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Technical Report NTB 82-11
Establishing Storage Criteria for a Swiss Low-Level Waste Repository
Ausgehend von nuklearen Sicherheitskriterien ist eine Methode zur Zuteilung der zukünftig in der Schweiz anfallenden radioaktiven Abfälle in einem der drei vorgesehenen Endlagertypen entwickelt worden. Die Methode wurde auf den schwachradioaktiven Abfall aus dem Abbruch von Kernkraftwerken angewendet, der hauptsächlich im sogenannten Typ A Endlager deponiert werden soll. Für diese erste Anwendung wurden vier Szenarien, die zur Freisetzung von Radionukliden und zu Strahlenexpositionen führen könnten, analysiert. Drei der untersuchten Szenarien setzten ein katastrophales Versagen des Endlagersystems voraus und eines betrifft das Eindringen von Wasser in das Endlager.
Maximale Durchschnittskonzentrationen von 59 Radionukliden wurden für die vier Szenarien berechnet und daraus die maximalen Konzentrationen dieser Radionuklide im Abfall abgeleitet. Die Resultate zeigen, dass 38 Radionuklide weiter untersucht werden müssen. Das Inventar dieser 38 Radionuklide in Stilllegungsabfällen wurde aufgestellt. Mit Hilfe dieses Inventars wurde der in der Schweiz anfallende radioaktive Abfall den Endlagertypen zugeteilt und dabei die erforderliche Kapazität des Endlagers Typ A bestimmt.
Der Arbeit liegt ein vereinfachtes Modell eines Endlagers zugrunde, das die kombinierte Wirkung der technischen Sicherheitsbarrieren nicht voll berücksichtigt. Die vom Lager Typ A aufzunehmenden Abfallmengen entsprechen weniger als der Hälfte der ursprünglich angenommenen Lagerkapazität. Dieser Unterschied lässt sich dadurch erklären, dass Voraussetzungen und Parameter des Endlagermodells anders angesetzt waren als beim früher verwendeten Modell, und dass die Zuteilung des Abfalls nicht aufgrund der Detailkenntnis der Nuklidkonzentrationen im Abfall erfolgte, sondern auf einer groben, konservativen Schätzung des Inventars beruhte. Es ist klar, dass noch weitere Detailangaben sowohl über den anfallenden Abfall als auch über das Verhalten der technischen Barrieren des Lagersystems vorliegen müssen, bevor Verbesserungen der hier gewonnenen Resultate erwartet werden können.