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Über Burgen und Erdburgen, besonders im Kanton Bern
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Über Berner Burgstellen vergleiche neuerdings
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Der Chutzen auf dem Frienisberg BE
Der Chutzenhubel auf dem Frienisberg von Nordosten, Stelle einer alten Erdburg
Bühlhölzli
Östlich unterhalb von Alt Burgistein (Schönegg) findet sich, durch eine Talsohle vom Berghang isoliert, das Bühlhölzli, ein länglicher, in Ost-West-Richtung verlaufender Hügel, dessen Höhe der Punkt 653 bildet. Dieser Platz war ehemals gegen den nördlichen Hang hin durch eine bogenförmige Böschung geschützt, die noch deutlich erkennbar ist. - Man darf davor einen ehemaligen Graben vermuten. Und die Böschung war wohl ehemals durch eine Palisade verstärkt.
Ein mächtiger Findling steckt im westlichen Teil der künstlichen Böschung.
Das Bühlhölzli macht Sinn als eine mit der oberen Burg, also Alt Burgistein verbundenen Wehranlage. Und beide Burgen bewachten sicher den alten Weg durch das Gürbetal. Dieser verlief gleich unterhalb des Bühlhölzli durch die markante Talsohle. Der ursprüngliche Wegverlauf ist auf den Wiesen noch heute schwach erkennbar.
Der alte Gürbetal-Weg verlief auf der Westseite des Tals, etwas erhöht von der Ebene. Denn diese war ursprünglich Schwemm- und Sumpfgebiet.
Golaten
(585'520/203'735)
Die Burgstelle liegt östlich des Dorfes Golaten. Der Platz ist ein bewaldeter Sporn, der auf der einen Seite steil zum Hof Wittenberg abfällt, auf der anderen Seite gegen Westen durch einen tief eingeschnittenen Bach vom flachen Gelände getrennt wird.
Die Anlage besteht aus einem etwa länglich rechteckigen Burgplatz, der gegen den Waldrand hin durch einen halbkreisförmigen, teilweise zugeschütteten Graben getrennt wird. Der Burghügel läßt gegen die Grabenseite noch einen Schildwall erkennen.
Sandbühl
590'050/203'980
Die Wehranlage am Rande des Plateaus gegen den Weidhausgraben besitzt einen rundlichen Burghügel, der durch die Anlage eines Feldweges angeschnitten ist. - Verschwunden ist der zwingend anzunehmende Abschnittsgraben und vielleicht Abschnittswall.
Der Platz Sandbühl zeigt, wie etliche Wehranlagen durch die intensive Nutzung der Äcker und Wiesen ihr ursprüngliches Aussehen eingebüßt haben.
Aspikopf oder AspitannePlan: Autor, 7/2007
Die Burgstelle liegt südwestlich von Murzelen, etwa 15 km nordwestlich von Bern, in einem weitläufigen durch tief eingeschnittene Bäche gegliederten Waldgebiet. Der Platz bildet einen gegen den zur Aare führenden Leimbach gerichteten Sporn (Koordinaten: 588’875/203’200) und ist heute durch eine Waldstrasse erschlossen.
Der Burgplatz bildet ein ungefähres Dreieck, dessen längste Seite gegen Norden etwa in ost-westlicher Richtung orientiert ist.
Der dreieckige Platz, der Sporn, war ehedem gegen Osten durch je zwei kurze Abschnittswälle mit je einem vorgelagerten Graben abgetrennt. An den nördlichen Rändern des Weges sind davon noch schwache Erhebungen der beiden Wälle und geringe Spuren der Gräben zu erkennen. Der Abstand zwischen den Abschnittswällen betrug ungefähr 15 – 20 m. – Die alten Befestigungen wurden bei der Anlage der Waldstrasse zerstört.
Der nach Westen in das Waldtal des Leimbachs vorspringende bewaldete Sporn hat eine dreieckige Form und ist durch einen schmalen Hals mit dem ebenen Terrain des weiten Waldes von Aspitanne verbunden.
Man kann bei dem Dreieck im Norden eine Ost-West-Orientierung ergründen, gegen Westen eine solche von 340° NW und gegen Süden eine von ca. 65° NE.
Gegen Osten war der Burgplatz durch einen doppelten Abschnittswall und –Graben gesichert. – Diese hatten eine Orientierung von etwa 340° NW. – Die Befestigungen sind durch die Anlage eines Zufahrtsweges zerstört worden. Am Nordrand des Weges sind von den beiden Wällen jedoch noch geringe Spuren zu erkennen.
Die dreieckige Form des Burgplatzes soll ausdrücklich vermerkt werden.
Älteres Schweinsberg
Die Burgstelle liegt zwischen Eggiwil und Aeschau im Emmental, auf der rechten Talseite, etwa 30 m neben dem Hof Burg (Koordinaten: 626’160/194’150). Der Burgplatz nimmt einen Sporn ein, der sich über einem Steilabfall zur Emme erhebt. Im Osten ist der Sporn durch einen Bach abgegrenzt.
Das steile, nach drei Seiten abschüssige Burgplateau hat seine höchste Stelle gegen die Bergseite. Der Burghügel war ehedem durch einen tiefen Graben, einen Wall und einen zweiten Graben gegen den Berg hin abgetrennt. Davon ist noch der erste Graben gut erkennbar. Am Nordende sieht man noch einen kleinen Rest des Walls und Spuren des zweiten, äußeren Grabens. - Letzterer aber ist nach Ansicht eines anderen Burgenkenners unbewiesen.
Zwigarten
Die Burgstelle liegt südlich von Langnau im Emmental, auf einem schmalen Sporn, der von der Hochwacht hinabführt (Koordinaten: 628’400/197’180).
Die Strasse zu dieser Höhe führt gleich westlich unterhalb des Burgplatzes vorbei. Ebenfalls zweigt von der Strasse ein Fußweg zur Hochwacht ab, der durch den südlichen, bergseitigen Abschnittsgraben der Burg führt. Der Platz liegt auf etwa 920 m Höhe und wird wie viele andere Burgstellen Zwingherrenhubel oder Zwingherrenknubel genannt.
Die Burg besteht aus einem außerordentlich steilen, länglichen Burghügel. Dieser hat gegen die Bergseite seine höchste Stelle. An diese schließt sich nach Norden über die Rippe eine erhöhte Fortsetzung an.
Die Burgenkarte der Schweiz (Teil 1) spricht von einem gemauerten Brunnen, dessen Spuren noch erkennbar seien. – Was die Erhöhungen auf dem Burgplatz andeuten, könnten aber nur Ausgrabungen klären.
Der Burghügel ist zu beiden Seiten – gegen Süden wie gegen Norden – durch einen tiefen Halsgraben abgetrennt.
Am Nordfuss Der Anlage findet sich eine kurze Erhebung, eine Art Schildwall.