Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03206.jsonl.gz/200

Informationsvideos für Patienten
In Kurzfilmen werden die verschiedenen zur Verfügung stehenden Eingriffe vorgestellt. Die Eingriffe werden von spezialisierten Ärzten unter Leitung von Prof. N. Kucher durchgeführt.
Swiss TV (SRF1, PULS) and catheter therapy for acute pelvic DVT. The TV show filmed the clinical picture of a patient with acute pelvic DVT and the treatment by ultrasound-assisted thrombolysis followed by implantation of a vein stent by Prof. Nils Kucher.
Die Beckenvenenthrombose tritt in der Regel bei Patienten mit Risikofaktoren auf, wie z.B. nach einer grösseren Operation, Verletzungen, Immobilisation, Schwangerschaft oder bei schweren Begleiterkrankungen. Es können aber auch junge gesunde Menschen ohne ersichtliche Risikofaktoren betroffen sein. Nicht selten tritt diese auch bei jungen Frauen auf, die die Pille einnehmen. In der Regel ist das gesamte betroffene Bein stark geschwollen und die Betroffenen sind schlecht mobilisierbar. Wenn keine kathetertechnische Entfernung der Thrombose durchgeführt wird, besteht die Gefahr der Entstehung eines postthrombotischen Syndroms mit chronischen Beinschmerzen, Beinschwellung, Hautschäden und Einschränkung der Lebensqualität. Die Klinik für Angiologie bietet die kathetertechnische Behandlung der Thrombose im 24-Stunden Service an, wobei in den allermeisten Fällen die Thrombose erfolgreich entfernt werden kann und die Patienten nach 2 Tagen das Spital ohne Beinschwellung verlassen können. Das Risiko der Entstehung eines postthrombotischen Syndroms kann so deutlich minimiert werden. Folgender Kurzfilm zeigt die moderne ultraschall-unterstützte Gerinnselauflösung mit Implantation eines Stents bei schwerer Verengung der Beckenvene.
Die Lungenembolie ist die Folge einer Venenthrombose und führt unbehandelt in 30% der Fälle zu Tode. Sie stellt nach dem Herzinfrakt und dem Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache der Herzkreislauferkrankungen dar. In der Europäischen Union sterben jedes Jahr mehr als eine halbe Million Menschen an den Folgen einer Lungenembolie. Neben der Blutverdünnung kommen bei den schweren Fällen minimal-invasive kathetertechnische Behandlungen zur Entfernung der Lungenembolie zur Anwendung. Nur in wenigen Fällen kommt noch die offene Herzoperation zur Gerinnselentfernung zur Anwendung. Die Klinik für Angiologie ist weltweit das grösste Kompetenzzentrum zur minimal-invasiven Behandlung der akuten Lungenembolie und hat erfolgreich neue Katheter-Behandlungsformen validiert und etabliert. In einem Kurzfilm wird die moderne ultraschall-unterstützte Gerinnselauflösung der Lungenembolie bei einer Patientin mit lebensbedrohlicher Lungenembolie vorgestellt.
Armvenenthrombosen machen ca 10% aller Thrombosen aus. Diese treten in erster Linie auf bei Patienten mit länger liegenden Gefässonden oder Herzschrittmachern auf. Gelegentlich sind auch junge, sonst gesunde Menschen betroffen, bei denen eine Engstelle der Vene im Bereich der ersten Rippe besteht. Eine Armvenenthrombose geht in der Regel mit einer Schwellung, Schmerzen und Verfärbung des gesamten Arms einher. Neben der Blutverdünnung kommt bei deutlicher Symptomatik eine minimal-invasive Entfernung der Thrombose zum Einsatz, die meist eine rasche Besserung der Beschwerden bewirkt und Langzeitfolgen der Thrombose verhindern soll. Folgender Kurzfilm zeigt die moderne kathetertechnische Entfernung einer Armvenenthrombose über einen minimal-invasiven Zugang in der Ellenbeuge.
