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Die Tower Bridge zählt zu den prachtvollsten Sehenswürdigkeiten in London. Speziell zur späten Abendstunde, wenn die Brücke beleuchtet ist,
bietet sie einen imposanten und unvergesslichen Anblick.
Doch die Brücke ist nicht nur ein faszinierendes Bauwerk, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des städtischen Strassenverkehrs. Mit einer
Länge von 244 Metern erstreckt sich die Tower Bridge über den Fluss Themse und verbindet die Nordseite des Bezirks City of London mit der
Südseite des Stadtteils Southwark. Tag für Tag wird sie von rund 40'000 Fahrzeugen überquert. Weil es sich um eine Klappbrücke handelt, hat
der Schiffverkehr zwar einen höheren Stellenwert als der Strassenverkehr, doch im Alltag ist davon wenig zu spüren. In den letzten Jahrzehnten
ist ein stetiger Rückgang an Schiffüberquerungen zu verzeichnen, sodass die Brücke nur noch etwa 1‘000 Mal im Jahr hochgeklappt wird.
Bereits mehrere Jahrzehnte vor dem Bau der Tower Bridge, der im Jahre 1894 abgeschlossen wurde, hat man über eine Flussüberquerung nachgedacht.
Die Anzahl der Fahrzeuge war Mitte des 19. Jahrhunderts jedoch noch recht gering, weshalb eine Überquerung für Fussgänger höhere Priorität hatte.
Das Ergebnis war der Tower Subway, der im Jahre 1870 errichtet wurde. In den Anfangsjahren wurde dieser Tunnel für den Bahnverkehr verwendet,
wenige Jahre später wurde es jedoch in einen reinen Fussgängertunnel umfunktioniert. Ende des 19. Jahrhunderts nahm die Verbreitung der Automobile
jedoch im gravierenden Masse zu, sodass über Alternativen nachgedacht werden musste.
Diese Aufgabe lag in den Händen eines neu gegründeten Komitees, das einen öffentlichen Wettbewerb veranstaltete. Alle Ingenieure waren dazu
aufgefordert, Lösungen für das aufkommende Verkehrsproblem einzusenden. Rund 50 Vorschläge wurden unterbreitet. Darunter befand sich eine
Einsendung von Joseph Bazalgette, der als Chefingenieur der Metropolitan Board of Works bereits auf sich aufmerksam machte und nun die Idee
einer hochklappbaren Brücke präsentierte. Es folgten mehrere Prüfungen des Konzeptes, ehe eine Bewilligung erfolgte und die Baumassnahmen
begannen. Und weitere acht Jahre sollten vergehen, bis die fünf Bauunternehmen mit insgesamt 432 Bauarbeitern ihre Arbeit fertig stellten
und die Tower Bridge eröffnen konnten.
Doch schon nach wenigen Jahren geriet die traumhaft schöne Brücke in Verruf. Denn neben den Autos konnten auch Fussgänger die Brücke überqueren, was
weniger von den Normalbürgern, dafür aber umso mehr von Prostituierten genutzt wurde. Die Politik zog daraus die Konsequenz, das Betreten von
Fussgängern zu untersagen. Erst im Jahre 1982 wurde dieses Verbot wieder aufgehoben. Dieser Schritt war gleichbedeutend mit der Entstehung mehrerer
Attraktionen, denn die Fussgängerbrücke dient seitdem als Museum sowie als Aussichtspunkt, und zieht somit viele Touristen an. Der Panoramarundumblick
bietet einen unvergesslichen Ausblick über die Themse, sodass die Stadtbesichtigung von London um ein Highlight reicher sein kann.
Eine weitere Empfehlung stellt die Ausstellung dar, bei der die Besucher in die Geschichte der Tower Bridge eintauchen dürfen. Während
Privatpersonen sich über diese Angebote freuen, interessieren sich Firmen mehr für die Anmietung der vorhandenen Räumlichkeiten. Vier Räume
können für Feierlichkeiten oder Tagungen gemietet werden, sodass man gemeinsam mit den Kollegen den Panoramablick geniessen kann. Weitere
Informationen über die Räumlichkeiten, die Ausstellung sowie die allgemeinen Öffnungszeiten sind auf der mehrsprachigen
Webseite
der Tower Bridge zu finden.