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Start in Piediluco (I) in die vorolympische Saison
Artikel - Start in Piediluco (I) in die vorolympische Saison
Die internationale Regatta in Piediluco (Italien), wo sich Italiens nationales Ruderzentrum befindet, zieht neben der Gastgebernation traditionellerweise starke Rudernationen zum Leistungsvergleich im Frühling an. Aktuell sind 34 Nationen gemeldet. Die Regatta wird mit getrennten Wertungen für den Samstag und den Sonntag ausgetragen. Am Freitagnachmittag werden die Vorläufe für die Finals vom Samstagvormittag ausgetragen. Am Samstagnachmittag folgen die Vorläufe für die Finals vom Sonntag. SWISS ROWING hat eine Delegation von 4 Ruderinnen und 11 Ruderern für die Rennen in Piediluco gemeldet.
Skiff-Einsätze am ersten Wettkampftag
SRV-Headcoach Edouard Blanc nutzt den ersten Wettkampftag, um die Mehrheit des Schweizer Nationalteams im Einer ins Rennen zu schicken. Vier Frauen-Einer werden an den Start gehen. Pascale Walker (Ruderclub Zürich), ihre Doppelzweier-Partnerin Valérie Rosset (Seeclub Sempach) sowie die beiden WM-Vierten im leichten Doppelzweier, Frédérique Rol (Lausanne Sports Aviron) und Patricia Merz (See-Club Zug), treten allesamt im Einer der offenen Kategorie an, bevor sie sich am zweiten Tag der Regatta in den Doppelzweier setzen werden. Die beiden Leichtgewichte Merz/Rol werden auch am zweiten Tag den Vergleich in der offenen Gewichtsklasse suchen, nachdem sie in den bisherigen Trainingsbelastungen mit konstanten und vielversprechenden Leistungen aufgefallen sind. Nicht in Piediluco am Start ist die Europameisterin und Vizeweltmeisterin im Einer, Jeannine Gmelin (Ruderclub Uster), die sich in Spanien in einem mehrwöchigen Trainingslager auf ihren ersten Wettkampfeinsatz vorbereitet.
Röösli, Delarze oder Stahlberg?
Die WM-Zweiten im Doppelzweier, Roman Röösli (Seeclub Sempach) und Barnabé Delarze (Lausanne Sports Aviron) treten am ersten Regattatag ebenso im Skiff gegen die internationale Konkurrenz an wie Routinier Nico Stahlberg (Ruderclub Kreuzlingen). Nachdem die drei arrivierten Ruderer bereits vor Monatsfrist an den internen Ausscheidungsrennen einen ersten Leistungsvergleich erhielten, setzt Headcoach Edouard Blanc für die stärksten Skuller nun erneut ein Rennen im Einer an. Nicht an den Start gehen kann Michael Schmid (Seeclub Luzern), der nach einem viralen Infekt nicht rechtzeitig für einen Wettkampfeinsatz bereit ist. Am zweiten Regattatag werden Roman Röösli und Barnabé Delarze in den Doppelzweier umsteigen und so einen ersten Vergleich im Mannschaftsboot vornehmen. Nico Stahlberg wird SWISS ROWING auch am zweiten Regattatag im Einer vertreten.
Standortbestimmung für die Leichtgewichte
Bei den Leichtgewichtsruderern geht es ebenfalls um einen ersten Leistungsvergleich, nachdem der Doppelzweier mit Andri Struzina (See-Club Zug) und Fiorin Rüedi (Grasshopper Club Zürich) besetzt wurde. Struzina/Rüedi werden an beiden Regattatagen im Doppelzweier der offenen Kategorie an den Start gehen. Damit entfällt für die beiden Athleten vor den Rennen der Gang auf die Waage. Am Sonntag ergibt sich somit auch ein interessantes Aufeinandertreffen von Struzina/Rüedi auf ihre Trainingspartner Röösli/Delarze. Nebst dem Doppelzweier sind auch die beiden Leichtgewichts-Skuller Matthias Fernandez (See-Club Zug) und Julian Müller (Seeclub Luzern) am Start. Die beiden bestreiten erstmals im Einer internationale Wettkämpfe in der Elite-Kategorie.
Olympiaprojekt Vierer ohne Steuermann
Als einziges Grossboot schickt SWISS ROWING zum Saisonstart den Vierer-ohne der offenen Gewichtsklasse an den Start. Neuer Schlagmann des Bootes ist der zweifache Olympiateilnehmer Augustin Maillefer (Lausanne Sports Aviron). Er wird zusammen mit Paul Jacquot (Seeclub Zürich), Joel Schürch (Seeclub Sursee) und Markus Kessler (Ruderclub Schaffhausen) einen ersten Saisonvergleich gegen die traditionell starken Boote aus Italien, Rumänien und Südafrika suchen. Nach dem letztjährigen 11. WM-Rang des Vierers in leicht anderer Besetzung unternimmt SWISS ROWING besondere Anstrengungen, um in dieser Bootsklasse weiter Fuss zu fassen und sich hinsichtlich Olympia 2020 zu positionieren.
Wichtige Saison mit Heim-EM auf dem Rotsee und vorolympischer WM im August
Das Elite-Kader von SWISS ROWING fokussiert sich auf die wichtigen Wettkämpfe der diesjährigen Saison. Während die Renneinsätze in Piediluco als Einstiegsregatta in die Saison konzipiert sind, steht mit den Europameisterschaften in Luzern auf dem heimischen Rotsee (31.5.-2.6.2019) bereits in weniger als zwei Monaten, der erste Saisonhöhepunkt auf dem Programm. «Die Eindrücke und Erkenntnisse aus den ersten Wettkampfeinsätzen, zum Beispiel an der Internationalen Regatta in Piediluco, können durchaus Einfluss auf die EM-Selektionen haben», kommentiert SRV-Direktor Christian Stofer die Bedeutung der Saisoneröffnung in Italien. Der zweite Saisonhöhepunkt sind die Ende August stattfindenden Weltmeisterschaften im österreichischen Linz-Ottensheim. Im Jahr vor den Olympischen Spielen in Tokio 2020 geht es nebst den begehrten Medaillen für die Verbände insbesondere auch um die Sicherung der wichtigen Olympia-Quotenplätze.