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Enormer Wärmeüberschuss
Im Mai und Juni registrierten die alpinen Messstationen in Deutschland, der Schweiz und Österreich flächendeckend weit überdurchschnittliche und teilweise auch rekordhohe monatliche Mitteltemperaturen mit Abweichungen von etwa 1,5 bis 3,0 °C zur Norm 1991-2020. Ähnlich war die Situation im Juli, der je nach Standort Rang 2 bis 9 der jeweiligen Messreihe erreichte. Am 25. Juli wurde mittels Wetterballon von Payerne die Nullgradgrenze auf einer neuen Rekordhöhe von 5184 Metern bestimmt.
Der August war der vierte Monat in Folge mit Temperaturen deutlich über der Norm: Im zentralen und östlichen Alpenraum lag die Temperatur zwischen 1,0 °C und 2,5 °C oberhalb der Norm, was vor allem im Wallis und der Schweizer Alpensüdseite wiederum für den zweiten Rang seit Messbeginn reichte. Nach Osten hin und besonders in den österreichischen Alpen verlief der August nicht ganz so heiss.
Auch der September begann ebenfalls warm. Besonders in den Bergen herrschten aussergewöhnlich milde Bedingungen. In der zweiten Monatshälfte kippte das Wetter in den Alpen, so dass die Monatstemperatur am Ende leicht unterdurchschnittlich war.
Beständige Wetterlagen, die vorwiegend milde Luft aus südlichen Richtungen in den Alpenraum transportierten, machten den Oktober im Alpenraum zum wärmsten seit Messbeginn. In den Hochlagen wurden im gesamten Alpenraum der drei Länder Abweichung von 4 bis 5 °C zur Norm registriert.
Für die gesamte Periode ergibt sich ein mittlerer Wärmeüberschuss von knapp 3 °C gegenüber der Norm an den hochalpinen Messstandorten in den zentralen und östlichen Alpen. Das ist nach 2003 und 2018 ein klarer neuer Höchstwert.