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Die meisten Waldränder im Mittelland sind durch die landwirtschaftliche Nutzung des Offenlandes geprägt worden. Entlang von Äckern und Wiesen verlaufen sie aus rationellen Überlegungen oft sehr gerade. Für die gute Erschliessung bei der Bewirtschaftung des Waldes schaffen vielerorts Forstwege entlang von Waldrändern eine scharfe Linie.
Viele Pflanzenarten sind auf die Kombination von Offenland und Waldfläche, also Übergangslebensräume zwischen sonnigem, offenem Gelände und Wald, angewiesen sind. Durch die begradigten Waldränder wird dieser Lebensraum auf ein Minimum reduziert. Um einen ökologisch möglichst wertvollen Lebensraum zu erhalten ist deshalb darauf zu achten, dass ein Waldrand gestuft ist und möglichst viele Buchten aufweist.
Wird ein Waldrand buchtig gestaltet und werden die angrenzenden Flächen extensiv bewirtschaftet, bietet der Waldrand eine optimale Vielfalt an Lebensraumtypen. Der Stufenaufbau (Dachprofil) beginnt mit einem breiten, möglichst mageren Krautsaum, der nur einmal im Jahr gemäht wird. Er grenzt auf einer Seite an eine extensiv bewirtschaftete Wiese oder Weide, um nicht mit Nährstoffen kontaminiert zu werden. Entlang der inneren Seite des Krautsaums schliesst sich ein dichter, dorniger Strauchgürtel an, welcher Nistplätze und ein reichhaltiges Futterangebot für viele Vögel sowie Unterschlupf für Kleintiere bietet. Die ersten grossen Bäume folgen dahinter in lichten und buchtigen Beständen.
Die SWO widmet sich vor allem im Winterhalbjahr der Aufwertung von Waldrändern: