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Jasmuheen
bürgerlicher Name: Ellen Greve
Ellen Greve wurde im Jahr 1957 in Australien geboren.
Beruflich war Greve zuerst als Bankangestellte und Finanzberaterin tätig. In dieser Zeit war sie nach eigener Aussage „die bestbezahlte Frau in Brisbane“, mit „schnellen Autos, Haus und meinen Töchtern in der Privatschule“ (esotera April 1999, s. 12).
Ab dem Jahr 1992 wurde Greve im Bereich der Esoterik aktiv und nahm den Geistnamen Jasmuheen an, welcher „Duft der Ewigkeit“ bedeuten soll. Greve verstand sich in der Folge als Botschafterin der Grossen Weissen Bruderschaft der Aufgestiegenen Meister, wie sie aus der Lichtarbeit bekannt sind.
Im Jahr 1996 erschien ihr Buch „Living on Light“ (1997 auf Deutsch unter dem Titel «Lichtnahrung»), in welchem sie den 21-Tage-Prozess vorstellt, während dem man sich soweit wie möglich von der Aussenwelt zurückziehen soll. In der ersten Woche gibt es nichts zu trinken oder zu essen. Ab der zweiten Woche ist Flüssigkeit mit 25 Prozent Fruchtgehalt erlaubt, ab der dritten Woche mit 40 Prozent Fruchtgehalt. Nach 21 Tagen brauche man, um sich zu ernähren oder um sich mit der nötigen Energie zu versorgen, keine Nahrung mehr. Die Ernährung und Energie kämen dann vom Licht resp. von der Lebensenergie Prana.
Ellen Greve selber behauptete, seit 1993 nicht mehr essen zu müssen, aber gelegentlich aus Vergnügen Milch, Honig und Schokolade zu konsumieren. Ein von der australischen Fernsehsendung 60 Minutes begleiteter Selbstversuch wurde von der begleitenden Ärztin nach vier Tagen abgebrochen, weil Greve Anzeichen von Dehydration und einen rapiden Gewichtsverlust zeigte.
Seit dem Jahr 2004 empfiehlt Greve den „Sanften Weg zur Lichtnahrung“, bei welchem weiterhin Nahrung zu sich genommen wird.
Jasmuheen gehört ins Umfeld der sog. Lichtarbeit.
Die Vorstellung der Lichtnahrung leitet sich aus dem Weltbild der Lichtarbeit ab, welche davon ausgeht, dass der materielle Körper sich durch Evolution verfeinstofflichen und spiritualisieren soll und letztlich zu einem Lichtkörper werde. Der Lichtnahrungs-Prozess versucht, diese Entwicklung zu beschleunigen.
Vertreter der Lichtnahrung werden nach dem Sanskrit-Terminus für Lebensenergie, Prana, auch Pranier genannt. Im englischen Sprachraum ist auch der Begriff Breathariansm gebräuchlich.
Im Zusammenhang mit dem 21-Tage-Lichtnahrungsprozess ist es zu mehreren Todesflällen gekommen, im Jahr 2011 – offenbar mitinspiriert durch den Film „Am Anfang war das Licht“ von Peter-Arthur Straubinger, welcher Jasmuheen und andere Pranier portraitiert – auch in der Schweiz.