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Die Ergebnisse auf einen Blick
- Tages-und Onlinezeitungen
- Sonntagszeitungen und Magazine
- Boulevard- und Pendlerzeitungen
- Radio- und Fernsehsendungen
Verschiedene Methoden kommen zu ähnlichen Ergebnissen Die x-Achse zeigt die inhaltsanalytisch gemessene Berichterstattungsqualität auf einer Skala von 0 (sehr niedrig) bis 100 (sehr hoch). An der y-Achse lässt sich die Qualitätswahrnehmung des Publikums, wie sie mittels Onlinebefragung gemessen wurde, ablesen. Die Skala reicht ebenfalls von 0 (sehr niedrig) bis 100 (sehr hoch).
Lesebeispiel: Die Sendung Echo der Zeit von Radio SRF erzielt sowohl in der Dimension der Berichterstattungsqualität (Inhaltsanalyse) als auch bei der Qualitätswahrnehmung (Befragung) die besten Ergebnisse.
Was wurde untersucht? Das Medienqualitätsrating (MQR) analysiert und bewertet die Qualität von reichweitenstarken Medientiteln aus der Deutschschweiz und der Suisse romande aus den Gattungen Presse, Radio, Fernsehen und Online. Insgesamt wurden 51 Medientitel, die eine journalistische Berichterstattung aufweisen, untersucht: Boulevard-, Online-, Pendler- und Sonntagszeitungen, Magazine, Onlinesites sowie Radio- und Fernsehsendungen.
Einteilung in vier Gruppen Wie lassen sich verschiedene Medientitel überhaupt sinnvoll miteinander vergleichen? Die untersuchten Medientitel gehören unterschiedlichen Gattungen an, verfügen über unterschiedliche Publikationszyklen und zeichnen sich durch unterschiedliche inhaltliche Ausrichtungen aus. Die vorgenommene Einteilung in die vier Gruppen «Tages- und Onlinezeitungen», «Sonntagszeitungen und Magazine», «Boulevard- und Pendlerzeitungen» sowie «Radio- und Fernsehsendungen» reflektiert die Merkmale der Gattung, den Erscheinungszyklus und die Ausrichtung. Selbstverständlich sind auch Vergleiche von Medientiteln über die vorgeschlagenen Vergleichsgruppen hinweg möglich, da die Qualität aller 51 Medientitel nach denselben Verfahren – Inhaltsanalyse und repräsentative Bevölkerungsbefragung – ermittelt wird.
Publikum und Wissenschaft teilen Qualitätsverständnis Die Ergebnisse der Berichterstattungsqualität (Inhaltsanalyse) und der Qualitätswahrnehmung der Bevölkerung (repräsentative Onlinebefragung) decken sich stark. Statistisch gesprochen: Der Korrelationskoeffizient nach Pearson (r) beträgt 0,87 und ist somit nochmals höher als in den vorherigen MQR-Ausgaben von 2016 (r = 0,82), 2018 (r = 0,84) und 2020 (r = 0,86). Das bedeutet, dass ein Medientitel, dessen Berichterstattung eine hohe Berichterstattungsqualität aufweist, auch von den Befragten als qualitativ hochwertig eingeschätzt wird – und umgekehrt. Die hohe Korrelation der Ergebnisse kann so gedeutet werden, dass in der mediennutzenden Bevölkerung ein Qualitätsverständnis von Medien fest verankert ist, welches den demokratietheoretischen Überlegungen entspricht, die der Inhaltsanalyse zugrunde liegen. Im aktuellen MQR-22 schneiden die SRF-Rundfunksendung Echo der Zeit und die Neue Zürcher Zeitung am besten ab, die Westschweizer Print- und Onlineausgabe von 20 minutes am schlechtesten. Zwischen diesen Polen ordnen sich die übrigen untersuchten Informationsmedien ein, etwa aus der Gruppe der Tages- und Onlinezeitungen die Berner Zeitung und der Tages-Anzeiger oder aus der Gruppe der Sonntagszeitungen und Magazine die SonntagsZeitung und die Weltwoche.
Lesebeispiel: Die Sendung Echo der Zeit von Radio SRF erzielt sowohl in der Dimension der Berichterstattungsqualität (Inhaltsanalyse) als auch bei der Qualitätswahrnehmung (Befragung) die besten Ergebnisse.
Qualitätsmatrix Die Qualitätsmatrix funktioniert wie eine Lupe: Mit ihr lässt sich einfach erkennen, wie ein Medientitel im Hinblick auf die Berichterstattungsqualität (x-Achse) und die Qualitätswahrnehmung des Publikums (y-Achse) innerhalb ihrer Vergleichsgruppe abschneidet. Die Einteilung unterscheidet nach unterdurchschnittlichen (–1), durchschnittlichen (0) und überdurchschnittlichen (+1) Qualitätseinstufungen. Die Mehrzahl der Medientitel liegt auf der diagonalen Achse. Dies bedeutet, dass beide Messverfahren (Inhaltsanalyse und Befragung) bei den meisten Medientiteln zu übereinstimmenden Qualitätsbefunden kommen. Landet ein Medientitel ausserhalb der Diagonale, bedeutet dies, dass die Methoden zu unterschiedlichen Befunden kommen. Ein Medientitel oberhalb der Diagonale schneidet beim befragten Publikum besser ab, ein Medientitel unterhalb der Diagonale schneidet in der Inhaltsanalyse besser ab.
Ausnahmen bestätigen die Regel Zwar führen die Inhaltsanalyse und die repräsentative Befragung im Grossen und Ganzen zu den gleichen Ergebnissen, doch sind es gerade die Abweichungen, die besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Die Qualität des St. Galler Tagblatts wird vom Publikum als höher bewertet als es die Berichterstattungsqualität vermuten liesse. Le Journal von Léman Bleu hingegen bietet eine sehr hohe inhaltliche Qualität, wird aber vom Publikum eher durchschnittlich bewertet.