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Als Gastreferent hatte die FPD Freiburg am Donnerstag Alain Riedo, den neuen Direktor der Freiburger Handelskammer, eingeladen, der sich zu den Herausforderungen der Freiburger Wirtschaft äusserte.
Wichtig ist für ihn, dass Freiburg von seiner grossen Energie-Abhängigkeit wegkommt. Wie er sagte, produziert die Groupe E heute nur einen Drittel des Stroms, den Freiburg verbraucht. Ziel sei es, die Eigenproduktion in fünf Jahren auf 50 Prozent und in zehn Jahren auf 70 Prozent zu steigern. Und er wusste auch wie. Nebst der Förderung aller erneuerbaren Energien sprach er sich für den Bau eines Gaskombikraftwerkes in Cornaux NE und ein zweites in Posieux aus. «Dort stört es niemanden», meinte er.
Er unterstützte dabei FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois, der sich in Bern einsetzt, damit der CO2-Ausstoss zur Hälfte im Ausland kompensiert werden kann. Laut Bourgeois ist dies eine Voraussetzung, damit solche Kraftwerke in der Schweiz überhaupt gebaut werden können.
Als Schwäche der Freiburger Wirtschaft sieht Riedo die ungenügende Unternehmensdichte in bestimmten Branchen, was u. a. zur Folge habe, dass Spezialisten Freiburg als Arbeitsort meiden.
Freiburg besser als Zug
Die hohe Steuerquote betrachtete er als weiteren Nachteil. Anders sehe es aber aus, wenn das frei verfügbare Einkommen nach Abzug der Steuern, Mieten, Versicherungen usw. verglichen werde. Da liege Freiburg laut einer CS-Studie vor Zug, Bern, Waadt und Genf. az