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Anhang (ungeprüft)
Informationen zum Bericht
Die Viseca Holding AG ist ein in Zürich (Schweiz) ansässiges Unternehmen, das mit ihren Tochtergesellschaften (zusammen der Konzern genannt Viseca) Finanzdienstleistungen im Rahmen des bargeldlosen Bezahlens erbringt.
Aufgrund der ausgegebenen Obligationsanleihen (Bonds CHF Domestic) ist die Viseca Holding AG in der Schweiz im Swiss Reporting Standard der SIX Swiss Exchange mit der ISIN-Nummer CH0246921537 kotiert.
Wichtigste Grundsätze der Rechnungslegung
Grundlagen der Abschlusserstellung
Die vorliegende, ungeprüfte Konzernrechnung vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage („true and fair view“) der Viseca und wurde in verkürzter Form nach Swiss GAAP FER 31 erstellt. Diese Halbjahresrechnung beinhaltet nicht alle Informationen und Offenlegungen, wie sie in der jährlichen Konzernrechnung verlangt werden. Sie sollte deshalb im Zusammenhang mit der Konzernrechnung per 31. Dezember 2019 betrachtet werden.
Als Grundlage für die Konzernrechnung dient der nach einheitlichen Grundsätzen zur Rechnungslegung per 30. Juni erstellte Abschluss der Konzerngesellschaften. Die Konzernrechnung basiert auf dem Prinzip der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, es sei denn, ein Standard schreibt für eine Abschlussposition eine andere Bewertungsgrundlage vor oder es wurde aufgrund eines Wahlrechts eine andere Bewertungsgrundlage angewendet. Die relevanten Rechnungslegungsgrundsätze sind in den spezifischen Erläuterungen im Anhang enthalten.
Bei den Aktivposten wird auf jeden Bilanzstichtag überprüft, ob Anzeichen einer Wertbeeinträchtigung vorliegen. Falls Anzeichen vorliegen, wird der erzielbare Wert bestimmt und wenn dieser den Buchwert übersteigt eine entsprechend erfolgswirksame Buchung vorgenommen.
Die konsolidierte Konzernrechnung wird in Schweizer Franken, der funktionalen Währung des Unternehmens, dargestellt. Soweit nichts anderes vermerkt ist, wurden alle Finanzangaben in Schweizer Franken auf die nächste Tausenderstelle gerundet. Aus diesem Grund können Rundungsdifferenzen entstehen.
Konsolidierungsgrundsätze
Die Konzerngesellschaften umfassen jene Unternehmen, die direkt oder indirekt von der Viseca Holding AG kontrolliert werden. Dabei bedeutet Kontrolle die Möglichkeit der Beherrschung der finanziellen und operativen Geschäftstätigkeiten des jeweiligen Unternehmens, um daraus entsprechenden Nutzen zu ziehen. Dies ist üblicherweise der Fall, wenn der Konzern über mehr als die Hälfte der Stimmrechte am Aktienkapital eines Unternehmens verfügt. Die Konzerngesellschaften werden von dem Datum an konsolidiert, an dem die Kontrolle an den Konzern übergeht. Zur Veräusserung vorgesehene Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt vom Konsolidierungskreis ausgeschlossen, an dem diese Kontrolle nicht mehr gegeben ist.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Danach wird der Kaufpreis bzw. Buchwert der Beteiligungen mit dem Konzernanteil am neubewerteten Eigenkapital der konsolidierten Gesellschaften zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung aufgerechnet. Ein allfälliger Goodwill aus Beteiligungskäufen wird aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben. Alle konzerninternen Transaktionen, Salden und nicht realisierten Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften werden vollständig eliminiert.
Die Anteile von Minderheiten am Eigenkapital und am Konzerngewinn werden in der Bilanz sowie in der Erfolgsrechnung separat ausgewiesen.
Veränderungen im Konsolidierungskreis
In der Berichtsperiode haben folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis stattgefunden:
Im April 2020 wurde die Gesellschaft für die zukünftige Herausgabe der Kreditkarten (Issuing Business) gegründet und im Mai 2020 fanden die Fusionen der Accarda AG und der Aduno Finance AG mit der Viseca Card Services SA statt.
