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Die Struktur des Awards ist dabei keinesfalls statisch. Sie wird im Verlauf der Zeit angepasst und weiterentwickelt. Die Kandidaten für diese Auszeichnungen werden von einer Fachjury ausgewählt und vorgestellt. Der Sieger des „SWISS CLASSIC LIFETIME AWARDS“ wird von der Fachjury gewählt, die anderen Preise werden über eine öffentliche Publikumswahl ermittelt.
Ein wesentlicher Aspekt des SWISS CLASSIC AWARDS ist zudem, dass der Reinerlös des Awards und der Award-Veranstaltung wiederum der Oldtimer- und Klassik-Szene für ein nachhaltiges Projekt oder eine zukunftsweisende Initiative zugute kommt.
Der Hauptpreis der SWISS CLASSIC AWARDS ist der Lifetime Award. Er zeichnet Einzelpersonen und Gruppierungen aus, welche sich für die Sache des historischen Fahrzeuges eine überdurchschnittliche Relevanz geschaffen und durch herausragende Leistungen hervorgetan haben. Ein wichtiger Aspekt darin ist zudem die Nachhaltigkeit ihrer Tätigkeiten über ihren zeitlichen und räumlichen Wirkungskreis hinaus.
1975 gründete Theo Rais den Markt für Oldtimer und Ersatzteile und nannte diesen Oldtimer- und Teilemarkt, kurz OTM. Diese Bezeichnung wurde bald von anderen Organisatoren im In- und Ausland übernommen. Im fünften Jahr nach der Gründung lernte Theo Rais Chrugi (Christine) kennen. Ihrem Organisationstalent und der Treue ihrer Aussteller war es zu verdanken, dass der OTM schnell prosperierte. Mangels Platz wechselten der stetig wachsende Teilemarkt und und das Stelldichein der Oldtimerszene nach zwölf Jahren von Burgdorf BE nach Bern. Der OTM wurde zur bedeutendsten Veranstaltung seiner Art in der Schweiz. Nach 13 Jahren in Bern führten geänderte Rahmenbedingungen zum Umzug ins neu erstellte Forum Fribourg. 2011, nach 36 Jahren, übergaben Chrugi und Theo Rais den OTM in der Überzeugung, dass er weiterhin florieren und in ihrem Sinn weitergeführt würde, an das Forum Fribourg.
Fredy Lienhard übernahm 1970 nach dem plötzlichen Tod seines Vaters die Verantwortung der 1945 gegründeten Lista. Mit Geschick baute er das Unternehmen mit Marken wie Lista Office LO, Inter- Office und Denz zur Lienhard Office Group auf. Diese gehört mittlerweile zu den führenden Herstellern und Anbietern von Büromöbelsystemen. Fredy Lienhard ist schon seit vielen Jahren ein grosser Förderer des Motorsports. Besonders für den Nachwuchs engagiert sich der Ostschweizer – angefangen bei Seifenkisten-Rennen, wo schon früh Kinder und deren Eltern an den Motorsport herangeführt werden. Im Jahr 1968 gründete Fredy Lienhard das Lista Racing Team und fuhr in verschiedenen Rennklassen mit. Seinen grössten Erfolg feierte er 2002 in der Grand-Am Sports Car Series. Mit Didiere Theys, Mauro Baldi und Massimiliano Papies gewann er die 24-Stunden-Rennen von Daytona (USA) mit einem Dallara SP1 von Doran Lista Racing. Seiner Leidenschaft für den Motorsport gibt Lienhard im Autobau in Romanshorn TG ein einzigartiges Zuhause. Eine Begegnung mit Schülern in seiner damaligen Privatsammlung und deren Begeisterung hatte Lienhard dazu angespornt, seine Freude an Fahrzeugen mit der Realisation des Autobaus mit anderen zu teilen. Dieser hat sich als Begegnungsstätte und Erlebniswelt für Enthusiasten längst etabliert.
