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Das Wichtigste in Kürze
- Mehrere Frauen werfen dem Schauspieler Armie Hammer Vergewaltigung vor.
- Disney veröffentlicht trotzdem den Film «Tod auf dem Nil», wo er Teil der Besetzung ist.
- Andere Arbeitgeber haben den Schauspieler fallen lassen.
Anfang des Jahres kamen Vergewaltigungsvorwürfe gegen US-Star Armie Hammer (35, «Call Me By Your Name») auf. Danach wurde der Schauspieler von den meisten seiner Arbeitgeber fallengelassen. Das Filmstudio Disney hält jedoch allem Anschein nach an einem Grossprojekt mit ihm fest. Der Kinostart des Mysteryfilms «Tod auf dem Nil» im Februar 2022 bleibt bestehen.
Neben Hammer und Branagh selbst wird darin unter anderem Gal Gadot (36)zu sehen sein. Auch Letitia Wright (28), Annette Bening (63) und Russell Brand (46) sind dabei.
«Tod auf dem Nil» ist die zweite Agatha-Christie-Verfilmung des Briten Branagh. Er selbst spielt, wie schon in «Mord im Orient Express» (2017), die Hauptrolle des Privatdetektivs Hercule Poirot. Dieser stellt während einer Dampferfahrt auf dem Nil Ermittlungen im Mordfall der reichen Linnet Ridgeway Doyle (Gadot) an. Der Kinostart war wegen der Corona-Pandemie bereits von 2020 in das kommende Jahr verschoben worden.
Anfang des Jahres waren Anschuldigungen mehrerer Frauen in den sozialen Medien gegen Armie Hammer aufgetaucht. Darunter war auch die Behauptung, er hege angeblich einen kannibalistischen Fetisch.
Mitte März veranstaltete dann eine ehemalige Partnerin eine eigene Pressekonferenz. Da warf sie ihm vor, sie 2017 mehrere Stunden lang vergewaltigt zu haben. Hammer weist die Vorwürfe aufs Schärfste zurück.
Neudreh war wegen Corona unmöglich
Die Vorwürfe hatten laut «Hollywood Reporter» dazu geführt, dass Disney mehrere Optionen in Erwägung zog. Eine davon: ein kompletter Neudreh des Films mit einem anderen Schauspieler. Aufgrund der Corona-Pandemie sei das erneute Zusammenkommen der hochkarätigen Besetzung jedoch schier unmöglich gewesen.
Hammer mit dem Einsatz digitaler Technologie zu ersetzen war wohl keine Option. Und eine reine Veröffentlichung bei einem Streamingdienst kamen für den Mauskonzern wohl nicht infrage.