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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, einen Bericht und einen Massnahmenplan zur Verbesserung der Internet-Kompetenzen von Eltern und Lehrern mit Erziehungsverantwortung auszuarbeiten. </p><p>Besonderes Augenmerk ist dabei auf die zu optimierende Ausbildung und Begleitung von Eltern und Lehrpersonen im Umgang und Verständnis von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien zu legen. Weiter ist aufzuzeigen, wie durch verbesserte Koordination die interkantonale sowie die Zusammenarbeit Bund-Kantone in diesem Bereich verbessert werden kann. Weiter ist zu untersuchen, welche Art von Zusammenarbeit im Sinne von Public-Private-Partnerships mit der Industrie und den Anbieterinnen und Anbietern erzielt werden kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt das Anliegen der Postulantin. Er hat in diesem Sinne 2002 gemeinsam mit den Kantonen und der Privatwirtschaft die Bildungsinitiative "Public Private Partnership - Schule im Netz" (PPP-SiN) lanciert. Ziel ist es, Lehrpersonen aller Primar- und Sekundarschulen für den pädagogisch-didaktisch sinnvollen Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) im Unterricht aus- und weiterzubilden sowie die Schulen mit moderner ICT-Infrastruktur auszurüsten und am Internet anzuschliessen. "Schule im Netz" soll auch das Verständnis für ICT bei Behörden, Lehrpersonen und Eltern fördern und die Akzeptanz erhöhen. Ein entsprechendes - bis 2007 befristetes - Bundesgesetz und die Verordnung sind am 1.8. 2002 in Kraft getreten.</p><p>Alle Kantone haben sich mit über 60 Projekten an dieser Initiative beteiligt. Zudem wurden - in Zusammenarbeit mit der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) und der Schweizerischen Fachstelle für Informationstechnologien im Bildungswesen - verschiedene Dienstleistungen wie Beratung und Unterstützung erbracht. Der Schweizerische Bildungsserver dient zur Verbreitung von Informationen. Mit allen Aktionen sollten bis 2007 gegen 10 000 Lehrpersonen erreicht werden. In PPP-SiN finden Risiken der Internet-Kriminalität und des Missbrauchs ausdrücklich Beachtung. So bietet Swisscom z. B. Sicherheitsvorkehrungen und Microsoft das Projekt security4kids an.</p><p>In der Zwischenzeit haben u. a. die betroffenen Bundesstellen, die Kantone/EDK und die Lehrerverbände die Schweizerische Koordinationskonferenz "ICT und Bildung" gegründet. Darin werden interessierende Fragen erörtert und Massnahmen landesweit koordiniert. Die Konferenz sollte auch die im vorliegenden Postulat aufgeworfenen Fragen der Missbräuche im und über das Internet künftig noch vermehrt aufnehmen.</p><p>Das Programm PPP-SiN wird 2007 eine umfassende Evaluation seiner Aktivitäten und eine Beurteilung der Lage und Aussichten im Bereich ICT und Bildung vornehmen. Mit diesen Arbeiten dürfte dem Anliegen des Postulates Rechnung getragen sein.</p><p>Der Bundesrat erinnert ausserdem daran, dass die "Schweizerische Krimimalprävention" eine nationale Kampagne gegen Kinderpornografie im Internet lanciert hat. Schwerpunktthema 2006 sind die Gefahren von Internet-Chats. Die kantonalen Polizei- und Erziehungsdepartemente sowie verschiedene Kinderschutzorganisationen haben sich der Kampagne angeschlossen. Broschüren sollen dem Lehrpersonal und den Eltern aufzeigen, wie sich PC sichern lassen und welche Verhaltensregeln angezeigt sind. Was den privaten familiären Bereich und die Aufklärung der Eltern anbelangt, so weist der Bundesrat darauf hin, dass sich die Eltern schon heute in den Medien und auf themenbezogenen Internetsites sowie an Konferenzen und bei Nichtregierungsorganisationen informieren und beraten lassen können.</p><p>Der Bund unterstützt zudem Präventionsprojekte gegen sexuellen Missbrauch sowie Organisationen, die im Bereich Kinder- und Familienschutz oder in der Elternbildung tätig sind. Der Bund geht auch gegen Kinderpornografie im Internet vor und hat dazu insbesondere eine Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (Kobik) ins Leben gerufen, die gemeinsam mit Internetprovidern und den kantonalen Strafbehörden gegen diesbezügliche Missbräuche vorgeht.</p><p>Der Bundesrat ist deshalb der Ansicht, dass ein Bericht und zusätzliche Massnahmen nicht erforderlich sind.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.