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Lesen wir im Kaffesatz, orakeln also über den Wahlausgang von Sonntag.
Zunächst gilt es festzuhalten, dass nicht drei Kandidaten im Rennen sind, sondern vier.
Der vierte Kandidat heisst “Übrige”.
Dieser vierte Kandidat ist für die Rechnerei nicht unerheblich. Denn mit irgendwelchen Namen von realexistierenden Menschen auf den Wahlzetteln rückt die 50 %-plus-eine-Stimme-Grenze sowohl für Herrn Nussbaumer als auch für Herrn Weber etwas weiter weg.
Und dieses Etwas-weiter-weg kann am Sonntag entscheidend sein. Für den zweiten Wahlgang.
Man kann also folgende Zahlen in den Raum stellen:
- Kandidat Schafroth 7% bis 12 %
- Kandidat Übrige 5% bis 10 %
Was im Minimum 12% ergibt und bedeutet, dass für die beiden jeweils noch zu 44 % übrig bleiben.
Weil wir davon ausgehen können, dass sowohl Herr Nussbaumer als auch Herr Weber 38 % erreichen werden, fehlen beiden Kandidaten 6% zum Sieg, sie blockieren sich dicht unter der 50 %- Hürde.
Mit anderen Worten, ein zweiter Wahlgang wird nur vermieden, wenn die Kandidaten Schafroth und Übrige am Sonntag unter einem 10%-Stimmenanteil liegen.
Kommt es tatsächlich zu einem zweiten Wahlgang, dann ist die Ausgangslage, auch oder gerade wegen der Vakanz Zwick, eine völlig neue.
Denn man kann davon ausgehen, dass das bürgerliche Lager geschlossen für den Ballmer-Sitz kämpfen wird und danach ebenso geeint für die Zwick-Nachfolge.
Deshalb behaupten wir mal: Herr Weber würde die zweite Runde für sich entscheiden.
PS: Anders als Journalisten bereits spekulieren, denke ich nicht, dass Herr Nussbaumer bei einer Niederlage im zweiten Wahlgang erneut gegen den CVP-Kandidaten antreten wird. Ich meine, dreimal bei einer Regierungsratswahl zu verlieren, muss doch jedem reichen. Oder etwa nicht?