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Talfahrender Zug unterhalb Soazza. Foto P. Sutter, Archiv Tramclub Basel
Bellinzona liegt an der Gotthard-Südrampe
Als 1882 die Gotthardbahn eröffnet wurde, war man auch im Tessin und im Mesolcina begeistert von dem neuen Verkehrsmittel. Es ging nicht lange und auch in Mesocco verlangten einflussreiche Personen eine Bahnverbindung zur Hauptstrecke. Die Bahn wurde konzessioniert und erhielt als erste Unternehmung die Bewilligung Gleichstrom mit der erhöhten Spannung von 1500 V anzuwenden. 1907 konnte in zwei Etappen die elektrische Schmalspurbahn FerroviaBellinzona - Mesocco BM den Betrieb aufnehmen. Bereits ein Jahr später wurde durch den Direktor der BM die Konzession für eine Streckenverlängerung über den San Bernardinopass nach Thusis mit Anschluss an das RhB-Netz verlangt.
Aus heute unerklärlichen Gründen wurde die Ausgangsstation Bellinzona in einer Entfernung von ca. 500 m vom Bahnhof der Gottharbahn erstellt. Wahrscheinlich wollte die Gotthardbahn kein Terrain abgeben. Dieser Umstand wirkte sich natürlich nicht gerade kundenfreundlich aus. Trotz mehrerer Projekte zur direkten Einführung der BM in den Hauptbahnhof konnte aus finanziellen Gründen die Realisierung nicht erfolgen. Auch mit der Bahnverlängerung nach Thusis hatte man keinen Erfolg. Während und nach dem ersten Weltkrieg war es unmöglich das nötige Kapital aufzubringen.
In den Kriesenjahren vor dem zweiten Weltkrieg hatte die Bahn grosse finanzielle Probleme und verlangte Hilfe vom Bund. Dieser machte die Hilfeleistung von einer vorgängigen Fusion mit der Rhätischen Bahn abhängig - die BM liegt zum grössten Teil im Kanton Graubünden. 1942 erfolgte die Fusion und damit wurde die BM zu einer Teilstrecke der RhB. Die Bahn wird nun zaghaft modernisiert, das heisst es gelangt altes Rollmaterial von der RhB auf die Misoxer-strecke. Doch der stetige Rückgang der Frequenzen kann dadurch nicht gestopt werden.
In dieser Situation war die RhB nicht mehr gewillt weitere Finanzen einzuschiessen und verlangte beim Bund die Einstellung des Personenverkehrs. Da hatte die RhB die Rechnung allerdings ohne die Bevölkerung gemacht. Sie war absolut nicht gewillt ihre Bahn aufzugeben und es enstand ein jahrelanger Kampf. Weil kein neues Rollmaterial angeschafft werden konnte, das alte aus der Bahneröffnungszeit jedoch teilweise unbrauchbar wurde kam es zur grotesken Situation dass längere Zeit ältere Triebwagen der Appenzellerbahn im Misox zu Gast waren. 1972 war der Kampf der Bahnfreunde zu Ende gekämpft - der Personenverkehr wurde eingestellt.
Der Güterverkehr sollte vorderhand weiter über die Schienen rollen und weil der Güter-umschlag in Castione-Arbedo erfolgte, konnte die Strecke Bellinzona - Castione-Arbedo abgebrochen werden.
1978 wurde die Südschweiz von einem Jahrhundert-Unwetter heimgesucht. Die Misoxerstrecke wurde im obern Teil schwer beschädigt. An einen Wiederaufbau war angesichts des spärlichen Güterverkehrs nach Mesocco nicht zu denken. Auch diese Teilstrecke wurde abgebrochen und es verblieb noch die Strecke zwischen Castione-Arbedo und Cama. Hier war der Güterverkehr auf Rollschemeln zufriedenstellend, doch als die Moesa-Werke ihre Tore für immer schlossen verlor die Bahn ihren Hauptkunden.
Die RhB stellte beim Bund das Gesuch den Güterverkehr auf der Reststrecke ebenfalls einstellen zu können. 2003 wurde der Güterverkehr eingestellt und die Konzession an die SEFT übertragen, welche schon seit einigen Jahren auf der Reststrecke Touristikzüge betrieb.
Infolge fehlendem Interesse der Talgemeinden und neuer Projekte in Roveredo nach Verlegung der Autobahn, wurde die Betriebskonzession der Museumsbahn auf Ende 2013 aufgehoben. Der Abbruch der Bahn-Infrastruktur begann 2015.
Ausgangspunkt der BM war die eigene Station Bellinzona welche ca. 500 m westlich des SBB Bahnhofes lag. Die Linie führte nordwärts durch Aussenquartiere, überquerte die Gotthardlinie und anschliessend auf einem schönen Viadukt die Moesa. An den Güteranlagen vorbei wurde die SBB Station Castione-Arbedo erreicht. Hier fand der Güterumschlag zwischen SBB und BM statt. In einer scharfen Rechtskurve an schönen Gärten vorbei gings nun ins Misox, wo die Bahn in den Kanton Graubünden wechselte. Ab St.Vittore begann die Strecke zu steigen und erreichte immer am rechten Talhang bleibend, wo sich auch die Dörfer befinden, die Endstation Mesocco. Dabei folgen sich im obern Teil Brücken, Lehnenviadukte und Tunnel. Die Gleisanlagen in Mesocco waren recht umfangreich mit Holzumladegleis und dem grossen Depotgebäude.
