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|Peter
Lorre 1904-1964|
Biografie, Biographie.
Diese Biographie beruht auf Peter Lorre. Ein Fremder im Paradies. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2004,
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Artikel vom 13. September 2004
Peter Lorre wurde am 26. Juni 1904 als
László (Ladislav, Ladislaus) Löwenstein im mährisch-slowakischen
Rószahegy (Rosenberg, Ruzomberok), damals Teil der k.u.k. Monarchie, am Fuss
der ungarischen Karpaten geboren. Seine Eltern, Elvira und Alois Ludwig
Löwenstein waren nach mosaischen Bekenntnis verheiratet.
Die Mutter von Peter Lorre starb 1908 nach der Geburt des dritten Sohnes. Der
Vater heiratete noch im selben Jahr die beste Freundin seiner Frau, Melanie
Klein, die ein Jahr später eine gemeinsame Tochter zur Welt brachte.
Als der Vater zum Privatbeamten avancierte und sich aus beruflichen Gründen
in Rumänien niederliess, besuchte Peter Lorre die deutschsprachige
Volksschule in Braila.
Bei Ausbruch des Dritten Balkankrieges 1913 übersiedelte die Familie nach
Wien. Mödling und eine Wohnung in der Nähe des Wiener Praters waren weitere
Stationen. Peter Lorre besuchte eine öffentliche Bürgerschule im Zweiten
Bezirk. Sein Vater brachte es bei der österreichischen
Waffenfabriks-Gesellschaft Steyr-Werke AG bis zum Direktor des Verkaufsbüros
für Personen- und Lastwagen. Im Aufsichtsrat der Firma sass Oskar Taussig,
ein Onkel, der durch seine Geschäftsbeziehungen Peter Lorre zu einer
Lehrstelle in der Wechselstube der Anglo-Österreichischen Bank verhalf.
Am 20. Oktober 1922 füllte Peter Lorre (immer noch als
László Löwenstein) seinen ersten eigenen Meldezettel in Wien aus: ledig,
konfessionslos, Beamter. Doch der Junge man wollte bereits zum Theater und
nahm bei Jacob Moreno Levy entsprechenden Unterricht. Schon bald quittierte er
den Dienst in der Bank und wurde Schauspieler.
1923/24 stiess Peter Lorre zum Kreis um den erwähnten Jakob Moreno, den
Begründer des Stegreiftheaters. Bei ihm mussten die Schauspieler ihre Rollen
spontan übernehmen, selbst entwickeln, schreiben und kreativ ausgestalten.
1925 taucht im Bühnenjahrbuch erstmals der Name Lorre auf, angeblich ein von
Moreno erfundenes Anagramm des Wortes "Rolle". Lorre war nun festes
Ensemblemitglied der Vereinigten Breslauer Bühnen und spielte am Lobe- und
Thalia-Theater in Breslau.
Im September 1925 wechselte er ans Schauspielhaus Zürich (Pfauentheater), wo
er darstellendes Mitglied des Schauspielhauses, Schriftführer und Kassierer
der Gewerkschaft wurde. Zudem trat er als Co-Autor und Titelheld des lustigen
Weihnachtsspiels Das tapfere Schneiderlein in Erscheinung. Am
Saisonende überwarf er sich allerdings mit dem künstlerischen Direktor und
dem Eigentümer. Er gründete die Pons, eine Genossenschaft für den Austausch
von Bühnenkunstwerken an den Stadttheatern Mühlhausen, Colmar, Strassburg
und Hagenau, wo er mit seinem deutschsprachigen Ensemble wöchentlich vier
Vorstellungen gab.
Am 29. September 1926 stand Peter Lorre erstmals in Wien auf der Bühne.
Direktor der neu eröffneten Kammerspiele war Franz Wenzler. Mit ihm waren die
führenden Schauspieler aus Zürich übersiedelt. In den folgenden zwei Jahren
spielte Lorre an der Seite von Hans Moser, Paul Verhoeven, Marlene Dietrich
und anderen bekannten Schauspielern. In jener Zeit wechselte er alle paar
Wochen seinen Wohnsitz, engagierte sich dagegen beständig als Betriebsrat und
Obmann des Ortsverbands des Österreichischen Bühnenvereins.
Nach dem Konkurs des Wiener Carltheaters, an dem er engagiert war, wechselte
Peter Lorre das Metier und gab 1929 sein Filmdebüt in Die verschwundene
Frau. Regisseur Karl Leiter gab ihm einen kleinen Auftritt als Patient bei
der Zahnärztin.
Am 1. März 1929 gab Peter Lorre seinen Wiener Wohnsitz auf und reiste nach
Berlin, wohin in Bertolt Brecht in der Rolle des Fabian für Pioniere in
Ingolstadt engagiert hatte. Nach diesem Gastspiel im Theater am
Schiffbauerdamm war er als St. Just in Dantons Tod sowie als Moritz
Spiegel in Frühlings Erwachen an der Volksbühne zu sehen.
Im Oktober 1929 stand Peter Lorre erstmals mit seiner späteren ersten Frau
Cäcilie Lvovsky (1897-1979) auf der Bühne (im Voksbühnenstudio). Sie hatte
gerade ihre Scheidung vom Journalisten und expressionistischen Lyriker
Heinrich Nowak hinter sich. Lorre und Lvovsky teilten sich nun eine Wohnung in
der Schlüterstrasse.
Am 11. Mai 1931 gelang Peter Lorre in M
- Eine Stadt sucht einen Mörder der grosse Durchbruch.
Teil 2
der Biografie von Peter Lorre.

Peter Lorre. Ein Fremder im Paradies. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2004,
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Schweiz. Das Buchcover schmückt ein Szenenbild aus M - Eine Stadt
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