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Der Schweizer Kammerchor, der 1997 auf Anregung von Fritz Näf und dem Tonhalle-Orchester Zürich gegründet wurde, widmet sich vor allem der Chorsinfonik, aber auch der A-cappella-Musik vom 17. bis zum 21. Jahrhundert. Neben Konzerten mit dem Tonhalle-Orchester unter Chefdirigent David Zinman musizierte der Chor mit dem LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA unter Claudio Abbado, mit den Berliner Philharmonikern und Pierre Boulez, den Wiener Philharmonikern unter Simon Rattle, dem London Philharmonic Orchestra und Kurt Masur, dem Koninklijk Concertgebouworkest unter Bernard Haitink und dem Mariinsky Orchestra unter Valery Gergiev. In Zürich fanden ausserdem Konzerte mit Herbert Blomstedt, Ivor Bolton, Eric Ericson, Christopher Hogwood, Heinz Holliger, Marek Janowski, Ton Koopman, Gennady Roshdestvensky, Kurt Sanderling und Wolfgang Sawallisch statt. Gastspiele führten die Sängerinnen und Sänger bis nach Südamerika und nach Malaysia. Die Arbeit des Ensembles ist auf mehreren CDs und DVDs dokumentiert, darunter Abbados Deutung von Debussys Le Martyre de Saint Sébastien. Fritz Näf, der 1943 in Weiach (Kanton Zürich) geboren wurde, absolvierte ein Gesangsstudium an den Hochschulen von Zürich und Freiburg und besuchte Meisterklassen bei Ernst Haefliger und Jenny Tourel. Als Tenor konzertierte er in vielen Ländern Europas. Parallel dazu bildete er sich zum Chor- und Orchesterdirigenten weiter. Näf, der an der Schola Cantorum Basiliensis unterrichtete und Direktor des Konservatoriums Winterthur sowie der Hochschule für Musik und Theater in Zürich war, ist seit dem Jahr 2000 vollzeitlicher Leiter des Schweizer Kammerchors und der 1978 von ihm gegründeten Basler Madrigalisten. Als Gast arbeitete er u. a. mit Chor und Orchester von Radio della Svizzeria Italiana, mit dem Chœur de Radio France und dem Concerto Köln zusammen.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 11. September 1999 mit Mahlers Zweiter Sinfonie unter Simon Rattle.
28. Mai 2010