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|Es ist wichtig für den Therapeuten zu wissen, dass es sich beim Co-Süchtigen immer um einen Konkurrenten des Therapeuten handelt. Der Co-Süchtige betrachtet sich als der einzige Helfer im System, der am meisten weiss über den Süchtigen, mit ihm zu leben hat und deshalb auch am besten mit ihm umzugehen weiss. Der Co-Süchtige betrachtet somit den Therapeuten immer als Helfer für sich, das heisst, er erwartet, dass der Therapeut das Gleiche macht wie er, dort weiterfährt wo ihm die Kraft ausgegangen ist.
Falls der Therapeut einen anderen Ansatz versucht, fühlt sich der Co-Süchtige nicht verstanden, abgelehnt, und bricht die therapeutische Beziehung häufig ab. Deshalb ist grösste Vorsicht geboten im Umgang mit Co-Süchtigen. Der Therapeut muss also gleich zu Beginn seine Antipathie gegen den Co-Süchtigen überwinden, in den Griff bekommen, sonst kann er nicht hilfreich mit ihm arbeiten.|