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Die 20-jährige Nano ist überzeugt, eigentlich ein Büsi zu sein. Sie schnurrt, miaut und muss «aus Instinkt» fauchen, wenn sie einen Hund sieht.
Mit 16 Jahren merkte die Norwegerin Nano das erste Mal, was mit ihr nicht stimmt. Sie wurde im falschen Körper geboren. Denn eigentlich sei sie eine Katze, erzählt sie in einem Bericht des Senders «NRK P3 Verdens Rikeste Land». «Ich realisierte als Teenager, dass ich eine Katze bin. Bei meiner Geburt gab es einen genetischen Defekt», erklärt Nano. Heute ist sie 20.
Ihr animalisches Inneres verleiht ihr besondere Fähigkeiten. Beispielsweise ein besseres Gehör. «Ich höre Koffer, die am Boden entlang rollen, Schlüssel, die in Taschen klimpern», sagt Nano einer Reporterin. «Als Katze siehst du viel besser als eine normale Person», führt Nano aus.
Sie kann in der Nacht sogar mehr sehen als am Tag. «Ich bin schon oft Tieren nachgerannt, die ich in den Schatten gesehen habe», erzählt sie. Eine Maus habe sie bisher aber noch nie gefangen. Ausserdem hasst Nano Wasser. Und Hunde. Während des Gesprächs mit der Reporterin beginnt sie plötzlich zu fauchen - das sei ihr Instinkt, wenn ein Hund in der Nähe ist.
«Es wird klar, dass ich eine Katze bin, wenn ich schnurre und miaue. Und auf allen Vieren rumlaufe und so», erzählt Nano. Sie liebe es, wie es angeblich alle Katzen tun, im Brünneli zu schlafen. Wie genau sie dort reinpasst, lässt Nano offen.
Obwohl ihr Verhalten sie für Menschen seltsam erscheinen lässt, hat sie in ihrem besten Freund Svein eine Art verwandte Seele gefunden. «Er hat mehrere Persönlichkeiten und eine davon ist eine Katze», sagt Nano. Ganz gleich wie Nano ist er aber nicht. Sie selbst sei als Katze geboren, Svein hat jemanden im Kopf, der eine Katze ist.
Die beiden sprechen miteinander in «Katzensprache». «Einer von uns beginnt plötzlich zu miauen und dann antworten wir uns in Katzensprache», sagt Svein. «Was heisst denn beispielsweise ‹Los, lass uns gehen›?», fragt die Reporterin. «Miau, miau miau», (Transkriptionsversuch der Redaktion), sagt Nano nach kurzem Zögern. Svein nickt. «Ich verstehe», sagt er.
Nano, die in der Öffentlichkeit mit Katzenohren und einem Fellschwanz rumläuft, erklärt, es sei anstrengend, als Katze zu leben. Mit ihren Katzen-Instinkten komme sie aber gut zurecht. «Meine Psychologen sagen mir, ich werde da rauswachsen. Aber ich glaube, ich werde mein Leben lang eine Katze bleiben», sagt Nano am Ende des Videos.
Im Nachbarland Schweden lebt ebenfalls eine Frau, die sich als Katze fühlt. Pao ist 25 und wurde vom «Aftonbladet» interviewt. Das Video eröffnet sie mit einer philosophischen Aussage: «Wenn mich Leute fragen, wie es ist, eine Katze zu sein, frage ich sie, wie es ist, ein Mensch zu sein.» Pao isst ihr Essen wie eine Katze und lebt mit zwei Büsis zusammen. Sie würde sich wünschen, es gäbe neben Geschlechts-OPs auch Spezies-OPs, damit Menschen wie sie sich Schnurrhaare und Katzenohren machen lassen könnten.
Katzen sind aber nicht die einzige Tierart, als die sich Menschen fühlen. Alfred David aus dem belgischen Greer ist ein Pinguin, wie er sagt. Erst begann er, Figuren der Tiere zu sammeln, doch inzwischen sei es zu einer Passion geworden.