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„Der Krieg gegen die Desinformation“.
Die US-Behörden und viele andere Regierungen auf der ganzen Welt – darunter auch „transnationale“ Gruppen wie das WEF – trommeln schon seit geraumer Zeit auf die ernste Gefahr von Fehlinformationen und Desinformationen hin, und dieser Lärm wird immer lauter.
Einerseits besteht kein Zweifel daran, dass Desinformation schädlich sein kann – aber es besteht auch kein Zweifel daran, dass sie nicht erst in den letzten paar Jahren aufgetaucht ist, so dass das heftige Beharren auf der Suche nach neuen Wegen zu ihrer „Bekämpfung“ merkwürdig erscheint.
Leider besteht auch kein Zweifel daran, dass dieser „Kampf gegen Desinformation“ oft als bequeme Ausrede benutzt wird, um die freie Meinungsäußerung einzuschränken oder offene Zensurmaßnahmen zu ergreifen.
Und die ziemlich plötzliche und überzogene Reaktion auf möglichen Schaden wird oft mit dem „Aufstieg der sozialen Medien“ gerechtfertigt (obwohl auch dies eine Sache ist, die gerade erst begonnen hat).
Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die „Fehlinformationspanik“ das Verteidigungsministerium erreicht hat.
Laut dem stellvertretenden Verteidigungsminister für Sondereinsätze und Konflikte niedriger Intensität, Christopher Maier, ist die Bedrohung durch Fehlinformationen und Desinformation „ernst“ und betrifft „alle Ebenen der Streitkräfte“.
Maiers Erklärung für diese Art der Reaktion auf möglichen Schaden ist „das Wachstum der sozialen Medien“, so das National Defense Magazine.
Der Verteidigungsminister räumt zwar ein, dass es in der Vergangenheit Desinformationskampagnen gegeben hat, aber offenbar verleihen ihnen die sozialen Medien jetzt „Superkräfte“.
Auf einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Symposiums der National Defense Industrial Association zu Sondereinsätzen und Konflikten niedriger Intensität sprach Maier über „Gegner“, die seiner Meinung nach erkannt haben, dass ihre Desinformationskampagnen reibungslos funktionieren, wenn sie auf untere Ebenen des Militär- und Sicherheitsapparats abzielen und nicht auf deren Führungsebene.
Deshalb hat das Verteidigungsministerium damit begonnen, die Truppen über diese Bedrohungen „aufzuklären“, unter anderem durch die Veröffentlichung eines Dokuments mit dem Titel „Official Use of Social Media For Public Affairs Purposes“ (Offizielle Nutzung sozialer Medien für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit), das unter anderem Anweisungen enthält, wie man einen gefälschten oder falschen Account melden kann.
Es gibt noch einen weiteren Leitfaden – einen über das Aufspüren von Desinformationsakteuren“, der vom Army Training and Readiness Command stammt.
„Ein wichtiger Teil des Aufbaus von Bewusstsein und Widerstandsfähigkeit ist die Schulung von neuen Soldaten, da das Verteidigungsministerium nicht davon ausgehen kann, dass Rekruten über das erforderliche ‚Bewusstsein‘ verfügen“, so Maier.
Und diese Aufklärungsarbeit dürfe nicht bei den Angehörigen des Militärs aufhören, sondern müsse auch deren Familien und andere Menschen in ihrem Leben einbeziehen.