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Die Geschichte der Suva geht zurück auf veränderte Bedingungen und Unfallrisiken am Arbeitsplatz mit dem Beginn der Industrialisierung.
Den ersten Meilenstein auf dem Weg zu einer obligatorischen Unfallversicherung legt das Schweizer Stimmvolk im Jahr 1877 mit der Annahme des gesamtschweizerischen Fabrikgesetzes. Es begrenzt die Arbeitszeit und schützt insbesondere Kinder und Frauen.
1890 wird der Auftrag zur Einführung einer Kranken- und Unfallversicherung in der Bundesverfassung verankert. Das Volk nimmt das Gesetz über die Kranken- und Unfallversicherung erst am 4. Februar 1912 an. Damit wird der Grundstein für die Krankenversicherung und die nationale, für wesentliche Teile der Arbeitnehmenden obligatorische Unfallversicherung gelegt. Noch im selben Jahr gibt der Bund den Auftrag zur Gründung der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt, der heutigen Suva.
Verzögert durch den ersten Weltkrieg und den Landesstreik, nimmt die Suva ihren Betrieb 1918 auf.
Am 1. April 1918 nimmt die Suva den Betrieb auf. Bereits im ersten Jahr werden der Suva 105 863 Unfälle gemeldet und es werden für das Jahr 1918 insgesamt 849 Invalidenrenten gesprochen. Total erbringt die Suva 1918 Versicherungsleistungen in der Höhe von 9,9 Millionen Franken. Ende Jahr zählt die Suva 525 Angestellte.
Die Suva übernimmt 1928 die Bäderheilstätte «Zum Schiff» in Baden. Acht Jahre später eröffnet diese die Amputiertenschule.
In der Weltwirtschaftskrise wächst die Kritik. Das eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement setzt eine Expertenkommission ein, um die Geschäftsführung und Organisation der Suva zu überprüfen. Der 1937 veröffentlichte Bericht wird zu einer eigentlichen Rechtfertigung der Suva; sie arbeite gut und sei praktisch organisiert, straff und korrekt.
Autofahren wird aus der Liste der aussergewöhnlichen Gefahren gestrichen.
In den 50er Jahren ruft die Suva einen Informationsdienst im Bereich Unfallverhütung ins Leben. Das Angebot reicht von Vorträgen, Filmen, Plakaten und Publikationen bis hin zu Ausbildungskursen zu Arbeitssicherheit.
Das Motorradfahren und das Benützen des Flugzeugs wird aus der Liste der aussergewöhnlichen Gefahren gestrichen.
Die Rehaklinik Bellikon wird 1974 eröffnet. Nach dem Spitalaufenthalt erhalten die Unfallpatienten klassische Physio- und Ergotherapien und werden auch von Psychologinnen und Sozialarbeiter unterstützt. So werden sie auf die Rückkehr in den Alltag vorbereitet.
Das neue Unfallversicherungsgesetz (UVG) tritt 1984 in Kraft: Alle Arbeitnehmer müssen gegen Unfall versichert sein. Neben der Suva dürfen neu auch andere Versicherer die obligatorische Unfallversicherung anbieten. Gleichzeitig wird die Abteilung Arbeitssicherheit in der Suva neu organisiert.
Erstmals verzeichnet die Suva 1985 mehr als eine halbe Million Unfälle und Berufskrankheiten. Zudem übersteigt die Zahl der Freizeitunfälle (260 497) zum ersten Mal diejenige der Berufsunfälle (254 565). Die Skiprävention startet die erste Warm-Up-Kampagne.
Die Bilanzsumme überschreitet 1988 die 10-Milliarden-Grenze.
Seit dem 1. Januar 1993 gilt für Frauen und Männer in der Nichtberufsunfallversicherung ein einheitlicher Prämiensatz. Bislang bezahlten Männer aufgrund ihres höheren Unfallrisikos während der Freizeit eine höhere Prämie.
1999 wird die Clinique romande de réadaptation (CRR) in Sion eröffnet. Als zweite Rehaklinik der Suva fokussiert sie sich auf die Rehabilitation und Wiedereingliederung von Verunfallten aus der Westschweiz und dem Wallis.
Die Suva führt 2003 die Fallführungsmethode «New Case Management» ein. Sie zielt insbesondere auf Verunfallte, die in eine schwierige berufliche, familiäre oder finanzielle Lage kommen. Case Manager unterstützen diese Verunfallten bei den Bemühungen um eine Rückkehr an den Arbeitsplatz.
Die Suva erhält 2004 die ESPRIX-Auszeichnung für hervorragende Ausrichtung auf die Kunden. Im gleichen Jahr wird sie für die Wiedereingliederungsmethode «New Case Management» (NCM) mit dem Innovationspreis der Schweizer Assekuranz ausgezeichnet.
Eine im Auftrag des Bundesrates verfasste Studie von Professor Jaeger kommt zum Schluss, dass bei der Suva von einem investierten Franken deutlich mehr an die Versicherten geht als bei den Privatversicherern (95 statt 80 Rappen).
Per 1. Juli 2005 überträgt der Bund die Führung der Militärversicherung an die Suva. Sie bleibt eine eigenständige Sozialversicherung gemäss Bundesgesetz über die Militärversicherung (MVG).
Umstrittene Immobilienverkäufe führen 2005 zu einer Strafuntersuchung. Bis Ende Jahr können die fraglichen Verkäufe für nichtig erklärt werden. Es entsteht kein finanzieller Schaden. In der Folge verstärkt die Suva die Compliance und nimmt Anpassungen an ihrer Organisation vor.
Dr. Markus Dürr wird am 17. Dezember 2013 zum Verwaltungsratspräsidenten der Suva gewählt. Er folgt auf Franz Steinegger, der dem Verwaltungsrat vom 01.01.1988 bis 31.12.2013 angehörte, davon 23 Jahre als dessen Präsident.
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