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Erschöpfung ist ein häufiges Symptom: Jeder Mensch kennt das Gefühl, einmal erschöpft, schwach und abgeschlagen zu sein.
Meist ist ein Erschöpfungszustand vorübergehend und kann an bestimmten Umständen festgemacht werden – Schlafmangel, ein stressiger Arbeitstag, eine anstrengende Reise, eine belastende Situation oder ein ausgiebiges Sport-Training.
Hinter Erschöpfung, Schwäche und Abgeschlagenheit können sich aber auch Erkrankungen verbergen, vor allem wenn die Beschwerden länger anhalten und über eine allgemeine Schlappheit hinausgehen. Krankheiten, die Erschöpfung verursachen können, sind zum Beispiel Erkältungen, Blutarmut (Anämie) oder auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem kommen psychische Auslöser als Ursachen der Schwäche oder Abgeschlagenheit infrage.
Um die Ursache der Erschöpfung abzuklären, ist es ratsam, sich beim Hausarzt gründlich durchchecken zu lassen. Er wird zunächst einige Fragen zu den Beschwerden stellen, zum Beispiel ob Stress der Auslöser des Erschöpfungszustands sein könnte. Ausserdem veranlasst der Arzt in der Regel eine Blutuntersuchung. Die Blutwerte geben Hinweise auf verschiedene Erkrankungen, zum Beispiel eine Blutarmut oder Entzündungen im Körper. In manchen Fällen handelt es sich bei Symptomen wie Schwäche, Antriebslosigkeit, Erschöpfung und ständiger Müdigkeit auch um das chronische Erschöpfungssyndrom (CFS, chronisches Müdigkeitssyndrom).
Ob die Erschöpfung behandelt werden muss, richtet sich vor allem nach den Ursachen. Ist zum Beispiel Stress der Grund der Schwäche und Abgeschlagenheit, lässt die Erschöpfung in der Regel nach, wenn die Belastung zurückgeht. Entspannungsverfahren wie autogenes Training und eine gesunde Lebensweise mit gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung helfen, Stress zu reduzieren und Erschöpfung zu vermeiden.
Dauert der Erschöpfungszustand dagegen länger an, kann eine Erkrankung dahinterstecken. In diesem Fall muss die Grunderkrankung behandelt werden.
Erschöpfung kann verschiedene Ursachen haben. Schwäche Abgeschlagenheit und Erschöpfung sind recht allgemeine Begriffe für Beschwerden, die eine ganze Reihe von Gründen haben können – von ganz harmloser, vorübergehender Schlappheit bis hin zu schweren Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Oft kann man selbst schon erahnen, woher die plötzliche Erschöpfung kommt, zum Beispiel wenn eine Erkältung im Anflug ist.
Erschöpfung, Schwäche und Abgeschlagenheit können zum Beispiel folgende Ursachen haben:
Bei andauernder, starker Erschöpfung ist eine Diagnose durch den Arzt sinnvoll. Wer sich über einen längeren Zeitraum sehr erschöpft, schwach und abgeschlagen fühlt, sollte die Beschwerden bei seinem Hausarzt abklären lassen.
Da die möglichen Ursachen der Erschöpfung sehr vielfältig sind, wird der Arzt bei der sogenannten Anamnese zunächst einige Fragen stellen:
Anhand dieser und weiterer Fragen kann der Arzt sich ein genaueres Bild über die mögliche Ursache der Abgeschlagenheit machen.
Um bei Erschöpfung die Diagnose zu stellen, untersucht der Arzt den Betroffenen gründlich und misst unter anderem den Blutdruck. Anschliessend ordnet er eine Blutentnahme an. An den Blutwerten kann der Arzt gegebenenfalls verschiedene Erkrankungen erkennen, zum Beispiel eine Blutarmut (Anämie), erhöhte Blutzuckerwerte oder Entzündungen.
Oft kann der Arzt bereits anhand dieser Diagnostik auf die Ursache der Erschöpfung schliessen. Abhängig von den Ergebnissen können bei Erschöpfung weitere Untersuchungen notwendig sein, um die Diagnose zu sichern.
Nicht immer ist bei Erschöpfung, Abgeschlagenheit oder Schwäche eine Therapie notwendig. Allgemeine Erschöpfung, zum Beispiel bei Stress, verschwindet in der Regel von selbst wieder, wenn die Belastung nachlässt.
Bei chronischer Erschöpfung wird der Arzt eine Therapie empfehlen. Zunächst ist es allgemein ratsam, sich bei akuter Erschöpfung, Schwäche und Abgeschlagenheit auszuruhen und gegebenenfalls auch körperliche Anstrengung zu vermeiden. Wenn Sie sich erschöpft fühlen, sollten Sie zudem langfristig auf eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Entspannung und Schlaf, ausgewogene Ernährung und körperliche Bewegung achten.
Die gezielte Therapie der Erschöpfung richtet sich nach ihrer Ursache. Sind Infekte für die Abgeschlagenheit verantwortlich, können neben Erholung gegebenenfalls Medikamente wie Antibiotika helfen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfordern ebenfalls eine ärztliche Behandlung. Auch Erschöpfung durch Stoffwechselerkrankungen und hormonelle Störungen (wie Schilddrüsenunterfunktion) bedarf einer gezielten Therapie, zum Beispiel die Behandlung von Herzrhythmusstörungen mit Antiarrhythmika.
Bei ungesunder Ernährung kann eine Ernährungsberatung sinnvoll sein, beim Schlaf-Apnoe-Syndrom die Abklärung in einem Schlaflabor. Sind Stress und andere psychische Ursachen naheliegend, empfiehlt es sich oft – neben Stressvermeidung und Entspannungstechniken – einen Therapeuten zu Rate zu ziehen.
Falls Medikamente die Erschöpfung verursachen, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob Sie die Therapie mit einem anderen Medikament fortführen können. Müdigkeit und Erschöpfung verschwinden dann in der Regel. Lassen Sie sich aber in jedem Fall von Ihrem Arzt beraten, bevor Sie ein Medikament absetzen oder wechseln.