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Chasselas
Herkunft
Chasselas, oder deutsch Gutedel, gilt als die älteste unserer Kulturreben. Um ihre Herkunft ranken zahlreiche Legenden. Die Urheimat wird in Palästina vermutet. Der Anbau am mittleren Nil vor 5.000 Jahren gilt als verbürgt. Wahrscheinlich wurde diese Sorte von den seefahrenden Phöniziern zu den Griechen und Römern gebracht. Eine andere Annahme geht dahin, Chasselas habe ihre erste Verbreitung in Vorderasien um Konstantinopel gefunden, wo sie als Tafeltraube noch heute angebaut wird, und sei von dort durch den französischen Botschafter Vicomte d'Aulan 1523 ins Burgund gebracht worden. Tatsächlich ist der Sortenname mit dem Burgunderdorf Chasselas identisch. Eine bekannte Varietät ist die Chasselas rouge oder rote Gutedel. Als absolute Rarität wird von der im Jahre 1896 gegründeten Winzervereinigung «Insel Reichenau, Bodensee» daraus Rotwein (QbA trocken) gekeltert. Aus ihr mutierte möglicherweise die weisse Sorte. Vielleicht wurde die Gutedelrebe im Dörfchen Chasselas erstmalig angebaut. Aber auch Cahors am Lot, nördlich von Toulouse, Fontainebleau, Thomery bei Paris oder Moissac in der Region Tharn wird als Ausgangspunkt für eine Verbreitung angesehen.
Heute sind sich die Ampelografen einig und stimmen der Theorie von Berget zu, der bereits 1932 schrieb: «Bis zur wenig wahrscheinlichen endgültigen Entdeckung ihrer Herkunft sollte man sich bezüglich Ursprung der Chasselas, wie bei den meisten Rebsorten, auch den berühmtesten und am weitesten verbreiteten, an diese durch die ältesten ampelografischen Texte unterstütze Vermutung halten: nämlich dass die Rebsorten aus den Ländern stammen, in denen sie schon am längsten kultiviert werden und am stärksten verbreitet sind. Unter diesen Gesichtspunkten besteht kein Zweifel daran, dass die Chasselas eine Schweizer Traube par excellence ist. So wie die Pinot Noir oder die Gamay aus dem Burgund stammen oder die Cabernet und die Sémillon aus dem Bordelais.»
Und auch wenn die Chasselas schon vor 5000 Jahren in Ägypten bekannt war und mehrere Formen noch heute in der Oase Fayoum, rund 70 Kilometer südwestlich von Kairo angebaut werden, so hätte sich die Chasselas doch von den Ufern des Genfersees aus in ganz Europa ausgebreitet. In der Schweiz ist sie in klösterlichen Urkunden als Fendant seit dem 12. Jahrhundert erwähnt.
Die Rebsorte wird auch häufig für Neuzüchtungen herangezogen, zum Beispiel für die Sorten Charmont, Doral, Gutenborner, Huxelrebe, Müller-Thurgau, Nobling und Schönburger.
Reife Chasselastrauben im Lavaux hoch über dem Genfersee.
Verbreitung
Gutedel dürfte als Tafeltraube auf der ganzen Welt verbreitet sein. Die Tafeltrauben besitzen einen hohen Anbauwert, da sie gut transportfähig sind und angenehm süss schmecken. Als Keltertraube finden wir Gutedel vor allem in der Schweiz (besonders Westschweiz und Wallis), im Elsass, in Deutschland (Markgräflerland), in geringerem Umfang auch in Österreich, in Rumänien (ca. 13.000 Hektar), Ungarn (ca. 6000 Hektar) und Tschechien. In der Schweiz ist Chasselas die am meisten angebaute Rebsorte.
Was man heute als Chasselas bezeichnet, trug früher andere Namen. Im Kanton Waadt richtete sich die Bezeichnung stets nach dem Klon. So kultivierten die Waadtländer Winzer Fendant roux, Fendant vert, Giclet, Blanchette oder Rodzasse.
