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Evangelische Kirche Wädenswil ZH
In Wädenswil baut Hans Ulrich Grubenmann 1764–1767 erstmals einen quergerichteten Predigtraum mit der wohl kühnsten Dachstuhlkonstruktion der Schweiz. Unter dem mächtigen Walmdach ist ein Dachstuhl mit zwei Bindern je in der Längs- und Querachse angeordnet. Der Hauptbinder hat eine Spannweite von 36,5 m und besteht aus einem 7-teiligen Stabpolygon von 6,5 m Höhe. Der Querbinder weist eine Spannweite von 21,5 m auf und ist als 4-teiliges Stabpolygon konstruiert. Die gespreizten Hängesäulen fassen den verzahnten Streckbalken. Die drei säulenlosen Emporen werden ebenfalls von Hängewerken, die hinter der Balusterbrüstung liegen, getragen. Stuckkapitelle an ihrer Unterseite weisen den Betrachter witzig auf die fehlenden Säulen hin.
Evangelische Kirche Wädenswil ZH
Der 32 Meter hohe Turmhelm über dem ebenfalls 32 m hohen Turmschaft der Wädenswiler Kirche ist ein typisches Beispiel für die Türme der Teufner Baumeister. Modell im Massstab 1:20. (1979 von Albert Wiedenkeller)
Evangelische Kirche Grub AR
Nach der Ablösung von st.gallisch Grub sind die reformierten Ausserrhoder alleinige Besitzer der bisher paritätisch mit den katholischen Nachbarn genutzten baufälligen Kirche. 1752 schliesst man einen Vertrag mit Meister Jakob Grubenmann für einen Neubau. Dieser konstruiert hier zum ersten Mal einen Firstträger – ein gespreiztes doppeltes Hängewerk, das auf den Giebelmauern aufliegt. An seinen Streckbalken sind die einzelnen Gebinde aufgehängt, und die Seitenmauern werden dadurch vom Schub des liegenden Dachstuhls entlastet.