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Im letzten Heimspiel der beiden SCR-Urgesteine Roy Hächler und Patrick Kummli siegte der SC Reinach gegen ein harmloses Lausen mit 4:2 und bleibt im Rennen um den zweiten Tabellenplatz im Fernduell mit Binningen.
sste. In der Eishockeywelt ist der „Gordie-Howe-Hattrick“ ein bekannter Begriff. Der etwas spezielle Hattrick, welcher ein Tor, ein Assist und eine Schlägerei beinhaltet, ist nach der kanadischen NHL-Spielerlegende Gordie Howe (Detroit Red Wings) benannt. In Reinach wurde in dieser Saison ein weiterer Begriff eingeführt, welcher wohl im Laufe der Zeit die Eishockeywelt erobern wird. Mit dem Begriff „Roy-Hächler-Claim“ wird mannschaftsintern ein Tor bezeichnet, welches im Spielprotokoll einem Spieler zugeteilt wird, obwohl dieser im Zeitpunkt des Tores gar nicht auf dem Eis war. Roy Hächler als Namensgeber schaffte es in dieser Saison bereits mehrmals, ein Tor für sich zu beanspruchen, obwohl er sich währenddessen auf der Spielerbank vom letzten Einsatz erholte. So auch am vergangenen Samstag. Der letzte Treffer der Einheimischen kam nach einem Ablenker zu Stande und es war für die beiden Schiedsrichter unklar, wer zuletzt die Scheibe berührt hatte. Gautschi, der eigentliche Torschütze, wurde im Spielprotokoll zuerst durch Daniel Eichenberger ersetzt, welcher sich sehnlichst einen solchen Treffer wünschte und anschliessend fachgerecht auf Roy Hächler korrigiert.
Aber zurück zum Start. Reinach übernahm im ersten Drittel das Spieldiktat und Lausen wurde nur vereinzelt durch schnelle Gegenstösse gefährlich. Die beiden Torhüter hielten aber dicht und so ging es Torlos in die erste Drittelspause.
Erneuter unfreiwilliger Unterbruch
Das zweite Drittel ging so weiter, wie das Erste aufgehört hatte. Reinach überlegen, Lausen in Lauerstellung. Es dauerte bis zur 30. Minute bis Cristiano Di Vincenzo mit einem Schuss von der blauen Linie seine Farben im Powerplay in Führung brachte. Keine Minute später war aber Gunzenhauser für den Lausner Ausgleichstreffer besorgt. Wysslings Treffer aus offsideverdächtiger Position zum 2:1 war der Schlusspunkt eines abwechslungsreichen 2. Drittels, bevor die Teams einmal mehr frühzeitig in die Kabine mussten. Nach einem Zweikampf mit Beteiligung von Captain Patrick Kummli verabschiedete sich eine Scheibe aus der Verankerung oberhalb der Bande und knallte auf den dahinterliegenden Betonboden. Zeit für einen Scheibenwechsel und eine vorzeitige Eisreinigung.
Im ersten Einsatz nach der Eisreinigung sorgte Daniel Lüscher in Puckbesitz gemeinsam mit einer kleinen Wasserlache für Unterhaltung. Es war lange unklar, ob nun Lüscher oder die Wasserpfütze den Puck für sich beanspruchen konnte – sehr zur Unterhaltung der SCR-Spielerbank. Wirklich gefährlich wurde es aber erst nach dem Seitenwechsel. Eichenberger mit einem herrlichen Schuss von der blauen Linie sorgte für das dritte Tor der Reinacher. Zwei Zeigerumdrehungen später folgte der bereits am Anfang erwähnte „Roy-Hächler-Claim“ zum 4:1 und der vermeintlichen Vorentscheidung. Das kurze Aufbäumen der Baselbieter mit dem Treffer von Buser in der 55. Minute war vor kurzer Dauer und Reinach schaukelte den Sieg gekonnt nach Hause.
Missglückte Verabschiedung
Die anschliessende Verabschiedung der beiden SCR-Urgesteine Patrick Kummli und Roy Hächler, welche Ende Saison die Schlittschuhe an den Nagel hängen, lief nicht nach Plan ab. SCR-Präsident Stefan Frank verpasste zuerst seinen Einsatz für die Verabschiedung, anschliessend die dazu passende Rede und blieb dementsprechend stumm. Gerüchte, dass er während des Spiels die Frostschutzhütte führte und sich dort als bester Kunde ausgab, sind unbestätigt. Er liess jedoch ausrichten, dass er die Rede zu gegebenem Zeitpunkt noch nachholen wolle und erntete in der Kabine dafür einige Sprüche für die wohl emotionalste Rede in der Eishockeygeschichte. Mit Stephan Wyssling wurde auch ein dritter Spieler verabschiedet, welcher nach sechs Saisons im Dress der Reinacher sich in den hohen Norden begibt um die finnische Eishockeylandschaft aufzufrischen.
Freiluftspiele in Wohlen und Carfahrt nach Herrischried
Für die Reinacher ist dies Saison bei weitem noch nicht zu Ende. Am Sonntag ist in Wohlen ist sportübergreifender Derby-Tag – zuerst trifft in der Challenge League der FC Wohlen auf den Kantonsrivalen aus Aarau (Spielbeginn 15:00 Uhr) und anschliessend ist der SC Reinach beim HC Fischbach-Göslikon zu Gast. Spielbeginn auf der offenen Eisbahn in Wohlen ist um 17:15 Uhr. Eine Woche später reist der SCR mit einem Reisecar zum Auswärtsspiel nach Herrischried (Sonntag, 19.02.16 / Spielbeginn 18:30 Uhr). Fans, welche gerne mit dem Car mitfahren möchten, können dies für CHF 20 machen. Die Anmeldung ist bis kommendem Montag via eines Spielers oder direkt bei TK Simon Steuri (<email-pii>) möglich. Abfahrt in Reinach ist um 15:15 Uhr.
SC Reinach – EHC Lausen 4:2 (0:0; 2:1; 2:1)
KEB Oberwynental, Reinach AG, 95 Zuschauer, SR: Bachelut, Cadonau
Tore: 30. Di Vincenzo (Hächler, Blatter / Ausschluss Heinzelmann), 31. Gunzenhauser (Buser) 1:1, 34. Wyssling 2:1, 42. Eichenberger 3:1, 44. Hächler 4:1., 55. Buser (Heinzelmann, Gunzenhauser) 4:2.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Rheinfelden II, 6mal 2 Minuten gegen Reinach.
SC Reinach: Haudenschild, Kummli, Lüscher, Eichenberger, Di Vincenzo, A. Rupp, Bula, Wassmer, Wyssling, Blatter, Gautschi, Hächler, Zimmermann, Steuri, Keusch, M. Rupp, Vogel.
EHC Lausen: Gugelmann, Fux, Wenger, Rieder, Thommen, Spiess, Krattiger, Heinzelmann, Buser, Bausinger, Gunzenhauser, Häfelfinger, Schäublin, Wick.
Bemerkungen: Reinach ohne Fehlmann und Hauenstein (abwesend).