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|Baird, Bill (William Keckritz)

1914-1978 (USA)
Bill Baird war ein exzellenter Manipulator, seine Spezialität war die Billardballmanipulation. Er war ein Protegé von Paul LePaul.
Als "Bill Baird, the Magnificent Fraud" war er als einer der besten Manipulatoren seiner Zeit bekannt.
In seinem Gedenken wird jährlich an der Abbott's Magic Convention für den besten Manipulator der "Bill Baird Award" vergeben.
| Baker, Al

1874-1951 (USA)
Al Baker lernte mit 12 Jahren seinen ersten Zaubertrick von seinem Vater. Mit 21 wurde er professioneller Zauberkünstler.
Al baker verfasste vier Bücher, die alle zu Klassikern wurden: "Al Baker's Book" (1933), Al Baker's Second Book", "Magical Ways and Means" (1941), How to perform Mental Magic" (1949) und "Pet Secrets" (1951).

Baker, Roy (Geoffrey R. H. Hursell)
1933(?)-2006 (GB)
Roy Baker begann sich bereits als Kind für die Zauberkunst zu interessieren und wurde früh professioneller Zauberkünstler. Er trat mit komischer Magie auf, gab Kindervorstellungen und erfand diverse Kunststücke wie den Fez-Eierbeutel oder das Verschwinden einer brennenden Glühbirne. Ausserdem führte er ein Versandgeschäft für Zaubergeräte. Bekannt ist auch seine Forciermethode PATEO (= Point at Two, Eliminate One). Mit einer Hypnosenummer trat er in allen grossen Theatern Englands auf.
Seine Ideen und Kunststücke wurden in "Baker's Bonanza" (1968), "Yell up for Kids (1977), "Baker's Dozen", "Baker's Brainwaves" (1981) und "Baker's Capers" (1983) veröffentlicht.

Balabrega (John M. Miller)
1857-1900 (S)
In Helsingborg in Schweden geboren, kam Balabrega mit 11 Jahren nach Amerika. Den Namen übernahm er von seinem Vater, der auch als Zauberkünstler auftrat. Seine Karriere begann er mit Auftritten vor schwedischen Vereinen in Brooklyn.
Balabrega war mit Alexander Herrmann gut bekannt und fungierte 1878 in New York in dessen Shows häufig als eingeweihter Zuschauer. Im gleichen Jahr trat er erstmals als "The Swedish Wonder - The Boy Magician" im Olympic Theater in New York auf. Dank grossem Erfolg erhielt er Engagements in weiteren Grossstädten und seine Karriere stieg steil an. Er heiratete und machte mir seiner Frau eine Südamerkatournee, wo er in den spanischsprachigen Ländern vor allem mit einer Gedankenlesenummer mit seiner Frau, die er in spanischer Sprache präsentierte, grössten Erfolg hatte.
Ab und zu besuchte er die USA, wo er 1899 zum letzten Mal auftrat. 1900 wurde er in Brasilien bei einer Explosion eines für die Bühnenbeleuchtung verwendeten Gastanks auf der Bühne getötet.

Baldwin, Professor Samri S.
1848-1924 (USA)
Prof. Samri S. Baldwin war ursprünglich Arzt in New York. Als weitgereister Zauberkünstler trat er unter anderem auch in Indien auf. Unter dem Namen "The White Mahatma" trat er mit einer Mentalnummer auf, in der seine Frau Zuschauerfragen beantwortete, ohne dass diese laut ausgesprochen wurden. Er kreierte den Ausdruck "somnomism" oder das Sprechen in Trance, um seine Nummer zu beschreiben. Obwohl er sich immer als Zauberkünstler und nicht als Medium bezeichnete, wurden ihm dennoch aussersinnliche Fähigkeiten zugeschrieben

Ballantine, Carl (Meyer Kessler)
1917-2009 (USA)
Carl Ballantine wurde mit 12 durch seinen Coiffeur inspiriert, der ihm jeweils Tricks mit Fingerhüten zeigte. Von Beruf ursprünglich Drucker, trat er zuerst als "Count Marakoff", 1940 als "Carl Sharp" mit Pokerchips, Spielkarten und Geldscheinen auf, dann kreierte er die Figur des komischen Magiers, "The Amazing Ballantine", dem alles schief ging.
Ab 1959 hatte er Auftritte beim Fernsehen, in Shows wie Ed Sullivan und Steve Allen. Ab 1965 trat er häufig auch als Schauspieler in Kinofilmen und in Fernsehserien auf.
Carl Ballantine beeinflusste eine ganze Generation von Zauberkünstlern und Comedians. 2007 wurde ihm der Lifetime Achievement Fellowship des Magic Castle in Hollywood verliehen.
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Bamman, Howard Paul
1916-1997 (USA)
Zum Zaubern wurde Howard Bamman mit 12 Jahren durch den Besuch von Vorstellungen von Dante und Harry Blackstone inspiriert. Nach dem Studium an der Northwestern University in Chicago nahm er verschiedenen Stellen an und arbeitete schliesslich für Bell and Howell.
1942-46 war er im Militärdienst. Nach dem Kriefg nahm er eine Stelle bei der Bell Telphone Company in Illinois an, wo er bis zum Ruhestand arbeitete.
Er trat unter dem Namen Howard Paul mit einer komischen Nummer und als Conférencier an Zauberkongressen auf und arbeitete mit Don Alane für dessen Fernsehsendung "Magic Ranch" zusammen.
Howard Bamman war während 25 Jahren Herausgeber des Linking Ring, und schrieb in den Sechzigerjahren eine Kolumne in New Tops.
1966-67 war er internationaler Päsident der I.B.M. Während 37 Jahren war er Mitglied des Vorstandes der I.B.M. Er wurde zum Ehrenmitglied ernannt und erhielt 1990 die Ehrenmedaille der IBM.

Bancroft , Frederick (Frederick Bronson)
1867-1897 (USA)
Als Jugendlicher trat Frederick Bancroft in Chicago im Olympic Theatre unter dem Namen *De Castro, the boy magician” auf. Er erlernte den Beruf eines Versicherungsagenten bei einer Lebensversicherungsgesellschaft. Er war in seinem Beruf sehr erfolgreich und verdiente während des Immobilienbooms viel Geld.
Als sein Interesse für die Zauberkunst wiedererwachte, begann er bei Wohltätigkeitsveranstaltungen, kirchlichen Versammlungen und in Clubs aufzutreten. Als er Alexander Herrmann kennenlernte entschied er sich, professioneller Zauberkünstler zu werden. Er begann mit kleinen althergebrachten Kunststücken, steckte jedoch viel Geld in die Bühnenausstattung. Seine grandiosen Poster kündigten ihn als „Prince of Illusions“ an. Seine erste öffentliche Vorstellung gab er 1895 in Orange in New Jersey. Er versuchte Herrmann zu imitieren, was ihm nur schlecht gelang, da er sehr viel jünger war. Das Publikum merkte, dass er unerfahren war und dass seine Kunststücke nicht der prachtvollen Bühnenausstattung entsprachen. Nach einem Jahr mit grossen finanziellen Verlusten beschloss er, eine Reise nach Europa und Ostinidien zu unternehmen, um sich zu erholen und sich weiterzubilden.
Nach seiner Rückkehr verpflichtete er den früheren Manager von Herrmann und erhoffte sich dadurch den Zugang zu allen wichtigen Theatern in den grossen Städten. Er eröffnete seine Tournee im Harlem Opera House, wurde jedoch gleich zu Beginn der Tournee krank und starb mit erst 31 Jahren an Typhus.

Basch, Friedrich
1833-1877 (D)
Ältester Sohn von Hirsch Basch. Reiste mit seinen Brüdern Ernst und Heinrich mit einer grossen Bühnenshow vorwiegend durch Deutschland und Holland. Sie führten unter anderem mit Hilfe der Laterna Magica und Spiegelscheiben grosse Geisterscheinungen vor.

Basch, Ernst
1838-1908 (D)
Zweiter Sohn von Hirsch Basch. Reiste mit seinen Brüdern Friedrich und Heinrich mit einer grossen Bühnenshow vorwiegend durch Deutschland und Holland. Sie führten unter anderem mit Hilfe der Laterna Magica und Spiegelscheiben grosse Geisterscheinungen vor. Ernst Basch wurde zudem einer der führenden Hersteller von Zauberapparaten in Deutschland.

Basch, Heinrich
1841-1876 (D)
Jüngster Sohn von Hirsch Basch. Reiste mit seinen Brüdern Friedrich und Ernst mit einer grossen Bühnenshow vorwiegend durch Deutschland und Holland. Sie führten unter anderem mit Hilfe der Laterna Magica und Spiegelscheiben grosse Geisterscheinungen vor.

Beaufort, Douglas (Douglas Broad)
1864-1939 (GB)
Douglas Beaufort kopierte Mitte der 80er Jahre dreist Charles Bertrams komplette Nummer und hatte nach dessen Tod 1907 auf dem Gebiet der Unterhaltung der besseren Gesellschaft weitgehend freie Bahn, da es zu jener Zeit nur wenige professionelle Zauberkünstler gab.

