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Das EMMAUS-ZENTRUM hat den Auftrag, das Evangelium zu verkünden, auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gemeinschaft.
Familien-Unternehmen in Emmaus
Auf der vorangehenden Seite fanden Sie einen Überblick der einzelnen Geschäftszweige. Hier möchte ich nun zwei von 14 Familien kurz portraitieren:
Joseph und Frances, Hühner- und Schweinezucht, Landwirtschaftsbetrieb
Die Ehefrau des Leiters der Community betreut einen Hühnerstall mit 2x 1000 Hühnern, 8 Schweineboxen mit Freilaufmöglichkeit und einige Ziegen. Die Schweine haben 2015 den Stall renoviert erhalten und bei gutem Verkauf der Landwirtschaftsprodukte sollten die Hühner auf Freilauf umgestellt werden können. In einem entfernten Dorfteil von Butanza haben sie einige Aren Landwirtschaft mit Mais, Bohnen und Erdnüssen. Besonders in der Erntezeit ist die Entfernung von zu Hause ein Problem, weil die zwischengelagerten Produkte gerne von "fremden" Lastwagen abtransportiert werden. Es wäre hilfreich, eines der Häuser bei der Parzelle mit einer Scheune zu ergänzen und dann einen Angestellten dort wohnen zu lassen. Die Anwohner würden gerne verkaufen, weil es abgelegen ist.
In der Community hat es weitere 3 Hühnerställe und 2 Schweinezuchten. Die Kuhhaltung wurde eingestellt, weil afrikanische Kühe wenig Milch geben und europäische Kühe sehr teuer in der Anschaffung sind und das Futter zugekauft werden muss. Es wäre aber eine ertragsreiche Zucht, wenn der anfängliche Unterhalt finanziert wäre.
William Mwesigye, Kohlebriketts und Medizinalprodukte
Das viele Laub, Papierreste und ähnliches umherliegendes Material brachte William dazu, daraus Briketts herzustellen, weil Holz als Rohstoff immer knapper wird. Er presst dies manuell mit einer Presse zu einer Paste, die er anschliessend in Stücke schneidet und trocknen lässt. Mit den grossen Stücken (an der Wand) werden die kleinen Kohlekocher bestückt - sie brennen länger als teure, normale Kohle oder Holz. Diese Briketts sind günstig in der Herstellung, aber eine elektrische Pumpe (anstatt dem Wagenheber) würde den Ablauf sehr viel vereinfachen.
William's zweiter Geschäftszweig ist sehr vielversprechend. Angefangen hat es mit dem Anbau von Artemisia. Diese Pflanze hat vorzügliche Heilkräfte, die William in Form von Tee, Salben und Tabletten vermarktet. 2015 hat er nach langen Amtsgängen die Erlaubnis erhalten, seine Produkte als Heilmittel vermarkten zu dürfen. Er hat dafür umfangreichte Tests machen müssen, doch sind seine Bemühungen nun erfolgreich! Der Tee eignet sich zur Prophylaxe und Behandlung von Malaria, doch wird Tee (weil "zu normal") nicht als Medizin betrachtet, weshalb William dringend eine Tablettenpresse benötigt. Auch eine Teeabfüllanlage würde schon vieles erleichtern, weil z. Zt. alle Teebeutel von Hand abgefüllt und einzeln verschweisst werden müssen. Solche Anlagen sind in Europa computergesteuert und mit einem 24 Std-Service erhältlich. In Indien werden noch Abfüllanlagen hergestellt, aber auch die sind nicht unter € 8000 erhältlich.
Die Medizinalpaste eigenet sich zur Behandlung von offenen Wunden, Sonnenbrand und vielem mehr, z.B. Akne.
Um den Handel mit Kräutertees anzukurbeln, müsste William zusätzliches Land kaufen oder mieten. Weil in Uganda nur der selbst angebaute Schwarztee bekannt ist, wären Kräutertees eine hochgeschätzte Neuerung. Denkbar wäre auch der Ausbau in den Bereich der Fruchtsäfte - Früchte sind genügend vorhanden, sie werden aber nicht im Land selbst zu Saft verarbeitet.
© 2019 by Peter Romer
letztes Update: 29.11.2019
Umrechnungskurs für den Ugandischen Shilling
1.1.2017
1.1.2018
1.1.2019
1.7.2019
1 SFr. =
1 SFr. =
1 SFr. =
1 SFr. =
50 SFr. =
200 SFr. =
3506 UGX
3702 UGX
3753 UGX
3751 UGX
187'550 UGX
750'200 UGX
1 Mio UGX =
1 Mio UGX =
1 Mio UGX =
1 Mio UGX =
250'000 UGX =
70'000 UGX =
SFr. 278.29
SFr. 266.97
SFr. 284.47
SFr. 266.70
SFr. 66.70
SFr. 18.70