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Mitglied der Geschäftsleitung - Projektleiter - Bauingenieur
Nationalmuseum Qatar
- Wettbewerb
- Projektierung
- Ausführung
- Realisation
Das Nationalmuseum Qatar in Doha besteht aus einer Vielzahl von willkürlich angebrachten Linsen, die eine gigantische Rose im Sand bilden sollen, wie von den Ateliers Jean Nouvel in Paris vorgeschlagen wurde. Durch das Anbringen von 130 Linsen mit einem Durchmesser von 10 bis 40 m entsteht Platz für die Ausstellungsräume des Museums. Die Linsen, die die Grundlage der Konstruktion bilden, müssen von einer Fassade aus Mineralien auf einer Fläche von 120 000 m² bedeckt werden.
Nach mehreren Versuchen mit vor Ort gegossenem Beton, Kalk, Spritzbeton und vorgefertigtem Beton wurde eine Lösung mit vorgefertigtem, extrem leistungsfähigem Glasfaserbeton gewählt und entwickelt. Aufgrund seines hohen Widerstands, seiner guten Leitfähigkeit und seiner schwachen Porosität hat der BFUP eine Reduzierung der Tafeln auf 40 mm ohne passive Ausrüstung ermöglicht, auch wenn die Dicke der Platten nicht unwichtig ist und die Belastungen durch Wind und Temperaturschwankungen extrem sind. Ausserdem konnte Bau der Fassade wegen der vorgefertigten Tafeln und des geringen Gewichts wie geplant in zwei Jahren erfolgen.
Die Fassade besteht aus bis zu 3 m langen vorgefertigten Tafeln aus BFUP auf einem sekundären Metallrahmen, der mit Trägern auf dem metallischen Hauptrahmen befestigt ist. Die Isolation ist durch Schaumglasplatten sichergestellt. Die Abdichtung erfolgt durch Bahnen aus Polymerbitumen, die auf den Schaumglasplatten und um die Träger herum angebracht worden sind. Der Schutz vor Sand zwischen den Platten erfolgt durch Kautschukfugen.
Der BFUP trägt auch zu einer drastischen Reduzierung der Betonmengen und damit auch der Sandmengen bei; ein Aspekt, der bei den Forderungen nach nachhaltiger Entwicklung nicht unterschätzt werden sollte. Durch diese technische Lösung konnte sozusagen ein Strand auf den Malediven gerettet werden.Teilen