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Modasomil®, Vigil®, Provigil®
Der Wirkstoff Modafinil gehört zur Gruppe der Stimulanzien und hat eine wachheitsfördernde Wirkung. In der Schweiz ist das Modafinil enthaltende Präparat Modasomil® einzig zur Behandlung von Narkolepsie (neurologische Erkrankung mit Störung der Schlaf-Wach-Regulation) zugelassen. Ausserdem ist der off-label-use von Modafinil (d.h. die Verwendung ausserhalb der zugelassenen Indikationen) u.a. zur Behandlung von ADHS oder Depressionen bekannt. Aufgrund seiner wachhaltenden Eigenschaften wird Modafinil auch als sog. "Smart Drug", als Dopingsubstanz oder als Freizeitdroge konsumiert.
Der Wirkmechanismus von Modafinil ist noch nicht gänzlich geklärt. Es wird vermutet, dass Modafinil an den Dopamin-Transporter bindet und die Dopamin-Wiederaufnahme hemmt. Im Unterschied zu anderen Stimulanzien wie Amphetamin oder Methylphenidat (Ritalin®, Concerta®), welche in gleichwertigen wachheitsfördernden Dosen die neuronale Aktivität im ganzen Gehirn erhöhen, wirkt Modafinil vor allem auf die Hirnregionen, die für die Steuerung von Aufwachen, Schlaf, Wachheit und Vigilanz (andauernde Aufmerksamkeit) zuständig sind.
Modafinil fördert demnach die Wachheit (körperlich und mental), steigert die Aufmerksamkeit wie auch die motorische Aktivität. Aufgrund der stimulierenden, wachheitsfördernden Eigenschaften wird Modafinil von gesunden Menschen als sog. "Smart Drug" oder "Cognitive Enhancer" konsumiert.
Gemäss User*innen-Berichten hat Modafinil im Vergleich zu anderen Stimulanzien eine deutlich subtilere Wirkung und löst keine vergleichbaren Rauschzustände aus. Modafinil löse weniger körperliche Unruhe aus und der Schlaf-Wach-Rhythmus werde weniger gestört.
Eine stimmungsaufhellende und euphorisierende Wirkung ist umstritten. Gemäss einer Publikation der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) verursacht Modafinil psychoaktive und euphorische Effekte, in diversen Studien wird hingegen auf die fehlende euphorisierende Wirkung hingewiesen.
Wirkungseintritt
nach ca. 20-60 Minuten.
Wirkdauer
ca. 5-10 Stunden. Nachwirkungen sind noch länger möglich
Erscheinungsformen
In Pulver oder Tablettenform. Modafinil liegt als Racemat vor.
Die empfohlene Tagesdosis bei ärztlicher Verschreibung beträgt zu Beginn 200 mg. Bei unzureichendem Ansprechen auf diese Dosis kann eine Tagesdosis von maximal 400 mg verabreicht/eingenommen werden.
Die Langzeitwirkung von Modafinil bei einer regelmässigen und längerfristigen Einnahme wurde bisher nicht untersucht. Bei Einnahme über einen längeren Zeitraum wird deshalb eine regelmässige Überprüfung durch ärztliche Fachpersonen empfohlen.
Risiken
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat 2011 die Einschränkung der Zulassung für Modafinil auf die Behandlung von Erwachsenen mit exzessiver Schläfrigkeit im Zusammenhang mit Narkolepsie empfohlen. Aufgrund der möglichen Risiken und Nebenwirkungen ist Modafinil seither für andere Indikationen, für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen sowie während Schwangerschaft und Stillzeit nicht mehr zugelassen.
Folgende Nebenwirkungen können auftreten: Kopfschmerzen, Nervosität, Herzrasen, Bauchschmerzen und/oder Mundtrockenheit. Zudem kann Modafinil die Wirksamkeit oraler Verhütungsmittel beeinträchtigen! Deshalb wird während der Einnahme die Verwendung zusätzlicher Verhütungsmethoden empfohlen. Weitere Risiken sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Erkrankungen der Herzmuskulatur, Herzschwäche und/oder Bluthochdruck. Ausserdem kann sich der Konsum von Modafinil auf die Psyche auswirken und Feindseligkeit, Aggression, Psychosen/psychotische Störungen, Depression, Schlaflosigkeit, bis hin zu Wahnvorstellungen und/oder Angstzustände auslösen.
Überdosierung
Symptome bei Überdosierung mit Modafinil allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln: Schlaflosigkeit; zentralnervöse Symptome (Ruhelosigkeit, Desorientiertheit, Verwirrtheit, Erregungszustände, Halluzinationen); Übelkeit, Durchfall; Herzrasen, Bluthochdruck, Brustschmerzen, langsamer Herzschlag.
