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Myopie, Hypermetropie und Astigmatismus sind die wichtigsten Brechungsfehler. Das ins Auge eintretende Licht wird nicht korrekt auf der Netzhaut gebündelt, sodass die Bilder unscharf erscheinen. Es handelt sich um sehr häufige Erkrankungen, die mit einer Brille korrigiert werden können.
Hypermetropie bei Kindern kann Kopfschmerzen oder sogar Schielen verursachen. Die Myopie, bei welcher die Fernsicht betroffen ist, manifestiert sich typischerweise während der Adoleszenz.
Die Augenlider stellen nicht nur den primären Schutz der Augen sicher, sondern enthalten auch wichtige Strukturen zur Bildung und Verteilung eines gleichmässigen Tränenfilms.
Dieser garantiert eine perfekt glatte und durchsichtige Augenoberfläche.
Die wichtigsten Augenlidererkrankungen sind entzündlicher Natur. Dazu kommen weitere Erkrankungen wie strukturelle Probleme oder Tumorerkrankungen.
Das trockene Auge tritt auf, wenn der Tränenfilm (meist spricht man vereinfachend von Tränen) in zu kleinen Mengen produziert wird oder wenn er von schlechter Qualität ist.
Dieser Tränenfilm ist instabil und kann mehr oder weniger grosse Beschwerden verursachen.
Es handelt sich um eine äusserst häufige Erkrankung, insbesondere bei Frauen nach der Menopause und bei älteren Menschen.
Die Bindehaut ist ein durchsichtiges Gewebe, welches die Oberfläche des Augapfels bedeckt. Die darunter liegende Lederhaut besteht aus einem widerstandsfähigen weissen Gewebe, welches die eigentliche Struktur des Augapfels darstellt.
Die Konjunktivitis ist die häufigste Erkrankung. Sie kann einen infektiösen (z.B. virale oder bakterielle Konjunktivitis) oder entzündlichen (z.B. allergische Konjunktivitis) Ursprung haben.
Die Entzündung der Lederhaut ist sehr viel seltener und tritt meistens im Rahmen von Autoimmunerkrankungen auf
Die Hornhaut ist eine komplexe Struktur. Sie hat eine Schutzfunktion und spielt eine Schlüsselrolle bei der Brechung des durch sie hindurchtretenden Lichts. Die kugelige Form und Durchsichtigkeit der Hornhaut sind wichtig, um eine klare Sicht zu gewährleisten.
Unfälle können zu Hornhautverletzungen führen. Sind diese oberflächlich so spricht man von Hornhauterosion. Letztere treten sehr häufig auf und sind äusserst schmerzhaft.
Weitere häufige Erkrankungen sind Infektionen der Hornhaut (Keratitis). Wichtiger Vertreter ist hier die bakterielle Keratitis bei Kontaktlinsenträgern.
Die Uveitis ist eine Entzündung der mittleren Augenwand.
Die Hauptsymptome sind eine mehr oder weniger schmerzhafte Rötung des Auges und verschwommenes Sehen.
Lichteinfall in das betroffene Auge wird zudem als störend empfunden.
Gelegentlich tritt die Uveitis im Rahmen einer systemischen Erkrankung auf. In diesem Fall erfolgen die Diagnostik und Behandlung gemeinsam mit dem Internisten.
Beim Glaukom handelt es sich um eine langsam fortschreitende Schädigung des Sehnervs. Diese manifestiert sich mit einem zunehmenden Verlust des Gesichtsfeldes. Die Ursache, welche zur Schädigung des Sehnervs führt, ist häufig ein zu hoher Augeninnendruck.
Das chronische Glaukom ist nicht schmerzhaft und der Verlauf ist sehr heimtückisch. Die Patienten klagen oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium über Beschwerden.
Die medikamentöse oder chirurgische Therapie, verlangsamt oder stoppt das Fortschreiten der Erkrankung, kann jedoch bereits entstandene Schäden an Sehnerv nicht rückgängig machen.
Es existiert auch die viel seltenere Form des akuten Glaukoms, welche durch einen raschen Anstieg des Augeninnendrucks, mit daraus resultierenden Schmerzen und verschwommenem Sehen, gekennzeichnet ist. Das akute Glaukom erfordert sofortige medizinische Hilfe.
Die Augenlinse ist eine linsenförmige und durchsichtige Struktur, die im Inneren des Auges hinter der Regenbogenhaut (Iris) aufgehängt ist. Sie hat die Funktion, das Licht auf der Netzhaut zu bündeln.
Dank ihrer Fähigkeit die Form zu verändern (Akkommodation) garantiert die Augenlinse eine klare Sicht sowohl bei Fern- als auch bei Nahsicht.
Mit fortschreitendem Alter wird die Linse starrer, so dass die Fähigkeit zur Akkommodation allmählich abnimmt (Presbyopie).
Später verursacht die Trübung der Linse eine fortschreitende Unschärfe der Bilder.
Die Behandlung der Katarakt ist der chirurgische Eingriff, der es erlaubt, die trübe Linse durch eine künstliche Linse zu ersetzen.
Die Netzhaut ist ein komplexes Gewebe, das die gesamte Innenwand des Auges bedeckt. Sie enthält mehr als 100 Millionen Photorezeptoren. Dies sind Zellen, die über den Sehnerv Lichtsignale an das Gehirn senden.
Auf der Netzhaut unterscheidet man einen zentralen Bereich, der als Makula bezeichnet wird und für das scharfe Sehen zuständig ist, von einem aussen liegenden Bereich, der als Peripherie bezeichnet wird und das Gesichtsfeld ermöglicht.
Die Makulopathien sind eine Reihe von Erkrankungen, welche die Makula befallen und daher einen starken Einfluss auf die Sehschärfe haben. Die meisten werden mit regelmässigen Injektionen (Spritzen) in das Auge behandelt.
Die Netzhautperipherie ist ebenfalls wichtig, da die Netzhautdegeneration eine wichtige Rolle bei der Netzhautablösung spielt. Diese kann, wenn sie nicht behandelt wird, zum vollständigen Verlust des Sehvermögens führen.
Unter Strabismus versteht man die Fehlstellung eines Auges im Verhältnis zum anderen, d.h. den Verlust der Fixation eines Auges. Abhängig von der Abweichung vom kontralateralen Auge können verschiedene Formen des Schielens wie Esotropie, Exotropie, Vertikalschielen oder andere besondere Formen unterschieden werden.
Die häufigsten Ursachen sind Brechungsmängel, oft Hypermetropie, oder eine schlechte Sehfunktion eines Auges. Diese lassen die Koordination beider Augen nicht zu.
Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind für eine optimale visuelle Rehabilitation unerlässlich. Sie werden ebenso wie die periodischen Kontrolluntersuchungen von der Orthoptistin durchgeführt, die spezifisch für die Erkennung und Nachsorge von diesen Erkrankungen ausgebildet wurde.