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Den Wolf in der Schweiz erhalten
Für die Grünen kommt nicht in Frage, den Wolf zum Abschuss freizugeben, wie es die Motion «Der Wolf als jagdbare Tierart» will. Er ist vom Aussterben bedroht und deshalb laut Berner Konvention geschützt. Das soll auch so bleiben. Die Grünen fordern stattdessen eine Stärkung des Herdenschutzes.
Die Fraktion der Grünen lehnt die Motion «Der Wolf als jagdbare Tierart» klar ab. Sie bedeutet das Todesurteil für den Wolf in der Schweiz. Stattdessen fordern die Grünen eine Stärkung des Herdenschutzes mit Hunden, Hirten und Zäunen. Damit werden Nutztierrisse nachhaltig verhindert. Jährlich sterben zwischen 8000 und 12 500 gesömmerte Schafe auf der Alp durch sogenannte natürliche Abgänge: Krankheiten, Abstürze oder Unwetter. Die 100 bis 200 durch den Wolf gerissenen Schafe stellen im Vergleich keinen ausreichenden Grund dar, um den Wolf gleich zum Abschuss freizugeben.
Schutz des bedrohten Wolfes wird dauernd abgebaut
Die Grüne Fraktion wehrt sich gegen den nun schon mehrere Jahre dauernden Abbau des Schutzes dieser bedrohten Tierart. Sie sehen die Rückkehr des Wolfs als Bereicherung für die Artenvielfalt in der Schweiz und setzen sich dafür ein, Interessenkonflikte pragmatisch und mit einem umfassenden ökologischen Verständnis zu lösen. Die Grünen haben bereits 2008 einen Vorstoss zur Verbesserung des Herdenschutzes eingereicht.
Wolf ist nützlich für das Gleichgewicht von Ökosystemen
Beispielsweise ist erwiesen, dass Grossraubtiere zu vitaleren Wildtierbeständen beitragen und Ökosysteme im Gleichgewicht halten können. Mit der Dezimierung des Hirschbestands durch Wölfe ist der natürliche Jungwald gesünder. Dadurch werden Erosion und Hochwasser verhindert; es profitieren Lebensgemeinschaften von Insekten über Fische und Vögel etc. davon.