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Schwesterstadt Matsumoto (Japan)
Die Verschwesterung des japanischen Bergdorfes Azumi Mura mündete im 2005 in die Schwesterstadt Matsumoto. Die Geschichte dieser Verbindung:
Azumi Mura in den japanischen Alpen und Grindelwald in den Schweizer Alpen sind Touristenorte. Grindelwald liegt in einem Talkessel. Azumi Mura erstreckt sich über verschiedene Täler.
Bergsteigen und Wandern im Sommer, Skifahren im Winter sind beiderorts Hauptsportarten.
Das landschaftlich ausserordentlich schöne Kamikochi in Azumi Mura, das Jungfraujoch (Top of Europe) und die markanten Gipfel im Grindelwaldtal sind Visitenkarten für Touristen in beiden Ländern.
Azumi Mura ist reich an heissen Quellen und die Nutzung der Wasserkraft für die Erzeugung von elektrischem Strom ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. In Grindelwald gibt es keine wirtschaftliche Alternative zum Tourismus.
Im März 1972 hat der damalige Betriebsleiter der Firstbahn, Roland Rudin, eine Schwesterverbindung zwischen den Gemeinden Azumi Mura und Grindelwald vorgeschlagen. Durch Vermittlung von Manaba Kanematsu (Japan Travel Association) mit dem Bürgermeister Kiyoki Fukushima wurden die notwendigen Formalitäten rasch erledigt und am 20. April 1972 besiegelt. Diese sehr herzliche Beziehung ist für das Dorf Azumi Mura und Grindelwald von grosser Wichtigkeit. In der offiziellen Verlautbarung dient die Verbindung mit Grindelwald «der Förderung des Friedens und der internationalen Freundschaft».
Verschiedene Delegationen aus den beiden Dörfern haben den jeweiligen Schwesterort in regelmässigen Abständen besucht. 1996 zur 850-Jahr Feier von Grindelwald besuchte eine 30-köpfige Delegation aus Azumi Mura Grindelwald; im 2001 kamen sogar 57 Japanerinnen und Japaner nach Grindelwald. 1997 zur Feier des 25 Jahr-Jubiläums der freundschaftlichen Verbindung und auch 2002 zum 30-Jahr-Jubiläum reisten über 20 Grindelwalder/-innen nach Azumi-Mura.
Seit 1985 fanden regelmässige Besuche von Schulkindern aus Azumi Mura nach Grindelwald statt. Die Schüler weilten jeweils 3 bis 4 Tage in Grindelwald und wurden bei einheimischen Familien mit Kindern untergebracht.
Im September 2005 besuchten 12 Schüler/-innen das Eigerdorf Grindelwald.
1993 besuchten 23 Kinder aus Grindelwald Azumi Mura und traten beim «Mother Mountain Concert» mit Annie Rattlesnake an der Shinshu Expo auf.
Ein weiterer Besuch von Grindelwalder Kindern in Japan fand im Jahre 2000 statt. Das Kinderchörli Grindelwald mit 16 Kindern und 7 Erwachsenen nahmen am Village Concert in Azumi Mura teil. Die Kinder waren ebenfalls bei japanischen Gastfamilien untergebracht.
Anlässlich eines Freundschaftsbesuches des Skiclubs Norikura in Grindelwald verschwesterte sich auch der Skiclub Grindelwald mit dem Skiclub Norikura (1988).
1998–1999 fand ein Austauschprogramm mit jungen Skilehrerinnen und Skilehrern statt. Die Grindelwalder verbringen jeweils ein paar Monate in Norikura/Azumi Mura und im Gegenzug kommen japanische Skilehrer nach Grindelwald.
Seit 1993 pflegte der Matsumoto Alps Lions Club freundschaftliche Beziehungen mit dem Lions Club von Grindelwald.
Im Jahre 2005 hat unser japanisches Schwesterdorf Azumi Mura mit der näher gelegenen Stadt Matsumoto fusioniert. Matsumoto ist eine Stadt mit 243’000 Einwohnern (2015) und liegt auf einer Höhe von 592 m.ü.M. Matsumoto mit seinen angegliederten Gemeinden ist weiterhin an einer Schwesterverbindung mit Grindelwald interessiert. Dies wurde anlässlich der offiziellen Reise der Grindelwalder Delegation in Matsumoto im Mai 2005 besiegelt. Im Juli 2006 hat eine 40-köpfige Delegation aus Matsumoto Grindelwald besucht. Bei schönstem Wetter erlebte die Delegation drei erlebnisreiche Tage bei herrlichstem Bergfrühlingswetter.
Im August 2011 hat eine 25-köpfige Delegation aus Matsumoto unter der Leitung von Stadtpräsident Akira Sugenoya Grindelwald einen Besuch abgestattet. Anlässlich dieses Besuches wurde der Matsumoto Club zur Förderung und Erhaltung der Beziehung zwischen Matsumoto und Grindelwald gegründet.