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Serumharnsäure bedingt Gichtanfall
Relationship between serum urate concentration and clinically evident incident gout: an individual participant data analysis.
Dalbeth N et al. Ann Rheum Dis 2018;77(7):1048
18889 Gicht-freie Teilnehmer an Longitudinal-Studien wurden über mittlere 11.2 Jahre beobachtet. Die kumulative 15-Jahre Inzidenz betrug 1.1% für Teilnehmer mit Serumharnsäure <6 mg/dL und 49% für jene ≥10 mg/dL. Diese Daten stützen die Auffassung, dass die gelegentliche Bestimmung der Harnsäure, ähnlich wie beim Cholesterin, sinnvoll ist und die Wahrscheinlichkeit für einen Gichtanfall bestimmen kann.
Autor:
KD Dr. med. Marcel Weber
Zürich
Running promotes chronicity of arthritis by local modulation of complemet activators and impairing T regulatory feedback loops
Cambré I et al, Ann Rheum Dis 2019:online
Mausexperiment mit klinischer und histologischer Evaluation der Arthritis unter verschiedensten Belastungen. Rennen bzw. Jogging vermindert die Rückbildung einer Arthritis, das Resultat ist eine persistierende Entzündung. Der mechanische Stress verursacht eine lokale Komplementaktivation und andere Entzündungsvorgänge. Umgekehrt blockierte ein C5A-Rezeptor diese Entzündungsförderung durch Rennen.
Fazit:
Obwohl im Tierversuch untersucht, scheint das Jogging eine vorhandene Arthritis zu chronifizieren, indem insbesondere Komplementfaktoren aktiviert werden. Die Lehre daraus ist wohl, dass eine Arthritis in Remission gebracht werden soll, bevor grössere Belastungen der betroffenen Gelenke stattfinden.
Autor:
Prof. Dr. Beat A. Michel
Zürich
All-Cause and Cause-Specific Mortality Trends of End-Stage Renal Disease Due to Lupus Nephritis From 1995 to 2014
Jorge et al., Arthritis Rheumatol. 2019, 71(3):403
In dieser retrospektiven US-Studie wurde die Mortalität von Lupuspatienten mit Lupus-Nephritis (LN) bedingter terminaler Niereninsuffizienz (ESRD) zwischen den Jahren 1995 bis 2014 untersucht. Es wurden 20974 Patienten mit LN-bedingter ESRD in die Untersuchung eingeschlossen. Dabei zeigte sich eine Reduktion der Mortalität von 11.1 Todesfällen/100 Patientenjahren in den Jahren 1995–1999 auf 6.7 Todesfälle/100 Patientenjahren in den Jahren 2010–2014 (Reduktion um 32%). Vor allem die Todesfälle durch Infektionen oder kardiovaskuläre Ereignisse waren deutlich niedriger (63%, resp. 44 %) in den verglichenen Zeiträumen.
Die Senkung der Mortalitätsrate bei Lupuspatienten mit ERDS in den letzten 15 Jahren dürfte auf die bessere medizinische Betreuung zurückzuführen sein.
Autor:
Dr. med. Thomas Langenegger
Baar