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Es sei egal, wer Junge und wer Mädchen ist: Stephenie Meyer hat zum «Twilight»-Jubiläum ein Buch veröffentlicht, in dem die Geschlechter die Rollen tauschen.
Sie wollte beweisen, dass Bella keine «Jungfrau in Nöten» sei, sondern ein «Mensch in Nöten». Stephenie Meyer hat zum zehnjährigen Erscheinungsjubiläum des ersten Teils der «Twilight»-Reihe eine Version veröffentlicht, in dem die Geschlechter die Rollen tauschen. In den vier Originalbänden der Vampirromanze verliebt sich die Schülerin Bella in den Vampir Edward. Als später der Werwolf Jacob auftaucht, entwickelt sich ein Liebesdreieck.
Die Fans verschlangen die Bücher, Kritiker störten sich aber an einem antiquierten Frauenbild, bei dem die Frau im Schatten der besonderen Aura eines Mannes steht. Während Edward als Beschützer auftritt und Entscheidungen für Bella trifft, tritt diese in den Büchern sehr viel weniger selbstbewusst auf, soll vor allem Selbstkontrolle lernen: Bella muss im Buch etwa die eigene Lust zügeln und mit dem Sex bis nach der Eheschliessung warten.
In dem 442-seitigen «Life and Death: Twilight Reimagined» nun, das am Dienstag erschien, wird der Charakter von Bella (in den Filmen gespielt von Kristen Stewart) ersetzt durch einen Mann namens Beau. Vampir Edward (im Film: Robert Pattinson) ist nun eine Frau namens Edythe, Werwolf Jacob Black wird zu Julie.
«Je weiter man liest, desto mehr verändert sich der Plot, weil die Persönlichkeiten sich anders entwickeln», sagte Meyer in der US-Show «Good Morning America». «Aber es beginnt sehr ähnlich. Und in Wirklichkeit ist es dieselbe Geschichte geblieben. Denn es ist nur eine Liebesgeschichte. Und es ist egal, wer der Junge und wer das Mädchen ist. Es funktioniert.»
Eine Filmversion von «Life and Death: Twilight Reimagined» könne sie sich aber nicht vorstellen. «Viele der Menschen, die ich besetzen würde, sind eher so wie Grace Kelly», so Meyer. «Es ist also ein bisschen zu spät für die Schauspieler, die ich wählen würde.» Von Meyers «Twilight»-Reihe wurden laut dem Magazin «Variety» weltweit mehr als 150 Millionen Exemplare verkauft. (eth/spiegel online)