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Herman Charles Bosman, geboren 1905 in der Nähe von Kapstadt, gilt als Solitär und Sonderling der Weltliteratur. Versetzt als junger Lehrer in einen abgelegenen Teil des Western Transvaal (Südafrika), erschoss er im Streit 1926 seinen Stiefbruder. Nach seiner Begnadigung ging er in die englische Emigration. In London schrieb Bosman den Großteil seiner mehrere Bände umfassenden Kurzgeschichten. 1940 kehrte er nach Südafrika zurück, wo er 1951 starb.
Herman Charles Bosman wurde 1905 in der Nähe von Kapstadt in eine Familie von Afrikanern geboren. Aufgewachsen in Johannesburg, begann er schon als Schüler, Erzählungen zu schreiben und auch zu publizieren. Nach Abschluss seines Studiums verschlug es ihn als Lehrer in die Steppenregion der Groot Marico, einer Gegend nordwestlich von Johannesburg, an der Grenze zum heutigen Botswana gelegen. Diese Region wurde für ihn zur Quelle, zum Inspirationsort seines Schreibens.
Im Jahr 1926 erschoss Bosman nach einem Streit versehentlich seinen Stiefbruder. Er wurde zunächst zum Tod und dann zu zehn Jahren Zwangsarbeit begnadigt und musste rund vier Jahre davon tatsächlich absitzen, bevor er wieder freikam.
Danach führte er seine Karriere als Schriftsteller und Journalist fort. Neun Jahre verbrachte er in London, wo er den Großteil seiner Erzählungen und Kurzgeschichten schrieb, von denen zu seinen Lebzeiten allerdings nur drei Titel veröffentlicht wurden. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs kehrte er nach Südafrika zurück. Sein bohemehafter Lebensstil forderte seinen Tribut. Im Alter von nur 46 Jahren erlag Herman Charles Bosman 1951 einem Herzinfarkt.
Er gilt heute als als Solitär und Sonderling der Weltliteratur.
»Bosman ist einer der Geschichtenerzähler, die es heute kaum noch gibt. Wie eine Art Märchenonkel zieht er in Mafeking Road den Leser in seinen Bann und erzeugt dank seines Erzählers Oom Schalk Lourens eine regelrechte Lagerfeuerstimmung. Doch tatsächlich weiß er sehr genau, wie er Spannung erzeugt, Akzente setzt, wann er etwas auslassen muss oder nur andeuten darf.«