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13.07.2020 – 13:16
Nachprüfung bei der Korrektur der RNAV-Abflugverfahren ab Piste 15 in Richtung Westen
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Nachprüfung bei der Korrektur der RNAV-Abflugverfahren ab Piste 15 in Richtung Westen
Am 18. Juni 2020 trat die Korrektur der Abflugrouten ab Piste 15 in Richtung Westen in Kraft. Diese soll die Routen, wie ursprünglich geplant, über das weniger dicht besiedelte Gebiet zwischen den Gemeinden nördlich und südlich der schweizerisch-französischen Landesgrenze zurückführen. Eine erste Analyse zeigt, dass noch nicht alle Flugzeuge auf den korrigierten Flugrouten verkehren.
Zwischen dem 18. Juni und dem 8. Juli 2020 gab es 652 Abflüge nach Instrumentenflugregeln, der Grossteil davon gegen Norden. 286 Abflüge erfolgten nach Süden ab Piste 15, davon 66 auf den korrigierten Routen TORPA und MOROK Richtung Westen. Sie machen mit 23 Prozent der Flüge weniger aus als üblich, normalerweise liegt ihr Anteil bei etwa 45 Prozent. Die übrigen Starts ab Piste 15 erfolgten über das Abflugverfahren ELBEG nach Nordosten, weitere nach Süden bzw. Südwesten via die beiden OLBEN-Prozeduren bzw. das Flugverfahren LUMEL.
Der Flughafen hat im Rahmen seines Monitorings festgestellt, dass bei den Abflügen nach Westen auf den Routen TORPA und MOROK noch etwa die Hälfte der Flugzeuge zu weit südlich geflogen ist. Dies wird er nun umgehend zusammen mit der französischen Flugsicherungsbehörde DSNA (Direction française des services de la navigation aérienne) im Detail untersuchen und direkt mit den einzelnen Fluggesellschaften besprechen, um die Ursachen zu ermitteln und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Eine umfassende Analyse durch den Flughafen und die DSNA wird Ende September durchgeführt.
Im letzten Jahr hatten der Flughafen und die französische Flugsicherungsbehörde bei einer Überprüfung der per 31. Januar 2019 eingeführten überarbeiteten satellitenbasierten Abflugprozeduren (RNAV) ab Piste 15 festgestellt, dass sich die Flugspuren bei Starts ab Piste 15 mit Abflug nach Westen über die Wegpunkte TORPA und MOROK um einige 100 Meter nach Süden verschoben hatten. Dies führte zu einer höheren Lärmbelastung insbesondere in den Gemeinden Allschwil (CH), Schönenbuch (CH) und Hagenthal (F). Die Korrektur der Flugrouten wurde durch den Flughafen und die beiden Luftfahrtbehörden Frankreichs (DGAC) und der Schweiz (BAZL) initiiert und von der DSNA umgesetzt. Anschliessend wurden die neuen Flugwege mit Testflügen überprüft. Ziel war dabei die Flugspuren wieder – wie in der ursprünglichen Planung vorgesehen – über möglichst weniger dicht besiedeltes Gebiet zwischen den Gemeinden Allschwil (CH) und Hégenheim (F), zwischen Schönenbuch (CH) und Wentzwiller (F) sowie zwischen Hagenthal (F) und Folgenbourg (F) zurückzuführen.
Die am 18. Juni 2020 in Kraft getretene Korrektur betrifft die Abflugverfahren TORPA und MOROK. Beide neuen Routen können von beinahe allen am EuroAirport verkehrenden Flugzeugen geflogen werden. Lediglich besonders schwere oder grosse Flugzeuge, die aus technischen Gründen nicht in der Lage sind, die in den korrigierten Prozeduren vorgeschriebene engere Kurve zu fliegen, dürfen weiterhin auf den bisherigen Routen verkehren.
Nicht betroffen von der Änderung sind sämtliche anderen Abflugverfahren am EuroAirport. Dies gilt insbesondere für die Prozedur ELBEG, welche die Flugzeuge nach dem Start in einer 180-Grad- Kurve nach Norden führt. Der entsprechende Flugweg verläuft bei Allschwil weiter südlich als bei den Verfahren TORPA und MOROK. Wie im französischen Lärmvorsorgeplan PPBE (Plan de Prévention du Bruit dans l’Environnement) vorgesehen wird bis spätestens 2022 das ganze Abflugdispositiv ab Piste 15 neu beurteilt.
Der EuroAirport wird unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsgrundsätze betrieben. «Der Lärmschutz ist uns dabei ein wichtiges Anliegen», sagt Flughafen-Direktor Matthias Suhr. «Es gilt ein Gleichgewicht zwischen den Lärmschutzanliegen und dem volkswirtschaftlichen Nutzen zu finden. Dies unter der Voraussetzung, dass die Sicherheit des Luftverkehrs stets gewährleistet ist. Dieser Prozess ist anspruchsvoll und verlangt ein permanentes Ausbalancieren der verschiedenen Aspekte. Wir stellen uns dieser Herausforderung im Interesse der ganzen Region».
Kontakt
Stefan WYER, Leiter Public Affairs und Kommunikation
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