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Die Staatliche Technische Universität Omsk hat eine Probe eines Polymers hergestellt, das zur Herstellung von Behältern für den Transport von Kraftstoffen und Schmiermittel in arktischen Regionen verwendet werden kann. Dies teilte der Pressedienst der Universität mit. Die Technologie zur Herstellung von Behältern aus Verbundpolymermaterialien ist eine der strategischen Richtungen der Universität. Diese sollen Kraftstoff-Fässer aus Stahl ersetzen. Die neuen Fässer verlieren bei niedrigen Temperaturen nicht an Festigkeit und werden auch nicht spröde. Die neuen Polymerbehälter können nach der Entleerung sicher recycelt und weiterverarbeitet werden.
Derzeit sind die meisten Treibstoffbehälter in der Arktis 200-Liter-Stahlfässer. Seit Jahrzehnten werden Metallbehälter zu Wetter- und Forschungsstationen in den hohen Norden geliefert. Die leeren Fässer liegen nach dem Entleeren dann seit vielen Jahren in grossen Mengen in der Landschaft rum. Zurzeit werden diese ‘Altlasten’ aufwendig eingesammelt und zur Entsorgung an Land gebracht.
Allein in der Küstenzone des Arktischen Ozeans gibt es daher bis zu 12 Millionen leere Metallfässer. Dieses Problem ist nicht nur für Russland relevant, sondern auch für andere Länder, die in den nördlichen Regionen tätig sind, sodass die Entwicklung von Omsker Wissenschaftlern im auch Ausland auf Interesse stossen könnte.
Die Experten der Universität sagen, dass die neuen Polymerbrennstoffbehälter nach Gebrauch nicht gelagert werden müssen und leere Fässer verarbeitet werden könnten, sobald sie geleert sind.
„Die Verwertung leerer Polymerfässer könnte auf verschiedene Weise organisiert werden. Die erste Option besteht darin, dass die Lieferanten zusammen mit dem Brennstoff eine Mühle mitliefern. Die Fässer werden geschreddert und das Granulat kann danach in Polymerfässern abgefüllt werden und zum weiteren Recycling auf das Festland geschickt werden. Ein Fass kann mit 30-90 zerkleinerten Fässern gefüllt werden. In diesem Fall ist der Rücktransport wirtschaftlich sinnvoll“, meinte Grigory Russkikh in einer Pressemitteilung.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, die gebrauchten Fässer zu verbrennen. Das Material wird Katalysatoren enthalten, um toxische Elemente zu zersetzen. Bei dieser Option können die Behälter als Energiequelle genutzt werden. Das bei der Verbrennung entstehende Gas wird zusätzlich in Heizkesseln verbrannt. Die restlichen 5% der Masse wären Aktivkohle, die als Filtermaterial verwendet werden könnte.
Heiner Kubny, PolarJournal