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Die Heilsarmee ist in der Stadt Kasangulu sehr präsent. Nebst einem beeindruckenden, sehr lebendigen Heilsarmee-Korps und dem administrativen Zentrum für weitere 22 Buschkorps gibt es auch eine
Krankenstation. Die ehemalige Missionsstation wurde 1999 von der UNICEF renoviert. Dort führt nun die Heilsarmee eine Primar- und Sekundarschule. Die Sekundarschule, "Collège William Booth"
genannt, bietet auch einen Internatsbetrieb für 65 Mädchen und Knaben. Weitere 400 Schüler aus der Umgebung finden den Weg auf den "heiligen Berg", wie die Bevölkerung den Hügel getauft
hat.
Trotz der sehr traditionsreichen Vergangenheit sieht sich auch diese Schule den heutigen kongolesischen Problemen ausgeliefert. Die Schüler können das Schul- geld nicht mehr bezahlen, für den Gebäudeunterhalt ist kein Geld vorhanden.
So gibt es immer mehr Analphabeten in diesem Land, das einst den höchsten Anteil an lesekundiger Be- völkerung Schwarzafrikas aufweisen konnte. Schul- material und Bücher gibt es nur noch in privaten Bibliotheken zu unerschwinglichen Preisen.
Mit umgerechnet 200 US-Dollar im Jahr kann sich ein Kind die Schuluniform, die Hefte und Bleistifte sowie das Schulgeld leisten. Die Heilsarmee verfügt in Kasangulu über gut geschulte Lehrkräfte, über verantwortungsvolle und vertrauenswürdige Schulleiter. Sie vermitteln nicht nur Wissen, sondern sie können als Christen und engagierte Salutisten den Kindern auch einen wesent- lichen Beitrag zur positiven, christlichen Lebens- gestaltung mitgeben. Dies in einem Land, in welchem kaum einer noch Hoffnung auf die Zukunft zeigt.