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Weiter nach La Paz19. März 2017
Da lache ich noch. Abel schiesst ein letztes Foto, bevor ich aufbreche. Aber heute habe ich Pech. Als ich auf einer schlechten Schotterpiste in Richtung Agua Azul, einem fantastischen Strand, unterwegs bin, rutscht mein Campingsack unbemerkt raus und verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Schlafsack, Zelt und Regenkleider sind weg. Auch eine gezielte Suchfahrt auf den dreissig Kilometern bringt nichts. Der Sack muss über eine Klippe in den Abgrund gerollt sein. Ich erinnere mich an den Spruch meines Vaters: "Gut gebunden ist halb gefahren!" und ärgere mich über mich. Es hilft nichts, meine Ausrüstung ist weg, ich brauche ein Unterschlupf mit Bett. Den finde ich in Form eines kleinen, sauberen Hotels in La Paz.
Abel18. März 2017
Als zwölfjähriger Junge überquerte Abel zu Fuss die Grenze nach Amerika. Mutterseelenallein schlug er sich nach Texas durch. Er fand Arbeit in einer Autowerkstatt, wo er auch für sechs Jahre seine Matratze in einer Ecke hatte. Mit 18 wechselte er zu einer grossen Mietwagenfirma und arbeitete sich langsam hoch bis zum Werkstattchef. Mit 67 wollten ihn seine beiden Kinder zusammen mit seiner Frau in eine schöne Alterssiedlung in LA stecken. Da flüchtete er zurück nach Mexiko, kaufte sich ein altes Haus in Loreto und machte daraus das Casas Loreto.