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Mit Schreiben vom 3. Februar 2007 reichte Elisa de Guttry, Volketswil, bei der Bildungsdirektion ein Gesuch zur Führung einer privaten Primarschule ein.
Gemäss den schulrechtlichen Bestimmungen (§§ 270 und 271 Unterrichtsgesetz vom 22. Dezember 1859 in Verbindung mit § 151 Volksschulverordnung vom 31. Dezember 1900) bedarf es zur Errichtung aller Arten von Privatschulen auf Volksschulstufe einer besonderen Bewilligung des Bildungsrates, welcher eine genaue Prüfung des Lehrplans, der Einrichtung der Anstalt und der Ausweise über die Befähigung des Lehrpersonals vorauszugehen hat. Die Schülerinnen und Schüler haben an den Privatschulen einen der Volksschule entsprechenden Unterricht zu erhalten. Danach müssen die im Lehrplan festgelegten Lernziele erreicht werden. Mit der bildungsrätlichen Bewilligung wird lediglich erklärend festgestellt, dass der Eröffnung der Privatschule kein polizeiliches Hindernis entgegensteht. Man spricht deshalb auch von einer sog. Polizeierlaubnis (B. Mascello, Elternrecht und Privatschulfreiheit - Dargestellt an der Volksschule in der Schweiz und in Deutschland, St. Gallen 1995, S. 152). Sofern die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, besteht ein Rechtsanspruch auf Erteilung der Bewilligung. Die Polizeierlaubnis verschafft dem Gesuchsteller eine bestimmte Rechtsposition, indem eine Tätigkeit als rechtmässig erklärt wird (Häfelin/Müller/Uhlmann, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 5. Auflage, Rz. 2527 und 2534).
Merkmal der geplanten Schule ist der Einbezug von Tieren in das Unterrichtsgeschehen. Laut der Gesuchstellerin zeigen viele Beispiele, dass Tiere bei Menschen und vor allem auch Kindern eine Öffnung der Gefühlswelt und eine Steigerung des Wohlbefindens bewirkten. Die vermehrte Gefühlsbezogenheit und das verantwortungsvolle Umgehen mit den Mitgeschöpfen und im weiteren Sinne mit der Natur seien ihre grundlegenden
Motivationen für die Eröffnung einer Privatschule (act. 1).
Der Unterricht an der Privatschule folgt dem Lehrplan der öffentlichen Volksschule und ist in erster Linie leistungsorientiert. Neben Normalbegabten sollen aber auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen aufgenommen werden. Es werden zwei Klassen mit insgesamt zwölf bis achtzehn Schülerinnen und Schülern geführt, wobei eine Klasse nicht mehr als sechs bis neun Schülerinnen und Schüler aufweisen soll. Die eingereichten Stundenpläne sind geeignet, um einen lehrplanorientierten Unterricht zu erteilen.
Folgende Lehrpersonen werden an der Privatschule unterrichten:
Elisa de Guttry, Primarlehrerin, Zürich 1987, diplomierte Heilpädagogin, Zürich 1987
Edith-Maria Seirjie, Primarlehrerin, Zürich 1995.
Bei Neuanstellungen von Lehrpersonen oder baulichen Veränderungen ist Wiederum
die Bewilligung bei der Bildungsdirektion, Volksschulamt, einzuholen.
Gemäss Gutachten des Hochbauamtes vom 21. Februar 2007 (act. 11) findet der Unterricht im Erdgeschoss eines Einfamilienhauses an der Chrebsbachstrasse 59 in Nieder-Steinmaur. Die Fusswegdistanz vom Schulobjekt, das sich in einem Einfamilienhausquartier befindet, bis zur nächsten Postautohaltestelle beim Primarschulhaus Steinmaur beträgt ca. 600 m; bis zum Bahnhof Steinmaur, Linie S5, ist es rund ein Kilometer. Die Kinder sollen hauptsächlich die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen und werden dann mit einem Schulbus abgeholt bzw. wieder zu den Haltestellen zurückgebracht. Auf dem Landwirtschaftsareal sollen Tiere wie Hunde, Katzen, Hühner, zwei Ponys, evtl. Ziegen und Kaninchen gehalten werden. Die Pflege und Betreuung der Tiere ist wesentlicher Bestandteil des Schulbetriebs (z.B. Pausenspaziergang, 1 Std./Woche Sportunterricht mit den Ponys). Für den Pausenaufenthalt im Freien kann der grosszügige Umschwung genutzt werden. Der übrige Sportunterricht ist in einer öffentlichen Turnhalle vorgesehen.
In nachstehender Tabelle sind die für den Schulbetrieb vorgesehenen erdgeschossigen Räume aufgeführt. Sie weisen bezüglich der für die Volksschulstufe massgebenden Schulbaurichtlinien vom 1. Oktober 1999 folgende Kennzahlen auf:
Raumaufteilung
|Fläche

m2
|Volumen

m3
|Fenster

m2
|max. Schülerzahl|
|Schulzimmer Mittelstufe|
|a) Wohnzimmer Ost, Süd, West||39||243||6.49||12|
|Schulzimmer Unterstufe|
|b) Zimmer Nord||29||68||3.15||6|
|c) Zimmer Nord (gefangen)||15||36||1.74||3|
|d) Werk-/Gruppenraum (Essplatz)||15.2||36||3.151Grosses Sitzplatzvordach, nur mit künstlicher Belichtung bzw. lektionenweise benutzbar(kein Dauerbetrieb mit denselben Kindern).||(6)|
|sep. WCs, geschlechtergetrennt||1 Klosett, Lavabo

1 Klosett, Lavabo, Bad