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Low Carb
Low Carb (engl: kohlenhydratarme Ernährung) – Der Dauerbrenner aus den USA beherrscht schon seit Jahren unseren Alltag.
Durch konsequente Verbannung bzw. Reduzierung der kohlenhydratreichen Lebensmittel vom Speiseplan wie beispielsweise Brot, Reis, Nudeln, Kartoffeln, Kuchen und Süßigkeiten sollen die unerwünschten Pfunde schmelzen. Doch was ist eigentlich „Low Carb“ genau? Wie funktioniert eine Low Carb-Diät und wie macht der Verzicht auf Kohlenhydrate schlank? Um eines vorweg zu nehmen ist „Low Carb“ nicht gleich „Low Carb“. Es lässt sich vielmehr Diäten unterteilen. Davon möchten wir Ihnen die drei populärsten Diäten vorstellen:
- Atkins-Diät
- LOGI-Methode
- Montignac-Methode
Die Atkins-Diät ist der Pionier und gleichzeitig die strengste aller Low Carb Diäten und geht auf den verstorbenen Kardiologen Robert Atkins zurück. Bei der Atkins Diät sind Anfangs bis zu 20 Gramm Kohlenhydrate täglich erlaubt. Diese werden allmählich reduziert bis hin zu einem nahezu kompletten Verzicht. Die Kohlenhydrate sollen durch Fleisch, Fisch, Eier und Käse ersetzt werden. Erlaubt sind also viel Eiweiße und Fette. Dadurch soll der Blutzuckerspiegel konstant gehalten und der Fettabbau gefördert werden. Die Atkins-Diät ist eine sehr einseitige und sehr strikte Diät und daher für viele Menschen schwer mit dem Alltag zu vereinbaren. Zudem kann es zu Mangelerscheinungen von Mineralstoffen und Vitaminen kommen. Aus diesen Gründen ist diese Diät nicht wirklich empfehlenswert.
Die Logi-Methode wurde von Ernährungswissenschaftlern entwickelt und ist eine abgewandelte, nicht ganz so strenge Form der Atkins-Diät. LOGI steht für niedrigen Blutzucker- und Insulinspiegel. Bei der Logi-Metode sollen Lebensmittel die gleichzeitig kohlenhydratearm und stärkearm sind - also einen niedrigen glykämischen Index haben, verzehrt werden. Dazu gehören unter anderem Salate, verschiedene Gemüsesorten, kohlenhydratereiche Hülsenfrüchte, Beeren. Sogar Vollkornbrot und Vollkornnudeln sind in kleinen Mengen auch erlaubt. Damit sollen die Schwankungen des Blutzucker- und des Insulinspiegels verhindert werden die sonst durch kohlenhydratreiche bzw. (Frucht-) zuckerhaltige Lebensmittel auftreten. Durch die Konstanthaltung der Spiegel wird der Fettabbau begünstigt. Die Logi-Methode ist gut in den Alltag umsetzbar. Zudem gewährleistet diese Diät eine gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen.
Die Montignac-Methode ist die Gourmetvariante der Logi-Methode. Bei dieser Diät wird wie bei der Logi-Methode auch Lebensmittel mit und ohne Kohlenhydrate nach ihrer glykämischen Last ausgewählt. Hier liegt aber der Schwerpunkt auf der hohen Qualität der Lebensmittel. Zudem sind bestimmte Lebensmittel nur zu bestimmten Tageszeiten erlaubt. Erlaubte Lebensmittel sind Gemüse, dunkle Schokolade (mind. 7o %) Milch und Milchprodukte. Verboten dagegen Süßigkeiten, Zucker und Weißmehlprodukte. Die Montignac-Methode gewährleistet zwar eine gute Nährstoffversorgung ist aber durch ihre komplizierten und strengen Regeln schwer durchzuhalten.
Die vorgestellten Diäten basieren demzufolge alle auf dem gleichen Prinzip – Die Kontstanthaltung des Insulins- und Blutzuckerspiegels. Tatsache ist jedoch, dass keiner der Annahmen der vorgestellten Diäten bzw. Methoden wissenschaftlichen Tatsachen entspricht. Wissenschaftlich erwiesen ist aber dass der Körper bei Aufnahme bestimmter (Weißmehlprodukte, Süßigkeiten, Kuchen) Kohlenhydrate der Blutzuckerspiegel schnell ansteigt und bei manchen weniger. Daraufhin schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus um den Zuckeranteil im Blut konstant zu halten. Das Insulin sorgt anschließend dafür, dass der aufgenommene Zucker dem Körper als Energie und Speicherung in verschiedenen Körperzellen dient. Das bedeutet, dass der Körper durchaus Kohlenhydrate zur Energieversorgung benötigt. Entscheidend sind jedoch die Menge und die Qualität (Vollkorn, Kartoffel, Hülsenfrüchte, Naturreis) der Kohlenhydrate.