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Uniformen

Uniform setzt Einheitlichkeit voraus, vorgeschrieben in Reglementen, aber auch durch Vereinsstatuten. Mit der einheitlichen Kleidung soll die Zugehörigkeit von Personen zu einer bestimmten Institution oder gesellschaftlichen Gruppe veranschaulicht werden.

Die Soldaten wurden als erste uniform gekleidet: gleicher Schnitt, gleiche Farbe, gleiches Material! Die Uniformierung setzte sich seit Ende des 17. Jahrhunderts parallel zur Herausbildung stehender Heere durch. Durch die Uniform grenzte sich der Soldat vom Zivilisten ab. Durch die verschiedene Farbgebung unterschied sich auch Freund und Feind, Uniformierte waren im Kampfgeschehen besser und schneller zu führen.
Charakteristisch wurde anfangs des 18. Jahrhunderts der kollerartige Rock mit grossen, manschettenförmigen Umschlägen an den Ärmeln. Das Haar war zu einem Zopf geflochten, darauf sass der Dreispitz. Die Fusstruppen trugen über den Hosen bis zu den Knien reichende Gamaschen. Offiziere waren am Ringkragen sowie an den Epauletten zu erkennen. An die Stelle der Feldzeichen trat dann die Kokarde in den jeweiligen Landesfarben. Zur militärischen Uniform zählte vor allem auch der Helm. Die Napoleonischen Kriege brachten für Kürassiere und Dragoner den griechischen Vorbildern entliehenen Helm aus Metall oder Leder mit hohem Steg, Rosshaarschweif und tief herabgezogenem Stirnschirm. Fusstruppen trugen den Tschako. Als Kopfbedeckung wurde sodann in manchen Staaten die preussische Pickelhaube getragen, welche bis zur Einführung des Stahlhelms im Ersten Weltkrieg in Gebrauch blieb.
Die Uniform wurde den Kampfbedürfnissen angepasst: Die Vielfarbigkeit wich dem Feldgrau und schliesslich dem Tarnanzug. Daneben erhielt sich die Paradeuniform. In der Schweiz bestand das eidgenössische Heer bis 1874 aus kantonalen Kontingenten.
In Uri bestand zwar eine auf dem Grundstück lastende Harnischpflicht, auf einheitliche Uniformierung wurde jedoch nicht grossen Wert gelegt. Einen diesbezüglichen Hinweis liefert Franz Vinzenz Schmid in seiner "Allgemeinen Geschichte des Freystaates Ury" (1788/90). "Gleiche Kriegskleidung" war "als nichts Wesentliches" keine geboten. Diejenigen, "denen auch dieses äusserliche Wohlanständige eines Kriegers" gefiel, trugen blaue Hosen, Westen und einen gelb ausgeschlagenen Rock. Gegen die Franzosen zogen die 600 Urner Milizen mit braunen und schwarzen Röcken mit gelben Bändern am Kragen und Aufschlägen ins Feld.
1817 schuf das eidgenössische Militärreglement erstmals landesweite Grundvorschriften über die Kleidung und Ausrüstung, das Zeichen der Zugehörigkeit zur eidgenössischen Armee wurde die am linken Arm montierte Armbinde mit weissem Kreuz. Im Sonderbundskrieg von 1847 standen sich reglementarisch uniformierte Truppen und bunt gekleidete Sonderbundseinheiten gegenüber.
1852 erfolgte im jungen Bundesstaat erneut eine Regelung der Uniformierung, 1874 versuchte man die festgestellten Mängel zu beheben. Uniform und Bewaffnung wurden nun kostenlos an den Wehrmann abgegeben. Zum Ersten Weltkrieg wird noch in der farbigen Uniform von 1898 mobilisiert, doch während dem Krieg wird zur feldgrauen Uniform und zum Stahlhelm gewechselt.
Neben dem Militär griffen auch verschiedene Zweige des öffentlichen Dienstes zu Uniformen: bei der Bahn, Post, Polizei, Feuerwehr oder beim Zoll. Karitative Organisationen und Jugendorganisationen tragen Uniformen: Heilsarmee wie Pfadfinder. Einheitlich gekleidet sind die Musikkorps und die Jodelklubs.
Im Sport zeigen sich Uniformen noch und; noch: Man spricht hier allerdings von Mannschaftsdress. Den Schnitt bestimmen die Sportartikelfirmen, die Farben lehnen sich an das Logo des Sponsors.
Bei den Trachtengruppen sind die Grundlinien in den Statuten festgehalten. Die Tracht soll dadurch der Mode entzogen und ein einheitliches Erscheinungsbild erreicht werden. Dank diesen Normierungen haben sich die die Volkstrachten erhalten. Bei den Frauen-Sonntagstrachten ist die Farbe von Schultertuch und Schürze frei wählbar.
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