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Durch den Strukturalismus und die moderne Biologie ist ein altes Anliegen der Philosophie wieder bewußt geworden: die Entdeckung der unbewußten Struktur des menschlichen Geistes, des psychosozialen Genoms, als dessen Kombinationen sich die verschiedenen Denkstile der Geschichte begreifen lassen. Der Autor zeigt, wie sich dieser Code seit der ersten neolitischen Revolution vor etwa 10. 000 Jahren, der Erfindung von Sprache und Ackerbau, und über die Stufen des kosmischen und mythischen Denkens in Asien entfaltet hat. Das erste neolithische Symbol,das Radkreuz, erweist sich als Schlüssel zum tieferen Verständnis der archaischen chinesischen und indischen Philosophie.
Mit der platonischen Maieutik wird nach Schilderung unbekannter Aspekte der vorsokratischen Lehren dargelegt, wie die Erforschung des unbewußten Codes zum ausdrücklichen Ziel wird, welches dann im Widerstreit der Positionen von Stoikern und Epikuräern, Realisten und Nominalisten und schließlich Rationalisten und Empiristen während
des theologischen, theokratischen, scholastischen, humanistischen,
rationalistischen und idealistischen Denkens den Reichtum des europäischen Geistes entfaltet, wobei neben den klasischen
Systemen auch die parallelen östlichen Lehren und esoterischen Bewegungen wie Alchimie und Gnosis entsprechend berücksichtigt werden.
Mit dem Ende der Neuzeit lösten sich das soziologische, wissenschaftliche und ganzheitliche Denken aus dem philosophischen,
womit dann in der Gegenwart sich das historische Nacheinander in ein dialektisches Miteinander verwandelt hat.