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Brasilien weist extreme soziale und ökonomische Ungleichheiten auf. 60 Prozent der ländlichen Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Einer der Gründe dafür ist die ungerechte Landverteilung. 4,8 Millionen brasilianische Familien sind ohne Land, während gut 4000 Grossgrundbesitzer über 85 Millionen Hektaren Land besitzen. Familien, die seit Generationen auf ihrem Land leben, aber zum grossen Teil keine Landtitel besitzen, werden für den Anbau grossflächiger Soja-, Zuckerrohr- und Eukalyptusplantagen sowie für eine extensive Rinderzucht systematisch vertrieben. Die Biodiversität Brasiliens ist stark bedroht und die sozialen Probleme haben sich verschärft. HEKS hilft die Ernährungssicherheit und das Einkommen der ländlichen Bevölkerung zu verbessern und unterstützt den Aufbau einer starken Zivilgesellschaft.
Fakten
2020 traf COVID-19 Brasilien hart. HEKS unterstützte 16'000 Menschen mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und durch den Zugang zu sauberem Wasser.
Im Cerrado erhielt die Gemeinschaft von Blumenpflückenden, rund 10'000 Menschen, das GIAHS-Gütesiegel für die nachhaltige Bewirtschaftung ihres Landes von rund 100'000 Hektaren. Durch das Gütesiegel kann das Land künftig besser vor Landgrabbing und Übernutzung geschützt werden.