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Fußnoten, Endnoten oder Glossar genannt, sind die kurzen Erklärungen von besonderen Begriffen. Die Glossar befinden sich natürlich auch in den Büchern, ich will hier auf der Seite aber alle
Glossar zusammenfügen und ein Space Games Lexikon erstellen.
Dazu werde ich, hier im Blog, noch erklären, welche heutige Technologie der Keim zu den High Tech Fiktionen ist und wie ich die gesellschaftlichen Auswirkungen entwickle.
16 Standard-Orbital-Shuttle
Ist ein einfaches Shuttle, um zwischen der Planetenatmosphäre und einer einfachen Umlaufbahn zu pendeln. Die SOS sind nicht fähig, aus eigener Kraft die Fliehgeschwindigkeit der Erde zu erreichen. Sie sind so konzipiert, dass dies nur mit einem Hilfsmittel, wie etwa einem Atmosphären-Überbrückungs-Durchgang möglich ist. Die SOS verfügen meist über eine dreieckige oder »T«-förmige Grundfläche, um mit ausgefahrenen Schilden, eine möglichst große Gleitfläche zu entfalten.
Die Gleitfläche stabilisiert sie wenn sie wieder in die Atmosphäre eintreten. Ihr einziger Antrieb ist ein 50kN starkes Triebwerk.
17 Faltbaren Schutzschilde
Faltbare Schutzschilde bestehen gemeinhin aus nicht splitterndem Diamantstahl. Eingeklappt werden sie platzsparend an der Außenhaut des Schiffes angebracht. Werden sie entfaltet, umfassen sie gemeinhin das gesamte zu schützende Objekt, bis auf einen schmalen Trichter der den Antrieb, entgegen der Reiserichtung, frei lässt. Faltbare Schutzschilde werden bei der Fertigung der Form des zu schützenden Objekts angepasst.
18 Atmosphären-Überbrückungs-Durchgang
Der Atmosphären-Überbrückungs-Durchgang ist eine Art Rohrpost für Shuttle. Er besteht aus mehreren, fliegenden Kraftfeldgeneratoren die, wenn sie zu einander ausgerichtet sind, eine röhrenförmige, luftdichte Ringbahn bilden. Innerhalb dieser Bahn wird eine sehr starke Luftströmung erzeugt, die Shuttle nutzen können, um der Erdanziehungskraft energiesparend entkommen zu können. Dadurch, dass die Kraftfelder luftdicht, aber für schwere Objekte durchlässig sind, können die Shuttle auf einer relativ geringen Atmosphärenhöhe eintauchen und auf großer Höhe wieder austauchen.
19 Laserspektroskopie
Bei der Laserspektroskopie handelt es sich um ein Analyseverfahren, in dem die Probe mit einem Laser einer bestimmten Energieform beschossen wird. Die Veränderung der Probe wird durch einen präzisen Detektionslaser detektiert.
Je nach Präzision der Laser, der Entfernung beider Emitter und der Abstrahlwinkel kann der Messpunkt sich wenige Millimeter oder mehrere hundert Kilometer vom Messinstrument entfernt befinden.
20 Ringwelt
Ein ringförmiges Habitat, das eine Sonne oder einen Planeten umgibt. Die Idee einer Ringwelt entstammt dem gleichnamigen Roman von Larry Niven. Ein solches Habitat verfügt, im Vergleich zu seinem Volumen, über eine sehr große bewohnbare Oberfläche und gehört darum zu den effizientesten Arten der künstlichen Lebensräume.
In erste Linie ist es für die Errichtung unerheblich, ob die Menschen auf der der Sonne bzw. dem Planeten zu- oder abgewandten Seite leben. Die gesamte industrielle Infrastruktur würde »unter« der Oberfläche erbaut werden, um keinen Lebensraum zu beanspruchen. Wie bei Raumschiffen ist die menschenfreundliche Umwelt vom ersten Tag an gegeben, ohne dass eine bestehende Atmosphäre verändert werden muss. Diese Effizienz ist der Hauptgrund, warum deutlich mehr Menschen auf Habitaten Leben als auf kolonisierten Planeten.
