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Der Beginn des neuen Schuljahres verläuft in den Ländern des globalen Südens, in denen Compassion arbeitet, recht unterschiedlich.
Eine der grössten Herausforderungen, die durch die Covid-19-Pandemie entstanden sind, ist der Schulabbruch der Kinder. Die Gründe dafür sind Kinderarbeit, frühe Heirat und auch Todesfälle.
Laut UNICEF hat die Pandemie die Schulbildung oder das Studium von 1,5 Milliarden Kindern und Jugendlichen unterbrochen. Die Situation ist nicht für alle Kinder gleich, wenn es um die Rückkehr zur Schule geht. In Regionen, in denen extreme Armut herrscht, sind junge Menschen deutlich stärker gefährdet.
*Die Bilder sind von vor der Pandemie und reflektieren nicht immer die aktuelle Lage.
Das Schuljahr dauert von September bis Juni. Seit einigen Monaten gibt es keinen Präsenzunterricht mehr. Private Gymnasien nutzen hauptsächlich Apps für Smartphones, um Hausaufgaben und Prüfungen zu verschicken. Nur ein kleiner Teil der Jugendlichen konnte den Unterricht besuchen und Prüfungen online ablegen.
Laut eines Regierungsbeschlusses sollen Eltern immer noch zwischen 50 und 75% des normalen Schulgeldes für das Online-Lernen und die Prüfungen zahlen, obwohl es keinen Präsenzunterricht gibt. Einige Schulen druckten die Prüfungen aus und schickten sie an die Eltern, damit die Schüler sie absolvieren und dann an die Schule zurückschicken konnten. Im Juni war vorgesehen, dass die Studenten im Sommer an die Universitäten zurückkehren könnten, um das Semester abzuschliessen.
Compassion versorgt die Schüler, die noch kein Radio hatten, mit Radios, damit sie den Kursen von Zuhause aus folgen konnten.
Das Schuljahr dauert für Grund- und Sekundarschulen und für private Universitäten von September bis Juni. Das Studienjahr der öffentlichen Universitäten weicht etwas davon ab.
Seit Beginn der Pandemie ist der Schulkalender durcheinander geraten. Es wurden Initiativen gestartet, um die Kinder via Fernsehen und Radio zu unterrichten. Die Regierung hat beschlossen, nur die Schüler/innen der Grundschulen zu den Abschlussprüfungen zuzulassen.
Universitäten und einige weiterführende Schulen nutzen E-Learning-Plattformen für Kurse, aber dies erfordert Zugang zum Internet und mobilen Geräten, die für die Familien der Patenkinder nicht zugänglich sind.
Es wird erwartet, dass das Schuljahr für Primar- und Sekundarschulen und für Privatuniversitäten normal weitergeht. Der Zeitplan für die öffentlichen Universitäten ist noch unbestimmt. Grössere Klassen müssen auf 50 Studenten reduziert werden, damit die soziale Distanz eingehalten werden kann. Dazu müssen Hygienemassnahmen angewendet werden.
Compassion arbeitet daran, Stipendienprogramme einzurichten und Ausrüstung wie Tablets und Computer für Patenkinder zu beschaffen.
Die Schulen in Ghana haben sich für einen gemischten und aus lokaler Sicht eher komplizierten Ansatz entschieden. Das Schuljahr dauert von September bis Juni. Zuerst wurden die Studenten nach Hause geschickt und die Schulen entwickelten Online-Unterrichtssysteme. Im Juni wurden dann alle Studenten des letzten Studienjahres zum Präsenzunterricht und zu den Prüfungen zugelassen. Die Abschlussfeier der Universität von Ghana wurde jedoch online durchgeführt.
Die älteren Schüler/innen wurden ebenfalls nach Hause geschickt und dann von der Regierung durch Fernunterricht unterstützt. Die Oberstufenschüler jedoch konnten die Schulen wieder besuchen. Sie haben derzeit wieder Präsenzunterricht, schreiben ihre Prüfungen in der Schule und bereiten sich auf ihre Abschlussprüfungen im September vor.
Alle anderen Studenten arbeiten zu Hause. Sie benutzen das Fernlernprogramm des nationalen Bildungsdienstes von Ghana (GES). GES hat in Zusammenarbeit mit UNICEF auch ein Lernprogramm für die erste bis vierte Grundschulklasse im nationalen Radio eingerichtet.