Die Fahrzeit betrug 64 Minuten.
Streckenskizze map.search.ch
Von der ersten eingestellten Teilstrecke Bellinzona - Castione-Arbedo steht nur noch der Moesa Viadukt. Die Hochbauten in Bellinzona wurden Jahrzehnte nach der Schliessung abgebrochen. Ungefähr die halbe Streckenlänge ist als Wanderweg erhalten. Die Strecke Cama - Mesocco jedoch ist noch fast überall sichtbar und auf grossen Teilen begehbar. Die Stationsgebäude sind noch alle erhalten, jedoch teilweise in sehr schlechtem Zustand. Eine Ausnahme macht das Gebäude von Soazza das 2007 vollständig renoviert wurde sowie das Gebäude von Leggia. Auch das Depotgebäude in Mesocco blieb erhalten und dient als Lagerraum. Viadukte und Tunnel sind in bestem Zustand. 2017 wurde das ehemalige Bahntrassee entlang der Hauptstrasse zwischen Castione und Lumino zu einem Fuss- und Veloweg umgestaltet. Im weiteren Verauf bis Cama ist das Trassee praktisch ausnahmslos begehbar. Im Areal der ehemaligen Valmoesa Werke bei S.Vittore sind zudem noch Normal - und Schmalspurgleise und Weichen erhalten geblieben. Der obere Moesa-Viadukt in Roveredo wurde zu einer Fussgängerverbindung umgebaut.
Wunderschön ist die Wanderung auf dem Bahntrassee zwischen Mesocco und Boffalora. In Mesocco Stazione gehen wir auf der Hauptstrasse einige Meter talwärts und sehen sogleich ein schmales Strässchen rechts abbiegen. Es handelt sich um das RhB Bahntrassee welches durch einen tiefen Felseinschnitt führt und nun sachte als Wanderweg talwärts zieht. (Am Wander-wegweiser steht Soazza). Ueber mehrere Brücken, durch Tunnel und Felsen, Wiesen und Wald geht der gut unterhaltene Weg auf dem Bahntrassee nach Soazza. Hier finden wir das schön renovierte Stationsgebäude. Wer nach dieser 3 km Wanderung schon etwas weiche Knie hat kann hier auf den Bus warten. Die andern wandern weiter zwischen dem Felsklotz und der Kirche hindurch auf den Viadukt der die Strasse nach Soazza überquert. Wieder gehts durch herrliche Landschaft über Brücken und durch Tunnel bis wir beim Pont del Sass die alte Talstrasse erreichen. Nun gibt es vom Bahntrassee für mehrere Kilometer nichts mehr zu sehen. Auf der alten Hauptstrasse gehen wir noch 2 km bis zur Bushaltestelle Boffalora wo ein Restaurant unsern Durst stillt. (Die letzten Kilometer auf der alten Hauptstrasse sind nicht gerade die höchste Wanderlust, obschon die Strasse sehr schwach befahren ist. Die Trassee-Wanderung unterhalb Soazza beim Piottatunnel und Viadukt ist derart imposant dass man die Strassenwanderung jedoch gerne in Kauf nimmt).
Da die ehemalige BM im Gefüge der RhB ein Inselbetrieb war und zudem ein abweichendes Bremssystem benutzte (Druckluft anstatt Vakuum) waren Rollmaterialverschiebungen nur nach Umbau möglich und wurden nur ungern vorgenommen. Trotzdem musste die RhB zur Verstärkung des Wagenparks nach 1942 mehrere Personen- und Güterwagen vom Stammnetz auf die Misoxerstrecke verschieben. Auch einige Neuanschaffungen wurden getätigt. Kurz vor Einstellung des Personenverkehrs wurden die Triebfahrzeuge ABe 4/4 451 (ex 1) und 455 (ex 5) sowie De 4/4 471 (ex 501) bei Unfällen schwer beschädigt und mussten abgebrochen werden. Ein geeignetes Ersatzfahrzeug konnte bei der Appenzellerbahn AB, mit dem ABe 4/4 41 gefunden werden.
