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Herzschrittmacher haben die Aufgabe, einen zu langsamen Puls (Bradykardie) zu korrigieren, z.B. bei AV-Blockierungen, Sick-Sinus-Syndrom oder Vorhofflimmern. Bradykardien können sich als Schwindel- oder Ohnmachtsanfälle (Synkopen) oder Leistungsknick äussern.
Ein Schrittmachersystem besteht aus einem Aggregat (Generator) und einer (Einkammer-Schrittmacher) oder zwei Elektroden (Zweikammer-Schrittmacher). Das Aggregat enthält die Batterie und die elektrischen Steuerkreise. Die Batterie hat eine Lebensdauer von 10-15 Jahren. Die Elektroden sind flexible Metalldrähte, die den von der Battterie erzeugten elektrischen Impuls an den Herzmuskel weiterleiten (Pacing) und die vom Herzen selbst generierten Impulse wahrnehmen (Sensing).
Bei der Schrittmacher-Implantation werden die Elektroden ins rechte Herz eingeführt und im Herzmuskel fixiert. Das Aggregat wird unterhalb des Schlüsselbeins unter der Haut platziert. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie), dauert ca. 2 Std. und ist auch für betagte oder geschwächte Patienten gut möglich. Die Implantation wird von Frau Dr. Ramazzina an der Hirslandenklinik Aarau und von Dr. Goerre im Kantonsspital Olten durchgeführt.
Herzschrittmacher müssen alle 6-12 Monate kontrolliert werden. Dabei werden der Rhythmus-Speicher abgefragt und die Batteriespannung und die Elektroden geprüft. Eine Schrittmacher-Kontrolle dauert ca. 30 Minuten und wird bei uns in der Praxis durchgeführt.
Der implantierbare Converter-Defibrillator (ICD) erkennt und behandelt schnelle lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen wie Kammertachykardien und Kammerflimmern. Das System besteht aus einer oder mehreren Sonden im rechten Herzen und dem Impulsgenerator unter dem Schlüsselbein. Der Impulsgenerator enthält immer auch einen Schrittmacher, sodass der ICD im Nebeneffekt auch vor zu langsamem Puls schützt. ICDs werden bei Patienten eingesetzt, die eine Kammertachykardie oder ein Kammerflimmern überlebt haben oder ein hohes Risiko für das Auftreten solcher Rhythmusstörungen aufweisen. Der ICD analysiert laufend das intrakardiale EKG und startet bei Bedarf die von der Kardiologin einprogrammierten Therapiestufen zur Beendigung (Defibrillation) der gefährlichen Rhythmusstörung. Die Rhythmusstörung und die vom ICD abgegebene Therapie wird gespeichert und kann später über ein Programmiergerät abgerufen und analysiert werden, damit die Kardiolgin/der Kardiologe die Programmierung sowie die medikamentöse Begleittherapie optimal den Bedürfnissen des Patienten anpassen zu können.
Die Implantation erfolgt (wie bei Schrittmachern) in Lokalanästhesie. Von unserem Team implantiert nur Frau Dr. Ramazzina ICDs
CRT bedeutet "Cardiac Resynchronisation Therapy". Im Unterschied zum Schrittmacher und zum ICD wird für die CRT eine zusätzliche Elektrode in den Koronarsinus eingelegt. Aus dieser Position kann die linke Kammer stimuliert werden. Die Kardiologin/der Kardiologe können das Gerät von aussen so programmieren, dass beide Kammern gleichzeitig (synchron) pumpen. Der Resynchronisationsschrittmacher kann bei Patienten mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) eine signifikante Leistungssteigerung und Verbesserung der Lebensqualität bewirken.
Programmieren eines CRT-D-Systems