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Um die Klimaerwärmung zu stoppen, wird in alle Richtungen geforscht. Eine Idee ist das sogenannte Geo-Engineering. Dabei soll ganz einfach die Sonneneinstrahlung auf die Erde verringert werden. Denn weniger Strahlung gleich weniger Wärme gleich weniger Klimaerwärmung.
Dabei gibt es verschiedene Ideen. Eine ist, grosse Spiegel im All zu installieren, welche einen Teil der Sonneneinstrahlung reflektieren. Eine andere beruht auf Erkenntnissen nach einem Vulkanausbruch im Jahr 1991. Dabei wurden grosse Mengen Schwefelsäure ausgestossen, was durch die Schwebeteilchen zu einer weltweiten Abkühlung von einem halben Grad Celsius führte. Eine künstliche Ausbringung könnte also den gleichen Effekt haben.
Nun warnen deutsche Forscher von Max-Plack-Institut aber eindringlich vor dem Geo-Engineering. Denn sie haben herausgefunden, dass eine künstliche Abkühlung der Erde den Wasserkreislauf bremsen würde. Der Treibhauseffekt und die Sonnenwärme haben nämlich nicht den gleichen Effekt.
Die bodennahen Luftschichten speichern grössere Mengen an Wasser als die höheren Atmosphärenschichten. Durch die Sonne werden die Erdoberfläche und dadurch auch die tieferen Luftschichten aufgeheizt. Wärmere Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, somit wird durch die Sonneneinstrahlung der Wasserkreislauf angekurbelt. Würde dieser Effekt durch Geo-Engineering vermindert, würde der Wasserkreislauf reduziert, was zu geringeren Niederschlägen und somit Dürren in sowieso schon trockenen Gebieten führen könnte.
Zudem sollte bedacht werden, dass Geo-Engineering eigentlich eher Symptombekämpfung ist. Denn das eigentliche Problem, nämlich dass der Mensch zu viele Treibhausgase in die Atmosphäre entlässt, wird dadurch nicht gelöst.
Bild: Bangin [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons