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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2020.00214 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Wantz Urteil vom 9. Dezember 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Dextra Rechtsschutz AG Y.___ Hohlstrasse 556, 8048 Zürich gegen Suva Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwältin Nadine Linda Suter Lischer Zemp & Partner, Rechtsanwälte und Notare Schwanenplatz 4, 6004 Luzern Sachverhalt: 1. Der 1974 geborene X.___ arbeitete seit dem 4. April 2018 als Betriebsmitarbe iter für die Z.___ AG und war damit bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 15. Okto ber 2018 in Lanzarote beim Schwimmen ein K nacken im Schultergelenk und danach heftige Schmerzen ver spürte ( Urk. 10/1). Nach der Erstbehandlung am 1 5. Oktober 2018 im Spital vor Ort ( Urk. 10/ 8 ) veranlasste d er am 22. Oktober 2018 in der Schweiz aufgesuchte Arz t Dr. med. A.___, Fach arzt Allgemein Innere Medizin, ein MRT der linken Schulter und diagnostizierte in seinem Arztzeugnis vom 3 1. Oktober 2018 eine Zerrung der Supraspinatus - und Subsca pularissehne sowie eine aktivierte AC-Gelenksarthrose (Urk. 10/7 ). Die Suva trat auf den Schaden ein und erbrachte die gesetzlichen Leistungen ( Urk. 10 / 13 ). Am 19. November 2018 wurde beim Versicherten im Kantonsspital B.___ eine offene ventrale Spondylodese C6/7 nach D e kompression durchgeführt (Operations bericht vom 1 9. November 2018, Urk. 10/38 -39 ). In der Zwischenzeit wurde das Arbeitsverhältnis auf den 31. Dezember 2018 beendet (U rk. 10/37). Mit Schreiben vom 1 3. Februar 2019 stellte die Suva die Versicherungsleistungen per 2 8. Feb ruar 2019 ein, da aufgrund der kreisärztlichen Beurteilung die bestehenden Beschwerden an der linken Schulter nicht mehr unfallbedingt seien ( Urk. 10/30). Am 2 9. April 2019 verlangte der Versicherte eine Neubeurteilung der Leistungs pflicht bzw. bei Festhalten an der Leistungsablehnung eine anfechtbare Verfü gung ( Urk. 10/57 ). In der Folge zog die Suva m it Schreiben vom 2 0. Juni 2019 die formlose Leistungseinstellung vom 1 3. Februar 2019 betreffend die Schulter beschwerden links nach erneuter versicherungsmedizinischer Beur teilung zurück und erbrachte weiterhin die Versicherungsleistungen ( Urk. 10/85). Nach kreisärztlicher Beurteilung vom 3 1. Juli 2019 ( Urk. 10 /103) stellte die Suva mit Schreiben vom 1 4. August 2019 schliesslich die Leistungen bezüglich der Beschwerden an der Halswirbelsäule (HWS) per 3 1. August 2019 ein mit der Begründung, die bestehenden Beschwerden seien nicht mehr unfallbe dingt ( Urk. 10/105). Mit Email vom 4. November 2019 reichte der Versicherte die aktuellsten medizinischen Berichte zu den Akten und verlangte eine Neubeurtei lung der Leistungspflicht bzw. bei Festhalten an der Leistungsablehnung e ine anfechtbare Verfügung (Urk. 10/124-126). Mit Verfügung vom 1 5. Januar 2020 bestätigte die Suva ihre Leistungseinstellung bezüglich der Beschwerden an der Halswirbelsäule. Gleichzeitig stellte sie auch die Leistungen bezüglich der Beschwerden an der linken Schulter per 3 1. Januar 2020 ein ( Urk. 10/132). Dagegen erhob der Versicherte am 1 3. Februar und ergänzend am 1 4. April 2020 Einsprache (Urk. 10/140 und Urk. 10/145 - 146). Im Rahmen des Einsprache ver f ah r ens reichte der Versicherte weitere medizinische Berichte zu den Akten ( Urk. 10/ 150-158). Mit Einspracheentscheid vom 1 7. August 2020 wies die Suva die dagegen erhobene Einsprache ab (Urk. 2). 2. Am 1 7. September 20 20 erhob X.___ Beschwerde und beantragte, es sei en ihm unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheent scheid s vom 17. August 2020 die gesetzlichen Leistungen auszurichten, eventualiter sei die Sache zur Vornahme von weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, subeventualiter sei ein Gerichtsgutachten zu veran lassen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um einen zweiten Schriftenwechsel ( Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 9. November 2020 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 9). Mit Verfügung vom 8. Dezember 2020 wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt und auf die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels verzichtet ( Urk. 11 ). Mit Eingabe vom 2 3. Dezember 2020 und vom 2 9. Januar 2021 reichte der Beschwerdeführer weitere medizinische Berichte zu den Akten ( Urk. 12-17). Mit Eingabe vom 22. Februar 2021 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren Anträ gen fest ( Urk. 18), was dem Beschwerdeführer am 1 1. März 2021 mitgeteilt wurde ( Urk. 19). 3. Auf die Vorbringen der Parteien sowie die aufgelegten Akten wird, soweit erfor derlich, in den Erwägungen Bezug genommen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 aufgeführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Dazu zählen insbesondere Muskelzerrun gen ( lit. e ) und Sehnenrisse ( lit. f). Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krank hafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegrün dende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglich keit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweis last anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal zusammenhang gegeben ist nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallver sicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rück fällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2 mit Hinweisen). Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen). 1.4 Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (Urteil des Bundesgerichts 8C_75/2016 vom 18. April 2016 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109 E. 2.1). 1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 1.6 Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Ver siche rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun gen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit, dass keine unfallbe dingten, organisch hinreichend nachweisbaren Beschwerden bestünden. Die kreisärztliche Beurteilung von C.___, Facharzt Chirurgie, vom 3 1. Juli 2019 erweise sich vor dem Hintergrund der aktenkundigen ärzt lichen Berichte samt bildgebenden Befunden als gut nachvollziehbar und schlüssig. Es lägen eine Vielzahl medizinischer Berichte und Befunde im Recht, womit der rechtserhebliche Sachverhalt interdisziplinär abgeklärt worden sei. Dabei widerspreche kein medizinischer Bericht der kreisärztlichen Beurteilung. Nichts anderes gehe namentlich auch aus dem vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1 4. April 2020 eingereichten Bericht von Prof. Dr. med. D.___ vom 27. März 2020 hervor. Verhärtungen, Verspannungen und Tonuserhö hungen der Muskulatur, Einschränkungen der HWS- Beweglichkeit, sonstige Bewegungseinschränkungen und Druckdolenzen stellten kein organisch ausge wiesenes Substrat der Beschwerden dar. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen könne erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt worden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt seien. Hinsichtlich des von Dr. med. E.___ und Dr. med. F.___ diagnostizierten Reiz- und sensiblen Ausfallsyndroms sowie des motorischen Ausfallsyndroms C7 sei festzuhalten, dass ein Syndrom nicht einen bestimmten Befund kennzeichne, sondern lediglich in beschreibender Weise ein Beschwerdebild charakterisiere, ohne e ine Aussage über die dahinterstehenden Befunde zu machen. Ein organisch nachweisbares Korrelat s ei damit jedenfalls nicht ausg e wiesen. Di e vom Beschwerdeführer geschilderten L eiden (Schmerzaus strahlung, Taubheitsgefühl, Kribbelparästhesien) könnten keinem unfallrelevan ten organischen Korrelat zugeordnet werden. Darüber hinaus sei das zur Diskussion stehende Ereignis aufgrund d es Hergangs als leichter Unfall einzu stufen. Damit sei d er adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und den nicht objektivierbaren Unfallfolgen zu verneinen und es entfalle damit eine Leistungspflicht der Suva für die se Beschwerden ( Urk. 2 S. 9 ff.). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, sämtliche Fachberichte wie der Operatio nsbericht vom 1 9. November 2018 sowie die fach ärztlichen Berichte vom 3. April 2019 und vom 1 6. August 2019 gingen von einer traumatischen Verletzung der HWS aus. E r leide noch immer an exzessiven Schmerzen im Schulterbereich. Gemäss aktuellem Bericht vom 1 1. Mai 2020 liessen sich die starken Beschwerden mit der diagnos tizierten Sehnenrup tur erklären. Diese ergebe sich aus der Bildgebung vom 8. Mai 2020, die als trans murale Ruptur bisher nicht diagnostiziert worden sei, was an der bisher vorliegenden schlechten B i l d gebung oder falschen Auswertung liegen könne. Hinzu kämen die zervikalen Ausfälle, welche noch immer im Zusammenhang mit der HWS- Verletzung stünden. Der für die Beschwerdegegnerin stellungnehmende Arzt habe den Zusammenhang beider Verletzungen verk a nnt. Die Diskushernie werde als nicht unfallkausal von d er Prüfung ausgeschlossen. Dem hierzu stellungnehmenden Arzt werde die Befähigung zu einer solchen Stellungnahme ab g esprochen. Er sei weder Radiologe noch Neurochirurg. Es sei daher bei der Unfallkausalität auf die fachärztliche Einschätzung des operierenden Neuro chirurgen vom 1 9. November 2018 abzustellen. Dieser beurteile gemäss dem beiliegenden Bericht eine posttraumatische Verletzung. Die verfügte Leistungs ein stellung sei damit ohne hinreichende Abklärung des medizinischen Sach erhalts bzw. in Verkennung der medizinischen Zusammenhänge ergangen. Sodann sei der aktuelle Krankheitsverlauf vom stellungnehmenden Ver si che rungs medizin er bei seiner Beurteilung völlig ausser Acht gelassen worden. Ferner seien im Ein s pracheentsch e id medizinische Einschätzungen zitiert worden, die nicht mehr dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zum « failed ba ck surgery »- Syndr om entsprächen ( Urk. 1 S. 4). 3. 3.1 Der am 2 9. Mai 2019 eingegangenen Übersetzung des Berichts vom 1 5. Oktober 2018 des Gesundheitsdienstes der Kanaren lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer beim Schwimmen einen starken Schmerz im Bereich der linken Schulter und des Halses verspürt habe. Es zeige sich eine s tarke Verkrampfung des M. supraspinatus und ein Druckschmerz im Bereich der linken Rotatorenman schette. Es liege eine Verminderung des scapulo-humeralen Gelenkspalts mit Vergrösserung des akromioklavikulären Gelenkspalts vor, dies stehe möglicher weise im Zusammenhang mit einer Ruptur des Ligamentum coracoacromiale und/oder der Sehne der Rotatorenmanschette. Anzeichen einer Fraktur oder Luxation seien nicht erkennbar (Urk. 10/75). 3. 2 Am 2 4. Oktober 2018 erfolgte ein MRT der Schulter links in der Radiologie G.___ in B.___. Die Befunde wurden als Zerrung der Supraspinatus - und Subs c apularissehne, nach einer AC - Resektion (Februar 2015) mit degenerativen Veränderung des AC-Gelenks und wenig Knochenmarksödem Klavikula - seitig im Sinne einer Aktivierung, beurteilt. Eine Rotatorenmanschettenruptur kon nte ausgeschlossen werden (Urk. 10/7 S. 3-4 ). I m UVG-Arztzeugnis vom 3 1. Oktober 2018 stellte der in der Schweiz am 22. Oktober 2018 erstbehandelnde Arzt und zugleich Hausarzt des Beschwerde führers Dr. med. A.___, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, die Diagnose einer Zerrung der Supraspinatus - und Subscapularissehne sowie eine r aktivierte n AC-Gelenksarthrose. Beim Schwimmen habe der Beschwerdeführer plötzlich heftige Schmerzen im linken Schultergelenk verspürt. Die Beweglichkeit sei in allen Ebenen stark durch Schmerzen eingeschränkt. Es bestehe eine Druck dolenz im AC-Gelenk und Supraspinatus sowie eine Taubheit Dig. 2 und medial 3 an der rechten Hand (richtig: linke n Hand ). Er verordnete dem Beschwerdefüh rer eine konservative Behandlung mit Physiotherapie sowie Schmerzmittel und attestierte ihm ab dem 2 2. Oktober 2018 eine volle Arbeitsunfähigkeit (Urk. 10/7 S. 2 ). 3.3 Im Bericht vom 8. November 2018 des Kantonsspitals B.___ stellten die Ärzte den Verdacht auf ein radikuläres Reizsyndrom C7 links. Der Beschwerdeführer sei von Dr. A.___ für ein orthopädisches Konzil zugewiesen worden. Er habe sich am 1 5. Oktober 2018 beim Tauchen an einem Stein festgehalten, um den Körper vorwärts zu ziehen. Dabei sei es zu einem Z iehen in d e r linken Schulter gekommen. Nach zwei Stunden habe er heftige Schmerzen ver sp ü r t, sodass er in Lanzarote ins Spital gegangen sei. E r habe seit dem Unfall eine Sensibil i t äts minderung in Dig 2 und 3 der linken Hand ( Urk. 10/ 101 S. 2-3 ). Die gleichtags veranlasste MRT der HWS im Ärztezentrum H.___ ergab als bildgebende Befunde eine mediane bis foraminale dorsale Diskusprotrusion im Segment HWK 6/7 mit deutlicher recessaler bis foraminaler Kompression der Nervenwur z el C7 links, be i ansonsten leichte r Facettengelenksarthrose (Urk. 10/98). Am 1 9. November 2018 fand eine offene ventrale Spondylodese C6/7 nach Dekompression im Kantonsspital B.___ mit orotracheal er Nachbeatmung statt ( Urk. 10/38). Es zeig t e sich ein intra- und perioperativ problemloser Verlauf. Die postoperative Röntgenkontrolle ergab eine regelrechte Stellung des Spondylode se materials und e s zeig t e sich gemäss Austrittsbericht vom 2 3. November 2018 (Urk. 10/40) kein neues neurologisches Defizit postoperativ. Die Behandlung der Diskushernie C6/7 links wurde von der Beschwerdegegnerin übernommen (vgl. Urk. 10/60). 3. 4 Zu den Schulterbeschwerden befragt, stellte Kreisarzt Dr. med. I.___, Facharzt Physikalische Medizin und Rehabi litation, vorerst den Geschehensablauf als Unfall in Frage ( Urk. 10/26) und hielt Kreisarzt C.___ i n seiner Beurteilung vom 1 2. Februar 2019 fest, bei der Verletzung handle es sich um eine Listen diagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. e UVG, wobei die vorliegende Listendiagnose vorwiegend und mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei. Es handle sich um eine nicht richtungsgebende Verschlimmerung. Muskelzerrungen seien im Schulterbereich nach drei Monaten ausgeheilt, dann spiele das Ereignis im weiteren Verlauf keine Rolle mehr. Im vorliegenden Fall werde der Status quo sine spätestens Ende Februar 2019 erreich t (U r k. 10/29). 3. 5 Dr. J.___, Leitende r Arzt der Wirbelsäulenchirurgie des Kantonspitals B.___, erhob in seinem Bericht vom 2 6. Februar 2019 folgende Diagnosen: - St. n. ventraler Diskektomie und Fusion C6/7 bei traumatischer Diskusher nie C6/7 links am 19.11.2018 - präoperativ leichte Parese C7 in der Untersuchung vom 12.11.2018 - persistierende ausgeprägte Hypästhesie Dermatom C7 links ( Dig ll / lll ) - St. n. Tauchunfall am 15.10.2018 (Lanzarote) - Hiatushernie - V.a. obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Der Beschwerdeführer sei im Oktober 2018 beim Tauchen verunfallt und habe sich dabei die Diskushernie zugezogen. Er ( Dr. J.___ ) habe den Beschwer deführer v ier Wochen später gesehen bei refraktären Schmerzen und der nachge wiesenen Pathologie im MRT. Der Beschwerdeführer habe eine ausgeprägte Hypästhesie aufgewiesen, welche auch jetzt noch im linken Arm persistiere und bis in die Finger 2/3 ziehe. Die Parese habe sich zurückgebildet. Vom Schmerzsyndro m her habe er einen « Chida -Punkt », e i n Hauptpr ob lem seien jedoch vor allem die Dysästhesien. Die Leistungseinstellung der Beschwerdegeg nerin per 2 8. Februar 2019 sei ihm unverständlich. Der Beschwerdeführer sei vor dem Unfall vollkommen beschwerdefrei gewesen und warum er nach dem 1. März 2019 über die jetzigen schweren Dysästhesien klagen sollte, wenn der Unfall nicht geschehen wäre, sei nicht nachvollziehbar. Es sei ein Schaden eingetreten, der nach vier Monaten noch nicht geheilt sei. Der natürliche Heilungsverlauf nach dieser Verletzung bzw. die Rekonvaleszenz nach der Operation sei nach drei Monaten noch nicht abgeschlossen. Es werde hinsichtlich des Entscheids der Suva eine Neubeurteilung empfohlen. Die Rekonvaleszenz nach einer Neurokontusion betrage neun bis zwölf Monate (U r k. 10 / 58). Dr. J.___ ergänzte im B ericht vom 1 1. März 2019, i m MRT vom 2 8. Februar 2019 (richtig: 2 7. Februar 2019) zeige sich keine Neurokompression mehr, auch keine S pinalstenose. Die Diskushernie sei komplett entfernt worden. Es bestehe auch keine deutliche neuroforaminale Enge oder Nervenwurzelkompression in diesem Segment. Es müsse jedoch die Neuro-Regeneration abgewartet werden. Diese dauere neun bis zwölf Monate nach Schadenereignis und sei im Oktober 2019 als abgeschlossen anzusehen. Ab dann sei von keiner wesentlichen Besse rung oder Verschlechterung seitens des Unfalls auszugehen. Ein vorzeitiger Abschluss s ei nicht gerechtfertigt (Urk. 10/46). 3. 6 Am 1 8. März 2019 erfolgte ein MRT der Schulter links im Ärztezentrum H.___ in K.___. Die Befunde wurden als Status nach alter Partialruptur der Subscapularissehne bei durchgehend intakter Infraspinatus - und Supraspinatus sehne sowie mit Hinweise n auf eine diskrete superior-anteriore Labrumsläsion bei Status nach AC-Gelenksresektion ohne Ödem oder Flüssigkeit subakromial in diesem Bereich bewertet ( Urk. 10/67). 3. 7 Dr. A.___ führte in seinem Bericht vom 3. April 2019 folgende Diagnosen auf: Tauchunfall vom 15.10.2018: - Zervikal: Traumatische Diskushernie C6/7 links - OP vom 19.11.2018: Offene ventrale Spondylodese C 6/7 - N ach Dekompression: linkes Schultergelenk - Zerrung der Supraspinatus - und Subscapularissehne - Vd. a. SLAP-Läsion - St. n. arthroskopischer Gelenkkörperentfernung, subacromia l er Bursek tomie, AC-Gelenksresektion und mini open Bizepstenodese 2/2015 Der Beschwerdeführer habe beim Tauchen im offenen Meer mit deutlichem Wellengang beim Festhalten an einem Felsen unter Wasser und dem Ausüben einer ungewollten Abwehrbewegung mit Verdrehen von Kopf und Armmuskeln eine Traumatisierung von Halswirbelsäule und linkem Schultergelenk erlitten. Der vorher beschwerdefreie, körperlich streng arbeitende und im metallverarbei tenden Betrieb angestellte Beschwerdeführer habe starke Nackenschmerzen mit Ausstrahlen in den Hinterkopf und die linke Schulter beschrieben. Die Schulter schmerzen mit Ausstrahlen in den Oberarm seien nach seinen Angaben zunächst in Ruhe und bei Bewegung, später nur bei Bewegung und Ausüben von Kraft, aufgetreten. Die Beweglichkeit HWS sei anfangs deutlich eingeschränkt gewesen. Seit der Operation habe sich dies gebessert. Es persistierten noch Schmerzaus strahlungen, Kribbelparästhesien und Taubheitsgefühle im linken Arm bis in die Hand. Die Kausalität der Beschwerden (Anamnese, klinische Untersuchung) und Befunde (Röntgen, MRT) sei mit dem Ereignis vom 15. Oktober 2018 gegeben und plausibel. Die Operation an der HWS sei absolut indiziert gewesen. Diese habe ernsthafte Komplikationen ve rhindert und die Situation verbessert. Die Regene ration der Nerven sei nach einem solchen Eingriff noch lange nicht ab g eschlossen. Die Situation am linken Schultergelenk sei durch die Operation verstärkt worden. Auch hier sei das Regenerationspotential nicht ausgeschöpft, vor allem, da der Beschwerdeführer eine körperlich belastende Tätigkeit ausübe (Urk. 10/51). 3. 8 Zur Frage nach der Unfallkausalität des operierten Schadens an der HWS befragt ( Urk. 10/ 82 ) hielt Kreisarzt C.___ nach ergänzter Vorlage der Akten (vgl. Urk. 10/84) am 3 1. Juli 2019 fest, im MRT-Befund der HWS vom 8. u nd 2 1. November 2018 hätten keine Unfallfolgen nachgewiesen werden können. Der Beschwerdeführer sei bereits am 1 5. Oktober 2018 beim Arzt erschienen, jedoch sei en weder eine HWS-Blockade noch sensomotorische Defizite, sondern nur Schulterschmerzen dokumentiert worden. Taubheits gefühle seien erstmals von Dr. A.___ bei der Erstbehandlung vom 2 2. Oktober 2018 festgehalten worden. Es weise nichts auf ein akutes H alswirbelsäulen (HWS) -Tr auma in der ersten Woche, geschweige de n n innerhalb der ersten 72 Stunden, nach Unfallereignis hin. Sodann habe sich der Beschwerdeführer bei Dr. A.