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Gemäss WHO leiden über 3 Milliarden Menschen an Eisenmangel. Vornehmlich betroffen sind Frauen im Menstruationsalter und Kinder. Die Medizin ignoriert den Eisenmangel in seinem Frühstadium, dem Eisenmangelsyndrom (Iron Deficiency Syndroms, IDS) weitgehend, weil nach gängiger Lehrmeinung ein Defizit an diesem Element erst als Anämie (Iron Deficiency Anemia, IDA), d. h. in seinem Spätstadium manifest sei. Aufgrund dieser Fehleinschätzung werden Symptome von IDS-Patienten immer wieder unnötig abgeklärt und schließlich falsch behandelt.
Die SIHO weist nach, dass Eiseninfusionen bei Eisenmangelpatienten wirksam, sicher und kosteneffizient sind (siehe Praxisstudie Eurofer-IV). Sie legt allen Ärzten und deren Fachgesellschaften nahe, die bewährte Vorgehensweise der SIHO zu übernehmen, um Eisenmangelpatienten frühzeitig zu erkennen und richtig behandeln zu können, entsprechend der Eisenresolution.
Ethische Gründe
Solange das Eisenmangelsyndrom IDS nicht einer breiten Ärzteschaft bekannt ist, werden Patienten mit Eisenmangelsymptomen überflüssiger Diagnostik unterzogen und oft rein symptomatisch behandelt. Eine Ursachenbehandlung unterbleibt. Sobald ein IDS feststeht, ist eine Ursachentherapie mit Eiseninfusionen aber aus ethischer Sicht geboten.
Wissenschaftliche Gründe
Die wissenschaftliche Vorgehensweise in den ärztlichen Eisenzentren unter Supervision der SIHO und die dadurch gewonnenen Resultate zeigen die Zusammenhänge zwischen Eisenmangel und den durch ihn verursachten Symptomen auch schon im Stadium des IDS ohne Anämie. Untersuchungen (beispielsweise an der Universität Zürich) haben diesen Sachverhalt bestätigt.
Historische Gründe
Das Eisenmangelsyndrom wurde 1957 erstmals an der Universitätsklinik Innsbruck beschrieben. 1971 wurde es an der Charité Universitätsmedizin Berlin bestätigt (Lehrbuch für Ärzte aller Fachrichtungen). Beide Universitäten bestätigen den signifikanten Vorteil von Eiseninfusionen im Vergleich zur oralen Eisentherapie.
Nach der Wiederentdeckung des IDS 1998 in der Schweiz und einer siebenjährigen Entwicklung des Swiss Iron System SIS wurde 2005 das Netzwerk von Ärztlichen Eisenzentren gegründet.
2007 entstand die Swiss Iron Health Organisation SIHO.
Gesundheitsökonomische Gründe
Die meisten Eisenmangelpatienten werden durch die notwendigen intravenösen Eisengaben geheilt. Dank der individuell dosierten und kontrolliert durchgeführten Eiseninfusionen gelingt es, folgendes Credo umzusetzen:Gesündere Menschen für geringere Kosten durch
- Intravenöse Eisengaben als First-Line-Therapie
- Vermeidung von unnötigen Abklärungen und symptomatischen Behandlungen
- Vermeidung falscher Psychiatrisierungen
- Vermeidung unnötiger Arbeitsausfälle
- Vermeidung unnötiger Berentungen
Diese Eisenresolution wurde in Binningen / Basel am 1. August 2015 von Ärzten aus der Schweiz, aus Deutschland und Russland unterzeichnet.