Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03585.jsonl.gz/2084

Verkaufspreis zu tief. Sammelklagen gefährden Übernahme.
Die Übernahme von Siebel durch Oracle vor einer Woche
wurde nicht von allen Beteiligten goutiert. Bei Siebel gingen bereits am Tag der Bekanntgabe der Übernahme, letzten Montag, zwei Sammelklagen ein. Ein dritte folgte im Verlauf der Woche, wie Siebel am Montag nach US-Börsenschluss in einer Eingabe an die Börsenaufsicht "SEC" mitgeteilt hat.
Die Aktionäre bemängeln, dass der offerierte Preis nicht dem wahren Wert des Softwareunternehmens entspreche. Es habe kein offenes Bieterverfahren oder eine Auktion gegeben. Oracle wird in einer der Klagen vorgeworfen, vom tiefen Aktienkurs profitiert zu haben und deshalb einen niedrigen Preis geboten zu haben. Oracle hat Siebel für 5,85 Milliarden US-Dollar übernommen. Der Preis pro Siebel-Aktie betrug 10,66 Dollar.
Der Verwaltungsrat von Siebel sieht keine Rechtfertigung für die drei Klagen und hat angekündigt, dagegen vorzugehen. Das Übernahmeverfahren dürfte sich somit zumindest verzögern. Aber das ist sich Oracle bei Übernahmen ja gewöhnt. (mim)