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Während der Corona-Pandemie ist die Zahl der Todesfälle infolge eines Schlaganfalls deutlich gestiegen. Darauf macht eine Untersuchung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) aufmerksam. Demnach haben Schlaganfall-Patienten vielfach aus Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 verspätet die Notfall-Kliniken aufgesucht. Dadurch war die Chance auf Rettung geringer.
Konkret wurden die Daten der rund 1‘500 deutschen Kliniken untersucht, in denen während des ersten Corona-bedingten Lockdowns Schlaganfall-Patienten behandelt wurden. In dieser Zeit – von Mitte März bis Mitte Mai 2020 – ging die Zahl der behandelten Patienten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18,5 Prozent zurück. Die Zahl der behandelten Patienten mit einem sogenannten Minischlaganfall reduzierte sich um 26,1 Prozent.
Bei einem Schlaganfall ist die Blutversorgung des Gehirns unterbrochen. Diese muss schnell wiederhergestellt werden, um bleibende Schäden oder einen tödlichen Verlauf zu vermeiden.
Bereits im vergangenen Jahr hatten britische Forscher eine Zunahme an tödlichen Verläufen von Herzinfarkten während der Corona-Pandemie bemerkt (myHEALTH berichtete). Ursache dafür war ebenfalls ein verspätetes Aufsuchen des Notarztes aus Furcht vor einer Ansteckung mit Covid-19.