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Heute vor 100 Jahren kam Hedwig Blatter im Kienholz bei Brienz im Kanton Bern zur Welt. Ihr Vater Johann war Schreinermeister und Erfinder, ihre Mutter Martha war Buffetdame. Nach der Sekundarschule in Brienz ging Hedwig ein Jahr als Au-pair nach Lausanne. Mit 18 ging sie nach England, wo sie fast zwei Jahre als Köchin in einer Familie diente. Die Rückkehr in die Schweiz während des Zweiten Weltkriegs war sehr schwierig. Mit 20 begann Hedwig die zweijährige Lehre als Säuglingsschwester in der Elfenau Bern und im Frauenspital. 1946 heiratete sie Max Schneider; das Paar zog nach Freiburg ins Jura-Quartier. Zwei Töchter und vier Söhne kamen auf die Welt. 1961 kaufte die Familie das Einfamilienhaus im Schönberg, wo Hedwig heute noch lebt.
Als Präsidentin der reformierten Kirchen des Kantons Freiburg war sie sieben Mal auf Reisen in Polen. Sie war auch Vorsteherin des schweizerischen Krippenverbands. Später folgten sieben Reisen als Synodalratspräsidentin der Freiburger Kirchen nach Sambia, wo sie mit einheimischen Frauen arbeitete. Am 1. November 2011 starb ihr Mann Max.
Hedwig Schneider erhält das traditionelle Geschenk für Hundertjährige, wie die Staatskanzlei mitteilt. Wegen der Corona-Pandemie bekommt sie aber keinen offiziellen Besuch von der Regierung.