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Fremdwörter und Fachwissen dominieren die Welt der Strukturierten Produkte. Um diese Welt nicht nur professionellen Investoren, sondern auch privaten Anlegern leicht verständlich zugänglich zu machen, erhalten Sie hier einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Begriffe rund um Strukturierte Produkte zur Geldanlage.
Am Geld
Eine Option oder ein Optionsschein liegt am Geld «At the money», wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts ungefähr dem Strike (Ausübungspreis) entspricht.
AMC
AMC steht für Actively Managed Certificates. Sie basieren auf einer dynamischen Strategie und erfordern eine aktive Bewirtschaftung. Die Zusammensetzung des Basiswertkorbes kann sich während der Laufzeit entsprechend den vorgegebenen Investitionsrichtlinien (diskretionär oder regelbasiert) verändern.
Amerikanischer Optionstyp
Das Ausübungsrecht aus einem amerikanischen Optionstyp kann im Gegensatz zum europäischen Optionstyp jederzeit bis zur Fälligkeit verwendet werden.
Ausübungspreis (Strike)
Der Ausübungspreis eines Strukturierten Produkts wird üblicherweise durch die Optionskomponente bestimmt. Der Ausübungspreis bestimmt, zu welchem Kurs der zugrundeliegende Basiswert einer Option ge- (Call) oder verkauft (Put) werden kann. Im Payoff-Diagramm des Strukturierten Produkts erscheint der Strike als Knick.
Ausübungsrecht
Jede Option enthält ein Optionsrecht, welches der Inhaber der Option am Ende der Laufzeit (europäischer Optionstyp) oder jederzeit während der Laufzeit (amerikanischer Optionstyp) ausüben kann. Ein Call-Warrant verbrieft das Recht zum Kauf eines festgelegten Basiswerts zu einem bestimmten Preis (Ausübungspreis) in einer bestimmten Menge. Ein Put-Warrant verbrieft ein entsprechendes Verkaufsrecht.
Autocall
Auch Hard Call genannt. Ein definiertes Szenario führt zu einer frühzeitigen Ausübung (Rückzahlung) des Produkts (z. B. Triggered Auto-Call).
Backtesting
Das Backtesting ermöglicht die Beobachtung des möglichen Verhaltens eines Strukturierten Produkts während der Laufzeit anhand historischer Daten.
Barabgeltung (Cash Settlement)
Erreicht ein Strukturiertes Produkt das Ende der Laufzeit, kommt es zur Rückzahlung gemäss dem im Termsheet definierten Payoff-Diagramm. Dabei kann der Emittent die Rückzahlung gemäss Produktbeschreibung (Termsheet) über die physische Lieferung des Basiswerts oder eine Barabgeltung vollziehen. Bei der Barabgeltung, auch Cash Settlement genannt, erhält der Anleger den Wert (zum Zeitpunkt des Final Fixing) des Produkts am Tag der Rückzahlung (Redemption Date) in bar ausgezahlt.
Barriereverletzung
Wurde zu Beginn definierte Barriere berührt, ändert sich das Payoff-Diagramm des Produktes. Der bedingte Kapitalschutz oder die Möglichkeit gar an sinkenden Kursen zu partizipieren geht verloren.
Barrier-Optionen
Barrier-Optionen sind Produkte, bei denen das Optionsrecht aktiviert wird oder verfällt, wenn der Kurs des Basiswerts bestimmte vorher festgelegte Grenzen (Barriere) über- bzw. unterschreitet.
Barwert
Aktueller diskontierter Wert einer Anlage.
Basispreis (Strike)
Der Basispreis ist der Preis, zu dem der Inhaber einer Option oder eines Warrant den Basiswert erwerben oder veräussern kann, wenn er das Optionsrecht ausübt. Der Basispreis entspricht dem Ausübungspreis (Strike).
Basiswert
Der Basiswert ist das Finanzinstrument, auf den sich ein Hebeloder Strukturiertes Produkt bezieht. Die Kursbewegung des Basiswerts ist der wichtigste Einflussfaktor für die Kursbewegung des strukturierten Produkts. Als Basiswerte kommen Aktien, Aktienkörbe (Baskets), Indizes, Währungen, Rohstoffe, Anleihen oder Futures in Frage.
Basket
Entspricht einem Korb (Basket) von einzelnen Anlagewerten. Meist werden Produkte aus demselben Sektor in einem Basket vereint. Bei den Strukturierten Produkten beziehen sich meist Tracker-Zertifikate auf vordefinierte Aktien-Körbe (Baskets).
Basket-Option
Entspricht einer Option, deren Auszahlung von mehreren Basiswerten abhängt.
Benchmark (Vergleichsindex)
Ist ein Referenz- oder Vergleichswert, der zur Beurteilung von Erfolg und Misserfolg einer Anlage herangezogen wird.
Bezugsverhältnis
Das Bezugsverhältnis gibt an, wie viele Einheiten des Basiswerts über das Strukturierte Produkt oder die Option bezogen oder verkauft werden können. Das Bezugsverhältnis entspricht gerade dem Kehrwert der Ratio.
Black-Scholes-Modell
Das Black-Scholes-Modell ist eines der ersten und berühmtesten Modelle zur Berechnung fairer Optionspreise. Für die Entwicklung des Modells wurde im Jahr 1997 der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften an Myron Scholes und Robert C. Merton verliehen. Fisher Black war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben. Die ursprüngliche Form des Black-Scholes-Modells ist bis heute vielfach weiterentwickelt worden.
