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Ded Gecaj, der 1999 den Lehrer seiner Tochter erschossen hat, ist von Kosovo an die Schweiz ausgeliefert und der Staatsanwaltschaft in St. Gallen übergeben worden.
Dort soll ihm möglichst bald der Prozess gemacht werden. Eine Anklageschrift gegen Ded Gecaj existiert noch nicht, denn die St. Galler Justizbehörden konnten ihn noch gar nie befragen.
Ursula Brasey, die zuständige Staatsanwältin, geht davon aus, dass Gecaj beim Kreisgericht St. Gallen wegen Mordes angeklagt wird. Bis es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, wird es aber noch Monate dauern.
Die St. Galler Behörden werfen Gecaj auch vor, seine Tochter sexuell missbraucht zu haben. Ded Gecajs Frau wurde 2000 vom Kantonsgericht St. Gallen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt; sie hatte von den Misshandlungen der Tochter gewusst. Nach Verbüssung der Gefängnisstrafe wurde die Frau ausgeschafft.
Gecaj hatte im Januar 1999 den Lehrer seiner Tochter im Schulhaus Engelwies in St. Gallen erschossen. Nach seiner Flucht nach Kosovo wurde er dort festgenommen und wegen Totschlags zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Nach zwei Jahren kam Gecaj jedoch bereits wieder frei.
swissinfo und Agenturen