Die cashgate AG, welche für das Privatkredit- und Leasinggeschäft zuständig war, wurde per 2. September 2019 veräussert.
Die detaillierten Angaben sind unter Punkt 4.1 zu finden.
Währungsumrechnung
Fremdwährungstransaktionen in Gruppengesellschaften
Die in den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften enthaltenen Fremdwährungstransaktionen und -positionen werden wie folgt umgerechnet: Fremdwährungstransaktionen werden zum Kurs des Transaktionstages (aktueller Kurs) in die Buchwährung umgerechnet. Am Periodenende werden monetäre Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Bilanzstichtagskurs erfolgswirksam verbucht.
Umrechnung von zu konsolidierenden Abschlüssen
Die Konzernrechnung wird in Schweizer Franken präsentiert. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von Konzerngesellschaften mit abweichender Währung werden zu Stichtagskursen, das Eigenkapital zu historischen Kursen, die Erfolgsrechnung und Geldflussrechnung zu Durchschnittskursen umgerechnet. Die dabei anfallenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral über das Eigenkapital gebucht. Bei Veräusserung einer ausländischen Konzerngesellschaft werden die zugehörigen kumulierten Fremdwährungsdifferenzen in die Erfolgsrechnung übertragen.
Folgende wesentlichen Wechselkurse wurden verwendet:
Annahmen und Einschätzungen des Managements
Zur Erstellung der konsolidierten Halbjahresrechnung nach Swiss GAAP FER muss das Management von Schätzungen, Beurteilungen und Annahmen ausgehen, die sich auf die Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und die angegebene Höhe von Aktiven, Passiven, Erträgen und Aufwendungen auswirken. Die Schätzungen und zugehörigen Annahmen basieren auf bisherigen Erfahrungen und verschiedenen anderen als sinnvoll erachteten Faktoren. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.
Die Schätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden regelmässig überprüft. Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen werden in der aktuell überprüften sowie in zukünftig betroffenen Perioden erfasst.
Einfluss von COVID-19 auf die Berichterstattung per 30. Juni 2020
Der vom Bund verordnete Lockdown sowie die weltweiten Einschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie hatten massive Einbussen im Konsumgeschäft zur Folge. Die Viseca hat im 1. Halbjahr 2020 massive Umsatzeinbussen zu verzeichnen und weicht aufgrund dessen stark vom erwarteten Konzernergebnis ab.
Die Aktivposten der Unternehmung werden vom Management überwacht. Auf den immateriellen Anlagen "Kundenbeziehungen" wurde eine Wertberichtigung über CHF 1.5 Mio. getätigt, weitere Wertberichtigungen wurden zum Bilanzstichtag per 30. Juni 2020 keine vorgenommen.
Eine umfassendere Aussage zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Forderungen aus dem Paymentbereich können zum Bilanzstichtag noch nicht gemacht werden. Die Forderungen und das Modell zur Pauschalwertberichtigung werden im 3. Quartal 2020 einer vertieften Analyse unterzogen.
1 Performance
In diesem Kapitel wird die operative Leistung der Viseca präsentiert. Die Segmentberichterstattung bildet die auf der obersten Leitungsebene für die Unternehmenssteuerung verwendeten Segmentergebnisse ab.
1.1 Segmentberichtserstattung (ungeprüft)
Die externe Segmentberichterstattung basiert auf der internen Berichterstattung, welche von der Gruppenleitung für die Unternehmenssteuerung verwendet wird.
Aufgrund des Verkaufs der cashgate AG (Segment Consumer Finance) wurde das interne Management-Reporting sowie das externe Segmentsreporting auf Ende 2019 entsprechend überarbeitet und angepasst. Dies bedeutet, dass das frühere Segment Internal Financing nicht mehr separat ausgewiesen wird.
Die folgende Tabelle enthält Informationen über die Geschäftssegmente per 30. Juni:
1.2 Weiterführende Informationen zu ausgewählten Ertragspositionen
Ergänzende Informationen zum Kommissionsertrag
Ergänzende Informationen zu den übrigen Erträgen
Rechnungslegungsgrundsätze
1.3 Weiterführende Informationen zu ausgewählten Betriebsaufwandspositionen
Rechnungslegungsgrundsätze
Aufwände werden periodengerecht erfasst, d.h. zum Zeitpunkt in dem sie anfallen. Die nachfolgende Aufstellung enthält Informationen zu ausgewählten Aufwandpositionen.
