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Bezirk des Kantons Neuenburg.
Im Jahre 1900 ernährte die Industrie hier 12500 Personen, das heisst
65% der Bevölkerung, der Ackerbau 15%. Im Jahre 1908 zählte der Bezirk 19584 Ew., wovon 10943
Neuenburger, 6763 Schweizer
aus anderen Kantonen, 1808 Fremde.
(Kt. Neuenburg,
Bez. Le Locle).
Siehe die Tafel richtig gestellter Wappen am Ende des Supplements. - Seit dem Jahre 1904 hat die
Frage der Bahnhoferweiterung eine Lösung erhalten. Der Frachtgutdienst ist nach dem
Col des Roches verlegt
worden, wo ein geräumiger
Platz die normale Entwickelung der Rangierlinien gestattet, während der übrige Bahndienst im
alten Bahnhof bleibt. Dieser ist vergrössert und mit einem
Durchgang unter den Linien versehen worden und verfügt über
den für seine künftige Entwickelung nötigen
Platz. Die Arbeiten haben auf eine grosse Strecke die Verlegung
der Linie Le
Locle-Col des
Roches bedingt, ferner den Bau eines eisernen Viadukts von 90 m, die Verbreiterung der
Brücke über
den
Bied und eine Verlegung der Kantonsstrasse Le
Locle-LesBrenets (1909). Im Jahre 1909 zählte
Le Locle 13098 Ew.
Die Korrektion des
Bied in seinem untern Teile hat einen Schritt vorwärts getan und
Le Locle ist in Zukunft
vor Ueberschwemmungen geschützt.
Die Museen haben geräumige Lokale
in einem Gebäude erhalten, das von der Gemeinde gebaut wurde und ausserdem einen grossen
Saal für Vortrage enthält. Die Gemälde- und die historische Sammlung konnten so eine ihren Wert ins rechte Licht setzende
Aufstellung erhalten.
Am
Col des Roches ist das Grenzschlachthaus dazu bestimmt, das aus Frankreich kommende Schlachtvieh aufzunehmen; hier wird
es auch geschlachtet, sowohl für den Verbrauch der Stadt als der übrigen Landesteile, im
Falle die Grenze wegen Viehseuche
für die Einfuhr von lebendem Vieh geschlossen ist. Dieses Schlachthaus hat schon grosse Dienste geleistet,
und wenn die beschlossenen Vergrösserungen einmal ausgeführt sind, wird sein Nutzen noch grösser sein. Unter anderem werden
Stallungen für eingestelltes Vieh angefügt werden. Die Eidgenossenschaft gewährt diesem Unternehmen ihre Unterstützung,
da es dem ganzen Lande zum Nutzen gereicht.
Die
Combe Girard ist ein sehr beliebtes Promenadenziel geworden, seit zahlreiche
Wege gestatten, diese
malerische
Schlucht, die der Reihe nach die ganze Reichhaltigkeit der jurassischen Natur darstellt, von allen
Seiten zu betrachten.