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Am Anfang des 19. Jahrhunderts schuf der Berner Philipp Emmanuel von Fellenberg in Hofwyl unter anderem
sein Bildungsinstitut für Söhne höherer Stände. Auch die Leibeserziehung hatte für die künftigen Regenten Europas einen grossen Stellenwert im Bildungsangebot.
Nachdem der Sohn eines bayrischen Generals beim Schwimmen im Moossee ertrunken war, lies von Fellenberg an
dieser Stelle in den Jahren 1822/23 ein Springbecken mit Sprungturm bauen. Es war das erste künstliche Schwimmbad in der Schweiz. In ganz Europa gab es vorher nur in Hamburg eine solche
Anlage.
Mit einer eigenen Quelle diente der Badweier später auch dem Seminar Hofwil als Schwimmbad. 1971 genügte er
aber den hygienischen Anforderungen nicht mehr. Der Kanton Bern als Eigentümer entschloss sich, die Anlage als Denkmal zu erhalten. Das bedingte eine Renovation des Badhauses und später auch der
Sandsteinstufen, die aus finanziellen Gründen durch Betonelemente ersetzt wurden.
Der Badweier lädt zum stillen Verweilen ein. Weil aber sanitäre Anlagen, Strom und Wasser fehlen, eignet er
sich schlecht für grosse Veranstaltungen.
Weitere Informationen sind bei der Schulleitung in Hofwil (Tel. 868 85 11) erhältlich.