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Netzrace 2018: Tempo, Spass und FeinmotorikUhr | Aktualisiert
Schnittige Karts, viel Adrenalin und jede Menge Spass: Das war das Netzrace 2018. Im Race Inn haben 22 Teams um den Sieg gekämpft. Das Rennen gewann Also, der heimliche Sieger war Canon. Ein Rennbericht aus Roggwil.
22 Teams haben gestern im Kartpark Race Inn in Roggwil am "Netzrace Championship" um den Sieg gekämpft. Am meisten Punkte holte der Distributor Also. Das Team darf sich nun "Meister des Netzmedien Kart Cup" nennen. Auf dem zweiten Platz landete Abo Storage, auf dem dritten Comm-Tec. Aber darum ging es eigentlich gar nicht: Im Vordergrund stand nicht der Wettkampfgedanke, sondern der Spass.
Rangliste des Netzrace 2018.
"Joker Laps" sorgen für Diskussionen
Um 18:30 Uhr begann das Qualifying, rund eine Stunde später das Rennen. Das bestplatzierte Team setzte sich dafür in die Karts, mit denen das letztplatzierte Team im Qualifying fuhr. Das zweitplatzierte Team tauschte die Karts mit dem Team auf dem zweitletzten Platz, und so weiter. Für die Startaufstellung zählte die schnellste gefahrene Rundenzeit im Qualifying.
(Source: Netzmedien)
Mit der "Joker Lap" gab es dieses Jahr eine Neuerung: Jedes Team musste in 90 Sekunden durch einen Hindernisparcours fahren, wobei am Kart eine Schale mit einem Tennisball befestigt war – und dieser durfte nicht runterfallen. Die Teams bissen sich an dieser Challenge die Zähne aus. Einige schafften es nicht, den Parcours erfolgreich zu absolvieren und erhielten deswegen einen Abzug von 10 Runden. Das rüttelte die Rangliste kräftig durch. Da verwundert es nicht, dass die "Joker Lap" nicht bei allen Teams gut ankam.
(Source: Netzmedien)
Sieger und heimliche Sieger
Teamleader des Siegers war Antonio Manganelli. Er stiess im März zu Also, als Business Development Manager Gaming & Toys. Wie gewann das Team von Also das Rennen? "Wir hatten gute Fahrer, schlugen eine hohe Pace an und wählten die richtige Taktik", sagte Manganelli. Die "Joker Laps" absolvierte Also in der ersten Rennhälfte, danach konzentrierte sich das Team auf das eigentliche Rennen und bolzte Runde um Runde. "Eine Stunde vor Schluss lagen wir noch auf dem zweiten Platz und hatten acht Runden Rückstand", so Manganelli.
Organisator Fredy Barth. (Source: Netzmedien)
Die heimlichen Sieger sind aber bekanntlich die Teams, die am meisten Spass haben. Etwa das von Canon. Die Firma schickte ihre Marketingabteilung ins Rennen und stellte das einzige Team zusammen, das nur aus Frauen bestand. In der Rennwertung landete Canon auf dem letzten Platz, im inoffiziellen Fun-Ranking hätte es aber wohl für Platz 1 gereicht. "Einige von uns sind gerade zum ersten Mal in ihrem Leben in einen Kart gestiegen", sagte Teamchefin Sheila Stein. "Wir wussten nicht, was uns erwartet – und jetzt haben wir jede Menge Spass!"
Krawatten tragen verboten
"Damit es spannend bleibt, haben wir die Regeln dieses Jahr leicht geändert", sagte Organisator Fredy Barth. Jedes Team sollte eine Chance haben – auch solche, die nicht rennsportbegeistert sind. Letztes Jahr gab es zum Beispiel Punkte für Fahrerwechsel, das fiel dieses Jahr weg. Neu gab es dafür die Joker Laps. Tempo bolzen war also nicht alles, gefragt war vor allem auch die richtige Strategie. Das Rennen sollte Emotionen wecken, den Zusammenhalt im Team stärken und vor allem ein grosses Gaudi sein, sagte Barth.
Zusätzlich gab es folgende Regeln:
Die Fahrer mussten mindestens 18 Jahre alt und in "gesundheitlich fahrtüchtigem Zustand" sein. Alkohol war erst nach Rennende erlaubt.
Die Teams bestanden aus mindestens 4 und maximal 6 Fahrern. Zusätzlich waren bis zu 6 Helfer erlaubt. Jedes Team musste einen Teamchef bestimmen. Maximal zwei Fahrer pro Tam durften eine Renn-Lizenz (Kart oder Automobil) haben.
Schuhe mit Absätze sowie Schals, Schmuck und Krawatten waren während des Rennens nicht erlaubt.
Jeder Fahrer musste mindestens zweimal fahren. Teams, die diese Regel ignorierten, kriegten einen Abzug von 3 Rennrunden.
Das Punktesystem für den Netzrace (Quelle: Netzmedien)
Das Netzrace 2018 ist vorbei. (Source: Netzmedien)