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Dem vorausgegangen ist ein aufwendiges Projekt, bei dem die zwei Wildkatzen mit Namen “Isa“ und “Fera“ mit Hilfe der Biologen das Jagen erlernt haben.
Als die beiden Jaguarjunge 2014 im Pantanal ihre Mutter verloren haben, hat ihre Zukunft zunächst nicht rosig ausgesehen. Gefunden worden sind sie im Munizip Corumbá.
Zunächst sind sie in einem Rehabilitationszentrum für Wildtiere groß gezogen worden, bevor sie ein 10.000 Quadratmeter umfassendes Gehege bezogen haben. In dem war die Realität des größten Feuchtgebietes der Welt nachgebildet, ihrem natürlichen Habitat, in das sie später entlassen werden sollten.
Um zu vermeiden, dass die beiden sich an Menschen gewöhnen, sind verschiedene Vorkehrungen getroffen worden. So wurden zur Beobachtung von Isa und Fera Kameras installiert. Ihr “Futter“ haben sie sich hingegen selbst erjagen müssen.
Vom staatlichen Umweltinstitut ICMBio sind dazu natürliche Beutetiere der Jaguare eingefangen worden, wie Capivara, Kaimane, Hasen und Wildschweine. Während sich Betreuer und Biologen hinter Schutzschilden versteckt haben, haben sie die Beutetiere in das Gehege entlassen und Isa und Fera so zum Jagen animiert.
Nach etwa zwei Jahren sind die beiden nun in einer Region des Pantanal freigesetzt worden, in der nach Angaben der Organisation Onçafari etwa 70 Jaguare leben.
Die Sorgen, dass die beiden eventuell Probleme haben könnten, von den anderen Wildkatzen akzeptiert zu werden, haben sich dabei nicht bestätigt. Eine der beiden Wildkatzen soll bereits trächtig sein. Überwacht werden die zwei nach wie vor mit Hilfe von GPS-Halsbändern.
Ganz billig war die “Jagdschule“ allerdings nicht. Für die Anlage des mit einem vier Meter hohen Zaunes geschützten Geheges sind zwei Millionen Reais (umgerechnet derzeit etwa 571.000 Euro) investiert worden, die von Onçafari und Unternehmern aufgebracht worden sind, welche die beiden Jaguarkinder “adoptiert“ hatten.
Unter Biologen wird der Erfolg des Projektes gefeiert. Sie hoffen auf Nachahmung, um beispielsweise Jaguarnachwuchs aufzuziehen und diesen dann in der Caatinga anzusiedeln, in der es nur noch wenige Wildkatzen gibt.