In der Praxis hat sich eine Mischform zwischen Ringwelt und Kolonieschiffen durchgesetzt. Die Ringtrabanten. Quadratische Habitate, die zwar dem Aufbau einer Ringwelt entsprechen, das Zentralgestirn aber nicht vollständig umgeben, sondern es auf einer Umlaufbahn umkreisen.
21 Selbstverteidigungsdrohnen
Die Kommunikationstornister zur Schwarmkontrolle, die von Sicherheitseinrichtungen verwendet werden, beherbergen meist Selbstverteidigungsdrohnen, die den Träger automatisch schützen. Das Modell SVD-406-ZA ist die zivile Ausführung der SVD-408 welche von den Raum-zu-Atmosphären-Landeeinheiten, eingesetzt werden. Die SVD-406-ZA wurde speziell für Sicherheitswachen entwickelt und für den Kampf gegen Personen optimiert. Von ihrer Erscheinung her ähnelt sie einer Heuschrecke. Sie ist nur sechs Zentimeter lang, drei Zentimeter hoch und einen Zentimeter breit. Vor dem Kopf trägt sie ein oszillierendes vertikales Sägeblatt, mit dem sie sich durch die Körperpanzerung des Feindes schneiden kann, um einen lähmenden Stromschlag anzubringen. Sie ist mit sprungstarken Beinen und auch Flügeln ausgestattet, die sie über weite Strecken tragen können.
22 Avatare
Avatare sind die moderne Variante einer Telepräsenz. Diese mechanischen Avatare besitzen einen einfachen humanoiden Körper, jedoch ohne Kopf. Um dem menschlichen Gesprächspartner jederzeit zu zeigen, wer diese Telepräsenz steuert, wird üblicherweise der Kopf des Benutzers über den Torso holografiert. Ein falsches Gesicht zu verwenden ist verboten und wird als Betrug geahndet. Die Verwendung des Gesichts eines anderen Menschen wird, unabhängig von der Erlaubnis des abgebildeten als Identitätsdiebstahl geahndet. Per Gesetz ist es aber verboten, dass Avatare ein real menschliches Aussehen besitzen. Daher erinnert ihr Körperbau oft an Strichmännchen.
23 Phantom-Anzüge
Der Hauptverwendungszweck dieser Spezialausrüstung ist es, seinen Benutzer unbemerkbar zu machen.
Der Kampfanzug verfügt auf der Außenseite über partikellose Oberflächenbeschichtungen, die selbst unter Beschuss keinerlei Partikel in die Umgebungsluft abgeben. Auch bei neu hergestellten Anzügen liegt der Wert von abgegeben Geruchsstoffen bei unter einem ppb.
Hinzu kommen die passiv gesteuerten, polyvisuellen Schichten, die den Träger unsichtbar machen. Selbst vor sich verändernden Hintergründen ist eine visuelle Adaption zu jeder Zeit gewährleistet.
Die aerodynamische Außenhautarchitektur minimiert die Luftverwirbelungen beim Laufen. Aktive Vibrationsauslöschung ver hindert eine Klangerzeugung bei jeder Art der Krafteinwirkung auf oder durch die Rüstung.
Die semiautonome Balliste-IV ist ein kurzes Gewehr mit vier automatisch ausrichtenden Läufen. In der quadratischen Verschalung sind vierundzwanzig Mikroseilwinden angebracht, die die Rohre auf das Ziel ausrichten. Zusammen mit dem standardmäßig verbauten Standfuß kann die Balliste, im Wachturm-Modus, Ziele selbstständig bekämpfen.
Jedes Rohr ist mit sechs mantellosen Granaten geladen, die durch ein Magnetfeld lautlos beschleunigt werden.
Sie verfügt über eine ganze Batterie von optischen und elektromagnetischen Sensoren. Die Daten dieser Sensoren können auf das Helmvisier des Trägers projiziert werden. Der Schwachpunkt der Waffe ist ihre hohe Komplexität. Selbst im vierundzwanzigsten Jahrhundert gilt sie als High-Tech, als solche ist sie wenig geeignet für strapaziöse Feldeinsätze. Nach Lehrbuch wird die Waffe für Einsätze mit beschränkter Dauer empfohlen, wie Geiselbefreiungen, Enterungen oder Hetzjagd im begrenzten Gelände.
Die Balliste wird mit unterschiedlichen funktionalen Verschalungen geliefert; Phantom, Neptun und Null-G.
