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The Rider
Drama
USA
2017
Brady Blackburns Leben hat sich radikal verändert. Dem jungen Rodeo-Reiter hat ein Pferd mit einem Tritt beinahe den Kopf zerschmettert. Jetzt hat Brady eine Stahlplatte im Kopf und keine Kontrolle mehr über seine eine Hand. Immer wieder verkrampft sie sich und lässt sich nur mühsam, Finger für Finger, lösen. Seine Ärztin hat ihm ans Herz gelegt, das Reiten für immer sein zu lassen, sonst könnten sich die Verkrampfungen noch verstärken. Doch Brady muss reiten, der junge Indianer kennt nichts anderes und er will nichts anderes.
Um für seine kleine Schwester Lilly sorgen zu können, nimmt Brady widerwillig einen Job in einem Supermarkt an. Denn sein Vater, mit dem Lilly und Brady in einem Indianerreservat in South Dakota leben, verspielt alles Geld, das er in die Finger bekommt. Lilly ist gleichzeitig Bradys emotionale Stütze und sein Grund, das Leben wieder zu meistern, denn seine kleine Schwester ist geistig behindert. Auch sein bester Freund Lane muss mit einer bleibenden Behinderung leben, seit auch er bei einem Rodeo-Unfall schwer verletzt wurde. Nur langsam kämpft Brady sich ins Leben zurück.
«The Rider» ist der zweite Spielfilm von Chloé Zhao, einer US-Regisseurin mit chinesischen Wurzeln. 2015 fiel sie in der Filmwelt zum ersten Mal auf, mit ihrem Debüt «Songs My Brothers Taught Me» über ein Lakota-Geschwisterpaar. Bei den Dreharbeiten zu diesem Film lernte sie Brady Jandreau kennen. Er sollte nur wenig später zum Protagonisten ihres nächsten Films werden: «The Rider».
Brady Jandreau spielt in «The Rider» niemand anderen als sich selbst. Und auch seine Film-Familie ist im realen Leben seine Familie. Chloé Zhao macht keine Dokumentarfilme, klare fiktionale Werke sind es aber ebenso wenig, weil so Vieles an ihnen direkt von der Realität in den Film einfliesst. Ein Filmkritiker beschrieb «The Rider» als «Spielfilm, der Authentizität wie ein Löschblatt aufsaugt.» Das gleiche liesse sich von Zhaos neuestem Film ebenso sagen: In «Nomadland» - diesen Frühling für sechs Oscars nominiert - porträtiert die Regisseurin Menschen, die einem festen Wohnsitz und einer festen Stelle den Rücken gekehrt haben und in Wohnmobilen hausen.
«Delikatessen» zeigt «The Rider» exklusiv in Zweikanalton deutsch/englisch.