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Paris / F
Auf der Stadtrundfahrt kommen wir vorbei an der Kathedrale Notre-Dame, am Montmartre, dem Arc de Triomphe mit dem Grab des unbekannten Soldaten, der Champs-Elysées, Louvre, Place de la Concorde, dem Eiffelturm usw. Wir besuchen in der Rue du Bac die Kapelle "Unsere liebe Frau, ohne Sünde empfangen." Die Heilige der Schweigsamkeit, Katharina Labouré, erhielt von der Muttergottes den Auftrag, Medaillen mit der Inschrift „O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen“ prägen zu lassen, damit die Menschen diese tragen, um so unter dem besonderen Schutz Mariens zu stehen. In der
Kapelle befindet sich das Grab der hl. Katharina Labouré und der hl. Louise von Marillac.
Sie gründete die Kongregation der Vinzentinerinnen zusammen mit dem hl. Vinzenz von Paul, dessen Sarkophag sich in einer Kapelle in unmitelbarer Nähe befindet. Im Norden der Stadt liegt der Montmartre (Märtyrer-Berg). Ein Wahrzeichen von Paris ist die heutige wunderbare Basilika Sacré Coeur, sie wurde unter der Mithilfe des hl. Don Bosco um die Jahrhundertwende erbaut. Die Entstehung geht zurück auf ein Gelübde, das während dem Deutsch-Französischen Krieg 1870, unter der Führung eines Bischofs von vielen Gläubigen geleistet wurde. Hier halten die Benediktinerinnen ständig Anbetung. Von hier aus hat man eine herrliche Sicht über die ganze Stadt.
Lisieux / F
Der zweitgrösste Wallfahrtsort Frankreichs liegt westl. von Paris in der Normandie. Es ist die Wirkungsstätte der hl. Theresia von Lisieux (1873-1897), die vom Heiligen Vater zur Kirchenlehrerin erhoben wurde. Ihre sterblichen Überreste sind in der Kirche des Karmels aufgebahrt, in dem sie bis zu ihrem Tode, 9 Jahre lang weilte.
Gebrauchsgegenstände und einige sehr schöne Handarbeiten der hl. Theresia sind in einem kleinen Museum ausgestellt. Dort ist auch der unversehrte Palmzweig, der in ihrem Sarg gefunden wurde, zu sehen. Wir besuchen die wunderschöne Basilika Sainte-Thérèse, das Elternhaus „Les Buissonnets“, wo die Theresia 11 Jahre lang lebte.
Mont Saint Michel / F
Der Klosterberg Mont-Saint-Michel, das "Wunder des Abendlandes" erdentrückt zwischen Wasser und Himmel schwebend, Jahrhunderte lang nur bei Ebbe vom Festland zu erreichen, 900 m Umfang, 78 m hoch über dem Ärmelkanal an der bretonischen Grenze zur Normandie gelegen, gründet sich auf die Erscheinung des hl. Erzengels Michael. Um die Jahre 705 erschien St. Michael dem französischen Bischof Aubert von Avranches in einer Vision auf dem Felsen im Kanal; drei Mal wiederholte er seinen Besuch und befahl, auf der Granitfelsen-Insel eine Kapelle zu bauen. Dies geschah: Die kleine, kreisrunde Andachtsstätte, 706
geweiht, bot rund 100 Gläubigen Platz und lag als Höhle im Fels.
Ein vorromanischer Bau vom Ende des 10. Jh. trug deshalb später den Namen Notre Dame sous terre und diente einer grösseren romanischen Kirche als Krypta. Auberts Stiftung, erst von wenigen Eremiten bewohnt, denen die unzugängliche Lage sehr willkommen war, kam 966 an die Benediktiner. Das später erbaute
Klosterschloss Mont-Saint-Michel entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte zu einem blühenden Zentrum der Kultur und zur vielbesuchten Wallfahrt. An diesem Ort sind die beeindruckenden Niveauschwankungen des Meeresspiegels, mehr als ein Meter innerhalb von 24 Stunden beim Übergang von Ebbe zu Flut, sehr
gut zu sehen.
Vézelay / F
Die über tausendjährige Geschichte des Ortes begann 878 mit der Gründung einer Benediktinerabtei auf dieser leicht zu verteidigenden Anhöhe. Für die spätere Entwicklung war im Jahre 882 die Überführung der Reliquien der hl. Maria von Magdala aus der Provence nach Vézelay von großer Bedeutung. Vor allem im 11. Jh. setzte deshalb ein reger Pilgerbetrieb ein. Der Ort wurde zudem Ausgangspunkt eines der französischen Jakobswege. So wurde Vézelay einer der größten Wallfahrtsorte jener Zeit. Zahlreiche historische Ereignisse kennzeichnen diese Bedeutung: Bernhard von Clairvaux rief 1146 hier zum zweiten Kreuzzug auf, beim dritten trafen sich in Vézelay 1190 der französische König und Richard Löwenherz zum Aufbruch ins Heilige Land, 1166 sprach Thomas Becket, Erzbischof von Canterbury in Exil, hier den Bannspruch über König Henry II. Heute betet und arbeitet hier ein gemischter Orden, die „Fraternité de Jerusalem“.
