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EINZELSCHICKSAL: AUS ILLEGALER GEFANGENSCHAFT KONFISZIERT
Langsam wächst das Haar im Nacken von «Siga» nach. Die Spuren ihrer Gefangenschaft verschwinden damit allmählich.
Anfang März dieses Jahres wurde die junge Orang-Utan-Dame «Siga» aus der illegalen Gefangenschaft befreit und zu uns in die Auffang- und Pflegestation gebracht. Dieser dreijährige Orang-Utan litt zu diesem Zeitpunkt an Mangelernährung.
Heute geht es ihr um einiges besser. Die Spuren des Angebundenseins verschwinden langsam. Die routinemässig durchgeführten medizinischen Untersuchungen zeigen: «Siga» geht es gut. Nach der Anfangszeit in der Quarantäne verbringt sie nun ihre Zeit in einem Sozialisierungsgehege mit anderen Orang-Utans. Sie scheint jedoch keinen grossen Wert auf den Kontakt zu Artgenossen zu legen. Sowohl ihnen wie auch Menschen gegenüber verhält sie sich mehr als skeptisch und zeigt mit ihrem Verhalten klaren Unmut auf.
Trotz ihrer Vergangenheit zeigt der junge Orang-Utan viele Anzeichen eines wilden Tieres. So verfügt sie zum Beispiel bereits über die Fähigkeit sich selbstständig ihr Nest für den Schlafplatz zu bauen. In nächster Zeit wird sie im Sozialisierungsgehege bleiben und weiterhin unter Beobachtung stehen. Wir sind zuversichtlich, dass sie sobald wie möglich ein glücklicher, freier und selbstständiger Orang-Utan sein wird.