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Bern - Alt-Bundesrat Christoph Blocher hat sich nach eigenen Angaben während seiner Zeit in der Landesregierung einer Operation unterzogen. Angeblich wusste niemand im Bundeshaus über den fast zweiwöchigen Spitalaufenthalt Bescheid.
Er habe im Herbst 2005 rund 20 Zentimeter Darm entfernen lassen müssen, weil er an Darmdivertikeln gelitten habe, sagte Blocher in der jüngsten Ausgabe seiner Internet-Talksendung "Teleblocher". Nachdem ihm der Arzt gesagt habe, die Operation sei nötig, habe er den Eingriff nur machen wollen, wenn niemand davon erfahre.
Unter strengster Geheimhaltung habe er sich nachts ins Spital Neumünster "geschlichen", wo er während 12 Tagen in einem kleinen Zimmer zubrachte, sagte der SVP-Politiker. Zur Operation sei er mit einem grünen Tuch über dem Kopf gebracht worden. Im Spital sei er unter falschem Namen registriert worden.
Als Zeitpunkt habe er die Herbstferien des Bundesrats im Oktober abgewartet. Seinen Kollegen im Bundesrat habe er angegeben, dass er zu seinem 65. Geburtstag in der gleichen Woche ins Ausland verreise. Nur seine Frau und seine Kinder sowie sein Generalsekretär seien über die Operation informiert gewesen.
In "hundselendem" Zustand und entgegen dem Rat seines Arztes sei er für die nächste Bundesratssitzung nach den Herbstferien nach Bern gereist. Als Grund für seinen sichtbar derangierten Zustand habe er angegeben, einen "schlechten Fisch" gegessen zu haben. Danach habe er eine weitere Woche ausgesetzt.
Über seinen Generalsekretär habe er stets "alle notwendigen Arbeiten erledigen" können, betonte Blocher. Heute gehe es im gesundheitlich sehr gut.
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