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In der bulgarischen Hauptstadt Sofia begann das Zeitalter der elektrischen Strassenbahn 1898, als die Konzessionen für den Bau und den Betrieb von Tramlinien an eine belgische und eine französische Firma vergeben wurden. Am 1. Januar 1901 konnte der Betrieb von sechs Linien auf einem etwa 23 Kilometer langen meterspurigen Netz aufgenommen werden.
Anlässlich der Fusion der Basler Vorortsbahnen kam 1974 der X 102 von der Birseckbahn AG (BEB) zur Baselland Transport AG (BLT). Dabei handelte es sich um einen Materialtransportwagen, welcher auf einen Güterwagen der ehemaligen Sissach–Gelterkinden-Bahn (SG) zurückgeht und 1891 erbaut wurde.
Auf Weisung des Herstellers mussten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) per 13. März 2004 kurzfristig alle 28 Niederflur-Gelenkwagen Be 6/8 301–328 COMBINO stilllegen. An diesen Fahrzeugen waren Mängel entdeckt worden, welche einen sicheren Weiterbetrieb in Frage stellten (vgl. COMBINO Grounding). Trotz des überraschenden Ausfalls eines beträchtlichen Teils der Gesamtflotte gelang es den BVB seinerzeit, den fahrplanmässigen Trambetrieb nahezu vollständig aufrecht zu erhalten. Kurzfristig wurden Fahrzeuge der Baselland Transport AG (BLT) angemietet, zur Ausmusterung vorgesehene Anhängewagen reaktiviert sowie ein Museumsfahrzeug eingesetzt. Ferner wurden Revisionen zurückgestellt und der Fahrbereitschaft aller zur Verfügung stehenden Fahrzeugen höchste Priorität beigemessen.
Der COMBINO-Prototyp diente von 1996 bis 2002 sowohl zur Erprobung des Fahrzeugkonzepts und neuentwickelter Komponenten als auch als Vorführobjekt für potenzielle Kunden der neuen Niederflurstrassenbahn-Generation der DUEWAG AG bzw. der Siemens Duewag Schienenfahrzeuge GmbH. Dementsprechend verkehrte das Fahrzeug in zahlreichen Städten und wurde auf vielen Ausstellungen gezeigt.
Um das erhöhte Fahrgastvolumen, welches sich als Folge des neuen Umweltschutz-Abonnement ergeben hatte, bewältigen zu können, mussten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) unter anderem ihren Rollmaterialbestand aufstocken. Dies führte zur Beschaffung der 26 Be 4/4 477–502 «Cornichon». Ende 1986 – die Lieferung der Be 4/4 477–502 war noch im Gange – zeigte sich, dass zu wenig neue Motorwagen geordert worden waren. Neue Berechnungen ergaben einen Bedarf von 38 zusätzlichen Vierachsern oder 28 zweiteiligen Gelenkwagen. Der Entscheid fiel schliesslich zugunsten von Gelenkwagen.