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Unwetter im Rückblick
Das Orkantief "Ulf"
Böen über 120 Stundenkilometer
Am 12. Februar 2005 sorgte Orkantief "Ulf" vor allem im äußersten Norden Deutschlandsund auf den Bergen für Orkanböen. Die stärksten Böen im Flachland wurdenin Boltenhagen (130 km/h), in Harburg (126 km/h) und in St. Peter-Ording mit 122 km/h gemessen.Dabei wurden Bäume entwurzelt und Äste abgerissen. Polizei und Feuerwehrwaren vielerorts im Einsatz.
Im Bereich der Nordsee registrierte man auf dem Leuchtturm Alte Weser eine Böe von 148 km/h, auf Helgoland eine Böe von 126 km/h. Noch stärker war der Wind auf den Bergen. Auf dem Brocken im Harz wurden 151, auf der Zugspitze 162 km/h gemessen. Aber auch im übrigen Landtraten verbreitet Böen von 80 bis 100 km/h auf, was der Windstärke 9 bis 10 entspricht.
"Ulf" hatte sich westlich von Schottland entwickelt und ist dann am Samstag unter Verstärkung über die Nordsee bis zur westlichen Ostsee gezogen. Teilweise wurden im Norden Schleswig-Holsteins und auf Rügen Luftdruckwerte von unter 970 hPa gemessen. Der Luftdruckunterschied zwischen der dänischen Grenze und dem Bodenseeraum betrug am Samstagabend rund 40 hPa.