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GESUNDHEITS-FÖRDERUNG
BESCHREIBUNG
ZIELE
INFRASTRUKTUR
TRAINING
ZUKUNFTSIDEEN

BESCHREIBUNG
GESUNDHEITSFÖRDERUNG FÜR KIPTERE
Das Hauptanliegen des Gesundheitsförderungsprojekts ist es, Krankheiten in der Bevölkerung im Zusammenhang mit verschmutzten Wasser und unzureichendem Gesundheitsverhalten zu reduzieren.
Das Regenwasser wird, je nach finanzieller Lage der Familien, in speziellen Wassertanks oder alten Öl-Fässern aufgefangen. Das Auffangen und Nutzen von Regenwasser ist für die Bewohner die einfachste und günstigste Art, zu Wasser zu kommen. Es wird getrunken und zum Kochen gebraucht, für die persönliche Hygiene und auch zum Putzen, Waschen usw. genutzt. Wird das Wasser, insbesondere in der Trockenzeit knapp und die Leute haben kein Bohrloch zum Grundwasser auf dem eigenen Grundstück, wird das Wasser hauptsächlich aus den umliegenden Flüssen geholt.
Film: Wasserprojekt
SAUBERES TRINKWASSER FÜR KIPTERE
In den von kiptere.ch durchgeführten Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass die Wasserquellen und Flüsse, wo die Mehrheit der Bevölkerung von Kiptere ihr Trinkwasser bezieht, durch Bakterien und Viren infiziert sind. Die wenigsten kochen das gesammlte Wasser aus solchen Gewässern ab, bevor sie es konsumieren. Das Wissen über das hohe Gesundheitsrisiko bei der Einnahme von kontaminiertem Wasser ist in der Bevölkerung gering. Da Durchfall eine der Haupttodesursachen bei Kindern unter fünf Jahren ist, besteht ohne Zweifel klarer Handlungs- und Unterstützungsbedarf.
Seit 2012 konnte kiptere.ch mit der Unterstützung der Non-Profit-Organisation „aqua pura“ an 4 verschiedenen Schulen Wasserreinigungssysteme installieren. Diese Maschinen machen das in einem Wasserauffangtank gesammelte Regenwasser durch UV-C Bestrahlung keimfrei. Damit auch die Privathaushalte von diesem Filtersystem profitieren können, werden wöchentliche Transporte zu den Familien organisiert. Zu diesem Zweck hat kiptere.ch sogenannte „Donkey Groups“ und „Bodaboda Groups“ ins Leben gerufen. Das saubere Trinkwasser des Wasserreinigungssystems wird mithilfe eines Eseltransportes oder mit einem „Bodaboda“ (Motorfahrzeug) zu den Familien gebracht.
Nach einem Jahr angeschlossen an einer Donkey- oder Bodaboda Group, werden die Familien mit einem Fair Cap Filter ausgerüstet. Mit diesem können die Familien selbständig kontaminiertes Wasser zu Trinkwasser filtern.
Film: Eseltransport
Unterstützend zu den infrastrukturellen Investitionen hat kiptere.ch verschiedene edukative Programme ins Leben gerufen, um die Bevölkerung im Umgang mit Wasser & Hygiene weiter zu sensibilisieren. Die begleitenden Unterrichtseinheiten in de Schule und für zu Hause sind für die Entwicklung eines verbesserten Gesundheitsverhaltens mindestens genauso wichtig, wie die infrastrukturellen Invenstitionen.
NATIONALE KRANKENHAUS VERSICHERUNG
Wie in den meisten afrikanischen Ländern sind auch in Kenia die wenigsten Menschen gegen Krankheit versichert. Im Sommer 2019 hat sich kiptere.ch entschieden, 22 ausgewählten Test Familien aus der Donkey Group eine Krankenversicherung über den „Nationalen Krankenhaus Versicherungs Fonds“ zu ermöglichen. Die Versicherung kostet 5.- CHF pro Familie und deckt Leistungen wie ärztliche Beratung, Laboruntersuche, Medikamente, Physiotherapie, gewisse Impfungen, Radiologie, Krebsleiden, Operationen und Geburtshilfe.
Die Versicherten arbeiten als Gegenleistung 2 Tage im Monat für kiptere.ch. Sie tun dies momentan in der Kaffeesortierung und/oder beim Reinigen von Wasser Container. Die Familien sind sehr zufrieden mit dieser Lösung.
STOFFBINDEN FÜR DIE FRAUEN IN KIPTERE
Wir erweitern unser Projekt. Viele Frauen in Kenia können sich keine Papierbinden leisten und haben so keinen zuverlässigen Schutz zur Verfügung für ihrer Monatshygiene. Oft bleiben sie in dieser Zeit der Arbeit auf dem Feld oder dem Schulunterricht fern oder benutzen andere Materialen, was oft zu Infektionen führt. Die Stoffbinden kosten jährlich rund 1/3 bis die Hälfte des Preises von Papierbinden. Sie sind wiederverwendbar, es wird kein Abfall erzeugt und die Stoffbinden steigern das Wohlbefinden der Frau. Die Frauen können mit einem sicheren Gefühl arbeiten, die Mädchen verpassen keinen Schulunterricht und erleben somit keinen Bildungsnachteil.
Wir sind zur Zeit daran selbständig solche Binden herzustellen, um diese den Frauen im Dorf zu einem fairen Preise abzugeben.