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VORBRODT, K. & MÜLLER-RUTZ, J. (1911):
265. alpicola Stdg. Sp. III, T 26 Stz. II, T 24. Der Falter ist in den Alpen von 0. W. G. S. oft sehr häufig und kommt gelegentlich auch im Jura vor. Er beginnt bei zirka 1600 m und geht bis über 2300 m. Flugzeit im Juli-August. Am Piz Corvatsch wurde ein Zwitter gefangen, ein ebensolches Stück erzog Wullschlegel und ein
drittes Exemplar erwähnt Muschamp im Bull. lep. Geneve.
I, 169. Neben dem Typus kommen vor:
a) othello Blach. Ann. Soc. France 1889, T 4. Die einfarbig hellbraune m Form.
b) pallida Stz. Stz. II, T 24. Eine w sehr helle, blass graubraune Form.
c) obscura Stz. Stz. II, T 24. w dunkel schwarzbraune Form. Alle drei Formen sind zu erhalten, wenn man sich mit grossen Zuchten abgibt. Am spärlichsten scheint othello Blach. zu sein.
Die Eier werden in 23 cm breitem Ring um einen Pflanzenstengel herum gelegt, mit einer lackartigen Masse leicht überzogen und überwintern derart bis Mai. In der zweiten Hälfte Mai schlüpfen die Raupen Sp. IV, T 17 . Sie leben in gemeinsamem Gespinst bis nach der vierten Häutung polyphag an niederen Pflanzen, verzehren aber auch Rosen- und Weidenblätter. In den Alpen leben die Raupen
sehr gerne an Alchemilla alpina. Ich habe in der Ebene mit
A. vulgaris grosse Zuchten leicht und ohne Verluste durchgebracht.
Bei der Eizucht muss durch Kaltstellen dafür gesorgt werden, dass das Schlüpfen der Raupen nicht schon im März beginnt, wo geeignetes Futter schwer zu beschaffen ist. Nach der vierten Häutung zerstreuen sich die Raupen. Es empfiehlt sich, sie dann in recht grosse Kasten zu verbringen, damit das Einspinnen nicht in Klumpen geschieht. Die Verpuppung erfolgt anfangs Juli und die Falter erscheinen nach 14 Tagen, stets am Vormittage. Sofort nach
der vollständigen Entwicklung fliegen die mm sehr wild umher und beschädigen sich leicht. Auch in der Gefangenschaft sind Copula und Eiablage unschwer zu erzielen. E. Ins. Börse XXII, 91 Favre 106 Ent. Zeitschr. XX, 271. 280 Sp. I, 116 Stz. II, 152.