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Bei unserem Besuch in Lepel wurden wir angefragt, ob wir für ein Altersheim in der näheren Umgebung beim Bau einer Banja – einer sehr einfachen Sauna – finanziell behilflich sein könnten. Es lagen weder verbindliche Pläne, noch eine Kostenorientierung vor. Von unserem Freund Andrei Kulazhanka, dem ehemaligen Geschäftsträger der belarussischen Botschaft in Bern, haben wir nun einen Teil der langersehnten Antworten erhalten.
Das schöne Altersheim liegt in der Ortschaft Kamen, etwa 20 Minuten vom Bezirkshauptort Lepel entfernt. Das grosse, gut unterhaltene Gebäude beinhaltet rechts eine Poliklinik, im linken Teil ist auf zwei Stockwerken das Altersheim für 60 Betagte.
Nach Rückfragen durch die Behörden in Lepel mit der „Bauverwaltung“ in Klimovitschi und vermutlich auch Gedankenaustausch mit der Heimleiterin Inna bezüglich ihrer Erfahrung mit der von uns erstellten Banja, liegen nun genaue Pläne und eine Kostenorientierung vor. Wir haben dem Exekutivkomitee finanzielle Hilfe zugesagt, mit den gleichen Bedingungen wie in Lubtscha. Das heisst, die Regierung beteiligt sich finanziell in gleichem Mass wie unsere Stiftung. Diese Bestätigung haben wir erhalten.
Das Gebäude im Hintergrund ist die Heizzentrale des Altersheims. Mit Holz, das in Belarus in grossen Mengen zur Verfügung steht wird das warme Wasser erzeugt und im Winter die Zentralheizung befeuert. Auf der Grünfläche, nur wenige Meter vom hinteren Eingang des Altersheims, soll die Banja erstellt werden. Dass eine solche Bade- und Waschmöglichkeit dringend gebraucht wird, zeigt das Verhältnis, dass für 60 Bewohner nur zwei Badewannen vorhanden sind.