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Ein Legat von Fabrikant Johann Heinrich Leuzinger-Sigrist (alt Gemeindepräsident) ermöglichte es der Gemeinde, im Mai 1923 die Liegenschaft am Postplatz für das Gemeindehaus zu kaufen. Es dauerte aber noch sieben Jahre, bis man die Arbeiten in Angriff nahm. Der Bau der katholischen Dreikönigskirche und des Gemeindehauses wurden aufeinander abgestimmt und als Projektwettbewerb ausgeschrieben, aus dem Robert Schneider, Glarus, als Sieger hervorging. Katholische Kirchgemeinde, Tagwen und Ortsgemeinde teilten übernahmen gemeinsam die Kosten für den Abbruch des “Sternen“, dessen Gastbetrieb in das Kublihaus (heutiger Sternen) an der Geissgasse verlegt wurde. Schon am 20. Oktober 1932 konnte die “Aufrichti“ und am 13. Mai 1933 die Einweihung gefeiert werden. Zu ebener Erde lagen Abstimmungsraum und Büros, darüber die Sitzungszimmer, das Trauzimmer und ein Vortragssaal für fast hundert Personen. Der Dachstock enthält zwei Wohnungen. 1999 gab es eine Aussenrenovation und 2008 wurden alle Büros zu modernen und freundlichen Arbeitsräumen um- und ausgebaut sowie neu möbliert.
Da nach der Gemeindefusion kein Verwaltungszweig im Netstaler Gemeindehaus einquartiert wurde, gab es Platz für die Schule. Im oberen Stock befinden sich das Didaktische Zentrum des Kantons und ein Informatikzimmer der Schule, im unteren Stock die Schulleitung Netstal und das Sekretariat.