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Wie die Erfahrung zeigt, gibt es Nahrungsmittel, die sich positiv und solche, die sich negativ auf die Schuppenflechte auswirken.
Was die Psoriasis-Symptome verstärkt:
- Lebensmittel, die eine steigernde Wirkung auf die Harnsäure besitzen (z.B. Spargel, Innereien)
- Lebensmittel, die Arachidonsäure enthalten (fette Fleisch- und Wurstsorten, Eier, Butter, Rahm)
- sehr scharfe und stark gewürzte Speisen (verstärken eventuell den Juckreiz)
- Alkohol (besonders Weisswein)
- raffinierter Zucker
- Zitrusfrüchte
Was sich lindernd auf die Psoriasis auswirkt:
- Lebensmittel mit einem hohen Omega-3-Fettsäureanteil wie z.B. fetter Seefisch (Lachs, Sardine, Hering, Makrele, Thunfisch) und entsprechende Fischöle
- Pflanzliche Nahrungsmittel und Öle (kaltgepresstes Olivenöl, Leinöl, grünblättriges Gemüse)
- Obst und Gemüse mit hohem Betakarotin-Gehalt (Karotten, Tomaten, Granatapfel)
- magere Milchprodukte
- Vollkornprodukte
- Kräuter mit basischer Wirkung (z.B. Brennnessel, Schachtelhalm, Königskerze, Thymian)
- täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit trinken, am besten Leitungswasser, stilles Mineralwasser, ungesüsste Tees
„Kann man die Psoriasis durch Heilfasten aushungern?“ lautete die Frage von Dr. Rainer Stange bei einem Patientenkongress im Frühjahr 2018 in Berlin. Eine vielversprechende Vorstellung, die allerdings der Einschränkung bedarf. Generell spricht Dr. Stange, Abteilung Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin, lieber von „therapeutischem Fasten“. Denn der Begriff Heilfasten vermittle den Eindruck, mit Fasten könne man „geheilt“ werden.
Psoriasis gehört für den Naturheilmediziner zu den Krankheiten, bei denen sich Fasten bewährt habe. Leider gebe es jedoch keine wissenschaftlichen Studien, die belegen, wie Fasten auf eine Schuppenflechte wirke. Er habe es nur selten erlebt, dass jemand mit einer schweren Psoriasis allein durch Fasten erscheinungsfrei geworden sei, sagt Dr. Stange. Bewiesen sei aber, dass Übergewichtige die Wirkung eines innerlichen Psoriasis-Medikaments verbessern können, wenn sie deutlich abnehmen. Warum? Fasten bedeutet für den Körper Stress. Der Organismus reagiert darauf, indem er mehr körpereigenes Kortison produziert. Das wiederum senke die Entzündungslast.
Wer Psoriasis-Medikamente einnehme, sollte nur ärztlich überwacht fasten. Das geht gut in speziellen Kliniken oder mit Unterstützung von Fastenärzten, die Gruppen ausserhalb von Kliniken betreuen.
Bezüglich der unterschiedlichen Formen des Langzeitfastens, die sich vor allem in den sog. Fastengetränken unterschieden, bestünden vermutlich keine Unterschiede in der möglichen Wirksamkeit. Für neuere Varianten wie intermittierendes Fasten wisse man bezüglich Psoriasis praktisch noch gar nichts. Es sei sehr spannend, ob sich durch solche Praktiken möglicherweise eine Langzeitkontrolle der Psoriasis realisieren lasse, so Dr. Stange.
Empfehlenswert, so der Naturheilmediziner, seien immer begleitende Massnahmen während des therapeutischen Fastens: Gespräche, Bewegungs- und Entspannungstraining, Gruppenerlebnisse. „Man geht davon aus, dass der Mensch während des Fastens empfänglicher für äussere und innere Reize ist.“ Aus diesem Grund behandle er begleitend z.B. mit Wasser (Kneipp) und sogar Ganzkörperkältetherapie.