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Die typischen Gerichte aus Indien | Was wird in Indien gegessen?
Indiens kulinarische Welt ist reich an aromatischen Gewürzen und bietet eine breite Palette an Zubereitungsmethoden für Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte. Jede Region, religiöse Gemeinschaft und sogar jede Familie bevorzugt ihre eigenen Rezepte, bei denen oft eine Gewürzmischung namens Masala im Mittelpunkt steht. Mit bis zu 25 verschiedenen Gewürzen wird jedes Gericht zu einer besonderen Delikatesse. Grundnahrungsmittel sind Brot (Roti), Reis und Dal (eine Art von Hülsenfrüchtebrei).
Ein typisches Essen setzt sich aus mehreren Gängen zusammen, wobei Reis oft den Hauptbestandteil bildet (im Norden durch Fladenbrote ersetzt). Traditionell werden in der indischen Küche alle Gänge gleichzeitig serviert. Obwohl indische Gerichte scharf sein können, müssen sie es nicht zwangsläufig sein. Scharfe Chilis sorgen für die bekannte Schärfe, die sich mit Reis und Joghurt mildern lässt. Ein „nicht so scharf“ bei der Bestellung dämpft die Schärfe etwas.
Ist Curry ein eigenständiges Gewürz?
Der Begriff „Curry“ bezieht sich nicht auf das uns bekannte gelbe Gewürzpulver, sondern ist die Bezeichnung für Gerichte aus Fleisch, Fisch oder Gemüse, die mit einer würzigen Sauce serviert werden. Die Geschmacksvielfalt der Currys ist enorm und hängt von den jeweiligen Gewürzmischungen ab, die etwa Kurkuma, Kardamom, Koriander, Ingwer, Senfsamen und das Gewürzblatt Karipatta (daher auch der Name „Kari“) umfassen können.
Die indischen Snacks für zwischendurch
Sättigende Vollkornfladenbrote wie Chapati und Paratha, mit Kartoffeln oder Blumenkohl gefüllte Aloo Paratha oder Gobi Paratha, frittierte Gemüseteilchen (Pakoras) und in Fett ausgebackene Teigtaschen (Samosas) sind beliebte Snacks. Bekannte regionale Snacks sind z.B. in Mumbai die Vada Pav, ein pikanter, frittierter Kartoffelpuffer, der in einem Brötchen serviert wird, oft begleitet von verschiedenen Chutneys. Das perfekte Street-Food aus Mumbai. In Nordostindien sind die gedämpften oder gebratenen Teigtaschen namens Momos weit verbreitet. In Südindien treffen Sie häufig auf Murukku, einen knusprigen Snack aus Reis- und Urdbohnenmehl, der in spiralförmige oder kreisförmige Formen gepresst und dann frittiert wird.
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Die Tandoori Küche aus Nordindien
Auf Indien Rundreisen können Sie die Tandoori-Küche geniessen, bei der im mit Holz oder Holzkohle befeuerten Tandoor-Lehmofen nicht nur schmackhafte Fladenbrote, sondern auch gewürzintensive Hühner, Fleischspiesse und Fische zubereitet werden. Durch die hohen Temperaturen, welche der zylindrische Ofen erreichen kann, wird das Gargut aussen knusprig und bleibt innen saftig. Die intensive Hitze führt zu kurzen Garzeiten und einem speziellen Genusserlebnis. Fleisch, Fisch oder Gemüse werden vor dem Garen mariniert, oft in einer Mischung aus Joghurt und verschiedenen Gewürzen, die typischerweise aus Garam Masala, Koriander, Kreuzkümmel, Knoblauch, Ingwer und Chilis bestehen. Durch das Kochen über offener Flamme erhält das Essen eine charakteristische rauchige Note.
Typische Gerichte der Tandoori Küche sind:
- Tandoori Chicken: Hühnerstücke, die in einer Marinade aus Joghurt und Gewürzen eingelegt und dann im Tandoor gebacken werden.
- Naan: Ein fluffiges, flaches Brot, das an den Wänden des heissen Tandoor gebacken wird.
