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Das alte Bild (ca. 1920) zeigt die noch unverbauten Fluren, so die Lettenwiese links des Kirchturms bis etwa zur heutigen katholischen Kirche. Oberhalb des Lettens, an der alten Strasse ins Bussenthal liegt der Vordere Engelstein. Weiter links oberhalb der Adetswiler Strasse schliesst sich der Aemet an. Das alte Aemethaus ist noch ganz in Obstbäume gehüllt. Das Bild lässt die Bedeutung des Wortes Aemet schön erkennen: Aemet oder Ebnet bedeutet Ebene. Natürlich ist dies im hügeligen Oberland meist relativ zu verstehen. Mit dem Beginn der Bautätigkeit um 1960 weitet sich im Volksmund die Flur-Bezeichnung Aemet mehr und mehr auf das ganze Baugebiet am «Silberhügel» aus.
Unser Aemet ist ursprünglich jedoch eine begrenzte Flur in der grossen 3. Adetswiler Zelg gegen Bäretswil und das Bussental. 1540 und 1594 heisst das Gebiet «ufm Ebnet», dann Emmet und zuletzt Aemet. Auch sein Chlibäretswiler Bruder, die grosse Ebene zwischen dem Dörfchen und dem Glattholz, heisst 1541 «uff ebnot», heute Aemet. Ein dritter Aemet liegt beim Adetswiler Tannacher. Auch er ist relativ eben; darum hat ihn die Gemeinde Bäretswil zum Fussballplatz erkoren. Ein vierter Verwandter unseres Aemet ist der Ebnetberg oder Ebnerberg zwischen Erholungshaus und Rosinli. 1692 heisst er Eben Berg, 1780 Ebnet Berg, was dem Profil des Geländes entspricht. Zugrunde liegt das althochdeutsche Wort «ebanôti» -> mittelhochdeutsch «ebnet» = Ebene. Im Zürcher Oberland, in den Bezirken Hinwil und Pfäffikon, gibt es mindestens 29 Aemet- oder Äbnet-Fluren, zum Beispiel der Aebnet bei Underbach-Hinwil, Mesikon, Dettenried oder Hasenstrick; der Name Aemet begegnet bei Ringwil, beim Gossauer Jungholz und beim Hanfgarten usw. Hinzu kommen 18 Ebnet-Fluren. Auch der Ämberg in Bauma – im 17. Jh. Ebnet oder Emmetberg genannt – gehört zu dieser Namens-Familie. Nicht zuletzt ist auch das Emmetschloo (1678: Ämetschloo) diesem Kreis zuzurechnen.
A. Sierszyn, Okt. 2020