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March 05 2018 |
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In spring 2016 Simon Ganahl co-editor of the foucaultblog and Le foucaldien met Erkki Huhtamo in his office in the Broad Art Center at UCLA for several talks about media archaeology as an innovative approach to study media history. The interview "From Media Archaeology to Media Genealogy" was published in Le foucaldien on October 1 2016 and has now been translated into Japanese by Yoshitaka Ota…
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Die Geschichte der Diskurstheorie ist längst selbst eine methodologisch reflektierte Begriffsgeschichte geworden – eine Reflexion über den Begriff des "Diskurses" und dessen Reichweite. Fokussiert man allerdings auf nur einzelne Epigonen zumal der historischen Diskursanalyse – und dazu gehörte in Frankreich der junge Foucault parallel zu ihm der junge Reinhart Koselleck in Deutschland und in England der junge Quentin Skinner – dann entgeht gewöhnlich dass die "erkenntnistheoretische Verschiebung in deren Fahrwasser die Diskurstheorie [nach dem Zweiten Weltkrieg in Westeuropa – SH] auftaucht […] selbst Teil der Ideengeschichte" ist.
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"Schreiben reizt mich nur in dem Maße wie es sich in der Wirklichkeit eines Kampfes verkörpert als Instrument als Taktik oder Beleuchtung. Ich möchte dass meine Bücher Skalpelle Molotowcocktails oder Minengürtel sind und dass sie nach Gebrauch wie ein Feuerwerk zu Asche verglühen." – Michel Foucault: Auf dem Präsentierteller (1975)
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Die Zeit des Diskurses wirkt brüchig. Schließlich stellt die Konzentration auf Brüche in Aussagesystemen und auf historische Diskontinuitäten ein zentrales Element der diskursanalytischen Vorgehensweise dar. Dieser Fokus auf das Diskontinuierliche ist bereits in der Archäologie des Wissens prägend also derjenigen Arbeit Foucaults die 1969 in Frankreich erstmals erschien und die als grundlegend für seine Methodik und Definition des Diskursesgilt. Hier begreift er die "Suche nach den Diskontinuitäten" als den Mittelpunkt seiner Methode und bestimmt den Bruch in einer doppelten Funktion nämlich als "zugleich Instrument und Gegenstand der Untersuchung". Auch verschiedene Ansätze in seiner Nachfolge betonen die diskontinuierliche Perspektive und so werden in vielen empirischen Arbeiten immer wieder diskursive Wandel Modifikationen von Wissensordnungen und Brüche in Aussagesystemen postuliert.
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Der epistemologische Status der Foucaultschen Archäologie bzw. der Diskursanalyse ist nicht einfach zu bestimmen. "Woher" spricht diese Analyse? Wie liesse sie sich begründen ohne sich in performative Selbstwidersprüche zu verwickeln – weil ja auch ihr Wahrheitsanspruch als blosser Diskurseffekt entziffert werden kann…? Ist sie ein philosophisches Verfahren das nach Wahrheit fragt oder eine Arbeit von Historikern denen Geltungs- und Wahrheitsfragen egal sein können? Es ist kein Zufall dass Foucault in der Archäologie des Wissens in den Schlusspassagen sein fiktives Gegenüber ihn fragen lässt: "Welchen Titel trägt Ihr Diskurs? Woher kommt er und mit welchem Recht spricht er? Wie könnte er sich legitimieren?" um dann noch etwas deutlicher zu fordern: "Auf jeden Fall sind Sie gehalten uns zu sagen was diese Diskurse sind die Sie nun seit bald zehn Jahren hartnäckig verfolgen ohne sie jemals näher auszuweisen. Mit einem Wort was sind sie: Geschichte oder Philosophie?"
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In dem Gespräch das Michel Foucault wahrscheinlich Anfang Juni 1968 mit dem Kulturjournalisten Claude Bonnefoy führte das aus unbekannten Gründen abbrach und das erst 2011 unter dem Titel Le beau danger publiziert wurde ließ Foucault sich auf das Experiment ein über das wie Bonnefoy sagte "geheime Gerüst" seiner Bücher zu sprechen über deren "Kehrseite" (S. 27). Foucault antwortet auf Bonnefoys Frage nach seinem Verhältnis zum Schreiben biographisch: Er sprach von seiner Kindheit und seiner Schulzeit vor allem aber von seinem Vater dem Chirurgen und Anatomie-Professor Paul-André Foucault Sohn und Grosssohn von Ärzten und selbst Vater eines Chirurgen – Foucaults Bruder Denys – verheiratet mit Anne Malapert ihrerseits die Tochter eines Chirurgen die es bedauerte nicht Medizin studiert zu haben…
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