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3. Allgemeine Bestimmungen für alle Länder
Studienbewerberinnen und Studienbewerber haben die Erfüllung der im Einzelfall verlangten Voraussetzungen selber nachzuweisen.
Ein ausländischer Vorbildungsausweis muss, was Fächer, Anzahl Stunden und Schuldauer anbelangt, im Wesentlichen einer schweizerischen gymnasialen Maturität entsprechen; d.h. er muss
- im ausstellenden Land den höchstmöglichen Mittelschul- bzw. Gymnasiumsabschlussgrad darstellen,
- im ausstellenden Land den allgemeinen Zugang zum universitären Studium ermöglichen,
- in einem unverkürzten, in der Regel im Klassenverband absolvierten Ausbildungsgang erworben worden sein,
- altsprachlicher, neusprachlicher, geistes-sozialwissenschaftlicher oder mathematisch-naturwissenschaftlicher Natur sein,
- allgemein bildenden Charakter haben.
Ein ausländisches Reifezeugnis gilt als allgemein bildend, wenn in den letzten drei Schuljahren durchgehend mindestens sechs allgemein bildende, voneinander unabhängige Fächer gemäss folgender Liste ausgewiesen werden:
- Erstsprache (Muttersprache)
- Zweitsprache
- Mathematik
- Naturwissenschaften (Biologie, Chemie oder Physik)
- Geistes- und Sozialwissenschaften (Geographie, Geschichte oder Wirtschaft/Recht)
- frei wählbar (ein Fach aus Kategorie 2, 4 oder 5 oder Informatik oder Philosophie. Informatik und Philosophie können nur als 6. Fach gewählt werden)
Auf Verlangen der schweizerischen Universität ist insbesondere der Nachweis zu erbringen,
- dass das in der Schweiz beabsichtigte Studium in jenem Land, welches den Vorbildungsausweis ausgestellt hat, ebenfalls und unter nicht strengeren Bedingungen ergriffen werden könnte,
- dass dort ein Studienplatz zugeteilt worden ist,
- und dass nicht bereits ein Ausschluss oder eine Wegweisung von einer anderen Universität infolge nicht bestandener Prüfungen oder aus anderen Gründen erfolgt ist.