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Das vorliegende Buch behandelt die Erziehung der Jugend im Dritten Reich. In drei großen Kapiteln - Familie, Schule, Jugendorganisation - untersucht Erika Mann, wie in Nazi-Deutschland die Kinder und Jugendlichen auf ihre Rolle in der Diktatur eingeschworen wurden. "Zehn Millionen Kinder" erschien erstmals 1938 und erregte internationales Aufsehen: als aufklärende Schrift über die wahren Verhältnisse in Hitlers "Tausendjährigem Reich". Heute ist das Buch ein klassisches Dokument der Zeitgeschichte - und zugleich ein bewegendes Stück Exilliteratur. In einem Nachwort berichtet die Erika-Mann-Biographin Irmela von der Lühe über die Hintergründe der Entstehung dieser Schrift.
Erika Mann (1905-1969) war eine deutsche Schriftstellerin, Lektorin, Schauspielerin und Kabarettistin. Sie ist die Tochter des berühmten Schriftstellers Thomas Mann, dessen Nachlass sie verwaltete. 1927/1928 reiste sie mit ihrem Bruder Klaus als "The Literary Mann Twins" durch die USA, wohin sie 1937 emigrierte. 1933 gründete sie das politische Kabarett "Die Pfeffermühle" und sprach sich scharf gegen den Nationalsozialismus aus.