___ wegen Schulter sch m e rzen vorgestellt, was auch erkläre, weshalb initial kein MRT der H WS durchgeführt worden sei, sondern erst knapp vier Wochen nach dem Unfaller eignis. Im MRT der HWS vom 8. November 2018 finde sich kein Hinweis auf unfallbe dingte Kraft ein wirkung. Es fänden sich auch weder Zeichen einer statt gefunden en direkten Krafteinwirkung noch einer B one bruise in der HWS, insbesondere nicht zwischen den Segmenten HW S 6 und 7. Des Weiteren fänden sich keine Frakturen, keine Hämatome, keine Bandläsionen an der Wirbelsäule. Das Myelon sei ohne umschriebene Läsionen. Auch intraoperativ habe kein Hinweis auf eine Krafteinwirkung von aussen festgestellt werden können. Zudem seien keine Unfallfolgen, wie Hämatome oder Frakturen erwähnt worden (OP-Bericht vom 1 9. November 2018). Die Beurteilung von Dr. A.___ vom 3. April 2019 möge an seiner Beurteilung nichts zu ändern, da keine neuen medizinischen Erkenntnisse vorlägen, sondern nur eine post-hoc-ergo- propter -hoc - Argumenta tion. Bei dem Ereignis vom 1 5. Oktober 2018 habe es sich überwiegend wahrscheinlich um eine HWS-Distorsion gehandelt. Solche HWS-Distorsionen bei Vorzuständen seien nach allgemeiner Lehrauffassung mit überwiegender Wahr scheinlichkeit sechs Monate nach Unfall als abgeheilt zu betrachten. Der Sta t us quo sine sei dann überwiegend wahrscheinlich erreicht, im vorliegenden Fall anfangs Mai 2019 (Urk. 10/103). 3. 9 Im Bericht vom 9. September 2019 erhoben die von den Schulterchirurgen konsiliarisch beigezogenen Neurologen der Klinik L.___ die Diagnose eines r adikuläre n Reiz und sensomotorische n Ausfallsyndrom s C7 bei St. n. trauma tischer Diskusprotrusion C6/7 im Rahmen einer HWS-Distorsion 10/201 8. Der Beschwerdeführer berichte, im Oktober beim Schnorcheln im spanischen Meer von einer Welle erfasst worden zu sein; er habe sich mit der linken Hand an einem Felsvorsprung festgehalten, durch die Wucht der Well e sei aber der Ober körper nach hinten gerissen word en und der Kopf nach rechts verd reht. Anamnestisch bestünden seit dem Unfall im Oktober 2018 in den linken Arm ausstrahlende Nackenschmerzen mit begleitendem Taubheitsgefühl Dig II und III links. In der klinisch-neurologischen Untersuchung lasse sich eine Hypästhesie im Dermatom C7 objektivieren, motorisch fänden sich keine Auffälligkeiten. Das Provokationsmanöver für die HWS falle negativ aus ( Spurling -Zeichen). Elektro physiologisch fänden sich in der Kennmuskulatur C7 links Zeichen einer akuten und chronischen Denervation bei unauffälligen Nadelmyographien aus der Kenn muskulatur C6 und C5 links. Bei Taubheitsgefühl Dig II und III links erfolgte zum Ausschluss eines Karpaltunnelsyndroms eine Medianus - und Ulnaris -Neuro graphie links, welche beide normwertige ausgefallen seien. Die genannten Schulterschmerzen wären differentialdiagnostisch im Rahmen einer Beteiligung der pektoralis -Muskulatur im Rahmen der Traktionsschädigung der Nervenwurzel C7 erklärbar. In therapeutischer Hinsicht empfahlen sie eine Dosissteigerung von Lyrica zur Nacht und Fortführung der Physiotherapie zur Stärkung und Detoni sierung der paravertebralen Muskulatur. Weitere Verlaufskontrollen seien nicht vorgesehen ( Urk. 10/120). 3.1 0 In der Beurteilung vom 2 3. Dezember 2019 hielt Kreisarzt C.___ fest, die linke Schulter sei bei Status nach AC -Gelenksr esektion mit degenerativen Veränderung des AC-Gelenks bereits mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor dem Unfall beeinträchtigt gewesen. Das Unfallereignis vom 1 5. Oktober 2018 habe im Sinn einer Zerrung ( MRT vom 2 4. Oktober 2018 ) zu einer vorübergehenden Verschlim merung geführt. Es handle sich an der Schulter somit um eine Kontusion bei Vorzustand. Solche Kontusionen sei e n nach allgemeiner Lehrauffassung nach zwölf Wochen ab ge heilt, im vorliegenden Fall spätestens per Ende Januar 201 9. Sodann halte er an seiner Beurteilung vom Juli 2019 fest, die Ausführun gen von Dr. A.___ in seinem Bericht vom 8. Juni 2020 ergäben keine neuen medizinischen Erkenntnisse ( Urk. 10/130). 3.1 1 Prof. Dr. med. D.___ der Wirbelsäul enchirurgie des Zentrums M.___ nannte in seinem Bericht vom 2 7. März 2020 folgende Diagnosen: - Persistierendes Schulter-Arm-Syndrom bds. linksbetont mit/bei : - HWS-/Schulterdistorsion nach Tauchunfall am 15.10.2018 - St. n. Spondylodese C6/7 bei Diskushernie C6/7 links am 19.11.2018 - St. n. Schulterarthroskopie links mit Gelenkkörperentfernung subacro mial und Bursektomie und AC-Gelenksresektion sowie subpectorale LBS- Tenodese 02/2020 (richtig: 02/2015) - St. n. AC-Gelenksinfiltrati o n am 27.6.2019 (ohne Ansprechen) In der umfangreichen Abklärung könne eine persistierende Radikulopathie als Ursache der ausstrahlenden Armschmerzen weitgehend ausgeschlossen werden. Ebenso habe ausgeschlossen werden können, dass eine zusätzliche Verletzung des Segments C7/Th1 vorliege, obwohl sich hier leichte degenerative Veränderungen gezeigt hätten. Insofern könne hieraus keine Unfallkausalität abgeleitet werden. Der vermehrte Knochenumbau im Bereich des eingebrachten Peek-Cages sei auffallend. Bei fehlenden Loc k erungszeichen der Schraube könne eine Pseudarth rose nur theoretisch erwogen werden. Im Vordergrund scheine allerdings noch eine schulterchirurgische Abklärung zustehen (Urk. 10/146). 3. 1 2 Über diese berichtete Dr. med. univ. N.___, Facharzt für Orthopä dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am 1 1. Mai 2020 und erhob gestützt auf die Arthrograpie Schulter links vom 8. Mai 2020 folgende Diagnosen: - Gelenksseitiger Riss der Supraspinatussehne im ventralen Drittel links - Leichte Degeneration glenohumeral links - Persistierendes Schulter Arm-Syndrom bds. linksbetont mit/bei - HWS Schulter Distorsion nach Tauchunfall am 15.10.2018: aktuell V.a. Tendinopathie, Partialruptur Subscapularissehne links, AC-Gelenks Arthrose links, subakromiales Impingement - St. n. Schulterarthroskopie links mit Gelenkkörperentfernung subacro mial und Bursektomie und AC-Gelenksresektion sowie subpectorale LBS- Tenodese 02/2020 (richtig: 2015) - St. n. AC-Gelenksinfiltration am 27.6 2019 (ohne Ansprechen) - St. n. Spondylodese C6/7 bei Diskushernie C6/7 links am 19.11.2018 Die Schmerzen im Bereich des Schultergelenkes links mit Ausstrahlung bis zum Deltoid-Muskelansatz seien mit der neuen Bildgebung eindeutig erklärbar (Urk. 10/151). 4. 4.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungsleistun gen zu Recht hinsichtlich der Beschwerden an der HWS per 3 1. August 2019 und hinsichtlich der linken Schulter per 3 1. Januar 2020 eingestellt hat, mithin, ob die vom Beschwerdeführer nach wie vor geklagten Beschwerden noch in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 1 5. Oktober 2018 stehen. 4.2 Vorab ist festzuhalten, dass die Schilderungen des Ereignisses vom 1 5. Oktober 2018 in der Schadensmeldung ( Urk. 10/1) sowie den initialen medizinischen Berichten (E. 3.1, E. 3.2 und E. 3.3.) daran zweifeln lassen, ob ein Unfall im Rechtssinne (E. 1.1) vorliegt. Hierüber liegen keine zeitnahen Erhebungen durch die Beschwerdegegnerin vor. Mittlerweile schildert der Beschwerdeführer den Vorgang wie im Bericht der Klinik L.___ vom 9. September 2019 ausgeführt (E. 3.9). D ie fast ein Jahr später diagnostizierte HWS-Distorsion scheint daher auch nicht schlüssig. Festzuhalten bleibt, dass gegenüber dem erstbehandelnden Arzt (E. 3.1) zwei Stunden nach dem Ereignis und gegenüber dem in der Schweiz erstmals aufgesuchten Arzt (E. 3.2) über Schulterschmerzen geklagt wurde. Angesichts der von der Beschwerdegegnerin anerkannten Listenverletzung hinsichtlich der Schulterverletzung links sowie der Übernahme der Heilb ehand lung hinsichtlich der HWS -Beschwerden bis 3 1. August 2019 kann - wie die nachfolgenden E rwägungen aufzeigen - die Einordnung des Geschehens offen gelassen werden. Hinsichtlich der Beschwerden an der HWS ist anzufügen, dass es vorliegend einzig um die Kausalitätsbeurteilung der Diskushernie C6/7 an der HWS zum Unfallereignis vom 15. Oktober 2018 geht und nicht um diejenige einer durch den Unfall ausgelösten möglichen HSW-Distorsion im Sinne eines Schleudertraumas, da der Beschwerdeführer nie über ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild berichtete und insbesondere keine entsprechende ärzt liche Diagnose vorliegt (BGE 117 V 359 E. 4b). 4. 3 4.3.1 Der angefochtene Entscheid basiert massgeblich auf der Beurteilung von Kreisarzt C.___ vom 3 1. Juli 2019 ( E. 3. 8 ), der entgegen der Ansicht des Beschwerdefüh rer s aufgrund seiner Funktion und beruflichen Stellung bei der Suva als Facharzt im Bereich der Unfallmedizin anzusehen ist und unabhängig von seinem ursprünglich erworbenen Facharzttitel über besonders ausgeprägte traumatolo gische Kenntnisse und Erfahrungen für die Beurteilung des streitigen Leidens verfügt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_510/2007 vom 3. Oktober 2008 E. 7.5.4, Urteil des Bundesgerichts 8C_316/20 19 vom 2 4. Oktober 2019 E. 5.4). Er berücksichtigte sämtliche medizinische Vorakten einschliesslich Bilder und setzte sich dabei ausführlich mit den radiologisch erhobenen Befunden und den bio mechanischen Zusammenhängen auseinander. In seiner Beurteilung hielt Kreisarzt C.___ fest, eine unfallkausale Ursache der Diskushernie C6/7 sei nicht zu befürworten, da nichts auf ein akutes HWS-Trauma in der ersten Woche bzw. innerhalb der ersten 72 Stunden nach Unfallereignis hindeute und insbesondere in den ersten Wochen nach dem Unfallereignis am 15. Oktober 2018 die Beschwerden an der linken Schulter im Vordergrund gestanden hätten. Zudem zeigten sich weder im MR T der HWS vom 8. November 2018 noch intraoperativ Hinweise auf unfallbedingte Kraftwirkung en. Demnach schloss er, dass es sich beim Unfallereignis vom 15. Oktober 2018 überwiegend wahrscheinlich um eine HWS-Distorsion handle. Solche HWS-Distorsionen seien bei Vorzuständen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sechs Monat nach Unfall als abgeheilt zu betrachten. D ann spiele das Unfallereignis im weiteren Beschwerdebild keine Rolle mehr, im vorliegen den Fall spätestens anfangs Mai 201 9. An der Zuver lässigkeit und Schlüssigkeit dieser versicherungsinternen ärztlichen Stellung nahme vermögen weder der Bericht von Dr. J.___ vom 26. Februar 2019 (E. 3. 5 ) noch die teilweise in Widerspruch zu seinen Erstbefunden stehenden Berichte von Dr. A.___ vom 3. April 2019 (E. 3. 7 ) oder vom 8. Juni 2020 ( Urk. 3/7 ) keine auch nur geringe Zweifel zu wecken. So lag diesen Ärzten i m Unterschied zu Kreisarzt C.___ die Unfalldokumentation sowie die umfassenden Akten nicht vor. Ferner erschöpft sich ihre Argumentation, wonach die Diskushernie C6/7 auf den Unfall vom 15. Oktober 2018 zurückzuführen s ei, in der Figur « post hoc ergo propter hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist. Dies ist jedoch beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Nachweis der Un fallkausalität nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/ bb, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1), sofern das Unfall geschehen – wie hier- keine strukturellen Läsionen an der Wirbelsäule und keine Wirbelkörperfrakturen verursacht hat. Ä rztliche Auskünfte, die allein auf dieser Argumentation beruhen, sind beweisrechtlich nicht zu verwerten (Urteil des Bundesgerichts 8C_241/2020 vom 29. Mai 2020 E. 3). Schliesslich legt Dr. J.___ in keiner Weise dar, aus welchen Gründen, insbesondere unter Darlegung des möglichen biomechanischen Ablaufs und in Korrelation mit den unmittelbar daraufhin geklagten Schmerzen, er von der sicheren Kenntnis auszugehen scheint, dass der Vorfall vom 1 5. Oktober 2018 eine Diskushernie verursacht haben soll (vgl. E. 3.5). 4. 3.2 Die Einschätzung von Kreisarzt C.___ steht insbesondere auch im Einklang mit der höchstrichterlich anerkannten medizinischen Erfahrungstatsache, wonach im Bereich des Unfallversicherungsrechts praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskusher nie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten. So muss eine entsprechende richtungsgebende Verschlimmerung insbesondere auch röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben. Ist die Diskushernie, wie vorliegend, bei stummen degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, liegt eine vorübergehende Verschlimmerung vor. Dies falls hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann in solchen Fällen das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden. Im Allgemeinen ist bei einer Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule die vorübergehende Verschlimmerung nach sechs bis neun Monaten und bei Vorliegen eines erheblich degenerativen Vorzustandes spätestens nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_ 765/2020 vom 4. April 20 21 E. 2.3). Solange der Status quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat die versicherte Person auch Anspruch auf eine - operative Eingriffe mit einschlies sende - zweckmässige Behandlung (Urteile 8C_412/2008 des Bundesgerichts vom 3. November 2008 E. 5.1.2). 4.3. 3 Vorliegend war der Unfall nicht von besonderer Schwere (vgl. Urk. 10/ 1 und 10/8 ). Begleitverletzungen (Wirbelbrüche, Verletzung von Bandstrukturen), welche auf eine schwere Einwirkung hindeuten würden, liegen nicht vor. Auch fehlt ein unverzügliches Auftreten der Diskushernien-Symptome. Der Beschwer deführer klagte nach dem Unfall am 1 5. Oktober 2018 sowohl im Spital auf Lanzarote (E. 3.1), als auch in der Behandlung bei Dr. A.___ vom 22. Oktober 2018 über starke persistierende Schmerzen in der linken Schulter, Bewegungs einschränkungen oder Schmerzen in der HWS hat Dr. A.___ nicht berichtet (E. 3.2). Daraufhin veranlasste Dr. A.___ ein MRT der linken Schulter, welches eine Zerrung der Supraspinatus - und Subsacpularissehne zeigte (E. 3. 2. Ferner überwies er den Beschwerdeführer a ufgrund der in seiner Sprechstunde erstmals erwähnten Sensibilitätsminderung in Dig 2 und 3 der rechten (richtig: linken Hand ) an ein orthopädisches Konzil im Kantonsspital B.___. Dort klagte der Beschwerdeführer anfänglich noch immer nicht über persistierende Nacken schmerzen. Es wurde jedoch aufgrund der durch die Extension der HWS ausgelösten Schmerzen in der linken Schulter gleichentags ein MRT der HWS veranlasst ( Urk. 10/101 S. 2 ). Das MRT vom 8. November 2021 zeigte schliesslich eine grosse mediolaterale Diskushernie C 6/7 ( E. 3.4 ). Nach dem Gesagten kann davon ausgegangen werden, dass das Unfallereignis vom 1 5. Oktober 2018 zu einer vorübergehenden unfallkausalen Verschlimmerung eines stummen Vorzu standes geführt hat. Ein bildgebende r Nachweis einer traumatischen Diskusher nie, wie von der höchstrichterlichen Rechtsprechung gefordert, liegt nicht vor. Dies wird durch den Bericht von Dr. D.___ (E. 3.11) untermauert, der darüber hinaus eine persistierende Radikulopathie oder eine zusätzliche Verletzung des Segmentes C7/Th1 als Ursache der ausstrahlenden Armschmerzen ausschloss. Somit ist der status quo sine nach Ablauf von sechs Monaten nach Unfall erreicht. Daran vermag auch der beigelegte Artikel nichts zu ändern, da sich dieser nicht mit Kausalitätsfragen der traumatischen zervikalen Diskushernie befasst. 4. 3.4 Demnach ist nicht zu bestanden, dass die Beschwerdegegnerin die Leistungen rund zehn Monate nach dem Ereignis per 3 1. August 2019 eingestellt hat. Somit besteht mangels eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den noch geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 1 5. Oktober 2018 keine über den Fallabschluss hinausgehende Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin. 4. 4 4. 4.1 Bezüglich der Beschwerden an der linken Schulter legte Kreisarzt C.___ s owohl in seiner Beurteilung vom 1 2. Februar 2019 (E. 3. 4 ) als auch in der Beurteilung vom 2 3. Februar 2019 (E. 3.1 0 ) überzeugend d ar, dass die linke Schulter bei Status nach AC -Gelenksr esektion mit degenerativen Veränderung des AC-Gelenks mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor dem Unfall beeinträchtigt war. Mit Verweis auf das MRT vom 2 4. Oktober 2018 schloss er, d as s das Unfallereignis vom 15. Oktober 2 018 im Sinn einer Zerrung zu einer vorübergehenden Verschlimmerung führte und sich der Beschwerdeführer eine Kontusion der Schulter zuzog. Solche Kontusionen sei e n nach allgemeiner Lehrauffassung nach zwölf Wochen ab ge heilt, im vorliegenden Fall spätestens per Ende Januar 201 9. Diese medizinische Einschätzung stimm t mit der Beurteilung der Radiolo gie G.___ vom 2 4. Oktober 2018 (E. 3. 2 ) überein, in welcher die Supraspi natus - und Sub s capu l arissehne bei intakter Infraspinatussehne, degenerativer Veränderung des AC-Gelenks s owie wenig Knochenmarksödem Klav ikula als signalalteriert beschrieben wurden, jedoch keine Rotatorenmanschettenruptur und kein Riss des Labrums ausgemacht werden konnte ( Urk. 10/7/3 ). Auch Dr. A.___ erhob daraufhin im Arztzeugnis vom 31. Oktober 201 8 die Diagno se n einer Zerrung der Supraspinatus - und Subscapularissehne sowie einer aktivierten AC-Gelenksarthrose (E. 3.2). Ferner steht ebenfalls die am 18. März 2019 erfolgte Beurteilung des Ärztezentrums H.___ keinesfalls in eklatan tem Widerspruch dazu (E. 3. 6 ). Die Supraspinatus - und Infraspinatussehne wurden als intakt beurteilt. Dass von einer möglichen diskreten superior-anterioren Labrumläsion ausgegangen wurde, ist ohne Belang, da sich neben dem MRT vom 2 4. Oktober 2018 (E. 3. 2 ) auch im MRT vom 8. Mai 2020 des medizi nisch radiolo gischen Instituts O.___ (Urk. 10/152) kein Hinweis auf eine SLAP-Läsion finde t. Ebenso verhält es sich mit der diagnostizierten alten Partialr uptur der Su bscapularissehne, da sich die Sehnen im MRT vom 8. Mai 2020 b is auf die partiell gelenkseitige Rissbildung der Supraspinatussehne intakt darstell en. Auch Dr. N.___ geht davon aus, dass die weiterhin persistierenden Schmerzen in der linken Schulter gut mit dem gelenksseitigen Riss der Supra spinatussehne im ventralen D rittel zu erklären seien (E. 3.1 2 ). Daraus ergibt sich, dass sich die Supraspinatussehne nach dem Unfallereignis vom 15. Oktober 2018 bildgebend intakt darstellte und keine Ruptur aufwies. Demnach erlitt der Beschwerdeführer an der linken Schulter überwiegend wahrscheinlich lediglich eine Kontusion im Sinne einer Zerrung, zumal der Unfallversicherer nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen hat; sondern allein entscheidend ist, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil 8C_68/2019 des Bundesgerichts vom 22. Juli 2019, E. 3.2). Zudem enthalten die Akten keine Indizien, welche die Behauptung des Beschwerdeführers, der Riss der Supra spinatussehne könnte aufgrund schlechter Bildgebung oder falsche r A uswertung sowie des fehlenden transmuralen Charakters nicht früher diagnostiziert worden sein (E. 2.2), stützen würden, insbesondere da an der linken Schulter ein Vorzu stand nach AC-Gelenksresektion vor liegt. Nichts anderes ergibt sich aus den im Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte n ( Urk. 13/1-2 und Urk. 16/1-2). Soweit die Ärzte vom P.___ oder Dr. A.___ die Unfallkausalität allein aus dem Umstand der prätraumatisch fehlenden Beschwerden ableiten wollen, ist anzumerken, dass die Argumentation nach der Formel « post hoc e rgo propter hoc» (E. 4.3.1 ) nicht zulässig ist. 4. 4.2 Damit liegen keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Stellungnahme vor (vgl. E. 1.6 ). Nach dem Gesagten ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr scheinlichkeit davon auszugehen, dass der Unfall vom 15. Oktober 2018 im Sinn einer Zerrung zu einer vorübergehenden Verschlimmerung führte und sich der Beschwerdeführer eine Kontusion der Schulter zuzog. 5. Bei dieser Aktenlage sind von weiteren medizinischen Abklärungen zur Unfall kausalität der Bandscheibenverletzung sowie der linken Schulter keine anders lautenden und/oder weitere entscheidrelevante Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 ll 427 E. 3.1.3 S. 435 mit Hinweisen). Demnach ist nicht zu bestanden, dass die Beschwerdegegnerin die Leistungen per 31. August 2019 bzw. 3 1. Januar 2020 eingestellt hat. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich daher als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Dextra Rechtsschutz AG - Rechtsanwältin Nadine Linda Suter - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstWantz

