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Bern–Schwarzenburg-Bahn
|Kürzel||BSB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1907-06-01|
|Mutiert||Ab 1944-01-01 Gürbetal–Bern–Schwarzenburg|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1907 in Betrieb gesetzte BSB war Eigentum einer Aktiengesellschaft. Den Fahrdienst besorgte die Thunerseebahn (TSB) respektive ab 1913 die Bern–Lötschberg–Simplon-Bahn (BLS). Bis 1920 erfolgte die Elektrifikation der BSB (Wechselstrom). In diesem Zusammenhang ist der Anstieg der schwebenden Schulden nach 1918 zu sehen. Die Kosten der Elektrifizierung von über 3 Mio. Franken erschienen aber erst 1922 in der Baurechnung der BSB, weil der Kanton Bern und die Berner Kantonalbank die Finanzierung vorschossen.
Der Geschäftsgang der BSB lief lange Zeit zufriedenstellend. Die Betriebsergebnisse lagen bis 1917 stets im Plus und reichten aus, um die Kosten einschliesslich der Zinsen zu decken sowie Reserven anzulegen. Der Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 führte zu einem markanten Aufschwung vor allem des Güterverkehrs der BSB. Die Erträge aus dem Warentransport konnten sich bis 1920 mehr als vervierfachen, diejenigen aus dem Personentransport verdoppeln. Entsprechend stiegen die Gesamteinnahmen, doch auf der anderen Seite stand ein nicht minder kräftiges Wachstum der Betriebsausgaben, weshalb die BSB 1918 erstmals in die roten Zahlen rutschte. Zwar stabilisierte sich die Situation in den 1920er-Jahren. Die Betriebsergebnisse der BSB erreichten wieder deutlich positive Werte, aber von einer wirklichen Erholung konnte nicht gesprochen werden. Die Finanzlage blieb angespannt.
1918 gab die BSB das Zweiklassensystem auf und führte nur noch eine dritte Klasse. 1944 fusionierte die BSB mit der Gürbetalbahn (GTB) zur Gürbetal–Bern–Schwarzenburg-Bahn (GBS). Letztere ging 1997 in der reorganisierten Gruppe der Bern–Lötschberg–Simplon-Bahn (BLS) auf.