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@lena-marie:
Man stirbt für einen Dom,
nicht für Steine.
Man stirbt für ein Volk,
nicht für eine Menge.
Man stirbt aus Liebe zum Menschen,
wenn er der Schlussstein im Gewölbe
einer Gemeinschaft ist.
Man stirbt für das allein, aus dem man leben kann.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Wenn ich anfange ein Gedicht zu interpretieren, dann interpretiere ich es immer für mich. Was anderes geht wohl nicht. Deshalb sind Gedichte für mich ein Türöffner zum Selbst, nicht aber zu dem Schriftsteller. und wenn, es exakt das ist, was der dichter damit aussagen wollte - dann ists wohl zufall
Dieses Gedicht ruft in mir folgendes hervor: "man stirbt für einen dom, nicht für steine" - ein dom besteht aus steinen, aber genau eben für diesen einen speziellen dom sterbe ich. zu ihm habe ich eine verbindung. er ist etwas besonderes.
"man stirbt für ein volk, nicht für die menge" - die menge ist alles, viele menschen zu denen ich keine verbidung habe, sind die menge und für die lohnt es sich nicht zu sterben. doch für das eine spezielle volk, vielleicht sogar in dem ich dinge bewirken konnte/eine verbindung habe, für dieses lohnt es sich auch zu sterben.
"man stirbt aus liebe zum menschen, wenn er der schlussstein im gewölbe einer gemeinschaft ist" - hmm, da muss ich nachdenken, kommt nicht spontan was hoch,...ok ich sterbe nicht für den menschen, der mir egal ist, sondern nur für den menschen mit dem mich die liebe verbindet. und dieser mensch ist so wertvoll, ohne ihn würde die gemenischaft nicht vollkommen werden. für mich hebt es wert eines indiviuums hervor, auch wenn alles gleich miteinander verbunden ist.
"man stirbt für das allein, aus dem man leben kann" - fässt die aussage der letzten strophen knackig zusammen: ich sterbe/lebe für die dinge, zu denen ich eine verbindung herstellen kann, die mich erfüllen. es geht um das individuelle, spezielle, nicht um die 90% der gesellschaft, die den"müll" leben. es geht um die, die den unterschied machen und für die es sich lohnt zu leben/sterben. all das wofür ich mein leben geben würde, für lohnt es sich zu leben und daraus heraus lebe ich.
ui, das war nun in 10 min. zusammengeschrieben, aber vielleicht kommt das herüber, was ich darin spüre.