Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03337.jsonl.gz/2956

|Intelligenz ihrerseits ist die Fähigkeit, Konzepte (Ideen, Gedanken, Intentionen) erkennen und/oder oder erstellen zu können.|
Ein IQ von 100 bezeichnet die altersentsprechende durchschnittliche Intelligenzreife. Diese war zuerst mal von Bedeutung, um die schulische Entwicklung besser erfassen zu können. Dazu wird in einem Test das relative Intelligenzalter (IA) bestimmt: Aufgaben welcher Altersklasse können gelöst werden. Das Resultat wird durch das effektive Lebensalter (LA) geteilt und mit 100 multipliziert.
Alfred Binet (1857-1911) Intelligenz-Quotient = 100* Intelligenzalter/Lebensalter
Wenn also ein 6-jähriger die Fragen beantworten kann, die für 11-jährige gedacht sind, hat er einen IQ von 183, kann ein 11-jähriger aber erst die Fragen eines 6-jährigen lösen, ist sein IQ bei 55. Probleme dürften beide haben, wenn auch unterschiedlicher Art.
Fragenkatalog:

Altersgruppe 6:

Altersgruppe 7:

Altersgruppe 8:

Altersgruppe 9:

Altersgruppe 10:

Altersgruppe 11:
Das was heute meist als Intelligenzquotient bezeichnet wird, ist eigentlich kein Quotient, sondern ein Index, der die relative Position in einer Normalverteilung angibt (s. Graph unten).
Da diese normalverteilt ist (Glockenkurve, s.u.), liegt folglich die Hälfte der Bevölkerung darunter, die Hälfte darüber. Der IQ ist grösstenteils erblich bedingt - inklusive durch Sozialisation in der Familie, also keine persönliche Leistung. Die Entwicklung und Nutzung des IQ jedoch wird durch die Persönlichkeit, sowie soziale und wirtschaftliche Umweltbedingungen, mit bestimmt.
Die Graphik zeigt, dass ca. 50% der Bevölkerung als durchschnittlich gelten können, also je 25% über- oder unterdurchschnittlich. Aus den 25% überdurchschnittlich begabten rekrutieren sich Maturanden und Studenten, von denen allerdings höchstens die Hälfte zu den hervorragenden gehören und höchstens 1 bis 2% sich zu den Genies zählen dürften, mit einem IQ ab ca. 140. (Da der Verfasser mit 138 knapp am Genie vorbeigeschert ist, kann offenbar nicht mal das als Entschuldigung für gewisse Frechheiten dienen).
Es könnte also ein Drittel der Schweizer die Matura abschliessen. Diese Quote wird allerdings erst in Genf erreicht. Der Schweizer Durchschnitt erhöht sich zwar jährlich, liegt aber noch bei 19%. Darüber liegt die West- und Südschweiz (Genf und Tessin > 28%), darunter die Zentral- und Ostschweiz. Diese Werte sind natürlich relativ, denn, sollte sich die Politik mal eine möglichst breite Ausbildung einer möglichst grossen Anteils der Bevölkerung aufs Panier schreiben, könnte man auch die Lehr- und Selektionsverfahren ändern. Mehr als 50% der Bevölkerung wäre aber vermutlich auch so nicht möglich, da es bei einem IQ von 100, also durchschnittlicher Intelligenz, schon recht überdurchschnittlicher Anstrengungen bedarf, sich dauernd mit Theorien rumzuärgern.
Die Hochschulabschlussquote zeigt geographisch die selbe Verteilung. Sie ist in der West- und Südschweiz (10-12%) doppelt so hoch wie in der Zentral- und Ostschweiz.
Diese Grenzen sind natürlich willkürlich. Sie bedeuten vor allem nicht, dass Menschen mit tieferen IQs komplexere Angelegenheiten nicht verstehen können. Sie bedeuten einzig, dass um so mehr Zeit aufgewendet werden muss und um so verständlicher zu reden oder schreiben ist, als es darum geht, Bürger mit tieferen IQs anzusprechen. Da die Linke noch immer in einem traditionellen intellektuellen Dünkel verhaftet ist, überlässt sie hier höchst fahrlässig und ohne intelligenten Grund einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung (1/3) der volkstümlicheren SVP. Das selbe gilt für Zeitschriften und Bildung. Menschen mit tieferem IQ sind nicht per se verständnislos, sie brauchen bloss länger um die selben Zusammenhänge zu sehen, die Genies auf den ersten Blick erkennen (... könnten, wenn sie wollten). Ist es notwendig oder erwünscht, so liessen sich also auch relativ komplexe Zusammenhänge dem einfachen Volke erklären. Es wäre vermutlich mehr Verständnis und Interesse vorhanden als die Zeitung mit den grossen Titeln voraussetzt. Die breite Masse dürfte nicht nur für Populismus, sondern auch für gute Argumente erreichbar sein, insofern diese einfach und verständlich formuliert sind.
Der IQ bestimmt zu einem starken Grad die Lernfähigkeit, entscheidet also über den Erfolg an Schulen * und damit weitgehend über die Karrierechancen ... weitgehend, nicht vollständig, denn mancher ist reich geworden ohne Diplom, und mancher Akademiker ist Teilzeit angestellt oder lebt sonstwie von der Hand in den Mund. Am brutalsten hat dies Willke formuliert: Das unterste Segment der rund 20% nicht oder gering qualifizierten und qualifizierbaren Arbeitnehmer ist hoffnungslos. Es wird mit deutlicher Ausbildung der Wissensgesellschaft immer weniger in der Lage sein, sich durch Arbeit selbst zu erhalten und mithin die Armutsgrenze unterschreiten und/oder dauerhaft auf zusätzliche Transfereinkommen angewiesen sein.[Helmut Wilke: Systemisches Wissensmanagement. 2. Aufl.Lucius & Lucius, Stuttgart 2001. S. 300].

