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Eine Simulation liefert neue Erkenntnisse: In Rissen, die bei Erdbeben entstehen, können sich Goldadern bilden. Wie genau das abläuft, haben Geowissenschafter jetzt herausgefunden.
Erdbeben können Goldadern sehr schnell entstehen lassen, schreibt «Welt Online». Dabei steige die Konzentration des Edelmetalls einer Studie zufolge mit der Stärke der Erdbeben. Mit einem Rechenmodell haben australische Geowissenschafter simuliert, wie diese Ablagerungen je nach Gesteinstiefe und Stärke des Erdbebens zustande kommen.
Über die Ergebnisse berichten laut dem Bericht die Geowissenschafter Dion Weatherley von der University of Queensland in Brisbane und Richard Henley von der Australian National University in Canberra im Fachmagazin «Nature Geoscience». Danach liege der Goldgehalt in der Erdkruste bei etwa zwei auf eine Milliarde Teile.
Entspannungsverdampfung
«Wir haben herausgefunden, dass die ruckartige Vergrösserung eines Hohlraums durch ein Erdbeben zu einem extremen Druckabfall führt und die Flüssigkeit in der Spalte blitzschnell verdampfen lässt», schreiben sie.
Demnach stünde Wasser im tiefen Gestein unter so hohem Druck, dass es trotz Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius flüssig bliebe. Bei einem Erdbeben bildeten sich grosse Spalten, so dass der Druck schlagartig abfalle. Die Flüssigkeit verdampfe - und der Unterdruck in den Spalten entziehe dem Gestein weiteres Wasser.
Wasser verdampft, Gold bleibt
Das nachkommende Wasser verdampfe solange, bis sich Temperatur und Druck wieder an die Umgebung angepasst hätten. Das im Wasser gelöste Gold dagegen würde in der Spalte im Quarz angereichert.
Je stärker die Erdstösse, desto grösser werden demnach die dabei entstehenden Spalten, da stärkere Erdbeben für eine höhere Konzentration von Gold in einer Quarzader sorgen, heisst es. So könnten Erdbeben Goldadern entstehen und wachsen lassen, deren Abbau sich wirtschaftlich lohne.
(aho/vst)
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