Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03094.jsonl.gz/1619

Was früher 'elterliche Gewalt' hiess in schweizerischen Gesetzestexten, wird heute mit dem doch etwas anders anmutenden Ausdruck 'Sorgerecht' und 'Sorgepflicht' umschrieben. Aber es gibt Eltern oder Elternteile in unserem Land, die diesen Wandel innerlich nicht mitvollzogen haben und die auch den Begriff 'Gewalt' keineswegs metaphorisch verstehen. Sie meinen nicht nur das Sagen zu haben, sondern auch das Recht, fast 16-jährige junge Menschen zuhause gefangen zu halten, ihnen den Umgang mit Freunden zu verunmöglichen, ihnen ihre Kontaktmöglichkeiten wie Handy und Internetzugang zu sperren und sie - wenn sie dann doch Mittel und Wege finden, sich dieser Art von Elternschaft vorübergehend zu entziehen - , mit Brachialgewalt aus der Obhut von nahestehenden Menschen zu reissen.
Ein Beispiel dafür gibt die folgende Geschichte, bei der leider nur der Schluss rein fiktional ist:
Die Denk-Aufgabe bestünde diesmal darin, sich Rechenschaft darüber abzulegen, wie man selbst mit seiner Sorgepflicht umgeht - und wie man selbst elterliche oder andere 'Gewalt' erlebt hat oder immer noch erlebt. Denn dass es auch in Behörden, Unternehmen, Sportverbänden, militärischen und vielen anderen hierarchisch gegliederten Kollektiven diese Unterschiede zwischen 'Gewalt' bzw. 'Verfügungsmacht' und 'Sorgepflicht' bzw. 'Sozialkompetenz' gibt, liegt auf der Hand. Auf Ihr Feedback freut sich come sempre: <email-pii>