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Künstliches Hochwasser mit Kieszugaben verbesserte die Gewässerstrukturen der Saane
Künstliches Hochwasser mit Kieszugaben verbesserte die Gewässerstrukturen der Saane
Neuer Nature Artikel: Ein künstliches Hochwasser mit einer natürlichen Wiederkehrperiode von etwa zwei Jahren wurde im September 2016 von der Staumauer Rossens ausgelöst. Im Unterwasser wurden vier Kiesschüttungen von je 250 m3 im Uferbereich der Saane, angeordnet als alternierende Bänke, beigegeben.
Übertragung der Laborergebnisse ins Feld
Genau die gleiche Anordnung von Kiesschüttungen wurde im Rahmen einer Doktorarbeit in Laborexperimenten untersucht (Battisacco, 2016). Das Kies wurde von den Bänken mobilisiert und flussabwärts verlagert. Dies schafft nicht nur wertvolle Laichgründe für Fische, sondern wertet auch die Gewässermorphologie auf.
Um das Transportverhalten des zugegebenen Kieses in der Saane zu untersuchen, wurden für das künstliche Hochwasser 489 Steine, verteilt auf die vier alternierenden Kiesbänke, mit passiven RFID-Transpondern ausgerüstet. 277 Steine konnten mit Hilfe einer mobilen Antenne nach dem Hochwasser wiederentdeckt werden. Um die morphologischen Veränderungen zu quantifizieren, wurde der Hydro-Morphologische Index der Diversität (HMID) benutzt. Der Wert des HMID basiert auf der Diversität der beiden ökohydraulischen Schlüsselvariablen Abflusstiefe und -geschwindigkeit. Dafür wurden ca. 200 Messungen inner- und ausserhalb der Schüttungen vor und nach dem Hochwasser in einem 850 m langen Flussabschnitt aufgenommen.
Laborergebnisse konnten validiert werden
Die Laborerkenntnisse konnten mit dem Feldversuch validiert werden. Die mittlere und maximale Transportdistanz betrugen 100 resp. 286 m (für dm). Der HMID Wert vergrösserte sich im Perimeter der Schüttungen um 36%, ausserhalb um 18%. Weitere ökologische Feldaufnahmen werden Aufschluss über die mittel- bis langfristigen Auswirkungen dieser Massnahmen geben.
Weitere Informationen und Literatur: