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Indianerinnen und Indianer Nordamerikas
Upper Moenkopi ist ein selbstverwaltetes Dorf der Hopi im Najajo Reservat in Arizona. Photo: Danita Delimont. 🌍 deutschlandfunk.de
Reservate
Kurz nach der Ankunft der Weissen auf dem Kontinent begann auch die Vertreibung der indianischen Ureinwohner. Um 1850 waren sie schon fast ganz aus dem Osten Nordamerikas verschwunden. Zwanzig Jahre zuvor war der Indian Removal Act erlassen worden, ein Gesetz, dass die Indianer zwang, in Reservaten zu leben. Mit dem Umsiedelungsgesetz wurden die Weissen darin bestärkt, die Indianer aus ihrer Heimat zu vertreiben. Sie boten ihnen einen "Tausch" an: ihr Stammesgebiet gegen neues Land (Reservate). Das neue Land war meist unfruchtbar, das Klima schlecht. Als die Indianer gegen diese Umsiedelung Widerstand leisteten, wurden viele getötet und manche Stämme ganz ausgerottet.
Heute ist das grösste Indianerreservat im Südwesten der USA in New Mexico. In den Pueblos und den Reservaten der Navajos und Apachen ist viel der indianischen Kultur erhalten und immer noch lebendig. 🌍 www.kindernetz.de
Indianerzelte nahe der Komantschenstadt Fort Sill in Oklahoma. Foto undatiert.
"Etwa die Hälfte des Bundesstaates Oklahoma ist einem Urteil des Obersten amerikanischen Gerichts zufolge ein Indianer-Reservat." Das schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 10. Juli 2020 auf ihrem Online-Portal zu einem Urteil des Obersten Gerichts der USA.
Der Kongress habe der Nation der Creek in einem Vertrag von 1833 das Land zugesprochen. Ein weiterer Vertrag von 1856 habe zudem zugesichert, dass kein Teil dieses Landes jemals an einen Bundesstaat abgetreten werde. "Der Kongress hat seitdem mehr als nur ein paar Versprechen an den Stamm gebrochen“, zitiert die FAZ. „Trotzdem besteht das Creek-Reservat bis heute.“
Betroffen von der Entscheidung sind etwa 1,8 Millionen Menschen, darunter die etwa 400'000 Bewohner der Stadt Tulsa. Das Urteil hat Folgen für die Steuerpflichten und das Strafrecht. 🌍 Frankfurter Allgemeine Zeitung