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Die Nothilfe von Caritas Schweiz: Wiederherstellung der Lebensgrundlagen
Die ländliche Region um Camp-Perrin nördlich von Les Cayes befindet sich in einer gravierenden Notlage. Da dort viele Familien ihren Lebensunterhalt als Kleinbauern bestreiten, ist die Situation für sie besonders prekär. Im Dezember hat Caritas Schweiz zusammen mit der lokalen Partnerorganisation Ahaames ein Nothilfeprojekt gestartet. Die Bevölkerung arbeitet mit bei der Räumung ihrer Felder und befreit das Bewässerungssystem auf einer Länge von zwei Kilometern von Schutt. 1651 Personen verdienen mit diesen Arbeiten einen Lohn und können so vorübergehend den Lebensunterhalt ihrer Familien sicherstellen und Material für die Reparatur ihrer beschädigten Häuser einkaufen. Caritas gibt zudem Saatgut an 4550 besonders schwer getroffene Bauernfamilien. In einer zweiten Phase werden Setzlinge verteilt und landwirtschaftliches Werkzeug ersetzt.
In der Region Les Cayes ist im April 2017 ein weiteres Nothilfeprojekt mit den lokalen Partnerorganisationen Ahaames und Caritas Les Cayes angelaufen. Neben Camp Perrin konzentriert sich dieses Projekt auch auf die Gemeinden Arniquet und Saint-Jean. Caritas Schweiz unterstützt in diesen Dörfern 480 Familien mit Baumaterial gibt gleichzeitig lokalen Maurern und Schreinern technische Anleitung im taifunsicheren Bauen. Um die aktuelle Pflanzsaison zu nutzen und die nächste Ernte sichern zu können, werden ausserdem Setzlinge und Saatgut verteilt. Cash-for-Work-Aktivitäten erlauben es den Menschen, weiteres Material für den Wiederaufbau ihrer Häuser zu kaufen oder andere dringende Bedürfnisse zu decken.
Abgeschlossene Nothilfeprojekte
In Arniquet und Saint-Jean schloss Caritas Ende Februar bereits ein Projekt erfolgreich ab. Caritas Schweiz stellte über Caritas Les Cayes Lebensmittel und Cholera-Kits zur Verfügung und führte Sensibilisierungskampagnen zum Thema Cholera durch. Ausserdem leistete das Projekt finanzielle Hilfe, indem über ein lokales Telekommunikations-Unternehmen direkt Geld an besonders stark betroffene Familien überwiesen wird. Diese finanzielle Unterstützung wurde von den Begünstigten sehr geschätzt und dringend gebraucht, um die erste Zeit nach der Katastrophe zu überbrücken. Von diesem Projekt haben insgesamt 12'500 Personen profitiert.
Abgeschlossen ist auch die Nothilfe im Gebiet um Léogane (Delatte und Gros Morne) südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Dort erhielten 900 Bauernfamilien schnell reifendes Saatgut und Bohnen. Zudem verteilte Caritas Nägel und Wellbleche zur Reparatur der Häuser an 1000 Familien. Dank der Verteilung von Wellblech wurden 30 Schulen in Stand gestellt, sodass der Schulunterricht wieder geordnet stattfinden kann. Weil der Wirbelsturm die Zugangsrouten zerstört hatte, half Caritas bei der Instandsetzung von Strassen.
Caritas-Schulen und -Häuser haben dem Wirbelsturm standgehalten
Die fünf grösseren Schulzentren, die Caritas nach dem Erdbeben von 2010 erstellt hat, haben dem Wirbelsturm übrigens standgehalten und wurden nicht oder nur geringfügig beschädigt. 2500 Kinder können dort die Schule besuchen. Ebenfalls blieben die 600 erdbebensicheren Häuser, die vor sechs Jahren gebaut wurden, weitgehend unbeschädigt.
Caritas Schweiz dankt für Spenden auf Konto 60-7000-4, Vermerk «Wirbelsturm Haiti».