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Kurze Geschichte der Artsakh
Berg-Karabagh ist ein Teil des Gebiets “Artsakh” des historischen Armeniens. Bis zum 5. Jahrhundert war Artsakh ein Teil des Reiches von “Medz Hayk’ (Gross-Armenien). Nach dem Untergang des armenischen Königtums fiel Artsakh unter die Herrschaft der Perser, dann der Seldschuk-Mongol-Türken, danach wieder der Perser. Ab dem 14. Jahr-hundert begann man das Gebiet parallel zu “Artsakh” auch als ‘Karabagh” zu bezeichnen. Berg-Karabagh ist das einzige armenische Gebiet, in dem armenische Fürsten, auch unter der fremden Oberherrschaft, ihre Erbmacht und gewisse Eigenstandigkeit behalten haben.
Im Jahr 1813 wird Karabagh durch das Abkommen von Gülistan ein Teilgebiet des Russischen Zarenreiches. Die anderen ostarmenischen Gebiete fielen im Jahre 1828 unter die russische Herrschaft.
1918 zerfällt das Russische Reich. Im Kaukasus werden 3 unabhängige Republiken gegründet – Armenien, Georgien und Aserbaidschan. Die aserbaidschanische Republik Dabanak beansprucht die politische und staatliche Hoheit über Berg-Karabagh. Die Karabagher versuchen, den fremden Angriffen mit allen Kräften zu widerstehen.
Nach der Sowjetisierung Armeniens im Jahr 1920 erkennen die aserbaidschanischen bolschewistischen Machthaber BergKarabagh als untrennbarer Teil der Sowjetarmenischen Republik an. Einige Tage später widerrufen dieselben Machthaber ihre Erklärung und Berg-Karabagh bleibt wieder als ein umstrittenes Gebiet.
1921 wird Karabagh auf Anordnung des sowjetischen Tyrannen Stalin der aserbaidschanischen Republik übergeben. 1923 wird auf den Teilen des karabaghischen Gebiets das Autonome Gebiet von Berg-Karabagh unter der Herrschaft von Aserbaidschan errichtet. Die Grenzen des Autonomen Gebiets laufen so, dass Berg-Karabagh keine gemeinsamen Grenzen mit Armenien hat.
Bei der Gründung des Autonomen Gebiets von Berg-Karabagh machten die Armenier 93-94 % der Bevölkerung des Gebiets aus. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte nimmt wegen parteilicher Politik der aserbaidschanischen Behörden die Zahl der Armenier kontinuierlich ab. Dagegen wächst die Zahl der Aserbaidschaner im Autonomen Gebiet ständig an. Die Aserbaidschaner, die 1921 nur ein paar Prozente der Bevölkerung ausmachten, bildeten 1988 ca. 22-23 % der Einwohner von Berg-Karabagh. Seit der Bildung des Autonomen Gebiets innerhalb der Grenzen von Aserbaidschan waren die Berg-Karabagh-Armenier mit dieser Situation nicht einverstanden und bemühten sich oft bei den lokalen aserbaidschanischen und zentralen sowjetischen Behörden um die Wiedervereinigung mit Sowjet-Armenien.
Die Bewegung zur Wiedervereinigung mit Armenien erreicht ihren Höhepunkt im Februar 1988, als die karabaghischen Parteiorgane und der Gebietssowjet unter dem Druck der abertausenden friedlichen aber unnachgiebigen Demonstranten beschliessen, mit einem offiziellen Gesuch die zentrale Regierung von Moskau zu bitten, das Autonome Gebiet von Berg-Karabagh Sowjet-Armenien zu übergeben. In Armenien solidarisieren sich tagelang hunderttausende friedliche Demonstranten tage- und wochenlang mit Karabagh-Armeniern. Als Reaktion auf diese Kundgebungen und Demonstrationen antworten die Aserbaidschaner mit einem Pogrom gegen die Armenier in der Industriestadt Sumgait. Die zentralen Behörden von Moskau bleiben untätig.
1989 erklären die Sowjets (Parlament) von Armenien und Berg-Karabagh mit offiziellen Beschlüssen das Ziel der Wiedervereinigung des Autonomen Gebiets mit Armenien. Wenige Wochen nach diesen Beschlüssen organisieren die Aserbaidschaner die Pogrome gegen die Armenier in der Hauptstadt Baku.
Am 2. September 1991 erklären die Gebietsbehörden von Berg-Karabagh, auf der Verfassung der Sowjetunion basierend, die Gründung der von Aserbaidschan unabhängigen Republik Berg-Karabagh am 10. Dezember desselben Jahres findet in Berg-Karabagh ein Referendum statt, an dem ca. 82 % der stimmberechtigten Bevölkerung teilnimmt. 99 % der Teilnehmer sprechen sich für die Unabhängigkeit der Republik Berg-Karabagh aus. Basierend auf den Ergebnissen des Referendums erklärt das neu gewählte Parlament von Berg-Karabagh die Unabhängigkeit der Republik von Aserbaidschan. So entsteht die Republik von Berg-Karabagh (Artsakh), die de facto seit 1991 existiert und für ihre de jure Anerkennung kämpft.
