Bericht über die Titanic aus dem Jahr 1919.
Die fantasievolle Geschichte eines angeblichen Elektrikers auf der Titanic erschien 1912 in Frankreich. Ausgeschmückt mit vielen Details wird der Untergang und die Rettung erzählt. Ab 1927 druckten mehrere Verlage den Bericht als eigenständige Publikation. Über die Jahre wurde der Text mehrfach verändert, der anonyme Autor erhielt einen Namen und einen Wohnort. Im Unwissen über den Ursprung in Frankreich wurde der Text dann ins Französische zurückübersetzt, in Spanien Walter Lords Buch „Die letzte Nacht der Titanic“ an die Seite gestellt und mitunter sogar Hermann Hesse zugeschrieben.
Die Handlung dreht sich um die 18-jährige Amerikanerin Maud Patterson. Die Hauptfigur schildert aus ihrer Sicht, wie sie in Paris im Louvre Bilder abmalt und im Sommer 1911 den Engländer Frederic Jenkins kennenlernt. Als sich die beiden in London per Zufall wiedersehen gestehen sie sich ihre Liebe, verloben sich und reisen gemeinsam mit der Titanic nach New York.
Während des Ersten Weltkriegs wurde dieser 1912 erschienene Roman als „Schundliteratur“ verboten.
Der Würzburger Dichter und Maler Max Dauthendey veröffentlichte anlässlich des ersten Jahrestages des Untergangs der Titanic im Frühjahr 1913 ein Gedicht. Das Werk gehört zu den eher unbekannten Publikationen Dauthendeys. Er schildert die Schicksale von Passagieren und Besatzungsmitgliedern und beschönigt nichts, wenn er das Leiden und Sterben der Menschen beschreibt.
Das umfangreichste Buch zur Titanic in deutscher Sprache gab es 1912 nur in Nordamerika zu kaufen. Das sogenannte „Instantbuch“ erschien bereits wenige Wochen nach dem Untergang, als Käufer hatte der Verlag deutschsprachige Einwanderer im Visier. Der Ruf dieser Bücher ist bis heute schlecht, berücksichtigt man aber die kurze Zeitspanne ihrer Entstehung, dann geben sie Aufschluss darüber, wie sich das Wissen über die Titanic damals verbreitete. Detailliert beschrieben werden anhand von Überlebensberichten sämtliche Aspekte von der Kollision bis zur Untersuchung durch den US-Senat
Dieses Heft wurde in den Wochen nach dem Untergang der Titanic aus deutschen und englischen Zeitungsartikeln zusammengeschrieben. Vermutlich stecken hinter der Veröffentlichung des Leipziger Verlags-Comptoirs gleich mehrere Autoren, um das Heft schneller auf den Markt zu bringen. Geschildert wird die ganze Reise der Titanic mit Hilfe von Überlebensberichten, die aneinandergereiht werden.
Die österreichische Schriftstellerin Marie Eugenie delle Grazie schrieb um 1925 die Novelle „Titanic, Eine Ozean-Phantasie“. Zahlreiche lange Dialoge zwischen fiktiven Charakteren stehen im Mittelpunkt der Geschichte über den Untergang der Titanic. Veröffentlicht wurde die Erzählung lange nachdem delle Grazie den Zenit ihrer Karriere überschritten hatte – es sollte eines ihrer letzten Werke werden.
Einer der ersten deutschen Tonfilme war 1929 „Atlantic“ des deutschen Regisseurs Ernest Raymond und hatte den Untergang der Titanic zum Thema. Um den grossen Aufwand zu rechtfertigen, wurde der Film parallel mit deutsch- und englischsprachigen Schauspielern gefilmt; später entstand noch eine Fassung mit französischer Besetzung. Um auch den schwedischen Markt zu erschliessen, veröffentlichte das Schwedische Filminstitut ein Dialogheft, in dem die deutschen Texte ins Schwedische übersetzt wurden.
Der gebürtige Berliner wanderte als 25-jähriger nach New York aus und machte sich als Autor von humoristischen Texten in seiner neuen und alten Heimat einen Namen. Die Novelle „Der Eisberg“ erschien 1904 gemeinsam mit anderen Kurzgeschichten und wurde von mehreren Künstlern vorgetragen. Nach der Havarie der Titanic mit einem Eisberg wurde die Novelle von vielen Zeitungen abgedruckt. Der vorliegende Nachdruck enthält nicht alle Geschichten des Sammelbandes, sondern nur „Der Eisberg“.
Der schwedische Ingenieur Axel Welin wanderte nach seinem Studium nach England aus, wo er als Konstrukteur sein Geld verdiente. Auf Anregung seines Bruders, einem Kapitän, widmete er sich ab 1900 den Rettungsmitteln zur See und gründete die Welin Davit Company, welche unter anderem auch die Bootskräne für die Titanic lieferte. Nach dem Untergang der Titanic hielt er den hier nachgedruckten Vortrag vor den Mitgliedern des „Schottischen Instituts für Ingenieure und Schiffbauer“. Der Nachdruck enthält zudem die Liste aller Schiffe die bis Ende 1912 mit Welin-Davits ausgestattet waren.
