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- Laut der Untersuchungskommission habe die Reaktion der Feuerwehr «schwerwiegende Mängel» und «systemische» Fehler aufgewiesen.
- Weniger Menschen wären bei dem Feuer gestorben, wenn die Londoner Feuerwehr früher bestimmte Massnahmen ergriffen hätte.
- «Beispiellose Situation»: Die Feuerwehr von London verteidigt sich gegenüber den Anschuldigungen.
Kritisiert wird insbesondere die Anweisung der Feuerwehr an die Bewohner des Hochhauses, in den Wohnungen zu bleiben. Die Evakuierung des brennenden Gebäudes sei zu spät angeordnet worden.
Die Londoner Feuerwehr verteidigt sich. Die Feuerwehrleute seien mit einer «beispiellosen» Situation beim nächtlichen Turnbrand konfrontiert gewesen, erklärte Danny Cotton, Leiterin der Berufsfeuerwehr von London. «Wir sind enttäuscht über einige Kritikpunkte gegen einzelne Mitarbeiter, die in völlig neue Situationen geraten sind und den unvorstellbarsten Bedingungen ausgesetzt waren, als sie versuchten, das Leben anderer zu retten.»
Im Schlaf überrascht
72 Menschen waren im Juni 2017 in den Flammen ums Leben gekommen. Ein Kühlschrank hatte damals Feuer gefangen und den Brand ausgelöst. Die Flammen breiteten sich in rasendem Tempo in dem 24-stöckigen Sozialbau aus. Viele Menschen wurden im Schlaf von den Flammen überrascht.
Den Mieter der Wohnung, in dem das Feuer ausbrach, treffe keine Schuld, zitierten britische Medien aus dem Bericht. Es habe sich um einen elektrischen Defekt gehandelt.
Eine neu angebrachte Fassadenverkleidung aus brennbarem Kunststoff sei ein «Hauptgrund» dafür gewesen, dass sich die Flammen so schnell ausbreiteten. Der Grossbrand in London hatte zu einer Überprüfung vieler Hochhäuser im ganzen Land geführt, bei der sich herausstellte, dass bei vielen Hochhäusern ähnliche Fassadenteile verbaut wurden.