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07.09.2021 - Grosseinsatzübung "Palstek"
Die Blaulichtorganisationen probten den Ernstfall auf dem Zürichsee
Unter der Leitung der Kantonspolizei Zürich, wurde der Ernstfall inszeniert, um Rettungskonzepte für Fahrgastschiffe in Notlagen und die Zusammenarbeit zwischen den Blaulichtorganisationen zu testen. Der Fokus der Übung wurde in erster Linie auf die schnelle Rettung und Evakuierung der Schiffspassagiere gelegt. Diese Aufgaben übernahmen die Seepolizei, diverse Feuerwehren, Seerettungsdienste und Rettungsdienste. Um diejenigen Passagiere zu finden, die in der einsetzenden Dunkelheit ins Wasser gesprungen waren, kreiste ein Helikopter über dem See. Zur Bewältigung der Übung "Palstek", die nach einem in der Schifffahrt wichtigen Knoten benannt wurde, waren laut Medienstelle der Kantonspolizei Zürich über 200 Einsatzkräfte und 100 Figuranten im Einsatz.
Das Szenario war von langer Hand vorbereitet:
Kurz vor 20 Uhr bricht auf dem Kursschiff Panta Rhei Feuer aus. Einige der rund 80 Passagiere liegen verletzt am Boden. Andere sind panisch ins Wasser gesprungen. Wie ein Crewmitglied beobachten konnte, wurde das Feuer durch einen explodierenden herrenlosen Rucksack ausgelöst. Für die Evakuierung der Passagiere auf der Panta Rhei wurde mit der MS Albis ein zweites Fahrgastschiff der ZSG eingesetzt, das von Wädenswil herkommend am Unglücksschiff angelegt hat, die Passagiere aufnahm und zur Fährstelle Horgen beförderte. Dort triagierte die Sanität und identifizierte die Polizei die geretteten Passagiere. Um die Unverletzten kümmerte sich der Zivilschutz. Parallel zur Rettungsaktion musste die Kantonspolizei ermitteln und eine Fahndung nach der Person auslösen, welche den Rucksack deponiert und das Schiff kurz danach wieder verlassen hat.