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digen Züchtigung Elams und Einsetzung eines assyr. Vasallenkönigs auf dem Throne von Susa einen Abschluß erreichten. 652 v. Chr. begann der Bruderkrieg mit Saosduchin, der einen allgemeinen Aufstand aller Stämme Babyloniens in Verbindung mit den Elamitern und Chaldäern zur Folge hatte.
Schwert, Hungersnot und Pest lieferten 648 Babel in die Hände S.s.
Ein neuer Aufstand der Chaldäer und Aramäer und später auch der arab. Fürsten rief den König wieder zu den Waffen. [* 3]
Der langwierige Krieg endigte mit der völligen Unterwerfung Elams, das bald nach S.s Tode an die Perser fiel.
Die Sage von der Selbstverbrennung S.s beruht wahrscheinlich auf einer Verwechselung mit seinem Bruder Saosduchin, der, einem Aufruhr seiner Unterthanen unterliegend, in den Flammen umkam.
Unter S.s Friedenswerken ist zu erwähnen: der Bau eines Heiligtums für die Gattin Aschurs, die Göttin von Ninive, verschiedener anderer Tempel [* 4] zu Ninive, Babel und Borsippa, die Ausbesserung der Mauern zu Ninive und der Neubau eines glänzenden Palastes dortselbst.
An der aus pers. Quellen von Ktesias überlieferten Sage, daß S., der letzte König von Assyrien aus dem Geschlecht des Ninus, ein weichlicher, allen Lüsten ergebener König gewesen sei, ist so viel wahr, daß er mit den Töchtern aller von ihm unterworfenen Fürsten und auch derjenigen ihrer nächsten Verwandten seinen Harem füllte, und daß er bei vielen der von seiner Armee geschlagenen Schlachten [* 5] nicht persönlich zugegen war.
Seine persönliche Tapferkeit aber erhellt aus den zahlreichen Löwenjagden, deren er sich rühmt.
Mehr denn alle seine Vorgänger war S. ein Pfleger der Wissenschaften.
Nach dem Vorbilde Sanheribs sammelte er in seinem Palast zu Ninive (dem heutigen Kujundschik) eine ungeheure Bibliothek, der wohl auch ein Archiv beigesellt war.
Die Anzahl der Keilschriftthontafeln dieser Bibliothek, die sog. «Kouyunjik Collection», die von Layard, H. Rawlinson, H. Rassam, George Smith und Budge für das Britische Museum erworben wurde, beträgt über 22000 Nummern;
der Inhalt derselben erschöpft alle Teile der babylon.-assyr. Litteratur, soweit diese bis jetzt bekannt ist.
Über die Nachfolger S.s ist aus der Keilschriftlitteratur noch nichts Sicheres zu ermitteln.
Eine Gesamtausgabe der histor.
Inschriften gab George Smith, History of Assurbanipal (Lond. 1871).
Für die Inschriften der Bibliothek vgl. Bezold, Catalogue of the cuneiform tablets of the Kouyunjik Collection (Bd. 1-3, Lond. 1889-93).