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TV-Redaktor und Moderator
1979 wechselte Kurth zum Schweizer Fernsehen und betreute als Redaktor und Moderator das ein paar Jahre zuvor gegründete Wissenschaftsmagazin MTW, das bisher durch den feurigen Hitzkopf André Ratti geprägt worden war. "Orientiert an den eigenen hohen journalistischen Ansprüchen führte Kurth W. Kocher vor Augen, wie der Kulturauftrag präzis und verantwortungsvoll in der Sache und innovativ und attraktiv in der Form erfüllt werden kann", stellt Alex Bänninger fest. Der ehemalige Kulturchef des Schweizer Fernsehens lobt zudem: "Kocher diskutierte, formulierte und moderierte mit Esprit und Eloquenz, regte an, kritisierte weiterführend und engagierte sich für Sondersendungen und tagesaktuelle Beiträge aus der Wissenschaft." Unter anderem gestaltete und moderierte Kocher im Jahresabstand vier MTW-Sondersendungen mit verblüffenden und originellen Physikexperimenten des Basler Professors Hans Rudolf Striebel. In einer Auftaktsendung an der Zürcher Radio- und Fernsehausstellung spielte Kurth live auf einem der ersten elektronischen Synthesizer. Unvergessen auch 1982 die 45-minütige MTW-Ausgabe zum sterbenden Regenwald, die unter dem bewusst etwas reisserischen Titel "Verwüstet, verfressen, verholzt: der Regenwald stirbt!" die Regenwaldkampagne des WWF eröffnete. 1987 übernahm Kurth W. Kocher eine neue, wichtige Aufgabe: Bis zu seinem Weggang vom Schweizer Fernsehen leitete er die Redaktion der spätabendlichen Diskussionssendung "Ziischtigsclub", in der er sein weites Interessensspektrum in allen aktuellen kulturellen, politischen und sozialkritischen Bereichen einbringen konnte. Als Präsident stand Kocher in diesen Jahren auch dem Schweizer Club für Wissenschaftsjournalismus vor.
Peter Kaufmann, August 2015