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Mestre Pastinha, geboren am 5. April 1889 in Salvador, Bahia , ist als Vater der Capoeira de Angola bekannt. Pastinha hat massgeblich zur Entwicklung dieser Stilrichtung beigetragen zu einer Zeit, in der Capoeira noch durch das Gesetz verboten war. Er begann im Alter von 8 Jahren Capoeira zu erlernen. Später besuchte er auf Wunsch seines Vaters eine Marine-Akademie, was dazu führte, dass er sein Training nicht weiterführen konnte. Jedoch brachte er auf der Akademie seinen Freunden Capoeira bei. Im Alter von 21 Jahren verließ er die Schule, um Maler zu werden. In seiner Freizeit trainierte er im Geheimen weiterhin Capoeira.
Im Jahre 1942 gründete Mestre Pastinha die erste Capoeira Angola-Schule, das Centro Esportivo de Capoeira Angola im Stadtteil Pelourinho der Stadt Salvador.
Daneben arbeitete Pastinha als Schuhputzer, Schneider, Goldschürfer, Türsteher eines Casinos und Bauarbeiter am Hafen von Salvador, um sein finanzielles Auskommen zu sichern.
Als Pastinha bereits alt, krank und fast blind war, wurde er von seiner Hausverwaltung gebeten, sein Haus für Renovierungsarbeiten vorübergehend zu verlassen. Die Rückkehr wurde ihm jedoch dann verweigert. Am Ende wurde Pastinha in einem Obdachlosenheim einquartiert. Am 12. April 1981 trat er zum letzten Mal in der Roda an.
Mestre Pastinha starb im Alter von 92 Jahren am13. November 1981 als gebrochener Mann in Bitterkeit über seine Behandlung.
Mestre Bimba, geboren am 23. November 1899 in Salvador, Bahia, kam erstmals im Stadtteil Liberdade von Salvador de Bahia mit Capoeira in Berührung. Er wurde Schüler von Bentinho, der dem Stil nach Capoeira Angola spielte. Im Jahre 1932 im Alter von rund 32 Jahren gründete er die erste reine Capoeira Akademie - "Centro de Cultura Física e Luta Regional da Bahia". Mestre Bimba entwickelte das Spiel der Capoeira nach seinem Wissen und seiner Eingebung weiter und sein Capoeira-Stil, aufgrund seiner Wirksamkeit, galt bald als der perfekteste und praktischste.
Diese Raffinierung der Techniken durch Mestre Bimba war auch der Grund, weshalb sich seine Schule als Basis der Capoeira weltweit ausbreiten konnte. Zahlreiche Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben des Staates Bahia sowie spätere Mestres der Capoeira waren Schüler Mestre Bimbas.
Im Jahre 1949 ging Mestre Bimba nach São Paulo. Dort mass er sich erfolgreich mit Athleten anderer Kampfsportarten. Mestre Bimba gelang es, den Respekt und die Bewunderung des Interventors General Juracy Magalhães zu gewinnen. So dass er für den damaligen Präsidenten der Republik Getúlio Vargas im Jahre 1953 eine Vorführung machen durfte. Diese Vorführung war wegweisend für die Capoeira in Brasilien. So wurde diese Sportart in der Folge legalisiert und als Nationalsport Brasiliens anerkannt.
1973 verliess Mestre Bimba, der sich zeitlebens für die Capoeira eingesetzt hatte, Salvador und ging nach Goiânia im Staate Goias. Obwohl er es geschafft hatte, mit unermüdlichen Einsatz der Capoeira national zu einem angesehenen Status zu verhelfen, konnte sich in Salvador, Bahia, seine Akademie aufgrund der fehlenden staatlichen Unterstützung nicht über Wasser halten.
Er verstarb nur kurze Zeit später im Februar 1974 in Goiânia an den Folgen eines Hirnschlages.
Mestre Pastinha und Mestre Bimba gelten als die grössten Namen in der Geschichte des Capoeira weltweit.
Hervorzuheben ist, dass die Capoeira Regional, die von der "Traditional" abgewandelte, innovative Lehrmethode des Mestre Bimbas, einen heftigen Streit innerhalb der Capoeira-Anhänger ausgelöst hat. Dies weil verschiedene Traditionalisten die Innovationen von Mestre Bimba als eine Entcharakterisierung des traditionellen Kampfsports betrachteten. Die Debatte begann bereits in den 30er Jahren und dauert bis heute an.
Mestre Gigante unterrichtete Capoeira in Rio de Janeiro und verstarb im Jahre 1989
Mestre Bambino, geboren 1974 in Belo Horizonte (Mina Gerais, Brasilien) lebt seit dem Jahr 2000 in Frankreich. Er gründete im August 2006 die Gruppe Capoeira Origem.