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Förderer der Meinungspresse
Der Zeitungsverleger Hugo Baeriswyl verstand sich nie als Einzelkämpfer, sondern vielmehr als Teamplayer. In diesem Sinne wirkte er im Schweizerischen Zeitungsverleger-Verband und Westschweizer Zeitungsverleger-Verband mit. Der zweisprachige Sensler nahm dabei über Jahre eine wichtige Verbingungsfunktion wahr.Ein weiteres Engagement von Hugo Baeriswyl galt der Vereinigung der Verleger Katholischer Zeitungen, deren Gründungsmitglied er war und die er von 1965 bis 1972 präsidiert hat. Sein Mitwirken in verschiedenen katholischen Presseorganisationen, denen er die Möglichkeit eröffnete, im Gebäude der Paulusdruckerei eine gemeinsame Arbeitsstelle einzurichten, führte ihn im Weiteren in den Rat der Katholischen Weltunion der Presse (Ucip). Er übernahm dabei während ein paar Jahren die zeitraubende Aufgabe des Kassiers. Dank seiner Initiative und der finanziellen Unterstützung des Pauluswerkes fand 1991 das erste Europa-Symposium der UCIP in Freiburg statt.1971 übernahm der soeben Verstorbene das Präsidium der Genossenschaft Kipa (Katholische Internationale Presseagentur). Diese Führungsaufgabe nahm er bis 1994 wahr. Dank seines Entgegenkommens konnte die Kipa in der Paulusdruckerei geeignete Räume beziehen. Hugo Baeriswyl hat als erster die Grundlagen geschaffen, dass in der Kipa heute fachlich gut ausgebildete Redaktoren tätig sind und die Spezialagentur in journalistischer Unabhängigkeit ihren Auftrag erfüllen kann.In diesem Sinne hat er sich generell für die Aus- und Weiterbildung der Journalisten eingesetzt. Mitte der 60er Jahre war der Zeitungsverleger aus Leidenschaft eine der treibenden Kräfte, damit aus dem früheren journalistischen Seminar an der Universität das Institut für Journalistik gegründet wurde. Hugo Baeriswyl war der vierte und letzte Präsident des Kuratoriums dieses Instituts (1986-2003). Heute ist es Bestandteil des Departements «Geisteswissenschaften». Die Bezeichnung «Institut» verschwand.
Museum als bleibendes Geschenk
Schliesslich zeigten sich die Macherqualitäten und der Tatendrang von Hugo Baeriswyl in der Gründung des «Schweizerischen Museums der graphischen Industrie und der Kommunikation». In der alten Feuerwehrkaserne im Burgquartier der Stadt Freiburg wurde ein geeigneter Ort für das «Gutenberg-Museum» gefunden. Mit grossem Einsatz setzte er sich für die Finanzierung ein, die sich als sehr schwierig erwies. Die Zurückhaltung vieler Betriebe der graphischen Industrie, die er schweizweit aufsuchte, enttäuschten ihn. Umso grösser war die Freude bei der Eröffnung im November 2000.Damit waren die Schwierigkeiten aber noch nicht überwunden. Nochmals durfte Hugo Baeriswyl aber eine grosse Genugtuung erfahren, als das Gutenberg-Museum nach einer zweijährigen Schliessung im November 2005 wieder eröffnet wurde und nun auch dieses, sein Lebenswerk, weiterbestehen kann.wb