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Der EV Zug versteht sich mit seiner Academy, die in der Swiss League um die Playoff-Teilnahme kämpft, als ambitionierter Ausbildungsverein. Das heisst aber nicht, dass jedes Talent eine berufliche Zukunft im Verein hat. Weil es schlicht nicht ausreichend Platz gibt. Jüngste Beispiele dafür sind Fohrler und Haberstich.
Gerade im Fall von Fohrler schien sich eine schöne Zukunft im Zuger NL-Team abzuzeichnen. Vor rund zwei Jahren partizipierte der 1,95 m grosse und über 100 kg schwere Verteidiger an der erfolgreichen Playoff-Kampagne, die erst mit einer Niederlage gegen den SC Bern im Final geendet hatte. Zudem bestritt der deutsch-schweizerische Doppelbürger bis dato 60 NL-Qualifikationsspiele in den vorangegangenen beiden Saisons.
Fohrler unterliegt im Dreikampf
Doch in der laufenden Saison kam Fohrler nicht mehr auf Touren. Probleme im Hüft- und Adduktoren-Bereich warfen ihn zu Beginn zurück, und darüber hinaus wurde er von Livio Stadler und Thomas Thiry im Kampf um die Verteidiger-Positionen 7 und 8 überholt und stehen gelassen. Deshalb kam Fohrler in der laufenden Meisterschaft noch zu keinem einzigen NL-Einsatz.
«In der Regel haben die Talente zwei bis drei Jahre Zeit, den Sprung in unser National-League-Team zu schaffen. Danach bekommen nachrückende Talente die Chance», sagt EVZ-Sportchef Reto Kläy. Und weil die Vermutung nahe liegt, dass Fohrler seine Zukunft nicht in der zweithöchsten Spielklasse der Schweiz sieht, wird sein Vertrag nicht verlängert.
Bei Haberstich liegt der Fall ähnlich. Der talentierte Flügel (53 Qualispiele und 1 Assist mit dem NL-Team seit 2016/17) gehört nicht zu den 13 Stürmern, mit denen der EV Zug in die Saison 2019/20 steigen will. Deshalb lassen die Zuger den talentierten, aber zur Genügsamkeit neigenden Stürmer am Saisonende ziehen.