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Einfluss der Agrotextilabdeckung der Zitronenmelisse auf den Ertrag an Trockenmasse, ätherischem Öl und Rosmarinsäure
Im Schweizer Berggebiet decken einige Produzenten ihre Zitronenmelisse- Kulturen während der Vegetationsperiode mit Agrotextilien ab, um deren Wachstumsphase zu verlängern. Um die Auswirkungen dieser Anbautechnik auf den Ertrag und auf die Qualität, insbesondere den Gehalt an ätherischem Öl und an Rosmarinsäure aufzuzeigen, ist eine Studie durchgeführt worden. Die Agrotextilien haben den Gehalt an ätherischem Öl verdoppelt.
Zwischen der Durchschnittstemperatur der letzten 28 Tage vor der Ernte und dem Gehalt an ätherischem Öl konnte eine grosse Wechselbeziehung festgestellt werden. Bei den Sommerschnitten ist der höchste Gehalt an ätherischem Öl erreicht worden. Der Ertrag an Rosmarinsäure ist durch die Abdeckung in einem geringeren Mass beeinträchtigt worden; im Vergleich zu den Varianten ohne Abdeckung war der Gehalt um 11–15 % geringer. Die Abdeckung begünstigt durch den Beschattungseffekt die Stängelproduktion, was die Blattproduktion beeinträchtig, und den Ertrag an Rosmarinsäure weiter reduziert. Durch eine tiefere Temperatur, insbesondere während der letzten Tage vor der Ernte, konnte eine positive Auswirkung auf den Gehalt von Rosmarinsäure festgestellt werden. Die Ernten im September waren für die Bildung von Rosmarinsäure am besten.
Diesen Resultaten entsprechend und da die Temperatur unter der Abdeckung weniger beeinflusst wenn die Vegetation üppig ist, wird den Produzenten empfohlen, die Agrotextilabdeckung eine Woche vor der Ernte zu entfernen um eine optimale Produktion an Rosmarinsäure und ätherischem Öl zu erhalten und um den Blattanteil zu verbessern.