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Einwohner des Kantons Thurgau, Schweiz, haben für das Projekt TEnU 2030 gestimmt, das darauf abzielt, die Geothermieentwicklung im Thurgau risikoärmer zu gestalten.
Im Juni 2023 stimmten die Einwohner des Kantons Thurgau in der Schweiz für die Verabschiedung des Chancenpakets Thurgau. Zu den Projekten in diesem Paket gehört Nutzung von Thurgo-Energie aus dem Untergrund 2030 (TENU 2030) des Geothermievereins Thurgau (VGTG).
Das Projekt TEnU 2030 soll die Grundlage für die Nutzung von Geothermie für Heizung oder Strom im Thurgau schaffen. Dies soll durch die Erhebung besserer Daten unterhalb der Erdoberfläche erfolgen und damit dem derzeit geringen Wissensstand über das Geothermiepotenzial im Kanton Rechnung tragen. Durch dieses Projekt wird das Potenzial für die Entwicklung der Geothermie bewertet und die Risiken für zukünftige Projektentwickler können reduziert werden.
Über das Projekt TEnU 2030 berichteten wir erstmals im Jahr 2021, das damals eine Bundesförderung beantragte. Die VGTG schätzt die Kosten des Projekts bis zur Tiefbohrung auf insgesamt 74 Millionen Franken, wovon der Bund rund 60 Prozent tragen kann. Daher stellt die VGTG die beantragten Mittel im Umfang von 30 Millionen Franken dem Kantonsfonds zur Verfügung.
Das Projekt wird in drei Phasen umgesetzt:
- Exploration (2022–2024)
- Ziel dieser Phase ist es, Gebiete in Torgau zu identifizieren, die für eine eingehende Erkundung oder Bewertung geeignet sind. Dazu gehört der Erwerb, die Analyse und Neuinterpretation vorhandener Daten sowie die Identifizierung potenzieller geothermischer Energienutzungsgebiete.
- Exploration (2025–2028)
- Ziel dieser Phase ist es, ein bis drei vielversprechende Standorte für Erkundungsbohrungen zu identifizieren. Die Standorte werden durch seismische 3D-Kampagnen bestimmt.
- Entwicklung (2029-2031)
- Ziel dieser Phase ist es, die notwendigen Daten für Projektentwickler oder Investoren in der Zukunft zu sammeln und bereitzustellen, um die nächste Projektphase für weitere Ausgrabungen zu starten. Dies geschieht durch das Bohren eines Erkundungsbrunnens sowie das Sammeln und Analysieren von Grundwasser- und Brunnendaten.
Die nächsten Schritte (Tiefbohrung und Bau eines Geothermiekraftwerks) liegen außerhalb des Rahmens des TEnU 2030-Projekts.
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