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2020.00214 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Wantz Urteil vom 9. Dezember 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Dextra Rechtsschutz AG Y.___ Hohlstrasse 556, 8048 Zürich gegen Suva Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwältin Nadine Linda Suter Lischer Zemp & Partner, Rechtsanwälte und Notare Schwanenplatz 4, 6004 Luzern Sachverhalt: 1. Der 1974 geborene X.___ arbeitete seit dem 4. April 2018 als Betriebsmitarbe iter für die Z.___ AG und war damit bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 15. Okto ber 2018 in Lanzarote beim Schwimmen ein K nacken im Schultergelenk und danach heftige Schmerzen ver spürte ( Urk. 10/1). Nach der Erstbehandlung am 1 5. Oktober 2018 im Spital vor Ort ( Urk. 10/ 8 ) veranlasste d er am 22. Oktober 2018 in der Schweiz aufgesuchte Arz t Dr. med. A.___, Fach arzt Allgemein Innere Medizin, ein MRT der linken Schulter und diagnostizierte in seinem Arztzeugnis vom 3 1. Oktober 2018 eine Zerrung der Supraspinatus - und Subsca pularissehne sowie eine aktivierte AC-Gelenksarthrose (Urk. 10/7 ). Die Suva trat auf den Schaden ein und erbrachte die gesetzlichen Leistungen ( Urk. 10 / 13 ). Am 19. November 2018 wurde beim Versicherten im Kantonsspital B.___ eine offene ventrale Spondylodese C6/7 nach D e kompression durchgeführt (Operations bericht vom 1 9. November 2018, Urk. 10/38 -39 ). In der Zwischenzeit wurde das Arbeitsverhältnis auf den 31. Dezember 2018 beendet (U rk. 10/37). Mit Schreiben vom 1 3. Februar 2019 stellte die Suva die Versicherungsleistungen per 2 8. Feb ruar 2019 ein, da aufgrund der kreisärztlichen Beurteilung die bestehenden Beschwerden an der linken Schulter nicht mehr unfallbedingt seien ( Urk. 10/30). Am 2 9. April 2019 verlangte der Versicherte eine Neubeurteilung der Leistungs pflicht bzw. bei Festhalten an der Leistungsablehnung eine anfechtbare Verfü gung ( Urk. 10/57 ). In der Folge zog die Suva m it Schreiben vom 2 0. Juni 2019 die formlose Leistungseinstellung vom 1 3. Februar 2019 betreffend die Schulter beschwerden links nach erneuter versicherungsmedizinischer Beur teilung zurück und erbrachte weiterhin die Versicherungsleistungen ( Urk. 10/85). Nach kreisärztlicher Beurteilung vom 3 1. Juli 2019 ( Urk. 10 /103) stellte die Suva mit Schreiben vom 1 4. August 2019 schliesslich die Leistungen bezüglich der Beschwerden an der Halswirbelsäule (HWS) per 3 1. August 2019 ein mit der Begründung, die bestehenden Beschwerden seien nicht mehr unfallbe dingt ( Urk. 10/105). Mit Email vom 4. November 2019 reichte der Versicherte die aktuellsten medizinischen Berichte zu den Akten und verlangte eine Neubeurtei lung der Leistungspflicht bzw. bei Festhalten an der Leistungsablehnung e ine anfechtbare Verfügung (Urk. 10/124-126). Mit Verfügung vom 1 5. Januar 2020 bestätigte die Suva ihre Leistungseinstellung bezüglich der Beschwerden an der Halswirbelsäule. Gleichzeitig stellte sie auch die Leistungen bezüglich der Beschwerden an der linken Schulter per 3 1. Januar 2020 ein ( Urk. 10/132). Dagegen erhob der Versicherte am 1 3. Februar und ergänzend am 1 4. April 2020 Einsprache (Urk. 10/140 und Urk. 10/145 - 146). Im Rahmen des Einsprache ver f ah r ens reichte der Versicherte weitere medizinische Berichte zu den Akten ( Urk. 10/ 150-158). Mit Einspracheentscheid vom 1 7. August 2020 wies die Suva die dagegen erhobene Einsprache ab (Urk. 2). 2. Am 1 7. September 20 20 erhob X.___ Beschwerde und beantragte, es sei en ihm unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheent scheid s vom 17. August 2020 die gesetzlichen Leistungen auszurichten, eventualiter sei die Sache zur Vornahme von weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, subeventualiter sei ein Gerichtsgutachten zu veran lassen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um einen zweiten Schriftenwechsel ( Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 9. November 2020 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 9). Mit Verfügung vom 8. Dezember 2020 wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt und auf die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels verzichtet ( Urk. 11 ). Mit Eingabe vom 2 3. Dezember 2020 und vom 2 9. Januar 2021 reichte der Beschwerdeführer weitere medizinische Berichte zu den Akten ( Urk. 12-17). Mit Eingabe vom 22. Februar 2021 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren Anträ gen fest ( Urk. 18), was dem Beschwerdeführer am 1 1. März 2021 mitgeteilt wurde ( Urk. 19). 3. Auf die Vorbringen der Parteien sowie die aufgelegten Akten wird, soweit erfor derlich, in den Erwägungen Bezug genommen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 aufgeführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Dazu zählen insbesondere Muskelzerrun gen ( lit. e ) und Sehnenrisse ( lit. f). Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krank hafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegrün dende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglich keit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweis last anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal zusammenhang gegeben ist nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallver sicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rück fällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2 mit Hinweisen). Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen). 1.4 Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (Urteil des Bundesgerichts 8C_75/2016 vom 18. April 2016 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109 E. 2.1). 1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 1.6 Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Ver siche rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun gen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit, dass keine unfallbe dingten, organisch hinreichend nachweisbaren Beschwerden bestünden. Die kreisärztliche Beurteilung von C.___, Facharzt Chirurgie, vom 3 1. Juli 2019 erweise sich vor dem Hintergrund der aktenkundigen ärzt lichen Berichte samt bildgebenden Befunden als gut nachvollziehbar und schlüssig. Es lägen eine Vielzahl medizinischer Berichte und Befunde im Recht, womit der rechtserhebliche Sachverhalt interdisziplinär abgeklärt worden sei. Dabei widerspreche kein medizinischer Bericht der kreisärztlichen Beurteilung. Nichts anderes gehe namentlich auch aus dem vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1 4. April 2020 eingereichten Bericht von Prof. Dr. med. D.___ vom 27. März 2020 hervor. Verhärtungen, Verspannungen und Tonuserhö hungen der Muskulatur, Einschränkungen der HWS- Beweglichkeit, sonstige Bewegungseinschränkungen und Druckdolenzen stellten kein organisch ausge wiesenes Substrat der Beschwerden dar. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen könne erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt worden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt seien. Hinsichtlich des von Dr. med. E.___ und Dr. med. F.___ diagnostizierten Reiz- und sensiblen Ausfallsyndroms sowie des motorischen Ausfallsyndroms C7 sei festzuhalten, dass ein Syndrom nicht einen bestimmten Befund kennzeichne, sondern lediglich in beschreibender Weise ein Beschwerdebild charakterisiere, ohne e ine Aussage über die dahinterstehenden Befunde zu machen. Ein organisch nachweisbares Korrelat s ei damit jedenfalls nicht ausg e wiesen. Di e vom Beschwerdeführer geschilderten L eiden (Schmerzaus strahlung, Taubheitsgefühl, Kribbelparästhesien) könnten keinem unfallrelevan ten organischen Korrelat zugeordnet werden. Darüber hinaus sei das zur Diskussion stehende Ereignis aufgrund d es Hergangs als leichter Unfall einzu stufen. Damit sei d er adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und den nicht objektivierbaren Unfallfolgen zu verneinen und es entfalle damit eine Leistungspflicht der Suva für die se Beschwerden ( Urk. 2 S. 9 ff.). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, sämtliche Fachberichte wie der Operatio nsbericht vom 1 9. November 2018 sowie die fach ärztlichen Berichte vom 3. April 2019 und vom 1 6. August 2019 gingen von einer traumatischen Verletzung der HWS aus. E r leide noch immer an exzessiven Schmerzen im Schulterbereich. Gemäss aktuellem Bericht vom 1 1. Mai 2020 liessen sich die starken Beschwerden mit der diagnos tizierten Sehnenrup tur erklären. Diese ergebe sich aus der Bildgebung vom 8. Mai 2020, die als trans murale Ruptur bisher nicht diagnostiziert worden sei, was an der bisher vorliegenden schlechten B i l d gebung oder falschen Auswertung liegen könne. Hinzu kämen die zervikalen Ausfälle, welche noch immer im Zusammenhang mit der HWS- Verletzung stünden. Der für die Beschwerdegegnerin stellungnehmende Arzt habe den Zusammenhang beider Verletzungen verk a nnt. Die Diskushernie werde als nicht unfallkausal von d er Prüfung ausgeschlossen. Dem hierzu stellungnehmenden Arzt werde die Befähigung zu einer solchen Stellungnahme ab g esprochen. Er sei weder Radiologe noch Neurochirurg. Es sei daher bei der Unfallkausalität auf die fachärztliche Einschätzung des operierenden Neuro chirurgen vom 1 9. November 2018 abzustellen. Dieser beurteile gemäss dem beiliegenden Bericht eine posttraumatische Verletzung. Die verfügte Leistungs ein stellung sei damit ohne hinreichende Abklärung des medizinischen Sach erhalts bzw. in Verkennung der medizinischen Zusammenhänge ergangen. Sodann sei der aktuelle Krankheitsverlauf vom stellungnehmenden Ver si che rungs medizin er bei seiner Beurteilung völlig ausser Acht gelassen worden. Ferner seien im Ein s pracheentsch e id medizinische Einschätzungen zitiert worden, die nicht mehr dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zum « failed ba ck surgery »- Syndr om entsprächen ( Urk. 1 S. 4). 3. 3.1 Der am 2 9. Mai 2019 eingegangenen Übersetzung des Berichts vom 1 5. Oktober 2018 des Gesundheitsdienstes der Kanaren lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer beim Schwimmen einen starken Schmerz im Bereich der linken Schulter und des Halses verspürt habe. Es zeige sich eine s tarke Verkrampfung des M. supraspinatus und ein Druckschmerz im Bereich der linken Rotatorenman schette. Es liege eine Verminderung des scapulo-humeralen Gelenkspalts mit Vergrösserung des akromioklavikulären Gelenkspalts vor, dies stehe möglicher weise im Zusammenhang mit einer Ruptur des Ligamentum coracoacromiale und/oder der Sehne der Rotatorenmanschette. Anzeichen einer Fraktur oder Luxation seien nicht erkennbar (Urk. 10/75). 3. 2 Am 2 4. Oktober 2018 erfolgte ein MRT der Schulter links in der Radiologie G.___ in B.___. Die Befunde wurden als Zerrung der Supraspinatus - und Subs c apularissehne, nach einer AC - Resektion (Februar 2015) mit degenerativen Veränderung des AC-Gelenks und wenig Knochenmarksödem Klavikula - seitig im Sinne einer Aktivierung, beurteilt. Eine Rotatorenmanschettenruptur kon nte ausgeschlossen werden (Urk. 10/7 S. 3-4 ). I m UVG-Arztzeugnis vom 3 1. Oktober 2018 stellte der in der Schweiz am 22. Oktober 2018 erstbehandelnde Arzt und zugleich Hausarzt des Beschwerde führers Dr. med. A.___, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, die Diagnose einer Zerrung der Supraspinatus - und Subscapularissehne sowie eine r aktivierte n AC-Gelenksarthrose. Beim Schwimmen habe der Beschwerdeführer plötzlich heftige Schmerzen im linken Schultergelenk verspürt. Die Beweglichkeit sei in allen Ebenen stark durch Schmerzen eingeschränkt. Es bestehe eine Druck dolenz im AC-Gelenk und Supraspinatus sowie eine Taubheit Dig. 2 und medial 3 an der rechten Hand (richtig: linke n Hand ). Er verordnete dem Beschwerdefüh rer eine konservative Behandlung mit Physiotherapie sowie Schmerzmittel und attestierte ihm ab dem 2 2. Oktober 2018 eine volle Arbeitsunfähigkeit (Urk. 10/7 S. 2 ). 3.3 Im Bericht vom 8. November 2018 des Kantonsspitals B.___ stellten die Ärzte den Verdacht auf ein radikuläres Reizsyndrom C7 links. Der Beschwerdeführer sei von Dr. A.___ für ein orthopädisches Konzil zugewiesen worden. Er habe sich am 1 5. Oktober 2018 beim Tauchen an einem Stein festgehalten, um den Körper vorwärts zu ziehen. Dabei sei es zu einem Z iehen in d e r linken Schulter gekommen. Nach zwei Stunden habe er heftige Schmerzen ver sp ü r t, sodass er in Lanzarote ins Spital gegangen sei. E r habe seit dem Unfall eine Sensibil i t äts minderung in Dig 2 und 3 der linken Hand ( Urk. 10/ 101 S. 2-3 ). Die gleichtags veranlasste MRT der HWS im Ärztezentrum H.___ ergab als bildgebende Befunde eine mediane bis foraminale dorsale Diskusprotrusion im Segment HWK 6/7 mit deutlicher recessaler bis foraminaler Kompression der Nervenwur z el C7 links, be i ansonsten leichte r Facettengelenksarthrose (Urk. 10/98). Am 1 9. November 2018 fand eine offene ventrale Spondylodese C6/7 nach Dekompression im Kantonsspital B.___ mit orotracheal er Nachbeatmung statt ( Urk. 10/38). Es zeig t e sich ein intra- und perioperativ problemloser Verlauf. Die postoperative Röntgenkontrolle ergab eine regelrechte Stellung des Spondylode se materials und e s zeig t e sich gemäss Austrittsbericht vom 2 3. November 2018 (Urk. 10/40) kein neues neurologisches Defizit postoperativ. Die Behandlung der Diskushernie C6/7 links wurde von der Beschwerdegegnerin übernommen (vgl. Urk. 10/60). 3. 4 Zu den Schulterbeschwerden befragt, stellte Kreisarzt Dr. med. I.___, Facharzt Physikalische Medizin und Rehabi litation, vorerst den Geschehensablauf als Unfall in Frage ( Urk. 10/26) und hielt Kreisarzt C.___ i n seiner Beurteilung vom 1 2. Februar 2019 fest, bei der Verletzung handle es sich um eine Listen diagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. e UVG, wobei die vorliegende Listendiagnose vorwiegend und mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei. Es handle sich um eine nicht richtungsgebende Verschlimmerung. Muskelzerrungen seien im Schulterbereich nach drei Monaten ausgeheilt, dann spiele das Ereignis im weiteren Verlauf keine Rolle mehr. Im vorliegenden Fall werde der Status quo sine spätestens Ende Februar 2019 erreich t (U r k. 10/29). 3. 5 Dr. J.___, Leitende r Arzt der Wirbelsäulenchirurgie des Kantonspitals B.___, erhob in seinem Bericht vom 2 6. Februar 2019 folgende Diagnosen: - St. n. ventraler Diskektomie und Fusion C6/7 bei traumatischer Diskusher nie C6/7 links am 19.11.2018 - präoperativ leichte Parese C7 in der Untersuchung vom 12.11.2018 - persistierende ausgeprägte Hypästhesie Dermatom C7 links ( Dig ll / lll ) - St. n. Tauchunfall am 15.10.2018 (Lanzarote) - Hiatushernie - V.a. obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Der Beschwerdeführer sei im Oktober 2018 beim Tauchen verunfallt und habe sich dabei die Diskushernie zugezogen. Er ( Dr. J.___ ) habe den Beschwer deführer v ier Wochen später gesehen bei refraktären Schmerzen und der nachge wiesenen Pathologie im MRT. Der Beschwerdeführer habe eine ausgeprägte Hypästhesie aufgewiesen, welche auch jetzt noch im linken Arm persistiere und bis in die Finger 2/3 ziehe. Die Parese habe sich zurückgebildet. Vom Schmerzsyndro m her habe er einen « Chida -Punkt », e i n Hauptpr ob lem seien jedoch vor allem die Dysästhesien. Die Leistungseinstellung der Beschwerdegeg nerin per 2 8. Februar 2019 sei ihm unverständlich. Der Beschwerdeführer sei vor dem Unfall vollkommen beschwerdefrei gewesen und warum er nach dem 1. März 2019 über die jetzigen schweren Dysästhesien klagen sollte, wenn der Unfall nicht geschehen wäre, sei nicht nachvollziehbar. Es sei ein Schaden eingetreten, der nach vier Monaten noch nicht geheilt sei. Der natürliche Heilungsverlauf nach dieser Verletzung bzw. die Rekonvaleszenz nach der Operation sei nach drei Monaten noch nicht abgeschlossen. Es werde hinsichtlich des Entscheids der Suva eine Neubeurteilung empfohlen. Die Rekonvaleszenz nach einer Neurokontusion betrage neun bis zwölf Monate (U r k. 10 / 58). Dr. J.___ ergänzte im B ericht vom 1 1. März 2019, i m MRT vom 2 8. Februar 2019 (richtig: 2 7. Februar 2019) zeige sich keine Neurokompression mehr, auch keine S pinalstenose. Die Diskushernie sei komplett entfernt worden. Es bestehe auch keine deutliche neuroforaminale Enge oder Nervenwurzelkompression in diesem Segment. Es müsse jedoch die Neuro-Regeneration abgewartet werden. Diese dauere neun bis zwölf Monate nach Schadenereignis und sei im Oktober 2019 als abgeschlossen anzusehen. Ab dann sei von keiner wesentlichen Besse rung oder Verschlechterung seitens des Unfalls auszugehen. Ein vorzeitiger Abschluss s ei nicht gerechtfertigt (Urk. 10/46). 3. 6 Am 1 8. März 2019 erfolgte ein MRT der Schulter links im Ärztezentrum H.___ in K.___. Die Befunde wurden als Status nach alter Partialruptur der Subscapularissehne bei durchgehend intakter Infraspinatus - und Supraspinatus sehne sowie mit Hinweise n auf eine diskrete superior-anteriore Labrumsläsion bei Status nach AC-Gelenksresektion ohne Ödem oder Flüssigkeit subakromial in diesem Bereich bewertet ( Urk. 10/67). 3. 7 Dr. A.___ führte in seinem Bericht vom 3. April 2019 folgende Diagnosen auf: Tauchunfall vom 15.10.2018: - Zervikal: Traumatische Diskushernie C6/7 links - OP vom 19.11.2018: Offene ventrale Spondylodese C 6/7 - N ach Dekompression: linkes Schultergelenk - Zerrung der Supraspinatus - und Subscapularissehne - Vd. a. SLAP-Läsion - St. n. arthroskopischer Gelenkkörperentfernung, subacromia l er Bursek tomie, AC-Gelenksresektion und mini open Bizepstenodese 2/2015 Der Beschwerdeführer habe beim Tauchen im offenen Meer mit deutlichem Wellengang beim Festhalten an einem Felsen unter Wasser und dem Ausüben einer ungewollten Abwehrbewegung mit Verdrehen von Kopf und Armmuskeln eine Traumatisierung von Halswirbelsäule und linkem Schultergelenk erlitten. Der vorher beschwerdefreie, körperlich streng arbeitende und im metallverarbei tenden Betrieb angestellte Beschwerdeführer habe starke Nackenschmerzen mit Ausstrahlen in den Hinterkopf und die linke Schulter beschrieben. Die Schulter schmerzen mit Ausstrahlen in den Oberarm seien nach seinen Angaben zunächst in Ruhe und bei Bewegung, später nur bei Bewegung und Ausüben von Kraft, aufgetreten. Die Beweglichkeit HWS sei anfangs deutlich eingeschränkt gewesen. Seit der Operation habe sich dies gebessert. Es persistierten noch Schmerzaus strahlungen, Kribbelparästhesien und Taubheitsgefühle im linken Arm bis in die Hand. Die Kausalität der Beschwerden (Anamnese, klinische Untersuchung) und Befunde (Röntgen, MRT) sei mit dem Ereignis vom 15. Oktober 2018 gegeben und plausibel. Die Operation an der HWS sei absolut indiziert gewesen. Diese habe ernsthafte Komplikationen ve rhindert und die Situation verbessert. Die Regene ration der Nerven sei nach einem solchen Eingriff noch lange nicht ab g eschlossen. Die Situation am linken Schultergelenk sei durch die Operation verstärkt worden. Auch hier sei das Regenerationspotential nicht ausgeschöpft, vor allem, da der Beschwerdeführer eine körperlich belastende Tätigkeit ausübe (Urk. 10/51). 3. 8 Zur Frage nach der Unfallkausalität des operierten Schadens an der HWS befragt ( Urk. 10/ 82 ) hielt Kreisarzt C.___ nach ergänzter Vorlage der Akten (vgl. Urk. 10/84) am 3 1. Juli 2019 fest, im MRT-Befund der HWS vom 8. u nd 2 1. November 2018 hätten keine Unfallfolgen nachgewiesen werden können. Der Beschwerdeführer sei bereits am 1 5. Oktober 2018 beim Arzt erschienen, jedoch sei en weder eine HWS-Blockade noch sensomotorische Defizite, sondern nur Schulterschmerzen dokumentiert worden. Taubheits gefühle seien erstmals von Dr. A.___ bei der Erstbehandlung vom 2 2. Oktober 2018 festgehalten worden. Es weise nichts auf ein akutes H alswirbelsäulen (HWS) -Tr auma in der ersten Woche, geschweige de n n innerhalb der ersten 72 Stunden, nach Unfallereignis hin. Sodann habe sich der Beschwerdeführer bei Dr. A.