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An der Ruine des 1986 explodierten Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine haben Arbeiter mit dem Transport einer neuen Schutzhülle begonnen. Auf Spezialschienen werde die mehr als 36'000 Tonnen schwere Konstruktion zum etwa 330 Meter entfernten Reaktor geschoben.
Dies teilte die Staatsagentur zur Verwaltung der Evakuierungszone am Montag mit. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa zehn Meter pro Stunde und mit Pausen wird das grösste bewegliche Bauwerk der Welt über den explodierten Block 4 gedrückt: ein Stahlbogen von 110 Metern Höhe, 165 Metern Länge und 257 Metern Breite.
Die neue Hülle ergänzt einen Betonsarkophag, der von der Sowjetunion nach der fatalen Kernschmelze am 26. April 1986 eilig errichtet worden war und brüchig ist.
Der ukrainische Umweltminister Ostap Semerak sprach von einem historischen Schritt. «Das ist der Anfang vom Ende des 30-jährigen Kampfes gegen die Folgen der Katastrophe von Tschernobyl», sagte er. Der Abschluss der Arbeiten ist für 29. November geplant, einen Tag vor dem 30. Jahrestag der Fertigstellung des ursprünglichen «Sargs». (tat/sda/dpa)
In der süd-ukrainischen Millionenstadt Odessa eskaliert die Gewalt. Bei Strassenschlachten geriet ein Gebäude in Brand, Dutzende Menschen kamen dabei qualvoll ums Leben.
Bei Krawallen in der Stadt Odessa am Schwarzen Meer sind Dutzende Menschen gestorben. Ein Gewerkschaftsgebäude geriet bei Strassenschlachten in Brand, viele Menschen kamen darin qualvoll ums Leben. Das ukrainische Innenministerium sprach am Abend von 38 Toten. 30 von ihnen seien durch Rauchgasvergiftung gestorben, acht weitere an Verletzungen, die sie sich durch panische Sprünge aus den Fenstern zugezogen hätten. Das Feuer sei auf «kriminelle Brandstiftung» zurückzuführen.
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