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Heute ist der 43. Gedenktag an Ponnuthurai Sivakumaran. Während des Freiheitskampfes in Sri Lanka hat er sich für die Tamilen eingesetzt. Wegen seinem Engagement für tamilische Bevölkerung wurde er durch die singalesische Regierung ertappt. Als Folge hat der 23-jährige am 05. Juni 1974 mit Zyanid den ersten Selbstmord in der tamilischen Geschichte begangen.
Ponnuthurai Sivakumaran ging an der „Jaffna Hindu College“ zur Schule. Im Jahre 1970 hat die sri-lankische Regierung neue Änderungen, die sogenannte „Standardisation“, im Bildungssystem vorgenommen. Die tamilischen und die singalesischen Schüler/innen waren nicht gleichgestellt. Die tamilischen Schüler/innen mussten mehr Punkte als die singalesischen Schüler/innen sichern, damit sie an die Universität aufgenommen werden konnten. Zum Beispiel mussten die tamilischen Schüler/innen um an der Universität Medizin zu studieren 250 von maximal 400 Punkten beim Aufnahmeverfahren erreichen. Hingegen die singalesischen Schüler/innen mussten nur 229 von maximal 400 Punkten erreichen. Obwohl beide Volksgruppen dieselbe Prüfung gleichzeitig auf Englisch geschrieben haben, war das Aufnahmeniveau für die tamilischen Schüler/innen höher gesetzt.
Ponnuthurai Sivakumaran war selber Schüler und hat sich gegen diese Diskriminierung eingesetzt. Ob Tamilen oder Singalesen, alle sollen gleichgestellt werden und die gleichen Rechte erhalten. Die Bildungsmöglichkeiten sollen für alle gleich sein. Er hat sich mit anderen Jugendlichen zusammen getan und gegen diese Diskriminierung protestiert. Diese Proteste bewirkten einen hohen Druck auf die srilankische Regierung. Die Regierung wollte Ponnuthurai Sivakumaran umbringen und demzufolge hat er Selbstmord begangen.
Nach diesem Ereignis wird der 5. Juni als Tag der Jugendlichen im Gedenken an Ponnuthurai Sivakumaran in Sri Lanka und im Ausland gefeiert. Obwohl Ponnuthurai Sivakumaran verstorben ist, werden seine Ziele und sein Gedanke ans Herz genommen und durch die Jugendlichen im Heimatland und im Ausland eingesetzt.