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Die EFTA- und Mercosur-Staaten haben ihre Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen Ende August in der Substanz abgeschlossen. Das Abkommen zwischen den EFTA-Staaten (Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island) mit Mercosur (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay) hat eine grosse wirtschaftliche Bedeutung für die Schweiz. Die Schweiz verfügt nur über einen begrenzten Binnenmarkt. Um Wachstum und somit Wohlstand garantieren zu können, ist Zugang zu anderen Märkten für unsere Unternehmen und damit für Schweizer Arbeitsplätze überlebenswichtig. Mercosur ist mit seinen 260 Mio. Einwohnerinnen und Einwohnern bereits heute ein wichtiger Zielmarkt mit grossem Wachstumspotential für die Schweizer Exportwirtschaft. 2018 betrugen Schweizer Warenexporte in die Mercosur-Staaten mehr als 3,6 Milliarden Franken, importiert wurden Waren im Wert von 711 Millionen Franken (jeweils ohne Gold).
Mit dem Abkommen profitieren mittelfristig über 96% der Schweizer Ausfuhren in die Mercosur-Staaten von Zollkonzessionen, rund 95 Prozent werden – z.T. nach Übergangsfristen - vollständig zollbefreit. Angesichts der hohen Zölle der Mercosur-Staaten ermöglicht das Freihandelsabkommen beachtliche Zolleinsparungen von bis zu 180 Millionen Franken pro Jahr. Das ist neben den Abkommen mit der EU und mit China das grösste Zolleinsparungspotential aller Schweizer Freihandelsabkommen.
Neben Zollschranken werden durch das Abkommen unter anderem auch technische Handelshemmnisse abgebaut, der Marktzugang für schweizerische Dienstleistungserbringer erleichtert und die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen generell gestärkt. Das Abkommen enthält weiter ein umfassendes und rechtsverbindliches Kapitel über Handel und nachhaltige Entwicklung. Auch verhindert das Abkommen eine Schlechterstellung gegenüber der EU, welche im Sommer 2019 ebenfalls ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten abgeschlossen hat.