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Jens Johler schrieb Theaterstücke, Erzählungen, Politthriller (Kritik der mörderischen Vernunft) und als Co-Autor die Biographie der Band Ton Steine Scherben. Sein Bach-Roman "Die Stimmung der Welt" wurde ins Englische und Ungarische übersetzt. Zuletzt erschien sein Erzählungsband "Beim Verleger - Geschichten aus dem Literaturbetrieb".
"Ich erinnere mich noch genau an die Worte unseres Direktors an dem Abend, als wir mit ihm zusammen in der Kulisse sassen, dem Theaterlokal an der Maximilianstrasse. Er sagte, das Wichtigste im Leben eines Künstlers sei die Begegnung. Er zog, als er das sagte, die Augenbrauen bedeutungsvoll nach oben und liess den Mund halb geöffnet stehen, wie es seine Art war. Dann schloss er ihn wieder und wiederholte noch einmal mit seiner hohen Stimme und demselben bedeutungsvollen Ausdruck: Die Begegnung! Ich dachte damals unwillkürlich an Johannes. Tatsächlich gab es - und gibt es bis heute - keine Begegnung, die mich so tief beeinflusst hat wie die mit ihm."
Während der Fahrt zur Beerdigung des genialen Schauspielers Johannes Ronneburger liest der Schriftsteller Benjamin Bahner das Manuskript noch einmal durch, das er vor dreissig Jahren über diese Begegnung geschrieben hat - und er muss sich verwundert eingestehen, dass er noch immer nicht weiss, ob er dem Freund für den Eingriff in sein Leben dankbar sein oder ihn dafür verfluchen soll.