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Der ATBH löst sich auf. Jedenfalls die jetzige Hofbesetzung. Gefährdet sind die (antispeziesistischen, …) Inhalte des Projekts, nicht aber die dort lebenden Tiere: Ihre adäquate Versorgung ist im Notfall gesichert.
Das aktuelle “Hofteam” mußte realisieren, daß es sich um kein Team handelt, und daß der persönliche Einsatz, den es erfordern würde, den ATBH nach den Geschehnissen der letzten Wochen zwischen den Menschen auf dem Hof weiter (zusammen) zu betreiben, nicht zu erbringen ist.
Der Antitierbenutzungshof ist/war kein Vorzeigeprojekt, sondern kann in vielen Punkten seinen politischen Ansprüchen nicht gerecht werden. So herrschen z.B. am Hof patriarchale Strukturen, das Hofleben und somit der Betrieb des Hofes werden somit alles andere als in einem herrschaftsfreien Raum vollzogen.Selbstausbeutung und andere widrige Lebensumstände tragen weiterhin zu einem sehr schwierigen, angespannten Klima und begrenzteren Handlungsmöglichkeiten bei.
Die auf dem ATBH lebenden Tiere werden in jedem Fall für immer hier leben und hier angemessen versorgt werden. Denn, wenn sich sonst niemand fände, würde Daniels Bruder die Durchführung des Hofprojekts vor Ort übernehmen – die beiden haben den Lebenshof, bevor er als Antitierbenutzungshof ausgerichtet war, zusammen initiiert und realisiert. Somit wäre “für das Wohl der Tiere bestens gesorgt”.
Allerdings würden die Inhalte des ATBH so wohl nicht übernommen werden, da der Bruder eine inhaltlich andere Ausrichtung verfolgt (unserer Einschätzung nach z.B. reformistisch statt abolitionistisch, nicht explizit gesellschaftskritisch – wobei dies in der Praxis auf dem ATBH eben auch nicht unbedingt der Fall ist); so würde schon alleine das Projekt nicht mehr Antitierbenutzungshof heißen, … Die genaue inhaltliche Entwicklung können wir nur abschätzen, nicht vorhersagen.
Wir suchen also Menschen, die den Antitierbenutzungshof übernehmen und in antispeziesistischem, abolitionistischem Sinn weiterführen wollen, ohne dabei andere Unterdrückungs- und Ausbeutungsformen, die das patriarchale, sexistische, rassistische, kapitalitische System hervorbringt, zu vergessen.
Es muß ein Team von mindestens zwei Personen sein, das den Hof schmeißt, da mind. eine Person Lohnarbeit machen muß, da manche Dinge nur mit Hilfe erledigt werden können, da das Leben als EinsiedlerIn i.d.R. zu belastend ist, …
Etwa 700 € müssen von den zukünftigen BetreiberInnen monatlich zum Hofbetrieb aus privaten Mitteln beigesteuert werden, dazu kommen die eigenen Lebenshaltungskosten. Die Hofrate und die Wiesenrate würden wir dauerhaft weiterzahlen, so daß mietfreies Wohnen mit Wohnrecht, solange die Tiere gut versorgt werden, hier gegeben ist.
Für eine flexibel gestaltbare Übergabezeit mit Einweisungen, Besprechungen usw. können ehemalige HofbetreiberInnen zeitweise noch auf dem Hof mitwohnen und mitmachen.
Wir hoffen sehr, daß die Idee des Antitierbenutzungshofs nicht sterben muß und daß sich engagierte Leute finden, die sich zutrauen, daß Projekt weiterzubetreiben!!!Gleichzeitig wissen wir, wie extrem unrealistisch dieser Wunsch ist. Aber vielleicht? Wir geben dem Projekt, so wie es jetzt ist, Zeit bis Mitte Februar, bevor wir es an Daniels Bruder übergeben, der es eigenhändig in eine andere Richtung bringen wird.
Derzeitige SpenderInnen und Menschen, die einen Dauerauftrag für den ATBH haben, müssen sich, falls sich die inhaltliche Ausrichtung traurigerweise ändern sollte, da niemand bereit ist, den Hof auf dieser Basis weiter zu betreiben, dann überlegen, ob sie das Projekt auf der inhaltlich neuen Basis weiter unterstützen möchten – die Inhalte würde der “neue” Hof dann offenlegen.
Fragen, … an uns!