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Mensch & Wolf
Der Wolf ist Gegenstand vieler Sagen und Mythen. Seine symbolische Bedeutung ist in verschiedenen Kulturen unterschiedlich. Bei Jägern und Sammlern wurde er meist positiv gesehen. In der abendländischen Kultur überwiegt das negative Bild des "bösen Wolfes" als Gefahr für Mensch und Vieh.
In Wirklichkeit ist der Wolf ein scheues Tier und Angriffe auf Menschen sind extrem selten. Konflikte ergeben sich jedoch aus Übergriffen auf Nutztiere. Der Umgang mit diesem Konflikt ist im Konzept Wolf Schweiz geregelt: Wolfsrisse werden von Bund und Kantonen vergütet. Reisst ein Wolf 35 Schafe in 4 Monaten oder 25 Schafe in einem Monat, so kann die Interkantonale Kommission, bestehend aus Kantonalen Behörden des betroffenen Kompartiments und dem Bundesamt für Umwelt BAFU, eine Abschussbewilligung erteilen. Diese Massnahme kommt zum Zug, wenn es sich bei den gerissenen Tieren um durch Herdenschutz-massnahmen geschützte Nutztiere handelte.
In den Mythen des Ostens kommt dem Wolf oft eine positive Rolle zu. Im russischen Märchen "Iwan Zarewitsch und der graue Wolf" frisst der Wolf erst das Pferd des Helden. Danach verbünden sich aber der Prinz und der Wolf und siegen dank ihren gemeinsamen Stärken. © Wiktor Michailowitsch Wasnezow