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Vier Chelsea-Anhänger haben Raheem Sterling im Stadion rassistisch beleidigt. Der Klub hat nun reagiert und gegen die Übeltäter Stadionsperren ausgesprochen. Der Spieler von Manchester City macht derweil auch die einheimische Boulevardpresse für den Vorfall verantwortlich.
Es passierte am Samstag während des Spitzenspiels zwischen Chelsea und Manchster City (2:0). Bei einer Einwurfszene holt Gästespieler Raheem Sterling den Ball. Dabei muss sich der englische Nationalspieler von vier Chelsea-Fans üble rassistische Beleidungen anhören lassen, wie Videoaufnahmen beweisen. Der Londoner Nobelklub hat die Übeltäter nun eruiert und provisorische Stadionsperren ausgesprochen. Der Vorfall werde weiterhin untersucht, wie der Klub in einer Stellungsnahme schreibt.
Raheem Sterling schrieb gestern auf seinem Instagram-Kanal über das traurige Ereignis. Der 24-Jährige gibt dabei den britischen (Boulevard-)Medien eine Mitschuld. Diese würden «den Rassismus befeuern». Als konkretes Beispiel nannte der schnelle Flügelspieler die Berichterstattung über zwei junge Mannschaftskollegen, welche beide ein Haus für ihre Mutter gekauft hatten.
Berichterstattung abhängig von der Hautfarbe
Während der dunkelhäutige Jungprofi als geldgierig rüberkommt, wird sein weisser Teamkollege als grosszügig wahrgenommen.
Die «Daily Mail» titelte bei Tosin Adarabioyo: «Junger Manchester-City-Spieler, 20, der 25.000 Pfund die Woche verdient, gibt 2,25 Millionen Pfund für eine Villa aus, obwohl er noch nie ein Premier-League-Spiel von Beginn an bestritten hat.»
Ebenfalls die «Daily Mail» beim 18-jährigen Phil Foden, der in der Liga bis jetzt auch noch nie ein Spiel für City von Beginn an bestritten hatte: «Manchester-City-Stern Phil Foden kauft neues Zwei-Millionen-Pfund-Heim für seine Mutter».
Sterling fordert in seinem Post auf, über faire Berichterstattung nachzudenken und allen Spielern die gleiche Chance zu geben. Über die rassistischen Beleidigungen könne er nur lachen. Von solchen Leuten könne man nichts Besseres erwarten.
Klopp gibt Sterling Rückendeckung
Die souveräne Reaktion von Raheem Sterling hat auch Liverpool-Trainer Jürgen Klopp beeindruckt, wie er an einer Pressekonferenz festhielt.