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Geschichte des Krematoriums Chur
Am 18. Februar 1913 wurde in Chur der Feuerbestattungsverein gegründet, dessen erklärtes Ziel es war, den Bau eines Krematoriums anzustreben, so dass die Geschichte des Vereins eng mit derjenigen des Krematoriums verbunden ist. Als Bauplatz wurde schliesslich das damals schon ‚Totengut’ genannte Gebiet in Chur-Sand gewählt, nachdem verschiedene Bestrebungen in Graubünden scheiterten, ein Krematorium ausserhalb von Chur zu erstellen, mit Ausnahme des damals bereits bestehenden Krematoriums in Davos. Das Gebiet im Sand lag zu dieser Zeit ein ganzes Stück ausserhalb der Stadt, und war kaum bebaut. 1919 verkaufte die Bürgergemeinde Chur als Besitzerin das Grundstück dem Verein, welcher es der Stadt Chur verkaufte und dafür das Baurecht erhielt. Am 24. September 1922 erfolgte die Einweihung des Krematoriums, nachdem am 18. Januar 1922 bereits die erste reguläre Kremation durchgeführt worden war. Im Mai/Juni 1929 wurde als eigentlicher Abschluss der Bauarbeiten durch Giovanni Giacometti das Fresco in der Abdankungshalle ausgeführt, welches bis dahin aufgrund der knappen finanziellen Mittel des Vereins aufgeschoben werden musste. Im Dezember 1954 begann die Zusammenarbeit mit der Stadt Chur, seither wird das Krematorium im Auftrag des Feuerbestattungsvereins von Angestellten der Stadt geführt. 1971 wurde durch die Stadt der Annexbau mit den Aufbahrungskabinen erstellt, so dass seither Aufbahrungen auch im Krematorium durchgeführt werden können, was vorher nur in der Kapelle des Friedhof Daleus möglich war. Die gesamte Anlage wird vom Feuerbestattungsverein und der Stadt Chur stets sorgfältig gepflegt und unterhalten.
Kremationsofen-Technik
Seit 2011 wird mit einem gasbeheiztem Etagenofen der Firma IFZW GmbH aus Deutschland kremiert. Zum neuen Kremationsofen ist zusätzlich eine Rauchgasreinigungsanlage eingebaut um die vorgeschriebenen Emissionswerte einzuhalten. Somit entspricht der neue Ofen dem Luftreinhaltegesetz und ist auf dem neuesten technischen Stand.
Luftreinhalte-Verordnung LRV
Die Geschäftsstelle erstellt jährlich einen Emissionbericht zuhanden dem Amt für Natur und Umwelt Graubünden.
Dies gewährt den Betrieb in Übereinstimmung mit der LRV.
Führungen im Krematorium
Der gesamte Betriebsteil des Krematoriums Chur ist - ausser für Angehörige mit dem ausdrücklichen Wunsch, den Verstorbenen bis zum Ofen zu begleiten - aus Sicherheits- und Pietätsgründen nicht frei zugänglich.
Auf telefonische Vereinbarung hin finden für Einzelpersonen sowie Schulklassen und andere Interessengruppen begleitete Führungen statt.
Anfragen für Führungen richten Sie mindestens zwei Wochen vor dem gewünschten Termin unter Angabe Ihrer Personalien sowie Zweck Ihres Besuchs an die Betriebsleitung des Krematoriums Chur.
Beachten Sie, dass die Besichtigungen in der Regel bei laufendem Kremationsbetrieb stattfinden.