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Weder über die Entstehungsgeschichte noch den antiken Namen von Badenweiler ist heute etwas bekannt.
Ab dem Jahr 73 n. Chr. wurden auch die rechtsrheinischen Gebiete dem römischen Reich zugefügt. Irgendwann danach sind in Badenweiler vermutlich kleinere Bäderbauten in der Nähe der warmen Quellen entstanden. Daran schlossen wohl zivile Bauten an.
In der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. entstand eine luxuriöse Heiltherme. Diese war symmetrisch und als Doppeltherme - vermutlich für die Geschlechtertrennung - angeordnet. Jeder Teil hatte einen Umkleideraum und ein Badebecken.
Dieser Bau wurde mindestens siebenmal umgebaut. In der Endphase wurden die Umkleideräume ebenfalls in Badebecken umgewandelt. Dafür entstanden an beiden Seiten der Thermen neue Umkleideräume mit einem vorgegliederten Hof. Im Süden wurden pro Thermenteil je ein Kaltwasserbecken und ein Laconium erstellt. Davor entstanden weitere Räume unbekannter Verwendung.
Oberhalb der Thermen befand sich ein Podiumstempel. Dieser wurde wohl ab dem Jahr 145 n. Chr. erstellt. Ein gallo-römischer Umgangstempel ist ebenfalls bekannt.
Bei Ausgrabungen wurden nördlich der Thermen Läden und Werkstätten festgestellt. Bodenradarmessungen lassen zudem ein Unterkunftshaus und ein Lagerhaus vermuten. Ein Wohnhaus wurde ebenfalls ausgegraben.
Ab dem Jahr 260 n. Chr. gingen die rechtsrheinischen Gebiete definitiv verloren. Es gibt jedoch Hinweise, dass die Heilthermen noch im 8./9. Jahrhundert benutzt wurden.
Die Thermen sind heute in einem Schutzbau im Kurpark zugänglich. Öffnungszeigen:
Weitere Überreste des römischen Badenweiler sind nicht zu sehen.