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In den nächsten Tagen werde eine Autopsie durchgeführt, um die genaue Todesursache zu ermitteln, sagte der zuständige Staatsanwalt der nordfranzösischen Gemeinde Cambrai gegenüber den Nachrichtenagenturen AP und AFP. Dabei handle es sich nicht um eine strafrechtliche Untersuchung, sondern um die Untersuchung der Todesumstände eines 23-jährigen Mannes, der plötzlich verstorben ist.
Der Sturz beim Klassiker vom Sonntag war von den Kameras nicht eingefangen worden. TV-Bilder zeigten nur den bewusstlosen Goolaerts, wie er am Streckenrand von Rettungssanitätern versorgt wurde. Die Organisatoren sprachen danach von einem Herzstillstand, der offenbar bereits den Sturz ausgelöst hatte.
Mit einem Helikopter wurde Goolaerts, der für das zweitklassige Team Veranda's Willems-Crelan fuhr, in ein Spital in Lille geflogen. Um 22.40 Uhr sei er im Beisein seiner Familie und engsten Freunde gestorben, teilte sein Team in der Nacht auf Montag mit.
Bei Paris-Roubaix, der sogenannten «Hölle des Nordens» wegen der vielen Kopfsteinpflaster-Passagen, war Goolaerts zum ersten Mal bei den Profis an den Start gegangen. «Goolie, genau wie ich 1994 geboren. So sind wir seit Jahren im Peloton zusammen. Ich kann noch nicht verstehen, dass dies zu Ende ist. Dein ewiges Lächeln wird mir immer eine Inspiration bleiben», schrieb sein Teamkollege Wout van Aert auf Twitter.
Goolaerts hatte 2016 als Trainee bei Lotto-Soudal den Einstieg im Profiradsport geschafft. Danach ging er für Veranda's Willems-Crelan an den Start. Für das Team war er auch schon 2013 und 2014 in der Continental-Mannschaft gefahren.
In diesem Jahr hatte er vor allem die Frühjahrsrennen in Belgien bestritten. Sein bestes Ergebnis war abgesehen von Top-Ten-Platzierungen bei der relativ unbedeutenden Sharjah Tour in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein 9. Platz beim Eintagesrennen Quer durch Flandern.
Der Vorfall weckte Erinnerungen an den Tod des Belgiers Daan Myngheer, der 2016 nach einem Herzinfarkt beim Critérium International auf Korsika ebenfalls gestorben war. Auch sonst hat der Radsport immer wieder Todesfälle zu beklagen. 2017 starb etwa der ehemalige Giro-Sieger Michele Scarponi nach einem Trainingsunfall, ein Jahr zuvor hatte der Belgier Antoine Demoitié eine Kollision mit einem Begleitmotorrad nicht überlebt.