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Leiden Sie unter Durchfall und Bauchschmerzen nach dem Essen? Womöglich nach ganz besonders gesundem Essen wie Früchten? Ihr Arzt findet nichts? Dann könnte eine Fructose-Intoleranz vorliegen. In diesem Fall bereiten insbesondere Früchte, Süssigkeiten und Honig unangenehme Verdauungsbeschwerden. Fructose-intolerante Menschen sind oft frustriert und glauben, eine gesunde Ernährung sei für sie ein Leben lang nicht mehr möglich. In vielen Fällen lässt sich eine Fructose-Intoleranz jedoch heilen oder zumindest so bessern, dass der Verzehr von gewissen Fructosemengen wieder möglich wird.
Fructose-Intoleranz - Immer mehr Menschen sind betroffen
Eine Fructose-Intoleranz (FI) betrifft immer mehr Menschen. Dennoch ist sie bei vielen Ärzten unbekannt und wird nicht in die Diagnosefindung mit einbezogen. Die Betroffenen leiden daraufhin oft viele Jahre lang an Verdauungsbeschwerden, die den Alltag stark beeinträchtigen können. Nicht selten ist es letztendlich der Patient, der den Arzt um einen Fructose-Intoleranz-Test bittet, da er bei eigenen Nachforschungen auf diese Möglichkeit als Ursache für seine Beschwerden stiess. Je länger jedoch eine Fructose-Intoleranz unerkannt bleibt, desto schwieriger wird es, das Verdauungssystem wieder zu besänftigen.
Fructose-Intoleranz: Was ist Fructose?
Fructose ist ein Einfachzucker, der - oft gemeinsam mit Glucose - in vielen Lebensmitteln in unterschiedlicher Menge und Verteilung vorhanden ist. Besonders fructosereich sind Früchte und sämtliche Produkte, in denen Früchte verarbeitet wurden (Marmelade, Fruchtsäfte, Obstkuchen, Trockenfrüchte, Fruchtjoghurts, Milchshakes mit Früchten etc.). Wer gerne Light- oder Diät-Produkte einkauft, sollte wissen, dass in diesen Produkten oft reine Fructose als Süssungsmittel verwendet wird. Auch in speziellen Diabetiker-Produkten ersetzt die Fructose den Haushaltszucker.
Da jedoch auch der Haushaltszucker zur Hälfte aus Fructose besteht (die andere Hälfte ist Glucose), können alle gezuckerten Produkte zu den im folgenden Abschnitt genannten Symptomen führen. Dies ist besonders bei langjährigen Fructose-Intoleranten der Fall, während Menschen mit geringfügiger FI-Ausprägung den gewöhnlichen Haushaltszucker manchmal recht gut vertragen können.
Da insbesondere Fertigprodukte oft versteckten Zucker enthalten, ist das Lesen der Zutatenliste für Fructose-Intolerante ein Muss.
Leider gibt es auch einige Süssungsmittel wie z. B. Maissirup oder auch Agavendicksaft, die ausserordentlich fructosereich sind, ohne dass dies irgendwo auf dem betreffenden Produkt vermerkt wäre.
Fructose-Intoleranz: Die Symptome
Die typischen Symptome der Fructose-Intoleranz sind - meist unmittelbar im Anschluss an ein fructosehaltiges Mahl - Bauchschmerzen, Übelkeit, Krämpfe, Blähungen, ein aufgetriebener Bauch und Durchfall. Langfristig kommen die sog. sekundären Symptome hinzu. Dazu gehören Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Wetterfühligkeit, eine erhöhte Infektionsanfälligkeit, Depressionen sowie ein Mangel an bestimmten Mikronährstoffen (Folsäure und Zink).
Fructose-Intoleranz: Vererbt oder erworben?
Bei der Fructose-Intoleranz unterscheidet man zwischen einer erworbenen Fructose-Intoleranz (auch intestinale Fructose-Intoleranz genannt) und der sog. hereditären Fructose-Intoleranz (HFI). Letztere ist bereits seit der Geburt vorhanden, während die erworbene FI-Form meist im Teenager- oder Erwachsenenalter auftritt.
Die hereditäre Fructose-Intoleranz (HFI)
Säuglinge mit einer HFI zeigen erste Unverträglichkeitsreaktionen wie Erbrechen, Durchfall und eindeutige Entwicklungsstörungen nach der Umstellung auf Beikost. Bei der HFI handelt es sich um eine Stoffwechselstörung mit einem bestimmten Enzymdefekt. Die Fructose kann zwar normal über die Darmschleimhaut aufgenommen werden, aufgrund des Enzymdefektes kann sie in der Leber jedoch nicht – wie sonst üblich – vollständig abgebaut werden.
