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Die bei Ausgrabungen entdeckten Funde aus verschiedenen Epochen beweisen, dass „Muenuntal“ seit der jüngeren Steinzeit (ca. 2500 v. Chr.) ständig besiedelt war. Auf dem Mönthaler Hausberg, der Burghalde, soll eine spätbronzezeitliche befestigte Höhensiedlung gestanden haben. Während des Alten Zürichkrieges, im gleichen Jahr 1444, in welchem Brugg seine Mordnacht erlebte, wurde das Dorf gebrandschatzt. Auch von der nachfolgenden Pest blieb die Talschaft nicht verschont.
1460 gelangte die Siedlung mit der Herrschaft Schenkenberg an Bern. 1683 war Mönthal „ein dorff von 8 heüseren“ mit ein paar umliegenden Höfen. 1718 brannte ein Teil des Dorfes nieder. Weinbau und Baumwollweberei brachten gegen Ende des 18. Jahrhunderts einen gewissen Wohlstand. Die Bevölkerung zählte um 1850 über 500 Einwohner. Die Krise in Landwirtschaft und Baumwollindustrie führte zu einer Abnahme bis auf 239 Dorfbewohner im Jahre 1970.
Das Gotteshaus wird im Jahre 1273 erstmals urkundlich erwähnt. Als Kapelle kann es aber schon früher bestanden haben. An das rechteckige Kirchenschiff wurde um 1480 ostseits der Achse ein neuer, gewölbter Chor angefügt, dessen Pultdach sich an den älteren, massigen Käsbissenturm anlehnt. Zur Ausstattung der Kirche gehören ein spätgotischer Taufstein aus dem 15. Jahrhundert, eine frühbarocke Kanzel (1613), die 1641 eingebaute Holzempore, im Ostfenster des Chors eine prächtige Rundscheibe mit Lamm Gottes und Wappen der Ratsherren von Brugg (1590) sowie zwei alte und eine neue Glocke, gegossen 1587 „ZU BRUG“, 1688 „ZU LENTZBURG“ und 1966 in Aarau.
Gegenwärtige und frühere Renovationen geben dem Kirchlein weiterhin mittelalterliches Gepräge und zeugen von grossem Bemühen um Erhaltung des schönen, schmucken Gotteshauses.
Mönthal ist, seit Unterzeichnung der Berner Reformationsartikel, eine evangelisch-reformierte Kirchgemeinde. Sie wurde während mehr als dreihundert Jahren von Brugg aus betreut. Der wohl berühmteste Brugger Provisor war der Dichter Abraham Emanuel Fröhlich, der von 1805 bis 1811 um das abgelegene „Müendel“ besorgt war. Nur von 1860 bis 1936 war die Pfarrei selbständig. Dann übernahm das Pfarramt Umiken die seelsorgerische Tätigkeit und heute wird sie vom Pfarrer des Pfarramtes in Unterbözberg ausgeübt.