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Als konkretes Beispiel für letzteres nannte sie im Interview mit der «Sonntagszeitung» indische IT-Spezialisten oder chinesische Köche, die zu besseren Bedingungen als heute Aufträge in der Schweiz durchführen können sollen.
«Indien und China sind der Ansicht, sie kämen uns durch die Öffnung ihrer Riesenmärkte so stark entgegen, dass wir ihnen zusätzlich zu unseren offenen Märkten noch etwas geben sollen», sagte die Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco).
Sie fliegt kommende Woche nach eigenen Angaben nach Peking zur Beziehungspflege. Sie sei zuversichtlich, dass «wir bis Ende des Jahres Lösungen finden werden» für beide angestrebten Abkommen.
China dagegen packe diese «sehr pragmatisch» an. «Die Gespräche (mit den Chinesen) verlaufen gradlinig.» Die Verhandlungen mit China hatten Anfang 2011 begonnen.
Für Ineichen-Fleisch sind die Freihandelsabkommen zentral, «um die Chancen in den stark wachsenden Schwellenländern zu nutzen und damit unsere Unternehmen nicht diskriminiert werden». Wichtig sei auch ein Abschluss vor der EU oder Japan, sonst seien Schweizer Firmen im Nachteil.
«Jetzt stockt unser Käse-Absatz in Korea. Wenige Zollprozente können den Markteintritt für ein Produkt kaputt machen.» Die Schweiz wolle versuchen, so rasch wie möglich für die Einfuhr von Käse in Südkorea die gleichen Bedingungen wie die EU zu erhalten.
(chb/sda)