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Bern (ots) - Die vom Bundesrat am 28. Mai 2003 beschlossene
Änderung der Verordnung über Wirtschaftsmassnahmen gegenüber der
Republik Irak wurde mittels Präsidial-entscheid per 25. Juni 2003 in
Kraft gesetzt. Der Bundesrat hatte am 28. Mai 2003 in
Übereinstimmung mit Resolution 1483 (2003) des UNO-Sicherheitsrates
vom 22. Mai 2003 beschlossen, die meisten im Jahre 1990 eingeführten
Embargomassnahmen gegenüber der Republik Irak aufzuheben. Aufgehoben
wurden das Handelsverbot, die Beschränkungen im Flugverkehr sowie
das Verbot, Gelder in den Irak zu transferieren.
Neu eingeführt wurden Massnahmen im Bereich der Kulturgüter. Um die
Rückerstattung von gestohlenen irakischen Kulturgütern zu
erleichtern, wurde der Handel mit solchen Gütern und deren Erwerb
verboten und der Besitz einer Meldepflicht an das Bundesamt für
Kultur unterstellt.
In Kraft bleiben das Verbot der Lieferung von Rüstungsgütern sowie
die Blockierung von Konten, die zudem noch ausgeweitet wurde.
Zusätzlich zu der bereits am 9. April 2003 beschlossenen Sperre von
Geldern der früheren irakischen Regierung und Unternehmen, die von
der Regierung kontrolliert werden, hat der Bundesrat auch eine
Sperre von Geldern von hohen Amtsträgern der früheren Regierung und
deren nächsten Familienmitgliedern erlassen, einschliesslich von
Unternehmen, die durch diese kontrolliert werden.
Für diese Gelder wurde eine Meldepflicht an das Staatssekretariat
für Wirtschaft (seco) eingeführt. Da die Liste von natürlichen und
juristischen Personen, auf welche die Sperre der Gelder anwendbar
ist, von der UNO noch nicht veröffentlicht wurde, richtet sich die
Sperre und Meldepflicht nach Art. 2 Abs. 1 der Verordnung. Art. 2
Abs. 2 sowie der Anhang der Verordnung werden in Kraft gesetzt,
sobald die Namensliste der UNO vorliegt.
Auskünfte:
Roland E. Vock,
seco,
Exportkontrollen und Sanktionen,
Tel. 031 324 07 61