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CPR-Feedback
Hier im Video wird anschaulich vorgezeigt, wie Herzdruckmassage wirkungsvoll geht - soustitré en français.
Die Durchblutung der Koronargefässe des Herzens kann nur in der „Diastole“ erfolgen, der Entspannungs- und Füllungsphase des Herzens. Für eine Rückkehr des Spontankreislaufs (ROSC) ist ein koronarer Perfusionsdruck von mindestens >15 mmHg notwendig.
Doch der koronare Perfusionsdruck von >15 mmHg kann nur bei qualitativ hochwertiger Herzdruckmassage erzielt werden. Dies bedeutet, das Brustbein kurz und kräftig herunterzudrücken. Die Eindrucktiefe beträgt bei Erwachsenen etwa fünf bis sechs Zentimeter. Nach jeder Kompression soll der Brustkorb wieder komplett entlastet werden, damit sich das Herz wieder mit Blut füllen kann.
Die angestrebte Frequenz der Herzdruckmassage liegt bei mindestens 100 und maximal 120 Kompressionen pro Minute. Unterbrechungen der Herzdruckmassage sollten nur für die Analyse und Defibrillation erfolgen und gegebenenfalls bei der Durchführung der Beatmungsstösse.
Eine hochwertige Herzdruckmassage ermöglicht einen geringen, aber entscheidenden Blutfluss zu Gehirn und Herzmuskel. Sie ist grundsätzlich einfach zu erlernen - sie über längere Zeit durchzuführen, ist jedoch schwierig, ermüdend und schlimmstenfalls wirkungslos. Deshalb können medizinische Hilfsgeräte bei der Herzdruckmassage unterstützen.
Die Anwendung von Taktgebern oder Feedback-Systemen kann in Ausbildung und in Praxis von Nutzen sein, um die CPR-Qualität zu verbessern.
Für den Patienten ist es also nicht nur wichtig, dass überhaupt eine Herzdruckmassage durchgeführt, sondern vor allem, wie gut sie durchgeführt wird! Es ist die kontinuierliche Qualität der Herzdruckmassage, die über den resultierenden Blutdruck und vor allem den Blutfluss entscheidet - damit beeinflusst werden sowohl Überlebenschance als auch Überlebensqualität.
Ein direkter Beweis für die Outcome-Verbesserung mit dem Einsatz von Taktgebern und Feedback-Systemen ist bisher nicht erbracht worden. Dennoch wurde nachgewiesen, dass solche Systeme die Kompressionsparameter (Tiefe und Frequenz) verbessern. Und die Qualität dieser Kompressionsparameter steigert nachweislich die Überlebensraten.
Die Qualitätsanforderungen an die Herzdruckmassage haben sich im Vergleich zu früheren Leitlinien nur wenig geändert. Allerdings wurde in der vergangenen 10 Jahren in Untersuchungen an Laien und Fachpersonal – auch in tatsächlichen Reanimationssituationen – wiederholt nachgewiesen: Die geforderten Zielwerte in der Praxis werden im Durchschnitt leider grob verfehlt, so dass nicht von effektiver Herzdruckmassage gesprochen werden kann.
So stellte u.a. Wik fest [Wik et al., JAMA, 2005], dass selbst in einem professionellen Kontext in der Regel zu flach gedrückt wird: im Durchschnitt sind es 3,4 cm, was weniger als 30% ist als die in den Leitlinien geforderte Kompressionstiefe! Auch in jüngster Zeit wurden im Rahmen erweiterter Reanimationsmassnahmen immer noch zu niedrige Kompressionstiefen festgestellt. Beobachtet wurden auch starke Abweichungen von der empfohlenen Kompressionsfrequenz. Folgerichtig fordern die aktuellen Leitlinien mehr Überwachung und Rückmeldung über die geleistete Qualität bei der Durchführung von Herzdruckmassagen in Ausbildung und Praxis. Um dies zu erfüllen, kann man verschiedene Verfahren anwenden:
- Orientierungshilfen (Prompts): z.B. Metronome
- Messungen mit Rückmeldung (sog. Feedback-Systeme)
- Mechanische Kompressionssysteme
Defibrillatoren mit Metronom-Funktion
Defibrillatoren mit Metronom-Funktion haben Vorteile für die korrekte Herzdruckmassagefrequenz (100-120/Min).
Die Verwendung von Defibrillatoren mit Feedback- und Sprachführung soll die Qualität der Wiederbelebung und damit die Überlebenschancen verbessern. Die Art des Feedbacks umfasst Sprachanweisungen, Metronome, Anzeigen, Displays, Wellendarstellung, schriftliche Anweisungen und optische Alarme.