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Das Rayonverbot zählt zu den Massnahmen nach dem “Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen”. Die Behörden können national gültige Rayonverbote von bis zu 3 Jahren aussprechen. Diese Massnahmen werden von der Polizei ausgesprochen und unterstehen dem Verwaltungsrecht. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Rechtsbereichen haben wir hier zusammengefasst.
Informationspflicht
Mit dem überarbeiteten Konkordat besteht die Möglichkeit, national gültige Rayonverbote auszusprechen. Die Betroffenen müssen sich selbst über die entsprechenden Rayons informieren. Hierzu wurde eigens eine Plattform eingerichtet, wo die Rayons schweizweit einsehbar sind.
Weitere polizeiliche Massnahmen
Das „Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen“ und fedpol sieht neben dem Rayonverbot weitere polizeilichen Massnahmen gegen Fussballfans vor.
Rayonverbot: Dadurch wird einer Person verboten, sich innerhalb bestimmter Gebiete (Rayons) für eine gewisse Zeitdauer während einer Sportveranstaltung aufzuhalten.
Meldeauflage: Die betroffene Person wird verpflichtet, sich zu bestimmten Zeitpunkten, also beispielsweise während eines Fussballspiels, persönlich bei der Polizei zu melden.
Polizeigewahrsam: Mittels Polizeigewahrsam wird eine Person für eine bestimmte Dauer von der Polizei festgehalten, um sie an Gewalttätigkeiten zu hindern.
Ausreisebeschränkung: Personen kann die Ausreise aus der Schweiz in ein bestimmtes Land untersagt werden, z.B. bei Auswärtsspielen eines Teams im Europacup.
Empfehlung Stadionverbot: Die zuständige Behörde kann den Organisatoren von Sportveranstaltungen empfehlen, gegen Personen Stadionverbote auszusprechen.
Liegt ein Rayonverbot oder eine der anderen Massnahmen vor, hat die Polizei in der Regel beim entsprechenden Verein oder der Swiss Football League auch ein Stadionverbot beantragt. Ausserdem führt eine Verfügung einer solchen Massnahme zu einem Eintrag in das Informationssystem HOOGAN.
Stadionverbot
Ein Stadionverbot wird von den Vereinen oder der Swiss Football League umgesetzt und fällt damit unter das Privatrecht. Doch auch ein Stadionverbot kann zu einem Eintrag in die HOOGAN-Datenbank führen.
Bei Fragen oder Beratungen zu den Massnahmen stehen wir kostenlos und unverbindlich zur Verfügung.