Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03465.jsonl.gz/930

Brasilien will beim Abbau von Diamanten weltweit wieder ganz vorne mitmischen. Geschehen soll dies unter anderem mit der Mine in Nordestina. In der sollen zehnmal so viele Diamanten gefördert werden, als dies bisher im gesamten Land der Fall ist. Die Rede ist von 400.000 Karat.
Bisher steht Brasilien auf dem 19. Rang der 21 Diamanten fördernden Nationen. Mit der Mine im Bundesstaat Bahia könnte sie auf den elften Platz vorrücken. Davon abgesehen laufen derzeit noch weitere Analysen und Genehmigungsverfahren für diverse Orte, an denen ebenso ein entsprechendes Vorkommen des Edelsteins erwartet wird.
Verschiedene Unternehmen und Investoren haben auf die in den Bundesstaaten Goiás, Minas Gerais, Rondônia und Bahia gelegenen Quellen bereits ein Auge geworfen.
Abgesehen davon wird die Geologiebehörde CPRM in Kürze eine neue Erhebung mit möglichen Flächen zur Diamantenausbeute vorlegen. „Diamante Brasil“ heißt das Projekt, bei dem 1.344 kimberlitische Pipes und Felsen ausgemacht wurden, die auf 23 Lagerstätten verteilt sind.
Die Produktivität dieser sogenannten Primäer-Lagerstätten ist wesentlich höher als die der sekundär Stätten beispielsweise an Flüssen. Dennoch wird davon ausgegangen, dass nur ein Prozent der Kimberlit-Stätten tatsächlich wirtschaftlich rentabel sind.
In Nordestina (Bundesstaat Bahia) werden seit Mitte 2016 unter der Leitung eines belgischen Unternehmens in Kimberlit-Gestein rund um die Uhr Diamanten abgebaut. Für dieses Jahr werden 220.000 Karat erwartet. Bis 2020 sollen es jährlich 400.000 sein.