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Mit José Orlando Padrón verliert die Tabakindustrie eine ihrer Legenden. Seine Zigarren gehörten seit Jahren zu den bestverkauften Longfillern der USA. Padrón wuchs in Consolación del Sur, in Pinar del Río, Kuba als Sohn eines Tabakbauern auf. Er verliess die Insel 1961 und erreichte nach kurzen Stationen in Madrid und New York schliesslich Miami. Nachdem er verschiedene Jobs ausprobiert hatte, startete er 1964 die Zigarrenmanufaktur Padrón Cigars – mit einem Zigarrenroller.
1968 blendete Padrón erstmals Zigarren mit nicaraguanischem Tabak. Ein wegweisender Entscheid. 1970 eröffnete er seine erste Zigarrenmanufaktur in Estelí, Nicaragua. Padróns Weg zu einem der bekanntesten Zigarrenhersteller der Branche war aber auch immer wieder von Rückschlägen gekennzeichnet. So kam es etwa in den politisch schwierigen Zeiten der Siebziger- und Achtzigerjahre zu mehreren terroristischen Akten gegen seine Produktionsstätten in Nicaragua und Miami.
Anfang Woche ist José Orlando Padrón im Alter von 91 Jahren im Kreise seiner Familie verstorben. Erst vor wenigen Wochen veröffentlichte er seine Autobiografie «Memorable Moments in My Life».