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3. Möglichkeit: Der gesamte Markt geht nach oben, Aurelius geht mit und zieht dabei etwas stärker an 4. Möglichkeit: Das fallende Pfund wird positiv für Aurelius gesehen. Evtl muss der KP bspw. in Pfund gezahlt werden und ist noch nicht fällig, so würde sich der KP in Euro reduzieren 5. Möglichkeit: Es ist die Börse, tägliche Schwankungen haben oftmals keinen bestimmten Grund
"5. Möglichkeit: Es ist die Börse, tägliche Schwankungen haben oftmals keinen bestimmten Grund...."
Das ist immer eine Möglichkeit, meist die Wahrscheinlichste.
Daher auch:"ErklärungsVERSUCH".
Der verzweifelte Versuch einer Wirkung(KURS) eine Ursache zuordnen zu können oder umgekehrt. Umgekehrt wäre in dem Fall: Aurelius macht einen guten Job(Ursache) und das muss sich iwann im Kurs(Wirkung) wiederfinden. Diese verzweifelte und oft sinnlose Suche nach linearen Lösungen nennt man dann Aktienhandel.
... auf die zugesagten Exits wartet. Lang kann es ja nicht mehr dauern.
Der Bundesverkehrsminister kommt zur Zeit unter Druck, weil er politische Geschäftchen gemacht hat und keine betriebswirtschaftlich-rechtlich-zulässig-solide. Wir hatten das Thema früher mal. Aber trotzdem meine Frage: Ist der Solidus-Exit nun rechtlich verbindlich vollzogen oder weiterhin lauwarme Luft?
Es ist die selbe "warme Luft" wie bspw. der Kauf von AH Industries am 22.12.2016 (Abschluss 30.03.20017), Abelan am 30.11.2017 (Abschluss 01.02.2018) und viele weitere. Es ist immer noch vollkommen normal, das der Kauf und Verkauf gemeldet werden muss, wenn er vertraglich sicher vereinbart ist und zum Abschluss kommt, wenn die abschließenden Formalitäten erledigt sind. Du kannst ja mal umgekehrt, um aufzuzeigen, dass auch nur irgendein Zweifel angebracht ist, auch nur einen Fallbei Aurelius zeigen, bei dem ein Kauf/Verkauf gemeldet wurde, aber dann nicht vollzogen wurde. Du wirst keinen finden. Warum? Weil es nur noch eine Formalität ist. Das ist ungefähr so, als würdest du eine Wohnung in Berlin kaufen, notarieller Vertrag ist unterschrieben, bevor du aber Eigentümer wirst, möchte die Stadt prüfen, ob du nach dem Kauf nicht den Immoblilenmarkt in Berlin beherschen wirst. Abgeschlossen ist der Wohnungskauf noch nicht, es fehlen Formalitäten, aber es ist als abgeschlossen zu betrachten.
Es wurden übrigens nicht nur Exits angekündigt, sondern auch Zukäufe, auf die kann man auch geduldig warten, schließlich sind die die Exits von morgen. Ich möchte jedenfalls nicht, das Aurelius liquidiert wird und ich dann meinen Anteil ausgezahlt bekomme.
Du hast nicht Recht. Ich beziehe mich grundsätzlich auf die rechtlichen Vorschriften. Und dann, damit das auch Nicht-Betriebswirten klar wird, auf das, was dem Bundesminister gerade blüht. Der fällt nämlich mit einigen hundert Millionen auf die Schnauze.
Ist das nicht verständlich? Vermutungen und Hoffnungen und Üblichkeiten VERSAGEN, wenn es darauf ankommt.
Also ist der Aurelius Exit nun in der Buchhaltung angekommen oder immer noch hoffnungsvolle, heiße Luft?
