Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/184387

<h2>SubmittedText<h2><p>Regelmässig berichten die Medien über Probleme betreffend die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit bestimmten Impfstoffen und Antibiotika. Die Pflichtlager seien teilweise leer oder nur unzureichend gefüllt. Von der Knappheit betroffen seien insbesondere die Spitäler.</p><p>- Wie präsentiert sich die aktuelle Situation? Wie beurteilt der Bundesrat diese?</p><p>- Was unternimmt er, um die Situation langfristig zu verbessern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Aktuell sind bei der Meldestelle der wirtschaftlichen Landesversorgung sieben Versorgungsstörungen für Impfstoffe und acht für Antibiotika gemeldet. Die Impfstoffe sind gemäss der Verordnung über die Pflichtlagerhaltung von Arzneimitteln (SR 531.215.31) seit dem 1. Oktober 2016 neu der Pflichtlagerhaltung unterstellt. Die von der Lieferpflicht betroffenen Firmen sind dabei, die Lager aufzubauen, was aufgrund der aktuellen Marktsituation im Moment nur teilweise möglich ist. Bei Produkten, welche am Markt fehlen, kann derzeit kein Lageraufbau realisiert werden. Für zwei der lagerpflichtigen Impfstoffe ist die geforderte Lagermenge vollumfänglich vorhanden, bei fünf Impfstoffen ist ein Teillager vorhanden. Die fehlenden Lager sollten - die Lieferfähigkeit der Produkte vorausgesetzt - kontinuierlich bis Ende 2019 aufgebaut werden können. Die Antibiotikapflichtlager wurden im Rahmen der Versorgungsstörung von Piperazillin/Tazobactam Anfang März 2017 freigegeben. Aktuell hat eine Firma das Piptaz-Pflichtlager teilweise wieder aufgebaut, während das Pflichtlager der zweiten Firma noch nicht wieder geäufnet werden konnte. Die Pflichtlagervorräte bei den übrigen Antibiotika liegen - von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen - im Umfang der geforderten drei Monate Durchschnittsverbrauch. Der Bundesrat setzt alles daran, gemeinsam mit den lagerpflichtigen Firmen die Pflichtlager so rasch als möglich wieder aufzubauen.</p>