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Thrombose in der Schwangerschaft
Das Risiko, an einer Thrombose zu erkranken, ist während der Schwangerschaft erhöht. Die Gründe hierfür liegen in den körperlichen Veränderungen, die eine Schwangerschaft auslöst. Doch es lässt sich einiges dafür tun, dass das Blut ungehemmt fliesst.
In der Schwangerschaft ist das Risiko einer Thrombose erhöht. Meist tritt sie in den Beinen auf. Foto: NinaMalyna, iStock, Thinkstock
Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel, das in den Venen entstehen kann. Die häufigste Art der Thrombose in der Schwangerschaft ist eine tiefe Venenthrombose (TVT). Sie entsteht in den tiefer liegenden Venen, meist der Beine, besonders der Waden oder des Beckens. Da Venen das Blut vom Körper zum Herzen transportieren, kann das Blutgerinnsel zum Herzen und von dort in die Lunge gelangen. Setzt es sich fest, spricht man von einer Lungenembolie, die eine sofortige Behandlung erfordert.
Ursachen der Thrombose in der Schwangerschaft
Das in der Schwangerschaft erhöhte Thrombose-Risiko hat verschiedene Ursachen. Eine dieser Ursachen besteht darin, dass die Schwangerschaftshormone und die Vergrösserung der Gebärmutter dazu führen, dass das Blut in den Beinvenen langsamer fliesst. Eine weitere Ursache liegt in der leichteren Gerinnung des Blutes. Damit schützt der Körper Sie vor zu viel Blutverlust während der Geburt. Thrombosen können darüber hinaus auch dadurch entstehen, dass während der Geburt das Baby auf die Venen des Beckens drückt und diese beschädigen kann.
Symptome
Folgende Symptome können auf eine Venenthrombose hinweisen:
- Die Thrombose tritt plötzlich auf.
- Das Bein, häufig die Wade, schwillt an, schmerzt und rötet sich.
- Der Scherz verschlimmert sich beim Gehen oder beim Bewegen der Wade in Richtung Oberschenkel.
- Die betroffene Stelle fühlt sich warm an.
- Die Venen um die betroffene Stelle herum scheinen vergrössert zu sein.
Behandlung
Schwellungen in den Beinen und Ödeme, Ansammlungen von Flüssigkeit im Gewebe, sind gewöhnliche Begleiterscheinungen einer Schwangerschaft. Wenn Sie trotzdem den Verdacht haben, eine Thrombose haben zu können, sollten Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder Ihre Hebamme wenden. Im Krankenhaus kann ein Arzt die entsprechende Vene mittels eines Ultraschalls überprüfen. Die gängigste Behandlung erfolgt durch niedermolekulares Heparin. Es handelt sich dabei um ein blutgerinnungshemmendes Medikament, das der Körper schnell abbauen kann. Das Medikament wird dann meist für die weitere Schwangerschaft sowie für sechs Wochen nach der Geburt verschrieben. Damit es nicht zu einem Blutplättchenmangel kommt, kontrolliert der behandelnde Arzt die Zahl der Blutplättchen in regelmässigen Abständen. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen ergänzt die medikamentöse Behandlung.
Das erhöhte Thrombose-Risiko während der Schwangerschaft ist Hebammen und Ärzten bekannt. Sie werden es daher im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen im Auge behalten. Rechtzeitig erkannt ist die Thrombose gut behandelbar.
So können Sie selbst einer Thrombose vorbeugen
Sie können selbst dazu beitragen, das Thromboserisiko zu vermindern:
- Stellen Sie das Rauchen ein.
- Achten Sie auf eine gesunde Ernährung.
- Regelmässiges Wandern, Schwimmen oder Fahrradfahren verbessert die Blutzirkulation in den Beinen. Auch Yoga bietet sich an. Die Schweizer Venenclinic empfiehlt ausserdem Wasseranwendungen und gymnastische Übungen, «um eine unnötige Stauung der Venen zu vermeiden».
- Bei Langstreckenflügen sollten Sie Kompressionsstrümpfe tragen.