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In einem Gespräch über die Firma Manufactum widerspricht mir ein Freund, ich sei nicht konservativ, ich sei nostalgisch.
Nach längerem Nachdenken komme ich jetzt zum Schluß, daß er vielleicht damit recht haben könnte, daß ich nicht konservativ sei; unrecht aber hat er, wenn er mich nostalgisch nennt. Denn Nostalgie ist eine Haltung, die der Kapitulation folgt, eine Haltung der Resignation. Der Nostalgiker kann nur noch nachtrauern, er hat die Hoffnung auf eine Welt, die seinen Vorstellungen entspricht, und in der die Vorteile und Nachteile des sogenannten Fortschritts noch einmal neu abgewogen werden, bereits aufgegeben. Seine Haltung zur Welt ist melancholisch. Ich bin zwar auch Melancholiker; doch ist zwar jeder Nostalgiker auch Melancholiker, aber nicht umgekehrt. Wohl trauere ich einer verlorenen Welt nach, aber ich habe die Hoffnung auf Rück-Schritte in Richtung dieser verlorenen Welt (die Abschaffung des Mobilfunks etwa oder ein generelles Autoverbot oder die Wiedereinführung des Feierabends – statt die beste Zeit des Tages mit Geplärre und Gehaste zu entweihen) noch nicht aufgegeben. Und werde nicht müde, mit meinen Ansichten für diese Welt einzutreten.
Im Übrigen wären aus meiner Sicht solche Rück-Schritte keine Rückschritte, sondern Fortschritte. Die Wahrheit ist vermutlich, daß es einen Konservativismus gibt, der in seinem Beharren so weit zurückgreift, daß er schon wieder in die Nähe des Ultraprogressiven rückt.
In einem Gespräch über die Firma Manufactum widerspricht mir ein Freund, ich sei nicht konservativ, ich sei nostalgisch.