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Die Rolle der Kindheit
Erlebte das Kind einen schlechten Umgang mit kleineren Schmerzen und Beschwerden? Hat eine schwere körperliche oder emotionale Misshandlung stattgefunden? Dann kann das später psychosomatische Begleiterscheinungen hervorrufen.
Wurde es sofort zum Arzt geschleppt und erlebte nur dadurch Aufmerksamkeit? Wurde es übermässig geschont? Oder wurde es harsch abgelehnt und abgewertet? Manchmal kann dies zum Auftreten von körperlichen Symptomen führen, die sich nicht organisch erklären lassen; häufig bei Migranten aus sozial vernachlässigten Schichten zu beobachten. Die positive Haltung wäre: Man hat es ernst genommen und es zugleich sachlich beruhigt.
Aber Vorsicht!
Derartige Symptome lassen für sich genommen keine Rückschlüsse auf das Verhalten der Eltern zu! Das war ja der Fehlschluss der psychoanalytischen Schulen, dass man selbst bei körperlichen Krankheiten mit psychischen Begleiterscheinungen wie Asthma und Neurodermitis auf ein schweres Fehlverhalten der Eltern schloss.
Die Veranlagung
Nicht zu unterschätzen ist bereits die Veranlagung des Kindes. Sie kann dazu beitragen, dass seelische Belastungen zu körperlichen Reaktionen führen. Gerade bei einer ängstlichen Grundpersönlichkeit treten angstbesetzte Körperreaktionen viel häufiger auf. Herzklopfen, Engegefühl, Schwindel, kalte Füsse, Harndrang usw.