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Laurenzenvorstadt Aarau
Renovation und Ausbau Wohnung Dachgeschoss
- Direktauftrag
- Auftraggeber: Privat
- Ausführung: 2010
- Baukosten: Fr. 450'000.-
Im März 1798 wurde Aarau zur Hauptstadt der Helvetischen Republik ernannt. Der Architekt Johann Osterrieth erhielt den Auftrag ein Regierungsviertel zu planen, das sich von der Laurenzenvorstadt bis zur Bahnhofstrasse erstreckt. Die Häuser an der Laurenzenvorstadt wurden als Beamtenwohnhäuser geplant und 1816 fertig gestellt.
Die Denkmalpflege vermerkte in ihren Akten, dass die Fassaden und das Dach erhalten verschafft sollten. Im Innern gelten die Kachelöfen, die Wandtäfer, die Holzböden, die Stuckdecken und die Wandschränke als erhaltenswert. Die Dachwohnung wurde 1939 bereits verändert und war mit keinen Auflagen versehen.
In einer Machbarkeitsstudie haben wir uns einen Überblick über den Zustand des Gebäudes gemacht. Diese Analyse war die Grundlage um den Renovationsbedarf zu definieren. Die Wohnung im Dachgeschoss, die Terrasse und die angrenzende Schleppgaube waren renovationsbedürftig. Das Dach war nicht isoliert und hatte kein Unterdach. Die Wohnungen in den Normalgeschossen wiesen einen kleineren Unterhaltsbedarf auf.
Der Fokus war im ersten Schritt auf das Dach gerichtet. Investitionen im Dach sind sinnvoll, weil sich damit auch energetische Verbesserungen ergeben. Die Bedachung und die Wärmedämmung wurden komplett erneuert. Dabei wurde auch die Tragstruktur angepasst und verstärkt.
Die Idee war mit der Sanierung des Daches auch die Dachwohnung auszubauen. Die Räume auf Seite Laurenzenvorstadt, mit altem Parkett und Wandschränken, wurden nicht verändert. Die Seite zum Jurabogen mit Küche, Bad und Wohnraum wurde komplett erneuert. Am Ende des Mittelkorridors wurde der neue Aufgang in den Estrich eingebaut. Die Treppe ist ein Holzkörper, der die zwei Geschosse verbindet. Im ehemaligen Estrich wurde ein Zimmer und ein zweites Bad eingebaut.