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Der Pianist Igor Levit wurde 1987 im russischen Nischni Nowgorod geboren und begann seine Klavierausbildung im Alter von drei Jahren. 1995 zog die Familie nach Deutschland, wo Levit das Studium bei Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio und Bernd Goetzke in Hannover fortsetzte, bevor er zu Hans Leygraf ans Salzburger Mozarteum wechselte. Als jüngster Teilnehmer gewann er beim 2005 ausgetragenen International Arthur-Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv gleich vier Preise. Heute tritt Levit mit renommierten Orchestern in aller Welt auf, so mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Cleveland und dem Royal Concertgebouw Orchestra, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Boston und dem London Symphony Orchestra oder dem New York Philharmonic. Von 2019 bis 2021 interpretierte Igor Levit den Zyklus der 32 Klaviersonaten Beethovens, den er auch auf CD einspielte, bei Lucerne Festival und den Salzburger Festspielen, beim Musikfest Berlin sowie in Hamburg und Stockholm. Er engagiert sich auch für die zeitgenössische Musik und brachte 2022 neue Werke von Fred Hersch und William Bolcom zur Uraufführung. Seit 2022 ist Levit Co-Künstlerischer Leiter des Heidelberger Frühlings; ab 2023 wird er ein neues Klavierfest bei Lucerne Festival kuratieren. Seine Einspielungen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt veröffentlichte er im Herbst 2021 und im Frühjahr 2022 das zweiteilige Projekt On DSCH mit Schostakowitschs 24 Präludien und Fugen sowie Ronald Stevensons monumentaler Passacaglia on DSCH. Im September erscheint sein neues Album Tristan. Das Buch Hauskonzert, das er 2021 gemeinsam mit dem Journalisten Florian Zinnecker herausbrachte, begleitet ihn durch ein Jahr und resümiert auch seine Erfahrungen in der Corona-Pandemie. 2018 erhielt Igor Levit den Gilmore Artist Award, 2020 wurde er für sein politisches Engagement mit dem Beethoven-Preis und 2022 mit dem Carl-von-Ossietzsky-Preis ausgezeichnet.
Debut bei Lucerne Festival am 11. September 2011, als er mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski Skrjabins Prométhée interpretierte.
Juli 2022