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Das Wichtigste in Kürze
- Die UN möchte Gelder für die Entwicklungshilfe in Afghanistan ermöglichen.
- Diese Gelder sollen Betroffenen direkt ausgezahlt werden.
Das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) hat am Donnerstag einen Treuhandfonds aufgelegt, der Bargeld vor Ort direkt an Afghaninnen und Afghanen auszahlen soll. Im ersten Jahr müssten nach UNDP-Angaben rund 600 Millionen Euro zusammenkommen, um 4,5 Millionen Menschen zu erreichen.
UNDP will mit Partnern vor Ort zum einen für Menschen bezahlen, die zum Beispiel Bewässerungskanäle oder andere Infrastruktur reparieren und in Stand halten. Zudem sollen Mikrokredite helfen, kleine Geschäfte über Wasser zu halten, die damit Material besorgen können.
Auch etwa die Anschaffung von 20 Hühnern könne einer Familie helfen, selbst Einkommen zu generieren. Alte und Kranke sollen direkte Bargeldhilfen bekommen. Ziel sei zu verhindern, dass diese Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, sagte UNDP-Chef Achim Steiner.
Nationen haben Entwicklungshilfen eingefroren
Viele Länder haben ihre Entwicklungshilfe für Afghanistan nach der Machtübernahme der Taliban im August eingefroren. Sie wollen vorerst nicht mit dem neuen Regime zusammenarbeiten. UNDP garantiere, dass die Gelder direkt an Betroffene ausgezahlt würden, sagte Steiner.
Aufgabe des UNDP ist es, vor allem die ärmsten Ländern der Welt mit Beratung und Ausbildung zu unterstützen. Priorität ist der Kampf gegen die Armut sowie demokratische Regierungsführung und Krisenprävention.