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Friedrich-Christian Flick will seine hochkarätige moderne Kunstsammlung in einem Museum in Zürich unterbringen. Die Idee wurde jedoch stark kritisiert, weil die Sammlung mit "Blutgeld" zusammengekauft worden sei.
Die private Kunstsammlung des Deutschen Friedrich-Christian Flick setzt sich aus hochkarätigen Werken zusammen und gehört zu den besten Sammlung auf der Welt. Flick möchte sie der Öffentlichkeit zugänglich machen und sie in einem eigenen Museum in Zürich ausstellen. Allerdings wurde Kritik laut. Die Sammlung sei mit "Blutgeld" erkauft worden, hiess es.
Konsens muss gefunden werden
Flick nahm nun Stellung zu diesen Vorwürfen. Ein Konsens mit Quartier, Behörden und Politik müsse gefunden werden, sagte der Enkel des nach dem Zweiten Weltkrieg verurteilten deutschen Rüstungsfabrikanten Friedrich Flick an einer Pressekonferenz vom Freitag (23.03.) in Zürich.
Der Kunstsammler wies dabei Vorwürfe in aller Form zurück, seine Werke seien mit "Blutgeld" zusammengekauft worden. Er sehe auch keine moralische Verpflichtung, als Träger des Namens Flick eine Geste der Versöhnung im Hinblick auf die Zwangsarbeiter zu zeigen, die während des Zweiten Weltkriegs in den Unternehmen seines Grossvaters gearbeitet hätten.
Keine Veranlassung
Flick begründete diese Haltung unter anderem mit der Entwicklungs-Geschichte seines Vermögens, das er zu einem beträchtlichen Teil auch selbst erabeitet habe. Als Privatperson gebe es auch keine Veranlassung, sich an der Stiftungsinitiative der Deutschen Wirtschaft "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft der deutschen Wirtschaft" zu beteiligen.
Die ehemaligen Flick-Unternehmen hätten sich zu Zahlungen bereit erklärt und teilweise als Gründungsmitglieder zu überdurchschnittlichen Beiträgen verpflichtet. Flicks Grossvater war vom Nürnberger Kriegsverbrechertribunal wegen der Beschäftigung von Zwangsarbeitern zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.
Die Pläne des Enkels für einen Museumsbau an der Hardturmstrasse nahe beim Schiffbau des Zürcher Schauspielhauses waren unter anderem von künstlerischen Schauspielhaus-Direktorium und von der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich (ICZ) in Frage gestellt worden.
swissinfo und Agenturen