Triebfahrzeuge
Personenwagen
ABDe 4/4
452
ex BCe 4/4 2
B2
2002
ex B 71
ABDe 4/4
453
ex BCe 4/4 3
B2
2011
ex C 51
ABDe 4/4
454
ex BCe 4/4 4
B2
2012
ex C 52
BDe 4/4
491
neu 1958
B2
2028
ex Stammnetz
ABe 4/4
41
ex Appenzeller Bahnen AB
B2
2029
ex Stammnetz
B2
2030
ex Stammnetz
B2
2031
ex Stammnetz
B2
2057
ex Stammnetz
B2
2165
ex Stammnetz
D
4006
ex Stammnetz
DZ
4059
ex FZ 101
DZ
4060
ex FZ 102
Güterwagen
Gk
5388 - 5394
ex K 602 - 608
Gk
5096 - 5100
neu 1963
Ek
6045 - 6048
ex L 1001 - 1004
Ek
6012 - 6015
ex Stammnetz
Ek
6055 - 6056
ex Berninabahn
Kk
7101 - 7108
ex M 1101 - 1108
Kk
7110 - 7111
ex Chur-Arosa
Kk
7114 - 7115
ex Chur-Arosa
Kk
7025 - 7028
ex Stammnetz
Lck
7821 - 7826
ex N 1201 - 1206
Uce
8063 - 8066
ex Stammnetz
Uce
8071 - 8076
ex Stammnetz
Rp-w
8239 - 8240
neu 1956
Ua
8310 - 8313
ex HOWAG
Ua
8336 - 8341
neu 1955 / 56
Dazu kamen noch mehrere Dienstwagen.
Name
Bahn km
Höhe m.ü.M.
HG
NG
UA
R
DW
Bellinzona BM
0,0
231
2
4
1
Molinazzo
2,0
239
1
Castione-Arbedo
3,5
241
2
5
2
Castione Villaggio
4.3
246
1
Lumino
5,7
261
2
Valmoesa (nur Güter)
8,1
265
2
3
2
S. Vittore
9,1
279
2
1
Roveredo
10,8
294
2
1
S. Antonio
11,2
302
1
Grono
12,7
333
3
3
1
Leggia
15,2
341
2
1
Cama
16,2
352
2
1
Piani di Verdabbio
17,6
371
1
Sorte
19,2
398
1
Lostallo
21,4
426
3
2
Cabbiolo
23,3
449
2
Soazza
28,5
623
2
1
Mesocco
31,3
769
3
4
1
HG
=
Hauptgleis
NG
=
Nebengleis
UA
=
Umsetz-Anlage für Normalspurwagen
R
=
Remise
DW
=
Depot / Werkstätte
Station Bellinzona RhB. Foto R. Werder
Abfahrbereiter Kurzzug in Bellinzona. Foto R. Werder
Bellinzona, Blick Richtung Gleisende. 1972 Foto J.-L. Rochaix
Bellinzona mit dem gemieteten Appenzellerbahn TW. 1972 Foto J. Ehrbar
Bellinzona mit Personenwagen vom RhB Stammnetz. 1970
Der ABDe 4/4 454 ist soeben in Bellinzona angekommen. 1968
Kurz vor der Abfahrt wartet der ABDe 4/4 452 in Bellinzona. 11.04.71 Foto R. Willen
Bellinzona mit den beiden original Triebfahrzeugtypen. 1972
Einfahrt in Bellinzona, links die zweigleisige Remise. 1970
Zwischen Bellinzona und Molinazzo. 1970
Bei der Haltestelle Molinazzo. 1968
Castione-Arbedo, Brücke über die Moesa. 1968
Castione-Arbedo SBB. 1968 Foto J.-L. Rochaix
Der BDe 4/4 491 an der Rollschemelanlage in Castione-Arbedo 1979 Foto J. Ehrbar
In der Abstellanlage von Castione-Arbedo. 1972 Foto J. Ehrbar
Castione-Arbedo. Links Zufahrt zum Güterschuppen und Zementumlad, rechts Streckengleis Richtung Mesocco. 1972 Foto J. Ehrbar
Güterzug bei der Haltestelle Castione Villaggio auf der Fahrt Richtung Mesocco. 1968
Rollschemelzug mit leeren Wagen aus dem Valmoesa Werk bei Lumino. 1980 Foto A. Knoerr
Lumino, Güterzug mit Normalspurwagen auf Rollschemel. 1972
Lumino, Personenzug mit zwei Zementsilowagen. 1972
Station Lumino im Morgendunst. 1968
Lumino mit Zug Richtung Mesocco. 1972
Uebergabe der Normalspurwagen an die Valmoesa Werke bei S.Vittore. 1972
Bei den Valmoesa Werken. 1978 Foto A. Knoerr
Der Gütertriebwagen De 4/4 471 bei S.Vittore. 1968
Nachdem der BDe 4/4 491 seine Güterlast beim Moesawerk abgestellt hat wartet er nun in S.Vittore auf die Rückfahrt nach Castione-Arbedo. 1968
Rangierarbeiten in S.Vittore. 1978 Foto A. Knoerr
S.Vittore, mit von der Appenzellerbahn gemietetem Triebwagen. 1972
Roveredo mit Zug Richtung Bellinzona. 1968
Auf der oberen Moesabrücke in Roveredo. 1968
Die Brücke über die Calancasca unterhalb Grono. 1972
Unterhalb Leggia. 1969
Bei Leggia mit gemischtem Zug nach Bellinzona. 1972
Talfahrender Zug in Leggia. 1968
Zugskreuzung auf der Station Cama. 11.04.71 Foto R. Willen
Cama im letzten Jahr mit Personenverkehr. 1972
Piani di Verdabbio. 1969
Zwischen Sorte und Lostallo.
