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Für diesen theatralischen Streifzug steigt Vitodura, die Göttin der Gerechtigkeit und Schutzherrin der Stadt, vom Dach des Stadthauses. Sie kennt und liebt Winterthur seit den Anfängen und so übernimmt sie kurzerhand die Rolle der kundigen Stadtführerin – ohnehin mag sie es nicht, wenn die Geschichte nur aus Büchern vorgelesen wird, wo sie doch so viel zu erzählen weiss! Sie richtet ihren kritisch-humorvollen Blick mit uns auf gesellschaftliche Umbrüche und ihre Auswirkungen.
So berät sie eine Magd, die 1264 hier Arbeit sucht, hält eine Bilderdiebin fest und interviewt die Frau des Schultheissen in der Reformationszeit. Sie durchwandert mit uns die französisch besetzte Stadt, stellt eine Unternehmergattin und eine Handwerksfrau vor, welche die Öffnung der Stadt Mitte des 19. Jahrhunderts unterschiedlich erleben.
Sie macht uns mit tatkräftig anpackenden Frauen während des Ersten Weltkriegs bekannt und bringt uns auf humorvolle Art und Weise das Frauenideal der 1950er- Jahre näher. Sie erklärt, weshalb es in den 68ger Jahren in Winterthur etwas ruhiger als erwartet zu und her ging und weshalb sich die Einführung des Frauenstimmrechts in der Gartenstadt verzögert hat.
Treffpunkt: vor dem Stadthaus
Ende: Im Rosengarten am Heiligberg
Dauer: ca. 2 Stunden