Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/115148

<h2>SubmittedText<h2><p>Die mittelfristigen Auswirkungen einer Unternehmenssteuerreform auf die Steuereinnahmen sowie die Volkswirtschaft insgesamt lassen sich in der Regel nur schwer abschätzen. Den aufgrund der Milderung der Steuerbelastung entstehenden Einnahmeausfällen stehen die zu erwartenden positiven Effekte auf den Wirtschaftsstandort Schweiz und die daraus resultierenden steuerlichen Mehrerträge gegenüber. In diesem Zusammenhang bitten wir den Bundesrat um die Beantwortung der folgenden Frage:</p><p>Die durch die Unternehmenssteuerreform I (USTR I) resultierenden Einnahmeausfälle wurden in der damaligen Botschaft auf insgesamt 170 Millionen Schweizerfranken geschätzt (Bund: 80 Millionen, Kantone 90 Millionen). Welche Auswirkungen hatte die USTR I aus heutiger Sicht auf das Steueraufkommen des Bundes und auf die Schweizer Volkswirtschaft insgesamt? Hat die Milderung der Steuerbelastung bei der direkten Bundessteuer für juristische Personen zu einem Rückgang des Ertrags aus dieser Steuer oder zu dessen Zunahme geführt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform I auf den Ertrag der direkten Bundessteuer für juristische Personen lassen sich aufgrund der Datenlage nicht eindeutig bestimmen. Die Milderung der Steuerbelastung hat nicht zu einem Rückgang der Steuererträge geführt, wobei nicht beurteilt werden kann, ob die Steuereinnahmen ohne Reform nicht allenfalls noch stärker angestiegen wären. Es ist aber möglich oder sogar wahrscheinlich, dass die Zunahme der Steuererträge neben der günstigen Konjunktur auch mit der verbesserten Standortattraktivität durch die Unternehmenssteuerreform I zu tun hat, hat doch diese Reform eine starke Neuansiedlung von Holdinggesellschaften ausgelöst.</p>  Antwort des Bundesrates.