Jede M&A Transaktion hat ein signing und ein closing. Ist das SPA unterschrieben, so ist signing des Kaufvertrages vollzogen. Closing der Transaktion findet dann statt, wenn einige wenige Bedingungen im Kaufvertrag erfüllt werden, wie z.B. Kartellfreigabe. Es kommt äußerst selten vor, dass die noch zu erfüllenden Bedigungen aus dem Kaufvertrag, nicht erfüllt werden. Der Kaufpreis fließt erst zum Closing. Zwischen signing und closing kann es manchmal bis zu 6 Monate dauern. Jetzt kann man entweder spekulieren ob Closing schon stattgefunden hat oder AURELIUS wird eine entsprechende Meldung herausgeben.
Wahrscheinlich wird man es einfach im nächsten Abschluss als Geldeingang sehen.
Du hast die Üblichkeiten sehr gut dargestellt. Und meine Frage beantwortet. Ob der größte Exit aller Zeiten nun tatsächlich überhaupt stattgefunden hat, erscheint ungewiß. Was aber im Grunde niemanden bekümmert. Oder?
Du hast dieses Mal recht, es kümmert im Grunde niemanden, weil im Grunde jeder die Wahrscheinlichkeiten einschätzen kann. Ein Verkauf eines Unternehmens ist erst einmal nichts, was gegen gültiges Recht spricht, dementsprechend ist der Vergleich zu unserem Bundesminister absolut sinnlos. Die Verträge sind rechtsgültig unterschrieben, da kann man noch so sehr versuchen, sich mit Zahnseide an therotischen Möglichkeiten aufzuhängen, es bleiben theoretische Möglichkeiten. Natürlich kann man jede theoretische Möglichkeit betrachten und nichts tun, bis sämtliche Möglichkeiten entfallen sind, aber kaufst du deswegen kein neues Auto, nur weil es lauwarme Luft ist, das du Mittwoch nicht den Lottojackpot knackst und dir dann ein größeres Auto leisten kannst? Oder sagst du, die Wahrscheinlichkeit ist so verschwindend gering, es ist im Grunde nicht möglich, diese Theorie zu betrachten?
Der Abschluss ist für das dritte Quartal angekündigt, dieses läuft noch ein Monat lang. WIr sind also nicht im Verzug. Die Transaktion unterliegt noch der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden und dem Abschluss der Konsultation mit dem zentralen Betriebsrat der Solidus Solutions in den Niederlanden Hier steht einmal "Abschluss der Konsultation", mit dem BR ist man also schon längst im Gespräch, hätte er sich vehement gegen den Verkauf ausgesprochen, wäre es nicht dazu gekommen, es ist also als Formalität anzusehen. Bleibt also noch Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Diese verweigern nur, wenn befürchtet werden kann, das der Wettbewerb in der EU spürbar beeinflusst wird. DIes könnte erst der Fall sein, wenn der Verkäufer in der Branche bereits tätig ist. Ich persönlich sehe nicht, das sie in dem Bereich bereits tätig sind, sehe aber keinerlei Grund, der dagegen sprechen könnte. Du bist ja der Meinung, das es nur lauwarme Luft sei, du implizierst andauernd, das noch etwas im Wege stehen könnte. Also müsstest du ja konkret werden können: Auf welcher Grundlage könnte die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden verweigert werden?
@Perca und @CK80 haben es schon sehr ausführlich beschrieben, das Prozedere. Ich denke, @MichaRafael ist der Ansicht, dass etwas erst unter "Dach und Fach" ist, wenn der Vollzug, sprich der Verkauf/Kauf" abgewickelt ist.
Kann man so sehen, ist aber tatsächlich dann schwierig, von den meist positiven Reaktionen am Aktienmarkt auf solche Meldungen zu profitieren. Denn wenn der Vollzug, sprich die einzelnen Formalitäten abgeschlossen sind und der Verkauf damit unter "Dach und Fach" ist, dann wird das vom Markt meist nur noch zur Kenntnis genommen.
