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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2016.00063 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Vogel Ersatzrichterin Bänninger Schäppi Gerichtsschreiber Kreyenbühl Urteil vom 29. September 2016 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) Qualifizierung für Stellensuchende (QuS) Zollstrasse 36, 8090 Zürich Beschwerdegegner S achverhalt: 1. X.___, geboren 1967, war vo r Eintritt der Arbeitslosigkeit vom 1. Juli 2014 bis zum 3 0. November 2015 als Kundenbetreuerin bei der Y.___ angestellt (vgl. Urk. 7/4 und Urk. 7/9). Am 1 0. September 2015 meldete sich die Versicherte beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Zürich Z.___ zur Arbeitsvermittlung und beantragte Arbeitslosenentschädigung (vgl. Urk. 7/12). Mit Eingabe vom 1 8. März 2016 stellte sie beim Amt für Wirt schaft und Arbeit (AWA) ein Gesuch um Bewilligung eines Praktikums im Pfle gezentrum A.___ vom 1. Februar bis zum 2 0. März 2016 in einem Beschäftigungsumfang von 100 % ( Urk. 7/4). Mit Verfügung vom 1. April 2016 wies das RAV das Gesuch ab ( Urk. 7/1). Die dagegen gerichtete Einsprache der Versicherten vom 3. April 2016 ( Urk. 7/2) wies das AWA mit Entscheid vom 5. April 2016 ab ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob die Versicherte am 2 4. April 2016 Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Bewilligung des Praktikums im Pflegezentrum A.___ (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 3. Juni 2016 beantragte das AWA die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6). Hierzu nahm die Beschwerdeführerin am 1 1. Juni 2016 Stellung ( Urk. 9), was dem Beschwerdegegner am 1 7. Juni 2016 zu r Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 1a Abs 2 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen - ver sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gehört zu den Zielen des Ges etzes, drohende Arbeitslosigkeit zu verhüten, bestehende zu bekämpfen und die rasche und dauerhafte Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu fördern. Diesem Zwecke dienen die so genannten arbeitsmarktlichen Mass nahmen ( Art. 59-75b AVIG). Die Versicherung erbringt finanzielle Leistungen für arbeitsmarktliche Massnahmen zu Gunsten von versicherten Personen und von Personen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind ( Art. 59 Abs. 1 AVIG). Arbeitsmarktliche Massnahmen sind gemäss Art. 59 Abs. 1 bis AVIG Bildungsmass nahmen ( 2. Abschnitt, Art. 60 AVIG), Beschäftigungsmassnahmen ( 3. Abschnitt, Art. 64a und 64b AVIG) und spezielle Massnahmen ( 4. Abschnitt, Art. 65 ff. AVIG). Gemäss Art. 59 Abs. 2 AVIG soll mit arbeitsmarktlichen Massnahmen die Einglie derung von Versicherten, die aus Gründen des Arbeitsmarktes erschwert vermittelbar sind, gefördert werden. Solche Massnahmen sollen insbesondere: a. die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten verbessern, damit diese rasch und dauerhaft wieder eingegliedert werden können; b. die beruflichen Qualifikationen entsprechend den Bedürfnissen des Arbeits markts fördern; c. die Gefahr von Langzeitarbeitslosigkeit vermindern; oder d. die Möglichkeit bieten, Berufserfahrungen zu sammeln. Für die Teilnahme an arbeitsmarktlichen Massnahmen nach den Art. 60–71d müssen gemäss Art. 59 Abs. 3 AVIG erfüllt sein: a. die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8, sofern nichts anderes bestimmt ist; und b. die spezifischen Voraussetzungen für die betreffende Massnahme. Im Hinblick auf die Eingliederung von behinderten Versicherten arbeiten die zuständigen Amtsstellen mit den Organen der Invalidenversicherung zusammen ( Art. 59 Abs. 4 AVIG). 1.2 Voraussetzung für den Anspruch auf Leistungen der Ver si cherung an die Umschulung, Weiterbildung oder Eingliede run g ist in jedem Fall das Vorliegen einer arbeitsmarkt lich e n Indikation. Dies bedeutet, dass arbeitsmarktliche Mass nahmen nur einzusetzen sind, wenn die Arbeitsmarktlage dies gebietet. Dadurch soll verhindert werden, dass Lei stungen zu Zwecken in Anspruch genommen werden, die nicht mit der Ar beitslosenversicherung in Zusammen hang stehen (Botschaft des Bundesrates zum AVIG vom 2. Juli 1980; BBl 1980 III 610 f.). Das Gesetz bringt di esen Gedanken in Art. 59 Abs. 1 und 2 zum Ausdruck, wonach die Versicherung diese Massnahmen nur dann durch finan zielle Leistungen fördert, wenn die Vermittelbarkeit der versicherten Person aus Gründen des Arbeits mark tes er schwert ist und die arbeitsmarktliche Massnahme die Vermittelbarkeit ver bessert..3 Nach Gesetz und Rechtsprechung sind Grundausbildung und die allgemeine Förderung der beruflichen Weiterbildung nicht Sache der Arbeitslosenversi cherung. Deren Aufgabe ist es lediglich, in gewissen Fällen durch konkrete Ein gliede rungs und Weiterbildungsmassnahmen eine bestehende Ar beits losig keit zu bekämpfen oder eine drohende Arbeits losig keit zu verhindern. Dabei muss es sich um Vorkehren handeln, wel che der versicherten Person erlauben, sich dem indu striellen und tech nischen Fortschritt anzupassen oder wel che sie in die Lage versetzen, ihre bereits vorhandenen beruflichen Fähig keiten ausserhalb der angestammten engen bisherigen Erwerbstätig keit auf dem Arbeitsmarkt zu ver wer ten (BGE 111 V 271 und 398 mit Hinweisen; ARV 2005 S. 282 E. 1.2, 1998 Nr. 39 S. 221 E. 1b). 1.4 Als Bildungsmassnahmen gelten unter anderem Ausbildungspraktika ( Art. 60 Abs. 1 AVIG). Als Beschäftigungsmassnahmen gelten unter anderem Berufspraktika in Unter nehmen und in der Verwaltung ( Art. 64a Abs. 1 lit. b AVIG). Während das Berufspraktikum in erster Linie darauf abzielt, qualifizierten versi cherten Personen eine erste Berufserfahrung zu ermöglichen oder sie wieder mit ihrem Beruf oder der Arbeitswelt in Kontakt zu bringen, bezweckt das Ausbil dungspraktikum im Wesentlichen eine bewusste Ergänzung der beruflichen Kenntnisse der versicherten Personen in einem Bereich, in dem sie Lücken auf weisen. Das Ausbildungspraktikum ist somit gleichzusetzen mit einem Kurs zur Förderung der Vermittlungsfähigkeit der Versicherten (AVIG-Praxis AMM des Staatssekretariats für Wirtschaft [SECO], Rz. D4). 1.5 Die zuständige Amtsstelle verfügt auf Gesuch hin, dass Versicherte während höchstens drei Wochen von Beratungs- und Kontrollgesprächen befreit sind, wenn sie sich für ein Vorstellungsgespräch ins Ausland begeben müssen, eine Schnupperlehre absolvieren oder sich einer Eignungsabklärung am Arbeitsplatz unterziehen ( Art. 25 lit. c der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosen versicherung und die Insolvenzentschädigung, AVIV). Schnupperlehren und Eignungsabklärungen sind keine arbeitsmarktlichen Mass nahmen nach Art. 59 ff. AVIG. Die Befreiung von Beratungs- und Kon trollgesprächen für eine Schnupperlehre oder Eignungsabklärung dauert höchstens 3 Wochen (AVIG-Praxis ALE des SECO, Rz. B358). 1.6 Gemäss Art. 27 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial versicherungsrechts (ATSG) hat jede Person Anspruch auf grundsätzlich unentgeltliche Beratung über ihre Rechte und Pflichten. Dafür zuständig sind die Versicherungsträger, denen gegenüber die Rechte geltend zu machen oder die Pflichten zu erfüllen sind. 2. 2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Bewilligung eines Praktikums im Pflegezentrum A.___ vom 1. Februar bis 2 0. März 2016 hat. 2.2 Der Beschwerdegegner verneinte einen Anspruch darauf mit der Begründung, die Beschwerdeführerin habe das Gesuch um Bewilligung des Praktikums erst nach Abschluss des Einsatzes im Pflegezentrum A.