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Im Vergleich zum Vorjahr entsprach dies einem realen Anstieg um 2,7 Prozent, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hervorgeht.
Die USA herausgerechnet lag der Zuwachs sogar bei 3,9 Prozent. Dies ist relevant, da die Vereinigten Staaten seit Jahren eine ausgewogenere Lastenteilung innerhalb des Bündnisses fordern. Mit rund 785 Milliarden US-Dollar gaben sie im vergangenen Jahr rund 2,4 Mal so viel Geld für Verteidigung aus wie alle anderen 29 Nato-Partner zusammen und hatten mit 3,7 Prozent auch den mit Abstand höchsten Anteil der Verteidigungsausgaben an der nationalen Wirtschaftsleistung.
Konkret verlangen die USA, dass alle Bündnisstaaten so schnell wie möglich jährlich mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben. 2020 erreichten den aktuellen Nato-Zahlen zufolge lediglich zehn andere diese Zielvorgabe.
Dies waren die Slowakei, Griechenland, Grossbritannien, Rumänien, Polen, Frankreich, Norwegen sowie die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen.
Deutschland war mit einer Quote von 1,56 Prozent weiter weit vom Zwei-Prozent-Ziel entfernt - obwohl die für die Nato relevanten Ausgaben Deutschlands dem Jahresbericht zufolge von 46,9 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 51,6 Milliarden Euro in 2020 stiegen.
Hinzu kommt, dass die BIP-Quote in 2020 nur wegen des Konjunktureinbruchs durch die Corona-Krise so hoch ausfiel. Vor der Krise war erwartet worden, dass die deutschen Ausgaben zu einer Quote von etwa 1,42 Prozent führen.