Sein einzigartiger Stil ist unverkennbar, seine Autobilder sind rund um den Globus herum bekannt und geschätzt, kaum eine Automobil-Ikone, die noch nicht von Michel Zubrunn fotografiert worden wäre. Als Perfektionist in jeder Hinsicht erschafft er nicht nur künstlerisch hochstehende Bilder von herausragender Qualität, seine Fotos stellen in sich selber einen historischen Wert dar und tragen dazu bei, manch eine Fahrzeuggeschichte mit zu dokumentieren. Ein Auto, das von Michel Zumbrunn fotografiert worden ist, wird dadurch nobilitiert. Seine Werke in Bücher gefasst und in Zusammenarbeit mit namhaften Autoren wie Richard Heseltine, Karl Ludvigsen oder Wolfgang Blaube entstanden, gehören zum Besten, was in gedruckter Form über Autos überhaupt zu finden ist.
Der Türöffner-Preis würdigt Aktionen und Leistungen, welche das Thema historische Fahrzeuge einer weiteren Zielgruppe nahebringt. Dies können Veranstaltungen und Ausstellungen genauso wie publizistische Tätigkeiten sein. Ein wichtiger Aspekt des Door-Openers ist die Wirkung nach aussen und die Ansprache von Drittpersonen, welche damit der Sache wohlgesonnen werden oder aber gar zu einer aktive Teilnahme bewegt werden können. In besonderem Masse würdigt der Türöffner dabei die Leistungen zur Förderung von Frauen in der Szene.
Grosse, national bedeutende Ausstellungen hat das Bernische Historische Museum (BHM) einige vorzuweisen. Immer wieder bringen es die Berner fertig, prägende Akzente zu setzen in der Schweizer Museumslandschaft. Man erinnert sich an die Sonderausstellungen über Albert Einstein, mittlerweile Teil der permanenten Ausstellung. Über Bern sprach jeweils die ganze Schweiz. Nicht weniger als die beste Ausstellung zum Berner Grand Prix für Autos und Motorräder zeigt das BHM seit 23. August 2018 noch bis zum 22. April dieses Jahres. Mit «Bern im Rennfieber» gelang es, aus einem Thema für Motorsportfans eine höchst amüsante und aufschlussreiche Ausstellung für alle zu gestalten. «Grand Prix Suisse 1934 – 1954, Bern im Rennfieber » ist ein äusserst wertvolles Zeichen dafür, dass das historische Fahrzeug endlich als ein Teil unserer Kultur wahrgenommen wird.
Die Bevölkerung Berns erkennt den Termin zum Ende der Wintersession jeweils ganz einfach. Am Freitagabend vor dem letzten März-Wochenende sind sie Oldtimer unter der Führung des Oldtimer Clubs Bern (OCB) für die Museumsnacht unterwegs. Unübersehbar fahren sie Museumsbesucherinnen und -besucher durch die Stadt, und auch manch ein Politiker setzt sich dazu – eine gute Gelegenheit den einen oder anderen Repräsentanten des Souveräns noch stärker für die Sache des historischen Strassenfahrzeugs zu gewinnen. Näher bei der Öffentlichkeit zu sein, ist kaum mehr möglich, als sie gleich auf eine Runde im Klassiker mitzunehmen.
Seit 2008 sind dabei vom Oldtimer-Club Bern rund 80’000 Autotüren geöffnet und noch mehr Gäste im Oldie transportiert worden, die z.T. dieses Vergnügen noch nie geniessen konnten. Unter den Fahrgästen sind dabei wie gesagt Politiker, Entscheidungsträger und andere Persönlichkeiten, die das Engagement für das “Kulturerbe aus Blech” beachten. Die diese Leistung – ohne Subventionen – anerkennen und schätzen, was so für die Nachwelt bewahrt wird.
Wochenende für Wochenende gibt es Show und Action – vom Velotöffli bis zum Sattelschlepper – im Ace Cafe im Luzernischen Rothenburg. Hinter dem Initiator und Besitzer Dany Kunz steht ein ganzes Team, das dafür sorgt, dass sich jeder sofort wohlfühlt. In seiner Breite von Treffs und Themen ist das Ace einzigartig und zeigt eine stets wieder überraschende Originalität. Wenn es irgendwo hierzulande einen Ort gibt, wo man sich mit einem Klassiker immer bestens willkommen fühlen darf und den Austausch auf unkomplizierte Art sowohl mit Gleichgesinnten als auch gänzlich Unbedarften pflegen kann, dann ist es das Ace Cafe.
