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Liebe alle
Einige Para- und Tetraplegiker leben mit einem Ehepartner.
Durch diese Entscheidung, - mit uns zu leben - - beschliessen diese Ehepartner, das Gute und das Schlechte unseres täglichen Lebens zu teilen. Und wir auch.
Wie schaffen sie es, in ihren etwas schwierigen Tagen? Die Tage zum Beispiel, an denen sie die tägliche Präsenz von Spitex zu Hause weniger ertragen? Der Tag, an dem sie uns helfen müssen, obwohl sie schon sehr müde sind? Die Tage, an denen sie sich ein mehr normales Leben wünschen würden? An dem Tag, an dem sie das Glas eher halb leer als halb voll sehen?
Und wie schaffen wir es, in unseren etwas schwierigen Tagen? An dem Tag, an dem wir zum Beispiel in unserem Rollstuhl und sie auf dem Sofa sitzen, und durch eine kleine aber schon zu große körperliche Distanz frustriert sind? An dem Tag, an dem wir das Gefühl haben, dass ihr Fußgängertempo für uns zu hoch ist, aber trotzdem akzeptieren, um sie nicht zu enttäuschen? Am Tag, an dem nach 2:30 Uhr Pflege am Morgen wir ein Moment Ruhe brauchen, während sie es eilig haben, mit uns wieder zu sein? An dem Tag, an dem wir das Glas eher halb leer als halb voll sehen?
Kurz gesagt, wir sind sowohl gewöhnliche als auch außergewöhnliche Paare. Wie gehen wir mit dieser Realität um?
Ich freue mich euch zu lesen.
Carken