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Anlässlich einer Modelleisenbahnausstellung in einem Bahnwagen am Salzgleis wurden auch Modellschiffe gezeigt. Hier trafen sich Max Angst und Hansruedi Schoch zum ersten Mal. Daraufhin wurde ein intensiver Kontakt gepflegt, zum Duo stiessen dann auch bald Alois Salzgeber und Edgar Egli. Bald darauf gründete dieses Quartett 1957 den Modellschiffclub Winterthur.
Die ersten Fernsteuerungen von Graupner mit einer Betriebsspannung von 183 Volt wurden damals zu ca. Fr. 1000.- gehandelt. Die Empfängerspannung ist nicht mehr bekannt.
Da Fr. 1000.- in dieser Zeit eine erhebliche Summe darstellte, entwickelte Edgar Egli eigene Steuerungen und Alois Salzgeber baute die dazugehörigen Gehäuse.
Diese Fernsteuerungen besassen mehrere Röhren und Spulen und mussten vor Inbetriebnahme immer genau abgestimmt werden. Am Empfänger war ein «Magisches Auge" angebracht, je heller, desto besser der Empfang.
Schon vor der Clubgründung wurde mit dem Ausbau des Schützenweihers zu einem Modellgewässer begonnen. Unter Mithilfe der Stadt Winterthur und des Besitzers des benachbarten Restaurants "Schützenhaus" wurde der Weiher vergrössert und eine modellschiffgerechte Infrastruktur erstellt. Die Fahrten auf den Walchenweihern gehörten also der Vergangenheit an. In dieser Zeit gesellten sich dann auch Xaver Zwicker, Paul Lips und Sepp Wagner dazu.
Das erste Schaufahren wurde von der Winterthurer Bevölkerung mit Begeisterung aufgenommen, die Sammelbüchse wurde von einem grosszügigen Gönner mit einer Hunderternote bestückt.
Im Jahre 1988 bot sich die Gelegenheit von der Stadt, den am Schützenweiher liegenden, nicht mehr benötigten Pistolenstand zu erwerben. Nach zehnjähriger intensiver Umbauzeit ist der MSCW nun stolzer Eigentümer einer einmaligen Modellschiff-Infrastruktur.
Der Schützenweiher ist teilweise Naturschutzgebiet. Neben vielen Wasservögeln und Fischen leben unzählige Frösche an unserem Gewässer.
Der MSCW beweist, dass die gemeinsame Nutzung eines Gewässers als Naturschutzgebiet, Erholungsgebiet und Modellgewässer bestens funktioniert. Die jährlichen Bruterfolge der vielen Wasservögel zeigen, dass ein Nebeneinander von Natur und Modellschiffen durchaus möglich ist. Manchmal ziehen die Modellschiffe sogar den Kürzeren, so wurde am Schaufahren 1999 eine Robbe-Möwe von einem Koi versenkt.