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FESTSTELLUNG DER SCHWÄCHUNG DER REITKULTUR
In weniger als einem Jahrhundert wurde die Beziehung zwischen Mensch und Pferd völlig umgekrempelt. Durch die Mechanisierung ersetzt, verlor das Tier seine Gebrauchsfunktion und wurde zum Freizeit- oder Gesellschaftspferd. Dieser Wandel, der mit der Urbanisierung unserer Gesellschaft einherging, verursachte eine Schwächung der Reitkultur, die einst durch den regelmäßigen Kontakt mit dem Pferd auf dem Land oder in der Armee gewährleistet wurde.
LEIDENSCHAFTLICHE MENSCHEN, DENEN ES AN ORIENTIERUNG FEHLT
Dennoch hat die Begeisterung für das Pferd in der Gesellschaft nicht nachgelassen. Es wird geschätzt, dass in der Schweiz etwa 250.000 Menschen, vor allem Frauen, regelmäßig mit Pferden arbeiten, wobei nur eine Minderheit von ihnen einer Reitschule angehört oder eine Lizenz für den Leistungssport besitzt. Allerdings gibt es noch immer nur wenige Bildungsprojekte, die sich an sie richten. Daher ist es für die Mehrheit der Akteure in der Pferdebranche schwierig, Zugang zu den Empfehlungen für gutes Benehmen zu erhalten, die eine gesunde Beziehung zum Pferd ermöglichen.
EINE TRANSFORMATION DER GESELLSCHAFT
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Gesellschaft in Bezug auf ihre Beziehung zu Tieren stark verändert. Für viele Reiter ist das Wohlbefinden ihres Pferdes mittlerweile genauso wichtig wie der Sport.