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Wussten Sie schon, dass es im BrasilienPortal eine Rubrik gibt, der wir genau diesen Titel gegeben haben?
Mit ihr möchten wir in kurzer, prägnanter Form auf unzählige Superlative aus den verschiedensten Gebieten eingehen.
Wussten Sie zum Beispiel schon…
Amazonensisches
…dass es im Amazonas einen Fisch gibt, der zur Eiablage eine Strecke zurücklegt, die dem Durchmesser des Mondes entspricht?
Er ist ein grosser Räuber, der “Piramutaba“. Er startet an der Mündung des Amazonas und durchquert ganz Brasilien gegen den Strom, um am Oberlauf seine Eier abzulegen. Nur auf dem Hinweg legt er 3.000 bis 3.500 Kilometer zurück – jedes Jahr – eine Distanz, die dem Durchmesser des Mondes entspricht. Er hat eine dicke Haut anstelle von Schuppen und gehört zu den meist exportierten Arten Amazoniens. Grösster Importeur ist Japan.
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…dass es Nahrungsmittel mit Aphrodisiakum-Effekt gibt?
Zahlreiche Kulturen bezeichnen Früchte wie Bananen, Spargel und Karotten als erotische Stimulanzien, das hat allerdings nur mit ihrer phallischen Erscheinung zutun. Die Avocado-Frucht wurde von den Azteken als “Ahuacatl“ bezeichnet, was übersetzt “Hoden“ heisst. Während der Ernte dieser Frucht, war es den Jungfrauen verboten, ihr Haus zu verlassen. Abgesehen von solchem offensichtlichen Unsinn, besitzen einige Nahrungsmittel tatsächlich einen “afrodisiaken Charakter“ – ihr Geheimnis liegt jedoch in ihrem chemischen Gehalt und nicht in ihrer Form oder ihrem Aussehen. Einige dieser bekannten “erotischen“ Nahrungsmittel enthalten Vitamine und Mineralien, welche einem gesunden Reproduktionssystem zugutekommen, wie zum Beispiel die Austern, sie sind reich an Zink, einem Mineral, das unerlässlich ist für die Produktion von Testosteron – der Spargel mit seinem suggestiven Aussehen, er produziert Vitamin E, ein Stimulanz der Sexualhormone – und die Schokolade, traditionelles Geschenk am “Tag der Verliebten“, sie enthält Fenitelitamin, das dem Nascher in einen Zustand des Wohlseins und der Erregung versetzt.
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…dass das brasilianische Kunsthandwerk einer Fülle der unterschiedlichsten Rohstoffe – meist aus Ressourcen der Natur entspringt?
Seine Herstellungstechniken kamen ursprünglich aus traditionellen Quellen und Überlieferungen, die sich im Lauf der Zeit mehr oder weniger miteinander gemischt haben. Seine reinsten, unverfälschten Formen findet man heute noch im Kunsthandwerk der Indianer.
» mehr Kulturistisches
…dass Sie bei einem Schlangenbiss niemals Eis oder kalte Kompressen auf die Bissstelle auflegen sollten?
Den Verband oder die Aderpresse nicht zu fest anziehen, sie könnte sonst den Blutfluss blockieren und einem Glied ernsthaften Schaden zufügen. Keine Einstiche in die Wunde oder um sie herum machen, in der Absicht, das Gift ablaufen zu lassen – höchste Infektionsgefahr. Und versuchen Sie auch nicht, das Gift mit dem Mund abzusaugen – es könnte durch den Mund in Ihre eigene Blutbahn eintreten.
» mehr Medizinisches
…welches der grösste Justizirrtum Brasiliens gewesen ist?
Opfer waren die Gebrüder Naves – Sebastião und Joaquim – die in Aragauari, im Bundesstaat Minas Gerais, lebten. Im Jahr 1937 nahmen sie ein ihrer Cousins bei sich auf, Benedito Pereira Caetano, der dann verschwand, nachdem er eine Ladung geklauten Reis verkauft hatte. Gefoltert von der Polizei und so gezwungen zu gestehen, dass sie ihren Cousin umgebracht hätten – obwohl es keinerlei Beweise für diese Tat gab, und auch der Körper des angeblichen Opfers nie gefunden wurde – verurteilte das Gericht die beiden Brüder zu 25 Jahren und 6 Monaten Gefängnis. Zehn Jahre später tauchte dann der “Verstorbene“ sehr lebendig in einer anderen Kleinstadt auf – und die Naves-Brüder wurden freigelassen.
» mehr Menschliches
…dass die Entdeckung des Guaraná Alexander von Humboldt zu verdanken ist?
