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«Der Name wird die Fusion nicht kippen» – FN vom 15. September
Die Einwohner der Gemeinden Brünisried, Zumholz, Oberschrot, Plaffeien und Plasselb können demnächst in einer Konsultativabstimmung über den Namen der neuen Grossgemeinde ihre Meinung äussern. Zur Wahl stehen die Namen «Plaffeien» oder «Schwarzsee».
Aus historischer Sicht spricht vieles für den Namen «Plaffeien». Dieses Dorf hat in der Geschichte des Sensebezirks stets eine eigenständige Rolle als Zentrum des Sense-Oberlandes gespielt. Allein die Tatsache, dass es seit 1482 eine eigene Vogtei und nicht ein Teil der «alten Landschaft», dem direkten Untertanengebiet der Stadt Freiburg, war, gibt diesem Ort–ähnlich wie Jaun–eine besondere historische Bedeutung. Die Vögte wohnten nicht in Plaffeien, sie überliessen die Verwaltung weitgehend einheimischen «Ammännern». Zudem war Plaffeien vom 17. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts–ähnlich wie Galmis (Charmey)–der Ort, wohin die Alphirten den für den Verkauf und Export bestimmten Bergkäse brachten. Auch die Strohflechterei war in Plaffeien schon früh vorhanden. Somit war Plaffeien ein kleines, aber für die damalige Zeit wichtiges Wirtschaftszentrum. Der Plaffeienmarkt ist auch heute noch ein Überbleibsel davon. Aber auch strategisch war Plaffeien wichtig, bewachte es doch am Eingang zum Schwarzseetal den Zugang zum damals wichtigen Übergang des Euschels und zum Zollhaus, das seinerseits den Senseübergang ins nicht immer friedlich gesinnte Bernbiet kontrollierte.
Dem Namen «Schwarzsee» hingegen kommt keine geschichtliche Bedeutung zu; wenn er in Urkunden erwähnt wird, dann nicht unter diesem Namen, sondern als «Lac Domène», weil ja ein Teil davon zum Greyerzbezirk gehört.