___ wegen Schulter sch m e rzen vorgestellt, was auch erkläre, weshalb initial kein MRT der H WS durchgeführt worden sei, sondern erst knapp vier Wochen nach dem Unfaller eignis. Im MRT der HWS vom 8. November 2018 finde sich kein Hinweis auf unfallbe dingte Kraft ein wirkung. Es fänden sich auch weder Zeichen einer statt gefunden en direkten Krafteinwirkung noch einer B one bruise in der HWS, insbesondere nicht zwischen den Segmenten HW S 6 und 7. Des Weiteren fänden sich keine Frakturen, keine Hämatome, keine Bandläsionen an der Wirbelsäule. Das Myelon sei ohne umschriebene Läsionen. Auch intraoperativ habe kein Hinweis auf eine Krafteinwirkung von aussen festgestellt werden können. Zudem seien keine Unfallfolgen, wie Hämatome oder Frakturen erwähnt worden (OP-Bericht vom 1 9. November 2018). Die Beurteilung von Dr. A.___ vom 3. April 2019 möge an seiner Beurteilung nichts zu ändern, da keine neuen medizinischen Erkenntnisse vorlägen, sondern nur eine post-hoc-ergo- propter -hoc - Argumenta tion. Bei dem Ereignis vom 1 5. Oktober 2018 habe es sich überwiegend wahrscheinlich um eine HWS-Distorsion gehandelt. Solche HWS-Distorsionen bei Vorzuständen seien nach allgemeiner Lehrauffassung mit überwiegender Wahr scheinlichkeit sechs Monate nach Unfall als abgeheilt zu betrachten. Der Sta t us quo sine sei dann überwiegend wahrscheinlich erreicht, im vorliegenden Fall anfangs Mai 2019 (Urk. 10/103). 3. 9 Im Bericht vom 9. September 2019 erhoben die von den Schulterchirurgen konsiliarisch beigezogenen Neurologen der Klinik L.___ die Diagnose eines r adikuläre n Reiz und sensomotorische n Ausfallsyndrom s C7 bei St. n. trauma tischer Diskusprotrusion C6/7 im Rahmen einer HWS-Distorsion 10/201 8. Der Beschwerdeführer berichte, im Oktober beim Schnorcheln im spanischen Meer von einer Welle erfasst worden zu sein; er habe sich mit der linken Hand an einem Felsvorsprung festgehalten, durch die Wucht der Well e sei aber der Ober körper nach hinten gerissen word en und der Kopf nach rechts verd reht. Anamnestisch bestünden seit dem Unfall im Oktober 2018 in den linken Arm ausstrahlende Nackenschmerzen mit begleitendem Taubheitsgefühl Dig II und III links. In der klinisch-neurologischen Untersuchung lasse sich eine Hypästhesie im Dermatom C7 objektivieren, motorisch fänden sich keine Auffälligkeiten. Das Provokationsmanöver für die HWS falle negativ aus ( Spurling -Zeichen). Elektro physiologisch fänden sich in der Kennmuskulatur C7 links Zeichen einer akuten und chronischen Denervation bei unauffälligen Nadelmyographien aus der Kenn muskulatur C6 und C5 links. Bei Taubheitsgefühl Dig II und III links erfolgte zum Ausschluss eines Karpaltunnelsyndroms eine Medianus - und Ulnaris -Neuro graphie links, welche beide normwertige ausgefallen seien. Die genannten Schulterschmerzen wären differentialdiagnostisch im Rahmen einer Beteiligung der pektoralis -Muskulatur im Rahmen der Traktionsschädigung der Nervenwurzel C7 erklärbar. In therapeutischer Hinsicht empfahlen sie eine Dosissteigerung von Lyrica zur Nacht und Fortführung der Physiotherapie zur Stärkung und Detoni sierung der paravertebralen Muskulatur. Weitere Verlaufskontrollen seien nicht vorgesehen ( Urk. 10/120). 3.1 0 In der Beurteilung vom 2 3. Dezember 2019 hielt Kreisarzt C.___ fest, die linke Schulter sei bei Status nach AC -Gelenksr esektion mit degenerativen Veränderung des AC-Gelenks bereits mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor dem Unfall beeinträchtigt gewesen. Das Unfallereignis vom 1 5. Oktober 2018 habe im Sinn einer Zerrung ( MRT vom 2 4. Oktober 2018 ) zu einer vorübergehenden Verschlim merung geführt. Es handle sich an der Schulter somit um eine Kontusion bei Vorzustand. Solche Kontusionen sei e n nach allgemeiner Lehrauffassung nach zwölf Wochen ab ge heilt, im vorliegenden Fall spätestens per Ende Januar 201 9. Sodann halte er an seiner Beurteilung vom Juli 2019 fest, die Ausführun gen von Dr. A.___ in seinem Bericht vom 8. Juni 2020 ergäben keine neuen medizinischen Erkenntnisse ( Urk. 10/130). 3.1 1 Prof. Dr. med. D.___ der Wirbelsäul enchirurgie des Zentrums M.___ nannte in seinem Bericht vom 2 7. März 2020 folgende Diagnosen: - Persistierendes Schulter-Arm-Syndrom bds. linksbetont mit/bei : - HWS-/Schulterdistorsion nach Tauchunfall am 15.10.2018 - St. n. Spondylodese C6/7 bei Diskushernie C6/7 links am 19.11.2018 - St. n. Schulterarthroskopie links mit Gelenkkörperentfernung subacro mial und Bursektomie und AC-Gelenksresektion sowie subpectorale LBS- Tenodese 02/2020 (richtig: 02/2015) - St. n. AC-Gelenksinfiltrati o n am 27.6.2019 (ohne Ansprechen) In der umfangreichen Abklärung könne eine persistierende Radikulopathie als Ursache der ausstrahlenden Armschmerzen weitgehend ausgeschlossen werden. Ebenso habe ausgeschlossen werden können, dass eine zusätzliche Verletzung des Segments C7/Th1 vorliege, obwohl sich hier leichte degenerative Veränderungen gezeigt hätten. Insofern könne hieraus keine Unfallkausalität abgeleitet werden. Der vermehrte Knochenumbau im Bereich des eingebrachten Peek-Cages sei auffallend. Bei fehlenden Loc k erungszeichen der Schraube könne eine Pseudarth rose nur theoretisch erwogen werden. Im Vordergrund scheine allerdings noch eine schulterchirurgische Abklärung zustehen (Urk. 10/146). 3. 1 2 Über diese berichtete Dr. med. univ. N.___, Facharzt für Orthopä dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am 1 1. Mai 2020 und erhob gestützt auf die Arthrograpie Schulter links vom 8. Mai 2020 folgende Diagnosen: - Gelenksseitiger Riss der Supraspinatussehne im ventralen Drittel links - Leichte Degeneration glenohumeral links - Persistierendes Schulter Arm-Syndrom bds. linksbetont mit/bei - HWS Schulter Distorsion nach Tauchunfall am 15.10.2018: aktuell V.a. Tendinopathie, Partialruptur Subscapularissehne links, AC-Gelenks Arthrose links, subakromiales Impingement - St. n. Schulterarthroskopie links mit Gelenkkörperentfernung subacro mial und Bursektomie und AC-Gelenksresektion sowie subpectorale LBS- Tenodese 02/2020 (richtig: 2015) - St. n. AC-Gelenksinfiltration am 27.6 2019 (ohne Ansprechen) - St. n. Spondylodese C6/7 bei Diskushernie C6/7 links am 19.11.2018 Die Schmerzen im Bereich des Schultergelenkes links mit Ausstrahlung bis zum Deltoid-Muskelansatz seien mit der neuen Bildgebung eindeutig erklärbar (Urk. 10/151). 4. 4.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungsleistun gen zu Recht hinsichtlich der Beschwerden an der HWS per 3 1. August 2019 und hinsichtlich der linken Schulter per 3 1. Januar 2020 eingestellt hat, mithin, ob die vom Beschwerdeführer nach wie vor geklagten Beschwerden noch in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 1 5. Oktober 2018 stehen. 4.2 Vorab ist festzuhalten, dass die Schilderungen des Ereignisses vom 1 5. Oktober 2018 in der Schadensmeldung ( Urk. 10/1) sowie den initialen medizinischen Berichten (E. 3.1, E. 3.2 und E. 3.3.) daran zweifeln lassen, ob ein Unfall im Rechtssinne (E. 1.1) vorliegt. Hierüber liegen keine zeitnahen Erhebungen durch die Beschwerdegegnerin vor. Mittlerweile schildert der Beschwerdeführer den Vorgang wie im Bericht der Klinik L.___ vom 9. September 2019 ausgeführt (E. 3.9). D ie fast ein Jahr später diagnostizierte HWS-Distorsion scheint daher auch nicht schlüssig. Festzuhalten bleibt, dass gegenüber dem erstbehandelnden Arzt (E. 3.1) zwei Stunden nach dem Ereignis und gegenüber dem in der Schweiz erstmals aufgesuchten Arzt (E. 3.2) über Schulterschmerzen geklagt wurde. Angesichts der von der Beschwerdegegnerin anerkannten Listenverletzung hinsichtlich der Schulterverletzung links sowie der Übernahme der Heilb ehand lung hinsichtlich der HWS -Beschwerden bis 3 1. August 2019 kann - wie die nachfolgenden E rwägungen aufzeigen - die Einordnung des Geschehens offen gelassen werden. Hinsichtlich der Beschwerden an der HWS ist anzufügen, dass es vorliegend einzig um die Kausalitätsbeurteilung der Diskushernie C6/7 an der HWS zum Unfallereignis vom 15. Oktober 2018 geht und nicht um diejenige einer durch den Unfall ausgelösten möglichen HSW-Distorsion im Sinne eines Schleudertraumas, da der Beschwerdeführer nie über ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild berichtete und insbesondere keine entsprechende ärzt liche Diagnose vorliegt (BGE 117 V 359 E. 4b). 4. 3 4.3.1 Der angefochtene Entscheid basiert massgeblich auf der Beurteilung von Kreisarzt C.___ vom 3 1. Juli 2019 ( E. 3. 8 ), der entgegen der Ansicht des Beschwerdefüh rer s aufgrund seiner Funktion und beruflichen Stellung bei der Suva als Facharzt im Bereich der Unfallmedizin anzusehen ist und unabhängig von seinem ursprünglich erworbenen Facharzttitel über besonders ausgeprägte traumatolo gische Kenntnisse und Erfahrungen für die Beurteilung des streitigen Leidens verfügt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_510/2007 vom 3. Oktober 2008 E. 7.5.4, Urteil des Bundesgerichts 8C_316/20 19 vom 2 4. Oktober 2019 E. 5.4). Er berücksichtigte sämtliche medizinische Vorakten einschliesslich Bilder und setzte sich dabei ausführlich mit den radiologisch erhobenen Befunden und den bio mechanischen Zusammenhängen auseinander. In seiner Beurteilung hielt Kreisarzt C.___ fest, eine unfallkausale Ursache der Diskushernie C6/7 sei nicht zu befürworten, da nichts auf ein akutes HWS-Trauma in der ersten Woche bzw. innerhalb der ersten 72 Stunden nach Unfallereignis hindeute und insbesondere in den ersten Wochen nach dem Unfallereignis am 15. Oktober 2018 die Beschwerden an der linken Schulter im Vordergrund gestanden hätten. Zudem zeigten sich weder im MR T der HWS vom 8. November 2018 noch intraoperativ Hinweise auf unfallbedingte Kraftwirkung en. Demnach schloss er, dass es sich beim Unfallereignis vom 15. Oktober 2018 überwiegend wahrscheinlich um eine HWS-Distorsion handle. Solche HWS-Distorsionen seien bei Vorzuständen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sechs Monat nach Unfall als abgeheilt zu betrachten. D ann spiele das Unfallereignis im weiteren Beschwerdebild keine Rolle mehr, im vorliegen den Fall spätestens anfangs Mai 201 9. An der Zuver lässigkeit und Schlüssigkeit dieser versicherungsinternen ärztlichen Stellung nahme vermögen weder der Bericht von Dr. J.___ vom 26. Februar 2019 (E. 3. 5 ) noch die teilweise in Widerspruch zu seinen Erstbefunden stehenden Berichte von Dr. A.___ vom 3. April 2019 (E. 3. 7 ) oder vom 8. Juni 2020 ( Urk. 3/7 ) keine auch nur geringe Zweifel zu wecken. So lag diesen Ärzten i m Unterschied zu Kreisarzt C.___ die Unfalldokumentation sowie die umfassenden Akten nicht vor. Ferner erschöpft sich ihre Argumentation, wonach die Diskushernie C6/7 auf den Unfall vom 15. Oktober 2018 zurückzuführen s ei, in der Figur « post hoc ergo propter hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist. Dies ist jedoch beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Nachweis der Un fallkausalität nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/ bb, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1), sofern das Unfall geschehen – wie hier- keine strukturellen Läsionen an der Wirbelsäule und keine Wirbelkörperfrakturen verursacht hat. Ä rztliche Auskünfte, die allein auf dieser Argumentation beruhen, sind beweisrechtlich nicht zu verwerten (Urteil des Bundesgerichts 8C_241/2020 vom 29. Mai 2020 E. 3). Schliesslich legt Dr. J.___ in keiner Weise dar, aus welchen Gründen, insbesondere unter Darlegung des möglichen biomechanischen Ablaufs und in Korrelation mit den unmittelbar daraufhin geklagten Schmerzen, er von der sicheren Kenntnis auszugehen scheint, dass der Vorfall vom 1 5. Oktober 2018 eine Diskushernie verursacht haben soll (vgl. E. 3.5). 4. 3.2 Die Einschätzung von Kreisarzt C.___ steht insbesondere auch im Einklang mit der höchstrichterlich anerkannten medizinischen Erfahrungstatsache, wonach im Bereich des Unfallversicherungsrechts praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskusher nie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten. So muss eine entsprechende richtungsgebende Verschlimmerung insbesondere auch röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben. Ist die Diskushernie, wie vorliegend, bei stummen degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, liegt eine vorübergehende Verschlimmerung vor. Dies falls hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann in solchen Fällen das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden. Im Allgemeinen ist bei einer Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule die vorübergehende Verschlimmerung nach sechs bis neun Monaten und bei Vorliegen eines erheblich degenerativen Vorzustandes spätestens nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_ 765/2020 vom 4. April 20 21 E. 2.3). Solange der Status quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat die versicherte Person auch Anspruch auf eine - operative Eingriffe mit einschlies sende - zweckmässige Behandlung (Urteile 8C_412/2008 des Bundesgerichts vom 3. November 2008 E. 5.1.2). 4.3. 3 Vorliegend war der Unfall nicht von besonderer Schwere (vgl. Urk. 10/ 1 und 10/8 ). Begleitverletzungen (Wirbelbrüche, Verletzung von Bandstrukturen), welche auf eine schwere Einwirkung hindeuten würden, liegen nicht vor. Auch fehlt ein unverzügliches Auftreten der Diskushernien-Symptome. Der Beschwer deführer klagte nach dem Unfall am 1 5. Oktober 2018 sowohl im Spital auf Lanzarote (E. 3.1), als auch in der Behandlung bei Dr. A.___ vom 22. Oktober 2018 über starke persistierende Schmerzen in der linken Schulter, Bewegungs einschränkungen oder Schmerzen in der HWS hat Dr. A.___ nicht berichtet (E. 3.2). Daraufhin veranlasste Dr. A.___ ein MRT der linken Schulter, welches eine Zerrung der Supraspinatus - und Subsacpularissehne zeigte (E. 3. 2. Ferner überwies er den Beschwerdeführer a ufgrund der in seiner Sprechstunde erstmals erwähnten Sensibilitätsminderung in Dig 2 und 3 der rechten (richtig: linken Hand ) an ein orthopädisches Konzil im Kantonsspital B.___. Dort klagte der Beschwerdeführer anfänglich noch immer nicht über persistierende Nacken schmerzen. Es wurde jedoch aufgrund der durch die Extension der HWS ausgelösten Schmerzen in der linken Schulter gleichentags ein MRT der HWS veranlasst ( Urk. 10/101 S. 2 ). Das MRT vom 8. November 2021 zeigte schliesslich eine grosse mediolaterale Diskushernie C 6/7 ( E. 3.4 ). Nach dem Gesagten kann davon ausgegangen werden, dass das Unfallereignis vom 1 5. Oktober 2018 zu einer vorübergehenden unfallkausalen Verschlimmerung eines stummen Vorzu standes geführt hat. Ein bildgebende r Nachweis einer traumatischen Diskusher nie, wie von der höchstrichterlichen Rechtsprechung gefordert, liegt nicht vor. Dies wird durch den Bericht von Dr. D.___ (E. 3.11) untermauert, der darüber hinaus eine persistierende Radikulopathie oder eine zusätzliche Verletzung des Segmentes C7/Th1 als Ursache der ausstrahlenden Armschmerzen ausschloss. Somit ist der status quo sine nach Ablauf von sechs Monaten nach Unfall erreicht. Daran vermag auch der beigelegte Artikel nichts zu ändern, da sich dieser nicht mit Kausalitätsfragen der traumatischen zervikalen Diskushernie befasst. 4. 3.4 Demnach ist nicht zu bestanden, dass die Beschwerdegegnerin die Leistungen rund zehn Monate nach dem Ereignis per 3 1. August 2019 eingestellt hat. Somit besteht mangels eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den noch geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 1 5. Oktober 2018 keine über den Fallabschluss hinausgehende Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin. 4. 4 4. 4.1 Bezüglich der Beschwerden an der linken Schulter legte Kreisarzt C.___ s owohl in seiner Beurteilung vom 1 2. Februar 2019 (E. 3. 4 ) als auch in der Beurteilung vom 2 3. Februar 2019 (E. 3.1 0 ) überzeugend d ar, dass die linke Schulter bei Status nach AC -Gelenksr esektion mit degenerativen Veränderung des AC-Gelenks mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor dem Unfall beeinträchtigt war. Mit Verweis auf das MRT vom 2 4. Oktober 2018 schloss er, d as s das Unfallereignis vom 15. Oktober 2 018 im Sinn einer Zerrung zu einer vorübergehenden Verschlimmerung führte und sich der Beschwerdeführer eine Kontusion der Schulter zuzog. Solche Kontusionen sei e n nach allgemeiner Lehrauffassung nach zwölf Wochen ab ge heilt, im vorliegenden Fall spätestens per Ende Januar 201 9. Diese medizinische Einschätzung stimm t mit der Beurteilung der Radiolo gie G.___ vom 2 4. Oktober 2018 (E. 3. 2 ) überein, in welcher die Supraspi natus - und Sub s capu l arissehne bei intakter Infraspinatussehne, degenerativer Veränderung des AC-Gelenks s owie wenig Knochenmarksödem Klav ikula als signalalteriert beschrieben wurden, jedoch keine Rotatorenmanschettenruptur und kein Riss des Labrums ausgemacht werden konnte ( Urk. 10/7/3 ). Auch Dr. A.___ erhob daraufhin im Arztzeugnis vom 31. Oktober 201 8 die Diagno se n einer Zerrung der Supraspinatus - und Subscapularissehne sowie einer aktivierten AC-Gelenksarthrose (E. 3.2). Ferner steht ebenfalls die am 18. März 2019 erfolgte Beurteilung des Ärztezentrums H.___ keinesfalls in eklatan tem Widerspruch dazu (E. 3. 6 ). Die Supraspinatus - und Infraspinatussehne wurden als intakt beurteilt. Dass von einer möglichen diskreten superior-anterioren Labrumläsion ausgegangen wurde, ist ohne Belang, da sich neben dem MRT vom 2 4. Oktober 2018 (E. 3. 2 ) auch im MRT vom 8. Mai 2020 des medizi nisch radiolo gischen Instituts O.___ (Urk. 10/152) kein Hinweis auf eine SLAP-Läsion finde t. Ebenso verhält es sich mit der diagnostizierten alten Partialr uptur der Su bscapularissehne, da sich die Sehnen im MRT vom 8. Mai 2020 b is auf die partiell gelenkseitige Rissbildung der Supraspinatussehne intakt darstell en. Auch Dr. N.___ geht davon aus, dass die weiterhin persistierenden Schmerzen in der linken Schulter gut mit dem gelenksseitigen Riss der Supra spinatussehne im ventralen D rittel zu erklären seien (E. 3.1 2 ). Daraus ergibt sich, dass sich die Supraspinatussehne nach dem Unfallereignis vom 15. Oktober 2018 bildgebend intakt darstellte und keine Ruptur aufwies. Demnach erlitt der Beschwerdeführer an der linken Schulter überwiegend wahrscheinlich lediglich eine Kontusion im Sinne einer Zerrung, zumal der Unfallversicherer nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen hat; sondern allein entscheidend ist, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil 8C_68/2019 des Bundesgerichts vom 22. Juli 2019, E. 3.2). Zudem enthalten die Akten keine Indizien, welche die Behauptung des Beschwerdeführers, der Riss der Supra spinatussehne könnte aufgrund schlechter Bildgebung oder falsche r A uswertung sowie des fehlenden transmuralen Charakters nicht früher diagnostiziert worden sein (E. 2.2), stützen würden, insbesondere da an der linken Schulter ein Vorzu stand nach AC-Gelenksresektion vor liegt. Nichts anderes ergibt sich aus den im Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte n ( Urk. 13/1-2 und Urk. 16/1-2). Soweit die Ärzte vom P.___ oder Dr. A.___ die Unfallkausalität allein aus dem Umstand der prätraumatisch fehlenden Beschwerden ableiten wollen, ist anzumerken, dass die Argumentation nach der Formel « post hoc e rgo propter hoc» (E. 4.3.1 ) nicht zulässig ist. 4. 4.2 Damit liegen keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Stellungnahme vor (vgl. E. 1.6 ). Nach dem Gesagten ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr scheinlichkeit davon auszugehen, dass der Unfall vom 15. Oktober 2018 im Sinn einer Zerrung zu einer vorübergehenden Verschlimmerung führte und sich der Beschwerdeführer eine Kontusion der Schulter zuzog. 5. Bei dieser Aktenlage sind von weiteren medizinischen Abklärungen zur Unfall kausalität der Bandscheibenverletzung sowie der linken Schulter keine anders lautenden und/oder weitere entscheidrelevante Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 ll 427 E. 3.1.3 S. 435 mit Hinweisen). Demnach ist nicht zu bestanden, dass die Beschwerdegegnerin die Leistungen per 31. August 2019 bzw. 3 1. Januar 2020 eingestellt hat. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich daher als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Dextra Rechtsschutz AG - Rechtsanwältin Nadine Linda Suter - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstWantz

