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Die Neugeborenenreflexe
Das Neugeborene hat angeborene Reflexe oder sogenannte Primitivreflexe die meistens seinem Selbstschutz dienen und bei einem entsprechenden Reiz instinktiv ausgeführt werden. Sobald das Baby lernt, seine Muskeln zu kontrollieren, verlieren sich diese Reflexbewegungen allmählich.
Der Greifreflex: Bis zum Alter von etwa 3 Monaten umschliessen die Finger des Babys automatisch alles, womit seine Handflächen in Berührung kommen. Dabei können sie so fest zugreifen, dass sie ihr eigenes Körpergewicht halten können.
Ein ähnlicher Reflex wird ausgelöst, wenn man die Fusssohlen streichelt. Der Fuss krümmt sich nach innen, als wolle das Kind damit etwas umklammern.
Der Moro-Reflex: Der Moro-Reflex, ein Schreckreflex, bezeichnet die unwillkürliche Reaktion von Neugeborenen und jungen Säuglingen, wenn sie mit lauten Geräuschen konfrontiert werden oder das Gefühl haben zu fallen. Sie strecken Arme und Beine aus und krümmen den Rücken, als wollten sie sich an etwas fest halten. Dann “rollen” sie sich ein und ballen die Händchen zu Fäusten.
Der Suchreflex: Wenn Sie die Wange Ihres Kindes sanft streicheln, wird es den Kopf zur gestreichelten Seite hin wenden und mit geöffnetem Mund Ihre Brust suchen.
Der Reflex bleibt bis etwa zum 3. oder 4. Lebensmonat erhalten, bei manchen Babys lässt er sich im Schlaf aber auch noch zu einem späteren Zeitpunkt auslösen.
Der Saugreflex: Babys haben einen starken Saugreflex, der zum Stillen unerlässlich ist. Wenn Sie mit einem Finger behutsam gegen den Gaumen des Babys drücken, fängt es an, intensiv zu saugen. Der Reflex hält auch noch eine Weile an, nachdem Sie den Finger zurückgezogen haben.
Für den natürlichen Saugreflex
Schon ab 14. SSW saugen Babys instinktiv an ihren Fingern. Mehr über die kiefergerechten MAM Nuggis: hier
Der Schluckreflex: Babys werden mit einem ausgeprägten Schluckreflex geboren, da sie bereits im Mutterleib Flüssigkeit zu schlucken gelernt haben. Das ist wichtig, damit sie gleich nach der Geburt trinken können. Babys verfügen auch über einen starken Würgereflex, der verhindert, dass sie sich verschlucken.
Der Schreitreflex: Hebt man ein neugeborenes Baby hoch und hält es aufrecht über eine Oberfläche, so dass seine Füsse mit dieser in Berührung kommen, wird es kleine Schreitbewegungen ausführen, als wolle es laufen. Dieser Reflex setzt kurz nach der Geburt ein und verliert sich nach ca. 2 Monaten. Er ist nicht mit dem eigentlichen Laufen zu verwechseln.
Der Galantreflex: Man bestreicht in Bauchlage des Säuglings die Haut neben der Wirbelsäule mit dem Finger. Es erfolgt eine Beugung der Wirbelsäule zur Seite des Reizes hin. Der Reflex ist in der Regel etwa bis zum sechsten Lebensmonat nachweisbar.
Letzte Aktualisierung: 05.2016, BH