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Mit Korrosion wird die physikochemische Wechselwirkung zwischen einem Metall und seiner Umgebung bezeichnet, die zu einer Veränderung der Eigenschaften des Metalls führt und die zu erheblichen Beeinträchtigungen der Funktion des Metalls, der Umgebung oder des technischen Systems, von dem diese einen Teil bilden, führen kann. Dies Wechselwirkung ist oft elektrochemischer Natur (nach DIN EN ISO 8044-12). Korrosion ist folglich eine Systemeigenschaft und nicht nur eine Werkstoffeigenschaft.
Um Korrosionsphänomene verstehen zu können, sind neben den Werkstoffeigenschaften auch zwingend Informationen über das angreifende Medium notwendig. Falls solche Informationen nicht vorliegen, kann aufgrund der chemischen Zusammensetzung der Korrosionsprodukte und der Art der Korrosionsangriffe Rückschlüsse auf das angreifende Medium gezogen werden.
Mit makroskopischen wie auch mit mikroskopischen Verfahren wie der Rasterelektronenmikroskopie (REM/EDX) werden am IWT bei Schadensfällen die Korrosionsart und die Zusammensetzung der Korrosionsprodukte ermittelt. So können die Ursache und die Korrosionsmechanismen eingegrenzt werden.
Um die Beständigkeit von Metallen in bestimmten Medien zu prüfen (z.B. für Produktentwicklung) stehen am IWT diverse Auslagerungsversuche sowie elektrochemische Messverfahren zur Verfügung.
Neben der Untersuchung von Korrosionsangriffen oder der Prüfung der Korrosionsbeständigkeit kann das IWT auch beim Lösen von Korrosionsproblemen oder bei der Entwicklung sinnvoller Korrosionsschutz-Strategien kompetente Unterstützung bieten.