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Der neue Tim Burton. Brauche ich wirklich noch mehr dazu sagen? Entweder man liebt seine Filme oder man liebt sie eben nicht. Ich für meinen Teil bin schon seit vielen Jahren ein grosser Fan seiner Arbeit. Mit «Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children» (deutscher Titel: «Die Insel der besonderen Kinder») hat Burton ein weiteres gelungenes Werk erschaffen und eine Buchvorlage gekonnt umgesetzt.
Miss Peregrine's Home for Peculiar Children /
Die Insel der besonderen Kinder
Die Geschichte beginnt mit dem Jungen Jake (Asa Butterfield) und seinem Grossvater Abe Portman (Terence Stamp). Jakes Grossvater hat eine rege Fantasie und erzählt seinem Enkel von seiner Zeit während des zweiten Weltkrieges, als er gegen Monster gekämpft und in Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children gelebt hat. Natürlich glaubt dem alten Mann niemand und jeder denkt, er würde seine Kriegsgeschichten und die Tatsache, dass er als Jude vor den Nazis nach Wales in ein Waisenhaus flüchtete, ganz einfach mit spannenden Geschichten ausschmücken.
Als Abe jedoch auf äusserst ungewöhnliche Weise stirbt und seinem Enkel noch mit dem letzten Atemzug beauftragt, nach Wales zu fahren um Miss Peregrine (Eva Green) aufzusuchen, macht sich Jake nach Anraten seiner Psychologin – die dem verstörten Junge helfen soll, das Ganze zu verarbeiten – gemeinsam mit seinem Vater auf den Weg zu der Insel.
Dort angekommen, sucht er das berühmte Waisenhaus aus den Geschichten. Das liegt jedoch seit dem zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche. Nur kurze Zeit darauf trifft er auf Emma (Ella Purnell), die ihn mit in eine Zeitschleife nimmt. Diese Zeitschleife durchläuft immer wieder denselben Tag aus dem Jahr 1943 – den Tag, bevor das Haus vom Bombenangriff der Nazis gesprengt wurde.
Dort trifft Jake auf alle, von denen ihm sein Grossvater mit Hilfe der Geschichten erzählt hat – auch Miss Peregrine. Deren Aufgabe es ist, das Haus und die Kinder zu schützen. Alle hier haben ganz aussergewöhnliche Fähigkeiten. Fähigkeiten, die – wie Jake bald darauf erfährt – vor bösen Monstern beschützt werden müssen. Und nur er kann ihnen dabei helfen.
Mein Fazit
Einmal mehr beweist Burton, dass er dieses Filmgenre voll und ganz im Griff hat. Bilder, Kostüme und Schauspieler passen einfach perfekt. Wie immer ist natürlich die Frage, inwiefern die Filmversion mit der des Buches übereinstimmt. Da ich dieses jedoch nicht gelesen habe, kann ich dazu nichts sagen.
Was mir hier auch besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass er seit langem wieder einmal völlig andere Schauspieler gewählt hat. Zwar ist mit Eva Green, die wir schon aus Tim Burtons «Dark Shadows» kennen, wieder jemand Altbekanntes dabei, dafür sehen wir nicht zum hundertsten Mal Johnny Depp. Auch wenn ich ihn als Schauspieler gerne mag, muss er nicht immer überall dabei sein – so ist es einfach erfrischend anders, und das ist durchaus positiv.
Der Film ist – meiner Meinung nach – nicht Burtons bester Film, steht für mich aber auf jeden Fall ziemlich weit vorne. «Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children» ist etwas dunkler gestaltet als beispielsweise «Alice in Wonderland» oder «Beetlejuice» – für diejenigen, die sich noch an Burtons prähistorische Zeit erinnern mögen. In diesem Fall bekommt ihm das etwas dunklere Genre aber sehr gut. «Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children» ist ein Muss für alle Tim Burton Fans.