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Eigentlich erinnert sich kaum noch jemand an die Geschichte, aber es geht immer noch um Milliarden: Vor einem Gericht in Kalifornien hat heute ein neuer Prozess zwischen Hewlett Packard Enterprise (HPE) und Oracle begonnen. HPE fordert von Oracle drei Milliarden Dollar Schadensersatz, vor allem wegen Geschäftsschädigung.
Der Prozess ist eine weitere Runde im seit fünf Jahren schwelenden Streit zwischen dem Datenbankriesen und Hewlett Packard um die Itanium-CPUs für High-end-Server. HPE ist der Teil des ehemaligen HP-Konzerns, der den Prozess "geerbt" hat.
Oracle hatte im Jahr 2011 angekündigt
, keine Itanium-Versionen seiner Software mehr auf den Markt bringen zu wollen. Gleichzeitig hatte Oracle den Itanium-Chip von Intel für sozusagen tot erklärt. Öffentlich werde dies zwar nicht zugegeben, aber sowohl Intel als auch HP, der schon damals einzige verbliebene Hersteller von Servern mit Itanium-CPUs, würden selbst keine Zukunft mehr für Itanium-Server sehen.
HP hatte Oracle daraufhin wegen Vertragsbruch verklagt
. Oracle sei verpflichtet, Itanium-Versionen seiner Software anzubieten und zu supporten, so lange auch HP solche Server anbietet, erklärte HP. Im neuesten Prozess geht es nun, nach einiger Verzögerung, um den allfälligen Schadensersatz.
Intel hat 2012 die bisher letzte Itanium-Generation auf den Markt gebracht. Ein Nachfolger wurde zwar angekündigt, ist aber bisher nicht erschienen. HPE supportet und verkauft noch Itanium-Systeme, hat aber für die zuletzt erschienenen neuen Modelle seiner High-End-Server-Familie Integrity Xeon-CPUs verwendet. (hjm)