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Sartane sind täglich verabreichte Tabletten für Menschen mit dauerhaft erhöhtem Blutdruck ohne erkennbare Ursache. Beim häufig zur Senkung des erhöhten Blutdrucks eingesetzten Medikament Olmesartan bestand der Verdacht, dass es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen könnte. Zudem ist nicht bekannt, ob das Medikament hilft, länger zu überleben oder dass es zu weniger Erkrankungen kommt. Dieser Bericht vergleicht die Wirksamkeit und Sicherheit sowie die Kosten von Olmesartan-Therapien mit allen anderen verfügbaren Sartan-Therapien in der Schweiz. Überprüft wurden auch ethische, soziale und organisatorische Aspekte eines allfälligen Entscheids, Olmesartan künftig nicht mehr zu vergüten.
Für die medizinischen Aspekte wurden 72 Studien einbezogen. Beim Vergleich der Kosten konnten die ausländischen Studien nicht auf die Schweiz übertragen werden. Es wurde ein auf die Schweiz abgestimmtes Rechenmodell erstellt, das Daten aus einer Langzeitstudie verwendete und finanzielle Szenarien simulierte. In den medizinischen Vergleichsstudien zeigte sich, dass Olmesartan sowohl bei der Senkung des oberen als auch des unteren Blutdruckwerts die gleiche oder sogar eine bessere Wirkung erzielte wie die anderen Sartan-Therapien. Auch die Risiken waren bei allen Sartan-Therapien ähnlich. Ein vermutetes erhöhtes Risiko für eine Darmentzündung nach der Einnahme von Olmesartan konnte gemäss Ergebnissen aus verschiedenen Studien nicht eindeutig bestätigt werden.
Der Bericht kommt zum Schluss, dass Olmesartan eine gleiche oder bessere Wirkung wie andere Sartan-Therapien erzielt und dass die Risiken ebenfalls ähnlich sind. Im Kostenvergleich zeigte ein Szenario Kosteneinsparungen beim Wechsel auf andere Sartan-Therapien, zwei andere Szenarien gingen von Mehrkosten aus, was sich mit Preisunterschieden und den Kosten für zusätzliche Arztbesuche für die Medikationsumstellung erklären lässt. Der Bericht kommt zu folgendem Schluss: Bei einem allfälligen Entscheid, Olmesartan nicht mehr zu vergüten, benötigen die Ärztinnen und Ärzte vorab entsprechende Informationen, und die Versorgungssicherheit mit alternativen Medikamenten muss gewährleistet sein.