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Kronensaal für Vereine, Unternehmen und Private wieder zur Verfügung zu stellen
Auf Basis einer Initiative von Heinrich Hirzel wurde die Sanierung des Kronensaals vom Stadtrat dem Parlament beantragt. Der Antrag wurde im Parlament zurückgewiesen, danach erneut beantragt und letztlich abgelehnt. Der Kronensaal wurde anschliessend vom Stadtrat geschlossen und steht den Vereinen zurzeit nicht zur Verfügung. Aus Sicht der FDP ist dieser Zustand nicht befriedigend, war die FDP doch bei beiden Abstimmungen klar für eine Sanierung des Kronensaals als Veranstaltungsort im Zentrum von Wetzikon. Für die FDP war auch klar, dass der Immobiliendienst der Stadt Wetzikon das Betriebskonzept im Rahmen der Sanierung erstellt, die Vermarktung übernimmt und den Kronensaal bewirtschaftet.
Die Entwicklung und Umsetzung einer geeigneten Immobilien- und Unterhaltsstrategie für die langfristige Werterhaltung der bestehenden Gebäude ist eine wichtige Aufgabe und Verpflichtung des Stadtrates. Aufgrund von ausgewiesenen Bedürfnisse aus der Bevölkerung sowie der Wirtschaft müssen neuer Gebäude entwickelt und bestehende Ligenschaften saniert werden, um werthaltige Anlagen zu bilden und zu sichern. Diese Strategie muss der nachhaltigen räumlichen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung des Lebensraumes der Stadt Wetzikon dienen und verpflichtet sein. Die daraus resultierenden Investitionen sind in einer Mehrjahresplanung Finanzen abzubilden und zu priorisieren.
Die FDP forderte den Stadtrat via Motion auf, «...den Kronensaal für Vereine, Unternehmen und Private wieder zur Verfügung zu stellen» und dafür folgende Grundlagen zu erarbeiten:
- Eine Bedarfserhebung bezüglich der möglichen Nutzung des Kronensaals bei Vereinen und Unternehmen durchzuführen und diese in einem Bericht darzulegen.
- Ein Grobkonzept für die Bewirtschaftung und Nutzung des Kronensaals für Vereine, Unternehmen und Privatpersonen ist zu erstellen.
- Eine zweckmässige und auf die möglichen Nutzungen ausgerichtete Instandstellung des Kronensaals zu entwickeln.
- Ein Finanzierungsmodell für die Instandstellung und den Betrieb zu entwickeln. Das Finanzierungsmodell soll öffentliche und private Finanzierungsmöglichkeiten einbeziehen.
- Dem Grossen Gemeinderat die Instandstellung zu beantragen oder die Instandstellung in eigener Kompetenz auszuführen
Die bisherigen Bedarfserhebungen im Vorfeld der Motion zur Sanierung wurden ungenügend durchgeführt. Bezüglich des Betriebskonzepts gingen die Meinungen im Parlament ebenfalls auseinander.
Mit der Schliessung des Kronensaals und dem Rückbau des «Drei Linden» besteht Handlungsbedarf. Die vorhandenen Räumlichkeiten, wie das Scala in Kempten, die Dance Factory, die Kulturfabrik in Medikon oder das Hotel Swiss Star in der Schöneich sind für die Vereine finanziell oder bezüglich Platzangebot nicht zufriedenstellend.
Der Bedarf muss nun fundiert erhoben werden. Es müssen auf den Bedarf ausgerichtete, zweckmässige Lösungen für unsere Vereine, für Unternehmen und Private bereitgestellt werden.
Seit der Überweisung der Motion durch den GGR sind intensive Abklärungen bezüglich der künftigen Nutzung gemacht worden. Im Hinblick auf die Umnutzung der Liegenschaft Drei Linden ist für die Wetziker Vereine der Kronensaal von zentraler Bedeutung. Dies kommt wiederum der Stärkung des Zentrums Oberwetzikon zu Gute.
Der Stadtrat hat nun ein Sanierungskonzept vorgelegt, welches zielführend, finanziell verkraftbar und vernünftig sowie bedürfnisgerecht
umgesetzt werden könnte. Der Antrag der GRPK als geschäftsprüfende Kommission ist noch ausstehend.
Die Motion ist im vollständigen Wortlaut hier als Download verfügbar.
Entscheidung im Grossen Gemeinderat
Das Geschäft wurde im Grossen Gemeinderat vom 30. Oktober 2017 behandelt, der Stadtrat beantragte die Überweisung und Instandstellung des Kronensaals, die GRPK beantragte die Rückweisung des Geschäfts. Das Parlament unterstützte den Kreditantrag des Stadtrates über CHF 745'000 mit 22:10 Stimmen bei 2 Enthaltungen. Die Motion abgeschrieben und Kronensaal wird auf Basis des Kreditantrags des Stadtrates wieder instandgestellt.