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Das Bundesamt für Energie (BfE) hat heute zwei mögliche Standorte für ein Atomendlager bekannt gegeben. Nicht mehr in der Auswahl ist der Südranden im Kanton Schaffhausen, sowie die Standorte Jura-Südfuss, Wellenberg und Zürich Nordost. Dagegen will die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) die Standorte Jura Ost und Zürich Nordost «vertieft untersuchen», wie das BfE mitteilte.
Der Standort Zürich Nordost betrifft das Gebiet um Benken und Marthalen im Zürcher Weinland, derjenige in Jura Ost die Gemeinde Bözberg, die im Aargau westlich von Brugg liegt. Beide Standortgebiete würden sich sowohl für ein Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle als auch für ein Lager für hochradioaktive Abfälle oder für ein Kombi-Lager eignen, teilte der Bund mit.
Die beiden Gebiete sollen nun in der dritten Etappe genauer unter die Lupe genommen werden. Ab diesem Herbst sollen gemäss dem BfE unter anderem seismische Messungen und Sondierbohrungen durchgeführt werden.
Im Jahr 2020 soll dann eine provisorische Standortwahl erfolgen und die Rahmenbewilligungsgesuche für ein oder zwei Tiefenlager erarbeitet werden. Danach folgen wiederum eine behördliche Begutachtung sowie eine öffentliche Auflage der Gesuche und Gutachten. Der Bundesrat entscheidet frühestens 2027 über die Rahmenbewilligungsgesuche. Sein Entscheid muss dem Parlament zur Genehmigung vorgelegt werden und unterliegt dem fakultativen Referendum.