Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03179.jsonl.gz/1943

- Das Zentrum von Hurrikan «Irma» ist über den zu Kuba gehörenden Camagüey-Archipel gezogen.
- Der Hurrikan hatte Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometern pro Stunde. Er brachte heftigen Regen und bis zu sechs Meter hohe Wellen.
- Zehntausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht.
Überschwemmungen wurden aus den östlichen Provinzen Holguin und Guantanamo gemeldet. In mehreren Küstenstädten Kubas habe es Schäden gegeben, berichtet die kubanische Staats-Zeitung Granma. So etwa in der Stadt Baracoa an der Mauer der Uferpromenade und beim Flughafen. Schulen und die meisten Geschäfte sind geschlossen.
Durch den Sturm sind in der Karibik bisher mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Der US-Nachrichtensender spricht sogar von mindestens 24 Toten.
Vor Kuba hatte Hurrikan «Irma» bereits die zwischen den Niederlanden und Frankreich geteilte Insel Sint Maarten und Saint Martin schwer getroffen. Der französische Innenminister Gérard Collomb bezifferte die Zahl der Toten dort und in den anderen französischen Überseegebieten auf acht Personen.
Menschen plündern
Bereits zuvor war je ein Mensch auf Anguilla (Grossbritannien) und Barbuda gestorben. Es gab Berichte über Plünderungen. Auf Sint Maarten sorgten rund 200 niederländische Soldaten für Ordnung. Rund 70 Prozent der Infrastruktur sind nach Schätzungen der Marine zerstört.
Auf der zu den USA gehörenden Insel Puerto Rico und den amerikanischen Jungferninseln starben mindestens sieben Menschen. Bis zu neun Meter hohe Wellen schlugen über die Insel. Hunderttausende waren ohne Strom.
Es wird erwartet, dass die Zahl der Toten weiter steigt, da hinter «Irma» bereits der nächste Hurrikan «José» heranzieht. Er wurde zur Kategorie 4 hochgestuft.
Haiti kam glimpflich davon
Das bitterarme Haiti kam entgegen aller Befürchtungen vergleichsweise glimpflich davon. Ein Mensch galt am Freitag als vermisst, wie der Leiter des Zivilschutzes, Jerry Chandler, mitteilte.
«Irma» verursachte nach Berechnungen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in der Karibik derweil Schäden von rund 10 Milliarden Dollar.