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Erster Impuls
1972 beauftragten die protestantischen Kirchgemeinden einen Sozialarbeiter, M. Péclard, der eine Studie durchführte, aus der folgende Feststellung hervorging:
Für die französischsprachigen Jugendlichen in Biel gibt es kein Freizeitzentrum.
Das Angebot, das für die verschiedenen Jugendbewegungen (Pfadfinder, Kirchengruppen, Sportvereine) und die kommerziellen Angebote wie Bars, Spielsalons, Kinos usw. gemacht wird, deckt nicht alle Bedürfnisse ab.
Einige Daten
Auf Initiative der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde wird das Jugendinformationsbüro gegründet. Dies stellt den Ursprung der Villa Ritter dar.
Der Verein „Centre Animation Jeunesse (CAJ)“ wird gegründet und richtet sich in der Villa Fantaisie, Rue Alex.-Schöni, ein. Das CAJ richtet sich an französischsprachige Jugendliche und wird auch von der römisch-katholischen Gemeinde sowie der christkatholischen Gemeinde unterstützt (letztere bis 1995).
L’association « Centre Animation Jeunesse (CAJ) » est fondée et s’établit à la Villa Fantaisie, rue Alex.-Schöni. Destiné aux jeunes francophones, le CAJ est également soutenu par la Paroisse catholique-romaine, ainsi que par la Paroisse catholique-chrétienne (cette dernière jusqu’en 1995).
Die CAJ zieht in die Villa Ritter, Faubourg du Jura 36, um.
Die Stadt Biel tritt in die Finanzierungsvereinbarung ein.
Zwei Animatoren und Praxisausbilder, Charles Schaller und Michel Oeuvray, treten ihr Amt an. Sie werden 26 Jahre (ersterer) bzw. 21 Jahre (zweiter) in der Villa bleiben.
Der Verein erwirbt das Gebäude und das Grundstück.
Der Verein gründet eine Stiftung und überträgt dieser sein Vermögen mit dem Ziel, die Interessen des Jugendzentrums zu schützen. Ab diesem Zeitpunkt wird der Verein Mieter der Stiftung.
Der Abriss der alten Villa Ritter sowie die
Bauarbeiten für das neue Gebäude. Der Verein „Centre
Animation Jeunesse“ wird zum Verein „Villa Ritter“.
Das neue Gebäude wird eingeweiht.
Quelques actions significatives
En 1977 l’équipe du CAJ crée “Pod Ring”: un temps d’animation au coeur de la vieille ville réunissant les vacanciers de juillet étant restés à Bienne. Concerts de groupes de la région, animations pour les enfants, guinguettes de tout genre rassemblant les Biennois de tous horizons durant plusieurs jours. Actuellement cette manifestation a toujours lieu en juillet mais sous la direction d’autres instances.
En 1978 une équipe de jeunes du CAJ crée le Folk-Club, association ouvert à tous ayant pour but l’organisation de spectacles, concerts, stages et ateliers. Elle encourageait ainsi les groupes de jeunes musiciens à se rencontrer et leur permettait de se produire.
En 1986, des jeunes fréquentant la Villa avaient formé la clique de carnaval « Bidons clique » constituée de percussionnistes en tout genre. Ces jeunes créaient eux-mêmes leurs costumes dans l’atelier de couture de la Villa et ont reçu différents prix pour leurs prestations.
De 1989 à 1992, des jeunes de la Villa ont réalisé un journal bimestriel : « L’Affiche ». Ils écrivaient des articles sur le mouvement Hip Hop, sa musique, les « graffs », etc. Ce journal comptait environ 400 abonnés. Il a été remarqué et cité plusieurs fois dans divers ouvrages.
À plusieurs reprises la Villa organise et accueille les « Passeports vacances » soutenus par la Ville de Bienne.
La Villa a contribué aux prémisses du « SEMO », semestre de motivation à Bienne.
En 2002, la Villa Ritter gagne le prix jeunesse OFCOM (Office Fédérale de la Communication) d’une valeur de 20’000 CHF avec le projet « j’ai un ordi dans la tête », ce prix a été remis par Moritz Leuenberger.
De 2002 à 2004, la Villa a réalisé un CD sur le thème du racisme. Soumis à la Commission fédérale contre le racisme, ce projet a reçu son aval et a été soutenu financièrement par la Confédération.
En 2014, organisation de „SEXPO“, une exposition d’une semaine sur les thèmes Amour, Sexualité et Contraception. En collaboration avec le Planning familial, Aide SIDA Berne et Jeunesse et Loisirs.
En 2016, organisation de „Abraham“, une exposition d’une semaine qui tente de mettre en évidence les points communs entre les trois religions monothéistes.
En 2018, organisation de „Question d’Amour“, une exposition d’une semaine sur les questions de genres et des orientations sexuelles.
En 2021, organisation de „#H autour du harcèlement“. Une exposition d’une semaine sur le harcèlement, ses différents types, ses conséquences et les outils pour en sortir.
