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Erica
Pedretti
Erica Pedretti wurde 1930 in Sternberg, Nordmähren, geboren. Nach ihrer Lehre als Silberschmiedin lebte und arbeitete sie in Celerina. Heute lebt sie in La Neuveville, wo sie als Schriftstellerin und Objektkünstlerin tätig ist. Erica Pedretti gehört zu den grossen Frauen der deutschsprachigen Literatur und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, so unter anderem mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis oder dem Berliner Literaturpreis. Sie lebte nach der Vertreibung aus dem Ort ihrer Kindheit in der Schweiz, dann in Amerika; sie ist in aller Welt und in vielen Sprachen zuhause.
Pedrettis Prosa zehrt von den reichen Erfahrungen der Autorin, hinter einfachen Sätzen verbergen sich verflochtene Geschichten, aber auch viel Schalk und Klugheit. In den immer sehr bewusst gestalteten Texten wie Valérie oder das unerzogene Auge oder auch in ihrem jüngsten Werk fremd genug findet sie stets die Verbindung der Kunst mit dem Leben, sei es das alltägliche, einfache Leben oder seien es die ausserordentlichen Lebenssituationen. Erica Pedretti vereint unvereinbare Orte; als wache Zeitgenossin verweist sie unerbittlich auf verkehrte Umstände und Zustände.
Seit ihrem ersten Werk Harmloses, bitte (1970) hat sich Erica Pedretti einer Prosa verschrieben, die einer Dichte und Komplexität folgt und doch stets eine unbeschwerte Note über allem schweben lässt.