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Obwohl sie aus Skandinavien stammt und düsteren, recht groben Elektropop mit schneidigem Frauengesang macht, wäre es ungerecht, sie lediglich als Klon von The Knife zu bezeichnen. Zwar sind die parallelen zwischen der Musik der Norwegerin Sandra Kolstad und dem schwedischen Duo The Knife recht stark, vor allem im Musikstil, in der Auswahl der Stimm-Effekte (z.B. gleichzeitige cleane und verzerrte Spuren der selben Stimme in “Praise“) und der generellen Experimentierfreude. Viele der Experimente gehen jedoch in eine eigene Richtung.
Manchmal ist das Songwriting und der Aufbau der Tracks noch ein wenig holperig, Songs nehmen zuweilen ein wenig spezielle Wendungen (z.B. in “A Bird Flew By” oder am Ende von “Carrion“), die eigentlich eher gesucht sind und fast ein wenig stören. Der schön düstere Sound würde es eigentlich recht gut vertragen, konsequenter durchgezogen zu werden (wie dies bei “Praise” gemacht wird).
Das Album kann seine Qualität nicht immer ganz halten, bietet jedoch immer wieder Raum für kleine Überraschungen, in denen Kolstad von den allgegenwärtigen Bezugsgrössen The Knife bzw. Fever Ray abweicht, so z.B. in “No“, in dem sie ihrer eigenen, übrigens sehr schönen Stimme freien Lauf lässt. Eines der besten Stücke des Albums.
Trotz der hier betonten Unterschiede darf das Album doch all jenen Empfohlen werden, die sich auf die Winterzeit ein wenig skandinavische Düsterkeit in den Kopfhörer (oder durchaus auch auf die Tanzfläche) wünschen.
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Website: http://sandrakolstad.com