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Legislaturindikator: Übergewicht
Auszug aus dem Legislaturziel 13: Um die hohe Lebensqualität zu bewahren und die Gesundheitskosten einzudämmen, stärkt der Bundesrat unter Einbezug der privaten Akteure die Prävention, die Gesundheitsförderung sowie die Gesundheitskompetenz.
Bedeutung des Indikators: Die Gesundheit hat einen direkten Einfluss auf die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Menschen. Übergewicht ist vor allem in Industrienationen ein bedeutendes Gesundheitsproblem. Es beeinträchtigt nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität, meist generiert es auch Gesundheitskosten. Je grösser das Übergewicht ist, desto höher ist das Risiko, an Diabetes, an Herz- und Kreislaufkrankheiten oder an gewissen Krebsformen zu erkranken und an Gelenkbeschwerden zu leiden. Ein Mass für das Übergewicht ist der Body Mass Index (BMI).
Der Indikator zeigt den Anteil übergewichtiger Personen ab 15 Jahren, das heisst Personen mit einem BMI von 25 oder mehr, gemessen an der gleichaltrigen Wohnbevölkerung.
Quantifizierbares Ziel: Die Schweiz engagiert sich für die Prävention und Gesundheitsförderung. Im Rahmen der Umsetzung der Ernährungsstrategie nimmt der Anteil übergewichtiger Personen im Vergleich zu den letzten zehn Jahren ab.
Kommentar
Der Anteil übergewichtiger Personen mit einem BMI von 25 oder mehr nahm im Zeitraum von 1992 bis 2017 von 30,4% auf 41,9% zu. Männer sind häufiger von Übergewicht betroffen als Frauen. Weitere Einflussfaktoren für ein zu hohes Körpergewicht sind unter anderem das Alter sowie das Bildungsniveau.
Personen mit niedrigem Bildungsniveau sind in erhöhtem Mass von Übergewicht betroffen: Während in der Bevölkerungsgruppe mit obligatorischem Schulabschluss 2017 58,5% übergewichtig waren, traf dies bei den Personen mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II auf 46,4% und bei Personen mit Tertiärabschluss auf 38,3% zu. Dieser Zusammenhang ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern zu beobachten, wobei er bei den Frauen stärker ausgeprägt ist als bei den Männern.
Eine schwere Form von Übergewicht ist Adipositas: Personen mit einem BMI von 30 oder mehr gelten als adipös (fettleibig). Ihr Anteil hat sich zwischen 1992 und 2017 bei Frauen und Männern verdoppelt. Im Jahr 2017 waren 10,2% der Frauen und 12,3% der Männer von Adipositas betroffen.
Adipositas zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren für Diabetes Typ 2, der häufigsten Form von Diabetes. Sie tritt bei neun von zehn aller Diabetes-Betroffenen auf und wird primär durch Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten hervorgerufen. Von der Bevölkerung ab 15 Jahren gaben 2017 4,4% an, über einen erhöhten Blutzucker zu verfügen oder Medikamente gegen Diabetes zu nehmen. Diabetes gilt als eine der Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.