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Hans Stöckli ist Ständeratspräsident. Die kleine Kammer wählte den Berner SP-Ständerat am Montag mit 39 von 41 gültigen Stimmen.
Er hoffe, dass er jene, die ihm die Stimme nicht gegeben hätten, mit seiner Arbeit überzeugen könne, sagte Stöckli. Einst - im Jahr 1971 - habe er in einem Aufsatz die Abschaffung des Ständerates verlangt, gestand der Ratspräsident.
Der Ständerat habe damals als altbacken und bedeutungslos gegolten. Völlig unangefochten sei er zwar auch heute nicht. Man störe sich an der Übermacht der ländlichen Kantone. Aber niemand denke mehr ernsthaft daran, den Ständerat abzuschaffen.
Er freue sich auf den jüngeren, weiblicheren und grüneren Ständerat, sagte Stöckli. Die Erneuerung werde der kleinen Kammer gut tun. "Wir wollen aber die 'chambre de réflexion' bleiben."
Stöckli, der sich in allen vier Landessprachen äusserte, nannte drei Schwerpunkte für sein Präsidialjahr: Die Mehrsprachigkeit, die politische Bildung und die Stärkung der Identität des Ständerates. Der Hauptfokus sei auf die Jugend gerichtet. Er wolle so viele wie möglich für die Demokratie begeistern.
Für den 67-jährigen Bieler ist die Wahl die Krönung einer langen Politkarriere. Stöckli, der als leidenschaftlicher, aber pragmatischer Politiker gilt, wird die kleine Kammer nun ein Jahr lang leiten.
Er ist der 15. Ständeratspräsident aus dem Kanton Bern. Die meisten Ständeratspräsidentinnen und -präsidenten stellte bisher der Kanton Waadt (17), gefolgt von Bern, Thurgau (12), St. Gallen (12) und Zürich (11). Erst vier Frauen wurden zu Ständeratspräsidentinnen gewählt.