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Das Wichtigste in Kürze
- Forderung nach weitreichenden Zusagen für Waffenlieferungen bekräftigt.
«Die Ukrainer erhoffen sich, dass der bevorstehende Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz nicht nur von symbolischer Bedeutung, sondern bahnbrechend sein wird», sagte Melnyk der Online-Ausgabe der «Rheinischen Post». Die militärische Hilfe Deutschlands müsse «auf ein qualitativ neues Niveau» gehoben werden.
Es sei «ganz wichtig, dass der deutsche Regierungschef mit eigenen Augen die Verwüstungen der russischen Aggression sieht, mit Kriegsopfern spricht», sagte Melnyk. Er müsse «die Dringlichkeit» erkennen, «warum die Ukraine mit voller Kraft viel stärker und umfangreicher mit schweren Waffen unterstützt werden muss». Kiew erwarte vor allem, dass Scholz endlich grünes Licht für die erbetenen 88 Leopard-1-Kampfpanzer und 100 Marder-Schützenpanzer gebe.
Zudem solle Scholz schwere Waffen aus den Beständen der Bundeswehr freigeben. Dies würde «die Verteidigungsfähigkeit der Bundesrepublik nicht schmälern», sagte Melnyk. «Nichts steht im Weg, dass Deutschland einen erheblichen Teil von eigenen 800 Transportpanzern Fuchs, 325 Leopard-2-Panzern oder 380 Marder-Panzern der ukrainischen Armee zur Verfügung stellt, um die russischen Truppen zu zerschlagen.»
Mittelfristig braucht die Ukraine nach Worten von Melnyk auch deutsche U-Boote, Korvetten, Patrouillen- und Kampfboote, «um die lange Schwarzmeerküste zu verteidigen und russische Überlegenheit auf See zu eliminieren». Dies würde auch die Ernährungssicherheit garantieren.
Scholz ist in der Nacht gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem italienischen Regierungschef Mario Draghi an Bord eines Sonderzuges nach Kiew gereist. Sie trafen dort am Donnerstagmorgen ein.