Die Compassion-Kinderzentren haben verschiedene Massnahmen ergriffen, um Schulkinder und Studenten zu unterstützen. Sie haben Kinder persönlich ermutigt, fleissig zu lernen, und haben wöchentliche Hausaufgaben verteilt, um sie auf Prüfungen vorzubereiten und ihnen zu helfen, gute Noten zu schreiben. In anderen Kinderzentren trafen sich Kinder in kleinen Gruppen zum Nachhilfeunterricht. Einige Kinderzentren kauften kleine Radios für die Kinder, damit sie die Lektionen, die von der Regierung gesendet wurden, mitverfolgen konnten.
„Kenya Curriculum Development“ hat Lektionen ausgearbeitet, die im Fernsehen und Radio ausgestrahlt werden. Die Universitäten boten virtuelles Lernen, Prüfungen und Abschlüsse an, alles unter strikter Einhaltung der Qualitätsstandards der Kommission für Hochschulbildung.
Von den Compassion-Kinderzentren haben die Schüler/innen Lehrbücher, Solarlampen und Radios zum Hören von Bildungsprogrammen erhalten. Compassion finanzierte den Kauf von Datenpaketen für Mobilgeräte, um es den Sekundarschülern und Universitätsstudenten zu ermöglichen, online an Kursen teilzunehmen, druckte Lehrmaterial, das an die Kinder abgegeben wurde, und bot Unterstützung beim Zugang zu Lernplattformen.
In Ruanda dauert das normale Schuljahr von Januar bis Dezember. Schulen und akademische Einrichtungen waren seit März 2020 für viele Monate geschlossen.
Seit dem Beginn der Pandemie gibt es keinen Fern- oder Onlineunterricht, abgesehen von Kursen, die im TV und am Radio ausgestrahlt werden. Diese können jedoch von den meisten Patenkindern nicht genutzt werden, weil sie keine Empfangsgeräte besitzen. Ausserdem sind es nicht wirklich Lehrgänge, die zu einer Prüfung hinführen, sondern sie beschäftigen die Kinder lediglich, während die Schule geschlossen ist. Die Bildungseinrichtungen werden voraussichtlich im September 2021 wieder mit dem Unterricht beginnen, aber die Lehrmethoden müssen noch von den zuständigen Regierungsbehörden festgelegt werden.
Die letzte Nachricht war, dass die Prüfungen für die Hochschulausbildung für den Sommer angesetzt worden sind.
Die Mitarbeitenden von Compassion ermutigen die Kinder, an ihren Schulfächern weiterzuarbeiten, und geben ihnen Nachhilfeunterricht.
In der Grundschule und Oberstufe dauert das Schuljahr von Januar bis Dezember, in den Colleges von September bis Juni.
Der inzwischen verstorbene Staatspräsident hatte den Ernst der Pandemie lange nicht gewichtet. Daher wurde auch im Schulwesen des Landes nicht viel verändert. Alle Klassen haben bereits im Juni 2020 wieder normal an der Schule teilgenommen. Während der Schliessungen bot das Ministerium für Bildung und Berufsbildung Online-Kurse an. Allerdings konnten die meisten Patenkinder nicht davon profitieren, weil sie nicht über die nötige Ausrüstung verfügten.
In der Grundschule und Oberstufe dauert das Schuljahr von September bis Juni, in den Universitäten von Oktober bis August.
Die Schulen der Primar- und Sekundarstufe haben im letzten Schuljahr für alle Schüler/innen, die in nationalen Prüfungsklassen eingeschrieben sind, wieder mit Präsenzunterricht begonnen. Einige Schulen experimentieren seit März 2020 mit Online-Kursen.
An beiden Universitäten wurden die Kurse in einer Mischung von Online- und Präsenzunterricht durchgeführt. Die Patenkinder konnten sich in den Kinderzentren treffen, wo sie Zugang zu PC und Internet hatten. Dadurch konnten sie an den Kursen teilnehmen und ihre Hausaufgaben einreichen.
Die Prüfungen wurden im ganzen Land durchgeführt. 46‘503 Kandidaten von 60‘727 eingeschriebenen Studenten wurden nach einem Probejahr zum Abitur zugelassen, was einer Erfolgsquote von 76,5% entspricht.
