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Die Fassreifung ist eine übliche Praxis bei der Rotweinbereitung. Junge, frische Weine kommen nach der Gärung in Eichenfässer und bleiben dann einige Wochen bis einige Jahre darin um ausgebaut zu werden.
Das Finale (oder auch Abgang genannt) ist der Ausdruck für den (hoffentlich) angenehmen Nachgeschmack des Weins. Wie lange er anhält, ist ein Qualitätskriterium. Es wird die Zeit gemessen, die zwischen dem Schlucken und dem Moment, wenn die Aromen nicht mehr wahrgenommen werden können, vergeht.
Was aber heisst lang? Von lang sprechen wir ab ungefähr 15 bis 20 Sekunden. Die Masseinheit für den Abgang nennt man übrigens Caudalie (Lateinisch = Schweif). Ein Caudalie entspricht einer Sekunde Nachhall.
Die Flaschenreife ist der letzte Entwicklungsschritt in der Weinproduktion. Nach der Abfüllung wird der Wein einige Wochen bis zu mehreren Jahren gelagert und reift dabei zum Endprodukt. Durch das Weiterreifen in der Flasche kann sich das Aroma des Weines zum Teil noch stark verfeinern. Beispielsweise nehmen fruchtige Elemente oder Holzaromen zunehmend ab und der Wein wird harmonischer.
Probieren Sie es selbst: Kellern Sie einen Wein ein den Sie mögen und geniessen Sie ihn über einen längeren Zeitraum. Sie werden sehen, dass sich ein guter Wein immer weiterentwickelt.
Ein Flight bedeutet eine Serie gleichzeitig eingeschenkter Weine, die getestet und miteinander verglichen werden sollen. In mehreren Gläsern nebeneinander werden unterschiedliche Weine in Proben-Quantität eingefüllt.
Flights werden oft folgendermassen zusammengestellt: Erst Champagner oder Sekt zur Begrüssung, dann trockene Weissweine. Darauf folgt die Verkostung halbtrockener Weissweine und dann der Rotweine. Den Abschluss bilden edelsüsse Weissweine.
Floral (oder blumig) ist ein Wein-Aroma. Bei der Geruchsanalyse erinnern «blumige Weine» an Blumennoten wie Jasmin, Rose, Akazie, Geranie o.ä. In der Regel werden diese Geruchsnoten als positiv empfunden.
Unter «Frappieren» verstehen wir das rasche Abkühlen einer Flasche Schaumwein oder Wein. Frappieren kommt aus dem Französischen «frappé» und bedeutet eisgekühlt.
Frucht ist bei der Weinverkostung der Überbegriff für alle Aromen, die aus der Traube selbst stammen. Es wird häufig von Fruchtnoten und Eichennoten gesprochen, wobei Fruchtnoten in allen Weinen vorhanden sind, Eichennoten dagegen nicht.
Fruchtig gilt ein Wein dann, wenn die Fruchtnoten aus der Traube den Wein dominieren und andere Geschmacksnoten (zum Beispiel vom Eichenfass) überlagern. Der Kontrapunk von «fruchtig» könnte daher holzig, rauchig oder würzig sein. Und nicht etwa trocken. Fruchtig muss aber nicht immer bedeuten, dass der Wein nach Brombeere oder Zitrone riecht. Auch zum Beispiel erdige Noten zählen zum Universum der «Frucht» eines Weins.
Der ungarische Tokajer wird aus dem gelben Furmint bereitet (nicht etwa aus der Sorte Tocai, die auch Pinot Gris, Grauburgunder, Ruländer oder Malvoisie heisst).
Ausser im Distrikt Tokaj-HegyaIi in Nordostungarn wird der Furmint in Kroatien und am Neusiedlersee in Österreich angebaut, dort unter einheimischen Bezeichnungen wie Zapfner, Gelber Moster usw.