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Der Minister für Tourismus und Kulturerbe der Revolutionsregierung von Sansibar ist zurückgetreten. Eine schwere Alkoholknappheit hat in den letzten Tagen den Tourismus stark beeinträchtigt. Sie führte zu einer Verdoppelung der Bierpreise auf der muslimisch geprägten Insel vor Tansania.
Offiziell wird der Rücktritt von Simai Mohamed Said mit «schlechten Arbeitsbedingungen» begründet. Zuvor hatte er seine grosse Unzufriedenheit mit dem Umgang der Regierung mit der Alkoholknappheit geäussert.
Der Mangel an leicht verfügbarem Alkohol, insbesondere Bier, ist ein grosses Problem für die Zufriedenheit der Touristen. Dies hat dazu geführt, dass Reiseveranstalter, darunter Bars und Hotels entlang der Matemwa-Strände im Norden Sansibars, alkoholfreie Getränke anbieten.
Der Mangel begann Anfang dieses Jahres, als die Zulassungsbehörde die Genehmigungen von drei grossen Importeuren, die seit über 20 Jahren Alkohol auf die Insel importierten, nicht verlängerte. Stattdessen wurden Genehmigungen an neue Unternehmen erteilt, die nicht in der Lage waren, mit der Alkoholnachfrage Schritt zu halten.
Der Bierpreis ist von TZS 2500 (EUR 0,90) auf TZS 5000 (EUR 1,80) gestiegen. Frank John Kahamu, Sekretär der Amani Alcohol Merchants Union, sagte gegenüber «The Citizen» in Tansania, dass mehr als 3000 Arbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren könnten, «weil wir mit leeren Regalen nicht weiter Löhne zahlen können». (TI)