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Derzeit hat Indien mit Maitri und Bharati zwei operative Forschungsstationen in der Antarktis. Die Dakshin Gangotri-Station war die erste Station, welche 1984 fertiggestellt, aber am 25. Februar 1990 wieder stillgelegt wurde. Heute fungiert die Dakshin Gangotri-Station nur noch als Basis-Durchgangslager hauptsächlich für die Versorgung mit Gütern.
Maitri, Indiens zweite Forschungsstation in der Antarktis zeigt nach 35 Jahren einige Abnutzungsspuren und muss dringend renoviert werden. Das indische Nationale Zentrum für Polar- und Ozeanforschung (NCPOR) arbeitet nun an der Planung dieser Modernisierung, sagte Mirza Javed Beg, Direktor des Zentrums gegenüber The Indian Express.
Jedes Jahr werden von NCPOR koordinierte Expeditionen mit indischen Wissenschaftlern, Meteorologen und Forschern in die Antarktis geschickt. Sie verbringen zwischen einem Monat und einem Jahr hauptsächlich damit, vor Ort Proben zu sammeln, Geräte zu warten und andere wissenschaftliche Aktivitäten durchzuführen.
Maitri ist eine wichtige Station, die es Wissenschaftlern ermöglicht, geologische, meteorologische und geophysikalische Daten zu sammeln. Diese Daten sind nützlich, um den Klimawandel und andere wissenschaftliche Bereiche zu verstehen und rechtzeitig Rückschlüsse zu ziehen. Daher ist die Fortsetzung des Betriebs von entscheidender Bedeutung.
Gemäß dem vorgeschlagenen Plan des Ministeriums für Geowissenschaften (MoES) ist das Verfahren zur Identifizierung eines günstigeren und umweltfreundlicheren Standorts im Gange. Sobald die Umgestaltung der Station abgeschlossen ist, wird sie eine „grüne“ Einrichtung sein, die sowohl im Sommer als auch im Winter eine größere Anzahl von Gastwissenschaftlern beherbergen kann.
Angesichts des rauen Wetters und größerer Forschungsmöglichkeiten, die internationale Kooperationen erfordern, sei der Bau der dritten indischen Forschungsstation nicht rentabel, sagte Beg. „Für einen riesigen Kontinent wie die Antarktis reicht es sicherlich nicht aus, nur zwei Stationen für Forschungsbereiche zu haben. Aber gleichzeitig ist der Bau weiterer Stationen auch keine praktikable Option. Dies, da Forschungsaktivitäten durch Kooperationen mit anderen Nationen mit Stationen mit ähnlichen Interessengebieten durchgeführt werden können“, fügte Beg hinzu.
Heiner Kubny, PolarJournal