La Villa Ritter organise chaque année depuis 2009 un « battle » de breakdance. À partir de 2019, „la battle“ est remplacé par la „SolidaRitter“, fête destinée à un public plus familial.
Erster Impuls
1972 beauftragen die protestantischen Kirchgemeinden einen Sozialarbeiter, Herrn Péclard, mit einer Studie. Dieser kommt zu folgendem Schluss:
Für die französischsprachigen Jugendlichen in Biel besteht kein Freizeitzentrum. Das Angebot, das für die verschiedenen Jugendbewegungen (Pfadfinder, kirchliche Gruppen, Sportvereine) vorhanden ist, sowie kommerzielle Angebote wie Bars, Spielsalons, Kinos usw. entsprechen nicht allen Bedürfnissen.
Wichtige Daten
Auf Anregung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde entsteht 1972 das „Bureau Information Jeunesse“. Dies stellt den Ursprung der Villa Ritter dar.
1975 wird der Verein „Autonomes Jugendzentrum“ (AJZ) gegründet und lässt sich in der Villa Fantasie an der Alexander-Schöni-Strasse nieder. Das für französischsprachige Jugendliche gedachte AJZ wird auch von der römisch- sowie der christ-katholischen Kirchgemeinde (letztere bis 1995) unterstützt.
1984 schliesst die Stadt Biel einen Finanzierungsvertrag ab.
1989 treten die beiden Jugendarbeiter und berufspraktischen Ausbildner Charles Schaller und Michel Oeuvray ihr Amt an.
2001 erwirbt der Verein das Gebäude und den Boden.
2002 führt der Verein einen Architekturwettbewerb für den Bau eines neuen Gebäudes durch.
2004 wird mit der Stadt ein neuer Leistungsvertrag unterzeichnet, dem sich die reformierte und katholische Kirchgemeinde anschliessen.
2005 gründet der Verein eine Stiftung und tritt dieser seine Güter mit dem Ziel ab, die Interessen des Jugendzentrums zu schützen. Von diesem Zeitpunkt an gilt der Verein als Mieter der Stiftung.
2006 beginnen der Abbruch der ehemaligen Villa Ritter sowie die Bauarbeiten am neuen Gebäude. Der Verein „Centre Animation Jeunesse“ wird zum Verein „Villa Ritter“.
2007 wird das neue Gebäude gebaut und eingeweiht.
2010 verlässt der Jugendarbeiter Michel Oeuvray die Villa Ritter. Santina Proietto tritt seine Nachfolge an.
Einige bedeutende Aktionen
1977 rief das Team des AJZ den „Pod’Ring“ ins Leben. Diese Veranstaltung, die im Juli mitten in der Altstadt durchgeführt wird, richtet sich an all diejenigen, die während den Sommerferien in Biel geblieben sind. Konzerte mit regionalen Bands, Animationen für Kinder und Stände aller Art locken während mehreren Tagen die unterschiedlichsten Bielerinnen und Bieler an. Bis heute findet die Veranstaltung im Juli statt – nun aber unter der Leitung anderer Instanzen.
1978 gründete ein Team von Jugendlichen des AJZ den Folk-Club. Dieser allen zugängliche Verein organisiert Aufführungen, Konzerte, Praktika und Ateliers. Das Team regte so Gruppen junger Musiker an, sich zu treffen, und ermöglichte ihnen Bühnenauftritte.
1986 schlossen sich einige Jugendliche der Villa zur Fasnachtsclique „Bidons clique“ zusammen. Dieser gehörten die verschiedensten Schlagzeuger an. Im Nähatelier der Villa gestalteten die Jugendlichen ihre Kostüme selber. Für ihre Darbietungen wurden sie mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet.
Von 1989 bis 1992 gestalteten die Jugendlichen der Villa die zweimonatlich erscheinende Zeitung „L’Affiche“. Sie schrieben Artikel zur Hip-Hop-Bewegung, ihrer Musik, den Graffitis usw. Die Zeitung zählte rund 400 Abonnenten. Sie wurde im Rahmen verschiedener Werke erwähnt und zitiert.
Die Villa beteiligt sich jedes Jahr am „Ferienpass“, der von der Stadt Biel unterstützt wird.
Die Villa war an den Vorarbeiten für das Motivationssemester „MOOVE“ beteiligt, das in Biel stattfand.
2002 erhielt die Villa für das Projekt „J’ai un ordi dans la tête“ den Jugendpreis des BAKOM (Bundesamt für Kommunikation) im Wert von CHF 20’000.-. Dieser wurde von Moritz Leuenberger überreicht.
Von 2002 – 2004 nahm die Villa eine CD zum Thema Rassismus auf. Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus befürwortete das Projekt, das in der Folge vom Bund finanziell unterstützt wurde.
Seit 2009 veranstaltet die Villa Ritter eine Breakdance „Battle“.