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Die Analfissur ist ein längs verlaufender, schmerzhafter Riss in der Analschleimhaut. Der Schliessmuskel verkrampft sich schmerzbedingt, verengt den Darmausgang und lässt eine funktionelle Stenose entstehen.
Der muskuläre Krampfzustand verhindert die Heilung der Fissur und verstärkt eine oft bereits bestehende Verstopfung, so dass die beiden lästigen Zustände sich in einer Art Teufelskreis gegenseitig unterhalten und chronisch werden können. Eine chronische Analfissur wird gelegentlich auch als Analgeschwür bezeichnet.
After, Darmausgang. Adjektiv: anal.
Adjektiv, den After betreffend.
In diesem Zusammenhang handelt es sich um Risse in der Haut oder Schleimhaut.
enge Stelle in einem Hohlorgan, z.B. im Darm oder in einer Arterie. Vom griechischen Wort στενός (stenós) eng.
Häufige Ursachen des Schleimhautrisses sind harte Stuhlkonsistenz, Hämorrhoiden, lang andauernder Durchfall, Morbus Crohn (eine chronisch-entzündliche Darmkrankheit), analerotische Praktiken.
Die Chronifizierung des Leidens entwickelt sich durch Infektion der Schleimhautwunde und den schmerzbedingten Krampf des Schliessmuskels, der die lokale Durchblutung und dadurch die Heilung beeinträchtigt.
An der Afteröffnung besteht ein längs verlaufender oberflächlicher Schleimhautriss von 5 bis 15 Millimeter Länge. Er befindet sich hinten (zum Rücken hin) und wird oft verdeckt von einer kleinen Schleimhautfalte, so dass man das Gesäss etwas auseinander spreizen muss, um die Fissur überhaupt zu sehen. Die subjektiven Hauptsymptome sind Schmerz, Blutung und Verstopfung.
Analstenosen können noch viele andere Gründe haben wie Tumore, Polypen, Hämorrhoiden, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Operationsnarben im Bereich des Enddarms, andauernder Durchfall und langjähriger Abführmittelmissbrauch.
Wenn die Selbstbehandlung nicht zur Heilung führt, ist eine Arztkonsultation angezeigt.
Zu den konservativen Massnahmen zählen lokale Injektionen krampflösender Medikamente, Salben und Dehnen des Schliessmuskels.
Versagen solche konservativen Methoden besteht die Therapie in einer kleinen Operation, die sich ambulant durchführen lässt. Durch einen kleinen Einschnitt in den Schliessmuskel werden gleichzeitig Krampfzustand, Stenose und Fissur beseitigt.