Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03618.jsonl.gz/1771

Kurzbeschreibung
Die Prüfung des Lernerfolgs ist noch immer eine der zentralen Aufgaben in der Hochschullehre. Im Vergleich zu klassischen Prüfungsformaten haben sich in der Vergangenheit auch Formen des E-Assessments in der Hochschullehre zunehmend etabliert. Bei E-Assessments handelt es sich in der Regel um digital umgesetzte, schriftliche Formen des Prüfens. Sie können sowohl für summative als auch formative Beurteilungen eingesetzt werden.
Webinarangebot
Nach Abschluss des Webinars verstehen die Teilnehmenden, welche grundsätzlichen Formen der Beurteilung in der Hochschullehre unterschieden werden. Sie lernen Potentiale und Grenzen des Einsatzes von E-Assessments kennen und sind in der Lage, Aufgaben adäquat zu gestalten, um sie im Rahmen von Clicker- und Votingsystemen zweckmässig zur Unterstützung formativer Assessments einzusetzen. Vor dem Hintergrund einiger Good Practice Beispiele werden Einsatzmöglichkeiten für die eigene Lehre eruiert.
Das nächste Webinar wird voraussichtlich im Frühjahr 2020 stattfinden.
Informationsangebot
Das Skript dient als Grundlage des Webinars. Ausserdem sind ausgewählte Inhalte zur besseren Orientierung nachfolgend beschrieben.
Zentrale Inhalte
Was wird unter formatives und summatives Assessment verstanden?
Formative Prüfungen können dazu beitragen, den individuellen Lernprozess der Lernenden zu lenken. Dies erfordert allerdings, dass solche Überprüfungen im Verlauf des Lernprozesses (also beispielsweise im Verlauf eines Semesters) stattfinden und die Rückmeldungen an die Teilnehmenden so differenziert sind, dass sie die Reflexion des bisherigen Lernprozesses und die Steuerung des weiteren Lernprozesses unterstützen. Ein Beispiel sind etwa elektronisch durchgeführte Selbsttests, bei denen die Lernenden zu jeder nicht richtig gelösten Prüfungsaufgabe auch eine Rückmeldung dazu erhalten, wo die jeweilige Fragestellung im Skript oder Lehrbuch behandelt ist.
Summative Prüfungen am Ende eines Lernprozesses (z.B. am Ende eines Semesters) dienen dazu, Nachweise zum entwickelten Wissen / zu Fertigkeiten / zu Kompetenzen zu erbringen und diese zu bewerten. In der Regel ist dieser Nachweis mit einer Benotung verbunden. Diese Benotungen fliessen ein in Gesamtleistungsnachweise (z. B. ein Bachelor-Diplom) und / oder sind Grundlage für Entscheidungen zur Zulassung (z. B. Übertritt von Studierenden aus dem Assessmentjahr in die Bachelor-Stufe).
Welche Gütekriterien gelten für E-Assessments?
Bei E-Assessments handelt es sich in der Regel um digital umgesetzte, schriftliche Formen des Prüfens. Diese müssen daher den allgemeinen Güte-Anforderungen an (schriftliche) Prüfungen genügen. E-Assessments unterscheiden sich in diesem Punkt also nicht von klassischen Prüfungsformaten.
Zu den klassischen Gütekriterien zählen Validität, Zuverlässigkeit, Objektivität, Chancengerechtigkeit und Prüfungsökonomie.
Welche Aufgaben eignen sich insbesondere für formative Assessments?
Für formative Assessments eignen sich insbesondere aufgrund der hohen Auswertungsökonomie geschlossene Aufgabenstellungen. In der nachfolgende Tabelle werden typische Aufgabenstellungen beschrieben.
Wie kann der Einsatz von formativen Assessments mit Canvas unterstützt werden?
Mit Canvas können grundsätzlich sämtliche oben genannten Aufgabentypen realisiert werden. Ausserdem erlauben die Analysen zur Aufgabenbearbeitung erste Schritte im Themenfeld “Learning Analytics“.