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Falls die schottische Bevölkerung bei dem Referendum am 18. September die Unabhängigkeit beschliesst, könnte dies für den schottischen Bankensektor eine erhöhte Krisenanfälligkeit bedeuten. Dies ist das Ergebnis einer Studie für ein Fachmagazin.
Die Autoren der Studie machen darauf aufmerksam, dass die schottischen Banken überproportional hohe Einlagebeträge aufweisen, wie es am Montag im Fachmagazin «The Banker» heisst. Die Publikation hat die Studie in Auftrag gegeben und veröffentlicht.
Turbulenzen durch Unabhängigkeit
Nach dem gegenwärtigen Stand lagern in grossen schottischen Banken wie der Royal Bank of Scotland, HBOS und Clydesdale Bank insgesamt rund 1,9 Billionen Euro. Dies ist in etwa das Zwölffache des schottischen Bruttoinlandprodukts. Dagegen hat Grossbritannien insgesamt Guthaben von rund 7,3 Billionen Euro, was nur dem Vierfachen des Bruttoinlandsprodukts entspricht.
Die Autoren der Studie vertreten die Ansicht, die schottischen Banken wären angesichts dieser Verteilung während der Bankenkrise 2007/2008 in Turbulenzen geraten, wenn Schottland damals bereits seine Unabhängigkeit erreicht hätte. Dann hätte Schottland beim Internationalen Währungsfonds (IWF) Hilfe erbitten müssen, sagte der Herausgeber von «The Banker», Brian Caplen.
Die schottische Regierung wies diese Argumentation zurück. Zum einen sei das Investment-Banking in London nicht angemessen auf die statistischen Berechnungen verteilt worden, erklärte sie, zum anderen seien die in den vergangenen Jahren im Banksektor umgesetzten Reformen nicht berücksichtigt.
(sda/me)