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Die SP reichte die Initiative mit 6731 Unterschriften, 1200 mehr als nötig, ein, wie die Partei am Mittwoch mitteilte. Die Initiative solle es jeder Person ermöglichen, ihre Verhütungsmittel ohne wirtschaftlichen Zwang zu wählen.
Die Initiative war im Rahmen der Kampagne für die eidgenössischen Wahlen lanciert worden. Sie fordert, dass künftig der Staat alle Kosten für Verhütungsmittel übernimmt.
Der Erfolg der Initiative beim Sammeln der Unterschriften sei ein erster Schritt auf dem Weg zur Anerkennung der Empfängnisverhütung als wichtiges Thema der öffentlichen Gesundheit, schriebt die SP. Im Gegensatz zu den meisten ihrer Nachbarländer sei die Schweiz in dieser Frage sehr rückständig, sagte die Grossrätin Jacklean Kalibala.
«Sie überlässt es ihren Einwohnern, insbesondere den Frauen, die volle Verantwortung, die Kosten für ihre reproduktive Gesundheit zu begleichen», kritisierte sie. Viele Frauen verzichteten aus Kostengründen auf die wirksamsten Methoden wie die Spirale.
Die Kostenfreiheit werde auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Gesamtkosten des Gesundheitswesens haben, zeigt sich die SP zudem überzeugt. Zahlreiche Studien belegten, dass die Kostenfreiheit von Verhütungsmitteln das Risiko ungewollter Schwangerschaften und damit auch von Schwangerschaftsabbrüchen verringere, die schwere Eingriffe mit manchmal schmerzhaften Folgen sein könnten.