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Kirchenkonzert 2007
Trotz trübem Wetter fand sich am Sonntag, 9. Dezember 2007 viel Publikum in der Pfarrkirche zum Kirchenkonzert des Musikverein Goldau ein.
Eröffnet wurde das Konzert, das aus drei programmusikalischen Werken aus dem 20. Jahrhundert bestand, mit «Of Sailors and Whales» von Francis McBeth. Jeweils eingeleitet von einer kurzen Passage aus Melvilles Roman «Moby Dick» wurden fünf Hauptpersonen aus dem Roman musikalisch präsentiert.
Das zweite Werk war mit «Angels at Heavens Gate» eine Beschreibung des Treibens am weltbekannten Grand Canyon, beobachtet und komponiert von Philip Sparke. Dabei kamen sowohl die Ruhe der Morgendämmerung über dem Canyon, die Ankunft der Touristenbusse aber auch subtile Hinweise auf die Gefahren des Canyons zum Ausdruck.
Der Höhepunkt des Konzertes stammte mit «Save the Sea» aus der Feder von Frigyes Hidas. In diesem Werk werden verschiedene Facetten des Meeres beschrieben, neben den Wellen und der Weite des Meeres auch das Bedrohende der Tiefe oder das Verspielte der Korallen. Das Ganze gipfelt dann in einer grandiosen Hymne auf das Meer, bei
Der Musikverein Goldau dankt ganz herzlich allen Konzertbesucherinnen und -besuchern, Pfarrer Gregor Imholz für das Gastrecht, Stephan Beeler für die kompetente Ansage und die mitreissend vorgetragenen Textpassagen aus «Moby Dick», allen Aushilfen sowie den Sponsoren des Kirchenkonzerts für die grosszügige Unterstützung.
Presseschau
Zeitgenössische Musik (Koni Dudle, Rigi-Post, 13. Dezember 2007)
Konzertprogramm
W. Francis McBeth
- Ismael
- Queequeg
- Father Mapple
- Ahab
- The White Whale
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«Moby-Dick» (deutsch: «Der Wal») ist ein 1851 in London und New York erschienener Roman von Herman Melville. Das erzählerische Rückgrat des Romans ist die schicksalhafte Fahrt des Walfangschiffes „Pequod“, dessen einbeiniger Kapitän Ahab mit blindem Hass den weißen Pottwal jagt, der ihm das Bein abgerissen hat.
Bei «Of Sailors and Whales» handelt es sich um eine Originalkomposition für Blasorchester in fünf Sätzen, welche die Hauptfiguren des Romans beschreiben:
Ishmael (einfacher Matrose), Queequeg (Polinesier, Harpunier), Father Mapple (Pater), Ahab (der Kapitain) und zuletzt der weisse Wal.
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Philip Sparke hat die folgenden Notizen zum diesem Werk geschrieben:
«Der Crand Canyon ist ein erstaunliches Naturwunder, das man eigentlich gar nicht beschreiben kann – es ist einfach zu grossartig. Man kann es nicht einmal wirklich fotografieren, aber es hinterlässt auf jeden Besucher einen bleibenden Eindruck. Die beste Zeit für den Canyon sind die Sonneauf- und Untergänge, wie die tief stehende Sonne Schatten wirft, die dem gewaltigen Panorama Tiefe geben.
Angel’s Gate ist der Name eine Felsformation an der Nordseite des Canyons. Ich habe im Stück versucht, die Eindrücke und Geräusche der Dämmerung einzufangen: Wie die Vögel am frühen Morgenhimmel zwitschern und wie es allmählich hell wird, bis dann das Sonnenlicht in die tiefen Täler des Canyons dringt. Der schnelle Mittelteil beschreibt die Ankunft von Touristenbussen, die auf dem südlichen Rand hin und her fahren. Gegen Ende des Stückes soll uns der Klang einer läutenden Glocke an die Gefahren erinnern, welche die Schönheit des Grand Canyon so geschickt zu verbergen weiß.»
- Waves of the Sea
- Song of the Sea
- Threatening Sea
- Game of the Corals
- Hymn of the Sea
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Das wechselreiche Spiel des größten Elements unserer Erde, des Wassers, verpackt Frigyes Hidas in eine authentische Programmmusik. Sanft beginnen die «Waves of the Sea» im ersten Satz – die Kraft des Wassers entwickelt sich vom Tropfen bis zur gigantischen Welle im Ozean. Der zweite Satz «Song of the Sea» beschreibt das ozeanische Leben dann als ruhigen, fröhlichen Gesang. Und im dritten Satz «Threatening Sea» zeigt sich die raue See von ihrer unwirklichen, gefährlichen Seite. «Game of the Corals» entführt in die Farbenpracht der Korallenriffe und leuchtender Fischschwärme. Der Schlusssatz «Hymn of the Sea» drückt die unermessliche Weite und Erhabenheit des Meeres aus.
Das Werk wurde 1997 für die «International Conference for Saving the Seas of the World» in Portugal komponiert. Hidas bewies auch in diesem Auftragswerk seinen Glauben an Töne und Harmonien im traditionellen Sinne – eine Tonsprache, die auch der ungeübte Hörer sofort versteht.
Frigyes Hidas studierte an der Ferenc Liszt Akademie in Budapest Komposition. 15 Jahre lang war er der Musikdirektor des Nationaltheaters und zwischen 1974 und 1979 hatte er dieselbe Funktion am Städtischen Operettentheater in Budapest. Seitdem er dieses Theater verlassen hat, arbeitet Hidas als freischaffender Komponist. Sein Werk umfasst Opern, Ballettstücke, Konzerte, Orchester-, Kammer-, Solo- und Chorwerke. Besonders bekannt ist er jedoch für seine Kammermusikkompositionen für Holz- und Blechbläser.