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US-Gesandter bespricht in Kabul Afghanistan-Konferenz
Der US-Sondergesandte Zalmay Khalilzad hat am Samstag in Kabul mit dem afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani und anderen Spitzenpolitikern die geplante Afghanistan-Friedenskonferenz in Istanbul vorbereitet.
Das teilte der Präsidentenpalast in Kabul ohne weitere Details mit. Der afghanische Versöhnungsrat debattierte derweil über Vorschläge für ein einheitliches Konferenzkonzept.
Als Datum für die von den USA initiierte internationale Konferenz wird bisher der 16. April ins Auge gefasst. Die Kriegsparteien sollen sich dort auf einen Fahrplan zur Beilegung des jahrzehntelangen Konfliktes einigen. Die Taliban hatten mit den USA im Vorfeld 2020 einen Abzug aller ausländischen Truppen bis zum 1. Mai ausgehandelt, doch dürfte der Termin hinfällig sein. Die neue US-Regierung unter Präsident Joe Biden arbeitet an einem neuen Konzept für einen Abzug und ein Friedensabkommen.
Ghani hat sich zu vorgezogenen Wahlen im Friedensprozess bereiterklärt, lehnt einen Rücktritt jedoch ab. Zu Frieden gehöre die Bildung einer "Regierung für Friedensaufbau", hatte Ghani bei einer Afghanistan-Konferenz in Duschanbe erklärt. Diese solle aus der aktuellen Führung und "anderen Afghanen" - wohl einschliesslich der Taliban - bestehen. Unter der Übergangsregierung soll eine neue Verfassung ausgearbeitet werden; am Ende sollen Wahlen stehen.