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Seit längerer Zeit werden anabole androgene Steroide (AAS) im Spitzensport, vor allem in der Bodybuilding Szene, zum schnelleren Aufbau der Muskelmasse und Leistungssteigerung eingenommen. Dieser Trend ist nun seit einigen Jahren im Amateursport (Breitensport) in den Fitnesscentern angekommen. In Zeiten von Körperkult und Selbstoptimierung erhoffen sich die Konsumierenden vor allem schnelle und als schön empfundene Veränderungen des eignen Körpers.
Viele dieser Profi- oder Amateursportler*innen beschaffen sich ihre Substanzen über unregulierte Verkaufsstellen (Internet, Darknet, Private Kontakte usw.). Viele AAS Substanzen werden in illegalen Labors ohne Qualitätsstandards hergestellt. Die Konsumierenden sind daher dem Risiko ausgesetzt, falschdeklarierte Substanzen oder Substanzen minderwertiger Qualität einzunehmen. Dies kann für die Konsumierenden solcher Substanzen erhebliche gesundheitliche Kurz- oder Langzeitschäden verursachen (wie bspw. Leber und Nierenschäden).
Eine kürzlich publizierte Studie untersucht dieses Phänomen. Die Autor*innen haben rund 19 Studien (Hauptsächlich aus europäischen Ländern und Brasilien) über beschlagnahmte AAS-Medikamente ausgewertet und eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse durchgeführt. Zudem zeigen Sie Gründe auf warum AAS oft falschdeklariert oder von minderwertiger Qualität sind und was der Konsum von AAS für Auswirkungen auf die einzelnen Konsumierenden oder die öffentliche Gesundheit haben kann. Darüber hinaus werden mögliche Ansätze zur Risikoreduktion (z.B. Drug-Checking-Angebote) erläutert. Hier gehts zur Studie (in Englisch)