Bond Floor
Wert der verzinslichen Komponente (Bondkomponente) eines Strukturierten Produkts. Wird vor allem für die modifizierte Differenzbesteuerung benötigt.
Bonds
Ist die englische Bezeichnung für Obligationen.
Bonität
Die Bonität ist ein Mass für die Zahlungsfähigkeit und die Zahlungswilligkeit eines Schuldners. Für die Einschätzung der finanziellen Sicherheit des Schuldners helfen z. B. Ratings oder Credit Spreads.
Bonus
Der Bonus, auch Bonus-Ertrag genannt, gibt die Höhe der möglichen Rendite eines (Capped-) Bonus-Zertifikats im Falle eines seitwärts tendierenden Basiswerts an. Der Bonus wird üblicherweise bei Emission bestimmt. Danach wird nur noch die Seitwärtsrendite betrachtet.
Bonus-Level
Das Bonus-Level entspricht dem Strike eines Bonus-Zertifikats. Es gibt an, welcher Betrag der Anleger mindestens erhält, wenn die Barriere nie berührt wurde.
Bonusrendite
Die Bonusrendite zeigt die durch den Bonus ermöglichte Rendite an. Sie entspricht bei Emission ungefähr der Seitwärtsrendite. Steigt jedoch der Kurs des Zertifikats über den Strike, dreht das Vorzeichen, im Gegensatz zur Seitwärtsrendite, ins Negative.
Briefkurs
Der Briefkurs (engl. Ask) stellt den Verkaufspreis aus Sicht des Market Maker dar. Es entspricht dem Kurs, zu dem der Anleger ein Wertpapier kaufen kann.
Call-Option
Eine Call-Option enthält das Recht, zu einem festen Zeitpunkt (europäischer Optionstyp) oder während einer bestimmten Frist (amerikanischer Optionstyp) oder an bestimmten Tagen (Bermuda-Option), einen bestimmten Basiswert zu einem genau festgelegten Preis (Strike/Ausübungspreis) in einer bestimmten Mende zu kaufen. Ein steigender Preis des Basiswerts führt daher zu einer Wertsteigerung des Optionsrechts und damit der Option. Inhaber von Calls profitieren folglich von steigenden Kursen des Basiswerts.
Cap
Strukturierte Produkte sind teils mit einem Cap ausgestattet. Er begrenzt zwar das Gewinnpotenzial des Anlegers, erlaubt aber im Gegenzug attraktivere Konditionen bei seitwärts tendierenden oder nur leicht steigenden Kursen.
Clean / dirty Pricing
Beim dirty Pricing sind die aufgelaufenen Stückzinsen bereits im Pricing enthalten. Hingegen werden beim clean Pricing die Stückzinsen gesondert ausgewiesen.
Clearing & Settlement
Die Aufgabe des Clearing & Settlement ist, die Abrechnung (Clearing) und die Abwicklung (Settlement) von Trades zu ermöglichen. Für in der Schweiz emittierte Strukturierte Produkte gelten die SIX x-clear AG als Clearing-Stelle und die SIX SIS AG, die Euroclear und die Clearstream in Luxemburg als anerkannte Settlement-Organisationen.
Commodities
Commodities ist der englische Ausdruck für Waren und Güter wie z. B. Getreide, Öl, Kakao etc.
Composite
Entspricht die Handelswährung eines Strukturierten Produkts nicht der Währung des Basiswerts, so handelt es sich um ein Composite-Produkt. Der Preis des Produkts ergibt sich aus der Kursentwicklung des Basiswerts und den Veränderungen des Wechselkurses. Eine mögliche Absicherung wird durch die Quanto-Ausgestaltung umgesetzt.
Coupon at Risk
Der Coupon wird bei Eintreffen eines bestimmten Szenarios nicht ausgezahlt.
Coupon
Wird bei der Herausgabe von festverzinzlichen Wertpapieren festgelegt und periodisch ausgezahlt.
Courtage
Provision, die ein Börsenmakler für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren erhält.
Credit Default Swap (CDS)
Ist ein derivatives Finanzinstrument, das es ermöglicht, Ausfallrisiken von Krediten zu handeln.
Credit Linked Note (CLN)
Ist ein Produkt, dessen Rückzahlung von Kreditausfällen in einem vordefinierten Portfolio abhängt.
Credit Spread
Ermöglicht das Abschätzen der Bonität eines Schuldners. Der Credit Spread stellt die Risikoprämie eines Schuldners dar. Unternehmen mit schlechter Bonität weisen im Normalfall einen hohen Credit Spread auf.
Delta
Delta zählt zu den dynamischen Kennzahlen für Derivate. Das Delta einer Option gibt an, wie stark sich der Wert der Option absolut verändert, wenn der Basiswert sich um eine Geldeinheit bewegt. Dabei muss zusätzlich das Bezugsverhältnis berücksichtigt werden, falls es nicht 1 ist. Während das Delta für Call-Optionen zwischen 0 und 1 liegt, befindet es sich bei Put-Optionen zwischen -1 und 0.
Derivate
Derivate sind künstlich geschaffene Finanzinstrumente, deren Wert vom Kurs eines oder mehrerer zugrundeliegender Basiswerte abgeleitet werden kann. Ein Derivat entsteht durch die vertragliche Vereinbarung zweier Parteien. Warrants und Strukturierte Produkte zählen zu den verbrieften Derivaten. Als Wertpapiere sind sie für Privatanleger leichter zugänglich als nicht verbriefte Derivate wie Futures oder Optionen.
Discount
Der Discount entspricht dem Preisabschlag gegenüber der Direktinvestition in den Basiswert.
