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Beim Raubtier, das am vergangenen 15. Mai 2015 zwei Schafherden beim Weiler Villa auf Gebiet der Gemeinde Evolène angegriffen hat, handelt es sich um einen Wolf. Dies bestätigen die Resultate der DNA-Analysen, welche der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) zugestellt wurden. Seit diesem Vorfall fanden im Val d'Hérens zwischen dem 15. Mai und dem 6. Juni drei weitere Angriffe statt. In dieser Region wurden bisher 30 Schafe getötet. Wie die DNA-Anlaysen weiter bestätigen, wurden auch die beiden Schafe im Val d'Illiez von einem Wolf getötet.
Infolge der Angriffe im Val d'Herens hat die Interkantonale Kommission (IKK) die Möglichkeiten zum Schutz der Schafherden überprüft.
Die Dienststelle für Landwirtschaft (DLW), welche für Herdenschutzfragen zuständig ist, ist momentan dabei zuhanden der IKK, den infolge der Angriffe entworfenen Bericht über die schützbaren und nicht schützbaren Weiden in der landwirtschaftlichen Nutzzone fertigzustellen. Im Weiteren wurden den Nutztierhaltern Empfehlungen für einen besseren Schutz der Nutztiere auf den Alpen im Val d'Hérens und Val d' Illiez abgegeben. Dieses Verfahren wird mit der Unterzeichnung der Absichtserklärungen zum Einsatz dieser Massnahmen, welche den Besonderheiten der einzelnen Alpen Rechnung tragen, beendet.
Nach Erhalt des Berichts der DLW über die Situation in der landwirtschaftlichen Nutzzone, wird die IKK ihr Protokoll ergänzen, definitiv verfassen und danach dem Departement für Verkehr, Bau und Umwelt (DVBU) zustellen. Auf der Basis dieser verschiedenen Elemente wird das DVBU sich äussern und über die Abschussfrage sowie die weiteren Folgen in dieser Sache entscheiden.