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Frequently Asked Questions
Mit welchen Schäden ist zu rechnen?
Das hohe Schadenpotenzial macht Erdbeben in der Schweiz zum grössten
Risiko unter den Naturgefahren. Rund 90 Prozent der bestehenden Gebäude
in der Schweiz wurden nicht oder nach veralteten Massstäben für Erdbeben
bemessen - sie könnten also ungenügend gesichert sein. Die Rückversicherer
in der Schweiz rechnen bei einem Ereignis der Stärke 5,5 bis 6 mit Schäden
von rund 7 Milliarden und bei einem der Stärke 6 bis 6.5 mit solchen von
rund 40 Milliarden Franken.
Schadenszenarien der ETH aus dem Jahr 1988 schätzen für ein Erdbeben der Stärke 6.5 auf der Richter-Skala in der Region Basel direkte Gebäudeschäden von CHF13,1 Mia. im optimistischen Fall, CHF 47,1 Mia. im pessimistischen Fall. Da die Studie aus dem Jahr 1988 stammt, dürften sich diese Summen heute weiter nach oben orientieren.
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Wenn Erdbeben ohnehin ein Chaos verursachen und wir alle ums Leben kommen, was nützt dann das Geld?
In Ländern mit professionellem Erdbeben-Krisenmanagement, wie z.B. der Schweiz, besteht das weitaus grösste Risiko darin, Opfer von Sachschäden bis zur Konsequenz des Totalverlustes zu werden. Die Zahl der Verletzten und Toten hingegen ist verhältnismässig tief. Dies war so z.B. auch beim grossen Erdbeben in Kobe, Japan, der Fall. Beim grossen Hanshin Erdbeben 1995 wurden 285'000 Gebäude zerstört, allerdings nur 5'500 Menschen getötet. Experten vermuten, dass in der Schweiz bei einem gleichartigen Ereignis mit weniger Personenschäden zu rechnen wäre, da die Katastrophenvorsorge dezentraler und besser ausgebaut ist, was Rettungsarbeiten beschleunigt. Was könnte sinnvoller sein, als sich mit einer Erdbeben-Versicherung vor diesem wahrscheinlichsten Risiko zu schützen?
Zudem ist die Versicherung auf den Gebäudeeigentümer ausgestellt. Somit gehen die Ansprüche im Todesfall auf den rechtmässigen neuen Eigentümer, die Erben, über.
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Kann der Versicherer überhaupt bezahlen?
Lloyd's ist mit über 30 Milliarden Schweizer Franken geschriebenen Prämien (2002) der zweitgrösste Versicherer weltweit und mit über 300 Jahren der Älteste überhaupt. Trotz der Flaute in der Versicherungsbranche schrieb Lloyd's 2002 einen Gewinn von über CHF 3 Mia. und gehört somit zu den wenigen kerngesunden, kapitalstarken Versicherungen der Welt. Von den unabhängigen Rating-Agenturen wird Lloyd's ebenfalls als kapitalstark klassifiziert (Standard&Poor's Rating, September 2003: A, «Strong») . Die Katastrophenreserve für Erdbebenschäden berechnet sich aufgrund eines möglichen Erdbebens in Kalifornien.
Lloyd's schreibt für rund 90% der grössten Unternehmen der Welt Policen. 29% aller weltweit abgeschlossenen Luftfahrt- und 12% aller weltweit abgeschlossenen Transportversicherungen werden auf dem Lloyd's-Markt gezeichnet.
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Weshalb gibt es diese Deckung erst jetzt?
Der Grund liegt darin, dass es für den Versicherer schwierig ist, dieses Risiko abzudecken, da er sich weltweit diversifizieren muss. Infolge der günstigen Prämiensätze sind die Einnahmen gering und die Administration jedoch erheblich. Da im Gegensatz zu einem Brandschaden, der meistens nur einzelne oder wenige Gebäude trifft, ein Erdbebenschaden gleich eine ganze Region betrifft, ist die Schadenslast für die kantonalen Gebäudeversicherungen sowie auch für Schweizer Versicherungen zu gross. Hinzu kommt, dass die Schweiz mit ihrem durch den hohen Lebensstandard erhöhten Schadenspotential besonders grosse Kapazitäten benötigt.
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Weshalb ist diese Deckung nicht staatlich?
In der Schweiz existieren mehr als CHF 1'800 Mia. Liegenschaftswerte. Eine staatliche Lösung müsste für die Abdeckung eines Katastrophenereignisses eine Rückversicherungsdeckung von mindestens CHF 20-40 Mia. bieten. Diese Summe bewegt sich einem Bereich, der vergleichbar ist mit jenem, den die Versicherungsbranche für den Terroranschlag vom 11. September 2001 am World Trade Center aufbringen musste. Es ist auf dem Rückversicherungsmarkt nicht möglich eine derartige Kapazität einzukaufen.
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Weshalb bieten Schweizer Versicherer diese Deckung nicht an?
