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Bei Staudenpflanzungen gilt die Regel, dass es jeweils einer gewissen Mindestzahl gleicher Pflanzen bedarf, um eine gute Wirkung zu erzielen. Die meisten Stauden kommen dann am besten zur Geltung, wenn sie in kleineren Gruppen von 3 bis 10 Stück oder in grösseren Einheiten von 10 bis 20 Pflanzen arrangiert werden. Andere Arten wiederum müssen flächig gepflanzt werden, wenn man einen guten Effekt erreichen will. Daneben gibt es auch Solitär-Stauden wie beispielsweise das Pampasgras, welche einzeln gepflanzt werden.
Pflanzung
Niedrige, flächig wachsende Stauden sollten eher an den Rand des Beetes gepflanzt werden. Umgekehrt ist bei grösseren Stauden eine gewisse Distanz zum Wegrand zu berücksichtigen. Für das Pflanzen ist wie folgt vorzugehen:
- Stauden vor dem Pflanzen reichlich giessen, evtl. ins Wasser eintauchen. Dies gilt besonders bei trockener, warmer Witterung.
- Boden der zu bepflanzenden Fläche gut lockern und in Beetform herrichten.
- Pro Quadratmeter Pflanzfläche eine Handvoll (ca. 60 bis 80 g) Hornspäne einstreuen.
- Stauden auf dem zu bepflanzenden Beet den Gestaltungsabsichten entsprechend auslegen.
- Erdballen vorsichtig aus den Töpfen herauslösen.
- Ränder der Erdballen etwas lockern und Wurzelspitzen herauslösen.
- Stauden so tief setzen, dass der Ballen leicht mit Erde überdeckt werden kann.
- Pflanzen reichlich giessen.
- Bei der Gestaltung die höheren Stauden in die Mitte des Beets oder hinten setzen die niedrigen an den Rand bzw. in den Vordergrund, so entsteht ein harmonisches Gesamtbild.
Düngen
Die meisten Stauden weisen einen geringen bis mittleren Nährstoffbedarf auf. Wo nichts anderes erwähnt ist, können Blumen- und Staudenrabatten von April bis Mai mit 50 bis 60 g/m2 Volldünger versorgt werden.
Stauden für jede Jahreszeit
Wer möchte nicht auch eine Staude im Garten, die zu jeder Jahreszeit schön aussieht? Es gibt langblühende Stauden, die vom Frühjahr bis zum Herbst immerneue Blütenhighlights bilden. Dann gibt es ein paar wenige Stauden, die im Frühling mit schönen Blüten und im Herbst mit einer Herbstfärbung bezaubern. Auch die Blattschmuckstauden überzeugen uns zu jeder Jahreszeit.
Steppensalbei / Salvia nemorosa 'Caradonna'
Diese beliebte violette Bienenweide blüht von Juni bis Juli und bei einem Rückschnitt auch noch mal im September. Er ist verwandt mit dem Echten Salbei, aber im Gegensatz zu ihm nicht essbar und auch keine Heilpflanze. Trotzdem ist er eine sehr hübsche Zierstaude, welche an einem vollsonnigen Platz am besten gedeiht.
Zwerggladiole / Schizostylis coccinea
Sie zählt zu den herbstblühenden Stauden und zeigt sich mit ihren lachsroten Blüten von September bis Oktober oder noch länger. Mit ihren sternförmigen Blüten oben an den Stängeln sorgt sie für einen richtigen Blütentraum. Für diese eher anspruchsvolle Staude ist ein sonniger und eher feuchter Standort optimal.
Storchschnabel / Geranium wlassovianum
Neben der langen Blütezeit vom Juli bis Oktober mit den bezaubernden, blauvioletten Blüten überzeugt uns der Storchenschnabel auch mit einer lebhaft roten Herbstfärbung. Der Bodendecker begeistert uns noch dazu mit seiner pflegeleichten Art und mag sonnig bis halbschattige Standorte. Bei Bienen und anderen Insekten ist er ebenfalls sehr beliebt.
Silberglöckchen / Heuchera 'Fire Alarm'
Sie ist eine wunderschöne Blattschönheit und mit ihren leuchtend roten Blättern ein Blickfang in jedem Garten. Diese prachtvolle Erscheinung kommt in einem leicht schattigen Standort sehr gut zur Geltung und kann bis in den Winter bestaunt werden. Zusätzlich kann man sich von Juni bis August über die Blütenrispen mit den Cremweissen Blüten erfreuen.
Staudenmischpflanzung
Die einfachste Möglichkeit für eine vielfältige Bepflanzung und dazu ein ganzjähriger Hingucker im Beet ist eine Staudenmischpflanzung. Die Eigenschaften der Stauden wie Farben, Formen, verschiedene Blütezeiten und unterschiedliche Höhen sorgen für eine dynamische Staudengemeinschaft. Ab den blühfreudigen Rabatten erfreut sich auch die Insektenwelt. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Blog «4-Jahreszeiten-Staudenbeet».
Meine Welt der StaudenGehen Sie nebenbei mit Christian Kreß auf Reisen an die Naturstandorte seiner Staudenlieblinge und gewinnen Sie spannende Einblicke in den Alltag einer Staudengärtnerei.
Alte StaudenschätzeAlles über historische Stauden - ihre Portäts, Vorlieben, Pflege und Eigenschaften.
Stauden von A - Z
Ein Füllhorn an Arten und Sorten von bewährten und besonderen Stauden, die mit informativen Kurztexten und vielen Fotos vorgestellt werden. Die übersichtliche Einteilung in Blütenfarben, Blattfarben und -formen sowie dem benötigten Standort gibt Anregungen für den Einkauf.