Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03130.jsonl.gz/2660

„Zahnfreundlich Produkte sind mit künstlichen Süssstoffen gesüsst.“
Das ist die weit verbreitete Meinung. Dass aber „zuckerfrei“ noch lange nicht „zahnfreundlich“ ist und dass es sogar gezuckerte Produkte mit dem Zahnmännchen gibt, wissen viele nicht.
Für die Süssung von Lebensmitteln und Getränken gibt es verschiedene Möglichkeiten: Meist wird Zucker verwendet. Dies in Form von weissem Haushaltszucker (Sucrose), Traubenzucker (Glucose), Fruchtzucker (Fructose) oder Milchzucker (Lactose). Neben diesen kariogenen Zucker-Varianten gibt es auch die zahnfreundlichen Zucker Isomaltulose und Tagatose. Diese können von den Bakterien im Mund nicht zu zahnschädigenden Säuren abgebaut werden und verursachen so keine Karies.
Soll der kariogene Zucker reduziert werden kommen Zuckerersatzstoffe zum Zug (auch Polyole genannt). Dies sind sogenannte Zuckeralkohole natürlichen Ursprungs. Sie haben die gleiche Masse und in etwa die gleiche Süsskraft wie Haushaltszucker. Im Gegensatz dazu sind die Polyole aber zahnfreundlich. Kombiniert werden die Zuckerersatzstoffe meist mit den Süssstoffen, die synthetisch hergestellt werden. Sie verfügen über eine sehr hohe Süsskraft. Die verschiedenen Inhaltsstoffe beeinflussen und ergänzen sich. So enthält beinahe jedes Produkt eine Mischung aus diversen verschiedenen Zuckerersatz- und -ausstauschstoffen.