Schweizer Versicherer haben diesbezüglich keine Schadenpraxis und können das Risiko nicht weltweit diversifizeren, was für ein Risiko dieser Art unumgänglich ist. Die international tätigen Versicherer, welche das Risiko weltweit diversifiziert haben, verfügen über die Schadenpraxis und können so auch Prämien anbieten, welche dem Risiko und Aufwand entsprechen. Die international tätigen Schweizer Versicherer haben sich jedoch auf die Lebensversicherung und Industrieversicherung konzentriert und im Übrigen lokale Versicherungsgesellschaften gekauft und auf einen Know-How-Transfer bezüglich der Standardgeschäfte verzichtet.
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Wer ist RMS?
RMS ist ein innovativer Basler Versicherungsbroker, der sich in Vergangenheit vor allem mit schwer versicherbaren Risiken wie z.B. Kriegsrisiken und politische Risiken, in der Versicherungsbranche einen ausgezeichneten Namen geschaffen hat. RMS ist das Expertenbüro für den Umgang und Versicherungsschutz von Katastrophenrisiken in der Schweiz.
Die Firma RMS Risk Management Service AG wurde am 1. Mai 1992 als Einzelfirma gegründet und 1993 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Das Aktienkapital von CHF 100'000 ist voll einbezahlt und befindet sich im Besitz des Firmeninhabers Bruno Kopp, Basel. Dadurch ist die finanzielle Unabhängigkeit der RMS gewährleistet.
Anfang 2000 erhielt die RMS vom Bundesamt für Privatversicherungswesen die Autorisierung um fortan als Lloyd's Swiss Broker Lloyd's-Produkte auf dem Schweizer Markt zu vertreiben. Diese besondere Auszeichnung gibt der RMS auch die Möglichkeit, bei Bedarf den gewünschten Versicherungsschutz auf dem Londoner Markt einzukaufen.
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Weshalb reicht die Deckung des Schweizerischen Pools für Erdbebendeckung nicht aus?
Hier gibt es einige Gründe zu nennen:
- Der Pool ist keine Versicherung. Seine Leistungen sind freiwillig und nicht einklagbar. Ergo können auch keine Ansprüche geltend gemacht oder eingeklagt werden, wie dies bei einer Versicherung auf privatrechtlicher Basis der Fall ist. Der einzelne Liegenschaftsbesitzer ist voll von den Poolorganen und den kantonalen Gebäudeversicherungen abhängig.
- Es ist damit zu rechnen, dass die Kapazitäten aus dem Pool zuerst für öffentliche Einrichtungen wie Spitäler, Brücken, Stromeinrichtungen und Strassen verwendet werden. Sofern der Pool noch immer über Geld verfügt, so ist davon auszugehen, dass der einzelne Hauseigentümer der Letzte sein wird, dessen Schaden ersetzt wird
- Da die Gelder aus dem Pool anteilsmässig aufgeteilt werden müssen, müssen alle Schäden einzeln begutachtet und geschätzt werden. Erst wenn der Gesamtschaden bekannt ist, wird der Verteilschlüssel des Pools errechnet und die Geschädigten ausbezahlt. Es ist damit zu rechnen, dass dieses Prozedere Jahre in Anspruch nehmen wird.
- Ein Erdbeben macht nicht an den Kantonsgrenzen halt. Die CHF 2 Mia. stehen nicht für einen Kanton, sondern für alle 18 Kantone zur Verfügung. Somit reduziert sich die Leistung im Falle eines Katastrophenereignis zusätzlich.
- Die Statuten des Pools erlauben es den Poolorganen, aus wichtigem Grund die Leistung, obwohl alle dafür geforderten Bedingungen erfüllt wären, aus wichtigem Grund auszusetzen. Ebenso sehen die Statuten vor, dass die Leistung aussetzt, wenn satische Fehlberechnung, Fehlplanung oder mangelhafter Unterhalt zum Schaden geführt haben. Sofern nur einzelne Schäden gemeldet werden, gehen die Poolorgane davon aus, dass die Schadensursache nicht das Erdbeben, sonden eine der oben genannten Ursachen ist - die Leistung setzt aus
- Der Pool deckt nur die direkten Gebäudeschäden. Er kümmert sich weder um wichtige Zusatzdeckungen wie zusätzlich entstehende Lebenshaltungskosten, den entfallenden Mietzins, die bei jedem Ereignis entstehenden Abbruchkosten oder um die Nachteuerung. Schon bei kleinen und mittleren Schäden können diese Kosten ein mehrfaches des Schadens selbst ausmachen. Der Hausrat wird von der Deckung des Pools auch nicht erfasst.
- Für den Kanton Zürich: per 31.12.02 standen im Kanton Zürich Gebäude im Wert von CHF 331 Mia. Die Deckung des Erdbebenfonds der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich beträgt CHF 1 Mia. Es ist durchaus ersichtlich, dass im Falle eines mittlelstarken Erdbebens im Kanton Zürich diese Summe bei weitem überschritten würde.
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Weshalb sind die Erdbeben-Versicherungen nicht günstiger?
