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Jean-Paul von Burg holt Meistertitel in der GT3 Cup Challenge
Auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours kämpften am vergangenen Samstag knapp 40 Starter um die letzten Punkte im Porsche Super Sports Cup, im Sports Cup und der Driver’s Challenge. Das Saisonfinale des Porsche Sports Cup Suisse 2015 fand bei Temperaturen um die 15 Grad im französischen Département Nièvre statt. Bei den Trainings am Donnerstag und Freitag hatten die Teilnehmer mit einer nassen Strecke zu kämpfen, beim Rennen am Samstag blieb es allerdings trocken.
Wie bereits beim fünften Lauf im italienischen Imola wurde auch in Magny-Cours eines von zwei Sprintrennen durch ein Langstrecken-Rennen ersetzt. 16 Piloten unterschiedlicher Klassen aus den Serien Porsche Super Sports Cup und Porsche Sports Cup kämpften auf der 4,4 Kilometer langen Rennstrecke um den Sieg im Endurance-Rennen. Die Starter fuhren für den Sprint und das 100-Meilen-Rennen je ein Qualifying.
Das Feld im Porsche Super Sports Cup dominierten die Fahrer der Gruppen 5c und 5d (Gruppe 5c: 997 GT3 Cup 2010-2013 und 5d: 991 GT3 Cup 2014). Beide Gruppen starten in der Porsche GT3 Cup Challenge, in der Jean-Paul von Burg bereits 2014 den Meistertitel holte. Er sicherte sich in Magny-Cours mit einer schnellsten Rundenzeit von 1:45:355 Minuten die Pole Position für den Sprint.
Hinter ihm starteten Ernst Keller und Patrick Schmalz (alle Gruppe 5d, auf 991 GT3 Cup). Von Burg verteidigte seine Führung und gewann dadurch den Sprint der GT3 Cup Challenge. Schmalz, bis dato auf Position drei, überholte Keller und sicherte sich damit Platz zwei. Keller schloss auf dem dritten Rang ab. Von Burg fasste den Lauf zusammen: „Ich habe mich in der ersten Runde am Ende der Geraden verbremst, dadurch hatte hinter mir Patrick Schmalz die Gelegenheit Ernst Keller zu überholen. Ich konnte meine Führung trotz des Fehlers zum Glück halten.“
Im Endurance-Rennen startete Jean-Paul von Burg ebenfalls vor Keller und Schmalz (alle Gruppe 5d und auf 991 GT3 Cup). Erneut verteidigte von Burg die Führung und entschied das Endurance-Rennen für sich. Schmalz überholte Keller und wurde dadurch Zweiter. Keller schloss wie bereits beim Sprint auf dem dritten Rang ab.
Von Burg zeigte sich nach dem letzten Rennen der Saison als glücklicher Sieger: „Für den Gesamtsieg der GT3 Cup Challenge war ich bereits vor dem Rennen in Magny-Cours nach Punkten nicht mehr einzuholen. Für den Saisonsieg der Endurance-Rennen im Rahmen der GT3 Cup Challenge konnte ich in Magny-Cours allerdings noch wichtige Punkte erzielen. Ich freue mich bereits auf das kommende Jahr, das wird eine spannende Saison.“
Das Qualifying für den Sprint des Porsche Super Sports Cup entschied Enzo Calderari auf 997 GT3 Cup R (Gruppe 7b) für sich. Damit startete er von der Pole Position des Gesamtfeldes. Calderari fuhr anschliessend im Rennen mit einer schnellsten Rennrunde von 1:42:827 und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 154:430 Kilometern pro Stunde einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein. Im Endurance-Rennen trat Calderari zusammen mit Philippe Menotti an. Das Fahrerduo konnte sich im Qualifying die Pole sichern und verteidigte die Führung bis zum Schluss.
Den Sprint des Porsche Sports Cup gewann Giuliano Longa auf 991 GT3 RS (Gruppe 4c) vor Simon Dänzer (Gruppe 3, auf 993 Cup) und Markus Humbel auf 991 GT3 (Gruppe 4c). Longa fuhr eine schnellste Rundenzeit von 1:52:441 Minuten mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 141:226 Kilometern pro Stunde. Pascal Delafontaine auf 997 GT3 RS 4.0 (Gruppe 7cR), der von der Pole Position startete, beendete das Rennen aufgrund eines technischen Defekts nicht. Longa gelang mit dem Sieg im Gesamtfeld ebenso der Sieg in der Gruppe 4c. Zweiter wurde Markus Humbel, Daniel Lang wurde Dritter.
In der Gruppe 4c startete im Endurance-Rennen das Fahrerduo Giuliano Longa und Daniel Marbot auf 991 GT3 RS vor Markus Humbel/Andreas Hodel auf 991 GT3, gefolgt Beat Bär/Gerhard Pachler, ebenfalls auf 991 GT3. Als Erste fuhren Longa/Marbot über die Ziellinie, gefolgt vom Duo Humbel/Hodel. Daniel Lang, der von Rang vier startete, überholte Bär/Pachler und errreichte das Ziel als Dritter der Gruppe 4c.
Peter Meister auf 991 GT3 gewann an diesem Samstag die Porsche Driver‘s Challenge. In der Gleichmässigkeitsprüfung gilt es die Runden jeweils zeitgleich zu fahren. Der Durchschnitt aller Rennrunden eines Fahrers definiert die Referenzrunde. 3269 Strafpunkte standen nach zehn Runden auf Meisters Strafkonto. Den zweiten Platz unter den 14 Teilnehmern sicherte sich Martin Schneider (991 GT3) mit 3476 Strafpunkten vor dem Drittplatzierten Roland Basler (4201 Strafpunkte).
Xavier Penalba, Sportwart vom Verband Schweizer Porsche Clubs, fasste das Wochenende zusammen: „Vor allem am Freitag war es für alle Starter aufgrund der Nässe schwierig zu fahren, Samstag ging es dann besser. Leider war das Rennen in Magny-Cours nicht so gut besucht wie die Rennen zuvor. Das ist sehr schade, da Magny-Cours eine tolle Strecke bietet. Trotzdem freue ich mich immer wieder über das familiäre Miteinander unter den Teilnehmer, das macht den Porsche Sports Cup Suisse so besonders. Es war insgesamt eine sehr erfolgreiche Saison. Wir freuen uns schon auf das kommende Jahr!“
Artikel von: Porsche Schweiz AG
Artikelbilder: © Porsche Schweiz