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Im traditionell schwächeren dritten Vierteljahr hielt die Bertelsmann-Tochter den Umsatz mit 1,35 Milliarden Euro stabil. Der operative Gewinn dagegen ging um 3,3 Prozent auf 176 Millionen Euro zurück - nach 182 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Als Grund nannte RTL ein niedrigeres Ergebnis in Belgien und Umschichtungen bei den Werbeerlösen in das erste Halbjahr. Viele Kunden wollten den grossen Sportereignissen im Sommer mit den Olympischen Spielen und der Fussball-EM in Frankreich, die zumeist von der RTL-Konkurrenz übertragen wurde, aus dem Weg gehen.
"Wie erwartet waren die Ergebnisse im dritten Quartal schwächer als im Vorjahr. Dies ist das Resultat der erwarteten saisonalen Verschiebungen der Werbeausgaben", sagten die beiden Geschäftsführer der RTL Group, Anke Schäferkordt und Guillaume de Posch, laut Mitteilung. "Dennoch liegen wir im Rahmen der Prognose für das Gesamtjahr 2016 und sind auf Kurs für ein weiteres Rekordjahr."
Beim Ausbau der Digital-Aktivitäten zur dritten Unternehmenssäule hat die RTL Group ein vor zwei Jahren vorgegebenes Ziel jetzt erreicht. 10 Prozent des Gesamtumsatzes hatte die Geschäftsführung als Marke vorgegeben. Nach den ersten neun Monaten kam das Segment, zu dem zum Beispiel die Vermarktung von Youtube-Videos zählt, auf einen Umsatz von 430 Millionen Euro - nach 344 Millionen im Vorjahreszeitraum. "Wir haben diesen Meilenstein deutlich schneller erreicht als angekündigt", erklärte Schäferkordt.
Das Gütersloher Familienunternehmen Bertelsmann hält 75 Prozent an der Sendergruppe, die im MDax mittelgrosser Unternehmen notiert ist./lic/DP/stb
(AWP)