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Einen neuen Hund nach Hause zu bringen, ist eine große Umstellung. Hoffentlich ist Dein zappeliger Neuankömmling so zufrieden wie möglich, umgeben von der Liebe und ununterbrochenen Aufmerksamkeit seiner neuen Familie.
Doch sobald der Montagmorgen naht, macht sich Unruhe breit. Beruf und Schule könnten Dich dazu zwingen, Deinen neuen Hund für einige Stunden alleine zu Hause zu lassen (es sei denn, Du arbeitest im Homeoffice oder gehörst zu den wenigen Glücklichen, die den Hund mit zur Arbeit nehmen dürfen). Wie kannst Du also sicherstellen, dass Dein Hund sicher und glücklich ist, während Du weg bist?
Gewöhne Deinen Hund an eine Hundebox
Eine Hundebox ist, wenn sie richtig eingesetzt wird, ein hervorragendes Hilfsmittel, um Deinen Hund stubenrein zu bekommen, aber sie kann auch der Lieblingsplatz Deines Hundes werden, wenn er allein zu Hause ist – ein Zufluchtsort oder ein Ort für ein Nickerchen. Auch wenn eine Hundebox für einen Teil eines normalen Arbeitstages eine gute Option sein kann, sollte der Hund nicht zu lange drin bleiben. Wenn Dein Hund die ganze Nacht in der Box verbracht hat, solltest Du ihn nicht auch noch den ganzen Tag dort lassen. Boxen können ein wertvolles Hilfsmittel sein. Wenn Du jedoch feststellst, dass Dein Hund bei geöffneter Tür keine Zeit mehr in der Box verbringt oder die Box nicht mehr freiwillig betritt, musst Du überdenken, wie und warum Du die Box benutzt.
Lege Dir eine „Doggy-Cam“ zu
Mit einer Innenraumkamera kannst Du Deinen Hund über das Smartphone überwachen, wenn Du Dir Sorgen machst, dass er allein zu Hause ist. Es gibt zahlreiche Geräte auf dem Markt, mit denen Du Deinen Hund sowohl sehen als auch hören kannst und die Dich auf Aktivitäten oder Geräusche aufmerksam machen, damit Du schnell nachsehen kannst, was los ist.
Bestimme einen hundesicheren Raum
Wenn Du Deinen Hund den ganzen Tag zu Hause lassen musst, ist es eine gute Idee, einen kleinen Raum in der Wohnung, der vom Rest abgeschottet werden kann, hundesicher zu machen. Das Magazin Uelzener listet mehrere Punkte auf, die Tierhalter:innen bei der Absicherung eines Zimmers für Hunde beachten sollten:
- Ziehe den Stecker von elektrischen Geräten und verstecke Drähte und Kabel.
- Verstaue gefährliche Chemikalien, wie Reinigungsmittel und Medikamente an einem sicheren Ort.
- Halte Lebensmittel, besonders solche, die für Hunde giftig sind, außer Reichweite.
- Möbel und Dekoration sollten stabil und bruchsicher sein und stelle Stühle, Tische und Möbel so hin, dass Dein Hund nicht darauf herumklettern kann.
Räume grundsätzlich alles weg, mit dem Dein Hund während Deiner Abwesenheit Unfug anstellen könnte, und entferne alle Gegenstände, die zerkaut oder verschluckt werden könnten, wie Schuhe oder Münzen.
Es bietet sich an, einen Raum mit einem leicht zu reinigenden Boden zu wählen, z. B. mit Fliesen. Richte bestimmte Bereiche zum Schlafen und Spielen ein. Stelle Wasser und Spielzeug bereit, damit Dein Hund sich nicht langweilt, und lege Zeitungen oder Welpenunterlagen auf dem Boden aus, falls es zu "kleinen Unfällen" kommt. Denn wenn Dein neuer Hund ein Welpe ist, sind kleine Malheurs vorprogrammiert.
Deinen Hund an das Alleinsein gewöhnen
Lasse Deinen Hund jeweils ein paar Minuten allein im Zimmer, bis er sich an den Gedanken gewöhnt hat, und verlängere dann langsam die Zeit, in der er allein ist. Sobald sich Dein Hund an diesen Raum gewöhnt hat und er sich dort wohlfühlt, auch wenn Du nicht zu Hause bist, kannst Du den Zugang des Hundes zu weiteren Bereichen der Wohnung erweitern. Ein guter Test ist es, wenn Du nur 30 bis 60 Minuten weg bist, z. B. zum Einkaufen im Supermarkt. Wenn Dein Hund sich für diese kurze Zeit in einem größeren Wohnbereich gut verhält, kannst Du schrittweise die Zeit verlängern, in der er sich während Deiner Abwesenheit im Haus bewegen darf, bis er einen vollen Arbeitstag allein sein kann.
