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LONDON (awp international) - Der erwartete Ausstieg des französischen Medien- und Telekomkonzerns Vivendi beim US-amerikanischen Unterhaltungskonglomerat NBC Universal dürfte laut einem Pressebericht noch auf sich warten lassen. NBC-Haupteigner General Electric (GE) und Vivendi lägen in ihren Verhandlungen über den Preis für den 20-Prozent-Anteil der Franzosen mindestens eine Milliarde US-Dollar auseinander, berichtet die "Financial Times" (Freitag) und beruft sich auf mit den Verhandlungen vertraute Personen. Noch Mitte Oktober schrieb das "Wall Street Journal", die Differenz betrage 500 Millionen Dollar.
General Electric besinnt sich in der Wirtschaftskrise auf seine industriellen Wurzeln und will seine Medientochter NBC Universal loswerden. Um freie Hand beim Verkauf zu haben, müssen die Amerikaner aber erst einmal ihren Juniorpartner Vivendi auszahlen. GE bewerte den 20-Prozent-Anteil mit 4 bis 5 Milliarden Dollar, während Vivendi einen Preis von 5,4 Milliarden veranschlagen könnte, schreibt die "FT". Alternativ kommt ein Börsengang des Vivendi-Anteils in Frage. Hier laufe eine Frist am 10. Dezember ab.
GE wollte das Geschäft dem Bericht zufolge eigentlich bis zum US-Feiertag Thanksgiving, am 26. November, unter Dach und Fach gebracht haben. Dieser Termin sei nun in Gefahr. Danach sollte der Kabelnetz-Betreiber Comcast möglichst bald 51 Prozent an NBC Universal und damit auch die Führung der Geschäfte übernehmen. GE und Vivendi wollten der Zeitung zufolge die Informationen nicht kommentieren./stb/ep/tw
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