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Aktuelle Fragen/Antworten:
Herbsthimbeeren - Herr C. aus Mörigen fragt: Wann und wie sind Herbsthimbeeren zu schneiden?
Die Ernte der Herbsthimbeeren dauert von August/September bis zum Frost. Diese spättragenden Sorten bilden ihre Früchte am einjährigen Holz aus. Das heisst, dass diese Himbeeren im Spätherbst - nach der Ernte - bodeneben zurückgeschnitten werden. Ein Rückschnitt ist auch im Winter oder im Frühjahr (Februar) möglich. Lassen Sie etwas von den abgeschnittenen Ruten im Himbeerbeet liegen. Auf diesen "alten" Ruten nisten Raubmilben, und andere Nützlinge. Diese Insekten wechseln im Frühjahr auf die frisch wachsenden Triebe und halten dann Schädlinge wie beispielsweise Spinnmilben fern.
Sollten Sie die Himbeeren in der letzten Gartensaison frisch gepflanzt haben, so empfehlen wir, nicht ganz bodeneben zu schneiden (wegen dem Zurückfrieren), sondern auf einer Höhe von etwa 30 - 40 cm.
Weitere Informationen zu den Himbeeren erfahren Sie unter dem Wyss-Blog:
www.wyssgarten.ch/Blog/September-2012/Himbeeren-jetzt-pflanzen-und-jahrzehntelang-ernten
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Grünspargel - lohnt sich der Anbau im Garten?
Frage von Frau S. W., Solothurn:
Wir pflanzten im vorletzten Jahr Grünspargeln, doch die Ernte ist gering. Warum?
Antwort: Es ist wichtig zu wissen, dass die schmackhaften Spargeln im ersten und zweiten Jahr nicht geerntet werden dürfen. Sie müssen aus ihren Wurzeln (Kronen) zunächst kräftige Wurzelstöcke entwickeln. In den folgenden Jahren kann regelmässig ab Mitte Mai geerntet werden, wenn Sie einen Teil der Triebe weiterwachsen lassen, so dass sich das imposante Kraut entwickeln und Nährstoffe für das nächste Jahr sammeln kann. Wenn Sie dies beachten, werden Sie zehn bis fünfzehn Jahre lang mit Freude und Genuss für die aufwändige Pflanzung belohnt, denn die Pflege der Spargelbeete ist einfach. Gedüngt wird nach der letzten Ernte der Sprossen. Die oft beobachtete Wintermistung verdirbt nur den Geschmack und nützt nicht viel, da die Pflanze die Nährstoffe erst verwenden kann, wenn das Spargelkraut an den stehengelassenen Trieben wieder entwickelt ist.
Übrigens, die ideale Pflanzzeit ist der APRIL. Günstig ist ein sonniger, unkrautfreier Platz mit tiefer Lockerung, viel Kompost und evtl. etwas Sand.
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Gründüngung
Frage von Frau B. G. aus B'dorf:
Meine Beete werden langsam leer. Wie bereite ich den Boden optimal vor für die Neukulturen im nächsten Frühling?
Antwort: Frei werdende Beeten sollten nun unbedingt mit Gründüngung versehen werden. Wir empfehlen solche, die nicht winterhart sind und rasch wachsen bis Mitte September zu säen. Dazu gehört Senf (Select-Art. 078 704), der darf allerdings nicht dort eingesetzt werden darf, wo später Kohlarten wachsen sollen (Fruchtfolge). Neutral sind diesbezüglich Buchweizen (Art. 078 716) oder Phacelia (Art. 078 705) oder ein nicht winterharter Klee (Inkarnatklee, Select-Art. 078 713; Erdklee, Art. 078 709) bzw. Orga Mix (eine Mischung mit Rettich und Klee, Select-Art. 078 700, hier ist auch auf die Fruchtfolge zu achten). Da Buchweizen und Phacelia hübsch aussehen und rasch wachsen, sind dies meine persönlichen Favoriten. Winterharte Gründünger müssen im Frühling mehr oder weniger mühsam entfernt werden, wenn das Beet wieder frisch bepflanzt werden soll.
Wichtig ist es zu wissen, dass alle diese Pflanzen über den Winter abfrieren. Im Frühling reisst oder recht man das was übrig geblieben ist ab (zum Kompostieren) und belässt die feinen Wurzeln im Boden. Buchweizen ist meist durch den Frost so zersetzt, dass er als eine problemlose Mulchschicht liegenbleiben und eingehackt werden kann. Der Boden wird mit diesen Gründüngern locker bleiben. Die feinen Wurzeln lockern und durchlüften den Boden und die Nährstoffe in den Wurzeln werden nicht ausgewaschen, sondern stehen dann für die neuen Pflanzen wieder zur Verfügung.
