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Die Menschen auf dem Schiff bräuchten Hilfe und müssten so schnell wie möglich gerettet werden, twitterte IOM-Sprecher Flavio Di Giacomo am Montag.
Die Hilfsorganisation Mediterranea Saving Humans erklärte, dass auf den Boot mindestens 50 Frauen seien, darunter einige Schwangere, und 30 Kinder. Das Schiff habe einen Motorschaden. Einigen Menschen auf dem Schiff gehe es schlecht. Malta und Italien müssten eingreifen, schrieb die NGO auf Facebook.
An Mediterranea ist auch die deutsche Organisation Sea-Watch beteiligt. Erst Mitte Januar waren im Mittelmeer viele Migranten und Flüchtlinge bei einem Bootsunglück ums Leben gekommen. Zivile Rettungsschiffe sind kaum noch unterwegs, da Italien ihnen nicht mehr erlaubt, in den Häfen des Landes anzulegen.
Die türkische Küstenwache barg derweil am Montag 69 Migranten und Flüchtlinge vor der westtürkischen Küste aus einem sinkenden Gummiboot. Unter den Geretteten waren 36 Kinder.
Der Motor des Bootes habe gestreikt, berichtete die regierungsnahe Zeitung "Daily Sabah". Die Passagiere seien vor dem Bezirk Kusadasi in Seenot geraten. Die griechische Insel Samos ist von dem Ort nicht weit entfernt. Dem Bericht zufolge handelte es sich bei den Geretteten um Afghanen.
Offiziellen Angaben zufolge hat die Türkei mehr als 3,5 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. Hinzu kommen Menschen aus Afghanistan und dem Irak. Immer wieder versuchen Flüchtlinge und Migranten, von der Türkei aus auf eine der griechischen Inseln und damit in die EU zu gelangen.
(sda)