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Lars Gullin war ein früh vollendeter "Wunderknabe" und so etwas wie ein Nationalheld, auch bei der nicht jazzorientierten Bevölkerung Schwedens und war ein extrem versierter Klarinettist, Alt- und Tenor-Saxophonist und spielte später als Hauptinstrument ein ganz spezielles "kühles" Baritonsaxophon. Lars Gullin war nie persönlich in den USA, aber viele amerikanische Spitzenmusiker machten mit ihm Aufnahmen, die dann auf Savoy, Atlantic und Prestige erschienen. Früh wurde Lars Gullin im Kritiker-Poll des "Down Beat"-Magazins als Erster in der Kategorie "New Stars" gekürt.
Charlie Christian hat entscheidend dazu beigetragen, die Gitarre im Jazz zu einem ebenbürtigen Melodieinstrument zu machen. Trotz seiner kurzen Karriere (er starb im März 1942 an Tuberkulose) ist sein Stil von einem ausserordentlichen Einfluss gewesen und kann noch bis heute im Jazz festgestellt werden. Auf Empfehlung von John Hammond engagierte Benny Goodman Charlie Christian im August 1939 für sein neu formiertes Sextett, das bald am Radio zu hören war. Anfangs der Vierziger-Jahre war Christian regelmässig in Harlem in Minton's und Monroe's Uptown House mit Leuten wie Joe Guy, Thelonious Monk, Kenny Clarke etc. zu hören. Der heutige Abend gibt einen Überblick über seine Schallplattenaufnahmen von 1939-1941.
Der vierte und letzte Teil über Lester Young behandelt seine letzten Lebensjahre von 1956-1957. Den Schlusspunkt macht ein Rückblick von 1956 an, mit mehreren Beispielen, bis zu der ersten Schallplattensession mit der Count Basie Big Band 1937.
Im Juni 1959 hatte Bellson mit seiner Big Band im Flamingo Hotel in Las Vegas einen sehr erfolgreichen Auftritt. Drei Jahre später ging er mit Count Basie nach Schweden. Später wirkte im "Concert of Sacred Music" mit, dem Projekt, das Duke Ellington zu dieser Zeit am meisten am Herzen lag. Dazwischen hören wir den Meisterdrummer unter anderen in Aufnahmen, die Norman Granz mit Kleinformationen um Basie und Ellington realisierte, sowie mit Bellsons eigenen Orchestern.
Der Referent zeigt vom Jazzfestival Bern 1989: George Weins Newport Festival All Stars mit Warren Vaché, Scott Hamilton u.a. und die American Traditional Jazz All Stars unter der Leitung von Clark Terry mit Ralph Sutton, Kenny Davern u.a. Diese Aufnahmen stammen vom Schweizer Fernsehen. Des weiteren präsentiert er noch aus der ARD Serie "Jazz for Fun" das Ruby Braff - George Barnes Quartet aus dem Jahre 1974.
Vor sechs Jahren, am 30. Juni 2003, stellte ich Bill Doggett als Organisten und Bandleader in den Fünfzigerjahren vor. Nun wurde von zwei Seiten wiederum ein Bill Doggett Programm gewünscht. Darum präsentiere ich ihn heute in seinen jungen Jahren (23-34jährig) mit Plattenaufnahmen von Jimmy Mundy, Lucky Millinder, Cootie Williams, Helen Humes, Karl George, Illinois Jacquet, Johnny Otis, Russell Jacquet, Lionel Hampton, Buddy Tate, Jimmy Rushing und Louis Jordan. Ein Info-Blatt wird dazu abgegeben. Viel Spass!
Duke Ellington's Bassist Jimmy Blanton hatte einen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der Basstechnik. Nach dessen frühen Tod 1942 hat Oscar Pettiford diese Entwicklung weiter vom Swing zum modernen Jazzstil geführt. Er war einer der wichtigsten Bassisten der frühen Bebopjahre. Er war auch als Cellist im Pizzicato-Spiel hervorgetreten und ebenfalls ein talentierter Komponist von Titeln wie "Blues in the Closet", "Tricotism", "Singin' Till the Girls Come Home", "Bohemia After Dark" etc. Wir hören ihn als Sideman und Leader in Beispielen aus den Jahren 1943-1957.
