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Philipp Buckhaults ist Molekularbiologe, Spezialist für Krebsgene und Professor an der Universität South Carolina. Er wollte Gerüchte auf Social Media widerlegen, denen zufolge die mRNA-Covid-Impfung von Pfizer/Biontech bei Geimpften Krebs verursachen könne. Deshalb liess er einen Mitarbeiter die winzigen Reste des Impfstoffs, der dort verimpft wurde, in den (fast) leeren Ampullen untersuchen.
Was sein Mitarbeiter fand, überraschte alle: Der Impfstoff enthielt nicht nur mRNA, sondern auch DNA.
«Ich bin etwas beunruhigt, welche Konsequenzen das für die menschliche Gesundheit und Biologie haben könnte», sagte Buckhaults Mitte September vor einem Senatsausschuss von South Carolina. Und an die Politiker gerichtet: «Sie sollten alarmiert sein über den Zulassungsprozess, der es ermöglichte, dass DNA in den Impfstoff geriet.»
Mit dem jetzigen Wissen hätte Buckhaults seinen Töchtern nicht zur Impfung geraten
Die Anhörung wurde auf Youtube veröffentlicht. «Diese DNA könnte aus meiner Sicht seltene, aber schwere Nebenwirkungen wie Tod durch Herzstillstand verursachen. Es gibt jetzt viele Fälle von Menschen, die nach der Impfung mysteriös starben. Eine plausible Erklärung könnte die DNA im Impfstoff sein», so Buckhaults. Wenn er früher gewusst hätte, was er heute wisse, dann hätte er seinen betagten Eltern vermutlich trotzdem zur Covid-Impfung geraten, nicht aber seinen Töchtern.
Ob diese fremden DNA-Stücke – wenn sie ins Erbgut einer Zelle eingebaut werden – dazu führen können, dass die betroffene Zelle Teile des Spike-Eiweisses produziert, wisse er nicht. Seine Sorge sei jedoch, dass solche ins menschliche Erbgut integrierten DNA-Stücke die Zelle veranlassen, körperfremde Substanzen zu produzieren, die ihrerseits eine lebenslange Immunreaktion auslösen gegen jene Herz-, Leber- oder andere Zellen, welche diese DNA-Stücke eingebaut haben. Die Folge wäre eine chronische Autoimmunkrankheit. Da die Nanopartikel im Impfstoff sich überall im Körper verteilen könnten, könne dies überall passieren und von Mensch zu Mensch anders ausfallen.
«Wir wissen einfach nicht, wie oft solche Genomveränderungen passieren», sagte Buckhaults in einem Interview mit der australischen Wissenschaftsjournalistin Maryanne Demasi auf «Substack».
Buckhaults hält es für wahrscheinlich, dass sich diese nicht-menschlichen DNA-Stücke, die er zuhauf im Impfstoff fand, an zufälligen Stellen ins Erbgut von Zellen der geimpften Personen integrieren können und werden. Die entsprechenden Zellen der Geimpften wären dann genetisch permanent verändert – bis sie absterben oder vom Immunsystem beseitigt werden.
Je mehr DNA-Stücke in der Impfung, desto höher die Wahrscheinlichkeit
Je nachdem, an welcher Stelle diese DNA-Stücke in die menschliche DNA eingebaut würden, könnte dies im ungünstigen Fall Krebs verursachen oder zu Autoimmunerkrankungen führen. «Das sind theoretische Bedenken, aber sie sind ziemlich einleuchtend und basieren auf solider Molekularbiologie.» Er denke, dass dies selten passieren werde, aber doch so häufig, dass man es herausfinden könne, betonte der Krebsgenetiker gegenüber dem Senatsausschuss.
DNA-Stücke in eine Zelle bringen, worauf einige dieser Stücke zum Zellkern gelangen und sich dort dauerhaft ins Erbgut der Zelle einbauen – diese Methode hätten er und Tausende anderer Molekularbiologen jahrzehntelang im Labor angewandt, twitterte er.
