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Spielen eure Jungs immer mit Baggern und Autos, während eure Mädchen nur rosa tragen und am liebsten im Prinzessinnenkostüm rumlaufen? Nein? Aber was ist dran an den verschiedenen Stereotypen, den Mythen und den geschlechtsspezifischen Unterschieden, die zwischen Jungen und Mädchen herrschen…oder eben nicht?
In Zusammenarbeit mit Stokke – Stereotypen und Vorurteile – Typisch Mädchen, gibt es das?
Unser erstes Kind war ein typischer Junge…
Ich fange einmal an: Unser erstes Kind war ein Junge. Ich freute mich darauf ihm Kleider in blau zu kaufen! Besonders angetan hatten mir es die Jeans, Chinos und Jeansjäckchen. Obwohl es nicht sonderlich praktisch war, wollte ich meinen Jungen wie einen Mini-Mann kleiden. Als er dann so im Wagen lag in seiner „Männerkleidung“ reagierte ich besonders zimperlich, wenn mich jemand fragte: „ist es ein Mädchen?“. Gott sei Dank entwickelte sich mein Grosser sehr schnell zum kleinen Mann. Mit drei Jahren fragte mich niemand mehr, ob er denn ein Mädchen wäre. Wir lebten in Griechenland, wo die geschlechtertypischen Rollen viel mehr verbreitet sind wie bei uns: Er spielte viel draussen und riss sich regelmässig die Knie auf, er sass bei Festen zusammen mit den Männern, und wurde wenn er sich weh tat oft ermahnt, dass Männer nicht weinen würden (vom Umfeld). Eines war sehr deutlich: Er war ein richtiger Rabauke, der soviel Energie in sich trug, dass er nie für längere Zeit stillsitzen konnte.
Seine erste Schwester – eine Prinzessin…
Als der Grosse fünf Jahre alt war kam seine erste Schwester zur Welt. Sie war eine kleine Prinzessin und ich konnte mich voll ausleben mit meiner Lieblingsfarbe Pink. Die Maxi liebte alles, was man so als „weiblich“ bezeichnete. Ich sah an ihr, dass sie viel lieber bei Mama auf dem Schoss sass, anstatt mit den Kindern auf dem Spielplatz herumzutollen. Sie war um einiges weniger mutig, wenn es um Springen, Schwimmen oder Klettern ging. Sie mochte Zärtlichkeiten und zum Spielen vor allem Puppen. Ich schieb ihr Verhalten und Vorlieben auf ihr Geschlecht.
Doch sind wir einmal ehrlich, gibt es die wirklich die geschlechtertypischen Unterschiede oder sind die in unserer Gesellschaft verankert?
Gelten die Stereotypen für Mädchen und Jungen wirklich?
Ich wurde aufgerüttelt durch meine zweite Tochter. Die gesamte rosa und violette Garderobe von Maxi war wie unbeschadet und bereit für die Midi. Auch die Puppen und alle anderen Mädchenspiele warteten nur darauf wieder benutzt zu werden. Doch Wider erwarten zeigte Midi nicht Interesse, sondern Verweigerung. Sie sprach noch nicht, aber wir verstanden, dass sie viel lieber mit der Holzeisenbahn und sonstigen Fahrzeugen spielt, dass sie überall ihren Kermit mitschleppte und dass der genau auch ihre Lieblingsfarbe hatte: nämlich giftgrün.
Bis heute – inzwischen 7.5 Jahre alt – mag Midi Kleidchen und Röcke kaum. Sie ist ein energetisches Mädchen mit viel Sanftheit aber auch viel Wildheit zugleich. Ihre besten Freundinnli sind interessanterweise ähnlich wie sie. Was ich besonders bewundere an ihr ist, dass sie genau weiss, was sie möchte. Sie lässt sich nicht abbringen von ihrer Vorliebe.
Was habe ich gemacht? Ich habe mindestens die Hälfte der Kleidung von Maxi aufbewahrt und für Midi andere Kleidung angeschafft, wir haben die „Bubenspielsachen“ wieder rausgeholt und die „Mädchensachen“ weggesperrt. Bei jeglichen Anschaffungen respektierten wir Midis Wunsch das Möbel, die Vorhänge, den Rucksack oder sogar Turnschuhe in Grün anzuschaffen.
Unser neuer Tripp Trapp in Serene Pink?
So auch beim neuen Tripp Trapp Hochstuhl Stokke! Den Klassiker unter den Hochstühlen gibt es nun seit kurzem in der wunderschönen Farbe „Serene Pink“. Doch es ist unmöglich meine mittlere Tochter damit zu begeistern! Sie wünschte sich die Farbe Grün. Für die Mini kam das „Serene Pink“ wie gerufen! Sie ist fast besessen darauf in „Pink“ zu besitzen! Dazu passend nahmen wir den zweiten Stuhl in „Moss Green“ – auch eine absolut tolle Farbe! Für Interior Freaks wäre es bei uns eventuell etwas unverständlich zu sehen, dass im Esszimmer – sonst in Beige, Schwarz und Glas – jetzt diese zwei Stühle in verschiedenen Farben stehen. Doch fürs Glücklichsein unserer zwei Kleinsten und unserem Wohl war die Entscheidung absolut richtig. Denn jede hat nun ihren Stuhl. Es gibt keine Zankereien und beide sitzen liebend gerne auf „ihrem“ Tripp Trapp. Letztens überkam es uns und wir liefen an pastellfarbenen Tellern vorbei. Da kauften wir direkt ein rosa und ein pastellgrünes Set. Nun können die Mädchen sogar noch auf den dazu passenden Tellern speisen!
