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Diese Lokomotive wurde von 1922-1925 in einer Stückzahl von 26 Exemplaren von SLM Winterthur und SAAS Genève erbaut. Sie war als leichte Schnellzugslok vorgesehen.
Sie waren 81t schwer und erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h.
Die 10218-10226 wurden in den sechziger Jahren für die Autozüge am Gotthard umgebaut.
Die letzten Einsatzgebiete waren die Autozüge am Gotthard sowie Regionalverkehr im Freiamt.
Ab 1979-1983 wurden die Maschinen stillgelegt, da ihr Einsatzgebiet von schnelleren und vor allem leichteren Loks übernommen wurde.
Die 10217 ist die letzte ihrer Bauart.
Die symmetrisch aufgebaute Lokomotive entspricht im Bereich des Antriebes weitgehend den Be 4/7. Gegenüber der Ae 3/6 I und Ae 3/6 II machte sich bald ein Nachteil der Ae 3/5 schmerzlich bemerkbar: Ihr Kurvenlauf war miserabel; sie liefen „eckig“. Das ging soweit, dass man sie von der kurvenreichen Strecke nach Vallorbe zurückziehen musste, weil sie Gleisverschiebungen verursachten. Die vorgenommenen Verbesserungen brachten nicht den erwarteten Erfolg und man krempelte deshalb die Lokomotive mechanisch um auf die Achsfolge 2’Co1’. Es entstand daraus die Ae 3/6 III.
Die Schwierigkeiten in der Materialbeschaffung während des zweiten Weltkrieges spielten der Ae 3/5 übel mit. 1944 musste wegen Achs- und Antriebsfederbrüchen die Höchstgeschwindigkeit auf 75 km/h reduziert werden. Diese Massnahme konnte erst im Januar 1946 rückgängig gemacht werden.
Die Antriebsfedern blieben wegen ihrer Beanspruchung auf Zug, Druck und Biegung auch dann ein heikles Bauteil, als wieder erstklassiger Federstahl erhältlich war. Es wurde nach Verbesserungen gesucht und so wurden ab 1956 auf allen Lokomotiven mit dem gleichen Antrieb die Antriebsfedern durch in Federtöpfen geführte Gummiklötze ersetzt.
Die erste Teilserie erhielt die Einrichtungen für die Sicherheitssteuerung erst nachträglich. Ab 1957 wurde die Bremse umgerüstet und eine Schleuderbremse eingebaut.
Die zweite Serie wurde zwischen 1963 und 1966 für die Fernbedienung von Steuerwagen aus und den Einsatz in Auto-Pendelzügen an Gotthard und Simplon hergerichtet. Eine Eigenart dieser Fernbedienung war es, dass eine Vielfachsteuerung von Lokomotive zu Lokomotive nicht zulässig war. Vom Steuerwagen aus konnten hingegen bis zu zwei Lokomotiven ferngesteuert werden.
Einsatzbereich und Depotzugehörigkeit der Lok 10217:
- 1926-1957 Lausanne
- 1957-1982 Bern
- 1982 Historisches Fahrzeug, Depot Bern
- 2005 Olten
- Betreuung durch Team Bern/Olten