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Der Tenor Sebastian Lipp stammt aus Berlin und studierte an der dortigen Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Gesang bei Edda Schaller-Keyn. Während des Studiums wurde er 1994 als 1.Chorsolist an der Komischen Oper Berlin engagiert, entschied sich aber nach 5 Jahren für eine freischaffende Tätigkeit als Konzertsänger.
Seitdem hat er viele bedeutende Solopartien von Oratorien des 17. bis 20. Jahrhunderts interpretiert sowie einen großen Teil des Kantatenwerks J.S.Bachs, verschiedene Liederzyklen und Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten. Positive Beachtung finden immer wieder seine Evangelisten-Darstellungen, besonders bei Passionsmusiken Bachs, Keisers und Händels.
Seine solistischen Aufgaben führten ihn wiederholt an bedeutende Orte wie die Philharmonie Berlin, das Leipziger Gewandhaus, das Konzerthaus Berlin, das Kultur- und Kongresszentrum Luzern und Festivals wie das Kurt Weill Festival in Dessau, Lucerne Festival und das Beethovenfest Bonn. Er sang schon unter der Leitung von Fabio Luisi, Ivan Fischer, Marcus Creed, Chris Moulds, Attilio Cremonesi, Douglas Boyd, Alois Koch und Stephen Smith.
2012 sang er in der Berliner Philharmonie den Remendado in einer konzertanten Aufführung von Bizets „Carmen“ und im Februar 2012 übernahm er die Rolle des Vaters in Barry Koskys Inszenierung der „7 Todsünden“ von Weill an der Komischen Oper Berlin. Im August 2012 war er erneut im Rahmen des Lucerne Festivals zu hören und im November desselben Jahres debütierte er in der Tenorrolle von Strawinskys „Les Noces“ in einer Inszenierung in der Kulturbrauerei Berlin.
Im August 2011 übernahm er die Partie „Sailor/First Witch“ aus Purcells „Dido and Aeneas“ in der Inszenierung von Sasha Waltz auf der Waldbühne Berlin. In dieser Rolle war er auch im Juni 2012 in der Berliner Staatsoper zu sehen und kehrte 2014 dorthin zurück. Weitere Aufführungen führten ihn 2014 an die Bayerische Staatsoper und zum Sydney-Festival. 2016 fanden Wiederaufnahmen im Teatro Colon in Buenos Aires und im Teatro dell’ opera die Roma statt. Weitere Aufführungen sind für 2019 in Madrid geplant.
Stand: Januar 2017