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Von 2012 bis Ende 2016 forschte das Secure Livelihood and Research Consortium (SLRC) zum Südsudan und zu sechs weiteren Ländern, um das Verhältnis der Staatenbildung und der Bereitstellung von staatlichen Diensten, dem Aufbau von staatlichen Kapazität sowie der Unterstützung von Existenzgrundlagen der Bevölkerung zu untersuchen. Das Forschungsprojekt im Südsudan zeigt anhand von verschiedenen Publikationen, an denen auch Martina Santschi von swisspeace beteiligt war, dass keine direkte Korrelation zwischen der Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen und der Wahrnehmung des Staates besteht. Das Forschungsprojekt hat unter anderem gezeigt, dass die Tatsache, dass internationale Akteure eine zentrale Rolle in der Bereitstellung von öffentlichen Dienstleistungen spielen, sich nicht negativ auf die Wahrnehmung von staatlichen Institutionen auswirkt. Weit wichtiger ist der Zugang zu Dienstleistungen. Gerade diese Indifferenz, wer der Dienstleistungserbringer ist, birgt Chancen für den Südsudan. Nichtsdestotrotz sind sich die Autoren einig, dass internationale Unterstützung zur Stärkung des Staates und nichtstaatlicher Akteure den lokalen Kontext, lokale Strukturen und Autoritäten sowie die Perspektiven und Prioritäten der Bevölkerung in den Vordergrund der Analyse und den Aktivitäten zu stellen hat.