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Grosser Rat BS Kommission für längere Variante der Osttangenten-Einhausung
Die vorberatende Basler Grossratskommission empfiehlt mehrheitlich, dass der Vorprojektierungskredit für eine Überdeckung der Osttangente im Bereich Breite West um 600'000 Franken auf 1,85 Millionen erhöht wird. Damit soll eine längere Variante der geplanten Einhausung realisiert werden.
Der Entscheid fiel in der Kommission mit 8 zu 4 Stimmen bei 1 Enthaltung. Die Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission (Uvek) hat zwei Varianten einer Einhausung geprüft, eine längere von 465 Metern und eine kürzere Variante von 265 Metern. Die Mehrheit der Uvek spricht sich für die längere Variante aus, wie ihrem am Freitag veröffentlichten Bericht zu entnehmen ist.
Diese längere Variante kann als durchgehende Einhausung jedoch erst nach dem Bauende des Rheintunnels gebaut werden, also frühestens ab dem Jahr 2035, wie die Uvek im Bericht schreibt. Deshalb würde die Mehrheit der Uvek es begrüssen, wenn die längere Variante in zwei Etappen gebaut würde. Die erste Etappe könnte schon 2029 gestartet werden.
Allerdings würde ein etappierter Baubeginn Kosten von 240 Millionen Franken nach sich ziehen. Würde der Kanton erst nach Fertigstellung des Rheintunnels die lange Variante bauen, rechnet die Uvek mit vergleichsweise tieferen Kosten von 185 Millionen Franken.
Eine Minderheit der Uvek ist gegen jede Einhausung. Sie begründet dies im Bericht damit, dass eine Einhausung einen zu geringen Lärmschutz bringe. Zudem hält sie das Kosten-Nutzen-Verhältnis für «völlig unverhältnismässig», wenn pro geschützte Wohneinheit zwischen 1,6 Millionen und 4,2 Millionen Franken auszugeben würden. Diese Minderheit in der Uvek hält deshalb eine Projektierung einer Einhausung für «unnötig».
Einig ist sich die Uvek hingegen, dass an der Schwarzwaldallee und an der Signalstrasse Lärmwände gebaut respektive erhöht werden.
Für Tempo 60
Um das Wohngebiet in der Breite vom Verkehrslärm zu schützen, würde die Uvek zudem eine Reduktion von 80 auf 60 Stundenkilometer begrüssen, wie sie in ihrem Bericht weiter schreibt. Sie empfindet es als «stossend, dass sich das Bundesamt für Strassen (Astra) stur der einfachsten, die Lärmreduktion betreffend effizientesten und wirtschaftlichsten Massnahme, nämlich einer Temporeduktion, verweigert».
Das Astra stellt sich auf den Standpunkt, dass alle Nationalstrassen wie die A2 schnell befahrbar sein müssen und lehnt deshalb eine Temporeduktion ab. Eine Überdeckung der Osttangente zur Lärmreduktion hält das Astra für «wirtschaftlich nicht tragbar». Deshalb müsste der Kanton die Kosten einer Einhausung der Osttangente selbst übernehmen.
Bei der Osttangente handelt es sich um ein 3,7 Kilometer langes Teilstück der Nationalstrasse A2 zwischen dem Anschluss Wiese im Norden und dem Gellertdreieck im Süden von Basel. Pro Tag fahren rund 100’000 Fahrzeuge über die Osttangente. Für die Betroffenen ist der Strassenlärm eine Belastung.
chhi, sda