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Wie wird das sein, wenn die Amerikaner wieder Zugang zu Kuba haben? Die Zeit hat hierzu einen kubanischen «Zeitzeugen» befragt, der vor der Revolution für amerikanische Touristen Zigarren rollte und davon träumte, eine Zigarren-Manufaktur zu gründen. Die Revolution machte ihm diesbezüglich einen Strich durch die Rechnung, im Rückblick hat er sich aber mit dem Sozialismus versöhnt.
Sein Onkel, ein Meister des Fachs, hatte ihm in der Provinz das Rollen beigebracht. Cruz wusste um die Geheimnisse einer guten Zigarre, um die verschiedenen Schichten, in denen jedes Tabakblatt eine eigene Funktion erfüllt. Manche halten das Feuer am Glimmen und andere erzeugen eine Vielzahl von Geschmäckern, stundenlang könnte Cruz darüber fachsimpeln. In Havanna zog er in einen Vorort, lebte bescheiden und kaufte Tabakblätter bei den Lagerhäusern ein. Er rollte zu Hause, und das Ergebnis verkaufte er an Vertriebsleute, die ihre Markenzeichen auf den Zigarren anbrachten und die Glitzerwelt am Malecón versorgten.
«Ich hatte ein gesichertes kleines Einkommen und eine angesehene Position in der Gesellschaft», sagt Cruz, «nicht schlecht für jemanden, der nur sechs Jahre Schulbildung hatte». Nur seinen großen Traum hat er nie umgesetzt: Der Mann aus der Provinz war eigentlich nach Havanna gekommen, um eines Tages eine eigene Zigarren-Manufaktur zu begründen.