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Der Fairtrade-Mindestpreis gibt zahlreichen Kakaobäuerinnen und -bauern mehr finanzielle Sicherheit. Und mit der Fairtrade-Prämie, die zusätzlich zum Verkaufspreis ausbezahlt wird, haben die Kooperativen zahlreiche Klassenzimmer gebaut und Schulgelder finanziert.
In Ghana leistet Coop nun wahre Pionierarbeit für Kakaobäuerinnen und -bauern: Als erster Fairtrade-Kakaoverarbeiter der Schweiz bezahlt Chocolats Halba / Sunray, begleitet durch Max Havelaar Schweiz und Fairtrade Africa, ab dieser Erntesaison den Referenzpreis für ein existenzsicherndes Einkommen an 172 Kakaobäuerinnen und -bauern. Diese 172 Bäuerinnen und Bauern sind Teil des Sankofa-Projekts und leisten seit 2019 mit dynamischer Agroforstwirtschaft einen Beitrag zur sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit. Das Projekt Sankofa reduziert CO2-Emissionen und verbessert langfristig die Lebensgrundlagen ghanaischer Kakaobauern.
Emelia Debrah ist eine Bäuerin in Alavanyo in der Region Brong Ahafo. Ursprünglich verkaufte sie Kenkey (Maisklösse), konnte aber ihren Mann davon überzeugen, ihr ein Stück Land zu geben, das sie für den Anbau von Kakao und Yamswurzeln nutzt. Sie ist begeistert vom Projekt: «Dank diesem Projekt kann ich einen Beitrag zum Unterhalt der Familie leisten. Ich habe jetzt meinen eigenen Mais zu Kenkey verarbeitet und verkauft. Auch Yamswurzel, Pfeffer, Wegerich und anderes Gemüse, das ich auf meinem Land angebaut habe, konnte ich verkaufen», erklärt Emelia Debrah: «Der Kakao allein bringt nicht genug Geld für die Familie ein. Aber diese alternativen Erwerbsmöglichkeiten haben sehr geholfen. Ich konnte meine Kinder und Enkelkinder bei der Krankenkasse anmelden. Und das Geld reichte für neue Schuluniformen und das Lernmaterial der Kinder.»
"Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmassnahmen." So steht es seit 1948 in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Erfahre hier, wie wir uns für das Recht auf eine menschenwürdige Existenz engagieren: Ein Einkommen, das zum Leben und nicht bloss zum Überleben reicht.