2 Operative Vermögenswerte
Im folgenden Kapitel werden die Forderungen aus den Geschäftsbereichen Payment dargestellt.
2.1 Forderungen aus dem Geschäftsbereich Payment
Der Bestand der Forderungen gegenüber Karteninhabern im Kreditkartengeschäft schwankt stichtagsbezogen. Ein Kunde zahlt einmal im Monat seine Kreditkartenrechnung. Der Zahlungszeitpunkt schwankt von Monat zu Monat und ist unter anderem davon abhängig, wann die Banken die LSV-Einzüge verarbeiten. Sofern ein LSV-Einzug nach dem Monatsende beendet ist, kann ein erhöhter Forderungsbestand resultieren. Diese Schwankung hat weder eine Korrelation mit der Kreditqualität der Kunden noch mit der Zahlungsmoral.
Management von Kreditrisiken im Geschäftsbereich Payment
Es liegt in der Natur des Kreditkartengeschäfts, dass Privat- oder Unternehmenskunden vorübergehend beim Kartenunternehmen Verbindlichkeiten haben.
Das Risiko- und Kreditmanagement ist ein zentraler Prozess im Kartengeschäft und die Viseca verwendet deshalb verfeinerte Tools zur Risikoanalyse und Zahlungsverzugsberichte, um die bestehenden Risiken zu überwachen und einzuschätzen. Alle Zahlungseingänge von Kunden werden genau beobachtet.
Die Viseca stellt Kreditkarten im Namen verschiedener Vertriebspartner aus. Die Viseca hat mit einigen ihrer Partner im Kartengeschäft Verträge abgeschlossen, bei denen der Partner das Verlustrisiko für ausstehende Forderungen trägt. Wenn ein Karteninhaber in Zahlungsverzug ist, wird der ausstehende Betrag vollständig vom Partner übernommen. Wenn ein Karteninhaber nicht über einen Partner, sondern direkt mit der Viseca in Beziehung steht, trägt die Viseca das Ausfallrisiko.
Rechnungslegungsgrundsätze
Forderungen gegenüber Karteninhabern werden grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Bei Kunden mit Teilzahlungsoption oder Kunden in Verzug wird mit der Efffektivzinsmethode gerechnet.
Wertminderungsaufwände werden in den Wertberichtigungskonten für Forderungen verbucht, ausser wenn die Viseca davon überzeugt ist, dass der geschuldete Betrag nicht mehr einbringbar ist. In diesem Fall wird der als uneinbringlich betrachtete Betrag direkt in der Forderung abgeschrieben.
Modell der erwarteten Kreditverluste ("Expected Credit Loss")
Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen berechnen sich basierend auf dem Modell der erwarteten Kreditverluste ("Expected Credit Loss", "ECL"). Dabei werden die Forderungen in eine von drei Stufen eingeteilt, auf Basis derer die ECL-Berechnung erfolgt. Forderungen werden aus dem Stage 1 in den Stage 2 zugewiesen, wenn die Zahlungen 60 Tage überfällig sind. Der Stage 3 wird erst zugewiesen, wenn der entsprechende Mahnprozess nicht erfolgreich war und der Kunde in das Vorinkasso- und rechtliche Inkassoverfahren aufgenommen werden muss. Forderungen in Stage 3, die älter als 2 Jahre sind, werden abgeschrieben.
Die Wertminderung wird nach Ermessen des Managements auf der Grundlage angepasst, ob die tatsächlichen Verluste angesichts der aktuellen Wirtschafts- und Kreditbedingungen höher oder geringer sind als diejenigen, die durch historische Trends erwartet werden. Das Management erachtet die Wertminderung für zweifelhafte Forderungen aus dem Payment als angemessen.
3 Finanzierung und Risikomanagement
Im Folgenden werden die Richtlinien und Verfahren beschrieben, die für die Steuerung der Kapitalstruktur sowie der finanziellen Risiken angewendet werden. Die Viseca strebt eine angemessene Eigenkapitalbasis an, um das Vertrauen von Investoren, Gläubigern und des Markts zu erhalten.
