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Ich bin die Mutter des wahren Gottes (II)
Als Juan Diego dem Erzbischof alles getreulich übermittelte, was ihm die Himmlische Frau aufgetragen hatte, schenkte dieser dem Bericht des Indios aber keinen Glauben.
Da ging er am nächsten Morgen wieder zum Felsenhügel und erblickte in der glänzenden Wolke die Muttergottes, die ihn zu erwarten schien. Er warf sich vor ihr nieder und berichtete demütig was er beim Erzbischof erlebt hatte. Er bat sie, nicht ihn, den armen, einfach Indianer, sondern lieber einen hochangesehenen und geschätzten Mann zum Bischof zu senden. Unsere Liebe Frau erwiderte ihm: „Höre, mein liebster Sohn und wisse, dass ich viele Diener und Boten habe, die ich mit der Überbringung meiner Botschaft beauftragen könnte. Doch es ist ganz und gar notwendig, dass du derjenige sein sollst, der diese Mission ausführt und dass durch deine Vermittlung und deine Hilfe mein Wunsch erfüllt werden soll. Ich bitte dich dringend, morgen wieder zum Bischof zu gehen. Sage ihm in meinem Namen und lasse ihn ganz genau meine Anordnung verstehen, dass er die Errichtung des Gotteshauses, worum ich bitte, ausführen soll. Wiederhole ihm, dass ich persönlich es bin, die immerwährende Jungfrau Maria, die Mutter Gottes, die dich sendet.“
Am darauf folgenden Tag, machte sich Juan Diego wieder auf zum Bischof. Er erzählte ihm von der zweiten Erscheinung und bat ihn unter Tränen, dem Wunsch der Lieben Frau nachzukommen. Doch der Bischof schenkte ihm abermals keinen Glauben, es schien ihm zu widerstreben, dass Maria ausgerechnet diesem armseligen Indio erscheinen sollte. Er sagte zu Diego, dass er von dieser wunderbaren Frau ein sicheres Zeichen haben möchte, damit er erkennen könne, dass es sich wirklich um die Mutter Gottes handelte. Juan Diego überbrachte der hehren Erscheinung, die sich bei Diego mit liebvollen Worten bedankte, die Antwort des Bischofs, und bat ihn, sich am nächsten Morgen, zur selben Stunde und am gleichen Ort wieder einzufinden, dann wolle sie ihm das gewünschte Zeichen geben.
Als Juan Diego dem Erzbischof alles getreulich übermittelte, was ihm die Himmlische Frau aufgetragen hatte, schenkte dieser dem Bericht des Indios aber keinen Glauben.