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Die Fondation Charles Veillon
In der Nachkriegszeit stiftet der Lausanner Mäzen und Unternehmer Charles Veillon, im Bemühen um Versöhnung durch Kultur, drei internationale Literaturpreise. Diese Preise werden für Romane in den drei europäischen Landessprachen der Schweiz verliehen, nämlich Französisch, Italienisch und Deutsch. Nach seinem Tod wird die Fondation Charles Veillon gegründet, um weiterhin das kulturelle Schaffen und die wissenschaftliche Forschung zu fördern. Im Jahre 1975 richtet die Fondation den Prix Européen de l’Essai ein, um Autoren zu unterstützen, »damit sie durch ihr Schreiben helfen, Verbindungen zu schaffen – eine wesentliche Voraussetzung, um sich in der relativen Freiheit unserer Zeit zu tolerieren« (Ansprache von Charles Veillon bei der Verleihung des Preises in deutscher Sprache, 1953).
Die Stiftung setzt sich ein, Orte für einen fruchtbaren Dialog zu schaffen, indem sie die Interdisziplinarität aufwertet und den Menschen in den Mittelpunkt der kulturellen und gesellschaftlichen Orientierungen stellt.
Ihre Grunsätze
»Bei der Auswahl der Themen und der Personen, die unsere Unterstützung erhalten, erinnern wir uns an das Wort von Camus: ›Ein Dialog ist nur zwischen Menschen möglich, die bleiben, was sie sind, und die wahrhaftig sprechen‹. Wir sind davon überzeugt, dass unter diesen Bedingungen eine breite Konfrontation von Menschen und Disziplinen sinnvoll ist. Doch die Orte, an denen diese Konfrontation möglich ist, sind rar gesät. Wir versuchen, sie zu vervielfachen.« (Auszug aus dem von den Gründern im November 1972 in Lausanne verfassten Text)
Stiftungsrat
- Lucie Kaennel, Theologin und Judaistin, Übersetzerin
- Josephine Macintosh, Juristin
- Francesco Panese, Vizepräsident der Fondation, Professor für Sozialkunde der Wissenschaften und der Medezin an der Universität Lausanne
- Cyril Veillon, Präsident der Fondation
- Magali Veillon, Verlegerin
- Jacques Zwahlen, Jurist
Generalsekretariat : Élise David
Der Fonds Veillon zur Erforschung von malignen Lymphomen
Der Fonds Veillon zur Erforschung von malignen Lymphomen wurde 1957 von Charles Veillon und Prof. Dr. med. Fernand Cardis gegründet. Er steht unter der Schirmherrschaft der Universität Lausanne und wird von der Fakultät für Biologie und Medizin der Universität Lausanne verwaltet.
Seine Tätigkeit hat sich in viele Richtungen entwickelt, insbesondere auf Anregung des Schweizerischen Instituts für experimentelle Krebsforschung (ISREC).