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Verwandeln sich Männer bei Stress in aggressive, arbeitswütige Wesen oder reagieren sie überraschend anders?
Wer kennt nicht die Aussage von Wissenschaftlern, dass Stress Männer aggressiv macht? Jetzt gibt es Studien, die das widerlegen und gestresste Männer zu sozialen Geschlechtsgenossen machen.
Laut der neuen Lehrmeinung sollen Männer in stressigen Momenten nicht automatisch aggressiv reagieren sondern ähnlich den Frauen. Dabei soll Stress sie sogar sozialer machen als in einer entspannten Atmosphäre.
Die Studie stammt von Wissenschaftlern der deutschen Universität Freiburg, die in mehreren Tests das positive Sozialverhalten wie Vertrauen und Teilen sowie negatives Verhalten wie beispielsweise Bestrafen unter Stress und Belastung untersuchten.
Stressexperiment durch Vorträge und Matheaufgaben
Der Stress wurde in den Versuchen durch Vorträge und Matheaufgaben und einen entsprechenden Zeitdruck provoziert. Der Stresslevel wurde durch die Menge der Stresshormone im Speichel und den Puls gemessen.
Nach der Stressprovokation absolvierten die Testpersonen mehrere Spielsituationen, in denen das soziale Verhalten beobachtet wurde.
Sozialer im Stress?
Das Ergebnis zeigte, dass sich die Probanden unter Stress sozialer verhielten als ihre nicht gestressten Kollegen. Die Studie stützt die Idee, dass in bedrohlichen Situationen ein Zusammenhalt entsteht. Männer rücken enger zusammen um sich innerhalb der Gruppe gegenseitig zu unterstützen.
Im Experiment hat der akute psychosoziale Stress das Vertrauen, die Vertrauenswürdigkeit sowie die Bereitschaft zu teilen bei den Männern erhöht im Vergleich zu der nicht gestressten Versuchsgruppe.
In Bezug auf Bestrafungen aber gab es keine Unterschiede der Gruppen. Hier kam es zu keiner Beeinflussung des zwar nachvollziehbaren aber eher negativ eingestuften sozialen Verhaltens unter Stress.