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"Alles ist jetzt miteinander vermischt", sagt Jonathan Anderson. "Kunst und Mode? Es ist schwierig, den Unterschied zu erkennen. Man könnte sagen, dass es bei Mode um den Körper geht, und bei der Kunst geht es um eine emotionale Interpretation des Körpers." Anderson hat sich für die neueste Capsule Kollektion seines gleichnamigen Labels, JW Anderson, entschieden, welche die besagten emotionalen Interpretationen des Körpers auf unseren Körper zu übertragen versucht. In Zusammenarbeit mit dem britischen Dream-Team Gilbert & George umfasst die neueste Kollektion eine beträchtliche Anzahl an bedruckten Kreationen - Button-down-Shirts, T-Shirts und Taschen - mit den ikonischen Kunstwerken des Duos.
"Wir waren gerade bei Anproben, als mir die Idee in den Sinn kam. Ich habe versucht herauszufinden, was wir für diese Show machen wollten, und die drei Bilder, die wir schlussendlich auswählten, waren so auffällig, dass sie mit der Kollektion wirklich Sinn machten", sagte Anderson. Die Bilder - Guard Plants (1980), Dog Boy (1980) und Heavy (1988) - entsprechen dem photo-basierten, gedruckten Markenzeichenstil des hyperformalen Duos. Alle Kunstwerke enthalten farbige Blumendrucke - denken Sie an die Antwort der Clubkinder aus den 1980ern an Andy Warhol- sowie an nachdenkliche menschliche Motive.
Die Essenz der Kleidung hat eine ebenso nützliche Funktion wie die gedruckten Kunstwerke selbst: Bei Accessoires wird das Kunstwerk auf Baumwollleinwand übertragen. Horizontal gestreifte T-Shirts tragen den Grossteil der Werke von G&Gs 80er Werke. Nehmen wir zum Beispiel Andersons umgedrehte Neuinterpretation von "le pull marin": eine Rekonstruktion eines französischen Klassikers. "Ich wollte ein harmonisches Gesamtbild erzeugen, so dass wir das Kunstwerk nicht verunstalteten", sagte Anderson. "Diese drei Stücke haben etwas unglaublich Emotionales."
Was die Zusammenarbeit angeht, so war dies ein aufregendes Projekt für Anderson, für den die Künstler eine besondere Rolle spielen und der sich nicht an das erste Stück erinnern kann, das er je von den Künstlern gesehen hat - weil sie einfach immer präsent waren: "Ich kann es wirklich nicht sagen. Sie sind eine Institution. Ich habe das Gefühl, als ob sie schon immer da gewesen wären."