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Y ist in deutschen Texten der drittseltenste Buchstabe. Kein Wunder fällt es mir so schwer ein Weg-Wort dazu zu «finden». Mit Hilfe eines Freundes und Wikipedia habe ich herausgefunden, dass Y eine französische Gemeinde ist mit 91 Einwohnern und Einwohnerinnen. Der Name ist der kürzeste aller Gemeinden in Europa.
Y wäre im Englischen nicht so selten.
Und dann gibt es da auch Y.M.C.A., ein Song der Village People aus dem Jahr 1978. Das Lied hat die Charts erobert und war auch für mich ein Ohrwurm, den ich gern hörte, ja mitsang.
Y.M.C.A. steht für Young Men’s Christian Association (Christlicher Verein Junger Menschen – CVJM). Im Lied wird ein junger Mann angesprochen, der neu in der Stadt ist und sich allein fühlt. Ihm wird gesagt, dass es einen Ort gibt, wo er willkommen ist auch wenn er kein Geld hat. Ein Ort, wo er Zeit verbringen kann, wo es Essen gibt und man waschen kann, ein Ort, an dem man Spass haben kann (It’s fun to stay at the Y.M.C.A).
Ob es eine Schwulenhymne ist oder nicht, darüber gehen die Meinungen auseinander. Spielt es eine Rolle? Suchen wir nicht alle einen Ort, der für uns Heimat sein kann, ganz besonders, wenn wir an einem fremden Ort sind? Als Christinnen und Christen ist es unsere Aufgabe, allen Menschen mit Würde und Achtung zu begegnen und ihnen zu sagen, wo es Brot gibt.
Den längsten Namen einer Gemeinde findet man übrigens in Wales: Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch