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Die Gemeinde Wiler verleiht der Oberwalliser Mundartsängerin Sina den Prix Wiler für ihr kulturelles Schaffen.
Sina ist im Lötschental keine Unbekannte. Die Oberwalliser Mundartsängerin verbrachte ihre ersten Jahre in Wiler, bevor sie nach dem Tod ihrer Mutter bei ihren Tanten und ihrer Grossmutter in Salgesch aufgewachsen ist. Später zog sie nach Gampel, wo sie ihre Jugendjahre verbrachte. Die inzwischen 53-jährige Mundartsängerin wurde dieses Jahr, pünktlich zu ihrem 25-Jahr-Bühnenjubiläum, als erste Frau der Schweizer Musikszene mit dem Outstanding Achievement Award ausgezeichnet.
Zurück zu den Wurzeln
Anfang Februar hat Sina ihr neues Album «Emma» auf den Markt gebracht, das sie ihrer Grossmutter widmete. Der gleichnamige Song handelt von einer Frau, die hart arbeitete, um beide Geschlechterrollen auszufüllen. Sie habe «die Fälder gipflüägt und Polänta gibratud», heisst es im gleichnamigen Song. Das Album landete direkt auf Platz 1 der Schweizer Album-Charts. Der nationale Durchbruch gelang der Sängerin schon 1994 mit dem ersten Mundartalbum «Sina». Inzwischen wurde sie schon mehrfach geehrt, unter anderem mit neun Gold- und zwei Platin-Auszeichnungen. Am kommenden Samstag wird Sina in ihrem Heimatort mit dem Prix Wiler ausgezeichnet. Umrahmt wird die feierliche Übergabe vom örtlichen Kirchenchor und von der Musikgesellschaft von Wiler.Walter Bellwald