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Der nächste, der mich fragt ob ich in der Nacht den Supermond angeschaut habe, kriegt eins aufs Maul! Gleich vorab: Das obige Bild ist korrekt. Der weisse Kreis rechts ist um 0.378% grösser, als der links.
Ja, der Mond hat eine elliptische Umlaufbahn und ist daher manchmal näher und manchmal weiter weg und hat somit einen nächsten Punkt (Perigäum) und einen entferntesten Punkt (Apogäum). Am nächsten Punkt erscheint der Mond tatsächlich 14% grösser als am entferntesten Punkt.
Vergleichen wir nun mal den letzten Vollmond (16.Oktober) mit dem heutigen Medienhype-Ultrasupermoon. Gemäss folgender Tabelle sieht das so aus:
Abstand zur Erde
16. Oktober 2016: 357’859km
14. November 2016: 356’511km
Das ist eine Differenz von 1348km. Überlegt man in Weltraumdimensionen, ist das also ziemlich wenig und man kann sich schon vorstellen, dass das auf die “grösse” des Mondes kaum einen Einfluss hat.
Berechnen wir nun noch die Scheinbare Grösse anhand des Durchmessers des Mondes (3474km)
Scheinbare Grösse
16. Oktober 2016: 0.5562078 Grad
14. November 2016: 0.5583109 Grad
Heute erscheint der Mond also 0.378% grösser als letzten Monat. Das sieht man von Auge nicht. Verspreche ich euch! Ihr könnt also ruhig drinnen an der Wärme bleiben und beruhigt schlafen, wenn ihr den Mond wegen Nebel oder Wolken nicht sehen solltet. Er ist zwar so nahe dran wie seit fast 69 Jahren nicht mehr, aber das wars dann auch schon. Sorry für die Entzauberung dieses “Spektakels”.