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Die Bandscheibe
Die Bandscheibe besteht aus einem Gallertkern, sowie dem äusseren, sehr kräftig ausgebildeten Faserring, welcher verhindert, dass diese Masse bei erhöhtem Druck zwischen den Wirbelkörpern herausgepresst wird.
Bei einem 75 Kg schweren Menschen beträgt der Druck auf die unterste Bandscheibe
● im Stehen etwa 100 Kg
● im Sitzen mit hohlem Kreuz etwa 140 Kg
● im Sitzen mit Rundrücken kann die Belastung bis auf 180 Kg ansteigen
● beim Bücken kann die Belastung mehrere hundert Kilo betragen. Wird also ein leichter Gegenstand in gebückter Haltung vom Boden aufgehoben, so erfahren die untersten Bandscheiben durch die immense Hebelwirkung eine grössere Belastung, als wenn man in aufrechter Haltung einen schweren Gegenstand für eine kurze Strecke tragen würde.
Beim Heben von Lasten zählt daher wegen der Hebelwirkung jeder Zentimeter.
Je näher das Gewicht beim Stützorgan, der Wirbelsäule, desto geringer die Hebelwirkung.
Mit in Hüft und Knie angewinkelten Beinen, beträgt der Druck auf die unterste Bandscheibe lediglich noch 25 Kg, mit gestreckten Beinen dagegen bereits schon 50 Kg.Die Bandscheiben sind nicht immer gleich hoch. Beim Liegen, wenn der Druck unter 80 Kg fällt, nehmen sie Flüssigkeit auf. Bei erhöhter Druckbelastung wird diese Flüssigkeit wieder herausgepresst. Diese Flüssigkeit enthält die Nährstoffe für die Bandscheibe, welche sich also durch den regelmässigen Wechsel von Belastung und Entlastung auch ernährt.Wegen dieser Flüssigkeitsaufnahme ist man morgens beim Aufstehen etwa 2cm grösser als Abends, verliert jedoch 2/3 der gewonnenen Höhe schon in den ersten drei Morgenstunden.