Diese Auszeichnung würdigt Leistungen technischer, organisatorischer oder publizitätswirksamer Art, welche als Neuheit des vergangenen Jahres vorgestellt oder wirksam geworden sind. Dies können neue Verfahren zur Restaurierung sein, eine Organisations- oder Informationsplattform, neue Besitzmodelle oder herausragende Events und Veranstaltungen, welche regelmässig stattfinden. Die Kandidaten müssen glaubhaft darlegen können, die Idee aus eigenen Leistungen erbracht zu haben oder als Lizenznehmer die entsprechenden Rechte für die Schweiz zu vertreten.
Mögliche Kandidaten können sich selber nominieren oder durch Dritte nominiert werden.
Im Verlauf einer OCC Jungfrau Rallye wurde Toni Bolzli als Beifahrer auf dem „heissen Stuhl“ klar, dass Frauen auch an der Technik der klassischen Fahrzeuge interessiert sind, die sie pilotieren. Seither organisert er in Eigeninitiative den Techniktag für Frauen. Teilnehmen können dabei nur Frauen – und die Plätze sind jedesmal in kürzester Zeit ausgebucht. Der Techniktag beinhaltet dabei einem Theorieteil am Vormittag, an dem z.B. die Grundlagen eines 4-Takt Motors, die Funktion eines Vergasers und vieles mehr vermittelt werden. Am Nachmittag geht es dann sehr praktisch weiter mit Kontrollarbeiten am Fahrzeug sowie kleineren Wartungsarbeiten wie Zündkerzenwechsel, Sicherungsersatz und vielem mehr. Dazwischen werden die Klassiker gefahren und der gemütliche Teil kommt auch nicht zu kurz.
Wer Lust hat einen Oldtimer zu fahren aber weder die Mittel noch den Platz, selber einen zu besitzen, kann sich bei Rent-a-Classic auch ein historisches Auto mieten. Mietoldtimer sind im Prinzip nichts neues, es ist die Art und Weise, wie man auf der Website von Rent-a-Classic aus rund 15 verschiedenen Fahrzeugen online seinen Traumwagen auswählen und buchen kann. Ganz den Bedürfnissen entsprechend, hat der Fuhrpark auch einige Spezialitäten zu bieten, so beispielsweise «Hägar», der Volvo Amazon im vollen Rallye-Trimm inklusive Tripmaster. Um seiner oder seinem Liebsten einmal eine Freude machen zu können gibt es auch Gutscheine. Und für «Vielfahrer» besteht die Möglichkeit, Mitglied mit entsprechenden Privilegien zu werden. Selbst wenn die Tour etwas länger werden sollte ist das kein Problem, die Kilometer sind bei Rent-a-Classic unbeschränkt. Für Pflege und Wartung aller Autos besorgt ist die Garage des Zürcher Weinländers Martin Rudolf (MadMotors) in Flaach (ZH).
Einen 356er, Brezelkäfer oder Gullwing auf einem Foto zu verewigen ist schon etwas Besonderes, aber ein Röntgenbild vom eigenen Schmuckstück? Nick Veasey ist ein britischer Fotograf, der seit Jahren grosse und kleine Objekte röntgt. Die Bilder üben eine seltsame Faszination aus. Individuelle Projekte liebt der Künstler, man kann sie über Veaseys Galerist Rupert Roth in Auftrag geben. Auch forensisch – wenn man also durchleuchten möchte, ob das Sammlerobjekt tatsächlich im Originalzustand ist, ob das Auto jemals repariert wurde und was es sonst an Ungereimtheiten geben kann – schafft das Röntgenbild im wahrsten Sinne des Wortes Klarheit. Fotos von Nick Veasey sind selber ein Sammlerstück und schaffen einen Mehrwert für die eigene Autokollektion.