Der Fructosegehalt im Blut steigt, wodurch die Glucose (der Blutzucker, den alle Zellen als Energielieferant benötigen) aus dem Blut verdrängt wird. Diese Situation führt einerseits zu einem gefährlich niedrigen Blutzuckerspiegel bis hin zur Bewusstlosigkeit, andererseits zu Leberfunktionsstörungen, da die Fructose in der Leber nur unvollständig abgebaut wird und die giftigen Stoffwechselzwischenprodukte dieses unvollständigen Fructoseabbaus die Leber schädigen können.
Eine HFI betrifft einen von 20.000 Säuglingen und erfordert eine sehr strenge Diät, da oft nicht einmal geringe Fructosemengen toleriert werden.
Die erworbene Fructose-Intoleranz
Bei der erworbenen Fructose-Intoleranz hingegen können – je nach persönlicher Toleranzgrenze – gewisse Fructosemengen gegessen werden, ja im Laufe einer konsequenten Vorgehensweise können die verträglichen Mengen unter Umständen auch wieder gesteigert werden.
Es handelt sich also - im Gegensatz zur HFI - nicht um eine Stoffwechselstörung, sondern um eine Resorptionsstörung, also um die Unfähigkeit des Körpers, die Fructose über die Dünndarmschleimhaut in die Blutbahn aufzunehmen. Im Vergleich zur HFI kommt die erworbene Fructose-Intoleranz sehr viel häufiger vor, weshalb wir uns in diesem Artikel ausschliesslich mit dieser FI-Form beschäftigen.
Fructose-Intoleranz: Wenn Fruchtzucker krank macht
Wenn ein gesunder Mensch beispielsweise Früchte oder auch ein Honigbrot isst, dann wird die darin befindliche Fructose über die Dünndarmschleimhaut ins Blut transportiert. Dazu gibt es in der Darmschleimhaut bestimmte Transporterproteine. Die für Fructose zuständigen Transporterproteine heissen auf der Darminnenseite GLUT-5.
Sie transportieren die Fructose aus dem Darm in die Zellen der Darmschleimhaut hinein. Auf der anderen Seite der Darmwand gibt es ebenfalls Transporterproteine (GLUT-2). Sie befördern die Fructosemoleküle aus der Schleimhautzelle in die Blutbahn hinaus.
Bei Menschen mit einer Fructose-Intoleranz ist das GLUT-5-Transportersystem - je nach Ausprägung der Intoleranz - mehr oder weniger defekt. Die Fructose kann also nicht oder nur zu geringen Anteilen aus dem Dünndarm entfernt werden. Sie gelangt in den Dickdarm und wird von den dort ansässigen Darmbakterien fermentiert.
Dabei entstehen Gase (Wasserstoff, Methan und Kohlendioxid), die zu starken Blähungen führen. Diese Gase gelangen auch in die Blutbahn, werden schliesslich über die Lunge abgeatmet und können folglich in der Atemluft festgestellt werden (siehe weiter unten "3. Atemtest auf Fructose-Intoleranz").
Da Fructose ausserdem einen wasserbindenden Effekt hat, wird das Wasser nicht wie üblich im Dickdarm aus dem verdauten Nahrungsbrei entfernt, sondern bleibt im Stuhl, was zu einer wässrigen Konsistenz, nämlich zu Durchfall führt.
Fructose-Intoleranz auch ohne Symptome möglich?
Allerdings sollen unglaubliche 30 Prozent der westlichen Bevölkerung unter einer eingeschränkten Fructoseresorptionsfähigkeit leiden. Doch nur bei einem Drittel treten auch die beschriebenen FI-Symptome auf. Bei den übrigen 20 Prozent gelangt ebenfalls ein beträchtlicher Teil der Fructose in den Dickdarm und wird dort fermentativ verarbeitet - jedoch OHNE unangenehme Symptome zu verursachen. Man spricht in diesen Fällen von einer Fructose-Malabsorption.
Aufgrund dieser Tatsache wird bezweifelt, dass allein die eingeschränkt funktionsfähigen GLUT-5-Transporter das eigentliche Problem sind. Offenbar muss noch ein weiterer Faktor hinzukommen, der letztendlich für das Erscheinen der quälenden FI-Symptome verantwortlich ist. In Frage kommen z. B. fehlerhafte Fermentationsprozesse, was wiederum auf eine fehlerhafte Zusammensetzung der Darmflora schliessen lassen könnte.
Fructose-Intoleranz: Mögliche Folgen
Wird eine Fructose-Intoleranz gleich im Anfangsstadium erkannt, dann helfen oft bereits konkrete Ernährungsprogramme (siehe weiter unten), um dem Problem ein frühes Ende zu bereiten. Problematisch wird die Angelegenheit dann, wenn sich ein Patient über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg mit seiner Fructose-Intoleranz (oder einer anderen Intoleranz) herum quälen muss, ohne dass jemand eine rettende Idee hätte.
