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Das Wichtigste in Kürze
- Der britische Premier Boris Johnson gerät immer mehr unter Druck.
- Er soll die Renovierung seiner Wohnung in London mit Parteispenden finanziert haben.
- Der Betrag soll weit über seinem jährlichen Budget von 30'000 Pfund gelegen haben.
Der unter Druck geratene britische Premierminister Boris Johnson hat erneut versucht, von Unstimmigkeiten rund um die Renovierung seiner Dienstwohnung abzulenken.
«Ich denke nicht, dass es irgendetwas zu sehen gibt oder etwas, um das man sich sorgen sollte.» Dies sagte Johnson am Donnerstag zu Reportern beim Besuch einer Schule in London. Zuvor hatte die zuständige Wahlkommission angekündigt, die Geldflüsse rund um die Renovierung zu überprüfen. Dies könnte auch Johnsons Befragung zur Folge haben.
Renovierung auf Parteikosten
Berichten zufolge soll der konservative Regierungschef die Renovierung seiner Wohnung mit einer Parteispende zwischenfinanziert haben. Die Kosten sollen weit über die jedem Premierminister jährlich zustehenden 30'000 Pfund (rund 38'000 Franken) gelegen haben.
Neben der Kommission untersucht auch ein neuer Berater, der die Einhaltung ministerieller Standards von Regierungsmitgliedern überwachen soll, die Vorgänge. Da dieser jedoch direkt an den Premier berichtet, kann Johnson letztlich selbst über Veröffentlichung und Konsequenzen entscheiden. Die Opposition fordert unabhängige Aufklärung.
Johnson wird nicht müde zu betonen, dass die britische Öffentlichkeit seiner Meinung nach an anderen Dingen interessiert sei. So etwa an der Bekämpfung der Corona-Pandemie und der Impfkampagne.