Diversifikation
Entspricht der Verteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageobjekte mit dem Ziel, das Gesamtrisiko des Portfolios zu vermindern.
Down and In Call
Call-Option, die erst nach Berühren oder Unterschreiten einer Barriere aktiviert wird.
Down and In Put
Put-Option, die erst nach Berühren oder Unterschreiten einer Barriere aktiviert wird. Der Down and In Put bildet die Grundlage für den klassischen Barrier Reverse Convertible.
Down and Out Call
Call-Option, die nach Berühren oder Unterschreiten einer Barriere sofort wertlos verfällt.
Down and Out Put
Put-Option, die nach Berühren oder Unterschreiten einer Barriere sofort wertlos verfällt.
Effekten
Anderes Wort für Wertschriften, mit Effekten meint man aber hauptsächlich Aktien und Anleihen.
Emerging Markets
Bezeichnung für Aktienmärkte in Schwellenländern. Als Emerging Markets gelten insbesondere diejenigen in Lateinamerika, Südostasien und Osteuropa. Vielen dieser Märkte wird ein besonderes Wachstumspotenzial zugesprochen, da diese Regionen ein deutlich stärkeres Wirtschaftswachstum aufweisen bzw. aufgewiesen haben als die grossen Industrienationen.
Emission
Emission (vom lateinischen emittere = herausgeben, hinaussenden) ist die Ausgabe von Wertpapieren. Die Emission bezeichnet das öffentliche Angebot eines Wertpapiers zur Aufnahme an einem geregelten Markt.
Equity Linked Notes
Ist die US-amerikanische Bezeichnung von Strukturierten Produkten auf Aktien.
EURIBOR
Der EURIBOR steht für den europäischen Referenzzins (European Interbank Offered Rate).
Europäischer Knock-In (Barriere)
Bei dieser Art von Barriere spielt die Kursentwicklung des Basiswerts während der Laufzeit keine Rolle. Es zählt allein der Kurs zum Zeitpunkt des Final Fixing. Die europäische Barriere gilt nur dann als verletzt, wenn der Basiswertkurs zu diesem Zeitpunkt auf oder unterhalb der Barriere liegt.
Europäischer Optionstyp
Das Ausübungsrecht aus einem europäischen Optionstyp kann – anders als beim amerikanischen Optionstyp – nur am Ende der Laufzeit der Option ausgeübt werden.
EUSIPA
Die European Structured Investment Products Association vereint die wichtigsten Derivateverbände unter einem Dach. Durch die einheitliche Kategorisierung ermöglicht die EUSIPA höhere Transparenz zwischen den einzelnen Börsenplätzen.
Exchange Traded Funds (ETF)
Anlagefonds, die wie Aktien oder Strukturierte Produkte an der Börse gehandelt werden. Die beliebtesten ETF lauten auf Indizes und Edelmetalle.
Exotische Optionen
Optionen mit komplexeren Auszahlungsstrukturen, als dies bei Plain-Vanilla-Optionen wie z. B. Call-Optionen der Fall ist.
Exposure
Wird das Vermögen dem Einfluss sich verändernder Werte (Risikofaktoren) ausgesetzt, besteht ein Exposure gegenüber diesen Werten.
Fair Value
Fair Value ist der theoretische Wert eines Strukturierten Produkts und wird durch die Auszahlungsfunktion per Laufzeitende bestimmt. Massgebend für den Fair Value sind neben den Basiswerten auch mögliche Dividendenerwartungen, Zinsen, die implizite Volatilität, aber auch regulatorische Massnahmen oder das stattfinden von Corporate Actions.
Fälligkeit
Am Fälligkeitstag wird die Rückzahlung aus einem Zertifikat oder Optionsschein vorgenommen. Sie kann über einen Barausgleich in Form einer Geldbuchung oder über die effektive Lieferung des Basiswerts vorgenommen werden.
Finanzierungslevel
Das Finanzierungslevel wird bei den Mini-Futures herangezogen. Es bestimmt die Höhe des Fremdfinanzierungsanteils und damit auch den Wert des Mini-Futures. In der Regel wird es über Nacht mit den aufgelaufenen Zinsen angepasst.
FINMA
Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) überwacht mit hoheitlicher Befugnis Banken, Versicherungen, Börsen, Effektenhändler und kollektive Kapitalanlagen. Sie vereinigt seit 2009 in einer Behörde die drei früheren Regulatoren Bundesamt für Privatversicherungen (BPV), Eidgenössische Bankenkommission (EBK) und die Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei (GwG).
Floor
Bezeichnet den Minimalbetrag, der bei Verfall des Produkts unabhängig vom Kursverlauf des Basiswerts ausgezahlt wird.
Forward
Beim Forward handelt es sich um ein nicht standardisiertes unbedingtes Termingeschäft zwischen zwei Vertragsparteien. Forwards werden nicht an einer Börse gehandelt.
Funding
Funding bezeichnet das Bereitstellen von Ressourcen, gewöhnlich in der Form von Geld (Finanzierung).
Futures
Futures sind standardisierte Finanztermingeschäfte, die an Terminbörsen wie der EUREX gehandelt werden. Futures zählen zu den unbedingten Termingeschäften. Bei Fälligkeit sind beide Parteien – Käufer und Verkäufer – zur Erfüllung des Geschäfts verpflichtet.
Garant/Garantiegeber
Derjenige, der zu Gunsten eines Dritten eine Garantie übernimmt und im Falle eines Zahlungausfalls einspringt. Bei Strukturierten Anlageprodukten ist dies die Partei, die für die Auszahlung haftet.
