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Zuerst ein Gebet. Die kleine Gruppe kniet nebeneinander auf Gebetsteppichen Richtung Mekka und ruft Allah an, drei Frauen und zwei Männer, nebeneinander. Danach setzen sie sich im Kreis auf den Boden, jeder mit einem aufgeschlagenen Koran in der Hand und einer Tasse Tee vor sich. Kerem Adıgüzel bittet eine der Frauen vorzulesen, wo sie vorangegangenes Mal aufgehört hatten, bei der Sure 37, Vers 112. Es geht um Abraham und Isaak, die auch im Koran eine Rolle spielen.
Satz für Satz wird gelesen und auseinandergenommen. Welche politischen und spirituellen Botschaften lassen sich darin erkennen? Welche Bedeutung haben sie für unseren Alltag? Schon die Übersetzungen der diversen Korane im Raum unterscheiden sich voneinander, lassen verschiedene Interpretationen zu. Adıgüzel erklärt, beantwortet Fragen, leuchtet Hintergründe und Zusammenhänge aus. Hier gibt niemand etwas vor, das alle zu glauben haben – Widerspruch ist nicht nur erlaubt, sondern gesucht, unterschiedliche Meinungen und Vorstellungen werden akzeptiert.