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Im Zentrum der Galaxie «NGC 660» haben Wissenschaftler ein Schwarzes Loch entdeckt, das gerade seine Aktivität entfaltet. Es besitzt vermutlich die Masse von 20 Millionen Sonnen.
In der Regel sind Schwarze Löcher in einer Art Schlafmodus. «Wach» werden sie erst, wenn sie viel Materie schlucken. Dabei wird so viel Energie freigesetzt, dass die Materie hell aufleuchtet, bevor sie im Schwarzen Loch verschwindet. Ein Teil der Materie wird in Form von scharf gebündelten Strahlen, sogenannten Jets, Link öffnet in einem neuen Fenster, ins Weltall geschleudert.
Die Forscher um Megan Argo vom Jodrell Bank Center für Astrophysik beobachtete, wie die Galaxie NGC 660 innerhalb weniger Monate sehr viel heller wurde (siehe Box). Die Strahlenquelle befindet sich dort, wo das Schwarze Loch zu erwarten ist.
«Wir kennen viele Galaxien mit aktiven Schwarzen Löchern», erklärt Argo. «Aber NGC 660 ist besonders – zum ersten Mal können wir sehen, wie diese Aktivität beginnt.»
Ein virtuelles Riesenteleskop
Die Galaxie NGC 600 war 2012 plötzlich mehrere hundert Mal heller geworden. Die Forscher analysierten daraufhin alte und neue Aufnahmen der Galaxie. Für die neusten Aufnahmen schalteten sie mehrere Radioteleskope weltweit zu einem virtuellen Riesenteleskop zusammen. So konnte die gestiegene Aktivität genau untersucht werden.