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«Thomas Hansjakob prägte seit dem Jahr 1988 die Strafverfolgung im Kanton St.Gallen», heisst es in einer Mitteilung. Er kam als Kantonaler Untersuchungsrichter zum Kanton. Seit 2004 war er Leitender Staatsanwalt des Untersuchungsamtes St.Gallen.
Im Juli 2007 wählte ihn die Regierung zum Ersten Staatsanwalt und übertrug ihm damit die Gesamtverantwortung für die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen. Dort machte er sich weit über die Kantonsgrenzen hinaus einen Namen als konsequenten und korrekten Staatsanwalt.
Hansjakob führte regelmässig auch für andere Kantone und für die Bundesanwaltschaft komplexe Verfahren. Ausserdem hatte er Lehraufträge an den Universitäten St.Gallen und Luzern und engagierte sich in der Anwaltsausbildung. Die Universität St.Gallen verlieh Hansjakob 2017 das juristische Ehrendoktorat.
Thomas Hansjakob machte sich weitherum als «Hanfjakob» einen Namen. Er liess 2004 einen Grossteil der Hanfläden im Kanton St.Gallen schliessen und führte Schnellverfahren für Kiffer ein. Dabei war er selbst gar nicht gegen den Hanfkonsum, er plädierte regelmässig für die Legalisierung. Ihm ging es lediglich um die Durchsetzung des Gesetzes und den Jugendschutz, wie er immer wieder betonte.
Später rückten die Sport-Fans mit den pyrotechnischen Gegenständen in den Fokus Hansjakobs. Auch dort liess er mehrmals durchblicken, dass er nicht per se gegen diese Gegenstände oder gar Fans war, sondern das Gesetz Pyro verbiete und er den Auftrag habe, das Gesetz durchzusetzen.
Thomas Hansjakob verstarb unerwartet am Donnerstagvormittag. Er hinterlässt eine Ehefrau und vier erwachsene Kinder.