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Überbauung Stadtbach, Bern, 2005
Eine wechselvolle Geschichte und eine bewegte Topographie prägen die durchmischte Bausubstanz des Stadtbachquartiers. Auf einer Abbruchparzelle entsteht ein langer, schlanker Gebäuderiegel mit beidseitigen Erkern. Die unteren zwei Bürogeschosse sind in den steilen Südhang gebaut, die frei stehenden Obergeschosse beherbergen Wohnungen. Mit zwei Bauten des späten 19. Jahrhunderts – der ersten Ovomaltinefabrik Gustav Wanders und einem alten Mehrfamilienhaus – bildet der Neubau einen Ankunftshof. Eine Eiche markiert die Adresse. Der asphaltierte Vorplatz ist streifenförmig mit Betonbrettern belegt. Betonwände befestigen den Zugang zur Einstellhalle, die Böschungen und den Kellerabgang des alten Hauses. Dessen Garten wird hergerichtet und den neuen BewohnerInnen zur gemeinsamen Nutzung angeboten. Ein Treppenaufgang an der Ostseite der Anlage erschliesst den hangseitigen privaten Grünstreifen. Zwei Eingänge führen seitlich vom Wildhainweg und Pavillonweg aus in den Neubau. Eine mit Andeerkies befüllte Stufe wird vor die Bürofassade auf den harten Vorplatz gelegt. Senkrecht zum Haus werden in unregelmässiger Anordnung Betontröge aufgestellt. Sie sind als kleine „Arboreten“, als botanische Sammlungen mit gemischten Gehölzen bepflanzt. Sie eignen sich aber auch als Sitzbänke. Die dadurch entstehenden Sitznischen schaffen auf knappem Raum Privatheit. Die Schwelle des Kiesbelags entschleunigt. Beides schützt die Intimität der Büros, ohne ihnen das Tageslicht wegzunehmen.