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Effortil Tropfen 2x50g
22.95 Fr.
Was ist Effortil und wann wird es angewendet?
Effortil ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Kreislaufstörungen. Es steigert die Herzkraft, tonisiert die Blutgefässe und normalisiert so einen zu niedrigen Blutdruck. Kreislaufstörungen, die bei Lagewechsel (z.B. abruptem Aufstehen) und bei langem Stehen auftreten können, werden gebessert oder vermieden. Effortil erhöht das zirkulierende Blutvolumen und somit die Blutversorgung aller Organe. Die Anzeichen eines zu niedrigen Blutdruckes (Hypotonie) oder einer Kreislaufstörung können Schwindel, Kältegefühl in Händen und Füssen, morgendliche oder chronische Müdigkeit, Unlust und Antriebslosigkeit, Neigung zu Ohnmachtsanfällen, Übelkeit, Wetterfühligkeit, Kopfschmerzen sein.
Effortil bessert diese Beschwerden oder bringt sie ganz zum Verschwinden.
Wann darf Effortil nicht angewendet werden?
Bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Etilefrin oder einem anderen Inhaltsstoff.
Auf Grund des Gehaltes an Natriumdisulfit (E 223) kann es, insbesondere bei Asthmatikern, zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, die sich z.B. durch Nesselsucht, Atemnot, Kreislaufbeschwerden, Brechreiz und Durchfall äussern. Bei Asthma oder einer Überempfindlichkeit gegen sulfithaltige Präparate.
Effortil Tropfen dürfte nicht angewendet werden bei
- Bluthochdruck
- Patienten mit niedrigem Blutdruck, bei welchen der Blutdruck und/oder die Pulsfrequenz im Stehen auf überhöhte Werte ansteigen (so genannte «hypertone Kreislaufreaktion»)
- Erkrankungen der Herzkranzgefässe (z.B. Angina pectoris oder vorausgegangenem Herzinfarkt)
- Verengung einer oder mehrerer Herzklappen
- Schwerer bzw. unzureichend behandelter Herzschwäche (Herzinsuffizienz, erkennbar z.B. an Wassereinlagerungen und/oder Kurzatmigkeit) oder anderen schweren Herz- oder Gefässerkrankungen
- Schwerer bzw. unbehandelter Schilddrüsenüberfunktion
- Tumor des Nebennierenmarks (so genanntes Phäochromozytom)
- Einer bestimmten Form des Grünen Stars (so genanntes Engwinkelglaukom)
- Einer Vergrösserung der Vorsteherdrüse (Prostata) mit Störung der Blasenentleerung.
Effortil darf in den ersten 3 Monaten einer Schwangerschaft sowie während der Stillzeit nicht eingenommen werden.
Wann ist bei der Einnahme von Effortil Vorsicht geboten?
Wenn Sie an Herzrhythmusstörungen oder anderen schweren Herz-Kreislaufstörungen leiden, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin fragen, ob Sie Effortil einnehmen dürfen. Dies gilt auch bei erhöhtem Puls, bei Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) und bei schweren Nierenerkrankungen.
Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, sollten Sie vor Beginn der Einnahme von Effortil Ihren Arzt oder Ihre Ärztin um Rat fragen: Atropin, Dihydroergotamin, Betablocker, andere Arzneimittel für das Herzkreislaufsystem, Mineralocorticoide (wie z.B. Fludrocortison zur Behandlung der Unterfunktion der Nebennierenrinde), Reserpin (Arzneimittel gegen Bluthochdruck), anderen Sympathomimetika (wie z.B. Arzneimittel zur Abschwellung der Nasenschleimhaut, Arzneimittel gegen Asthma), Schilddrüsenhormone (Thyroxin), stimmungsaufhellende Arzneimittel (wie trizyklische Antidepressiva), Arzneimittel gegen Allergien (Antihistaminika), Arzneimittel zur Senkung des Blutzuckerspiegels.
