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Der jahrelang nicht gesehene Taliban-Führer Haibatullah Achundsada soll nach Angaben der militanten Islamisten am Wochenende erstmals öffentlich in Afghanistan aufgetreten sein. Achundsada habe eine kurze Rede in einer Koranschule in der Provinz Kandahar gehalten, sagten zwei Taliban-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Bilder oder Videos von dem Auftritt des von Beobachtern über Jahre für verschollen gehaltenen Taliban-Führer gab es zunächst nicht.
Anhänger der Islamisten teilten einen zehnminütigen Audio-Clip in sozialen Medien, der von Achundsadas Auftritt am späten Samstagabend stammen soll, wie Vize-Regierungssprecher Inamullah Habibi Samangani und der Informations- und Kultur-Chef der Taliban in Kandahar, Hafiz Saidullah, der dpa bestätigten. In der Aufnahme geht es nur um spirituelle Themen, keine politischen Inhalte.
Der Taliban-Chef Achundsada trägt den Titel «Anführer der Gläubigen». Nachdem Vorgänger Mullah Mansur 2016 bei einem US-Angriff getötet wurde, trifft Achundsada die endgültigen Entscheidungen über politische, religiöse und militärische Angelegenheiten der Taliban. Der religiöse Hardliner gehört zur Gründergeneration der Bewegung. Inzwischen ist er etwa 60 Jahre alt. Dass er auch nach der Machtübernahme der Taliben in Afghanistan im August nicht öffentlich aufgetreten war, hatte Spekulationen über seinen Tod befeuert. Die Taliban hatten angegeben, dass er nach Kandahar zurückgekehrt sei. (sda/dpa)
Am Montag hat die Stadtverwaltung von Shanghai bekannt gegeben, dass der strickte Lockdown nach mehreren Wochen gelockert wird. Die Zahlen der Neuinfektionen sanken zuletzt in der Metropole im Osten des Landes. Nachdem beim Peak Mitte April noch über 3000 Menschen pro Tag neu positiv getestet worden waren, waren es am Mittwoch nur noch 96.