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Oxalsäure-Verdampfer
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Seiteninhalt
- Varroabekämpfung
- Sublimation von Oxalsäure und ihre Vorteile für die Welt der Imkerei
- Lernen wir den Feind kennen: Was sind Varroamilben und warum sind sie für die Bienenfamilien so gefährlich?
- Oxalsäure und Varroa Bekämpfung
- Was ist eine Oxalsäure Sublimation und wie funktioniert sie?
- Vorteile der Verwendung von Oxalsäure-Sublimationsverfahren zur Bekämpfung von Varroa
- Verschiedene Arten von Sublimatoren und ihre Funktionsweisen
- Eine kluge Auswahl an hochwertiger Oxalsäure und die richtige Anwendungstechnik sorgen für Sicherheit
- Sublimation der Oxalsäure – häufig gestellte Fragen
- Warum ist es wichtig Varroa zu bekämpfen?
- Ist die Verwendung von Oxalsäure die einzige Möglichkeit, Varroa zu bekämpfen?
- Warum wird zur Bekämpfung von Varroa mit Hilfe von Oxalsäure, gerade die Sublimation sehr empfohlen?
- Wann ist die beste Zeit, um Varroa zu bekämpfen?
- Wie schnell wirkt Oxalsäure?
- Ist Oxalsäure wirksam bei der Unterdrückung von Varroa?
- Ist Oxalsäure für Bienen oder Menschen gefährlich?
Varroamilben schädigen am meisten den Bienen, die bereits in der Brut sind. Infolgedessen sind viele jungen Bienen nicht mehr in der Lage Ihre pflichten in der Bienenfamilie zu erfüllen. Wegen Varroa verkürzt sich auch die Lebenszeit von jungen Bienen.
Das Ziel einer guten Imkereipraxis ist daher, die Anzahl der Varroa-Milben über das ganze Jahr so niedrig wie möglich zu halten.
Dafür müssen verschiedene Maßnahmen zur Befallsreduktion kombiniert werden, die der Trachtperiode und dem Volkszustand (Brutphase, brutfreie Phase) angepasst sind.
Bekämpfungsmaßnahmen:
- Biotechnische, nicht-chemische Maßnahmen (während der Tracht) - möglichst starke Behinderung der Varroa-Entwicklung im Frühjahr
- Hauptentmilbung (nach dem Abschleudern) – möglichst starke Reduktion der Varroazahl
- Restentmilbung (in der brutfreien Zeit) – möglichst wenige Varroamilben im Wintervolk und beim erneuten Start der Bruttätigkeit.
Oxal- und Ameisensäure, die aufgrund ihrer Wasserlöslichkeit natürliche Bestandteile von Pflanzen und Honig sind, hinterlassen keine Rückstände im Honig und Wachs. Zwar sind sie ungiftig, jedoch auch aggressive und ätzende Chemikalien, daher muss man auch den unterschied zwischen den beiden kennen.
Oxalsäure ist nur dann wirksam, wenn alle Varroa-Milben schon auf den Bienen sind. Die Ameisensäure hingegen dring mit ihren Dämpfen in die Zellen der bedeckten Brut ein und vernichtet teilweise auch dort Varroa.
Der Grund für die Wirksamkeit von Oxalsäure - die bei Verwendung in einer Bienenfamilie ohne Brut 90-99% beträgt - ist ihre Säure und Zucker in der Lösung.
Ihre Verwendung wird in der Trachtzeit abgeraten.
Während dieser Zeit können API technische Maßnahmen gegen Varroamilben ergriffen werden (Schneiden des Stocks, Entfernen der bedeckten Brut, Herstellung von Puppen, Stuckateuren usw.).
Die Verwendung von Oxalsäure ist eine der effektivsten und sichersten Methoden zur Bekämpfung von Parasiten, die gerne die Bienen angreifen. Diese Parasiten, Varroa (Varroa destructor) genannt, saugen sich an Bienen und ihren Larven ähnlich wie Zecken. Einmal angesaugt, saugen sie der Bienen die Hämolymphe aus und können sie sogar dermaßen erschöpfen, dass sie an Erschöpfung sterben können. Das kann in dem Bienenhaus einen enormen Schaden anrichten, daher wollen wir die Varroa-Angriffe um jeden Preis vermeiden.
