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Die Nachfrage nach Eisen ist gross, die Eisenpreise sind konstant hoch. Damit wird der kostspielige Abbau von Erz wieder interessant in Gebieten, in denen seit Jahren kein Eisenerz mehr geschürft worden ist. Etwa in Westafrika in den Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea.
Der internationale Stahlkonzern ArcelorMittal hat Ende September (natürlich kurz vor den Wahlen) offiziell die erste Ladung Eisenerz aus Liberia verschifft. Dafür wurde etwa eine Eisenbahnstrecke quer durchs ganze Land wiederaufgebaut. „Das Minendorf im Dschungel“ weiterlesen
In Liberia will die erste demokratisch gewählte Präsidentin Afrikas wiedergewählt werden.
Johnson Sirleaf ist international hoch angesehen. Sie hat es geschafft, Liberia, das während 14 Jahren von Bürgerkriegen erschüttert wurde, in den letzten sechs Jahren friedlich und auf leichtem Wachstumskurs zu halten.
Doch trotz dieser Leistung: Die Wiederwahl von Ellen Johnson-Sirleaf ist alles andere als sicher. Die Opposition wirft der Präsidentin vor, sie spalte das Land. Ein Besuch bei Ellens Wahlkampfveranstaltung und bei einer Oppositionspartei.
Dieser Beitrag wurde am 28. September 2011 im «Echo der Zeit» von Schweizer Radio DRS (SRF? who cares…) gespielt. Die «Rede» der Präsidentin bestand aus immer denselben wiederholten Phrasen. Der Anlass wirkte sehr unorganisiert und improvisiert. Immerhin hatten zahlreiche Ellen-AnhängerInnen beschlossen, in der Hitze nicht ins Stadion zu gehen, so dass es kein grosses Gedränge wurde. Glücklicherweise hatte ich eine grosse Flasche Wasser mit mir. Die Fotos des Anlasses gibts hier…
Sodom und Gomorrha. So nennen Politiker in Ghana den Slum Old Fadama. Weil Verbrechen und Vergewaltigungen an der Tagesordnung seien. Seit 2002 will die Stadt den Slum deshalb weghaben. An einer Medienkonferenz 2009 tönte das so:
Der Schluss sei klar: Sodom und Gomorra müsse weichen, so die Politik. Doch die Bewohner des Slums in der Hauptstadt Accra wehren sich. Unter anderem, indem sie sparen. Die Reportage aus dem Slum:
Der Schweizer Medienkonzern Ringier nimmt sich Afrika vor. In den nächsten Jahren will Ringier in Ländern West- und Ostafrikas diverse Websites lancieren, etwa in Ghana eine Kleinanzeigen-Seite. Später sollen auch publizistische Angebote dazukommen.
Dieser Beitrag lief am 28. August 2011 im «Echo der Zeit», Schweizer Radio DRS.
Da mich Rodney Quarcoo bereits empfing, als ich quasi aus dem Taxi ausstieg, war mein Mikro noch nicht an – die Töne für den Einstieg fehlten (Glaceverkäufer/«Welcome…»). Ich besuchte Rodney dann nochmals, bloss um das «Welcome to Ringier Ghana» aufzuzeichnen. Und einen hupenden Glaceverkäufer fand ich in einem anderen Quartier…
Ich bin mir noch immer nicht sicher, ob ich mein Geld auch wirklich zurückerhalten werde. Investiert habe ich in Noël, Ivorer in Ghana, der ein Französischlehrbuch herausgeben will. Mit CD.
Noël habe ich im März kennengelernt, an der Grenze zur Elfenbeinküste. Wie viele Ivorer kam er damals nach Ghana – allerdings nicht auf der Flucht, sondern, um in Accra Schuhe zu kaufen und nach Abidjan zu importieren. Sein bisheriges Hauptbusiness, Matrosen der grossen Frachter in der Stadt herumzuführen, war eingebrochen.
In Accra traf ich Noël eine Woche später wieder, er war niedergeschlagen. Jemand hatte ihm sein ganzes Geld gestohlen – über 1000 Franken. Er fragte mich nicht um Hilfe, übernachtete an der Bushaltestelle, wollte arbeiten und nicht mehr zurück in die Elfenbeinküste. „La couleur de mon livre est rose“ weiterlesen
Die Hälfte aller Ivorer hofft auf eine Rückkehr Gbagbos.
