Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03377.jsonl.gz/1193

Autoren: Fotos:
Gian Marco Meier / Christoph Zwahlen Roger Bosshard / Gian Marco Meier
Seit 2007 gehören die Team-Schweizermeisterschaften zum festen Programmpunkt der Schweizer Leichtathletik und bilden gleichzeitig den Saisonabschluss. Bei diesen Meisterschaften starten pro Disziplin und Team max. vier AthletenInnen von denen der Durchschnitt der drei besten Resultate ermittelt wird.
Die Titelvergabe bei den Mittelstreckendistanzen wird von Jahr zu Jahr abwechslungsweise über 800m oder 1500m ausgetragen. In diesem Jahr bei den Frauen über die längere Distanz und bei den Männern über 800m.
Bereits am frühen Nachmittag starteten unsere 4 Mittelstreckenläuferinnen, Joëlle Flück, Arlette Meier-Hunger, Rebekka Leistner und Alexandra Bosshard. Das Ziel, nur eine Woche nach dem guten 2. Rang an der Staffel-SM, war klar: „Titelverteidigung“!
Joëlle, Arlette und Rebekka konnten dank ihrer schnellen Saisonbestzeit in der ersten von zwei Serien starten. Nachdem Joëlle in den Tagen vor der SM mit einer leichten Erkältung zu kämpfen hatte, war sie etwas verunsichert, ob ihr ein guter Lauf gelingen würde. So galt es für Sie in erster Linie einen möglichst kleinen Rückstand auf die U-23 Europameisterschaft-Medaillengewinnerin Selina Büchel herauszulaufen. Dies deshalb, weil die Frauschaft der LG Fürstenland vor einer Woche unseren Schweizerrekord über 3 x 1000m verbessert haben und sicherlich die härtesten Konkurrentinnen im Kampf um Gold sein würden.
Bei der 800m-Marke lag das Spitzentrio immer noch auf PB-Kurs von Joëlle. Da die beiden anderen Läuferinnen (Büchel und die Saisonschnellste Schläpfer) keine Führungsarbeit übernehmen wollten oder nicht konnten, führte Joëlle das Trio bis auf die Zielgerade. Erst dort wurde sie von den beiden Windschattenläuferinnen überspurtet. Die Schulsszeit von 4‘23“49 lag nur knapp 2 Sekunden über der PB, und ist für einen solchen Solo-Lauf ausgezeichnet.
Arlette versuchte mit einem möglichst gleichmässigen Lauf nochmals eine Verbesserung der Saisonbestzeit zu erzielen. Im Mittelfeld gelang ihr dies von Anfang an ganz gut. Und kurz vor ertönen der Schlussrunden-Glocke machte Arlette schon lange nicht mehr gesehene Kraftreserven frei und überholte mehrere Läuferinnen. Nach 4‘36“69 überquerte Arlette die Ziellinie als 7. und verbesserte ihre Saisonbest-
zeit um über 4 Sekunden. Das erfreulichste war aber, dass sie auf die 2. Läuferin von Fürstenland fast 6 Sekunden herauslief.
Rebekka setzte die vom Coach vorgegebene Taktik perfekt um. Sie sollte möglichst nahe bei Arlette mitlaufen. Bis 400m vor dem Ziel schien der Plan perfekt zu gelingen, hatte sie doch zu diesem Zeitpunkt einen Vorsprung von 4 Sekunden auf die Marschtabelle ihrer PB. Doch auf den letzten 300m wurden die langen Beine von Rebekka leider immer schwerer. Mit 4‘47“40 gelang ihr aber immerhin ihre zweitschnellste je gelaufene Zeit und blieb auch nur 2,5 Sekunden über der PB. Viel wichtiger aber war, dass sie den Vorsprung auf die 3. Fürstenländerin bis zum Ziel verteidigen konnte. So war bereits klar, die Titelverteidigung ist dem LC Regensdorf gelungen.
