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Dies gab der Nidwaldner Landammann Werner Keller am 20. Oktober 2000 an einer Pressekonferenz der Kantonalen Fachgruppe Wellenberg (KFW) in Stans bekannt. Dieses Gremium war vom Regierungsrat am 21. Juni 2000 - anschliessend an den Leuenberger-Brief vom 5. Juni über das weitere Vorgehen - als Beratungsorgan und zur Bearbeitung technischer Fragen eingesetzt worden. Es soll zuhanden der Nidwaldner Regierung die Ausschlusskriterien, das Abfallinventar sowie den Plan für den Sondierstollen und das überarbeitete Lagerkonzept beurteilen.
Die KFW wird von Prof. Walter Wildi, dem Vorsitzenden der Expertengruppe Entsorgungskonzepte für radioaktive Abfälle (EKRA), geleitet. Neben weiteren EKRA-Mitgliedern ist der ehemalige SES-Geschäftsführer Thomas Flüeler Mitglied der Fachgruppe. Anlässlich einer Information über den Stand der Arbeiten wurde die Fachgruppe der Presse vorgestellt. In den bisherigen drei Sitzungen wurden primär die offenen Fragen zuhanden der Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) und der Genossenschaft für nukleare Entsorgung Wellenberg (GNW) definiert. Ziel ist ein Lager mit kurzlebigen Abfällen, das heisst, dass die Radioaktivität innert ca. 300 Jahren auf das Umgebungsniveau abgeklungen sein soll.
Der weitere Fahrplan könnte laut vorliegenden Angeben wie folgt aussehen: Die Bevölkerung wird am kommenden 30. November durch die KFW in Stans über den Stand der Arbeiten informiert. Bis Ende Januar 2001 soll der Nidwaldner Regierung ein Schlussbericht der KFW vorliegen, der dieser als Einscheidungsgrundlage dienen wird. Auf ein Konzessionsgesuch für einen Sondierstollen will der Regierungsrat erst nach Vorliegen der Botschaft des Bundesrates zum neuem Kernenergiegesetz eintreten, das heisst nach März 2001. Bis spätestens im Herbst 2001 soll die Abstimmung über den Sondierstollen stattfinden. Falls diese positiv ausfällt, würden der Bau desselben sowie die Untersuchungen mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Vor dem Bau eines Lagers müsste bei positiven Untersuchungsergebnissen die Hürde einer weiteren Volksabstimmung genommen werden.
Ein wichtiges Anliegen der KFW ist es, offen und transparent über ihre Arbeiten zu informieren und den Dialog zu suchen.
Quelle
M.E. nach Mitteilung der KFW vom 20. Oktober 2000