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Paternalistische Manipulation im Spannungsfeld von Selbstbestimmung und Fürsorge
Eine Annäherung aus der Sicht von stationärer Behindertenhilfe
Basierend auf einer wertneutralen Definition von Manipulation als Machtmittel in Beziehungen wird, ausgehend vom Kontext der stationären Betreuung von Menschen mit einer geistigen Behinderung analysiert, inwiefern Manipulation im professionellen Handeln von Sozialarbeitenden als Strategie der Beeinflussung potenziell genutzt wird.
Darauf aufbauend werden sowohl Risiken wie auch Chancen von manipulativen Arbeitsweisen identifiziert, wofür Alexander Fischers Theorie und Ethik der Manipulation die Grundlage bietet. Um die Fragestellung nach der reflexiven Bewertung von Manipulation im professionellen Kontext zu beantworten, wird Fischers Fragekatalog geprüft und um, besonders für die Soziale Arbeit relevante, Zusatzfragen ergänzt.
Angesichts des fehlenden Diskurses über das zwischenmenschliche Phänomen der Manipulation in der Sozialen Arbeit stellt die vorliegende Bachelor-Thesis eine erste Annäherung an das Thema dar. Sie hat zum Ziel, auf die vorhandene Diskurslücke hinzuweisen und weitere Auseinandersetzungen mit Manipulation in Wissenschaft und Praxis der Sozialen Arbeit anzuregen. So soll die Manipulation der professionellen Reflexion zugänglich gemacht werden, um eine diesbezügliche Qualitätssicherung von sozialen Dienstleistungen zu ermöglichen.