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Unter den 25 Direktoren des japanischen Olympischen Komitees (JOC) waren fünf Frauen dabei.
Unter den 25 Direktoren des japanischen Olympischen Komitees (JOC) waren fünf Frauen dabei.
Nachdem der Chef des Olympischen Organisationskomitees von Tokyo zurückgetreten ist, gab es in Japan eine grosse Diskussion über Sexismus in Japan. Eine Studie hat gezeigt, dass besonders in den Verwaltungsregimen im Sport nur sehr wenige weibliche Personen in Führungspositionen sind.
Grosse Unterschiede zwischen den Sportverwaltungsregimen
Es hat sich gezeigt, dass durchschnittlich lediglich 16.6% der Direktorenpositionen von Frauen belegt sind. Die All Japan Taekwondo Association hatte mit 36.4% den besten Wert. Am schlechtesten schnitt die Nippon Surfing Association ab. Diese hatte keine einzige Frau im Vorstand.
Unter den 25 Direktoren des japanischen Olympischen Komitees (JOC) waren fünf Frauen dabei. Beim Board of Councils des JOC waren es aber unter 63 Mitgliedern nur zwei Frauen.
Es handelt sich um das Gremium, bei dem Yoshiro Mori seinen sexistischen Kommentar abgab. Bei einer öffentlichen Sitzung sagte er, dass Frauen zu viel reden und sich dadurch die Besprechung in die Länge ziehe. Ausserdem warf er ihnen vor, sie verhielten sich so, da sie ein extremes Konkurrenzdenken hätten. Am 12. Februar trat Mori als Präsident des Organisationskomitees der Tokyo Games zurück. Für seine Aussage hatte er sich zuvor schon entschuldigt.
Frauen haben offensichtlich nicht die gleichen Chancen
Im Juni 2019 hatte die Japan Sports Agency in seinen operativen Richtlinien für inländische Sportverwaltungsorgane festgelegt, dass 40% der Direktoren-Posten von Frauen besetzt sein sollen. Ausserdem wurde festgelegt, dass die Leitungsgremien eine eigene Frauenquote als Ziel festlegen sollen.
Die Professorin Kyoko Raita erklärte, dass es eine Verbesserung der Sportwelt gibt. Sie ist Expertin für Sportgeschichte aus Sicht der Gender Studies. Die Verbesserung reiche aber bei Weitem nicht aus und die Beziehung zur Gesellschaft sollte weiter verbessert werden.
Ein Grund für die wenigen Frauen als Sportdirektorinnen ist, dass sie weitaus weniger Möglichkeiten haben, Erfahrungen als Trainerinnen zu sammeln. Auch in diesem Bereich herrscht keine Geschlechtergleichberechtigung. Aus diesem Grund belegen Frauen laut Raita nur tiefere Positionen. Sie hätten einfach nicht die gleichen Karrieremöglichkeiten wie ihre männlichen Kollegen.
Kategorie
News
Publiziert am
25.02.2021
Hashtag
#diewirtschaftsfrau #politik