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Die Organisation
Was zunächst als Imkerei-Projekt des Bistums von Valdivia begann, wurde 1998 zur unabhängigen Kooperative. APICOOP (Cooperativa Campesina Apícola Valdivia) vermarktet inzwischen Honig von verschiedenen Imker*innengruppen und ist ein wichtiger chilenischer Honigexporteur. Die Honigproduktion ist ideal für Kleinbäuer*innen, die nur über wenig eigenes Land verfügen und so zusätzlich zu ihren landwirtschaftlichen Aktivitäten ein Produkt verkaufen können, was ihnen zu einem grösseren Einkommen verhilft. Neben dem starken Zusammenhalt der APICOOP-Mitgliedern ist die langfristige Zusammenarbeit im Fairen Handel für die Imker*innen-Organisation sehr wichtig. Da der Transport des Honigs von den weit verstreut lebenden Bienenzüchter*innen zur Zentrale eine große logistische Herausforderung ist, konnten unter anderem LKWs für den Transport des Honigs angeschafft und ein eigenes Produktions- und Verarbeitungszentrum aufgebaut werden. APICOOP hat zudem in den Anbau von fairen Heidelbeeren investiert und diese 2009 erstmals verkaufen können.
Die Imker*innen von APICOOP leben weit verstreut, von der Region „Los Rios“ (mit der Hauptstadt Valdivia) bis zur weiter südlich gelegenen Insel Chiloé. Die zweitgrößte Insel Chiles liegt etwa auf Höhe der Stadt Puerto Montt. In „Los Rios“ sind die Mitglieder einer Imker*innengruppe beispielsweise rund um den Mailhue-See an der Grenze zu Argentinien zu Hause. Sie gehören überwiegend zum Volk der Mapuche. Angebaut werden von diesen Familien Kartoffeln, Weizen, Ackerbohnen und Gemüse für die Selbstversorgung. Außerdem werden Schafe und Hühner gehalten. Der Verkauf des Honigs an den Fairen Handel ist für die Imker*innenfamilien rund um den Mailhue-See das Haupteinkommen.
Das Produkt
claro bezieht von Apicoop den Ulmoblüten-Honig, der seinen ganz besonderen Geschmack den Blüten zweier südchilenischer Bäume, Ulmo und Tiaca, verdankt.
Der Beitrag des fairen Handels