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Eisenmangel?
Für Frauen
Eisenmangel ist häufig und betrifft 22% der Frauen in der Schweiz. Warum ist es bei Frauen so verbreitet?
Symptome
Müdigkeit ist das häufigste Symptom von Eisenmangel. Welche anderen Symptome können auftreten?
Warum ist Eisen ein lebenswichtiges Element?
Transport in den Zellen
Ein Eisenmangel kann die Ursache für Funktionsstörungen sein. Es ist ganz einfach: Ohne Eisen läuft im menschlichen Organismus nichts. Im Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, sorgt Eisen dafür, dass Sauerstoff gebunden und in die Zellen transportiert wird.
Doch die Rolle des Eisens geht noch weiter. Es hat auch eine zentrale und lebenswichtige Bedeutung für die Energieproduktion unserer Zellen, einschliesslich unserer Muskelzellen, sowie für das reibungslose Funktionieren verschiedener Enzyme, die an unserem Stoffwechsel beteiligt sind.
Eisenaufnahme im Darm
In diesem Stadium kann sich, wenn die Eisenzufuhr oder die Eisenaufnahme weiterhin unzureichend ist, eine Eisenmangelanämie entwickeln. Das bedeutet, dass der Eisenmangel zu groß ist, um die Bildung der unentbehrlichen Blutzellen zu gewährleisten.
Folgen eines Eisenmangels
Anzeichen eines Eisenmangels?
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Risikosituationen
Grundsätzlich kann jeder Mensch an einem Eisenmangel leiden. Dennoch sind einige Menschen aufgrund eines erhöhten Bedarfs, einer unzureichenden Zufuhr oder eines erhöhten Verlusts an Eisen oder einer Störung des Eisenstoffwechsels oder der Eisenaufnahme stärker gefährdet.
Frauen im gebärfähigen Alter
Während der Menstruation verliert eine Frau pro Monat etwa 50 ml Blut, was einem Eisenverlust von 25 mg entspricht. Ein Eisenmangel entsteht, wenn dieser Verlust nicht durch die tägliche Einnahme von einem zusätzlichen Milligramm Eisen ausgeglichen wird. Die meisten jungen Frauen in der Menstruation haben erheblich reduzierte Eisenspeicher. Etwa 20 % der Frauen leiden vor der Menopause an Eisenmangel. Noch ausgeprägter ist er während der Schwangerschaft, in der der Eisenbedarf deutlich ansteigt. Bis zu 30 % der schwangeren Frauen leiden an einer Anämie, die meist durch Eisenmangel verursacht wird. Bei einer Eisenmangelanämie steigt das Risiko von Fehl- und Frühgeburten, Wachstumsstörungen beim Kind sowie Infektionen und Komplikationen bei der Mutter aufgrund von Blutverlusten bei der Geburt.
Daher ist es für Frauen im gebärfähigen Alter umso wichtiger, bereits vor Beginn einer Schwangerschaft einen ausgeglichenen Eisenhaushalt zu haben.
Vegetarier und Veganer
Eisenmangel mit oder ohne Anämie tritt häufiger bei Menschen auf, die sich vegetarisch oder vegan ernähren. Sie sind eine Gruppe, die besonders gefährdet ist, Mangelerscheinungen zu entwickeln, und bei denen die Ernährung und der Eisenspiegel besonders überwacht werden müssen.
Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln wird weniger gut aufgenommen als Eisen aus tierischen Lebensmitteln. Einige pflanzliche Lebensmittel sind jedoch ebenfalls reich an Eisen. Gute Eisenquellen sind Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen oder Kichererbsen, Nüsse und Weizenkleie oder eisenreiche Frühstückscerealien.
Sportler
Spitzensportler, insbesondere Athleten von Ausdauersportarten, haben aufgrund ihrer körperlichen Anstrengungen einen höheren Eisenbedarf als die Durchschnittsbevölkerung. Ausserdem ernähren sich Sportler häufig kohlenhydratreich, was normalerweise nur sehr wenig Eisen enthält.
Obwohl weit verbreitet, wird die systematische Einnahme von Eisen zur Vorbeugung ohne medizinische Betreuung dennoch nicht empfohlen. Denn eine Selbstmedikation ohne ärztliche Aufsicht birgt unter anderem das Risiko einer Eisenüberladung. Da der Körper über keinen Regulationsmechanismus verfügt, um überschüssiges Eisen auszuscheiden, besteht die Gefahr, dass sich Eisen im Körper ansammelt und zu Organschäden führt. Eine ausgewogene Ernährung ist viel sinnvoller, um einem Eisenmangel vorzubeugen.
Kinder und ältere Menschen
Auch in der Wachstumsphase ist der Eisenbedarf erhöht. Kinder und Jugendliche benötigen daher eine ausreichende Eisenzufuhr, um sich körperlich und geistig gesund zu entwickeln und zu erhalten. Im Durchschnitt leiden 14 % der Kinder im Alter von 1 bis 2 Jahren und 9 % der Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren an einem Eisenmangel.
Auch bei älteren Menschen ist Eisenmangel häufiger anzutreffen, und zwar aus verschiedenen Gründen: geringere Eisenaufnahme aufgrund eines oftmals geringeren Appetits, soziale Isolation, Ess-, Kau- und Unterernährungsprobleme oder chronische Krankheiten, die die Eisenaufnahme im Darm verringern oder den Eisenverlust erhöhen.