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Die reissenden Wasserströme machten es den Rettern unmöglich, die Eingeschlossenen mit Booten zu erreichen. Polizei und Feuerwehr mussten sie mit Helikoptern in Sicherheit bringen. 2000 Grundstücke und 1200 Häuser wurden überflutet. Die Zahl der Todesopfer stieg auf mindestens drei.
In der Stadt Brisbane im Bundesstaat Queensland wurde die Leiche eines von den Fluten fortgeschwemmten Mannes entdeckt. Die Leiche eines weiteren Mannes wurde im nördlich gelegenen Gympie gefunden, wie die Behörden am Montag mitteilten. Zuvor war die Leiche eines älteren Mannes nahe der Stadt Bundaberg gefunden worden.
Fluss durchbrach alle Deiche
In Bundaberg 385 Kilometer nördlich von Brisbane wurden die schlimmsten Überschwemmungen seit Beginn der Aufzeichnungen 1893 gemessen. Der Fluss Burnett durchbrach alle Deiche. Das Wasser rauschte mit einer Geschwindigkeit von 75 Kilometern in der Stunde durch die Strassen.
«Bei der Geschwindigkeit und den steigenden Pegeln bedeutet das, dass ganze Häuser fortgerissen werden können», warnte der Premierminister von Queensland, Campbell Newman. Die Feuerwehr ordnete die Räumung ganzer Stadtteile an. Bundaberg hat rund 70'000 Einwohner.
Evakuierungen angeordnet
Auch in Gympie und Maryborough nördlich von Brisbane und weiter im Hinterland drohten Dämme zu brechen. In Lockyer Valley westlich von Brisbane wurden Evakuierungen angeordnet. Dort waren 2011 bei schweren Überschwemmungen 19 Menschen ums Leben gekommen.
Nach der Hitzewelle Anfang Januar brach der Tropensturm Oswald vergangene Woche über die Küstenregion herein. Der Nordosten des Kontinents ist mit seinen kilometerlangen Sandstränden eine der wichtigsten Tourismusregionen.
Die Zwei-Millionen-Stadt Brisbane weiter südlich machte sich auf Hochwasser im Laufe der Woche gefasst. Dort gab es erst vor zwei Jahren schwere Überschwemmungen. Der Wivenhoe-Staudamm konnte die Wassermassen nicht eindämmen, tausende Häuser wurden überschwemmt.