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Nach heftigen Niederschlägen fliesst häufig ungereinigtes Abwasser in Flüsse und Bäche. So gelangen auch antibiotikaresistente Bakterien in die Gewässer. Welche genau und in welchen Mengen untersuchen Forschende der Eawag im Rahmen eines Nationalen Forschungsprogramms.
Abwasserreinigungsanlagen sind bei stärkeren Niederschlägen häufig überlastet und ein Teil des Abwassers gelangt ungeklärt in die Gewässer. Wie solche Ereignisse die Menge und Zusammensetzung von antibiotikaresistenten Bakterien in Gewässer beeinflussen, untersucht Helmut Bürgmann mit einer Gruppe von Forschenden des Wasserforschungsinstituts Eawag im Rahmen des Nationalen Forschungsprojekts NFP 72 «Antimikrobielle Resistenz».
Probennahmen bei Starkniederschlägen
Dazu entnahmen er und der Doktorand Jangwoo Lee an neun Gewässern jeweils ober- und unterhalb von ARAs Wasserproben vor, während und nach Starkniederschlägen. Mit Erbgutanalysen und Messungen mithilfe der Durchflusszytometrie bestimmten sie die Menge und Art der Bakterien und Antibiotikaresistenzen in den Proben.
Bekannt ist, dass antibiotikaresistente Bakterien nicht nur aus ARAs, sondern ebenfalls diffus aus landwirtschaftlichen Flächen in die Gewässer gelangen. Welchen Beitrag die jeweilige Quelle leistet und wie sich das mit Starkniederschlägen verändert, zeigen nun erste Resultate aus dem Projekt: «Während und nach Starkniederschlägen nimmt der Anteil an antibiotikaresistenten Bakterien unterhalb der Abwasserreinigungsanlagen stark zu», sagt Jangwoo Lee. Die detaillierten Analysen laufen noch und werden im Laufe dieses Jahres publiziert.