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Die Luftschadstoff-Emissionen in der Schweiz sind seit den 1990er Jahren gesunken. Die Emissions-Modellierungen und Erhebungen zeigen für die einzelnen Schadstoffe Rückgänge von zwischen 10% (Ammoniak) und 93% (Blei). Diese Verbesserungen konnten dank der Einführung strenger Vorschriften und einer dadurch verstärkten Entwicklung technisch machbarer und wirtschaftlich tragbarer Massnahmen erreicht werden.
Die jährlichen Emissionen sämtlicher anthropogener Luftschadstoff-Quellen in der Schweiz haben seit 1990 abgenommen.
Insbesondere folgende Luftschadstoff-Emissionen konnten seit 1990 stark gesenkt werden:
- flüchtige organische Verbindungen ohne Methan (NMVOC) um ca. 72%
- Schwefeldioxid (SO2) um ca. 75%
- Quecksilber (Hg) um 87%
- Blei (Pb) um 93%.
- Hingegen lässt sich etwa bei Ammoniak (NH3) nur ein schwacher Trend von rund -16% feststellen.
Hauptverantwortlich für diese bisher insgesamt positive Entwicklung ist die Einführung der Luftreinhalte-Verordnung, welche gestützt auf das Umweltschutzgesetz am 1. März 1986 in Kraft trat.
In den meisten Bereichen wurden grosse Anstrengungen unternommen und Investitionen getätigt, um die Emissionen der verschiedenen Quellen unter die vorgeschriebenen Grenzwerte zu senken. Wie etwa:
- Brenn- und Treibstoffqualitäten verbessert
- Filtersysteme installiert
- Produktionstechniken optimiert
- oder Produktpaletten angepasst.
Emissionsinformationssystem der Schweiz EMIS
Die Emissionen der verschiedenen Quellen von Luftschadstoffen und Treibhausgasen werden vom BAFU oder in dessen Auftrag erhoben, in einer Datenbank gesammelt und für die beiden jährlichen Datensubmissionen zuhanden der internationalen Konventionen und für nationale Bedürfnissen zusammengestellt.
Grundsätzlich gilt es zu beachten, dass diese Daten auf Erhebungen, Annahmen und komplexen Modellrechnungen basieren. Diese sind naturgemäss mit zum Teil grossen Unsicherheiten verbunden, was bei der Verwendung der Daten und bei deren Interpretation zu berücksichtigen ist. Viele Bereiche werden regelmässig aktualisiert, sodass auch Daten aus früheren Jahren nicht als definitiv betrachtet werden können.
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Letzte Änderung 30.04.2018