Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03348.jsonl.gz/1007

Filmkritik: Käufliche Ehe18. Zurich Film Festival 2022
Valeria (Dasha Tvoronovich), eine junge Ukrainerin, reist auf die Initiative ihrer älteren Schwester Christina (Lena Fraifeld) zu dieser nach Israel. Christina lebt seit mehreren Jahren dort und hat selbst einen israelischen Mann geheiratet. Nun hat Christina für Valeria dieselben Pläne: Valeria soll Eitan (Avraham Shalom Levi), ebenfalls ein Israeli, heiraten und zu ihm ziehen. In der Wohnung von Christina und ihrem Mann soll dabei das erste physische Treffen zwischen Valeria und Eitan stattfinden. Bisher sahen sie sich lediglich über Skype.
Die Situation ist angespannt, Valeria wirkt nicht wirklich glücklich mit der bereits für sie arrangierten Ehe. Als Eitan endlich eintrifft, verschlechtert sich die Grundstimmung zusätzlich. Er wirkt sehr nervös, verhält sich sogleich besitzergreifend und überfordert Valeria mit Plänen und Geschenken. Das ist zu viel für sie, weshalb sie sich in das Badezimmer zurückzieht und niemandem mehr die Türe öffnet. Eines ist für sie klar: Sie möchte keinesfalls mit Eitan nach Hause gehen. Eine schwierige Situation, welche alle Beteiligten gleichermassen herausfordert.