Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03634.jsonl.gz/1214

Ein weites Land, leer, nur eine einzige Palme wächst krumm gen Himmel. Eine Wiese am Stadtrand. Geflutet in der Regensaison. Vertrocknet in der Trockensaison. Nur eine holprige, sandige Strasse führt dorthin. Aber es gab nicht viele Gründe, hinzufahren. Eigentlich keine.
UNSER VERSPROCHENES LAND.
Im Januar 2015 begannen wir zu graben – jedoch nicht für Gold. Graben um den restlichen Teil des Landes aufzufüllen. Normalität in Kambodscha. Und als wir gruben, wurden wir mit viel Grundwasser konfrontiert, welches uns zur Entscheidung brachte, das matschige Loch in einen See zu verwandeln. Wasserpumpen waren bemüht, das Wasser zu entfernen. Mitten in der Bausaison waren über 100 Arbeiter beschäftigt – sie legten Stein nach Stein am Ufer entlang, um es mit dem sogenannten RipRap zu sichern. Andere füllten die Löcher mit Zement. Oder fuhren Erde aus dem Loch heraus. Oder flickten die Wasserpumpe. Oder den Bagger. Maschinen sind gut, stark, schnell – und schnell kaputt. Sie sehen auch aus wie antike Monster. Wie auch immer, wir leben in Kambodscha. Dies ist Routine und sollten eigentlich relaxt sein – obwohl wir wissen, dass die Regensaison nicht auf uns warten wird und die Deadline immer näher und näher kommt.