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Buddhistische Kunst in Greyerz
DIE GESCHICHTE DES MUSEUMS
Diese Sammlung, die von Alain Bordier mit Sorgfalt und Respekt zusammengestellt wurde, präsentiert mehr als 350 Werke der Himalaya-Kunst vom 6. bis zum 18. Jahrhundert. Die Skulpturen, Gemälde und Ritualobjekte stammen aus Tibet, Nepal, Kaschmir, Nordindien und Burma. Sie stellen Gottheiten und rituelle Gegenstände dar, die für die Meditation verwendet werden, und sind Ausdruck innerer Qualitäten wie der Hingabe und des Wissens um die Essenz des Geistes.
Das Eintauchen in die Schönheit der Kunst geschieht im friedlichen Rahmen eines historischen Gebäudes mit seiner ehemaligen Kapelle. Im Buddhismus sind das Sehen, das Hören, das Gedächtnis und der Tastsinn die vier Quellen der Befreiung. Die Betrachtung dieser Objekte, wenn auch nur für einen Moment, kann eine innere Transformation in Gang setzen. Die Schönheit der verschiedenen Exponate kann so zur inneren Entwicklung der Besucher über Kulturen, Zugehörigkeiten und Überzeugungen hinaus beitragen.
Das Tibet Museum befindet sich im ehemaligen Seelsorgegebäude und der Kapelle des Heiligen Josef.
Das Tibet-Museum befindet sich in der ehemaligen Kapelle und der St. Joseph-Kapelle
DIE GESCHICHTE DES GEBÄUDES
Das Tibet Museum hat seinen Sitz im Pastoralgebäude und in der St. Josefs-Kapelle des ehemaligen Schlosses Saint-Germain gefunden. Seit Ende des 19. Jahrhunderts beherbergte das Gebäude ein Institut für gehörlose Kinder, das von katholischen Nonnen geleitet wurde. Sie wollten den Kindern den Zugang zur Kommunikation und zur Gesellschaft ermöglichen.
Als die Schwestern 1920 Greyerz verließen, wurde das Gebäude und die Kapelle von einer Privatfamilie gekauft. Von da an diente die Kapelle als Lagerraum und manchmal sogar als Spielplatz für die Dorfkinder.
Die religiöse Symbolik der Kapelle ist reichhaltig. Neben Christus, Maria und Josef zeigt ein Glasfenster den Heiligen Pankras, der als Heiler und Beschützer der Herden gilt. An einer der Wände der Kapelle befindet sich ein Fresko, das den Heiligen Franz von Assisi darstellt. Dieser sprach mit den Vögeln, genau wie sein tibetischer Zeitgenosse Milarepa, der ebenfalls seine geflügelten Brüder und alle Lebewesen mit Liebe und Mitgefühl betrachtete. Auf einem anderen Bild heilt Christus einen gehörlosen jungen Mann indem er zu ihm sagt:
"Öffne dich! (Ephphetha)"
Mit der Einrichtung des Tibet Museums in diesem pastoralen Gebäude und der Kapelle entschied sich die Alain Bordier Stiftung dafür, die Berufung dieses Ortes fortzusetzen. Denn die Stiftung bietet einerseits Zugang zu buddhistischen Kunst und Philosophie des Himalaya, und macht zugleich diese historische Kapelle im Geiste des Respekts wieder der Öffentlichkeit zugänglich.
Das Museum ist ein Ort der Öffnung und der Bereicherung, wo sich zwei Welten begegnen, die so unterschiedlich erscheinen mögen und doch derselben Menschheit entstammen.
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"Vor dem Besuch".
Dort entdecken Sie wichtige Informationen über die Stile und Herkunftsregionen der Kunstwerke,
verfasst vom Spezialisten Ulrich von Schröder.