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Bereits frühere Studien zeigten die positive Wirkung von Kaffe auf die virusbedingte Hepatitis (Leberentzündung).
Forscher des US-National Cancer Institute in Rockville/Maryland untersuchten 766 Patienten mit einer fortgeschrittener chronischen Hepatitis C, bei welchen frühere Behandlungen versagt hatten.
Das eigentliche Ziel der Studie war ein erneuter Therapieversuch mit Interferon. Vor Therapiebeginn forderten die Forscher die Teilnehmer auf, ihre Lebensgewohnheiten zu beschreiben; unter anderem zum Beispiel auch den Konsum von Kaffee oder grünem Tee.
Bereits in dieser Studienphase fiel auf, dass Kaffeetrinker weniger stark fortgeschrittene Lebergewebeverändungen und niedrigere Leber- und Insulinwerte aufwiesen als andere Teilnehmer. In der dreijährigen Studienzeit verstärkten sich diese Unterschiede weiter. Schwere Komplikationen der Leberschädigung wie Bauchwassersucht (Aszites), Leberkrebs, Gehirnerkrankungen, Bauchfellentzündungen, Krampfadernblutungen und Fortschreiten der Leberzirrhose waren bei den Kaffeetrinkern deutlich seltener.
Je mehr Kaffee desto besser
Es zeigte sich, dass, je mehr Kaffee getrunken wurde, desto langsamer die Schädigungen voranschritten. Teilnehmer, die 3 oder mehr Kaffee tranken, erreichten nur halb so häufig das Endstadium der Hepatitis C im Vergleich zu jenen, die keinen Kaffee tranken.
Schwarzer oder grüner Tee zeigte hingegen keine schützende Wirkung. Ob diese Ergebnisse tatsächlich auf den Kaffeekonsum zurückzuführen sind, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, so die Forscher. Denkbar ist, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielen, zum Beispiel, dass Kaffeetrinken die Lebererkrankung überhaupt erträglicher macht. Koffein allein kann es nicht sein, da der Teekonsum die Schädigungen nicht verlangsamte.
Ob es dereinst zu einer Kaffeetherapie-Studie bei chronischen Lebererkrankungen kommt, ist noch offen.