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Heute besuchte ich das Hanoi Hilton; ein ehemaliges Gefängnis, welches von den französischen Kolonialisten erbaut wurde, um vietnamesische Aufständische zu inhaftieren. Das Gefängnis, welches für max. 600 Personen gebaut wurde, hatte zu den schlimmsten Zeiten bis zu 2000 Inhaftierte in den Zellen. Als Vietnam von der französischen Herrschaft befreit wurde, nutzten die Vietnamesen das Gefängnis für ihre Zwecke. Im Vietnamkrieg wurden POWs (Prisoners of War) in das Gefängnis eingesperrt. Das waren hauptsächlich amerikanische Piloten, welche abgeschossen wurden. Unter ihnen war auch John McCain, ehemaliger Senator und Präsidentschaftskandidat (2000 und 2008). John McCain, welcher im August dieses Jahres verstorben ist, war während über 5 Jahren im Hanoi Hilton inhaftiert. Der Name verdankt das Gefängnis der Hilton Hotelkette, da der Aufenthalt, sarkastisch gemeint, wie im Luxushotel sei.
Der Besuch war grundsätzlich spannend, aber schnell durchschaute man die Propaganda, welche hinter dem Museum steckt. Im erste Teil des Museums wird aufgezeigt, wie schlecht die Franzosen die Vietnamesen behandelten. Im zweiten Teil wird die gute Behandlung der amerikanischen Gefangenen hervorgehoben. Es hängen Bilder von lächelnden inhaftierten Amerikanern an der Wand, wie sie einen Weihnachtsbaum schmücken, Basketball und Volleyball spielen und an Gottesdiensten teilnehmen durften. Trotz den Berichten von ehemaligen Inhaftierten hält Vietnam an der guten Behandlung der Inhaftierten fest.
Am Nachmittag schlenderte ich durch die Strassen von Hanoi, insbesondere durch Old Town. Auf einem Bild unten ist das Gate zur Old Town zu sehen.