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Letzte Chance für Chagaev?
22.05.2010 - Wenn Chagaev am Samstag in den Ring steigt (live auf ZDF) geht es zwar vorerst um den Titel des Weltverbandes WBA, letztendlich aber auch um seine letzte Chance, noch einmal um einen Weltmeistertitel zu Boxen. Der Gewinner des Kampfes hat das Recht, Weltmeister David Haye heraus zu fordern.
Eine Nacht der Schwergewichte steigt am Samstag in der Rostocker Stadthalle. Drei der sieben Kämpfe sind der "Königsklasse" vorbehalten. Als Höhepunkt des Abends präsentiert der Hamburger Universum-Boxstall den offiziellen WM-Qualifikationskampf des Weltverbandes WBA zwischen Ruslan Chagaev (Usbekistan) und dem Australier Kali Meehan. Zu seiner ersten Titelverteidigung als WBC-Weltmeister im Superfedergewicht steigt Vitali Tajbert aus Stuttgart gegen den Mexikaner Hector Velazquez in den Ring.
Meehan kündigt K.o. an
"Ich werde meine Chance nutzen und beweisen, dass man mit mir wieder rechnen muss", sagte Chagaev. Der in Hamburg lebende Usbeke hatte im April 2007 dem "russischen Riesen" Nikolai Walujew den WM-Gürtel abgenommen und verlor diesen zwei Jahre später an den Dreifach-Weltmeister Wladimir Klitschko. Nach elf Monaten Pause kehrt der 31-jährige Chagaev, der von bislang 25 Profikämpfen 23 gewonnen hat, mit seinem neuen Trainer Magomed Schaburow in den Ring zurück.
Sein Gegner, der von Promoter-Guru Don King (USA) betreute 1,96- Meter-Hüne Kali Meehan, hat es allerdings in sich. Der in 35 Schwergewichtsduellen unbesiegte Australier (drei Unentschieden, 29 K.o.-Siege) hat sich in den USA intensiv auf den Kampf in Rostock vorbereitet. "Ich kann Ruslan besiegen, und ich werde das mit einem K.o. tun", kündigte der 40-Jährige selbstbewusst an. Dem Sieger von Rostock winkt das Recht, den britischen Weltmeister David Haye herausfordern zu dürfen.
Im Superfedergewicht geht es bereits um den Titel. Der ebenfalls von Schaburow trainierte Vitali Tajbert hat dabei einen "dicken" Brocken vor den Fäusten. Der 27 Jahre alte Stuttgarter trifft auf Hector Velazquez. Der 35-jährige Mexikaner kommt mit der Erfahrung aus fast 70 Profikämpfen, von denen er 51 für sich entschieden hat. "An meinem WM-Gürtel hängen 17 Jahre Schweiß und Blut - den gebe ich nicht her", sagte der in 19 Kämpfen unbesiegte Titelverteidiger Tajbert.
dpa / Eurosport
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