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Aqua Viva:
Am 10. Mai 2014 wurde an der Mitgliederversammlung in Schaffhausen die Namensänderung von Aqua Viva - Rheinaubund auf das einprägsame Aqua Viva ohne Gegenstimme angenommen. Der Name steht für unseren landensweiten Einsatz für lebendige Gewässer. Der Sitz der Organisation bleibt in Schaffhausen.
Aqua Viva - Rheinaubund:
Am 8. September 2012 fand die Gründungsversammlung von Aqua Viva – Rheinaubund durch die Fusion von Aqua Viva und dem Rheinaubund statt. Mit vereinten Kräften soll dem Gewässerschutz auf nationaler Ebene eine grössere Bedeutung verliehen werden. Aqua Viva – Rheinaubund setzt sich für die naturnahe Gestaltung der beeinflussten Gewässer und den Schutz der wenigen noch intakten Gewässer ein.
Rheinaubund:
Nachdem 1944 die Konzession für das Wasserkraftwerk bei Rheinau erteilt worden war, markierten die Bauherren erst 1951 den um 2 Meter höheren Einstau beim Rheinfallbecken. Die kurz darauf formierte Protestbewegung „Rheinau-Komitee“ sammelte in wenigen Monaten 156`000 Unterschriften. Der Kampf für den Schutz der einmaligen Flussschleife der Halbinsel Rheinau und gegen eine Beeinträchtigung des Rheinfalls begann. Als die Bauarbeiten am 23. Januar 1952 starteten, versuchte das Rheinau-Komitee durch eine Initiative doch noch einen Rückzug der Konzession zu bewirken. Am 5. Dezember 1954 wurde diese jedoch von allen Kantonen ausser Schaffhausen abgelehnt. Trotz Niederlage führten die Abstimmungskämpfe zu einem umwelt-politischen Wendepunkt, der 1962 den Natur- und Heimatschutzartikels in der Bundesverfassung und 1966 das Bundesgesetz für einen wirksameren Natur- und Heimatschutz hervorbrachte. Die Spaltung innerhalb der Schweizer Heimat- und Naturschutzbewegung führte schliesslich zur Gründung des „Rheinaubund“ durch das Rheinau-Komitee, das Schweizerische Komitee für die Erhaltung des Nationalparkes sowie einige Mitglieder des SBN am 19. März 1960.
AQUA VIVA:
Nach dem zweiten Weltkrieg kam die Idee des Transhelvetischen Kanals wieder auf. Dieser bildet eine für Lastschiffe befahrbare Wasserstrasse von Basel über den Hochrhein, die Aare und die Juraseen in den Genfersee. Als Reaktion entstanden zahlreiche aktive Organisationen durch Landschafts- und Umweltschützer. Zur Koordination der Aktivitäten und Stärkung der Anliegen wurde am 11. März 1970 die Dachorganisation „Nationale Aktionsgemeinschaft zur Erhaltung der Flüsse und Seen AQUA VIVA“, unterstützt durch 38 Organisationen, gegründet. Auf die 1970 eingereichte Motion zur Freihaltung wichtiger Strecken von Rhein, Aare, Rhone und Tessin für die Lastschifffahrt folgte eine Auseinandersetzung, an der AQUA VIVA massgeblich beteiligt war. Als Resultat blieb im Freihaltegesetz nur die Rheinstrecke von Basel bis zur Aaremündung bei Klingnau. Nach dem Projekt des Transhelvetischen Kanals ergaben sich viele weitere Einsatzbereiche für AQUA VIVA. Auch bei der Gewässerschutz- Initiative „Rettet unsere Gewässer“, der Aareschutz- Initiative und der Initiative „Lebendiges Wasser“ setzte sich AQUA VIVA an vorderster Front ein.
Historische Fotografien aus der Gründungszeit
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