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Gletscher sind die grössten Süsswasserspeicher der Welt und gleichzeitig, nach den Ozeanen, die grössten Wasserspeicher. In Ländern wie der Schweiz, mit ausgeprägtem Sommer- und Winterhalbjahr, entstehen durch das alljährlich wiederkehrende teilweise Aufschmelzen der Gletscher grosse Mengen Schmelzwasser.
Dieses Schmelzwasser ist enorm wichtig für den Wasserhaushalt und somit für die Verfügbarkeit des kostbaren Nass. Auch für die Erzeugung von Elektrizität aus Wasserkraftwerken ist dieser Zyklus wichtig, da andernfalls die Stauseen nicht gefüllt werden könnten. Durch das sich verändernde Klima wird dieser Zyklus gestört, was insbesondere bei sich immer weiter zurückziehenden Gletschern zu ernsthaften Problemen im Wasserhaushalt führen kann.
Gleichzeitig kann das Schmelzwasser von Gletschern, insbesondere wenn gleichzeitig eine grosse Schneeschmelze stattfindet, aber auch zu Hochwassersituation führen. Dies ist insbesondere dort problematisch, wo sich Gletscherwasser im Eis staut. Durch Abschmelzen oder plötzliche Verschiebungsprozesse können diese „Gletscherseen“ aufbrechen und das Wasser innert kürzester Zeit grosse Gebiete im Tal überfluten. Viele Gletscherseen werden aus diesem Grund permanent überwacht.