Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/173542

<h2>SubmittedText<h2><p>Pneumokokken sind häufig Ursache für Pneumonien bei Kindern, Personen über 65 Jahre und Chronischkranken, gefolgt vom Risiko erhöhter Mortalität.</p><p>Dennoch ist der Pneumokokken-Impfstoff Prevenar 13, der in mehr als hundert Ländern für die Impfung auch von Erwachsenen zugelassen ist, in der Schweiz für Personen über fünf Jahre nicht zugelassen und wird somit nicht vergütet.</p><p>- Was sind die Gründe?</p><p>- Wie beurteilen dies Ekif und Ärzteschaft?</p><p>- Ist der Bundesrat bereit, Lösungsmöglichkeiten zu suchen? Was kann er tun? Was tut er?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der von Swissmedic gefällte Zulassungsentscheid basiert auf einem qualitätsgesicherten Prozess, der auch die Empfehlung eines unabhängigen, externen Expertengremiums beinhaltet. Swissmedic hat zwischen 2004 und 2014 von insgesamt 121 erhaltenen Gesuchen für Impfstoffe 109 zugelassen. Angaben zu den Gründen negativer Entscheide kann Swissmedic aufgrund der geltenden gesetzlichen Bestimmungen nicht machen. Diese nicht mehr zeitgemässe Einschränkung wird mit dem Inkrafttreten des neuen Heilmittelgesetzes wegfallen. Dass Entscheide von Zulassungsbehörden weltweit voneinander abweichen, kommt häufig vor, da die Abwägung von Nutzen und Risiken auch nationale Gegebenheiten berücksichtigt, wie z. B. die Qualität der Gesundheitsversorgung. Es ist, wie in diesem Fall, auch möglich, dass die Empfehlungen der Ekif von den Zulassungsentscheiden abweichen, da diese ihre Entscheidungen auf einer anderen Datenbasis fällen. Der Bundesrat erachtet die im Gesetz vorgegebene Unabhängigkeit der Entscheide von Swissmedic als zentrales Element einer hochstehenden Arzneimittelkontrolle. Er wird sich aber für eine bessere Abstimmung zwischen Swissmedic und Ekif einsetzen.</p>