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Als Aversion (oder Ab-Neigung) bezeichne ich die Neigung, auf bestimmte Erfahrungen oder Ereignisse mit Unlust oder Widerwillen zu reagieren. Die Reize, die Aversionen auslösen, bezeichne ich als aversiv. Aversive Reize lösen eine Vermeidungsreaktion aus und werden möglichst gemieden.
Als Emotion begleitet die Aversion den durch aversive Reize begründeten Willen, sich abzuwenden. Abwendung ist auch die quasietymologische Herkunft des Ausdruckes.
Beispiele (für Redeweise)
Schmerz ist ein aversiver Reiz, jemandem Schmerz zufügen ist ein aversives Verhalten.
Die Redeweise "aversives Verhalten" ist etwas missverständlich, weil damit auch ein Abwendungsverhalten gemeint sein könnte.
Die Aversion ist ein zentrales Konzept im Behaviorismus, wo Aversionen auf -phylo- oder ontogenetische - Konditionierungen zurückgeführt werden. In der nicht behavioristischen Literatur wird die Emotion oft als Grund für die Abwendung gesehen, was B. Skinner in seinem Buch "Jenseits von Würde" ausführlich kritisiert.
Als Aversionstherapie wird eine Verhaltens-Therapie bezeichnet, die den Konditionierungsansatz in Verbindung mit einem unerwünschten Verhaltens verwendet. Gute Ergebnisse werden bei Phobien und Sucht erzielt.