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Die Nationale Kommission zur Verhütung von Folter (NKVF) überprüfte 2017 und 2018 die Zentren des Bundes im Asylbereich und veröffentlicht gestern ihre Erkenntnisse und Empfehlungen in einem Gesamtbericht.
Gemäss Feststellungen der Kommission unterzog das Sicherheitspersonal in den allermeisten Zentren alle erwachsenen Personen bei jeder Rückkehr in die Unterkunft einer körperlichen Durchsuchung. In einem Zentrum betraf diese Praxis auch alle Kinder, was die Kommission als kritisch beurteilte. Die Kommission empfiehlt dem SEM, die aktuelle Praxis anzupassen, körperliche Durchsuchungen nur bei Vorliegen eines konkreten Verdachts vorzunehmen und auf Durchsuchungen bei Kindern grundsätzlich zu verzichten.
Für das in den Zentren tätige Betreuungs- und Sicherheitspersonal gab es nach Einschätzung der Kommission keine klaren Vorgaben zur Identifikation von Opfern von Menschenhandel unter den Asylsuchenden. Externe Fachstellen wurden in den meisten Zentren nicht systematisch beigezogen. Die Kommission empfiehlt dem SEM deshalb, ein für alle Bundeszentren gültiges Konzept zur Identifikation von Opfern von Menschenhandel und anderen vulnerablen Personen zu erarbeiten.
Bis zur Aufhebung des allgemeinen Verbots war die Nutzung von Mobiltelefonen in den Zentren des Bundes jederzeit und überall verboten. Seit Frühling 2017 dürfen die Asylsuchenden tagsüber ein Handy nutzen. Die meisten Zentren verfügen inzwischen über einen drahtlosen Internetzugang. Nach Einschätzung aller Beteiligten, erleichtern beide Massnahmen den asylsuchenden Personen den Kontakt, insbesondere zu Familienmitgliedern sowie den Zugang zu Informationen (Medien). Die geregelte Handy- und Internetnutzung wirkt sich gemäss Rückmeldungen der Verantwortlichen insgesamt auch positiv auf die Sicherheit und das Zusammenleben im Zentrum aus.