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Dabei ging es vor allem um Schäden an den Getrieben der Turboprop-Triebwerke. So fliegt von den acht an die Bundeswehr ausgelieferten A400M-Exemplaren derzeit nur eines. Deutschland und andere Staaten fordern von Airbus deshalb Schadenersatz. Wie hoch die Forderungen insgesamt sind, will Airbus zwar nicht sagen. Die "FT" zitiert allerdings eine Person aus dem Umfeld, der zufolge sich die Vertragsstrafen für die seit dem Jahr 2010 aufgelaufenen Verzögerungen auf fast eine Milliarde Euro belaufen sollen.
Vor sieben Jahren hatten Käuferstaaten wie Deutschland, Frankreich und Grossbritannien das A400M-Projekt mit einer Finanzspritze vor dem Aus bewahrt. Die Staaten beteiligten sich mit 3,5 Milliarden Euro an den bis dahin absehbaren Zusatzkosten von über 5 Milliarden Euro. Im Gegenzug kappten sie die Zahl der bestellten Maschinen.
Airbus-Chef Enders hatte bei der Bilanzvorlage vergangene Woche angekündigt, dass er mit den Käuferstaaten über deren seit dem entstandenen Schadenersatzansprüche verhandeln wolle. "Wir müssen die Blutung stoppen und Risiken aus dem Programm nehmen", sagte er. Während er bei den Staaten Druck macht, versucht er die Aktionäre nicht zu verunsichern. "Wir hatten 2016 eine Menge Herausforderungen, aber wir haben sie überwunden", sagte er nun der "FT". Seinen Anteilseignern hat das Unternehmen eine von 1,30 auf 1,35 Euro erhöhte Dividende in Aussicht gestellt.
Zuletzt sind bei den A400M der Bundeswehr in zehn Triebwerken Risse entdeckt worden. Die Risse in den Brennkammern seien typische Verschleisserscheinungen und beeinflussten den Flugbetrieb nicht, sagte ein Sprecher der Luftwaffe Ende vergangener Woche. Sie müssten aber immer wieder kontrolliert werden. Wenn sie grösser würden, könne es Probleme geben./stw/das/stb
(AWP)