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Sonnenatmosphäre (= Heliosphäre)
Die Sonnenatmosphäre ist die sichtbare Oberfläche der Sonne. Die Strahlung dieser Schicht kann noch direkt beobachtet werden.
Photosphäre
Die Photosphäre ist ein Teil der Sonnenatmosphäre. Der Grossteil der sichtbaren Strahlung kommt aus dieser Schicht.
Granulation
Die Oberfläche der Sonne, die Sonnenatmosphäre, ist nicht gleichmässig hell, sondern netzartig mit Zellen strukturiert. Die helleren Zellen, die Granulen, sind von dunkleren Neztstreifen, den Intergranula, umgeben. Das Netzwerk der Granulation verändert sich stetig. Zu keinem Zeitpunkt ist es stabil. Man geht davon aus, dass die bis 1'000 km breiten Granulen durch Konvektionsströme, welche ihren Ursprung im Innern der Sonne haben, beeinflusst werden.
Chromosphäre
Die Chromosphäre ist eine etwa 400 km mächtige Schicht über der Photosphäre, in welcher die Dichte des Plasmas stark abfällt. Die Schicht kann nur in Phasen der Sonnenfinsternis beobachtet werden. Die Chromosphäre verfügt über eine komplizierte Struktur.
Sonnenkorona
Die Sonnekorona ist die äussere Sonnenatmosphäre, welche sich Millionen von Kilometer weit in den äusseren Weltraum, den interplanetaren Raum, hinaus ausdehnt. Die Sonnenkorona verfügt nur über eine geringe Materialdichte.
Übergangszone
Die dünne, unregelmässig geschichtete Übergangszone trennt die kühlere Chromosphäre von der viel heisseren Sonnenkorona.
Sonnenflecken
Die Sonnenflecken sind eine Form der Sonnenaktivität. Sie werden von sehr starken Magnetfeldern verursacht, welche unterhalb der Photosphäre die Konvektionsströme unterbinden und damit die nach aussen fliessende Energieströme abschwächen.Sonnenflecken können sich über mehr als 20'000 km weit aussehen und erscheinen als dunkle Flecken auf der Sonnenoberfläche. Sonnenflecken treten meist in Gruppen und meistens in regelmässigen Zeitabständen auf. Ein Sonnenfleckenzyklus beträgt etwa 11 Jahre. Die Flecken verschwinden nach einiger Zeit wieder.
Flare
Flares (flare = engl. für Aufleuchten) sind gewaltige Plasma-Explosionen auf der Sonne, bei welchen Milliarden von Tonnen Gase zusammen mit energiereichen Ionen und anderen energiereichen atomaren Teilchen in die Atmosphäre geschleudert werden. Die plötzlich auftretenden Flares (Sonnenstürme) treten zusammen mit starken Magnetfeldern in Phasen mit Sonnenflecken auf. Flareausbrüche können wenige Minuten bis einige Stunden lang dauern. Flares haben auch Auswirkungen auf der Erde. Sie erzeugen u.a. Polarlichter und Störungen im Funkverkehr. Der Betrieb von Satelliten und Stromnetzen, die Bordelektronik von Flugzeugen sowie der Empfang von Funksignalen können während Phasen mit starken Sonnenstürmen beeinträchtigt werden.
Protuberanz
Protuberanzen sind Materialströme in der Sonnenatmosphäre. Es sind leuchtende Gasmassen mit geringer Dichte, welche aus der Chromosphäre der Sonne emporgeschleudert werden und oft Bögen von Hunderttausenden von Kilometern Länge bilden. In einer Protuberanz werden grosse Material- und Energiemengen weit ins Weltall hinaus geschleudert.
Sonnenwind
Sonnenwind ist ein ständig von der Sonne abfliessender Teilchenstrom aus Protonen und Elektronen. Der Sonnenwind bewegt sich entlang der Feldlinien des solaren Magnetfeldes.
Kern
Über die Bedingungen, welche im Innern der Sonne herrschen, ist noch wenig bekannt. Man geht davon aus, das im Kern der Sonne durch thermonukleare Reaktionen (Kernfusion von Wasserstoff zu Helium) riesige Energiemengen erzeugt werden. Der Bereich zwischen der Sonnenhülle und dem Sonnenkern ist mit Plasma besetzt.
Kernfusion
Das fortgesetzte Verschmelzen von Wasserstoffkernen ermöglicht es dem Stern, Energie in Form Licht und von elektromagnetischer Strahlung abzustrahlen. Eine Kernfusion liefert mehr Energie als eine Kernspaltung.

|Bei einer Kernfusion verschmelzen zwei Atomkerne zu einem stabilen Kern. Bei diesem Prozess entstehen ein oder mehrere freie Nukleonen. Protonen und Neutronen sind Nukleonen. Sie bilden den Atomkern. Einer der ersten Kernprozesse bei der Sternenbildung ist die Verschmelzung von vier Wasserstoffkernen zu einem Heliumkern.

Plasma
Plasma ist ein elektrisch leitendes, sehr heisses Gasgemisch aus frei beweglichen positiven und negativen Ladungsträgern sowie elektrisch neutralen Atomen und Molekülen.