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An Wolfgang B., 10. Januar 1997, Windy Hill
Als Arbeitshilfe möchte ich Dir - bevor ich noch tiefer in mein seelisches Hinterland abtrudle (solange ich dazu also noch einigermassen im Stande bin) - gern folgendes sagen:
Zu den Disketten:
Ich schicke Dir (aus Sicherheitsgründen) zwei identische Sendungen mit jeweils zwei Disketten. Diese enthalten die folgenden 4 Dateien:
* DISS1-6.DOC (Text vom Titelblatt bis Ende Kap. 6)
* DISS7-10.DOC (Text von Anfang Kap. 7 bis Ende Kap. 10, "Anhang")
* KONKORD.DAT (Konkordanz-Datei zum Erstellen des Personenregisters)
*BUND-W.A97 (Text des vorliegenden Briefes an Dich).
Falls eine Sendung auf dem Weg zu Dir verloren gehen sollte, verfügst Du also noch über das gesamte Material, sofern die Disketten unterwegs keinen Schaden gelitten und die Dateien lesbar sind.
Zur Struktur des Buches:
* Im Vergleich mit dem Ausdruck meiner Arbeit vom vergangenen Sommer sind einige der Unterkapitelüberschriften leicht abgeändert.
* Die ersten Seiten des Buches müssen evtl. anders arrangiert werden, als ich es in der aktuellen Fassung vorgesehen habe, d.h. evtl. zuerst Inhalts- und Bilderverzeichnis und dann erst das Vorwort.
* Auch die Platzierung des Zitates von Fichte (S.2) und Goethe (S.?6) kann evtl. nicht so bleiben. Ich gebe Dir da natürlich freie Hand, die von Dir aus gesehen beste Lösung zu finden. Vielleicht entschliesst Du Dich auch die beiden Zitate auf eine Seite zu nehmen, obwohl mir die Trennung - das Fichte-Zitat ganz vorne und das von Goethe etwas später (vor der "Einleitung") an sich gefällt.
*Der Text enthält nun neu 10 Kapitel, weil ich das Personenregister, die Zeittafel, das Literaturverzeichnis etc. neu unter dem Kapitel "X.: ANHANG" zusammengestellt habe. Gleichzeitig habe ich die Reihenfolge ein bisschen umgestellt. Dies ist aber alles eindeutig. Es gilt einfah (hier wie sonst) die jetzige Word-Fassung, nicht der Ausdruck vom vergangenen Sommer; ist ja klar.
Zum Personenregister:
Dieses könnte evtl. ziemlich viel zu tun geben. Es ist mir jedoch sehr wichtig, dass Du hier so sorgfältig wie möglich arbeitest, auch wenn Du ein paar Stunden mehr dafür aufwenden und aufschreiben musst! . Im Prinzip lässt sich das Register im Rohbau ja elektronisch erstellen, muss dann aber noch auf gewisse Schwachstellen und mögliche Fehler hin überprüft werden. In meinem alten Word-Perfect-Programm konnte ich das Register jedenfalls mit einer sogenannten "Konkordanz-Datei" erstellen. Die Konkordanz-Datei enthält alle Namen bzw. Begriffe, die im Register auftauchen sollen. Damit brauche ich diese nicht einzeln im Text zu markieren, ein Prozedere, das ja unendlich dauern würde! In der Hoffnung und in der Annahme, dass die Sache bei Dir ähnlich funktioniert,schicke ich Dir meine damals verwendete, leicht überarbeitete Konkordanz-Datei mit (Dateiname: "Konkord.dat").Dazu folgende, für Deine Arbeit evtl. hilfreiche Hinweise:
* Die Konkordanz-Datei enthält möglicherweise einige Namen, die im Text überhaupt nicht vorkommen, von denen ich dies jedoch nicht sicher wusste. Diese Namen sollten beim Benützen der Datei nicht stören. Sie werden einfach ignoriert.
* In der Konkordanzdatei habe ich manchmal nur einen Nachnamen, manchmal einen Vor- und Nachnamen und manchmal auch zwei oder drei Begriffe für einen Namen (Fried Kraft / Vettern Kraft / Familie Kraft) eingegeben. Das ganze hat system und bewährt sich, sofern Dein Programm beim Erstelleneines Indexes ähnlich vor geht wie mein WP Programm. Natürlich wären hier noch viele Optimierungen möglich, doch um hier mehr machen zu können müssten wir vermutlich ein paar Stunden vor demselben Bildschirm sitzen - Du mit Deiner Programm- und ich mit meiner Textkenntnis -, und das ist unter den jetzigen Umständen natürlich nicht möglich.
* Da ich Paul Geheebs Eltern im Text oft nur bei ihrem Vornamen genannt habe, tauchen sie in der Konkordanzdatei unter "Adalbert" bzw. "Adolphine" auf. Da diese Namen sonst nie erscheinen, ist diese Suche zuverlässig.
