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Es ist normal, nach der Geburt überwältigende Emotionen zu erleben. Wenn Deine Gefühle durch Freude, Wut, Traurigkeit und Zweifel fliessen, nutze Entspannung mit tiefer Atmung, um Dir zu helfen:
Sich den Gefühlen der Müdigkeit hinzugeben
Einen neuen Lebensrhythmus akzeptieren
Minimierung des Spannungsaufbaus
Die Angst vor Deiner Aufgabe eine gute Mutter zu sein
Im Wesentlichen sollten Entspannung und Tiefenruhe unmittelbar nach der Geburt an erster Stelle stehen. Was auch immer Dein Lebensstil vorher war, die Zeit zum Entspannen in den ersten Wochen nach der Geburt Deines Babys ist wichtig für die Erneuerung der Energie, Deine Pflege als Mutter und die Bindung an Dein Kind.
Sobald Du Dich von der Geburt erholt hast, bist Du besser auf den Start von postnatalen Pilates vorbereitet.
Wann beginne ich mit postnatalen Pilates?
Selbstverständlich kannst Du mit leichten Bauchatemübungen in den Tagen nach der Geburt beginnen. Es ist jedoch besser, vor dem Start von postnatalen Pilates eine Weile länger zu warten, um die Bauchmuskulatur zu straffen und die Beckenbodenmuskulatur zu stärken.
Noch wichtiger ist, das postnatales Pilates erst dann begonnen wird, wenn Du wieder ein Gefühl für Deinen Beckenboden entwickelt hast. Dies wird in der Regel etwa 6-8 Wochen für eine vaginale Geburt und 10-12 Wochen für eine Kaiserschnittgeburt sein, je nach Frau unterschiedlich.
Beginne mit postnatalen Pilates erst dann, nachdem Du ein Gefühl für Deinen Beckenboden entwickelt hast
Lerne richtige Entspannung
Egal wie diszipliniert Du bist, die Ausarbeitung einer Routine mit Deinem Baby ist auf jeden Fall herausfordernd und im schlimmsten Fall beinahe unmöglich. Es wird täglich Überraschungen geben und Dein bester Ansatz ist es, ruhig und entspannt zu bleiben. Schöpfst Du die Kraft, die Du brauchst, um Dich dem Unerwarteten aus Reserven der Tiefenentspannung zu stellen.
Im Folgenden erhältst Du einige Anregungen, wie Du diesen Zustand der Entspannung erreichen kannst. Diese Techniken sind nicht nur für die ersten Wochen nach der Geburt gedacht, sondern können auch jederzeit während Deiner gesamten postnatalen Pilates-Praxis angewendet werden.
Der Müdigkeit nachgeben
Leichte Bauchatmung kann mit der Absicht durchgeführt werden, in einen tiefen Ruhezustand zu gelangen. Dies kann so einfach sein, wie auf dem Boden, Sofa oder Bett zu liegen, mit dem Baby auf der Brust. Lasse Deinen Atem frei fließen und erlaube Dich, Deinen Geist und Deine zufälligen Gedanken zu beruhigen. Bei jeder Ausatmung kannst Du gerne einen “aaah”-Geräusch von Dir geben oder den Atem betonen, der den Körper verlässt. Atme sanft ein und aus, mit vollem Bewusstsein für Dich selbst und Dein Baby, und ergebe Dich bewusst dem Moment des Zusammenseins. Nimm den Moment und das Wunder des neuen Lebens deines Babys an.
Neuer Lebensrhythmus
Dein Leben wird jetzt von den Bedürfnissen Deines Babys bestimmt. Es braucht Geschick und Mut, um das Tempo des Lebens mit einem Neugeborenen seinen natürlichen Fluss nehmen zu lassen. Nach dem Stillen Deines Babys oder wenn Dein Baby in Deinen Armen eingeschlafen ist, nimm Dir diesen Moment zum Entspannen. Befreie Deinen Geist von all den Aufgaben, die erledigt werden müssen, und erlaube Dir, im gegenwärtigen Moment zu sein und zu atmen. Dies ist ein ruhiger Moment, nicht anders als bei der Meditation und wird umso effektiver, je regelmäßiger dies zu Praxis wird.
Reduziere den Aufbau von Spannungen
Du kannst Dich trotz sanften Tempos der Neugeborenen zunehmend angespannt fühlen. Du baust allmählich eine Bindung zu Deinem Baby auf, weisst aber vielleicht nicht immer, warum Dein Baby weint. Versuche zu summen oder zu singen, um den Spannungsaufbau zu lösen. Dies ist auch wirksam, um die Ausatmung zu verlängern und das Nervensystem zu beruhigen.
Du kannst auch eine Vierfüssler-Stellung einnehmen, bei der Dein Baby in Rückenlage liegt, um in Deinen Rücken zu atmen und bei Schmerzen die Rückenspannung zu lösen.
Eine weitere Alternative ist das Entspannen beim Gehen. Während Du Dein Baby hälst, machst Du sehr kleine Schritte im Kreis oder einer Linie entlang. Dies sollte durch eine aufrechte Haltung, gleichmässige Gewichtsverteilung und frei fliessende Atmung erreicht werden. Lasse alle Gedanken los, die Dir bei jedem Schritt, den Du machst, in den Kopf kommen.
Löse die Angst vor der Aufgabe Mutter zu sein
Es braucht Zeit, um von Geburt an zu heilen. Du sollst Dir jede notwendige Zeit nehmen, um Dir selbst und anderen Beteiligten zu vergeben. Erkenne Gefühle und widersprüchliche Emotionen und lasse sie auftauchen, sobald sie entstehen. Dann lasse sie ohne Schuldgefühle los und lasse sie aus Deinen Gedanken durch, während Du tief durchatmest.
Die Wanderung der Mutterschaft ist bei weitem Eine, die es Dir bei zahlreichen Gelegenheiten ermöglichen wird, Deinen Wert und Deine Absicht zu reflektieren. Scheue Dich nicht und lasse Dich nicht von diesen Emotionen schockieren. Die sind nur eine Chance zu wachsen. Wie Ingeborg Stadelmann sagte…..
Es kommt erstens anders
Zweitens, als Du denkst
Drittens so, wie das Kind es will
Es ist geradezu unmöglich, sich das Leben eines Elternteils und all die Verantwortlichkeiten und Verantwortlichkeiten vorzustellen, die damit verbunden sind, bis man es aus erster Hand erlebt. Bevor Du kritisierst, was vielleicht ist oder nicht ist, frag Dich das:
In wessen Augen fehlt es Dir?
Nach wessen Meinung bist du nicht geeignet, eine gute Mutter zu sein?
In wessen Definition?
Du bist die Mutter, die Du bist. In dieser Rolle wirst Du weiterwachsen und lernen. Du kannst nur die beste Version von Mutter zu jedem Zeitpunkt sein, den Du kannst.
Das Erlauben, in einem langsamen und gleichmässigen Tempo zu gehen, wird Dir helfen, auf Deinen Körper zu hören. Ruhe und Erholung werden fortlaufende Elemente des täglichen Lebens sein. Nimm Dir die ersten Tage und Wochen Zeit, um diesen Rhythmus des Flusses zu etablieren, damit du regelmässige Zeitfenster zum Durchatmen hast. Je öfter Du das praktizierst, desto natürlicher wird sich das in Deiner kommenden Pilates-Praxis anfühlen und vertraut sein.
Das tiefe Atmen in dem Moment fördert Dein Bewusstsein für Dich selbst, das ein grundlegender Bestandteil der postnatalen Pilates und darüber hinaus ist.