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Der Yuan, der im vergangenen Jahr mit einem Minus von 6,5 Prozent zum Dollar so stark an Wert verlor wie seit 1994 nicht mehr, ist auch ein Streitpunkt zwischen China und dem neuen US-Präsidenten Donald Trump. Während seines Wahlkampfes hatte Trump China mehrfach als Manipulator bezeichnet, der den Yuan künstlich niedrig halte, um die Exporte des Landes anzukurbeln. Mit einem günstigen Wechselkurs werden Waren auf dem Weltmarkt attraktiver.
Unter Wirtschaftsexperten gilt Trumps Auffassung jedoch als überholt. "China hält seine Währung nicht künstlich niedrig. Das Gegenteil ist der Fall", sagte der Pekinger Wirtschaftsprofessor Hu Xingdou. Der Yuan stehe unter Abwärtsdruck, weil die Wirtschaft nicht mehr so gut läuft wie früher.
Um den Abwärtstrend zu stoppen, interveniert Peking mit Milliardensummen aus den Devisenreserven des Landes, die bis Ende Februar auf einen Wert von knapp 3 Billionen Dollar abgeschmolzen waren. Zhou Xiaochuan bezeichnete die rückläufigen Reserven am Freitag als ein "normales Phänomen". Trotz des Rückgangs sei China noch immer das Land mit den mit Abstand höchsten Währungsreserven.
Besorgt äusserte sich der Zentralbankchef? jedoch über die "exzessiv" steigenden Unternehmensschulden des Landes. Chinas Bemühungen, das Schuldenniveau zu senken, werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Laut Analysten war Chinas Gesamtverschuldung im vergangenen Jahr auf einen Wert von 277 Prozent der Wirtschaftsleistung gestiegen./jpt/DP/stb
(AWP)