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- Die ecuadorianische Justiz hat einen Haftbefehl gegen den ehemaligen Präsidenten Rafael Correa erlassen.
- Sie werde eine internationale Fahndung via Interpol beantragen, teilte die Generalanwaltschaft via Twitter mit.
- Correa wird mit der versuchten Entführung eines Oppositionspolitikers im Jahr 2012 in Verbindung gebracht.
- Der Grund für den Haftbefehl ist das Nichterscheinen des Ex-Präsidenten vor Gericht.
Das Gericht hatte den Ex-Präsidenten angewiesen, im Rahmen der Untersuchung alle zwei Wochen vor Gericht zu erscheinen. Correa, der seit 2017 in Belgien lebt, hat sich stattdessen beim ecuadorianischen Konsulat in Brüssel gemeldet – was Richterin Daniella Camacho nicht akzeptierte.
Correa seinerseits bezeichnete den Haftbefehl als Versuch der Demütigung. «Solch eine Ungeheuerlichkeit wird niemals in einem Rechtsstaat wie Belgien Erfolg haben», schreibt er auf Twitter.
Präsident von 2007 bis 2017
Correas Rechtsanwalt bezeichnete den Haftbefehl als «politische Verfolgung». Der linke Ex-Präsident, der zwischen 2007 und 2017 an der Spitze des lateinamerikanischen Landes stand, ist mit seinem Nachfolger Lenin Moreno verfeindet. Dies, obwohl Moreno einst in Correas Regierung dessen Vizepräsident war.