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Am Vorabend der Gründung des Deutsch-Österreichischen-Postverein gab es allein in Deutschland mehr als ein Dutzend selbstständige Postverwaltungen, die ihren Postverkehr und Nachrichtenaustausch in sehr unterschiedlichen Verträgen geregelt hatten. Für Sendungen im Transit durch mehrere Postgebiete addierte sich das Porto mit jedem neuen Transitland. Dieses Tarifdurcheinander sollte durch die Gründung des DÖPV 1850/51 zunächst zwischen den deutschen Staaten vereinheitlicht werden. Die vertraglichen Regelungen mit den ausländischen Postverwaltungen blieben zunächst unverändert. Die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Beförderungswegen ermöglichte dem Postkunden, den für Ihn optimale Leitweg zu wählen.
Im Zuge seiner immer intensiveren Beschäftigung mit der Postgeschichte entwickelt Dr. Karl Zangerle die Idee, die Portostufen der Süddeutschen Staaten mit „Gulden“ bzw. „Kreuzer“-Währung in das Ausland zu erforschen. Die notwendige Arbeit in allen hierfür fraglichen Archiven der einzelnen Postgebiete führt zur systematischen Erfassung der von 1850 bis 1875 gegebenen postalischen Leitwege mit den zuweilen komplexen Taxen und Portostufen. Mehrere Publikationen sind das Ergebnis, ebenso die Sammlung „Auslandsbriefe der Süddeutschen Staaten 1850-1875“. Neben zahlreichen Frankaturen der ins Ausland gehenden Post wird die Sammlung auch durch eingehende Post aus dem Ausland ergänzt. Dabei wird die Taxe jeden Briefes ausführlich erklärt.
175 Seiten, davon 151 Seiten Sammlungstafeln im farbigen Kunstdruck, Hardcover mit Schutzumschlag, zweisprachig in deutsch und englisch