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Im zahnlosen Kiefer werden durch eine Totalprothese die Funktionen des Kauens und Sprechens sowie die Ästhetik wiederhergestellt. Soll mit einer solchen Prothese tatsächlich beschwerdefrei gekaut werden, ist auf eine statisch korrekte Aufstellung der künstlichen Zähne zu achten.
Die Innenfläche der Prothese liegt lose auf der Kieferschleimhaut auf. Ihren Halt findet sie durch einen Saugeffekt. Die im Handel erhältlichen Prothesenbefestigungsmittel können fallweise akute Haltprobleme überbrücken. Hält eine Prothese aber auf Dauer nicht mehr richtig, ist eine Überarbeitung durch den Zahnarzt unumgänglich.
Der unbezahnte Oberkiefer (Bild 1) zeigt eine für die Totalprothese günstige Form. Die Prothese liegt mit ihrer Kunststoffbasis breitflächig auf dem Kiefer (Bild 2). Bei günstiger Gestaltung des Prothesenrandes und der Aussenflächen kann ein gewisser Saugeffekt erzielt werden. Der Unterkiefer (Bild 3) ist auch bei gut ausgeprägtem Kieferkamm von seiner anatomischen Form her für den Halt einer Totalprothese ungünstiger. Eine breitflächige Auflage der Basis ist meist nicht möglich. Um einen genügenden Halt zu gewährleisten, ist auf eine korrekte Anfertigung (Prothesenbasis, Anordnung der Zähne) besonders zu achten (Bild 4).
Kann ein genügender Halt der Totalprothese mit den beschriebenen Massnahmen nicht gewährleistet werden, besteht heute die Möglichkeit der Verankerung der künstlichen Zähne auf Implantatpfeilern.
Quelle: SSO, Schweizer Zahnärzte Gesellschaft
Quelle: SSO, Schweizer Zahnärzte Gesellschaft