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"Indem er das tut, gefährdet er unsere Demokratie", sagte Clinton am Freitag bei einem Wahlkampfauftritt in Cleveland im Bundesstaat Ohio. Eine friedliche Machtübergabe gehöre zu den Dingen, die eine Demokratie von einer Diktatur unterscheiden, betonte die Präsidentschaftskandidatin.
Trump hatte in der Nacht zum Donnerstag im dritten und letzten TV-Duell gegen seine Rivalin Clinton gesagt, er wolle "erst zum gegebenen Zeitpunkt" prüfen, ob er den Wahlausgang akzeptiere oder nicht. Die Äusserung hatte auch in den Reihen der Republikaner Kritik ausgelöst. Dennoch hatte Trump einen Tag später nachgelegt und gesagt, er werde das Wahlergebnis akzeptieren - "wenn ich gewinne".
Clinton hat dagegen angekündigt, den Ausgang auf jeden Fall zu akzeptieren. Sie liegt in jüngsten Umfragen vorn, hat aber laut der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos an Vorsprung eingebüsst. In der am Freitag veröffentlichten Umfrage kommt Trump auf 40 Prozent der Stimmen, Clinton auf 44 Prozent. In der Vorwoche hatte der Abstand noch sieben Punkte betragen. Damit liegt Trump wieder bei den Werten, die er vor der Veröffentlichung eines Videos mit frauenfeindlichen Äusserungen erzielte.
Nur die Hälfte der US-Republikaner würde einer Umfrage zufolge Clinton als neue Präsidentin akzeptieren, sollte sie die Wahl am 8. November gewinnen. Der am Freitag veröffentlichten Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge erklärten zudem fast 70 Prozent der US-Bürger aus der Partei von Donald Trump, ein solcher Sieg würde durch Wahlfälschung zustande kommen.
Allgemein zeigten Republikaner grössere Vorbehalte als Demokraten über einen korrekten Ablauf der Wahl. Befragt wurden fast 1200 US-Bürger vom 17. bis zum 21. Oktober.
"Die Republikaner machen sich einfach mehr Sorgen als die Demokraten über alles", erklärte die Wahlforscherin Lonna Atkeson von der University of New Mexico zur Stimmung vor der Wahl. Eine derartige Situation habe es in der jüngeren US-Geschichte noch nie gegeben, sagte sie. Der Auslöser sei Trump: "Der Effekt muss durch den Kandidaten zustande kommen."
(SDA)