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Wir bitten John Armleder und Olivier Mosset, gemeinsam das Plakat zu gestalten. Sie sind befreundet, haben beide die internationale Gegenwartskunst beeinflusst und oft in denselben Galerien ausgestellt. Sie waren schon zwei Mal in Môtiers mit dabei.
Jeder schlägt sein eigenes Konzept vor, das jeweils das andere ergänzt: Armleder will ein per Satellit aufgenommenes Foto des Dorfs, Mosset wünscht, dass der Text in Rousseaus Handschrift erscheint.
Das Plakat zeigt so das Paradox unserer Ausstellungen auf: der zeitgenössische Aspekt (die heutige Kunst und das Satellitenfoto) vereinigt sich mit dem historischen Erbe (das Dorf im 18. Jahrhundert und die Anwesenheit Rousseaus).
... Was kann eine Kunstausstellung in freier Natur am Anfang des 3. Jahrtausends wohl bedeuten? Seit langer Zeit, werden Sie mir sagen, hat die Kunst sich in Galerien und Museen eingeschlossen, sich sogar in bestimmten Kunstzentren oder Kunsthallen verbarrikadiert. Man findet höchstens noch Maillol oder Rodin oder noch einige alte Vasarely oder Henry Moore, um Parkanlagen, Gärten und Brunnen zu schmücken...
Doch parallel dazu behält Open-Air Kunst ihre Existenzberechtigung, wenn sie das Publikum anspricht, befragt, es stört, ihm Angst macht.
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Die Künstler, die für unsere Ausstellung arbeiten, sind dazu verpflichtet, in Kontakt mit den Bewohnern des Dorfes zu treten, um sich einen Gartenteil, ein Schaufenster, eine Fassade, einen Jackenärmel oder etwas Strom zu leihen.
Pierre André Delachaux: Begegnug auf einer Parkbank, in: Môtiers 2003, Fleurier 2003, S. 8