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- 1. Wann sind die ersten Kindsbewegungen zu spüren?
- 2. Warum ist ein zu hoher Blutdruck in der Schwangerschaft gefährlich?
- 3. Wie kann man selbst die Wehen anregen?
- 4. Darf ich in der Schwangerschaft Sport treiben?
- 5. Warum haben Schwangere häufig Blähungen?
- 6. Was bedeutet ein verkürzter Gebärmutterhals?
- 7. Darf man in der Schwangerschaft noch rohen Fisch oder rohes Fleisch essen?
- 8. Rhesus-negativ und schwanger: Besteht eine Gefahr für das Baby?
- 9. Ab wann kann man im Ultraschall sehen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird?
- 10. Wie viel darf man in der Schwangerschaft zunehmen?
1. Wann sind die ersten Kindsbewegungen zu spüren?
Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, bemerken selten vor der 20. Schwangerschaftswoche die ersten Bewegungen ihres Babys. Bis zur 24. Woche sind regelmässige Kindsbewegungen eher die Ausnahme und nach den ersten spürbaren Bewegungen können einige Tage vergehen, bis sie ein nächstes Mal bemerkt werden. Spätestens in der 26. Schwangerschaftswoche sollten die ersten Kindsbewegungen aber eindeutig spürbar sein.
Frauen, die in einer früheren Schwangerschaft Kindsbewegungen erlebt haben, sind sich meist schon in der 18. Woche oder sogar noch früher ganz sicher, Bewegungen zu spüren. Sie kennen dieses „spezielle Gefühl" und können es besser einordnen.
2. Warum ist ein zu hoher Blutdruck in der Schwangerschaft gefährlich?
Ein erhöhter Blutdruck stellt grundsätzlich ein Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall dar. In der Schwangerschaft kann dadurch aber zusätzlich die Entwicklung der Plazenta gestört sein. Dies bedeutet, dass das Baby nicht mit genügend Nährstoffen versorgt wird und untergewichtig oder zu früh geboren werden kann.
Ausserdem ist eine Hypertonie ein alarmierendes Zeichen für eine Präeklampsie, aus der sich eine Eklampsie oder sogar das HELLP-Syndrom entwickeln können. Aus diesem Grund wird bei jeder Schwangerschaftskontrolle der Blutdruck gemessen.
3. Wie kann man selbst die Wehen anregen?
Die angenehmste Form der Wehenanregung ist Sex: Prostaglandine in der Samenflüssigkeit wirken gegen Ende der Schwangerschaft aufweichend auf den Gebärmutterhals. Ausserdem führt die Stimulation der Brustwarzen zu einer Ausschüttung des Wehenhormons Oxytocin. Aber auch jede andere Form der körperlichen Anstrengung ist eine wirkungsvolle und natürliche Wehenförderung, ebenso eine Vielzahl von Substanzen – vom Aromaöl über Kräuter-Tees bis zu speziellen "Wehen-Cocktails".
4. Darf ich in der Schwangerschaft Sport treiben?
Wenn Ihre Schwangerschaft komplikationslos verläuft, spricht nichts dagegen, dass Sie sportlich aktiv sind. Mit regelmässiger Bewegung in der Schwangerschaft können Sie typischen Schwangerschaftsbeschwerden wie Rückenschmerzen, Krampfadern oder Verdauungsbeschwerden vorbeugen. Sie dürfen beim Training so weit ausser Atem kommen, dass Sie noch sprechen können. So gewährleisten Sie, dass Ihr Baby stets mit genügend Sauerstoff versorgt wird.
Geeignete Sportarten für Schwangere sind Nordic Walking, Velofahren oder Wandern. Schwimmen oder Aquafitness sind besonders angenehm, weil dabei nicht gegen die Schwerkraft gearbeitet werden muss. Mobilitätstraining wie Pilates, Tai-Chi oder Yoga für Schwangere ist ebenfalls sinnvoll, weil es die Flexibilität erhöht, Stress abbaut und das eigene Körpergefühl stärkt.
