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Ar 526
Für die Konsultation der Unterlagen im Lesesaal vereinbaren Sie bitte telefonisch (043 268 87 50) einen Termin, da die Platzzahl im Lesesaal aufgrund der Corona-Situation beschränkt ist. Der Zugang zum Lesesaal ist nur mit bestätigter Platzreservation möglich.
Ar 526
1983-2016
2.0 m
Die Organisation „International Physicians for the Prevention of Nuclear War“ (IPPNW) wurde 1980 vom sowjetischen Kardiologen Evgenij Chazov und seinem amerikanischen Kollegen Bernard Lown gegründet. Die Initialzündung bildete die tiefe Besorgnis der beiden Mediziner aufgrund des weltweiten Wettrüstens und der enormen Zerstörungskraft der nuklearen Waffenarsenale. Das Ziel der IPPNW besteht seit jeher in der Abwendung eines Atomkrieges, aber auch ganz allgemein in der Friedensförderung. 1985 wurde der Organisation der Friedensnobelpreis verliehen.
Ein schweizerischer Ableger wurde 1981 von Martin Vosseler unter dem Namen „ÄrztInnen für sozial Verantwortung und zur Verhütung eines Atomkrieges“ (PSR/IPPNW-Schweiz) initiiert (Gründungsversammlung im Bahnhofbuffet Bern im Frühling 1981). Die schweizerische PSR/IPPNW setzte sich - neben der Friedensförderung und nuklearen Abrüstung/Nonproliferation – auch immer für die Förderung alternativer Energien und gegen Atomkraftwerke ein. Die zivile Nutzung der Atomtechnologie und das Thema „Kernwaffen“ sind für die PSR/IPPNW-Schweiz eng miteinander verknüpft; beides gefährdet die Gesundheit der Menschen nachhaltig und das technische Knowhow, dass bei der kommerziellen Nutzung erworben wird, kann ohne weiteres zur Entwicklung von Atombomben missbraucht werden. Die Aktivitäten der PSR/IPPNW-Schweiz sind vielfältig und reichen von der Ausrichtung von (Fach-)Konferenzen über die aktive Einmischung in tagespolitische Diskussionen (mit Leserbriefen, Schriftwechseln mit Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft, etc.) bis hin zum Verfassen eigener Studien und wissenschaftlicher Aufsätze. Weiter Informationen sind auf der Website der PSR/IPPNW-Schweiz abrufbar: PSR/IPPNW-Schweiz.
Die Unterlagen wurden dem Schweizerischen Sozialarchiv am 9. April 2014 in Anwesenheit von M. Vosseler, Th. Schnyder, M. Walter, A. Nidecker und C. Bürgler übergeben. Die Abgabe wurde organisatorisch Claudia Bürgler betreut.
Vereinsarchiv mit Gremienunterlagen (Vorstand, Generalsversammlung, Arbeitsgruppen/Kommissionen), Jahresberichten, Korrespondenzen und thematischen Akten zu Ereignissen (Abstimmungen, Kampagnen, etc.), Unterlagen zu Weltkongressen der IPPNW und zahlreiche Drucksachen (Publikationen). Speziell hervorzuheben sind die Handakten von Th. Schnyder und A. Nidecker sowie die Bild-, Ton- und Filmdokumente.
Kassiert wurden Dubletten und Mehrfachexemplare, Zeitungsausschnitte zu allgemeinen Themen (Atomwaffen, Kernenergie, Reaktorunfälle) sowie Monographien und Zeitschriften, die im Bibliotheksbestand des Schweizerischen Sozialarchivs bereits vorhanden waren.
Neuzugänge werden erwartet.
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Beschränkungen einsehbar.
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Die Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten wurden im September 2014 von Urs Kälin und Myriel Ravagli durchgeführt.