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Eine Studie ging Ende 2018 der Frage nach, ob die tägliche Einnahme von Aspirin 100 mg vor der Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen schützt. Unter Herz-Kreislauferkrankungen versteht man einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder Angina pectoris (durchblutungsbedingte Schmerzen in der Brust).
Es wurden 12’000 Personen während 5 Jahren überwacht. Diese waren um die 64 Jahre alt und gesund, hatten jedoch ein gewisses Risiko für die Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen. Das heisst, sie waren entweder Raucher, hatten einen hohen Blutdruck oder einen hohen Cholesterinwert im Blut oder in der Verwandtschaft Fälle von Herz-Kreislauferkrankungen. Die Personen der Studie wurden in zwei Gruppen eingeteilt und bekamen entweder Aspirin 100 mg täglich oder eine Placebotablette. Während 5 Jahren wurde geschaut, in welcher Gruppe mehr Herz-Kreislauferkrankungen auftraten. Ebenso wurde untersucht ob vermehrt Blutungen auftraten, da Aspirin die Blutungsgefahr bekanntermassen leicht erhöht.
Nach 5 Jahren gab es keinen Vorteil für die Gruppe, die Aspirin eingenommen hat. Es fand sich in beiden Gruppen praktisch derselbe Prozentsatz an Fällen einer Herz-Kreislauferkrankung.
Also muss man klar davon abraten, ohne vorbestehende Erkrankung Aspirin im Sinne einer Vorbeugung vor Herz-Kreislauferkrankungen täglich einzunehmen.
Was jedoch ganz klar einen Nutzen als Vorsorge bringt, ist, die oben erwähnten Risikofaktoren möglichst zu minimieren. Man sollte einen zu hohen Blutdruck (>140/85) behandeln, man sollte aufs Rauchen verzichten und bei einem zu hohen Cholesterinspiegel primär mit mehr Bewegung und gesunder Ernährung diesen zu senken versuchen. Dies bringt nachweislich mehr als Medikamente, ist manchmal jedoch deutlich schwieriger im Alltag umzusetzen als einfach eine Tablette zu schlucken.
Dr. med. Melanie Bührer,
Dorfstrasse 24, Meilen,
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