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Mit der osmanischen Besetzung verliessen die Benediktiner und Dominikaner Albanien, und die Missionstätigkeit blieb in den Händen der Franziskaner. Diese trugen bis zur Ankunft der Jesuiten Ende der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast die gesamte Last der Missionsarbeit auf ihren Schultern. Einer der franziskanischen Missionare, der 45 Jahre lang in Albanien lebte, war P. Camillo Libardi. Er verfasste mehrere Werke zur albanischen Geschichte, darunter das Manuskript Sylva documentorum et Albaniam pertinentium I-III. Dieses Werk ging nach dem Zweiten Weltkrieg verloren und blieb daher unbekannt und relativ unveröffentlicht.
Während unserer Recherche konnten wir das Manuskript Sylva documentorum spectantium ad missionem Pulatensem [Albanien] im Archiv der Bibliothek in Trient verifizieren. Dies bestätigte die Existenz des von uns erstmals veröffentlichten Manuskripts, das von Cezarin Toma transkribiert wurde. In diesem Buch finden Leser und Forscher auch den beigefügten Text von Donato Martucci, der die Korrespondenz von P. C. Libardi präsentiert. Diese Briefe enthalten äußerst aussagekräftige Informationen, die den allgemeinen Kontext der Arbeit von Libardi sehr gut ergänzen.