Debil: Das Gegenteil von habil: geschickt, beweglich, schnell, lenksam,
Idiot (gr. der Eigene, eigentümlich, merkwürdig, Eigenbrötler, Privatmann, zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht geeignet.
Debilität / geistige Behinderung:
> Kinder mit einem IQ von 50 bis 74 gelten als schulfähig, insofern als sie die Leistung der 3. bis 6. Klasse erreichen können.
> Kinder mit einem IQ von 30 bis 50 gelten als trainierbar. erreichen aber keine geistige Leistungsfähigkeit, welche das Niveau der 2. Klasse übersteigt.
Primär handelt es sich dabei um Sprachbehinderte (0.5%) und Verhaltensgestörte (1%). Beide Bezeichnungen werden allerdings auch gerne angewendet auf Vertreter des Gegenpols mit einem IQ von über 140.
* Nichtsdestoweniger sollte man gute Schulnoten nicht mit hoher Intelligenz, ja nicht mal mit einem hohen IQ verwechseln. Intelligente Schüler "durchschauen" eben auch den Zynismus des Prüfungssystems. Da sie eh weniger Aufwand beim Lernen betreiben müssen, konzentrieren sie sich auf die Fächer, die ihnen wichtig sind - und nicht auf eine gute Gesamtnote (s. Einstein). Spitzennoten in allen Fächern deuten also weniger auf Genies und den Drang nach Erkenntnis, als auf den Drang nach sozialer Anerkennung, also Strebertum.
Oder laut Volkmar Weiss: Der Anteil der beruflich Gescheiterten ist bei den wirklich Hochbegabten sehr, sehr gering. Man kann das in seinen Folgen auch auf diesen Nenner bringen: Es gibt etwa 5% Menschen, die erfinden Maschinen, es gibt 30% Menschen, die installieren und reparieren Maschinen, und es gibt 65% Menschen, die bedienen Maschinen.
Auch in Berufen mit niedrigem Durchschnitts-IQ, wie Kraftfahrer und Gespannführer, gibt es Einzelpersonen mit einem IQ über 130, jedoch keine Diplom-Ingenieure und Matthematiker mit einem IQ unter 100. Noch bleiben sie uns erspart. Um nicht mißverstanden zu werden, soll schon an dieser Stelle gesagt werden: Unsere Gesellschaft funktioniert gerade durch diese Hierarchie an Fähigkeiten, und dann, wenn die Intelligenteren ihren hohen IQ nicht als Privileg, sondern vor allem als soziale Verpflichtung auffassen.
Wir dürfen nicht vergessen, daß Intelligenz nur ein Aspekt der Persönlichkeit ist. Kreativität, Emotionalität und Motivation sind z.B. Größen, die von der Intelligenz unabhängig sind, aber in der menschlichen Gesellschaft ebenso wichtig. [Volkmar Weiss]
Martin Herzog, Dipl. Ing. ETH, Rheinfelden, 23.02.03
Diese Graphik verdeutlicht vor allem, wie gering der Anteil extremer Werte ist, im positiven (> 120) wie negativen bereich (< 80), wie unsicher also auch die Schätzungen in diesem Bereich.

