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Nordwestlicher Blaubergstock
Nordwestlicher Blaubergstock Im Jahrbuch S.A.C. IL, pag. 274, wurde die erste Besteigung und Traversierung des nordwestlichen Blaubergstockes durch Herrn Louis Meyer angezeigt. Diese Mitteilung bedarf jedoch insofern einer Berichtigung, als es sich dabei nur um eine erste Traversierung, nicht aber um die erste Besteigung handeln kann. Der Gipfel wurde nämlich bereits am 8. Juli 1911 erstmalig bestiegen durch die Herren R. und E. Lejeune, und zwar auf folgender Route: Die Partie brach früh morgens von der Göscheneralp auf, bestieg erst den Hinter-Feldschyn und erreichte nach Traversierung des Mütterlishorns, des östlichen und mittleren Blaubergstockes die Lücke zwischen mittlerem und nordwestlichem Blaubergstock, die auch im Urnerführer II, pag. 130, als Ausgangspunkt für eine allfällige Besteigung des nordwestlichen Blaubergstockes genannt wird. Von hier aus folgte sie, sich stets ziemlich unterhalb der Gratkante auf der westlichen Seite haltend, dem Südostgrat des nordwestlichen Blaubergstockes, traversierte immer mehr in die Südwestwand hinaus, bis ungefähr die Fallirne des Gipfelpunktes erreicht wurde, stieg sodann steil rechts hinan und gewann, dabei einen Felsentunnel passierend, wiederum den Südostgrat, wenig unterhalb des Gipfelkopfes. Nun wurde der Grat verfolgt bis zu dem zirka 4 m hohen, senkrechten Gipfelfelsen und letzterer durch exponierten Schulterstand erklettert. Das südlichere der beiden durch einen Spalt getrennten Gipfelspitzchen wurde mit einer Rebschnur umwickelt und einem winzigen Steinmann versehen. Beim Abstieg benutzte die Partie bis zur oben genannten Lücke dieselbe Route ( über den Gipfelabsatz wurde von der Gipfelkante aus abgeseilt ) und wandte sich von dort zur Alpligenlücke und nach Tiefengletsch. ( Ankunft gegen 10 Uhr. ) Persönliche Mitteilung von Pfarrer R. Lejeune in Andeer.