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Die wahre Identität von Bob Arctor, Undercover-Agent für Betäubungsmittel, kennen auch seine Vorgesetzten nicht.
Im Kampf gegen die Droge Substance D haben sie ihn selbst abhängig gemacht. Nun weicht sich sein Gehirn auf: Er bekommt nicht nur Zweifel, ob er das richtige tue, sondern auch, wer er sei.
Vollends in eine Identitätskrise gerät er, als er den Auftrag erhält, sich selbst zu beschatten.
Richard Linklater verwendet sein in "Waking Life" erprobtes Rotoskop-Verfahren - real Gefilmtes wird am Computer nachgezeichnet.
Die Vorlage stammt von Philip K. Dick ("Blade Runner", "Minority Report"), der die Zukunft der USA als Kampf gegen die bewusstseinszersetzende Droge schildert.
Üble Machenschaften lassen diesen Kampf aussichtslos erscheinen. Doch die Animationstechnik nimmt dem Ernst der Lage seine Eindringlichkeit. Das Geschehen wirkt oberflächlich.
Ihre Stärken spielt die Technik hingegen aus, wenn sie real Gefilmtes überhöht, etwa wenn einer der Drogenabhängigen sich in einem Anfall von Paranoia von Insekten verfolgt fühlt.
Hier zeigt sich, dass es nicht reicht, Gefilmtes mit einer auch noch so aufwendigen Technik in Animation umzusetzen, sondern dass es auch ein Script braucht, das die Comics spezifischen Elemente - wie ungewohnter Perspektivenwechsel - miteinbezieht.
Das gelingt dem Film nur selten. Dennoch ist er eine interessante Umsetzung einer SF-Vorlage.