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Schneearten
Schnee kann stauben und glitzern, aber er kann auch nass und schwer am Boden liegen. Er kann körnig und hart sein und man kann durch ihn hindurchbrechen.
Schnee kann stauben und glitzern, aber er kann auch nass und schwer am Boden liegen. Er kann körnig und hart sein und man kann durch ihn hindurchbrechen.
Mehrere internationale Organisationen haben für Schnee eine internationalen Klassifikation erarbeitet. Dabei wurden unterschiedliche Eigenschaften berücksichtigt, z.B.
Angelehnt an der internationalen Klassifikation fassen wir die Schneearten auf dieser Seite zu einfacheren Kategorien zusammen.
Auf ihn warten Schneesportlerinnen und Schneesportler den ganzen Winter: frisch gefallenen Pulverschnee. Wenn Neuschnee in trockener Luft herunterfällt und es kalt genug ist, dass er als Schnee liegen bleibt, ist es Pulverschnee. Pulverschnee zeichnet sich dadurch aus, dass er noch nicht verfestigt ist. Bei frisch gefallenem Schnee sind die Schneekristalle unter dem Mikroskop genau zu erkennen: kein Kristall gleicht dem anderen. Je nach Kombination von Luftfeuchtigkeit und Temperatur entstehen Eiskristalle in Form von Nädelchen, Stäbchen, Plättchen oder Sternen. Sie alle haben eine sechseckige Form. Pulverschnee ist weich und ungebunden, das heisst er fällt locker von der Hand und es lässt sich meist schwer ein Schneeball formen.
Frisch an den Boden gefallener Schnee ist weich und locker, aber innerhalb kurzer Zeit verändert er sich. Die Schneekristalle wachsen an ihren Berührungspunkten zusammen: Sie sintern. Dabei bilden sie eine zusammenhängende poröse Struktur, ähnlich einem Schwamm aus Eis. Schnee verändert sich also laufend, er wandelt sich um. Diesen Prozess nennt man Metamorphose. Umgewandelter Schnee kann unterschiedliche Formen haben: Harschschnee und Nassschnee beispielsweise gehören dazu.
Harschschnee ist so etwas wie das Gegenteil von Pulverschnee. Harschschnee erkennt man an einer hartgefrorenen Oberfläche. Dieser Schnee entsteht entweder, wenn eine feuchte, nasse Schneedecke nach einem Temperaturabfall, etwa in der Nacht, zum Gefrieren des Schnees führt. Daraufhin wandelt sich der Schnee um und die Schneedecke bildet wieder Eiskristalle. Diese einmal gebildete Eisschicht kann nun immer wieder auftauen und wieder gefrieren. Harsch kann auch entstehen, wenn starker Wind über die Schneeoberfläche weht und diesen “zusammenpresst”. Die genauen Vorgänge dabei sind noch nicht gut verstanden.
Bruchharsch ist die extremste Variante von Harschschnee und ist von Skitourengeherinnen und -gehern verhasst: eine gefrorene, eisige Schneedecke, die beim Betreten oder Darüberfahren einbricht. Dieser Schnee kann sehr schwer zu befahren sein und braucht gutes Können.
Auch Triebschnee oder windverfrachteter Schnee ist beim Skitourengehen sehr bekannt - und oft gefürchtet: Zum einen wegen der Lawinen, und weil es schwierig ist, ihn zu "befahren". Der Wind und die Feuchtigkeit verwandeln den Schnee und bilden eine sehr harte Kruste, vor allem an der Oberfläche. Im Tessin nennt man ihn auch Kartonschnee, was wahrscheinlich aus dem Dialekt stammt.
Wenn die Temperaturen steigen, dann bildet sich auf so manchen Skipisten und im Gelände der sogenannte Sulzschnee. Diese Art von Schnee ist oberflächlich aufgetauter, relativer feuchter Schnee; er ist weich, aber eher schwer. Er entsteht, wenn die Sonne den Schnee den Tag über wärmt. Weichen Sulz zu fahren kann Spass machen, wenn der Schnee noch nicht übermassig nass und schwer ist. Im Frühling findet sich in den Skigebieten oft Sulz – dieses Jahr gab es ihn aber wegen den sehr hohen Temperaturen sogar schon Anfang Januar.
Wenn auf eine bereits liegende Schneedecke Regen fällt, kann Nassschnee entstehen. Auch, wenn Schnee bei steigenden Temperaturen taut, bildet sich Nassschnee. Diese umgewandelte Art von Schnee hat einen hohen Wassergehalt und ist schwer.
Als Firn wird Schnee bezeichnet, der bereits mindestens ein Jahr alt ist und damit mindestens einen Sommer überstanden hat. Somit gibt es Firn nur im hohen Gebirge. Firn ist mehrjähriger Schnee, der noch nicht zu Gletschereis umgewandelt wurde. Er entsteht, wenn immer mehr Neuschnee auf eine bereits bestehende Schneeschicht fällt und Druck auf den alten Schnee ausübt. Wenn das Wetter nun warm wird und es taut, entstehen grössere Eiskristalle (Verfirnung). Warum suchen also alle Skitourengängerinnen und –gänger Firn? Weil im Volksmund mit Firnschnee auch die buttrig weiche Oberfläche auf hartem Grund genannt wird, die im Frühling im Tagesverlauf entsteht, wenn die Sonne die harte Schneeoberfläche aufweicht. Diese dünne Schneeschicht – eigentlich Sulzschnee (siehe oben) – ist sehr gut zu befahren.
Im Gegensatz zu Neuschnee liegt Altschnee schon Wochen, Monate oder gar Jahre auf der Erde. Altschnee ist stark umgewandelter Schnee und ist in seiner Struktur und Dichte bereits deutlich verändert. Beispielsweise sind die Schneekristalle nicht mehr gut sichtbar und weniger verästelt.