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Die Gefässe des Lungenkreislaufes (Vasa publica) entsprechen in ihrem Aufbau denjenigen des Körperkreislaufes. Die proximalen Arterien sind vom elastischen Typ und die peripheren vom muskulären. Bis zur Geburt fliesst wenig Blut durch die Vasa pulmonalia des Lungenkreislaufs, weil erstens die Lunge sich noch nicht entfaltet hat und zweitens als Folge davon die peripheren Arterien vom muskulären Typ stark kontrahiert sind.
Als begleitende Gefässe folgen die Aa. pulmonales in ihrer Ausbildung den Aufzweigungen des Bronchialbaumes. Die Lungenvenen bilden sich im Gegensatz zu den Arterien zuerst v. a. in den breiten Mesenchymsepten zwischen und um die grossen Stämme des sich entwickelnden Bronchialbaumes. Folglich liegen sie mehr an der Oberfläche der einzelnen Lungensegmente.
Der Bronchialkreislauf ist ein Teil des Körperkreislaufes und wird durch die Vasa bronchialia gebildet. Sie versorgen diejenigen Gebiete der Lunge, die nicht mehr direkt von der Atemluft oder vom oxygenierten Blut der Vasa publica mit Sauerstoff versorgt werden können. Es handelt sich dabei um die Strukturen des luftleitenden Teils der Lunge. In der frühen Entwicklung der Lunge entspringen die Vasa private der noch paarigen dorsalen Aorta im Halsbereich. Später entspringen die 1-3 Rami bronchiales pro Lungenflügel entweder direkt aus der Brustaorta oder aus der 3. und 4. Intercostalarterien. Sie verlaufen im peribronchialen Bindegewebe parallel zu den Bronchien und Bronchioli bis zu den Bronchioli terminales (Ende des luftleitenden Teils)