Compassion bot 896 Jugendlichen, die in weiterführenden Schulen eingeschrieben waren, Bildungshilfe an, indem ihnen die Schulgebühren, die Laborgebühren und das Lernmaterial bezahlt wurden.
Das nächste Schuljahr wird voraussichtlich wieder normal beginnen.
In der Grundschule und Oberstufe dauert das Schuljahr von Februar bis Anfang Dezember, in den Universitäten von August bis Juni.
Während COVID-19 hat das Bildungsministerium in Uganda für einen Rahmen gesorgt, der kontinuierliches Lernen ermöglichte. Den Schülern zu Hause wurde Lehrmaterial sowohl physisch verteilt wie auch online zur Verfügung gestellt. Ausserdem gibt es im Internet Leitfäden für Eltern, die ihnen helfen sollen, ihre Kinder beim Lernen zu unterstützen. Da viele Familien dafür nicht ausgerüstet sind und es sich nicht leisten können, haben Kinderzentren das Lernmaterial und den Leitfaden für sie ausgedruckt.
Die Regierung bot auch Unterricht über Radio und Fernsehen für diejenigen an, die Zugang zu der nötigen Technologie hatten. Viele Kinderzentren haben kleine Lerngruppen zu Hause oder im Zentrum organisiert, damit die Kinder die Schulaufgaben erledigen konnten. Es ist noch nicht bekannt, wann der normale Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann.
Compassion hat ausserdem Lehrpersonen angestellt, die mit kleinen Gruppen von Schülern arbeiten. Es wurde Studienmaterial gedruckt und bereitgestellt, und einige Kinderzentren haben Computerräume zum Selbststudium für die Kinder eingerichtet.
Das Schuljahr dauert normalerweise von Januar bis Dezember. Bangladesch kündigte im Juli an, dass die Schulen wieder öffnen würden. Da die Schulen seit Beginn der Pandemie geschlossen waren, ist Bangladesch nun international an dritter Stelle, was die Länge der Schulschliessungen betrifft. Dies wird sich deutlich auf die psychische und geistige Entwicklung wie auch auf die soziale Sicherheit der Kinder auswirken und frühe Heirat und Teenager-Schwangerschaften zur Folge haben.
Eine Minderheit der Schulen hatte die Initiative ergriffen, Online-Kurse über Zoom und über Facebook anzubieten. Die Regierung übertrug die Unterrichtsstunden auch im nationalen Fernsehsender.
Die Compassion-Kinderzentren unterstützen die Patenkinder hauptsächlich durch Hausbesuche.
Das Schuljahr dauert von Juli bis Juni. Zurzeit lernen alle Schüler/innen weiterhin zu Hause. Einige Schulen haben sich so organisiert, dass Lehrpersonen ihre Schüler zu Hause besuchen. Da die Delta-Variante Indonesien recht hart getroffen hat, wird dies die Schliessung von Schulen und Ausbildungsstätten für längere Zeit zur Folge haben.
Die Compassion-Kinderzentren unterstützen die Patenkinder hauptsächlich durch Hausbesuche.
Das Schuljahr dauert von Juni bis April. Seit Beginn der Pandemie wurden die Schulen geschlossen und auf verschiedene Distanzmodelle umgestellt.
Die Regierung hatte angekündigt, dass die Klassen am 13.09.2021 unter Verwendung von drei sich ergänzenden Lernmodalitäten (Mischung aus Online-Kursen, modular aufgebautem Selbststudium und gedruckten Aufgaben) durchgeführt werden sollen.
Schüler und Studenten, die keinen Zugang zum Online-Lernen haben, erhalten jedes Semester gedruckte Module zum Ausfüllen und Einreichen zugeschickt. Die Behörden betonen jedoch, dass diese Lernmethode nur mit der Hilfe der Eltern effektiv sein kann.
Die Lücken im vorgegebenen Lernsystem sind immens und es ist noch nicht ersichtlich, wann die Schulen wieder geöffnet werden.
Compassion unterstützt die Kinder mit Hausbesuchen, speziell eingerichteten Computer-Räumen im Kinderzentrum, Schulgebühren und Nachhilfeunterricht.
