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Dominique Aegerter hat in Jerez seine gute Startposition ausgenützt und wieder einmal am ersten Sieg seiner Karriere geschnuppert. Von Position 5 fährt er nach einem grandiosen Rennen zum zweiten mal in dieser Saison aufs Podest. Zum ersten Mal wird der Berner in einem GP-Rennen Zweiter.
Aegerter war in zuvor 123 GP-Starts dreimal auf dem Podest gestanden - dreimal in der Moto2 als Dritter. In Andalusien, auf einem von ihm nicht sonderlich geschätzten Rundkurs, schaffte der Oberaargauer nun die Karrierebestleistung. Dass mit ihm zu rechnen sein würde, hatte sich schon im Qualifying angedeutet. Nach gewohnt starkem Start blieb Aegerter in Schlagdistanz zum Finnen Mika Kallio, dessen Start-Ziel-Sieg aber letztlich ungefährdet blieb.
Wie Aegerter startete auch Lüthi hervorragend, doch im Gegensatz zu seinem vier Jahre jüngeren Kantonsrivalen wurde er schon bald nach hinten durchgereicht. Von Position 3 nach dem Start musste sich der 125er-Weltmeister von 2005 der Reihe nach von Jonas Folger, Luis Salom, Simone Corsi, Esteve Rabat, Maverick Viñales und Xavier Simeon überholen lassen.
Nach 13 von 26 Runden lag Kallio gut eine Sekunde vor Aegerter und zwei Sekunden vor Folger, während der Rückstand von Lüthi (9.) bereits über zehn Sekunden betrug. Am Ende klassierte sich der 27-jährige Berner als Zehnter nur knapp in den Top 10. Auch die fast 23 Sekunden Rückstand auf den Sieger dürften Lüthi zu denken geben.
In der Gesamtwertung verbesserte sich Aegerter dank den 20 in Jerez gewonnenen Punkten vom fünften auf den vierten Platz. Vor dem Oberaargauer liegen Esteve Rabat (83), Kallio (67) und Maverick Viñales, der ebenfalls 49 Punkte hat.
An Marc Marquez führte auch im vierten Saisonrennen kein Weg vorbei. Der 21-jährige MotoGP-Weltmeister siegte nach Katar, Texas und Argentinien auch erstmals in seiner Karriere in Jerez. Im Gesamtklassement liegt Marquez mit dem Punktemaximum in Führung. Dani Pedrosa, in Andalusien hinter Valentino Rossi Dritter, hat als WM-Zweiter bereits 28 Punkte Rückstand (72:100).
In der Moto3-Klasse sorgte der nur von Position 10 gestartete Italiener Romano Fenati für den 50. GP-Sieg des österreichischen Herstellers KTM. Fenati liegt im WM-Klassement nach 4 von 18 Saisonrennen nur noch fünf Punkte hinter Leader Jack Miller (Au), der in Jerez nur Vierter wurde. (pre/si)