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Was eigentlich als ein Abendessen geplant war, wurde ein mehrwöchiger Riesenspass. Ich kannte Moni aus Zürich nur flüchtig. Wir mochten uns sofort, und Kosmo sagte schnell «Mohi» zu ihr. So blieb sie in unserm Gästezimmer, und plötzlich machte alles viel mehr Freude.
Sie besorgte die einzige «Vogue» in ganz Ubud, eine Raubkopie des Films «The Great Gatsby» - und Schokoladeneis! Wir machten einen Meerjungfrauen-Ausflug auf eine einsame Insel, wo nur Pferdekutschen fahren. Sahen Delfine springen und tauchten nach Clownfischen und Schildkröten. Kosmo, gut verpackt in seinem Reima-50-UV-plus-Ganzkörper-Sonnenschutz-Anzug im Surferlook, war mit Eimer und Schaufel sehr zufrieden. Er baute eine Korallenburg nach der andern und schlief 13 Stunden am Stück. Die Sonne ging in paradiesischen Tönen auf und wieder unter.
Als wir wieder nach Hause kamen, erwartete uns ein Blumenmeer und Kuchen. Ich wunderte mich ein bisschen über so viel Liebesbekundung und fand bald heraus: Wahre Liebe ist, wenn Herzkumpel mit der Überbringung der schlechten Nachricht zuwartete - nämlich dass während unserer Abwesenheit in unser Haus eingebrochen und so ziemlich alles gestohlen wurde, was wir besassen. Zuwartete, solange wir noch in Robinson-Crusoe-Laune waren. Dann brachte er mir die «bad news» schonend bei. «Und was ist mit dem Computer?», fragte ich. «Den kaufen wir neu.» Solange die «Vogue» noch da ist.