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Forschende graben im Irak 5000 Jahre altes Pub aus
Ein Restaurant besuchen, statt selber zu kochen, scheint bereits vor tausenden von Jahren angesagt gewesen zu sein. Nur etwa einen halben Meter unter der Erde entdeckten Archäologinnen und Archäologen in Lagash, dem heutigen al-Hiba, im Irak eine Taverne aus dem Jahr 2700 vor Christus.
Bei den Ausgrabungen legten die Forschenden einen Open-Air-Essbereich, einen Raum mit Bänken, sowie einen Ofen, antike Essensreste und eine Art Kühlschrank frei.
Kühlschrank und Schalen mit Essensresten
Wie Reed Goodman, ein Archäologe der Universität Pennsylvania gegenüber «CNN» berichtete, fand man erst den offenen Innenhof. Später erweiterte das Team die Grabungen und stiess auf einen grossen Ofen und eine Art antiken Kühlschrank. Dutzende Schalen, inklusive Fischresten, gaben Aufschluss darüber, dass der offene Innenhof als Essbereich genutzt wurde.
Frühere Ausgrabungen konzentrierten sich auf religiöse Reliquien und die Absicht, die elitäre Gesellschaft zu verstehen. Während en aktuellsten Ausgrabungen legen die Forschenden Wert darauf, ein breiteres Verständnis für die Städte und ihre Geschichten zu entwickeln.
Nicht nur reich und arm
Die Entdeckung der tausend Jahre alten Taverne unterstützt die Theorie, dass die damalige Gesellschaft vielschichtiger war, als bisher angenommen. Demnach soll sie sich nicht nur in Reiche und Sklaven unterteilt haben. Die Tatsache, dass man sich an öffentlichen Treffpunkten zu einem Bier oder einem Eintopf traf, spreche dafür, dass die Bevölkerung auch eine Mittelschicht umfasste. «Sie arbeiteten nicht unter der Tyrannei der Könige», sagte Goodman.
(roa)