Ein Rookie ist ein Neuling – der Nachwuchs. Der „Rookie Award“ belohnt Bestrebungen zur Nachwuchsförderung und der Verjüngung der Gemeinschaft von Klassik-Enthusiasten und Enthusiastinnen. Dies können Einzelpersonen, Institutionen, Veranstaltungen oder Plattformen sein, welche durch Weitergabe von Fachwissen und Engagement zur Förderung und Anerkennung der historischen Fahrzeuge als rollendes Kulturgut über die Generationen hinweg verdient gemacht haben.
Bereits letztes Jahr nominiert, hat sich die grösste Austauschplattform für alle Interessierten rund um klassische Volkswagen weiter fortentwickelt. Mit Kleininseraten und einem umfangreichen Veranstaltungskalender bietet bugbus.net ein weitreichendes Forum für alle Belange rund um Volkswagen und Derivate. Für die User gibt es sämtliche Inhalte zum Nulltarif. Dank verschiedenen Sprachversionen selbst in Japanisch ist bugbus.net digital äusserst erfolgreich vernetzt. Als eigentliche Anlaufstelle hat bugbus.net international Bedeutung erlangt. Durch den Gründer und Betreiber Claude Schaub steht hinter bugbus.net eine engagierte Persönlichkeit mit sehr viel Herzblut für historische Volkswagen und allem was dazugehört.
Nun in seinem dritten Jahr, bringt die Young Raiders Challenge junge Teams in alten Autos zusammen. Die zweitägige Veranstaltung, reserviert für Teilnehmende ab Jahrgang 1983 und jünger, bietet einen lustvollen Einstieg in den Gleichmässigkeits-Wettbewerb mit Oldtimern und lässt dabei viel Raum um Erlebnisse zu teilen und neue Bekanntschaften zu knüpfen. Der durchschlagende Erfolg der Young Raiders Challenge gibt den Initianten von der Organisation Raid rund um Hans A. Bichsel recht. Ein eigenes Veranstaltungs-Format extra für junge Klassikenthusiastinnen und Enthusiasten ist genau das Richtige.
In einer ehemaligen Garage in Rapperswil – hier tunte Heinrich Pfenninger seine Lotus und Mustangs – ist vor ein paar Jahren die Branding Agentur Racerfish eingezogen. Für ihre Gäste errichtete sie ein Café, das schnell zum Pit Stop für Petrolheads aller Couleur wurde. Anfangs standen in den Räumen seltene Bikes, Autos oder Boote, die der Agenturinhaber Tom Behrens und sein Agenturteam selbst restaurierten, später stellten Gäste und Freunde des Hauses ihre Schätze ebenfalls dazu. Inzwischen nimmt man seinen Espresso zwischen Café Racern, Emailleschildern, Formel 1-Boliden oder neben einem Ferrari ein, an manchen Dingen hängen auch Preisschilder. Das Rare Street Coffee ist zum Ausgangs- und Endpunkt von Ausfahrten auf zwei und vier Rädern geworden, die Gäste jeden Alters schätzen die lockere Atmosphäre.
Initiant und Präsident des Swiss- Car-Registers, Safenwil AG.
Gründer des Urelfer-Clubs Schweiz, ehemaliger Vorstand FSVA, heute SHVF.
Präsident SHVF, Initiant und Organisator des Microcar-Treffens Wohlen.
Klassikspezialist bei der «Automobil Revue».
Garagistin
Journalistin
Ehemaliger Präsident des Veteran Car Clubs<br /> Präsident der Sport Kommission VCCSR
Die Stimmen dürfen bis zum 3. Mai 2019 abgegeben werden.
Die Preisverleihung wird am 25. Mai im Rahmen des Gala-Abends an der Swiss Classic World in der Messe Luzern stattfinden.
Unter allen Teilnehmern, die Ihre Stimme für je einen Kandidaten in den Kategorien ROOKIE AWARD, DOOR OPENER AWARD und INNOVATION AWARD abgegeben haben, verlosen wir einen attraktiven Preis.