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Die 2014 verstorbene Maria Lassnig gilt international als eine der wichtigsten Malerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre aus der eigenen Körpererfahrung entwickelte lyrische Abstraktion – die sogenannte «Body Awareness», in der sich seelisches Erleben und physisches Empfinden verbinden – fand Anfang der 1970er Jahre auch filmischen Ausdruck. Im Zuge ihres New Yorker Exils besuchte Lassnig einen Animationsfilmkurs an der School of Visual Arts und begann auf 8mm und 16mm zu filmen.
Viele der Filmwerke dieser Schaffensphase blieben unvollendet: «Films in progress», Fragmente, die dokumentarische Aufnahmen von Freundinnen und Kollegen, dem Atelier und den Straßen New Yorks mit Animationstechniken und Zeichnung frei kombinieren. Die Filme sind zugleich autobiografische Notiz und gestalterisches Experiment, in dem sich viele Sujets und Techniken aus Lassnigs Werk wiederfinden. Nun wurde dieser filmische Nachlass aufgearbeitet und nach der Weltpremiere vom Januar 2018 im MoMA, NY führt das Österreichische Filmmuseum diese «Films in progress» als Europapremiere vor. Gerahmt werden sie von drei Hauptwerken Maria Lassnigs: Self Portrait und Iris (beide 1971) sowie dem großen autobiografischen, mit Hubert Sielecki produzierten Kantate (1992).
Die "Films in progress" werden im digitalen Format präsentiert, alle anderen Filme in analogen Filmkopien.