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je suis curieuse de savoir quelle stratégie linguistique vous avez adoptée dans votre famille.
déjà dans votre couple, est-ce que vous parlez l'une des langues des partenaires? est-ce que vous maitrisez la langue de votre partenaire? ou est-ce que vous utilisez plutôt une troisième langue "neutre"? est-ce que votre choix est-il influencé par votre pays de résidence?
et par rapport aux enfants, vous avez pris quelles décisions? quand est-ce que vous parlez telle ou telle langue? chacunE dans sa langue? avez-vous une langue de famille que tout le monde comprend et maitrise?
comment se retrouvent vos enfants dans cette situation? est-ce qu'ils mélangent les langues? ont-ils des problèmes à l'entrée à l'école? est-ce qu'ils en profitent pour discuter des secrets?
Gemäss momentanem Forschungsstand ist es empfehlenswert, wenn ein Kind eine Sprache mit einer Person verbinden kann. Also beispielsweise dass ich als Mutter mit dem Kind IMMER Deutsch rede, und der Vater IMMER Luganda. Wenn dieselbe Person in verschiedenen Sprachen zum Kind spricht kann es vorkommen, dass das Kind die Sprachen vermischt.
Dies ist mit ein Grund, warum in Schulen und Kindergärten vermehrt verlangt wird in konsequent nur noch Hochdeutsch zu sprechen. Dies soll Migrantenkindern helfen, in der ohnehin schon verwirrenden Umgebung von Schweizerdeutsch und Hochdeutsch, wenigsten-und gerade in der Schule die Sicherheit von nur einem Deutsch zu haben. Man erwartet, dass dies auch bessere Fortschritte in allen Fächern ermöglichen soll. Sogar bei mir in der Therapie wird vom Schulleiter verlangt, dass ich Hochdeutsch spreche.
Eltern sollen mit den Kindern unbedingt in ihrer Muttersprache sprechen, oder in einer Zweitsprache die sie aber perfekt beherrschen. Wenn die Eltern gebrochenes Deutsch sprechen zu ihrem Kind anstelle der Muttersprache kann es vorkommen, dass das Kind am Ende gar keine Sprache vollständig beherrscht. Es ist aber erwiesen, dass Kinder die in der Muttersprache sehr gefördert werden auch eine Zweitsprache besser lernen, als jene die die Muttersprache vernachlässigen. Deshalb ü ich auch jeder Migrantenfamilie empfehlen ihr Kind neben der normalen Schule in die z.B. "Italienisch-Schule" zu schicken. Solche Angebote gibt es ja mitlerweilen von vielen Migrantenvereinen und finden meist 1mal wöchentlich statt.
Ich mache mal hier weiter mit dem Thema Zweisprachigkeit, ich möchte diese Diskussion gerne von der generellen Kulturvermittlung trennen, dort wurde auch schon einiges dazu geschrieben http://www.ig-binational.ch/forum/viewt ... f=50&t=176.
Ich spreche mit meinem Sohn konsequent Schweizerdeutsch. Mein Ziel ist, dass er sich korrekt auf Schweizerdeutsch ausdrücken kann und zudem Deutsch schreiben und lesen lernt.
Zurzeit stosse ich aber schon auf erste Probleme. Mein Sohn ist den ganzen Tag in der Krippe und spricht dort Englisch. Zuhause erklärt er mir nun, dass Englisch seine Sprache sei und er nur Englisch sprechen will (ich dachte, wir hätten noch ein bisschen Zeit...). Trotzdem spricht er immer noch viel mit mir Deutsch. Da ich und mein Mann auch zusammen Schweizerdeutsch sprechen, kann unser Sohn sich dem Schweizerdeutsch auch nicht ganz entziehen. Mit seinen Grosseltern spricht er am Telefon konsequent Schweizerdeutsch, ich merke aber, dass es nicht so flüssig ist, wie sein Englisch.
Wir haben sehr viele deutsche Bilderbücher und Erzählbücher, und auch einige DVD's auf Schweizerdeutsch (kleiner Eisbär und Pezzi). Zudem haben wir auch Kontakt zu andern Kinder, die zweisprachig (schweizerdeutsch-englisch) aufwachsen, jedoch sprechen die Kinder untereinander meist Englisch.
Hier gibt's zwar eine Schweizerschule, aber das kam für uns nicht in Frage, da dort der Unterricht nur auf Deutsch stattfindet und wir möchten schon, dass die Hauptsprache Englisch ist. Zudem ist es halt eine Schule für Expat-Kinder und die ziehen ja alle all paar Jahre um, das heisst, das soziale Umfeld ist überhaupt nicht stabil. Aber vielleicht ergibt sich da trotzdem mal die Möglichkeit, wenigstens einen Nachmittag pro Woche eine konstante Gruppe zu haben, die gemeinsam Deutsch lernt oder so.
