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Eine Amateurfunk-Station ist Teil einer (vorwiegend) privaten Sende –und Empfangs-Anlage. Sie dient einem technisch-experimentellen Funkdienst, der die Verwendung von Erd-, See- und Weltraumfunkstellen einschliesst. Eine Amateurfunk-Station besteht aus den erforderlichen Sende- und Empfangsgeräten sowie den dafür geeigneten Aussenantennen.
Nur mit Lizenz ` Eine Amateurfunk-Station darf nur von konzessionierten Funkamateuren betrieben werden. Eine Konzession wird von staatlichen Stellen (in der Schweiz das BAKOM) erteilt, der Konzessionär muss dazu eine Lizenzprüfung ablegen.
Kurzwellen-Antennenanlage (Foto DG6XU, Wikipedia)
Internationale Fernmeldeverträge
Der Amateurfunkdienst (kurz Amateurfunk, english ham radio) ist ein Funkdienst gemäss internationalen Fernmeldeverträgen. Die Teilnehmer am Amateurfunkdienst wird Funkamateur oder Amateurfunker genannt. Funkamateure sind in der Lage, oft mit selbstgebauten Geräten über Länder und Kontinente zu kommunizieren. In Katastrophenfällen in abgelegenen Gebieten waren es meist Funkamateure, die der Aussenwelt erste Informationen ermöglichten.
Funkverkehr darf nur auf den dafür vorgesehene Frequenzbereiche abgewickelt werden, diese sind international gültig. Sie sind (vorwiegend exklusiv) dem Amateurfunkdiesnst zugewiesen.
In der Schweiz werden zwei Konzessionsklassen ausgegeben.
Konzessionsklasse HB9
Gestattet dem Inhaber die Benutzung aller Frequenzbänder gemäss Bandplan in allen Betriebsarten (u.a. Morsetelegraphie (CW), Radiotelephonie (SSB), Funk-Fernschreiben (RTTY), Paket Radio, Fax und Amateurfunk-Fernsehen, sowie verschiedenen digitale Betriebsarten, wie PSK31 etc.
Die Inhaber einer HB9-Konzession dürfen ihre Geräte selber konstruieren, bauen und auch selbständig in Betrieb nehmen.
Konzessionsklasse HB3
Einsteiger-Lizenzklasse, gestattet dem Inhaber nur die Benützung des 2m- und des 70cm-Bandes in einigen Betriebsarten, allerdings nur mit einer verminderten Leistung und ohne Selbstbau und/oder Änderungen an den Geräten..
Nur sporadisch in Betrieb
Im Gegensatz zu kommerziellen Funkstationen (Rundfunk, Fernsehen und Mobiltelefonie [Natel]) sind Amateurfunkstationen nur sporadisch auf Sendebetrieb. Die Betriebszeiten sind in einem Logbuch festgehalten. Wenn zwei Funkamateure miteinander kommunizieren, unterhalten sie einen Dialog miteinander. Die aufgebauten Verbindungen, welche in alle Kontinente der Erde gehen können, dauern meist nur kurze Zeit.
Strenge Bauvorschriften
Funkamateure verwenden in der Regel fix montierte Drahtantennen für die niedrigen Frequenzbänder und drehbare Richtantennen für die höheren Frequenzbänder. Für einen ordungsgemässen Amateurfunk-Betrieb sind Aussenantennen notwendig. Diese Antennen können vom Funkamateur selber erstellt werden, allerdings nur nach strengen Bauvorschruiften. Sie können auch von der Komzessionsbehörde kontrolliert und abgenommen werden.