Dann nämlich isst der Betroffene ahnungslos die problemverursachenden Lebensmittel und verschärft die Lage damit unwissend noch mehr. Je länger nämlich eine unbehandelte Fructose-Intoleranz besteht, umso gravierender können die Folgeschäden sein.
1. Weitere Intoleranzen können auftreten
Wenn ein Fructose-intolerantes Verdauungssystem über einen langen Zeitraum mit grossen Mengen Fructose belastet wird, führt das zu Schäden an der Darmschleimhaut. In der Darmschleimhaut befinden sich jedoch auch Zellen, die das für den Milchzuckerabbau nötige Enzym Lactase bilden sowie Zellen, die das für den Histaminabbau nötige Enzym Diaminoxidase produzieren. Bei Schäden der Darmschleimhaut werden automatisch auch diese beiden Zellarten beschädigt, so dass eine Lactose- und/oder eine Histamin-Intoleranz entstehen können.
2. Dysbiose
Zwar gilt eine gestörte Darmflora (Dysbiose) als eine der Hauptursachen der Fructose-Intoleranz, doch kann sich dieses Ungleichgewicht der Darmflora im Verlauf der FI natürlich noch verstärken.
So können beispielsweise Darmbakterien aus dem Dickdarm in den Dünndarm wandern (was bei einem gesunden Menschen nicht möglich ist), so dass die blähenden Fermentationsprozesse nach Fructose-Verzehr, die normalerweise im Dickdarm erfolgen, bereits im Dünndarm stattfinden, was vom Patienten als äusserst unangenehm empfunden wird. Eine derartige Dysbiose wird auch als Dünndarmfehlbesiedlung (DDFB) bezeichnet.
Hat sich eine DDFB einmal etabliert, kann sie auch ohne vorherigen Fructose-Verzehr zu Beschwerden führen, was eine eindeutige Diagnose immer schwieriger macht. Abgesehen davon kann sich eine DDFB auch unabhängig von einer FI entwickeln, muss also nicht immer gemeinsam mit dieser vorliegen. Dummerweise lässt eine DDFB (auch ohne FI) den FI-Nachweistest (Atemtest, siehe weiter unten) positiv ausfallen. Hier ist also grösstes diagnostisches und therapeutisches Geschick vonnöten.
3. Schwächung des Immunsystems
Da bekanntlich ein Grossteil des Immunsystems im Darm ansässig ist, kann eine schwerwiegende Dysbiose die körpereigene Abwehrkraft empfindlich schwächen, so dass sich daraus vielfältige weitere Folgeerkrankungen und Beschwerden ergeben können.
4. Folsäure- und Zinkmangel
Eine Dysbiose wiederum kann den bei Fructose-Intoleranten grundsätzlich zu beobachtenden Folsäure- und Zinkmangel verursachen oder verstärken. Ein Folsäuremangel kann Depressionen, Konzentrationsstörungen und Reizbarkeit fördern, während Zinkmangel mit einer verringerten Fruchtbarkeit, Haarausfall und einer erhöhten Infektanfälligkeit in Zusammenhang gebracht wird.
Fructose-Intoleranz: Die Darmspiegelung bleibt ohne Befund
Interessant ist, dass bei den für eine Fructose-Intoleranz typischen Symptomen oft zuerst einmal sehr aufwändige Untersuchungen durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um Untersuchungen, die solche Erkrankungen feststellen können, die bei den genannten Symptomen in den wenigsten Fällen vorliegen, wie z. B. Darmkrebs oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa).
Sehr viel häufiger weisen Blähungen, Übelkeit und Durchfall unmittelbar nach den Mahlzeiten auf Nahrungsmittel-Intoleranzen, auf Allergien, auf ein Gallenproblem oder auf eine Bauchspeicheldrüsenschwäche hin. Oft jedoch wird der Patient bereits nach einer befundlosen Darmspiegelung mit der - für den Patienten wenig hilfreichen - Diagnose "Reizdarmsyndrom" nach Hause geschickt.
Fructose-Intoleranz: Bei Medizinern wenig oder gar nicht bekannt
Ohne den Medizinern hier pauschal etwas unterstellen zu wollen, so könnte der Grund für ein solch oberflächliches Vorgehen unter Umständen auch darin mitbegründet liegen, dass ein Arzt an Magen- und Darmspiegelungen besser verdienen kann als an aufwändigen Einzeluntersuchungen zur Feststellung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Dazu kommt, dass Intoleranzen an den Universitäten bislang nur sehr spartanisch (wenn überhaupt) unterrichtet werden. Das bedeutet natürlich, dass die für Intoleranzen nötigen diagnostischen Massnahmen bei vielen Gastroenterologen nur selten zum Basis-Repertoire ihrer Untersuchungen gehören.
