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Julia Römer hat in ihrer Masterarbeit an der Technischen Universität in Berlin ein Verfahren entdeckt, mit dem sich das Innere eines Kühlschranks mittels Wasserdampf kühlen lässt, schreibt der «Tagesspiegel». Adsorption heisst das Prinzip.
Adsorption funktioniert folgendermassen: Kleine Glaskügelchen werden durch ein mit Wasser und Wasserdampf gefülltes Rohr mit dem Inneren des Kühlschrankes verbunden. Die Glaskügelchen entziehen den Wasserdampf aus dem Rohr, damit noch mehr Wasser verdunsten kann. Die Glaskügelchen ausserhalb des Kühlschranks erhitzen sich, das Innere wird gekühlt. Wenn der Wasserdampf wieder abkühlt, bildet sich wieder flüssiges Wasser, das in den Kühlschrank zurückfliesst.
Quelle: youtube
Dafür wird konstante Wärme benötigt. Wärme, wie man sie in sehr sonnenreichen und trockenen Regionen der Welt findet, zum Beispiel in Teilen Afrikas. Römer hat in Kenia geforscht und herausgefunden: «Die Wärme durch die Sonne reicht aus.»
Einsatz in warmen und armen Regionen
Damit dürfte die Lagerung von Medikamenten in solchen Regionen revolutioniert werden. In Kenia zum Beispiel, wo es oft an ausreichenden Stromanschlüssen fehlt, müssen bis zu 75 Prozent der Medikamente wegen unzureichender Kühlung vernichtet werden, sagt Römer zur Zeitung.
Es sei noch ein langer Weg, bis der Coolar-Kühlschrank in grossen Mengen hergestellt und in die spezifischen Regionen verschifft werden könne, doch der wissenschaftliche Grundstein sei gelegt, sagt Römer. Nun sei es das Wichtigste, Investoren von der Idee zu überzeugen.