Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/117443

<h2>SubmittedText<h2><p>Es ist bereits einige Zeit her, dass der Bund die Einrichtung eines öffentlichen Prämienvergleichsdienstes analog zum Vergleichsdienst Comparis angekündigt hat. Zum einen soll damit ein Dienst zur Verfügung gestellt werden, der von jeglicher Beteiligung der Versicherer unabhängig ist, wodurch seine Neutralität gewährleistet wird. Zum anderen soll vermieden werden, dass Zahlungen, die Versicherer, die mit privaten Vergleichsdiensten zusammenarbeiten, an diese Dienste tätigen, zulasten der Krankenversicherung gehen.</p><p>1. Sieht der Bundesrat bzw. das Eidgenössische Departement des Innern einen solchen Dienst immer noch vor?</p><p>2. Wenn ja, wird dieser Dienst den Versicherten ab Herbst dieses Jahres zur Verfügung stehen, bevor die Frist für den Wechsel der Krankenkasse für die Grundversicherung abläuft?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Im Dezember 2010 hat das Eidgenössische Departement des Innern das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beauftragt, den Prämienrechner, der auf der Internetseite des BAG verfügbar ist, weiterzuentwickeln. Die Möglichkeiten des bereits existierenden Instruments sollen verbessert werden, um den versicherten Personen ein leistungsfähiges Instrument für den Prämienvergleich zur Verfügung zu stellen. Der neue Prämienrechner des BAG, dessen Kosten im Rahmen des vorhandenen Budgets finanziert werden, wird den versicherten Personen und den Versicherern gratis zur Verfügung stehen. Dank diesem kostenlos zur Verfügung gestellten Angebot können die Versicherer bis zu 16 Millionen Franken an Gebühren sparen. Für den Bund entstehen per saldo keine Mehrkosten, stehen doch dem Aufwand für die Verbesserung des Prämienrechners geringere Aufwendungen des Bundes für Prämienverbilligungsbeiträge gegenüber, die er gemäss Artikel 66 Absatz 2 KVG leistet.</p><p>Das Projekt für den neuen Prämienrechner hat von den interessierten Kreisen, insbesondere von den Versicherern und einigen Konsumentenschutzorganisationen sowie von gewissen Konsumentenmedien, Unterstützung erhalten. Letztere haben die Gelegenheit genutzt, in der Entwicklungsphase zum Projekt Stellung zu nehmen; ihnen wurde ein Prototyp vorgestellt. Das BAG hat die Möglichkeit geprüft, die Vorschläge der Partner in den Prämienrechner zu integrieren, sofern sie technisch umsetzbar und im Vergleich zu ihrem Nutzen keine unverhältnismässigen Mehrkosten verursachen.</p><p>2. Im Zusammenhang mit gewissen Funktionen, über die das Instrument verfügen soll, stehen noch Entscheidungen an, doch der Prämienrechner wird den versicherten Personen am Tag der Bekanntgabe der Prämien 2012 zur Verfügung stehen.</p>  Antwort des Bundesrates.