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Stoffe von Verpackungsmaterialien, wie bedruckte Kunststoffe, können in Lebensmittel übergehen und dadurch die Gesundheit gefährden. Das BLV hat deshalb Regelungen zu Verpackungsmaterialien erlassen.
Aktuell
Der Bundesrat prüft die bessere Deklaration von Lebensmitteln
Der Bundesrat prüft bis Ende Jahr, ob die Deklaration von Stopfleber, Froschschenkeln und Reptilienlederprodukten verbessert werden soll. Er hat den Bericht «Obligatorische Deklaration der Herstellungsmethoden von Nahrungsmitteln» verabschiedet. Dieser erläutert, wie die Deklaration bei Lebensmitteln und bestimmten tierischen Erzeugnissen verbessert werden kann, wenn deren Herstellungsmethoden vom Schweizer Recht abweichen.
(11.09.2020)
Coronavirus: Bundesrat lockert Deklarationsregeln bei Lebensmitteln
Die Coronakrise führt dazu, dass gewisse Zutaten und Verpackungsmaterialien in der Lebensmittelindustrie fehlen und ersetzt werden müssen. Deshalb stimmen die Angaben auf der Verpackung bei gewissen Lebensmitteln nicht mehr mit dem Inhalt überein. Um die Verfügbarkeit dieser Produkte zu sichern und Food Waste vorzubeugen, verabschiedete der Bundesrat in seiner Sitzung vom 16. April eine Änderung der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung. Die Änderung ist ab sofort und während sechs Monaten gültig.
(16.04.2020)
Verpackungen enthalten Stoffe, die in die Lebensmittel und somit in den menschlichen Körper übergehen können. Dies kann unter Umständen eine Gefahr für die Gesundheit bedeuten.
Auch Druckfarben enthalten Stoffe, die ein Risiko darstellen können. Die Anwendung von Stoffen in der Herstellung von Verpackungen inkl. Druckfarben muss deswegen gesetzlich geregelt sein.
Die Lebensmittelindustrie ist an strenge Vorgaben gebunden, die in der Bedarfsgegenständeverordnung geregelt sind. Im Anhang 2 ist geregelt, welche Stoffe für die Herstellung von Kunststoffschichten für Bedarfsgegenstände aus Kunststoffe benutzt werden dürfen. Im Anhang 10 ist geregelt, welche Stoffe für die Herstellung von Druckfarben benutzt werden dürfen (siehe „Weitere Informationen“).
Bisphenol A
Bisphenol A (BPA) ist eine synthetische Substanz und wird für die Herstellung von verschiedenen Kunststoffen verwendet, welche auch für den Kontakt mit Lebensmitteln vorgesehen sind. Die Substanz kann beispielsweise in Konservendosenbeschichtungen, Kassenzetteln oder Spielzeug enthalten sein. BPA kann sowohl in Lebensmitteln als auch in Bedarfsgegenständen nachgewiesen werden.
Haltung des BLV
Die nationalrätliche Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit hat den Bundesrat beauftragt, einen Bericht über Nutzen und Gefahren der Verwendung von BPA in Verpackungen und Gebrauchsgegenständen zu verfassen. Der Bericht kommt zum Schluss, dass BPA kein Gesundheitsrisiko für die Verbraucherinnen und Verbraucher darstellt. Die Exposition von Konsumentinnen und Konsumenten ist zu niedrig, um gesundheitliche Folgen zu verursachen (siehe „Weitere Informationen“).
Weitere Informationen
Im Detail
Gesetzgebung
Letzte Änderung 11.09.2020