http://www.dimdi.de/dynamic/de/klassi/diagnosen/icd10/htmlamtl2006/fr-icd.htm
Zu den Schätzungen ist zu sagen, dass sich IQs über 140 eh nur schlecht schätzen lassen, sogar mit Test, die Tabelle also auf Heuristik basiert und mit ziemlicher Vorsicht zu geniessen ist. Zudem werden hier, traditionell kulturimperialistisch, natürlich nur westliche Grössen erfasst. Grosse Geister die sich anderer Denkformen bedienen als der ein rationalistischen, also Araber, Chinesen, Inder ... fallen hier unverdientermassen raus. Genau so wie die gerissenen Bauern (Bauernschläue) und Händler. [Mich würden mal IQs der Bankiers interessieren ... falls Sie auf so was stossen]
Die Schätzungen der IQs der alten Genies stammen aus: Genetic Studies of Genius edited by Lewis M. Terman. Copyright 1926, Stanford University Press: Band II: The Early Mental Traits of Three Hundred Geniuses by Catharine M. Cox. Table 12A. Es handelt sich um eine grobe Schätzung, erstellt auf Grund biographischer Daten, die den Punkt auf der Stanford-Binet-Skala angibt, unter den der betreffende kaum gefallen ist. (Am weitgehenden Fehlen von Frauen sehen wir, dass da noch weitere Probleme hinter der Erhebung des IQ stecken, als bloss die Fähigkeit zu lesen. Insbesondere wird der IQ überlagert vom Faktor Prominenz und öffentliches Auftreten).
Wie nachfolgende Graphik zeigt, verfügen bloss 0.13% der Bevölkerung über einen IQ von über 145. Die Schätzungen basieren also auf sehr kleinen Zahlen und sind dementsprechend unzuverlässig. Dazu kommt, dass derartige IQs fast nur in städtischer Umgebung, also einem Umfeld, das auf Forschung und Entwicklung wert legt, produktiv werden können. Ein Bauer mit einem IQ von 200 würde vermutlich als seltsamer Typ verlacht oder gleich ins Irrenhaus gesperrt. Die "Verwandtschaft" zwischen Irren und Genies (s. dazu auch die Erklärung anhand des Katastrophen-Knicks) lässt sich anhand des IQ relativ leicht erklären. Menschen mit einem IQ von unter 70, also über 15% der Bevölkerung, werden als debil bezeichnet - Menschen mit IQ über 140, also 0.3%, werden als genial bezeichnet.
Tiefe IQs haben Mühe, die Welt in ihrer Komplexität zu erfassen und können sich bloss ein ungenügend realistisches Bild davon machen. Dies präzise wird durch Populisten und Volksverführer ausgenutzt, die für bildungsferne Schichten ein sehr einfaches und einleuchtendes Weltbild propagieren, das ihren politischen Ambitionen förderlich ist. Auf diese Weise kann ein einigermassen abstruses Weltbild sogar in Demokratien zum politischen Leitbild werden. (S. SVP & Co).
Menschen mit einem IQ von über 140, vielleicht auch schon 130, sind jedoch fähig, die Welt aus verschiedenen Perspektiven zu sehen, unterschiedliche Kulturen und Sprachen zu verstehen und teilweise auch zu Leben. Es wundert also wenig, das multikulti ein Produkt der städtischen Intelligenzia ist und in ländlichen Regionen wenig ankommt. Und präzise hier liegt das Problem der hohen IQs, das einen zum Wahnsinn treiben kann. Je weiter rechts Sie sich selbst auf der Skala finden, desto mehr Menschen gibt es, die Ihnen erzählen, was Sie zu denken haben. Von der Mehrheit wird nicht verstanden, dass es verschiedene Welten nebeneinander geben kann - während die Genies nicht begreifen, dass diese enge, kleine Welt der kleinen Männer und Frauen von diesen wirklich ernst genommen wird, weil sie nur diese kennen. Sie haben darum auch wenig Verständnis für die Gefahren einer populistischen Massenbewegung, baue die nun auf Fremdenfeindlichkeit, Lokalpatriotismus, Christentum oder Islam. Die Welt der höheren IQs ist keine konsistente, sondern ein zersplitterte Welt, eben präzise die Welt der Postmoderne. Kaum eine dieser Teilwelten ist mehrheitsfähig, was das traditionelle Problem der Linken beschreibt. Es steht zu vermuten, dass darin auch der Hauptgrund liegt, warum sich unsere Genies meist zu Spezialisten entwickeln in Astronomie, Atomphysik, Genetik, Mathematik oder dergleichen, da sie dort nur mit Gleichgesinnten verkehren müssen und nicht mit dem grossen Unverständnis von Seiten der Mehrheit. In diesem Umfeld entwickeln sie ihre akademischen Sonderkulturen und Spezialsprachen, die sie aufs heftigste gegen Übergriffe von ähnlichen Parallelkulturen oder gar von Generalisten verteidigen. Die Genies machen sich also nicht wie die Irren mit zu geringem Verstand ein zu einfaches Bild von der Welt - aber sie beschäftigen sich derart intensiv, tiefgründig und oft ausschliesslich mit einem Detailausschnitt aus der Realität, dass sie diesen dann oft für die Welt selbst halten.
Beispiel: Alexander von Humbold, IQ 160-180, hätte heute vermutlich keine Chance auf einen Lehrstuhl, denn er war von Hause aus Morphologe, Analytiker der Formen, Deuter der Hyeroglyphen, aus denen die Welt besteht. [Karl Schlögel: Weltsüchtiger Olympier. Grenzenlose Neugier - Das Forscherleben des Alexander von Humboldt. Lettre International 66. Herbst 2004. S. 7-9]. Er war, wie Darwin und andere hervorragende Forscher, nie darauf angewiesen, sich um ein Einkommen zu sorgen. Humboldt konnte sich mit dem Vermögen seiner Mutter seine Forschungsreisen selbst finanzieren. Dabei sah er Forschung als offene Entdeckung und verfeinerte seine Methoden erst im Gelände. Er betrieb eine "Interdisziplinarität laufender Arbeit", bei der sich ein Schritt aus dem andern ergab, gelenkt primär durch die Sache, nicht durch die Theorie.
Schlöger fragt sich, wo heute die Kontinente (bei mir die Gräben und Schluchten zwischen den Elphenbeintürmen des Wissens * genannt) liegen, die ihrer wissenschaftlichen Entdeckung harren: Gewiss ist aber, dass sie jenseits der Universitäten liegen. Die Welt ist draussen, die Universität ist nur ein vorübergehender Ankerplatz, eine Transit-, nicht die Endstation, ein Depot, zu dem wir zurückkehren, um unsere Beutestücke aus der Welt draussen zu lagern ... Die Universität ist nicht die Welt, sondern nur eine Messstation neben anderen, und es wäre schon viel gewonnen, wenn mit der für jede déformation professionelle eigenen Illusion, sie sei der Nabel der Welt, Schluss gemacht würde. Die Universitäten wären wieder inOrte zu verwandeln, an denen sich Leute treffen, die sich etwas zu sagen haben und einander zuhören, ihrem Erkenntnistrieb folgen - und sich mit der Gesellschaft über die Ergebnisse ihrer Arbeit auseinander setzen. Heute ist sogar ersteres oft nur schwer zu finden. Man steht ja schliesslich im Wettbewerb ... Humbold und die Forscher seiner Zeit konnten tun, was sie wollten - was sie für wichtig hielten. Die heutigen Forscher sind dazu nicht in der Lage, denn sie sind Staatsbeamte, oder zumindest Staatsangestellte, von Institutionen, Zuwendungen, Gutachtern und Rattenschwänzen sich daraus ergebender Verhältnisse abhängig. Dieser Verlust der Forschungsfreiheit und das oft fast besinnungslose Hinterhereilen hinter dem Mainstream, der selbst schon immer zu spät kommt, sind die grössten Verluste seit Humboldts Zeiten. Die grösste Anforderung unserer Zeit ist die Förderung des Dialogs zwischen Forschern und Gesellschaft.
