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Ja, Diskriminierung von Menschen mit nicht der heterosexuellen Norm entsprechenden sexuellen Orientierungen ist ein Problem; ja, sie leiden unter Vorurteilen und Stigmatisierung; ja, man sollte im Sprachgebrauch auf Randgruppen achten und sie respektieren. Doch seien wir ehrlich, die Vorschriften, wie man zu sprechen und zu schreiben, zu formulieren und zu nennen hat, damit sich auch keine Minderheit in ihren Rechten diskreditiert sieht, nehmen überhand.
Beispielsweise der Diskurs über Gender-Identität. Natürlich sollte eine offene, moderne Gesellschaft in ihren Medien, politischen Reden und Talks, im Berufsumfeld und generell im öffentlichen Raum darauf achten, Menschen gemäß ihren persönlichen Wünschen beispielsweise als Cisgender oder Transgender bezeichnen. Dass jeder Mensch beispielsweise in seinem Personalausweis, am Arbeitsplatz, in der Familie, wahrgenommen und in seiner persönlich frei gewählten Identität respektiert werden möchte und müsste, ist Voraussetzung.
Wenn es jedoch derartige Ausmaße annimmt, dass man keine abendlichen Diskussionen, Geprächsrunden mit Freunden, oder einfach ein Familienessen mit offensichtlich toleranten und nicht diskriminierenden Personen mehr erleben kann, ohne bei jeder Nennung einer Person ihr Geschlecht, ihre soziale Rolle und alle Attribute und Personalpronomen angepasst erwähnen muss, ist die politische Korrektheit eindeutig übertrieben.
Am besten wäre es doch, Menschen einfach Menschen sein zu lassen, und außer dem jeweiligen romantischen Beziehungspartner hätte es Niemanden zu interessieren, welche sexuelle Identität oder soziale Geschlechterkonstruktion jemand für sich wählen will.