- Kebabs: Fleisch- oder Gemüsespiesse, die mariniert und dann im Tandoor gegrillt werden.
- Tandoori Roti: Ein weiteres Fladenbrot, das oft aus Vollkornmehl hergestellt und im Tandoor gebacken wird.
- Tandoori Fisch: Verschiedene Fischarten werden mariniert und im Tandoor zubereitet.
Obwohl die Tandoori-Küche ursprünglich aus dem Nordwesten des indischen Subkontinents stammt, hat sie sich inzwischen in ganz Indien und auch international verbreitet. Tandoori-Gerichte sind für ihre rötliche Farbe bekannt, die durch die Verwendung von Chilipulver, Kurkuma und manchmal auch Lebensmittelfarbe in der Marinade entsteht. Es gibt auch vegetarische Tandoori-Optionen, bei denen Paneer (ein indischer Frischkäse), Pilze oder andere Gemüsesorten verwendet werden.
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Die vegetarisch beeinflusste Küche aus Südindien
Die vegetarische indische Küche ist besonders vielfältig und überzeugt sogar passionierte Fleischesser, insbesondere durch die variantenreichen Angebote im Süden des Landes. In vielen Formen wird auch Reis verwendet, entweder als Hauptzutat für Pfannkuchen, für Kuchen oder auch Brei. Traditionellerweise werden im Süden viele Teige fermentiert, was den Gerichten eine einzigartige Textur und einen besonderen Geschmack verleiht. Auch die Verwendung von Kokosnuss in den Gerichten hat eine lange Tradition. Häufig wir auch Tamarinde verwendet, um den Gerichten eine saure Note zu verleihen. Die Basis vieler Gerichte aus Südindien sind Linsen (vor allem für Sambars und Dals). Besonders hervorhebenswerte Speisen sind:
- Dosa: Ein dünner, knuspriger Pfannkuchen aus fermentiertem Reis- und Urdbohnenmehl. Es wird oft zum Frühstück oder Abendessen serviert und mit verschiedenen Chutneys und Sambar (einer würzigen Linsensuppe) begleitet.
- Idli: Das sind gedämpfte, weiche, fluffige Reiskuchen, die aus einer fermentierten Teigmischung aus Reis- und Urdbohnenmehl hergestellt werden. Sie werden üblicherweise mit Kokosnuss-Chutney und Sambar serviert.
- Sambar: Eine würzige und saure Suppe aus Tuar-Dal (gelbe Linsen) und Gemüse, gewürzt mit einer speziellen Gewürzmischung namens Sambar-Pulver und Tamarinde.
- Vada: Frittierte, knusprige, donut-ähnliche Snacks aus Urdbohnenmehl, oft gewürzt mit Schwarzkümmel, Curryblättern und Pfeffer.
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Indische Süssigkeiten
Indische Süssigkeiten, auch bekannt als "Mithai", sind integraler Bestandteil der indischen Küche. Mithais werden aus einer Vielzahl von Zutaten hergestellt, darunter Milch, Mehl, Ghee, Nüsse, Safran, Kardamom, Kokosnuss und vieles mehr. Die meisten indischen Süssigkeiten sind sehr reich an Zucker, oft durch den Einsatz von Zuckersirup oder kondensierter Milch. Viele Mithais sind mit indischen Gewürzen und Aromen wie Kardamom, Safran oder Rosenwasser verfeinert. In der Textur können diese entweder weich und schwammig oder hart und knusprig sein. Zu den bekanntesten indischen Süssigkeiten gehören:
- Gulab Jamun: Kleine, runde Teigbällchen aus Milchpulver oder Milchsolids, die frittiert und dann in Zuckersirup getaucht werden.
- Jalebi: Spiralförmige, frittierte Teigsnacks, die in Zuckersirup getaucht werden, sodass sie süss und klebrig werden.
- Rasgulla: In Zuckersirup gekochte, leichte, schwammige Bällchen aus Quark oder Paneer
- Rasmalai: Flache Rasgullas, die in eine süsse, würzige Milchsosse getaucht werden.
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