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Deutsche Auswanderer
Deutsche Auswanderer hat es schon immer gegeben. Im Laufe der letzten Jahrhunderte sind viele Menschen aus Deutschland und den anderen deutschsprachigen Ländern ausgewandert, um in aller Welt ein neues Leben zu beginnen. Oft war dabei die Flucht vor Krieg, Verfolgung, Armut und Arbeitslosigkeit der ausschlaggebende Faktor, manchmal waren es auch religiöse Gründe oder einfach Neugier und Abenteuerlust, die die Menschen ins Ausland lockten.
Ein Land ein Auswanderziel
Ein bevorzugtes Ziel der Auswanderer war und ist dabei immer Nordamerika. Schätzungen zufolge leben in den USA über 50 Millionen Menschen mit deutschen Vorfahren. Bevorzugte Siedlungsgebiete waren die amerikanische Ostküste und das Gebiet um die Grossen Seen im Norden der USA.
Mit weitem Abstand – über drei Viertel aller Auswanderer gingen stets in die USA – zweitwichtigstes Zielgebiet deutschsprachiger Auswanderer war Südamerika, bevorzugt, Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay.
Eine zahlenmässig noch geringere, wenn auch beständige Auswanderung aus Deutschland gab es auch stets nach Südafrika und Australien.
Zwischen 1820 und 1930 haben fast 6 Millionen Menschen Deutschland verlassen.
Auch die Schweiz, die damals nur 4 Millionen Einwohner hatte, musste, obwohl auch früher schon ein relativ wohlhabendes Land, empfindliche Einbussen verkraften. Allein in den 1880er Jahren machen sich fast 100.000 Schweizer auf, um in den USA ein neues Leben zu beginnen.
Seit dem Ende des 2. Weltkrieges hat die unfreiwillige, oft durch schiere Not erzwungene Auswanderung aus Deutschland nach Übersee deutlich nachgelassen. Der Trend drehte sich sogar oft um, viele Leute, hauptsächlich sog. „Gastarbeiter“ aus Südeuropa wanderten ab den fünfziger Jahren nach Deutschland ein, weil sie sich bessere Arbeit und dadurch mehr Wohlstand und Stabilität als in ihren Heimatländern erhofften.
Wenn Deutsche, Österreicher oder Schweizer heute ihre Heimat verlassen, so tun sie das fast immer freiwillig.
Natürlich gibt es immer noch Leute, die ihr Glück in fernen Ländern suchen und etwa in der kanadischen Wildnis in einer Blockhütte wohnen.
Auswandern innerhalb der EU
Die heutige Auswanderung spielt sich aber hauptsächlich innerhalb Europas ab. Viele Deutsche arbeiten heute in Österreich und der Schweiz, oft im Tourismus oder in medizinischen Berufen. Aber nicht alle Auswanderer verlassen ihr Land aus beruflichen Gründen: es gibt viele Rentner oder Frühpensionäre, die auf der Suche nach besserem Wetter und einem ruhigen Lebensabend nach Südeuropa umziehen. Bevorzugte Ziele dabei sind Portugal, Griechenland und Spanien. Da die deutschen Rentner im Ausland gern unter sich bleiben, ist die Baleareninsel Mallorca in den letzten Jahren zu dem zweifelhaften Ruhm gekommen, eine Art deutsches Rentnerghetto zu sein und wird gelegentlich scherzhaft als 17. deutsches Bundesland bezeichnet.
Bis vor einigen Jahren hat Deutschland stets unterm Strich Einwohner verloren, weil es immer mehr Aus- als Einwanderer gab, aber dieser Trend hat sich mittlerweile umgedreht.
Die relativ stabile wirtschaftliche Situation, insbesondere die vergleichsweise niedrige Arbeitslosigkeit, zieht Jahr für Jahr viele Zuwanderer an, sodass die Einwohnerzahl seit einigen Jahren nicht mehr sinkt, sondern steigt.
Die europäischen Auswanderer
Im heutigen Europa ist eine Auswanderung, oder vielleicht sollte man einfach sagen „ein Umzug ins Ausland“ kein so schicksalhaftes Ereignis mehr wie früher, und oft auch keine endgültige Entscheidung für das ganze Leben. Für viele Menschen ist es mittlerweile ganz normal, alle paar Jahre den Wohnort, und damit auch das Land zu wechseln.
Unerlässlich für einen solchen Lebensstil sind natürlich Sprachkenntnisse.
Also werft einen Blick auf die Landkarte und sagt uns dann, was wir für Euch tun können. Bis bald bei homestudies!