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Antigua Muscat de Frontignan
Merryvale Vineyards, 500 ml
Beschreibung
Die goldene Farbe dieses exquisiten Dessertweins rührt von seiner langen Reifung in französischer Eiche her und besticht durch eine wunderbare Kombination aus Nüssen und Orangenschalenaromen. Am Gaumen zeigt er sich dicht und reichhaltig. Das Thema Nüsse und Orangenschalen setzt sich vom Einstieg bis zum langen Abgang fort und wird durch die vielen Feinheiten des feinen Branntweins und die Zeit im Fass unterstrichen.
Angaben
|Traubensorte:||Muscat|
|Trinktemperatur:||10 bis 12 °C|
|Volumen:||13.0 %|
Merryvale Vineyards
Der junge Schweizer Jack Schlatter reiste in den 1950er Jahren nach Dallas, um dort eine Stelle im Baumwollhandel anzutreten. Später verschlug es ihn nach Mexiko und São Paulo (dorthin als Kaffeetester) und wieder zurück nach Zürich, um das Baumwollgeschäft im Ostblock aufzubauen. Dabei blieb er immer mit einem Fuss in Dallas und stieg dort ins Immobiliengeschäft ein. Schon früh reizte ihn auch das Weinbusiness. Doch er musste einige Zeit warten, bis er Bill Harlan kennenlernte, den damaligen Besitzer von Merryvale.
Das Weingut wurde 1933 von einer Partnergruppe kurz nach der Prohibition gegründet und sah im Verlauf der Jahrzehnte einige berühmte Persönlichkeiten als Partner, Berater oder Besitzer: anfangs Peter und Robert Mondavi und in den 1980er Jahren eben Bill Harlan. Jack Schlatter wurde 1991 Fifty-fifty-Partner und erschloss dem Weingut die europäischen und die asiatischen Märkte. 1994 erwarb er das Weingut. Mittlerweile hält sein Sohn René das Ruder fest in der Hand.
Das historische Gebäude liegt im Süden der Kleinstadt St. Helena, die sozusagen das Herz des Napa Valley ist. Die sogenannten Estate Vineyards (die Weinberge in eigenem Besitz) befinden sich östlich von St. Helena auf ca. 280 Metern über Meer. Rund 10 Hektaren Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Petit Verdot wurden hier 1997 angepflanzt. Damals stand Merryvale unter der Beratung von Michel Rolland.
Muscat
Eine süsse Familie
Über 200 Rebsorten tragen den Begriff Muscat im Namen – dabei sind viele gar nicht verwandt. Gemeinsam ist ihnen der Duft von frischen Trauben. Diesem intensiven Aroma verdanken sie ihren Namen. Er leitet sich vom Wort «Moschus» ab und tauchte schon 1230 in Schriftstücken auf. Der gängigste Vertreter des Muscat-Stammes ist der weisse Muscat blanc à petits grains. In Italien kennt man ihn als Moscato bianco, in Deutschland und der Steiermark als Gelben Muskateller. In der Schweiz heisst er Muscat du Valais. Forscher sind sich weitgehend einig, dass er aus Griechenland stammt und von dort über Italien nach Südfrankreich fand. Von Kennerhand erzeugt, gerät er frisch, blumig und würzig mit einer leicht herben Note. Ihn trocken in guter Qualität zu keltern, ist nicht ganz einfach. Mehr Renommee haben süsse Ausprägungen wie Muscat de Rivesaltes und Muscat de Beaumes-de-Venise in Südfrankreich oder auch Muscat von der griechischen Insel Samos.