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05.02.2009
2009 Instrumentenlandesystem, ILS, für Piste 28 geht planmässig in Betrieb
Am Donnerstag, 26. Oktober 2006, wird das Instrumentenlandesystem, ILS, für die Piste 28 (Ostanflug) mit dem entsprechend geänderten Anflugverfahren in Betrieb genommen.
Die Landungen aus Osten erfolgen wie bisher an Wochentagen ab 21 Uhr und an Wochenenden und deutschen Feiertagen ab 20 Uhr bis Betriebsschluss. In den übrigen Zeiten wird nur während starken Westwindlagen von Osten her auf der Piste 28 gelandet. Die Beschwerden, die letzte Woche gegen die Publikation des ILS-Anflugs auf die Piste 28 erhoben wurden, werden die Einführung nicht verhindern. Die Rekurskommission für Infrastruktur und Umwelt, REKO INUM, hat den Beschwerden auf Antrag von Unique und des BAZL inzwischen die aufschiebende Wirkung entzogen.
Das Auflinieren auf den Endanflug erfolgt neu in einem Bereich zwischen Zell und dem Toggenburg auf einer Höhe von mindestens 1500 Metern über Meer. Der Anflugwinkel im Endanflug bleibt unverändert bei 3,3°. Die Flugzeuge werden neu mittels Radarführung direkt auf den Endanflug geleitet, was eine breite Streuung der Flugwege zur Folge hat. Dadurch werden Gebiete neu überflogen, welche zuvor keine oder weniger Überflüge hatten. Die Gebiete im Bereich des heutigen Anflugweges zwischen Schaffhausen und Kollbrunn werden hingegen entlastet.
Standard auf internationalen Flughäfen
Bis 2001 wurde die Piste 28 meistens bei starkem Westwind und deshalb relativ selten angeflogen. Sie war aus diesem Grund lediglich für Nicht-Präzisionsanflüge ausgestattet. Mit der Einführung und stufenweisen Verschärfung der Beschränkungen der Nordanflüge über süddeutschem Gebiet hat die Anzahl Anflüge auf die Piste 28 seit 2001 stark zugenommen. Weil für Anflugverfahren auf internationale Flughäfen der Betrieb von Instrumentenlandesystemen Standard ist, haben Unique (Flughafen Zürich AG) und Skyguide beschlossen, die Piste 28 wie die Pisten 14, 16 und 34 für ILS-Anflüge auszurüsten.
Das Gesuch für das ILS 28 wurde von Unique (Flughafen Zürich AG) bereits im Mai 2002 beim BAZL eingereicht. Vom 15. November bis 15. Dezember 2002 wurden die Dokumente des Gesuchs öffentlich aufgelegt. Im März 2006 hat das Bundesgericht eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde von Unique (Flughafen Zürich AG) gutgeheissen und den Beschwerden gegen den ILS-Anflug auf die Piste 28 die aufschiebende Wirkung entzogen.
Das Bundesgericht hielt in seinem Urteil fest, dass für das neue Anflugverfahren vorläufig die gleichen Sichtminima von 4300 Metern Horizontalsicht und 1200 Fuss Wolkenuntergrenze (ca. 370 Meter über Grund) wie beim heutigen Verfahren angewendet werden müssen. Das wird zur Folge haben, dass trotz Einführung des ILS-Anfluges auf die Piste 28 bei schlechten Wetterbedingungen nicht mit einer Verlagerung der abendlichen Südanflüge gerechnet werden kann.