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(Schloss)(Kt. Zürich,
Bez. Bülach,
Gem.
Freienstein). 438 m.
Schloss auf einer Anhöhe 1 km sö. Teufen. Telephon. 2
Häuser, 28 reform.
Ew. Nach dem Uebergang an die Stadt
Zürich bildetenFreienstein,
Rorbas und Teufen mit den umliegenden
Gegenden eine dem innern Amt der Landvogtei
Kiburg angegliederte Gerichtsbarkeit. Die Freiherren von Teufen kommen schon 1166 urkundlich
vor. Um 1270 scheint sich das Geschlecht in zwei Linien geteilt zu haben, die Teufen und die Hohenteufen. 1321 erlosch es
im Mannesstamme mit Gerhard von Hohenteufen.
Die Stammburg, Alttüfen oder bloss Tüfen genannt, lag auf dem sog. Guggisbuck am
Irchel. Die Burgstelle ist 38 m lang und 12 m
breit und durch einen etwa 12 m tiefen
Graben vom Bergrücken getrennt. Altteufen wurde von den Töchtern des letzten Freiherrn
von Teufen, Heilwig von
Stoffeln und Katharina von Utzingen, um 1347 an Lüpolt zum
Thor, Kammermeister
des Herzogs von Oesterreich, verkauft, dessen Nachkommen sich von Tüfen nannten. 1410 kam die Burg an Hans von Griessen
und 1462 an Hans Heinrich zum
Thor, der trotz des Namens mit Lüpold zum
Thor nicht verwandt war.
Jetzt wurde die alte Burg verlassen und etwas unterhalb ein neuer Herrensitz gebaut. Er ging als
Erbe
an die von Ulm über, dann an die Meiss, deren Linie sich von Teufen nannte. Das von den Meiss im 17. Jahrhundert von
Grund
auf erneuerte untere
Schloss ging mit dem schönen
Gut 1838 an einen Herrn Hürlimann und dann an einen
Herrn Merian aus Basel
über. Dieser liess die alten Gebäude niederreissen und einen grossartigen gotischen Bau aufführen, der,
weil er nicht vollendet wurde, den Eindruck einer modernen Ruine macht. Der grosse Wirtschaftshof ist in den Händen der
Familie Keller und liegt inmitten eines prächtigen
Weinberges. - Die Burg Hohenteufen befand sich auf
einem freistehenden Hügel unterhalb des sog.
Hörnli auf dem
Irchel 570 m über Meer. Sie hatte die Gestalt eines Rechtecks
von 30 m Länge und 16,5 m Breite und soll 1334 von den Zürchern zerstört worden sein. - Eine dritte Burg, Nieder-
oder Hinterteufen, soll sich beim
Hofe Rheinegg unterhalb Teufen befunden haben, da wo die
Töss in den
Rhein fliesst. Vielleicht
stammt das Rittergeschlecht von Teufen, das von 1295 bis ins 15. Jahrhundert in Schaffhausen
blühte, von Niederteufen. Vergleiche: Zeller-Werdmüller,
H. Zürcher Burgen.Zürich
1894/95. - Dändliker, Karl. Geschichte derGemeindenFreienstein,
Rorbasund Teufen.Bülach 1870.
Milchwirtschaft. In der Nähe
die Irrenheilanstalt des Kantons Appenzell
A. R.Teufenau war einst ein Dorf mit 1302 gestifteter eigener Pfarrkirche,
zu der der w. Abschnitt von
Herisau und die Gemeinde
Schwellbrunn eingepfarrt waren.
Das Dorf wurde dann im Verlauf der Appenzellerkriege
eingeäschert.
Schneckenzucht. Auf einem bewaldeten
Felskopf über dem Dorf steht die Ruine der
Trostburg, die von den Bernern 1415 zerstört worden ist,
weil der Besitzer, Rudolf von Rynach, sich ihnen nicht unterwerfen wollte.
Dem
Felsen entspringt hier eine reichlich fliessende
Quelle.
Geburtsort des Botanikers Joh. Müller-Argoviensis in Genf
(1828-1896).
Schöne Waldungen. Die abgelegene Gegend ist der
Welt näher gerückt durch
die neue Wührestrasse, die hoch über dem linken Ufer der
Zulg hinzieht und die Ortschaften
Reust, Meiersmad,
Horrenbach,
Buchen
und Teuffenthal mit
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