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Wie haben Sie die vergangene Woche erlebt?
Es war eine intensive Woche mit vielen Emotionen. Wir haben versucht ein Spielsystem innerhalb einer Woche vorzubereiten, wobei man normalerweise im August einen ganzen Monat dafür Zeit hätte. Ich muss die Spieler loben, die die Aufgabe mit grossem Elan und der nötigen Überzeugung angegangen sind, auch wenn immer noch viel zu tun ist.
Welche Änderungen haben Sie als erste Massnahmen in der Garderobe und während den Spielen umzusetzen versucht?
Ich habe eine fragile Mannschaft vorgefunden, die aber einen guten Zusammenhalt und Teamspirit hat. Die Garderobe war also nicht das Hauptproblem.
Normalerweise arbeiten Sie als Novizentrainer mit Jugendlichen im Alter von 15-16 Jahren. Gibt es einen grossen Unterschied bezüglich dem Umgang mit Novizen oder einer NLA-Mannschaft?
Es gibt sicher Unterschiede zwischen einer NLA-Mannschaft und einer Novizenmannschaft, auch wenn die Schlüssel zum Erfolg schlussendlich die gleichen sind. Mit der ersten Mannschaft hatten wir ein Gespräch mit dem Spielerrat um über allfällige Probleme und den Bedarf der Mannschaft zu sprechen. Dieses Feedback war sehr wichtig und gab uns die Richtung vor, die wir einschlagen mussten. Der Dialog zwischen Trainern und Spielern ist vielleicht das wichtigste in einer Profimannschaft, obwohl ich auch sehr viel auf meinen Assistenten und die Leader meiner Novizen setze, um die Juniorenmannschaft zu führen. Die Kommunikation ist auf allen Stufen fundamental.
Sie sind seit 2014 in der Juniorenbewegung des EHCB. Die ältesten Juniorenmannschaften (Elite, Novizen und Mini) befinden sich alle in den Top 4 der Schweiz. Wie erklären Sie sich diese Entwicklung?
Es gibt mehrere Gründe für diese Entwicklung. Zuerst sind wir eine regionale Organisation geworden mit Partnerteams, die uns die besten Talente schicken, damit sie sich bei uns entwickeln und um uns zu verstärken. Im Gegenzug versuchen wir ihnen auch Spieler zur Verfügung zu stellen, die ihnen in ihrer Meisterschaft helfen können. Wir haben auch versucht eine Erfolgskultur zu entwickeln. Unsere jungen Spieler trainieren sehr viel, aber sie erhalten nebenbei auch eine Ausbildung in der Ernährungslehre und in einem professionellen Verhalten neben dem Eis. Der EHCB arbeitet sehr eng mit den Schulen und Ausbildungszentren der Region zusammen, damit wir garantieren können, dass unsere Jungen auf die Zeit nach dem Eishockey vorbereitet sind, sollten Sie Ihr Leben nicht mit Schlittschuhen und Eishockeystöcken verdienen können. Aktuell haben wir eine gute Stimmung, was für die Entwicklung der jungen Talente sicherlich förderlich ist. Zudem haben wir eine Gruppe von Trainern, die nicht nur kompetent, sondern auch sehr motiviert sind um unsere Hoffnungsträger zu unterstützen.
Gibt es Spieler der EHC Biel-Bienne Spirit-Abteilung, die wir bald in der NLA beim EHCB im Einsatz sehen werden?
Es gibt sicher mehrere Spieler mit dem Potential für die erste Mannschaft. Martin Steinegger und ich haben mindestens ein Dutzend vielversprechende Spieler ausmachen können. Einige werden mit uns spielen und mehrere mit unseren Partnern in der NLB oder der 1. Liga. Sie haben alle Potential. Diejenigen, die bereit sind in den nächsten Jahren dem Eishockey alles unterzuordnen, werden in der NLA Karriere machen können.
Interview: Mirio Woern