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Ab 2015 wurde dem MASILugano die Gesamtverwaltung der Werke übertragen, die zur Sammlung des Kantons, zur Sammlung der Stadt Lugano und zur neugeschaffenen Sammlung MASI gehören. Erklärtes Ziel des MASI ist, diesen Schatz von über 14‘000 Werken aus einer Zeitspanne von Ende des 15. Jahrhunderts bis in die Gegenwart zu präsentieren, zu schützen und zu konservieren und ihn durch stets neue Ausstellungen, die die vielfältigen Lesarten der verschiedenen künstlerischen Ansätze aufzeigen, immer besser zur Geltung zu bringen.
Die Kunstsammlung des Kantons umfasst hauptsächlich Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert mit wenigen, aber bedeutenden Ausflügen in frühere Jahrhunderte mit einigen der wichtigsten Vertreter von im Kanton oder in Italien tätigen Tessiner Künstlern, wie Giovanni Battista Discepoli, Pier Francesco Mola und Giuseppe Antonio Petrini. Die Sammlung enthält nicht nur Werke von Tessiner, Schweizer und ausländischen Künstlern, die in der italienischen Schweiz gearbeitet oder sich aufgehalten haben, sondern auch von italienischen Künstlern oder solchen aus anderen Ländern, die im Bereich der modernen und zeitgenössischen Kunst eine wichtige Rolle gespielt haben, wie beispielsweise Edgar Degas, Pierre-Auguste Renoir, Camille Pissarro, Gabriel Orozco, Rineke Dijkstra und Thomas Struth.
Die Kunstsammlung der Stadt Lugano umfasst rund 8000 Stücke, darunter Gemälde, Werke auf Papier und Skulpturen. Sie setzt sich hauptsächlich aus Werken von Tessiner Künstlern vom 17. Jahrhundert bis heute zusammen. Die bedeutendste Werkgruppe betrifft Werke aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Die städtische Sammlung ist in Bezug auf die lokale und lombardische Kunstszene von 1850 bis anfangs 1920er-Jahre als die reichhaltigste im Kanton zu bezeichnen.