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LOVE IS THE DEVIL ist der erste Spielfilm über den englischen Maler Francis Bacon (1909-92), der zu den bedeutendsten und zugleich am meisten umstrittenen Künstlern dieses Jahrhunderts zählt.
John Mayburys schillernde und zugleich sehr persönliche Annäherung an den Maler kreist um die komplexe Beziehung des genialen Exzentrikers und seines langjährigen Liebhabers George Dyer. Zwischen dem extravaganten Künstler und seinem aus einer ganz anderen Welt kommenden Lover entwickelt sich eine kraftvolle aber auch traumatische Beziehung, in der Kunst, Liebe und Sex gefährlich kollidieren.
Der Film beginnt mit der grossen Pariser Bacon-Retrospektive im Jahr 1971, während deren Eröffnung sich Dyer in einem Hotelzimmer das Leben nahm und blendet zurück an die Anfänge dieser ebenso starken wie zerstörerischen Liebe.
Bacons Widersprüche, der Zwiespalt zwischen seinem sexuellen Masochismus und der Lust, andere emotional zu quälen, wurden in der Anfangszeit von der Faszination überdeckt, mit der er Dyers Art, eine Mischung aus Unschuld und Amoralität, bewunderte. Doch diese liess bald nach und er begann, den aus einfachen Verhältnissen stammenden George öffentlich lächerlich zu machen. Für die wiederholten Selbstmordversuche seines Freundes hatte Bacon nur Spott und Verachtung übrig.
So wie Bacon die emotionale Dynamik dieser Beziehung in seinen berühmten Porträts von George Dyer festgehalten hat, überträgt Regisseur Maybury Bacons malerische Ausdrucksmittel in die visuelle Sprache seines Films.
«Ich wollte Atmosphäre schaffen, nicht historisches Detail. Was mich an Bacons Leben am meisten interessiert, sind die Gemälde, die Dyer darstellen. Die Dynamik zwischen einem Künstler und seiner Muse und die Entscheidungen, die ein Künstler zwischen seiner Arbeit und seinem Privatleben treffen muss. Ich glaube, das Aussehen des Films ist eine Referenz an Bacon, aber wir haben das erreicht, ohne auf eine direkte Interpretation zurückzugreifen» John Maybury

«Dass Bacon hinter dem Modell den Menschen aus dem Blick verlor, ist das bewegende Motiv des Films. Wenn dieser seinen Geliebten der Malerei geopfert hat, so wird Dyer mit diesem Film daraus erlöst.» Filmbulletin
«Unkonventionell, kühn — kompromisslos in jeder Hinsicht. Eine sehr persönliche Interpretation der zerstörerischen Beziehung zwischen dem englischen Maler und seinem Geliebten und Modell.» Variety
«Um die Gedanken- und Gefühlswelt eines grossen Künstlers aufscheinen zu lassen, geht dieser Film weiter und tiefer, als jeder Film davor.» New York Times
«Derek Jacobi verkörpert auf eindrucksvolle Weise die Abgründigkeit des Malers, mit ihrer dunklen Schnittstelle von herrschaftlicher Autorität und masochistischer Tuntigkeit.» TaZ Berlin
«Was Derek Jarman für Caravaggio und Carol Reed beinahe für Michelangelo getan haben, schafft John Maybury sehr gut für Francis Bacon: die kinematographische Momentaufnahme eines Genies.» Gay Times