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Der Krienser Gewerbeverband schlägt einen Tunnel vom Obernau bis zum Krienser Zentrum vor und will so die Obernauerstrasse entlasten, gleichzeitig soll die Motelstrasse ausgebaut werden, damit sie auch im Gegenverkehr benutzt werden kann. Sie diene als Abkürzung und werde in Richtung Autobahn bereits rege benutzt.
Das mit dem Tunnel kann man sich ans Bein streichen, erstens wird von niemandem bezahlt, ein Tunnel würde mehrere Hundert Millionen Franken kosten. Zweitens ist der Nutzen selbst aus Autofahrersicht gering: Der Tunnel endet ausgerechnet im Zentrum von Kriens, von wo sich dann der Verkehr wieder auf das bestehende Strassennetz ergiesst – oder erstaut.
Das mit der Motelstrasse dagegen ist ein Affront gegen jegliche Verkehrsplanung der letzten Jahre. Ziel war es, den Verkehr zu kanalisieren, Quartierstrassen zu beruhigen und Velorouten zu realisieren. Die Motelstrasse ist eine dieser Velorouten. Unvollkommen zwar, weil immer neue Hindernisse die Weiterführung Richtung Stadt behindern (Baustellen, die über diese Strasse erschlossen werden, Barriere Neubau Horwerstrasse, Parkplätze, die über den Veloweg erschlossen sind), aber immerhin: Man hat wieder ein Stück realisiert. Wenn nun die Motelstrasse als Abkürzung auf die Autobahn ausgebaut werden soll, so verdrängt man auf diesem Teilstück wieder die Velofahrenden.
Hat man Angst, dass Kriens inklusive Entwicklungsgebiet Mattenhof im Verkehr erstickt, so braucht es mehr öffentlichen Verkehr, bessere Velorouten und vor allem braucht es eine Politik, die nicht noch mehr verkehrsintensive Betriebe in diesen Gebieten zulässt.