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Mit einer Aufsehen erregenden Meldung wartet die deutsche Flugrevue am 10. September 2021 auf. Die Royal Air Force werde von 2025 an keine Eurofighter der Tranche 1 mehr fliegen, obwohl die Maschinen dannzumal “noch fast 60 Prozent ihrer auf 6.000 Flugstunden festgelegten Lebensdauer offen hätten.” Wir bringen den Beitrag der Flugrevue kommentarlos im Wortlaut:
Die RAF wird ab 2025 keine Typhoons der Tranche 1 mehr fliegen. Dabei hätten die Jets noch jede Menge Stunden offen.
Am 7. September 2021 legte James Heappey, parlamentarischer Staatssekretär für Verteidigung, im britischen Unterhaus offen, dass die Eurofighter bei ihrem Ausscheiden im Schnitt noch fast 60 Prozent ihrer auf 6.000 Flugstunden festgelegten Lebensdauer offen haben werden.
“Die prognostizierte durchschnittliche Flugdauer aller Flugzeuge, wenn sie ihr jeweiliges Ausmusterungsdatum erreichen, liegt bei 2.544,8 Flugstunden,” sagte Heappey. Da die 30 Flugzeuge einst nicht gleichzeitig, sondern zeitversetzt geliefert wurden, dürften manche Tranche 1-Typhoons bei ihrer Pensionierung sogar noch deutlich weniger verschlissen sein.
Nur noch als Feinddarsteller
Die Eurofighter der RAF verlassen ihre Einsatzstaffeln damit rein rechnerisch als Frührentner. Dennoch überrascht der Verzicht auf die Flugzeuge im Zuge des Sparplans wenig.
“Der Grund, warum wir die 30 Tranche 1-Eurofighter abberufen, liegt darin, dass diese Flugzeuge über die ersten Versionen von Missionscomputern, Verkabelung und Hardware verfügen”, erklärte RAF-Air Chief Marshal Sir Mike Wigston – und unterstrich: “Was ich mit meinen modernsten Eurofightern tun kann, ist im Vergleich zu dem, was ich mit der Tranche 1 tun kann, nicht zu vergleichen.” Bei der RAF kämen die älteren Typhoons deshalb seit geraumer Zeit vor allem als Feinddarsteller bei Übungsmissionen zum Einsatz.