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Senkung der Gesamtnachfrage nach Energie.
Mögliche Senkung des totalen Elektrizitätsverbrauchs.
Wahrscheinliche Senkung des Verbrauchs von fossilen Energien.
Wahrscheinlich erhöhter Anteil von erneuerbaren Energien im Energiemix.
Zunehmende Unabhängigkeit und Energiesicherheit durch die zur Verfügung stehende nachhaltige Elektrizitätsgrundlastabdeckung.
Sehr wahrscheinlich geringere globale CO2 Emissionen.
Verhinderte Schadstoffemissionen durch das Ersetzen von Verbrennungsprozessen.
Bohren und Einspritzen könnten seismische Aktivitäten verursachen sowie möglicherweise andere unvorhergesehene Auswirkungen auf die Umwelt haben.
Wahrscheinlich geringere Kosten der Energiewende.
Die Aussenhandelsbilanz könnte sich verbessern, da weniger Öl und Erdgas importiert werden müssen.
Das Bundeseinkommen aus der Mineralölsteuer sinkt unter dem aktuellen Steuersystem.
Auf der tiefen Geothermie basierende Systeme entziehen dem Erdinnern Wärme und verwenden diese, um Wärme, Elektrizität oder beides zu produzieren.
Systeme, welche Elektrizität produzieren, verwenden entweder den geothermisch generierten Dampf (Dampfkraftwerke) oder eine Arbeitsflüssigkeit (binäre Kraftwerke). Um Elektrizität zu produzieren, braucht es Systeme mit einer vergleichsweise hohen Betriebstemperatur (typischerweise 200°C oder mehr für Dampfkraftwerke und 120°C oder mehr für binäre Kraftwerke). Systeme, welche die Wärme bei tieferen Temperaturen extrahieren, werden typischerweise nur für die Wärmegewinnung eingesetzt.
Aufgrund der relativ hohen Kosten für die Bohrung von tiefen Löchern - oft mehrere Kilometer tief - sind wahrscheinlich nur gross angelegte tiefe geothermische Anlagen wirtschaftlich sinnvoll.
• Das im Rahmen der tiefen Geothermie nötige Bohren und Einspritzen von Flüssigkeiten könnten seismische Aktivitäten verursachen.
• Im Zusammenhang mit dem Bohrprozess gibt es bedeutende Unsicherheitsfaktoren, weshalb die Gesamtkosten für ein Kraftwerk vor dessen Fertigstellung schwer zu schätzen sind.
• Geothermische Bohrlöcher haben eine natürlicherweise beschränkte Lebensdauer von etwa 20-30 Jahren, weil danach die Temperaturen zu stark abgefallen sind, um den weiteren Betrieb wirtschaftlich zu machen. Es gibt auch Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Lebensdauer der geothermischen Bohrlöcher, da sich die Eigenschaften des umliegenden Gesteins mit der Zeit und aufgrund des Gebrauchs verändern könnten.
Die für dieses Modell gewählte Technologie ist ein “Enhanced Geothermal System” (EGS) in einer Tiefe von 9'500m, welches einen ORC-Zyklus (“Organic Rankine Cycle”) für die Elektrizitäts- und Wärmeproduktion nutzt. Dieses System wurde vorgestellt von L. Gerber [2]. Dieses EGS produziert 19 MW Elektrizität und 34 MW Wärme, wie in der untenstehenden Bilanz gezeigt wird:
|Emissionen|
|2035||2050|
|CO2-eq. Emissionen [kgCO2-eq./kWhe]||0.0105||0.0105|
|Deponierte Abfälle [UBP/kWhe]||19.8||19.8|
|Kosten|
|2035||2050|
|Spezifische Investitionen [CHF/kWe]||11'164||6'310|
[2] L. Gerber (2012), Integration of Life Cycle Assessment in the conceptual design of renewable energy conversion systems.