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1.7 km
Publiziert: 12 September 2021
In Ascona wurde Dimitri geboren. Lag es an der Schönheit des Ortes oder an der lebendigen Kulturszene, dass aus ihm ein Künstler wurde? Seine Heimatliebe hielt ein Leben lang.
Als Clown Dimitri 1935 in Ascona das Licht der Welt erblickte, war vom heute so mondänen Flair des Ortes noch nichts zu spüren. Immerhin lebten damals schon viele Künstler und Intellektuelle im Dorf. Sie haben ihn ein Leben lang geprägt, wie er schrieb, etwa das Ensemble vom Marionettentheater Asconeser Künstler oder das des noch jungen Teatro San Materno, in dem Charlotte Bara und Tanzpionier Rudolf von Laban den Ausdruckstanz zelebriert hatten.
Die ersten fünf Jahre verbrachte er mit seiner Familie im alten Teil des einstigen Fischerdorfes, im Vicolo Ghiriglione, dort wo heute die exklusive Boutique Selvaggio vom weit über den Kantonsgrenzen hinaus bekannten Innenarchitekten Carlo Rampazzi steht. Wer auf den Spuren Dimitris wandeln möchte, sollte einen Abstecher in den "wilden" Rampazzi-Laden unbedingt miteinplanen. Danach zogen die Müllers – das war Dimitris eigentlicher Familienname – in ein grosses Haus am Fusse des Monte Verità, unweit der Nähe der Eisbahn Siberia.
Immer wieder zog es ihn wieder dorthin. Als junger Mann zügelte er aber erst einmal zur Ausbildung nach Zürich. 1952 kehrte er in seinen Geburtsort zurück – und verliebte sich in seine spätere Frau Gunda. In Paris wurde er 1958 Schüler des berühmten Pantomimen Marcel Marceau, doch die Uraufführung seines ersten Soloauftritts fand ein Jahr später wieder in Ascona statt, und zwar im damaligen Marionettentheater. Dass er sich mit seiner Familie in den Centovalli niederliess und in Verscio sein Clownuniversum installierte ist hinlänglich bekannt.