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2004 wurde Vimeo gegründet – eine Video-Plattform die zunächst ähnlich wie Youtube funktionierte. Beide Plattformen wechselten 2006 den Besitzer. Youtube wurde zur Tochtergesellschaft von Google, Vimeo wurde als Teil von Connected Ventures an IAC verkauft. Der Kauf von Vimeo sei beinahe ein Zufall gewesen, sagte IAC-CEO Joey Levin gegenüber Forbes.
Ein teurer Zufall. Die werbefreie Plattform war jahrelang ein Minusgeschäft. Auch die Hoffnung, sich als Streaming-Anbieter etablieren zu können, funktionierte nicht. Heutige CEO Anjali Sud bezeichnete die Zeit als «Identitätskrise». Man hätte eine tolle Plattform gehabt, aber nicht gewusst, was damit anzufangen.
Es war Anjali Sud, damals noch als Marketingchefin bei Vimeo, die den Weg zum Erfolg ebnete. Die alles verändernde Idee: Statt auf ein zahlendes Publikum auf die Creators setzen und sich als Tool für Unternehmen etablieren, um Video-Content zu produzieren und zu teilen. Sie sieht Vimeo als Software, ähnlich wie Dropbox oder Zoom.
2017 schloss IAC die Streaming-Abteilung von Vimeo und machte Sud zur CEO. 2018 erzielte Vimeo einen Umsatz von 160 Millionen US-Dollar und zählte knapp 1 Million zahlende Nutzerinnen und Nutzer. 2020 belief sich der Jahresumsatz laut IAC bereits auf 283.2 Millionen US-Dollar. Zu den Nutzerinnen und Nutzern gehören unter anderem Starbucks und Amazon.
Um den Erfolgskurs fortzuführen, soll Vimeo demnächst von IAC ausgegliedert werden. Es ist das elfte Unternehmen, das IAC als unabhängige Firma an die Börse bringt. Nach der letzten Finanzierungsrunde ist Vimeo rund sechs Milliarden US-Dollar wert.