So konnte Alexandra völlig unbeschwert in der 2. Serie an den Start gehen. Auf den ersten beiden Runden überliess sie die Führungsarbeit den anderen und hielt sich geschickt in den vordersten Positionen auf. Bei der 800m Marke übernahm Alexandra bereits resolut die Führung und lief in einem langen Steigerungslauf einem ungefährdeten Sieg entgegen. Als die Stoppuhren dann bereits nach 4‘44“36 stehen blieben, war die Überraschung gross. Alexandra
verbesserte nämlich ihre PB um 6 Sekunden und drückte den Schnitt des LC Regensdorf nochmals nach unten.
Dieser lag nun für den LCR bei 4‘34“85. Derjenige von der LG Fürstenland bei 4‘37“09. Die Revanche für die Staffel-SM und auch die Titelverteidigung über 1500m ist somit deutlich gelungen.
Über 800m bei den Männern war die Ausgangslage hingegen schlechter denn je.
Bereits in der Quali war klar, dass ein Medaillengewinn für den LC Regensdorf in diesem Jahr sehr schwierig wird. Doch mit dem kurzfristigen Ausfall von Martin Knill, welcher seit knapp 2 Wochen mit Gipsfuss unterwegs ist (Knochenabsplitterung am Fuss), wurde diese nochmals deutlich schlechter. Auch die Erkältung von Steven, welche das geplante Training der letzten Tage beeinträchtigte passte ins Bild…
Nichts desto trotz versuchten die 4 verbliebenen Jungs das Beste.
Benedikt Bünz konnte in der starken 2. Serie starten. Leider wurde diese aber etwas verbummelt, was sich dann in der gelaufenen 1‘56“63 wiederspiegelte.
In der 3. Serie war dann Sämi Jost und Steven Malischke an der Reihe. Das Anfangstempo von ca. 56“ war deutlich schneller als dasjenige von der 1. und 2. Serie. Und es ermöglichte Steven mit einem starken Schlussspurt den ersten 800m unter der magischen 2-Minuten-Grenze! Mit der gelaufenen 1‘59“08 gelang ihm übrigens die 12. PB im 13. Rennen dieser Saison!!!!
Auch Sämi Jost gelang ein gutes Rennen. Er lag bis auf die Zielgerade direkt hinter Steven. Wenn er seinen gefürchteten 400m-Schlussspurt ausgepackt hätte, wäre auch für ihn eine neue PB in Reichweite gelegen. So blieb er in 2‘00“21 knapp über der Zweiminutengrenze.
Stefan Marti wurde in die 4. Serie eingeteilt. Mit einer regelmässigen 60er-Anfangsrunde lag er bis zur 600m-Marke immer noch gut im Rennen. Leider fehlte ihm auf den letzten Metern aber etwas das Stehvermögen.
Mit einem Schnitt von 1‘58“64 klassierte sich das LCR-Team auf dem 8. Rang, nur knapp hinter der LG Obersee (mit Marion Bächtiger) und dem BTV Aarau (mit Jan Hochstrasser).
Und für die Mannschaft aufkommen.
Zukunft lässt diese junge wieder viel Hoffnung
Premiere im Speerwurf
Der LC Regensdorf bewies seine
Vielseitigkeit mit der erstmaligen Teilnahme einer Mannschaft in einer technischen Disziplin. Christian Aeschlimann, Alex Heid und Patrick Habegger waren für die Premiere verantwortlich und konnten sich im Speerwurf qualifizieren. Als vierter Athlet sprang Christoph Zwahlen als „Joker“ ein und komplettierte so das Team.
Die vier Speerwerfer absolvierten einen soliden Wettkampf, konnten aber die Saison nicht mit einem Exploit abschliessen. Mit einer Weite von 45.53m erreichte Patrick Habegger die teaminterne Bestleistung. Christian Aeschlimann stellte mit 44.30 seine diesjährige Konstanz in den Wurfdisziplinen wiederum unter Beweis. Alex Heid vermochte nicht ganz an seine Saisonbestleistung anzuknüpfen. Trotz allem schloss er mit 39.94m eine erfolgreiche Saison mit einem ansprechenden Resultat ab.
Autoren: Fotos: