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Die Section
Im Jahre 1819 fanden sich einige Berner und Zürcher Studenten in Zofingen zusammen, um sich in einem Verein zusammenzuschliessen. Sie wollten so ihrem gemeinsamen Gedankengut, welches sie im Vorjahr bei gemeinschaftlichen Anlässen entdeckt hatten, zum Ausdruck verhelfen. Dies war die Geburtsstunde der Zofingia. Wie so oft in einem jahrhundertealten Verein ist auch die Zürcher Sektion in der Vergangenheit nicht von Turbulenzen verschont geblieben. Aus der Zofingia Zürich gingen Verbindungen wie die Helvetia, die Neuzofingia und die Neuzofingia zu Zürich hervor. Einige sind bis heute aktiv, andere sind in den Fluten der Moderne untergegangen.
Eine zentrale Rolle in der Geschichte unseres Vereins spielt die Mensur. Als zur 19. Jahrhundertwende diese studentische Art des Fechtens mit scharfen Waffen zunehmend in Kritik geriet, wandten sich zahlreiche Verbindungen davon ab. So auch der Schweizerische Zofingerverein. Die Sektion Zürich durfte jedoch als Sonderfall die Mensur weiter betreiben. Nach vereinsinternen Überwerfungen zu diesem Thema kam es 1903 zur Auflösung und Neugründung der Sektion Zürich als nun auch nichtschlagende Studentenverbindung. Einige Zofinger, die sich weiterhin in der Mensur betätigen wollten, kehrten der Zofingia den Rücken. Auf diese letzte Abspaltung gründet sich die Zürcher Sektion, wie sie bis heute besteht.
Die Blanche
Die Wirtschaft zum Vorderberg besteht aus drei Gebäudeteilen, nämlich dem "Gesellenhaus", dem ehemaligen Restaurant "Weingarten" und einem neueren Verbindungstrakt zum Konsum. Das Gesellenhaus als mächtiger, massiver Bau dominiert heute die Häusergruppe neben der alten Kirche Fluntern. Der Bau wurde 1640 erstmals in den Akten der Stadt Zürich erwähnt. In diesem Haus trafen sich die Bürger zu Versammlungen und die Behörden zu Sitzungen. Nach den Gemeindeversammlungen "langte" es noch zu einem festlichen Nachtag und zu einem Mittagessen. Über der Wirtsstube lagen noch zwei Stuben, in denen Schule und Kinderlehre gehalten wurde. 1761/62 stand das erste Schulhaus und das Kirchlein zur Verfügung.
Der von der Gemeinde gewählte Gesellenwirt führte die Wirtschaft und durfte Dorfgenossen und Gesellen auf Wanderschaft mit Speise und Trank versorgen und beherbergen. Die Wirtsstelle im Gesellenhaus wurde für drei Jahre an den Meistbietenden verliehen. Hielt sich der Wirt recht, konnte er die Pacht für eine weitere Amstdauer übernehmen.
Gemeindeversammlung und Bürgertrunk fanden immer im Gesellenhaus statt, bis dieses 1836 an einen Privatmann verkauft wurde, allerdings mit der Auflage, dass darin nicht mehr gewirtet werden durfte. 1892 wurde die Gemeinde Fluntern in die Stadt Zürich eingemeindet und keine Gemeindeversammlungen mehr abgehalten. Die Tradition des Bürgertrunkes wurde noch bis 1917 weitergeführt.
Trotz des Verbotes entstand im Gesellenhaus wieder eine Wirtschaft. 1861 wurde zudem eine Bäckerei eingerichtet, die bis Ende der 1940er Jahre bestand. 1895 wurde neben dem Gesellenhaus ein Neubau errichtet und die Wirtschaft "Zum Weingarten" eröffnet. 1962 sollte der gesamte Häuserkomplex mit der alten Kirche Fluntern einem Strassenprojekt weichen. Die Flutermer wehrten sich in einer Abstimmung gegen den Abbruch. Mit Unterstützung der Pfadfinder und der Studentenverbindung Zofingia wurde der Schutz der Häusergruppe angenommen.
Die Alt-Zofinger übernahmen den Gebäudekomplex und beschlossen diesen nach den Plänen des Hochbauamtes instandzustellen. 1967 wurde die "Wirtschaft zum Vorderberg" eröffnet. Sie bildet heute das Zentrum des Quartiers Fluntern.
Kontakt
Besuche uns auch auf unseres Sectionspage www.zofingia-zuerich.ch.