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Dies, weil der Grenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter sehr tief angesetzt ist. «Das Trinkwasser im Kanton Zürich ist von guter Qualität. Es kann bedenkenlos getrunken werden», sagte Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) am Dienstag vor den Medien. Die Menge an Chlorothalonil-Rückständen im Trinkwasser entspreche einem Würfelzucker verteilt auf zwölf olympische Schwimmbecken.
Die Verunreinigung stamme von Pflanzenschutzmitteln aus der Landwirtschaft und der Gärtnerei. Mit dem Finger zu zeigen und Schuldige zu suchen, sei aber nicht zielführend, sagte Rickli. Die Bauern hätten lediglich Mittel verwendet, die zugelassen gewesen seien.
Der Einsatz des wahrscheinlich krebserregenden Fungizid-Wirkstoffs Chlorothalonil ist seit Anfang dieses Jahres verboten. Der Wirkstoff wurde seit den 1970er Jahren grossflächig in der Schweizer Landwirtschaft eingesetzt. In mehr als der Hälfte der Kantone ist die Grundwasser-Qualität heute deswegen erheblich beeinträchtigt.
Grundwasser ist nicht gleich Trinkwasser
Grundwasser sei aber nicht gleich Trinkwasser, sagte Baudirektor Martin Neukom (Grüne). Das Trinkwasser setze sich zusammen aus mehreren Quellen. Durch Mischen des Wassers könnten die Werte tief gehalten werden. In den Seen etwa sei die Konzentration der Chlorothalonil-Rückstände gering.
Dass bei 60 Prozent des untersuchten Zürcher Grundwassers der Grenzwert von 0,1 Mikrogramm überschritten werde, sei kein Grund zum Alarmismus. Die Überschreitungen seien oft nicht erheblich.
Klar sei aber, dass man etwas tun müsse. «Solche Stoffe haben im Wasser nichts verloren.» Allerdings könne man eine Reduktion im Grundwasser nur durch Prävention erreichen. Wenn die Pestizide erst mal im Wasser seien, kriege man diese nur schwierig wieder raus.