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Allgemeines
Besondere Klassen sind so zu organisieren, dass ein sinnvolles, möglichst hohes Mass an Zusammenarbeit und Durchlässigkeit mit den Regelklassen ermöglicht wird. Schülerinnen und Schüler einer besonderen Klasse sollen dadurch teilweise den Unterricht in einer Regelklasse besuchen können. Umgekehrt sollen Regelschülerinnen und -
Klassen zur besonderen Förderung (KbF)
Es können Klassen zur besonderen Förderung für Schülerinnen und Schüler geführt werden, für die der Unterricht in kleinen Gruppen oder in Klassen mit reduziertem Schülerbestand notwendig und förderlich ist.
Sie dienen der Förderung von Schülerinnen und Schülern, die auf Grund von Lern-
Dispensation von einzelnen Fächern (Abweichung von der Lektionentafel)
Grundsätzlich gelten die Lektionentafeln gemäss Lehrplan. Zum Teil erfordern allerdings individuelle Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler Ergänzungen oder Abweichungen.
Schülerinnen und Schüler mit Lernbehinderungen oder komplexen Lernstörungen können auf Antrag der EB* oder des KJPD** von der Schulleitung von einzelnen Fächern dispensiert werden.
Im Sinne einer sinnvollen Gestaltung des Unterrichtspensums können für die betreffenden Schülerinnen und Schüler zum Beispiel im Wochenplan-
anstelle des Fremdsprachenunterrichts die entsprechende Zeit für die Förderung in andern Fächern, in derselben oder allenfalls in einer anderen Klasse, eingesetzt werden.
Einschulungsklassen (EK)
Für Schülerinnen und Schüler mit deutlicher partieller Entwicklungsverzögerung besteht die Möglichkeit, in Einschulungsklassen unterrichtet zu werden. Dies ist jedoch nur auf Antrag der EB oder des KJPD und unter der Bedingung möglich, wenn dadurch die soziale Eingliederung am Aufenthaltsort nicht beeinträchtigt wird.
Der Unterricht in einer Einschulungsklasse wird durch die Schulleitung verfügt.
In Einschulungsklassen wird das Pensum des ersten Schuljahres auf zwei Jahre verteilt.
Sofern der anschliessende Übertritt nicht in eine Klasse zur besonderen Förderung erfolgt, wird der Besuch einer Einschulungsklasse für die Erfüllung der Schulpflicht als ein Schuljahr angerechnet.
Beurteilung
EK:
Schülerinnen und Schüler von Einschulungsklassen erhalten ihren ersten Beurteilungsbericht nach dem zweiten Einschulungsjahr. Nach dem ersten Einschulungsjahr findet ein Elterngespräch statt.
KbF:
Da die Zuteilung von Schülerinnen und Schülern in eine KbF nicht mehr vorwiegend nach Leistungskriterien, sondern vielmehr nach Zielsetzung und Förderplanung erfolgt, weisen diese Schülerinnen und Schüler keinen besonderen Status auf.
Sie sind laut Verordnung in denjenigen Fächern, in denen sie die grundlegenden Lernziele fortgesetzt und in erheblichem Masse nicht erreichen, nach reduzierten individuellen Lernzielen (rILZ) zu unterrichten und zu beurteilen.
(Quelle: Integration und besondere Massnahmen im Kindergarten und in der Volksschule, IBEM
Herausgegeben von der Erziehungsdirekton des Kantons Bern, Oktober 2008)
*) EB: Erziehungsberatungsstelle
**) KJPD: Kinder-