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Es gibt drei verschiedene Verfahrensarten: Dublin-Verfahren, beschleunigte Verfahren und erweiterte Verfahren.
Stellt eine Person in der Schweiz ein Asylgesuch, so wird in einem ersten Schritt abgeklärt, ob die Schweiz dafür zuständig ist, das Gesuch zu behandeln oder nicht.
Falls die Schweizer Behörden davon ausgehen, dass ein anderer europäischer Staat für die Durchführung des Asylgesuchs zuständig ist, wird ein Dublin-Verfahren eingeleitet. Ziel des Dublin-Verfahrens ist es festzustellen, welcher Staat zuständig ist und die betroffene Person in diesen Staat zu überstellen. Falls dies nicht während des vorgesehenen Aufenthalts im Bundeszentrum möglich ist (höchstens 140 Tage), wird das Dublin-Verfahren nach der Kantonszuweisung fortgesetzt.
Falls die Schweiz für die Behandlung des Asylgesuchs zuständig ist, findet eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Gesuch statt. Es wird folglich geprüft, ob die betroffene Person die Flüchtlingseigenschaft erfüllt. Der Neustrukturierung der Asylverfahren liegt die Idee zugrunde, dass in vielen Verfahren nach einer Anhörung zu den Asylgründen keine weiteren Abklärungen nötig sind. In diesen Fällen, in denen relativ «einfach» – und deshalb auch rasch – über das Asylgesuch entschieden werden kann, wird ein beschleunigtes Verfahren durchgeführt. Dieses Verfahren dauert zwischen acht und zehn Arbeitstagen. Es ist vorgesehen, dass diese Art Verfahren inklusive der Vorbereitungsphase (laut Gesetz maximal 21 Tage) und einer allfälligen Ausschaffung während des Aufenthalts im Bundeszentrum abgeschlossen werden, der höchstens 140 Tage dauert, abgeschlossen sind.
Es gibt jedoch komplexere Fälle, welche nicht ohne weiteres entschieden werden können. Dies etwa, weil die Lage im Heimat- oder Herkunftsstaat des Schutzsuchenden genauer analysiert werden muss oder weil die Organisation von Beweisen Zeit in Anspruch nimmt. In diesen Fällen – das SEM rechnet mit ungefähr 40 Prozent aller Asylgesuche – reichen die kurzen Fristen des neuen Verfahrens nicht aus, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Deshalb besteht die Möglichkeit diese Gesuche im erweiterten Verfahren zu behandeln. In diesem Verfahren werden die Asylsuchenden wie bis anhin bereits während des Asylverfahrens den Kantonen zugewiesen. Es ändert sich lediglich der Verteilschlüssel, da nicht alle Kantone in alle Aufgaben gleichermassen eingebunden bleiben.