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Der Alexanderplatz ist der wohl bekannteste Platz von Berlin und liegt im Ortsteil Mitte.
Seinen Namen bekam er zu Ehren von Zar Alexander I., welcher die Stadt im Jahre 1805
besucht hat.
Der Platz lag früher vor den Toren der Stadt und wurde ab 1700 als Viehmarkt und Wochenmarkt genutzt.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann durch den Bau eines Bahnhofs für die Stadtbahn die Entwicklung
zu einem Verkehrsknotenpunkt. Seine Bedeutung als Handelsplatz nahm immer mehr ab.
In den folgenden Jahren erlebte der Alexanderplatz seine Blütezeit. Es entstanden die legendären Warenhäuser von Tietz,
Wertheim und Hahn. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Platz dann fast vollständig zerstört. Sein heutiges Gesicht erhielt
der Alexanderplatz ab den 60er Jahren. Er wurde um ein Vielfaches vergrössert und viele neue Gebäude wurden errichtet
(z.B. auch der Fernsehturm). Nach seiner Fertigstellung 1971 nutze die DDR-Führung den Platz vor allem für Grossanlässe.
Erst später entwickelte er sich langsam zum Zentrum von Ost-Berlin.
Nach der Wende war man sich einig, dass die fehlenden städtebaulichen Qualitäten eine Veränderung des Alexanderplatzes
unausweichlich machen. Es wurde daher ein Wettbewerb ausgeschrieben. Der siegreiche Entwurf sieht den Abbruch eines grossen
Teils der heutigen Bebauung vor. Stattdessen sollen viele Hochhäuser errichtet werden. Ob die vorgesehenen Projekte allerdings
jemals realisiert werden, scheint im Moment völlig unklar zu sein. Zur Zeit ist der Alexanderplatz für viele Berliner
einfach nur ein stark frequentierter Verkehrsknotenpunkt, der täglich von unzähligen Personen über- und unterquert wird.
Eigentlich hat der Platz kaum einen Reiz, um hier eine längere Zeit zu verweilen. Die Atmosphäre ist hektisch, laut und
unwirtlich. Vergeblich sucht man gemütliche Cafés oder einladende Restaurants. Ein Besuch sollte für den Touristen daher
nicht unbedingt zuvorderst auf der Prioritätenliste stehen.