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Der Döschwo ist eines der legendärsten Automodelle aller Zeiten. Zwischen 1948 und 1990 wurden rund 3,9 Millionen Stück des Klassikers produziert, bis 1986 in Frankreich, danach in Portugal.
Der 60-jährige Garagist José Dula aus Courtepin hat sich nun schon seit vier Jahrzehnten mit Leib und Seele der Marke Citroën verschrieben, und seinen gelben Lieblings-2CV würde er niemals hergeben. «Ich könnte ihn freilich gut und gerne für 25 000 Franken verkaufen», lacht er. Dieses sogenannte Charleston-Modell sei 1986 als eines der letzten überhaupt in Frankreich hergestellt worden und hat bei einem Hubraum von 602 Kubikzentimeter stolze 29 PS unter der Motorhaube. Der Viergänger erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde mit seinem Zweizylindermotor und hat einen Kilometerstand von 78 900. Der Motor sei an sich praktisch unzerstörbar und halte ein Leben lang. Auch verbrauche der Wagen lediglich sechs Liter Benzin auf 100 Kilometer, was zu seiner Entstehungszeit im Vergleich zu grossen amerikanischen Limousinen wirklich sehr sparsam gewesen sei.
«Gelb ist eine ganz seltene Farbe für einen 2CV», schwärmt Dula. «Üblicherweise waren die Autos rot, weiss oder grau.»
Es liegt in der Familie
Seinen ersten eigenen 2CV hat er sich als Lehrling aus Schrottteilen verschiedener anderer Fahrzeuge selbst zusammengebaut, blickt Dula zurück. Mit diesem Wagen habe er sogar an internationalen Rennen teilgenommen – statt für die Lehrabschlussprüfung zu lernen. Er habe die Prüfung dann doch mit der Note 4,5 bestanden, doch später habe ihn sowieso niemand mehr nach dieser Note gefragt. Obwohl er in der Garage seines Vaters in Courtepin aufgewachsen sei, habe er die Lehre in Freiburg absolviert. Mit seinen beiden Söhnen habe er es genau so gemacht. Heute würden die beiden zwei Ferrari-Vertretungen im Waadtland und im Wallis leiten.
Dula kann stundenlang 2CV-Anekdoten erzählen, und es macht wirklich Spass, ihm dabei zuzuhören. So sei der französische Journalist Jacques Séguéla 1958 als einer der ersten mit einem 2CV um die Welt gefahren. Als ihm in Afrika das Öl ausgegangen sei, habe er kurzerhand Bananen verwendet. Spannend ist aber auch die Geschichte der ersten 2CV-Prototypen mit lediglich einem Frontscheinwerfer, die 1940 vor den Nazis versteckt und erst 1995 praktisch unversehrt wieder gefunden worden seien. Bei der Idee der Fliessbandproduktion habe sich André Citroën übrigens von Henry Ford persönlich inspirieren lassen, und beim Design des 2CV sei die Marke Bugatti Pate gestanden.
Mein Auto und ich: In einer Sommerserie stellen die FN spezielle Autos und ihre Besitzer vor.
«Ich könnte ihn für gut und gerne 25 000 Franken verkaufen.»
José Dula
Garagist