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Bündner Autorin überzeugt mit ihrem Manuskript
Gianna Olinda Cadonau erhält für ihr unveröffentlichtes Manuskript «Feuerlilie» den Studer/Ganz-Preis. Damit verbunden ist eine Publikation im Lenos Verlag.
Gianna Olinda Cadonau erhält für ihr unveröffentlichtes Manuskript «Feuerlilie» den Studer/Ganz-Preis. Damit verbunden ist eine Publikation im Lenos Verlag.
Zum neunten Mal wird der Studer/Ganz-Preis für das beste unveröffentlichte deutschsprachige Prosamanuskript vergeben. Dieses Jahr geht der Preis an die Engadiner Autorin Gianna Olinda Cadonau. Ausgezeichnet wird ihr Werk mit dem Arbeitstitel «Feuerlilie». Laut Mitteilung der Studer/Ganz-Stiftung zeigte sich die Jury beeindruckt von der Vielschichtigkeit des Romans, der körperliche und psychische Versehrtheit thematisiere.
Cadonau wurde in Panaji, Indien, geboren und wuchs in Scuol auf. Sie leitet seit 2010 die Kulturabteilung der Lia Rumantscha und engagiert sich als Literaturvermittlerin. Sie schreibt Gedichte und Prosa auf Romanisch und Deutsch.
Darum geht es im Roman «Feuerlilie»:
In einem Engadiner Dorf trifft Vera, deren Schwester Sophia immer wieder in einer psychiatrischen Klinik verschwindet, auf einen offensichtlich von Folter und Kriegstraumata gezeichneten Mann, dem sie sich annähert, mit grosser Zurückhaltung und wachsendem Interesse für den Menschen.
Der Text komme ohne Erklärungen aus, was bei der Lektüre zu einer produktiven Spannung führe, heisst es in der Mitteilung. Die Frage, wie eine junge Frau mit der Versehrtheit der psychisch kranken Schwester und dem gefolterten und traumatisierten Fremden umgehen könne, bleibe unbeantwortet.
(red)