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Der Universitätsprofessor Abdelaziz Djerad ist zum neuen algerischen Ministerpräsidenten ernannt worden. Wie das algerische Fernsehen am Samstag berichtete, beauftragte der vor rund zwei Wochen neu gewählte Präsident Abdelmadjid Tebboune den 65-jährigen Djerad mit der Regierungsbildung.
Dieser tritt damit die Nachfolge von Aussenminister Sabri Boukadoum an, der nach dem Rücktritt von Noureddine Bedoui kurzzeitig geschäftsführender Regierungschef war.
«Wir müssen mit allen Kräften des Landes zusammenarbeiten – sowohl mit den Führungskräften als auch mit den Bürgerinnen und Bürgern – um aus dieser schwierigen Phase herauszukommen und uns den wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen zu stellen», verkündete Djerad bei seiner Ernennung.
Der Politikprofessor, der an der Fakultät für Politikwissenschaften in Algier studierte und an der Pariser Universität Nanterre seinen Doktortitel erhielt, hatte bereits mehrere Male politische Ämter inne.
In Algerien gibt es seit Monaten Massendemonstrationen. Die Protestbewegung fordert weitreichende Reformen und die Schaffung demokratischer Institutionen. Die Präsidentschaftswahl Anfang Dezember, aus der der frühere Regierungschef Tebboune als Sieger hervorgegangen war, boykottierten weite Teile der Bevölkerung. Am Freitag gingen in Algier erneut zehntausende Menschen zu Protesten auf die Strasse. (sda/afp)