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Das gefürchtete Bermudadreieck ist eine Gegend im Atlantik, die sich zwischen den Bermudainseln, der Insel Puerto Rico und Florida an der Südküste von Amerika erstreckt. Es ist ein Ort zahlreicher unheimlicher Geschichten über rätselhafte Unglücksfälle von Schiffen und Flugzeugen.
Bei genauerer Betrachtung ...
Schon Christoph Kolumbus hatte berichtet, dass seine Kompassnadel völlig verrückt spielte, als er durch das Bermudadreieck hindurch fuhr. Das ist aber noch längst nicht alles: Ganze Schiffe und Flugzeuge inklusive Besatzung sollen angeblich spurlos verschwinden. Eine Erklärung für diese Phänomene hatte man nicht, und einige Theorien gaben sogar Ausserirdischen die Schuld an den mysteriösen Vorfällen. Die Leute mieden eine Reise, bei der sie durch das gefürchtete Bermudadreieck fahren oder fliegen mussten. Aber worauf gründet eigentlich der Mythos vom unheimlichen Bermudadreieck?
... schwindet die Zahl der "Vorfälle" ...
Während Jahrhunderten war die Seefahrt über offenes Meer ein äusserst gefährliches Unterfangen. Die Entwicklung der Luftfahrt erfolgte verglichen damit im Zeitraffer, doch noch vor einigen Jahrzehnten waren die Instrumente an Bord eines Flugzeugs längst nicht so ausgeklügelt und die Piloten nicht so gut ausgebildet wie heute. Kurz: Unglücksfälle geschahen immer wieder, gerade in einem so viel befahrenen Gebiet wie dem Bermudadreieck. Die Gefährlichkeit des Bermudadreiecks wurde von geschickten Autoren dadurch betont, dass sie auch Unglücksfälle in ihre Studien einbezogen, die weit ausserhalb des eigentlichen Dreiecks geschehen waren. Hinzu kamen einige schlichtweg erfundene Ereignisse – und schon schien in dem Gebiet ein Häufung von Unfällen aufzutreten. Statistisch kann ein Unterschied zu anderen Meeresgegenden jedoch nicht gezeigt werden!
... und die meisten anderen finden eine naturwissenschaftliche Erklärung.
Mit den dokumentierten Vorfällen hat man sich jedoch intensiv auseinandergesetzt, und es wurden einige bemerkenswerte Beobachtungen und Vorschläge zur Erklärung dieser Phänomene gemacht.
Elektromagnetische Felder könnten bei modernen elektronischen Navigationsgeräten zu vorübergehenden Störungen führen. Die von den Seefahrern früherer Jahrhunderte beobachteten geisterhaft rotierenden Kompassnadeln wiederum könnten sich durch Eigenheiten des Erdmagnetfeldes erklären lassen. Das Erdmagnetfeld verändert sich nämlich kontinuierlich, und möglicherweise lag das Gebiet des Bermudadreiecks zu jener Zeit gerade in einer magnetischen "Störungszone", in der der Kompass sich nicht stabil in Nord-Südrichtung ausrichtete. Andere Theorien weisen darauf hin, dass vor dem 19. Jahrhundert das Erdmagnetfeld im Bereich des Bermudadreiecks von der geografischen Nord-Südrichtung abwich. Eine Kompassnadel, die sich im Erdmagnetfeld ausrichtet, hätte deshalb die geografische Himmelsrichtung um mehrere Grad falsch angezeigt, woraufhin die Seeleute falsch navigiert hätten und ins Verderben gefahren wären.