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Leucin,
zu den
Amidosäuren (s. d.) gehöriger Körper.
Leucin ist α-Amidocapronsäure,
CH3. (CH2)3.CH(NH2).COOH, und findet sich in verschiedenen tierischen Säften, z. B.
in der
Bauchspeicheldrüse, in altem
Käse, auch in keimendem Wicken- und Kürbissamen. Es entsteht aus den Eiweißkörpern
bei der
Verdauung im
Dünndarm (neben
Tyrosin), bei der Fäulnis und beim
Kochen mit verdünnten
Alkalien
und Säuren. Es krystallisiert in weißen, fettartig sich anfühlenden Schüppchen, ist schwer in Wasser, noch schwerer in
Alkohol, gar nicht in
Äther löslich. Es schmilzt bei 170° und kann bei vorsichtigem Erhitzen unverändert sublimiert werden.
Leucin verbindet sich sowohl mit Säuren wie mit
Basen. Durch salpetrige Säure wird es in die krystallisierende,
bei 73° schmelzende
Leucinsäure oder α-Oxycapronsäure, CH3. (CH2)3.CH(OH).COOH, umgewandelt.