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Der durch die Angst vor dem Coronavirus ausgelöste Abverkauf im vergangenen Monat hat an den Aktienmärkten weltweit Billionen vernichtet. Ein solches Ereignis macht deutlich, wie wichtig es ist, sich im Zeitalter hoher Aktienbewertungen und niedriger Anleiherenditen gegen Volatilität abzusichern.
Erträge und Kapitalzuwächse erzielbar
Wandelanleihen eröffnen vor allem im Rahmen einer Absolute-Return-Strategie die Möglichkeit von attraktiven, risikobereinigten Erträgen (im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren und Aktien). Durch die höhere Flexibilität sind sowohl Erträge als auch Kapitalzuwächse erzielbar, und das bei geringer oder negativer Korrelation mit traditionellen Anlageklassen.
Mehrere Komponenten ermöglichen das Verfolgen spezifischer Ergebnisse anstatt einfach nur das Übertreffen eines Vergleichsindex. Die Ertragskomponente konzentriert sich üblicherweise auf den Teil des globalen Wandelanleihemarktes mit relativ kurzen Laufzeiten und geringerer Empfindlichkeit gegenüber dem Aktienmarkt. Diese Anlagen haben für gewöhnlich eine höhere Liquidität und ein höheres Emissionsvolumen sowie solide Kredit-Fundamentaldaten, die eine stabile Rendite gewährleisten.
Zum Erfolg mit unterbewerteten Wandelanleihen
Die zweite Komponenten konzentriert sich auf Deckungsgeschäfte respektive Convertible Arbitrage. Einfach ausgedrückt kombiniert diese marktneutrale Strategie eine Long-Position in der Wandelanleihe eines Unternehmens mit einer Short-Position in der Unternehmensaktie. Erträge können einerseits erzielt werden durch den Kauf von unterbewerteten Wandelanleihen und Abwarten eines Preisanstiegs, aber andererseits auch durch das Anpassen des Deckungsverhältnisses zwischen der Wandelanleihe und der Short-Position.
Dadurch können Anleger auch bei Marktabschwüngen Erträge erzielen, da die Aufwertungen der Short-Position höher ausfallen können als die Verluste der Long-Position in der Wandelanleihe. Im Gegensatz dazu erfolgen bei Marktaufschwüngen oft höhere Aufwertungen bei der Long-Position in der Wandelanleihe als bei der Short-Position in der Aktie. Wenn die Handelsgeschäfte gegeneinander aufgerechnet werden, können Anleger ebenfalls einen positiven Nettobuchwert erzielen.
Auch überbewertete Wandelanleihen sind ein Thema
Die dritte Komponente sind Makro-Strategien, und diese realisieren Erträge und Kapitalzuwächse. Eine Ertragsquelle könnte beispielsweise eine Short-Position in überbewerteten Wandelanleihen kombiniert mit dem Kauf der Unternehmensaktie sein. Verschiedene Varianten dieser Ansätze sind möglich; durch die erhöhte Komplexität ist jedoch striktes Risikomanagement erforderlich.
Der Vorteil dabei ist, dass Anleger die Volatilität ihrer Portfolios reduzieren können, ohne dazu ihr Aktienmarkt-Engagement ganz aufgeben zu müssen. In der letzten Februarwoche, als der MSCI World Index einen Verlust von 10,8 Prozent erlitt, fielen der HFRX Absolute Return Index um 0,9 Prozent und der HFRX Convertible Arbitrage Index um 1,5 Prozent.
Allgemeine Unsicherheit bereitet den Anlegern erneut Sorgen. In Anbetracht der weiter steigenden Volatilität können Wandelanleihestrategien ein unkonventioneller und unkorrelierter Ansatz zur Portfolio-Absicherung sein.