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Der Tessiner Ingenieur Giovanni Lombardi ist im Alter von 90 Jahren verstorben. Der Vater von CVP-Ständerat Filippo Lombardi wurde vor allem mit dem Bau des Gotthard-Strassentunnels berühmt. Für seine «unermüdliche Schaffenskraft» erhielt er 2009 den «SwissAward».
Giovanni Lombardi starb nur wenige Tage vor seinem 91. Geburtstag. Filippo Lombardi bedankte sich auf Twitter bei seinem Vater dafür, dass er immer ein gutes Beispiel gewesen sei.
1926 in Lugano geboren, besuchte Giovanni Lombardi verschiedene Schulen in der Schweiz. Von 1944 bis 1948 studierte er an der ETH Zürich Bauingenieur. Danach gründete Lombardi 1955 ein eigenes Ingenieurbüro. Die ETH Lausanne (EPFL) verlieh ihm 1986 die Würde eines Ehrendoktors. In der Sparte Gesellschaft erhielt er 2009 den «SwissAward».
Lombardi machte sich als Ingenieur einen Namen mit zahlreichen Tunnel- und Staudammprojekten. Zu den bekanntesten Projekten zählen der Gotthard-Strassentunnel (1980) und die Verzasca-Staumauer (1965). In seiner Karriere baute er Staudämme in der ganzen Welt. Bekannt ist auch der Damm von Zimpàn (Mexiko).
Unvollendet blieb ein Projekt, das er selbst als seine grösste Herausforderung bezeichnete. Vom spanischen und marokkanischen Königshaus war er 2006 beauftragt worden, einen Bahntunnel unter der Meerenge von Gibraltar zu planen. Weil Zweifel an der Machbarkeit bestanden, wurde das Projekt nie realisiert. (sda)