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Die Wurzeln des Hagen Quartetts reichen bis in die siebziger Jahre zurück, als die vier Kinder des Salzburger Bratschisten Oskar Hagen sich zu einem Ensemble formierten und am Mozarteum ihr professionelles Studium aufnahmen. Die offizielle Geburtsstunde schlug im Sommer 1981: Gidon Kremer hatte das junge Quartett – Cellist Clemens Hagen war damals erst fünfzehn Jahre alt – zu seinem Kammermusikfest nach Lockenhaus eingeladen, wo es prompt für Furore sorgte. Zahlreiche Wettbewerbserfolge schlossen sich in den Jahren darauf an, etwa bei den Konkurrenzen von Portsmouth, Évian, Bordeaux und Banff, und natürlich Einladungen zu den bedeutendsten Festivals und in die grossen Konzertsäle der Welt. Seit 1987 spielt das Hagen Quartett in seiner heutigen Besetzung mit Lukas Hagen als Primarius, Rainer Schmidt an der zweiten Geige, Veronika Hagen an der Bratsche und Clemens Hagen am Violoncello. Das Repertoire des Ensembles ist breit angelegt und umfasst mit Werken von Haydn bis Kurtág die gesamte Geschichte der Gattung. Ausserdem pflegen die «Hagens» einen regen Kontakt mit zeitgenössischen Komponisten: So brachten sie zum Beispiel jüngst, bei der Internatio-nalen Mozartwoche 2011, das 6. Streichquartett von Georg Friedrich Haas zur Uraufführung. Von zentraler Bedeutung erwies sich für das Hagen Quartett die Zusammenarbeit mit Künstlerpersönlichkeiten wie Nikolaus Harnoncourt und György Kurtág; wichtige Partner bei gemeinsamen Konzertauftritten sind Maurizio Pollini, Mitsuko Uchida, Krystian Zimerman, Heinrich Schiff und Jörg Widmann. Rund 45 CDs dokumentieren das künstlerische Schaffen des Quartetts; zuletzt erschien im Februar 2011 eine Einspielung mit Werken von Beethoven, Mozart und Webern. Als Lehrer am Salzburger Mozarteum, an der Basler Musikhochschule und bei internationalen Meisterkursen geben die vier Musiker ihre Erfahrungen an die jüngere Generation weiter.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 23. August 1980 mit Quartetten von Joseph Haydn, Antonín Dvořák und Graz˙yna Bacewicz.
August 2011