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Die Schweizerschulen im Ausland sind konfessionell neutrale und gemeinnützige Privatschulen, die von Schweizer Kindern, von Kindern des Gastlandes und von Kindern von Drittstaaten besucht werden.
Das Netz der Schweizerschulen widerspiegelt ein Stück (deutsch-)schweizerischer Auswanderungsgeschichte. Die älteste Schweizerschule, jene in Bergamo, wurde bereits 1892 als Firmenschule für die Kinder von Angestellten der Baumwollspinnerei Legler gegründet. Nach und nach wurde von der protestantisch geprägten Schweizerkolonie in Italien zahlreiche weitere Scuole Svizzera in Abgrenzung zu den öffentlichen katholischen Schulen eröffnet.
Vor dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs existierten sieben Schweizerschulen in Italien, eine in Barcelona und zwei in Ägypten, das damals eine wirtschaftliche Blütezeit erlebte. Primär entstanden die Schulen aus einem Bedürfnis der Schweizerkolonien, ihren Kindern eine hochwertige Ausbildung nach Schweizer Vorbild anzubieten, aber in den 1930er und 40er Jahren auch als Alternative zu den stark national geprägten Deutschen Schulen.
Text aus: 2016, Bericht des Bundesamtes für Kultur (BAK) «Entwicklung des Netzes der Schweizerschulen im Ausland»