Das sieht einigermassen problematisch aus, hat aber auch positive Effekte. Insbesondere verunmöglicht diese Wissensstruktur die "Weltherrschaft". Die Hochintelligenten leben eh in ihrer eigenen Welt - die geistig einfacher strukturierten leben in einer Welt, die von Tradition, Kultur und lokalen Beziehungen bestimmt ist. Das heisst, erstere einigen sich eh nie auf ein gemeinsames Weltbild, da jeder sein eigenes propagiert, letztere sind derart unterschiedlichen Traditionen verhaftet, dass sie sich nicht mit dem selben Populismus über den Tisch ziehen lassen. Das heisst auch, dass die Idee von den 7 Weisen, welche die Welt beherrschen und Lenken ebenso absurd ist wie die Weltmachtsphantasien von Bush, denn das Gedönse von Bush dürfte ausserhalb der USA nur bei wenigen ankommen [mir wird übel, wenn ich den Kerl bloss sehe ..]. Islamische Fundamentalisten werden ausserhalb der islamischen Länder isoliert, christliche Fundamentalisten geniessen da zwar etwas mehr Toleranz ... solange sie Geld haben ... bewegen sich aber in sehr beschränktem Umfeld. Berlusconi regiert mit seiner Presse sein Land, dürfte aber ausserhalb auf mässig viel Respekt stossen. Blocher ... ist ausserhalb der Schweiz vermutlich kaum bekannt. Das einzige, was global wirkt, ist das Kapital - und das gründet ein Imperium nach dem andern und herrscht. (s. Neofeudalismus).
|Name||Description||Country||IQ|
|(SB)|
|Leonardo da Vinci||Universal Genius||Italy||220|
|Johann Wolfgang von Goethe||"||Germany||210|
|John Stuart Mill||Universal Genius||England||200|
|Blaise Pascal||Mathematician & religious philosopher||France||195|
|Ludwig Wittgenstein||Philosopher||Austria||190|
|Sir Isaac Newton||Scientist||England||190|
|Voltaire||Writer||France||190|
|Galileo Galilei||Physicist & astronomer & philosopher||Italy||185|
|René Descartes||Mathematician & philosopher||France||185|
|Buonarroti Michelangelo||Artist, poet & architect||Italy||180|
|Immanuel Kant||Philosopher||Germany||175|
|Johannes Kepler||Mathematician, physicist & astronomer||Germany||175|
|Martin Luther||Theorist||Germany||170|
|Plato||Philosopher||Greece||170|
|Richard Wagner||Composer||Germany||170|
|Charles Darwin||Naturalist||England||165|
|James Watt||Physicist & technician||Scotland||165|
|Johann Sebastian Bach||Composer||Germany||165|
|Ludwig van Beethoven||Composer||Germany||165|
|Albert Einstein||Physicist||USA||160|
|Bill Gates||CEO, Microsoft||USA||160|
|Stephen W. Hawkin||Physicist||England||160|
|Rembrandt van Rijn||Artist||Holland||155|
|Rousseau||Writer||France||150|
|Bonaparte Napoleon||Emperor||France||145|
|Richard Nixon||Ex-President||USA||143|
|Adolf Hitler||Nazi leader||Germany||141|
|Hillary Clinton||Ex-President wife||USA||140|
|Martin Herzog||Limited Genius||Switzerland||138|
|Bill (William) J. Clinton||President||USA||137|
|Arnold Schwarzenegger||Actor||Austria||135|
|Abraham Lincoln||President||USA||128|
|George W. Bush||President||USA||125|
|George Washington||President||USA||118|
|John F. Kennedy'||Ex-President||USA||117|
Die IQs der neueren US-Präsidenten wurden z.T. aufgrund ihrer Eintrittsexamen ins College ermittelt, da sich dieser SAT-score linear mit dem IQ in Verbindung bringen lässt: IQ=26.8+0.085*GRE - was die These von Weiss bestätigt, dass Schultests eigentlich versteckte Intelligenztests sind. Dies wiederum macht deutlich, dass sämtliches Gedöns von wegen PISA oder ALL auf Nichts beruht, einem grossen Nichts - als auf mehr oder minder zufälligen Häufungen hoher oder tiefer IQs, bedingt durch den Stadt-Land-Charakter, Zu- und Abwanderer. Gerade was letzteres betrifft ist die Diskussion allerdings wieder offen. Wurde bisher angenommen, dass es vor allem die Intelligenteren sind, die ihre Chancen wahr nehmen und aus-wandern, was zu einem Brain-Drain führt, so haben Untersuchungen kanadischer Ornithologen gezeigt, dass Vögel mit kleinen Hirnen eher die 1000 bis 2000 km lange Winterreise unternehmen, als solche mit grossen Hirnen. Erklärung: Die Intelligenteren können auch unter erschwerten Bedingungen was zu futtern (Alternativen) finden.
Die Analysen (s. Graphik rechts) und Interpretationen von La Griffe du Lion grenzen an statistisch verbrämten Rassismus. Die Verteilung von Einkommen und IQ rechts zeigt deutlich, dass bereits Menschen mit einem IQ von weniger als 95/90 benachteiligt sind. Die Analyse nach Schwarzen, Weissen, Gelben und andern zeigt logischerweise ... eine Dominanz der Gelben und Weissen, ist aber ein statistischer Scherz, da es sich bei den Gelben meist um Analysen aus Stadtbevölkerung handelt, bei Weissen ebenso. Würden Bauern aus Afrika mit Bauern aus China und auch europiden, die fern von der Stadt in isolierten Kommunen leben, dürften sich kaum Unterschiede ergeben. Der selbe statistische Schabernack wird nun in Europa selbst mit den Pisa-Studien betrieben.
Eine Lösung dieses Problems böte die Anwendung des Konzepts der multiplen Intelligenz. Dieser Ansatz würde verhindern, dass Menschen, die nach dem heute dominanten Raster von "Brauchbarkeit" auf Grund von abstraktem Verständnis und Leistungspotential deklassiert werden, ihre eigenen Stärken wirklich entwickeln könnten. Denn jeder Mensch hat eine Begabung, also eine Form von Intelligenz, nur lassen sich die wenigsten davon mit dem IQ, demzufolge mit Schulprüfungen, richtig bestimmen.
Dass die meisten Nazis einen IQ hatten von über 120, dass Hitler ein IQ von 141 zugestanden wird, mag uns davor warnen, dummes Geschwätz als Ausdruck beschränkter Geister zu nehmen. Wie sich gerade bei Populisten zeigt, wissen diese sehr wohl, warum sie was wie sagen, auch, wenn sie was Dummes sagen. Es gilt hier immer, die Absicht zu erkennen, die Strategie der Macht, die Gerissenheit (vorgespiegelter) Dummheit (die insbesondere bei Geschäftsverhandlungen eine sehr grosse Rolle spielt. s. Wissen das dumm macht.*). Gerade was Bush betrifft, finde ich einen IQ der doch nicht ganz seinem trotteligen Getue entspricht, dennoch nicht beruhigend. Denn so lassen sich seine irreführenden Darstellungen der Situation im Irak (Iran, Syrien, Nordkorea etc) nicht auf Dummheit zurückführen - sind also bewusste und gezielte Lüge.
Des weitern waren Washington und Kennedy eigentlich als gute Präsidenten in Erinnerung, was deutlich macht, dass rationale Intelligenz nicht der einzige Faktor ist, der über sozialen oder politischen Erfolgt entscheidet (... es braucht auch die Beziehungsnetze ...). Es zeigt sich auch eindeutig, dass Politiker im Allgemeinen nicht aus Genies rekrutiert werden. Napoleon war der einzige, der dem Anspruch nahe kam. War aber dennoch eine ziemlich gewalttätige Zeit, seine Herrschaft.

