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«Vom Wissen zum Tun –Förderung von Handlungsmotivation durch BNE im Unterricht». So lautet der Titel der Masterarbeit der Sek-I-Studierenden Céline Chalverat und Carole Kliem. Ziel war es, Antworten zu finden auf die Frage, ob bei Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I die Handlungsmotivationsfähigkeit und somit die BNE-Kompetenz, «sich und andere motivieren zu können, aktiv zu werden» durch eine handlungsorientierte Projektwoche im Bereich Abfall und Elektroschrott signifikant gesteigert werden kann.
Die Arbeit besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil sowie der Diskussion der Ergebnisse. Theoretisch setzen sich Céline Chalverat und Carole Kliem mit den Themenbereichen «Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)», «Förderung der Handlungsmotivation» sowie «Handlungsorientierte Lehr- und Lernformen» auseinander. Mit der von ihnen verarbeiteten Literatur zeigen sie, dass das Umweltwissen, die Umwelteinstellung sowie das Umweltbewusstsein entscheidende Faktoren sind zur Förderung der BNE-Kompetenz, sich und andere für umweltgerechtes Handeln zu motivieren. Entsprechend wurde die Projektwoche auf der Grundlage dieser Faktoren konzipiert und mit handlungsorientierten Lehr- und Lernformen durchgeführt.
Für die Untersuchung wurden zwei Parallelklassen einer 2. Sekundarklasse B/C ausgewählt. Die eine Klasse diente als Interventionsgruppe, die andere als Kontrollgruppe. Die Interventionsgruppe wurde unmittelbar vor und nach der Projektwoche mit jeweils denselben zwei Tests konfrontiert. Diese beinhalteten Fragen, aus deren Beantwortung Rückschlüsse zur erhofften Wirksamkeit der Projektwoche gezogen werden konnten, beispielsweise: «Was ist der Hauptgrund, weshalb Abfälle getrennt entsorgt werden sollen?» oder «Was könnte man tun, um andere zu motivieren, umweltgerecht zu leben?». Die Kontrollgruppe bearbeitete die Tests ebenfalls zwei Mal, nahm jedoch nicht an der Projektwoche teil. In dieser setzten sich die Schülerinnen und Schüler unter anderem mit dem Thema «Handy» auseinander. Daraus entwickelte sich die Idee einer Handysammelaktion im Schulhaus. Ziel war es, möglichst viele Handys zu sammeln, damit die Rohstoffe zurückgewinnend entsorgt werden können.
Die Auswertung der Daten ergab folgende Erkenntnisse
Die Schülerinnen und Schüler der Interventionsklasse zeigten nach der Projektwoche einen hoch signifikanten Wissenszuwachs in der behandelten Thematik, keine signifikanten Veränderungen jedoch in der Umwelteinstellung. «Die Umwelteinstellung beinhaltet ein grundsätzliches Weltbild, welches nicht zu schnellen Veränderungen neigt», so die Autorinnen. Das Umweltbewusstsein hatte sich hingegen ebenfalls gesteigert: Die Schülerinnen und Schüler zeigten vermehrt die Bereitschaft, Dritte zu umweltgerechtem Handeln zu motivieren. Aufgrund der Ergebnisse kommen die Autorinnen zum Schluss, dass die gestellte Hauptfrage der Arbeit positiv beantwortet werden kann.