Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03385.jsonl.gz/2312

Was Kundinnen, Mitarbeitende und Steuerzahler jetzt wissen müssen
Wer erhält eine Dividende, wer muss um den Job fürchten, werden Steuerzahlende zur Kasse gebeten? Alle Antworten auf die wichtigsten Fragen, zusammengetragen von Stefan Barmettler, Autor für die «Handelszeitung».
Die schwer angeschlagene Credit Suisse wird von ihrer Konkurrentin UBS für 3 Milliarden Franken übernommen. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen:
Aktionäre:
- Die Übernahme der Credit Suisse wird über einen Aktientausch realisiert: Für 22,48 CS-Aktien erhalten Aktionärinnen und Aktionäre der Credit Suisse eine UBS-Aktie. Die CS-Aktionäre müssen einen Schnitt von 60 Prozent zum Aktienwert hinnehmen. Oder: Die Aktionäre erhalten 76 Rappen pro CS-Aktie, am Freitag stand sie bei 1 Franken 86.
- UBS: Die Dividende wird nicht gestrichen; das wäre nur der Fall, wenn die Bank staatliche Hilfe beanspruchen würde. Hier handelt es sich aber um ein Zusammengehen zweier Privatfirmen unter Begleitung der Schweizer Behörde. Das UBS-Management beantragt der Generalversammlung eine Erhöhung von 0,50 auf 0,55 Dollar je Aktie für 2022.
- Das Aktien-Rückkauf-Programm der UBS wird bis auf weiteres ausgesetzt.
- Die Credit Suisse wird mit einem Hilfskredit über 50 Milliarden Franken unterstützt, ergo darf die Bank in dessen Laufzeit keine Dividende auszahlen. Die CS-Leitung hat kürzlich eine Dividende von 0.05 Franken je Aktie beantragt.