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Sie finden hier Berichte zur Überwachung von Covid-19 und angrenzende Themen. Das Monitoring hat zum Ziel, zusätzlich zu den epidemiologischen Daten weitere für den Pandemieverlauf relevante Informationen zu liefern.
Sie finden hier Berichte zur Überwachung von Covid-19 und angrenzende Themen. Das Monitoring hat zum Ziel, zusätzlich zu den epidemiologischen Daten weitere für den Pandemieverlauf relevante Informationen zu liefern.
- Forschungsprojekt: Untersuchung des Abwassers auf das Vorhandensein von Sars-CoV-2
- Überwachung von SARS-CoV-2 im Abwasser in verschiedenen Ländern
- Corona Immunitas
- Überwachung von Covid-19 in Schweizer Spitälern
- Umsetzung der Massnahmen sowie Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung
- Wirkungsmessung der Informationskampagne zu Covid-19
- Bericht zu den gesellschaftlichen Spannungen
Untersuchung und Überwachung des Abwassers
Forschungsprojekt: Untersuchung des Abwassers auf das Vorhandensein von Sars-CoV-2
Sind Personen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, scheiden sie Erbgut (RNA) dieses Virus mit dem Stuhl aus. Auf diese Weise gelangt RNA des Virus in das Abwasser, wo diese nachgewiesen werden kann. Seit Februar 2021 sammelt die Eawag täglich Abwasserproben von sechs Kläranlagen und analysiert diese auf das Vorhandensein von Sars-CoV-2. Mit diesen Untersuchungen kann festgestellt werden, ob und in welchem Ausmass die Bevölkerung im Einzugsgebiet einer Kläranlage infiziert ist.
Bei den Kläranlagen handelte es sich bis Ende Juli 2021 um die Abwasserreinigungsanlagen (ARAs) Lausanne, Laupen, Zürich, Lugano, Altenrhein und Chur. Die Auswahl der ARAs berücksichtigt sowohl deren geographische Verteilung als auch die Struktur der Einzugsgebiete, das heisst ob es sich eher um einen städtisch oder ländlich geprägten Raum handelt. Seit August 2021 wird anstelle der ARA Lausanne neu die ARA Genf beprobt, da i) deren Einzugsgebiet grösser ist, ii) sich ein internationaler Flughafen im Einzugsgebiet befindet und iii) der grenzüberschreitende Pendlerstrom beträchtlich ist.
Die Zahlen aus den Abwasseranalysen können die Entwicklung der Pandemie in den Einzugsgebieten gut abbilden. Damit haben Abwasseranalysen das Potential, im Idealfall frühzeitig Hotspots und allfällige Wiederanstiege von Fallzahlen zu erkennen. Die Untersuchungen der Abwasserproben laufen bis Frühling 2023. Der Schlussbericht soll ebenfalls in diesem Zeitraum vorliegen.
Ausführliche Informationen finden Sie auf der Webseite der Eawag. Das BAG unterstützt das Projekt inhaltlich und finanziell.
Abwassermonitoring: Überwachung der epidemiologischen Lage
Auf Basis der Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt (siehe oben) wurde ein nationales Überwachungssystem etabliert, das rund 100 Kläranlagen umfasst und bis mindestens Ende 2022 betrieben wird.
Das Abwassermonitoring ist ein effizientes Werkzeug zur Überwachung der Virenlast und der zirkulierenden Varianten in der Bevölkerung. Es liefert schnell, grossflächig und anonym verlässliche Daten, was insbesondere bei einer sinkenden Anzahl durchgeführter Covid-19-Tests relevant ist. Die Kläranlagen liefern zwei bis sechs Mal pro Woche Proben, die durch bestimmte kantonale und private Labors analysiert werden. Der Bund finanziert diese Analysekosten. Damit wird ca. 70% der Bevölkerung abgedeckt. Bei der Auswahl der Standorte wurde sichergestellt, dass grosse Tourismusorte miteinbezogen sind. Mit ausgewählten Kläranlagen werden zusätzlich die Virusvarianten überwacht und somit können bekannte Varianten zeitnah entdeckt werden.
Die gesammelten Daten zur Abbildung der epidemiologischen Lage werden fortlaufend ausgewertet und sind auf dem Dashboard zu finden.
Überwachung von SARS-CoV-2 im Abwasser in verschiedenen Ländern
In diesem Dokument finden Sie eine Übersicht darüber, wie ausgewählte Länder die Verbreitung von SARS-CoV-2 mittels Abwasseruntersuchungen überwachen.
Corona Immunitas
Die Untersuchung der Immunität der Bevölkerung gegen das Coronavirus, indem das Blut auf das Vorhandensein von Antikörpern (Seroprävalenz) hin analysiert wird, bleibt weiterhin wichtig. So kann beurteilt werden, welcher Anteil der Bevölkerung eine Immunität gegen das Coronavirus als Folge einer Infektion, Impfung oder beidem aufweist.
Ein schweizweit angelegtes Langzeit-Monitoring soll Erkenntnisse über die Verbreitung und Auswirkungen des Coronavirus bringen. Es läuft seit April 2020 im Rahmen von Corona Immunitas, einem nationalen wissenschaftlichen Programm der Swiss School of Public Health (SSPH+).
Ziele des Programms
Die Bestimmung von Antikörpern soll:
- die Verbreitung des Coronavirus in verschiedenen Regionen der Schweiz sowie in spezifischen Bevölkerungs- und Berufsgruppen nachweisen;
- Hinweise bringen, ob und wie gut Massnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus nützen;
- feststellen, ob nach einer Infektion ein Schutz vor einer erneuten Ansteckung besteht und falls ja, wie lange dieser Schutz anhält.
