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Rugby-League-Profi Keegan Hirst realisierte «mit 13 oder 14 Jahren», dass er schwul ist. Er outete sich im Jahr 2015. In einem Interview spricht er nun über die Momente des Coming-outs, die schönen und die tragischen Reaktionen – und Suizid.
Natürlich tat es das nicht. Keegan Hirst hatte sich 2015 als erster Spieler der britischen Rugby League als homosexuell geoutet. Vier Jahre danach spricht er im Interview mit «Sportbible», was er seither alles erlebt hat und wie es damals für ihn war.
Dann, nachdem sich der Staub etwas gelegt hatte, sei sie – «verständlicherweise – ziemlich aufgeregt und wütend» geworden.
Auch zu seinem Bruder habe er lange Zeit keinen Kontakt mehr gehabt, so der 31-Jährige weiter.
Die Schwester habe jedoch gut reagiert. «Genau wie meine Frau jetzt. Wir haben eine gute Beziehung zueinander. Wir haben zwei Kinder und kümmern uns beide um sie, das ist das Wichtigste.» Die Kinder sind 7 und 11 Jahre alt. Dem Sohn musste es Keegan ganze drei Mal erklären. Immer wieder fragte er:
Die Antwort blieb stets dieselbe.
Etwas betrunken sei er gewesen, denn er und drei Rugby-Kumpels hätten ein paar Drinks gehabt. Zu dieser Zeit lebte Hirst seit ein paar Monaten von seiner Frau getrennt. Er wurde etwas abenteuerlustig und begann, einige Schwulen-Bars in Leeds zu besuchen. Offenbar wurden Hirsts 193 Zentimeter irgendwo erkannt.
Einer der Jungs, der einer seiner besten Freunde ist, hätte zu weinen begonnen. Keegan fragte: «Warum weinst du?»
Dann outete sich Keegan vor seinem Coach, einer Rugby League-Legende.
Dies habe ihm extrem viel bedeutet, so Hirst weiter. «Vor allem, nachdem mich meine Mutter verstossen hatte.» Es bestärkte ihn im Gedanken, das Richtige getan zu haben. Keegan spielte seine beste Saison in diesem Jahr – was vor allem Coach John Kear zu verdanken gewesen sei.
Die erste Trainingseinheit nachdem es alle wussten, sei eine völlig normale Trainingseinheit gewesen, «wie jede andere auch». Nur hätten sie ab diesem Moment nicht nur Witze über dicke Leute oder solche mit einer lustigen Frisur gemacht, sondern auch Witze über Keegan und das Schwul-sein.
Keiner stellte sein Benehmen ihm gegenüber um. Einige gratulierten ihm, einige schüttelten ihm die Hand, einige sagten gar nichts. Aber keiner veränderte sich, und dafür werde er für immer dankbar sein, so Hirst.
Aber sein Vater sei nie da gewesen. «Das hatte grossen Einfluss auf mich, als ich aufwuchs und ich wollte nicht, dass meiner Tochter das gleiche passiert. Also habe ich mich zusammengerissen. Das war keine schöne Zeit.»
Ob er etwas anders machen würde? Nein, würde er nicht. Man würde denken, «oute dich früher».
Obwohl es hart war und es einen Einfluss auf das Leben anderer Menschen hatte, worauf er «nicht sonderlich stolz oder glücklich» ist, ei er stolz darauf, dass er sich geoutet habe. Das Wichtigste, was er bei der ganzen Sache gelernt habe, sei:
(bal)
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