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Gründung der Allgemeinen Musikschule Basel auf Initiative von Johann Jakob Schäublin und der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige (GGG).
Auszug aus dem Protokoll der Gesellschaft zur Beförderung des Guten und Gemeinnützigen vom 8. Februar 1867.
Selmar Bagge wird zum ersten Direktor der Allgemeinen Musikschule berufen.
Selmar Bagge
Hans Huber übernimmt die Direktion der Allgemeinen Musikschule Basel.
Der Komponist und Pianist Hans Huber (1852–1921).
Bezug des Neubaus an der Leonhardsstrasse 6 mit Hauptgebäude und Grossem Saal.
Hof der Musik-Akademie: Hauptgebäude und Grosser Saal.
Ära Hans Huber. Das Konservatorium (heute: Hochschule für Musik Basel) wird als erste Berufsschule für Musik der deutschsprachigen Schweiz gegründet.
Hans Huber: Präludien und Fugen in allen Tonarten für Pianoforte zu vier Händen (ca. 1897). Geschenk des Komponisten.
Meisterkurs mit Ferruccio Busoni. Beginn der Meisterkurse am Konservatorium mit international hoch geachteten Interpreten.
Ferruccio Busoni (Foto M. Schwarzkopf, Zürich)
Rücktritt Hans Hubers, Hermann Suter wird Direktor von Musikschule und Konservatorium.
Hermann Suter (Zeichnung von Rudolf Löw)
Meisterkurs mit der Cembalistin Wanda Landowska. Entdeckungen im Gebiete der Alten Musik.
Teilnehmer/innen des Meisterkurses der Cembalistin Wanda Landowska über «Die Ästhetik und Kultur des Klavierspiels im 18. Jahrhundert» 1919 am Konservatorium Basel.
Erster Subventionsvertrag durch den Kanton Basel-Stadt.
Rathaus Basel ca. 1920
Der Dirigent Felix Weingartner wird Direktor und führt das Musikleben der Stadt zu neuen Höhen. Beginn der Dirigierkurse von Felix Weingartner.
Teilnehmer des Dirigierkurses von Felix Weingartner (1. Reihe, Mitte) Ende der Zwanziger Jahre.
Gründung der Schweizerischen Orchesterschule am Konservatorium Basel (später Orchesterschule der Musik-Akademie Basel).
Das Konservatoriums-Orchester unter Leitung von Erich Schmid bei einer Probe (Foto Peter Heman, Basel)
Paul Sacher, Leiter des von ihm 1926 gegründeten Basler Kammerorchesters, gründet die Schola Cantorum Basiliensis als privates Lehr- und Forschungsinstitut für Alte Musik.
August Wenzinger und Paul Sacher im Seidenhof am Blumenrain, der die Schola Cantorum Basiliensis ab 1935 beherbergte.
Hans Münch, Dirigent der Basler Orchester-Gesellschaft, wird Direktor in schwieriger Zeit: Wirtschaftskrise, abnehmende Studierenden-Zahlen, Isolation während des Zweiten Weltkriegs, finanzielle und sozialpolitische Probleme und institutionelle Fragen.
Hans Münch (Foto Jacques Weiss, Basel)
Die Schola Cantorum Basiliensis verstärkt ihre Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel. Erste gemeinsame Lehrveranstaltungen der Schola Cantorum Basiliensis mit dem Konservatorium. Konzerte der Konzertgruppe der Schola Cantorum Basiliensis im In- und Ausland.
Titelblatt des ersten Programmhefts der Schola Cantorum Basiliensis, Sommer 1934.
Walter Müller von Kulm wird Direktor. Aufbruch nach dem Kriege und Konstituierung der Musikschule und Konservatorium Basel als Stiftung.
Walter Müller von Kulm (Foto Hans Bertolf, Basel)
Gründung der Tonmeisterschule am Konservatorium, verbunden mit Unterricht in Elektroakustik. Aus diesen Anfängen entstand in den siebziger Jahren das Elektronische Studio Basel.
Max Adam beim Unterricht im Akustikraum
Zusammenschluss der Allgemeinen Musikschule, des Konservatoriums und der Schola Cantorum Basiliensis auf dem heutigen Campus; Konstituierung als Musik-Akademie der Stadt Basel. Doppeldirektion von Walter Müller von Kulm und Paul Sacher.
Erwerb der umliegenden Liegenschaften und Neubau des Seitenflügels sowie der Bibliothek, Gründung des Instrumentenmuseums.
Hof der Musik-Akademie und das heutige Domizil der Schola Cantorum Basiliensis an der Leonhardsstrasse.
Beginn der Meisterkurse in Komposition und später in Dirigieren von Pierre Boulez.
Basel wird zum Zentrum für Neue Musik und zieht viele zeitgenössische Komponisten und Interpreten an.
Pierre Boulez (Foto Susanna Schapowalow)
Paul Sacher wird alleiniger Direktor der Musik-Akademie Basel. Ernennung von drei Abteilungsleitern: Joseph Bopp (Musikschule und Orchesterschule), Klaus Linder (Konservatorium), Walter Nef (Schola Cantorum Basiliensis).
