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Als Moorleiche bezeichnet man menschliche Überreste oder Leichen, deren Weichteile erhalten blieben. Meist werden sie beim Abbau von Torf gefunden. Unter anderem zeichnen sich Moore durch Sauerstoffmangel und einen hohen Anteil an Huminsäuren aus. Mikroorganismen, die sonst für Verwesung sorgen, können in Moorböden nicht existieren und deshalb werden menschliche und tierische Körper teilweise oder sogar ganz mumifiziert. Wie enden Menschen als Moorleichen? Aus verschiedenen Gründen, die aber nicht immer unbestritten sind, wie das Beispiel des Mädchens von Windeby zeigt. In Mooren versenkt wurden Menschen, die den Göttern geopfert oder hingerichtet wurden. Auch normale Bestattungen fanden in Mooren statt und im Moor verunglückte Menschen blieben ebenfalls als Moorleichen erhalten.
Das saure Milieu und die Sauerstoffarmut sind charakteristisch für Moore. Sie führen zu einem unvollständigen Abbau der pflanzlichen Reste, die als Torf abgelagert werden. Durch die Anhäufung von Torf wächst die Oberfläche von lebenden Mooren in die Höhe. Moore – insbesondere Hochmoore – sind extreme Lebensräume, in den nur spezialisierte Tiere und Pflanzen leben können. Was die WSL mit Mooren zu tun hat, erfahren Sie in unserem Jubiläumswettbewerb oder in einem unserer Webdossiers.
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