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Margarethenstrasse: Vertiefte Vorstudie für seitliche Baumallee
In der Margarethenstrasse sollen auch künftig Bäume vor Hitze und Lärm schützen. Das Bau- und Verkehrsdepartement prüft in einer bereits laufenden Vorstudie, ob die Margarethenstrasse so umgestaltet werden kann, dass die seitlichen Trottoirs breiter gebaut und damit grosswüchsige Bäume gepflanzt werden können.
Die heutige Situation in der Margarethenstrasse, bei der das Tramtrassee einen Schlenker zwischen den beiden Tramhaltestellen Margarethen und IWB aufweist, ist in mehrerlei Hinsicht ungünstig: Das Tram muss abbremsen und verliert dadurch an Geschwindigkeit, der Komfort der Tramfahrenden leidet und der Verschleiss an den Schienen und am Rollmaterial der Trams ist grösser. Die Vorstudie soll zeigen, ob die Strecke zwischen den beiden Haltestellen begradigt und die Margarethenstrasse so umgestaltet werden kann, dass die Mittelallee zu Gunsten einer seitlichen Baumallee aufgehoben werden könnte. Mit der Aufhebung der mittleren Allee entsteht neben der Strasse mehr Platz und es können breitere Trottoirs gebaut und grosswüchsige Bäume gepflanzt werden. Der Vorteil einer solchen seitlichen Baumallee im Gegensatz zur heute bestehenden Mittelallee wäre neben der besseren und sichereren Verkehrsführung auch die Möglichkeit, grosswüchsige Bäume zu pflanzen, die punkto Beschattung und Kühlung weit leistungsfähiger wären. Dafür kommen grossformatige Bäume wie z.B. Linden, Eichen, Platanen und Zürgelbäume in Frage, die ein heisses und trockenes Klima ertragen. Die heutige Lage der Bäume zwischen den Verkehrswegen und unter den Tramleitungen führt dazu, dass die Kugelahorne immer wieder stark zurückgeschnitten werden müssen. Ausserdem haben die Kugelahorne eine eher beschränkte Lebensdauer. Zahlreiche Bäume mussten bereits ersetzt werden. Basierend auf der derzeit laufenden Vorstudie wird ein Vorprojekt erarbeitet, dessen Ergebnisse in einen Ratschlag einfliessen, der dann der Regierung und dem Grossen Rat vorgelegt wird.
Auf die Bauarbeiten in der Margarethenstrasse und die damit verbundene Fällung von 17 Bäumen zu verzichten, erachtet der Regierungsrat gemäss seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage als nicht sinnvoll. Das BVD prüft jedoch eine mögliche Verpflanzung der Bäume. Mit den Arbeiten in der Margarethenstrasse werden die Tramgleise und die Strasse erneuert sowie die Bus- und Tramhaltestelle Margarethen umgebaut und verschoben. Das Bauvorhaben ermöglicht die behindertengerechte Umgestaltung der Haltestelle und hat die entsprechenden demokratischen Prozesse durchlaufen (u.a. Parlament und Regierung, Plangenehmigungsverfahren beim Bundesamt für Verkehr BAV).
Die Umgestaltung der Haltestelle bringt neben einem erleichterten Zugang für mobilitätseingeschränkte Personen zahlreiche weitere Verbesserungen gegenüber der heutigen Situation: Die leicht verschobene Lage der Haltestelle ermöglicht auf der westlichen Strassenseite einen Raumgewinn, der die Verkehrssicherheit erhöht: Der bestehende Velostreifen entlang der Pruntrutermatte wird verbreitert und für Velofahrende aus der Margarethenstrasse wird in Richtung Gundeldingerstrasse/Friedhofstrasse ein zusätzlicher Velostreifen für Linksabbiegende angeboten. Zusätzlich kann in Fahrtrichtung Bahnhof SBB ein durchgehender Velostreifen geschaffen werden.
Weiter soll mit der geplanten Erneuerung der Haltestelle zumindest die Möglichkeit einer künftigen Tramverbindung via Margarethenstich nicht verbaut werden. Der Regierungsrat will dieses Zukunftspotenzial – auch gemäss Auftrag des Grossen Rats – aufrechterhalten, denn es ist für das Leimental die einzige Möglichkeit, ein direktes Tram und damit eine schnelle Verbindung an den Bahnhof Basel SBB zu erhalten.
- Querschnitte-Margarethenstrasse (JPG, 481.611 Byte)