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Die Spanier, die 2008 in Peking und 2012 in London erst im Final den übermächtigen Amerikanern unterlagen, legen in Rio de Janeiro einen eigentlichen Steigerungslauf hin. In den ersten beiden Spielen verlor das Team um Superstar Pau Gasol denkbar knapp gegen Kroatien und Brasilien. Danach musste der Europameister auch gegen den klaren Aussenseiter Nigeria lange um den Sieg zittern.
Dann aber deklassierten die Spanier Litauen gleich mit 109:59, und auch zum Abschluss – in einem Spiel, das sie zwingend gewinnen mussten – gerieten sie gegen Argentinien nie in Gefahr. Die Südamerikaner führten zwar schnell 8:0, doch schon wenige Minuten später hatten die Iberer das Blatt auf 22:11 gewendet. Den Vorsprung baute Spanien dann kontinuierlich aus.
Für einmal war keiner der NBA-Stars bester Punktesammler. Rudy Fernandez von Real Madrid liess sich mit 23 Zählern den besten Wert notieren, Gasol kam auf 19 Punkte.
In der verrückten Gruppe B, in der Kroatien, Spanien, Litauen und Argentinien auf den ersten vier Plätzen alle drei Siege aufweisen und die Viertelfinals erreichten, setzte sich Spanien so noch auf den zweiten Platz. Litauen verspielte den Gruppensieg durch eine 81:90-Niederlage gegen Kroatien, das noch auf den ersten Platz vorstiess. Gastgeber Brasilien schied hingegen trotz des abschliessenden Sieges gegen Nigeria aus.
Im Viertelfinal spielen nun die favorisierten Amerikaner gegen Argentinien, Spanien gegen Frankreich, Litauen gegen Australien und Kroatien gegen Serbien. Neben dem kroatisch-serbischen Nachbar-Duell ist vor allem auch die Partie zwischen Argentinien und den USA brisant. Die Südamerikaner fügten den Amerikanern 2004 in Athen im Halbfinal die letzte Niederlage bei einem Olympiaturnier zu. Bereits damals wurden sie vom mittlerweile 39-jährigen San-Antonio-Star Manu Ginobili angeführt.
(SDA)