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Tag 2 (Sonntag 22.11): Im Zeichen des Doppeltitels
Am zweiten Tag der SEM 2015 standen die Kategorien 'U21 Herren / Damen' sowie 'U18 Damen' auf dem Programm. Einige Athleten standen schon am Vortag im Einsatz oder machten sogar Doppelstart am selben Tag. Gleich sieben Athleten sicherten sich am Tag 2 den Doppeltitel!
Innerhalb der Kategorien U18 und U21 waren es vier Nachwuchs-Judoka, die sich zweimal ganz oben auf dem Podest platzierten. Lukas Wittwer (M18 -73kg / M21 -81kg) und Luc Heitz (M18 +73kg, M21 -90kg) sicherten sich bereits Gold am Samstag und doppelten am Sonntag nach. Fabianna Giammancheri (M18/21 -57kg) und Aline Erni (M18 -44kg, M21 -48kg) erwischten mit dem 22. November einen Supertag und nahmen jeweils zwei Titel mit nachhause.
Marco Papa (-66kg) büsste am Sonntag kaum an Dominanz ein gegenüber dem Vortag, an dem er bereits den 'Elite Herren' Titel holte. Im spannenden Finale gegen den ebenfalls international kämpfenden Kollegen des Nationalkaders Nils Stump (M21-Weltrangliste Nr. 12) gelang Papa der perfekte Stand-Boden-Übergang und damit den Gewinn der Goldmedaille.
Ihm gleich taten es Loriana Kuka (Elite / M21 +63kg) und Charlotte De Gregorio (Elite / M21 -52kg). Während die -52kg-Kämpferin auch bei den F21 noch einmal gegen Tamara Silva antreten musste, war Loriana Kuka bei den F21 im Finale siegreich gegen Sara Willi.
Tag 1 (Samstag 21.11): Die Favoriten setzten sich grösstenteils durch
Die ganz grosse Überraschung bei der Elite? Am ersten Tag der SEM lässt sich nicht wirklich davon sprechen. In den meisten Kategorien platzierten sich diejenigen Kämpfer zuoberst auf dem Podest, die man ebenda auch erwarten durfte. Die Goldmedaillen wurden jedoch keineswegs verschenkt. Einige der Favoriten kamen ins Zittern und mussten sich gegen heftige Gegenwehr während des ganzen Turnieres durchsetzen.
Erwähnenswert ist die Leistung der Nachwuchskämpfer der U21, die sich bei der Elite durchsetzen konnten. Marco Papa (-66kg), Charlotte de Gregorio (-52kg) und Loriana Kuka (+63kg) zeigten in der höheren Alterskategorie ein hervorragendes Turnier und nehmen verdient Gold mit nachhause.
Spektakulär war der Finalkampf in der Kategorie -73kg. Der mehrfache Schweizermeister David Papaux wurde vom blitzschnellen tiefen Morote-Seoinage erwischt, ausgeführt von Eduard Nicolaescu. Ebenfalls vorzeitig Gold sicherte sich Domenic Wenzinger gegen den jüngeren Simon Schnell in der Kategorie -90kg mit einem schönen Ippon.
Souverän war der Einsatz der Elite Kader-Athletinnen Emilie Amaron (-57kg) und Larissa Csatari (-63kg), die ihrer Favoritenrolle gerecht wurden. Csatari startete an der SEM eine Klasse höher als sie es an internationalen Wettkämpfen tut. Entsprechend wurde der Finalkampf -63kg zu einem spannenden Rennen um Gold, bei dem sich Csatari am Ende nicht zuletzt dank ihrer internationalen Klasse durchsetzen konnte.
Dominant war das Auftreten der Nachwuchs-Kader-Athleten bei den U18. Die Medaillengewinner der diesjährigen EYOF, namentlich Lukas Wittwer (-73kg) und Paul Ronchi (-55kg), verwiesen ihre Kontrahenten auf die Plätze und sicherten sich den Titel des Schweizermeisters 2015.
Vorschau
Am Wochenende vom 21./22. November findet die Judo Schweizermeisterschaft der Elite, U21 und U18 in Magglingen (Halle End der Welt) statt. Rund 400 Judoka werden um die begehrten Titel des Schweizermeisters kämpfen. Kraft, Athletik, Technik, Fairness und nicht zuletzt eine grossartige Stimmung machen den Event zu einem Judo-Spektakel.
Traditionell trifft sich die Elite des Schweizer Judo im November, um den Schweizermeister der jeweiligen Kategorie unter sich auszumachen. Pro Kategorie sind es rund die 16 besten Schweizer Judoka, die sich während dem Jahr über die Ranking-Turniere für den Finalevent qualifizieren konnten. Auch in diesem Jahr werden diverse Nationalkader-Athleten den Anlass zu einem hochstehenden Judo-Treffen machen. Eine sichere Medaille kann sich dabei niemand buchen: Im Judo ist alles möglich, auch das vorzeitige Turnierende eines Topathleten.
Der Schweizerische Judo- & Ju-Jitsu Verband (SJV) wünscht allen Beteiligten ein freudiges und spannendes Judo-Wochenende.