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Die Larven der Herbstgrasmilbe sind von blossem Auge kaum zu erkennen. Sie sind rund einen Viertelmillimeter lang und haben sechs Beine sowie ein Mundwerkzeug, mit dem sie ihren Opfern eine Verdauungsflüssigkeit injizieren. Dies bevorzugt dort, wo die Haut dünn und wenig behaart ist, zum Beispiel an den Ohren und zwischen den Zehen. Meist spürt das Opfer den Befall erst Stunden oder gar Tage später in Form eines kräftigen Juckreizes.
Die Herbstgrasmilbe wird auch Herbstmilbe, Grasmilbe oder Erntemilbe genannt. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Neotrombicula autumnalis. Die ausgewachsenen Tiere interessieren sich weder für den Menschen noch für dessen Haustiere. Es sind ausschliesslich die Larven, die im Sommer und Herbst in Wiesen darauf warten, von einem vorbeistreifenden Tier – etwa einer Katze, einem Hund oder einem Mensch – mitgenommen zu werden.
Orange Punkte
Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze von Herbstmilben befallen ist, erkennen Sie das am ehesten indirekt am Verhalten des Tieres. Um den Juckreiz zu lindern, wird es die betroffenen Stellen lecken oder sich gar beissen und kratzen. Wenn Sie das Fell mit einem Flohkamm durchkämmen und ein weisses Papier darunter legen, sehen Sie die Milbenlarven als orange Punkte. Eine zuverlässige Diagnose kann der Tierarzt stellen.
Sobald sich die Milbenlarven vollgesogen haben, fallen sie von selbst wieder ab. Eine Behandlung ist nur nötig, falls das betroffene Tier offensichtlich leidet oder sich blutig kratzt, was zu Entzündungen führen kann. Wir empfehlen, vor dem Einsatz von Medikamenten und Hausmitteln eine Fachperson zu konsultieren, da Katzen und Hunde auf manche Wirkstoffe anders reagieren als der Mensch. Insbesondere darf einer Katze kein Teebaumöl eingerieben werden, da einzelne Bestandteile davon für Katzen giftig sind.
Am besten ist es natürlich, wenn es gar nicht erst zu einem Befall kommt. Deshalb sollten jene Orte, von denen ein Milbenvorkommen bekannt ist, im Sommer und Herbst komplett gemieden weden. Manche Haustierbesitzer berichten zudem von positiven Erfahrungen mit Zeckenhalsbändern und Mitteln gegen Zecken und Flöhe, wie «ExSpot» und «Frontline».
Auch Menschen gehören zu den Opfern
Wie weiter oben erwähnt, befallen Herbstmilben auch Menschen. Allerdings passiert das nur, wenn jemand mit unbedeckten Beinen durchs Gras oder Gebüsch geht. Eine Übertragung via Hund oder Katze kommt nicht vor. Auch können sich die Milben im Haus nicht mehr weiter vermehren. Sobald es im Spätherbst wieder kälter wird, erledigt sich das Problem von selbst. Zumindest für ein paar Monate.