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VIERZIG JAHRE BAUKULTUR MIT FLUSSANSTOSS
Vierzig Jahre Schwimmbad-Architektur treffen in der 38 000 Quadratmeter grossen Anlage am Aareufer etwas ausserhalb der Stadt aufeinander. Dem Fluss entlang reihen sich die Garderobengebäude des Bäderarchitekten Beda Hefti und formen zwei strenge (früher nach Geschlechtern unterteilte) Höfe, in denen sich je ein grosses Schwimmbecken befindet. Den heutigen Eingangsbereich bilden indes die filigranen Betonbauten des Solothurner Architekten Hans Luder. Mit ihrer technischen Schlichtheit und ihren klaren Formen sind sie deutlich als Kinder der «Solothurner Schule» erkennbar. Die geglückte Anordnung der niederen Gebäude, der Schwimmbecken und des schlanken Sprungturms in den grosszügig
bemessenen Grünflächen lässt die Anlage freundlich und einladend wirken. Warum in diesem Ensemble die Bäder von Beda Hefti mit einer Riesenrutschbahn in postmodernem Gewand angereichert wurden, ist nicht ganz nachvollziehbar. Besonders, weil ein Sprung in die Aare (auf eigene Gefahr) eigentlich Abenteuer genug bieten würde.
Baujahr: 1927 / 1962-64
Architektur: Beda Hefti / Hans Luder