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Das interuniversitäre Kolloquium ist eine Kooperation der Universitäten Basel, Neuchâtel und Zürich (leading house) und steht Doktorierenden und Postdocs aller Kooperationspartner offen. Es findet pro Semester circa sechsmal statt und wird jeweils von einem international renommierten externen Experten abgehalten. Die Finanzierung erfolgt durch Mittel der Schweizerischen Universitätskonferenz (SUK). Hauptverantwortlich im FS 2018 ist Professor Dr. Hans-Johann Glock. Die Koordination erfolgt durch Mag. Dr. Stefan Riegelnik.
Inhaltliche Beschreibung
Begriffe, Ideen und Universalien nehmen in der abendländischen Philosophie eine zentrale Rolle ein. Die Analyse von Begriffen ist zumindest ein wichtiger Bestandteil des philosophischen Denkens seit Sokrates. Außerdem stellen Begriffe ein Bindeglied zwischen der Philosophie des Geistes, der Erkenntnistheorie, der Sprachphilosophie und der Metaphysik dar. Der Begriff „Begriff“ selbst wird wiederum anhand von Fragen wie „Was sind eigentlich Begriffe?“, „Wie werden Begriffe gebildet?“, „Was setzt das Haben von Begriffen voraus?“ oder „Welche Rolle spielt die Analyse von Begriffen in der Philosophie?“ intensiv und kontrovers diskutiert. Vieles davon lässt sich sowohl in historischer als auch in systematischer Hinsicht in die Debatten um die Begriffe „Idee“ und „Universalie“ einordnen. Die unterschiedlichen Ausdrücke weisen aber auch auf divergierende Schwerpunkte hin. Während „Begriff“ in der zeitgenössischen Sprachphilosophie und Philosophie des Geistes im Vordergrund steht, nimmt „Idee“ eine tragende Rolle in ontologischen und erkenntnistheoretischen Diskussionen der Antike und Neuzeit ein. Mit der Idee „Idee“ kommen auch Themen wie Bewusstsein und Subjektivität ins Spiel. Im Mittelalter wird wiederum „Universalie“ unter metaphysisch-ontologischen Vorzeichen diskutiert. Hierbei geht es vor allem um das Verhältnis zwischen dem Einzelnen und dem Allgemeinen. Das Kolloquium „Theoretische Philosophie: Begriffe, Ideen, Universalien“ versucht diesem breiten Spektrum Rechnung zu tragen und greift Themen aus Sprachphilosophie, Philosophie des Geistes, Metaphysik und Erkenntnistheorie sowohl in systematischer als auch in historischer Hinsicht auf.
Format
Der Experte oder die Expertin übermittelt eine Woche vor dem Termin einen zum Thema verfassten Text und hält dazu einen Einführungsvortrag (circa 15 Minuten). Als Überleitung zur Diskussion dient ein kurzer Kommentar zum Text durch einen Doktorierenden oder eine Doktorierende. Das Kolloquium wird in Englisch oder Deutsch abgehalten. Doktorierende erwerben 2 ECTS-Punkte (4 Punkte bei einem Kommentar).
Termine im Frühjar 2018

4. April
|Gerhard Ernst (Universität Erlangen-Nürnberg)|

10. April
|Albert Newen (Ruhr-Universität Bochum)|
|20. April||Arif Ahmed (University of Cambridge)|
|11. Mai||Herlinde Pauer-Studer (Universität Wien)|
|25. Mai||Susanne Mantel (Universität des Saarlandes)|
|31. Mai||Paul Horwich (New York University)|
Zeit: 17 Uhr (falls nicht anders angegeben)
Ort: Philosophisches Seminar, Zürichbergstrasse 43, 8044 Zürich, ZUP U-8
Für den Erwerb von Kreditpunkten ist die Modulbuchung notwendig.