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich UV.2020.00214 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Wantz Urteil vom 9. Dezember 2021

UV.2020.00214

UV.2020.00214

UV.2020.00214 IV. Kammer

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Wantz

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Wantz

Urteil vom 9. Dezember 2021

Urteil vom 9. Dezember 2021 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Dextra Rechtsschutz AG

vertreten durch Dextra Rechtsschutz AG Y.___

Y.___ Hohlstrasse 556, 8048 Zürich

Hohlstrasse 556, 8048 Zürich gegen

gegen Suva

Suva Rechtsabteilung

Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern

Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwältin Nadine Linda Suter

vertreten durch Rechtsanwältin Nadine Linda Suter Lischer Zemp & Partner, Rechtsanwälte und Notare

Lischer Zemp & Partner, Rechtsanwälte und Notare Schwanenplatz 4, 6004 Luzern

Schwanenplatz 4, 6004 Luzern Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Der 1974 geborene X.___ arbeitete seit dem 4. April 2018 als Betriebsmitarbe iter für die Z.___ AG und war damit bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 15. Okto ber 2018 in Lanzarote beim Schwimmen ein K nacken im Schultergelenk und danach heftige Schmerzen ver spürte ( Urk. 10/1). Nach der Erstbehandlung am 1 5. Oktober 2018 im Spital vor Ort ( Urk. 10/ 8 ) veranlasste d er am 22. Oktober 2018 in der Schweiz aufgesuchte Arz t Dr. med. A.___, Fach arzt Allgemein Innere Medizin, ein MRT der linken Schulter und diagnostizierte in seinem Arztzeugnis vom 3 1. Oktober 2018 eine Zerrung der Supraspinatus - und Subsca pularissehne sowie eine aktivierte AC-Gelenksarthrose (Urk. 10/7 ). Die Suva trat auf den Schaden ein und erbrachte die gesetzlichen Leistungen ( Urk. 10 / 13 ). Am 19. November 2018 wurde beim Versicherten im Kantonsspital B.___ eine offene ventrale Spondylodese C6/7 nach D e kompression durchgeführt (Operations bericht vom 1 9. November 2018, Urk. 10/38 -39 ). In der Zwischenzeit wurde das Arbeitsverhältnis auf den 31. Dezember 2018 beendet (U rk. 10/37). Mit Schreiben vom 1 3. Februar 2019 stellte die Suva die Versicherungsleistungen per 2 8. Feb ruar 2019 ein, da aufgrund der kreisärztlichen Beurteilung die bestehenden Beschwerden an der linken Schulter nicht mehr unfallbedingt seien ( Urk. 10/30). Am 2 9. April 2019 verlangte der Versicherte eine Neubeurteilung der Leistungs pflicht bzw. bei Festhalten an der Leistungsablehnung eine anfechtbare Verfü gung ( Urk. 10/57 ). In der Folge zog die Suva m it Schreiben vom 2 0. Juni 2019 die formlose Leistungseinstellung vom 1 3. Februar 2019 betreffend die Schulter beschwerden links nach erneuter versicherungsmedizinischer Beur teilung zurück und erbrachte weiterhin die Versicherungsleistungen ( Urk. 10/85). Nach kreisärztlicher Beurteilung vom 3 1. Juli 2019 ( Urk. 10 /103) stellte die Suva mit Schreiben vom 1 4. August 2019 schliesslich die Leistungen bezüglich der Beschwerden an der Halswirbelsäule (HWS) per 3 1. August 2019 ein mit der Begründung, die bestehenden Beschwerden seien nicht mehr unfallbe dingt ( Urk. 10/105). Mit Email vom 4. November 2019 reichte der Versicherte die aktuellsten medizinischen Berichte zu den Akten und verlangte eine Neubeurtei lung der Leistungspflicht bzw. bei Festhalten an der Leistungsablehnung e ine anfechtbare Verfügung (Urk. 10/124-126). Mit Verfügung vom 1 5. Januar 2020 bestätigte die Suva ihre Leistungseinstellung bezüglich der Beschwerden an der Halswirbelsäule. Gleichzeitig stellte sie auch die Leistungen bezüglich der Beschwerden an der linken Schulter per 3 1. Januar 2020 ein ( Urk. 10/132). Dagegen erhob der Versicherte am 1 3. Februar und ergänzend am 1 4. April 2020 Einsprache (Urk. 10/140 und Urk. 10/145 - 146). Im Rahmen des Einsprache ver f ah r ens reichte der Versicherte weitere medizinische Berichte zu den Akten ( Urk. 10/ 150-158). Mit Einspracheentscheid vom 1 7. August 2020 wies die Suva die dagegen erhobene Einsprache ab (Urk. 2).

1. Der 1974 geborene X.___ arbeitete seit dem 4. April 2018 als Betriebsmitarbe iter für die Z.___ AG und war damit bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 15. Okto ber 2018 in Lanzarote beim Schwimmen ein K nacken im Schultergelenk und danach heftige Schmerzen ver spürte ( Urk. 10/1). Nach der Erstbehandlung am 1 5. Oktober 2018 im Spital vor Ort ( Urk. 10/ 8 ) veranlasste d er am 22. Oktober 2018 in der Schweiz aufgesuchte Arz t Dr. med. A.___, Fach arzt Allgemein Innere Medizin, ein MRT der linken Schulter und diagnostizierte in seinem Arztzeugnis vom 3 1. Oktober 2018 eine Zerrung der Supraspinatus und Subsca pularissehne sowie eine aktivierte AC-Gelenksarthrose (Urk. 10/7 ). Die Suva trat auf den Schaden ein und erbrachte die gesetzlichen Leistungen ( Urk. 10 13 ). Am 19. November 2018 wurde beim Versicherten im Kantonsspital B.___ eine offene ventrale Spondylodese C6/7 nach D e kompression durchgeführt (Operations bericht vom 1 9. November 2018, Urk. 10/38 -39 ). In der Zwischenzeit wurde das Arbeitsverhältnis auf den 31. Dezember 2018 beendet (U rk. 10/37). Mit Schreiben vom 1 3. Februar 2019 stellte die Suva die Versicherungsleistungen per 2 8. Feb ruar 2019 ein, da aufgrund der kreisärztlichen Beurteilung die bestehenden Beschwerden an der linken Schulter nicht mehr unfallbedingt seien ( Urk. 10/30). Am 2 9. April 2019 verlangte der Versicherte eine Neubeurteilung der Leistungs pflicht bzw. bei Festhalten an der Leistungsablehnung eine anfechtbare Verfü gung ( Urk. 10/57 ). In der Folge zog die Suva m it Schreiben vom 2 0. Juni 2019 die formlose Leistungseinstellung vom 1 3. Februar 2019 betreffend die Schulter beschwerden links nach erneuter versicherungsmedizinischer Beur teilung zurück und erbrachte weiterhin die Versicherungsleistungen ( Urk. 10/85). Nach kreisärztlicher Beurteilung vom 3 1. Juli 2019 ( Urk. 10 /103) stellte die Suva mit Schreiben vom 1 4. August 2019 schliesslich die Leistungen bezüglich der Beschwerden an der Halswirbelsäule (HWS) per 3 1. August 2019 ein mit der Begründung, die bestehenden Beschwerden seien nicht mehr unfallbe dingt ( Urk. 10/105). Mit Email vom 4. November 2019 reichte der Versicherte die aktuellsten medizinischen Berichte zu den Akten und verlangte eine Neubeurtei lung der Leistungspflicht bzw. bei Festhalten an der Leistungsablehnung e ine anfechtbare Verfügung (Urk. 10/124-126). Mit Verfügung vom 1 5. Januar 2020 bestätigte die Suva ihre Leistungseinstellung bezüglich der Beschwerden an der Halswirbelsäule. Gleichzeitig stellte sie auch die Leistungen bezüglich der Beschwerden an der linken Schulter per 3 1. Januar 2020 ein ( Urk. 10/132). Dagegen erhob der Versicherte am 1 3. Februar und ergänzend am 1 4. April 2020 Einsprache (Urk. 10/140 und Urk. 10/145 146). Im Rahmen des Einsprache ver f ah r ens reichte der Versicherte weitere medizinische Berichte zu den Akten ( Urk. 10/ 150-158). Mit Einspracheentscheid vom 1 7. August 2020 wies die Suva die dagegen erhobene Einsprache ab (Urk. 2). 2. Am 1 7. September 20 20 erhob X.___ Beschwerde und beantragte, es sei en ihm unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheent scheid s vom 17. August 2020 die gesetzlichen Leistungen auszurichten, eventualiter sei die Sache zur Vornahme von weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, subeventualiter sei ein Gerichtsgutachten zu veran lassen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um einen zweiten Schriftenwechsel ( Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 9. November 2020 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 9). Mit Verfügung vom 8. Dezember 2020 wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt und auf die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels verzichtet ( Urk. 11 ). Mit Eingabe vom 2 3. Dezember 2020 und vom 2 9. Januar 2021 reichte der Beschwerdeführer weitere medizinische Berichte zu den Akten ( Urk. 12-17). Mit Eingabe vom 22. Februar 2021 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren Anträ gen fest ( Urk. 18), was dem Beschwerdeführer am 1 1. März 2021 mitgeteilt wurde ( Urk. 19).

2. Am 1 7. September 20 20 erhob X.___ Beschwerde und beantragte, es sei en ihm unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheent scheid s vom 17. August 2020 die gesetzlichen Leistungen auszurichten, eventualiter sei die Sache zur Vornahme von weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, subeventualiter sei ein Gerichtsgutachten zu veran lassen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um einen zweiten Schriftenwechsel ( Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 9. November 2020 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 9). Mit Verfügung vom 8. Dezember 2020 wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt und auf die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels verzichtet ( Urk. 11 ). Mit Eingabe vom 2 3. Dezember 2020 und vom 2 9. Januar 2021 reichte der Beschwerdeführer weitere medizinische Berichte zu den Akten ( Urk. 12-17). Mit Eingabe vom 22. Februar 2021 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren Anträ gen fest ( Urk. 18), was dem Beschwerdeführer am 1 1. März 2021 mitgeteilt wurde ( Urk. 19). 3. Auf die Vorbringen der Parteien sowie die aufgelegten Akten wird, soweit erfor derlich, in den Erwägungen Bezug genommen.

3. Auf die Vorbringen der Parteien sowie die aufgelegten Akten wird, soweit erfor derlich, in den Erwägungen Bezug genommen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 aufgeführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Dazu zählen insbesondere Muskelzerrun gen ( lit. e ) und Sehnenrisse ( lit. f).

1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 aufgeführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Dazu zählen insbesondere Muskelzerrun gen ( lit. e ) und Sehnenrisse ( lit. f). Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).

1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krank hafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegrün dende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglich keit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweis last anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal zusammenhang gegeben ist nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallver sicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rück fällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2 mit Hinweisen).

1.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krank hafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegrün dende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglich keit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweis last anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal zusammenhang gegeben ist nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallver sicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rück fällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2 mit Hinweisen). Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen).

Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen). 1.4 Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (Urteil des Bundesgerichts 8C_75/2016 vom 18. April 2016 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109 E. 2.1).

1.4 Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (Urteil des Bundesgerichts 8C_75/2016 vom 18. April 2016 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109 E. 2.1). 1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 1.6 Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Ver siche rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun gen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).

1.6 Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Ver siche rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun gen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit, dass keine unfallbe dingten, organisch hinreichend nachweisbaren Beschwerden bestünden. Die kreisärztliche Beurteilung von C.___, Facharzt Chirurgie, vom 3 1. Juli 2019 erweise sich vor dem Hintergrund der aktenkundigen ärzt lichen Berichte samt bildgebenden Befunden als gut nachvollziehbar und schlüssig. Es lägen eine Vielzahl medizinischer Berichte und Befunde im Recht, womit der rechtserhebliche Sachverhalt interdisziplinär abgeklärt worden sei. Dabei widerspreche kein medizinischer Bericht der kreisärztlichen Beurteilung. Nichts anderes gehe namentlich auch aus dem vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1 4. April 2020 eingereichten Bericht von Prof. Dr. med. D.___ vom 27. März 2020 hervor. Verhärtungen, Verspannungen und Tonuserhö hungen der Muskulatur, Einschränkungen der HWS- Beweglichkeit, sonstige Bewegungseinschränkungen und Druckdolenzen stellten kein organisch ausge wiesenes Substrat der Beschwerden dar. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen könne erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt worden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt seien. Hinsichtlich des von Dr. med. E.___ und Dr. med. F.___ diagnostizierten Reiz- und sensiblen Ausfallsyndroms sowie des motorischen Ausfallsyndroms C7 sei festzuhalten, dass ein Syndrom nicht einen bestimmten Befund kennzeichne, sondern lediglich in beschreibender Weise ein Beschwerdebild charakterisiere, ohne e ine Aussage über die dahinterstehenden Befunde zu machen. Ein organisch nachweisbares Korrelat s ei damit jedenfalls nicht ausg e wiesen. Di e vom Beschwerdeführer geschilderten L eiden (Schmerzaus strahlung, Taubheitsgefühl, Kribbelparästhesien) könnten keinem unfallrelevan ten organischen Korrelat zugeordnet werden. Darüber hinaus sei das zur Diskussion stehende Ereignis aufgrund d es Hergangs als leichter Unfall einzu stufen. Damit sei d er adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und den nicht objektivierbaren Unfallfolgen zu verneinen und es entfalle damit eine Leistungspflicht der Suva für die se Beschwerden ( Urk. 2 S. 9 ff.).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit, dass keine unfallbe dingten, organisch hinreichend nachweisbaren Beschwerden bestünden. Die kreisärztliche Beurteilung von C.___, Facharzt Chirurgie, vom 3 1. Juli 2019 erweise sich vor dem Hintergrund der aktenkundigen ärzt lichen Berichte samt bildgebenden Befunden als gut nachvollziehbar und schlüssig. Es lägen eine Vielzahl medizinischer Berichte und Befunde im Recht, womit der rechtserhebliche Sachverhalt interdisziplinär abgeklärt worden sei. Dabei widerspreche kein medizinischer Bericht der kreisärztlichen Beurteilung. Nichts anderes gehe namentlich auch aus dem vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1 4. April 2020 eingereichten Bericht von Prof. Dr. med. D.___ vom 27. März 2020 hervor. Verhärtungen, Verspannungen und Tonuserhö hungen der Muskulatur, Einschränkungen der HWS- Beweglichkeit, sonstige Bewegungseinschränkungen und Druckdolenzen stellten kein organisch ausge wiesenes Substrat der Beschwerden dar. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen könne erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt worden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt seien. Hinsichtlich des von Dr. med. E.___ und Dr. med. F.___ diagnostizierten Reiz- und sensiblen Ausfallsyndroms sowie des motorischen Ausfallsyndroms C7 sei festzuhalten, dass ein Syndrom nicht einen bestimmten Befund kennzeichne, sondern lediglich in beschreibender Weise ein Beschwerdebild charakterisiere, ohne e ine Aussage über die dahinterstehenden Befunde zu machen. Ein organisch nachweisbares Korrelat s ei damit jedenfalls nicht ausg e wiesen. Di e vom Beschwerdeführer geschilderten L eiden (Schmerzaus strahlung, Taubheitsgefühl, Kribbelparästhesien) könnten keinem unfallrelevan ten organischen Korrelat zugeordnet werden. Darüber hinaus sei das zur Diskussion stehende Ereignis aufgrund d es Hergangs als leichter Unfall einzu stufen. Damit sei d er adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und den nicht objektivierbaren Unfallfolgen zu verneinen und es entfalle damit eine Leistungspflicht der Suva für die se Beschwerden ( Urk. 2 S. 9 ff.). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, sämtliche Fachberichte wie der Operatio nsbericht vom 1 9. November 2018 sowie die fach ärztlichen Berichte vom 3. April 2019 und vom 1 6. August 2019 gingen von einer traumatischen Verletzung der HWS aus. E r leide noch immer an exzessiven Schmerzen im Schulterbereich. Gemäss aktuellem Bericht vom 1 1. Mai 2020 liessen sich die starken Beschwerden mit der diagnos tizierten Sehnenrup tur erklären. Diese ergebe sich aus der Bildgebung vom 8. Mai 2020, die als trans murale Ruptur bisher nicht diagnostiziert worden sei, was an der bisher vorliegenden schlechten B i l d gebung oder falschen Auswertung liegen könne. Hinzu kämen die zervikalen Ausfälle, welche noch immer im Zusammenhang mit der HWS- Verletzung stünden. Der für die Beschwerdegegnerin stellungnehmende Arzt habe den Zusammenhang beider Verletzungen verk a nnt. Die Diskushernie werde als nicht unfallkausal von d er Prüfung ausgeschlossen. Dem hierzu stellungnehmenden Arzt werde die Befähigung zu einer solchen Stellungnahme ab g esprochen. Er sei weder Radiologe noch Neurochirurg. Es sei daher bei der Unfallkausalität auf die fachärztliche Einschätzung des operierenden Neuro chirurgen vom 1 9. November 2018 abzustellen. Dieser beurteile gemäss dem beiliegenden Bericht eine posttraumatische Verletzung. Die verfügte Leistungs ein stellung sei damit ohne hinreichende Abklärung des medizinischen Sach erhalts bzw. in Verkennung der medizinischen Zusammenhänge ergangen. Sodann sei der aktuelle Krankheitsverlauf vom stellungnehmenden Ver si che rungs medizin er bei seiner Beurteilung völlig ausser Acht gelassen worden. Ferner seien im Ein s pracheentsch e id medizinische Einschätzungen zitiert worden, die nicht mehr dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zum « failed ba ck surgery »- Syndr om entsprächen ( Urk. 1 S. 4).

2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, sämtliche Fachberichte wie der Operatio nsbericht vom 1 9. November 2018 sowie die fach ärztlichen Berichte vom 3. April 2019 und vom 1 6. August 2019 gingen von einer traumatischen Verletzung der HWS aus. E r leide noch immer an exzessiven Schmerzen im Schulterbereich. Gemäss aktuellem Bericht vom 1 1. Mai 2020 liessen sich die starken Beschwerden mit der diagnos tizierten Sehnenrup tur erklären. Diese ergebe sich aus der Bildgebung vom 8. Mai 2020, die als trans murale Ruptur bisher nicht diagnostiziert worden sei, was an der bisher vorliegenden schlechten B i l d gebung oder falschen Auswertung liegen könne. Hinzu kämen die zervikalen Ausfälle, welche noch immer im Zusammenhang mit der HWS- Verletzung stünden. Der für die Beschwerdegegnerin stellungnehmende Arzt habe den Zusammenhang beider Verletzungen verk a nnt. Die Diskushernie werde als nicht unfallkausal von d er Prüfung ausgeschlossen. Dem hierzu stellungnehmenden Arzt werde die Befähigung zu einer solchen Stellungnahme ab g esprochen. Er sei weder Radiologe noch Neurochirurg. Es sei daher bei der Unfallkausalität auf die fachärztliche Einschätzung des operierenden Neuro chirurgen vom 1 9. November 2018 abzustellen. Dieser beurteile gemäss dem beiliegenden Bericht eine posttraumatische Verletzung. Die verfügte Leistungs ein stellung sei damit ohne hinreichende Abklärung des medizinischen Sach erhalts bzw. in Verkennung der medizinischen Zusammenhänge ergangen. Sodann sei der aktuelle Krankheitsverlauf vom stellungnehmenden Ver si che rungs medizin er bei seiner Beurteilung völlig ausser Acht gelassen worden. Ferner seien im Ein s pracheentsch e id medizinische Einschätzungen zitiert worden, die nicht mehr dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zum « failed ba ck surgery »- Syndr om entsprächen ( Urk. 1 S. 4). 3.

3. 3.1 Der am 2 9. Mai 2019 eingegangenen Übersetzung des Berichts vom 1 5. Oktober 2018 des Gesundheitsdienstes der Kanaren lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer beim Schwimmen einen starken Schmerz im Bereich der linken Schulter und des Halses verspürt habe. Es zeige sich eine s tarke Verkrampfung des M. supraspinatus und ein Druckschmerz im Bereich der linken Rotatorenman schette. Es liege eine Verminderung des scapulo-humeralen Gelenkspalts mit Vergrösserung des akromioklavikulären Gelenkspalts vor, dies stehe möglicher weise im Zusammenhang mit einer Ruptur des Ligamentum coracoacromiale und/oder der Sehne der Rotatorenmanschette. Anzeichen einer Fraktur oder Luxation seien nicht erkennbar (Urk. 10/75).

3.1 Der am 2 9. Mai 2019 eingegangenen Übersetzung des Berichts vom 1 5. Oktober 2018 des Gesundheitsdienstes der Kanaren lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer beim Schwimmen einen starken Schmerz im Bereich der linken Schulter und des Halses verspürt habe. Es zeige sich eine s tarke Verkrampfung des M. supraspinatus und ein Druckschmerz im Bereich der linken Rotatorenman schette. Es liege eine Verminderung des scapulo-humeralen Gelenkspalts mit Vergrösserung des akromioklavikulären Gelenkspalts vor, dies stehe möglicher weise im Zusammenhang mit einer Ruptur des Ligamentum coracoacromiale und/oder der Sehne der Rotatorenmanschette. Anzeichen einer Fraktur oder Luxation seien nicht erkennbar (Urk. 10/75). 3. 2 Am 2 4. Oktober 2018 erfolgte ein MRT der Schulter links in der Radiologie G.___ in B.___. Die Befunde wurden als Zerrung der Supraspinatus - und Subs c apularissehne, nach einer AC - Resektion (Februar 2015) mit degenerativen Veränderung des AC-Gelenks und wenig Knochenmarksödem Klavikula - seitig im Sinne einer Aktivierung, beurteilt. Eine Rotatorenmanschettenruptur kon nte ausgeschlossen werden (Urk. 10/7 S. 3-4 ).

