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Enterale versus intravenöse Rehydratation bei Kindern mit Gastroenteritis - eine Metaanalyse
Bei einem gastrointestinalen Infekt des Kindes gilt es in erster Linie den Elektrolyt- und Wasserhaushalt zu normalisieren. Ob dazu die enterale oder intravenöse Rehydratation besser geeignet ist wurde nun in einer Metaanalyse geprüft.
In Medline, Embase und der Cochrane Controlled Trials Register Database sowie durch Kontaktierung verschiedener anderer Quellen wurden randomisierte Studien gesucht, welche eine intravenöse mit einer oralen Rehydratation bei maximal 15jährigen Kindern mit einer Gastroenteritis (Dauer nicht mehr als 1 Woche) verglichen. Endpunkte waren unter anderen schwere Komplikationen, ein Behandlungsmisserfolg, eine Gewichtsveränderung, die Hospitalisationszeit.
16 Studien mit insgesamt 1'545 Kindern aus 11 verschiedenen Ländern erfüllten die Einschlusskriterien. Unter der oralen Rehydratation kam es signifikant seltener zu schweren Komplikationen, zum Beispiel Tod oder Krampfanfällen (relatives Risiko 0.36). Die Hospitalisationszeit war in der oral therapierten Gruppe im Schnitt 21 Stunden kürzer als in der intravenös behandelten Gruppe. Die Gewichtsverläufe waren in beiden Gruppen vergleichbar. Die Rate an Behandlungsmisserfolgen unter oraler Rehydratation betrug 4%.
Konklusion der Autoren: Die enterale, orale oder nasogastrale, Rehydratation bei Kindern mit einem gastroenteralen Infekt ist mit signifikant weniger schweren Komplikationen und einer kürzeren Hospitalisationszeit assoziiert als die intravenöse Rehydratation.
Abstract
Arch Pediatr Adolesc Med 2004;158:483-490 - B. K. Fonseca et al
03.06.2004 - dde