Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/255892

<h2>SubmittedText<h2><p>Zu einer Zeit, in der das echte Lammgigot unsere Ostertische schmückt, bedroht der Markteintritt von künstlichem Fleisch unser Land. Nach dem Vorbild unseres Nachbarlandes Italien soll auch in der Schweiz die Herstellung von Kunstfleisch verboten werden. Dieses Verbot dient dem Schutz der Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten, aber auch dem Schutz unserer eigenen Zuchtbetriebe.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Fleischalternativen aus kultivierten tierischen Stammzellen gelten in der Schweiz wie in der Europäischen Union als neuartiges Lebensmittel (Novel Food). Da diese bis heute nicht Bestandteil der üblichen Ernährung sind und somit keine sichere Verwendungsgeschichte als Lebensmittel aufweisen, unterstehen sie zur Sicherheit der Konsumentinnen und Konsumenten einer Bewilligungspflicht (Art. 16 Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung; SR 817.02).</p><p>Im Rahmen dieses Bewilligungsverfahrens werden insbesondere die Sicherheit des Lebensmittels und spezifische Deklarationsanforderungen geprüft. Nur sichere und nicht täuschende Lebensmittel werden bewilligt. Der Bundesrat erachtet daher ein vorsorgliches Verbot dieser Technologie heute weder als notwendig noch als verhältnismässig. Zum jetzigen Zeitpunkt sind in der Schweiz im Übrigen noch keine Bewilligungsgesuche für Fleischalternativen aus kultivierten tierischen Stammzellen eingereicht worden.</p>  Antwort des Bundesrates.