Station Lostallo. 1972 Foto J.-L. Rochaix
In Cabbiolo mit Zug Richtung Bellinzona. 1968
Ueberquerung der Hauptstrasse und beginn der Bergstrecke bei Vigna. 1972
Hier wird es eng für Bahn und Strasse. 1968
Ausfahrt aus dem Piottatunnel. 1972
Unterhalb der Station Soazza. 1971
In Soazza mit talfahrendem Zug. 1970 Foto J.-L. Rochaix
Soazza mit Appenzellerbahn Triebwagen und Postwagen. 1972
In der Station Soazza. 1968
Soazza, anschliessend geht es sofort wieder in die 60 0/00 Steigung. 1970
In Soazza einfahrender Zug Richtung Bellinzona. 1971
Eine der wenigen Stahlträgerbrücken. 1971
Oberhalb Soazza. 1968
Oberhalb Soazza mit bergwärts fahrendem Triebwagen. 1971
Bei Mesocco, mit Appenzellerbahn Triebwagen und dem Castello. 1971
Unterhalb Mesocco. 1970
Die Wegunterführung kurz vor Mesocco. 1972
Mesocco beim Uebergang der Hauptstrasse. Archiv Eisenbahnstiftung DE
Ausfahrt aus Mesocco, im Hintergrund das Depot. Foto J.-L Rochaix
Mesocco, Blick Richtung Gleisende, rechts das Depotgebäude. 1972
Mesocco. Im Hintergrund das Werkstätte- und Depotgebäude. 1972
Der ABDe 4/4 451 ist nach seiner Bergfahrt in Mesocco angekommen. 1966
Die ABDe 4/4 454 und BDe 491 vor dem Depot Mesocco. 1978 Foto A. Knoerr
Ein Zementzug ist in Mesocco eingetroffen. 1978 Foto A. Knoerr
Viel Betrieb in Mesocco. 1972 Foto J. Ehrbar
Dieses Rindvieh scheint nicht viel vom Bahnfahren zu halten. 1972
Mesocco, Blick gegen Depot und Stationsgebäude. Foto R. Werder
Alle Fotos ohne Autorenname: P. Sutter, Archiv Tramclub Basel
1907 / 09 kamen als Grundausstattung die Triebwagen BCe 4/4 1 - 5, nach Umbau ABDe 4/4 451 - 455 in Betrieb.
Ebenfalls zur Grundausstattung gehörte der Gütertriebwagen Ke 4/4 501 nach Umzeichnung De 4/4 471.
1958 konnte mit dem BDe 4/4 491 endlich ein leistungsfähiges Triebfahrzeug in Betrieb genommen werden, welches jedoch in erster Linie für den Güterverkehr genutzt wurde.
Alle Fotos: P. Sutter, Archiv Tramclub Basel
Ausschnitt aus dem Kursbuch Winter 1971/72
Bellinzona, Stationsgebäude und Remise um 1990. Die beiden Gebäude wurden später abgebrochen. Foto P. Sutter, Archiv Tramclub Basel
Das ehemalige Stationsgebäude Bellinzona. Foto P. Sutter, Archiv Tramclub Basel
Der Stationsplatz 2007. Da wo die Remise stand befindet sich nun ein Altersheim. Die dahinter liegende Strecke wurde überbaut.
Ab dieser Abschrankung ist das Trassee wieder sichtbar.
Entlang des Flusses Ticino Richtung Castione.
Zur Quartierstrasse umfunktioniertes Trassee bei Molinazzo. 2010
Bei der ehemaligen Haltestelle Molinazzo. 2010
Nach Molinazzo steigt das Trassee an...
...und überquert die Doppelspur der Gotthardbahn. (Schöner Blick ins Misox).
Danach senkt sich die Strecke wieder zur Brücke über die Moesa.
Die Moesabrücke blieb als Fussgängerübergang erhalten, während der anschliessende Damm beim Bau eines Sportplatzes abgetragen wurde.
Einige Meter vor der Güteranlage von Castione-Arbedo bemerken wir das ziemlich eingewachsene ehemalige Streckengleis.
Hinten links sehen wir bereits das SBB Stationsgebäude Castione-Arbedo. Zur SBB Seite hin und zum Teil mit Gras überwachsen die Umlade- und Rollschemelgleise.
Die SBB Station Castione-Arbedo. Vom linken Kreuzungsgleis führte eine Verbindung zu den Rollschemelanlagen. Das Gleis zum SBB Güterschuppen wurde bereits entfernt.
Alle Fotos: J. Ehrbar September 2007
Ab Castione ist die Misoxerstrecke bis hinauf nach Cama befahrbar. Sie ist heute im Besitz der Touristikbahn Ferrovia Mesolcinese FM / SEFT.
Rückblick auf das schmalspurige Stationsgebiet Castione-Arbedo. Die SBB Station ganz rechts im Bild wird total umgestaltet und zur S-Bahnstation ausgebaut. Der grösste Teil der ex BM / RhB Gleisanlage wurde abgebrochen. Uebrig blieb das kurze ehemalige Streckengleis Richtung Bellinzona sowie ein daneben liegendes Abstellgleis.
