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Rodrik veröffentlichte mehr als 20 Bücher. Für Aufsehen sorgte er aber in erster Linie mit seinem 2011 erschienen Werk «Das Globalisierungsparadox. Die Demokratie und die Zukunft der Weltwirtschaft». Darin behauptet der Entwicklungsökonom, dass Globalisierung und Weltwirtschaft in einem Trilemma steckten: Grenzenloser Freihandel, Demokratie und Nationalstaat seien nicht vereinbar. Auf eines dieser drei Dinge müsse man verzichten, lautet seine These.
Rodrik, der sephardischer Abstammung ist und neben dem türkischen auch einen US-amerikanischen Pass besitzt, beklagt eine «Hyperglobalisierung», die mehr Schaden als Nutzen angerichtet habe, weil es einfach zu viele Verlierer gebe. Zur Lösung des Trilemmas plädiert er für eine Einschränkung des freien Welthandels und spricht sich dafür aus, Demokratie und nationale Selbstbestimmung zu bewahren.
Hilfe für Wiederaufbau nach der Pandemie
In einer ersten Reaktion auf die Nachricht aus Spanien sagte Rodrik, die Auszeichnung sei «eine grosse und unerwartete Ehre»: «Meine grosse Hoffnung ist, dass einige der Ideen, die zur Auszeichnung geführt haben, zu einem Wiederaufbau der Weltwirtschaft beitragen, den wir nach der Pandemie so sehr benötigen.»
Der Prinzessin-von-Asturien-Preis gilt als «der spanische Nobelpreis». Er ist nach der spanischen Thronfolgerin benannt, wird alljährlich in acht Sparten vergeben und ist mit jeweils 50'000 Euro dotiert. Jeder Gewinner erhält ausserdem eine Skulptur von Joan Miró. Die Auszeichnungen werden Ende Oktober von König Felipe VI. in Oviedo überreicht.