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Die Besitzer der Sunrise-Mutter wollen angeblich Sunrise loswerden. Sunrise-Chef Brand spricht von "bewusst gestreuten Gerüchten".
Ziemlich genau einmal pro Jahr wird breit über einen möglichen Verkauf von Sunrise spekuliert. So wars im August 2006
Nun will die 'Handelszeitung' von starken Indizien wissen, die auf einen baldigen Verkauf der Schweizer Nr. 2 im Telekommunikationsmarkt hindeuteten. So besuchen "in den nächsten Tagen" Vertreter der fünf US-Beteiligungsfirmen, die die Mehrheit an der Sunrise-Mutterfirma TDC halten, die Schweiz. Sie wollen sich angeblich mit "hochrangigen" Behördenmitgliedern treffen. Um die Haltung der Wettbewerbskommission gegenüber einem Verkauf von Sunrise zu erkunden?
Zudem hat der TDC-Finanzchef den Verkauf von zwei Tochterfirmen in Ungarn und in Polen angekündigt. Dahinter steht der Wunsch von TDC Schulden abzubauen, um die Bilanz für einen allfälligen Börsengang aufzuhübschen. Sunrise dürfte "zwischen zwei und fünf Milliarden Franken" wert sein, so die (nicht übertrieben präzise) Schätzung des Wirtschaftsblatts.
France Télécom? Liberty Global? Beteiligungsfirmen?
Doch wer könnte ein möglicher Käufer von Sunrise sein? Die 'Handelszeitung' nennt drei Kandidaten. France Télécom, die durch eine Zusammenlegung mit Orange Schweiz rasch "Synergien" (Stellenabbau) erzielen könnte, Cablecom-Mutter Liberty Global, die damit zu einem eigenen Mobilfunknetz (aber zwei Glasfaser-Backbones...) käme oder Private-Equity-Firmen.
Sollte France Télécom
versuchen, Sunrise zu kaufen, wären allerdings die Wettbewerbskommission sehr gefordert, denn es entstünde Duopol in der Mobiltelefonie.
Sunrise dementiert
Bei Sunrise will man offiziell von einem Verkauf gar nichts wissen. So sagte Sunrise-Chef Christoph Brand zur 'Handelszeitung', die Verkaufsgerüchte würden "bewusst gestreut", nennt allerdings keine Namen. Das Wirtschaftsblatt behauptet hingegen, Sunrise-Kader würden "mit einem Verkauf innerhalb der nächsten Monate" rechnen. (Christoph Hugenschmidt)