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Ein Spital in den USA muss 450'000 Dollar zahlen, weil es eine zahlungsunfähige Patientin in hilflosem Zustand auf der Strasse ausgesetzt hatte. Auf diese Summe verständigten sich das Spital und die Stadt Los Angeles, die in dem Fall als Klägerin aufgetreten war.
Staatsanwalt Mike Feuer wertete am Dienstag die vereinbarte Strafzahlung als Signal gegen die «skrupellose Praxis» von Spitälern in den USA, mittellose Patienten einfach vor die Tür zu setzen.
In dem konkreten Fall ging es um eine 38-jährige Patientin, die unter Schizophrenie und anderen Geisteskrankheiten leidet. Das Gardens Regional Hospital soll die mittellose Frau im April 2015 nur mit einem Schlafanzug bekleidet vor einem Obdachlosenasyl in einem Problemviertel von Los Angeles abgesetzt haben - ohne Geld, Medikamente und Ausweispapiere. Dort irrte sie stundenlang durch die Strassen, ehe die Polizei sie aufgriff.
Der Klageschrift zufolge war die Frau zuvor bereits fünf Mal von Spitälern auf der Strasse ausgesetzt worden. Bei der Klage sei es der Stadt Los Angeles nicht in erster Linie um die Strafzahlung gegangen, erklärte Staatsanwalt Feuer. Vielmehr sollten Spitäler dazu ermuntert werden, Regeln zum würdigen Umgang mit obdach- und mittellosen Patienten aufzustellen. (sda/afp)