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Marc Marquez ist ein Phänomen! Nicht nur auf der Rennstrecke – doch lesen Sie selbst!
Fünffacher MotoGP-Weltmeister, jüngster MotoGP-Champion aller Zeiten und satte zehn Siege hintereinander.
Das sind nur die auffälligsten Rekorde von Marc Marquez. Der sympathische Rennfahrer scheint seine tägliche Dosis Adrenalin zu brauchen.
Gleich nach dem Rennen auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im italienischen Mugello liess er sich 2019 vom professionellen Kunstflugpiloten Juan Velarde zum Spass durch die Wolken kutschieren – inklusive Looping, Spirale und Sturzflug.
Marc Marquez: früher Beginn einer Erfolgskarriere
Dem am 17. Februar 1993 im spanischen Cervera geborenen Motorradrennfahrer scheinen rasante Geschwindigkeiten im Blut zu liegen.
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Marc Marquez erblickte das Licht der Welt in Katalonien, nördlich von Barcelona und in bequemer Reichweite zur Costa Brava – der wilden Küste.
Und zum berühmten Circuit de Catalunya sind es nur gut 107 Kilometer. Mit sechs Jahren sass Marquez erstmals auf einem Motorrad, wobei er von da an pfeilschnelle Minibikes und Dirt Bikes beim Motorcross ausprobierte.
Insgesamt konnte Marc Marquez bislang sieben Weltmeistertitel sammeln.
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Vor seinen fünf Gesamtsiegen in der MotoGP in den Jahren 2013 und 2014 sowie von 2016 bis 2018 dreimal in Folge, gewann er auch das Championship in der 125 ccm-Klasse 2010 und den Moto2-Titel 2012.
Geschwindigkeit liegt in denen Genen der Familie Marquez
Marc Marquez hat mit Alex einen um drei Jahre jüngeren Bruder, der nicht weniger schnell auf der Piste unterwegs ist.
Alex fährt, so wie der grosse Bruder zuvor in den kleineren Klassen. Er wurde dort 2014 in der Moto3 zu ersten Mal Weltmeister – mit gerade 18 Jahren.
Marc hingegen konnte sich bereits im Alter von 16 erstmals Weltmeister nennen, allerdings in der 125 ccm-Klasse.
Derzeit geht Alex Marquez in der Moto2 an den Start, wo sein klares Ziel die Gesamtmeisterschaft ist und er bereits zwei Rennen für sich entscheiden konnte.
Marc Marquez und der Doctor
Die 9-fache Rennsportlegende Valentino Rossi ist einer der schärfsten Gegner für Marc Marquez, solange das Motorrad des sogenannten Doctors mit dem von Marquez mithalten kann.
Beide lieferten sich erbitterte Zweikämpfe, die öfter über die Grenze des eigentlich fahrerisch Machbaren hinaus gingen.
Das begeistert natürlich das Publikum und sorgte für volle Ränge bei jedem Start.
Aber während der Rennen ging es nicht immer fair zu. In Argentinien hatte Marc Marquez seinen Erzrivalen Valentino Rossi von der Strecke gedrängt, sodass der Rekordweltmeister stürzte.
Auch neben der Rennstrecke keine Freunde
Im Jahr darauf reichten sich beide an gleicher Stelle vor der Siegerehrung die Hände, was Marquez später nicht gerade gentlemanlike kommentierte.
Reportern gegenüber sagte er, Rossis Hand zu schütteln war so, als würde er ein Mädchen küssen und – er würde dem Doctor nie wieder die Hand reichen.
Entsprechend wütend war Rossis Reaktion. Diese Sticheleien und Provokationen setzten sich die gesamte Rennsaison über fort.
In Malaysia kam es schliesslich zum Eklat, als Valentino Rossi zusammen mit Marc Marquez dicht nebeneinander durch eine Rechtskurve raste. Marc Marquez hatte seinen Gegner zuvor bereits mehrfach provoziert, was dieser nun mit einem Fusstritt quittierte.
