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Am Montagmorgen wurde in Sitten die Petition «Gegen ein Asylzentrum in Turtmann» eingereicht. 2500 Unterschriften kamen dabei zusammen.
Heute hat das überpateiliche Komitee «Gegen ein Asylzentrum in Turtmann» Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten und Vizekanzlerin Monique Albrecht eine Petition mit rund 2500 Unterschriften gegen den Bau eines Bundesasylzentrums in Turtmann überreicht. Zwei Drittel der Turtmänner haben die Petition unterschrieben. Die anderen Unterschriften stammen von Bewohnern der Region.
Im Rahmen der Neustrukturierung des Asylbereichs in der Schweiz sind in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis 1280 Plätze von schweizweit insgesamt 5000 Unterbringungsplätzen vorgesehen. Bereits entschieden ist, dass das Verfahrenszentrum der Westschweizer Kantone in Boudry im Kanton Neuenburg zu stehen kommt.
Zwei von drei Standorten von Ausreisezentren sind ebenfalls bekannt: Eines wird im freiburgischen Giffers mit maximal 300 Plätzen eröffnet, das andere im Kanton Genf in Grand-Saconnex mit 250 Plätzen. Fehlen also noch 250 Unterbringungsplätze in einem Ausreisezentrum sowie ein Standort als strategische Reserve, um auf das Soll für die Westschweizer Kantone zu kommen. Diese müssen in den Kantonen Wallis oder Waadt angesiedelt werden.
Esther Waeber-Kalbermattens Vorschlag, Turtmann als strategische Reserve ins Spiel zu bringen, wurde kategorisch abgelehnt. Da die Immobilie in Turtmann allerdings im Besitz des Bundes ist, könnte dieser im Rahmen der geltenden Gesetze notfalls selbst über die Zweckbestimmung entscheiden.Werner Koder