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Hammär
[Hammer]
Ein Hammer ist ein Werkzeug, das von Hand gehalten, gerade bis bogenförmig geführt, unter Nutzung seiner Massenträgheit (meist) schwere Schläge auf Körper ausübt. Je nach seiner Masse und genützter Stiellänge wird er nach dem Heben (Ausholen) aus dem Hand-, Ellbogen- oder Schultergelenk - oder bei beidhändigem Halten aus dem Oberkörper - heraus beschleunigt. (vgl. Wikpedia)
Massetta, Fäustel
Schlegil, Vorschlaghammer
Tangla mit Tängilhammer; Dengelstock mit Dengelhammer;
Quelle: Maurus Schmid: Altes Handwerk
Schmiedehämmer und ihre Funktion;
Quelle: Hans Schmidt: Bsinnscht di nu?
Hammär
Der Hammer war vermutlich das weitverbreiteste Werkzeug. In jedem Haushalt gabe es in der Regel drei Hammertypen:
den Alltagshammer, das war im Dialekt einfach der Hammer; meistens war es ein Schlosserhammer nach deutscher Form; man brauchte ihn in unterschiedlichen Grössen für die vielseitigsten Arbeiten, vor allem zum Nägel einschlagen.
Für gröbere Arbeiten wurde der Fäustel, d Massetta, gebraucht. Mit der Massetta wurden Steine verkleinert oder vor allem mit dem Spitz- oder Flacheisen gearbeitet.
Praktisch in jedem Haushalt gab es auch einen Vorschlaghammer, der Schlegil. Er wurde zweihändig geführt und für die gröbsten Arbeiten verwendet.
Da früher praktische jede Familie neben ihren beruflichen Tätigkeiten eine kleine Landwirtschaft (Selbstversorger) besass, gab es auch in jedem Haushalt mindestens eine Tangla Dengelstock mit Tängilhammer (Dengelhammer).
Daneben gabe es auch schon früher eine unglaubliche Vielfalt von Spezialhämmer; praktisch jedes Handwerk hatte sein eigenes Sortiment (Schuster, Maurer, Schmied, Steinmetz etc.). Ein kleines, anschauliches Beispiel soll die Vielfalt der Schmiedehämmer aus der Grafik von Hans Schmid im nebenstehenden Bild sein.