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Kostensenkungen und eine höhere Qualität der geleisteten Arbeit sind für ein KMU die indirekten Auswirkungen einer CSR-Politik. So geht es.
Erstellung einer CSR-Bilanz
Es kommt sehr oft vor, dass KMU viele verantwortungsvolle Verhaltensweisen entwickeln, ohne sich dessen bewusst zu sein. Am Anfang einer CSR-Politik steht wie bei jedem Projekt die Erstellung einer Bilanz, um die möglichen Risiken von negativen Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt zu identifizieren. Sehr wichtig ist, dass die Geschäftsführung von der Idee überzeugt ist. Die Bilanz kann dann intern von einer "CSR-Arbeitsgruppe" aufgestellt werden, die sich aus dem Geschäftsführer, einem Mitglied des Managements, dem Arbeitnehmenden, der für CSR oder die Konformitätsprüfung zuständig ist, und einer Person aus dem Bereich Personal oder Kommunikation zusammensetzt. Für kleine Unternehmen, die weder die Zeit noch die Mittel haben, sich über alle Standards zu informieren, hat die OECD Leitsätze formuliert, die alle Dimensionen der CSR abdecken und eine rasche Bilanz der unternehmerischen Praxis ermöglichen.
Konzentration auf das Wesentliche
Die Art und die Reichweite der Sorgfaltsprüfung hängen von Faktoren wie der Firmengrösse, dem Kontext und dem Ort der unternehmerischen Tätigkeit ab sowie von der Art der Produkte und Dienstleistungen und der Schwere der realen und potenziellen negativen Auswirkungen. Wenn man die Risiken erkannt hat, soll man ihnen entgegenwirken. Die Unternehmen sollten Massnahmen ergreifen, um diese Auswirkungen zu reduzieren, wenn sie entstehen. Sie sollten sich darum bemühen, negative Folgen zu verhüten oder abzumildern, wenn sie nicht selbst dazu beigetragen haben, aber diese im Rahmen einer Geschäftsbeziehung dennoch direkt mit ihrer Tätigkeit, ihren Produkten oder ihren Dienstleistungen verknüpft ist.
Kontinuierliche Verbesserung und Innovation
Entscheidend ist, dass man sich regelmässig hinterfragt, indem man sich mit den Interessengruppen des Unternehmens darüber austauscht, wie die CSR verbessert werden kann. Ein Label oder Zertifikat ist nicht unbedingt notwendig, kann aber dabei helfen, einen höheren Standard zu erreichen. Die Perspektiven der verschiedenen Interessengruppen (z. B. Beschäftigte, Lieferanten, Nachbarn oder zivilgesellschaftliche Organisationen) sind wichtig, um die Prioritäten eines Unternehmens im Hinblick auf die CSR zu verstehen. Häufig pflegen KMU ihre Kontakte bereits auf informellem Wege. Es geht aber darum, seine Kontakte zu systematisieren (z. B. mit einem "Mapping" und einigen standardisierten Fragen), ohne zu viel Bürokratie.
Externe Partner finden
Externe Partner können hilfreich sein, wenn man sich für bestimmte Massnahmen entscheiden und die erzielten Fortschritte messen will: Berater, Rechtsanwälte, auf das jeweilige Gebiet spezialisierte Unternehmen usw. In vielen Fällen werden diese Partner am Anfang aktiv, um eine mehrjährige Strategie aufzubauen sowie die entsprechenden Indikatoren, insbesondere im Bereich Umwelt oder Personal, zu etablieren. Anschliessend zieht man sie bei Bedarf hinzu, um die erzielten Ergebnisse zu berechnen oder zu zertifizieren.
CSR kommunizieren
Nicht zuletzt ist es sehr wichtig, die eigenen Anstrengungen zu kommunizieren, sei es in einem Jahresbericht oder einer Marketingkampagne oder sogar durch eine Neupositionierung der Marke. So kann man sicher gehen, dass die getroffenen CSR-Massnahmen auch verstanden werden. Wenn man über das Thema informiert, muss man sich auf reale Parameter beziehen, die gemessen oder sogar zertifiziert wurden.