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Abstract
Das Projekt willl den Status quo der Beziehungen zwischen den Sprachgruppen im privaten, gesellschaftlichen und öffentlichen Raum am Beispiel Biel-Bienne erfassen. Resultieren sollen Massnahmen für eine sinnvolle Sprachpolitik im Hinblick auf eine Förderung des Zusammenlebens in mehrsprachigen Gemeinden und Kantonen.
Was ist das Besondere an diesem Projekt?
Die Gebert Rüf Stiftung unterstützt das Projekt, weil es die Beziehungen zwischen den beiden Sprachgruppen in der Region Biel/Bienne in angewandter Weise untersucht: Da die Ergebnisse nicht nur den Status Quo beschreiben wollen, sondern daraus auch Massnahmen für eine zukunftsgerichtete Sprachpolitik entwickeln will, kann ihm exemplarische Bedeutung zukommen. Letztlich geht es um die Förderung des Zusammenlebens in mehrsprachigen Regionen - ein europäisches Thema.
Stand/Resultate
In Vorbereitung sind zwei Publikationen, in denen die Resultate zusammengefasst werden: einerseits ein Sammelband mit wissenschaftlichen Aufsätzen des Forschungsteams und andererseits ein Buch zur Bieler Zweisprachigkeit. Die Publikationen sind für das Jahr 2005 vorgesehen. Zum Abschluss des Projektes fand im März 2004 in Biel-Bienne ein Kongress mit dem Titel "VILLES BILINGUES - ZWEISPRACHIGE STÄDTE - BILINGUAL CITIES" statt. Eingeladen waren Wissenschaftler, die die Situation mehrsprachiger Städte darstellten (neben Biel-Bienne Hongkong, Accra, Ziguinchor (Senegal), Barcelona, Freiburg, Toronto). Der Kongress stiess auf ein grosses Echo in den lokalen und kantonalen Medien. Die Ergebnisse des Projekts: es zeigte insgesamt klar, dass die mehrsprachige Kommunikation in Biel/Bienne gut verankert ist. Die Auswertung der sozialen Netzwerke der Befragten machte deutlich, dass die meisten Personen über mehrsprachige Netzwerke verfügten, dies vor allem in den Bereichen Beruf und Freundeskreis. Die Auswertung der inszenierten Gespräche zeigte, dass in Biel/Bienne der Normalfall das Eingehen auf die Sprache des Fragenden oder der Kundin ist, auch wenn die befragte Person nur über beschränkte Möglichkeiten in der anderen Sprache verfügt. Im Gegensatz dazu war in Freiburg Französisch die Sprache, die als erste gewählt wurde; Deutsch wurde selten als Erstsprache gewählt. Der insgesamt positive Befund zur Zweisprachigkeit in Biel/Bienne ist die Konsequenz eines ständigen Bemühens um gegenseitiges Verständnis und vor allem auch die Rücksichtnahme auf die sensiblere sprachliche Minderheit. Darum sind Massnahmen zur ständigen und nachhaltigen Förderung der Zweisprachigkeit nötig, wie etwa zweisprachige Schulen, die angemessene Vertretung der Minderheit in der städtischen Verwaltung und die Förderung der Zweisprachigkeit in Betrieben durch das Label für die Zweisprachigkeit.
In Vorbereitung sind zwei Publikationen, in denen die Resultate zusammengefasst werden: einerseits ein Sammelband mit wissenschaftlichen Aufsätzen des Forschungsteams und andererseits ein Buch zur Bieler Zweisprachigkeit. Die Publikationen sind für das Jahr 2005 vorgesehen.
Medienecho
19.3.2004 Telebielingue
18./19.3.2004 Radio Canal 3, Radio Jura Bernois, Radio DRS, Regionaljournal Bern, Freiburg, Wallis.
Bieler Tagblatt, 9.3.2004: "Die Situation der Sprachen in Biel"
Journal du Jura, 10.3.2004: "Bilinguisme. Un colloque d'envergure internationale aura lieu à Bienne les 19 et 20 mars"
Biel Bienne, 17.3.2004: Martina Ryser: "Zweisprachigkeit wird erwartet / Exigences élevées"
Bieler Tagblatt, 20.3.2004: Samia Guemei: "Es braucht bilinguale Schulen"
Bieler Tagblatt, 20.3.2004: "Biel: Studie zur Zweisprachigkeit. Behutsames Miteinander"
Der Bund, 20.3.2004: "Bilingue sind die anderen"
Journal du Jura, 20.3.2004 Colloque "Villes bilingues"
Journal du Jura, 20.3.2004: "Les Welches, éternels râleurs?"
Journal du Jura, 22.3.2004: Colloque "Villes bilingues". Un bilan tout à fait positiv. Des enseignements à tirer"
Swissinfo, 22.3.2004: "Le bilinguisme sous la loupe" / "Zweisprachigkeit unter die Lupe genommen"
NZZ online / Englisch Window 23.3.2004: "Language still proves a divisive issue"
La Liberté, 22.3.2004: Gérard Tinguely: "Les Biennois se font une image plutôt positive de leur bilinguisme"
Le Temps, 27. 3. 2004, Pierre-Emmanuel Buss: "L'évolution de la culture bilingue des Biennois"
Links
Letzte Aktualisierung dieser Projektdarstellung 07.11.2018