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Aus Sicherheitsgründen sind in São Paulo derzeit 15 Parkanlagen geschlossen. Gefunden wurden vor wenigen Tagen mehrere tote Affen. Bei drei von ihnen ist bisher der Gelbfiebervirus nachgewiesen worden. Jetzt sind die Behörden in Alarmstellung.
Betroffen ist die Nordzone der Megametropole. Dort sind in drei bewaldeten Parkanlagen 16 verendete Primaten sichergestellt worden. Bisher konnte bei drei von ihnen der Gelbfiebervirus nachgewiesen werden. Wie es heißt, handelt es sich um das sylvatische Gelbfieber. Das wird von der in Waldbereichen vorkommenden Mücke Aedes haemagogus übertragen.
Die von einer anderen Mückenart übertragene urbane Form des Gelbfiebers gilt in São Paulo indes seit 1942 als ausgerottet.
Die toten Affen gelten als wichtiges Alarmsignal. Wird bei ihnen der Virus bestätigt, kann es theoretisch durch Mückenstiche auch auf die in der Region lebenden Menschen übertragen werden, sollten keine Gegenmaßnahmen getroffen werden. Unverzüglich angelaufen sind deshalb Impfaktionen, Aufklärungsaktionen und Maßnahmen zur Vernichtung von Mückenlarven.
Brasilien ist in Sachen Gelbfieber in Habachtstellung. Der durch die verendeten Affen ausgelöste Alarm kommt erst eineinhalb Monate nachdem Gesundheitsminister Ricardo Barros offziell das Ende einer Gelbfieberwelle verkündet hatte.
Von Dezember 2016 bis Juni 2017 sind in verschiedenen Bundesstaaten Brasiliens insgesamt 777 Gelbfieberfälle registriert worden. 261 Menschen sind an der Krankheit verstorben. Der Schwerpunkt lag im Bundesstaat Minas Gerais. Jetzt wird versucht, eine mögliche neue Epidemie zu vermeiden.