Die Wahrscheinlichkeit eines Erdbebenschadens bewegt sich aus der individuellen Sichtweise eines Versicherten in der selben Grössenordnung wie die eines Totalschaden aus allen übrigen Elementarschäden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Gebäude aufgrund eines Feuers Totalschaden erleidet, wie diejenige, dass es aus einem Erdbeben Totalschaden erleidet, ist ungefähr gleich gross. Dies deshalb, weil es eigentlich immer beim Nachbarn brennt und nicht bei einem selbst. Tritt allerdings ein Erdbebenschaden ein, so tritt dieser nicht nur bei Ihnen ein. Er tritt in einer ganzen Region ein. Noch schlimmer: je grösser Ihr Schaden, desto sicherer ist es, dass der Umkreis, in welchem Schäden entstanden sind, noch grösser ist. Es ist daher leicht nachvollziehbar, dass eine Erdbebenversicherung auch im Preis ähnlich einer Elementarschadenversicherung angesiedelt ist. Im Gegensatz zur Elementarschadenversicherung ist die Erdbebenversicherung nicht obligatorisch und wird deshalb gerne auch als nicht nötig empfunden.
Die Prämien mögen als teuer empfunden werden. Faktisch gesehen sind sie es aber nicht. Denn der Versicherer muss während der ganzen Versicherungsdauer die gesamte Kapazität zur Verfügung stellen.
Mit unter 0,1% sind die Prämiensätze sehr niedrig. Die Erdbeben-Versicherung ist deshalb auch die Versicherung von Lloyd's mit dem weltweit tiefsten Prämiensatz.
Risiken, wie Sie durch die Haushaltversicherung oder die Auto-Vollkaskoversicherung abgedeckt werden, sind im Gegensatz zum Verlust der Liegenschaft meist nicht existenzbedrohend.
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Was kann alles gegen Erdbeben versichert werden?
In erster Linie werden Gebäude und deren Inhalt versichert. Nebst dem können aber zu den gleichen Prämiensätzen auch jegliche Art von Konstruktionen wie Brücken, Seilbahnen, Hallen, Schwimmbäder und dergleichen versichert werden. Zudem können auch Inhalte wie Lagerbestände, Einrichtungen, technische und medizinische Geräte sowie Maschinen versichert werden. Nicht versichert wird der Boden.
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Wie bestimmt sich die Versicherungssumme?
Am Einfachsten ist es, den Wert der Schatzung der Gebäudeversicherungs-Police als Vergleichswert zu nehmen.
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Lohnt sich eine Unterversicherung?
Eine Unterversicherung lohnt sich nicht. Wir empfehlen in diesem Fall eher eine Erstrisikoversicherung mit Vereinbarung einer Höchstleistungssumme durch den Versicherer. Im Schadenfall ensteht so mit Bestimmtheit keine Leistungskürzung, so wie es das Schweizerische Versicherungsvertragsgesetz bei Unterversicherung vorsieht.
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Für wen lohnt sich eine Erdbebenversicherung?
Die Versicherung eignet sich zum Schliessen dieser gravierenden Deckungslücke vom privaten wie institutionellen Liegenschaftseigentümern gleichermassen. Insbesondere ds Absichern von Hypotheken resp. der Schutz der Bilanz vor einer Unterdeckung dürften hier ausschlaggebend sein.
Im Weiteren ist die Versicherung insbesondere zum Schutz von Liegenschaftswerten geeignet, welche sich innerhalb eines risikoavers angelegten Vermögensportfolios befinden. Da wir auch massgeschneiderte Lösungen anbieten können, ist diese Versicherung zum Beispiel zur Absicherung der Liegenschaftswerte einer Stiftung oder einer Personalvorsorgestiftung im Sinne der langfristigen Erreichung des Stiftungszwecks sehr empfehlenswert. Da auch Mobilien versichert werden können eignet sie sich auch zur Absicherung von Aktiven in der Bilanz von Unternehmen.
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Wie kann die Erdbebenversicherung gekündet werden?
Die Lloyd's Erdbeben-Versicherung wird für die Dauer von einem Jahr abgeschlossen. Ein Monat vor Ablauf der Versicherung wird die neue Police zugesandt. Zahlt der Versicherungsnehmer die Prämie, so ist der Vertrag stillschweigend erneuert worden. Möchte der Versicherungsnehmer auf den Versicherungsschutz verzichten, so kann er den Vertrag durch eine Kündigung beenden.
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Hat das Baujahr oder die Nutzung der Liegenschaft einen Einfluss auf die Prämie?
Nein. Diese Angaben werden zu aktuarischen Zwecken, zum berechnen von künftigen Prämien also, benötigt.
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Hat der Standort einen Einfluss auf die Prämie?
Ja. Für Gebäude mit Standort in einem Kanton, in welchem Gebäude obligatorisch über eine kantonale Gebäudeversicherung versichert werden müssen, kann eine SwissPlus-Versicherung abgeschlossen werden. Diese bietet noch günstigere Prämien bei gleicher Leistung.
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