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DAS PFLASTER
Die Verhütung zum Aufkleben.
KLEB DIR EINS – JEDE WOCHE
Das Hormonpflaster sieht wie ein glänzendes Pflaster aus. Es wird auf die Haut geklebt und gibt Hormone ab: ein Gestagen und ein Östrogen. Sie werden über die Haut ins Blut aufgenommen. Die Hormone unterdrücken den Eisprung und verdicken den Schleim im Gebärmutterhals, sodass die Beweglichkeit der Samenzellen behindert wird.
Einfach die Folie des Pflasters abziehen und direkt auf die Haut kleben – am Gesäss, Bauch, Aussenseite des Oberarms oder Oberkörper (mit Ausnahme der Brüste). Nach einer Woche wird das Pflaster durch ein neues ersetzt. Nach drei Wochen pausierst du für eine Woche. In dieser Woche ohne Pflaster sollte deine Monatsblutung kommen. Dann wiederholst du das Verfahren. Wenn sich das Pflaster löst oder abfällt, während du es trägst, solltest du in der Patienteninformation des Pflasters nachsehen oder deinen Arzt fragen.
ZUVERLÄSSIGKEIT
Hormone
Ja. Das Hormonpflaster gibt ständig Hormone (ein Östrogen und ein Gestagen) an den ganzen Körper ab.
Anwendung
Für volle Wirkung muss das Hormonpflaster jede Woche gewechselt werden.
Monatsblutung
Das Hormonpflaster kann zu unregelmässigen oder regelmässigen, leichteren Monatsblutungen führen.
Kann sich das Pflaster unter der Dusche oder in der Sauna lösen?
Das Pflaster haftet mit einem starken Klebstoff und sollte sich nicht unabsichtlich lösen. Du kannst damit duschen, schwimmen und Sport treiben. Damit es möglichst gut auf der Haut hält, solltest du es auf die saubere, trockene Haut aufkleben und Cremes oder Lotionen in diesem Bereich vermeiden.
Wie lange muss ich das Pflaster tragen, bis es wirkt?
Das Pflaster muss innerhalb der ersten 24 Stunden der Monatsblutung aufgeklebt werden. Wird es erst am 2.–5. Zyklustag aufgeklebt, solltest du in der ersten Woche des Pflasters zusätzliche Verhütung wie ein Kondom anwenden.
Und wenn ich schwanger werden möchte?
Wenn du das Pflaster nicht mehr verwendest, kehrt die Fruchtbarkeit auf das normale Niveau zurück.
Wie merke ich, ob das Pflaster wirkt?
Man kann nicht sehen oder fühlen, ob das Pflaster wirkt. Es gibt über die Haut ständig Hormone (ein Gestagen und ein Östrogen) an den Blutkreislauf ab. Sprich mit deinem Arzt, wenn du denkst, dass du schwanger bist.
Und wenn ich das wöchentliche Wechseln des Pflasters vergesse?
Das Pflaster muss drei Wochen lang jeweils am selben Wochentag gewechselt werden. Dann folgt eine Woche ohne Pflaster. Das Pflaster muss gemäss diesem Plan gewechselt werden. So wird sichergestellt, dass die richtige Hormonmenge für die Verhütung an den Körper abgegeben wird. Ein erhöhtes Risiko für eine Schwangerschaft besteht, wenn das erste Pflaster eines neuen Zyklus zu spät aufgeklebt wird, also eine hormonfreie Phase von länger als 7 Tagen stattgefunden hat, sowie, wenn das Wechseln des zweiten oder dritten Pflasters um mehr als 2 Tage zu spät stattgefunden hat. In beiden Fällen ist dann auch eine zusätzliche Verhütung mit Kondom notwendig für die folgenden 7 Tage. Für das detaillierte Vorgehen konsultiere bitte umgehend die Patienteninformation oder frage deinen Arzt oder Apotheker.
Wie wirkt das Hormonpflaster?
Das Hormonpflaster ist ein kleines Pflaster, das zur Verhütung Hormone an den Blutkreislauf abgibt. Sind die Hormone im Blutkreislauf, ist die Wirkung ähnlich wie bei anderen kombinierten hormonellen Verhütungsmethoden, d.h. der Eisprung wird unterdrückt und die Spermien werden im Aufstieg in die Gebärmutter behindert.
