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Am Riedenermärt besteht jeweils die Möglichkeit, den Turm zu besichtigen.
Führungen finden um 11:30 und 13:30 statt. Melden sie sich am Info-Stand.
Ein Video über die Führung sehen Sie unten:
Das Verzeichnis der Klotener Pfarrsprengel von 1370 führt Kapellen u.a. in Wallisellen und Rieden auf. Die Kapellen sollten den Kirchgenossen während der Woche den langen Weg in die Pfarrkirche nach Kloten ersparen. Die Niklauskapelle von Rieden stand am Ort der Lindenstrasse 8. Die älteste bekannte Rechnung des Kapellengutes Rieden stammt aus dem Jahr 1646, Sie erwähnt Ausgaben für Fett und Öl für die Turmuhr und das Glockenlager. 1798 wurde das Kapellengut Rieden dem Kirchengut Dietlikon einverleibt. Die Kapelle wurde zum Wohnhaus umgebaut. Der Turm der Kapelle blieb als Uhrturm in Betrieb.
1860 wurde der baufällige Turm abgebrochen. Die Riedener wollten einen Ersatz mit Uhr und Glocke. Die Dietliker scheuten die auch von ihnen mitzutragenden Kosten. Es folgte ein Kuhhandel: die Riedener stimmten für den Bahnhof Dietlikon, die Dietliker für den Riedenerturm. 1866 wurde der neue Chappeleturm (Glockenturm) gebaut und ein Stiftengang Uhrwerk von Jakob Mäder Andelfingen, das ebenfalls 1866 gebaut wurde. Die Glocke von 1830 wurde im neuen Turm weiterverwendet, sie wurde 1884 ersetzt.