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Vertreter von 25 Afrikanischen Staaten haben anlässlich einer Konferenz in Cotonou, Benin, eine bahnbrechende Erklärung verabschiedet, die ein totales und weltweites Verbot des Elfenbeinhandels fordert. Die Erklärung von Cotonou, die von der Koalition für den Afrikanischen Elefanten am 4. November 2015 verabschiedet wurde, verlangt ein unverzügliches und entschiedenes Handeln, um den Afrikanischen Elefanten zu retten.
Die Delegierten wiesen darauf hin, dass die Elefanten auf Grund der Wilderei für ihr Elfenbein gegenwärtig die schlimmste Krise seit 1989 erleben. Sämtliche Elefantenpopulationen wurden damals ohne Ausnahme in den Anhang I von CITES (Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen) aufgenommen. Der internationale Handel mit Elfenbein wurde dadurch verboten. 1997 und 2000 wurde der Schutz des Afrikanischen Elefanten durch die Rückstufung der Populationen von vier Ländern aus dem südlichen Afrika (Botsuana, Namibia, Südafrika und Simbabwe) in den Anhang II von CITES (dieser Anhang garantiert nur einen eingeschränkten Schutz) geschwächt. Dies mit dem Ziel, 1999 und 2008 Vorräte an Elfenbein zu verkaufen.
Infolge dessen wurden die Elefantenpopulationen in ganz Afrika in alarmierendem Tempo dezimiert, der Schutz dieser symbolträchtigen Tierart kostete zudem viele Menschenleben. Alleine zwischen 2011 und 2013 starben mehr als 100‘000 Elefanten durch die Waffen der Wilderer.
Die Erklärung von Cotonou (PDF) hat zum Ziel, diese Krise zu beenden. Die anwesenden Delegierten haben die gemeinsamen Ziele festgelegt, insbesondere die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten, damit alle Populationen des Afrikanischen Elefanten den höchsten Schutz des internationalen Rechts geniessen können. Unter diesem Gesichtspunkt fordern sie ein striktes Handelsverbot für Elfenbein, mittels Einstufung sämtlicher Populationen des Afrikanischen Elefanten in den Anhang I der CITES. Die Koalition ruft die übrigen Staaten und Organisationen dazu auf, diesen Vorschlag zu unterstützen.
«Der Schutz der Elefanten ist für die gesamte Welt äusserst wichtig, insbesondere jedoch für die Länder Afrikas», erklärte seine Exzellenz M. Théophile Worou, Umweltminister und Beauftragter für Klimawandel, Wiederaufforstung und Schutz der natürlichen und forstwirtschaftlichen Ressourcen von Benin nach den drei Konferenztagen der Koalition, «Wir müssen entsprechend alle Ressourcen mobilisieren, um das Überleben des Afrikanischen Elefanten sicher zu stellen.» unterstrich Worou.
Die Diskussionen der Koalition betrafen ebenfalls andere Bedrohungen für die Elefanten, so insbesondere Konflikte zwischen Elefanten und Menschen und die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Gesetzen im Kampf gegen Wilderei und Elfenbeinhandel. Sämtliche Delegierte haben ihre Sorge über die immer entschlosseneren und mit modernsten Waffen ausgerüsteten Wilderern ausgedrückt.
Das Treffen der Koalition fand in Cotonou, Benin, statt, einem Land, das sich ausserordentlich einsetzt im Kampf gegen den illegalen Artenhandel. Benin wurde am Treffen einstimmig zum Vizepräsidenten der Koalition gewählt.
Die Koalition für den Afrikanischen Elefanten wurde 2008 in Bamako, Mali, gegründet. 28 Afrikanische Staaten sind Mitglieder, vereint durch ein gemeinsames Ziel: eine überlebensfähige und gesunde Elefantenpopulation, geschützt vor den Gefahren des internationalen Elfenbeinhandels.