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Der Sage nach soll der östliche Stadtausgang gegen St. Alban von einem Müller namens Cuno erbaut worden sein, der sich mit dieser Tat vor dem Tod durch den Strang gerettet habe. Der Schwibbogen, meist folglich Cunostor genannt, war wie die anderen Tore des inneren Mauergürtels jedenfalls Ende des 12. Jahrhunderts entstanden. Mit der Erweiterung der Stadtbefestigung im späten 14. Jahrhundert verlor auch dieser Torbogen seine eigentliche Bedeutungals Teil der Befestigung, auch wenn er noch als Gefängnisturm diente: wer in die berüchtigte 'Bärenhuet' eingeliefert wurde, hatte grauenhafte Folterungen zu erleiden.
1736 ist am St. Albanschwibbogen das Anbringen einer Uhr mit drei Zifferblättern und eines barocken Glockentürmchens erwogen worden, wurde aber wegen der hohen Kosten erst zehn Jahre später ausgeführt. 1808 forderten einige Bürger erfolglos den Abbruch des Schwibbogens und der Turmwartwohnung, um durch den Umbau des "unansehnlichen" Deutschen Hauses den Strassenzug zu verschönern. Nachdem der Lohnhof als zentrales Stadtgefängnis ausgebaut worden war, wurden die bisherigen, etwas "ausbruchgünstigen" Zwinger nicht mehr als Haftlokale benötigt; das Tor stand fortan als Unterkunft für Beamte zur Verfügung. Dadurch ergab sich eine einschneidende bauliche Veränderung, indem der vorstehende Gebäudeteil am St. Albangraben weggebrochen wurde. Dies hatte zur Folge, dass zwischen dem Turm und dem Haus in der Rittergasse 22 ("zum Panthier") ein weiterer Torbogen erstellt werden musste. Über diesem zweiten Torbogen befand sich die Wohnung des Betreuuers der Mehlwaage.
Nachdem der St. Albanschwibbogen 1842 einem weiteren Ansturm von privater Seite standgehalten hatte, musste er sich 1878 dem Gebot der Zeit beugen. Die Änderungen am St. Albangraben und des Harzgrabens als Zufahrt zur neuen geplanten Wettsteinbrücke sprach dem altehrwürdigen Tor wie auch dem anstossenden Deutschritterhaus die Daseinsberechtigung vollends ab. Im August wurde der St. Albanschwibbogen niedergelegt. Die roten Sandsteinquader fanden beim Bau der Wettsteinbrücke Verwendung.
Wie viele andere Basler, so war auch Jacob Burckhardt arg enttäuscht über das unverständliche Vorgehen, das den Münsterhügel seiner vornehmen Abgeschiedenheit beraubte.