Beckerelli (Jean Becker)
1860 - 1933 (D)
Beckerelli wurde in Köln am Rhein geboren und musste nach dem plötzlichen Herztod seiner Mutter in die väterliche Feinkosthandlung eintreten.
Er trat ab etwa 1880 mit verschiedenen Variététruppen in Lokalen des Rheinlands, des Ruhrgebiets und Westfalens auf. In Essen lernte er bei einer Truppe seine Frau kennen, die er nach einigen Jahren in Luxemburg heiratete. Die beiden bereisten zusammen Belgien und Holland. Nachdem sich Beckerelli allmählich einen Namen gemacht hatte, wurde er von besseren Gesellschaften, Vereinen und Familien engagiert und kam auch an den Hof der holländischen Königin Wilhelmina, wo er bei den Krönungsfesten mit grossem Erfolg Vorstellung gab. Schliesslich liess er sich in Luxemburg nieder. Grossherzog Adolph lud ihn ein, am dortigen Hofe aufzutreten. Dank seines Erfolges wurde er zum Hofkünstler ernannt, was ihm Zugang zu den höchsten Kreisen verschaffte. Das letzte Mal trat er im März 1914 am Hof auf.
In der Schweiz trat er mit etwa 27 Jahren erstmals mit einer Varietétruppe auf. Ab 1889 gab er Solo-Auftritte in St. Gallen. Während einigen Jahren gab er während der Sommermonate in Bündner Kurorten Vorstellungen in Kursälen und Hotels.
Beckerelli war eine sympathische Bühnenerscheinung, ein liebenswürdiger Erzähler und ein sicherer, geschickter Vorführer, der sein Publikum ohne weiteres über eine längere Zeitspanne unterhalten konnte. Dies beherrschte er auch am Tisch, in privater Runde. Legendär wurde seine Vorführung des „Kragenknopf-Tricks“.
1914 nahm Beckerelli in St. Gallen Wohnsit. Während der Mobilmachung gab er zahlreiche Vorstellungen für das Militär und wurde dadurch weit herum bekannt.
1904 initiierte Beckerelli in Zürich die Gründung des Artistenverbandes (Artistenloge) „Sicher wie Jold“. Lebenslange Erfahrung als Berufskünstler überzeugte ihn von der Notwendigkeit der Solidarität unter den Artisten.
Amüsant und staunenswert ist die Tatsache, dass der Name „Beckerelli“ als Wort und Begriff in’s „Lötzeburgisch“ eingegangen ist. „Einen Beckerelli machen“ oder „Beckerelli spielen“ kann dort bedeuten, dass jemand eine Täuschung vollbringt oder jemanden arglistig täuscht.
Beckerelli starb am 3. Oktober 1933 nach kurzer Krankheit an einer Herzlähmung. Am 9. und 10. September hatte er noch im „Löchlibad“ zwei Vorstellungen bestritten. Er wurde in St.Gallen als immer noch preussischer Staatsangehöriger beerdigt.
Text und Bild: Rico Leitner

Bellachini (Samuel Berlach)
1827-1885 (PL)
Bellachini war der populärste und bekannteste deutsche Zauberkünstler des 19. Jahrhunderts.
Er wurde als Sohn eines Bauern in Ligota, Polen geboren. Er begann schon früh zu zaubern. Eine Lehre als Klempner brach er ab und wanderte nach Amerika aus. Da er dort nicht Fuss fassen konnte, kehrte er nach Europa zurück. In Lissabon, wo das Schiff gelandet war, lernte er von Zigeunern neue Zauberkunststücke und begann in Restaurants und auf Märkten aufzutreten und das Geld zu verdienen, um nach Polen zurückkehren konnte. Mit 16 gab er unter dem Namen Bellachini seine erste grosse öffentliche Vorstellung. Von da an zog er mit grossem Erfolg während vierzig Jahren als Jahrmarkts- und Herbergszauberer vorwiegend durch Deutschland. Bellachini besass keine grosse Handfertigketi sondern beeindruckte seine Zuschauer vor allem durch seine stattliche Erscheinung und die verwendeten Geräte.

Bellachini XIII (Rüdiger Deutsch)
1941-2015 (D)
Rüdiger Deutsch war ursprünglich von Beruf Konditormeister. Durch seine Frau Ute, eine Fotografin, wurde er dazu inspiriert, das professionelle Fotografieren zu erlernen. Mit seiner Frau baute er ein erfolgreiches Studio für Industriefotografie auf.
Als Zauberkünstler befasste er sich zunächst mit Close-up Zauberei und mit der Kartenkunst. So war er unter anderem auch Mitbegründer des deutschen Card-Workshops. Er war Gründungsmitglied und Leiter des Ortszirkels Heilbronn, mehrfacher Wettbewerbspreisträger und verfasste zahlreiche Beiträge für die Magie.
Ende der 1970er-Jahre schuf Rüdiger Deutsch die Bühnenfigur "Bellachini XIII". Im Kostüm aus der Kaiserzeit erweckte er mit seiner Frau zusammen zu Marschmusik Requisiten der Jahrhundertwende wieder zum Leben und begeistere die Zuschauer. Er zeigte die nostalgische Nummer an zahlreichen Zauberkongressen, unter anderem auch am FISM- Kongress 1982 in Lausanne.
Rüdiger Deutsch entwickelte sich zum Fachmann für die Restaurationen historischer Requisiten. Dazu eignete er sich viele handwerkliche Fertigkeiten an, die ihm ermöglichten, in seiner eigenen Werkstatt alte Apparate zu restaurieren und Kopien alter Requisiten anzufertigen.
Als weltweit anerkannter Sammler von Zauberbüchern und alten Zauberkunststücken und als Historiker war er bei internationalen Historikertreffen ein gerngesehener Referent, der die Zuhörer mit exzellenten Fotopräsentationen zu begeistern wusste.
Rüdiger Deutsch war Ehrenmitglied des MZvD und wurde 1982 zum Magier des Jahres gewählt.

Ben Ali Bey (Max Auzinger)
1839-1928 (D)
Max Autzinger war ursprünglich Schauspieler. Er schuf als erster eine auf dem Prinzip des Schwarzen Kabinetts beruhende orientalische Nummer, mit der er das Schwarze Kabinett weltbekannt machte. Er fand viele Nachahmer, von denen sich jedoch keiner über längere Zeit halten konnte.

Bénévol , François (Francesco Luigi Maria Benevole)
1865-1939 (I)
Benevole war Akrobat, Musikclown und Illusionist. 1894 nahm er die französische Form seines Namens an. Da er seinen fremden Akzent nicht verbergen konnte, trat er im Kostüm eine Mexikaners auf. 1899 eröffnete er sein "Théâtre-Salon Bénévol". Neben Illusionen wie Levitation und Fluchtkiste sowie okkulten Phänomenen inszenierte er unter anderem sehr realistisch das "Köpfen eines lebenden Menschen" mit der Axt.

Benson, Roy (Edward Ford Emerson McQuaid)
1914-1977 (USA)
Roy Benson war ein brillanter Zauberkünstler, ein exzellenter Ballmanipulator und Allroundmagier mit grosser Handfertigkeit, der sowohl manipulative Zauberkunst wie klassische Kunststücke mit Geräten wie die Chinastäbe, das Ringspiel oder den Würfelkasten, auf originelle, unterhaltende Weise präsentierte.
Roy Bensons Vater war Jongleur und Zauberkünstler, der während über 25 Jahren mit einem Partner auftrat, seine Mutter war Sängerin. Er begann sich bereits mit 7 Jahren mit der Zauberkunst zu beschäftigen, nachdem er einen Zauberkasten erhalten hatte und die Vorstellung eines Zauberkünstlers in der Schule gesehen hatte. Schon mit 10 begann er mit Ballmanipulationen und führte Kunststücke für seine Mitschüler vor. Durch seinen Vater lernte er mit etwa 17 Jahren Nate Leipzig kennen, mit dem er viel Zeit verbrachte und viel von ihm lernte. Mit 18 nahm er den Namen Roy Benson an und trat in kleineren Nachtclubs und Theatern auf. Er entwickelte eine Nummer, die sowohl manipulative Effekte wie Apparate-Zauberei enthielt, wie etwa die Chinastäbe und den verschwindenden Vogelkäfig, die er mit viel Humor präsentierte. 1933 trat er erstmals in einem grösseren Theater in New York auf und nach ersten Erfolgen in London entwickelte er seine Bühnenpersönlichkeit und seine Präsentation ständig weiter. Dennoch dauerte es bis zu Anfang der Vierzigerjahre, bis er es - nach ein paar Abstechern in die Welt der Fotografie und des Films als Schauspieler in mehreren kleineren Rollen und als Klavierspieler - schaffte, in grossen Theatern in Chicago, Havana, San Franciso auftreten zu können. Ende der Vierzigerjahre wurde er auch unter Zauberkünstlern bekannt, unter anderem durch seine Benson Bowl Routine. 1949 trat er erstmals in einer Show von Ed Sullivans im Fernsehen auf. Von 1948 bis 1952 war er mit Lola Wilson, der früheren Frau von Leon Mandrake verheiratet, 1955 heiratete er seine zweite Frau, Connye Shearer, eine Kontorsionistin. Trotz Alkoholproblemen, die er durch eine Psychotherapie unter Kontrolle brachte und Schlafmittelmissbrauch, feierte er immer grössere Erfolge. Anfang der Fünfzigerjahre trat er in vielen Fernsehshows und auf Kreuzfahrtschiffen auf.
1960 schuf er für seinen Cousin Jack Curtis die Spezialeffekte für den Horrorfilm "The Flesh Eaters". Mit seiner Frau arbeitete er eine neue "siamesische" Nummer aus, mit der sie als "Connye and Roye" auftraten, sie jedoch mangels Erfolg wieder aufgaben. Benson trat regelmässig in den besten Nachtclubs auf und entwickelte zwischendurch auch magische Effekte und Illusionen für das Musical "Carnival!", das während 1961-1963 am Broadway gezeigt wurde. 1967 trat Benson erneut in verschiedenen Fernsehshows auf, infolge übermässigen Rauchens waren jedoch seine Auftritte nicht mehr mit früheren zu vergleichen. Anfang der Siebzigerjahre trat Benson nur noch gelegentlich auf und besserte sein Einkommen durch die Arbeit als Fotograf auf. Ende 1977 wurde Benson ins Spital eingeliefert, wo er 6 Wochen später mit 63 an einem Lungenemphysem starb.
Biografie: Levent & Karr, T. Roy Benson by Starlight. Miracle Factory, n. pl., 2006
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Berg, Joe (Josef Bregman)
1903 -1984 (RUS)
Joe Berg wurde in Pinsk in Russland geboren und wanderte 1914 mit seinen Eltern in die USA aus, wo er in Chicago Johnny Platt traf, der ihm die ersten Zaubertricks zeigte. Die beiden wurden Mitglieder des Chicago Conjurors Club. Da Joe sich keine teuren Requisiten leisten konnte, begann er, seine eigenen Kunststücke mit einfachen Alltsgegenständen zu entwickeln. Seine Erfindungen wurden in einer Händlerzeitschrift und später in Sphinx veröffentlicht.
Als er Brush in Chicago traf, engagierte ihn dieser als Asisstent für seine Bühnenshow.
1921 ging er mit dem Zauberkünstler Perry Taylor auf eine Tournee, die in Los Angeles endete. Bevor er nach Chicago zurückkehrte, besuchte er Thayers Magic Manufacturing Co., wo er Harry Kellar traf.
Mit der Nummer, die er von Taylor gelernt hatte - das Beantworten von Fragen der Zuschauer - begann er auftzutreten, wobei er keinen Eintritt verlangte, dafür nach der Vorstellung den Zuschauern für $ 3.00 seine Dienste als Wahrsager anbot, um auf alle Fragen einzugehen, die er in der Vorstellung nicht beantwortet hatte.
Nebenher verrichtete Joe diverse Arbeiten, arbeite er als Zeitungsverkäufer und als Kellner. In dem Restaurant, in dem er arbeitete, lernte er Harry Faber und Sam Berland kennen.
1925 eröffnete er mit Sam Berland und Harry Faber den Princess Magic Shop in Chicago. Harry Faber zog sich bald danach aus dem Gsechäft zurück, Sam und Joe führten es während eines Jahres zusammen. Danach zahlte der frisch verheiratete Joe Sam aus, übernahm das Geschäft und führte es unter dem Namen Central Magic Company weiter. Das Geschäft wurde zu einem Treffpunkt für lokale und durchreisende Zauberkünstler. Zu Joes Kunden und Freunden zählten Harry Houdini, Harry Blackstone, Howard Thurston, Carl Rosini, and viele andere grosse zeitgenössische Zauberkünstler. Bevor Laurie Ireland anfang der Dreissigerjahre sein eigenes Geschäft eröffente, arbeitete er als Vorführer in Joes Geschäft.
1932 war Joe Berg Gründungsmitglied des Wizard's Club in Chicago, einem der ältesten unabhängigen Clubs im mittleren Werten der USA. Dem Club gehörten über die Jahre unter anderen Okito, Carl Ballentine, Johnny Platt, Werner Dornfield, Jay Marshall, Bill Malone, Jack Gwynne, Tenkai, Harlan Tarbell, Frances Marshall, Jim Ryan an.
Als 1951 seine Tochter Geraldine heiratete und nach Los Angeles zog, gingen Joe und seine Frau mit. 1952 eröffnete er ein neues Zaubergeschäft, das er während 22 Jahren führte.
Joe Berg erfand zahlreiche Kunststücke, unter anderem 1936 das Ultra-Mental Deck. Von ihm erfundene Kunststücke mit Seidentüchern sind in "Rice's Encyclopedia of Silk Magic" zu finden. 1972 wurde ihm im Magic Castle der Creative Fellowship Award verliehen.
Kunststücke von Joe Berg wurden publiziert in "Here's Magic" (1930, verfasst von Nelson Hahne), Berg's Private Card Problems (1933), "Here's New Magic" (1937), "The Berg Book" (1983, verfasst von David Avadon und Eric C. Lewis.)
1984 starb Joe Berg infolge eines Herzinfarktes.

