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Anteil der Sozialhilfeempfänger/innen an der ständigen Wohnbevölkerung.
Die Sozialhilfeempfängerinnen und –empfänger sind alle Personen, die im Erhebungsjahr mindestens eine Zahlung im Rahmen der Sozialhilfe erhalten haben.
Sozialhilfe, wie sie hier verstanden wird, ist bedarfsabhängig und soll die materielle und soziale Existenz sichern. Es ist weder eine allgemeine Grundversorgungs- noch eine Sozialversicherungsleistung.
Die Sozialhilfe ist ein wichtiges Element der sozialen Unterstützung. Sozialhilfeleistungen sollen Bedürftigen genügend finanzielle Unterstützung geben und sie im Sinne eines Auffangnetzes vor Armut und Isolation bewahren. Allerdings sollen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen so ausgestaltet werden, dass Sozialhilfe so wenig wie möglich notwendig wird.
Aus Sicht der Daten gibt es keine Vorbehalte gegenüber allfälligen interkantonalen Vergleichen.
Kontextuelle Angaben
Es gilt zu beachten, dass die der Sozialhilfe vorgelagerten bedarfsabhängigen Leistungen (Alimentenbevorschussung, Eltern- und Mutterschaftsbeihilfen, Wohnbeihilfen und kantonale Arbeitslosenhilfe) von Kanton zu Kanton unterschiedlich sind. Der Umfang dieser Leistungen kann sich auf die Sozialhilfequote auswirken.
Armutsbekämpfung und soziale Gerechtigkeit sind grundlegende Anforderungen an eine solidarische, nachhaltige Gesellschaft. Um diese Anliegen zu erfüllen, erhalten Mitglieder der Gesellschaft, die Schwierigkeiten haben sich in gesellschaftliche oder wirtschaftliche Prozesse zu integrieren, soziale Unterstützung. Diese Solidaritätsleistung wird als gesellschaftliche Ressource verstanden, die benachteiligte Personen bei der langfristigen (Wieder-)Eingliederung in die selbständige Existenzsicherung unterstützt. Eine vorausschauende Sicherung der Finanzierung der Sozialversicherungen ermöglicht die soziale Unterstützung langfristig.