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In den ersten zehn Minuten trafen zwei Innenverteidiger mit Kopfballtoren: Josko Gvardiol für Kroatien, Achraf Dari für Marokko. Das 1:0 war ein Bijou, es sollte in jeder Zusammenstellung der schönsten WM-Tore vorkommen. Nach einer Freistoss-Vorlage zeigten Ivan Perisic und Josko Gvardiol eine Kopfball-Stafette über ziemlich grosse Distanz. Noch vor der Pause traf Mislav Orsic mit einem Schlenzer via Pfosten.
In der zweiten Halbzeit liessen die Kräfte der Mannschaften, die in der Gruppenphase gegeneinander 0:0 gespielt hatten, sichtlich nach. Torchancen gab es dennoch. Am Ende der sechsminütigen Nachspielzeit hätte der zweifache WM-Torschütze Youssef En Nesyri vom FC Sevilla mit einem Kopfball beinahe eine Verlängerung erzwungen.
System umgestellt
Nach der Enttäuschung über das klare Ausscheiden im Halbfinal gegen Argentinien (0:3) baute Kroatiens Nationalcoach Zlatko Dalic seine Mannschaft um. Er veränderte das Spielsystem auf ein (offensiveres) 3-5-2 und beorderte fünf neue Spieler in die Anfangsformation.
Es funktionierte sehr gut, die Kroaten verdienten sich den Sieg vollauf, ohne dass die wackeren Marokkaner enttäuscht hätten. So oder so wird Marokko als die Überraschungsmannschaft der Weltmeisterschaft in Katar in die Geschichte eingehen. Die Nordafrikaner schalteten in den Gruppenspielen Belgien und in den K.o.-Spielen die weiteren Schwergewichte Spanien und Portugal aus.
(sda)