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Hormone sind Botenstoffe, die der Körper produziert; sie erteilen den Organen Befehle und regulieren den Stoffwechsel. Diejenigen Hormone, die mit zunehmendem Alter abnehmen, gehören in die Klasse der Anti-Aging-Hormone. Wenn der Körper mit zunehmenden Lebensjahren deren Produktion herunterfährt, sind die Folgen durchaus spürbar.
Die Funktionen der wichtigsten Anti-Aging-Hormone im Überblick:
DHEA (Dehydroepiandrosteron)
Das vorwiegend in den Nebennieren produzierte Hormon DHEA ist eine Vorstufe der männlichen und weiblichen Sexualhormone (Androgene und Östrogene). DHEA unterstützt die körperliche Entwicklung und hat die Aufgabe, ein leistungsfähiges Immunsystem aufrechtzuerhalten.
Testosteron
Das vermännlichende Sexualhormon wird im Hoden und bei Frauen in geringerer Menge in den Eierstöcken produziert. Testosteron macht aktiv und leistungsfähig, baut Muskulatur und Knochen auf, wirkt luststeigernd und gewährleistet einen ausgeglichenen Stoffwechsel. Im Laufe des Lebens nimmt der Testosteronspiegel bei beiden Geschlechtern kontinuierlich ab.
Die typischen Symptome des sinkenden Testosterons beim alternden Mann sind ein allgemein reduziertes Wohlbefinden und dahinschwindende Lust auf Sex, eine Abnahme der roten Blutkörperchen und der Muskelkraft, Knochenschwund, eingeschränkte Immunabwehr, Zunahme des Bauchfettes, nachlassende geistige Fähigkeiten, ein steigendes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen , Schlafstörungen, eine trockene Haut und depressive Verstimmungen.
Östrogen und Gestagen
Östrogen und Gestagen sind weibliche Geschlechtshormone. Östrogen wird überwiegend in den Eierstöcken und in kleineren Mengen auch beim Mann in den Hoden produziert. Progesteron ist der wichtigste Vertreter der Gestagene mit spezifischem Einfluss auf die Gebärmutter.
Die Wechseljahre stellen einen spürbaren Einschnitt im Leben einer Frau dar und können Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Schlafstörungen , Depressionen und Blasenschwäche mit sich bringen. Knochenbrüche häufen sich (Osteoporose) und Arthrosen werden manifest, weil die ausgehenden Östrogene die Gelenke nicht mehr schmieren. Auch die Hautdichte nimmt ab, was sich in vermehrter Faltenbildung und Trockenheit äussert.
Wachstumshormon
Das Wachstumshormon (auch STH, Somatotropes Hormon, oder HGH, Human Growth Hormone) fördert, wie der Name schon sagt, das normale Längenwachstum. Ferner stimuliert es den Muskelauf - und den Fettabbau . Beim Erwachsenen steuert STH die Regeneration praktisch aller Gewebe, und zwar überwiegend in der Nacht. Die körpereigene Produktion nimmt ab dem 25. Lebensjahr ab und sinkt bis zum 65. Lebensjahr auf etwa ein Viertel des ursprünglichen Wertes.
Melatonin
Melatonin wird auch als Schlafhormon bezeichnet. Die Sekretion im Gehirn erfolgt während der Nacht als Reaktion auf die Dunkelheit. Demgegenüber hemmt Tageslicht, über die Netzhaut der Augen, die Melatoninbildung. So entsteht ein Tag-Nacht-Rhythmus. Die Melatoninausschüttung steigt bei Menschen in den Abendstunden an, erreicht nachts gegen drei Uhr ein Maximum und fällt dann kontinuierlich wieder ab. Melatonin ermöglicht erholsame Tiefschlafphasen, synchronisiert den Rhythmus vieler Körperfunktionen und stärkt das Immunsystem. Nachts bewirkt es eine Absenkung der Körpertemperatur, was die Regenerationsprozesse unterstützt, den Stoffwechsel verlangsamt und einen starken Anti-Aging-Effekt zur Folge hat.
Anti-Aging-Hormone auf natürliche Weise stimulieren
Die Produktion von Anti-Aging-Hormonen kann durch einfache Verhaltensregeln angeregt werden:
- Wer das Abendessen streicht (Dinner Cancelling), steigert infolge des stark absinkenden Blutzuckers
die nächtliche Ausschüttung von Wachstumshormonen.
- Natürliche Östrogene finden sich in vielen pflanzlichen Lebensmitteln: Soja, Granatapfel, Rotklee, Hopfen, Traubensilberkerze, Artischocken, Grüntee etc.
- Eine gepflegte Schlafhygiene erhöht den Melatoninspiegel: Das bedeutet ein ruhiges, dunkles und kühles Schlafzimmer und eine möglichst konstante Zubettgehzeit.
- Yamswurzel (exotisches Gemüse, im Asia-Shop erhältlich) und Sojabohnenöl lassen den Progesteronspiegel ansteigen.
- Alkohol verhindert die Ausschüttung von Wachstumshormonen.
- Nikotin, Alkohol (vor allem abends) und Aspirin unterdrücken die Melatoninbildung.
- Mässiges Ausdauer- und Krafttraining kurbeln die Testosteronproduktion an, Marathon dämpft sie.
- Zink kann den Testosteronspiegel anheben.