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Schulhaus Biregg
Innenraum (Foyer)
Schulhaus Biregg
Adresse
6005 Luzern
LU
Architektur
Weitere Bauphasen
Kunst am Bau
Der Bau des Schulhauses Biregg war die erste Zusammenarbeit der Architekten Hans Peter Ammann und Peter Baumann und führte 1965 zur Gründung des gemeinsamen, sehr erfolgreichen Architekturbüros. Der Bau ist dem Brutalismus zuzuordnen, er besticht durch die sensible Setzung, Proportionierung und Durchbildung der Volumina.
Chronologie
Das Schulhaus Biregg wurde von 1964 bis 1968 nach Plänen von Hans Peter Ammann und Peter Baumann erbaut. In den Jahren 2002 bis 2003 erfolgte eine energetische Sanierung durch das Nachfolgebüro Peter Baumann Partner AG, wobei der Originalzustand – abgesehen von einigen wenigen funktionalen Änderungen im Inneren – weitgehend belassen wurde. Aufgrund der stetig sinkenden Schülerzahlen wechselte der Schulbetrieb Ende des Schuljahrs 2009/10 vom öffentlichen Primarunterricht zum Zentrum für Brückenangebote für Jugendliche.
Lage
Das Schulhaus Biregg befindet sich inmitten eines Wohnquartiers an der Gemeindegrenze zwischen Horw und der Stadt Luzern. Die drei ineinander verschränkten Baukörper liegen am nordwestlichen Fuss des Bireggwalds und sind durch diverse Abstufungen in den Hang eingebettet. Das Schulhaus folgt an der Sternmattstrasse der Strassenbiegung und umschliesst einen Schulhof mit Öffnung in südwestlicher Richtung.
Beschreibung
Der Schulhof wird von der Sternmattstrasse oder von der Grüneggstrasse betreten. Der auf drei Seiten durch die Schulbauten gefasste Platz mündet in südlicher Verlängerung in ein grosses Fussballfeld. Den Hof ziert eine farbenfrohe Polyester-Skulptur des Luzerner Künstlers Michael Grossert. Die Feinverteilung zu den Baukörpern erfolgt über Freitreppen, welche die unterschiedlichen Niveaus erschliessen. Alle drei Bauten verfügen über einen eigenen Eingang.
Die Schulanlage umfasst einen dreigeschossigen Schulhaustrakt, einen zweigeschossigen Spezialtrakt und eine Turnhalle, alle ausgeführt in Skelettbauweise mit Flachdach. Die Bauvolumen der beiden Schultrakte sind gestaffelt und zueinander versetzt. Körperbreite, übereck geführte Fensterbänder und dazu versetzte, schmale Oberlichtbänder durchbrechen die Sichtbeton-Fassaden. Trotz der skulpturalen, plastischen Durchbildung des Baukörpers wird die Tragstruktur durch die asymmetrisch platzierten, vorgesetzten Stützen zwischen den Fenstern spürbar. Grosszügige Überdachungen schützen die in Holz ausgebildeten Eingänge. Ihre naturbelassene Farbigkeit ergänzt die rohe Betonstruktur um ein warmes Element. Die Kombination der Materialien sorgt für eine ganzheitliche Raumhomogenität, da die Holzstruktur auch die Oberfläche des Sichtbetons bestimmt. In der Formensprache greifen die flächigen, verwinkelten Türgriffe die Anordnung der Baukörper auf.
Das Foyer dient als Aufenthaltsort und erschliesst alle Geschosse des Schulhaustraktes. Es umfasst acht Klassenzimmer mit einer Grundfläche von jeweils circa 70 Quadratmetern. Zusätzlich sind die Lehrerzimmer und Nebenräume im Schulhaustrakt untergebracht. Der Spezialtrakt mit separater Erschliessung beinhaltet einen Singsaal, Büros und die Hauswartwohnung. Die die Schulanlage im Süden abschliessende Turnhalle ist raumhoch verglast. Die Materialisierung und die markanten Oberlichtbänder verbinden die Turnhalle mit dem Schulhaus.
Literatur