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Bis zum Ende der 1870er Jahre war man in Wädenswil für die Beschaffung des Trinkwassers ausschliesslich auf private oder öffentliche Brunnen angewiesen. Die Grundprotokolle zeigen, dass die meisten Häuser, auch im Dorfkern, über einen Sodbrunnen verfügten, der Grundwasser erschloss oder auch nur Regenwasser speicherte. 1867 zählte man im Dorf 160 Sodbrunnen. Nur 90 Brunnen enthielten aber trinkbares Wasser. 70 Brunnen, das heisst 42 Prozent, waren verunreinigt, vielfach wegen undichten Jauchegruben.1
Besseres Wasser führten die laufenden Brunnen. Sie waren aber nur zum kleinsten Teil öffentlich. Sie gehörten entweder einem privaten Besitzer oder dann mehreren Anwohnern, die sich zu Brunnengenossenschaften oder Brunnenkorporationen zusammengeschlossen hatten. Die Brunnen beim Rothaus, im Meierhof vor dem Morgenstern, am Plätzli, in der Eidmatt, bei der Krone und beim Hirschen, das Gnadenbrünneli unterhalb dem Schwanen, die Brunnen auf dem Büelen und am Sagenbach – sie alle waren Privateigentum und damit dem Allgemeingebrauch entzogen.2
Im 1932 abgebrochenen Kronengasse-Quartier stand seit Beginn des 19. Jahrhunderts der Kronenbrunnen3. 1877 ersetzt man seine Holztröge durch ein Bassin aus Sandstein. Aus den vier Eisenröhren des Brunnenstockes floss das Wasser auch in trockenen Jahreszeiten konstant; die Leistung sank nie unter zwanzig Minutenliter.