Nevers / F
Am 7. Juli 1866 kam die hl. Bernadette Soubirous im Mutterhaus der Schwestern von der Nächstenliebe in Nevers auf dem Hügel St. Gildard an. Bernadette wurde am 29. Juli 1866 unter dem Namen Schwester Marie-Bernard eingekleidet. Schwer krank, machte sie am 25. Oktober 1866 die Profess und legte am 22. September 1878 ihre ewigen Gelübde ab. Hier lebte die hl. Bernadette fast 13 Jahre lang, bis sie am 16. April 1879 an Knochentuberkulose starb. Sie wurde in der St. Josephs-Kapelle im Klostergarten begraben. Im Jahre 1909 wurde ihr Körper zum erstenmal exhumiert und intakt befunden. Heute, über 120 Jahre nach ihrem Tod, ruht sie unversehrt in einem Glasschrein. In einem kleinen Museum ist ihr Leben auf eindrückliche Weise dokumentiert. Rundgang im Klosterpark, wo die grosse Heilige auch ihre Gartenarbeiten verrichtete. (Buch: "Die über alles schöne Frau" Christiana-Verlag, ISBN 3-7171-0752-6).
Paray le Monial / F
Besuch der Kirche des Klosters der Heimsuchung. Hier befindet sich die Erscheinungskapelle, in der die demütige Botin der Liebe des Herzens Jesu ruht, die hl. Margaretha Maria Alacoque (1647-1690). Der Dreissigjährige Krieg ging eben zu Ende, als Margaretha als Tochter eines königlichen Richters im burgundischen Dörfchen Lauthecour geboren wurde. Einer schweren Lähmung wegen, war das Kind vier Jahre lang hilflos auf dem Krankenlager, und alle ärztliche Kunst versagte. Da wandte man sich an die Helferin der Kranken und gelobte ihr, Margaretha dem Dienste Gottes zu weihen, wenn sie die Gesundheit wiedererlangte.
Die Gottesmutter nahm das Gelübde an, die Lähmung wich. 1671 schritt Margaretha Maria Alacoque über die Schwelle des Klosters der Heimsuchung
zu Paray-le-Monial. Hier empfing sie von Jesus die Anleitung zu einem vollkommenen Leben der Busse und Entsagung. Zum Dank für ihre Treue zeigte ihr
Jesus in einer Vision sein Herz selbst, „leuchtender als die Sonne und durchsichtig wie ein Kristall, mit deutlich sichtbarer Wunde, von einer Dornenkrone
umrankt und darüber ein Kreuz“.
Die letzte „grosse Verheissung“ von Jesus war: Ich verspreche dir in der übergrossen Barmherzigkeit meines Herzens, dass meine allmächtige Liebe allen jenen, die neun Monate nacheinander am ersten Freitag kommunizieren, die Gnade eines bussfertigen Endes gewährt wird, dass sie nicht in meiner Ungnade und ohne die Sakramente zu empfangen sterben werden, und dass mein Herz in dieser Stunde ihre sichere Zufluchtstätte sein wird.
Ars / F
Der hl. Pfarrer von Ars (Jean Baptist Maria Vianney), Patron der Priester, wurde während der fran. Revolution am 8. Mai 1786, als armer Bauernsohn geboren. Nur unter grossen Gefahren konnte er während der grossen Christenverfolgung am religiösen Leben teilnehmen. Nach dem Aufruhr studierte Johannes Baptist unter grossen Mühen und unterstützt durch den gelehrten Priester Balley, am Priesterseminar in Lyon, und wurde 1815 zum Priester geweiht. Seine äusserste Bedürfnislosigkeit, sein Gebetsleben und sein unermüdlicher Seeleneifer im Beichtstuhl und auf der Kanzel wurden durch die Bekehrung vieler Menschen belohnt.
"Wenn wir das Gebet wieder aufnehmen, spüren wir, wie in uns der Wunsch nach himmlischen Dingen wiedererwacht". Von überall her strömten die Menschen herbei, um bei ihm zu beichten; 1855 wurde dafür ein besonderer, zweimal täglicher Zubringerdienst von Lyon aus eingerichtet, und oft sass der Pfarrer 16-18 h täglich im Beichtstuhl. Dabei musste er Verleumdungen und dämonische Versuchungen erleiden.
Für sein vorbildliches priesterliches Wirken ernannte ihn der Bischof 1850 zum Ehrendomherrn und die Regierung 1855 zum Ritter der Ehrenlegion. Erschöpft und allein, wie er gelebt hatte, starb er am 4. August 1859. In einem Glasschrein in der Basilika ruht der unverweste Leib dieses Heiligen. Neben der Basilika
befindet sich das alte Pfarrhaus, das besichtigt werden kann.