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Catapresan ist ein Arzneimittel gegen zu hohen Blutdruck. Catapresan darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.
Die Beendigung einer Behandlung mit Catapresan darf nur von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin bestimmt werden und soll durch schrittweise Verminderung der Dosis über 2?4 Tage erfolgen. Ein plötzliches Absetzen von Catapresan kann zu einer raschen Erhöhung des Blutdruckes und/oder Nervosität, Zittern, Kopfschmerzen und Übelkeit führen. Die Wiederaufnahme der Behandlung mit Catapresan sollte diese Symptome beheben.
Bei Herzkrankheiten mit langsamem Puls (Sinusknoten-Syndrom, AV-Block 2. oder 3. Grades) soll Catapresan nicht angewandt werden, ebenso bei erwiesener Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einem anderen Inhaltsstoff.
Bei Nierenfunktionsstörungen, niedrigem Puls, Durchblutungsstörungen, Herzleiden, Depressionen, Störungen der Nervenbahnen (Polyneuropathie) und Neigung zu Verstopfung, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosis anpassen und Sie unter Umständen zu häufigeren Kontrollen aufbieten.
Tragen Sie Kontaktlinsen, sollten Sie darauf aufmerksam werden, dass Catapresan die Tränensekretion vermindern kann.
Catapresan Tabletten enthalten Milchzucker (Laktose). Patienten und Patientinnen, die an gewissen seltenen angeborenen Störungen des Zuckerstoffwechsels leiden, sollten dieses Präparat nicht einnehmen.
Während der Behandlung mit Catapresan können unerwünschte Effekte, wie z.B. Schwindel, Schläfrigkeit und verschwommenes Sehen auftreten. Daher ist beim Führen eines Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen Vorsicht angebracht. Wenn die genannten Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten, sollten Sie potenziell gefährliche Tätigkeiten wie das Führen eines Fahrzeugs oder das Bedienen von Maschinen meiden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden. Dies gilt insbesondere bei der Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln, Arzneimitteln gegen Depression (Trizyklika) oder andere seelische Leiden (Neuroleptika) sowie bei gewissen Herzpräparaten (auch Digitalis), anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln, wassertreibenden Arzneimitteln und «Rheumamitteln» (wie Acetylsalicylsäure und anderen NSAIDs). Diese Begleitarzneimittel können entweder die Wirkung von Catapresan verändern oder die Verträglichkeit verschlechtern. Ferner kann eine erhöhte Alkoholempfindlichkeit auftreten.
Nur Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann entscheiden, ob Sie Catapresan während der Schwangerschaft anwenden dürfen. Während der Stillzeit sollte Catapresan nicht eingenommen werden. Wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder stillen, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.
Catapresan muss durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin individuell dosiert werden, weshalb Sie sich genau an seine bzw. ihre Verschreibung halten und nicht ohne Rücksprache mit ihm bzw. mit ihr die Behandlung ändern oder abbrechen sollen.
Catapresan ist nur für Erwachsene bestimmt.
Normalerweise wird die Behandlung mit einer halben Tablette vor dem Schlafengehen begonnen. Mehr als 2 Tabletten pro Tag (morgens und abends genommen) sind selten notwendig.
Allfällige Dosiserhöhungen werden durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin bestimmt und erfolgen meist in Zeitabständen von jeweils 2?4 Wochen. Die Tabletten sollen unzerkaut mit reichlich Wasser geschluckt werden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Catapresan auftreten:
Zu Beginn der Behandlung können sehr häufig eine leichte Schläfrigkeit, Schwindel, insbesondere beim Aufstehen, und auch Mundtrockenheit auftreten. Diese Begleiterscheinungen verschwinden in der Regel bei Fortsetzung der Behandlung. Andernfalls sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber informieren.
Es wurden auch folgende Nebenwirkungen beobachtet: Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitverlust, Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Ohnmacht, zu starke Blutdrucksenkung (u.a. beim Aufstehen) langsamer oder schneller Puls, Herzschwäche, verminderte Libido, Potenzstörungen, depressive Verstimmung, Albträume, Wahrnehmungsstörungen, Wahnvorstellungen, Unruhe, Verwirrtheit, Angstzustände, Delirium, Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien, Jucken, Nesselsucht, Schwellungen u.a. an Gesicht, Lippen oder Zunge), Müdigkeit, Unwohlsein, vorübergehende Erhöhung der Blutzuckerwerte, Verminderung der Tränensekretion, verschwommenes Sehen, trockene Nase, Haarausfall, Brustdrüsenvergrösserung (beim Mann) und Durchblutungsstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Beinkrämpfe, Blässe, Fieber, Veränderungen der Leberfunktion. In diesen Fällen oder wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Die Wirkung von Alkohol, Schlaf- oder Beruhigungsmitteln kann verstärkt werden. Dies gilt besonders bei Therapiebeginn.
Das Arzneimittel soll nicht über 30 °C gelagert werden.
Catapresan ist wie alle Arzneimittel vor dem Zugriff von Kindern geschützt aufzubewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
1 Tablette (teilbar) enthält: 150 Mikrogramm Clonidinhydrochlorid als Wirkstoff sowie Milchzucker (Lactose-Monohydrat) und weitere Hilfsstoffe.
33148 (Swissmedic).
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Packungen à 100 Tabletten (teilbar).
Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH, Basel.
Diese Packungsbeilage wurde im Juli 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.