___ gestellt und nicht - wie gesetzlich vorgesehen - rechtzeitig vor Beginn der betreffenden Mass nahme. Bei der von der Beschwerdeführerin beantragten Massnahme handle es sich sodann um ein Ausbildungspraktikum, da Schnupperlehren gemäss Bewil ligungspraxis maximal drei Wochen dauern würden. Ausbildungspraktika wür den eine Ergänzung der beruflichen Kenntnisse der versicherten Person in einem Bereich, in dem sie Lücken aufweise, bezwecken. Sie müssten - wie alle arbeitsmarktlichen Massnahmen – die Vermittelbarkeit der versicherten Person auf dem Arbeitsmarkt fördern und im angestammten oder nahe verwandten Berufsfeld stattfinden. Die Beschwerdeführerin verfüge jedoch bereits über fun dierte Aus- und Weiterbildungen und langjährige Berufserfahrung im kauf männischen Bereich und eine erschwerte Vermittelbarkeit aufgrund fachlicher Defizite könne nicht nachgewiesen werden. Die allgemeine Finanzierung und Förderung der beruflichen Weiterbildung, in diesem Fall ein Teil der Ausbil dung zur diplomierten Pflegefachperson HF, sei nicht Sache der Arbeitslosen versicherung. Schliesslich dürfe die Arbeitslosenversicherung keine finanziellen Leistungen erbringen, wenn die erschwerte Vermittelbarkeit nicht auf Gründe des Arbeitsmarktes, sondern auf ein bestehendes Gesundheitsproblem zurück zuführen sei. Die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen falle in den Bereich der Invalidenversicherung (IV; Urk. 2 und Urk. 7/1). 2.3 Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, dass sie ihrem RAV-Berater sowohl beim Treffen vom 1 8. Dezember 2015 als auch am 1 6. Februar 2016 per E-Mail mitgeteilt habe, dass sie sich auf eine Zukunft in einem Pfle geberuf vorbereite (Praktikum). Auch auf den bevorstehenden Stellenantritt habe sie hingewiesen. Über die finanziellen Konsequenzen, welche dieser Ent scheid nach sich gezogen habe, sei sie allerdings nicht informiert worden. Es liege damit eine unzureichende Beratung vor. Nach ihrem Burnout im ange stammten Berufsfeld, Beratungen durch ihre Ärztin und während ihres Reha-Klinikaufenthaltes sei klar geworden, dass eine Tätigkeit im angestam - mten Berufsfeld wohl über kurz oder lang wieder zur Arbeitslosigkeit führen würde. Der Argumentation des Beschwerdegegners, wonach die Beeinträchti - gung der Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen in den IV-Bereich falle, sei zu entgegen, dass vorliegend auch die IV keine Unterstützung anbiete. Beim Prak tikum, das sie vom 1. Februar bis zum 2 0. März 2016 absolviert habe, handle es sich im Übrigen nicht um ein Ausbildungspraktikum, sondern um ein Schnup perpraktikum, das nicht Teil des Studiums, das sie am 2 1. März 2016 angefan gen habe, sei ( Urk. 1 und Urk. 9). 3. 3.1 Aktenkundig ist, dass die Beschwerdeführerin von Juni 2000 bis Juni 2002 eine Ausbildung zur Bürokauffrau beim Berufsförderungswerk B.___ absolvierte. Daraufhin folgten Weiterbildungen als Telekommunikations technikerin von Mai 2006 bis Juni 2007, Call-Center-Manager von Februar 2011 bis August 2012, in Französisch von Februar 2014 bis Februar 2015 und als Personalassistentin von März bis September 2014 (ohne Abschluss). In beruflicher Hinsicht war die Beschwerdeführerin seit Januar 2003 zunächst als kaufmännische Mitarbeiterin, Mitarbeiterin in einem Kommunikationscenter, Mitarbeiterin im Bereich Retail, Kundendienstmitarbei terin, Datentypistin und Mitarbeiterin im Bereich Personalwesen tätig. Zuletzt war sie von Oktober 2008 bis November 2012 als Kundendienstmitarbeiterin bei der C.___, von Januar bis November 2013 als Supporterin 2nd Level bei der D.___ AG, von März bis Juni 2014 als Kundendienstmitarbeite rin bei der E.___ AG und von Juli 2014 bis November 2015 als Kunden betreuerin Sales bei der Y.___ angestellt (vgl. Lebenslauf, Urk. 7/9, Urk. 7/4 und Urk. 9). 3.2 Wie der Beschwerdegegner zutreffend feststellte (vgl. E. 2.2), ist das siebenwö chige Praktikum der Beschwerdeführerin vom 1. Februar bis zum 20. März 2016 im Pflegezentrum A.___ arbeitslosenversicherungsrechtlich nicht als Schnupperlehre zu qualifizieren, zumal die Dauer von Schnupperlehren gemäss Art. 25 lit. c AVIV auf maximal drei Wochen begrenzt ist. Dieses Praktikum hat demnach grundsätzlich entweder als Ausbildungspraktikum im Sinne von Art. 60 Abs. 1 AVIG oder als Berufspraktikum im Sinne von Art. 64 a Abs. 1 lit. b AVIG zu gelten, wobei aber – wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen werden – offen bleiben kann, welche Praktikumsart vorliegt. 3.3 Aus dem Lebenslauf der Beschwerdeführerin geht hervor, dass sie seit Abschluss ihrer Ausbildung als Bürokauffrau im Juni 2002 vornehmlich als kaufmännische Mitarbeiterin und als Kundendienstmitarbeiterin tätig war (vgl. Urk. 7/9). Auf diesen beiden Gebieten verfügt die Beschwerdeführerin somit über die besten Arbeitschancen, und es kann angesichts der von ihr absolvierten Aus- und Weiterbildungen sowie der langjährigen Berufserfahrung nicht von einer erschwerten Vermittelbarkeit gesprochen werden. Der Beschwerdegegner wies dabei zu Recht darauf hin (vgl. E. 2.2), dass die Arbeitslosenversicherung keine finanziellen Leistungen erbringen darf, wenn eine (allenfalls) erschwerte Vermittlungsfähigkeit nicht auf Gründe des Arbeitsmarktes, sondern auf ein bestehendes Gesundheitsproblem zurückzu führen ist. Die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen fällt in den Bereich der IV (vgl. AVIG-Praxis AMM, Rz. A22). Daran ändert nichts, dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, der Beschwerdeführerin mit Vorbescheid vom 7. März 2016 (vgl. Urk. 3/6) die Abweisung ihres Begehrens um eine IV-Rente und berufliche Massnahmen in Aussicht stellte (wogegen sie selbstverständlich Einwand erheben konnte). Im Weiteren handelte es sich bei der Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Prakti kantin im Pflegezentrum A.___ weder um eine Ergänzung der beruflichen Kenntnisse in einem Bereich, in dem sie Lücken aufwies, noch wurde sie dadurch mit ihrem Beruf oder der Arbeitswelt wieder in Kontakt gebracht (vgl. E. 1.4 ). Das Praktikum dient e der Beschwerdeführerin, die im Anschluss daran am 21. März 2 016 die Ausbildung zur Pflegefachfrau HF begann (vgl. Urk. 7/2 und Urk. 7/8), vielmehr der beruflichen Neuorientierung. Die allgemeine För derung der beruflichen Weiterbildung oder Umschulung ist jedoch nicht Sache der Arbeitslosenversicherung, sondern allenfalls des Stipendienwesens. 3.4 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die arbeitsmarktliche Indikation, die unabdingbare gesetzliche Voraussetzung für die Finanzierung arbeitsmarkt licher Massnahmen ist, nicht gegeben ist. 3.5 Der Vorwurf der Beschwerdeführerin, sie sei von ihrem RAV-Berater unzu reichend beraten worden, da sie ihm im Vorfeld mitgeteilt habe, dass sie sich auf eine Zukunft in einem Pflegeberuf vorbereite (Praktikum) und ein Stellen antritt bevorstehe (vgl. E. 2.3), ist im Übrigen nicht stichhaltig. Denn gemäss prozessorientiertem Beratungsprotokoll teilte die Beschwerdeführerin dem RAV-Berater am 1 8. Dezember 2015 lediglich mit, dass sie am 1. März 2016 die Aus bildung als Fachfrau Gesundheit beginnen könne, wobei sie den Vertrag noch nicht erhalten habe. Mit E-Mail vom 1 6. Februar 2016 – das heisst nach Beginn des Praktikums im Pflegezentrum A.___ – informierte sie ihren RAV-Berater, dass das Praktikum am 1 7. März 2016 ende und das Studium am 2 1. März 2016 anfange. Am 1 7. Februar 2016 habe sie noch das Eignungsge spräch, von dem alles abhänge. Mit E-Mail vom 1 7. Februar 2016 teilte sie ihrem RAV-Berater sodann mit, dass sie das Eignungs gespräch bestanden habe ( Urk. 7/8). Das formelle Gesuch um Bewilligung des vom 1. Februar bis zum 2 0. März 2016 dauernden Praktikums im Pflegezentrum A.___ beim RAV stellte sie erst am 1 8. März 2016 ( Urk. 7/4). Es hätte von der Beschwerdeführe rin aber erwartet werden können, dass sie ihren RAV-Berater bereits vor der Unterzeichnung des betreffenden Praktikumsvertrags am 1 1. Januar 2016 (vgl. Urk. 7/2) konkret über das geplante Praktikum informiert hätte. Diesfalls hätte auch das Gesuch um Bewilligung des Praktikums – wie Art. 59c Abs. 1 AVIG dies vorsieht – rechtzeitig vor Beginn der Massnahme gestellt werden können, woraufhin der Beschwerdeführerin auch noch rechtzeitig hätte mitgeteilt wer den können, dass das Gesuch nicht bewilligt werden kann, und sie folglich auf den Praktikumsantritt hätte verzichten können. 3.6 Die Ablehnung des beantragten Praktikums erfolgte daher zu Recht, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) - seco - Direktion für Arbeit - Arbeitslosenkasse Unia 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der EinzelrichterDer Gerichtsschreiber HurstKreyenbühl

