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Angeln in der Aare von Stauwehr Aarberg bis Grenze BE/SO
Die Aarestrecke zwischen dem Stauwehr Aarberg bis zum Bielersee (Gewässercode 215) ist vollständig kanalisiert und wird auch als Hagneckkanal bezeichnet. Der Hagneckkanal entstand im Verlauf der ersten Juragewässerkorrektion, als die Aare direkt in den Bielersee abgeleitet wurde. Der alte Aarelauf, welcher in den Nidau-Bürenkanal mündet, ist die sogenannte "Alte Aare" (218). Beim Ausfluss der Aare aus dem Bielersee in Nidau beginnt der Abschnitt mit dem Code 220, welcher bis Büren den Namen Nidau-Bürenkanal trägt.
Ebenfalls die Zihl, die in Biel den Bielersee verlässt und nach kurzer Strecke in den Nidau-Bürenkanal mündet, hat den Code 220. Die Aarestrecke von Büren bis zur Kantonsgrenze zu Solothurn hat den Gewässercode 221.
Fischarten
Angeltechniken
Die Äsche wird mehrheitlich beim Zapfenfischen gefangen. Als Köder dienen dabei meistens künstliche Nymphen, Mehl- oder Mistwürmer. In letzter Zeit wird vor allem bei höherem Wasserstand vermehrt auch mit dem Tirolerhölzel (Bikini) mit Nymphen gefischt. Die Forellen werden zum Teil beim Zapfenfischen, mehrheitlich aber beim Spinnfischen mit Wobbler, Spinner oder totem Köderfisch am System erbeutet. Egli werden mit Köderfisch oder Wurm beim Zapfen- oder Grundbleifischen oder beim Spinnfischen gefangen. Der Hecht wird traditionellerweise mit dem Köderfisch oder ebenfalls beim Spinnfischen erbeutet. Die Barben werden trotz ihrer relativen Häufigkeit nur selten befischt. Erfolgversprechend wäre sicher das Grundbleifischen mit Mehlwürmern oder Nymphen als Köder.
Hagneckkanal (215)
Der Hagneckkanal beginnt im Tossbecken unterhalb des Stauwehrs Aarberg und endet im Bielersee, wo kurz vor der Einmündung das Wasserkraftwerk den Fluss in zwei Arme teilt.
Fischarten
Die Äschen werden mehrheitlich in der Strecke vom Stauwehr bis rund 200 Meter unterhalb der Walperswilbrücke gefangen. Die bekanntesten Fangplätze für Hechte sind das Tossbecken unterhalb des Wehrs und die Mündung des Kallnachkanals in den Hagneckkanal (vgl. Bild). Barben bevölkern den Kanal in grosser Zahl, werden aber nur wenig befischt. Forellen sind selten und relativ schlecht befischbar.
Nidau-Bürenkanal (220)
Der Streckenabschnitt mit dem Gewässercode 220 beginnt in Biel (vgl. oberes Bild) respektive Nidau beim Abfluss aus dem Bielersee und endet bei der Holzbrücke in Büren an der Aare. Die Strecke verläuft kanalisiert.
Fischarten
Die im Nidau-Bürenkanal und der Zihl am häufigsten gefangenen Fischarten sind Egli, Hecht, Rotauge und Alet. Eine der meist befischten Fangstellen liegt direkt unterhalb der Schleuse Port. Egli und kleine Zander werden an dieser Stelle mit dem Köderfisch in grosser Zahl gefangen. Die Strecke von 200 bis 300 Metern unterhalb des Wehrs bis Brügg ist für den Fang grosser Forellen bekannt, die aber nur in relativ kleinen Stückzahlen vorkommen. Häufig werden die Forellen vom Boot aus befischt, doch haben auch Uferfischer reelle Fangchancen.