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Bekanntlich sollen mit dem Geld die finanziellen Einbussen der Farmer aufgrund des Handelskrieges mit China abgefedert werden. Das Paket sieht neben Direktzahlungen an die Landwirte auch den Aufkauf von Überschüssen der von den Vergeltungszöllen betroffenen Produkte vor.
Das sorgt nun - neben der Verzögerung von Überweisungen wegen des „Shut downs“ - für Ärger, da davon auch Unternehmen in ausländischer Hand profitieren. So sollen laut „Washington Post“ vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium (USDA) mehr als 800'000 t Schweinefleisch von JBS zur Marktstützung gekauft werden. Das Unternehmen gehört brasilianischen Eigentümern. Zuvor hatte schon die in chinesischem Besitz befindliche Smithfield Subventionen im Rahmen des Rettungsprogramms beantragt, was auf politischen Widerstand gestossen war.
Nun erhebt auch der Bauernverband National Farmers Union (NFU) Einwände. „Das USDA sollte nicht direkt oder indirekt Geld nach Brasilien schicken, das Land, das am meisten von den Handelskriegen des Präsidenten profitiert hat“, erklärte NFU-Präsident Roger Johnson. Beispielsweise hätten brasilianische Landwirte aufgrund der angespannten US-Beziehungen zu China einen Preisaufschlag von 2 $/t (1,99 Fr.) für ihre Sojabohnen erhalten.
Die NFU fordere das USDA deshalb nachdrücklich auf, dass Unternehmen im Besitz von JBS kein Geld aus dem Hilfsprogramm erhalten dürften. Diese Mittel sollten stattdessen an die amerikanischen Bauernfamilien gehen, die aufgrund der rücksichtslosen Handelsstrategie der Administration mit niedrigen Preisen und verlorenen Märkten zu kämpfen hätten.