Bei schweren Thrombosen der zum Herzen führenden Hauptvene (Vena cava) besteht heute auch die Möglichkeit der minimal-invasiven Entfernung derselben. In Zusammenarbeit mit der Gefässchirurgie kommt ein „Staubsauger“ im modernen Hybridoperationssaal zur Anwendung, der nach einem 1 cm Hautschnitt in das Gefässsystem eingeführt wird. Das Gerinnsel in der Hauptvene wird unter Röntgensicht direkt abgesaugt, und unter Verwendung eines Bypasses und eines Filters kann das Gerinnsel sicher ohne Blutverlust durchgeführt werden. Die Klinik für Angiologie hat diese Behandlungsmethode als erstes Spital in Europa eingeführt. In einem Kurzfilm wird diese Methode vorgestellt.
Vielen Patienten wird leider heute immer noch eine minimal-invasive Entfernung ihrer Beckenvenenthrombose vorenthalten. Die Blutverdünnungstherapie alleine führt leider nur in den wenigsten Fällen zur Widereröffnung der Vene. In den Fällen, wo sich ein postthrombotisches Syndrom mit chronischen Beinschmerzen, Beinschwellung, Hautschäden und Einschränkung der Lebensqualität ausbildet, kann heute eine effektive minimal-invasive Behandlung zur Linderung der Bein-Beschwerden angeboten werden. Die Klinik für Angiologie ist europaweit dass erfahrenste Kompetenzzentrum zur kathetertechnischen Stentrekanalisation chronisch verschlossener Venen. Zur Eingriffsplanung ist in der Regel eine Kernspintomographie und eine Ultraschalluntersuchung notwendig. Bei den Eingriffen gelingt es in über 90% der Fälle die grossen verschlossen Venen erfolgreich mittels Implantation von neuartigen Venenstents mit guten Offenheitsraten zu rekanalisieren. Im Kurzfilm wird ein minimal-invasiver Stent-Eingriff bei einem jungen Patienten mit chronischer Einengung der Beckenvene und postthrombotischen Syndrom gezeigt.
Bei den meisten Patienten bildet sich Monate bis Jahre nach einer ausgedehnten Thrombose der unteren Hohlvene und beidseitigen Beckenvenen ein schweres postthrombotisches Syndrom aus. Die Beschwerden der betroffenen Patienten können zu schwerer Einschränkung der Lebensqualität und Arbeitsunfähigkeit führen. Zu den Hauptproblemen gehören oft eine venöse Claudicatio der Beine (Beinschmerzen- und Schwellung infolge belastungsinduziertem venösem Hochdruck), Krampfadern und Hautveränderungen (Pigmentverschiebungen, Lipodermatoskerlose mit Hautverhärtungen, und Ulzera am Unterschenkel mit schmerzhaft offener Haut). Den betroffenen Patienten kann heute Abhilfe angeboten werden, wobei die chronischen Verschlüsse in einem komplexen minimal-invasivem Eingriff in Vollnarkose behandelt werden. Hierbei werden oft mehrere neuartige Venenstents implantiert, um die Venen erfolgreich widerzueröffnen. Die behandelten Patienten berichten in den meisten Fällen von einer dramatischen Verbesserung der Lebensqualität nach dem Eingriff. Folgender Film zeigt solch einen komplexen Eingriff.
Bei der minimal-invasiven Behandlung von Venenverengungen verwendet der Arzt röntgendichte Kontrastmittel und Röntgenstrahlen, um das Ausmass der Venenerkrankung sichtbar zu machen (Phlebographie). Diese Methode ist häufig ungenügend, um detailierte Informationen über die Venenverengungen zu erhalten. Mittels direkter Einführung von Ultraschallsonden (IVUS) in das Gefäss erhält der Arzt wichtige Bildinformationen, welche für das präzise Absetzen der Venenstents nötig sind. Im Kurzfilm wird eine IVUS Untersuchung während eines Veneneingriffs bei einer Patientin mit postthrombotischem Syndrom geschildert.