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Trotz viel Bewölkung ein Sommertag
Während der Vormittag mehrheitlich bewölkt blieb, zeigte sich am Nachmittag doch noch zeitweise die Sonne, und die Temperaturen stiegen wieder über die Sommermarke von 25 Grad. Nach den Schauern am Morgen, setzte am Nachmittag aber auch wieder die Konvektion ein, d.h. es entwickelten sich Schauer und Gewitterzellen, bis am Abend vor allem im Westen und in den Alpen.
Rein vom optischen Eindruck her würde man den heutigen Tag nicht zu den Sommertagen zählen. Vor allem der Vormittag war aufgrund der dichten hohen Bewölkung sehr sonnenarm. Für die Statistik wird für die Beurteilung eines Sommertages jedoch nur die Tagesmaximum-Temperatur herangezogen. Diese sollte auf mindestens 25 Grad steigen.
Wetterbestimmend war heute Mittwoch zwar grundsätzlich das Hochdruckgebiet mit 1021 hPa über Norddeutschland. Die Schweiz befand sich jedoch am Südrand dieses Hochs, und eine stationäre Luftmassengrenze lag, wie bereits gestern, regungslos über der Alpennordseite. An der warmen, südlichen Kante dieser Frontalzone verlagerte sich heute Vormittag von den westlichen Höhenwinden getrieben die erwähnte Schauerzone über die Alpen hinweg. Die Niederschlagsmengen fielen jedoch mit 0 bis 7 mm eher bescheiden aus. Schon am Nachmittag entstanden neue Schauer- und Gewitterzellen, die über die Westschweiz sowie das Wallis zogen.
Sommertage im 2017 zählen
Seit Ende Mai sind nun doch schon einige Sommertage zusammengekommen. Je nach Region und Höhenlage waren es in der Deutschschweiz einschliesslich dem heutigen Tag 15 bis 16 Sommertage. Als Beispiel seien hier die Tagesmaxima von Luzern seit diesem Januar gezeigt.
Sommertage im langjährigen Durchschnitt
Betrachtet man die durchschnittliche Anzahl Sommertage (1981-2010), so fallen die Unterschiede je nach Region und Höhenlage auf. Auf der Alpennordseite zählt man im langjährigen Durchschnitt zwischen 40 und 50 Sommertagen im Jahr. Was nur schon die Höhenlage ausmacht, zeigt das Beispiel in der Region Zürich. An der Wetterstation Zürich/Fluntern (556 m Höhe) sind es 40 Sommertage, im tiefer gelegenen Kloten (426 m Höhe) sind es bereits 48 Sommertage. Am meisten Sommertage gibt es erwartungsgemäss im Tessin und in Südbünden mit bis zu 79 Tagen (Magadino TI, Grono GR).
Sommertage im langjährigen Trend
Die Anzahl Sommertage im Jahr hat in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen, auch wenn die Variabilität von Jahr zu Jahr sehr gross sein kann. In der Grafik unten ist die Zahl der Sommertage für jedes Jahr von 1961 bis 2016 aufgetragen, als Beispiel für Luzern. Herausragend ist dabei das Jahr 2003 (Jahrhundert Hitzesommer) mit fast 90 Tagen! Die rote Linie ist die geglättete Kurve der Entwicklung; die rote, gestrichelte Linie stellt den Trend dar, der klar nach oben zeigt.
Sommertage auch in der nächsten Woche
Nachdem am Freitag und Samstag die Temperaturen leicht unter die 25 Grad Marke fallen werden, baut sich am Sonntag bereits ein neues Hochdruckgebiet über weiten Teilen Europas auf. Auch die Temperaturen steigen von Tag zu Tag an, so dass ab Sonntag und in der nächsten Woche wieder sommerliche Verhältnisse erwartet werden können. Dies wird zusätzlich von der erweiterten Mittelfristprognose vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) unterstützt (siehe Abbildung unten).