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Der Staat soll bei seinem Fahrzeugpark mit gutem Beispiel vorangehen und hauptsächlich schadstoffarme Autos verwenden, fordert eine grossrätliche Anfrage. Das tue er bereits, antwortet der Staatsrat.
Die öffentliche Hand hat aufgrund der Menge der von ihr gekauften Fahrzeuge einen direkten Einfluss auf die Luftqualität. Dieser Ansicht ist Grossrat Simon Bischof (SP, Ursy). Weil in der Schweiz die Luftqualität nur sehr langsam besser werde und in den Agglomerationen sowie entlang stark befahrener Strassen die Stickoxide gar nicht zurückgingen und auch weil die Automobilindustrie während Jahren Schadstoffmessungen manipuliert habe, fordert Bischof, dass der Staat mit gutem Beispiel vorangehe. In seiner Anfrage regt er zum Kauf schadstoffarmer Fahrzeuge an. Insbesondere solle der Kanton keine Fahrzeuge mit Dieselmotoren mehr kaufen, so Bischof.
Freiburg setze die Ziele eines vorbildlichen Staats konkret um, schreibt der Staatsrat nun in seiner Antwort. Er verweist auf eine Richtlinie vom Sommer 2016, die genau diesen Kauf umweltfreundlicher Fahrzeuge fördere. Die Richtlinie lege die CO2-Emissionen als Hauptkriterium für die Beschaffung der Fahrzeuge fest, indem sie insbesondere auf die Energieetikette Bezug nehme. Zudem seien Partikelfiltersysteme in der Zwischenzeit zur Norm geworden.
Allerdings will der Staatsrat weiterhin auch Dieselfahrzeuge anschaffen können, weil 2019 verschärfte europäische Normen für Dieselfahrzeuge in Kraft treten und weil es für einen Teil der Dieselfahrzeuge gar keine Modell mit Benzinmotor gebe.
Mehr als die Hälfte der 290 Fahrzeuge aller Verwaltungseinheiten hätten heute einen Benzinmotor, präzisiert der Staatsrat.