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China
Ein einzigartiges Austauschjahr im Land der Mitte.
Wusstest du, dass Mandarin-Chinesisch die meist gesprochene Sprache der Welt ist? Stell dir vor, du könntest dich auch darin unterhalten! Oder stell dir vor, du lernst chinesische Schriftzeichen! Oder du sitzt mit deiner chinesischen Gastfamilie um einen reich gedeckten Tisch mit lauter Köstlichkeiten und machst jeden Tag Morgen-Gymnastik mit deinen Mitschüler/innen!
China ist nach Kanada und Russland das drittgrößte Land der Welt und gleichzeitig das bevölkerungsreichste mit rund 1,3 Milliarden, also knapp einem Fünftel der Erdbevölkerung. Peking, die Hauptstadt von China, hat über 12,5 Millionen Einwohner, ist aber nach Chongqing und Schanghai nur die drittgrößte Stadt des Landes. Darüber hinaus ist China ein Land der klimatischen Extreme. Im nördlichen Harbin wird es im Winter bis zu -30°C kalt. Im Sommer allerdings steigt die Temperatur nicht selten über 35°C. Genauso unterschiedlich wie das Klima sind auch die Landschaften. Im Norden findet man Steppenlandschaften und Wüstenebenen, der Süden ist von Flussebenen und riesigen Bergmassiven durchzogen. Der längste Fluss ist der Jangtse, der 6'300 km misst.
Das Programm in der Übersicht
Wie sieht chinesisches Familienleben aus?
In China spielt das Familienleben eine sehr wichtige Rolle im Alltag. Man liebt es, gemeinsam zu essen, zu feiern oder einfach beisammen zu sein. Die Chines/innen besitzen einen sehr starken Sinn für Zusammenhalt und Fürsorge innerhalb der Familie.
In einer chinesischen Familie wird der oder die Älteste besonders geschätzt, da man das Alter mit Ehre, Würde und Erfahrung verbindet. Älteren Menschen wird zuerst ein Platz zum Sitzen angeboten oder eine Tasse Tee eingeschenkt. Die Fürsorge schreibt es auch vor, dass man die Eltern im hohen Alter versorgt und sie gegebenenfalls sogar zu sich nimmt. So leben oft mehrere Generationen in einem Haus.
Ihre freie Zeit verbringen Chines/innen gerne gesellig zusammen. Aus diesem Grund sind die Mahlzeiten meist ein grosses Ereignis, bei dem sich die ganze Familie trifft. Überhaupt ist Essen ein sehr wichtiger Bestandteil des chinesischen Alltags. Man sitzt oft stundenlang zusammen, isst, redet und geniesst die zahlreichen Speisen auf dem Tisch. Wenn du einen Freund besuchst, wird dieser oft als erstes fragen, ob du schon gegessen hast, und - wenn dies nicht der Fall ist - wird er dir etwas zu essen anbieten.
Sehr beliebt ist es ausserdem, abends auf Märkte mit vielen kleinen Ständen zu gehen, wo von T-Shirts bis frischem Obst alles angeboten wird. Dort kannst du an den kleinen Garküchen einen Snack nehmen und nebenbei shoppen. Dies ist eine Beschäftigung, die man am besten mit vielen Kolleg/innen zusammen macht.
So schiebt man sich gemeinsam durch das bunte Treiben auf dem Markt. Bei älteren Menschen ist Tai Chi recht verbreitet. Die langsamen Bewegungen sollen Geist und Körper in Harmonie bringen.
Schule in China
In China hat jede Schule ihre eigene Schuluniform. In der Oberstufe ist das Tragen der Uniform in den meisten Schulen nur an bestimmten Tagen Pflicht. Es herrscht aber eine strenge Kleiderordnung. Mädchen dürfen beispielsweiese keine kurzen Röcke tragen. Ein ganz normaler Schultag fängt mit dem Frühstück an. Es folgen Übungseinheiten in den Klassen, bis der allmorgendliche Einmarsch im Klassenverband auf den Sportplatz beginnt. Anschließend findet noch die ca. 15 Minuten lange Morgengymnastik statt. Danach marschiert man zusammen mit seiner Klasse in den jeweiligen Unterrichtsraum. Im Laufe des Vormittags und des Nachmittags gibt es einmal auch noch eine ca. zehnminütige Augengymnastik für alle Schüler/innen. Meistens essen die Schüler in der Kantine zu Mittag. Aber auch in einer der Garküchen auf der Straße kann man etwas Feines finden. In China ist es durchaus üblich, während der restlichen Mittagspause einen Mittagschlaf zu halten oder sich vor dem Fernseher zu versammeln. Am Nachmittag geht der Unterricht weiter. Einige der Stunden sind benotete Arbeitsgruppen wie Kalligraphie, chinesische Malerei, Orchester oder chemisches Experimentieren. Gegen 17 Uhr gibt es dann Abendessen. Anschliessend finden weitere Arbeitsgruppen oder Hausaufgabenstunden statt, in denen die Schüler/innen im Klassenraum anwesend sein müssen, um ihre Hausaufgaben zu erledigen.