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Sie sind ins Nichts zerfallen und zerstoben – die Hoffnungen, dass Roger Federer doch wieder der Alte ist und wir mit ihm Sportticker einen Sieg bei den French Open bejubeln dürfen. Bis ins Achtelfinale erinnerte der 31-Jährige an die Zeiten, in denen kein Superlativ im Tennis groß genug war, um die Leistungen von Roger zu beschreiben. Doch die ganze enttäuschende Wahrheit konnten die Personen im Sportticker miterleben, die das Viertelfinale gegen Jo-Wilfried Tsonga mitverfolgten. Ein Drama, das Gott sei Dank schnell vorbei war, denn schon früh zeigte sich, dass Roger heute nicht als Sieger vom Platz gehen würde.
Unfassbarer Einbruch
Wer den Sportticker des Spiels gelesen hat, der wird sich erinnern, dass eigentlich alles so gut anfing. Federer führte schnell mit 5:3 und machte zwar Fehler, doch noch mehr richtig. Er spielte offensiv, ging viel ans Netz und versuchte seinen Gegner unter Druck zu setzen. Dies gilt als die Strategie, mit der man Rafael Nadal am besten bezwingen kann. Gegen einen laufstarken Spieler benötigt man allerdings eine überragende körperliche Verfassung. Und die hatte Roger nicht. Tsonga ist hingegen nicht nur irgendein laufstarker Spieler, sondern das Sinnbild eines laufstarken Spielers schlechtin. Im Sportticker nahm das Elend deshalb seinen Lauf. Von den folgenden neuen Spielen gewann Tsonga acht. Er entschied die beiden ersten Sätze mit 7:5 und 6:3 für sich. Wer zu Beginn des dritten Satzes die Körpersprache von Federer sah, der wusste, dass die ehemalige Nummer Eins, die schon im Achtelfinale fünf Sätze gebraucht hatte, zwar gerne noch einmal ins Spiel zurückkehren würde, aber es nicht konnte. Der Rest des Spiels ist im Sportticker nachzulesen: Federer versuchte viel, war zu schwach, seine Fehler häuften sich deswegen und er unterlag mit 3:6. Er hatte die Partie also glatt in drei Sätzen verloren. Tsongas starke und fast fehlerfreien Schläge sowie der unfassbare Wille des Franzosen hatten ihn zermürbt.
Was ist jetzt für Federer zu tun?
Es steht zu hoffen, dass die Niederlage psychisch keine allzu große Beule hinterlassen hat, denn Wimbledon und die US Open kommen bald. Und da wollen wir Federer wieder im Sportticker begleiten und über seine Siege lesen. Wenn er weiterhin so spielen möchte wie gegen Tsonga, dann muss Roger dringend an seiner Physis arbeiten. Es steht allerdings zu befürchten, dass die Zeit bis Wimbledon dafür nicht mehr reicht.