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Armutsquote
Wer nicht über genügend finanzielle Mittel verfügt, um die Grundbedürfnisse decken zu können, gilt als arm. Armut manifestiert sich in erster Linie in finanziellen Mangellagen, sie wirkt sich aber auch auf andere Lebensbereiche und die gesellschaftliche Partizipation aus.
Beobachtete Entwicklung

Im Jahr 2018 lebten in der Stadt Luzern 5,9 Prozent der Bevölkerung in Haushalten mit einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze (Kanton Luzern: 3,5%). Ohne Ausrichtung von bedarfsabhängigen Sozialleistungen (hier als Transfer bezeichnet) würde dieser Anteil 13 Prozent betragen (Kanton Luzern: 7,6%).
Das Armutsrisiko wird massgeblich von der Haushaltssituation und dem Alter beeinflusst. So ist die Armutsquote vor Transfers bei Einpersonenhaushalten (20,2 %) und Haushalten von Alleinerziehenden (37,2%) um einiges höher als die Armutsquote von Personen, die in anderen Haushaltsformen leben. Das Armutsrisiko der Bevölkerung im Rentenalter ist (sowohl vor als auch nach Transfer) im Mittel vergleichsweise tief, da nebst dem (Renten-)Einkommen auf ein im Lauf des Lebens aufgebautes Vermögen (u.a. auch auf Vorsorgegelder der zweiten und dritten Säule) zurückgegriffen werden kann.
Wird das Mittel der drei jüngsten Datenjahre (2016–2018) mit dem Mittel der Datenjahre 2010–2012 verglichen, zeigt sich eine Abnahme der Armutsquote nach Transfer in der Stadt Luzern.
Definition
Anteil der nach Sozialtransfers, d.h. unter Berücksichtigung der Auszahlung von bedarfsabhängigen Sozialleistungen (Wirtschaftliche Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, Alimentenbevorschussungen, Mutterschaftsbeihilfen, Individuelle Prämienverbilligung und Ausbildungsbeiträge) armutsbetroffenen Personen an der gesamten in Privathaushalten lebenden Bevölkerung.
Daten
Kanton Luzern:
Analysen
Kantonaler Indikator: Finanzielle Armut
Aktualisiert: 29. Oktober 2021