Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/130645

<h2>SubmittedText<h2><p>Mifid II soll ab 2015 in der EU implementiert werden. Mifid II will vor allem anderen den Anlegerschutz stärken durch härtere Verhaltensregeln für Finanzdienstleister, eine transparentere Dokumentation über Finanzprodukte und durch die Ausdehnung auf unabhängige Vermögensverwalter.</p><p>Setzt die Schweiz diese Normen nicht ebenfalls um, so könnte Schweizer Finanzdienstleistern in der EU der Marktzugang verwehrt werden.</p><p>1. Wie kann die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Finanzdienstleister auch unter den Bedingungen von Mifid II gesichert werden?</p><p>2. Unterstützt der Bundesrat aktiv eine Qualitätsstrategie in der Anlageberatung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der Schwächen des Kundenschutzes beim Vertrieb von Finanzprodukten, insbesondere beim Vertrieb von kapitalgeschützten strukturierten Produkten, bewusst. Er hat mehrere parlamentarische Vorstösse in diesem Sinne beantwortet.</p><p>Die Finma hat am 24. Februar 2012 ein Massnahmenpaket zur Stärkung des Kundenschutzes - Regulierung von Produktion und Vertrieb von Finanzprodukten - vorgeschlagen. Der Bundesrat wird noch in diesem Monat über das weitere Vorgehen zur Erarbeitung der damit verbundenen gesetzlichen Grundlagen entscheiden. Im Rahmen der Erarbeitung dieser gesetzlichen Grundlagen wird auch die internationale Regulierungsentwicklung, insbesondere in der EU und damit Mifid II, zu berücksichtigen sein.</p><p>Das EFDJ/SIF wird anlässlich seines regulatorischen Dialogs mit der EU-Kommission u. a. Mifid II und die Frage des Marktzugangs für Schweizer Finanzdienstleister thematisieren. Bei Mifid II handelt es sich um einen Regulierungsentwurf der EU-Kommission, der im Laufe der Behandlung im Europäischen Parlament und im Europäischen Rat noch Änderungen erfahren kann. Die entsprechende Behandlung steht erst am Anfang.</p>