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Tink: Wer ist Rootwords eigentlich?
Rootwords: Ich bin Künstler, Schriftsteller und Poet. Ich mag es mich auszudrücken, zuzuhören und mich mitzuteilen.
T: Was willst du mit deiner Musik erreichen? Was ist deine «Message»?
R: Mit meiner Musik will ich den Leuten eine andere Perspektive verschaffen, denn jede und jeder ist einzigartig. Ich teile meine Gedanken und meine Sicht auf die Welt durch die Musik mit, die ich produziere. Lieder können die unterschiedlichsten Gefühle auslösen. Deshalb hoffe ich, dass auch ich etwas in den Menschen auslösen kann.
T: Hast du ein Idol, das dich inspiriert?
R: Ich idealisiere ungern jemanden, weil ich das Gefühl habe, dass es eher etwas Negatives ist. Man kann so schnell enttäuscht werden und dies kann ziemlich runterziehen.
T: Was ist dein grösster Traum, den du erreichen möchtest?
R: Ich möchte eine Familie gründen und diese so gut es geht unterstützen. Ich möchte meinen Kindern ein besseres Leben geben, als ich es hatte. Auch der Welt möchte ich gute Menschen hinterlassen. Menschen, die geschätzt werden und Gutes tun.
T: Wo hat deine Liebe zur Musik ihren Ursprung?
R: Es hat sich irgendwie so ergeben. Als ich ein Kind war, hatte mein Vater eine riesen CD-Kollektion. Als ich angefangen habe die Musik für mich selber zu finden, war es dann hauptsächlich Hip-Hop. Damals spielte ich viel Basketball und in dieser Szene hört man meistens Hip-Hop. So begeisterte ich mich mehr und mehr für das Genre. Irgendwann habe ich angefangen die Reime dieser Künstler zu kopieren und nachzurappen. Ich durfte eine Boarding School in England besuchen, an der es einen Typen gab, der selber rappte. Er organisierte Freestyle-Veranstaltungen und fragte mich, ob ich interessiert wäre. Nach kurzer Zeit sprach er mich darauf an, dass ich doch selber Texte schreiben solle, da er mich ziemlich gut fand. So hat es irgendwie angefangen.
T: Hast du ein Ritual, das du vor jeder Show wiederholst?
R: Meistens nehme ich ein paar tiefe Atemzüge und geniesse die Möglichkeit auftreten zu dürfen. Ich bin immer nervös kurz vor der Show. Zusätzlich habe ich einen Glücksbringer, den ich immer mit auf die Bühne nehme. Dies ist mein Mikrofon, das Mos Def auch hat und zwar genau das gleiche. Mos Def hat mich schon in jungen Jahren inspiriert und zählt bis heute zu meinen Lieblingskünstlern.
T: Was für Musik hörst du privat?
R: Ziemlich viel Hip-Hop. Jedoch weniger die neuen Sachen, denn ich habe das Gefühl, dass in der heutigen Szene sehr viel Dummheit dahintersteckt. Ich probiere bis heute noch die Message darin zu finden.
T: Momentan ist ja der Mix zwischen Dancehall und Hip-Hop ein grosser Hype. Denkst du, dass du auch in diese Richtung was machen willst? Oder willst du lieber bei deinem jetzigen Stil bleiben?
R: Ich will einfach das weitermachen, was ich bis jetzt kreiert habe. Zwar gibt es auch Songs von mir, die ich mit Bastian Baker aufgenommen habe, was ja auch nicht zu hundert Prozent Hip-Hop ist. Es gab auch schon R’n’B- und Trap-Produktionen von mir. Falls der Grund richtig ist und ich mir trotzdem treu bleiben kann, werde ich vermutlich auch etwas anderes ausprobieren. Als Künstler will man schliesslich herausgefordert werden. Wenn jedoch jemand zu mir sagt: «Mach das, weil es besser ankommt», dann werde ich vermutlich ablehnen. Ich muss doch irgendwo mir selber treu bleiben. Nicht einmal ein Trend sollte die Möglichkeit haben mir zu sagen, wie ich meine Musik machen soll. Du existierst wegen dir selber und was du machst, sollte deine eigene Kreation sein. Bleib dir treu.