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Transparenz ist eine Voraussetzung für alle Unternehmenseigentümer, um ihre Mitspracherechte an der Generalversammlung auch wahrzunehmen zu können. Diese Transparenz schafft aber nur der vom Parlament verabschiedete Gegenvorschlag – die Initiative sieht keine Bestimmungen vor zu einem Vergütungsreglement oder einem Vergütungsbericht.
Durch die Verpflichtung zu einem Vergütungsreglement können die Aktionäre zudem die Vergütungspolitik bereits im Vorherein mitbestimmen. Indem sie die Grundsätze vorgeben, engen sie den Gestaltungsspielraum des Verwaltungsrates präventiv ein. Ein Unterschied zur Initiative, die lediglich rückwirkend die Abstimmung über die Gesamtlohnsumme ermöglicht und nachträglich, quasi als „Strafmassnahme“, die jährliche Abwahlmöglichkeit vorsieht.
Es lohnt sich darum, Initiative und Gegenvoranschlag im Detail zu vergleichen. Wer dies tut, stellt wie Dominique Biedermann, Direktor der glaubwürdigen und in solchen Fragen unbestrittenen Anlagestiftung Ethos fest, dass der Gegenvorschlag massgeschneidert ist, während die Initiative in vielen Punkten am Ziel vorbeischiesst.
Ich werde deshalb aus Überzeugung ein NEIN in die Urne legen und damit den präziseren Gegenvorschlag ermöglichen, der für die notwendige Transparenz sorgt.