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Karrenalp
oder Karretalp (Kt. und Bez. Schwyz). 1770-2100 m. Abteilung der grossen Karrenregion im SO.-Abschnitt des Kantons Schwyz, zwischen dem Pragelpass und Urnerboden und dem Bisithal und der Grenze gegen den M. Glarus. Grösstes Karrenfeld der Schweiz, weites und einförmiges Hochplateau fast ohne Pflanzenkleid. Wird begrenzt im S. durch die hohen Zackenmauern der Märenberge und Jägernstöcke, im O. durch den vom Ortstock bis zum Bösen Faulen in gewundener Linie verlaufenden Steilabfall zum Linththal, dem Einschnitt der Dreckloch Alp und des Rossmatterthales (w. darüber die Silbern 2314 m) und im N. und W. gegen den Pragelpass und das Bisithal durch eine Reihe von steilen Felshängen.
Die
Karrenalp ist ein unregelmässiges
Feld, auf dem Senken, breite Plateauflächen und
Rücken miteinander abwechseln, aber
nur wenige eigentliche Gipfel stehen. Solche sind der Hohe
Turm (2672 m), der
Pfannenstock (2572 m) und n. davon der gezackte
Kratzerngrat. Die
Silbern,
Twärenen, die
Mandliegg, der
Kupferberg etc. sind nur breit ausladende Höhenrücken,
die ihre Umgebungen nicht stark überragen. Abwechslungsreicher in ihren Formen sind wieder die die
Karrenalp umgrenzenden
Kämme und Gipfel, deren höchster der Böse
Faulen (2804 m) ist.
Als einzige nennenswerte Furchen greifen in dieses Gebiet ein das vom
Bisithal gegen NO. zwischen den
Pfannenstock und
Kratzerngrat
sich hinaufziehende
Rätschthal und die von da gegen das
Rossmatterthal sich senkende
Kratzern- und Drecklochalp.
Diese Furche bildet zugleich die geologische Grenze zwischen der Kreide (vorzüglich Urgon) im N. und dem
Jura (Malm) im S.
Ein Gebiet wie das der
Karrenalp kann naturgemäss die Ausbildung von eigentlichen Alpweiden nur wenig begünstigen.
Die
Karrenalp im engern Sinn umfasst 800 ha Fläche, wovon nur 224 als Alpweide angesprochen werden können
und 16 weitere sumpfige
Wiesen bilden. Von der benachbarten, 550 ha grossen
Glattalp können 380 ha zu Weidezwecken benutzt
werden. Beide
Alpen werden zusammen befahren und nähren während etwa 5-7 Wochen rund 450 Kühe. Das
Karrengebiet als ganzes misst etwa 5460 ha, wovon 1084 ha oder 20% auf eigentliche Alpweiden, 447 ha oder 8% auf
Wald und 21 ha
auf Sumpfwiesen entfallen. 72% der Fläche sind völlig unproduktiv.
Wald findet sich besonders im NW.
(Bödmern- und Mittewald,
zusammen 430 ha), im
Rätschthal und auf der
Brust- und
Thoralp
¶
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(zusammen 17 ha). An allen andern Stellen fehlt jeglicher Baumwuchs. Im Ganzen sömmern auf den Alpen des Karrengebietes während 6-8 Wochen 1534 Kühe. 3 Hütten in 1770, 1869 und 2096 m. Vergl. den Art. Karren.