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Im Beobachtungsjahr 2014/2015 wurden die höchsten Temperaturen im Permafrost verzeichnet. Dies sei aber nicht nur auf die allgemeinen Rekordtemperaturen von 2015 zurückzuführen sondern auf langjährig hohe Mittelwerte.
Permafrost ist ganzjährig gefrorenes Untergrundmaterial wie Fels oder Schutt. In der Schweiz sind es etwa 5 Prozent der Fläche, hauptsächlich kalte, hochgelegene Schutthalden und Felswände oberhalb von 2500 Meter über Meer. Entscheidend für den Permafrost ist die Temperatur an der Bodenoberfläche.
Noch nie war der Permafrost derart stark erwärmt wie im Beobachtungsjahr 2014/2015, wie die Resultate des Schweizer Permaforstmessnetz (PERMOS) zeigen. Dies sei nicht nur auf das Rekordwetter im Jahr 2015 zurückzuführen, sondern auf die dauernd anhaltenden warmen Bedingungen während der letzen Jahre, schreiben die Akademien der Wissenschaften Schweiz (SCNAT). Seit 2009 seien die Temperaturen an der Bodenoberfläche dauerhaft höher als im langjährigen Mittel. Zusätzlich blieben anhaltende kühle Phasen aus.
Im Sommer 2015, dem zweitwärmsten seit Messbeginn, überstiegen die Temperaturwerte im Boden sogar den Rekord des „Hitzesommers 2003“. Der Jahresmittel war dagegen leicht tiefer. Dank dem fehlenden Schnees im Winter 2014/2015 und seiner isolierenden Wirkung. So konnte sich der Boden lange auskühlen.
Stattfindende Schmelzprozesse im Permafrost führen vermehrt zu Felsstürze und Blockgletscher bewegen sich schneller. So wurde eine Geschwindigkeitszunahme von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr gemessen. Insgesamt bewegt sich die Mehrheit der Blockgletscher gegenwärtig so schnell wie noch nie seit Beginn der Messungen um das Jahr 2000.