24 Justifiers
Justifiers ist ein Rollenspiel aus den 80er Jahren. Nach dem es eingestellt wurde, sicherte sich der deutsche Fantasy Autor Markus Heitz die Rechte an der Welt von Justifiers. Zusammen mit dem Ulisses-Verlag und dem Heyne-Verlag brachte er eine neue Version des Rollenspiels heraus sowie eine Reihe von Romanen.
Das Thema von Justifiers ist die Erschließung neuer Planeten durch wagemutige Abenteurer. Nicht immer freiwillig werden sie von intergalaktischen Konzernen beauftragt quer durch den Weltraum zu reisen, um einen Planeten zu erkunden und sich den einheimischen Gefahren zu stellen.
25 Gatling-Maschinenkanone
Bei einer Gatling-Waffe werden die abgegebenen Schüsse nicht durch einen einzigen, sondern durch ein Bündel aus Läufen abgegeben, die um eine drehbare Achse rotieren. Während einer vollen Drehung des Bündels wird durch jeden Lauf ein Schuss abgegeben. Dies führt dazu, dass ein einzelner Lauf weniger erhitzt und so eine sehr hohe Kadenz, von bis zu zwanzigtausend Schuss, erreicht wird.
Gatling-Kanonen die Granaten verschießen, und Gewehre, die Projektile verschießen, werden nur noch auf leichten oder Mittelschweren Kriegsdrohnen eingesetzt, weil sie im Vergleich zu Lasern und Railguns eine zu geringe Wirkungskraft gegen schweres Kriegsgerät aufweisen.
26 Planeten-Speer
Eine mächtige Röntgenstrahlenwaffe, mit der ein Raumschiff, durch einen einzigen Schuss, kampfunfähig gemacht werden kann. Die Waffe wurde erstmals in Dateien benannt, die eine Gruppe von Aktivisten von der Flotte stahl und veröffentlichte. Nach eigenen Angaben konnten sie die Daten durch einen Informanten in den Streitkräften erhalten. Die Flotte bestreitet, diese Pläne zu besitzen. Die Waffe ist darum so heikel, weil sie die Reichweite besitzt noch außerhalb des Verteidigungsrings eines Planeten, einen garantierten Treffer zu landen.
27 Expeditionseinheit für das jüngste Gericht
Eine Expeditionseinheit für das Jüngste Gericht ist ein autarkes Gefährt, das für Langzeitexpeditionen in tödlichen Atmosphären konstruiert wurde. Der ESA-Ingenieur Nickolas Alexejewitsch entwickelte den ersten Prototypen, um die Oberfläche der Venus zu erforschen. Das Gefährt ist autark, mit redundanten System abgesichert. Damit die Sicherheit und die Gesundheit der Piloten, auch bei beschädigung gewährleistet wird, erdachte er das »Vier-Schalen-Modell« nach dem alle späteren Raumschiffe der Flotte entworfen wurden. Alexejewitschs Geschwister erkundeten in weiteren Expeditionseinheiten den Titan, Ganymed und Ubikron Alpha.
28 Kabuki-Maske
Eine Kabuki-Maske ist eine Maske, die über dem Gesicht getragen wird, sie besteht aus einem Initiatorband, dass man um den Hals legt und meist von der Kleidung verdeckt wird. Daran gebunden ist das Transmitternetz. Das Netz besteht aus tausenden Fäden, die nicht mehr als sechzig Mikrometer dick sind. Es wird wie ein Sack über den Kopf gezogen. Ein aufliegender Bildschirm, der später das gewünschte Gesicht imitiert.
Das aufzutragende Gesicht muss lediglich auf die Auflösung der Kabuki umgerechnet werden. Bitte bedenken Sie aber, dass es strafbar ist, sich als eine fremde Person auszugeben. Genauso ist es strafbar, das Gesicht einer Person ohne deren Einwilligung abzutasten und als Maske zu tragen.
Um lediglich markante Merkmale des eigenen Gesichts zu manipulieren, kann die Maske entsprechend justiert werden. Es ist auch möglich, falsche Haarteile zu einer Maske hinzuzufügen.
