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Keystone-SDA wird auch über die Wahlgänge für die Erneuerung des Parlaments und der Regierung in den Kantonen Tessin und Luzern berichten. In beiden Fällen sind die Exekutiven derzeit zu 100 Prozent von Männern besetzt, was sich am 2. April jedoch ändern dürfte.
Auf der Alpensüdseite hat die sozialdemokratische Ständerätin Marina Carobbio gute Chancen, die Nachfolge ihres Parteikollegen Manuele Bertoli anzutreten, der nicht mehr kandidiert. Nicht weniger als 49 Kandidaten stehen für die fünf Sitze zur Verfügung, die in Proporzwahl zu vergeben sind.
Auch in der Luzerner Regierung wird ein frischer Wind wehen. Nach dem zweiten Wahlgang, der auf den 14. Mai angesetzt ist, werden wohl zwei Frauen in die Exekutive gewählt. Die Wahl der Mitte-Kantonsrätin Michaela Tschuor scheint aufgrund der Wahlstärke ihrer Partei im Zentralschweizer Kanton sicher zu sein.
Um den Sitz des parteilosen Marcel Schwerzmann werden sich die SP, die Grünen und die Grünliberalen streiten, da alle drei Parteien eine Kandidatin aufstellen. Die Sozialdemokraten haben Ylfete Fanaj ins Rennen geschickt. Die Tochter eines Saisonarbeiters aus dem ehemaligen Jugoslawien wurde im Kosovo geboren. Sie war bereits das erste Mitglied (und die erste Präsidentin) eines Kantonsparlaments, das aus dem Balkan stammt. Ihr möglicher Einzug in die Luzerner Exekutive würde ebenfalls eine Schweizer Premiere darstellen. Keystone-SDA wird vor Ort sein, um darüber zu berichten.
Autor: Federico Bragagnini, Chefredaktor französischsprachige Dienste