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Menschliche Aktivität bringt die Umwelt in Bedrängnis. Forscher versuchten diese menschliche Einflussnahme auf unseren Planeten mit einem „globalen Fussabdruck“ über einen Zeitraum von 16 Jahren zu quantifizieren. Dabei stellten sie ein Wachstum des Fussabdrucks fest, speziell in Regionen mit hoher Biodiversität, gesamthaft jedoch langsamer als erwartet.
Die Menschheit übt einen enormen Druck auf die Umwelt aus. Ein Mass um diese menschlichen Einflüsse zu beschreiben, ist der globale Fussabdruck. In einer kürzlich veröffentlichten Studie, an der sich auch die ETH beteiligte, haben Forscher die Auswirkungen des globalen Fussabdruck neu berechnet. Dabei wurden acht verschiedene vom Mensch verursachte Faktoren berücksichtigt: Bebaute Flächen, Bevölkerungsdichte, Lichtverschmutzung, intensiv genutztes Acker- und Grünland, Straßen und Schienenwege, sowie schiffbare Wasserwege. Je nach Umweltbelastung wurden Punkte an die verschieden Kategorien verteilt. Schliesslich wurde die Summe der Punkte berechnet um den globalen Einflussnahme, den „Human Footprint“, zu ermitteln.
Die Veränderung über die Zeit dieser Fussabdrücke wurde von 1993 bis 2009 verglichen. Über diesen Zeitraum lässt sich feststellen, dass die Bevölkerung um 23 Prozent gewachsen ist, die Weltwirtschaft um 153 Prozent zugenommen hat und der globale Fussabdruck nur um neun Prozent gestiegen ist.
75 Prozent der Landfläche erlebt einen enormen menschlichen Druck, speziell in Regionen mit hoher Biodiversität, wie etwa Regenwälder, aber auch Laubwälder in Westeuropa, im Osten der USA oder in China. So ist durch menschliche Aktivität bis 2009 der Anteil unberührter Natur von 27 auf neun 17.7 Prozent gesunken. Überraschenderweise lässt sich aber bei westliche Industriestaaten und Länder mit einer geringen Korruption eine Abnahme der Belastung auf die Umwelt feststellen.
Begründet wird die Reduktion der Umweltbelastung durch den verstärkten Wegzug der Leute in die Städte von ländlichen Landstrichen und der Kontrolle der Korruption. Als Ursache für die hohe Belastung auf Ökosysteme mit hoher Artenvielfalt wird die intensivierte Landwirtschaft genannt.
Diese Studie wirft ein Licht auf Veränderungen der menschlichen Einflussname über die Zeit. Sie zeigt auf, wo Umweltschutz am meisten von Nöten wäre. Ermutigend ist, dass die Umweltbelastung nicht linear zum Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum zunimmt.
Detailliertere Information über den globalen Fussabdruck finden Sie hier.