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Der ENSI-Rat hat Ende 2012 und 2013 einen Senior-Partner der Firma Hirzel.Neef.Schmid.Konsulenten AG als externen Berater im Bereich Kommunikation beigezogen. Dabei ging es um die Vorbereitung von Kommunikationsmassnahmen im Zusammenhang mit einem Bericht über die Unabhängigkeit des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats ENSI und eine Beratungstätigkeit in den Bereichen Kommunikation und Public Affairs.
„Der ENSI-Rat ist Ende 2012 auf diesen Kommunikationsfachmann zugegangen, weil er als ehemaliger Kommunikationschef eines Eidgenössischen Departements die Thematik bereits kannte und über ein entsprechendes Netzwerk verfügte“, erklärt ENSI-Ratspräsidentin Anne Eckhardt das damalige Engagement des Partners von Hirzel.Neef.Schmid.Konsulenten AG.
2012 liess der ENSI-Rat durch die Firma interface Vorwürfe prüfen, wonach zwischen der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle Nagra und dem ENSI ein „Filz“ existiere. Die Abklärungen im Auftrag des ENSI-Rats ergaben Ende 2012, dass diese „Filz“-Vorwürfe unbegründet sind. Dies bestätigten auch Abklärungen durch das UVEK.
Für die Vorbereitung der Kommunikationsmassnahmen der Ergebnisse des interface-Berichts engagierte der ENSI-Rat im November 2012 den Senior-Partner von Hirzel.Neef.Schmid.Konsulenten AG. „Da wir einen Bericht über das ENSI zu präsentieren hatten, wollten wir die Vorbereitungen für die Kommunikation durch eine externe Stelle begleiten lassen“, erklärt Anne Eckhardt.
Weiterführung des Mandats 2013
Im Frühling 2013 beschloss der ENSI-Rat die Zusammenarbeit befristet bis Ende 2013 weiterzuführen und sich bei Bedarf in den Bereichen Kommunikation und Public Affairs durch den Senior-Partner von Hirzel.Neef.Schmid.Konsulenten AG beraten zu lassen. Im Rahmen dieses Mandats war auch die Moderation eines Strategie-Workshops des ENSI-Rats durch ihn vorgesehen. Kurzfristig liess er sich jedoch durch einen anderen Partner von Hirzel.Neef.Schmid.Konsulenten AG vertreten.
„Der ENSI-Rat war sich bewusst, dass Hirzel.Neef.Schmid.Konsulenten auch für Beaufsichtigte tätig war“, erklärt Anne Eckhardt. „Deshalb haben wir eine strikte Trennung der Mandate verlangt.“ 2013 kam der ENSI-Rat zum Schluss, dass ein Engagement externer Berater nicht den erwarteten Nutzen erbringt und hat deshalb das Mandat nicht weitergeführt.
„Aus Governance-Gründen werden wir künftig keine Mandate mehr an Unternehmen vergeben, die gleichzeitig auch für Beaufsichtigte tätig sind“, sagt Anne Eckhardt.
Veröffentlichung im Rahmen eines BGÖ-Gesuchs
Im Rahmen eines Gesuchs gemäss Öffentlichkeitsgesetz BGÖ macht das ENSI nun die Dokumente öffentlich zugänglich, die im Zusammenhang mit diesen Mandaten entstanden sind. Insgesamt belief sich das Auftragsvolumen der Firma Hirzel.Neef.Schmid.Konsulenten AG auf rund 50‘000 Franken.