Gegenparteirisiko
Risiko, dass z. B. bei einem Konkurs der Gegenpartei (Insolvenz) Verluste entstehen.
Geld-Brief-Spanne
Differenz zwischen dem Ankaufs- und dem Verkaufskurs. Die Höhe der Geld-Brief-Spanne hängt einerseits von der Liquidität des Basiswerts und der zugrundliegenden Volatilität ab. Andererseits übt die Qualität des Market Maker einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Spanne aus. Wird dem Market Making keine grosse Beachtung geschenkt, resultiert daraus oft ein zu hoher Spread, zu wenig Volumen oder gar das Fehlen von Bid- und Ask-Kursen.
Geldkurs
Zum aktuellen Geldkurs kann ein Strukturiertes Produkt verkauft werden. Bei weniger liquiden Produkten werden Geld- und Briefkurse vom Market Maker gestellt. Der Geldkurs liegt dabei unterhalb des Briefkurses.
Gewinnschwelle (Break-even)
Die Gewinnschwelle oder der Break-even gibt an, wie stark der Basiswert eines Warrant steigen müsste, damit der Anleger bei Fälligkeit keinen Verlust erleidet. Da die meisten Anleger Warrants nicht bis zur Fälligkeit halten, sondern den Optionsschein vorzeitig mit Kursgewinn verkaufen möchten, spielt die Gewinnschwelle nur eine untergeordnete Rolle.
Griechen
Kennzahlen, die die Sensitivität des Werts einer Option für verschiedene Parameter beschreiben. Zu den wichtigsten Parametern gehören der Preis des Basiswerts (Delta, Gamma), die Volatilität (Vega), der Zins (Rho) und die Restlaufzeit (Theta).
Handelswährung
Die Handelswährung gibt an, in welcher Währung das Instrument gehandelt wird. Die Währung muss nicht identisch sein mit der Währung des Basiswerts oder mit der Währung des Ausübungspreises.
Hedging
Absichern eines Portfolios oder einer Position gegen Kursschwankungen.
Historische Volatilität
Volatilität im Finanzbereich ist ein Gradmesser für die Schwankungsstärke eines Finanzinstruments. Die historische Volatilität gibt an, wie stark der Kurs eines bestimmten Finanzinstruments in der Vergangenheit geschwankt ist. Volatilitäten können für unterschiedliche Zeiträume berechnet werden. Häufig werden 100 oder 250 Handelstage verwendet.
Im Geld / In the Money
Eine Call-Option notiert im Geld, wenn der Kurs des Basiswerts deutlich über dem Strike liegt. Ein Put liegt im Geld, wenn der Kurs des Basiswerts deutlich unter dem Strike liegt.
Implizite Volatilität
Die implizite Volatilität ist neben dem Kurs des Basiswerts der wichtigste Einflussfaktor für den Wert von Optionen. Eine steigende implizite Volatilität des Basiswerts führt zu steigenden Preisen von Optionen, da sich die Chancen auf eine hohe Rückzahlung bei Fälligkeit erhöhen, während der maximale Verlust für den Käufer stets auf das eingesetzte Kapital begrenzt ist.
Index-Tracker
Index-Tracker gehören zum Produkttyp der Tracker-Zertifikate. Sie bilden die Performance eines Index eins zu eins ab.
Initial Fixing
Der Zeitpunkt, an dem die flexiblen Elemente festgehalten werden. Die flexiblen Elemente sind von Emittent zu Emittent und von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Üblicherweise wird beim Initial Fixing die Höhe des Strike (des Ausübungspreises) und der Barriere bestimmt.
Innerer Wert
Der Kurs einer Option besteht aus zwei Komponenten: dem Zeitwert und dem inneren Wert. Der innere Wert einer Call-Option ist die Differenz zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswerts und dem Strike, multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (resp. dividiert durch die Ratio). Eine Option besitzt nur dann einen inneren Wert, wenn sie im Geld notiert. Andernfalls beträgt der innere Wert null. Der innere Wert ist niemals negativ.
ISIN-Code
Die ISIN ist die internationale Form des Valor (Valorennummer) bzw. der Wertpapierkennnummer in Deutschland. ISIN steht für International Securities Identification Number. Sie ist stets zwölfstellig und enthält eine Länderkennung. Die ISIN von Schweizer Wertpapieren beginnen mit «CH», die von deutschen Wertpapieren mit «DE».
IUP (Intérêt unique prédominant)
Ein Begriff aus der Steuergesetzgebung, der verzinsliche Finanzinstrumente bezeichnet, bei denen der überwiegende Teil der Rendite die Form einer Einmalentschädigung hat (auch überwiegend Einmalverzinsung). Bei der umgekehrten Form handelt es sich um Nicht-IUP (keine überwiegende Einmalverzinsung).
Kapitalschutz-Produkte
Mit Kapitalschutz-Produkten sichert sich der Anleger gegen sinkende Kurse ab. Der Kapitalschutz beträgt in der Regel zwischen 90 und 100 Prozent des Nominalwerts des Produkts und gilt per Laufzeitende. Während der Laufzeit kann es, wie bei Obligationen, zu Kursschwankungen kommen. Das Aufwärtspotenzial von Kapitalschutz-Produkten ist im Allgemeinen tiefer als bei anderen Produkten und kann begrenzt sein. Der Anleger hat aber die Möglichkeit, eine bedeutende Rendite zu erwirtschaften, ohne dabei auf den Kapitalschutz zu verzichten.
