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Früherer baselstädtischer SP-Ständerat Carl Miville gestorben
Der frühere Basler SP-Ständerat Carl Miville ist am Freitag, einen Monat vor seinem 100. Geburtstag, gestorben. Er sass für den Stadtkanton zwölf Jahre lang im Ständerat, wo er sich einen Namen als Sozialpolitiker und Vertreter der städtischen Anliegen machte.
Miville sei in seiner Wohnung in Basel ruhig gestorben, teilte seine Familie der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montag mit. Am 26. Juli hätte er seinen 100. Geburtstag feiern können.
Carl Miville stammte aus einer dezidiert links politisierenden Basler Familie. Sein Vater, der denselben Vornamen trug, durchlebte von 1920 bis 1951 zuerst als Sozialdemokrat, dann als Mitglied der kommunistischen Partei der Arbeit (PDA) eine Politiker-Karriere - unter anderem als Basler Regierungsrat und zuletzt als Nationalrat.
Der Jurist Cal Miville junior begann seine Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg als Redaktor der sozialdemokratischen "Basler AZ". Ab 1946 war er 16 Jahre lang Sekretär und später von 1971 bis 1977 Präsident der Basler SP. Von 1947 bis 1980 war er mit Unterbrüchen Mitglied des Grossen Rats, 1978 wurde er in den Nationalrat gewählt. Von 1979 bis 1991 hatte er für Basel-Stadt den einzigen Ständeratssitz inne.
In der Kleinen Kammer machte er sich für städtische Anliegen stark. Mit Vorstössen wollte er die "Übervertretung der ländlichen Kantone" abbauen. Darüber hinaus machte er sich neben seinem Beruf als Leiter des damaligen kantonalen Amts für AHV und IV sowie der Ausgleichskasse als Sozialpolitiker einen Namen.