Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03099.jsonl.gz/1117

D10s. Dios ist das spanische Wort für Gott. Die Argentinier schreiben es wegen Diegos legendärer Rückennummer 10 «D10s.»
10. Maradonas Rückennummer 10 sollte nach einem Antrag des argentinischen Fussball-Verbandes nie wieder vergeben werden. Der Weltfussballverband lehnte ab.
Todestag. Am 25. November verschied nicht nur Diego Armando Maradona. Auch sein väterlicher Freund Fidel Castro (†90), Staatschef von Kuba und Chef der Kommunistischen Partei, verstarb 2016 an einem 25. November. Auch der nordirische Fussball-Star George Best (†59, Meistercupsieger mit ManUnited), der auch nach einer Leber-Transplantation noch Probleme mit dem Alkohol hatte, verliess die Welt 2005 an einem 25. November.
Friedhof. Als Graffiti schrieben Napoli-Fans nach einem siegreichen Spiel mit Maradona an eine Friedhofsmauer: «Ihr wisst gar nicht, was ihr verpasst habt.»
136 Spiele. Maradona dribbelte bereits in den Nachwuchsteams von Argentinos allen davon. Die sogenannten Cebollitas («Zwiebelchen») blieben mit dem Wunderkind 136 Spiele lang ungeschlagen.
Heimorgel. Im Wohnzimmer des bescheidenen ersten Häuschens von Maradonas Familie, das heute ein Museum ist, steht eine Heimorgel der Marke «Fun Machine». Direkt darüber an der Blümchen-Tapete hängt ein bezauberndes Bild: Diego spielt Orgel. Und wenn er dabei keinen Trainingsanzug tragen würde, könnte man ihn glatt für einen braven Musikschüler halten. «Diese Orgel hat er von seiner Mutter zu Weihnachten geschenkt bekommen», so Museums-Besitzer Pérez in der «Süddeutschen Zeitung», «aus Höflichkeit hat er sich auch einmal für ein Foto hingesetzt. Spielen konnte er darauf aber nicht.»
7-mal ruft der argentinische TV-Kommentator Victor Hugo Morales 1986 im WM-Viertelfinale Maradonas Namen bei Diegos zweiten Tor gegen England.
7 Slalomstangen. Sieben Engländer degradiert Maradona bei seinem 2:1-Siegtor gegen England zu Statisten. Erst dribbelt er zwei Briten hinter der Mittellinie aus, dann startet er zu seinem 60-Meter-Sololauf. Dabei stehen nochmals zwei Gegner wie Slalomstangen rum. Als letzten umkurvt er Goalie Peter Shilton und schiebt dann den Ball zwischen zwei weiteren verdutzten Engländern ins Tor.
60 Meter rennt Diego auf dem Weg zum «Tor des Jahrhunderts» gegen England 1986.
Feuer. Im Januar 2002 terrorisiert Maradona seine Nachbarn in Buenos Aires mit nächtlichem Feuerwerk. «Es ist wie im Krieg. Er wird uns noch alle umbringen», klagt eine Anwohnerin. Einen Monat später Februar fängt das Haus des Störenfriedes Feuer. Vier Zimmer brennen aus, weil Maradonas panzerartiger Jeep fahruntüchtig in der Einfahrt parkt und die Feuerwehr bei den Löscharbeiten behindert.
23 Jahre. Ezequiel Lavezzi, ehemaliger argentinischer Offensivspieler des von Napoli, gilt als legitimer Nachfolger von Maradona. In Neapel halten es nur wenige für Zufall, dass Lavezzi auf den Tag genau 23 Jahre nach Maradonas Ankunft in Neapel vorgestellt wurde.
Kokain. Im April 2004 wird Maradona wieder einmal rückfällig und landet nach einer Überdosis Kokain im Krankenhaus.
Übergewicht. «Dieguito», er leidet nach seiner Karriere unter chronischem Übergewicht, bringt zu seinen Spitzenzeiten bei 1,67 Meter stolze 130 Kilo auf die Waage. Ein Magen-Bypass soll ab 2015 helfen, abzuspecken.
Dieb. «Ich hatte das Gefühl, den Engländern die Brieftasche zu klauen, und das direkt nach dem Falklandkrieg», sagt Maradona an der WM 1986 nach seinen zwei Toren gegen England. 1982 griff Argentinien die Falkland-Inseln an, Besitzer England konnte sich aber durchsetzen und die Inseln vor der argentinischen Küste behalten.
15 Schüsse gibt Argentinien im WM-Viertelfinale gegen England ab. 13 davon kommen von Diego.
23-mal wird Maradona während des WM-Spiels gegen Italien 1982 gefoult – WM-Rekord.
53-mal wird Maradona während der WM 1986 gefoult – Turnier-Rekord.
Selbstmord. Maradonas erster Manager Jorge Horacio Cyterszpiler ist erst 58, als er sich im Mai 2017 aus dem siebten Stock eines Hotels stürzt und Selbstmord begeht.
9 Jahre. Maradona ist noch keine 10 Jahre alt, als ihn ein Talentsucher des Erstligisten Argentinos Junior beim Kicken mit seiner Strassen-Mannschaft Estrella Roja entdeckt.
Ableger. Maradonas Name ist Synonym für einen begnadeten Fussballer. Der Rumäne Gheorghe Hagi wird «Karpaten-Maradona» genannt, der Österreicher Andreas Herzog «Alpen-Maradona».