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Bei der Präsidentenwahl im ostafrikanischen Uganda liegt der Amtsinhaber Yoweri Museveni gemäss ersten Teilergebnissen deutlich in Führung. Nach Auszählung von gut zehn Prozent der Stimmen entfallen auf Museveni bislang 71 Prozent.
Das teilte ein Sprecher der Wahlkommission am Samstag mit. Kizza Besigye, Musevenis wichtigster Herausforderer unter den sieben Gegenkandidaten, kam zunächst auf 22 Prozent der Wählerstimmen. Mit der Bekanntgabe des Endergebnisses wird für Sonntagabend gerechnet.
Knapp 14 Millionen Wähler hatten am Freitag über einen neuen Präsidenten sowie die Zusammensetzung des Parlaments in Kampala abgestimmt. Die Wahlen wurden von Gewalttätigkeiten überschattet. Im Osten des Landes wurden 71 Menschen bei Auseinandersetzungen zwischen Anhängern verschiedener Kandidaten verletzt.
Am Samstag war in der Hauptstadt Kampala und Umgebung ein starkes Polizeiaufgebot auf den Strassen. Auch Militär patrouillierte in der Stadt. Die meisten Geschäfte blieben wegen der Gefahr von Unruhen geschlossen.
Museveni war 1979 am Sturz des Diktators Idi Amin beteiligt und rebellierte in den 80er Jahren gegen den ugandischen Präsidenten Milton Obote. Nachdem er 1986 an die Macht kam, liess Museveni 1996 erstmals Wahlen abhalten.
Ursprünglich waren in der ugandischen Verfassung nur zwei Amtszeiten für den Präsidenten vorgesehen. Museveni liess jedoch die Verfassung ändern, um erneut kandidieren zu können.
SDA-ATS