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Gemeinsame Medienmitteilung von MeteoSchweiz, SLF, BAFU:
Bis am Sonntagnachmittag beruhigt sich das Wetter, die Regenfälle hören in den ganzen Schweiz auf. Die Hochwasserlage an den Fliessgewässern beruhigt sich. Am Bodensee, Walensee, Zürichsee und Vierwaldstättersee steigen hingegen die Pegel bis mindestens Montag noch an. Die Gefahr für Rutschungen bleibt noch während Tagen bestehen.
Bis heute Sonntagabend ist am Alpennordhang, zwischen Berner Oberland und Nordbünden noch etwas Regen zu erwarten.
Am Montag und Dienstag verstärkt sich das Azorenhoch allmählich und sorgt zunehmend für trockenes Wetter im Schweizer Alpenraum.
Vom 31. Mai 2013, 8 Uhr, bis am 2. Juni, 8 Uhr, sind grossflächig erhebliche Mengen Niederschlag gefallen. Am meisten Regen gab es am zentralen und östlichen Alpennordhang. Innerhalb des Viereckes Engelberg - Einsiedeln - St.Gallen - Glarus wurden Regensummen zwischen 100 und 140 mm gemessen. In Engelberg fällt nur ca. alle 30-50 Jahre so viel Niederschlag, in St.Gallen sogar nur ca. alle 100 Jahre.
Mit der Wetterverbesserung beruhigt sich auch die Hochwasserlage in den Fliessgewässern auf der Alpennordseite. An Reuss und Thur gilt noch Gefahrenstufe 2 (mässige Gefahr), am Hochrhein zwischen der Einmündung Thur und Basel Stufe 3. Dafür verlagert sich das Hochwasser teilweise in die Seen, am Bodensee, Walensee, Zürichsee und Vierwaldstättersee steigen die Pegel bis am Montag weiter an. Am Zürichsee wird Gefahrenstufe 4 knapp erreicht, es sind aber nur kleine lokale Überschwemmungen zu erwarten. Am Vierwaldstättersee und Bodensee werden die Pegel in den Bereich der Gefahrenstufe 3 kommen. Am Thuner- und am Walensee wird Stufe 2 (mässige Gefahr) vorausgesagt.
Mit den Niederschlägen der letzten Tage sind die Böden gesättigt. Damit bleibt die Gefahr für weitere Rutschungen noch während Tagen bestehen.
Die verantwortlichen Bundesstellen beobachten und beurteilen die Lage weiterhin.
Erste Beurteilung des Ereignisses
Das Ausmass des Hochwassers wird sich erst den kommenden Tagen zeigen, wenn die Kantone die Schadensbilanzen zusammenstellen. In einer ersten Beurteilung kommen die Naturgefahrenfachstellen des Bundes zum Schluss, dass die Schweiz das Hochwasser gut bewältigen konnte.
Die Zusammenarbeit zwischen den Bundestellen und kantonalen Behörden verlief reibungslos. Letzteren standen jederzeit die notwendigen Informationen über die Entwicklung des Ereignisses zur Verfügung; die Einsatzkräfte vor Ort waren frühzeitig gewarnt und konnten die nötigen Schutzmassnahmen einleiten.
Kontakt
Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, Kommunikation, Tel. 044 256 94 10, <email-pii>
Bundesamt für Umwelt, Medienstelle, Tel. 031 322 90 00
WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Kommunikation, Tel. 081 417 02 17