Kapitalschutzlevel
Bezeichnet den Betrag, der bei Verfall unabhängig von der Kursentwicklung garantiert zurückgezahlt wird (engl. Floor).
Knock-In
Ehemalige Bezeichnung für die Barriere (engl. barrier).
Knock-Out
Der Knock-Out bestimmt die Kursschwelle bei welcher die Optionskomponente oder gar das ganze Produkt wertlos verfällt.
Kotierung
Von der Zulassungsstelle genehmigte Zulassung zum amtlichen Börsenhandel.
Lead Order
Entspricht dem Geldbetrag, der bei Emission in das Strukturierte Produkt platziert wird.
Lead-Manager
Bezeichnung für die federführende(n) Bank(en) an der Spitze des Emissionskonsortiums. Der Lead-Manager ist für die Zusammensetzung des Konsortiums, Konditionen- und Vertragsgestaltung, Dokumentation usw. zuständig. Im Deutschen spricht man auch vom Federführer.
Leverage (Omega)
Der Leverage ist eine Kennzahl zur Beurteilung der Hebelleistung von Optionen resp. Warrants. Er gibt an, um wie viel Prozent sich der Preis eines Call (Put) erhöht (verringert), wenn der Kurs des Basiswerts um 1 % steigt.
Liberierung
Die Liberierung bezeichnet die Bezahlung des Anlegers für gezeichnete Wertpapiere.
LIBOR
Abkürzung für London Interbank Offered Rate. Dies ist ein täglich festgelegter Referenzzins, zu dem sich Banken am Londoner Interbankenmarkt gegenseitig Geld ausleihen. Der LIBOR ist zugleich der Leitsatz für international gültige Zinsen von Emissionen und Krediten.
Liquidität
Die Liquidität ist ein Mass dafür, wie leicht ein Finanzinstrument handelbar ist. Sie wird durch den Emittenten resp. Market Maker durch das fortlaufende Stellen von An- und Verkaufskursen sichergestellt.
Lock-In
Produkte mit einer Lock-In Ausgestaltung ermöglichen das Festhalten von möglichen Gewinnen. Wird das Lock-In-Level erreicht, wird per Laufzeitende unabhängig von der Basiswertkursentwicklung eine Rückzahlung mindestens in der Höhe des Lock-In geleistet.
Lookback
Barriere und/oder Strike werden erst nach einer Lookbackphase festgelegt.
Low Exercise Price Option (LEPO)
Bei der LEPO handelt es sich um eine Call-Option mit einem Strike nahe von Null (z. B. 0.01). Diese Optionen werden vor allem für die Konstruktion von Partizipationsprodukten benutzt.
Market Maker
Der Market Maker ist ein Marktteilnehmer (Bank oder Wertpapierhaus), der verbindliche Preise stellt. Er arbeitet auf eigene Rechnung mit reduzierten Transaktionskosten. Seine Aufgabe besteht darin, Kauf- und Verkaufskurse zu stellen und damit den Handel dieser Produkte zu ermöglichen.
Marktrisiko
Risiko finanzieller Verluste aufgrund der Änderung von Marktpreisen.Für Strukturierte Produkte kann dieses Risiko mithilfe der Risikokennzahl des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte abgeschätzt werden.
Maturity Date
Maturity Date ist die englische Bezeichnung für Fälligkeitsdatum.
Max. Rendite %
Die maximale Rendite zeigt die maximal zu erwartende Gewinnmöglichkeiten. Diese Kennzahl wird bei allen Zertifikaten mit Maximalrendite verwendet.
Max. Rückzahlung
Diese Kennzahl zeigt den maximal möglichen Rückzahlungsbetrag an (per Verfall).
MiFID
MiFID steht für Markets in Financial Instruments Directive und gilt als Richtlinie der Europäischen Union zur Harmonisierung der europäischen Binnenmärkte. Die MiFID bezweckt eine erhöhte Transparenz der Finanzmärkte und damit auch eine Verbesserung des Anlegerschutzes.
Mispricing
Beim Mispricing handelt es sich um die Fehlbewertung von Produkten.
Modifizierte Differenzbesteuerung
Gemäss Kreisschreiben Nr. 4 der Eidgenössischen Steuerverwaltung wird die modifizierte Differenzbesteuerung auf überwiegend einmalverzinsliche Produkte (IUP) angewendet. Besteuert wird dabei der Wertzuwachs in der Bondkomponente zwischen Kauf und Verkauf des Produkts.
Momentum-Strategie
Die Momentum-Strategie versucht, von Markttrends zu profitieren. Sie ist so basiert, dass Produkte mit einem Aufwärtstrend stärker gewichtet werden.
Moneyness
Ist eine Kennzahl, welche die Lage der Option beschreibt. Man unterscheidet zwischen Out of the Money, At the Money und In the Money (aus dem Geld, am Geld und im Geld).
Nennwert
Bei Anleihen entspricht der Nennwert dem auf dem Wertpapier angegebenen Forderungsbetrag. Der Nennwert ist daher massgeblich für die Verzinsung.
Neuemission
Ausgabe von Wertpapieren. Handelt es sich um den ersten Börsengang des Papiers, spricht man von einer Neuemission.
Option
Eine Option enthält das Recht zum Kauf oder Verkauf eines Basiswerts zu einem festgelegten Preis in einer bestimmten Menge zu einem festgelegten Zeitpunkt (europäischer Optionstyp) oder während einer bestimmten Frist (amerikanischer Optionstyp).
OTC (Over the Counter)
Das Over-the-Counter-Geschäft bezeichnet den ausserbörslichen Handel. Das Geschäft wird individuell zwischen zwei Marktteilnehmern vereinbart und abgewickelt.
