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Geistlich unterernährt
Entlang der Seidenstrasse gibt es etliche Volksgruppen, deren Sprache nicht oder noch nicht gut dokumentiert ist. Da sind Abklärungen nötig, um zu sehen, in welcher Sprache eine Arbeit begonnen werden soll.
Ein Mitarbeiter fuhr für Abklärungen ins Hochland, um dort Daten für die A*-Sprache zu sammeln. Die erste Person, die er befragte, war ein gebildeter Mann, ein Ältester der Sprachgemeinschaft. Der Mitarbeiter füllte mit ihm den Fragebogen zur Situation seiner Sprache aus. Der Älteste zeigte viel Interesse und wies auf alle Bereiche hin, wo ihre Sprache Hilfe nötig hätte.
Am Ende sagte er: «Die A*-Sprache und wir als Volkgruppe sind am Verschwinden. Einige haben unser Volk verlassen und gehören nun zu einer der grossen Sprachgruppen, die in unserer Nähe leben. Aber die Sprache A* ist unsere Sprache und unsere Identität! Wir wollen für unsere Sprache arbeiten, wir wissen aber nicht wie. Wir brauchen Fachleute, die uns anleiten und uns helfen. Bitte geben Sie diese Nachricht im Namen von uns A*-Leuten an die Organisation weiter, mit der Sie zusammenarbeiten.»
Diese Begegnung war ermutigend. Sie zeigte den starken Wunsch der Einheimischen, dass ihre Sprache überlebt und sich weiter entwickelt.
A* = Pseudonym