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Mit seinen vier Ecktürmen und seiner Umfriedungsmauer gibt das Gebäude den Eindruck, verstärkt zu sein. Es ist jedoch eher ein herrschaftliches Haus als ein echtes Castello. Das Gebäude steht an der Abzweigung am Dorf. Seine Erbauung geht in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts zurück, aber ein Teil des inneren Dekors datiert aus dem 18. Jahrhundert. Die Bauherren waren die Marcacci, eine Familie, die im Laufe der 17. und 18. Jahrhunderte wiederholt das Amt als Podestà bekleidete. In 1677 war Giovanni Antonio Marcacci zum Rang eines Barons erhoben vom König von Polen. Die Marcacci verbrachten viele Sommer im Castello.
Der Grundriss zeigt einen rechteckigen zentralen Körper, der mit vier Türmen verstärkt war: durch Sorge um die Symmetrie präsentiert die Ringmauer auch vier Eckpavillons. Der Hauptkörper besteht aus zwei Stockwerken. Fünf symmetrische Fenster strukturieren die Fassade in der Länge, jedoch liegen im Erdgeschoss zwei Fenster an beiden Seiten des Tors. Der Hauptkörper wird von einem Walmdach bedeckt, das mit Platten ausgestattet wurde. Was die Türme betrifft, sie haben drei Stockwerke und sind mit einem pyramidenförmigen Dach bedeckt; in jedem Stockwerk öffnet sich ein Fenster. Eines der Türme besitzt eine Treppe, die den Zugang zum Speicher ermöglicht. Um den Fenstern am Eingangstor herum, scheinen die Malereien in Form von Fensterbrüstungen und rechteckige Rahmen an Schlusssteine und Kranzgesimse erkennen.
Das Erdgeschoss schützt zwei grosse gewölbte Säle mit Kamin. Das grösste der beiden besitzt eine gemalte Freske umgeben von Stuck. Die Dekoration datiert aus 1745. Man sieht im gleichen Zimmer, oberhalb des Kamins einen Adler aus reichem Stuck: es ist nichts anderes als das Emblem des Königs von Polen, das hier als Erinnerung an die Erhebung zum Baronen durch den Monarchen an Marcacci gesetzt wurde. Ein Treppenhaus führt ins obere Stockwerk, wo drei Zimmer mit unterschiedlicher Grösse von Kassettendecken bedeckt werden. Andere Zimmer befinden sich in den Ecktürmen.
In ihrer Gesamtheit lässt das Gebäude an ein Verteidigungswerk denken, das aus dem Mittelalter stammen könnte. Im Innern, jedoch, regiert die Frivolität der barocken Formen.
Bibliographie