Für ausreichend Beschäftigung sorgen
Achte darauf, dass Dein Hund genügend Beschäftigung hat, damit ihm nicht langweilig wird. Geeignete Futterspender und Kauspielzeuge können ihn während Deiner Abwesenheit beschäftigen. Stelle sicher, dass alles, was Du Deinem Hund zum Spielen gibst, sicher ist und beaufsichtige ihn erst einige Male, damit Du sicher sein kannst, dass er keine Teile davon zerstört und verschluckt.
Suche einen Dog Walker
Ein Spaziergang ist mehr als nur tägliche Bewegung für Deinen Hund. Ein guter Spaziergang kann ihn auch stimulieren, indem er alle seine Sinne anspricht, ihn mit anderen Tieren und Menschen in Kontakt bringt und den Prozess der Stubenreinheit beschleunigt. Außerdem ermüdet ein guter Spaziergang Deinen Hund, so dass er weniger zum Kauen oder anderen zerstörerischen Verhaltensweisen neigt, während er darauf wartet, dass Du nach Hause kommst. Wenn Du Kinder hast, die den Sommer über zu Hause bleiben und alt genug sind, um mit dem Hund spazieren zu gehen, ist dies eine gute Möglichkeit, die Beziehung zwischen Deinem Hund und den Kindern zu stärken. Gleichzeitig tut es auch den Kindern gut, sich draußen zu bewegen.
Melde Deinen Hund in einer Hundetagesstätte an
Gute Hundetagesstätten bieten die dringend benötigte Beschäftigung für Hunde. In der Regel können die Hunde frei herumlaufen, es gibt Aktivitäten und Spiele und die Mitarbeitenden kümmern sich liebevoll um Deinen Hund. Eine Tagesstätte kann auch eine gute Option für Familien mit einem hektischen Alltag, Senioren oder alle anderen sein, die nicht die Zeit oder die Möglichkeit haben, ihrem Hund die nötige Bewegung oder Interaktion zu geben.
Bei der Auswahl einer Hundetagesstätte ist es wichtig, folgende Punkte zu beachten:
- Verfügt die Tagesstätte über einen Sachkundenachweis nach §11 des Tierschutzgesetzes? Dieser weist geprüfte Hundetrainer:innen aus.
- Ist sie ordnungsgemäß lizenziert und versichert?
- Wo wird Dein Hund spielen, sich bewegen und schlafen?
- Wie viele andere Hunde werden dort sein und wie viele Personen kümmern sich um sie?
- Sind die Mitarbeitenden in der Lage, auf die besonderen Bedürfnisse Deines Hundes aufgrund von Alter, Gesundheit usw. einzugehen?
Lies Bewertungen oder frage Freunde und Verwandte nach guten Hundetagesstätten, und besuche sie, bevor Du eine Entscheidung triffst. Das Schöne an einer Hundetagesstätte ist, dass Du Deinen Hund nicht jeden Tag hinbringen musst, denn das kann schnell teuer werden. Ein oder zwei Tage in der Tagesstätte verhelfen Deinem Hund zu mehr Bewegung und bringen ihn mit anderen Hunden zusammen.
Nimm Dir eine Auszeit
„Pawternity-Leave“ ist gemäß der Hundezeitung ein neuer Trend aus Großbritannien und den USA, der auch in Deutschland auf Interesse stößt. Sprich mit Deiner/Deinem Vorgesetzten darüber, ob es möglich ist, dass Du ein paar Tage freinehmen, von zu Hause aus arbeiten oder eine halbe Stunde länger Mittagspause machen kannst, um mit Deinem Hund einen Mittagsspaziergang zu machen. Ein neuer Welpe (oder auch ein erwachsener Hund) bedeutet eine große Verantwortung. Du solltest nur einen Hund anschaffen, wenn Du weißt, dass Du und Deine Familie Zeit für ihn, seine Erziehung und seine Entwicklung haben werden.
Ein neues Haustier nach Hause zu bringen, erfordert viel Zeit, Liebe und Hingabe, und es ist unmöglich, seinem Hund zu erklären, dass man zur Arbeit gehen muss. Aber wenn Du alles gut durchdenkst und einen Plan hast, kannst Du den Stress und die Schuldgefühle vermeiden, wenn Du Deinen Hund allein lassen musst. Außerdem macht das die Zeit, die ihr gemeinsam verbringen könnt, umso schöner.
Biographie der Autorin
Kara Murphy
Kara Murphy ist freie Schriftstellerin und eine Haustierbetreuerin, die in Erie, Pennsylvania, lebt. Sie hat einen Goldendoodle, der Maddie heißt.
Überprüft von Brana Bonder, B.S, M. S und Dr. Aileen Pypers, BSc, BVSc, PGDip