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Finanzielle Armut
Wer nicht über genügend finanzielle Mittel verfügt, um die Grundbedürfnisse decken zu können, gilt als arm. Armut manifestiert sich in erster Linie in finanziellen Mangellagen, sie wirkt sich aber auch auf andere Lebensbereiche und die gesellschaftliche Partizipation aus.
Beobachtete Entwicklung

Im Jahr 2016 leben im Kanton Luzern 3,5 Prozent der Bevölkerung in Haushalten mit einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze.
Im Mittel der drei jüngsten Datenjahre ist die Quote der finanziellen Armut tiefer als das Dreijahresmittel zu Beginn der Datenreihe: Die Quote der finanziellen Armut hat im Beobachtungszeitraum wesentlich abgenommen. Ein Teil dieser Abnahme ist allerdings auf methodische Änderungen zurückzuführen.
Die vom BFS für die gesamte Schweiz ausgewiesene Armutsquote von 7,5 Prozent (SILC, 2016) ist nicht direkt vergleichbar, da sie auf einer anderen methodischen Grundlage basiert (u.a. wird allfälliges Vermögen nicht berücksichtigt).
Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Die rückläufige Entwicklung der Armutsquote wird entsprechend positiv beurteilt.
Definition
Der Indikator zeigt den Anteil der nach Sozialtransfers, d.h. unter Berücksichtigung der Auszahlung von bedarfsabhängigen Sozialleistungen (WSH, EL, ALBV, MUBE, IPV und Ausbildungsbeiträge) armutsbetroffenen Personen an der gesamten in Privathaushalten lebenden Bevölkerung. Zahlungen im Rahmen der wirtschaftlichen Sozialhilfe für Flüchtlinge wurden vor 2016 in der Statistik nicht berücksichtigt.
Laut SKOS benötigt ein Haushalt zur Sicherung des sozialen Existenzminimums ein frei verfügbares monatliches Äquivalenzeinkommen (inkl. Vermögensverzehr) von 986 Franken (Stand 2016).
Daten
Luzern:
Schweiz:
Analysen