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Terminator: The Sarah Connor Chronicles (2008)
Terminator: S. C. C.
Terminator: The Sarah Connor Chronicles (2008) Terminator: S. C. C.
Oder: Are you Human? YES! My mistake...
Wir schreiben das Jahr 1999 - Sarah Connor (Lena Headey) und ihr Sohn John (Thomas Dekker) leben seit dem letzten Zusammentreffen mit dem Terminator aus der Zukunft unter dem Radar. Mit falschen Identitäten ziehen sie von Ort zu Ort, versuchen keine Aufmerksamkeit zu erregen und den Augen des Systems zu entgehen. Gleichzeitig probiert Sarah, ihrem Sprössling möglichst viel Wissen zu vermitteln, damit er seiner zukünftigen Rolle als Retter der Menscheit gerecht werden kann. Doch dieses Nomadenleben fordert auch seinen Tribut: Immer dann, wenn sie sich gerade eingelebt haben, müssen sie wieder Abschied nehmen - so auch von Charley Dixon (Dean Winters), mit dem sich Sarah eben erst verlobt hat.
Nach einem weiteren Umzug haben sich Sarah und John in einem kleinen, verschlafenen Dorf niedergelassen und versuchen, sich in der Schule sowie in der Gemeinde zu integrieren. Schon am ersten Tag an der neuen Schule wird John von der sympathischen Cameron (Summer Glau) angesprochen, welche ihn herzlich willkommen heisst. Doch die Idylle währt nicht lange: Kampfmaschinen aus der Zukunft haben John wieder aufgespürt und setzen alles daran, ihn endgültig auszuschalten. Da zeigt die zierliche Cameron ihr wahres Gesicht: Sie wurde ebenfalls aus der Zukunft geschickt, um John zu beschützen. Nach einem hitzigen Kampf bleibt den drei nichts anderes übrig, als per Zeitmaschine acht Jahre in die Zukunft zu springen und so ihre Spuren mit einer grossen Explosion zu verwischen. Doch selbst im Jahre 2007 sind die drei Flüchtlinge nicht sicher, denn der Tag des Jüngsten Gerichts wurde nur verschoben und rückt jetzt gnadenlos näher. Ein gefährlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn der Bau von Skynet - das System, das die Maschinen kontrolliert - muss um jeden Preis verhindert werden...
DVD-Rating
Nach der in den letzten Episoden von Season 1 eingefädelten Ausgangslage waren die Erwartungen an Season 2 natürlich entsprechend hoch, denn es bestand sehr hohes Potential für eine spannende und auch vielseitige Serie. Doch konnten die Macher wirklich das Potential der Terminator-Saga nutzen, eine spannende Geschichte erzählen und die Saga mit neuen Elementen vertiefen?
Season 2 beginnt jedenfalls so, wie es zu erhoffen war: Mit neuen Charakteren und der Möglichkeit, die ursprünglich sehr Sarah/John-lastige Serie mit neuen Handlungssträngen zu erweitern, gelingt ein sehr spannender Auftakt, der im ersten Drittel der Season zu einigen äusserst gelungene Episoden führt. Besonders Cameron (Summer Glau) trägt viel dazu bei, denn der weibliche Cyborg ist mysteriöser denn je und erweckt über den Verlauf der Handlung öfters den Eindruck einer Handgranate mit gezogenem Stift, bei der jedoch keiner weiss, wann sie hochgehen wird. Die beiden neuen Frauen Jessie und Riley bringen mit einigen Enthüllungen um Cameron zusätzlich viel Spannung und Charakterdynamik in die Serie hinein und lassen vorläufig jeden Zweifel verfliegen.
Allerdings ist auch bei SCC die Reset-Mentalität viel zu hoch. Was mit guten Charakterentwicklungen beginnt, wird bald wieder zurückgesetzt. Cameron bleibt weiterhin die Aussenseiterin, Sarah klammert sich penetrant an John und scheint dessen Aufmerksamkeit dringend zu benötigen, während Derek vor allem für sich selber werkelt und kaum noch etwas zur Handlung beiträgt. So driften die Handlungsstränge auseinander und versanden, und was wohl als Emanzipation von John gedacht war, führt lediglich dazu, dass viele Sympathiepunkte verspielt werden, jede Chemie unter den Figuren verschenkt wird und sie sich lieber gegenseitig mit gesuchtem Misstrauen und Schuldzuweisungen im Weg stehen, als zusammen gegen Skynet zu kämpfen. Wenigstens schaffen sie es, die Verbindung zwischen John und Cameron sowie deren Entwicklung interessant zu gestalten und auch aufzuzeigen, dass die permanente Gefahr den Charakteren langsam an die Psyche geht.
Handlungsmässig wirkt die ganze Season 2 allerdings eher verschenkt, denn nach dem starken Auftakt im ersten Drittel dümpelt die Serie bald in Form einer Doku "Ein Tag im leben eines Widerstandskämpfers" dahin. In den mehrheitlich voneinander unabhängigen Episoden werden primär Alltagsprobleme der Gruppe abgespult und Skynet rückt in weite Ferne. Einzig die ominöse Liste mit den wichtigen Personen, welche in der ersten Staffel gefunden wurde, wird zwischendurch wieder ausgegraben, um im "Monster of the Week"-Stil wieder irgendeine Person vor den Maschinen zu retten. Das ermöglicht zwar noch einige Blicke in die Zukunft, doch leider nicht viel mehr, da auch der grosse Handlungsbogen fehlt. Schliesslich wird nach vielen soliden aber mehrheitlich mässig spannenden Episoden ein gelungenes Seasonfinale geboten, welches einem wiederum bewusst macht, was für Potential die Serie ursprünglich gehabt hätte, denn es wird eine grossartige Ausgangslage für eine (leider nicht realisierte) Season 3 geliefert, welche wohl die beste der Serie geworden wäre.
Fazit: Nach der zweiten und leider wohl auch letzten Season kann gesagt werden, dass diese im Vergleich zu Season 1 besser genutzt wurde, um eine interessantere Handlung mit neuen Figuren und mehreren Handlungssträngen zu bieten. Doch anstatt daraus einen oder mehrere spannende Handlungsbögen durch die ganze Serie aufzubauen, bei dem die Gruppe um Cameron und John gemeinsam gezielt gegen Skynet vorgeht, werden viele Füller geboten, welche kaum etwas mit den eigentlichen Storylines zu tun haben. Deshalb bleibt Sarah Connor Chronicles eine Serie, welche zwar schauspielerisch sehr gute Leistungen bietet und die Terminator Saga auch erweitern kann, doch die vorhandene Spielzeit meistens vergeudet anstatt genutzt hat. Bleibt zu hoffen, dass dies in einem Film oder einer Season 3 noch sauber abgeschlossen werden kann.
Die DVDs liefern die Episoden in einer sehr sauberen Qualität und überzeugen auch im Ton. Das Bonusmaterial setzt sich aus vielen Episodenkommentaren der jeweiligen Verantwortlichen sowie den Schauspielern und auch einigen entfallenen Szenen zusammen. Zusätzlich gibt es noch eine mehrteilige Doku über alle Aspekte der Serie, welche auch einen tiefen Einblick in die Produktion gibt.
OutNow.CH:
25.10.2009 / db
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