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Wer sich mit Gartenarbeit beschäftigt, dem sind vermutlich auch die Bauernregeln bekannt.
Was sind Bauernregeln?
Bauernregeln sind alte Volkssprüche. In Reimen verfasst, geben sie Weisheiten über das Wetter und die Folgen für die Landwirtschaft wieder. Schon immer wurde das Wetter von den Bauern beobachtet. Schliesslich war die Lebensgrundlage vom Wetter abhängig.
Aus bestimmten Wetterlagen das ganze Jahr über, wurden Schlüsse auf das Wetter gezogen, also Wettervorhersagen getroffen. Die Beobachtungen wurden gesammelt und von Generation zu Generation weiter gegeben.
Kann man sich nach den Bauernregeln richten?
Vor nicht all zu langer Zeit, hielt man die Reime der Bauernregeln eher für bäuerliche Kunst als für eine gute Wettervorhersage. Ende des 20. Jahrhunderts wurde dann aber damit begonnen, die Richtigkeit zu überprüfen.
Man verglich die Bauernregeln mit den tatsächlich eingetroffenen Wetter im Entstehungsgebiet der Bauernregeln. Überraschend musste man feststellen, dass die Bauernregeln als Erfahrungswerte relativ häufig zutrafen.
Zu berücksichtigen gilt ebenfalls eine eventuelle Verschiebung des Kalendariums durch die Einführung des Gregorianischen Kalenders. Wird dies berücksichtigt, dann sind viele regionale Regeln erstaunlich zuverlässig.
Am bekanntesten dürfte die Regel des Siebenschläfers sein, womit der 27. Juni gemeint ist. Mit den Siebenschläfern sind die sieben Märtyrer Maximus, Martinianus, Malchus, Dionysius, Johannes, Serapion und Constantinus gemeint.
Die Märtyrer versteckten sich während der Christenverfolgung in einer Höhle, die verschlossen wurde. Die Märtyer fielen in einen jahrelangen Schlaf und erwachten 195 Jahre später, als die Höhle zufällig geöffnet wurde.
So verbanden die Bauern die Wetterbeobachtung mit dieser Sage. Das Wetter am Siebenschläfer begleitet uns die weiteren sieben Wochen.