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Die Hurrikans hinterliessen in der Karibik sowie in Florida eine Schneise der Verwüstung. Einzelne Inseln wurden praktisch vollständig zerstört. Mehr als 2,4 Millionen Kinder brauchen laut Unicef humanitäre Unterstützung!
Die Hurrikans in der Karibik zerstörten einige Inseln und Teile Floridas. Rund 37 Millionen Menschen waren bedroht. Es gibt Tote, Verletzte und immense Schäden. In der Karibik sind die Auswirkungen des Hurrikans besonders dramatisch. Laut Unicef benötigen dort mehr als 2,4 Millionen Kinder humanitäre Unterstützung.
In Haiti und der Dominikanischen Republik, wo World Vision seit vielen Jahren aktiv ist und die Not- und Katastrophenhilfe deshalb sofort hochfahren konnte, sind die Auswirkungen hingegen weniger schlimm, als befürchtet. An der Nordküste wurden zwar Behausungen beschädigt, die Schäden halten sich aber in Grenzen.
Das Kinderhilfswerk World Vision Schweiz hat die am meisten betroffenen Menschen mit Zelten, Hygiene-Kits, Wolldecken, Tabletten und Filter für die Trinkwasseraufbereitung und weiteren notwendigen Utensilien ausgerüstet.
World Vision ist vor Ort und unterstützt die Menschen in den kommenden Wochen weiterhin mit Nahrungsmitteln, medizinischer Versorgung und sauberem Wasser, auch um Seuchen zu verhindern. Unterstützen Sie uns dabei!
Hurrikan Irma hat in der Dominikanischen Republik und in Haiti geringere Schäden angerichtet, als befürchtet. Dennoch sind Menschen in beiden Regionen obdachlos geworden und dankbar für unsere Not- und Katastrophenhilfe.
Irma ist der vierte Hurrikan der Sturmsaison 2017 und hat sich am 30. August aus einer tropischen Welle vor der westafrikanischen Küste gebildet.
Er hat sich innert 24 Stunden zu einem Sturm der Kategorie 2 entwickelt. Während den nachfolgenden Tagen schwankte seine Intensität. Am 4. September wurde er zu einem Sturm der Kategorie 4 und bereits einen Tag später als Kategorie 5 eingestuft.
Hurrikan Irma rast derzeit über den Norden der Dominikanischen Republik und Haiti auf Florida zu, nachdem er bereits auf den Britischen Jungferninseln, Antigua, Dominica und anderen Insel für Verwüstung gesorgt hat.
Die nordatlantische Hurrikan-Saison beginnt anfangs Juni und dauert bis zum Ende November. Von Ende August bis Ende September erreicht die Saison ihren Höhepunkt.
Irma ist der stärkste Hurrikan, welchen das Nationale Hurrikan-Center (ausserhalb des karibischen Meeres und dem Golf von Mexiko) im Atlantik je registriert hat. Derzeit wird er als Sturm der Kategorie 5 eingestuft, was bedeutet, dass er sich mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 km/h bewegt. Stürme der Kategorie 5 verursachen katastrophale Verwüstungen, wenn sie auf Land treffen.
Am 4. Oktober 2016 hat Hurrikan Matthew den südlichen Teil von Haiti verwüstet. Das Land hat sich bisher noch nicht von den zerstörerischen Folgen erholen können. Derzeit steuert Hurrikan Irma auf den Norden des Landes zu und droht mit seiner zunehmenden Stärke ein bereits gebeuteltes Land mit zerstörerischer Kraft zu treffen.
Hinter Hurrikan Irma folgt bereits Hurrikan Jose, der höchstwahrscheinlich eine ähnliche Route nehmen wird. Er könnte den Menschen, die sich nach Hurrikan Irma dem Wideraufbau widmen, weiteren Schaden zufügen. Hurrikan Jose hat sich am 6. September 2017 von einem Tropensturm in ein Hurrikan verwandelt.
Behörden sagen, dass der Sturm bis zu 25 cm Regen auf Teilen seiner Strecke bewirken kann. Diese Mengen können Blitzfluten, Erdrutsche und bis zu sieben Meter hohe Wellen verursachen.
Hurrikan Irma könnte Schäden in Milliardenhöhe verursachen. Der letztjährige Hurrikan Matthew hat Schäden in der Höhe von 15 Milliarden Dollar verursacht.
World Vision-Mitarbeitende in Haiti und der Dominikanischen Republik leisten in den nördlichen Teilen der Länder Not- und Katastrophenhilfe.
John Hasse, der regionale Leiter für Lateinamerika in Haiti: «Die ärmsten Menschen in Haiti und der Dominikanischen Republik leben unter erschreckend ärmlichen Bedingungen. Sie leben oft in Hütten, die aus Wellblech, Holz und Betonklötzen gebaut sind. Meist stehen diese in Elendsvierteln, die nahe an Flüssen oder Berghängen gebaut sind. Diese fragilen Strukturen sind extrem anfällig für starke Winde, Fluten und Schlammlawinen, welche Hurrikan Irma mit sich bringt.»
In Haiti hat World Vision Nothilfe-Gegenstände gelagert, welche den betroffenen Menschen übergeben werden:
• 13‘500 Bettlaken
• 35‘230 Wasserkanister à 20 Liter
• 9‘963 Taschenlampen
• 7‘075 Hygiene-Kits
• 2‘666 Decken
• 8‘796 Eimer und Wasserfilter
• 4‘174 Abdeckplanen
• 705 Zelte
• 1‘731 Küchensets
• 800‘000 Wasseraufbereitungs-Tabletten
• 19‘674 Moskitonetze
In der Dominikanischen Republik agiert das World Vision Krisenkomitee und unterstützt die Behörden, insbesondere im Bereich Kinderschutz.