Die Bekanntheit des Waadtländer Weins wuchs. Er erlebte ruhmvolle Stunden und wurde nicht nur in die ganze Schweiz, sondern in alle Länder Europas exportiert. Das weckte Begehrlichkeiten, so dass die Chasselasrebe im Lauf des 18. Jahrhunderts auch ausserhalb des Waadtlands immer mehr augebaut wurde und verschiedene Namen annahm wie: Luzanois, Vivisier, Valet Blanc in der Franche-Comté und im Jura, Gutedel oder Krachgutedel im Elsass sowie in der Markgrafschaft Meissen und Lozanner im Herzogtum Württemberg.
Im 18. Jahrhundert war es üblich, eine eingeführte Rebsorte nach ihrem Herkunftsort zu benennen. So hiess die Fendant in Annecy und Chambéry Crépy oder Ripaille; in der Champagne dagegen nannte man sie Basiraube, anspielend auf Bar sur Aube, usw.
Zu der Zeit als die königlichen Rebspaliere im Park von Fontainebleau (gegen 1730) und Thomery (gegen 1750), in der Nähe von Paris, angelegt wurden, holte man aller Wahrscheinlichkeit nach die benötigten Fendant-Reiser in Chasselas bei Macôn. Deshalb nahmen sie den Namen dieser Gemeinde an.
Die Trauben von diesen königlichen Rebspalieren fanden erst in Paris, später in ganz Frankreich reissenden Absatz. So breitete sich die Chasselas als Tafeltraube immer weiter aus und wurde schliesslich zur französischen Tafeltraube par excellence.
Chasselas Fendant
In der Shweiz
Im 19. Jahrhundert kultivierte man im Kanton Waadt wie seit eh und je weiterhin Fendant-Chasselas.
Das Wallis war damals noch ein kleiner Weinkanton. Der Weinbau war auf Selbstversorgung ausgerichtet. Erst der Sonderbundskrieg (1847) brachte Veränderungen. Die bis dahin der Kirche gehörenden, enteigneten Ländereien werden von reichen Walliser Familien und Waadtländer Investoren gekauft, welche die ersten Weinbauunternehmen des Kantons gründeten. An den Hängen wurden neue Rebberge mit der ertragreichen, aus der Waadt stammenden Fendant-Chasselas angelegt. Die Winzer förderten den Rebsortenwein, der ausschliesslich unter der Bezeichnung «Fendant» auf den Markt kam. Dieser Name verbreitete sich im Wallis so sehr, dass diese die Bezeichnung als Walliser Appellation schützen liessen.
Quelle: Louis-Philippe Bovard, Rebe und Wein im Wallis, Wikipedia
Eigenschaften
Die Rebsorte Chasselas ist leicht zu erkennen am kupferfarbenen Austrieb, an den sehr weit entwickelten Ranken und schlafenden Augen. Die Blätter der Pflanze sind mittelgroß, hellgrün, rotgeadert, stark fünflappig, tief gebuchtet und haben einen stumpf gezahnten Rand. Sie zeigen früh eine gelbe Herbstfärbung. Das Holz ist rötlichbraun, deutlich gestreift und dunkel gefleckt. Die Trauben sind groß und lockerbeerig mit zarter Beerenhaut.
Casselas verlangt eine mittelgute, windgeschützte Lage, weil die Blüte etwas kälteempfindlich ist. Spätfröste führen zu starken Ertragsausfällen. Die Rebe ist Starkwüchsig und produziert viele Grosse Trauben. Nur eine rigorose Mengenbegrenzung ergibt ansprechende Weine. Zu Problemen können Rotbrenner, Stiellähme und der Taubenwickler werden. Chasselas/Gutedel ist anfällig auf Mehltau. An den Boden und die Bodenfeuchte werden grosse Ansprüche gestellt.
Chasselas RAC 4
Weintyp
Chasselas/Gutedel zählt nicht zu den Sorten, die begehrte Qualitätsweine liefern. Ihr im Grunde neutraler Charakter erlaubt den Weinen, die Verschiedenartigkeit der Böden und der klimatischen Bedingungen voll zum Ausdruck zu bringen. Das führt in der Westschweiz, dem Hauptanbaugebiet, zu einer grossen Vielfalt der Weine. Im Bereich der leichten, ansprechenden Weine stellt Chasselas/Gutedel eine Spezialität dar. Die Palette der Weine reicht von leicht, mild über spritzig und bekömmlich bis kraftvoll mineralisch. Ähnlich dem Riesling x Sylvaner schmecken sie jung getrunken am besten. Die Weine der besten Lagen haben ein gutes Alterungspotential.
