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Koalas ernähren schlafen bis zu 20 Stunden pro Tag. Ihr Fell ist hellgrau bis braun, und am Hintern haben sie häufig weisse Flecken. So sieht man sie weniger gut vom Boden aus, wenn sie in den Eukalyptusbäumen sitzen, denn die Blätter sind blaugrau oder graugrün, und die Stämme oft gräulich-braun mit hellen Flecken.
Koalas sind nur in bestimmten Gegenden von Australien verbreitet. Dort leben sie in Wäldern mit genügend Eukalyptusbäumen. Andere Bäume brauchen sie zum Schlafen und Sitzen.
Koalas leben in Revieren. Sie sind unterschiedlich gross, je nachdem, wo die Koalas leben. Manche sind etwa so gross wie 14 Fussballfelder, andere sogar wie 190 Fussballfelder.
Koalas ernähren sich fast nur von Eukalyptusblättern. Doch sie sind heikle Esser: Es gibt zwar etwa 700 Arten Eukalyputs. Koalas fressen aber in ihrer Umgebung meist nur die Blätter von ein bis drei Eukalyptusarten.
Für die meisten Tiere sind Eukalyptusblätter in grossen Mengen giftig. Koalas haben aber eine spezielle Verdauung, die ihnen hilft, die Blätter zu entgiften. Damit sie richtig satt werden, müssen sie massenhaft Blätter fressen, denn drei Viertel davon scheiden sie wieder als Kot aus.
Koalas sind Einzelgänger und leben in Revieren, die sich überschneiden. Weil sie so weit auseinander leben, brauchen Koalas ein gutes Gehör. Manche ihrer Rufe sind erstaunlich laut und klingen wie ein Schnarchen, gefolgt von einem Rülpser. Diesen Ruf hört man zum Beispiel, wenn sich Koalas paaren wollen. Oder Männchen zeigen anderen, dass sie stärker sind.
Zur Paarungszeit ist immer am meisten los. Die Koalas bewegen sich häufiger und sind lauter als sonst.
Etwa 35 Tage nach der Paarung gebärt das Koalaweibchen das Junge, normalerweise nur ein einzelnes. Es ist nur etwa so gross wie ein Gummibärchen, rosa, nackt und blind. Direkt nach der Geburt krabbelt es zum Beutel hoch, verschwindet darin und sucht die Zitze, um Milch zu trinken.
Lange Zeit sieht man das Junge von aussen nicht. Es bleibt sechs bis sieben Monate im Beutel, bekommt ein Fell, und die Augen und Ohren entwickeln sich. Anfangs trinkt es nur Milch, danach füttert die Mutter es zusätzlich mit einer speziellen Form ihres Kots – dem sogenannten «Papp». Darin hat es Bakterien, die das Junge braucht, damit es später die giftigen Eukaylptusblätter verdauen kann.
Wenn das Junge etwa ein halbes Jahr alt ist, verlässt es zum ersten Mal den Beutel der Mutter. Mit etwa ein bis drei Jahren sucht es sich ein eigenes Revier.
Koalas sind bedroht, obwohl sie geschützt sind, denn der grösste Teil der Wälder, in denen sie leben, ist nicht geschützt. Die Menschen, denen das Land gehört, dürfen den Wald abholzen, weil es ihnen kein Gesetz verbietet.
In nur 230 Jahren wurde fast die Hälfte der australischen Wälder zerstört, vor allem, um Viehweiden zu schaffen. Zahlreiche Koalas verlieren deshalb ihre Heimat.
Wegen des Klimawandels kommt es häufiger zu starken Dürrezeiten oder Waldbränden. Das kann dazu führen, dass Wälder verschwinden. Gleichzeitig sind die Eukalyptusblätter weniger nahrhaft und enthalten weniger Wasser, wenn es so trocken und heiss ist.
Wenn Koalas von den Bäumen herunterkommen müssen, um Wasser, Nahrung oder eine neue Heimat zu suchen, werden sie von Autos überfahren oder von Hunden angegriffen.
Die Leute des WWF in Australien setzen sich dafür ein, dass die Abholzung aufhört. Sie versuchen Politiker und Bauern zu überzeugen, dass die Wälder mehr Schutz brauchen.
Der WWF unterstützt ausserdem Projekte, bei denen die Leute Bäume pflanzen, damit Koalas wieder Eukalyptusblätter finden. Er hilft mit, verletzte oder kranke Koalas zu retten und zu pflegen, um sie nachher in die Wildnis zu entlassen. Ausserdem schafft der WWF neue Schutzgebiete, unterstützt Koalaforscherinnen und -forscher und bezahlt die Ausbildung von Koala-Spürhunden.
Der Klimawandel betrifft Tiere und Menschen auf der ganzen Welt.