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Kaum ein anderer psychologischer Begriff taucht in der Alltagssprache so häufig auf wie der Begriff Neurose: Wenn jemand ungewöhnlich oder übertrieben reagiert, bezeichnet man sein Verhalten schnell als neurotisch. Mit der Bedeutung dessen, was Mediziner als neurotische Störung bezeichnen, hat dies aber meist wenig zu tun.
Schon früh gebrauchte man den Begriff «Neurose» gleichbedeutend mit «Nervenleiden» oder «Geisteskrankheit»: Ursprünglich stammt der Begriff aus der Neurologie, die sich mit dem Nervensystem und seinen Erkrankungen beschäftigt; hauptsächlich verwendete man ihn aber in der Psychiatrie, deren Betätigungsfeld seelische (psychische) Störungen sind. Heute bezeichnet die Neurose per Definition eine psychische Störung ohne erkennbare körperliche Ursachen, die sich durch übertriebene Ängste äussert.
Die Neurose gilt als Gegenstück zur Psychose. Der Unterschied zwischen Neurose und Psychose besteht darin, dass:
In den aktuellen Diagnosesystemen findet die Neurose als Sammelbegriff für verschiedene psychische Störungen keine Anwendung mehr. Stattdessen teilt man die ursprünglich als Neurosen bezeichneten psychischen Störungen in unterschiedliche Gruppen auf – wie Angststörungen, Zwangsstörungen, somatoforme Störungen (z.B. Hypochondrie oder somatoforme autonome Funktionsstörung) und dissoziative Störungen. Dies geschieht zum einen, weil sich die mit dem Sammelbegriff Neurose verbundenen theoretischen Annahmen (z.B. zu den Ursachen) nicht halten liessen, zum anderen, um den verschiedenen Krankheitsbildern besser gerecht zu werden: Die früher als Neurose zusammengefassten Störungen unterscheiden sich nicht nur anhand ihrer Symptome, sondern erfordern auch unterschiedliche Behandlungen: So sprechen beispielsweise hypochondrische Menschen auf eine andere Therapie an als Menschen mit einer Zwangsstörung.
Der Begriff Neurose beschreibt per Definition eine seelische (psychische) Erkrankung ohne erkennbare körperliche Ursachen und stellte historisch den Sammelbegriff für eine Vielzahl psychischer Störungen dar. Mittlerweile ist die Bezeichnung Neurose als Sammelbegriff jedoch in der Wissenschaft nicht mehr gebräuchlich. Einer der Gründe dafür ist, dass die so zusammengefassten psychischen Störungen zu verschieden sind und sich zu unterschiedlich äussern.
In der Alltagssprache findet jedoch kaum ein anderer psychologischer Begriff so häufig Verwendung wie der Begriff Neurose – reagiert jemand ungewöhnlich oder übertrieben, bezeichnet man sein Verhalten als neurotisch. Als Prototyp für einen Neurotiker stellt sich Woody Allen in seinen Filmen als Sonderling dar, der von Zweifeln und Ängsten geplagt ist.
Den Begriff Neurose gebrauchte man schon früh gleichbedeutend mit Geisteskrankheit oder Nervenleiden. Ursprünglich im Bereich der Neurologie entstanden, die sich mit dem Nervensystem und seinen Erkrankungen beschäftigt, fand der Begriff hauptsächlich – allerdings mit oft sehr unterschiedlicher oder unklarer Bedeutung – in der Psychiatrie Verwendung, deren Betätigungsfeld seelische Störungen sind.
Die Psychoanalyse kann als Begründerin der Neurosenlehre gelten. In dieser psychologischen Schule sind zahlreiche Theorien der Neurose entstanden – beginnend mit Sigmund Freud. Als gemeinsames Merkmal der Neurosen galt, dass sie vermutlich durch psychische Faktoren, vor allem durch unterdrückte Ängste und sexuelle Schwierigkeiten, entstehen. Störungen in der frühkindlichen Entwicklung bleiben nach dieser Ansicht als Komplex im Unbewussten bestehen und haben unterschiedliche neurotische Reaktionen zur Folge – je nach Art der Störung und ihrer Verarbeitung.
In diagnostischen Handbüchern tauchte die Neurose erstmals als Überbegriff für eine Gruppe von Störungen auf, die sich durch übertriebene Ängste äussern. Dazu zählten:
Als Gegenstück zur Neurose gilt die Psychose. Letztere zeichnet sich durch einen gestörten Realitätsbezug aus und hat vermutlich – im Gegensatz zur Neurose – in erster Linie körperliche Ursachen. Ein weiterer Unterschied zwischen einer Neurose und einer Psychose ist, dass sich Neurotiker in der Regel ihres Zustands bewusst sind, während Psychotiker sich selbst für gesund halten. Auch sind bei Neurosen nur Teilbereiche der Persönlichkeit betroffen, während Psychosen Einfluss auf alle Aspekte der Persönlichkeit ausüben.
