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Die US-Börsenaufsicht SEC nimmt nach dem milliardenschweren Spekulationsverlust das Kommunikationsverhalten der US-Grossbank JP Morgan unter die Lupe. Die Behörde prüft, ob das Geldhaus bei seiner Bilanzvorlage im April die Investoren getäuscht hat.
Das Kreditinstitut habe bei der Präsentation der Quartalszahlen die Änderung am Risikomodell nicht erwähnt, sagte SEC-Chefin Mary Schapiro am Dienstag während einer Anhörung im US-Repräsentantenhaus. Die SEC-Regeln erforderten es aber, dass Informationen wahrheitsgemäss und komplett übermittelt würden.
Am vergangenen 10. Mai hatte JP Morgan bekanntgegeben, fast 2 Milliarden Dollar bei Geschäften mit Kreditderivaten in den Sand gesetzt zu haben.
Anhörung im Senat
JP-Morgan-Chef Jamie Dimon hielt dagegen, dass die Bank stets ehrlich zu den Aktionären gewesen sei. Er entschuldigte sich erneut für den Verlust. Abschläge bei seinem Gehalt wolle er nicht hinnehmen.
Dimon hatte in der vergangenen Woche das Desaster mit einer schlechten Überwachung der Händler und deren Ahnungslosigkeit begründet. In einer Anhörung im Senat bezeichnete er die Milliardenverluste als «isoliertes Ereignis».
Die Verantwortlichen hätten mit komplexen Finanzpapieren eigentlich die Gefahren für das Geldhaus reduzieren wollen und dabei ihre eigene Strategie nicht ganz verstanden, sagte Dimon in einer Rede am vergangenen Mittwoch vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
(muv/tno/sda)