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Auch müssen die Ölpalmen nach 15 bis 25 Jahren ersetzt werden, da sie kaum noch Ertrag bringen. Kleinbauern sind oft verschuldet, da sie Dünger und Pestizide bezahlen müssen, daher fehlt das Geld für Neupflanzungen vielerorts. Wenn neu gepflanzt wird, dauert es dann einige Jahre bis die jungen Palmen hohen Ertrag liefern. Die angebauten Ölpalmen sind Hybriden und das Pflanzgut teuer. Das hat schon lange Betrüger auf den Markt gelockt, die aus Früchten gezogenes Pflanzgut anziehen und verkaufen. Was dann wächst, das bringt wenig Ertrag. Der in der Regel kommunizierte hohe Ertrag der Ölpalmen wurde unter opimalen Anbauverhältnissen bestimmt. In der Realität sieht das anders aus. Zuverlässige Angaben über Erträge gibt es bisher nicht.
Das Referendumskomitee «Stop Palmöl» hat den Abstimmungskampf gegen das Freihandelsabkommen mit Indonesien eröffnet. Die Produktion von Palmöl sei nie nachhaltig, so die Argumentation.
Am 11. Januar präsentierte das Referendumskomitee an einer Medienkonferenz in Bern seine Kampagne, hinter der rund 50 Umweltorganisationen, Bauernverbände sowie Menschenrechts- und Fair-Trade-Organisationen stehen.
Ins Zentrum ihrer Abstimmungskampagne stellen die Freihandelsgegner das Palmöl. Dessen Produktion zerstöre die Urwälder, schwäche die lokale Landwirtschaft und vernichte die lokale Tierwelt, darunter die Orang-Utans, sagte Willy Cretegny. Der Genfer Bio-Winzer gilt als Kopf des Widerstandes gegen das Freihandelsabkommen.