Wie vor kurzem festgestellt wurde, besteht ein lebhaftes Interesse an einer Präsentation über die frühen klassischen Blues-Sängerinnen. Der Referent, selbst ein Fan dieser Frauen, hat somit ein entsprechendes Programm zusammengestellt. Wir werden selbstverständlich einige Stücke der ganz grossen klassischen Blues-Queens hören, die da sind: Ma Rainey, Bessie Smith und Ida Cox. Daneben werden uns aber weniger bekannte Sängerinnen vorgestellt, wie: Clara Smith, Trixie Smith, Bertha Chippie Hill, Victoria Spivey, sowie auch eine Anzahl kaum bekannter bzw. unbekannter Sängerinnen, z.B. Sara Martin, Lucille Bogan, Lillian Glinn und Rosetta Howard. Ebenfalls hören werden wir die eine oder andere Sängerin, für die die Etikette ‚Blues-Sängerin' nur am Rande zutrifft. Natürlich wird der Referent auch ein paar Angaben, soweit verfügbar, zu den präsentierten Sängerinnen machen. Wir können uns auf eine interessante Präsentation freuen. Über allem steht natürlich: ‚It is said: When the women sing the Blues, all the angels listen'.
"Jazz Casual" war eine legendäre TV-Serie über Jazz, die 1961-68 unter der kundigen Leitung des bekannten Musikkritikers ("San Francisco Chronicle") und profunden Jazzkenners Ralph J. Gleason entstand und vom National Education Television Network ausgestrahlt wurde. Wenn möglich wurden die Bandleaders zu Themen des Tages im Jazz befragt und spielten mit ihrer aktuellen Gruppe jeweils eine knappe halbe Stunde im Studio. Als erste Auswahl hören und sehen wir das einmalige John Coltrane Quartet (1964), das Sonny Rollins Quartet mit Jim Hall (gt) (1962), B.B. King Blues Band (1968) und Gerry Mulligan Quartet (1962). Sowohl Bild als Ton ist hervorragend digital übersetzt worden.
Eine weitere Zusammenstellung aus meinem reichhaltigen Trickfilm-Fundus, Periode 1932-71. Diesmal mit einer Auslese rarer Cartoons, die kaum jemals in der Schweiz zu sehen gewesen sein dürften. Auch das Spektrum wurde etwas erweitert und umfasst teilweise auch andere Musikarten. Filme von Hugh Harman-Rudolf-Ising, Walt Disney, Frank Tashlin, Charles Jones, Friz Freleng und Tex Avery. Untermalt mit Jazz oder Perioden-Musik jener fernen Zeiten. Und Begegnungen mit einem pneumatischen Ragtime-Klavier, Ted Lewis, Maurice Chevalier, Eddie Cantor, Boswell Sisters, Carmen Miranda, Porky, Torro und seinem Freund, und dem liebenswerten Hund Droopy. Und einigen anderen mehr. Ein witziger und vielseitiger Cartoon-Abend der Extra-Klasse.
Der heutige Abend ist für Liebhaber des authentischen Jazz bestimmt. Präsentiert werden bekannte und weniger bekannt Titel des klassischen Jazz mit u.a. Louis Armstrong, Sidney Bechet, Count Basie, Eddie Condon, Duke Ellington, Ella Fitzgerald, Erroll Garner, Benny Goodman, Lionel Hampton, Earl Hines, Harry James, Red Nichols, King Oliver, Jack Teagarden, Fats Waller etc. Zwei Stunden swingende Nostalgie.
"Bags" war der Spitzname von Milt Jackson. Alle heute Abend präsentierten Nummern sind Blues. Nicht ganz die Hälfte der Nummern sind Aufnahmen mit dem Modern Jazz Quartet (MJQ) . In den sogenannten "Ferien" des Modern Jazz Quartet, stellte Milt Jackson immer wieder für kurze Zeit eigene Formationen zusammen, und machte mit diesen, wie auch mit Studioformationen, Schallplattenaufnahmen. Hier einige Saxofonisten, die wir hören werden: Lou Donaldson - Lucky Thompson - Jimmy Heath - Benny Golson - Coleman Hawkins - Al Cohn.
Zum Ausklang des Jahres wollen wir uns wieder zu einem gemütlichen Abend treffen. Der Vorstand wird eine separate Einladung im November verschicken.