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Sie kennen die epidemiologischen Daten über die Harninkontinenz in der Schweiz.
Sie kennen die wesentlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Formen von Harninkontinenz.
Sie kennen die therapeutischen Ansätze für die verschiedenen Formen von Harninkontinenz.
Sie kennen die häufigsten Ursachen und Risikofaktoren einer Harninkontinenz.
Zusammenfassung
Die Harninkontinenz ist eine Krankheit, die über 400’000 Personen in der Schweiz betrifft. Frauen sind mehr betroffen als Männer. Unter unfreiwilligem Urinverlust leiden Patienten aller Alterskategorien, wobei mit dem Alter die Tendenz klar steigend ist. Der Begriff der Inkontinenz umfasst verschiedene Formen und wird deswegen nach ICS in Kategorien unterteilt. Harninkontinenz ist nicht gleich Harninkontinenz. Frauen sind mehr von Stressinkontinenz betroffen, welche die häufigste Inkontinenzform überhaupt ist. Männer leiden hingegen häufiger unter Überlaufinkontinenz. Schwangerschaft, Geburt und Mangel an Östrogen nach der Menopause sind die relevantesten Risikofaktoren für die Frauen.
Für die Männer tritt die Problematik oft in Zusammenhang mit der Vergrösserung der Prostata (BPH) auf. Aufgrund der Vielfältigkeit der Harninkontinenz ist eine Aufklärung der primären Ursache für die Wahl der bestmöglichen Therapie notwendig. In erster Linie werden verhaltenstherapeutische, physiotherapeutische sowie medikamentöse Massnahmen angewendet. Die operativen Massnahmen können in einigen Fällen notwendig sein oder kommen für solche Patienten in Frage, bei welchen die konventionelle Therapie erfolglos war. Die Rolle der Apotheker könnte neben der Begleitung in der Therapie, die aktive Information für die Zielgruppen sein. Inkontinenz ist für die meisten Personen ein Tabuthema und viele Betroffene suchen im ersten Moment oft keine professionelle Hilfe. Die Möglichkeit, eine diskrete und kompetente Beratung in der Apotheke zu erhalten, könnte einigen Patienten helfen, die Hemmungen gegenüber diesem «Tabuthema» zu überwinden, was eine Verbesserung ihrer Lebensqualität bedeuten könnte.