Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03487.jsonl.gz/919

Der schweizerisch-schwedische Technologiekonzern ABB hat im ersten Halbjahr 2002 einen massiven Gewinneinbruch erlitten. Auch der Umsatz sank leicht.Dieser Inhalt wurde am 24. Juli 2002 - 10:11 publiziert
Der Reingewinn ging im Vergleich zur Vorjahresperiode um 62% auf 101 Mio. Dollar (rund 150 Mio. Franken) zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab. Der Umsatz sank um 2% auf 10,9 Mrd. Dollar.
Schlechter als Analysten prognostizierten
Beim Auftragseingang resultierte ein Minus von 6% auf 11,9 Mrd. Dollar. ABB-Konzernchef Jörgen Centerman verwies laut der Mitteilung auf die positive Entwicklung von Umsatz und Auftragseingang im zweiten Quartal. ABB bekräftigte die früheren Prognosen für das ganze Jahr.
Von der Nachrichten-Agentur Reuters befragte Analysten hatten für das erste Halbjahr 2002 durchschnittlich bei einem Umsatz von 10,6 Mrd. Dollar mit einem Betriebsergebnis (EBIT) von 403 Millionen und einem Reingewinn von 174 Mio. Dollar gerechnet.
Im Februar hatte ABB angegeben, dass der Umsatz 2002 um das Niveau des Vorjahres von 23,7 Mrd. Franken ausfallen und die Betriebsergebnis-Marge 4 bis 5% des Umsatz erreichen dürfte.
Knackpunkt Asbestklagen
Die Zahl der hängigen Asbestklagen in den USA hat sich gemäss Mitteilung seit Ende 2001 von 93'500 auf 102'700 erhöht. 20'300 Klagen seien durch Vergleiche beigelegt worden, wobei in mehr als 40% der Fälle keine Zahlungen erfolgt seien.
Die Vergleichskosten vor Rückerstattung durch Versicherungen erhöhten sich auf 107 Millionen Dollar, verglichen mit 69 Millionen Dollar im zweiten Halbjahr 2001.
Öl- und Gas-Auftrag aus Russland
Noch am letzten Montag machte ABB positiv von sich reden: Der Konzern teilte mit, er habe einen Grossauftrag über 987 Mio. Dollar erhalten. ABB soll Verarbeitungsanlagen für die Erdöl- und Erdgasvorkommen sowie Hilfsanlagen auf der russischen Insel Sachalin im Ochotskischen Meer bauen.
Den Hauptteil der Projektarbeiten werde ABB allerdings an russische Unternehmen vergeben und in Zusammenarbeit mit Exxon Neftegas lokale Unterlieferanten bestimmen. Die Ölproduktion soll 2005 beginnen.
Das Projekt Sachalin 1 ist gemäss den Angaben das grösste ausländische Direktinvestitionsprojekt in Russland und hat regenerierbare Ressourcen von rund 2,3 Mrd. Fass Öl und 17 Billionen Kubikfuss Gas.
swissinfo und Agenturen
Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: <email-pii>
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards