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Wo wird der Moderna-Impfstoff hergestellt? Die amerikanische Firma Moderna lässt von der Lonza in Visp jährlich 300 Millionen der bis Ende Jahr geplanten 600 Millionen Impfdosen für die ganze Welt herstellen. An einem weiteren Lonza-Standort in Portsmouth im US-Bundesstaat New Hampshire werden die restlichen 100 Millionen Impfdosen produziert. Weitere 200 Millionen Dosen produziert Moderna selbst.
Wieso ist die Herstellung und die Verteilung des Moderna-Impfstoffes so kompliziert? Der Impfstoff wird zwar fast gänzlich in Visp produziert. Ein Teil des aktiven Wirkstoffs, der sogenannte mRNA-Teil, wird jedoch teils in den USA, teils in Visp produziert – und von Lonza in den Impfstoff verarbeitet. Von Visp und New Hampshire wird das Vakzin nach Spanien geliefert, wo in der Nähe von Madrid die Abfüllung in pharmazeutische Dosen stattfindet. Die fertigen Dosen gelangen dann in ein Verteilzentrum von Kühne und Nagel in den Benelux-Staaten, das als Ausgangspunkt für die Verteilung in die europäischen Länder dient. Was nicht per Landfracht erreicht werden kann, wird mit der Luftfracht bedient.
In der Schweiz gelangt der Impfstoff als Erstes an die Armeeapotheke, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilt. Diese verteilt die Impfdosen dann an die Kantone, die diese an die Impfzentren weitergibt. Am 13. Januar wird die Schweiz die ersten 200'000 Moderna-Impfdosen erhalten. Weitere Lieferungen würden in regelmässigen Abständen folgen, schreibt das BAG.
Welche Rolle spielt Kühne und Nagel dabei? Der Schweizer Logistikdienstleister Kühne und Nagel ist für den weltweiten Transport und die Lagerung des Impfstoffes verantwortlich. Einzig in den USA erhielt ein anderes Logistikunternehmen den Zuschlag. Für die Verteilung kommt in Europa eine Flotte von rund 200 speziellen Pharmatransportfahrzeugen zum Einsatz, die das Aufrechterhalten der erforderlichen Temperatur von minus 20 Grad Celsius sicherstellen.
Wieso ist die Moderna-Impfung für die Schweiz besonders wichtig? Bei der Bestellung der Impfdosen hat die Schweizer Regierung vor allem auf den Hersteller Moderna gesetzt. Insgesamt soll das Unternehmen bis Ende Juni 7.7 Millionen Dosen für die 8.6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner liefern. Von Biontech/Pfizer waren drei Millionen Dosen geordert worden. Die Behörden prüfen ebenfalls Unterlagen über den in Grossbritannien entwickelten Impfstoff von Astrazeneca.