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Kolumbiens Präsident fordert 100 Milliarden US-Dollar für Artenschutz
Der Schutz der Artenvielfalt erfordert nach der Einschätzung der kolumbianischen Regierung auch enorme finanzielle Anstrengungen.
Rund 100 Milliarden US-Dollar müssten pro Jahr in die Hand genommen werden, um das rasante Artensterben zu stoppen, sagte der kolumbianische Präsident Iván Duque am Montag bei einem virtuellen Treffen zu der Artenschutztagung COP 15 im kommenden Jahr in China.
«Ich möchte dazu aufrufen, Ressourcen zu mobilisieren», sagte der Staatschef. «Man schätzt, dass allein für die Erhaltung und den Schutz vieler Schätze oder Zentren der biologischen Vielfalt auf unserem Planeten rund 100 Milliarden Dollar pro Jahr benötigt werden.» Auf der einen Seite müssten die Industriestaaten, die für einen Grossteil der Umweltverschmutzung verantwortlich seien, in die Pflicht genommen werden. Auf der anderen Seite könnten Entwicklungsländer beispielsweise über Schuldenschnitte entlastet werden.
Im kommenden Jahr wollen die knapp 200 Vertragsstaaten der UN-Konvention für Biodiversität ein neues Rahmenabkommen beschliessen. Die 1993 in Kraft getretene und völkerrechtlich bindende Konvention ist das wichtigste multilaterale Vertragswerk zum Schutz der Artenvielfalt. Allerdings hat die Weltgemeinschaft schon öfter ehrgeizige Ziele nicht eingehalten. So wurden die bis 2020 festgelegten Vorgaben verfehlt.