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Die Gamsblindheit ruft bei den betroffenen Tieren eine Entzündung der Hornhaut und der Bindehaut hervor. Wie die Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Appenzell Innerrhoden mitteilt, ist der Krankheitsverlauf in einer Wildtierpopulation weder behandelbar noch abschätzbar.
Im schlimmsten Fall können die Tiere jedoch ganz erblinden. Dauerhaft erblindete Tiere seien nicht überlebensfähig; sie verhungern oder stürzen ab.
Schafe als Krankheitsträger
Auf das Steinwild übertragen wird der Erreger «höchstwahrscheinlich» aus einer Schafherde, wie es in der Mitteilung heisst. Um die Wildtiere vor Krankheiten wie der Gamsblindheit zu schützen, werden bestimmte Gebiete schaffrei gehalten.
Im vergangenen Sommer wurden in diesen Gebieten allerdings mehrfach unbeaufsichtigte Schafe beobachtet.
Kranke Tiere erkennen:
Erkrankte Tiere erkennt man daran, dass sie ins Leere oder im Kreis herum laufen, die Vorderläufe anstossen und kein Furchtverhalten zeigen. Es ist wichtig, die Tiere in Ruhe zu lassen, da sie bei Fluchtversuchen abstürzen könnten.