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Den nächsten Schritt zu mehr Transparenz vollziehen die karibischen Überseegebiete Bermuda, Cayman Islands, British Virgin Islands (Jungferninseln), Anguilla, Montserrat sowie Turks und Caicos, aber auch die in der Irischen See gelegene Isle of Man.
Diese britischen Steuerparadiese nennen künftig Details zu Bankkonten. Dies kündigte der britische Finanzminister George Osborne an.
Britische Überseegebiete, zu denen unter anderem die Cayman Islands sowie die Bermudas zählen, müssen künftig automatisch Details zu den Inhabern von Bankkonten sowie zum Umgang damit bereitstellen, erklärte das britische Finanzministerium.
Die Informationen sollen auch Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien zugänglich gemacht werden. Die Länder hatten sich vergangenen Juni darauf verständigt, im Kampf gegen Steuerhinterziehung enger zusammenzuarbeiten.
Die sechs überseeischen Gebiete sind britische Kronkolonien beziehungsweise werden von einem Gouverneur aus London gesteuert. Die Isle of Man hingegen kennt zwar einen Gouverneur der Könige, ist aber als autonomer Kronbesitz direkt der britischen Krone unterstellt und weder Teil des Vereinigten Königreichs noch eine Kronkolonie. Sie stellt ein gesondertes Rechtssubjekt dar und ist nicht Teil der Europäischen Union.
Die Kanalinseln Jersey und Guernsey gehören ebenfalls nicht zu Grossbritannien und schon gar nicht zur EU, sind aber wie auch die Isle of Man britischer Kronbesitz. Sie unterstehen damit der britischen Königin, nicht aber dem britischen Parlament und haben ihr eigenes Rechtswesen, insbesondere eigene Steuergesetze.
Sie sind massiv von der internationalen Finanzwelt abhängig. Auf Jersey wird knapp die Hälfte der Wirtschaftsleistung nach offizieller Statistik von Banken, Treuhandgesellschaften, Hedge-Fonds, Privatstiftungen und Finanzanwälten erbracht. In Guernsey ist es ein Drittel.
(chb/sda/awp)