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Artikel zu «Farbkonzepte»
Auf das Objekt und den Bedürfnissen der Bauherrschaft abgestimmte Farbkonzepte sind für bestmögliche Resultate entscheidend.
Das ist zwar eine Binsenweisheit, aber beiden Anforderungen gerecht zu werden ist eine nicht zu unterschätzende Herausforderung.
Die Farbvorstellungen der Bauherrschaft haben Vorrang und sind richtungsweisend, aber sie sollten zum Raum passen und ‚realistisch‘ sein. Unter ‚realistische Farbvorstellung‘ ist sowohl die technische Machbarkeit gemeint (existiert diese Farbe in der erforderlichen Qualität? Kann die gewünschte Verarbeitungsqualität vor Ort erreicht werden? Ist die Umsetzung mechanischer Beanspruchung gewachsen?) als auch die oft schwer fassbare ästhetische Qualität eines farblichen Eingriffs zu verstehen.
Die Raumeigenschaften sind nach folgenden Kriterien zu ordnen und gegebenenfalls zu analysieren
- Raumproportionen (Raumhöhe? -Tiefe?)
- Lichtverhältnisse und -Qualitäten (Wieviel Licht ist vorhanden? Welches sind die belichteten Flächen, wohin soll das Licht geführt werden?)
- Tageszeit der Raumnutzung (Ist es ein vor allem abends im Kunstlicht genutzter Raum? Wird er bei Tageslicht auch genutzt?)
- Umgebungsfarben (Ist der Raum von farbreflektierenden Objekten wie Bäume, bunte Fassaden etc. umgeben?)
- gegebene und gewünschte räumliche Akzente (wie soll der Raum mittels Farbgebung und Farbakzenten modelliert werden?)
Das Zusammenspiel dieser Faktoren ergeben das Resultat, welches die gehabten Vorstellungen mindestens erfüllt und bestenfalls übertrifft. Meistens müssen ja Kompromisse eingegangen werden, und es ist meine Aufgabe, ein Farbkonzept als bestmöglichen Einbezug aller Vorbedingungen zu erarbeiten.