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Roger Staub, Leiter des nationalen Aids-Programms, informierte an der ASCO-GV über den Stand der Prävention. In der Schweiz infizieren sich wieder mehr Menschen mit HIV! Die Übertragung erfolgt zunehmend durch heterosexuelle Kontakte. Der Bund investiert pro Jahr 9 Millionen Franken in sein Aids-Programm. Hauptzielgruppen sind "Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko oder erhöhtem Präventionsbedarf". Dazu gehören unter anderem Migrantinnen aus Ländern mit hoher Prävalenz, Sexworkerinnen und Freier.
Staub wies auf die Tatsache hin, dass es Cabaret-Tänzerinnen gibt, die sich prostituieren. Und es gebe Cabaret-Besucher, die auch Freier seien. Im weitesten Sinne seien deshalb auch klassische, seriös geführte Night-Clubs ein Teil der Erotikszene. Er folgerte daraus, dass auch die ASCO-Mitglieder eine Rolle und Aufgabe in der HIV-Prävention haben: "Jeder Cabaret-Betreiber muss sich fragen, ob er genug getan hat, damit die Leute sich schützen können - und es auch tun." Insbesondere empfahl Staub das Aufstellen von Präservativ-Automaten und die Information der Tänzerinnen bei Vertragsabschluss, in den Garderoben und Personalhäusern.