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Rämistrasse: Endlich Platz für Velos
Der Veloweg entlang der Rämistrasse ist für den Veloverkehr in der Stadt Zürich und ganz speziell auch für das Hochschulquartier von grosser Bedeutung. Um zu zeigen, dass seine Lösung trotz enger Platzverhältnisse machbar ist, macht der VCS Zürich nun einen Vorschlag für einen durchgehenden und sicheren Veloweg entlang der Rämistrasse zwischen Bellevue und Heimplatz. Wichtig ist für den VCS Zürich, dass mit diesem pragmatischen Vorschlag eine schnelle Realisierung möglich ist. Damit ist auch ein früher Nutzen erreichbar.
Ein durchgehender und sicherer Veloweg für die Rämistrasse
Die sehr eng dimensionierte Rämistrasse stellt topografisch wohl die einzig realistische Möglichkeit dar, die linksufrigen Quartiere (Kreise 2, 3, 4) und die Seegemeinden mit dem Hochschulgebiet und dem Kreis 7 für Velos zu verbinden. Die Rämistrasse ist deshalb ein zentraler Baustein, um die Vorgabe des Kantons Zürich, den Veloanteil im Rahmen des Masterplans Hochschulquartier markant zu erhöhen, auch tatsächlich zu erreichen.
Beim Lösungsvorschlage für den Veloweg an der Rämistrasse orientierte sich der VCS Zürich an zwei Rahmenbedingungen: Erstens muss der Vorschlag rasch realisierbar sein und darf deshalb weder eine Verschiebung der bestehenden Mauer noch eine Veränderung der Lage der Tramgleise beinhalten. Sonst wäre die Lösung viel zu teuer gewesen und es würde viele Jahre bis zur Realisierung dauern. Zweitens sollte keine der übrigen Verkehrsarten beeinträchtigt werden.
Die vom VCS Zürich nun vorgeschlagene Lösung erlaubt es, trotz der sehr engen Platzverhältnisse, einen durchgehenden Veloweg bergwärts wie talwärts zu realisieren. Weil bergwärts wegen der Steigung eine grössere Breite nötig ist, schlägt der VCS hier eine durchgehende Breite von 1.80 m vor. Um auch den Fussgängerinnen entlang der Häuser an der Rämistrasse eine Verbesserung anzubieten, kann der Veloweg talwärts allerdings nur 1.25 m breit sein.
Der Fussweg entlang der Gebäude Rämistrasse 23 – 27 wird entgegen den Vorschlägen der Stadt Zürich in der Planauflage vom März 2015 deutlich verbreitert. Statt einem 1.82 m breiten Trottoir entlang der Rämistrasse auf der Westseite kann ein mindestens 2.62 m breites Trottoir angeboten werden. Dies auch als Kompensation dafür, dass das enge und im Wesentlichen nur zur Erschliessung des Parkhauses Rämistrasse dienenden östlichen Trottoir zugunsten der Velospur aufgehoben wird. Der VCS nimmt hier die Idee einer Visualisierung des Tiefbaudepartementes von Anfang 2017 auf, den Personen-Zugang zum Parkhaus entlang der Rämistrasse aufzuheben und oberhalb der Stützmauer der Rämistrasse anzubieten. Eine vom VCS vorgeschlagene Passerelle über die Rämistrasse erlaubt einen attraktiven Zugang vom Parkhaus zum Hirschengraben, zum Heimplatz und zur Altstadt. Die bestehenden Fusswege (Caroline-Farner Weg, Olgaweg und Hohe Promenade) sind für das aufzuwertende Fusswegnetz zum Hochschulgebiet attraktiver zu gestalten. Die Parkhaus-Zufahrt aus der Rämistrasse kann entgegen dem Vorschlag von Stadtrat Filippo Leutenegger von Anfang 2017 bestehen bleiben. Die Anpassungen am Parkhaus sind problemlos möglich, weil die Stadt Zürich selber Eigentümerin des Parkhauses Hohe Promenade ist.
Um einen Veloweg und gleichzeitig ein breiteres, westliches Trottoir zu ermöglichen, müssen sich der Autoverkehr und die Trams auf einem kleinen Teilstück die Spur teilen. Dank der neuen Verkehrsführung des Trams am Heimplatz (Verschiebung der Tramhaltestelle) und einer intelligenten Lichtsignal-anlage am Heimplatz, am Zeltweg und am Hirschengraben kann der Verkehr so gesteuert werden, dass ein reibungsloser Trambetrieb garantiert werden kann und es zu keinem Kapazitätsabbau und zu keinem Stau für den Autoverkehr kommt.