Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03169.jsonl.gz/1156

Das Kunsthaus Zürich wird international.
Mit der Internationalen Kunstausstellung von 1925 bot das Kunsthaus Zürich erstmals einen Überblick über das europäische Kunstschaffen der Gegenwart. Vertreten waren Künstler wie Pablo Picasso, Henri Matisse, Edvard Munch und Max Beckmann. Besonders an dieser Ausstellung war zudem, dass der damalige Direktor Wilhelm Wartmann gezielt nur rund 40 Künstler (Künstlerinnen fehlen ganz) eingeladen hat, damit sie mit einer grösseren Anzahl von Werken vertreten sind. Sie galten ihm damals als «Begründer und Träger der Kunst» der vorangegangenen zwei Jahrzehnte und die meisten von ihnen nehmen noch heute einen wichtigen Platz in der Kunstgeschichte ein. Henri Matisse, der im Zentrum der Ausstellung stand, entwarf das Plakat dazu. Das Motiv eines begehrlichen Fauns, der eine schlafende Nymphe weckt, sowie dessen Ausführung wurden in Zürich hochgelobt, in mehreren Schweizer Städten, etwa Genf und Luzern, jedoch zensuriert: zu unsittlich sei das Sujet. Mit dem Erwerb mehrerer Gemälde ausländischer Künstler aus der Ausstellung veränderte das Kunsthaus Zürich definitiv den Kurs seiner Ankaufspolitik: Ab diesem Zeitpunkt kaufte es nicht mehr nur Werke nationaler, sondern auch internationaler Kunstschaffender.
Mit dem Erwerb mehrerer Gemälde ausländischer Künstler aus der Ausstellung verändert das Kunsthaus Zürich definitiv den Kurs seiner Ankaufspolitik.