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Dabei hat sich folgendes Vorgehen in drei Schritten bewährt.
I. Wahrnehmung des Beckenbodens
- Zuerst vermittelt die Therapeutin eine Vorstellung über den Aufbau des Beckenbodens und erklärt die Funktion.
- Der Patientin muss bewusst werden, wo der Beckenboden ist und wie er aktiviert werden kann.
- Patientinnen, die den Beckenboden nicht hinreichend selbst ansteuern können, kann mit Hilfe einer elektronischen Sonde gezeigt werden, wie es sich anfühlt, wenn der Beckenboden sich anspannt und entspannt.
II. Aufbau und Training
- Intensives Beckenbodenmuskeltraining, wobei Kraft und Ausdauer der Beckenbodenmuskeln in verschiedenen Körperpositionen geübt werden
III. Kräftigung des Beckenbodens
- Selbständiges Training zu Hause
- Schrittweise Integration der erlernten Beckenbodenübungen in den Alltag (z.B.: Im Tram, beim Warten an der Kasse etc.)
- Erlernen eines reflexartigen Einsatzes des Beckenbodens bei Belastungen.
Unsere Untersuchungen in den USA (DeLancey’s, Michigan Pelvic Floor Research group) konnten zeigen, dass eine Beckenbodenanspannung unmittelbar vor dem Husten oder anderen körperlichen Tätigkeiten den Abgang von Urin vermindern oder reduzieren kann. Die Arbeitsgruppe um Janis Miller hat ebenso beobachtet, dass einige Frauen nach Instruktionen von Beckenbodenübungen innerhalb von wenigen Tagen eine verbesserte Kontinenz angaben. Dieses Manöver wurde „the knack“ genannt (eng. für „der Trick“, um kontinent zu bleiben)