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Die im Vorstand des Ingolstädter Autobauers für Beschaffung zuständige Managerin sagte der "Augsburger Allgemeinen" (Freitagausgabe): "Die Halbleiter-Krise werden wir erst mittel- bis langfristig lösen, wenn also auch in Europa deutlich mehr Chip-Fabriken in Dienst gehen.
Das dauert Jahre, schliesslich geht es um Milliarden-Investitionen. Die Chip-Krise verschwindet nicht 2024." Vachenauer fügte hinzu: "Wir begrüssen auf alle Fälle die Grossinvestitionen in Halbleiter-Produktionsanlagen." Neben dem US-Konzern Intel will nun auch der Chip-Riese TSMC aus Taiwan ein Werk in Deutschland bauen.
Vachenauer verwies darauf, dass weltweit zu wenige Halbleiter produziert würden. "Hier gibt es viele Methoden, diesen Schmerz zu lindern. Natürlich besteht die Möglichkeit, das Angebot zu erhöhen. Das wird aber eine Weile dauern." Autohersteller könnten sich aber auch, was die Vielfalt von Chips betrifft, selbst beschränken und nicht mehr so viele unterschiedlichen Halbleiter in Steuergeräten einsetzen.
Vachenauer erläuterte: "Heute stecken bis zu 8000 verschiedene Chips in einem Fahrzeug. Das macht die Lage kompliziert. Wir müssen viele Stellhebel betätigen, um die Halbleiter-Versorgung zu stabilisieren und uns zum Teil auch am Broker-Markt eindecken."
(Reuters)