5. Warum haben Schwangere häufig Blähungen?
Vor allem zu Beginn der Schwangerschaft leiden viele werdenden Mütter unter schmerzhaften Blähungen. Durch den erhöhten Progesteron-Spiegel arbeitet der Darm langsamer und es bilden sich vermehrt Gase, die nicht entweichen können. Zudem ändern viele Schwangere ihre Ernährungsgewohnheiten. Vollwertige Lebensmittel und ballaststoffreiche Obst- und Gemüsesorten helfen zwar gegen Verstopfung, verursachen aber oft gleichzeitig Blähungen.
In der Spätschwangerschaft behindert dann das Kind die Darmaktivität und löst Blähungen aus.
6. Was bedeutet ein verkürzter Gebärmutterhals?
Die Länge des Gebärmutterhalses (Zervix) kann mithilfe von Ultraschall fast millimetergenau gemessen werden. Ab einer Zervixlänge von unter 2,5 cm ist die Zervix verkürzt, was bedeutet, dass sich der innere Muttermund trichterförmig geöffnet hat. Das kann ein Anzeichen dafür sein, dass bald Wehen zu erwarten sind und je nach Schwangerschaftswoche besteht somit ein Frühgeburtsrisiko.
Bei einer verkürzten Zervix sollten in kürzeren Abständen Kontrolluntersuchungen stattfinden und eventuell wird körperliche Schonung oder ein wehenhemmendes Medikament verordnet.
7. Darf man in der Schwangerschaft noch rohen Fisch oder rohes Fleisch essen?
Wenn Sie gerne Sushi, geräucherte Forellenfilets oder Räucherlachs, Carpaccio oder Tatar essen, sollten Sie in der Schwangerschaft vorsichtig sein. In rohem oder geräuchertem Fisch sowie in rohem Fleisch und Geflügel können sich Listerien befinden und zu einer Listeriose führen. Unbedenklich für Schwangere sind deshalb nur ausreichend durcherhitzte Fisch- und Fleischprodukte.
8. Rhesus-negativ und schwanger: Besteht eine Gefahr für das Baby?
Erwartet eine rhesus-negative Frau ein rhesus-positives Kind, kann die Mutter Antikörper gegen das rhesus-positive Blut des Babys bilden. Für die aktuelle Schwangerschaft besteht noch keine Gefahr. Wird die Frau jedoch erneut schwanger, können sich die damals gebildeten Antikörper gegen das rhesus-positive Blut des Babys richten und zerstören.
Darum wird in der 8. bis 12. Schwangerschaftswoche die Blutgruppe und den Rhesusfaktor der Mutter bestimmt. Ist sie Rhesus negativ, kann in der 18. bis 24. Woche aus dem Blut der Mutter der Rhesusfaktor des ungeborenen Kindes bestimmt werden.
Ist das Kind Rhesus positiv, bekommt die Mutter in der 28. bis 30. Schwangerschaftswoche und innerhalb von 72 Stunden nach der Geburt ein Medikament (Anti-D-Immunglobulin).
Ist das Kind Rhesus negativ, braucht es keine Intervention. Die Bestimmung des Rhesusfaktors sollte nach der Geburt jedoch nochmals durchgeführt werden.
9. Ab wann kann man im Ultraschall sehen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird?
Wenn Sie wissen möchten, welches Geschlecht Ihr Baby haben wird, gelingt das am besten bei der Ultraschalluntersuchung im zweiten Drittel der Schwangerschaft. Die Geschlechtsdiagnostik ist allerdings davon abhängig, wie Ihr Baby liegt, sich bewegt und ob es seine relevanten Bereiche, also die Geschlechtsteile, bereitwillig zeigt.
10. Wie viel darf man in der Schwangerschaft zunehmen?
Die durchschnittliche Gewichtszunahme während der Schwangerschaft liegt bei 12,5 Kilogramm. Ausschlaggebend für die derzeitigen Empfehlungen ist das Gewicht der Frau vor der Schwangerschaft. Untergewichtige Frauen sollten mit 12 bis 18 Kilogramm etwas mehr zunehmen als normalgewichtige Schwangere. Übergewichtige Schwangeren wird eine Gewichtszunahme von nicht mehr als 6 Kilogramm empfohlen.