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In der Bergbauregion Erzgebirge-Krušnohoři erforscht die TU Freiberg, wie dort Sickerwasser gereinigt werden kann. Zu diesem Zweck wurde eine neuartige Wasseraufbereitungsanlage entwickelt. Die selektive Trennung verschiedener gelöster Stoffe erfolgt durch mehrere chemische und biologische Stufen.
Seit den 1990er Jahren gibt es solche passiven Behandlungssysteme in den USA und Kanada. Der Fokus liegt vor allem auf der Neutralisierung von saurem Grubenwasser und der Rückhaltung verschiedener Metalle und anderer Elemente. Durch die Freiberger Forschung werden wissenschaftliche und planerische Voraussetzungen geschaffen, um eine breitere Anwendung dieser Verfahren zu erreichen. Sie basieren auf natürlichen Reinigungsmechanismen.
Projektleiterin Sabrina Hedrich erklärte, dass das neue Verfahren “die Verschleppung giftiger Schwermetalle wie Cadmium, Nickel und Zink in das Flusssystem der Freiberger Mulde verhindern wird“. Damit leisten wir einen Beitrag zur Verbesserung der Gewässer in den vom Bergbau betroffenen Regionen.”
Geplant ist ein modularer Aufbau des Systems, sodass es nach der Pilotphase auch in anderen ehemaligen Bergbaugebieten eingesetzt werden könnte. Das natürliche Gefälle der Landschaft wird genutzt, um einen Wasserfluss für die Wasseraufbereitungsanlage zu erreichen, und sie wird ohne Fremdenergie betrieben. Technisch notwendige Prozessschritte nutzen Energie aus Photovoltaikmodulen.
Bild: (c)pexels.com/Anna Tarazevich