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Der tschechische Antivirus-Hersteller Avast mit Sitz in Prag plant einen milliardenschweren Börsengang in London. Der Sprung aufs Parkett soll Avast 200 Millionen Dollar bringen und zum Schuldenabbau verwendet werden, wie das Unternehmen mitteilte. Die Altaktionäre könnten darüber hinaus weitere Anteile im Wert von 800 Millionen Dollar auf den Markt werfen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Avast dürfte beim Börsengang, der voraussichtlich im Mai über die Bühne geht, mit rund vier Milliarden Dollar bewertet werden.
Pavel Baudis und Eduard Kucera, die Avast vor drei Jahrzehnten gründeten, halten noch 46 Prozent an dem Hersteller von Antivirus-Software. Die Finanzinvestoren CVC und Summit Partners besitzen 29 Prozent und sieben Prozent. Avast hatte bereits 2012 einen Börsengang an der US-Technologiebörse Nasdaq versucht, die Pläne aber wegen Marktturbulenzen abgesagt. Nach eigenen Angaben zählte Avast zuletzt 435 Millionen Nutzer und erwirtschaftete 2017 einen bereinigten Umsatz von 780 Millionen Dollar. Der Betriebsgewinn (bereinigtes Ebitda) lag bei 451 Millionen Dollar.