3.1 Finanzielle Verbindlichkeiten
Änderungen der Finanzverbindlichkeiten sind im wesentlichen Änderungen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit und in der konsolidierten Mittelflussrechnung aufgeführt.
Bedingungen und Schuldentilgungspläne
Rechnungslegungsgrundsätze
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten werden in der Regel zum Nominalwert erfasst. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten (Anleihen) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst.
3.2 Aktienkapital und Reserven
Aktienkapital
Per 30. Juni 2020 bestand das Aktienkapital der Muttergesellschaft Viseca Holding AG aus 25’000 Namenaktien mit einem Nominalwert von jeweils CHF 1’000. Die Aktieninhaber haben Anspruch auf den Erhalt der festgesetzten Dividenden sowie auf eine Stimme pro Aktie bei der Generalversammlung des Unternehmens.
Reserven
Die nicht ausschüttbaren gesetzlichen Reserven beliefen sich zum 30. Juni 2020 auf CHF 5.0 Mio.
Dividenden
Folgende Dividenden wurden von der Gruppe festgesetzt und bezahlt:
Kapitalmanagement
Die Richtlinie des Verwaltungsrats sieht die Sicherung einer angemessenen Eigenkapitalbasis vor, um das Vertrauen von Investoren, Gläubigern und des Markts zu erhalten. Der Verwaltungsrat beobachtet die Kapitalrendite, welche Viseca anhand des gesamten Eigenkapitals und der Entwicklung der ausbezahlten Dividenden definiert.
3.3. Risikomanagement
Als Finanzdienstleistungsunternehmen ist die Viseca dauernden Veränderungen unterworfen und damit auch mit Chancen und Risiken konfrontiert, welche das Erreichen von Strategien und Zielen entscheidend beeinflussen können.
Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement trägt der Verwaltungsrat. Das Audit & Risk Committee und die Interne Revision unterstützen den Verwaltungsrat bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Die Gruppenleitung ist verantwortlich für die Umsetzung der im Reglement über das Risikomanagement definierten Vorgaben sowie für die Einrichtung, Aufrechterhaltung und regelmässige Überprüfung des internen Kontrollsystems IKS.
Folgende Risiken wurden als wesentliche Risiken der Viseca identifiziert:
Übergeordnete Risiken
Zu den übergeordneten Risiken zählen Umfeld-, Geschäfts- und operationelle Risiken, welche systematisch erhoben werden und im Rahmen der Risikoaffinität entweder akzeptiert oder mittels geeigneter Massnahmen gemindert werden.
Finanzielle Risiken: Kreditrisiko
Die Viseca ist aus ihrer operativen Geschäftstätigkeit dem Risiko des Ausfalls einer Gegenpartei ausgesetzt. Dieses Risiko besteht hauptsächlich bei den Forderungen gegenüber Kunden der Viseca und hängt in erster Linie von den individuellen Eigenschaften jedes Kunden ab. Da die Viseca hauptsächlich in der Schweiz tätig ist, betrifft auch das Ausfallrisiko vor allem die Schweiz.
Finanzielle Risiken: Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko der Viseca, ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen zu können. Ein Liquiditätsrisiko entsteht, wenn die Viseca die zur Durchführung ihrer Geschäfte erforderlichen Finanzmittel nicht unter wirtschaftlichen Bedingungen beschaffen kann. Die Viseca überwacht ihre Liquidität fortlaufend und erstellt ausserdem Liquiditätsprognosen und validiert ihre Bewertungsmodelle.
Finanzielle Risiken: Marktrisiko
Unter Marktrisiken wird die Gefahr von Verlusten aus bilanzwirksamen und ausserbilanziellen Positionen aufgrund von Veränderungen der Marktpreise verstanden. Die Definition umfasst Risiken aus Zinsinstrumenten und Aktien sowie Fremdwährungsrisiken.
Die Viseca sichert sich über derivative Finanzinstrumente gegen Fremdwährungsrisiken ab, die aus operativen und Finanzierungsgeschäften hervorgehen.
