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Eigentlich war ich auf der Suche nach Forellen-Spots, an einem, mir bisher unbekannten Gewässerabschnitt im Kanton Bern.
Als ich jedoch die grossen Alets sah, die gemächlich hinter und vor den Holzbuhnen standen und alle 10-20 Minuten einmal ihr massiges Haupt hoben, um ein Insekt von der Wasseroberfläche zu pflücken, hatte es mich gepackt und die "Förndlis" waren vergessen.
Schon oft hörte ich davon, dass die älteren Exemplare sehr heikel und schwer zu fangen seien, gerade bei klarem Wasser. Nach gefühlten 200 Würfen und nach dem 10. Mal Fliegenwechseln, glaubte ich dies dann auch, nachdem jede Fliege schonungslos ignoriert wurde. Auch der Wechsel auf Nymphe brachte keinen Erfolg.
Langsam begann es zu dämmern und ich entschloss mich, es noch einmal mit einer übergrossen August-Maifliege zu versuchen, vielleicht könnte ich damit ja die Gier der Dickköpfe schüren.
Schon beim ersten Wurf erwies sich diese Idee als gut, bewegte sich doch einer der grössten Schatten langsam auf meine Fliege zu, drehte leider aber im letzten Moment wieder ab und verschwand unter einem überhängenden Baum.
Sein kleiner Bruder stand aber immer noch reglos in der Strömung, also versuchte ich noch einmal die Fliege präzise zu platzieren.
Mit einem lauten schnalzenden Geräusch verschwand die Fliege, gleich nach dem Auftreffen wieder von der Wasseroberfläche, der Anschlag sass, bevor ich begriffen hatte was passiert war und nach einem heftigen Kampf konnte ich meinen ersten Alet auf Trockenfliege landen.