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Noch im Frühling 1991 ist Jean Tinguely in vollem Einsatz. Mit seiner Ausstellung «Moskau- Freiburg» im Kunsthistorischen Museum zieht er Tausende von Besuchern an. Den Gewinn spendet er dem Kanton – eine Summe von heute rund 500 000 Franken. Damit solle ein Fonds geschaffen und neue Kunstwerke von zeitgenössischen und jungen Künstlern erstanden werden, so Tinguely in seinem Schreiben vom 5. April 1991 an den Staatsrat.
«Ich war erstaunt, als ich auf den diesbezüglichen Beschluss des Staatsrates gestossen bin», so Olivier Suter. Denn seit 1991 sei nur ein kleiner Teil der gespendeten Summe benutzt worden, und zwar, um Ausstellungen im Espace Jean Tinguely – Niki de Saint-Phalle zu finanzieren. «Das ist gegen den Willen des Künstlers», sagt auch Gérard Bourgarel von Pro Freiburg, «Jean Tinguely wollte Künstler unterstützen.»
Pünktlich zum Tag der Vernissage hat Olivier Suter (Mitte-Links-Bündnis) am Freitag im Grossen Rat einen Vorstoss eingereicht. Er fordert darin, dass der ursprüngliche Zweck der Spende berücksichtigt werden solle. Rund 50 Grossräte haben seinen Vorstoss unterschrieben. cf