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Diese Kurzgeschichte habe ich 2003 mit 16 Jahren geschrieben. Der Anlass war der 16. Geburtstag einer Freundin. In den nächsten zwei Jahren habe ich ihr jeweils noch eine Kurzgeschichte zum Geburtstag geschrieben. Mein Plan war eigentlich, zum 20. ein ganzes Buch fertig zu haben. Dazu ist es immer noch nicht gekommen. Vielleicht ist das hier ja jetzt ein Ansporn, um die Geschichte fortzusetzen ... ☺️
Ein kleines 10-jähriges Mädchen, mit viel Fantasie, spielte eines Tages auf einer grossen Wiese vor dem Haus ihrer Eltern. Auf dieser Wiese wuchsen viele bunte Blumen. Auf einer Blume sass ein wundersames Wesen. Das kleine Mädchen Elli wunderte sich und dachte zuerst, dass es ein Schmetterling war. Als sie dann näher ging, erkannte sie jedoch, dass es eine Schmetterlingsfee war. Elli traute sich zuerst nicht, die Schmetterlingsfee anzusprechen. Nachdem sie sich doch überwunden hatte, fingen die beiden an zu spielen und entfernten sich beim Spielen immer weiter von Ellis Haus. Nach einer Weile kamen Elli und die Schmetterlingsfee an einem grossen Baum an, in dem die kleine Fee wohnte.
Als an diesem Tag Elli am Nachmittag nicht nach Hause kam, machten sich die Eltern noch keine grossen Sorgen. Als es jedoch später und draussen dunkel wurde, wurde es den Eltern doch ein wenig mulmig. Sie gingen nach draussen und liefen den Weg ab, den Elli zur Schule nehmen würde und riefen laut ihren Namen. Als sie keine Spur von Elli fanden, gingen die Eltern wieder nach Hause, in der Hoffnung, dass Elli mittlerweile wieder aufgetaucht sei. Als sie wieder zu Hause ankamen, war das Haus jedoch immer noch leer. Sie fingen nun an zu beten und bitterlich zu weinen. Durch das Beten und Weinen wurde ein Engel auf die Eltern aufmerksam und begab sich zu ihnen. Um die Eltern nicht aufzuschrecken, verwandelte sich der Engel in einen Menschen, bevor er die Eltern ansprach. Der Engel erkundigte sich bei Ellis Eltern, was denn los sei. Nachdem die Eltern Auskunft gegeben hatten, versicherte der Engel, dass er ihr Kind finden und nach Hause bringen würde.
Derweil feierte die Schmetterlingsfee ein grosses Fest. Alle ihre Freunde waren da. Drachen, Kobolde, Elfen und natürlich das kleine Mädchen. Sie feierten die ganze Nacht durch. In dem Haus der Schmetterlingsfee verging nur eine Nacht, aber für ihre Eltern verging ein ganzes Jahr.
In dieser Zeit suchte der Engel nach dem Mädchen. Er fragte eine Elfe, ob sie ein kleines Mädchen gesehen hätte, aber die Elfe hatte das Mädchen nicht gesehen. Sie bot dem Engel an, ihn auf der Suche zu begleiten und sie machten sich gemeinsam auf den Weg. Unterwegs fragten sie noch einige andere Wesen, bis sie zu einer Koboldin kamen. Sie fragten diese nach dem kleinen Mädchen. Die Koboldin wollte zuerst wissen, warum sie denn das kleine Mädchen suchten. Der Engel und die Elfe erzählten ihr, was alles passiert war. Die Koboldin erzählte von dem berauschenden Fest, auf dem sie gewesen war und dass sie dort ein kleines Mädchen gesehen hätte. Der Engel fragte die Koboldin, wo das Fest war. Die Koboldin meinte darauf, dass sie sie hinbringen würde.
In der Zwischenzeit vermisste Elli langsam ihre Eltern. Sie sass vor dem Baumhaus der Schmetterlingsfee und weinte, als ein wunderschöner Drache vorbeikam und sie fragte, warum sie denn so weine. Das kleine Mädchen erzählte, was passiert war. Sie berichtete davon, dass sie den Weg nach Hause nicht mehr wüsste und dass sie ihre Eltern sehr vermisste. Der Drache fragte sie, ob er sie mitnehmen sollte. Das kleine Mädchen lächelte und stieg auf den Rücken des Drachens.
Einige Zeit später kamen der Engel, die Elfe und die Koboldin zu dem Haus, wo sie die Schmetterlingsfee fanden. Sie rannte um den Baum und war durcheinander. Die Drei fragten sie, was denn los sei und sie fing an zu erzählen. Als das kleine Mädchen vom Drachen mitgenommen wurde, machte die Schmetterlingsfee gerade etwas zu trinken. Als sie rauskam und das kleine Mädchen war nicht mehr da, machte sie sich fürchterliche Sorgen. Da die kleine Gruppe keine Ahnung hatte, wo das kleine Mädchen sein könnte, gingen sie genau in die falsche Richtung.
In der Zwischenzeit war das kleine Mädchen auf dem Rücken des Drachens eingeschlafen. Der Drache flog lange und bemerkte nicht, das er über sein Ziel hinausflog, da er ja nicht wusste, wo das Mädchen wohnt.
Nach einer Weile bemerkten die vier Sucher, dass sie das kleine Mädchen längst eingeholt haben müssten. Sie waren sich einig, dass es keinen Sinn mache, in diese Richtung weiterzugehen und kehrten um.
Der Drache flog und flog und flog wieder über das Haus des kleinen Mädchens hinweg. Der Drache flog gerade über die grosse Wiese, als auch die kleine Suchgruppe gerade an dem Punkt war. Als der Drache über sie hinwegflog und einen Schatten warf, schauten sie nach oben und sahen, dass das kleine Mädchen auf dem Rücken des Drachens lag. Sie riefen: «Elli, Elli!»
Das kleine Mädchen wachte auf und musste sich erst einmal umschauen.
Die Frage bleibt nur, ob sie auf ihrem Bett liegt und alles nur geträumt hat oder auf dem Rücken des Drachen.
Ende.
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