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Eine Studie
der Universität Mailand kommt zum Ergebnis, dass ein hoher Prozentsatz der Twitter-Follower von Unternehmen aus Accounts besteht, die von Bots betrieben werden. Die Forscher haben mit einem Algorithmus Stichproben von jeweils 10'000 Followern pro Firma untersucht. Ob ein User Mensch oder Bot ist, wurde mit Hilfe eines eigens geschaffenen Kriterienkatalogs ermittelt. Laut der Erhebung bestehen die Twitter-Gefolgschaften der untersuchten Firmen zu 2 bis gegen 50 Prozent aus maschinell betriebenen Accounts.
Unter den internationalen Konzernen hat beispeislweise der Twitter-Account DellOutlet den höchsten Anteil an potenziell automatisierten Followern. 45,99 Prozent sind laut der Studie verdächtig. Starbucks hat mit 6,88 Prozent die wenigsten verdächtigen Follower.
20 Dollar für 50'000 Follower
"Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob ein Account von einem Bot betrieben wird. Wir sind aber in der Lage festzustellen, ob sich ein User wie ein Bot verhält. Bislang gibt es keine bessere Methode", erklörte der Studienautor Marco Camisani Calzolari gegenüber 'pressetext'. Die Studie widmet sich drei verschiedenen Kategorien von Firmen, internationalen Konzernen, internationalen Unternehmen in Italien und italienischen Firmen. Der Anteil der Follower unter Bot-Verdacht schwankte dabei beträchtlich, was Calzolari als Zeichen für die Qualität des verwendeten Algorithmus sieht.
Die Kriterien berücksichtigen unter anderem die Verwendung von Mobiltelefonen zu Einwahl, die Profilfotos, die User-Biografie, Geo-Daten, den Grad der Vernetztheit und den Inhalt, um Menschen von Maschinen zu unterscheiden. Die Ergebnisse sind für Marketing-Abteilungen ernüchternd.
"Die Firmen haben Fehler gemacht. Sie haben ihre Homepages vernachlässigt und ihre Marketing-Bemühungen in die sozialen Medien ausgelagert. Viele der dazu angestellten Agenturen arbeiten unseriös und kaufen einfach Follower. Auf seoclerks.com kosten 50'000 Nutzer 20 Dollar", erklärt Camisani Calzolari die Ursache für die hohe Zahl der Bot-Verdachtsmomente. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Zahl der Follower als Indikator für den Erfolg eines Social-Media-Auftritts keine grosse Relevanz besitzt. "Bei Facebook gibt es dieselben Probleme. Ich arbeite gerade an einer geeigneten Messmethode", so Calzolari. (pte
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