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Forscher an der University of Illinois haben mit "Voloc" ein System entwickelt, mit dem Amazons Sprachassistent Alexa die Position des Sprechers relativ genau erfassen kann. Mithilfe von Alexas Mikrofonen wird die Richtung der Echos der Sprecherstimme lokalisiert. Das von Sheng Shen und seinem Team konzipierte Verfahren setzt hierbei auf die sogenannte Triangulation. Die gleiche Technik wird beispielsweise bei der Ortung von Funktelefonen verwendet.
"Es gab eine Reihe von Herausforderungen, ehe die Technik funktionierte", sagt Shen, der im Bereich Computerwissenschaften promoviert. "Zunächst mussten wir die Originalstimme von den Echos trennen. Dann galt es, die Richtungen zu erfassen, aus der Original und Echos kamen." Das sei anspruchsvoll, weil die Mikrofone einen Mix aus allen Geräuschen erfassen.
Der Algorithmus erfasst die Richtungen der Geräusche iterativ. Daraus errechnet das System die Position. Eine Rolle spielt dabei die Lage der Wände und deren Entfernung vom Sprecher beziehungsweise von Alexa. Dieses Problem liess sich durch maschinelles Lernen beheben. Shens Doktorvater Romit Roy Choudhury sieht noch weitere Möglichkeiten, Alexas Leistung zu verbessern. Die Amazon-Box könnte beispielsweise Geräusche verwerten, die typisch sind für einen Raum, sodass sie zusätzliche Informationen zur Lokalisierung des Sprechers bekäme.
Wenn Waschmaschine oder Trockner eingeschaltet werden, könnte Alexa das dem Ort zuordnen, an dem sie stehen, hätte also einen weiteren Anhaltspunkt zur Lokalisierung. Die Forscher sind sich bewusst, dass diese Technik Amazon und Co weitere Einblicke in das Privatleben verschaffen würde. Andererseits könnte Voloc vor allem für ältere Menschen ein Segen sein, weil diese Technik ihnen die Möglichkeit gibt, länger unabhängig zu leben.
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