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Die Funktionsbereiche der Interaktionen
werden in vier Stufen eingeteilt.

Stufe 1
Die erste Stufe, die der
sozialen Elementarerziehung entspricht, weist die geringste Komplexität auf. Im
Mittelpunkt steht die Persönlichkeit der Einzelperson. Es geht im Wesentlichen
darum, dass der Einzelne ein Verhältnis zu sich selber entwickelt und sich
seiner Qualifikationen bewusst wird. Wahrnehmung und Reflexion der eigenen
Verhaltensweisen, Stärken und Schwächen münden in eine objektive
Selbstbeurteilung.
Diese erste Stufe bildet zudem den Unterbau für alle weiteren Stufen.
Stufe 2
Die zweite Stufe dient dem sozialen Lernen und beschäftigt sich hauptsächlich
mit dem interaktiven Verhalten. Im Mittelpunkt stehen das eigene Erleben in der
Gruppe und die Wahrnehmung der Gruppenzugehörigkeit, die kollektive
Verantwortung und Leistungsfähigkeit.
Die Aufmerksamkeit in der Gestaltung von IS gilt dem Aufbau von Sicherheit,
Vertrauen und der Kommunikationsfähigkeit. Die Komplexität der Spiele ist
deutlich höher als in der vorangegangenen Stufe. Nebst dem Verhaltensmuster der
Einzelperson befasst sie sich mit den dynamischen Prozessen, die sich in der
gesamten Gruppe abspielen.
Stufe 3
In der dritten Stufe werden
Handlungskompetenzen (Summe von Gaben, Fähigkeiten und Schwächen) in gemeinsamen
Aktionen umgesetzt. Im Mittelpunkt steht die Umsetzung der individuellen
Handlungskompetenzen in kollektive Aktionen. Entscheidungsfindungsprozesse
werden in Gang gesetzt, Mitbestimmung und Rücksicht eingeübt,
Schlüsselqualifikationen definiert und akzeptiert, Konflikte verursacht und
Lösungen erprobt. In dieser Stufe spricht man von Problemlösungsspielen, in
denen zwei Fragen gemeinsam beantwortet werden müssen: "Wie können wir diese
Aufgabe lösen?" und "Wie können wir vorgehen?" Die Komplexität der
Interaktionsübungen stellt in diesem Bereich die höchsten Anforderungen. Ihre
Komplexität macht die Aufgaben realitätsnah.
Stufe 4
Die vierte Stufe
existiert in der Literatur der Interaktionspädagogik nicht. Es handelt sich
dabei um eine hauseigene Weiterentwicklung.
Einerseits orientiert sich die Aufgabe an der Zielgruppe und ihrer Individuen,
anderseits an den vorgegebenen Zielen. Die verwendeten Interaktionsspiele sind
massgeschneidert, die eigens für die charakteristische Sachlage (Gruppe und Ziel)
entwickelt werden.
Transfer
Der Transfer in die Berufswelt / ins
Alltagsleben, erfolgt erst nach dem Lösen der gestellten Aufgabe und erfolgt
nicht nur über den Intellekt, sondern vor allem über die vorhandenen Ressourcen
und die gemachten Erfahrungen, welche in der Filmreflexion sichtbar werden.