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Glossar
Im Orientalischen Tanz gibt es (wie in allen Kunstrichtungen) eine eigene Terminologie. Die Unterteilung in verschiedene Stile, Fachbegriffe die vielfach aus dem arabischen stammen und allgemeine Bezeichnungen denen aber oft, von Schule zu Schule unterschiedliche Bedeutung gegeben werden. Die folgenden Definitionen geben den Hintergrund zu diesen Fachbegriffen und legen fest, wie diese im Rahmen der Website 'Orientalisch Tanzen' verwendet werden.
Arabische Bezeichnung für 'Orientalischer Tanz' bzw. 'der Orientalische
Tanz'. Raqsheisst Tanz und Sharqi bedeutet östlich oder orientalisch.
Damit sind vor allem die klassischen orientalischen Tänze gemeint in
Abgrenzung zu den Folkloretänzen (Raqs Shabi) oder anders ausgedrückt
die Bühnentanzform des orientalischen Tanzes. Dieser Tanz wir meistens
in einem zweiteiligen, also bauchfreien Kostüm getanzt, dem sogenannten
Cabaret Belt oder Bedleh.
Es steht der Tänzerin frei verschiedene Accessoires zu gebrauchen wie zum Beispiel Schleier oder Zimbeln.
Folklorestile sind Tänze, die sich aus den Volkstänzen entwickelt
haben oder entwickelt wurden und so zu lehr- und lernbaren Tänzen wurden,
die auch auf der Bühne aufgeführt werden.
Ursprünglich waren es aber Tänze für das eigene Vergnügen', die man als Kind gelernt hat und sich von Stamm zu Stamm oder Dorf zu Dorf unterscheiden. In einem Folklorestil werden die typischen Merkmale, wie Musik, typische Bewegungen und Kleidung zusammengefasst und weitergegeben. Im Bereich der Folkloretänze ist auch Vorsicht geboten, was eigene Vorstellungen und Fantasien anbelangt. Man bewegt sich in dem Bereich von traditionellen Tänzen, das heisst das Bewegunsrepertoir und die Kleidung sind sehr genau definiert. (Siehe auch Fantasy-Tänze).
Fantasy-Tänze sind Tänze, die der Fantasie entspringen. Zum Teil
lehnen sie sich an tatsächliche oder vermutete Geschichten und Bilder
an, aber nicht an traditionelle Grundlagen für Tanzschritte und Kostüme.
Einige dieser Tänze haben aber eine so lange Geschichte, dass sie auch
schon fast wieder eine eigen Tradition gegründet haben.
Berühmte Beispiele dafür sind der Schleiertanz (eben auch mit mehreren Schleiern getanzt, siehe Doppelschleier oder Tanz der sieben Schleier) der Säbeltanz (auch Schwerttanz genannt, obwohl mit einem Säbel getanzt wird), der pharaonische Tanz oder der Tanz mit der Schlange.
Andere Formen der Fantasy-Tänze sind Mischformen von anderen Tanzstilen mit orientalischem Tanz (Orient-Pop, Orient-Hip-Hop, Tango-Oriental, Flamenco-Oriental, Modern-Dance mit Oriental gemischt oder Ballet und Oriental). Jede Tänzerin entwickelt hier zum Teil ihre eigenn Formen und Ideen je nach dem welchen Tanzhintergrund sie sonst noch hat.
Auch die Isis-Flügel oder Tänze mit Fächer etc. gehören zu diesem Bereich.
© Romea Spörri, Zürich, Februar 2007