Oxalsäure ist in dem Fall eine äußerst wirksame Waffe. In den Händen eines professionell ausgebildeten und erfahrenen Imkers sorgt es für die sichere Bekämpfung von Varroamilben. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Varroa gegen diese Säure resistent wird, minimal und die Möglichkeit, dass durch den Einsatz von Oxalsäure Schadstoffe in Bienenprodukten verbleiben, gleich null ist. Oxalsäure gehört daher praktisch zur Pflichtausrüstung für jeden Imker, und im Folgenden gehen wir genauer darauf ein, wie sie funktioniert, wie wir sie anwenden und welche Ergebnisse wir erwarten können.
Lernen wir den Feind kennen: Was sind Varroamilben und warum sind sie für die Bienenfamilien so gefährlich?
Varroa, auch unter dem lateinischen Name Varroa destructor bekannt, sind parasitäre Milben, die die Honigbienen angreifen. Bienen werden oft von verschiedenen Parasiten sowie verschiedenen anderen Krankheiten befallen, aber die größte Sorge der Imker bleibt die Varroa, die in den Bienenstöcken die größten Schäden anrichtet.
Varroa taucht schon seit 30 Jahren in slowenischen Bienenhäusern immer wieder auf. In dieser Zeit hat sich die Situation zu einem Anlass zu großer Besorgnis entwickelt, der entschlossenes Handeln erfordert.
Varroa ist zu einer chronischen Bienenkrankheit geworden, was die achtsamen Imker nicht ignorieren können.
Im Laufe der Jahre haben sich viele Methoden der Varroa-Bekämpfung etabliert, die mehr oder weniger erfolgreich waren, meiste von denen aber wurden im Laufe der Zeit immer weniger wirksam, zusätzlich haben die auch Rückstände im Honig gelassen.
Es bestand daher Bedarf nach einem neuen, noch effektiveren und noch sichereren Ansatz zur Varroa Bekämpfung. Die Hauptziele all dieser Maßnahmen waren die Gesundheit der Bienen, die Sicherheit des Imkers bei der Arbeit und ein sicherer - makellos qualitativ hochwertiger Honig. Die moderne Imkerei setzt daher zunehmend auf die Bekämpfung von Varroamilben mit Hilfe von Oxalsäure, was außergewöhnlich gute Ergebnisse und höchste Sicherheit bringt.
Die Verwendung von Oxalsäure hat sich als sehr gute Methode zur Bekämpfung der Varroa erwiesen, da sie sich durch hohe Effizienz und außergewöhnliche Sicherheit auszeichnet. Die wird auf unterschiedliche Weise verwendet, wir kennen ungefähr fünf verschiedene Methoden zur Verwendung von Oxalsäure zur Bekämpfung von Varroa.
In Slowenien werden meist drei verschiedene Methoden verwendet, die sich jedoch in ihrer Wirksamkeit stark unterscheiden.
Die drei Methoden, mit denen Oxalsäure zur Bekämpfung der Varroa verwendet wird, sind Tropfen, Sprühen und Sublimation. Mit dem Aufkommen von Sublimationsgeräten, sogenannten Sublimatoren, die das kontrollierte Verdampfen von Oxalsäure ermöglichen, wird sehr häufig die Sublimation von Oxalsäure eingesetzt, was ebenfalls viele Vorteile mit sich bringt.
Um den Sublimationsprozess zu verstehen, müssen wir erst einige Grundlagen der Chemie kennen. Chemische Elemente und Verbindungen befinden sich bei unterschiedlichen Temperaturen normalerweise in drei verschiedenen Zuständen. Der Übergang vom festen in den gasförmigen Zustand erfordert normalerweise einen zwischenzeitlichen Übergang in den flüssigen Zustand. Einige Verbindungen sind bei dem jedoch Ausnahmen, was bedeutet, dass sie bei einem bestimmten Druck direkt vom festen in den gasförmigen Zustand übergehen können. Unter solche Verbindungen zählt auch die Oxalsäure.
Das Erhitzen der Oxalsäure bewirkt somit einen direkten Übergang vom festen in den gasförmigen Zustand. Beim Sublimationsprozess steigen Oxalsäure Dämpfe in den Bienenstock auf, wo sie gleichmäßig über die Bienen verteilt werden. Auf diese Weise entsteht auf den Bienen eine dünne Kristallschicht. Diese zerstören effektiv die Varroa, ohne die Bienen dabei zu schwächen. Natürlich landen diese Oxalsäure Kristalle nicht nur auf Bienen, sondern auch auf allen anderen Teilen des Bienenstocks; an Wänden, an Uhren und in anderen Bereichen. Im Winter, wenn die Feuchtigkeitskonzentration im Bienenstock ansteigt, lösen sich diese Kristalle dann allmählich auf und verschwinden schließlich vollständig.
