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Roman Holiday
Regie: William Wyler
Darst.: Audrey Hepburn, Gregory Peck, Eddie Albert, Hartley Power, Harcourt Williams, Margaret Rawlings, Tullio Carminati, Paolo Carlini, Laura Solari u.a.
Die bezaubernde Prinzessin Ann, jugendliche Thronfolgerin eines nicht näher definierten europäischen Königshauses, ist mit ihren Eltern auf Staatsbesuch in Rom. Genervt von den anstrengenden Repräsentationspflichten, entwischt sie in der Nacht aus dem Botschaftspalast. Sie geniesst die ungewohnte Freiheit und wird zum ersten Mal mit dem «wahren Leben» konfrontiert. Doch das Beruhigungsmittel, das ihr zuvor verabreicht wurde, entfaltet langsam seine Wirkung. Der amerikanische Reporter Joe Bradley findet sie schlaftrunken am Strassenrand und bringt sie zu sich nach Hause. Am Morgen realisiert er, wer sie ist, und wittert die grosse Story. Sie verbringen den Tag zusammen, er zeigt ihr die Stadt, heimlich begleitet von seinem Freund, einem Pressefotografen. Doch allmählich kommen die beiden sich näher. «Roman Holiday» ist eine romantische Liebesgeschichte, an Originalschauplätzen in Rom, der heimlichen dritten Hauptdarstellerin, gedreht. Der dreifache Oscar-Preisträger William Wyler war einer der angesehensten amerikanischen Regisseure seiner Zeit, eher bekannt für Melodramen und Historienspektakel wie «Ben Hur»; eine Komödie hatte er seit Jahrzenten nicht mehr gedreht. Das Filmprojekt zu «Roman Holiday» lag schon seit Ende der 1940er-Jahre in der Schublade, da der Drehbuchautor Dalton Trumbo auf der berüchtigten schwarzen Liste von Senator McCarthy stand und Berufsverbot hatte. Zuerst wollte Frank Capra den Stoff mit Elizabeth Taylor und Cary Grant verfilmen, bekam aber Probleme mit der Produktionsfirma, und so fiel das Projekt an William Wyler. Mit «Roman Holiday» gelang ihm ein überaus charmanter Film, der noch heute durch seine leise Ironie, sein märchenhaftes Flair und vor allem wegen seiner hinreissenden Hauptdarstellerin bezaubert. Die damals noch völlig unbekannte, erst 24-jährige Audrey Hepburn gewann für ihre erste Hauptrolle gleich einen Oscar und wurde damit in den Hollywood-Olymp katapultiert. Die Zeitschrift Prisma schrieb: «Eine wunderbare Liebeskomödie, die bis heute nichts von ihrem Charme verloren hat. William Wyler gelang mit einer Idealbesetzung zweifellos einer der zauberhaftesten und schönsten Liebesfilme aller Zeiten.»