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Le Dernier métro
Regie: François Truffaut
Darst.: Catherine Deneuve, Gérard Depardieu, Heinz Bennent, Jean Poiret, Andréa Ferréol, Sabine Haudepin, Maurice Risch, Jean-Louis Richard, Richard Bohringer u.a.
Paris 1942, zur Zeit der deutschen Besatzung. Am Théâtre Montmartre übernimmt die Schauspielerin Marion Steiner die Leitung, nachdem ihr Mann Lucas – ein deutscher Jude – angeblich nach Südamerika geflohen ist. Tatsächlich hält er sich im Keller des Theaters versteckt und verfolgt über einen Lüftungsschacht die Proben zum neuen Stück. Seine einzige Verbindung zur Aussenwelt ist Marion, der er auch seine Regieanweisungen mitteilt. Lucas wird nicht nur Zeuge der sich entwickelnden Liebesaffäre zwischen Marion und ihrem Bühnenpartner, dem jungen Schauspieler Bernard Granger, sondern erfährt auch, dass der mit den Deutschen kollaborierende Theaterkritiker Daxiat gegen das Theater zu intrigieren beginnt … «Le Dernier métro» ist François Truffauts drittletzter Film und eine liebevolle Hommage an die Welt des Theaters, die trotz des ernsten Rahmens viele humorvolle Details enthält. Die Dreharbeiten gestalteten sich schwierig, Truffaut war voller Zweifel und stand unter grossem finanziellen Druck, da es seine bisher teuerste Produktion war. Catherine Deneuve trauerte um ihren Vater, den Schauspieler Maurice Dorléac, der kurz vor den Dreharbeiten gestorben war, dazu hatte sie sich bei einem unglücklichen Sturz den Fuss verstaucht. Zur Erleichterung aller wurde der Film ein Riesenerfolg, 1981 wurde er für den fremdsprachigen Oscar nominiert, zudem gewann er sagenhafte zehn Césars. Seit der ersten Zusammenarbeit von Catherine Deneuve und François Truffaut in «La Sirène du Mississippi», bei der sich die beiden ineinander verliebten, waren zehn Jahre vergangen. Für «Le Dernier métro» sah er sie nun als ideale Besetzung für diese «vitale, energische, aber auch distanzierte Frauenfigur, die den ganzen Film trägt.» Isabelle Giordano schreibt in Catherine Deneuve – Film für Film, Marion Steiner sei eine der dichtesten Rollen, die Catherine Deneuve gespielt habe, das Porträt einer Kämpferin, die auf dünnem Eis agiere. Auch L’Humanité zeigt sich begeistert: «Während Jean Poiret, Gérard Depardieu und Andréa Ferréol ihre gewohnt exzellenten Leistungen abliefern, hat Catherine Deneuve hier wohl ihre beste Rolle gefunden, noch nuancierter, expressiver, sensibler als man sie sonst sieht …»