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2016.00063 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Vogel Ersatzrichterin Bänninger Schäppi Gerichtsschreiber Kreyenbühl Urteil vom 29. September 2016 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) Qualifizierung für Stellensuchende (QuS) Zollstrasse 36, 8090 Zürich Beschwerdegegner S achverhalt: 1. X.___, geboren 1967, war vo r Eintritt der Arbeitslosigkeit vom 1. Juli 2014 bis zum 3 0. November 2015 als Kundenbetreuerin bei der Y.___ angestellt (vgl. Urk. 7/4 und Urk. 7/9). Am 1 0. September 2015 meldete sich die Versicherte beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Zürich Z.___ zur Arbeitsvermittlung und beantragte Arbeitslosenentschädigung (vgl. Urk. 7/12). Mit Eingabe vom 1 8. März 2016 stellte sie beim Amt für Wirt schaft und Arbeit (AWA) ein Gesuch um Bewilligung eines Praktikums im Pfle gezentrum A.___ vom 1. Februar bis zum 2 0. März 2016 in einem Beschäftigungsumfang von 100 % ( Urk. 7/4). Mit Verfügung vom 1. April 2016 wies das RAV das Gesuch ab ( Urk. 7/1). Die dagegen gerichtete Einsprache der Versicherten vom 3. April 2016 ( Urk. 7/2) wies das AWA mit Entscheid vom 5. April 2016 ab ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob die Versicherte am 2 4. April 2016 Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Bewilligung des Praktikums im Pflegezentrum A.___ (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 3. Juni 2016 beantragte das AWA die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6). Hierzu nahm die Beschwerdeführerin am 1 1. Juni 2016 Stellung ( Urk. 9), was dem Beschwerdegegner am 1 7. Juni 2016 zu r Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 1a Abs 2 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen - ver sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gehört zu den Zielen des Ges etzes, drohende Arbeitslosigkeit zu verhüten, bestehende zu bekämpfen und die rasche und dauerhafte Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu fördern. Diesem Zwecke dienen die so genannten arbeitsmarktlichen Mass nahmen ( Art. 59-75b AVIG). Die Versicherung erbringt finanzielle Leistungen für arbeitsmarktliche Massnahmen zu Gunsten von versicherten Personen und von Personen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind ( Art. 59 Abs. 1 AVIG). Arbeitsmarktliche Massnahmen sind gemäss Art. 59 Abs. 1 bis AVIG Bildungsmass nahmen ( 2. Abschnitt, Art. 60 AVIG), Beschäftigungsmassnahmen ( 3. Abschnitt, Art. 64a und 64b AVIG) und spezielle Massnahmen ( 4. Abschnitt, Art. 65 ff. AVIG). Gemäss Art. 59 Abs. 2 AVIG soll mit arbeitsmarktlichen Massnahmen die Einglie derung von Versicherten, die aus Gründen des Arbeitsmarktes erschwert vermittelbar sind, gefördert werden. Solche Massnahmen sollen insbesondere: a. die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten verbessern, damit diese rasch und dauerhaft wieder eingegliedert werden können; b. die beruflichen Qualifikationen entsprechend den Bedürfnissen des Arbeits markts fördern; c. die Gefahr von Langzeitarbeitslosigkeit vermindern; oder d. die Möglichkeit bieten, Berufserfahrungen zu sammeln. Für die Teilnahme an arbeitsmarktlichen Massnahmen nach den Art. 60–71d müssen gemäss Art. 59 Abs. 3 AVIG erfüllt sein: a. die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8, sofern nichts anderes bestimmt ist; und b. die spezifischen Voraussetzungen für die betreffende Massnahme. Im Hinblick auf die Eingliederung von behinderten Versicherten arbeiten die zuständigen Amtsstellen mit den Organen der Invalidenversicherung zusammen ( Art. 59 Abs. 4 AVIG). 1.2 Voraussetzung für den Anspruch auf Leistungen der Ver si cherung an die Umschulung, Weiterbildung oder Eingliede run g ist in jedem Fall das Vorliegen einer arbeitsmarkt lich e n Indikation. Dies bedeutet, dass arbeitsmarktliche Mass nahmen nur einzusetzen sind, wenn die Arbeitsmarktlage dies gebietet. Dadurch soll verhindert werden, dass Lei stungen zu Zwecken in Anspruch genommen werden, die nicht mit der Ar beitslosenversicherung in Zusammen hang stehen (Botschaft des Bundesrates zum AVIG vom 2. Juli 1980; BBl 1980 III 610 f.). Das Gesetz bringt di esen Gedanken in Art. 59 Abs. 1 und 2 zum Ausdruck, wonach die Versicherung diese Massnahmen nur dann durch finan zielle Leistungen fördert, wenn die Vermittelbarkeit der versicherten Person aus Gründen des Arbeits mark tes er schwert ist und die arbeitsmarktliche Massnahme die Vermittelbarkeit ver bessert..3 Nach Gesetz und Rechtsprechung sind Grundausbildung und die allgemeine Förderung der beruflichen Weiterbildung nicht Sache der Arbeitslosenversi cherung. Deren Aufgabe ist es lediglich, in gewissen Fällen durch konkrete Ein gliede rungs und Weiterbildungsmassnahmen eine bestehende Ar beits losig keit zu bekämpfen oder eine drohende Arbeits losig keit zu verhindern. Dabei muss es sich um Vorkehren handeln, wel che der versicherten Person erlauben, sich dem indu striellen und tech nischen Fortschritt anzupassen oder wel che sie in die Lage versetzen, ihre bereits vorhandenen beruflichen Fähig keiten ausserhalb der angestammten engen bisherigen Erwerbstätig keit auf dem Arbeitsmarkt zu ver wer ten (BGE 111 V 271 und 398 mit Hinweisen; ARV 2005 S. 282 E. 1.2, 1998 Nr. 39 S. 221 E. 1b). 1.4 Als Bildungsmassnahmen gelten unter anderem Ausbildungspraktika ( Art. 60 Abs. 1 AVIG). Als Beschäftigungsmassnahmen gelten unter anderem Berufspraktika in Unter nehmen und in der Verwaltung ( Art. 64a Abs. 1 lit. b AVIG). Während das Berufspraktikum in erster Linie darauf abzielt, qualifizierten versi cherten Personen eine erste Berufserfahrung zu ermöglichen oder sie wieder mit ihrem Beruf oder der Arbeitswelt in Kontakt zu bringen, bezweckt das Ausbil dungspraktikum im Wesentlichen eine bewusste Ergänzung der beruflichen Kenntnisse der versicherten Personen in einem Bereich, in dem sie Lücken auf weisen. Das Ausbildungspraktikum ist somit gleichzusetzen mit einem Kurs zur Förderung der Vermittlungsfähigkeit der Versicherten (AVIG-Praxis AMM des Staatssekretariats für Wirtschaft [SECO], Rz. D4). 1.5 Die zuständige Amtsstelle verfügt auf Gesuch hin, dass Versicherte während höchstens drei Wochen von Beratungs- und Kontrollgesprächen befreit sind, wenn sie sich für ein Vorstellungsgespräch ins Ausland begeben müssen, eine Schnupperlehre absolvieren oder sich einer Eignungsabklärung am Arbeitsplatz unterziehen ( Art. 25 lit. c der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosen versicherung und die Insolvenzentschädigung, AVIV). Schnupperlehren und Eignungsabklärungen sind keine arbeitsmarktlichen Mass nahmen nach Art. 59 ff. AVIG. Die Befreiung von Beratungs- und Kon trollgesprächen für eine Schnupperlehre oder Eignungsabklärung dauert höchstens 3 Wochen (AVIG-Praxis ALE des SECO, Rz. B358). 1.6 Gemäss Art. 27 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial versicherungsrechts (ATSG) hat jede Person Anspruch auf grundsätzlich unentgeltliche Beratung über ihre Rechte und Pflichten. Dafür zuständig sind die Versicherungsträger, denen gegenüber die Rechte geltend zu machen oder die Pflichten zu erfüllen sind. 2. 2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Bewilligung eines Praktikums im Pflegezentrum A.___ vom 1. Februar bis 2 0. März 2016 hat. 2.2 Der Beschwerdegegner verneinte einen Anspruch darauf mit der Begründung, die Beschwerdeführerin habe das Gesuch um Bewilligung des Praktikums erst nach Abschluss des Einsatzes im Pflegezentrum A.