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Hydrologie: Kleiner Fluss, der in der Gemeinde Affoltern i. E. am 888 m hohen Berg Lueg auf 760 m.ü.M. entspringt und unter dem Namen Kappelenbach im sogenannten Önzelgraben nordwärts fliesst. Erst bei Wynigen nimmt das Flüsschen den Namen Önz an, um dann nach einem insgesamt 25 km langen Lauf bei Graben auf 417 m.ü.M. in die Aare zu münden. Die Önz hat ein Einzugsgebiet von 87.6 km² und liefert bei der Mündung 1.64 m³ Wasser pro Sekunde. Eine Besonderheit liegt noch für Wynigen vor: Hier wird bei Niedrigwasser etwa ein Drittel der Wassermenge der Önz zum Wynigenbach abgeleitet (Wikipedia).
Urkundlich überlieferte Namen: Öntz 1432, Önntz 1530, Oentz 1879. Für die Deutung des Flussnamens können auch die alten Ortsnamen von Ober- und Niederönz herangezogen werden. Oentze 1139, Onza ca. 1166, Onze 1248, Oenzo 1249, Onze 1256, Onzce 1257, Honzern 1258. Die beiden Dörfer haben ihren Namen sekundär vom Fluss übernommen.
Etymologie: Da die überlieferten alten Ortsnamen nur bis ins 12 Jahrhundert zurückreichen, reicht dies nicht für eien zuverlässige Deutung aus. Es sind derzeit nur Vermutungen möglich. Greule geht von der Deutung mit Quelle, Flusslauf aus.
Flussnamentyp: Der Name gehört wahrscheinlich zur alteuropäischen Hydronomie mit zur Wurzel *av-/*aw.
Geologie: Bei Hermiswil öffnet sich das Tal, und die Önz tritt in eine breite Schotterebene hinaus, die von den Grundmoränen- und Endmoränenwällen des eiszeitlichen Rhonegletschers umrahmt wird. Etwa auf der Höhe von Herzogenbuchsee beginnt sich die Önz in diese Schotterebene einzutiefen. Durch Erosion hat sie sich im Lauf der Zeit ein 10 bis 20 m tiefes und bis zu 200 m breites Tal, das so genannte Önztäli, in die Umgebung eingesenkt (Wikipedia).
Flussgeschichte: Die Önz war noch 1905 reich an Forellen.
Quellen: Topografische Landeskarten, Wikipedia, GLS 1905, Bd. III, S. 648, BENB Bd. IV S 95, LSG 2005, Greule.