* Ich habe am Ende von Personeneinträgen mehr oder weniger ausfürhliche Bemerkungen eingefügt, wenn ich das Gefühl hatte, dass sich beim Erstellen des Personenregisters Probleme ergeben könnten. Diese Bemerkungen sowie die im vergangenen Sommer von meinem WP-Programm erzeugten Seitenzahlen sind natürlich nur als Arbeitshilfe für Dich gedacht; sie haben im endgütligen Text nichts mehr zu suchen! Viele der eben erwähnten Bemerkungen im Personenregister sind vielleicht ebenso unnötig wie dieser letzte Hinweis: Ich scheine da ein wenig wie eine besorgte Mutter zu funktionieren. Nimm's mir nicht übel.
Zu den Bildern:
* Ich habe sämtliche Bilder im Text platziert; dass Du meine Platzierung manchmal verändern musst, haben wir ja besprochen. Mit ein wenig Ruhe und Hinguggen wirst Du das gut machen!
* Zwei Photos (Nr.50 I und Nr.50 J) habe ich im Archiv der deutschen Jugendbewegung, Burg Ludwigstein bei Witzenhausen, Deutschland bestellt. Du hast sie eventuell schon gekriegt. Falls sie nicht kommen sollten, so frage doch bitte telefonisch bei Archivleiter, Dr. W. Mogge (Tel.: 055 42 18 62) nach. Er kennt mich und müsste Bescheid wissen. Die übrigen Bilder hast Du allesamt.
* Der der Anhang bereits relativ voll ist empfhele ich das ziemliche kurze Verzeichnis der Abbildungen hinter das Inhaltsverzeichnis zu platzieren, nicht, wie wir einmal gesagt haben, am Ende des Bandes. Auch hier gilt, dass die Bildnummern lediglich für Dich da sind; im Text haben die Bilder später keine Nummern. Ihr Untertitel (oder eine Kurzform davon) sowie eine Seitenangabe reichen vollkommen, sie schnell und sicher im Text aufzufinden.
Korrekturlesen:
Hier muss ich Dich auf einen späteren Brief vertrösten. Ich habe noch nicht mit allen Menschen Kontakt aufnehmen können, die ich als mögliche KorrekturleserInnen ins Auge gefasst habe. Wenn ich Alle erreicht habe, schicke ich Dir die entsprechenden Adressen und Telefonnummern, damit Du Dich zu gegebener Zeit mit ihnen in Verbindung setzen kannst.
Zeitplan:
Was den Ablauf der Arbeit angeht blicke ich im Moment nicht so ganz durch. Ich denke mir, dass Du entweder sofort, d.h. sobald Du Zeit dafür hast, mit dem Satz beginnen kannst oder dass Du wartest, bis die Frage der Druckkostenbeiträge geklärt ist. Im Augenblick scheint mir die zweite Variante im Grunde die vernünftigere, wenn das Erscheinen des Buches damit vielleicht auch um einen oder zwei Monate verzögert wird. Letztlich kommt es darauf ja wirklich nicht an. Ich würde also vorschlagen, dass Du mit dem Satz wartest, bis wir Antwort auf unser National-Fonds-Gesuch haben (ca. März/April). Ob Du bis dahin schon einmal 20 Probe-Seiten an Herrn Herth schicken willst überlasse ich gerne Eurer Entscheidung. Was den Text angeht, so werde ich darin inhaltlich nichts mehr ändern, sodass die 20 Probeseiten (zumindest was mich angeht) nicht noch einmal neu gemacht werden müssen.
Ich glaube, jetzt ist alles so weit klar, und ich kann die Disketten auf Ihre Reise zu Dir schicken! Ich hoffe, wenigstens eines der beiden Couverts kommt gut bei Dir an, und Du kannst mit diesem Material problemlos arbeiten.Ich freue mich schon auf den Moment, an dem ich das hiesige Postbüro verlassen werde - endlich frei von dieser Arbeit! - Ich freue mich auch, dass Du Dich um den weiteren Verlauf der Sache kümerst, Du und nicht irgend eine anonyme Grösse, von der ich abgesehen vom Namen nichts weiss! Die Freundschaftlichkeit, mit der Du dieses Projekt angehst, gefällt mir sehr gut. Denk aber daran, dass es für Dich auch reale Arbeit ist! Also keine unnötige Selbstausbeutung, gelle! Wir können das überschüssige Geld - falls sich solches einmal anhäufen sollte - ja immer noch gemeinsam auf einer Jacht auf dem Mittelmeer oder in der Karibik ausgeben ...
Ich grüsse Dich ganz herzlich und schicke Dir noch schnell - spät aber immerhin - einen ganzen Korb voller guter Wünsche für dieses inzwischen auch schon nicht mehr ganz so neue Jahr 1997! May it be a good and happy one for you and for us all! - Ciao!