Der amerikanische Patentanwalt Philip Mauro verschrieb sich nach einem Schlüsselerlebnis im Jahr 1903 dem christlichen Glauben, krempelte sein Leben um und verfasste zahlreiche religiöse Schriften. Er verband seine Reisen mit der Möglichkeit zu missionieren. Die meiste Zeit verbrachte er in Europa, und so machte er sich im April 1912 in New York mit seiner Tochter auf den Weg zu seiner Frau in Italien. Als Passagiere der Carpathia erlebten sie die Rettung der Schiffsbrüchigen von der Titanic. Er und seine Tochter nutzten die Gelegenheit um Überlebende zur Bekehrung zu bewegen. Wenig später brachte er zwei Titanic-Publikationen auf den Markt, wobei die vorliegende auch ins Deutsche übersetzt wurde.
Der Kölner Paul Overzier studierte in Köln Wirtschaft. Vor dem Hauptstudium arbeitete er in Holland bei einem Frachtsyndikat, welches die Kartelle in der Schifffahrt kontrollierte. Er interessierte sich für die transatlantischen Verbindungen von Reedereien und machte den von John Pierpont Morgan gegründeten Schifffahrts-Trust zum Inhalt seiner Dissertation. Das Werk gibt einen umfassenden Einblick in den amerikanischen Schifffahrtskonzern, zu dem auch die Titanic gehörte. Im Mai 1912 erschien die Doktorarbeit für den Buchhandel – wenige Wochen nachdem die Titanic gesunken war.
Der rumänische Student Wladimir Mendl studierte ab 1909 Königlichen Technischen Hochschule in Berlin Schiffsmaschinenbau. Für eine Preisarbeit widmete er sich, vom Untergang der Titanic inspiriert, den Rettungsbooten auf Schiffen und vertiefte seine Studien für seine Dissertation, die er 1914 einreichte. Die Arbeit gibt einen umfassenden Einblick in die Vorschriften zu Rettungsmitteln verschiedener Länder vor und unmittelbar nach dem Titanic-Unglück.
Der deutsche Journalist und Schriftsteller Carl Ludwig Panknin fuhr als junger Mann zur See; er gehörte von 1873 bis 1875 zur Mannschaft der S.M.S. Arcona bei deren Weltumrundung. 1912 erschienen gleich zwei Werke von ihm über die Titanic. Neben dem hier nachgedruckten Groschenroman publizierte er auch eine sachlichere Schilderung der Geschehnisse. Der vorliegende Roman erschien vor Weihnachten 1912 in der Reihe „Um den Erdball“. Erzählt wird die abenteuerliche Geschichte von zwei deutschen Brüdern auf der Titanic. Es gibt Raufereien und Schiessereien – an Bord dreht sich vor dem Unglück alles um die vermeintliche Rekordfahrt, und während des Untergangs herrscht das totale Chaos.
Der deutsche Journalist und Schriftsteller Carl Ludwig Panknin fuhr als junger Mann zur See; er gehörte von 1873 bis 1875 zur Mannschaft der S.M.S. Arcona bei deren Weltumrundung. 1912 erschienen gleich zwei Werke von ihm über die Titanic. Neben dem hier nachgedruckten Heft publizierte er auch einen Groschenroman. Den vorliegenden Bericht veröffentlichte er Mitte Juni 1912 in der Reihe „Aktuelle Bibliothek“. Panknin lässt kaum eine Gelegenheit aus, Kapitän Smith die Schuld für das Unglück zu geben. Ansonsten fasst er die Ereignisse, wie sie damals bekannt waren, zusammen.
In der Reihe „Bunte Bücherei“ erschien um 1935 der Roman „Fünf der Titanic“. Der Liebesroman dreht sich um ein verlobtes Paar – mit der Hochzeit sollen zwei Vermögen vereint werden. Die junge Frau fühlt sich, je länger die Reise auf der Titanic andauert, zunehmend zu einem Forscher hingezogen, dessen Bücher sie kennt und der zufällig mit dem Paar am Tisch sitzt. Doch auch der Verlobte hat ein Geheimnis – sein wahres Gesicht kommt schon zum Vorschein, bevor die Titanic zu sinken beginnt… Die Handlung weist einige überraschende Parallelen zum erfolgreichen Titanic-Film von 1997 auf.
Der junge österreichische Dichter Josef Pelz schrieb dieses Gedicht vermutlich um 1922. Er rezitierte es öffentlich, ebenso wie ein Solostück mit zwei Akten über die Titanic. In jungen Jahren gab er sich wiederholt als Passagier der Carpathia aus, mehrere Belege davon finden sich in diesem Nachdruck. Später schrieb er Hörspiele für den Rundfunk und verfasste in den 1930er Jahren den Roman „Titanic, Die Tragödie eines Ozeanriesen“ mit dem er für Jahrzehnte das Wissen über die Titanic im deutschen Sprachraum prägte.
Nach dem rasanten Einstieg ist für die Leser klar, dass sie sich mit den Protagonisten auf der sinkenden Titanic befinden, auch wenn der Name des Schiffes im ganzen Buch nicht einmal genannt wird. Im Roman werden zahlreiche Lebenswege mit vielfältigen Details von Menschen an Bord beschrieben sowie ihr Verhalten auf dem sinkenden Schiff.
Während des Zweiten Weltkriegs entstand 1942 die vorliegende Publikation für die deutschsprachigen Minderheiten im von Ungarn annektierten Serbien. Der nicht namentlich bekannte Autor der Texte war bemüht, eine historisch akkurate Zusammenfassung der Untergänge der Titanic und Lusitania zusammenzustellen. Trotzdem wird offensichtlich, dass die ihm zugänglichen Quellen relativ beschränkt gewesen sein müssen.
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