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Die Zuschauer auf dem Court 2 in Roland Garros bekamen ein Spiel zu sehen, das alles bot: Tolle Ballwechsel, Dramatik – und eine angeschlagene Siegerin. Verliererin Tatjana Maria (WTA 111) war dagegen stocksauer.
Ich habe kein Bedürfnis, mit ihr irgendwann noch einmal zu reden.
«Das war kein Fairplay. Ich weiss nicht, in welcher Welt sie lebt. Es ist ja bekannt, dass sie manchmal Show macht», sagte Maria nach dem 3:6, 7:6 (7:5), 4:6 gegen Alize Cornet (WTA 50) und fügte wütend an: «Ich habe kein Bedürfnis, mit ihr irgendwann noch einmal zu reden.»
Krämpfe und eine scheinbare Verletzung
Lokalmatadorin Cornet hatte wegen Krämpfen zweimal eine medizinische Auszeit genommen und eine scheinbare Verletzung vorgeschoben. Gemäss Regularien darf wegen Krämpfen kein Physio auf den Court geholt werden. «Meiner Meinung nach hat sie vielleicht noch nicht einmal Krämpfe gehabt, denn dann hätte man nicht so einen 3. Satz spielen können», meinte Maria, die an der Medienkonferenz in Tränen ausbrach.
Cornet war sich keiner Schuld bewusst: «Ich habe nicht gegen die Regeln verstossen und hatte wirklich Probleme.» Nach dem Match sagte Maria ihrer Gegnerin noch am Netz die Meinung und verweigerte einen deutlichen Handschlag. «Cornet hat mir sogar vorgeworfen, dass ich mich nicht ans Fairplay gehalten habe», so Maria, die von den französischen Zuschauern wiederholt ausgepfiffen wurde, weil sie Cornet mit Stopps zum Laufen bringen wollte.
Maria wenigstens im Doppel siegreich
Am Freitag spielten die beiden Streithähne dann noch Doppel gegeneinander. In der 2. Runde traf Maria mit der Amerikanerin Madison Brengle auf Cornet und die Polin Magda Linette. Dieses Mal mit dem besseren Ende für Maria. Ein kleiner Trost.
Sendebezug: Laufende Berichterstattung zu den French Open