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Der 1949 in Arizona geborene Ken Hom gehört wohl zu den bekanntesten chinesischen Köchen Amerikas. Berühmt wurde er vor allem durch seine TV-Kochsendungen, in denen er seit 1984 das Hohelied des Wok singt. «Chinesisch Kochen» ist die deutsche Version eines Klassikers, den die BBC bereits 1984 unter dem Titel «Ken Hom's Chinese Cookery» herausbrachte. Das Werk beginnt mit einer kurzen Einführung zu Zutaten, Küchengeräten, Küchentechnik und Menu-Planung. Im Hauptteil finden sich gut 200 Rezepte, die auf eine für den westlichen Koch nachvollziehbare Weise eine Art Grundkochbuch der Küchen Chinas darstellen wollen – wobei der Autor jeweils darauf hinweist, welcher regionalen Küchentradition die einzelnen Speisen zugehören, ob sie aus Sichuan, Beijing, Kanton, Fujian, Shanghai oder Hong Kong stammen. Kurze Einführungstexte erläutern den Charakter der einzelnen Speisen. Das Buch versucht, Aspekte der Küchen Chinas in möglichst authentischer Weise für den Westen zu übersetzen. Vielleicht im Verzug der diversen Neuauflagen, vielleicht aber auch bei der Übertragung ins Deutsche, scheint jedoch einiges schief gegangen zu sein – wirken doch manche Passagen in den Rezepte unverständlich, viele Erklärungen zweideutig und sogar die Mengenangaben können in einzelnen Fällen schlicht nicht stimmen. Wer etwa den «Süsssauren kalten Chinakohl» auf Seite 202 streng nach Rezept kocht und auf die 750 g Kohl tatsächlich 100 g Zucker gibt, erhält einen veritablen Süsskohl, der sich nur noch mit viel Humor verzehren lässt. Im Gegensatz zu solchen Nachlässigkeiten auf der Ebene der Inhalte, ist die Gestaltung des Buches sehr sorgfältig und elegant.
First Publication: 16-6-2009
Modifications: 13-10-2011