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Hochprozentig nützlich:
Wie viel Prozent eines Elektrogeräts kann eigentlich wiederverwendet werden?
Dass Elektro- und Elektronikgeräte viele Wertstoffe enthalten, die man wiederverwenden kann, ist allgemein bekannt. Doch wie gross ist der recycelbare Materialanteil tatsächlich? 30%, 50% oder sogar noch viel höher?
Bevor wir diese Frage beantworten können, müssen wir zuerst klären, was das überhaupt heisst:
«recycelbar». Beim eRecycling unterscheidet man nämlich zwischen wiederverwendbaren und verwertbaren Materialien.
Gute Beispiele für wiederverwendbare Materialien sind die verschiedenen Metalle, die in Elektrogeräten vorkommen. Also etwa Eisen, Chromstahl, Aluminium, Kupfer oder Messing. Diese Metalle werden
während des Recyclingprozesses zerkleinert, verkugelt und anschliessend voneinander getrennt. So wird sichergestellt, dass die Metallfraktionen in möglichst reiner Form zurück in den Stoffkreislauf gelangen, wo sie als Sekundärrohstoffe für die Herstellung von neuen Produkten wiederverwendet werden.
Nicht wiederverwendbar aber trotzdem verwertbar
Ebenfalls recycelbar sind gewisse technische Kunststoffe. Andere Kunststoffe hingegen, etwa Verbunde mit Silikon und Gummi oder solche, die Brom-haltige Flammschutzhemmer enthalten, können nicht wiederverwendet werden. Trotzdem sind sie verwertbar: Etwa als Ersatzbrennstoff in Zementwerken oder zur Strom- und Wärmeerzeugung durch Kehrrichtverbrennungsanlagen.
Den Anteil an wiederverwendbaren Materialien in einem Elektrogerät misst die Recyclingquote. Die
Verwertungsquote enthält zusätzlich noch den Anteil an verwertbaren Materialien. Sie ist also immer mindestens so hoch, oftmals aber höher als die Recyclingquote. Eine dritte Quote, von der im Zusammenhang mit eRecycling ab und zu die Rede ist, ist die Sammelquote. Sie setzt die gesammelten und ins Recycling gebrachten Elektrogeräte ins Verhältnis zur Gesamtzahl der auf den Markt gebrachten Geräte.
Wie hoch ist der recycelbare Materialanteil denn nun tatsächlich?
Im Durchschnitt beträgt die Recyclingquote 75%. Klassenprimus bei den Elektrogeräten ist der Stabmixer, der zu 99,1%, also fast vollständig aus wiederverwendbaren Materialien besteht. Bei einer Kaffeemaschine beträgt die Recyclingquote 79,9%, bei einem Akkuschrauber sind es 67,7%, bei einem Staubsauger-Roboter 65,7%. Kühlgeräte weisen eine Recyclingquote von 85% auf, bei Grossgeräten beträgt sie 78%.
Insgesamt ist der Anteil an wiederverwendbaren Wertstoffen in Elektrogeräten hoch. Aber noch nicht so hoch, dass man bereits von einer echten Kreislaufwirtschaft sprechen könnte.
Eine solche – das zumindest ist die Vision – geht von einer Recyclingquote von annähernd 100% aus. Um dieses Fernziel zu erreichen, muss der Recyclinggedanke noch konsequenter als heute bereits bei der Produktentwicklung eine zentrale Rolle spielen. Nur so kann sichergestellt werden, dass Produkte von Anfang an so konzipiert werden, dass man auch wirklich alle Stoffe, aus denen ein Gerät besteht, recyclen kann.