Out of the money
Eine Option oder ein Optionsschein liegt aus dem Geld «Out of the Money», wenn der Kurs des Basiswerts bei einer Call-Option unterhalb des Strike bzw. bei einer Put-Option oberhalb des Strike liegt.
Outperformance-Punkt
Diese Kennzahl bezeichnet den Kurs, bei dem eine Direktanlage die gleiche Performance wie das Capped-Outperformance-Zertifikat erreicht hätte.
Pari
Preis, der dem Nennwert (Nominal) eines Strukturierten Produkts entspricht.
Partizipations-Produkte
Partizipations-Produkte nehmen grundsätzlich uneingeschränkt an der Kursentwicklung des Basiswertes teil und die Partizipation ist weder gegen oben noch gegen unten limitiert. Je nach Produktausgestaltung kann die Partizipation völlig gleichläufig (Tracker-Zertifikate) oder mit verschiedenen Zusatz-Mechanismen ausgestattet sein. So wird beispielsweise die Partizipationsrate bei einem Outperformance-Zertifikat ab einer gewissen Schwelle (Strike) erhöht. Im Gegenzug ist der Anleger bereit, zugunsten des Outperformance-Mechanismus auf die Dividendeneinnahmen zu verzichten. Beim Bonus-Zertifikat erhält der Anleger die Vergütung (den «Bonus»), auch wenn der Basiswert nicht steigt, sondern seitwärts verläuft. Im Gegenzug ist er bereit, auf Dividendenerträge zu verzichten, welche vom Emittenten einbehalten werden, um den Bonus-Mechanismus zu konstruieren.
Passive Anlageinstrumente
Passive Anlageinstrumente versuchen, den Benchmark möglichst exakt und kostengünstig nachzubilden.
Payoff-Diagramm
Unter Payoff-Diagramm wird die Auszahlungsstruktur eines Finanzinstruments im Hinblick auf den Kapitalrückfluss verstanden.
Performance
Die Performance zeigt die Kursentwicklung eines Wertpapiers. Meistens ist die Beschreibung der Performance auf einen bestimmten Zeitraum (z. B. ein Jahr) bezogen und in Prozenten angegeben.
Performanceindex
Unterscheidet sich vom Preisindex dadurch, dass auch Dividendenzahlungen in die Berechnung einfliessen. Dividendenzahlungen werden anteilsmässig in die Bestandteile des Index reinvestiert.
Physical Delivery
Englischer Ausdruck für «physische Lieferung». Je nach Ausgestaltung des Produkts kann es per Laufzeitende zu einer physischen Lieferung kommen, also einer Übertragung des Basiswerts in das Depot des Anlegers.
Plain Vanilla
Mit dem Ausdruck Plain Vanilla ist im Bereich der Strukturierten Produkte regelmässig die Standardvariante eines Produkttyps gemeint. Ursprünglich wurde der Ausdruck Plain-Vanilla-Optionen für klassische Optionen verwendet. Heute wird er jedoch auch für andere Produkttypen genutzt, z. B. Plain Vanilla Discounts für klassische Discount-Zertifikate.
Prämie
Die Prämie (Aufgeld) wird in Prozent des Basiswertkurses ermittelt und gibt an, wie viel der Basiswertkurs bis Verfall steigen muss, damit sich das Investment lohnt. Die Prämie zeigt, wie weit der Basiswertkurs vom Break-even entfernt ist.
Preisindex
Nur die reinen Kursveränderungen der Aktien fliessen in die Berechnung des Index ein. Anders als beim Performanceindex werden Dividendenzahlungen nicht berücksichtigt.
Primärmarkt
Zeit zwischen Emission und Liberierung eines Produkts.
Produktname
Der Produktname wird durch den Emittenten bestimmt. In der Regel besitzen Produkte des gleichen Emittenten und mit einem äquivalenten Payoff-Diagramm den gleichen Produktnamen mit dem Basiswert als Zusatz.
Produkttyp
Die SVSP Swiss Derivative Map wird in Produktkategorien und Produkttypen aufgeteilt. Der Produkttyp wird aufgrund des Payoff- Diagramms (Auszahlungsprofil) per Verfall definiert. Produkte mit gleichem Payoff-Diagramm werden dem gleichen Produkttyp zugeordnet.
Put-Call-Parität
Die Put-Call-Parität ist eine Gleichgewichtsbeziehung zwischen den Preisen eines Call und eines Put einer ansonsten identischen Option.
Quanto
Viele Basiswerte von Strukturierten Produkten notieren an ihrer Heimatbörse in Fremdwährungen (z. B. japanische Aktien in JPY). Da sich der Wert von solchen Produkten bei Fälligkeit in einer Fremdwährung berechnet, unterliegt der Anleger beim Kauf dieser Produkte einem Wechselkursrisiko. Bei Strukturierten Produkten mit dem Zusatz Quanto handelt es sich um Produkte mit eingebauter Währungssicherung (mithilfe einer Quanto-Option), die den Anleger vor Wechselkursschwankungen schützt.
Quote
Die fortlaufend bereitgestellten An- und Verkaufskurse der Emittenten für ihre Strukturierten Produkte werden als Quotes bezeichnet. Eine Quote besteht immer aus dem Symbol, der Valorennummer, einem Geldkurs mit dazugehörigem Volumen sowie einem Briefkurs mit dazugehörigen Volumen.
