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Vorbemerkung
Die folgenden Aufsätze sind zumeist aus der Erweiterung von Vorträgen entstanden, die in den Jahren 1920 und 1921 auf dem VI. Psychoanalytischen Kongreß im Haag und in der Berliner und Wiener Gruppe der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung gehalten wurden. Ursprünglich von einander unabhängig, fügten sie sich nachträglich zwanglos in einen größeren Zusammenhang. Die wesentlichen Züge drängten in eine Richtung und, was sich im engsten Rahmen spiegelte, schien sich bedeutsamer in einem weiteren zu wiederholen.
Die kleine Arbeit soll einen Versuch darstellen, von analytischen Gesichtspunkten aus die Erscheinungen der religiösen Feindseligkeit und Intoleranz psychologisch zu erklären und zugleich den tieferen Ursachen der religiösen Verschiedenheiten nachzuforschen.
Woferne die Konvergenz der Ergebnisse in diesen, von verschiedenen Seiten her geführten Untersuchungen einen Schluß auf die Richtigkeitdes Ganzen zuläßt, würde ich hoffen, daß die vorliegende Aufsatzreihe dazu beitragen kann, ein wichtiges Stück der religiösen Entwicklung in einem neuen Lichte erscheinen zu lassen.
Wien, Ostern 1922.
Der Verfasser.
INHALT
I. TEIL
I. Über kollektives Vergessen 1
II. Jesus und Maria im Talmud 17
III. Der heilige Epiphanius verschreibt sich 35
IV. Die wiederauferstandenen Götter 56
V. Das Evangelium des Judas Ischkarioth 75
VI. Die psychoanalytische Deutung des Judasproblems 100
VII. Gott und Teufel 133
II. TEIL
VIII. Die Unheimlichkeit fremder Götter und Kulte
IX. Das Unheimliche aus infantilen Komplexen 187
X. Die Äquivalenz der Triebgegensatzpaare 220
XI. Über Differenzierung 258
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