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Der Tessiner CVP-Politiker Filippo Lombardi präsidiert den Ständerat für ein Jahr. Die kleine Kammer hat den 56-Jährigen am Montag mit 39 gültigen Stimmen zu ihrem Präsidenten gewählt. Lombardi löst Hans Altherr (FDP/AR) ab.
Lombardis Wahlresultat hat einen Makel: Sechs Stimmzettel wurden leer eingelegt. Mit 39 Stimmen egalisierte er den Negativrekord für die Wahl eines Ständeratspräsidenten. Laut Angaben der Parlamentsdienste wurden zuvor fünf Präsidenten ebenfalls mit 39 Stimmen gewählt – noch nie erhielt ein Präsident weniger Stimmen.
Lombardi amtierte in den vergangenen zwei Jahren als Vizepräsident und wurde turnusgemäss ins höchste Amt des Ständerats gewählt. Der Tessiner übernimmt das Amt als 41. Vertreter der CVP und 7. Vertreter seines Kantons. Zuletzt bekleidete vor 25 Jahren ein Tessiner das Ständeratspräsidium – es war Franco Masoni (FDP).
Der ehemalige Journalist Lombardi präsidiert den Verwaltungsrat des Tessiner Fernsehsenders TeleTicino und ist auch Präsident des Verbandes der Schweizer Regionalfernsehen. Im Ständerat sitzt Lombardi seit 13 Jahren. Bekannt ist der verheiratete Vater zweier Kinder auch als Präsident des Tessiner Eishockeyclubs Ambrì Piotta.
Als Vizepräsidenten des Ständerates sind Hannes Germann (SVP/SH), welcher den Präsidentensessel als nächstes übernehmen dürfte, sowie Claude Hêche (SP/JU) vorgesehen. Als Stimmenzähler sind Pankraz Freitag (FDP/GL) und Ivo Bischofberger (CVP/AI) vorgeschlagen.