Weitere Fragen? Vereinbare gleich einen Termin mit deinem Arzt!
WISSENSWERTES
1
Mal/Woche
musst du das Hormonpflaster drei Wochen lang jeden Monat wechseln.
21
Tage
verwendest du das Pflaster jeden Monat insgesamt.
2
Hormone
- Wird eigenständig angewendet.
- Erfordert die Berücksichtigung der Anwendungswochen und muss rechtzeitig gewechselt werden, um zuverlässig zu wirken.
- Erlaubt Spontanität und stört nicht beim Sex.
- Die meisten Frauen finden die Anwendung einfach.
- Ist sichtbar und kann sich lösen oder abfallen, was Folgen für den Verhütungsschutz hat.
- Manche Frauen leiden unter Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen sowie Juckreiz und Rötung an der Anwendungsstelle.
- Weitere hormonelle Nebenwirkungen sind möglich, wie auch Thrombosen.
- Schützt nicht vor HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
NOCH FRAGEN? SPRICH MIT DEINEM ARZT
Vereinbare einen Termin mit deinem Arzt, um dich beraten zu lassen.
IST DAS OK?
ÜBERLEGE DIR
Beim Coitus interruptus ist die Gefahr menschlicher Fehler besonders gross. Schon vor dem Orgasmus können Samenzellen austreten. Daher sollte der Coitus interruptus für dich nur infrage kommen, wenn eine etwaige Schwangerschaft kein Problem ist.
DEINE OPTIONEN
Hormonspirale
Die kleine, weiche, «T»-förmige Hormonspirale gibt über 3–6 Jahre ein niedrigdosiertes Gestagen ab. Sie wird vom Arzt verschrieben und in die Gebärmutter eingesetzt.
Verhütung mit Kupfer
Die Verhütung mit Kupfer (bspw. Kupferspirale, -kette, ball) wird vom Arzt verschrieben und in die Gebärmutter eingesetzt. Dort schützt sie 3-5 max. 10 Jahre vor einer Schwangerschaft.
Hormonimplantat
Das kleine, flexible Silikonstäbchen gibt 3 Jahre Hormone ab. Es wird vom Arzt verschrieben und unter die Haut am Oberarm eingesetzt.
Pille
Diese Tablette enthält ein Hormon oder als kombinierte Pille zwei Hormone. Sie wird auf Rezept eigenständig eingenommen – immer zur gleichen Tageszeit.
Hormonspritze
Die Injektion mit einem Hormon wird vom Arzt verschrieben und alle drei Monate verabreicht.
Hormonpflaster
Das kleine, dünne Pflaster gibt über die Haut Hormone ab. Es wird vom Arzt verschrieben und einmal pro Woche eigenständig aufgeklebt.
Diaphragma
Die Silikonkappe wird in die Scheide eingeführt, damit Samenzellen die Gebärmutter nicht erreichen. Die Anpassung kann durch den Arzt erfolgen. Dann wird das Diaphragma meist eigenständig eingesetzt vor dem Sex.
Vaginalring
Der kleine, weiche Ring wird auf Rezept selbst in die Scheide eingeführt. Dort gibt er drei Wochen lang Hormone ab.
Frauenkondom
Das Frauenkondom funktioniert genau wie das Kondom für den Mann, wobei es in die Scheide eingeführt wird. Es wird eigenständig verwendet und ist rezeptfrei.
Kondom
Die über den erigierten Penis abgerollte Hülle verhindert, dass Samenzellen in die Scheide gelangen. Das Kondom senkt zudem als einzige Verhütungsmethode das Risiko sexuell übertragener Krankheiten. Es wird eigenständig verwendet und ist rezeptfrei.
Natürliche Planung
Hierbei werden die fruchtbaren Tage anhand des Menstruationszyklus und der Messung der Körpertemperatur sowie allenfalls der Beschaffenheit des Zervixschleims eigenständig ermittelt.
Spermizid
Cremes, Folien, Schaum, Gel und Zäpfchen mit Chemikalien, welche Samenzellen aufhalten oder abtöten. Sie sind rezeptfrei und werden eigenständig angewendet.
Sterilisation des Mannes
Bei diesem medizinischen Eingriff verschliesst der Arzt die Samenleiter, so dass keine Befruchtung mehr möglich ist.