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Nach einem absoluten Rekordjahr 2008 - damals wurden 629 Linienbusse und 184 Reisebusse, also total 813 Einheiten neu in Verkehr gesetzt - konnte niemand in der Branche erwarten, dass dieses Ergebnis noch einmal erreicht werden könnte. Betrachtet man nun die Zahlen des vergangenen Jahres, so kann man klar feststellen, dass der Schweizer Busmarkt wieder auf seinem «normalen Niveau» angekommen ist. Mit insgesamt 455 verkauften Bussen liegt das Jahr 2009 auf der Höhe der Jahre 2000 bis 2007. Eigentlich kein schlechtes Resultat, berücksichtigt man die Wirtschaftslage in unserem Land.
Die Wirtschaftskrise hat letztes Jahr die Reiselust des Schweizer Publikums gedämpft, wurden doch weniger Reisebusse wie auch weniger Linienbusse im öffentlichen Verkehr neu in Verkehr gesetzt. Bei den Reisebussen betrug das Absatzminus letztes Jahr 55%, auf noch 83 Fahrzeuge. Bei den Linienbussen im öffentlichen Personenverkehr betrug der Absatzrückgang knapp 36%, auf 372 Einheiten. Für die Branche nicht unbedingt ein tolles Ergebnis, aber in der langfristigen Betrachtung ein akzeptables Resultat.
Bei den Reisecars ist der Rückgang stärker ausgefallen als bei den Linienbussen. Bei den Reisebussen musste Marktleader EvoBus mit den Marken Mercedes-Benz und Setra eine Einbusse von 45% hinnehmen, konnte aber den Marktanteil von 35 auf 42% steigern. Die Nummer zwei im Markt, NeoMAN, verdoppelte den Absatz von fünf auf zehn Fahrzeuge. Das starke Minus von Scania ist auf die im Jahr 2008 wegen der Euro 08 zusätzlich temporär zugelassenen 50 Busse zurückzuführen.
Einige legten zu
Die meisten Anbieter von Linienbussen in der Schweiz sind mit den Ergebnissen in diesem Segment trotz des Rückgangs des Gesamtmarktes um 36% zufrieden. Die beiden deutschen Bushersteller EvoBus und NeoMAN mussten beide Absatzrückgänge in Kauf nehmen, halten aber immer noch zusammen einen Marktanteil von 74%. Zulegen konnte bei den Linienbussen Volvo, die ihren Absatz verdreifachte, und Van Hool, die auf 12 Busse verdoppeln konnte.
Im laufenden Jahr geht die Busbranche von einem leichten Wachstum aus. Auch das Jahr 2010 dürfte sich in Richtung normaler Markt bewegen; das entspricht etwa 450-470 Einheiten, zumal in diesem Jahr keine grösseren Ausschreibungen zu erwarten sind.