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Seminar für Nahoststudien
Universität Basel, Kollegienhaus Hörsaal 119
Literarische Kommunikation in der Mamlukenzeit (1250-1516)
Die Mamlukenzeit in Syrien und Ägypten (1250-1516) wurde lange als Epoche des Niedergangs diffamiert. Deshalb fand auch die arabische Literatur dieser Zeit so gut wie keine Beachtung. In den letzten Jahren hat sich aber gezeigt, dass es sich um eine literarische Blütezeit von außerordentlicher Vielfalt und Dynamik handelt. Von elitären Großliteraten bis zu Straßensängern partizipierte die gesamte Gesellschaft an der literarischen Kommunikation. Der Vortrag fragt danach, wer welche Art von Literatur für welche Leser- und Zuhörerschaft verfasste, und wird einen Überblick über die wichtigsten Genres und Formen der Literatur dieser Zeit geben.
Thomas Bauer, geboren 1961 in Nürnberg, studierte in Erlangen Semitistik, Islamwissenschaft und Germanistik und habilitierte sich dort 1997. Seit 2000 ist er Professor für Islamwissenschaft und Arabistik an der Universität Münster. Seine Forschungen umfassen Themen der Kulturgeschichte und der Historischen Anthropologie wie Liebe und Sexualität, Religiosität, Tod, Fremdheit und Ambiguitäts- toleranz sowie die Geschichte der Klassisch-Arabischen Literatur und Rhetorik. Bauer war 2006-7 Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin, ist Mitglied der Nordrhein- Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste und wurde 2013 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis und 2018 mit dem Tractatus-Preis ausgezeichnet.
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