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Die neue Quote der materiellen und sozialen Deprivation beschreibt den Anteil Personen, die aus finanziellen Gründen auf wichtige Güter, Dienstleistungen und soziale Aktivitäten verzichten müssen. Im Jahr 2021 betraf dies in der Schweiz 5,2 % der Bevölkerung oder rund 448 000 Personen. Die Armutsquote war mit 8,7 % fast auf dem gleichen Niveau wie vor der Covid-19-Pandemie.
Die häufigste Art der Deprivation betraf in der Schweiz wie bis anhin die Unmöglichkeit, innerhalb eines Monats unerwartete Ausgaben von 2500 Franken begleichen zu können. Fast ein Fünftel der Bevölkerung (18,9 %) lebte in einem Haushalt, der dazu nicht in der Lage war. Neu werden weitere Bereiche berücksichtigt, die Rückschlüsse auf die Möglichkeiten der sozialen Teilhabe zulassen. So mussten 7,9 % der Bevölkerung aus finanziellen Gründen auf regelmässige kostenpflichtige Freizeitaktivitäten verzichten, 3,5 % konnten sich nicht von Zeit zu Zeit neue Kleider kaufen, und 3,0 % konnten es sich nicht leisten, mindestens einmal pro Monat Freunde oder Familie zum Essen oder Trinken zu treffen.
Dies sind einige Ergebnisse der Erhebung 2021 über die Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) des Bundesamtes für Statistik (BFS).