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Richard Ashcroft: Das Beste kommt noch
Richard Ashcroft, du bist jetzt seit einiger Zeit unterwegs
Ja, das geht schon eine Weile so. Aber nicht so lange wie bei Neil Young oder Bob Dylan. Dylan veröffentlichte eines der besten Alben dieses Jahres. Das gibt mir Hoffnung, dass ich noch nicht einmal begonnen habe.
Denkst du das wirklich?
Ja, auf eine gewisse Art und Weise schon. Ich denke nicht, dass ich die besten Songs schon bereits geschrieben habe.
Du betrachtest diejenigen auf Urban Hymns also nicht als deine besten Songs?
Das sind meine Songs. Ich habe sie geschrieben. Wenn du Urban Hymns anschaust, dann steht da: Geschrieben von Richard Ashcroft. Es heisst nicht, dass die von The Verve stammen, sondern sie sind von mir. Es sind grossartige Songs, es geht auch nicht darum, diese zu toppen. Viel mehr geht es darum, sich in verschiedene Richtungen zu bewegen und verschiedene Farben auszuprobieren. Ich sage nie, dass jedes Album besser wird, es geht immer ums gleiche. Ich denke, dies ist das Problem: Jeder will ein Comeback, jeder will irgend etwas sein. Wenn ich sterbe, sollen alle Songs zusammen als eine Einheit wahrgenommen werden.
Und die Plattenfirma wird ein Greatest Hits Album daraus machen.
(lacht) Genau. Oder ein Box Set…
Du sagtest, dass 2006 ein gutes Jahr werden könnte, wenn wir alle die Vogelgrippe überleben. Das Jahr ist fast vorüber…
All die Vögel sind noch nicht angekommen. Musikalisch war es ein superbes Jahr, es ging nur vorwärts. Mit diesem Album habe ich einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Meine Gruppe an Fans ist weltweit angewachsen, was brillant ist. Das ist aufregend für die nächste Platte. Ich denke, die Geschichte wird sagen, wie merkwürdig es ist, dass ein Typ all diese Songs geschrieben hat. Es wäre interessant gewesen, zu sehen, was passiert wäre, wenn die Songs auf Urban Hymns meine erste Solo-CD geworden wären. Ich freue mich auch aufs nächste Jahr, weil dann meine neue Platte rauskommen wird.
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