Es ist also richtig, dass die Meldung über den Kauf/Verkauf eines Unternehmens in der Regel als sehr "sicher" anzusehen ist. Denn wenn tragweite Barrieren vorhanden sind (kartellrechtlich oder unternehmerisch) dann ist das meist bereits im Vorfeld Teil der Diskussion bzw. spätestens nach Veröffentlichung der Meldung, wie sie im Fall Solidus von Aurelius abgegeben wurde.
Und wenn es keine ausreichenden Bedenken bei der Übernahme z.B. von Monsanto durch Bayer gab, sehe ich da erst recht keine beim Verkauf von Solidus.
Meine Meinung: Das ist jetzt alles nur noch eine "ProForma-Angelegenheit". Und genau deswegen wird wohl auch keiner, der die Meldung von Ende Juni 2019 kennt, wegen des Vollzugs nur eine Aktie mehr kaufen.
HAMBURG (dpa-AFX Analyser) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Aurelius AG von 78 auf 75 Euro gesenkt, aber die Einstufung für die Aktie der Beteiligungsgesellschaft auf "Buy" belassen. Die Kurszielsenkung berücksichtige die Dividendenausschüttung, schrieb Analystin Alina Köhler in einer am Freitag vorliegenden Studie./ajx/ag
Veröffentlichung der Original-Studie: 30.08.2019 / 09:00 / MESZ Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.08.2019 / 09:00 / MESZ
Die Meinung von Analysten, auch Hauck & Aufhäuser, kannst du in der Pfeife rauchen. Die dienen anderen Zwecken, als dir und mir Cash zu verursachen. Sonst würden wir hier nicht weiter über Aurelius debattieren müssen, sondern unseren Geldsegen auf den Malediven alternativ investieren.
Es ist eigentlich unschlagbar gut, daß so ein Ass, wie der Bundesverkehrsminister 500 Mio. (vermutet) in den Sand setzt, weil er nicht das getan hat, was er hätte tun sollen gemäß den Üblichkeiten soliden und gesetzlich vorgegebenen Wirtschaftens.
Daß hier im Forum keine praktische und gesetzkonforme BWL betrieben wird? Ist ja in Ordnung. Aber bitte, Ernst nehmen kann ich die Argumentation nicht.
dem habe ich mal etwas herausgesucht. Geht um eine Übernahme von Symrise im Jahr 2014. Die ist in einer Präsentation in Hinsicht auf Investor Relations auf den Seiten des D.I.R.K (Deutscher Investor Relations Verband) kostenlos unter folgendem Link einsehbar:
Ich will anhand des Beispiels nur einmal darlegen, dass Aurelius m.E. tatsächlich nichts falsch gemacht hat. Ich betone, meine Argumentation nicht gleichbedeutend damit ist, dass durch die "Richtigkeit" meiner Sicht, der Kurs steigt. Die Märkte sind doch viel komplizierter als man als Laie so denkt. Ich empfehle einmal an dieser Stelle das Buch von Michael Voigt "Das große Buch der Markttechnik". Denn anders als man sich das als Fundi vielleicht wünscht, handeln wahrscheinlich viel mehr Anleger auf Basis der Technischen Analyse. Aber das nur am Rande.
Zurück zum Beispiel "Symrise". Die haben seinerzeit das die Unternehmensgruppe DIANA übernommen. Und am 12.4.2014 erfolgte eine Pressemeldung mit dem Titel "Erwerb der Diana Gruppe: Symrise startet in nächstes Jahrzehnt des beschleunigten Wachstums"
Folgende Hauptaussagen wurden in dieser Meldung vorangestellt:
"? Stärkt Position als rückwärtsintegrierter Aromenhersteller mit einzigartiger Rohstoffbasis
? Eintritt in neues Marktsegment durch führende Position als Lieferant der Heimtiernahrungsindustrie
? Komplementarität der Akquisition und sorgfältige Integrationsplanung gewährleisten hohen Grad an Kundenorientierung
? Abschluss der Transaktion für das dritte Quartal 2014 erwartet
? Positiver Beitrag zum Ergebnis je Aktie ab 2015 erwartet"
Man könnte gemäß der Überschrift meinen, dass der Erwerb "durch" ist. Allerdings wird in der Meldung wie üblich darauf verwiesen, dass der Kauf unter dem Vorbehalt spezifischer Genehmigungen steht:
"Die geplante Transaktion erfordert die in Frankreich vorgeschriebene Konsultation mit den Arbeitnehmervertretungen von Diana sowie die kartellrechtliche Genehmigung."
