Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03342.jsonl.gz/2190

Personen mit einer Sehbeeinträchtigung können Texte oft nicht (mehr) selber lesen. Geschriebenes muss ihnen vorgelesen werden, beispielsweise durch einen Screen Reader oder die Bedienungshilfen eines Betriebssystems. Doch nicht nur Texte müssen in gesprochene Sprache umgewandelt werden: Auch Abbildungen, Grafiken oder Fotos beinhalten häufig wichtige Informationen, die Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung benötigen. Oder Personen, die gerade schlechtes Internet haben. Denn wenn die Datenverbindung zu langsam ist, um grosse visuelle Elemente zu laden, kann stattdessen vom Browser der Alternativtext angezeigt werden.
Den Einsatz von Alternativtexten kennst du bereits aus den Leitfäden zu Word und Powerpoint und den 10 goldenen Regeln. Ein guter Alternativtext sollte möglichst objektiv und knapp sein, aber auch alle in der Abbildung enthaltenen Informationen vollständig wiedergeben. Falls dies nicht möglich ist, weil das Bild zu komplexe Informationen umfasst, kommen längere Bildbeschreibungen zum Einsatz. Die folgenden zwei Websites bieten Hinweise und Übungen zur Erstellung von Alternativtexten und Bildbeschreibungen:
- Die TU Chemnitz stellt einen Leitfaden für die Erstellung von guten Alternativtexten für Grafiken zur Verfügung.
- Das Poet Training Tool von benetech bietet viele konkrete Beispiele zu verschiedensten Abbildungstypen – von der Bildbeschreibung für einen Comic bis hin zum Flow Chart.
Versuche es doch gleich mit ein paar Übungen. Viel Spass beim Ausprobieren!
Es gibt aber auch den umgekehrten Weg, nämlich dass gesprochene Sprache in Textform umgewandelt werden muss. Beispielsweise um Audio- oder Videodateien für gehörlose und schwerhörige Personen zugänglich zu machen. Darum geht es im nächsten Abschnitt.