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In der Saison 1992/93 begann mit der Champions League der europäische Fussball-Goldrausch. Erster Sieger des damals noch bedeutend schlankeren Wettbewerbs war Olympique Marseille. Die Südfranzosen siegten im Final in München gegen die AC Milan mit 1:0. Verteidiger Basile Boli traf per Kopf.
Der Triumph vor 25 Jahren in München war die Krönung der Entwicklung bei OM, die 1984 mit dem Einstieg von Bernard Tapie begonnen hatte. Der Unternehmer stellte eine Mannschaft aus klingenden Namen zusammen (Klaus Allofs, Eric Cantona, Didier Deschamps, Enzo Francescoli, Abedi Pele, Alain Giresse, Jean Tigana, Rudi Völler etc.), die den französischen Fussball dominierte und auch europäisch mit den Grossen mitreden konnte.
Der tiefe Fall von OM
Auf den Triumph folgte der Absturz: Marseille wurde in eine Bestechungsaffäre verwickelt, musste gar in die zweite Liga absteigen. Ende der 1990er-Jahre war man zwar wieder zurück, doch in Frankreich spielten andere Teams die erste Geige: Zunächst Lyon (Serienmeister von 2002 bis 2008) und nun seit ein paar Jahren Paris Saint-Germain.
Zwei Finals, zwei Niederlagen
Immerhin schaffte es Marseille in diesen Jahren noch zwei Mal in den Final des UEFA-Cup. 1999 verlor man 0:3 gegen Parma, 2004 zog man gegen Valencia mit 0:2 den Kürzeren.
Seinen letzten grossen Titel feierte Marseille 2010, als man die Meisterschaft der Ligue 1 gewann. Nun wäre wieder ein Pokal fällig: 25 Jahre nach dem grössten Erfolg der Klubgeschichte in München.
Live-Hinweis
Verfolgen Sie den Final der Europa League am Mittwoch ab 20:10 Uhr live auf SRF zwei und in der Sport App.
Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 15.05.2018, 22:15 Uhr