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Miriam Riser, reitsport.ch Botschafterin bereitet sich und ihre vier Pferde auf den CS Langenthal vor - wie und was sie sich bei den Nennungen überlegt und was die Challenges sind, wenns viele attraktive Prüfungen gibt - erfährst Du hier im Interview.
Miriam Riser, mit welchem Pferd wirst Du Dich für welche Prüfung nennen? Am reitsport.ch CS in Langenthal werde ich ganz sicherlich ALLE vier Pferde einsetzen. Es gibt bei diesen vielen attraktiven Prüfungen die Möglichkeit, die Pferde sogar mehr als ein Mal einzusetzen. Der Entscheid welches Pferd in welcher Prüfung starten zu lassen wird kurz vor Nennschluss gefällt. Da ich ein sehr junges Pferd (Que Sera, 5-jährig, erst seit Jan 2014 in Ausbildung) mit wenig Erfahrung habe, welches noch ganz am Anfang steht, jedoch bei jedem einzelnen Turnier enorme Fortschritte macht, kann innerhalb von 2 Monaten sehr viel passieren. Sicherlich werde ich Que Sera am Sonntag in den R100 melden, aber evtl. ist sie bis in 2 Monaten auch bereit, zusätzlich die anspruchsvolle Jungpferdeprüfung für 5-Jährige zu laufen. Im Weiteren habe ich seit 4 Wochen Corona M in Beritt, eine 11-jährige Cornet Obolensky Tochter, die über das Potential für höhere Prüfungen verfügt. Wir müssen uns im Parcours aber noch kennen lernen. Auch hier werde ich noch Zeit benötigen um zu entscheiden ob ich sie definitiv in den Prüfungen 130/135 einsetzen werde. Tacoma vom Wellberg und mein eigenes Pferd Laronica von Hof werden voraussichtlich die 120/125 laufen; ausser natürlich es gäbe eine Aenderung bei Corona: dann müsste entweder Laronica die 130/135 laufen oder Tacoma das Six Barres. Laronica könnte im Falle dass sie 120/125 läuft, dann am Donnerstag auch noch einen Umgang 130 laufen. Da das Six Barres am selben Tag wie die 120/125 statt findet, kann ich wahrscheinlich nicht reiten, da für diese Prüfung nur Laronica oder Tacoma in Frage kämen, wenn….... Und während ich das hier so aufschreibe, hege ich die Vermutung, dass es am Schluss doch noch den einen oder anderen Pferde- oder Prüfungswechsel nach Nennschluss geben wird :-()….. Hat Corona M bereits einen Parcours in dieser Höhe gesprungen? Ist für Laronica etwas neu, wenn sie am Start sein wird? Das Six Barres hat noch keines meiner Pferde gesprungen. Que Sera kommt logischerweise nicht in Frage. Corona M stufe ich durch ihre Grösse (180 Stockmass, dementsprechend gross und lang ist der Galopp :-) ) als ungeeignet für diese spezielle Prüfung ein. Laronica oder Tacoma kämen vom Typ her am ehesten in Frage, aber eben wie vorhin erwähnt, habe ich hier das Problem, dass die beiden Pferde in den vorgängigen Prüfungen am Start sind und somit kein drittes Mal einsatzberechtigt sind. Aber wer weiss, vielleicht habt ihr ja soviele Anmeldungen in den R120/125, dass ihr eine Prüfung auf einen anderen Tag schieben müsstet - (was dann allerdings wieder Auswirkungen auf meine Meldung im 130 mit Laronica haben könnte) - Dann könnte es im Six Barres doch noch zu einer Meldung von meiner Seite kommen, denn eigentlich würde ich diese Prüfung wirklich sehr gerne mitreiten. Welche Rolle spielt es zum aktuellen Zeitpunkt in der Vorbereitung, dass das Turnier auf einem Grasplatz stattfinden wird? Natürlich spielt es eine Rolle, dass dieses Turnier auf