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Eine Studie [PDF]
soll gezeigt haben, dass man schlechter lesbares
besser im Gedächtnis behalten kann.
Moderne e-book Lesegeräte machen das Lesen so leicht, dass man es auch bald wieder vergisst.
Ein geflügeltes Wort sagt schon im Englishen "Easy in - Easy out". Was schnell reingeht, ist
auch schnell wieder raus. Zum einen Auge rein, aus dem anderen wieder heraus, könnte man
wohl auch sagen.
Die online Zeitschrift "Register" nimmt es humorvoll: man
soll sich also doch zuerst mit dem Finger ins Auge langen,
bevor man zu lesen beginnt, dann kann man sich nachher besser daran erinnern.
Heisst das, dass man Schriften bewusst schlechter lesbar machen muss, um die Leser zu erreichen?
Nein. Ein Grund für das paradoxe Ergebnis der Studie könnte die Ungewöhnlichkeit
sein
sowie schlicht und einfach der grössere Zeitaufwand, den man zum Lesen oder Verarbeiten
verwenden muss.
Wenn man sich mühsam durch das Entzifferen eines Textes bemühen muss, dann errinnert man sich
daran auch besser. Wenn Sie einen ungewöhnlich schlechten Vortrag oder Film gesehen haben, dann
errinnern Sie sich auch daran. Man errinnert sich auch gut an eine ermüdende
Fusswanderungen, an verregnete Ferien, an Regierungsdespoten oder an schlechte Lehrer.
Aus der Studie den Schluss zu ziehen, in Vorträgen oder Kursen bewusst unlesbare Folien zu liefern,
oder bewusst unlesbare Zeichen in Dokumenten zu verwenden, wäre aber Unsinn. Ein Teilnehmer oder
Leser mag sich zwar an einen unlesbaren Vortrag oder Text gut errinnern, aber nur weil es ein Horror
war und nachher ein Mehrfaches an Zeit aufgewendet werden musste, um die Sache doch noch zu verstehen.