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Die 1963 eröffnete Mahmud-Moschee an der Forchstrasse 323 war der erste islamische Sakralbau in der Schweiz. Erstellt wurde sie auf städtischem Baurechtsland. Ende November 2020 läuft die Baurechtsdauer nach 60 Jahren ab. Nun beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat, mit dem Verein «Ahmadiyya Muslim Jamaat Schweiz» (AMJ Schweiz) ein neues Baurecht für die Dauer von 30 Jahren mit einer echten Option von weiteren 15 Jahren abzuschliessen. Dass das Baurecht erneuert und nicht nur verlängert werden soll, liegt daran, dass bisher die Zentralorganisation der Ahmadiyya-Bewegung mit Sitz in Pakistan Baurechtsnehmerin war. Der jährliche Baurechtszins für das 500 m2 grosse Grundstück beträgt 28 400 Franken.
Schweizer Ableger einer islamischen Reformgemeinde
Die Moschee ist im Inventar der schützenswerten Bauten und Anlagen von kommunaler Bedeutung aufgeführt. Mit dem Ablauf des bisherigen Baurechts geht das Gebäude ins Eigentum der Stadt über. Gemäss dem neuen Baurechtsvertrag soll der Verein die Moschee samt Gemeinschafts-, Arbeits- und Wohnräumen ohne Entschädigung von der Stadt übernehmen können.
Die Baurechtsnehmerin, der Verein AMJ Schweiz, wurde 1957 gegründet. Er führt eine weitere Moschee im thurgauischen Wigoltingen und zählt rund 900 Mitglieder, darunter etwa 300 in Zürich und Umgebung. Er gehört zu einer islamischen Reformgemeinde, die 1889 in Indien gegründet wurde und heute in mehr als 200 Ländern vertreten ist.