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Ich trete an:
Pierre-Olivier Nobs, neu, CSP
Was halten Sie von der Idee der SVP, den Staatsrat mittels Proporzwahl zu bestimmen?
Das ist eine schlechte Idee. Eine Regierung sollte aus Persönlichkeiten bestehen, die zusammenarbeiten. Der Unabhängige Pascal Corminboeuf hat gezeigt, dass ein Staatsrat gute Arbeit leisten kann, ohne eine Partei hinter sich zu haben.
Welcher Staatsratentscheid der letzten Legislatur war ein Fehler?
Das war der Entscheid, bis 2016 zu warten, bevor der Kanton 50 Prozent der Spitalkosten übernimmt. Indem er bis dahin nur 45 Prozent übernimmt, spart er zwar, doch auf Kosten der Prämienzahler.
Soll der Kanton die Stadt Freiburg finanziell unterstützen, damit sie offiziell zweisprachig wird?
Der Kanton sollte es ermöglichen, dass sich eine zweisprachige Agglomeration mit einem starken Zentrum entwickelt; darum sollte Düdingen in der Agglo bleiben. Der Kanton sollte Rahmenbedingungen schaffen, zum Beispiel ein Übersetzungsbüro zur Verfügung stellen, und alle zweisprachigen Gemeinden unterstützen.
Sind Sie für den Windpark Schwyberg und das Kleinwasserkraftwerk in der Sense?
Wenn die Vogelzüge geschützt werden können und man technische Lösungen findet, um die Natur zu schützen, bin ich für den Windpark. Das Dossier des Kleinkraftwerks habe ich noch nicht studiert. Zustimmen werde ich nur, wenn das Leben im Fluss und die Einmaligkeit dieser Auenlandschaft erhalten bleiben.
Bald gibt es im Kanton Freiburg 300000 Einwohner – ist das ein Grund zur Freude oder zur Sorge?
Ohne Strategie muss man sich Sorgen machen; mit Strategie darf man sich freuen. Damit das Bevölkerungswachstum positiv ist, muss in den Bezirkszentren verdichtet gebaut werden. Zudem müssen die Zentren mit dem öffentlichen Verkehr verbunden werden. So können wir wachsen, ohne weiter Landwirtschaftsland zu vergeuden.
Der Kanton hat ein Vermögen von 817 Millionen Franken. Wenn Sie darüber verfügen könnten: Welches Projekt würden Sie umsetzen?
Ich würde die S-Bahn schneller umsetzen und sofort einen Halt in Düdingen einführen. Die Familien würde ich mit einem reellen Projekt zum Ausbau der ausserfamiliären Kinderbetreuung unterstützen. Zudem würde ich die Kantonsgebäude mit Solaranlagen decken. Ich würde auch die Anzahl Schüler pro Klasse senken, damit die Lehrpersonen mehr Zeit für schwächere Schüler haben.njb/Bild ae/a
Bis zu denStaatsratswahlen befragen die FN alle Kandidatinnen und Kandidaten. www.freiburger-nachrichten.ch