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1855, ein Jahr nach Erlangung der politischen Selbständigkeit, liess sich die Gemeinde ein eigenes Siegel stechen. Dieses zeigt eine auf einem Hügel stehende Tanne, davor ein linksgekehrtes Lamm. Ein Lamm mit Kreuzfahne in Verbindung mit einem Bischofsstab befindet sich auf einem Marchstein von 1694 in der Looren. Wie der Bischofsstab zur Tanne werden konnte, ist bis heute ungeklärt. Fest steht, dass Walther Merz 1915 der Gemeinde das Lamm ohne Beigaben weiss in Rot auf grünem Dreiberg zur Annahme empfahl. 1948 erfolgte auf Hinweis der Wappenkommission eine Rückbesinnung auf das durch den Grenzstein von 1694 überlieferte mytische Lamm. Das Lamm-Motiv geht auf ein Siegel des Frauenklosters Gnadenthal von 1532 zurück, welches in Niederrohrdorf einst das niedere Gericht besass. Es wurde von zwei Vereinen in die Fahnen aufgenommen und der Gemeinderat setzte es in seinen Stempel. Der durch die Wappenkommission bereinigten Fassung stimmte die Behörde am 4. Januar 1955 zu.