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Eine Abordnung der Kantonsregierung und die Freiburger Grenadiere sind gestern Abend für einen elftägigen Aufenthalt nach Uruguay abgeflogen. Der Grund ist laut einer Mitteilung des Kantons der Jahrestag der Gründung der Auswandererstadt Nueva Helvecia im südamerikanischen Staat Uruguay.
Das Grenadierkorps war 1994 in Argentinien, 2002 in Kuba und 2010 in Moskau. Heuer wurde es vom Schweizer Botschafter in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo, Hans-Ruedi Bortis, eingeladen. Dieser wird bei der Organisation des Empfangs für die Freiburger Gäste von seinem Vizekonsul Cédric Pittet, der aus dem Glanebezirk stammt, unterstützt.
Beitrag an eine Klinik
Bis zum 2. Mai gehören die 63 Mitglieder des Korps zusammen mit einer Delegation der Tessiner Regierung zu den Vertretern der Schweiz an den Feierlichkeiten. Als offizielle Ehrengarde der obersten Behörden des Kantons Freiburg wird das Grenadierkorps von einer Delegation der Regierung begleitet. Vertreten wird der Staatsrat durch seinen Präsidenten Georges Godel und Staatskanzlerin Danielle Gagnaux. Freiburg nützt die Gelegenheit, das Projekt einer Poliklinik in einem Quartier der Stadt Nueva Helvecia mit einem Beitrag von 10000 Franken zu unterstützen.
Diese Reise bietet Gelegenheit, die Verbindung zwischen Freiburg und der Provinz Colonia, in der sich die Schweizer Auswanderer in Uruguay niedergelassen hatten und wo sich Nueva Helvecia befindet, konkreter zu gestalten. Die Auswanderer waren dort im 19. Jahrhundert angekommen; sie hatten sich bedeutende Möglichkeiten für die Landwirtschaft erhofft. Mehr als 100 Siedler liessen sich nieder und gründeten am 25. April 1862 Nueva Helvecia. Viele Schweizer waren aus der Deutschschweiz, dazu kam eine Handvoll Freiburger. Nueva Helvecia zählt heute über 10000 Einwohner.fca