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Der Buddhismus
Der Buddhismus ist eine atheistische Religion, die um das 5. Jahrhundert vor Christus im Norden Indiens entstand. Die viertgrößte Weltreligion beruht auf den Lehren ihres Gründers und Religionsführers Siddharta Gautama (566-478), der in Lumbini in Nepal geboren wurde. Der Buddhismus breitete sich sehr schnell aus und war bereits im 3. Jahrhundert vor Christus die vorherrschende Religion Indiens.
Bis zum 13. Jahrhundert war er in Indien fast völlig verschwunden, hatte sich aber erfolgreich auf dem restlichen asiatischen Kontinent ausgebreitet. Im letzten Jahrhundert expandierte der Buddhismus über die ganze Welt und zählt heute um die 500 Millionen Anhänger. Er wird als Hauptmotor für die Verbreitung von Schriften, Sprache und der Entwicklung humanistischer und universalistischer Werte betrachtet.
Ausgangspunkt der buddhistischen Lehre sind die Vier edlen Weisheiten. Sie erklären Grundlage, Weg und Ziel der buddhistischen Belehrungen: Demnach ist alles Leben von Leid geprägt. Grundlage des Leids sind die Drei Geistesgifte Hass, Habgier und Verblendung. Das Ende des Leids ist möglich, wenn man die Ursachen beseitigt.
Der Achtgliedrige Pfad ist schließlich der Weg, um das Ziel, einen Zustand ohne Leid, zu erreichen. Er besteht aus der echten Erkenntnis, der rechten Rede, dem rechten Handeln, der rechten Lebensführung, dem rechten Streben, der rechten Achtsamkeit und der rechten Versenkung. Durch ihn soll der Mensch von den Drei Geistesgiften befreit werden.
Gelingt es dem Menschen nicht, wird er nach seinem Tod wiedergeboren. Denn wenn ein Wesen unerfüllte Wünsche hat, findet die Seele keine Ruhe.
Nur wer frei von Gier ist, wird glücklich und findet die Erleuchtung. Die Gedanken können sich nur so auf das Mitgefühl für andere Existenzen konzentrieren. Das ist für die Buddhisten schließlich die Bedingung dafür, um ins Nirvana, das die Erlösung aus dem Kreislauf der Wiedergeburt bedeutet, einzutreten.