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ISB räumt ein: Schweiz hat E-Gov-Defizit
Und erst sehr wenige Behörden, so das ISB weiter bieten den Service an, Formulare mit bereits vorliegenden Daten vorauszufüllen. Für den User heisst dies, dass er die immer gleichen Infos immer wieder eintippen muss. Die Studie illustriert der Rückstand der Schweiz gegenüber anderen europäischen Staaten in dieser Beziehung deutlich: Im "Authentic sources score", der dieses Kriterium misst, belegt die Schweiz den 36. und letzten Platz.
Ziemlich anders als in der Gesamtbetrachtung sieht es laut der Studie aber aus, wenn man spezifisch E-Government-Services für Unternehmen betrachtet. In dieser Rangliste liegt Helvetien auf dem zwölften Platz, und damit ausnahmsweise auch vor unseren Nachbarländern Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien.
Für die Benchmark-Studie analysieren von der EU beauftragte Marktforscher wie durchgängig Bürger und Unternehmen gewisse Lebensvorgänge und Aktivitäten, für die sie mit Behörden in Kontakt treten müssen, online abwickeln können. In die Ausgabe 2018 flossen Ergebnisse von Analysen aus den Jahren 2016 und 2017 ein. 2016 wurden die Vorgänge "Unternehmen gründen", "Job verlieren und finden", "Familienleben" und "Studieren" untersucht. 2017 waren es "ein Business betreiben", "umziehen", "ein Auto besitzen" sowie "eine Zivilklage einreichen". (Hans Jörg Maron)