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Laut Speicherbranchenverband SNIA sinkt das Zugriffstempo von über 1000 Mikrosekunden bei Festplatten auf unter 10 bei NVM-Speicher.
Quelle: SNIA
Klarer wird es, wenn man sich NVMe im Zusammenhang mit der historischen Entwicklung von Speicherschnittstellen und -protokollen vergegenwärtigt. Für J. Michael Metz, Senior Product Manager Data Center Group bei Cisco und Mitarbeiter des Speicherbranchenverbands SNIA, lautet die kurz gefasste Definition von NVMe deshalb so: «NVMe ist ein alternatives Protokoll zum SCSI-Standard, der seit den 80er-Jahren in den meisten Geräten wie Festplatten, Computern, Druckern, Tape-Laufwerken oder Scannern vorherrschend war. In der modernen IT gibt es im Prinzip drei Wege, um Daten auf Medien zu speichern: Tapes (heute meist für langfristige Archivierungsaufgaben), sich drehende Festplatten und nicht flüchtige Medien (Non-Volatile Media/NVM oder auch Persistent Media/PM) wie Flash-SSDs. Während das
SCSI-Protokoll mit all diesen Medien arbeiten kann, ergibt es sich aus der Natur von NVM, dass SCSI für diesen Speichertyp nicht mehr besonders geeignet ist.»
Der neue, für NVM-Produkte entwickelte Protokollstandard NVMe könnte laut Metz auch für Tapes oder traditionelle, sich drehende Festplatten eingesetzt werden, wurde aber gerade auf sich nicht ständig bewegende oder drehende Medien ausgerichtet. Da Befehle zwischen CPUs und Speichergeräten gesendet und empfangen werden, wird die Kommunikation zwischen ihnen durch die Berücksichtigung der Besonderheiten auf der Speicherseite effektiver gestaltet. NVMe ist deshalb für Flash und andere Formen von Persistent Memory eine besser geeignete Methode.