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Das defekte vordere Kreuzband wird arthroskopisch ohne Blutsperre durch das mittlere Drittel der Patellarsehne ersetzt. Das Transplantat wird mitsamt annähernd zylindrischen Knochenzapfen an beiden Enden durch zwei kleine quere Inzisionen entnommen. Der Femur-Tunnel wird nicht transtibial "single shot", sondern durch die anteromediale Arthroskopie-Pforte ohne laterale Inzision angelegt. Der Femur- und der Tibiatunnel werden aufdilatiert und nicht wie gewöhnlich aufgebohrt, d.h. die relativ weiche Spongiosa wird verdichtet, damit das Transplantat fest verankert wird und ein schnelles Einwachsen der Knochenzapfen errreicht wird.
Das Einbringen des Transplantates erfolgt mittels Gewinde-Spick-Draht durch den Tibiatunnel und die Fixation im Knochen durch biodegradierbare Interferenz-Schrauben. Diese Schrauben haben einen speziellen Antrieb und einen dazugehörenden Schraubendreher, welcher die optimale Kraftübertragung vom Schaubendreher auf die relativ brüchige bioresorbierbare Schraube erlaubt.
Durch die Operation ohne Blutsperre wird eine Kompromitierung der Muskulatur und des Gefäss-Nerven Bündels durch direkten Druck und Ischämie vermieden. Dieses bietet eine gute Voraussetzung für eine eine schnelle postoperative Rehabilitation (Guanche, Gutin) . Zwei kleine Querinzisionen sind kosmetisch befriedigend, und da sie über dem Sehnen-Hebe-Defekt ein weitgehend intaktes Retinakulum hinterlassen, verursachen sie deutlich weniger postoperative Schmerzen und Komplikationen (Mishra). Das Patellarsehnen Transplantat wird mit annähernd zylindrischen Knochenzapfen an beiden Enden entnommen. Dieses reduziert einerseits das Fraktur-Risiko in der Patella, andererseits wird in den Knochenkanälen ein optimaler "Pressfit" gewährleistet (Shapiro).
Der Femur-Tunnel wird durch die mediale Arthroskopie-Pforte an der optimalen Stelle im hinteren Notch, ohne Behinderung durch einen engen transtibialen Knochenkanal, angelegt (O'Donnell). Femur- und Tibia-Tunnel werden aufdilatiert, d.h. die relativ weiche Spongiosa wird verdichtet, so dass ein fester Transplantat-Sitz entsteht (Johnson). Das Transplantat wird von distal her mit einem Spickdraht durch den Tibiatunnel eingeschoben und erlaubt so die korrekte Rotation des proximalen Knochenzapfens im Femur-Tunnel.
Die Transplantat-Fixation im Knochen erfolgt durch bioresorbierbare
SYSORB-
Interferenzschrauben. Diese bieten eine optimale Primärverankerung,
erlauben die ungestörte Durchführung von eventuell notwendigen radiologischen
Nachuntersuchungen und Zweitoperationen für Metallentfernungen sind obsolet
(Barber,
Johnson,
Stahelin.)
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