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Zum zweiten Mal in diesem Jahr nach Adelaide im Februar schaffte es Bencic in den Final. Damals verpasste sie den Titel gegen die Polin Iga Swiatek. Beim erstmals ausgetragenen Turnier in Berlin scheint die Ostschweizerin bestens gerüstet, um ihren fünften WTA-Turniersieg einzufahren, den ersten seit Oktober 2019 in Moskau. Bencics Widersacherin im Final ist die 22-jährige russische Qualifikantin Liudmila Samsonowa.
Im Steffi-Graf-Stadion in Berlin waren Bencics Gegnerinnen – Jule Niemeier (WTA 167), Petra Martic (WTA 25), Jekaterina Alexandrowa (WTA 34) und Alizé Cornet (WTA 63) – bislang noch nicht die bekanntesten. Aber gefordert wurde Bencic trotzdem, auch im Halbfinal gegen Cornet. Im ersten Satz schaffte die kämpferische Französin zunächst das Break zum 4:4 und wehrte später drei Satzbälle ab.
Bencic ärgerte sich immer mal wieder – über den Service, der sie ab und zu im Stich liess, oder über einen verschlagenen Smash im zweiten Satz. Aber die Weltranglisten-Zwölfte blieb auf ihrer liebsten Unterlage ununterbrochen fokussiert und auf Kurs. «Ich spiele am besten, wenn ich mich ärgere», stellte sie im Platzinterview fest. Auf jeden Rückschlag und jede Reaktion von Cornet fand Bencic jeweils fast sogleich die passende Antwort.
Am Sonntagmorgen um 11.00 Uhr bestreitet Bencic gegen Samsonowa ihren vierten Final auf Rasen (Sieg in Eastbourne 2015, Niederlagen in 's-Hertogenbosch 2015 und Mallorca 2019). Samsonowa, die Nummer 106 der Weltrangliste, setzte sich in den vier Partien im Haupttableau gegen lauter deutlich besser klassierte Gegnerinnen durch, im Halbfinal mit 6:4, 6:2 gegen die zweifache Australian-Open-Siegerin Victoria Asarenka aus Belarus, die WTA-Nummer 16. Bencic und Samsonowa haben bisher nie gegeneinander gespielt.