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Ein Theatermonolog von Neil LaBute in der Inszenierung des Theaters Kanton Zürich
Wieviel wiegt eine Lüge? Faye ist Lehrerin aus Leidenschaft und zudem glücklich verheiratet. Dennoch beginnt sie eine Affäre mit einem jungen Mann und macht Erfahrungen, die sie nicht mehr für möglich gehalten hätte. Obwohl sie weiss, wie fahrlässig ihr Verhalten ist und wie gross der Verrat an ihrem Mann, gerät sie immer tiefer in den Strudel eines haltlosen Begehrens – bis endlich die Vernunft einsetzt und Faye eine Entscheidung treffen muss, die für alle Beteiligten schmerzhafte Konsequenzen haben kann.
Wie sehr entscheiden wir selbst über unser Schicksal? Gibt es ein Leben ohne Lügen und welches Gewicht haben sie? Wie viele Lügen hält eine Beziehung aus? Oder rettet eine Lüge eine Beziehung unter Umständen sogar? Die unterschiedlichen Facetten, die sich in zwischenmenschlichen Beziehungen zeigen, – vor allem auch in der Liebe, die gleichzeitig schützt und schutzlos macht. Der Monolog von Neil LaBute spricht diverse gesellschaftliche Probleme an. Die Beziehung von Faye mit einem Schüler löst die Frage aus, inwiefern sich eine Lehrperson auf einen ihrer Schutzbefohlenen einlassen darf. Wo ist die Grenze zwischen Unterstützung und Ausnutzung?