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Michelsamt
(Kt. Luzern, Amt Sursee).
Historischer Landschaftsname, rührt von dem Chorherrenstift St. Michel in Beromünster her, unter dem die Landschaft ehemals stand.
Sie umfasste die Gemeinden Gunzwil, Münster, Neudorf, Pfäffikon, Rickenbach und Schwarzenbach (d. h. den jetzigen Gerichtsbezirk Münster);
ferner die am N.- und S.-Ufer des
Sempachersees gelegenen
Gemeinden
Nottwil,
Oberkirch und
Eich, d. h. das sog. Eiamt, das ebenfalls dem
Michelsamt angegliedert war.
Bis 1798 übte hier im Auftrag des Propstes von Beromünster der Landvogt die hohe und niedere Gerichtsbarkeit aus.
Der letzte hingerichtete Verbrecher wurde 1798 von den Franzosen vom Galgen gelöst.
Heute noch werden in Münster das grosse Beil des Scharfrichters und die Galgenleiter aufbewahrt.
Nahe dem einstigen Richtplatz an der Strasse Münster-Menziken ist vor kurzem ein Bierkeller angelegt worden.