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Jakob Habegger erblickte als erstes der sieben Kinder der Eltern Otto Habegger und Marie, geborene Riedo, am 21. November 1924 in Lanthen bei Schmitten das Licht der Welt. Ein tragischer Einschnitt in seinem Leben ereignete sich, als er noch ein Kleinkind war. Er verlor das linke Auge durch eine Infektion, welche von einem Insektenstich herkam. Bevor 1931 der Umzug mit der Familie nach Überstorf erfolgte, starb Bruder Johann nach nur fünf Lebensjahren durch einen tragischen Unglücksfall. Das erste Heim wurde im Oberdorf bezogen, und die folgenden waren in Niedermettlen, Hinterdorf, Unterdorf und zuletzt im Dorf. Bereits mit acht Jahren musste Jakob für seinen Lebensunterhalt selber aufkommen. Die längste Zeit arbeitete er als Knecht bei verschiedenen Bauern. Durch diesen Beruf fand er die Liebe zu den Tieren und zur Natur.
Nach dem Unfalltod seines Vaters 1961 kehrte Jakob zur Mutter ins Stöckli im Hinterdorf zurück, was wiederum einen neuen Lebensabschnitt bedeutete. Danach krempelte er sein Leben völlig um, er kehrte dem Knechtendasein den Rücken und arbeitete anschliessend während sieben Jahren bei der Firma Kaufmann AG in Freiburg. Im Jahr 1968 hat er die Arbeit bei der Firma Hasler AG (heute Ascom AG) an der Freiburgstrasse in Bümpliz aufgenommen, wo er bis zur Pensionierung arbeitete. Dank seiner Hilfsbereitschaft und Geradlinigkeit wurde er von seinen Arbeitskollegen sehr geschätzt. 1987 starb sein Bruder Anton in Basel, und 1988 hatte die Mutter einen Hirnschlag. Sie wurde 1991 im Altersheim Sonnmatte in Schmitten von ihrer Lähmung erlöst. Jakob hatte von 1988 bis zu seinem Tod sein eigenes Heim, worauf er sehr stolz war.
Ferienzeit, die schönste Zeit. In der aktiven Arbeitszeit genoss Jakob mit seinen Kollegen die Ferien in Österreich und im Tessin. Im Pensionsalter verbrachte er seine Erholungstage im Tessin und im Engadin, wo er seine Liebe zur Natur einmal mehr bekundete. Wenn die Kühe und Jungtiere im Frühjahr das ersten Mal wieder auf die Weide durften, schlug sein Herz höher, und er konnte ihnen stundenlang zusehen.
Als naturverbundener Mensch war seine Lieblingsbeschäftigung das Wandern in der freien Natur, aber auch für einen Jass war er immer zu begeistern. Die Blasmusik hatte ebenfalls eine besondere Stellung in seinem Leben, Konzertbesuche der Musikgesellschaft Überstorf waren für ihn immer ein schöner Moment, da er auch ein besonderes Verhältnis zu den Musikkollegen hatte.
Sein letzter Lebensabschnitt begann im August 1997 mit einer Herz-Operation. Leider konnte er sich von diesem Einschnitt nie mehr erholen, die Wanderwege wurden immer kürzer und die Treppen zu Hindernissen. Die Kräfte schwanden nach und nach, bis Jakob am 22. Dezember 1999 den letzten Weg ins Spital Tafers in Angriff nahm und schliesslich am 14. Januar 2000 von seinem Leiden erlöst wurde. Wer Jakob gekannt hat, wusste, dass Überstorf für ihn ein und alles war.