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Semantische Standards
Fallbeispiel semantische Interoperabilität Pflege
Damit Gesundheitsinformationen im Behandlungsprozess rasch und systemunabhängig ausgetauscht und gelesen werden können, braucht es die semantische Interoperabilität der Daten. Ein Fallbeispiel zur semantischen Interoperabilität von Pflegedaten zeigt, wo die Grenzen des systemübergreifenden Informationsaustauschs heute liegen. Die Nutzung von unterschiedlichen Ordnungssystemen führt dazu, dass Pflegediagnosen vom Informationssystem im Spital nicht direkt in das System der Spitex übernommen werden können. Die Prozessinteroperabilität ist nicht vorhanden. Während dem Informationsaustausch besteht die Gefahr, dass Informationen verloren gehen, und die gleichen Informationen müssen vom Personal erneut erfasst werden. Durch die Nutzung von Referenzterminologien wie z.B. SNOMED CT beim Austausch von Gesundheitsinformationen könnte aber eine semantische Interoperabilität erreicht werden. Das Fallbeispiel zeigt auf, wie der Informationsaustausch zwischen den Behandelnden mit Hilfe von harmonisierten Ordnungssystemen optimiert werden könnte.
Semantische Standards – eine Standortbestimmung
Die «Expertengruppe Semantik» hat im November 2015 das Dokument «Ausblick semantische Standards für eHealth in der Schweiz» erarbeitet. Es erläutert Grundlagen der Semantik und zeigt auch die Komplexität der semantischen Interoperabilität und Probleme heutiger Ordnungssysteme auf. Die Autoren empfehlen mögliche Massnahmen zur Ausarbeitung einer Semantikstrategie.
Als Folgearbeit hat die Expertengruppe Semantik eine Standortbestimmung erarbeitet, in der sie den aktuellen Stand ihrer Arbeiten aufzeigt und die nächsten Massnahmen aufgrund der Empfehlungen des Berichts festlegt.
Evaluationskriterien für semantische Standards
Auf der Basis der «Empfehlungen I von Semantik und Metadaten» vom Januar 2013 hat die Expertengruppe Semantik Kriterien für die Evaluation von semantischen Standards erarbeitet. Diese Kriterien sollen später genutzt werden, um die richtigen semantischen Standards zu identifizieren.
Empfehlungen I Semantik und Metadaten
Das Dokument enthält erste Empfehlungen, wie das Thema der „Semantik" in der Schweiz koordiniert werden sollte. Wenn zwei oder mehr Softwareanwendungen miteinander Daten austauschen, muss das empfangende System auch inhaltlich verstehen, was der Absender geschickt hat. Diese „semantische Interoperabilität" ist eine wichtige Voraussetzung für ein effizientes zukünftiges System „eHealth Schweiz" und eines der Schlüsselemente im Gesundheitswesen der Zukunft für die Kommunikation.
Die Empfehlungen 11-14 des vorliegenden Dokuments sind nicht mehr gültig und wurden durch das Dokument "EPD-Metadaten Definitionsprozess und erstes Startset" vom 22. April 2015 abgelöst.