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Muskelhypertrophie – Was ist das?
Muskelhypertrophie wird definiert die Grössenzunahme der Quergestreiften Muskulatur. Durch einen optimalen Trainingsreiz können muskuläre Anpassungen ausgelöst werden. Die Anpassung erfolgen grundsätzlich durch eine Zunahme des Muskelzellvolumens (Dickenwachstum, Längenwachstum) sowie durch eine metabolisch kontraktile Reprogrammierung (Goldspink 1985).
Alle muskulären Anpassungen sind bewegungsunspezifisch und somit übertragbar auf andere Bewegungen. Vorausgesetzt jedoch, dass die angepassten Muskelfasern auch bei der Bewegung bzw. bei der Sportart eingesetzt werden. Beim Muskelhypertrophie Training sollte somit versucht werden, die Muskeln möglichst vielfältig zu trainieren. So kann also sichergestellt werden, dass die Muskeln den Anforderung im Sport bzw. im Alltag gerecht werden.
Welche Arten von Muskelhypertrophie also sind möglich?
Radiale Anpassung (Dickenwachstum)
+ Muskelhypertrophie (mehr parallel geschaltete Sarkomere)
– Muskelatrophie (weniger parallel geschaltete Sarkomere)
Longitudinale Anpassung (Längenwachstum)
+ Muskelhypertrophie (mehr Sarkomere in Serie)
– Muskelatrophie/Verkürzung (weniger Sarkomere in Serie)
Ein Muskel kann somit dicker wie auch länger werden. Die jeweilige Anpassung geschieht jeweils über die Anzahl Sarkomere. Bei einem Dickenwachstum werden somit Sarkomere parallel vermehrt. Bei einer Längenanpassung werden Sarkomere seriell vermehrt.
Atrophie (Abnahme der Dicke bzw. Länge)
Muskelmassenabnahme als Folge von Inaktivität, Immobilisation.
1. Radiale Atrophie
Abnahme des physiologischen Muskelquerschnitts als Folge einer Abnahme des Querschnitts einzelner Muskelfasern oder des Verlustes von Muskelfasern.
2. Längenwachstum
Abnahme der Länge der einzelnen Muskelfasern. Die Muskeln können an den Enden von Myofibrillen Sarkomere in Serie entfernen.
Der Skelettmuskel ist wie folgt aufgebaut:
Was ist die metabolische Reprommierung?
In beschränktem Ausmass ist eine Veränderung der Muskelfaserverteilung (Typ I, Typ IIa und Typ IIx) möglich. Diese Anpassungen sind daher mit Anpassungen im mitochondrialen Gehalt, in der Vaskularisierung usw. verbunden. Die oxidative Kapazität ist damit im Muskel erhöht. Eine Umwandlung von Typ II Fasern in Typ I Fasern ist also gemäss heutigem Wissensstand unter normalen Umständen nicht möglich. Durch Ausdauertraining erhält man also nicht mehr Typ I Fasern.
Expolsives Training macht die Muskelfasern auch nicht „schneller“. Training, egal welcher Art, führt somit zu einer Veränderung der Muskelfasern von Typ IIx zu Typ IIa. Inaktivität (freiwillig oder erzwungen) führt zu einem Muskelfaserswitch von Typ IIa zu Typ IIx. Die Muskelfasern werden also schneller.
Ist eine Hyperplasie möglich?
Die Hyperplasie ist die Zunahme des Muskelquerschnitts durch eine Erhöhung der Anzahl Muskelfasern. Nach heutigem Wissensstand gibt es beim Mensche keine wissenschaftliche Beweise, daher geht man davon aus, dass eine Erhöhung der Anzahl Muskelfasern durch Training nicht möglich ist.