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Was machen Entrepreneure anders als andere, wie gehen sie vor? Das erfahren die 21 Teilnehmenden der Studienreise unseres CAS FH in Innovative Management & Development aus erster Hand im Silicon Valley. Der Kalaidos Blog ist dabei – und das Tagesmotto am Mittwoch heisst: "It`s very nice".
Am Vormittag erleben wir an der Santa Clara University einen Workshop mit Jane Creech mit dem Titel „The practical View of a Coach“. Jane unterrichtet an der Universität Entrepreneurship und Leadership. Sie selbst hat zwei Masterabschlüsse im Bereich Psychologie von der Santa Clara University und von der University of San Francisco. Neben ihrer Lehrtätigkeit ist sie seit über 20 Jahren interner wie externer Consultant für verschiedene Firmen. Während des Workshops wird klar, dass sie bereits mit vielen bekannten Entrepreneuren aus dem Valley zusammengearbeitet hat, unter anderem mit Steve Jobs oder den Gründern von airbnb, Joe Gebbia und Brian Chesky. Der Workshop findet in einem voll ausgerüsteten Raum statt, welcher über mehrere Monitore verfügt, so dass die Studierenden von jedem Platz im Raum die Präsentation verfolgen können.
Bild: Der Seminarraum an der Santa Clara University
Besonders geprägt haben Jane Persönlichkeiten wie Jeff Jordan oder Ken Oshman. Letzterer hat den ersten Hightech-Campus im Silicon Valley gegründet. Das Credo des Ortes lautet, dass wir alle mit allen kommunizieren sollten, um alle Informationen von allen zu erhalten.
Jane erläutert dann ihren Begriff von Entrepreneurship. Dies ist ein Prozess, für den sieben Schlüsselwerte existieren. Diese formen die Entrepreneurial Organisation. Sie nennt folgende Punkte:
In der zweiten Hälfte des Workshops behandelt Jane Leadership-Tools, die von den Studierenden für diesen Tag vorbereitet wurden. Sie geht vertieft auf das Coaching Instrument MBTI (Meyen-Briggs Temperament Inventory) ein. Dies ist ein in den USA entwickelter Persönlichkeitstest, der jeder Person einen von 16 Persönlichkeitstypen innerhalb von vier Hauptklassen einteilt. Diese definieren sich durch gegensätzliche Haltungen:
- Extraversion (E) - Introversion (I)
- Intuition (N) - Sensing (S)
- Feeling (F) - Thinking (T)
- Judging (J) Perceiving (P)
Den Nachmittag des Tages verbringen wir auf dem Campus der Stanford University, der nur wenige Busminuten entfernt liegt.
Bild: Stanford – weltbekannte Universität im sonnigen Kalifornien
Später besuchen wir die Vorlesung von Dave Evans zum Thema: "Designing your life". Er hat auch das gleichnamige Buch geschrieben. Er hat Design in Stanford studiert und anderem die erste Apple-Maus entworfen. Der Vorlesungssaal ist voll und Dave Evans ist mit ganzem Eifer bei der Sache. Das macht die Vorlesung nicht nur interessant, sondern auch unterhaltsam.
Bild: Dave Evans erklärt Lebensdesign an der Stanford University
Evans Ansicht nach existieren vier verschiedene Arten zu denken:
- Engineering Thinking: löse den Weg
- Business Thinking: optimiere den Weg
- Research Thinking: analysiere den Weg
- Design Thinking: schaffe den Weg
Im Zentrum steht natürlich die letztgenannte Denkensweise. Evans nennt für sie folgende Eckpunkte: Empathie – Definition – Vorstellung – kreiere einen Prototypen – teste. Ein wichtiger Aspekt für das Gelingen ist die Akzeptanz von Fehlern, Problemen und widrigen Umständen. Aber auch, dass „Das Beste“ in Dir gar nicht existiert. Es gibt nämlich jede Menge „Bestes“ in Dir: Das Beste eines Entrepreneurs, das Beste als Partner, das Beste als Ingenieur und so weiter.
Nach der Rückkunft am Hotel lassen wir den Tag mit einem entspannten Nachtessen ausklingen. Man darf sagen, das eingangs erwähnte Motto stimmte: This was a very nice day. Der Tag behandelte vor allem eigene, persönliche Werte, die jedem Entrepreneur und/oder Leader bewusst sein sollten. Erst dann kann er sie optimal einsetzen und umsetzen.
Weitere Teile dieser Serie:
Leadership im Silicon Valley - Studienreise Teil 1
Besuch in Alcatraz - Studienreise Teil 2
Entrepreneurial Leadership - Studienreise Teil 3
Leadership bei Google und Cisco - Studienreise Teil 4
Denken wie grosse Entrepreneure - Studienreise Teil 5
Wie Entrepreneure Firmen gründen - Studienreise Teil 6
Fail often, fail forward - Studienreise Teil 7