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| Eusebius von Cäsarea († um 340) - Vier Bücher über das Leben des Kaisers Konstantin und des Kaisers Konstantin Rede an die Versammlung der Heiligen (Vita Constantini et Oratio ad coetum sanctorum)

Buch II
13. Konstantins Milde gegen die Kriegsgefangenen.
Auf solche Art pflegte es der Kaiser bei Schlachten und schon lange vorher selber zu halten und sein Heer zu leiten; stets hatte er seinen Gott vor Augen, suchte alles nur nach dessen Willen zu tun und scheute sich, viele töten zu lassen. Daher sorgte er gerade so für die Rettung der Feinde wie für die seiner eigenen Soldaten; darum ermahnte er auch seine Leute, wenn sie in einer Schlacht gesiegt hatten, den Gefangenen Schonung zu gewähren und nicht zu vergessen, daß es Menschen seien, die die nämliche Natur hätten wie sie selber. Wenn er aber auch einmal sah, daß seine Soldaten vor Wut sich nicht mehr halten konnten, suchte er sie dadurch zu zügeln, daß er ihnen Gold bot; er befahl nämlich, jedem, der einen Feind lebendig gefangen nahm, dafür eine bestimmte Summe in Gold zu geben. Auch dieses Lockmittel hatte der Kaiser in seiner Klugheit zur Rettung der Menschen ersonnen, und auf diese Weise wurden schon Tausende selbst von Barbaren gerettet, denen der Kaiser durch sein Gold das Leben erkaufte,