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Erste Meilensteine 2002 – 2003
Die ersten Meilensteine setzte das Karatecenter 2002 nach nur 4 jährigem Bestehen. Nach zahlreichen Medaillen an Turnieren erreichte das Karatecenter Reto Kern mit 62 Punkten den 14. Platz in der Swiss Karate League. Von den damals ca. 240 SKV (jetziger SKF, Swiss Karate Federation) Karate Dojos eine hervorragende Platzierung. Es belegte sogar den 1. Platz unter den Dojos, die Wado Kai praktizieren.
Im gleichen Jahr schaffte Raphael Iseli als erster Karateka in der Schweiz die Aufnahme in die Nationale Elitesportschule Thurgau (NET) in Kreuzlingen. Das erste Mitglied des Karatecenters bestand im Dezember 2002 eine Dan Prüfung und der erste Junioren Schweizermeister im Karatecenter wird Fabio Crisafulli. Auch der Wado Europa Cup in London, an dem ich zum ersten Mal als Dojoleiter und Coach teilnahm, erzielten wir erfolgreich zwei Bronzemedaillen, eine von Isabelle Gehring im Kumite Open und eine von Raphael Iseli in der Kata.
Für mich macht es keinen grossen Unterschied, ob ich als Wettkämpfer oder als Coach an einem Turnier teilnehme. Nervös macht mich beides, weil ich mich selber enorm unter Druck setze.
Als Sportler wurde ich bei jedem Turnier nervöser, weil ich von mir immer mehr verlangte. Einige Male als ich mit dem Bus vom Hotel zur Turnhalle an die EM oder WM fuhr, fragte ich mich: „warum machst du das?“. Diese Nervosität, keinen Hunger verspüren, der Respekt vor Verletzungen und doch, zog mich etwas in die Turnhalle und ich wollte einfach jeden Kampf gewinnen, mein Bestes geben.
An kleineren Turnieren, wenn ich Kata vorzeigte, war ich so nervös, dass ich manchmal den Ablauf der Kata nicht mehr wusste und als ich auf dem Tatami stand, verliess ich mich auf meinen Instinkt und fing einfach an. Es ging meistens gut.
Heute habe ich mich langsam aber sicher im Griff und setze mich nicht mehr so stark unter Druck wegen etwaiger Medaillen. Ich denke einfach: Hol das Maximum an diesem Tag aus deinen Schülern heraus und dann dürfen/können wir alle zufrieden sein. Solange alle versuchen das Beste zu geben kann man sich im Spiegel anschauen und stolz sein. Die Nervosität bleibt, denn sonst wäre ich ja gleichgültig.
Wenn meine Schüler an nationalen oder internationalen Turnieren im Finale stehen, kann mein Herz nach wie vor so richtig pochen und ich frage mich immer wieder, was kannst du deinem Schützling noch für Tipps geben, damit er oder sie über sich hinaus wächst. Ich denke, daran will ich weiterhin arbeiten.
Ich war mehr als nur zufrieden, dass es mit dem Karatecenter so schnell so gut lief, wusste aber gleichzeitig, dass ich mich niemals auf den Lorbeeren ausruhen durfte. So war ich stetig um eine gute Qualität des Dojos bemüht, in dem auch der gesundheitliche Aspekt der Trainingseinheiten eine Rolle spielt. Denn immer öfter meldeten sich auch ältere Mitglieder im Karatecenter an. Bis anhin trainierte ich ja mehrheitlich Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene, die bereits in jungen Jahren mit Karate begonnen hatten. Die etwas ältere Generation zu unterrichten, welche nicht leistungsorientiert, sondern eher des traditionellen und oder gesundheitlichen Aspektes wegen ins Karate kam, bedeutete für mich eine neue Auseinandersetzung mit der körperlichen Fitness im „besten Alter“
Ich bildete mich bei der Swiss Karate Federation zum Leiter im Erwachsenen- und Seniorensport aus. Zudem kann ich mit Stolz sagen, dass das Karatecenter bereits seit 15 Jahren Qualitop zertifiziert ist.