Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/54176

<h2>SubmittedText<h2><p>Das Parlament hat beschlossen, den Kredit für den Bau des Ceneri-Basistunnels freizugeben. Nun stellt sich die Frage, wie sich die Belastung durch den Gütertransport auf der Eisenbahnlinie von Gambarogno entwickeln wird.</p><p>Ich bitte um Antwort auf folgende Fragen:</p><p>- Ist für den täglichen Güterverkehr ein Monitoring-System eingerichtet worden? Wenn ja, welche Daten sind dabei erhoben worden?</p><p>- Können wir vernünftigerweise beim Güterverkehr auf der Linie über Gambarogno eine Entlastung erwarten, wenn der Bau des Ceneri-Basistunnels fertig gestellt ist?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen des Monitorings "Flankierende Massnahmen zum Verkehrsverlagerungsgesetz" werden die Verkehrsströme im alpenquerenden Güterverkehr beobachtet: auf der Schiene, auf der Strasse und auf sämtlichen Alpenübergängen. Die monatlichen Daten werden analysiert. Die aktuellen und aufbereiteten Daten finden sich im Verlagerungsbericht 2004, den der Bundesrat im Dezember 2004 zuhanden der zuständigen parlamentarischen Kommissionen verabschiedet hat.</p><p>Gemäss aktuellen Prognosen wird der Schienengüterverkehr zwischen Bellinzona und Luino nach der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels nicht abnehmen. Zum einen wird mit einer generellen Zunahme des Schienengüterverkehrs gerechnet. Auf der anderen Seite sind bereits heute die grossen Terminals in Gallarate/Busto Arsizio auf die Luino- sowie die Simplon-Achse ausgerichtet. Das Führen der Züge von diesen Terminals über Milano-Chiasso-Ceneri kommt aus betrieblicher Sicht nicht infrage.</p><p>Insgesamt ist von einer Steigerung des Güterverkehrs auf der Luino-Achse auszugehen. Für eine erfolgreiche Umsetzung der Verlagerungspolitik ist eine genügende Kapazität für den Schienengüterverkehr notwendig.</p><p>Zurzeit laufen Studien zu Kapazitätssteigerungen auf den Korridoren Lugano-Chiasso ("Alptransit Süd") und Cadenazzo-Luino-Sesto Calende/Gallarate ("Gronda Ovest"). Diese Arbeiten sollten gegen Ende 2005 abgeschlossen sein. Die Resultate dieser Vertiefungsstudien dienen später als Grundlage für eine gemeinsame, länderübergreifende Beurteilung der verschiedenen Varianten.</p><p>Auf italienischer Seite wird auf der sogenannten "Piattaforma Luino" bereits gebaut. In einer ersten Phase soll sie bis 2003/2005 von 50 auf 75 Trassen/Tag, in einer zweiten Phase bis etwa 2012/2017 auf 95 Trassen/Tag erhöht werden.</p>  Antwort des Bundesrates.