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Fahrbare Funkenstation 14 / 16

überarbeitet am 7.2.2016

Von der von der Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b.H. (Telefunken GmbH) entwickelten
schweren Feldstation wurden im Jahre 1914 vier Stationen geordert, wohl aufgrund von kriegsbedingten
Verzögerungen wurden die Apparaturen 1916 gefertigt und im Mai 1917 der Truppe übergeben.
Die von der Deutschen Gesellschaft für drahtlose Telegraphie, Berlin, entwickelte Schwere Feldstation war auf drei Protzfahrzeugen, einachsigen Anhängern für Pferde- oder Motorzug aufgebaut, sie bestand aus einer Apparateprotze, einer Zubehörprotze und einer Protze mit dem Antennenmaterial sowie dem Generator zur Stromversorgung.
Die ursprüngliche Apparateprotze blieb erhalten und konnte von der Hamfu, der Stiftung für historisches Armeematerial, nach Revision und Aufnahme der Schaltung der Apparate durch Mitglieder der IgUem im Jahre 2014 der Öffentlichkeit wieder gezeigt werden. Leider fehlen der Wellenmesser und das Antennenstrommessinstrument.
Beim Sender handelt es sich um einen Telefunken Tonfunkensender. Eine Wechselspannung von 100V / 500 Hz vom Benzingenerator kann durch Anlegen einer Gleichspannung am Generator ("Erregerspannung") mit dem Regelwiderstand "Tonschieber" verändert werden, diese Spannung im "Primärkreis" wird direkt mit einer kräftigen Morsetaste mit einem isolierten Handgriff getastet und dann im Hochfrequenztransformer ("Induktor") auf eine Hochspannung von ca. 8 - 10 kV hinauftransformiert.
Die Hochspannung auf der Sekundärseite des Hochfrequenztransformators
wird einen Schwingkreis aus eingespiesen, bei jedem Halbwellendurchgang entstehen
an der Löschfunkenstrecke Funken, die Hochfrequenz wird mit Spitzen von 1000 Hz
abgestrahlt. Durch Benutzung verschiedener Abgriffe an der Löschfunkenstrecke
und entsprechende Anpassung der Primärspannung kann die Sendeleistung variiert werden.
Die Hochfrequenz wird über eine abstimmbare Antennenspule (Spulenabgriffe
zur Grob- und Variometer zur Feinabstimmung) der Antenne zugeführt,
mit einem Messinstrument wird der Antennenstrom angezeigt.
Als Antenne kam ein 17 m hoher Teleskopmast mit einem Gegengewicht aus auf Höhe der Antenneneinspeisung befestigten radialen Drähten zum Einsatz.
Als Empfänger war der Telefunken - Detektorempfänger E117
fest eingebaut.
Zur Einstellung der Detektoren konnte der Empfänger lose an den Antennausgang angekoppelt werden ("Tonprüfung"), ein integrierter Tonsummer ("Ticker"), erlaubte es, trägergetastete Morsesignale (A1 resp. CW) hörbar zu machen (ähnlich einem BF0), ohne diesen Zusatz war nur der Beginn und das Ende eines Morsezeichens als Klicken im Kopfhörer zu erkennen.
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© 7.2.2016 Martin Bösch