Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03204.jsonl.gz/333

Zuerst einmal die nüchternen Fakten: Im Argovialand gab es in den letzten Jahren selten Schnee an Weihnachten. Laut Statistik war dies in Aarau nur 2001, 2005 und 2010 der Fall.
Roger Perret von Meteonews erklärt gegenüber ArgoviaToday: «Man spricht dann von weissen Weihnachten, wenn es entweder am 24., 25. oder am 26. Dezember mindestens einen Zentimeter Schnee hat – dies wird jeweils am Morgen um 7 Uhr gemessen. Es kann natürlich auch an zwei oder allen drei Tagen Schnee haben.»
2001 hatte es am 24.12. vier Zentimeter Schnee und am 25.12. drei Zentimeter. 2005 war es ein Zentimeter am 24.12., 2010 am 24.12. zwei Zentimeter und jeweils am 25. und 26.12. sechs Zentimeter. Seit 2011 gab es keine weissen Weihnachten in Aarau mehr.
So entsteht Schnee
Ob es Schnee gibt, hängt vor allem auch von den Temperaturen ab. Grundsätzlich entsteht er bei Niederschlag bei Temperaturen um null Grad oder darunter. Bei kalter Luft in der Höhe kann es auch bei knappen Plusgraden schneien.
Schnee bildet sich folgendermassen, so Perret: «In den Wolken herrschen eisige Temperaturen, die Wasserteilchen in der Wolke gefrieren an winzigen Kondensationskernen zu Eis mit einer sechseckigen Form. Mit der Zeit werden die Eisplättchen größer, indem sich verschiedene Eisplättchen zusammentun. Wenn sie schwer genug sind, fallen sie langsam auf die Erde herunter. Auf ihrem Weg zur Erde gefriert Wasserdampf aus der Luft an den sechs Ecken der Eisplättchen. So bilden sich Schneekristalle. Auf ihrem weiteren Weg zur Erde verbinden oder verhaken sich einzelne Schneekristalle miteinander. So bilden sich Schneeflocken.»
Wie stehen die Chance für dieses Jahr?
Laut Roger Perret ist dies noch sehr schwierig abzuschätzen: «Das aktuelle Hoch schwächt sich in der kommenden Woche ab, unklar ist dann allerdings, wie an Weihnachten die genaue Druckverteilung ist. In Osteuropa lauert kalte Luft, die müsste angezapft werden, dass es weisse Weihnachten gäbe. Dies ist aber noch sehr unklar. Eine konkrete Prognose wird ungefähr fünf Tage im Voraus möglich sein.»
Es bleibt also nicht viel mehr als abzuwarten, Tee zu trinken und schon einmal den Schlitten aus dem Keller zu holen.