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Pacquiao verteidigt WBO-Titel
Dabei starteten die ersten beiden Runden für Mosley sogar recht vielversprechend: Pacquiao ließ sich von Mosley, der die Ringmitte für sich beanspruchte, ein langsames Tempo aufzwingen und hatte Probleme, seine gefürchteten Kombinationen ins Ziel zu bringen. In der dritten Runde forcierte Pacquiao aber das Tempo und schickte Mosley mit einer 1-2 Kombination schwer zu Boden. Mosley kam zwar wieder auf die Beine, wirkte aber die restliche Minute sehr wackelig.
In der vierten Runde war Mosley daher nur mehr im Rückwärtsgang anzutreffen, in der fünften Runde hatte “Sugar” Shane den Kampf wieder beruhigt und traf einige Male zum Körper. Das zwischenzeitlich langsame Tempo tat Mosley gut, sobald Pacquiao aber aufs Gaspedal drückte, kam der 39-Jährige nicht mehr mit. Ab der Hälfte des Gefechts war Mosley sichtbar auf beiden Seiten des Gesichts geschwollen, Pacquiao tat sich, obwohl er jede Runde gewann, gegen den defensiv boxenden Mosley jedoch schwer.
In der zehnten Runde machte Pacquiao wieder mehr Druck, fand sich aber nach einem Stoß Mosleys auf dem Ringboden wieder. Referee Kenny Bayless zählte Pacquiao an – eine klare Fehlentscheidung, die aber keinen Einfluss auf den Ausgang mehr hatte. Pacquiao setzte, erzürnt über den Fehler des Referees, nach und hatte Mosley am Ende der Runde in Schwierigkeiten. In der elften Runde lief Mosley weg und klammerte was das Zeug hielt, Pacquiao suchte in der letzten Runde nochmal die vorzeitige Entscheidung, Mosley rettete sich aber über die Zeit.
Das Urteil war mit 119-108, 120-108 und 120-107 am Ende überdeutlich, das Publikum im MGM Grand hatte sich von dem als “Kampf des Jahres” angekündigten Duell mehr erhofft. Womöglich rechnet sich Floyd Mayweather gegen Pacquiao nach dieser Vorstellung bessere Chancen aus und unterschreibt nun doch den Vertrag. Sollte der Mega-Fight nicht zustandekommen, könnte Pacquiao im Herbst zum dritten Mal gegen seinen Erzrivalen Juan Manuel Marquez in den Ring steigen.
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