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Das sieht man ungern: Irgendetwas wie eine tote Maus, etwas scheusslich Stinkendes oder gar Kot – und Ihr Hund rollt darauf, Haare sind voll vom Dreck und der schöngepflegte Liebling stinkt. Oh nein! Warum nur?
Das Erste, was dann in Sinn kommt: Die Jugend lässt ihr feines Gehör gerne in Disco zudröhnen – schaltet der Hund mit dem scheusslichen Gestank sein übersensibles Riechorgan bewusst aus? Oder denkt er gar, es wäre ein Hundeparfum?
Die Verhaltensforscher versuchen, dieses Verhalten anders zu deuten, ohne eine klare Antwort zu haben. Die meistgeteilte Theorie sagt, der Hund versucht durchs Verdecken des eigenen Geruchs sich vor Raubtieren und anderen Gefahren zu schützen.
Eine andere Erklärung bringt die Beobachtung der Wolfsrudel. Bei denen pflegen einzelne Tiere, wenn sie ein Kadaver finden, sich drin zu wälzten und dann zurück zum Rudel zu laufen, quasi als "Hey, dies habe ich gefunden!". Je nach dem ist es eine Information über eine Futtermöglichkeit oder einfach ein Info, was im Wald so läuft. Es kann aber auch so sein, dass sich dann alle Wölfe im gleichen Dreck wälzen und der identische Geruch zeigt wie eine Uniform die Zugehörigkeit zu der Gemeinschaft.
Sei der Grund so oder anders, keinem von uns ein solches Verhalten gefällt. Was kann man dagegen tun? Manche Hunde, die sonst gut folgen, lassen das Unerwünschte nur zögerlich aus. Man kann die Situation allerdings antrainieren, mit etwas leicht, später immer schlimmer Dreckigem und, wenn der Hund sich überwindet, bekommt er eine Belohnung.
Oder aber nimmt man den Hund an die Leine und zieht ihn rechtzeitig weg. Das funktioniert immer.
(nach A. Burke)
25.10.2018