Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03655.jsonl.gz/1323

Copyright © 2021 BFS
Im Zuge der Covid-19-Pandemie rückte die Mobilität der Personen bald in den Brennpunkt. Die Begrenzung der Bewegungsfreiheit und der Kontakte war eine der wichtigsten behördlichen Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. In der Folge wurde die Mobilität über das ganze Jahr hinweg mehr oder weniger freiwillig eingeschränkt.
2020 hätten zwei grosse Erhebungen zum Personenverkehr durchgeführt werden sollen: zum einen der Mikrozensus Mobilität und Verkehr, zum anderen die Erhebung zum Alpen- und grenzquerenden Personenverkehr. Da sie eine wichtige Grundlage für die Verkehrspolitik und die Verkehrsplanung bilden, stand das BFS vor einem Dilemma. Es stellte sich die Frage, ob eine Erhebung von Daten zur individuellen Mobilität sinnvoll sei, wenn diese angesichts der Corona-Massnahmen stark eingeschränkt ist und die Ergebnisse somit nicht die freien Entscheidungen der Bevölkerung widerspiegeln. Die Diskussionen führten zum Beschluss, diese Erhebungen auf 2021 zu verschieben. Ein Blick auf die Zahlen des öffentlichen Verkehrs oder die Zahl der Neuzulassungen zeigt, dass die Entscheidung richtig war.
Anders sah die Situation beim Güterverkehr aus, der nur wenig oder überhaupt nicht eingeschränkt wurde. Deshalb wurden die laufenden Arbeiten fortgesetzt und die verschiedenen Statistiken konnten trotz der schwierigen Umstände erstellt werden. Bei der Weiterentwicklung der Statistiken wurden Fortschritte erzielt. Die Statistik zum kombinierten Güterverkehr konnte realisiert werden; sie wird Anfang 2021 erstmals veröffentlicht.