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Rousseau, Jean-Jacques: Emile oder Über die Erziehung. 1995. Uni-Taschenbücher (115), Schöningh. ISBN 3-8252-0115-5
J. Rousseau erfindet das Kind, das natürlich ist und zum Erwachsenen zivilisiert werden muss, wobei das in je altersgerechten Schritten zu erfolgen hat. Er demonstriert das romanhaft anhand eines Zöglings namens Emile, der ein gesunder, durchschnittlich begabter Junge aus reichem Hause von einem einzigen Erzieher zivilisiert wird. Dieser verfolgt zwei Ziele: Emile soll in der Zivilisation ohne Schaden an seiner Person überleben können und den Gesellschaftsvertrag unterschreiben.
J. Rousseau hat ziemlich schräge Vorstellungen, die er wohl von einem "liberalen Bürgertum" ableitet, das durch die Revolution hervorgebracht werden soll. Er war beispielsweise ein früher Vertreter der "viktorianischen" Sexualmoral und der Schwarzen Pädagogik.