Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03656.jsonl.gz/336

Peter Perrett, Autor des New-Wave-Klassikers «Another Girl, Another Planet» (1978), ist zurück. Fast sein ganzes Erwachsenenleben steckte der Sänger und Songschreiber der von der Kritik gefeierten, doch kommerziell glücklosen Londoner Band The Only Ones im Drogensumpf. Erstaunlich, dass er wieder auf die Beine gekommen ist. Perrett wurde clean. Er begann wieder Songs zu schreiben und mit seinen beiden Söhnen Jamie (Gitarre) und Peter Jr. (Bass) an einem Comeback zu arbeiten. «How the West Was Won» – produziert von Altmeister Chris Kimsey – ist ein starkes Album, angeführt vom Titelstück, in welchem sich der Musiker zu seinen Vorbildern Lou Reed und Bob Dylan bekennt. Perretts unverkennbar lässiger Gesang
ist intakt. Ebenso die Gabe, aus wenigen Worten oder Nuancen der Phrasierung Emotionen rauszuquetschen. Melancholie, Wärme und Ironie treffen auf Selbstreflexion. Oft triumphieren in den neuen Songs Humor und Leidenschaft über Fatalismus. Es gibt Momente, in denen man glaubt, die Only Ones zu hören, etwa wenn der Refrain von «An Epic Story» erklingt, die Liebeserklärung an Peters Frau Xena. In anderen, beklemmenden Songs blickt der 65-Jährige auf verschwendete Jahre zurück. «How the West Was Won» erzählt, wie er sein Leben zurückgewann.
tl.
Link zum Label: Irascible