Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03186.jsonl.gz/2495

Das KKM hat verschiedene Forderungen des Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI fristgerecht erfüllt. Sie stehen im Zusammenhang mit verschiedenen Stellungnahmen bzw. Verfügungen des ENSI.
Verfügung zu den Randbedingungen für die Etablierung des technischen Nachbetriebs
Im Hinblick auf die geplante endgültige Einstellung des Leistungsbetriebs (EELB) des KKM am 20. Dezember 2019 hat das ENSI dem KKM am 10. Dezember 2015 Forderungen verfügt, welche die Randbedingungen der Etablierung des technischen Nachbetriebs festlegen. Das KKM hat nun folgende Forderungen fristgerecht erfüllt:
Forderung 2
Das KKM hat dem ENSI bis spätestens 24 Monate vor der endgültigen Einstellung des Leistungsbetriebes die Unterlagen für die Konzeptfreigabe zur Etablierung des technischen Nachbetriebs einzureichen. Dabei sind die Forderungen 3 bis 7, 9 und 10 zu berücksichtigen.
Forderung 3
Das KKM hat für den technischen Nachbetrieb die bestehenden deterministischen Störfallanalysen auf der Grundlage der geplanten, geänderten Anlagenzustände neu zu bewerten und dem ENSI im Rahmen eines Antrages auf Konzeptfreigabe gemäss Forderung 2 einzureichen.
Forderung 4
Das KKM hat dem ENSI für jeden betrachteten Zeitraum:
a) eine Liste der FDF-Beiträge aller modellierten auslösenden Ereignisse;
b) eine Liste der wichtigsten 1'000 Basisereignisse, sortiert nach FV- und nach RAW-lmportanz;
c) eine Liste sämtlicher Komponenten, für die gilt: RAW > 2.0 oder FV > 1E-3
in elektronischer Form gemäss Forderung 2 einzureichen.
Forderung 5
Das KKM hat dem ENSI im Rahmen eines Antrags auf Konzeptfreigabe gemäss Forderung 2 eine aktuelle Systemliste einzureichen, in der die für den technischen Nachbetrieb benötigten (bisherige und neue Systeme) und nicht mehr benötigten Systeme festgelegt sind. Es ist zu begründen, warum ein System als nicht mehr erforderlich erachtet wird.
Forderung 6
Das KKM hat dem ENSI im Rahmen eines Antrags auf Konzeptfreigabe gemäss Forderung 2 einen Bericht einzureichen, in dem die insgesamt geplanten Systemänderungen konkret beschrieben und die Auswirkungen dieser Änderungen auf die Sicherheit der Anlage im technischen Nachbetrieb ganzheitlich bewertet sind.
Forderung 7
Das KKM hat dem ENSI im Rahmen eines Antrags auf Konzeptfreigabe gemäss Forderung 2 einen Bericht einzureichen, in dem die einzelnen Schritte zur Ausserbetriebsetzung der im technischen Nachbetrieb nicht mehr benötigten Systeme bzw. Komponenten festgelegt sind.
Forderung 9
Das KKM hat dem ENSI im Rahmen eines Antrags auf Konzeptfreigabe gemäss Forderung 2 einen Bericht einzureichen, wie die Rückwirkungsfreiheit von Änderungs- und Ausserbetriebsetzungsarbeiten, die zur Etablierung des sicheren technischen Nachbetriebs unabdingbar sind, sichergestellt wird.
Forderung 10
Das KKM hat dem ENSI im Rahmen eines Antrags auf Konzeptfreigabe gemäss Forderung 2 die vorgesehenen organisatorischen Anpassungen (Aufbau- und Ablauforganisation, Personalbestand, Zulassungspflichtiges Personal, Strahlenschutzpersonal, Notfallorganisation) sowie das Aus- und Weiterbildungskonzept und die Darlegung der Massnahmen zur Begleitung des Organisationswandels für die Etablierung und die Dauer des technischen Nachbetriebs einzureichen.
Weitere Informationen:
Verfügung und Stellungnahme des ENSI zum technischen Nachbetrieb des KKM
Sicherheitstechnische Stellungnahme zur periodischen Sicherheitsüberprüfung des Kernkraftwerks Mühleberg
Als Inhaber einer Betriebsbewilligung für ein Kernkraftwerk muss das KKM alle zehn Jahre eine umfassende Sicherheitsüberprüfung – die Periodische Sicherheitsüberprüfung PSÜ – durchführen. Ziel ist die ganzheitliche sicherheitstechnische Beurteilung des Kernkraftwerks durch den Betreiber.
Im Rahmen der Bearbeitung der Forderungen des ENSI aus der «Sicherheitstechnischen Stellungnahme zur periodischen Sicherheitsüberprüfung 2010 des Kernkraftwerks Mühleberg» vom 12. Dezember 2013 hat das KKM fristgerecht die Unterlagen zu folgender Forderung eingereicht:
Forderung 7.6-1
Bis zum 31. Dezember 2017 sind die in der Aktionsliste festgehaltenen Verbesserungspunkte zur Stufe-2-PSA für die Bewertung des Stillstands umzusetzen und das PSA-Modell inklusive zugehöriger Dokumentation dem ENSI einzureichen. Ferner ist zu jedem in der Aktionsliste festgehaltenen Verbesserungspunkt schriftlich darzulegen, wie dieser im neuen Modell bzw. in der neuen Dokumentation umgesetzt wurde.
Somit sind alle Forderungen aus dieser Stellungnahme bearbeitet.
Weitere Informationen:
Stellungnahme ENSI: Sicherheitstechnische Stellungnahme zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung 2010 des Kernkraftwerks Mühleberg
ENSI-News: Periodische Sicherheitsüberprüfung von Kernkraftwerken