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Akne tritt meist im Teenageralter auf, wenn Menschen sowieso schon mit ihrem Selbstwertgefühl zu kämpfen haben. Könnte die Ernährung eine Rolle dabei spielen, wie stark diese Hauterkrankung dabei auftritt? Schauen wir uns das genauer an.
Was ruft Akne hervor?
Für die Mehrheit der Menschen verschwindet Akne im späten Teenageralter bzw. Anfang Zwanzig. Sie kann jedoch manchmal auch hartnäckig sein oder sich sogar erst bei einigen Menschen in den späten Zwanzigern oder frühen Dreißigern entwickeln.
Die genauen Gründe dafür sind heute noch nicht bekannt. Dermatologen meinen, dass mehrere Faktoren wie Gene, Hormone, Gewicht, Entzündungen und emotionaler Stress dabei eine Rolle spielen.
Die British Association for Dermatologists meint, dass die ölproduzierenden Drüsen der Haut bei Menschen mit Akne besonders empfindlich reagieren auf sonst normale Werte an wichtigen Hormonen. Das führt dazu, dass diese Drüsen überschüssiges Öl produzieren.
Dazu kommt, dass die Hautzellen, die die Poren auskleiden, sich nicht ordentlich ablösen, was in weiterer Folge die Follikel blockiert. Dieses Milieu an gleichzeitig öligen und verstopften Poren fördert die Vermehrung der Aknebakterien, die auf der Haut jedes Menschen leben, extrem.
Diätische Akne - historisch betrachtet
Schon in den späten 1800er und frühen 1900er Jahren haben Wissenschaftler darüber spekuliert, dass es einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Akne geben könnte. Damals wurden verarbeitete fetthaltige Lebensmittel, Bananen, Nüsse, Schokolade, Zucker, Käse und Alkohol als Missetäter ausgemacht.
In den 1960er Jahren haben jedoch zwei Studien, die sehr bekannt wurden, keinen Zusammenhang zwischen Akne und den Ernährungsgewohnheiten gefunden. Das führte dazu, dass Lehrbücher überarbeitet wurden und Dermatologen die Ansicht hatten, das Gerede über einen Zusammenhang zwischen Akne und Ernährung sei unwissenschaftlich.
Heute ist jedoch bekannt, dass diese beiden groß angelegten Studien einige Designfehler enthielten, die zu einer falschen Schlussfolgerung führten. Die Folge waren 40 Jahre, in denen es keinerlei Forschung in diesem Bereich gab. Erst vor kurzem trat der Zusammenhang zwischen Akne und Ernährung wieder in den Fokus.
Neuere Forschung
Ein Zusammenhang zwischen Akne und Ernährung tauchte 2002 wieder auf, als Wissenschaftler berichteten, dass Akne in nicht westlichen Gesellschaften praktisch nicht vorkommt. Die Forscher schlossen aus ihren Beobachtungen, dass diese großen Unterschiede beim Auftreten von Akne zwischen modernen Gesellschaften und nicht-westlichen Gesellschaften nicht alleine auf die Gene zurückgeführt werden können. Es mussten andere Umweltfaktoren im Spiel sein - vielleicht die Ernährung.
Die untersuchten nicht-westlichen Gesellschaften aßen nämlich hauptsächlich pflanzenbasierte, unverarbeitete Lebensmittel mit niedriger glykämischer Belastung. (Hier ist der Link zur Studie.)
Wenn die Ernährung beim Auftreten von Akne eine Rolle spielt, so ist das vermutlich auf die Fähigkeit bestimmter Nahrungsmittel zurückzuführen, komplexe Prozesse, die Akne hervorrufen, zu fördern. Die bisher stichhaltigsten Vermutungen bzgl. Akne und Ernährung betreffen Milchprodukte und die jeweilige glykämische Belastung von Lebensmitteln.
Im nächsten Beitrag schauen wir uns diese beiden Theorien genauer an und schlagen Maßnahmen vor, die gegen Akne helfen könnten.