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Digitales Überleben
Kriegsspiele mit Akustikkoppler
Neulich habe ich mit meinen Söhnen den Film «WarGames – Kriegsspiele» von 1983 geschaut. Teenager Matthew Broderick will den Rechner einer Computerfirma hacken, landet aber beim US-Militär und löst mit einem Atomkriegs-Spiel fast den Dritten Weltkrieg aus. Dass Computer damals noch alt und klobig aussahen – ich habe etwa zeitgleich meinen Commodore 64 gekauft –, ist zu erwarten, aber sonst war ich überrascht, wie oft ich Pause drückte, um etwas zu erklären: Sowjetunion. Kalter Krieg. Atomraketen. Besonders absurd schien meinen Söhnen, dass es damals noch kein Internet gab (ja, es existierte schon, aber noch nicht für jedermann), sondern man sich via Telefonleitung mit einem merkwürdigen Akustikkoppler in einen anderen Computer einwählte.
Wenn wir heute über Smartphones, Augmented Reality und Internet der Dinge reden, müssen wir anerkennen, dass der wichtigste Durchbruch der letzten Jahrzehnte wohl war, das weltumspannende Computer-Netzwerk in jedes Haus zu bringen. Was die iPad-Generation von heute allerdings noch kennt, ist die Frage: «Hab ich hier Internet?», also manchmal auch offline zu sein. Wie sich das anfühlte, können sie dann in 30 Jahren ihren Kindern erklären.