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Die Väter aus dem Zivilgesetzbuch gestrichen
In der Schweiz wird die Abstammung durch die Geburt festgestellt, d.h. die gebärende Frau ist die gesetzliche Mutter. So heißt es in Art. 252 des Zivilgesetzbuches: «Was die Mutter betrifft, so ergibt sich die Abstammung aus der Geburt».
Im gleichen Artikel fährt das Zivilgesetzbuch mit der Abstammung des Kindes gegenüber dem Vater fort: «Gegenüber dem Vater wird sie [die Abstammung] durch seine Ehe mit der Mutter, durch Anerkennung oder durch Urteil festgestellt.»
Der politische Wille, Lesben den Zugang zur medizinisch unterstützten Fortpflanzung (Fortpflanzungsverfahren) zu ermöglichen, schafft ein großes Problem: das der Abstammung, denn ein Kind kann weder niemandes Kind sein, noch logischerweise ein Kind ohne Vater. Diesbezüglich ist das Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung sehr klar. In Art. 3, der dem Wohl des Kindes gewidmet ist, heißt es:
1. Fortpflanzungsverfahren dürfen nur angewendet werden, wenn das Kindeswohl gewährleistet ist.
2. Sie dürfen nur bei Paaren angewendet werden zu denen ein Kindesverhältnis begründet werden kann.
Nun ist aber offensichtlich, dass zwei Frauen nicht behaupten können, Mutter und Vater des Kindes zu sein.
Um dieses Problem zu umgehen, hat das Parlament deshalb nichts Besseres gefunden, als den «Vater» einfach aus dem Schweizerischen Zivilgesetzbuch zu streichen.
Ja, meine Herren, Sie haben richtig verstanden: Damit zwei Lesben Zugang zum Fortpflanzungsverfahren haben, wurden Sie als Vater aus dem Gesetz gestrichen, nicht mehr und nicht weniger. Sie existieren im Schweizer Recht nicht mehr! Und das nennt sich dann auch noch «Ehe für alle»!
Die Klausel ist umso diskriminierender, als sie auch den Schwulen schadet, die ihren Traum von der Vaterschaft schwinden sehen und weder Zugang zur Leihmutterschaft haben noch die Möglichkeit, Vater zu werden, da diese Bezeichnung durch die «Ehe für alle» definitiv begraben wurde.
Fazit: Die «Ehe für alle» bedeutet das Verschwinden des Vaters, der definitiv aus dem Zivilgesetzbuch gestrichen wird.
Beachten Sie auch die Hinzufügung der Formulierung «oder soweit gesetzlich vorgesehen», was viel über den Wunsch des Gesetzgebers aussagt, so vage wie möglich zu bleiben, um die Büchse der Pandora öffnen zu können und das Kind zum Spielball der verrücktesten Erwachsenenwünsche zu machen. Auf diese Weise ist das Kind nicht einmal mehr ein Waisenkind, sondern eine nach Belieben käufliche und verkäufliche Ware.