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Die US-Behörden haben laut einem Medienbericht grünes Licht für einen umstrittenen Grossauftrag gegeben: Airbus darf 106 Flugzeuge an Iran liefern - im Wert von rund 27 Milliarden Dollar.
Für den europäischen Flugzeughersteller Airbus könnte der Weg frei sein für eine lukrative Lieferung von Passagierflugzeugen an Iran. Das US-Finanzministerium hat dem Konzern Exportlizenzen für 106 Maschinen erteilt, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Obwohl es sich um einen europäischen Konzern handelt, benötigt dieser wegen der Vielzahl amerikanischer Teile in seinen Flugzeugen eine Freigabe durch die US-Behörden. Dabei kam es zu Verzögerungen.
Airbus hatte den Grossauftrag im Januar erhalten. Irans Präsident Hassan Rohani besiegelte das Milliardengeschäft damals bei einem Besuch in Paris. Es umfasste ursprünglich insgesamt 118 Flugzeuge im Gesamtwert von rund 27 Milliarden Dollar nach Listenpreis. Nach dem Ende des Atomstreits und der damit verbundenen Sanktionen drückt der Iran bei der Modernisierung seiner veralteten Flugzeugflotte aufs Tempo. Jüngst hatte sich auch der Airbus-Rivale Boeing eine Grossbestellung über 100 Flugzeuge gesichert.
Das US-Repräsentantenhaus hatte in der vergangenen Woche für einen Gesetzesentwurf gestimmt, der den Verkauf von Flugzeugen an den Iran verbietet. Dies würde auch Boeing treffen. Im Wahlkampf hatte der designierte US-Präsident Donald Trump angekündigt, das Atomabkommen mit dem Iran aufzukünden.
(beb/Reuters)