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Der Gesamtumsatz betrug 64,9 Mrd CHF und wurde beeinflusst von einem negativen Wechselkurseffekt (-6,7%), während Akquisitionen per Saldo 0,4% zum Umsatz beitrugen, wie der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern am Freitag mitteilte.
Mit den vorgelegten Zahlen hat Nestlé die Markterwartungen (AWP-Konsens) klar verfehlt. Analysten hatten das organische Wachstum bei 4,7% (Bandbreite 4,6-4,9%) und das interne Realwachstum bei 2,0% (1,7-2,4%) geschätzt, der Umsatz wurde bei 65,6 Mrd gesehen.
Die Wachstumsdynamik hat sich im dritten Quartal damit klar verlangsamt. Nestlé gibt zwar keine genauen Quartalszahlen für das organische Wachstum bekannt, aufgrund der bereits bekannten Halbjahres- (4,5%) bzw. Erstquartalszahl (4,4%) dürfte das organische Wachstum in der Periode von Juli bis September aber nur bei rund 3,6% gelegen haben und damit klar unter den rund 4,6% des zweiten Quartals.
Das organische Wachstum erreichte in den Industrieländern 2,2% und in den aufstrebende Märkte 6,8%. In den drei Regionen lag das Wachstum bei 6,2% in Nord- und Südamerika (AMS), bei 4,0% in Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika (EMENA) und bei 1,1% in Asien, Ozeanien und Subsahara-Afrika (AOA).
Indien und Skin Health belasten
Konzernchef Paul Bulcke meinte zum Ergebnis: "Nach einer guten Leistung in der ersten Hälfte des Jahres wurden wir im dritten Quartal von aussergewöhnlichen Ereignissen beeinflusst und in unserer Leistung deutlich beeinträchtigt; mit Maggi Nudeln in Indien und Anpassungen in der Rabattpolitik bei Nestlé Skin Health."
Trotzdem sei das interne Realwachstum gestiegen, was auf die positive Dynamik in grossen Teilen des Geschäfts auf breiter Basis und in vielen Märkten zurückzuführen sei, so Bulcke weiter.
Nestlé habe wohl gute Fortschritte in weiten Teilen Lateinamerikas gemacht und eine signifikante Verbesserung in Nordamerika erzielt, vor allem in der Tiefkühlkost. Im Gegensatz dazu habe sich die Umsatzerholung in China aber abgeschwächt, heisst es.
Entsprechend musste Nestlé den Ausblick senken. Insgesamt sei das organische Wachstum knapp hinter den eigenen Erwartungen zurückgelegen und deshalb erwarte man ein organisches Wachstum von rund 4,5% für das Gesamtjahr mit Verbesserung der Margen und des nachhaltigen Gewinns pro Aktie bei konstanten Wechselkursen und der Kapitaleffizienz, heisst es dazu. Bisher war von einem organischen Wachstum von rund 5% die Rede.
(AWP)