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Spaniens oberste Sportbehörde (CSD) suspendiert den Präsidenten des spanischen Fussballverbandes (RFEF), Angel Maria Villar, wegen mutmasslicher Verwicklung in einen Korruptionsskandal für ein Jahr.
Wie der CSD-Chef José Ramon Lete am Dienstag in Madrid bekannt gab, entschied der Vorstand des Gremiums einstimmig, den RFEF-Vizepräsidenten Juan Padron ebenfalls für ein Jahr seines Amtes zu entheben.
Die der spanischen Regierung unterstellte Behörde begründete ihren Entscheid mit dem Ermittlungsverfahren der Justiz gegen den 67-jährigen Villar, gegen dessen Sohn Gorka und weitere Spitzenfunktionäre. Der spanische Fussballchef, der seit fast 30 Jahren an der Spitze des Verbandes steht, befindet sich wegen den Vorwürfen in Untersuchungshaft. Am Montag hatte das höchste spanische Sportgericht (TAD) ein Disziplinarverfahren gegen den Basken eingeleitet. Gegen ihn wird unter anderem wegen Korruption, Fälschung und Unterschlagung ermittelt.
Villar war im Mai dieses Jahres in seinem Heimatland zum siebten Mal in seinem Amt bestätigt worden. Der spanische Verbandschef ist auch Vizepräsident des Weltverbandes FIFA und der Europäischen Fussball-Union UEFA. Als Aktiver hatte er für Athletic Bilbao, den Klub seiner Heimatstadt, und für die spanische Nationalmannschaft gespielt.
SDA-ATS