Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03378.jsonl.gz/254

NEU DELHI - Eine Kältewelle mit Tiefsttemperaturen von unter zwei Grad in der Hauptstadt Neu Delhi fordert in Nordindien immer mehr Tote.
Der Nachrichtensender CNN-IBN meldete am Sonntag, die Zahl der Opfer im Bundesstaat Uttar Pradesh sei auf mindestens 140 gestiegen.
In der daran angrenzenden Hauptstadt Neu Delhi sei die Temperatur in der Nacht zu Sonntag auf 1,9 Grad gefallen - die bislang tiefste Temperatur in diesem Winter in der Metropole.
Meteorologen sagten voraus, dass die Kälte in den kommenden Tage anhält. Winter in Nordindien sind kurz und dauern von Mitte Dezember bis Februar. Sie fordern aber jedes Jahr zahlreiche Opfer.
Deutlich härter ist der Winter in Teilen Chinas und der Mongolei. Dort wurden zuletzt ebenfalls Kälterekorde gemessen. Das Thermometer sank teils auf minus 50 Grad. Die Menschen leiden unter dem härtetesten Winter seit fast 30 Jahren.
Bei Temperaturen um minus 40 Grad Celsius seien mindestens zwei Menschen in der Inneren Mongolei gestorben, berichteten chinesische Staatsmedien am Sonntag.
Von der extremen Kälte seien dort seit Ende Dezember rund 770'000 Menschen betroffen, etwa 180'000 Stück Vieh seien umgekommen. Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, rund 260'000 warten noch immer auf Nothilfe.
In der angrenzenden Mongolei fiel die Temperatur in diesem Winter bereits auf minus 50 Grad Celsius, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Dort bedeckte eine 1,30 Meter hohe Schneedecke mehr als 80 Prozent des Landes. (SDA)