Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03599.jsonl.gz/420

Teile der Infrastruktur, die das Rückgrat des Internets bilden – von Glasfaserkabel bis hin zu Colocation-Einrichtungen – in den USA seien in den nächsten Jahren durch den klimabedingten Meeresspiegelanstieg gefährdet. Diverse Einrichtungen könnten geflutet werden und offline gehen, so ein Bericht von Forschern der Universitäten Wisconsin und Oregon. Rund 6500 Kilometer Glasfaserleitungen könnten unter Wasser liegen und über 1000 Netzknoten "von Wasser umgeben sein", heisst es im Bericht, den 'Axios' zusammenfasst.
Die Studienautoren haben für ihren Report Karten der erwarteten Überflutungsgebiete und jene der bestehenden Netzinfrastruktur übereinander gelegt. Als Grundlage dienten der Internet-Atlas, der die Internet-Infrastruktur zeigt, sowie NOAA-Karten, die die Folgen des Meeresspiegelanstiegs zeigen. Demnach würden New York, Los Angeles, Miami und Seattle besonders viel gefährdete Infrastruktur beherbergen.
Es handle sich dabei nicht um ein irgendwo in der Zukunft liegendes Problem, sondern vielmehr um ein "verheerendes" Risiko, das die US-Telco-Branche bereits in 15 Jahren treffen könnte. "Die Gefahr eines klimabedingten Meeresspiegelanstiegs für die Internet-Infrastruktur steht unmittelbar bevor", schreibt Hauptautor Ramakrishnan Durairajan an 'Axios'
. Während die Risiken durch Gewitter oder Wirbelstürme eher bekannt seien, würde dem Anstieg des Meeresspiegels wenig Beachtung geschenkt, sagte er weiter. (kjo)