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In seinem autobiografischen Roman schildert Philippe Grimbert die Geschichte seiner Familie im Paris während der deutschen Besatzungszeit. Der Roman besteht aus zwei Teilen. Im ersten schildert er seine Kindheit, die davon geprägt ist, dass er sich einen imaginären Bruder einbildet. Grimbert beschreibt das Leben seiner jüdischen Eltern Maxime und Tania, wie sie sich kennen lernten und zueinander fanden. Doch plötzlich bekommt der Plot eine tragische Wende: Eine Freundin der Familie klärt ihn über die Vergangenheit seiner Eltern auf. Philippes Phantastereien eines Bruders waren gar nicht fernab jeder Realität, es gab ihn nämlich wirklich. Seine Eltern waren zunächst verschwägert. Nach dem Tod von Tanias Ehemann Robert im Krieg, der Deportation Hannahs (Maximes Ehefrau) und ihres gemeinsamen Sohnes, Simon, nach Auschwitz, werden sie ein Paar. Für Philippe ist das Geheimnis gelüftet, welches seine Eltern so lange behütet hatten.
Überaus gelungenes Werk des französischen Schriftstellers Philippe Grimbert. Bereits der Titel und diverse Begebenheiten zu Beginn der Geschichte lassen den Leser erahnen, dass es zu einem tragischen Ende kommen wird. Dass dieses derart grausam und Schuld belastet sein wird, damit kann wirklich niemand rechnen. Trotz der Schuld, die Maxime und Tania tragen, kann man die Entscheidungen der beiden nachvollziehen und trauert mit ihnen mit. Ich fand den Roman insgesamt sehr berührend.
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