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Eine gerechte Existenzsicherung als Fundament der öffentlichen Sozialhilfe
Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Thematik einer gerechten Existenzsicherung als Fundament der öffentlichen Sozialhilfe. Auslöser für diese Arbeit sind die aktuellen Diskussionen über und die Angriffe auf die Ausgestaltung öffentlicher Sozialhilfe. Nach einer Darstellung der schweizerischen Sozialhilfe wird der Capability-Ansatz nach Amartya Sen und Martha C. Nussbaum skizziert. Dieser kann als gerechtigkeitstheoretischer Rahmen Sozialer Arbeit verstanden werden, da er sich in seinem Kern damit befasst, welche Möglichkeiten Menschen brauchen, um ihr individuell gutes Leben verwirklichen zu können. Basierend auf diesem theoretischen Rahmen, dem Tripelmandat und der sozialen Gerechtigkeit als zentraler Wert der Sozialen Arbeit sowie den Forderungen verschiedener Sozialhilfe-Organisationen werden Handlungsempfehlungen gegeben, um dem Anspruch nach Gerechtigkeit in der Sozialen Arbeit Rechnung zu tragen. Die Haupterkenntnis dieser Bachelor-Arbeit ist, dass die Erreichung einer gerechten Existenzsicherung voraussetzt, dass Armut nicht nur als Mangel an finanziellen Mitteln, sondern vor allem als fehlende Verwirklichungschance betrachtet werden sollte. Demzufolge ist die höhere Gewichtung der Beteiligungsgerechtigkeit in der Sozialhilfe unabdingbar.