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Trachslau - Frauenkloster Au
Gemeinschaften, die nach der Regel des Benedikt von Nursia leben, gibt es in der Schweiz seit dem frühen Mittelalter, sowohl als Männer- wie auch als Frauenklöster. Sie sind heute zu Föderationen zusammengeschlossen. Im Geist und wirtschaftlich sind die einzelnen Klöster selbständig und wählen sich ihre Vorsteher, den Abt oder Prior und die Äbtissin oder die Priorin selber.
Geschichte
Jahr 1359: Erstmalige, urkundliche Erwähnung der vier Waldschwesterhäuser Alpegg, Hagenrüti und die Vordere und Hintere Au.
Um 1400: Gegen 40 fromme Frauen leben ohne Orden in vier Häusern, aber mit eigenem Habit und den Leitmotiv: Armut, Gehorsam, Ehelosigkeit
14. Jahrhundert: Rege Beziehungen von gottesfürchtigen Menschen mit den Waldschwestern
Um 1530: Zusammenschluss der Waldschwestern nach der Reformation zu einer Gemeinschaft in der «Vorderen Au» mit neuem Holzhaus und Kapelle
Um 1600: Bau eines neuen Konventsgebäudes mit einer Kapelle
Jahr 1617: Anschluss an den Benediktinerorden
Jahr 1650: erste kleine Orgel
Jahr 1683: Einrichtung einer Klausur nach dem Konzil von Trient mit dem Umbau des alten Holzhauses Vordere Au zum Gästehaus.
Jahr 1684: Brand von Gebäude samt Kirche, aber 1687 Wiederaufbau durch Spenden von Kirche und Kloster Einsiedeln
Um 1780: Neue Orgel durch Franz Joseph Bouthilier von Dinkelsbühl.
Jahr 1798: Plünderung und Zerstörung von Kirche und Kloster durch den Franzoseneinfall.
Jahr 1801: Rückkehr der Schwestern aus dem Exil ins Kloster
Jahr 1845: Beginn der «Ewigen Anbetung» für Trost und Licht in der Welt
Jahr 1959: Bau einer neuen Orgel zum 600-Jahre Jubiläum
1972–1974 Bau der heutigen Klosterkirche Au. Das Konventsgebäude bildet zusammen mit der Klosterkirche ein geschlossenes Rechteck mit einem grossen Blumengarten im Innenhof. Architekt: Hansueli Steinmann; Wandmalereien: Künstler Georg Rimensberger; Dreiteiliges Wandrelief und Bronze-Tabernakel: Winterthurer Bildhauer Robert Lienhard.
Jahr 1984: Aufwertung des Benediktinerinnenkloster Au zu einer Abtei durch ein römisches Dekret
Jahr 2001 Einweihung einer neuen Orgel durch Abt Georg Holzherr
Heutiges Klosterleben
Es ist eine Gemeinschaft von 17 Benediktinerinnen. Sie erwerben sich ihren Lebensunterhalt durch Arbeit im Garten und in der Landwirtschaft. Sie führen eine weitbekannte Web- und Paramentenstube, einen kleinen Bücherstand und einen Klosterladen.
Verkauf im Klosterladen bei der Pforte
- Kostbare Stoffe, Paramente und Strickwaren, aus eigener Webstube und Paramentenwerkstätte
- Mit Gold-, Silber- und bunten Seidenfäden bestickte und Diamanten und Perlen verzierte liturgische Gewänder und Textilien für den kirchlichen Gebrauch
- Selbstproduzierter Honig in Gläsern verschiedener Grössen
Bücherstand im Kirchenvorraum
- Bücher mit ausgewählter spiritueller Literatur, Heiligenlegenden, Kinderbücher und aktuellen Themen
- Gruss- und Beileidkarten, Rosenkränze und Kerzen.
- Neues Klosterbuch auf 336 Seiten und mit 220 Farbbildern aus alten Handschriften des Klosters Au und dem Stiftsarchiv Einsiedeln
Kontakt
Benediktinerinnenkloster Au, Austrasse 8
8840 Trachslau bei Einsiedeln
Telefon: 055 412 23 28
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.benediktiner.ch www.kloster-au.ch
Weitere Bilder: www.kloster-au.ch