Das SBB Stationsgebäude welches hinter der orangen Abschrankung lag ist bereits abgebrochen. Das ehemalige WC-Gebäude links im Bild dient im Moment noch der FM als Stationsgebäude.
Nach der Stationsausfahrt wendet sich das Gleis nach Osten Richtung Castione Dorf.
Sofort wird die Gotthardstrasse überquert. Der Kanton möchte diesen Bahnübergang aufheben. Der Ausgangspunkt der FM würde in das im Hintergrund sichtbare Gebiet verlegt.
Die Haltestelle Castione Villaggio. (Castione Dorf).
Hier wird die ins Misox führende Hauptstrasse überquert. Seit der Eröffnung der N 13 ist es auf dieser Strasse wieder etwas gemütlicher geworden.
An den letzten Industriebauten von Castione vorbei erblickt man bereits das Dorf Lumino. Ein unerwartet verkehrender Zug der FM hätte wohl einige Mühe an den geparkten Autos vorbei zu kommen.
Kurz vor der Station Lumino.
Das ehemalige Stationsgebiet von Lumino. Das kleine Stationsgebäude, ganz unüblich aus Holz erstellt, wurde zusammen mit dem zweiten Gleis abgebrochen.
Die kleine Brücke über den Bach aus dem Valle di Lumino.
Die letzten Meter Schiene auf dem Gebiet des Kanton Tessin.
Nun ist die Strecke im Kanton Graubünden angekommen. Am Ende der langen Gerade liegt das Dorf S.Vittore. Links in der Bildmitte breitete sich der Industriekomplex der Valmoesa-Werke (Monteforno) aus.
Die Alteisenschmelze der Monteforno S.A. ist längstens Geschichte. Das Werk wurde 1987 wegen Unrentabilität geschlossen. Die Bahn verlor damit ihren wichtigsten Güterkunden. Die Dienst-station Valmoesa besass ein Kreuzungsgleis, zwei Rollschemelgruben und ein Abstellgleis. Die Industriegleise waren normalspurig. Diese Dienststation war übrigens aus Richtung Castione mit dem einzigen Einfahrsignal der ganzen Strecke ausgerüstet. (Ursprünglich Hipp'sche Wende-scheibe später Lichtsignal). Das Bild zeigt die noch erhaltene Weiche zu den Rollschemelgruben. Das Verbindungsgleis sowie das Kreuzungsgleis wurden entfernt.
Einsam liegt diese Kapelle mitten im Talboden.
Die Strecke nähert sich nun der Station S.Vittore.
Die Station S.Vittore befindet sich noch im Originalzustand. Im Abstellgleis einige durch die FM übernommenen Rollschemel und Langholzwagen.
Das Stationsgebäude ist leider baulich in eher schlechtem Zustand.
Das Gleis nähert sich nun wieder der Hauptstrasse. Zwischen dem Fluss Moesa und dem Fels-riegel verbleibt nur wenig Platz.
Mit einer Rechtskurve gelangt man nun zur Moesabrücke II.
Die Brücke von der andern Flusseite.
Mit einer längern Geraden führt die Strecke nun nach Roveredo.
Das Stationsareal von Roveredo. Hinter der Lärmschutzwand die N 13 die hier mitten durch das Dorf führt. Das ursprüngliche Stationsgebäude lag auf der rechten Seite und musste dem Stra-ssenbau weichen. Als Ersatz wurde auf der linken Seite eine Holzbaracke aufgestellt. Inzwischen ist auch diese wieder verschwunden.
Nach der Station Roveredo führt die Strecke über die Moesabrücke III wieder auf die andere Talseite der sie nun bis Mesocco folgt.
Auf der Moesabrücke III.
Entlang der letzten Häuser von Roveredo mit anschliessendem Industriegebiet steigt die Strecke in Richtung Grono.
Vor Grono führt diese Metallbrücke über die Calancasca.
Die kombinierte Bahn-/Strassenbrücke wurde soeben total saniert.
Die Masten sind nicht mehr alle ganz im Lot, Hauptsache dass der Fahrdraht noch in der Gleis-achse liegt.
Vor uns liegt die Station Grono.
Das dritte Gleis hat inzwischen die bergseitige Anbindung verloren.
Das Dorf Grono liegt auf einem Schuttkegel. Nach der Station senkt sich die Strecke wieder zur Moesa hinunter.
Nach der Einstellung des obersten Streckenteils von Cama nach Mesocco hatte die Bahn keine Depotwerkstätte mehr zur Verfügung. Die RhB konnte dann das hinten links sichtbare Industrie-gebäude erwerben und darin eine provisorische Werkstätte einrichten. Heute wird das Gebäude ebenfalls von der FM genutzt.
Die Strecke nähert sich nun Leggia mit seiner kleinen Kirche.
