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Empowerment kann übersetzt werden mit Selbstbefähigung. Ursprünglich stammt die Bewegung aus der Black Power- und der Frauenbewegung. Der erste Schritt ist die Anerkennung, dass es neben der allgemein gültigen Sicht der Welt noch diejenige von Frauen oder von Nichtweissen Menschen gibt. Das heisst, dass das Erleben der Welt elementar anders wird. Für Frauen meint es z.B., dass das Erleben von Gewalt, sexueller Unterdrückung und Benachteiligung ein Bestandteil des täglichen Lebens ist. Diese Erfahrungen werden belächelt, negiert, nicht erst genommen und als nicht wichtig oder nicht real dargestellt. Auch dies muss wahr- und ernst genommen werden. Der nächste Schritt ist nun, dass eine Frau, ein Schwarzer, ein Verdingkind, ein Kind der Landstrasse, eine Prostistuierte, ein Schmerzpatient aus dem Balkan oder ein Mensch mit einer psychischen Erkrankung sagt, wie er oder sie ihr Leben selbstbestimmt gestalten will. Die Aufgabe der anderen ist es, die andere Welt zu anerkennen, die Erfahrungen, das Leid und Unrecht zu erkennen und die Entscheidungen und die Wahl der Betroffenen zu unterstützen. Ohne Wenn und Aber.
Dies scheint fast ein Ding der Unmöglichkeit zu sein und doch lehrt uns die Geschichte immer wieder, dass es möglich ist.
« Empowerment meint also die Zurückgewinnung von Stärke und Einfluss betroffener Menschen auf ihr eigenes Leben und steht für eine Emanzipation der Betroffenen » (A.Knuf 2006)