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Hohe Rechtskonformität bei Haargelen
Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat zusammen mit dem Kanton Aargau Haarstyling Produkte auf Farbstoffe, Konservierungsmittel, UV-Filter und Nitrosamine untersucht. Bei zwei von 28 untersuchten Proben fehlte die Deklaration von Konservierungsstoffen und allergenen Duftstoffen.
Bei den untersuchen Produkten handelte es sich mehrheitlich um Haargele. 28 Produkte wurden bei Importeuren, Warenhäusern und Parfümerien der Kantone Aargau und Basel-Stadt erhoben. Der grösste Teil der Proben wurde in Europa produziert.
Die korrekte Deklaration von Inhaltsstoffen ist wichtig für Allergiker. Zwei Proben mit fehlender Deklaration von Inhaltsstoffen mussten beanstandet werden. Ein Haarwachs enthielt den nicht deklarierten, allergenen Duftstoff Benzylalkohol. In einem Haargel wiesen wir nicht deklarierten Benzylalkohol nach. Zusätzlich fanden wir den Formaldehyd freisetzenden Konservierungsstoff DMDM Hydantoin, welcher auf der Verpackung ebenfalls nicht deklariert war.
Die Untersuchungskampagne förderte nur wenige Mängel zutage. Erfreulicherweise mussten kei-ne Haargele in Bezug auf erhöhte Konzentrationen von Nitrosodiethanolamin beanstandet werden. Die Hersteller scheinen Lösungen gefunden zu haben, die Vorläufersubstanz Triethanolamin zu ersetzen oder die Bildung von N-Nitrosodiethanolamine (NDELA) zu verhindern.
Infokasten
Haargele enthielten früher oft Triethanolamin, einen Emulgator und pH-Stabilisator, der mit Diet-hanolamin verunreinigt sein kann. Dieser Vorläuferstoff kann bei ungeigneter Formulierung zur Bildung des krebserzeugenden Stoffes Nitrosodiethanolamin führen. In früheren Jahren sind Haargele teilweise durch erhöhte Gehalte dieser Verunreinigung aufgefallen. Neben Triethanola-min enthalten Haargele auch weitere Stickstoff-haltige Verbindungen (z.B. Quartäre Ammonium-verbindungen), welche mit sekundären Aminen verunreinigt sein können. Auch aus diesen Stoffen könnten in Produkten mit ungeeigneten Formulierungen entsprechende Nitrosamine entstehen.