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Äthiopische Bilderbibel
Von Uschi Kampmann
Äthiopien ist 3x so gross wie Deutschland, vereinigt 120 ethnische gruppen und 80 Sprachen. 44% der Bevölkerung sind Analphabeten. Der Kunsstil leitet sich direkt ab von Byzanz. Biblia Pauperum nennt man diese Bilderbibeln, weil sie für die Armen und Einfältigen sind, die keine Schrift zum Verstehen brauchen, sondern Bilder.
Der Maler malte auf Pergament. Dafür wurde die Haut gegerbt, in Streifen geschnitten und zusammengenäht. Und dann zwischen zwei mit Leder bezogene Holzdeckel zusammengefaltet. Das Buch diente dazu, um einem einfachen Menschen zu zeigen, was da vor vielen Jahrhunderten im fernen Galiläa geschah.