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Das ISFSF befindet sich einen Kilometer vom endgültig abgeschalteten Kernkraftwerk Ignalina entfernt. Es wird rund 18ʼ000 Brennelemente des Typs RBMK-1500 aus dem Betrieb der Einheiten Ignalina-1 und -2 aufnehmen und während 50 Jahre lagern.
Ein Konsortium aus der Nukem Technologies GmbH und der GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH hatte 2005 den Auftrag erhalten, ein Zwischenlager für ausgediente Brennelemente zu errichten. 2009 erteilte das litauische State Nuclear Power Safety Inspectorate (Vatesi) die Baubewilligung. Die Inbetriebnahme des Zwischenlagers war damals für März 2011 vorgesehen. Das Projekt ist jedoch 78 Monate hinter den Zeitplan zurückgefallen.
Inzwischen konnte die SE INPP mit den Kalttests beginnen. Dabei werden Ausrüstungen und Betriebssysteme des Zwischenlagers ohne radioaktive Abfälle getestet, um ihre Sicherheit nachzuweisen. Laut der SE INPP sollen die Tests Ende Juni 2016 zum Abschluss kommen. Sie sind eine Voraussetzung für den Erhalt der Betriebsbewilligung. Diese Bewilligung stellt das Vatesi aus und erlaubt damit den Beginn der Warmtests, die für Sommer 2017 vorgesehen sind. Die Inbetriebnahme des ISFSF dürfte im Herbst 2017 erfolgen.
Das auch als B1-Projekt bekannte ISFSF wird vom Ignalina International Decommissioning Support Fund (IISDF) finanziell unterstützt, den die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) verwaltet. Die Geldmittel stammen von der Europäische Kommission und 15 europäischen Staaten, darunter der Schweiz.
Quelle
M.A. nach SE INPP, Medienmitteilung, 19. Januar, und WNN, 22. Januar 2016