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François Longchamp, Staatsrat und Verwaltungsratspräsident des GVA, sowie Robert Deillon, Generaldirektor des GVA, betonten am Dienstag, 27. Mai 2008, anlässlich der Präsentation des Jahresberichts 2007 des Internationalen Flughafens Genf an die Presse, dass der Flughafen – mit nahezu 11 Millionen Passagieren und einem Gewinn von über 51 Millionen Franken – ein ausserordentlich erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich hat. François Longchamp erklärte, dass diese Ergebnisse den Internationalen Flughafen Genf dazu veranlassen sollten, die Vorbereitung der Zukunft schon heute in Angriff zu nehmen.
Der Anstieg der Passagierzahlen um +9,5% auf 10'910'870 ist hauptsächlich auf den Ausbau der Flugverbindungen zurückzuführen: Von Genf aus werden über 100 Destinationen – mehr als ein Viertel davon ausserhalb Europas – mit Linienflügen bedient. Erwähnenswert ist insbesondere die Fluggesellschaft Qatar Airways, die neu zwei Langstreckenflüge Doha-Genf-New York (Newark) fünfmal die Woche anbietet. Auch andere Gesellschaften eröffneten neue Destinationen, wie die Genfer Flybaboo, welche Neapel und Marseille bedient. Als führende Airline am GVA mit einem Marktanteil von 34% konnte easyJet ihre Position behaupten: Sie baute ihre in Genf beheimatete Flotte auf acht Flugzeuge aus und eröffnete neue Destinationen. SWISS konnte ihren zweiten Platz mit einem Anteil von 11,5% am gesamten Flugverkehr halten. Zudem traten neue Billig-Airlines in Erscheinung, und ganz allgemein erhöhten die meisten Gesellschaften ihre Frequenzen, was beweist, dass in Genf und Umgebung eine entsprechende Nachfrage vorhanden ist.
Diese ausgezeichneten Ergebnisse im Flugverkehr schlugen sich natürlich entsprechend positiv auf die Einnahmen im Fluggeschäft und im kommerziellen Bereich nieder. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 9,8% auf über 280 Millionen Franken, und der Reingewinn überschritt mit 51,6 Millionen erstmals die Schwelle von 50 Millionen Franken, wobei die Hälfte davon laut Gesetz dem Staat zukommt.
Die Anlageinvestitionen beliefen sich auf 67 Millionen Franken; sie prägen den Beginn einer bedeutenden baulichen Anpassungsphase (Erweiterung des Terminals T1+, Bau eines neuen Satelliten-Docks, Instandsetzung und Erneuerung der Pistenmarkierung).
Baustellen der Zukunft
François Longchamp, Staatsrat und Verwaltungsratspräsident, erklärte, dass man sich nicht mit diesen "umfangmässig aussergewöhnlich guten Ergebnissen" zufrieden geben könne. Die heutigen Baustellen erlaubten nicht, "die Zukunft einfach abzuwarten. (...) Wir müssen relativ kurzfristig einen neuen Terminal einplanen, höchstwahrscheinlich an der Stelle des früheren Flughafens". François Longchamp erwähnte ebenfalls die Verwaltung des Luftraums und des Verkehrsflusses, wobei er allerdings unterstrich, dass diese Bestrebungen "keine unerträglichen Beeinträchtigungen für die Anwohner mit sich bringen". Abschliessend rief er in Erinnerung, dass der Zugang des Flughafens auf dem Landweg verbessert werden müsse, und dass die Lösung in diesem Bereich zusammen mit den anderen Partnern (Kanton Waadt, Bund, SBB) zu suchen sei.