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Grüne beschliessen Nein-Parole: Ein Nein macht Weg zur Gesamtplanung des Quartiers frei.
Archiv: 1. Mai 2002
Die Fraktion des Grünen Bündnisses hatte im Grossen Stadtrat den Kompromiss zur Umzonungsvorlage Industriestrasse mitgetragen. Angesichts eines dringenden Bau-Wunsches der Firma Bucherer konnte in mühsamer Kommissions- und Ratsarbeit ein Kompromiss zwischen Investoren-Wünschen und Interessen der Stadtentwicklung errungen werden. In der Zwischenzeit hat sich die Firma Bucherer aus dem Vorvertrag mit der Stadt als Landbesitzerin verabschiedet. Damit ist die Dringlichkeit dieser Umzonung nicht mehr gegeben. Eine städtebauliche Gesamtplanung über das gesamte Entwicklungsgebiet kann jetzt eingeleitet werden.
Angesichts eines dringenden Bau-Wunsches der Firma Bucherer hatte in mühsamer Kommissions- und Ratsarbeit ein Kompromiss zwischen Investoren-Wünschen und den Interessen der Stadtentwicklung resultiert, der einen Mindest-Wohnanteil in einer ersten Umzonungs-Tranche sicherte. Durch die Halbierung des betroffenen Umzonungsareals und die gleichzeitige Verpflichtung zur Realisierung von 25 Wohnungen auf den städtischen Liegenschaften, ist der Kompromiss bezüglich Wohnanteil mit einer Wohn- und Geschäftszone vergleichbar. Die Fraktion des Grünen Bündnisses hatte im Grossen Stadtrat diesen Kompromiss zur Zonenplanänderung Industriestrasse mitgetragen.
In der Zwischenzeit hat sich die Firma Bucherer aus dem Vorvertrag mit der Stadt als Landbesitzerin verabschiedet. Die Dringlichkeit einer ersten tranchenweisen Umzonung im betroffenen Quartier ist aus diesem Grund aus der Sicht des GB nicht mehr gegeben. Der erweiterte Vorstand des GB empfiehlt in dieser Situation ein Nein zum Abstimmungsgeschäft vom 2. Juni 2002.
Wird die Umzonung im Moment nicht bewilligt, ist der Weg frei, das gesamte Entwicklungsgebiet (das ursprünglich durch den Stadtrat zur Umzonung vorgesehene Areal, das sogenannte Gmür-Areal und das ewl-Gelände) einer vertieften konzeptionellen Klärung zu unterziehen. Damit besteht die Chance, eine Stadtentwicklung für das betroffene Quartier einzuleiten, die der zentrumsnahen Lage, der relativen Nähe zum Bahnhof als Knoten der Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr und den gewachsenen Strukturen mit guter Durchmischung Rechnung trägt.
Das Grüne Bündnis will die Chance nutzen, um eine Stadtentwicklung für Arbeiten und Wohnen einzuleiten, die Büroghettos, Schlafquartiere und zusätzliche Verkehrsbelastung vermeidet. Mit einer Gesamtplanung sollen die Weichen in Richtung qualitätsvoller Erweiterung der Luzerner Innenstadt gestellt werden, zum Nutzen für Luzern als Wohn- und Wirtschaftsstadt.
Grünes Bündnis Stadt Luzern
Erweiterter Vorstand, 29. April 2002
Frühere Artikel zur Vorlage "Industriestrasse":
04.04.2002: Vertretbarer Kompromiss im Grossen Stadtrat (von Cony Grünenfelder, Grossstadträtin)
06.11.2001: Chance nicht verpasst sondern gewahrt