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Waltert übersteht Achterbahnfahrt in Melbourne
Die Bündner Tennisspielerin Simona Waltert steht an den Australian Open in der zweiten Qualirunde. Gegen die Argentinierin Paula Ormaechea gewinnt die 21-Jährige nach kleinem Umweg.
6:1, 4:6, 6:0. Die Churerin Simona Waltert (WTA 219) steht nach einer kleinen Achterbahnfahrt in der zweiten Runde der Qualifikation für die Australian Open. Gegen die im Ranking sieben Ränge vor ihr klassierte Argentinierin Paula Ormaechea startet sie fulminant in ihre erste Partie bei den Erwachsenen in Melbourne. Bloss 29 Minuten dauert der erste Durchgang. Waltert nimmt Ormaechea gleich bei erster Gelegenheit den Service ab und schafft beim Stand von 4:1 das zweite Break.
In diesem Stil geht es auch in Satz 2 weiter. Waltert startet mit einem weiteren Break, hält ihren Aufschlag danach souverän und kommt beim Stand von 2:0 zu weiteren Breakchancen, die sie aber nicht nutzen kann. Anders Ormaechea: Die 29-Jährige, 15-fache Siegerin auf der ITF-Tour und einst die Nummer 59 der Welt, kämpft sich zurück in die Partie, schafft erst das Break zum Ausgleich und später den Durchbruch zum 6:4.
Die Wende in diesem Match? Nein! Waltert gibt im Entscheidungssatz mächtig Gas, überlässt ihrer Gegnerin nur noch neun Punkte: 6:0.
Nun gegen Nummer 130
Zwei Qualifikationsrunden muss Waltert nach ihrem Startsieg noch überstehen, um erstmals das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers zu erreichen. Ihre nächste Gegnerin ist die Deutsche Jule Niemeier, als Nummer 130 der Welt deutlich vor Waltert klassiert. Die 22-Jährige aus Dortmund gewann bislang drei Turniere auf ITF-Stufe. Die Partie in Melbourne wird das erste Direktduell zwischen Waltert und Niemeier.
Ziel Hauptfeld
Für Waltert ist der Auftritt in Melbourne der zweite überhaupt an einem Grand-Slam-Turnier. Ihre Premiere erlebte die Bündnerin im vergangenen Sommer in Wimbledon, als sie nach einem Sieg zum Auftakt in der zweiten Runde scheiterte. «Mein erstes Ziel ist es, mich für das Haupttableau zu qualifizieren», sagte Waltert kurz vor ihrer Auftaktspartie in Down Under. Ein erster Schritt dafür ist gemacht.