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In der Provinz Campeche, südlich von Mexiko-City wurde erneut illegal angebauter, gentechnisch veränderter Soja gefunden. Seit 2012 besteht ein Rechtsstreit über die Genehmigung des GV-Sojas. Anfänglich wurde Monsanto eine Bewilligung für den Anbau erteilt. Am 4. November 2015 wurde diese vom Ministerium für Landwirtschaft allerdings wieder aufgehoben.
Am 5. Oktober 2018 stellten mexikanische Kleinbauern und mehrere NGO’s einen Antrag, in dem sie die Behörden aufforderten, verschiedene Gemeinden in der Region Campeche zu untersuchen, in denen sie GV-Soja vermuteten. Ihr Verdacht wurde bestätigt – ein Grossteil der geernteten Sojabohnen war gentechnisch verändert. Weil das Anpflanzen, der Besitz wie auch der Verkauf von GVO-Sojabohnen ohne Zulassung in Mexiko illegal sind, reichten die Kleinbauern und verschiedene Organisationen Klage ein.
Ein Rückblick: Schon 2016 bestätigte das Ministerium für Landwirtschaft, dass auf 16 Bauernhöfen illegal GV-Soja angepflanzt wurde. Im gleichen Jahr bezeugte dies auch Sol Ortiz Garcia, Leiterin von Cibiogem (Inter-Secretarial Comission on Biosafety of Genetically Modified Organisms) vor Gericht. Nachdem der Hinweis der Kleinbauern von den mexikanischen Behörden mehrmals ignoriert wurde, wollte Garcia dafür sorgen, dass eine regionale Inspektion auf GV-Soja in ganz Campeche veranlasst wurde. Saatgut und bereits geerntete Sojabohnen, die gegen das Gentechnik-Gesetz verstossen, sollten beschlagnahmt werden.
Trotz den Versprechungen Garcias wurde 2017, ein Jahr später, 23 tausend Hektare des GV-Sojas von Grossbauern und Unternehmen angepflanzt. Daher fordern die Kleinbauern erneut, dass die bestehenden Veordnungen endlich durchgesetzt und die verantwortlichen Täter strafrechtlich verfolgt werden. Organisationen wie Greenpeace warnen: Wenn Grossbauern und Unternehmen den GV-Soja weiterhin kultivieren und verkaufen und somit die mexikanische Biodiversität gefährden, könnten Bussen von bis zu 125’160 US-Dollar anfallen.