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Die begeisterte Romanleserin Emma Bovary hat den Kopf voller romantischer Träume. Wie langweilig muß ihr dagegen ihr Leben als Frau eines Arztes in einer Provinzstadt erscheinen! Ihr Mann Charles versteht ihre Wünsche und Nöte nicht. So sucht die leidenschaftliche junge Frau ihr Glück in fremden Armen – und wird bitter enttäuscht.
»Bei der ›Bovary‹ hat man von der ersten Zeile an das Gefühl, niemals enttäuscht zu werden.«William Faulkner
»Die meisten Romane veralten schnell, nach einer Generation kann man sie nicht mehr lesen. ›Madame Bovary‹ hat die Zeit überdauert. Sie liest sich, als sei sie heute geschrieben. Es gibt keinen klassischeren Roman.«Otto Flake
»Eine Handvoll literarischer Gestalten hat mein Leben nachhaltiger geprägt als manches Wesen aus Fleisch und Blut, das ich gekannt habe. In diesem heterogenen, kosmopolitischen Kreis, dieser sich je nach Zeit und Laune erneuernden Bande von Geisterfreunden – heute würde ich auf Anhieb D'Artagnan, David Copperfield, Jean Valjean, den Fürsten Bezukhov, Fabrice del Dongo, die Terroristen Cheng und The Professor, Lena Grove und den großen Sträfling erwähnen – hat es keine Gestalt gegeben, mit der ich ein dauerhafteres und eindeutig leidenschaftlicheres Verhältnis gehabt hätte als mit Emma Bovary.«Mario Vargas Llosa
»Das Erscheinen von ›Madame Bovary‹ war eine Umwälzung für die gesamte Literatur. Es schien, daß die Technik des modernen Romans, auf die man im Riesenwerk Balzacs schon hie und da stoßen konnte, in den vierhundert Seiten eines einzigen Buches klar umrissen und formuliert worden war. Die neue Kunst hatte ihre Grammatik gefunden.«Emile Zola
»Für Maupassant, Zola, Proust, Heinrich Mann und andere wurde ›Madame Bovary‹ zum absoluten Maßstab des eigenen Schaffens, für alle Späteren – auch für Kritiker wie Sartre – zu einem Bezugspunkt, an dem die Entwicklung des modernen Romans gemessen werden kann.«Kindlers Neues Literatur Lexikon