Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03223.jsonl.gz/1609

Für die Therapie von Typ-2-Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Dieser Kurzbericht vergleicht die Sicherheit und Wirksamkeit der Wirkstoffgruppe der Glinide und Glitazone gegenüber allen anderen in der Schweiz verfügbaren Diabetesmedikamente. Grundlage für diesen Vergleich waren diverse Übersichtsstudien mit ähnlichen Fragestellungen sowie Literaturrecherchen. Die Ergebnisse dienen als Entscheidungsgrundlage, ob die Therapiekosten für diese Wirkstoffe künftig nur noch teilweise rückerstattet werden sollen.
Glinide (Repaglinid und Nateglinid) und Glitazone (Pioglitazon) werden als Tabletten zur Senkung des Blutzuckers bei Typ-2-Diabetes eingenommen. Für Repaglinid und Nateglinid gab es im Vergleich zu anderen Wirkstoffen keine wesentlichen Unterschiede bei der Sicherheit im Sinne von unerwünschten Nebenwirkungen wie Unterzuckerung, Blutdruck oder Gewichtsveränderung sowie bei der Wirksamkeit im Sinne von verringerter Sterblichkeit oder Komplikationen bei der Therapie. Dies gilt mehrheitlich auch für Pioglitazon, wobei sich dieses Medikament als leicht stärker wirksam erwies. Gleichzeitig zeigten sich bei Pioglitazon etwas mehr Nebenwirkungen und Risiken. Die Aussagekraft, ob und inwiefern Glinide oder Glitazone besser oder schlechter als andere Medikamente abschneiden, ist beschränkt, da sich die verwendeten Studien stark unterscheiden und deshalb nicht überall vergleichbar sind.
Der Bericht kommt zum Schluss, dass sich die drei untersuchten Wirkstoffe in der Wirksamkeit und in den Nebenwirkungen kaum von den anderen gebräuchlichen Therapien unterscheiden. Er empfiehlt einzig bei Pioglitazon, die Risiken beim Entscheid zur Behandlung vermehrt zu berücksichtigen.