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Der Mond bremst die Erdrotation ab, so dass die Tage durch diese Gezeitenreibung jährlich um rund 16 Mikrosekunden länger werden. Von einem Erdstillstand gehen Experten zwar nicht aus, doch spekulieren können wir trotzdem.
Die Schwerkraft hält uns an der Oberfläche der Erde fest. Wenn der Planet sich nicht mehr drehen würde, würden wir mit einer Geschwindigkeit von 1673 km/h durch die Luft geschleudert. So schnell dreht sich die Erde um die eigene Achse.
1673 km/h sind zwar schnell, aber nicht schnell genug, um ins Weltall geschossen zu werden. Dafür müssten wir 40'000 km/h drauf haben.
Durch den Stillstand würde ein massiver Hurrikan entstehen, der sich beinahe über den ganzen Planeten ausbreitete. Die Folgen wären verheerend.
Ein Abbremsen würde dazu führen, dass sich die Dynamik des sich ständig bewegenden Ozeans veränderte. Mit den Gewässern passierte dasselbe wie mit uns Menschen, so dass in weniger als einer Minute das Wasser 24,7 Kilometer ins Landesinnere vordringen würde.
Die verschiedenen Kräfte auf der Erde sind so perfekt aufeinander abgestimmt, dass wir die Veränderungen nur selten spüren. Wenn sich die Erde aber nicht mehr um die eigene Achse drehen würde, dann wäre diese Balance gestört und ein Erdbeben erschütterte den ganzen Planeten.
Die schnelle Veränderung der Windgeschwindigkeit würde eine so starke, reibende Kraft produzieren, dass sich ein Feuer auf dem ganzen Planeten entfachte.
Das GPS basiert auf Satelliten, die mit codierten Radiosignalen ständig ihre aktuelle Position ausstrahlen. Wenn die Welt aber stillstehen würde, funktionierten diese Signale nicht mehr. Für den einzelnen wäre es nicht schlimm, aber für die Flugzeuge würde es dann schwierig werden.
Jetzt entfernt sich der Mond ganz langsam von der Erde, doch wenn unser Planet still stehen würde, näherte er sich uns wieder, bis er dann in vielen Millionen Jahren mit uns zusammenstiesse.
Wenn unser Planet sich nicht mehr drehen würde, schiene die Sonne zuerst sechs Monate lang auf die eine Hälfte und dann weitere sechs Monate auf die andere. So würden die meisten Pflanzen und Tiere sterben. Und wir hätten zuerst einen sechs Monate langen Tag und dann eine sechs Monate lange Nacht.
Am Äquator wären die Folgen der fehlenden Erdrotation am stärksten zu spüren, die Pinguine und Eisbären am Süd- und Nordpol würden hingegen kaum was merken.
Staub und Schmutz, die in die Atmosphäre geschleudert würden, blockierten zumindest temporär das Sonnenlicht. So ähnlich, wie wenn ein Vulkan ausbricht und alles voll mit Asche ist.
Weil unsere Atmosphäre weitgehend von Staub und Schmutz bedeckt wäre, würde sich ein dichter Nebel über dem kalten Wasser der Ozeane absetzen, wodurch die Temperaturen noch tiefer sänken.
Da die Fliehkraft fehlen würde, schlössen sich die Meere um die Pole zusammen. Um den Äquator würde sich ein Superkontinent bilden, der sich wie ein Gürtel um die Erdmitte legte.
Das aufgewühlte Wasser würde jede Kreatur töten, die darauf angewiesen ist, an der Oberfläche zu atmen und auch alle, die im Wasser mit geringem Sauerstoffgehalt nicht überleben können. Dieses drängte sich nämlich als Folge der Katastrophe aus den kalten Tiefen nach oben.
Ohne Erdrotation kein Magnetfeld. Dieses dient uns aber als Schutzschild gegen die aggressiven Strahlen. Den Rest kannst du dir ja denken.
Auch bekannt als Aurora Borealis würde es die Polarlichter ohne das Magnetfeld nicht mehr geben.
Wenn die Erde stillstehen würde, sähen wir den Sonnenuntergang und -aufgang nur, wenn wir die Breitengrade wechselten.
Falls das bisher noch nicht klar wurde: kein Mensch würde dieses Desaster überleben.