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| Gregor v. Nazianz († 390) - Reden

IV. Rede
79.
[Forts. v. [S. 120] ] Besonders schlimm und verwerflich aber ist es nun, daß er, da er einerseits nicht offen überzeugen konnte, anderseits sich schämte, herrisch Gewalt anzuwenden, das Löwenfell mit dem Fuchsfell vertauschte, bzw. dem größten Unrecht den Stempel des Minos aufprägte, d. i. Gewalt unter frommen Gebärden anwandte. Wollen andere noch andere Tatsachen erzählen und niederschreiben, ich will es ihnen überlassen; denn die Rede drängt vorwärts. Um die Tragödie, bzw. Komödie jener Zeit werden sich wohl noch viele kümmern, denen es infolge ihres religiösen Standpunktes zukommen dürfte, dem Frevler mit Worten heimzuleuchten, damit diese wichtige Geschichte, die keineswegs vergessen werden darf, auch den Nachkommen überliefert werde. Um Beispiele zu geben, werde ich aus der ganzen Geschichte nur noch die eine oder andere Tatsache den intimen Julianverehrern mitteilen, damit sie einsehen, daß sie einen Mann ehren wollen, für den kein Tadel zu schlimm ist.