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One Man
2009-2011, Objekte diverser Dimensionen und Materialien: Porzellan, Sillikon, Wachs, Holz, Seife, Schokolade, Bronze, Cola-Flasche, Stempel, Offsetprint, Siebdruck.
Auf der Strasse in Basel hatte ich die leere weggeworfene Plastikfigur gefunden, dessen Nutzen oder Sinn mir unbekannt war. Die vereinfachte, billige Plastikhohlform liess erahnen dass sein Körper einst als Behälter oder Verpackung gedient hatte. Sein erschreckendes und spöttisches Lächeln schien mir zu sagen, dass da etwas verloren gegangen war.
Angezogen von der Figur, hob ich sie auf und nahm sie mit nach Hause. Sie erschien mir wie die Karikatur vom Gefühl der Leere wenn man ein gigantisches Shoppingzentrum verlässt.
Ich begriff die Puppe als Gussform. Diese Intention war schon eingeschrieben in ihr. Es ist eine Figur zur Reproduktion und Vervielfältigung, zur Besetzung von Raum und Welt, als Symbol und Skulptur eines banalen Wesens. Ich nannte es ONE MAN.
Von diesem Verständnis ausgehend schuf ich die Maschine One Man System, ein Apparat durch welchen sich One Man selbst abdruckt und reproduziert über positive und negative Formen.
Dies führte mich zu Reflektionen über die industrielle Produktion und seine plastischen Formen von welchen der moderne Mensch umgeben ist — als Skulpturen des Alltags. One Man wurde so zu einer Gussform für alles Mögliche:
One Man Delight, eine Kerze; One Man Gentle, eine Seife; One Man Delicious, eine Schokolade; One Man Cool, eine Hülle zur Kühlhaltung von Getränken; One Man Call Button, eine Klingel; One Man Horizon, ein Plakat von einem Strand; One Man Air, ein Lochstempel; One Man Night Guard, eine Lampe; One Man No Risk, eine Sparbank; One Man Double Side, eine Spiegelkiste…