Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03248.jsonl.gz/241

Conestat alfa ist ein künstlich hergestelltes Körpereiweiss, das die durch Durchblutungsstörungen in Gehirn und Niere ausgelösten Entzündungsreaktionen blockiert. Im Tiermodell konnte gezeigt werden, dass durch Conestat alfa Gewebeschäden vermindert werden können. Zudem erzielte eine erste Studie am Menschen vielversprechende Ergebnisse. Die PAIR-TAVI Studie untersucht, ob die Verabreichung von Conestat alfa im Rahmen einer TAVI, das Ausmass des Gewebeschadens in Gehirn und Niere vermindern kann.
Die Studie wird am Universitätsspital Basel durchgeführt. Ca. 120 Patienten, die sich einer TAVI unterziehen, werden zufällig entweder mit Conestat alfa oder einem Scheinpräparat behandelt. Zudem kommt nach Möglichkeit ein Schutzsystem zum Einsatz, welches die Verschleppung von Gerinnseln ins Gehirn verhindern soll. Wirksamkeit (Gewebeschaden in Gehirn und Niere, Auswirkung auf die Hirnleistung) und Verträglichkeit werden über 3 Monate u.a. mittels Magnetresonanztomographie untersucht.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts
Sollte Conestat alfa erfolgreich das Auftreten von Gewebeschäden bei Patienten nach TAVI vermindern, würde dies wesentlich zur Sicherheit dieses Verfahrens beitragen. Zudem würden sich neue, innovative Behandlungsperspektiven bei anderen Durchblutungsstörungen, wie z.B. dem Schlaganfall, eröffnen.