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Philipp Fondermann
Do 16 – 18
Was man die "augusteische Literatur" nennt, umfasst das vielfältige literarische Schaffen von der Zeit der Machterringung des jungen Bürgerkriegsgenerals Octavianus ende des 1. Jh. v.Chr. bis zum Tode des hochdekorierten Caesar Augustus divi filius pater patriae im Jahre 14. Unter seiner Regentschaft ensteht in einem allgemein kunstfreundlichen Klima mit der römischen Liebeselegie, der Dichtung des Horaz, den ovidischen Metamorphosen, der Bukolik und dem Nationalepos Vergils oder der römischen Geschichte des Livius Literatur, die zum Teil sehr epochenspezifische Züge trägt.
Anhand von ausgewählten Texten aus Dichtung und Prosa wollen wir uns mit den wichtigsten Autoren und Werken der Zeit vertraut machen. Im Vordergrund wird stets die Übersetzungsarbeit stehen, es soll aber auch Zeit bleiben, gemeinsam zu ermitteln, unter welchen besonderen Voraussetzungen diese Texte entstanden, was die augusteische Literatur im Vergleich mit der republikanischen und der sgn. "kaiserzeitlichen" eigentlich "augusteisch" macht, und aus welchen Gründen man ihr so oft einen "klassischen" Charakter zugewiesen hat.
In der ersten Sitzung wird nach einer allgemeinen Einführung ein Text zur gemeinsamen Übersetzung ausgeteilt. Zur Einstimmung empfohlen: Schmidt, E.A.: Augusteische Literatur: System in Bewegung. Heidelberg 2003.