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(11.03.2015) Die Geschäfte der Schweizer Firmen haben sich im Februar in allen Branchen verschlechtert. Laut den aktuellen Konjunkturumfragen der KOF waren die Beschäftigungsperspektiven in den Industrieunternehmen seit 2008 nicht mehr so stark eingebrochen.
Kleine, mittlere und grosse Unternehmen beurteilten ihre Lage weniger günstig als im Januar, wie die Studien der KOF zeigen, in denen sich die neue Währungssituation nach der Aufhebung der Kursuntergrenze von CHF 1,20 zum Euro widerspiegelt. In allen drei Grössenklassen verlangsamte sich die Produktion und die Beschäftigtenzahlen verringerten sich.
Besonders stark getrübt hat sich die Lage im Verarbeitenden Gewerbe. Der Indikator lag im Februar bei -15,3 Punkten, während es im Januar noch -0,3 Punkte waren. Nie zuvor wurde von einem Monat zum nächsten ein so drastischer Rückgang verzeichnet. Dennoch ist der derzeitige Wert des Indikators weit von den -35 Punkten entfernt, die im Frühjahr und Sommer 2009 erreicht worden waren.
Die Abkühlung im Verarbeitenden Gewerbe ist nicht auf die Exportunternehmen beschränkt. Die Produktionsplanung wurde überall gedrosselt und die Beschäftigungsperspektiven lassen einen stärkeren Personalabbau erkennen. Im Februar war die Zahl der Unternehmen, die in den kommenden drei Monaten ihren Personalbestand reduzieren wollen, höher als die Zahl derer, die Neueinstellungen planen. Das ist die schlimmste Verschlechterung der Beschäftigungsaussichten in den Industriebetrieben seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008.
Im Bau- und Projektierungssektor ist der Rückgang deutlich, "aber in seiner Stärke nicht aussergewöhnlich". Im Detailhandel ist die Lage "knapp befriedigend". Die Detailhändler erwarten für das kommende Quartal einen Umsatzrückgang und wollen ihre Verkaufspreise auf breiter Front senken. Im Finanzsektor beurteilen die Institute ihre Lage mehrheitlich als gut, doch die Banken sind erheblich skeptischer geworden. Ein Stellenabbau ist hier ebenfalls geplant.
Letzte Änderung 27.09.2019