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Die mit etwas mehr als 300.000?Einwohnern und 8.722?Quadratkilometer Fläche relativ gering besiedelte Insel Korsika wird jährlich von mehr als 2?Millionen Touristen besucht, davon kommen die Hälfte allein im Juli und August. Der Fremdenverkehr ist die Haupteinnahmequelle der Korsen, und gleich vielen anderen ländlichen Regionen in Frankreich ist die Insel stark vom „ländlichen Exodus“ betroffen, der die jungen Korsen weg vom harten Landleben in die Städte treibt. Die Korsen haben eine starke ethnische Identität und sogar eine eigene Sprache, welche auch heute noch in den Dörfern im Landesinneren gesprochen wird und auch während der vielen Jahre der „Fremdherrschaft“ nicht verschwunden ist. Vom 12. bis ins 17.?Jahrhundert herrschte die Seerepublik Genua, mit verschiedenen Unterbrechungen durch korsische Rebellionen, z.?B. die Sampiero Corso und andere Seemächte, wie Frankreich oder osmanische Piraten. Sie errichteten die Genuesertürme rund um die korsische Küste und die Gewölbebrücken im Landesinneren, die Sie im Rahmen verschiedener Wanderungen erkunden können. Im Jahr 1768 trat Genua die Insel im Vertrag von Versailles an die Franzosen ab, die sich kurz darauf im Krieg gegen eine korsische Armee unter dem Widerstandskämpfer Pasquale Paoli behaupteten. Ab 1790 war Korsika ein normales französisches Departement, heute bildet es die Departments 2A und 2B. Die rebellische Ader der Korsen bekommen heute besonders Polizei und andere staatliche Organe zu spüren, deren Gebäude regelmäßig Ziele von Anschlägen sind. Seien Sie jedoch beruhigt: Die Separatisten können eins und eins zusammenzählen und haben es nicht auf den Wirtschaftsfaktor Tourismus abgesehen. Neben dem Wandervergnügen sollten Sie auf Korsika die berühmten kulinarischen Spezialitäten nicht zu kurz kommen lassen: korsischer Ziegen- und Schafskäse sowie die zahlreichen Metzgereiwaren, welche die halbwilden Schweine liefern, sind eine wirkliche Offenbarung.