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Der Begriff der Nachhaltigkeit kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Hier lässt er sich auch einfach definieren: Man darf nicht mehr Bäume fällen als Neue dazu wachsen. Doch für die heutige Wirtschaft ist diese Definition nicht mehr ausreichend. Wie sollte etwa mit Ressourcen umgegangen werden, die nicht nachwachsen, beispielsweise Rohstoffe? Die wohl am häufigsten verwendete und am weitesten anerkannte moderne Definition von Nachhaltigkeit, ist die sogenannte Brundtland-Definition. Sie besagt, dass eine Entwicklung nachhaltig ist, wenn sie die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt ohne jene künftiger Generationen zu gefährden. Diese Definition beinhaltet zwei Formen von Gerechtigkeit: Einerseits die Gerechtigkeit innerhalb einer Generation. Hier geht es vor allem um einen gewissen Ausgleich zwischen Arm und Reich. Andererseits geht es um eine Gerechtigkeit zwischen heute und morgen, zwischen jetzigen und künftigen Generationen.
In meinem Buch Green Change schlage ich eine weitere Präzisierung dieser Definition vor. An der Stelle der Bedürfnisse sollte das Wohlbefinden oder Glück gestellt werden. Denn Bedürfnisse sind nicht klar definiert und erlauben nicht bei einem Konflikt verschiedener Bedürfnisse abzuwägen. Etwas verkürzt (und technisch) formuliert: Eine Entwicklung ist nachhaltig, wenn sie das Glück hier und jetzt, genauso aber auch morgen und anderswo maximiert.
Dabei scheinen mir die oft angewendeten drei Säulen der nachhaltigen Entwicklung – Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft – sinnvoll, um das Konzept runter zu brechen.