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Die Behandlungsmöglichkeiten beim Bronchus-Karzinom umfassen die Operation, die Bestrahlung, die Chemotherapie und die Behandlung mit neuen Substanzen, beispielsweise mit Antikörpern oder Enzymhemmern. Durch Tumorgewebe verstopfte Bronchien können gelegentlich mittels Lasertherapie wieder eröffnet oder es können Tumorblutungen dadurch gestillt werden. Durch Einlage von einem sich ausdehnenden Maschendraht („stent“) können Tumorbedingte Engstellen in den Bronchien überwunden werden. Wenn sich Flüssigkeit im Brustraum als Folge eines Übergreifens der Erkrankung auf das Brustfell („Pleura“) bildet, kann dies durch eine Verklebung des Brustfelles („Pleurodese“) unterbunden werden.
Bronchus-Karzinome in frühen Stadien (Stadium I, II) werden in der Regel operativ behandelt. Je nach Ausdehnung und Lokalisation der Erkrankung kann eine Entfernung eines Lungenlappen („Lobektomie“) oder eines Lungenflügels („Pneumonektomie“) notwendig sein. Eine Nachbehandlung mit einer Chemotherapie, in der Regel über 4 Monate, kann die Heilungschancen verbessern.
Beim lokal fortgeschrittenen Bronchus-Karzinom (Stadium III) kann versucht werden, die Erfolgschance der operativen Therapie durch eine Vorbehandlung mit einer Chemotherapie oder einer Chemotherapie kombiniert mit einer Bestrahlung zu verbessern. Manchmal muss auf eine Operation verzichtet werden und es wird eine Bestrahlung kombiniert mit einer Chemotherapie, eine alleinige Bestrahlung oder nur eine Chemotherapie durchgeführt.
Beim Stadium IV kann durch eine Chemotherapie versucht werden, das Fortschreiten der Erkrankung vorübergehend zu verhindern und Krankheitsbedingte Symptome zu lindern. Bei lokalen Symptomen, z.B. Schmerzen wegen einer Knochenmetastase oder Atemnot wegen tumorbedingtem Verschluss eines grossen Bronchus, ist eine Bestrahlung hilfreich. Neue Substanzen, beispielsweise ein Hemmer eines Enzyms, das zum Tumorwachstum beiträgt, einer sogenannten Tyrosinkinase, können wirksam sein, wenn die Erkrankung trotz einer Chemotherapie fortschreitet. Ein Antikörper, der einen für die Bildung von neuen Blutgefässen verantwortlichen Faktor blockiert („Angiogenese-Hemmer“) kann die Behandlungsergebnisse in Kombination mit einer Chemotherapie gegenüber einer alleinigen Chemotherapie verbessern.
Das kleinzellige Bronchus-Karzinom spricht gut auf eine Chemotherapie an und wird nicht operativ behandelt. Häufig kommt es jedoch rasch zu Krankheitsrückfällen mit ungünstigem Verlauf. Beim „limited disease“ kann die Chemotherapie mit einer Bestrahlung kombiniert werden. Es besteht dann eine ca. 20%-ige Chance für einen anhaltenden Behandlungserfolg.