Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03122.jsonl.gz/2416

Quelle: CH Media Video Unit / Katja Jeggli
Im Golf von Thailand waren am Dienstag nach offiziellen Schätzungen rund 50 000 Liter Rohöl aus einem Leck in einer Unterwasser-Pipeline der Star Petroleum Refining Company ins Meer gelaufen. Einen Tag später sei das Ausfliessen des Öls gestoppt worden. Der Ölteppich hatte sich über eine 47 Quadratkilometer grosse Fläche erstreckt, bevor er die Küste von Rayong erreichte, wie örtliche Medien berichteten.
Die Marine und weitere Helfer versuchten nun fieberhaft, die Strände zu säubern und den Schaden einzudämmen, zitierte die «Bangkok Post» den Generaldirektor der Abteilung für Umweltverschmutzungskontrolle, Atthapol Charoenchansa. Der Einsatz von chemischem Dispersionsmittel in den vergangenen Tagen habe den Schaden möglicherweise gemindert.
Damit seien die Folgen wohl geringer als bei der Umweltkatastrophe von 2013. Damals hatte ein Leck an einer anderen Pipeline eine Ölpest verursacht und Strände in Rayong verschmutzt. Es habe Monate gedauert, die Folgen für die Fischerei und den Tourismus zu beheben.
In Peru wohl mehr Öl ausgetreten als gedacht
Unterdessen wurde bekannt, dass bei dem Unglück vor zwei Wochen vor der Küste von Peru wesentlich mehr Öl ausgetreten ist als bisher gedacht. Das peruanische Umweltministerium teilte mit, dass nicht etwa 6000 Barrel (je 159 Liter) Öl ausgelaufen seien, wie zunächst geschätzt, sondern 11 900 Barrel. Der spanische Erdölkonzern Repsol, der die betroffene Raffinerie La Pampilla betreibt, sprach in einer Mitteilung nun ebenfalls von 10 396 Barrel.
Der peruanische Aussenminister Óscar Maúrtua erhob daraufhin schwere Vorwürfe. «Die Information über die tatsächliche Anzahl des in Ventanilla ausgelaufenen Öls bestätigt den Ökozid und offenbart die mangelnde Transparenz von Repsol», zitierte das Aussenministerium des südamerikanischen Landes Maúrtua in einem Tweet am Samstagabend (Ortszeit). «Die Regierung wird eine drastische Sanktion ankündigen.» Repsol gab in der Mitteilung an, seine Information mit den Behörden geteilt hat, die Beseitigung der Folgen der Ölpest sei oberste Priorität.
Das Unglück hatte sich beim Entladen eines Tankers ereignet. Hohe Wellen nach der Eruption des Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai bei Tonga hätten den Unfall verursacht, hiess es. Öl kontaminiert seither mehr als 20 Strände nördlich der Hauptstadt Lima. Der zuständige Staatsanwalt warf den Verantwortlichen der Raffinerie vor, zu spät auf die Ölkatastrophe reagiert zu haben.