Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03446.jsonl.gz/214

Das zweite Halbfinale der Australian Open zwischen Daniil Medwedew und Stefanos Tsitsipas versprach, eine hitzige Angelegenheit zu werden. Sowohl der Russe als auch der Grieche gelten als emotionale Spieler – dies zeigte sich auch in Melbourne.
Vor allem Medwedew hatte seine Emotionen nicht immer im Griff. Gegen Ende des zweiten Satzes pöbelte die Weltnummer 2 gleich zweimal gegen Schiedsrichter Jaume Campistol.
Ein erstes Mal echauffierte sich Medwedew kurz nachdem er zum 4:5 gebreakt wurde. Der Russe war der Meinung, Tsitsipas' Vater und Coach Apostolos spreche «nach jedem Punkt» mit seinem Schützling. Als Campistol nicht darauf einging, verlor Medwedew die Nerven. «Bist du dumm?», fragte er den Spanier, «er spricht nach jedem Punkt.» Und nach einer kurzen Antwort des Gegenübers: «Oh mein Gott, du bist so dumm. Wie kann man einen so schlechten Schiedsrichter bei einem Grand-Slam-Turnier haben?»
Im Anschluss darauf brachte Tsitsipas seinen Aufschlag durch und sicherte sich so den zweiten Satz. Daraufhin wandte sich Medwedew erneut an den Schiedsrichter. «Nächstes Mal solltest du eine Verwarnung geben», erklärte er dem Unparteiischen, «sonst bist du – wie soll ich sagen – eine kleine Katze.» Welche Beleidigung Medwedew mit dem Ausdruck «kleine Katze» meint, kann sich jeder selbst ausmalen.
Dass das Spiel besonders emotional werden dürfte, konnte schon im Vorfeld erwartet werden. Medwedew und Tsitsipas wird nachgesagt, sie mögen sich nicht besonders. In ihrem ersten Aufeinandertreffen auf der Tour nannte der Grieche sein Gegenüber «Bullshit Russian». (dab)