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Auf diesen Tag freuen sich die Medienschaffenden: Denn am 1. April nimmt man es ihnen nicht übel, wenn sie Unwahrheiten verbreiten. Der Aprilscherz hat sich längst in unserer Kultur zum Brauch entwickelt. Woher er kommt ist aber nicht nachweisbar. Die Gebrüder Grimm überlieferten 1618 erstmals die Redewendung „in den April schicken“. Der Begriff „Aprilscherz“ ist aber erst seit dem 19. Jahrhundert gebräuchlich. Im Volksglauben der Antike existierten bereits zuvor diverse Unglückstage, zu denen auch der erste April zählte.
Daneben werden stets andere Erklärungen genannt, die aber nicht eindeutig bewiesen sind: Beim Augsburger Reichstag von 1530 sollte das Münzwesen geregelt werden. Aus Zeitgründen kam es aber nicht dazu. Für den 1. April wurde ein Münztag ausgeschrieben, der dann aber nicht stattfand. Somit verloren sämtliche Spekulanten ihr Geld. Ein sechzehnjähriges Mädchen soll den französischen König Heinrich schriftlich um ein heimliches Rendez-vous in einem Luftschloss gebeten haben. Als der König zum Tête-à-Tête erschien, überraschte ihn aber der ganze Hofstaat. Davor stand seine Gemahlin, die ihm dafür gedankt haben soll, dass er der Einladung zum Narrenball gefolgt sei.