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RaPos: Optimierte Ortung für Schienenfahrzeuge
Die Ortung von Schienenfahrzeugen beruht heutzutage überwiegend auf dem Global Navigation Satellite System (GNSS). Dieses ist jedoch von der Wetterlage, dem atmosphärischen Aufbau (insbesondere der Ionosphäre) und der Sicht zum Himmel abhängig. Dem Industriepartner dieser Arbeit Stadler Rail AG, einem Systemhersteller von Schienenfahrzeugen, ist dieses System zu unzuverlässig, weshalb diese Bachelorarbeit initiiert wurde. RaPos verbessert die Positionierungsgenauigkeit eines Schienenfahrzeuges, indem es GNSS-Signale und kartenbasierte Daten kombiniert. Die zurückgelegte Distanz, errechnet aus Geschwindigkeit und Zeit, wird dazu auf virtuelle Bahngleise projiziert.
Die GNSS-Signale werden verwendet, um die richtige Spur zu wählen und Längsfehler, verursacht durch Steigungen oder Kurvenradien, sowie Sensorfehler zu mildern. Verglichen mit reinem GNSS unter idealen Empfangsbedingungen erzielt RaPos deutlich bessere Positionsangaben. Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass RaPos auch bei temporärem Ausbleiben von GNSS-Signalen brauchbare Positionsinformationen ausgeben kann.