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Dadurch könne ein kantonaler Berufsbildungsfonds für diese Branchen nicht noch zusätzlich zur Anwendung kommen, schreibt die Kantonsregierung in ihrer Antwort vom Donnerstag auf ein Postulat der SP-Kantonsratsmitglieder Martin Raña, Aurelia Imlig-Auf der Maur und Bianca Bamert.
In ihrem Postulat hatten sie die Einführung eines Berufsbildungsfonds gefordert. Unternehmen, die keine Lernenden ausbilden, müssten ein Promille der Lohnsumme in den Fonds einzahlen. Das Geld würde dann an Unternehmen ausbezahlt, welche Lernende ausbilden. Ziel sei es, mehr Lehrstellen zu schaffen und den Personalnachwuchs zu fördern, wie es heisst.
Die Regierung betont in ihrer Antwort, dass sie dies als wenig geeignetes Mittel erachtet, um die Attraktivität der beruflichen Grundbildung zu stärken. Aktuelle Zahlen zeigten, dass per Sommer 2024 zwar mehr Lehrverträge abgeschlossen, jedoch auch mehr offene Lehrstellen gemeldet wurden. Die Zahlen deuteten auf einen Lernendenmangel hin, nicht auf einen Lehrstellenmangel.
Als weitere Gegenargumente nennt die Regierung den hohen, jährlich wiederkehrenden Aufwand für die Führung und Kontrolle eines solchen Fonds. Könne beispielsweise ein Betrieb seiner Ausbildungsverpflichtung aufgrund von nicht beeinflussbaren Faktoren nicht nachkommen, müsse dieser seine unternommenen Anstrengungen nachweisen, um von den Abgaben befreit zu werden.
In seinem Fazit hält die Regierung fest, dass sie bemüht sei, die Lasten der Betriebe administrativ und finanziell zu überprüfen und wo möglich zu reduzieren, um die Attraktivität der Lehre hoch zu halten. Sie spricht sich jedoch gegen eine Erheblicherklärung des Postulats aus.