Dass der Einsatz des Sublimationsverfahrens bei der Unterdrückung der Varroa durch Oxalsäure viele Vorteile mit sich bringt, haben wir bereits erwähnt, doch nun können wir diese Vorteile etwas genauer betrachten.
- Der erste Vorteil ist sicherlich die Tatsache, dass Oxalsäure bei der Sublimation unangemessen besser und gleichmäßiger unter den Bienen verteilt wird, insbesondere wenn man diese Ergebnisse mit den Ergebnissen von Sprüh- und Tropfverfahren vergleicht. Eine gleichmäßigere Verteilung sorgt auch für eine bessere Säurebedeckung aller Bienen, was die Wirkung der Varroa-Bekämpfung deutlich verbessert.
- Ein weiterer Vorteil ist, dass beim Sublimationsprozess weniger Oxalsäure verwendet, wird als bei anderen Verfahren. Die Dämpfe verteilen sich nämlich leichter und gleichmäßiger in dem ganzen Bienenhause bzw. auf den Bienen, was wiederum bedeutet, dass wir weniger Oxalsäure verwenden, um die Varroa durch Sublimation zu unterdrücken als durch Sprühen oder Tropfen.
- Der dritte Vorteil ist eine direkte Folge des zweiten Vorteils: da bei jeder Sublimationsunterdrückung von Varroa weniger Oxalsäure verwendet wird, kann der gesamte Vorgang mehrmals durchgeführt werden. Da einzelne Generationen der Bienenfamilie so geringeren Mengen an Oxalsäure ausgesetzt sind, schadet ihnen der Prozess nicht, sie werden also nicht geschwächt und ihre Entwicklung wird nicht schlechter.
- Und ein vierter Vorteil: Die Sublimation erfolgt direkt durch den Rachen des Bienenstocks, so braucht man die Bienenstöcke nicht zu öffnen.
Dies ist natürlich sehr wichtig, da das Öffnen der Bienenstöcke ein ziemlich zeitaufwändiger Vorgang ist, dabei kann aber auch das kühle Luft zu dem Bienen hineindringen.
Um den Oxalsäure-Sublimationsprozess durchzuführen, ist es am wichtigsten, dass es in einem Temperaturbereich zwischen 160°C und 190°C stattfindet. In diesem Intervall ist die Sublimation nämlich am effektivsten. Für den Sublimationsprozess verwenden wir spezielle Geräte, sogenannte Sublimatoren; im Allgemeinen lassen sie sich in zwei verschiedene Gruppen einteilen. Die erste Gruppe besteht aus passiven Sublimatoren, die Oxalsäure direkt im Bienenstock erhitzen, und die zweite Gruppe besteht aus aktiven Sublimatoren, die außerhalb des Bienenstocks platziert werden und die Oxalsäure Dämpfe nur in den Bienenstock leiten.
Die Effizienz und Sicherheit einzelner Sublimationsgeräte hängt von vielen Faktoren ab. Die Konstruktion des Sublimators, die Möglichkeit der Temperaturregulierung und die ausreichend gute und gleichmäßige Verteilung der Oxalsäure Dämpfe im gesamten Bienenstock bzw. in der gesamten Bienenfamilie spielen dabei eine große Rolle.
Ein großer Vorteil ist definitiv, wenn der Sublimator über einen eingebauten Thermostat und Lüfter verfügt. Der Thermostat verhindert eine Überhitzung der Oxalsäure und damit auch die Zersetzung der Oxalsäure zu Kohlenmonoxid, die eine große Gefahr darstellen kann. Außerdem verhindert der Thermostat auch eine Überhitzung des Gerätes, die sich sonst auf bis zu 400°C erhitzen könnte. Der Ventilator hingegen sorgt dafür, dass die Oxalsäure nicht zu schnell resublimiert und sorgt so für eine gute und gleichmäßige Verteilung der Oxalsäure Dämpfe bei allen Bienen.
Eine kluge Auswahl an hochwertiger Oxalsäure und die richtige Anwendungstechnik sorgen für Sicherheit
Wir haben bereits erwähnt, dass Oxalsäure eine äußerst sichere Form der Varroa Bekämpfung ist, dennoch sollte der Auswahl einer geeigneten Form der Oxalsäure etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen müssen solche Zubereitungen verwendet werden, die im Gebiet der Europäischen Union registriert sind. Nur so können Sie sicherstellen, dass diese Methode der Varroa Bekämpfung sowohl für Bienen als auch für den Imker sicher ist und der Honig intakt bleibt.
