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Laufende Projekte
Integrative Listening - Eine historische Perspektive der Gehörbildung
Ziel des Projekts ist es, der Gehörbildung, wie sie heute in Musikkonservatorien im deutschsprachigen Raum als Teildisziplin der Musiktheorie unterrichtet wird, eine historisch informierte theoretische Grundlage zu geben. Ein neuer Bezugsrahmen für dieses Fach, das mit anderen Aspekten der musikalischen Ausbildung wesentlich stärker verknüpft wäre, wird allgemein als notwendig betrachtet und eine historisch informierte Perspektive wurde in den vergangenen Jahren in anderen Teilgebieten der Musiktheorie bereits erfolgreich angewendet.
Creating the Neapolitan Canon - Musik und Musiktheorie zwischen Paris und Neapel im frühen 19. Jh.
Die einflussreichste Tradition in der weltlichen und geistlichen Musik sowie in der musikalischen Ausbildung des 18. Jahrhunderts war in den Augen der Zeitgenossen und weit ins 19. Jh. die neapolitanische Schule eines Francesco Durante, Giovanni Battista Pergolesi oder Nicola Porpora. Die Musikgeschichte und die Musiktheorie seit der Mitte des 19. Jahrhunderts privilegierten hingegen die österreichisch-deutsche Tradition von Bach, Haydn und Mozart. Aus diesem Grund ist der Einfluss der neapolitanischen Musiktheorie und die Rezeption der neapolitanischen Komponisten im frühen 19. Jh. kaum erforscht. Dieses Projekt versucht, die französische Rezeption der neapolitanischen Musik und Musiktheorie zu rekonstruieren, ausgehend von der heute mehrheitlich in Neapel aufbewahrten Sammlung neapolitanischer Musik von Giuseppe Sigismondo (1739–1826) und seiner Kontakte mit den Pariser Musikschulen.