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In den letzten Jahren hat der Einsatz von Vitamin-B12-Tests in der Schweiz stark zugenommen. Patientinnen und Patienten mit einem Risiko für oder Verdacht auf Vitamin-B12-Mangel erhalten einen Test. Ziel des Berichtes war es, die Vor- und Nachteile von verschiedenen Vitamin-B12-Tests zu prüfen, und ob Tests vor dem Beginn einer Vitamin-B12-Abgabe überhaupt erforderlich sind.
Die untersuchten Studien hatten unterschiedliche Inhalte. Einige befassten sich mit der Diagnosegenauigkeit von Vitamin-B12-Tests, andere mit der Auswirkung der Testergebnisse auf das weitere Vorgehen der behandelnden Fachpersonen. Weitere Studien untersuchten bei der Abgabe von Vitamin-B12 die Dosierung und den Verlauf der Therapien. Die Ergebnisse des Berichts lassen betreffend Testen keine klaren Schlussfolgerungen zu. Klar ist aber, dass ein längerfristiger Vitamin-B12-Mangel zu körperlichen Schäden führen kann.
Eine soziale und organisatorische Frage war, dass Vitamine immer mehr «medikalisiert» werden und dass deshalb unnötige Tests zunehmen. Möglichkeiten, unnötige Vitamin-B12-Tests in der Praxis zu reduzieren, sind bessere Information der Ärztinnen und Ärzte, eine längere Konsultationsdauer und das Entfernen von Vitamin-B12-Tests aus Testkits. Die ethische Frage bezüglich der Möglichkeit falscher Testergebnisse zeigte, dass der allfällige daraus resultierende Schaden als minim zu betrachten ist.
Der Bericht kommt zum Schluss, dass die vorhandenen Erkenntnisse keinen Aufschluss darüber geben, wann welcher Vitamin-B12-Test oder welche Testkombination zum Einsatz kommen soll und auch nicht, ob die Tests einen Einfluss auf die Behandlung haben. Ebenso gibt es bei den Schweizer Ärztinnen und Ärzten kein einheitliches Vorgehen wann sie wie viele und welche Testverfahren in welcher Reihenfolge einsetzen.