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irrtümlich auch
Tittingen geschrieben (Kt. Bern,
Amtsbez. Laufen).
407 m. Gem. und Pfarrdorf; in engem,
auf das linke Ufer der
Birs ausmündenden Thal, halbwegs zwischen
Laufen und
Zwingen und 3,3 km n. der Station
Laufen der Linie
Biel-Delsberg-Basel. Postablage, Telephon. 51
Häuser, 356 kathol. Ew. deutscher Zunge. Bildet mit
Zwingen zusammen
eine gemeinsame Kirchgemeinde. Landwirtschaft, Holzhandel,
Brüche auf schönen Baustein. Ausgezeichnetes Material zur Zementfabrikation.
Die bedeutende Zementfabrik Dittingen liegt unmittelbar an der
Birs, an der Strasse
Laufen-Zwingen, am Eingang zum genannten
Thälchen und 1,5 km s. vom Dorf.
Früher, als die um
Cugnasco gelegenen Sümpfe
noch nicht saniert waren und mit ihren Miasmen Anlass zu häufigen Malariafiebern gaben, pflegte allsommerlich die gesamte
Bevölkerung von
Cugnasco auf diese gesunde Hochfläche zu flüchten.
Heute stehen auf den Monti Ditto noch eine ganze Anzahl
von zerfallenen
Häusern, in deren Mitte sich eine gut erhaltene Kirche, die einstige Pfarrkirche von
Cugnasco, erhebt.
Sie birgt im Innern sehr bemerkenswerte Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert, sowie ein aus dem 15. Jahrhundert
stammendes
Kreuz aus vergoldetem Kupfer, das in den Prozessionen mitgetragen zu werden pflegt.
Die
Hütten werden im Mai, September
und Oktober bezogen.
Doveria oder
Krummbach(Kt. Wallis,
Bez. Brig).
Wildbach; entspringt einem kleinen
See sö. vom Simplonhospiz, umfliesst dieses
im N., tritt in die flache Thalterrasse der
Hütten von
Biel ein, nimmt bald von rechts einen vom
Staffelgrat kommenden kleinen
Nebenbach auf und geht nach 2 km langem
Lauf durch diese ebene, nur von 1900-1850 m
sich senkende Terrassenfläche
unter den
Hütten von
Spitalmatten und dem alten
Hospiz durch, um mit der
Schlucht des
Engelochs ins
Val di Vedro einzutreten.
Hier tritt die Strasse
Brig-Domo d'Ossola hart an den Bach, den sie von da an bis zu seiner Einmündung in die Tosa begleitet.
Zahlreiche Zuflüsse: von rechts
Sengbach,
Laquinbach, Zwischbergenbach u. a.; von links die Cairasca,
der Rio di Varzo u. a.
Ca. 33 km lang, wovon 17 auf den schweizerischen Anteil entfallen. Der
Krummbach tritt 1 km unterhalb
des Dorfes
Gondo auf italienischen Boden über und mündet von rechts in die Tosa, genau an der Stelle,
wo diese von links den
Isorno aufnimmt (335 m). Nachdem der
Krummbach den
Laquinbach aufgenommen, wird er vom Engpass von
Algaby
an endgiltig Diveria oder
Doveria geheissen. Seine
Wasser sind nahe der Landesgrenze gefasst worden und liefern heute den zum
Bau des
Simplontunnels in
Iselle eingerichteten Werkstätten ihre Triebkraft (1500 HP).
Unterabteilung des grossen Alpweidenbezirkes von
Les Traverses. Da die von unten erste Alpweide der
Traverses
La
Première heisst, scheint es, dass der Name Dix eine Abkürzung von La Dixième sei und s. v. a.
die zehnte Abteilung des grossen Alpweidenbezirkes bedeute.
(La) (Kt. Wallis,
Bez. Hérens).
Wildbach, auch
Borgne d'Hérémence geheissen; 17 km lang, Einzugsgebiet: 103 km2.
Zufluss zur
Borgne. Entspringt dem
Seilon- und Lendareygletscher in zwei Quellarmen, die sich im obersten, südlichen, Abschnitt
des
Val des Dix am Fuss des
Bec de Motette (2272 m) vereinigen. Wendet sich zunächst zwischen den Grashalden der Alpweiden
von
Seilon,
Liappey,
Lautaret und
La Barma nach N. und durchfliesst einen beinahe ebenen Thalboden, der auf
eine Länge von 4,5 km um kaum 100 m fällt.
Hier, im sog.
Val des Dix, nimmt die Dixence die Abflüsse einer Reihe von kleinen Gletschern, besonders der
Gletscher von
Darbonneire im O. und von Les
Ecoulaies im W., auf. Dann verengert sich das Thal zwischen dem Fuss der
Pointe de Vouasson und des
Mont Blava schluchtartig, die bis dahin vielfach gewundene und oft in mehrere kleine Arme geteilte
Dixence wird zum geschlossenen Flusslauf, der mit zunehmender Geschwindigkeit einen 1 km langen Durchbruch durcheilt, um
nachher auf den
¶
mehr
Plan desMorts (1930 m) auszutreten. Bis hierher kann man den 6 km langen Oberlauf der Dixence rechnen; von da an durchfliesst
der Wildbach, ohne wesentlich von seiner n. Richtung abzuweichen, das ganze Val d'Hérémence, d. h. die untere Fortsetzung
des Val des Dix. Bald nimmt die Dixence die Bäche der Gletscher von Prazfleuri und Merdéré auf und eilt
durch die den Fuss des Métailler und des Pic d'Arzinol bekleidenden Waldungen, auf welchem Weg sie die schöne und von zahlreichen
Alphütten belebte Lichtung der Maiensässe von Pralong (1608 m) schneidet.
Hier zweigt vom Fluss die erste, über seinem rechten Ufer hinziehende Wasserleitung (bisse) ab; die
zweite, der sog. GrandTrait d'Hérémence et de Vex, beginnt 300 m tiefer unten und versieht die linksseitigen Hänge bis zu
den Mayens de Sion mit dem befruchtenden Element; unterhalb der Brücke La Tueille nimmt von rechts die Bisse d'Useigne und
unterhalb des Weilers Cerise endlich eine die im untern Val d'Hérémence gelegenen Wiesen bewässernde
vierte Bisse ihren Anfang. Auf der ganzen, 10 km langen Strecke ihres Unterlaufes empfängt die Dixence keinen einzigen nennenswerten
Zufluss. Nach der Abzweigung der genannten vierten Wasserleitung wendet sich der Fluss in tief eingeschnittenem Bett merkbar
nach NO. und mündet zwischen Hérémence und Useigne ins Eringerthal (Val d'Hérens) aus, um sich als deren
bedeutendster Zufluss in 740 m von links mit der Borgne zu vereinigen.