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Am Sternenhimmel im Oktober 2018
Die Sommerzeit endet am Sonntag, 28. Oktober um 03:00 Uhr. Die Uhr muss ab diesem Moment um eine Stunde zurückgestellt, das heisst, von 3 Uhr auf 2 Uhr umgestellt werden. Der Nachtbeginn verschiebt sich dadurch ebenfalls um eine Stunde, wodurch die Sternwarte SIRIUS ab November bereits um 20:00 Uhr geöffnet werden kann.
Die Neigung der Erdachse zur Sonne hin senkt sich im Spiel der Jahreszeiten weiterhin deutlich ab, so dass sich die Tageslänge von 11h 41m auf 10h 05m verkürzt, also um 1h 36m abnimmt.
Die Sonne durchläuft bis zum 31.10. das Sternbild der Jungfrau um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild der Waage fortzusetzen.
Merkur bleibt den ganzen Monat über zu tief über dem südwestlichen Horizont als dass er in der Abend-dämmerung gesehen werden könnte.
Venus bewegt sich nun scheinbar an der Sonne vorbei und ist dadurch den ganzen Monat über nicht sichtbar. Venus steht am 26.10. in unterer Konjunktion zur Sonne.
Der rote Planet Mars durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild des Steinbocks und ist am Abend sehr schön in südlicher Richtung zu sehen.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft weiter scheinbar das Sternbild der Waage und ist im Laufe des Monats immer kürzer in der Abenddämmerung über dem südwestlichen Horizont zu sehen.
Der Ringplanet Saturn durchwandert weiter scheinbar das Sternbild des Schützen und ist den ganzen Monat über in südlicher Richtung, links vom rötlichen Mars stehend zu finden.
Der Lauf des Mondes:
Letztes Viertel am 2.10. um 11:45 Uhr
Neumond am 9.10. um 5:47 Uhr
Erstes Viertel am 16.10. um 20:01 Uhr
Vollmond am 24.10. um 18:44 Uhr
Letztes Viertel am 31.10. um 17:40 Uhr
Den ganzen Monat über ist mit dem Auftreten von Sternschnuppen aus den beiden jährlich auftretenden Meteorströmen der Draconiden und der Orioniden zu rechnen. Das Maximum an Erscheinungen wird bei den Draconiden in der mondlosen Nacht vom 8.10. auf den 9.10. und bei den Orioniden in der wegen dem Mond ungünstig hellen Nacht vom 21.10. auf den 22.10. erwartet. Jede einzelne Erscheinung ist die Leuchtspur von einem etwa staubkorngrossen Partikel, welches von einem Kometen stammt – bei den Draconiden vom Kometen Giacobini-Zinner und bei den Orioniden vom Kometen Halley – und beim Eindringen in die Erd-atmosphäre die Luft entlang der Flugbahn des Partikels zum Leuchten bringt. Dabei verglüht das Material vollständig, so dass kein Meteorit gefunden werden kann.
In den frühen Nachtstunden im Oktober zeigt sich hoch im Südwesten immer noch das Sommerdreieck mit den hellen Sternen Wega (Sternbild der Leier, im Teleskop sehr schön anzuschauen ist hier der Planetarische Nebel M57), Altair (Sternbild des Adlers) und Deneb (Sternbild des Schwans, im Teleskop wunderschön anzuschauen ist hier der Doppelstern Albireo) während im Südosten die beiden Sternbilder des Pegasus und der Andromeda nachrücken und so den Wechsel der Jahreszeiten eindrücklich erkennen lassen. Hoch am Himmel im Osten thront die bereits von blossem Auge sichtbare «grosse Spiralgalaxie in der Andromeda» und lädt ein 2.5 Millionen zurück in die Vergangenheit zu blicken, während weit im Nordosten tief über dem Horizont bereits das Siebengestirn der Plejaden den kommenden Winter ankündigt. In den mondlos dunklen Nächten des Herbstes gibt es zwischen unserem Hier und dem Rand des Universums noch unsagbar viel zu entdecken.
Haben Sie Fragen, möchten Sie mehr wissen oder einfach mal durchs Teleskop schauen? Jeden Freitag bei schönem Wetter findet in der Sternwarte die wöchentlich stattfindende öffentliche Vorführung statt! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!