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Wenn eine Frau die Pille nimmt, hat sie bei richtiger Anwendung eine 99-prozentige Sicherheit, nicht schwanger zu werden. Eine ähnlich hohe Verhütungsqualität bieten derzeit nur das Kondom und die Spirale. Wer keine der drei Methoden zur Verhütung einsetzt, riskiert eine ungewollte Schwangerschaft. Wenn die Periode ausbleibt, ist dies ein mögliches Zeichen dafür, dass es zur Befruchtung gekommen ist. Spätestens dann, wenn man die bekannten Symptome wie Übelkeit oder Inkontinenz bemerkt, sollte man sich mit einem Schwangerschaftstest Klarheit verschaffen.
Wie funktioniert ein Schwangerschaftstest?
Der bei Weitem häufigste Test zum Nachweis oder Ausschluss einer Schwangerschaft ist der Urintest. Das Schwangerschaftshormon hCG (humanes Chorion-Gonadotropin, auch: Beta-hCG) wird dabei mithilfe von hCG-Antikörpern nachgewiesen, die entweder negativ oder positiv reagieren. Im Falle einer Schwangerschaft weist der Teststreifen eine konkrete Farbe auf (z.B. in Form eines roten Kreuzes oder einer blauen Linie).
Diese Art des Nachweises ist zu 99 Prozent sicher. Dies bedeutet, dass in nur einem von 100 Fällen ein solcher Test positiv ausfällt, ohne dass die Frau tatsächlich schwanger ist. Es ist allerdings möglich, dass der Schwangerschaftstest negativ ausfällt, obwohl das Gegenteil richtig ist. Dies passiert jedoch nur dann, wenn das Verfallsdatum überschritten ist oder das Teststäbchen nicht gemäß der Herstellerangaben verwendet wurde.
Wann sollte der Test durchgeführt werden?
Um ein sicheres Ergebnis zu erhalten, sollte der Schwangerschaftstest etwa zehn Tage nach der möglichen Empfängnis durchgeführt werden. Erst dann ist der hCG-Wert so hoch, dass er nachgewiesen werden kann. Alternativ kann der Test auch mindestens drei Tage nach dem Ausbleiben der Regel angewendet werden. Ist das Resultat negativ, ist es ratsam, den Schwangerschaftstest noch einmal zu wiederholen (möglichst sieben Tage später).
Wichtig ist, den Test gleich nach dem Aufstehen anzuwenden, da der Urin zu diesem Zeitpunkt besonders konzentriert ist. Man sollte im Hinterkopf behalten, dass der hCG-Wert durch die Aufnahme von Flüssigkeit verdünnt wird. Aus diesem Grund macht es wenig Sinn, den Test nach dem Mittagessen oder am späten Abend durchzuführen. Hat man am Vorabend des geplanten Tests viel Alkohol konsumiert, sollte man lieber einen anderen Tag wählen, da das Ergebnis sonst buchstäblich “verwässert” wird.
Der Bluttest bringt endgültige Gewissheit
Ist der Urintest positiv ausgefallen, sollte ein weiterer Test durchgeführt werden, um die Diagnose abzusichern. Der Bluttest bietet eine Verlässlichkeit von 100 Prozent und wird grundsätzlich im Labor vorgenommen. Der Hausarzt nimmt eine Blutprobe ab und stellt die exakte Menge des Schwangerschaftshormons hCG fest. Auf dieser Grundlage lässt sich das Befruchtungsdatum (und damit das Geburtsdatum) präzise berechnen. In der Regel wird der Bluttest von der Krankenkasse übernommen, wenn er vom Arzt verordnet wird.