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Eine schöne Frau im Stress
Die Chefin des Mega-Events ist unter starken Druck geraten. Der BLC fasst zusammen
Athen 2004: IOC schlägt Alarm
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) schlägt Alarm. Die Bauten für die Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen werden nicht rechtzeitig beendet. Es droht ein Chaos.
Rund 1000 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele 2004 in Athen sind in der griechischen Hauptstadt zwei als vertraulich eingestufte Briefe an das Athener Organisationskomitee (ATHOC) und die griechische Regierung bekannt geworden. Darin weist das IOC schonungslos auf Mängel und Versäumnisse hin. „Die Situation ist sehr gespannt“, heisst es in einem der von der Athener Zeitung „Kathimerini“
veröffentlichten Schreiben von Denis Oswald, dem Schweizer Chef des IOC-Koordinationskomitees.
Die Zeitung veröffentlichte darüber hinaus zwei Situationsberichte des IOC vom September dieses Jahres, auf denen es von „gelben“ und
„roten Karten“, die einzelnen Wettkampfanlagen zugeordnet werden, nur so wimmelt. Auf „rot“ stehen unter anderen die Anlagen für
Tennis, Reiten, Tischtennis und Turnen. „Gelbe Karten“ zeigte das IOC den Griechen für die Anlagen für Ringen, Judo, Modernen Fünfkampf, Badminton, Schwimmen, Rad, Taekwondo, Handball, Boxen und Beachvolleyball. Auf „gelb“ stehen Wettkampfstätten für Kanu, Rudern und Segeln.
Für all diese Sportarten bestehe die Gefahr, dass die Testwettbewerbe zu spät oder gar nicht stattfinden können. Zahlreiche Anlagen könnten nur noch im Schnellverfahren und als Fertigbau bereitgestellt werden.
Darüber hinaus droht eine Verdreifachung des Olympiabudgets. Dies könnte die wirtschaftliche Stabilität des Landes in Gefahr bringen, berichtete die Zeitung.
Dramatisch sei die Situation bei den Quartieren für Athleten, Journalisten, Offizielle und Zuschauer. Nur drei Prozent des Olympischen Dorfes sind bisher gebaut. Die Pläne für die Unterbringung der Journalisten würden fast jede Woche geändert. Die Hotels für Zuschauer seien noch nicht gebucht. Die Zimmer für die offiziellen Besucher reichten nicht aus. Einen Plan für den Verkauf von Eintrittskarten gebe es noch nicht.
Gerüchte, wonach ATHOC-Chefin Gianna Angelopoulos-Daskalaki kurz vor dem Rücktritt stehe, wurden von der Regierung dementiert. „Kathimerini“ berichtete jedoch, dass die Regierung unter Ministerpräsident Kostas Simitis das „Sydney-Modell“ übernehmen wolle. Demnach solle ein Olympia-Minister berufen werden, der sich ausschliesslich mit den Vorbereitungen auf die Spiele
2004 zu beschäftigen habe.
In diesem Fall würde Gianna Angelopoulos- Daskalaki nichts anderes übrig bleiben, als zurückzutreten, folgert das Blatt. Mit Spannung erwartet man nun in Athen den für den 22. und 23. November vorgesehenen nächsten Besuch der Koordinierungskommission.
CV (in Englisch)
Gianna Angelopoulos – Daskalaki was born in 1955. She studied Law at the Aristotelian University of Thessaloniki. She actively pursued a political career; in 1986 she was elected Councillor in the Municipality of Athens. She was elected Member of Parliament in the Athens first Region Constituency for the New Democracy Party two times: in November 1989 and in April 1990.
In 1990 she resigned as a Member of Parliament after her marriage to businessman Theodore Angelopoulos. Since then she has been actively involved in the shipping business. She is a member of the Athens Bar Association. In 1994, she was named Vice – Chair of Harvard University’s „John F. Kennedy School of Government“.
In 1996 she was appointed President of the ATHENS 2004 Olympic Games Bid Committee.
In 1998 she was appointed Ambassador at Large by the Greek State.
As of May 2000, she is President of the Organising Committee for the Olympic Games ATHENS 2004.
Gianna Angelopoulos – Daskalaki has three children: two sons and a daughter.