Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/153372

<h2>SubmittedText<h2><p>Verschiedene Untersuchungen zeigen die Gefährlichkeit der Wolfshybriden und die Probleme mit diesen Tieren auf, z. B. die Studie der Professoren L. Biotani und P. Ciucci von der römischen Universität "La Sapienza". Der anerkannte Wolfsfachmann Biotani ist u. a. Berater der LCIE (Large Carnivore Initiative for Europe).</p><p>Wird die Schweiz, im Wissen über die zu erwartenden Schwierigkeiten der Hund-Wolf-Hybridisierung, den Zusatz zur Berner Konvention zum Schutz der Wolfshybriden unterzeichnen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Problem der Hybridisierung zwischen Wild- und Haustieren ist im Wildtiermanagement international erkannt, dies gilt auch für Wolf-Hund-Hybriden. Die Gefahr solcher Wolf-Hund-Hybridisierung besteht aktuell weniger in der Schweiz als z. B. in Südeuropa.</p><p>Der Zweck der erwähnten Empfehlung des Ständigen Komitees der Berner Konvention besteht nun aber gerade darin, die Natur vor Wolf-Hund-Hybriden zu schützen, aber keinesfalls solche Hybriden selber zu schützen. Dazu wird den Vertragsstaaten das behördliche Ergreifen von Massnahmen erstens zur Verhütung, zweitens zum Erkennen und drittens zum Entfernen von Wolf-Hund-Hybriden empfohlen.</p><p>Die schweizerische Gesetzgebung regelt bereits heute den Umgang mit Hybriden zwischen Wild- und Haustieren im Sinne dieser Empfehlung. Die Jagdverordnung verpflichtet die Kantone, nachweisbare Hybriden zwischen Wild- und Haustieren zu entfernen und deren Ausbreitung zu verhindern (Art. 8 Abs. 5 sowie Anhang 1 zur Jagdverordnung).</p><p>Aus den genannten Gründen wird die Schweiz der Empfehlung zustimmen.</p>