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Hier liegt ein Missverständnis vor. Salomo hat dieses Buch nicht geschrieben, während er sich von Gott entfernt hatte, sondern nach einer Zeit, in der sich von Gott entfernt hatte. Er war als junger Mann ein treuer Mann Gottes, aber er hat sich aus verschiedenen Gründen ganz weit von Gott entfernt. In dieser Zeit hat er versucht, Befriedigung und innere Ruhe im Leben durch andere Mittel zu bekommen. Er hat alles Mögliche ausprobiert und musste schließlich gewissermassen sagen: Es hat alles gar nichts gebracht. Aber am Ende seines Lebens erlebte er durch Gottes Gnade eine Umkehr. Danach schrieb er das Buch Prediger. Was er durch seine Umkehr erfahren und erkannt hatte, durfte er dem Volk Israel als göttliche Lehre weitergeben.
Darum steht in Prediger 12,9:
„Und außer dem, dass der Prediger weise war, lehrte er noch das Volk Erkenntnis und erwog und forschte, verfasste viele Sprüche.“
Er hat gelehrt, und er hat diese mündliche Lehre für das Volk Israel als Buch verfasst.
Es gibt noch mehr solche Beispiele: Petrus hat in der Nacht, als der Herr Jesus überliefert wurde, seinen Herrn völlig verleugnet. Er hat geschworen, dass er diesen Mann überhaupt nicht kenne. Das hat aber zum inneren Zusammenbruch bei ihm geführt und seiner völligen Umkehr. Der Herr hat ihn wiederhergestellt. Und dieser Petrus hat später den 1. und 2. Petrusbrief geschrieben, allerdings viele Jahre nachdem er schon längst wieder völlig wiederhergestellt war. So hat auch Salomo nach seiner Wiederherstellung das Buch des Predigers geschrieben.