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Scheid
Scheid war die letzte noch romanischsprachige Gemeinde im Domleschg und eine von drei Berggemeinden im Kreis Domleschg.
Heute gehört Scheid politisch zur Gemeinde Domleschg. Die Gemeinde Domleschg entstand am 1. Januar 2015 auf Grund der Fusion zwischen den Gemeinden Almens, Pratval, Rodels, Paspels und Tomils. Zuvor gehörte Scheid zur Gemeinde Tomils, welche aufgrund der Fusion von Tumegl/Tomils mit Feldis/Veulden, Scheid und Trans bereits im Jahr 2009 entstand. Die Siedlung, die am Abhang der Stätzerhornkette auf 1'224 bzw. 1'324 m ü.M. liegt, ist aufgeteilt in die zwei kompakten Dorfteile Sched sut und Purz (Unter- und Oberscheid). Haupterwerbsquelle ist die Landwirtschaft. Mit der Umnutzung der Alp Raguta als Bergrestaurant mit Eisfeld hat der Tourismus auch für Scheid an Bedeutung gewonnen.
Urkundliche Erwähnung findet die Siedlung als Hof der Grafen von Werdenberg-Sargans erstmals 1240. Scheid bildete mit den Gemeinden Tomils, Paspels, Dusch, Rodels, Feldis und Trans längere Zeit das sogenannte Gericht Ortenstein.
1906 erlebte das Dorf die grösste Katastrophe: Die ganze Siedlung brannte nieder. Nach dem Wiederaufbau mit neuem Schulhaus wurde 1912 die erste Telefonverbindung installiert, 1917 brannten die ersten Glühbirnen. 1998 versetzte der Fund einer Mohnkopfnadel aus der Bronzezeit die Fachwelt der Archäologen in Begeisterung. Der Fund könnte bis zu 3'500 Jahre als sein, was für Graubünden einmalig wäre.