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Prospektionskampagne 2015 (12.-13.3.2015)
Nachdem ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der Section d'archéologie et paléontologie des Kantons JU im Jahr 214 auf der Colline de Paplemont rund 50 spätlatènezeitliche Münzen sowie kaiserzeitliche und spätrömische und spätantike Prägungen gefunden hatte, aber die georteten Eisenobjekte in situ belassen hatte („les clous je n’ai pas pris“), wurde das fragliche Areal im Rahmen einer Lehrveranstaltung der Vindonissa-Professur nochmals gründlich mit Metalldetektoren abgesucht.
Neben zwei weiteren spätlatènezeitlichen Münzen konnten rund 150 römische Schuh- sowie andere Eisennägel geborgen werden. Letztere sowie einige wenige Ziegelfragmente sprechen für die Existenz von Holzgebäuden auf der Colline de Paplemont. Wie diese aussahen und wofür sie genutzt wurden, blieb vorerst ungeklärt. Die Gesamtmünzreihe sowie das weitgehende Fehlen von klassischen Siedlungsabfällen (Keramik, Tierknochen) könnten für eine kultische Nutzung der Colline de Paplemont in der Spätlatènezeit sprechen. Die römischen Schuhnägel sowie die spätrömischen und spätantiken Münzen sind vielleicht im Zusammenhang mit einer militärischen Nutzung in den Boden gekommen.
Die Prospektionskampagne 2015 (12. bis 13. März 2015) erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Section d’archéologie des Office de la Culture des Kanton Jura. Im Rahmen der Prospektionskampagne wurden namentlich die noch von den ehrenamtlichen Mitgliedern der Kantonsarchäologie untersuchten Areale im Bereich des mutmasslichen gallo-römischen Heiligtums auf der Colline de Paplemont (Cornol, JU) prospektiert.