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Wichtigste Exporteure sollen jüngsten amerikanischen Marktprognosen zufolge auch 1999 die australischen Farmer bleiben, die voraussichtlich rund 1,16 Millionen Tonnen Rindfleisch auf dem Weltmarkt absetzen werden. Das wären allerdings 5,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie der Landvolk-Pressedienst Hannover (LPD) mitteilt. Während die USA ihre Rindfleischexporte um 9,6 Prozent auf 1,080 t ausweiten werden, rechnen Experten für die EU mit einem Rückgang des Exportvolumens um 3,9 Prozent auf 715,000 t. Auch die Neuseeländer dürften mit 425,000 t rund 4,4 Prozent weniger Rindfleisch auf dem Weltmarkt anbieten als 1998. Dagegen sollen die beiden traditionellen Exportländer Brasilien und Argentinien ihre Ausfuhren erheblich ausweiten. Mit 420,000 t beziehungsweise 350,000 t würden sie 1999 jeweils 25 Prozent mehr auf dem Weltmarkt absetzen als im Jahr zuvor.
Leichte Belebung vorhergesagt
Insgesamt wird sich der internationale Handel mit Rindfleisch in diesem Jahr voraussichtlich leicht beleben. So wird Argentinien seine Ausfuhren wieder erhöhen, nachdem im vergangenen Jahr hohe Inlandpreise für Rindfleisch die Exportneigung gehemmt hatten und die brasilianischen Exporteure dürften von der Abwertung der eigenen Währung profitieren. Den australischen und neuseeländischen Exporteuren sind dagegen aufgrund der wirtschaftlichen Krise in Asien wichtige Absatzmärkte weggebrochen, während das Exportvolumen der USA und der EU entscheidend von der wirtschaftlichen Situation in Russland beeinflusst wird. So wird die EU zwar auch 1999 erheblich an den Nahrungsmittelhilfslieferungen nach Russland beteiligt sein, vor der dortigen Währungskrise machten die Exporte nach Russland jedoch immerhin gut 40 Prozent der gesamten EU-Ausfuhren aus. Bereits 1998 waren die europäischen Rindfleischexporte um 159,000 t auf 744,000 t gesunken.
Zusätzlich zu schaffen machte den europäischen Produzenten zwischenzeitlich der Imageverlust von Rindfleisch; der Verbrauch ist seither jedoch wieder leicht gestiegen. Für 1999 wird für die gesamte EU mit einer Zunahme des Verbrauchs um 0,4 Prozent auf 7,15 Mio. t gerechnet. Zusätzlich sollen von der EU eingeführte marktstabilisierende Massnahmen Früchte tragen. So hatten vor allem Deutschland, Frankreich und die Niederlande 1998 ihre Herden kräftigt abgestockt, so dass mit einem Rückgang der Produktion um 1,7 Prozent auf 7,36 Mio. t gerechnet wird.
Quelle: LPD