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Diplomatische Beziehungen: Die Schweiz und Polen unterhalten schon seit 90 Jahren diplomatische Beziehungen. Während des Zweiten Weltkriegs nahm die Schweiz 13‘000 polnische Soldaten als Internierte auf, die als Mitglieder der französischen Armee vor den Deutschen geflüchtet waren. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Ostblocks haben sich die Beziehungen weiter verstärkt. Der heutige Besuch des polnischen Staatspräsidenten ist der dritte hohe Besuch aus Warschau, nach den Staatsbesuchen von 2012 und 2014. Eng ist die Zusammenarbeit der beiden Länder auch bei internationalen Institutionen: Sie gehören beim Internationalen Währungsfonds und bei der Weltbank zur gleichen Ländergruppe.
Wirtschaftliche Beziehungen: Polen ist das wichtigste Exportland der Schweiz in Zentraleuropa. Das Handelsvolumen ist mit 3,8 Milliarden Franken höher als jenes mit Russland oder auch Brasilien. Polen ist auch der grösste Empfänger der sogenannten Erweiterungsbeiträge, die die Schweiz zum Ausgleich der Ungleichheiten innerhalb der EU zahlt.
Kulturelles: Zwischen 1994 und 2013 unterhielt Pro Helvetia eine Aussenstelle in Polen – zuerst in Krakau, nachher in Warschau. Nach deren Einsparung betreut Pro Helvetia Polen nun von Zürich aus. Ebenfalls von der Schliessung bedroht ist das Polenmuseum in Rapperswil. Das dortige Schloss beherbergt eine entsprechende Ausstellung seit 1870.