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Die Video Installation «The Silicon Monk», bestehend aus Video- und Audio-Loops, bezeichnet der Künstler als «mythisches Wesen». Die chaotische Collage besteht aus manipuliertem Found Footage Material aus den digitalen Medien, kombiniert mit der Aufzeichnung einer Performance, bei der eine Frau eine zeremonielle Glocke schlägt. Das gefundene Internet Material sampelt Video-Streaming-Websites mit Schwerpunkt auf youtube Produktbewertungen, „Reaktionsvideos“ und „Life Hacks». Die Collage bombardiert die Sinne mit Lärm und Ablenkung, die getarnt als Rat und Information daherkommen. Die Stimme, die dabei spricht, ist schamlos konsumorientiert und selbstbewusst. Die Arbeit «The Silicon Monk» fetischisiert unsere menschlichen Körper wie auch die von uns produzierten Gadgets – die Grenzen zwischen den Bereichen verwischen.
Dagegen steht die Glocke, ein altes religiöses Instrument, das traditionell im Buddhismus für Meditationsrituale verwendet wird. Sie wird im Westen allgemein als «tibetische Klangschale» bezeichnet und symbolisch für den Wunsch nach Einfachheit, Klarheit und Heilung eingesetzt. Die Glocke mit ihrem bezaubernden Klang mutiert jedoch ironischerweise selber zum Objekt einer Verbraucherkultur, denn durch den Einsatz bei spirituellen Heilern und Fitnesstrainern wurde sie sehr populär.
«The Silicon Monk» wirkt wie ein Pendel, unser Fokus wird kontinuierlich von der Kakophonie der digitalen Collage auf den Wohlklang der Glocke verschoben: Von der Angst hin zu Gleichgültigkeit und Gelassenheit.
Standort: Crypto Valley Lab, Dammstrasse 16, Zug