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Gute Nachricht: erfolgreiche Vorauswilderung
© BOS Foundation
Mitte November war es wieder soweit: In Zusammenarbeit mit internationalen Partnerorganisationen, darunter BOS Schweiz, und der indonesischen Naturschutzbehörde BKSDA konnte die BOS Foundation acht Orang-Utans auf einer Vorauswilderungsinsel in Zentral-Kalimantan freilassen. Wir freuen uns, dass drei unserer Patentiere, Sura, Meryl und Orangina, diesen wichtigen Schritt in Richtung Freiheit gehen konnten.
Die Vorauswilderungsinsel ist die Station nach dem Baby-Haus, dem Waldkindergarten und der Waldschule. Dort werden die Tiere nur noch einmal täglich gefüttert und überwacht. Sie üben die Freiheit und müssen beweisen, dass sie das Erlernte anwenden können. Wer in der Lage ist, alleine in der Wildnis zu überleben, ist bereit, ausgewildert zu werden.
Endlich fast frei: Die Vorauswilderung von Sura & Orangina
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Sura: Nach sieben Jahren bereit für Freiheit
Sura kam 2013 in Nyaru Menteng an, als er gerade vier Monate alt war. Er hatte nicht nur den tragischen Verlust seiner Mutter erlitten, sondern auch drei Finger seiner linken Hand verloren. Seine Wunden, von denen man annahm, dass sie durch einen Schlag mit einer Machete oder einem Messer entstanden sind, waren stark entzündet.
In den letzten Jahren wuchs Sura zu einem unabhängigen Jungtier heran, das alle wichtigen Fähigkeiten gelernt hat, die es für eine Vorauswilderung braucht. Auf dem Bild sehen Sie, wie sich Sura auf der Auswilderungsinsel einen Überblick verschafft.
© BOS Foundation
Orangina: Mit Köpfchen in die Freiheit
© BOS Foundation
Orangina wurde von einem Dorfbewohner befreit, der sie als Haustier hielt. Schnell zeigte sich, dass sich in dem schüchternen Köpfchen ein extrem cleverer Geist befindet: Einmal hatte sich das BOS Team etwas ganz Schwieriges ausgedacht: Wassermelone im Eismantel. Während ihre Freundinnen das Problem mit brachialer Gewalt lösten und den Eisblock einfach immer wieder zu Boden fallen liessen, brachte Orangina den Block mit den Händen zum Schmelzen. Tropfen für Tropfen liess sie sich zunächst den schmelzenden Eisblock schmecken und erst ganz zuletzt die Wassermelone. Auf dem Bild rechts sehen Sie Orangina auf der Vorauswilderungsinsel.
Sie erhielt übrigens ihren Namen von Lush Kundinnen und Kunden bei einem Namenswettbewerb am Welt-Orang-Utan-Tag 2014. Wir danken Lush Schweiz für die finanzielle Unterstützung!
Auch Meryl ging den letzten Schritt Richtung Freiheit
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Meryl: Vom kleinen Bündel zum stattlichen Orang-Utan
Anfang 2015 wurde Meryl in einem sehr schlechten Zustand gerettet. Man hatte sie in einem kleinen Korb im Garten gehalten.
Die Babysitterinnen der BOS Foundation nahmen sich der an Malaria erkrankten, halb verhungerten Waise an und kümmerten sich liebevoll um sie. Schnell verbesserte sich ihr Zustand, heute ist Meryl ein aktiver Orang-Utan mit viel Lebensfreude. Auf dem Bild sehen Sie ihre ersten Schritte auf der Insel.
© BOS Foundation
Der Preis der Freiheit
Die Kosten einer einzigen Auswilderung betragen rund 10 000 Franken. Dieser Betrag beinhaltet die medizinische Vorbereitung der Orang-Utans auf die Auswilderung (unter anderem Gesundheitschecks und das Einsetzen von Implantaten für die spätere Überwachung), die Versorgung der Tiere mit Nahrungsmitteln während des oft tagelangen Transportes, die Verpflegungs- und Übernachtungskosten sowie die Gehälter der involvierten Tierärzte, Pflegerinnen und Träger, die notwendigen Medikamente (Betäubungsmittel und Notfallausrüstung), den Transport per Auto oder LKW, Flugzeug, Helikopter und/oder Boot.
Ein ganz grosses Dankeschön an alle, die unser Auswilderungsprogramm und unsere Bemühungen, den Orang-Utan zu erhalten, unterstützen.