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Die finanzielle Führung im eigentlichen Sinne ist für Unternehmen jeder Grösse, neben der unternehmerischen Kerntätigkeit, ein prioritärer Aufgabenbereich der Geschäftsleitung.
Das Finanzmanagement umfasst im Groben die gesamte Planung, Gestaltung und Überwachung der finanzwirtschaftlichen Belangen und letztendlich der Geldflüsse im Unternehmen.
Langfristige Ziele sind substanz-, werterhaltend und nachhaltig wertsteigernd orientiert. Im mittelfristigen Bereich geht es vor allem um eine angemessene Rendite und im kurzfristigen Bereich um die Sicherstellung der Liquidität.
Die Prioritäten sind je nach Situation und "Lebensabschnitt" des Unternehmens unterschiedlich. Bei einem jungen oder stark expandierenden Unternehmen geht es zuerst darum, dass mit operativen Erträgen die Kosten gedeckt werden können. Bei einem älteren, etablierten Unternehmen liegen die Prioritäten eher bei der Rendite und Positionierung für eine optimale Nachfolge, einen Verkauf, einen Zusammenschluss mit einem anderen Unternehmen oder auch eine Verbreiterung des Aktionärskreises.
Das Finanzmanagement muss Zusammenhänge und Sensibilitäten bezüglich bestimmter unternehmerischer Handlungsvarianten erkennen können und die entsprechenden finanziellen Auswirkungen in die Planung einbeziehen. Voraussetzung dazu ist, dass die entscheidenden unternehmerischen "Valuedrivers" (Wertgeneratoren) korrekt identifiziert werden.
Desto besser die finanziellen Gesamtzusammenhänge im Unternehmen unter Kontrolle sind, desto besser oder mit weniger Unsicherheiten können auch Veränderungsprozesse angegangen und gemeistert werden.