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Geschichte
Die Massage wurde von Menschen wohl zu allen Zeiten als Entspannungs und Heilverfahren eingesetzt. Im Altertum wurde sie, aus Afrika und Asien übernommen, von Griechen und Römern intensiv angewendet. Im Mittelalter hatte die Massage speziell in Paracelsus einen grossen Fürsprecher. Der Fecht- und Gymnastiklehrer Pehr Henrik Ling (Bild Mitte), gilt als Begründer der so genannten “Schwedischen Epoche”. Als er im Jahre 1813 in Stockholm sein Zentralinstitut für Heilgymnastik und Massage gründete, konnte er seine Auffassungen von Gymnastik und Massage mitteilen und lehren. Er entwickelte die Massagetechniken immer weiter und benannte sie als “Kneipen, Hacken, Walken, Drücken und Reiben”. Das Tor zur Medizin und zur Wissenschaft durchschritt die Massage mit Hilfe des Arztes Johann Georg Mezger, der es endgültig schaffte, die Massage in ihrer Wirkung als therapeutische Maßnahme gesellschaftsfähig zu machen und sie in der modernen Medizin unwiderruflich zu etablieren.
Die Klassische oder auch Schwedische Massage wird heutzutage weltweit von Masseuren, Physiotherapeuten und Ärzten praktiziert und ist daher eine der bekanntesten Massageformen. Das liegt unter anderem daran, dass die Klassische Massage wissenschaftlich und medizinisch anerkannt ist und es keine Zweifel an ihrer Wirkung gibt. Über die heilenden Aspekte für die Psyche war sich die medizinische Fachwelt lange nicht einig, inzwischen gibt es aber zahlreiche Nachweise auch für psychische und sogar psychosoziale Wirkungen von Massagen - die maßgeblich durch die Wirkung des Hormons Oxytocin vermittelt sind.
Mit Streichungen, Knetungen und Dehnung der Muskulatur sowie Druckpunktbehandlungen werden Verspannungen und Verhärtungen der Muskulatur behandelt. Die klassische Massage dient besonders zur Vorbeugung und Behandlung von Verspannungen und Verhärtungen der Muskulatur, zur besseren Durchblutung der Haut und zur Entspannung und gleichzeitigen Vitalisierung des ganzen Menschen.