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Der Schweizer Ballonpionier Eduard Spelterini (1852-1931) war der ersteMensch, der die Alpen überflog und von oben fotografierte. Ebenso nahm er als erster die Pyramiden von Giseh, die ägyptische Wüste oder südafrikanische Goldminen aus der Luft auf. Spelterini führte ein spektakuläres Leben zwischen Schaustellergewerbe und Forscherdrang, zog mit seinem Heissluftballon um die halbe Welt und wurde von der Prominenz seiner Zeit hofiert. 2007 erschienen die grandiosen Schwarzweiss-Fotografien aus dem Ballonkorb erstmals seit 1928 wieder in einem grossformatigen Bildband. Jetzt erscheint der Folgeband, der rund 80 kolorierte Lichtbilder präsentiert, die Spelterini für seine mehr als 600 Vorträge in zahlreichen Ländern verwendete. Die aufsehenerregenden, durch aufwändige Kolorierungstechnik in Farbe übersetzten Aufnahmen zeigen diese frühen Luftaufnahmen auf ganz neue Weise.
Dieses Buch präsentiert den zweiten, den farbigen Teil von Spelterinis fotografischer Hinterlassenschaft, abgerundet durch Essays namhafter Experten, etwa des Fotohistorikers Anton Holzer, des Zeppelinspezialisten Jürgen Bleibler oder des Fotoreproduktions-Fachmanns Christoph Brandt.
Das Buch erscheint zur Ausstellung über Eduard Spelterini im Zeppelin Museum Friedrichshafen (21. Mai bis 29. August 2010).