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Das Bundesgericht stützt die Auffassung der Vorinstanz, dass die Einziehung fälliger Guthaben zu den Aufgaben eines Willensvollstreckers gehöre:
2.1.2 […] Werde einem Willensvollstrecker eine Unterlassung vorgeworfen, sei zu prüfen, ob nach hypothetischer Annahme des Richters der Schaden bei pflichtgemässem Handeln nicht eingetreten wäre. Für diese Beurteilung des hypothetischen Kausalzusammenhangs gelte das Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit.
Im vorliegenden Fall habe es zu den Aufgaben des Willensvollstreckers gehört, sich bei der ehemaligen Arbeitgeberin des Erblassers zu melden, die Sachlage zu klären und schliesslich den in den Nachlass fallenden Anspruch auf die offene Lohnzahlung und den Bonus geltend zu machen. Dieser Schaden hätte mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vermieden werden können, wenn der Beschwerdeführer seinen Pflichten rechtzeitig nachgekommen wäre. Die Witwe, welche die von der Arbeitgeberin zugesicherte Zahlung nicht – wie von dieser verlangt – mit schriftlicher Einverständniserklärung akzeptiert habe, treffe kein relevantes Mitverschulden. Denn es habe nicht zu ihren Pflichten, sondern zu denjenigen des Beschwerdeführers gehört, in der fraglichen Angelegenheit tätig zu werden.