Langzeitrisiken/-folgen
Da Modafinil u.a. auf den Dopamin-Haushalt im Gehirn einwirkt, besteht ein erhöhtes körperliches Abhängigkeitspotenzial. Wenn Modafinil zum Zweck der Leistungssteigerung und Förderung der Wachheit konsumiert wird mit der Absicht, mit wenig Schlaf eine hohe Leistung erzielen zu können, besteht zudem das Risiko einer psychischen Abhängigkeit.
Die Langzeitwirkung von Modafinil bei einer regelmässigen und längerfristigen Einnahme wurde bisher wenig untersucht. Bei Einnahme über einen längeren Zeitraum wird deshalb eine regelmässige Überprüfung durch ärztliche Fachpersonen empfohlen.
Achtung: Die Wirksamkeit hormoneller Verhütungsmittel kann durch die gleichzeitige Einnahme von Modafinil beeinträchtigt werden!
Nebenwirkungen wie verschwommenes Sehen und Schwindelgefühle könnten die Fähigkeit beeinträchtigen, ein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen.
Die Einnahme von Modafinil ist kein Ersatz für Schlaf! Achte darauf, eine gute Schlafhygiene beizubehalten.
Wenn du Modafinil zur kognitiven Leistungssteigerung konsumierst: Versuche, dir alternative Strategien zu überlegen, um dein Erinnerungsvermögen und deine Gedächtnisleistung zu steigern. Gerade der Schlafentzug nach Einnahme von Modafinil kann die kognitive Leistung beeinträchtigen.
Lege zwischen dem Konsum längere Konsumpausen (mind. mehrere Tage) ein.
Die Wirkung von Modafinil kann bis zu 10 Stunden lang anhalten. Beachte deshalb die Einnahmezeit.
Denke daran, genügend Wasser zu trinken. Dies kann während der Wirkung von Modafinil vergessen gehen.
Modafinil enthaltende Medikamente und bestimmte andere Arzneimittel können sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen. Die Dosis der anderen Arzneimittel muss ggf. angepasst werden. Dies ist besonders wichtig, wenn folgende Arzneimittel zusätzlich zu Modafinil eingenommen werden:
- Hormonelle Verhütungsmittel (Pille, Implantate, Spiralen, Pflaster)
- Antivirale Medikamente zur Behandlung von HIV-Infektionen (Proteaseinhibitoren, z.B. Wirkstoffe Indinavir oder Ritonavir)
- Antiepileptika (Medikamente zur Behandlung von Epilepsie)
- Medikamente zur Behandlung von Depressionen oder Angststörungen
- Medikamente zur Blutverdünnung
LSD-Analoga sind Substanzen, welche chemisch eine grosse Ähnlichkeit mit LSD besitzen und vergleichbar wirken können. Einige davon sind bereits länger bekannt (bspw. ALD52, ETH-LAD, AL-LAD, PRO-LAD etc.) und sind pharmakologisch wie auch psychopharmakologisch zumindest teilweise untersucht worden. Bei anderen handelt es sich um neuere «Kreationen» (bspw. die Derivate 1P-LSD,1B-LSD, 1cP-LSD, 1V-LSDetc.), zu denen nur wenige oder gar keine Daten vorliegen. Gewisse LSD-Analoga dürfen in einigen Ländern (noch) legal produziert, gehandelt und konsumiert werden, worin die Hauptursache für deren Verbreitung liegt.
Die meisten LSD-Analoga unterscheiden sich in ihrer Wirkung und/oder in ihrer Potenz naturgemäss von LSD (bspw. ETH-LAD, AL-LAD, LSZ etc.). Bei den sogenannten 1-acylierten LSD-Verbindungen (bspw. 1P-LSD, 1V-LSD, 1B-LSD,ALD-52 etc.) wird im Gegensatz dazu aufgrund von pharmakologischen Untersuchungen vermutet, dass sie sich im Körper in LSD umwandeln (sie funktionieren als sogenannte Prodrugs) und somit eine vergleichbare psychoaktive Wirkung wie LSD entfalten.
Bei Prodrugs von LSD und LSD-Analoga ist nicht abschliessend geklärt, ob diese, neben ihrer psychoaktiven Wirkung, noch weitere pharmakologische Effekte bewirken können. Wie potent diese Prodrugs im Vergleich zur daraus entstehenden Substanz sind (z.B.1P-LSD hin zu LSD), und in welchem Ausmass jeweils eine Verzögerung des Wirkungseintritts erfolgt, ist möglicherweise substanzabhängig und nicht zu verallgemeinern. Daher ist es wichtig, sich vorsichtig an die Dosis/Wirkung heranzutasten, um Überdosierungen zu vermeiden.
Wenn Du oder jemand anderes nach der Einnahme von Drogen oder Alkohol dringend Hilfe benötigt, rufe unter 144 einen Notarzt. Sag den Nothelfenden alles, was Du weisst.
Es könnte Leben retten.