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Jury
René Burri, Vorstand
Geboren 1933. Schweizer. Lebt in Zürich und Paris.
Von 1949 bis 1953 studiert René Burri an der Kunstgewerbeschule seiner Heimatstadt Zürich. Ab 1953-1955 ist er Regisseur von Dokumentarfilmen und benutzt während seines Wehrdiensts erstmals eine Leica. Im Jahr 1955 stellt er sich mit einer seiner ersten Reportagen über taubstumme Kinder, die sogleich in Life veröffentlicht wird, bei Magnum vor. Ab 1956 reist er durch ganz Europa, den Mittleren Osten und Lateinamerika, wo seine Fotoserie über die Gauchos entsteht, die im Jahr 1959 von Du veröffentlicht wird. Ebenfalls für diese Schweizer Zeitschrift fotografiert er Künstler wie Picasso, Giacometti und Le Corbusier.
Nachdem er 1959 Mitglied von Magnum geworden ist, arbeitet er an seinem Buch Die Deutschen, das 1962 zunächst in der Schweiz erscheint, bevor es im folgenden Jahr von Robert Delpire unter dem Titel Les Allemands veröffentlicht wird. Im Jahr 1963 fotografiert er in Kuba Ernesto Che Guevara während eines Interviews mit einer amerikanischen Journalistin. Seine Bilder des berühmten Revolutionärs und seiner Zigarre werden um die Welt gehen und ikonischen Status erlangen. 1965 ist er an der Gründung von Magnum Film beteiligt und reist für sechs Monate nach China, wo er den von der BBC produzierten Film The Two Faces of China dreht.
Im Jahr 1982 eröffnet er in Paris die Galerie Magnum, ist weiterhin als Fotograf tätig und fertigt auch Collagen und Zeichnungen an. Die Deutsche Gesellschaft für Fotografie verleiht ihm 1998 den Dr.-Erich-Salomon-Preis. Das Europäische Haus der Fotografie in Paris sowie mehrere europäische und südamerikanische Museen zeigen 2004/2005 eine große Retrospektive seines fotografischen Schaffens. Im Jahr 2011 erhält er für seine gesamte Karriere den „Swiss Press Photo Lifetime Achievement Award“.
Marco Grob
Marco Grob wurde in Olten, Schweiz, geboren und begann seine Karriere als Fotografenassistent in Los Angeles. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz eröffnete Marco sein erstes Studio und arbeitete zwanzig Jahre als Stillleben-Fotograf.
Im Jahr 2003 entschloss sich Marco, beruflich einen neuen Weg einzuschlagen und sich auf Portrait- und Personenfotografie zu konzentrieren. Nachdem er sich in New York City niedergelassen hatte, arbeitete er mit Schauspielern/innen und zahlreichen Politikern, darunter Präsident Barack Obama, Bill Clinton, George W. Bush, Joe Biden und Dick Cheney, sowie vielen anderen Staatsoberhäuptern.
Zu seinen Geschäftskunden in der Filmbranche gehören Walt Disney, Warner Brothers, MARVEL, NBC Universal, HBO und A&E. Er wurde mit der Arbeit an Filmplakaten wie dem der Marvel-/Disney-Produktion „The Avengers“ von 2012 und Disneys „TRON: Legacy“ beauftragt.
Marcos Fotografien erscheinen regelmäßig in Zeitschriften wie TIME, GQ, Vogue, Esquire, The New York Times Magazine, Wired und New York Magazine. Im Jahr 2011 gab TIME eine Portraitreihe im Zusammenhang mit den tragischen Ereignissen des 11. Septembers 2001 bei ihm in Auftrag. Diese mit mehreren Preisen ausgezeichnete Arbeit mit dem Titel „BEYOND 9/11: Portraits of Resilience“ ist mittlerweile Teil der Dauerausstellung sowohl des Smithsonian Museums als auch der nationalen Gedenkstätte des 11. Septembers.
Urs Stahel
Lizentiat in Deutscher Sprachwissenschaft und Literatur, Allgemeiner Geschichte und Philosophie.
