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Ach war das schön wieder einmal in einem bequemen Bett zu liegen! So blieb ich bis ca. 8 Uhr liegen und stand dann auf. Als Erstes musste ich den Mietwagen zurück bringen. Diese Rückgabe erfolgte ohne Probleme, nur etwa 2km vom Airbnb aus. Danach lief ich ins nächste Tim Hortons um mir mein Frühstück zu gönnen. Inzwischen habe ich von Tim Hortons eine Gutscheinkarte. Damit bekomme jeden 7. Kaffee kostenlos. Während ich mein Frühstück ass, hörte ich am Nebentisch, hinter meinem Rücken, eine Frau und einen Mann angeregt diskutieren. Da kam mir die Idee, diese zwei zu fragen, was man in Winnipeg unbedingt gesehen haben muss. So kamen wir ins Gespräch und ein Wort ergab das andere. Das war cool! Die zwei standen dann auf und gingen. Da sprach mich eine dritte Frau an und sagte, dass sie gehört hätte, dass ich mit dem Fahrrad unterwegs sei. Sie hatte dann eine Frage zum Schulsystem bei uns in der Schweiz. Da sie jedoch gewisse Fachausdrücke verwendete, verstand ich nicht ganz alles. Ich hatte aber dann realisiert, dass sie vermutlich Schweden und die Schweiz verwechselte.
Danach lief ich in Richtung „The Forks“ (die Gabel). Dieses Gebiet beim Zusammenfluss des Assiniboine River und Red River heisst so, weil sich diese Flüsse schlängeln und damit aussehen wie eine Gabel. Hier steht auch das berühmte „Canadian Museum for Human Rights“, also das Museum für Menschenrechte. Es wurde 2014 eröffnet. Es ist ein sehr moderner Bau, welchen man schon von weitem sieht und in welchem man innwendig fast bis zur obersten Spitze hinaufsteigen kann.
Ich konnte mir nicht so vorstellen, wie man in einem Museum etwas über Menschenrechte erzählt, bevor ich das Museum betrat. Zudem gebe ich zu, dass ich selten in Museen anzutreffen bin. Dieses Museum hat mich aber fasziniert und zutiefst berührt! Im sechs Stockwerke umfassenden Museum ist der unterste Stock komplett Nelson Mandela gewidmet. Hier wird sein Werdegang und sein Kampf sowie seine Leidensgeschichte aufgezeigt. Das ging mit wirklich sehr nahe! Ein faszinierender Mensch!
In den anderen Stockwerken ging es überall um Minderheiten und um deren Geschichte. Also um die Juden während der Nazi-Zeit und auch noch heute in Israel, die Roma, die First Nations (die Ureinwohner Kanadas und Amerikas), die Schwarzen, etc. So verbrachte ich etwa drei Stunden im Museum. Das war wirklich ein eindrückliches Erlebnis!
As ich aus dem Museum trat sah ich, dass es geregnet hatte. Das war perfektes Timing, denn ich lief trockenen Fusses nach Hause. Auf dem Nachhauseweg lief ich am Parlamentsgebäude vorbei. Da es teilweise leicht nieselte, hielt ich mich hier nicht gross auf, sondern lief einfach relativ zügig weiter. Winnipeg ist übrigens eine Stadt mit ca. 750’000 Einwohnern und liegt auf einer Höhe von ca. 240m.ü.M.
Zu Hause telefonierte ich noch mit Daniela und kochte mir anschliessend etwas Feines. Nach dem Nachtessen füllte ich dann eine Waschmaschine mit meinen Kleidern. Die einen Kleidungsstücke hatten es wirklich nötig….