Bernard, Bobby (Bernard Samuel Lerner)
1931-2014 (GB)
Bobby Bernard besuchte bereits mit 5 Jahren zum ersten Mal das Zaubergeschäft von Davenport in London und lernte später von Edward Victor und Graham Adams zaubern. Später war er Mitglied einer Gruppe von Zauberkünstlern, die sich mit Jack Avis, Roy Walton und Alex Elmsley jeden Samstag in London traf.
Bobby Bernard war ebenfalls Mitglied des Inner Magic Circle. Er trat während über 50 Jahren als professioneller Close-up-Zauberkünstler und Mentalist auf, ausserdem gab er Vorstellungen in der Rolle des Isaac Fawkes. Daneben war er als Multitalent auch oft als Schauspieler auf der Bühne und im Kino zu sehen.
Er erfand die Kunststücke „Magic Mirror“ (1954) und die“ Bernard Coin Box“ (1961) und verfasste Artikel für Abra, Genii, Apocalypse, Pentagram und verschiedene andere Magazine.
Seine Kunststücke wurden in Lewis Gansons "The Art of Close Up Magic" (1969, Band 2, Kapitel 8), "Bernard's Lesson on Dice Stacking" (1979) und "Bernard's Lesson on Coin Magic" (1978) sowie in Val Andrews "Card and Coin Magic of Bobby Bernard" (1981) beschrieben.
Ausserdem wurden von Videonics drei Videos veröffentlicht: "Bobby Bernard - Dice Stacking", (1980)," Bobby Bernard - Close-up Moves" (1980) sowie "Bobby Bernard - Close-up Moves" (1980).

Bertram, Charles (James Bassett)
1853-1907 (GB)
Als Sohn eines Metzgers in Woolwich, heute eines Vorortes von London, geboren. Mit etwa zwölf Jahren sah er eine Vorstellung von John Henry Anderson. Mit etwa zwanzig Jahren trat er häufig an Wohltätigkeitsveranstaltungen auf. Als er mit seiner Familie nach London zog, machte sich Charles Bertram als Weinhändler selbständig. Mit 22 heiratete er und hatte drei Kinder. 1878 wurde er in die Freimaurerloge aufgenommen. Nachdem sein Geschäft 1883 bankrott ging, begann er, als Zauberkünstler aufzutreten. Charles Bertram besass grosse Handfertigkeit und war ein Meister des Timings und der Ablenkung. Er Pflegte während rund zwanzig Jahren eine enge Beziehung zu Prinz Edward, der 1901 König Edward VII wurde und war dank zahlreicher Vorstellungen vor der königlichen Familie als "The Court Conjurer" bekannt. Er zeigte, dass Zauberkunst nicht nur etwas für Kinder ist, sondern auch Erwachsene unterhalten und faszinieren kann und weckte bei der besseren Gesellschaft das Interesse für die Zauberkunst. 1999-1902 reiste er durch den fernen Osten, Australien und Nordamerika.
Biografie: DAWES, E. A. Charles Bertram. The Court Conjurer. Kaufman and Company, Washington DC, 1997

Bertram, Ross
1912- 1992 (CAN)
Ross Bertram Lernte bereits während der Schulzeit aus Hoffmanns "Modern Magic" und aus Erdnases "The Expert at the Card Table".
Mit 10 lernte er Saxophon spielen und trat häufig mit professionellen Bands auf. Mit 14 Jahren spielte er in einem Orchester mit und trat während der Pause als Zauberkünstler auf. Später hörte er mit der Musik auf und konzentrierte sich auf die Zauberkunst.
Während des Koreakrieges unterhielt er die amerikanischen Truppen in Seoul. Danach wandte er sich lukrativen Trade Shows zu und kam in den Fünzigerjahren auch zum Fernsehen.
Ross Bertram löste mit seinen einzigartigen Techniken einen Trend zu Münzenmagie in der Close-up-Zauberei aus. Seine Zauberkunst zeichnete sich durch ausgesprochene Natürlichkeit der Bewegungen aus.
Zu Beginn der Sechzigerjahre zeigte er eine Falschspieldemonstration mit Karten, mit der er in Zeitungen, Zeitschriften und im Fernsehen beträchtliches Aufsehen erregte. 1968 musste er sich krankheitshalber zurückziehen.
Er verfasste die Bücher "The Magic and Methods of Ross Bertram" (1978) und "Bertram on Sleight of Hand" (1983), ein klassisches Buch der manipulativen Close-up-Zauberkunst.

Bey, Mohammed (Leo S. Horowitz)
1894-1971 (USA)
Mohammed Bey trat schon als Teenager als professioneller Zauberkünstler auf. Er wurde 1932 eines der ersten 5 Mitglieder des New Yorker "Inner Circle" und war Mitgliede der "Secret Six".
1938 wurde er zu einem der lebenden "Card Stars" gewählt.
Mohammed Bey veröffentlichte "Okito Coin Box Routines" (1963) und "Jardine Ellis Ring on Stick and Ring on Rope" sowie Kunststückbeschreibungen in "Stars of Magic", Jinx, Phoenix und New Phoenix.

Biddle, Elmer (Elmer Korth Biddle)
1903-1981
Elmer Biddle war Kartenkünstler und Zaubergerätehändler. In den 19430er-Jahren führte er das Geschäft Unique Novelty und in den 1940er-Jahren die Unique Magic Company in Los Angeles.
Weltbekannt wurde er durch die Erfindung des "Biddle Move", der in Genii (1947 April, Vol. 11, No. 8, Seite 241) unter dem Titel "Transcendent" und 1948 in Hugard's Magic Monthly (Juni 1948,Vol. VI, No .1, Seite434) unter dem Titel "The Biddle Cad Vanish" veröffentlicht wurde.
Elmer Biddle war Mitglied der bis in die 1990er-Jahre aktiven International Guild of Prestidigitators (IGP), einer 1954 von Ben Chavez (Gründer des Chavez Studio of Magic) und seiner Frau in Los Angeles gegründeten Organisation.

