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“Misericordias Domini in aeternum cantabo.”
„Ich will singen von der Gnade des Herrn ewiglich.“
Dieser zweite Sonntag nach Ostern ist von dem Motiv des guten Hirten geprägt und wird daher auch als Guthirtensonntag bzw. Hirtensonntag bezeichnet. Alttestamentliche Lesung (Hesekiel 34) und Evangelium (1. Petrus 2 und Johannes 19) sprechen von Gott als dem guten Hirten und von Erfahrungen mit schlechten Hirten.
Seit die Alte Kirche die Evangelienlesungen für die einzelnen Sonntage festgelegt hatte, stand der 2. Sonntag nach Ostern im Zeichen des guten Hirten (so bis heute in der lutherischen und reformierten wie auch in der alt-katholischen Kirche). Die römisch-katholische Kirche verlegte mit der Liturgiereform 1970 den Sonntag des guten Hirten um eine Woche auf den 4. Sonntag der Osterzeit, um die ersten drei Ostersonntage den eigentlichen Osterevangelien (Begegnungen mit dem Auferstandenen) vorzubehalten.