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US-WissenschaftlerInnen der Sandia National Laboratories in New Mexico haben an der Entwicklung von atomar betriebenen Flugzeugdrohnen gearbeitet. Diese unbemannten Flugobjekte wären imstande, nicht mehr nur einige wenige Tage, sondern Monate in der Luft zu bleiben. Das schreibt der britische «Guardian», der sich dabei auf die Vereinigung amerikanischer Wissenschaftler (FAS) bezieht. Die Forschungen zu den für militärische Zwecke vorgesehenen Drohnen erfolgte unter grosser Geheimhaltung. Konventionelle Militärdrohnen, wie etwa die MQ-9 Reaper, die in Afghanistan und Pakistan Bomben auf Aufständische werfen, verfügen nur gerade über eine Flugzeit von vierzehn Stunden, wenn sie Kriegsmaterial geladen haben, danach müssen sie wieder aufgetankt werden. Atomar betriebene Drohnen könnten dagegen mehr Bomben transportieren. Ausserdem böten sie wegen ihrer Reichweite den Vorteil, dass sie nicht in unsicherem Gebiet gewartet werden müssten.
Atomar betriebene Drohnen, die womöglich auf bewohntes Gebiet abstürzen oder in die Hände von «Terroristen» fallen? Die Vorstellung ist offenbar auch dem Auftraggeber der Forschung, dem US-Verteidigungsministerium, nicht ganz geheuer. So heisst es in einer Projektzusammenfassung der Sandia Laboratories, dass «keines der Resultate in naher oder mittlerer Zukunft gebraucht wird», die «politischen Realitäten würden es leider nicht erlauben, sie zu nutzen». Die Sandia Laboratories in New Mexico werden vom Pentagon finanziert und durch den Waffenkonzern Northrop Grumman betrieben.