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Der im Irak geborene Palästinenser Ahmad 'Amr 'Abd al-Qadir Muhammad wurde am 21. Juli 2006 in Bagdad festgenommen und über ein Jahr ohne Kontakt zur Aussenwelt in Haft gehalten. Amnesty International vorliegenden Berichten zufolge wurde er gefoltert und gezwungen, zu «gestehen», dass er einer bewaffneten Gruppe angehöre, die Sprengsätze legen wollte. Am 17. Mai 2011 wurde Ahmad 'Amr 'Abd al-Qadir Muhammad auf der Grundlage des Anti-Terror-Gesetzes von 2005 zum Tode verurteilt.
Seine Verteidigung hat darauf aufmerksam gemacht, dass Augenzeugen des Vorfalls, darunter auch Polizeikräfte, widersprüchliche Aussagen gemacht haben. Bei der Urteilsverkündung wies das Gericht darauf hin, dass Ahmad 'Amr 'Abd al-Qadir Muhammad seine ihn selbst belastende Aussage im Prozess zurückgezogen habe. Des Weiteren wies das Gericht darauf hin, dass in einer Untersuchung durch das Institut für Rechtsmedizin im August 2008 Narben an seinem Körper gefunden worden waren.
Dennoch bezog das Gericht bei der Verhängung des Todesurteils das «Geständnis» von Ahmad 'Amr 'Abd al-Qadir Muhammad ausdrücklich in die Urteilsfindung mit ein, mit der Begründung, es sei zuverlässig, da es zeitlich näher am Verbrechen liege als die Aussage vor Gericht. Es ist nicht bekannt, dass eine umfassende und unabhängige Untersuchung der Foltervorwürfe durchgeführt worden wäre.
Das Kassationsgericht hat das gegen Ahmad 'Amr 'Abd al-Qadir Muhammad verhängte Todesurteil bestätigt. Er befindet sich weiterhin im Todestrakt des Gefangenenlagers Camp Justice in Bagdad.