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Dass ein Kuhreiher in der Schweiz brütete, sei der Höhepunkt einer längeren Entwicklung, schreibt die Vogelwarte Sempach in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Der komplett weiss gefärbte Vogel mit gelbem Schnabel kam bis ins 19. Jahrhundert nur in Afrika südlich der Sahara vor.
Danach breitete er sich immer stärker auf alle anderen Kontinenten, ausgenommen der Antarktis, aus. In Europa wurde der Reiher schliesslich sesshaft. Es brüteten derzeit rund 90'000 Paare dort. In der Schweiz war der Vogel erst nur im Frühling zu Gast. Mittlerweile kommt er ganzjährig vor.
Der Kuhreiher erinnere an den Silberreiher, sei aber sehr viel kleiner, wie es in der Mitteilung weiter hiess. Während der Balzzeit trage er ein extravagantes Prachtgefieder. Den Namen Kuhreiher trägt der Vogel, da er oft in der Nähe von Büffeln, Kühen, Pferden und Schafen aufzufinden ist. Er stürze sich gerne auf die Insekten, welche von den grossen Tieren aufgescheucht werden.