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Vor Covid-19 hätte ich mich grausam geärgert, wenn ich 16 Woche auf ein Paket hätte warten müssen.
Meine Erwartungen an bestimmte Dienstleister sind weniger hoch, weil ich weiss, dass es nicht unbedingt ihr Fehler ist, wenn nicht alles einwandfrei klappt.
Manche Dienstleister haben sehr gut die Kunden besänftigt, indem sie ihre Kunden immer wieder informiert haben über ihr Vorgehen und Lieferungen aus dem Ausland.
Vor Covid-19 hätte ich mir nie darüber so viele Gedanken gemacht wie viele Türklinken ich pro Tag berühre.
Dies fiel mir speziell auf als ich in einem Hotel am Meer übernachtete. In diesem Hotel gibt es nur zwei Aufzüge, nun können nur noch zwei Personen in den Lift einsteigen, was zu Wartezeiten führt. Die Treppe war nicht geschildert, daher war es ziemlich kompliziert den Weg zu finden. Als ich endlich wusste, wo ich langgehen musste, fiel mir auf, dass ich total 5 Türklinken berühre bis ich an der freien Luft bin. Das Hotel hätte hier definitiv mehr machen können.
Vor Covid-19 ging ich 30 Minuten vor Abbau des Samstagsmarktes einkaufen.
Für den Samstagsmarkt muss ich nun über eine Stunde einplanen, da eine lange Wartezeit einberechnet werden muss bei den Gemüseständen. Es gibt weniger Stände, die auf eine grössere Fläche verteilt sind. Eigentlich ein gutes Konzept um überhaupt einen Markt zu erlauben. Leider vergeht mir die Lust einzukaufen, wenn ich so lange warten muss.
Jeder hat wahrscheinlich solche Erfahrungen gemacht, einige Service Designer haben darüber berichtet, das möchte ich euch nicht vorenthalten:
"Service design in the age of a pandemic" von Hazel Ho
"Service Design in the Age of COVID-19" von Jonathan Podolsky
"Designing digital services during the Coronavirus pandemic - some advice" von Derek du Preez
Autorin
Stéphanie Bartels, Studienassistentin Service Design