Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03627.jsonl.gz/555

cineclub sg – NARAYAMA-BUSHI KO (The Ballad of Narayama)
In einem abgelegenen japanischen Bergdorf will es die Tradition, dass Bürger, wenn sie 70 geworden sind, auf einen Berg getragen und dort zum Sterben zurückgelassen werden. Orin will ihre letzten Tage damit verbringen, ihrem verwitweten Sohn eine neue Frau zu suchen.
Regie: Keisuke Kinoshita
Japan 1958
98 Minuten
mit Kinuyo Tanaka, Teiji Takahashi, Yūko Mochizuki
Vorstellungen um 18:00 Uhr und um 20:15 Uhr
«Die Ballade von Narayama» lief im Wettbewerb der 19. Internationalen Filmfestspiele von Venedig und spaltete die Kritiker in diejenigen, die ihn für ein Meisterwerk hielten, und diejenigen, die ihn für schlecht hielten. Der Film gewann drei Mainichi-Filmpreise, darunter den Preis für den besten Film; er wurde als japanischer Beitrag für den besten fremdsprachigen Film bei der 31. Oscarverleihung eingereicht.
Diese eindringliche, vom Kabuki inspirierte Version einer japanischen Volkslegende spielt in einem abgelegenen Bergdorf, in dem das Essen knapp ist und die Tradition vorschreibt, dass Bürger, die ihr siebzigstes Lebensjahr erreicht haben, auf den Gipfel des Berges Narayama getragen und dort zum Sterben zurückgelassen werden. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Orin (Kinuyo Tanaka), eine würdevolle und pflichtbewusste Frau, die ihre letzten Tage damit verbringt, das Glück ihres treuen verwitweten Sohnes mit einer respektablen neuen Frau zu sichern.
«Die Ballade von Narayama» entfaltet sich wie ein märchenhafter Traum aus einer alten Zeit. Es ist eine der schönsten und bewegendsten Visionen, die je auf die Leinwand gebracht wurden, ein Film von strahlender theatralischer Technik und verblüffender emotionaler Wirkung. Er wurde fast ausschliesslich in raffiniert gestalteten Studiokulissen, in brillanten Farben und im Breitbildformat gedreht und ist ein stilvolles und formvollendetes Werk aus Japans goldenem Kinozeitalter unter der Regie des dynamischen Keisuke Kinoshita.
Ticket-Reservationen unter <email-pii>
Die Gründung des cineclub St.Gallen geht auf das Jahr 1952 zurück. Der cineclub zählt zurzeit um die 200 Mitglieder und ist fester Bestandteil des Kulturangebots in der Stadt St.Gallen. Neben der Verbreitung künstlerisch wertvoller Filme veranstaltet der cineclub auch Sonderveranstaltungen. Dazu gehören unter anderem Gespräche mit Filmregisseuren, Stummfilme mit Livemusik sowie Einführungen in die programmierten Filme.