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Einwohner: 19000
Obwohl die nur 20 km von Puerto Iguazú entfernt liegenden Wasserfälle zu den grössten, schönsten und am meisten besuchten Naturschönheiten Argentiniens gehören, nutzt die Stadt diese devisenbringende Nähe nicht. Offenbar wird kein Geld investiert. Man vertraut darauf, dass die Touristen in Hotels wohnen, die in der Nähe der Wasserfälle liegen, und gleich wieder abreisen.
Der Busbahnhof liegt in Puerto Iguazú an der Kreuzung Misiones / Córdoba. Verbindungen nach: Buenos Aires, via Wasserfälle, Eldorado, Monte Carlo, Jaradín América, Posadas, Apóstoles, Concordia, Gualeguaychú, 2 x tgl.; Concordia, Córdoba, Curuzu Cuatioa, Paraná, Paso de los Libres, Santa Fé jeweils einmal täglich.
Vom Busterminal fährt der Bus (Transportes Cataratas buses) zum Besucherzentrum und anschliessend nach Puerto Canoas wo der Garganta del Diablo liegt. Die Fahrt über 22 ½ km dauert 30 Min. und kostet US$ 4.-- (Retourticket zu den Fällen und Puerto Canoas, plus Parkeintritt: $ 3.--). Der Bus fährt von 06.40 bis 19.20 Uhr alle 50 Min. Rückfahrt ab 07.30 bis 20.15 Uhr alle 45 Min.
Omnibus von Puerto Iguazù nach Foz do Iguaçu (Brasilien) $ 3.--
Puerto Iguazù nach Aeropuerto Iguazù (Argentinien) erster Bus 7.15 Fahrzeit: ca. 45 Min. Aeroporto an 8.00 Uhr
Aeroporto Iguazù nach Puerto Iguazù $ 18.--
Aeroporto Iguazù nach Aeroporto International in Foz do Iguaçu (Brasilien) $ 14.--
Am äussersten nordwestlichen Zipfel spielt Argentinien eine seiner schönsten Trumpfkarten aus: Die Iguazú Fälle, die der aus Brasilien kommende, in seinem Verlauf von etwa 30 Flüssen gespeiste Iguazú 10 km vor dem Zusammenfluss mit dem Paraná bildet. Als Naturwunder hat man sie bezeichnet, als Filmkulisse haben sie schon gedient in Mission von Roland Joffe mit Robert de Niro. Von dem spanischen Entdecker Don Alvear de Vaca 1541 sehr katholisch Santa-María-Fälle getauft, hat sich später die treffendere Guaraní Bezeichnung durchgesetzt, die das Naturereignis schlicht Grosses Wasser nennt.
Die Iguazú Fälle stürzen, halbmondförmig aufgesplittert in 275 Kaskaden, auf einer Gesamtbreite von 2,7 km über 70 m tief in den mit Stromschnellen und kleinen Inselchen besetzten Iguazú. Im Durchschnitt rauschen etwa 1700 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in die Tiefe. An vielen Stellen krönt ein ewiger Regenbogen das schillernde Spektakel.
Die schönste, aber auch schweisstreibendste Zeit für einen Besuch sind die Sommermonate, weil der Fluss dann das meiste Wasser führt. Die Temperaturen steigen allerdings auf über 40 ºC. Im Winter sinken sie auf 15 - 20 ºC, doch dann muss man mit heftigen, regenreichen Gewittern rechnen.
Man kann die Wasserfälle sowohl von der brasilianischen als auch von der argentinischen Seite besuchen. "Argentinien zeigt das Schauspiel - und Brasilien kassiert den Eintritt", heisst es bei den Einheimischen vor Ort. In Brasilien bietet sich bereits nach wenigen Geh Minuten ein überwältigender Anblick. Ein 1,5 km langer gepflasterter Weg führt den Fällen gegenüber am Urwaldrand entlang. Die spektakuläre Eisenplattform kurz vor der Garganta del Diablo (Teufelsschlund) über dem Iguazú Fälle wurde jedoch seit dem Hochwasser von 1985 nicht wieder repariert. So geniesst man von dieser Seite einen Panoramablick, kann ein kleines Naturkunde Museum besuchen und mit einem Aufzug die Floriano Fälle hochfahren. Im oberen Stockwerk stehen einige Ausflugslokale sowie Kioske mit Schmuck aus Halbedelsteinen, ein Spazierweg führt den flachen, ruhigen Iguazú entlang. Von der brasilianischen Seite aus starten auch Helikopter zu einem siebenminütigen Besichtigungsflug (US$ 50.-- pro Person). Eine Bürgerinitiative hat in Argentinien diesen Unsinn verhindern können, der innerhalb der Tierwelt einen irreparablen Schaden anrichtet. Auch hat man hier den die Wasserfälle umgebenden Regenwald zum Naturpark erklärt, was verhindert, dass die Cataratas zum blossen Drive-In Erlebnis werden, wie beispielsweise die Niagara Fälle in Kanada.
Auf der argentinischen Seite wurde das alte Iguazú Hotel im britischen Landhausstil zu einem Besucherzentrum mit Auskunftsstelle, Museum und Café umgebaut. Dort befindet sich auch ein Modell der zu besichtigenden Landschaft, die durch mehrere Spazierwege erschlossen ist. Die Parkwächter verteilen kostenlose Informationsbroschüren mit Streckenbeschreibungen des kleinen Rundgangs (Circuito Inferior), des grossen Rundgangs (Circuito Superior) und der Fahrt nach Puerto Canoas.
