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Bei dem Mond handelt es sich um einen Himmelskörper, welcher mit der Intuition verbunden und immer im Wandel ist. Beim Mondstein gilt dasselbe. Je nach Lichteinfall zeigt er sich in den unterschiedlichsten Facetten. Dem Menschen verhilft der Mondstein ebenso dabei, die intuitiven Kräfte zu stärken. Dieser Edelstein hat noch mehrere Bezeichnungen. Unter anderem wird er auch Wolfsauge, Selentis, Ceylon-Opal und Hecotolith genannt.
Entstehung und Fundorte
Durch Feldspate entstehen Mischreihen. Wenn die Gesteinsmassen, welche sich aus magmatischen Gesteinen zusammensetzen, abkühlen und sich durch Verwitterung entmischen, wird der Mondstein gebildet. In erster Linie entsteht dieser in Gesteinshohlräumen. Zudem besteht der Mondstein aus Silizium, Aluminium, Sauerstoff und Kalium. Das Schimmern des Edelsteins kann man dadurch erklären, dass die eingelagerten Albitschichten bläulich-weiß zum Vorschein kommen, wenn das Licht bei Lichteinfall bricht und gestreut wird. In zahlreichen Ländern ist der Mondstein zu finden. Der Fundort ist hauptsächlich auch für die Farbe beziehungsweise seines Schimmers ausschlaggebend. Blaue Mondsteine, die als besonders hochwertig gelten, gibt es überwiegend aus Madagaskar. Die indischen Edelsteine hingegen weisen eine trübere Nuace auf, welche ebenso ins Orange gehen kann.
In der heutigen Zeit befinden sich in Sri Lanke die wichtigsten Lagerstätten vom Mondstein. Andere Fundorte sind unter anderen im australischen Queensland und Northern Territory, in Brasilien, im myanmarischen Mogok, im österreichen Tirol und Spitz, in Ober- und Niederösterreich, in Tansania, im amerikanischen Cleveland, Cambria, Danbury, Coosa County, North Carolina, Moonstone Beach und Connecticut, im polnischen Niederschlesien sowie im norwegischen Iveland und Larvik.
Chemische Zusammensetzung
Der Mondstein ist durch seine chemische Zusammensetzung K(AlSi3O8) ein Vertreter der Silikate. Er gehört innerhalb der Silikatmineralien zu den Kalifeldspäten. Dem monoklinen Kristallsystem folgend kristallisiert der Mondstein. Die Kristalle des Edelsteins gelten als dicktafelig, säulig und prismatisch. Unterdessen können sie ebenso miteinander zu Zwillingen verwachsen. Beim Mondstein erscheinen die Aggregate massig oder körnig.
Mythen und Geschichte
Gegen Ende vom 18. Jahrhundert erhielt der Mondstein seinen Namen. Diese stammt von seinen Aussehen, weil sein Schimmern, welches auch Adularisieren genannt wird, an das Licht des Mondes erinnert. Wegen diesem Schimmern bekam er ebenso die Bezeichnung Adular. Immer schon beeindruckte der Mondstein die Menschen aufgrund seiner beruhigenden und geheimnisvollen Ausstrahlung. Bereits bei den alten Griechen, Römern und Arabern wurde der Edelstein als ein Symbol der Kraft vom Mond angesehen. Schon damals wendete man den Mondstein als Heilstein an. Auch war er im Alterum als Marienglas oder Selenit bekannt.
Eigenschaften und besondere Merkmale
Beim Mondstein variiert die Farbe zwischen weiß, gelb, farblos, rosa, pfirisichfarben, grau und manchmal ebenso braun und grün. Alle Mondsteine haben gemeinsam, dass sie auf der Steinoberfläche über einen leicht silbrig, bläulich-weiß wirkenden Schimmer verfügen. Trotz der Farbvielfalt hat der Mondstein immer eine weiße Strichfarbe. Die Transparenz beim Mondstein ist durchsichtig bis durchscheinend. Der Edelstein hat einen glas- oder perlmuttartigen Glanz mit bläulichem Schimmer. Bei der Orthoklas-Varietät ist die Spaltbarkeit vollkommen. Dessen Mohshärte liegt zwischen sechs und 6,5. Der Mondstein hat eine Dichte ab 2,56 bis 2,58 Gramm pro Kubikmeter. Uneben bis muschelig-spröde ist der Bruch vom Mondstein.
