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Zusätzlich zu den zehn industrialisiertesten Ländern, die einen permanenten Sitz im Rat besetzen, wurden noch 18 andere Länder als ordentliche Mitglieder in den Verwaltungsrat der ILO gewählt. Die Wahl wurde im Rahmen der Internationalen Arbeitskonferenz durchgeführt, die bis Freitag stattfindet.
Die Schweiz kann "in das Geschäftsgebaren eingreifen und an ihm teilnehmen", erklärte ein Mitglied der Schweizer Delegation der Nachrichtenagentur sda. Abstimmen könne sie aber nur, wenn ein ordentliches Mitglied abwesend ist und der Schweiz seine Stimme übertragen hat. Neben den Regierungen sitzen auch die Sozialpartner im Verwaltungsrat.
Durch ihre Wahl ist die Schweiz aktives Mitglied des Exekutivorgans der ILO - auch während der Hundertjahrfeier der Organisation im Jahr 2019. Unter anderem möchte die Schweiz zur sozialen Gerechtigkeit in der Arbeitswelt beitragen, die Anwendung von ILO-Normen garantieren oder menschenwürdige Arbeitsbedingungen ausbreiten, vor allem in Entwicklungsländern.
Während der nächsten zehn Tage versammeln sich in Genf über 4000 Delegierte von 187 Mitgliedsstaaten zur 106. Konferenz der ILO. Die Delegierten sind Vertreter von Regierungen und von Sozialpartnern.
Die Schweiz wird vertreten durch Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), Blaise Matthey, Generaldirektor des Verbands der Unternehmen aus der Romandie (FER) und Luca Cirigliano, Zentralsekretär beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB).
(AWP)