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Sie war in der Gunst der Zuschauer die beliebteste Bewohnerin: Andrea Singh kam bei der ersten "Big Brother"-Staffel ins Finale und wurde Dritte. Auch sie erlebte Medienrummel, mochte ihn aber nicht: Sie surfte in die Anonymität.
"Jeder kann ein Sieger sein", lautet der Refrain des Songs "Gewinner". Der wurde im Juni 2000 veröffentlicht. Mit einem Video, das eine Partymeute in einer Hotelanlage am und im Pool zeigt. Mitten drin die Interpreten: Andrea Singh (damals 34) und John Milz (damals 26). Ihres Zeichens Drittplatzierte und strahlender Überraschungssieger der ersten "Big Brother"-Staffel. Der Song erreichte Platz 40 in den Charts. Er war nur vier Wochen in den Hitlisten vertreten. Andreas Solo-Single "Du fehlst mir" gelang das Kunststück gar nicht. Die Sängerin Andrea hatte eine recht kurze Halbwertszeit. Beinahe so kurz wie die des Reality-TV-Stars Andrea im Spotlight der Öffentlichkeit. Sie fühlte sich da nicht wohl. Und verschwand.
Andrea Singh: 25.000 Mark Starthilfe von "Big Brother"-Sieger John
Andrea Singh, die Tochter eines Inders, stammt aus Duisburg. Sie arbeitete als Projektmanagerin in Köln, als sie sich bei "Big Brother" bewarb. Am 28. Februar rückte sie mit der "Big Brother"-Rasselbande der Stunde Null in den Container ein und verließ ihn 102 Tage später als Drittplatzierte. Und mit 25.000 Mark, die ihr Sieger John, der Gütige, von seiner 250.000-Mark-Siegprämie abgegeben hatte.
Es folgten TV- und Show-Auftritte. Sie war Gast bei der "Harald Schmidt Show", wurde im Januar 2001 als Jurorin für die "Miss Germany"-Wahl angeheuert und durfte im Mai sogar als Moderatorin bei "Die dümmsten Männer der Welt" ran. Das Pendant "Die dümmsten Frauen der Welt" durfte BB-Kollege Alex Jolig moderieren.
Andrea Singh: Aus Portugal zurückgekehrt und wieder im TV-Bereich tätig?
Danach, so berichtete "TV Movie" vor vier Jahren, habe Andrea mehr und mehr Probleme mit der Popularität bekommen. Ständig auf der Straße erkannt und angesprochen zu werden, war nicht ihre Sache. Sie zog die Konsequenzen: Sie siedelte, so "TV Movie", mit ihrem Freund nach Portugal über und verwirklichte, so heißt es, sich den Traum einer eigenen Surfschule. Das Magazin verwies auf ein Interview mit der "TZ" und zitierte Singh: "Das war keine Flucht, aber ich bin froh, hier nicht mehr erkannt zu werden."
Sie wurde Wellenreitern, hüpfte aufs Board und verschwand da, wo sie sich wohlfühlte: in der Anonymität. In der Öffentlichkeit ward sie nicht mehr gesehen. Gut möglich aber, dass sie um 2014 zurückkehrte. Und in Köln seither als Redakteurin für diverse Entertainmentfirma wie Endemol, UFA und Warner Bros. arbeitete und arbeitet. Jedenfalls sieht das Job-Profil-Bild auf bekannten Business-Portalen der Drittplatzierten erstaunlich ähnlich ...