Die Misoxer-Bahn kannte ursprünglich keine Strassenstrecken. Nach Einstellung des Personen-verkehrs wurde an einigen Stellen wo die schmale Strasse zwischen Gelände und Bahngleis eingeklemmt war das Trassee zur Strasse geschlagen und asphaltiert. Kurz vor der Station Leggia haben wir ein solches Teilstück.
Auf der Station Leggia. Hier wurde die talseitige Weiche des Kreuzungsgleises entfernt. Dieses Gebäude wurde kürzlich total renoviert.
Nach Leggia steigt die Strecke stärker an und kreuzt hier die Talstrasse.
Bereits haben wir die ersten Häuser von Cama erreicht.
Mit leichter Neigung führt das Gleis nun direkt zur Station Cama welche im Hintergrund bereits sichtbar ist.
Wir sind in Cama angekommen, während Jahren Endstation der Güterstrecke Castione - Cama. Ab dieser Station sind alle Gleis- und Fahrleitungsanlagen abgebrochen. Die Touristikbahn FM nutzt nun das Stationsgebäude für ihre Zwecke.
Das heutige Gleisende in Cama. Das Trassee führte vor den Häusern nach rechts.
Alle Fotos: J. Ehrbar September 2010
Gleich nach der Station Cama kommen wir auf diese Erschliessungsstrasse. Hier fuhr die BM. Ob die Weichenlaterne im Garten von dieser Bahn kommt?
Nach der Erschliessungsstrasse folgt dieses Wäldchen. Auf dem ganzen Abschnitt liegt noch das Schotterbett.
Blick zurück aufs Trassee oberhalb Cama.
Bei der Postautohaltestelle Norantola finden wir noch einige Meter Streckengleis.
Die kleine Bachbrücke der BM.
Hier wechselte das Trassee auf die Talseite der Hauptstrasse. An die Bahn erinnert auch heute noch das Ristorante Stazione.
Trassee oberhalb Piani di Verdabbio. Eine Talstufe wird erklommen.
Hier verlief das Trassee unmittelbar rechts neben der Hauptstrasse.
Hier sind wir bei der ehemaligen Haltestelle Sorte. Auf dem Trassee liegt nun ein kleines Nebensträsschen, die Hauptstrasse ganz links.
Gleich nach Sorte folgt diese kleine Brücke über einen Seitenbach.
Nun folgte eine lange Gerade, praktisch ohne Steigung.
Das Trassee nähert sich der Moesa. Das Gleis lag hier auf dem Hochwasserdamm. Im Hintergrund wird das Stationsgebäude von Lostallo sichtbar.
Das Stationsgebäude von Lostallo, Gleisseite.
Die Strassenseite vom Stationsgebäude Lostallo mit der Laderampe.
Der Zustand lässt zu wünschen übrig.
Die Fahrt ging weiter auf dem Moesadamm. Vor Cabbiolo wendet sich das Trassee vom Fluss ab und führt zwischen den ersten Häusern hinduch.
Das Stationsgebäude von Cabbiolo. Rechterhand lagen die beiden Stationsgleise. Das Trassee führte zwischen den beiden Häusern im Hintergrund hindurch. 2010
Auf dem Bahntrassee liegt nun ein Feldweg.
Aus der kleinen Bahnbrücke wurde ein Fussgägersteg.
Vor der Siedlung Cromaio trennt sich das Trassee aus der Strassennähe. 2010
Mit einer langen Geraden wird das Ufer der Moesa erreicht. 2010
In einem Linksbogen wird dann die Kraftwerkanlage von Ara umfahren. 2010
Anschliessend verläuft das Trassee wieder in Strassennähe. 2010
Bei Restaurant und Haltestelle Boffalora wird ein kleiner Seitenbach überquert. 2010
Nun geht die Strecke in die 60 0/00 Steigung und trennt sich endgültig aus der Nachbarschaft von Fluss und Strasse (im Hintergrund die Kirche von Soazza).
Der Reigen der Kunstbauten beginnt mit einem Viadukt und anschliessendem Piotta-Tunnel.
Gefolgt vom Tronaccia Viadukt mit seinen 7 Bögen.
Derselbe aus der Sicht des Wanderers.
Dann gleich noch einer.....
... und noch einer.
Der Viadukt in der Ansicht von der Hauptstrasse aus.
Nun zur Abwechslung ein Tunnel mit Namen Capella...
.... mit Sicht ins obere Mesolcina (auf deutsch Misox).
Nach dem Tunnel die grandiose Sicht auf das Dorf Soazza mit einem weiteren schönen Natur-steinviadukt über die Hauptstrasse.
Zwischen Kirche und Felsrücken hindurch zwängt sich das Trassee zum obern Teil des Dorfes. Hier der Uebergang einer Nebenstrasse.
Das Bild profitiert vom Gerüst nicht besonders, das ehemalige Stationsgebäude von Soazza jedoch schon. Schön dass dieses Gebäude weiterleben kann. Rechts vom Gebäude lagen die beiden Stationsgleise.
Gleich nach der Ausfahrweiche wurde die Hauptstrasse überquert und wieder in die 60 0/00 Steigung eingefahren.
