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56-jährige Patientin, Schmerzen im Kreuz mit zeitweiser Ausstrahlung ins rechte Bein. Klinisch Lasègue positiv rechts, keine neurologischen Ausfälle. Bei Verdacht auf eine Diskushernie und Fazettengelenksarthrose bei vorbekannter Instabilität wird ein CT veranlasst (Bild).
Welche Aussagen treffen zu?
Auflösung
Alle Aussagen sind richtig. Es handelt sich um eine rechtsseitige juxtaartikuläre Zyste, oft auch als Synovialzyste bezeichnet. Solche Zysten finden sich zu etwa 70% auf Höhe des Segmentes L4/5 und kann zu einem Wurzelreizsyndrom L4 oder L5 führen. Es kann jedoch auch zu neurologischen sensiblen (40%) oder gar motorischen Störungen (25%) kommen. Seltener verursacht die Zyste eine Claudicatio spinalis.
Oft besteht im befallenen Segment eine Instabilität (mit erosiver Osteochondrose und Fazettengelenksarthrosen), welche ihrerseits meistens im Segment L4/5 vorkommt. Man nimmt an, dass die Instabilität die Entstehung einer Synovialzyste fördert.
Die erste Therapie bei Kompression ist meist eine Infiltration (meist ins zugehörige Gelenk), was erfolgreich sein kann, jedoch in der Regel nur über eine beschränkte Zeit. Früher oder später wird eine operative Entfernung nötig sein.