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Event Chur
Podiumsdiskussion "Der Fall Hugo Simon am Bündner Kunstmuseum"
Beschreibung
Die Ausstellung thematisiert die Geschichte zum Stillleben von Max Slevogt und die seines ehemaligen Besitzers Hugo Simon (1880–1950), eines jüdischen Bankiers und ehemaligen preussischen Finanzministers der Unabhängigen Sozialdemokraten in Berlin, bekannter Kunstfreund und Sammler sowie Vorlage für Alfred Döblins Roman «November 1918». Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 war Simon deshalb gleich mehrfach gefährdet – einmal aus rassistischen Gründen, zum anderen aus politischen. Er emigrierte über die Schweiz nach Frankreich, im Juni 1940 gelang ihm und seiner Frau Gertrud die Flucht ins unbesetzte Marseille und schliesslich 1941 die Flucht über Spanien und Portugal nach Brasilien.
Die Bündner Künstlerin Rita Janett (1893–1965) und Hugo Simon verband seit ihrer gemeinsamen Zeit in Paris eine enge Freundschaft. Janett war in den 1920er-Jahren im Umfeld der Tessiner Künstlergruppe «Der grosse Bär» tätig. Sie unterstützte das Ehepaar Simon auf seiner Flucht. In der Ausstellung wird die Freundschaft der beiden das erste Mal reflektiert, welche Flucht, Verfolgung und Exil, sowie finanzielle Unsicherheit und räumliche Trennung überstand.
Eine Anmeldung über die Homepage www.buendner-kunstmuseum.gr.ch/ ist erforderlich.
Kontakt
Bündner Kunstmuseum Chur
Bahnhofstrasse 35, 7000 Chur
Verantwortlich für diesen Inhalt Bündner Kunstmuseum.
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