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Der Internationale Währungsfonds (IWF) oder auch „International Monetary Fund“ (IMF) ist eine sogenannte Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Der IWF mit Sitz in Washington (USA) beobachtet und steuert die internationale Währungspolitik, fördert den Welthandel, überwacht die weltweite Geldpolitik und stabilisiert die Wechselkurse.
Der IWF wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Ordnungsinstanz für die weltweiten Kapitalmärkte und als Helfer für Länder mit Zahlungsproblemen gegründet. Zur gleichen Zeit wurde auch die Weltbank aus der Taufe gehoben. Obwohl der Internationale Währungsfonds in der vergangenen Zeit an Einfluss verloren hat, gilt er nach wie vor als ein wesentliches Element der weltweiten Finanzarchitektur.
Während der ersten Jahre widmete sich der IWF der Hauptaufgabe des Wiederaufbaus des Weltwirtschaftssystems nach dem Zweiten Weltkrieg. Der IWF ist weder eine Entwicklungsbank noch Weltzentralbank, sondern möchte die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Währungspolitik fördern, für ein gesundes Wirtschaftswachstum und für einen hohen Beschäftigungsgrad einstehen, die Währungsstabilität durch Sicherung stabiler Währungsbeziehungen garantieren, ein multilaterales Zahlungssystem etablieren, die Beschränkungen im Devisenverkehr abbauen sowie Kredite zur Verbesserung von Zahlungsbilanzanpassungen gewähren.
Der IWF umfasst aktuell 188 Mitgliedsländer. Die Anteile der Stimmrechte orientieren sich an den Kapitalanteilen. Für Entscheidungen muss eine Mehrheit von 85 Prozent zustande kommen. Zum Beispiel hat die Schweiz einen Anteil von 1,40 Prozent und die USA einen von 16,75 Prozent. Daher können die USA als einziges Land des IWF Entscheidungen massgeblich Vorschläge beeinflussen bzw. verhindern. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds ist seit 2011 die Französin Christine Lagarde.
Einer der wesentlichen Kritikpunkte ist die unausgewogene Stimmenverteilung. Dadurch haben starke Volkswirtschaften wegen der höheren Einlagequoten auch eine verhältnismässig grosse Entscheidungsgewalt. Dagegen sind Entwicklungs- und Schwellenländer stimmenmässig eher bedeutungslos. Kritisiert werden vielfach die Auflagen, die mit längerfristigen Krediten verbunden sind. Dazu gehören die Privatisierung staatlicher Bereiche und die „Liberalisierung“ der Wirtschaft. Solche Reformen, so die Kritiker, begünstigen weder das Wachstum noch mindern sie die Armut. Oftmals bewirken neoliberale Reformen sogar das Gegenteil. Das heisst, es kommt in Entwicklungsländern zu einer Verschlechterung der Ernährungssituation und der landwirtschaftlichen Einkommen.