Paul Sacher (Foto Rolf Tietgens)
Rücktritt Paul Sachers von der Direktion unter Protest gegen die Kultur- und Bildungspolitik der Regierung des Kantons Basel-Stadt. Sachers Nachfolger in der Direktion wird der bisherige Leiter des Konservatoriums Klaus Linder.
Errichtung der Maja Sacher-Stiftung zur Förderung der Aktivitäten der Musik-Akademie Basel.
Schönenberg 1966. Von links: Walter Nef, Joseph Bopp, Maja Sacher, Vera Oeri, Paul Sacher, Klaus Linder.
Die Siebziger Jahre: Friedhelm Döhl, Komponist und Musikpädagoge aus Göttingen, wird 1974 Direktor der Musik-Akademie. Der Musikwissenschaftler Wulf Arlt leitet seit 1970 die Schola Cantorum Basiliensis, und 1979 wird der Flötist und Musikpädagoge Gerhard Hildenbrand Leiter des Konservatoriums. Internationale Ausrichtung der Musik-Akademie mit ihren Schwerpunkten Neue und Alte Musik; Avantgarde-Szene; Musik-Aktionen, Interpretations- und Kompositionskurse. Gründung des Elektronischen Studios, des Studios für Aussereuropäische Musik und des Studienschwerpunkts Musik und Theater. Die Schola Cantorum Basiliensis verstärkt den Forschungsbezug der Lehre und gewinnt hochstehende Interpreten und Musikwissenschaftler als Lehrpersonen.
Friedhelm Döhl und Mstislaw Rostropowitsch beim Meisterkurs 1977 (Foto Susann Moser-Ehinger)
Gründung der Musikschule Riehen (Kanton Basel-Stadt). Die Musikschule Riehen nimmt im April 1980 im Auftrag der Gemeinde Riehen als Musikschulfiliale der Musik-Akademie ihren Betrieb auf.
Musikschule Riehen (Foto Susanna Drescher, Basel)
Räumliche Erweiterung durch Erwerb und Nutzung umliegender Liegenschaften; beträchtliche räumliche Erweiterung zu Gunsten der Musikschule. Gründung der Filiale Kleinbasel am Theodorskirchplatz.
Gründung des Fördervereins der Musik-Akademie Basel mit bald 900 Mitgliedern.
Haus Kleinbasel an der Rebgasse. (Foto Susanna Drescher, Basel)
Der Basler Komponist und Musikpädagoge Rudolf Kelterborn wird 1983 Direktor der Musik-Akademie der Stadt Basel.
Rudolf Kelterborn (Foto Nora Farronato)
Einrichtung der Musikalischen Grundkurse auf gesetzlicher Grundlage: Die Musikalischen Grundkurse werden im Schulgesetz verankert.
Kinder in den Musikalischen Grundkursen (Foto MGK)
Statuierung der Berufsabteilungen der MAB als Fachhochschulen durch den Kanton Basel-Stadt. Das Konservatorium wird zur Hochschule für Musik Basel, die Schola Cantorum Basiliensis erhält den Zusatz Hochschule für Alte Musik. Übernahme der Berufsabteilung der Jazzschule Basel in die Hochschule für Musik.
Räumliche Erweiterung auf dem Campus durch Auslagerung des Instrumentenmuseums und Neunutzung des Rudolf Moser-Hauses am Steinengraben.
Rudolf Moser-Haus (Foto HSM)
Vereinbarung mit der Universität Basel über Zusammenarbeit in Lehre, Forschung und Projekten. Bestrebungen der Musik-Akademie, mit innovativen Konzepten und finanziellen Mitteln einen exzellenten Standort Musikwissenschaft in Basel als Kooperationspartner zu erhalten.
Kollegienhaus der Universität Basel.
Aufnahme der Musikhochschulen der MAB in die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW durch Kooperationsvertrag mit der Musik Akademie Basel. Die Musikhochschulen werden entsprechend der Bundesgesetzgebung finanzrechtlich und arbeitsrechtlich in die FHNW integriert, bleiben zugleich weiterhin Teil der Stiftung Musik Akademie Basel, welche die letztendliche Verantwortung für Lehre, Forschung und deren Inhalte und Fachrepräsentanten tragen.
Eröffnung der Vera Oeri-Bibliothek als grösste Musikbibliothek der Schweiz.
Vera Oeri-Bibliothek, Innenansicht (Foto Ruedi Walti)
Projektplan Campus Jazz. Dank privater Unterstützung entsteht an der Utengasse in Basel eine komplette Infrastruktur als Domizil der Jazzschule Basel und der Abteilung Jazz der Hochschule für Musik Basel.
Der Grosse Rat stimmt der Revision des Schulgesetztes zu.
Ab Schuljahr 2015/16 wechselt die Anstellung der Musiklehrpersonen der Musikalischen Grundkurse von der Musik-Akademie Basel zum Kanton und zu den Gemeinden.
Foto: Juri Weiss/basel.ch
Im Spätsommer 2014 wird der Jazzcampus eröffnet. Eine Feier mit Vertretern/-innen des Kantons Basel-Stadt, der Musik-Akademie Basel und der Fachhochschule Nordwestschweiz macht den Auftakt zu einem Open House-Wochenende mit zahlreichen Konzerten in den neu fertiggestellten Räumlichkeiten an der Utengasse.