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(Ergänzt um Aussagen des Holcim Sprechers und Hintegrund in den Abschnitten 3 - 5)
Zürich (awp) - Der Zementhersteller Holcim hat sich mit Venezuela auf eine Entschädigungszahlung für die Nationalisierung von Holcim Venezuela geeinigt. Der südamerikanische Staat zahlt eine Gesamtentschädigung von 650 Mio USD, teilte der Zementkonzern am Montag mit. Eine erste Zahlung über 260 Mio USD sei bereits eingegangen, heisst es weiter.
Der verbleibende Betrag von 390 Mio USD werde in vier gleich grossen, jährlichen Teilzahlungen beglichen. Das zurzeit hängige Schiedsverfahrens am Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID) im Zusammenhang mit der Nationalisierung sei ausgesetzt worden. Hintergrund der Entschädigungszahlung Venezuelas ist die im Juni 2008 nationalisierte Holcim (Venezuela) C.A.
"Wir haben nun eine Lösung und es ist sicher gut, dass wir Geld erhalten haben" sagte Holcim-Sprecher Peter Gysel auf Anfrage. Die Unsicherheit des Rechtsstreits sei nun weg, ergänzte er.
Im August 2008 hatte die venezolanische Regierung durch Enteignungen 90% der Zementindustrie im Land verstaatlicht. Präsident Hugo Chávez rechtfertigte dies damit, dass in Venezuela zu wenige Wohnhäuser gebaut würden.
Enteignet wurden neben der venezolanische Tochter von Holcim auch die Niederlassungen des mexikanischen Cemex-Konzerns und der französischen Lafarge-Gruppe. Holcim war seit 1978 mit einer Niederlassung in Venezuela vertreten. Diese trug nach früheren Angaben mit rund 200 Mio USD rund 1% zum Konzernumsatz bei.
ps/rt
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