Birch, George McDonald
1902-1992 (USA)
Birch wurde als möglicher Nachfolger von Thurston angesehen. Da sich dieser jedoch nicht zurückziehen wollte, machte Birch selber Karriere als Star des Lyceum- und Chautauqua-Circuit. Seine grössten Erfolge hatte er in den 30er- und 40er-Jahren.
1964 trat er von der Bühne zurück
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Biro, Pete
1933-2018 (USA)
Pete Biro wurde in Oakland, Kalifornien, als Kind von Eltern ungarischer Abstammung geboren. Sein Vater war ein berühmter Rollschuhakrobat, der in den besten Theatern auftrat, seine Mutter war Tänzerin in einem komischen Ballett. Pete Biro sah mit etwa 13 Jahren zum ersten Mal eine Zaubervorstellung. Mit 14 lernte er Zaubern, wobei ihn Lloyd Jones (Zaubergerätehändler und Verleger von Zauberbüchern) unterstützte. Zusammen mit Byron Walker, einem späteren Sammler von Zauberliteratur, gab er Vorstellungen in der Schule, mit Bob MacKenzie trat er nachmittags in einem gemieteten Kino als "The Madcaps of Magic" auf. Mit etwa 17 Jahren trat er in einer Zaubernummer mit Rollschuhen auf.
Nach dem Militärdienst während des Koreakrieges (1950-1953), den er mit Unterhaltungsshows für die Truppen in Europa verbrachte, zog Pete Biro nach San Francisco, wo er als Schriftenmaler und Schriftsetzer arbeitete. Als er mit 27 an Kinderlähmung erkrankte, wodurch eine Körperhälfte während 3 Monaten gelähmt war, begann er zu fotografieren. Von da an arbeitete er während der nächsten 30 Jahre als Fotograf von Autos und Autorennen für Zeitschriften. Bei Shows und Anlässen im Autogewerbe zeigte er Close-up Magie für die Kunden, trat in Trade Shows, in Clubs und an Zauberkongressen sowie Ende der Siebzigerjahre im Magic Castle auf.
Pete Biro kannte viele der besten Zauberkünstler seiner Zeit wie etwa Fred Kap (für den er unter anderem das Kunststück entwickelte, bei dem der Fingerring eines Zuschauers auf den Stiel eines Weinglases wanderte), Dai Vernon, Charlie Miller, Slydini, Senor Mardo, Jay Marshall, Howard Schwarzman, Persi Diaconis, Al Flosso usw.
Von 1973 bis 1978 gab Pete Biro "Pete's Leaflet" heraus, eine monatliche Zeitschrift mit Trickbeschreibungen, Berichten über Zauberprogramme und Kongresse, ab 1979 verfasste er während 10 Jahren die monatliche Kolumne "The Reel Works" in Genii.
Während 11 Jahren war er als Produzent verantwortlich für alle Shows an den jährlichen IBM-Kongressen. Als das Desert Magic Seminar ab 1978 in Las Vegas durchgeführt wurde, arbeitete er im Organisationskomitee und bei der Auswahl der auftretenden Künstler mit.
Pete Biro gab zahlreiche Publikationen heraus, u. a. "Pete Biro Lecture Number One" (1969)," Pete Biro Tries Again!" (1969), "Comedy Magic Lecture" (1971), "Son of Greater Magic" (1990), “The Real Secrets of the Chinese Linking Rings" (2008) sowie die Reihe "Pete Biro's Magic":
"Pete Biro's Magic: Eggs, Bags & Gags. Number 1" (2009)
"Pete Biro's Magic: Give a Magician Enough Rope. Number 2" (2009)
"Pete's Magic: Bowling with the Stars. Number 3"
"Pete Biro's Magic: The Magic of Emile Clifton. Number "4
"Pete’s Magic: Indian Cups and Balls. Number 5"
"Pete Biro's Magic: Comedy Linking Rings. Number 6"
"Pete’s Magic: Fred Kaps’ Cups & Balls. Number 7"
"Pete Biro's Magic: Miscellaneous Miracles. Number 8"
"Pete Biro's Magic: John Ramsay's Cups & Balls. Number 9"
"Pete Biro's Magic: The Last Lecture. Number 10"
"Fred Kaps’ Lecture Notes. Number 11"
"Pete Biro's Magic: Funny Stuff. Number 12"
"Pete Biro's Magic: Memoirs of a Spook Show Ghost. Number 13" (2013)
"Pete Biro's Magic. Close Up Magic 4U. Number 14"
"Pete Biro's Magic: "Ken Brooke – A Lifetime of Laughter" Number 16" (2014)
"Pete Biro's Magic: My Best Stuff. Number 17"
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Bishop, Washington Irving
1856-1889 (USA)
Bishop war das Patenkind des bekannten amerikanischen Schriftstellers Washington Irving. Er besuchte eine Jesuitenschule in New York. Um 1876 arbeitete er als Assistent von Anna Eva Fay, die er verliess und in Zeitungsartikeln sowie auf der Bühne ihre vermeintlich spiritistischen Phänomene enthüllte.
Nach einem Jahr als Assistent von John Randall Brown machte sich Bishop selbständig und reiste nach England. In seinen Vorstellungen enthüllte er, wie die so genannten Spiritisten arbeiteten und zeigte Gedankenleseexperimente sowie das Muskellesen im Rahmen einer Rekonstruktion eines angeblichen Verbrechens. Sein Erfolg war phänomenal und er trat vor unzähligen gekrönten Häuptern auf.
Nach Amerika zurückgekehrt führte Bishop 1886 und 1887 in Boston und New York eine Blindfahrt in einer Kutsche vor, um eine einige Häuserblocks entfernt versteckte Diamantenbrosche zu finden. Auftritte in San Franciso und Mexiko folgten. 1889, bei einem Auftritt in einem Club in New York, fiel er ins Koma. Zwei anwesende Ärzte befanden ihn für tot und ordneten eine sofortige Autopsie an. Seine Mutter war ausser sich als sie davon erfuhr. Bishop litt ab und zu an Anfällen von Bewusstlosigkeit und hatte ein Papier einstecken, das darauf hinwies und verhindern sollte, dass gefährliche Behandlungen oder eine Autopsie vorgenommen wurde, während er bewusstlos war. Obwohl seine Mutter nachwies, dass er 1873 während 12 Tagen in einem Koma gelegen hatte, bevor er wieder erwachte, wurden die Ärzte, welche die Autopsie vorgenommen hatten, von der Anklage des Mordes freigesprochen.

Blackstone, Harry, Sr. (Henry Boughton)
1885-1965 (USA)
Blackstones Vater starb als dieser 15 war. Harry erlernte das Handwerk des Möbelschreiners. Stellte Zauberutensilien (wie z.B. Würfelkasten, Billardbälle) für Roterberg her und führte in seiner Freizeit für Verwandte und Bekannte Zaubertricks vor, verschiedentlich unter mehreren Namensbezeichnungen mit Partnern. Schliesslich begann er ab 1909 mit Peter, einem seiner drei Brüder (er hatte ausserdem 3 Halbbrüder) als "The Two Franciscos", dann als "Harry Bouton and Company" herumzureisen.
Um 1915 erwarb Harry sehr günstig einen grossen Posten Zauberplakate mit der Aufschrift "Frederik the Great" und änderte dementsprechend seinen Namen! nachdem die USA 1917 in den Weltkrieg eintraten, wurde der Name oft als deutschen Ursprungs angesehen, was Harry dazu bewog, 1918 einen neune Namen anzunehmen: Blackstone.
1919 heiratete Harry Inez Nourse, eine Musikerin, die seit 1916 in seiner Show auftrat, und führte nun mit weiteren Mitwirkenden eine abendfüllende Show vor. 1920 bezeichnete Kellar, der sich von der Bühne zurückgezogen hatte, Blackstone als den grössten Magier aller Zeiten. In den Zwanzigerjahren stieg Blackstones Karriere steil an, unter anderem dank Illusionen wie dem verschwindenden Pferd. Nach dem Tod von Houdini stand Blackstone hinter Thurston an zweiter Stelle. 1930 liessen sich Harry und Inez scheiden, 1933 heiratete er Billie Mathews. 1934 wurde Harry Blackstone Jr. geboren.
Nach dem Tod von Thurston (1936) hatte Blackstone mit rund 25 Mitarbeitenden die grösste magische Show Amerikas. Nach Kriegsende 1945 feierte Blackstone mit seiner "Show of 1001 Wonders" grösste Erfolge. Nach einem schweren Asthmaanfall musste er alle weiteren Engagements absagen und eine Kur machen. 1950 heiratete er Elizabeth Ross. 1954 stellte er noch einmal eine kleinere Show zusammen und ging auf Tournee, bis 1955 das Fernsehen den live Shows den Garaus machte. Harry versuchte sich in Fernsehauftritten, jedoch erfolglos. Ab 1962, als das Magic Castle in Hollywood eröffnet wurde, war Blackstone dort Stammgast.
Blackstone trat mit einer Ausnahme nie ausserhalb von Nordamerika auf. Ausser durch seine Illusionen wurde er vor allem bekannt durch seine Präsentation des tanzenden Taschentuchs, des verschwindenden Vogelkäfigs und der schwebenden Glühbirne.
Biografie: WALDRON, D. Blackstone. A Magician’s Life. David Meyer – Magic Books, Glenwood, Illinois, 1999.
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Blackstone, Harry, Jr.
1934-1997 (USA)
Harry Blackstone war der Sohn von Harry Blackstone Sr. Wie sein Vater wurde er bekannt durch den verschwindenden Vogelkäfig und das tanzende Taschentuch sowie die schwebende Glühbirne. Er unternahm Tourneen durch die ganzen USA und trat in zahrleichen Radio- und Fernsehstationen auf. Eine seiner Shows wurde 118 mal am Broadway aufgeführt.
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Blaha, Lev
1926-2012 (Tschechoslowakei)
Lev Blaha war humoristischer Sprechzauberer, Taschendieb und Moderator. In Deutschland wurde er vor allem durch seine Vorführung der Daumenfessel und des Eierbeutels bekannt.
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Blitz, Signor
1810- 1877 (GB)
Signor Blitz war sehr erfolgreich mit einer Mischung aus Zauberei und Comedy. Er führte eine Version des Kugelfangs vor und trat in seiner Show auch als Bauchredner auf. Er bereiste Deutschland, England, Amerika, die Karibik. Wegen seiner Popularität nahmen 13 andere Zauberkünstler seinen Namen an.

Blumen (Enzo Ficco)
1920-1965 (I)
In Campobasso geboren riss Blumen als Jugendlicher von Zu Hause aus, um in einem Zirkus zu arbeiten. Sein Vager versuchte vergeblich, ihn wieder nach Hause zurück zu holen.
Ein unglücklicher Sturz verhinderte, dass Blumen den Beruf eines Akrobaten ergreifen konnte. Er beschloss daher, Zauberkünstler zu werden. Vincenzo Giglio führte ihn in die Zauberkunst ein. Bald hatte Blumen ein Programm auf hohem künstlerischem Niveau erarbeitet. Zu Ehren seiner Grossmutter Fiore wählte er den Künstlernamen Blumen (die deutsche Übersetzung von Fiore), unter dem er im Zirkus und Theatern in Italien, Spanien, Frankreich, Portugal, im Libanon und in Griechenland mit grossem Erfolg auftrat.
Der "Magic Gentleman" wie er sich auf seinen Visitenkarten selber bezeichnete, verfügte über grosse manipulatorische Fähigkeiten und eine angeborenen Sinn fürs Theater. Die Bühne war sein zu Hause.
Er war begeistertes Mitglied des Club Magico Italiano und amtete bei dessen ersten Vorstellungen als künstlerischer Direktor. Blumen Verstarb im Alter von 45 Jahren unerwartet an einem Herzinfarkt.

