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Hélène Strüby ist am 30. Dezember 93-jährig im Pflegeheim Murten friedlich eingeschlafen, wie es in der Traueranzeige der Familie der Murtnerin heisst. Die Trauerfeier findet am Montag in der katholischen Kirche Murten statt.
Hélène Strüby war eng mit der Zeitung «Der Murtenbieter» verbunden: Ihr Grossvater Peter-Martin Strüby übernahm das Blatt 1881, wie Markus F. Rubli in der Jubiläumsausgabe des «Murtenbieters» 2004 schreibt. Nach dem Tod von Peter-Martin Strüby 1921 gingen der Verlag und die Druckerei an seinen Sohn Robert-Martin Strüby über. Dieser hatte die Geschäftsführung inne, sein Bruder Theodor Strüby war während vieler Jahre Redaktor. 1948 starb Robert-Martin Strüby unerwartet. Hélène Strüby, die damals seit zwei Jahren in der Firma mitarbeitete, übernahm von einem Tag auf den anderen die Geschäftsführung. Sie war damals 23-jährig. 1956 starb auch Theodor Strüby, und so kam auch die Redaktion des «Murtenbieters» hinzu. Diese Tätigkeiten hatte sie bis zum Verkauf des Betriebs 1991 inne. «Hélène Strüby war eine gradlinige, toughe und resolute Frau», sagt der ehemalige Stadtschreiber von Murten, Urs Höchner, auf Anfrage. «Sie hat immer klar ihre Linie vertreten.» Der «Murtenbieter» sei wie ein Kind für sie gewesen, und sie habe die Zeitung so gestaltet, wie sie es wollte. «Damit hatte ich kein Problem, denn meine Texte hatte sie nicht verrissen», sagt Höchner und lacht. In Kolumnen habe Hélène Strüby ihre politische Meinung zu lokalen und regionalen Themen vertreten. Insgesamt war Hélène Strüby während 43 Jahren Verlegerin und Redaktorin der Zeitung «Der Murtenbieter», die seit 2010 der Freiburger Nachrichten AG gehört.