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Der Schweizer 800m-Weltmeister wurde trotz Verletzungen und wenig Training in seinem EM-Vorlauf Dritter - und ist damit für Samstag qualifiziert.Dieser Inhalt wurde am 09. August 2002 - 12:22 publiziert
Die Bilanz der Schweizerinnen und Schweizer an den Leichtathletik-Europameisterschaften ist bisher nicht gerade berauschend. Trotz Trainingsrückstand des 800-m-Weltmeisters konzentrieren sich die Hoffnungen nun auf André Bucher.
Schneller waren in seinem Vorlauf nur der deutsche Meister René Herms, der in 1:47,08 siegte, und der dänische Weltrekordler Wilson Kipketer. Bucher ist der erste Schweizer, der an den EM überzeugte. Der Luzerner bestimmte in seinem Vorlauf bis zur 600-m-Marke das Tempo, ohne allerdings eine Vorentscheidung herbeizuführen.
Bucher hielt auch im Schlussspurt durch
Im Endspurt konnte der von einem Stauchungsbruch wieder genesene Weltmeister im Gegensatz zu seinem ersten Saisonrennen vor drei Wochen in Monaco das Tempo halten und den dritten Platz sicher behaupten. Dies bedeutete die direkte Qualifikation für die Halbfinals vom Samstag.
In Topform präsentierten sich neben Kipketer auch die Medaillenanwärter Nils Schumann oder der WM-Dritte Pawel Czapiewski. Olympiasieger Schumann erreichte die schnellste Zeit der insgesamt 28 Teilnehmer und der Pole Czapiewski liess für einige Meter seine unglaubliche Spurtstärke aufblitzen, als er innert kürzester Zeit vom Schluss des Feldes an die Spitze vorstiess. Bucher erreichte in einem regelmässigen Lauf die sechstbeste Zeit.
Nächstes Ziel: Final
"Jetzt freue ich mich auf den Halbfinal vom Samstag", sagte Bucher. Der Vorlauf war nach seinen Vorstellungen verlaufen: "Ich wollte ein langsames Rennen verhindern, damit ich nicht im Sprint ausscheide", sagte der Weltmeister. 200 m vor dem Ziel hatte er "eine leicht kritische Situation zu überstehen, als ich eingeklemmt zu werden drohte", sagte er.
Aber insgesamt sei dies ein guter Einstieg in die EM gewesen. Buchers Zielsetzung hat sich nicht verändert: "Ich will den Final erreichen und dann einmal schauen." Entscheidend für den weiteren Verlauf wird für Bucher sein, wie gut er sich vom Vorlauf und allenfalls vom Halbfinal erholen kann.
swissinfo und Agenturen
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