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Ein Quartett vereinigt bei den Frauen die Schweizer Hoffnungen auf Medaillen bei den Olympischen Spielen in Peking auf sich. Lara Gut-Behrami kann die letzte Lücke in ihrer Erfolgsbilanz schliessen.
Vor zwölf Monaten an der WM in Cortina d'Ampezzo war Lara Gut-Behrami gelungen, was ihr in früheren Jahren verwehrt geblieben war. Mit Gold im Super-G und im Riesenslalom sicherte sie sich ihre ersten Titel an einer Grossveranstaltung.
Es ist noch nicht allzu lange her, da war Gut-Behrami im Super-G als erste Anwärterin auf olympisches Gold genannt worden. Die Rolle der Favoritin war die logische Konsequenz ihrer damaligen Dominanz. Saisonübergreifend war sie in sieben Wettkämpfen fünfmal Erste und zweimal Zweite geworden. Die Serie hielt sie trotz einer hartnäckigen Erkältung während der Nordamerika-Tournee aufrecht.
Dann aber drehte der Wind. Der Sturz im zweiten Super-G in St. Moritz, einen Tag nach dem Sieg im ersten Rennen, die Infizierung mit dem Coronavirus und eine vier Wochen dauernde Rennpause warfen Gut-Behrami aus der Erfolgsspur. Das Selbstvertrauen war nicht mehr das gleiche, dazu verspürte sie weiterhin Müdigkeit, weshalb sie auf die Teilnahme an den Weltcup-Rennen in Kronplatz im Südtirol und in Garmisch-Partenkirchen in der Woche vor Beginn der Spiele verzichtete. Die Tessinerin hofft durch die Massnahme, beim Saisonhöhepunkt auf höchstem Energie-Level antreten zu können.
Suters Formkurve stimmt
Auch Michelle Gisin und Wendy Holdener nahmen an ihrer Einsatzplanung im Weltcup Anpassungen vor. Das Einteilen der Kräfte ist umso wichtiger, zumal die Obwaldnerin und die Schwyzerin in Yanqing ebenfalls ein happiges Programm mit Einsätzen in mehreren Disziplinen vor sich haben. Gisin tritt in der Kombination als Olympiasiegerin an, Holdener hat vor vier Jahren in Pyeongchang in Südkorea einen kompletten Medaillensatz gewonnen.
Einen Platz unter den ersten drei bei Olympia hat Corinne Suter noch nicht vorzuweisen. Die Basis für eine erfolgreiche Expedition in China dürfte aber auf jeden Fall gelegt sein. Die Formkurve der Abfahrts-Weltmeisterin hat zuletzt deutlich nach oben gezeigt. Mit dem Sieg in der Weltcup-Abfahrt am Samstag in Garmisch-Partenkirchen hat die Schwyzerin dies noch einmal eindrücklich bestätigt.
Neben den vier gestandenen Fahrerinnen hat sich zuletzt Camille Rast im Schweizer Team hervorgetan. Im Riesenslalom und Slalom hat sich die Walliserin der Spitze angenähert.
sda