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Wie die Organisationen am Donnerstag mitteilten, belaufen sich die Schulden der 86 ärmsten Länder bei 40 Schweizer Banken auf insgesamt 5,7 Milliarden Franken. Alliance Sud und zehn anderen Hilfswerke und Organisationen berufen sich dabei auf bisher unveröffentlichte Zahlen der Schweizer Nationalbank (SNB).
Die zusätzlichen Mittel, die der Internationale Währungsfonds, die Weltbank und einzelner Länder wie die Schweiz im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit gesprochen hätten, reichten nicht aus, um der Krise in den Entwicklungsländern adäquat zu begegnen.
Arme Länder könnten zudem keine Coronahilfen organisieren wie die Gläubiger- und Geberländer, die zur Rettung der eigenen Volkswirtschaften historisch einmalige Hilfspakete geschnürt hätten. Die Coronakrise stürze viele arme Länder in ausserordentliche Notlagen. Ihnen drohe die schlimmste Schuldenkrise seit den 1980er-Jahren, heisst es in der Mitteilung.
Die elf Entwicklungsorganisationen rufen den Bundesrat deshalb dazu auf, einen runden Tisch einzuberufen. An diesem sollen die Modalitäten von dringenden Schuldenerlassen für Entwicklungsländer durch die Schweizer Banken verhandelt werden. Im weiteren fordern die Organisationen, dass die involvierten Banken gegenüber der Öffentlichkeit Transparenz über ihre Kredite, deren Konditionen und die Modalitäten der Rückzahlung herstellen.
mk
(AWP)