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In Japan wird Weihnachten - ein christlicher Feiertag - eigentlich nicht gefeiert. Doch der westliche Lebensstil hat auch dort Einzug gehalten und seit mehreren Jahren hat Weihnachten im Land der aufgehenden Sonne tatsächlich eine grosse Tradition - vor allem dank einer Fastfoodkette. Welcher?
Das gesuchte Oratorium ist «Der Messias» von Georg Friedrich Händel. Das Werk gehört zu den populärsten Beispielen geistlicher Musik. Es beschreibt in drei Teilen die christliche Heilsgeschichte.
Der berühmteste Satz des Oratoriums ist das «Halleluja», das den zweiten der drei Teile beschliesst. An einigen Orten ist es Brauch, dass das Publikum für diesen Teil der Aufführung aufsteht. Die Legende sagt, dass beim ersten Hören des Chors der englische König Georg II. so ergriffen wurde, dass er aufsprang - der Rest des Publikums musste natürlich seinem Beispiel folgen.
In Japan wurde Weihnachten durch die US-Fastfoodkette «Kentucky Fried Chicken» (KFC) bekannt.
Und so soll es dazu gekommen sein: 1971 öffnet das erste KFC-Schnellrestaurant in Aoyama, Tokyo. Da Japan keine «Christmas-Turkey»-Tradition kennt, steht eines Tages ein amerikanischer Kunde in der Filiale und sagt: «Wenn ich hier schon keinen Truthahn essen kann, werde ich Weihnachten wenigstens mit Hühnchen feiern». Ein eifriger Mitarbeiter erzählt dies seinem Vorgesetzten, worauf dieser auf die Idee kommt, «Kentucky for Christmas» zu vermarkten.
Am 1. Dezember 1974 wird die erste Werbekampagne «Kurisumasu ni wa kentakkii!» (Kentucky for Christmas!) lanciert und seither sind in Japan Weihnachten und KFC untrennbar miteinander verbunden. Die weihnachtliche KFC-Werbekampagne findet immer noch statt.