Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03372.jsonl.gz/1470

Im galizischen Stettl Zuchnow lebt der mausarme Lehrer Mendel Singer mit seiner Familie. Er ist «fromm, gottesfürchtig und gewöhnlich, ein ganz alltäglicher Jude.» Doch wie einst den biblischen Hiob, gefällt es Gott, Mendel zu versuchen. Sein ältester Sohn wird Soldat im Heer des Zaren, sein zweiter flieht nach Amerika, die Tochter lässt sich mit Kosaken ein, und sein gerade Geborenes kommt angeblich unheilbar krank auf die Welt. In der Hoffnung auf ein besseres Leben mit Frau und Tochter nach New York ausgewandert, nehmen die Schicksalsschläge aber auch dort kein Ende. Und dann wird ihm ein Wunder zuteil.
Diese Erzählung ergreift uns, als erzählte da einer von unserem Leben, unseren Sehnsüchten, unseren Kämpfen. «Wer sich davon berühren lässt, darf das mit gutem Gewissen tun; was ihn gepackt hat, ist die legitime Wirkung reiner, grosser Kunst.» (Leon Feuchtwanger über das Buch von Joseph Roth)
wurde am 24. September 1952 in Bussum in Holland geboren. Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Sozialarbeit arbeitete er als Sozialarbeiter in Amsterdam. 1978 führte ihn eine Aufgabe als Hotelier ins schweizerische Unterengadin wo er unter anderem den Gästen die Bergwelt zeigte und wo er das Baggerfahren lernte. 1985 führte sein Weg ihn nach Chur, wo er als Theaterveranstalter tätig wurde. Er begann als Amateur Theater zu spielen. Ohne Ausbildung in diesem Metier hat er sich inzwischen als professioneller Schauspieler und Sprecher in der Schweiz etabliert. Nebst seiner Tätigkeit als Schauspieler ist er als Sprecher für die SBS Schweizerische Bibliothek für blinde und sehbehinderte Menschen im Hörbuchstudio ZH tätig. Er lebt mit seiner Frau in Schinznach-Dorf.
1999 Anerkennungspreis des Kantons Graubünden.
2005 Anerkennungspreis der Stadt Chur.
Mitglied Berufsverband der freien Theaterschaffenden «ACT»