Fructose-Intoleranz: Die Diagnose
Ein kompetenter Therapeut hingegen wird folgendermassen vorgehen:
1. Gallen- und Bauchspeicheldrüsenprobleme ausschliessen
Abgesehen davon, dass Gallenprobleme und auch die Bauchspeicheldrüsenschwäche bevorzugt nach fettreichen Speisen Probleme bereiten (also nicht nach Früchten oder zuckerhaltigen Mahlzeiten wie das die FI tut), lassen sich beide mit einer preiswerten Stuhluntersuchung ausschliessen (oder bestätigen).
2. Andere Intoleranzen ausschliessen
Neben der Fructose-Intoleranz kommen bei den genannten Symptomen auch eine Lactose-Intoleranz, eine Histamin-Intoleranz, eine Gluten-Intoleranz oder eine Sorbit-Intoleranz in Frage. Allerdings können diese Intoleranzen relativ leicht von der Fructose-Intoleranz abgegrenzt werden, da sie (mit Ausnahme der Sorbit-Intoleranz) so gut wie nie infolge eines Obstverzehrs auftreten.
Zu diesem Zweck sollte ein Ernährungstagebuch geführt werden, damit mögliche Zusammenhänge zwischen bestimmten Nahrungsmitteln und den auftretenden Beschwerden aufgespürt werden können. Allerdings treten die Symptome nicht immer unmittelbar nach dem Genuss der kritischen Speisen auf, sondern oft auch zeitversetzt, also beispielsweise erst einige Stunden später oder auch erst am nächsten Tag.
Eindeutige Rückschlüsse sind auch dann schwieriger (aber nicht unmöglich), wenn mehrere Intoleranzen gleichzeitig vorliegen - was heutzutage immer häufiger der Fall ist. So leiden beispielsweise viele Glutenintolerante - insbesondere dann, wenn die Gluten-Intoleranz schon lange besteht - gleichzeitig auch an einer Lactose-Intoleranz. Auch eine Fructose-Intoleranz wird gern von einer Lactose-Intoleranz, oft aber auch von einer Sorbit-Intoleranz begleitet.
Eine Blanko-Vorlage für ein Ernährungstagebuch sowie ein Beispiel, wie ein solches ausgefüllt werden könnte, können Sie hier herunterladen: Ernährungstagebuch leer und Ernährungstagebuch Beispiel. Führen Sie das Ernährungstagebuch mindestens zwei Wochen lang.
3. Atemtest auf Fructose-Intoleranz
Die Fructose-Intoleranz kann ganz unspektakulär mit Hilfe eines Atem-Tests nachgewiesen werden. Bei diesem Test wird die Wasserstoffmenge im Atem gemessen. Der Wasserstoff entsteht im Dickdarm bei der Verstoffwechslung der Fructose durch die Dickdarmbakterien. Teilweise geht der Wasserstoff dann in Form von Blähungen ab, teilweise wird er von der Darmschleimhaut absorbiert, gelangt in die Lunge und wird dann abgeatmet.
Für die Durchführung des Tests trinkt der Patient eine Fruchtzucker-Lösung auf nüchternen Magen. Dann wird zwei Stunden lang im Abstand von 30 Minuten der Wasserstoffgehalt des Atems gemessen. Die gemessenen Werte werden mit dem Ausgangswert verglichen, der vor Einnahme der Fructose-Lösung festgestellt wurde. Befinden sich die Wasserstoffwerte zwischen 10 und 20 ppm oder darüber, dann ist eine FI wahrscheinlich. Werte von unter 10 ppm weisen normalerweise auf eine gesunde Fructose-Verstoffwechslung hin.
Zu beachten ist, dass der Test nur dann ordnungsgemäss durchgeführt werden kann und zu einem stimmigen Ergebnis führen kann, wenn in den letzten vier Wochen weder eine Darmspiegelung noch eine Colon-Hydro-Therapie gemacht noch Antibiotika eingenommen wurden. Andernfalls könnten die Wasserstoff produzierenden Darmbakterien allein durch diese Massnahmen getötet oder drastisch reduziert worden sein, so dass sich in der Atemluft kein Wasserstoff nachweisen lässt, obwohl möglicherweise eine FI vorliegt.
4. Messung von Tryptophan
Liegt eine Fructose-Intoleranz vor, dann bleibt nicht nur die Fructose im Darm, sondern auch die Aminosäure namens Tryptophan. Tryptophan verbindet sich mit der Fructose zu Komplexen und kann daher nicht mehr resorbiert werden. Tryptophan ist jedoch ein sehr wichtiger Nährstoff und wird für die Bildung von Serotonin gebraucht. Serotonin wiederum gehört zu den Glückshormonen und ist für unsere gute Laune zuständig.
