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Nach der Rückkehr von Center Darell Vinson (31, 201cm) und der Verpflichtung von Spielmacher Chris Jones (23, 188cm) wird Octavius Brown (23, 206cm) der dritte Amerikaner sein, den die Starwings für die Spielzeit 2016/17 verpflichtet haben.
Ob er das halten wird, was er verspricht, wird sich ab Oktober 2016 zeigen. Tatsache ist aber, dass mit Octavius Brown ein Mann verpflichtet werden konnte, der „alles mitbringt, was nötig ist, um im europäischen Basketball zu triumphieren“, wie dieser athletische, explosive Zweimeter-Mann von US-Fachkreisen beschrieben wird.
Seine Entwicklung in der NCAA 1 bei den Alcorn State Braves verlief linear. Der Mann aus Brandon im Staate Mississippi war der unbestrittene Leader seiner Mannschaft und verlässt die renommierte Universität mit einem Punktedurchschnitt von 13 Zählern. Dazu kommen sieben Rebounds pro Match sowie unglaublich hohe Wurfquoten von 48 Prozent (Zwei-Punkte-Würfen) und 76 Prozent bei den Freiwürfen. Und was für die Starwings und deren Cheftrainer Roland Pavloski wichtig war: Octavius Brown, dessen Spitzename „Trey“ lautet, kann eine Dreipunkte-Trefferquote von 40 Prozent aufweisen. „Neben Durell Vinson, der seine Stärken unter den Brettern hat, suchten wir einen Spieler, der auch aus der Mittel- und Weitdistanz erfolgreich ist. Mit Brown glauben wir, eine absolute Trouvaille verpflichtet zu haben, der uns gerade im Angriff mehr Flexibilität und Optionen gibt“, erklärt Pavloski.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass die „Wings“, welche im Herbst in ihre 12. Spielzeit in Folge in die Nationalliga A gehen werden, eigentlich den letztjährigen Centerspieler Devonte Upson (22, 206cm) weiter verpflichten wollten. Mündlich waren sich die Baselbieter mit dem US-Profi einig. „Doch Devonte, der noch viel Entwicklungspotenzial hat, begann zu spekulieren und wollte den Sommer abwarten, ob er eine noch bessere Offerte erhält“, so Trainer Pavloski. Ein Spiel, das die „Wings“ grundsätzlich nie mitmachen…
Und weil mit Octavius Brown ein ebenso junger und spektakulärer Spieler bereit war, „ohne Wenn und Aber sowie dem gewohnten Pokern unser Angebot zu akzeptieren, sind wir sicher, dass unser neuer Profi mindestens so stark wie Vorgänger Upson ist. Seine College-Statistiken, in einer wesentlich stärkeren Universität und Liga, sind jedenfalls besser“, so Pavloski und die Klubleitung um Vize-Präsident Pascal Donati und Präsidentin Gaby Weis vielsagend.
Damit haben die Starwings, als erster Klub der elf Nationalliga A-Vereine, ihr Profi-Trio (Brown, Jones und Vinson) bestimmt. Ob die neue Ausländerreglung „3 + 1“ (vier Ausländer sind möglich, es dürfen aber maximal immer nur drei auf dem Feld stehen) vom Schweizerischen Basketballverband definitiv abgesegnet wird, wird sich anfangs Juli zeigen. Und ob das Birstaler Kombinat überhaupt von einem zusätzlichen Ausländer Gebraucht machen könnte, hängt natürlich auch von den Mitteln ab.
Nach der Rückkehr von Durell Vinson (31, 201cm) können die Starwings einen zweiten Zuzug für eine Schlüsselposition vermelden. Der neue Spielmacher des A-Ligisten, der im Oktober in seine 12. Spielzeit in Folge im Oberhaus startet, heisst Chris Jones. Der 23-jährige, 188 cm grosse und äusserst athletische Amerikaner soll nicht nur die Mannschaft führen, sonder vor allem seine Mitspieler einsetzten und wenns nötig ist auch skoren.
„Chris Jones hat alles, was es für einen Aufbauer mit Spielmacherqualitäten und Skorerqualitäten braucht“, so Cheftrainer Roland Pavloski. Jones, der über eine beeindruckende Physis (98 Kilogramm schwer und dennoch sehr explosiv) verfügt, spielte in der letzten Saison in der Mongolei, wo er zum „MVP“ gewählt wurde und in einzelnen Partien bis zu 41 Punkte erzielte. Wichtig zu wissen, dass die mongolische Meisterschaft, die de facto eine Stadtmeisterschaft mit acht Teams aus der Hauptstadt Ulaanbaatar ist, zu den stärksten asiatischen Ligen zählt.
