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Die grössten Hürden seien der Schuldenberg der Airline von einer Milliarde Euro, die hohen Betriebskosten und die wahrscheinlichen Einwände der Kartellbehörden, sagte Spohr am Dienstag am Rande einer Lufthansa-Veranstaltung. Es sei zu erwarten, dass insbesondere die EU-Wettbewerbshüter den Fall skeptisch sehen würden.
Die Lufthansa hatte Ende des Jahres 38 Jets samt Crews von der kriselnden Air Berlin gemietet. Nach früheren Aussagen eines Konzerninsiders hat Deutschlands grösste Airline auch Interesse an der Übernahme der verbleibenden gut 70 Flugzeuge, darunter auch Langstrecken-Jets. Jedoch ist dieses Geschäft kaum konkurrenzfähig, da hier noch hochdotierte Tarifverträge der Fluglinie LTU gelten. Air Berlin hatte die Ferienfluglinie vor Jahren übernommen, aber kaum integriert. Die zweitgrösste deutsche Fluglinie schreibt seit Jahren Verluste trotz der grosszügigen Unterstützung durch ihren Grossaktionär Etihad. Die arabische Airline spielt nach früheren Aussagen von mit der Sache vertrauten Personen wegen der anhaltenden Verluste den Rückzug aus Europa durch. An Air Berlin halten die Araber knapp 30 Prozent der Aktien.
Gleichzeitig verliert die Lufthansa ihre Vormachtsstellung am europäischen Himmel an Ryanair. 2016 beförderte die Lufthansa zusammen mit den Töchtern Eurowings, Swiss und Austrian 109,7 Millionen Passagiere, ein Plus von 1,8 Prozent. Mit der irischen Billiggesellschaft flogen im gleichen Zeitraum 117 Millionen Passagiere - 15 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das Wachstumstempo ist also deutlich schneller als bei der Lufthansa. Möglich machen das niedrige Kosten, eine einheitlich Boeing-Flotte und die neue Strategie, vermehrt auch grosse Flughäfen anzufliegen. Die Deutschen könnten allerdings dieses Jahr wieder aufholen, da sie aus eigener Kraft sowie durch die Vollübernahme von Brussels Airlines deutlich wachsen wollen.
(Reuters)