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US-Vizepräsident Mike Pence hat zum Abschluss seines Israels-Besuchs am Dienstag die Klagemauer in Jerusalem besucht. Er verharrte kurz im Gebet an der heiligsten Stätte für Juden weltweit und steckte einen Zettel in eine Ritze zwischen den Steinquadern.
Bei dem Brauch schreiben Besucher ihre Wünsche auf, die sich dadurch erfüllen sollen. Pence wurde von dem Rabbiner der Klagemauer, Schmuel Rabinovich, begleitet.
Bei dem Besuch war allerdings kein Vertreter der israelischen Regierung anwesend, die den Besuch als "privat" bezeichnete. Ein Vertreter der US-Regierung hatte hingegen zuvor betont, jeder Besuch, den der Vizepräsident tätige, sei in seiner Funktion als Vizepräsident.
Ein offizieller Besuch hätte als Anerkennung der israelischen Souveränität über die Altstadt gewertet werden können. Trump hatte im Mai vergangenen Jahres bei seinem Besuch in Israel ebenfalls privat die Klagemauer besucht.
Die Klagemauer ist ein Überrest der Befestigung des zweiten Jerusalemer Tempels. Sie liegt am Fusse des Tempelbergs (Al-Haram al-Scharif/Das edle Heiligtum), der Juden und Muslimen heilig ist.
Palästinenser streiken
Aus Protest gegen den Besuch von Pence streikten die Palästinenser im Westjordanland und in Ost-Jerusalem. Hunderte Polizisten sind nach Angaben der Polizei in Jerusalem im Einsatz.
Nach der US-Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt Anfang Dezember war es zu Unruhen im Heiligen Land gekommen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagte, die USA hätten sich als Vermittler für Friedensgespräche mit Israel disqualifiziert.
Pence ist mit seiner Frau Karen seit Sonntagabend in Israel. Nach dem Besuch an der Klagemauer fliegt er wieder zurück in die USA.