Gras ist. Die Pferde heute sind es sich kaum noch gewohnt auf Gras zu laufen. Wenn das Wetter mitspielt, ist Langenthal mit der schönen ebenen Fläche, ein traumhaftes Turnier. Ich war früher schon in Langenthal und selbst wenn es geregnet hat, blieb der Turnierplatz sehr lange sehr rittig. Das grössere Problem war dann mehrheitlich der Abreitplatz. Normalerweise melde ich Grasplätze von denen ich weiss, dass sie bei Regen sehr schnell tiefen Boden generieren nur noch nach. Ich weiss, dass dies für den Veranstalter ein riesiges Problem darstellt und nicht ganz in die Kategorie 'fair play' fällt. Allerdings kann ich es mir bei den heutigen Nenngeldern nicht erlauben, vier Pferde zu melden, zu bezahlen und im schlimmsten Fall nicht reiten zu können und somit das Geld in den Sand bzw. ins Wasser zu setzen. Da ich aber weiss, dass ihr den Platz bereits heute mit Sand präpariert, für den Abreitplatz ein Zelt bereit hält und wirklich alles tut, um bei Regen den Boden 'reitfähig' zu halten, werde ich selbstverständlich ordnungsgemäss melden. Ausserdem ist es selbstverständlich, dass ich als Reitsport.ch - Botschafterin in Langenthal am Start sein werde. Ich bin überzeugt, es wird ein tolles Turnier und freue mich riesig auf den Anlass. Wie wichtig ist es für Deine Pferde - nebst dem Reiter - am Turnier noch eine weitere Betreuungsperson dabei zu haben? Nun die richtige Betreuungsperson dabei zu haben ist natürlich eine enorme Erleichterung für mich. Allerdings bringt es mir nur wirklich was, wenn wir beide eben ein eingespieltes Team sind. Ich bin am glücklichsten wenn ich Monika Geisser mit dabei habe. Sie weiss ganz genau, wie lange ich die Pferde warm reite, sie weiss auswendig bei welcher Höhe ich den ersten Sprung auf dem Abreitplatz nehme und sie weiss danach ganz genau wie oft ich den Steil in welcher Höhe und wie oft den Oxer in welcher Höhe reiten will. Sie weiss ebenfalls, dass ich immer zu spät und ein Meister im improvisieren bin und während des ganzen Abreitens braucht es zwischen uns nur ein Blickkontakt ein Nicken oder leichtes Kopfschütteln und die Verständigung funktioniert ganz ohne Worte völlig relaxed. Einfach herrlich. Dasselbe gilt bei meiner Trainerin, Nadine Steffen. Wenn Sie auf dem Abreitplatz ist, dann werde ich ganz ruhig. Grundsätzlich brauche ich aber nicht zwingend jemand der mir hilft. Oft habe ich eher jemanden zur Gesellschaft dabei als zur Hilfe, denn wenn die Betreuungsperson die Gewohnheiten des Reiters nicht kennt, dann wird es eher anstrengend als unterstützend.
Merkst Du je nach Temperatur und Tageszeit Unterschiede bei der "Form" Deiner Pferde? (möglichst persönlich je nach Pferd beantworten... so, dass sich der Leser den Pferdecharakter vorstellen kann....;) Tacoma ist nicht sehr hitzetauglich. Sie tut mir unglaublich leid, bei Temperaturen um und über 30 Grad. Sie wird schwerfällig und träge, daher gönne ich ihr meistens schon vor dem Satteln die erste kühle Dusche. Wichtig bei heissem Wetter ist, dass die Pferde trinken. Am besten einen Eimer Wasser im Anhänger befestigen, so dass die Pferde jederzeit Zugang zum Wasser haben. Bei den anderen Pferden merke ich die Hitze darin, dass sie im Umgang und während des Abreitens sehr viel ruhiger sind. Wenn im Parcours dann die Glocke klingelt, sind alle zu 100% da.