IQ Range

Frequenz

Kumulative

Typische Ausbildung (-schancen)

Anstellungsmöglichkeiten

< 30

>1%
|>1% unter 30||Analphabet||nicht anstellbar, meist verwahrt|

30 - 50

>1%?
|>1% unter 50||1. - 3. Primarschule||einfache ungefährliche Haushaltarbeit|

50 - 60

~1%?
|1.5% unter 60||3. - 6. Primar||sehr einfache Arbeiten unter strikter Aufsicht|

60 - 74

3.5%?
|5% unter 74||6.-8. "||langsam, einfach, überwacht|

74 - 89

20%
|25% unter 89||8. - 12. "||Montage, Service, Krankenpflege|

89 - 100

25%
|50% unter 100||8.-12. Sekundar||kaufmännischer Angestellter, Kassierer, Walmart|
|100 - 111||

50%
|1 in 2 über 100||12. (Matura) - Batchelor||Polizist, Maschinist, Verkauf|
|111 - 120||

15%
|1 in 4 über 111||Batchelor - Master||Manager, Lehrer, Buchhalter|
|120 - 125||

5%
|11 in 10 über 120||nicht-technisches Doktorat||Manager, Professor, Buchhalter|
|125 - 132||

3%
|1 in 20 über 125||jegliches Doktorat||Rechtsanwalt, Redaktor, Betriebsleiter|
|132 - 137||

1%
|1 in 50 über 132||keine Beschränkung||hervorragender Professor, Redaktor|
|137 - 150||

0.9%
|1 in 100 über 137||keine Beschränkung||Führender Professor der Mathematik oder Physik.|
|150 - 160||

0.1%
|1 in 1,100 über 150||keine Beschränkung||Lincoln, Copernicus, Jefferson|
|160 - 174||

0.01%
|1 in 11,000 über 160||keine Beschränkung||Descartes, Einstein, Spinoza|
|174 - 200||

0.0099%
|1 in 1,000,000

über 174
|keine Beschränkung||Shakespeare, Goethe, Newton|
|Beispielsweise gibt es Landarbeiter, deren IQ über 140 liegt, andererseits aber auch Rechtsanwälte, die weniger als 100 Punkte erzielen.

