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Konrad von Sellenbüren gründet in Engelberg ein Doppelkloster: das Benediktinerinnen-Kloster St. Andreas und das Kloster Engelberg. Das Frauenkloster kann sich dank seiner Gönnerin, der ungarischen Königin Agnes (geb. 1280, gest. 1364), schnell etablieren.
1199
Ein Brand zerstört den grössten Teil des Klosters. 80 Nonnen und 40 Mönche leben im Doppelkloster.
1584 – 1615
Jahre des Niedergangs. Die Zahl der Schwestern reduziert sich auf 7. Das Leben im Frauenkonvent ist beschwerlich geworden; die Gebäude sind in einem derart schlechten Zustand, dass sie von den Engelberger Schirmorten als unbewohnbar eingestuft werden.
Die Schwesterngemeinschaft kämpft gegen ihre Auflösung und bleibt dank ihrem unermüdlichen Durchhaltewillen bestehen.
Die Folge davon ist, dass der Frauenkonvent vom Männerkloster getrennt und mit Hilfe der Obwaldner Regierung nach Sarnen verlegt wird. Die verbleibenden 7 Schwestern siedeln um.
Um 1730
Die Gemeinschaft umfasst 28 Schwestern.
1817 – 1980
Seit Einführung der allgemeinen Schulpflicht im Jahr 1817 betätigen sich ein bis drei Schwestern als Lehrerinnen an der Primarschule Sarnen. Zeitweilig stellt das Kloster auch Räume als Klassenzimmer zur Verfügung.
1882
Im Rahmen seiner Missionsarbeit sendet der Konvent Schwestern in die USA.
1888
Die Gemeinschaft umfasst 32 Schwestern.
1906
Gründung des Benediktinerinnen-Klosters St. Gertrud in Cottonwood, Idaho, Nordamerika.
1938 – 1998
Schwestern von St. Andreas sind in Otélé und Mbouda-Babété in Kamerun tätig. Heute leben 14 afrikanische Schwestern im von Sarnen abhängigen Priorat St. Benoît Mbouda-Babété.
1943
Die Gemeinschaft umfasst 50 Schwestern.
1964
Ein starkes Erdbeben zerstört Teile der Barockkirche St. Andreas.
1967
Neubau der Kirche, erweitert um einen modernen Chor.
2000
Die Gemeinschaft umfasst 21 Schwestern.
2005
Hochwasser überflutet das Kloster und zerstört einen Grossteil der wertvollen Kulturgüter. Mit einer Spendenaktion sollen die rettbaren Kulturschätze für die Nachwelt erhalten bleiben.
2009
Die Spendenaktion für die Hochwasserschäden konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Dank dem grossen Engagement von Stiftungen, Organisationen, Firmen und Privatpersonen konnte das Spendenziel von 7,4 Mio. für die Rettung der Kulturgüter erreicht werden.
2010
Im Rahmen der Sonderausstellung „Gerettet“ zeigt das Museum Bruder Klaus in Sachseln restaurierte Schätze aus dem Frauenkloster Sarnen, welche beim Unwetter 2005 zerstört und gerettet werden konnten. Die Gemeinschaft umfasst 7 Schwestern.
2015
Das Frauenkloster Sarnen kann ihr 400-Jahr-Jubiläum feiern. 1615 siedelten die Schwestern vom Kloster Engelberg nach Sarnen um.