Wenn Tryptophan fehlt, dann sinkt der Serotoninspiegel und daher auch die Laune. Es wundert also nicht, wenn Fructose-intolerante Menschen früher oder später an Depressionen leiden. Die Messung der Tryptophan-Konzentration im Blut kann ebenfalls zur Diagnose einer FI heran gezogen werden.
Fructose-Intoleranz: Die Ursachen
Ein häufiger Werdegang eines Fructose-intoleranten Patienten sieht so aus: Aufgrund einer Infektion (Blasenentzündung, Magenschleimhautentzündung oder was auch immer) erhält der Patient ein Antibiotikum. Anschliessend ist er die Entzündung los, kann jedoch plötzlich kein Obst mehr essen, ohne danach an Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen zu leiden.
Antibiotika können also entweder die Darmschleimhaut und somit auch die GLUT-5-Transporter beeinträchtigen oder sie zerstören die Darmflora auf eine Weise, dass diese die Fructose nicht mehr beschwerdefrei abbauen kann. Ähnlich können auch andere Medikamente wirken, in deren Beipackzettel ungünstige Nebenwirkungen auf das Verdauungssystem aufgeführt sind - insbesondere dann, wenn die Medikamenteneinnahme über einen langen Zeitraum erfolgte.
Auch Infektionen mit dem Pilz Candida albicans gelten als Risiko für die Entwicklung von Intoleranzen, da auch die Candida-Pilze die Darmschleimhaut schädigen und das bei einer Pilzinfektion bereits bestehende Ungleichgewicht der Darmflora noch verstärken können.
Als weitere mögliche Ursachen für die Entstehung einer Fructose-Intoleranz werden chronische Belastungen aller Art diskutiert. Dazu gehören eine ungünstige Ernährungsweise über Jahrzehnte hinweg genauso wie anhaltende Stresssituationen. Beides kann zu einer Dysbiose und zu Schäden der Darmschleimhaut führen.
Fructose-Intoleranz: Schulmedizinische Massnahmen
1. Symptomatische Therapie
Da die üblichen Untersuchungen der Schulmedizin (Darmspiegelung) keine Defekte ans Tageslicht bringen, wird der Patient oft mit der Diagnose Reizdarmsyndrom oder - noch schlimmer - mit den Worten "Das ist psychosomatisch" abgespeist. Infolgedessen therapiert die Schulmedizin die Symptome.
Der Patient erhält Arzneimittel gegen Durchfall, Medikamente gegen Blähungen, entkrampfende sowie schmerzlindernde Arzneimittel gegen die Bauchkrämpfe und Antidepressiva, wenn die Depressionen überhand nehmen. Dadurch wird er natürlich zum Dauerpatient. Die ständige Einnahme von Medikamenten führt früher oder später zu neuen Beschwerden, kann also nicht als endgültige Lösung betrachtet werden.
2. Antibiotika-Therapie
Falls doch einmal ein Wasserstoff-Atemtest vorgenommen wird und dieser positiv ausfällt, kann es durchaus sein, dass der Therapeut auch Antibiotika verordnet. Das tut er dann, wenn er eine Dünndarmfehlbesiedlung (DDFB) vermutet. In einer Studie(1) wurde gezeigt, dass eine bereits einwöchige Antibiotika-Gabe nicht nur zu einer Verringerung der Symptome, sondern sogar gleich zum Verschwinden etlicher Intoleranzen geführt haben soll. Eine DDFB kann also FI-Symptome entweder vortäuschen oder die Darmschleimhaut so schädigen, dass es infolgedessen zu einer FI kommt.
Da eine Antibiotika-Therapie aber oft auch erst Auslöser einer FI sein kann, ist dieses Vorgehen riskant, wenn auch zweifelsohne verlockend. Auch ist nicht bekannt, ob die positive Auswirkung der Antibiotika-Therapie in oben genannter Studie von Dauer war. In jedem Falle ist im Anschluss an eine solche Behandlung ein gründlicher Aufbau der Darmflora mit vorteilhaften Darmbakterien vorzunehmen, um einer erneuten Fehlbesiedlung vorzubeugen.
Fructose-Intoleranz: Ganzheitliche Massnahmen
Ein ganzheitlich tätiger Therapeut wird bei den beschriebenen Verdauungsbeschwerden hingegen erst einmal sämtliche Nahrungsmittel-Intoleranzen abklären.
