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Technical Report NTB 91-18
Nagra thermochemical data baseII. Supplemental Data 05/92
Thermodynamische Daten für wässerige Spezies, Mineralien und Gase werden von der Nagra für ihre geochemische Modellierung gebraucht. Die von der Nagra erarbeitete thermochemische Datenbasis enthält sowohl Kerndaten («core data») als auch Ergänzungsdaten («supplemental data»). Die Kerndaten für gut charakterisierte Komponenten wurden einzeln sorgfältig ausgewählt und sind in PEARSON & BERNER (1991) wiedergegeben. Die Ergänzungsdaten berücksichtigen die weniger häufig vorkommenden Komponenten und die für die Sicherheitsanalyse relevanten Elemente. Diese Daten wurden gruppenweise aus anderen geochemischen Datenbasen ausgewählt und wurden nicht einzeln geprüft.
In diesem Bericht wird die thermochemische Datenbasis der Nagra (Stand 5/92) tabellarisch dargestellt. Diese Datenbasis enthält neben den früher präsentierten Kerndaten die verfügbaren Werte für die Elemente Aluminium, Silizium, Eisen und Mangan, die Aktinide Thorium, Uran, Neptunium, Plutonium und Americium, sowie für Elemente, die als Spaltprodukte bzw. Aktivierungsprodukte in radioaktiven Abfällen vorkommen, zum Beispiel Nickel, Zirkonium, Niobium, Molybdän, Technetium, Palladium, Zinn, Selen und Jod. Im Wasser gelöste Komplexe von vier repräsentativen organischen Anionen werden ebenfalls aufgeführt. Die Quellen dieser Ergänzungsdaten werden im Text beschrieben.
Andere Datenzusammenstellungen wurden während der Auswahl der Ergänzungsdaten studiert. Unter diesen waren die Datenbasen, die am Paul Scherrer Institut zusammen mit den geochemischen Programmen MINEQL (Version 3/91), PHREEQE (Version 4/91) gebraucht werden, sowie die HATCHES 3.0 Datenbasis. Dieser Bericht enthält auch zusätzlich Tabellen, in welchen die ausgewählten Werte mit den erwähnten Datenbasen verglichen werden.
Diese Datenbasis wurde bis anhin noch nicht für das gesamte Spektrum möglicher Anwendungen im Rahmen der Endlager getestet und sollte deshalb lediglich als Referenz für eine Qualitätskontrolle betrachtet werden und nicht als allgemein akzeptierten, kritisch geprüften Standard.