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Die Rodung von Wäldern und Gehölzen stellen in Brasilien den größten Beitrag zum Ausstoß von Treibhausgasen. Während die Amazonas-Region seit Jahren vom brasilianischen Raumfahrtzentrum Inpe mit Hilfe von Satellitenbildern überwacht wird, wurde eine entsprechende Kontrolle für die anderen Biome des Landes seit Jahren bisher nur angekündigt. Dabei hat der Cerrado bereits 50 Prozent seiner ursprünglichen Fläche eingebüßt. Vom Atlantischen Regenwald ist nur noch ein Rest von acht Prozent übrig. Laut Teixeira gibt es bereits erste Bilanzen. Danach sollen die Kahlschläge des Cerrado geringer ausfallen als angenommen.
In der Amazonas-Region konnte die Abholzung zwischen 2005 und 2014 nach offiziellen Angaben um 82 Prozent reduziert werden. Dennoch schrumpft der Amazonas-Regenwald jährlich um etwa 5.000 Quadratkilometer. Erwartet wird, dass noch vor der UN-Klimakonferenz Anfang Dezember in Paris die Daten über die Kahlschläge im Amazonas-Gebiet für den Zeitraum zwischen August 2014 bis Juli 2015 veröffentlicht werden. Nach den Beobachtungen verschiedener Institutionen und ebenso den über das Überwachungssystem „Deter“ erlangten Daten wird mit einer Erhöhung der Rodungsrate von 68 Prozent gerechnet.
Bei einem Event in São Paulo, bei dem die Treibhausgas-Emissionen diskutiert wurden, räumte Teixeira ein, dass der Verlust der Vegetationsdecke der anderen Biome Brasiliens noch nicht gelöst sei. Angekündigt hat sie jedoch ein “neues Überwachungssystem“, das vom Raumfahrtforschungsinstitut Inpe koordiniert werden soll.
Mit 31,2 Prozent stellt die Veränderung der Bodennutzung, zu der die Rodungen zählen, den größten Teil an den Treibhausgas-Ausstößen. An zweiter Stelle steht der Energiesektor mit 30,7 Prozent und an dritter die Landwirtschaft mit 27 Prozent.