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Im Schloss gibt es noch viel Wertvolles zu besichtigen.
Die Gemäldegalerie ist nach der Prager Nationalgalerie die zweitbedeutenste in Tschechien. In zehn Sälen werden hervorragende Werke der italienischen, niederländischen und deutschen Malerei des 15. bis 19. Jh. gezeigt. Dazu gehören Gemälde von Tizian, Paolo Veronese, Jan Breughel dem Älteren, Johann Heinrich Schönfeld, van Dyck, Lukas Cranach dem Älteren, Hans von Aachen und Jakob Bassano.
Besonders wertvoll sind die Bestände im Musikarchiv. Es sind Autographien von Heinrich Ignaz Franz Bieber von Biebern, ( getauft 12. August 1644 in Wartenberg Böhmen, gestorben 3. Mai 1704 in Salzburg). Er war ein böhmischer Komponist und berühmter Geiger der Barockzeit. In einer Umschrift eines Porträts ist zu lesen: Vize-Kapellmeister des höchst erhabenen und höchst verehrungswürdigen Fürsten und Erzbischofs zu Salzburg.
Auch die Autographie von Pavel Josef Veyvanovsky ist sehr aufschlussreich. Er wurde um 1633 in Hukvaldy (Hochwald) in Mähren geboren. Er starb am 24. Juni 1693 in Kremsir. Er war ein mährischer Komponist, Barocktrompeter und Chorleiter (Cori prarfectus) an der Mauritius Kirche. Er studierte zwischen 1656 und 1660 am Jesuitenkolleg in Troppau und machte dort mit Heinrich Ignaz Franz Bieber und Philipp Jakob Ritter Bekanntschaft. 1664 wurde er Mitglied der Kapelle des Olmützer Fürstbischofs Karl Liechstenstein – Kastelkorn (1624-1695) in dessen Sommerresidenz in Kremsir. Bis 1670 wirkte Bieber als Leiter dieses Ensembles der aber unverhofft nach Salzburg abreiste.
Veyvanovsky übernahm die Leitung bis zu seinem Tod im Jahre 1693. Als Feldtrompeter (tubicen campestris) erhielt er offiziell nie den Titel des Hofkapellmeisters. Vejvanovský beherrschte mehrere Sprachen und besaß eine bedeutsame Bibliothek.
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