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Ein kapellenartiger Vorgängerbau war dem heiligen Gallus geweiht
.
Grundriss und Mauerwerk noch ohne den Turm gehen auf die Romanik zurück. Um 1400 wurde die Kirche gotisiert, das heisst, die bisherigen Rundbogenfenster wurden vergrössert und durch Spitzbögen ersetzt. In der Mitte der Westfront wurde ein weiteres Portal eingebaut.
Der fast rechteckige Grundriss ist bis heute im wesentlichen gleich geblieben: Es misst 13,45 bzw. 13.95 Meter in der Länge und 7 bzw. 7,20 Meter in der Breite.
Um 1500 wurde die Kirche durch einen Brand weitgehend zerstört; dies betraf vor allem das Dach, den Dachreiter und die Glocke. Anlässlich des Wiederaufbaus in den folgenden Jahren wurde eine neue Glocke
eingebaut (1510 gegossen), die heute noch im Glockenstuhl hängt.
1583 wurde an der Westseite ein Kirchturm
angebaut.
Bereits von 1668 stammte ein erstes Uhrwerk. Es wird belegt durch ein Dokument der Gemeinde, in dem der damalige Gerichts- oder Dorfweibel Ullj Boliger beauftragt wurde, «das Zeit in der kirchen zu richten und zu kirchen sambt anderen geleutt fleissig zu versehen»
, also Uhr und Glockenwerk zu betreuen.
Der Grundriss der Kirche Egliswil, der die fast rechteckige Form des Schiffs zeigt
Anfangs des 18. Jahrhunderts (1702) kam es zu einer weiteren Umgestaltung, diesmal im Innern: Es wurde eine Empore aus Holz eingebaut; dies bedingte eine Erhöhung des Mauerwerks um fast einen Meter.
1757 erfolgte der Einbau eines neuen Uhrwerks, das das erste von 1668 ersetzte. 1896 wurde der Turm renoviert, 1915 das Kircheninnere, und 1946 wurde das Äussere renoviert. Dabei ging es um die Wiederherstellung der romanischen Baubestandteile und des rundbogigen Schalllochs an der südlichen Kirchturmseite; im weiteren gab es eine neue Turmuhr und Zifferblätter.
1954 wurden zwei neue Glocken ins Geläut aufgenommen. 1963 erhielt die Kirche eine neue Bestuhlung 1964 eine neue Chororgel.
Die letzten grösseren Renovationen erfolgten 1959/60 (Turmrenovation) und 1968 (Innenrenovation). Dabei wurde der Hauptaugenmerkt auf die Wiederherstellung der ursprünglichen Schlichtheit gelegt, etliche zu Beginn des 20. Jahrhunderts angebrachten Schmuckelemente wurden entfernt.
2011/12 erfolgte die letzte Gesamtrenovation. Der Boden wurde neu mit Platten aus Mägenwiler Muschelkalk gestaltet und mit einer Bodenheizung versehen, die Kirche wurde mit einem neuen Aussenanstrich versehen, und die Absturzsicherung der Kirchenmauer gewährleistet.
Im Zusammenhang mit dieser Renovation spielt auch ein neualter Taufstein
eine ganz besondere Rolle, dessen sehr besonderer Geschichte eine eigene Seite
gewidmet ist.