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Der Fall "Trutz Hardo"
Einleitung von Gaurahari
Vor knapp 8 Jahren stellte ich erstmals meinen einleitenden Text zum Fall Trutz Hardo ins Internet. Damals, nach 20 Jahren Studium der Bhakti-Yoga-Lehre, in der die Karma- und Reinkarnationslehre wie selbstverständlich integriert ist, konnte ich mir nicht vorstellen, dass dieser Fall heute immer noch in gleicher Aktualität auf meiner Homepage zu finden ist. Vielmehr dachte ich, dieser provinziale Gerichtsentscheid würde innert kürzester Zeit von höheren Instanzen berichtigt.
Wie wir sehen: es kam alles ganz anders. Wir schreiben bereits April 2006 und stellen mit Verwunderung und Bedauern fest:
Eine Woche später befand dieser sich inmitten einer von ihm geleiteten Gruppenrückführung im Kongressgebäude am Alexanderplatz, als unter gewaltigem Getöse eine Fensterscheibe erklirrte, was die meisten der in Tiefenentspannung befindlichen Teilnehmer schockartig in die Gegenwart zurückholte. Da der Vorführungssaal im Parterre lag, war es für einen Schützen leicht, durch die Scheibe auf Trutz Hardo zu zielen.
Fünf Tage vor dem Prozess in zweiter Instanz, am 23. Mai 2000 in Koblenz, befand sich Trutz Hardo noch in Berlin. Er wurde am frühen Morgen gegen 5:15 Uhr von der Polizei telefonisch benachrichtigt, die ihn aufforderte, zu seinem Fahrzeug zu kommen. Auf dem Photo können Sie sehen, was geschehen war. Jemand hatte eine Brandzündung unter das linke Vorderrad gelegt. Die Flammen verursachten Totalschaden, obwohl die Feuerwehr in kürzester Zeit den Brand löschen konnte.
An dieser Stelle muss man sich fragen: Wer hetzt denn hier das "Volk" gegen wen auf, so dass sich jemand genötigt fühlt, auf Trutz Hardo zu schiessen und sein Fahrzeug zu verbrennen?
Am 30. Mai 2000 erfolgte das Urteil in zweiter Instanz: 90 Tage zu 50,- DM pro Tag und wiederum Verbot des Romans in Deutschland.
Begründung des Gerichtes ist, dass das Karmagesetz in Deutschland nicht auf die Ermordung der Opfer im Holocaust bezogen werden darf!!!
Jeder, der gemäss seines Glaubens vom Karma-Gesetz überzeugt ist, müsste auf die Frage, ob das Gesetz des Karmas auch auf den Holocaust anwendbar sei, die Frage mit JA beantworten (siehe auch meinen FAQ zum Thema Karma).
Eine deutsche Zeitschrift hatte den Roman JEDEM DAS SEINE als den mutigsten Roman dieses Jahrhunderts bezeichnet. Viele Fragen zum Thema Karma und Reinkarnation werden in Bezug auf das Zeitgeschehen behandelt, was wiederum für einige Menschen, welche sich noch nie oder nur oberflächlich mit dem Karma- und Reinkarnationsgedanken befasst haben, nicht leicht zu verdauen ist. Da kann es leicht passieren, dass man die eigenen Vorurteile dazu benutzt, Dinge in Aussagen von Romanfiguren hineinzuinterpretieren, nur um einer sachlichen Auseinandersetzung auszuweichen. Doch es ist meines Erachtens äusserst fragwürdig, dass die Lehre vom Karma - immerhin ein wesentlicher Bestandteil von Hinduismus, Buddhismus und anderen Religionen - nicht einmal in Form eines fiktiven Romans, mit fiktiven Figuren, behandelt werden darf, einzig weil diese Lehre grundsätzlich alle Wesen miteinbezieht, egal welchen Glaubens oder hautfarbe, und grundsätzlich auf alles anwendbar ist - seien es persönliche oder grosse geschichtsträchtige Ereignisse.
