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Die alljährliche Dach-Diskussion ist bereits am ersten Tag der US Open in New York neu entfacht worden:
Nur wenige Stunden nach Beginn der Auftaktmatches am Montagvormittag Ortszeit mussten die Spiele wegen heftiger Regenfälle unterbrochen werden.
Bereits seit Jahren stehen die Turnierverantwortlichen von Flushing Meadows heftig in der Kritik, da das mit einer Kapazität von 23.733 Zuschauern grösste Tennisstadion der Welt kein Dach besitzt. Auch Planungen in dieser Richtung gibt es nicht.
In den vergangenen vier Jahren musste das Männer-Finale wegen der wetterbedingten Verschiebungen ("Washouts") und der fehlenden Überdachung jeweils am Montag statt wie vorgesehen am Sonntag ausgetragen werden.
"Jetzt geht das schon wieder los. Ich bin auch nicht optimistisch, dass wir hier bald ein Dach haben werden", sagte Ikone John McEnroe am Montag. Während es bei den Australian Open und in Wimbledon inzwischen Dachkonstruktionen gibt und die French Open bald aufrüsten, tut sich im Big Apple nichts.
Der US-amerikanische Verband (USTA) plant zwar, das Gelände für rund 500 Millionen Dollar umzubauen - eine Abdeckung des Arthur-Ashe-Stadiums ist aber aus Kostengründen weiterhin nicht vorgesehen.
Vielmehr wird es einen neuen Grandstand geben, der im Südwesten der Anlage entstehen soll. Zudem ist vorgesehen, das Louis-Armstrong-Stadium um 5000 auf insgesamt 15.000 Plätze zu erweitern. Alles soll bis 2018 fertiggestellt sein.
Doch Profis und Zuschauer kommen sich beim letzten Major-Turnier des Jahres langsam vor wie im Film "Und täglich grüsst das Murmeltier" vor.
"Die entscheidenden Leute hier wollten unbedingt das grösste Stadion bauen, aber für denselben Preis hätten sie eine etwas kleinere Arena und ein Dach haben können", moserte der viermalige US-Open-Gewinner McEnroe jedes Jahr aufs Neue. Insgesamt 15. Mal musste das Turnier seit 1935 in die Verlängerung gehen.