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Fischotter
Geschichte des Fischotters in der Schweiz

Ursprünglich besiedelte der Fischotter die Ufer aller schweizerischen Gewässer bis 1600 m ü.M. Noch gegen Ende des 19.Jhd. dürfte der schweizerische Fischotterbestand weit über 1000 Exemplare betragen haben. Die grösste Dichte wurde an den natürlicherweise fischreichen Flüssen und Seen des Mittellandes und des Juras erreicht.
Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern gab es in der Schweiz keine traditionelle, sportlich motivierte Fischotterjagd. Für die Pelzjäger des Alpenraumes war der Fischotter wegen seiner natürlichen Seltenheit in diesem Gebiet und auch wegen der schwierigen Bejagung keine wichtige Beute.
In der Schweiz waren die Jäger traditionellerweise Fleischjäger. Sie bejagten insbesondere Huftiere, Hasen und Vögel. So erstaunt es nicht, dass der Fischotter historisch hauptsächlich als Fleischlieferant in der Fastenzeit in Erscheinung tritt, da er als Wassertier wie Fische gegessen werden durfte.