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Diese Berechnungen stammen von einem neuen Tool der technischen Hochschule im amerikanischen Georgia. Eine Gruppe von Forschern hat sich mit der Frage beschäftigt, wie gross die Gefahr ist, jemandem zu begegnen, der am Coronavirus erkrankt ist und hat dies nach Gruppengrösse und Region zusammengefasst.
Nutzer können auf diese Weise abschätzen, wie gross das Risiko ist, sich mit 10, 15, 50, 100 oder gar 5'000 Menschen zu treffen. Die Forscher nutzen zur Berechnung Daten in Echtzeit aus unterschiedlichen Regionen der USA und Europa. Dabei geht die Wissenschaft davon aus, dass die wahre Zahl der Ansteckungen zwischen fünf und zehn Mal so hoch ist, wie die veröffentlichten Zahlen. Dies, aufgrund der begrenzten Anzahl durchgeführten Tests. Für die Schweiz, mit einer sehr hohen Positivitätsrate zwischen 20 und 30 Prozent, kann plausiblerweise von einer zehnfachen Dunkelziffer ausgegangen werden.
Die Forschungsarbeit wurde im November im renommierten Wissenschaftsjournal Nature Human Behaviour einem «Peer-Review» unterzogen. Ziel der interaktiven Karte ist es, die Menschen bei der Entscheidung zu unterstützen, ob sie auf die eine Geburtstagsparty oder ins nächste Restaurant gehen. «Es ist schwer für die Menschen, diese Entscheidungen anhand blanker Fallzahlen zu treffen», sagte Joshua Weitz, einer der Forscher, gegenüber der Washington Post.
Vorsicht bei der Anwendung
Die interaktive Karte erklärt selber, wo ihre Grenzen liegen. Sie kann aufgrund von Berechnungen nur bestimmen, wie gross die Gefahr ist, dass sich ansteckende Personen am gleichen Anlass befinden, aber nicht wie sich die Personen verhalten. Trifft man sich draussen oder drinnen? Tragen Menschen Masken oder nicht (oder unter der Nase)? Wie gut ist die Belüftung? All diese Faktoren haben ebenfalls einen grossen Einfluss auf die Ansteckungsrisiken.
(mta)