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Hydroelektrische Energie
Hydroelektrische Energie
Wasserkraft ist eine der wichtigsten Schätze des Kantons Wallis. Die Nutzung dieser einheimischen, umweltfreundlichen und erneuerbaren Naturressource ist jedoch im Zusammenhang mit den anderen Wassernutzungen zu betrachten, insbesondere dem Trinkwasser- und Bewässerungsbedarf, der Fischfauna und der Erhaltung von Naturschutzgebieten.
Nach der Katastrophe von Fukushima im März 2011 setzt die Energiestrategie des Bundesrates als einen der Schwerpunkte auf einen starken Ausbau der Wasserkraft um ca. 10 % bis 2050. Für den Walliser Beitrag an diesem Bundesziel ist die kantonale Stromerzeugung aus Wasserkraft bis 2020 um ca. 250 GWh/Jahr zu erhöhen.
Das Wallis produziert jährlich 10 Milliarden kWh Wasserkraft, was zwischen 25 und 30 % der Schweizer Produktion ausmacht. Ca. 95 % dieser Energie wird durch grosse Wasserkraftwerke, der Rest durch kleine Wasserkraftwerke erzeugt.
Das noch nicht genutzte Wasserkraftpotenzial im Wallis wird auf 5-10 % geschätzt. Dies schliesst sowohl die Modernisierung bestehender als auch den Bau neuer Anlagen ein. Das Gesamtproduktionspotenzial der derzeitigen Projekte von Anlagen entlang der Rhone wird auf 270 GWh/Jahr geschätzt. Dazu kommen andere Vorhaben, wodurch sich das zusätzliche Gesamtproduktionspotenzial bis 2020 auf ca. 530 GWh/Jahr erhöht, wobei Pumpspeicherprojekte und Verluste durch Dotierwassermengen nicht berücksichtigt werden.