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In der Stadt Luzern gibt es unzählige Kilometer an unterirdischen Werkleitungen. Darunter auch das ganze Kanalisationsnetz. In diesem wird das Abwasser aus dem Siedlungsgebiet zu den Abwasserreinigungsanlagen transportiert und das Regenwasser in die Gewässer geleitet. Diese Infrastruktur stellt so sicher, dass die Stadt vor hygienischen Problemen und Überflutungen und die Gewässer von schädlichen Abwassereinwirkungen geschützt wird.
Die Kanalisationsinfrastruktur hat eine Lebensdauer von etwa 70-80 Jahren. Durch die wachsende Bevölkerung verringert sich diese immer schneller. Nach Ablauf der Lebensdauer müssen die Systeme saniert oder erneuert werden.
Falls der bestehende Kanal genügend Kapazität hat, wird mit einem Relining Verfahren gearbeitet. Dabei wird ein Schlauch aus Glasfasern oder Epoxidharz in das bestehende Rohr gezogen und aufgeblasen, damit wird die Lebensdauer um rund 40-50 Jahre verlängert. Dieses moderne Verfahren hat den Vorteil, dass es kostengünstiger ist und die Bauzeit und Lärmemissionen reduziert. Die Strasse muss dazu nicht aufgerissen werden.
Wenn ein Relining Verfahren nicht in Frage kommt, muss die Strasse für den Ersatz der Kanalisationsleitung aufgerissen werden. Die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung und Verkehrsteilnehmende wird dabei möglichst tief gehalten. Wenn immer möglich werden Erneuerungs- und Sanierungsarbeiten mit anderen Werkleitungsneuerungen und Strassensanierungen kombiniert.