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Wer ein wirklich seltenes und äusserst attraktives Ziergehölz möchte, liegt mit dem Japanischen Papierbusch genau richtig. In der kalten und kahlen Jahreszeit setzt er mit seinen gelben und duftenden Blüten einen auffälligen Akzent im Garten.
Der geschätzte Zierstrauch ist auch für seine traditionelle Verwendung in Japan als Rohstoff für hochwertiges Papier (Japanpapier) bekannt.
Der Japanische Papierbusch (Edgeworthia chrysantha, synonym Edgeworthia papyrifera), auch Mitsumata genannt, ist ein in China heimisches und in Japan für die Papierproduktion angebautes Kleingehölz aus der Familie der Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae).
Der botanische Name bezieht sich auf Michael Pakenham Edgeworth (1812 – 1881), einen irischen Botaniker. Der deutsche und englische Name "Papierbusch" bzw. "Paper Bush" bezieht sich auf die Nutzung der Rinde für ein hochwertiges Papier in Japan. Die ausgesprochen zähen, seidig glänzenden und langen Fasern des Rindenbastes (lebendes Gewebe unter der Rinde) werden zum berühmten, kostbaren Japanpapier verarbeitet. Es ist ein sehr spezielles, handgeschöpftes und durchscheinendes Papier. Aufgrund der Herstellung aus langen Pflanzenfasern ergibt sich ein sehr zähes, widerstandfähiges Produkt. Dies ist auch auf die Herstellungsprozedur zurückzuführen, da der Rindenbast nicht zerschnitten, sondern durch Schlagen und Klopfen zerkleinert wird.
Der auch gebräuchliche Name Mitsumata bedeutet übersetzt "dreigabelig", was auf die Verzweigung des Strauches hinweist, da meist drei Äste von einem Austriebspunkt in verschiedene Richtungen wachsen.
Der bis 1 m hohe und breite, dichtbuschige Strauch ist sommergrün und hat eine papierartige Rinde.
Die nickenden, seidenhaarigen und achselständigen, doldenförmigen Blütenknospen zieren den Strauch bereits im Spätherbst an den vorjährigen Trieben. In den ersten warmen Spätwintertagen (März bis April), vor dem Blattaustrieb, verwandeln sich die Knospen in unzählige, sattgelbe und röhrenförmige Blüten mit einem starken, süsswürzigen Parfumduft. Je nach der Strenge des Winters respektive der Temperaturen können sich die Knospen schon im Februar öffnen. Aussen sind die Blüten weiss behaart. Erinnern tut ihr Aussehen etwas an den Seidelbast (Daphne), der zur gleichen Pflanzenfamilie gehört.
Die oben dunkelgrün und unten graugrünen Blätter sorgen danach für ein eher unscheinbares Sommerkleid. Sie sind hautartig dünn, schmal und können 7 bis 12 cm lang werden. Die kurz gestielten und ganzrandigen Blätter sitzen wechselständig an den dicken, steifen Zweigen. Anfangs sind sie beiderseits seidenhaarig, später verkahlen die Blätter auf der Oberseite. Im Herbst verfärbt sich das Laub gelb und fällt ab.
Nach der Blütezeit entwickeln sich aus den Blüten trockene, purpurgrüne Steinfrüchte.
Der Japanische Papierbusch bevorzugt eher feuchten, durchlässigen und humosen Gartenboden. Ideal ist ein leicht saurer Boden. Deshalb wäre ein Standort zum Beispiel am Rande eines Moorbeetes optimal. Ein windgeschützter, warmer Platz in voller Sonne oder im Halbschatten ist die Voraussetzung für ein gutes Gedeihen des Strauches. Er sollte wegen den bereits im Herbst angesetzten Blütenknospen an einem geschützten Ort stehen bzw. gepflanzt werden. Mit einem Winterschutz im Wurzelbereich aus Blättern und Tannenästen übersteht er auch die kältere Jahreszeit.
Der Japanische Papierstrauch ist für kleinere Gärten und Rabatten geeignet.
In Einzelstellung im hauseigenen Garten ausgepflanzt, ist dieser Blütenstrauch ein attraktives und eher selten verwendetes Gehölz. Wegen der frühen Blütezeit sollte er in der Nähe des Eingangs, eines Stubenfensters oder an Orten im Garten gepflanzt werden, die im Winter gut frequentiert oder vom Haus aus eingesehen werden können. Zuhinterst im Garten würde der Japanische Papierbusch ansonsten nur für sich alleine blühen, ohne dass er vom Gartenbesitzer bemerkt würde.
Die überaus schönen Blüten des Japanischen Papierbusches, welche noch vor Blattaustrieb im Spätwinter erscheinen, sind ein Hingucker im Garten. Die angenehm duftenden Blüten erfreuen jeden Hobbygärtner, vor allem während der kalten Jahreszeit, wenn sich der Garten noch kahl präsentiert.
Der Strauch ist empfindlich gegen Radikalschnitte. Deshalb ist nur ein zurückhaltendes Auslichten empfehlenswert, aber in der Regel gar nicht nötig.
Man sollte den Japanischen Papierbusch bei trockeneren Perioden regelmässig giessen, da er empfindlich gegen Trockenheit ist. Es empfiehlt sich, eine Mulchschicht um den Strauch auszubringen, welche der Pflanze die nötigen Nährstoffe zuführt und auch mittelfristig den bevorzugten Boden bildet, den dieser interessante Strauch braucht. Im Winter dient die Mulchschicht zusätzlich als Schutz vor Kälte und Frost.
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