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Laut einer neuen Umfrage von YouGov, die wenige Tage nach dem historischen Zug von El Salvador durchgeführt wurde, unterstützt jeder vierte Amerikaner (27 %) die Einführung von Bitcoin (BTC) als gesetzliches Zahlungsmittel. Lediglich die Boomer sind nicht so begeistert von der Idee, denn 43 % der über 57-Jährigen sprechen sich entschieden dagegen aus.
Die Meinungen sind stark geteilt
Kurz nachdem El Salvador kürzlich die Finanzwelt mit der Durchsetzung seines Bitcoin-Gesetzes erschütterte, wurde eine Umfrage durchgeführt, um die Meinung von US-Erwachsenen über ein ähnliches Szenario in den USA einzuschätzen.
Das mittelamerikanische Land erhielt gemischte Reaktionen, als es erstmals seine Entscheidung bekannt gab, Bitcoin zusammen mit dem US-Dollar zum gesetzlichen Zahlungsmittel zu machen. Das oft als digitale Gold bezeichnete Asset ist nun eine offizielle Währung des Landes und die Bevölkerung von El Salvador kann damit Waren, Dienstleistungen und sogar ihre Steuern bezahlen. Einige haben diesen mutigen Schritt gelobt, während andere davor warnten, dass die Folgen für El Salvador katastrophal sein könnten.
Die Umfrage des Londoner Meinungsforschungs- und Datenanalyseunternehmens YouGov, in der 4.912 US-Bürger befragt wurden, ergab dass:
- 27 % der Befragten dafür sind, wovon 11% die Idee stark befürworten, während 16 % eher dafür sind
- 39 % der Personen teilweise oder stark dagegen sind
- Der Rest (34 %) sagte, sie wüssten es nicht
In anderen Worten: 61 % der Erwachsenen in den USA hätten nichts dagegen, dass Bitcoin in den Vereinigten Staaten zum gesetzlich anerkannten Zahlungsmittel wird.
Zustimmungsrate variiert nach Alter und Einkommen
Die US-Bürger wurden konkret gefragt: „Würden Sie es unterstützen oder ablehnen, dass die USA Bitcoin zu einer legalen Währung machen?“ Die Umfrage erläuterte diese Frage auch gründlich und fügte hinzu, dass der US-Dollar weiterhin bestehen bleiben und mit dem Bitcoin koexistieren würde.
Die Demografie der befragten Personen war besonders interessant, da eine feste, aber erwartete Korrelation zwischen Alter und Zustimmungsrate zu bestehen scheint. Mehr Unterstützung gab es unter den jüngeren Generationen, wobei die Befragten im Alter von 25 bis 34 Jahren am meisten dafür waren und eine positive Aussicht von 44 % für die Verwendung von Bitcoin als Landeswährung hatten.
Die befragten Babyboomer zeigten ähnliche Zahlen – jedoch in die entgegengesetzte Richtung. Diejenigen im Alter zwischen 57 und 75 Jahren, die die Idee unterstützten, waren mit 11 % eine Minderheit, während der Grossteil dieser Altersgruppe sich mit 43 % stark dagegen äusserte.
Eine weitere Korrelation, die die Umfrage ergab, bezieht sich auf das Einkommen. Befragte mit einem Einkommen von über 80.000 US-Dollar unterstützten den Vorschlag mit 21 % doppelt so häufig wie diejenigen, die weniger als 40.000 US-Dollar im Jahr verdienten (11 %).
Einführung von Bitcoin weiterhin umstritten
Die Einführung von Bitcoin bleibt jedoch nach wie vor sehr umstritten. Kritiker sagen, dass die grösste Kryptowährung der Welt viel zu volatil sei, um sie als tatsächliche Währung zu verwenden. So brach der Bitcoin-Kurs am Tag des Inkrafttretens des Gesetzes von El Salvador um bis zu 17 % ein.
Dazu äusserte sich auch der Internationale Währungsfonds (IWF) und erklärte, dass die Einführung von Bitcoin in El Salvador eine Reihe makroökonomischer, finanzieller und rechtlicher Probleme aufwirft, die eine sehr sorgfältige Analyse erfordern. Digitale Währungen können erhebliche Risiken bergen, weshalb wirksame Regulierungsmassnahmen im Umgang mit ihnen sehr wichtig sind, heisst es im Schreiben des IWF.
Derzeit gibt es keine offiziellen Pläne, Bitcoin in den USA zum gesetzlichen Zahlungsmittel zu machen. Stattdessen sind die dortigen Aufsichtsbehörden zunehmend besorgt über die Gefahren von Krypto-Assets, sodass ein Szenario wie in El Salvador sehr unwahrscheinlich ist.
Was die offizielle Durchsetzung des Bitcoin-Gesetzes in El Salvador anbelangt, bleibt noch abzuwarten, ob dieses umstrittene Gesetz die Wirtschaft tatsächlich ankurbeln oder sich eher als Katastrophe erweisen wird, wie einige Experten vorhersagen.