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Die Sicherheit von langwirksamen Betaagonisten (LABA) bei Asthma
Neben inhalierbaren Kortikosteroiden (ICS) gehören Betaagonisten mit kurzer (SABA) und längerer Wirksamkeit (LABA) zur Standardtherapie bei Asthma bronchiale. Kürzlich wurden Bedenken bezüglich der Sicherheit der LABA geäussert. Die Auswertung einer riesigen Datenmenge zeigt nun, dass die Anwendung der LABA nicht mit einem erhöhten Risiko für unerwünschte Ereignisse einhergeht.
Aus einer grossen medizinischen Datenbank wurden 940'449 maximal 40-jährige Patienten mit einem Asthma bronchiale identifiziert und in eine Kohorte mit neu diagnostiziertem Asthma und eine Kohorte mit vorbestehendem Asthma eingeteilt. Die Autoren ermittelten das Risiko für unerwünschte Ereignisse (Asthma-bedingte Notfallkonsultationen, Hospitalisationen und Intubationen) in Abhängigkeit von der Medikation (ICS, LABA, SABA und ICS/LABA).
Im Vergleich zu Patienten, welche lediglich einen SABA anwendeten, betrug das Risiko für ein unerwünschtes Ereignis bei Patienten unter LABA 0.63 bei neu diagnostiziertem Asthma und 0.74 bei vorbestehendem Asthma. Für die Kombination ICS/LABA betrug das relative Risiko gegenüber SABA 0.79 und 0.90. Ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Ereignisse war für Personen mit afrikanischer Herkunft, solche mit Alkoholabusus, Adipöse und Schwangere nachweisbar.
Konklusion der Autoren: Verglichen mit einer SABA-Therapie ist die Verabreichung von LABA - mit oder ohne ICS – mit einem geringeren Risiko für unerwünschte Ereignisse assoziiert. Einzelne Asthmapatienten wie Schwangere, Alkoholiker oder Schwarze scheinen ein erhöhtes Risiko zu haben.
Link zur Studie
Ann Allergy Asthma Immunol 2011;106:214-222 - Guo JJ et al
26.04.2011 - dde