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Der Body Mass Index (Abkürzung BMI) ist ein System zur Bewertung des Körpergewichts in Abhängigkeit von der Körpergröße. Dieser Index dient heutzutage überwiegend dazu, auf mögliches Übergewicht hinzuweisen.
Entwickler des Index ist der belgische Mathematiker Adolphe Quételet. Bereits 1871 stellte er das System auf, welches vorerst ökonomische Zwecke erfüllte. Um 1950 verwendeten es vor allem Versicherer aus Amerika, um durch die Einstufungen des Gewichts die Prämien ihrer Kunden festlzulegen.
Um das Körpergewicht bewerten zu können, wurde eine einfache Rechenformel erstellt. Dabei wird die Körpermasse auf die Körperoberfläche bezogen. Die Körperoberfläche wird aus dem Quadrat der Körpergröße berechnet. Die genaue Formel lautet: Körpermasse in Kilogramm dividiert durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Als Ergebnis erhält man dann die Kilogramm pro Quadratmeter. Der entstandene Wert dient nun dazu, sich einer bestimmten Klassifikation zuzuordnen.
Die Gewichtsklassifikationen sind folgende:
<16 - 18,5 km/m² Untergewicht
18,5 - 25 km/m² Normalgewicht
25 - 30 km/m² Übergewicht
30 - >40 km/m² Adipositas (Fettleibigkeit)
Bei diesen Werten handelt es sich jedoch nur um grobe Richtwerte, da bestimmte wichtige Umstände, wie Geschlecht, Statur oder persönliche Zusammensetzung aus Muskel- und Fettmasse nicht berücksichtigt sind.
Alter und Gewicht spielen aber beim Body Mass Index eine bedeutende Rolle. Die Gewichtsklassifikationen bei Männern zum Beispiel haben höhere Grenzwerte, als die von Frauen, da Männer einen höheren Muskelanteil vorweisen und deswegen natürlicherweise mehr Kilogramm auf die Waage bringen. Wie erwähnt, ist auch das Alter entscheidend. So handelt es sich bei den oben aufgeführten Werten um BMI-Klassifikationen eines erwachsenen Menschen. Für Kinder gibt es auch entsprechende Tabellen, welche dann aber eher dafür vorgesehenen sind, den Entwicklungsstand zu bewerten.
Die Aussagekraft des BMI ist begrenzt. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen kann man mit dem System nicht den Fett- oder Muskelanteil des Körpergewichts erschließen. So unterscheiden die Werte zum Beispiel nicht zwischen übergewichtig und muskullös. Ein weiterer Kritikunkt ist die wissenschaftlich bewiesene Tatsache, dass der Mensch mit dem Alter von Natur aus an Gewicht gewinnt. Die Werte des Body Mass Index ordnen einen älteren, aber vollkommen gesunden Menschen dann wahrscheinlich in das Übergewicht ein.
Man kann also erkennen, dass es sich beim Body Mass Index um keine geeignete Methode handelt, um eine intensive Gesundheitsanalyse beim Menschen vorzunehmen. Das System ist aber dennoch befähigt, erste Hinweise auf Über- oder Untergewicht zu geben.
Berechnen Sie Ihren Body Mass Index: