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Commission internationale des Glaciers: Les variations périodiques des glaciers. XIXme rapport
Einen schlimmen, vielleicht verhängnisvollen Unterbruch haben die im schönsten Gang befindlichen, von unserem f F. A. Forel angeregten und von unserem P. L. Mercanton mit soviel Umsicht redigierten internationalen Gletscherforschungen erfahren. Seitdem mir, mit Poststempel vom 29. I. 14, dieser Bericht zugegangen ist, habe ich nichts weiteres von dieser Kommission erfahren, deren XVIII. Rapport ich im Jahrbuch IL, pag. 338, besprochen habe. Der nun vorliegende Bericht beginnt mit einem Nachruf an den 1913 in Kopenhagen verstorbenen Grönlandforscher K. J. V. Steenstrup; dann berichten MM. E. Muret und P. L. Mercanton über die Veränderungen in den Schweizeralpen, nach Beobachtungen von Prof. Guex am Trientgletscher, von Dr. Thomas am Weißhorn- und Mominggletscher, und der Gletscherkommission am Rhonegletscher. Nach einer Tabelle waren im Jahre 1909 von 61 beobachteten Gletschern in mehr oder weniger sicherem Zunehmen begriffen 11, stationär 2, in mehr oder weniger sicherem Abnehmen 48. Für 1910 sind die entsprechenden Zahlen bei 54 beobachteten Gletschern 17, 1, 37; für 1911 auf 67: 3, 1, 63; für 1912 auf 52: 23, 2, 27; für 1913 auf 61: 20, 5, 36. In einer Periode von 5 Jahren ist also die Zahl der wachsenden Gletscher von 11 auf 20, die der stationierenden von 2 auf 5 gestiegen, die der abnehmenden von 48 auf 36 gesunken. Es ist also eine Tendenz zum Vorrücken konstatiert. Seinem Bericht über die Ostalpen schickt Ed. Brückner in Wien die Todesanzeige der Herren Prof. Hermann Reishauer in Leipzig und Prof. Dr. Adolf Blümke in Augsburg voraus. Auch Brückner konstatiert, daß „ die Zunahme der Zahl vorrückender Gletscher zweifellos Jahrbuch des Schweizer Alpenclub. 51. Jahrg. ist und der Rückgang der Gletscher in den Ostalpen abgenommen hat, wenn er auch noch immer das Gesamtbild beherrscht ". Die zur Nachmessung der 37 beobachteten Gletscher erforderlichen Mittel wurden, wie früher, vom Zentralausschuß des D. & Ö.A.V. zur Verfügung gestellt, welcher auch deren Ergebnisse verwahrt. Über die italienischen Alpen berichtet Olinto Mannelli in Florenz mit dem Resultat, daß die Gletscher erster Ordnung ihren Rückgang fortsetzen, während einige untergeordnete leicht vorzurücken scheinen. Über die französischen Alpen und die Pyrenäen lagen keine Berichte vor. In Schweden wurde nur der Stand des Mikkagletschers aufgenommen und gleich wie 1912 befunden. Über Norwegen berichtet P. A. 0yen in Kristiania. Es wurden etwa 38 Eisströme beobachtet, welche Schwankungen, meist in abnehmendem Sinne, ergaben. Über Rußland berichtet J. de Schokalsky. Sowohl im Kaukasus als in Turkestan wurden interessante Beobachtungen gemacht, deren Resultate aber noch nicht vorliegen. Über die Gletscher in den Vereinigten Staaten von Nordamerika berichtet H. F. Reid in Baltimore. Aus den Beobachtungen über die Eisströme in Alaska notiere ich, daß 1913 eine starke Veränderung an einem der großen Rücken von Mont McKinley seit Parkers Besteigung stattgefunden hat, vermutlich veranlaßt durch das Erdbeben vom 6. Juli 1912. Über Kanada referiert Alan G. Ogilvie in Oxford. Von 1912 und 1913 lagen noch keine Berichte vor, dagegen werden aus früheren Jahren solche über den Illecillewaet, Asulkan, Victoria und Yohogletscher zusammengestellt. Für künftige Arbeiten war im März 1914 die Mitwirkung des Direktors der Geologischen Vermessung von Kanada und von Mr. A. O. Wheeler, Direktor des Canadian Alpine Club, gesichert. Über die Himalaya berichtet Alan G. Ogilvie in Oxford. Auf die Anregung von Mr. D. W. Freshfield unternahm 1906 die „ Geological Survey of India " Vermessungen an diesen Gletschern. Ein Rapport darüber erschien in den Records dieses Instituts 35, 3 und 4, 1907, und ein kurzer Auszug davon wurde von H. Heß in der Zeitschrift für Gletscherkunde II, 1908, pag. 313, veröffentlicht. Der Ingenieurstab der G. S. ist so klein, daß systematische ernsthafte Gletscherarbeit von ihm nicht geleistet werden kann. Aus früheren Beobachtungen wird eine Liste von 15 Gletschern in Kashmir, Lahaul, Kumaon und Sikkhim zusammengestellt, deren Stirnenden geographisch bestimmt waren, und es werden einige Bemerkungen über ihre Schwankungen hinzugefügt. Über 1913 lagen keine Beobachtungen vor. In Neu-Seeland ( Berichterstatter der nämliche ) sind noch keine systematischen Beobachtungen gemacht worden. Gelegentliche Messungen sind von Mr. T. N. Brodrick, A. P. Harper u.a. seit 1889 vorgenommen worden. Für die Zukunft haben der Direktor der „ Geological Survey of New Zealand ", die Professoren P. Marshall und R. Speight und Capt. B. Head der Kommission ihre tätige Mitwirkung zugesagt. Im Hinblick darauf werden einige ältere Beobachtungen am Franz Joseph-, Fox-, Spencer-, Burton-, Tasman- und Müller-Gletscher zusammengestellt.Redaktion.