Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03376.jsonl.gz/1421

Die Gesamtkosten für die APH-Dienste beliefen sich 2014 auf 9,5 Milliarden Franken. Davon bezahlten die Bewohnerinnen und Bewohner selber 5,4 Milliarden Franken für die Unterkunft und 537 Millionen Franken für die Pflegeleistungen. Die Gesamtausgaben für die Spitex betrugen 2 Milliarden Franken, wobei die Spitex-Klientinnen und -Klienten selber 280,7 Millionen Franken an die Hilfsleistungen (Haushalt, Wäsche, Mahlzeiten) und 68,8 Millionen Franken (+13,8% gegenüber 2013) an die Pflegekosten beisteuerten. Diese Beteiligung kommt zur Franchise und zum Selbstbehalt der Krankenkasse hinzu. Fast alle Kantone der lateinischen Schweiz (FR, VS, TI, FR, JU, NE) sowie der Kanton Glarus kennen diese Beteiligung der Klientinnen und Klienten an den Pflegekosten nicht, da dort die öffentliche Hand den Betrag abdeckt, den die Versicherer nicht übernehmen.
57 Prozent der Personen ab 80 Jahren beziehen APH- oder Spitex-Leistungen
Im Jahr 2014 bezogen 268'715 Personen Spitex-Leistungen. Diese Zahl ist fast doppelt so hoch wie jene der APH-Bewohnerinnen und -Bewohner (144'657). Die Hälfte der Spitex-Klientinnen und -Klienten und zwei Drittel der APH-Bewohnerschaft waren 80-jährig oder älter. Von 100 Personen ab 80 Jahren erhielten 27 Pflege zu Hause und 30 hielten sich längere Zeit in einem APH auf. Die Inanspruchnahme von APH-Leistungen nimmt mit dem Alter zu: 64 Prozent der 90-Jährigen und Älteren wohnten in einem APH.
Auf eine Stunde Spitex-Pflege pro Woche kommen 13 Stunden APH-Pflege
Die Zahl der Personen ab 80 Jahren, die Spitex-Leistungen bezogen haben, stieg weniger stark an (+1,4%) als jene der Pflegestunden (+6,7%). Dies ist ein Indiz dafür, dass die Spitex-Dienste mit komplexeren Fällen konfrontiert sind. Jede Person, die zu Hause betreut wurde, erhielt im Durchschnitt neun Minuten Pflege pro Tag (gegenüber 110 Minuten bei den APH-Bewohner/innen). Die Zahl der Personen, die ein APH für einen Kurzaufenthalt aufsuchen (durchschnittlich 31 Tage) – beispielsweise zur Entlastung pflegender Angehöriger –, legte gegenüber 2013 um 9 Prozent zu und belief sich auf 21'960 Fälle.
Die APH in der Romandie sind nahe an der Auslastungsgrenze
Mit Ausnahme der Kantone Basel-Stadt (+9,0%) und Solothurn (+5,3%), die das Angebot an Langzeitplätzen in den APH für Personen ab 65 Jahren ausgebaut haben, verzeichneten alle Kantone ein stagnierendes oder gar rückläufiges Angebot. Die Quote der angebotenen Plätze für Personen ab 65 Jahren ging in sämtlichen Kantonen zurück, ausser in den Kantonen Basel-Stadt, Solothurn und Zürich. Am höchsten blieb diese Quote mit mehr als 90 APH-Plätzen pro 1000 Personen ab 65 Jahren in bestimmten Ostschweizer Kantonen (AR, GL, SH). Am niedrigsten war sie mit weniger als 45 APH-Plätzen in einigen Kantonen der lateinischen Schweiz (VS, GE, VD, JU, TI) sowie im Kanton Basel-Landschaft. Die Auslastung der Plätze lag in den meisten Westschweizer Kantonen (VS, FR, JU, VD, GE) bei über 98,3 Prozent (nationaler Durchschnitt: 94,6%).
Spitex-Personal wächst stärker
Das Beschäftigungsvolumen in den APH stieg 2014 um 2,5 Prozent an und belief sich auf 89'316 vollzeitäquivalente Stellen. Jenes des Spitex-Personals legte stärker zu (+4,5%) und umfasste 18'782 Stellen. Das Beschäftigungsvolumen beider Leistungserbringer zusammen wuchs stärker an als die Zahl der Klientinnen und Klienten. Dies ist ein Zeichen für die verstärkte Betreuung der Leistungsbeziehenden.
Der Bereich der sozialmedizinischen Betreuung umfasst insgesamt rund 35'000 Arbeitsstellen in Institutionen, die auf die Betreuung von Menschen mit Behinderungen, Suchtproblemen oder psychosozialen Problemen spezialisiert sind. Im Jahr 2014 betreuten diese Institutionen insgesamt 55'000 Klientinnen und Klienten (+2,3% gegenüber 2013).
BFS-Statistiken über die sozialmedizinische Betreuung in Institutionen und zu Hause
Die Statistik der Hilfe und Pflege zu Hause (Spitex-Statistik) erhebt jährlich Daten zum Dienstleistungsangebot, zum Personal, zu den betreuten Personen, den bezogenen Leistungen sowie zum Aufwand und Ertrag der Spitex-Leistungserbringer.
Die Statistik der sozialmedizinischen Institutionen (SOMED) erfasst Daten zum Angebot, zu den betreuten Personen, zum beschäftigten Personal sowie zur Betriebsrechnung von Alters- und Pflegeheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Institutionen für Suchtkranke und Institutionen für Menschen mit psychosozialen Problemen.