Am 29.7.2014 wird dann das Closing des Deals bekannt gegeben. Titel: "Symrise schließt Erwerb der Diana Gruppe erfolgreich ab". Jetzt erst ist der Kauf wirklich unter "Dach und Fach".
Und jetzt schaut Euch in der Präsentation doch einmal Seite 11 an. Da sieht man die Vorgehensweise (Veröffentlichung Meldung Erwerb bis zum Closing) und den Aktienkurs. Bis zum Closing ging es aufwärts, danach passierte nix mehr.
Ich weiß, dass die Übernahme von Symrise jetzt nicht zu hundertprozent vergleichbar ist mit der von Aurelius, aber das Vorgehen bezüglich der Meldungen ist absolut gang und gäbe. Und dass Anleger bereits auf die erste Meldung reagieren, sprich der Einigung zwischen den betreffenden Untnehmen, ist ebenfalls Realität. Das Closing ist nur in den Fällen interessant, wo es sichtbare Unsicherheiten oder berechtigte Zweifel bezüglich der ausstehenden Genehmigungen gibt.
Zum Thema "Maut": Also, da muss ich sagen, dass die Unverschämtheit doch in der gesamten politischen Riege der CSU (durch das Abnicken auch der CDU) zu suchen ist. Es war ja hier vorher bekannt, dass die Maut gegen europäisches Recht verstößt. Das Ganze ist eine Farce sondergleichen.
Hier ist aber weniger ein betriebswirtschaftliches Versagen zu beklagen, sondern gesunder Menschenverstand.
Deswegen verstehe ich auch nicht den Bezug zu Aurelius.
Damit man vlt auch mal ernst auf deine Ansichten eingehen könnte, wäre es ja mal vorteilhaft, wenn du auch mal konkret werden würdest und nicht ohne konkreten Ansatzpunkt etwas als "lauwarm", "keine praktische und gesetzkonforme BWL " und ähnliches bezeichnen würdest. Die Fakten bis hierhin: 1. Wir haben einen rechtsgültigen Vertrag, der beide Seiten verpflichtet. 2. Wir befinden uns innerhalb der angekündigten Abschlussphase (3. Quartal, läuft bekanntlich bis zum 30.09., also noch ziemlich genau ein Monat), sind also mitten im Zeitrahmen, noch nicht einmal am Ende.
Damit man konkret auf dich eingehen kann: 1, Was genau kann einem Closing noch entgegenstehen? Genau, nicht allgemeingültiges wie "Wettbewerbsbehörde könnte widersprechen", warum genau sollte sie dies tun? Welchen spezifischen Grund, der nicht allgemeingültig ist und auch nur ansatzweise eine relevante Wahrscheinlichkeit besitzt, kann man hier aufführen? 2. Gibt es von Aurelius, die Abschluss und Closing in aller Regel getrennt voneinander bekannt geben, auch nur einen einzigen Deal, bei dem es zu einem Abschluss, aber zu keinem Closing gekommen ist?
