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Auch zwei Tage nach dem Vulkanausbruch und dem darauffolgenden Tsunami ist unklar, ob es Verletzte oder Tote gibt. Das Inselreich ist von der Aussenwelt abgeschnitten. UNICEF Pazifik steht mit Hilfe bereit.
Der grösste Teil des Landes ist von einer 1-2 cm dicken Schicht aus Vulkanasche bedeckt, die die Wasser- und Lebensmittelversorgung beeinträchtigt und die Luftqualität verschlechtert. In den kommenden Tagen wird der Zugang zu sauberem Wasser eine unmittelbare Priorität darstellen. Die Kommunikationsverbindungen sind seit dem 15. Januar unterbrochen, so dass es schwierig ist, Informationen über das Ausmass der Schäden zu erhalten. Die Nachbarstaaten Australien und Neuseeland haben erste Hilfsflüge gestartet.
Sobald die Regierung von Tonga den Bedarf bestätigt, ist UNICEF bereit, seine vorbereiteten Hilfsgüter aus den Lagern in Fidschi und Brisbane zu transportieren. Dazu gehören wichtige Wasser-, Sanitär- und Hygienesets (WASH), Wasserbehälter und -eimer, Wassertestkits, Planen, Freizeitkits und Zelte, die sofort für die Verteilung bereitgestellt werden können.
Da die Grenzen in Tonga aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie geschlossen sind, wird UNICEF mit der Regierung und seinen Partnern vor Ort zusammenarbeiten, um Kindern und Familien die dringend benötigte Unterstützung zukommen zu lassen.
Nach wochenlanger vulkanischer Aktivität mit Ascheausstoss brach der Unterwasservulkan Hunga Tonga Hunga Ha'apai in Tonga am 15. Januar heftig aus. Nach Ansicht von Experten war es der weltweit stärkste Ausbruch seit 30 Jahren. Satellitenbilder zeigen eine 5km breite Asche-, Dampf- und Gasfahne, die etwa 20km über dem Vulkan aufstieg. Innerhalb weniger Minuten löste der Vulkanausbruch einen 1,2 Meter hohen Tsunami aus, der in den Küstengebieten von Tongas Hauptstadt Nuku'alofa auf Land traf. Tsunamiwarnungen wurden auch für Fidschi, Samoa, Vanuatu, Australien und Neuseeland ausgegeben.
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