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Wappen
Geteilt von Rot und Weiss, belegt mit einem gelbgekrönten Löwen in gewechselten Farben. Neuere Schöpfung auf Grund der Ortsgeschichte: Der Schild gibt die Teilung der Gerichtsrechte wieder. Die Farben Rot und Weiss erinnern an das Domkapitels Konstanz; der gekrönte Löwe an die Herschaft Bürglen.
Geschichte
Im früheren Jahrhunderten gehörte Leimbach zum Niedergericht Uerenbohl und war damit Teil der Herrschaft Bürglen. Gemäss eines Vertrags aus 1483 hatten die Leimbacher einen jährlichen Zins und eine Vogtsteuer ins Schloss Bürglen zu liefern. Ausserdem waren sie verpflichtet, ihr Getreide in der Mühle Bürglen mahlen zu lassen.
In den mittelalterlichen Quellen wird Leimbach mit dem grossen Kehlhof des Domstifts Konstanz erwähnt. Dieser Kehlhof umfasste beträchtliche Teile Acker- und Wiesland. Die Leimbacher Bauern, die Anteile davon besassen und diese als Erblehen bebauten wurden "Hofjünger" genannt und unterstanden der Gerichtsbarkeit des Domkustos.
Die Tatsache, dass zwei verschiedene Gerichtsherren Ansprüche geltend machten, führten zu jahrzehntenlangen Kompetenzstreitereien zwischen der Herrschaft Bürglen und dem Domstift Konstanz.
Im 19. Jahrhundert erlebte Leimbach eine kurze Phase der Industrialisierung. Die grösste Verbreitung fand dabei die Stickerei, wobei eigentliche Kleinfabriken entstanden. Aber auch in vielen Privathäusern, Scheunen und Nebengebäuden wurden Stickmaschinen aufgestellt und boten der Bevölkerung vorübergehend einen guten Verdienst.
1845 entstand in Leimbach die erste thurgauische Teigwarenfabrik. Joachim Etter (1824-1892) hatte auf seiner Wanderschaft in Ravensburg die «Teigwarenbäckerei» gelernt. In Lahr kaufte er eine Teigwalze und eine Spindelpresse und mit einer grossen Kupfergelte begann die «Fadennudelfabrikation des Joachim Etter». Nicht nur seine Familie, sondern auch die des Bruders Johannes musste mithelfen. Die Produktion liess sich gut an. Sie konnte auf rege Nachfrage bauen, weil Mitte des Jahrhunderts wegen des Eisenbahnbaus viele Italiener in den Thurgau kamen, die fleissig Teigwaren konsumierten. Jedenfalls wurden 1878 nebst den Familienangehörigen auch 10 Arbeiter beschäftigt. Die ungünstige Verkehrslage führte dazu, dass die Fabrik später nach Amriswil und Weinfelden verlegt wurde.
Heute ist Leimbach wieder bäuerlich geprägt – ein Silo der landwirtschattlichen Genossenschaft mitten im Dorf zeigt das unmissverständlich. Auch die Stickerei ist verschwunden. Verschwunden ist auch das Schloss Aspen, entstanden zur Zeit des Jugendstils, das während einiger Zeit eine Schule der Antroposophen beherbergte und kurz vor seinem Abbruch noch als Kulisse für einen Film verwendet wurde.
Eine lebendige Dorfgemeinschaft mit aktiven Vereinen tragen dazu bei, dass Leimbach ein Ort mit hoher Wohn- und Lebenqualität im ländlichen Raum ist.