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FritzRosa hat geschrieben:Erfolge klein reden, Misserfolge gross reden. Wäre das nicht eine Mobbing-Strategie?
Jetzt ist dann wieder mal gut mit dem Gememme hier drin.
Murat Yakin stieg mit Thun 2010 in seiner ersten Saison in die Super League auf und hielt mit den Berner Oberländern problemlos die Liga.
Luzern, den Club mit den meisten Abstiegen aus der höchsten Spielklasse, etablierte Yakin darauffolgend im neu gebauten Allmendstadion als Vizemeister und erreichte mit den Innerschweizern den Cupfinal. Im Halbfinal schaltete der FCL auswärts Sion aus. Ein Kunststück. Wer war danach je noch besser?
Bei Spartak Moskau wechselten die Verantwortlichen in der Führung, welche Yakin engagiert hatten.
Mittelmässige Erfolge mit Schaffhausen, wie bitte? Das erste halbe Jahr Yakins in Schaffhausen war, als der FCZ in der Challenge League die zweite Saisonhälfte bestritt. Yakin übernahm den Club in der Winterpause als Tabellenletzten und führte ihn auf den 4. Rang, auch im neuen Stadion. Hinter dem FCZ, Xamax und Servette und vor Aarau und Winterthur. Schaffhausen holte in diesem halben Jahr die meisten Punkte (38). Der FCZ lag in der Rückrundentabelle auf dem 2. Rang (37), zusammen mit Xamax. In der darauffolgenden Saison verliess Yakin Schaffhausen zu GC als Tabellenführer. Zuvor gewann Schaffhausen alle Spiele unter ihm dank je der besten Offensive und Defensive. Mindestens 5 Clubs hatten ein höheres Budget. In seiner 2. Amtszeit war Schaffhausen ebenfalls besser, als es die finanzielle Lage erahnen lassen würde.
Wenn du irgendwelche Erfolge hervorkramst, die über 10 Jahre zurückliegen ist das etwa gleich viel Wert wie all die Meistertitel des GC vom Sanktnimmerleinstag, an die sich deren Fans klammern. Schlicht irrelevant, da zu lange her. Ausserdem stellte ich nicht in Abrede, dass Yakin ein eigentlich guter Coach wäre, sondern dass seine bisherigen Erfolge nicht für den Posten des Natitrainers ausreichen dürften. Er ist einfach faul und konzentriert sich am liebsten auf seine privaten Geschäfte, während das Trainerdasein für ihn nur ein "Plausch" ist. Wenn Xhaka auf den Umstand hinweist, dass die Trainings zu lasch sind und ein bisschen Freizeitfussball zelebriert wird, geht das genau in diese Richtung.
Ein Problem von Yakin ist, dass er seinen Spielern im Zweifelsfall klar signalisieren will, wer der Chef ist. Darum legt er sich wohl auch überdurchschnittlich oft mit Stars an: Thun (Proschwitz) Basel (Frei) ...
Ein anderes Problem: Er kann Fehler kaum eingestehen, zumindest nicht öffentlich.
Und als Club-Trainer hat er einen speziellen Makel: Er verlor 3x einen Cupfinal. Aber immerhin erreichte er diesen auch 3x.
Man muss nich alles gut finden, was Yakin tut. Aber bei seiner Wahl zum Nationalcoach war er die richtige Lösung und verdiente sich diese Anstellung ganz klar und rechtfertigte durch seinen Erfolg dieses Amt erst recht. Allein wer Italien massgeblich daran hindert, an eine WM fliegen zu können, ist eine Legende.
Du scheinst ein echter Fan von Muri zu sein. Zwei kleine Kritikpunkte und dann die Fortsetzung der oben aufgeführten Lobhudeleien. Wahrscheinlich bist du zu nett und ich zu streng mit ihm. Aus meiner Sicht bleibt jedoch haften, dass die Mannschaft sich unter Yakin überhaupt nicht entwickelt hat, wir an der WM in einer - abgesehen von Brasilien - eher einfachen Gruppe weitergekommen sind und dann gnadenlos von Portugal auseinandergenommen wurden. Und seither nicht überzeugt haben. Immerhin war es Yakin selbst, der im Duett mit Grossmaul Xhaka die Möglichkeiten der Schweizer Nationalmannschaft hinausposaunte. Wer dies tut, muss liefern.
Entlassen würde ich wegen der jüngsten Ergebnisse nicht. Aber der Trend geht eindeutig in die falsche Richtung.