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«Die Begleitung und der Austausch im Projekt stärkten mich und machten mir Mut. Dank der Ausbildung und meinem Secondhand-Kleiderladen kann ich heute für mich und mein Kind sorgen. Jeden Monat lege ich etwas Geld zur Seite, damit ich mich in ein paar Jahren zur Lehrerin ausbilden lassen kann. Ich will, dass Valeria stolz auf mich ist.»
Khadija Iddi (18)
Khadija Iddi aus Mwanza in Tansania musste von heute auf morgen erwachsen werden. «Als ich mit 16 schwanger wurde, flog ich von der Schule. Das war schlimm für mich, da ich eine gute Schülerin war und studieren wollte. Ich war verzweifelt und einsam», erinnert sich Khadija. Ihr älterer Freund hatte ihr ein besseres Leben versprochen, liess sie aber schwanger sitzen. Sie ist nicht die einzige. Viele Mädchen aus armen Verhältnissen lassen sich in Tansania auf Beziehungen mit älteren Männern ein. Viele wissen aber nicht, wie sie sich vor ungewollten Schwangerschaften oder sexuell übertragbaren Krankheiten schützen können. In Tansania werden schwangere Mädchen sofort von der Schule verwiesen. Die jungen Mütter sind verzweifelt und haben keine beruflichen Perspektiven.
Dank unserem Projekt erhielt Khadija einen Ausbildungsplatz. Sie lernte mit einem Computer umgehen, einen Businessplan erstellen und lernte einen Businessplan erstellen. Nach der einjährigen Ausbildung gründete sie ihren eigenen Secondhand-Kleiderladen. Heute verdient sie genügend Geld, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. «Ich bin stolz, dass ich heute für mich und Valeria sorgen kann.»
Mit den beruflichen Kursen und der psychosozialen Begleitung unserer Partnerorganisation erhalten junge Mütter und ihre Kinder die Chance, sich eine lebenswerte Zukunft aufzubauen.
Die Corona-Krise verschärft die Not der jungen Mütter zusätzlich. Wir versuchen zu unterstützen, beraten online, informieren über Schutzmöglichkeiten und verteilen Masken und Seife.
Nur gemeinsam mit Ihnen können es die jungen Mütter schaffen!
Danke, dass Sie mithelfen, jungen Müttern eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen.
Kleine Schritte bewirken oft Grosses!
Mutter und jünger als 18
Jedes vierte Mädchen in Tansania wird vor dem 18. Geburtstag schwanger. Damit weist Tansania eine der höchsten Raten an Teenage-Schwangerschaften auf. Das Wissen über Verhütung und sexuell übertragbare Krankheiten wie HIV/Aids ist oft ungenügend. Jede dritte Frau hat zudem im letzten Jahr sexuelle Gewalt erfahren. Sexualität ist aber immer noch ein Tabuthema.
Schwangere Mädchen und junge Mütter dürfen in Tansania keinen Schulunterricht besuchen. Sie seien schlechte Vorbilder, so Präsident John Magufuli. Mehr als die Hälfte der jungen Mütter hat denn auch eine geringe Bildung. Die grosse Armut, die hohe HIV/Aids-Rate und die Geschlechterungleichheit erschweren den jungen Müttern zusätzlich die Zukunft. Es ist kaum möglich, aus dem Armutskreislauf auszubrechen und ein würdevolles Leben zu führen.
So unterstützen wir Teenage-Mütter
Verzweifelte junge Mütter aus armen Familien können sich in unserer Beratungsstelle in Mwanza stärken, Berufsbildungskurse absolvieren und sich beim Aufbau eines eigenen Geschäfts coachen lassen. Viele schaffen es, mit dem eigenen kleinen Betrieb ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Unsere Partnerorganisation sensibilisiert die Jugendlichen an Schulen zu sexueller Gesundheit. In Workshops eignen sie sich Wissen zu Pubertät, Verhütung und sexueller Gewalt an. Sie lernen, sich vor Geschlechtskrankheiten und HIV/Aids zu schützen. Ebenso werden Gemeindemitglieder, Lehrkräfte und Eltern sensibilisiert, damit sie die Jugendlichen unterstützen können. Damit tragen wir zur Reduktion von Frühschwangerschaften, Geschlechtskrankheiten, HIV/Aids und sexueller Gewalt bei. Ebenso helfen wir mit, das Thema Sexualität zu enttabuisieren.