3. 2 Am 2 4. Oktober 2018 erfolgte ein MRT der Schulter links in der Radiologie G.___ in B.___. Die Befunde wurden als Zerrung der Supraspinatus - und Subs c apularissehne, nach einer AC Resektion (Februar 2015) mit degenerativen Veränderung des AC-Gelenks und wenig Knochenmarksödem Klavikula seitig im Sinne einer Aktivierung, beurteilt. Eine Rotatorenmanschettenruptur kon nte ausgeschlossen werden (Urk. 10/7 S. 3-4 ). I m UVG-Arztzeugnis vom 3 1. Oktober 2018 stellte der in der Schweiz am 22. Oktober 2018 erstbehandelnde Arzt und zugleich Hausarzt des Beschwerde führers Dr. med. A.___, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, die Diagnose einer Zerrung der Supraspinatus - und Subscapularissehne sowie eine r aktivierte n AC-Gelenksarthrose. Beim Schwimmen habe der Beschwerdeführer plötzlich heftige Schmerzen im linken Schultergelenk verspürt. Die Beweglichkeit sei in allen Ebenen stark durch Schmerzen eingeschränkt. Es bestehe eine Druck dolenz im AC-Gelenk und Supraspinatus sowie eine Taubheit Dig. 2 und medial 3 an der rechten Hand (richtig: linke n Hand ). Er verordnete dem Beschwerdefüh rer eine konservative Behandlung mit Physiotherapie sowie Schmerzmittel und attestierte ihm ab dem 2 2. Oktober 2018 eine volle Arbeitsunfähigkeit (Urk. 10/7 S. 2 ).

I m UVG-Arztzeugnis vom 3 1. Oktober 2018 stellte der in der Schweiz am 22. Oktober 2018 erstbehandelnde Arzt und zugleich Hausarzt des Beschwerde führers Dr. med. A.___, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, die Diagnose einer Zerrung der Supraspinatus und Subscapularissehne sowie eine r aktivierte n AC-Gelenksarthrose. Beim Schwimmen habe der Beschwerdeführer plötzlich heftige Schmerzen im linken Schultergelenk verspürt. Die Beweglichkeit sei in allen Ebenen stark durch Schmerzen eingeschränkt. Es bestehe eine Druck dolenz im AC-Gelenk und Supraspinatus sowie eine Taubheit Dig. 2 und medial 3 an der rechten Hand (richtig: linke n Hand ). Er verordnete dem Beschwerdefüh rer eine konservative Behandlung mit Physiotherapie sowie Schmerzmittel und attestierte ihm ab dem 2 2. Oktober 2018 eine volle Arbeitsunfähigkeit (Urk. 10/7 S. 2 ). 3.3 Im Bericht vom 8. November 2018 des Kantonsspitals B.___ stellten die Ärzte den Verdacht auf ein radikuläres Reizsyndrom C7 links. Der Beschwerdeführer sei von Dr. A.___ für ein orthopädisches Konzil zugewiesen worden. Er habe sich am 1 5. Oktober 2018 beim Tauchen an einem Stein festgehalten, um den Körper vorwärts zu ziehen. Dabei sei es zu einem Z iehen in d e r linken Schulter gekommen. Nach zwei Stunden habe er heftige Schmerzen ver sp ü r t, sodass er in Lanzarote ins Spital gegangen sei. E r habe seit dem Unfall eine Sensibil i t äts minderung in Dig 2 und 3 der linken Hand ( Urk. 10/ 101 S. 2-3 ).

3.3 Im Bericht vom 8. November 2018 des Kantonsspitals B.___ stellten die Ärzte den Verdacht auf ein radikuläres Reizsyndrom C7 links. Der Beschwerdeführer sei von Dr. A.___ für ein orthopädisches Konzil zugewiesen worden. Er habe sich am 1 5. Oktober 2018 beim Tauchen an einem Stein festgehalten, um den Körper vorwärts zu ziehen. Dabei sei es zu einem Z iehen in d e r linken Schulter gekommen. Nach zwei Stunden habe er heftige Schmerzen ver sp ü r t, sodass er in Lanzarote ins Spital gegangen sei. E r habe seit dem Unfall eine Sensibil i t äts minderung in Dig 2 und 3 der linken Hand ( Urk. 10/ 101 S. 2-3 ). Die gleichtags veranlasste MRT der HWS im Ärztezentrum H.___ ergab als bildgebende Befunde eine mediane bis foraminale dorsale Diskusprotrusion im Segment HWK 6/7 mit deutlicher recessaler bis foraminaler Kompression der Nervenwur z el C7 links, be i ansonsten leichte r Facettengelenksarthrose (Urk. 10/98).

Die gleichtags veranlasste MRT der HWS im Ärztezentrum H.___ ergab als bildgebende Befunde eine mediane bis foraminale dorsale Diskusprotrusion im Segment HWK 6/7 mit deutlicher recessaler bis foraminaler Kompression der Nervenwur z el C7 links, be i ansonsten leichte r Facettengelenksarthrose (Urk. 10/98). Am 1 9. November 2018 fand eine offene ventrale Spondylodese C6/7 nach Dekompression im Kantonsspital B.___ mit orotracheal er Nachbeatmung statt ( Urk. 10/38). Es zeig t e sich ein intra- und perioperativ problemloser Verlauf. Die postoperative Röntgenkontrolle ergab eine regelrechte Stellung des Spondylode se materials und e s zeig t e sich gemäss Austrittsbericht vom 2 3. November 2018 (Urk. 10/40) kein neues neurologisches Defizit postoperativ. Die Behandlung der Diskushernie C6/7 links wurde von der Beschwerdegegnerin übernommen (vgl. Urk. 10/60).

Am 1 9. November 2018 fand eine offene ventrale Spondylodese C6/7 nach Dekompression im Kantonsspital B.___ mit orotracheal er Nachbeatmung statt ( Urk. 10/38). Es zeig t e sich ein intra- und perioperativ problemloser Verlauf. Die postoperative Röntgenkontrolle ergab eine regelrechte Stellung des Spondylode se materials und e s zeig t e sich gemäss Austrittsbericht vom 2 3. November 2018 (Urk. 10/40) kein neues neurologisches Defizit postoperativ. Die Behandlung der Diskushernie C6/7 links wurde von der Beschwerdegegnerin übernommen (vgl. Urk. 10/60). 3. 4 Zu den Schulterbeschwerden befragt, stellte Kreisarzt Dr. med. I.___, Facharzt Physikalische Medizin und Rehabi litation, vorerst den Geschehensablauf als Unfall in Frage ( Urk. 10/26) und hielt Kreisarzt C.___ i n seiner Beurteilung vom 1 2. Februar 2019 fest, bei der Verletzung handle es sich um eine Listen diagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. e UVG, wobei die vorliegende Listendiagnose vorwiegend und mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei. Es handle sich um eine nicht richtungsgebende Verschlimmerung. Muskelzerrungen seien im Schulterbereich nach drei Monaten ausgeheilt, dann spiele das Ereignis im weiteren Verlauf keine Rolle mehr. Im vorliegenden Fall werde der Status quo sine spätestens Ende Februar 2019 erreich t (U r k. 10/29).

3. 4 Zu den Schulterbeschwerden befragt, stellte Kreisarzt Dr. med. I.___, Facharzt Physikalische Medizin und Rehabi litation, vorerst den Geschehensablauf als Unfall in Frage ( Urk. 10/26) und hielt Kreisarzt C.___ i n seiner Beurteilung vom 1 2. Februar 2019 fest, bei der Verletzung handle es sich um eine Listen diagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. e UVG, wobei die vorliegende Listendiagnose vorwiegend und mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei. Es handle sich um eine nicht richtungsgebende Verschlimmerung. Muskelzerrungen seien im Schulterbereich nach drei Monaten ausgeheilt, dann spiele das Ereignis im weiteren Verlauf keine Rolle mehr. Im vorliegenden Fall werde der Status quo sine spätestens Ende Februar 2019 erreich t (U r k. 10/29). 3. 5 Dr. J.___, Leitende r Arzt der Wirbelsäulenchirurgie des Kantonspitals B.___, erhob in seinem Bericht vom 2 6. Februar 2019 folgende Diagnosen:

3. 5 Dr. J.___, Leitende r Arzt der Wirbelsäulenchirurgie des Kantonspitals B.___, erhob in seinem Bericht vom 2 6. Februar 2019 folgende Diagnosen: - St. n. ventraler Diskektomie und Fusion C6/7 bei traumatischer Diskusher nie C6/7 links am 19.11.2018

St. n. ventraler Diskektomie und Fusion C6/7 bei traumatischer Diskusher nie C6/7 links am 19.11.2018 - präoperativ leichte Parese C7 in der Untersuchung vom 12.11.2018

präoperativ leichte Parese C7 in der Untersuchung vom 12.11.2018 - persistierende ausgeprägte Hypästhesie Dermatom C7 links ( Dig ll / lll )

persistierende ausgeprägte Hypästhesie Dermatom C7 links ( Dig ll lll ) - St. n. Tauchunfall am 15.10.2018 (Lanzarote)

St. n. Tauchunfall am 15.10.2018 (Lanzarote) - Hiatushernie

Hiatushernie - V.a. obstruktives Schlafapnoe-Syndrom

V.a. obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Der Beschwerdeführer sei im Oktober 2018 beim Tauchen verunfallt und habe sich dabei die Diskushernie zugezogen. Er ( Dr. J.___ ) habe den Beschwer deführer v ier Wochen später gesehen bei refraktären Schmerzen und der nachge wiesenen Pathologie im MRT. Der Beschwerdeführer habe eine ausgeprägte Hypästhesie aufgewiesen, welche auch jetzt noch im linken Arm persistiere und bis in die Finger 2/3 ziehe. Die Parese habe sich zurückgebildet. Vom Schmerzsyndro m her habe er einen « Chida -Punkt », e i n Hauptpr ob lem seien jedoch vor allem die Dysästhesien. Die Leistungseinstellung der Beschwerdegeg nerin per 2 8. Februar 2019 sei ihm unverständlich. Der Beschwerdeführer sei vor dem Unfall vollkommen beschwerdefrei gewesen und warum er nach dem 1. März 2019 über die jetzigen schweren Dysästhesien klagen sollte, wenn der Unfall nicht geschehen wäre, sei nicht nachvollziehbar. Es sei ein Schaden eingetreten, der nach vier Monaten noch nicht geheilt sei. Der natürliche Heilungsverlauf nach dieser Verletzung bzw. die Rekonvaleszenz nach der Operation sei nach drei Monaten noch nicht abgeschlossen. Es werde hinsichtlich des Entscheids der Suva eine Neubeurteilung empfohlen. Die Rekonvaleszenz nach einer Neurokontusion betrage neun bis zwölf Monate (U r k. 10 / 58).

Der Beschwerdeführer sei im Oktober 2018 beim Tauchen verunfallt und habe sich dabei die Diskushernie zugezogen. Er ( Dr. J.___ ) habe den Beschwer deführer v ier Wochen später gesehen bei refraktären Schmerzen und der nachge wiesenen Pathologie im MRT. Der Beschwerdeführer habe eine ausgeprägte Hypästhesie aufgewiesen, welche auch jetzt noch im linken Arm persistiere und bis in die Finger 2/3 ziehe. Die Parese habe sich zurückgebildet. Vom Schmerzsyndro m her habe er einen « Chida -Punkt », e i n Hauptpr ob lem seien jedoch vor allem die Dysästhesien. Die Leistungseinstellung der Beschwerdegeg nerin per 2 8. Februar 2019 sei ihm unverständlich. Der Beschwerdeführer sei vor dem Unfall vollkommen beschwerdefrei gewesen und warum er nach dem 1. März 2019 über die jetzigen schweren Dysästhesien klagen sollte, wenn der Unfall nicht geschehen wäre, sei nicht nachvollziehbar. Es sei ein Schaden eingetreten, der nach vier Monaten noch nicht geheilt sei. Der natürliche Heilungsverlauf nach dieser Verletzung bzw. die Rekonvaleszenz nach der Operation sei nach drei Monaten noch nicht abgeschlossen. Es werde hinsichtlich des Entscheids der Suva eine Neubeurteilung empfohlen. Die Rekonvaleszenz nach einer Neurokontusion betrage neun bis zwölf Monate (U r k. 10 58). Dr. J.___ ergänzte im B ericht vom 1 1. März 2019, i m MRT vom 2 8. Februar 2019 (richtig: 2 7. Februar 2019) zeige sich keine Neurokompression mehr, auch keine S pinalstenose. Die Diskushernie sei komplett entfernt worden. Es bestehe auch keine deutliche neuroforaminale Enge oder Nervenwurzelkompression in diesem Segment. Es müsse jedoch die Neuro-Regeneration abgewartet werden. Diese dauere neun bis zwölf Monate nach Schadenereignis und sei im Oktober 2019 als abgeschlossen anzusehen. Ab dann sei von keiner wesentlichen Besse rung oder Verschlechterung seitens des Unfalls auszugehen. Ein vorzeitiger Abschluss s ei nicht gerechtfertigt (Urk. 10/46).

Dr. J.___ ergänzte im B ericht vom 1 1. März 2019, i m MRT vom 2 8. Februar 2019 (richtig: 2 7. Februar 2019) zeige sich keine Neurokompression mehr, auch keine S pinalstenose. Die Diskushernie sei komplett entfernt worden. Es bestehe auch keine deutliche neuroforaminale Enge oder Nervenwurzelkompression in diesem Segment. Es müsse jedoch die Neuro-Regeneration abgewartet werden. Diese dauere neun bis zwölf Monate nach Schadenereignis und sei im Oktober 2019 als abgeschlossen anzusehen. Ab dann sei von keiner wesentlichen Besse rung oder Verschlechterung seitens des Unfalls auszugehen. Ein vorzeitiger Abschluss s ei nicht gerechtfertigt (Urk. 10/46). 3. 6 Am 1 8. März 2019 erfolgte ein MRT der Schulter links im Ärztezentrum H.___ in K.___. Die Befunde wurden als Status nach alter Partialruptur der Subscapularissehne bei durchgehend intakter Infraspinatus - und Supraspinatus sehne sowie mit Hinweise n auf eine diskrete superior-anteriore Labrumsläsion bei Status nach AC-Gelenksresektion ohne Ödem oder Flüssigkeit subakromial in diesem Bereich bewertet ( Urk. 10/67).

3. 6 Am 1 8. März 2019 erfolgte ein MRT der Schulter links im Ärztezentrum H.___ in K.___. Die Befunde wurden als Status nach alter Partialruptur der Subscapularissehne bei durchgehend intakter Infraspinatus - und Supraspinatus sehne sowie mit Hinweise n auf eine diskrete superior-anteriore Labrumsläsion bei Status nach AC-Gelenksresektion ohne Ödem oder Flüssigkeit subakromial in diesem Bereich bewertet ( Urk. 10/67). 3. 7 Dr. A.___ führte in seinem Bericht vom 3. April 2019 folgende Diagnosen auf:

3. 7 Dr. A.___ führte in seinem Bericht vom 3. April 2019 folgende Diagnosen auf: Tauchunfall vom 15.10.2018:

Tauchunfall vom 15.10.2018: - Zervikal: Traumatische Diskushernie C6/7 links

Zervikal: Traumatische Diskushernie C6/7 links - OP vom 19.11.2018: Offene ventrale Spondylodese C 6/7

OP vom 19.11.2018: Offene ventrale Spondylodese C 6/7 - N ach Dekompression: linkes Schultergelenk

N ach Dekompression: linkes Schultergelenk - Zerrung der Supraspinatus - und Subscapularissehne

Zerrung der Supraspinatus und Subscapularissehne - Vd. a. SLAP-Läsion

Vd. a. SLAP-Läsion - St. n. arthroskopischer Gelenkkörperentfernung, subacromia l er Bursek tomie, AC-Gelenksresektion und mini open Bizepstenodese 2/2015

St. n. arthroskopischer Gelenkkörperentfernung, subacromia l er Bursek tomie, AC-Gelenksresektion und mini open Bizepstenodese 2/2015 Der Beschwerdeführer habe beim Tauchen im offenen Meer mit deutlichem Wellengang beim Festhalten an einem Felsen unter Wasser und dem Ausüben einer ungewollten Abwehrbewegung mit Verdrehen von Kopf und Armmuskeln eine Traumatisierung von Halswirbelsäule und linkem Schultergelenk erlitten. Der vorher beschwerdefreie, körperlich streng arbeitende und im metallverarbei tenden Betrieb angestellte Beschwerdeführer habe starke Nackenschmerzen mit Ausstrahlen in den Hinterkopf und die linke Schulter beschrieben. Die Schulter schmerzen mit Ausstrahlen in den Oberarm seien nach seinen Angaben zunächst in Ruhe und bei Bewegung, später nur bei Bewegung und Ausüben von Kraft, aufgetreten. Die Beweglichkeit HWS sei anfangs deutlich eingeschränkt gewesen. Seit der Operation habe sich dies gebessert. Es persistierten noch Schmerzaus strahlungen, Kribbelparästhesien und Taubheitsgefühle im linken Arm bis in die Hand. Die Kausalität der Beschwerden (Anamnese, klinische Untersuchung) und Befunde (Röntgen, MRT) sei mit dem Ereignis vom 15. Oktober 2018 gegeben und plausibel. Die Operation an der HWS sei absolut indiziert gewesen. Diese habe ernsthafte Komplikationen ve rhindert und die Situation verbessert. Die Regene ration der Nerven sei nach einem solchen Eingriff noch lange nicht ab g eschlossen. Die Situation am linken Schultergelenk sei durch die Operation verstärkt worden. Auch hier sei das Regenerationspotential nicht ausgeschöpft, vor allem, da der Beschwerdeführer eine körperlich belastende Tätigkeit ausübe (Urk. 10/51).

Der Beschwerdeführer habe beim Tauchen im offenen Meer mit deutlichem Wellengang beim Festhalten an einem Felsen unter Wasser und dem Ausüben einer ungewollten Abwehrbewegung mit Verdrehen von Kopf und Armmuskeln eine Traumatisierung von Halswirbelsäule und linkem Schultergelenk erlitten. Der vorher beschwerdefreie, körperlich streng arbeitende und im metallverarbei tenden Betrieb angestellte Beschwerdeführer habe starke Nackenschmerzen mit Ausstrahlen in den Hinterkopf und die linke Schulter beschrieben. Die Schulter schmerzen mit Ausstrahlen in den Oberarm seien nach seinen Angaben zunächst in Ruhe und bei Bewegung, später nur bei Bewegung und Ausüben von Kraft, aufgetreten. Die Beweglichkeit HWS sei anfangs deutlich eingeschränkt gewesen. Seit der Operation habe sich dies gebessert. Es persistierten noch Schmerzaus strahlungen, Kribbelparästhesien und Taubheitsgefühle im linken Arm bis in die Hand. Die Kausalität der Beschwerden (Anamnese, klinische Untersuchung) und Befunde (Röntgen, MRT) sei mit dem Ereignis vom 15. Oktober 2018 gegeben und plausibel. Die Operation an der HWS sei absolut indiziert gewesen. Diese habe ernsthafte Komplikationen ve rhindert und die Situation verbessert. Die Regene ration der Nerven sei nach einem solchen Eingriff noch lange nicht ab g eschlossen. Die Situation am linken Schultergelenk sei durch die Operation verstärkt worden. Auch hier sei das Regenerationspotential nicht ausgeschöpft, vor allem, da der Beschwerdeführer eine körperlich belastende Tätigkeit ausübe (Urk. 10/51). 3. 8 Zur Frage nach der Unfallkausalität des operierten Schadens an der HWS befragt ( Urk. 10/ 82 ) hielt Kreisarzt C.___ nach ergänzter Vorlage der Akten (vgl. Urk. 10/84) am 3 1. Juli 2019 fest, im MRT-Befund der HWS vom 8. u nd 2 1. November 2018 hätten keine Unfallfolgen nachgewiesen werden können. Der Beschwerdeführer sei bereits am 1 5. Oktober 2018 beim Arzt erschienen, jedoch sei en weder eine HWS-Blockade noch sensomotorische Defizite, sondern nur Schulterschmerzen dokumentiert worden. Taubheits gefühle seien erstmals von Dr. A.___ bei der Erstbehandlung vom 2 2. Oktober 2018 festgehalten worden. Es weise nichts auf ein akutes H alswirbelsäulen (HWS) -Tr auma in der ersten Woche, geschweige de n n innerhalb der ersten 72 Stunden, nach Unfallereignis hin. Sodann habe sich der Beschwerdeführer bei Dr. A.___ wegen Schulter sch m e rzen vorgestellt, was auch erkläre, weshalb initial kein MRT der H WS durchgeführt worden sei, sondern erst knapp vier Wochen nach dem Unfaller eignis. Im MRT der HWS vom 8. November 2018 finde sich kein Hinweis auf unfallbe dingte Kraft ein wirkung. Es fänden sich auch weder Zeichen einer statt gefunden en direkten Krafteinwirkung noch einer B one bruise in der HWS, insbesondere nicht zwischen den Segmenten HW S 6 und 7. Des Weiteren fänden sich keine Frakturen, keine Hämatome, keine Bandläsionen an der Wirbelsäule. Das Myelon sei ohne umschriebene Läsionen. Auch intraoperativ habe kein Hinweis auf eine Krafteinwirkung von aussen festgestellt werden können. Zudem seien keine Unfallfolgen, wie Hämatome oder Frakturen erwähnt worden (OP-Bericht vom 1 9. November 2018). Die Beurteilung von Dr. A.___ vom 3. April 2019 möge an seiner Beurteilung nichts zu ändern, da keine neuen medizinischen Erkenntnisse vorlägen, sondern nur eine post-hoc-ergo- propter -hoc - Argumenta tion. Bei dem Ereignis vom 1 5. Oktober 2018 habe es sich überwiegend wahrscheinlich um eine HWS-Distorsion gehandelt. Solche HWS-Distorsionen bei Vorzuständen seien nach allgemeiner Lehrauffassung mit überwiegender Wahr scheinlichkeit sechs Monate nach Unfall als abgeheilt zu betrachten. Der Sta t us quo sine sei dann überwiegend wahrscheinlich erreicht, im vorliegenden Fall anfangs Mai 2019 (Urk. 10/103).

