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Die psychoanalytische Psychotherapie ist eine laufend weiter entwickelte Anwendungsform der vor über 100 Jahren von Sigmund Freud begründeten Psychoanalyse. Methodisch bedient sie sich des Gesprächs. Die Therapeutin lässt die Mitteilungen des Patienten auf sich wirken, fragt nach und ist bestrebt, Zusammenhänge herzustellen und zu verstehen. Dabei setzt sie sich fortwährend mit den vom Patienten übermittelten und bei ihr entstehenden Gefühlen und Phantasien auseinander. Ihre Wahrnehmungen teilt sie der Patientin in geeigneter Art und Weise als sogenannte Deutungen mit. Deutungen erlauben dem Patienten einen Einblick in oft wenig oder bisher nicht bewusste Motive, Gedanken und Gefühle und können so eine Entlastung zuvor blockierter oder nicht zugänglicher Gefühle bewirken. Probleme im Leben der Patientin, werden sich in der therapeutischen Beziehung widerspiegeln. Sie zeigen sich in der Art der Erwartungen, Hoffnungen oder auch der Ängste und zwiespältigen Gefühle bezüglich ihres therapeutischen Gesprächspartners. Das Hauptinteresse der Thematik betrifft das Hier und Jetzt und nicht ? wie oft angenommen wird ? die Schwierigkeiten aus Kindheit und Vergangenheit. Diese sind jedoch insofern interessant, als sie sich im Hier und Jetzt manifestieren. Bei Kindern ergänzt die Darstellung der Konflikte im Spiel die sprachlichen Mitteilungen.