Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03493.jsonl.gz/1305

In der hart umkämpften FIA Academy Trophy hat sich mit Tiziano Kuzhnini ein Schweizer in die Punkteränge eintragen dürfen. Chiara Bättig, als zweite CH-Vertreterin, ging trotz starker Leistung leer aus.
Seit 2010 findet die FIA Karting Academy Trophy statt. Der Nachwuchswettbewerb wird mit einheitlichen Chassis (Exprit) und einheitlichen Motoren (Vortex) ausgetragen und besteht aus drei Rennen. 2022 fanden diese in Genk (B), Cremona (I) und Le Mans (F) statt. Der berühmteste Gewinner der FIA Karting Academy Trophy ist der heutige Ferrari-Pilot Charles Leclerc. Der Monegasse durfte sich 2011 in die Siegerliste eintragen.
Die Teilnahme an diesem Nachwuchswettbewerb war in diesem Jahr für die Jahrgänge 2008 bis 2010 offen. Voraussetzungen zur Teilnahme ist eine Int. G-Lizenz. Fahrerinnen und Fahrer, die in der Vergangenheit bereits unter den Top-15 in einer FIA-Meisterschaft (Juniorkategorie) oder unter den Top-15 im Gesamtklassement einer internationalen Kartmeisterschaft (Juniorkategorie) rangierten, können nicht an der FIA Karting Academy Trophy teilnehmen.
Die Schweiz wurde in diesem Jahr durch zwei Piloten vertreten, die 2021 noch bei den Super Minis gegeneinander angetreten sind: Chiara Bättig (12) und Tiziano Kuzhnini (13). Bättig hat in diesem Jahr schon Erfahrung bei den OK Junioren gesammelt. In der Schweizer Meisterschaft kann die junge Zürcherin beim Finale in Wohlen am 8. Oktober sogar noch den Titel holen. In der Academy verpasste sie die Punkteränge knapp. «Ich kam nur in Le Mans ins Ziel», meint Bättig. «In Genk wurde ich abgeschossen, in Cremona war das Chassis nach einem Crash vor dem Qualifying krumm.» Trotzdem ist Bättig mit dem Erreichten relativ zufrieden. In den Trainings liess die junge Dame aus Wettswil am Albis immer wieder mit guten Zeiten und Platzierungen in den Top 3 aufhorchen.
Für Kuzhnini waren nicht nur die Strecken neu, der Schweizer Super-Mini-Champion von 2021, der seit Kurzem die Sportschule in Kriens (LU) besucht, musste sich auch zuerst an sein neues Arbeitsgerät gewöhnen. «Ich fahre dieses Jahr in Italien X30», sagt Kuzhnini. «Der Umstieg auf das OK-Kart war nicht leicht. Aber nachdem wir vor dem Rennen in Le Mans nochmals testen gegangen waren, lief es hinterher ganz gut.»
Während Bättig in der Endabrechnung leer ausging, punktete Kuzhnini beim Finale an der Sarthe mit zwei hart erkämpften achten Plätzen und belegte so den 17. Schlussrang. Gemessen an den Erfahrungen, die das Schweizer Duo hatte, haben beide einen sehr soliden Job gemacht. Beide würden sofort wieder teilnehmen. «Ich würde mich freuen, wenn ich die Schweiz auch 2023 bei der FIA Academy vertreten darf», sagt Kuzhnini stellvertretend. «Ich weiss jetzt, was auf mich zukommt und kann mich so noch besser vorbereiten.»
Der Titel der diesjährigen FIA Karting Academy Trophy ging an den Franzosen Arthur Dorison.