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In der 57. Minute wendet sich Corry Evans nach einem Schuss von Xherdan Shaqiri ab und wird dabei zwischen Oberarm und Schulter getroffen. Schiedsrichter Ovidiu Hategan zögert keine Sekunde und zeigt auf den Elfmeterpunkt. Ricardo Rodriguez lässt sich nicht zweimal bitten und markiert den entscheidenden Treffer.
Wie kann der Schiedsrichter diesen Penalty geben?
Im nordirischen Lager ist der Ärger anschliessend riesig. «Wie kann der Schiedsrichter diesen Penalty geben? Jeder dachte, er hätte Abseits gepfiffen. Und wie kann man hier Gelb zeigen?», tobte Coach Michael O'Neill.
«Diese Entscheidung war schlimmer als bei Thierry Henry. Es ist ein Unterschied, wenn er etwas übersieht. Hier hat er etwas gesehen, was gar nicht passiert ist», sagte Jonny Evans. Er spielte damit auf die Barrage-Partie zwischen Frankreich und Irland 2009 an.
Evans' Bruder Corry, der den Penalty verursachte und wegen der gelben Karte das Rückspiel gesperrt verpasste, liess sich wie folgt zitieren: «Ich bin absolut enttäuscht, aber das Spiel in Basel ist noch wichtiger. Ich werde dort sein und die Jungs unterstützen.»
Ungläubige Reaktionen in den Medien
Auch in den nordirischen Medien war der Elfmeter das vorherrschende Thema. «Nach einer schockierenden Entscheidung des rumänischen Schiedsrichters steht Nordirland vor einem riesigen Berg, will es erstmals seit 1986 eine WM-Endrunde erreichen», schreibt etwa The Sun.
Im Schweizer Lager wurde der Entscheid wie folgt kommentiert:
- Granit Xhaka: «Beim Penalty hatten wir ein bisschen Glück, aber das nehmen wir mit.»
- Vladimir Petkovic: «Für mich stellt sich die Frage, ob er den Ball mit dem Oberarm berührt hat. Es ist ein harter Entscheid, aber wir haben uns den Sieg verdient.»
Zwei weitere Strafraumszenen
Das vermeintliche Handspiel von Evans war nicht die einzige strittige Strafraumszene. So hätte Rodriguez' Aktion in der 82. Minute durchaus einen Penalty nach sich ziehen können. Nur drei Minuten später wurden dann jedoch Fabian Schär und Manuel Akanji (wohl) regelwidrig zurückgehalten.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 9.11.17, 20:10 Uhr