Bedeutung des Steines
Mit einer ganz speziellen Kraft strahlt der Mondstein. Der Zusammenhang, welcher mit dem Mond besteht, kommt keineswegs von ungefähr. Genauso wie der Mond erstrahlt, so reflektiert ebenso dieser Edelstein. Während der Betrachtung des Steines wird man daran erinnert, dass der Mond zu- und abnimmt. Aufgrund dessen leuchtet es ein, dass alles einen Teil von einem Zyklus des Wandels darstellt. Der Mondstein wird auch der Stein der Frauen genannt, da er anscheinend auf deren Symptome einen ganz besonderen Effekt haben kann. Von beiden Geschlechtern wird er als Energiespender, Gefühls-, Glücks-, Liebes-, Schmuck- und Heilstein angesehen.
Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten des Mondsteins
Man nimmt an, dass mit dem Mondstein Kopfschmerzen besiegt werden können. Er soll ebenso bei Mittel- und Regelschmerzen hilfreich sein. Für Personen, die mondsüchtig sind beziehungsweise schlafwandeln, ist der Edelstein hervorragend geeignet. Es wird ihnen empfohlen, den Stein während einer ganzen Mondphase unter das Kopfkissen zu legen. Sie werden bemerken, dass die Mondsucht dann nachlässt. Man glaubt, dass durch den Mondstein fettige Haut, Warzen, Abszesse, Ödeme, Akne, Pickel und andere hormonell verursachte Hautkrankheiten verschwinden. Zudem trägt der Stein zur Harmonisierung des Hormonsystems und zur Stärkung der Knochen bei. Der Mondstein kann dabei helfen, Osteoporose vorzubeugen. Außerdem soll er den Stoffwechsel anregen.
Es ist möglich, mit dem Edelstein die Fruchtbarkeit zu fördern. Auf die Geschlechtsorgane der Frau hat er einen besonders intensiven Effekt. Darüber hinaus soll der Mondstein nach der Schwangerschaft bei der Rückbildung helfen. Überdies hat er auf die Milchbildung eine regulierende Wirkung. Der Edelstein kann sich während der Wechseljahre positiv auswirken. Er soll auf den Darm und das ganze Drüsensystem eine hervorragende Wirkung haben. Darüber hinaus glaubt man, dass der Mondstein das Immunsytem stärkt. Des Weiteren kann er bei allen Krankheiten im Unterleib helfen. Bei Diabetes, Stoffwechselerkrankungen, Durchblutungsstörungen, Fettleibigkeit und Diabetes soll der Mondstein wirken. Außerdem glaubt man, dass er vor dem Ausbrechen der Krankheiten eine optimale Vorsorge darstellt.
Es wird gesagt, dass der Mondstein die Psyche stärken kann. Alle, die den Edelstein mögen, sind eher verträumt, da sie gern ihren Stimmungen folgen. Zudem sorgt der Mondstein dafür, dass sein Nutzer gern zuhört und gegenüber seinen Mitmenschen aufmerksam ist. Dieser Stein ist also ideal für sensible und feinfühlige Personen. Durch den Mondstein wird die Intuition gestärkt. Er bewirkt intensivere Gefühle und Harmonie. Zudem vermittelt der Edelstein Heiterkeit und Lebenskraft. Der Mondstein wahrt die Dynamik und die Wandlungsfähigkeit. Er bewirkt eine seelische Ausgeglichenheit und verhilft zu Entspannung. Mit diesem Edelstein kann es passieren, dass man mehr spontane Einfälle hat. Man nimmt an, dass der Mondstein die Heilung von seelischen Wunden fördert. Er soll zu Fülle und Reichtum führen. Außerdem trägt der Edelstein dazu bei, die Beobachtungsgabe und Konzentration zu stärken. Durch ihn wird das Verantwortungsbewusstsein gefördert. Überdies kann der Mondstein dabei helfen, die inneren Sehnsüchte zu erfüllen. Des Weiteren fördert der Edelstein die Kontaktfreudigkeit. Er unterstützt den Träger dabei, unbeschwert zu leben.
Mit dem Mondstein sollen die Ängste abnehmen. Er wirkt auf das Hals- und Kronenchakra. Zudem unterstützt der Edelstein die Erinnerung an Träume, damit sie uns dabei behilflich sind, im täglichen Leben die passenden Entscheidungen zu treffen und Probleme zu überwinden. Zudem kann der Mondstein Einfühlungsvermögen und Mut fördern, Kreativität und Intuition bekräftigen sowie zur inneren Ruhe führen. Außerdem ist er sehr hilfreich bei Unlust, Unausgeglichenheit und übermäßigem Stress.
