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Der Nobelpreis für Physik 2021 wurde zur Hälfte an die beiden Klimawissenschaftler Syukuro Manabe und Klaus Hasselmann verliehen, «für das physikalische Modellieren des Klimas der Erde, die quantitative Analyse von Variationen und die zuverlässige Vorhersage der Erderwärmung», so die Jury. Die zweite Hälfte erhielt Giorgio Parisi «für die Entdeckung des Zusammenspiels von Unordnung und Fluktuationen physikalischer Systeme von der atomaren bis hin zur planetarischen Ebene». Was ist der Zusammenhang zwischen diesen beiden Teilen des Nobelpreises? Beide haben zu einem besseren Verständnis komplexer Systeme wie der Erde beigetragen.
S. Manabe: Die globale Erwärmung als Folge der steigenden Kohlendioxidkonzentration
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Innovation der Arbeit von S. Manabe darin besteht, dass er die Erdoberfläche mit der Atmosphäre durch sein Mehrschichtenmodell gekoppelt hat, im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die die Oberfläche isoliert betrachteten.
K. Hasselmann: Zuverlässigkeit von Klimamodellen und Ermittlung des menschlichen Einflusses
Die beiden wichtigsten Beiträge von K. Hasselmann, die vom Nobelkomitee gewürdigt wurden, sind der Nachweis der Fähigkeit von Klimamodellen, Vorhersagen zu treffen, und die Entwicklung einer Methode zur Ermittlung des menschlichen Einflusses auf die globale Erwärmung.
Die Botschaft des Nobelkomitees
Die Arbeiten von S. Manabe und K. Hasselmann bilden die Grundlage für Klimamodelle, die zeigen, dass die globale Erwärmung auf einen Anstieg der Treibhausgaskonzentration zurückzuführen ist und dass die durch den Menschen verursachten Emissionen dafür verantwortlich sind. Mit der erstmaligen Nominierung von Klimawissenschaftlern für den Nobelpreis für Physik sendet das Komitee die klare Botschaft an die Menschheit, dass Klimamodelle auf soliden physikalischen Erkenntnissen beruhen und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen unwiderlegbar sind.