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Getreide wurde aus Steppengras gezüchtet und gehört aus botanischer Sicht zur Familie der Gräser. Die heutigen Getreidearten haben unterschiedliche Wurzeln: Während die ersten Weizensorten aus dem in Mesopotamien bereits 7000 Jahre vor Christus kultivierten Einkorn gezüchtet wurde, stammt der Hartweizen sowie der Emmer vom Zweikorn ab, das seinen Ursprung in Äthiopien hat. Bei der Gerste wird die zweizeilige Wildgerste Hordeum spontaneum als Ursprungspflanze vermutet. Der Dinkel wurde aus dem in Asien heimischen Dreikorn gezüchtet. Roggen wiederum soll erstmals vor 2000 bis 3000 Jahren als Unkraut auf Weizenfeldern in der Türkei aufgetreten sein. Ebenfalls aus einem Unkraut hervorgegangen ist der Hafer. Beim Mais wird angenommen, dass er von dem in Mexiko beheimaten Wildgras Teosinte abstammt. Triticale, eine neuere Getreideart, ist ein Produkt aus der Züchtung zwischen Weizen und Roggen.