Krech/Crutchfield et. al.: Grundlagen der Psychologie. Bd. 4: Kognitionsphilosophie. S. 54

I am somehow less interested in the weight and convolutions of Einstein's brain than in the near certainty that people of equal talent have lived and died in cotton fields and sweatshops.
Stephen Jay Gould
Wie tragisch und ungerecht sich tiefe IQs auswirken sehen Sie an der Verteilung. Sie müssen sich diese unten bloss gespiegelt vorstellen. Schon rein auf Grund der erblich bedingten Schnelligkeit der Nervenschaltungen qualifiziert sich die Hälfte der Bevölkerung bloss für "Walmart", also Kassierer, einfache kaufmännische Administration, Montage, Service - also die Jobs, in denen die Löhne tief, die Arbeitslosigkeit hoch ist. Das dauernd gepredigte Rezept der besseren Bildung und der permanenten Weiterbildung ist für diesen Teil der Bevölkerung doch reiner Hohn - genau wie für den mit einem IQ über 120 oder 130 - wenn sie nicht in einem der obligaten wirtschaftlich-sozialen Filze eingebettet sind, denn die werden oft genau so wenig verstanden wie die einfach gestrickten. Ich (IQ 142) hab mich selbst mal vor Jahren bei einem Stellenvermittler für Kader einem Psychotest unterzogen, der bestätigte, dass ich für jeglichen Job einsetzbar bin, der mich interessiert. Trotzdem: Nicht vermittelbar, hunderte von Bewerbungen für die Katz - denn die Firmen wollen keine Menschen die gut sind in dem was sie interessiert, sondern die Angestellten sollen sich gefälligst für das interessieren, was man ihnen sagt und aufträgt (s. Der Auftrag). Kritik * und Widerspruch wird nicht akzeptiert, Lobhudelei scheint der einzige Web in dieser Gesellschaft zu Geld zu kommen. Mein Ansatz ist jeweils der: Sie sind der Chef. Wenn ich das Gefühl habe, bei Ihrer Anordnung stimmt was nicht, sag ichs, 2 mal, 3 mal - dann mach ichs, wenn Sie darauf bestehen. Ihre Verantwortung. Keine Chance. Sogar die höchste der Schweizer Schulen, die ETH, fand meine Dissertation sei nicht angepasst, also nicht akademisch, nicht wissenschaftlich, lehnte sie also ab, da ich mich nicht auf mein Fach beschränkte, sondern eine umfassende philosophische Analyse zur Grundlage eines Entwicklungskonzepts machte. Begabtenförderung? Am Arsch isch finschter ... Begabtendressur! Chefs wollen recht haben, und wenn's falsch läuft, dann waren es die "unfähigen" Angestellten die nicht selber denken. Also Vorsicht mit der Bildungseuphorie. Denken ist karriereschädigend! (s. auch Bildung & Arbeitslosigkeit)
Am besten lässt sich der Vorteil - wie die Grenzen - eines hohen IQs anhand eines Beispiels erklären. Kürzlich (8./9. September 2010, jeweils S. 21) wurde im Tagesanzeiger der Fall von Kim Borsky diskutiert, einer 18-jährigen die sämtliche Maturaprüfungen mit der Bestnote abgeschlossen hatte. Hier erst mal ihre Empfehlungen, wie sie lernt:
No 6, die Mathematik, hat leserbriefmässig dann eine Lehrerin in Rage gebracht, die fand, dass genau bei der Mathematik das Lernen nichts bringe. Da müsse man Verstehen, und Spass haben am Konstruieren. Jein. Nicht alle die Mathematik verstehen, oder verstehen müssen, was ja alle Wissenschaftler betrifft, haben an der Sache wirklich Spass. Für viele bleibt es ein Mittel, das widerborstig und mühsam ist - womit sie recht haben, denn längst haben ja selbst die Mathematiker heraus gefunden, dass sich ein System ohne interne Widersprüche gar nicht formulieren lässt ( s. Gödel). Es dürfte hier ähnlich sein wie mit der Sprache: Sobald man den Nutzen diesen Instrumentes sieht, gelingt das Lernen leichter.
Weniger zur Freude der Lehrer dürfte auch Empfehlung no 8 sein, die das Spicken betreffen. Allerdings ist auch der Beitrag nicht der dümmste, denn warum soll sich ein einigermassen intelligenter Mensch jeden Mist merken, den er leicht in einem Buch oder heute im Computer findet? > NICHT JEDEN MIST INS HIRN SCHAUFELN, DEN ANDERE FUER WICHTIG HALTEN.
Weniger zur Freude fauler Schüler jedoch Empfehlung no 9: Wenn mal eine Stunde ausfällt (oder geschwänzt wird), von einem Kollegen zusammen fassen lassen, also selbst nachholen, damit man keine Lücken hat. > SELBST LERNEN, WO UNTERRICHT VERPASST WIRD.
Geradezu klassisch die Bemerkung Borskys zum Sprachenlernen: Vokabeln einer Sprache büffeln, die man nicht braucht, mit der man nicht arbeitet, in der man nicht liest, ist langweilig. Möchte man aber eine Sprache wirlich beherrschen - unumgänglich. Da diese Erkenntnis meist erst relativ spät einsetzt, halte ich Frühenglisch und ähnliches eigentlich für Unsinn. Aehnliches gilt hier für die Mathematik. Für einen Philosophen ist die Mengenlehre und die gesamte Logistik (im alten, philosophischen Wortgebrauch), die sich daraus entwickelt hat, schlichtweg genial, um abstrakte Gedanken zu formulieren. Aber welcher Primarschüler will und kann das schon? Welchen Nutzen hat also eine unverständliche Mengenlehre auf diesen Stufen - insbesondere dann, wenn bereits die Lehrer davon keine Ahnung haben?
