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Social Freezing bezeichnet das vorsorgliche Einfrieren unbefruchteter Eizellen von Frauen, ohne medizinische Indikation. Mit Hilfe neuer Kryokonservierungstechniken ist es inzwischen möglich, Eizellen einzufrieren und diese zu einer beliebigen Zeit wieder aufzutauen. Dies gibt Frauen, die sich ihren Kinderwunsch aktuell nicht erfüllen können oder wollen (etwa weil ihnen der passende Partner dazu fehlt oder aus beruflichen Gründen), die Chance, ihr Kind zu einem späteren Zeitpunkt zu bekommen. Ursprünglich war die Eizellen-Konservierung für junge, an Krebs erkrankte Patientinnen gedacht, die sich einer Chemotherapie unterziehen mussten.
In der Schweiz ist der Gesetzestext zum Einsatz von „Social Freezing“ nicht eindeutig, wird jedoch in der Regel dahingehend interpretiert, dass die Anwendung aus nicht medizinischen Gründen, etwa aus beruflichen Gründen, erlaubt ist. Allerdings ist hierzulande die Lagerung der Eizellen auf fünf Jahre beschränkt.
Die Behandlung zur Entnahme der Eizellen ist allerdings nicht ungefährlich. Zudem gehen mit einer Schwangerschaft im fortgeschrittenen Alter auch grössere gesundheitliche Risiken einher, da diese bei Frauen über 55 bisher kaum erforscht sind. Sie werden jedoch von Medizinern als gravierend eingeschätzt.