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occidentalia) in den
Handel; die ostindischen Elefantenläuse (Anacardium orientalia) stammen von derselben Familie angehörigen SemecarpusAnacardium L. fil. (s. Semecarpus).
Der ätzende
Balsam der westind. Anacardien besteht aus einer scharfen, ölartigen Flüssigkeit, dem
Cardol, und einer krystallisierbaren
Säure, der Anacardsäure, C22H32O3 . Der Saft der Samenschalen dient als unauslöschliche
Tinte,
da ein damit schwarz gefärbtes Zeug sich nicht wieder von der
Farbe befreien läßt. Außerdem enthalten
die westind.
Nierenbäume das
Acajougummi (s. d.).
ein Scythe aus königl. Geschlechte, der mit seinem Freunde Toxaris zu
Solons Zeit eine Bildungsreise nach
Athen
[* 2] und andern griech.
Städten machte und durch seine einfache Weisheit Aufsehen erregte.
(grch., d. h. aus dem Leben Zurückgezogene),
Einsiedler,
Eremiten,
Klausner, in einsamen, wüsten Gegenden lebende
Männer. Obgleich sich die
Christen schon in den beiden
ersten Jahrhunderten von den heidn. Festen und Vergnügungen zurückzogen, so traten doch erst seit dem Ende des 3. Jahrh.
eigentliche Anachoreten auf. Seit dem Anfang des 4. Jahrh. begannen
sich zuerst in
Ägypten
[* 3] um solche Einsiedler oder
«Väter der Wüste»
Jünger und Genossen zu sammeln und unter ihrer Leitung
ein ascetisches Leben zu führen.
Als
Athanasius sich 356 in die
Libysche Wüste verbarg, fand er dieselbe schon von zahlreichen
Eremiten bevölkert. Da die Anachoreten aber
von der Menge um
Rat und Trost, um ihren Segen für
Kranke und
Kinder bestürmt wurden, so erreichten sie
ihre
Absicht der völligen Abtrennung vom Leben fast nie. Einzelne Anachoreten legten ihrem «sündigen»
Leibe die furchtbarsten Qualen auf, belasteten sich mit
Ketten und Eisenringen, suchten fast unbewohnbare Gegenden und
Höhlen auf, darbten sich selbst die nötigsten Nahrungsmittel
[* 4] und Kleidungsstücke ab oder zwangen sich die
unnatürlichsten Körperstellungen auf, in denen sie jahrelang verharrten. (S.
Styliten.) Allmählich traten dergleichen krasse
Auswüchse des Anachoretentums zurück, da die
Kirche selbst sehr bald die mildere Form der Zurückgezogenheit, das gemeinsame
Leben der «Cönobiten» oder Mönche, vorzog. Übrigens
haben die orient.
Religionen insgesamt, das
Judentum nicht ausgenommen, manche ähnliche Erscheinungen aufzuweisen.
(grch.), ein Verstoß gegen die richtige Zeitfolge, die Versetzung von
Dingen und Ereignissen in Zeiträume, denen sie nicht angehören oder angehören können. Er findet sich besonders häufig
in Werken der
Dichtkunst, entweder mit
Absicht angewendet, um z. B. komische Wirkung zu erzielen, oder
nur zufällig, indem der Dichter aus Unkunde oder Gleichgültigkeit eine Erfindung, Begebenheit,
Sitte u. s. w. einer spätern
Zeit in einer frühern vorhanden sein läßt. So spricht
Schiller in den im 17. Jahrh. spielenden «Piccolomini»
vom
Blitzableiter, der erst im 18. Jahrh. erfunden wurde.
oder Pogytscha, der östlichste größere
FlußSibiriens, kommt aus dem
Bergsee Iwaschkino, fließt durch hohes,
größtenteils unbewaldetes
Gebirge und mündet nach einem Laufe von ungefähr 1229 km unter 64° 40'
nördl.
Br. in die
Bucht Onemjon, auch
Anadyrscher Liman genannt (s.
Anadyrscher Golf).
Die Hauptnebenflüsse sind Majin, Krasnaja,
Bjelaja.
(grch.) nennt Pasteur alle diejenigen niedrigen Organismen
(Bakterien und verwandte Mikrobien), welche
Bewegungs-
und andere Lebenserscheinungen nur bei völliger
Abwesenheit des atmosphärischen Sauerstoffs zeigen,
im Gegensatz zu den
Aerobien oder
Aerozoen (s. d.).
L., Gauchheil, Pflanzengattung aus der Familie der Primulaceen (s. d.)
mit 12 vorzugsweise in den gemäßigten Zonen verbreiteten
Arten; einjährige und perennierende Kräuter mit zarten
Stengeln,
gegenständigen, ganzrandigen
Blättern und einzeln in den Blattachseln auf langen Stielen stehenden
Blüten
mit fünfteiligem
Kelch, radförmiger
Blumenkrone von roter oder blauer
Farbe und fünf
Staubgefäßen. Aus dem
Fruchtknoten entwickelt
sich eine vielsamige, kugelige, ringsum aufspringende Kapsel. Eine Art, der in fast ganz Europa
[* 13] auf
Äckern als Unkraut wachsende
gemeine Gauchheil (Anagallis arvensisL.), ein sehr zartes Pflänzchen mit hellroten, selten blauen
Blumen, galt früher als
Mittel gegen die
Hundswut.
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