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Die westlichen Medien feiern den ukrainischen Präsidenten derzeit als wahren Kriegshelden. Daher lohnt sich ein näherer Blick auf den Mann.
Wladimir Selensky war ein Sympathieträger in der Ukraine. Früher war er ein sehr erfolgreicher Comedian und Schauspieler. Ich selbst habe seine Auftritte mit großem Vergnügen geschaut, denn der Humor seiner Comedy-Truppe „Kvartal 95“ war wirklich treffend. Selensky hat der Politik von Präsident Poroschenko den Spiegel vorgehalten, die explodierende Korruption in der Ukraine satirisch kommentiert, den von Poroschenko angeheizten Nationalismus lächerlich gemacht und so weiter.
Selensky hat auch die Hauptrolle in der Fernsehserie „Diener des Volkes“ gespielt, die auf den TV-Sendern des Oligarchen Kolomoisky ausgestrahlt wurde. Die Serie selbst gehört übriges Netflix. In dieser Serie hat Selensky einen ukrainischen Präsidenten gespielt, der mit Korruption im Lande aufräumt, die Oligarchen entmachtet, den ungeliebte IWF aus dem Land jagt und die Ukraine in eine blühende Zukunft führt.
Nur wenige Monate vor den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2019 hat Selensky seine Kandidatur verkündet, eine Partei aus dem Boden gestampft, die nach dem Titel der populären Serie „Diener des Volkes“ genannt wurde und der der Oligarch Kolomoisky über seine Medien die notwendige Plattform ggeben hat. Selenskys Popularität als Schauspieler und Comedian, der im Wahlkampf Frieden im Donbass versprochen hatte, machte seinen Wahlkampf praktisch zum Selbstläufer. Die Ukrainer waren so gefrustet von ihrer korrupten Politelite, dass sie den Schauspieler mit 72 Prozent der Stimmen zum Präsidenten wählten.
Der machtlose Präsident
Selensky war jedoch von Anfang an eine machtlose Figur. Ich bin bereit zu glauben, dass er mit der