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Wer Senegals Präsident werden will, muss zuerst nach Touba.
Touba ist die Hauptstadt der Mouriden-Bruderschaft, dort liegt das Grab des verehrten Gründers Cheikh Amadou Bamba. In Touba wohnt auch der Khalif General, Führer der Mouriden. Und wenn dieser Khalif eine Wahlempfehlung abgibt, dann folgen viele seiner vier Millionen Anhänger.
Die Mouriden sind zwar nicht die grösste Bruderschaft im Senegal (das sind die Tidjane mit 6 Millionen), aber sie sind am besten organisiert. Die Beziehung zwischen Marabouts, den religiösen Führern, und ihren JüngerInnen, den Talibé, ist sehr eng. Die Talibé geben den Marabouts ein Teil ihres Einkommens ab. Und sie verpflichten sich, den Weisungen ihres Marabouts stets zu folgen, sie nicht zu hinterfragen.
Die Mouriden sind aber nicht nur politisch wichtig, sondern auch wirtschaftlich die dominierende Kraft im Land. Überall, auf Taxis, Bussen, Geschäftsschildern begegnet man Amadou Bamba und anderen wichtigen Mouriden. Handel und Transport seien zur Mehrheit in der Hand der Mouriden.
Deshalb sollten sich jetzt ein potentieller Präsidentschaftskandidat für 2012 langsam Richtung Touba aufmachen. Und wenn er es dann geschaft hat, gleich nochmals.
Mehr über die Mouriden am 20. November 2011 auf DRS 2 und auf dieser Website.