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Wechsel
Die Wurzeln von Wechsel Tents reichen zurück bis in die 80er-Jahre. 1987 startete Jörg Schulze seine Nordkap-Kapstadt-Expedition und fährt rund 37‘000 Kilometer in sieben Monaten von Berlin aus quer durch Afrika – immer mit im Gepäck: ein Zelt.
Sowohl auf seinen Reisen wie auch bei seiner Tätigkeit in einem Berliner Fachgeschäft spielten Zelte eine zentrale Rolle, wobei Schulze die Gelegenheit hat, Zelte unterschiedlicher Hersteller auf seinen Touren zu testen. Bei jedem einzelnen Zelt fallen ihm Details auf, die ihm nicht gefallen oder die verbesserungswürdig sind und ihm stellt sich die Frage, ob es nicht möglich sei, ein Zelt so zu konstruieren, damit sie seinen Wünschen entsprechen, gute Zuschnitte haben und über funktionierende Details verfügen – also ausgereift und zu einem angemessenen Preis erhältlich sind.
Schliesslich entscheidet er sich, selbst Hand anzulegen und mit einer Haushaltsnähmaschine erste Prototypen aus Baumwolle herzustellen. Kurz darauf kam der entscheidende Anstoss zur Selbstständigkeit: Ein Freund, der gute Beziehungen nach Asien, genauer gesagt Vietnam, hatte, fragte Schulze, ob sie nicht gemeinsam eine Firma gründen wollten. Kurz darauf entstand eine Kollektion von anfangs sieben Modellen mit exklusivem Zubehör.
In den folgenden eineinhalb Jahren führten die beiden Gründer verschiedene Tests durch, um ihrer Vorstellung eines optimalen Zelts immer näher zu kommen. 1996 schliesslich entstand der erste selbstgemachte Katalog und die ersten Zelte wurden ausgeliefert. Nur kurze Zeit später nahm Globetrotter Ausrüster die Zelte in sein Angebot auf, was ein grossartiger Erfolg für die junge Marke war. Neben Anfragen aus den Niederlanden, Deutschland und Dänemark war auch beim Militär die Kompetenz gefragt: Wechsel entwickelte und produzierte ein Zelt für eine indische Spezialeinheit.
Hauptsitz:
Wechsel Tents
Feurigstraße 54
10827 Berlin, Deutschland
Fertigung in:
Vietnam
Generell dauert der Entwicklungszyklus eines neuen Zelttyps ungefähr zwei Jahre. Nach der Ideenfindung, welche oftmals von Kunden, Fachhändlern und dem eigenen Vertriebsteams inspiriert werden, beginnt die Planung in Berlin. Zunächst werden Zeichnungen und Modelle angefertigt, woraufhin die asiatischen Partner die ersten Muster herstellen. Diese wiederum müssen in der Praxis einige Feldteste überstehen, wofür Wechsel mit einem Team befreundeter „Berufsreisenden“ zusammenarbeitet. Werden von den Profis Mängel entdeckt oder haben diese Verbesserungsvorschläge, werden vom Wechsel-Team die nötigen Optimierungen vorgenommen und anschliessend folgt eine Präsentation auf der Outdoor-Fachmesse.
Der grundlegende Unterschied zwischen Wechsel-Zelten und Produkten anderer Hersteller ist der Zuschnitt der Materialien: Wechsel setzt den Minimalflächenschnitt ein, der Spannungsspitzen bei der Konstruktion sowie den Stoffen weitestgehend verhindert. Das Team, welches die Zelte auch selbst nutzt, hat sich auf Zelte für eine bis vier Personen spezialisiert, wobei die meisten Produkte in zwei Ausfertigungen erhältlich sind: als Leichtgewichtkonstruktion oder in der Travel Linie für konventionelle Trekker, die weniger auf das Gewicht achten müssen.
Betrachtet man die Firmengeschichte, kann die Zeltschmiede auf einige Produkterfindungen zurückblicken, bei denen Wechsel oftmals Vorreiter war. Zu den Innovationen zählen neben der Verbindung des Aussen- und Innenzelts auch Titanium-Gestänge, welches exklusiv für Wechsel produziert wurde.
Aufgrund der Langlebigkeit der Zelte, die Wechsel-Tents entwickelt und produziert, wird ein erheblicher Beitrag in Bezug auf Nachhaltigkeit geleistet. Denn je länger ein Zelt hält, desto seltener muss ein neues gekauft werden, wodurch wiederum die Umwelt geschont werden kann.