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Was ist Kryptorchismus?
Beim Kryptorchismus handelt es sich um das Fehlen eines oder beider Hodensäcke. Dies kann passieren, wenn der Hodenabstieg auf dem Weg zwischen Nieren und Hodensack gestört ist. Als Folge ist der Hodensack einer zu warmen Körpertemperatur ausgesetzt, was wiederum auf die Qualität der Spermien schlägt. Weiterhin besteht ein erhöhtes Risiko für Tumorerkrankungen, was ebenfalls auf die erhöhte Körpertemperatur zurückzuführen ist.
Entwicklung der Hoden
Die Entwicklung der Hoden beginnt bereits im männlichen Fötus während der Entwicklung im Mutterleib. Zu Beginn liegen beide Hoden zusammen mit der Niere, den Nebennieren, der Aorta, den Nerven und weiteren Organen ausserhalb der Bauchhöhle. Ca. in der Mitte der Trächtigkeit beginnt der Abstieg der Hoden in den Hodensack, wobei sich das Band, welches Hoden und Hodensack verbindet, verkürzt wird. Bei der Geburt befindet sich der Hoden in der Nähe des Leistenkanals und ist erst im Alter von ca. 6-8 Wochen beim Hodensack angekommen ist.
Die verschiedenen Formen
Unilateraler Kryptorchmus: einseitiges Fehlen des Hodens
Bilateraler Kryptorchmus: beidseitiges Fehlen des Hodens
Inguinaler Kryptorchismus: Der Hoden befindet sich in der Leistengegend (Leistenhoden).
Abdominaler Kryptorchmus: Der Hoden befindet sich in der Bauchhöhle (Bauchhoden).
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch eine klinischen Untersuchung, wobei die Krankheit spätestens im Alter von 8 Wochen festgestellt werden kann. Da das genaue Abtasten in diesem Alter teilweise noch sehr schwer ist, wird beim Verdacht oftmals eine Ultraschalluntersuchung der Bauchhöhle und der Leistenregion vorgenommen. So kann der genaue Standort der Hoden diagnostiziert werden.
Behandlung
In den meisten Fällen wird eine Kastration beim betroffenen Rüden vorgenommen, um weitere Schäden zu verhindern.
Vorbeugung
Beim Kryptorchismus handelt es sich um eine vererbbare Krankheit, wobei diese autosomal rezessiv vererbt wird. Deshalb dürfen betroffene Tiere nicht zur Zucht verwendet werden. Wird bei einem Welpen die Krankheit festgestellt, dürfen die Eltern nicht weiter als Zuchthunde verwendet werden.
Besonders betroffene Rassen
Häufig betroffen von dieser Erkrankung sind folgende Rassen:
Es können aber auch andere Rassen sowie Mischlinge von der Erbkrankheit betroffen sein.