Je mehr DNA-Stücke, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass einige davon ins Erbgut von Zellen eingebaut würden, legte Buckhaults vor dem Senatsausschuss dar. Im Pfizer/Biontech-Impfstoff fand sein Team Milliarden von DNA-Stücken. Bei der Herstellung des Impfstoffs seien grosse DNA-Stücke in viele kleine zerteilt worden – und damit wurde das Risiko erhöht anstatt gesenkt.
Weitergabe an die nächsten Generationen
Die Impfung sei verkauft worden mit dem Slogan, dass die mRNA nur kurzzeitig im Körper verbleibe und dann abgebaut werde. Doch die fremde DNA habe das Potenzial, lebenslang im Körper zu verbleiben und sogar an die Folgegenerationen weitergegeben zu werden. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn diese DNA ins Erbgut von Stammzellen eingebaut wird oder in das eines Spermiums, mit dem ein Kind gezeugt wird.
Stammzellen sind sozusagen die Ur-Zellen, aus denen sich die verschiedenen Körperzellen entwickeln. Sterben diese ab, rücken neue aus den Stammzellen nach. Falls die DNA in eine Stammzelle eingebaut wurde, wird sie in jeder ihrer «Tochterzellen» ebenfalls enthalten sein.
DNA bei der Herstellung des Impfstoffs verwendet
Doch woher stammte die fremde DNA in dem Impfstoff? Buckhaults und seine Mitarbeitenden setzten die DNA-Stückchen zusammen. Heraus kam, dass die DNA für die Produktion des Impfstoffs eingesetzt, aber offenkundig unzureichend daraus entfernt wurde. «Das ist glasklar», sagt Buckhaults vor dem Ausschuss. Die DNA wurde im Produktionsprozess in Bakterien eingebaut, welche daraufhin die mRNA produzierten, aus welcher der Impfstoff bestand.
Normalerweise sei DNA, die in den Körper gespritzt wird, nicht gefährlich, weil sie sofort abgebaut werde, legt Buckhaults dar. Der mRNA-Impfstoff aber enthielt Lipid-Nanopartikel, um die mRNA in die Zellen zu schleusen. Diese Lipid-Nanopartikel unterscheiden jedoch nicht, ob sie mRNA oder DNA in die Zellen transportieren. So sei die DNA-Verunreinigung in die Zellen gelangt.
Für die Studie wurde der Impfstoff noch ohne DNA produziert
Die Impfungen, welche den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den grossen Impfstudien vor der Zulassung des Pfizer/Biontech-Impfstoffs gespritzt wurden, seien noch auf eine andere Art hergestellt worden als der Impfstoff, der später zur Massenanwendung diente. Deshalb habe sich anfangs auch keine DNA im Impfstoff befunden, so Buckhaults.
200 Milliarden DNA-Stückchen hätten sich in jeder Impfdosis befunden, eingekapselt in die Lipid-Nanopartikel und folglich «bereit, in die Zelle transportiert zu werden», schätzte Buckhaults, der für seine Nachforschungen auch Unterstützung von Kollegen am «Massachusetts Institute of Technology» erhalten habe. Diese DNA-Stücke seien sehr uniform und klein. «Das beweist, dass man versuchte, [die DNA] zu zerkleinern.»
«Also wussten sie von der DNA im Impfstoff?», fragte ein Senator. «Ja», antwortete Buckhaults. Er vermute, dass «sie» – gemeint ist wohl der Hersteller – einfach nicht damit rechneten, dass die DNA-Stücke ein Risiko für eine Genom-Veränderung darstellen könnten.
