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Klappertopf,
lat.: Rinatus
Klappertopfarten sind sogenannte „Halbschmarotzer“, das heisst sie besitzen zwar grünes Chlorophyll zur Photosynthese, sind aber auf Wirtspflanzen angewiesen, von denen Wasser und Nährsalze bezogen werden. Durch spezielle Saugorgane, die an den Wurzeln der Wirtspflanzen ansetzten, ermöglicht die die Aufnahme der „Nahrung“. Sie befallen vornehmlich Futtergräser deren Wuchskraft wird geschwächt, oft sterben sie ab und der Bestand scheint sehr „mager“ zu sein.
Der Gattungsname Rhinanthus leitet sich aus den griechischen Wörtern rhinos (Nase) und anthos (Blume) ab und beschreibt die Blütenform, die einer Nase ähnelt. Der zottige Klappertopf erreicht Wuchshöhen von 10 bis 80 Zentimeter. Die aufrechten Stängel wachsen je nach Blütezeit einfach oder verzweigt. Im Frühsommer blühende Rassen besitzen oft unverzweigte Stängel, während für Herbstrassen eine starke Verzweigung des Stängels typisch ist. Botanisch bezeichnet man dies Phänomen als Saisondimorphismus. Die Stängel sind behaart, aber nicht schwarz gestrichelt. Die gegenständig angeordneten Laubblätter entwickeln eine eilanzettliche Blattform, der Blattrand ist scharf gesägt.
Klappertöpfe gehören zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae).
Verwandt: Augentrost, Wachtelweizen.
Lilium martagon Fam. Liliaceae