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Behörden verlängern die Suche in Indonesien nach tausenden VermisstenSchreiben Sie einen Kommentar
Auf Sulawesi sollte der Rettungseinsatz in der besonders schwer zerstörten Stadt Palu trotzdem noch verlängert werden. Bei dem schweren Beben und dem anschliessenden Tsunami vor knapp drei Wochen kamen mindestens 2065 Menschen um, das Schicksal von weiteren 5000 Menschen ist nach Behördenangaben ungeklärt. Sie werden unter den Trümmern und Schlammmassen der zu Palu gehörenden Dörfer Balaroa, Petobo und Jono Oge vermutet.
Bergungskräfte hatten seit Tagen immer grössere Probleme, zu den in der Hitze rasch verwesenden Leichen in den Trümmern und dem steinhart gewordenen Schlamm vorzudringen. "Wir müssen an die Sicherheit und Gesundheit unserer Rettungsteams denken", sagte Einsatzleiter Bambang Suryo. Deshalb wollten die Behörden die Suche nach noch immer vermissten Menschen einstellen. Nun geht sie trotzdem weiter. Das Bereitschaftsteam sollte bis zur erwarteten Aufhebung des Notstands am 26. Oktober in Palu bleiben.
Die Behörden planen, die zerstörten Dörfer zu Massengräbern zu erklären. Parks und Monumente sollen künftig dort an die Opfer erinnern.
Knapp 80'000 Menschen haben nach amtlichen Angaben ihr Heim verloren, insgesamt 200'000 Menschen sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen dringend auf Hilfe angewiesen. Trotz internationaler Hilfe sind Trinkwasser und Lebensmittel knapp, die medizinische Versorgung ist schlecht. Uno-Generalsekretär António Guterres wollte am Freitag gemeinsam mit dem indonesischen Vize-Präsidenten Jusuf Kalla das Katastrophengebiet besuchen.
Indonesien mit seinen rund 17'000 Inseln liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, an dem tektonische Platten aufeinander stossen. Erdbeben sind dort besonders häufig. Neues Beben erschütterte am frühen Donnerstagmorgen der Stärke 6.0 die Inseln Bali und Java. Behördenangaben zufolge kamen mindestens drei Menschen ums Leben. Ein weiteres Beben der Stärke 7,0 erschütterte unterdessen den benachbarten Inselstaat Papua-Neuguinea. Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor. Eine Tsunami-Warnung wurde kurze Zeit später wieder aufgehoben.