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Meine Motivation
Meine Motivation, mich auch politisch zu engagieren, hat viel mit meiner Geschichte zu tun:
Geboren wurde ich am 24.6.1978 in Kamenicë, Kosovo, als Tochter einer Unternehmerin und eines Lehrers, in eine politisch engagierte Familie.
Mit Politik bin ich gross geworden, denn im ehemaligen Jugoslawien war unser aller Leben, soweit ich mich erinnern kann, von politischen Spannungen bestimmt.
Nach dem Gymnasium begann ich das Studium zur Lehrerin. In Folge des Kosovo-Krieges musste ich dieses wegen der Emigration in die Schweiz abbrechen. 1999 bin ich im Alter von 21 Jahren in die Schweiz gekommen
Mein Weg
Mit meinem Ehemann Afrim Maliqi habe ich hier in Rorschach eine Familie gegründet und zwei Kinder, Rion und Viola, grossgezogen.
Geboren und aufgewachsen bin ich in Kamenicë, einer Kleinstadt in Kosovo.
1999 bin ich im Alter von 21 Jahren in die Schweiz gekommen. Ich hatte Glück, denn mein Flugzeug war die letzte Passagiermaschine, die Kosovo zur dieser Zeit noch in Richtung Schweiz verlassen konnte.
Die ersten Jahre in der Schweiz waren für mich nicht einfach, denn es gab nicht nur Sprachbarrieren, sondern auch andere.
Auch die Kultur sowie das ganze gesellschaftliche und politische System waren mir fremd.
Bezahlbare Kinderbetreuung für alle gab es anfangs der Zweitausenderjahre nicht hier in Rorschach. So war es klar, dass ich mit den Kindern zu Hause blieb und mein Mann Afrim arbeitete.
Es dauerte sicher 5 Jahre, bis ich erste Kontakte zu anderen Familien, auch Schweizer Familien, knüpfen konnte. Erst als ich selbstständig erste Freunde fand, begann ich mich hier in Rorschach wohlzufühlen.
Nun begann ich, mich in verschiedenen Integrationsprojekten hier in Rorschach zu engagieren:
Angefangen habe ich 2010 als Kulturvermittlerin beim Caritas Frauenprojekt <femmes tische> und einem Frühförderungsprojekt für Eltern und Kinder im Vorschulalter in der Schule Rorschach.
Auch im weitherum bekannten und mit dem Integrationspreis <Enzian> ausgezeichneten Rorschacher Quartierentwicklungsprojekt <Projet urbain> waren mein Mann Afrim und ich von Anfang an aktiv engagiert. Als Theaterbegeisterte gelang es mir im Rahmen dieses Projektes zusammen mit Beatrice Mock, freischaffende Theaterpädagogin aus Rorschach, zwei Theateraufführungen mit Laienschauspieler/innen aus elf Nationen auf die Beine zu stellen. Die Aufführungen der Theaterstücke <Welt in Rorschach> 1 und 2 waren 2015 und 2017 restlos ausverkauft.
Seit 2012 leite ich das Projekt ,,Kinderzeit'', ein Spielnachmittag für Kinder des Schulkreises Pestalozzi in Rorschach.
Durch mein Engagement für die Integrationsprojekte in der Stadt Rorschach gewann ich an Selbstsicherheit und lernte auch viele Menschen kennen, denen es in ihrer Migrationsgeschichte ähnlich ergangen war wie mir. Die vielen neuen Kontakte mit Schweizer/innen und Migrant/innen halfen mir, mich in Rorschach und in der Schweiz heimisch zu fühlen.
Meine Ziele
Ich möchte im Schulrat mitarbeiten,
- weil ich die Herausforderung der Integration aus eigener Erfahrung kenne;
- weil ich als Mutter von zwei Kindern die Situation der Eltern bestens kenne;
- weil mir der Umgang mit der Vielfalt an der Schule Rorschach wichtig ist;
- weil die Vertretung der Eltern mit Migrationshintergrund gestärkt werden muss.
Ich will Brücken bauen, zwischen Behörden, Lehrerschaft und den Migranten-Familien.
Ich will mithelfen, Steine aus dem Weg zu räumen, damit unsere Schule noch besser funktionieren kann.