Vor allem, weil es sich um sehr schädliche Parasiten handelt, die im Bienenstock viel Schaden anrichten. Ein Angriff von denen kann zu dem Tod einer ganzer Bienenfamilien führen, was natürlich für jeden Imker ein echter Albtraum ist. Darüber hinaus stellt ein solcher Rückgang der Bienenzahl auch einen großen wirtschaftlichen Schaden dar.
Nein, ist es nicht, wir kennen noch paar andere Möglichkeiten. In der Vergangenheit wurde am häufigsten die Varroabekämpfung mit Hilfe von synthetischen Akariziden eingesetzt, aber diese Technik hinterlässt leider Rückstände in allen Bienenprodukten, was natürlich nicht optimal ist. Dies ist auch der Hauptgrund, warum die moderne Imkerei in letzter Zeit an der häufigsten Oxalsäure zur Bekämpfung von Varroamilben einsetzt.
Warum wird zur Bekämpfung von Varroa mit Hilfe von Oxalsäure, gerade die Sublimation sehr empfohlen?
Die Erfahrungen zeigen, dass die Sublimation die besten Ergebnisse bei der Verwendung von Oxalsäure zur Bekämpfung von Varroamilben bringt. Bei der Sublimation werden Oxalsäuredämpfe gleichmäßig auf die Bienen verteilt, so dass sie die Bienenvölker nicht schwächen, was dafür sorgt, dass mehr Bienen erhalten bleiben. Beim Sublimationsverfahren gibt es im Frühjahr bis zu 17,5 Prozent mehr Bienen in einer Bienenfamilie als beim Einsatz von Oxalsäure mit der Tropftechnik. Darüber hinaus reduziert die Sublimation den Verbrauch deutlich: Oxalsäure kann im Sublimationsprozess mehrfach verwendet werden. Und das Wichtigste: Die Sublimation ist unangemessen effizienter, da bei einer ordnungsgemäß durchgeführten Oxalsäure-Sublimation mehr als 50 Prozent der Varroa innerhalb von 24 Stunden absterben, während zum Beispiel beim Tropfen nur etwa 25 Prozent der Varroa absterben.
Es wird empfohlen, alle Verfahren zur Bekämpfung der Varroa während der Zeit der Brutlosigkeit der Bienenfamilie durchzuführen. Die Erfahrung zeigt, dass Oxalsäure die Varroa in bedeckter Bienenbrut nicht zerstört. Damit die Oxalsäuredampfeinwirkung bei der Sublimation möglichst effektiv ist, wird der Prozess daher bei einer Außentemperatur zwischen 5 °C und 8 °C durchgeführt und die Sublimation muss mindestens zwei Minuten dauern.
Die Wirkung der Oxalsäure ist allmählich, was bedeutet, dass die Varroa-Bekämpfung zwei bis vier Wochen dauern kann, wenn der Prozess weniger intensiv ist, oder aber auch länger. Tatsächlich kann die Wirksamkeit der Varroa-Bekämpfung erst nach ein bis zwei Wochen beurteilt werden, und die ersten Ergebnisse werden sehr bald sichtbar sein.
Ja, sehr sogar. Die Forschung zeigt, dass Oxalsäure, wenn sie zur richtigen Zeit und auf die richtige Art und Weise verwendet wird, zu 99% bei der Zerstörung von Varroa wirksam ist. In den Händen eines geschickten und sorgfältigen Imkers ist Oxalsäure daher eine äußerst wirksame und nützliche Waffe im Kampf gegen die Varroamilbe.
Oxalsäure ist weder für Bienen noch für den Menschen gesundheitsgefährdend, deshalb ist sie auch in der modernen Imkerei die erste Wahl zur Bekämpfung von Varroamilben. Ihre Sicherheit lässt sich vielleicht am besten an der Tatsache verdeutlichen, dass der oxalische Inhaltsstoff in vielen Pflanzen ein natürlicher Inhaltsstoff ist, insbesondere in Rhabarber, Petersilie, Spinat und Schnittlauch. Oxalsäure kommt auch in Honig vor, von dem der größte Teil in Waldhonig enthalten ist. Obwohl Oxalsäure sicher ist, ist es dennoch für Imker ratsam, sich vor Dämpfen zu schützen, die bei der Sublimation von Oxalsäure entstehen. Am besten mit Handschuhen, Schutzbrille und einer Gesichtsmaske mit Gasfilter. Natürlich müssen auch alle anderen üblichen Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigt werden. Tatsache ist, dass Sublimatoren ohne die Anwesenheit eines Imkers arbeiten, sodass er sich während der Sublimation aus dem Bienenhaus zurückziehen und nach der Sublimation weiterarbeiten kann.