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Portrait Zoltan
"Von jetzt an habe ich nichts mehr mit ihm zu tun, er interessiert mich auch nicht weiter." Mit diesen Worten wurde uns Zoltan von der Direktorin der Kommission für Minderjährige, die als oberste Instanz über Kinderplatzierungen entscheidet, wie ein Paket in die Hände gedrückt. Nachdem er zuvor zwischen Kinderkrippe und Spital hin- und hergeschoben wurde, wog Zoltan damals als einjähriger Säugling nur gerade sechs Kilogramm. Er sah aus wie eine Mumie: mager und durchsichtig, mit grossen, traurigen Augen und rachitischem Bauch. Er bewegte sich kaum und atmete schwer, litt unter Bronchitis und starken Hustenanfällen. Mit grossem Zeitaufwand, einem speziellen Ernährungsplan und viel Zuwendung konnte sein Gesundheitszustand stetig verbessert werden, bis Zoltan mit den Jahren immer mehr Fortschritte machte und nicht nur kräftiger, sondern vor allem auch fröhlicher und lebendiger geworden ist. In der Freizeit spielt Zoltan am liebsten Fussball, auch als Mitglied eines Fussballklubs. Er arbeitet gerne und viel im Garten und im Hof. Bei kleineren Schreiner- und Unterhaltsarbeiten zeigt er viel Geschick im Umgang mit verschiedensten Werkzeugen. Die Schule gefällt ihm hingegen gar nicht, deshalb wünscht er sich später auch einen praktischen Beruf.