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Carmen 2014, eine Oper, die von tragischer Liebe und unbändigem Freiheitsdurst handelt, zum glanzvollen 20-Jahr-Jubiläum des Opernfestivals Avenches.
Wir bedauern die Absage wegen des schlechten Wetters vom Freitag 4. und Sonntag 6. Juli und werden Ihnen Ihre Karten vollständig zurückerstatten. Bitte laden Sie dazu untenstehendes Formular herunter und senden Sie dieses mitsamt Ihren Eintrittskarten zurück.
PDF Formular
Einsendeschluss: 31. Juli 2014.
Für Karten, die bei Ticketcorner bezogen worden sind, gilt die Rückerstattung ausschliesslich an Ihrer Ticketcornerverkaufsstelle.
An den Aufführungsabenden gibt es um 17h45 Uhr im Collège de la Cure (unweit der Arena, siehe Wegweiser) eine Carmen-Werkeinführung in deutscher Sprache. Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Oper wird in französischer Sprache gesungen. Übertitel in französisch und deutsch.
Oper in vier Akten von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
nach Prosper Mérimée
Uraufführung am 3. März 1875 an der Opéra Comique in Paris
Carmen (mezzo-sopran/sopran), Don José (tenor), Micaëla (sopran), Escamillo (bariton), Frasquita (sopran), Mercédès (mezzo-sopran), Le Dancaïre (bariton), Le Remendado (tenor), Zuniga (bass), Moralès (bariton)
Das Drama um Liebesleidenschaft und Machtkampf spielt im südspanischen Sevilla. Die heissblütige und rebellische Zigeunerin Carmen wird nach einem handgreiflichen Streit verhaftet. Um flüchten zu können, verführt sie den biederen Sergeant José, der mit seiner Jugendfreundin Micaëla verlobt ist. Der in Liebe entflammte Don José lässt Carmen laufen, wird degradiert und verhaftet. Nach seiner Entlassung folgt er Carmen, um mit ihr im Kreise von Zigeunern und Banditen in den Bergen zu leben. Hin und her gerissen zwischen Pflichtbewusstsein, Passion und Eifersucht steuert er seinem Verderben entgegen. Da taucht die treue Micaëla auf, um ihn zur Rückkehr ans Sterbebett seiner Mutter zu bewegen. Vor der Stierkampfarena in Sevilla trifft José noch einmal auf Carmen, die inzwischen ihre Liebe dem glanzvollen und siegessicheren Torero Escamillo schenkt. Elend und verzweifelt fleht José sie an, zu ihm zurückzukehren. Doch Carmen verhöhnt ihn und will zu Escamillo, worauf der vor Wut und Eifersucht rasende José ihr sein Messer in die Brust rammt.
Carmen ist tot, Don José hat alles verloren, doch die Musik von Georges Bizet ist unsterblich. Die Oper in vier Akten wurde am 3. März 1875 an der Opéra Comique in Paris uraufgeführt. Das Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy, an dem Georges Bizet massgeblich mitwirkte, basiert auf der Erzählung Carmen (1845) des weitgereisten Schriftstellers Prosper Mérimée. Keine französische Oper wird häufiger aufgeführt als Carmen, und Melodien wie «L’amour est un oiseau rebelle» oder die Arie «Auf in den Kampf Torero!» kennt jedes Kind.
Nachdem sie zehn Jahre lang nicht mehr auf dem Programm stand, erschien die Idee bestechend, Ihnen für die würdige Feier dieses zwanzigsten Geburtstags eine neue Carmen zu präsentieren. Mit Jean-Marie Abplanalp haben wir ein Bild von einem Spanien der 60er Jahren entworfen, das von der « andalusischen Folklore » und den etwas abgedroschenen Clichés befreit ist, die dieses Drama von Liebe, Freiheit und Eifersucht wie mit einer schweren Sauce überziehen können. Was wir Ihnen mit dieser neuen Produktion unter freiem Himmel anbieten, ist Authentizität, Schlichtheit, aber auch eine Show mit starken Bildern, eine modernere und theatralischere Vision, die dennoch den Geist der Carmen nicht verrät. Sie werden alle Zutaten darin finden, die Carmen zu einer der weltweit meistgespielten Opern gemacht haben, und vor allem eine solide Besetzung unter der Leitung von Alain Guingal, den wir zum ersten Mal hier begrüssen, mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne.
Doch was wäre Carmen ohne Carmen? Undenkbar. Wir konnten Béatrice Uria Monzon gewinnen, die die berühmte Zigarrendreherin auf den Bühnen der Welt gesungen hat... aber noch nie in der Romandie. Dieses Versäumnis wird hiermit nachgeholt. Und Sie können auch Noëmie Nadelmann in ihrem Rollendebüt als Carmen erleben. Der junge spanische Tenor Jorge de Leon, der neue Liebling der internationalen Bühnen, schlüpft in die Rolle des José, und mit Franck Ferrari werden Sie einen der berühmtesten französischen Escamillos hören. Ergänzt wird diese Besetzung von erfahrenen Solisten.
In der Arena von Avenches laden wir Sie diesen Sommer in die Arena von Sevilla ein, wo Sie die tragische Liebe von Carmen und ihrem Liebhaber José auf einen Kampf zutreiben sehen, der für beide tödlich endet: Dem Sieger wie dem Besiegten bleibt zuletzt nur, ein tragisches Schicksal anzunehmen.
Eric Vigié
Inszenierung
Künstlerische Leitung des Festivals
Georges Bizet – mit richtigem Namen Alexandre César Léopold – wurde am 25. Oktober 1838 in Paris geboren. Er studierte am dortigen Konservatorium Klavier, Theorie und Tonsatz, unter anderem bei Antoine F. Marmontel, Charles Gounod und Fromental Halévy. Mit 19 Jahren gewann Bizet den Rom-Preis. Zurückgekehrt aus Rom, arbeitete er anschliessend als privater Musiklehrer, Korrepetitor und Bühnenkomponist. Als solcher konnte er – allerdingsnur mit mässigem Erfolg – bald seine ersten Opern uraufführen: Les Pêcheurs de Perles, La Jolie Fille de Perth und Djamileh. Anerkennung hingegen fanden seine Arlésienne-Suiten (1872).
Bizets Hauptwerk, die Oper Carmen, fiel bei ihrer Uraufführung im März 1875 bei den Pariser Kritikern durch. Erst die Wiener Aufführung im Oktober, zu der Ernest Guiraud auskomponierte Rezitative beisteuerte, hatte grossen Erfolg. Bizet allerdings konnte diesen nicht mehr erleben: Er starb an einem chronischen Hals- und Herzleiden am 3. Juni 1875 in Bougival bei Paris.