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Tansania ist ein Land mit zwei Gesichtern. Das Land besteht auf dem Festland aus dem ab Ende des 19. Jahrhunderts christianisierten Teil und der muslimisch geprägten Insel Sansibar im Archipel vor Daressalam, auf der die Besatzung der Briten (1890–1963) ihre Spuren hinterlassen hat.
Die Situation der Christen in Tansania verstehen man besser, wenn man verschiedene historische, soziologische und politische Gegebenheiten in Betracht zieht. Von 1961 bis 1987 wurde Tansania sozialistisch regiert, wobei die Ideen des Kommunismus die Gräben zwischen den Religionen nicht zum Verschwinden gebracht haben. So ist dann auch die Unterdrückung auf der muslimisch geprägten Insel Sansibar und den Küstenregionen viel stärker als in den übrigen Regionen, die von der Regierung wirtschaftlich stärker gefördert worden sind.
Eine Bedrohung für den sozialen Frieden stellen die islamistischen Bewegungen aus Somalia und Kenia dar, die vermehrt an Einfluss gewinnen und die Bevölkerung mit ihrem Gedankengut infiltrieren.