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Lambienhaus
Zur Gasse hin wurde das Lambienhaus mehrfach erweitert und ist heute ein dreieinhalb geschossiger Mischbau über gemauertem Kellersockel.
Das prachtvolle Lambienhaus steht nördlich unterhalb des Hauptturms der Kirche von Glis. Der vermutlich im 17. Jahrhundert erbaute südwestliche Hauptbau besteht aus einem dreieinhalbgeschossigen Blockholzbau auf einem Mauersockel welcher bis zum Hochparterre führt. Der Gebäudekomplex wurde südlich, östlich und nördlich mehrfach erweitert. Südlich vom Hauptbau wurde traufseitig ein gemauertes Treppenhaus mit Spuren einer gemalten Sonnenuhr und 1711 ein markanter offener Vorbau mit Steinplattendach, welcher auf zylindrischer Mauersäule aufgelagert ist, angebaut. Laut Inschrift im Dielbaum des zweiten Geschosses wurde im Jahre 1643 ein älterer Baubestand von Peter Lambien, Amman von Geren und Kastlan von Wald erweitert. 1671 erfolgte der nördliche Anbau durch die Gebrüder Anton, Peter und Kaspar Lambien. Später wurde das Haus mehrmals umgebaut. Die Inschrift im Dielbaum des ersten Stockwerks lautet: HOC OPUS FIERI FECIT DISCRETUS PETRUS LAMBIEN ALIAS AMANUS IN AGERTEN ET CASTELLANUS IVRISDICTIONIS SYLVAE. BARBARA ARNOLD VXORIS SVA ANNO DOMINI 1643 DIE 31 JANVARI, zu Deutsch: Dieses Haus liess erbauen der verschwiegene Mann Peter Lambien, Ammann in Geren und Kastlan der lurisdiktion Wald und Barbara Arnolt, seine Frau, 1643, am 31. Januar.Der ehemalige Ofen im ersten Obergeschoss des Hauptbaus trug das Wappen Lambien-Arnold von 1644. Der noch bestehende Ofen im nördlichen Anbau von 1676 trägt das Allianzwappen Lambien-Mathier.
Quelle: Pro Historia Glis