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Problem-
&
Zielbestimmung
Das Wort "Prägung" (auf englisch "imprint") stammt von Konrad Lorenz, der 1973 einen Nobelpreis, für seine Erforschung und Verdienste im Zusammenhang der Prägung, verliehen bekam. Lorenz beobachtete Entenküken vom Zeitpunkt des Ausschlüpfens aus dem Ei. Er hat dabei herausgefunden, dass die Küken etwa einen Tag lang auf der Suche nach einer "Mutterfigur sind. Die frisch geschlüpften Küken suchten nach nur genau einem bestimmten Reiz, damit sie ihre "Mutterfigur" bestimmen konnten. Und zwar musste die Mutter nur eines tun: sich bewegen. Wenn sich jemand bewegte, folgten ihm die Küken. Nach ungefähr einem Tag hatten die Entenküken ihre Prägung der Mutterfigur abgeschlossen. Nach diesem Prozess der Prägung ignorierte sie sogar ihre leibliche Mutter wenn sie mit ihr konfrontiert wurde und folgte stattdessen Konrad Lorenz. Wenn er umherging, folgten ihm die Küken. Wenn er morgens aufstand, sassen sie nicht in ihrem Nest, sondern sassen um seine Stiefel vor der Tür. Eines der Küken wurde sogar auf einen Ballon geprägt. Zog man also den Ballon umher, folgte das Entenküken ihm. Als diese Ente dann erwachsen war, interessierte sie sich nicht für ihre Artgenossen. Es versuchte sich sogar mit allem möglichem zu paaren was rund war. Dies war sehr interessant, denn es zeigte, dass die Prägung der Mutterfigur, sich auch auf die Prägung übertrug, die die Partnersuche steuert.
Dieses Verhalten können wir auch bei uns Menschen beobachten.
Wenn ein Mädchen in jungen Jahren von ihrem Vater körperlich misshandelt wurde, erzeugt dies eine Prägung. In vielen Fällen konnte man beobachten, das diese Mädchen im Erwachsenenalter, die Tendenz aufweisen, sich in eine ähnliche Misshandlung-Beziehung zu begeben, trotzdem was ihr eigentlich logisch und klar erscheint. Dies weil sie auf diese Art von Mann geprägt wurden, der für sie als Archetypus für Beziehungen fungiert.
Wenn ein Mädchen von ihrer Mutter misshandelt wurde, kann es sein, dass sie später ihre eigenen Kinder misshandelt und sich selbst deswegen hasst, ohne zu wissen weshalb sie sich so verhält. Das bedeutet, dass frühere Erfahrungen nicht nur Emotionen und Gefühle beeinflussen, sondern auch sehr tiefgreifende Rollenmodelle schaffen, für viele Ebenen unseres Leben. Im Erwachsenenalter kommen wir dann an Situationen und Erfahrungen, in denen wir "intuitiv" handeln. Da der Mensch immer nach der besten Möglichkeit handelt, die er zur Verfügung hat, verhalten wir uns dann instinktiv nach unserer Prägung des Rollenmodells, vorausgesetzt wir haben in der Zwischenzeit keine anderen Möglichkeiten zu handeln gelernt und erfahren.
Es gibt bestimmte Arten der Prägungen, die mit bestimmten Themen im Zusammenhang stehen, die sich wiederum auf eine Entwicklungssequenz zurückführen lassen. Diese Sequenz steht auch in Beziehung zur Maslow-Pyramide der Bedürfnisse, hat aber dennoch einige wichtige Unterschiede.
Die Sequenz der Prägung lässt sich auf 6 Stufen unterteilen:
1.
Die erste Stufe ist die Prägung der "biologischen Intelligenz". Auf dieser Ebene muss der Mensch die Fähigkeiten erlernen, um zu überleben.
2.
Auf dieser Ebene bildet sich die "emotionale Prägung". Die Frage, zu wem gehöre ich? Wo sind meine Bindungen?
3.
Diese Ebene bezieht sich auf die "intellektuelle Prägung". Bin ich klug? Kann ich denken? Bin ich geschickt?
4.
Dies ist die Ebene der "sozialen Prägung". Welche Rolle fällt mir in der Beziehung zu anderen zu?
5.
Danach kommt die Ebene der "ästhetischen Prägung". Diese Stufe wird erreicht, wenn man anfängt, sich der Dinge um ihrer selbst Willen bewusst zu werden. Dies führt dazu, dass man Schönheit und Formen erkennen kann. Was ist schön? Woran kann man sich erfreuen?
6.
Dies ist die letzte Ebene. Sie ist die Ebene der "Prägung der Identität". Man fängt an, sein Bewusstsein zurück auf all die vorangegangenen Ebenen zu richten. Wodurch bin ich so geworden? Wie bin ich? Wie kann ich mich entwickeln?