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«Unser Land»? / "Our Land"?
Wie eine Melodie aus der Schweiz zur Nationalhymne von Lesotho wurde
Eine Geschichte über Vertrautes, das fremd wirkt, und über Fremdes, das zu Eigenem werden kann
«Unser Land»? erzählt die ungewöhnliche Geschichte einer eingängigen Melodie. In den frühen 1820er-Jahren komponiert vom Musikpädagogen Ferdinand Samuel Laur, verbreitet sich das Chorstück von Basel aus in der Schweiz und später in Frankreich: als Schul-, Trink- und Vaterlandslied mit wechselnden Texten. Um 1870 findet man es mit Versen des Missionars Fançois Coillard in einem Schulbuch der britischen Kronkolonie Basutoland. Mit seiner Anfangszeile «Lesotho, Land unserer Väter» wird es 1967 zur Nationalhymne des unabhängigen Königreichs Lesotho.
Das Lied ist Teil der staatlichen Eigenständigkeit Lesothos geworden. Das reich bebilderte Buch fragt aus unterschiedlichen Perspektiven, warum Vertrautes fremd wirken und wie ursprünglich Fremdes zu Eigenem werden kann.
Über die Herausgeber:
Matthias Schmidt (*1966) ist Professor für Neuere Musikgeschichte an der Universität Basel.
Andreas Baumgartner (*1981) ist wissenschaftlicher Assistent am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel.
Diese Wanderung einer Komposition aus der Schweiz durch Raum und Zeit hat Schmid und Baumgartner zu ihrem Forschungsprojekt inspieriert, zu einer hochinteressanten Ausstellung und einem wunderbaren Buch. (Christian Platz, Basler Zeitung, 1.10.18)