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Berichtigungen und kleinere Mitteilungen
Anschließend an die Bemerkungen meines Vorgängers im Amte, Dr. Ad. Wäber, möchte ich hier auch einige Berichtigungen zum letzten und vorletzten Bande dieses Jahrbuches anbringen und eine kleinere Mitteilung zum vorliegenden Bande damit verbinden.
1. Herr Günther Dyhrenfurih schreibt mir von Breslau, d. d. 24. Januar 1909:
„ Bedauerlicherweise haben sich in unseren Aufsatz: Beiträge zur touristischen Erschließung der Ofenpaß-Gruppe, einige Fehler eingeschlichen, und zwar alle auf der 1. Tafel ( zwischen pag. 128 und 129 ). In dem oberen Bilde ( Piz Tantermozza vom Nordgrat des Piz d' Esen ) soll der zweite Name oben von rechts nicht Piz Ftur, sondern Piz Fier heißen. Das untere Bild stellt nicht Piz del Botsch ( Hauptgipfel ) von Osten dar, sondern Piz Tavrü von Osten. Statt die Plattenspitze soll es heißen Piz Foraz. Ich bedauere außerordentlich, daß diese drei Fehler hineingekommen sind, und ich möchte Sie bitten, im nächsten Jahrbuch des S.A.C. ( Band 44 ) an geeigneter Stelle eine kurze Berichtigung dieser drei Fehler abdrucken zu lassen. "
2. Herr Dr. A. Frey ( Sektion Weißenstein ) schreibt mir von Alexandrien ( Ägypten ), d. d. 26. Februar 1909:
„ Im Begriff, für nächstes Jahr einige Touren zu studieren, habe ich auf der Karte in der Beilage des Jahrbuches des S.A.C. XLII, Carte du Massif du Mont Blanc von A. Barbey, Feuille III, einen Fehler bemerkt:
Auf dem Glacier du Pré de Bar, zwischen den Monts Rouges und dem Mont Grépillon, ist die Kurve 2500 unrichtig. Sie sollte mit der Höhenquote 3000 bezeichnet sein. Ebenso ist die Kurve 2700 falsch. Ich erachte es für meine Pflicht, Sie als Redaktor des Jahrbuches auf diese Fehler aufmerksam zu machen, um eventuell bei weiterem Druck der Karten dieselben korrigieren lassen zu können. "
3.In den „ Neuen Bergfahrten in den Schweizer Alpen 1904 " im Jahrbuch XL, pag. 299, hatte ich ganz richtig Herrn Hans Rütter mit Josef Zgraggen jun., 19. August 1904, als Erstersteiger des unkotierten Südgipfels des Wichelplankstockes genannt, dann aber, aus Mißverständnis einer Notiz im A.J. XXII, pag. 24-25, in meinem „ Hoch-gebirgs-Führer durch die Berner Alpen ", Band IV, pag. 146, Messrs. Legh S. Powell und W. Larden, 31. August 1902, eine Ersteigung des Südgipfels über den Südgrat ( Herr Rütter hatte ihn über den Nordgrat erreicht ) unter diesem Datum und damit die Erstersteigung des Südgipfels überhaupt zugeschrieben. Nun schreibt mir Rev. V. A. Valentine-Richards ( Sektion Bern S.A.C. ) darüber folgendes: „ Es muß hier ein Mißverständnis vorliegen. Ich war mit Larden und Powell bei ihrer Besteigung des Nordgipfels ( 1903 ) und sie zeigten mir den Punkt, welchen sie das Jahr zuvor ( 1902 ) erreicht hatten, den nächst niedrigeren im Südostgrat. Sie waren niemals auf dem wirklichen Südgipfel gewesen. Wir wußten nicht, welcher der höhere sei, und erstiegen den Nordgipfel einfach deswegen, weil wir einen Zugang zu ihm und keinen zum Südgipfel sahen. Also ist Rütters Ersteigung die erste. "
Ich halte darauf, dies mit Bezug auf die oben abgedruckte Bemerkung des Herrn Ludescher ausdrücklich auch als meine jetzige Meinung zu konstatieren. Dr. H. Dübi. "
4. Herr Julius Christen ( Sektion Gotthard ) schreibt mir, d. d. Altdorf, den 29. Januar 1909:
„ Da es der Wunsch der Sektion Gotthard war, daß ein Panorama des Badus im Jahrbuch erscheine, damit er mehr bekannt werde, und ich nun durch Herrn Pater Carl Hager, Disentis, erfahren habe, daß Sie diesem Gesuche entsprochen haben, so freut es mich sehr. Unsere Gegend ist sowieso zu wenig bekannt unter den Herren Kollegen des S.A.C. Falls eine nähere Beschreibung1 ) vom Badus oder Six Madun, 2931 m, erfolgt, so möchte ich Sie nun kurz auf die Wegverhältnisse für den Aufstieg aufmerksam machen. Der beste, leichteste und kürzeste Weg zum Badus geht vom Hotel Oberalpsee, 2028 m, aus. Von hier geht man der Oberalpstraße entlang bis zur Oberalp-Paßhöhe ( Kantonsgrenze zwischen Uri und Graubünden ), dann weiters die Straße entlang 20 Minuten. Ist diese kurze Straßenstrecke ( 3/i Stunden im ganzen ) gemacht, so zweigt man nach rechts von der Oberalpstraße ab, wo ein Fußweg bis zum Tornasee oder zur Kheinquelle, 2344 m, führt. Dieser Weg ist zur Bequemlichkeit des Wanderers rot markiert. Vom Hotel Oberalpsee bis zur Kheinquelle, wo gewöhnlich eine kurze Rast gemacht wird, sind es 2 Stunden zu gehen, die Hälfte des Weges zum Badus. Von der Rheinquelle zie.ht sich der Weg dann rechts von dem Schneefeld oder über dasselbe und zuletzt über den Grat zum höchsten Punkte. Die Fernsicht vom Badus ist eine der schönsten im Gotthardgebiet und der Aufstieg, welcher vom Hotel Oberalpsee 4 Stunden in Anspruch nimmt, ist leicht und nicht anstrengend.Redaktion.