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Name: Carlos Leal (42)
Sternzeichen: Krebs
Wohnort: Los Angeles
Wieso leben Sie in Los Angeles?
Der Umzug nach Los Angeles war für mich der nächste logische Schritt. Ich wollte unbedingt einen Versuch im Herzen der Filmindustrie unternehmen. Ich gebe mir mindestens zwei weitere Jahre. Ich will kein Superstar werden, aber ich will als Schauspieler erfolgreich arbeiten. Ich lerne hier sehr viel — über den Beruf, aber auch über mich.
Was bedeutet für Sie Heimat?
Als ich in der Schweiz lebte, dachte ich immer, meine Heimat sei Spanien. Als ich dann dort lebte, merkte ich, dass meine Heimat die Schweiz ist. Das beginnt beim Brot von der Migros und reicht bis zur Alpenluft. Aber ich musste weg, um das zu merken.
Lebenslauf und Beruf:
Lehre als Hochbauzeichner, Musikkarriere als Rapper von Sens Unik. Neun Alben, fünf Goldene Schallplatten, Erfolge in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Ab 2001 Filmkarriere. Erster Erfolg mit «Snow White» (2005), Shooting star an der Berlinale. Rolle im Bond-Film «Casino Royale» (2006). Umzug nach Spanien, diverse europäische Filme. 2010 Hauptrolle in «Sennentuntschi»
Mein Outfit:
Diesen Zylinder trage ich nur an speziellen Anlässen. Bei den letzten Golden Globes etwa. Jedesmal, wenn ich damit auftauche, werden die Leute neidisch und fragen, woher ich ihn habe. Ich habe ihn bei einem Hutmacher in Paris gekauft.
Mein Ziel:
Eines Tages einen Oscar zu gewinnen. Man muss sich hohe Ziele setzen — warum nicht gleich das höchste?
Was ich mag:
Das schöne Wetter in Los Angeles, die Freundlichkeit, die vielen Menschen aus der ganzen Welt. Die Leidenschaft für das Kino, die man an jeder Ecke spürt.
Was ich nicht mag:
Überheblichkeit und Machtmissbrauch. Ich stamme aus einer Arbeiterfamilie, das hat mich geprägt.
Mein Frust:
Absagen sind häufig. Aber man muss lernen, damit umzugehen. Das ist Teil des Jobs. Ich wäre auch gern ein genialer Musiker wie Serge Gainsbourg oder Radiohead-Sänger Thom Yorke.
Meine Lust:
Das Lachen meines Sohns, gute Musik, gute Filme, gutes Essen.
Meine Bücher:
‹A Deal With the Devil› – Der Teufel von Mailand. Ich liebe die Bücher von Martin Suter. Er hat eine sehr pointierte, zynische Sichtweise auf die Schweiz.
Autor: Lukas Rüttimann
Fotograf: Serge Hoeltschi