Das dein vergleichendes Beispiel mit Scheuer übrigens äußerst sinnvoll ist, sieht man alleine daran, das es sich bei ihm nicht um den Kauf oder Verkauf einer Firma gehandelt hat. Also, ganz abgesehen von der Tatsache, das seine "Geschäftsidee" gegen EU-Recht verstoßen hat, dies macht Solidus meines Wissens nach nicht, aber vlt sollten wir diese theoretische Möglichkeit auch betrachten, am besten für das gesamte Portfolio von Aurelius und den Wert auf 0 setzen. Es gab ja schließlich noch keine Bestätigung, das dem nicht so ist.
Um der Diskussion die emotionale Spitze zu nehmen, möchte ich auf Murphys Gesetz verweisen, daß da besagt (in anderem Kontext übrigens): Alles was schiefgehen kann, wird (irgendwann) schiefgehen. Dann fackelt ein Atomkraftwerk ab und Autobahnmautverträge platzen. Ein Deal ist erst dann ein solcher, wenn die Tinte der letzten Unterschriften anfängt zu trocknen. Nun geht es hier aber nicht um juristischen Feinheiten. Obwohl die im Zweifelsfall zählen.
Was mich angeregt hatte, die Debatte zu eröffnen, war, daß munter Geschäftsjahr 2018 und Dividendenzahlung 2019 und deren Zustandekommen verquickt werden. Der Exit Solidus und der erhoffte Gewinn daraus hat mit der Dividende für das Geschäftsjahr 2018 nichts zu tun. Hat er natürlich doch, weil die Geschäftsleitung ihren Gewinnverwendungsvorschlag erst im späten Frühjahr formuliert und nicht zum Ende des Geschäftsjahres. Das ist auch vollkommen in Ordnung so. Alles andere wäre nicht nachvollziehbar. Das Geschäftsfeld ändert sich ständig. Der Vorstand reagiert. Ist ok. Der Vorstand muß so handeln! Wenn dann in Aussicht stehende Exitgewinne die Dividende erhöhen? Merci vielmals!
Wie man diese Entscheidung kommuniziert, ist ganz was anderes. Mehr Info wäre nicht schlecht. Deswegen die Diskussionen hier über Versprechungen und deren Nicht-Einhaltung? Wäre unnötig.
Aurelius auf meinem Ticker heute bei 35,52. Die Bank (s.o.) mit dem Ziel 75 müßte doch wie blöd kaufen. Warum tut sie das nicht?
Die Erde ist ein Scheibe, der Mond auf dem die Amerikaner gelandet sein wollen existiert gar nicht, Elvis lebt und Bielefeld existiert ebensowenig wie der Mond!!! Jetzt wo ihr das alles wisst, solltet ihr doch auch verstehen, dass Aurelius eigentlich nur 8€ Wert ist!
Vielleicht sollten wir hier im Forum dazu übergehene, nur noch zusammenhangslose Wörter aneinander zu reihen. Der Informationsgehalt würde sich dadurch jedenfalls nicht ändern...
Ich zitiere Michael C. Kissig, einer der besten Aktienblocks: "Und es dürfte ein weiterer Zukauf vor der Verkündung stehen: das Bundeskartellamt machte bekannt, es prüfe den mittelbaren Anteils- und Kontrollerwerb an der IDKOM AG, Kempten durch die Aurelius WK SE & Co. KG, Grünwald. Wir werden demnächst sicher davon hören..."
Ich sehe jetzt nicht den direkten Zusammenhang zwischen Aurelius WK SE & Co. KG und der börsennotierten AG. Die Wachstumskapital hat doch schon diverse Beteiligungen, dass betrifft doch aber nur die allein?
