Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03181.jsonl.gz/2946

| Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas

III. Gleichnisse
Fünftes Gleichnis.
7. Kap. Bewahre deinen Leib unbefleckt!
1. „Es war für mich eine Freude, o Herr, diese Deutung zu hören.“ „So merke jetzt auf! Bewahre [S. 240] deinen Leib rein und unbefleckt, damit der in ihm wohnende Geist ihm Zeugnis geben könne und so dein Leib gerechtfertigt werde. 2. Gib acht, dass in deinem Herzen sich nicht einmal der Gedanke rege, dein Leib sei vergänglich, und dass du ihn nicht missbrauchest zu einer Befleckung. Wenn du nämlich deinen Leib befleckst, befleckst du auch den Heiligen Geist; wenn du aber den Geist befleckst, wirst du das Leben nicht haben.“ 3. Da stellte ich die Frage: „Wenn aber, Herr, vor der Kenntnis dieser Worte eine Torheit begangen würde, wie kann ein Mensch gerettet werden, der seinen Leib befleckt hat?“ „Für frühere aus Unwissenheit begangene Fehltritte kann Gott allein Heilung bieten; denn er besitzt alle Macht. 4. [Aber von jetzt ab hüte dich, und der allmächtige Herr wird in seiner Barmherzigkeit für die früheren Taten der Unwissenheit Heilung bieten,] wenn du in Zukunft weder dein Fleisch noch den Geist befleckest. Denn die beiden gehören zusammen, und es kann nicht das eine ohne das andere befleckt werden. Bewahre also beide rein, und du wirst in Gott leben.“