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Intelligenz bezeichnet die Gesamtheit des intellektuellen Leistungsvermögens eines Menschen wie Aufmerksamkeit, abstrahierendes und problemlösendes Denken, Handlungsplanung, Sprachkompetenz, Lesen, Schreiben, Rechnen, visuelles Erkennen, räumliches Denken und Gedächtnis. All diese kognitiven Funktionen können durch gezielte neuropsychologische Tests untersucht werden.
In unserer Praxis setzen wir solche Testungen häufig zur Abklärung von Konzentrations- oder Gedächtnisstörungen ein, wie man sie z.B. bei ADHS oder im höheren Alter bei beginnenden Demenzerkrankungen finden kann. Auch ist es häufig wichtig zu messen, ob z.B. ein Hirnschlag oder ein Schädel-Hirn-Trauma zu Einbussen der intellektuellen Leistungsfähigkeit geführt hat. V.a. versicherungstechnisch stellt sich immer wieder die Frage, ob ein Patient wegen einer psychiatrischen Erkrankung oder wegen einer vorbestehenden Intelligenzminderung z.B. nicht in der Lage ist, eine Ausbildung erfolgreich zu durchlaufen. In diesen Situationen ist es wichtig - und häufig auch von Versicherungsseite verlangt -, die Intelligenz formal mit Hilfe eines Intelligenztest zu bestimmen. Wir setzen dazu den WAIS-IV (Wechsler Adult Intelligence Scale) ein. Er besteht aus 10 Untertests, welche in vier Aufgabengruppen aufgeteilt sind: Sprachverständnis, wahrnehmungsgebundenes logisches Denken, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Die erbrachten Leistungen werden dann mit Normdaten verglichen und als Quotient - Intelligenzquotient IQ - relativ zur Altersgruppe dargestellt. Dabei entspricht eine durchschnittliche Leistung einem IQ von 100.