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Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation innerhalb der OECD und besteht aus 29 Mitgliedstaaten. Grundlage der IEA bildet das Internationale Energieprogramm, das vom OECD-Rat im Anschluss an die Erdölkrise von 1973 verabschiedet worden war, mit dem Ziel, mögliche Erdölversorgungskrisen rasch und wirkungsvoll bewältigen zu können. Die Schweiz als Gründungsmitglied hat sich mit ihrer Mitgliedschaft völkerrechtlich verpflichtet, stets einen Erdölvorrat im Umfang von mindestens 90 Tagen des heutigen Normalverbrauchs zu lagern, Massnahmen zur Krisenbewältigung nach den IEA-Vorgaben bereitzuhalten und der IEA regelmässig statistische Daten aufzubereiten.
Im Jahr 2009 hat die IEA von den Energieministern der Mitgliedstaaten das Mandat, ihre Aktivitäten auf Erdgas auszuweiten. Seither unterstützt die IEA die Anstrengungen ihrer Mitglieder, Notfallbereitschaft und Krisenmassnahmen nicht nur bei Erdöl, sondern auch beim zweiten Energieträger weiter zu entwickeln. Zu diesem Zweck analysiert und bewertet die IEA mit periodisch durchgeführten Länderüberprüfungen u.a. Versorgungslage, Infrastruktur und Notfallmassnahmen eines jeden einzelnen Mitglieds. 2013 wurde auch die Elektrizität in den Überprüfungskatalog aufgenommen.
Das BWL wirkt in zwei Arbeitsgruppen der IEA mit: der Standing Group on Emergency Questions (SEQ), die sich mit der Bewältigung internationaler Erdölkrisen befasst, und der Standing Group on the Oil Market (SOM), die Analysen des globalen Erdölmarktes erstellt.