___ gestellt und nicht - wie gesetzlich vorgesehen - rechtzeitig vor Beginn der betreffenden Mass nahme. Bei der von der Beschwerdeführerin beantragten Massnahme handle es sich sodann um ein Ausbildungspraktikum, da Schnupperlehren gemäss Bewil ligungspraxis maximal drei Wochen dauern würden. Ausbildungspraktika wür den eine Ergänzung der beruflichen Kenntnisse der versicherten Person in einem Bereich, in dem sie Lücken aufweise, bezwecken. Sie müssten - wie alle arbeitsmarktlichen Massnahmen – die Vermittelbarkeit der versicherten Person auf dem Arbeitsmarkt fördern und im angestammten oder nahe verwandten Berufsfeld stattfinden. Die Beschwerdeführerin verfüge jedoch bereits über fun dierte Aus- und Weiterbildungen und langjährige Berufserfahrung im kauf männischen Bereich und eine erschwerte Vermittelbarkeit aufgrund fachlicher Defizite könne nicht nachgewiesen werden. Die allgemeine Finanzierung und Förderung der beruflichen Weiterbildung, in diesem Fall ein Teil der Ausbil dung zur diplomierten Pflegefachperson HF, sei nicht Sache der Arbeitslosen versicherung. Schliesslich dürfe die Arbeitslosenversicherung keine finanziellen Leistungen erbringen, wenn die erschwerte Vermittelbarkeit nicht auf Gründe des Arbeitsmarktes, sondern auf ein bestehendes Gesundheitsproblem zurück zuführen sei. Die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen falle in den Bereich der Invalidenversicherung (IV; Urk. 2 und Urk. 7/1). 2.3 Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, dass sie ihrem RAV-Berater sowohl beim Treffen vom 1 8. Dezember 2015 als auch am 1 6. Februar 2016 per E-Mail mitgeteilt habe, dass sie sich auf eine Zukunft in einem Pfle geberuf vorbereite (Praktikum). Auch auf den bevorstehenden Stellenantritt habe sie hingewiesen. Über die finanziellen Konsequenzen, welche dieser Ent scheid nach sich gezogen habe, sei sie allerdings nicht informiert worden. Es liege damit eine unzureichende Beratung vor. Nach ihrem Burnout im ange stammten Berufsfeld, Beratungen durch ihre Ärztin und während ihres Reha-Klinikaufenthaltes sei klar geworden, dass eine Tätigkeit im angestam - mten Berufsfeld wohl über kurz oder lang wieder zur Arbeitslosigkeit führen würde. Der Argumentation des Beschwerdegegners, wonach die Beeinträchti - gung der Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen in den IV-Bereich falle, sei zu entgegen, dass vorliegend auch die IV keine Unterstützung anbiete. Beim Prak tikum, das sie vom 1. Februar bis zum 2 0. März 2016 absolviert habe, handle es sich im Übrigen nicht um ein Ausbildungspraktikum, sondern um ein Schnup perpraktikum, das nicht Teil des Studiums, das sie am 2 1. März 2016 angefan gen habe, sei ( Urk. 1 und Urk. 9). 3. 3.1 Aktenkundig ist, dass die Beschwerdeführerin von Juni 2000 bis Juni 2002 eine Ausbildung zur Bürokauffrau beim Berufsförderungswerk B.___ absolvierte. Daraufhin folgten Weiterbildungen als Telekommunikations technikerin von Mai 2006 bis Juni 2007, Call-Center-Manager von Februar 2011 bis August 2012, in Französisch von Februar 2014 bis Februar 2015 und als Personalassistentin von März bis September 2014 (ohne Abschluss). In beruflicher Hinsicht war die Beschwerdeführerin seit Januar 2003 zunächst als kaufmännische Mitarbeiterin, Mitarbeiterin in einem Kommunikationscenter, Mitarbeiterin im Bereich Retail, Kundendienstmitarbei terin, Datentypistin und Mitarbeiterin im Bereich Personalwesen tätig. Zuletzt war sie von Oktober 2008 bis November 2012 als Kundendienstmitarbeiterin bei der C.___, von Januar bis November 2013 als Supporterin 2nd Level bei der D.___ AG, von März bis Juni 2014 als Kundendienstmitarbeite rin bei der E.___ AG und von Juli 2014 bis November 2015 als Kunden betreuerin Sales bei der Y.___ angestellt (vgl. Lebenslauf, Urk. 7/9, Urk. 7/4 und Urk. 9). 3.2 Wie der Beschwerdegegner zutreffend feststellte (vgl. E. 2.2), ist das siebenwö chige Praktikum der Beschwerdeführerin vom 1. Februar bis zum 20. März 2016 im Pflegezentrum A.___ arbeitslosenversicherungsrechtlich nicht als Schnupperlehre zu qualifizieren, zumal die Dauer von Schnupperlehren gemäss Art. 25 lit. c AVIV auf maximal drei Wochen begrenzt ist. Dieses Praktikum hat demnach grundsätzlich entweder als Ausbildungspraktikum im Sinne von Art. 60 Abs. 1 AVIG oder als Berufspraktikum im Sinne von Art. 64 a Abs. 1 lit. b AVIG zu gelten, wobei aber – wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen werden – offen bleiben kann, welche Praktikumsart vorliegt. 3.3 Aus dem Lebenslauf der Beschwerdeführerin geht hervor, dass sie seit Abschluss ihrer Ausbildung als Bürokauffrau im Juni 2002 vornehmlich als kaufmännische Mitarbeiterin und als Kundendienstmitarbeiterin tätig war (vgl. Urk. 7/9). Auf diesen beiden Gebieten verfügt die Beschwerdeführerin somit über die besten Arbeitschancen, und es kann angesichts der von ihr absolvierten Aus- und Weiterbildungen sowie der langjährigen Berufserfahrung nicht von einer erschwerten Vermittelbarkeit gesprochen werden. Der Beschwerdegegner wies dabei zu Recht darauf hin (vgl. E. 2.2), dass die Arbeitslosenversicherung keine finanziellen Leistungen erbringen darf, wenn eine (allenfalls) erschwerte Vermittlungsfähigkeit nicht auf Gründe des Arbeitsmarktes, sondern auf ein bestehendes Gesundheitsproblem zurückzu führen ist. Die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen fällt in den Bereich der IV (vgl. AVIG-Praxis AMM, Rz. A22). Daran ändert nichts, dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, der Beschwerdeführerin mit Vorbescheid vom 7. März 2016 (vgl. Urk. 3/6) die Abweisung ihres Begehrens um eine IV-Rente und berufliche Massnahmen in Aussicht stellte (wogegen sie selbstverständlich Einwand erheben konnte). Im Weiteren handelte es sich bei der Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Prakti kantin im Pflegezentrum A.___ weder um eine Ergänzung der beruflichen Kenntnisse in einem Bereich, in dem sie Lücken aufwies, noch wurde sie dadurch mit ihrem Beruf oder der Arbeitswelt wieder in Kontakt gebracht (vgl. E. 1.4 ). Das Praktikum dient e der Beschwerdeführerin, die im Anschluss daran am 21. März 2 016 die Ausbildung zur Pflegefachfrau HF begann (vgl. Urk. 7/2 und Urk. 7/8), vielmehr der beruflichen Neuorientierung. Die allgemeine För derung der beruflichen Weiterbildung oder Umschulung ist jedoch nicht Sache der Arbeitslosenversicherung, sondern allenfalls des Stipendienwesens. 3.4 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die arbeitsmarktliche Indikation, die unabdingbare gesetzliche Voraussetzung für die Finanzierung arbeitsmarkt licher Massnahmen ist, nicht gegeben ist. 3.5 Der Vorwurf der Beschwerdeführerin, sie sei von ihrem RAV-Berater unzu reichend beraten worden, da sie ihm im Vorfeld mitgeteilt habe, dass sie sich auf eine Zukunft in einem Pflegeberuf vorbereite (Praktikum) und ein Stellen antritt bevorstehe (vgl. E. 2.3), ist im Übrigen nicht stichhaltig. Denn gemäss prozessorientiertem Beratungsprotokoll teilte die Beschwerdeführerin dem RAV-Berater am 1 8. Dezember 2015 lediglich mit, dass sie am 1. März 2016 die Aus bildung als Fachfrau Gesundheit beginnen könne, wobei sie den Vertrag noch nicht erhalten habe. Mit E-Mail vom 1 6. Februar 2016 – das heisst nach Beginn des Praktikums im Pflegezentrum A.___ – informierte sie ihren RAV-Berater, dass das Praktikum am 1 7. März 2016 ende und das Studium am 2 1. März 2016 anfange. Am 1 7. Februar 2016 habe sie noch das Eignungsge spräch, von dem alles abhänge. Mit E-Mail vom 1 7. Februar 2016 teilte sie ihrem RAV-Berater sodann mit, dass sie das Eignungs gespräch bestanden habe ( Urk. 7/8). Das formelle Gesuch um Bewilligung des vom 1. Februar bis zum 2 0. März 2016 dauernden Praktikums im Pflegezentrum A.___ beim RAV stellte sie erst am 1 8. März 2016 ( Urk. 7/4). Es hätte von der Beschwerdeführe rin aber erwartet werden können, dass sie ihren RAV-Berater bereits vor der Unterzeichnung des betreffenden Praktikumsvertrags am 1 1. Januar 2016 (vgl. Urk. 7/2) konkret über das geplante Praktikum informiert hätte. Diesfalls hätte auch das Gesuch um Bewilligung des Praktikums – wie Art. 59c Abs. 1 AVIG dies vorsieht – rechtzeitig vor Beginn der Massnahme gestellt werden können, woraufhin der Beschwerdeführerin auch noch rechtzeitig hätte mitgeteilt wer den können, dass das Gesuch nicht bewilligt werden kann, und sie folglich auf den Praktikumsantritt hätte verzichten können. 3.6 Die Ablehnung des beantragten Praktikums erfolgte daher zu Recht, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) - seco - Direktion für Arbeit - Arbeitslosenkasse Unia 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der EinzelrichterDer Gerichtsschreiber HurstKreyenbühl

