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Im Mai 2020 hatte Facebook für gemeldete 400 Millionen US-Dollar die Übernahme von Giphy bekannt gegeben. Die 2013 gegründete Website und Datenbank zum Erstellen und Verbreiten von GIFs verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 700 Millionen User weltweit. Giphy gehört zu den zahlreichen Akquisitionen, die Facebook/Meta in den letzten drei Jahren auf einer grossen Shoppingtour getätigt hat.
Die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) hatte darauf im Juni 2020 eine Untersuchung des Deals eingeleitet. In einem am 30. November veröffentlichten Entscheid verlangt die Behörde nun, dass die Übernahme rückgängig gemacht werde und Facebook-Besitzerin Meta Giphy wieder verkaufen müsse.
Die CMA erklärte, dass die Übernahme den Wettbewerb zwischen Social-Media-Plattformen und bei der Verteilung von Display-Werbung verringern würde. "Indem wir von Facebook verlangen, Giphy zu verkaufen, schützen wir Millionen von Nutzern sozialer Medien und fördern den Wettbewerb und die Innovation in der digitalen Werbung", sagte Stuart McIntosh, Vorsitzender des CMA-Untersuchungsausschusses.
"Ohne Massnahmen wird es Facebook ermöglicht, seine beträchtliche Marktmacht in den sozialen Medien noch weiter auszubauen, indem es den Zugriff von Wettbewerbern auf GIFs von Giphy kontrolliert." Weiter habe der Konzern die Werbedienste von Giphy zum Zeitpunkt der Fusion eingestellt und damit eine wichtige Quelle für potenziellen Wettbewerb beseitigt. Die CMA halte dies "für besonders besorgniserregend, da Facebook fast die Hälfte des 7 Milliarden Pfund schweren Display-Werbemarktes im Vereinigten Königreich kontrolliert".
"Nach Rücksprache mit interessierten Unternehmen und Organisationen – und Bewertung alternativer Lösungen (sogenannte "Rechtsmittel"), die von Facebook vorgeschlagen wurden – kam die CMA zu dem Schluss, dass ihre wettbewerbsrechtlichen Bedenken nur dadurch ausgeräumt werden können, dass Facebook Giphy vollständig an einen zugelassenen Käufer verkauft", heisst es in einer Mitteilung der Behörde.
"Wir sind mit dieser Entscheidung nicht einverstanden", sagte ein Sprecher von Meta. "Wir werden diese überprüfen und halten uns alle Optionen offen, einschliesslich jene der Berufung."