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Ein Mädchen im blauen Kleid mit weissem Kragen und zwei langen, braunen Zöpfen steht an einem schwarzen Klavier. Davor sitzt ein junger Mann in beigem Anzug, der schon seine Hände auf der Klaviatur platziert hat, um zum Spiel anzusetzen. Konzentriert schauen beide auf das Notenblatt. Es sind der damals neunzehnjährige Heiner Vollenwyder und dessen dreizehnjährige Schwester Iris, die hier von Paul Gmünder porträtiert werden. Beide sind sehr musikalisch und engagieren sich später im Cäcilienverein Thun (heute Cäcilienchor). Heiner Vollenwyder wird Klavierlehrer und Komponist und leitet den Chor von 1952 bis zu seinem verfrühten Tod 1971. Iris wird Sängerin und Vorstandsmitglied im Chor. Paul Gmünder selbst ist auch seit Anfang der 1930er-Jahre Chormitglied und so ist die Musik das verbindende Glied zwischen den Vollenwyders und dem Künstler. Es verwundert daher auch nicht, dass sich Gmünder mit Klavierstunden für seine Kinder bezahlen lässt, als Heiner später eine lebensgrosse Porträtarbeit in Auftrag gibt.
Anja Seiler
Die Geschwister Vollenwyder lieben Musik.
Heiner spielt hier Klavier.
Später wird er Klavier-Lehrer und Komponist.
Er leitet einen Chor in Thun.
Iris wird Sängerin in diesem Chor.
Auch der Künstler Paul Gmünder singt in diesem Chor.
Musik verbindet also den Maler und seine beiden Modelle