Das kommt jetzt nahezu überraschend, im dritten Quartal:
AURELIUS schließt Verkauf der Solidus Solutions erfolgreich ab
^ DGAP-News: AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA / Schlagwort(e): Firmenübernahme AURELIUS schließt Verkauf der Solidus Solutions erfolgreich ab
05.09.2019 / 15:35 Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
AURELIUS schließt Verkauf der Solidus Solutions erfolgreich ab
- Verkaufspreis 330 Mio. EUR (EV): Größter Unternehmensverkauf der AURELIUS-Geschichte
- Multiple auf das investierte Kapital von ca. 16x erwirtschaftet - Positiver Ergebniseffekt von mehr als 100 Mio. EUR im dritten Quartal 2019 verbucht
- Erfolgreicher Carve-out und Ausbau zum weltweiten Marktführer für nachhaltige Verpackungslösungen aus recyceltem Altpapier
München, 5. September 2019 - Die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA ( ISIN: DE000A0JK2A8 ) hat den Verkauf ihrer Tochtergesellschaft Solidus Solutions für einen Enterprise Value von ca. 330 Mio. EUR an von Centerbridge Partners L.P. beratene Private Equity Fonds mit Closing am heutigen Tag erfolgreich abgeschlossen. AURELIUS erzielte mit dieser Transaktion während der 4-jährigen Konzernzugehörigkeit ein Multiple auf das eingesetzte Kapital von ca. 16x und damit den bisher größten Verkauf der Unternehmensgeschichte. Für das dritte Quartal 2019 wird AURELIUS aus dieser Transaktion einen positiven Ergebniseffekt von mehr als 100 Mio. EUR verbuchen.
Erfolgreicher Carve-out und Ausbau zum weltweiten Marktführer für nachhaltige Verpackungslösungen aus recyceltem Altpapier
AURELIUS hat Solidus Solutions im Jahr 2015 als Konzernabspaltung von der börsennotierten Smurfit Kappa-Gruppe übernommen und nach der Umbenennung eigenständig aufgestellt. Mit Hilfe der operativen Experten von AURELIUS wurden eine neue IT-Infrastruktur, eigenständige Finanz- und rechtliche Strukturen aufgebaut sowie ein umfangreiches Investitionsprogramm von insgesamt 60 Mio. EUR aufgesetzt.
Durch drei strategische Add-on-Akquisitionen mit hohem Synergiepotenzial konnte das Unternehmen stark geografisch expandieren und die operative Effizienz deutlich verbessern: Die Erwerbe von Fibor Packaging (2016), Abelan South (2017) und Northern Paper (2018) führten zu einer Umsatzsteigerung um rund 135 Mio. EUR und einer Ausweitung der Aktivitäten in Frankreich, Deutschland, Spanien und UK, wodurch Solidus zu einem pan-europäisch aufgestellten Unternehmen aufgestiegen ist.
Das adjustierte EBITDA von 12,5 Mio. EUR zum Zeitpunkt der Übernahme hat sich in den vier Jahren der Konzernzugehörigkeit mehr als vervierfacht. Solidus Solutions ist heute der führende Hersteller von Verpackungslösungen aus Vollkarton auf Basis von recyceltem Altpapier in Europa. Das Unternehmen produziert und vertreibt seine Produkte an 15 Standorten in sieben Ländern: den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Portugal und Großbritannien. Solidus verfügt über hochmoderne Produktions- und Fertigungsstätten für Vollpappe, bedruckte Kartonagen und Hülsenkartons, die an Kunden in über 70 Ländern weltweit vertrieben werden.
Kennst du den Unterschied zwischen Kaufpreis und Enterprise Value (EV)?
Beim EV handelt es sich um die Bewertung des gesamten Unternehmens unabhängig der Finanzierungsstruktur. Wenn da 330 Mio ? steht, dann ist das erstmal der Wert des Unternehmens. Auf Basis des von dir genannten EBITA i.H.v. 12,5 Mio. ? würde das einen Multiple von ca. 26 bedeuten, was sehr teuer ist und was wahrscheinlich kaum einer bezahlen würde. Du kannst daher davon ausgehen, dass das EBIT(DA) wesentlich höher war.