Zusammenfassung: Von Frühling bis Anfang September Gründüngung (Buchweizen, Phacelia, Gelb Senf), später im Herbst (um den ersten Frost) oder im Frühling zusätzlich Kompost ausbringen.
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Kaltkeimer
Frage von K.W. aus E.:
Was sind "Kaltkeimer" und wie müssen "Kaltkeimer" angezogen werden?
Antwort: Als "Kaltkeimer" werden Pflanzenarten bezeichnet, deren Samen erst nach einer Kälteperiode zu keimen beginnen. Es sind insbesondere Alpenpflanzen, die so auf den natürlichen Klimaeinfluss reagieren. Die Kälteperiode ist nötig, damit eine "Schutzbarriere" im Innern der Samen aufgehoben wird. Diese "Schutzbarriere" verhindert, dass die Samen zu einem "falschen" Zeitpunkt keimen und dann als zarte Minipflänzchen in der Winterkälte Schade nehmen. Konkret heisst das, die Samen von Enzian, Edelweiss und anderen Alpenblumen fallen im Sommer/Herbst auf den Boden und keimen nicht, solange die Winterkälte den Keimschutz nicht aufgehoben hat. Sobald die Frühlingssonne wärmt, setzt die Keimung ein. Der Sämling kann sich in der kurzen sommerlichen Vegetationszeit zu einem Pflänzchen entwickeln, das den Winter problemlos übersteht.
In der Anzucht dieser Pflanzen ist dieser Umstand zu berücksichtigen. Ideal ist es jetzt in den Wintermonaten die Samen in ein sandiges Aussaatsubstart zu säen. Das Erdsubstrat ist dann gut anzufeuchten, damit die Samen mit der Feuchtigkeit Wasser aufnehmen (quellen). Dann wird die Saatschale ins Freie, zum Beispiel unter das vor Niederschlägen schützende Vordach gestellt. Die winterlichen Wechseltemperaturen beeinflussen die Vorgänge im Innern der Samen, so dass dann mit steigenden Temperaturen die Keimung einsetzen kann. Dieser Kälteeinfluss ist für eine Periode von etwa drei Wochen nötig. Falls die Aussaat zu spät im Frühling oder im Sommer erfolgt, so kann die Temperatur im Kühlschrank simuliert werden. Das ist der Trick, um die Anzucht von Alpenblumen auch in tropischen Regionen zu ermöglichen. Und so bringen die Flowercards mit Enzian oder Edelweiss auch in Übersee Blumenfreuden. Viel Spass & Erfolg!
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Starthilfe für Anemonen und Ranunkeln
Frage von Frau N. T. aus E.:
Die Knollen der Anemonen sind sehr hart und wirken ausgetrocknet. Sind diese noch lebensfähig?
Antwort: Die Knollen zum Auspflanzen der Anemonen (Stern- und Kronenanemonen) und Ranunkeln sind wie die der Winterlinge (Eranthis) äusserst hart und trocken. In diesem Zustand überleben sie die warmen Trockenperioden. Sie sind aber äusserst vital und entwickeln sich im Boden, sobald sie ausreichend Wasser zum Quellen und Wachsen bekommen. Der übliche Pflanztermin ist von September bis Oktober. Damit sie rasch Wurzeln bilden, ist es günstig die Knollen einen Tag vor dem Auspflanzen in lauwarmes Wasser zu legen. Eine gute Wurzelbildung fördert die Winterfestigkeit und man sagt, dass das Vorquellen in Kamillentee Bakterien- und Pilzangriffe im Boden hemmen.
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Buchweizen als winterliche Gründüngung?
Frage von Frau B. Grünig aus W.:
Mit Buchweizen machte ich mit den Sommer-/Herbstsaaten gute Erfahrungen. Der Boden war rasch bedeckt und bereits nach 6 Wochen erblühten die Pflanzen. Kann Buchweizen als Gründüngung auf dem Beet belassen werden? Wie werde ich den Winterpelz im Frühling wieder los?
