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Rücken- und Gelenkbeschwerden
Die Muskulatur mit seiner 'Hülle' dem Bindegewebe (auch genannt Faszien), ist das grösste Organ des Körpers. Sie kann, je nach dem wie gut sie ausgebildet ist, zwischen 20 und 55 Prozent des Körpergewichts ausmachen. Um optimal zu funktionieren benötigt sie, wie alle Organe, regelmässige Belastungs- und Dehnreize.
Bewegungsmangel wirkt sich zuerst auf die Muskulatur und das Bindegewebe (Faszien) aus. Wenn sie nicht gefordert werden, verlieren sie an Kraft und Felxibiliät. Die zentralen Probleme sind einerseits die Verringerung der Muskelmasse und andererseits die 'Verfilzung' der Faszien. Beides hat entscheidende Auswirkungen auf die Gesundheit der Knochen, Gelenke und die Schmerzfreiheit.
Die Wirbelsäule - Stütze unseres Körpers - oder doch nicht?
Unsere Wirbelsäule besteht aus 24 unregelmässig geformten Knochen (Wirbeln), die wie ,Bauklötze' aufeinander gestapelt, sind und eine, von der Seite betrachtet, doppelt S-förmige Säule bilden. Die Wirbelkörper sind über Gelenke (Bandscheiben) miteinander verbunden, die Ihnen eine Beweglichkeit gegeneinander ermöglichen. Sie funktioniert jedoch nicht, wie man auf den ersten Blick annehmen möchte, wie ein 'Schiffsmast'. Sie trägt nicht das ganze Gewicht des Oberkörpers, sondern ist vielmehr verbunden und 'aufgespannt' durch viele kleinere und grössere Muskeln und Faszienzüge und ruht in deren dynamischen Zuggleichgewicht. Jedes andere Gelenk im Körper funktioniert nach dem selben Prinzip von harmonisch zusammenziehenden und nachgebenden Zugspannungen der umliegenden Muskulatur. Erst sie ermöglichen eine funktionelle Stabilität und ein gesundes Gelenk.
Ein überwiegender Teil der Schmerzen am Bewegungsapparat sind muskulär-faszial bedingt und nicht die Folge von diagnostizierten Abnützungserscheinungen. Sie entstehen hauptsächlich aus zwei Gründen:
Überforderung der Muskulatur
Verfügen Rücken- und Rumpfmuskulatur mangels Training nicht über genügend Kraft, befindet sich die Muskulatur mit ihrer Leistungsfähigkeit dauerhaft im Grenzbereich. Sie reagiert dann so, wie alle Muskeln reagieren, die überlastet sind - mit einem brennenden Schmerz.
Verkürzung der Muskulatur
Besteht eine Verkürzung im muskulär-faszialen System durch zu wenig oder einseitige Bewegung im Alltag, entstehen ungleiche Spannungen, die einen so genannter 'Alarmschmerz' auslösen. Die einseitigen Spannungen verhindern einen harmonischen Bewegungsablauf und würden zu Abnützungen (Arthrose) oder Verletzung des Gelenkes führen. Davor will uns unser Körper bewahren und verhindert mittels 'Alarmschmerz' die Belastung des betroffenen Körperteils. Die Muskeln werden hart, weil die Fasziennetze dichter werden (verfilzen) und noch mehr verkürzen. Ein Teufelskreis von Bewegungseinschränkung und Schmerz kommt in Gang.
Das geeignete Training
Durch gezielte Kraftübungen sowie spezielle Engpassdehnungen und Rollmassagen nach Liebscher&Bracht lernen sie, wie sie ihre Muskulatur leistungsfähig und ihre Gelenke funktionell und flexibel erhalten und sie somit unnötigen Schmerzen vorbeugen können. Dieser Prozess läuft zwar nicht in wenigen Tagen ab, ermöglicht aber in einem verhältnismässig kurzen Zeitraum eine erhebliche Linderung der Schmerzen.