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Hottinger Literaturgespräche — Charles Linsmayer im Gespräch mit Claudia Storz über Hermann Burger
Gesprächsreihe über die Schweizer Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts
Er ist einer der provokantesten Autoren des 20. Jahrhunderts, der 1942 in Menziken geborene Hermann Burger.
Schon der Erstling «Bork» nennt 1970 die Bücher Vampire, die dem Leser das Leben entziehen. Und was die weiteren, sprachlich virtuosen Texte prägt, ist die Verbindung von Schreiben, Tod und Todes- bzw. Lebensangst. In «Schilten» unterrichtet 1976 ein Lehrer «Todeskunde», in «Die künstliche Mutter» führt 1982 eine Gotthard-Heissluftklinik monströse Todes-Therapien durch, der Cigarrist Brenner endet im gleichnamigen Roman 1989 in der Depression, der «Tractatus logico-suicidalis» nimmt 1988 Burgers eigenen Selbstmord im Jahre 1989 argumentativ vorweg.
Die Schriftstellerin Claudia Storz war Schülerin und nahe Bekannte von Hermann Burger und hat ihre Erinnerungen an ihn 1986 in «Burgers Kindheiten» auf bewegende Weise zu Papier gebracht.