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Die Wirtschaft im Währungsgebiet, sei es in Deutschland, in Frankreich oder anderswo, schlage sich besser als noch vor Monaten befürchtet, sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) am Dienstag auf einer Online-Veranstaltung der Medien "Tagesspiegel", "Handelsblatt", "Die Zeit" und der "WirtschaftsWoche". "Wir werden sehr wahrscheinlich eine Rezession in diesem Jahr vermeiden," merkte er an. Sollte es dennoch zu einer Rezession kommen werde sie mild, begrenzt und vorübergehend ausfallen. "Ich glaube nicht, dass wir wählen müssen zwischen der Bekämpfung der Inflation oder der Vermeidung einer Rezession."
Die EZB hatte am Donnerstag die Schlüsselzinsen um einen weiteren halben Prozentpunkt angehoben. Es war bereits der fünfte Zinsschritt nach oben seit der Zinswende im Juli 2022. EZB-Präsidentin Christine Lagarde stellte zudem gleich eine weitere Erhöhung um ebenfalls 0,50 Prozentpunkte auf der kommenden Zinssitzung am 16. März in Aussicht. Die allgemeine Inflation war zwar im Euroraum zuletzt von 9,2 im Dezember auf 8,5 Prozent im Januar gesunken. Die Kerninflation, in der die schwankungsreichen Preise für Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak ausgeklammert sind, verharrte jedoch auf dem Dezemberwert von 5,2 Prozent.
Ein besseres Wirtschaftsumfeld mache die Aufgabe der Notenbank wahrscheinlich leichter, sagte Villeroy. Die Inflation in der Euro-Zone werde im ersten Halbjahr ihren Höhepunkt erreichen. "Wir sind nicht sehr weit entfernt vom Höhepunkt", fügte er hinzu. Villeroy bekräftigte in diesem Zusammenhang seine Erwartung, dass die EZB die Inflation bis Ende 2024, 2025 zurückdrängen werde auf den Zielwert von 2,0 Prozent.
(Reuters)