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Weniger Messdaten
Durch das Virus sind momentan viel weniger Flugzeuge unterwegs als normalerweise. Die Flugzeuge messen normalerweise Temperatur, Druck, Wind und teilweise auch Feuchtigkeit. Diese Messungen bieten wertvolle Informationen über den Zustand der Atmosphäre über den Ozeanen, wo es sonst kaum Messdaten gibt.
Modelle ungenauer
Die fehlenden Messungen wirken sich direkt auf die Qualität der numerischen Wettermodelle aus. Damit diese nämlich eine gute Prognose liefern, brauchen sie möglichst genaue Informationen über den aktuellen Zustand der Atmosphäre. Zwischen dem 3. und dem 23. März gingen die verwendeten Daten aus dem Flugverkehr um rund 65 % zurück. Um die fehlenden Daten etwas auszugleichen, misst man dafür momentan öfter manuell mit sogenannten «Wetterballonen». Diese Radiosonden sind mit verschiedenen Sensoren ausgestattet und steigen bis in grosse Höhe. In Payerne/VD wird so momentan viermal statt nur zweimal täglich der Zustand der Atmosphäre gemessen.