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Einmal mehr zeigt eine Studie, dass Brasilien nicht unbedingt ein friedliches Land ist. Dieses Mal ist es der vom Institute for Economics and Peace am Mittwoch (17.) in London veröffentlichte Global Peace Index. Nach diesem ist das südamerikanische Land sogar um elf Positionen abgesunken und steht nunmehr auf dem 103. Platz von 162 analysierten Staaten.
Auch innerhalb Latein- und Zentralamerikas macht Brasilien keine gute Figur und liegt beispielsweise noch hinter Haiti und Cuba. Zu dem schlechten Ergebnis beigetragen haben verschiedene Faktoren. Einer ist die hohe Mordrate, die mit 25,2 pro 1.000 Einwohnern angegeben wird. Insgesamt sind allein im vergangenen Jahr in Brasilien über 56.000 Menschen umgebracht worden. Damit steht das Land weltweit an zwölfter Stelle, was die Mordrate betrifft.
Hochgerechnet werden in der Studie ebenso die wirtschaftlichen Auswirkungen der Gewalt. Die werden für Brasilien mit 255 Milliarden US$ pro Jahr angegeben, was etwa acht Prozent des Bruttoinlandproduktes entspricht. Im weltweiten Vergleich wird das südamerikanische Land dabei lediglich von den USA, China, Russland und Indien überboten. Eingeflossen sind in die durch die Gewalt verursachten Kosten unter anderem Ausgaben für ärztliche Behandlungen, den Sicherheitsapparat und die Justiz.
Weiter heißt es in dem Bericht, dass Südamerika am stärksten zu den weltweiten Ausgaben beiträgt, die durch Gewalt und Morde verursacht werden. Brasilien und Kolumbien werden dabei als die südamerikanischen Länder hervorgehoben, in denen am meisten Menschen umgebracht werden.