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Die kleine Hexe
Schauspiel
Stückinfo
Es war einmal eine kleine Hexe, die war erst einhundertsiebenundzwanzig Jahre alt, und das ist ja für eine Hexe noch gar kein Alter.
Sie wohnte in einem Hexenhaus, das stand einsam im tiefen Wald. Weil es nur einer kleinen Hexe gehörte, war auch das Hexenhaus nicht besonders gross. Der kleinen Hexe genügte es aber, sie hätte sich gar kein schöneres Hexenhaus vorstellen wünschen können.
Die kleine Hexe besass einen Raben, der sprechen konnte. Das war der Rabe Abraxas. Er konnte nicht nur „Guten Morgen!“ und „Guten Abend!“ krächzen, wie ein gewöhnlicher Rabe, der sprechen gelernt hat, sondern auch alles andere. Die kleine Hexe hielt grosse Stücke auf ihn, weil er ein ausnehmend weiser Rabe war, der ihr in allen Dingen die Meinung sagte und nie ein Blatt vor den Schnabel nahm.
Als die kleine Hexe, obgleich es einer so jungen Hexe wie ihr verboten war, zum Tanz der Walpugisnacht auf dem Blocksberg ritt, wurde sie von der Wetterhexe Rumpumpel entdeckt und zur Oberhexe geführt. Der Oberhexe musste sie versprechen, bis zum nächsten Jahr, eine gute Hexe zu werden. Die bösen Wetterhexen nahmen der kleinen Hexe den Besen weg, warfen ihn lachend ins Feuer und wünschten ihr eine gute Reise. So musste die kleine Hexe zu Fuss nach Hause gehen. Aber das war erst der Beginn einer Reihe von grossen und kleinen Abenteuern...