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Wir schreiben das Jahr 208 nach Christus. In China wird der Premierminister Cao Cao (Fengyi Zhang) immer mächtiger. Mit Erfolgen im Norden des Landes hat er den König schwer beeindruckt. Deshalb fordert Cao Cao nun das Einverständnis des Königs für einen Angriff gegen das Königreich Shu im Westen und das Königreich Wu im Süden. Sein Ziel: Er möchte ganz China vereinen und somit die Macht an sich reissen.
Nach einem ersten erfolgreichen Angriff auf Shu merken die Oberbefehlshaber der unterlegenen Partei, dass sie gegen diesen mächtigen Gegner alleine keine Chance haben. Der militärische Stratege von Shu Kongming (Takeshi Kaneshiro) soll in den Süden reiten, um das Königreich Wu zu einer Allianz mit dem Westen zu überreden. Im Süden angekommen, schafft es Kongming tatsächlich, den Regenten Sun Quan (Chen Chang) und den Vizekönig Zhao Yu (Tony Leung Chiu Wai) zur Zusammenarbeit zu bewegen.
Die Allianz trägt bereits in der ersten Schlacht Früchte. Durch List und Strategie bezwingen sie die Reiterarmee von Cao Cao. Doch die Freude währt nur kurz. Auf dem Seeweg nähert sich Cao Cao mit seiner riesigen Armee dem Red Cliff. Während auf dem einen Ufer sich das Lager der Allianz befindet, baut am anderen Ufer Cao Cao im Schutz seiner Schiffe eine riesige Festung auf. Die entscheidende Schlacht wird hier am Red Cliff geschlagen, und sie wird Auswirkungen auf die weitere Geschichte Chinas haben.
Monumentalproduktionen wie Red Cliff beginnt man am besten mit ein paar Zahlen. Mit einem Budget von 80 Millionen US-Dollar ist Red Cliff die teuerste chinesische Produktion bisher, die Planung und Vorproduktion dauerte insgesamt vier Jahre, und es wurde 203 Tage lang gedreht. Das Resultat war ursprünglich ein 280 Minuten langer Monumentalstreifen, der in zwei Teilen in den chinesischen Kinos anlief und dort alle Rekorde brach. Für den internationalen Release wurde die Aufarbeitung der Schlacht am Red Cliff aber auf einigermassen handliche 148 Minuten zusammengekürzt, indem die Handlung um ganze Subplots und Hintergrundinformationen erleichtert wurde.
Als Intro hat Red Cliff für uns Europäer glücklicherweise eine kurze Geschichtslektion, in der kurz die Situation im China erklärt wird und welche Dynastien zurzeit gegeneinander im Krieg sind. Eine dringend benötigte Hilfestellung, denn ab da stürzt sich Red Cliff gleich mitten in eine der vielen Konfrontationen, und da ist es bitter nötig, wenn man die immer noch sehr ähnlich aussehenden Parteien einigermassen auseinanderhalten kann. Dennoch bleibt es sehr schwer, und da zu alldem die Rüstungen noch sehr ähnlich sind, benötigt es zum Teil sehr aufmerksame Augen, um überhaupt zu erkennen, wer und warum hier wirklich gegeneinander kämpft. Glücklicherweise fügen sich die anfangs verzettelten Handlungen bald zu einem einzelnen roten Faden zusammen, der nur noch auf die grosse Schlacht von Red Cliff zusteuert.
Was danach geboten wird, ist ein Film, bei dem John Woo all seine visuellen Stärken ausspielen kann. Seien es Schwertkämpfe im Dreck, grosse Sturmangriffe auf Pferden oder Schlachten auf dem Wasser, was hier geboten wird, ist ein wahrer Augenschmaus. Doch so brillant vieles auch aussieht, es ist - wie üblich bei solchen Filmen - vieles überchoreographiert. Wenn man es mit ähnlichen Monumentalschlachten wie der Schlacht um Minas Tirith in Return of the King vergleicht, dreht sich Red Cliff des öfteren im Kreis, anstatt die Handlung voranzutreiben und den Schwung in der Schlacht zu halten. So schaut man regelmässig gefühlte Ewigkeiten lang Schwertkämpfen zu, welche scheinbar nicht vorankommen, und da das Ganze noch auf harmlos getrimmt ist, fehlt auch schlichtweg der Schrecken des Krieges, der aus dem Ganzen nicht nur einen Film mit schönen Bildern, sondern wirklich eine Dokumentation einer entscheidenden Schlacht gemacht hätte.
Fazit: Red Cliff ist vor allem eines: ein Augenschmaus Deluxe mit monumentalen Schlachten, spektakulären Bildern und grossartig choreographierten Konfrontationen, bei denen John Woo wieder einmal zeigen kann, dass er ein Meister in Sachen Inszenierung ist. Leider hat er immer noch ein Problem in Sachen Spannung, Inhalt und Aufbau, denn Red Cliff zieht sich enorm in die Länge. Selbst nach der Entschlackung ist er immer noch mindestens eine halbe Stunde zu lang und wird mit der Zeit schlichtweg langweilig, weil sich sehr vieles mehr als nur einmal wiederholt. Wer jedoch gerne Monumentalschlachten mit einem guten Cast und vielen schönen Bildern hat, der ist hier genau richtig.
Die DVD liefert den Film in einer sehr sauberen und scharfen Bildqualität, bei der man das Spektakel wirklich geniessen kann. Der Ton kann im Original wie auch in der Synchro überzeugen. Das Bonusmaterial ist für eine solche Produktion allerdings ein Witz, denn in der nur knapp dreiminütigen Doku werden weniger Fakten geliefert als im ersten Abschnitt dieser Review. Schade.
Auch von meiner Seite gibt es positives zu melden. Ich kann mich sonst nicht so mit der asiatischen Filmbranche anfreunden. Aber Red Cliff ist eine Ausnahme. John Woo hat hier ein pompös insziniertes Kriegsepos geschaffen, dass für jeden Fan des Genres eine Empfehlung wert ist.
Alles möglichst real gedreht, nicht so wie Lord of the Ring, 300 und so weiter. Ich finde Lord of the Ring und 300 super. Aber ich möchte endlich mal ein realistischer Film sehen. Bsp Troja, ist auch gut, aber für mich manchmal etwas störend, und etwas zu schnell.
Bei diesem Film ist etwas gemütlicher, und das Wetter spielte auch im Krieg eine wichtige Rolle mit! Die Generäle sind auch spannend, und sehr interessant was sie für Kampfstrategien ausgedacht haben. Auch ein aisatischer Krieg, keine übertriebene Karate / Kung Fu kämpfe.
Die SchauspielerInnen haben auch super gespielt, bin schon erstaunt!
Endlich ein solcher Film, der so real ist, und wie man früher ohne Gewehre, etc gekämpft hat. Sie haben auch nicht dem Feind übertrieben schnell angegriffen.
Teezeremonie von dort ist ganz anders, und konnte ein bisschen mehr erfahren, warum sie für die Asiaten wichtig ist etc.
Wie sie muzieren ist auch sehr interessant.
Ehrlich, der Film ist überhaupt nicht übertrieben, darum gefällt er mir so gut. Es gibt noch andere Kriegfilme, die auch nicht übertrieben sind, aber trotzdem etwas langweilig, finde ich!