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Meikirch-Modell4. Komponente: Die sozialen Determinanten
Die sozialen Determinanten umfassen das soziale Umfeld jedes Individuums und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen von der befruchteten Eizelle dieses Individuums bis zu dessen Tod.
Gute menschliche Beziehungen fördern Gesundheit
Zum sozialen Umfeld gehören zum Beispiel Familie, Freunde und Bekannte, Schulen, Arbeitgeber sowie politische Institutionen. Gute und lebendige Beziehungen in der Familie und im sozialen Umfeld fördern die Gesundheit des Individuums. Belastende Beziehungen können die Gesundheit beeinträchtigen. Wer menschliche Beziehungen schädigt, erschwert die Entwicklung des persönlich erworbenen Potentials der betroffenen Menschen sowie seine eigene.
Angst, Gier und Machtmissbrauch machen krank
Ein Teil der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wird durch Gesetze und deren Umsetzung bestimmt. Wichtig sind nicht nur die Gesetze zum Gesundheitswesen, sondern auch die Gesetze in den Bereichen Bildung, Arbeit und Verkehr.
Gesellschaftliche Partizipation in Familie, Nachbarschaft und Gemeinde sowie gute Arbeitsbedingungen fördern die Gesundheit. Unredlichkeit, Angst, Gier und Machtmissbrauch können das persönlich erworbene Potential von Mitarbeitenden überfordern und sogar auch dasjenige der zuständigen Führungskräfte beeinträchtigen.
Gesellschaft ist mitverantwortlich
In diesem Sinne postuliert das Meikirch-Modell, dass einerseits die Gesellschaft für die Gesundheit der Individuen Verantwortung trägt und andererseits jedes Individuum seinen Teil zu einer funktionierenden Gesellschaft beizutragen hat.
Zusammenarbeit trägt Früchte
Erst durch Verbindung von Individualmedizin und Public Health wurde das Meikirch-Modell zu etwas Ganzem. Diese Verbindung gelang 2014 in der Zusammenarbeit mit Frau Dr. Shyama Kuruvilla.
Johannes Bircher, Shyama Kuruvilla
Journal of Public Health Policy (2014) 35,363-368. pdf