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Die Forschungsstation Princess Elisabeth Antarctica empfängt das Team von Venturi und den neuen Venturi Antarctica, das erste Elektrofahrzeug, das für den Einsatz in polaren Umgebungen konzipiert wurde. Seit dem 10. Dezember dieses Jahres haben die Teams der emissionsfreien belgischen Basis Zugang zu einem umweltfreundlichen Transportmittel für ihre wissenschaftlichen Missionen. Das ist eine Weltpremiere: Noch nie zuvor war ein Elektrofahrzeug mit Raupenfahrwerk auf dem unwirtlichen weißen Kontinent unterwegs.
Vor sechs Monaten, am Weltumwelttag (5. Juni), hat Venturi, der monegassische Hersteller von Hochleistungs-Elektrofahrzeugen, S.D. Fürst Albert II. von Monaco die neue Antarctica vorgestellt. Seit einer Woche ermöglicht das monegassische Fahrzeug den Wissenschaftlern der Polarstation Princess Elisabeth Antarctica, sich mit ihrer Ausrüstung in dieser Region der Ostantarktis zu bewegen und dabei das Ökosystem so wenig wie möglich zu stören.
In der ersten Woche ihres Einsatzes hat die Antarctica mehrere wissenschaftliche Missionen am Boden ermöglicht, darunter Wartungsarbeiten an mehreren automatischen Wetterbeobachtungsstationen und an der neuen belgischen Atmosphärenbeobachtungsstation in 2.300 Metern Höhe auf dem antarktischen Plateau. Dank dieses neuen Fahrzeugtyps war es möglich, die Station zu erreichen, ohne die Umwelt zu beeinträchtigen. Alle diese Fahrten boten auch die Möglichkeit, Temperaturmessungen der Schneeoberfläche vorzunehmen, die zur Validierung der Satellitenmessungen dienen. Außerdem konnte mit dieser neuen Version des Venturi Antarctica eine simulierte Notfallrettung durchgeführt werden, bei der eine Person vom Grund einer Gletscherspalte geborgen werden sollte.
Die Fähigkeiten der Antarctica stehen im Einklang mit der ökologischen Vision und dem Ansatz der Princess Elisabeth Antarctica Station, der ersten und bisher einzigen emissionsfreien Station auf dem Kontinent. Dort arbeiten Teams der International Polar Foundation (IPF) — Betreiber der Station und Partner des belgischen Polarsekretariats — unermüdlich daran, die Forschung voranzutreiben und die Durchführung neuer Projekte vorzubereiten, u. a. zu Wasserstoff und einem neuen, leistungsfähigen Wasseraufbereitungssystem.
Die Station beherbergt in dieser Saison nicht nur mehr als 50 Wissenschaftler und Teammitglieder, sondern ist auch der Dreh- und Angelpunkt für die Inbetriebnahme des Venturi Antarctica. Das Fahrzeug leistet einen zusätzlichen Beitrag zur Unterstützung der Klimaforschung der Princess Elisabeth Antarctica Station, die von zahlreichen wissenschaftlichen Teams betrieben wird.
Die Antarctica bündelt das gesamte technologische Know-how von Venturi. Die Forschungs- und Entwicklungsteams, die bereits an Geschwindigkeitsweltrekorden für Voxan und Venturi gearbeitet haben, haben ein Fahrzeug entwickelt, das sich von allen anderen unterscheidet. Mit seiner umklappbaren Sitzbank in Längsrichtung kann er ein bis sechs Personen, Ausrüstung und sogar eine zweite Batterie befördern, um seine Startreichweite von 50 bis 200 Kilometern bei Temperaturen von bis zu -50°C zu erhöhen.
«Vor fast auf den Tag genau 12 Jahren kehrte S.D. Fürst Albert II. von Monaco von einer Reise in die Antarktis zurück und berichtete mir, dass die wissenschaftlichen Forschungsstationen nicht über saubere Fahrzeuge verfügten. Über die Stiftung Fürst Albert II. von Monaco wurde Venturi daraufhin mit der Aufgabe betraut, eine emissionsfreie Lösung zu finden, die den Zugang zu den wissenschaftlichen Untersuchungsgebieten ermöglicht. Damals, im Jahr 2009, gab es noch keine Technologie, die den Betrieb eines solchen Fahrzeugs in unwegsamem Gelände bei -50°C ermöglichte. Diese dritte Version des Antarctica ist nun optimal. Meine Teams und ich sind stolz darauf, dieses Fahrzeug an die International Polar Foundation zu liefern.» – Gildo Pastor, Präsident von Venturi.
«Unsere Arbeit mit Venturi zeigt, dass jede Organisation eine Reihe von Lösungen für Klimafragen finden kann. Die Aufgabe unserer Stiftung und der belgischen Princess Elisabeth Station ist ganz klar: Wissenschaftlern die Möglichkeit zu bieten, ihre Forschung in der Antarktis von einer erstklassigen Basis aus durchzuführen, die zudem keine Emissionen verursacht. Die Venturi Antarctica entspricht voll und ganz dieser Vision. Sie eröffnet eine neue Ära für die operative Logistik in der Antarktis im Rahmen des 1992 unterzeichneten Madrider Protokolls. In diesem Umweltprotokoll wurden die Vertragsparteien des Antarktisvertrags aufgefordert, das Umweltmanagement ihrer Operationen kontinuierlich zu verbessern.
Die bisher durchgeführten Tests waren sehr überzeugend und wir freuen uns, dass wir weiterhin an der Verbesserung der Energieleistung dieses Fahrzeugs im Dienste der Wissenschaft mitwirken können.» – Alain Hubert, Gründer und Präsident der International Polar Foundation.
Pressemitteilung Venturi