Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03288.jsonl.gz/2629

Auch Fischweiher genannt. Ab etwa 1911 herum von Abwart Ehrensperger im Schulhaus Buhn betriebener, recht grosser Fischweiher. Es lebten Goldfische darin, welche während dem Winter ausquartiert wurden. Wohin konnte bis heute niemand sagen. Im Weiher hatte es Seerosen und sogar einen Springbrunnen. Dieser lief allerdings nur selten, wegen dem Wasserverbrauch. Lausbuben machten sich einen Spass daraus, den im Schulhaus befindlichen Hahn in günstigen Momenten aufzudrehen und zwar voll, sodass der Springbrunnen recht ordentlich in die Höhe schoss. Ehrensperger war darob regelmässig sehr aufgebracht.
Neben Ehrensperger war auch Lehrer Paul Fischer (Fischlifischer) am Betrieb des Weihers beteiligt. Er bekam seinen Ã?bernamen aber wegen seinen eigenen Aquarien im Schulzimmer und nicht wegen dem Fischliweiher. Jack Hintermann, geb 1921, fiel als kleiner Junge einmal in den Weiher, konnte sich aber selber befreien und musste triefend nass nach Hause gehen. Ebenfalls in den Weiher fiel der spätere Primarlehrer Gerhard Jenny, wobei er von Klassenkamerad Hans Rathgeb herausgefischt wurde. Er war und blieb nicht der einzige. Ein namentlich nicht mehr bekannter kleiner Bub fiel ebenfalls in den Weiher und musste von herbeieilenden Buben aus dem Wasser gefischt werden. Er hat dabei viel Wasser geschluckt und heulte aus Leibeskräften. Ein verständnisvoller, grösserer Schüler hat das triefend nasse Bübchen dann getröstet und nach Hause getragen. Auch Hans Rathgeb und etliche seiner Schulfreunde haben auf die eine oder andere Art Bekanntschaft mit der Nässe des Weihers gemacht. Das war um 1928-30. Der Weiher ist nachgewisesen ab 1911 bis 1934, dürfte aber schon früher erbaut worden sein. Der Fischliweiher wurde nach der Eingemeindung aufgehoben und beseitigt und später durch den Buhnbrunnen ersetzt.
Quellen: - Hans Rathgeb - Jack Hintermann - August Muggler (Foto vom Weiher) - Albert Bader
Der Fischliweiher mit dem Springbrunnen als Direktkopie einer Glasplattenaufnahme via Scanner. Die Originalglasplatte stammt ursprünglich von August Muggler und wurde der OGS durch Ernst Benninger geschenkt.