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Die Entstehung des Öschinensee erfolgte durch mehrere Bergrutsche der Flanken des Fründenhorns und des Doldenhorns. Seit 2007 gehört der Oeschinensee zum erweiterten UNESCO-Weltnaturerbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch.
Vor geschätzten 9000 Jahren haben sich in Kandersteg grosse Felsstürze ereignet, so auch von der Birre und vom Fislisstock. Der riesige Bergsturz von der Birre muss das Talbecken von Kandersteg durch eine gewaltige Talsperre abgeriegelt haben, hinter der die Kander und der Oeschinenbach zu einem See aufgestaut wurden, bis ein mächtiger Murgang das Tal wieder geöffnet hat.
Schon früh wurde der Bergsee auf 1580 Meter Meereshöhe vom Fremdenverkehr entdeckt. 1892 errichtete David Wandfluh am See eine Kaffeewirtschaft mit Heulager, bewirtete Wanderer und führte sie auch zu einer Kahnfahrt über den idyllischen See. Heute wird das Berghotel Oeschinensee in fünfter Generation von der Familie Wandfluh betrieben.
Auch der Oeschinensee ist durch einen Bergsturz entstanden. Dabei haben die am Doldenhorn auf 2100 Höhenmetern abgebrochenen Schuttmassen mit einem Volumen von weit über hundert Millionen Kubikmetern einen natürlichen Staudamm gebildet. Das Felsmaterial ist bis heute wasserdurchlässig, weshalb der Oeschinensee unterirdisch entwässert wird.