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Die USA und Mexiko befinden sich in einem Streit um illegale Migration. Man müsse mit Bedacht und Verantwortung handeln, reagierte der mexikanische Staatschef in einem zweiseitigen Brief, den er am Donnerstagabend auf Twitter veröffentlichte.
Trump hatte zuvor Strafzölle auf alle Warenimporte aus Mexiko angekündigt, um das Nachbarland dazu zwingen, die illegale Migration in die Vereinigten Staaten zu stoppen. Die Massnahme gelte vom 10. Juni an.
«Präsident Trump, die sozialen Probleme lassen sich nicht mit Zöllen und Zwangsmassnahmen lösen», schrieb der Linksnationalist López Obrador. Er kündigte an, dass eine vom mexikanischen Aussenminister Marcelo Ebrard geleitete Delegation am Freitag nach Washington reisen werde, um zu versuchen, eine Einigung zu erzielen. López Obrador bat darum, dass diese Delegation in Washington empfangen werde.
«Mir fehlt nicht der Mut»
Er wolle keine Konfrontation, schrieb er. Sein Land erfülle seine Verpflichtungen, um die illegale Migration über Mexiko in die USA zu verhindern. López Obrador betonte aber auch: «Denken Sie bitte daran, dass mir nicht der Mut fehlt, dass ich weder feige noch zaghaft bin, sondern dass ich nach Prinzipien handele: Ich glaube an die Politik, die unter anderem dazu erfunden wurde, die Konfrontation und den Krieg zu verhindern.»