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Miles Davis wollte einen Ferrari, Little Richard eine weisse Limousine, Mick Jagger eine Uhr – die meisten Stars aber wollten ganz einfach seine Gesellschaft – in Nobs‘ Chalet, hoch über Montreux. Hier waren die Stars unter sich. «David Bowie, Paul Simon, sie alle genossen den Sonnenuntergang über dem Genfersee, assen Fondue und Raclette, entspannten sich vor dem Auftritt, erholten sich vom Konzert», erzählte Nobs 2006 im SRF 3 Focus.
Vom Tourismusbüro-Angestellten zum Freund der grossen Musiker
Er gründete das Montreux Jazz Festival 1967 als kleiner Angestellter des Office du Tourisme von Montreux, und sorgte schon zu Beginn dafür, dass es den Stars an nichts fehlte. Auch deshalb wurde Montreux zu einer der besten Adressen in der internationalen Festivallandschaft. Van Morrison, B.B. King, Prince, Carlos Santana - sie kamen nicht einfach nach Montreux – sie kamen zu Claude. Sie kamen nicht nur wegen der Gage, sie kamen wegen dem Gastgeber.
Deep Purple nahmen 1971 ihr Album «Machine Head» in Montreux auf. Und wurden zufällig Zeugen des berühmtesten Brandes der Rockgeschichte. Nobs:
Aus dem Rauch über dem Genfersee wurde «Smoke on the Water», Deep Purple verewigten Nobs im Song als «Funky Claude», der Leute aus den Flammen holte und mit dem Feuerwehrschlauch hantierte.
Eine Viertelmillion Musikfans pilgerte jeden Sommer ans Ufer des Genfersees. Claude Nobs selbst trat vor zwei Jahren kürzer und gab wegen gesundheitlicher Problemen die operative Leitung des Festivals ab. Strategisch blieb das Festival aber unter seiner Verantwortung. So wie der Name Montreux Jazz wohl immer mit Claude Nobs verbunden bleibt.