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Zugleich war es ein interessantes Experiment. Denn man kann beim Homeschoolen eine Menge über sich selbst lernen. Hast du Geduld? Kannst du Quader berechnen? Wie bildet man den Subjonctif? Kommt da ein Komma? Was ist ein fakultatives Referendum? Hast du Geduld?
Aber ein bisschen, muss ich gestehen, hat es auch Spass gemacht, die uralte Frage, die mich schon seit meiner eigenen Schulzeit umtrieb, probeweise beantworten zu dürfen: Wie sähe ein Stundenplan aus, wenn ich ihn selber bestimmen könnte?
Die allerste Massnahme: Die Schule begann erst um 9 Uhr 30. Aber was dann? Ich betrachte mit unserer Tochter die kryptischen Aufgaben und Lernanforderungen, die stossweise per Mail und Whatsapp aus der Schule eintrudelten. Wirklich?, fragte ich mich, wirklich einfach die Auflagen der Schule befolgen und diese einmalige Chance verstreichen lassen, einen eigenen Stundenplan zu bauen? Auch die Tochter schaute etwas missmutig. Da fiel mir ein, dass ein Bekannter von mir mit einer dieser Zukunftsschulen im Silicon Valley verbunden war. Ein paar Telefonate später schickte er mir ein Dokument, das die Schule ihren Lehrerinnen und Lehrern für den Lockdown mitgegeben hatten. Es trug den doppeldeutigen Titel:
«This is a trying time for everyone».