3. 8 Zur Frage nach der Unfallkausalität des operierten Schadens an der HWS befragt ( Urk. 10/ 82 ) hielt Kreisarzt C.___ nach ergänzter Vorlage der Akten (vgl. Urk. 10/84) am 3 1. Juli 2019 fest, im MRT-Befund der HWS vom 8. u nd 2 1. November 2018 hätten keine Unfallfolgen nachgewiesen werden können. Der Beschwerdeführer sei bereits am 1 5. Oktober 2018 beim Arzt erschienen, jedoch sei en weder eine HWS-Blockade noch sensomotorische Defizite, sondern nur Schulterschmerzen dokumentiert worden. Taubheits gefühle seien erstmals von Dr. A.___ bei der Erstbehandlung vom 2 2. Oktober 2018 festgehalten worden. Es weise nichts auf ein akutes H alswirbelsäulen (HWS) -Tr auma in der ersten Woche, geschweige de n n innerhalb der ersten 72 Stunden, nach Unfallereignis hin. Sodann habe sich der Beschwerdeführer bei Dr. A.___ wegen Schulter sch m e rzen vorgestellt, was auch erkläre, weshalb initial kein MRT der H WS durchgeführt worden sei, sondern erst knapp vier Wochen nach dem Unfaller eignis. Im MRT der HWS vom 8. November 2018 finde sich kein Hinweis auf unfallbe dingte Kraft ein wirkung. Es fänden sich auch weder Zeichen einer statt gefunden en direkten Krafteinwirkung noch einer B one bruise in der HWS, insbesondere nicht zwischen den Segmenten HW S 6 und 7. Des Weiteren fänden sich keine Frakturen, keine Hämatome, keine Bandläsionen an der Wirbelsäule. Das Myelon sei ohne umschriebene Läsionen. Auch intraoperativ habe kein Hinweis auf eine Krafteinwirkung von aussen festgestellt werden können. Zudem seien keine Unfallfolgen, wie Hämatome oder Frakturen erwähnt worden (OP-Bericht vom 1 9. November 2018). Die Beurteilung von Dr. A.___ vom 3. April 2019 möge an seiner Beurteilung nichts zu ändern, da keine neuen medizinischen Erkenntnisse vorlägen, sondern nur eine post-hoc-ergo- propter -hoc Argumenta tion. Bei dem Ereignis vom 1 5. Oktober 2018 habe es sich überwiegend wahrscheinlich um eine HWS-Distorsion gehandelt. Solche HWS-Distorsionen bei Vorzuständen seien nach allgemeiner Lehrauffassung mit überwiegender Wahr scheinlichkeit sechs Monate nach Unfall als abgeheilt zu betrachten. Der Sta t us quo sine sei dann überwiegend wahrscheinlich erreicht, im vorliegenden Fall anfangs Mai 2019 (Urk. 10/103). 3. 9 Im Bericht vom 9. September 2019 erhoben die von den Schulterchirurgen konsiliarisch beigezogenen Neurologen der Klinik L.___ die Diagnose eines r adikuläre n Reiz und sensomotorische n Ausfallsyndrom s C7 bei St. n. trauma tischer Diskusprotrusion C6/7 im Rahmen einer HWS-Distorsion 10/201 8. Der Beschwerdeführer berichte, im Oktober beim Schnorcheln im spanischen Meer von einer Welle erfasst worden zu sein; er habe sich mit der linken Hand an einem Felsvorsprung festgehalten, durch die Wucht der Well e sei aber der Ober körper nach hinten gerissen word en und der Kopf nach rechts verd reht. Anamnestisch bestünden seit dem Unfall im Oktober 2018 in den linken Arm ausstrahlende Nackenschmerzen mit begleitendem Taubheitsgefühl Dig II und III links. In der klinisch-neurologischen Untersuchung lasse sich eine Hypästhesie im Dermatom C7 objektivieren, motorisch fänden sich keine Auffälligkeiten. Das Provokationsmanöver für die HWS falle negativ aus ( Spurling -Zeichen). Elektro physiologisch fänden sich in der Kennmuskulatur C7 links Zeichen einer akuten und chronischen Denervation bei unauffälligen Nadelmyographien aus der Kenn muskulatur C6 und C5 links. Bei Taubheitsgefühl Dig II und III links erfolgte zum Ausschluss eines Karpaltunnelsyndroms eine Medianus - und Ulnaris -Neuro graphie links, welche beide normwertige ausgefallen seien. Die genannten Schulterschmerzen wären differentialdiagnostisch im Rahmen einer Beteiligung der pektoralis -Muskulatur im Rahmen der Traktionsschädigung der Nervenwurzel C7 erklärbar. In therapeutischer Hinsicht empfahlen sie eine Dosissteigerung von Lyrica zur Nacht und Fortführung der Physiotherapie zur Stärkung und Detoni sierung der paravertebralen Muskulatur. Weitere Verlaufskontrollen seien nicht vorgesehen ( Urk. 10/120).

3. 9 Im Bericht vom 9. September 2019 erhoben die von den Schulterchirurgen konsiliarisch beigezogenen Neurologen der Klinik L.___ die Diagnose eines r adikuläre n Reiz und sensomotorische n Ausfallsyndrom s C7 bei St. n. trauma tischer Diskusprotrusion C6/7 im Rahmen einer HWS-Distorsion 10/201 8. Der Beschwerdeführer berichte, im Oktober beim Schnorcheln im spanischen Meer von einer Welle erfasst worden zu sein; er habe sich mit der linken Hand an einem Felsvorsprung festgehalten, durch die Wucht der Well e sei aber der Ober körper nach hinten gerissen word en und der Kopf nach rechts verd reht. Anamnestisch bestünden seit dem Unfall im Oktober 2018 in den linken Arm ausstrahlende Nackenschmerzen mit begleitendem Taubheitsgefühl Dig II und III links. In der klinisch-neurologischen Untersuchung lasse sich eine Hypästhesie im Dermatom C7 objektivieren, motorisch fänden sich keine Auffälligkeiten. Das Provokationsmanöver für die HWS falle negativ aus ( Spurling -Zeichen). Elektro physiologisch fänden sich in der Kennmuskulatur C7 links Zeichen einer akuten und chronischen Denervation bei unauffälligen Nadelmyographien aus der Kenn muskulatur C6 und C5 links. Bei Taubheitsgefühl Dig II und III links erfolgte zum Ausschluss eines Karpaltunnelsyndroms eine Medianus - und Ulnaris -Neuro graphie links, welche beide normwertige ausgefallen seien. Die genannten Schulterschmerzen wären differentialdiagnostisch im Rahmen einer Beteiligung der pektoralis -Muskulatur im Rahmen der Traktionsschädigung der Nervenwurzel C7 erklärbar. In therapeutischer Hinsicht empfahlen sie eine Dosissteigerung von Lyrica zur Nacht und Fortführung der Physiotherapie zur Stärkung und Detoni sierung der paravertebralen Muskulatur. Weitere Verlaufskontrollen seien nicht vorgesehen ( Urk. 10/120). 3.1 0 In der Beurteilung vom 2 3. Dezember 2019 hielt Kreisarzt C.___ fest, die linke Schulter sei bei Status nach AC -Gelenksr esektion mit degenerativen Veränderung des AC-Gelenks bereits mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor dem Unfall beeinträchtigt gewesen. Das Unfallereignis vom 1 5. Oktober 2018 habe im Sinn einer Zerrung ( MRT vom 2 4. Oktober 2018 ) zu einer vorübergehenden Verschlim merung geführt. Es handle sich an der Schulter somit um eine Kontusion bei Vorzustand. Solche Kontusionen sei e n nach allgemeiner Lehrauffassung nach zwölf Wochen ab ge heilt, im vorliegenden Fall spätestens per Ende Januar 201 9. Sodann halte er an seiner Beurteilung vom Juli 2019 fest, die Ausführun gen von Dr. A.___ in seinem Bericht vom 8. Juni 2020 ergäben keine neuen medizinischen Erkenntnisse ( Urk. 10/130).

3.1 0 In der Beurteilung vom 2 3. Dezember 2019 hielt Kreisarzt C.___ fest, die linke Schulter sei bei Status nach AC -Gelenksr esektion mit degenerativen Veränderung des AC-Gelenks bereits mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor dem Unfall beeinträchtigt gewesen. Das Unfallereignis vom 1 5. Oktober 2018 habe im Sinn einer Zerrung ( MRT vom 2 4. Oktober 2018 ) zu einer vorübergehenden Verschlim merung geführt. Es handle sich an der Schulter somit um eine Kontusion bei Vorzustand. Solche Kontusionen sei e n nach allgemeiner Lehrauffassung nach zwölf Wochen ab ge heilt, im vorliegenden Fall spätestens per Ende Januar 201 9. Sodann halte er an seiner Beurteilung vom Juli 2019 fest, die Ausführun gen von Dr. A.___ in seinem Bericht vom 8. Juni 2020 ergäben keine neuen medizinischen Erkenntnisse ( Urk. 10/130). 3.1 1 Prof. Dr. med. D.___ der Wirbelsäul enchirurgie des Zentrums M.___ nannte in seinem Bericht vom 2 7. März 2020 folgende Diagnosen:

3.1 1 Prof. Dr. med. D.___ der Wirbelsäul enchirurgie des Zentrums M.___ nannte in seinem Bericht vom 2 7. März 2020 folgende Diagnosen: - Persistierendes Schulter-Arm-Syndrom bds. linksbetont mit/bei :

Persistierendes Schulter-Arm-Syndrom bds. linksbetont mit/bei : - HWS-/Schulterdistorsion nach Tauchunfall am 15.10.2018

HWS-/Schulterdistorsion nach Tauchunfall am 15.10.2018 - St. n. Spondylodese C6/7 bei Diskushernie C6/7 links am 19.11.2018

St. n. Spondylodese C6/7 bei Diskushernie C6/7 links am 19.11.2018 - St. n. Schulterarthroskopie links mit Gelenkkörperentfernung subacro mial und Bursektomie und AC-Gelenksresektion sowie subpectorale LBS- Tenodese 02/2020 (richtig: 02/2015)

St. n. Schulterarthroskopie links mit Gelenkkörperentfernung subacro mial und Bursektomie und AC-Gelenksresektion sowie subpectorale LBS- Tenodese 02/2020 (richtig: 02/2015) - St. n. AC-Gelenksinfiltrati o n am 27.6.2019 (ohne Ansprechen)

St. n. AC-Gelenksinfiltrati o n am 27.6.2019 (ohne Ansprechen) In der umfangreichen Abklärung könne eine persistierende Radikulopathie als Ursache der ausstrahlenden Armschmerzen weitgehend ausgeschlossen werden. Ebenso habe ausgeschlossen werden können, dass eine zusätzliche Verletzung des Segments C7/Th1 vorliege, obwohl sich hier leichte degenerative Veränderungen gezeigt hätten. Insofern könne hieraus keine Unfallkausalität abgeleitet werden. Der vermehrte Knochenumbau im Bereich des eingebrachten Peek-Cages sei auffallend. Bei fehlenden Loc k erungszeichen der Schraube könne eine Pseudarth rose nur theoretisch erwogen werden. Im Vordergrund scheine allerdings noch eine schulterchirurgische Abklärung zustehen (Urk. 10/146).

In der umfangreichen Abklärung könne eine persistierende Radikulopathie als Ursache der ausstrahlenden Armschmerzen weitgehend ausgeschlossen werden. Ebenso habe ausgeschlossen werden können, dass eine zusätzliche Verletzung des Segments C7/Th1 vorliege, obwohl sich hier leichte degenerative Veränderungen gezeigt hätten. Insofern könne hieraus keine Unfallkausalität abgeleitet werden. Der vermehrte Knochenumbau im Bereich des eingebrachten Peek-Cages sei auffallend. Bei fehlenden Loc k erungszeichen der Schraube könne eine Pseudarth rose nur theoretisch erwogen werden. Im Vordergrund scheine allerdings noch eine schulterchirurgische Abklärung zustehen (Urk. 10/146). 3. 1 2 Über diese berichtete Dr. med. univ. N.___, Facharzt für Orthopä dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am 1 1. Mai 2020 und erhob gestützt auf die Arthrograpie Schulter links vom 8. Mai 2020 folgende Diagnosen:

3. 1 2 Über diese berichtete Dr. med. univ. N.___, Facharzt für Orthopä dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am 1 1. Mai 2020 und erhob gestützt auf die Arthrograpie Schulter links vom 8. Mai 2020 folgende Diagnosen: - Gelenksseitiger Riss der Supraspinatussehne im ventralen Drittel links

Gelenksseitiger Riss der Supraspinatussehne im ventralen Drittel links - Leichte Degeneration glenohumeral links

Leichte Degeneration glenohumeral links - Persistierendes Schulter Arm-Syndrom bds. linksbetont mit/bei

Persistierendes Schulter Arm-Syndrom bds. linksbetont mit/bei - HWS Schulter Distorsion nach Tauchunfall am 15.10.2018: aktuell V.a. Tendinopathie, Partialruptur Subscapularissehne links, AC-Gelenks Arthrose links, subakromiales Impingement

HWS Schulter Distorsion nach Tauchunfall am 15.10.2018: aktuell V.a. Tendinopathie, Partialruptur Subscapularissehne links, AC-Gelenks Arthrose links, subakromiales Impingement - St. n. Schulterarthroskopie links mit Gelenkkörperentfernung subacro mial und Bursektomie und AC-Gelenksresektion sowie subpectorale LBS- Tenodese 02/2020 (richtig: 2015)

St. n. Schulterarthroskopie links mit Gelenkkörperentfernung subacro mial und Bursektomie und AC-Gelenksresektion sowie subpectorale LBS- Tenodese 02/2020 (richtig: 2015) - St. n. AC-Gelenksinfiltration am 27.6 2019 (ohne Ansprechen)

St. n. AC-Gelenksinfiltration am 27.6 2019 (ohne Ansprechen) - St. n. Spondylodese C6/7 bei Diskushernie C6/7 links am 19.11.2018

St. n. Spondylodese C6/7 bei Diskushernie C6/7 links am 19.11.2018 Die Schmerzen im Bereich des Schultergelenkes links mit Ausstrahlung bis zum Deltoid-Muskelansatz seien mit der neuen Bildgebung eindeutig erklärbar (Urk. 10/151).

Die Schmerzen im Bereich des Schultergelenkes links mit Ausstrahlung bis zum Deltoid-Muskelansatz seien mit der neuen Bildgebung eindeutig erklärbar (Urk. 10/151). 4.

4. 4.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungsleistun gen zu Recht hinsichtlich der Beschwerden an der HWS per 3 1. August 2019 und hinsichtlich der linken Schulter per 3 1. Januar 2020 eingestellt hat, mithin, ob die vom Beschwerdeführer nach wie vor geklagten Beschwerden noch in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 1 5. Oktober 2018 stehen.

4.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungsleistun gen zu Recht hinsichtlich der Beschwerden an der HWS per 3 1. August 2019 und hinsichtlich der linken Schulter per 3 1. Januar 2020 eingestellt hat, mithin, ob die vom Beschwerdeführer nach wie vor geklagten Beschwerden noch in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 1 5. Oktober 2018 stehen. 4.2 Vorab ist festzuhalten, dass die Schilderungen des Ereignisses vom 1 5. Oktober 2018 in der Schadensmeldung ( Urk. 10/1) sowie den initialen medizinischen Berichten (E. 3.1, E. 3.2 und E. 3.3.) daran zweifeln lassen, ob ein Unfall im Rechtssinne (E. 1.1) vorliegt. Hierüber liegen keine zeitnahen Erhebungen durch die Beschwerdegegnerin vor. Mittlerweile schildert der Beschwerdeführer den Vorgang wie im Bericht der Klinik L.___ vom 9. September 2019 ausgeführt (E. 3.9). D ie fast ein Jahr später diagnostizierte HWS-Distorsion scheint daher auch nicht schlüssig. Festzuhalten bleibt, dass gegenüber dem erstbehandelnden Arzt (E. 3.1) zwei Stunden nach dem Ereignis und gegenüber dem in der Schweiz erstmals aufgesuchten Arzt (E. 3.2) über Schulterschmerzen geklagt wurde. Angesichts der von der Beschwerdegegnerin anerkannten Listenverletzung hinsichtlich der Schulterverletzung links sowie der Übernahme der Heilb ehand lung hinsichtlich der HWS -Beschwerden bis 3 1. August 2019 kann - wie die nachfolgenden E rwägungen aufzeigen - die Einordnung des Geschehens offen gelassen werden. Hinsichtlich der Beschwerden an der HWS ist anzufügen, dass es vorliegend einzig um die Kausalitätsbeurteilung der Diskushernie C6/7 an der HWS zum Unfallereignis vom 15. Oktober 2018 geht und nicht um diejenige einer durch den Unfall ausgelösten möglichen HSW-Distorsion im Sinne eines Schleudertraumas, da der Beschwerdeführer nie über ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild berichtete und insbesondere keine entsprechende ärzt liche Diagnose vorliegt (BGE 117 V 359 E. 4b).

4.2 Vorab ist festzuhalten, dass die Schilderungen des Ereignisses vom 1 5. Oktober 2018 in der Schadensmeldung ( Urk. 10/1) sowie den initialen medizinischen Berichten (E. 3.1, E. 3.2 und E. 3.3.) daran zweifeln lassen, ob ein Unfall im Rechtssinne (E. 1.1) vorliegt. Hierüber liegen keine zeitnahen Erhebungen durch die Beschwerdegegnerin vor. Mittlerweile schildert der Beschwerdeführer den Vorgang wie im Bericht der Klinik L.___ vom 9. September 2019 ausgeführt (E. 3.9). D ie fast ein Jahr später diagnostizierte HWS-Distorsion scheint daher auch nicht schlüssig. Festzuhalten bleibt, dass gegenüber dem erstbehandelnden Arzt (E. 3.1) zwei Stunden nach dem Ereignis und gegenüber dem in der Schweiz erstmals aufgesuchten Arzt (E. 3.2) über Schulterschmerzen geklagt wurde. Angesichts der von der Beschwerdegegnerin anerkannten Listenverletzung hinsichtlich der Schulterverletzung links sowie der Übernahme der Heilb ehand lung hinsichtlich der HWS -Beschwerden bis 3 1. August 2019 kann - wie die nachfolgenden E rwägungen aufzeigen - die Einordnung des Geschehens offen gelassen werden. Hinsichtlich der Beschwerden an der HWS ist anzufügen, dass es vorliegend einzig um die Kausalitätsbeurteilung der Diskushernie C6/7 an der HWS zum Unfallereignis vom 15. Oktober 2018 geht und nicht um diejenige einer durch den Unfall ausgelösten möglichen HSW-Distorsion im Sinne eines Schleudertraumas, da der Beschwerdeführer nie über ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild berichtete und insbesondere keine entsprechende ärzt liche Diagnose vorliegt (BGE 117 V 359 E. 4b). 4. 3

4. 3 4.3.1 Der angefochtene Entscheid basiert massgeblich auf der Beurteilung von Kreisarzt C.___ vom 3 1. Juli 2019 ( E. 3. 8 ), der entgegen der Ansicht des Beschwerdefüh rer s aufgrund seiner Funktion und beruflichen Stellung bei der Suva als Facharzt im Bereich der Unfallmedizin anzusehen ist und unabhängig von seinem ursprünglich erworbenen Facharzttitel über besonders ausgeprägte traumatolo gische Kenntnisse und Erfahrungen für die Beurteilung des streitigen Leidens verfügt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_510/2007 vom 3. Oktober 2008 E. 7.5.4, Urteil des Bundesgerichts 8C_316/20 19 vom 2 4. Oktober 2019 E. 5.4). Er berücksichtigte sämtliche medizinische Vorakten einschliesslich Bilder und setzte sich dabei ausführlich mit den radiologisch erhobenen Befunden und den bio mechanischen Zusammenhängen auseinander. In seiner Beurteilung hielt Kreisarzt C.___ fest, eine unfallkausale Ursache der Diskushernie C6/7 sei nicht zu befürworten, da nichts auf ein akutes HWS-Trauma in der ersten Woche bzw. innerhalb der ersten 72 Stunden nach Unfallereignis hindeute und insbesondere in den ersten Wochen nach dem Unfallereignis am 15. Oktober 2018 die Beschwerden an der linken Schulter im Vordergrund gestanden hätten. Zudem zeigten sich weder im MR T der HWS vom 8. November 2018 noch intraoperativ Hinweise auf unfallbedingte Kraftwirkung en. Demnach schloss er, dass es sich beim Unfallereignis vom 15. Oktober 2018 überwiegend wahrscheinlich um eine HWS-Distorsion handle. Solche HWS-Distorsionen seien bei Vorzuständen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sechs Monat nach Unfall als abgeheilt zu betrachten. D ann spiele das Unfallereignis im weiteren Beschwerdebild keine Rolle mehr, im vorliegen den Fall spätestens anfangs Mai 201 9. An der Zuver lässigkeit und Schlüssigkeit dieser versicherungsinternen ärztlichen Stellung nahme vermögen weder der Bericht von Dr. J.___ vom 26. Februar 2019 (E. 3. 5 ) noch die teilweise in Widerspruch zu seinen Erstbefunden stehenden Berichte von Dr. A.___ vom 3. April 2019 (E. 3. 7 ) oder vom 8. Juni 2020 ( Urk. 3/7 ) keine auch nur geringe Zweifel zu wecken. So lag diesen Ärzten i m Unterschied zu Kreisarzt C.___ die Unfalldokumentation sowie die umfassenden Akten nicht vor. Ferner erschöpft sich ihre Argumentation, wonach die Diskushernie C6/7 auf den Unfall vom 15. Oktober 2018 zurückzuführen s ei, in der Figur « post hoc ergo propter hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist. Dies ist jedoch beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Nachweis der Un fallkausalität nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/ bb, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1), sofern das Unfall geschehen – wie hier- keine strukturellen Läsionen an der Wirbelsäule und keine Wirbelkörperfrakturen verursacht hat. Ä rztliche Auskünfte, die allein auf dieser Argumentation beruhen, sind beweisrechtlich nicht zu verwerten (Urteil des Bundesgerichts 8C_241/2020 vom 29. Mai 2020 E. 3). Schliesslich legt Dr. J.___ in keiner Weise dar, aus welchen Gründen, insbesondere unter Darlegung des möglichen biomechanischen Ablaufs und in Korrelation mit den unmittelbar daraufhin geklagten Schmerzen, er von der sicheren Kenntnis auszugehen scheint, dass der Vorfall vom 1 5. Oktober 2018 eine Diskushernie verursacht haben soll (vgl. E. 3.5).

