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War im Fall „Ignaz Walker“ im Kanton Uri ein Polizist befangen und hätte in den Ausstand treten müssen, weil er eine private Auseinandersetzung mit Walker hatte? Um diese Frage zu beantworten, hatte die Urner Regierung einen externen Experten beauftragt. Nun liegt der Bericht vor.
Im März verpflichtete die Regierig den früheren Zuger Regierungsrat Hanspeter Uster als Experten. In seinem Bericht, der nun vorliegt, kann er aber die entscheidende Frage nicht beantworten. Er empfiehlt damit zu warten, bis das Strafverfahren rechtskräftig abgeschlossen ist. Erst danach könne man die Ausstandspflicht klären.
Auf das Strafverfahren hat die Sistierung insofern keine Auswirkung, weil keine Beweismittel verwertet werden, die vom betroffenen Polizisten eingebracht wurden. Das Bundesgericht hatte im Dezember 2014 entschieden, dass die DNA-Spur des Beschuldigten auf der Patronenhülse nicht als Indiz berücksichtigen werden darf. Diese Patronenhülse hatte der Polizist als Beweismaterial sichergestellt.
Weisungen sollen verschärft werden
In seinem Bericht empfiehlt Hanspeter Uster weiter, dass man die Weisungen verschärft. Ein Polizist müsse in Zukunft sofort die Staatsanwaltschaft informieren, wenn es Gründe für einen Ausstand in einer Strafuntersuchung gebe.
Der ehemalige Urner Barbetreiber Ignaz Walker sitzt weiter im Gefängnis. Ihm wird vorgeworfen, er habe vor fünf Jahren die Ermordung seiner eigenen Frau in Auftrag gegeben.