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Stadt und Land
Donald Trump wurde von den fly-over states zum Präsidenten gemacht. Die englische Provinz hat das Epizentrum London überstimmt und den Brexit ermöglicht. Recep Tayyip Erdogan wäre ohne die Wähler vom Land nicht allmächtiger Präsident. Warum ticken Stadt und Land unterschiedlich? Ist es eine Faustregel, dass die Stadt «progressiv» und die Landschaft «konservativ» stimmt? Sind die Städter also aufgeklärte Hipster und die Bewohner der strukturschwachen Landstriche reaktionäre Hinterwäldler? Oder findet die wahre Innovation nicht vielmehr in der Peripherie und in den von Pendlerachsen zerschnittenen, wuchernden Ballungsräumen statt? Ist nicht gerade im föderalistischen Deutschland der klassische Weltmarktführer «auf der grünen Wiese» daheim? Stadt-Land- Perspektiven aus Amerika, Frankreich, Holland, Grossbritannien, Deutschland und der Schweiz.
Einleitungsreferat von Simon Kuper
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Der Staat braucht Einnahmen, damit er Krankenhäuser, Universitäten, die Polizei, die Gerichte, die Strassen oder Kitas und Schulen finanzieren kann. Die Gretchenfrage ist allerdings, wie viel Geld der Fiskus von den Bürgern und Unternehmern haben will.
Der Staat ist über Nacht wieder zum Heilsbringer geworden. Er soll Unternehmen, ja ganze Bevölkerungsschichten, retten, schützen und versorgen. In Deutschland, das sich lange als Sparweltmeister gebärdet hatte, kommt dies, so die gängige Meinung, einem Paradigmenwechsel gleich.