Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03511.jsonl.gz/495

Geschichte
Der Ursprung des Badmintons liegt mindestens zweitausend Jahre zurück, noch lange bevor dieser Sport zu seinem Namen kommt. Damals spielt man im antiken Griechenland, China und Indien eine Form von Federball.
Dem englischen Landsitz des Duke of Beaufort der Grafschaft Gloustershire hat Badminton seinen Namen zu verdanken – 1872 wird dort ein aus Indien mitgebrachtes Spiel vorgestellt (mit dem Namen „Poona“). Gespielt wird es auf dem Landsitz welcher den Namen „Badminton“ trägt.
1899 finden die ersten All England Championships statt. Vergleichbar mit dem Tennis hat dieses Turnier für Badminton-Interessierte den gleichen Stellenwert wie Wimbledon.
Dieser Sport erreicht schon bald einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft. Das grösste Problem ist nur, eine geeignete Spielstätte zu finden. Badminton-Spiele werden oftmals in Kirchen ausgetragen, da dies zum Teil die einzigen geeigneten Räumlichkeiten sind (Kirchenbänke dienen den Zuschauern als Sitzplätze und die hohen Decken beeinträchtigen die Flugbahn des Federballes nicht).
Die Vorstellung dieser Sportart in Gloustershire ist sicherlich mit ein Grund, dass der Weltverband des Badminton („International Badminton Federation“, IBF, gegründet 1934) noch heute seinen Sitz dort hat. Die neun Gründungsmitglieder des Weltverbandes sind die Länder England, Irland, Schottland, Wales, Dänemark, Frankreich, Niederlande, Neuseeland und Kanada. Seither steigt die Zahl der Mitglieder stetig an – mitunter ein Grund dafür ist die Aufnahme des Badminton in den Kreis der olympischen Disziplinen. In Barcelona wird 1992 erstmals ein olympisches Badminton-Turnier ausgetragen.
Durch den Zusammenschluss der verschiedenen Nationen in einem Verband entstehen viele verschiedene Turniere – 1948 wird das erste IBF-Turnier durchgeführt (der Thomas Cup, Team-Weltmeisterschaft der Männer). Das Pendant dazu ist der Uber Cup (Team-Weltmeisterschaft der Damen, erstmals 1957 ausgeführt).
2006 wird der Name des Weltverbandes in „Badminton World Federation“ (BWF) geändert. Diesem gehören mittlerweile über 156 Nationen mit über 14 Millionen Spielern an.
Heute gibt es weltweit viele zahlreiche gutdotierte internationale Veranstaltungen. 2007 wird die BWF Super Series eingeführt. Zu dieser Serie gehören 12 Turniere. Dabei muss jedes einzelne Turnier ein Preisgeld-Minimum von USD 200'000 aufbringen. Vier dieser Turniere finden in Europa statt (in England, Dänemark, Frankreich und in der Schweiz), die restlichen acht in Asien.
Das grösste Ansehen geniesst Badminton heutzutage in Ländern wie Dänemark, England, Indonesien, China, Singapur, Thailand, Korea und Malaysia. Der Stellenwert in diesen Ländern ist vergleichbar mit dem Fussball in der Schweiz.