Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03452.jsonl.gz/1431

Gold am Donnerstag mit der französischen Mixed-Staffel, Gold im Sprint vom Samstag – und nun Gold im Verfolgungsrennen über 12,5 km: Martin Fourcade ist an den Titelkämpfen auf dem Holmenkollen nicht zu stoppen. Trotz drei Fehlschüssen war der dritte Erfolg des 27-jährigen Franzosen, der nun bereits neunfacher Weltmeister ist, letztlich ungefährdet. Im Vorbeigang sicherte er sich zum fünften Mal den Sieg im Gesamtweltcup. Dieses Kunststück hat bisher noch kein Biathlet auch nur annähernd geschafft. Im Gegensatz zu den Wettkämpfen bei den Olympischen Winterspielen gehen die WM-Rennen in die Weltcup-Wertung ein.
Wie am Samstag errang der mit 27 Sekunden Rückstand gestartete norwegische Altmeister Ole Einar Björndalen Silber. Der 42-Jährige, der seine 42. WM-Medaille gewann, büsste auf Fourcade am Ende 20 Sekunden ein. Björndalen verpasste es beim letzten Stehend-Anschlag aufgrund eines Fehlschusses, im Finale nochmals in den Kampf um den Sieg eingreifen zu können. Bronze sicherte sich der lediglich als 17. gestartete Norweger Emil Hegle Svendsen.
Der Bündner Serafin Wiestner, am Samstag Elfter im Sprint, klassierte sich nach drei Fehlschüssen mit 1:46 Minuten Rückstand im 20. Schlussrang. Martin Jäger schaffte es nicht in die Top 50, Benjamin Weger verfehlte in den ersten drei Schiessen neun Scheiben und gab entnervt auf.
Im Verfolgungsrennen der Frauen gewann Laura Dahlmeier Gold. Für die als Dritte ins Rennen gestartete 22-jährige Bayerin ist es der erste WM-Titel im Einzel. Dahlmeier blieb am Schiessstand fehlerfrei und setzte sich mit 48 Sekunden Vorsprung vor der Italienerin Dorothea Wierer durch. Dritte wurde die Französin Marie Dorin-Habert, die tags zuvor Silber im Sprint errungen hatte.
Die norwegische Sprint-Weltmeisterin Tiril Eckhoff wurde nach sieben Schiessfehlern auf Platz 17 durchgereicht. Die Engelbergerin Lena Häcki (5 Fehler), als 21. gestartet, erreichte mit rund dreieinhalb Minuten Rückstand den 33. Rang. Irene Cadurisch, die zweite Schweizer Starterin, verfehlte die Scheibe sechsmal und klassierte sich im 51. Rang. Selina und Aita Gasparin hatten am Samstag die Top 60 verpasst und durften daher nicht zum Verfolgungsrennen starten.
(SDA)