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Die französische Regierung hat den entsprechenden Beschluss anfangs August im Amtsblatt veröffentlicht. Der von Premierminister Jospin, Wirtschaftsminister Strauss-Kahn und der den Grünen angehörigen Umweltministerin Voynet unterzeichnete Entscheid liess ein Jahr auf sich warten, weil im Koalitionsvertrag von 1997 zwischen den Sozialisten und den Grünen Stillhalten in der Mox-Frage vereinbart worden war. Um einen Überhang von zu lagerndem Plutonium zu verhüten und die vorhandene thermische Rezyklierungskapazität zu nutzen, ist das Gesuch der Cogema jetzt dennoch genehmigt worden. Es ist jedoch mit Auflagen verbunden: Die Jahresproduktion bleibt auf 115 t beschränkt und die Cogema darf in der Anlage nie mehr als 14 t Plutoniumoxid lagern. Nach dem Ausbau von Melox möchte die Cogema jährlich 330 t Mox-Brennstoff herstellen, davon 250 t in Marcoule und je 40 t in Cadarache sowie im belgischen Dessel. Neben der Electricité de France mit gegenwärtig 20 und bis 2010 28 Reaktoreinheiten, die Mox-Brennstoff verwenden können, hat die Cogema dafür Abnehmer in Belgien, Deutschland, Japan und der Schweiz.
Quelle
P.B. nach Enerpresse und NucNet vom 4. August 1999