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SCHÖNFELS
Angeblich gab es zwei Burgen gleichen Namens, aber nicht gleichzeitig, sondern nacheinander, die eine im Berner Gebiet auf dem rechten Ufer der Sense, die andere auf dem linken Ufer bei Heitenried, die Freiburger Burg. Die Frage ist nicht ganz gelöst, namentlich auch, soweit es sich um die Zerstörung der Burg oder der Burgen handelt. 1332, nach andern erst 1333, wurde die Burg Schönfels von den Bernern in ihrer Fehde mit dem Grafen von Kiburg zerstört. 1386 hören wir von einer zweiten Zerstörung durch die Berner nach der Schlacht von Sempach, als auch die Burgen von Kastels, Tasberg und Maggenberg das gleiche Schicksal durch die Berner erlitten. Man nimmt an, dass die erste Zerstörung nicht die Freiburger, sondern die Burg im Berner Bezirk betroffen habe, die „by Grasburg“ lag, wie Justinger gegen 1421 in seiner Berner Chronik sagt. Die Herren von Schönfels hätten dann ihre Burg nicht wieder an der alten Stelle aufgebaut, sondern sie auf das andere Ufer der Sense auf Freiburger Gebiet verlegt und dort neu errichtet, wobei sie in Erinnerung an den ersten Sitz den Namen beibehalten hätten. Ist diese Annahme richtig, dann müssten sich gewiss noch irgendwelche Reste der ersten Burg nachweisen lassen, die aber bisher nicht festgestellt wurden. Gleichviel, ob es sich nun um einen völligen Neubau an einem andern Orte handelt oder nur um eine Wiederherstellung der gleichen Burg, diese wurde nach der zweiten Zerstörung nicht wieder aufgebaut.
Diese Burg lag unmittelbar der Grasburg gegenüber, auf dem Vorsprung, den die Sense in kleinem Bogen umzieht, auf jäh zum Fluss hin abfallenden Felsen. Man fragt sich angesichts solcher Lage, wie diese fast unzugängliche Burg so leicht hat eingenommen werden können. Wohl gibt Tschachtlan in seiner Chronik auch ein Bild von Schönfels, aber als 1470 der Illustrator diese Ansicht malte, lag die Burg längst in Trümmern, weshalb man in diesem Bild ein reines Phantasieerzeugnis sehen darf. 1809 bestanden angeblich noch Reste der Burg. Heute ist nur noch der gemauerte Brunnenschacht erhalten und nördlich ein kleiner Mauerrest, der möglicherweise von einem Turme herrührt, der den Zugang von der Landseite her geschützt hätte. Aber eine Vorstellung der Gesamtanlage ist aus diesen Überbleibseln nicht zu gewinnen, doch scheint es sich nicht um eine grössere Anlage gehandelt zu haben.
Die Familie von Schönfels lässt sich zuerst nachweisen 1239 mit den beiden Brüdern Ulrich und Wilhelm und kommt im Laufe des 13. Jahrhunderts noch einige Male vor, scheint aber schon früh erloschen zu sein. 1321 verkauft ein Peter Forchat, Bürger von Freiburg, die Burg Schönfels an Johann von Düdingen, genannt Velga.
Bibliographie