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Philosophie
Der britische Philosoph John Stuart Mill schrieb seine wichtigsten Werke mit seiner Lebensgefährtin Harriet Taylor. Eine neue deutsche Ausgabe zeigt, wie der Skandal dieser Beziehung Mills Denken über die Freiheit des Individuums prägte. Von Markus SchärVon Markus Schär
Die Stellung der Frau», schrieb der junge Neurologe seiner Verlobten, «wird keine andere sein können, als sie ist, in jungen Jahren ein angebetetes Liebchen und in reiferen Jahren ein geliebtes Weib.» Der Mediziner, der vor seinem wissenschaftlichen Durchbruch stand, räumte zwar ein, Gesetz und Brauch müssten den Frauen viele vorenthaltene Rechte geben. Aber er warnte auch vor dem «gar zu lebensunfähigen Gedanken», das schwache Geschlecht genauso in den Kampf ums Dasein zu schicken wie das starke.
Nein, mit der Schrift «Über Frauenemanzipa...