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Hochmoor

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Das Besondere

Sie sind, um auf die Wolzenalp zu kommen, aus dem Tal der Thur aufgestiegen oder haben sich hochschaukeln lassen.
Nun stehen Sie auf einem typischen Hochplateau! Stellen Sie sich vor, dass vor mehr als 10'000 Jahren das Toggenburg
ausgefüllt war mit einem Seitenarm des Rheintalgletschers. Nachdem das Eis zurückwich und schmolz, entwickelte sich
die Vegetation: Gräser, Sträucher und Bäume wuchsen. Dort aber, wo der Boden wasserundurchlässig war (Lehm- oder Felsgrund),
entstanden flache Seelein und Tümpel.
Das niederschlagsreiche Klima und die niederen Temperaturen halfen mit, dass diese nicht austrockneten.
Solche Tümpel, nur mit Regenwasser gespeist, sind sehr sauer, nährstoff- und sauerstoffarm und die Pflanzenreste
und Tierreste, die ins Wasser fallen, zersetzen sich nur unvollständig. Es lagerten sich in tausenden von Jahren
sogenannte Torfschichten ab.
Wenn so eine Torfschicht mindestens 30cm über dem Grundwasserspiegel liegt, spricht man von einem Hochmoor.
Die oberste Torfschicht besteht aus abgestorbenen Torfmoosen, den wichtigsten Pflanzen der Hochmoore.
Eine möglichst intakte Torfmoosdecke garantiert das Weiterwachsen der Torfschicht - aber nur, wenn diese nicht
zerstört und ihr das nötoge Wasser nicht entzogen wird!
Hochmoortorfe wachsen unter guten Bedingungen maximal 1mm im Jahr!!
Der Boden eines Moores ist sehr empfindlich! Zerstört man den Torfboden, vergehen hunderte von Jahren, bis er sich wieder
aufgebaut hat!
Die Schonung des Moores ist erstes Gebot!
Niedermoore oder Flachmoore und Übergangsmoore
Flachmoore oder Niedermoore sind bis zur Oberfläche mit Grund- oder Hangwasser (dem sogenannten Mineralbodenwasser) vernässt.
Entsprechend den unterschiedlichen Eigenschaften des Wassers, seinem Säure- und Härtegrad, dem Nährstoffgehalt und den
Wasserspiegelschwankungen ist die Vegetation der Flachmoore artenreicher und vielfältiger als jene der Hochmoore.
Übergangsmoore nehmen eine Zwischenstellung zwischen den Flach- und Hochmooren ein. Sie werden sowohl direkt vom Regenwasser
wie auch vom Mineralbodenwasser beeinflusst.
Alle drei Moorarten finden Sie - mit einer Vielfalt von Pflanzen - auf dem Rietbach.