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1. Mai 2020
Architekturrendering des Projekts – Fußgängerzugang
Am 4. Dezember 2017 hat die Stadt Lugano mit den Arbeiten für das neue Mehrzweckzentrum in Pregassona begonnen.
Es handelt sich um ein äußerst wichtiges Bauwerk für die Stadt Lugano, da es Sitz folgender Einrichtungen sein wird:
- Pflegeheim für ältere Menschen mit 114 Betten;
- Tagesstätte für demenzkranke Menschen;
- neuer Sitz des städtischen Sozialfürsorgedienstes und
- Kinderkrippe.
Das Projekt beinhaltet auch eine bedeutende Neugestaltung des Areals dank der Schaffung von öffentlichem Raum, welcher der gesamten Bevölkerung zur Verfügung stehen soll.
Zudem hat der Stadtrat am 14. März 2019 beschlossen, die geplante Verkleidung mit Fassadenplatten aus Faserzement durch Photovoltaikmodule zu ersetzen. Das Mehrzweckzentrum Pregassona wird dadurch zum öffentlichen Gebäude mit der größten fassadenintegrierten Photovoltaikanlage im Tessin.
Die technisch-energetischen Aspekte dieser Anlage sind Gegenstand einer gemeinsamen Studie der Stadt, der Stadtwerke Lugano (AIL SA), der Fachhochschule Südschweiz (SUPSI) und des Herstellers der PV-Module.
Der Werdegang
Die neue Seniorenresidenz und das Mehrzweckzentrum in Pregassona werden das Ergebnis eines Bauvorhabens sein, das von der ehemaligen Gemeinde Pregassona (heute Quartier von Lugano) eingeleitet und 2004 von der Stadt Lugano übernommen wurde.
Das Projekt, welches im Jahr 2008 im Rahmen eines Wettbewerbs von 38 Architekten analysiert wurde, konnte dem Wettbewerbsverfahren entsprechend ab Oktober 2009 vom Architekturbüro Mario Campi e Associati aus Lugano (Gewinner mit dem Projekt Twins) im Detail ausgearbeitet werden.
Im Jahr 2015 erfolgte die Ausschreibung zur Vergabe des Generalunternehmer-Teils, wobei die Wahl auf das Konsortium Garzoni-RdE fiel.
Die Arbeiten haben am 4. Dezember 2017 begonnen und sind derzeit noch im Gange.
Die Einweihung des neuen Mehrzweckzentrums ist für den Herbst 2021 vorgesehen.
Projektbeschreibung – architektonische Aspeckte
Urbanes Profil
Das neue Mehrzweckzentrum von Pregassona fügt sich in ein Stadtgeflecht ohne bedeutende städtebauliche Elemente ein. In diesem Kontext tritt dieses Zentrum als signifikantes Objekt im gebauten Raum auf; eine Architektur, die die Bedeutung und den Charakter des Ortes stärken will.
Demzufolge präsentieren sich die Zugangsbereiche des neuen Zentrums und diejenigen vor dem Altenheim als öffentliche Plätze, welche sich längs dem historischen Verbindungsweg zwischen Cornaredo und der Altstadt von Pregassona befinden. So entstehen Grünflächen zur Förderung von Begegnung und Kommunikation, und es können neue Verbindungen zu anderen öffentlichen Räumen in der Umgebung geschaffen werden.
Um die respektvolle Integration des Gebäudevolumens in den bebauten Raum zu fördern, wurde der Topographie besondere Aufmerksamkeit geschenkt, wodurch seine Identität, seine öffentliche Funktion und sein sozialer Charakter klar zum Ausdruck kommen.
Materialisierung der Fassaden
Die Fassaden bestehen aus Photovoltaikmodulen, zwischen denen Aluminiumfenster und Verdunkelungsvorhänge aus Kunststoff eingebaut sind. Für die Stirnfassaden wurde hingegen eine thermisch beschichtete Alublechverkleidung verwendet.