Antwort: Buchweizen ist (wie Tagetes) eine rasch wachsende, problemlose Gründüngung, die zum Wachsen die Wärme liebt. Unter kühlen Bedingungen wachsen die Pflanzen langsam und beim ersten Frost nehmen sie Schaden. Selbst der Samen ist nicht frosthart und deshalb werden bei unseren Winterbedingungen im Frühling keine neue Pflanzen austreiben. Die Pflanzenresten können den Winter über auf dem Beet belassen werden. Die Nährstoffe bleiben grösstenteils erhalten und werden im Frühling von den Mikroorganismen verarbeitet. Auf diesen Beeten können bereits im frühen Frühling - ohne speziellen Arbeitsaufwand - erste Gemüse (Puffbohne, Erbsen, Kiefel) und Blumen (Jungfer im Grünen, Korn- und Mohnblumen) gesät werden.
Beete, die erst ab Mitte Mai später bestellt werden, schützt man idealerweise mit winterharten Gründüngung (Inkarnatklee, Landsberger Gemenge).
Tipp:
Doppelnutzen mit Spinat
Bis Mitte Oktober kann auch Spinat gesät werden. Er ist Gemüse, Bodendeckung und Gründüngung zu gleich.
Winterspinat sollte vor dem Wintereinbruch mindestens zwei Blätter ausgebildet haben. Wie gross die Ernte sein wird, hängt stark vom Mikroklima ab, bestimmt gibt er aber eine guten Bodenkur!
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Karotten & Gentechnik
Frage von Herr P. Degen aus O.:
Ich pflanze jedes Jahr Karotten aus ihrem Sortiment. Ich bin zu frieden mit dem Ertrag und mit der Qualität. Obwohl ich die Karotten nie am selben Ort säe, habe ich seit 3 Jahre Sorgen mit der Möhrenfliege. Diese Fliegen nehmen stark zu und der Schaden an den Karotten auch. Ich werde dieses Jahr Insektenschutznetz auf das Beet machen. Ich habe auf Ihrer Internetseite gelesen, dass Sie Karotten haben, die die Fliegen nicht anziehen (Resistafly). Kommen diese Karotten aus der Gentechnologie? Was kann ich noch unternehmen gegen diese Fliegen?
Antwort: Die Möhrenfliegen werden zunehmend zu einem grösseren Problem. Ihre Larven überwintern im Boden. Zu Beginn der warmen Jahreszeit werden sie zu Fliegen, die ihre Eier auf Blätter und Stängel der jungen Rüeblipflanzen ablegen. Wenn die Larven geschlüpft sind, bohren sie Frassgänge durch die Wurzeln und können so einen Grossteil der Ernte ruinieren. Richtige Standortwahl und Mischkultur, etwa mit Zwiebeln oder Lauch, bieten einen guten Schutz. Auch Tomatenkraut, zwischen die Rüebli gelegt, hält den Schädling fern. Mit frühen Saaten oder mit einem Insektenschutznetz kann diesen Fliegen ausgewichen werden.
Die Sorte 'Resistafly' (Art. 110 326) ist die Antwort der Züchter auf das Problem: Es ist eine konventionelle Züchtung, entstanden durch das Einkreuzung von Eigenschaften der "Wildformen". Der Stoff, der die Fliegen anlockt (und für unsere Nase nicht feststellbar ist), wird bei 'Resistafly' nur in geringen Mengen produziert. Deshalb werden die Fliegen zur Eiablage weniger auf 'Resistafly' fliegen und somit diese weniger befallen. In der Mischkultur ist ein ähnlicher Effekt wirksam: Die Fliegen erkennen die Rüebli weniger, weil der Duft von Lauch, Zwiebeln oder Tomatenblättern stärker ist, als der Lockstoff der Rüebli. Sie werden verwirrt!
Bei Select wird grundsätzlich kein Saatgut von gentechnisch veränderten Sorten (GVO) angeboten. Alle Select-Sämereien sind gentechfrei: Bei Pflanzenarten, die verunreinigt sein könnten, weil GV-Sorten auf dem Markt sind (z.B. Soja, Mais und Tomaten), werden nicht nur die gesetzlichen Vorgaben strikt eingehalten, sondern zusätzliche Analysen durchgeführt.
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Beerensträucher Schnitt
Frage von Frau B.T.:
Wann schneide ich Beerensträucher?
Antwort: Die modernen Herbsthimbeeren, die an den neuen Trieben Früchte tragen, unbedingt vor dem Wintereinbruch bodennah abschneiden. Bei den "alten" Sommerhimbeeren, die Ruten, die Früchte getragen haben komplet zurückschneiden und die jungen Ruten aufbinden, denn an ihnen werden im nächsten Sommer Flüten und Früchte gedeihen.
Schwarze und rote Johanisbeeren werden jetzt im Laufe des Winters ausgelichtet (alte Zweige).