Bobo, J. B.
1910-1996 (USA)
J. B. Bobo begann mit etwa 14 Jahren zu zaubern, lernte anhand des Tarbell Course und wurde etwa 1928 professioneller Zauberkünstler, der vorwiegend in Schulen auftrat. Er soll nahezu 14'000 Vorstellungen gegeben haben.
Bobo ist der Verfasser des klassischen Werkes über Zauberei mit Münzen "Modern Coin Magic" (1952).

Bocardo (Theo Bozenhard), 1846-1907 (Österreich-Ungarn)
1902-1958 (D)
Mit 8 Jahren wurde der in Stuttgart geborene Theo Bozenhard infolge einer Erkrankung an Diphterie von einem Privatlehrer unterrichtet, der ihm auch Zauberkunststücke zeigte.
Nach Abschluss des Gymnasiums und des Studiums zum Maschinenbau-Ingenieur in Tübingen zog er nach einer kurzen Anstellung in Stuttgart nach Leipzig, wo er mit Frau und Tochter bis 1944 lebte.
Im Zweiten Weltkrieg geriet er in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1964 zurückkehrte. Danach entschloss er sich, sein Glück auf der Bühne zu versuchen.
Als Bocardo trat er mit einem Zauberprogramm an Schulen und an bunten Abenden der russischen Besatzer auf.
Ende der Vierzigerjahre wurden seine Tourneen, auf den4en er bis zu 20 abendfüllende Engagements pro Monat hatte, von der Deutschen Konzert- und Gastspieldirektion geplant. Daneben trat er in Varietés in der DDR und der BRD auf.
1955 war Bocardo Mitbegründer des Zentralausschusses Zauberkunst der DDR.
Mit 56 Jahren erlag er auf der Bühne des Kur-Theaters Bad Elster einem Herzschlag.

Bongo, Ali (William Oliver Wallace)
1929-2009 (GB)
Ali Bongo wurde als Sohn Englisch-Schottischer Eltern in Indien geboren, wo sein Vater als Offizier der britischen Armee stationiert war. Bereits mit sechs Jahren führte er einem Onkel seine ersten Tricks vor, die er in einer indischen Zeitung gelesen hatte. Als Teenager kehrte die Familie nach England zurück und Ali Bongo besuchte die Volksschule in Kent. Bereits mit 17 trat er als teilzeitprofessioneller Zauberkünstler an Kindergeburtstagen auf.
Einige Zeit arbeitete er als Verkäufer im Unique Magic Studio, danach als Leiter der Zauberabteilung im Londoner Kaufhaus Hamley's. Nachdem er bei einer Theateraufführung einen orientalischen Koch namens Ali Bongo gespielt hatte, übernahm er diesen Namen für seine Bühnennummer. Sein Markenzeichen war ein farbenprächtiges Gewand, ein Turban und riesige, vorne übertrieben nach oben gekrümmte goldene Schuhe. Während der Vorstellung - einer Mischung aus Pantomime, Komik und Zauberkunststücken - rezitierte er mit asiatischem Akzent absurde Zauberformeln wie "Uju Buju suck another Juju" oder "Hocus Pocus Fishbones Choke Us". Als "Shriek of Arabia" begann so zu Beginn der Fünfzigerjahre seine Karriere in England, bekannt wurde er insbesondere auch durch Fernsehauftritte. Im Folgenden trat er in ganz Europa, Nord- und Südamerika, Hong Kong, Japan, China, Australien, Russland auf der Bühne und in zahlreichen Fernsehshows auf.
Ali Bongo wurden zahlreiche Preise verliehen; in England erhielt er den International Brotherhood of Magicians premier Award, den British Ring Shield, die Maseklyne Magicician of the Year Trophy, den Carlton Award for Comedy und den Murray Award for Services to Magic. In Amerika wurden ihm ein Creative Fellowship und ein Master's Fellowship der Academy of Magical Arts verliehen, in Frankreich die Jules D'Hotel-Medaille.
Er hatte zahlreiche Ämter inne, so als Vizepräsident des Magic Cercle, Ehren-Vizepräsident der British Magical Society, Präsident der Britischen Ringes der IBM und der Concert Artistes Association.
Während neun Jahren arbeitete Ali Bongo mit David Nixon zusammen und kreierte als Nixons Assistent "Alistair" hunderte von Tricks und Illusionen für Fernsehserien von Thames Television.
Während 16 Jahren arbeitete er als Berater für Paul Daniels Fernsehserie für die BBC.
Er wurde auch als magischer Berater für zahlreiche Theaterinszenierungen, Opern und Kinofilme beigezogen.
Später teilte er seine Zeit auf zwischen Auftritten in Cabarets und Theatern, dem Schreiben von Büchern, dem Verfassen von Artikeln und Illustrationen für magische Zeitschriften und - dank seiner Mehrsprachigkeit - Auftritten als beliebter Conférencier an Zauberkongressen.
Ali Bongo verfasste "Be a Magician" (1979) und "Ali Bongo's Book of Magic" (1981).
Anfang Februar 2009 erlitt er während eines Seminars in Paris einen Kollaps. Nach einem Schlaganfall und einer Lungenentzündung verstarb er Anfang März in London.
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Booth, Dr. John Nicholls
1912-2009 (USA)
John Booth wurde als ältester von drei Söhnen eines Pfarrers in Meadville, Pennylvania geboren. Mit 10 Jahren wurde er durch einen Zauberkasten zum Zaubern animiert, mit 14 lernte er von W. J. Armstrong zaubern, mit 15 trat er bereits als Teilzeit-Profi auf. Mit 16 wurde er Mitglied der I.B.M.
Zwischen 22 und 30 trat er in Nachtclubs, Hotels und auf Kreuzfahrtschiffen auf. Während dieser Zeit lernte er auch seine Frau kennen, die er 1941 heiratete.
Dann entschloss er sich, Theologie zu studieren und wurde Geistlicher. Neben seiner Tätigkeit als unitarischer Geistlicher trat er weiterhin als Zauberkünstler auf und reiste durch die Welt.
1948-1949 reiste er durch Asien und berichtete als Korrespondent der Chicago Sun-Times über Ereignisse aus asiatischen Ländern, interviewte hochrangige Politiker und trat vor Staatsoberhäuptern als Zauberkünstler auf.
Seine weiteren Reisen, unter anderem durch Afrika, die Südsee und Südamerika dienten als Grundlagen für 8 Dokumentarfilme, die er auf einer Tournee in grossen Kinos in ganz Amerika vorführte.
John Booth gab Seminare für Zauberkünstler und schrieb zahlreiche Artikel und Bücher über die Zauberkunst und anderen Themen. Zu seinen nicht-magischen Publikationen gehören Titel wie "Fabulous Destinations" (1950), "The Story of the Second Church in Boston" (1959), "Booths in History" (1982).
Für Zauberkünstler schrieb er "Super Magical Miracles" (1930), "Forging Ahead in Magic" (1939), "Marvels of Mystery" (1941), "Psychic Paradoxes" (1984), "Wonders of Magic" (1986), "Dramatic Magic" (1988),"Creative World of Conjuring" (1990), "Conjurian's Discoveries" (1992), "The Fine Art of Hocus Pocus" (1996), "Keys To Magic's Inner World" (1999)," Extending Magic Beyond Credibility" (2001).
Im Linking Ring publizierte er während 1962 bis 2000 in 435 monatlichen Beiträgen seine Serie "Memoirs of a Magician's Ghost: The Autobiography of Dr. John Booth".
John Booth erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine Arbeit, so unter anderem den Literary Fellowship der Academy of Magical Arts (1977) und den John Nevil Maskelyne Prize des des Magic Circle (1987).

Bornstein, Mike (Isaak Meyer Bornstein)
1921-2005 (USA)
In den 1940er-Jahren war Mike Bornstein ein sehr bekannter Nachtclubkünstler. Unter dem Namen "Kolma" führte er eine Manipulationsnummer vor.
Später wurde er vor allem bekannt durch die Erfindung vieler Routinen mit Geldscheinen, die er in insgesamt 7 Publikationen veröffentlichte, darunter: "Money Magic" (1980), "More Money Magic" 1984), "Latest Money Magic" (1988), "New Commercial Money Magic" (1990) und "Eye Popper Money Magic" (1994).
Seine bekannteste Erfindung war der (ohne Faden) schwebende Geldschein.
Ausser Erfinder, Hersteller von Kunststücken, Seminarleiter und Vorführender war Mike Bornstein auch ein aktives Mitglied der IBM und der SAM in New York City.
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Borodin (Arnulf Bolling)
1933-2010 (D)
Borodin war eine charismatische Persönlichkeit mit vielfältigen Interessen. Er war Apotheker, Komponist, Sänger, Autor, und betätigte sich als Regisseur, Drehbuchautor und Dirigent. Als Teenager trat er als Sänger auf, nach dem Stimmbruch als chinesischer Zauberkünstler Bo Ling. Nach einigen Wanderjahren als Fischer und Matrose trat er in die väterliche Apotheke ein. Er begann seine eigene Musik zu komponieren und trat mit Popmusik unter dem Namen als Ulf Barbas auf. Als Mitbegründer der Gruppe Ars Magica, mit Mitgliedern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz machte er sich einen Namen als Vertreter der erzählenden Zauberkunst. Durch sein Wirken fand diese Sparte der Zauberkunst im Deutschsprachigen ab den Neunzigerjahren immer mehr Anhänger.
Er publizierte "ESPeriamus" (1988), "Sheherazade" (1999), "Ex Faustibus", "Bizarre Magie" (2002) "In Vitro", "Geschichtenerzählende Zauberkunst (mit Alexander Römer, 2. Auflage 2006), "Final Curtain" (2005).
1910 verstarb Borodin nach einem langen Kampf gegen die Krankheit an Leberkrebs.

Bosco, Bartholomeo
1793-1863 (I)
Bosco war Zauberkünstler aus Leidenschaft. Er verfügte über grosse Erfindungsgabe und erstaunliche Fingerfertigkeit. Er besass eine starke Persönlichkeit und grosse Menschenkenntnis. Er war einer der ersten, die Zauberkunst als reine Unterhaltung darboten. Seine als natürliche Experimente bezeichneten Kunststücke führte er mit einfachen Apparaten aus. Bei ihm stand der Mensch im Vordergrund. Daher trat er in den ersten Jahren auch mit Vorliebe in einem ärmellosen Anzug auf. Bosco reiste während 18 Jahren durch Europa und den Osten. Besonders bekannt geworden ist er durch seine Vorführung des Becherspiels, das selbst von Hofzinser als unnachahmlich bezeichnet wurde.

