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Montag 12. März 2012
Heute standen wir früh auf, denn die Garage für die Camper-Reparatur öffnete um 8 Uhr. Kurz nach 8 Uhr waren wir dann dort. Wir waren gar nicht überrascht, dass die von nichts wussten. Also erklärten wir unser Problem und das Apollo sie kontaktieren hätte sollen. Steve machte dann mal so eine Bemerkung im Stile von "schon wieder ein Apollo". Auf meine Nachfrage, ob sie viele Apollos reparieren müssen, erzählte er mir dass dies völlig normal sei bei Campers. Steve rief dann auch beim Büro von Apollo an und erklärte ihnen, dass es nicht ein Selbstverschulden von uns sei.
Nun kurz nach 10 Uhr ging unsere Reise endlich weiter. In Northhamptom holten wir unser Frühstück nach und besichtigten den Ort. Interessant war vor allem eine katholische Kirche und das alte Klostergebäude. Die Kirche wurde vom gleichen Architekten entworfen, wie die Kathedrale in Geraldton. Gewisse Aspekte sind gleich wie bei der Kathedrale, zum Beispiel wurden die gleichen Baumaterialien gewählt. Da die Türe verschlossen war, dachten wir, dass wir die Kirche nicht von innen besichtigen können. Wir fragten in der Informationen nach und diese sandten uns zur Schule hinter der Kirche. Dort fanden wir eine nette Dame, welche uns die Türe aufmachte. Danach sahen wir uns noch das ehemalige Klostergebäude an, welches heute als Hostel genutzt wird. Danach fuhren wir zum kleinen Küstenort Horrocks, viel zu sehen gab es hier nicht und wir entschieden uns weiter zu fahren. Eine Naturstrasse brachte uns zur Hauptstrasse, welche nach Port Gregory geht. Als wir wieder auf der Hauptstrasse fuhren, hatte Sandra auf einmal ein Problem mit der Kupplung und konnte nicht mehr richtig schalten. Also fuhren wir im dritten Gang nach Port Gregory. Wir wollten nun nach Kalbarri weiterfahren und dann weiterschauen. Am Wegrand befand sich ein Salzsee, welcher noch wenig Wasser enthielt. Das Wasser war rosa und roch nicht sehr gut. Um auf die Hauptstrasse zu gelangen fuhren wir 500 Meter auf einer Naturstrasse. Am Ende dieser Strasse konnte Sandra nicht mehr anfahren. Kaum hatten wir den Pannenblinker an und die Motorhaube offen, hielt bereits ein Farmer an. Er versuchte den Camper zu starten und stellte fest, dass die Kupplung defekt sei. Freundlicherweise rief er bei Apollo an, um ihnen das Problem zu schildern. Nachdem wir zugesichert haben, genügend Wasser dabei zu haben, verliess er uns. Er hinterliess uns seine Natelnummer und erklärte, dass wir gerne bei ihm auf der Farm warten können. Da wir nach dem ersten Telefongespräch mit Apollo dachten, wir werden in einer Stunde Hilfe haben, blieben wir im Schatten des Campers sitzen. In den nächsten dreieinhalb Stunden folgten viele Gespräche zwischen uns und Apollo, Apollo und der Roadside Assistance, sowie zwischen Roadside Assistance und uns. Von Apollo waren wir sehr enttäuscht, da sie uns immer wieder leere Versprechen machten und uns nicht über den Stand der Lage informierten. Die Roadside Assistance informierte uns regelmässig über den aktuellen Stand. Vor allem David, welcher im Büro von Geraldton sass, tat sein Bestes um uns schnellst möglich aus dieser Lage zu befreien. Um 16 Uhr wurden unser Fahrzeug auf den Abschleppwagen gezogen und wir von den mühsamen Fliegen befreit. Greg fuhr uns zurück nach Geraldton und lud das Fahrzeug auf dem Campingplatz ab. Ursprünglich sollten wir auf einen anderen Campingplatz, aber die von der Roadside Assistance riefen bei Apollo an und erklärten, dass dieser zu gefährlich sei für zwei Frauen.
Trotz dem ganzen Stress gab es noch spannende Erlebnisse. Die Australier sind sehr hilfsbereit. Ein Auto hielt an und erklärte uns, dass wir auf einer Zubringerstrasse kampieren. Wir erklärten dann einmal kurz unsere Sachlage und damit war es getan. Wir fanden sogar einen Baum, an dem Muscheln wachsen und wir wissen nun, dass in Australien auch am Schatten Sonnenbrandgefahr herrscht
Als Tagesabschluss genossen wir erneut einen sehr schönen Sonnenuntergang. Wie es weiter geht wissen wir zur Zeit noch nicht. Wir werden morgen um 7.45 Uhr abgeholt und zu einer Garage gefahren.