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Kubatur
Kubatur
91'350 mᶟ
Baubeginn
2010
Fertigstellung
2012
ArchitektIn / Achitektenteam
Buchner Bründler AG Architekten BSA
Bauingenieur
Gruner AG, Basel
AUSGANGSLAGE
Der Projektierungsperimeter, direkt ausserhalb der denkmalpflegerisch geschützten Mauer des Stedtli gelegen, weist durch die Zusammenführung mehrerer Teilgrundstücke eine ortsuntypische Grösse auf. Der Neubau ersetzt das bestehende Kaufhaus in der Kernstadt. Er soll letztere über ihre historische Stadtmauer hinaus erweitern und aktivieren. Das Warenhausprojekt ist Teil eines zusammenhängend geplanten Stadteinschubes in das heterogen erscheinende Gebiet der Vorstadt, der auch die Planung von Wohnbauten umfasst.
KONZEPT
Der Gebäudekörper wird aus der Ausformulierung der angrenzenden Stadträume generiert und mittels Verformung und Sequenzierung in den Kontext eingebettet. Die polygonale Gebäudegeometrie bezieht sich dabei spezifisch auf die bestehende Bebauung und die angrenzenden Freiräume. In seiner Form leitet der dreigeschossige Gebäudekörper aus der Dichte des Strassenraumes in die Weite der neuen Platzanlage des Obergestadecks. Durch leichte Knicke in der Rück- sowie Frontfassade, welche die für den Kontext untypische Gebäudedimension strukturieren, kann er sich zugleich als Solitär freispielen. In seiner Dreigeschossigkeit nimmt das Gebäude klassische Gliederungsthemen auf, die Repräsentativität verleihen. Eine breit ausgebildete Horizontalfuge zwischen den Geschossen akzentuiert die Fassadentektonik weiter. Der Bau oszilliert zwischen Grossform mit autonomer Identität und abstrakt wirkendem Konglomerat aus Elementen, die das Volumen im Spiel vertikaler und horizontaler Strukturen aufzulösen scheinen.
UMSETZUNG
Das Gebäude ist in einfacher Platten-Stützen-Struktur gefertigt. Die Rolltreppen als hauptsächliche Verbindungselemente zwischen den Etagen öffnen den Rücken der Raumstruktur vertikal. Die Hülle des Gebäudes besteht aus vorgefertigten Betonelementen in einem warmen Grauton, der sich aus der situativen Farbgebung des "Vorstedtli" ableiten lässt. Prägnant ausgezeichnete, tiefe Lamellen in zwei unterschiedlichen Breiten strukturieren die Betonelemente vertikal und verleihen der Gebäudeoberfläche eine je nach Blickpunkt differenziert wirkende Tiefe. Zur Verstärkung der Licht- und Schattenbildung auf der Fassadenoberfläche werden die Vertiefungen der Lamellen, als Kontrast zu den schalungsglatten Obeflächen, sandgestrahlt. Eine trichterförmig zulaufende Schaufensterfront führt vom Bücheliplatz in das Innere der Verkaufswelt. Die grosszügigen Fensterfronten werden zu vorspringenden, oberflächenbündigen Kasten entwickelt und nehmen in ihrer Massstäblichkeit einen einladenden, städtischen Charakter an. Durch die horizontale Verschiebung zueinander entsteht eine bewegte Raumwirkung.