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Geschichte der Chlausgesellschaft
Einige ältere Mitglieder der ehemaligen Fasnachtsgesellschaft “ Vogelzwitsch / Baldinzunft“ kamen im Jahre 1929 auf die glorreiche Idee, nebst den Fasnachtsaktivitäten eine Chlaus – Kinderbescheriung in ganz kleinem Rahmen durchzuführen. Diese Bescherung hatte jedoch ein ganz anderes Bild wie heute.
Sieben kleine Knaben, als Zwerge mit langen Wattebärten verkleidet, zogen einen mit einem Ästen verzierten Handwagen, in dem sie Spanische Nüssli und Mandarinen mitführten, durch die Stadt..Die vier Chläuse mit ihren schneeweissen Bärten und langen Kpuzenmäntel, die nach heutigen Begriffen eher fasnächtlich als vorweihnachtlich aussahen, verteilten die bescheidenen Gaben gemäss Aufzeichnung an anspruchlose Kinder.
In den folgenden Jahren wurde weiterhin eine bescheidene Bescherung durchgeführt.
Im Jahre 1944 war der Zulauf so gross, dass es auf der ganzen Zürcherstrasse in der Innenstadt kein Durchkommen mehr gab.
Nach Ende des 2. Weltkrieges verschickte die Chlauskommission bereits die ersten Bettelbriefe, wobei sie nebst Bargeld auch Naturalgaben sammelte. Erstmals wurde im Jahre 1947 auch die Kinderabteilung im hiesigen Kantonsspital und in den Kinderheimen einen Besuch abgestattet.
Gemäss einer in der Presse erschienen Warnung, waren offenbar zu dieser Zeit aber auch Betrüger am Werke, die sich als Mitglieder der Chlauskommission Frauenfeld ausgaben, von Haus zu Haus gingen um Spenden zu in Empfang zu nehmen
Im Jahre 1954 überwies eine Amtsperson an den Gemeinderat Eingabe, in der er für die Chlausgesellscht einen respektablen Geldbetrag beantragt, da die Gesellschaft eine vornehme Pflicht in der Stadt ausübe und für die Belebung des kulturellen Lebens verantwortlich zeichne. Mit einem Stimmenentscheid vom 24 : 6 Stimmen wurde der Chlausgesellschaft Frauenfeld ein dazumal hoher Betrag von Fr. 500.- zugewiesen.
1955 bewilligten die Mitglieder einstimmig den Kauf von etlichen neuen Perücken und Bärten, welche teilweise noch heute benutzt werden.
Am 11. März 1983 erhielt die Chlausgesellschaft Frauenfeld den Anerkennungspreis der Stadt Frauenfeld.