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London - In Grossbritannien ist wahrscheinlich nicht nur Klonmilch sondern auch Klonfleisch an Konsumenten verkauft worden. Das Fleisch sei in die Nahrungskette gelangt und vermutlich gegessen worden, teilte die britische Behörde für Lebensmittelsicherheit (FSA) am Dienstagabend mit.
Bei Nachforschungen seien zwei Bullen identifiziert worden, die in Grossbritannien als Nachkommen eines geklonten Tieres aus den USA geboren wurden. Beide seien geschlachtet worden, und nur in einem Fall habe der Verkauf des Fleisches verhindert werden können.
Die FSA geht derzeit bereits einem Bericht nach, wonach ein Bauer die Milch des Nachkommens einer geklonten Kuh unter normale Milch gemischt haben soll.
Bislang hat die Behörde nach eigenen Angaben nur ein Tier ausgemacht, das als Nachkommen einer geklonten Kuh Teil einer Milchvieh-Herde sein soll. Es habe bisher aber nicht nachgewiesen werden können, dass Milch des Tieres verkauft worden sei.
Nach Ansicht der Behörde ist Milch der Nachkommen von Klontieren ein "neuartiges Lebensmittel" und benötigt daher eine gesonderte Zulassung. Auf europäischer Ebene gibt es eine solche Vorschrift nicht, weshalb nach Angaben der Europäischen Kommission unklar ist, ob solche Produkte bereits auf dem Markt sind.
Die Brüsseler Behörde hält Milch und Fleisch von Klontieren und ihrer Nachkommen für gesundheitlich unbedenklich. Produkte geklonter Tiere selbst sind EU-weit dennoch verboten, es sei denn, sie haben eine spezielle Zulassung.
Das Europaparlament fordert, dieses Verbot wegen ethischer und gesundheitlicher Bedenken auch auf die Nachkommen von Klontieren auszuweiten. Die Kommission will bis Jahresende zunächst einen neuen wissenschaftlichen Bericht vorlegen.
SDA-ATS