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«2021 hat die Post die Vorgaben der Postgesetzgebung für Briefe und Pakete ein weiteres Mal erreicht», hiess es in einer Mitteilung der Schweizerischen Post diesen Frühling. Trotz erschwerter Bedingungen und einem Paket-Allzeitrekord sei die Schweizerische Post im Jahr 2021 bei der Zustellung von Paketen und Briefen pünktlich unterwegs gewesen. Wie hat die Post diese Pünktlichkeit erreicht?
«Relevante Messperiode» wurde gekürzt
«95,0 Prozent der Priority-Pakete und 95,9 Prozent der Economy-Pakete kamen während der relevanten Messperiode von acht Monaten pünktlich bei den Empfängerinnen und Empfängern an», hiess es weiter in der Bilanz zum Jahr 2021. Die Messperiode umfasst üblicherweise das ganze Jahr. Im vergangenen Jahr hat die Post sowohl Januar und Februar, als auch November und Dezember für die Bilanz nicht berücksichtigt.
Würden die vier Randmonate auch einberechnet, hätte die Post ihr Pünktlichkeitsziel verfehlt. Denn von den Priority-Paketen kamen im vergangenen Jahr nur 94,1 – statt des Mindestanteils von 95 – Prozent pünktlich an.
Ausnahmen wegen höherer Gewalt
Im Januar und Februar explodierten die Paketmengen wegen des Lockdowns, Ende Jahr fiel viel Personal krankheitsbedingt aus. "«2021 war eine Ausnahmesituation aufgrund des Lockdowns und insbesondere, weil zahlreiche Mitarbeitende an Omikron erkrankten», sagt Post-Sprecherin Denise Birchler gegenüber der Today-Redaktion.
Nur die acht mittleren Monate zu berücksichtigen, hat die Postkommission Postcom der Post bewilligt. Diese überwacht die Qualität der postalischen Grundversorgung. Laut Postcom zählt die Reduzierung der Messperiode auf die guten Monate zu einer «Force-majeure-Ausnahme» – eine Ausnahme wegen höherer Gewalt.