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Die Behandlung mit Antidepressiva bleibt jedoch umstritten, insbesondere wegen den möglichen Nebenwirkungen der Medikamente und Interaktionen mit anderen Arzneimitteln.
Das Ziel dieser Studie war es, eine Analyse der publizierten Daten und Ergebnisse (sogenannte Meta-Analyse) durchzuführen, um die Effekte der Antidepressiva auf den klinischen Ergebnissen bei Patientinnen und Patienten nach einem akuten Koronarsyndrom (ACS) zu untersuchen.
Zusammenfassend, aufgrund den heutigen Datenlage aus klinischen Studien, weist das Verschreiben von Antidepressiva nach einem Herzinfarkt (ACS) kein Effekt auf die Mortalität hin, jedoch reduziert wiederkehrende Krankenhausaufenthalte und das Risiko eines erneuten Herzinfarkts.
In einem Nachfolgeprojekt wird in einer randomisierten Pilotstudie der Einfluss eines häufig verwendeten Antidepressivums (selektiver Serotoninantagonist) auf das kardiale Remodeling nach Herzinfarkt untersucht (Paroxetine-mediated GRK2 inhibition to reduce cardiac remodeling after acute myocardial infarction (CARE-AMI): a randomized controlled pilot study (NCT03274752)). Die Studie ist aktuell in der Einschlussphase und wird voraussichtlich im Jahr 2021 abgeschlossen.
Diese Arbeit wurde vor kurzem in der Fachzeitschrift „ESC Heart Failure“ veröffentlicht (Antidepressant treatment in patients following acute coronary syndromes: a systematic review and Bayesian meta-analysis. Romy Sweda, George C.M. Siontis, Adriani Nikolakopoulou, Stephan Windecker, Thomas Pilgrim, ESC Heart Failure 2020, DOI: 10.1002/ehf2.12861.