Das Schuljahr dauert von Januar bis Dezember. Die Schulen bleiben geschlossen, zurzeit gibt es keinen Präsenzunterricht. Zwischenzeitlich wurden einige Klassen der Oberstufe wieder geöffnet, aber diese Versuche waren von kurzer Dauer. Alle Schulen mussten wieder schliessen.
Die Behörden haben Fernunterricht und Online-Kurse eingerichtet, aber weder alle Schulen noch alle Schüler besassen die notwendigen Einrichtungen, um sie nutzen zu können. Daher haben lange nicht alle Kinder und Jugendlichen davon profitieren können.
Laut neuesten Plänen sollen die Schulen im September gestaffelt wieder geöffnet werden, beginnend mit den Klassen, die die national anerkannten Prüfungen ablegen. Danach sollen auch die unteren Klassenstufen wieder öffnen können.
Die Schüler/innen werden mit Hausaufgabenheften, Formularen und Prüfungsunterlagen versorgt. Die Mitarbeitenden der Compassion-Kinderzentren bieten Hilfe und Beratung per Telefon. Wo immer es möglich war, wurde auch Nachhilfe in kleinen Gruppen angeboten.
Das Schuljahr dauert von Mai bis März, wobei es bei einigen Universitäten Abweichungen gibt.
Die Schulen wurden im Juli 2020 wieder geöffnet, in Übereinstimmung mit den Gesundheits- und Hygienerichtlinien. Zu den Massnahmen gehören die Temperaturmessung bei Schülern, das Tragen von Masken, das Händewaschen mit Seife oder Desinfektionsmittel, die Begrenzung der Schülerzahl pro Klasse und Schule und die häufige Reinigung der Schulräume.
Aktivitäten mit Körperkontakt blieben verboten. Die Klassenzimmer wurden umorganisiert, damit die vorgeschriebenen Abstände zwischen Personen eingehalten werden können.
Als die Schulen mit dem Online-Unterricht begannen, halfen die meisten Kinderzentren den Patenkindern und ihren Eltern, sich an die neue Normalität anzupassen. In den Kinderzentren wurden Internetzugänge geschaffen, und es wurden Computer und Tablets bereitgestellt.
Die Compassion-Partnerkirchen organisierten Aktivitäten in kleinen Gruppen, während die Schulen geschlossen waren. Damit konnten sie ein sicheres Umfeld speziell für diejenigen Patenkinder schaffen, deren Eltern arbeiteten.
Der Schulkalender läuft von Februar bis November. Bolivien ist unter den ersten vier Ländern mit den längsten Schulschliessungen. Seit dem 16. März 2020 sind die Schulen geschlossen.
Letzten Sommer traf Bolivien eine erstaunliche Entscheidung. Mit dem Ende des laufenden Schuljahres im August wurde beschlossen, dass alle Schüler und Studenten ihr Schuljahr erfolgreich abgeschlossen haben. Zu Beginn des nächsten Schuljahres im Februar sollen somit alle automatisch die nächsthöhere Klasse besuchen.
Öffentliche wie auch staatliche Schulen durften auf eigene Initiative Fernkurse einrichten, um ihre Schüler/innen beim Lernen zu unterstützen.
Mitte September wurde ein kostenloser zwölfwöchiger Vorstudienkurs gestartet mit dem Ziel, den Schülern zu helfen, ihre Begabungen zu entdecken und sie bei der Wahl ihrer Studienrichtung zu unterstützen. Von diesem Kurs profitieren alle Sekundarschüler des Landes, also mehr als 158‘000 Kinder.
Das Bildungsministerium hat noch nicht offiziell bekannt gegeben, wann die Kinder wieder zur Schule gehen werden.
Compassion Bolivien musste keine Massnahmen zusätzlich zu denen der Regierung ergreifen. Diese bietet Lehrerausbildung, Zugang zu Fernkursen von Bildungsorganisationen und Finanzhilfe für die Internetversorgung.
Das Schuljahr dauert von Januar bis Dezember. Die Schulen sind geschlossen, in einigen Gebieten gibt es Unterstützung via Internet. Aufgrund der Grösse des Landes ist die gesundheitliche Situation in verschiedenen Regionen sehr unterschiedlich. Somit sind auch die Pläne zur Rückkehr in die Schulen unterschiedlich und unsicher. Klar ist jedoch, dass die Wiederaufnahme des Schulunterrichts regional und schrittweise organisiert wird.
