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Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens steht die ausführliche Analyse der Einflüsse auf die Abstimmungsneigung, die als mittelfristige Motivierbarkeit eines Individuums zur Teilnahme an Abstimmungen definiert wird. Dabei werden zahlreiche traditionelle und neuere Einflussfaktoren auf die Beteiligungshäufigkeit an Abstimmungen theoretisch diskutiert und empirisch analysiert. Hervorzuheben sind dabei spezifische Netzwerkvariablen sowie Persönlichkeitsmerkmale, deren Einflüsse auf die Abstimmungsbeteiligung in dieser Art zum ersten Mal untersucht werden. Empirisch werden nach einer sorgfältigen Gewichtung der Beteiligungshäufigkeit mithilfe der tatsächlichen, anhand von Registerdaten der Stadt St. Gallen und des Kantons Genf erhobenen Beteiligung Strukturgleichungsmodelle berechnet. Diese ermöglichen die Unterscheidung zwischen direkten, indirekten und totalen Effekten der unabhängigen Variablen auf die Abstimmungsneigung. Abschliessend liefert diese Dissertation unter anderem Antworten auf die Fragen: Welches sind zentralen Einflüsse auf die Abstimmungsneigung und welche Rolle spielen Netzwerkvariablen und Persönlichkeitsmerkmale?
Anja Heidelberger: Die Abstimmungsbeteiligung in der Schweiz: Psychologische und soziale Einflüsse auf die Abstimmungsneigung