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Das Projekt «Riniken 2025» befasst sich mit der Orientierung in der Gestaltung der Zukunft der Gemeinde und mit der Ermittlung von Fragen, die sich mit der Bewältigung künftiger Aufgaben beschäftigen. Um den Gemeinderat Riniken hatte sich in diesem Zusammenhang eine Arbeitsgruppe formiert, die eine Umfrage für die Bevölkerung erarbeitete und sie im November letztes Jahr lancierte. Jugendliche im Alter von sechzehn und siebzehn Jahren wie auch das Gemeindestimmvolk waren eingeladen worden, die Befragungsbogen zu bearbeiten.
Von den 987 zugestellten Fragebogen wurden 536 ausgefüllt zurückgesandt, was einem Rücklauf von gut 54 Prozent entspricht. Der Gemeinderat und die Arbeitsgruppe bedankten sich im neusten Mitteilungsblatt der Gemeinde vom 20. März für die rege Teilnahme an der Umfrage, die das offenbar grosse Interesse an der Mitgestaltung der Zukunft der Gemeinde ausdrückte. Angeregt worden war das Projekt an der Gemeindeversammlung im November 2021. Das Stimmvolk überwies damals einstimmig einen Antrag von Meinrad Vetter (FDP) mit dem Inhalt, bis zum Sommer 2022 die Abbildung dreier Szenarien für Riniken vorzunehmen. Sie sollte den derzeitigen Status als Ausgangslage wie auch eine Stärkung der Zusammenarbeit in der Region sowie als dritte Option eine Gemeindefusion prüfen. Die Ergebnisse der Umfrage zum Zukunftsprojekt «Riniken 2025», die der Gemeinderat und die Arbeitsgruppe veröffentlich hat, lassen in den Antworten erkennen, dass «eine relative Mehrheit der Antwortenden bereit ist, die Eigenständigkeit von Riniken zugunsten einer Zusammenarbeit einzuschränken oder eine Fusion einzugehen», wie das Ergebnispapier festhält. Die Zusammenarbeit oder eine Fusion mit einer anderen Gemeinde gedenke man Schritt für Schritt anzugehen, ist dem Papier weiter zu entnehmen; vor einer Fusion sollte ausserdem als erster Schritt die Zusammenarbeit mit einer Nachbargemeinde geprüft und umgesetzt werden. Egal ob Zusammenarbeit oder Zusammenschluss, «die Stadt Brugg wird favorisiert», wie die Ergebnisauswertung zeigt – Brugg werde als Partnergemeinde rund 400 Mal erwähnt, gefolgt von Rüfenach (162 Mal), Remigen (148), Villigen (108) und Bözberg (107).
Die Frage, ob Riniken politisch eigenständig bleiben solle, beantworteten 251 Personen (47 Prozent) mit Nein, gefolgt von 221 (42 Prozent) Ja-Stimmen, und 59 (11 Prozent) gaben «Weiss nicht» an. Für eine Beibehaltung der Eigenständigkeit hätten sich vorwiegend Personen zwischen 16 und 25 sowie zwischen 66 und über 80 ausgesprochen, so das Ergebnispapier. Eine intensivere Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden wird von rund 73 Prozent klar befürwortet, 16 Prozent legten ein Nein ein.
Betreffend die Bereiche, in denen die Zusammenarbeit mit einer Nachbargemeinde als sinnvoll erachtet wurde, standen Soziale Dienste
(70 Prozent), Finanzen (61 Prozent) und Bauverwaltung mit 56 Prozent auf den ersten drei Plätzen.
Eine Fusion mit angrenzenden oder allen Geissberg-Gemeinden priorisierten 30 Prozent der Befragten nicht. Der Gemeinderat werde sich noch vertieft mit den Ergebnissen der Umfrage befassen, schloss die Mitteilung.