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Der Ausschuss begleitet das Lebensdauerverlängerungsprojekt seit 2001. Paks umfasst vier Druckwassereinheiten russischer Bauart des Typs WWER-440 mit einer Gesamtkapazität von 1755 MW und deckte letztes Jahr rund einen Drittel des ungarischen Strombedarfs. Die vier Einheiten nahmen 1982-87 den kommerziellen Betrieb auf. Ihre Auslegungslebensdauer beträgt 30 Jahre und die heute geltenden Betriebsbewilligungen werden 2012-17 auslaufen. Die Betreiberin legte den Bewilligungsbehörden im April 2004 einen vorläufigen Umweltbericht mit der Absicht vor, die Lebensdauer um 20 Jahre zu verlängern und die Leistung um 8-9% zu erhöhen. Sie erwartet einen Entscheid bis 2007.
An der Tagung des Wirtschaftsausschusses stellte sie den Parlamentariern ihre Pläne vor. Für die Bewilligung sowie die Ausführung der nötigen Investitionen sprechen nach Ansicht der Betreiberin mehrere Gründe: In absehbarer Zukunft könne Ungarn die nach der Paks-Abschaltung fehlende Stromerzeugungskapazität weder durch Einsparung kompensieren, noch durch erneuerbare Energiequellen ersetzen. Der Ersatz durch Gaskraftwerke würde das Land noch abhängiger von Energieimporten machen, den Ausstoss an Treibhausgasen um rund 30% erhöhen und die Luft mit beträchtlich mehr Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und anderen Abgasen belasten. Da schliesslich die elektrische Energie aus Paks nur halb so viel koste wie aus den anderen ungarischen Kraftwerken, wäre auch mit einem Strompreisanstieg von 25-38% zu rechnen. Paks sieht Investitionen von HUF 172 Mrd. (rund CHF 1,06 Mrd.) für die Lebensdauerverlängerung und Leistungserhöhung vor. Sie könnten aus dem Betriebsbudget finanziert werden.
In einer unabhängigen Stellungnahme von Anfang 2004 unterstützt die ungarische Akademie der Ingenieurwissenschaften das Projekt. Sie empfiehlt Parlament und Regierung zudem, dem weiteren Ausbau der Kernenergie im Lande Priorität einzuräumen.
Quelle
P.B. nach NucNet, 16. November 2004