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Regierungen BS/BL: "AKW Fessenheim stilllegen"Basel/Liestal, 22. März 2011
Die beiden Basler Kantonsregierungen verlangen von den französischen Behörden und von Betreiberin "Electricité de France" die Abschaltung und sofortige vorübergehende Stilllegung des Atomkraftwerks Fessenheim, "bis eine intensive Kontrolle unter Einbezug der Ergebnisse aus den Ereignissen in Japan durchgeführt wurde". Diese Forderung soll vom Basler Regierungspräsidenten Guy Morin am 1. April anlässlich eines Geschäftstreffens beim Präsidenten des Conseil Régional Alsace deponiert werden.
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"Alle AKW sind eine ernsthafte Bedrohung"
Die beiden Regierungen von Baselland und Basel-Stadt äussern, dass das AKW Fessenheim "eine ernsthafte Bedrohung für die regionale Bevölkerung darstellt". Dies umso mehr, als es "ein Atomkraftwerk der ersten Generation" sei und auf einem "nachweislich erhöht erdbebengefährdeten Graben liegt".
Ich möchte aus meiner Sicht klarstellen und verdeutlichen, dass alle AKW eine ernsthafte Bedrohung für die jeweiligen regionalen Bevölkerungen darstellen, ob hier im Oberrheingraben, ob dort in Gösgen, andernorts in Frankreich, Deutschland, USA, Japan, Russland. Ob AKW erster, zweiter, dritter Generation, der "Sicherheitszuwachs" ist ein relativer: Wenn das Undenkbare, nicht Vorhergesehene eintritt, sind die Folgen möglicherweise katastrophal. Hier ein Erdbeben, dort ein Tsunami, andernorts ein von Naturgewalten oder menschlichem Ungenügen verursachter "Sonderfall" kann zum unkontrollierbaren Prozess führen.
Die Abfallproblematik des auf x Jahre strahlenden Atommülls wurde in den letzten Tagen angesichts der aktuellen AKW-Betriebssorgen in Japan in den Hintergrund gedrängt, aber diese Hypothek für die nachfolgenden Generationen kommt ja noch dazu. Ich dränge deswegen auf einen kontinuierlichen Ausstieg aus dieser Technologie. Effizientere Nutzung der nachhaltigen Energieformen, grundsätzlich weniger Energie-Konsumansprüche, ja ein energischer Energiesparkurs, auch im privaten Bereich, ist meiner Einschätzung jetzt angesagt und dringender denn je.
Stephan Luethi-Brüderlin, Grossrat SP, Basel
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