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| Cyprian von Karthago († 258) - Über gute Werke und Almosen (De opere et eleemosynis)

14. Irdischer Reichtum erfüllt nur dann seinen Zweck, wenn er uns dazu dient, durch freigiebige Spenden himmlische Güter zu erwerben.
Du irrst und täuschest dich, wie jeder, der sich in der Welt für reich hält. Höre in der Offenbarung die Stimme deines Herrn, wie sie derartige Menschen mit berechtigten Vorwürfen zurechtweist! "Du sprichst", heißt es dort, "ich bin reich und bin begütert und bedarf nichts: Und du weißt nicht, dass du elend bist und arm und blind und nackt! Ich rate dir, von mir im Feuer geläutertes Gold zu kaufen, damit du reich seiest, und ein weißes Gewand, damit du dich kleidest und an dir nicht die Hässlichkeit deiner Blöße offenbar werde, und mit Salbe bestreiche dei-ne Augen, damit du sehest!1 Wenn du also wohlhabend und reich bist, so kaufe dir von Christus im Feuer geläutertes Gold, damit dein Schmutz gleichsam durch Feuer ausgeschieden wird und du reines Gold sein kannst, wenn du durch Almosen und gerechte Werke dich läuterst! Kaufe dir ein weißes Gewand, damit du, der wie Adam nackt gewesen und vorher vor Hässlichkeit starrte, in das blinkende Gewand Christi dich kleidest! Und du, die du eine wohlhabende und reiche Matrone bist, salbe deine Augen nicht mit der Schminke des Teufels, sondern mit der Salbe Christi, damit du dazu gelangen kannst, Gott zu schauen, indem du dir durch deinen Wandel und deine Werke bei Gott Verdienste erwirbst!
1: Offb 3, 17 f.