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Convicitons sieht gravierende Konsequenzen eines Euroausstiegs Griechenlands
Philippe Delienne, Präsident von Convictions Asset Management, kommentiert in seinem aktuellen White Paper die Schuldenkrise in Europa.
Kostspielige Umstrukturierungen erschrecken die Anleger, die sich in der Konsequenz aus den Anleihemärkten zurückziehen. Die Folgen: eine deutliche Abwertung durch Ratingagenturen und die schwindende Hoffnung auf eine natürliche Refinanzierung. Diese schmerzliche Erfahrung musste nach Griechenland nun auch Portugal machen.
Wenngleich die Situation in den übrigen europäischen Ländern anders aussieht, berücksichtigen die Agenturen auch die geringe Wahrscheinlichkeit einer kostspieligen Umschuldung, und die Zinsen sind nicht nur in den als besonders schwach angesehenen Ländern, wie Irland und Spanien, sondern auch in bisher wenig betroffenen, aber dennoch hoch verschuldeten Ländern, wie zum Beispiel Italien, gestiegen. In diesen Ländern übersteigt das Niveau der Darlehenszinsen alle wirtschaftlichen Anstrengungen. Durch die hohen Zinsen verschlechtern sich die Finanzierungsbedingungen der betroffenen Staaten an den Kapitalmärkten, wodurch die Sanierung der öffentlichen Finanzen in der gesamten Eurozone erschwert wird. Dies könnte weitere Bankenkonkurse und eine neue Finanzkrise auslösen, so Delienne.
Ein Übergreifen der Krise hat bereits begonnen und nur eine politische Entscheidung könnte eine weitere Ausweitung der Krise eindämmen. Es gilt, deutlich zu machen, dass Europa entschlossen ist, Griechenland weiterhin in seinen Reihen zu behalten sowie dass Europa, die EZB und der IWF an den vom griechischen Parlament verabschiedeten Sanierungsplan glauben, und dass Griechenland mit diesem Plan, ein mittel- und langfristiges Wirtschaftswachstum erzielen und den Staatshaushalt wieder ins Lot bringen kann, meint Delienne. Ein finanzieller Tsunami müsse aufgehalten werden um Unternehmenskonkurse und Arbeitslosigkeit sowie die mit Finanzkrisen einhergehenden Panik abzuwenden.
Lesen Sie die vollständige Einschätzung von Philippe Delienne hier.