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Besonderes Merkmal von Basse-Nendaz ist seine grosse weisse Kirche. Der älteste Teil des Gebäudes, die ursprüngliche Kapelle, dient heute als Krypta und befindet sich im Untergeschoss der Kirche. Ihr Bau geht auf Ende des 9., Anfang des 10. Jahrhunderts zurück. Jahrhundertelang blieb die alte Kapelle dann unter dem Schutt der nachfolgenden Gebäudekonstruktionen begraben. Glücklicherweise wurden ihre baulichen Überreste bei der Instandsetzung der Kirche (1964-1967) wiederentdeckt.
Am Fusse des Kirchturms befindet sich das Grab von Charles-Frédéric Brun, in der Region besser bekannt als der Deserteur. Wer genau er war, bleibt bis heute ein Geheimnis. Man erzählt, er sei ein mysteriöser Vagabund gewesen, der im 19. Jahrhundert nach Nendaz kam und den Bewohnern für ihre Gastfreundschaft und ihr Schweigen im Gegenzug seine Gemälde schenkte. Mancherorts wird gar gemunkelt, er sei ein Soldat gewesen, der seinen Hauptmann getötet hat. Andere hingegen wiederum behaupten, er sei Notar oder sogar Bischof gewesen.
Neben der Kirche sticht ein anderes altes Gebäude durch seine Grösse und sein zinnenbewehrtes Dach hervor: Die Majorie. Diese befindet sich weiter unten, im Dorfzentrum. 1668 wurde sie vom damaligen Meier (frz. Major) als Festung benutzt. Die Majorie enthält einen Gerichtssaal, eine Folterkammer und ein Gefängnis. Dort wurden unter anderem die zum Tode Verurteilten festgehalten, bis sie später beim Ortsausgang, nahe der Kapelle Saint-Sébastian, zum Galgenplatz (frz. place des potences) geführt wurden.
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- Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar
- Restauration vor Ort
- Spielplatz