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Einleitung
Für den Eintritt der Vertretungswirkung bzw. das Zustandekommen einer Bevollmächtigung ist an verschiedene Voraussetzungen gebunden:
Der Bevollmächtigte bzw. Vertreter muss urteilsfähig sein.
Eine Handlungsunfähigkeit des urteilsfähigen Bevollmächtigten schaden insofern nicht, weilt der urteilsfähige Entmündigte oder unmündige (noch nicht 18 Jahre alte) Vertreter keines Schutzes bedarf; er handelt ja nicht für sich selbst.
Eine Grundvoraussetzung ist der Geschäftsgegenstand, welcher mit einer Stellvertretung konfrontiert werden soll:
Grundsatz
- Stellvertretung ist für alle Geschäft des Schweizerischen Obligationenrechts zulässig
Ausnahmen
- Höchstpersönliche Geschäfte sind vertretungsfeindliche Rechtsgeschäfte
- Beispiele
- Verlobung
- Heirat
- Verfügungen von Todes wegen
- Testament
- Erbvertrag
- usw.
Die Vertretungsmacht des Vertreters kann sich stützen auf:
Für die Stellvertretung (auch mittels Vollmacht) ist es sachbedingt wesentlich, dass der Bevollmächtigte in fremdem Namen handelt:
Grundsatz
- Vertretungswirkung tritt nur ein, wenn der Vertreter im Namen und auf Rechnung des Vertretenen handelt
Ausnahme
- Vertretungswirkung kann eintreten, obwohl der Bevollmächtigte nicht in fremden, sondern in eigenem Namen handelt, nämlich dann, wenn es dem Dritten „gleichgültig“ ist, „mit wem er den Vertrag schliesse“ (vgl. OR 32 Abs. 2).