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Ranjan Haldar geht wieder
Der 52-jährige Ranjan Haldar und seine Frau leben in armen Verhältnissen in einem Stadtteil von Kolkata. Er ist arbeitslos, seine Frau verdient als Haushalthilfe 2000 Rupien (ca. 30 CHF) im Monat.
Im Mai dieses Jahres traten bei Ranjan plötzlich schwerste Bauchkrämpfe und Probleme beim Wasserlösen auf. Die Untersuchungen in einem staatlichen Spital ergaben als Ursache einen Leistenbruch und Nierensteine.
Die Situation war so gravierend, dass Haldar operiert werden musste. Leider hielten nach der Operation am 15. Mai die starken Schmerzen und die Schwierigkeiten beim Wasserlösen an und es kam eine Schwäche in den Beinen dazu, sodass Haldar zunehmend gehunfähig wurde. Die durchgeführte MRI-Untersuchung zeigte eine schwere Spondylolisthese, ein sogenanntes Wirbelgleiten, in der Lendenwirbelsäule. Bei dieser Erkrankung gleitet das obere Teilstück der Wirbelsäule mit dem Gleitwirbel über den darunter liegenden Wirbelkörper nach vorne. In schweren Fällen wie bei Haldar können hierbei Nerven eingeklemmt und geschädigt werden und in der Folge Lähmungen der Beine und der Blase sowie starke Schmerzen auftreten.
Von einem anderen Patienten hatte Haldar von Calcutta Rescue gehört und er wurde in eine der Kliniken der Organisation gebracht. Er war schmerzgeplagt, gehunfähig und wegen der langen Bettlägerigkeit bestanden Druckgeschwüre. Die Nervenleitgeschwindigkeit in den Unterschenkelnerven war reduziert, was auf eine schwere Schädigung hinweist. In der Physiotherapie von Calcutta Rescue erhielt Haldar ein Stützkorsett am Rücken und Gehschienen an den Beinen. Nach längerem Muskeltraining, Spezialtherapien und medikamentöser Schmerzbehandlung besserte sich sein Zustand langsam. Er erlangte wieder etwas Kraft in den Beinen und kann nun einige Schritte gehen, seine Geschwüre sind abgeheilt.