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Raum+ (Flächenmanagement Agglomeration)
Bei der Ausarbeitung des Agglomerationsprogramms 2. Generation wurde festgestellt, dass die Agglomeration Brig-Visp-Naters rein rechnerisch betrachtet über genügend unbebaute und rechtskräftig ausgeschiedene Bauzonen verfügt.
Die Einzonung dieser Gebiete erfolgte mehrheitlich vor über 30 Jahren. In der Zwischenzeit haben sich sowohl das Infrastrukturangebot wie auch das Umfeld und die Standortanforderungen der verschiedenen Nutzungen teilweise verändert. Dies trifft insbesondere für industrielle und gewerbliche Nutzungen zu, teilweise aber auch auf Wohnnutzungen.
Gemäss Leistungsvereinbarung mit dem Bund von 2011 ist die Agglomeration Brig-Visp-Naters verpflichtet, die Massnahme M56 Ausarbeitung Siedlungsflächenmanagement (Massnahme 1. Generation) umzusetzen. Für die Positionierung von Wohnflächen sowie Gewerbe- und Industriestandorten und der Realisierung weiterer Grossprojekte kann ein kooperatives Siedlungsflächenmanagement einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung der Standorte beitragen.
Im Rahmen des Projekts Raum+ (Flächenmanagement Agglomeration) wurde eine Erhebung des Siedlungsflächenpotenzials sowie des Ist-Zustands der Wohn- und Arbeitsplatzgebiete (bebaut, nicht bebaut, unternutzt, Qualität, Eignung, Verfügbarkeit) durchgeführt. Mit Hilfe einer Bedarfsschätzung (bis zum Jahr 2030) über die Art, Qualität und Lage der Flächen sowie einer Gegenüberstellung der Ist-Soll- Analyse, soll das Projekt die Begrenzung und Konzentration des Siedlungswachstums unterstützen. Zudem fördert es eine qualitative Verbesserung der Siedlungsentwicklung und das Vorhaben einer ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Raumentwicklung.