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Im Jahre 1503 sagten verschiedene junge Herren Luzern eine Jagd im Fräkmünd−Gebirge und den Wäldern gegen Malters an. Sie wollten Hoch− und Niederwild jagen.
Einer von ihnen, der im Wald ob Malters hinter den andern zurückblieb, stiess auf einen grossen Drachen, der am Boden lagernd schlief. Zuerst meinte der junge Herr, es läge da ein alter, verfaulter Baum. Als aber das Tier einen bösen Geruch und Dampf von sich gab, merkte der Junker bald, was er vor sich hatte.
Er erschrak zuerst ordentlich; als er aber einige seiner Gefährten nahen hörte, fasste ef sich ein Herz und schlug dem Untier mit einer Axt auf den Kopf. Der Streich schadete dem Tier, das eine dicke gehörnte Haut besass, nichts. Es erwachte aber davon, schwang sich in die Höhe und flog über den Wald davon.
Die Jäger besahen sich die verlassene Lagerstätte und fanden sie gänzlich verbrannt. Auch die Bäume, die das Untier bei seiner Flucht gestreift hatte, zeigten Brandspuren, als ob ein Feuer über sie gegangen wäre.
Etwa sechzig Jahre später, im Jahre 1562, hörte Cysat diese Erzählung aus dem Munde eines sechundsiebzigjährigen Ratsherrn und vornehmen Bürgers der Stadt erzählen. Der Vater des Ratsherrn war bei jener Jagdgesellschaft mit dabei gewesen.
Quelle: "Luzerner Sagen / gesammelt und erzählt von Kuno Müller", K. Müller, E. Hang, 1986
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