4.3.1 Der angefochtene Entscheid basiert massgeblich auf der Beurteilung von Kreisarzt C.___ vom 3 1. Juli 2019 ( E. 3. 8 ), der entgegen der Ansicht des Beschwerdefüh rer s aufgrund seiner Funktion und beruflichen Stellung bei der Suva als Facharzt im Bereich der Unfallmedizin anzusehen ist und unabhängig von seinem ursprünglich erworbenen Facharzttitel über besonders ausgeprägte traumatolo gische Kenntnisse und Erfahrungen für die Beurteilung des streitigen Leidens verfügt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_510/2007 vom 3. Oktober 2008 E. 7.5.4, Urteil des Bundesgerichts 8C_316/20 19 vom 2 4. Oktober 2019 E. 5.4). Er berücksichtigte sämtliche medizinische Vorakten einschliesslich Bilder und setzte sich dabei ausführlich mit den radiologisch erhobenen Befunden und den bio mechanischen Zusammenhängen auseinander. In seiner Beurteilung hielt Kreisarzt C.___ fest, eine unfallkausale Ursache der Diskushernie C6/7 sei nicht zu befürworten, da nichts auf ein akutes HWS-Trauma in der ersten Woche bzw. innerhalb der ersten 72 Stunden nach Unfallereignis hindeute und insbesondere in den ersten Wochen nach dem Unfallereignis am 15. Oktober 2018 die Beschwerden an der linken Schulter im Vordergrund gestanden hätten. Zudem zeigten sich weder im MR T der HWS vom 8. November 2018 noch intraoperativ Hinweise auf unfallbedingte Kraftwirkung en. Demnach schloss er, dass es sich beim Unfallereignis vom 15. Oktober 2018 überwiegend wahrscheinlich um eine HWS-Distorsion handle. Solche HWS-Distorsionen seien bei Vorzuständen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sechs Monat nach Unfall als abgeheilt zu betrachten. D ann spiele das Unfallereignis im weiteren Beschwerdebild keine Rolle mehr, im vorliegen den Fall spätestens anfangs Mai 201 9. An der Zuver lässigkeit und Schlüssigkeit dieser versicherungsinternen ärztlichen Stellung nahme vermögen weder der Bericht von Dr. J.___ vom 26. Februar 2019 (E. 3. 5 ) noch die teilweise in Widerspruch zu seinen Erstbefunden stehenden Berichte von Dr. A.___ vom 3. April 2019 (E. 3. 7 ) oder vom 8. Juni 2020 ( Urk. 3/7 ) keine auch nur geringe Zweifel zu wecken. So lag diesen Ärzten i m Unterschied zu Kreisarzt C.___ die Unfalldokumentation sowie die umfassenden Akten nicht vor. Ferner erschöpft sich ihre Argumentation, wonach die Diskushernie C6/7 auf den Unfall vom 15. Oktober 2018 zurückzuführen s ei, in der Figur « post hoc ergo propter hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist. Dies ist jedoch beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Nachweis der Un fallkausalität nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/ bb, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1), sofern das Unfall geschehen – wie hier- keine strukturellen Läsionen an der Wirbelsäule und keine Wirbelkörperfrakturen verursacht hat. Ä rztliche Auskünfte, die allein auf dieser Argumentation beruhen, sind beweisrechtlich nicht zu verwerten (Urteil des Bundesgerichts 8C_241/2020 vom 29. Mai 2020 E. 3). Schliesslich legt Dr. J.___ in keiner Weise dar, aus welchen Gründen, insbesondere unter Darlegung des möglichen biomechanischen Ablaufs und in Korrelation mit den unmittelbar daraufhin geklagten Schmerzen, er von der sicheren Kenntnis auszugehen scheint, dass der Vorfall vom 1 5. Oktober 2018 eine Diskushernie verursacht haben soll (vgl. E. 3.5). 4. 3.2 Die Einschätzung von Kreisarzt C.___ steht insbesondere auch im Einklang mit der höchstrichterlich anerkannten medizinischen Erfahrungstatsache, wonach im Bereich des Unfallversicherungsrechts praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskusher nie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten. So muss eine entsprechende richtungsgebende Verschlimmerung insbesondere auch röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben. Ist die Diskushernie, wie vorliegend, bei stummen degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, liegt eine vorübergehende Verschlimmerung vor. Dies falls hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann in solchen Fällen das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden. Im Allgemeinen ist bei einer Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule die vorübergehende Verschlimmerung nach sechs bis neun Monaten und bei Vorliegen eines erheblich degenerativen Vorzustandes spätestens nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_ 765/2020 vom 4. April 20 21 E. 2.3). Solange der Status quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat die versicherte Person auch Anspruch auf eine - operative Eingriffe mit einschlies sende - zweckmässige Behandlung (Urteile 8C_412/2008 des Bundesgerichts vom 3. November 2008 E. 5.1.2).

4. 3.2 Die Einschätzung von Kreisarzt C.___ steht insbesondere auch im Einklang mit der höchstrichterlich anerkannten medizinischen Erfahrungstatsache, wonach im Bereich des Unfallversicherungsrechts praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskusher nie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten. So muss eine entsprechende richtungsgebende Verschlimmerung insbesondere auch röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben. Ist die Diskushernie, wie vorliegend, bei stummen degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, liegt eine vorübergehende Verschlimmerung vor. Dies falls hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann in solchen Fällen das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden. Im Allgemeinen ist bei einer Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule die vorübergehende Verschlimmerung nach sechs bis neun Monaten und bei Vorliegen eines erheblich degenerativen Vorzustandes spätestens nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_ 765/2020 vom 4. April 20 21 E. 2.3). Solange der Status quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat die versicherte Person auch Anspruch auf eine - operative Eingriffe mit einschlies sende zweckmässige Behandlung (Urteile 8C_412/2008 des Bundesgerichts vom 3. November 2008 E. 5.1.2). 4.3. 3 Vorliegend war der Unfall nicht von besonderer Schwere (vgl. Urk. 10/ 1 und 10/8 ). Begleitverletzungen (Wirbelbrüche, Verletzung von Bandstrukturen), welche auf eine schwere Einwirkung hindeuten würden, liegen nicht vor. Auch fehlt ein unverzügliches Auftreten der Diskushernien-Symptome. Der Beschwer deführer klagte nach dem Unfall am 1 5. Oktober 2018 sowohl im Spital auf Lanzarote (E. 3.1), als auch in der Behandlung bei Dr. A.___ vom 22. Oktober 2018 über starke persistierende Schmerzen in der linken Schulter, Bewegungs einschränkungen oder Schmerzen in der HWS hat Dr. A.___ nicht berichtet (E. 3.2). Daraufhin veranlasste Dr. A.___ ein MRT der linken Schulter, welches eine Zerrung der Supraspinatus - und Subsacpularissehne zeigte (E. 3. 2. Ferner überwies er den Beschwerdeführer a ufgrund der in seiner Sprechstunde erstmals erwähnten Sensibilitätsminderung in Dig 2 und 3 der rechten (richtig: linken Hand ) an ein orthopädisches Konzil im Kantonsspital B.___. Dort klagte der Beschwerdeführer anfänglich noch immer nicht über persistierende Nacken schmerzen. Es wurde jedoch aufgrund der durch die Extension der HWS ausgelösten Schmerzen in der linken Schulter gleichentags ein MRT der HWS veranlasst ( Urk. 10/101 S. 2 ). Das MRT vom 8. November 2021 zeigte schliesslich eine grosse mediolaterale Diskushernie C 6/7 ( E. 3.4 ). Nach dem Gesagten kann davon ausgegangen werden, dass das Unfallereignis vom 1 5. Oktober 2018 zu einer vorübergehenden unfallkausalen Verschlimmerung eines stummen Vorzu standes geführt hat. Ein bildgebende r Nachweis einer traumatischen Diskusher nie, wie von der höchstrichterlichen Rechtsprechung gefordert, liegt nicht vor. Dies wird durch den Bericht von Dr. D.___ (E. 3.11) untermauert, der darüber hinaus eine persistierende Radikulopathie oder eine zusätzliche Verletzung des Segmentes C7/Th1 als Ursache der ausstrahlenden Armschmerzen ausschloss. Somit ist der status quo sine nach Ablauf von sechs Monaten nach Unfall erreicht. Daran vermag auch der beigelegte Artikel nichts zu ändern, da sich dieser nicht mit Kausalitätsfragen der traumatischen zervikalen Diskushernie befasst.

4.3. 3 Vorliegend war der Unfall nicht von besonderer Schwere (vgl. Urk. 10/ 1 und 10/8 ). Begleitverletzungen (Wirbelbrüche, Verletzung von Bandstrukturen), welche auf eine schwere Einwirkung hindeuten würden, liegen nicht vor. Auch fehlt ein unverzügliches Auftreten der Diskushernien-Symptome. Der Beschwer deführer klagte nach dem Unfall am 1 5. Oktober 2018 sowohl im Spital auf Lanzarote (E. 3.1), als auch in der Behandlung bei Dr. A.___ vom 22. Oktober 2018 über starke persistierende Schmerzen in der linken Schulter, Bewegungs einschränkungen oder Schmerzen in der HWS hat Dr. A.___ nicht berichtet (E. 3.2). Daraufhin veranlasste Dr. A.___ ein MRT der linken Schulter, welches eine Zerrung der Supraspinatus - und Subsacpularissehne zeigte (E. 3. 2. Ferner überwies er den Beschwerdeführer a ufgrund der in seiner Sprechstunde erstmals erwähnten Sensibilitätsminderung in Dig 2 und 3 der rechten (richtig: linken Hand ) an ein orthopädisches Konzil im Kantonsspital B.___. Dort klagte der Beschwerdeführer anfänglich noch immer nicht über persistierende Nacken schmerzen. Es wurde jedoch aufgrund der durch die Extension der HWS ausgelösten Schmerzen in der linken Schulter gleichentags ein MRT der HWS veranlasst ( Urk. 10/101 S. 2 ). Das MRT vom 8. November 2021 zeigte schliesslich eine grosse mediolaterale Diskushernie C 6/7 ( E. 3.4 ). Nach dem Gesagten kann davon ausgegangen werden, dass das Unfallereignis vom 1 5. Oktober 2018 zu einer vorübergehenden unfallkausalen Verschlimmerung eines stummen Vorzu standes geführt hat. Ein bildgebende r Nachweis einer traumatischen Diskusher nie, wie von der höchstrichterlichen Rechtsprechung gefordert, liegt nicht vor. Dies wird durch den Bericht von Dr. D.___ (E. 3.11) untermauert, der darüber hinaus eine persistierende Radikulopathie oder eine zusätzliche Verletzung des Segmentes C7/Th1 als Ursache der ausstrahlenden Armschmerzen ausschloss. Somit ist der status quo sine nach Ablauf von sechs Monaten nach Unfall erreicht. Daran vermag auch der beigelegte Artikel nichts zu ändern, da sich dieser nicht mit Kausalitätsfragen der traumatischen zervikalen Diskushernie befasst. 4. 3.4 Demnach ist nicht zu bestanden, dass die Beschwerdegegnerin die Leistungen rund zehn Monate nach dem Ereignis per 3 1. August 2019 eingestellt hat. Somit besteht mangels eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den noch geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 1 5. Oktober 2018 keine über den Fallabschluss hinausgehende Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin.

4. 3.4 Demnach ist nicht zu bestanden, dass die Beschwerdegegnerin die Leistungen rund zehn Monate nach dem Ereignis per 3 1. August 2019 eingestellt hat. Somit besteht mangels eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den noch geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 1 5. Oktober 2018 keine über den Fallabschluss hinausgehende Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin. 4. 4

4. 4 4. 4.1 Bezüglich der Beschwerden an der linken Schulter legte Kreisarzt C.___ s owohl in seiner Beurteilung vom 1 2. Februar 2019 (E. 3. 4 ) als auch in der Beurteilung vom 2 3. Februar 2019 (E. 3.1 0 ) überzeugend d ar, dass die linke Schulter bei Status nach AC -Gelenksr esektion mit degenerativen Veränderung des AC-Gelenks mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor dem Unfall beeinträchtigt war. Mit Verweis auf das MRT vom 2 4. Oktober 2018 schloss er, d as s das Unfallereignis vom 15. Oktober 2 018 im Sinn einer Zerrung zu einer vorübergehenden Verschlimmerung führte und sich der Beschwerdeführer eine Kontusion der Schulter zuzog. Solche Kontusionen sei e n nach allgemeiner Lehrauffassung nach zwölf Wochen ab ge heilt, im vorliegenden Fall spätestens per Ende Januar 201 9. Diese medizinische Einschätzung stimm t mit der Beurteilung der Radiolo gie G.___ vom 2 4. Oktober 2018 (E. 3. 2 ) überein, in welcher die Supraspi natus - und Sub s capu l arissehne bei intakter Infraspinatussehne, degenerativer Veränderung des AC-Gelenks s owie wenig Knochenmarksödem Klav ikula als signalalteriert beschrieben wurden, jedoch keine Rotatorenmanschettenruptur und kein Riss des Labrums ausgemacht werden konnte ( Urk. 10/7/3 ). Auch Dr. A.___ erhob daraufhin im Arztzeugnis vom 31. Oktober 201 8 die Diagno se n einer Zerrung der Supraspinatus - und Subscapularissehne sowie einer aktivierten AC-Gelenksarthrose (E. 3.2). Ferner steht ebenfalls die am 18. März 2019 erfolgte Beurteilung des Ärztezentrums H.___ keinesfalls in eklatan tem Widerspruch dazu (E. 3. 6 ). Die Supraspinatus - und Infraspinatussehne wurden als intakt beurteilt. Dass von einer möglichen diskreten superior-anterioren Labrumläsion ausgegangen wurde, ist ohne Belang, da sich neben dem MRT vom 2 4. Oktober 2018 (E. 3. 2 ) auch im MRT vom 8. Mai 2020 des medizi nisch radiolo gischen Instituts O.___ (Urk. 10/152) kein Hinweis auf eine SLAP-Läsion finde t. Ebenso verhält es sich mit der diagnostizierten alten Partialr uptur der Su bscapularissehne, da sich die Sehnen im MRT vom 8. Mai 2020 b is auf die partiell gelenkseitige Rissbildung der Supraspinatussehne intakt darstell en. Auch Dr. N.___ geht davon aus, dass die weiterhin persistierenden Schmerzen in der linken Schulter gut mit dem gelenksseitigen Riss der Supra spinatussehne im ventralen D rittel zu erklären seien (E. 3.1 2 ). Daraus ergibt sich, dass sich die Supraspinatussehne nach dem Unfallereignis vom 15. Oktober 2018 bildgebend intakt darstellte und keine Ruptur aufwies. Demnach erlitt der Beschwerdeführer an der linken Schulter überwiegend wahrscheinlich lediglich eine Kontusion im Sinne einer Zerrung, zumal der Unfallversicherer nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen hat; sondern allein entscheidend ist, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil 8C_68/2019 des Bundesgerichts vom 22. Juli 2019, E. 3.2). Zudem enthalten die Akten keine Indizien, welche die Behauptung des Beschwerdeführers, der Riss der Supra spinatussehne könnte aufgrund schlechter Bildgebung oder falsche r A uswertung sowie des fehlenden transmuralen Charakters nicht früher diagnostiziert worden sein (E. 2.2), stützen würden, insbesondere da an der linken Schulter ein Vorzu stand nach AC-Gelenksresektion vor liegt. Nichts anderes ergibt sich aus den im Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte n ( Urk. 13/1-2 und Urk. 16/1-2). Soweit die Ärzte vom P.___ oder Dr. A.___ die Unfallkausalität allein aus dem Umstand der prätraumatisch fehlenden Beschwerden ableiten wollen, ist anzumerken, dass die Argumentation nach der Formel « post hoc e rgo propter hoc» (E. 4.3.1 ) nicht zulässig ist.

4. 4.1 Bezüglich der Beschwerden an der linken Schulter legte Kreisarzt C.___ s owohl in seiner Beurteilung vom 1 2. Februar 2019 (E. 3. 4 ) als auch in der Beurteilung vom 2 3. Februar 2019 (E. 3.1 0 ) überzeugend d ar, dass die linke Schulter bei Status nach AC -Gelenksr esektion mit degenerativen Veränderung des AC-Gelenks mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor dem Unfall beeinträchtigt war. Mit Verweis auf das MRT vom 2 4. Oktober 2018 schloss er, d as s das Unfallereignis vom 15. Oktober 2 018 im Sinn einer Zerrung zu einer vorübergehenden Verschlimmerung führte und sich der Beschwerdeführer eine Kontusion der Schulter zuzog. Solche Kontusionen sei e n nach allgemeiner Lehrauffassung nach zwölf Wochen ab ge heilt, im vorliegenden Fall spätestens per Ende Januar 201 9. Diese medizinische Einschätzung stimm t mit der Beurteilung der Radiolo gie G.___ vom 2 4. Oktober 2018 (E. 3. 2 ) überein, in welcher die Supraspi natus - und Sub s capu l arissehne bei intakter Infraspinatussehne, degenerativer Veränderung des AC-Gelenks s owie wenig Knochenmarksödem Klav ikula als signalalteriert beschrieben wurden, jedoch keine Rotatorenmanschettenruptur und kein Riss des Labrums ausgemacht werden konnte ( Urk. 10/7/3 ). Auch Dr. A.___ erhob daraufhin im Arztzeugnis vom 31. Oktober 201 8 die Diagno se n einer Zerrung der Supraspinatus - und Subscapularissehne sowie einer aktivierten AC-Gelenksarthrose (E. 3.2). Ferner steht ebenfalls die am 18. März 2019 erfolgte Beurteilung des Ärztezentrums H.___ keinesfalls in eklatan tem Widerspruch dazu (E. 3. 6 ). Die Supraspinatus - und Infraspinatussehne wurden als intakt beurteilt. Dass von einer möglichen diskreten superior-anterioren Labrumläsion ausgegangen wurde, ist ohne Belang, da sich neben dem MRT vom 2 4. Oktober 2018 (E. 3. 2 ) auch im MRT vom 8. Mai 2020 des medizi nisch radiolo gischen Instituts O.___ (Urk. 10/152) kein Hinweis auf eine SLAP-Läsion finde t. Ebenso verhält es sich mit der diagnostizierten alten Partialr uptur der Su bscapularissehne, da sich die Sehnen im MRT vom 8. Mai 2020 b is auf die partiell gelenkseitige Rissbildung der Supraspinatussehne intakt darstell en. Auch Dr. N.___ geht davon aus, dass die weiterhin persistierenden Schmerzen in der linken Schulter gut mit dem gelenksseitigen Riss der Supra spinatussehne im ventralen D rittel zu erklären seien (E. 3.1 2 ). Daraus ergibt sich, dass sich die Supraspinatussehne nach dem Unfallereignis vom 15. Oktober 2018 bildgebend intakt darstellte und keine Ruptur aufwies. Demnach erlitt der Beschwerdeführer an der linken Schulter überwiegend wahrscheinlich lediglich eine Kontusion im Sinne einer Zerrung, zumal der Unfallversicherer nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen hat; sondern allein entscheidend ist, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil 8C_68/2019 des Bundesgerichts vom 22. Juli 2019, E. 3.2). Zudem enthalten die Akten keine Indizien, welche die Behauptung des Beschwerdeführers, der Riss der Supra spinatussehne könnte aufgrund schlechter Bildgebung oder falsche r A uswertung sowie des fehlenden transmuralen Charakters nicht früher diagnostiziert worden sein (E. 2.2), stützen würden, insbesondere da an der linken Schulter ein Vorzu stand nach AC-Gelenksresektion vor liegt. Nichts anderes ergibt sich aus den im Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte n ( Urk. 13/1-2 und Urk. 16/1-2). Soweit die Ärzte vom P.___ oder Dr. A.___ die Unfallkausalität allein aus dem Umstand der prätraumatisch fehlenden Beschwerden ableiten wollen, ist anzumerken, dass die Argumentation nach der Formel « post hoc e rgo propter hoc» (E. 4.3.1 ) nicht zulässig ist. 4. 4.2 Damit liegen keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Stellungnahme vor (vgl. E. 1.6 ). Nach dem Gesagten ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr scheinlichkeit davon auszugehen, dass der Unfall vom 15. Oktober 2018 im Sinn einer Zerrung zu einer vorübergehenden Verschlimmerung führte und sich der Beschwerdeführer eine Kontusion der Schulter zuzog.

4. 4.2 Damit liegen keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Stellungnahme vor (vgl. E. 1.6 ). Nach dem Gesagten ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr scheinlichkeit davon auszugehen, dass der Unfall vom 15. Oktober 2018 im Sinn einer Zerrung zu einer vorübergehenden Verschlimmerung führte und sich der Beschwerdeführer eine Kontusion der Schulter zuzog. 5. Bei dieser Aktenlage sind von weiteren medizinischen Abklärungen zur Unfall kausalität der Bandscheibenverletzung sowie der linken Schulter keine anders lautenden und/oder weitere entscheidrelevante Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 ll 427 E. 3.1.3 S. 435 mit Hinweisen). Demnach ist nicht zu bestanden, dass die Beschwerdegegnerin die Leistungen per 31. August 2019 bzw. 3 1. Januar 2020 eingestellt hat. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich daher als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

5. Bei dieser Aktenlage sind von weiteren medizinischen Abklärungen zur Unfall kausalität der Bandscheibenverletzung sowie der linken Schulter keine anders lautenden und/oder weitere entscheidrelevante Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 ll 427 E. 3.1.3 S. 435 mit Hinweisen). Demnach ist nicht zu bestanden, dass die Beschwerdegegnerin die Leistungen per 31. August 2019 bzw. 3 1. Januar 2020 eingestellt hat. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich daher als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Dextra Rechtsschutz AG

Dextra Rechtsschutz AG - Rechtsanwältin Nadine Linda Suter

Rechtsanwältin Nadine Linda Suter - Bundesamt für Gesundheit

Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

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