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Im neuen Konzessionsentwurf zur SRG heisst es: “Das publizistische Angebot der SRG hat hohen qualitativen und ethischen Anforderungen zu genügen (Art.4 Abs.1).” Da wäre doch zu hinterfragen, ob die Übertragung von Formel 1- und Motorradrennen, dopinggesteuertem Profisport, endlosen Krimifolgen, Gewalt- und Zynikerfilmen irgendetwas mit hohen ethischen Anforderungen zu tun hat oder gar Mehrwert für die Gesellschaft (Art. 5 Abs.1) erzeugt. Oder wird die Ethik und der Mehrwert an einzelne Sendegefässe wie „Sternstunden“ oder „Wort zum Sonntag“ delegiert, um bei anderen tun und lassen zu können, was die SRG-Verantwortlichen für gut befinden?
Die No-Billag-Initiative geht mir auch zu weit. Der Koloss SRG lässt sich leider nicht anders bewegen, da die meisten Politiker und Politikerinnen sowie andere, von der SRG abhängige Personen und Institutionen sich hüten, es mit der SRG zu verderben, um nicht von ihr abgestraft zu werden.
Was ist in dieser Situation das Vernünftigste? No-Billag annehmen, um dem Parlament Beine zu machen, einen neuen Verfassungsartikel "Medien" vorzulegen, der eine abgespeckte SRG und das Überleben von privaten Qualitätsmedien ermöglicht.