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In der Schweiz gibt es rund 900 Betriebe, die Poulets mästen. Der grösste Teil der Poulets stammt aus bäuerlichen Familienbetrieben, welche in Hallen 5'000 bis 18'000 Tiere halten. Damit sind die Betriebe wesentlich kleiner als in anderen Ländern. In Ungarn gibt es beispielsweise Betriebe mit über 100'000 Poulets. Der Grund liegt darin, dass der Bund Ställe mit über 1'000 Tieren bewilligen muss. Die maximale, von Gesetzes wegen erlaubte Grösse beträgt 18'000 Tiere.
Nur etwas mehr als die Hälfte (55%) des Pouletfleisches, das in der Schweiz gegessen wird, stammt aus unserem Land. Die wichtigsten Ländern, aus denen wir Pouletfleisch importieren sind China, Frankreich, Deutschland, Ungarn und Brasilien.
Die Leistung der modernen Mastkreuzungen ist enorm: Ein Kücken wird heute innerhalb von 40 Tagen zu einem zwei Kilogramm schweren Poulet. Dank der kurzen Mastdauer können die Pouletproduzenten die Masthallen sechs- bis siebenmal pro Jahr neu belegen. Erstaunlich ist die effiziente Futterverwertung der Tiere: Um ein Kilogramm schwerer zu werden fressen sie nur 1,8 Kilogramm Futter.
Das Pouletfutter besteht aus Mais, Weizen und Hirse. Dazu kommt ein eiweisshaltiges Futter wie Soja, Mineralsalze, Vitamine und Spurenelemente.
Das Futter ist der teuerste Produktionsfaktor. Der Produzent erhält für ein Poulet unter sechs Franken. Allein für das Futter muss er aber ca. 3.20 Franken bezahlen. Für seine Arbeit bleiben ihm am Schluss noch rund 50 Rappen pro Poulet.