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Jericho
(lat. Hiericus), im Altertum eine der blühendsten Städte Palästinas, 8 km westlich vom Jordan in der fruchtbaren, durch ihre Palmengärten und Balsamstauden berühmten Oase von J. Als Schlüssel zum Land wurde sie von den Juden unter Josua zuerst angegriffen und nach siebentägiger Belagerung erobert (Josua 6, 14), blühte aber bald wieder als offene Stadt auf. Ihre Lage an der Heerstraße, welche aus dem westlichen Palästina [* 2] über den Jordan nach O. führte, machte sie auch zum Schlüssel Judäas für ein von NO. kommendes Heer. Herodes, der hier residierte und starb, verschönerte sie sehr und zierte sie namentlich mit einem herrlichen Palast. Unter Vespasian abermals zerstört, ward sie unter Hadrian wieder aufgebaut. Während der Kreuzzüge entstand eine Stadt Neu-J. an der Stelle des heutigen Richa, eines ärmlichen Dorfs aus braunen Lehmhütten mit einem halbverfallenen Kastell und einer russisch-griechischen Kirche.