Und bisher hoffe ich auch noch darauf, dass die regelmässigen Schweiz Besuche meinem Sohn aufzeigen, dass es erstrebenswert ist, Schweizerdeutsch zu lernen. Aber ich muss sagen, dass sich das Konsequentbleiben viel schwieriger gestaltet, als ich mir das vorgestellt habe, obwohl ich ja auch mit meinem Mann Schweizerdeutsch spreche.
Ich hoffe auf regen Erfahrungsaustausch...
Ich kann total gut nachvollziehen, wie schwierig es ist, konsequent Deutsch zu sprechen, wenn deine Kleine nicht auf Deutsch antwortet. Allerdings bleibt dir nichts anderes übrig, wenn du wirklich willst, dass sie Schweizerdeutsch lernt. Ich empfand zudem auch Trauer oder vielleicht eher Wehmut, als ich irgendwann begriffen habe, dass Schweizerdeutsch die schwache Sprache sein wird, in den ersten 1.5 Jahren hat unser Sohn sehr überwiegend Deutsch gehört und gesprochen, hat dann aber schlagartig geändert mit der Krippe.
Ich finds super, hat es andere deutschsprachige Mütter in der Umgebung. Ich find's eine gute Idee, dass du den Kontakt zu ihnen suchst, auch wenn's "nur" wegen der Kleinen ist und ihr euch vielleicht nur einmal im Monat trefft. Meine Tochter ist noch unter einem Jahr und wir leben zur Zeit in der Schweiz. Hab also im Moment kein Problem mit dem Schweizerdeutsch. Anders wird's, wenn wir ins Ausland ziehen. Dann werd wohl auch ich einem Schweizer Club beitreten und den Kontakt zu Landsleuten mit Kindern suchen, nicht wegen mir, aber für meine Tochter. Ich find's wichtig, dass sie ab und zu die Sprache auch mit weiteren Leuten sprechen kann und sieht, dass es nicht nur unsere "Geheimsprache" ist. Hast du Internet? Vielleicht kannst du auch über Skype mit Verwandten und Freunden in der Schweiz sprechen? Oder meldest dich z. B. im Hospitality Club an und nimmst ab und zu Schweizer Gäste bei dir auf? Ja, ja, so gehts. Man zieht weg, integriert sich am neuen Ort und plötzlich, mit den Kindern, besinnt man sich doch wieder auf seine Wurzeln, damit die Kinder doch auch was mitkriegen von der Kultur der Eltern und es ihnen, so hoffe ich, mal bei der eigenen Identitätssuche hilft.
Sprachmäuse
Die Infos auf dieser Seite finde ich auch gut: Zweisprachigkeit.net
Hier gibt's Material für Eltern, die ihren Kindern auch Lesen und Schreiben beibringen wollen (Englisch und Deutsch): Kikus
Das KIKUS-Konzept Das KIKUS-Material ist für den frühen Sprachenerwerb in Kindergarten und Grundschule konzipiert. Es umfasst die Sprachen Deutsch und Englisch (als Zweitsprache oder als Fremdsprache) und richtet sich an Kinder von 3 bis 10 Jahren im In- und Ausland.
Super für AuslandschweizerInnen finde ich auch den Tipp mit den Pixi-Bücher. Gegenüber den richtigen Bilderbücher haben sie den Vorteil, dass sie im Koffer kaum Platz wegnehmen und viel billiger sind. So hat man auch im Ausland deutsches Erzählmaterial.
Allgemein kann man wohl sagen, dass es am erfolgsversprechendsten ist, wenn man sehr konsequent bleibt. Karibik, ich würde mir keine Sorgen machen, dass andere Leute deine Tochter nicht verstehen, wenn sie deutsche Wörter sagt. Sie wird sehr schnell merken, wann sie was sagen muss. Ich spreche mit meinem Sohn eigentlich immer Deutsch, auch wenn wir in der Gruppe sind. Dann übersetze ich einfach nochmals für die andern.
Liebe Grüsse
Wir hatten Besuch aus der Schweiz und haben einen riesen Schritt in Sachen Deutsch gemacht, hab mich sehr gefreut und es hilft sehr, dass mein Sohn jetzt wieder bereit ist, auf Deutsch zu antworten, da falle ich selber auch weniger in die Englisch-Falle.
