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Es geschah an einem gewöhnlichen Sonntagabend. Andrej wollte sich in aller Ruhe zu Hause erholen. Er sass auf Couch und sah fern. Allmählich schlief er ein und bemerkte nicht, dass eine alte Leitung einen Brand verursacht hat. Ausser ihm war nur noch noch seine Grossmutter Nina (86) im Haus, die schon zu Bett gegangen war. Oma hat den Rauch wahrgenommen, Andrej hingegen hatte wegen der starken Rauchentwicklung das Bewusstsein verloren. Alleine konnte die alte Frau ihn nicht aus dem Zimmer schleppen, weshalb sie jemanden zu Hilfe rief. Hemd und Hosen, die der junge Mann getragen hatte, schmolzen durch die Hitze mit seinem Körper zusammen. Mehr als die Hälfte seiner Haut verbrannte. Besonders schwere Verbrennungen erlitt er an Brust, Bauch und Beinen.
Seine Angehörigen hatten nicht die Mittel, um Behandlungen und teure Arzneien für Andrej zu bezahlen. Andrej Schigida stammt aus dem kleinen Dorf Otscheretnja in der Region Nikolajew. Er ist arbeitslos. Früher war er als Traktorfahrer tätig. Seine Frau Anschela (geb. 1973) arbeitete als Melkerin, heute beschäftigt sie sich mit dem Haushalt. Ihre Tochter Natalja (geb. 1995) ist Schülerin. Die Oma erlitt vor lauter Kummer einen Hirnschlag und ist nun pflegebedürftig.
Finanzielle Unterstützung durch gutherzige Menschen via SOS GERASJUTA ermöglichte dem schwer verbrannten Mann eine intensive Behandlung und den Kauf der nötigen Medikamente. Andrej überstand mehrere Operationen und Hauttransplantationen. Zurzeit geht es ihm wesentlich besser.