Bestehender Grenzwert für mRNA-Impfstoffe untauglich
In einigen Impfstoff-Chargen sei der Grenzwert für DNA-Kontamination von zehn Nanogramm, den die US-Arzneimittelbehörde früher festgelegt habe, höher als erlaubt gewesen, in anderen hingegen tiefer als dieser Grenzwert. Der springende Punkt aber sei, dass dieser Grenzwert zu einer Zeit festgelegt wurde, als es um «nackte» DNA ging. Diese werde nach einer Injektion sofort abgebaut. Hier aber handle es sich um DNA, die transportfähig in Nanopartikel verpackt sei. Den früher festgelegten Grenzwert auch auf diesen neuartigen Impfstoff anzuwenden, sei darum falsch, argumentiert der Wissenschaftler, der seine Resultate noch nicht in einem Fachjournal veröffentlicht hat.
Kollegen von ihm hätten den Covid-Impfstoff von Moderna untersucht und dort ebenfalls DNA-Stücke gefunden, aber nicht so viele wie im Pfizer/Biontech-Impfstoff, berichtete Buckhaults weiter.
Trotz seiner Bedenken riet Buckhaults später auf Twitter, sich nicht zu fürchten. In den meisten Fällen habe der Einbau der DNA keine Folgen und bleibe völlig unbemerkt. «Bevor wir uns Sorgen machen, müssen wir das überprüfen.»
Suche bei hunderten von Menschen veranlassen
Sein Vorschlag: Viele fachkundige Wissenschaftler sollten nun das Genom von Stammzellen bei mehreren Hundert Menschen untersuchen und nachsehen, ob dort Stücke der fremden DNA aus dem Impfstoff integriert wurden. Indem viele Fachleute sich an diesen Untersuchungen beteiligen, würde das Ganze vertrauenswürdiger, als wenn nur ein Labor dies mache, schlägt er vor.
Er sei ein Fan der mRNA-Technologie, meinte der Molekularbiologe. Er sei selbst geimpft und habe die Covid-Impfung damals allen Nahestehenden empfohlen, sagte er im Interview auf «Substack». Dort sagte er auch, dass er niemandem einen Vorwurf mache. «Es ist leicht sich jetzt zurückzulehnen […] und dann Steine zu werfen […] Ich finde, das ist wirklich unfair. Ich meine, die meisten Menschen arbeiteten im guten Glauben, um zu versuchen, das Feuer löschen.»
FDA reagierte nicht auf Buckhaults informelle E-Mails
Er habe die US-Arzneimittelbehörde FDA per E-Mail von seinen Befunden unterrichtet und auch getwittert. Die FDA hätte aber nicht reagiert, sagt Buckhaults gegenüber der Wissenschaftsjournalistin Maryanne Demasi. Angesichts der Sprengkraft dieses Themas erwarte er von der FDA allerdings auch keine Antwort.
Daraufhin konfrontierte Demasi die FDA mit den Ergebnissen von Buckhaults. Die Antwort der FDA: «Die FDA ist überzeugt von der Qualität, der Sicherheit und der Wirksamkeit dieser Impfstoffe. Die Nutzen-Risiko-Bewertung und die laufende Sicherheitsüberwachung zeigen, dass die Vorteile ihre Risiken überwiegen.»
«Es braucht etwas Ermunterung»
Die US-Arzneimittelbehörde sollte Pfizer zwingen, dafür zu sorgen, dass die DNA aus den Booster-Impfdosen und aus allen künftigen Versionen dieses Impfstoffs entfernt werde, verlangte Buckhaults in der Anhörung vor dem Senatsausschuss. Gegenwärtig seien die finanziellen Anreize, das Ganze einfach so weiterlaufen zu lassen, zu gross. «Es braucht etwas Ermunterung, um [die DNA] herauszubekommen.» Denn die Anreize, diese Angelegenheit unter den Teppich zu kehren, seien gross. Auch die Personen in den Behörden, die den Impfstoff zuliessen, hätten Interessenkonflikte.
«Vielleicht untersuchen wir eine Reihe von Menschen und finden heraus, dass das wirklich kein Problem ist, wer weiss? Wenn wir das beweisen, dient dies dem Gemeinwohl.» Eine Hoffnung besteht laut Buckhaults darin, dass die FDA der Sache im Stillen nachgehen würde und die Hersteller – falls etwas dran wäre – den Herstellungsprozess verbesserten.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.