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Durch den Betrieb eines Autos fallen Kosten an, die in Relation zum Grundbedarf für den Lebensunterhalt in den allermeisten Fällen relativ hoch sind. In der Regel kann sich eine unterstützte Person deshalb kein Motorfahrzeug leisten, wenn ihr dafür keine Zusatzleistungen (SiL) ausgerichtet werden. Verfügt sie dennoch über ein Auto, lässt dies vermuten, dass sie entweder über zusätzliche, den Sozialhilfebehörden nicht bekannte Mittel verfügt oder Sozialhilfeleistungen zweckwidrig verwendet.
Ausnahmsweise können die Betriebskosten unterdurchschnittlich tief ausfallen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn eine unterstützte Person keinen Abstellplatz mieten muss, auf Zusatzversicherungen verzichtet, bei der Haftpflichtversicherung einen maximalen Prämienrabatt (üblicherweise 60%) geniesst und nur wenige Tausend Kilometer pro Jahr zurücklegt. Es muss sich bei der unterstützten Person zudem um eine Einzelperson ohne Unterhaltspflichten handeln, da die Benutzung eines Motorfahrzeugs nicht zulasten der Bedürfnisse von Familienmitgliedern, insbesondere von Kindern, gehen darf. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, ist es nicht ausgeschlossen, dass eine unterstützte Person im Rahmen der Dispositionsfreiheit durch sparsames Verhalten in einzelnen vom Grundbedarf abgedeckten Bereichen die weitergehenden Bedürfnisse betreffend Auto finanzieren kann, ohne ihre Sozialhilfeleistungen zweckwidrig zu verwenden.
Wenn bei einer unterstützten Person ohne Unterhaltspflichten Hinweise auf tiefe Betriebskosten vorliegen, ist die Finanzierung der Autokosten zu thematisieren. Besteht kein Hinweis auf zusätzliche Einnahmen, kann die Sozialbehörde die unterstützte Person unter Androhung der Kürzung der Leistungen auffordern, den Fahrzeugausweis bei der Motorfahrzeugkontrolle zu hinterlegen oder aufgrund ihrer Mitwirkungspflichten (§ 17) zu belegen, dass sie das Fahrzeug ohne Zweckentfremdung zu finanzieren vermag (vgl. SOG 2011 Nr. 33).