Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03316.jsonl.gz/1765

Unter der Leitung von Paolo Portoghesi eröffnete die Stiftung Biennale di Venezia 1980 ihre erste Architekturbiennale: La presenza del passato: il postmodern. Seit über 20 Jahren steht sie an der Spitze der zeitgenössischen Architekturdebatte. Doch seit den frühen 2000er-Jahren konkurrieren auch andere Veranstaltungen wie die Oslo Architecture Triennale (2000), die International Architecture Biennal Rotterdam (2001), dieTrienal de Arquitectura de Lisboa (2007), die Chicago Architecture Biennial(2015) oder die Seoul Biennale of Architecture and Urbanism (2017) mit dem fast schon monopolistischen Charakter der Lagunenstadt. Allein in Frankreich sind Biennalen heute ein Massenphänomen: Bordeaux (2004), Caen (2008), Lyon (2017), Orléans (2017) und bald Paris (2019).
Angesichts dieses schwindelerregenden Wachstums beschloss die espazium.ch-Redaktion, einen Blick auf das grosse Ganze zu werfen und die Bedeutung dieser Veranstaltungen generell infrage zu stellen. Welche Einflüsse haben sie auf das architektonische Denken und Handeln? Ist es eine reine städtische Marketingstrategie oder ein Freibrief für innovativen Ideen? Sprechen die Biennalen wirklich zeitgenössische Anliegen an oder greifen sie eher allgemeine Themen auf? Hat eine von ihnen die Geschichte der Architektur geprägt? Was repräsentieren sie für Profis in diesem Bereich?
Ausgestattet mit Low-Tech-Equipment befragte espazium.ch Aussteller und namhafte Besucher in den Giardini und im Arsenale der 16. Architekturbiennale von Venedig. Im Lauf des Sommers werden wir diese Video-Interviews in loser Folge publizieren.