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Erhaltung der Artenvielfalt
Zucht
Zeitgemässe Hilfsmittel wie die DNA-Analyse auf Rassereinheit und ein Zuchtwertschätzungssystem kommen dabei zur Anwendung. Die Arbeit der Züchterschaft ist öffentlich und auf www.beebreed.eu einsehbar.
Nach der letzten Eiszeit besiedelte die Dunkle Biene das ganze Gebiet nördlich der Alpen von den Pyrenäen bis zum Ural. Sie hat sich während einer langen Besiedelungsgeschichte sehr unterschiedlichen Klima- und Trachtgebieten angepasst. lm Laufe der Zeit entstanden ortstypische Stämme, wie z. B. die Heidebiene (A. m. m. lehzeni) in Norddeutschland und die Waldbiene (A. m. m. silvarum) von Polen bis zum Ural. In der Schweiz entstand die Alpenbiene, (A. m. m. nigra). Auswanderer nahmen dunkle Bienen in sämtliche gemässigten Zonen der neuen Welt mit. Damit erreichte die Dunkle Biene um 1850 ihre grösste Verbreitung.
Die dunklen Bienen in der deutschen Schweiz haben fur die europäische Melliferapopulation grosse Bedeutung. Beinahe 60'000 Bienenvölker sind dunkler Abstammung. Diesem Bestand kommt eine hohe ökologische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung zu. In den Voralpen und Alpen bestehen grosse zusammenhängende Populationen, speziell im Kanton Glarus, der seit 30 Jahren ein kantonales Schutzgebiet fur die Dunkle Biene ist.
Einzigartige Eigenschaften
Sie zeichnet sich aus:
- durch eine genetische Besonderheit im Vergleich zu den anderen westlichen Rassen.
- Durch ihr Aussehen (morphologisch): Charakteristisch sind ihre dunkle Panzerfärbung und schmale Filzbinden
- Sie legt im Winter eine ausgeprägte Brutpause ein
- Sie ist winterfest, langlebig und sanftmütig
- Sie bildet Reserven und geht haushälterisch damit um
- Sie ist sehr anpassungsfähig
- Sie verfügt über einen starken, vielfältigen Pollensammeltrieb
- Sie fliegt bei niedrigen Temperaturen
lm langjährigen Mittel weist sie einen mit anderen Bienenrassen vergleichbaren Ertrag auf. In wenig ergiebigen Honigjahren ist ihr Ertrag dank ihrem geringen Eigenverbrauch grösser.