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Früher wurde der Begriff "Bergsturz" auch für Massenbewegungen generell verwendet.
Bergstürze entstehen je nach Lage und Art der Gesteinsschichten, der Kluftsysteme und den reliefbedingten Gegebenheiten unterschiedlich. So handelte es sich beispielsweise beim Bergsturz von Goldau (1806) um eine tiefgründige Felsrutschung, die auf einer geologischen Schichtfläche abgeglitten ist. Beim Bergsturz von Monte Zandila („Val Pola Bergsturz“, Veltlin 1987) erfolgte der Abbruch entlang einer steilgestellten Kluftfläche.
Die Verlagerung des Bergsturzmaterials wird bestimmt durch die Topographie, die Zerstückelung der Gesteinsmasse und die Wechselwirkung zwischen den Bruchstücken. In der abstürzenden Masse, dem sogenannten Sturzstrom, kann Material bis zu feinstem Gesteinsmehl zerrieben oder gar aufgeschmolzen werden. Es werden Geschwindigkeiten von 40 m/s (über 140 km/h) erreicht. Die Massen bewegen sich oft mehrere Kilometer weit und branden auch hoch den Gegenhang hinauf. In den Gebirgstälern führen die grossen Sturzmassen oft zu einem Aufstau von Bächen und Flüssen, verbunden mit der Gefahr eines unter Umständen katastrophalen Wasserausbruchs und der Überflutung der talabwärts liegenden Gebiete.
Die gewaltigen Massen eines Bergsturzes sind zerstörerisch. Der Anrissbereich und vor allem die ausgedehnten Überschüttungen verändern das Landschaftsbild total. In einigen Fällen kommt es zu Folgeprozessen, beispielsweise zu Flutwellen, wenn die Massen in einen See stürzen wie 1987 im Veltlin oder - noch viel katastrophaler - 1963 in Vajont.
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