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Ashgabat ist eine unglaubliche Stadt. Die äusserst imposanten Gebäude, welche wir zu sehen kriegten, sind alle mit ausländischem weissem Marmor verkleidet. Statuen und Bilder des verstorbenen und des jetzigen Präsidenten sind allgegenwärtig .Die Strassen werden teils nicht nur gewischt, sondern auch von Hand gewaschen. Man sieht hunderte Frauen, welche die Blumenrabatten entlang der Strassen pflegen. Es wurde uns gesagt, dass Frauen, die diese Arbeit 10 Jahre lang leisten, eine Wohnung erhalten. Wenn man bedenkt, dass dies Normalverdienenden sonst nicht möglich ist, kann man verstehen, warum sie sich diese Tortur antun. Im Sommer ist es hier nämlich 50° C heiss. Es gibt seit Jahren ein Baumpflanzprogramm. Alle Staatsangestellten haben die Aufgabe, ein bestimmtes Areal mit Bäumen zu bepflanzen und zu pflegen. Diese Aufgabe kann gegen Bezahlung an weitere weiterdelegiert werden. Es war uns nicht gestattet, Regierungsgebäude, Polizisten und Militär zu fotografieren. Es darf nur an bestimmten Stellen geraucht werden. Für Fremde ist es nicht einfach, herauszufinden, wo das Rauchen erlaubt ist, da es keine Verbotsschilder gibt. Autofahrer sind angehalten, ihre Autos sauber zu halten, auch wir. Polizisten halten durchaus Autofahrer an, streichen mit dem Finger über das schmutzige Autoteil mit der Bemerkung, dies würde den Präsidenten beleidigen. Nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt gibt es eine wunderschöne riesige Moschee, in die kaum einer geht. Gegenüber dieser Moschee liegt das Mausoleum des 1. Präsidenten, der unter unklaren Umständen verstarb. Sein Nachfolger, der 2. Präsident, ist Zahnarzt von Beruf und gehörte zu Lebzeiten des 1. Präsidenten zum Ärzteteam des 1. Präsidenten. Bei der Einfahrt nach Ashgabat wurde Marcel von einem TVTeam interwiewt und gebeten, etwas Gutes über den Präsidenten zu sagen, was er tat.
Hatte jetzt trotz grosser Vorsicht beim Essen und Trinken zum 5. Mal schmerzhafte Magen-Darmproblemphasen, die mir langsam an die Energiereserven gingen. Nahm diesmal starke Antibiotika und Kohletabletten. Ernährte mich hauptsächlich von stopfenden Bananen.