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Roger Federer holt in Rotterdam seinen 97. Turniersieg. Der ab Montag in der Weltrangliste wieder topklassierte Baselbieter setzt sich im Final problemlos gegen Grigor Dimitrov mit 6:2, 6:2 durch.
Dimitrov, die Nummer 5 der Welt, zeigte in den Anfangsminuten, wozu er fähig ist, und stellte mit seinen Schlägen einige Punkte lang sogar Federer in den Schatten. Doch dann verlief die Partie ähnlich wie die sechs vergangenen Direktduelle. Der Schweizer bekam den Gegner unter Kontrolle. Während Federer auf konstant hohem Niveau agierte, unterliefen dem nicht hundertprozentig fitten Bulgaren zu viele Fehler, insbesondere mit der Rückhand.
Ein solcher Rückhand-Fehler brachte Federer im ersten Satz das Break zum 3:2 und war angesichts des weiteren Verlaufes der Partie schon die Vorentscheidung. Denn der auch in der Defensiv überragend spielende Schweizer war danach mindestens eine Klasse besser als Dimitrov, der sich offenbar mit einem Problem am Fuss herumschlug. Erst mit dem 1:2 im zweiten Satz gewann der Sieger der letzten ATP-Finals wieder ein Game. Schon nach 54 Minuten verwertete der Favorit seinen ersten Matchball.
Federer schloss die emotionale Woche mit dem Vorstoss an die Weltranglistenspitze auf die bestmögliche Art ab. Zum dritten Mal nach 2005 und 2012 gewann er das Turnier in Rotterdam, das den Schweizern allgemein sehr gut liegt. Neben Federer konnten auch Stan Wawrinka (2015), Jakob Hlasek (1989) und Heinz Günthardt (1980) den Event in der Vergangenheit gewinnen.
Nr. 1 bis mindestens Mitte März
Etwas mehr als 400'000 Euro brachte Federer der Sieg in Rotterdam ein, wobei in der niederländischen Hafenstadt die Weltranglistenpunkte für ihn von weitaus grösserer Bedeutung waren. Nachdem er sich schon am Freitag die Rückkehr auf Platz 1 gesichert hatte, baute er seinen Vorsprung auf Rafael Nadal dank den insgesamt 500 Punkten für den Turniersieg auf 345 Zähler aus. Das bedeutet, dass der Schweizer auch dann die Nummer 1 bleibt, wenn sein erster Verfolger Ende Monat bei der geplanten Rückkehr auf die Tour das Turnier von Acapulco gewinnen würde.
Zumindest bis nach dem Masters 1000 von Indian Wells, also bis am 18. März, wird Federer die Nummer 1 der Welt bleiben. In der kalifornischen Wüstenstadt, wo er im letzten Jahr das Turnier dank dem Finalsieg gegen Stan Wawrinka für sich entschieden hat, wird er seinen nächsten Auftritt auf der ATP-Tour haben. Auf eine Teilnahme am Turnier in Dubai, dem er nicht wie in den letzten Jahren vertraglich verpflichtet ist, verzichtet er. Ein grosses Ereignis wartet allerdings vor Indien Wells trotzdem noch auf ihn: Am 5. März bestreitet er gegen den Amerikaner Jack Sock im kalifornischen San Jose seinen fünften "Match for Africa".