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Der Schweizerische Fussballverband (SFV) hat die Nachfolge für die als neue Bundestrainerin zum Deutschen Fussball-Bund (DFB) wechselnde Martina Voss-Tecklenburg bestimmt und Nils Nielsen zum neuen Coach des Frauen-Nationalteams ernannt. Der 46-jährige Däne führte im Vorjahr an der EURO 2017 Dänemark in den Final (2:4-Niederlage gegen Gastgeber Holland). Vor seinen vier Jahren als Nationalcoach des dänischen Frauen-A-Teams war er Trainer der U-17- sowie U-19-Männer-Teams von AB Kopenhagen, Aalborg, FC Kopenhagen und Odense.
«Sein Leistungsausweis im Frauenfussball ist hervorragend, sowohl als Entwickler als auch als Performer», sagt SFV Sportdirektor Laurent Prince und betont vor allem, dass Nielsen ein Team aufbauen könne, Turniererfahrung habe und in entscheidenden Momenten Leistung abrufen könne. Zudem spricht für Nielsen, dass er seine grössten Erfolge mit einem Land feiern konnte, welches in vielerlei Hinsicht mit der Schweiz vergleichbar ist. «Er baute den letztjährigen EURO-Finalisten kontinuierlich auf, nachdem viele Leistungsträgerinnen ihren Rücktritt erklärt hatten. Auf dem Weg in den Final schlug Dänemark mit 9 Spielerinnen im Alter von 23 Jahren oder jünger so starke Teams wie Norwegen, Deutschland oder das aufstrebende Österreich»
Nielsen, der neben Dänisch auch Englisch, Deutsch, Schwedisch und Norwegisch spricht, wird das Schweizer Frauen-Nationalteam per 1. Dezember 2018 offiziell von Martina Voss-Tecklenburg übernehmen, und zwar unabhängig davon, ob die Deutsche das Team via Playoff-Spiele noch an die WM-Endrunde 2019 in Frankreich zu führen vermag. Nach einer bis kurz vor Schluss perfekten Qualifikation verpasste die Schweiz die direkte Qualifikation äusserst knapp. Sie trifft nun am 5. und 9. Oktober 2018 in den Playoff-Halbfinals auf Belgien und danach allenfalls auf die Siegerinnen der Paarung Dänemark–Holland.