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Der Mittlere Osten ist bekanntlich die Wiege des Weinanbaus, dessen Geschichte bis in die biblischen Zeiten zurückgeht. Das östliche Mittelmeer war sozusagen das Frankreich und Italien der Antike. Doch erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts fand der Wein wieder in seine Heimat zurück und zwar als die Reblaus die Weinberge Europas zerstörte. In den 1880er Jahren brachte ein Baron Edmund de Rothschild, Mitbesitzer von Château Lafite den Weinbau wieder ins heutige Israel.
Das mediterrane Klima Israels prägt den Charakter des Weins und der Küche stark; so entsteht hier ein Wein in einem „Neuen Welt“ Land in einem der ältesten Anbaugebiete der Welt. Seit Ende der 1970er Jahre kündigten Pflanzungen auf den Vulkanböden der Golanhöhen, vom See Genezareth bis hinauf in 1200 m Höhe am Berg Hermon, eine neue Zielrichtung für israelischen Wein an. Die israelischen Weine haben in den letzten Jahren eine revolutionäre Entwicklung durchgemacht. Neue Technik und Qualitätsüberwachung haben dazu geführt, dass man Varietal-Weine (sortenreine Weine) von einer Qualität hervorbringt, die sich mit den Besten Kaliforniens und dem Rest der neuen Welt messen können. Dies brachte den Weinen bald grosse Anerkennung und Auszeichnungen an verschiedenen internationalen Ausstellungen.
Die Weingüter in Israel haben keine Mühe gescheut, kompetente Berater aus Kalifornien, Frankreich und Australien für Expertisen zu konsultieren. Der Einsatz hat sich gelohnt, sind doch israelische Weine heute auf allen fünf Kontinenten anzutreffen, sei es in feinen Fachgeschäften in den USA oder 3 Stern Michelin Restaurants in Europa.