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Begriffsdefinitionen
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist eine Managementaufgabe und umfasst die Steuerung und Integration aller betrieblichen Prozesse mit dem Ziel der Erhaltung und Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Mitarbeiter.
Oft wird im gleichen Atemzug und synonym aber auch von Betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) gesprochen. Darunter werden alle gemeinsamen Massnahmen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Gesellschaft zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz verstanden (Luxemburger Deklaration 1997). Diese nicht trennscharfen Begriffe beinhalten als Gemeinsamkeit eine systematische Herangehensweise an die Gesundheitsförderung in Betrieben.
Unter den Experten werden mitunter folgende Unterschiede hervorgehoben: Die Betriebliche Gesundheitsförderung besteht aus zeitlich beschränkten, gezielten Interventionen, demgegenüber strebt das BGM die Entwicklung integrierter betrieblicher Strukturen und Prozesse an. Das BGF wird somit als ein wichtiger Baustein von Betrieblichem Gesundheitsmanagement, welches noch weitere wichtige Bausteine wie z.B. Arbeits- und Gesundheitsschutz, gesundes Führen usw. beinhaltet, angesehen (Badura u.a.: 1999).
Beim BGM ist des Weiteren die Förderung der Mitarbeitergesundheit mit den Betriebszielen vereinbar und wird in der Unternehmensstrategie integriert. Im Gegensatz zur BGF, wo beim Mitarbeiter selbst angesetzt, sprich eine „bottum up“-Strategie verfolgt wird (Faller 2008).
Quellen:
Luxemburger Deklaration zur Betrieblichen Gesundheitsförderung: 1997
Schneider, Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz. Huber. Bern: 2011
Badura, Betriebliches Gesundheitsmanagement. Edition Sigma. Berlin: 1999