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Gemäss Duden bedeutet „Steuer“ zweierlei. Zum einen wird damit der „bestimmter Teil des Lohns, Einkommens oder Vermögens, der an den Staat abgeführt werden muss“ definiert, zum anderen eine „Vorrichtung in einem Fahrzeug zum Steuern in Form eines Rades, Hebels o.Ä.“. Das Handelsblatt schrieb zum Thema "Wir zahlen, aber ihr liefert nicht":
Der fiskalische Zustand unserer Republik ist dschungelhaft wuchernd. Wie Schlingpflanzen drangsalieren uns 33.000 Steuerparagrafen, und es werden immer mehr. Es ist symptomatisch, dass der Satz des Pythagoras 24 Worte umfasst, die Zehn Gebote 179, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung 300 – aber allein der Paragraph 3 des deutschen Einkommenssteuergesetzes (über steuerfreie Einnahmen) 6493 Worte.
Wie wahr. Die Steuerbehörde ist eigentlich wie ein grosser Einlegerverein. Da könnte man sich ohne Fug und Trug auch die einfache Frage gefallen lassen, weshalb man denn das eingelegte Geld nicht einfach selbst für die Deckung seiner Bedürfnisse beiseitelegt. Der Effekt wäre derselbe, aber mit deutlich weniger Administrationsaufwand. Ein weiterer Nebeneffekt wäre zudem die frei wählbare Qualität der bezogenen Dienstleistung, denn kostenlos gibt es eh nichts. Oder vermisst jemand selbst von der Linksfraktion hier etwa staatlich organisierte Ferien? Unter „Staatsferien“ wird entweder der obligatorische Militärdienst oder der Aufenthalt im Knast verstanden. Michael S. Rozeff veröffentlichte beim Ludwig von Mises Institut sogar: “Steuern sind schlimmer als Raub.“
Nun gut, wir wissen dass es auch in diesem Forum Menschen gibt, welche sich ein Leben ohne steueralimentiertem Vormund in Form des Staatswesens nicht vorstellen können. Selbst der Hinweis, dass die notwendigsten Staatsleistungen wie Schule, Sicherheit und Infrastruktur noch vor gar nicht so langer Zeit relativ bedeutend kostengünstiger waren, werden nicht beachtet. Es scheint völlig normal zu sein, dass nur der Staat egal der nationalen Wirtschaftsleistung stetig wachsen darf, und dass die Steuern längst nicht mehr nur der Zehnte ausmacht. Die Französische Revolution wurde überdies gerade deshalb gefeiert, weil die Steuer für kurze Zeit völlig gestrichen wurde. Diejenigen welche die steigenden Krankenkassenprämien verurteilen, tun dies zurecht. Denn wie die Steuer sind diese Abgaben erstens zwangsbasiert, und zweitens staatlich - gesteuert. Die immer teurer werdenden Mieten hingegen lassen sich mittels Eigenheim oder Wohnsitznahme auf einem Zeltplatz vermeiden. Die Mietkritiker fallen aber gerade in der Stadt Bern wieder negativ auf. Man besetzt einfach fremdes Eigentum und glaubt im Recht zu sein. Natürlich ist auch diese (linke) Form von Protest Raub.
Wenn ich also den Vorschlag zur Abschaffung der Unternehmenssteuer unterbreite, dann mache ich das im Wissen, dass Unternehmen weder Steuern bezahlen können noch von staatlichen Leistungen profitieren. Es sind immer die Menschen dahinter, welche Profit dank einer Arbeitsstelle, eines Lohns oder einer Dividende beziehen, und darauf dann auch Steuern bezahlen. Und die Gesellschaft muss dann die Dinge teurer einkaufen. Unternehmenssteuern sind somit ungerecht, weil Erträge doppelt besteuert werden, und zusätzlich so wie Mehrwertsteuern, da diese Abgaben die Waren und Dienstleistungen wieder verteuern.
Schon der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Milton Friedman stellte anlässlich der Steuersenkungsvorschläge des wiedergewählten US Präsidenten Richard Nixon am 29. November 1971 auf Seite 91 des „The Newsweek“ die sibyllinische Frage: „Can Business Pay Taxes?“ Die Antwort lautet klar nein. Denn eine Überweisung von Geld wird auch im Zeitalter des electronic Banking immer von einem Menschen ausgeführt, der damit Geld der Stakeholder (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Eigentümer) als natürliche Personen an den Staat überweist. Und wenn man nun das Geld dieser Stakeholder aus einem Unternehmen abschöpft, dann fehlt dieses eben auch an anderer Stelle. Klar, die Linken gehen davon aus, dass abgeschöpftes Steuergeld ausschliesslich den reichen Bonzen aus der Tasche gezogen wird. Sie fühlen sich dann wie Robin Hood. Leider geht das enteignete Geld dann nicht in die eigenen Taschen, aber soweit wird in der Regel nicht mehr gedacht. Ein bedeutender Teil wandert in die Taschen welche die Steuern festlegen, ein grösserer Teil wird dafür ausgegeben, für was wir, jeder für sich, gar nichts ausgeben würden.
Im Gegenteil: Die „reichen Bonzen“ zahlen diese Zeche nicht allein. Es sind vor allem auch die Arbeiter, welche dann bei Kostenreduktionsmassnahmen wegrationalisiert werden müssen, oder aber durch teurere Preise für die Güter an der Kasse geschröpft werden (was sich wiederum auf die MwSt. auswirkt), sofern dies im Rahmen der Globalisierung überhaupt möglich ist. So hat ein manches Unternehmen oft die Nichtwahl der Qual: Steuern abdrücken oder Investieren. Steuern abdrücken oder Mitarbeiter einstellen.
Könnte sich die Schweiz dazu durchringen, dass Unternehmen keine Steuern mehr bezahlen müssten, dann wäre die Frage der Dividendenbesteuerung für Anteile mit mehr als 10% am Aktienkapital aus der USR II ebenso geklärt: Die Dividenden könnten wieder wie Einkommen besteuert werden, da keine Doppelbesteuerung mehr vorliegt. Zusätzlich könnten viel einfacher neue Arbeitsstellen geschaffen werden, Investitionen würden die Wirtschaft ankurbeln, was am Ende des Tages auch den Linken und ihrem geliebten Staat zugutekommen würde.
Teach your children about tax – eat 30% of their icecream