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Auf den Marshall-Inseln im Pazifik haben nach einer ungewöhnlich langen Dürre mehr als 6000 Menschen nicht mehr genügend Trinkwasser. Die Regierung muss nach UNO-Angaben die Einwohner teils abgelegener Atolle mit abgefülltem Wasser versorgen, doch fehle ihr Geld.
"Der Fehlbetrag für lebensrettende Massnahmen ist beträchtlich", teilte das UNO-Büro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) am Dienstag in Bangkok mit. Die Regierung brauche 4,7 Millionen Dollar, unter anderem für Wasseraufbereitungsanlagen. Geberländer hätten nur zwölf Prozent der Summe zugesagt.
Durch die Dürre seien die Trinkwasserlinsen unter den Atollen gefährlich ausgetrocknet. Salzwasser sei in die Räume eingedrungen, und das Wasser sei nicht mehr geniessbar. Die Regenwassertanks seien leer.
Brotfruchtbäume und Bananenpflanzen seien eingegangen. Die Menschen lebten von Fisch und Krabben. Laut OCHA hat die Regierung nur ein Flugzeug und einige wenige Frachtschiffe und Fähren, um die teils abgelegenen Atolle zu erreichen.
Die Marshall-Inseln liegen 4000 Kilometer nordöstlich von Australien über dem Äquator. Es handelt sich um 1200 Inseln und Atolle mit einer Fläche von insgesamt 180 Quadratkilometern, die aber Hunderte Kilometer auseinanderliegen.
Viele ragen nicht mehr als zwei Meter aus dem Meer. Darauf leben etwa 60'000 Menschen, die meisten auf dem Majuro-Atoll, das als Hauptstadt dient.
SDA-ATS