Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03553.jsonl.gz/2497

Das Klavier und seine Bauweise
Es besteht im wesentlichen aus folgenden Bauteilen:
- dem Gehäuse, das aus der Balkenkonstruktion, Verstrebungen und Rasten aus Holz besteht
- dem darauf geleimten Resonanzboden aus Holz
- dem Stimmstock aus Holz
- die auf den Stimmstock geschraubte gusseiserne Platte mit eingeschraubten Wirbeln aus Metall
- Saiten aus Gussstahldraht
- der Klaviermechanik: bestehend aus einem ausgeklügelten Spielwerk von Tasten, Federn, Zungen, Stößeln, Dämpfern und Hämmern
- den Tasten – eine Taste ist in der Regel aus Holz, bei günstigen Digitalpianos aus Plastik angefertigt
- zwei bis drei Pedale – wobei beim modernen Klavierspiel meist nur das rechte Pedal verwendet wird.
Die Klaviatur oder Tastatur
Die dazugehörige Klaviatur umfasst beim Klavier, Flügel und E-Piano regulär 88 Tasten (was 7,5 Oktaven entspricht). Hersteller wie z.B. Korg produzieren neuerdings auch Tastaturen mit weniger Tasten. Klaviere dieser Art sind jedoch eher selten.
Das Pedal des Pianos
Klaviere und Flügel verfügen über drei verschiedene Pedale. Im modernen Klavierspiel, wenn man Songs spielen will, die einem gefallen, benutzt man in der Regel nur das rechte Pedal. Dies ist das sogenannte “Sustain” oder im deutschen “Haltepedal”. Durch das Drücken des Pedals wird die Dämpferleiste kurzzeitig entfernt, welche sonst die Saiten im Klavier abdämpft. Dadurch können die Saiten frei schwingen. Dabei schwingen alle Obertöne auch mit. Der Klavierklang erklingt dadurch sofort viel wärmer. Im PianoStarter Kurs zeige ich detailliert wie man dies erlernt und auch praktisch anwendet.
Was kostet ein Klavier
Klaviere gibt es auch preisgünstig zu kaufen. Da ist jedoch Vorsicht geboten. Lies dazu meinen Blog wenn es um Klavier kaufen geht. Höhere Preislagen wie zum Beispiel das Sauter Vista 122 haben natürlich einen viel besseren Klang, als ein günstiges Modell. Grundsätzlich kann man sagen, dass ein Klavier ab Höhe 122 einen viel kräftigeren Klang hat, da der Resonanzkörper grösser ist.
Doch auch Klaviere mit nur 118 können sehr reizvoll sein. So z.B. das Bechstein Classic 118, das auch eher im klassischen Bereich anzusiedeln ist.
Produktion & Produktionsländer
Im 19. Jahrhundert war Deutschland führend in der Produktion von Klavieren. 1886 wurden sage und schreibe über 70.000 Klaviere angefertigt. Heutzutage ist die Produktion von Klavieren vielfach im asiatischen Raum angesiedelt. Die CA Serie der Digital Piano vom renommierten Hersteller Kawai wird zum Beispiel in Indonesien hergestellt. Deutsche Klavierbauer wie z.B. Steingräber & Söhne produzieren ihre hochwertigen Klaviere seit 1852 in Deutschland. Japanische Klavierhersteller wie Yamaha oder Kawai haben z.T. ihre Produktionsstätten immer noch in Japan.
Tradition
Schön poliert ist ein Flügel für viele auch heute noch ein schmuckes, jedoch etwas teures, Möbelstück, auch wenn keine Musik darauf gespielt wird oder die Mechanik kaputt ist. Vielfach wird ein Flügel mit der Firma Steinway&Sons in Verbindung gebracht. Auch Schimmel, ein weiterer Hersteller aus Deutschland, hat eine eigene Serie dieser Pianos. Der K 230 gehört wohl zu der Sorte Instrumente, der jeder gerne sein Eigen nennen möchte. Auf Hochglanz poliert kann man auf diesem wunderbaren Instrument die Saiten zum Klingen bringen und Songs spielen, die einem gefallen – ich glaube jeder würde komplett die Zeit vergessen und nicht mehr auf die Uhr schauen.