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- Ein Militärgericht in Aarau hat den ehemaligen Chef der PC-7-Kunstflugstaffel der Luftwaffe freigesprochen.
- Er war wegen eines Unfalls der Staffel im Rahmen der Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz 2017 angeklagt worden.
- Ein Flugzeug der Staffel hatte in St. Moritz bei einem Trainingsflug ein Seil des Schweizer Fernsehens heruntergerissen, wobei eine Kamera in den Zielraum stürzte und das Flugzeug beschädigt wurde.
Der 41-jährige Hauptmann wurde in Aarau vom Vorwurf des fahrlässigen Missbrauchs und Verschleuderung von Material freigesprochen. Auch vom Vorwurf der Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen, sowie von der vorsätzlichen Nichtbefolgung von Dienstvorschriften wurde er freigesprochen.
Der Auditor (Ankläger) hatte eine bedingte Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 140 Franken gefordert. Der amtliche Verteidiger verlangte einen Freispruch. Er machte geltend, in der gesamten Untersuchung sei «nicht schlüssig dargelegt», dass das Verhalten seines Mandanten «kausal ursächlich» gewesen sei für die Kollision.
PC-7-Flügel durchtrennte Seil
Der Ex-Flugstaffel-Chef musste sich vor dem Militärgericht 2 für den spektakulären, jedoch glimpflich verlaufenen Unfall einer Kunstflugstaffel vom 17. Februar 2017 in St. Moritz verantworten. Der Unfall ereignete sich im Rahmen der Ski-WM in St. Moritz. Zu diesem Anlass hatte das Fernsehen SRF eine Seilbahnkamera eingerichtet. Zwei Seile führten sie parallel zur Rennstrecke.
Als Attraktion war eine Kunstflug-Vorführung vorgesehen. Gegen Mittag absolvierte die Staffel einen Trainingsflug. Dabei riss eines der Flugzeuge das obere Seil herunter. Die Kamera stürzte in den Zielraum, das durchtrennte Seil schleuderte gegen die gleich nebenan verlaufende Sesselbahn und beschädigte eine Kabine.
Die Bahn wurde automatisch gestoppt, der Betrieb rund 20 Minuten unterbrochen. Auch an der Unfallmaschine entstanden Schäden. Der Pilot konnte sie jedoch im nahen Samedan (GR) zur Landung bringen. Ein Verfahren gegen ihn wurde eröffnet, letztes Jahr jedoch eingestellt. Personen kamen keine zu Schaden.