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Klimawandel
1. Was ist globale Erwärmung?
Wissenschaftliche Berichte über die globale Erwärmung und deren Auswirkungen werden von einem Netzwerk an Wissenschaftlern für den Weltklimarat der Vereinten Nationen verfasst (Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC). Wir haben daraus die wichtigsten Eckpunkte zusammengefasst.
Globale Erwärmung ist ein durch Treibhausgase ausgelöster Effekt, der zu einer Erwärmung des Klimas führt. Momentan beträgt diese Erwärmung durchschnittlich 0.85 Grad. In der Schweiz sogar 1.8 Grad. Das passiert, weil Menschen zunehmend CO2, Methan, Lachgas und Wasserdampf – sogenannte Treibhausgase – in die Atmosphäre abgeben. Diese Treibhausgase erwärmen die Erde, indem sie die von der Sonne kommende Strahlung zwar durchlassen, von der Erde abgegebene Strahlung aber absorbieren. Dadurch erwärmen sich die Treibhausgase und geben Strahlung ab, welche wiederum die Erde erwärmt.
Es gibt zwei Arten von Treibhauseffekt. Die erste ist der natürliche Treibhauseffekt, ohne den die Durchschnittstemperatur auf der Erde bei circa –18 Grad läge. Dieser ist über lange Zeiträume gesehen im Durchschnitt konstant (Eiszeiten und Warmzeiten) und entsteht grossteils durch Wasserdampf.
Die zweite Art von Treibhauseffekt ist der anthropogene (menschengemachte) Treibhauseffekt. Dieser wird durch die vom Menschen abgegebenen Treibhausgase verursacht. Dieser Anstieg von Treibhausgasen schafft zwei positive Rückkopplungen, die den Treibhauseffekt weiter verstärken: die Wasserdampf-Rückkopplung und den Albedo-Eis-Effekt.
Die Wasserdampf-Rückkopplung entsteht, indem sich der Ozean erwärmt und daraufhin mehr Wasserdampf in die Atmosphäre abgibt und letzterer die Erwärmung verstärkt. Der Albedo-Eis-Effekt entsteht, wenn Eis und Schnee schmelzen – diese würden nämlich eigentlich das Sonnenlicht reflektieren, können dies in diesem Fall jedoch nicht. Dadurch gelangt mehr Wärme zur Erde, wodurch weiterer Schnee schmilzt.
2. Was hat die globale Erwärmung für Auswirkungen in der Schweiz?
– Massive Veränderungen im Ökosystem und in der Natur, besonders in der Tierwelt
– Schnelleres Schmelzen der Gletscher, Beschleunigung des Albedo-Eis-Effekts und rascherer Schwund der Wasserreserven
– Probleme und Ausfälle in Wasserkraftwerken aufgrund der teilweise verschwindenden Wasserspeicher (Gletscher)
– Engpässe in der Wasserversorgung
– Zunehmende Erosion, jeweilige negative Beeinflussung der Pflanzen sowie Begünstigung von Steinstürzen
– Zunahme von Waldbrandgefahr und Schädlingsbefällen
– Zunahme von Extremereignissen wie Stürme
– Verbrauch von mehr Energie für Kühlsysteme; weniger für Heizungen
– Abnahme der Leistungsfähigkeit der Menschen, Zunahme von Herz-Kreislaufproblemen, Atemproblemen und Hitzeschlägen
– Schnelleres Verderben von Nahrungsmitteln
– Schnellere Verbreitung von Krankheitsüberträgern (Mücken, Zecken) und Krankheitserregern
– Abnahme des Skitourismus; Zunahme des Sommertourismus, besonders in den Städten