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ERSTER TEIL
In der lieblichen Landschaft von Alba, die von Nymphen und Hirten bevölkert ist, erscheinen Venus und Ascanio mit ihrem Gefolge. Die Göttin erklärt ihrem Sohn, dass sie in dieser Gegend besonders gern verwelle, da sie hier mit seinem Vater Aeneas sehr glücklich gewesen sei. Weil sie jedoch ihren Platz im Himmel nicht immer verlassen könne, solle Ascanio hier regieren. Dieser fragt nach Silvia, der Nymphe aus Herkules' Stamm, die ihm zur Frau versprochen sei. Venus mahnt zur Geduld. Der Priester Agestes sei mit den Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt. Sie beruhigt Ascanlo, der Silvia nicht kennt, mit dem Hinweis, dass sie Amor beauftragt habe, in seiner Gestalt die Träume der Nymphe zu verschönern. Ascanio soll sich jetzt noch nicht zeigen und gibt sich Fauno gegenüber, der ihn nach Herkunft und Begehren fragt, als Fremder aus, den Albas Schönheit so beeindruckt habe, dass er immer hier bleiben wolle. Fauno preist dies Land, das die Göttin Venus durch ihre Güte verwöhne.
ZWEITER TEIL
Ascanio ist gerührt über das Lob, das seiner Mutter gezollt wird, und sieht, wie Agestes mit Silvia langsam näher kommt. Fauno ermahnt Ascanio, Haltung zu bewahren und Silvia nur von fern anzusehen. Die Hirten feiern. Venus lässt ihnen durch Agestes mitteilen, dass heute noch Aeneas' Sohn in Alba sein und mit Silvia vereint werde. Silvia ist erschrocken und verrät Agestes, dass sie schon lange das Bild eines jungen Mannes vor sich sehe, den sie liebe. Agestes meint, unzweifelhaft sei der Jüngling ihrer Träume Ascanlo, und mahnt Silvia und die Hirten, sich zum Empfang der Göttin bereit zu machen. Ascanio bleibt zurück, von der Schönheit und Unschuld seiner Braut überwältigt. Venus erscheint, von Genien und Grazien begleitet, und verspricht Ascanlo, dass hier im Tal bald sein neuer Wohnsitz entstehen werde. Ascanio ist betrübt, dass er sich immer noch nicht zu erkennen geben darf, und geht auf Silvia zu, die in ihm sofort den Fremden ihrer Träume sieht. Fauno führt Silvia in Agestes' Auftrag weg, die enttäuscht ist, dass der Fremde nicht Ascanio ist. Als dieser sie anspricht, läuft sie davon; immer werde sie nur Ascanio ganz allein lieben. Agestes tröstet sie und führt die Zitternde zum Altar. Die Göttin erscheint, Ascanio tritt zu Silvia. Venus vereint die Liebenden, die ihr Land und Aeneas' Geschlecht glücklich und berühmt machen sollen.