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Das Wichtigste in Kürze
- Am Valentinstag erschiesst eine Trophäenjägerin eine Giraffe und posiert mit deren Herz.
- Sie glaubt, dass die Jagd beitrage, dass viele Arten von der Ausrottung verschont bleiben.
- Sie plant nun, einen Teppich aus dem Giraffenbullen zu machen.
Ein Valentinsgeschenk der besonderen Art: Merelize van der Merwe erhielt von ihrem Ehemann eine Trophäenjagd geschenkt.
Am vergangenen Sonntag konnte sich die Jägerin ihren Traum vom Abschuss eines Giraffen-Bullen erfüllen. Danach posierte sie mit dem Herz des Tieres für ein Foto.
Die Frau betreibt eine Zitrusfarm in Südafrika. Während einem Valentinsausflug in den Ferienort Sun City habe sie ein Kumpel angerufen. Dieser berichtete, dass die begehrte Beute in einem Wildpark gesichtet worden war.
Jahrelang auf Giraffenbullen gewartet
«Ich hatte jahrelang auf meinen eigenen perfekten Bullen gewartet», schreibt van der Merwe unter das Foto auf Facebook. Und weiter: «Haben Sie sich jemals gefragt, wie gross das Herz einer Giraffe ist? Ich bin überglücklich mit meinem Valentinsgeschenk!!!»
Das Foto, das die Frau stolz auf Facebook postete, sorgte unter Tierschützern für Empörung.
«Entspricht Definition eines Soziopathen»
«Jemand, der ein anderes empfindungsfähiges Wesen tötet, ihm das Herz herausschneidet und damit prahlt, entspricht der Definition eines Soziopathen». Dies sagt Elisa Allen von People for the Ethical Treatment of Animals gegenüber dem «Mirror».
Eines Tages werde die Trophäenjagd als Zeichen einer psychiatrischen Störung aufgelistet werden. «Es ist Prunk, Serienmord und Blutrausch gepaart mit einem brennenden Verlangen nach Angeberei.»
Anders sieht dies die 32-jährige Trophäenjägerin. Sie hat mit fünf Jahren zu jagen begonnen und bis zu 500 Tiere erlegt – darunter Löwen, Leoparden und Elefanten.
Sie glaubt, dass das Töten des alternden Giraffenbullen dazu beitrage, bedrohte Arten in Südafrika zu retten. Die Jagd trage dazu bei, dass viele Arten von der Ausrottung verschont worden seien. Bei einem Jagdverbot würden die Tiere wertlos und mit der Zeit verschwinden, ist sie überzeugt. Darum: «Die einzigen, die diese Tiere schützen, sind Trophäenjäger.»
Auch würden dank der Jagd Arbeitsplätze im Tourismus geschützt, ist van der Merwe überzeugt. Elf Menschen hätten an diesem Tag Arbeit gehabt und zudem habe es den Einheimischen «eine Menge Fleisch» gebracht.
Jagd nach Giraffen: Kein Schutz für Wildtiere
Mark Jones von der Born Free Foundation bestreitet dies gegenüber dem Blatt. Die Behauptungen der Trophäenjäger, sie seien um den Schutz der Wildtiere besorgt, sei höchst irreführend. «Die Trophäenjagd ist weder ein Instrument zum Schutz der Wildtiere, noch trägt sie signifikant zur Finanzierung der lokalen Gemeinden bei.»
Van Der Merwe plant nun, aus dem Fell des 17-jährigen Giraffenbullen einen Teppich zu machen.