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Hergestellt von Bearcat, Electra Company, Cumberland, IN.
Von Bearcat, die Firma machte vor allem mit Scanner-Empfängern auf sich aufmerksam, wurde ein Kurzwellenempfänger mit Ambitionen hergestellt, der von Uniden entwickelt worden war.
Unter der Bezeichnung Bearcat kamen vor allem Scannerempfänger, mit denen auch allerlei Funkdienste unerlaubt abgehört werden konnten, auf den Markt. 1983 brachte Bearcat einen „grossen“ Kurzwellenempfänger auf den Markt, und trat so in Konkurrenz zu Sony, Panasonic (DR-31), Philips (D 2999) oder Yaesu. Das Gerät wurde von Uniden entwickelt, bekannt wurde diese Firma beispielsweise mit dem CR-2021, dem verbesserten Folgegerät des Sony ICF-2001.
Der grosse Bearcat wirkt eindrücklich, die Empfangseigenschaften und die Verarbeitung waren nicht ganz so eindrücklich, wie die äussere Erscheinung, was dem Gerät rasch einen schlechten Ruf einbrachte. Verglichen mit den USA ist es hierzulande noch seltener anzutreffen.
Das querformatige Gerät kann mit dem Tragebügel schräg aufgestellt werden, in einem leichten Winkel sind die Bedienelemente auf der Frontplatte angenehm zu erreichen. Der DX1000 ist als Portabelgerät ausgelegt und wird von einem center - positiven 12V - Netzteil oder alternativ mit acht UM-1 Monozellen versorgt. Um die Uhr und die Speicherinhalte zu erhalten, benötigt der Empfänger drei weitere UM-3 Mignonzellen, das Batteriefach findet sich ebenfalls hinter dem Metalldeckel auf der Rückseite.
Das linke Viertel der Frontplatte wird vom Lautsprechergrill eingenommen, darunter liegt die 6,3 mm - Klinkenbuchse für den Kopfhörer.
Im rechten Viertel der Frontplatte finden sich der Abstimmknopf, leider aus Kunststoff ausgeführt und ohne guten Schwungradeffekt, daneben der Regler für die Rauschsperre SQUELCH und den Feinabstimmknopf, der beim Einseitenband empfang die Abstimmung auch zwischen den 100 Hz - Schritten des PLL-Synthesizers erlaubt. Darüber liegen das analog ausgeführte Feldstärkemessinstrument und die rote LED - Anzeige, welche die Empfangsfrequenz auf 1 kHz oder alternativ auch die Uhrzeit angibt.
Das mittlere Frontplattensegment kann dreigeteilt beschrieben werden:
In der obersten Reihe liegen die LED-Anzeigen für die Betriebsarten, Abstimm - Modi, etc.
In der mittleren Reihe findet sich oben der als Doppelpoti ausgeführte Lautstärkeregler, der äussere Ring bedient die Tonblende; darunter liegt der RF - Abschwächer, ein richtiger RF-Gain / Hf-Verstärkungsregler fehlt beim DX1000 leider. Daneben liegen runde Tasten in grosser Anzahl, rechts die quadratischen Tasten des Ziffern - Frequenzeingabeblocks. Eine Markierung der Taste „5“ sehbehinderten Hörern die Frequenzeingabe erleichtern würde, ist ebenfalls nicht vorgesehen.
In der untersten Reihe finden sich Drucktasten für Funktionen, deren Einstellungen nicht gespeichert werden können. Neben dem Hauptschalter liegen die Tasten zur Wahl der ZF-Filter, den Noise Blanker, die AGC-Geschwindigkeit und die Abstimmschrittweiten 100 Hz und 1 kHz, die Frequenzanzeige gibt die Frequenz allerdings nur auf 1 kHz genau aus.
Beim ersten Einschalten muss zunächst die Uhrzeit mit Hilfe der Zifferntasten im 24 Stunden - Format eingegeben werden, ein Druck auf die E(nter)-Taste startet die Uhr. Auf die zweite Uhrzeit (beispielsweise für GMT) wird durch einen Druck auf CLOCK gewechselt, hier muss nun nur noch die Stunde eingegeben und mit E(nter) gesichert werden.
Zum Betrieb muss zunächst die Art der Frequenzeinstellung gewählt werden: Die Taste MANUAL schaltet um zwischen Frequenzeinstellung mit dem Abstimmknopf (angezeigt durch die Tuning Mode Leuchtdiode DIAL) und der Frequenzeingabe über den Ziffern - Tastenblock (Tuning Mode KEY). Dabei wird die Frequenz in kHz eingegeben und mit E(nter) bestätigt - der Empfänger springt sofort auf die eingegebene Frequenz. Eingaben mit einem Punkt (.) werden als MHz-Eingaben behandelt.
Bei Sendersuche mit dem Abstimmknopf kann mit der Taste STEP zwischen 1 kHz und 100 Hz Abstimmschritten gewählt werden, zur optimalen Abstimmung beim CW- und Einseitenbandempfang kann mit dem FINE TUNING - Knopf zwischen den Schritten fein eingestellt werden.
Die Betriebsartentasten lassen zwischen AM, USB, LSB, CW und auch FM-Empfang (beispielsweise zur Verfolgung des CB-Funkverkehrs bei 27 MHz) wählen, zum Empfang einer Kurzwellenrundfunkstation ist AM zu wählen. Je nach Empfangssituation kann das „scheunentorbreite“ 12 kHz-Filter eingesetzt werden, oder es muss bei Nachbarkanalstörungen auf 6 kHz und vor allem zum CW- und SSB-Empfang auf das 2,7 kHz-Filter zurückgegriffen werden.
Mit dem Lautstärkeregler kann auf angenehme Lautstärke eingestellt werden.
Als Portabelempfänger spielt der DX1000 recht gut mit kurzen resp. Teleskopantennen, Langdrahtantennen können rasch zur Überlastung der Eingangskreise führen - das Gerät ist nicht für europäische Verhältnisse mit hohen Feldstärken konzipiert worden.
Bei kritischen Fällen kann bei Überrladungserscheinungen mit dem Abschwächer Abhilfe geschaffen werden, gute Dienste leistet ein Antennentuner, wie der FRT-7700.
Per Knopfdruck auf MEMO, eine Zifferntaste und E(nter) kann eine empfangene Frequenz abgespeichert werden, mittels MEMO, Zifferntaste und RECALL kann eine gespeicherte Frequenz wieder aufgerufen werden. Über die Programiermöglichkeiten von Suchlauf und Timer gibt das Handbuch Auskunft, das bei Rigpix heruntergeladen werden kann. Über mittels der Timerfunktion geschaltete Relaiskontakte kann sogar ein externes Tonbandgerät aktiviert werden.
Empfangsmässig mag der Bearcat DX1000 mit andern Empfängern mit gleicher Ausstattung und Preis nicht mitzuhalten: er neigt bei hohen Signalpegeln zu Überladungserscheinungen, welche vor allem den Empfang schwacher Signale in Rundfunkbändern mit zahlreichen starken Stationen sehr schwierig machen. Ich stufe das Gerät als Sammlergerät ein, empfangsmässig wird es von einem FRG-7, R-1000 oder auch dem Sony ICF-2001D rasch in den Schatten gestellt. In der Sammlung nimmt es dank seiner äusseren Erscheinung einen schönen Platz ein, allerdings ist der DX1000 nur selten auf Flohmärkten zu finden.
Doppelsuper mit hochliegender erster ZF, PLL-Frequenzsynthese zur Frequenzaufbereitung.
Das Gerät ist halbleiterbestückt.