Der kleine Rundgang (1 km) dauert, wenn man sich Zeit nimmt, ungefähr 1 Std. und führt zunächst zu dem Dos-Hermanas Fall mit einem kleinen tiefen Naturbecken für Schwimmer. Man folgt dem schmalen, in Stufen angelegten Weg entlang der Flussfront und gewinnt so einen Überblick über das, was später noch genauer erforscht werden kann, so z.B. den San-Martín Fall auf der gleichnamigen Binneninsel, den Bossetti Fall, an den man ganz nah herankommt, und die Garganta del Diablo. Auf dem Vircuito Inferior überquert man zwei Flussarme, erblickt den Alvear-Núñez Fall und den Lanusse Fall und läuft durch den Regenwald wieder zurück zum Ausgangspunkt, zum Dos-Hermanas Fall.
Der grosse Rundgang verdient diese Bezeichnung nicht ganz, da der spektakuläre Weg über die verschiedenen Teilfälle nicht mehr rekonstruiert wurde, so dass dieser Panoramaweg nur wenig mehr Programm enthält als der oben beschriebene. Über eine Treppe gelangt man an den Fluss und gelangt auf der kleinen Wanderung automatisch zum Bossetti Fall und lässt sich anschliessend an das feinsandige Ufer der Isla San Martín übersetzen (gratis Bootsfahrt), umklettert diese, geniesst Ausblicke auf das brasilianische Ufer und läuft dann zu einer Aussichtsplattform direkt gegenüber des wasserreichen San-Martín Falls. Wenn man eine Bootsfahrten auf dem Unteren Iguazú in Richtung Teufelsschlund unternehmen will, so muss man diese auf halben Abstieg zur Ablegestelle buchen. Wieder auf dem Festland, gibt es für Beherzte die Möglichkeit, durch ein Felsentor zum Adán-y-Eva Fall zu laufen. Für diesen Gang sollte man sich mehr als 1 Std. Zeit lassen.
Puerto Canonas
Bei Puerto Canoas führt eine Bootstour ($ 4.--) über den oberen Iguazú zur Garganta del Diablo, über deren Rand zwei Aussichtsplattformen angebracht sind. Im Frühjahr 1994 fegte ein Sturm den Gehsteig weg, so dass nur noch ein kleiner Teil des Steges begehbar ist. Der Anblick des Garganta del Diablo gehört sicherlich zu dem Beeindruckendsten, was der Kontinent zu bieten hat.
Man sollte sich für die Besichtigung des Naturparks von Iguazú ausgeschilderte Lehrpfade angelegt wurden, mindestens einen Tag Zeit nehmen. Raststellen und kleine Snack Bars findet man am Dos-Hermanas Fall und am Besucherzentrum. Gleich gegenüber gibt es überdies zwei Parrillas, welche aber nur am Mittag geöffnet sind. Eine Snack Bar liegt in Puerto Canoas.
Für den Grenzübertritt nach Brasilien und Paraguay benötigen Schweizer, Deutsche und Österreicher lediglich den Reisepass.
Hotel Internacional Iguazú
3370 Prov. de Misiones, Argentina
Telefon: (0757) 2 07 48
Fax: (54-757)20311
Telex: 76900 HOTIG AR
Reservierungsadresse:
Av. Eduardo Madero 1020-P.B
1106 Buenos Aires
Telefon: 01/313 62 92 oder 01/311 42 59 in Buenos Aires
Fax: 54-1/312-0488
Lage: Zwischen den Katarakten in Argentinien
Preis: DZ $ 135.-- (Gartensicht) inkl. Frühstück
DZ $ 177.-- (Wasserfallsicht) inkl. Frühstück
Suite $ 300.90
Klasse: Erstklasshotel
Anzahl Zimmer: 181, 4 Suiten
Lage: Direkt bei den Wasserfällen von Argentinien gelegen. Restaurant Lobby, Bar, Boutique, Kasino, Sauna, Tennis, Golf und Swimmingpool in schöner Gartenanlage. Zimmer mit Dusche oder Bad / WC, Fernseher, Radio, Telefon und Klimaanlage.
Ambiente: Die Hotelterrasse ist der rechte Platz für einen Abenddrink. Die Selbstbedienung-Parrilla, 300 Schritte entfernt, ist sehr schlicht, aber in Ordnung, zumal der Lunch höchstens $ 10.-- pro Person kostet (kein Diner !!). Das Informationszentrum des Iguazú Nationalparks finden Sie neben dem Hotel.
Restaurant: Surubí, eine Wels-Art
Hotel das Cataratas
Lage: Zwischen den Katarakten in Brasilien
Telefon: 0055-455/23 22 66
Fax: 0055-455/74 16 88
Ambiente: Schwimmbad, gutes Restaurant. Das Hotel ist architektonisch schöner als sein argentinisches Pendant, doch dank günstiger Preise auch stärker besucht und sehr viel lauter als die Konkurrenz. Hubschrauber, die mit Touristen die Fälle überfliegen, picken zudem ihre Gäste genau gegenüber vom Hotel auf.
Preislage: DZ R$162.90.--