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Erweiterung Bibliothek Maloja
Maloja, 2003
Die öffentliche Bibliothek von Maloja befindet sich in einem Zwischenbau von zwei Wohnhäuser, mit der Hauptfassade auf die Kantonsstrasse orientiert. Fakt war, dass dieser Zwischenbau zu klein wurde für die Bedürfnisse der Stiftung. Der Zwischenbau wies keinen öffentlichen Charakter auf, der die Funktion der Bibliothek nach aussen zeigen konnte. Mit der Erweiterung wurde versucht der Bibliothek einen öffentlichen und eigenständigen Charakter zu geben, der sich klar von den zwei bestehenden Wohnhäusern abgrenzt.
Der Neubau musste wie ein fremder Kubus aussehen, der zwischen zwei bestehenden Häusern hineingestellt wird.
Der Kontrast wurde nicht nur in seiner schlichten geometrischen Form gesucht, sondern auch in seiner Materialisierung. Die neue Fassade besteht aus acht Alluminiumpanelen, auf denen ein Text oder ein Zitat steht, der den Zusammenhang mit der bergeller Kultur zum Ausdruck bringt. Die acht Panelen sind mit Nieten auf der Unterkonstruktion befestigt. Es entstand ein Bild, das einem Panzer ähnelt. Dieser Ausdruck wird durch die Spiegelgläser der Fenster noch verstärkt. Ein Panzer, der die innere Lesewelt vom Alltag schützt.
Es wurde versucht eine expressive Fassade zu gestalten, die die Funktion des Gebäude wiedergibt.