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Das Werk für variables Ensemble und einen Sprecher «Coming together» des amerikanischen Komponisten und Pianisten Frederik Rzewski entstand im Herbst 1971. Kurz vorher, im September 1971, hatten die Insassen des Gefängnisses in Attica, gelegen im US-Bundesstaat New York, gegen die ihrer Ansicht nach unmenschlichen Haftbedingungen revoltiert und einige Wärter als Geiseln genommen. Auf Befehl des Gouverneurs stürmte die Nationalgarde das Gefängnis und machte der Revolte ein Ende, insgesamt 32 Menschen, darunter auch einige der Geiseln, wurden getötet. Einer der Getöteten war der Bombenattentäter Sam Melville, der im Frühjahr 1971 aus dem Gefängnis einen Brief an seinen Bruder geschrieben hatte, in dem er zwar auch die dort herrschenden Zustände beschrieb, vor allem aber über seinen Umgang mit der Situation und vor allem seine Zeit-Erfahrung reflektierte. Diese Komposition ist zu einem Paradebeispiel für Musik des Widerstands geworden. Sie zieht das Publikum aufgrund einer konsequent durchkonstruierten Architektur und genau kalkulierten Schlusssteigerung in seinen Bann.
Die Musik des palästinensischen Komponisten Samir Odeh-Tamimi strahlt eine ähnliche Kraft aus. Der deutsche Komponist Mathias Spahlinger ist in seinen Werken äusserst konsequent und kompromisslos. Beide Musiker verstehen sich als politische Komponisten.