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Nachdem sich bei einem ihrer Getriebe vor zwei Jahren im Betrieb Schrauben lösten, stellte Rollstar in Egliswil intern alle Prozesse infrage: Ein Projektteam wälzte Normen, analysierte und änderte Konstruktionen. Eine völlig neue Schraubtechnik sowie definierte Prüfprozesse sind das äussere Ergebnis eines umfassenden inneren Wandels, der alle Abteilungen inklusive Management erfasst hat. Konkret geht es um die jeweils 20 M16-Schrauben des oberen Flanschdeckels eines Planetengetriebes, das mit Abtriebsdrehmomenten von bis zu 100 000 Nm später in schweren Tunnelbohrmaschinen oder Biegemaschinen eingesetzt wird. Geschäftsführer Ulrich Ziegler zog nach dem Vorfall Atlas-Copco-Vertriebsberater zu Rate, um im Falle von Produkthaftungsfragen nachweisen zu können, alles Erforderliche getan zu haben, um die Montage der Schrauben abzusichern.
Der Verbesserungsansatz: Die Schraubverbindungen werden jetzt anstatt mit dem früher verwendeten, schweren Impulsschrauber vom Typ EP 25 PTX mit einem gesteuerten Hochmomentschrauber des Typs «Tensor Revo» (Typ: Tensor ETP ST101-750-25-F) von Atlas Copco angezogen, der im Articulated Arm desselben Herstellers fixiert ist. Der wesentlich leichtere Schrauber ist für Drehmomente von 220 bis 750 Nm ausgelegt. Jede der Schrauben wird heute vom Schraubsystem mit 220 Nm unter Überwachung eines vorgegebenen Drehwinkelfensters festgezogen und alle Schraubergebnisse werden mit der Tools-Net-4000-Software von Atlas Copco gespeichert.