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Schweizer sprechen nur mittelmässig Englisch. Deutlich überholt werden sie von den Österreichern und auch von den Deutschen. Die Schweiz liegt aber auch klar hinter mehreren osteuropäischen Ländern - von den skandinavischen Ländern braucht man gar nicht zu sprechen.
Das geht aus dem EF English Proficiency Index (EPI) 2014 hervor. Das weltweit tätige Unternehmen für Sprachunterricht EF Education First hat für sein viertes Ranking nach eigenen Angaben die Englischkenntnisse von 750'000 Erwachsenen in 63 Ländern gemessen.
Die Schweiz landet dabei auf Platz 18 und in der Gruppe mit "guten Kenntnissen" am Ende; dort wird sie überholt von Deutschland (Rang 10), aber auch von Rumänien (16) und Ungarn (17).
An der absoluten Spitze steht Dänemark, gefolgt von den Niederlanden, von Schweden, Finnland, Norwegen, Polen und Österreich, die alle die Gruppe der Länder mit "sehr guten Kenntnissen" bilden.
Die Schweiz habe sich zwar absolut gesehen verbessert, sei aber wegen noch stärkerer Aufholwerte anderer Länder um zwei Plätze zurückgefallen, sagte Niklas Kukat, Geschäftsführer von EF Education Deutschland, am Mittwoch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.
Zürich überflügelt Winterthur
Auch innerhalb der Schweiz gibt es Bewegung: So verdrängte unter den sechs grössten Städten Zürich Winterthur von der Spitze, und Bern rückte vom 4. auf den 3. Platz vor. Grosser Verlierer ist Basel, das vom 2. auf den 4. Platz fiel, während Genf und Lausanne erneut die Schweizer Städte-Schlusslichter bei den Englischkenntnissen bilden.
Im Vergleich der Sprachregionen hat sich nichts geändert: Weiterhin führt die Deutschschweiz das Ranking an, gefolgt vom Tessin. Die französischsprachige Westschweiz hinkt mit Abstand hinterher, konnte diesen aber verringern.
Frankreich und Italien Schlusslichter in Europa
Weltweit sind auf den ersten zehn Positionen ausschliesslich europäische Länder zu finden. Ins Auge fallen allerdings auch die miserablen Werte für Frankreich (29) und Italien (27), die von Spanien (20) und Portugal (21) überholt werden.
Während die nordeuropäischen Länder - neben Skandinavien auch Estland im Baltikum sowie die Niederlande und Polen - im globalen Vergleich am besten abschneiden, liegen Nordafrika und der Mittlere Osten - alles islamische Länder - im Ranking ganz hinten. Auch Lateinamerika schneidet schlecht ab, mit Ausnahme von Argentinien. In Asien reicht die Bandbreite von geringen Kenntnissen bis zu guten.
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen nach Einschätzung von EF Education First erneut, dass die Englischkenntnisse der Bevölkerung in einem direkten Zusammenhang mit der Wettbewerbsfähigkeit des betreffenden Landes stehen. Das Niveau der Englischkenntnisse wirke sich auch positiv auf die Höhe der Löhne und des Lebensstandards aus.