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"Vielen Tierschützern und Konsumenten scheint nicht klar zu sein, wofür damit geworben wird", so Achim Stößer von Initiative Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus. "Sie kennen die Haltungsformen offenbar nur von den bunten bukolischen Bildchen auf den Eierkartons oder allenfalls aus Werbeprospekten der Tierausbeutungsindustrie." Aus diesem Grund hat Maqi in den vergangenen Tagen über einhundert neue Fotos im Internet zugänglich gemacht, die bei Recherchen in Tierausbeutungsbetrieben entstanden und die Realität der Bodenhaltung dokumentieren, also der Gefangenhaltungsform, aus der hier in Deutschland nach Abschaffung der sogenannten Käfighaltung die Mehrzahl der nicht importieren Eier kommt (http://maqi.de/bilder/bodenhaltung.html).
Das Hauptproblem dabei besteht darin, daß die Tierschützer mit ihren Petitionen, Postkartenaktionen und Demonstrationen (oft direkt, zumindest aber implizit) für Tierausbeutung werben. Damit richten sie enormen Schaden an: sie tragen dazu bei, das Trugbild, es gäbe eine "bessere" Form der Ausbeutung, zu verstärken, und legen damit der Verwirklichung von Tierrechten Steine in den Weg.
Worin die von Tierschützern proklamierte "Verbesserung" für die Tiere bestehen sollte, konnte auf Nachfrage von Maqi bislang keiner von ihnen beantworten. Wenig verwunderlich, schließlich ist die Sterblichkeitsrate in den sogenannten "alternativen Haltungen" in der Regel höher. Die bloße Abwesenheit der für Legebatterien typischen Käfige und schrägen Drahtgitterböden wird also durch andere fatale Faktoren erkauft, etwa erhöhte Aggressionen, da die große Zahl der Tiere ein normales Sozialverhalten unmöglich macht. Zudem werden auch in der üblichen Bodenhaltung Gitterböden eingesetzt, und eine Bodenhaltung ist nichts anderes als ein einziger, großer Käfig. Tatsächlich bedeutet eine Abschaffung der Käfighaltung mehr Tote, zum einen wegen der höheren Sterberate, zum anderen, weil aufgrund der geringeren Zahl der pro Tag und Huhn gelegten Eier mehr Hennen erforderlich sind, um die gleiche Anzahl an Eiern zu "produzieren". Insgesamt also Millionen mehr tote Hennen und männliche Küken, um die Konsumenten mit der gleichen Eimenge wie bislang zu versorgen (vgl. "Verbot der Käfighaltung - ein Pyrrhussieg?", 2001).
"Wenn Millionen Menschen kurz nach der Geburt zu fünft in Telefonzellen gesperrt werden, um schließlich umgebracht zu werden - worin liegt dann die Verbesserung, sie zusammen in überfüllte Konzerthallen zu pferchen (wo sie sich zudem noch tottrampeln)?" so Stößer weiter. Forderungen nach anderen Haltungsformen - etwa solchen, in denen die Hühner "Flügelschlagen" oder "Sandbanden" können, entsprechen der Forderung, Galeerensklaven höhere Decken zuzugestehen, um ihnen das Sambatanzen zu ermöglichen, und damit sie nicht mit den Fingern essen müssen Messer und Gabel (mit denen sie sich dann gegenseitig umbringen) - in ihrer Situation sicher mit das letzte, das sie interessiert.
Entsprechend ergeht es den Hühnern:
Gemeinsam ist beiden Interessensgruppen, zu unterschlagen, daß hier wie da die Tiere leiden und umgebracht werden. Daran, daß tatsächlich etwas verbessert wird - auf die einzig mögliche Weise: durch Veganismus, also Abschaffung der Ausbeutung und Ermordung - ist keine Seite interessiert. Die Eierfabrikanten würden ihre Abnehmer verlieren, die Tierschützer fürchten um ihre von Tierausbeutern stammenden Spenden und Mitgliedsbeiträge. Beides ist also jeweils primär ökonomisch motiviert.
"Im übrigen stammt auch bei uns in der Schweiz, wo die Käfighaltung seit 1992 verboten ist, noch immer ein großer Teil der Schaleneier aus Käfighaltung - bis zur Hälfte werden importiert", erläutert Claude Martin von Maqi. "Von den verarbeiteten Eiern, die aus Kostengründen überwiegend aus Käfighaltung stammen, gar nicht zu reden. Die einzige wirkliche Alternative ist also Veganismus - für jeden Durchschnitts-Eikonsumenten, der vegan wird, werden jährlich ein Küken und eine Henne weniger umgebracht."
Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus setzt sich für eine Verwirklichung der Tierrechte (so etwa das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit), die Abschaffung der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies (analog zu Antirassismus und Antisexismus) und die Etablierung einer veganen Gesellschaft ein.
Nähere Informationen und Bildmaterial bei Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus, c/o Achim Stößer, Brauhausgasse 2, D-63628 Bad Soden-Salmünster, Tel. 06056/9177888, <email-pii>, http://maqi.de.
|Autor:||Achim Stößer|
|WWW:||http://maqi.de|
|Email:||<email-pii>|