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Brian Eno galt in den 70-er Jahren als einer der kreativsten Köpfe der englischen Musikszene: Er musizierte zusammen mit Brian Ferry bei der Kunstrock-Gruppe Roxy Music, war später Produzent von Musikgrössen wie David Bowie, U2 oder den Talking Heads.
Gleichzeitig gilt er mit seinem Album «Music for Airports» gemeinhin als der Erfinder der «Ambient Music». Auch hat Eno als einer der ersten Musiker eine App entwickelt, mit welcher jedermann auf einfache Art musikalische Soundkonzepte erschaffen kann.
Jetzt will der 64-jährige Brite laut dem Independent mit der von ihm entworfenen «heilungsfördernder Umgebung» die Gesundheit der Nation verbessern und damit helfen, die Kosten zu senken. Sein Konzept beinhaltet eine schmerzlindernde Kulisse für verschiedene Räume aus Tönen und Licht, die in neue Spitäler eingebaut wird.
«77 Million Paintings for Montefiore»
Erstmals eingesetzt worden ist jetzt Enos Installation im kürzlich eröffneten Montefiore Spital in der Ortschaft Hove in Sussex. Sie heisst «77 Million Paintings for Montefiore» und besteht aus Licht und einem elektronischen System, das sich selber generierende Musik erzeugt, die sich konstant verändert und nie wiederholt.
Das Spital ist überzeugt, dass Enos Werk eine entspannende und heilende Wirkung auf die Patienten und das Personal hat. Es soll dazu führen, dass die Patienten sich besser entspannen und dadurch klarer über ihre Möglichkeiten nachdenken können. So werden sie selber zu einem Teil des Heilungsproszesses. Gleichzeitig verkürzt sich dadurch die Aufenthaltsdauer der Patienten im Spital und hilft somit die Gesundheitskosten zu senken.
Soundtrack gegen Flugangst
Eno hat zuvor schon einschlägige Erfahrung mit der heilenden Wirkung von Klangbildern gemacht: So hat er im Auftrag eines Arztes einen Soundtrack kreiert, mit dem die Angst vor dem Fliegen bei empfindlichen Personen vermindert werden konnte.
Der Soundtrack war äusserst erfolgreich.