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215 Jahre alt wurde die Buche in der kleinen westirischen Ortschaft Collooney. Dann fällten Winterstürme den stattlichen Baum – und legten die sterblichen Überreste eines jungen Mannes frei, der vor langer Zeit dort begraben worden war.
Das Skelett des Mannes, der im Alter von 17 bis 20 Jahren gestorben war, wurde beim Fall des Baumes auseinandergerissen. Füsse und Unterkörper blieben im Erdreich stecken, Oberkörper und Kopf blieben im Wurzelwerk hängen und wurden damit nach oben befördert, wie die Irish Times berichtete.
Der Teenager war nicht eines natürlichen Todes gestorben, fanden die Archäologen des Sligo-Leitrim Archaeological Services heraus: Zwei Messerstiche in der Brust und einer in der Hand zeigen, dass sein Ableben gewaltsam war. Die Bluttat ereignete sich im Mittelalter; gemäss den Radiokarbondatierungen wurde das Opfer zwischen 1030 und 1200 bestattet, und zwar nach christlichen Gebräuchen.
Jahrhunderte später wuchs dann die Buche auf seinem Grab. Möglicherweise befanden sich im Mittelalter an dieser Stelle eine Kirche und ein Friedhof. Darauf lassen historische Aufzeichnungen schliessen. Allerdings fanden die Archäologen bisher keine weiteren Skelette. (dhr)
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