Die beiden neuen Tripp Trapp sind wunderschön. Bis jetzt hatten wir nur einen Tripp Trapp Hochstuhl, den wir schon Secondhand bekommen hatten und nun weitergegeben haben. Denn die Stokke Tripp Trapp sind fast unverwüstlich. Er ist ein Stuhl fürs Leben. Da Midi nicht so schnell wächst und kaum zum Tisch hochmag, ist der Tripp Trapp auch für sie mit 7.5 Jahren einfach genial, denn er ist individuell höhenverstellbar. Auf dem Tripp Trapp Hochstuhl sitzen unsere Mädchen immer ergonomisch korrekt. Sogar Maxi setzt sich oft noch drauf. Und ich überlege jetzt schon den Stuhl in „Serene Pink“ falls sie ihn in ein paar Jahren nicht mehr möchte an meinen Schminktisch zu stellen. Aber bis dann vergeht wahrscheinlich noch eine ganze Kindheit!
Unsere drei Mädchen – alle wirklich unterschiedlich
Sie ist einfach kein „typisches“ Mädchen unsere Midi. Ihr Körperbau ist fein und klein, doch ihre Vorlieben sind einfach anders: Die Haare möchte sie zwar nicht schneiden, da sie als Mädchen wahrgenommen werden möchte, aber sie mag unsere Haarzeremonie morgens nicht. Sie lässt sie über sich ergehen. Während die anderen zwei Töchter und ich uns gegenseitig frisieren (ja, schon die 2.5 Jährige findet es wichtig eine schöne Frisur – am besten ein Zöpfli – zu haben), doch Midi macht halt einfach nur mit. Wenn es an einen Anlass geht, freuen wir 3 uns auf unsere Kleider, während Midi lieber eine praktische Hose, ein Shirt und Turnschuhe tragen möchte. Durch unser Zureden trägt sie nun manchmal ein schönes Kleid. Doch sie mag nicht immer. Das macht mir auch nichts aus. Nur, ich muss mich manchmal doch erklären. Denn der Stereotyp Mädchen ist halt einfach in den Köpfen verankert. Und ich wurde auch schon darauf angesprochen, dass mein Kind komischerweise wie ein Gipsy rumlaufe – immer in abgewetzter Hose und verschwitzen Haaren unter einem Käppi! Da wurde mir bewusst, dass dieser Spruch nicht gekommen wäre, wenn sie ein er gewesen wäre.
Unsere Maxi ist seit sie Baby ein genau dem Stereotypen entsprechendes Mädchen: Sie ist sehr sanft, sehr sozial, zwar sportlich, aber nicht agressiv, interessiert lange Haare mit Mäscheli und Zöpfli zu tragen, sie mag Ballet und Tanz im Allgemeinen. Musik und Backen ergänzen ihre Interessen. Die Maxi ist wie eine kleine Mama vor allem für die Mini. Sie kümmert sich rührend um sie. Oft ist sie trotz ihren jungen Jahren mein bester Babysitter.
Die Mini ist mein Mini-Me: Ihre Lieblingsfarbe ist pink und sie ist sehr aufmerksam anderen gegenüber, pflegt und vermittelt trotz ihrer jungen Jahre in der Familie, wie auch in der Betreuung. Sie trägt lustigerweise am liebsten nur Kleider und Röcke. Ich bin gespannt, wie das weitergeht.
Unser Grosser ist mittlerweile zum Mann geworden. Er ist 1.87 m gross und dementsprechend schaut er sehr männlich aus. Er war schon immer der typische Junge – obwohl, wenn ich nachdenke, dann kommen mir so einige „typisch weibliche“ Eigenschaften in den Sinn: Er liebt backen sehr. Noch heute kreiert er spezielle Kuchen. Er malt wundervolle Kunstwerke. Einer seiner ersten Berufswünsche war Künstler zu werden. Und was er auch hat, ist, dass er sehr fürsorglich ist seinen Schwestern gegenüber (manchmal – wir sind jetzt ein Pubertier 😉 ).
Doch, sind die Eigenschaften, die ich oben aufgezeichnet habe, nun wirklich bezeichnend für ein Geschlecht oder bin ich selbst davon betroffen in Stereotypen zu denken? Was ist besonders weiblich, was männlich?
Ich glaube, dass auch ich von Stereotypen beeinflusst war. Doch mit der Zeit haben mir meine Kinder andere Dinge gelehrt. Ich lasse meine Kinder so sein wie sie sind! Denn sie sind richtig!
Wie erlebst du es in der Gesellschaft? Glaubst du an Stereotypen oder denkst du, dass es keine typischen Mädchen und Jungen gibt? Wie steht es um dich selber?
Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma Stokke, die uns die Stühle zur Verfügung stellte. Er spiegelt meine eigene Meinung und Erfahrung wider.