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Der Sport Lacrosse stammt aus Nordamerika, wo sie von den Native-Americans gespielt und später von den europäischen Siedlern übernommen wurde. Lange Zeit galt Lacrosse als eher elitärer Sport und wurde vor allem in renommierten Universitäten der Ostküste wie Yale und Harvard gespielt. In letzter Zeit entwickelt sich Lacrosse jedoch immer dynamischer, vor allem in High Schools und den Universitäten der USA wird Lacrosse immer populärer. In Kanada ist Lacrosse der offizielle Sommer-Nationalsport. Das faszinierende an Lacrosse ist die Dynamik und Vielseitigkeit des Spiels. Es ist als schnellste Mannschaftsportart auf zwei Beinen bekannt. Gespielt wird 10 gegen 10 auf zwei quadratische Tore, das Spielfeld hat Fussballfeldgrösse. Der Spielball hat Tennisballgrösse und wird mit einem Netzschläger durch die Luft von Spieler zu Spieler gepasst; so entsteht die grosse Schnelligkeit des Spiels. Wie beim Eishockey ist Körperkontakt erlaubt und deswegen sind die Spieler an Oberkörper und Kopf geschützt.
Die Geschichte des Lacrossesports spannt sich über mehrere Jahrhunderte und macht Lacrosse somit zur ältesten Sportart Nordamerikas. Lacrosse hat seine Wurzeln in der Religion und Spiritualität der Ureinwohner Nordamerikas und wurde häufig gespielt um Stammeskonflikte zu lösen, Kranke zu heilen oder den Göttern zu huldigen. Von den Ureinwohnern Nordamerikas wird Lacrosse auch heute noch als "das Spiel des Schöpfers" bezeichnet. Lacrosse diente aber auch zur Kriegsvorbereitung. So sprach der Stamm der Ojibway von Baggataway - dem kleinen Bruder des Krieges. Historische Überlieferungen zeugen von brutalen Spielen, an denen bis zu mehrere tausend Spieler teilnahmen. Das Spielfeld erstreckte sich über viele Kilometer und die Spiele dauerten manchmal einige Tage. Die Entwicklung vom Kriegsspiel zum modernen Lacrosse begann 1636, als der französische Jesuitenmissionar Jean de Brebeuf ein Spiel der Huronen, südöstlich des heutigen Ontario, schriftlich festhielt. Die Schläger der Spieler erinnerten ihn an einen Bischofsstab (frz. la crosse). Zu dieser Zeit wurde Lacrosse von mehr als 48 Stämmen quer über den nordamerikanischen Kontinent gespielt. Mit Beginn des 18.Jahrhunderts begannen französische und englische Siedler ebenfalls Lacrosse zu spielen. Der kanadische Zahnarzt W. George Beers legte dann 1867 den Grundstein für die moderne Form des Lacrosse. Er begrenzte die Anzahl der Spieler auf zehn pro Team und führte eine feste Grösse des Spielfeldes und Regeln ein. Herren und Damen Lacrosse wurde bis in die 1930er Jahre nahezu mit denselben Regeln und ohne Schutzkleidung gespielt. Zu dieser Zeit begann sich jedoch Herren- Lacrosse dramatisch zu entwickeln. Es kam vermehrt Schutzkleidung wie Helme und Polsterungen zum Einsatz um der körperlichen Härte des Spiels Rechnung zu tragen. Damen-Lacrosse hingegen wurde durch die Übernahme von Regeln aus dem Feldhockey entschärft. So besitzen Damen- und Herren- Lacrosse grundsätzlich dieselben Wurzeln, haben sich aber im Laufe der Zeit zu unterschiedlichen Sportarten mit eigenen Regeln entwickelt. Die Damenregeln erlauben Stickchecks bis zu einem gewissen Grad, verbieten jedoch jeglichen Körperkontakt. Die Herrenregeln gestatten Körperkontakt und gezielte Schläge mit dem Stick, lassen aber keinerlei Brutalität zu.
Ziel beim schnellen Damenlacrosse ist es, den Hartgummiball mit dem Stick ins gegnerische Tor zu schleudern. Entgegen den Herrenregeln sind Schläge nur auf den Stock, nicht jedoch auf die Arme und keine Checks erlaubt. Das Passen sowie Laufen mit dem Ball entspricht dem Herrenlacrosse. Als weitere Ausnahme, oder Regeländerung zu den Herren besteht darin, dass die Spielerinnen beim Pfiff des Schiedsrichters stehen bleiben müssen. Jede Mannschaft besteht aus 12 Feldspielerinnen (inkl. Torwart) und können ebenfalls fliegend ausgewechselt werden. Die Damen tragen zum Schutz bloss einen Zahnschutz und können zusätzlich noch eine Schutzbrille sowie kleinere Handschuhe tragen. Die Damen spielen jeweils 2x30 Minuten, wobei jedem Team zwei Time-Outs zur Verfügung stehen. Gespielt wird auf einem fussballplatzgrossen Rasen oder Kunstrasenplatz.
