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Die Krebsliga Schweiz setzt sich dafür ein, dass weniger Menschen an Darmkrebs erkranken und an den Folgen sterben. Sie empfiehlt, ab dem 50. Lebensjahr regelmässige Darmkrebs-Früherkennungsuntersuchungen durchzuführen.
Aufgrund des langjährigen Engagements der Krebsliga in Zusammenarbeit mit anderen Partnern übernimmt die Krankenkasse seit 2013 die Kosten der Darmkrebs-Früherkennung bei Personen im Alter von 50 bis 69 Jahren. Bezahlt werden alle zwei Jahre ein «Blut-im-Stuhl-Test» oder alle zehn Jahre eine Darmspiegelung. Dies findet jedoch nicht im Rahmen eines Screening-Programms statt. Die Untersuchungen sind daher nicht von der Franchise befreit.
Gegenwärtig existieren Programme in den Kantonen Uri und Waadt, im Tessin besteht ein Pilotprogramm. Ab Juni 2018 werden auch die Kantone Genf, Jura und Neuenburg Darmkrebsfrüherkennungsprogramme anbieten. Anfang 2019 kommen das Wallis und einige Deutschschweizer Kantone dazu.
Für die Krebsliga, Frauen und Männer zwischen 50 und 69 Jahren, die in der Schweiz wohnhaft sind, sollen einen einfachen Zugang zu qualitätskontrollierter Darmkrebsvorsorge im Rahmen von organisierten Programmen erhalten. Wo dies nicht möglich ist, soll der Zugang über Anbieter opportunistischer Untersuchungen erfolgen, welche gewisse Mindestanforderungen erfüllen. Die Grundsätze der Zusammenarbeit und die Anforderungen an die Früherkennungsuntersuchungen wurden in einer interprofessionellen Charta festgehalten.