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[in German] Vortrag
Floraison. Ferdinand Hodlers Projekt für die Aula der Universität Zürich
Wann: 5. März 2014, 18.15 Uhr
Wo: Universität Zürich, Rämistrasse 71,Raum: KOL F-118
Die Teilnahme ist kostenlos. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Die Platzzahl ist beschränkt.
Referat von Prof. Dr. Oskar Bätschmann (Projektleiter «Ferdinand Hodler. Catalogue raisonné der Gemälde» bei SIK-ISEA)
Das Projekt «Floraison» für die Aula der Universität Zürich ist das wichtigste unter den unausgeführten Vorhaben von Ferdinand Hodler. Während mehreren Jahren hat sich der Maler intensiv mit dem Auftrag beschäftigt, war aber letztlich gezwungen, auf die Ausführung zu verzichten. Er war nicht einmal mehr imstande, sich für eine seiner zahlreichen Kompositionsideen zu entscheiden und einen Entwurf im Originalformat – einen sogenannten Karton – anzufertigen.
Für das Wandbild in der Aula war eine Fläche von 406 cm Höhe und 882 cm Breite ausgespart. Auf Vorschlag des Architekten Karl Moser erteilte die Kantonale Baudirektion den Auftrag an Hodler. Gemäss dem Vertrag vom 18. August 1913 sollte Hodler bis zur Einweihung des Universitätsgebäudes im April 1914 einen Karton in Originalgrösse abliefern und bis zum Herbst 1915 das Gemälde fertigstellen. Als Honorar für den Künstler wurde der Betrag von 20’000 Franken vereinbart – eine enorme Summe, die damals dem vierfachen Jahresgehalt eines Ordinarius entsprach.
Zwischen 1914 und 1917 entstanden eine grosse Zahl von Skizzen und Zeichnungen über ganz unterschiedliche Bildideen zu «Floraison», gleichzeitig arbeitete Hodler an den grossen Gemälden «Blick ins Unendliche» für das Kunsthaus Zürich und «Schlacht bei Murten» für das Landesmuseum. Die «Floraison» blieb eine Idee eines Gartens der Lebensfreude, von weiblichen Figuren dominiert. Es wäre Hodlers Utopie geworden als Gegensatz zur «Schlacht bei Murten» und zum Grossen Krieg.