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Wussten Sie, dass die gesamte Zugkraft aller Saiten eines Klaviers ca. 20 Tonnen beträgt? Jede einzelne Saite hat eine Zugkraft von 50 kg.
Die gusseiserne Platte, die für das enorme Gewicht eines Klavieres verantwortlich ist, kann zwar diese Kräfte aufnehmen, dennoch lässt die Spannung der Saiten im Lauf der Zeit nach.
Da das Klavier und auch der Flügel zum grössten Teil aus Holz besteht, lohnt es sich, Ihr Tasteninstrument regelmässig zu stimmen. Denn Holz arbeitet: es nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab, je nach Umgebung. Im Sommer ist der Feuchtigkeitsgehalt der Luft in den Wohnungen generell höher als während der Heizperiode. Da trockenes Holz sich zusammenzieht und feuchtes sich ausdehnt, verändern sich auch Resonanzboden und Stege und mit ihnen die Spannung und Tonhöhe der Saiten.
Je nach Qualität des Tasteninstrumentes beträgt die realistische Lebensdauer zwischen 25 und 80 Jahre.
Ein Instrument in der preislichen Oberklasse, von der Qualität eines Burger & Jacobi oder eines Förster Klaviers, hat eine ungefähre Lebensdauer von bis zu 80 Jahren. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist eine jährliche Stimmung!
Je nach Intensität, mit der auf dem Klavier gespielt wird, ist nach ca. 15 bis 20 Jahre eine Kleinreparatur nötig. Das heisst, die Hämmer sind stark eingespielt und werden abgeschliffen.
Danach kann das Instrument wieder 15 bis 20 Jahre ohne grossen Qualitätsverlust gespielt werden. Jetzt müssen die Hämmer ersetzt werden, je nach inklusive des Stiels. Eventuell müssen auch noch die Tasten garniert werden, das heisst die verschiedenen Filze werden ebenfalls ersetzt. Dies ist eine grössere Reparatur und erfordert oft den Transport des Instrumentes in die Werkstatt. Doch nach erfolgter Reparatur hat Ihr Klavier wieder einen guten Klang und einen guten Anschlag und wird Ihnen für einige Jahre viel Freude bereiten.
Ein Instrument der unteren Preisklasse kann die Lebensdauer eines Burger & Jacobi nie erreichen. Die Hämmer können nach 15 Jahren abgeschliffen werden. Eine grössere Reparatur lohnt sich aus Kosten-/Nutzenüberlegungen nicht.