Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03282.jsonl.gz/2748

Jean-Honoré Nicolas Fragonard wurde am 5 April 1732 in Grasse, Frankreich geboren. Er war ein französischer Rokoko-Maler und Radier.
Als er sechs Jahre alt war, zog seine Familie nach Paris.Während seiner Ausbildung als Notarschreiber, zeigte er ein großes Interesse an Malerei und am Zeichnen. Der Anwalt, unter dem Fragonard als Lehrling diente, schlug ihm vor, die Ausbildung bei einem Maler anzufangen.
Um 1748 machte der Franzose seine erste künstlerische Ausbildung bei dem berühmtesten Rokokokünstler seiner Zeit: François Boucher. Boucher bemerkte das Potenzial des Jungen. Er prägte Fragonards Stil und seine Methoden.
Nach der Empfehlung von François Boucher, nahm Fragonard 1752 am Prix de Rome-Stipendium der Königlichen Akademie für Malerei und Skulptur teil. Jean-Honoré Fragonard gewann das Stipendium mit seinem Bild "Jeroboam Sacrificing to the Golden Calf". In der Akademie kopierte er die Künstler des römischen Barocks und fertigte zahlreiche Skizzen an. Er bewunderte die Meister der niederländischen und der flämischen Schule. Dieser Einfluss machte sich in einer Reihe kräftiger Köpfe alter Männer und einer Serie von Porträts bemerkbar.
Bei einer Reise durch Italien fand Fragonard Inspiration in der italienischen Landschaft, der Natur und antiken Stätten.
1765 kehre Fragonard zurück nach Paris und wurde in die Royal Academy aufgenommen. Die Eindrücke der Reise förderten seine künstlerische Entwicklung und er machte sich einen Namen mit Landschaftsdarstellungen. Der Künstler fühlte sich von der Landschaft, den Gärten, Terrassen und Tempeln angezogen.
Jean-Honoré Fragonard lebte in der Zeit, in der Neoklassizismus aufblühte. Der Künstler konnte sich dem neuen Stil aber nicht anpassen und blieb seinen farbigen, romantischen Szenen und intimen Darstellungen treu. Fragonard war der letzte erfolgreiche französische Rokokokünstler.
Der Tod Fragonards am 22 August 1806 in Paris blieb fast unbemerkt, seine Arbeiten waren fast ein halbes Jahrhundert von vielen Kunsthistorikern ignoriert und galten bis etwa 1850 unmodern.