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Kategorie 3: Religion, Mystik, Meditation
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Erfahrungen als Christ auf dem Yogaweg
Der katholische Priester Werner Vogel geht selbst den Yogaweg, den er als spirituelle Disziplin sieht. Er kommt zum Schluss, dass mit Yoga der Körper in die Evolution zu einem höheren Bewusstsein einbezogen werden kann, so dass mehr Licht in ihn einzuströmen vermag. Auch kommt die Erfahrung in Yogahaltungen in Haltungen im Gebet etc. wieder zum Tragen. Ähnliches gilt für die Atmung. So sei auch dem Christ die Praxis von Yoga ausdrücklich anempfohlen.
Wohlwollen, Mitleid, Freude und Gleichmut
In der buddhistischen Welt sind Übungen bekannt, mit denen das universelle Wohlwollen (metta), das Mitleid (karuna), die überweltliche Freude (mudita) und der untangierte Gleichmut (upekkha) kultiviert werden. Wie eine Studie von Mudagamuwe Maitrymurti zeigt, handelte es sich hier ursprünglich um einen eigenständigen Erlösungsweg. der auf die Transformation der Gefühle fokussiert.
Basierend auf dem Inhalt der Forschungsarbeit ist ein weiterer Artikel entstanden, der die Transformation der Gefühle auf dem spirituellen Weg allgemeiner angeht.
Beiträge von Ravi Ravindra
Aufgewachsen in Indien, hat Ravi Ravindra zuerst eine Laufbahn als Naturwissenschaftler auf dem Gebiet der Geophysik verfolgt und kam mit einem Hochbegabtenstipendium in die USA und später nach Kanada, wo er heiratete und als Universitätsprofessor wirkte. In seiner wissenschaftlichen Arbeit interessierte ihn immer besonders die Schnittstelle der Naturwissenschaften zur Mystik. Die Begenung mit Krishnamurti und später mit Jeanne de Salzmann förderten seine spirituellen Neigungen weiter und schliesslich bekleidete er an der Universität seines Wirkens in Halifax zuästzlich einen Lehrstuhl für vergleichende Religionswissenschaften.
Seit dem Jahr 1998 besucht Ravi Ravindra regelmässig die Yoga University Villeret, hält Vortäge und gibt Seminare. Ein Teil seiner Referate wurden auf Video aufgezeichnet und später auf Deutsch übersetzt. Nachstehend einige Beiträge, die sich mit der Schnittstelle von Ost und West, insbesondere in ihren Religionen und den Berührungspunkten von Naturwissenschaften und Mystik beschäftigen.
Meditation und sinnliche Wahrnehmung
In seinem Beitrag über Meditation und sinnliche Wahrnehmung, in welchem er auch der Frage nach Glück und Sinn im menschlichen Leben nachgeht, kommt Albert Hofmann zum Schluss, dass gerade die Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften, sofern in ihnen ihr religiös-transzendentaler Ursprung und Sinn in meditativen Betrachtung erkannt wird, zur Grundlage einer neuen universalen Geistigkeit werden können. Naturwissenschaft und mystische Welterfahrung widersprechen sich, wie er anhand einiger Beispiele zeigt, nämlich in keiner Weise. Im Gegenteil sind sie komplementär, sie ergänzen sich zur vollen Wahrheit und Wirklichkeit des Daseins.
Taten und ihre Folgen im Rad des Samsara
Die urindische Lehre von Karma besagt, dass alle Gedanken und Handlungen des Menschen weiterwirkten und sein Schicksal bestimmen und zwar über den Tod hinaus. Damit ist sie aufs Engste mit der Lehre von der Wiedergeburt verknüpft. Karma erklärt einerseits unsere momentane Situation als das Ergebnis vergangener Taten und gibt andererseits die Möglichkeit, auf die Zukunft hin, seine Situation zu verbessern. Die Lehre ist bereits im Neohinduismus neu ausgelegt worden und treibt in der modernen Esoterik bunte Blüten.
Mit Meditation zu den inneren Quellen
Die Meditation ist im Orient das Rückgrat des spirituellen Lebens. Besonders der Buddha hat die Meditation in verschiedenen Schattierungen stark betont und vor allem durch buddhistische Kreise hat die Meditation im Westen Fuss gefasst. Für die Meditation gibt es in verschiedenen spirituellen Wegen gleichsam Landkarten, in denen verschieden Stufen bzw. Erlebniswelten recht detailliert beschrieben werden. Wie weit jemand vordringen kann, hängt einerseits von der Ausdauer in Bezug auf die Anwendung einiger Grundtechniken als auch von den persönlichen Voraussetzungen - die Inder würden sagen, von seinem Karma- ab.
Die heilsame Wirkung der Gehmeditation
Neben der sitzenden Meditation ist die Gehmeditation oder das "achtsame Gehen" eine der hauptsächlichsten Praktiken, die von buddhistischen Mönchen und Nonnen ausgeübt werden. Jedoch auch für den Alltagsmenschen, sei es im Rahmen von Retreats, sei es im normalen Leben, bietet sich die Gehmeditation an. Als interiorisierte Bewegunsform hat sie eine gewisse Ähnlichkeit zu achtsam ausgeführten Körperübungen des Yoga. Der Artikel beleuchtet die Hintergründe der Gehmeditation in der theravada-buddhistischen Tradition und gibt konkrete Anleitungen für die eigene Praxis.
Spirituelle Wege zur Heilwerdung
Spirituelle bzw. mystische Wege folgen oft einem universellen Grundschema, welches bereits von Evelyn Underhill anfangs des zwanzigsten Jahrhuderts herausgearbeitet wurde. Da ist zuerst der Aufbruch auf den, Weg, dann der Weg selbst, der im wesentlichen aus der Reformation und Transformation der Persönlichkeit besteht und schliesslich das Ende des Weges, das Leben in der Einheit bzw. in der Erlösung. Der Artikel basiert auf einem Vortrag, den Dr. Susanne Jacobowitz bei einer Veranstaltung des Schweizer Yogaverbandes gehalten hat
Beiträge von Angelika Doerne
Die Psychologin Angelika Doerne wirkt als regelmässige Autorin für das Yoga Journal. Dabei behandelt sie vor allem Fragen an der Schnittstelle der psychologischen und spirituellen Entwicklung des Menschen. In den folgenden drei Beiträgen geht es sowohl um Krisen auf dem Weg als auch um den Umgang mit den Ego-Anteilen und schliesslich auf die nicht unbedeutenden Gefahren, die mit dem Gang eines spirituellen Weges verbunden sein können.