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Die Kantonsschule am Burggraben St.Gallen ist eine grosse und schöne Mittelschule des Kantons St.Gallen. Sie wurde 1856 gegründet und liegt mitten in der Stadt. Die Schule umfasst ein Untergymnasium und ein Gymnasium mit individuell beeinflussbaren Ausbildungsgängen.
Dank der Grösse besteht an der Schule ein ausserordentlich breites Bildungsangebot: In der Regel können alle kantonal möglichen Schwerpunkt- und Ergänzungsfächer und viele Freifächer geführt werden. Die Kantonsschule am Burggraben St.Gallen hat ausserdem Chöre, Orchester, Bands, eine Theatergruppe, Sportmannschaften und neben der Schülerzeitung ein eigenes Schüler-Radio.
Das Untergymnasium dauert zwei Jahre (7. und 8. Schuljahr), das Gymnasium (9. - 12. Schuljahr) schliesst nach vier Jahren Ausbildung mit der gymnasialen Maturität ab. Diese ermöglicht den prüfungsfreien Zugang an alle Universitäten und die Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Lausanne und Zürich.
Das Schuljahr beginnt Mitte August und endet Anfang Juli. Der Zutritt erfolgt über eine Aufnahmeprüfung Mitte März.
Gegenwärtig besuchen etwa 1350 Schülerinnen und Schüler in über 60 Klassen die Schule; sie werden von gegen 200 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.
Die Bildungsziele für die Kantonsschule am Burggraben definieren sich gemäss dem eidgenössischen Maturitätsanerkennungsreglement wie folgt:
Ziel der Maturitätsschulen, Schülerinnen und Schülern im Hinblick auf ein lebenslanges Lernen grundlegende Kenntnisse zu vermitteln sowie ihre geistige Offenheit und die Fähigkeit zu selbständigen Urteilen zu fördern. Die Schulen streben eine breit gefächerte, ausgewogene und kohärente Bildung an, nicht aber eine fachspezifische oder berufliche Ausbildung. Die Schülerinnen und Schüler gelangen zu jener persönlichen Reife, die sie auf anspruchsvolle Aufgaben in der Gesellschaft vorbereitet. Die Schulen fördern gleichzeitig die Intelligenz, die Willenskraft, die Sensibilität in ethischen und musischen Belangen sowie die physischen Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler.
Maturandinnen und Maturanden sind fähig, sich den Zugang zu neuem Wissen zu erschliessen, ihre Neugier, ihre Vorstellungskraft und ihre Kommunikationsfähigkeit zu entfalten sowie allein und in Gruppen zu arbeiten. Sie sind nicht nur gewohnt, logisch zu denken und zu abstrahieren, sondern haben auch Übung im intuitiven, analogen und vernetzten Denken. Sie haben somit Einsicht in die Methodik wissenschaftlicher Arbeit.
Kenner der Bildungslandschaft sprechen auch von "vertiefter Gesellschaftsreife" als Bildungsziel des Gymnasiums.
Maturandinnen und Maturanden beherrschen eine Landessprache und erwerben sich grundlegende Kenntnisse in anderen nationalen und fremden Sprachen. Sie sind fähig, sich klar, treffend und einfühlsam zu äussern, und lernen, Reichtum und Besonderheit der mit einer Sprache verbundenen Kultur zu erkennen.
Maturandinnen und Maturanden finden sich in ihrer natürlichen, technischen, gesellschaftlichen und kulturellen Umwelt zurecht, und dies in Bezug auf die Gegenwart und die Vergangenheit, auf schweizerischer und internationaler Ebene. Sie sind bereit, Verantwortung gegenüber sich selbst, den Mitmenschen, der Gesellschaft und der Natur wahrzunehmen.