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Keine St. Luzi-Brücke für Chur
Hoch über Chur soll einen neue Brücke den Autoverkehr ins Schanfigg bringen. Das Vorhaben geistert seit 50 Jahren herum. Bundesgeld soll es ermöglichen. Dagegen wehrt sich eine Petition.
Die St. Luzibrücke ist ein unnötiges Strassenbauprojekt des Kantons Graubünden. Die Brücke, welche die Schanfigger- mit der Julierstrasse verbände, soll die Stadt Chur vom Verkehr entlasten und Arosa besser erschliessen. Annahmen, die zur Zeit der Erstplanung gemacht wurden, treffen nicht mehr zu. Das Bauprojekt ist zu teuer, unverhältnismässig und führt zu Mehrverkehr, was in der heutigen Zeit schlichtweg nicht verantwortbar ist. Die Idee für dieses Projekt existiert schon seit den 1970er Jahren. Im Jahr 2005 wurde sie wieder aufgegriffen und es wurde eine Nutzwertanalyse ausgearbeitet, welche das Projekt mit einer Verbreiterung der Arosastrasse im Stadtgebiet von Chur verglich. Damals gewann die Brücke knapp. Später wurde das Projekt aber vom Bundesgericht aufgrund von Klagen der Einwohner im Talgrund gestoppt. Der Kanton hat eine neue Variante ausgearbeitet, welche deutlich teurer ist, jedoch den Auflagen des Bundesgerichts entsprechen soll. Im Sommer 2020 wurde ein Projektwettbewerb ausgeschrieben, um neue Entwürfe zu erlangen. Am 5. Februar ging eine Petition an den Grossen Rat des Kantons Graubünden, mit der Forderung, das Projekt zu sistieren. Klimastreik Graubünden unterstützt dieses Anliegen und sammelt dafür Unterschriften.
Die Forderungen der Petition:
1. Die Planung der Verbindung zwischen der Julier- und der Arosastrasse mit einer Brücke vom Araschgerrank zum Brandacker ist zu sistieren. Der Projektwettbewerb ist abzubrechen.
2. Vor jeglicher weiteren Planung sind die bisher vorgebrachten Argumente und Planungsvorgaben für die Brücke sowie die gestützt darauf erarbeiteten Entscheidungsgrundlagen einer nochmaligen Prüfung zu unterziehen und auf die heutigen Gegebenheiten anzupassen. Dabei sind die heutigen und zukünftigen Erkenntnisse und Erfordernisse für einen umweltgerechten motorisierten Verkehr mit einzubeziehen.
3. Der Ausbau der bestehenden Strasse ist unter Berücksichtigung der Resultate aus der vorgenannten Untersuchung und der in diesem Bericht enthaltenen Vorschläge näher zu prüfen.
Hier geht's zur Unterschriftensammlung von Klimastreik Graubünden.