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Hintergrundinfo
Wer sind Sans-Papiers
Wer sind Sans-Papiers
Sans-Papiers sind Menschen, die sich ohne gültige Aufenthaltspapiere in einem Land aufhalten. Die meisten Sans-Papiers haben Identitätspapiere oder einen Pass, verfügen aber nicht über einen ausländerrechtlichen Status. In der Schweiz geht man Schätzungen zufolge von 70’000 bis 300’000 sogenannt irregluären Migrant:innen aus. Genaue Zahlen über die Menschen ohne Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz gibt es nicht. Dies aus dem Grund, dass diese Bevölkerungsgruppe nicht registriert ist und somit nicht gezählt werden kann.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Menschen in die Illegalität kommen. Zum einen gibt es Personen, die zuwandern, die noch nie über eine Aufenthaltsberechtigung verfügt haben und unkontrolliert oder mit falschen Papieren eingereist sind. Diese Menschen werden als primäre Sans-Papiers bezeichnet. Zum anderen sind Migrant:innen zu nennen, die sich zu Beginn legal in der Schweiz aufgehalten haben, aber nach Widerruf bzw. Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz geblieben sind, statt auszureisen. Zu ihnen gehören abgewiesene Asylsuchende, Tourist:innen oder Saisonniers. Diese Personengruppen, die erst im Verlauf ihres Aufenthaltes in der Schweiz zu irregulären Migrant:innen werden, bezeichnet man als sekundäre Sans-Papiers.
Studien gehen davon aus, dass etwa 80 bis 90 Prozent der erwachsenen Sans-Papiers erwerbstätig sind, und dass die meisten von ihnen in Privathaushalten oder Kleinbetrieben im Bau-, Gastgewerbe- und Landwirtschaftssektor oder im Sexgewerbe arbeiten.