Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03258.jsonl.gz/1965

Die Ölmühle ist über 400 Jahre alt. Der alte Ölpressstock stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Noch heute kann jeder nach alter Tradition Nusskerne, Mohn, Raps-, Flachs-, Hanf- und Tabaksamen zu Öl pressen lassen.
Die hölzerne Anlage besteht aus dem oberschlächtigen durch eine 200m lange Wasserleitung gespiesenen Wasserrad, das seine Kraft über das Kammrad, über weitere Zahnräder und Wellen auf die einzelnen Werke überträgt.
Im Kollergang (Mahlstein mit einem Steinbett) werden die Nüsse, Samen und Kerne zerquetscht, um dann im Ofen mit seinem mechanischen Rührwerk auf 50-80 Grad erhitzt zu werden. Ist das Wasser verdampft, wird der Ölbrei in eine Filtermatte gepackt und kommt in die Ölpresse. Durch grosse, eichene Keile wird hier Druck erzeugt und bald fliesst das Öl durch ein Loch im Boden der Trotte in eine Kanne. Es kann als Speise- oder Lampenöl verwendet werden.
Auf der Reibe werden Hanf und Flachs gebrochen, Fasern und Holzteile voneinander getrennt.
In der Knochenstampfe können Knochen zu Knochenmehl verarbeitet werden, das sich als Dünger verwenden lässt.
Geografische Informationen
Koordinaten: 599.250 / 219.225
Oeffnungszeiten
Jeweils am ersten und dritten Wochenende (Samstag und Sonntag) von 14.00 bis 17.00h, der Monate Apr., Mai, Jun., Sept. und Okt.