Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/100475

<h2>SubmittedText<h2><p>Wer hofft, dass ihm jemand in schwierigen Momenten versteht und beisteht, der wird dann nicht enttäuscht werden, wenn er selber auch zu Empathie und zu Beistand fähig und bereit ist.</p><p>In diesem Sinne frage ich den Bundesrat, ob er währungs- und finanzpolitisch gefährdete Staaten wie Ungarn, Ukraine, Lettland, Litauen, Estland und Österreich Beistand angeboten hat.</p><p>Wie gedenkt er einen solchen zu verwirklichen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen ihres Engagements im IWF und in der Weltbank sowie in den regionalen Entwicklungsbanken unterstützt die Schweiz die verschiedenen Finanzhilfen, die zugunsten der osteuropäischen Staaten gesprochen wurden und auch zugunsten von anderen Staaten, die mit den Auswirkungen der Krise zu kämpfen haben.</p><p>In den Augen des Bundesrates soll diesen Problemen in erster Linie auf dem multilateralen Weg begegnet werden. Hier lassen sich die finanziellen Ressourcen und die Fachexpertisen am besten poolen, und es kann am ehesten eine Gleichbehandlung der Staaten erreicht werden.</p><p>In Spezialfällen und als weitere Absicherung kommen bilaterale Unterstützungsmassnahmen infrage. Ein Beispiel hierfür sind die von der SNB eingegangenen Währungsmassnahmen, die vor allem auch osteuropäischen Zentralbanken die notwendigen Schweizerfranken bereitstellen. Konkrete Anfragen für die Beteiligung an Finanzhilfepaketen sind bisher beim Bundesrat keine eingegangen.</p>