Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/267625

<h2>SubmittedText<h2><p>Seit 1991 wird klinische Ernährung zu Hause angeboten und von den Sozialversicherungen vergütet. Seit 1996 erfolgt die Vergütung auf Basis von Verträgen der Krankenversicherungen mit Homecare-Anbietern. Die aktuelle Vergütungspraxis und die Leistungserbringung in hoher Qualität &nbsp;haben sich bewährt. Sie umfasst den gesamten Leistungskomplex wie Ernährungslösungen, Pumpen, Materialien und additive Leistungen. Diese enthalten die direkte Versorgung mit Nährlösungen und allen erforderlichen Materialien zum Patienten nach Hause, Instruktionen von &nbsp;Gesundheitsfachkräften und Patienten durch die Homecare-Anbieter. Die Homecare- Schulungen sind eine zwingende Voraussetzung für eine Therapiesicherung, für die Patientensicherheit und die Verbesserung der Adhärenz. Sie stellen zudem sicher, dass Hospitalisationen bzw. Rehospitalisationen möglichst vermieden bzw. reduziert werden und das Spitalaustritte früher erfolgen können.</p><p>Das BAG hat einer Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Krankenkassen, ärztliche Fachgesellschaft (GESKES), HomeCare- und Industrieverband den Auftrag gegeben, den gesamten Komplex in ein neues Vergütungssystem zu überführen und sie betreffend Vergütungsmöglichkeit ausschliesslich auf die MiGeL verwiesen hat.&nbsp;</p><p>Die Spitex und die Pflegeheime sowie die ärztliche Fachgesellschaft haben in diesem Zusammenhang bestätigt, dass niemand in der Lage wäre, diese additiven Leistungen zu erbringen. Sollten die additiven Leistungen nicht in die MiGeL überführt werden, was vom BAG geprüft wird, würde es demnach mit Sicherheit zu einer Versorgungslücke und gleichzeitig Kostensteigerungen durch Rehospitalisationen kommen.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgenden Fragen zu beantworten:</p><ol><li><p>Wie stellt der Bundesrat sicher,</p><p>a. dass der Systemwechsel zu keinen Versorgungslücken und zu keinen Kostensteigerungen führt?</p><p>b. dass die Leistungen weiterhin in der notwendigen Qualität, effizient und kostengünstig erbracht werden?</p><p>c. dass alle erforderlichen Leistungskomponenten (insb. additive Leistungen) auch in Zukunft vergütet werden?</p></li><li>Weshalb wird die Überführung in die MiGeL als sinnvollste Lösung erachtet?</li><li>Wie stellt der Bundesrat sicher, dass die Vergütungslösung der additiven Leistungen zusammen mit den betroffenen Akteuren so ausgestaltet wird, damit eine sachgerecht und betriebswirtschaftlich korrekte Vergütung sichergestellt ist?</li><li>Wann ist der Systemwechsel voraussichtlich geplant?</li></ol>