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In der Regel handelt es sich um Familiengärten-Vereine, die die Schrebergärten verwalten und bewirtschaften. Der Februar ist günstig, weil verwahrloste Gärten auf die neue Saison hin enteignet werden. Zudem gibt es auf den Frühling hin Spontankündigungen, weil da und dort die Lust vergangenen ist, den Garten neu zu bestellen.
Die Schrebergärten heute haben nichts mehr zu tun mit jenen von früher.
Der erste Schreberplatz wurde 1865 eingeweiht. Es war eine Art Spielplatz. Zur Gesundheitsvorsorge des 19. Jahrhunderts gehörten nämlich Licht, Luft, Sonne und Bewegung. Später legte Heinrich Karl Gesell auf so einem Platz einen Garten an. Was zuerst als Beschäftigungsplatz für die Kinder gedacht war, ging in die Obhut der Eltern über. Geräteschuppen und Zäune wurden errichtet. Der erste „Schreberverein“ wurde nach dem Tode des Leipziger Arztes Moritz Schreber 1864 von dem Leipziger Schuldirektor Ernst Innozenz Hauschild gegründet und Schreber zu Ehren so benannt.
1925 kam es in der Schweiz zur Gründung des Familiengärtenverbands. Einen grossen Boom erlebten die Schrebergärten nach dem Zweiten Weltkrieg. Ziel war es, eine bessere Ernährung der Bevölkerung zu gewährleisten.
von Simon Wyss