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Nach dem Krieg und der Gründung seiner eigenen Firma in Riehen wurden diese Modelle weiter entwickelt und unter dem Label "RIO" vermarktet. Seine Jazz-Gitarren hatten die Gibson-Modelle aus den USA zum Vorbild ￚ als Geigenbauer hatte er eine Vorliebe für die Archtop-Modelle.
Die Tonabnehmer (Pick-up) hat er wahrscheinlich nach einem amerikanischen Vorbild entwickelt und perfektioniert. Er verwendete eine Single-Coil-Spule mit Einzelmagneten, die er nach seinen Plänen herstellen liess und baute sie in seine Jazz-Gitarren (Hollow-Body) und Hawaii-Gitarren (Solid-Body) ein.
Über ein abgeschirmtes Kabel wurden die E-Gitarren an den Niederfrequenzteil der damals erhältlichen Röhrenradios oder an einen Röhrenverstärker angeschlossen. Bei starker Verstärkung wurde die Tonqualität bei den Hollow-Bodies allerdings durch Rückkopplung gestört. Dies brachte ihn auf die Idee, eine Jazz-Gitarre aus einem massiven Stück Holz (Solid-Body), ähnlich der Hawaii-Gitarre zu bauen. Daraus entstand das RIO-Modell Nr. 130, welches als erste Solid-Body-Gitarre in Europa gilt.
Die Modelle von Karl Schneider aus den Vorkriegsjahren sind nach heutiger Erkenntnis die ersten handelsüblichen E-Gitarren Europas. RIO-Gitarren wurden fast ausschliesslich für den Schweizer Markt produziert. Sie gelangten aber auch nach Frankreich. Bald nach Kriegsende nahmen die deutschen Firmen wie Höfner, Hoyer, Framus etc. die Produktion mit eigenen E-Modellen auf. Zu dieser Zeit war vor allem die Hawaii-Gitarre sehr gefragt, Orchester wie z. B. die Hula-Hawaiians aus Basel und Jazzmusiker wie Pierre Cavalli waren die ersten RIO-Kunden. Mit deren Anregungen wurden die Modelle laufend verbessert. Später, als die Fender- und Gibson-Modelle auf den Markt kamen, hat sich die Firma vermehrt dem Bau von akkustischen und klassischen Gitarren gewidmet.