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(Zinkchlorid, salzsaures Zink, Zinkbutter, Zincum chloratum, Zincum muriaticnm (Anmerkung des Editors: richtig:
muriaticum)); aus Zink und Chlor bestehende chemische Verbindung, bildet im wasserfreien und geschmolzenen Zustande eine weiße,
durchscheinende Masse, die aus der Luft mit großer Begierde Feuchtigkeit anzieht und dann zerfließt;
in starker Glühhitze ist das Ch. flüchtig und sublimierbar. Das Ch.
ist giftig und wirkt äußerlich ätzend. Man benutzt es auch zum Ätzen für chirurgische Zwecke und verkauft es hierfür
in Form von Stengelchen (Zincum chloratum fusum in bacillis). Auch hat man es als weißes Pulver. Rohes
Ch. für technische Zwecke (zum Conservieren von Holz u. dgl.) wird gewöhnlich nur in Lösung
verkauft; den Gehalt derselben bestimmt man nach Graden Baume. - Zollfrei.
Eine Lösung von sirupartigem Zinkchlorid, mit Zinkoxyd angerührt, erstarrt und gibt eine aus basischem Zinkchlorid bestehende
weiße, sehr harte Masse, die als Zahn- und Metallkitt benutzt werden kann, besonders wenn man etwas Glaspulver zusetzt. Auch
Anstriche, in denen sich Zinkoxydchlorid bildet, sind empfohlen worden. Man mischt z. B. 4 Lit. säurefreie Chlorzinklösung
von 58° B. mit 10L. einer Lösung, welche 2 Proz. kohlensaures Natron enthält, und setzt Zinkoxyd bis
zur gehörigen Konsistenz hinzu.