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Gegründet wurde das Archiv von HANSUELI VON ALLMEN, der 1970 in Thun mit dem Aufbau der Sammlung begann. Knapp zehn Jahre früher wurde seine Liebe zum Cabaret durch seinen damaligen Klassenlehrer mit einem Schüler-Cabaret-Programm für eine Abschlussfeier geweckt. Noch immer befinden sich wesentliche Teile des Archivs im Wohnhaus des Besitzers. Längst kann die gesamte Arbeit vom Archivar nicht mehr alleine erledigt werden. Eine Teilzeitmitarbeiterin für die ganzen Katalogisierungsarbeiten und seine Frau als liebenswürdige Betreuerin der Archivbesucher/innen unterstützen ihn dabei.
Von 1970 bis Mitte der Achtzigerjahre beschäftigte sich der Archivar vor allem mit dem Aufbau der Sammlung und der Recherche nach Dokumenten aus der Zeit seit der Gründung des Cabarets in der Schweiz (1916, Cabaret Voltaire in Zürich). Unzählige Besuche bei ehemaligen und noch aktiven Akteuren aus diesen Zeiten, in Archiven, Bibliotheken und Sammlungen bildeten den Schwerpunkt in der damaligen Zeit. Immer mehr kamen in späteren Jahren zuerst die Liedermacher/innen und Chansonniers, die vielen Mimen und auch der Mundart-Rock als verwandte Stilrichtungen, sowie Comedy und Poetry Slam dazu. Durch eine aktive Akquisition und hartnäckige Nachfrage hat das Archiv pro Jahr immer mehrere hundert Archivierungsobjekte zu verarbeiten. Verstorbene ehemalige Aktive oder deren Angehörige aus den letzten 100 Jahren bescherten dem Archiv dokumentarische Nachlässe, deren Aufarbeitung besonderen Raum einnimmt.
Durch die Zusammenarbeit mit der SCHWEIZERISCHEN THEATER-SAMMLUNG (neu: SAPA – Schweizer Archiv der Darstellenden Künste), die mittels Schenkungsvertrag einst Besitzerin der Sammlung wird, hat sich eine sinnvolle Zusammenarbeit entwickelt.