Bossi, Vanni
1952-2008 (I)
Vanni Bossi war ein sehr geschickter Close-up-Zauberkünstler, kreativer Denker, Historiker und Sammler. Anlässlich der F.F.F.F.-Kongresse in den USA gab er mehrere Seminare. 2006 erhielt er anlässlich des FISM-Kongresses einen Spezialpreis für seine historischen Recherchen zur Zauberkunst. Zum Zeitpunkt seines Todes war er Präsident des Club Arte Magica di Milano.
Er veröffentlichte das Buch "Parapsicologia: un pò di verità e tante truffe" (1979).
Vanni Bossi entdeckte als Erster, dass das System des gelegten Spiels, das heute mit dem Namen Si Stebbins verknüpft wird, bereits 1593 von Horatio Galasso in „Giochi di Carte“ veröffentlicht worden war (Gibecière. Journal of The Conjuring Arts Research Centre. Winter 2005, Sommer 2007).
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Brahma, Pierre
1933-2017 (F)
Pierre Brahmas Vater war Franzose, seine Mutter Italienerin. Infolge einer schweren Scharlacherkrankung ertaubte er mit 13 Jahren teilweise. Die sich verschlimmernde Beeinträchtigung beeinträchtigte seine Ausbildung in der Schule. Dennoch nahm er mit 18 ein Studium an der Universität von Montpellier auf. Da er trotz eines Universitätsabschlusses – den er mit 21 ohne den Besuch einer einzigen Vorlesung geschafft hatte - wegen seiner Hörbehinderung nicht zum Aufnahmeexamen an die École Nationale d'Administration zugelassen wurde, musste er sich mit dem Posten eines Büroangestellten bei einer Versicherung begnügen.
In dieser Zeit kreierte er eine neuartige Zauberdarbietung mit Halsketten, Juwelen, Kronen und Goldmünzen. Damit gewann er 1964 am FISM-Kongress in Barcelona den Grand-Prix und machte als Zauberkünstler international Karriere.
1973 erlitt er eine Infektionskrankheit und wurde komplett taub. Er erlernte das Lippenlesen und dachte sich ein System mit Lichtsignalen aus, das ihm ermöglichte, seine Nummer exakt zum Takt der Musik vorzuführen.
1976 gewann er am FISM-Kongress in Wien zum zweiten Mal den Grand-Prix.
In seiner Karriere trat er mit weltbekannten Stars in 37 Ländern in den besten Häusern und den grössten Fernsehshows auf und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
Pierre Brahma gab Seminare in Französisch, Englisch, Spanisch und Italienisch und veröffentlichte zwei Seminarhefte über Münzenmanipulation und den tanzenden Stock.
1979 erschien seine Autobiographie "La malle des Indes", in der er seinen Kampf gegen die Taubheit beschreibt und einen Einblick in die Welt des Nachtlebens gibt.
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Braue, Fred (Frederick George)
1906-1962 (USA)
Fred Braue war Journalist und halbprofessioneller Zauberkünstler, insbesondere ein hervorragender Kartentechniker.
Er verfasste mit Jean Hugard die beiden Klassiker “Expert Card Technique” (1940) und “The Royal Road to Card Magic” (1948), ausserdem „Miracle Methods“(1941-43), “The invisible Pass“ (1946), “Showstoppers with Cards” (1948).
Nach Hugards Tod war Braue 1959-1962 Redaktor von Hugard’s Magic Monthly.
“Fred Braue on False Deals” wurde 1977 publiziert, “The Braue Notebooks”, Braues Notizen aus den Jahren 1935-1962, von 1985 bis 1997.

