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Immer mehr Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) hinterfragen ihre strategische Positionierung und evaluieren Möglichkeiten für eine Fokussierung ihrer Wertschöpfung. In vielen Fällen wird das Outsourcing (Auslagerung) einzelner Wertschöpfungsstufen in Erwägung gezogen. Wesentlicher Treiber dieser Überlegungen ist vor allem, durch die Wahl eines spezialisierten Outsourcingpartners effizienter zu werden.
Ziel des Projektes
In einem konkreten Fall wurde hpo damit beauftragt, mögliche Vor- und Nachteile für das Outsourcing der Instandhaltungsaktivitäten eines Schweizer EVUs zu untersuchen. Was wären die kurz- und langfristigen Auswirkungen?
Vorgehen
Zusammen mit dem Kunden evaluierte hpo drei mögliche Outsourcing-Varianten:
- Auslagerung der kompletten Instandhaltung an einen Drittanbieter
- nur Auslagerung der schweren Instandhaltung
- Übernahme der kompletten Instandhaltung durch ein gemeinsam neu gegründetes Unternehmen (Joint Venture)
Um die wesentlichen Wertschöpfungsstufen, Schnittstellen und Marktteilnehmer besser zu verstehen und eine Aussage über die Auswirkungen des Outsourcings auf die strategische Positionierung des Kunden machen zu können, wurde gemeinsam mit einem unternehmensinternen Projektteam ein Branchenmodell erarbeitet. Das Branchenmodell ist ein Analyse- und Modellierungstool für die Positionierung des Unternehmens im Markt. Es dient der Identifikation der Wertschöpfungsstufen innerhalb einer Branche.
Die Schnittstellen zwischen den Wertschöpfungsstufen und die Marktleistungen pro Stufe können damit anschaulich und präzise dargestellt werden. Relevante Player (Kunde, Zulieferer, Partner, Wettbewerber, Behörden etc.) können im Branchenmodell eingeordnet und deren spezifische Rollen sichtbar gemacht werden. Das Branchenmodell wird von Kunden als «einzigartige Landkarte» gesehen, um strategische Fragen der Positionierung zu diskutieren.