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sie erkennt, dass sie den täuschungen anheimgefallen ist. dass sie nie geglaubt hat, was sie sah, was sie fühlte, nur das was zu sehen erwartet wurde.
die tür ist offen. sie verlässt den raum. sie macht sich keine gedanken über die papiere, die auf dem tisch zurückbleiben. was dort geschrieben steht, diese geschichte, war nur für sie bestimmt.
die möwen schreien. einige fischer kehren heim. mit halbvollen netzen. sie grüßt die fremden männer, setzt sich zu ihnen, bewundert ihren fang, bedauert mit ihnen, dass es immer schwerer wird zu leben, auszukommen. bedauert, dass es keine aufrechten worte des bedauerns gibt. keine, die denjenigen, der sie ausspricht, mit stolz erfüllen könnten.
kann man stolz sein, auf seine leeren hände, fragt sie sich. warum nicht, denkt sie. das ist der moment, in dem sie anfängt zu zeichnen.
sie wählt eine farbe, zeichnet eine straße, häuser am straßenrand, viele, eng beieinander stehende, identische häuser. sie folgt dem stift. sie hat keinen willen, zeichnet, was ihre hände ihr diktieren.
sie fühlt sich frei. solange ihre hand sich bewegt, ist alles gut. sie vergisst. es gibt kein gestern und kein morgen. kein bild. nur den moment, der sie zeichnet, den sie zeichnet.