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Begriffserklärung
Diese Seite erklärt Ihnen die wichtigsten Begriffe.
Plätze
Als Plätze gelten Tages-, Wohn- und Arbeitsplätze in Institutionen für erwachsene Personen mit einer Beeinträchtigung, in der Regel Personen mit einer IV-Rente. Die Institutionen sind vom Kanton Zürich bewilligt. Es handelt sich nicht um Begleitetes Wohnen nach Art. 74 IVG oder um Wohnen mit Assistenz.
Wohnplätze
Wohngemeinschaft in einem Wohnheim
Die Personen leben in einem Wohnheim in einer Wohngemeinschaft. Sie teilen sich die Gemeinschaftsräume wie z.B. die Badezimmer, Wohnräume und den Essraum. In dieser Wohnform gibt es oft einen dazugehörigen Garten. Es gibt kleine Wohnhäuser ab 6 Personen bis zu Wohnheimen mit über 30 Personen. In der Regel steht Betreuung rund um die Uhr zur Verfügung.
Wohngruppen in einem Wohnheim
Die Personen leben im Wohnheim in Wohnungen. Sie teilen sich z.B. die Badezimmer, das Wohnzimmer, die Küche und das Esszimmer in der Wohnung. In dieser Wohnform gibt es teilweise einen dazugehörigen Garten und Gemeinschaftsräume für das ganze Wohnheim. Es gibt Wohngruppen ab 2 Personen bis zu 12 Personen. In der Regel steht Betreuung rund um die Uhr zur Verfügung.
Wohngruppen in einem Mehrfamilienhaus
Die Personen leben in Mehrfamilienhäusern in Wohnungen. Sie teilen sich z.B. die Badezimmer, das Wohnzimmer, die Küche und das Esszimmer in der Wohnung. Es gibt Wohngruppen ab 2 Personen bis zu 10 Personen. In der Regel erfolgt die Betreuung tagsüber. In den Mehrfamilienhäusern leben Personen mit und ohne Beeinträchtigung.
Einzelwohnung in einem Mehrfamilienhaus
Die Personen leben in Mehrfamilienhäusern in Einzelwohnungen/Studios mit eigener Küche und Bad. Diese Wohnform ist in der Regel für selbständigere Personen. Die Betreuung ist an fünf Tagen pro Woche im Haus anwesend. Die Betreuung in den Einzelwohnungen erfolgt individuell angepasst und in der Regel sind dies wenige Stunden pro Woche. In den Mehrfamilienhäusern leben in der Regel Personen mit und ohne Beeinträchtigung.
Strukturwohngruppe
Die Personen mit besonders intensivem Betreuungsbedarf leben in kleinen Wohngruppen. Sie teilen sich z.B. die Badezimmer, das Wohnzimmer, die Küche und das Esszimmer in der Wohnung. Die Wohngruppen sind in der Regel geschlossene Wohnungen und befinden sich innerhalb eines Wohnheimes/Wohnhauses. Diese Wohnform beinhaltet in der Regel eine integrierte Tagesstruktur. Die Betreuung erfolgt intensiv und steht rund um die Uhr zur Verfügung.
Wohnschulen
Die Personen leben in Mehrfamilienhäusern in einzelnen Wohnungen. Sie lernen in den Wohngruppen, wie sie selbstständig wohnen können. Sie teilen sich z.B. die Badezimmer, das Wohnzimmer, die Küche und das Esszimmer in der Wohnung. Es gibt Wohngruppen ab 6 Personen. Diese Wohnform beinhaltet in der Regel eine integrierte Tagesstruktur. Der Aufenthalt in Wohnschulen ist befristet.
Tagesplätze
Die Personen nehmen an verbindlichen Beschäftigungsprogrammen teil. Die Tagesplätze werden in Tagesstätten oder Ateliers angeboten. Die Beschäftigung ist nicht leistungsorientiert. Wenn Produkte hergestellt oder Dienstleistungen erbracht werden, geschieht dies immer ohne Leistungsdruck. Die Teilnehmenden erhalten keinen Lohn, ein kleines Entgelt wird teilweise angeboten. Die Personen erhalten eine Beschäftigungsvereinbarung.
Teilweise werden von einer Institution auch Tagesplätze integriert in den Wohnalltag angeboten. Die Personen halten sich tagsüber in der Institution auf und machen gemeinsame Aktivitäten. Die Aktivitäten können auch ausserhalb der Institution stattfinden.
Arbeitsplätze
Die Personen arbeiten in Werkstätten oder internen Dienstleistungsangeboten der Institution in verschiedenen Berufsfeldern. Sie finden diese Berufsfelder mit Hilfe der Filterfunktion. Sie haben einen Arbeitsvertrag, erbringen eine wirtschaftlich verwertbare Leistung und erhalten für ihre Arbeit einen Lohn.
Teilweise werden von einer Institution auch externe Arbeitsplätze im ersten Arbeitsmarkt angeboten. Diese Plätze sind für Personen, die ihre Arbeitsleistung selbständig ohne grosse Unterstützung erbringen können. Die Personen bleiben bei der Institution angestellt.
Beitragsberechtigt
Institutionen, die beitragsberechtigt gemäss IEG sind, erhalten zusätzlich zu den Einnahmen, die sie über die Taxen von den Klienten/-innen sowie über den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen erzielen, Gelder vom Kanton. Dazu schliessen sie mit dem Kantonalen Sozialamt eine Leistungsvereinbarung ab. Beitragsberechtigte Einrichtungen können auch Personen aufnehmen, die einen grösseren Unterstützungsbedarf aufweisen. Zudem sind diese Institutionen der IVSE unterstellt und können Personen aus anderen Kantonen aufnehmen.