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15 Ja zu 101 Nein bei 12 Enthaltungen so lautete heute das Abstimmungsresultat über meine Motion „Ehrung der Berner Friedensnobelpreisträger Charles Albert Gobat und Elie Ducommun“. Die Gründe für das deutliche Nein sind vielfältig. Taktisch war es sicher ungeschickt, dass ich unter anderem konkret die kantonalen Gymnasien als mögliche Namensträger vorgeschlagen habe. In der Debatte war es, dann nicht mehr möglich die anderen Fraktionen zu überzeugen, dass es ebenso gut ein anderes, neues kantonales Gebäude sein könnte, wie es sowohl in meinem Antrag wie in der Antwort des Regierungsrates für vorgeschlagen wurde. Insbesondere hat der Erziehungsdirektor aber auch Angst dem Aufwand für die Zusammenstellung von Kriterien für die Auswahl der zu ehrenden Personen. Die Verantwortung dafür wird lieber den Gemeinden überlassen, welche im Gegensatz zur Berner Regierung sehr wohl fähig sind, bei der Benennung von Strassen, Plätzen und Pärken solche Prioritäten zu setzen. Immerhin hatte der Vorstoss ein paar Zeitungsartikel als Resultat, und damit die Namen der beiden Friedensnobelpreisträger auch ausserhalb des Grossen Rates wieder etwas bekannter gemacht.
Die Genfer verhalten sich da geschickter. 2002 enthüllten sie an prominenter Stelle an der Promenade-de-Saint-Jean eine Buste des gebürten Genfers Ducommun, obwohl dieser seine friedenspolitische Tätigkeit während Jahrzehnten im Berner „Exil“ ausübte. (Laudatio anlässlich der Einweihung)