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Melbourne hätte die Australian Open bei einer Corona-Absage dauerhaft an eine Stadt in Asien verlieren können. Das glaubt Daniel Andrews, Premierminister des Bundesstaates Victoria.
Wenn Australien das Tennisturnier abgesagt hätte, wäre es anderswo durchgeführt worden, ist Andrews überzeugt. «Es würde in Japan oder China oder Singapur ausgetragen. Und das eigentliche Risiko besteht darin, dass es danach nicht mehr (nach Australien) zurückkommt», so der Premier.
«Die schärfsten und strengsten Regeln für Tennis auf der ganzen Welt»
Das Grand-Slam-Turnier, das Zehntausende Jobs sichere, sei extrem wichtig für die Metropole. «Diese Veranstaltung ist für unsere Stadt und unseren Staat von grosser Bedeutung. Deshalb lohnt es sich, diese aussergewöhnlichen Schritte zu unternehmen, um sicherzustellen, dass sie auf sichere Weise durchgeführt werden kann», betont Andrews mit Blick auf die strikten Quarantäneauflagen für die Tennis-Stars.
Die Australian Open starten am 8. Februar, drei Wochen später als geplant. Spielerinnen und Spieler mit ihren reduzierten Betreuerteams – insgesamt etwa 1200 Personen – sollten ab Donnerstag mit Charterflügen anreisen. Sie müssen zunächst in einem von drei Hotels in Quarantäne und dürfen ihre Zimmer in dieser Zeit für maximal fünf Stunden am Tag verlassen. Bei Verstössen drohen harte Strafen. Zudem gibt es tägliche Corona-Tests. Die örtliche Polizeiministerin Lisa Neville hatte zuletzt von den «schärfsten und strengsten Regeln für Tennis auf der ganzen Welt» gesprochen.