Compassion Brasilien hat ein Programm begonnen, um in den Kinderzentren Computer zu installieren. Diese Zentren wurden auch finanziell unterstützt, um Lehrpersonen einzustellen, die den Kindern vor Ort Nachhilfeunterricht geben.
Der Schulkalender läuft von August bis Juni.
Um den Fernunterricht zu erleichtern, hatte die Regierung des karibischen Staates angekündigt, zwischen März und Juni 2020 Laptops an rund 64‘000 Gymnasiasten und 4‘600 Lehrer zu verteilen.
Die Schulen blieben jedoch geschlossen, und monatelang fand kein Präsenzunterricht statt. Mitte Februar kündigte der Präsident an, dass 220‘000 Lehrpersonen in seinem Land geimpft werden sollen.
Die Regierung plant den Beginn des Schul- und Hochschuljahres im September. Es wird erwartet, dass alle Schüler ohne Kapazitätseinschränkungen in die Schule zurückkehren können, da die Impfquote bereits recht hoch ist (im Juli erhielten 62 % der Bevölkerung mindestens eine Impfung). Das Bildungsministerium ist der Ansicht, dass das Tragen von Masken in Klassenzimmern die beste Schutzstrategie ist.
Laut einer von der Weltbank und USAID durchgeführten Studie, die am 8. Juli 2021 veröffentlicht wurde, liegen 90 % der 15-jährigen Schüler unter dem auf internationalen Standards basierenden Mindestniveau an Kompetenzen. Vor der Pandemie lag diese Zahl bei 79 %. Die Schulschliessung war mit 171 Tagen eine der längsten der Welt. Die Regierung bereitet sich auf eine historisch hohe Schulabbrecherquote für das nächste Schuljahr vor.
Eine weitere grosse Herausforderung ist die Messung des Lernerfolgs der Schüler zu Hause. Nach Angaben der Regierung verbrachten die Schüler bestenfalls 3 Stunden pro Tag mit dem Fernunterricht, in einigen Fällen sogar nur eine Stunde.
Die Strategie des Bildungsministeriums bestand darin, den Unterricht über Fernsehen, Radio, Broschüren, Computer und Tablets zu vermitteln. Aber nur 50 % der Schüler hatten Zugang zum Fernsehen, und diese Zahl sank bis 2021 auf 25 %. Der Funkunterricht wurde kaum genutzt. Und nur 21 % der Schüler hatten Zugang zu Computern oder Tablets. Die beste Strategie waren Hausaufgabenhefte, die die Schüler in die Schule bringen konnten. Mindestens 84 % der Schüler haben sie erhalten, aber es liegen noch keine Daten darüber vor, ob die Schüler diese Materialien zurückgegeben haben.
In den letzten Monaten haben die Kinderzentren von Compassion einen digitalen Lehrplan angeboten. Insgesamt gibt es 18 verschiedene Programme. Die Kinder und ihre Familien verfolgen diese Kurse von zu Hause aus.
Das Schuljahr dauert im Hochland und im Amazonasgebiet von September bis Juni. An der Küste und auf den Galapagosinseln dauert es von Mai bis März.
Der Präsenzunterricht ist noch nicht überall wieder aufgenommen worden. Die Mehrheit der Studenten beider Regionen besuchen Online-Kurse und werden dies auch weiterhin tun. Dadurch verbessern sie ihre akademischen Fähigkeiten, haben gute Interaktionen mit Gleichaltrigen und nutzen ihre Bildschirmzeit für etwas Positives.
Für diejenigen, die keinen Zugang zum Internet haben, gibt es Unterricht durch TV und Radio, Unterstützung ihrer Familien und die Überwachung durch eine Lehrkraft, die auch für den Bewertungsprozess verantwortlich ist.
Einige Kinderzentren haben den Patenkindern angeboten, die Computer der Schule zu nutzen, um an virtuellen Klassen teilzunehmen. Sie wurden auf verschiedene Zeiten aufgeteilt, damit nicht zu viele Kinder zusammenkommen. Andere Familien konnten aufgrund von Sonderspenden ihrer Paten ein Tablet kaufen. In wieder anderen Fällen sind Kirchen Partnerschaften mit Unternehmen eingegangen, die es den Patenkindern ermöglichen, Online-Kurse zu belegen.
