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Dorit verlässt uns...
…aber Erika folgt. Zwischen diesen beiden Hochdruckgebieten streifte heute eine schwache Kaltfront den Nordrand der Schweiz. Auch sorgen die beiden Damen für milde Temperaturen im Februar.
Am Boden zwischen den Hochs
Seit rund einer Woche herrschte das Hochdruckgebiet mit dem Namen Dorit über unser Wetter. Nun ist Dorit weiter ostwärts gezogen und bevor uns morgen Hoch Erika erreicht, war der Hochdruckeinfluss heute vorübergehend etwas schwächer. Ein Tief mit Zentrum über Skandinavien steuerte eine Kaltfront über Mitteleuropa, welche bei uns kaum aktiv war. Besonders am nördlichen Jura und in der Region Schaffhausen hat die Front teilweise für Bewölkung gesorgt.
Meist sonniger Tag
Abgesehen von einigen Nebelbänken am Jurasüdfuss heute Morgen und der spärlichen Frontalbewölkung, war der heutige Tag schweizweit meist sonnig. Nur einzelne Cirren zierten den Himmel. Die Temperaturmaxima erreichten mit meist schwachem Südwestwind im Flachland zweistellige Werte (verbreitet 11 bis 13 Grad, lokal 14 Grad).
In der Höhe zwischen zwei Rücken
Die oben beschriebene Wetterlage bedeutet in der Höhe, dass sich ein Trog zwischen zwei Rücken befindet. Wie war das nochmals? Auf obiger Grafik ist die Temperatur (farbige Fläche) auf 500 hPa (rund 5500 m ü.M) dargestellt. Darüber liegen Isohypsen (schwarz), das sind Linien gleichen Geopotentials. Das Geopotential/die geopotentielle Höhe (in Dekametern) gibt an, auf welcher Höhe ein Druck von 500 hPa vorliegt. Beispielsweise wird die Schweiz von der Linie, welche mit 564 beschriftet ist durchquert. Dies bedeutet, dass dort auf einer Höhe von 5640 m ü.M ein Luftdruck von 500 hPa herrscht, das Geopotential ist hoch. Über Skandinavien ist das Geopotential tief. Die Strömung verläuft ungefähr parallel zu den Isohypsen (die Höhenströmung über der Schweiz läuft von Südwesten nach Nordosten). Dreht sich die Strömung im Uhrzeigersinn, so befinden wir uns unter einem Rücken. Hingegen wenn die Isohypsen im Gegenuhrzeigersinn (zyklonal) gekrümmt sind, befindet sich in der Höhe ein Trog. Der Höhentrog gehört zu dem Bodentief über Skandinavien und die beiden Höhenrücken zu den Bodenhochs über dem Atlantik und der Ukraine.
Milder Februar
Eben diese Rücken in der Höhe und die korrespondierenden Bodenhochs sorgen für milde Temperaturen. Dorit hat bereits für milde, in Berglagen sehr milde Temperaturen gesorgt, wie in obiger Grafik zu sehen ist (die Zeilen 13-18 sind sehr rot). Auch die kommenden Tage werden mild bleiben. Ein Blick in die Vorhersagen zeigt, dass der Februar in Berglagen (unten am Beispiel Jungfraujoch) gute Chancen auf den zweitwärmsten Februar seit Messbeginn hat. Im Flachland (unten am Beispiel Basel) wird der Februar temperaturmässig zwar auch sehr mild abschliessen, jedoch nicht rekordverdächtig.
Ziemlich kalter Januar
Zur Erinnerung: der Januar dieses Jahres war in Berglagen der Alpennordseite der kälteste seit mehr als 30 Jahren. Ein ausführlicher Bericht dazu finden Sie im Klimablog der MeteoSchweiz.