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Im Bahnhof Luzern soll der nicht mehr benutzte Posttunnel umfunktioniert werden: Dereinst sollen ihn Velofahrer zum Parkieren oder Fussgänger als Durchgang nutzen können. Für dieses Vorhaben hat der Luzerner Stadtrat am Donnerstag dem Stadtparlament einen Kredit von 410'000 Franken für die Projektierung beantragt.
Der Kredit für die Bauarbeiten, deren Kosten heute auf 2,2 Millionen Franken geschätzt werden, dürfte in drei Jahren vorliegen. Für provisorische Sofortmassnahmen, um den Tunnel zu öffnen und in Betrieb zu nehmen, rechnet der Stadtrat mit Kosten von rund 250'000 Franken. Total: 2,86 Millionen Franken.
Der sechs Meter breite Posttunnel verläuft auf einer Länge von 160 Metern parallel zur Personenunterführung, die von der Zentralstrasse und der Universität her die Perrons erschliesst. Er wird seit zehn Jahren nicht mehr von der Post benutzt. Rund 60 Meter werden seit 2013 als Zugang zur Velostation bei der Universität genutzt.
Die Stadt sah den Posttunnel als Möglichkeit, für die Velofahrer eine sichere und direkte Verbindung von der Neustadt Richtung Inseli zu schaffen. Dank dem Tunnel könnte der Bahnhofplatz, der als gefährlichste Stelle des Luzerner Strassennetzes gilt, umfahren werden.
Vorgesehen ist, im Posttunnel unter Umständen etappenweise ab 2018 bis zu tausend Veloparkplätze zu schaffen. Provisorisch soll der Zugang zum Tunnel über eine Veloschieberille beim Zugang zur Personenunterführung in der Zentralstrasse realisiert werden und der Tunnel mit temporären Massnahmen ausgebaut werden.
Im ersten Abschnitt, den die Velos gemeinsam mit den Fussgängern benutzen, müssen die Fahrräder geschoben werden. Inwieweit im Posttunnel überhaupt gefahren werden kann, soll das Detailprojekt zeigen. Zudem sollen die provisorischen Ausbauten im Tunnel durch definitive Einrichtungen ersetzt werden.
Velotunnel wird «Providurium»
|Die Projekte Posttunnel und Tiefbahnhof kommen sich in die Quere. Falls mit den Arbeiten zum Bahnhofsausbau begonnen wird (frühestens ab 2035), müsste der Velotunnel wieder geschlossen werden. Wegen der kurzen Nutzungsdauer soll nur eine günstigere Variante des ursprünglichen Velotunnels realisiert werden.|