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Das Supersaxoschloss
Vermutlich bestand der ursprüngliche Teil des ehemals herrschaftlichen Hauses aus einem mittelalterlichen Wohnturm, den Jörg Supersaxo im Jahre 1479 von der Pfarrei Naters erworben hatte. Er liess den Turm renovieren und einen westlichen Trakt anbauen. Im zweiten Geschoss dieses Erweiterungsbaues befand sich ein repräsentativer Saal mit einem prächtigen Kamin. Dieser wurde im Jahre 1894 mit der Darstellung des Triumphes der Weibermacht abgebrochen und an das Landesmuseum in Zürich verkauft. Dort ziert er heute den Waffensaal.
Die Erweiterungsbauten an der westlichen und östlichen Giebelseite datieren aus den Jahren 1563 und 1591. Das Erdbeben vom Jahre 1755 hat die zwei oberen Geschosse des Turmes schwer beschädigt.
Nach der Tradition befand sich im obersten Stockwerk die Privatkapelle des mächtigen Politikers Supersaxo, der bis zu seinem Wegzug 1521 in Glis wohnte.
Quelle: Sehenswertes Brig-Glis