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3.1 Wirtschaft und Güterverkehrspolitik als Determinanten
Die wichtigsten Fakten im Überblick
Die Schweiz zählt mit einem Bruttoinlandprodukt von 535 Mrd. CHF (bei einer Einwohnerzahl von etwa 7,7 Mio.) zu den wettbewerbsstärksten Volkswirtschaften Europas und hat weltweit eines der höchsten BIP pro Kopf.
Der Kapitalbestand der Schweizer Unternehmen und Investoren im Ausland betrug im Jahr 2008 mehr als 800 Mrd. CHF und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 % an. Auf der Gegenseite bietet sich die Schweiz als Standort für ausländische Unternehmen und als Abnehmer für deren Produkte an. Im Jahr 2008 betrug der Kapitalbestand ausländischer Akteure in der Schweiz 467 Mrd. CHF. Damit nahm der Kapitalbestand im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 % zu.
Insgesamt verringerte sich der Schweizer Export im Jahr 2009 um 13,3 % und erreichte ein Volumen von 187 Mrd. CHF. Dabei ist Deutschland mit einem Anteil von 19,2 % die grösste Abnehmernation der Schweiz, gefolgt von den USA (10,0 %), Italien (8,4 %) und Frankreich (8,4 %). Insgesamt fliessen knapp zwei Drittel aller exportierten Waren in die EU.
Von den insgesamt eingeführten Waren und Gütern im Wert von 168 Mrd. CHF stammen knapp vier Fünftel aus der EU. Deutschland ist dabei mit einem Anteil von 32,6 % an den gesamten Importen die mit Abstand wichtigste Zuliefernation. Neben dem nördlichen Nachbarland sind Italien (10,6 %), Frankreich (9,4 %) und die USA (5,8 %) wichtige Bezugsländer. Vor allem Chemikalien und Maschinen sind seit Jahren die wichtigsten Handelsgüter.
Betrachtet man die Wirtschaftsstruktur, so erkennt man, dass die Schweiz vor allem ein Dienstleistungsland ist. Der tertiäre Sektor beschäftigt etwa 73 % aller Arbeitskräfte und trägt gut 70 % zur Bruttowertschöpfung bei.
Durch die Schweiz verlaufen einige der wichtigsten Handelskorridore Europas. Besondere Bedeutung weist vor allem der auf der Nord-Süd-Achse durch die Schweiz fliessende alpenquerende Güterverkehr auf. Im Jahr 2009 wurden durch die Schweizer Alpen auf Strasse und Schiene insgesamt etwa 34,6 Mio. t und damit etwa ein Drittel des gesamten alpenquerenden Güterverkehrs transportiert, was einem Rückgang von knapp 5,5 Mio. t bzw. 14 % im Vergleich zum Jahr 2008 entspricht. Bezogen auf den Schienengüterverkehr verringerte sich die transportierte Menge im Jahr 2009 um 4,5 Mio. t oder 18 % auf 21,0 Mio. t. Die Gütermenge auf der Strasse nahm gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. t oder 7 % auf 13,6 Mio. t ab.