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Oberschenkel
Psychologisch:
Oberschenkel steht für inneren Halt, Realitätsnähe, Kraft und Sicherheit, mit denen man das Leben gut meistert.
Artemidoros:
Die Oberschenkel bedeuten im großen und ganzen dasselbe wie die Schamglieder, nur sind sie, feist geworden, den Reichen erfahrungsgemäß von übler Vorbedeutung. Meistenteils bedeuten sie große Geldausgaben für die Liebesfreuden, besser gesagt, nicht Ausgaben, sondern Verluste.
Volkstümlich:
(arab. ) :
- Träumt einer, seine Oberschenkel seien amputiert worden, wird er sein Leben lang gestraft sein und von allen verlacht werden, weil derjenige, dessen Schenkel amputiert sind, lächerlich verstümmelt ist und sich nur mühsam dahinschleppt.
- Einer Frau prophezeit das Gesicht Witwenschaft und den Verlust ihrer Kinder.
- Pralle und kräftige Schenkel versprechen jedermann erfolgreiches Durchsetzen seiner Vorhaben,- denn sind die Schenkel kräftig, kann man um so besser laufen.
- Hat sich einer an den Schenkeln verletzt, wird er nicht ans Ziel seiner Bemühungen kommen, sondern mit Hindernissen und Widerwärtigkeiten zu kämpfen haben.
(europ.) :
- glatte und weiße haben: mit Glück und Freude rechnen,-
- verletzte: deuten auf Krankheit und Verrat hin,-
- Bewundert eine junge Frau ihren Oberschenkel, verheißt dies Abenteuerlust. Sie sollte überlegt handeln.
(ind. ) :
(Siehe auch 'Körper', 'Schamglieder')
- Die Oberschenkel bedeuten jedermann die Blutsverwandten.
- Träumt einer, man habe ihm beide Schenkel amputiert, wird er verlassen in der Fremde sterben.
- Hat man ihm einen Schenkel abgenommen, wird er mit einigen wenigen einsam in der Fremde sein Leben enden.
- Dünkt es eine Frau, ihr seien die Oberschenkel amputiert worden, wird sie sich an einen fremden Mann hängen und sich gänzlich ihren Verwandten in der Heimat entfremden,- ein Armer wird eines qualvollen Todes sterben.
- Träumt der Kaiser, seine Schenkel seien prall und länger geworden, wird er an seinen Hofleuten, seinen Truppen und Knechten Freude haben,- denn dem Kaiser gegenüber darf man nicht sagen 'deine Verwandten', sondern 'deine Knechte', weil ihm die Kaiserwürde von Gott verliehen ist. Schaut ein gemeiner Mann dieses Gesicht, werden seine Verwandten Ansehen erlangen, und er wird sich in ihrem Glanz sonnen. Eine Frau wird auf ihre Kinder mächtig stolz sein.