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Die Organisation
Peru ist neben Bolivien und Guatemala eines der drei Länder Lateinamerikas mit einem großen Anteil indigener Bevölkerung. Fast 50% Prozent der Einwohner sind Mestizen und etwa ein Drittel indianischer Abstammung, die überwiegend zu den Quechua und Aymara sprechenden Gruppen gehören. Aufgrund von ethnischen Gegensätzen, sozio-politischen Disparitäten, ineffizienter Bürokratie und Misswirtschaft kommt es immer wieder zu einer ungenügenden Umverteilung der Güter und somit zu mangelnder Versorgung der Bevölkerung. Besonders davon betroffen sind die indigenen Bewohner, welche oft unterhalb der Armutsgrenze leben. Regional betrachtet befinden sich diese ethnischen Minderheiten in den Randzonen Limas und in den ländlichen Gebieten des Regenwaldes (Selva) und des Gebirges (Sierra). Der nationale Zensus der indigenen Bevölkerung 2007 hat zudem ergeben, dass ca. 60% der erfassten Gemeinden keinen Zugang zu gesundheitlichen Einrichtungen hat. Peru weist eine der höchsten Müttersterblichkeitsraten Amerikas auf und dies, obwohl das Land längst nicht mehr zu den Entwicklungsländern gezählt wird, sondern, laut Weltbank-Indikatoren, ein Schwellenland ist. Der Einfluss des Drogenhandels und die ausgeprägte Schattenwirtschaft zeigen unter anderem, dass Peru nach wie vor massive strukturelle Probleme zu bewältigen hat. In den zentralperuanischen Anden, wo zwecks Eindämmung des Kokaanbaus bereits in den 90er Jahren tropischer Regenwald unter staatlicher Kontrolle zu Landwirtschaftszonen umgebaut wurde, stellte man bald fest, dass es den Bauern an wirtschaftlichen Erträgen fehlte. Als Alternative zur alleinigen Subsistenzwirtschaft, die aus diesen Massnahmen resultierten, gründeten die Kaffeebauern 2001 in der Region Junín, den Verein Mountain Coffee. Ziel des Vereins war es den ökologischen Anbau und die Vermarktung von Kaffee mit gleichem Gewicht voranzutreiben. Während anfänglich nur ein Drittel Bio-Kaffee angebaut wurde und die ersten Exporte 2004 - unter Einbezug von Mittelsmännern – kaum 60 Tonnen Kaffee erreichten, besitzt Mountain Coffee heute die Fairtrade Zertifizierung, exportiert auf direktem Wege und erzielt Erntemengen von über 1000 Tonnen Bio-Kaffee pro Jahr. Der Fokus von Mountain Coffee liegt nach wie vor in der technischen und wirtschaftlichen Unterstützung der Produzenten, deren Mitwirkung im strategischen Entscheidungsprozess des Vereins sowie in der Herstellung eines qualitativ hochstehenden Kaffees.
Das Produkt
Der Arabica Hochlandkaffee von Mountain Coffee, der durch seine milde Säure und samtige Würze gefällt, kommt vollmundig und sehr ausgewogen daher. Er fliesst in die aromatischen Bio-Crema und Bio-Classico sowie in die Bio-Espresso Mischung ein. Die Kaffeemischungen sind auch in Portionen-Pads erhältlich.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Nutzung der Fairtrade Prämien für die technische Unterstützung der Produzenten und Sicherung von Know-how Transfer durch Schulungen und Workshops
- Finanzierung von Mikrokrediten und medizinische Unterstützung