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1) Was wurde in der letzten Revision geändert (September 2014)?
Die bestehenden Masse zur Erfassung der Arbeitsproduktivität wurden im September 2014 infolge der Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) und der Einführung der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) revidiert.
Bei der Revision der VGR im September 2014 (Umstellung auf ESVG 2010) wurden zahlreiche konzeptuelle Änderungen eingeführt, welche zu einem deutlichen Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) bzw. zu einer Veränderung der Wertschöpfung der verschiedenen Wirtschaftszweige führten.
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Bei der Berechnung der Arbeitsproduktivität nach Wirtschaftssektoren und Branchen des Businesssektors wurden bis vor 2014 die Vollzeitäquivalente einer eigens dafür entwickelten Synthesestatistik verwendet. Diese basierte auf der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung, der Beschäftigungsstatistik sowie weiteren Quellen. Mit der Einführung der STATENT im November 2013 kam eine neue Statistik hinzu, welche u.a. die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) ausweist. Diese Statistik wurde gegenüber der bisherigen Synthesestatistik vorgezogen.
Für weitere Informationen siehe:
Die VZÄ der STATENT des Jahres 2011 wurden um den Anteil der nicht marktwirtschaftlichen Akteure bereinigt und anhand des bisherigen Verlaufs der alten Reihe retropoliert (mit Ausnahme des Primärsektors).
Bei der Berechnung der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivität kommt für den Arbeitsinput die Arbeitsvolumenstatistik (AVOL) zum Einsatz. Diese Statistik wurde infolge der Quartalisierung der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Hauptquelle der AVOL) einer neuen spezifischen Gewichtung im April 2014 unterzogen.
In der Folge wurden sämtliche Ergebnisse zur Arbeitsproduktivität neu berechnet. Diese neuen Zeitreihen reichen für die Gesamtwirtschaft bis ins Erhebungsjahr 1991 und für die Wirtschaftszweige bis ins Jahr 1995 zurück.
2) Ist nach der letzten Revision eine Interpretation der Unterschiede zwischen der früheren und der neuen Zeitreihe der Arbeitsproduktivität möglich?
Die Unterschiede lassen sich nicht interpretieren, da sie auf zahlreiche Faktoren zurückzuführen sind. Bei der Arbeitsproduktivität nach Wirtschaftssektoren und Branchen fallen die Unterschiede teils noch grösser aus, da die Auswirkungen der Revision der Schweizerischen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) die einzelnen Branchen unterschiedlich stark trafen.
Auch der Wechsel auf die STATENT beim Arbeitsinput erschwert einen Vergleich mit der früheren Reihe. In dieser neuen Grundgesamtheit ist die Anzahl Beschäftigte in einigen Branchen deutlich höher (z.B. bei den freien Berufen oder der Erbringung von sonstigen Dienstleistungen), während sie in anderen Branchen tiefer sind (z.B. im primären Sektor).
3) Gibt es bei den Produktivitätsreihen aufgrund der letzten Revision einen Bruch in der Zeitreihe?
Es gibt keinen Bruch in der Zeitreihe. Um über lange Zeitreihen zu verfügen, wurden die Daten rückberechnet. Die zur Berechnung der Arbeitsproduktivität erforderlichen Variablen (wirtschaftlicher Output und Arbeitsinput) gehen vom Jahr 2011 aus und wurden anschliessend anhand der verfügbaren Informationen retropoliert. Im Nenner wurde die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) mit Ausnahme des Primärsektors anhand des bisherigen Verlaufs der alten Reihe rückberechnet. Für den Primärsektor wurden die Wachstumsraten der Satellitenkonten des Primärsektors verwendet.
4) Wann findet die nächste Revision statt?
Die nächste Revision erfolgt in Zusammenarbeit mit der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR), die ihre Ergebnisse regelmässig überarbeitet (etwa alle fünf Jahre). Diese Revisionen bieten die Gelegenheit, sowohl konzeptuelle und methodische Anpassungen vorzunehmen, als auch neue statistische Daten zu implementieren.