Das normale Schuljahr dauert von Januar bis Mitte November. Die Schulen waren lange Zeit geschlossen, wurden aber schrittweise wieder geöffnet. Im Juni waren nur noch 42 der 6‘000 Schulen komplett geschlossen. Die meisten Schulen haben sich für eine Teilöffnung entschieden. Die Hälfte der 1,2 Millionen Schüler nimmt online, per Telefon, am TV oder Radio am Unterricht teil.
Die Regierung plant, dass die Schulen bis Januar 2022 wieder zu 100 % Präsenzunterricht ermöglichen werden.
Compassion ermöglicht den Zugang zu technischen Einrichtungen und Mobiltelefonen. Die Kinderzentren haben auch Fernunterrichtsprogramme angeboten. Die Mitarbeitenden unterstützen und beaufsichtigten Kinder bei den Schularbeiten und sie sorgen auch dafür, dass die Kinder zu Hause regelmässig Sport trieben.
Das Schuljahr dauert von Januar bis Oktober. Sehr bald nach Beginn der Pandemie verlangte das nationale Bildungsministerium von allen öffentlichen Schulen eine Regelung, damit das Schuljahr nicht unterbrochen würde. Die öffentlichen Schulen erhielten vom Bildungsministerium den Auftrag, anstelle des Präsenzunterrichts entsprechende Arbeitsblätter zu verwenden, um die Weiterführung des Unterrichts zu gewährleisten.
In den öffentlichen Schulen nahmen die Schüler ab März 2020 über Zoom an Online-Kursen teil. Die Umsetzung war aufgrund der technischen Herausforderungen für Schulen, Lehrkräfte und Familien nicht einfach.
Seit Februar sind die Schulen wieder in Betrieb. Gemäss dem Sicherheitskonzept werden die Klassen in kleinere Gruppen aufgeteilt und besuchen die Schule abwechslungsweise.
Compassion hat Datenpakete finanziert, die es den Familien ermöglichen, den Unterricht von Zuhause aus über ihr Handy mitzuverfolgen. Vielen Familien von Patenkindern fehlt die nötige Ausrüstung.
Das Schuljahr dauert von September bis Juni. Der Schulbetrieb wird seit August 2020 allmählich wieder aufgenommen und ist auf allen Ebenen im Gange, auch an den Universitäten. Schulen, die ihr Schuljahr während des Lockdowns durch Online-Kurse abschliessen konnten, haben im neuen Schuljahr wieder geöffnet.
Diejenigen Schulen, die das Programm des Vorjahres nicht abschliessen konnten, bemühten sich, dies bis Oktober zu erreichen. Sie begannen das neue Schuljahr im November. Die meisten der Patenkinder fielen in das zweite Szenario und konnten ihr Schuljahr nicht vollständig abschliessen.
Mit dem neuen Schuljahr nutzten die meisten Schulen einen hybriden Ansatz. Ein Teil der Schüler hatte Präsenzunterricht, der andere Fernunterricht. In Haiti verfügt jedes Compassion-Kinderzentrum über eine Schule.
Zu den Massnahmen der Kinderzentren gehörte vor allem zu Beginn der Pandemie die Einrichtung von Whatsapp-Gruppen, um die Schüler zu unterstützen, zu coachen, zu ermutigen und ihnen beim Lernen zu helfen.
Das Erdbeben Mitte August hat viele Menschenleben gefordert und Schulgebäude zerstört. Der Lehrplan wird von dieser neuen Naturkatastrophe sicherlich betroffen sein.
Der öffentliche Schulkalender in Honduras läuft von Februar bis November. Die meisten Patenkinder besuchen eine öffentliche Schule.
Die meisten Schulen sind seit dem Beginn der Pandemie geschlossen geblieben. Obwohl sich die Wirtschaft langsam erholt, werden die Schulen eine der letzten Institutionen sein, die wieder öffnen, denn die Behörden hatten den Schulen eine Öffnung vor dem 5. Juli 2021 verboten. Einige setzten sich über das Verbot hinweg und öffneten wieder, zumindest für einen teilzeitlichen Präsenzunterricht.
