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In früheren Zeiten wurden viele Städte mit Hilfe von imposanten Stadtmauern vor Feinden und unerwünschten Eindringlingen geschützt. So erbauten auch die Einwohner Basels um 1080 eine Mauer um die gesamte Stadt, die den Einlass von Aussen nur durch sieben Stadttore ermöglichte. Die Mauer besass zu Zeiten ihrer Fertigstellung knapp 1200 Zinnen und rund 40 Türme, von welchen aus Wachen den Überblick behielten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Stadtmauer dann jedoch wieder abgetragen, da sich ihr Erhalt für die Stadt nicht mehr lohnte, der Schutz vor Feinden war nicht mehr so sehr von Nöten wie vorher. Ausserdem konnte die wachsende Stadt so ausgebaut und über die Stadtmauergrenzen hinweg erweitert werden. Im Zuge dieser Abtragung mussten auch vier der sieben Stadttore weichen – das Rhein-, das Aeschen-, das Stein- und das Bläsitor wurden abgerissen. Bis heute sind nur das Spalentor, das St. Alban-Tor und das St. Johanns-Tor übrig geblieben.
Das Spalentor ist mit seinen 40 Metern Höhe von allen dreien das höchste und zählt ausserdem zu den schönsten Stadttoren der Schweiz. Das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk ist durch seine unterschiedlichen Türme ein wahrer Hingucker. Der mittlere, viereckige Hauptturm wird von zwei etwas kleineren, runden Türmen flankiert. Einen Blick auf die bunten Ziegeln auf dem Dach des Hauptturms und die Marienstatue in der Mitte zwischen den Flankentürmen sind besonders für Besucher des altehrwürdigen Stadttores zu empfehlen. Der Name des Tores geht auf die sogenannten „Spalen“ zurück, die Holzpfähle des Palisadenzauns.
Im Süden Basels steht das kleinste der drei Stadttore: das St. Alban-Tor. Auch dieses Tor steht unter Denkmalschutz und wurde so vor dem Abriss bewahrt. Es bietet im Gegensatz zum Spalentor weniger Skulpturenschmuck und auch keine Flankentürme. Der frühere Charakter des Tores wurde durch seine Neugestaltung 1871-1873 stark eingeschränkt (unpassendes Dach, Entfernung des Wehrerkers), was durch eine authentische Restaurierung im Jahre 1975 jedoch fast vollständig wieder behoben werden konnte. So erhielt das Tor sein heutiges, flaches Dach und auch der Erker konnte rekonstruiert werden. Das Tor bildet noch heute den Abschluss zur St- Alban-Vorstadt, die damals als Zugang zur Klostersiedlung im gleichnamigen St. Alban-Tal diente.
Das 35 Meter hohe St. Johanns-Tor liegt, wie alle drei Tore, an einer Ausfallstrasse. Ein kleiner Weg führt zur Reinschanze, die damals Teil der Stadtmauer war. Ausserdem bildet es, wie schon das St- Alban-Tor den Abschluss zur St. Johanns-Vorstadt, in der sich wohlhabende Kaufleute und Adelsherren ansiedelten, deren repräsentative Häuser und Bauten auch heute noch das Basler Stadtbild prägen
Foto Quelle: Wikimedia