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich AL.2016.00063 AL.2016.00063

AL.2016.00063 IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Vogel

Ersatzrichterin Bänninger Schäppi

Gerichtsschreiber Kreyenbühl

Urteil vom 29. September 2016

Urteil vom 29. September 2016 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin gegen

gegen Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) Qualifizierung für Stellensuchende (QuS)

Qualifizierung für Stellensuchende (QuS) Zollstrasse 36, 8090 Zürich

Zollstrasse 36, 8090 Zürich Beschwerdegegner

Beschwerdegegner S achverhalt:

S achverhalt: 1. X.___, geboren 1967, war vo r Eintritt der Arbeitslosigkeit vom 1. Juli 2014 bis zum 3 0. November 2015 als Kundenbetreuerin bei der Y.___ angestellt (vgl. Urk. 7/4 und Urk. 7/9). Am 1 0. September 2015 meldete sich die Versicherte beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Zürich Z.___ zur Arbeitsvermittlung und beantragte Arbeitslosenentschädigung (vgl. Urk. 7/12). Mit Eingabe vom 1 8. März 2016 stellte sie beim Amt für Wirt schaft und Arbeit (AWA) ein Gesuch um Bewilligung eines Praktikums im Pfle gezentrum A.___ vom 1. Februar bis zum 2 0. März 2016 in einem Beschäftigungsumfang von 100 % ( Urk. 7/4). Mit Verfügung vom 1. April 2016 wies das RAV das Gesuch ab ( Urk. 7/1). Die dagegen gerichtete Einsprache der Versicherten vom 3. April 2016 ( Urk. 7/2) wies das AWA mit Entscheid vom 5. April 2016 ab ( Urk. 2).

1. X.___, geboren 1967, war vo r Eintritt der Arbeitslosigkeit vom 1. Juli 2014 bis zum 3 0. November 2015 als Kundenbetreuerin bei der Y.___ angestellt (vgl. Urk. 7/4 und Urk. 7/9). Am 1 0. September 2015 meldete sich die Versicherte beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Zürich Z.___ zur Arbeitsvermittlung und beantragte Arbeitslosenentschädigung (vgl. Urk. 7/12). Mit Eingabe vom 1 8. März 2016 stellte sie beim Amt für Wirt schaft und Arbeit (AWA) ein Gesuch um Bewilligung eines Praktikums im Pfle gezentrum A.___ vom 1. Februar bis zum 2 0. März 2016 in einem Beschäftigungsumfang von 100 % ( Urk. 7/4). Mit Verfügung vom 1. April 2016 wies das RAV das Gesuch ab ( Urk. 7/1). Die dagegen gerichtete Einsprache der Versicherten vom 3. April 2016 ( Urk. 7/2) wies das AWA mit Entscheid vom 5. April 2016 ab ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob die Versicherte am 2 4. April 2016 Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Bewilligung des Praktikums im Pflegezentrum A.___ (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 3. Juni 2016 beantragte das AWA die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6). Hierzu nahm die Beschwerdeführerin am 1 1. Juni 2016 Stellung ( Urk. 9), was dem Beschwerdegegner am 1 7. Juni 2016 zu r Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11).

2. Dagegen erhob die Versicherte am 2 4. April 2016 Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Bewilligung des Praktikums im Pflegezentrum A.___ (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 3. Juni 2016 beantragte das AWA die Abweisung der Beschwerde ( Urk. 6). Hierzu nahm die Beschwerdeführerin am 1 1. Juni 2016 Stellung ( Urk. 9), was dem Beschwerdegegner am 1 7. Juni 2016 zu r Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 1a Abs 2 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen - ver sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gehört zu den Zielen des Ges etzes, drohende Arbeitslosigkeit zu verhüten, bestehende zu bekämpfen und die rasche und dauerhafte Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu fördern. Diesem Zwecke dienen die so genannten arbeitsmarktlichen Mass nahmen ( Art. 59-75b AVIG). Die Versicherung erbringt finanzielle Leistungen für arbeitsmarktliche Massnahmen zu Gunsten von versicherten Personen und von Personen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind ( Art. 59 Abs. 1 AVIG).

1.1 Gemäss Art. 1a Abs 2 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen ver sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gehört zu den Zielen des Ges etzes, drohende Arbeitslosigkeit zu verhüten, bestehende zu bekämpfen und die rasche und dauerhafte Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu fördern. Diesem Zwecke dienen die so genannten arbeitsmarktlichen Mass nahmen ( Art. 59-75b AVIG). Die Versicherung erbringt finanzielle Leistungen für arbeitsmarktliche Massnahmen zu Gunsten von versicherten Personen und von Personen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind ( Art. 59 Abs. 1 AVIG). Arbeitsmarktliche Massnahmen sind gemäss Art. 59 Abs. 1 bis AVIG Bildungsmass nahmen ( 2. Abschnitt, Art. 60 AVIG), Beschäftigungsmassnahmen ( 3. Abschnitt, Art. 64a und 64b AVIG) und spezielle Massnahmen ( 4. Abschnitt, Art. 65 ff. AVIG).

Arbeitsmarktliche Massnahmen sind gemäss Art. 59 Abs. 1 bis AVIG Bildungsmass nahmen ( 2. Abschnitt, Art. 60 AVIG), Beschäftigungsmassnahmen ( 3. Abschnitt, Art. 64a und 64b AVIG) und spezielle Massnahmen ( 4. Abschnitt, Art. 65 ff. AVIG). Gemäss Art. 59 Abs. 2 AVIG soll mit arbeitsmarktlichen Massnahmen die Einglie derung von Versicherten, die aus Gründen des Arbeitsmarktes erschwert vermittelbar sind, gefördert werden. Solche Massnahmen sollen insbesondere:

Gemäss Art. 59 Abs. 2 AVIG soll mit arbeitsmarktlichen Massnahmen die Einglie derung von Versicherten, die aus Gründen des Arbeitsmarktes erschwert vermittelbar sind, gefördert werden. Solche Massnahmen sollen insbesondere: a. die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten verbessern, damit diese rasch und dauerhaft wieder eingegliedert werden können;

a. die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten verbessern, damit diese rasch und dauerhaft wieder eingegliedert werden können; b. die beruflichen Qualifikationen entsprechend den Bedürfnissen des Arbeits markts fördern;

b. die beruflichen Qualifikationen entsprechend den Bedürfnissen des Arbeits markts fördern; c. die Gefahr von Langzeitarbeitslosigkeit vermindern; oder

c. die Gefahr von Langzeitarbeitslosigkeit vermindern; oder d. die Möglichkeit bieten, Berufserfahrungen zu sammeln. d. die Möglichkeit bieten, Berufserfahrungen zu sammeln. Für die Teilnahme an arbeitsmarktlichen Massnahmen nach den Art. 60–71d müssen gemäss Art. 59 Abs. 3 AVIG erfüllt sein:

Für die Teilnahme an arbeitsmarktlichen Massnahmen nach den Art. 60–71d müssen gemäss Art. 59 Abs. 3 AVIG erfüllt sein: a. die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8, sofern nichts anderes bestimmt ist; und

a. die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8, sofern nichts anderes bestimmt ist; und b. die spezifischen Voraussetzungen für die betreffende Massnahme. b. die spezifischen Voraussetzungen für die betreffende Massnahme. Im Hinblick auf die Eingliederung von behinderten Versicherten arbeiten die zuständigen Amtsstellen mit den Organen der Invalidenversicherung zusammen ( Art. 59 Abs. 4 AVIG).

Im Hinblick auf die Eingliederung von behinderten Versicherten arbeiten die zuständigen Amtsstellen mit den Organen der Invalidenversicherung zusammen ( Art. 59 Abs. 4 AVIG). 1.2 Voraussetzung für den Anspruch auf Leistungen der Ver si cherung an die Umschulung, Weiterbildung oder Eingliede run g ist in jedem Fall das Vorliegen einer arbeitsmarkt lich e n Indikation. Dies bedeutet, dass arbeitsmarktliche Mass nahmen nur einzusetzen sind, wenn die Arbeitsmarktlage dies gebietet. Dadurch soll verhindert werden, dass Lei stungen zu Zwecken in Anspruch genommen werden, die nicht mit der Ar beitslosenversicherung in Zusammen hang stehen (Botschaft des Bundesrates zum AVIG vom 2. Juli 1980; BBl 1980 III 610 f.). Das Gesetz bringt di esen Gedanken in Art. 59 Abs. 1 und 2 zum Ausdruck, wonach die Versicherung diese Massnahmen nur dann durch finan zielle Leistungen fördert, wenn die Vermittelbarkeit der versicherten Person aus Gründen des Arbeits mark tes er schwert ist und die arbeitsmarktliche Massnahme die Vermittelbarkeit ver bessert.

