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Untertitel: Zweite Etappe des Giro d’Italia – Moos Zwölfter
Die ersten Zeichen dafür, dass er sich in der Elite-Klasse gut adapiert hatte, setzte Damiano Cunego im April. Im Zeitraum von zwölf Tagen gewann er zwei Etappen und das Gesamtklassement der Trentino-Rundfahrt, die Appennin-Rundfahrt sowie den GP Larciano (It). Seither ist in unserem südlichen Nachbarland sogar die Frage gestellt worden, was wohl geschähe, wenn der «Lehrling» seinen Captain Gilberto Simoni schlägt.
Möglicherweise lässt die Antwort noch ein wenig auf sich warten. «Eines Tages gewinne ich den Giro. Jetzt aber bin ich hier, um zu helfen und um zu lernen», erklärte Cunego vor dem Beginn der Rundfahrt. Doch der Junioren-Weltmeister von 1999 auf der Strasse verfügt über solch grosse Qualitäten, dass die Verantwortlichen von Saeco den Vertrag mit ihm um zwei Jahre verlängert haben.
Damiano Cunego kommt vom Geländelauf her, in dem er 1998 in seiner Alterskategorie bei den Landesmeisterschaften den 3. Platz erreichte – zu einer Zeit, da er bereits Gefallen am Radsport gefunden hatte. Der 1,69 m grossen und 59 kg stammt aus Verona. Auf den letzten 30 km pilotierte er zuerst Gilberto Simoni über den Passo del Brattello, dann spurtete er mit Erfolg um den Etappensieg und krönte damit das Teamwork seiner Sportgruppe, die sechs ihrer neun Fahrer in der 43 Einheiten umfassenden Kopfgruppe ins Ziel brachte.
Der Schweizer Alexander Moos hatte auf dem Passo del Brattello die Bergpreiswertung gewonnen. Auch auf dem Passo del Brocco passierte ein Schweizer zuerst: Steve Zampieri, der mit seinem Vorstoss eine Fluchtgruppe von 23 Fahrern initiierte, der auch Rubens Bertogliati und Marcel Strauss angehörten.