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Im Rahmen der Serie «Aus dem Archiv» geht es heute um den Informatikunterricht an den Freiburger Schulen – und die schon früher teuren Apple-Geräte. Dies war Thema in einem Artikel, der am 24. März 1987 erschien – es ging um einen Entscheid, den der Staatsrat treffen musste. Heute wird von der «1 to 1»-Strategie gesprochen, also von einem Computer pro Schulkind.
Weil die Erziehungsdirektionen in anderen Kantonen wie Zürich, Bern und der Waadt ihren Schulen die Anschaffung von Apple-MacIntosh-Geräten empfohlen hatten, wollte man im Kanton Freiburg nicht abseits stehen. Das kantonale Erziehungsdepartement empfahl deshalb die Anschaffung eines solchen Geräts für die Schulen und war bereit, 20 Schulen Subventionen zu geben – unter der Bedingung, dass diese einen Apple anschaffen und nicht einen Computer eines anderen Herstellers. «Der Apple befriedigt hohe Qualitätsansprüche und ist sehr schülergerecht», wird Josef Buchs von der Erziehungsdirektion zitiert.
Die Förderung des Informatikunterrichts in den Schulen war nicht umstritten, doch stellten sich offenbar ein paar Bürger gegen die Subventionierung des 6000 Franken teuren Apple.
Mehr günstigere Geräte
Wie es im Bericht heisst, waren dies «politisch engagierte Bürger in Kerzers». Ihnen war es wichtiger, einer grossen Anzahl von Schülern Zugang zu einem Computer-Arbeitsplatz zu bieten und dies zu subventionieren, statt den Kauf eines bestimmten Geräts wie zum Beispiel von Apple. Deshalb plädierte die Gruppe dafür, preiswertere und dafür mehr Geräte anzuschaffen. Auch im Hinblick auf die Entwicklung und die Lebensdauer sei die Anschaffung eines so teuren Geräts mit Skepsis zu betrachten, so die Argumentation. Die Freiburger Erziehungsdirektion hingegen entgegnete, dass es mit der Anschaffung von Apple-Geräten möglich sei, den Informatikunterricht koordiniert weiterzuentwickeln und Lehrpersonen gezielt darin weiterzubilden. Ziel der Direktion war es, Deutschfreiburger Schulen, die damals den Informatikunterricht mit anderen Geräten bestritten, schrittweise auf Apple umsteigen zu lassen, «damit sie in den Genuss von Subventionen gelangen», heisst es zum Schluss des damaligen FN-Artikels.
In der Serie «Aus dem Archiv» stöbern die FN in alten Zeitungsbänden und erinnern daran, was in früheren Zeiten für Schlagzeilen gesorgt hat.