Brents, Frank
1926-2010 (USA)
Frank Brents wuchs in Louisville, Kentucky auf. Nachdem er in der Schule eine Vorstellung von Fetanque Sanders gesehen hatte, beschaffte er sich in der Bibliothek alle erhältlichen Bücher über Zauberei. Mit 11 Jahren begann er bereits, Vorstellungen vor Freunden und Bekannten zu geben.
1947 wurde er gebeten, eine Vorstellung in einem Fernsehstudio zu geben. Daraufhin wurde er für eine tägliche fünfzehnminütige Fernsehserie verpflichtet.
Seine Dienstjahre in der Armee verbrachte er mit Vorstellungen in den Special Services. Nach seiner Entlassung begann er 1953 bei der Post in New York City zu arbeiten, gab den Job aber auf, als er immer mehr Auftrittsmöglichkeiten in Nachtclubs bekam. Im Frack mit kurzen Ärmeln führte er - oft als America's Black Magician" angekündigt - zu Musikbegleitung eine beschwingte Taubennummer mit gefärbten Tauben vor ("Frank Brents and his Technicolor Doves"). Richtig berühmt wurde er, als er neben den Tauben auch Enten in seine Nummer einbaute. Von den Sechziger- bis in die Achtzigerjahre reiste er mit seiner Nummer rund um die Welt . Er trat in vielen Hauptstädten Europas, in Asien, Afrika und Südamerika auf, insgesamt in über 40 Ländern. Ausserdem trat er in zahlreichen Fernsehsendungen in den USA, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, England und Venezuela auf.
Neben der Zauberkunst war Frank Brents auch als Songschreiber tätig und war einer der Produzenten der 1997 in Leben gerufenen Off-Broadway-Show "Monday Night Magic", in der Hunderte von berühmten Zauberkünstlern auftraten.
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Brodien, Marshall
1934-2019 (USA)
In der Zeitschrift Magic wurde Marshall Brodien als einer der hundert amerikanischen Zauberkünstler aufgeführt, welche die Zauberkunst im Amerika während des zwanzigsten Jahrhunderts massgeblich beeinflusst hatten. Zahlreiche Amerikaner kamen durch seine über 15 Millionen mal verkauften TV Magic Cards zum ersten Mal mit der Zauberkunst in Berührung. Dank seiner Marshall Brodien Magic Company, die immer wieder neue Zauberkästen auf den Markt brachte, die über das Fernsehen vermarktet wurden, begeisterten sich Millionen von Zuschauern für die Zauberkunst.
Marshall Brodien wuchs als zweiter Sohn bei seineN Eltern und Grosseltern in Chicago auf. 1951 verliess sein Vater die Familie und kehrte nach sechs Jahren wieder zurück. Mit 57 Jahren starb er bei einem Arbeitsunfall.
Bereits in der Primarschule sah Marshall eine Zaubervorstellung, die ihn so sehr faszinierte, dass er danach sein ganzes Taschengeld für Zaubertricks ausgab. Schon bevor er zehn war, gab er für Nachbarn Vorstellungen, für die er Eintrittsgeld verlangte. Das verdiente Geld gab er in Joe Bergs Fachgeschäft aus, wo er sich häufig an Samstagnachmittagen aufhielt und lokale Zauberkünstler kennenlernte.
1948 zeigte er in einem Spielsalon, in dem auch Zaubertricks verkauft wurden, einem Kunden, wie ein Trick vorzuführen war. Daraufhin wurde er vom Besitzer des Geschäfts angestellt und arbeitete dort während fast einem Jahr vom späten Nachmittag bis in den Abend sowie Samstags und Sonntags, demonstrierte und verkaufte Tricks. Mit 14 stellte er Trickkarten für eine Version des Kümmelblättchens her, die er über ein kleines Büchergeschäft verkaufte.
Nach dem Umzug und der Wiedereröffnung des erweiterten Spielsalons "Treasure Chest", wo auch Bücher, Schallplatten, Spielsachen, Schmuck und Souvenirs verkauft wurden, arbeite Marshal Brodien weiterhin als Vorführer und wurde immer öfter für Engagements bei Kindervorstellungen usw. angefragt. Nachdem er 1950 einen Talentwettbewerb in einem Theater gewonnen hatte, wurde er für Vorstellungen in Schulen engagiert. Daraus ergaben sich weitere Engagements. Mit 15 verschaffte ihm ein Stammkunde des Spielsalons einen Führerschein. Ein Arbeitskollege brachte ihm das Fahren bei.
Mit 16 ging erl von der Schule ab und begann vollzeit im Zaubergeschäft zu arbeiten.
Im Sommer 1951 arbeitete er in einem Vergnügungspark, wo er 20 Vorstellungen am Tag gab. Auch Im nächsten Sommer trat er dort auf und begleitete danach die Künstlertruppe zur Landesausstellung in Toronto, Otttawa und Quebec.
1953 trat Marshall Brodien in einem Werbespot im Fernsehen für den inzwischen vergrösserten und mit dem "Chicago Magic Center Pro Shop" erweiterten Treaure Chest auf. Sein Auftritt kam so gut an, dass er Anfragen für Werbespots für eine Möbel- und eine Autofirma erhielt. Im Sommer arbeitete er wieder im Vergnügungspark, wo er das Feuerspucken und Schwerschlucken erlernte.
Danach gab er die Arbeit im Treasure Chest auf und trat während drei Monaten in einem Nachtclub in Cicero als Vertretung für Senator Clark Crandall auf. Nach dessen Rückkehr wurde er weiter beschäftigt und arbeitete gleichzeitig auch im Vergnügungspark, wo er inzwischen das Feuerspucken in seine Nummer integriert hatte.
Während sechs Wochen ging er mit einem Tierzirkus auf Tournee. Nachdem der Nachtclub von einem Tag auf den Anderen in ein Stripteaselokal umgewandelt worden war, wurde er in einem anderen als Barmagier engagiert und zeige hinter der Bar auf einer kleinen Bühne auch einige Illusionen.
Mit 22 wurde er in die Armee eingezogen, wo er bald als Zauberkünstler, Hypnotiseur und Feuerspucker bei den Unterhaltungstruppen arbeitete und während seiner zweijährigen Dienstzeit insgesamt über 500 Vorstellungen gab.
Nach seinem Austritt aus der Armee trat er bis 1960 im Boston Nocturne Club, einem Nachtclub in Chicago auf, die ersten fünf Monate mit einer Hypnosenummer, danach auf der inzwischen ausgebauten Bühne mit einer Zaubershow, in der er unter anderem auch die Besenschwebe vorführte. 1960 übernahm er den Club und benannte ihn in Mystic Club um. Ein Jahr später verkaufte er den Club und widmete sich ganz seinen Auftritten. Als ein Hypnotiseur im Cairo Supper Club, einem angesagten Club mit Kerzenlicht, Plüschsellsen, Essen, Tanzmusik, Hypnoseshow, Musikclownsseine Stelle kündigte, sprang Marshall ein.
Im gleichen Jahr wurde er von der Fernseh-Showtruppe für die Kindersendung "Bozo's Circus" für ein Musikfestival engagiert. Seine 35-minütige Show wurde von fast 70 Tausend Besuchern gesehen, woraus sich zahlreiche weitere Engagements bei grossen Publikumsveranstaltungen ergaben.
1964 spielte er seine dritte Saision im Cairo Supper Club, wo er zweimal pro Abend mit einer Hypnoseshow auftrat. Im gleichen Jahr wurde der Nachtclub durch einen Brandanschlag zerstört. Marschall beschloss darauf, vermehrt als Zauberkünstler aufzutreten. Bis 1994 trat erwährend 26 Jahren in der "Bozo Show" im Fernsehen als "Wizzo the Wizard" auf und gab dabei rund 3000 Vorstellungen. Die beliebte Kindersendung lief danach noch 7 Jahre weiter, bevor sie 2001 endgültig eingestellt wurde.
Neben den Auftritten in Bozo's Circus fand Marshall Brodien Zugang zu Tradeshows und arbeitete für grosse Firmen. Dabei trat er stets auf einer Bühne auf, arbeitete mit einer Assistentin und zeigte dabei 1965 erstmals sogar eine Illusion.
1968 hatte er in Bozo's Circus als Wizzo the Wizard wöchentliche Auftritte im Fernsehen, 1969 mehrere Auftritte pro Woche.
1969 bis 1971 verkaufte er mit seinem Geschäftspartner Rick Carey über Fernsehwerbung in ganz Amerika 135'000 Svengalispiele als "TV Magic Cards". Mit Unterstützung einer Werbeagentur verkaufte er dann fast eine Million weitere Svengalispiele. Nach diesem Erfolg wurde ein Werbespot für Stripper Decks gedreht und über 200'000 davon verkauft. Darauf folge ein Werbespot für ein Becherspiel aus Plastik, gefolgt von einem Zauberkasten mit einem Dutzend Tricks. Der finanzielle Erfolg führte zur Gründung der Firma TV Magic Ltd. Ende 1974 zahlte Rick Carey Marshal Brodien aus und übernahm die Firma, Marshal war weiterhin als Berater tätig.
1975 eröffnete Marshall einen Magic Shop im Old Chicago Themenpark, verkaufte ihn jedoch bald an Billy Bishop. 1976 kaufte er ein Restaurant.
1978 wurde Bozo's Circus per Satellit übertragen und Millionen von Zuschauern sahen die Sendung.
1979 kaufte er mit Partnern der Werbeagentur die vom Bankrott bedrohte Firma TV Magic Ltd. zurück und nannte sie in Marshall Brodien Magic Company um. Nach der Schaltung von neunen Fernsehwerbespots realisierte die Firma im ersten Jahr einen Gewinn von $ 300'000. Marshall produzierte unter anderem auch ein "Siegfried & Roy Spectacular Magic Set", vom dem Zehntauschende von Exemplaren verkauft wurden.
In den 1980er-Jahren verkaufte Marshall Brodien über einem Home Shopping Kanal tausende von Zauberkästen pro Sendung.
1985 verpachtete er sein Restaurant und steckte mehr Zeit in die Entwicklung und den Verkauf neuer Zauberkästen.
1988 investierte er in den Nachtclub ToTo's, der neben Tanzmusik ein Unterhaltungsprogramm mit Zirkusattraktionen, Artistiknummern, und Zauberkünstlern bot. Bereits nach einem Jahr blieben jedoch die Besucher aus und Marshall Brodien zog sich aus dem Geschäft zurück.
Nachdem 1991 der Verkauf über die Marshall Brodien Magic Company stark zurückgegangen war, zahlte er seinen Partner aus und schloss Geschäfte mit Warenhausketten ab, die seine Produkte verkauften. 1992 bis 1994 trat er erneut als Wizzo in der inzwischen in Bozo Show umbenannten Bozo's Circus Show auf. Er verkaufte sein Geschäft und schloss mit einer Spielwarenkette einen Fünfjahresvertrag ab, der garantierte, dass seine Zauberkästen weiterhin unter seinem Namen verkauft wurden.
1997 kreierte er einen neunen Zauberkasten für Siegfried & Roy, der während der folgenden sechs Jahren deren meistverkaufter Artikel war. Er war ebenfalls an der Herstellung von Tricksets und Zauberkästen für Lance Burton beteiligt.
Marshall Brodien starb im Alter von 84 nach einem mehrjährigen Kampf gegen Alzheimer.
Biografie: MOEHRING, J. The Magical Life of Marshall Brodien. McFarland & Company, Inc. Jefferson, North Carolina, and London, 2007
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Brooke, Ken
1920-1983 (GB)
Ken Brooke Begann mit 7 Jahren zu zaubern. Mit 14 verliess er die Schule, wandte sich jedoch erst im zweiten Weltkrieg ernsthaft der Zauberei zu. Nach dem Krieg leitete er das Veroni House of Magic in Bradford.
In den Fünfzigerjahren holte ihn Harry Stanley nach London und stellte ihn als Leiter des Unique Magic Studio ein. Zu diesem Zeitpunkt wurde Ken Brooke zu einem der besten Nachtclubzauberer mit Routinen, die von vielen kopiert wurden: Der tanzende Spazierstock, das Ringspiel, Paper Balls over the head, die sich vermehrenden Flaschen.
Mitte der Sechzigerjahre eröffnete er in London den legendären Ken Brooke’s Magic Place. Das Geschäft wurde zum Treffpunkt aller Zauberkünstler von Rang und Namen: Don Alan, Albert Goshman, Doug Henning, Ricky Jay, Fred Kaps, Jay Marshall, Johnny Paul, Slydini, Johnny Thompson, Dai Vernon, Robert Harbin, Tommy Cooper, Paul Daniels, Maurice Fogel gingen bei Ken Brooke ein und aus.
Während zwei Jahrzehnten - von den Sechziger- bis in die Achzigerjahre – war er weltbester Demonstrator und Lehrer mit grosser Geschicklichkeit, intuitivem Sinn für richtiges Timing und einem sicheren Gespür dafür, was beim Publikum ankam.
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Brooks, Herbert Brady
1873-1923 (GB)
Brooks trat zunächst in England, ab 1903 in Amerika in den Varietés der Grossstädte auf. Bekannt wurde er durch das Kunststück, sich aus einem kleinen, verschlossenen Koffer, in den er sich nur mit Mühe hineinzwängen konnte, zu befreien. Später beschränkte er sich auf die Vorführung von Kartenkunststücken wie die Wanderung von drei gewählten Karten durch die durch die Ärmel in seine Tasche und wurde von Zeitgenossen als einer der besten Kartenkünstler bezeichnet. 1913 kehrte er nach England zurück, wo er mit seiner "Herbert Brooks American Trunk Escape" grösste Erfolge feierte.
1914 ging er nach Amerika zurück. Dort setzte er anstelle des Holzkoffers einen Stahlkoffer ein, aus dem er ebenfalls mit der gleichen Leichtigkeit entkommen konnte. 1915 trat er in Australien auf, danach erneut in den USA, wo er bis zu seinem Rücktritt 1921 in grossen Varietés auftrat.

Brown, Bob (Robert Forrester Brown)
1921-2016 (USA)
Bob Brown wurde in Sacramento als zweitältestes von sechs Kindern eines Buchhalters geboren. Er begann mit 10 Jahren zu zaubern, nachdem er zu Weihnachten einen Zauberkasten erhalten hatte. Danach studierte er Hoffmanns Modern Magic. Mit etwa 14 machte ihn ein Zauberkünstler auf Thayer's Magic Studio aufmerksam. Er bestellte einen Katalog und eine Welt von phantastischen Tricks öffnete sich ihm. 1939 besuchte er den jährlichen Kongress der Pacific Coast Association of Magicians in San Francisco. Dort traf er auch Lloyd Jones, ein Mitglied des Oakland Magic Circle, den Bob von da an häufig besuchte.
Bob absolvierte eine Ausbildung zum Flugzeugingenieur und arbeitete nach dem Abschluss in der Flugzeugindustrie in Los Angeles. Mit 21 heiratete er Norma Jane Mahan, mit der er vier Söhne hatte.
Während des zweiten Weltkrieges diente er in der Air Force. Als er in Chicago stationiert war, besuchte er in seiner Freizeit Ireland's Magic Shop, wo er viele berühmte Zauberkünstler traf. Etwa 1943 wurde seine Truppe nach New Haven in Connecticut verlegt. An den Wochenenden besuchte Bob oft Tannen's Magic in New York City, wo er unter anderem John Scarne und Dai Vernon traf, bei der er später Privatstunden nahm.
Nach seinen Auslandeinsätzen 1946 wurde er aus dem Dienst entlassen. 1948 trat er als Mitarbeiter in die Mutual of New York ein und arbeitete dort während 52 Jahren als erfolgreicher Versicherungsvertreter und wechselte dann zur Pacific Life Insurance, wo er noch mit 81 Jahren fünf Stunden am Tag arbeitete.
Mit seiner Show "The Magic of Make Believe" trat er mit seiner Frau ab 1967 in den USA und auch in Europa auf, wo er als einer der ersten Zauberkünstler in Hotels mit Tischzauberei auftrat.
1970 stellte er als neue Partnerin für seine Taubennummer Brenda Payne ein. 1971 trat er mit ihr in Japan auf. "Bob Brown & Brenda" waren während Jahrzehnten weltweit ein Begriff. Sie traten in Fünfsternhotels in Europa und in anderen Teilen der Welt auf, insgesamt in über 60 Weltstädten auf sechs Kontinenten.
Als gewiefter Vertreter sorgte Bob stets dafür, dass er von seinen Auftraggebern Dankeschreiben erhielt und besorgte sich Kopien von allen Zeitungsartikeln, die über ihn erschienen, um das Material dann für die Promotion bei neuen Kunden einzusetzen.
Nachdem er fast dreissig Jahre um die Welt gereist war, stellte Bob 2000 seine internationalen Auftritte ein. Er wandte sich der gut bezahlten Tätigkeit der Motivationsvorträge für Firmen zu, wobei er die Kernbotschaften mit Zaubertricks illustrierte.
Bob Brown veröffentlichte "The Fine Art of Persuasion" (2003) und gab ein 14-teiliges CD-Set heraus mit dem Titel "How to get What You Want Most in Your Business and Personal Life".
Biografie:
Dale Lorzo, D. The Magical Adventures Of Robert F. Brown “The Magic of Make Believe”
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Brown, Edward George
1893-1947 (GB)
Edward Brown wurde als zweites von vier Geschwistern in London geboren. Bereits während seiner Ausbildung zum Bankangestellten beschäftigte er sich intensiv mit dem Studium der Zauberkunst. Obwohl er immer ein Amateur blieb, waren seine Vorstellungen von professioneller Qualität.
Mit 26 trat er dem Magic Circle bei, 1925 wurde er zum Mitglied des Inner Magic Circle ernannt. Er war ein hervorragender Kartenkünstler, führte aber auch andere Kunststücke mit grosser Handfertigkeit vor.
Kunststücke von Brown wurden in Ibidem (1955-1979), "Willane's Methods for Miracles" (1950er-Jahre; überarbeitet in Rae Hammonds "Willane's Complete Methods for Miracles", 1984) und in Trevor Halls "The Card Miracles of Edward G. Brown" (1973) beschrieben. Bis dahin nicht veröffentlichte Kunststücke wurden in "Edward George Brown - A Magical Life" (2005) von Paul Gordon beschrieben.
Biografie: GORDON, P. Edward G. Brown. A Magical Life. Natzler Enterprises,Worthing, UK, 2005

