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Impfschutz
Warum soll ich mich impfen lassen? Reicht etwa das Maskentragen alleine nicht aus?
Die Impfung ist ein persönlicher Entscheid und die Menschen, die sich impfen lassen, tun dies aus unterschiedlichen Gründen. Die Impfung ist jedoch der effektivste Weg, sein Umfeld vor einer Infektion zu schützen und einen Beitrag dazu zu leisten, dass die Pandemie in absehbarer Zeit endet.
Maskentragen und Abstandhalten sind wichtige Massnahmen, um sich vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen oder eine Weitergabe zu verhindern. Diese Massnahmen sind jedoch nicht immer möglich. Für eine Rückkehr zur Normalität braucht es die Impfung.
Wie kann meine persönliche Impfung andere Menschen schützen?
Die Impfung reduziert die Wahrscheinlichkeit erheblich, selbst mit dem Coronavirus infiziert zu werden. Werden geimpfte dennoch Personen infiziert, verläuft die Infektion in der Regel sehr milde. Die Impfung schützt also wirksam vor einer schweren Erkrankung. Tritt nur eine milde oder asymptomatische Covid-19 Erkrankung auf, besteht in der Regel nur eine sehr geringe Viruslast, weshalb die Weitergabe des Virus unwahrscheinlicher ist.
Wie gut bin ich durch die Impfung geschützt?
Zwei Wochen nach der ersten Impfdosis besteht beim Impfstoff von Pfizer/Biontech ein Impfschutz von etwa 30 - 50% (je nach Corona-Variante), der eine bis zwei Wochen nach der zweiten Impfung gemäss aktuellen Daten bis über 90% ansteigt. Wie lange die aufgebaute Immunantwort gegen COVID-19 wirksam bleibt, ist momentan noch unklar, wird aber genau beobachtet.
Kann die Impfung wirklich einen schwierigen Verlauf verhindern?
Ja. Werden geimpfte Personen infiziert, verläuft die Infektion in der Regel sehr milde. Die Impfung schützt also wirksam vor einer schweren Erkrankung.
Warum soll ich mich impfen lassen, wenn ich mich trotzdem anstecken kann?
Geimpfte Personen stecken sich nur selten mit dem Coronavirus an. Werden geimpfte Personen infiziert, verläuft die Infektion in der Regel sehr milde. Die Impfung schützt also wirksam vor einer schweren Erkrankung. Zudem sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass man den Virus an weitere Personen überträgt.
Kann ich nach der Impfung auf die bisherigen Hygienemassnahmen wie Maske tragen und Abstand halten verzichten?
Nein, auf keinen Fall. Es gilt auch nach der zweiten Impfdosis, die üblichen Verhaltens- und Hygieneregeln, welche vom BAG empfohlen werden, einzuhalten. Zudem sollte man sich bis zwei Wochen nach abgeschlossener Impfserie so verhalten, als wäre man nicht geimpft.
Schützt die Impfung auch vor den Virus-Mutationen wie Delta+?
Die in der Schweiz zugelassenen mRNA-Impfstoffe schützen bei abgeschlossener Impfserie sehr gut vor der Delta-Mutation. Ist man nur einmal geimpft, ohne dass man zuvor an Covid-19 erkrankt ist, besteht jedoch ein geringerer Schutz als bei anderen Corona-Varianten.
Impfstoff & Zulassung
Die Zulassung des Impfstoffs erfolgte sehr schnell: Ist dieser trotzdem sicher?
Die von Swissmedic zugelassene Covid-19-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna gelten als sehr sicher. Sie wurden in grossen Studien breit getestet und mittlerweile auch schon Millionen von Menschen in verschiedensten Ländern verabreicht. Swissmedic hat den Impfstoff in einem ordentlichen Verfahren (keine Notfallzulassung wie in anderen Ländern) geprüft, das heisst wie alle anderen in der Schweiz zugelassenen Impfstoffe auch. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind äusserst selten, dazu gehören schwere allergische Reaktionen kurz nach der Impfung.
Wird durch die Impfung meine DNA verändert?
Nein. Die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna nutzt die sogenannte mRNA-Technik. Dabei wird ein Teil der Boten-RNA des Virus, auch messenger-RNA (mRNA) genannt, für den Impfstoff genutzt. Diese Teil-mRNA enthält den Bauplan für ein Oberflächeneiweiss des Coronavirus, ein sogenanntes Spikeprotein. Nach diesem Bauplan stellt der Körper der geimpften Person dieses Protein selbst her. Dieses für den Körper harmlose Protein simuliert eine Infektion und ruft die Immunabwehr ab. Die Antikörper der körpereigenen Immunabwehr verhindern dann bei einer allfälligen Infektion mit dem Coronavirus, dass sich dieses im Körper vermehren kann.
