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Verona, die Stadt von Romeo und Julia, ist eine typisch italienische Stadt in Venetien. Die Stadt hat uns sehr beeindruckt, was vor allem auf ihre geschichtliche Entwicklung, ihre unvergleichlich gut erhaltenen historischen Bauten und ihre geographische Lage zurückzuführen ist.
Weltweit bekannt ist Verona auch für sein gut erhaltenes Amphitheater und die dortigen Opernaufführungen.
Die Stadt Verona wurde in vorchristlicher Zeit von den Rätern und Euganeern gegründet und war ab 89 v. Chr. römische Kolonie. Nach verschiedenen Unterwerfungen wurde Verona 1797 österreichisch und erst 1866 kam es zum Königreich Italien. Die Vergangenheit hat das Stadtbild stark geprägt.
Die römische Stadtmauer von Verona wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. errichtet. Die Stadtmauer, die im Laufe der Geschichte mehrmals erweitert wurde, macht Verona laut UNESCO zu einem außergewöhnlichen Beispiel einer in mehreren Etappen entstandenen befestigten Stadt in Europa.
Romeo und Julia sind das berühmteste Liebespaar der Weltliteratur. Shakespeare schrieb die Geschichte über die beiden Liebenden und ihre verfeindeten Familien wahrscheinlich zwischen 1594 und 1596. Und auch wenn die Geschichte fiktiv ist - die Stadt, in der sich die Tragödie abspielt, ist es nicht.
Casa di Giulietta in Verona
Noch heute pilgern Hunderte von Shakespeare-Fans und hoffnungslose Romantiker nach Verona, in die italienische Stadt, in der die Geschichte von Romeo und Julia spielt. Beliebtester Anlaufpunkt: Julias Balkon, auf dem die Schöne stand, als Romeo ihr seine Liebe gestand.
Die Casa di Giulietta, das Haus der Julia, gehörte der Familie del Capello. Es stammt aus dem 13. Jahrhundert, und das alte Wappen der Familie del Capello ist noch verblasst an der Wand zu sehen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich das Haus der del Capellos in einem erbärmlichen Zustand. Dann kaufte es die Stadt Verona und beschloss, sich die Ähnlichkeit mit dem Haus aus Romeo und Julia zunutze zu machen - die Tatsache, dass die Capellos gar nicht so verschieden von den Capulets (der Familie aus Shakespeares Stück) waren, trug zur Illusion bei. In den 1930er Jahren wurde das Haus aufwändig renoviert. Aus dieser Zeit soll auch der berühmte Balkon stammen, auch wenn gerne behauptet wird, auch er sei mehrere hundert Jahre alt. In den neunziger Jahren schließlich wurde auch das Interieur angepasst: Gemälde und Porzellan aus dieser Zeit.
Im Innenhof steht auch eine Bronzestatue von Julia, deren rechte Brust viel mehr glänzt als der Rest. Warum das so ist? Ganz einfach: Seit Jahren berühren Touristen Julias rechte Brust, wie hier auf dem Bild - weil das Glück bringen soll.
Die Piazza delle Erbe
ist der älteste Platz Veronas und seit Jahrhunderten Mittelpunkt des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und religiösen Lebens der Stadt. Ein Teil seines Charmes liegt in der harmonischen Überlagerung von Palästen, Türmen, Statuen und architektonischen Elementen aus verschiedenen Epochen und Stilen, die eine einzigartige Collage bilden. Es wurde auf den Überresten des antiken römischen Forums erbaut, das aus einem Kapitol, Tempeln und Thermen bestand, die durch einen Säulengang verbunden waren, der zahlreiche Geschäfte beherbergte. Unter der Herrschaft der Scaligeri wurde es zu einem lebhaften Zentrum für Kunst und Handel und beherbergte unter venezianischer und österreichischer Herrschaft Zivil- und Strafgerichte, blieb aber stets Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Heute ist die Piazza das Zentrum der Movida par excellence: In den zahlreichen Bars und Clubs, die die Piazza säumen, trifft man sich nach Sonnenuntergang auf einen Aperitif mit Spritz, einem Getränk, das ursprünglich aus Venetien stammt, heute aber in der ganzen Welt bekannt und beliebt ist. Tagsüber findet ein Markt statt, auf dem Obst, Gemüse, Souvenirs und typische Produkte verkauft werden.
