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Um in Europa das Ziel eines leistungsfähigen Schienengüterverkehrsnetzes zu erreichen, wird von der Europäischen Kommission ein korridorbasierter Ansatz verfolgt. Damit wird die Koordination zwischen den Mitgliedsstaaten und den Infrastrukturbetreibern vereinfacht.
Um die Einführung des europäischen Zugsicherungssystems ERTMS zu beschleunigen, wurden sechs Güterverkehrskorridore definiert, welche sich an bestehenden und künftigen Verkehrsströmen orientieren. Für die Schweiz von Bedeutung sind der Korridor Rhein-Alpen (früher Korridor A, bzw. Korridor 1, Rotterdam-Genua, via Lötschberg-Simplon und Gotthard) sowie der Korridor Nordsee-Mittelmeer (früher Korrdor C, bzw. Korridor 2, Antwerpen-Lyon/Basel).
Korridor Rhein-Alpen: Rotterdam-Genua (rot) Im Korridor A soll das Güterverkehrsvolumen durch Steigerung der Pünktlichkeit um 26% und Verkürzung der Fahrzeit um 20% bis 2020 auf 56 Milliarden Tonnenkilometer verdoppelt werden. 2003 wurde von den Verkehrsministern aus Deutschland, Italien, den Niederlanden und der Schweiz in Lugano ein «Memorandum of Understanding» zur Verbesserung der Qualität des Schienengüterverkehrs auf dem Korridor A unterzeichnet.
Korridor Nordsee-Mittelmeer: Antwerpen-Lyon/Basel (blau) Im Korridor C soll das Güterverkehrsvolumen bis 2020 um 55% gesteigert werden, indem vor allem die Fahrzeit um 15% verkürzt und die Zahl der verspäteten Züge auf der Strecke Antwerpen-Lyon um 75% bzw. auf der Strecke Antwerpen-Basel um 50% gesenkt wird. Durch diese Massnahmen sollen rund 7 Milliarden Tonnenkilometer von der Strasse auf die Schiene verlagert werden.