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In der abgelegenen Region Karnali, herrscht grosse Armut. Frauen und Kastenlose leiden besonders unter dem Nahrungsmangel, den Gesundheitsproblemen und der Rechtlosigkeit. Das Projekt von Caed arbeitet mit einem ganzheitlichen Ansatz, der Ernährung und Gesundheit verbessert sowie der benachteiligten Bevölkerung zu ihren Rechten verhilft.
Frauen und Kastenlose sind besonders stark benachteiligt
Die Region Karnali ist das Armenhaus Nepals. Sie ist durch Niederschlagsmangel geprägt, die Monsunregen waren zudem in den letzten Jahren unregelmässig. Die meisten Familien leiden zeitweise Hunger. Viele Männer wandern jedes Jahr während ein paar Monaten nach Indien aus, um mit Hilfsarbeiten das Überleben der Familie zu sichern. In der abgelegenen Region dominieren heute noch patriarchale Strukturen und das Kastenwesen. Aufgrund der harten Arbeit und schlechten Ernährung leiden viele Frauen unter schmerzhaftem Gebärmuttervorfall. Die Hilfe von aussen beschränkt sich auf die Verteilung von Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs.
Eine bessere Ernährung, Gesundheit für Frauen und Schulen für Kinder
Die langjährige Partnerorganisation Klep unterstützt die gesamte Bevölkerung in Dolpa bei der Verbesserung ihrer Lebenssituation. Ihre Mitarbeitenden schulen die Bevölkerung, wie sie sich selbst organisieren und die Produktion für ihre Selbstversorgung erhöhen können: Mit einer nachhaltigen, den trockenen Bedingungen angepassten Landwirtschaft und mit Küchengärten. Neu wird nicht nur Reis angebaut, es werden traditionelle Getreide- und Gemüsesorten wiederentdeckt. Dazu kommen Aktivitäten, welche die Gesundheit verbessern, insbesondere die Versorgung der Frauen vor und nach den Geburten. Das Projekt fördert Grundschulen für Kinder und informiert die Bevölkerung über ihre Rechte. Caed unterstützt sie dabei, diese Rechte bei Behörden und Regierung einzufordern. Von dieser ersten Projektphase in Dolpa werden 7‘500 Personen in sieben Gemeinden profitieren.
Vorzeigepaare bringen die Entwicklung in den Dörfern voran
Ein Teil der Arbeit wird von jungen Ehepaaren übernommen, die sich für die Entwicklung ihres Dorfes interessieren. Sie werden von Caed während ein paar Wochen ausgebildet. Danach erhalten die Paare eine kleine finanzielle Unterstützung, damit sie Zeit haben, ihre neu erworbenen Fähigkeiten mit andern Familien zu teilen. In Dolpa gehört dazu die Einrichtung und der Unterhalt eines Küchengartens mit verschiedenen Gemüsen. Die Frauen zeigen einander, wie sie damit den Speisezettel bereichern können. Gleichzeitig nehmen diese Paare eine Vorbildrolle ein: Sie schicken ihre Kinder zur Schule und leben eine gleichberechtigte Partnerschaft. Grundsätzlich sind Dorfbewohner und -bewohnerinnen eher bereit, Veränderungen von ihresgleichen anzunehmen, als von externen Fachleuten.