Regelmässige Befragungen sollen zusätzlich Erkenntnisse über die Auswirkungen einer SARS-CoV-2 Infektion (darunter Langzeitfolgen) und Impfung bringen.
Programm: Beteiligung, Umfang und Dauer
An Corona Immunitas sind vierzehn Hochschulen und Institutionen beteiligt, die über die ganze Schweiz verteilt sind. In 40 Studien wurden dabei mehr als 30 000 in der Schweiz wohnhafte Personen untersucht. Im Sommer 2021 wurde entschieden, weitere Untersuchungen der Immunität in der Bevölkerung nicht mehr an allen Standorten durchzuführen. Die zeitliche Entwicklung der Seroprävalenz wird nun an einem Standort pro Sprachregion untersucht: Tessin, Waadt und Zürich.
Corona Immunitas läuft bis Ende 2022.
Das BAG unterstützt das Programm inhaltlich und finanziell. Die Erkenntnisse daraus liefern für die nationale und kantonale Politik wichtige Grundlagen, um das weitere Vorgehen bei der Bewältigung der Coronavirus-Epidemie festzulegen.
Überwachung von Covid-19 in Schweizer Spitälern
Seit Beginn der Pandemie werden ergänzend zum obligatorischen Meldesystem die Hospitalisierungen von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 in einem Spital Sentinel Überwachungssystem (COVID-19 Hospital Based Surveillance CH-SUR) erfasst. Ziel dieser Überwachung ist es, detaillierte klinische und epidemiologische Informationen zur Krankheitslast, zum klinischen Verlauf (wie z.B. die Behandlung auf der Intensivstation) und Risikofaktoren zu erhalten. Das BAG, das Institut für Globale Gesundheit der Universität Genf und das Programm zur Infektionskontrolle der Genfer Universitätsspitäler (HUG) koordinieren gemeinsam CH-SUR. Finanziert wird dieses Projekt vom BAG.
Die wichtigsten Ergebnisse daraus werden in einem monatlichen Bericht auf Englisch mit einer Zusammenfassung auf Französisch und Deutsch veröffentlicht. Sie finden hier jeweils die aktuelle Ausgabe und die bisher veröffentlichten Berichte.
Aktueller Bericht
Daten
Umsetzung der Massnahmen sowie Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung
Wie die Bevölkerung die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus umsetzt und wie sich die Massnahmen auf die Gesundheit und das Leben der Bevölkerung auswirken, wird vom BAG unter anderem mittels der folgenden zwei Projekte beobachtet:
Covid Norms
Das Projekt «covid norms» der Universität Zürich UZH untersucht unter anderem das Präventionsverhalten der Schweizer Bevölkerung. Es zeigt auf, wie verbreitet die Massnahmen umgesetzt werden und welche Zustimmung diese in der Bevölkerung erhalten.
Im Rahmen verschiedener vom BAG mitfinanzierter und teilweise inhaltlich mitgestalteter Befragungsinstrumente werden Wahrnehmungen und Einstellungen zum Schutzverhalten abgefragt. Die Resultate werden auf der Webseite Covid Norms veröffentlicht.
Covid-19 Social Monitor
Der «Covid-19 Social Monitor» der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW erhebt seit Beginn der Pandemie laufend Daten:
- zum Wohlbefinden,
- zum physischen und psychischen Gesundheitszustand,
- zum Gesundheitsverhalten,
- und zur Erwerbssituation der Schweizer Bevölkerung.
Das Projekt wird vom BAG mitfinanziert und inhaltlich mitgestaltet. Die Ergebnisse finden Sie auf der Webseite der ZHAW.
Hier finden sie den Zwischenbericht für den Zeitraum März 2020 bis Juni 2021:
Ausgewählte Ergebnisse des Covid‐19 Social Monitors: Lebensqualität, psychische Befindlichkeit und Adhärenz an Schutzmassnahmen im Verlauf der Corona‐Pandemie von März 2020 bis Juni 2021 (PDF, 1 MB, 01.12.2021)
Wirkungsmessung der Informationskampagne zu Covid-19
Bevölkerungsbefragung von Ende Februar 2022: Grafiken «Covid-19 Prävention: Informationsstand, Einstellungen und Verhalten», Publikation vom 04.04.2022 (PDF, 1 MB, 04.04.2022)
Bevölkerungsbefragung von Ende Februar 2022: Kurzbericht «Covid-19 Prävention: Informationsstand, Einstellungen und Verhalten», Publikation vom 04.04.2022 (PDF, 114 kB, 04.04.2022)
Bericht zu den gesellschaftlichen Spannungen
Von März 2020 bis Februar 2022 hat Sotomo im Auftrag der SRG zehn Online-Befragungen durchgeführt, welche die Gemütslage der Bevölkerung untersuchten. Die Bewältigung der durch das Coronavirus ausgelösten Krise führte zu gesellschaftlichen und privaten Spannungen, wie der Corona-Monitor der SRG aufzeigt.
Um diese von Spannungen gezeichnete Stimmung in der Bevölkerung besser verstehen und einordnen zu können, beauftragte das BAG das Forschungsinstitut Sotomo mit der weiterführenden Analyse der Befragungsdaten aus dem Corona-Monitor der SRG. Das Ziel dieser Spezialauswertung war, die Haltungen verschiedener Bevölkerungsgruppen zur politischen und gesellschaftlichen Bewältigung der Pandemie zu beleuchten und daraus fundierte Erkenntnisse zu gewinnen.
Letzte Änderung 29.07.2022