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Die Mehrheit der Menschen mit einer psychischen Erkrankung sagt, dass sie ohne die Unterstützung aus ihrem Umfeld auf zusätzliche professionelle Hilfe angewiesen wären. Dies ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Forschungsinstituts Sotomo.
Für die Betreuenden ist diese Rolle psychisch belastend, wie drei Viertel von ihnen angaben. Etwas mehr als die Hälfte findet, dass es zu wenige Angebote gibt, um das soziale Umfeld von Erkrankten angemessen zu unterstützen. Sie wünschen sich einen besseren Zugang zu Informationen und mehr Möglichkeiten für einen Erfahrungsaustausch. Drei Viertel finden, dass sie zu wenig Verständnis von der Gesellschaft für ihre Unterstützungsleistung erhalten.
Mehr als zwei Drittel der Angehörigen und Vertrauten leisteten oder leisten diese Hilfe während mindestens einem Jahr, ein Drittel bereits mehr als fünf Jahre. Mit einer längeren Unterstützungsdauer steigt gemäss Sotomo das Konfliktpotenzial.
Über ein Drittel der Befragten hat bereits als Kind miterlebt, wie ein Familienmitglied unter einer psychischer Erkrankung litt. Ein Grossteil litt damals unter diesem Zustand.
Für die Studie wurden zwischen dem 14. und dem 27. November des letzten Jahres 2042 Personen aus der Deutschschweiz und der französischsprachigen Schweiz online befragt. Die Studie wurde von Stand by you, der Dachorganisation der Angehörigen und Vertrauten von Menschen mit psychischen Erkrankungen, in Auftrag gegeben.