Sämtliche Bestandteile des Impfstoffes und auch das vom Körper produzierte Eiweiss werden wieder vollständig abgebaut. Da nur ein Oberflächenprotein und nicht das Virus selbst hergestellt wird, kann es durch die Impfung zu keiner Virenvermehrung kommen. Die mRNA wird rasch abgebaut und kann nicht in den Zellkern oder in das Erbgut (DNA) eindringen.
An dieser Technik wird schon seit vielen Jahren geforscht. Neu ist der Einsatz im Impfstoffbereich. Es gibt jedoch schon Medikamente, die auf diesem Prinzip aufbauen und heute schon eingesetzt werden.
Besteht die Gefahr, durch die Impfung unfruchtbar zu werden?
Nein, diese Angst ist völlig unbegründet. Man liest dieses Gerücht immer wieder in den sozialen Medien. Es gibt keine Hinweise, dass eine Impfung oder eine durchgemachte Infektion mit dem Coronavirus einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit von Frauen oder Männern haben.
Enthält der Impfstoff gesundheitsschädliche Stoffe?
Die in der Schweiz zugelassenen mRNA-Impfstoffe enthalten mRNA, Lipide, verschiedene Salze und Saccharose. Im Vergleich zu anderen Impfstoffen sind keine Adjuvanzien (z.B. Aluminium) vorhanden. Das beim Impfstoff von Pfizer/BionTech und Moderna enthaltene Polyethylenglykol (PEG) sowie beim Moderna-Impfstoff zusätzlich die Substanz Tromethamin, sind bekannt dafür, dass sie in sehr seltenen Fällen allergische Reaktionen auslösen können.
Wie sieht es aus mit gefährlichen Langzeitfolgen der Impfung?
Da die Impfstoffe erst seit Kurzem eingesetzt werden, gibt es noch keine Langzeitstudien zu den Nebenwirkungen. Jedoch ist es sehr unwahrscheinlich, dass solche auftreten sollten. Die Erfahrung mit Impfstoffen zeigt, dass Langzeitfolgen kaum auftreten.
Sind die Risiken der Covid-Impfung nicht grösser als ihr Nutzen?
Das Gegenteil ist der Fall: Der Nutzen der Impfung überwiegt die Risiken, sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft. Die Impfung ist sicher, sie schützt zu einem sehr hohen Prozentsatz vor einer Infektion, verhindert fast immer einen schweren Krankheitsverlauf und senkt das Risiko, dass das Virus weitergegeben wird, massiv. Zudem ist die Impfung die einzige Massnahme, die die Pandemie beenden kann. Demgegenüber stehen meist leichte Nebenwirkungen («COVID-Arm», 1 bis 3 Tage leichtes Fieber). Ob sich jemand impfen lassen möchte, ist jedoch ein persönlicher Entscheid. Deshalb ist es wichtig, dass jede und jeder für sich die Risiko-Nutzen-Abwägung macht.
Informationsbeschaffung Covid-19 Impfung
Es ist schwierig, sich vertrauenswürdige Informationen zu Covid-19 und der Impfung zu verschaffen. Welchen Quellen kann man vertrauen?
Vertrauen kann man den Einschätzungen der Behörden (Bundesamt für Gesundheit, Swissmedic, Eidgenössische Kommission für Impffragen). Deren Verlautbarungen basieren auf wissenschaftlicher Evidenz und stützen sich auf das Wissen und die Erkenntnisse einer grossen Zahl von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedenster Fachgebiete, die die Behörden beraten, sowie internationaler Empfehlungen. Informationen in den sozialen Medien sollten hingegen kritisch hinterfragt und geprüft werden.
Woher stammen Ihre Informationen?
Die Informationen stammen von Studien, die peer-reviewed sind und in renommierten wissenschaftlichen Fachpublikationen erscheinen. Wir können davon ausgehen, dass solche wissenschaftlichen Erkenntnisse dem wissenschaftlichen Consensus entsprechen. Es gibt jedoch immer abweichende Meinungen. Zudem ist das Coronavirus neu, es wird laufend geforscht und neue Erkenntnisse werden publiziert und bisherige revidiert. Das ist das Wesen der Wissenschaft, dass Wissen laufend überprüft und allenfalls revidiert wird.