Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03367.jsonl.gz/868

Der schottische Clan besteht seit mehr als 800 Jahren. Seit dem Jahr 1539 stellt ein Zweig des Clans Herzöge und steht somit in der britischen Adelshierarchie direkt unter der Königsfamilie. Sie brachten auch mehrere Barone und Grafen hervor. Viele Angehörige des Russell Clans wurden in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Mehrere waren in der britischen Politik und beim Militär. Ich hab hier nur die wichtigsten Clanmitglieder aufgelistet. Sie heirateten in den letzten Jahrhunderten in viele schottische Clans und englische Adelsfamilien.
Russell Clan in Grossbritannien
John Russell (1792-1878) war zweimal Premierminister Grossbritanniens und war Präsident des Privy Council. Somit besetzte er zwei der angesehensten Positionen im britischen Königreich. Er war der Sohn eines Herzogs und wurde 1861 zum Grafen geadelt. Herzog John Russell (1710-1771) war ebenfalls Präsident des Privy Council.
Baron Oliver Russell (1869-1935) war Grossmeister mehrerer Freimaurerlogen und war Pro-Grossmeister der Grossloge von England, die als die älteste Grossloge der Welt gilt. Ein Pro-Grossmeister wird ernannt, wenn der Grossmeister aus der Königsfamilie kommt. Der Pro-Grossmeister übernimmt die Rolle des Grossmeisters, wenn dieser aufgrund seiner königlichen Pflichten nicht zur Verfügung steht. Oliver Russell war somit der Stellvertreter von Prinz Arthur, der zu dieser Zeit Grossmeister war (Quelle). Oliver Russell war eine Zeit lang Vizekönig von Indien und gründete dort eine eigene Loge. Er gründete auch eine Loge in England. (Quelle)
Olivers Enkel Baron Geoffrey Russell (1921-2011) war Direktor mehrerer britischer Medienunternehmen und General Manager des Luxusgüterverkäufers Fortnum & Mason, der seit über 300 Jahren besteht und traditionell den britischen Adel als Kundschaft hat. Geoffrey wurde in den Privy Council aufgenommen.
Sein Sohn Baron David Russell (*1947) war im Verlagswesen tätig. Er heiratete Christia Ipsen, die Witwe des russischen Prinzen Rostislaw Romanow (1938-1999), der aus der russischen Zarenfamilie kam (Quelle). Rotislaw war in den USA geboren und war als Bankier in London und Chicago tätig.
Vizegraf Gustavus Hamilton-Russell (1931-1995) war Direktor der National Westminster Bank, eine der führenden britischen Banken. 1970 war sie die siebtgrösste und 1990 die achtgrösste Bank der Welt. Seit dem Jahr 2000 gehört sie zur Royal Bank of Scotland (NatWest Group).
Der britische Diplomat John Russell (1914-1984) war Mitglied der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk das von der britischen Königsfamilie geführt wird. Sein Ur-Ur-Grossvater war der britische Herzog John Russell (1766-1839). Der Herzog hatte zudem eine Enkelin, die Francis Bevan heiratete. Francis kam aus der Quäkerfamilie Bevan, die mit der britischen Barclays Bank verbunden ist, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt.
Russells in den USA
Der US-Amerikaner Samuel Russell (1789-1862) zog 1819 nach China und gründete dort 1824 das Handelshaus „Russell & Company“. 1834 beendete das britische Parlament das Monopol der „British East India Company“ auf den Handel zwischen Grossbritannien und China, worauf private Unternehmen das entstandene Vakuum im chinesisch-britischen Handel auffüllen konnten. Diese privaten Handelshäuser wurden zum Grossteil von Familien geführt. Die wichtigsten Familien wären Keswick, Sassoon, Kadoorie, Swire und Jebsen, die noch heute in der asiatischen Wirtschaft aktiv sind und inzwischen alle Milliardäre sind (bis auf Sassoon). Früher waren im asiatischen Handel auch viele schottische Clans vertreten wie Forbes, Matheson, Jardine, Johnstone und Bell.
„Russell & Company“ war im 19. Jahrhundert das grösste amerikanische Handelshaus in Ostasien. Zu der Zeit war „Russell & Company“ einer der grössten Opiumhändler der Welt. Das Unternehmen bestand bis 1891 und ging dann an „Shewan, Tomes & Co.“ über, das zu einem der führenden Handelshäuser in China und Hong Kong wurde. Zur Führung von „Russell & Company“ gehörte auch die Forbes Familie aus den USA, die aus dem schottischen Forbes Clan stammte.
Samuel Russell zog sich 1836 aus dem Unternehmen zurück und kehrte in die USA zurück in seine Heimatstadt Middletown. In dieser lebte auch sein Cousin, der Politiker und Geschäftsmann William Huntington Russell (1809-1862). Dieser war der Gründer von Skull and Bones, einer Studentenverbindung an der Yale Universität, die Studenten für die US-Elite rekrutiert. Unter den Mitgliedern waren bekannte Familien vertreten, unter anderem Rockefeller, Bush und Harriman. Skull and Bones ist Gegenstand diverser Verschwörungstheorien.
Williams Mutter kam aus der Kolonialfamilie Huntington, die von englischen Adligen abstammt. William war zudem ein Nachfahre von Thomas Hooker (1586-1647). Hooker war ein puritanischer Kolonialführer, der die englische Kolonie Connecticut in Nordamerika gründete. Seine Nachfahren gehörten seither zur nordamerikanischen Elite. Zu seinen Nachfahren gehörten unter anderem der US-Präsident William Howard Taft sowie die Familien Morgan und Burr.
Samuel und William Huntington Russell stammten von William Russell (1612-1665) ab. Dieser emigrierte 1638 von England nach Nordamerika und gehörte somit zu den Siedlern, die in den ersten 50 Jahre der beginnenden Besiedlung Nordamerikas ankamen. Seine Enkelin Hannah Russell (1706-1791) heiratete den Sohn von James Pierpont, dem die Gründung der Yale Universität zugeschrieben wird (wo wie gesagt Skull & Bones Mitglieder anwirbt). Zu James Pierponts Nachkommen gehörte auch der Bankier John Pierpont Morgan (JP Morgan). Es ist zwar unklar, ob der Siedler William Russell mit dem Clan verwandt war, aber seine Familie heiratete in Nordamerika in mehrere schottische Kolonialfamilien, die teilweise definitiv aus schottischen Clans stammten.
Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.