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Wie die Zeitung „New Zealand Herald“ am Dienstag auf der Basis von Daten des Real Estate Institute of New Zealand (REINZ) berichtete, lag der Median der Verkaufspreise für einen Hektar Land der Milchfarmen im ersten Quartal 2016 nur noch bei 33 897 NZD (22'710 Fr.). Damit ist der Bodenpreis im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 3'864 NZD/ha (2'589 Fr.) oder 10,2 % gesunken.
Fonterra verliert Lieferanten
Über alle Farmen hinweg ist der Wert der Produktionsflächen im gleichen Zeitraum dagegen nur um 2,7% auf 27'202 NZD/ha (18'226 Fr.) zurückgegangen. Der Erhebung zufolge sind vor allem die Bodenpreise von Milchfarmen mit nicht optimalen Produktionsbedingungen gefallen, diejenigen in den Gunstlagen Waikato, Taranaki oder Canterburys dagegen weniger.
Wie der „New Zealand Herald“ zudem berichtete, soll der Milchkonzern Fonterra Lieferanten an die Konkurrenz verlieren. Im Februar seien beim Milchgiganten mehrere Kündigungen eingegangen. Bis Juli hätten die Bauern nun Zeit, ihre Entscheidung zu überdenken. Für das Marktforschungsinstitut AgriHQ wird diese Entwicklung auch an der Milcherzeugung deutlich: Während diese in Neuseeland insgesamt in der Saison 2015/16 um 2,5 % zurückgehen soll, rechnet Fonterra mit einem Minus beim Rohstoffeingang von 4,0 %.
Marktanteil noch 85%
„Der Milchgigant verliert Marktanteile“, schlussfolgert AgriHQ-Milchmarktexpertin Susan Kilsby. Nach ihren Angaben lag der Marktanteil von Fonterra im vergangenen Jahr bei 85%, bei der Gründung im Jahr 2001 noch bei 96%. Ein Manko des genossenschaftlichen Unternehmens sei, dass die Erzeuger für ihre Milchanlieferung entsprechende Anteile zeichnen müssten. Dies sei bei der Konkurrenz nicht der Fall, und es werde dort praktisch der gleiche Milchpreis gezahlt.