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M. Ward – der Low-Key Folk-Rocker
Dann und wann entgleiten sogar uns ein paar Musik-Perlen; eine davon ist M. Ward.
Wards Solokarriere beginnt mit einem Demo-Tape namens „Duet For Guitars #2“, das er nach einem Giant Sand-Gig Howie Gelb zusteckt. Dieser ist ob dem Können des Singer/Songwriters so angetan, dass er die Songs kurzerhand auf seinem Label Ow Om veröffentlicht. Ein Jahr später folgt „End of Amnesia“: „Ward’s introspective 2001 sophomore effort, sounds like it was recorded in a dusty attic between ancient steamer trunks and long-forgotten dress dummies. The vocals appear almost as an afterthought“, schreibt Merge Records. Dass Wards Stimme wie nachträglich eingeschoben wirkt – so fein und zurückhaltend – hat damit zu tun, dass er als 16-jähriger seine ersten Jugendsünden in mitternächtlichen Sessions unter der Bettdecke auf einem alten Kassettenrekorder verewigte und dabei Mama und Papa nicht wecken wollte. Seine daraus entstandene stimmliche Finesse wirkt wie ein alter, weiser Blueser aus dem Mississippi Delta.
Sein drittes Album „Transfiguration Of Vincent“ (2003, Merge Records) löste sich vom Low-Key und arbeitet vermehrt mit atmosphärischer Instrumentierung, die phasenweise an die Beach Boys erinnert. „If there is a California myth, I think Brian Wilson single-handedly created it“, so Ward. In „Transistor Radio“ (2005) beschäftigt sich Ward mit der Zeit, als das Radio in den Vereinigten Staaten noch ein Novum war. Zeiten in denen es noch mehr KCRWs gab als heute. „The idea of the record was to go back in time when radio was brand new to me with a lot more flavors than it has now“. Das jüngste Werk „Post War“ (2006) orientiert sich am Blues und Folk der 40er und 50er Jahre. Der Titel ist Programm. Zum ersten Mal, so Ward, ist eine Band mit von der Partie. Diese erzeugt mit Streichern und frechen Pianoeinsätzen eine solch kokette Stimmigkeit, dass man M. Ward einfach lieben muss.
„Vincent O’Brian“ (Transfiguration Of Vincent)
[audio:http://www.matadorrecords.com/mpeg/m_ward/m_ward_vincent.mp3]
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