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Ein implantierbarer Cardioverter-Defibrillator (ICD) überwacht kontinuierlich den Herzrhythmus. Wenn es zu einer anhaltenden Kammertachykardie kommt, kann der ICD diese durch gezielte kleine Impulse (Überstimulation) in den meisten Fällen beenden, ohne dass der Patient etwas merkt. Falls die Kammertachykardie zu schnell ist oder tatsächlich Kammerflimmern auftritt, kann der ICD dies mit einem Stromstoss (Defibrillation) beenden. Nach dem Stromstoss findet das Herz dann zum normalen Sinusknoten-Rhythmus zurück. Zusätzlich ist in den ICD ein Schrittmacher eingebaut, der das Herz nach einem Elektroschock bei Bedarf so lange stimuliert, bis es wieder seinen eigenen Rhythmus gefunden hat.
Je nach Indikation kommen verschiedene ICD-Typen zum Einsatz: Einkammer-, Zweikammer- oder biventrikuläre Defibrillatoren.
Der ICD besteht aus einem Elektrodensystem zur Erkennung gefährlicher Herzrhythmusstörungen sowie einem Generator mit Batterien und zwei Kondensatoren. Bei Bedarf können die Batterien in 6 bis 10 Sekunden die Kondensatoren laden und die zur Defibrillation notwendige Hochspannung von 700 bis 800 Volt erzeugen, die in Form von Energie (3–30 Joules) bzw. Elektroschocks über die Elektrode an das Herz abgegeben wird.