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Zuletzt hatten die Schweizer in der Teamverfolgung an Weltmeisterschaften viermal in Folge Platz 6 erreicht. Nun verbesserten sich die EM-Zweiten von Grenchen um eine Position; so gut klassiert war die im Vergleich zu den Olympischen Spielen in Tokio (8.) neu aufgestellte Schweizer Mannschaft in der jüngeren Vergangenheit noch nie.
Claudio Imhof, Valère Thiébaud, Alex Vogel und Lukas Rüegg, der an der EM noch gefehlt hatte, verpassten in der Hauptrunde in der Zeit von 3:52,569 den Einzug in den kleinen Final um weniger als drei Zehntel. «Es ist etwas frustrierend, das Rennen um Platz 3 so knapp zu verpassen», resümierte der neue Nationaltrainer Mickaël Bouget, der aber gleichzeitig zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge war. Einige seien etwas stumpf nach der langen Saison, «sie fuhren aber noch einmal stark.»
Die Leistung war in etwa zu vergleichen mit jener vor zwei Wochen in Grenchen, als sich die Schweizer lediglich dem Olympia-Zweiten Dänemark geschlagen geben mussten. In der WM-Hauptrunde gegen das chancenlose Deutschland fuhren sie fast dieselbe Zeit wie im EM-Final. Bereits in der Qualifikation (mit Simon Vitzthum anstelle von Rüegg) hatten die Schweizer die fünftbeste Zeit (3:54,176) aufgestellt.
Die starken Teams aus Australien, Neuseeland und Nordamerika fehlten zwar in Roubaix, die Konkurrenten aus Europa zeigten sich aber deutlich stärker als noch an den kontinentalen Titelkämpfen zwei Wochen zuvor. Das mussten nicht nur die Schweizer, sondern auch die Dänen zur Kenntnis nehmen. Die Europameister verpassten den Einzug in den Final vom Donnerstag, den Olympiasieger Italien und Gastgeber Frankreich bestreiten.
Grund zur Freude hatten die Schweizer Frauen. Anders als an der Heim-EM (9. in 4:32,737) überstanden sie als Achte die Qualifikation, obwohl sie für die 4000 m 1,6 Sekunden länger benötigten und damit deutlich über ihrem in Grenchen aufgestellten Schweizer Rekord blieben. In der Hauptrunde treffen die jungen Schweizerinnen am Donnerstag auf das in der Qualifikation fünftklassierte Kanada.