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Mit diesem Ziel seien jetzt Konsultationen mit Parlamentsabgeordneten aufgenommen worden, die an einer Novellierung des Ordnungswidrigkeitsgesetzbuches arbeiteten, teilte der Verbandsvorsitzende Andrej Danilenko mit. Die derzeitigen Bussgelder seien zu niedrig und schreckten nicht ab, stellte Danilenko gegenüber der Moskauer Zeitschrift „Izvestija“ fest.
Daher bestehe Sojusmoloko auf einer massiven Anhebung derselben von aktuell 20'000 Rbl (480 Fr.) bis 30'000 Rbl (720 Fr.) auf 500'000 Rbl (12'000 Fr.) bis 1 Mio Rbl (24'000 Fr.). Die Geldbussen bei wiederholten Verstössen sollten nach Ansicht des Verbandes bis zu 5 Mio. Rbl (120'000 Fr.) betragen statt bislang maximal 50'000 Rbl (1'200 Euro). Ausserdem sei die für solche Fälle vorgesehene zusätzliche Bestrafung in Form der Konfiszierung der gefälschten Produkte durch ein Tätigkeitsverbot für die Dauer von bis zu einem Jahr zu ersetzen.
Das Problem sei branchenübergreifend, treffe aber die Milchwirtschaft besonders hart, erklärte Danilenko. Der Anteil gefälschter Produkte am Markt liege je nach Region zwischen 10% und 30%. Die Anbieter dieser Erzeugnisse würden dazu insbesondere aufgrund des deutlichen Anstiegs der Rohmilchpreise verlockt, der auf den Rückgang der heimischen Milchproduktion zurückzuführen sei.
Als Billigersatz für Milchfett werde in erster Linie Palmöl verwendet. Die Einfuhren dieses Pflanzenöls nach Russland hätten in den zurückliegenden fünf Jahren um 17,5% zugenommen, berichtete Danilenko. In den ersten neun Monaten von 2013 seien die betreffenden Importe um mehr als ein Drittel gestiegen. Traditionell werde das meiste Palmöl aus Indonesien und Malaysia bezogen.