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Die Umgebung
Die Umgebung der Kirche übertrifft das Gotteshaus an historischer Bedeutung, Höhe und Wirksamkeit im Ortsbild: Die mittelalterliche Burg, deren Gründung auf das Geschlecht der Froburger im 11. Jahrhundert zurückgeht, ist älter als das Städtchen und wird von einem mächtigen Hauptturm, dem «Harzer» dominiert. 1415–1798 war hier der bernische Landvogteisitz eingerichtet. 1621–27 wurde die Anlage durch ein Schloss und 1659–73 durch eine eindrucksvolle Artilleriefestung erweitert, die sich mit ihren Brustwehren und Bastionen über einem mehr als 500m langen Geländerücken ausbreiten und seinerzeit, nach den Erfahrungen des 1. Villmergerkrieges, der Verteidigung des bernischen Besitzes gegen die unmittelbaren katholischen Nachbarn von Luzern und Solothurn dienen sollte.
Schlosskapelle
Trotz der engen nachbarschaftlichen Beziehung gab es seit der Erbauung der Festung keine funktionalen Gemeinsamkeiten zwischen den feudalen Anwesen und der Kirche. Die alte Georgskapelle diente zwar ursprünglich auch den Burgbewohnern, doch im Zuge des Festungsbaus errichtete man eine eigene reformierte Schlosskapelle, deren nördliche Aussenmauern zu den Verteidigungsmauern gehören, so dass die Fensterleibungen des Stichbogens ausserordentlich tief sind. Die südlichen Mauern haben dagegen eine übliche Dicke, denn sie wenden sich zum Schlosshof. Der kleine Saalbau wird von einer hölzernen Tonnendecke aus handgesägten und gehobelten Brettern überspannt, ausserdem enthält er einige Preziosen des 17. Jahrhunderts: ein hübsches Chorgestühl für den Landvogt sowie den Kommandanten und seine Angehörigen, sodann eine Kanzel mit der Inschrift «Sebastian Vogt hat mich gemacht, Gott gab sin Sägen, 1668».
Pfarrhaus
Das sogenannte «Alte Pfarrhaus» wurde 1726 erbaut und diente ehemals als bernische Landschreiberei. Es steht auf der «Vorburg», der südlichen Toranlage der Festung unmittelbar westlich der Kirche, wenn auch deutlich tiefer und nur wenige Meter gegenüber dem Brückenniveau erhöht. Bis zum Dorfbrand von 1840 führte das Stadttor durch dessen Untergeschoss, und der mächtige Quaderrundbogen ist noch heute sichtbar. Der behäbige Massivbau mit weissem Verputz, Eckquaderungen und hohen Rechteckfenstern wird von einem leicht geknickten Walmdach bedeckt und weist sich mit diesen Merkmalen als typisches Berner Pfarrhaus aus.