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Wie die Schweizer Bischofskonferenz mitteilt, wird eine Schweizer Delegation, bestehend aus drei Frauen aus verschiedenen kirchlichen Bereichen, und der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz (SBK),Bischof Felix Gmür, vom 5. bis 12. Februar 2023 nach Prag reisen. Dort werden sie an der Europäischen Synodenversammlung der katholischen Kirche teilnehmen. Das untenstehend aufgeschaltete Arbeitsdokument enthält auf Seite 47 auch Fragen, zu denen Rückmeldungen an unser Pastoralamt bis zum 9. Januar willkommen sind (<email-pii>).
Im Oktober 2021 berief Papst Franziskus alle Mitglieder der katholischen Kirche zu einer Synode ein und löste Hunderttausende von Treffen auf der ganzen Welt aus. Pfarreien, Diözesen, Bischofskonferenzen, Orden, kirchliche Vereinigungen und Bewegungen sowie vatikanische Dikasterien brachten sich in dieser ersten Phase des Zuhörens und Teilens zum Ausdruck. Es war die grösste Konsultation von Gottes Volk überhaupt. Alle die nach Rom geschickten nationalen Beiträge wurden von einer Gruppe von Sachverständigen zusammengestellt, die unter genauer Beobachtung der Gemeinschaft das „Arbeitsdokument für die kontinentale Etappe“ ausgearbeitet hat. Von Januar bis März 2023 werden sieben kontinentale Synodenversammlungen auf der ganzen Welt zusammenkommen, die Afrika, Ozeanien, Asien, den Nahen Osten, Europa, Lateinamerika und Nordamerika vertreten, um den Text zu diskutieren und zu vertiefen.
Schweizer Delegation
Die Schweizer Delegation für die europäische synodale Versammlung in Prag besteht aus vier Personen: Mgr. Felix Gmür, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz; Cristina Vonzun, Leiterin des Katholischen Medienzentrums der italienischen Schweiz und Mitglied der Steuerungsgruppe der diözesanen Etappe der Bischofssynode in Lugano; Tatjana Disteli, Generalsekretärin der Aargauer Landeskirche; Helena Jeppesen-Spuhler, Mitarbeiterin bei Fastenaktion. Zehn weitere Teilnehmer, die in den kommenden Wochen nach den vom Synodenbüro festgelegten Kriterien ausgewählt werden, werden per Videokonferenz teilnehmen.
Sie zeigen die Vielfalt des Volkes Gottes
Die Delegationen müssen sich aus Personen zusammensetzen, die so weit wie möglich die Vielfalt darstellen, die das Volk Gottes in ihrem Land auszeichnet. Besondere Aufmerksamkeit muss der Anwesenheit von Frauen, jungen Menschen, schutzbedürftigen oder marginalisierten Menschen gewidmet werden. Die Teilnahme von Delegierten anderer christlicher Konfessionen oder Religionen sowie von Personen ohne Religionszugehörigkeit ist ebenfalls erwünscht.
Immer mehr gemeinsam unterwegs
Die nationalen Delegationen werden zusammenkommen, um den Dialog zu fördern und Unterscheidungsvermögen im spezifischen kulturellen Umfeld jedes Kontinents auszuüben, beginnend mit dem „Arbeitsdokument für die kontinentale Etappe“. Letztere ist daher noch nicht der Ort, um Antworten vorzuschlagen oder über konkrete Massnahmen zu entscheiden. Es geht vielmehr darum, das zu vertiefen, was aus den Konsultationen in den Diözesen und im Bericht der verschiedenen Bischofskonferenzen hervorgegangen ist, die offenen Fragen zu klären und eine Gesamtvision für den Kontinent Europa zu unterstützen.
Auf dem Weg zur Generalversammlung der Bischofssynode
Am Ende dieser Treffen wird jede Kontinentalversammlung ein Schlussdokument ausarbeiten, das Ergebnis eines Weges ist, der den synodalen Prozess wahrnimmt und die Stimme des Volkes Gottes widerspiegelt. Die kontinentalen Zusammenfassungen werden dann ins Arbeitsdokument „Instrumentum laboris“ für die XVI. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode einfliessen, die in zwei Phasen in den Monaten Oktober 2023 und 2024 im Vatikan stattfinden wird.