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Zwei Fahrer liegen vor dem letzten Saisonrennen punktgleich an der Spitze – diese spezielle Ausgangslage gab es in der Geschichte der Formel 1 erst einmal: 1974 duellierten sich Clay Regazzoni im Ferrari und Emerson Fittipaldi im McLaren um den Titel. Vor dem letzten Rennen in Watkins Glen (USA) hatten damals beide 52 Punkte auf dem Konto. Dem Brasilianer Fittipaldi reichte schliesslich ein 4. Rang, um den Schweizer Regazzoni, der nicht über Platz 11 hinauskam, in Schach zu halten.
2021 stehen Max Verstappen (Red Bull) und Lewis Hamilton (Mercedes) im Fokus. Während der Brite mit seinem 5. Titel in Serie und seinem 8. insgesamt zum alleinigen Rekordweltmeister avancieren könnte, würde der Niederländer seine Titel-Premiere feiern und seinen grossen Vorschusslorbeeren endlich gerecht werden. Nach zuletzt 3 Rennsiegen in Serie liegt das Momentum aber klar bei Hamilton.
Halbe Punkte aus Spa
Die Ausgangslage ist einfach: Wer mehr Punkte holt, ist Weltmeister. Wenn beide Fahrer ausscheiden oder die Punkteränge verpassen, ist Verstappen Weltmeister, weil er insgesamt mehr Saison-Rennen gewonnen hat (9:8). Das gleiche Szenario träfe auch ein, wenn Hamilton die Ränge 9 und Verstappen 10 belegen würden und Verstappen den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde holen könnte. Dann hätten beide 371,5 Punkte auf dem Konto.
Die halben Punkte kommen übrigens vom GP von Belgien, wo das Rennen nach nur 3 Runden abgebrochen werden musste und deshalb nur die Hälfte der üblichen Ausbeute vergeben wurde. Verstappen holte dort für seinen Sieg 12,5 Zähler, Hamilton als Dritter 7,5.