Rating
Ein Rating ist eine Einstufung von Ländern, Banken und Kapitalmarkttiteln nach ihrer Bonität. Die Einstufung in einem Klassifikationssystem (z. B. AAA, AA, A, BBB etc.) wird von neutralen Ratingagenturen oder auch von Redaktionen international anerkannter Finanzzeitschriften vorgenommen. Ein Rating kann auch auf Wunsch des Emittenten durchgeführt werden. Zu den weltweit führenden Ratingagenturen zählen: Standard & Poor’s Corporation: Moody’s Investors Service; Keefe, Bruyette & Wood’s Inc.; International Banking Credit Analysis Ltd.
Ratio
Die Ratio drückt aus, wie viele Produkte benötigt werden, um einen Basiswert zu erwerben. Weist z. B. ein Warrant eine Ratio von 100 auf, besagt dies, dass es 100 Warrants braucht, um den Basiswert zum Preis des Strike zu kaufen.
Referenzanleihe / Referenzschuldner
Eine risikobehaftete Anleihe einer Unternehmung (dem Referenzschuldner). Der Credit Spread gibt zusammen mit dem Rating ein Risikomass für das Bonitätsrisiko an. Referenzanleihen werden bei bedingten Kapitalschutzprodukten eingesetzt. Hier wird der Kapitalschutz zu Gunsten verbesserter Konditionen an die Bedingung geknüpft, dass kein Kreditereignis eintritt.
Renditeoptimierungs-Produkte
Die Renditeoptimierungs-Produkte sind für seitwärts laufende Märkte geeignet. Der Anleger verzichtet darauf, an der positiven Kursentwicklung des Basiswerts uneingeschränkt zu partizipieren. Die Schwelle, bis zu der er an der Kursentwicklung des Basiswertes partizipiert, wird «Cap» genannt, ab dort sind die möglichen Gewinne begrenzt. Im Gegenzug für die Aufgabe des vollen Aufwärtspotenzials erhält der Anleger einen Coupon (Reverse Convertible) oder einen Diskont auf den Basiswert (Discount-Zertifikat). Falls der Basiswert stark sinkt und den Cap oder die Barriere (Barrier Reverse Convertible) unterschreitet, trägt der Anleger gleich wie bei einer Direktanlage im Basiswert die Verluste vollumfänglich mit. Da der Coupon aber in jedem Fall ausbezahlt wird, spricht man auch von «verzinsten Aktien». Bei Produkten mit mehreren Basiswerten erhöht sich der Coupon-Ertrag, aber auch das Risiko, denn keiner der Basiswerte darf die Schwelle unterschreiten.
Risikoprofil
Jeder Anleger hat auf der Grundlage seiner Vermögenssituation, seiner Risikobereitschaft und seines Anlagehorizonts ein individuelles Risikoprofil. Dabei wird zwischen risikoaversen, risikoneutralen und risikofreudigen Anlegern unterschieden.
Rückzahlung
Je nach Ausgestaltung des Produkts kommt es nach einer bestimmten Zeit, spätestens bei Verfall, zu einer Rückzahlung. Die Ausnahme bilden Produkte, die wertlos verfallen können, wie z. B. Knock-out Warrants.
Schlusskurs
Unter Schlusskurs wird grundsätzlich der letzte an einem Handelstag notierte Kurs für ein Wertpapier verstanden.
Seitwärtsrendite
Die Seitwärtsrendite gibt den Gewinn an, der erzielt wird, wenn der Basiswert am Schluss der Laufzeit gleich hoch notiert wie zum Beobachtungszeitpunkt.
Sekundärmarkt
Handelszeit zwischen Liberierung und Verfall eines Produkts.
Sicherheitspuffer
Viele Strukturierte Produkte erlauben auch bei fallenden Kursen des Basiswerts noch attraktive Renditen, solange eine festgelegte Barriere nicht berührt oder unterschritten wird. Der aktuelle Abstand des Basiswerts zu dieser Barriere wird als Sicherheitspuffer bezeichnet.
SIX Swiss Exchange AG
SIX Swiss Exchange ist eine der wichtigsten europäischen Börsen. Sie verfügt über eine herausragende Liquidität im Handel mit Schweizer Wertschriften. Dank ihrer Selbstregulierungskompetenz schafft sie besonders marktfreundliche Rahmenbedingungen für die Kotierung und den Handel von in- und ausländischen Aktien, Anleihen, ETFs, ETPs, Fonds sowie Strukturierten Produkten.
Soft Call
Der Emittent hat die Möglichkeit, das Produkt vorzeitig zu callen (Rückruf des Produkts).
Spotpreis
Bezeichnet den Preis am Kassamarkt.
Stop-Loss-Schwelle
Mini-Futures sind zusätzlich mit einer Stop-Loss-Schwelle ausgestattet. Berührt der Kurs des Basiswerts während der Laufzeit die Stop-Loss-Schwelle, wird das Produkt sofort vorzeitig fällig. In den meisten Fällen erhält der Anleger bei Verletzung der Stop-Loss-Schwelle noch einen Restbetrag gutgeschrieben.
Strike
Englischer Ausdruck für Ausübungspreis.
Strukturiertes Produkt
Ein Strukturiertes Produkt ist eine Kombination von klassischen Finanzanlagen und Derivaten, die als eigenständiges Finanzinstrument verknüpft in einem Wertpapier verbrieft und von einem Emittenten herausgegeben wird.
Subtyp
Der Subtyp beschreibt die Richtung der Partizipation des Produkts. Call, Bull, aber auch Long stehen für Produkte, welche auf steigende, Put, Bear und Short für Produkte, welche auf sinkende Märkte setzen.
SVSP
Schweizerische Verband für Strukturierte Produkte www.svsp-verband.ch.
