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Die Bibelarbeit von Mitri Raheb, Pfarrer der Lutherischen Kirche in Bethlehem, wurde von der Weltgemeinschaft der Reformierten Kirchen gut aufgenommen. Raheb ging von seiner Region Palästina, dem Nahen Osten, aus. Das Christentum entstand in Palästina, am Rande des römischen Reiches. Doch weder das griechische noch das römische Reich, noch Konstantin der Grosse erreichten – trotz grosser imperialer Macht – die Region und die christliche Gemeinschaft vollständig zu unterwerfen und den Glauben zu uniformieren.
Mitri Raheb erklärte: „Die christliche Gemeinschaft entwickelte eine Vielfalt an religiösem Ausdruck, die sich zum Beispiel in unzähligen Bibelübersetzungen niedergeschlagen hat.“ Raheb führte weiter aus, dass die Bibel zu den Menschen in verschiedene Kontexte gebracht und in ihre Sprachen übersetzt wurde, anders als im Islam. Der Koran als Heilige Schrift hat nur in Arabisch seine volle Gültigkeit. Mitri Raheb rief die Versammlung auf, diese Vielfalt als Reichtum der weltweiten christlichen Gemeinschaft zu sehen und für eine Einheit innerhalb der Verschiedenheit zu arbeiten und keine Uniformierung anzustreben. „Traut euch, eure eigenen kontextuellen Theologien zu entwickeln und eigene christliche Geschichten zu erzählen, insbesondere aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Ohne eure Beiträge gibt es keine weltweite Gemeinschaft.“