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Maya Graf führte das Parlament in ihrem Präsidialjahr mit gewohntem Charme und Übersicht durch die Geschäfte. Insbesondere in der Sommersession bewährte sich ihr souveränes Auftreten enorm, als das Parlament wegen der bankenspezifischen Lex USA im Ausnahmezustand war. Als Highlight ihres Präsidialjahrs betrachtet Graf den Empfang des Dalai Lama am 16. April. Dabei setzte sie kraft ihres Amtes als Ratspräsidentin einen Kontrapunkt zum Bundesrat, der den höchsten Buddhisten und Tibeter wegen der Beziehungen zu China nicht offiziell empfangen wollte. Über die Begegnung berichtete sie auch aus einer persönlichen Perspektive. Des Weiteren repräsentierte sie die Schweiz unter anderem am Treffen der ParlamentspräsidentInnen in New York im November, und die Präsidialreise führte sie im Oktober in Tansania. Sie empfing unter anderem auch den EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz, den griechischen Parlamentspräsidenten Meimarakis im Schweizer Parlament ein zu freundschaftlichen Gesprächen.
Am 26. November 2012 wurde die heute 51-jährige Baselbieterin aus Sissach durch den Nationalrat zu dessen Präsidentin und damit zur höchsten Schweizerin gewählt. Sie war das erste Mitglied der Grünen, dem diese Ehre zuteilwurde. Zuvor war sie zwischen 2009 und 2010 Fraktionspräsidentin, ehe sie 2011 zur 2. Vizepräsidentin des Nationalrates gewählt wurde. Sie gehört der Nationalrats-Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur an.
Die diplomierte Sozialarbeiterin Maya Graf vertrat seit 2001 die Grünen Baselland im Nationalrat. Sie setzt sich unter anderem für eine Gentech-freie Landwirtschaft ein, was ihr im Dokumentarfilm „Mais im Bundeshaus“ eine prominente Rolle einbrachte. Dazu feierte sie 2005 mit dem Ja zur Volksinitiative „für Lebensmittel aus gentechnikfreier Landwirtschaft“ einen grossen Erfolg.