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Was ist ein Trauma?
Die folgenden Erfahrungen werden als Trauma bezeichnet:
eine starke psychische Erschütterung, die sich langfristig auf unser Leben auswirkt
eine körperliche Verletzung, welche durch Gewalteinwirkung entstanden ist
Wenn wir einer Bedrohung gegenüberstehen, erfolgt unsere Reaktion instinktiv. In unserem Gehirn wird in kürzester Zeit aussergewöhnlich viel Energie ausgeschüttet. Das ist notwendig damit wir fliehen oder kämpfen (oder unsere Kinder in Sicherheit bringen) können. Wenn dies nicht möglich ist, erstarren wir. Die Energie bleibt im Nervensystem stecken, wir fühlen uns ohnmächtig, hilflos, entsetzt, ungeschützt und stehen Todesangst aus.
Traumatische Erfahrungen sind Ereignisse, die unsere Verarbeitungsfähigkeit bei weitem übersteigen. Ihre Verarbeitung braucht Zeit.
Welche Ereignisse lösen ein Trauma aus?
Es gibt Ereignisse, wie z.B. schwere Verkehrsunfälle, die von allen Betroffenen als Trauma erfahren werden. Während diese Erlebnisse in der Regel einmalig sind, entstehen Beziehungstraumata oft durch wiederkehrende Handlungen. Häufige Ursachen sind:
Vernachlässigung, Gewalt, sexualisierte Gewalt
Schwere Erkrankungen eines Kindes / Tod eines Kindes
Schwere Erkrankungen der Eltern, körperlich und v.a. seelisch
Naturkatastrophen, Krieg, Vertreibung
Unfälle
Medizinisch notwendige Eingriffe (z.B. während Geburten)
wiederholte Demütigungen, Beschimpfungen, Abwertungen, Mobbing
Verlassenwerden
Auch die Zeugen solcher Situationen können traumatisiert werden. Oft leiden sie genauso, da es für sie keine Handlungsmöglichkeiten (= keine Bewegung) gab.
Kinder können traumatisiert werden durch Erfahrungen, die Erwachsene nicht für traumatisch halten, z.B. den Angriff eines Tieres, körperliche Verletzungen durch Unfälle und Stürze etc.
Nicht jedes Trauma muss therapeutisch behandelt werden. Wenn es Ihnen gut geht, wenn Sie ihr Leben meistern und keine Probleme im Hier und Jetzt haben, dürfen Sie das Vergangene hinter sich lassen, auch wenn es schwierige Ereignisse beinhaltet.
Gibt es typische Reaktionsmuster?
Die erste Reaktion kann je nach Person ein Erstarren, eine Flucht aus der Situation oder ein automatisches Handeln (wie eine Maschine) sein. Anschliessend werden verschiedene Bewältigungsphasen durchlebt, die zu einer Integration und Einordnung in einen grösseren Zusammenhang führen.
Wenn diese Verarbeitung nicht gelingt, kann eine ganze Palette von Symptomen auftreten:
Schreckhaftigkeit, anhaltendes Gefühl von Bedrohung
Vermeiden von Situationen, Orten und Menschen, die Erinnerungen an das belastende Ereignis auslösen könnten
Nachhallerinnerungen (Flashbacks), das Trauma wird in Gedanken wieder und wieder erlebt
Alpträume
Übererregung mit vermehrtem Schwitzen, Unruhe oder Schlafstörungen
Reizbarkeit
Übermässiges Kontrollieren, Zwangsstörung
übermässige Ängste oder Panik
Körperliche Beschwerden wie Schmerzen, Herzrasen, erhöhter Puls, Verdauungsstörungen können begleitend auftreten
Traumatische Erlebnisse können so stark abgespalten sein, dass jahrelang keine Symptome auftreten. Erst wenn das Ereignis getriggert wird (durch ähnliche Gerüche, Gefühle, körperliche Zustände etc.) kommt das Trauma an die Oberfläche. Dabei spielt es keine Rolle, ob unser Verstand die Situation rückwirkend als «traumatisch» oder als «unbedeutend» einstuft. Dies zeigt auch, dass das Trauma nicht nur auf der Ebene des Verstandes sondern auch körperlich und emotional verarbeitet werden muss.
Wie wirkt sich das auf unseren Energiekörper aus?
Durch traumatische Erlebnisse wird der Energiefluss in den verschiedensten Bereichen des Körpers und in den Eneregiezentren (Chakren) blockiert. Besonders oft sind das erste, dritte und fünfte der sieben Hauptchakren betroffen.
Das erste Chakra verbindet uns mit dem Hier und Jetzt. Wenn es beeinträchtigt ist, wird unsere Vitalität geschwächt, was zu einer höheren Anfälligkeit für Krankheiten führt und Ängste begünstigt. Wir verlieren schnell den Boden unter den Füssen.
Das dritte Chakra ist verbunden mit dem Nervensystem und unseren Beziehungen zu anderen Menschen. Es kann blockiert oder «zerrissen» sein. Dies führt dazu, dass Emotionen uns entweder überschwemmen oder dass wir gar nichts mehr fühlen. Entsprechend schwierig gestalten sich auch unsere Beziehungen mit anderen Menschen.
Das fünfte Chakra steht in Beziehung zu unserer Stimme und unserem Selbstbewusstsein. Für traumatisierte Menschen ist es oft eine grosse Herausforderung, über ihre Erlebnisse zu sprechen. Die Angst, nicht verstanden zu werden, mit guten Ratschlägen oder Kritik am eigenen Verhalten eingedeckt zu werden ist verständlich. Sie verhindert aber die Verarbeitung des Geschehenen. Schuldgefühle, das Vergangene «immer noch nicht» bewältigt oder im Griff zu haben treten auf oder man gibt sich selbst die Schuld für das Trauma (v.a. bei Beziehungstraumas/sexuellen Übergriffen).
Was geschieht bei der Energietherapie?
Tun sie sich schwer damit, über das Vergangene zu sprechen? Oder haben sie schon viel darüber geredet, aber die Symptome bleiben bestehen?
Die Energiezufuhr über den Körper bringt auf sanfte Weise Bewegung in den blockierten Zustand. Nach einem kurzen Gespräch dürfen Sie sich auf der Liege entspannen. Die erste Behandlung dient dem Ausgleich des ganzen Systems. In den Folgesitzungen werden nach und nach die einzelnen Chakren und Körperregionen sowie das Nervensystem gezielt behandelt. Massgebend ist immer die aktuelle Situation und das momentane Bedürfnis. Durch den erhöhten und freien Energiefluss kann das Trauma verarbeitet und integriert werden.
Was kann ich selbst tun?
Um den Energiefluss und die Vitalität als Ganzes zu erhöhen sollten Sie darauf achten, dass ihre Füsse warm sind. Sie können warmen Fussbädern nehmen, die Füsse massieren, Tanzen, beim Gehen bewusst abrollen oder morgens Taulaufen nach Kneipp (nur mit warmen Füssen!).
Aktivieren Sie ihre ganz persönlichen Kraftquellen. Dazu können persönliche Hobbies, Partner oder Freunde, Lieblingsorte (ihr Zimmer, ihr Bett, ihr Auto), Bewegung, Aufenthalte in der Natur, Musik, Kunst, schöne Erinnerungen und Dinge, die sie zum Lachen bringen gehören. Kurz, alles was in Ihnen positive Gefühle, Freude, Sicherheit und Trost auslöst.
Sorgen sie gut für sich selbst: sie müssen nicht stark sein. Wenn Ihnen in einer Situation unwohl ist und sie spüren, dass sie erstarren, ist es besser, Abstand zu nehmen.