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So in etwa wissen wir alle, dass der Blues irgendwo im Süden in den Baumwollfeldern entstanden ist, von den Sklaven, später Landarbeitern während der Arbeit gesungen worden ist, die damit ihr schweres Los besser ertragen konnten.
Aber wie muss man sich das vorstellen? Sind die in Afrika gefangen genommenen oder gekauften Menschen vom Schiff gegangen sind und haben angefangen Blues zu spielen? Schliesslich kamen die ersten Sklaven Anfangs 17. Jahrhundert nach Amerika, der Blues taucht jedoch erst Ende des 19. Jahrhunderts auf.
Robert Palmer, der amerikanische Musikwissenschaftler, Produzent und Journalist, der unter anderem Redakteur beim Rolling Stone Magazin und als Kritiker bei der New York Times arbeitete, verfolgt den Weg des Blues von seinen ländlichen Ursprüngen über die Blueskneipen in Chicago South Side bis zu seiner internationalen Anerkennung und Verbreitung in seinem ausgezeichneten Buch Deep Blues. Das Buch ist in Englisch geschrieben.
Robert Palmer - Deep Blues: A Musical and Cultural History of the Mississippi Delta to Chicago's South Side To The World, 1995, Penguin Books, ISBN-0 14 00.6223 8 (Erstauflage 1981), 310 Seiten, Paperback