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Schüssler-Salze
In der Literatur findet man oft die Bezeichnung «Biochemie nach Schüssler». Da braucht es für mich als Biologin einen kleinen Exkurs in die Definition dieses Begriffes. Das griechische Wort «bios» bedeutet «Leben», «chymeia» stammt vermutlich von «cheiin», was «Metall schmelzen» bedeutet, im weiteren Sinn «Stoffumwandlung». In der Biochemie geht es also um Stoffe und deren Umwandlung in lebenden Zellen.
Der Arzt Wilhelm Schüssler (1821 bis 1898) nannte seine Heilmethode «Biochemie», weil seiner Ansicht nach Krankheiten entstehen, wenn es dem Körper an bestimmten Mineralien mangelt. Die Zufuhr der fehlenden Mineralien soll den Stoffwechsel normalisieren und Funktionen optimieren. Dabei soll die Zufuhr in so geringen Mengen erfolgen, dass die Aufnahme bereits durch die Mundschleimhaut beginnen kann. Deshalb werden die Mineralstoffe in Verdünnungen angewendet.
Es gibt 12 Grundmittel. Dabei handelt es sich um Mengenelement, d.h. es sind Mineralien, die der Körper in grösseren Mengen benötigt. Die 15 Ergänzungsmittel (also Nr. 13 bis Nr. 27) sind Spurenelemente. Welche Mittel eingesetzt werden, hängt von der jeweiligen Symptomatik und den Modalitäten ab.