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Gestalter: Alois Carigiet
Schellenursli und Madlaina grüssen die mit der Rhätischen Bahn anreisenden Gäste schon im Laret. Sie sind aber keine Davoser Kinder, sondern offensichtlich Engadiner. Macht nichts - jedes Kind wird sich freuen, wenn die beiden in sein Blickfeld geraten. Etwas steif sind die Wandmalereien am Schweizerhof und dem Posthotel geraten. Der damalige Toni Morosani III aus Brusio war anscheinend mit den Trunsern Carigiet befreundet und hat sie gefördert.
Die beiden «Exilbündner» hatten sich 1932 in Zürich kennen gelernt, als Morosani Direktor des Hotels Carlton war und der erfolgreiche Werbegrafiker sich daranmachte, für das von ihm mitbegründete legendäre Kabarett «Cornichon» Bühnenbilder und Kostüme zu entwerfen, auch für seinen Schauspieler-Bruder Zarli. 1939 zog es ihn zurück nach Graubünden, nach Platenga. Dort und in Guarda entstanden 1944 nach der Geschichte von Selina Chönz die Illustrationen zum «Schellenursli» eben, der ihn weltbekannt machen sollte.
Morosani kaufte regelmässig Bilder seines Freundes. Er zog ihn bei, als er Ende der dreissiger Jahre sein Dancing Chez nous, die spätere «Chämibar», umbaute. Ende 1958 verschönte Carigiet die Fassaden des «Schweizerhofs», verpasste dem «Pöstli» eine Postkutsche.
Quelle: NZZ vom 31.01.2002