29 Fackellicht-Expedition
Fackellicht-Expeditionen werden meist von einer kleinen Flotte von Forschungsschiffen ausgeführt. Mit Hilfe von nicht stabilisierten Sprüngen werden sie weit in den nicht kolonisierten Raum katapultiert. Dort angekommen machen sie sich mit konventionellem Raumschiffantrieb in unterschiedliche Richtungen auf, um den Weltraum weiter zu kartografieren.
Oft werden diese Tiefenraum-Expeditionen von Kriegsschiffen der Flotte begleitet, um mit ihrer leistungsstarken Ausrüstung die Kommunikation zwischen den Expeditionsteilnehmern zu gewährleisten.
30 Das Titan-Abkommen
Das Titan-Abkommen beinhaltet eine Reihe von internationalen Beschlüssen aus dem Jahr 2174, nach denen das Aussehen und das Zusammenleben von menschengleichen Robotern neu geregelt wurde.
- Ein Androide durfte nicht mehr der gesetzliche Vertreter eines Menschen sein.
- Die Ausrucksweise einer künstlichen Lebensform musste soweit eingeschränkt werden, dass sie keine Beziehung oder beziehungsähnliche Konversation betreiben konnte.
- Das äußere Erscheinungsbild von Androiden wurde streng reguliert, ein menschliches Ebenbild war nicht mehr erlaubt.
Die Maschine wurde vom Menschen ihrer Menschlichkeit beraubt.
Hintergrund war ein Sozialexodus, der Mitte des zweiundzwanzigsten Jahrhunderts einsetzte und dem sich vor allem Menschen ende Dreißig anschlossen. Diese Personen verzichteten auf jeglichen menschlichen Kontakt, um allein unter menschengleichen Robotern zu leben. Die erlittenen Enttäuschungen misslungener Beziehungen und das Konfliktpotenzial innerhalb einer Gemeinschaft war ihnen einfach zuviel. Dagegen war die Beziehung mit einem folgsamen Androiden sehr viel leichter. Er belästigte den Besitzer nicht mit eigenen Bedürfnissen und verweigerte niemals den Sex.
Als die Androiden der fünften Generation auf den Markt kamen, die sogenannten Replikanten, verschärfte sich das Problem weiter. Sie waren auch nach der Herstellung modifizierbar, es wurde also niemals langweilig mit ihnen. Zudem ließ ihr Verstand es zu, als rechtmäßigen Vertreter des Besitzers aufzutreten. Der Androide wurde zum Gefährten, Diener und Sexualpartner in einem.
Den Wettkampf um den angenehmsten Partner hatte der Mensch gegen den Roboter verloren.
Viele dieser Personen verloren nach einigen Jahren jegliche Zurückhaltung und Anstand im Kontakt mit anderen Menschen, diese Personen gründeten natürlich auch keine Familien oder wenn doch, waren sie ihren Kindern kein gutes Vorbild für die Lösung auftretender Konflikte.
Der Mensch verabscheute den Menschen, eine Entwicklung, die unweigerlich zum Aussterben der eigenen Art führen würde.
31 Fraktalrechenkerne
Fraktalrechenkerne sind eine besondere Art der Sechzig-Quanten-Rechenkerne. Sie wurden speziell angefertigt, um Wahrscheinlichkeitsberechnungen und Faktorverschiebungen zu berechnen. Als Grundstein müssen alle vom Forscher als relevant betrachteten Faktoren einer Gleichung oder eines Ökosystem angegeben werden. Der Fraktalrechenkern berechnet anschließend wie sich die Veränderung des ersten Facktors auf die Gleichung bzw. das System auswirkt. Anschließend wird er die Verschiebung des zweiten Faktors mit allen Ergebnissen aus der ersten Verschiebung berechnen. Durch dieses Verfahren entstehen nach jeder Berechnung mehr Datensätze für weitere Berechnungen. Die Anzahl der zu erstellenden Wahrscheinlichkeitsberechnungen steigt dadurch expotenzial. Stellt man Rechenart grafisch dar, bildet sich ein Fraktal ab, dessen Erscheinung aus mehreren verkleinerter Kopien seiner selbst besteht.
Wird ein Fraktalrechenkern einmal mit einem Problem beauftragt, ist kein weiteres Eingreifen eines Menschen nötig. Der Wissenschaftler wird die Daten nur noch von Zeit zu Zeit abrufen und interpretieren müssen.