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Chuvashien, Tartastan, Udmurtistan: Namen von westrussischen Republiken, die nun ein Gesicht für uns bekommen haben.
Kasan in Tartastan besitzt einen schönen Kreml, ist auffällig herausgeputzt. Wir erfahren, ein ganzer Stadtteil mit traditionellen Holzhäusern habe einer Schlafstadt mit Häuserblöcken Platz weichen müssen. Der Staat habe von hier tätigen Ölfirmen verlangt, für seine Besucher ect. villenartige Steinäuser zu bauen, was diese auch taten. Heute sind dies schöne Privathäuser. Beeindruckend ist das äusserst prunkvolle Landwirtschaftsministerium. Der „Kessel“ am Wasser wird abends angestrahlt und wirkt tatsächlich wie ein glühender Topf. In Kasan leben 100 verschiedene Bevölkerungsgruppen. Sie kommen aus allen Richtungen, denn den Menschen geht es hier, nicht zuletzt wegen des Erdöls, gut.
In Ishewsk interessiert uns das Kalaschnikowmuseum besonders. Michael Kalaschnikow, geb. 1919, war ein Bauernsohn, der sich früh für die Verbesserung von Schiessgeräten interessierte. 1941 wurde er im Krieg verletzt. Im selben Jahr erhielt er den 1. Preis für ein selbstgebautes Gewehr. 7 Jahre später ging seine 1. Konstruktion in Serie. Er lebt noch heute. Wir nutzen die Gelegenheit und geben in der Schiessanlage ein paar Schüsse mit einer Kalaschnikow ab. Ich bin verblüfft, habe von 5 Schüssen einen Haupt- und 2 Nebentreffer gelandet .
Ein Strassenschild warnt vor Bären. Zu sehen ist aber keiner.
In Kungur besichtigen wir einepopuläre natürliche Eishöhle, in der blinde Krebse leben.
In Jalyn besuchen uns 3 Babuschkas, eine davon mit ihrem handharmonikspielenden Mann. Sie bieten uns gute selbstgemachte Kuchen an und singen inbrünstig russische Lieder, in denen es um die Liebe geht. Sie erzählen, dass viele junge Leute weggezogen seien und heute Steinhäuser bewohnen. Einige kämen jedoch wieder zurück, wenn sie Rentner geworden seien.