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In Graubünden und im Tessin brennen die Wälder. In der Nacht auf Mittwoch konnten die Feuer zwar unter Kontrolle gebracht, aber nicht gelöscht werden. Die Dunkelheit, die Windlage und das Gelände machen den Einsatzkräften zu schaffen. 29 Personen mussten mit einem Helikopter evakuiert werden. Insgesamt kämpfen sechs Helikopter, darunter zwei der Schweizer Armee, gegen das Feuer.
Im Tessin konnte unterdessen die Brandursache geklärt werden: Vier Jugendliche haben ein Feuer gemacht, das ausser Kontrolle geraten ist. Meldungen von solchen Bränden sind wir uns eher im Sommer aus Südeuropa gewöhnt, nicht aus der Schweiz im Dezember.
Roger Perret von MeteoNews sieht zwei Hauptgründe: «Es ist zum einen die Trockenheit und zum anderen der starke Föhn.» Tatsächlich hat es in der Schweiz seit Mitte November nicht mehr flächendeckend geregnet. «Der Föhn trocknet die Region zusätzlich aus und facht das Feuer weiter an», so Perret.
Da in der Schweiz der grösste Teil des Niederschlages im Sommer fällt, kann es durchaus im Dezember zu Waldbränden kommen. «Die jetzige Trockenperiode ist aber durchaus speziell», meint Perret.
An der Alpennordseite und im Flachland sei die Gefahr für solche Brände derzeit gering. Mit dem Jahreswechsel könnte es ausserdem zu vermehrten Niederschlägen kommen, was das Risiko weiter senken würde. An der Alpensüdseite hingegen könnte der aufkommende Nordföhn sogar noch zu einer weiteren Verschärfung der Lage führen. Mit Feuerwerk sollte man in diesen Regionen in diesem Jahr also eher vorsichtig sein. (leo)