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Strukturmodelle auf Sekundarstufe I
Je nach Kanton wird für die Sekundarstufe I flächendeckend ein Modell geführt oder der Kanton überlässt den Gemeinden die Wahl zwischen verschiedenen Modellen (Modellvielfalt).
Geteiltes Modell
Die Zuteilung der Schülerinnen und Schüler erfolgt entsprechend ihrem Leistungsniveau zu verschiedenen Schultypen. Die Schülerinnen und Schüler werden in separaten Klassen oder Schulen, teilweise mit unterschiedlichen Lehrplänen und Lehrmitteln unterrichtet. In der Regel werden zwei bis drei – in einer Minderheit von Kantonen vier – Schultypen geführt, deren Bezeichnungen nicht einheitlich sind. Die Struktur mit zwei Schultypen unterscheidet den Schultyp mit Grundansprüchen und den Schultyp mit erweiterten Ansprüchen. Die Struktur mit drei Schultypen führt einen Schultyp mit Grundansprüchen, einen Schultyp mit mittleren Ansprüchen und einen Schultyp mit höheren Ansprüchen.
Kooperatives Modell
Das kooperative Modell beruht auf Stammklassen mit unterschiedlichen Leistungsanforderungen. Die Schülerinnen und Schüler werden entsprechend ihrem Leistungsniveau einer Stammklasse zugeteilt. Bestimmte Fächer besuchen die Schülerinnen und Schüler in anforderungsdifferenzierten Niveaugruppen.
Integriertes Modell
Das integrierte Modell führt Stammklassen ohne Selektion: Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichem Leistungsniveau besuchen die gleiche Klasse. Die Durchmischung bleibt erhalten. In bestimmten Fächern erfolgt ein anforderungsdifferenzierter Niveauunterricht.
Das geteilte Modell bietet eine geringe Durchlässigkeit. Das kooperative und das integrierte Modell ermöglichen eine erhöhte Durchlässigkeit. Die Mehrheit der Kantone führt Schulen mit geteiltem Modell. Dabei ist die Variante mit drei Schultypen am stärksten verbreitet. Zusätzlich zum geteilten Modell werden in etwas weniger als der Hälfte der Kantone auch Schulen mit kooperativem oder integriertem Modell geführt. Einzelne Kantone führen ausschliesslich das kooperative oder das integrierte Modell.