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Grösse: 7 – 10 Meter
Gewicht: 5 – 10 Tonnen
Populationsgrösse: weltweit zwischen 500'000 – 1'000’000
Allgemein
Südliche Zwergwale werden im Schnitt etwa 8 m lang und „nur“ ca. 8 t schwer, sind also, zusammen mit den nördlichen Verwandten, die kleinste Art der Furchenwale. Bis vor wenigen Jahren wurden alle Angehörigen der Zwergwale zu einer Art gezählt, erst seit 1998 werden sie als 2 Arten geführt. Sie sind sehr schnelle Schwimmer (wie Finn- und Blauwal auch), die zwischen 30 – 50 km/h schnell sein können. Sie können längere Wanderungen zurücklegen, sind jedoch auch ortstreu (wenn die Bedingungen stimmen). Die Kühe sind nur minimal grösser als die Bullen, die Kälber messen bei der Geburt ca. 2.5 m und wiegen um die 400 kg. Die Tragzeit beträgt 10 Monate, die Stillzeit 6 Monate, so dass Junge alle 2 Jahre geboren werden.
Die Population der Südlichen Zwergwale wird auf 500'000 – 1'000’0000 Tiere geschätzt und ist damit die häufigste Walart. Sie sind in allen Meeren zu finden, scheinen jedoch die kälteren Gebiete zu bevorzugen (wahrscheinlich aus nahrungstechnischen Gründen).
Nahrung
Ihre Ernährung setzt sich aus Krill und Schwarmfischen zusammen, die sie meist in kleinen Gruppen von etwa 2 - 5 Tieren fangen.
Südlicher Zwergwal und Mensch
Südliche Zwergwale sind sehr neugierig und verspielte Wale, die gerne nahe an Schiffe und Boote kommen. Sie sind aufgrund ihrer Grösse leicht zu identifizieren. Weitere Merkmale sind der spitz zulaufende Kopf und die weisse Unterseite. Der Rest des Körpers ist dunkel. Die weissen Bänder auf den Flippern, ein typisches Merkmal der Zwergwale, fehlten dem Südlichen Zwergwal.
Sie ist die einzige Art, deren Populationen noch während der kommerziellen Waljagd an Grösse zunahmen. Dies, weil a) sie von den Walfängern als zu klein und damit nicht profitabel angesehen wurden und b) sie plötzlich keine Nahrungskonkurrenten in Form der grossen Furchenwale mehr hatte. Erst mit dem Zusammenbruch der Grosswalpopulationen wurden Zwergwale extensiv gejagt. 1985 wurden sie unter Schutz gestellt, werden aber heute noch von einigen Ländern zu „wissenschaftlichen“ Zwecken gejagt. Das Pro und Contra einer streng kontrollierten Jagd wird zurzeit stark diskutiert im IWF (International Whaling Federation). Da sie in direkter Nahrungskonkurrenz zu anderen, stark bedrohten Furchenwalen stehen, sind Überlegungen im Gange, ihre Anzahl zu Gunsten der anderen Arten, zu regulieren.