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Warum Bitterstoffe auf dem Speiseplan stehen sollten!
Die Leber ist das wichtigste Organ für den Abbau sowohl stoffwechseleigener als auch Stoffwechselfremder Substanzen, ich nenne sie gerne die Kläranlage unseres Körpers. Kein Wunder, dass Sie mit rund 1.5kg auch unser grösstes Organ ist. Man könnte die vielfältigen Leberfunktionen mit einer chemischen Fabrik vergleichen: Sie speichert Zucker und Vitamine, verarbeitet lebenswichtige Eiweissstoffe, reguliert den Fettstoffwechsel und baut Schadstoffe ab. Zudem produziert die Leber täglich rund einen Liter Gallensaft für die Fettverdauung. Als Speicherorgan stellt sie dem Organismus bei Bedarf gezielt Vitamine zur Verfügung.
In Industrieländern ist die nicht alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD Non-Alcoholic Faty Liver Disease) auf dem Vormarsch. Weltweit sind etwa 20-30% der Bevölkerung betroffen. Die Hauptursache für die NAFLD sehen die Wissenschaftler in einer hyperkalorischen und vor allem kohlenhydratreichen Ernährung. Durch den vermehrten Konsum an kurzkettigen Kohlenhydraten, die reichlich in Softdrinks, Süsswaren, Fruchtjoghurts, Weissmehl- und Fertigprodukten enthalten sind, werden verstärkt Triglyceride im Körper gebildet, die dann in der Leber gespeichert werden. Des Weiteren ich auch ein Zuviel an Fructose für den Anstieg der Triglyceride mit verantwortlich. Diese in den Leberzellen gespeicherten Fette tragen im Laufe der Zeit dazu bei, dass die Leber schleichend und meist unbemerkt verfettet.
Das muss jedoch nicht sein. Mit einer Ernährung, die in weiten Teilen basisch ist, d.h. einen hohen Anteil an Gemüse, Kräutern, Vollkornprodukten und keine Fertigprodukte enthält, wird die Leber entlastet.
Die Kombination an Pflanzeninhaltsstoffen ist entscheidend.
Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die Mikronährstoffe deutlich positive Auswirkungen auf die Lebergesundheit haben. Als wichtigstes Entgiftungsorgan ist die Leber einer grossen oxidativen Belastung ausgesetzt. Daher ist eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien Grundvoraussetzung für die Gesunderhaltung des Organs. B-Vitamine und auch Vitamin A, E und C, sowie Spurenelemente Zink und Selen unterstützen neben den sekundären Pflanzenstoffen und Bitterstoffen die Produktion der Verdauungssäfte und regen die Entgiftungsfunktion der Leber an.
Das Geheimnis der Heilwirkung hängt nicht immer ausschliesslich von einem Wirkstoff ab, sondern von deren Kombination. Die Artischocke z.B . enthält vorwiegend den Bitterstoff Cynaropikrin, aber auch sekundäre Pflanzenstoffe, wie Rutin, Luteolin und Kaffeesäure sowie Vitamin A, B-Vitamine und Mineralstoffe, die die Wirkung des Bitterstoffs unterstützen und somit optimal zur Entlastung der Leber beitragen.
Es gibt Gewürze die geben den Gerichten nicht nur eine gute Note sondern sind auch sehr gut für die Gesundheit. Während Bärlauch und Koriander der Leber helfen, Schwermetalle auszuscheiden, kurbelt Knoblauch den Stoffwechsel an. Kurkuma regt die Bildung von Glutathion an, das die Zellen vor Giftstoffen schützt. Bei Gewürzen und Kräutern sind die Hauptkomponenten ätherische Öle, die in Verbindung mit Bitterstoffen eine starke entgiftende und entzündungshemmende Wirkung aufweisen.
Hier einige leberentlastende Ernähungspors:
Artischocken, Endivien, Rucola, Radicchio, Chicorée täglich in die Ernährung einbauen
Beim Zubereiten von Mahlzeiten lieber auf Gewürze setzen insbesondere Ingwer, Galgant, Pfeffer, Kümmel, Kardamom, Knoblauch, Kurkuma....! Salat und Gemüse mit frischen Kräutern wie Thymian, Majoran, Rosmarin und Wildkräuter wie Sauerampfer, Löwenzahn, Bärlauch anreichern. Öfter mal einen Grünen Tee oder Rotbuschtee trinken
Da die Bitterstoffe der Pflanzenteile gut wasserlöslich sind, kommen sie in einem Heilkräutertee voll zur Geltung.