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«UNSERE GEWERKSCHAFT – DIE ‹SOLIDARITÄT› – IST ZU EINER ENORMEN BEWEGUNG FÜR SOZIALE UND MORALISCHE BEFREIUNG GEWORDEN. DIE MENSCHEN, BEFREIT VON DEN FESSELN DER ANGST UND DER APATHIE, RIEFEN NACH REFORMEN UND VERBESSERUNGEN. WIR HABEN EINEN SCHWIERIGEN KAMPF UM UMSERE EXISTENZ GEFÜHRT»
Leben
Lech Walesa wurde am 29. September 1943 in Polen geboren. Als Elektriker arbeitete er in den Schiffswerften von Danzig. Er störte sich an der schlechten Behandlung seiner Kollegen, weshalb er sich in den Gewerkschaften engagierte. Von 1980 bis 1990 war er Vorsitzender der Gewerkschaft Solidarność («Solidarität»), die sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzte. Von 1990 bis 1995 war er Staatspräsident Polens. Er organisierte den politischen Wandel Polens von einem kommunistischen zu einem demokratisch-marktwirtschaftlichen System. 1983 erhielt Lech Walesa für seinen Beitrag an die Menschenrechte und für seine entscheidende Rolle in der Gestaltung von «Solidarität» in seinem Land den Friedensnobelpreis.
Einsatz für Menschenrechte
Lech Walesa setzte sich für bessere Arbeitsbedingungen und das Recht, sich zu versammeln und Gewerkschaften zu gründen, ein. Als er 1970 einen Streik organisierte, begann die polnische Regierung ihn zu überwachen. Nach mehreren Inhaftierungen wurde er 1976 entlassen. Walesa gab alle zwei Wochen eine unter der Hand gehandelte Zeitung heraus. Seine anhaltende Hingabe führte 1989 zum «Round Table Agreement». Dieses wiederum führte zu einer Regierung, welche die Grundsätze der ‹Solidarität› befolgte. Lech Walesa war von 1990 bis 1995 Präsident von Polen. Er wurde zu einem Symbol für Demokratie und wird dafür anerkannt, Polen aus dem Kommunismus geführt zu haben.