Vor einem chirurgischen Eingriff oder einer Narkose sollen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin über Ihre Behandlung mit Effortil informieren.
Bei Kindern unter 2 Jahren ist Vorsicht geboten und Effortil Tropfen dürfen nur auf ärztliche Verschreibung verabreicht werden. EffortilTropfen enthalten die Hilfsstoffe Natriumdisulfit (E 223), Methylparahydroxybenzoat und Propylparahydroxybenzoat, welche (eventuell verzögerte) allergische Reaktionen hervorrufen können.
Durch seine Wirkungen auf Blutkreislauf und Herz (z.B. beschleunigter Puls) und auf das Nervensystem (z.B. Unruhe) kann dieses Arzneimittel, vor allem bei höherer Dosierung, die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen! In diesem Fall sollten Sie die Dosis reduzieren.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Darf Effortil während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
In den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten darf Effortil nicht eingenommen werden. Deshalb dürfen Sie Effortil auch nicht einnehmen, wenn Sie schwanger werden wollen. Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat dürfen Sie Effortil nur streng nach Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin einnehmen. Gegen Ende der Schwangerschaft ist es möglich, dass durch Effortil Geburtswehen ausgelöst werden. Deshalb sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, welcher bzw. welche entscheiden wird, ob Sie Effortil einnehmen sollen oder nicht.
Während der Stillzeit darf Effortil nicht eingenommen werden, da ein Übertritt in die Muttermilch nicht auszuschliessen ist.
Wie verwenden Sie Effortil?
Effortil Tropfen sollten mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden und wirken bei Einnahme vor dem Essen besonders schnell.
Sofern vom Arzt bzw. der Ärztin nicht anders verordnet, beträgt die übliche Dosierung:
Erwachsene: 3 mal täglich 10‑20 Tropfen.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Ihre Nierenfunktion beeinträchtigt ist.
Kinder und Jugendliche
Bei Kindern empfiehlt sich die Gabe in einem Teelöffel gesüsstem Tee.
Kinder unter 2 Jahren: Effortil Tropfen dürfen nur auf ärztliche Verschreibung Kindern unter 2 Jahren verabreicht werden: 3 mal täglich 2‑5 Tropfen
Kinder zwischen 2‑6 Jahren: 3 mal täglich 5‑10 Tropfen.
Kinder ab 6 Jahre und Jugendliche: 3 mal täglich 10‑20 Tropfen.
Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann Effortil haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Effortil auftreten:
Häufig können Kopfschmerzen auftreten. Gelegentlich können Übelkeit, beschleunigter Puls, Herzklopfen, Unruhe, Schlaflosigkeit, Schwindel, Zittern, Angstzustände und Herzrhythmusstörungen vorkommen. Über allergische Reaktionen, vermehrtes Schwitzen und Engegefühl auf der Brust sowie einen erhöhten Blutdruck wurde ebenfalls berichtet.
Bei der Anwendung von Arzneimitteln mit ähnlichem Wirkungsmechanismus wurde darüber hinaus über eine Erhöhung des Augeninnendrucks und/oder eine Erweiterung der Pupillen berichtet.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Hinweis für Sportler: Die Einnahme von Effortil kann eine positive Reaktion bei Antidoping-Kontrollen zur Folge haben.
Das Präparat ist wie alle Arzneimittel vor dem Zugriff von Kindern geschützt aufzubewahren.
Bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Effortil enthalten?
Tropfen: 1 g (= ca. 15 Tropfen) enthält 7,5 mg Etilefrinhydrochlorid als Wirkstoff, Konservierungsmittel: Propyl-4-hydroxybenzoat (E 216), Methyl-4-hydroxybenzoat (E 218), Antioxidans: Natriumdisulfit (E 223) und Wasser als Hilfsstoff.
Zulassungsnummer
24199 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Effortil? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung:
15 g und 2× 50 g.
Zulassungsinhaberin
Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH, Basel.
Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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