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Venus und Serena Williams, Sheryl Sandberg, Malala – das sind nur einige der Frauen, die Annie Leibovitz für eine Porträtserie fotografiert hat. Die Bilder werden in Zürich gezeigt.
Leibovitz erschien persönlich an der Pressekonferenz in Zürich zur Eröffnung ihrer Ausstellungexterner Link. Die Porträtserie, eine Fortsetzung eines Projekts von 1999, wird von der Schweizer Bank UBSexterner Link finanziert. Die Ausstellung ist für das Publikum ab dem 28. Januar offen.
Die 67-jährige Fotografin ist berühmt für ihre Bilder von Promis, unter anderem vom nackten John Lennon neben seiner bekleideten Frau Yoko Ono oder von der nackten und schwangeren Schauspielerin Demi Moore.
Leibovitz erzählte, wie sie vor 17 Jahren – mit ihrer inzwischen verstorbenen Partnerin Susan Sontag – die Porträtserie von Frauen begann: Sie sei einfach hinausgegangen und habe Fotos von Minenarbeiterinnen, Lehrerinnen, Soldatinnen und Poetinnen aufgenommen, aber auch von einer Obdachlosen und einer zum Tode verurteilten Frau. "Das war eine sehr gute Basis. Als ich das Projekt wiederaufnahm, wollte ich aber Frauen porträtieren, die in unserem kollektiven Bewusstsein sind und die etwas erreicht haben", sagte sie zu den Journalisten.
Selbstbewusste Frauen
Die Frauen im Jahr 2016 sind selbstbewusster als vor 17 Jahren. "1999 war es schwierig, eine Frau mit einem eigenen Unternehmen zu finden", sagte Leibovitz. In der jetzigen Porträtserie sind Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg und Filmproduzentin Kathleen Kennedy zu sehen.
Leibovitz wollte auch die jüngste Nobelpreisträgerin aller Zeiten, Kinderrechts- und Bildungsaktivistin Malala Yousafzai, in der Serie haben. Sie fotografierte die 19-Jährige aus Pakistan passenderweise in einem Klassenzimmer.
Besonders eindrücklich ist ein Porträt der Tennisstar-Schwestern Venus und Serena Williams. Es wurde im September 2016 aufgenommen, nachdem Serena unerwartet den Halbfinal der US Open und damit den Platz Eins der Weltrangliste verloren hatte.
Weitere Porträts geplant
Ob es noch weitere Porträts von Frauen geben werde, wollte swissinfo.ch von Leibovitz wissen. "Ich werde diese Art von Arbeit fortsetzen", antwortete sie. Konkret seien Porträts der Frauenrechtsaktivistin Cecile Richards und der bekannten Journalistin Christiane Amanpour geplant.
(Adaptiert aus dem Englischen: Sibilla Bondolfi), swissinfo.ch