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Die Journalistin Jelena Kostjutschenko berichtete in den ersten Wochen der russischen Invasion aus den südlichen Regionen der Ukraine für die Zeitung Nowaja Gaseta, bis diese Ende März 2022 eingestellt werden musste. Kostjutschenko, schon immer eine kritische Reporterin, hat aus einem Teil ihrer Reportagen und aus autobiografischen Essays ein Buch zusammengestellt, das nun unter dem Titel «Russie, mon pays bien-aimé» beim Verlag Editions Noir sur blanc erstmals in einer französischen Übersetzung erscheint. Anlässlich der Veröffentlichung wird sie am Mittwoch, 7. Februar, um 12.15 Uhr auf Einladung des Club suisse de la presse und von Editions Noir sur blanc zu einem einmaligen Treffen erwartet.
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Nach der Pressekonferenz wird Jelena Kostjutschenko für Interviews zur Verfügung stehen.
Jelena Kostjutschenko lebt derzeit im Exil. Sie wurde mit dem European Press Prize, dem Gerd-Bucerius-Förderpreis Freie Presse Osteuropas und dem Paul Klebnikov Civil Society Fellowship ausgezeichnet und entging 2022 in Deutschland einem Vergiftungsversuch. Ihr Buch ist ein einzigartiges Portrait einer Nation und das einer jungen Frau, die sich weigert zu schweigen. Kostjutschenko dokumentiert Russland, wie es von denjenigen erlebt wird, die es systematisch auslöscht, zum Beispiel Mädchen vom Land, die als Sexarbeiterinnen angeworben werden, Queers aus abgelegenen Provinzen, Patientinnen und Ärzte in einer ukrainischen Geburtsklinik – und Journalisten, zu denen auch sie gehört. Und sie berichtet von der Annexion der Krim, dem Krieg im Donbass und aus dem belagerten ukrainischen Mykolajiw.
Kostjutschenkos Buch ist bereits in deutscher Sprache unter dem Titel «Das Land, das ich liebe. Wie es wirklich ist, in Russland zu leben» im Penguin Verlag erschienen.