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Stress, Angst und Panikattaken
Wie Stress unsere Atmung beeinflusst
Viele überlebenswichtige Funktionen unseres Körpers wirken auf einer unbewussten Ebene; Du musst deinem Herzen nicht sagen, dass es schlagen oder deine Lunge Luft aufnehmen soll, dein Körper kümmert sich automatisch darum. Diese Grundfunktionen liegen in der Verantwortung des autonomen Nervensystems (ANS). Das autonome System steuert unsere Herzfrequenz, unsere Verdauung, unsere Atemfrequenz, unseren Speichelfluss, unsere Schweissbildung, unsere Pupillendilatation und unsere sexuelle Erregung.
Das ANS ist klassisch in zwei Subsysteme unterteilt, das als parasympathisches Nervensystem (PSNS), das für Ruhe und Entspannung verantwortlich ist, und das sympathische Nervensystem (SNS), das für Stressreaktionen verantwortlich ist.
Überlebenswichtige Funktionen aus prähistorischen Zeiten
Während der gesamten menschlichen Evolution haben wir uns auf unsere unmittelbaren körperlichen Reaktionen verlassen, wenn uns Gefahren drohen - ob wir vor einem stürmenden Elefanten fliehen, wegen eines Interviews in Panik geraten oder von Ihren Freunden aufgezogen werden, um in der Öffentlichkeit Karaoke zu singen. Diese automatische Reaktion des sympathischen Nervensystems, die als Kampf- oder Fluchtreaktion bekannt ist, wurde erstmals von dem amerikanischen Arzt Walter Bradford Cannon beschrieben, der von 1871 bis 1945 lebte. Cannon stellte fest, dass eine wahrgenommene Bedrohung das SNS erregte und zu bestimmten körperlichen Reaktionen führte, einschließlich ein Anstieg des Blutdrucks und der Atemfrequenz sowie einer Freisetzung von Adrenalin, um schneller zu laufen oder härter zu kämpfen.
In prähistorischen Zeiten, wenn man mit einem Raubtier konfrontiert wurde, wäre sofortige und intensive körperliche Bewegung erforderlich gewesen, um es zu bekämpfen oder vor ihm davonzulaufen. In dieser Situation war der Stress kurzfristig und dauerte nur wenige Minuten. Sobald keine Gefahr mehr besteht, normalisieren sich Atmung und Herzfrequenz schnell und die Betriebssysteme können wieder normal funktionieren.
Die heutigen Belastungen unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht. Erstens werden sie normalerweise nicht von körperlicher Bewegung begleitet, die erforderlich ist, damit die Betriebssysteme des Körpers wieder normal werden. Zweitens, und was noch wichtiger ist, dauern moderne Belastungen oft länger oder erstrecken sich über einen längeren Zeitraum. Das moderne Leben beinhaltet eine Vielzahl von Sorgen und Ängsten - Finanzen, Beziehungen, Arbeit, manchmal alle drei zusammen - und dieser ständige Stresszustand kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit eines Menschen haben.
Andauernder Stress = Dauerhafter Aktivierungszustand
Menschen sind gut dafür geeignet, mit kurzfristigen Belastungen umzugehen, aber langfristige Belastungen verursachen mehr Schaden für den Körper als alles andere. Sie können wahrscheinlich zwanzig Jahre lang mit einer relativ schlechten Ernährung oder sehr wenig körperlicher Bewegung davonkommen, aber zwanzig Jahre Stress werden Sie mit ziemlicher Sicherheit krank machen.