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Regatta: Olympic Hopes Regatta Bratislava
Knapp 1000 Athlet:innen aus 40 Nationen massen sich in Bratislava an der, neben der Junioren-Weltmeisterschaft, wichtigsten Nachwuchsregatta. Nach den erfolgreichen Ergebnissen in Ungarn eine Woche zuvor schaffte es das Schweizer Team, noch einen draufzusetzen. Allen voran Luca Lauper über 1000 Meter: Der Athlet vom KC Rapperswil-Jona dominierte in der Kategorie der Jahrgänge 2005 seine Konkurrenz. «Ich habe nicht gross auf die anderen Boote geschaut und einfach mein Rennen gefahren», sagte er nach seinem Sieg. Dieser ist gleichbedeutend mit der ersten Goldmedaille des Schweizerischen Kanu-Verbandes an dieser prestigeträchtigen Regatta.
Der einzige Konkurrent, der in der slowakischen Hauptstadt einigermassen mit Luca Lauper mithalten konnte, war der Tscheche Lukas Hrabek, Bronzemedaillengewinner im Zweier an der Junioren-WM. «Ich wusste: Ihn gilt es zu schlagen», sagte Lauper, seines Zeichens Junioren-WM-Fünfter im Einer. Nach 400 Metern des Rennens schaffte es Lauper, sich vom Tschechen abzusetzen. «Ich hatte in dieser Phase einen sehr effektiven Schlag.» 250 Meter vor dem Ziel versuchte der Tscheche die Lücke nochmals zu schliessen, doch Lauper parierte diesen Angriff und querte die Ziellinie schliesslich mit komfortablen 1,64 Sekunden Vorsprung.
Eine zweite Medaille holte Luca Lauper über die seit Tokio 2021 nicht mehr olympische 200-Meter-Distanz. Er musste sich in der Sprintdistanz nur dem Litauer Domas Bareika geschlagen geben, der mit 0,7 Sekunden Vorsprung siegte. Mit diesen beiden Medaillen klassierte sich das Schweizer Team auf Rang 13 der Nationenwertung – noch vor grossen Kanunationen wie der Slowakei, Frankreich oder Portugal. Die bisher einzige Medaille an der Olympic Hopes Regatta für den Schweizerischen Kanu-Verband gewannen 2016 Linus Bolzern (KC Luzern) und Maurus Pfalzgraf (KC Schaffhausen) im Zweierkajak.
Eine reine One-Man-Show war der Auftritt des Schweizer Nachwuchses letztes Wochenende aber nicht. Auch in den Mannschaftsbooten gelangen respektable Leistungen. Allen voran das Paradeboot, der Viererkajak über 500 Meter. Gegenüber dem Team, das den 10. Platz an der Junioren-WM erreichte, musste der mit 18 Jahren zu alte Schlagmann vom KC Rapperswil-Jona - Raphael Muff - ersetzt werden. Diese Position übernahm sein 17-jähriger Clubkollege Fynn Wyss. Neu ins Boot rückte zudem der 16-jährige Aaron Schmitter vom KC Nidwalden, Vizejuniorenweltmeister in der Wildwasserabfahrt. Zusammen mit den Rapperswilern Luca Lauper und Sven Hirzel zeigte diese Formation schnell, dass sie konkurrenzfähig ist. Die A-Final-Qualifikation der besten neun Boote gelang ohne Probleme. In diesem Finale schaffte es die Schweizer Equipe auf den starken 6. Rang, 1,82 Sekunden hinter den siegreichen Ungarn. Und das, obschon der Schweizer Vierer in dieser Formation kaum trainiert hatte.
Dass Aaron Schmitter auch im Einer über Qualitäten verfügt, bewies er über die 200 Meter. Bloss acht Hundertstel fehlten für eine A-Finalplatzierung in der Kategorie der Jahrgänge 2006. Im B-Final paddelte er mit der Spitze mit und landete schliesslich auf Rang 4, gleichbedeutend mit dem 13. Gesamtrang. Noch besser klassierte sich einzig der Zweier mit Luca Lauper und Fynn Wyss in der Kategorie der 17-Jährigen. Sie gewannen ihr B-Finale und schafften so noch just eine Top-10-Platzierung. Für das A-Finale fehlten ihnen im Semifinal 24 Hundertstel. Eine weitere Klassierung unter den besten 15 Booten schaffte die einzige Frau im Team, Dina Hänni vom KC Rapperswil-Jona. Über die 1000 Meter reihte sich die 17-Jährige als 15. in ihrer Altersklasse ein.