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Die erste Vorwahl der Demokraten im Rennen um die US-Präsidentschaft ist im Chaos versunken: Die Partei sah sich nach der wegweisenden ersten Abstimmung in Iowa nicht in der Lage, Resultate zu veröffentlichen, wer im Bundesstaat als Gegenkandidat zu Trump gewünscht wird.
Als Begründung nannte die Partei "Unstimmigkeiten" zwischen drei verschiedenen Datensätzen. Die Demokraten hatten die Verzögerung zuvor mit "Qualitätskontrollen" begründet.
Es handle sich nicht um einen Hackerangriff, wurde betont. US-Medien berichteten, eine App zur Erfassung von Ergebnissen habe Probleme bereitet. Demnach bestätigten ranghohe Demokraten, sie habe nicht richtig funktioniert.
"Während die App die Daten genau aufzeichnete, gab sie nur teilweise Daten aus", zitiert die US-Onlinezeitung 'Huffpost' den Vorsitzenden der Demokraten in Iowa. Die Bezirksleiter hätten infolgedessen die Daten telefonisch an die Zentrale der Partei übermitteln müssen. Dies überlastete offenbar die Telefon-Leitungen.
Laut der 'Huffpost'
wurde die App von einer Firma namens Shadow entwickelt. Die Kosten dafür betrugen offenbar 60'000 Dollar. Chef der Firma ist Gerard Niemira, der Mitarbeiter von Hillary Clintons Präsidentschafts-Kampagne war. Die Demokratische Partei hatte sich geweigert, Details über die App bekannt zu geben – etwa auch, welche Security-Massnahmen die Wahlresultat schützen sollten.
Offizielle Ergebnisse könnten womöglich erst im Verlauf des Dienstags veröffentlicht werden. Von der Vorwahl in Iowa geht traditionell eine grosse Signalwirkung aus. Wegen der Verzögerung kam es zwischen den demokratischen Bewerbern zum Kampf um die Deutungshoheit. Bewerber wie der linke Senator Bernie Sanders reklamierten den Sieg dennoch bereits für sich.