1982-1992 freischaffender Kurator und Kunstkritiker, Herausgeber des Kunstmagazins „Du“ und Dozent für Kunstgeschichte und Fotografie an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich.
Seit 1993 Direktor und Kurator des Fotomuseums Winterthur. Kurator, Herausgeber und/oder Autor zahlreicher Ausstellungen und Publikationen.
Peter Rothenbühler
Der Journalist Peter Rothenbühler, 64 Jahre, ehemaliger Chefredakteur Schweizer illustrierte und Le Matin, ist auch Kolumnist für die Sonntagszeitung, le Matin und Le Matin Dimanche.
Er ist Dozent des Journalismus und des Fotojournalismus an den Universitäten Neuchâtel und Genève.
Zur Zeit ist Peter Rothenbühler Vizedirektor bei Tamedia, Lausanne.
Caroline Lang
Caroline Lang, Vorsitzende Sotheby’s Schweiz, ist für ihre herausragenden Kenntnisse des internationalen Kunstmarktes und als erfahrene Expertin für Impressionistische, Moderne und Zeitgenössiche Kunst bekannt. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung, ihrer Beratungstätigkeit für einige der grössten und bekanntesten Schweizer Sammler und durch ihre Teilnahme an vielen wichtigen und erfolgreichen Auktionen wurde sie im Jahr 2012 bei Sotheby’s zur Vorsitzenden der Abteilungen für Impressionistische, Moderne und für Zeitgenössiche Kunst ernannt. Im November 2011 spielte sie eine führende Rolle bei der Auktion „Abstraction-Figuration“, bei der eine herausragende Privatsammlung mit Werken von Gerhard Richter und Max Ernst in New York versteigert wurde. Beim Verkauf dieser Sammlung wurde der Rekordpreis für ein an einer Auktion im Jahr 2011 verkauftes Werk von Gerhard Richter erzielt.
Als eine der wenigen weiblichen Auktionatorinnen, hat Caroline Lang zahlreiche bedeutende Verkäufe in der Schweiz, Grossbritannien und Deutschland geleitet. Nicht zuletzt war sie an der Versteigerung im Schloss von Monrepos in Ludwigsburg im Jahr 2000 und an der bemerkenswerten Auktion der Kunstschätze des Königshauses von Hannover im Jahr 2005 beteiligt.
Neben ihrem beruflichen Engagement, setzt sich Caroline Lang mit Leidenschaft für die Förderung von Kunst und jungen Talenten ein. Zehn Jahre lang war sie Mitglied des Direktionskommitees von Location One, einer gemeinnützigen Organisation mit Sitz in New York. Seit Kurzem ist sie Verwaltungsratsmitglied von Residency Unlimited, ebenfalls einer New Yorker Noprofit - Organisation, deren Mission es ist, die Arbeit von Nachwuchskünstlern sowie jungen Ausstellungsmachern zu unterstützen.
Myriam Ramel
Myriam Ramel wurde 1973 in der Schweiz geboren und ist freie Fotografin. 1998 schloss sie die Kunstgewerbeschule Vevey mit Diplom ab. Sie war während sieben Jahren als Fotoredaktorin der Schweizer Zeitschrift Femina tätig und arbeitet regelmässig für die schweizerische und französische Presse.
2004 gründete sie «Voir, voire+», ein Unternehmen, das von bekannten Fotografen geführte Fotoreisen anbietet. Die erste Reise (2005) nach Sansibar wurde von Max Pam begleitet, die zweite Reise (2006) nach Rajasthan von Sarah Moon.
Seit 2003 widmet sie sich intensiv ihrer persönlichen fotografischen Arbeit im Rahmen von Reisen und auf der Suche nach einer bestimmten Art von vergänglicher Schönheit.
Seit 2007 sind ihre Serien «Looking for Beauty», eine Arbeit über das Winzige und die Welt der Pflanzen, und «Sacred World» in mehreren Einzelausstellungen gezeigt worden.