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Mit „I happen to know this for a fact“ versuche ich einen Zugang zu befremdlichen, vom Gefühl einer diffusen Bedrohung geprägten Lebensentwürfen zu erarbeiten. Dieses Gefühl, wird von den fortwährend um Themen der Sicherheit und der Moral kreisenden Diskussionen geschürt, wie sie im Vorfeld der letzten US-Präsidentschaftswahl, aber auch schon zur Zeit des kalten Krieges, geführt wurden. Meine Grundlagen erschloss ich mir durch die Sichtung und den Zusammenschnitt aktueller und historischer „what if“-Filme. Ich untersuchte anhand dieses Genres, wie das Medium Film aktuelle Bedrohungen aufnimmt, sie weiterspinnt und Protagonisten entwirft, welche stellvertretend für das amerikanische Volk Konsequenzen aktueller Versäumnisse zu tragen haben. Der zweite Weg, den ich einschlug, führte mich übers Internet in radikalisierte Newsgroups. Dort fand ich die Diskussion um Moral und Sicherheit wieder, nun geprägt von persönlichen Ängsten und untermauert von Facts, Zitate biblischer und historischer Färbung mit zweifelhaftem Ursprung. Die Lebensentwürfe der „Protagonisten“, auf welche ich in diesen Newsgroups traf, werden durch das Gefühl der Bedrohungen bestimmt. Die von ihnen eingenommenen Rollen kommen jenen der Protagonisten der „what if“ Filme nahe. Sie erwehren sich selbst der Bedrohungen, welche sie nicht mehr als allgemeine sondern als persönliche wahrnehmen, sie identifizieren sich mit ihrem Kampf für das „Gute“. Mit meiner Arbeit griff ich dies nun auf, indem ich basierend auf den Newsgrouptexten, Bildern und Erinnerungen drei unterschiedliche Protagonisten im Banne der Bedrohung entwarf. Um die Aussagen, welche ich aus den Newsgroups zusammengetragen hatte, in ihrer Unmittelbarkeit nutzen zu können, untersuchte ich die Methoden meiner Protagonisten mit der Bedrohung in schriftlicher Form umzugehen. Dieser Methoden eignete ich mir an und schuf durch die handwerkliche Bearbeitung der Newsgrouptexte eine inszenierte, räumliche Verortung, in welcher die Protagonisten Konturen annehmen und schliesslich zum Leben erweckt werden konnten. Diesen vorerst letzten Schritt tat ich, indem ich die Protagonisten in der gebauten Realität selbst verkörperte, mir Newsgroupzitate in den Mund legte und so die unterschiedlichen Protagonisten und ihre Lebensentwürfe in einem Film zusammenbrachte.