Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/163443

<h2>SubmittedText<h2><p>Fachleute stellen fest, dass auf den offiziellen Fotonachweisen fast ausschliesslich Wolfshunde-Mischlinge zu sehen sind. Gemäss international anerkannten Experten (wie Professor Boitani) ist es mittels DNA-Analyse nicht möglich, einen Mischling ab F2 oder B1 zu erkennen.</p><p>- Ist das Bafu in der Lage, anhand der Morphologie und des Phänotyps Wolfshunde-Mischlinge von echten Wölfen zu unterscheiden?</p><p>- Unterstützt der Bundesrat eine unabhängige Untersuchung zur dringend notwendigen Klärung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es gibt keine Hinweise auf Wolfshunde-Mischlinge in der Schweiz.</p><p>Das Bafu hat diese Frage bereits letzten Sommer beim genetischen Referenzlabor der Universität Lausanne klären lassen: Im Zeitraum der Jahre 1998 bis 2015 wurden in der Schweiz und im grenznahen Ausland insgesamt 72 Wölfe genetisch identifiziert. Bei keinem dieser Wölfe zeigte sich ein Hinweis auf Hybridisierung mit Hunden, alle Wölfe entsprachen genetisch der Referenzpopulation.</p><p>Die Gefahr der Hybridisierung zwischen Wildtieren und Haustieren ist erkannt. Aus diesem Grund ist das Bafu zusammen mit den Kantonen bestrebt, diese Gefahr möglichst zu unterbinden, indem das Festsetzen verwilderter Populationen von Haustieren (Hauskatzen, Hausziegen, Haushunden usw.) verhindert wird und allfällige Nachkommen aus der Wildbahn entfernt werden. Der Umgang mit nichteinheimischen Tieren und Hybriden wird u. a. in Artikel 8 der Jagdverordnung geregelt.</p>