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«Das muss ein reicher Herr gewesen sein», mutmasst Karl Wegmüller, «denn unser Gwölb-Keller ist viel grösser als es zu dieser Zeit üblich war.» Bis zur grossen Reblausplage, die aus Amerika eingeschleppt wurde, nutzten die Eigentümer den Raum als Weinkeller und Vorratsraum. 1926 erwarb die Familie Wegmüller die Gebäude. Grossvater Johann führte den Hof und nutzte den Keller als Lagerraum. Während die Kartoffeln und die Äpfel verkauft wurden, diente der Most für den Eigengebrauch. 1987 übernahm Karl Wegmüller den Hof von seinem Vater Willi.
1999 wurde aus dem Keller das "Gwölb". «Das war ein riesiger Chrampf», erinnert sich Wegmüller und fügt hinzu: «Der Umbau verlief nicht nur finanziell, sondern auch zeitlich nicht nach Plan.» Der Gwölb-Keller war zuvor 20 Jahre nicht benutzt worden. Er diente lediglich als Abstellkammer und zur Aufbewahrung der Kartoffelvorräte oder der Überwinterung von Geranien. «Die Wände sahen fürchterlich aus, die grossen Steinbrocken waren damals unter Sumpfkalk versteckt.» Und dieser Verputz musste erst einmal herausgeschlagen werden. Darauf füllte ein Arbeiter mit einem Dressiersack die Lücken auf und glättete die Stellen mit Wasser und Pinsel nach. «Das war Feinstarbeit am groben Gestein und dauerte viel länger als geplant», erinnert sich Karl Wegmüller. (Quelle: Furttaler 2009)