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Die Services industriels de Lausanne und die Swisscom haben sich in einem Kooperationsvertrag auf den Bau eines gemeinsamen Glasfasernetzes mit Leitungen bis in die Wohnungen und Geschäfte geeinigt. Das Projekt - es ist der erste Kooperationsvertrag zwischen dem Telekomunternehmen und einem Kabelnetzbetreiber - muss noch vom Lausanner Gemeinderat genehmigt werden. Geht alles nach Plan, soll die Westschweizer Stadt bis 2017 flächendeckend mit Glasfaser erschlossen sein.
Mit Ausnahme des Viertels Chailly, das bereits in einer Pilotphase erschlossen wurde, werden alle vorgesehenen Arbeiten von der Swisscom ausgeführt werden. Dabei konzentriert sich die Partnerschaft ausschliesslich auf den Teil des Glasfasernetzes, bei dem es um die Verbindung der Verteilerkästen oder -stellen des Stadtviertels mit den Gebäuden sowie die Verkabelung im Gebäudeinneren geht. Der Anschluss der Stadtviertel an die Zentralen wird von den Partnern separat vorgenommen.
Eigentümerin des Netzes wird eine zu 100 Prozent der Stadt Lausanne gehörende Gesellschaft sein, wobei 50 Prozent des von der Swisscom gebauten Netzes gemäss dem Kooperationsvertrag an diese Gesellschaft übergehen wird. Die neue Gesellschaft wird Eigentümerin des gemeinschaftlich gebauten Netzes in den Zonen Chailly, Ouchy, St-François und Vernand. Die Swisscom wird als Netzeigentümerin für die Zonen Bergières, Chalet-à-Gobet, Maladière und Sallaz zuständig sein.
Den Wettbewerb sichern die Swisscom und die Stadt Lausanne durch mindestens vier Fasern pro Wohnung und Geschäft, was den Empfehlungen der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) entspricht. So sollen die Kunden zwischen verschiedenen Anbietern wählen können.