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Vergangenen Sonntag war die 23-jährige Bernerin mit ihrem Lauf beim Diamond-League-Meeting in Rabat in 11,45 Sekunden nicht zufrieden gewesen. Nur sechs Tage später bewies sie nun, dass sie dort unter ihrem Wert geschlagen worden war. Kambundji gewann ihren 100-m-Vorlauf bei nahezu Windstille in 11,14 Sekunden. Das ist die zweitbeste Zeit in ihrer Karriere, nur sieben Hundertstel über ihrem eigenen Landesrekord, den sie 2015 an den Weltmeisterschaften in Peking aufgestellt hatte.
Im Final gelang Kambundji erneut ein vorzügliches Rennen – mit 11,24 Sekunden wurde sie Dritte. Kambundji unterbot somit zwei weitere Male die Limite für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (11,32). Einen Wert, den sie im vergangenen Sommer nicht weniger als acht Mal erfüllt hatte.
Ellen Sprunger ist beim Mehrkampf-Meeting in Götzis auf Kurs Richtung Rio de Janeiro. Um nach Brasilien zu reisen, muss sie 6200 Punkte erreichen. Die Waadtländerin begann mit einem starken Hürdenlauf in 13,45 Sekunden und beendete den Tag mit einem 200-m-Lauf in 23,34 Sekunden. Das ist für eine Mehrkämpferin eine hervorragende Zeit – erst einmal in ihrer Karriere ist Sprunger die halbe Bahnrunde schneller gelaufen. Sie weist nun ein Zwischentotal von 3685 Punkten auf.
Im Zehnkampf überzeugte Jonas Fringeli am ersten Tag. Erstmals überhaupt weist der Jurassier nach fünf Disziplinen mehr als 4000 Punkte auf. Damit hat er gute Aussichten, die EM-Limite von 7800 Punkten zu schaffen. Fringeli hat rund 50 Punkte mehr auf dem Konto als bei seinem bisher besten Zehnkampf im Jahr 2012, als er sich dank eines starken zweiten Tages für die EM in Helsinki qualifiziert hatte.
(SDA)