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Fr, 19. Februar 2021, Ralf Hersel
Fuchsia ist seit seiner Gründung immer als ein etwas mysteriöses Projekt rübergekommen. Google hat seit 2016 offen daran gearbeitet, aber erst im Mai 2019 hat sich der Suchgigant zu seiner Existenz geäussert und erklärt, dass es nicht mehr als ein Experiment ist. Im Gegensatz zu Android und Chrome OS, die auf dem Linux-Kernel aufgebaut sind, verwendet Fuchsia einen neuen Mikrokernel namens Zircon. Google beschreibt Fuchsia als ein Open-Source-Betriebssystem, das "sicher, aktualisierbar, integrativ und pragmatisch" ist.
Mehrere Theorien kursieren darüber, was Google mit Fuchsia erreichen will, wobei eine der populärsten besagt, dass Fuchsia schliesslich sowohl Android als auch Chrome OS ersetzen wird. Da dieses Betriebssystem im Vergleich zur etablierten Android-Plattform noch in den Kinderschuhen steckt, ist es jedoch unwahrscheinlich, dass dies in naher Zukunft geschieht. Wenn jedoch ein neuer Google-Vorschlag jemals zum Tragen kommt, scheint es, dass Fuchsia native Android- und Linux-Apps ausführen könnte.
Das Dokument, das auf Fuchsia Gerrit eingereicht wurde, schlägt die Entwicklung einer Kompatibilitätsschicht namens Starnix vor, die "Anfragen vom Linux-Client-Programm an die Fuchsia-Subsysteme übersetzen kann", was im Wesentlichen ermöglicht, dass native Android- und Linux-Apps auf der Plattform laufen, ohne auf virtuelle Maschinen oder Emulatoren zurückgreifen zu müssen.
Während wir das Universum der Software, die wir auf Fuchsia ausführen möchten, erweitern, stossen wir auf Software, die wir auf Fuchsia ausführen möchten und die wir nicht neu kompilieren können. Zum Beispiel enthalten Android-Anwendungen native Code-Module, die für Linux kompiliert wurden. Um diese Software auf Fuchsia auszuführen, müssen wir in der Lage sein, Binärdateien auszuführen, ohne sie zu modifizieren.
Der Vorschlag merkt weiter an, dass die Absicht dieser Kompatibilitätsschicht "darin besteht, eine Implementierung der Linux-Schnittstelle zu schaffen, die existierende, nicht modifizierte Linux-Binärdateien ausführen kann."
Die Möglichkeit, native Android- und Linux-Apps auf Fuchsia auszuführen, klingt spannend. Es ist jedoch erwähnenswert, dass es sich hierbei nur um einen Vorschlag handelt - und nicht um die tatsächliche Dokumentation des endgültigen Features - und es sehr gut möglich ist, dass es nicht in das Betriebssystem aufgenommen wird.
Obwohl zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht viel über das Endziel von Fuchsia bekannt ist, geht die Entwicklung in letzter Zeit in einem stetigen Tempo voran. Wie wir berichteten, hat Google kürzlich das Open-Source-Modell von Fuchsia erweitert, um öffentliche Beiträge zu ermöglichen. Das Unternehmen richtete neue Mailinglisten für projektbezogene Diskussionen ein, fügte ein Governance-Modell hinzu und öffnete auch einen Issue-Tracker für öffentliche Beiträge.
Quelle: https://www.xda-developers.com/fuchsia-could-natively-run-android-linux-apps/