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«Ein Mann im Vollbesitz seiner Kräfte muss den Harnstrom in hohem Bogen über den Zaun dirigieren können und dabei Wohlbefinden und Kraft empfinden» (Mark Twain). Doch immer häufiger und in stets früherem Alter wird aus dem kraftvollen Harnstrom ein dünner Strahl und später ein dünnes Rinnsal.
Die Prostatadrüse ist ein Organ, das es ausschliesslich beim männlichen Geschlecht gibt. Die psychosomatischen Zusammenhänge beziehen sich somit auch auf das Thema der Männlichkeit. Prostataschwellungen bei Männern im fortgeschrittenen Alter machen den Betroffenen auf der körperlichen Ebene bewusst, dass sich die eigene männliche Ausstrahlung reduziert. Im extremen Fall kann ein Prostataadenom andeuten, dass man männliche «Grössenphantasien» hinterfragen und zurückstellen muss. Damit nähert sich der Mann dann auch mehr dem weiblichen Pol in seiner Psyche an. Die Auseinandersetzung mit dieser Seite wurde womöglich ein Leben lang unterdrückt bzw. ignoriert und fordert nun über die Beschwerden der Vorsteherdrüse Aufmerksamkeit.
Entzündungen der Prostata – insbesondere wenn sie immer wieder auftreten und damit chronisch zu werden drohen – sind psychosomatisch oft mit frühen Eltern-Kind-Beziehungen des betroffenen Mannes verbunden. Nicht selten verhielt sich die Mutter dem Sohn gegenüber emotional einengend, indem sie sich verwöhnend verhielt, um – unbewusst – aus dem Sohn einen weichen, fürsorglichen, zärtlichen Mann zu machen (wohl deshalb, weil sie dies bei ihrem eigenen Mann stark vermisste). Dem Sohn fehlte dadurch aber die Chance, seine innere Männlichkeit zu entwickeln. Dieser Hintergrund wird durch die Tatsache verstärkt, dass wiederkehrende Prostatitiden meist bei Patienten auftreten, die eine verminderte Sexualität haben. Diese Männer fürchten sich unbewusst vor der Geschlechtlichkeit, wehren sie ab und erzeugen dadurch einen Gefühlsstau, der sich auf der Körperebene als Prostataentzündung äussert.
Bei Prostataerkrankungen kann es zum «Harnverhalten» kommen. Hierbei wird der Urin nur unvollständig – oft gar nur tropfenweise – entleert. Es bildet sich Restharn und es kommt zum unkontrollierten «Urintröpfeln». Ein akutes, vollständiges Harnverhalten liegt vor, wenn der Urin durch ein mechanisches Hindernis (Prostataschwellung) nicht mehr abfliessen kann. Auch wenn rein anatomische Ursachen ein Harnverhalten auslösen, können doch immer auch psychosomatische Elemente bei diesem Symptom beteiligt sein. Harnverhalten spiegelt das «Unter-Druck-stehen» und die Unfähigkeit Loszulassen bzw. Herzugeben wieder. Beobachtet wurde auch, dass das Harnverhalten häufig kombiniert mit dem psychischen Symptom des «Nicht-weinen-Könnens» auftritt.
Gedankenmuster für Männer mit Prostatabeschwerden: Ich akzeptiere und freue mich meiner Männlichkeit. Ich liebe und akzeptiere meine eigene Kraft, ich bin im Geiste immer jung.
Tipp bei Prostatabeschwerden:
Spagyrische Essenzmischung mit Sabal (Sägepalme), Urtica (Brennessel), Thuja (Lebensbaum), Natrium chloratum (Schüsslersalz Nr. 8) Punica (Granatapfel).
Toni Moser
Eidg. Dipl. Drogist
Fachberater für Naturheilverfahren, Rothenburg/Luzern