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Die französische Ministerin für Energiewandel, Agnès Pannier-Runacher, hat am 2. September 2022, verlauten lassen, dass sich der Energieversorger EDF dazu verpflichtet habe, den gesamten Kernkraftwerkspark bis Mitte Februar 2023 wieder in Betrieb zu nehmen. In Bezug auf die aktuelle Situation sagte die Ministerin: «Was den Strom betrifft, so wissen Sie, dass 32 Reaktoren abgeschaltet sind, einige davon wegen Spannungsrisskorrosion und andere wegen der üblichen Wartungen.»
Prognosen der EDF sehen laut Euronews vor, dass 27 Reaktoren bis Ende Dezember wieder in Betrieb genommen werden. Weitere fünf Reaktoren sollen zwischen Anfang Januar und Mitte Februar 2023 folgen, falls alles nach Plan läuft, insbesondere bei den zwölf Reaktoren mit den Korrosionsphänomenen. «Wir verfolgen die Situation genauestens mit wöchentlichen Kontrollpunkten und wir sind besonders wachsam, dass dieser Zeitplan eingehalten wird», liess Agnès Pannier-Runacher verlauten. Die französische Regierung um Premierministerin Elisabeth Borne will vermeiden, dass diesen Winter Kohlekraftwerke wieder in Betrieb genommen werden müssen.
Kohlekraftwerke in Deutschland aus Reserve wieder in Betrieb
Deutschland beispielsweise hat bereits Kohlekraftwerke aus der Netzreserve wieder in Betrieb genommen: Das Steinkohlekraftwerk Mehrum Anfang August sowie das Steinkohlekraftwerk Heyden 4 Ende August. Weitere Kohlekraftwerke sollen bald folgen. Die deutsche Bundesregierung hatte Mitte Juli beschlossen, mit Steinkohle oder Öl betriebene Kraftwerke aus der Netzreserve wieder den Betrieb zu erlauben, damit Erdgas eingespart werden kann. Die Verordnung gilt vorerst bis Ende April 2023.