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Hallo Freunde des Senderbaus und artverwandter Bereiche,
im Moment scheint hier im Board ein wenig Ruhe eingekehrt zu sein - seit Wochen keine neuen Beiträge mehr…, doch vielleicht lässt sich dieses hoch interessante Forum ja schon bald wieder mit etwas mehr Leben füllen. Ich fange heute einfach mal an:
Zitat von:
https://howtoraspberrypi.com/create-rad ... pberry-pi/
Zuerst müssen wir die optimale Länge der Antenne berechnen (Sie können problemlos eine Antenne einer anderen Größe verwenden, dies kann jedoch die Qualität und die Übertragungsentfernung des Signals beeinträchtigen).
Um die Länge der Antenne zu berechnen, verwenden wir die folgende Formel:
Optimale Länge = 300 / Fréquence / 16 * 100
Um eine zu große Streuung zu vermeiden, teilen wir das Ergebnis durch zwei, um die 30, 40 Meter um den Diffusionspunkt nicht zu überschreiten.
Achtung, je höher dieser Punkt ist, desto größer ist der Abstand. Versuche vernünftig zu bleiben, der Zweck ist es zu testen und Spaß zu haben, nicht das Gesetz zu brechen.
In unserem Fall verwenden wir die Übertragungsfrequenz 107.9, die von PiFmRds standardmäßig verwendet wird. Wir erhalten also folgende Berechnung : ((300/107.9)/16)*100 = 17,37cm
Sobald diese Länge durch zwei geteilt wird, erhalten wir eine Antenne von ungefähr 8,6 cm, was sehr ausreichend ist. Nachdem wir die erforderliche Antennenlänge kennen, müssen wir noch wissen…
Zitat Ende
Moin RalfT,
für den Fall, dass Dich obige Frage noch umtreibt, versuche ich mich mal mit einer Erklärung: Zunächst möchte ich dazu feststellen, dass die angeführte Formel wohl als wenig sachdienlich angesehen werden darf, zumal im Zusammenhang mit dem Gefasel von „optimaler Länge“, die man zu allem Überfluß auch noch zu halbieren gedenkt….
Sinn der Angelegenheit, und das wird ja auch so postuliert, ist eine kleine, bzw. noch kleinere Reichweite, also das krasse Gegenteil von dem, was man üblicherweise anstrebt!
Allgemein gebräuchlich dagegen ist ein Halbwellen-Dipol oder ein ungeradzahliges Vielfaches eines Viertelwellen-Strahlers als Zweipolantenne ausgeführt (damit niederohmig im Strombauch gespeist werden kann), vertikal-, horizontal-, oder zirkular polarisiert, bzw. ein Viertelwellenstrahler mit Gegengewicht oder, je nach gewünschter Abstrahlcharakteristik, auch ein 5/8tel Strahler (Groundplane) mit Gegengewicht.
Aber auch die 3/4-Lambda-Antenne wird immer beliebter, zumindest auf UKW/FM. So beispielsweise in den letzten Jahren zunehmend die leicht obskure „Fritten-Tüten-Antenne“ (Patatzak Antenne) obwohl diese eigentlich schon steinalt ist.
Die Antenne muß im übrigen nicht zwingenderweise von Haus aus in Resonanz mit der Sendefrequenz sein, wohl aber, und zwar immer, an die Senderausgangsimpedanz angepasst werden. Diesbezüglich sollte nicht unerwähnt bleiben, dass bei Verwendung eines Koaxialkabels, z.B. 50 Ohm, zudem eine Anpassung der Kabelimpedanz auf die Antennnenimpedanz am Speisepunkt erfolgen muß, sofern diese nicht im Bereich einer gewissen Streuung identisch ist. Letztere ist allerdings bei einem Lambda 16tel oder gar 32tel Dipol keineswegs auch nur annnähernd im Bereich von 50/60 Ohm angesiedelt!
https://de.wikipedia.org/wiki/Antenne
https://de.wikipedia.org/wiki/Antenne#Halbwellendipol
https://de.wikipedia.org/wiki/Antenne#V ... enstrahler
Die Antenne (Begriffserklärung)
https://de.wikipedia.org/wiki/Dipolantenne
Die Dipolantenne, Eigenschaften und Abstrahlung
Die Integration der Winkelabhängigkeit über alle Richtungen liefert die Gesamtleistung und deren gleichmäßige Verteilung einen Bezugswert für die Strahlungsintensität (Isotropstrahler).
Für den λ/2-Dipol ist die Strahlungsintensität in Hauptrichtung (h = 0) um einen Faktor G = 1,64 (2,15 dBi) höher als der Bezugswert. Beim Hertzschen Dipol beträgt dieser Antennengewinn G nur 1,5 (1,76 dBi).
Bei einer Länge von 5/4λ besitzt der Dipol seinen größten Gewinn von 5,2 dBi.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hertzscher_Dipol
Der herzsche Dipol
https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Hertz
Heinrich Rudolf Hertz (1857-1894)
https://research.uni-leipzig.de/mqf/poe ... l_ED_6.pdf
Die Entstehung elektromagnetischer Wellen
https://lernvideos.tv/hertzscher-dipol- ... rschueler/
Wie funktioniert eigentlich eine Antenne? (Video)
http://www.dl2jas.com/antennen/antennen ... edanz.html
Antennenimpedanz v/s Strahlerlänge eines Vertikalstrahlers
Ach ja, abschließend noch eine kleine Anmerkung in Hinsicht auf die optionale Verringerung der Senderreichweite für den Fall, dass man tatsächlich einmal weniger Reichweite erzielen möchte, als dies mit der vorhandenen Anlage möglich wäre. Für diesen speziellen Fall wird man allerdings keineswegs, wie vorgeschlagen, eine möglichst schlechte Antenne mit völlig undefinierbarem Abstrahlverhalten verwenden, sondern ggf. die Sendeleistung drosseln oder mit Dämpfungsgliedern soweit verringern, bis das gewünschte Ergebis erreicht wird.
Ein nicht ganz unbekannter deutscher Polit-Clown hat einen ähnlich gelagerten Fall mal mit „suboptimal“ umschrieben… - ich würde im vorliegenden Fall sogar noch weiter gehen und einen 32tel Lambda-Dipol, zumal mit der beschriebenen Zielsetzung, als groben Unfug umschreiben.
Sorry, dass meine Ausführungen vielleicht ein wenig langatmig und wenig zielgerichtet daherkamen, aber auch ich lerne bei der Recherche immer noch dazu…