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Arbeitszeugnis
Arbeitszeugnisse sind für die Verantwortlichen eine von verschiedenen Entscheidungsgrundlagen. Sie vermitteln ihnen einen Eindruck, wie deine Leistung und dein Verhalten an früheren Arbeitsplätzen waren, und belegen auch, dass die Angaben im Lebenslauf nicht frei erfunden sind. Es ist deshalb wichtig, dass du alle Zeugnisse beilegst und somit deine beruflichen Tätigkeiten lückenlos belegen kannst. Keine Originale beilegen, nur Kopien!
Gemäss OR 330a kann jede/r ArbeitnehmerIn jederzeit ein Zeugnis verlangen, das sich über die Art und Dauer sowie die Leistung und das Verhalten ausspricht.
Bei nur kurzer Beschäftigungsdauer kann oft keine umfassende Aussage über die Leistung und das Verhalten gemacht werden. Daher ist üblich, hier bloss eine Arbeitsbestätigung auszustellen.
Idealerweise erhälst du dein Arbeitszeugnis/deine Arbeitsbestätigung kurz vor dem Austritt aus dem Unternehmen.
Das Arbeitszeugnis muss von Gesetzes wegen wahr, wohlwollend, klar und individuell formuliert sein.
Heute werden in der Regel keine "codierten" Arbeitszeugnisse mehr verfasst. Allerdings befinden wir uns sozusagen noch in einer Übergangszeit. Deshalb schafft der Satz wie z.B. "Die Firma xxx verfasst uncodierte Arbeitszeugnisse" Klarheit in deinem Zeugnis. Bitte bei Bedarf deine/n ArbeitgeberIn um diese Ergänzung.
Folgende Redewendungen, welche eine ungenügende Leistung deklarierten, wurden bei codierten Zeugnissen oft verwendet und werden daher heute noch meist negativ interpretiert. Wenn du solche Sätze in deinem Arbeitszeugnis hast, sprich doch deine/n (ehemaligen) ArbeitgeberIn darauf an und bitte sie/ihn darum, sie umzuformulieren.
Sie war eine gewissenhafte Mitarbeiterin / Er bemühte sich, die Arbeiten bestens zu erledigen / Er gab sein Bestes / Sie zeigte für Ihre Arbeit Verständnis / Wir schätzten seinen grossen Eifer / Sie setzte alle ihre Fähigkeiten ein / Er erledigte alle Aufgaben ordnungsgemäss / Sie bemühte sich stets um gute Vorschläge / Er erledigte die ihm übertragenen Aufgaben mit grossem Fleiss / Sie zeigte grosses Einfühlungsvermögen / Er bemühte sich stets um ein gutes Verhältnis zu seinen Vorgesetzten
(Quelle: smi/M.S./27.11.2012)