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Unterer Greifensee
Das Nordufer des Greifensees beidseits des Glattausflusses ist ein umsichtig gepflegtes Verlandungs- bzw. Flachmoor von nationaler Bedeutung. Das Reservat ist durch die Glatt sowie die begleitenden Auenwäldchen stark gekammert und von besonderem landschaftlichem Reiz. Im Gebiet Böschen am Ostrand des Reservats gedeiht der grösste Schilfbestand des Greifensees. Die grosse Ausdehnung der Riedflächen ist beeindruckend. Typisch für das Gebiet sind die ursprünglichen Torfstichzonen, die heute von der Schneidebinse eingenommen werden. Einmalig für viele Seeufer der Schweiz ist die grosse Vielfalt der Kleinseggen- und Kopfbinsenriede. Landwärts wird das Reservat überall von der intensiv bewirtschafteten landwirtschaftlichen Nutzfläche begrenzt.
Fauna
Der See als Ganzes ist ein Wasservogelgebiet von nationaler Bedeutung (Leuzinger 1976). Der Untere Greifensee ist ein wichtiges Brutgebiet für Zwerg- und Haubentaucher, Zwergdommel, Wasserralle, Lachmöwe und Flussseeschwalbe (auf Flossen), Kuckuck, Sumpfrohrsänger, Drosselrohrsänger, Fitis und Rohrammer. Unregelmässig brüten auch Waldohreule, Nachtigall, Rohrschwirl und Feldschwirl.
Regelmässige Durchzügler und Wintergäste sind Schwarzhalstaucher, Krick-, Knäk-, Schnatter- und Löffelente, Reiher-, Tafel- und Schellente, Gänsesäger, Kormoran, Purpurreiher, Rohrweihe, Flussuferläufer, Bekassine, Sturmmöwe, Trauerseeschwalbe, Eisvogel, Schilfrohrsänger, Beutelmeise und andere.
Schutz
Die Ala hat bereits in den Jahren 1928–1932 mit den Landbesitzern der Gemeinden Schwerzenbach, Fällanden und Greifensee Verträge zum Schutz der Moorhabitate abgeschlossen. Heute ist das Gebiet ein Flachmoor von nationaler Bedeutung (Nr. 2188) und durch eine kantonale Verordnung unter Schutz gestellt. Per 1. Juli 2009 wurde der Greifensee Wasser- und Zugvogelreservat des Bundes von nationaler Bedeutung, wobei allerdings die Riedflächen und damit auch der grösste Teil des Ala-Schutzgebietes nicht Teil dieses Bundesinventars sind.
Besuch
Der Untere Greifensee ist ab Bahnhof Schwerzenbach in 15 Gehminuten zu erreichen.
Am Oberen Greifensee befindet sich die Naturstation Silberweide.
Kontakt
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Bestandsaufnahmen: Hans Ueli Dössegger