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Im Gegensatz zur Schweizer Teilnehmerin Anna Rossinelli und ihrem Team, die sich im Finale mit dem letzten Platz begnügen mussten, hat Schweden 2011 amEurovision Song Contest einen Grosserfolg gelandet. Nicht nur ging der dritte Platz an den schwedischen Newcomer Eric Saade, sondern auch der Sieg Aserbaidschans ist eigentlich Schweden zu verdanken. Der Song „Running Scared“ stammt aus der Feder von Stefan Örn und Sandra Bjurman, und auch die Chorsängerinnen waren Schwedinnen. In den Jahren zuvor haben die schwedischen Teilnehmer zwar nur im Mittelfeld abgeschlossen, was aber immer noch deutlich besser war als die Resultate der Schweizer.
Da stellt sich natürlich die Frage, wieso Schweden soviel erfolgreicher abschneidet, als die einwohnermässig fast gleich grosse Schweiz. Ein Grund ist sicher, dass Schweden politisch weniger isoliert ist. Wichtiger ist aber wohl, dass das Musikbusiness in Schweden viel professioneller organisiert ist als in der Schweiz und die amerikanische Kultur früher und breiter aufgenommen wurde, wie auch die zahlreichen Exporterfolge in den Bereichen Pop, Rock und Jazz zeigen. Dazu gehören die musikalischen Ausbildungsmöglichkeiten an den Schulen, die zahlreichen Folkparks, welche jungen Musikern Auftrittsmöglichkeiten bieten und die 1993 gegründete staatliche Förderorganisation „Export Music Sweden„. Wichtig ist auch die Rolle Fernsehens, welches in Schweden mit dem Melodifestivalen einen kompetitiven Rahmen für die Vorentscheidung bietet und dazu auch extra eine international besetzte Jury hat, während das Schweizer Fernsehen lieber auf den volkstümlichen Schlager setzt, aber damit natürlich keine Synergieeffekt mit dem Eurovision Song Contest hat, eher im Gegenteil. Und nicht zuletzt ist das Interesse am Eurovision Song Contest in Schweden wohl einfach schlicht grösser als in der Schweiz, zumindest war das mein Eindruck von meiner Studienzeit in Schweden, was für mehr Komponisten und Musiker eine Motivation ist, am Wettbewerb überhaupt teilzunehmen.