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BRASILIEN 05/2021
Brasilien 05/2021
Reparatur eines Bootes für die Seelsorge im Amazonasgebiet
Die Diözese Xingu-Altamira erstreckt sich über ein riesiges Gebiet im Amazonasgebiet. Flächenmäßig ist sie mit mehr als 247.000 Quadratkilometern etwas größer als Großbritannien. Sie ist aber mit etwas mehr als 360.000 Einwohnern nur wenig besiedelt. Weite Gebiete sind vom tropischen Regenwald bedeckt.
Ein Teil der Einwohner sind aus anderen Gebieten Brasiliens zugewandert. Sie wurden von Großgrundbesitzern, Minenkonzernen oder durch den Bau des Staudamms von Belo Monte vertrieben. Soziale Probleme wie zerbrochene Familien, Drogen- und Alkoholkonsum sind weit verbreitet. Viele Einwohner gehören aber auch indigenen Volksstämmen an, die im Urwald leben.
Knapp 70 Prozent der Bevölkerung sind katholisch. Die Diözese ist in nur zehn Pfarreien aufgeteilt. Eine davon ist die Pfarrgemeinde St. Franz Xaver, der zahlreiche Dörfer angehören. Vierzig davon befinden sich an den Flussufern im Regenwald und sind nur auf dem Wasserweg zu erreichen. Hier ist die Seelsorge eine besonders große Herausforderung. Die Gläubigen warten auf die Sakramente, auf Glaubensunterweisung und auf Hilfe bei ihren konkreten Problemen.
In manche der Gemeinden können die Priester alle drei Monate kommen, andere können nur alle paar Jahre besucht werden. Die Fahrt auf dem Wasser ist weit und beschwerlich – und zudem nicht ungefährlich. Während ihrer Besuche verbringen die Priester und die Laienmissionare mehrere Tage auf dem Boot. Zwar versuchen die Gläubigen, mit Wortgottesdiensten ihren Glauben am Leben zu erhalten, aber sie sehnen sich nach den Sakramenten und danach, regelmäßig von einem Priester betreut zu werden.
Die pastorale Arbeit ist unmöglich ohne ein Boot. Die Pfarrei verfügt zwar über ein Boot, dieses ist aber reparaturbedürftig und kann zurzeit nicht eingesetzt werden. ACN möchte mit 7.080 Euro helfen, das Boot wieder instand zu setzen.