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Screamers: The Hunting (2009)
Screamers: The Hunting (2009)
Oder: Die eigenen Freunde sind die besten Killer
Seit dem vermuteten Ausrotten der Menschen auf der einst lukrativen Minenkolonie Sirius 6B durch die Kampfroboter, genannt "Screamers", sind dreizehn Jahre vergangen. Joe Hendricksson, der einzige Mensch der von dem Planeten fliehen konnte, beging Selbstmord, als er mit seinem Raumschiff in die Atmosphäre der Erde eintrat. Deshalb wurde die Kolonie Sirius 6B als tot erklärt und die dort befindlichen Screamers als unschädlich, da ihre Batterien so konstruiert wurden, dass sie nur eine beschränkte Lebensdauer haben.
Doch entgegen alle Erwartungen scheint es auf dem toten Planeten doch noch Menschen zu haben, denn die Erde hat ein SOS von Sirius 6B erhalten. Natürlich wird sofort eine Rettungscrew zusammengestellt, welche nach möglichen Überlebenden suchen und diese retten soll. Nach einem zweimonatigen Flug kommen die Soldaten auf der radioaktiv verseuchten Todeskugel an und starten sofort die Suche nach den Sendern des Notsignals. Sie haben dafür nur wenige Tage Zeit, denn bald wird der Planet von einem Weltraumsturm getroffen werden, der jegliches Leben auslöschen wird. Allerdings sind die Screamers immer noch aktiv und machen mit immer tödlicheren Killerrobotern den wenigen Menschen das Leben zur Hölle. Somit muss das Rettungsteam nicht nur die Überlebenden davon überzeugen, dass sie keine Screamers sind, sie schweben auch selber in tödlicher Gefahr: Die Screamers sind nämlich wildentschlossen, zur Erde zu gelangen und ihre Mission zu beenden: Die komplette Auslöschung der Menschheit.
DVD-Rating
Screamers kam 1995 in die Kinos und basierte auf der Kurzgeschichte "Variante Zwei" von Sci-Fi-Kultautor Philip K. Dick, der schon die Romanvorlagen für Filme wie Blade Runner oder Total Recall geliefert hat. Dass hier genügend Potential für ein Sequel schlummerte, war offensichtlich, welches dann auch direkt auf DVD nachgeliefert wurde.
Obwohl das Sequel direkt für den DVD-Markt produziert wurde, bedeutet dies aber noch lange nicht schlechte Qualität, denn im Direktvergleich sieht Screamers 2 wesentlich besser aus, als das Original und kann nicht nur in Sachen Special Effects, sondern auch mit gut gemachten Sets punkten. So wird gleich von Anfang an eine düstere Stimmung aufgebaut, welche aber nie an die Trostlosigkeit des Originals herankommt. Gleichzeitig wurde auch den Screamers ein neuer Look verpasst, welcher aus den kleinen Bieser wirklich schnittige Hightechroboter und auch zu einer ernsthaften Gefahr macht.
Auch sonst hat der zweite Teil einiges zu bieten: Zum ersten Mal wird der Ort besucht, wo sich die Screamers ursprünglich selber produziert haben und diverse, noch gemeinere und tödlichere Roboter, machen den Überlebenskampf der Menschen auf Sirius B noch härter. Allerdings kommt dabei nicht viel Neues hinzu und primär wird aus dem Fundus des Vorgängers geschöpft. Da nützt es auch nichts, wenn der eigentliche Schöpfer der Screamers (Lance Hendrickson) einen Kurzauftritt erhält, denn dieser wird kaum genutzt, um mehr über die Screamers zu erfahren oder diese sogar zu stoppen.
So bleibt Screamers 2 eine klassische Sequel-Reisbrett-Konstruktion, welches sein Script aus kreuz und quer zusammengesuchten Elementen und viel Klischees gebastelt hat: Einstellungen aus Alien, Charakterkonstellationen sowie Spannungsmomente aus dem ersten Teil, und auch viele andere Szenen, die einem Genrekenner mehr als bekannt vorkommen. Die angeblichen Profisoldaten wandern ziellos auf Sirius 6B herum und anstatt jemanden zu retten, sorgen sie mit einigen saublöden Aktionen lediglich für mehr Verluste. Viele Logiklöcher und Schauspieler, die bis auf Hendrickson durchwegs ausdruckslose Nobodies sind, helfen dem Film auch nicht weiter.
Fazit: Screamers 2 ist sicher ein solides Sequel geworden, das die Stärken des Vorgängers übernimmt und genau so gut mit der Ungewissheit - wer ist jetzt ein Screamer - arbeitet, um eine gute Spannung zu erzeugen und einiges an Action zu bieten. Dies und die Screamers bleiben aber das Highlight des Filmes. Die Handlung sowie die Kameraführung sind ein zusammengeklautes Flickwerk, der letzten 30 Jahre Sci-Fi und bietet kaum mehr als Routine, welche in anderen Filmen schon viel besser gezeigt wurde (siehe Aliens). Wer den ersten Teil nicht gesehen hat, der erhält zwar einen ordentlichen Film vorgesetzt, für Fans des ersten Teiles fällt der Mehrwert aber sehr klein aus, und es lohnt sich kaum, den Film zu kaufen.
Die getestete DVD liefert den Film in einer soliden Qualität. Der Sound ist gut abgemischt und klingt auch klar. Das Bonusmaterial ist neben einer grossen Anzahl Trailer lediglich ein kurzes Making of. Es enthält mehrere Interviews in teilweise sehr schlechter Qualität und gibt einige Einblicke in die Dreharbeiten. Vieles bleibt aber sehr oberflächlich, und wirklich interessante Informationen gibt es kaum.
OutNow.CH:
10.03.2009 / db
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