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Situation
Alle Teilnehmenden lernen bei einem BLS-AED-SRC Phantom den Head tilt-Chin lift und wenden diesen an einem fiktiven Patienten an.
Aufgabe
In Zweiergruppen erarbeiten die Teilnehmenden an einem BLS-AED-SRC Phantom den Head tilt-Chin lift Griff.
Anschliessend am fiktiven Patienten (Teilnehmer). Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Helfer (Anwender) Einweghandschuhe und eine Schutzbrille trägt.
Head tilt-Chin lift
Vorgehen:
1. Ziehen Sie Handschuhe an.
2. Legen Sie den bewusstlosen Patienten achsengerecht in Rückenlage (harter, ebener Untergrund).
3. Knien Sie seitlich neben den Kopf des Patienten.
4. Eine Handfläche auf die Stirn des Patienten legen und den Kopf rückwärts kippen (= Head tilt).
5. Dadurch wird die Zunge vom hinteren Rachenraum weggehoben und die Durchgängigkeit der Atemwege verbessert. Mit Zeige- und Mittelfinger der anderen Hand die knöcherne Kinnspitze fixieren und Kinn anheben (= Chin lift). Dadurch wird die Zunge vom hinteren Rachenraum weggehoben und die Durchgängigkeit der Atemwege verbessert.
6. „Head tilt“ und „Chin lift“ werden zusammen in einem Bewegungsablauf durchgeführt. Achten Sie darauf, nur an den knöchernen Teilen des Unterkiefers das Manöver durchzuführen. Druck auf die Weichteile des Halses kann die Atemwege blockieren.
7. Halten Sie die Atemwege in dieser Position frei, bis weitere Massnahmen eingeleitet sind.
Wann mache ich den Head tilt-Chin lift Griff?
Wenden Sie den Head tilt-Chin lift Griff an, um bei einem Bewusstlosen sicherzustellen, dass seine Atemwege frei sind und die Zunge nicht den Atemweg verlegt.
Manchmal blockiert die eigene zurückgefallene Zunge die Atemwege. Wenn jemand das Bewusstsein verliert, erschlafft die Zungenmuskulatur. Es besteht dann kein Ruhetonus mehr wie zum Beispiel im Schlaf. Bei einem Bewusstlosen in Rückenlage kann so die schlaffe Zunge nach hinten in den Rachenraum fallen und die Atemwege teilweise oder ganz verschliessen.
Risiken des Head tilt-Chin lift Griff
Vermeiden sie den Head tilt-Chin lift (Reklination des Kopfes) bei einem Patienten mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung. Bei einem solchen Verdacht wird der Esmarch Handgriff bevorzugt, da dort kein Überstrecken des Kopfes notwendig ist.