Nun zurück zum Unternehmenswert (Enterprise Value): Da dieser den Wert des Unternehmens inkl. Schulden und Barbeständen wiederspiegelt, ist das nicht mit dem Kaufpreis gleichzusetzen. Dieser errechnet sich anhand des Enterprise Values abzüglich aller zinstragenden Verbindlichkeiten und zuzüglich liquider Mittel (es gibt noch ein paar weitere Anpassungen, aber die erspare ich dir jetzt).
Also, ich habe mal deine Kritik bzw. deine Sorgen für mich unter die Lupe genommen:
1. Warum Verkaufspreis Enterprise Value? (Wie viel wurde für Solidus gezahlt?) 2. Negativer Cashflow
Zu 1) "Wer Zahlt für ein Unternehmen mit einem EBITA von 12,5 Mio EUR satte 330 Mio EUR? Wahrscheinlich Niemand!", das hast du geschrieben. Du vergisst in diesem Moment einfach, dass im Verkaufswert auch andere Werte sind. Ich komme gleich dazu. Außerdem gibt es auch nach dem Verkauf, weiteres Wachstumspotenital. Und davon schien der Käufer wohl auch überzeugt.
Darin enthalten sind meines Wissens eben auch die vorhandenen Schulden, die vom Käufer übernommen werden sowie die vorhandenen Substanzwerte (Maschinen, Gebäude tc.). Das fließt alles in den Verkaufspreis hinein.
Im Ergebnis hat Aurelius dann rund 100 Mio. EUR an dem Deal verdient. "Ganz nett" findest du. Tja, dann denkst du somit, es hätte mehr drin sein müssen? Wie viel denn, nach deiner Meinung?
Womit wir zu deinem zweiten Kritikpunkt kommen: Der negative Cashflow
Zu 2) Schauen wir uns vorab den Cashflow der letzten Jahre einmal an:
In der Historie sieht es eigentlich ganz positiv bezüglich des Cashflows aus, andernfalls hätte Aurelius wohl auch nicht immer eine schöne Dividende + Sonderdividende ausschütten können. Zu sehen ist jetzt, dass 2018 ein deutlich negativer Cashflow vorhanden war. Aber das erklärt sich dadurch, dass es ein "Investitionsjahr" für Aurelius war. Das hat man ja auch nicht verheimlicht.
Das erste Halbjahr 2019 ist ebenfalls deutlich negativ, was den Cashflow angeht. Auch hier gab es ja bis Mitte des Jahres nur den Verkauf von Granovit, der wohl keine wesentlichen Einnahmen eingebracht haben dürfte.
Mit dem Verkauf von Solidus dürfte der Cashflow jedoch in 2019 wieder positiv ausfallen. Allerdings weiß ich an dieser Stelle nicht, was Aurelius für die letzten Akquisitionen ausgegeben hat. Zudem weiß ich nicht, welche Käufe und Verkäufe noch bis Jahresende erfolgen. Daher ist das zugegeben noch ungewiss.
Generell muss ich aber sagen, dass es aufgrund des Geschäftsmodells von Aurelius schwierig ist, den Cashflow zu einem bestimmten Zeitpunkt (Ende eines Kalenderjahres) zu Rate zu ziehen. Der Grund liegt darin, dass man natürlich günstige Zeitpunkte für Zukäufe sucht und günstige Zeitpunkte für Verkäufe. Dann kann es durchaus mal sein, dass der Cashflow zum Jahresende nicht ganz so toll ist, während er im Januar durch einen Verkauf plötzlich wieder sehr viel positiver aussieht.
Ich denke, bei Aurelius muss darauf geachtet werden, ob die gekauften Unternehmen (natürlich kann man das nich bei allen erwarten), in welchem Zeitraum, zu welchen Gewinnen beim Verkauf führen. Dass der Vorstand, wie das geht, haben sie denke ich durch ihren bisherigen Track Record durchaus bewiesen. Was nicht heißt, dass es in Zukunft auch so sein wird. Da muss man immer wieder hinschauen.