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Das erste Holzkastell wurde hier bereits kurz nach 40 n.Chr. erstellt. Ein zweites Kastell wurde vor dem Jahr 50 bereits durch ein drittes ersetzt.
Ein Vicus hat sich offensichtlich westlich und südlich davon entwickelt.
Um das Jahr 300 wurde östlich davon auf den Hügeln Kirchlibuck und Sidelen ein Doppelkastell erstellt. Dieses gehörte zum befestigten Rhein Limes.
Zu sehen sind heute die Reste des Kastells auf dem Kirchlibuck. Es handelt sich beinahe um die ganze Südmauer und einen Abschnitt der Ostmauer. Die Nord- und Westmauer ist vermutlich den Hang hinunter gestürzt.
Die Südmauer verlief nicht in einer geraden, sondern in einer Art Zickzack Kurs. Sie kann in vier Strecken unterteilt werden:
Die Ostmauer verlief gerade und wies offensichtlich keine Zwischentürme auf. Es ist nicht ganz die hälfte der Strecke erhalten geblieben.
Die Mauerbreite ist für die Ostmauer und die 1. Strecke ca. 2 Meter. Ab da beträgt sie ca. 3 Meter 50.
In der Ecke zwischen der 1. und 2. Strecke entstand im fünften Jahrhundert eine Kirche mit Baptisterium. Östlich davon befand sich ein dazu gehörendes Nebengebäude.
Vom gegenüber liegenden Kastell auf Sidelen ist heute nichts mehr zu sehen. Nördlich des Südostturms des Kastells Kirchlibuck ist ein Maueransatz zu sehen. Man vermutet, dass die beiden Kastelle mindestens auf der Südseite durch eine Mauer verbunden waren. In der Talsenke befand sich zudem ein Badegebäude. Dort ist auch ein kurzer Mauerabschnitt zu sehen. Dieser gehört nicht zum erwähnten Maueransatz, ist für das Badegebäude jedoch zu dick.
Vom Brückenkopf am Nordufer des Rheins konnte ich nichts entdecken. Bei der Kirche St. Michael ist aber ein Stein mit lateinischer Inschrift aufgestellt. Vielleicht handelt es sich um den als Spolie verwendeten Grabstein.