Rückblick auf das Stationsgebiet von Soazza.
Eine Metallbrücke, mit einem Schwellenbelag für die Fussgänger wird überquert (Rückblick).
Und schon kommt der San Giovanni Tunnel, der oberste in Sicht.
Auch der letzte Viadukt ist nicht mehr weit.
Die Sicht aus dem Bachbett.
Das Trassee nähert sich nun der Gemeinde Mesocco.
Rechts auf der andern Talseite kommt die Ruine vom Castello ins Blickfeld.
Durch einen Felseinschnitt zeigt sich schon die Kirchturmspitze von Mesocco.
Nun wird noch eine Strassenbrücke unterquert...
... und schon liegt das Dorf Mesocco vor uns. Der Bahnübergang war mit Barrieren gesichert.
Noch einige Schritte und das ehemalige Bahngelände der Endstation Mesocco liegt vor uns. Links das Stationsgebäude, rechts das Depot mit Werkstätte.
Das Stationsgebäude ist unbewohnt und verkommt langsam zur Ruine.
Zwischen den Gebäuden liegen noch die Stationsgleise. Der Teerbelag war zur Betriebszeit allerdings nicht vorhanden. (Heute wenden hier die Postautos).
Das Stationsgebäude mit Güterschuppen von der Gleisseite.
Und hier noch das Stationsareal vom ehemaligen Gleisende aus gesehen.
Alle Fotos: J. Ehrbar Fotos ohne Datum, September 2007
Seit 1995 betrieb eine kleine im SEFT zusammengeschlossene Gruppe einen Touristikbetrieb auf der damals nur noch im Güterverkehr betriebenen Strecke Castione - Cama. Neben einem Originaltriebwagen der RhB/BM und den beiden von der Appenzellerbahn übernommenen Triebwagen war auch noch ein Fahrzeug der eingestellten Biasca - Acquarossa Bahn BA im Einsatz. 2003 wurde die Konzession von der RhB an die SEFT übertragen.
Einstellung der Reststrecke Castione - Cama der Touristikbahn
Während die Talbevölkerung für den Erhalt der Bahn seinerzeit gekämpft hat war der Rückhalt für die Touristikbahn leider nicht vorhanden. Roveredo kämpfte über Jahre hinweg für eine Verlegung der Autobahn welche mitten durch das Dorf führte. Die Proteste hatten Erfolg und die Autobahn wurde in einen Tunnel verlegt. Nun war der Gemeinde auch die ebenfalls durchs Dorf führende Bahnstrecke im Weg. Da auch die übrigen Talgemeinden kein grosses Interesse an der Touristikbahn zeigten entzog der Bund der SEFT auf Ende 2013 die Betriebskonzession. Die Abbrucharbeiten begannen umgehend und 2016 war die Bahninfrastruktur zwischen Castione und Cama abgebrochen.
Der Original RhB Misoxer-Triebwagen BDe 4/4 491 noch vor seiner Revision. Castione 2008
Ein vom SEFT übernommener Steuerwagen des RBS und einer der beiden noch durch die RhB angekauften Appenzellerbahn Triebwagen. Castione 2008
Ein Touristikzug der FM hat die Ausgangsstation Castione erreicht. 2003
Der ABe 4/4 5 ex Biasca - Acquarossa BA in Castione. 2011
Zwischenhalt in S. Vittore. 2003
Bergwärts fahrender FM Zug auf der Moesabrücke III in Roveredo. 2003
Auf der Station Leggia. Heute ist das Stationsgebäude total renoviert. 2003
Der ABe 4/4 5 bei Cama. 2011
Auf der Station Cama. 2011
Station Cama, Endstation, bitte alle aussteigen. 2003
Eine "Pendelkomposition" mit den beiden Appenzeller in Cama, bereit zur Rückreise. 2003
Grosse Manöver mit viel Fachpersonal in Cama. 2003
Alle Fotos: D. Hunziker
Der neu gestaltete Bahnhofplatz von Castione - Arbedo. Das Bahnhofgebäude wurde abgerissen, von der Schmalspurgleisanlage ist nichts mehr zu sehen. Einziges Ueberbleibsel vom alten Bahnhof ist das kleine Häuschen aus rotem Backstein welches zuletzt noch vom SEFT benutzt wurde. (Ehemaliges SBB WC Häuschen).
Nach dem Ueberqueren der Hauptstrasse ist das Trassee sofort sichtbar.
Ueberall noch Schotter jedoch keine Mastfundamente mehr.
Noch erhalten das Haltestellengebäude von Castione-Villaggio.
Entlang der alten Talstrasse wird das Trassee zu einem Fuss- und Veloweg umgebaut.
Unterhalb Lumino trennte sich die Bahnstrecke von der Talstrasse.
Bei der ehemaligen Station Lumino.
Das Bahntrassee - nun Brachland.
Die kleine Brücke hinter Lumino.
Das Brückengeländer gehört zur dahinter liegenden Strassenbrücke.
Die Vegetation übernimmt das Schotterbett.
Ein Feldweg auf dem Trassee.
