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Eine volljährige, urteilsfähige und somit handlungsfähige Person kann im Rahmen der Rechtsordnung selbständig Rechte und Pflichten ausüben.
Eine urteilsfähige Person hat die Fähigkeit, vernunftgemäss zu handeln. Das heisst, sie erkennt die Tragweite des eigenen Handelns und verhält sich entsprechend dieser Einsicht.
Leidet eine Person beispielsweise an einer psychischen Krankheit oder an einer geistigen Behinderung, ist ihre Urteilsfähigkeit unter Umständen eingeschränkt oder nicht mehr gegeben. Eine urteilsunfähige Person kann wichtige persönliche oder finanzielle Angelegenheiten oftmals nur ungenügend erledigen, unter anderem weil ihre Handlungen bei Urteilsunfähigkeit keine rechtlichen Wirkungen entfalten. Aufgrund dieser tatsächlichen und rechtlichen Schwäche entsteht eine Schutzbedürftigkeit der betroffenen Person.
In solchen Fällen sieht das Erwachsenenschutzrecht verschiedene Möglichkeiten vor, um die persönlichen und finanziellen Interessen der schutzbedürftigen Erwachsenen zu wahren.