1.2 Voraussetzung für den Anspruch auf Leistungen der Ver si cherung an die Umschulung, Weiterbildung oder Eingliede run g ist in jedem Fall das Vorliegen einer arbeitsmarkt lich e n Indikation. Dies bedeutet, dass arbeitsmarktliche Mass nahmen nur einzusetzen sind, wenn die Arbeitsmarktlage dies gebietet. Dadurch soll verhindert werden, dass Lei stungen zu Zwecken in Anspruch genommen werden, die nicht mit der Ar beitslosenversicherung in Zusammen hang stehen (Botschaft des Bundesrates zum AVIG vom 2. Juli 1980; BBl 1980 III 610 f.). Das Gesetz bringt di esen Gedanken in Art. 59 Abs. 1 und 2 zum Ausdruck, wonach die Versicherung diese Massnahmen nur dann durch finan zielle Leistungen fördert, wenn die Vermittelbarkeit der versicherten Person aus Gründen des Arbeits mark tes er schwert ist und die arbeitsmarktliche Massnahme die Vermittelbarkeit ver bessert..3 Nach Gesetz und Rechtsprechung sind Grundausbildung und die allgemeine Förderung der beruflichen Weiterbildung nicht Sache der Arbeitslosenversi cherung. Deren Aufgabe ist es lediglich, in gewissen Fällen durch konkrete Ein gliede rungs und Weiterbildungsmassnahmen eine bestehende Ar beits losig keit zu bekämpfen oder eine drohende Arbeits losig keit zu verhindern. Dabei muss es sich um Vorkehren handeln, wel che der versicherten Person erlauben, sich dem indu striellen und tech nischen Fortschritt anzupassen oder wel che sie in die Lage versetzen, ihre bereits vorhandenen beruflichen Fähig keiten ausserhalb der angestammten engen bisherigen Erwerbstätig keit auf dem Arbeitsmarkt zu ver wer ten (BGE 111 V 271 und 398 mit Hinweisen; ARV 2005 S. 282 E. 1.2, 1998 Nr. 39 S. 221 E. 1b).

.3 Nach Gesetz und Rechtsprechung sind Grundausbildung und die allgemeine Förderung der beruflichen Weiterbildung nicht Sache der Arbeitslosenversi cherung. Deren Aufgabe ist es lediglich, in gewissen Fällen durch konkrete Ein gliede rungs und Weiterbildungsmassnahmen eine bestehende Ar beits losig keit zu bekämpfen oder eine drohende Arbeits losig keit zu verhindern. Dabei muss es sich um Vorkehren handeln, wel che der versicherten Person erlauben, sich dem indu striellen und tech nischen Fortschritt anzupassen oder wel che sie in die Lage versetzen, ihre bereits vorhandenen beruflichen Fähig keiten ausserhalb der angestammten engen bisherigen Erwerbstätig keit auf dem Arbeitsmarkt zu ver wer ten (BGE 111 V 271 und 398 mit Hinweisen; ARV 2005 S. 282 E. 1.2, 1998 Nr. 39 S. 221 E. 1b). 1.4 Als Bildungsmassnahmen gelten unter anderem Ausbildungspraktika ( Art. 60 Abs. 1 AVIG).

1.4 Als Bildungsmassnahmen gelten unter anderem Ausbildungspraktika ( Art. 60 Abs. 1 AVIG). Als Beschäftigungsmassnahmen gelten unter anderem Berufspraktika in Unter nehmen und in der Verwaltung ( Art. 64a Abs. 1 lit. b AVIG).

Als Beschäftigungsmassnahmen gelten unter anderem Berufspraktika in Unter nehmen und in der Verwaltung ( Art. 64a Abs. 1 lit. b AVIG). Während das Berufspraktikum in erster Linie darauf abzielt, qualifizierten versi cherten Personen eine erste Berufserfahrung zu ermöglichen oder sie wieder mit ihrem Beruf oder der Arbeitswelt in Kontakt zu bringen, bezweckt das Ausbil dungspraktikum im Wesentlichen eine bewusste Ergänzung der beruflichen Kenntnisse der versicherten Personen in einem Bereich, in dem sie Lücken auf weisen. Das Ausbildungspraktikum ist somit gleichzusetzen mit einem Kurs zur Förderung der Vermittlungsfähigkeit der Versicherten (AVIG-Praxis AMM des Staatssekretariats für Wirtschaft [SECO], Rz. D4).

Während das Berufspraktikum in erster Linie darauf abzielt, qualifizierten versi cherten Personen eine erste Berufserfahrung zu ermöglichen oder sie wieder mit ihrem Beruf oder der Arbeitswelt in Kontakt zu bringen, bezweckt das Ausbil dungspraktikum im Wesentlichen eine bewusste Ergänzung der beruflichen Kenntnisse der versicherten Personen in einem Bereich, in dem sie Lücken auf weisen. Das Ausbildungspraktikum ist somit gleichzusetzen mit einem Kurs zur Förderung der Vermittlungsfähigkeit der Versicherten (AVIG-Praxis AMM des Staatssekretariats für Wirtschaft [SECO], Rz. D4). 1.5 Die zuständige Amtsstelle verfügt auf Gesuch hin, dass Versicherte während höchstens drei Wochen von Beratungs- und Kontrollgesprächen befreit sind, wenn sie sich für ein Vorstellungsgespräch ins Ausland begeben müssen, eine Schnupperlehre absolvieren oder sich einer Eignungsabklärung am Arbeitsplatz unterziehen ( Art. 25 lit. c der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosen versicherung und die Insolvenzentschädigung, AVIV).

1.5 Die zuständige Amtsstelle verfügt auf Gesuch hin, dass Versicherte während höchstens drei Wochen von Beratungs- und Kontrollgesprächen befreit sind, wenn sie sich für ein Vorstellungsgespräch ins Ausland begeben müssen, eine Schnupperlehre absolvieren oder sich einer Eignungsabklärung am Arbeitsplatz unterziehen ( Art. 25 lit. c der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosen versicherung und die Insolvenzentschädigung, AVIV). Schnupperlehren und Eignungsabklärungen sind keine arbeitsmarktlichen Mass nahmen nach Art. 59 ff. AVIG. Die Befreiung von Beratungs- und Kon trollgesprächen für eine Schnupperlehre oder Eignungsabklärung dauert höchstens 3 Wochen (AVIG-Praxis ALE des SECO, Rz. B358).

Schnupperlehren und Eignungsabklärungen sind keine arbeitsmarktlichen Mass nahmen nach Art. 59 ff. AVIG. Die Befreiung von Beratungs- und Kon trollgesprächen für eine Schnupperlehre oder Eignungsabklärung dauert höchstens 3 Wochen (AVIG-Praxis ALE des SECO, Rz. B358). 1.6 Gemäss Art. 27 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial versicherungsrechts (ATSG) hat jede Person Anspruch auf grundsätzlich unentgeltliche Beratung über ihre Rechte und Pflichten. Dafür zuständig sind die Versicherungsträger, denen gegenüber die Rechte geltend zu machen oder die Pflichten zu erfüllen sind.

1.6 Gemäss Art. 27 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial versicherungsrechts (ATSG) hat jede Person Anspruch auf grundsätzlich unentgeltliche Beratung über ihre Rechte und Pflichten. Dafür zuständig sind die Versicherungsträger, denen gegenüber die Rechte geltend zu machen oder die Pflichten zu erfüllen sind. 2.

2. 2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Bewilligung eines Praktikums im Pflegezentrum A.___ vom 1. Februar bis 2 0. März 2016 hat.

2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Bewilligung eines Praktikums im Pflegezentrum A.___ vom 1. Februar bis 2 0. März 2016 hat. 2.2 Der Beschwerdegegner verneinte einen Anspruch darauf mit der Begründung, die Beschwerdeführerin habe das Gesuch um Bewilligung des Praktikums erst nach Abschluss des Einsatzes im Pflegezentrum A.___ gestellt und nicht - wie gesetzlich vorgesehen - rechtzeitig vor Beginn der betreffenden Mass nahme. Bei der von der Beschwerdeführerin beantragten Massnahme handle es sich sodann um ein Ausbildungspraktikum, da Schnupperlehren gemäss Bewil ligungspraxis maximal drei Wochen dauern würden. Ausbildungspraktika wür den eine Ergänzung der beruflichen Kenntnisse der versicherten Person in einem Bereich, in dem sie Lücken aufweise, bezwecken. Sie müssten - wie alle arbeitsmarktlichen Massnahmen – die Vermittelbarkeit der versicherten Person auf dem Arbeitsmarkt fördern und im angestammten oder nahe verwandten Berufsfeld stattfinden. Die Beschwerdeführerin verfüge jedoch bereits über fun dierte Aus- und Weiterbildungen und langjährige Berufserfahrung im kauf männischen Bereich und eine erschwerte Vermittelbarkeit aufgrund fachlicher Defizite könne nicht nachgewiesen werden. Die allgemeine Finanzierung und Förderung der beruflichen Weiterbildung, in diesem Fall ein Teil der Ausbil dung zur diplomierten Pflegefachperson HF, sei nicht Sache der Arbeitslosen versicherung. Schliesslich dürfe die Arbeitslosenversicherung keine finanziellen Leistungen erbringen, wenn die erschwerte Vermittelbarkeit nicht auf Gründe des Arbeitsmarktes, sondern auf ein bestehendes Gesundheitsproblem zurück zuführen sei. Die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen falle in den Bereich der Invalidenversicherung (IV; Urk. 2 und Urk. 7/1).

