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Hauptstadt eines neuen Kantons
Grand-Pont
Die Grand-Pont verbindet die Place Bel-Air mit der Place Saint-François über das Vallée du Flon und ist die Schnittstelle des öffentlichen Verkehrs. Sie ist gewissermassen das Nervenzentrum von Lausanne. Diese Brücke liegt im Stadtzentrum und ermöglicht eine hervorragende Sicht auf die Stadt, insbesondere auf die Kathedrale.
Die Grand-Pont wurde von 1839 bis 1844 erbaut. Zusammen mit dem Tunnel La Barre gehört sie zu den beiden zentralen Elementen des neuen Stadtgürtels, der vom Kantonsingenieur Adrien Pichard geplant und hauptsächlich im Zeitraum 1839 bis 1862 realisiert wurde. Diese «Ringstrasse», welche die mittelalterliche Altstadt ausserhalb der Stadtmauern mit gering geneigten Strassen – Rue Caroline, Dr-César-Roux, Tunnel – umkreist, war darauf ausgerichtet, das Problem der Durchquerung von Lausanne zu lösen, indem den topographischen Gegebenheiten Rechnung getragen wurde.
Die Grand-Pont war ursprünglich 180 Meter lang. Der höchste Punkt liegt 25 Meter über der Fahrbahn, und die beiden Ebenen umfassen 5 bzw. 19 Bögen. Durch die Aufschüttung des Vallée du Flon im Jahr 1874 verschwand die untere Reihe. Durch dieses monumentale Bauwerk wurde die Südwestansicht der Stadt, deren Grenze nun diese Brücke bildete, grundlegend verändert. Sie wurde zum Wahrzeichen der modernen Stadt und der industriellen Revolution, die sich abzuzeichnen begann.