Compassion nahm am Runden Tisch der Organisationen teil, die das Bildungssystem in Honduras unterstützen, und setzte sich dafür ein, dass Kinder aus den am meisten gefährdeten Familien bei der schrittweisen Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts Vorrang haben sollten. Das Land verzeichnet einen rasanten Anstieg von Kindern, die die Schule abbrechen. Im gesamten Bildungssystem stieg die Zahl dieser Kinder und Jugendlichen von 900‘000 im Jahr 2019 auf 1,2 Millionen im Jahr 2020. Experten schätzen, dass sie aufgrund der Schulschliessungen auf 2 Millionen Kinder ansteigen könnte.
Während der Pandemie wurden zahlreiche Kurse und Studieneinheiten via Internet, Telefon und Fernsehen gesendet. In ländlichen Gebieten wurde der Unterricht hauptsächlich über das Radio vermittelt. Die Lehrpersonen übernahmen die Aufgabe, gedrucktes Hausaufgabenmaterial zu verteilen.
Die Regierung wollte durchsetzen, dass die Mobilfunk- und Internetanbieter Kindern und Jugendlichen einen kostenlosen Zugang zu virtuellen Klassen ermöglichen. Leider waren die Verhandlungen nicht erfolgreich.
Eine Untersuchung der Universität für Nationale Bildung ergab, dass fast sechs von zehn Familien in Honduras Zugang zu Rechnern haben, und die Hälfte der Familien hat auch Internetzugang via Telefon, aber weniger als vier von zehn Familien können es sich leisten, die Kosten für den Internetdatenverbrauch auch nur für einen kurzen Zeitraum zu decken. 81% der Familien können sich keine länger andauernde Internetverbindung leisten.
Während der Pandemie hat sich die Unterstützung von Compassion darauf konzentriert, die primären gesundheitlichen, geistlichen und sozialen Bedürfnisse der Patenkinder und ihrer Familien zu decken. Ausserdem haben die meisten Kinderzentren eine Schulausrüstung an die Patenkinder verteilt. Weiter halfen die Mitarbeitenden aktiv mit Nachhilfeunterricht und Schulung bei der Nutzung von Online-Lernplattformen.
Es gibt zwei Schulkalender: Die öffentlichen Schulen, also die meisten Schulen des Landes, unterrichten von Februar bis November, die privaten Schulen von August bis Juni.
Die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts ist noch nicht überall vollzogen worden. Die Schüler werden im Fernunterricht auf drei verschiedene Arten unterrichtet:
So gibt es virtuelle Klassen, in denen die Lehrpersonen die Kinder täglich zwei bis drei Stunden unterrichten. Die meisten Patenkinder sind an öffentlichen Schulen. In einigen dieser Schulen werden digitale Wege benutzt, um Arbeitsblätter und Aufgaben an die Schüler zu versenden.
Zweitens werden zwei- bis dreistündige Online-Meetings abgehalten, damit die Schüler und Lehrkräfte überprüfen können, ob die verteilten Hausaufgaben und Arbeitsblätter erhalten und verstanden wurden.
Als Drittes wird mit WhatsApp kommuniziert. Lehrpersonen schicken Arbeitsblätter an die Eltern, die die Schüler füllen diese aus und senden sie innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens zurück. Diese Unterrichtsmethode wird durch monatliche oder 14-tägliche virtuelle Treffen der Schulklassen ergänzt.
In einigen der ländlicheren Gegenden wird der Unterricht auch vom Radio übertragen.
Seit letztem September wurden in Regionen, die von der Pandemie weniger betroffen waren, Pilotprogramme zur Wiedereröffnung von Schulen initiiert. Dazu mussten sie viele Sicherheitsmassnahmen einhalten und brauchten unter anderem auch die elterliche Zustimmung. Die beteiligten Schulen mussten sich auch verpflichten, Fernunterricht für Familien anzubieten, die sich aus gesundheitlichen Gründen unsicher fühlten, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Das Schulgeld war in jedem Fall zu bezahlen.
Eine schrittweise Wiedereröffnung war ab Oktober in den öffentlichen Schulen geplant. Dazu mussten diese Schulen ein Sicherheitskonzept erstellen, das die Anwesenheit der Schüler auf 35% der Klasse beschränkte. Die Rückkehr der älteren Schüler war eine Priorität. Aber dieser Plan wurde von Lehrern und Eltern bekämpft, weshalb die Situation lange Zeit unklar und schwankend blieb.