SVSP Kategorie (Swiss Derivative Map)
Die SVSP Swiss Derivate Map teilt die Strukturierten Produkten in fünf Kategorien auf. Während Kapitalschutzprodukte einen Schutz des Nominals von mindestens 90 % ermöglichen, verfügen Renditeoptimierungsprodukte über eine Gewinnbeschränkung. Partizipationsprodukte besitzen sowohl eine offene Partizipation gegen oben wie auch die Möglichkeit eines Totalverlustes. Hebelprodukte beinhalten einen Hebel, welcher es ermöglicht, gehebelt an steigenden wie auch an sinkenden Kursen zu partizipieren. Dabei werden die Hebelprodukte noch in Hebelprodukte mit und ohne Knock-Out eingeteilt.
Swap
Vereinbarung zwischen zwei Vertragspartnern, zukünftige Zahlungsströme zu festgelegten Zeitpunkten und Modalitäten auszutauschen. Zu den bekanntesten Arten von Swaps gehören Zins und Devisenswaps.
Termsheet
Das Termsheet ist ein Dokument, in dem die Terms & Conditions stehen. Die Emittenten stellen diese Termsheets den Investoren in der Regel unentgeltlich zur Verfügung.
Theoretischer Wert
Rechnerischer Wert eines Warrant oder eines Bezugsrechts ohne Berücksichtigung von Aufgeldern oder Abschlägen.
Trigger (Event)
Trigger findet man hauptsächlich bei Express-Zertifikaten. Wie die Barriere stellt auch der Trigger eine entscheidende Kursschwelle dar. Befindet sich der Basiswertkurs an einem Beobachtungszeitpunkt auf oder oberhalb des Trigger, kommt es automatisch zur vorzeitigen Rückzahlung.
Umsatz
Der Umsatz zeigt, in Währungseinheiten ausgedrückt, wie viel Kapital in einem Warrant oder Strukturierten Produkt umgesetzt wurde (beinhaltet alle Käufe und Verkäufe).
Underlying
Unter Underlying versteht man den einem Derivat zugrundeliegenden Basiswert. Es handelt sich bei Warrants meistens um Aktien, Aktienindizes, Rohstoffe, Zinsen oder Währungen.
Up and In Call
Call-Option, die erst nach Berühren oder Überschreiten einer Barriere aktiviert wird.
Up and In Put
Put-Option, die erst nach Berühren oder Überschreiten einer Barriere aktiviert wird.
Up and Out Call
Call-Option, die nach Berühren oder Überschreiten einer Barriere wertlos verfällt.
Up and Out Put
Put-Option, die nach Berühren oder Überschreiten einer Barriere wertlos verfällt.
Valor / WKN
Die Valorennummer (Wertpapierkennnummer) ist die Nummer, die jedem Wertpapier an der Schweizer Börse zur Erkennung zugeordnet wird. Das Pendant zur Valorennummer in der Schweiz ist die Wertpapierkennnummer in Deutschland.
Vereinfachter Prospekt
Prospekt gemäss Art. 5 des Kapitalanlagegesetzes. Für alle öffentlich angeboten Strukturierten Produkte wird ein einfacher Prospekt mit den wichtigsten Eckdaten vorausgesetzt.
Volatilität
Die Volatilität umschreibt die Intensität der Kursschwankungen eines Wertpapiers. Es wird zwischen historischer und impliziter Volatilität unterschieden.
Währungsswap
Austausch einer Serie von Zinszahlungen auf vereinbarten Kapitalbeträgen in zwei verschiedenen Währungen über eine bestimmte Periode.
Wandelprämie
Die Wandelprämie entspricht dem Anstieg des Basiswerts, den es benötigt, damit die Optionskomponente eines Exchangeable-Zertifikats wirksam wird. Aus der Addition von Wandelprämie und Basiswert bei Fixierung ergibt sich der Wandelpreis.
Wandelpreis
Der Wandelpreis ist typisch für Exchangeable-Zertifikate. Erst wenn der Kurs des Basiswerts den Wandelpreis übersteigt, beginnt die eigentliche Partizipation an der positiven Kursentwicklung des Basiswerts.
Zeichnungsfrist
Die Zeichnungsfrist ist der Zeitraum, während dessen der Anleger neue Strukturierte Produkte zeichnen kann, um sie später zu Emissionsbedingungen zu beziehen.
Zeitwert
Der Kurs eines Warrant besteht aus zwei Komponenten: dem Zeitwert und dem inneren Wert. Der Zeitwertanteil eines Warrant wird nicht nur durch den Kursverlauf des Basiswerts beeinflusst, sondern auch durch Veränderungen anderer Faktoren wie Volatilität, Zinsniveau oder Dividenenerwartung.
Zero Bond
Im Gegensatz zu klassischen Bonds (Obligationen) verfügen Zero Bonds über einen Discount statt einen Coupon. Die Anleihe wird unter pari emittiert und bei Fälligkeit zum Nominalwert zurückgezahlt.
Zertifikat
Bezeichnung für Strukturierte Produkte in Deutschland.
Zusatzmerkmal
Die Zusatzmerkmale (ehemals Star Features) machen es möglich, Abweichungen vom klassischen Produkttyp zu umschreiben. So ist es möglich, leicht modifizierte Produkte mithilfe der Zusatzmerkmale zu kategorisieren. Typische Zusatzmerkmale sind z.B. Lookback, Lock-in oder Produkte mit COSI (Pfandbesicherung).
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Der Inhalt wurde in Zusammenarbeit mit dem SVSP erstellt.