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2002 wurde in Israel das „Dream Doctors medical clowns project“ ins Leben gerufen. Die Traum-Doktoren sind nun zum israelischen Ärzteteam in Nepal dazugestossen und bringen Kinder und Erwachsene in Nepal, die sich von ihren Verletzungen erholen, zum Lächeln.
Israel ist führend in der Professionalisierung des medizinischen Einsatzes von Clowns und hat wissenschaftliche Beweise für die Effektivität dieser Methode geliefert. In den letzten Jahren haben Clowns in Israel Operationssäle und Intensivstationen in Krankenhäusern mit Ballons und Tröten besucht, um gemeinsam mit Ärzten Lachtherapien zu entwickeln, die bei Schmerzen helfen sollen.
Die Traum-Doktoren Yaron Sancho Goshen, Smadar Harpak, Rotem Goldenberg, David DuSh BarasHi und Nimrod Eisenberg nutzen ihre Fähigkeiten, um die Auswirkung von Traumata zu reduzieren und Schmerzen und Angst der Patienten zu verringern.
Traum-Doktor Yaron „Sancho“ Goshen erzählt:
„Am Eingang der Notaufnahme vom IDF-Feldlazarett sitzen viele Nepalesen und warten ruhig und geduldig. Nur rund 30% der Krankheitsfälle dort wurden direkt durch das Erdbeben ausgelöst, aber wie einer der Ärzte mir erklärt hat, ist es auch Teil der IDF-Mission, die lokalen Krankenhäuser zu entlasten.
Die Anwesenden, die sich auf langes Warten einstellen und geordnet auf Bänken sitzen, sind ein leichtes Ziel für einen medizinischen Clown.
Ich tue, was ein Clown tun sollte, und deswegen vergeht die Zeit „mit einem Lächeln“. Vier Nepalesen kommen herein mit einer Trage von einem benachbarten Krankenhaus. Sie tragen einen älteren Herrn. Nach einer komplizierten Operation ist sein Bein vollständig bandagiert. Stäbchen und Schrauben ‚dekorieren‘ es vom Knie herab. Er wurde zum IDF-Feldlazarett gebracht, damit man hier die Behandlung fortsetzen könne. Es ist nicht einfach, ihn anzusehen.
Ich beuge mich nach vorn, berühre seine Hand und er antwortete mit einem Handdruck. Offensichtlich unter Schmerzen. Ich versuche, von ihm Details zu erfahren, aber er spricht kein Englisch. Ich rufe den nepalesischen Dolmetscher herüber, der auf einem Kibbutz in Israel gearbeitet hat, und ein emotionales Gespräch entwickelt sich.
Wieder einmal ist es wundervoll mitzuerleben, wie die Verwundeten das Vermögen besitzen, ihre Gabe, klar und freudig zu kommunizieren, wiederzuerlangen. Trotz seines Schmerzes ist er froh, mit mir sprechen zu können, und wir machen zusammen Scherze. Ich gebe ihm eine rote Clown-Nase, die er gerne aufsetzt. Ich bin mir dessen bewusst, dass das gesamte ‚Publikum‘ um uns herum unser Gespräch mit Neugierde verfolgt. (…)
Ich lerne, wie man auf Nepalesisch „mein grosser Bruder“ sagt – und von diesem Moment an sind wir Brüder.
Er wiederholt – mithilfe des Dolmetschers – wie dankbar er Israel für das, was der Staat tut, sei. (…)
Einige Minuten später bringt man ihm zum Zelt der orthopädischen Abteilung (ich glaube, der einzige Unterschied zwischen diesem und einem gewöhnlichen Krankenhaus ist, dass es in diesem keine Aufzüge gibt…) und deswegen verabschieden wir uns.
Diese Begegnungen haben mich fasziniert. Ich kann nicht verstehen, wie sie ihre Situation mit solch einer Ruhe akzeptieren können. Ich rufe mir auch ins Gedächtnis, dass jeder, der ins IDF-Feldlazarett eingeliefert wird, in einer viel besseren Lage ist als anderswo. Ich habe das Gefühl, dass sie sich dessen bewusst sind.“
Originaltext Sancho‘s story #2. Übersetzung:Botschaft des Staates Israel in Berlin