2.2 Der Beschwerdegegner verneinte einen Anspruch darauf mit der Begründung, die Beschwerdeführerin habe das Gesuch um Bewilligung des Praktikums erst nach Abschluss des Einsatzes im Pflegezentrum A.___ gestellt und nicht - wie gesetzlich vorgesehen - rechtzeitig vor Beginn der betreffenden Mass nahme. Bei der von der Beschwerdeführerin beantragten Massnahme handle es sich sodann um ein Ausbildungspraktikum, da Schnupperlehren gemäss Bewil ligungspraxis maximal drei Wochen dauern würden. Ausbildungspraktika wür den eine Ergänzung der beruflichen Kenntnisse der versicherten Person in einem Bereich, in dem sie Lücken aufweise, bezwecken. Sie müssten - wie alle arbeitsmarktlichen Massnahmen – die Vermittelbarkeit der versicherten Person auf dem Arbeitsmarkt fördern und im angestammten oder nahe verwandten Berufsfeld stattfinden. Die Beschwerdeführerin verfüge jedoch bereits über fun dierte Aus- und Weiterbildungen und langjährige Berufserfahrung im kauf männischen Bereich und eine erschwerte Vermittelbarkeit aufgrund fachlicher Defizite könne nicht nachgewiesen werden. Die allgemeine Finanzierung und Förderung der beruflichen Weiterbildung, in diesem Fall ein Teil der Ausbil dung zur diplomierten Pflegefachperson HF, sei nicht Sache der Arbeitslosen versicherung. Schliesslich dürfe die Arbeitslosenversicherung keine finanziellen Leistungen erbringen, wenn die erschwerte Vermittelbarkeit nicht auf Gründe des Arbeitsmarktes, sondern auf ein bestehendes Gesundheitsproblem zurück zuführen sei. Die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen falle in den Bereich der Invalidenversicherung (IV; Urk. 2 und Urk. 7/1). 2.3 Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, dass sie ihrem RAV-Berater sowohl beim Treffen vom 1 8. Dezember 2015 als auch am 1 6. Februar 2016 per E-Mail mitgeteilt habe, dass sie sich auf eine Zukunft in einem Pfle geberuf vorbereite (Praktikum). Auch auf den bevorstehenden Stellenantritt habe sie hingewiesen. Über die finanziellen Konsequenzen, welche dieser Ent scheid nach sich gezogen habe, sei sie allerdings nicht informiert worden. Es liege damit eine unzureichende Beratung vor. Nach ihrem Burnout im ange stammten Berufsfeld, Beratungen durch ihre Ärztin und während ihres Reha-Klinikaufenthaltes sei klar geworden, dass eine Tätigkeit im angestam - mten Berufsfeld wohl über kurz oder lang wieder zur Arbeitslosigkeit führen würde. Der Argumentation des Beschwerdegegners, wonach die Beeinträchti - gung der Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen in den IV-Bereich falle, sei zu entgegen, dass vorliegend auch die IV keine Unterstützung anbiete. Beim Prak tikum, das sie vom 1. Februar bis zum 2 0. März 2016 absolviert habe, handle es sich im Übrigen nicht um ein Ausbildungspraktikum, sondern um ein Schnup perpraktikum, das nicht Teil des Studiums, das sie am 2 1. März 2016 angefan gen habe, sei ( Urk. 1 und Urk. 9).

2.3 Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, dass sie ihrem RAV-Berater sowohl beim Treffen vom 1 8. Dezember 2015 als auch am 1 6. Februar 2016 per E-Mail mitgeteilt habe, dass sie sich auf eine Zukunft in einem Pfle geberuf vorbereite (Praktikum). Auch auf den bevorstehenden Stellenantritt habe sie hingewiesen. Über die finanziellen Konsequenzen, welche dieser Ent scheid nach sich gezogen habe, sei sie allerdings nicht informiert worden. Es liege damit eine unzureichende Beratung vor. Nach ihrem Burnout im ange stammten Berufsfeld, Beratungen durch ihre Ärztin und während ihres Reha-Klinikaufenthaltes sei klar geworden, dass eine Tätigkeit im angestam mten Berufsfeld wohl über kurz oder lang wieder zur Arbeitslosigkeit führen würde. Der Argumentation des Beschwerdegegners, wonach die Beeinträchti gung der Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen in den IV-Bereich falle, sei zu entgegen, dass vorliegend auch die IV keine Unterstützung anbiete. Beim Prak tikum, das sie vom 1. Februar bis zum 2 0. März 2016 absolviert habe, handle es sich im Übrigen nicht um ein Ausbildungspraktikum, sondern um ein Schnup perpraktikum, das nicht Teil des Studiums, das sie am 2 1. März 2016 angefan gen habe, sei ( Urk. 1 und Urk. 9). 3.

3. 3.1 Aktenkundig ist, dass die Beschwerdeführerin von Juni 2000 bis Juni 2002 eine Ausbildung zur Bürokauffrau beim Berufsförderungswerk B.___ absolvierte. Daraufhin folgten Weiterbildungen als Telekommunikations technikerin von Mai 2006 bis Juni 2007, Call-Center-Manager von Februar 2011 bis August 2012, in Französisch von Februar 2014 bis Februar 2015 und als Personalassistentin von März bis September 2014 (ohne Abschluss). In beruflicher Hinsicht war die Beschwerdeführerin seit Januar 2003 zunächst als kaufmännische Mitarbeiterin, Mitarbeiterin in einem Kommunikationscenter, Mitarbeiterin im Bereich Retail, Kundendienstmitarbei terin, Datentypistin und Mitarbeiterin im Bereich Personalwesen tätig. Zuletzt war sie von Oktober 2008 bis November 2012 als Kundendienstmitarbeiterin bei der C.___, von Januar bis November 2013 als Supporterin 2nd Level bei der D.___ AG, von März bis Juni 2014 als Kundendienstmitarbeite rin bei der E.___ AG und von Juli 2014 bis November 2015 als Kunden betreuerin Sales bei der Y.___ angestellt (vgl. Lebenslauf, Urk. 7/9, Urk. 7/4 und Urk. 9).

3.1 Aktenkundig ist, dass die Beschwerdeführerin von Juni 2000 bis Juni 2002 eine Ausbildung zur Bürokauffrau beim Berufsförderungswerk B.___ absolvierte. Daraufhin folgten Weiterbildungen als Telekommunikations technikerin von Mai 2006 bis Juni 2007, Call-Center-Manager von Februar 2011 bis August 2012, in Französisch von Februar 2014 bis Februar 2015 und als Personalassistentin von März bis September 2014 (ohne Abschluss). In beruflicher Hinsicht war die Beschwerdeführerin seit Januar 2003 zunächst als kaufmännische Mitarbeiterin, Mitarbeiterin in einem Kommunikationscenter, Mitarbeiterin im Bereich Retail, Kundendienstmitarbei terin, Datentypistin und Mitarbeiterin im Bereich Personalwesen tätig. Zuletzt war sie von Oktober 2008 bis November 2012 als Kundendienstmitarbeiterin bei der C.___, von Januar bis November 2013 als Supporterin 2nd Level bei der D.___ AG, von März bis Juni 2014 als Kundendienstmitarbeite rin bei der E.___ AG und von Juli 2014 bis November 2015 als Kunden betreuerin Sales bei der Y.___ angestellt (vgl. Lebenslauf, Urk. 7/9, Urk. 7/4 und Urk. 9). 3.2 Wie der Beschwerdegegner zutreffend feststellte (vgl. E. 2.2), ist das siebenwö chige Praktikum der Beschwerdeführerin vom 1. Februar bis zum 20. März 2016 im Pflegezentrum A.___ arbeitslosenversicherungsrechtlich nicht als Schnupperlehre zu qualifizieren, zumal die Dauer von Schnupperlehren gemäss Art. 25 lit. c AVIV auf maximal drei Wochen begrenzt ist. Dieses Praktikum hat demnach grundsätzlich entweder als Ausbildungspraktikum im Sinne von Art. 60 Abs. 1 AVIG oder als Berufspraktikum im Sinne von Art. 64 a Abs. 1 lit. b AVIG zu gelten, wobei aber – wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen werden – offen bleiben kann, welche Praktikumsart vorliegt.

