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Nachdem Jonathan Constantinou seine Arbeit als Lobbyist in Washington DC aufgegeben hatte, um seinen Traum von einer Karriere in der Filmbranche zu verfolgen, war es nicht sonderlich überraschend, dass er bei hochwertigen Dokumentationen für TV-Sendungen wie „BBC Panorama“ landete, der am längsten laufenden Informationssendung Großbritanniens. Während er versuchte, seine Arbeit im Nachrichtenbereich mit Aufträgen für Firmen- und Werbekunden unter einen Hut zu bekommen, entwickelte Constantinou eine Leidenschaft für das Filmen mit beweglichen Kameras.
„Mit sich bewegenden Kameras kann man eine Geschichte einfach viel wirkungsvoller erzählen – sei es mithilfe von Drohnen, Motorantrieben oder stabilisierten Gimbals“, sagt er. „Daher integriere ich ungeachtet des Genres gerne kinoreife Bewegungen in meine Aufnahmen.“
Diese Leidenschaft für Action ist der Grund, warum sich Constantinou auf einem schaukelnden Speedboot wiederfand und leistungsstarke Rennboote beim Fortitudo Property Poole Bay 100 für den Wohltätigkeitsfilm „Life at 100 Knots“ filmte.
„Nichts und niemand kann dich auf den Lärm und das Spektakel eines solchen Rennens vorbereiten“, erinnert sich Constantinou. „Am tollsten finde ich, wenn die Boote von einem fliegenden Start in volle Fahrt übergehen. Ich war auf einem Sicherheitsboot und fand das schon unheimlich schnell, aber diese Boote sind noch einmal schneller, schneiden sich gegenseitig und werden auf dem Wasser hin und her geworfen. Die Lautstärke und Geschwindigkeit sind einfach unglaublich. Das war ein wirklich mitreißendes Erlebnis.“
Da es sich um ein Wohltätigkeitsprojekt handelte, waren ein professionelles Gimbal-System und das dreiköpfige Team, das zu seiner Bedingung notwendig wäre, finanziell einfach nicht machbar. Constantinou wusste, dass dieser Film eine rasante Abenteuerfahrt würde – und dass er ihn ganz allein drehen musste.
Doch wie sich herausstellte, hatte Constantinou nicht nur mit den Herausforderungen als Solofilmer zu kämpfen, sondern auch mit tosenden Wellen, haarsträubender Action und sich ständig ändernden Lichtverhältnissen, die jeden Filmemacher auf die Probe gestellt hätten. Constantinou zweifelte aber nicht daran, dass seine Canon EOS C300 Mark II (mittlerweile ersetzt durch das Nachfolgemodell Canon EOS C300 Mark III) in Kombination mit einem Canon CN-E18-80mm T4.4 L IS KAS S Objektiv an einem motorisierten Gimbal ihm ein vielseitiges Setup für fließende Hochgeschwindigkeitsaufnahmen bieten würde.
„Ich brauchte eine Spezialkamera, die mit all meinen Filmanforderungen mithalten konnte, und die Canon EOS C300 Mark II hat mich nie noch enttäuscht“, sagt Constantinou. „Als dann das große Canon CN-E18-80mm T4.4 L IS KAS S Objektiv auf den Markt kam, wusste ich gleich, dass es bahnbrechend sein würde. Es ist ein sehr kompaktes und günstiges High-End-Zoomobjektiv mit Servo.“
Der Remote-Zoomgriff Canon ZSG-C10, der speziell für die kompakten CN-E Servo-Objektive entwickelt wurde, ermöglicht eine reibungslose Aktivierung des Zoommotors und des One-Shot AF per Fernbedienung. Er wird über ein 20-poliges Kabel an das Objektivgehäuse angeschlossen und kann dann am Objektivtubus befestigt, separat im Handbetrieb bedient oder am Rig montiert werden. Dank dieser Vielseitigkeit lässt sich das verbundene Objektiv in zahlreichen Aufnahmesituationen einsetzen.
„Die Fähigkeit, den Zoom über den Griff zu bedienen, während Fokus und Blende automatisch von der Kamera eingestellt werden, ist einfach unglaublich. In Kombination mit dem motorisierten Gimbal konnte ich damit Aufträge erledigen, deren Budget ein professionelles Gimbal-System nicht hergibt. So habe ich mir einen ganz neuen Markt erschlossen“, sagt Constantinou.
Constantinou wusste, dass er während des Rennens keine Gelegenheit haben würde, die Objektive oder den Akku zu wechseln. Aber er vertraute darauf, dass der Zoombereich ausreichen und der Akku der Canon EOS C300 Mark II den ganzen Tag lang durchhalten würde. Er verwendete die mittlere Geschwindigkeitseinstellung von +4 des Canon ZSG-C10 Remote-Zoomgriffs, um die Brennweite bei Bedarf durch eine Berührung mit dem Finger anpassen zu können. Zudem trug er ein Stützgeschirr und montierte den Motor der Canon EOS C300 Mark II an den oberen Ring des Gimbals.
