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Der Vertrag in der Höhe von jährlich EUR 1,8 Mio. (CHF 2,65 Mio.) hat eine Laufdauer von vier Jahren. Laut Medienmitteilung wird die Studsvik eine Expertenrolle im Rückbauprojekt übernehmen und die Belgonucleaire sowie die anderen Auftragnehmer beraten. Die Studsvik hat bereits Erfahrungen in Stilllegungen von Mox-Brennstofffabriken, da sie in den Jahren 2001-2005 am Rückbau der ehemaligen Uran- und MOX-Fertigungsanlage Hanau in Deutschland beteiligt gewesen ist.
Die Belgonucleaire hat 2008 die nötigen Bewilligungen zum Rückbau der Mox-Anlage erhalten und wird das Projekt in der zweiten Hälfte 2009 beginnen. Nach dessen Beendigung, die für 2013 vorgesehen ist, wird die Belgonucleaire ihre Tätigkeiten einstellen. Politische Entscheide hatten dazu geführt, dass sie 2005 beschloss, die seit 1973 in Betrieb stehende Anlage stillzulegen. Ab 1986 verwendete Dessel das von ihr entwickelte und heute am meisten verbreitete Verfahren Mimas (micronized master blend) für die Mox-Farbrikation. Dabei wird das Plutoniumoxidpulver mit Uranoxidpulver gemischt. Die Mischung mit einem Plutoniumanteil von typischerweise 7-8% (davon 4-5% spaltbar) wird wie bei der Uranbrennstoffherstellung zu Tabletten gepresst. Diese werden zu keramischem Material gesintert und in Brennstab-Hüllrohre abgefüllt. Die dicht verschlossenen Brennstäbe werden schliesslich zu Brennelementen gebündelt.
Quelle
M.A. nach Studsvik, Medienmitteilung, 4. März 2009, und Belgonucleaire, Jahresbericht 2005