Steht die Diagnose Fructose-Intoleranz fest, verspricht die sofortige Ernährungsumstellung eine meist unmittelbare Linderung der Beschwerden. Je nach Ausprägung der FI kann das mehrwöchige oder mehrmonatige Meiden von Fructose gemeinsam mit einer Symbioselenkung (Aufbau der Darmflora) bereits zu einer Heilung der FI oder zumindest einer Verträglichkeit einer höheren Fructose-Menge führen. Die ganzheitlichen Massnahmen bei Fructose-Intoleranz sind die folgenden:
1. Ernährungsprogramm bei Fructose-Intoleranz:
Phase I
In einer ersten Phase sollten - sobald eine FI vermutet wird - ALLE fructose- und am besten auch alle zuckerreichen Speisen gemieden werden, damit sich das Verdauungssystem erholen kann.
Verboten sind:
Die tägliche Fructosemenge sollte 2 Gramm nicht überschreiten. Anhand von Nahrungsmitteltabellen (die den Fructosegehalt angeben) in der einschlägigen Literatur oder auch im Internet können die geeigneten Lebensmittel entsprechend ausgewählt werden.
Diese 2 Gramm sind beispielsweise bereits in 30 Gramm Apfel oder 8 Gramm Trockenfeige enthalten. Gleichzeitig sind diese 2 Gramm erst mit 3 Kilogramm Champignons oder Buchweizen, mit 4 Kilogramm Endiviensalat, mit 10 Kilogramm Avocados oder mit 1,5 Kilogramm Kartoffeln erreicht. Es gibt also durchaus noch eine vielfältige Auswahl an Lebensmitteln, aus denen bei einer FI eine gesunde Ernährung zusammengestellt werden kann.
Zu den fructoseärmsten Lebensmitteln gehören:
Falls Ihre Fructose-Intoleranz eher gemässigt ausgeprägt ist, dann können Sie eventuell auch kleine Mengen an fructoseärmeren Früchten in Ihren Speiseplan integrieren, wie z.B. Papaya, Rhabarber, Mandarinen und Aprikosen.
Phase II
Wenn die Symptome der Fructose-Intoleranz mit der oben genannten Ernährungsweise nahezu verschwunden sind, was mehrere Wochen bis zu einem Jahr dauern kann, geht man zur Phase II über. Da bei der erworbenen Fructose-Intoleranz immer eine gewisse Menge an Fructose vertragen wird, testet man jetzt die individuelle Fructose-Toleranz aus.
Dazu fügt man dem Speiseplan kleine Mengen fructosehaltiger Lebensmittel hinzu und beobachtet die Reaktionen des Körpers. Beginnen Sie jedoch mit fructoseärmeren Lebensmitteln wie etwa Aprikosen, also nicht gleich mit ein paar Äpfeln oder Birnen. Um den Überblick zu bewahren, was man wann in welchen Mengen und mit welchen Beschwerden (oder ohne Beschwerden) gegessen hat, ist wiederum das schon weiter oben genannte Ernährungstagebuch hilfreich.
2. Wichtige Ernährungstipps bei Fructose-Intoleranz:
3. Aufbau der Darmflora (Darmsanierung)
Eine Dysbiose, also ein Ungleichgewicht der Darmflora ist der mögliche Auslöser einer Fructose-Intoleranz. Im Laufe der Erkrankung verstärkt sich die Dysbiose weiter - und zwar in einem so extremen Mass, dass aufgrund der daraufhin eintretenden Schwächung des Immunsystems unzählige weitere Beschwerden und Erkrankungen auftreten können. Folglich muss dem Aufbau der Darmflora bei einer Fructose-Intoleranz erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Probiotische Joghurts eignen sich für diesen Zweck jedoch keinesfalls, da einerseits der verstärkte Verzehr von Milchprodukten bei einer vorliegenden Fructose-Intoleranz in einer Lactose-Intoleranz münden kann und andererseits in vielen Joghurts nur geringe Mengen an nützlichen Bakterien vorhanden sind. Deutlich wirkungsvoller ist hier eine umfassende Darmsanierung mit speziellen hochwertigen Probiotika wie z.B. Combi Flora.
4. Die Darmschleimhaut heilen
Da bei der Fructose-Intoleranz das Fructose-Transportersystem in der Darmschleimhaut entweder aus zu wenigen GLUT-5-Molekülen oder aber inaktiven GLUT-5-Molekülen besteht, sollte alles unternommen werden, um die Darmschleimhaut bei ihrer Regeneration zu unterstützen, so dass sich das Fructose-Transportersystem wieder erholen und zu neuer Aktivität finden kann.
Gerstengras oder besser Gerstengrassaftpulver enthält sowohl ein besonderes Protein als auch einen besonderen Ballaststoff, die beide der Darmschleimhaut bei Zellreparaturen und neuem Zellaufbau helfen können. Ein täglicher Shake aus Gerstengraspulver und Wasser ist daher bei einer Fructose-Intoleranz äusserst empfehlenswert.