Compassion finanzierte in zahlreichen Kinderzentren die Installation von zusätzlichen Rechnern und machte diese für die Kinder zugänglich. Ebenso wurden Internetzugänge in der unmittelbaren Nachbarschaft für die Bevölkerung aufgestellt oder Datenpakete für die Handys der Patenkinderfamilien finanziert. In einigen Fällen hat Compassion Handys für die ärmsten Familien gekauft.
Die Kinderzentren drucken Schulmaterial aus, das sie den Patenkindern zur Verfügung stellen. Ausserdem wurden kleine Arbeitsgruppen eingerichtet, in denen Mitarbeitende der Kinderzentren die Patenkinder beim Lernen unterstützen.
Eine Anzahl von Familien, die durch die Pandemie ihr Einkommen ganz oder teilweise verloren hatten, erhielten Geld für die Schulgebühren.
Das Schuljahr dauert von August bis Juli. Das Schuljahr 2020-2021 begann im August via Fernsehen mit gestaffelten Stundenplänen für die verschiedenen Schulstufen, ergänzt durch Zoom-Meetings mit den Lehrpersonen. Seit April werden Schulen schrittweise wieder geöffnet und die Behörden haben angekündigt, dass der Präsenzunterricht diesen Sommer wieder beginnen werde, je nach Entwicklung der Gesundheitssituation.
Compassion engagiert sich besonders für die Bereitstellung von Schulbedarf für die Patenkinder.
Das Schuljahr dauert von Februar bis Anfang Dezember. Nicaragua ist das einzige Land in der lateinamerikanischen Region, das ununterbrochenen Präsenzunterricht ermöglichte. Auch Fernseh- und Radioprogramme wurden von der Regierung bereitgestellt. Diese stehen denjenigen zur Verfügung, die ein Radio oder ein Fernsehgerät besitzen.
Die Mitarbeitenden von Compassion haben die Kinder u.a. per Telefon betreut, ermutigt und ihnen akademische Unterstützung ermöglicht. Ausserdem haben sie ihnen gedrucktes Material nach Hause gebracht.
Das Schuljahr dauert von März bis Dezember. In Peru gab es eine längere Phase der Unklarheit, ob die Schulen nun ganz oder nur teilweise geschlossen werden sollten. Eine Werbekampagne mit dem Spruch „Ich lerne zu Hause“ wurde lanciert, zusammen mit Unterricht im Radio, im Fernsehen und mittels einer neu aufgeschalteten Online-Plattform. Die Klassen waren von der Grundstufe bis zur Oberstufe nach Alter geordnet. Die Direktoren der einzelnen Schulen wurden gebeten, mit ihren Lehrkräften den Einsatz der Ressourcen zu überwachen und herauszufinden, ob sie den Schülern und ihrem Umfeld entsprechen und wirken.
In einigen ländlichen und abgelegenen Gebieten besuchten die Kinder weiterhin die Schule mit Präsenzunterricht. Es gab dort nur wenige oder gar keine Covid-Infektionen. Trotzdem findet der Unterricht im Freien statt.
Das Bildungsministerium hat angekündigt, dass der Fernunterricht in den meisten Teilen des Landes bis zum Ende des Jahres fortgesetzt wird. Allerdings stehen Studenten in ländlichen Gebieten vor vielen Problemen mit dem Fernunterricht, da sie weder eine Internetverbindung noch elektronische Empfangsgeräte haben, um den Kursen zu folgen. Unterricht im Fernsehen oder Radio scheitern oft am Bildungsniveau der Eltern und ihren Möglichkeiten, kleine Kinder zu beaufsichtigen und sie schulisch unterstützen zu können.
Compassion bot den Eltern Informationen und Schulungen über die Bildungsstrategie der Regierung an. Sie halfen Eltern und Kindern, die Schularbeiten zu organisieren respektive ein Studium zu planen. In den Kinderzentren wurden Lehrpersonen angestellt, um die Kinder akademisch zu unterstützen und sie vor dem Schulabbruch zu bewahren.
Compassion hat auch Jugendliche darin unterstützt, ein Stipendium zu beantragen, um Zugang zu höherer Bildung zu erhalten.
Einige Kinderzentren haben jugendlichen Patenkindern Tablets zur Verfügung gestellt, damit sie ihre Ausbildung im Fernunterricht absolvieren können.