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Im September 2018 musste die in Antwerpen (Belgien) beheimatete VLM Airlines, welche unter anderem die Strecke zwischen Antwerpen und Zürich mit einer Fokker 50 bediente, Konkurs anmelden. Es war bereits deren zweiter Konkurs gewesen und wenig deutete darauf hin, dass im schwierigen europäischen Regionalfluggeschäft nochmals mit einem Comeback zu rechnen sei - obwohl die Strecke nach Zürich dem Vernehmen nach erfolgreich gewesen war, was auch aus dem Umstand hervorgeht, dass VLM vor dem Konkurs bereits alle Strecken ausser jene nach Zürich sowie London-City eingestellt hatte.
Doch nun wurde in Antwerpen eine neue Airline namens «Air Antwerp» aus der Taufe gehoben. Die Gründungsurkunde von Air Antwerp wurde in lokalen Amtsblättern veröffentlicht. Hinter der Fluggesellschaft stehen dieses Mal bekannte Airlines: Ein Drittel des Startkapitals von 61'500 Euro stammt von der niederländischen KLM, zwei Drittel von CityJet mit Sitz in Dublin. Laut dem belgischen «Travel Magazine» sei der Antrag auf ein AOC (Air Operator Certificate) eingereicht und als Geschäftsführer der neuen Gesellschaft seien der Niederländer Willem Alexander Hondius (im Auftrag von KLM) und der Belgier Johan Maertens (47) vorgesehen, der als CEO von Air Antwerp fungiert. Dieser war auch der letzte CEO der bankrotten VLM Airlines.
Flüge nach Zürich wären sinnvoll
Spannend an dieser Neugründung ist auch eine Aussage von Maertens, wonach die Airline hoffe, noch in diesem Herbst mit einer Fokker 50 starten zu können, und zwar zu drei Zielen, darunter London-City. Mit der 50-plätzigen Fokker 50 war VLM Airlines nach London-City und Zürich geflogen.
Am Flughafen Zürich lässt Rolf Hancock (Manager Airline Affairs) verlauten, dass es noch keinen Kontakt zu Air Antwerp gebe. Da es sich aber zumindest bei Maertens um den früheren VLM-CEO handelt und möglicherweise noch weitere Angestellte der Airline frühere VLM-Mitarbeitende sind, könnte der Kontakt sicherlich schnell wieder etabliert werden. Und nachdem VLM mit der Zürich-Route zufrieden gewesen sei, könnte dies tatsächlich bald wieder auf dem Tisch sein.
Allerdings wird in diesem Fall nun auch KLM als Miteigentümerin ein Wort mitreden wollen. Der oben erwähnte Willem Alexander Hondius ist laut seiner LinkedIn-Seite «Senior Advisor Alliance Development» bei KLM und war davor, bis November 2018, als CEO der kenianischen Billigfluggesellschaft JamboJet tätig.