Wenn der Mondstein zu Schmucksteinen verarbeitet wird, erfolgt oft der Schliff als Cabochon, weil dadurch der Glanz ganz besonders hervorhoben wird. Bisweilen kommt es nach dem Bearbeiten zu einem sogenannten Katzenaugen-Effekt. Jedoch gilt der Mondstein als druckempfindlich, sodass man mit ihm vorsichtig sein muss. Der Edelstein wird zu Ketten, Medaillons, Ohrringen, Armbändern und Ringen verarbeitet. Weil er ziemlich unterschiedlich aussehen kann, empfiehlt es sich, die Schmuckstücke, welche zusammenpassen sollen, am besten zur selben Zeit anfertigen zu lassen, und dafür vergleichbare auszuwählen.
Um den Mondstein als Heilstein anzuwenden, legt man ihn auf die Stirn oder das Herz. Weiterhin ist es hilfreich, den Edelstein als Schmuck zu tragen. Oder man nimmt Edelsteinwasser zu sich. Es ist möglich, diese Flüssigkeit aus dem Mondstein einfach herzustellen, wenn er gekocht oder eingelegt wird. Das Edelsteinwasser trinkt man auf nüchternen Magen, da es dann am besten seine Kräfte entfalten kann. Einige Anwender tragen den Mondstein gerne in der Hosentasche, um ihn ganz nah am Körper zu haben. Das ist auch mit gerundeten Trommelstein möglich, damit man sich nicht verletzt. Der Mondstein sollte für eine längere Zeit getragen werden. Denn lediglich so kann dieser seine heilenden Kräfte an den Menschen übertragen. Es besteht auch die Möglichkeit, den Edelstein bei einer Meditation einzusetzen.
Reinigung und Pflege des Mondsteins
Wenn der Mondstein auf der Haut regelmäßig getragen wird, kommt er selbstverständlich mit Verunreinigungen durch Schmutzpartikel, Hautfett und Kosmetikresten in Kontakt. Aus diesem Grund ist es wichtig, ihn immer wieder mit warmem Wasser ohne Seife oder andere Reinigungsmittel zu säubern. Um Ablagerungen von Kalk zu vermeiden, sollte man bei der Reinigung kalkfreies Wasser, wie etwa besonders sauberes Regenwasser oder Filterwasser einsetzen. Der Mondstein ist einmal pro Monat in einer trockenen Schale zu entladen, die Hämatit-Trommelsteine enthält. Wendet man den Edelstein bei Menstruationsbeschwerden an, empfiehlt es sich, die Entladung unmittelbar nach der Menstruation durchzuführen. Den Überlieferungen gemäß erfolgt die Aufladung möglichst während der Nacht im Mondlicht. Am stärksten soll die Aufladung im Licht des Vollmonds sein. Gegen Hitze und Druck ist der Mondstein empfindlich. Man sollte ihn auf keinen Fall hohen Temperaturen aussetzen. Denn ansonsten kann es passieren, dass die opalisierende Wirkung verloren geht und der klare Stein trüb wird.
Der Stein in der Esoterik
Den Tierkreiszeichen Wassermann, Fisch und Krebs wird der Mondstein zugeordnet. Er ist beim Krebs der Hauptstein. Der Mondstein öffnet ihm die Augen für die Realität. Zudem verleiht er dem Krebs die notwendige Einsicht. Durch den Mondstein wird der Fisch für die Außenwelt empfänglicher. Mithilfe des Edelsteins erfährt der Wassermann eine bessere Kontaktfähigkeit zu weiteren Menschen und Naturverbundenheit. Jedoch ist der Mondstein ebenso ein bedeutungsvoller Nebenstein für den Schütze. Er schenkt diesem Sternzeichen ein ausgeglichenes Gemüt, beflügelt seine Fantasie und verleiht ihm Beständigkeit. Auch wird der Mondstein den Sternzeichen Skorpion und Waage zugewiesen. Für den Neptun, die Venus und den Mond stellt er ein Symbolstein dar. Der Mondstein ist als Dekadenstein der dritten Dekade zugeteilt. Zudem gehört er als Monatsstein zum Juni.