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In Avegno stehen zahlreiche Kapellen und Bildstöcke am Wegesrand. Eine der schönsten, trotz des Ursprungs im 18. Jahrhundert immer noch mit lebhaften Farben, befindet sich im Ortsteil Terra di dentro. Der unbekannte Autor hat im kleinen Gewölbe die Dreifaltigkeit dargestellt, Die Gottesmutter in der Nische trägt das Kind in ungewöhnlicher Hal
tung rittlings auf dem Knien. Ferner sind ein Flöte spielender Engel, Cherubinen in den Wolken, die Heiligen Katharina Franziskus und Karl Borromäus zu sehen. Blätter- und Blumenmotive zieren die vordere Aussenwand.
Am Beginn der Strasse, die von Terra di fuori auf die Maiensässe führt, ist ein Bildstock mit der Jahreszahl 1746 in eine Stallmauer eingelassen. An der Aussenwand prangt ein Bild der Schlüsselübergabe an den heiligen Petrus, umrahmt von Dekorationen in lebhaften Farben. Das Fresko der Geburt Christi ist mit zahlreichen Figuren versehen. Der M
aler verrät eine gute Schule, ob es ein Werk von G. Antonio Orelli aus Locarno ist, bleibe dahingestellt. Es ist jedenfalls zu vermuten, dass der Schutzengel samt dem von ihm betreuten Kind in der Wegkapelle von Martigana, von Avegno aus in 15 Minuten auf dem Weg zu den Monti erreichbar, von der gleichen Hand stammt.
Im Ortsteil Terra di dentro steht eine weitere Wegkapelle. In der Nische ist eine Rosenkranzmadonna zu sehen, eingerahmt von Rundbildern der Geheimnisse. Die Madonna beugt sich von ihrem Thron zu den Heiligen Dominikus und Katherina. Die Linien sind einfach, die Farben scheinen die ländliche Schönheit der Umgebung widerspiegeln zu wollen. Links
unten ist ein Votivbild angebracht.