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Im Jahr 2014 wurden insgesamt 251 Primaten in der Schweiz bei Forschungsprojekten in der Industrie und an Universitäten eingesetzt – etwa 0,05 Prozent aller Tierversuche. Die meisten dieser Versuche weisen einen niedrigen Schweregrad auf, d.h. sie belasten die Tiere nicht oder nur wenig. Doch auch Versuche von mittlerem oder höchstem Schweregrad finden statt, zum Beispiel in der Erforschung und Entwicklung von Therapien nach Schlaganfällen, für die Parkinsonsche Erkrankung und Querschnittlähmung. Verschiedene Schweizer Universitäten sind im Rahmen von Kollaborationen an diesen Versuchen beteiligt.
Schweizweite Kollaboration und Standards
Die Universitäten Zürich und die Universität Fribourg haben 2012 mit Unterstützung der Schweizer Universitätskonferenz das Swiss Non-Human Primate Competence Center in Research (SPCCR) gegründet. Dieses entwickelt höchste Standards in der Haltung und Forschung von Primaten, bildet alle in der Schweiz mit Primaten arbeitenden Forschenden und Tierpfleger aus und verschafft allen Universitäten in der Schweiz Zugang zu der für Primatenforschung notwendigen Infrastruktur und Expertise.
Güterabwägung für jeden Einzelfall
Ein 2009 vom Bundesgericht gefällter Entscheid über zwei Gesuche für Primatenversuche an der Universität Zürich und der ETH Zürich hat keine Auswirkungen auf die generelle Zulassung von Primatenforschung in der Schweiz. Das Bundesgericht hat in seinem Entscheid zwar die Ablehnung der entsprechenden Gesuche durch die Vorinstanz bestätigt, hat aber auch klar bekräftigt, dass es sich dabei nicht um einen Grundsatzentscheid handelt. Es ist weiterhin die Aufgabe der kantonalen Tierversuchskommission, jedes Gesuch mit Versuchen an Tieren im Rahmen einer Güterabwägung als Einzelfall zu überprüfen.