Aber auch in den USA begann Jones, seine Universitäts-Laufbahn in der höchsten Spielklasse (North Texas University NCAA1), bevor der Texaner in die NCAA 2 zu Angelo State University wechselte, wo er die Mannschaft zu historischen Siegesserien mit persönlichen Punkterekorden führte. Am Ende der Saison standen 14,8 Punkte, 5,3 Assists und vor allem unglaubliche 2,9 Ballgewinnen pro Match auf der Statistik von Jones.
Der CVJM Birsfelden gewann in der U12-Kategorie (Minis) das Final-Four-Endspiel gegen den BC Arlesheim. Die beiden Partnervereine der Starwings zeigten feinste Basket-Kost.
Am letzten Wochenende war die Kuspo Münchenstein das Epi-Zentrum des regionalen Basketballes. Unter der Ägide des Basketball-Verbandes Nordwestschweiz (BVN) fanden in den diversen Alterskategorien die Final-Four-Endspiele statt.
In der allerjüngsten Kategorie, bei den U12 (oder auch Minis), standen sich der BC Arlesheim und der CVJM Birsfelden gegenüber. Auf dem Papier eine klare Angelegenheit, denn die BCA-Jungs waren allesamt grösser, während beim „Cevi“ auch fünf Mädchen mit von der Partie waren und die Aktiven allesamt jünger und körperlich „schwächer“ schienen…
Aber oha lätz: Nach dem ersten Sechstel, das an Arlesheim ging, kam Birsfelden – über die Defense notabene – besser ins Spiel und konnte das zweite Sechstel für sich entscheiden. Damit war die Spiellust beim CVJM geweckt – und neben Ivan Donati, mit neun Jahren der Benjamin der Equipe, brillierten auch die „Mädels“, welche aufzeigten, dass Basket keine Sache der Jungs alleine ist…
Dass der Vergleich mit 4:2 für Birsfelden endete, sei nebenher erwähnt. Viel wichtiger war, dass beide Mannschaften allerfeinste Basket-Kost zeigten. Ein Beweis dafür, dass bei beiden Stammvereine der Starwings sehr gute, aufopferungsvolle Basisarbeit geleistet wird.
Es braucht noch mehr Mädchen…
Ältere Semester werden sich an die 80er-Jahre erinnern, als Birsfelden DIE nationale Frauen-Basket-Hochburg war. Unter der Führung von Robert und Fritz Hänger reihte die legendäre CVJM-Mannschaft (um Grössen wie Andrea Hediger, Monika Binkert, Brigitte Völlmin, Claudia Grotzer, Brigitte Landhard und der unvergessenen Amerikanerin Olivia Bradley) Titel an Titel. Dass das Baselbiet mit dem BC Pratteln und später mit dem BC Arlesheim weitere zwei Equipen in der höchsten Spielklasse hatte, sei auch noch(mals) in Erinnerung gerufen.
Auf die Saison 2016/17 werden die Starwings mit einer gemischten U14-Mannschaft in die Meisterschaft steigen. Mittelfristiges Ziel ist es aber, wieder eine Frauen-Abteilung zu gründen und mit einer Mädchen-Equipe die regionale Meisterschaft zu bestreiten.
Derzeit spielen mit Selin Cerrahoglu, Léa Donati, Lia Rüdisühli, Ulla Luna Stadelmann und Sara Turi ein Quintett bei der U12 mit, die sich mit der Goldmedaille schmücken liess (siehe Foto). Und es hat weitere „Girls“, die in Birsfelden bei den Allerjüngsten das Basket-ABC erlernen.
Wir sind sicher, dass es möglich sein sollte, in Kürze wieder eine Juniorinnen-Equipe zu formen, welche dereinst… vielleicht… wer weiss… aus Birsfelden wieder eine Basket-Hochburg macht. Und den Starwings täte es als Verein gut, mehr Mädchen/Frauen als Aktive zu haben.
Er ist ein Schwerarbeiter und Vorzeige-Athlet. Er gilt als „Verteidigungsmonster“ und Top-Rebounder. Und ein Spieler, der Basket als Mannschaftssport versteht – und interpretiert. Sein Name: Durell Vinson.
