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Über den professionellen Umgang mit „kulturell bedingten Geschlechterungleichheiten“ in der Praxis der Sozialen Arbeit
Eine Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld zwischen Anerkennung kultureller Differenzen und Gleichstellung der Geschlechter in der Sozialen Arbeit mit Überlegungen für das professionelle Handeln in der Praxis
Wie sollen Professionelle der Sozialen Arbeit damit umgehen, wenn sie in der Praxis mit Familien mit Migrationshintergrund und Situationen konfrontiert sind, in welchen sich Wiedersprüche zwischen den gelebten Geschlechterverhältnissen der Adressatinnen und Adressaten und den professionellen Normen der (Geschlechter-)Gleichheit zeigen? Sind diese im Zeichen der Anerkennung kultureller Differenzen zu tolerieren, oder ist diesen Verhältnissen im Sinne der Geschlechtergleichstellung entgegenzuwirken?
Anliegen dieser Bachelorthesis ist es, mittels Literaturrecherche das Spannungsfeld zwischen Anerkennung kultureller Differenzen und Gleichstellung der Geschlechter aus der Sicht Sozialer Arbeit zu beschreiben und zu fragen, wie das Konzept des „intersektionellen Gewaltbegriffs“ von Birgit Sauer dem professionellen
Umgang mit dem Spannungsfeld dienen kann.
Dabei kommt diese Arbeit zum Ergebnis, dass sich aus Sicht des professionellen Handelns Anerkennung und Gleichstellung nicht widersprechen, sondern beide das Ziel haben, die Adressatinnen und Adressaten dabei zu unterstützen, ein gelingendes Leben in möglichst sozial gerechten Verhältnissen zu realisieren. Durch eine intersektionale Perspektive auf „kulturell bedingte Geschlechterungleichheiten“ erfolgt ein Perspektivenwechsel, in welchem Geschlechterungleichheiten nicht mehr als kulturelle Differenzen, sondern als Differenzen aufgrund sozialer Verhältnisse aufgefasst werden.