Selektion - Strukturieren - Selbst Lernen, das sind die 3 Punkte die zum Studium befähigen, die also bei Erreichen der Matur gewährleistet sein müssen. Ein hoher IQ kann dies erleichtern - aber auch erschweren. Bei einigen Hochbegabten führt das schnelle Verständnis der Dinge, die andern Mühe bereiten, ganz einfach dazu, dass dahinter weiter gesucht wird, eine andere Dimension, ein höheres Wissen, weshalb Hochintelligente nicht all zu selten halt auch auf Verschwörungstheorien und ähnlichen Mist abfahren.
Insbesondere führt aber ein hoher IQ meist auch dazu, dass die Selektion anders ist als bei "Normalos", dass auch die Zusammenhänge anders gesehen und strukturiert werden, was zu Differenzen in der Gruppe führt, dummerweise häufig auch zum Ausschluss der Hochbegabten. Gerade dieser Effekt dürfte das durchschnittliche Intelligenzniveau eines Volkes weitaus stärker und negativer beeinflussen, als die Zuwanderung einiger anatolischer Bauern. Motto: Der Klügere gibt nach - damit Dummheit herrsche. (Gruss an Herrn Sarrazin).
Problematisch wird diese verengte Sicht der Bildung vor allem für Sonderbegabungen wie wir sie beim Autismus und bei der leichteren Form, dem Asperger-Syndrom finden. Obwohl die Beschreibung des Syndroms in 3 von 4 Punkten präzise den Menschentypen darstellt, den sich Vorgesetzte wünschen, werden die Betroffenen bereits während der schulischen Karriere ausgesondert und oft zu "Sozialfällen".
Punkt 1 ist Alltag in (fast) jeder Schule und (fast) jedem Betrieb. Punkt 2 und 4 sind die Grundbedingung dafür, nicht nur Beamter, sondern auch Angestellter zu werden.
Zudem vollbringen Autisten wie Apergers auf Teilgebieten oft Leistungen, zu denen "normal Begabte" nicht fähig sind: Die Inselbegabung – auch Savant-Syndrom genannt – ist ein Phänomen, bei dem Menschen, oft mit kognitiver Behinderung, in einem kleinen Teilbereich außergewöhnliche Leistungen vollbringen. 50 Prozent der Inselbegabten sind Autisten, 50 Prozent haben eine andere Hirnschädigung. Auch der Aspekt entspricht absolut den Anforderungen unserer Zeit, der Spezialisierung. Würde man die Spitzenforscher (s. z.B. die Situation in der Biotechnologie) untersuchen, die sich über Jahre einem für den Rest der Welt unverständlichen Detailproblem widmen, käme man wohl oft auf eine ähnliche Diagnose.
Berühmte "Asperger" waren z.B. Bill Gates, Steven Spielberg, Albert Einstein, Thomas Jefferson. Im IT-Bereich werden sie zunehmend eingesetzt, da diese zwar anspruchsvolle aber eintönige Arbeit nicht jedermanns Sache ist, aber ideal für Autisten.
Die Diagnosefaktoren zeigen die Eigenheiten autistischen/aperg'schen Denkens:
Den Betroffenen fehlt also, oft fast total, die soziale Intelligenz. Damit fehlt ihnen das Wichtigste für den Markt, eine Begabung ohne die Überleben heute fast unmöglich ist: Die Fähigkeit sich selbst vor andern zu präsentieren, seine Rolle zu spielen, denn das erfordert das Erfassen ein starkes Eingehen auf äussere Einflüsse, eben auf die Wirkung, die man auf Menschen hat. Hier haben die meisten "Sonderbegabten" so ihre Probleme ....
Kommunikation (s. auch Kommunikationsanalyse) kann kurzgefasst als Mitteilung - meist im Sinne gegenteiliger Abstimmung - aufgefasst werden. Dafür ist es also nötig, ein Gegenüber, (zumindest) eine andere, aussen stehende Person wahrzunehmen und anzusprechen (was man seltsamerweise auch schriftlich tun kann). Solche Mitteilungen sind vom Empfänger erst zu bearbeiten, sie gehören meist zu einer der drei folgenden Typen (s. auch detailliertere Darstellung anhand rhetorischer Texttypen *)
unbedeutende Mitteilung (Die Flut): aussortieren
Beeinflussungsversuch mit Strategie & Taktik bis hin zu Irreführung und Propaganda (Der Alltag): Erkennen, Beurteilen, Reagieren
Anordnung: Anerkennen oder Ablehnen - im zweiten Falle mit Konflikt verbunden
Mitteilung von Wissen: Verstehen, beurteilen und ablehnen oder integrieren in bestehendes Wissen (= lernen) Der Alltag für Schüler, Forscher und Philosophen, wobei erstere keine Chance haben, mitgeteiltes Wissen abzulehnen, zweitere Wissen in ein recht fixes System packen müssen, das sog. Paradigma, und nur Genies, Philosophen und Verrückte eigentlich frei sind, Wissen so zu ordnen, wie sie es für sinnvoll erachten. Aus eben dem Grund werden sie oft verwechselt. (s. Der Spinner)
Wir können also vermutlich den Unterschied zwischen dem oft genialen, aber in sich geschlossenen Denken von Autisten und Inselbegabten auf der einen, und eben so genialen Volksverführern - die oft kaum 2+2 zusammen zählen können, auf geschlossene und offene Denksysteme als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal zurückführen.

