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"Wir haben es versäumt, zusammen mit der Politik die falschen Fakten zu 5G zu widerlegen", sagte Swantee in einem am Sonntag publizierten Interview mit der "SonntagsZeitung". Die Eidgenossenschaft hat Sunrise, Swisscom und Salt 5G-Frequenzen für total 380 Millionen Franken verkauft. Da könne der Bürger erwarten, dass der Bund "als unabhängige und damit glaubwürdige Instanz bei solch einem wichtigen Thema gegen falsche Fakten ankämpft".
Ebenfalls äusserte sich Swantee zum geplanten Kauf von UPC Schweiz und verteidigte die geplante Kapitalerhöhung. "Aus unserer Sicht ist die Finanzierungsstruktur für dieses Projekt die richtige", sagte er. Weiter sei es jedoch keine gute Idee, dass der UPC-Eigner Liberty Global im Zuge einer Kapitalerhöhung bei Sunrise ins Aktionariat einsteigt.
Freenet nicht "einziger Aktionär"
Auf die Frage, ob Sunrise Gefahr laufe, an der ausserordentlichen Generalversammlung im Herbst von Aktionär Freenet ein Nein zur Übernahme von UPC zu kassieren, äusserte sich Swantee jedoch nur ausweichend. "Ich gehe davon aus, dass sie sich so lange wie möglich bedeckt halten werden", sagte er.
Freenet sei vor allem dagegen, dass das Geschäft mit einer Aktienkapitalerhöhung finanziert wird. Die Firma sei jedoch nicht der "einzige Aktionär", so der Konzernchef. Und weiter: "Unser Verwaltungsrat arbeitet für alle Anteilseigner."
Doch gab Swantee auch zu: "Kommt es an der ausserordentlichen Generalversammlung zu einem Nein, lässt sich die Übernahme von UPC durch Sunrise nicht umsetzen." Klar sei aber auch, dass Freenet alleine das Geschäft nicht umstossen könne. "Es braucht eine einfache Mehrheit", so Swantee.
(AWP)