„Manche Szenen wollte ich mit einer 4K-Standardauflösung filmen, andere bei 1080p für Zeitlupenaufnahmen mit halber Geschwindigkeit, also fummelte ich in den Menüs herum, während die Boote mich umkreisten“, sagt Constantinou. „Wenn man mit 50p aufnimmt, kann man immer noch den AF verwenden und das Material dann in der Nachbearbeitung auf 25 Bilder anpassen, um Zeitlupenaufnahmen zu erstellen. Es war spitze, alle Kamerafunktionen über den Monitor steuern zu können. Das ist so ein einfaches System, bei dem einfach alles integriert ist. Die Kamera versorgt sich selbst, das Gimbal versorgt sich selbst, und du musst einfach nur loslegen.“
Während viele Filmemacher eine manuelle Steuerung bevorzugen, musste Constantinou sich angesichts der sich schnell ändernden Bedingungen auf den Dual Pixel CMOS AF von Canon verlassen. Seine Bildabdeckung von 80 % vertikal und 80 % horizontal sowie die Belichtungsautomatik sorgten dafür, dass die Belichtungsautomatik sorgten dafür Bilder scharf und richtig belichtet waren. „Ich stellte den AF auf eine große Feldgröße mit einer langsamen Geschwindigkeit und langsamen Reaktion von je -1 ein“, sagt Constantinou. „So wurde der Fokus zwar nachgeführt, wechselte aber nicht abrupt, wenn sich etwas vor oder hinter das Motiv schob, sondern ermöglichte einen fließenden Übergang. Und aufgrund der Geschwindigkeit aller anderen Elemente, die sich in das Bild bewegten, gab es keine einzigen Fokussprünge. Besonders in 4K kann man gut beobachten, wie der Fokus nachgeführt wurde. Man sieht, wie sich die Boote in den Rahmen bewegen und dann vom AF erfasst werden. Sie werden etwas schärfer und springen richtig ins Auge.“
Constantinou passte die Belichtung an die sich ändernden Lichtverhältnisse an und profitierte dabei von den integrierten ND-Filtern der Canon EOS C300 Mark II. „Ich habe die Irisblende auf +1 LW programmiert, weil ich beim Dreh hauptsächlich Gegenlicht hatte. Außerdem habe ich eine langsame Reaktionszeit gewählt, damit sie sich bei einem Lichtwechsel nicht so schnell schließt“, erklärt er. „Stattdessen schloss sie sich sehr fließend, was wirklich cool aussah. Für den ND-Filter habe ich zwei Stufen verwendet, da ich trotz des hellen Lichts an diesem Tag meist eine Blendeneinstellung zwischen 1:5 und 1:8 gewählt hatte. Ich hatte jedoch die Option, bei Bedarf auf 1:4 zu öffnen oder 1:22 zu schließen. Das bot mir die nötige Flexibilität. Im Film merkt man gar nicht, dass die Belichtung geändert wurde. Es blieb alles sehr dezent.“
Um Flexibilität bei der Farbkorrektur und einen möglichst großen Dynamikumfang zu gewährleisten, wählte Constantinou auf seiner Canon EOS C300 Mark II Canon Log 2 mit Cinema Gamut in der neutralen Farbmatrix aus. „Das ist im Grunde die Standardeinstellung für Canon Log 2. Ich bin kein Kolorist, aber ich bin bei den Bildern an die Grenzen gegangen. Der XF-AVC-Codec war extrem hilfreich. Sofern ein Kunde nichts Gegenteiliges fordert, werde ich auch in Zukunft weiter mit XF-AVC filmen. Das klappt einfach zu gut.“
Dank der Kombination aus der robusten Canon EOS C300 Mark II, einem Canon CN-E18-80mm T4.4 L IS KAS S Objektiv, dem Remote-Zoomgriff ZSG-C10 sowie dem AF und der Belichtungsautomatik der Kamera konnte Constantinou diesen schwierigen Auftrag ohne große Crew erledigen. „Ich mag es, wenn einfach alles ineinandergreift. Mit diesem Projekt konnte ich beweisen, dass die Technologie an einem Punkt angekommen ist, an dem wir ihr vertrauen können.“
Als jemand, dem selbst auf großen Fähren flau im Magen wird, war Constantinous größte Errungenschaft jedoch, einen großartigen Film zu drehen, ohne dabei seekrank zu werden. „Man ist da draußen, wackelt herum und bewegt sich so schnell fort, dass man gar nicht sieht, wo es eigentlich hingeht“, lacht er. „Und trotzdem bin ich diesmal tatsächlich nicht seekrank geworden!“
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