Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03656.jsonl.gz/2164

Fabiano Alborghetti geboren 1970 in Mailand, lebt in Rancate. Er hat mehrere Gedichtsammlungen publiziert, zuletzt «L’opposta riva dieci anni dopo» (La Vita Felice, 2013). Seine Gedichte wurden für Anthologien und Zeitschriften in viele Sprachen übersetzt. Er setzt sich in vielen Bereichen für die Lyrik ein und ist Redaktor der Onlineversion der Zeitschrift «Atelier». 2014 wurde er mit einem Werkjahr der Pro Helvetia ausgezeichnet.
«Wenn wir aufhören, uns zu übersetzen, hören wir auf, uns zu verstehen, und dann hören wir auf, miteinander zu leben», schrieb einst Karl Dedecius. Welche Rolle spielen Übersetzungen für das Entstehen einer gemeinsamen Kultur in der vielsprachigen Schweiz?
«Hier ist die Réception, guten Abend, Mr. Harrison, how can I help you?» Die Stimme antwortet mir in breitgekautem Amerikanerenglisch. Ich habe den Namen vom Display des Telefons abgelesen: Es ist eine Regel des Hauses, dass man den Gast immer beim Namen nennen muss. Damit er versteht, dass wir wissen, wer er ist. Der Gast […]