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Das Wappen der Gemeinde Büren an der Aare:
Silberne Bärentatze auf rotem Grund
Die günstige Verkehrslage hatten schon die Römer entdeckt, führte doch die grosse Handels- und Militärstrasse von Petinesca nach Salodurum und Vindonissa durch die Gegend von Büren an der Aare. Der Name "Büren" stammt aus dem althochdeutschen "buri" – was Haus, Gebäude oder Siedlung bedeutet.
1185 erstmals urkundlich erwähnt, bekam Büren an der Aare 1260 einen Freiheitsbrief. Gegründet wurde das Aarestädtchen durch die Herren von Strassberg, deren Burg auf dem Städtiberg gestanden hatte. Im 12. Jahrhundert bauten die Bürener eine Wehranlage mit zwei Toren, vier Türmen, einer Mauer und einem tiefen Graben. 1288 erhielt der so zur Stadt befestigte Ort eine Handfeste. Im 14. Jahrhundert wurde Büren an der Aare einem Spielball gleich von Hand zu Hand weitergereicht., kam an den Fürstbischof von Basel, dann als Lehen an den Grafen von Neuenburg-Nidau, durch Verpfändung an Solothurn und später an das Haus Österreich, welches Büren dem Guglerführer Ingelram von Coucy abtrat.
1388 ging das Aarestädtchen durch Eroberung in den gemeinsamen Besitz von Bern und Solothurn, und 1393 wurde es mit den umliegenden Gemeinden zur bernischen Landvogtei. Weil Bern das Recht zum militärischen Aufgebot in der Herrschaft Strassberg-Büren hatte, verlieh es dem neuen Gebiet die wehrhafte, weisse Bärentatze im Roten Feld als Feldzeichen. Im 17. Jahrhundert wurde dieses Feldzeichen am Rathaus, am oberen Stadtbrunnen und in geschenkten Kirchenfenster verwendet und schliesslich auch im Stadtsiegel. 1798 bis 1803 hatte Büren eine Franzosen-Regierung, die Mediationsverfassung teilte den Kanton Bern in Oberämter ein, die von Oberamtmännern verwaltet wurden. Bis 1831 amtierten in Büren deren fünf, seither bestätigt die Regierung den vom Volk gewählten Regierungsstatthalter.
Mehrere Namen bedeutender Persönlichkeiten sind mit Büren verknüpft. Am einstigen Pfarrhaus erinnert eine Gedenktafel an den Naturforscher Bernhard Studer (1794 – 1887), den Mitbegründer der geologischen Wissenschaft in der Schweiz.
Ein Relief von Jakob Stämpfli (1820 – 1897) am Schloss weisst darauf hin, dass der spätere National-, Bundesrat und Bundespräsident beim damaligen Amtsgerichtsschreiber in Büren die Lehre machte.
Die Mutter von Jeremias Gotthelf (1797 – 1854) stammte aus Büren, so sind die Ereignisse aus dem Aarestädtchen in dessen Publikationen "Ds Puntenöri", "Der Notar in der Falle" oder in "Die Frau Pfarrerin" verewigt.
Der Bürener Burger und Mediziner Theodor Kocher (1841 – 1917) wurde 1909 gar mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Johann Rudolf Schneider (1804 – 1880) wurde im benachbarten Meienried geboren und ging in Büren zur Schule. Wegen der von ihm realisierten Juragewässerkorrektion wurde er auch Retter des Seelandes genannt.
Dem Marienbild in der ehemaligen Kapelle von Oberbüren wurde im ausgehenden Mittelalter das Wunder zugeschrieben, tote Kinder zum Leben zu erwecken. Dies wurde dazu genutzt, ungetauft verstorbene Kinder, denen das Seelenheil verwehrt war, durch Manipulation in einen scheinbar lebenden Zustand zu versetzen, sie zu taufen und an Ort und Stelle zu bestatten. Obschon der Bischof von Konstanz versuchte, ein Verbot der Wallfahrt zu erwirken, war der Ruf Oberbürens derart bekannt und das Wunder für den Stand Bern dermassen erträglich, dass alle Bemühungen scheiterten. Ausgrabungen des archäologischen Dienstes haben nun diese Überlieferungen bestätigt.
Heute erinnert das Geländedenkmal "Die Feder" an diesen historischen Ort.