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Marc Wiegand freut sich auf das Traditionsturnier. - Spengler Cup
20 Jahre nach seinem Debüt als Schiedsrichter und drei Jahre nach seinem ersten Einsatz in der National League A kommt Head Schiedsrichter Marc Wiegand zu seinem ersten Einsatz am Spengler Cup.Was bedeutet die Spengler Cup-Premiere für Sie?Marc Wiegand: Sie ist eine grosse Ehre für mich, eine Bestätigung, dass meine Leistungen estimiert werden. Es ist für mich lässig, dort dabei zu sein.Wie unterscheidet sich die Leitung einer Partie in einem Turnier von der Meisterschaft?Marc Wiegand: Ich kenne den Spengler Cup nur vom Fernsehen. Es ist bestimmt interessant, da am Spengler Cup verschiedene Teams aus verschiedenen Ligen teilnehmen. Das bedeutet für mich, neue Teams und Spielsysteme kennen zu lernen.Welche Begegnung würden Sie gerne leiten?Marc Wiegand: Ein Highlight ist jedes Jahr die Partie Hockey Club Davos gegen Team Canada. Aber auch eine allfällige Partie zwischen dem HC Davos und dem Genève-Servette HC oder zweier KHL-Teams wäre interessant. Prinzipiell freue ich mich aber auf jede Partie.Sie haben als 16-Jähriger früh mit dem Eishockey aufgehört. Weshalb?Marc Wiegand: Ich war Goalie und zu jenem Zeitpunkt nicht die Nummer 1. Zudem kam, dass ich eine Lehrstelle suchen musste und auch viele andere Dinge gerne ausübte. Da musste ich mich für einen Weg entscheiden. Mein Entscheid fiel dazumal gegen das Eishockey aus.Dann haben Sie aber schnell ihre Schiedsrichterkarriere gestartet.Marc Wiegand: Ja. Ein Kollege, der bereits als Schiedsrichter tätig war, sprach mich darauf an. Als Schiedsrichter konnte ich mir - im Gegensatz zum Spieler -, etwas das Sackgeld aufbessern. Das hat mir damals sehr getaugt.Kam neben dem Sackgeld auch bald die Leidenschaft dazu?Marc Wiegand: Zuerst leitete ich einige Spiele auf der Stufe Moskito und Mini, nach einem Jahr fing ich in der Viertliga an. Mit 18 Jahren war ich bereits in der Zweitliga tätig und ich hatte schnell Spass an diesem Hobby. Ich blieb somit dem Eishockey verbunden, meinem Lieblingssport, dem ich damit etwas zurückgeben kann. Zudem war die Tätigkeit als Schiedsrichter auch für mich persönlich eine Lebensschule und eine willkommene sportliche Betätigung.Welches war Ihr bisher herausragendstes Erlebnis?Marc Wiegand: Die U20-Weltmeisterschaft in Malmö war letztes Jahr mein erster Einsatz als Head Schiedsrichter auf internationalem Top-Niveau und ich durfte zugleich das Halbfinale leiten. Ein schönes Erlebnis war aber auch mein erstes Play-off-Spiel in der National League A, Anfang 2012.Seit dieser Saison sind Sie Profi-Schiedsrichter. Ein toller Schritt?Marc Wiegand: Ja, es ist toll und macht Spass. Man kann sich viel besser auf ein Spiel vorbereiten und dies auch gut nachbearbeiten, da man am nächsten Morgen nach dem Spiel nicht schon wieder zur Arbeit muss. Zudem haben wir am Tag danach oft einen regen Austausch unter den Referees, in dem wir die verschiedenen Spielsituationen des Vortages genau analysieren und besprechen.Was bedeutet Ihnen der Job als Schiedsrichter?Marc Wiegand: Es ist für mich eine wahnsinnige Ehre, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Wie in meinem ehemaligen Job als Aussendienstmitarbeiter, habe ich es auch als Schiedsrichter mit verschiedenen Menschen zu tun - und ich weiss, dass man nicht mit jedem gleich umgehen kann.Werden Sie auch vom Spengler Cup profitieren können?Marc Wiegand: Ich werde bestimmt neue Eindrücke und neue Erfahrungen sammeln, sowie auch von den Ideen der ausländischen Schiedsrichter profitieren können.Wie sehen Ihre Ziele nach dem Spengler Cup aus?Marc Wiegand: Ich will international weiterkommen, national mit dem Ziel Play-off-Final vor Augen, dem Fernziel A-WM und dem Traum, ein Spiel an Olympischen Spielen leiten zu können.Wenn Sie einen Wunsch für den Spengler Cup frei hätten, wie würde dieser aussehen?Marc Wiegand: Ich hoffe auf superschnelle, faire Spiele und darauf, dass wir alle ein gutes Fest haben und alle gut ins neue Jahr rutschen.