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00 (2018)
Ort: Naters
Wettbewerbsbeitrag: Schulhaus Bammatta
Projekttext
Die Schulanlage Bammatta liegt östlich des Dorfzentrums von Naters und wurde im Geiste des späten Rationalismus Mitte der 70er-Jahre vom Büro Morisod und Furrer erstellt. Heute bildet dieses Ensemble zusammen mit dem markanten Baumbestand und den zentralen Sportplätzen einen starken Campus Charakter. Die bestehende Anordnung wird als Qualität des Ortes gesehen und soll bewahrt bleiben.
Der Beitrag sieht vor das neue Primarschulhaus an der nordwestlichen Ecke des Campus zu erstellen und den Kindergarten zu ersetzen. Aus städtebaulichen und ökonomischen Gründen wird bewusst auf eine Verschiebung der zentralen Sportplätze verzichtet. Der grosse Freiraum im Zentrum der Schulanlage bleibt erhalten. Der verschränkte Baukörper bettet sich in den bestehenden Baumbestand ein und schliesst den Campus zur Umgebung ab. Der Neubau steht orthogonal zum OS-Gebäude und sucht dessen Nähe. Der bestehende Wallnussbaum markiert das Zentrum des neuen Pausenplatzes und fungiert als Filter zwischen den zwei Gebäuden. Als Treffpunkt oder Ort der spontanen Begegnung dient eine Sitztreppe, die gleichzeitig den Platz von der Bammattastrasse trennt. Auf eine bauliche Anbindung wird bewusst verzichtet und folglich wird die Idee einer pragmatischen Verbindung über Plätze, analog dem Bestand, weiter gestrickt.
Das Foyer im Erdgeschoss wird über den gedeckten Aussenraum betreten. Daran angegliedert sind zwei Klassenzimmer sowie das Entrée des Kindergartens. In den Obergeschossen sind die Klassenzimmer und die Mehrzweckräume angeordnet. Die Einfachheit der Grundrissfigur ermöglicht eine effiziente Erschliessung. Ein kompakter Kern bildet die Mitte des Gebäudes. Um den Kern ist die horizontale Erschliessung angeordnet. Die vier quadratischen Klassenzimmer schliessen daran an. Alle Zimmer profitieren von einer zweiseitigen Belichtung, die eine vielseitige Möblierung ermöglicht und den heutigen pädagogischen Anforderungen entspricht.
Die Primärstruktur aus Holz wird als Zangenkonstruktion ausgeführt. Zwei Windverbände und der Betonkern übernehmen die Aussteifung der Konstruktion. Die Fassade folgt der gleichen Logik. Einfach aufgesetzte Fensterfelder in Aluminium, in Anlehnung an das OS-Gebäude, gliedern die Holzfassade. Die olivgrünen Storenkästen verleihen dem Primarschulhaus einen leichtfüssigen Ausdruck und dienen im Sommer dem direkten Sonnenschutz. Die lichtgrau lasierte Fassade verleiht dem Holzbau eine Abstraktion und bildet mit den Bestandsbauten eine Einheit. Durch die Direktheit der verwendeten Materialien und der einfachen Fügung erhält der Entwurf eine eigene Identität.