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Der Altmeister der harten Kanten
Name: Frank Stella
Jahrgang: 1936
Nationalität: USA
Berühmt durch: Die Black Painting und seine Hard-Edge Arbeiten.
Leben und Werk: Frank Stella gehört zu den ganz grossen Künstlern Amerikas. 1958 bis 1960 katapultierte er sich ins Zentrum der Kunstwelt mit seinen Black Paintings. Schwarze BIlder, die er mit Malerpinsel und kommuner Lackfarbe malte. Und denen er provokative Titel gab, die an den Nationalsozialismus erinnerten wie “Arbeit macht frei” oder die “Fahne hoch!”. Schwarze Bilder gehören zur Moderne seit Malewitsch 1915 sein schwarzes Qudarat malte. Im New York der Fünfziger gab es ebenso eine ganze Reihe Maler, die sich mit schwarzen Bildern beschäftigten. Stellas schwarze Bilder waren so innovativ, dass er sich schon damit sienen Platz in der Kunstgeschichte sicherte.
Dann begann Stella mit den “Shaped canvases”, mit den geformten Leinwänden, d.h. mit Leinwänden, die nicht mehr ein Rechteck waren, sondern deren Form schon ein Teil des Bildes war. Dann begann Stella sich Farben zu zuwenden und wurde zu einem Vertreter von Hard Edge, einer Richtung mit abstrakten Bildern, bei denen die einzelnen Flächen klar von einander abgetrennt sind. (Hard Edge könnte man mit harte Kante übersetzen.) Und bei denen, im Gegensatz zum damals herrschenden abstrakten Expressionismus, die Befindlichkeit des Künslers keine Rolle spielt, im Gegenteil, Hardedge ist kühl und antiindividuell. Damit wurde Stella definitiv zu einem grossen Kunststar. Ende der Siebziger begann er sich vom Zweidimensionalen zu lösen, erst mit Collagen, später mit Skulpturen. Diese Skulpturen sind über die Jahre immer komplexer geworden. Geblieben sind die kräftigen Farbfelder.
Haemmerli
Foto: Frank_Stella, 1964, Ugo_Mulas