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In Stans (NW) wurde in einer Waldfläche Bergahorne entdeckt, die von einer aggressiven Schlingpflanze eingeschnürt waren, was zu einer Stammverformung geführt hatte. Bei der Schlingpflanze handelt es sich um eine Kiwi (Actinidia deliciosa). Hat diese aus China stammende Art einen invasiven Charakter?
Die in China heimische Kiwi zählt in Neuseeland, wo sie 1904 eingeführt wurde, zu den invasiven Arten. In den USA dagegen wurde sie nach einem ersten Warnaufruf heruntergestuft, da die Samen heruntergefallener Früchte selten keimen, so die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). Die aggressive Schlingpflanze könnte problematisch werden, da sie Bäume einschnüren kann.
In der Schweiz wird die Kiwi bisher als unproblematische Art eingestuft. Seit jedoch die Schlingpflanze im Stanser Wald entdeckt wurde, wird diese Einschätzung relativiert, schreibt die WSL. Dass eine Kiwi mitten im Wald keimen und wachsen konnte, deute darauf hin, dass auch einheimische Vögel die Samen verbreiten können. Daher sollte die Pflanze im Auge behalten werden.
Auch im Tessin finden sich immer öfter Kiwi-Pflanzen in den Wäldern, an Ufern und urbanen Gebieten. Da sie jedoch nur beding frosthart ist, überlebt sie tiefe Minustemperaturen nicht. Eine ubeschränkte Ausbreitung zur Zeit sei nicht zu erwarten, so die WSL. Es könne sich jedoch ändern, wenn die Klimaerwärmung fortschreite.