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Arbeite mit deinem Gehirn zusammen, um alles zu erreichen was du dir erträumst. Wenn du (noch) nicht das hast was du willst, satt dessen Verhaltensweisen und Gewohnheiten, die du nicht möchtest, dann arbeitest du (noch) nicht gut genug mit deinem Gehirn zusammen.
Es gibt vier Gegebenheiten, die du über dein Gehirn wissen solltest:
1. Dein Gehirn macht das, was „es“ denkt was das Beste für dich ist und was „es“ denkt, was du möchtest.
2. Dein Gehirn ist darauf ausgerichtet, Vergnügen und Angenehmes zu erhalten und Schmerz zu vermeiden.
3. Die Bilder, die du in deinem Kopf hast und die Worte, die du dir selbst sagst, beeinflussen wie du dich fühlst.
4. Dein Gehirn liebt was bekannt ist. „Es“ ist darauf programmiert sich dem Bekannten zu zuwenden.
1. Dein Gehirn handelt immer in deinem eigenen Interesse. „Es“ hört darauf, was du dir selbst sagst. Wenn du dir zum Beispiel selbst sagst: “Der Extremhunger läßt mich dick werden, ich habe zu große Panik davor.“ Wird dein Gehirn dir genau das immer wieder weiß machen wollen. Oder: „Ich kann damit nicht umgehen.“ Dann wirst du die Kraft nicht aufbringen, um durch die Genesungsphase zu gehen, weil dein Gehirn gegen dich arbeitet. Es ist weitaus mehr als positives Denken, vielmehr ist es mit deinem Gehirn zusammen zu arbeiten. Du musst lernen mit deinem Gehirn so zu kommunizieren, daß es dich in deinem Bestreben unterstützt. Sage deinem Gehirn immer wieder ganz genau was du möchtest. Mache dir klar was Freiheit von der Eßstörung alles für dich sein kann und was es bedeutet in der Eßstörung gefangen zu bleiben. Setze Genesung über alles andere und kommuniziere genau dies deinem Gehirn. Du mußt dir selbst sagen, daß du die Genesung mehr möchtest als alles andere, auch wenn es nicht wahr ist (du im Moment noch nicht so fühlst). Sage dir selbst sehr spezifisch was du möchtest und daß du genau das bewusst gewählt hast.
2. Und genau damit mußt du Vergnügen und Positives assoziieren. Denn hier kommt Punkt 2 ins Spiel. Dein Gehirn ist darauf ausgerichtet, Vergnügen zu erhalten und Schmerz zu vermeiden. Du mußt also massiven Schmerz mit der Eßstörung und Vergnügen mit der Genesung verknüpfen. Was kannst du alles nicht erleben, weil du in der Eßstörung gefangen bist? Was entgeht dir? Was wäre ohne Eßstörung alles möglich? Was sind deine größten Wünsche und Ziele? Werde noch konkreter im hier und jetzt indem du zum Beispiel alle Genesungssymptome http://hilfe-bulimie.ch/lasse-dich-von-den-genesungssymptomen-nicht-aus-der-bahn-werfen/ , die du gerade erlebst, mit Positivem in Verbindung bringst. Denn sie zeigen dir, daß du in der Genesung voranschreitest und deinen Langzeitzielen immer näher kommst. Mache dies immer wieder! Sage deinem Verstand, ganz genau was du möchtest und verbinde mit dem Verhalten, daß im Moment noch sehr schwer für dich ist (wie zum Beispiel den Extremhunger zulassen) aber schlußendlich zu deinem Ziel führt, Positives. Gleichzeitig mußt du massiven Schmerz damit assoziieren, dein Ziel nicht zu erreichen.
3. Eine weitere Eigenschaft deines Gehirns ist, daß wie du dich fühlst ein Resultat von den Bildern, in deinem Kopf und den Worten, die du dir selbst sagst, ist. Wenn deine Bilder und Gedanken in deinem Kopf zum Beispiel folgende sind: „Wenn ich dem Extremhunger nachgehe, dann werde ich unendlich zunehmen.“, machst du eine ganz andere Erfahrung, als wenn deine Bilder und Glaubenssätze folgende sind: “Nur wenn ich den Genesungsprozeß mit all seinen Schwierigkeiten durchlaufe, erhalte ich Freiheit. Nur dann wird es mir möglich sein, mein volles Potential zu entfalten, zu reisen, tiefe Beziehungen einzugehen, meinen Traumjob auszuüben etc.“ Wenn du mit deinem Gehirn zusammen arbeiten willst, mußt du deine Bilder und Glaubenssätze ändern! Dies wird alles verändern! Sage dir selbst bessere Dinge und lasse Bilder in deinem Kopf entstehen, die dir dienen.
4. Dein Gehirn liebt was bekannt ist. „Es“ ist darauf programmiert sich dem Bekannten zu zuwenden. Um Erfolg und Veränderung zu erzielen, mußt du das Unbekannte (neue Gewohnheiten) zu einer Gewohnheit werden lassen. Wenn es für dich bekannt ist, dich beim Essen einzuschränken; nur gewohnte, in deinen Augen „gute“ Lebensmittel zu essen; jeden Tag eine Stunde joggen zu gehen, um Kalorien wieder gut zu machen; nur einen super schlanken, durchtrainierten Körper zu akzeptieren; nicht an dich zu glauben und nicht auf den Genesungsprozeß zu vertrauen etc. Dann mußt du all dies wieder unbekannt machen. Gleichzeitig mußt du das Unbekannte, bekannt machen und zur Gewohnheit werden lassen. Zum Beispiel indem du nicht zielführende Glaubenssätze umschreibst und dir diese täglich mehrmals selbst sagst http://hilfe-bulimie.ch/wie-du-deine-denkweise-veraendern-kannst-um-vollstaendige-genesung-zu-erlangen/. Zuerst mußt du neue Glaubenssätze definieren, dann definieren die neuen Glaubenssätze dich! Oder indem du Bücher, Videos und Blogartikel von ehemalig Betroffenen liest, die dir Hoffnung geben und dich in den neuen Konzepten rund ums Essen unterstützen. Oder indem du mit den kognitiven Verhaltensstrategien (siehe Infobrochüre und eBook auf meiner Webseite http://hilfe-bulimie.ch/ ) dich zum Beispiel dem Drang Sport zu treiben oder zu erbrechen zur Wehr setzt etc. Kreiere neue Gewohnheiten und mache das Unbekannte, bekannt.