Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03633.jsonl.gz/2155

Im Rennen um die Nominierung als Präsidentschaftskandidaten ihrer Parteien haben die favorisierten Bewerber Hillary Clinton und Donald Trump am Dienstag wichtige Etappensiege errungen. Insgesamt fanden am «Super Tuesday» in zwölf Staaten Vorwahlen statt.
Beide Kandidaten setzten sich Hochrechnungen zufolge bei den Vorwahlen ihrer Parteien in jeweils fünf Bundesstaaten durch. Der umstrittene Milliardär und Unternehmer Trump gewann demnach bei den Vorwahlen der Republikaner in Alabama, Georgia, Massachusetts, Virginia und Tennessee.
Im Bundesstaat Virginia holte er den Sieg nach Auszählung von 83 Prozent der Stimmen fünf Prozentpunkte vor seinem Konkurrenten Marco Rubio, wie Fox und CNN berichteten. In dem Bundesstaat geht es bei den Konservativen um 49 Delegierte.
Im US-Bundesstaat Arkansas liegt nach Angaben mehrerer US-Sender bei den Republikanern Trump vor Ted Cruz und Marco Rubio. Das ergaben erste Nachwahlbefragungen. Es gab aber noch kein verbindliches Ergebnis.
Knappes Rennen in Massachusetts und Oklahoma
Trump meldete sich nach jedem Erfolg im Onlinedienst Twitter zu Wort. Keinen klaren Sieg konnte er zunächst in den Bundesstaaten Vermont und Oklahoma erringen. Dort war das Ergebnis wegen des knappen Rennens kurz nach Schliessung der Wahllokale noch ungewiss. In Oklahoma rang Trump laut Teilergebnissen mit dem erzkonservativen Senator Ted Cruz um den Sieg, in Vermont mit dem gemässigt-konservativen Gouverneur von Ohio, John Kasich.
Ex-Aussenministerin Clinton gewann laut Prognosen die Vorwahlen der Demokraten in Alabama, Arkansas, Georgia, Tennessee und Virginia. Clintons Rivale Bernie Sanders konnte die Demokratische Vorwahl in seinem Heimatstaat Vermont für sich entscheiden.
Clinton musste noch in den Bundesstaaten Massachusetts und Oklahoma bangen.
Sanders macht weiter
Clintons letzter verbliebener Rivale Sanders schloss ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur aus. Er plane fest, in allen Bundesstaaten anzutreten, sagte er vor Anhängern in seiner Siegesrede in seinem Heimatstaat Vermont. Es gehe darum, Amerika zu einem gerechteren Staatenbund zu machen, sagte er vor jubelnden Anhängern. Sanders hofft darauf, am «Super Tuesday» die Mehrheit in insgesamt fünf Bundesstaaten erringen zu können.
Von den Vorwahlen am Dienstag wurde eine Vorentscheidung über die Kandidaten für die Nachfolge des demokratischen Präsidenten Barack Obama erwartet, der nach zwei Amtszeiten nicht wieder antreten kann. Der nächste US-Präsident wird am 8. November gewählt.
Jagd auf Delegiertenstimmen
Der «Super Tuesday» ist im Kalender der US-Vorwahlen einer der wichtigsten Tage. Insgesamt wurde in 12 Staaten gewählt.
Um nominiert zu werden, muss ein republikanischer Bewerber auf mindestens 1237 Delegierte kommen, ein demokratischer auf 2383. Allein am «Super Tuesday» ging es bei den Konservativen um etwa 600 Delegierte, bei den Demokraten um rund 1000. (sda/dpa/reu/afp)