Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03314.jsonl.gz/1273

Die Alpen gelten als „Wasserturm Europas“: Alpine Flüsse versorgen 170 Millionen Menschen mit Wasser und sind die Quelle wichtiger Flüsse in Europa, wie z.B. des Rheins oder der Rohne. Weniger Regen, längere Trockenperioden im Sommer und weniger Schneefall im Winter als Konsequenzen des Klimawandels, werden die Verfügbarkeit von Wasser in den Alpen reduzieren. In ihrem Bericht „Water in Climate Change“ beschreibt CIPRA die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserverfügbarkeit in den Alpen und präsentiert politische Massnahmen und Instrumente sowie konkrete Good-Practice-Beispiele.
Im Moment können nur 10% der alpinen Flüsse und Bäche als ökologisch intakt angesehen werden. Unter dem Argument der Abkehr von der Atomenergie und mit dem Ziel alternative Energiequellen zu fördern, boomt der Bau kleiner Wasserkraftwerke in den Alpenländern. Dies resultiert of in grossen ökologischen Schäden, verglichen mit den relativ geringen Energiegewinnen. Gemäss CIPRA liefern 75% der alpinen Wasserkraftwerke nur 4% vom aus Wasserkraft gewonnenen Strom in den Alpen.
Vor diesem Hintergrund und wegen der enormen Bedeutung der alpinen Gewässer für die Wasserversorgung Europas, steht CIPRA der Entwicklung der Wasserkraft in den Alpen kritisch gegenüber und plädiert für Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz, für die Modernisierung existierender Wasserkraftanlagen sowie für eine einheitliche Strategie für den gesamten Alpenraum.
Bild: Tom Corser www.tomcorser.com (Wikimedia Commons)