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«1986 starb mein Mann, und plötzlich musste ich für meine vier Kinder Mutter und Vater sein, also auch die Ernährerrolle übernehmen», erinnert sich Huoy Choeum (56). «Ich versuchte, Mais und Bohnen anzupflanzen, doch die Qualität war schlecht, weil ich nicht richtig bewässern konnte. Und oft hatten wir nicht genug zu essen.»
World Vision lancierte in der Gegend ein Entwicklungsprojekt und unterstützte die Kleinbauern bei der Installation eines Bewässerungssystems für die Dorfbevölkerung. Huoy erzielte nun höhere Erträge. «Das war nicht das Einzige, was World Vision für uns getan hat», erzählt sie. «Ich konnte viele Schulungen besuchen zu Themen wie Hygiene, sanitäre Anlagen, gute landwirtschaftliche Methoden, Kinderrechte, gesunde Ernährung und die Bedeutung von Impfungen. Ja, ich lernte auch, wie man eine Gruppe leitet.»
Ausserdem schloss Huoy sich einer von World Vision ins Leben gerufenen Spar- und Darlehensgruppe an. Mit dem gesparten Geld kaufte sie besseres Saatgut und erhöhte damit die Erträge. «Ich konnte einen Teil der Ernte verkaufen und mit dem Geld die Schule meiner Kinder finanzieren», sagt die dankbare Mutter.
«Meine Kinder waren schon zu alt, um als Patenkinder in das Programm aufgenommen zu werden. Aber sie machten aktiv im Jugendclub mit und leiteten ihn sogar. Da lernten sie viele Sachen, die fürs Leben wichtig sind. Heute arbeiten zwei von ihnen bei einer Bank, wo sie das einbringen, was sie bei World Vision gelernt haben», sagt Huoy stolz. «Und meine Enkelkinder sind gesund und gut ernährt.»