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Der Pressesprecher von Donald Trump, Sean Spicer, kritisiert erneut die Journalisten. Sein Opfer dieses Mal: ProPublica. Ausgerechnet ProPublica, die seit Jahren für ihre ernsthaften Recherchen bekannt sind und dafür schon mehrfach ausgezeichnet wurden.
Stein des Anstosses: Die investigativen Journalisten haben jüngst publik gemacht, dass vor kurzem die Modalitäten in der Treuhand-Konstruktion des US-Präsidenten geändert wurden. Trump kann damit weiterhin auf Kapital und Profite seiner früheren Unternehmen indirekt zugreifen.
Dies gefiel dem Sprachrohr des Präsidenten überhaupt nicht:
«Nur weil ein linker Blog schreibt, dass etwas geändert wurde, muss es nicht passiert sein» sagte er am Montag in seiner täglichen Pressekonferenz.
Die Bezeichnung «left-wing» passt den Journalisten überhaupt nicht. ProPublica antwortete darum mit zwölf Tweets auf den Vorwurf:
«@seanspicer nannte uns gerade ‹linker Blog›. Da wir aber im Fakten-Geschäft sind, dachten wir, nennen wir einige ...»
«@seanspicer versuchte, unseren Artikel zu diskreditieren, in dem wir schrieben, dass Trumps Fonds-Dokument revidiert wurde, damit er jederzeit Zugriff auf sein Geld aus seinem Geschäft hat.»
«@seanspicer sagte, er sei sich ‹nicht bewusst über Änderungen des Fonds›. Und dann sagte er Folgendes: ‹Nur weil ein linker Blog schreibt, dass etwas geändert wurde, muss es nicht passiert sein.›»
«Das Trump-Fonds-Dokument wurde am 10. Februar revidiert und unterschrieben. Hier ist es: http://bit.ly/2o1S44u».
«Wir betreiben Keine-Überraschungen-Journalismus. Wir sagten der Trump Organization und dem Weissen Haus, dass wir es wissen, und gaben ihnen Zeit, sich zu erklären. Sie taten es nicht.»
«Was wir machen, ist Menschen in Machtpositionen zur Rechenschaft zu ziehen, egal wer sie sind oder was sie uns nennen. Wir machen es mit Fakten wie ...»
«Der Fakt ist, dass Tom Price eine Pharmakonzern-Aktie kaufte, und das am gleichen Tag, als er eine Richtlinie unterstützte, die der Firma helfen würde.»
«Der Fakt, dass Trump klammheimlich Beamte quer durch die Regierung eingestellt hat, die seine Augen und Ohren sein sollten.»
«Der Fakt, dass Jared Kushner sich tatsächlich nicht von seinem Geschäftsimperium distanziert.»
«Oder der Fakt, dass fünf top Trump-Funktionäre Falschaussagen vor dem Kongress gemacht haben.»
«Und ja, unser Job war immer und wird es immer sein, *alle* zur Rechenschaft zu ziehen, die an der Macht sind.»
«Also schrieben wir über den Fakt, dass Obama den grossen Banken nachgab und seine Versprechungen, Hauseigentümern zu helfen, nicht erfüllte.»
«Wir schrieben über frühere Obama-Funktionäre, die Abgeordnete beeinflussten, um eine Fusion durchzusetzen, die das Fliegen verschlechtern würde.»
«Und wir schrieben darüber, dass Obama seine Versprechungen, Begnadigungen zu gewähren, nicht erreichte.»
«Gibt es noch andere Fakten, die du gerne wüsstest?»