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55. Konzertsaison 21|22
FAMILIENBANDE
CARMINA QUARTETT
Streichquartett
Sa 26. März 2022, 19:30
Landenberghaus Greifensee
CHF 45
A5
TICKETS
Vorverkauf ab 26.02.22
Das 1984 gegründete CARMINA QUARTETT blickt auf eine lebendige und preisgekrönte Karriere zurück. Seit 2018 tritt es in neuer Besetzung auf: Neben Matthias Enderle (1. Violine) und Wendy Champney (Viola), zwei Gründungsmitgliedern des Quartetts, musizieren neu Agata Lazarczyk an der zweiten Geige und Chiara Enderle Samatanga - die Tochter von Matthias Enderle und Wendy Champney - am Cello. Die neue Besetzung des Carmina Quartetts vereint die langjährige Erfahrung der Gründungsmitglieder mit dem Elan der Jugend. Aufbauend auf der reichen Tradition des Carmina Quartetts entsteht eine neue musikalische Blüte.
Matthias Enderle, Violine
Agata Lazarczyk, Violine
Wendy Champney, Viola
Chiara Enderle Samatanga, Violoncello
Konzertprogramm
Joachim Raff (1822-1882) - zum 200. Geburtsjahr des Komponisten schweizerischer Herkunft
Streichquartett Nr. 1 d-Moll op. 77
Joseph Haydn
Streichquartett Nr. 39 C-Dur op. 33, Nr. 3, Hob. III:39 «Vogel-Quartett»
Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichquartett a-Moll op. 13
Zum 200. Geburtsjahr des Komponisten Joachim Raff
Joachim Raff wurde 1822 in Lachen SZ geboren. Sein Vater war Musiklehrer, und früh erlernte Joachim das Klavier,- Violine- und Orgelspiel. Nach dem Gymnasium fand Raff 1840 eine Anstellung als Lehrer in Rapperswil. Zwei Jahre später schrieb er mit der Serenade op. 1 sein erstes musikalisches Werk. Obwohl er sich hauptsächlich autodidaktisch ausgebildet hatte, war seine grosse Begabung schon bei den ersten Kompositionen erkennbar. Auf Empfehlung Felix Mendelssohn Bartholdys druckte der Musikverlag Breitkopf & Härtel 1844 eine Anzahl von Raffs Klavierstücken. 1848 verliess Raff die Schweiz und zog nach Stuttgart. Er konnte sich dort aber nicht etablieren, weshalb er 1850 als Sekretär und musikalischer Mitarbeiter Liszts nach Weimar übersiedelte.
Raffs Oeuvre umfasst eine grössere Anzahl an kammermusikalischen Werken. Das erste Streichquartett op. 77 komponierte er 1858. Das Werk ist dicht komponiert und spieltechnisch anspruchsvoll. Fachleute attestieren, dass sich dieses Werk nicht hinter den berühmten Quartetten von Brahms oder Schumann zu verstecken braucht.
Carmina Quartett
Das 1984 gegründete CARMINA QUARTETT blickt auf eine lebendige und preisgekrönte Karriere zurück: Von ersten Erfolgen an internationalen Wettbewerben (u.a. Gewinn des Premio Paolo Borciani im Jahr 1987) und prägenden Beziehungen zu Mentoren wie Sandor Végh und Nikolaus Harnoncourt führte der Weg zu einer regen internationalen Konzerttätigkeit mit Auftritten in bedeutenden Sälen wie der Wigmore Hall (London), dem Amsterdamer Concertgebouw, der Weill Recital Hall (New York), dem Sydney Opera House und der Suntory Hall (Tokyo). Für seine über 30 CD-Einspielungen erhielt das Quartett renommierte Auszeichnungen wie den Gramophone Award, den Diapason d'Or, den Choc du Monde de la Musique, den Preis der Deutschen Schallplatten-Kritik, eine Grammy- Nominierung sowie den Record Academy Award of Japan 2008. Das Quartett pflegt ausserdem das Zusammenspiel mit Musikern wie Wolfgang und Sabine Meyer, Hiroko Sakagami, Teo Gheorghiu, Rolf Lislevand und Thomas Grossenbacher.
Seit 2018 tritt das Quartett in neuer Besetzung auf: Neben Matthias Enderle (1. Violine) und Wendy Champney (Viola), zwei Gründungsmitgliedern des Quartetts, musizieren neu Agata Lazarczyk an der zweiten Geige und Chiara Enderle Samatanga am Cello.
Die 1992 in Krakau geborene Agata Lazarczyk absolvierte ihr Solistendiplom an der Zürcher Hochschule der Künste und ist als Solistin und Kammermusikerin europaweit aktiv. Zudem feierte sie viele Erfolge als Orchestermusikerin in Ensembles wie dem Verbier Festival Orchestra und Chamber Orchestra sowie dem Lucerne Festival Academy Orchestra und spielte von 2017-2019 erste Violine im Opernhaus Zürich. Zurzeit ist sie stellvertretende Konzertmeisterin an der Oper St. Gallen.
Chiara Enderle Samatanga, ebenfalls 1992 geboren, ist die Tochter von Matthias Enderle und Wendy Champney und hat ihre Kindheit auf Konzertreisen mit dem Carmina Quartett verbracht. Seither hat sie beim Lutoslawski-Wettbewerb in Warschau und beim Pierre Fournier Award in London erste Preise gewonnen und sich als erfolgreiche Solistin etabliert, unter anderem mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Musikkollegium Winterthur, der Nationalphilharmonie Warschau, dem Münchner Kammerorchester, der Kammerphilharmonie Potsdam und dem Philharmonia Orchestra (London).
Die neue Besetzung des Carmina Quartetts vereint die langjährige Erfahrung der Gründungsmitglieder mit der Vitalität und dem Elan der Jugend. Aufbauend auf der reichen Tradition des Carmina Quartetts entsteht eine neue musikalische Blüte.