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Im Kanton Thurgau werden bis anhin Alimente nur bis zum Erreichen der Volljährigkeit ausgerichtet. Das Gesetz stammt aus einer Zeit, wo die Volljährigkeit noch bei 20 Jahren lag. Heute, mit 18 Jahren, sind viele Jugendliche noch mitten in der Erstausbildung und deshalb auf Unterhaltszahlungen ihrer Eltern angewiesen. Kommen diese ihrer Pflicht nicht nach, müssen Kinder in einer entscheidenden Phase ihres Lebens gegen ihre Eltern vorgehen und die Alimente eintreiben, was nicht ihre Aufgabe sein kann. Aufgrund der emotionalen Belastungen, welche ein solches Prozedere mit sich bringt, droht ein Abbruch der Ausbildung und der Bezug von Sozialhilfe. Dadurch starten Jugendliche mit einem nicht selbst verschuldeten Schuldenberg ins Erwachsenenleben (Sozialhilfegelder sind rückerstattungspflichtig). Dies sah auch der Grosse Rat so, welcher die Fortdauer der Alimentenbevorschussung bis zum Abschluss der Erstausbildung guthiess.
Aktuell
Erfolg bei der Einreichung meiner Motion
Gestern stimmt der Grosse Rat der Motion «Änderung des Gesetzes über die Alimentenbevorschussung» mit 65:41 Stimmen zu, welche ich lanciert habe.