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Zu Beginn des Schuljahrs im September 2011 wurden 26 der 29 Roma-Kinder in der ersten Klasse der Grundschule in der Francisciho-Strasse in Levoča in zwei reine Roma-Klassen segregiert. Die übrigen drei Kinder wurden in gemischte Klassen eingeschult.
Die Eltern der segregierten Roma-Kinder beschwerten sich umgehend über die Trennung ihrer Kinder von den anderen SchülerInnen. Die Schulverwaltung teilte ihnen mit, sie sollten froh darüber sein, dass ihre Kinder in getrennten Klassen eine «angemessene Erziehungsumgebung» für ihre Kinder vorfänden. Die Schulverwaltung drohte die Polizei zu rufen, sollten die Eltern sich weiter beschweren. Die Schule behauptete, die Kinder seien psychologisch eingeschätzt worden und bräuchten besondere Unterstützung. Die Eltern waren über die Untersuchung jedoch nicht in Kenntnis gesetzt worden und die zwei ausschliesslich mit Roma besetzten Klassen erhielten keine besondere Unterstützung oder Fürsorge für die Kinder.
Offenbar wurden die reinen Roma-Klassen nach einer Petition von Eltern eingerichtet, die die Anzahl von Kindern aus «antisozialen» Gemeinschaften in den Klassen ihrer Kinder begrenzen wollten. Eine Roma-Mutter sagte dazu: «Die Schule zerstört ihre Träume. Vielleicht sind wir ungebildet, aber wir wollen, dass unsere Kinder Bildung erhalten.»
Im September 2012 wurden einige Roma-Kinder, die zuvor in reinen Roma-Klassen waren, wieder in gemischte Klassen integriert. Doch die Schule betreibt weiterhin reine Roma-Klassen