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St. Moritz, Austragungsort der Olympischen Spiele 1928 und 1948, hat ein Schicksal, das tief in der Geschichte des Wintersports und des Wintertourismus verwurzelt ist, die dort angeblich erfunden worden sind. Während die Geschichte der ersten Wintersaisonen rund um Kulm in den 1860er-Jahren eine Art lokaler Mythos darstellt, entwickelte sich St. Moritz ab den 1910er Jahren zu einer Hochburg des Wintersports und insbesondere des alpinen Skisports in den 1930er-Jahren. Im Rahmen dieses Beitrags analysiere ich den Ausbau der Skilifte rund um St. Moritz und bette diesen in die Entwicklungsgeschichte der Tourismuspolitik ein. Außerdem geht es darum, die Investitionslogik zu verstehen, die hinter dem Bau neuer Infrastrukturen steht, die auf einem elitären, aber auch innovativen Tourismus basierten.
Erschienen in: traverse 2023/2, S. 55