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«Ich fühlte mich wahnsinnig unwohl, schmerzerfüllt, wollte gar nicht berührt werden. Dann kam das Fieber und der schlimmste Schüttelfrost den ich je hatte. Zudem habe ich meinen Geschmacks- und Geruchssinn verloren», erzählt die 63-Jährige. Sie habe am neunten Tag der Erkrankung etwa 39 Grad Fieber gehabt. Zur gleichen Zeit sei sie mit dem Wirkstoff Chloroquin behandelt worden, der gegen Malaria eingesetzt wird. Eine umstrittene Therapie, die seit Ausbruch der Pandemie in den USA immer wieder getestet wird.
Chloroquin wird derzeit in klinischen Studien auf Geheiss von Präsident Donald Trump, 73, auf seine Wirksamkeit gegen Covid-19 untersucht. Seine Experten raten aber von der Einnahme ab.
Wilson warnt vor Malariamedikament gegen Corona
Wilson warnt denn auch eindringlich davor, das Medikament einfach zu nehmen. Ihr Fieber sei zwar gesunken, sie könne aber nicht sagen, ob es am Chloroquin lag. «Vielleicht war es ohnehin an der Zeit, dass das Fieber sank. Aber ich hatte extreme Nebenwirkungen», sagt die Mutter zweier Kinder. «Mir war unglaublich übel, schwindlig, und meine Muskeln waren total schwach. Wir müssen vorsichtig mit solchen Behandlungen umgehen, wenn wir nicht einmal sicher wissen, ob es hilft.»
Ihr Mann, Tom Hanks, wurde nicht mit Chloroquin behandelt. Er habe aber einen milderen Verlauf der Lungenkrankheit gehabt, sagt Rita Wilson. «Sein Fieber war nicht so hoch, und er verlor seinen Geruchs- und Geschmackssinn nicht. Er brauchte aber genau so lange, um sich zu erholen, wie ich.»
Mittlerweile gelten beide Schauspieler als geheilt. «Unsere Ärzte sagten uns, dass wir nun immun sind gegen das Virus, und wir haben Blut gespendet, das nun zu Forschungszwecken genutzt wird.» Dem Ehepaar geht es wieder sehr gut. Es reiste aus Australien, wo es während seiner Erkrankung in Quarantäne war, wieder zurück in die USA.
Tom Hanks hat auch schon seine Arbeit wieder aufgenommen. Mit kahl rasiertem Kopf moderierte er aus seiner Küche die beliebte Unterhaltungssendung «Saturday Night Life». Es sei schwer, in Zeiten wie diesen lustig zu sein. «Aber wir müssen dieser Tage Lachen können, daher haben wir uns gedacht: ‹Was zu Hölle!›» Seit seiner Corona-Erkrankung sei er mehr Amerikas Dad, denn je: «Niemand will lange um mich herum sein, und ich kann machen, dass Menschen sich in meiner Nähe unwohl fühlen», scherzt Hanks.