Und just dieser Mann wird das Starwings-Trikot in der Saison 2016/17 tragen. Oder präziser gesagt: Wieder tragen. Denn Durell Vinson (31, 201 cm) kennt die „Wings“ bestens. Er war einer der vier ausländischen Profispieler, welche in der Spielzeit 2014/15 ein „magisches Quartett“ bildeten. Zusammen mit Spielmacher Kaylon Williams, Routinier Riley Luettgerodt und Rookie A.J. Pacher. Und wir getrauen uns zu sagen, dass Andrew J. Pacher niemals Liga-Topskorer geworden wäre, wenn nicht „Mister Double“ (wie sich Durell zurecht nennen darf, da er meist zweistellig punktet und zehn und mehr Rebounds holt!) dem jungen Amerikaner derart supportiert hätte.
In der letzten Saison 2015/16 spielte Vinson nicht unweit von Birsfelden respektive Basel. Nämlich Mulhouse Basket in der französischen N1. Wer glaubt, dies sei eine inferiore Liga (dritthöchste Spielklasse), irrt gewaltig. Der Traditionsklub aus dem Elsass würde in der Schweiz sich mit allergrösster Wahrscheinlichkei den Meistertitel holen… und Vinson brillierte auch beim Nachbarn mit neun Rebounds und fast zehn Punkten pro Match. Dass Mulhouse das Saisonziel (Aufstieg in die ProB) nicht schaffte, hatte nichts mit diesem charismatischen Amerikaner zu tun.
Den Kontakt zu den Starwings-Teamkollegen und Cheftrainer Roland Pavloski hat Vinson nie verloren. Er weilte privat oft in Basel, besuchte auch schon spontan eine Trainingseinheit (als Zuschauer natürlich) und musste nicht lange überlegen, die Offerte des Birstaler Kombinats anzunehmen. „Ich schätze die Starwings, das Umfeld und auch die Lebensqualität in und rund um Basel“, so der sprunggewaltige Center.
Durell weiss, dass von ihm erneut „Hardcore-Work“ erwartet wird. „Das geht für mich in Ordnung. Das ist mein Job. Ich werde bereit sein“, so Vinson, der zu den spektakulärsten Spielern der Nationalliga A gehörte. Und in der Szene weiss man, dass einige US-Schwergewichte (ein Schelm, wer an einen Center der Les Lions de Genève denkt) nicht allzu gerne an jene Spieltage denken, in denen sie gegen Durell Vinson spielen mussten. Und kaum den Weg zum Korb fanden.
„Mit der Rückkehr von Vinson ist Athletik, Defense und Disziplin garantiert“, so Pavloski. Und weil der zweite Ausländer mit allergrösster Wahrscheinlichkeit ein (nicht unbekannter) „Jungspund“ sein wird, kommt Vinson auch die Rolle des „Vaters“ zu. Oder um in den Fussball abzudriften: Durell Vinson ist in etwa das, was Samuel Walter für den FC Basel gewesen ist. Wir sagen daher: Welcome back,
Das Birstaler Kombinat kann im Hinblick auf die kommende Saison 2016/17 den ersten Zuzug, der auch eine Art Rückkehr ist, vermelden.
Er hat bereits, in der Spielzeit 2012/13, das Trikot der „Wings“ getragen. Mit „er“ ist Robert Devcic gemeint, der mit 24 Jahren einen zweiten Anlauf nimmt, um „in der Nationalliga A einem Verein zu helfen, der für den Deutschschweizer Basketball eine Pionierrolle ausübt und ich freue mich sehr bei den Starwings auf altbekannt Mitspieler zu treffen.“, so der Zürcher mit kroatischen Wurzeln.
In seiner bisherigen NLA-Saison konnte Devcic aufgrund diverser Verletzungen, die zu Operationen führten, sein Können nie ganz zeigen. Dennoch bestritt er damals 14 Matches in der obersten Spielklasse und gelangte durchschnittlich während zehn Minuten zum Einsatz.
Nach seiner Genesesung spielte der 192 Zentimeter grosse, athletische Flügelspieler dann für Spreitenbach (1. Liga) und in der letzten Spielzeit beim B-Ligisten Küsnacht-Erlenbach. Devcic weiss, dass der Weg an die Spitze lang und steinig ist. Seine integre Art wird ihm helfen – und er selber dürfte in der kommenden Equipe mit seinem Einsatzwillen und Kampfkraft zu einem belebenden Element werden.
Die Starwings heissen Robert Devcic herzlich willkommen!