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Davos
(Kt. Graubünden, Bez. Ober Landquart).
Kreis des Kantons Graubünden; umfasst die gesamte Thalschaft Davos mit der einzigen Gemeinde Davos und zählt 8333 Ew.
(Kt. Graubünden, Bez. Ober Landquart).
Kreis des Kantons Graubünden; umfasst die gesamte Thalschaft Davos mit der einzigen Gemeinde Davos und zählt 8333 Ew.
(Kt. Graubünden, Bez. Ober Landquart, Kreis Davos). Gemeinde und Thalschaft. Davos, nach Chur die grösste und bevölkertste Gemeinde des Kantons Graubünden und zugleich einer der Verwaltungs- und Gerichtskreise des Kantons und des Bezirkes Ober Landquart; liegt in dem von NO.-SW. sich hinziehenden Thale gleichen Namens, das vom Davoser Landwasser durchflossen wird und durch die Strelakette vom Schanfigg, durch einen Ausläufer der Albulakette vom Engadin getrennt ist. Es bildet mit seinen von SW. her in das Hauptthal einmündenden Nebenthälern, dem Flüelathal, Dischma und Sertig, eine sehr liebliche und malerische Landschaft mit schmucken, z. T. städtisch aussehenden Dörfern und zahlreichen Weilern, Höfen und Häusergruppen und weist mit den Nebenthälern 6, einst an Forellen reiche Seen auf, von denen der bedeutendste der Davoser Grosssee am Fusse des Seehorns ist.
Die höchste Erhebung des ca. 17 km langen Thales ist, abgesehen von den dasselbe umschliessenden Bergen, der Wolfgang (1633 m) im NW. der Landschaft, wogegen die Hoffnungsau oder der Schmelzboden (1330 m), am Eingang der Schlucht durch die «Züge», der tiefste Punkt der Landschaft ist. Einst ist das Davoserthal bedeutend länger gewesen: das Davoser Landwasser hatte seinen Ursprung in der Rätikonkette am Schlappiner Joch und floss hoch über dem jetzigen Thalkessel von Klosters durch das bedeutende Längsthal, das in seiner jetzigen verkürzten Gestalt Davos heisst.
Die durch Erosion ihr Bett nach rückwärts verlängernde Landquart schnitt den Oberlauf des Landwassers ab, u. der Wolfgang bildete von da an die Wasserscheide zwischen dem Gebiete beider Flüsse. Der nordwestlichste Teil von Davos, der vom Wolfgang aus sich noch 3 km weit gegen Klosters im Prätigau hinzieht, ist somit dieser letztern Thalschaft angegliedert. Die ganze Landschaft Davos mit Einschluss des gegen das Prätigau hin liegenden Laret bildet nur eine einzige politische Gemeinde, welche 5 Kirchgemeinden, Davos Dorf mit Davos Laret als Filiale, Davos Platz, Davos Frauenkirch, Davos Glaris und Davos Monstein in sich fasst. Hauptort der Gemeinde ist Davos Platz, das zusammen mit Davos Dorf den weltberühmten Kurort für Lungenkranke bildet und von Fremden und sogar auch Einheimischen häufig fälschlich allein als Davos bezeichnet wird.
Seit dem Jahre 1890 ist Davos durch die Schmalspurbahn Landquart-Davos, bisher die höchste Adhäsionsbahn Europas, welche jetzt eine Linie der Rätischen Bahn bildet, mit den Vereinigten Schweizer Bahnen und dem übrigen schweizerischen Eisenbahnnetze verbunden; der Bau einer Linie Davos-Filisur, welche Davos direkt mit der Engadinerlinie der Rätischen Bahn verbinden soll, ist wohl nur eine Frage der Zeit. Eine Poststrasse, welche vom Prätigau her über den Wolfgang Davos erreicht, durchzieht die ganze Landschaft und verbindet diese auch mit der sö. liegenden Thalschaft Belfort.
Eine andere Strasse, die besonders seit dem Bau der Eisenbahnlinie Landquart-Davos einen sehr grossen Verkehr aufweist, zweigt in Davos Dorf ab und führt über den Flüelapass (2388 m) nach Süs im Unterengadin. Tägliche Posten vermitteln den Verkehr zwischen Davos und dem Engadin einerseits und Davos und der Thalschaft Belfort, Chur und Thusis andrerseits, wogegen der Verkehr von und nach dem Prätigau durch die Eisenbahn besorgt wird. Saumpfade führen über den Strela nach Langwies, über die Furka nach Arosa, welches einst einen Teil der Gemeinde Davos bildete, und über den Scaletta nach Scanfs im Oberengadin.