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14/10/2020
Schon früh in meiner Kindheit war ich fasziniert von Sportarten, welche mit einem Racket gespielt wurden. Zu Hause hatten wir einen Tischtennis-Tisch, um erste Erfahrungen zu sammeln, knapp über die Tischhöhe blickend. In der Primarschule organisierte ich Tischtennis-Turniere für meine Schulkolleginnen und Schulkollegen, malte an die Hausaussenwand eine Linie für die Netzhöhe, um geduldig, alleine gegen die Wand mit einem übergrossen und viel zu schweren Holzracket meines Vaters zu spielen und imaginäre Matches bspw. zwischen John McEnroe und Ivan Lendl auszutragen. Stars, welche ich vom Fernsehen her kannte und deren Bewegungsabläufe ich versuchte zu imitieren.
Es folgte der Eintritt in den Tischtennisclub Herisau, bevor an meinem Wohnort Abtwil ein eigener Tischtennisverein, der TTC Gaiserwald, gegründet wurde, mit meiner Mutter als Gründungsmitglied. Im Gründenmoos besuchte ich während einiger Zeit Tennis-Unterricht, doch parallel Fussball, Tischtennis und Tennis zu spielen, war dann doch etwas gar viel, da "zwischendurch" auch Schulunterricht auf dem Programm stand. Während dem Besuch der Kantonsschule kamen Squash und insbesondere Badminton dazu. Häufig machten wir uns nach der Schule auf den Weg in den Säntispark, um Doppel zu spielen und nahmen an Plauschturnieren teil.
Während meiner Studienzeit in Zürich intensivierte ich mein Tennisspiel und trat schliesslich dem TC Neftenbach bei, welcher gleichzeitig meine erste Station als Tennistrainer werden sollte.
Im Jahre 2007 hörte ich erstmals von einer Sportart namens Racketlon, als Kombination der vier genannten Rückschlagsportarten. Wow, das tönte vielversprechend und so nahm ich im gleichen Jahr am erstmals ausgetragenen Racketlon Swiss Open teil. Auf Anhieb war ich fasziniert von dieser aufkommenden Sportart. Etwa drei Jahre später gründete ich zusammen mit 5 weiteren «Racketlethen» (Nicole, Renato, Thomas, Tuncay und Arno) einen Racketlon-Club namens 4 Rackets Rhine Valley, der zu einem dominierenden Verein der Szene werden sollte.
Es folgten auch erste Starts bei internationalen Turnieren. Mit der Nationalmannschaft vertrat ich die Schweizer Farben in den Jahren 2011 - 2013 bei den Weltmeisterschaften in Mailand, Sofia und in den Niederlanden. Weitere Racketlon-Reisen führten nach Prag, Wien, Stockholm, … und waren tolle Erlebnisse als Kombination von intensivem sportlichem Wettkampf und Sightseeing, verbunden mit vielen interessanten Bekanntschaften mit Spielerinnen und Spielern aus anderen Nationen. Aufgrund von Hüftbeschwerden musste ich jedoch ab 2015 kürzertreten und mich vom aktiven Wettkampfgeschehen verabschieden.
Doch die Faszination an den Racket-Disziplinen ist geblieben und versuche ich nun in Trainings weiterzugeben. Alle vier Sportarten sind äusserst komplex, haben Gemeinsamkeiten, jedoch auch beträchtliche Unterschiede. Am besten ausprobieren oder vertiefen...
Willkommen in der Racketschule Smart Play
geschrieben von Suat Ulusoy, Racket-Sportler
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