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Studienauftrag im selektiven Verfahren: 2015 Bauherrschaft: Genossenschaft zum Baumgarten, Zürich Mitarbeit: Joel Héritier, Lucas Michael
Die anstehende Erneuerung wird als weiterführende Transformation gesehen, die den hybriden Charakter des des ehemaligen Börsengebäudes stärken soll. Das nüchterne Bankgebäude wird mittels einem neuen Dachaufbau und einer strukturellen Bereinigung im Gebäudeinnern in Reminiszenz an den Gründerbau ein weiteres Mal zu einem eleganten Geschäftshaus überformt. Dies geschieht im Wesentlichen durch vier Eingriffe:
– eine Aufstockung durch ein fassadenbündiges Dachgeschoss, das die ursprüngliche Gliederung in Sockel, Mittelbau und Dachgeschoss wieder herstellt. Um den Hauptbaukörper der ehemaligen Börsenhalle weiter auszuzeichnen wird in Erinnerung an das ehemalige Spiegelgewölbe über der Börsenhalle dem neuen Attikagesims ein allseitig gewölbtes Blechdach aufgesetzt.
– eine Verkleinerung des Hofes um eine Achse, die es erlaubt die ursprünglichen Gebäudetrakte strukturell wieder spürbar werden zu lassen.
– eine Neuorganisation der Eingänge und der inneren Erschliessung, die die Zugänge zu den verschiedenen Nutzungen hierarchisiert und eine klare Adressbildung erlaubt.
– Licht bis in die Tiefe des Gebäudes: In Längs- und Querrichtung treppen die beiden aufgesetzten Dachgeschosse zurück und weiten den Innenhof. Das bestehende Flachdach mit den runden Oberlichtern wird ersetzt. Sich konvex und konkav verformende Träger aus vorfabriziertem Beton und gewölbte Gläser überspannen den Hof oberhalb des Mezzaningeschosses und modulieren als opulente identitätsstiftende Lichtdecke gegen innen die darunterliegenden Läden und gegen aussen den darüberliegenden Innenhof.