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Eine Syntax des „Novyj Margarit“ des A. M. Kurbskij. Philologisch-dependenzgrammatische Analysen zu einem kirchenslavischen Übersetzungskorpus (2018)
Elias Bounatirou
Mit dieser 2-bändigen Arbeit wird eine dependenzsyntaktische Beschreibung der Sprache des „Novyj Margarit“ des Fürsten A. M. Kurbskij (1528–1583) vorgelegt, und zwar auf Basis der Wolfenbütteler Handschrift. Beim „Novyj Margarit“ handelt es sich um eine Sammlung theologischer Werke, die offenbar unter Kurbskijs Leitung aus dem Lateinischen ins Ostslavisch-Kirchenslavische übersetzt wurden.
Zudem enthält die Studie Überlegungen zur Textgeschichte der Sammlung, zur Methode der sprachlichen Analyse historischer Texte und weitere eher philologische Bestandteile. Die Arbeit bietet allgemein wesentliche Bausteine einer Grammatik des „Novyj Margarit“. Dabei führt die Untersuchung zu einer Revision der bisherigen Forschung zur Sprache Kurbskijs, die sich insgesamt als weniger fehlerhaft als angenommen erweist.
Die Arbeit stellt auch einen latinistischen Forschungsbeitrag dar: Sie enthält eine sprachliche Analyse (besonders von Graphematik und Interpunktion) der wichtigsten Übersetzungsvorlage des „Novyj Margarit“, der lateinischen Chrysostomus-Gesamtausgabe, die 1558 in Basel erschien.
Bd. 1: Philologische, sprachkulturelle und lautlich graphematische Grundlagen
Bd. 2: Syntax
Die Tugenden und die Laster. Gottfried Kellers Die Leute von Seldwyla (2018)
Alexander Honold
Alexander Honold, Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft am Deutschen Seminar der Universität Basel, präsentiert seine Monografie "Die Tugenden und die Laster. Gottfried Kellers Die Leute von Seldwyla" (2018) im untenstehenden Video.
La Présupposition entre théorisation et mise en discours (2018)
Hrsg. von Amir Biglari und Marc Bonhomme
Cet ouvrage collectif reconsidère la question complexe de la présupposition en analysant sa mise en œuvre dans les discours authentiques. Tout en établissant les conditions d’une approche discursive de la présupposition, il en explore le fonctionnement dans des textes littéraires, médiatiques et politiques.
Old Russian Birchbark Letters. A Pragmatic Approach (2018)
Simeon Dekker
This study is devoted to a corpus of Old Russian letters, written on pieces of birchbark. These unique texts from Novgorod and surroundings give us an exceptional impression of everyday life in medieval Russian society. In this study, the birchbark letters are addressed from a pragmatic angle. Linguistic parameters are identified that shed light on the degree to which literacy had gained ground in communicative processes. It is demonstrated that the birchbark letters occupy an intermediate position between orality and literacy. On the one hand, oral habits of communication persisted, as reflected in how the birchbark letters are phrased; on the other hand, literate modes of expression emerged, as seen in the development of normative conventions and literate formulae.
Fictions of Home. Narratives of Alienation and Belonging, 1850-2000 (2018)
Martin Mühlheim
This study aims to counter right-wing discourses of belonging. It discusses key theoretical concepts for the study of home, focusing in particular on Marxist, feminist, postcolonial, and psychoanalytic contributions. The book also maintains that postmodern celebrations of nomadism and exile tend to be incapable of providing an alternative to conservative, xenophobic appropriations of home. In detailed readings of one film and six novels, a view is developed according to which home, as a spatio-temporal imaginary, is rooted in our species being, and as such constitutes the inevitable starting point for any progressive politics.
Der Erd-Erzähler. Peter Handkes Prosa der Orte, Räume und Landschaften (2017)
Alexander Honold
Die Weiträumigkeit und Formenvielfalt der Erde, ihrer Orte und Landschaften zu entdecken und in sprachliche Bilder zu fassen, bildet den vitalen Grundimpuls des Reisens und Schreibens für Peter Handke, den österreichischen Schriftsteller von Weltrang. Erstmals wird hier das Œuvre Handkes unter der leitenden Perspektive des raumgreifenden Erzählens systematisch erkundet und dargestellt. Vom den 1966 erschienenen Hornissen und der amerikanischen „Road novel“ des Kurzen Briefs zum langen Abschied über die Geschichte des Alaska-Geologen aus Langsame Heimkehr und den Salzburger Mönchsberg bis hin zu den Erzählungen der Pariser Gegenwart hält sich Handkes Prosa die gängigen Literaturtrends der Gegenwart immer mehr auf Abstand, um stattdessen aus Erdformen, Bodenreliefs und Landschaftslinien ihre Energie zu ziehen. Dabei treten so unterschiedliche Topographien hervor wie das spanische Hochland, die Salzburger Altstadt, der Pariser Vorstadtbogen und der adriatische Karst. Der Band zeigt Handke als Vorläufer eines ökologischen Schreibens und wertet hierfür auch Reiseaufzeichnungen und unveröffentlichte Notizbücher des Schriftstellers aus. Zur Sprache kommen ebenfalls die mit dem Zerfall Jugoslawiens brennend aufgeworfenen Fragen nach den Handlungsmodellen kultureller Gemeinschaftlichkeit und schließlich Handkes ‚Ästhetik der Wanderschaft‘ in den Spätwerken Niemandsbucht und Bildverlust, die in minutiösen Analysen und Deutungen vorgestellt werden.
Begründen – Erklären – Argumentieren. Konzepte und Modellierungen in der Angewandten Linguistik (2017)
Iris Meißner und Eva Lia Wyss (Hrsg.)
Begründen, Erklären und Argumentieren sind wissenskonstitutive sprachliche Phänomene, die in Logik, Rhetorik sowie im sprachtheoretischen Kontext auf eine lange Forschungstradition zurückgehen und die verschiedene sprachwissenschaftliche Modellierungen ganz wesentlich beeinflusst haben. In sprachwissenschaftlichen Studien werden sie als grundlegende linguistische Kategorien der Wissensaushandlung und -produktion beschrieben und analysiert. Neueren Forschungen gelingt mit dem Konzept des Diskursmusters als einer übergeordneten Folge von Sprechhandlungen oder Gesprächsbeiträgen eine erkenntnisreichere Annäherung gerade auch an Phänomene innerhalb von Lehr- und Lernsituationen sowie Einsichten in den Erwerbsprozess hinsichtlich argumentativer Kompetenzen.
In diesem Band werden neuere linguistische Ansätze zur Beschreibung diskursiver Handlungspraktiken, aktuelle Forschungsprojekte sowie einige empirische Befunde vorgestellt.