Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03396.jsonl.gz/487

Züllig „Gusti“ August, Gärtnermeister/Gastronom, *1948
Gusti Züllig ist ein Winterthurer durch und durch. Durch seine Lebenslust, sein offenes Wesen und sein Auf-die-Leute-zugehen hat er viele Freunde und Bekannte in der Eulachstadt, in der er als vielfältiger Unternehmer und Politiker gewirkt hat und noch immer wirkt.
August Züllig kam am 17. Dezember1948 in Oberwinterthur als viertes Kind (drei ältere Schwestern) zur Welt. Sein Vater August Züllig hatte im selben Jahr ein Gärtnerei- und Gartenbau-Unternehmen gegründet und dies in den Folgejahren ständig ausgebaut und weiter entwickelt. Es lag auf der Hand das Gusti junior nach Primarschule und katholischem Knabeninternat im väterlichen Betrieb eine Gärtnerlehre absolvierte und sich zur späteren Übernahme das Familienbetriebes vorbereitet. Nach der Rekrutenschule und der UO folgte die Meisterprüfung.
Als dann der Vater kürzer treten wollte, übernahm Züllig junior den väterlichen Betrieb, der immer noch direkt neben dem Elternhaus an der Stadtgrenze Oberwinterthurs angesiedelt war. Wenig später gründete er eine Familie, der eine Tochter geschenkt wurde. Das politische Geschehen war August Züllig nicht nebensächlich. Er trat der CVP bei, die er von 1982 bis 1998, 16 Jahre lang, im Stadtparlament vertrat. 1992/93 stand er als Präsident dem Gemeinderat vor und durfte sich „höchster Winterthurer“ nennen.
Später musste Gusti Züllig auch Schattenseiten des Lebens kennen lernen. Nach der Liquidation des eigenen Gartenbaubetriebes brach auch die Ehe auseinander. Nach schwierigen Jahren zu der Arbeitslosigkeit gehörte, gelang ihm das Comeback. Er machte sein einstiges Hobby, das Kochen, zum Beruf. Es brachte ihm die Rückkehr in ein erfülltes Arbeitsleben.
Mit der Tätigkeit des Störkochs und als Partyservice-Anbieter fand er zurück ins selbständige Unternehmertum. Verstetigen konnte Züllig sein Wirken mit der Übernahme des Verpflegungskiosks im Berufsschulhaus Anton Graff an der Zürcherstrasse. Damit stand er plötzlich im Zentrum des emsigen Schulbetriebes und als Vaterfigur konnte er manchem Lehrling Tipps und Trost vermitteln. Aber eine neue Herausforderung wartete auf Gusti. Das Schulhaus stellte seinen Betrieb wegen einem umfassenden Umbau ein.
Aber eine Verpflegungsmöglichkeit im Provisorium des Technoparkes musste ebenfalls organisiert werden. 2010 bis 2013 führte Züllig das Bistro im Technopark. Ein Jahr führte Züllig mit seiner Partnerin Erna das Bistro Auwiesen im Tennis- und Squash-Center Auwiesen in Töss. Eine zukunftsweisende neue Herausforderung nehmen die beiden per 1. Mai 2014 in Angriff. Sie übernehmen das Bistro „schmiedstube andelfingen“.