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| Theodoret von Cyrus († 466) - Kirchengeschichte (Historia ecclesiastica)

Viertes Buch [363—378]
20. Das Ende des heiligen Athanasius und die Weihe des Petrus
In Alexandrien war der siegreiche Athanasius nach vielen Kämpfen und nach Erlangung ebenso vieler Siegeskronen an das Ende seiner Mühsale gekommen und zu einem leidlosen Leben hinübergegangen1. Den Vorsitz aber erlangte Petrus, ein ganz vortrefflicher Mann, dem zuerst schon der berühmte selige Oberhirte seine Stimme gegeben, für den aber auch alle anderen stimmten, die Geistlichen sowohl wie die in Amt und Würden stehenden Personen; und auch das gesamte Volk gab durch Beifallsrufe seine freudige Zustimmung kund. Er hatte mit Athanasius zusammengearbeitet, hatte zu Hause und in der Verbannung an seiner Seite geweilt und die mannigfachsten Gefahren mit ihm bestanden. Deshalb kamen auch die benachbarten Bischöfe, und die in den Übungsschulen der Tugend lebenden Männer verließen dieselben und verlangten, daß Petrus den Thron des Athanasius erhalte.
1: Am 2. Mai 373.