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Der grosse, offenbare Tag
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Während dieser Vorbereitungen, die ich zu Ende führte, um sogleich fahren zu können, wenn der Nebel zu lichten versprach, gesellte sich mir immer häufiger einer der Kameraden Pitirims, half mir wie verschämt, griff hier zu und dort zu, immer so, als geschähe es nur nebenbei, bis er mich mit einem Male fragte, ob er mitkommen dürfe. Dessen war ich von Herzen froh und seg-[104]nete ihn für seinen Entschluss, wogegen er sich nicht wehrte, und wir verabredeten miteinander, daß der eine den anderen aufsuchen und abholen sollte, wenn der Nebel sich nur hob und wir die Fahrt antreten konnten. Der Jüngling, Makari hieß er, versprach, sich zu rüsten. So war die Nacht hereingebrochen, abermals eine Nacht, die der Unglückliche, wenn er noch lebte, auf dem Eise verbrachte. Ob das die letzte war, oder hatte er schon, ohne daß wir es wussten, seine letzte erlebt? Ich war dankbar, daß es dunkel war, als ich nach Hause kam. So brauchte ich die verweinten Augen meines Weibes nicht allzu deutlich zu sehen.
Ich bitte zu Gott, daß der Nebel sich niemals heben möge, schluchzte sie am Abend, als wir uns legten. Aber da ergriff ich ihre Hände und riss sie auseinander und führte sie vor das Bild der jungfräulichen Mutter mit dem Kind und sprach: Tu Buße, Weib, für solch sündhafte Reden! Bete, bete, daß er noch leben möge, und daß es gelingt, ihn zu retten! Bete, daß der Nebel sich noch zur Stunde hebe und wir ihn finden und vom Herrn beschirmt zurückkehren! Bete: Allerreinste, erhabene, erbarmende Mutter... und ich trat neben sie und umschloss ihre bebenden Hände und beugte mein Haupt vor dem Bilde. - Und sie begann leise und mitunter von Tränen überwältigt und mit Händen, die ich zwischen den meinen zittern fühlte wie ein erregtes, frierendes Vögelchen, nachzusprechen, was ich ihr vorsprach.
Segne mich! bat ich sie, als wir uns legten, und sie zeichnete das Kreuz über mich.
Der Herr ist auch in den Schwachen mächtig, sagte ich, und ich fühle, Er befiehlt es.
In derselben Nacht, nach Mitternacht, klopfte Makari, mein Begleiter, an unsere Hütte und meldete, der Nebel hebe sich, es sei ein Windchen aufgekommen, und alles verspreche einen klaren Tag.
Erkennst du das Zeichen der gnädigen Erhörung? sagte ich zu meinem Weibe. Bleibe im Gebet! Ich bin bald wieder zurück!
Das konnte wie eine Lästerung klingen, aber es war die Gewissheit des Glaubens, der Berge versetzt.