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Die Anfänge dieser Sportart gehen zurück auf den Einsatz der Pferde im täglichen Leben. In den USA ist der legendäre Ponyexpress einer der Vorläufer. Auch in Europa wurden bereits zur Jahrhunderdwende Distanzritte ausgetragen.
Das Distanzreiten, international Endurance genannt, ist offizielle FEI-Disziplin mit Welt- und Europameisterschaften. Immer mehr Pferdefreunde nehmen die Herausforderung Distanzreiten an. In Frankreich ist die Endurance nach dem Springreiten die zweitwichtigste Pferdesportdisziplin. Eindrücklich bestätigt wurde dies an den Weltmeisterschaften im August 2000 in Compiègne (FRA) die gegen 20'000 Zuschauer anzulocken vermochten.
In der Endurance ist es wie in allen Sportarten, an die Spitze kommt man nur mit Ausdauer und Disziplin. Ehe ein Pferd über lange Strecken starten kann, braucht es eine vier- bis fünfjährige kontinuierliche Aufbauarbeit. Selbst für kurze Strecken braucht es ein gewisses Mass an Training.
Eine wichtige Funktion im Distanzreitsport haben die Tierärzte. Bei allen Disziplinen folgt nach ca. 20 - 40 Kilometer ein Vet-Gate (vorgeschrieben Kontrolle mit anschliessender Pause) bei welcher die Tierärzte die Pferde genau unter die Lupe nehmen. Sie können Pferde, die nicht mehr "fit to continue" jederzeit, also auch im Ziel, aus dem Wettkampf nehmen. Tierarztentscheide sind ausserdem unanfechtbar. Selbstverständliche finden auch Dopingkontrollen statt.
Die Königsdisziplin, in der auch international Titelkämpfe ausgetragen werden. Absolviert werden in diesen Rennen im Gelände 80 – 160 Kilometer in einem Tag oder bis zu 200 Kilometer in zwei Tagen. Der schnellste Reiter, der sämtliche Tierarztkontrollen besteht, gewinnt. Starten kann nur derjenige, der sich und sein Pferd über drei Stufen qualifiziert hat und über eine Lizenz verfügt. CEN sind nationale und CEI sind internationale Prüfungen.
Im EVG absolviert der Teilnehmer die vorgegebene Distanz in einem festgelegten Geschwindigkeitsband. Die Rangliste wird nach einer Formel unter Einbezug von Tempo und Pulswerten erstellt. Diese Disziplin dient zum Einstieg in die Rennen.
Der Swiss Endurance Pleasure Ride ist ein geführter Ritt im Gelände über eine bestimmte Distanz. Der Ritt eignet sich für alle Pferderassen, jeden Reitstyle und soll alle Distanzsportinteressierte Reiter ansprechen.
Der Reiter kann sowohl Streckenlänge und Tempo innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens frei wählen. Die absolvierten Distanzen bewegen sich normalerweise zwischen 30 und 100 Kilometer. Es wird nur eine Kilometer- aber keine Rangliste erstellt. Der Reiter hat so Gelegenheit sein Pferd und die Ansprüche des Distanzsports näher kennen zu lernen.
Folgende Leistungen werden durch Swiss Endurance erfasst und prämiert:
Die Kilometer jedes bestandenen Rittes werden für Reiter und Pferde unabhängig voneinander fortlaufend addiert. Bei 500 km, bei 1000 km und anschliessend bei allen weiteren 1000 (2000, 3000, etc.) werden Pferd und/oder Reiter ausgezeichnet. Es wird zudem eine ewige Rangliste für Reiter und Pferd geführt. Die Zehn mit den meisten Lebenskilometer werden einmal Jährlich publiziert. Erfasst werden nur Mitglieder von Swiss Endurance.
Jährlich werden die Paare prämiert, die im vergangenen Jahr die meisten Kilometer zusammen zurückgelegt haben. Erfasst werden nur Mitglieder von Swiss Endurance.
Die besten Paare über alle im Rittjahr durchgeführten Prüfungen werden ausgezeichnet. Erfasst werden nur Mitglieder von Swiss Endurance.
Die nationalen Meisterschaften unterstehen dem SVPS und werden in dessen Auftrag jährlich für die Elite sowie für Junioren/Junge Reiter (bis 21 Jahre) durchgeführt. Sie sind offen für lizenzierte Reiter.
An der Lizenz-Prüfung werden Fragen aus dem Buch "Endurance Veterinärmedizinische Aspekte" gestellt.
Dieses Buch kann bei Peter Münger bestellt werden (SFr.
35.-, inkl. Versand).
Kontakt: Peter Münger, Utzigenstrasse 21, 3068 Utzigen, Tel. 079 651 57 24, E-Mail.
Vorzahlung auf Konto 18962.15 (IBAN <iban-pii>) zu Gunsten von Raiffeisenbank Worblen-Emmental, Peter Münger, Utzingerstrasse 21, 3068 Utzingen mit Vermerkt "Vet. med. Aspekte".