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Der österreichische Tenor gehört zu den gefragtesten Evangelisten und Bach-Interpreten seiner Generation. Nach der Ausbildung zum Kirchenmusiker studierte er Gesang bei Margit Klaushofer und Robert Holl in Wien; er war Meisterschüler von Dietrich Fischer-Dieskau, Nicolai Gedda sowie Christa Ludwig und ist Preisträger des Bach-, Schumann-, Mozart-, Hilde-Zadek- und Wigmore-Hall-Wettbewerbs.
Seit seinem Début 1998 führen ihn Auftritte als Konzert-, Lied- und Opernsänger mit Werken aller Epochen in die großen Musikzentren Europas, Nordamerikas, Japans und des Nahen Ostens. Neben regelmäßigen Konzerten im Wiener Musikverein und Konzerthaus war und ist er zu Gast bei zahlreichen Festivals (Styriarte Graz, Salzburger Festspiele, Carinthischer Sommer, Israel Festival, La Folle Journée, internationale Bachfeste); er musiziert unter der Leitung namhafter Dirigenten wie Sir Neville Marriner, Nikolaus Harnoncourt, Andrew Parrott, Reinhard Goebel und Enoch zu Guttenberg z. B. mit der Akademie für Alte Musik Berlin, den Wiener Philharmonikern oder dem Gewandhausorchester Leipzig. Daniel Johannsen ist zudem an einigen groß angelegten Bach-Kantatenprojekten beteiligt.
Auf der Bühne ist der lyrische Tenor, den Engagements etwa an das Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz, die Oper Leipzig, die Volksoper Wien, das Theater Bonn oder zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen führten, mit Mozart-Partien, mit Werken des Barock, des 20. Jahrhunderts und der Moderne, aber auch in einigen Operettenrollen zu erleben.
Liederabende mit der ganzen Bandbreite des deutschen Repertoires (aber auch mit englischen und französischen Kompositionen) bilden einen Schwerpunkt in der Tätigkeit des Sängers, der mit Pianisten wie David Lutz, Burkhard Kehring, Charles Spencer und Helmut Deutsch zusammenarbeitet. Also Solo-Alben liegen bislang Schumanns „Dichterliebe“ und die (vom ORF prämierte) Kammmermusik-CD „Tenore & Traverso“ mit Arien von J. S. Bach vor. Darüber hinaus dokumentieren zahlreiche weitere Tonträger (u. a. bei Carus, Sony, Deutsche Harmonia Mundi) sowie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen seine künstlerische Arbeit.
In der Saison 2015/16 ist Daniel Johannsen wiederholt zu Gast bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden und bei der Israel Camerata Jerusalem. Passionskonzerte führen ihn in die Philharmonien von München und Berlin (gemeinsam mit Enoch zu Guttenberg) sowie ins Wiener Konzerthaus, wo er mit Charles Spencer auch einen Liederabend geben wird. Graham Johnson lud den Sänger zu seinem Projekt „Schubert: The Complete Songs“ in die Londoner Wigmore Hall ein. Des weiteren stehen Konzerte beim Rheingau Musik Fest, beim Bachfest Schaffhausen sowie beim Festival Bach de Lausanne auf dem Terminplan.