3.2 Wie der Beschwerdegegner zutreffend feststellte (vgl. E. 2.2), ist das siebenwö chige Praktikum der Beschwerdeführerin vom 1. Februar bis zum 20. März 2016 im Pflegezentrum A.___ arbeitslosenversicherungsrechtlich nicht als Schnupperlehre zu qualifizieren, zumal die Dauer von Schnupperlehren gemäss Art. 25 lit. c AVIV auf maximal drei Wochen begrenzt ist. Dieses Praktikum hat demnach grundsätzlich entweder als Ausbildungspraktikum im Sinne von Art. 60 Abs. 1 AVIG oder als Berufspraktikum im Sinne von Art. 64 a Abs. 1 lit. b AVIG zu gelten, wobei aber – wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen werden – offen bleiben kann, welche Praktikumsart vorliegt. 3.3 Aus dem Lebenslauf der Beschwerdeführerin geht hervor, dass sie seit Abschluss ihrer Ausbildung als Bürokauffrau im Juni 2002 vornehmlich als kaufmännische Mitarbeiterin und als Kundendienstmitarbeiterin tätig war (vgl. Urk. 7/9). Auf diesen beiden Gebieten verfügt die Beschwerdeführerin somit über die besten Arbeitschancen, und es kann angesichts der von ihr absolvierten Aus- und Weiterbildungen sowie der langjährigen Berufserfahrung nicht von einer erschwerten Vermittelbarkeit gesprochen werden. Der Beschwerdegegner wies dabei zu Recht darauf hin (vgl. E. 2.2), dass die Arbeitslosenversicherung keine finanziellen Leistungen erbringen darf, wenn eine (allenfalls) erschwerte Vermittlungsfähigkeit nicht auf Gründe des Arbeitsmarktes, sondern auf ein bestehendes Gesundheitsproblem zurückzu führen ist. Die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen fällt in den Bereich der IV (vgl. AVIG-Praxis AMM, Rz. A22). Daran ändert nichts, dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, der Beschwerdeführerin mit Vorbescheid vom 7. März 2016 (vgl. Urk. 3/6) die Abweisung ihres Begehrens um eine IV-Rente und berufliche Massnahmen in Aussicht stellte (wogegen sie selbstverständlich Einwand erheben konnte). Im Weiteren handelte es sich bei der Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Prakti kantin im Pflegezentrum A.___ weder um eine Ergänzung der beruflichen Kenntnisse in einem Bereich, in dem sie Lücken aufwies, noch wurde sie dadurch mit ihrem Beruf oder der Arbeitswelt wieder in Kontakt gebracht (vgl. E. 1.4 ). Das Praktikum dient e der Beschwerdeführerin, die im Anschluss daran am 21. März 2 016 die Ausbildung zur Pflegefachfrau HF begann (vgl. Urk. 7/2 und Urk. 7/8), vielmehr der beruflichen Neuorientierung. Die allgemeine För derung der beruflichen Weiterbildung oder Umschulung ist jedoch nicht Sache der Arbeitslosenversicherung, sondern allenfalls des Stipendienwesens.

3.3 Aus dem Lebenslauf der Beschwerdeführerin geht hervor, dass sie seit Abschluss ihrer Ausbildung als Bürokauffrau im Juni 2002 vornehmlich als kaufmännische Mitarbeiterin und als Kundendienstmitarbeiterin tätig war (vgl. Urk. 7/9). Auf diesen beiden Gebieten verfügt die Beschwerdeführerin somit über die besten Arbeitschancen, und es kann angesichts der von ihr absolvierten Aus- und Weiterbildungen sowie der langjährigen Berufserfahrung nicht von einer erschwerten Vermittelbarkeit gesprochen werden. Der Beschwerdegegner wies dabei zu Recht darauf hin (vgl. E. 2.2), dass die Arbeitslosenversicherung keine finanziellen Leistungen erbringen darf, wenn eine (allenfalls) erschwerte Vermittlungsfähigkeit nicht auf Gründe des Arbeitsmarktes, sondern auf ein bestehendes Gesundheitsproblem zurückzu führen ist. Die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen fällt in den Bereich der IV (vgl. AVIG-Praxis AMM, Rz. A22). Daran ändert nichts, dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, der Beschwerdeführerin mit Vorbescheid vom 7. März 2016 (vgl. Urk. 3/6) die Abweisung ihres Begehrens um eine IV-Rente und berufliche Massnahmen in Aussicht stellte (wogegen sie selbstverständlich Einwand erheben konnte). Im Weiteren handelte es sich bei der Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Prakti kantin im Pflegezentrum A.___ weder um eine Ergänzung der beruflichen Kenntnisse in einem Bereich, in dem sie Lücken aufwies, noch wurde sie dadurch mit ihrem Beruf oder der Arbeitswelt wieder in Kontakt gebracht (vgl. E. 1.4 ). Das Praktikum dient e der Beschwerdeführerin, die im Anschluss daran am 21. März 2 016 die Ausbildung zur Pflegefachfrau HF begann (vgl. Urk. 7/2 und Urk. 7/8), vielmehr der beruflichen Neuorientierung. Die allgemeine För derung der beruflichen Weiterbildung oder Umschulung ist jedoch nicht Sache der Arbeitslosenversicherung, sondern allenfalls des Stipendienwesens. 3.4 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die arbeitsmarktliche Indikation, die unabdingbare gesetzliche Voraussetzung für die Finanzierung arbeitsmarkt licher Massnahmen ist, nicht gegeben ist.

3.4 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die arbeitsmarktliche Indikation, die unabdingbare gesetzliche Voraussetzung für die Finanzierung arbeitsmarkt licher Massnahmen ist, nicht gegeben ist. 3.5 Der Vorwurf der Beschwerdeführerin, sie sei von ihrem RAV-Berater unzu reichend beraten worden, da sie ihm im Vorfeld mitgeteilt habe, dass sie sich auf eine Zukunft in einem Pflegeberuf vorbereite (Praktikum) und ein Stellen antritt bevorstehe (vgl. E. 2.3), ist im Übrigen nicht stichhaltig. Denn gemäss prozessorientiertem Beratungsprotokoll teilte die Beschwerdeführerin dem RAV-Berater am 1 8. Dezember 2015 lediglich mit, dass sie am 1. März 2016 die Aus bildung als Fachfrau Gesundheit beginnen könne, wobei sie den Vertrag noch nicht erhalten habe. Mit E-Mail vom 1 6. Februar 2016 – das heisst nach Beginn des Praktikums im Pflegezentrum A.___ – informierte sie ihren RAV-Berater, dass das Praktikum am 1 7. März 2016 ende und das Studium am 2 1. März 2016 anfange. Am 1 7. Februar 2016 habe sie noch das Eignungsge spräch, von dem alles abhänge. Mit E-Mail vom 1 7. Februar 2016 teilte sie ihrem RAV-Berater sodann mit, dass sie das Eignungs gespräch bestanden habe ( Urk. 7/8). Das formelle Gesuch um Bewilligung des vom 1. Februar bis zum 2 0. März 2016 dauernden Praktikums im Pflegezentrum A.___ beim RAV stellte sie erst am 1 8. März 2016 ( Urk. 7/4). Es hätte von der Beschwerdeführe rin aber erwartet werden können, dass sie ihren RAV-Berater bereits vor der Unterzeichnung des betreffenden Praktikumsvertrags am 1 1. Januar 2016 (vgl. Urk. 7/2) konkret über das geplante Praktikum informiert hätte. Diesfalls hätte auch das Gesuch um Bewilligung des Praktikums – wie Art. 59c Abs. 1 AVIG dies vorsieht – rechtzeitig vor Beginn der Massnahme gestellt werden können, woraufhin der Beschwerdeführerin auch noch rechtzeitig hätte mitgeteilt wer den können, dass das Gesuch nicht bewilligt werden kann, und sie folglich auf den Praktikumsantritt hätte verzichten können.

3.5 Der Vorwurf der Beschwerdeführerin, sie sei von ihrem RAV-Berater unzu reichend beraten worden, da sie ihm im Vorfeld mitgeteilt habe, dass sie sich auf eine Zukunft in einem Pflegeberuf vorbereite (Praktikum) und ein Stellen antritt bevorstehe (vgl. E. 2.3), ist im Übrigen nicht stichhaltig. Denn gemäss prozessorientiertem Beratungsprotokoll teilte die Beschwerdeführerin dem RAV-Berater am 1 8. Dezember 2015 lediglich mit, dass sie am 1. März 2016 die Aus bildung als Fachfrau Gesundheit beginnen könne, wobei sie den Vertrag noch nicht erhalten habe. Mit E-Mail vom 1 6. Februar 2016 – das heisst nach Beginn des Praktikums im Pflegezentrum A.___ – informierte sie ihren RAV-Berater, dass das Praktikum am 1 7. März 2016 ende und das Studium am 2 1. März 2016 anfange. Am 1 7. Februar 2016 habe sie noch das Eignungsge spräch, von dem alles abhänge. Mit E-Mail vom 1 7. Februar 2016 teilte sie ihrem RAV-Berater sodann mit, dass sie das Eignungs gespräch bestanden habe ( Urk. 7/8). Das formelle Gesuch um Bewilligung des vom 1. Februar bis zum 2 0. März 2016 dauernden Praktikums im Pflegezentrum A.___ beim RAV stellte sie erst am 1 8. März 2016 ( Urk. 7/4). Es hätte von der Beschwerdeführe rin aber erwartet werden können, dass sie ihren RAV-Berater bereits vor der Unterzeichnung des betreffenden Praktikumsvertrags am 1 1. Januar 2016 (vgl. Urk. 7/2) konkret über das geplante Praktikum informiert hätte. Diesfalls hätte auch das Gesuch um Bewilligung des Praktikums – wie Art. 59c Abs. 1 AVIG dies vorsieht – rechtzeitig vor Beginn der Massnahme gestellt werden können, woraufhin der Beschwerdeführerin auch noch rechtzeitig hätte mitgeteilt wer den können, dass das Gesuch nicht bewilligt werden kann, und sie folglich auf den Praktikumsantritt hätte verzichten können. 3.6 Die Ablehnung des beantragten Praktikums erfolgte daher zu Recht, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

3.6 Die Ablehnung des beantragten Praktikums erfolgte daher zu Recht, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Verfahren ist kostenlos.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

- X.___

- Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)

- seco - Direktion für Arbeit

- Arbeitslosenkasse Unia

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

30 Tagen Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der EinzelrichterDer Gerichtsschreiber

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