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Einmal durch die Westsahara von Agadir nach Dahkla
Jetzt sind wir endgültig in der Wüste. Wir sehen die ersten Sanddünen und wilden Kamelherden und die Polizeikontrollen werden intensiver, was zum einen der Sicherheit dient und zum anderen der politischen Situation geschuldet ist.
Wir haben uns kurz vor Layoone relativ spontan entschieden, in einem Beduinencamp zu übernachten, wo wir auch die meisten Teilnehmer der Rallye wieder trafen.
Sehr früh am nächsten Morgen machen wir uns wieder auf den Weg weiter nach Dahkla.
Die Wüste hat einige Überraschungen zu bieten. Wir haben nicht damit gerechnet, dass viele Orte eine Corniche haben und sich für einen relativ grossen Tourismus wappnen.
Tarfaya (früher Villa Bens) ist ein Ort im Süden Marokkos in der Nähe der Grenze
zur Westsahara und ist nur 107 km von der Kanarischen Insel Fuerteventura
entfernt. In der Kolonialzeit gehörte die Gemeinde unter dem Namen Villa Bens zum
spanischen Süd-Marokko und war Verwaltungssitz. Überregionale Bedeutung hatte
Tarfaya, als im November 1975 in der Nähe des Ortes 350.000 Teilnehmer des
„Grünen Marschs“ in einem Zeltlager lebten. Das Lager umfasste auf einer Fläche von 70 km2 22.000 Zelte.
Vorgelagert im Meer entdeckt man das „Bateau de Mer“, das der schottische Händler McKenzie als Zwischenlager für Zucker, Munition, Waffen und Gold erbaut und benutzt hat. Am Strand befindet sich ein Denkmal für den Piloten und Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry, der hier von 1927-29 stationiert war. Er holte sich wichtige Inspirationen für seine berühmten Bücher „Der kleine Prinz“, „Wind, Sand und Sterne“ und „Stadt in der Wüste“. Das Denkmal ist ein aus Rohren zusammengeschweißtes Modell seines Flugzeuges und befindet sich gegenüber der schönen Kolonialfassade, der ehemaligen französischen Militärkaserne.