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Antonio Vivaldi in den Kirchen Venedigs
Domine ad adiuvandum me festina RV 593
für Sopran, zwei Chöre und Orchester
Magnificat RV 610
für Soli, Chor, zwei Oboen, Streicher und Continuo
Introduzione e Gloria RV 588
für Soli, Chor, Trompete, zwei Oboen, Streicher und Continuo
Ensemble La Partita (Konzertmeisterin: Sylvie Chopard)
Solisten: Carmela Konrad | Jeannine Camenzind (Sopran)
Julia Husmann | Martina Gmeinder (Alt)
Holger Marks | Sebastian Lipp (Tenor)
Florian Schmitt-Bohn | Samuel Zünd (Bass)
Antonio Vivaldi (1678 – 1741), hauptsächlich bekannt als grosser Violinkünstler, Instrumental- und Opernkomponist, hinterlässt auch ein grosses und bedeutendes Repertoire
geistlicher Musik. Sein Priesteramt und seine Stellung als musikalischer Leiter am Ospedale della Pietà, einem Waisenhaus in Venedig, bringen ihm Verpflichtung und Anregung für ein vielseitiges
kirchenmusikalisches Schaffen.
Das Domine ad adiuvandum me festina RV 593, ein erfrischendes und schwungvolles „Responsorium“ (Wechselgesang zwischen Sänger und Gemeinde) zur Vesper in G-Dur (Psalm 69) für Doppelchor und zwei Orchester, gehört zu den schönsten geistlichen Werken Antonio Vivaldis. Das dreiteilige Werk verdient einen Ehrenplatz im Repertoire von Kirchenmusikern. Die Sopran-Arie „Gloria Patri“ in der Mitte des Werkes ist ein exquisites Beispiel für Vivaldis galanten Stil.
Das Magnificat RV 610 ist in zwei Fassungen überliefert und wurde offensichtlich in verschiedenen Gottesdiensten im „Ospedale della Pietà“ aufgeführt. In der Zweitfassung waren – wie aus einer Handschrift hervorgeht – einige Soloteile auf namentlich genannte Sängerinnen aus dem „Ospedale“ zugeschnitten. Die Schulkonzerte des Waisenhauses erfreuten sich eines vorzüglichen Rufs. Vivaldi nutzte diese Konzerte oft, um seine Meisterschülerinnen vorzustellen.
Das Gloria RV 588 ist weniger bekannt als das Gloria RV 589. Nicht etwa, weil es von geringerer Schönheit und weniger reizvoll wäre; vielmehr wurde dieses Gloria in der Liturgie kaum verwendet, weshalb es fast in Vergessenheit geriet. Das gross angelegte Gloria ist kantatenmässig in einzelne Abschnitte gegliedert, die sich in Takt, Tempo, Tonart und Besetzung stark voneinander unterscheiden und zu einem attraktiven und abwechslungsreichen „Konzertstück“ vereinen.
Das Ensemble La Partita wurde 1974 gegründet. Es hat sich zum Ziel gesetzt, neben bekannten Werken aus Barock und Klassik selten gehörte Kompositionen zur Aufführung zu bringen.
Neben einem regen Konzertbetrieb im In- und Ausland spielte La Partita von 1983 – 2004 im Rahmen der Festungskonzerte in Salzburg. Seit 1995 konzertiert La Partita auch regelmässig in der
Vivaldi-Kirche Santa Maria della Pietà, in der Basilica dei Frari und in der Kirche Santa Maria dei Miracoli in Venedig. 1995 führte eine ausgedehnte Konzertreise zusammen mit den Zürcher
Sängerknaben nach Belgien und Holland, Rom und Florenz. Ein weiterer Höhepunkt von La Partita war eine erfolgreiche Konzerttournee nach Mexico im Jahre 2004. 2007 spielte das Ensemble unter
Leitung von Helmuth Rilling, Stuttgart, in der Kirche
St. Peter in Zürich.
Kontakt: Sekretariat Ensemble La Partita
Rolf Laubi, Bahnhofstrasse 8, CH-8803 Rüschlikon