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Vor zwei Monaten berichtete Travelnews, dass die britische Regionalfluggesellschaft Flybe eine Gewinnwarnung herausgegeben hat und sich auf der Suche nach einem Käufer befindet. Die Suche ist nun beendet: Ein Konsortium namens «Connect Airways» übernimmt laut «BBC» die Flybe für 2,2 Millionen Pfund, umgerechnet also gerade mal 2,8 Millionen Franken. Hinter Connect Airways stehen drei unterschiedliche Firmen: Die Airline Virgin Atlantic wird 30 Prozent von Flybe erhalten, die Stobart Group (welche unter anderem den Flughafen London-Southend betreibt) erhält weitere 30 Prozent und die restlichen 40 Prozent hält das Private-Equity-Unternehmen Cyrus Capital.
Demnach soll Flybe künftig unter der Marke Virgin Atlantic fliegen. Das ist gleichbedeutend mit einer Rückkehr von Virgin in den britischen Domestic-Markt; vor fünf Jahren hatte man diesen Markteinstieg schon mit der Marke «Little Red» versucht und war gescheitert. Die Absicht war klar: Es sollten damit Zubringerflüge für die Interkontinentalflüge von Virgin Atlantic durchgeführt werden.
In diese Rolle wird nun Flybe schlüpfen. Zuletzt beförderte Flybe rund 8 Millionen Passagiere ab Flughäfen in Grossbritannien zu britischen und europäischen Zielen. Gestiegene Treibstoffkosten, Wechselkursprobleme und die Unsicherheit rund um den Brexit hatten der Airline zuletzt aber zugesetzt, weshalb sie nun für ein Butterbrot (ein Penny pro Aktie...) den Besitzer gewechselt hat. Allerdings gehören zum Deal auch noch 20 Millionen Pfund als Notkredit sowie eine Absichtserklärung für weitere Investments in Höhe von 80 Millionen Pfund dazu. Das Ziel ist eine leistungsstarke britische Regionalfluggesellschaft unter dem Brand Virgin Atlantic auszubauen.