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Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass in Gebieten, in denen die Biber verschwunden sind, die Häufigkeit von Hochwassern zugenommen hat. Denn durch die Biberdämme wird das Wasser im Oberlauf dezentral zurückgehalten, das Wasser verdunstet und versickert grossflächig und speist das Grundwasser.
Um die ehemaligen Biberteiche herum bilden sich Böden, die reich an Kohlenstoff und organischer Substanz sind und eine deutlich höhere Wasserrückhaltekapazität aufweisen. Das Wasser bleibt also in der Region und fliesst langsamer ab, was den regulierenden Einfluss der Dämme auf Hochwasserspitzen erklärt.
In den USA wurde ein Experiment zu diesem Thema am Satsop River im Bundesstaat Washington (USA) durchgeführt. Dieser Fluss teilt sich in zwei Seitenarme. In einem der beiden Seitenarme wurden alle Biberdämme entfernt, während sie in dem anderen belassen wurden. Auf der Seite ohne Dämme kam es zu extremen Überschwemmungen, während auf der Seite mit den Biberdämmen keine Überschwemmungen auftraten. Dies liegt unter anderem an der erheblichen Verlangsamung des Abflusses (bis zu einem Faktor 100), die durch die Dämme verursacht wird.