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Eine Schachpartie endet spätestens mit dem Schachmatt. Um das Schachmatt zu verstehen, muss man allerdings wissen, was ein «Schachgebot» oder kurz «Schach» ist. In diesem Artikel erkläre ich es dir. Ausserdem erfährst du, wie man einen Angriff auf den König abwehrt.
Weil das Fangen des Königs das Hauptziel beim Schachspiel darstellt, ist eine Drohung gegen ihn von besonderer Bedeutung. Die Begriffe «Schachgebot» oder auch kurz «Schach» bezeichnen einen Angriff von einer Figur auf den gegnerischen König. Ein Beispiel:
Wenn dein König Schach geboten wird, musst du reagieren. Man darf nicht zulassen, dass der eigene König geschlagen wird. Somit sind Schachgebote ausserordentlich wichtig. Wenn du Schach setzt, gibst du ihm keinerlei Zeit, um seine Angriffspläne weiterzuverfolgen.
Wenn dein König angegriffen wird, hast du drei Möglichkeiten einem Schachgebot auszuweichen:
- Du ziehst deinen König weg.
- Du schlägst die Figur, die dich angreift.
- Du stellst eine Figur zwischen deinen König und die gegnerische Figur.
Funktioniert keine dieser Methoden, bist du Schachmatt und hast verloren. Ich habe einen eigenen Artikel zum Thema Schachmatt verfasst. Dort findest du auch einige praktische Beispiele:
Bei Amateuren oder auch in Filmszenen ist es üblich, das Schachgebot mit einem Ausruf «Schach» zu pfeffern. In Freundschaftspartien mag dies lustig und eventuell sogar hilfreich sein. An offiziellen Schachturnieren macht das niemand. Es gilt als unhöflich und würde die anderen Spieler bei der Konzentration stören.
Schachgebote kommen relativ häufig vor. Es gibt selten eine Partie, die ohne ein einziges «Schach» endet. Das bedeutet allerdings nicht, dass du jedes mögliche Schachgebot geben sollst. Wenn deine Figur ohne Konsequenzen geschlagen werden kann, solltest du darauf verzichten.
Der König zieht weg
Ich habe das nicht statistisch ausgewertet, aber das dürfte die mit Abstand häufigste Methode sein, ein Schachgebot abzuwehren. Als Kind habe ich mir folgende Szene vorgestellt: Man steht im Regen und sucht sich einen trockenen Platz. Man läuft einfach unter einem Dach.
Es hilft dir nichts, wenn dieses Dach undicht ist. Oder zurück zum Schach: Der König muss auf ein sicheres Feld ziehen, auf welchem er nicht angegriffen ist. Das gilt übrigens für alle Königszüge, die du im Laufe einer Partie ausführst.
Anfänger reagieren oftmals panikartig, wenn der eigene König angegriffen ist. Im Schach hast du meistens mehrere Möglichkeiten. Evaluiere in Ruhe, auf welchem Feld dein König am sichersten steht. Tipp: In der Mitte des Brettes ist dies eher selten der Fall.
Die schachbietende Figur schlagen
Die zweite Methode ist besonders attraktiv. Das Schachgebot wird aufgehoben, indem man die schachbietende Figur schlägt. Selbstverständlich gilt es auch hier, alle Konsequenzen miteinzubeziehen.
Wenn zwei gegnerische Figuren gleichzeitig Schach geben, handelt es sich um ein «Doppelschach». In diesem Fall ist das Schlagen nicht möglich, da man nicht zwei Figuren gleichzeitig eliminieren kann. Methode drei funktioniert übrigens auch nicht. Doppelschachs sind deshalb besonders gefährlich.
Eine Figur dazwischenziehen
Bei er dritten Methode blockiert man das «Schach». Kommen wir noch einmal zurück zum Regen. In diesem Fall bewegst du dich nicht weg, sondern spannst einfach einen Schirm auf. Beim Schachspiel ziehst du eine eigene Figur zwischen die schachbietende Einheit und den König.
Diese Methode ist nicht möglich, wenn ein Springer den König bedroht. Zudem muss man bedenken, dass die dazwischenziehende Figur anschliessend gefesselt ist. Das heisst, man darf diese Figur regeltechnisch nicht wegziehen, weil sonst der König im Schach stehen würde.
Wenn du eine Figur zwischen ein Schachgebot ziehst, kann diese (fast) immer geschlagen werden. Anschliessend ist dein König bereits wieder unter Beschuss. Man zieht deshalb meistens nur weniger wertvolle Figuren dazwischen. Im folgenden Artikel findest du eine Wertetabelle zu den Figuren:
Welches ist die beste Möglichkeit?
Schach ist ein komplexes Spiel. Deshalb fasziniert es Millionen Menschen. Die eine beste Möglichkeit, ein Schachgebot abzuwehren, gibt es nicht. Die gegnerische Figur zu schlagen, wirkt attraktiv. Wenn du allerdings dadurch deine Dame gegen eine schwächere Figur verlierst, ist davon abzuraten.
Eine eigene Figur dazwischenzuziehen, hat Nachteile (siehe oben). Dennoch macht das oft Sinn. Stell dir vor die gegnerische Dame setzt dich Schach und du ziehst einen Läufer dazwischen, welcher gedeckt ist. Wenn du dadurch die Dame angreifst, wird der Gegner ebenfalls reagieren müssen.
Fazit: Ein guter Schachspieler entscheidet immer situationsbedingt. Wer was anderes behauptet, versteht diesen wunderbaren Sport nicht. In vielen Fällen hat man nicht alle drei Möglichkeiten zur Verfügung. Den König wegzuziehen, funktioniert allerdings meistens.