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Aufstieg zur Festung von Massada
Die Festung von Massada im Süden von Israel gehört zu den Hauptattraktionen des Landes. Sie liegt etwa zwei Stunden Autofahrt von Jerusalem entfernt und befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Toten Meer.
Man kann einen Ausflug nach Massada also mit einem Abstecher zum Toten Meer und seinen kuriosen Badestränden verbinden. Die Festung von Massada spielt in der Geschichte Israels und der Juden eine bedeutende Rolle, daher ist der Ort noch heute eine Art Wahrzeichen für die Identität des israelischen Volkes. Aber nicht nur deshalb lockt das historische Bauwerk in exponierter Lage viele Besucher aus dem In- und Ausland an.
Massada - der beste Ort für eine Festung
Die Festung von Massada wurde von König Herodes erbaut. Er war ein gefürchteter Herrscher und gleichzeitig ein genialer Baumeister, der sich viele Gedanken um seine verschiedenen architektonischen Projekte machte. Er wählte nicht ohne Grund diesen aus der Wüste heraus ragenden Felsen, um auf ihm einige hundert Meter über dem Toten Meer seine Festungsanlage zu bauen. Nicht nur der Ausblick ist traumhaft, auch aus strategischer Sicht gibt es kaum einen besseren Platz in der Region.
Für einen Krieger und Herrscher wie Herodes war es wichtig, eine Festung zu erbauen, die quasi uneinnehmbar ist. Heute sind von der Anlage, die aus einer Art Burg und einem Palastes besteht, nur noch Ruinen übrig. An vielen Stellen erkennt man die dicken Mauern und teilweise sogar noch Reste der Mosaike, die die Fussböden schmückten. Seit dem Jahr 2001 steht die Ruine von Massada auf der Liste des UNESCO Welterbes und hat dadurch noch mehr an Berühmtheit gewonnen.
Die Festung von Massada erklimmen
Die Armee, die die Festung von Massada schliesslich eingenommen hat, musste sich eines Tricks bedienen. Sie häuften an der flacheren Seite des Felsens in wochenlanger Arbeit eine Rampe auf und die Menschen, die sich auf der Festung in Sicherheit gewähnt hatten, mussten hilflos zusehen, wie ihre Belagerer ihnen jeden Tag ein paar Meter näher kamen. Schliesslich wählten sie den Selbstmord als letzten Ausweg, um nicht dem Feind in die Hände zu fallen und letztendlich nicht besiegt zu werden. Unter anderem deshalb ist Massada bis heute ein Symbol für den Widerstand der Juden selbst unter ausweglosen Bedingungen.
Es gibt zwei Möglichkeiten, um Massada heute zu bezwingen. Da wäre einmal der bequeme Weg über eine Seilbahn, die mehrmals in der Stunde Besucher auf den Felsen hinauf bringt. Die zweite Möglichkeit ist der mühsame Aufstieg zu Fuss. Man muss etwa 300 Höhenmeter überwinden und das schafft man auf dem sogenannten Schlangenpfad, der durch trockenes ödes Gelände steil bergan führt in etwa einer Stunde. Eine schweisstreibende Angelegenheit.
Mythos Massada und Badevergnügen
Wer den Aufstieg gemeistert hat, die traumhafte Aussicht genossen hat und sich an den Ruinen satt gesehen hat, der begreift vielleicht ein kleines bisschen davon, was für die Bevölkerung von Israel eine Art Mythos und ein Wahrzeichen ist. Das Tote Meer liegt nur wenige Fahrminuten von Massada entfernt und hier locken mehrere Badestrände zu einem besonderen Erlebnis. Das Bad im Toten Meer ist zwar nicht besonders erfrischend, weil das Wasser das ganze Jahr über ziemlich warm ist, aber das Schweben auf dem salzhaltigen Wasser ist ein unvergessliches Abenteuer.
Bildquelle: www.wikipedia.org