Marquez stürzte und schied aus dem Rennen aus.
Rossi wurde für die Attacke mit drei Punkten Abzug und dem letzten Startplatz beim Folgerennen bestraft, was ihm wohl die Weltmeisterschaft kostete.
Im anschliessenden letzten Rennen der Saison beim Grossen Preis von Valencia konnte der Doctor wegen der letzten Startposition nur den insgesamt 4. Platz erreichen und schloss die Saison auf dem 2. Rang ab, lediglich 5 Punkte hinter dem neuen MotoGP-Weltmeister 2015 Jorge Lorenzo.
83 Punkte hinter Rossi landete Weltmeister Marquez nur auf dem 3. Rang.
Marc Marquez und Valentino Rossi – eine unendliche Renngeschichte
Auch in 2016 lieferten sich die beiden Heisssporne Fernduelle und beinharte Zweikämpfe, bei denen kein Blatt Papier dazwischen gepasst hätte.
Am Ende der Rennsaison war Marc Marquez der strahlende Champion der MotoGP, obwohl sein Triumph einen leicht bitteren Beigeschmack hatte.
Marc Marquez war während der gesamten Saison nur in Australien ausgefallen, aber in seiner Rennbilanz finden sich fünf Platzierungen ausserhalb des Podiums, darunter auch ein schlechter 11. und ein mieser 13. Rang.
Rossi sah bei insgesamt vier Rennen die Zielflagge nicht, erreichte aber einen deutlich besseren Punkteschnitt bei aus allen beendeten Läufen, woraus sich zusammen ein Rückstand von 49 Zählern auf Marquez ergab.
2018 hatte Marc Marquez während der FIM-Motorrad-Strassenweltmeisterschaft, wie die MotoGP offiziell heisst, relativ leichtes Spiel.
Mit deutlichem Abstand zum zweitplatzierten Italiener Andrea Dovizioso und mit nahezu doppelt so vielen Punkten wie Rossi auf dem 3. Rang der Gesamtwertung, verteidigte Marquez seinen Meistertitel im entspannten Spaziergang.
Allerdings begünstigt durch einen erheblichen technischen Vorteil. Der Yamaha-Pilot Rossi mit der legendären Startnummer 46 fand zu keiner Zeit der Saison die notwendige Grundgeschwindigkeit und ausreichend Power zur Beschleunigung aus den Kurven, was Fachleute und sein Rennstall der Performance des Motorrades zuschreiben.
Währenddessen lief es bei Marc Marquez wie mit synthetischem Motoröl geschmiert, denn seine Honda mit der 93 verhalf ihm zu neun Siegen in dieser Rennsaison.
Die Saison 2019 läuft für Marc Marquez auf einen neuerlichen WM-Titel hinaus
Nach sechs Rennen im Jahr 2019 hat Marc Marquez bereit die Hälfte davon gewonnen und liegt unangefochten an der Spitze der Gesamtwertung.
Sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Andrea Dovizioso beträgt bereits komfortable 12 Punkte. Und im italienischen Mugello musste sich der Superstar der MotoGP nur Daniel Petrucci im Fotofinish mit einen Rückstand von lächerlichen 0,043 Sekunden geschlagen geben.
Zudem spielt ihm die Performance der Konkurrenz in die Hand. Derzeit scheinen einzig die Fahrer der Ducatis ernstzunehmende Gegner sein.
Insbesondere Rossis Stammmarke Yamaha zeigt ungewohnt gravierende Schwächen, die teilweise wohl auch mit den Reifen in Verbindung stehen.
Bleibt zu hoffen, dass diese Mängel schnell behoben werden.
Denn es ist wünschenswert, dass die Motorsportfreunde in aller Welt weiter derart spektakuläre und nervenzerreissende Rennen erleben können.
Dafür sind Marc Marquez, aber auch Valentino Rossi, Danilo Petrucci oder Andrea Dovizioso die Garanten, denn jeder in diesem Quartett hasst nichts mehr als den zweiten Platz.