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Obwohl derzeit oder in naher Zukunft grosse ÖV-Infrastrukturprojekte realisiert werden, stösst das Tram- und Busnetz auf verschiedenen Abschnitten in der Stadt Bern und den umliegenden Gemeinden zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. Ausserdem entstehen neue Stadtteile oder grössere Siedlungen, die ans ÖV-Netz angebunden werden sollen.
Gemeinsam mit den Gemeinden der Kernagglomeration, dem Kanton und den Transportunternehmen hat die RKBM deshalb eine Netzstrategie ÖV entworfen. Aus einer Gesamtnetzoptik macht die Strategie Aussagen zur Entwicklung der Tram- und Hauptbuslinien sowie zur Wahl der Gefässgrössen – Gelenkbus, Doppelgelenkbus oder Tram. Sie bildet damit eine zentrale Grundlage für künftige Vertiefungsstudien und die Ausarbeitung konkreter Infrastrukturprojekte.
Die Netzstrategie schlägt folgende Stossrichtungen vor:
Für die Korridore Bern Bahnhof–Insel und Bern Bahnhof–Köniz bleibt offen, ob eine Erschliessung durch eine Verlängerung der RBS in Richtung Süden zweckmässig ist. Mit einer RBS-Verlängerung würden beide Gebiete in erster Linie durch die Bahn bedient. Ohne eine RBS-Verlängerung würde Köniz durch ein Tram erschlossen, das Inselareal aus Sicht des ÖV-Netzes entweder über eine Kombination aus Tram und Doppelgelenkbus oder durch eine reine Doppelgelenkbus-Lösung. Die Zweckmässigkeitsbeurteilung (ZMB) Insel wird Anfang 2021 Ergebnisse für dieses Areal liefern.
Die Kommission Verkehr hat die Netzstrategie ÖV Kernagglomeration Bern an ihrer Sitzung vom 10. Dezember 2020 einstimmig verabschiedet.