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Mein erster Halt in Portugal war in Viana do Castelo das sich Entlang des Nordufers der Lima-Flussmündung ausbreitet. Diese Stadt ist berühmt für ihre Handarbeiten und farbenfrohen Trachten. Besonders sehenswert sind die Kirche, die Casa dos Arcos aus dem Mittelalter und das Kloster Santa Ana aus dem 16. Jahrhundert. Auf einem Hügel über der Stadt trohnt der Wallfahrtsort Santa Luzia, der einen einmaligen Blick über das Flusstal auf den Ozean freigibt.
Viana do Castelo wurde unter dem Namen "Viana da Foz do Lima" (Viana an der Mündung des Lima-Flusses) im Jahre 1258 von König Alfons III. gegründet. Die Stadt Viana do Castelo kam auf Grund der günstigen Lage am Atlantik schnell zu Reichtum. Da das auch Piraten anzog, wurde noch unter Alfons III. vorsorglich eine wehrhafte Festung an der Mündung des Flusses Lima erbaut. So konnte der Fluss kontrolliert werden.
Viana do Castelo erhielt 1848 von der portugiesischen Königin Maria II. das Stadtrecht verliehen. Einer der malerischsten mittelalterlichen Orte in ganz Portugal ist der "Praça da República" in Viana do Castelo, der auf den kunstsinnigen Dom Manuel I. zurückgeht.
Besonders sehenswert ist der dreischalige Renaissancebrunnen (1553-1559) von João Lopez-o-Velho. Er wurde vielfach kopiert, so einige Jahre später in der Stadt Caminha am Südufer des Rio Minho, an der portugiesisch-spanischen Grenze oder auch in anderen Städten, wie in Pontevedra in Galicien. Mehrere Jahrhunderte lang war der Brunnen als einzige Trinkwasserquelle der Stadt und wegen seiner zentralen Lage vor dem alten Rathaus (Paço do Cocelho) Treffpunkt und gesellschaftlicher Mittelpunkt der Stadt.
Direkt am Atlantikstrand befindet sich ein grosser Stellplatz über dem Sandstrand mit Restaurant und am Abend herrlichem Blick auf den Sonnenuntergang.
Alleine schon die Fahrt der Küstenstrasse entlang, die mit zahlreichen Ausstellplätzen versehen ist, bei denen ein Zwischenstopp um die Aussicht zu geniessen problemlos möglich ist, war ein echter Genuss.