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Brindsley Miller, ein junger erfolgloser Bildhauer, lädt den russischen Kunstsammler Godunow gemeinsam mit seinem zukünftigen Schwiegervater in seine Wohnung ein. Grosse Erwartungen sind mit diesem Abend verbunden. Godunow soll ihm ein Kunstwerk abkaufen und der Vater seiner Verlobten Carol soll sein Einverständnis zur geplanten Hochzeit geben. Um seinen Schwiegervater in spe zu beeindrucken, hat sich Brindsley Miller heimlich die wertvollen Möbel seines Nachbarn, der gerade in den Ferien weilt, ausgeliehen. Brindsley verdient als Künstler nicht viel, und so wollen er und Carol bei ihren angekündigten Besuchern den Anschein von Wohlstand erwecken.
Doch ein Stromausfall durchkreuzt alle Pläne. Peter Shaffer arbeitet mit einem genialen Trick: Nach einem Kurzschluss müsste die Bühne zwar eigentlich im Dunkeln liegen, doch die Lichtverhältnisse sind umgekehrt. Die Zuschauer sehen alle Ereignisse im hellen Tageslicht, während die Schauspieler so spielen müssen, als ob sie im Dunkeln tappen würden. Situationskomik und erhellende Missverständnisse sind das Resultat: Alle stolpern und stürzen. Gleichzeitig wähnen sie sich unsichtbar und somit unbeobachtet. So entstehen umwerfend komische Momente. Als der Nachbar unvermutet wieder auftaucht, müssen die Möbel in völliger «Dunkelheit» wieder Stück für Stück in dessen Wohnung zurück geschafft werden; eine ängstliche Nachbarin und der reiche Kunstsammler müssen im Finstern umsorgt werden. Und dann taucht auch noch die ehemalige Geliebte von Brindsley auf, die die Situation schamlos für sich ausnutzt.
Der Brite Peter Shaffer hatte seinen Durchbruch als Dramatiker 1958 mit dem mehrfach ausgezeichneten Stück «Fünffingerübung». Für seine Dramen erhielt Shaffer zahlreiche Auszeichnungen. Seine zwei bekanntesten Stücke, «Amadeus» (1979) und «Equus» (1973), wurden beide verfilmt und mit dem Tony Award für das beste Theaterstück ausgezeichnet. «Amadeus» wurde 1980 zum Broadway-Hit, für Milos Formans Verfilmung erhielt Peter Shaffer den Drehbuch-Oscar.