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Konstanz sucht den Oberbürgermeister: Männliche Wähler hätten lieber eine
Oberbürgermeisterin, den Frauen ist es mehr oder weniger egal
In der Zeit vom 4.6. bis zum 22.6. lief auf rogare.ch eine Wahlumfrage zur
OB-Wahl in Konstanz. Gefragt wurde, welchem Kandidaten man seine Stimme gehen
würde und zusätzlich nach Alter, Geschlecht und danach, ob man in Konstanz
wahlberechtigt sei.
972 Stimmen wurden abgegeben, darunter waren 270 Wiederholungen und
702 Erststimmen. Unter den Erststimmen waren nach eigenen Angaben 571 in
Konstanz wahlberechtigt und von diesen 41% Frauen und 59% Männer.
Die stärkste Altersgruppe waren die 41-55 Jährigen mit 35%, dann die
26-40 Jährigen mit 29%, die 18-25 Jährigen mit 24% und schliesslich die
älter als 55 Jährigen mit 12%.
Die 5 bestplazierten Kandidaten sind dieselben, wie in der offiziellen Wahl
vom 1.7.
Die offizielle Wahl vom 1.7. und die Wahlumfrage auf rogare.ch zeigen
dieselben 5 Kandidaten vorn, aber mit unterschiedlichen Stimmanteilen.
Im Durchschnitt entfielen 14% der männlichen Wählerstimmen auf Kandidatinnen
und 8% auf Kandidaten. Bei den weiblichen Wählerstimmen entfielen im Durchschnitt
fast genau so viele auf Kandidatinnen wie auf Kandidaten. Der durchschnittliche Mann
hätte also fast zweimal lieber eine Oberbürgermeisterin, während die
durchschnittliche Frau nur leicht eine Oberbürgermeisterin bevorzugt.
Dieses Diagramm zeigt den für öffentlichkeitswirksame Aktionen oft beobachteten
Verlauf mit exponentiellem Abfall. Nachdem am späten Abend des 4.6. der Link
zur Wahlumfrage auf Facebook veröffentlicht wurde, kamen am 5.6. 170 Stimmen zusammen. In den
Folgetagen nahm die Anzahl der Stimmen exponentiell ab. Am 11.6. und am 15.6.
gab es wahrscheinlich noch einmal neue Publicity durch andere Personen, die
den Link veröffentlicht haben.
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