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27.02.2020, 09:26 Uhr
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Der ehemalige Vizechef der britischen Notenbank, Andrew Bailey, wird neuer Gouverneur der Bank of England. Das gab Finanzminister Sajid Javid am Freitag in London bekannt.
Der 60-jährige Andrew Bailey löst im März 2020 den Kanadier Mark Carney als Chef der Bank of England ab. Bailey wird für die volle Amtszeit von acht Jahren an die Spitze der BoE treten – anders als Carney, der 2013 zunächst nur für fünf Jahre unterschrieb, dann aber verlängern musste, um Stabilität während des Brexit-Prozess zu gewährleisten. Bailey hatte von 2013 bis 2016 als Vizechef bei der Bank of England gearbeitet. Er ist zurzeit Chef der britischen Finanzaufsicht FCA.
Der 60-jährige Bailey galt als Spitzenkandidat, nicht zuletzt wegen seiner Erfahrung in der Notenbank. Er verbrachte mehr als 30 Jahre bei der BoE und spielte dort eine wichtige Rolle im Umgang mit der globalen Finanzkrise, bevor er vor einigen Jahren zur FCA wechselte. Zu den aussichtsreichen Kandidaten für den Posten bei der Notenbank gehörte auch die Präsidentin der London School of Economics, Minouche Shafik. Sie war laut "Financial Times" aber nicht von Premierminister Boris Johnson wegen ihrer Kritik am Brexit akzeptiert worden.