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Erstmals seit Atlanta 1996 konnte die Schweiz in der Königsdisziplin des Pferdesports wieder ein ganzes Team aus vier Reiterinnen und Reitern an die Olympischen Spiele entsenden.
Nach einer Corona bedingt schwierigen Start in die Saison, konnten die vier selektionierten Reiterinnen und Reiter Robin Godel mit Jet Set, Eveline Bodenmüller mit Violine de la Brasserie CH, Mélody Johner mit Toubleu de Rueire und Felix Vogg mit Colero die Reise nach Tokio trotzdem gut vorbereitet antreten. Eine Platzierung unter den Top 8 Teams war das erklärte Ziel des Equipenchefs Dominik Burger, aber leider war der Ausgang der Olympischen Spiele für die Schweizer Equipe eine ganz andere.
Nach der Dressur lagen die Schweizer in guten Positionen: Felix Vogg auf dem hervorragenden 8.Rang, Mélody Johner auf Rang 44 und Robin Godel auf Rang 47. Mit dieser Ausgangslage startete man motiviert in den Geländetag. Nachdem die beiden ersten Schweizer Paare Felix Vogg mit Colero und Mélody Johner mit Toubleu de Rueire sehr gute Runden im anspruchsvollen Gelände gezeigt hatten, ereignete sich bei Jet Set, dem Pferd von Robin Godel, am fünftletzten Sprung, ein tragischer Unfall. Der 14-jährige Wallach hatte bis da alle Hindernisse fehlerfrei und souverän überwunden, zog sich aber bei der Landung in der letzten Wasserkombination einen schweren Bänderriss am rechten Vorderbein zu. Aufgrund der Schwere dieser Verletzung mit den damit einhergehenden Schmerzen musste das Pferd eingeschläfert werden. Der Reiter Robin Godel blieb bei dem Unfall unverletzt.
Trotz der Bürde dieses schrecklichen Unfalls beschloss das Schweizer Team, das abschliessende Springen zu bestreiten. Das neue Olympiaformat erlaubte nämlich, dass die Reservereiterin Eveline Bodenmüller mit Violine de la Brasserie einsprang, die eine hervorragende Nullrunde für das Team herausritt. Für diesen Wechsel wurden dem Team jedoch 200 Strafpunkte notiert, wodurch der Abstand zu den vorderen Plätzen der Teamwertung zu gross war, um noch Ränge gut zu machen.
Felix Vogg und Colero lagen nach Dressur und Cross auf dem 21. Zwischenrang. Mit 8 Fehlern im ersten Umgang des Springens, welcher auch für das Teamresultat zählte, reichte es den beiden mit dem 24. Zwischenrang für eine Qualifikation für den Einzelfinal der besten 25. Dort fügten Felix Vogg und Colero dem Resultat 4 Strafpunkte für einen Hindernisfehler sowie 1.2 Punkte für Zeitüberschreitung hinzu, woraus ein 19. Rang mit insgesamt 51.7 Strafpunkten resultierte.
Die beste Schweizerin lag nach Dressur und Cross auf dem sehr guten 14. Zwischenrang: Mélody Johner und Toubleu de Rueire konnten diesen Platz mit einer überzeugenden und makellosen Runde im ersten Umgang des Springens halten und qualifizierten sich damit ebenfalls für das Einzelfinale der besten 25. Leider unterliefen der Waadtländerin und ihrem Schimmel im Final drei Hindernisfehler und das Paar muss sich zudem 1.2 Punkte für Zeitüberschreitung hinzurechnen lassen. Total ergab dies 49.70 Strafpunkte und ein 17. Schlussrang.
Olympiasiegerin im Einzel wurde Julia Krajewski (GER) mit Amande de B’Neville vor Tom McEwen (GBR) mit Toledo de Kerser (29.30) und Andrew Hoy (AUS) mit Vassily de Lassos.
In der Teamwertung ging olympisches Gold an Grossbritannien, Silber an Australien und Bronze an Frankreich. Die Schweiz schloss den Teamwettkampf auf Rang 10 ab.
Über die Athletinnen und Athleten
Reserve
Delegation:
- Evelyne Niklaus, Teamchefin Pferdesport
- Dominik Burger, Equipenchef & Veterinär Concours Complet
- Andrew Nicholson, Coach Concours Complet
- Ernst Wettstein, Trainer Dressur & Springen, Concours Complet
- Julien Houser, Hufschmid