Introversion - sachbezogene Intelligenz - geschlossenes Denksystem ohne Kommunikation

Extroversion - personenbezogene Intelligenz - offenes Denksystem - im Extremfall nur noch Kommunikation
|Intelligenz = Standard-IQ=Menge der verarbeitbaren Informationen pro Zeiteinheit - abhängig von Schaltgeschwindigkeit des Gehirns (vererbt) + vorhandenen Mustern, die Erkennen erst ermöglichen (s. Flynn-Effekt).

Extremfall: Reine, von der Realität unbeeinflusste Theorie.
Spezialisiertes, in sich geschlossenes, konzentriertes, von äussern Einflüssen unabhängiges Denken. Bei totaler Abgeschlossenheit wird aber natürlich auch bereits das Lernen von Sprache und Lesen, damit der Erwerb der Grundkenntnisse des Denkens, Bildung genannt, verhindert. Verpasst seine Rolle im Gesellschaftsspiel. Und wer keine Rolle spielt, der spielt eben keine Rolle.
|Intelligenz = Soziale Intelligenz = Menge der verarbeitbaren Kommunikation mit Aussen, verbal und nichtverbal.

Extremfall: Reine, von theoretischem Wissen unbefleckte Praxis und Kommunikation allgemein verständlicher und akzeptierter Banalitäten
Da das Hirn nur eine beschränkte Kapazität hat, hat der eine Type mehr Kapazitäten um über sachliche Probleme nachzudenken - während der andere sich mehr auf Einflüsse von aussen einlassen kann. Er kann sich Gesichter, Namen, Vorlieben, Meinungen, Eigenheiten seiner Gesprächspartner sehr gut einprägen. Bei vollständiger Offenheit gegen aussen kann sich allerdings kein eigenständiges Denken, also kein Charakter ausprägen - womit nur noch Rollen gespielt werden. *
* Oder wie die Bewegten zu sagen pflegten: Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.
Weiterentwicklung s. Die soziale Rolle als Erwartung der Umgebung, als Selbstdarstellung, als Filter.
FAZIT:
Während dem bei totaler Innenorientierung die Interaktion leidet, weil diese nicht möglich ist ohne Kommunikation, leidet bei der totalen Aussenorientierung oft das Sachwissen. Hoher IQ, viel Sachwissen - aber wenig soziale Intelligenz wird den meisten "Gschtudierten" zugeschrieben. Das Problem hat aber eben auch eine andere Seite. Vielleicht sind Sie selbst Experte auf irgend was. Dann mussten Sie bei der Stellenbewerbung belegen, dass ihr Expertenwissen durch möglichst gute Schulen qualifiziert und durch praktische Erfahrung erprobt ist. Haben Sie Schwein gehabt, haben Sie den Job. Nun dürfte es nicht lange gedauert haben, bis Sie einen Auftrag erhalten haben, der nach ihrem Wissen und ihrer Erfahrung auf völlig falschen Grundlagen aufbaute. Sie protestierten - ihr Chef verpflichtete Sie auf Gehorsam. Sie haben Ihren Auftrag nicht bloss zu erfüllen, sie haben ihn zudem genau so zu erfüllen, wie man es ihnen sagt. Punktum.
Das ist das Problem der Überqualifikation. Man könnte es auch das Problem des verschobenen Schwerpunkts der Steuerung nennen: Wenn der Experte mit hohem Sach-Innenwissen von Aussen gesteuert wird ist das eben so intelligent wie wenn eine sozial äusserst kompetente Person - mit geringem Sachwissen - dazu angehalten wird, keine (teuren) Berater zuzuziehen. Wenn Ihr Chef zwar weniger versteht von einer Sache, das dazu nicht zugeben kann, ist die Sache verkorkst und die Lösung gelingt nur noch (wenn überhaupt) mit hoher sozialer Intelligenz, d.h. der Chef muss vom Untergebenen noch mit feiner psychologischer List dazu gebracht werden, den Auftrag quasi aus eigenem Antrieb zu ändern. Bleiben Sie bei sachlicher Argumentation, also Widerstand, sind Sie der Querulant, verfügen Sie über unzureichende soziale Intelligenz, sind Sie unkollegial, nicht teamfähig, nicht anpassungsfähig etc.
Es ist klar, dass beide extremen Formen extrem beschränken. Seltsam ist jedoch, dass unsere Bildung, die eigentlich eher als Schulung zu bezeichnen wäre, eigentlich voll auf das Asperg-Syndrom trainiert - die Türöffnerfähigkeiten aber nirgends gelehrt werden. Oder kennen Sie auch nur eine Schule die List, Strategie und Taktik lehrt? Die Schulung in Rollenspielen bietet?
Mit den "Schulzeugnissen" die Sie mit einem hohen IQ erreichen können, dürfen Sie an die Pforte der gut bezahlten Stellen klopfen. Mit hoher sozialer Intelligenz können Sie die Tür aber erst öffnen - oder gleich den Hintereingang nehmen.
Sind intelligente Menschen erfolgreicher? Haben intelligente Menschen höhere Chancen?
Ist das Training in emotionaler Intelligenz ein sicherer Weg zum Erfolg?
Ein paar weitere Wissens- und Meinens-Tests: