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«Von Küssnacht und Greppen führen auch Pfade durch die Weiden hinan, dann über Leitern an den Felswänden ansteigend nach Kaltenbad. Diese Pfade sind aber beschwerlich und werden nur von den Aelplern gebraucht», beschrieb 1851 Gottfried von Escher in seinem Reisehandbuch den Greppener Weg zur Rigi.
Den Wert bequem und sicher ausgebauter Bergwege hatte Greppens Nachbar Weggis bereits in den 1820er-Jahren erkannt und den Weg zur Rigi für Last- und Reittiere sowie für ungeübte Bergwanderer ausgebaut. In der Folge stieg Weggis zum wichtigsten Startort für Wanderungen zur Rigi auf. Greppen reagierte erst viel später auf den Rigi-Boom und baute 1870 einen Alpweg aus, der in engen Kehren vom Dorf zum Rigi-Känzeli führte. Ein Erfolg wie Weggis blieb dem Dorf nicht zuletzt wegen der Eröffnung der Vitznau-Rigi-Bahn 1871/73 versagt, welche die Reisenden nun ohne Anstrengung zum Aussichtsberg brachte.
Stattliche Bauernhäuser, Gasthaus, Käserei und Mühle im historischen Dorfkern verleihen Greppen trotz der umliegenden Neubauquartiere auch heute noch den Charakter eines traditionellen Bauerndorfes. Wie überall im Gebiet der Feldgraswirtschaft hatten einst auch hier einige wenige Grossbauern das Sagen.
Der wohlhabende Müller in Weggis, der sich um 1630 mit den reichen Bauern seines Dorfes beim gemeinsamen Essen porträtieren liess, war im Gebiet rund um den Vierwaldstättersee die Ausnahme. Anders als im Kornland, wo sie oft über viel Vermögen und Einfluss verfügten, waren die Müller in der Feldgraszone die Aussenseiter der Dorfgemeinschaft. Hier kontrollierten einige wenige reiche Bauern mit grossen Einzelhöfen den Handel mit Getreide und Vieh. So auch in Greppen, wo es 1545 zu einem Kleinkrieg zwischen den Bauern und dem Müller kam, der nur dank dem Eingreifen der Obrigkeit beigelegt werden konnte.