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Der Schweizerische Olympische Verband (SOV) hat die neuen Vorgaben veröffentlicht, mit denen er von den Olympia-Kandidaten 2010 Bern-Montreux und Zürich-Graubünden die Überarbeitung ihrer Dossiers verlangt.
Der Exekutivrat des SOV hatte Anfang Dezember beide Bewerbungen als nicht olympiatauglich erachtet. Bei den neuen Vorgaben, die er Bern-Montreux und Zürich-Graubünden Ende Dezember zukommen liess, stechen folgende Punkte heraus:
- Konzentration der Austragungorte auf maximal drei Orte, davon eine im engeren Einzugsgebiet der Gastgeber-Stadt;
- möglichst kurze Distanzen bei gut ausgebauten Strassenverbindungen mit möglichst geringem Behinderungs- und Unterbrechungsrisiko bei ungünstigen Witterungsverhältnissen innerhalb und zwischen den Austragungs-Regionen;
- Gastgeber-Stadt als schwergewichtiger Austragungsort mit mehreren Sportarten sowie Haupt-Unterkunftsort für die Vertreter des Internationalen und der Nationalen Olympischen Komitees sowie der Fachverbände. Dies setzt 1000 Zimmer der Luxus-Kategorie in der Gastgeber-Stadt voraus, 3000 Zimmer im näheren Einzugsgebiet sowie eine Kongress-Infrastruktur für die IOC-Session;
- Konzentration auf Austragungsorte, die über Erfahrung in der Durchführung von Gross-Veranstaltungen in der betreffenden Sportart verfügen und die für TV-Übertragungen ohne Einschränkungen geeignet sind.
- Konzept für die Unterbringung der 3500 Athleten und Offiziellen sowohl in den einzelnen Wettkampf-Regionen als auch in einem olympischen Dorf.
Beide Bewerbungskomitees haben nach der Ablehnung ihrer ersten Unterlagen offen gelassen, ob sie ihre Kandidatur aufrecht erhalten. Sofern die Bewerber neue Finanzmittel finden und weiterhin für die Olympischen Winterspiele 2010 kandidieren, müssen sie ihre überarbeiteten Dossiers bis Ende Juni dem SOV einreichen.
swissinfo und Agentur