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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie viele VoIP-Geräte gibt es heute in der Bundesverwaltung?</p><p>2. Wurde eine Bedürfnisabklärung bei den Benützerinnen und Benützern gemacht? </p><p>3. Ist geplant, die ganze Bundesverwaltung auf VoIP-Technik umzubauen?</p><p>4. Welche Richtlinien gibt es im Zusammenhang mit der Beschaffung von neuen Technologien?</p><p>5. Wurde eine Vergleichsanalyse betreffend den Stromverbrauch/die Betriebskosten von VoIP-Geräten/-Systemen im Vergleich zu den bestehenden digitalen Geräten/Systemen gemacht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die aktuell gültige Strategie für die Informatik und Telekommunikation (IKT) des Bundes vom 27. November 2006 berücksichtigt den Trend, dass auf einem Computernetz, basierend auf dem Internetprotokoll (IP), alle Arten von Inhalten (Daten, Telefonie, Multimedia) transportiert werden und zudem auf einem physischen Netz mehrere logische Netze betrieben werden können ("Netzwerk-Konvergenz").</p><p>Die Leistungen für die Sprach- und Datenkommunikation in der Bundesverwaltung werden vom Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) als Querschnittsleistung zentral erbracht. Das VBS betreibt das militärische Einsatznetz selber. Ebenso betreiben die Parlamentsdienste, welche nicht der Bundesinformatikverordnung unterstellt sind, ihre eigenen Netze.</p><p>1. In einzelnen Verwaltungseinheiten der zentralen Bundesverwaltung wurden oder werden zurzeit kleine Pilotierungen durchgeführt. Insgesamt ist heute erst etwa 1 Prozent aller Telefonanschlüsse der Bundesverwaltung mit VoIP-Geräten abgedeckt. Die Parlamentsdienste haben seit Juli 2009 rund 250 VoIP-Geräte im Einsatz. Diese haben allein im Parlamentsgebäude zu einer massiven Reduktion der Verkabelungskomponenten für TV, Multimedia und ISDN geführt, was in einer Gesamtenergiebedarfsbilanz ebenfalls berücksichtigt werden muss.</p><p>2. Im Rahmen der erwähnten Pilotinstallationen wurden und werden Bedürfnisabklärungen seitens des BIT und EDA durchgeführt. Die Parlamentsdienste haben ebenfalls ausführliche Erhebungen gemacht. Diese wiesen signifikantes Einsparpotenzial aus, auch im Gesamtenergiekonsum.</p><p>3. Es ist vorgesehen, schrittweise VoIP in der ganzen Bundesverwaltung einzuführen. Im Rahmen des Projektes "Neue Telefonie Bundesverwaltung" wurden dazu die konzeptionellen Grundlagen erarbeitet. Im Laufe des Jahres 2010 sollen erste wesentliche Voraussetzungen wie z. B. die Bereitstellung der nötigen Bandbreiten für den flächendeckenden VoIP-Einsatz bereitgestellt werden, wobei den Energieaspekten (vgl. Antwort 5) Rechnung zu tragen ist. Die bundesweite Umsetzung der VoIP-Technologie an über 1200 Standorten wird längere Zeit in Anspruch nehmen. Die dazu vorgesehenen Ausbauarbeiten der Netze sind auch für andere Multimediadienste notwendig und geplant bzw. initialisiert. </p><p>4. Grundsätzlich gelten für die Beschaffung von IKT-Technologien gemäss Bundesinformatikverordnung die Vorgaben des Informatikrates Bund und die beschaffungsrechtlichen Vorgaben gemäss Bundesgesetz und Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen. Die vom Bundesrat verabschiedete Strategie nachhaltige Entwicklung 2008-2011 empfiehlt die Förderung der Energieeffizienz in allen Marktbereichen u. a. durch energieeffiziente Geräte. </p><p>5. Das BIT hat für die Telekommunikationsleistungen 2009 einen Kosten-Preis-Benchmark durchgeführt. Eine separate Analyse bezüglich des Stromverbrauchs der beiden Technologien wurde bisher nicht verlangt. U. a. aufgrund der Erfahrungen in den Parlamentsdiensten können einige qualitative Aussagen zur Energiebilanz von VoIP-Anlagen gemacht werden. Beim heutigen Erkenntnisstand ist davon auszugehen, dass einerseits der Stromverbrauch von VoIP-Endgeräten und dezentralen VoIP-Vermittlungskomponenten eher höher ist als für die herkömmlichen resp. aktuell eingesetzten Technologien. Andererseits werden beim Einsatz von VoIP deutlich weniger Anschlüsse, Verkabelungen, Vermittlungsanlagen und Supportaufwände (auch vor Ort beim Benutzer) benötigt. Die Ökobilanz hängt zudem auch ab von der gewünschten Funktionalität auf den Endgeräten und der Art der Integration mit der Büroautomation (Videokonferenzen, Kopplung mit Verzeichnissen usw.). Schliesslich haben auch im VoIP-Bereich herkömmlich-konventionelle Massnahmen wie die Abschaltung von unbenutzten Geräten einen grossen Einfluss. Die Bundesverwaltung beobachtet und beurteilt VoIP als eine Entwicklung, welche sich ähnlich der mobilen Kommunikation bereits ausgebreitet hat bzw. noch weiter verbreiten wird. Energieoptimierte VoIP-Systeme sind in der ersten Entwicklungsphase noch nicht vollständig ausgereift, aber im Zuge der Massenmarktverbreitung sind signifikante Verbesserungen zu erwarten, von denen auch die Bundesverwaltung profitieren wird.</p>  Antwort des Bundesrates.