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«Die Lage ist dramatisch.» UNO-Generalsekretär António Guterres bringt es 2017 auf den Punkt bei seiner Ansprache zur Einberufung der UNO-Meeresschutzkonvention. Fast ein Drittel der Korallenriffe ist bereits zerstört. Einen relevanten Anteil daran trägt die Aquarienindustrie und das Selbstverständnis der Menschen, Fische und andere Meerestiere in Gefangenschaft beobachten zu wollen.
Von den über 2‘000 Korallenfischarten und hunderten Korallenarten, welche im internationalen Handel erhältlich sind, stammen praktisch alle aus der Wildnis und wurden ihrem natürlichen Lebensraum entrissen. Bei Fang, Handhabung und Transport können bis zu 80% der Tiere sterben, bevor sie überhaupt ein Aquarium erreichen.
Achtlos weggeworfen: Unzählige Korallenfische sterben beim Transport in ein Aquarium.
Bis zu 80 % der Tiere sterben während des Fangs, der Handhabung oder des Transports - lange bevor sie überhaupt ein Aquarium erreichen.
Über 90% des Bestandes des Banggai-Kardinalfischs wurde für die Aquarienhaltung den Korallenriffen entnommen.
Der Banggai-Kardinalfisch gilt als stark gefährdete Art.
Für Grossaquarien werden Millionen von Zierfischen aus den Korallenriffen geholt.
Die marinen Zierfische werden in Plastiksäcken zwischengelagert und so zu Tausenden mit dem Flugzeug in europäische Aquarien verfrachtet.
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Unser Projekt
Eine artgerechte Haltung von Meerestieren ist praktisch unmöglich. Haie und Rochen beispielsweise würden in ihren natürlichen Lebensräumen hunderte Kilometer zurücklegen, tief tauchen und im Schwarm zusammenleben.
In Aquarien hingegen verletzen sich viele Fische, erleiden Deformationen, werden verhaltensgestört und aggressiv – bis sie schliesslich den Tod erleiden. Die Fondation Franz Weber macht auf diese Missstände aufmerksam, sensibilisiert die Bevölkerung, regt an und hinterfragt.
Wir setzen uns gegen das Leerfischen der Ozeane ein – und insbesondere gegen die Entnahme von Meereszierfischen, Korallen und anderen Tieren aus dem Ozean. Denn auf diese wartet ein trauriges, kurzes Leben im Aquarium – falls sie den strapaziösen Transport überhaupt überleben.
Insbesondere nutzt die Fondation Franz Weber ihre Rolle als offizielle Beobachterin bei der CITES, um im Rahmen des Übereinkommens über den Handel mit bedrohten Tieren und Pflanzen eine bessere Durchleuchtung und Kontrolle des internationalen Zierfischhandels zu erreichen.