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Die Instandhaltungsarbeiten dienen laut dem ersten stellvertretenden Leiter des Tschernobyl-Projekts, Vyacheslav Fomin, besonders der strukturellen Stabilisierung. Die ingenieurtechnische Vorbereitung stehe bereits vor dem Abschluss und die Aufträge zur Ausführung könnten bis im September erteilt werden. Es sei vorgesehen, mit den Arbeiten vor Ort noch dieses Jahr zu beginnen.
Parallel dazu läuft laut Fomin eine Überprüfung des weiteren Vorgehens bis zur Auslegung und dem Bau eines ökologisch sicheren Schutzgebäudes, das den Sarkophag dauerhaft einschliessen soll. Über die Behandlung und Beseitigung des noch im zerstörten Reaktor eingeschlossenen Brennstoffs werde erst nach der Auslegung dieses Schutzgebäudes entschieden. Überprüft würden besonders die internationale Einbindung des Projekts und der Zeitplan. Gemäss den heutigen Vorstellungen dürfte die Errichtung des Schutzgebäudes 6-7 Jahre beanspruchen und rund USD 400 Mio. kosten. Die Verträge seien ab 2004 unterzeichnungsreif. Ursprünglich sollte das Schutzgebäude USD 758 Mio. kosten und 2007 fertig werden. Die Finanzierung der Arbeiten erfolgte durch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung EBRD (London) im Rahmen des International Shelter Implementation Plan (SIP) von 1998. Für diesen hat die EBRD einen Fonds von bisher rund USD 300 Mio. geäufnet. Davon wurden 1998-2003 USD 120 Mio. für Sicherungs- und Projektierungsarbeiten ausgelegt. Für 2003 sind jetzt weitere USD 77 Mio. freigegeben worden. Etwa ein Drittel der Aufträge gingen an ukrainische Firmen.
Quelle
P.B. nach Chornobyl Center News, 26. April, und NucNet, 27. April 2003