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Im Gefolge der Heiligen Drei Könige
In gleicher Grösse wie die Heiligen Drei Könige erscheinen die Freiherren von Hohenklingen vor dem Stall zu Bethlehem. Das um 1420 gemalte Memorialbild in der Grabkapelle des Adelsgeschlechts in Stein am Rhein ist eine ritterliche Selbstinszenierung.
Die Helmzier sprengt den Rahmen
Eine Investition in die vierte Säule
Die Herren von Klingen
Die Herren von Klingen sind eines der am besten dokumentierten freiherrlichen Adelsgeschlechter der Ostschweiz. Der wohl berühmteste Vertreter der weitverzweigten Familie ist der in der Manessischen Liederhandschrift verewigte Minnesänger Walter von Klingen von Klingnau. Die Quellen sind allerdings ebenso verstreut wie die Besitztümer des Geschlechts in der Ostschweiz, am Hochrhein und in Tirol. Die beiden nach ihren Stammburgen benannten Linien von Altenklingen und von Hohenklingen lassen sich erst ab 1312 klar unterscheiden. Eine Schwierigkeit bei der Identifizierung einzelner männlicher Vertreter besteht darin, dass sie ausschliesslich die Leitnamen Ulrich und Walter tragen. Der Steiner Familienzweig erscheint 1209 erstmals in den Quellen. Der älteste Bauteil der Burg Hohenklingen wird in das Jahr 1219 datiert. Der Name Hohenklingen taucht erst 1327 auf. In der Schlacht bei Sempach im Juli 1386 sind «zwene ritter von clyngen» gefallen. Ob die Grabskulptur eines Ritters von Altenklingen aus der Marienkapelle im Zisterzienserinnenkloster Feldbach bei Steckborn zu einem dieser beiden Ritter oder am Ende gar zum letzten des Geschlechts, Walter von Altenklingen, gehört, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Als die Linie der Altenklingen 1394 ausstirbt, übernimmt Walter VII. von Hohenklingen deren Reichslehen und führt neben seinem Wappen mit der stilisierten blauen Eiche vor gelbem Grund auch dasjenige von Altenklingen mit dem weissen Löwen vor schwarzem Grund. Auf dem Memorialbild in der Hohenklingenkapelle in Stein am Rhein lässt er sich mit dem Wappen von Hohenklingen und der Helmzier von Altenklingen darstellen.