Bei meinem Aufenthalt in Yopougon, einem Stadtteil Abidjans, wurde ich immer wieder darauf hingewiesen, dass der ehemalige Präsident Laurent Gbagbo bald wieder an die Macht zurückkehren werde. Natürlich wünschte sich niemand hier einen weiteren bewaffneten Konflikt. Doch die Hinweise darauf waren eindeutig.
Nicht nur hatte ein lokaler Prophet die Wiederkehr Gbagbos angekündigt, es gab auch weitere Zeichen. So war offenbar im April die Jungfrau Maria in der Sonne erschienen, was viele Leute bestätigten. Leider war niemand im Besitz des Handyvideos. Immerhin zeigte man mir ein Bild von Wolken, die wie Gottes Hände aussehen. Erstaunlich. Leider ist das eine ältere Fälschung.
Noël, mein Begleiter, wollte mich mehrfach überzeugen, dass ich doch über diese Indizien berichten solle. Wenn dann Gbagbo zurück an die Macht kommen würde, sei ich berühmt. Ich verzichtete aber darauf. Mein Beitrag über die Lage in Yopougon und Abidjan musste ohne heilige Zeichen auskommen.
Das Video mit der Marienerscheinung ist übrigens bisher noch ohne schlüssige Erklärung. Kommt Gbagbo also doch zurück?
Dieser Beitrag wurdem am 21. Juli 2011 im Deutschlandfunk gesendet. Er ist quasi die Langversion des Beitrages fürs Schweizer Radio. Die Leute durften etwas ausführlicher zu Wort kommen, auch ein ehemaliger Rebell und ein UNO-Sprecher sind nun mit an Bord.
in abidjan ist auch nach dem konflikt alles andere als alltag.
Der abgewählte Präsident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, wurde vor drei Monaten festgenommen, weil er sich weigerte, zurückzutreten. Seit Mai ist der neue Präsident Alassane Ouattara an der Macht – und es ist wieder ruhig geworden um das Land in Westafrika.
Doch viele Probleme sind ungelöst. Gelingt es Präsident Ouattara, die Elfenbeinküste in eine friedliche Zukunft zu führen?
der beitrag war geplant für heute morgen auf drs 1, lief dann aber aufgrund unwetters auf drs4news am 11.7.2011. derzeit bin ich noch an einer langversion für den deutschlandfunk.
über eine stunde lang hatte ich versucht, diesen beitrag im internetcafe im quartier yopougon hochzuladen. schliesslich gab ich auf, und fuhr ins hotel pullman. dort kostet die halbe stunde internet 4 franken. sie ist es immerhin wert. grösstes übel aber ist, dass seit der reise die grossschreibetaste meines computers nicht mehr funktioniert. enter auch nicht.
Ghana ist derzeit das Boom-Land Westafrikas. Die Wirtschaft wird in diesem Jahr laut «Economist» um 14 Prozent (!) wachsen. Trotzdem lebt vor allem die ländliche Bevölkerung noch immer unter der Armutsgrenze.
Ein Grund für das starke Wachstum ist: Erdöl. Seit einem halben Jahr (mein Gespräch für DRS4News) wird vor der Küste Ghanas Öl gefördert. Mit Öl ist in Afrika immer auch Korruption verbunden, Reichtum für Wenige und manchmal Gewalt – wie etwa in Nigeria, im Nigerdelta.
Was tun, damit der Segen Öl für Ghana nicht zum Fluch wird? Mein Beitrag fürs «Echo der Zeit».
Dieser Beitrag wurde am 28. Juni 2011 im «Echo der Zeit» von Schweizer Radio DRS ausgestrahlt.
Übrigens: Weil ein Computerprogramm einige Audio-Dateien komplett demolierte, musste ich die Hauptperson meines Beitrages (Ebow Haizel-Ferguson) nochmals in Takoradi besuchen. Fünf Stunden hin, dort übernachten, 10 Minuten Interview, vier Stunden zurück. Auch die Aussagen des Fischers waren ziemlich zerstückelt – da hab ich echt gebastelt, so dass man es nun zum Glück nicht mehr merkt.