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Das Wasserkraftwerk Gere wurde in früheren Planungsphasen als traditionelle Hochdruckanlage mit einem nahezu horizontalen, ca. 2 km langen Niederdruck-Oberwasserkanal und einer 800 m langen unterirdischen Druckleitung konzipiert. Der Niederdruck-Oberwasserkanal wurde als Tunnel mit einer freiliegenden innenliegenden Druckleitung geplant, der während des Winters auch als Zugang zu der Stauanlage gedacht war.
Während der Angebotserstellung für Ingenieurleistungen wie Ausschreibung, Ausführungsprojekt, Bauleitung und Inbetriebnahme schlug Lombardi als Mitglied der IG IGSL einen verbesserten Entwurf mit einem 2.6 km langen Schrägstollen vom Krafthausbereich bis zu den Entsanderanlagen und dem Grundeinlauf vor. Die Winterzugangsfunktion des Tunnels wurde wie im ursprünglichen Entwurf beibehalten. Das Projekt wurde der IGSL mit dieser Entwurfoptimierung zugesprochen.
Der Sprengvortrieb des Tunnels wird nur vom unteren Tunnelportal aus durchgeführt. Das Tunnelportal befindet sich in unmittelbarer Nähe des Krafthauses, ist gut erreichbar und nur ca. 300 m von der vorgesehenen Entsorgungsstelle entfernt. Nach dem Aushub wird die GRP-Leitung im Tunnel von oben nach unten installiert. Die Baulogistik konnte im Vergleich zum ursprünglichen Projektentwurf drastisch vereinfacht werden: Die beiden Transportseilbahnen für das Aushubmaterial zur Deponie und für die Installation der Druckleitung waren nicht mehr nötig und die Umweltbelastung des Projekts konnte weiter reduziert werden.
Lombardi war für sämtliche konzept- und projektbezogenen Belange verantwortlich, während unser IG-Partner für das Projektmanagement und die Bauleitung zuständig war.