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Stellen Sie vor, jemand würde folgende Aussage machen: «Die Kriminalpolizei ist mir sympathischer als die Verkehrspolizei, ich finde ihre Arbeit effizienter, also rege ich an, die Verkehrspolizei abzuschaffen.» Sie würden sagen, dieser Vergleich sei absurd, nicht!? Der gleichen Logik folgt der Vorstoss der politisch Rechten, die die Stadtteilsekretariate abschaffen wollen – dies weil angeblich die Quartiertreffpunkte «die bessere» Quartierarbeit machen. Es ist nicht richtig, die eine dieser Quarter-Institutionen gegen die andere auszuspielen. Ihr Aufgaben sind so unterschiedlich wie im oben erwähnten, absurden Polizei-Beispiel.
Die Stadtteilsekretariate (im Gundeli die Quartierkoordination) werden getragen von den unterschiedlichsten Vereinen aus den Quartieren. Darunter auch Parteien aus dem ganzen politischen Spektrum. Alle können sich also einbringen und sicherstellen, dass von den Stadtteilsekretariaten alle Bevölkerungsgruppen und Interessen «gesehen» werden. Es sind denn auch fast unzählige Vereine Mitglied – das nicht nur im Kleinbasel. Zudem sind die Stadtteilsekretariate eine Anlaufstelle für alle und dienen als Bindeglied zwischen Quartierbevölkerung und Verwaltung – sie haben also eine vermittelnde Rolle. Derweil nehmen Quartiertreffpunkte soziokulturelle Aufgaben wahr, schaffen Begegnungsmöglichkeiten, stellen Veranstaltungsräume zur Verfügung etc.. Das sind total unterschiedliche Aufgaben.
Die Stadtteilsekretariate haben gerade auch bei der Mitwirkung das Potenzial, professionelle Verfahren durchzuführen und die Anliegen der Bevölkerung bei Projekten abzuholen und einzubringen. Wer die Stadtteilsekretariate abschaffen will, schwächt die Quartiere. Dagegen wehre ich mich.