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«Ist Innovation einfach extrem schwierig? Ist es einfach sehr schwer, etwas zu erfinden, was noch niemand gemacht hat? Oder gibt es all diese sozialen Barrieren, die Menschen mit Motivation und Ideen davon abhalten, diese Ideen zu verfolgen?» Dies waren die Worte von Cameron Boggon (Doktorand an der Uni Zürich und Vorstandsmitglied von BioIncubate, zuständig für Veranstaltungen), als er gefragt wurde, woher die Idee zu BioIncubate kam. Am 9. November präsentierten 12 Studierenden-Teams ihre Pitches vor einer Jury aus Professor*innen, CEOs und Expert*innen der Branche. In weniger als 5 Minuten stellten sie Projekte vor, die vom Recycling von Flaschen bis zur innovativen Gesundheitsversorgung für Frauen reichten. Sechs Teams traten im Forge Track an. Dabei wird von einem Hauptsponsoren eine Herausforderung vorgegeben, in diesem Falle von Lonza: den Nachweis mikrobieller Verunreinigungen zu revolutionieren, um die Bioproduktion zu beschleunigen. Ursprünglich sollten zwei Teams ausgewählt werden, um weiterzumachen, und im Mai sollte ein*e Gewinner*in bekannt gegeben werden. Die Studierenden beeindruckten die Jury jedoch so sehr, dass drei Teams ausgewählt wurden. Die anderen sechs Teams traten mit ihren eigenen Ideen im Startup Track an. Die Gewinner*innen des Startup Tracks erhalten Geld, um eine Startup-Idee finanzieren zu können. Und auch in diesem Fall entschied die Jury, den Grant für die Weiterführung des Projekts im Labor nicht nur einem Team zuzusprechen, sondern auch Mittel für ein weiteres Team bereitzustellen.
Studierende sind die Zukunft der Forschung
Aber was ist BioIncubate und wie ist es entstanden? «Es handelt sich um eine Gruppe, die vor etwa 6 Monaten gegründet wurde, und zwar von Bachelor-Studierenden bis hin zu Post-Docs, die feststellten, dass es offensichtlich an Möglichkeiten für andere Studierende mangelt», sagt Laila Seyffer vom Organisationskomitee. Der Finanzaufwand für ein solches von Studierenden geführtes Programm ist hoch, und wie Cameron erläutert, hat das Team «im Grunde jeden angesprochen, von dem wir dachten, dass er über ein grosses R&D-Budget verfügt, also große Pharmaunternehmen.»
BioIncubate stellt die richtige Plattform für Studierende dar, um Innovationen voranzutreiben, wie im Fall vom Studenten Oliver Nagl vom Team DigitalCellCounters. Wie er erklärte, fallen bestimmte Bereiche der Industrie zurück: «Wie kann es sein, dass es immer noch veraltete Methoden wie ‹Plate counting› gibt, die in der Industrie verwendet werden? Und nach einiger Zeit dachten wir: ‹Eigentlich können auch wir da was machen›, und deshalb haben wir das Projekt einfach in Angriff genommen.» Die Studierenden haben alle Erwartungen übertroffen, was dadurch bewiesen wurde, dass mehr Teams als geplant ausgewählt wurden, ein Erfolg, über den sich der BioIncubate-Vorstand sehr freut, weil – wie Laila sagt – «es uns gezeigt hat, dass das, was wir tun, genau das ist, was gebraucht wird, und dass Studierende wirklich sehr wichtig für die Zukunft sind, weil sie neue Ideen bringen, Ideen, an die niemand gedacht hat.»