Die Mineralerde Bentonit hat ebenfalls eine ausserordentlich positive Wirkung auf das Verdauungssystem. Sie absorbiert sowohl die von den schädlichen Darmbakterien produzierten Toxine als auch überschüssige Gase und nicht zuletzt einen Teil der unerwünschten Bakterien selbst, so dass sie auf diese Weise die Heilung der Darmschleimhaut ganz enorm fördern kann. Bentonit wird morgens und abends eingenommen - jeweils ein Teelöffel mit einem grossen Glas Wasser. Bentonit ist darüber hinaus auch Bestandteil der unter 3. erwähnten Darmsanierung.
5. Candida-Pilz bekämpfen
Falls auch eine Candida-Infektion vorliegt, sollte im Zuge der Darmsanierung auch dem Pilz ein Ende bereitet werden.
6. Entsäuerung
Nichts geschieht ohne Grund: Und so kommt es auch nicht ohne Grund zu jener Dünndarmfehlbesiedlung, die möglicherweise die Fructose-Intoleranz mit verursacht.
Die Darmflora setzt sich grundsätzlich aus denjenigen Bakterien zusammen, die sich im jeweiligen Verdauungssystem am wohlsten fühlen. Je nach Milieu, je nach pH-Wert und je nach Nahrung siedeln sich die entsprechenden Bakterien an.
Eine Ernährung, die reich an isolierten Kohlenhydraten und tierischen Eiweissen ist, führt somit durch eine chronische Übersäuerung des Organismus zu einer Verschiebung der pH-Werte im Verdauungssystem und nicht zuletzt damit zur Ansiedlung einer übermässigen Anzahl von Fäulnisbakterien und Pilzen.
Folglich kann eine gründliche Entsäuerung (zu der auch eine basische Ernährungsweise gehört) zu einer Änderung des Milieus führen. Die schädlichen Bakterien finden daraufhin nur noch wenig Nahrung und ziehen sich zurück, während sich die Lebensbedingungen für nützliche Darmbakterien (die mit hochwertigen Probiotika eingenommen werden, siehe 3.) wieder verbessern und diese sich wieder verstärkt ansiedeln und vermehren.
7. Mögliche Mikronährstoffdefizite auffüllen
Der bei Fructose-Intoleranz häufige Folsäure- und Zinkmangel sollte sich spätestens im Anschluss an die Darmsanierung mit der richtigen Ernährung von selbst beheben. Folsäure ist besonders in grünem Blattgemüse, in Kräutern und in Nüssen enthalten. Alle diese Lebensmittel sind bei einer Fructose-Intoleranz gut verträglich, so dass eine Folsäureversorgung - sobald der Darm saniert ist - für einen gesundheitsbewussten Fructose-Intoleranten kein Problem darstellen sollte.
Ähnlich verhält es sich mit Zink. Dieses Spurenelement ist besonders in Nüssen und Ölsaaten enthalten, aber auch in Hülsenfrüchten (die ab Phase II gegessen werden können), in grünem Blattgemüse, Avocados, Buchweizen, Hirse und Fisch.
8. Natürliche Linderung der FI-Symptome
Bis die genannten Massnahmen Wirkung zeigen, können vorübergehend natürliche Mittel eingesetzt werden, die Blähungen lindern und Durchfall abschwächen können.
Therapiemöglichkeiten
Organotrope Therapie
Bei der organotropen Therapie geht es darum, geschwächte Organe zu unterstützen.
Immunbiologische und isopathische Therapie
Die immunbiologische und isopathische Therapie der Humanbiologie ist ein ganzheitlich-medizinisches Naturheilverfahren.
Pflanzenheilkunde: es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Homöopathisch: aufbereitete mineralische, pflanzliche oder Organbestandteile werden nach einem bestimmten Verfahren potenziert, d. h. aufbereitet, verdünnt und verschüttelt.
Nosodentherapie: Krankheit mit Krankheit heilen
Nosoden sind homöopathische Präparate, die aus sterilisierten Krankheitsprodukten hergestellt werden. Sie sollen den Heilungsprozess bei hartnäckigen Krankheiten in Gang bringen.
Nosoden oder ein gleichzeitig verabreichtes homöopathisches Medikament unterstützt werden.
Orthomolekulare Therapie: mit den passenden Vitaminen, Mineralstoffen, Amino- und Fettsäuren wird eine Unterstützung der betroffenen Organe angestrebt.
Personotrope Therapie
Anders als bei der organotropen Therapie geht es nicht um die einzelnen Organe, sondern um den ganzen Menschen. Es werden bei der personotropen Therapie die Konstitution und damit die Selbstheilungskräfte des Menschen unterstützt. Die schulmedizinische Diagnose spielt hierbei keine Rolle, sondern die Ausprägungen des körperlichen Abwehrsystems.
