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Der Bundesrat anerkennt das Bedürfnis der Zugpassagiere nach gutem Mobilfunkempfang. Für ihn ist es aber Aufgabe der Bahnunternehmen und nicht des Bundes, Regionalzüge technisch nachzurüsten. Dies würde rund 100 Millionen Franken kosten. Das schreibt der Bundesrat in einer schriftlichen Antwort auf eine Frage aus der Fragestunde des Nationalrats vom Montag.
Bei neuen Fahrzeugen sei der Einbau von Repeatern Standard, heisst es in der Antwort. Repeater verstärken Mobilfunk-Signale, die von einer Antenne auf dem Wagendach einer Zugkomposition aufgefangen werden. Der nachträgliche Einbau sei aber nur möglich, wenn die Investitionen von den Bahnen finanziert würden, schreibt der Bundesrat. Der für die Nachrüstung nötige Aufwand könne zwar den ungedeckten Kosten des Regionalverkehrs angerechnet werden. Zusätzliche Mittel seien dafür jedoch nicht vorgesehen.
Wer bezahlt dann?
Das Internet-Problem im Regionalzug
ist seit längerem ein Thema - vor allem die Frage nach der Finanzierung. Noch wurde bei der SBB keine Massnahmen ergriffen, um die Regiozüge umzubauen. Denn für sie ist klar, dass der Bund und/oder die Kantone den Umbau mitfinanzieren müssen. Zudem muss das Netz an den Strecken von den Providern ausgebaut werden. Wer wieviel bezahlen wird, ist noch nicht klar.
Es wäre aber wichtig, diesen Entscheid bis Mitte 2014 zu fällen. "Die Regio-Züge werden zwischen 2015 und 2019 wieder auf Vordermann gebracht. Es wäre zu wünschen, dass gleich von Beginn weg die Repeater eingebaut werden können," erklärte uns SBB-CIO Peter Kummer beim letzten Interview. (sda/lvb)