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Wir haben am Black Blue Friday Spenden für sauberes Trinkwasser gesammelt und einen Anstoss zu nachhaltigem Konsum gegeben. Dabei sind CHF 7960.- für unsere Projektarbeit in Bulungula, Südafrika, zusammengekommen.
Es gibt kaum ein Konsumgut, in dem nicht in irgendeiner Form virtuelles Wasser versteckt ist, sei es landwirtschaftlicher oder industrieller Herkunft. Virtuelles Wasser? Das bedeutet vereinfacht, dass das fertige Produkt nicht unbedingt aus Wasser bestehen muss, jedoch in der Produktionskette eine Menge an Wasser benötigt wurde, um das Produkt überhaupt zu entwickeln.
Beispiele gefällig?*
Deine morgendliche Tasse Kaffee: „Wie, du trinkst Kaffee nur am Morgen? Ich trinke auf jeden Fall mehrere Tassen Kaffee über den Tag verteilt.“ Darin finden sich viele von uns wieder und auch der Wasserfussabdruck pro Tasse ist beachtlich und summiert sich auf ca. 140 Liter pro Tasse Kaffee auf!
Dein Buch, das du zur Tasse Kaffee gerade liest: Runde 1600 Liter Wasser wurden bei der Produktion des Papiers, auf dem die Zeilen gedruckt wurden, verbraucht. Jedes bedruckte oder beschriebene DIN-A4 Blatt Papier kostet ca. 10 Liter Wasser in der Produktion.
Dein T-Shirt aus Baumwolle: Für die Herstellung eines T-Shirts werden im Schnitt 2’700 Liter Wasser benötigt, welche sich je nach Verarbeitung und Färbung auf bis zu 15’000 Liter pro T-Shirt aufsummieren sein.
Dein Device, auf dem du den Text gerade liest: Du wirst den Text gerade vermutlich entweder auf deinem Smartphone oder deinem Laptop lesen. In der Produktion von ersterem hinterlässt du einen Wasserfussabdruck von 1’300 Litern, in zweiterem Fall sogar von 20’000 Litern.
Dein Schokoriegel zwischendurch: Ahh irgendwie habe ich schon Hunger, aber es gibt auch gleich Abendessen. Ach komme, ich esse noch schnell einen Schokoriegel. Die Herstellung von Kakaoerzeugnissen benötigt extrem viel Wasser. So schlägt ein kleiner Schokoriegel mit satten 2’000 Litern ins Gewicht. Für ein ganzes Kilo Kakaobohnen werden unvorstellbare 27’000 Liter Wasser benötigt. Oder bildlich gesprochen, ca. 180 Badewannen.
Die Moral der Aktion Wir machen keinen Hehl daraus, dass wir selbst alle einen Laptop und ein Smartphone besitzen, dass wir gerne eine Tasse Kaffee trinken, Bücher lesen und selbstverständlich nicht unbekleidet aus dem Haus gehen. Viel mehr wollen wir einen bewussteren Konsum fördern und darauf aufmerksam machen, dass jedes Produkt eine Entstehungsgeschichte hat, die in unserem Fall oftmals mit einem übermässigem Verbrauch von Wasser einhergeht. Nicht erst seit den sommerlichen Dürreperioden auch bei uns in Mitteleuropa sollte uns bewusst sein, dass die wertvolle Ressource – Wasser – endlich ist und dementsprechend auch so behandelt werden sollte.
Wohin die Spenden aus der Blue Friday-Aktion fliessen Die Spenden rund um den Blue Friday fliessen in unsere Projektarbeiten nach Südafrika. Zum einen unterstützen wir dort ländliche Projekte, innerhalb derer wir sanitäre Einrichtungen für Schulen errichten, aber auch deren Trinkwasserversorgung sicherstellen und Bildungsarbeit in Form von Hygieneworkshops leisten. Zum anderen gibt es mit dem WASH-Bus aber auch ein urbanes Projekt. Alle Menschen haben ein Recht auf Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene. Wir möchten Obdachlosen in Kapstadt ein menschenwürdiges Leben durch die Bereitstellung einer mobilen WASH-Einrichtung ermöglichen. Der WASH-Bus ist ein mobiler Bus, in dem man sowohl auf Toilette gehen, als auch sich waschen kann. Dieser Bus fährt täglich durch verschiedene Gebiete in Kapstadt und bietet Obdachlosen die Möglichkeit, den eigenen Hygienebedürfnisse nachzukommen.
*Quellennachweis der Beispiele: https://www.durstige-gueter.de/baumwolle/ (Gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Deutschland.) https://www.planet-wissen.de/natur/umwelt/wassernot/pwiederpersoenlichewasserfussabdruck100.html (Planet Wissen ist eine Wissensplattform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland)