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Pfarrei Hasle
In Messfeiern und Wortgottesdiensten, Maiandachten, Roratemessen, Gebetsstunden können wir in der Gemeinschaft Gott und Menschen begegnen. Der jährliche Karfreitagsbittgang und die Fronleichnamsprozession sind seit mehreren Generationen Tradition.
Geschichte
Als ums Jahr 900 die Pfarrei Willisau entstand, reichte sie über Menznau nach Hasle. Es scheint, dass Hasle und Menznau schon früh zu eigenen Pfarreien erhoben wurden. An beiden Orten blieben die Gründer von Willisau, die Freiherren von Hasenburg, Grund- und Zehntherren. Weil Hasle noch als Filialkirche zu Menznau gehörte, ging die Entwicklung dieser Pfarrei langsam vor sich. Nachdem Menznau sich von Willisau Anfang des 13. Jahrhunderts von den Freiherren von Hasenburg loszulösen begann, hob der gleiche Prozess in Hasle mit einer Stiftung einer Kapelle an. Daraus kann gefolgert werden, dass in Hasle schon seit Ende des 11. und 12. Jahrhunderts eine eigene Pfarrei existiert hatte, bevor sie vorübergehend mit der Deutschritterkommende von Hitzkirch und mit der von dieser Kommende abhängigen Pfarrei Menznau verbunden wurde. Hasle war eine Tochterkirche von Menznau und hatte einen eigenen Priester.
Am 19. Februar 1452 verkaufte der Komtur von Hitzkirch, Hans von Freiberg, an die Kirchgenossen von Hasle alle Nutzen, Gülten, Herrlichkeiten, Twing und Bann, Fall und Gelass, welche die Kommende an der Pfarrei besassen, samt dem Bannschutz, welche die Pfarrei Menznau an der Filiale hatte, um 406 rheinische Goldgulden. Die Kirchgenossen erhielten das Recht, ihren Pfarrer selbst zu wählen, mussten ihn aber dem Komtur zur Bestätigung präsentieren. Dieses Recht blieb jedoch nur wenige Jahre bestehen. Schon 1465 erfolgte dessen Abschaffung, die Gründung der Pfarrei Hasle und Ablasserteilung für die Kirche durch Bischof Burkhard von Konstanz. Die bischöfliche Urkunde wurde am 19. September 1465 ausgestellt und wird im Staatsarchiv Luzern aufbewahrt.