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Zu Beginn des Burgenbaues im Frühmittelalter bestanden meist noch alle Teile einer Burg aus Holz: Der Bering war als Palisade oder als Mauer in Holz-Erde-Konstruktion angelegt. Die Gebäude im Innern der Burg bestanden ebenfalls aus Holz und waren in Pfosten- oder Fachwerkbauweise errichtet worden.
Der seit dem 10. Jh. vermehrt aufkommende Steinbau beschränkte sich lange nur auf die --> Ringmauer und wenige herrschaftliche Gebäude (--> Palas). Als sich ab 1200 der Steinbau durchsetzte, traten die Holzburgen in den Hintergrund.
Als Holzburg im engeren Sinn werden besonders diese Anlagen bezeichnet, die noch immer ganz oder weitgehend aus Holz erbaut wurden, als bereits gleichzeitig schon reine Steinburgen angelegt wurden. In vielen Landschaften hielt sich die Holzbauweise zwar noch bis ins 13./14.Jh., besonders in Norddeutschland, sie wurde aber mehr und mehr ein Zeichen für den Niederadel, der sich keine Steinburgen leisten könnte.