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Die Sammlung
Das Pharmaziemuseum stammt aus einer Zeit, als Sammlungen materieller Objekte noch einen zentralen Bestandteil der wissenschaftlichen Lehre und Forschung bildeten. Seinen Ursprung hat das Museum in der Privatsammlung des Apothekers und Lektors für praktische Pharmazie und Pharmaziegeschichte Josef Anton Häfliger (1873–1954). Er übergab 1925 seine Sammlung von alten Apothekergefässen, obsoleten Medikamenten, Rezepten, Holzschnitten, Bildern und Büchern der Universität. Der Direktor der 1917 gegründeten pharmazeutischen Anstalt, Prof. Heinrich Zörnig, stellte dafür mehrere Räume zur Verfügung. Mit der Einrichtung der Sammlung in der pharmazeutischen Anstalt konnte Häfliger die Studentinnen und Studenten über die historischen Entwicklungen an die praktische Pharmazie heranführen. Die Objekte dienten als Lehrmittel zur Vermittlung von Pharmaziegeschichte und zu den Techniken der Arzneimittelherstellung. Die Sammlung entstand in direkter Verbindung mit den historischen Entwicklungen in der pharmazeutischen Praxis. Denn in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts befand sich die gesamte Pharmazie – von der Forschung über die Produktion bis zum Verkauf von Arzneimitteln – in einem tiefgreifenden Wandel.