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Ein Delir ist ein akut auftretender, grundsätzlich reversibler Zustand von Verwirrtheit, dem in der Regel Veränderungen des körperlichen Zustandes und/oder der Umgebungsbedingungen der betroffenen Person zugrunde liegen. Es kann in einer hyper- oder hypoaktiven Form auftreten, wobei letztere häufig verkannt wird. Eine vorbestehende Demenzerkrankung ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entwicklung eines Delirs. Entsprechend bedeutsam sind bei Menschen mit Demenz die Delirprophylaxe und die rechtzeitige Delirbehandlung. (SAMW/ASSM, 2017)
Zu den Massnahmen der Delirprophylaxe gehört die Sicherstellung einer ruhigen, stressarmen Umgebung, die für die betroffene Person möglichst verstehbar bleibt. Wahrnehmung und Kommunikationsmöglichkeiten der betroffenen Person sollen unterstützt (z. B. durch Hörgerät und Brille) und die Orientierung durch geeignete Massnahmen erleichtert werden. (SAMW/ASSM, 2017)
Tritt ein Delir auf, suchen wir nach entsprechenden Ursachen (Delirabklärung). Nicht selten findet sich dann eine zuvor nicht erkannte Infektion (z. B. der Harnwege) oder eine Stoffwechselentgleisung, die therapiert werden kann. In zahlreichen Fällen lässt sich aber keine eindeutige Ursache eruieren. In solchen Situationen ist eine symptomatische Behandlung angezeigt.
Dabei stehen in unserer Einrichtung nichtmedikamentöse Ansätze im Vordergrund, die sich teilweise mit den Massnahmen der Delirprophylaxe überschneiden. Bewegungseinschränkende Massnahmen sind, wenn immer möglich, zu vermeiden, da sie ein vorhandenes Delir noch verstärken. Medikamente können z. B. bei Agitation eingesetzt werden.(SAMW/ASSM, 2017)