Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03290.jsonl.gz/2492

JEET KUNE DO ist eine sehr dynamische Kampfkunst. Neben den körperlichen Anforderungen werden Sensibilität, Geschicklichkeit und ein freier Geist gleichermaßen in Anspruch genommen. Im JEET KUNE DO gibt es keine eigene Regeln, dennoch folgt es bestimmten Prinzipien, zum Zwecke absoluter Effektivität.
Bruce Lee entwickelte diese Form des nichtklassischen Kung Fu aus dem klassischen Wing Chun "Wing Tsun" Stil unter dem starken Einfluss des Fechtens und des westlichen Boxens in Verbindung mit seinen einmaligen Trittmethoden. "JEET KUNE DO" kommt aus dem Kantonesischen, der Muttersprache von Bruce Lee, und wurde von ihm als „The way of the intercepting fist” übersetzt.
Im Deutschen findet man JEET KUNE DO häufig als “Weg der abfangenden Faust” übersetzt, wobei das Wort “intercept” auch für verhindern, abfangen oder aufhalten steht. In der Tat ist die Idee des Abfangens oder Vereiteln des gegnerischen Angriffs die erste Idee im JEET KUNE DO. Hierdurch und durch die Wahl der eingesetzten Mittel, zeigt es eine ganz eigene Struktur und Bewegungsdynamik auf.
JEET KUNE DO ist eine nicht traditionelle Form des Kung Fu. Im Gegensatz zu den klassischen Formen, gibt es im JEET KUNE DO keine Regeln und es werden keine vorgefügten Serien von Bewegungsabläufen (Katas oder Formen) einstudiert. Die Betonung liegt hier eher auf Improvisation, unter Einbeziehung verschiedener Prinzipien. Diese sind als bewährte Mittel zu sehen, um adäquat und effektiv der sich ständig wechselnden Situation im Zweikampf zu begegnen.
Das Ziel Bruce Lee´s war der "komplette Kämpfer", sprich ein Kämpfer, der sich in allen 4 Kampfdistanzen (Tritt- und Fußdistanz = Kicking; Faust- und Schlagdistanz = Boxing; Nahkampf- und Festlegedistanz = Grappling und Trapping; Bodenkampf = Grappling bzw. Groundfighting) souverän bewegen kann. Später kam dann der Begriff Jeet Kune Do auf, der rein technisch gesehen von einigen Kampfprinzipien begleitet wurde bzw. wird, auf welche der Ausübende die Techniken des Jun Fan Kung Fu und anderer Kampfkünste anwenden kann. Lee drängte bei seinen Schülern immer wieder darauf, nachzuforschen was für sie von anderen Stilen funktionierte und was nicht.
Bruce Lee's Prinzip:
Was von diesen Techniken funktionierte, sollten sie zu ihrem persönlichen JKD hinzufügen (Zitat Bruce Lee: "absorb what is useful - reject what is useless"). Bruce Lee wollte seinen Schülern keinen vorgegebenen Weg zeigen, sondern sie dazu bringen ihre eigene WAHRHEIT zu finden. (Lee: "my truth is not yours and your truth is not mine") Der Sinn des JKD ist nicht den Schüler zu formen oder zu verändern, es soll auf seine Begabungen und Vorlieben eingegangen werden und ihn so nehmen wie er ist! Bruce Lee gab sein JKD zu Lebzeiten nur an wenige auserwählte Schüler weiter, darunter auch Schauspielgrößen wie James Coburn und Chuck Norris. Desweiteren waren seine Schüler: Ted Wong, Larry Hartsell, Bob Bremer, Taky Kimura, Richard Bustillo, Lee´s Ehefrau Linda, Dan Inosanto und noch einige mehr. Alle diese Schüler waren die einzige Schüler Lee´s, die von ihm persönlich zertifiziert wurden Jeet Kune Do zu unterrichten.
_________
founded 1993
Du interessierst dich für eine der unten stehenden Leistungen. Einfach auswählen, deine Koordinaten eingeben und wir melden uns bei dir.