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RON
DER "KRIEGSHELD"
L. RON HUBBARD UND DIE U.S. NAVY, 1941-50

4.4 Behauptungen und Entgegnungen
Hubbard leistete nie an Bord einer Korvette Dienst. Er verrichtete seine Dienste an Bord von drei Schiffen - der USS YP-422, einem Kanonenboot (23. Juni 1942 - 28. Juli 1942); der USS PC-815, einem U-Bootjäger (21. April 1943 - 7. Juli 1943); und der USS Algol (AKA-54), einem Angriffsfrachter (22. Juli 1944 - 28. September 1944).
Quelle: L. Ron Hubbards Zusammenfassung der Dienstakten
"Korvette" bezieht sich ausdrücklich auf eine Klasse von kleinen britischen Kriegsschiffen zwischen etwa 600-1300 Tonnen. Die ersten modernen Korvetten (der Begriff wurde im 19.Jahrhundert für Segelfregatten geprägt) wurden 1939 in britischen Werften gebaut. Eine Anzahl wurde mietweise der US Navy übergeben und wurden als Schiffe der Temptress-Klasse bezeichnet. Andere wurden durch die kanadische, freie französische, griechische und norwegische Marine betrieben.
Quelle: Royal Naval Historical Branch, London
Die USS YP-422 war bestimmt weder britisch noch eine Korvette. Sie war ursprünglich ein Trawler, die Mist, bevor sie durch die US Navy erworben und in ein Kanonenboot umgebaut wurde. Die Bezeichnung YP zeigt, dass sie ein Küstenpatrouillenschiff war. Der Name Mist wurde nur einmal für ein Schiff der Royal Navy benutzt, für einen 1918 in Aberdeen gebauten Drifter der Admiralität.
Quellen: Naval Historical Center, Washington D.C.; Royal Naval Historical Branch, London
Hubbards Dienstakten zeigen, dass Leutnant der höchste Grad war den er erreichte. Darüber hinaus waren im Pazifik keine Korvetten im Einsatz, damit besteht keine Möglichkeit, dass Hubbard auf diesem Kriegsschauplatz an Bord einer Korvette gewesen sein könnte.
Quelle: L. Ron Hubbards Zusammenfassung der Dienstakten; Royal Naval Historical Branch, London
Es gab keine solche Formation. Es gab eine Vierte Geleitschutzgruppe, die ein Gemisch aus Korvetten und Zerstörern war und von Londonderry in Nordirland aus operierte. Diese befasste sich jedoch mit dem Begleiten von Konvois in die russische Arktik; keine Biographie von Hubbard hat je vorgegeben, dass er auf diesem Schauplatz Dienst leistete.
Quelle: Royal Naval Historical Branch, London
Hubbard behauptete, am 23.-25. Mai 1943 mindestens ein feindliches Unterseeboot bei einem "Einsatz" vor Tillamook in Oregon versenkt zu haben. Die nachfolgende Untersuchung durch die US Navy fand jedoch keine eindeutige Beweise von irgend einem anwesenden U-Boot und dass dort in der Nähe eine bekannte magnetische Ablagerung auf dem Meeresboden war, die anormale Anzeigen auf Hubbards Suchausrüstung verursacht haben könnte. Die PC Klasse der U-Bootjäger war relativ schwach bewaffnet; die 317 PCs zerstörten während dem ganzen Krieg nur drei Unterseeboote (davon nur eines im Pazifik). Ferner zeigten die Akten der Imperial Japanese Navy keine Berichte, dass zur fraglichen Zeit irgend welche Unterseeboote in jener Gegend waren oder verloren gingen. Nach dem Krieg durch die United States Navy und Britain's Royal Navy publizierte unabhängige Geheimdienstberichte berichten von keinen U-Booten, die weiter östlich als Hawaii versenkt wurden.
Quellen: Admiral Fletchers Protokoll vom 6. Juni 1943; Naval Historical Center, Washington D.C.; Jane's Fighting Ships of World War II (1989); Japanese Naval and Merchant Shipping Losses during World War II by all causes (US Navy Department, Feb. 1947); German, Italian and Japanese U-Boat Casualties during the War - Particulars of Destruction (UK Admiralty, Juni 1946)
Die medizinischen Akten der US Navy und der Veterans Administration von Hubbard zeigen, dass er keinerlei gefechtsbedingte Verletzungen erlitt, sondern stattdessen hauptsächlich an einem Geschwür im Zwölffingerdarm litt, das behandelt wurde. Es wurde ihm nie ein Purple Heart verliehen. Seine Autopsie im Januar 1986 zeigte keine Hinweise auf verheilte Schusswunden.
Quellen: L. Ron Hubbards Zusammenfassung der Dienstakten; Hubbards Akten der Veterans Administration; Berichte der US Navy über ärztliche Untersuchungen von Hubbard; Autopsiebericht von Hubbard
Der unmittelbare Grund für die Einlieferung Hubbards ins Spital 1945 war ein Geschwür im Zwölffingerdarm, das behandelt wurde. Er behauptete auch unter Schleimbeutelentzündung, Arthritis, Kurzsichtigkeit, da er "tropischem Sonnenlicht ausgesetzt" gewesen sein soll und einer ganzen Auswahl weiterer Beschwerden zu leiden.
Quellen: Hubbard's Veterans Administration Akten; Aufzeichnungen der US Navy von medizinischen Untersuchen von Hubbard