Piazza dei Signori,
auch Piazza Dante genannt, grenzt an die Piazza delle Erbe. Der Platz entstand im Mittelalter durch den Ausbau der Scaligeri-Paläste und übernahm von Anfang an politische, administrative und repräsentative Funktionen. Der Platz wird von mehreren monumentalen Gebäuden eingerahmt, die durch Arkaden und Loggien miteinander verbunden sind.
Die Grabmäler der Scaliger
Die Denkmäler bestehen hauptsächlich aus Sarkophagen aus Stein, von denen einige in großen Grabbauten (arche) in Form gotischer Schreine (tempietti) aufgestellt sind. Sie befinden sich neben der Kirche Santa Maria Antica in einem umzäunten Bereich. Die Grabmäler aus dem 14. Jahrhundert, oft mit Reiterstandbildern überhöht, gehören zu den ältesten nachantiken Monumentaldarstellungen ihrer Art.
Diese bezaubernde romanische Kathedrale, oft auch Duomo di Verona genannt, wurde nach dem Erdbeben von 1117 erbaut, bei dem zwei Kirchen an dieser Stelle zerstört wurden. Die Außenfassade ist vor allem wegen ihrer Skulpturenverzierungen und der wunderschönen Apsis bemerkenswert. Im Gegensatz dazu ist das Innere (aufgrund späterer Umbauten) im gotischen Stil gehalten. Bemerkenswert sind die Fresken und die prächtigen Säuleneingänge.
Basilika di Sant'Anastasia
Die Basilika Sant'Anastasia ist das bedeutendste religiöse Bauwerk der Gotik in Verona. Mit dem Bau der Kirche wurde um das Jahr 1290 begonnen, die gesamte Bauzeit dauerte mehr als ein Jahrhundert und wurde unter der Schirmherrschaft der Skaligerfürsten ausgeführt.
Die Kirche wurde in unmittelbarer Nähe der Piazza dei Signori errichtet, wo die Familie della Scala ihre Residenz hatte. Es ist daher anzunehmen, dass Sant'Anastasia zur offiziellen Kirche des Fürstenhofes bestimmt wurde.
Die dreischiffige, kreuzrippengewölbte Kirche im Stil der italienischen Gotik weist fünf polygonale Apsiden auf.
Bilder vom Inneren der Kirche Sant'Anastasia
Die Arena
Das römische Amphitheater Arena von Verona ist das bekannteste Bauwerk der Stadt.
Heute ist die Arena von Verona in das Stadtzentrum integriert und Teil der Kulisse der Piazza Brà, doch als sie von den Römern erbaut wurde, lag sie außerhalb der Stadtmauern.
Seit jeher wurde die Arena vor allem für Veranstaltungen und Vorführungen aller Art genutzt. In römischer Zeit fanden hier beispielsweise Gladiatorenkämpfe statt. Im Mittelalter und bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts wurden in der Arena Turniere und Wettkämpfe ausgetragen. Im Jahre 1913 wurde sie schließlich als das entdeckt, was sie heute ist: das erste echte und bedeutendste Freilufttheater der Welt für Opernfestspiele.
Das Amphitheater besteht aus drei konzentrischen Mauerringen: vom ersten äußeren Ring ist nur der Teil erhalten,
der im Volksmund "Ala" (Flügel) genannt wird.
Die Stufen des Amphitheaters sind aus Veroneser Marmor.
Unter der Bühne befinden sich Galerien und Gänge (für Besucher nicht zugänglich), die für den komplexen Betrieb und die Nutzung des Theaters unerlässlich waren und auch heute noch sind.
Wir haben dort eine Aufführung der Oper Nabucco erlebt. Der Regisseur hat die Geschichte in die Zeit der Erhebung der Italiener gegen die Habsburger transferiert.
So steht auf der Bühne die Oper in der die Italiener den Gefangenenchor als Protest gegen die Habsburger singen.
Dieser Höhenpunkt der Oper wurde nach grossem Applaus wiederholt.
Am Abend der Aufführung hatte es 40 Grad. Der Wasserverbrauch war enorm.