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In «Ich freue mich, dass ich geboren bin» (Piper 2016) erzählt Birgit Vanderbeke aus der Geschichte ihrer Familie – und zwar von der Flucht aus dem Osten in den 1960er Jahren. Nach diversen Flüchtlingslagern landen Vater, Mutter und Kinder in einer Dreizimmerwohnung in Westdeutschland. Das Land der Verheissung, von dem alle geträumt haben, entpuppt sich für das Kind als ein übler Ort, eine drastische, gewalttätige Gegenwart. Weil es aus dieser Wirklichkeit kein Weglaufen mehr gibt, sucht die Fantasie der Tochter sich eine Verbündete: sich selbst als Erwachsene. Und plötzlich ist da eine Person, mit der sie über alles reden kann.
Birgit Vanderbeke, *1956 in Brandenburg, lebt im Süden Frankreichs. Ihr umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und dem Kranichsteiner Literaturpreis. 2007 erhielt sie die Brüder-Grimm-Professur an der Kasseler Universität.