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Die Theaterkompanie Finzi Pasca startet am 2. November die Aufführung ihres neuen Stücks «Für dich» am LAC Lugano. Die Weltpremiere ist der im Frühjahr verstorbenen Frau des Kompanie-Gründers Daniele Finzi Pasca gewidmet.
Julie Hamelin Finzi war zugleich Mitbegründerin der Kompanie Finzi Pasca - ihr Tod habe in der gesamten Gruppe ein Gefühl der «Unsicherheit und Zerbrechlichkeit» hervorgerufen, teilte die Kompanie in dieser Woche mit. Lange Zeit sei deshalb nicht klar gewesen, ob und in welcher Form überhaupt ein neues Stück geplant und aufgeführt werden könne. «Für dich» (Per te) werde voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2017 im Rahmen einer Europa-Tournee gezeigt.
«Für dich» sei die Geschichte eines Kampfs - es handele von Kämpfen, die früher oder später jeder von uns erleben und denen jeder von uns auf seine Weise begegnen muss, schreibt die Theatersparte des LAC LuganoInScena auf ihrer Homepage. Julie sei der Überzeugung gewesen, dass jeder Mensch sich einen «inneren Garten» anlegen solle, in dem sich Menschen, die sich lieben oder verloren haben, versammeln können.
Das Stück «Für dich» sei auch allen Menschen gewidmet, die Samen ausstreuen, aus denen Bäume erwachsen und die Denkräume erschaffen um den Geist zu erheitern, wird Daniele Finzi Pasca zitiert.
Starke Verbindung nach Quebec
Zugleich blickte die Kompanie auf ihre Produktion «Die Wahrheit» (La verità) zurück: In nur drei Tournee-Jahren hätten es über 300'000 Menschen gesehen - insgesamt gab es 348 Aufführungen in 42 Städten. Unter anderem in der renommierten Brooklyn Academy of Music in New York.
Für das kommende Jahr ist die Kompanie von der Stadt Montreal ausgewählt worden, um eine Bühnenshow für das 375-jährige Jubiläum der kanadischen Metropole zu entwerfen. Zwischen Mai und September 2017 sind über 100 Aufführungen in diesem Zusammenhang geplant.
Die verstorbene Julie Hamelin wurde 1972 in Montreal geboren - über die Kompanie Finzi Pasca kam auch der derzeitige Direktor des Kulturzentrums LAC, Michel Gagnon, in Kontakt mit Lugano. Er war zuvor Programmdirektor der Société de la Place des Arts in Montreal. (sda)