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Die Berner FDP-Nationalrätin Christa Markwalder bläst in der Kasachstan-Affäre zum Gegenangriff. Ihr Vertrauen sei durch die Lobbyistin Marie-Louise Baumann «aufs Übelste missbraucht» worden. Sie wirft ihr Fehlverhalten vor und prüft rechtliche Schritte.
Baumann habe im Januar ein Memo, in dem ihr Vorstoss aufgelistet war, an mehrere Parlamentarier anderer Parteien weitergeleitet. «Das geht nicht, und ich hoffe, sie muss sich für ihr Fehlverhalten noch im Detail erklären», sagte Markwalder in einem Interview im «Blick» vom Dienstag.
«In der Wandelhalle nichts mehr zu suchen»
«Eine solche Lobbyistin hat in der Wandelhalle nichts mehr zu suchen», sagte Markwalder. Das Verhältnis der beiden Frauen sei schon seit Monaten zerrüttet gewesen. Baumann musste am Montag ihren Zutrittsbadge abgeben.
Weil Kasachstan zur Schweizer Stimmrechtsgruppe in den Bretton-Woods-Institutionen zähle, lägen ihr gute Beziehungen zu dem Land am Herzen, erklärte Markwalder ihr Handeln. Sie sei unvorsichtig gewesen, als sie «schriftliche Antworten des Bundesrats, die in der Kommission nicht einmal debattiert wurden», weitergeleitet habe. «Dafür entschuldige ich mich und werde mich dem Büro erklären.»
(sda/ise)