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16 Flüchtlinge aus Syrien hat er angestellt. Sie arbeiten in einer Bäckerei, einem Kebab-Laden und einem Restaurant in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Der Arbeitgeber heisst Abdul Halim al-Attar: Dank eines grossherzigen Crowdfundings ist der Palästinenser, welcher aus Syrien in den Libanon floh, heute Unternehmer – und selbst ein Wohltäter.
Es ist keine vier Monate her, da schien die Situation des zweifachen Familienvaters noch komplett ausweglos. Ihm war wegen des Bürgerkriegs in Syrien so gut wie nichts geblieben, so dass er versuchte, mit dem Verkauf einiger weniger Stifte an vorbeibrausende Töff-Fahrer, wenigstens ein bisschen Geld zu verdienen. Über der Schulter des vom Schicksal Gebeutelten hing seine völlig erschöpfte, vierjährige Tochter Reem.
Al-Attar lebte ursprünglich in der Nähe von Damaskus in einem Flüchtlingscamp und arbeitete in einer Schokoladenfabrik. Nachdem in Syrien der Bürgerkrieg ausbrach, sah er sich jedoch gezwungen mit seiner Familie in den Libanon zu gehen. 1,2 Millionen Flüchtlinge leben dort, nur rund ein Drittel von ihnen hat irgendeine Art von Beschäftigung.
Das Foto des verzweifelten Flüchtlings aus Damaskus bewegte die Internet-Community. Innert Kürze würde es tausende Male geteilt. So erreichte das Bild auch den isländischen Online-Journalisten Gissur Simonarson. Dieser entschied sich kurzerhand den Stift-Verkäufer zu finden und ihm zu helfen.
Gesagt getan: Simonarson gründete den Twitter-Channel @Buy_Pens, konnte den Mann auf dem Bild ausfindig machen und startete eine Crowdfunding-Aktion. Das ursprüngliche Ziel des Isländers war es, 5000 Dollar für Al-Aktar zu sammeln. Nur gerade 30 Minuten später hatte er die Summer bereits zusammen.
Rund zwei Wochen später schickte Simonarson die erste Tranche der Spendengelder nach Beirut. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Isländer bereits über 100'000 Dollar beisammen. Für Al-Attar war sofort klar, dass er das Geld nicht einfach in die eigene Tasche stecken würde. «Ich wollte das Geld investieren, sonst wäre es verloren gegangen», sagte er kürzlich gegenüber der Nachrichtenagentur AP.
Rund 25'000 Dollar soll er an Bekannte und Flüchtlinge in Syrien weitergegeben haben. «Nicht nur das Leben von mir und meinen Kindern hat sich verändert, sondern auch jenes von Flüchtlingen in Syrien, denen ich helfen konnte.»
Mittlerweile haben rund 7'200 Menschen bei der Crowdfunding-Kampagne mitgemacht. Die 200'000 Dollar-Grenze dürfte bald geknackt werden.
Und weil wir nach dieser Feel-Good-Geschichte grad so viel Freude verspüren machen wir hier subito noch ein bisschen Werbung für das watson-Spendeprojekt im Libanon! Ist ja Freitagnachmittag und bald Weihnachten. Und sowieso! Hopp, los, mitmachen!