Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03652.jsonl.gz/2337

In der Nacht auf Dienstag (Mitteleuropäische Sommerzeit) traf Zyklon „Debbie“ auf die australische Küste. Nahe Airlie Beach erreichte er das Land. Es wurde mit Böen bis 270 Kilometer pro Stunde gerechnet. Der bisher höchste am Boden gemessene Wert betrug zunächst 181 Kilometer pro Stunde auf Hamilton Island. „Debbie“ wurde am Montag von Meteorologen auf Stufe 4 der Hurrikan-Skala hochgestuft. Dies ist die zweithöchste Stufe auf der sogenannten Saffir-Simpson-Skala. „Debbie“ ist an der australischen Küste seit Februar 2011 der stärkste Zyklon. Damals brachte der Zyklon „Yasi“ Böen bis 290 Kilometer pro Stunde. Es handelte sich um einen Zyklon der Stufe 5. Zum Vergleich: Die stärkste Böe in der Schweiz wurde mit 268 Kilometern pro Stunde auf dem Grossen St. Bernard während Orkan Vivian im Februar 1990 gemessen.
Regen ist ein genau so grosses Problem
Die örtliche Bevölkerung kämpft nicht nur mit den heftigen Windböen, die Häuser abdeckten und Bäume fällten, sondern auch mit grossen Niederschlagsmengen. Weil der Zyklon selber eine sehr langsame Zuggeschwindigkeit hat, zieht das zugehörige Niederschlagsfeld nur sehr schleppend weiter. Dies bedeutet, dass sich über lange Zeit eine grosse Niederschlagsmenge auf das gleiche Gebiet ergiesst. Örtliche Meteorologen gehen von Niederschlagsmengen bis 300 Millimeter innerhalb von 24 Stunden aus. Zum Vergleich: In Zürich gab es an einem Tag noch nie mehr als 176 Millimeter Regen, und das ist auch schon mehr als 140 Jahre her. Niederschlagsmengen von mehr als 300 Millimetern in einem Tag gibt es in der Schweiz nur bei Extremregen auf der Alpensüdseite. Die höchste in der Schweiz gemessene 24-Stunden-Niederschlagsmenge beträgt 455 Millimeter und wurde 1935 in Camedo im Centovalli registriert.