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Weitere Luftaufnahmen von Maienfeld
Der herrschaftliche Wohnsitz von Salenegg liegt ausserhalb der Mauern von Maienfeld unter den Weinbergen. Vespasian von Salis und seine Frau Anna von Schauenstein erwarben das Gebiet von Prestenegg in 1594. Nachdem sie es erneuert hatten, gaben sie ihm den Namen von Salenegg. Der Salon, der als Zentralmotiv die Wappen der Drei Bünde und der vierzig Graubündner Familien verziert wird, datiert zurück zur Konstruktion des Südostanhangs, der von Anton von Molina, des Schwiegersohns von Vespasian von Salis, unternommen wurde. In 1654, kaufte Johann von Moos, auch Gugelberg genannt, das Schloss von Salenegg. Bis heute gehört es zum Eigentum der Familie.
Im 17. und 18. Jahrhundert erfolgten viele Vergrösserungen, so dass man einen Mann brauchte, der einen echten architektonischen Sinn hatte wie Kommissar Odysseus (1756-1820). Er alleine konnte die im Laufe der Jahrhunderte ausgearbeitete Architektur ein wenig einheitlicher machen. Diese Vereinheitlichung ist sowohl im Grundriss des Gebäudes sichtbar, wie auch in seiner prächtigen Fassade. Die Arbeiten fanden zwischen 1782 und 1784 statt. Der massive Hauptkörper wurde verlängert. Schon seit 1754 wurde dieser von einem Turm flankiert. Pilaster und zwei Stufen mit schwach geprägtem Relief geben der Fassade eine symmetrische Ordnung und bereichern alles als Spiel der Formen. Die Sparsamkeit der Plastik der Stufen lässt bereits die Ästhetik des neuen Klassizismus erahnen.
Die Pläne von Sigmund Hilbi, vermutlich die gleiche Person, die in Dornbirn unter dem Namen Sigismund Hilbe arbeitete, sahen im Übrigen eine primitive klassische Ausschmückung vor, die praktisch nur noch im von einer Kappe bedecktem Treppenturm durchschimmert. Der Reiz des Rococo verstärkte sich; man nahm sich Freiheiten mit den Plänen und verwische somit die klaren und geometrischen Anordnungen, die durch den ursprünglichen Klassizismus gefeiert wurden.
Im zentralen oberen Zimmer verbindet ein Treppenturm zwei lange und klare Korridore, die Zugang zu den Zimmern des ersten und zweiten Stockwerkes geben. Im so genannten Blumensaal des zweiten Stockwerks taucht der Besucher in das tiefe Universum des Rococo ein. Das zentrale Hauptmotiv der Decke aus Stuck, im Herzen des Zimmers, wird durch einer stukkatierten Darstellung von Maienfeld geschmückt, die Winkeln zeigen eine Dorfsicht und die umliegende Schlösser.
Das Schloss ist in Privatbesitz. Weitere Informationen unter: www.schloss-salenegg.ch
Bibliographie