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Kanis Lehmann wurde am 24. März 1930 in Schmitten geboren. Als jüngstes von sechs Kindern von Albin und Lina Lehmann-Philipona erlebte er eine glückliche Jugendzeit. Nach der Schulzeit absolvierte er bei der Firma Alfred Reber in Schmitten mit Erfolg die Lehre als Spengler-Installateur. Danach ging er ins Welschland, wo er nebst Berufserfahrung auch Französisch erlernte.
1961 machte sich Kanis Lehmann selbstständig. Im Elternhaus war seine erste kleine Werkstatt; 1964 baute er an der Bagerstrasse sein Geschäftshaus. Grosser Einsatz, Fachkompetenz und das wirtschaftliche Umfeld brachten ihm viele zufriedene Kunden. Seine Firma hat zahlreiche Wasserleitungen, Pumpstationen und Reservoirs erstellt, erweitert und erneuert. Der Betrieb wuchs auf bis zu 20 Personen an. 1973 wurde die Einzelfirma in eine AG umgewandelt, zwei Kadermitarbeiter wurden Partner. Deren früher Tod war für ihn ein harter Schlag. Dank einer neuen Lösung blieben die Arbeitsplätze erhalten.
Auf Reisen lernte er fremde Länder kennen und besuchte seinen Bruder Marius, der als Missionar in Afrika wirkte. Diesen hat Kanis beraten und unterstützt. Er war ein sportbegeisterter Mensch. Nach seiner Zeit als Leichtathlet unternahm er Skitouren, war beim Klettern und auf vielen Berg- und Gletschergipfeln. Er spielte Tennis und wanderte gerne. 1979 vermählte er sich mit Elisabeth Brügger aus Heitenried. Das renovierte Elternhaus am Bager wurde ihr Heim. Seine Gattin unterstütze ihn im Geschäft und pflegte das Heim. Auf Reisen, Skipisten und dem Tennisplatz pflegten sie ihre Hobbys, verbrachten eine glückliche Zeit und trafen sich auch gerne mit Freunden zum Jass. 1984 wurde er Fahnenpate der Musikgesellschaft Schmitten; er war ein geschätzter und treuer Götti.
Kanis Lehmann war ein praktisch veranlagter Mensch, ein Macher, ein angenehmer Partner. Während und nach seiner Zeit im Gemeinderat waren ihm der Fortschritt und die Arbeitsbeschaffung für das lokale Gewerbe wichtig; so tragen verschiedene Bauwerke seine Handschrift. Er war unter anderem Mitinitiant und Verwaltungsrat beim Camping Schiffenen, Mitinitiant und Bauherr der Wirtshausmatte Schmitten und Mitinitiant und Aktionär des neuen Dorfkerns Schmitten–sein letztes Werk. Er war ein pflichtbewusster und entscheidungsfreudiger Partner, dem Verlässlichkeit und Vertrauen wichtig waren.
Anfang 2016 musste er nach gesundheitlichen Problemen ins Spital, wurde wieder entlassen. Sein Herz wurde müde. Dank der Unterstützung und der Hilfe seiner Gattin konnte er im trauten Heim bleiben. In der Nacht auf Freitag, 20. Mai 2016, ist er friedlich entschlafen. Eing.