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Vertriebene kolumbianische Bauern, die in der Hauptstadt Bogotá seit Anfang Januar das Büro des IKRK besetzt halten, haben in der Nacht zum Mittwoch (23.02.) fünf Delegierte der Hilfsorganisation - vier Schweizer und eine Kolumbianerin - freigelassen.
Vertriebene kolumbianische Bauern, die in der Hauptstadt Bogotá seit Anfang Januar das Büro des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) besetzt halten, haben in der Nacht zum Mittwoch (23.02.) fünf Delegierte der Hilfsorganisation - vier Schweizer und eine Kolumbianerin - freigelassen.
Die IKRK-Mitarbeiter waren am Dienstagmorgen als Geiseln genommen worden. Während einigen Stunden seien sie in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt worden, erklärte IKRK-Sprecherin Corinne Adam am Mittwoch. Trotz dieses Zwischenfalls setze das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) seine Arbeit im südamerikanischen Land fort.
Wegen der Besetzung der Lokalitäten durch vertriebene Bauern seit dem 4. Januar sei der Aktionsradius der Mitarbeiter jedoch auf die Hauptstadt reduziert. Zwei Delegierte begeben sich jedoch täglich in die Büros, um dort die Präsenz der Organisation sicherzustellen. Das IKRK sehe von einer zwangsmässigen Räumung ab, fügte Adam hinzu.
Mit ihrer Besetzung wollen die Bauern Druck auf die kolumbianische Regierung ausüben, um eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über eine Rückkehr an ihre Wohnorte zu erwirken. Die Gespräche sind seit dem 20. Januar unterbrochen. Die Bauern verlangen von der Regierung eine Rückkehrhilfe in der Höhe von 8'000 Dollar pro Familie.
Wegen des Bürgerkrieges in Kolumbien wurden rund zwei Millionen Menschen aus ihren Wohngebieten vertrieben. Das IKRK ist in Kolumbien seit 1969 tätig. Jährlich wendet die humanitäre Organisation für ihre Arbeit in Kolumbien rund 5,3 Millionen Dollar auf.
SRI und Agenturen