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Während sich die europäische Kurzstreckenfliegerei langsam erholt, bleiben die Langstrecken-Flüge, auf die sich Virgin Atlantic spezialisiert hat, aufgrund anhaltender Reisebeschränkungen und mangelnder Nachfrage weiterhin rückläufig. Die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic Airways hat sich im Juli 2020 Finanzhilfe in Höhe von Rund 1.4 Milliarden Franken gesichert. Dieser Rettungsplan ist vergangene Woche von britischen und US-amerikanischen Gerichten genehmigt worden. Die Finanzhilfe soll die Zukunft der Fluggesellschaft für mindestens 18 Monate sichern.
Die Fluggesellschaft startete das Jahr mit einer Belegschaft von ungefähr 10‘000 Personen. Nachdem Virgin Atlantic eine staatliche Rettungsaktion verweigert worden war, schaffte sie 3‘150 Stellen durch erzwungene Kürzungen und weitere 400 durch freiwillige Abfindungen ab, während sie sich um die Sicherung der privaten Finanzierung bemühte. Nun hat die britische Fluggesellschaft mitgeteilt, dass weitere 1‘150 Stellen gestrichen werden. In einer Mitteilung hiess es, dass die Pandemie es notwendig macht, weitere Sparmassnahmen zu ergreifen. Laut BBC meinte Virgin Atlantic, dass eine Veränderung in dieser Grössenordnung nun das letztes Mal vorkomme. Da Virgin stark vom transatlantischen Verkehr abhängig ist, befindet sich die Fluggesellschaft in einer verzwickteren Lage, als viele seiner Konkurrenten.
Durch die Stellenstreichungen erhöht sich die Zahl, der seit Beginn der Covid-19-Krise verlorengegangenen Stellen, auf 4‘700, was etwa 45 Prozent der Belegschaft entspricht. Ausserdem werden Hunderte von Kabinenbesatzungen in die Reserve versetzt, so dass die Gesamtzahl der Mitarbeiter etwa halb so gross sein wird wie vor der Pandemie. Gemäss US-Fluggesellschaft Delta Air Lines, welche 49 Prozent von Virgin Atlantic besitzt, sei der Rettungsplan ein wichtiger Teil zum Schutz von Deltas Position im Vereinigten Königreich.