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F√ľr die Bestimmung des Gew√§sserraums betrachten Sie die einzelnen Gew√§sser abschnittsweise. Die Bildung der Abschnitte in Schritt 1 stellt daher eine wichtige Grundlage f√ľr die weiteren Arbeitsschritte zur Ausscheidung des Gew√§sserraums dar.
Dokumentation
Die Gew√§sserabschnitte tragen Sie in der Excel-Vorlage ¬ęFestlegung Gew√§sserraum¬Ľ ein, in der auch alle folgenden Schritte mit den erforderlichen Nachweisen und Zwischenresultaten dokumentiert werden m√ľssen.
Pro Gemeinde wird ein Dokument gemeinsam mit dem Schlussdossier beim Kanton eingereicht.
Definition des Projektperimeters
Vor der Abschnittsbildung ist der Projektperimeter zu definieren. Dabei ist im Rahmen der fl√§chendeckenden Gew√§sserraumfestlegung im vereinfachten Verfahren an den kommunalen Gew√§ssern im Siedlungsgebiet der Gew√§sserraum im Grundsatz in Bauzonen, kommunalen Freihaltezonen, Reservezonen und Erholungszonen auszuscheiden und festzulegen. Folgende erg√§nzenden Kriterien sind zu beachten (vgl. auch √ľbergeordnete Prinzipien):
- Ausscheidung und Festlegung des Gew√§sserraums immer beidseitig, d.h. auch im Landwirtschaftsgebiet oder im Wald, wenn das Gew√§sser an der Grenze zwischen dem Siedlungsgebiet und dem Landwirtschaftsgebiet bzw. zwischen dem Siedlungsgebiet und dem Wald verl√§uft.
- Ausscheidung und Festlegung des Gew√§sserraums auch bei kurzen ¬ęVerbindungsabschnitten¬Ľ (max. 300 m L√§nge) zwischen Siedlungsgebieten im Wald oder in der Landwirtschaftszone.
- Ausscheidung und Festlegung des Gew√§sserraums in Waldarealen, welche von Siedlungsgebiet umgeben sind.
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Grunds√§tze f√ľr die Abschnittsbildung
Als zentrale Grundlage f√ľr die Abschnittsbildung dient die Karte der Gew√§sser-√Ėkomorphologie des Kantons Z√ľrich. Sie enth√§lt Angaben zu folgenden Kriterien, die f√ľr die Bemessung der Gew√§sserraumbreite und damit f√ľr die Abschnittsbildung massgebend sind:
- √Ėkomorphologie¬†(von nat√ľrlich/naturnah bis k√ľnstlich/naturfremd oder eingedolt).
- Gerinnesohlenbreite
- Breitenvariabilit√§t
Die Breite der Gerinnesohle aus der Gew√§sser-√Ėkomorphologie des kantonalen GIS-Browsers muss zwingend anhand des Katasterplans √ľberpr√ľft werden. Falls diese beiden Angaben sehr unterschiedlich sind, sollte eine Messung vor Ort vorgenommen werden.
Ebenso ist die Lage der Gew√§sserachse gem√§ss dem Plan der √∂ffentlichen Oberfl√§chengew√§sser und der Wasserrechtskan√§le (kantonaler GIS-Browser) zwingend mit dem digitalen H√∂henmodell (kantonaler GIS-Browser) und dem Katasterplan (kantonaler GIS Browser) abzugleichen. Bei grossen Abweichungen ist die Gew√§sserachse anhand des Katasterplans und des digitalen H√∂henmodells durch den Planungstr√§ger neu zu konstruieren und die neu konstruierte Achse als Grundlage f√ľr die Gew√§sserraumausscheidung zu verwenden. Das digitale H√∂henmodell weist die beste Genauigkeit auf.
Verf√ľgt die Gemeinde √ľber einen aktuellen Werkleitungskataster, ist die Lage der Eindolungen gem√§ss AV-Daten mit dem Werkleitungskataster abzugleichen. Der Werkleitungskataster weist in der Regel eine bessere Lagegenauigkeit auf. Weitere Kriterien f√ľr die Abschnittsbildung sind:
- Gefahrenbereiche gem√§ss Naturgefahrenkarte
- Revitalisierungspotenzial gem√§ss kantonaler Revitalisierungsplanung
- Eindolungen
- Abst√ľrze
- Nutzungszonen, Schutzgebiete (z. B. BLN)
- Wechsel (√úbergang) Siedlungsrand / Siedlungsgebiet
- Siedlungsstruktur (bei angedachter Reduktion im dicht √ľberbauten Gebiet)
Bei Durchl√§ssen wird in der Regel empfohlen, keine neuen Abschnitte zu bilden.
Die Bildung der Abschnitte ist wie die gesamte Gew√§sserraumausscheidung ein iterativer Prozess.
Festlegung Gew√§sserraum
Diese Vorlage dient der Dokumentation aller folgenden Schritte mit Zwischenresultaten.
Pro Gemeinde wird ein Dokument gemeinsam mit dem Schlussdossier beim Kanton eingereicht.