Eine Neurose ist eine seelische (psychische) Störung ohne erkennbare körperliche Ursachen. Als Auslöser für die Entstehung von Neurosen kommt ein Wechselspiel psychischer und körperlicher Faktoren infrage, etwa eine erblich bedingte Anfälligkeit für eine psychische Störung zusammen mit einer belastenden Lebenssituation.
In früheren diagnostischen Handbüchern bildete die Neurose den Überbegriff für eine Gruppe von Störungen, die sich durch übertriebene Ängste äussern. Die heutzutage verwendeten Diagnosesysteme teilen solche psychischen Störungen jedoch in unterschiedliche Gruppen auf, wie Angststörungen, Zwangsstörungen, somatoforme Störungen (z.B. Hypochondrie, somatoforme autonome Funktionsstörung) und dissoziative Störungen. Der Begriff «Neurose» als Sammelbegriff für diese Störungen findet heute keine Anwendung mehr. Dies hat seine Ursachen darin, dass man so die Verschiedenheit der einzelnen Krankheitsbilder besser berücksichtigen kann.
Eine Neurose kann sich durch die unterschiedlichsten Symptome äussern. Gemeinsames Anzeichen für die als Neurosen zusammengefassten psychischen Störungen gilt eine übertriebene Angst. Zu diesen Störungen gehören:
Die in früheren Diagnosesystemen als Neurose zusammengefassten Krankheitsbilder können sich jedoch extrem unterscheiden: So zeigen beispielsweise Menschen mit Zwangsstörungen und hypochondrische Menschen sehr unterschiedliche Symptome. Daher ist diese Bezeichnung als Sammelbegriff in der Wissenschaft heute nicht mehr gebräuchlich.
Der Begriff Neurose ist in den aktuellen Systemen zur Diagnose nicht mehr als Sammelbegriff zu finden.
Zum einen äussern sich früher als Neurose zusammengefasste Störungen zum Teil sehr verschieden: So zeigen beispielsweise Menschen mit Zwangsstörungen oder Hypochondrie sehr unterschiedliche Symptome und sprechen auch auf unterschiedliche Behandlungsformen an. Daher gab man die allgemeine Kategorie der Neurose auf – und teilt die früher unter dieser Kategorie zusammengefassten verschiedenen Störungen nun genauer in unterschiedliche Gruppen auf.
Zum anderen sind Begriffe zu vermeiden, die eng mit theoretischen – im Fall der Neurosen psychoanalytischen – Annahmen über die Entstehung der jeweiligen Störung verbunden sind. Zudem geht man inzwischen davon aus, dass sich die Trennung von psychisch bedingten Störungen einerseits und körperlich verursachten Krankheiten andererseits nicht aufrechterhalten lässt. Man geht davon aus, dass ein Wechselspiel psychischer und körperlicher Faktoren, etwa eine erblich bedingte Anfälligkeit zusammen mit einer belastenden Lebenssituation, zur Entstehung psychischer Störungen beiträgt.
Die bei einer sogenannten Neurose eingesetzten Therapie hängt davon ab, welche neurotische Störung genau vorliegt: Die früher als Neurosen zusammengefassten Störungen äussern sich sehr vielfältig und lassen sich nicht nach einem einheitlichen Behandlungschema therapieren. So sprechen beispielsweise hypochondrische Menschen oder Menschen mit einer Zwangsstörung auf sehr unterschiedliche Behandlungen an. Daher ist der Begriff «Neurose» als Sammelbegriff für diese psychischen Störungen heute nicht mehr üblich.
Bei einer Neurose sind keine allgemeinen Aussagen zum Verlauf möglich, da sich die unter diesen Begriff zusammengefassten Störungen wie Angststörungen, Zwangsstörungen, somatoforme Störungen (z.B. Hypochondrie, somatoforme autonome Funktionsstörung) und dissoziative Störungen zu sehr voneinander unterscheiden.
Es sind keine allgemein wirksamen Massnahmen bekannt, mit denen Sie einer sogenannten Neurose vorbeugen könnten. Wenn Sie Anzeichen für eine der früher unter den Sammelbegriff «Neurose» fallenden Störungen (wie z.B. einer Angststörung, einer Zwangsstörung, einer somatoformen Störung oder einer dissoziativen Störung) an sich beobachten, ist es allgemein ratsam, ärztliche oder psychologische Hilfe zu suchen.