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Die Luzerner Polizei hat in Zusammenarbeit mit der Schweizer Armee mehrere Handgranaten aus dem Rotsee geborgen. Die Handgranaten gelangten vor über 100 Jahren in den See, als ein Munitionsmagazin explodierte. Es werden in den nächsten Monaten weitere Bergungstauchgänge stattfinden. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr, solange die Handgranaten im Wasser belassen werden.
Am Samstag, 24. August 2019, meldete ein Magnetfischer, dass er in Ebikon eine Handgranate aus dem Rotsee gefischt habe. Gestützt auf diese Meldung wurde die Handgranate durch die Polizei gesichert und in einem entsprechenden Transportmittel weggebracht. Durch Polizeitaucher wurden danach mehrere Kontrolltauchgänge durchgeführt. Dabei konnten mehrere Handgranaten gesichtet und markiert werden. Zusammen mit Armeetauchern und der Fachstelle der Schweizer Armee im Bereich Kampfmittelbeseitigung hat die Luzerner Polizei anfangs November 2019 rund ein Dutzend Handgranaten geborgen und fachgerecht entsorgt. In den kommenden Monaten sind weitere Tauchgänge und Bergungen von weiteren Handgranaten geplant.
Bereits in den Jahren 1979 (ca. 760 Stk.), 2000 und 2001 (ca. 960 Stk.) haben Polizei und Armee Handgranaten aus dem Rotsee geborgen. Diese gelangten bei einer Explosion eines Munitionsmagazins am 20. Oktober 1916 in den Rotsee. Bei diesem Unfall verloren fünf Menschen ihr Leben.
Bei den Handgranaten im Rotsee handelt es sich grösstenteils um Defensivhandgranaten des Typs Siegwart DHG 16. Diese sind für die Bevölkerung und die Badegäste der Rotsee-Badi ungefährlich, solange diese im Wasser belassen werden.
Wichtiger Hinweis:
In diesem Zusammenhang machen die Luzerner Polizei und die Rotseeeigentümer darauf aufmerksam, dass Magnetfischen am Rotsee aufgrund der Verordnung zum Schutz des Rotsees und seiner Ufer verboten ist.
Quelle: Luzerner Polizei
18.12.2019