Brusini's (Paolo Brusini)
1911-1963 (I)
In Goito di Mantova geboren, kam Brusini während der Schulzeit über einen Katalog der Casa Magica in Milano mit der Zauberkunst in Kontakt, interessierte sich nach der Schule jedoch zunächst für Motorradrennen. Erst als er eine Vorstellung von De Mario sah und durch diesen die Bekanntschaft von Bustelli machte, begann er sich selber aktiv mit der Zauberkunst auseinanderzusetzen.
Während des Krieges gab er bei seinem Einsatz in Griechenland zahlreiche Auftritte für die Truppen. Nach dem Krieg trat er in Theatern und Lichtspieltheatern auf und spezialisierte sich auf Manipulationen mit Zigaretten, Karten und Münzen.
Er trat an zahlreichen Kongressen auf, 1955 als einer der ersten Italiener auch am FISM-Kongress in Amsterdam. Kontinuierlich erweiterte er sein Repertoire mit dem Ringspiel, dem Fischfang aus der Luft, der Produktion von Feuerschalen und Tauben, der schwebenden Kugel. Dank seiner Popularität und seiner Fähigkeit, die Aufmerksamkeit des Publikums und der Presse auf sich zu lenken, erschienen in allen grossen Tageszeitungen zahlreiche Artikel über ihn.
1960 nahm er mit Karton, Maxim und Chun-Chin-Fu an einem von der B.B.C. im Fernsehen übertragenen Wettbewerb zwischen England und Italien teil, bei dem Italien mit 68 zu 65 Punkten gewann.
1963 ereilte den erst 52-Jährigen in der Nähe von Ancona der Tod auf der Bühne.
Biografie: RAIMONDI, V. Spttacolo Magico. Eedizioni La Porta Magica, Roma, 2000.

Buchinger, Mathias
1674-1722? (D)
Obwohl der in Nürnberg geborene Buchinger weder Hände noch Füsse hatte, gelang es ihm zu schreiben, zu zeichnen, Karten zu spielen und zu zaubern. Er führte unter anderem Münzenkunststücke und das Becherspiel vor. Er trat in Deutschland und England auf.

Buckingham, Geoffrey
1902-1996 (GB)
Geoffrey Buckingham manipulierte mit Münzen, Bällen und Fingerhüten.
Am FISM-Kongress 1949 gewann er den 1. Preis in Manipulation, am FISM-Kongress 1951 den Grand-Prix.
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Buckley, Arthur
1890-1953 (AUS)
Arthur Buckley begann mit 18 Jahren zu zaubern, nachdem er eine Zaubervorstellung in Neuseeland gesehen hatte. Er trat zunächst als "Young Dante, King of Koins" mit Münzenmanipulationen auf, die er aus Downs "Modern Coin Manipulation" gelernt hatte, später als Münzen- und Kartenkünstler unter dem Namen "Mysto" in Australien und Neuseeland.
1918 wanderte er nach den USA aus. Ab 1925 zeigte er mit seiner Frau als Partnerin eine Telepathienummer.
Buckley verfasste neben "New and Improved Effects with Cards 1-3" (1921) die klassische Buckley-Trilogie "Card Control" 1946), "Gems of Mental Magic" (1947) und "Principles and Deceptions" (1948).

Burger, Eugene
1939-2017 (USA)
Eugene Burger machte sich einen Namen als Close-up Zauberkünstler und als Autor auf dem Gebiet der Bizarren Magie und Mentalmagie. Er wurde als einer der einflussreichsten Zauberkünstler des 20. Jahrhunderts betrachtet.
Eugene Burger hatte Universitätsabschlüsse in Philosophie und Religionswissenschaften und erteilte Kurse in Philosophie und vergleichender Religionswissenschaft. Seine Kreativität, seine sonore, hypnotische Stimme und sein Bart machten ihn in der Zauberszene zu einer Leitfigur.
In späteren Jahren war er häufig als Dozent an McBrides Magic & Mystery School in Las Vegas tätig. Ausserdem trug er mit seinem Vortrag "How Magicians Think" sein Wissen und Verständnis über die Funktionsweise von Wahrnehmung und Täuschung in die Geschäftswelt.
Er hatte zahlreiche Auftritte im Fernsehen in den USA, Canada, England, Belgien, Finnland und Japan und erhielt viele Auszeichnungen. So war er unter anderem zweimaliger Empfänger der Auszeichnungen "Close-Up Magician of the Year" und "Lecturer of the Year" des Magic Castle in Hollywood. 2012 wurde ihm von der FISM ein Spezialpreis für Theorie und Philosophie verleihen.
Neben einigen DVDs veröffentlichte Eugene Burger zahlreiche Schriften: "Secrets and Mysteries for the Close-up Entertainer" (1981), "Intimate Power" (1983), "Eugene Burger on Matt Schulien’s Fabulous Card Discoveries (1983), " Audience Involvement " (1983), " The Secrets of Restaurant Magic " (1983), "The Craft of Magic and Other Writings" (1984), "Spirit Theater" (1985), "The Performance of Close-Up Magic" (1987), "The Experience of Magic" (1989), "Strange Ceremonies" (1991), "Rediscoveries: New Ways of Framing Old Favorites" (1994), "Magic and Meaning" (mit Robert Neale, 1995), "Growing in the Art of Magic" (1996), "Mastering the Art of Magic" (2000), "Mystery School" (mit Jeff McBride - 2003).
2017 verstarb er an Krebs.
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Burgess, Clinton
1880-1932 (USA)
Clinton Burgess wurde in Philadelphia in Pennsylvania geboren. Mit 18 trat als Amateur erstmals öffentlich auf, 1902 wurde er professioneller Kartenkünstler und trat in den USA und Europa auf.
Clinton Burgess trug eine der grössten Sammlungen magischer Literatur in den USA zusammen. Er veröffentlichte Artikel in Sphinx und Osirian (eine Zeitschrift, die lediglich von April bis September 1925 erschien).
Da James Elliott verstarb, bevor er sein geplantes Buch fertigstellen konnte, stellte Clinton Burgess zusammen mit Houdini anhand von Elliotts Notizen den Text für „Elliott’s Last Legacy“ zusammen; das Buch wurde 1923 von Houdini herausgegeben, der den ganzen Ruhm dafür für sich beanspruchte und sogar seinen Namen gross auf den Buchumschlag drucken liess, was ihm Burgess nie verzieh.

Burlingame, H(ardin). J(asper)
1852-1915 (USA)
H. J. Burlingame wurde in Manitowoc Falls in Wisconsin geboren. Er wuchs in Chicago auf. Mit etwa zwanzig zog er nach Rotterdam. Dort wurde er von David Tobias Bamberg (Okito) unterrichtet und nahm den Künstlernamen „Jasper Bamberg” an.
1873 bis 1879 reiste er als Zeitungskorrespondent durch Holland, Deutschland und die Schweiz und trat als Teilzeitprofi auf.
1891 arbeitete er teilzeitlich als Publizist in Chicago. 1895 kaufte er das Zaubergeschäft von Sid Macaire, zog sich von der Bühne zurück und wurde unter den Firmennamen "Chas. L. Burlingame & Co." and "Ralph E. Sylvestre" sowie "The Clyde Publishing Co." Vollzeit-Zaubergerätehändler und Verleger.
1906 verkaufte er sein Geschäft an Frank Ducrot.

Bustelli, Ranieri
1898-1974 (I)
Bustelli lernte von Amedeo Bernardini, Luigi Piovano und Luigi Giovenzana zaubern. Zwischen 1925 und 1955 trat er mit seiner grossen magischen Revue im Stil eines Dante oder Blackstone mit grösstem Erfolg auf den renommiertesten Bühnen Europas auf. In vielen Szenenwechseln präsentierte er in seinen Vorstellungen Illusionen, Manipulationen, magische Sketches und allgemeine Magie. Sein Name fand Eingang in den alltäglichen Sprachgebrauch.
1953 wurde er für zwei Jahre Präsident des neu gegründeten Club Magico Italiano, 1955 wurde er zu dessen Ehrenpräsidenten ernannt. Im gleichen Jahr zog er sich von der Bühne zurück und eröffnete in Florenz sein Zaubergeschäft Casa Magica Bustelli.

Bux, Kuda (Khuda Bakhsh)
1905-1981 (Indien/Pakistan)
Kuda Bux wurde bekannt als "The Man with the X-Ray Eyes": Er liess sich die Augen mehrfach verbinden und zusätzlich drei Servietten um den Kopf binden; trotzdem war er in der Lage zu lesen, Fahrrad zu fahren, ein Auto zu lenken und auf einer Wandtafel alles nachzuzeichnen, was ein Zuschauer niederschrieb.
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