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Äolus,
ein von Mesterns in Berlin [* 2] konstruierter Apparat zum Kühlen und Reinigen der Luft, welcher aus einem zu einem Teil seiner Höhe doppelwandigen Hohlcylinder aus Thon oder Metall besteht, worin ein Rohr aufragt, dessen unteres Ende mit einer Druckwasserleitung in Verbindung gesetzt wird. Das Wasser tritt am obern Ende des Rohrs unter einer kleinen Glocke aus, wodurch sich ein zu regulierender schmaler Spalt zwischen der Rohrwand und dem untern Rande der Glocke bildet.
Der Spalt ist so geformt, daß das austretende Wasser in einem konoidischen Strahlenschleier auf den Boden des Cylinders fällt, von wo es durch ein Ableitungsrohr entfernt wird. Dieser Wasserschleier wirkt aspirierend auf die Zimmerluft, welche, bis zum Boden des Cylinders mitgerissen und mit Feuchtigkeit gesättigt wie auch gewaschen, durch den Hohlraum zwischen den beiden Wänden des Cylinders wieder in die Höhe steigt und ins Zimmer zurückströmt. Der Apparat kann durch ganz geringe Änderungen auch zu einem Ventilationsapparat umgestaltet und vermittelst Schläuche an jeder Stelle des Zimmers aufgestellt werden, während er leicht und exakt zu regulieren ist.