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Fragen Sie sich auch manchmal, was Ihre Übersetzer eigentlich meinen, wenn sie von Übersetzungsspeichern bzw. Translation-Memory sprechen und wie sich diese Dinge von Terminologie unterscheiden?
Hier finden Sie kurz gefasst alle Infos.
Übersetzungsspeicher
Der Übersetzungsspeicher, auch Translation-Memory (TM) genannt, ist eine grosse Datenbank, in der sogenannte Segmente (meist ganze Sätze) der Ausgangssprache und der dazugehörigen Übersetzung in der Zielsprache gespeichert werden.
Sinn und Zweck: Übersetzer müssen gleiche oder ähnliche Sätze nur einmal übersetzen. So werden sie nicht nur schneller, es gibt auch über mehrere Dokumente hinweg mehr Einheitlichkeit in den Übersetzungen.
Die Grundidee ist, dass sich bei den meisten Unternehmen viele Sätze immer wieder so oder so ähnlich wiederholen. Das macht den Einsatz von TMs besonders geeignet für (technische) Handbücher, Geschäftsberichte, Rechtsübersetzungen oder auch Marketingbroschüren. Wenig geeignet sind sie hingegen, wenn unterschiedliche Übersetzungen ausdrücklich gewünscht sind bzw. wenn sich die Texte eigentlich nicht wiederholen sollten wie zum Beispiel bei Literaturübersetzungen, bei Nachrichten, akademischen Schriften usw.
Terminologie
Die Terminologie hingegen bezieht sich nicht auf ganze Texte. Hier sind einzelne Wörter oder Komposita (zum Beispiel der Claim eines Unternehmens oder Produkts) festgehalten, die unabhängig von ihrem Kontext immer gleich übersetzt werden sollen. Hier können auch erlaubte Alternativen, veraltete oder verbotene Begriffe festgehalten werden. Die Basis ist auch hier wieder eine Datenbank, in welcher der Begriff selbst sowie seine Definition, sein Status und gegebenenfalls noch zusätzliche Informationen wie Nutzungsbeispiele oder Bilder festgehalten werden.
Die Grundidee ist hier, dass es Begriffe gibt, die eine Unternehmenssprache definieren, Klarheit bei technischen Begriffen schaffen und auch zur Abgrenzung gegenüber der Konkurrenz dienen. Ist diese Datenbank einsprachig, sprechen wir von einem Glossar. Ist es mehrsprachig hingegen von der Unternehmensterminologie.
Bei einer Vielzahl spezialisierter Inhalte beseitigt ein Glossar Unklarheiten und dient als Leitfaden für den Umgang mit wichtiger Terminologie, wodurch Konsistenz und Genauigkeit bei jedem Auftreten eines Schlüsselbegriffs in allen Übersetzungsprojekten gewährleistet sind.
Ein Glossar sorgt für einen reibungslosen Ablauf der Übersetzungen, da die Übersetzer keine Zeit mehr für die Terminologierecherche aufwenden müssen. Viele Glossare sind automatisiert, sodass Übersetzer schnell und effizient die richtige Übersetzung von Schlüsselbegriffen finden können, was wertvolle Zeit spart. Ausserdem werden die Kosten und die Bearbeitungszeit für alle nachfolgenden Übersetzungen, für die das Glossar ebenfalls gilt, reduziert.
Übersetzungen sind subjektiv, was in der Natur der Sprache liegt. Ein Glossar verbessert die Qualität und gewährleistet die Konsistenz über alle Sprachen und Wiederholungen eines bestimmten Begriffs hinweg, indem es eine standardisierte Übersetzung für Schlüsselbegriffe bereitstellt. So wird Mehrdeutigkeit vermieden und sichergestellt, dass wichtige Begriffe bei jeder Verwendung genau und einheitlich übersetzt werden.
Selbstverständlich ist eine einheitliche, gut organisierte Terminologie auch für Ihre interne Texterstellung jeder Art überaus hilfreich: Egal, ob es um E-Mails an Kunden geht, um Webcontent oder auch um den Geschäftsbericht – Ihre verantwortlichen Teams freuen sich, wenn Sie beim Schreiben wirklich Klarheit haben.
Fazit
Ein Translation-Memory ist ein Übersetzungstool, das dazu dient, sich Inhalte zu merken und sie konsistent zu übersetzen, während Terminologie ein Leitfaden für Übersetzer ist, der ihnen zeigt, wie sie bestimmte Begriffe für ein Übersetzungsprojekt übersetzen sollen. Durch die Bereitstellung klar definierter Übersetzungen für wichtige Begriffe spart der Einsatz von Terminologiedatenbanken Zeit, senkt die Kosten, verbessert die Qualität und sorgt für Konsistenz bei allen Übersetzungs- und Lokalisierungsprojekten. Ein Translation-Memory «übersetzt» automatisch wiederkehrende Texte, was Zeit und Geld spart und gleichzeitig die Qualität verbessert.
Im Idealfall werden für eine gute Übersetzung also beide Tools eingesetzt. Jedes hat seinen Sinn, und sie ergänzen sich gegenseitig bei dem Ziel, hochwertige, einheitliche und klar verständliche Übersetzungen bereitzustellen.
Falls wir Ihnen bei der Organisation Ihrer Terminologie helfen dürfen – melden Sie sich. Unsere Experten wissen genau, was zu tun ist, um langfristig Ihre Kosten zu reduzieren und Ihr Corporate Image zu boosten.
Deborah Palm, Key-Account-Managerin Finance und Legal
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