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Schnee, Gletscher und Eis: All das gibt es in Grönland. Bis 1912 war Grönland mehr oder weniger unerforscht, bis Quervain und sein Team sich auf eine gefährliche Expedition begaben.
Wer sucht, der findet
Alfred de Quervain wurde am 15.Juni 1879 in Uebeschi Thun geboren. Er war der älteste von fünf Kinder. Bereits in zu seiner Studienzeitwar er Praktikant am Observatoire de Météorologie. Ab 1906 bis zu seinem Tod war er Direktor-Adjunkt an der Meteorologischen Zentralanstalt in Zürich (heute Meteo Schweiz). Ausserdem arbeitete er von 1906 bis ebenfalls zu seinem Tod an der Universität Zürich und an der ETH Zürich als Titularprofessor.
Der Anfang der Reise
Alfred de Quervain begann das Ganze strukturiert und genau zu planen. Er hatte sehr strikte Vorstellungen, was Bewerber anging. Er wollte nur Schweizer in seinem Team haben, da sie mit Schnee und Gletscher vertraut sind. Eine Expedition nach Grönland ist nicht gerade billig. Der Bundesrat lehnte ab, die Kosten zu übernehmen. Die Zürcherzeitung zeigte aber sehr grosse Interesse, daran die Expedition zu bezahlen, da sie wissen, wie sehr die Bevölkerung daran interessiert ist. Er und sein Team trainierten hart. Sie übten das Kajakfahren im Lauerzsee und traininierten mit Hundeschlitten im Engadin. Dann war es endlich so weit. Die zweiwöchige Dampfüberfahrt von Kopenhagen nach Grönland startete.
Freundschaft mit den Inuits
In Grönland angekommen freundete sich Quervain und sein Team schnell mit den einheimischen Inuits an. Quervain beschrieb die Inuits als sehr freundlich und geduldig. Sie konnten einiges von den Inuits lernen, wie z.B. Ausrüstung, Kleidung und Ernährung. Die Kleidung war besonders wichtig, die letzte dänische Expedition endete tragisch durch Risse in den Schuhen und dadurch eingefrorene Füsse. Das Expeditionsteam handelte auch mit den Inuits. So verkauften die Inuits Schlitten, Hunde, Kleidung, Kajaks und Schnitzereien.
Gefährliche Expedition
Am 21. Juni 1912 begann die sechswöchige und risikoreiche Expedition durch Grönland. Jetzt waren sie auf sich alleine gestellt. Sie hatten keine Einheimische mehr, die ihnen helfen konntet und womöglich so ihr Überleben sichern konnten. Am 13. Juli war es dann so weit, sie erreichten den höchsten Punkt und hissten dort die Schweizerfahne. Danach teilten sie sich in zwei Gruppen. Die erste Gruppe wandert von der West- an die Ostküste und reiste von dort aus 1912 zurück in die Schweiz. Das zweite Team blieb in der Westküste und überwinterte dort und machten Messungen und Gletscherstudien. Nach Quervain wurde der Quervain Peak, ein Berg in Grahamland, benannt. Quervain verstarb am 13.Januar 1927, in Zürich.
Die Gletscher von Grönland waren geheimnisvoll, schön aber schrecklich zu gleich.Alfred Quervain 1879-1927