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Ein Exposé stellt einen Plan zum Verfassen einer wissenschaftliche Arbeit dar. In einem Exposé wird festgelegt, welche Ziele erreicht werden sollen und welche Schritte dafür notwendig sind. Häufig verlangen Lehrende ein Exposé als Grundlage, um mit Studierenden über eine geplante Arbeit zu sprechen.
Hier gilt es, den Betreuer oder die Betreuerin mithilfe des Exposés von der eigenen Arbeit zu überzeugen. Auch bei Stipendien- und Projektanträgen erwarten die Entscheidungsträger ein Exposé und entscheiden anhand dessen über die Verteilung ihrer Mittel.
Ein Exposé für eine wissenschaftliche Hausarbeit sollte folgende Punkte umfassen:
Bei längeren Arbeiten (Abschlussarbeiten, Dissertationen) sollten zusätzlich enthalten sein:
Bei einem Stipendienantrag ist außerdem eine Übersicht über die zu erwartenden Kosten vonnöten. Dies betrifft Reise-, Sach- und/oder Personalkosten.
Voraussetzung für das Verfassen eines Exposés ist, dass man bereits zu dem Thema der Arbeit recherchiert hat. Die Literaturrecherche sollte gründlich und systematisch erfolgen, um sich einen Überblick über das Themenfeld zu verschaffen und Forschungslücken ausfindig zu machen.
Vor allem bei Abschlussarbeiten und Dissertationen ist es wichtig, eine Forschungsfrage zu entwickeln, durch die tatsächlich neue Erkenntnisse erbracht werden können. Es sollten keine bereits bekannten Ergebnisse wiederholt, sondern Forschungslücken gefüllt werden.
Ein Exposé ist ein vorläufiger Plan und nicht endgültig. Das gilt auch für die Gliederung. Diese kann sich während der Arbeit jederzeit ändern, da sich immer wieder neue Erkenntnisse ergeben können, durch die eine Änderung notwendig erscheint. Auch die Einleitung und Problemstellung aus dem Exposé sollten nicht eins zu eins in die Arbeit übernommen, sondern später überarbeitet werden.
Den Gedanken, dass Änderungen jederzeit möglich sind, sollte man beim Verfassen der Arbeit im Kopf behalten, denn er hilft auch, Schreibblockaden vorzubeugen. Wenn alles, was zu Beginn geschrieben wird, noch änderbar ist, verringert dies den Druck, sofort einen möglichst guten Text vorlegen zu müssen.
Es ist sinnvoll, einen Zeitplan für die wichtigsten Arbeitsschritte zu erstellen. So behält man den Überblick über den Fortschritt der Arbeit und ist weniger in Gefahr, kurz vor dem Abgabetermin in Stress zu geraten.