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Zürcher Elefantenbulle Maxi gestorben
Zoo Zürich, Jean-Luc Grossmann
Der Zoo musste «eines seiner charismatischsten Tiere gehen lassen», wie es in einer Mitteilung heisst. Bis zuletzt blieb der stets freundliche Maxi eine imposante Erscheinung mit einem ruhigen, fast würdevollen Gang.
In den letzten Monaten verlor der mächtige Elefantenbulle immer mehr an Gewicht. Das Hinlegen und Aufstehen aber auch das Fressen von Heu bereitete ihm zusehends Mühe. Seine Backenzähne waren altersbedingt so weit abgenutzt, dass eine ausreichende Aufbereitung der Nahrung nicht mehr möglich war, wie der Zoo schreibt. Maxi erhielt deshalb eine spezielle Zusatznahrung und Schmerzmittel. Trotzdem verschlechterte sich sein Zustand weiter.
Maxi wurde 1969/70 in Thailand geboren und kam 1971 in den Zoo Dudley in England. Ein Jahr später wechselte er zum Zirkusunternehmen Chipperfield, wo er mit auf Tournee ging. Nach einem kurzen Aufenthalt im Safaripark Longleat kam Maxi am 15. September 1981 – vor gut 38 Jahren – nach Zürich. Dort wurde er zum ersten Zuchtbullen. Am 27. Juli 1984 kam mit Komali der erste Elefantennachwuchs im Zoo Zürich zur Welt.
Neben Komali hatte Maxi elf weitere Nachkommen, gezeugt mit vier verschiedenen Kühen, sowie 21 Enkel und zwei Urenkel. Seine Töchter Chandra, Farha und Omysha leben weiterhin im Zoo Zürich. Der jüngere Bulle Thai, der seit 2014 mit Maxi zusammenlebte und sich sehr gut mit ihm verstand, übernimmt als Zuchtbulle. So wurde der 15-jährige Thai am letzten Mittwuch Vater des kleinen Umesh («Tierwelt Online» berichtete).
Am Institut für Veterinärpathologie der Universität Zürich werden nun die altersbedingten Veränderungen von Maxi untersucht. Die Stosszähne kommen zurück in den Zoo und werden für edukative Zwecke eingesetzt.