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Dunkles Fleisch, Wild, Grilladen, Käse, nach dem Essen zum gepflegten Gespräch am warmen Kamin.
Brillantes Granatrot; zartes Bouquet von Kirschen, Schokolade, Gewürzen, Blumen und Nüssen sowie etwas Rumtopf; im Gaumen spürbar tanninhaltig, dicht, füllig und weich; langer, anhaltender Abgang.
Der hochwertigste Wein des Valpolicella ist der Amarone, welcher nur aus reifstem Traubengut hergestellt wird. Die Trauben werden bereits im September gelesen und während mehreren Monaten auf Heuspeichern oder Dachböden getrocknet, bevor man sie keltert. Während dieser Zeit bildet sich auf den Beeren die Edelfäule (Botritis cinerea). Dieser Pilz dringt in die Traube ein und entzieht ihr das Wasser. Dadurch nimmt die relative Zuckerkonzentration in den Beeren zu, während sich der Säuregehalt verringert. Ausserdem legen auch die Mineralsalze, Farb- und Gerbstoffe, Stickstoffverbindungen und andere Geschmackselemente an Konzentration zu. So werden die Voraussetzungen für einen extraktreichen Wein geschaffen. Im Anschluss an die bis zu 50 Tage dauernde Vergärung wird der Wein dann - es ist mittlerweile Ende Januar - ins Eichenfass abgezogen, wo er mindestens 2 Jahre ruht, bevor er abgefüllt wird. Die Mostausbeute beträgt dann oft nur noch 25% des ursprünglichen Traubengewichts. Als Endprodukt erhalten wir den kostbaren Amarone, einen opulenten und komplexen Wein von höchster Güte.
10 bis 20 Jahre, genussreif nach 4-6 Jahren