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Cry of an echo
Jahrhundertelang und entgegen aller Erwartungen widerstand der Białowieża-Urwald dem barbarischen Verhalten der Menschen auf seinem Gelände. Doch 2016 hatte der neue polnische Umweltminister Jan Szyszko, unter dem Vorwand zu dessen Schutz zu handeln, einen gross angelegten Holzeinschlag in den Gebieten genehmigt, die bis dahin von jeglichem menschlichen Eingriff bewahrt waren.
Obwohl in den letzten Jahren so viel über die Umwelt gesprochen wurde und ihr Schutz ein dringendes und überfälliges Bedürfnis ist, wurde der letzte Urwald Europas zwei Jahre lang auf Anweisung derer, die ihn schützen sollten, abgeholzt. Cry of an echo versteht sich als persönlicher Protest der Künstlerin, als ihre persönliche Stimme des Widerstands; die Bilder sind eine Metapher für das drohende Unheil der unwiederbringlichen Zerstörung der Natur.
Das Projekt wurde während eines einmonatigen Aufenthaltes als Freiwillige im Nationalpark Białowieża im Frühjahr 2016 realisiert. Es umfasst insgesamt 46 Bilder, die absichtlich durch Maskierung, chemische Verunreinigung, ungleichmässige Entwicklung, Bleichen und Retuschieren misshandelt wurden. Ursprünglich als handgemachtes Künstlerbuch konzipiert, gewann Cry of an echo 2017 den Unseen Dummy Award und das Buch wurde im September 2018 vom niederländischen Verlag Lecturis veröffentlicht.
Das Projekt wurde vom Photoforum Pasquart vorgeschlagen.
Ort: Photoforum Pasquart
Bio
Małgorzata Stankiewicz (PL), born in 1986, is a graduate of UAL/University of the Arts London (2010) and ICP/International Center of Photography in New York (2014). Her work has been regularly exhibited internationally since 2013, she has been nominated for and awarded major prizes and several of her photography projects have been published, including Cry of an echo, a publication that won the Unseen Dummy Award in 2017.