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Salomao zieht Zähne – und ist trotzdem beliebt
Salomao ist 27-jährig, Ältester von neun Geschwistern, spricht vier Sprachen, ist gelernter Zimmermann, hat in seiner Kirche eine leitende Funktion und arbeitet als Zahntechniker in entlegenen Buschdörfern des südlichen Mosambiks.
Schon von klein auf war es Salomao ein Anliegen, seine Fähigkeiten und Begabungen für andere Menschen einzusetzen. Als die Amerikanerin Pearl Burns im Jahr 2014 nach Mosambik kam, eignete sich Salomao eine weitere Fertigkeit an, mit der er seinen Mitmenschen helfen kann. Pearl arbeitet als Zahnärztin für die Organisation I-Dent, die zahnmedizinische Hilfe in die entlegensten Regionen der Welt bringt. Als Pearl in Mosambik ankam, war sie lediglich mit zwei zusammenklappbaren Behandlungsstühlen und einer Handvoll Instrumente ausgerüstet. Ihr Ziel ist es, fähige Einheimische soweit anzuleiten, dass diese ihren eigenen Landsleuten helfen können. Hierzu absolvierten Salomao und fünf weitere Mosambikaner eine gründliche fünfwöchige Ausbildung. Jetzt fliegt Salomao oft als Teil der medizinischen Teams im Mercy-Air-Helikopter in kleine Buschdörfer mit, um dort zahnärztliche Nothilfe zu leisten.
Dienst an eigenen Landsleuten
Viele Patienten, die zu Salomao kommen, haben unerträgliche Zahnschmerzen. Oft haben sie Mühe, nur schon ihren Mund zu öffnen und zu schliessen. Essen einzunehmen ist noch viel schmerzhafter. Salomao ist momentan nur dafür ausgebildet, Zähne zu ziehen, doch damit bewirkt er bei seinen Patienten sofortige Linderung.
Salomao ist stolz auf seine Arbeit und sehr bemüht, seinen Mitmenschen zu helfen. Er sieht jeden Patienten als einzigartige Persönlichkeit und begegnet dementsprechend jedem einfühlsam und freundlich. Salomaos Arbeitstage sind lang. Oft arbeitet er unter einfachsten Bedingungen. Nach diesen intensiven Arbeitstagen bleibt jeweils nicht viel Zeit zum Ruhen, denn vorher müssen alle Instrumente sterilisiert und viele Dokumente erstellt werden, um die Auflagen des Gesundheitsministeriums einzuhalten. Salomao leistet hervorragende Arbeit, die ihn enorm viel Zeit kostet und seine volle Hingabe fordert.
Gefragt, von wem er seinen Lohn erhält, zeigt Salomao Richtung Himmel und sagt nachdrücklich, «Gott wird mich irgendwann dafür entlöhnen.» Für uns als Mercy-Air-Team ist es eine Ehre, Menschen wie Salomao in ihrem Dienst an ihren Landsleuten zu unterstützen.