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HENRI DUTILLEUX (1916-2013)
Trois Strophes sur le nom de Sacher für Violoncello solo (1976)
1. Satz: Un poco indeciso
Anna Sowa (*1987)
Diversions für Orchester und Elektronik (2022)
Auftragswerk der Basel Sinfonietta
Henri Dutilleux (1916-2013)
Mystère de l’instant für Streichinstrumente, Zymbal und Schlagzeug (1986-89)
I Appels, II Échos, III Prismes, IV Espaces lointains, V Litanies, VI Choral, VII Rumeurs, VIII Soliloques, IX Métamorphoses (sur le nom Sacher), X Embrasement
Louis Andriessen (1939-2021)
Mysteriën für Orchester (2013)
MARTINA BRODBECK, Violoncello
PABLO RUS BROSETA, LEITUNG
Im inspirierenden Ambiente des Museum Tinguely setzt sich die Basel Sinfonietta mit geheimnisvollen Aspekten von Musik und Klang auseinander. Denn auch die Kunst des Komponierens ist eine Art Zeremonie.
In seinem Orchesterwerk «Mystère de l’instant» nahm sich der französische Komponist Henri Dutilleux vor, das Geheimnis des Augenblicks zu erfassen. Zehn Sequenzen stellen eine Folge von Momentaufnahmen dar, die sich jeweils auf einen Aspekt des Klangmaterials fokussieren. Der Begriff «Mysterium» muss dabei im weitesten Sinne verstanden werden. Durch welches Geheimnis im kreativen Prozess gelingt es einer Idee sich zu manifestieren?
Louis Andriessen, eine Schlüsselfigur in der zeitgenössischen Kunstszene der Niederlande, schrieb seine «Mysteriën» für das Concertgebouw-Orchester zu dessen 125-jährigem Bestehen. Das war eine Sensation, denn Andriessen gehörte 1969 zu einer Gruppe von Unruhegeistern, die ein Konzert des Orchesters störten, weil sie dessen Programmpolitik antimodern und reaktionär fanden. Den mehrfach an ihn herangetragenen Kompositionsauftrag nahm Andriessen erst an, nachdem er einen Traum von seinem verstorbenen Vater Hendrik hatte, der früher selbst Werke für das bedeutendste Orchester der Niederlande komponiert hatte.
Eröffnet wird das Konzert – nach einem kurzen Hors d’oeuvre aus der Feder von Henri Dutilleux – durch ein von der Basel Sinfonietta bei der jungen, in Basel lebenden polnischen Komponistin Anna Sowa in Auftrag gegebenes Stück, das darauf abzielt, den Live-Klang bestimmter Orchesterinstrumente mit Elektronik zu konfrontieren.
Konzerteinführung 17.45
mit Mirjam Zegers, ehemalige persönliche Assistentin von Louis Andriessen und Koordinatorin Curatorial Practises in Music an der ArtEZ University of the Arts Arnhem, und Anna Sowa, Komponistin
Moderation: Dr. Matthias Kassel, Kurator der Sammlung Louis Andriessen der Paul Sacher Stiftung
In Kooperation mit dem Museum Tinguely und der Paul Sacher Stiftung und mit freundlicher Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und der Fondation Nicati-de Luze
Uraufführung
Schweizer Erstaufführung
Programmänderungen vorbehalten
Programmheft