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Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass zahnfarbene Füllungen (Kompositkunststoffe) im Vergleich zu Amalgamfüllungen fast doppelt so häufig versagen, wenn sie zur Füllung von bleibenden Zähnen im hinteren Teil des Mundes verwendet werden. Dies bezieht sich nicht auf die Haltbarkeit der Füllungen, sondern auf die Wahrscheinlichkeit, weiteren Karies zu entwickeln. Es gab keine ausreichenden Belege, um negative Nebenwirkungen, die Amalgam- oder Kompositrestaurationen auf Patienten haben könnten, zu beweisen oder zu widerlegen. Allerdings wird die Verwendung von Amalgam wegen des darin enthaltenen Quecksilbers und der damit verbundenen Umweltproblematik langfristig eingeschränkt werden.
Die Qualität der Evidenz war gering und ihre Verlässlichkeit fragwürdig. Es besteht ein hohes Verzerrungsrisiko, weil Studienteilnehmer*innen nicht verblindet werden konnten. 8 Studien wurden in diesen Review eingeschlossen, die sich mit der Füllung von bleibenden Zähnen bei Kindern und Erwachsenen befassten. Stand: Februar 2021.
Es ist umstritten, welches Material sich am besten eignet für die Füllung von kariesbedingten Löchern in bleibenden Zähnen im hinteren Bereich des Mundes. Amalgamfüllungen werden seit über 150 Jahren erfolgreich eingesetzt und sind kostengünstig. Ihre Verwendung ist jedoch in den letzten Jahren zurückgegangen, zum Teil aufgrund ihres Aussehens (sie sind silbrig und deutlich sichtbar) und des wahrgenommenen Risikos aufgrund des enthaltenen Quecksilbers. Zahnfarbene Füllungen (Kompositkunststoffe) werden häufig für die Frontzähne aber auch für die bleibenden Zähne im hinteren Bereich des Mundes verwendet. Diese Übersichtsarbeit befasste sich mit der Frage der Wirksamkeit und Haltbarkeit dieser Kompositfüllungen im Vergleich zu Amalgamfüllungen, wenn sie in den hinteren Zähnen des Mundes eingesetzt werden.