Parallel zu der Errichtung der staatlichen Strukturen musste die Bevölkerung von Berg-Karabagh, in einem unerklärten Krieg seitens der aserbaidschanischen Machthaber, ihre Existenz und Unabhängigkeit verteidigen. Trotz der ungleichen Lage und Kräfte können die karabaghischen Freiheitskämpfer nicht nur ihre Unabhängigkeit verteidigen, sondern auch ihre Positionen befestigen und einige angrenzende Gebiete erobern. Die aserbaidschanische Regierung musste schliesslich ihre Bereitschaft zu einen Waffenstillstand erklären. Im Mai 1994 kommt es zu einem Waffenstillstand, der bis heute dauert.
Die Armenische Kirche in Artsakh
Das Christentum kam noch im 1. Jahrhundert dank Apostel Taddäus nach Artsakh. Wie in andern Gebieten des historischen Armeniens wurden auch in Artsakh noch in den Apostelzeiten christliche Gemeinden gegründet.
In den Jahren der Proklamation des Christentums zur Staatsreligion im armenischen Königreich hat der erste armenische Patriarch, Hl. Gregor der Erleuchter, auch in Artsakh Kirchen errichtet. Wenige Zeit später wird das Enkelkind von Gregor dem Erleuchter, Hl. Grigoris, der erste Bischof von Artsakh. Das Diözesanzentrum wird das Kloster Amaras. Der Hl. Mesrop Maschtotz eröffnet nach der Erfindung der armenischen Schrift u.a. auch eine Schule in diesem Kloster. Ende des 5. Jahrhunderts wird in Artsakh ein Katholikat errichtet, das sich als Katholikat von Aluank bezeichnet. Das neu errichtete Katholikat bildet einen seibstständigen Sitz unter der Obhut der Armenischen Kirche.
Beginnend im 13. Jahrhundert wird das Kloster Ganzasar zum Sitz des Katholikats. Deswegen wird das Katholikat in der Geschichtsschreibung auch als “Katholikat von Ganzasar” bezeichnet. 1815 wird auf Anordnung der Behörden des zaristischen Russlands das Katholikat von Ganzasar zu einer Metropolie umgewandelt. Nach der Annahme des Kirchengesetzes “Polozhenie” von 1836 im zaristischen Russland erklärt man die Metropolie von Ganzasar zu einer der 6 armenischen Diözesen, die im Zarenreich existierten.
1930 schliessen die aserbaidschanischen Behörden die Diözese von Artsakh und alle armenischen Kirchen im Autonomen Gebiet von Berg-Karabagh. Fast 60 Jahre lang war die armenische Bevölkerung von Berg-Karabagh ihres natürlichen Rechts beraubt, eine funktionierende Kirche zu haben. Die Machthaber in Aserbaidschan haben alles unternommen, das Autonome Gebiet von den Armeniern zu befreien. Parallel zu der Selbstbestimmungsbewegung erwachte auch das religiose Leben in Berg-Karabagh wieder.
1989 erklärt der damalige Katholikos Aller Armenier, Vazken 1., mit einer offiziellen Enzyklika die Diözese von Artsakh als wiedererrichtet. Der Bischof (jetzt Erzbischof) Barkew Mardirossian wird zum ersten Primas der Diözese ernannt, der auch heute noch im Amt ist. Das jetzige Zentrum der Diözese ist die Allerlöser-Kathedrale von Sushi.
1 – GENERAL
The author has tried to present a balanced and unbiased historic and cartographic view to the reader interested obtaining some knowledge of how and when the Armenian–populated region of Karabagh (Artsakh – in Armenian) was depicted in cartographic records. For this reason the maps reproduced in the article, with the exception of two, are produced by world-renowned, non-Armenian geographers and cartographers, whose works form the basis of the world cartographic heritage. These documents have been sourced from various libraries all over the world.
The documents presented are in no way complete and represent only a small portion of the maps where Karabagh has been shown and named. Furthermore, the article excludes all descriptions and details mentioned in the travelogues of Islamic and western travelers, who have written about their passage through Karabagh, such as Clavijo,[1] who travelled during 1405-1407, and Schiltberger,[2] who traveled from 1396 to c.1422, and many others who traveled through the South Caucasus during the fifteenth to nineteenth centuries. These sources confirm the Armenian presence in the area by providing much detail about the population and their way of life in the region concerned. However, as they do not contain any maps, they have been excluded from this study.
The maps come to prove that Karabagh or in Armenian, Artsakh, has appeared in the maps from around 1460. However, this does not imply that the name is absent from the ancient and old historic writings and documents, the discussion of which is outside the scope of this article.
2 – EARLY AGES
The oldest cartographic or geographic information has reached us from the Greco-Roman sources, but these do not contain any documents, which could be called a map. There are only references about map-making and maps prepared by some of the ancient geographers such a Hecataeus of Miletus etc.[3]The maps referred to by the ancients could today be seen in reconstructions, prepared by well-known cartographic experts such as Karl Müller, Konrad Miller, E.H. Bunbury, John Murray and others based on the descriptions provided in the texts of ancient historians such as Hecataeus, Herodotus, Eratosthenes, Strabo and others. Today when we refer to world maps of the Greco-Roman periods, we mainly refer to the reconstruction prepared by these specialists. (cont.)