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Italienisch
Für die Seelsorge der italienischen Sprachgemeinschaft gibt es in der Schweiz 64 Missionare, davon 60 Vollzeit und 4 Teilzeit bei 51 Missionen.
Die italienischsprachigen Missionen gehören zu den Ältesten und auch wohl zu den bekanntesten in der Schweiz. Zur Zeit bestehen 51 Missionen, doch ist aufgrund fehlender Priester mit einem Rückgang zu rechnen. Viele Ordensschwestern nehmen sich der pädagogischen und sozialen Aufgaben an. Für Laien wird ein 3-jähriger italienischsprachiger Theologiekurs durchgeführt.
Grundinformationen zur Koordination der italienischsprachigen Missionen und Situation im Herkunftsland
Entwicklung der Zuwanderung
in die Schweiz
Kennzahlen des Herkunftslandes
(Italien – Wikipedia Stand 2011)
- Einwohnerzahl 60.6 Mio
- Anteil Röm. Kath. 85 %
- BIP pro Einwohner $ 29.392 ( CH $ 69'838 )
- Arbeitslosenquote 8.9 %
Geschichte der Missionen und Migration
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt die erste Einwanderungsbewegung der Italiener in die Schweiz. 1860 zählt man an die 10.000, im Jahre 1900 an die 117.000 und 1910 bereits ca. 203.000 Immigranten. Diese arbeiten in erster Linie für das neue Eisenbahnnetz. Die seelsorgerische Betreuung erfolgte durch italienische Priester, die lediglich saisonal in der Schweiz tätig waren. Der Bischof von Chur, Mons. Battaglia hat 1896 an Papst Leo XIII um die Entsendung eines ständigen italienischen Priesters gebeten. Um 1900 wurden die ersten Missione Cattolica Italiana (MCI) gegründet und galten als ein Zentrum, das italienische Immigranten und italienischsprechende Schweizer zusammenführte. Neben der Seelsorge bemühte sie sich um soziale Einrichtungen wie Kinderkrippen für Kinder von Emigranten, die Organisation von sportlichen Veranstaltungen für Jugendliche, sowie die Betreuung älterer Menschen. Bald kamen die ersten Seelsorger für Luzern, Zürich, Basel, Genf, Brig, Freiburg, Schaffhausen, St. Gallen, Winterthur, Preda und Filisur. Unter Ihnen waren auch Ordensfrauen -männer. 1903 wurden dann Seelsorgestellen für die italienischsprachigen Migranten in Chur, Bülach, Chiasso, Zug, Andermatt, St. Moritz, Arbon, Kreuzlingen, Grenchen, Villeneuve und Vallorbe eingerichtet.
Zwischen den beiden Weltkriegen haben viele Italiener und ebenso Seelsorger die Schweiz verlassen, um ihren Wehrdienst in Italien zu leisten. Zurück blieben deren Familien in prekärer Situation, welche von den hiergebliebenen Seelsorgern noch betreut wurden. Die wenigen Missionare die während des zweiten Weltkrieges in der Schweiz geblieben sind, hatten grosse Mühe ihre Aufgabe zu bewältigen. Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg existierten noch die Missionen in Lausanne, Genf, Basel, Bern, Luzern und Zürich.
Von 1946 bis 1987 wuchs aufgrund der starken italienischen Migration die Zahl der Missionen auf 110.
Nach dem zweiten Weltkrieg kann die Tätigkeiten der italienischen Missionen in drei Abschnitte eingeteilt werden:
Erster Abschnitt:
Die Italiener kamen als Saisonnier. Im Vordergund der Missionsarbeit standen die sozialen Hilfeleistungen.
Zweiter Abschnitt 1966 - 1990:
Die Seelsorger hatten mehr Zeit für die religiöse Betreuung. Kinderhorte wurden eingerichtet. Für diese Arbeit wurden Ordensfrauen eingesetzt. Die erste Familienbetreuung wurde in Bern eingerichtet. Für die Laien wurde ein italienischsprachiger Theologiekurs eingeführt.
Dritter Abschnitt:
Während dieser Zeit wurden Missionen geschlossen oder fusioniert.