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Ignaz Thomas Scherr, 1801-1870
Ein Pionier der Zürcher Volksschule:
Der Pädagoge Scherr stammt aus Süddeutschland und kam 1825 als Direktor der Blindenanstalt nach Zürich. Hier fand er rasch Anschluss an liberale Kreise. Nach dem Übertritt zum reformierten Glauben und der Heirat mit einer Zürcherin wurde er bereits 1831 eingebürgert. Nach dem liberalen Sieg 1831 wurde Scherr in den Erziehungsrat gewählt und 1832 als Direktor des neuen Lehrerseminars in Küsnacht berufen. Scherr verfasste zahlreiche Lehrmittel, Lehrpläne und einen Entwurf für das neue zürcherische Unterrichtsgesetz. Nach dem Züriputsch 1839 musste Scherr in Küsnacht zurücktreten. Sein Verdienst besteht in der «Psychologisierung des Unterrichts», das heisst in der Abstimmung der Unterrichtsmethoden auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Kinder - natürlich immer nach dem damaligen Stand der Wissenschaft.