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Eierstockkrebs
Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist eine bösartige Erkrankung der Eierstöcke. Sie tritt am häufigsten in der Zeit um die Abänderung auf, aber auch jüngere Frauen und sogar Kinder können daran erkranken. Pro Jahr sind etwa 30 von 100'000 Frauen betroffen. Im Vergleich zum Brustkrebs ist der Eierstockkrebs also viel seltener.
Gutartige Veränderungen an den Eierstöcken sind häufig. Anhand der Ultraschalluntersuchung kann schon recht zuverlässig abgeschätzt werden, ob es sich bei einer Veränderung der Eierstöcke um eine gutartige oder bösartige Erkrankung handelt. Sicherheit bringt aber nur die Untersuchung von Gewebe (Biopsie).
Ursachen
Wie bei anderen Krebserkrankungen sind die Ursachen vielschichtig und bleiben häufig unklar. Man weiss aber, dass kinderlose Frauen und Spätgebärende ein gegenüber anderen Frauen 2.5-fach erhöhtes Risiko haben, an Eierstockkrebs zu erkranken. Die Einnahme der Pille und häufige Schwangerschaften haben dagegen einen gewissen schützenden Effekt. Beim Vorhandensein der Gene BRCA1 und BRCA2 tritt Eierstockkrebs familiär gehäuft auf (meist zusammen mit Brustkrebs).
Symptome
Die Anfangsstadien dieser Erkrankung sind praktisch immer symptomlos, weshalb Eierstockkrebs relativ lange unerkannt bleiben kann. Schmerzen im Unterleib durch den wachsenden Tumor oder eine rasche Zunahme des Bauchumfanges durch das Tumorwasser im Bauch sind Zeichen, die dann meist erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung auftreten. Manchmal wird die Veränderung beim Untersuchen der Eierstöcke von Hand oder mit dem Ultraschall während der Jahreskontrolle entdeckt
Untersuchungen und Diagnose
Folgende Untersuchungen werden beim Verdacht auf Eierstockkrebs durchgeführt: gynäkologische Untersuchung mit Ultraschall von der Scheide her, Blutuntersuchung mit Bestimmung spezieller Tumormarker, Computertomografie des Bauchraumes, allenfalls Darm- oder Blasenspiegelung.
Behandlung
Zunächst muss die Diagnose durch eine Gewebeuntersuchung gesichert werden. Die Behandlung besteht primär in der vollständigen operativen Entfernung beider Eierstöcke und der Gebärmutter sowie aller Ableger im Bauchraum. Anschliessend muss bis auf ganz wenige Ausnahmen immer eine Chemotherapie über 6 Monate durchgeführt werden. Eine Strahlentherapie ist nur in seltenen, ausgewählten Situationen notwendig.