Die Spieler einer Mannschaft passen und fangen mit einem Netzschläger einen rund 200 Gramm schweren Hartgummiball und versuchen diesen ins Gegnerische Tor zu schiessen. Vom Ball getrennt kann der Ballführende Spieler mittels Checks gegen den Körper oder Schlägen auf dessen Stock und Unterarme (diese gehören während des Haltens des Stockes ebenfalls zum Stock) werden. Desshalb tragen die Spieler eine Schutzausrüstung (Helm, Brust-, Ellbogenschoner und Handschuhe). Pro Team dürfen maximal 23 Spieler nomiert werden. Jeweils zehn davon befinden sich auf dem Spielfeld. Dabei sind jeweils 3 Spieler Verteidiger, Stürmer oder Mittelfeldspieler sowie ein Torhüter. Die Spieler dürfen während des ganzen Spieles fliegend eingewechselt werden. Zusätzlich sind die Verteidiger mit einem längeren Schläger (1.8 m anstelle der "normalen" 1m) ausgerüstet. Auch der Torhüter besitzt ein etwas spezielleren Schläger, bei welchem der "Head" (oberster Teil des Stockes mit dem Netz) grossflächiger als bei den Feldspielern ist. Gespielt wird im Herrenlacrosse 4x20 Minuten, wobei die Zeit bei Unterbrüchen in der Regel (bei längeren unterbrüchen wird eine Ausnahme gemacht) nicht gestoppt wird. Pro Mannschaft dürfen pro Hälfte jeweils zwei Time-Outs genommen werden. Sofern in der regulären Spielzeit kein Sieger ermittelt werden konnte werden maximal 2x5 Minuten nachgespielt, danach wird im Sudden-Death-Modus weitergespielt. Gespielt wird auf einem fussballplatzgrossen Rasen oder Kunstrasenplatz.
Die ersten Mannschaften in der Schweiz wurden von deutschen Studenten (Zürich/ St. Gallen) und ehemaligen Schweizer Intercross-Spielern (Herzogenbuchsee) 2005 gegründet (Intercrosse verhält sich zu Lacrosse wie Unihockey zu Eishockey). Zunächst hat man sich gefreut überhaupt gleichgesinnte gefunden zu haben und hat einfach ein wenig trainiert. Bald schon hat die Mannschaft aus St. Gallen sich eine Herausforderung gewünscht und hat erstmal in der Süddeutschen Liga als Gast an Wettkämpfen teilgenommen. Daraus hat sich bald eine gemischte Mannschaft, bestehend aus Spielern aller Mannschaften, gebildet, welche sich einen reichen Schatz an Erfahrungen im Spiel gegen viel bessere Mannschaften gesammelt hat. Mit der Zeit haben auch andere Schweizer das Lacrosse entdeckt und es haben sich stetig neue Mannschaften gebildet. Meistens wurden sie entweder von Schweizern gegründet, welche in einem Austauschjahr in den USA den Sport kennengelernt hatten, oder von Ausländern, welche in die Schweiz gezogen waren und nicht ohne Lacrosse sein konnten. Man traf sich hin und wieder um Freundschaftsspiele auszutragen. 2007 wurde ein Schweizer Verband gegründet, welcher sich zum Ziel setzte das Wachstum des Lacrosse in der Schweiz zu unterstützen und eines Tages auch eine Meisterschaft in der Schweiz durchzuführen. Daraus wurde im darauffolgenden Jahr Wirklichkeit und 5 Mannschaften aus der Deutschschweiz kämpften um den Titel. 2008 war ein grosses Jahr für das Schweizer Lacrosse. Erstmals hat sich eine richtige Nationalmannschaft mit Coach gebildet, welche sich auf ein internationales Turnier vorbereitet hat. Im August 2008 fanden in Lahti, Finnland die Europäischen Meisterschaften statt, wo sich die Schweiz sowohl gegen gestandene Lacrosse Nationen wie England und Irland, als auch gegen Anfängernationen wie Österreich und Frankreich beweisen musste. Schlussendlich wurde sie 16. von 18. Nationen. Parallel zum Turnier wurde die Schweiz "affiliate member" des internationalen Verbandes FIL.
Wizards Sports bringt Lacrosse nach Winterthur. Unser Ziel ist, so schnell wie möglich mit einem oder mehreren Teams an der Schweizer Lacrosse Meisterschaft teilzunehmen. Dafür brauchen wir natürlich vor allem Spielerinnen und Spieler. Interessiert? Senden Sie uns einfach ein E-Mail mit Ihren Kontaktangaben. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns unter 079 407 93 76 oder per E-Mail. Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, wir freuen uns auf Ihre Nachricht! Details zu den Trainings finden Sie hier.
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