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Die Rodung von Wäldern in weiten Teilen Europas führte dazu, dass der Feldhase als ursprünglicher Steppenbewohner in der zunehmend landwirtschaftlich geprägten Landschaft in Mitteleuropa einen optimalen Lebensraum fand und sich zusehends etablierte. Bis zum Zeitpunkt als die Landwirtschaft massiv technisiert, rationalisiert und industrialisiert wurde, war der Feldhase in der Lage grosse und stabile Populationen aufzubauen. So auch in Gebieten des Schweizerischen Mittellandes. Die einst sehr klein parzelliert und extensiv bewirtschafteten Felder, boten dem Feldhasen idealen Lebensraum. So auch in der „Witi“ zwischen Solothurn und Grenchen. So kam es, dass die „Witi“ auch als Hasenkammer der Schweiz einen Namen bekam. Doch brachen die Feldhasenbestände, hauptsächlich infolge der intensiveren Landwirtschaft und zunehmenden Zerschneidung der Landschaft in etwa im Laufe der Sechziger Siebziger Jahren, auch in der „Witi“ fortlaufend zusammen.
Im Auftrag des Bundes erhielt die Schweizerische Vogelwarte Sempach den Auftrag, zusammen mit den Jagdverwaltungen der Kantone, ein nationales Feldhasenmonitoring auf die Beine zu stellen, das zum Ziel hat, die Feldhasenbestände in ausgewählten Gebieten der Schweiz über einen langen Zeitraum zu überwachen. Dabei sollen Tendenzen einer Ausbreitung und Verdichtung dieser Tierart ebenso wie diejenigen eines Verschwindens dieser Tierart aus unserer Fauna verlässlich erkennt und dokumentiert werden. Das Feldhasenmonitoring läuft seither und es werden jährlich im Vorfrühling Zählungen in den ausgewählten Gebieten durchgeführt.
Der Kanton Solothurn beherbergt 3 solche nationalen Zählgebiete, welche in untenstehenden Karten dargestellt werden. Die Grafiken neben den Karten, zeigen die Resultate der langjährigen Datenreihe, welche unter Mitarbeit der lokalen Jagdgesellschaften erhoben wurde. Die Resultate liefern einen Eindruck über den Bestand und die Entwicklung der Feldhasenpopulation im jeweiligen Gebiet.