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Der Titel des Vortrags lautete "Climate Litigation in Europe – Prerequisites and Possible Challenges". Zu erörtern war die Frage, inwiefern Menschenrechtsverträge aus europäischer Sicht als Durchsetzungsmechanismen für den Ausgleich von Schäden infolge des Klimawandels (wie z.B. bei Murgängen, die das Eigentum schädigen) zur Anwendung kommen könnten.
Aktueller Anlass der Konferenz war ein in den Niederlanden gutgeheissenes Urteil ("Urgenda vs. NL"), das die Regierung zu weitreichenden Treibhausgasreduktionen verpflichtet, sowie eine gegen die US Regierung hängige Verfassungsklage wegen Unterstützung (Subventionierung) des Handels mit fossilen Brennstoffen ("Juliana vs U.S.").
Die Universität Luzern ist die erste Schweizerische Universität, die Semestervorlesungen im Bereich des Klimarechts anbietet. Dabei wird die Frage untersucht, inwiefern das Recht Instrumente bereitstellen kann, um Klimaschäden auszugleichen. Es ist absehbar, dass dieses Thema sowohl im nationalen als auch im internationalen Recht immer grössere Bedeutung erlangen wird.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Durchschnittstemperatur in der Schweiz bis Ende des Jahrhunderts um rund drei Grad steigt. Dies wird zu tiefgreifenden und dauerhaften Veränderungen führen. Das Schweizerische Fernsehen SRF widmet dem aktuellen Gebiet der Klimaforschung am 29. November 2017 einen Thementag unter dem Titel "+3°".
Julia Hänni ist Assistenzprofessorin für Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Energierecht, Europarecht und Rechtsphilosophie.