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Ich bin das erste Mal bei diesem Klienten und habe den Auftrag ihn zu duschen. Der Versuch, ihn in das Auswählen der Kleider miteinzubeziehen, bleibt erfolglos. Er sitzt auf dem Bett und beäugt mich argwöhnisch. Was ich hier tue, fragt er sich wohl.
Gemeinsam gehen wir in das Badezimmer. Er setzt sich auf die Toilette und zieht die Socken aus. „Und jetzt?“, fragt er. „Nun können Sie den Pullover ausziehen.“ Er verdreht die Augen, kommt aber der Aufforderung nach.
„Und jetzt?“
„Die Hosen.“
Er öffnet den Knopf, zieht den Reissverschluss auf, kämpft aber mit den Hosenträgern.
„Lassen Sie mich helfen“, sage ich und greife nach dem Träger. Wütend dreht er sich zu mir und keift: „So. Jetzt ist aber genug. Raus!“
Energisch kommt er auf mich zu. Ich weiche zurück. Er schletzt die Tür des Badezimmers und plötzlich stehe ich allein auf dem Gang. Perplex frage ich mich, was ich nun tun soll. Besser hier warten oder wieder hinein? Was, wenn er herauskommt und immer noch wütend ist? Egal, ich muss hinein. Ich fasse frischen Mut und atme einmal tief durch.
Bevor meine Hand die Klinke berührt, öffnet sich die Tür. Der Klient ist ganz überrascht, dass da jemand vor seiner Badezimmertür wartet. Spontan sage ich: „Guten Tag. Gut, dass Sie da sind. Ich bin hier, um Ihnen beim Duschen zu helfen. Gehen wir doch gleich ins Badezimmer.“ Da lässt sich der Klient ohne jeden Widerstand auf mich ein und ich kann ihn problemlos duschen.