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Noch vor kurzem hatte Sepp Blatter ganz andere Töne angeschlagen: Brasilien habe mit den WM-Vorbereitungen «viel zu spät angefangen. Es ist das Land, das am weitesten zurückhängt, seit ich bei der FIFA bin, und darüber hinaus ist es das einzige, das so viel Zeit - sieben Jahre - zur Vorbereitung hatte», wurde der Walliser am vergangenen Wochenende in der Westschweizer Zeitung 24 heures zitiert.
Finanzielle Probleme und tödliche Unfälle auf den Stadienbaustellen haben in den vergangenen Jahren zu Verzögerungen geführt, unter anderem in Sao Paulo. Dort findet am 12. Juni das Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien statt.
Präsidentin: «Mutter aller WMs»
Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff schien über Blatters Aussagen leicht verstimmt. Ohne direkt darauf einzugehen, twitterte die 66-Jährige: «Wir lieben den
Fussball, deshalb blicken wir dieser Weltmeisterschaft mit Freude entgegen. In Brasilien ist die WM zu Hause».
Die weltweite Nachfrage nach Tickets zeige, dass die Fans Vertrauen in Brasilien hätten. Rousseff bezeichnete die WM 2014 als «Copa das Copas», was ungefähr mit «Mutter aller Weltmeisterschaften» übersetzt werden kann.
Rückzieher Blatters
Blatter erklärte danach ebenfalls über den Kurznachrichtendienst Twitter, er sei «vollumfänglich einverstanden» mit Rousseffs Aussagen. Die WM-Vorbereitungen seien in allen 12 Städten in «vollem Gange».