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Nachdem die USA im Süden sowie in Puerto Rico von drei schweren Stürmen und einem Erdbeben heimgesucht worden waren, hatte Talanx in der vergangenen Woche Zweifel geäussert, das ursprüngliche Gewinnziel von 850 Millionen Euro zu erreichen. "Der Ausblick steht auf der Kippe", bekräftigte Finanzvorstand Immo Querner nun erneut. Während es bislang keine verlässlichen Schätzungen zu den versicherten Schäden gebe, ist am Markt von 85 Milliarden US-Dollar die Rede, die hauptsächlich in Puerto Rico entstanden sein sollen. Laut Haas habe es seit dem Talanx-Börsengang im Jahr 2012 keine Schäden gegeben, die in der Gesamtsumme so hoch waren, wie die aus den jüngsten Katastrophen in den USA.
Als Risiko betrachtet Querner den Expansionskurs nach Nordamerika dennoch nicht. "Man müsse eben vorsichtig agieren", so der Finanzchef. Auch Osteuropa sowie Lateinamerika stehen nach wie vor im Fokus von Talanx. In den vergangenen Jahren hatte Talanx bereits in Polen und Chile zugekauft. Eine weitere Kapitalerhöhung stehe jedoch erst dann auf der Agenda, wenn man wisse, welches Unternehmen man zukaufen wolle.
Unterdessen teilte Talanx am Freitag mit, den deutschen Finanzdienstleister FVB mit Sitz in Osnabrück zu übernehmen. Zum Kaufpreis machte der Konzern keine Angaben. FVB beschäftige mehr als 300 Finanzberater und habe rund 100 000 Kunden./kro/tos/oca
(AWP)