Die aktiven und passiven Werte aus Derivaten sind in den übrigen Forderungen resp. übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Risiken in der Abschlusserstellung
Zur Sicherstellung der Übereinstimmung des Konzernabschlusses mit den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften sowie der Ordnungsmässigkeit der Berichterstattung hat die Viseca interne Kontroll- und Steuerungssysteme eingerichtet, die regelmässig überprüft werden. Bei der Bilanzierung und Bewertung werden Einschätzungen und Annahmen in Bezug auf die Zukunft getroffen. Diese basieren auf den Kenntnissen der jeweiligen Mitarbeitenden und werden regelmässig kritisch hinterfragt.
4 Konzernstruktur
Im Folgenden sind die Konzernstruktur der Viseca inklusive der wesentlichen Änderungen und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Konzernrechnung erläutert.
4.1 Veränderung des Konsolidierungskreises
Gründung neue Tochtergesellschaft
Per 28. April 2020 wurde die Viseca Card Services II AG mit einem Aktienkapital von CHF 100'000 gegründet. Sie wird ab dem 1. Oktober 2020 aktiv und zukünftig als Herausgeberin der Kreditkarten und Karten mit Zahlfunktion (Issuer) tätig sein.
Fusionen von Tochtergesellschaften
Per 29. Mai 2020 wurden die Accarda AG und die Aduno Finance AG rückwirkend auf den 1. Januar 2020 mit der Viseca Card Services SA fusioniert.
Veräusserung von Tochtergesellschaften und at-Equity-Gesellschaften
Per 30. Oktober 2019 ist die 100% Beteiligungen an der Loyalty Gruppe inklusive der Sanavena GmbH und per 27. September 2019 die 55% Beteiligung an der Zaala AG veräussert sowie per 4. März 2019 die 60% Beteiligung an der Paycoach AG verkauft worden.
Am 13. Dezember 2019 wurde die 33% at-Equity-Beteiligung an der SwissWallet AG und auf den 9. Mai 2019 die 20% at-Equity-Beteiligung an der Loyalty Services AG veräussert.
Aufgegebene Geschäftsbereiche
Der Geschäftsbereich Consumer Finance, welcher die cashgate AG beinhaltete, wurde am 2. September 2019 an die Cembra Money Bank AG veräussert.
Zukünftige Änderungen
Im Oktober wird die Viseca Card Services SA den Issuing-Teil ihres Geschäftes auf die Viseca Card Services II AG abspalten. Danach werden beide Gesellschaften umfirmiert. Die Viseca Card Services SA wird in Viseca Payment Services SA und die Viseca Card Services II AG in Viseca Card Services AG umbenannt.
Die Viseca Payment Services SA wird das Processing-Geschäft und die Viseca Card Services AG das Issuing-Geschäft betreiben.
4.2 Konzerngesellschaften
Rechnungslegungsgrundsätze
Konsolidierung von Tochterunternehmen
Die konsolidierte Halbjahresrechnung basiert auf den nach einheitlichen Grundsätzen erstellten Einzelabschlüssen aller Tochterunternehmen. Tochterunternehmen sind von der Gruppe beherrschte Unternehmen. Eine Beherrschung wird angenommen, wenn die Gruppe mehr als die Hälfte der Stimmrechte am Tochterunternehmen hält oder eine andere Art der Beherrschung vorliegt. Die Konsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Konzerninterne Bilanzwerte und nicht realisierte Gewinne und Verluste oder Erträge und Aufwände aus konzerninternen Transaktionen werden bei der Aufstellung der konsolidierten Halbjahresrechnung eliminiert.
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und bei Zugang zum Marktwert angesetzt. Assoziierte Unternehmen sind jene Unternehmen, bei denen die Gruppe die Finanz- und Geschäftspolitik massgeblich beeinflusst, jedoch nicht beherrscht. Der Anteil der Gruppe am Gewinn oder Verlust des assoziierten Unternehmens ist in der Erfolgsrechnung enthalten.
5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Bis zur Herausgabe dieses Berichtes war der Gesellschaft kein wesentliches neues Ereignis bekannt, das die Halbjahresrechnung per 30. Juni 2020 beeinflussen würde.