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Stellen Sie sich einen Moment vor: Ein Komiker stirbt, und in der Folge entstehen über 40 Jahre immer wieder Songs, die ihn zum Thema haben, Songs von Grössen wie Tom Waits, Bob Dylan, Tim Buckley, Nico, R.E.M., Nada Surf, Chumbawamba, Simon & Garfunkel, The Stranglers, Genesis, The Boo Radleys pp.
Schwierige Vorstellung? Es dürfte aber auch kaum einen gegeben haben, der war wie Lenny Bruce. Einer der Ersten, der ihn in einem Lied verewigte, war der US-Singer/Songwriter Phil Ochs mit der Nummer «Doesn’t Lenny Live Here Anymore?».
Lenny Bruce, amerikanischer Stand-up Comedian, Satiriker und Bürgerschreck, würde heute 89-jährig, seine grosse Zeit war Ende der Fifties, Anfang der Sixties. Seine Witze zielten oft unter die Gürtellinie (also dorthin, wo's wehtut), darum hatte er irgendwann in den meisten Clubs der USA ein Auftrittsverbot – die Besitzer befürchteten, wegen Verbreitung von Obszönitäten gerichtlich belangt zu werden.
«Wenn Sie etwas am menschlichen Körper anekelt, beschweren Sie sich beim Hersteller!», meinte er dazu. Bruce starb an einer Überdosis (wie viele seiner Jazz-Idole) im August 1966.
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