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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Gemäss Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom 6. September 2016 wurde in einem Fall eines afghanischen Jugendlichen festgestellt, dass dieser trotz bestehenden Zweifeln als volljährig bezeichnet wird. Wie stellt sich der Bundesrat zu diesem Entscheid? </p><p>2. Ist er bereit, dem Staatssekretariat für Migration entsprechende Anweisungen zu geben, dass im Zweifelsfall wirklich zugunsten der Jugendlichen entschieden wird, wie der Bundesrat dies in seiner Antwort zu meiner Interpellation 16.3466 festgehalten hat?</p><p>3. Ist er im Austausch mit den Fachkreisen, welche die aktuell angewandten Methoden der Altersschätzung bei Jugendlichen kritisieren?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Wie vom Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation 16.3466 festgehalten und gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes, ist die Glaubhaftigkeit der behaupteten Minderjährigkeit einer asylsuchenden Person aufgrund einer Gesamtbeurteilung sämtlicher Indizien zu beurteilen. Das Ergebnis eines Gutachtens ist nur eines von mehreren Indizien. Zudem gilt es als schwaches Indiz. Der Bundesrat kann sich wegen des Prinzips der Gewaltenteilung und aus Datenschutzgründen nicht zu einzelnen Fällen äussern. Er ist aber der Ansicht, dass unterschiedliche Beurteilungen im Einzelfall nicht auszuschliessen sind.</p><p>2./3. Das in der Antwort auf die Interpellation 16.3466 genannte Prinzip, wonach Zweifel bei der Altersbestimmung zugunsten der asylsuchenden Person ausgelegt werden, gilt weiterhin. Ein einzelnes Urteil zeigt aus Sicht des Bundesrates nicht auf, dass das Staatssekretariat für Migration (SEM) dieses Prinzip nicht beachtet. Das SEM ist zudem bemüht, seine Methoden zur Altersschätzung in Zusammenarbeit mit kompetenten Fachinstitutionen weiterzuentwickeln. Er verweist dabei auf seine Ausführungen in der Antwort auf die Interpellation 16.3466 (Antwort auf Frage 6). Zudem hält der Bundesrat fest, dass jede Beurteilung des SEM, wonach die Minderjährigkeit als unglaubhaft erachtet wird, angefochten werden kann.</p>  Antwort des Bundesrates.