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Viele Textilkonzerne in Zentralamerika lagern Arbeit an Frauen aus, die ihre Rechte nicht kennen. Die Heimarbeiterinnen sticken bis zu 15 Stunden täglich ohne Mindestlohn. Sie beschweren sich aber nicht, weil sie auf Arbeit angewiesen sind, um ihre Familien zu versorgen.
Eine starke Gewerkschaft
Einige Heimarbeiterinnen wollen das ändern: Ihre Gewerkschaft Sitrabordo wächst seit 2016 stetig. Sie stärkt die Frauen und organisiert Treffen mit dem Arbeitsministerium. Dieses soll die Arbeitsbedingungen von Heimarbeiterinnen prüfen und sicherstellen, dass sie den Mindestlohn erhalten, der 2018 festgelegt wurde. Auch fordert Sitrabordo, dass El Salvador das Übereinkommen 177 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über Heimarbeit ratifiziert. Damit wären die Arbeiterinnen gesetzlich besser geschützt.
Sie lassen sich nicht stoppen
Diesen Herbst reiste eine Sitrabordo-Delegation in die USA, den grössten Absatzmarkt für die Stickarbeiten, um Behörden und lokale Gewerkschaften zu treffen. Zudem hat Sitrabordo zum ersten Mal an einer internationalen Tagung von Heimarbeiterinnen aus Lateinamerika und der Karibik teilgenommen. Und die Frauen haben sich HomeNet International angeschlossen, einer internationalen Bewegung von Heimarbeiterinnen.
Isela Beltrán, Generalsekretärin von Sitrabordo, ist optimistisch: «Ich freue mich über die Fortschritte der letzten Monate. Viele Heimarbeiterinnen verlieren ihre Angst, die fehlenden Arbeitsrechte in den Unternehmen anzuprangern!» Die Frauen werden nicht aufgeben, bis ihre Rechte gesichert sind.
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