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Bei Primaten entwickelte sich das Sehen als vorherrschender Sinn, der sowohl die Wahrnehmung von visuellen Objekten als auch eine effektive Orientierung im Alltag ermöglicht. Der primäre visuelle Kortex ist der kritische Eingangspunkt für visuelle Signale vom Auge zu den verschiedenen kortikalen Arealen. Dieses Projekt zielt darauf ab, zu identifizieren, wie die Konnektivität des primären visuellen Kortex das Sehen unterstützt, indem Optogenetik in einem nicht-menschlichen Primatenmodell eingesetzt wird. Erste Ergebnisse zeigen die Machbarkeit und Effizienz des optogenetischen Ansatzes in dieser Spezies. Durch die Kombination dieses Ansatzes mit Neuroimaging-Methoden ist es möglich, eine Karte der Hirnareale zu erstellen, die durch optogenetische Stimulation angesteuert werden. Die Anwendung von Verhaltenstests ermöglicht eine weitere Klärung der Beteiligung des primären visuellen Kortex an der Erzeugung von visueller Wahrnehmung und Aufmerksamkeit. Durch die neuen Erkenntnisse zur Optogenetik und der Funktionsweise des primären visuellen Kortex sind die Ergebnisse aus diesem Projekt ein wichtiger Schritt in Richtung klinischer Anwendung beim Menschen.