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Für das Judentum formulierte Moses ben Maimondreizehn Glaubensfundamente. Der Anspruch, dass mit diesen die letzte und alleinige Wahrheit des Judentums verbindlich vertreten sei, löste unter jüdischen Gelehrten Debatten aus, die bis heute andauern. An drei Abenden gehen wir diesen Debatten nach.
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Fokuspunkt: Basiswissen
Jede der drei monotheistischen Religionen kennt unumstössliche, verbindliche Glaubensfundamente, die sie von anderen Religionen unterscheidet. Für das Judentum formulierte der mittelalterliche Rabbiner und Philosoph Moses ben Maimon (1138-1204) dreizehn Glaubensfundamente, die einen hohen Bekanntheitsgrad innerhalb der jüdischen Gemeinschaft erlangten. Der Anspruch des Maimonides aber, dass mit diesen 13 Glaubensprinzipen die letzte und alleinige Wahrheit des Judentums verbindlich vertreten sei und das Heil des Einzelnen vom Glauben an ihnen abhinge, stiess von Anfang an auf heftigen Widerstand und löste unter jüdischen Gelehrten Debatten aus, die bis heute andauern. Heisst dies, dass das Judentum tatsächlich ohne verbindliche Glaubensfundamente auskommt? Oder sind es lediglich Maimonides Formulierungen und Festlegungen, die als problematisch betrachtet werden?
Im Kurs werden die dreizehn Glaubensfundamente des Judentums vorgestellt und danach gefragt, welches die jeweiligen historischen, kulturellen und religiösen Kontexte dieser Debatten damals waren und wie diese auch heute weitergeführt werden.