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Das Klaviertrio nimmt in der Kammermusik der Romantik eine zentrale Stellung ein. Die Ergänzung der Streicher durch das Klavier eröffnet neue Möglichkeiten und erlaubt eine Steigerung von Farbenreichtum und Kontrasten.
Natürlich ist das Klaviertrio nicht eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Schon Haydn und Mozart haben für diese Besetzung geschrieben, doch sind die frühesten Klaviertrios noch als erweiterte Klaviersonaten zu verstehen: die rechte Hand des Pianisten wird von der Violine, die linke Hand vom Violoncello unterstützt. Erst allmählich - namentlich bei Beethoven - lösten sich die Streichinstrumente vom Klavierpart ab und erlangten ihre Selbständigkeit und Gleichberechtigung.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Klaviertrio vom gefälligen, leichten Stück mit unterhaltendem Charakter zum emotional geladenen, spannungsvollen, die Abgründe der Komponistenseele auslotenden, weitgespannten Werk. Mit der Loslösung von der Klaviersonate wurde auch die dreisätzige Form zugunsten der viersätzigen aufgegeben, was den Werken zusätzlich Länge und Gewicht gab.
Zu den grossen Meistern des Klaviertrios der Romantik zählen neben Dvorak Schubert, Mendelssohn, Schumann und Brahms.
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