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„Behandle den Menschen und nicht die Krankheit“ – Dr. Edward Bach
Was für eine spannende Perspektive, findest du nicht? Vielfach wird die Krankheit behandelt, hier ein Beispiel: Eine junge Frau hat Kopfschmerzen. Sie nimmt eine Tablette und – es geht ihr schnell besser. Das Rad ihres Alltages dreht sich wie gewohnt weiter – bis sie einige Tage später wieder Kopfschmerzen hat.
Nun, Dr. Bach hätte die junge Frau anders behandelt. Er stellte nämlich in seiner jahrelangen Tätigkeit als Arzt fest, dass Gefühle resp. das seelische Befinden und Krankheiten eng miteinander gekoppelt sind. Schauen wir zuerst zurück auf verschiedene Stationen in Dr. Bachs Leben:
Edward Bach lebte von 1886 – 1936 in England. 1906 begann er Medizin zu studieren und arbeitete ab 1913 in der Notaufnahme des Universitätsspitals von London. Er empfand es als eine grosse Lücke, dass bei der Behandlung die Persönlichkeit des menschlichen Wesens nicht berücksichtigt wurde.
Dr. Bach arbeitete nicht nur als Arzt, sondern auch als Bakteriologe. Er erforschte den Zusammenhang zwischen chronischen Krankheiten und dem menschlichen Mikrobiom im Darm. Dabei stellte er fest, dass eine Dysbalance der Darmbakterien nicht nur zu Krankheiten führen, sondern auch auf den emotionalen Zustand einen negativen Einfluss haben konnte. Mit dieser Erkenntnis war er seiner Zeit weit voraus.
Obwohl ihm von Seiten der Ärzteschaft bereits in jungen Jahren durch seine wissenschaftlichen Forschungen und seine hervorragende Arbeit als Mediziner eine gloriose Karriere vorausgesagt wurde, liess er sich ans homöopathische Krankenhaus in London berufen. Dort beschäftigte er sich mit den Schriften von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, dessen Erkenntnisse ihn beflügelten. Denn für auch für ihn war der Zusammenhang von Krankheit und seelischen Beschwerden ein Fakt: Die eigentlichen Ursachen liegen also bei negativen Einstellungen uns selbst und dem Leben gegenüber, aber auch in Charakterschwächen oder seelischen Unstimmigkeiten.
Ab 1928 verbrachte er immer mehr Zeit auf dem Land, speziell in Wales, da er überzeugt war, dass die Natur ihm Antworten auf seine Fragen liefern würde. Er machte viele Versuche mit Pflanzen, testete sie an seinen Patienten in der Londoner Praxis, und schliesslich begann er, Heilmittel aus Blüten, die er auf Quellwasser legte und sie von der Sonne bescheinen liess, herzustellen. Die ersten Experimente machte er mit Mimulus, Impatiens und Clematis. Mit diesen begann er seine Patienten erfolgreich zu behandeln. Die Erfolge brachten ihn dazu, nur zwei Jahre später aufs Land zu ziehen, um weitere Blüten zu suchen. Schliesslich fand er 37 Blüten und das Quellwasser, die unsere Emotionen wieder in Balance bringen können. Im Zentrum seines Systems stand für Dr. Bach immer die Einfachheit: Er wollte ein einfach verständliches System mit einer übersichtlichen Anzahl an Mitteln – und damit eine Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen.
Dr. Bach starb am 27. November 1936 in Sotwell, wo sich heute das Dr. Bach Centre befindet. Seine Mitarbeiterin und Biografin Nora Weeks führte zusammen mit Viktor Bullen sein Lebenswerk fort.
Na, was denkst du nun, nachdem du die Biografie von Dr. Bach kennst: Wie hätte Dr. Bach wohl die junge Frau aus unserem Beispiel behandelt? Er hätte sich in einem Gespräch nach ihren Gefühlen und ihrem Befinden erkundigt. Er hätte besonders gut zugehört und nachgefragt. Und auf dieser Basis die Blüten ausgewählt. In unseren Kursen lernst du nicht nur die Blüten kennen, sondern auch die richtigen Fragetechniken und das aktive Zuhören.