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Wir schätzen uns glücklich, denn nach den vergangenen Gewitternächten sind unsere Reben beim Himmelsleiterli verschont geblieben. Schön zu sehen ist nun die Rebblüte. Ein guter Blühverlauf ist entscheidend für die optimale Ausbildung und den gleichmässigen Reifeverlauf der Trauben. Aus der Rebblüte entwickelt der Rebstock Fruchtansätze und später dann die Trauben.
Die Rebblüte
Der Blühverlauf ist wichtig, ja sogar entscheidend, für die gute Ausbildung und den Reifeverlauf der Trauben.
Nach dem Austrieb wachsen die Triebe und bilden in dieser Zeit Rispen aus. Diese tragen eine Vielzahl von Einzelblüten, aus denen sich die Beeren entwickeln.
Die Blüten sind mit einem Käppchen verschlossen, das aufspringt und Stempel und Staubgefässe freigibt. Aus den bestäubten Fruchtknoten entwickeln sich sofort nach der Blüte die Beeren, während die unbefruchteten Blüten verkümmern und abfallen. Die Fruchtansätze sind am Anfang sehr klein, grün und hart.
Die Blüte findet je nach Vegetationsfortschritt nach dem Austrieb von Ende Mai bis Ende Juni statt. Für einen zügigen Blühverlauf ist warmes, trockenes Wetter mit Temperaturen über 15 Grad Celsius Voraussetzung. Wenn während der Blüte die Temperatur absinkt, kann es zu starken Verrieselungsschäden (Nichtbefruchtung und dadurch Abfallen einzelner Blüten) kommen und nur wenige Beeren reifen im Herbst heran.