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Leberkrebs ist die fünfthäufigste Tumorerkrankung der Welt und die dritthäufigste Todesursache bei Krebspatienten. Die Anzahl der neu diagnostizierten Patienten hat sich in der Schweiz und weltweit seit 1990 verdoppelt. Leider ist die Prognose sehr bescheiden: Nur Personen, bei denen die Diagnose in einem sehr frühen Stadium gestellt wurde, können von einer Therapie profitieren, sei es von einer Transplantation oder einer chirurgischen Resektion.
Die Behandlung des Leberkrebses stellt für die Medizinische Forschung eine Herausforderung dar.
Die Antworten auf die folgenden Fragen sind der Broschüre “Der Leberkrebs” (Schweizerische Krebsliga. 2019) entnommen.
Der Begriff Krebs umfasst mehrere verschiedene Erkrankungen, bei welchen Krebszellen auftreten. Bei den meisten Krebsarten bilden die Krebszellen so genannt bösartige Tumoren, welche eine Tendenz zu Wachstum und Disseminierung haben.
So genannt gutartige Geschwulste sind nicht krebsartig, wenn sie lokal beschränkt in einer Körperregion auftreten und das Leben des Patienten nicht gefährden. Der Krebs trägt den Namen des Organs, in welchem er sich gebildet hat.
Die meisten gutartigen Tumore bedürfen keiner chirurgischen Intervention, andere jedoch müssen so schnell wie möglich angegangen werden, weil sie ein grosses Risiko darstellen, bösartig zu werden.
Hepatische Metastasen sind sekundäre Krebsherde, welche sich ursprünglich in einem anderen Organ entwickelt und zur Leber hin ausgebreitet haben.
Das Hepatocelluläre Carcinom (HCC), meist Leberkrebs genannt, ist ein bösartiger Tumor, welcher sich als Folge einer Ausartung von Leberzellen entwickelt. Bei den meisten betroffenen Patienten hatte bereits vor der Diagnose des HCC eine Leberzirrhose bestanden.
Die genauen Ursachen des Leberkrebses sind unbekannt. Das Risiko, an einem Leberkrebs zu erkranken, steigt jedoch bei Vorliegen der folgenden begünstigenden Faktoren:
Leberzirrhose, chronische Hepatitis B oder C, exzessiver Alkoholgenuss, nicht-alkoholische Fettleber, genetische Stoffwechselstörungen, Autoimmunerkrankungen der Leber, Einnahme von Aflatoxin B1 und, in seltenen Fällen, Sexualhornone.
Personen, welche ein erhöhtes Risiko für Leberkrebs haben (z. B. Zirrhotiker), sollten sich sechsmonatlich untersuchen lassen, um das frühe Stadium eines Lebertumors auszuschliessen. Der Arzt wird zu diesem Zweck in der Regel einen Ultraschall der Leber machen, eventuell in Verbindung mit einem Bluttest.
Bei Verdacht auf einen Leberkrebs, wird der Arzt vermutlich die folgenden Untersuchungen vornehmen:
Körperliche und bildgebende (Sonographie, MRI) Untersuchungen, Fragekatalog zu Beschwerden und möglichen Risikofaktoren, Gewebe-Entnahme (Biopsie), Laboruntersuchungen und allfällige Zusatzuntersuchungen.
Einige Tumorarten sondern bestimmte Substanzen ab, sogenannte Tumormarker, deren Präsenz im Blut ermittelt werden kann. Hauptmarker für den Leberkrebs ist das Alpha-Foetoprotein (AFP). Ein erhöhter AFP-Wert kann jedoch auch auf andere Erkrankungen oder auf eine Schwangerschaft hinweisen und stellt keinen zuverlässigen Hinweis auf das Vorliegen eines Leberkrebses dar.
Für die Behandlung des Leberkrebses stehen im Wesentlichen die Chirurgie (Resektion oder Teilhepatektomie), die Lebertransplantation, die lokale oder die medikamentöse Behandlung zur Verfügung.
Therapeutische Prinzipien und Zielstellungen variieren je nach Tumortyp und Stadium der Erkrankung.
Chirurgischer Eingriff: Bei dieser Intervention geht es darum, unter Schonung des nicht-befallenen Gewebes möglichst den ganzen Tumor zu entfernen. Das resezierte Lebergewebe wächst in einigen Wochen nach der Operation nach.
Transplantation: Bei der Lebertransplantation wird die kranke Leber entfernt und entweder ganz oder teilweise durch eine neue, gesunde ersetzt. Die Transplantation ist eine Option, falls der Tumor Lebergefässe und Lymphknoten noch nicht befallen hat und sich keine Metastasen in der Nähe befinden.
Lokale und medikamentöse Krebsbehandlung.
Die medizinischen Fortschritte der letzten Jahre erhöhten die Ueberlebenschancen von Krebspatienten. Die Behandlungen sind aber immer noch zeitraubend und belastend. Einige Patienten schaffen es, unter Krebstherapie ihre alltäglichen Aktivitäten weiterzuführen, andere schaffen es nicht.
Sich anderen mitteilen, das Gespräch und professionelle Hilfe suchen, kann hilfreich sein.
Die Europäische Vereinigung zur Erforschung der Leber begann als kleine Gruppe von 70 Hepatologen aus 15 europäischen Ländern, die im April 1966 zusammenkamen, um sich über die beste medizinische Praxis auszutauschen. 50 Jahre später hat sich die EASL zu einer großen europäischen Vereinigung mit internationalem Einfluss entwickelt, die sich der Leber und Lebererkrankungen.
Die internationale Organisation widmet sich ausschließlich der Leberkrebsforschung für Experten aller verwandten Disziplinen
Die Swiss NASH Foundation wurde im Oktober 2019 in Bern gegründet. Um der Verbreitung und Belastung der NASH entgegenzuwirken, haben sich wissenschaftliche Experten und führende Pharmaunternehmen zusammengeschlossen, um die Stiftung zu gründen.
AASLD ist die führende Organisation von Wissenschaftlern und Angehörigen der Gesundheitsberufe, die sich in Amerika mit der Prävention und Behandlung von Lebererkrankungen befassen.