Im Jahr 1821, als er mit den eingeborenen Völkern des Amazonasbeckens, zwischen den Strömen Tapajós und Madeira, in Kontakt trat, befand der Naturwissenschaftler das Getränk aus einer Pflanze besonders deliziös und stimulierend, mit dem ihn die Indianer bewirteten. 1826 analysierte ein anderer Wissenschaftler, von Martius, die Guaraná-Pflanze und entdeckte in ihr therapeutische Qualitäten.
» mehr Naturistisches
…dass ein Abholzungs-Stopp des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien bis 2020 einer Studie zufolge zwischen 6,5 und 18 Milliarden US-Dollar kosten würde?
Wie das Fachjournal „Science“ weiter schreibt, sind sich die 18 an der Untersuchung beteiligten internationalen Wissenschaftler einig: Der Nutzen würde die Kosten übertreffen. So würde ein Ende der Abholzung im brasilianischen Teil des Amazonas den globalen CO2-Ausstoss zwischen zwei und fünf Prozent verringern.
» mehr Ökologisches
…dass Brasilien die grössten Mineralien-Lagerstätten der Welt besitzt?
Und obwohl das so ist, befindet sich Brasilien immer noch im Rückstand gegenüber anderen Ländern mit weniger Volumen – es fehlt an technologischer Forschung. Die Erzförderung begann früh, um das Jahr 1590 herum, als Afonso Sardinha die Minen von Aroçoiaba, im Bundestaat São Paulo, zu erforschen begann. In Rio Grande do Sul gebührt diese Pioniertat dem Pater Antônio Sepp, im 17. Jahrhundert, der die Aktivitäten in den Minen von Camaquã vorantrieb. Trotz jenen frühen Anstrengungen hat das Unterlassen technologischer Forschungsarbeit Brasilien lediglich zu einem Lieferanten von Rohstoffen degradiert. Heutzutage macht die brasilianische Hüttenindustrie grosse Anstrengungen, die verlorene Zeit aufzuholen.
» mehr Ökonomisches
…wann das erste Fussballspiel in Brasilien stattfand?
Das war in Várzea do Carmo, Bundesstaat São Paulo, am 14. April 1895. Die beiden involvierten Teams waren “São Paulo Railway“ und die “Companhia de Gás“ – beide setzten sich aus in São Paulo ansässigen Engländern zusammen. Charles Miller, den man in Brasilien als den “Vater des Fussballs“ anerkennt, war Mitglied des ersten Teams – das die Partie mit 4:2 gewann. Miller hatte die ersten beiden Fussbälle in seinem Koffer von England nach Brasilien gebracht – am 9. Juli 1894 – und liess sie dann 10 Monate lang in einem Schrank verschlossen liegen bis zum ersten Spiel auf brasilianischem Boden.
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…dass Krokodile weinen?
Sie kennen sicher den Ausdruck “Krokodilstränen” vergiessen, was eigentlich bedeutet, Trauer vorzuspielen. Aber können Krokodile wirklich weinen? Die Antwort ist laut einer Untersuchung amerikanischer Forscher JA. Das hat eine bestimmte Ursache: Krokodile weinen beim Verschlingen ihrer Opfer tatsächlich. Bei der Untersuchung zeigte sich, dass es aus den Tränendrüsen der Reptilien beim Fressen regelrecht sprudelt. Mitgefühl mit den unglücklichen Opfern spielt dabei bestimmt keine Rolle. Vielleicht sind es Freudentränchen, weil es so gut schmeckte. Da die Tiere beim Fressen heftig zischen und schnaufen, wird die Luft so stark durch die Nasenhöhlen gepresst, dass sie in die Tränendrüsen dringt und diese zum Entleeren bringt.
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…dass sich die grösste Flussinsel der Welt im Bundesstaat Goiás befindet?
Es ist die “Ilha do Bananal“ im Rio Araguaia. Sie hat eine Fläche von zirka 20.000 Quadratkilometern. Die aussergewöhnliche Fruchtbarkeit ihres Bodens veranlasste den damaligen Präsidenten Juscelino Kubitchek, die Insel in ein revolutionäres Landwirtschafts-Projekt einzubinden, welches er in die Praxis umsetzen wollte, falls er 1965 nochmals gewählt werden sollte. Nun, wir wissen, dass ihm sein früher Tod da ein Schnippchen geschlagen hat.
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Aber haben Sie auch gewusst…
… dass der Amazonas von New York bis nach Berlin reichen würde?
Ich wette, dass Sie vieles noch nicht wussten! Und deshalb freuen Sie sich auf unsere neue Rubrik, in der Sie vieles über Brasilien erfahren, was Sie noch nicht wussten. Nicht nur Erfreuliches, auch mal Nachdenkliches oder gar Trauriges – nicht nur Superlative sondern vielleicht auch mal “ein Rekord von hinten“ – ich meine solche, in denen die Brasilianer rekordverdächtiges Schlusslicht sind – oder wenigstens fast.