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Am östlichen Ende des Lötschentals, nordwestlich der Lötschenlücke, liegt die Hollandiahütte (3238 Meter über Meer). Sie kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken wie kaum eine andere Hütte.
In den Jahren 1905 bis 1907 wurde die erste Hütte, die damals nach ihrem Stifter "Egon-von-Steiger-Hütte" hiess, in abenteuerlicher Manier geplant, transportiert und vor Ort aufgestellt. Mit der Eröffnung der Jungfraubahn 1912 nahm der Skitourismus einen unerwarteten Aufschwung. Ein Neubau drängte sich auf, den der Niederländische Alpenverein KNAV 1931 mit einem Beitrag von 25 000 Franken unterstützte. Deshalb wurde die neue Unterkunft «Hollandiahütte» genannt.
1962 wurde diese Hütte um 15 Schlafplätze erweitert. Der touristische Ansturm der 1960er-Jahre bewog die Sektion, einen Erweiterungsbau mit 100 Schlafplätzen zu planen. Er wurde im Mai 1971 eingeweiht. Bereits zwanzig Jahre später war eine Sanierung mit Abbruch und Neubau von Teilen der Hütte nötig. Und weil die 2001 eingebaute TC-Kompostierungsanlage nicht zufriedenstellend funktionierte, machte dies 2006 eine weitere Sanierung erforderlich. Schliesslich ist der Befall der alten Holzdecke über dem Keller mit Hausschwamm Auslöser des nächsten Umbaus: Für das Jahr 2013 wurden der Einbau von neuen Wassertanks, die Schaffung eines neuen Hüttenwartszimmers, der Umbau der Küche sowie die Reduktion auf 70 Schlafplätze geplant und bewilligt.
(Text vom SAC Bern - Newsletter zu 150 Jahre Sektion Bern)