Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/101156

<h2>SubmittedText<h2><p>Gemäss einem Presseartikel haben Frau Bundesrätin Leuthard und der peruanische Umweltminister ein Abkommen über die umweltschonende Entsorgung von Elektroschrott unterzeichnet. "Die Schweiz wolle verschiedene Partner in Peru beim Aufbau des Recyclings unterstützen", heisst es.</p><p>- Wird mit diesem Abkommen geregelt, dass schweizerischer Elektroschrott nach Peru exportiert wird?</p><p>- Wäre ein solches Vorgehen ökologisch sinnvoll und verantwortbar?</p><p>- Oder geht es lediglich darum, schweizerisches Know-how nach Peru zu tragen?</p><p>- Warum gerade mit Peru?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das am 21. August 2009 zwischen der Schweiz und Peru unterzeichnete Abkommen legt eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten fest, um in Peru eine umweltverträgliche Verwertung des peruanischen Elektroschrottes zu fördern. Es ist keinerlei Export von Schweizer Elektroschrott vorgesehen.</p><p>Die Schweiz ist Mitinitiantin, Mitunterzeichnerin und Sitz der Basler Konvention, welche einen Export von gefährlichen Abfällen (und dazu gehören auch Teile des Elektroschrottes) in Nicht-OECD- und Nicht-EU-Staaten verbietet.</p><p>Das vom Seco unterstützte Projekt leistet also Know-how-Transfer für Peru: Es vermittelt moderne Methoden zur effizienten Verwertung von Elektroschrott und nutzt positive Erfahrungen analoger Vorhaben mit China, Indien und Südafrika. Peru ist ein Schwerpunktland der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit des Seco. In Peru ist die Durchdringung mit Elektronikgeräten hoch. Informelle Recyclingbetriebe arbeiten technisch ineffizient und setzen Quecksilber, Blei und Dioxine frei.</p>