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Direktauftrag
Baujahr: 2013-2014
Das Neubau liegt in der Landwirtschaftszone und ersetzt einen bestehenden, kleinen Spycher, der von auswärts Ende der 60er Jahr nach Küssnacht „verschoben“ wurde. Dieser Spycher diente als Wohngebäude, entsprach aber in keiner Weise mehr einem heute üblichen (energetischen und wohnhygienischen) Standard. Der Spycher war historisch nicht besonders wertvoll, mehrere Male wurde er nicht sehr vorteilhaft umgebaut.
Das neue Gebäude nimmt die einfache rechteckige Grundform auf. Die beiden Balkone im Erdgeschoss und Obergeschoss werden als Loggien in das Gebäude integriert. Das einfache Volumen bleibt erhalten. Das Dach ist als symmetrisches Satteldach ausgeführt. Die flache Neigung erlaubt keine Nutzung und ist von Innen erlebbar. Der Gebäudekörper wird ohne Vordach gestaltet, dies reduziert ebenso wie die das flachere Dach das Volumen des Gebäudes und ergibt ein schlichtes, unaufdringliches und trotzdem modernes Aussehen. Die Konstruktion / Materialisierung berücksichtigt die Ansprüche aus den Diskussionen mit dem Raumplanungsamt: Der Gefahrenkarte wird insofern Rechnung getragen, als das Untergeschoss (auf dem bestehenden Grundriss) neu in Stahlbetonbauweise ausgeführt wird. Auch die aufgehende Konstruktion im Erdgeschoss und im Obergeschoss wird zur Seebodenstrasse und zu mindestens einem Drittel der Nord-Ost sowie der Süd-Westfassade in Stahlbeton ausgeführt. Damit der Charakter gewahrt bleibt, wurde die äusserste Schicht in einer vorbewitterten Holzschalung ausgebildet. Die knappen Abmessungen erlauben im Erdgeschoss Wohnen / Essen / Kochen, im Obergeschoss zwei (Schlaf-) Zimmer und zwei Nassräume. Von beiden Geschossen und ebenso vom vorgelagerten Garten kann die Panoramasicht vom Zugersee über die Küssnachter-Seebucht, den Pilatus mit der ganzen Fernsicht in Richtung Mitteland genossen werden.