Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03444.jsonl.gz/2840

Wenn ein Wal stirbt, beginnt sein langsames Absinken auf den Meeresboden, ein langsames Hinabgleiten auf 2000 bis 5000 m in die Tiefe, wo der Kadaver über Jahre ein wichtiger Teil des Ökosystems für Muscheln, Tintenfische, Schalentiere, Bakterien ist.
Walstürze können im tiefen offenen Ozean aufgrund kalter Temperaturen und hohen hydrostatischen Drücken auftreten. Die Körper der meisten grossen Wale sind etwas dichter als das umgebende Meerwasser und sind nur dann schwimmfähig, wenn die Lungen mit Luft gefüllt sind. Wenn die Lunge entleert ist, können die Walkadaver zum Meeresgrund sinken. Das Fleisch wird von Raubtieren und Aasfressern verschlungen.
Doch es kann bis zu zwei Jahren dauern, bis ein Wal ausgeweidet ist. Dann kommen Jahrzehnte, in denen Bakterien die Knochen abbauen bzw. die darin enthaltenen Lipide. Walstürze sind Hotspots der Artenvielfalt.
Heute wissen wir, dass Wale auch einen signifikanten Anteil an der Kohlendioxidspeicherung haben, nämlich im Bereich der Speicherfähigkeit des Amazonas-Dschungels. Faszinierende Lebewesen über ihr Leben hinaus!