Wie geht es bei euch mit der Zweisprachigkeit voran?
wie geht's denn inzwischen? hält die motivation und freude an? hattet ihr nochmals besuch, oder kontakt mit anderen deutschsprachigen kindern?
unsere kinder sind weiterhin fleissig dreisprachig. sie haben ja praktisch gleichzeitig in allen sprachen zu sprechen begonnen. ich hoffe, das bleibt so. wir sind offenbar ein kontrast zu akos' beobachtungen ;-)
@akos
wenn französisch die sprache ist, in welcher sich der papa am wohlsten fühlt und es fliessend spricht, ist das doch gut! es hilft den kindern, wenn jeweils eine person eine besimmte sprache mit ihnen spricht. wenn jemand mehrsprachig ist, wält er/sie dann eben eine der sprachen aus.
entsetzt bin ich jeweils, wenn eltern ihren kindern eine sprache antun, in welcher sie selbst nur mit grosser mühe einen halben satz zusammenbrösmeln können. damit erweisen sie den kindern nämlich einen schlechten dienst. es ist nämlich absolut egal, welche sprache(n) ein kind zuerst lernt. aber es ist extrem wichtig, dass es diese gut und sicher lernt, dann hat es später auch kein problem, andere sprachen zu lernen, zum beispiel in der schule.
ich verstehe aber dein 100km-argument nicht so ganz, und es macht mich auch ein wenig traurig! für mich geht es in mehrsprachigkeit nicht um einen ökonomischen nutzen, sonst sollten wir alle schleunigst nur noch madarin, hocharabisch und irgendein englisch sprechen! das sprechen (bzw. verstehen) einer sprache beinhaltet immer auch einen ganzen reichtum an kulturellen denkweisen und traditionen, welche schlicht verloren gehen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. irgendwie werden da die kinder auch eines teiles ihres erbes beraubt. man darf ruhig darauf stolz sein, eine bestimmte sprache zu sprechen, und auch versuchen, dies dem kind zu vermitteln! (wie die kinder damit umgehen, das können wir nicht immer beeinflussen, und das kann sich auch mehrmals ändern, gerade zum beispiel in der pubertät hören manche jugendliche plötzlich auf, ihre muttersprache zu sprechen, obwohl sie dies von klein auf taten, oder wechseln den dialekt, vermutlich aus prestigegründen...)
gerade auch, wenn nur wenige menschen eine sprache sprechen, ist dies doch umso wertvoller, vor allem auch, wenn einige familienangehörige "NUR" diese sprache sprechen! grossmutter und urgrossmutter wären für mich ein extrem starkes argument!!
Enjoy difference - start tolerance!!
"Mit oder ohne Kopftuch bin ich doch dieselbe." - Ni pute, ni soumise.
Ici et ailleurs - c'est la misère qui fait partir les gens.
Zurzeit lernt er Englisch schreiben und lesen und ich mache mir Gedanken dazu, wie er Deutsch lesen und schreiben lernt. Ich möchte abwarten, bis er im Englisch einigermassen sicher lesen und schreiben kann und uns dann evtl. an der deutschen Fernschule (http://www.deutsche-fernschule.de/) für den Deutschkurs einschreiben und ein Nachmittag pro Woche für's Deutsch reservieren, evtl. gemeinsam mit andern Familien. Zurzeit versuche ich vermehrt, Bücher auch mal auf Hochdeutsch vorzulesen, damit der Umgang damit etwas vertrauter wird.
Ich finde es sehr schön und bereichernd für die Kinder, wenn sie die Sprache der Familie lernen können und nicht die Kolonialsprache. Es ist ein sehr grosser Unterschied, ob man sich in der lokalen Sprache verständigen kann, oder halt in Englisch oder Französisch, insbesondere was das Zugehörigkeitsgefühl betrifft. Erzwungen werden sollte es jedoch nicht. Jeder Elternteil sollte die Sprache sprechen, welche ihm am Besten liegt.
persönlich kenne ich eine familie, die ihre beiden kinder vollständig mit der deutschen fernschule unterrichtet hat (homeschooling). das ging ziemlich gut, aber im teenageralter kamen dann doch motivationsprobleme dazu. es ist einfach nicht so cool, wenn man immer alleine lernen muss... es ging zwar viel schneller als an einer normalen schule, einmal haben sie berichtet, dass sie mit ca. 3 stunden pro tag den stoff durcharbeiten konnten! aber ich denke für die kinder ist es schon motivierender, wenn sie auch noch mit anderen kindern lernen können. den schulabschluss ("matura") haben sie dann in einer internatsschule gemacht.
keria, geht euer sohn jetzt in eine private schule?
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