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Die Armee verzichtet vorerst auf den Wachtdienst mit durchgeladener Waffe. Sie reagiert damit auf acht ungewollte Schussabgaben in diesem Jahr. Stattdessen werden die Wachtsoldaten mit einem Reizstoffspray ausgerüstet.
Mit dem Reizstoffsprühgerät (RSG) 2000 werde das Spektrum der dosierten Gewaltanwendung um eine nicht-letale Option erweitert, teilte das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mit. Die Armee habe positive Erfahrungen mit diesem Gerät gemacht, das keine bleibenden Schäden hinterlasse. Es gehörte beispielsweise beim Truppeneinsatz während der EURO 08 zur Ausrüstung.
In den ersten neun Monaten des Jahres wurden in der Armee im Rahmen des Wachtdienstes acht ungewollte Schussabgaben registriert, wie das VBS weiter schreibt. Dabei sei niemand gravierend verletzt worden.
Weil die Sicherheit der Armeeangehörigen im Zentrum stehe, habe sich die Armeeführung dazu entschlossen, im Licht einer vertieften Risiko-Beurteilung den Wachtdienst mit durchgeladener Waffe per sofort auszusetzen. Die Vorfälle sollen detailliert untersucht werden.