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Tinnitus ist an sich keine Krankheit, sondern eher ein Symptom für unterschiedliche Störungen des Gehörs. Im Wesentlichen hören Betroffene Geräusche wie Klingeln, Summen oder Zischen, denen keine äußere Schallquelle zuzuordnen ist. Etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung leidet an Tinnitus, wobei vor allem Personen über 50 Jahren davon betroffen sind. Zehn bis zwanzig Prozent der Betroffenen weisen einen chronischen Verlauf auf, was bedeutet, dass der Tinnitus für länger als drei Monate besteht. Die Ohrgeräusche können dabei ein- oder beidseitig auftreten, mit unterschiedlichen Krankheitsfaktoren in Zusammenhang stehen oder psychische Ursachen haben. Das Symptom verschwindet in 70 Prozent der Fälle von selbst. Ist dies nicht der Fall, können Betroffene auf verschiedene Maßnahmen zurückgreifen, um die Beschwerden zu lindern. Trotz der guten Behandlungsmethoden entwickelt sich der Tinnitus bei etwa jedem hundertsten Patienten zu einem tiefergehenden Leiden. Das Symptom tritt dann in Kombination mit einer Geräuschüberempfindlichkeit, Konzentrationsstörungen oder Schlafproblemen auf.