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Aufnahmegebäude und Güterschuppen, Bahnhof Killwangen-Spreitenbach, 2021
… eine neue Nutzung für den denkmalgeschützten Güterschuppen
Aufnahmegebäude und Güterschuppen, Bahnhof Killwangen-Spreitenbach, 2021
… eine neue Nutzung für den denkmalgeschützten Güterschuppen
Der Bahnhof Killwangen-Spreitenbach wurde 1970 durch den bekannten SBB Architekten Max Vogt erstellt und gilt als eines seiner besten Werke. Das Ensemble besteht aus dem eingeschossigen Güterschuppen und mit dem viergeschossigen Aufnahmegebäude. Die Gebäude sind mit einem Zwischenbau verbunden. In den oberen drei Geschossen des Aufnahmegebäudes befinden sich je zwei Wohnungen, die 2009 durch WSS Architekten saniert wurden und durch einen Laubengang auf der Bahnseite erreicht werden können. Der Laubengang ist für Vogts Bauten sehr typisch. Die Erschliessung erfolgt über ein freigestelltes Treppenhaus an der Ostseite.
Im Erdgeschoss des Aufnahmegebäudes befinden sich Toiletten, Diensträume und ein Kiosk. Im Zwischenbau befand sich bis 2017 das Bahnreisezentrum und ein Café. Der Güterschuppen wird aktuell nicht genutzt. Da der Mietvertrag für das Café ausläuft, das Bahnreisezentrum durch den Personenverkehr 2017 aufgegeben wurde und der Güterschuppen leer steht, bietet sich eine grosszügige Umnutzung des Erdgeschosses an. Es besteht hier ein erhebliches wirtschaftliches Potential, da direkt vor dem Bahnhof ab 2023 die neue Limmattalbahn endet. Es ist dadurch mit zusätzlichen Personenfrequenzen zu rechnen.
Im Zwischenbau soll eine möglichst grosse Fläche für die Nutzung als Convenienceshop freigespielt werden. Voraussichtlich sind nur geringe bauliche Massnahmen notwendig, da keine weiteren Geschosse über der Fläche liegen. Das Konzept sieht vor, nach vorne – orientiert zu den Kunden – eine möglichst übersichtliche und grosszügige Verkaufsfläche zu generieren. Hinten können die Anlieferung, der Personalzugang, die Lager und weitere zudienende Räume (Garderoben, Office, Toiletten usw.) angeordnet werden.
Für den Güterschuppen wurden folgende drei Nutzungsvarianten erarbeitet: Eventgastronomie, Coworking-Space und Kunstraum. Die Variante mit dem Convenienceshop im Zwischenbau und der Eventgastronomie im Güterschuppen verspricht eine erhebliche Belebung des Ortes wie auch beträchtliche Erträge. Aber auch ein Kunstraum wäre sehr interessant. Der Raum hat die ideale Raumhöhe und bietet mit seinen Oberlichtern eine gute und gleichmässige Belichtung für die Kunst an. Dank den Rampen ist zudem eine geeignete Anlieferungssituation für Ausstellungsexponate vorhanden. Somit könnten auch grössere Kunstwerke geschaffen und vor Ort ausgestellt werden.