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Rohstoffanlagen können starken kurzfristigen und schwer voraussehbaren Wertschwankungen unterliegen. Ein Engagement an Spot-Märkten ist mit wenigen Ausnahmen nicht möglich und die Alternative über die Futures-Märkte ist heikel. Obwohl sich die Rohstoffpreise seit 1999 verdoppelt haben, hätten bei einem Engagement im Futures-Markt die Rollkosten fast die gesamten Erträge weggefressen. Jeremy Grantham und James White von GMO plädieren deshalb in ihrer neusten Studie für ein indirektes Engagement in Rohstoffaktien.
Das Potenzial natürlicher Ressourcen
Grantham und White gehen davon aus, dass die Rohstoffpreise in den kommenden Jahrzehnten aufgrund der zunehmenden Nachfrage und der begrenzten Ressourcen steigen werden. Anlagen in Rohstoffe bieten für Investoren sowohl ein attraktives Renditepotenzial als auch interessante Diversifikationseigenschaften. Wie der Studie zu entnehmen ist, weisen Rohstoffaktien im Vergleich zu anderen Aktienkategorien wie Basiskonsumgüter oder Dienstleistungen längerfristig sogar eine negative Korrelation auf (in 10 Jahren betrug diese -0.4).
Ausserdem werden Rohstoffaktien oft als Instrument zur Inflationsabsicherung verwendet. In den USA lieferten Metall- und Energieaktien seit 1926 in sechs der acht Perioden mit einer Inflation von jährlich mehr als 5% real eine positive Rendite, während der S&P500 real in keiner Inflationsperiode eine positive Rendite erreichte.
Rohstoffaktien als langfristig sichere Investition
Aufgrund der Volatilität der Rohstoffpreise wird die Anlageklasse jedoch von vielen Investoren gemieden. Rohstoffaktien werden seit den Zwanzigerjahren durchschnittlich mit einem Abschlag von 20% gegenüber dem S&P 500 gehandelt. Heute liegen die Abschläge bei über 60 % und damit nahe dem historischen Tiefststand. Für Grantham und White eine gute Einstiegsgelegenheit, um vom langfristigen Potenzial der Rohstoffunternehmen zu profitieren.