Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03492.jsonl.gz/497

Politiker kann anscheinend jeder dulli werden.
US-Präsident Joe Biden hat bei einem Auftritt im Publikum offenbar nach einer unlängst gestorbenen Abgeordneten gesucht. Ist «Jackie ... hier? Wo ist Jackie?» fragte Biden am Mittwoch im Weissen Haus, als er Unterstützern von Initiativen zum Kampf gegen den Hunger dankte. «Ich denke, sie wollte nicht hier sein», sagte der 79-Jährige weiter in Bezug auf die republikanische Abgeordnete Jackie Walorski, die im August bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Karine Jean-Pierre, erklärte später, Biden habe die «unglaubliche Arbeit» der Abgeordneten zu dem Thema lobend erwähnen wollen.
Zudem sei Walorski ihm in Gedanken sehr präsent gewesen, weil er ihre Familie für Freitag ins Weisse Haus eingeladen habe, sagte Jean-Pierre. Biden werde dann ein Gesetz unterzeichnen, mit dem eine Klinik für Veteranen nach Walorski benannt werde. «Natürlich war sie deswegen in seinen Gedanken», sagte Jean-Pierre. Auf wiederholte Nachfragen, ob Biden sich peinlich versprochen habe oder der Familie Walorskis nun eine Entschuldigung zustehe, sagte die Sprecherin: «Meine Antwort wird sich sicher nicht ändern.»
Reporter: "What happened when Biden said where is Jackie Walorski?"— Greg Price (@greg_price11) September 28, 2022
Jean-Pierre: "The president was acknowledging her incredible work."
Reporter: "He said 'Jackie, Jackie, where is Jackie?'"
Jean-Pierre: "She was clearly on top of his mind." pic.twitter.com/y1TljVg1BW
Der Demokrat Biden ist dafür bekannt, dass ihm gelegentlich Versprecher unterlaufen - vor allem, wenn er sich nicht an vorbereitete Redetexte hält. Einige Republikaner nutzen dies, um Bidens geistige Fitness für das Präsidentenamt in Frage zu stellen.
Walorski kam im August im Alter von 58 Jahren zusammen mit zwei Mitarbeitern bei einem Autounfall in ihrem Heimatbundesstaat Indiana ums Leben. Eine Frau auf der gegenüberliegenden Fahrbahn verlor Polizeiangaben zufolge die Kontrolle über ihr Fahrzeug und steuerte frontal in Walorskis Auto. Alle Beteiligten starben. (saw/sda/dpa)
Es war neben Schweiz–Serbien die politisch brisanteste Partie der Woche: Iran–USA. Der Iran verlor und schied von der Fussball-WM in Katar aus. Viele hätten den Fussballern aus dem Land, in dem täglich Tausende in Protesten gegen das totalitäre Regime ihr Leben riskieren, ein Weiterkommen gegönnt. Zumal es zuerst danach aussah, als ob die Mannschaft jenen Teil der iranischen Bevölkerung repräsentiert, der unter dem Regime leidet und dagegen aufbegehrt.