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Was tut der Hl. Geist für uns? Er bringt uns zusammen. Der Geist will unseren Verstand »besitzen«, so dass wir uns die Wahrheit Christi aneignen. Der Geist will unsere Willenskraft, so dass wir ein Tempel Gottes werden. Der Geist vereint all unser Tun.
Ohne den Geist sind wir zerteilt, gespalten und in uns selber verkrümmt. Die beste psychologische Beschreibung des Menschen, die ich je gelesen habe ist im 7. Kapitel des Römerbriefes zu finden. Es könnte sein, dass diese Worte sogar zur Selbstbeschreibung des Hl. Paulus gehören. Wir wissen es nicht.
Der Mann, der dort beschrieben wird, ist nicht in den Händen des Hl. Geistes. Die Worte »ich«, »mich«, »mein«, »ich selbst« kommen ungefähr dreißigmal im Text des 7. Kapitels des Römerbriefes vor.
Römer 7,14-17: “Wir wissen, daß das Gesetz selbst vom Geist bestimmt ist; ich aber bin Fleisch, das heißt: verkauft an die Sünde. Denn ich begreife mein Handeln nicht: Ich tue nicht das, was ich will, sondern das, was ich hasse. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, erkenne ich an, dass das Gesetz gut ist. Dann aber bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde. “
Ich, ich, ich… mein, mich, selbst… Äußerste Verwirrung! Der Hl. Paulus beendet dieses Kapitel mit der Anrufung des Hl. Geistes. Im 8. Kapitel, das von der Gegenwart des Hl. Geistes in uns spricht, sind diese Fürwörter nur drei- oder viermal verwendet. Das Wort »ICH« verschwindet ganz.
Die psychologischen Schwierigkeiten der modernen Zeit lassen sich aus den satanischen und dämonischen Einflüssen herleiten, die ein geordnetes Zusammenleben von Menschen zerstören wollen. Die aber, die sich ein friedliches und harmonisches Zusammenleben bewahrt haben, konnten das nur in der Kraft des HL. Geistes vollbringen, der so unterschiedliche Menschheitsfamilie zusammenhält.
Bischof Fulton J. Sheen