Dabei ist vielen gar nicht bewusst, dass die Karma- und Reinkarnationslehre eine philosophische Lösung für viele Fragen des menschlichen Daseins bietet (z.B. das bekannte Theodizee-Problem), jedoch kein ernsthafter Vertreter dieser Lehre behaupten könnte, er sei in der Lage, das Netzwerk karmischer Aktionen und Reaktionen auch nur eines einzigen Lebewesens umfassend überblicken zu können.
Der Roman von Trutz Hardo, wo selbst der “Autor” (nicht Trutz Hardo, sondern die fiktive Romanfigur "Autor") eine notwendige Rolle im Roman übernimmt, bietet daher auch nur an wenigen fiktiven Beispielen einen kleinen Einblick in mögliche karmische Zusammenhänge. Dass dies in einigen Kapiteln in Beziehung zum Holocaust geschieht, mag vielleicht zu Recht von manchen als unsensibel empfunden werden, doch anders als mit theoretisch möglichen Zusammenhängen kann ein Roman dieser Art gar nicht geschrieben werden. Doch eines wird sofort klar: In diesem Buch wird das Hitlerregime aufs Schärfste verurteilt, aber auch in seiner schier grenzenlosen Grausamkeit offen gelegt.
Daher betrachte ich dieses Werk nicht nur als Einblick in die Vorstellungswelt von Karma und Reinkarnation - auch wenn man einzelne Passagen sicher noch differenzierter hätte formulieren können -, sondern auch als Warnung vor den Folgen faschistischer Systeme.
Gaurahari
Beachten sie bitte auch meine Randthemen, welche unter anderem auch die Thematik um Karma und Reinkarnation beleuchten.
Obschon die Karma-Lehre, wie von Trutz Hardo dargelegt, vom Karma-Verständnis der Bhakti-Schule in einzelnen Punkten deutlich abweicht, spiegelt sie doch im Grundsatz den Glauben von über zwei Milliarden Menschen (Hindus, Buddhisten, ein beachtlicher Teil der Juden, Anhänger einiger Naturreligionen, Esoteriker und auch viele Christen).
Vom Gericht scheinbar unbemerkt, werden all diese Menschen jetzt zu Volksverhetzern und Menschenverachtern abgestempelt, und nicht nur das, selbst Millionen von jenen, die durch den Glauben an das Karma angeblich verachtet werden, werden so selbst der Gruppe der Menschenverachter hinzugefügt, wie die jüdischen Chassidim.

Einleitung von Gaurahari
Erstes Schreiben
von Trutz Hardo an das Gericht (nach Hausdurchsuchung).
Der Judenkomplex der Deutschen
Eine Stellungnahme von Trutz Hardo
Erste Stellungsnahme
am ersten Verhandlungstag, 2.4.1998, von Trutz Hardo vor Gericht verlesen.
Plädoyer von Trutz Hardo
verlesen vor der Urteilsverkündung am 4.5.1998
Urteilsbegründung
Pressemitteilung
Infos zum Gerichtstermin vom 23.5.2000
(2. Instanz)
Dr. Till Müller-Heidelberg
- Bundesvorsitzender -
Aufruf ans Gericht
(2. Instanz), sich an der rechtsstaatlichen Dogmatik und der Verfassung zu orientieren
Zitate aus dem Roman JEDEM DAS SEINE,
die dem Gericht der
2. Instanz (Landgericht) vorgelegt worden waren.
Erster Verhandlungstag
23.5.2000 (2. Instanz)
Zweiter Verhandlungstag
Urteil des Landgerichts Koblenz
Brief von
Edward H. Shapiro
Jüdischer Schriftsteller
Der Antisemitenstempel
geht um
Offener Brief an Jutta Ditfurth
16. Januar 2006
Neu hinzugefügt
Michael C. Pollack
Buchempfehlung:
Rabby Yonassan Gershom:
Gauraharis