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Die vom internationalen Fussballverband FIFA ausgerichtete Fussball-WM ist der grösste Sportanlass der Welt in Bezug auf Zuschauer, Übertragungen und Marketing. Findet dieses Jahr die WM erstmals im arabischen Raum, in Katar (und dies erst im November) statt, kehrt die WM in vier Jahren zu einer bekannteren Stätte zurück: Die WM 2026 wird in Nordamerika ausgetragen, also in den USA, in Kanada und in Mexiko. Für Kanada ist das neu, in den USA gab es die WM schon 1994, in Mexiko 1986.
Wichtiges Detail: Die WM 1994 in den USA war bis heute jene mit den meisten Zuschauern im Durchschnitt (69'000) sowie die für die FIFA kommerziell erfolgreichste. Zudem mussten für die damalige WM keine neuen Stadien gebaut werden; im sportverrückten Nordamerika sind genügend topmoderne grosse Stadien vorhanden. Schweizer erinnern sich mit Wehmut an die WM 1994, als die Schweiz erstmals seit langem wieder an einer WM dabei war und Heerscharen von Schweizern in die USA reisten, um die Nati-Spiele zu sehen. Ein solches Geschäft winkt nun wieder 2026.
Doch wo wird überhaupt gespielt? Die FIFA hat am Mittwoch die 16 nordamerikanischen Städte bekannt gegeben, in denen die Spiele der Weltmeisterschaft 2026 ausgetragen werden sollen. 11 Austragungsorte liegen in den Vereinigten Staaten, drei in Mexiko und zwei in Kanada. Die Weltmeisterschaft 2026 wird das erste Turnier sein, das von drei Nationen ausgerichtet wird, und auch das erste, bei dem die Teilnehmerzahl auf 48 Mannschaften erhöht wird. Das sind die Austragungsorte:
USA
- New York/New Jersey (MetLife Stadium)
- Los Angeles (SoFi Stadium)
- Dallas (AT&T Stadium)
- San Francisco Bay Area (Levi's Stadium)
- Miami (Hard Rock Stadium)
- Atlanta (Mercedes-Benz Stadium)
- Seattle (Lumen Field)
- Houston (NRG Stadium)
- Philadelphia (Lincoln Financial Field)
- Kansas City (Arrowhead Stadium)
- Boston (Gillette Stadium)
Kanada
- Toronto (BMO Field)
- Vancouver (BC Place)
Mexiko
- Mexico City (Estadio Azteca)
- Guadalajara (Estadio Akron)
- Monterrey (Estadio BBVA Bancomer)
Wer ging leer aus?
Wo es Sieger gibt, gibt es auch Verlierer. Zahlreiche Städtekandidaturen wurden nicht berücksichtigt. So gingen in den USA beispielsweise die Hauptstadtregion Baltimore/Washington leer aus, ebenso Orlando und Tampa in Florida, Cincinnati, Nashville, Denver oder auch Las Vegas. In Kanada ging Edmonton leer aus, während sich Montreal aus finanziellen Gründen selber aus dem Rennen nahm und somit Vancouver den Vortritt liess.
Auch der Austragungsort des Finals wird neu sein: War es an der WM 1994 der Rose Bowl in Pasadena, im Grossraum Los Angeles, wird es dieses Mal wieder Los Angeles sein, allerdings das SoFi-Stadion in Inglewood. Das ultramoderne, mehrere Milliarden Dollar teure Stadion war zuletzt Gastgeber des Super Bowl, also des Finalspiels im American Football.
«Es war das wettbewerbsintensivste Verfahren, das es je für eine FIFA Fussball-Weltmeisterschaft gegeben hat», kommentierte FIFA-Präsident Gianni Infantino gegenüber Fox Sports über den Auswahlprozess. Die Städte, welche leer ausgingen, sollen trotzdem auch in irgendeiner Form von der FIFA berücksichtigt werden. Es wird so oder so eine «Big Business»-WM mit mehr Austragungsorten, Teams und TV-Übertragungen als je zuvor sein. Davon wird sicherlich auch die Reisebranche profitieren. Jetzt muss sich nur noch die Schweizer Nati für diese WM qualifizieren.