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Der Durchtritt der Epiblastzellen durch den Primitivstreifen 6-7 bestimmt deren Differenzierung in Embryonalzellen dreier Linien.
In Abhängigkeit ihrer Herkunft und dem Zeitpunkt der Invagination wandern die Epiblastzellen vom Primitivstreife in verschiedene Richtungen aus (1).
Man nimmt an, dass der extraembryonale Mesoblast vom posterioren Abschnitt des Primitivstreifens stammt. Der intraembryonale Mesoblast hingegen soll aus dem mittleren und kranialen Abschnitt des Primitivstreifens hervorgehen. Die Zellen, die beim Primitivknoten einwandern, ergeben den paraxialen Mesoblasten, die Chorda dorsalis, die Prächordalplatte, den Endoblasten und den medialen Anteil der Somiten (In Tierexperimenten festgestellt mit Hilfe von Zellmarkierungen). Der Primitivstreifen nimmt bis zur 4. Woche an der Bildung des intraembryonalen Mesoblasten teil.
Um den 19. Tag 9 erstreckt sich der Primitivstreifen über die Hälfte der Gesamtlänge des Embryos, nimmt aber mit fortschreitender Gastrulation ab und wird nach kaudal verlagert.
In der 4. Woche beträgt dessen Länge nur noch etwa 15 % der gesamten Länge des Embryos. Der Primitivstreifen wird schliesslich auf die Region der kaudalen Eminenz beschränkt und bildet den kaudalen Teil des Rückenmarks (kaudale Verlängerung). Aus der kaudalen Eminenz gehen weiter der Hinterdarm sowie die ihm benachbarte Notochorda und Somiten hervor.
Am 29. Tag 11 verschwindet er vollständig. Überbleibsel können zu einem sacro-coccygealen Teratom führen.