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Im ehemaligen Steinbruch oberhalb von Arlesheim befindet sich ein kleines Naturschutzgebiet welches vor einigen Jahrzehnten mit mehreren Betonteichen ausgestattet wurde. Der angrenzende Wald und ein kleiner Halbtrockenrasen liegen auf flachgründigen Kalkböden und zum Teil auf ehemaligem Abräumschutt der Steinbruchnutzung. Aufgrund dieses Bodenaufbaus und der klimatischen Bedingungen im Steinbruch bildeten sich typische Waldgesellschaften der trocken, warmen Lagen aus. Einige typische Vertreter sind Mehlbeere, Waldföhre und Flaumeiche. Seit der Aufgabe der Abbautätigkeit und der extensiveren Nutzung des Waldes (keine Beweidung und Mittelwaldnutzung) hat eine starke Verbuschung und Verwaldung stattgefunden, die zu einer Verdunkelung dieser früher lichtdurchfluteten Lebensräume führte. Dies hatte zur Folge dass eine ganze Reihe spezialisierter, auf diese Bedingungen angewiesene Tier- und Pflanzenarten einen Bestandsrückgang erlitten oder ganz verschwunden sind. Im Rahmen eines Gesamtkonzeptes sollen die Lebensbedingungen für diese Arten, im Speziellen für Reptilien, verbessert werden.
Während einer Woche konnte das Naturnetz an verschiedenen Orten im Gebiet tatkräftig mithelfen diese Ziele zu erreichen. Neben einer Schlagräumung richteten wir unser Hauptaugenmerk auf das Entbuschen und Ausholzen von zukünftigen Lichtwaldflächen. Im Steinbruch befreiten wir mit Habegger und Strauchzwingen Teile der Felswand und ein Grasband dazwischen von aufkommenden Gehölzen. Dabei achteten wir, seltene, standorttypische Arten zu schonen und freizustellen. Um die Verbuschung einer Waldlichtung oberhalb des Steinbruchs zu verhindern, wurde die Vegetation mit Motorsensen gemäht und in angrenzenden Gebüschgruppen und im Wald zu Haufen aufgeschichtet.
Neben all diesen Arbeiten zur Verbesserung der Landlebensräume für Reptilien und anderer Zielarten mussten wir den grössten Teich im Gebiet von Fischen befreien. Dafür pumpten wir das Wasser ab und fischten über 500 Goldfische ab. Diese wurden von Gemeindeangestellten in einen speziell dafür angelegten Teich im Friedhof Arlesheim umgesiedelt. Erfreulich war, dass wir trotz der vielen Fische (welche gern Amphibienlaich und deren Larven fressen) doch einige Kammmolch- und Geburtshelferkröten Larven abfischen konnten.
Nun ist zu hoffen, dass sich die Bestände dieser beiden seltenen Amphibienarten erholen und in Zukunft der feine Ruf des Glögglifroschs vermehrt zu hören sein wird.
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