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Kinder und Jugendliche werden vor den Senioren geimpft, wenn es bei einer landesweiten Ausbreitung einer Infektionskrankheit zu Impfstoff-Knappheit kommen sollte. So zitiert watson.ch die Sonntagspresse.
Notfallpläne des Bundesamtes für Gesundheit BAG sehen laut der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» vor, dass Personen ab 65 Jahre bei einer Impfstoff-Knappheit im Pandemiefall zuletzt geimpft werden sollen. Der von der ETH Zürich entwickelte Verteilschlüssel sähe vor, dass im Notfall zuerst Kinder und Jugendliche sowie eine kleine Gruppe von Medizinpersonen mit dem überlebenswichtigen Impfstoff versorgt würden. Pensionäre müssten warten, bis die ganze Schweiz geimpft ist.
Das Schweizer Konzept unterscheidet sich von den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO und den Plänen, welche etwa in den USA und einigen EU-Ländern für den Krisenfall vorgesehen sind. Dort würden Personen mit erhöhtem Sterberisiko zuerst versorgt. Kinder würden aufgrund ihres Kontaktmusters stark zur Ausbreitung der Pandemie beitragen und werden daher in der Schweiz zuvorderst geimpft, argumentiert dagegen das BAG gegenüber den Zeitungen.