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Die SNETP ist im September 2007 zur fokussierten Förderung von Forschung und Entwicklung gegründet worden. Sie vereint führende Vertreter der europäischen Wissenschaft und Industrie und hat als Aufgabe, bei der Ausarbeitung eines vollständig integrierten europäischen Forschungskonzepts mitzuhelfen. Eine strategische Forschungsagenda hat die Technologieplattform bereits im Mai 2009 veröffentlicht. Die nun publizierte 10-Punkte-Strategie zur Entwicklung der Kernenergie hat das Ziel, die strategische Forschungsagenda umzusetzen. Weiter sollen Entscheidungsträger wie auch die breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden.
Die Vertreter der Plattform fordern in ihrer Strategie, dass die heutigen Kernkraftwerke möglichst lange in Betrieb sein sollen – sofern hohe Sicherheitsnormen erfüllt sind und sie wirtschaftlich arbeiten. Die EU-Mitgliedsländer sollen einen Betrieb von mindestens 60 Jahren anstreben. Weiter unterstützt die Plattform die Aufrechterhaltung der Weiterentwicklung der Kernkraftwerke der dritten Generation. Besonderes Augenmerk gilt hier den innovativen Reaktorkernauslegungen sowie der Entwicklung fortgeschrittener Rezyklierungstechnologien zur Minimierung der radioaktiven Abfälle. Zudem spricht sich die Strategie für eine Harmonisierung der Verfahren zur Erfüllung der Bewilligungsanforderungen in Europa aus.
Zwei Schnelle Brüter bis 2040
Um die langfristige Nachhaltigkeit der Kernenergie sicherzustellen, sollen bis 2040 Schnelle Brüter der vierten Generation zur Verfügung stehen. Mithilfe einer noch in diesem Jahr zu bildenden Industrieinitiative zur Nachhaltigkeit der Kernenergie (European Sustainable Nuclear Industrial Initiative, ESNII) plant die SNETP die Entwicklung und den Bau von zwei Schnellen Brütern unterschiedlichen Typs.
Quelle
D.S. nach SNETP, Deployment Strategy, Mai 2010