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URSPRUNG & BEDEUTUNG
Ursprung
Resilienz wurde ursprünglich im Kontext der Materialwissenschaft verwendet und beschreibt die Fähigkeit eines Materials nach einer elastischen Verformung, immer wieder die Ursprungsform erlangen zu können.
Sprachlicher Ursprung
Das Wort Resilienz kommt aus dem Lateinischen "resilire" und bedeutet "zurückspringen" oder "abprallen". Das Englische Wort resilience beinhaltet zusätzlich die Veränderungskompetenz (Überlebens- und Anpassungsfähigkeit) was für unseren Zeitgeist sehr wichtig ist. Beispielsweise ein «resilientes Ökosystem» überlebt nicht nur, sondern passt sich den neuen Umständen (Bedingungen / Begebenheiten) relativ schnell an.
Inmitten von Schwierigkeiten liegen günstige Gelegenheiten
Albert Einstein
Resilienz in der Psychologie
Seit Emmy Werner (US-amerikanische Entwicklungspsychologin) wird der Begriff Resilienz auch in der Psychologie verwendet. Die international anerkannte Längsschnittstudie (40 Jahre) mit 698 Kindern auf der Hawaiinsel Kauai (Beginn in den 60iger Jahren) hat Kinder aus unterschiedlichsten Familiensettings verglichen. Ein Teil der Kinder wurden spezifisch auf Grund ihrer biologischen, medizinischen und/oder sozialen Risikofaktoren ausgewählt.
Die Vergleichsstudie zeigt auf, dass sich 2/3 der risikobehafteten Kinder weniger gut entwickeln konnten, als Kinder ohne Risikofaktoren. Sie waren, häufiger delinquent, psychisch angeschlagen, weniger gesund und später im Leben weniger erfolgreich. Viele dieser „weniger erfolgreichen“ Kinder haben vorgelebte Verhaltensmuster ihrer Eltern oder sozialen Systeme kopiert und selbst übernommen. Sie haben sich auch Verhalten zu eigen gemacht, unter welchen sie als Kinder gelitten haben und diese an ihre Kinder weitergegeben. Dieses Resultat hat niemand gross überrascht, ging es doch darum den Einfluss der Sozialisation zu ermessen.
Das meistbeachtete Resultat von Werners Studie war jedoch die Tatsache, dass sich ein Drittel der Kinder trotz zahlreicher Risikofaktoren positiv entwickelten und zum Teil bessere Ergebnisse und Erfolge erzielten als Kinder aus sehr behütenden und unterstützenden Familien. Diese Kinder waren trotz der Risikofaktoren resilient. Die Weiterführung der Studie befasste sich mit den Verhalten dieser Selektionsgruppe (in der Zwischenzeit Erwachsene). Was war ihr Erfolgsrezept? Die Resilienz-Faktoren oder Resilienz-Kompetenzen sind das Resultat. Die Resilienz einer Person ist kein Zustand, sondern ein lebenslanger Lernprozess. Wir haben diese Faktoren im Resilienz-Rad zusammengefasst.