Biocell Diagnostik und personalisierte Medizin
Die BIOCELL Diagnostic ist eine in den letzten Jahren entwickelte moderne Analyse, welche selektive Fachbereiche der Homotoxikologie, der Patho-Physiognomie und der mitochondrialen Medizin miteinander auf effiziente und zielführende Weise verbindet und zu neuem Nutzen bringt.
Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei der Erkrankung von Fructose-Intoleranz in Frage kommen.
Homöopathie
Die homöopathische Behandlung:
In einer ausführlichen Anamnese (Krankengeschichte) versucht der Homöopath, den Patienten als Ganzes in all seinen Lebensbereichen zu erfassen und alle Symptome und bisherigen Erkrankungen zu ordnen. Anhand dieser Gesamtheit der Symptome, wird anschließend das homöopathische Mittel bestimmt, das in seinem Arzneimittelbild die beste Übereinstimmung mit den Symptomen des Patienten aufweist. Eine homöopathische Behandlung von chronischen Krankheiten wird auch als Konstitutionsbehandlung bezeichnet.
Nosodentherapie
Unter Nosoden versteht man homöopathische Mittel, die auf Grundlage von krankem Gewebe, Eiter, Krebszellen oder infektiösem Blut hergestellt werden.
Das Gift muss raus
Erkrankungen führen zu einer Belastung des Körpers mit diversen Giften oder Stoffwechselprodukten. Zu einer regulären Nosodentherapie gehört daher immer auch eine Giftausleitung. So soll die Ausscheidung durch Nosoden oder ein gleichzeitig verabreichtes homöopathisches Medikament unterstützt werden.
Phytotherapie
Die phytotherapeutische Behandlung:
Es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Bioresonanztherapie (BRT)
Die Bioresonanztherapie (BRT) (Synonyme: Bioinformations-therapie (BIT); biophysikalische Informationstherapie) ist ein energetisches Behandlungsverfahren, dessen Grundlage die Quantenphysik ist. Es geht davon aus, dass jedes biologische System mit einer eigenen Frequenz schwingt, die auf die Eigenschwingung der Elementarteilchen zurückzuführen ist. Die Schwingungsfrequenz vermittelt einen ständigen biologischen Informationsfluss zwischen diesen elektrischen Feldern und der Materie bzw. dem Gewebe. Die Grundlage der Therapie besteht in der gezielten Einspeisung biologisch wirksamer Frequenzen, die z. B. krankes Gewebe, das in seiner Frequenz gestört ist, beeinflussen können. Außerdem wird erkranktes Gewebe mit patienteneigenen Schwingungen behandelt, indem diese in das erkrankte Gebiet geleitet werden.
Die Bioresonanztherapie ist sowohl bei akuten als auch bei chronischen Erkrankungen sinnvoll. Bestimmend für die Therapie ist nicht die Erkrankung, sondern das Schwingungszentrum.
Akupunktur
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre.
Wichtig
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen!
Abraten möchte ich vor Versuchen der Selbstbehandlung. Es geht hier nicht darum, mal eben schnell ein Symptom aus dem Weg zu räumen, sondern um die Stimulierung regulatorischer Prozesse tief im Organismus. Hier ist unbedingt ein Fachmann gefragt, der nach gründlichem, mehrjährigem Studium der klassischen Homöopathie in der Lage ist, das passende Einzelmittel auszuwählen und den Verlauf der Therapie zu beurteilen. Generell gibt es hunderte von potentiell wirksamen Arzneien für diese Krankheit. Davon werden mindestens zwei Duzend besonders häufig mit Erfolg eingesetzt. Aber im jeweiligen Einzelfall ist es immer ein bestimmtes Mittel oder eine ganz bestimmte Mittelfolge, die dem Patienten hilft, seine Schwierigkeiten besser zu meistern. Die Veränderungen, die auf das Mittel eintreten sind oft sehr subtil und für den Laien schwer zu beurteilen.
Bei der homöopathischen Behandlung geht es nicht darum, in die Persönlichkeit des Patienten einzugreifen. Wir alle haben unsere größeren oder kleineren Schwachstellen, die ein Teil unserer Individualität sind und uns von allen anderen Menschen abheben. Nur indem wir lernen, diese zu akzeptieren, können sie unser Leben bereichern. Dagegen beschneidet der Versuch, menschliches Verhalten in Schablonen zu pressen, unser Selbst und macht uns ärmer und kränker. Daher kann es nicht unser Ziel sein, nur ein besseres „Funktionieren“ des Patienten durch reine Symptomenunterdrückung zu erreichen.