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Salesforce hat 2019 100 Millionen Dollar in den Börsengang von Zoom investiert und verkaufte im Q2 alle 2,8 Millionen Aktien wieder. Dies meldet 'CNBC' mit Verweis auf ein veröffentlichtes Filing.
Dabei dürfte ein satter Gewinn anfallen: Zoom ging im April 2019 mit 36 Dollar pro Aktie an die Börse. Die Aktie schoss aus dem Stand in die Höhe und hat sich seitdem kontinuierlich gesteigert.
Je nach exaktem Zeitpunkt des Verkaufs lag der niedrigste Schlusskurs von Zoom am 7. April bei 113,75 Dollar pro Aktie und am 25. Juni bei 259,51 Dollar. Minimal stieg der Kurs also um 216%, maximal um 620%.
Zu den Gründen des Verkaufs wurde nichts bekannt. Über seine Venture-Sparte hat Salesforce in den letzten Jahren in zahlreiche Cloud-Software-Unternehmen investiert. Auch die Dropbox-Anteile hat der Konzern veräussert. Nun bleibt laut dem Antrag nur noch eine Beteiligung am Umfrage-Tool SurveyMonkey.
In einem Porträt samt Interview in 'The Information' äusserte sich Marc Benioff - CEO von Salesforce - auch zur näheren Zukunft der Messe Dreamforce. Kurz: sie ist abgesagt. "Dreamforce ist offensichtlich ein entscheidender Brand für Salesforce, aber dieses Jahr gibt es keine Dreamforce", sagte er und fügte hinzu, er sei unsicher, ob es im nächsten Jahr überhaupt eine persönliche Version der Veranstaltung geben werde.
Welche Auswirkungen eine Dreamforce-Pause auf das Geschäft von Salesforce haben werde, sei noch offen, schreibt die auf Technologie fokussierte Publikation, "aber sie wird ein klaffendes Loch im Unternehmen hinterlassen."
"Ich fand das Co-CEO-Modell sehr erfolgreich"
Die Zeitung wollte von Benioff auch wissen, wie er, doch auch schon 55, die eigene Zukunft plane. Benioff sagte, er habe noch nicht entschieden, wie lange er Salesforce noch leiten werde. "Ich glaube nicht, dass ich das weiss", sagte er. "Ich gebe anderen Ratschläge, und ich gebe mir selbst den gleichen Rat, nämlich, dass ich für alle Möglichkeiten offen bin, und tun werde, was immer auch das Richtige ist".
Ebenso offen ist auch, ob Benioff wieder einen Co-CEO sucht, nachdem Keith Block, damals Co-CEO von Salesforce, unerwartet seinen Rücktritt erklärt hatte, so dass nun Benioff alleine Chef ist. "Ich fand das Co-CEO-Modell eigentlich sehr erfolgreich", sagte Benioff.
Wenn Benioff einen Co-CEO oder Nachfolger auswähle, spekuliert 'The Information' (Paywall)
, so scheine die wahrscheinlichste Wahl im Moment Bret Taylor zu sein. Dies ist ein ehemaliger Chief Technology Officer von Facebook, der zu Salesforce kam, als das Unternehmen sein Startup Quip kaufte. Benioff beförderte Taylor im Dezember 2019 vom Chief Product Officer zum President und Chief Operating Officer, wodurch Taylor klarer als möglicher Erbe etabliert wurde.