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Nach einer SARS-CoV-2-Infektion ist das Risiko für Komplikationen infolge einer Operation für sechs Wochen lang erhöht. Das geht aus einer Studie der Universität Birmingham hervor. Die Forscher um Dr. Dmitri Nepogodiev werteten die Patientendaten von mehr als 140 000 Personen aus, die im vergangenen Oktober in 116 Ländern operiert worden sind. Darunter befanden sich ca. 3‘000 Patienten, bei denen eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachgewiesen worden war.
Die Analyse zeigt, dass die Sterblichkeit von Personen, die in den ersten vier Wochen nach der COVID-19-Diagnose operiert wurden, um vier Prozent erhöht war. Erst in der siebten Woche nach der Infektion sank das Risiko, infolge einer Operation zu versterben, auf 1,5 Prozent.
Dass COVID-19 die Sterblichkeit nach einer Operation erhöht, war bereits bekannt. Unklar war allerdings, ab wann das Risiko eines vorzeitigen Todes nachlässt.
Die Forscher aus Birmingham raten allerdings nur in vertretbaren Fällen von einer Verschiebung des OP-Termins nach einer SARS-CoV-2-Infektion ab. So muss beispielsweise bei Krebspatienten und Notfällen eine individuelle Abwägung getroffen werden.