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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise sind am Dienstag belastet durch Erfolge der Rebellen in Libyen gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete im Mittagshandel 114,18 US-Dollar. Das waren 62 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 74 Cent auf 103,24 Dollar.
Die Lage in Libyen dominiere weiter den Ölmarkt, sagten Händler. Die Rebellen hatten zuletzt alle strategisch wichtigen Öl-Häfen im Osten eingenommen. Dies habe für eine gewisse Entspannung am Ölmarkt gesorgt, sagten Händler. "Der Vormarsch der Rebellen in Libyen weckt Hoffnungen, dass die Ölproduktion demnächst wieder hochgefahren werden kann", schreibt die Commerzbank in einem Kommentar. Die Sanktionen gegen Libyen verhinderten lediglich die Ausfuhr von Öl über Gaddafi-nahe Firmen wie die staatliche Ölfirma NOC. Die Hoffnung auf eine baldige Normalisierung der Ölförderung hält die Commerzbank jedoch für verfrüht. Daher rechne man auch nicht mit einem fortgesetzten Preisrückgang.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 110,37 US-Dollar. Das waren 54 Cent weniger als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jsl/bgf
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