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Der 1. Weltkrieg traumatisierte ganz Europa. Mit dem Vertrag von Locarno sollten die Beziehungen der europäischen Siegermächte zum Kriegsinitiant und -verlierer Deutschland 1925 endlich wieder normalisiert werden. Allerdings schnürte der bereits geschlossene Friedensvertrag von Versailles Deutschland die Luft ab, und viele Siegermächte wollten den ungeliebten Kriegstreibern keinen Deut entgegenkommen. Die Verhandlungen in Locarno wurden heute vor 90 Jahren abgeschlossen. Von einer Normalisierung der Beziehungen zwischen Deutschland und dem Rest Europas konnte man danach aber nicht wirklich sprechen. Vier Jahre nach Locarno kam die Weltwirtschaftskrise, acht Jahre später übernahm Adolf Hitler die Macht in Deutschland, 14 Jahre später begann der zweite Weltkrieg.
(Bild: Die Vertragspartner Gustav Stresemann, Austen Chamberlain und Aristide Briand in Locarno – deutsches Bundesarchiv/Wikipedia)