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Reporter ohne Grenzen (RSF) Schweiz hat sich am 24. August an die Bundesbehörden gewendet, mit der Bitte, sich für die Freilassung des Journalisten Khaled Drareni, Korrespondent von RSF International und von TV5 Monde in Algerien, einzusetzen. In einer Nachricht, die heute an den Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), an die Präsidenten der Aussenpolitischen Kommissionen der Eidgenössischen Räte, an die Schweizer Botschaft in Algerien und an den Leiter der Mission der Schweiz bei der UNO in Genf übermittelt wurde, fordert RSF die Schweizer Behörden auf, alles in ihrer Macht Stehende zugunsten des in Algerien willkürlich verhafteten und verurteilten Journalisten zu tun.
Die Verhaftung von Khaled Drareni am 29. März 2020 und seine Verurteilung zu einer dreijährigen Haftstrafe am 10. August wegen «Anstiftung zur unbewaffneten Versammlung und zur Untergrabung der Integrität des nationalen Territoriums» finden in einem allgemeinen Kontext zunehmender Angriffe auf Journalisten in Algerien statt. RSF prangert diese gerichtlichen Schikanen ebenso an wie die zunehmende Unterdrückung der Pressefreiheit im Land.
Khaled Drareni ist ein anerkannter professioneller Journalist in Algerien. Er ist Direktor der Nachrichtenwebsite Casbah Tribune und war Moderator von Nachrichtensendungen und Nachrichtenmagazinen der Privatsender Chourouk TV und Dzaïr TV. Er wird vom Nationalkomitee der algerischen Journalisten und etwa zwanzig internationalen NGOs unterstützt. RSF betont: Das algerische Justizsystem hat Khaled Drareni den Preis für seine Unabhängigkeit als Journalist zahlen lassen.