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09.09.2014
John Martyn war einer jener Musiker, die Berufskollegen gerne als "Musician's Musician" bezeichneten: Jemand, der nicht nur sein Fach von A-Z beherrschte und dafür verehrt, sondern auch als sympathische Person galt. In den späten 1960er versuchte der gebürtige Schotte als Folk-Gitarrist den Durchbruch zu schaffen. Kommerziell war dieses Unterfangen nicht von Erfolg gekrönt. Schnell machte er sich aber durch experimentellere Herangehensweisen an den Folk zum Geheimtipp. Zum wirklich angesehenen Musiker brachte es Martyn 1973 mit seinem Album "Solid Air". Dieses überaus gelungene Album wusste er in seiner Karriere bloss mit einem Werk zu toppen.
Das 1977 erschienene "One World" nahm John Martyn gemeinsam mit der Reggae-Legende Lee Scratch Perry in Jamaika auf. Eine für diese Zeit wahrlich gewagte und ungewohnte Kollaboration, die eine entspannt groovende Variante des Folk-Rocks ermöglichte, gespickt mit Dub- und Reggaeeinflüssen. Viele Kritiker sehen in den Songs auf "One World" einen Vorläufer des Trip-Hops.
"One World":
"Big Muff" (Live):
"Small Hours"(Live):