Im Gegensatz zum Wallis stellte der Kanton Waadt seit jeher nicht die Rebsorte, sondern das Terroir in den Vordergrund. Nur auf weingen Etiketten wurde präzisiert, dass es sich um Fendant oder Chasselas handelte. Die Waadtländer verkaufen bis heute Dézaley, Calamin, Vinzel, Morges oder noch präziser Clos des Abbesses oder Clos des Moines.
Synonyme
Fendant (Wallis), Gutedel (deutschsprachige Regionen)
Abelione, Abelone, Albilloidea, Amber Chasselas, Amber Muscadine, Berioska Casla, Berezka, Beyaz Gutedel, Biela Plemincka Chrapka, Blanchette, Bordo, Bournet, Charapka, Chasselas Angevin, Chasselas Croquant, Chasselas de Bar-sur-Aube, Chasselas de Bordeaux, Chasselas de Florence, Chasselas de Fontainlebau, Chasselas de Moissac, Chasselas de Montauban, Chasselas de Pondichery, Chasselas de Teneriffe, Chasselas di Thomery, Chasselas Doré, Chasselas Dorato, Chasselas Jalabert, Chasselas Piros, Common Muscadine, Chrupka, Dinka Belaya, Dinka Blanche, Dobrorozne, Doppelte Spanische, Dorin, Doucet, Edelschoen, Edelweiss, Elsaesser, Fabiantraube, Feher Chasselas, Fehér Fábiánszőlő, Fehér gyöngyszőlő (Ungarn, wörtlich «Perlentraube»),Feher Repoos, Fendant Blanc, Fendant Vert, Florenci Jouana, Franceset, Frauentraube, Golden Chasselas (Kalifornien), Gutedel gemein, Gutedel weiss, Junker, Krachmost, Lardot, Maisa, Marzemina Binaca, Marzemina Niduca, Moren Blanc, Morlenche, Moster,
Pariser Gutedel, Perlan, Pinzutella, Plamenka Belyi, Plant de Toulard, Plemenika Praskava, Pleminka Biela, Praskava, Pruscava Biela, Queen Victoria (Australien), Raisin d’Officier, Ranka, Reben Herrn, Rheinrebe, Rosmarintraube, Rosmarinentraube, Royal Muscadine, Sasla, Schoenedel, Shasla Belaya, Shasla Lechebnaya, Silberlingt, Silberwissling, Spanier Gross, Spanische grosse, Spanische grossblättrig, Strapak, Suesslling, Sweetwater, Terravin, Tribi vognoble, Tribiano Tedesco, Uslechtile Bile, Valais Blanc, Viala, Viviser, Wälscher (Österreich), White van der Laan, Zlahtnina, Zupljanka
Fendant – der Chasselas im Wallis
Der Chasselas Fendant, der mehr als 30 Prozent des gesamten Rebbestandes ausmacht, wird im Wallis überall angebaut. Sein Name ist auf eine Besonderheit der reifen Beere zurückzuführen, deren Haut und Fruchtfleisch unter dem Druck der Finger platzen, ohne dass der Saft ausläuft. Er kommt unter der Appellation Fendant du Valais AOC in den Handel oder unter der Bezeichnung des Rebgebietes einer Gemeinde, des Clos oder der Domäne, aus denen der Wein hervorgeht. Als Paradepferd des Wallis ist der Fendant der Aperitif- und Begrüssungswein schlechthin. Er ist trocken, natürlich, rassig und appetitanregend und so geniesst man diesen Wein in jedem Alter, bei allen Gesprächsrunden, in allen Gesellschaftsschichten. Er fühlt sich auf allen Tischen wohl.
Die Walliser sagen der Fendant sei ein hervorragender Durstlöscher. Er löschen den Durst jedoch erst mit dem zweiten Glas.
