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Vor ungefähr 50 Millionen Jahren – also kurz vor der Auffaltung der Alpen – wurden in tiefen Meeresbecken Kalke und sandige Ablagerungen abgesetzt. Durch Erdbeben erschüttert, lösten sich diese Ablagerungen an den Kontinentalrändern und glitten als eigentliche Lawinen in die Tiefsee hinunter. Bei der Alpenauffaltung wird der Flysch zwischen anderen Gesteinsschichten wie die Butter in einem Sandwich eingeklemmt und nach Norden verschoben. Typischwerweise wurde der Flysch dann aber auch zum Schmiermittel – in dem ganze Gesteinsschichten auf dem Flysch ins Rutschen kamen und Felsabbrüche auslösten.
Flysch ist ein weit verbreitetes Sedimentgestein der Alpen. Er kann aus eckigen Bestandteilen, Sand oder Tonen aufgebaut sein, manchmal massig, bisweilen schiefrig, oft aber nur in dünnen Gesteinsschichten.
Flysch kommt weltweit in fast allen grossen Gebirgen vor, seine Entstehung lässt sich aber auch heute direkt an Tiefseegräben beobachten. Der charakteristische Flysch ist aus relativ dünnen, in bestimmter Abfolge wechselnden Schichten aufgebaut. Sie entstehen durch Trübeströme („turbidity currents“), welche – beispielsweise ausgelöst durch ein submarines Erdbeben – entlang einem Kontinentalabhang in die Tiefe hinuntergleiten. In den einzelnen Schichten lässt sich eine gradierte Schichtung („graded bedding“) beobachten, weil die Bestandteile des Trübestroms im Wasser schliesslich nach ihrem Gewicht abgelagert werden.
Aufgrund seiner leicht verformbaren feinkörnigen Anteile bildete der Flysch während der Alpenfaltung oft das Schmiermittel zwischen den einzelnen Decken.
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