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6. November 2018
Qumran
Die Schriftrollen von Qumran
Anfang des Jahres 1947 fand ein Beduinenjunge auf der Suche nach einer entlaufenen Ziege in den zerklüfteten Berghängen bei Qumran am Westufer des Toten Meeres eine schwer zugängliche Höhle. Als er einen Stein durch die kleine Öffnung warf, hörte er das
Klirren von zerbrechenden Tongefäßen. Bei näherer Untersuchung fand er verschiedene große Krüge in der Höhle, die zumeist lederne Buchrollen enthielten, die in einem erstaunlich guten Zustand waren. Fünf dieser alten Schriften gelangten an den Metropoliten im syrisch-
Dabei stellte sich heraus, dass alle diese Höhlen zu einer nahe gelegenen Festung Khirbet Qumran in Beziehung standen, die etwa 100 v. Chr., wahrscheinlich von der jüdischen Sekte der Essener, erbaut worden war. Wohl aus Furcht vor den um 70 n Chr. heranrückenden Römern hatten die Bewohner ihre umfangreiche Bibliothek in den nahe gelegenen Höhlen versteckt. Dort wurden sie erst 1900 Jahre später durch "Zufall" wieder entdeckt!
Der wichtigste Fund von Qumran ist die inzwischen weltberühmte Jesajarolle A. Denn die gewaltigen
Schau dieses Buches mit seiner Christusbotschaft und seinen prophetischen Ankündigungen war zu Beginn unseres Jahrhunderts ein besonderer Gegenstand heftiger Bibelkritik. Die Jesajarolle ist die älteste bekannte vollständig erhaltene hebräische Abschrift eines Bibelbuches. Sie wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. angefertigt. Bezeichnenderweise lässt die Handschrift nicht erkennen, dass es sich um eine im Laufe mehrerer Jahrhunderte entstandenen Sammlung prophetischer Texte (angeblich 8.-
Die Auffassung von Bibelkritikern wurde durch solche Funde nicht gerade gestützt, welche der Auffassung waren das die Bibel eine Fülle von Abschreibfehlern, späteren Hinzufügungen und Bearbeitung unterliegen sollte. Nein! Die 2100 Jahre alten ledernen Buchrollen stimmen, von geringfügigen Abweichungen in der Rechtschreibung abgesehen, Wort für Wort mit dem Bibeltexten von heute überein.
Die Geschichte der Wiederentdeckung der alten Bibelhandschriften bestätigt die Einzigartigkeit dieses Buches, in dem Gott sich den Menschen offenbart und durch den Glauben den Weg zum Frieden mit Ihm zeigt. Seit der Entdeckung des "Codex Sinaiticus", der ältesten nahezu vollständigen griechischen Bibelhandschrift, durch Konstantin von Tischendorf in den Jahren 1844-