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Im Mittelpunkt der Gespräche zwischen Staatssekretärin Pascale Baeriswyl und dem Präsidenten der Republik Mosambik, Filipe Jacinto Nyusi, in Maputo stand der Friedensprozess in Mosambik zwischen der Regierung und der Oppositionspartei. Dabei dankte Präsident Nyusi der Schweiz für die Unterstützung des Friedensprozesses.
Die Schweiz stellt Mosambik im Rahmen des bewaffneten Konflikts, der 2013 wieder aufflammte, ihre guten Dienste zur Verfügung. Sie hat auf Ersuchen von Präsident Nyusi und von Oppositionsführer Afonso Dhlakama den Vorsitz der internationalen Kontaktgruppe übernommen, die die Gespräche der beiden Konfliktparteien begleitet. Der von der Schweiz unterstützte Friedensprozess ermöglichte im Dezember 2016 einen befristeten Waffenstillstand, der im Mai 2017 durch einen unbefristeten Waffenstillstand zwischen den Parteien – den ersten seit 2013 – abgelöst wurde.
Des Weiteren traf die Staatssekretärin den Minister für auswärtige Angelegenheiten, Oldemiro Balói, zu einem Arbeitsgespräch. Bei diesem Treffen wurde ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das regelmässige politische Konsultationen zwischen der Schweiz und Mosambik vorsieht, um die bilaterale Zusammenarbeit zu stärken und die Koordination in multilateralen Fragen zu verbessern.
Eine friedliche Lösung des langjährigen Binnenkonflikts ist entscheidend für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes sowie für die Befreiung breiter Bevölkerungsschichten von der bitteren Armut. Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit, die seit 40 Jahren in Mozambik tätig ist, wird das Land weiterhin unterstützen. Ihre Aktion konzentriert sich auf die Bereiche Gouvernanz, Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung.
Am Freitag, 6. Oktober 2017, reist Staatssekretärin Baeriswyl weiter in den Norden des Landes, in die Provinz Nampula, wo sie zwei Projekte der DEZA besuchen wird: ein Projekt über eine neue Anbau- und Bewässerungsmethode für kleine Landwirtschaftsbetriebe und ein Projekt im Bereich Mikrofinanz. Dabei wird die Staatssekretärin mit einer Gruppe von Bäuerinnen zusammentreffen und über den konkreten Nutzen der Mikrokredite diskutieren.
Strategische Partnerschaft mit Südafrika
Vor ihrem Aufenthalt in Mosambik hat Staatssekretärin Baeriswyl hochrangige politische Gespräche in Südafrika, einem strategischen Partner der Schweiz, geführt. Am Dienstag, 3. Oktober 2017, wurde sie vom südafrikanischen Vize-Aussenminister Luwellyn Landers in Pretoria empfangen, um gemeinsam die achten bilateralen Konsultationen zu leiten. Bei den Gesprächen ging es insbesondere um die regionale und multilaterale Zusammenarbeit, die wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit, um Migrationsfragen, die Menschenrechte sowie die Friedens- und Sicherheitspolitik auf internationaler Ebene.
Des Weiteren fanden Gespräche zwischen dem Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) und dem südafrikanischen Finanzministerium (National Treasury) zu Finanz- und Steuerfragen statt. Sie dürfte sich bis zu den nächsten politischen Konsultationen intensivieren. Südafrika ist der wichtigste Wirtschafts- und Finanzpartner der Schweiz auf dem afrikanischen Kontinent.
Staatssekretärin Baeriswyl nutzte ihren Aufenthalt in Pretoria auch zu einem Gespräch mit der südafrikanischen Ministerin für Frauenfragen, Susan Shabangu. Mit ihr sprach sie unter anderem über die Situation der Frauen in Südafrika sowie über Gleichstellungsfragen 25 Jahre nach dem Ende der Apartheid.
Im Township Mamelodi bei Pretoria eröffnete Staatssekretärin die erste Solarbäckerei in Südafrika, welche im Rahmen eines schweizerischen Pilotprojektes eigens konzipiert wurde. Dank Sonnenlicht können im dortigen SOS Kinderdorf jeden Tag über 30 kg Brot gebacken und vor Ort verteilt werden.
Weiterführende Informationen
Medienmitteilung 01.03.17: Friedensgespräche
Medienmitteilung 09.05.17: Abkommen Waffenstillstand
Engagement in Mosambik
Projekt HortiSempre 2 (en)
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Mosambik
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Südafrika
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