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Ziel des Projekts ist es, durch ein positives und emotionales Demokratieerlebnis die Motivation und das Interesse der Bürgerinnen und Bürger von morgen zu erhöhen, eine aktive Rolle in ihrem Lebensort zu übernehmen. Die Erfahrung der aktiven Bürgerschaft wirkt sich positiv aus und zielt darauf ab, die Fähigkeit zur Teilnahme (das Können), die Bereitschaft zur Teilnahme (das Wollen) und die Möglichkeit zur Teilnahme (das Dürfen) zu erhöhen.
Das Projekt gliedert sich in drei Bereiche, die über einen Zeitraum von vier Monaten für insgesamt etwa 35 Schulstunden abgedeckt werden:
1) zwei Unterrichtsstunden, in denen den Kindern erklärt werden soll, was die Gemeindeverwaltung ist, was ihre Rolle ist und wie sie funktioniert;
2) Ausflüge und Aktivitäten (Besuche bei kommunalen Diensten, der Gemeindeverwaltung oder ein Gespräch mit dem Gemeindepräsidenten);
3) ein Rollenspiel, bei dem die Kinder die Rolle von Mitgliedern des Gemeindeparlaments spielen und einen demokratischen Prozess erleben, der auf den gleichen Regeln wie in der realen Politik basiert.
Im Rahmen des Pilotprojekts wurde der Unterricht von einer Vertreterin des kantonalen Amtes für lokale Behörden, dem Klassenlehrer und dem Schuldirektor mit Einbezug der Kinder durchgeführt.
Es wurde beschlossen, das Projekt in der Primarschule durchzuführen, weil diese Schulstufe ein geeigneter Ausgangspunkt für einen Entwicklungspfad ist, der auf die Bildung und Strukturierung von Bürgersinn und aktiver Bürgerschaft abzielt. Wie uns die Erzählung von Antoine de Saint-Exupérys «Kleinen Prinzen» in Erinnerung ruft, haben Kinder die Fähigkeit, Fragen zu stellen und die Welt mit anderen Augen zu sehen. Dies dank ihrer starken Vorstellungskraft, ihrer Neugierde und der Fähigkeit, sich von dem überraschen zu lassen, was Erwachsene für selbstverständlich halten.
Das Rollenspiel , ein grundlegendes Element des Projekts, ist ein erfahrungsorientiertes Lernmodell. Der Lernprozess wird durch Handeln und Experimentieren mit einer Rolle (Mitglied des Gemeindeparlaments zu sein), einer Aufgabe (in Gruppen ein Projekt auszuarbeiten, um sich in der Schule wohl zu fühlen, und es in Form einer Motion auszuarbeiten) und einer Situation (die Gemeindeparlamentssitzung) realisiert. Die Kinder sind aufgerufen, ihre persönlichen und transversalen Fähigkeiten einzubringen, um die Ziele zu erreichen, nämlich kritisches und kreatives Denken und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Kommunikation.
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Leider war es aufgrund des COVID-Notstands nicht möglich, das Projekt in seiner Gesamtheit durchzuführen. Die Kinder haben deshalb das lang erwartete Rollenspiel, die erste Sitzung des Gemeindeparlaments, noch nicht erlebt. Das Projekt wird mit dem neuen Schuljahr im September wieder aufgenommen.