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Unter einer Instillation versteht man die Verabreichung von flüssigen Arzneimitteln in Hohlräume des menschlichen Körpers, in diesem Fall in die Harnblase. Das Wort leitet sich aus dem Lateinischen ab, instillare bedeutet einträufeln und ist verwandt mit dem Wort stilla, der Tropfen. Eine Instillation ermöglicht also das Einträufeln von in einer Flüssigkeit aufgelösten Arzneimitteln direkt in die Blase. Die Instillation von Medikamenten wird mit einem Katheter vorgenommen, der entweder durch die oder den Betroffenen selbst oder eine Hilfsperson vorübergehend in der Blase platziert wird.
Auch ein dauerhaft in der Blase einliegender Katheter eignet sich für eine Instillationsbehandlung. Die Blase wird über diesen Katheter zunächst entleert und dann mit der das Arzneimittel enthaltenden Flüssigkeit befüllt. Das ist in der Regel schmerzlos, lediglich ein kurzes Kältegefühl wird verspürt. Der Wirkstoff in der Flüssigkeit gerät nun mit der Blaseninnenwand, der sogenannten Blasenschleimhaut, in Kontakt und kann dort seine Wirkung entfalten. Eine Reihe von Arzneimitteln stehen für die Instillationsbehandlung zur Verfügung. Die Blaseninstillation wird vor allem bei der überaktiven und der schmerzhaften Blase, der sogenannten Interstitiellen Zystitis mit Erfolg eingesetzt.