Während langer Zeit hat ihm die Walliser Sonne zugesetzt. Da er bei maximaler Reife gelesen wurde, verlor er an Fruchtigkeit und Süffigkeit. Heute haben sich die Zeiten geändert. Jetzt wird er bei optimaler Reife gelesen und vereint in seinen Geschmacksnoten Finesse, Frische und Eleganz. Der Fendant spricht sehr auf das Terroir an und widerspiegelt dieses mit subtilen Nuancen. In Ardon oder Vétroz schmückt er sich mit mineralischen Noten, in Sion und Saint-Léonard gefällt er sich mit Fülle und Üppigkeit, in Siders präsentiert er sich mit einer feinen, stärkenden und wohltuenden Bitterkeit. Während der ersten zwei bis drei Jahre trägt der Fendant seinen jugendlichen Charakter zur Schau mit einem frischen, prickelnden Ansatz und Aromen, in denen oft Früchte und Blumen ineinander spielen, geschmeidigen und runden Geschmacksnoten, einem lebhaften, heiteren Charakter. Mit dem Alter offenbart er eine ungeahnte Komplexität. In den grossen Jahrgängen weist er nach fünf oder zehn Jahren Lagerung Aromen von Honig, Nüssen und eine geschmeidige Textur auf, die ihm eine aussergewöhnliche Persönlichkeit verleihen. Diese Entdeckung ist allerdings nur für Weinfreunde bestimmt, denn der Konsument bevorzugt meistens den jungen und lebhaften Fendant.
Chasselas Fendant im Wallis.
Klone
«Conservatoire du Chasselas»
Eine Sammlung von 19 verschiedenen Typen der Sorte Chasselas in Rivaz. Initialisidert wurde das Projekt im Jahr 2008 von Louis-Philippe Bovard. Das Weingut der Familie Bovard erstreckt sich über 17 Hektaren im Lavaux-Gebiet, hauptsächlich in den Appellationen Dézaley, Calamin, St-Sphorin und Epesses.
Chasselas Fendant Roux
Der am meisten verbreitete Chasselastyp in der Westschweiz, wird vor allem für die Weinbereitung und nur ausnahmsweise für die Produktion von Tafeltrauben verwendet. Ursprünglich vor allem in der Region Lavaux anzutreffen. Bestitz ein kräftiges Fruchtfleisch, das sich auf Fingerdruck ohne zu spritzen aus der sich spaltenden Beerenhaut lösen lässt. Daher sein Name Chasselas Fendant (von «fendre», sich spalten). Dort, wo sie der Sonne ausgesetzt sind, nehmen die Beeren eine schöne, charakteristisch rötliche, leuchtende Farbe an. Die Farbe hängt allerdings auch in grossem Ausmass von der Lage und dem Jahrgang ab.
Chasselas Fendant Vert
Dieser Chasselastyp, der dem oben genannten sehr ähnlich ist, zeichnet sich durch Traubenbeeren aus, die sich in der Sonne weniger schnell goldgelb verfärben als die des Fendant Roux. In der Regel ist der Chasselas Fendant Vert produktiver. Er war vor allem in der La Côte verbreitet, wo er auch «Vert de Vinzel» genannt wurde.
Chasselas Giclet
Ein in früheren Zeiten recht weit verbreiteter Chasselastyp. Sein Name (von «gicler», spritzen) weist auf die Besonderheit seiner Beeren hin, die sehr saftig sind und sich unter Fingerdruck spritzend öffnen. Dieser Chasselastyp mit bei voller Reife eher matten, grünlich-gelben Traubenbeeren liefert in der Regel einen säurebetonteren Most als der Chasselas Fendant. Die Qualität der Weine wurde lange Zeit weniger hoch bewertet als diejenigen der aus Chasselas Fendant gekelterten Weine. Aus diesem Grund findet man Chasselas Giclet nicht mehr sehr häufig.
