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Zürich (awp) - Die Grossbank UBS hat im dritten Quartal 2011 wie bereits vor einigen Wochen angekündigt einen Gewinn erwirtschaftet. Er fiel mit 1,018 Mrd CHF ähnlich aus wie im Vorquartal (1,015 Mrd CHF) bzw. deutlich tiefer als im entsprechenden Vorjahresquartal (1,664 Mrd CHF). Das verwässerte Ergebnis pro Aktie erreichte 0,27 CHF.
Wie die Bank am Dienstag mitteilte, erzielte sie zudem im zurückliegenden Quartal einen Vorsteuergewinn von 980 Mio CHF. Dies inklusive einem Verlust von 1'849 Mio CHF aus unautorisierten Handelsgeschäften und einem Gewinn von 1765 Mio CHF auf eigenen Verbindlichkeiten.
Beim Vorsteuergewinn von 980 Mio fiel 1'571 Mio auf den Bereich Wealth Management & Swiss Bank, während die Investment Bank einen riesigen Verlust von 650 Mio CHF erlitt. Das Wealth Management Americas erzielte einen Gewinn von 139 Mio CHF, das Global Asset Management einen solchen von 79 Mio CHF.
Die Performance im dritten Quartal widerspiegelt laut UBS folgende Faktoren: Erstens eine deutlich gestiegene Marktvolatilität, zweitens drastische Korrekturen der globalen Marktindizes und drittens signifikante Währungsschwankungen, welche die Profitabilität insgesamt negativ beeinflusst hätten.
Die gesamten Erträge des Konzerns beliefen sich auf 6,41 Mrd CHF (-11% zum Vorquartal), die Aufwände auf 5,43 (-2%). Der Ertragsrückgang reflektiere die schwierigen Marktbedingungen. Das Kostensenkungsprogramm über 2 Mrd CHF sei auf Kurs, heisst es. Insgesamt seien im Berichtsquartal Restrukturierungskosten von 387 Mio CHF verbucht worden. Die UBS weist per Ende Juni eine Tier-1-Ratio von 18,4% verglichen mit 18,1% per Ende Juni aus.
Der Bank flossen im dritten Jahresviertel insgesamt Kundengelder im Umfang von netto 4,9 Mrd CHF zu verglichen mit +8,7 Mrd CHF im Vorquartal. Dabei generierte das Wealth Management 7,8 Mrd CHF. Die verwalteten Vermögen lagen Ende Quartal bei 2'025 Mrd CHF, nach 2'069 Mrd per Mitte Jahr.
Die von der UBS vorgelegten Resultate lagen über den Schätzungen. Im Durchschnitt hatten Analysten (AWP-Konsens) einen Reingewinn von 252 Mio und einen Vorsteuergewinn von 308 Mio CHF für das dritte Quartal prognostiziert. Beim Nettoneugeld hatten die Experten einen Zufluss von 5,7 Mrd CHF prognostiziert.
Für die weitere Zukunft zeigt sich das Management optimistisch. Die UBS sei in den zukünftigen Wachstumsbereichen gut positioniert, und die gezielten Investitionen und der Fokus auf Effizienz werde die Bank stärker machen. "Ich bin für die Zukunft unseres Geschäfts sehr zuversichtlich", sagt CEO Sergio Ermotti in einer Medienmitteilung vom Dienstag.
Die Entwicklung der Weltwirtschaft hänge nach wie vor stark davon ab, ob die Staatsschuldenkrise in der Eurozone und Bedenken hinsichtlich des Bankensektors zufriedenstellend gelöst werden könne, so Ermotti weiter. Trotzdem werde die UBS ihre einzigartige Kundenbasis und die Wettbewerbsvorteile im Wealth Management weiterhin nutzen, indem sie die engere Abstimmung auf eine fokussiertere Investment Bank fördere. Die Umsetzung der kundenorientierten Strategie der Investment Bank werde die Komplexität des Geschäfts verringern, die Kapitaleffizienz verbessern und sicherstellen, dass das Institut für die Aktionäre nachhaltigere Erträge erziele.
"Unsere Kapital- und Finanzierungsbasis ist nach wie vor solid, und wir sind überzeugt, dass die jetzt von uns ergriffenen Massnahmen das Unternehmen weiter stärken werden, damit für unsere Kunden und Aktionäre Mehrwert entsteht", so Ermotti weiter.
uh/sig
Zürich (awp) - Die Grossbank UBS hat im dritten Quartal 2011 wie bereits vor einigen Wochen angekündigt einen Gewinn erwirtschaftet. Er fiel mit 1,018 Mrd CHF ähnlich aus wie im Vorquartal (1,015 Mrd CHF) bzw. deutlich tiefer als im entsprechenden Vorjahresquartal (1,664 Mrd CHF). Das verwässerte Ergebnis pro Aktie erreichte 0,27 CHF.