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Globale Normen – lokale Formen. Verwirklichungen rechtlicher Bindungen in der spätmittelalterlichen Stadt
jeudi, 7. février
14:30 jusqu'à 17:00 heures
Salle 3026
Die ideale Stadt des Mittelalters ist autark und selbstgenügsam, umgürtet ihre Bürger mit immer höher werdenden Mauern und wirft sie zunehmend auf eine mit lokalen Grössen, autochthonen Gründern und historischen Lokalterminen ausgestattete Patria zurück. In der Praxis allerdings erhält die mittelalterliche Stadt ihre Dynamik durch Integration und Adaptation von Normen und Regelungen aus übergeordnetem, "globalen" Kontext, die aber ihrerseits durch die lokale Praxis beeinflusst werden. Das Panel diskutiert die Wechselwirkungen von innerstädtischer sozialer Praxis mit ihrem überlokalen rechtlichen Kontext: Bündnisse, Zunftordnungen, Formen der eidlichen Bindung und die Sprachen, welche politischen Räume verbinden und trennen. Ziel des thematisch breit gefächerten Panels ist die Herausarbeitung methodischer Schritte zur systematischen Erfassung der aus dem Spannungsfeld von globalen Normen und lokalen Formen erwachsenden Dynamik der politisch-institutionellen und gesellschaftlichen Entwicklung im Spätmittelalter.
Responsabilité
Intervenantes
Interventions
- Zünfte an die Macht! Zur Entstehung von Zunftverfassungen.
- (Faire) prêter serment dans les villes du Rhin supérieur à la fin du Moyen Âge
- Burgrechte ohne Ende? Klöster und Adel instrumentalisieren die spätmittelalterliche Stadt.
- Die Sprache der Anderen. Mehrsprachigkeit im politischen Alltag spätmittelalterlicher Städte – Überlegungen aus eidgenössischer Sicht