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Im Norden Spaniens, in der Provinz Leon, befindet sich das grosse Weingut Dominio de Tares
Allerdings wird das Weingut nicht aus einer Hand bewirtschaftet, sondern befindet sich in vielen Händen: Über die Jahrhunderte wurden immer wieder die Ländereien vom Vater auf die Söhne vererbt, so dass das Land geteilt und wieder geteilt wurde. Das ist nichts Spezielles, was es nur in der Provinz Leon geben würde: Vergleichbare Weingüter findet man auch in Burgund.
Spezielle Lagen für spezielle Weine
Das Weinbaugebiet selbst ist von Bodenwellen durchzogen, so dass sich ganz natürlich bessere Lagen mit hoher Sonneneinstrahlung und nicht ganz optimale Lagen mit weniger Sonnenschein ergeben. Jede Lage bringt ihren ganz eigenen, speziellen Wein hervor. Dominio de Tares befindet sich durchschnittlich auf 650 m über dem Meeresspiegel.
Die Erde, auf der diese besonderen Weine wachsen, setzen sich aus Ton, Kalkstein, Quarzit und Schiefer zusammen. Das moderate mediterrane Klima mit seinen kalten Wintern und den milden, warmen Sommern ist natürlich prädestiniert für den Weinbau: Es wird niemals zu heiss, und der meiste Regen fällt im Winter.
Traditioneller Anbau: Wein wird in Handarbeit hergestellt
Die Weine von Dominio de Tares werden in traditionellen Weinbergen angebaut, in die man mit dem schweren Gerät, das heutzutage im Weinbau verwendet wird, nicht hineinkommt. Die Weine entstehen also von Anfang an in reiner Handarbeit. Geschuldet ist das dem Gelände, in dem sie wachsen. Denn die Weinberge von Dominio de Tares wurden nie eingeebnet. Hier wachsen seit mehr als 100 Jahren Reben, und die zerstört man nicht einfach für einen Traktorpfad. Das ist in der Region nichts Besonderes, Dominio de Tares ist nicht das einzige Gut, das in den natürlichen Senken und Kesseln in Bierzo angelegt ist. Einige andere Güter sind schon moderne Plantagen, die Traktoren und anderes Gerät einsetzen können: Hier sind die Reihen, in denen der Wein angebaut wird, breiter. Die Lagen von Dominio de Tares haben Einfluss auf die Ernte. Hier werden nie mehr als 5.000 kg Trauben je Hektar geerntet. Das Maximum in der Region um Bierzo liegt bei 11.000 bis 12.000 kg je Hektar. Neben den üblichen Pilzinfektionen sind auch Frost im Frühjahr, Hagel und starker Wind Risiken für die Weinbauer.
Rote und weisse Weine von hoher Qualität
Mencia und Godello sind indigene Varianten, die nur hier in Dominio de Tares angebaut werden. Hier wird mit Weinbergen gearbeitet, die teilweise schon 100 Jahre und länger wachsen konnten. Die Weine sind elegant und komplex, so wie das Gebiet, aus dem sie kommen. Schaumweine sucht man hier vergebens: Dominio de Tares führt rote und weisse Weine, mehr nicht. Reifen dürfen die Weine zum Teil in französischen und amerikanischen Eichenfässern, zum Teil in der Flasche. Sie sind in der Regel recht jung und wollen auch jung getrunken werden. Trotzdem haben sie alle die Gravitas, die einen ernstzunehmenden, erwachsenen Wein ausmacht. Das sind keine leichten Modeweine, die man mal eben trinkt und wieder vergisst. Dominio de Tares hinterlässt mit seinen Weinen einen bleibenden Eindruck. Kein Wunder, dass die Weine teilweise immer wieder hoch ausgezeichnet werden.