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Das Pflege- und Altersheim liegt in der Talsohle von Thusis nahe des Hinterrheins. Das bestehende Gebäude aus den 1980er-Jahren, das 2004 erweitert wurde, hebt sich in Typologie und Ausrichtung deutlich von der Bebauung des Quartiers ab: Die Längsbauten des Ensembles bilden einen räumlichen Abschluss zur weiten Ebene des Domleschgs und schaffen einen Übergang zur dichteren, kleinteiligeren Struktur im Süden. Ein punktförmiger, solitärer Neubau stärkt das Thema des Vermittelns: Er schafft einerseits einen Bezug zu den Wohnhochhäusern im Südosten und begrenzt andererseits den langgezogenen Aussenraum, sodass zwei unterschiedliche Freiräume mit jeweils spezifischen Qualitäten entstehen.
Die Erweiterung, die in der Mitte des Längsbaus platziert ist, optimiert die Verkehrswege und schafft innerhalb des Ensembles einen neuen Schwerpunkt: Im Erdgeschoss des Neubaus ergänzt ein Tageszentrum die bestehende Cafeteria. In den Obergeschossen wird der Aufenthaltsraum zwischen Alt- und Neubau zum neuen Begegnungsort für die Bewohner. Die Zimmer werden in einer zweibündig erschlossenen, ost-west-gerichteten Anlage organisiert.
Abschluss und Glanzpunkt der Erweiterung bildet der Mehrzweckraum im Dachgeschoss. Hoch über den Baumwipfeln gelegen können dort alle Bewohner einen freien Blick ins Tal geniessen.