Chasselas à bois rouges
Diese Chasselaskategorie, im Allgemeinen vom Fendantyp, zeichnet sich durch rötlich gefärbtes Holz aus. Sie wurde lange Zeit aus den Rebbergen verbannt, da sie weniger produktiv ist als andere Sorten. Aus dem gleichen Grund steht sie heute wieder hoch im Kurs!
Chasselas Blanchette
Die Chasselas Blanchette war früher weit verbreitet, vor allem im Chablais und im Lavaux. Etwas weniger wuchskräftig als die anderen Chasselasarten war sie bekannt für ihre Grosszügigkeit, falls die Blüte bei schönem Wetter verlaufen war, und berühmt für die Qualität der Weine, die aus ihr gekelter wurden. Es gab verschiedene Typen der Chasselas Blamchette, einen mit robusteren Beeren und einen mit saftigen Beeren, die mit zunehmender Reife einen wachsgelben Farbton annahmen. Dieser letzte Chasselastyp ist heute praktisch vollkommen aus unseren Rebbergen verschwunden.
Chasselas Coulard
Die Chasselas ist eine Rebsorte, die bei ungünstigen klimatischen Verhältnissen während der Rebblüte (Regen, Kälte) zum Verrieseln neigen. Dabei werden nicht alle Blütenstände befruchtet. Die Beerenansätze unbefruchteter Blüten fallen ab oder bilden sehr kleine Beeren ohne Kerne. Die Chasselas Coulard zeigt sich sehr anfällig für dieses Phänomen und verrieselt gar in normalen Jahren.
Chasselas 1921
Weltweit ist Chasselas vor allem bekannt und beliebt für ihre Qualitäten als Tafeltraube (Chasselas de Moissac). Auch in der Schweiz dient sie diesem zweck. Gewisse Rebschulisten haben Chasselastypen selektioniert, die sich besonders für die Produktion von Tafeltrauben eignen. Diese Typen entsprechen im Allgemeinen der Chasselas Fendant roux.
Chasselas Plant droit
Dieser Chasselastyp zeichnet sich durch ein sehr gerades Wachstum aus, das weniger Arbeit beim Aufbinden der Triebe verlangt. Die Chasselas Plant droit liefert etwas säurebetontere Weine als die anderen Chasselastypen und wurde vor allem in Kanton Genf im grossen Stil propagiert.
Chasselas Rose Royal, Chasselas Rose parfumé, Chasselas Rouge, Chasselas Tokay Agevin
Wie bei den meisten in früheren Zeiten kultivierten Rebsorten kennt man auch bei der Chasselas diverse Farbmutationen, vor allem im Register sämtlicher Rosenfarben.
Chasselas Violet
Dieser Chasselastyp repräsentiert ein Extrem in der Palette der Farbmutationen. Die Triebe und die jungen Beeren weisen bereits kurz nach der Blüte eine violette Färbung auf. Die Chasselas Violet wird in der Romandie häufig – und unkorrekt – als Lacryma Christi bezeichnet.
Chasselas Jaune cire, Chasselas à grains pâles
Die Farbmutationen betreffen auch Chasselastypen im gelben Farbspektrum.
Chasselas Cioutat
Die diversen Mutationen weisen bisweilen auch noch andere Charakteristiken wie unterschiedliche Blatteinschnitte auf, so etwa die Chasselas Cioutat oder die sogenannte Chasselas «à feuillage persillé», Petersilienblätter, die tatsächlich etwas sehr Exotisches an sich hat.
Chasselas Musqué
Unter den verschiedenen Chasselasarten findet man auch Typen, deren Fruchtfleisch unverkennbare Muskatnoten aufweist.
Chasselas Apyrène
Gewisse Chasselastypen besitzen keine Kerne. Sie haben sich in der Regel nicht weiter verbreitet wegen der geringen Grösse ihrer Beeren und ihrer allzu geringen Produktivität.
Chasselas Tétraploïde
Wie bei anderen Rebsorten findet man auch bei der Chasselas hier und da sogenannte tetraploide Formen, die mit vier Chromosomensätzen ausgestattet sind. Sie zeichnen sich durch sehr grosse Traubenbeeren und eine schwache Produktivität aus.
Quelle: Jean-Laurent Spring (Text), Gabriel Tinguely (Bilder)