Die einzigen Schienenreste sind noch bei kleineren Wegübergängen sichtbar.
Ein kleiner Einschnitt.
Auch diese kleine Brücke blieb erhalten
In gerader Linie durch die Ebene Richtung S.Vittore.
Im Industriegebiet der ehemaligen Valmoesa Werke haben sich neue Betriebe nieder gelassen.
Von den Anschlussgleisen der ehemaligen Valmoesa Werke ist noch einiges in Normal- und Schmalspur zu sehen. Rechts das Trassee der Hauptstrecke.
Bei der schönen Kapelle vor S.Vittore.
Auch hier noch Schienenreste im Strassenbelag.
Das Stationsareal von S.Vittore.
Das verwahrloste Stationsgebäude von S.Vittore.
Kein Vorstand mehr.
Ehemalige Stationsausfahrt Richtung Roveredo.
Wieder eine kleine erhaltene Brücke. Der Fussgängersteg wäre jetzt nicht mehr notwendig.
Nun zieht das Trassee wieder zur Talstrasse und Richtung Moesa Viadukt.
Der 2. Moesa Viadukt, zur Zeit ohne Funktion, aber begehbar.
Im Hintergrund sind die ersten Häuser von Roveredo sichtbar.
Entlang der stillgelegten Autobahn.
Hier unterquerte eine Strasse Bahn und Autobahn.
Nicht gerade alltäglich: Abbruch von Bahn und Autobahn.
Blick vom Fussgängersteg auf das Stationsareal von Roveredo und die ehemalige Autobahn.
Stationsausfahrt Richtung Grono mit dem Fussgängersteg über Bahn und Autobahn.
Nach der Station Roveredo führt das Trassee in einer Kurve zum 3. Moesa Viadukt.
1. und 3. Moesa Viadukt stehen nun den Fussgängern zur Verfügung.
Der Moesa Viadukt Nr. 3 bei Roveredo.
Gleich nach dem Moesa Viadukt lag die Haltestelle S.Antonio.
Ebenfalls ein kleines Andenken.
Im Aufstieg zur Calancasco Brücke.
Erst gerade einbetoniert und schon überflüssig.
Die Calancascobrücke vor Grono.
Alle Fotos: J. Ehrbar April 2017
Nun sind wir auf dem Gemeindegebiet von Grono.
Durch lichten Wald schlängelt sich das verlassene Trassee.
Das ausgedehnte Stationsgebiet von Grono.
Das wiederbelebte Stationsgebäude.
Bahnromantik pur - leider ohne Bahn.
Blick zurück auf das Stationsgebäude von Grono.
Im schwachen Gegengefälle zieht das Trassee nun zum Industriegebiet von Grono.
Bei der ehemaligen RhB Werkstätte liegen noch die Gleise und Weichen. Als der oberste Streckenteil Cama - Mesocco eingestellt wurde konnte die RhB Werkstätte und Depot von Mesocco nicht mehr nutzen. In Grono wurde dann eine Fabrikhalle gefunden welche zum Unterhalt der verbliebenen Fahrzeuge diente. Nach Aufgabe des Güterverkehrs durch die RhB übernahm der SEFT diese Werkhalle.
Ein richtungsabhängiger Kontaktgeber im Streckengleis.
Noch stehen Fahrzeuge des SEFT vor der Halle.
Längs des Streckengleises dutzende Schienenjoche vom Rückbau.
Schienenplatten, Laschen, Weichensignale.....
Was geschieht wohl mit diesen Souveniers?
Und hier endet das noch verbliebene Gleis.
Dieser Metallbaubetrieb besass einen eigenen Gleisanschluss. (Rückblick).
Einige Gleisreste und das auf privatem Grund stehende Weichensignal haben die Abbrucharbeiten überstanden.
Nach der Industriezone nähert sich das Trassee wieder der Talstrasse.
Bereits ist die kleine Kirche von Leggia in Sichtweite.
Unterhalb der Station Leggia liegt ein Streckenteil im Strassenplanum. Das war nicht immer so. Erst mit der Verbreiterung der Talstrasse kam es hier zur "Strassenbahn".
Im Hintergrund bereits das Stationsgebäude von Leggia.
Auf einem kurzen Gleisstück steht hier noch ein abgestellter RhB Güterwagen.
Das schön renovierte Stationsgebäude, inklusive Anschriften, nun als Einfamilienhaus.
Auch das kleine Abortgebäude blieb erhalten.
Auf engem Raum zwischen Talstrasse und Flusslauf.
Unterhalb des Bahnüberganges eingangs Cama beginnt die kurze 50 0/00 Rampe.
Die ersten Häuser und die Kirche von Cama zeigen sich.
Das Ende der Steigung. Praktisch horizontal geht es nun Richtung Station Cama.
Mehrere Meter oberhalb der Talstrasse liegt das Bahntrassee.
Das Stationsgebiet von Cama.
Für die Touristikbahn war hier Endstation.
Das Stationsgebäude Cama von der Strassenseite. Es wird zur Zeit von einem Handwerksbetrieb als Lager genutzt.