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E-Identität: Procivis arbeitet mit NGO "Rohingya Project" zusammen
Das Schweizer E-Government-Unternehmen Procivis hat eine Partnerschaft mit der NGO "Rohingya Project" unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeite sei es, für die weltweit 3,5 Millionen Rohingya eine elektronische Identität zu entwickeln, um deren soziale und finanzielle Integrität zu fördern, teilt Procivis mit.
Procivis stelle im Rahmen der Kooperation seine eID+-Plattform zur Verfügung und kombiniere diese mit dem vom Rohingya Project entwickelten Verifizierungsprozess, um die staatenlose Rohingya-Bevölkerung mit einer vertrauenswürdigen, persönlichen Identität auszustatten. Da sie keine offiziellen Ausweispapiere besässen, sei es für diese Menschen oft unmöglich, Zugang zu Behördendienstleistungen zu erhalten und sich in die Gesellschaft einzugliedern. Kern des Problems sei das Fehlen einer anerkannten Identität, die für den Zugang zu Finanz- und öffentlichen Dienstleistungen benötigt werde.
Um die Identität von Angehörigen der Rohingya zu überprüfen, habe die NGO einen fünfstufigen Identifikationsprozess entwickelt, schreibt Procivis weiter. Im Rahmen der Zusammenarbeit werde dieser Prozess in die von Procivis lancierte eID+-Plattform integriert. Für Procivis sei die Partnerschaft die erste Non-Profit-Initiative.
Die Zusammenarbeit sei für Procivis ein wertvoller Praxistest. "Mit dem Einsatz unserer Lösung in diesem Kontext sammeln wir wichtige Erfahrungen in der Umsetzung von elektronischen Identitätslösungen für Bevölkerungen, die nicht auf eine vertrauenswürdige, staatliche Identität zählen können," konstatiert Procivis-Gründer und CEO Daniel Gasteiger.