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Kategorie: Gemeinde Schmerikon, Ortsgemeinde Schmerikon
Altlast am See: Abschluss der Sanierungsarbeiten
Am Seeufer von Schmerikon erfolgte im vergangenen Winter die Sanierung der Altlast am See. Die Arbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit der Ortsgemeinde, die gleichzeitig die zweite Etappe der Seeufergestaltung realisiert. Mit Gesamtkosten von knapp 1.7 Mio. Franken fiel der Aufwand deutlich geringer als erwartet aus. Unter Berücksichtigung eines Beitrages der Ortsgemeinde und des Bundes aus dem Altlastenfond, verbleiben der politischen Gemeinde Kosten von knapp Fr. 750'000.
Unmittelbar beim Bahnhof, zwischen Bahnlinie und See, wurde in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts der Seeboden aufgefüllt und hierbei auch Kehricht abgelagert. Die letzte Etappe der Deponierung betraf den ca. 60 m langen Streifen, auf welchem in den vergangenen 50 Jahren die KIBAG Kies umgeschlagen hat. Hierfür wurde 1939 die damalige Ufermauer verlängert und anschliessend hinterfüllt. Die Auffüllung war 1951 beendet. Gemäss Analysen, die zwischen 1998 und 2006 durchgeführt wurden, waren der Gemeinderat, wie auch die kantonalen und nationalen Fachstellen seit geraumer Zeit von der Sanierungsbedürftigkeit dieses Bereiches ausgegangen.
Sanierung durch Aushebung und Entsorgung der Altlast
Die umfangreichen Diskussionen und zahlreichen weiteren Untersuchungen mündeten im Verlauf von 2013 in der Anerkennung der Sanierungsbedürftigkeit durch die Fachbehörden von Kanton und Bund. Mit dieser Anerkennung verbunden war die Zusicherung von Bundesbeiträgen an die Sanierung. Mit dem Beschluss des Gemeinderates zur Sanierung durch Aushebung und Entsorgung des belasteten Materials (sog. Dekontamination) wurde eine Variante zu einer Sanierung ohne Entnahme der Abfälle, durch reine Sicherung des Standortes, verworfen. Mit der Zusicherung des Beitrages und der Bestätigung der Sanierungspflicht auf der Grundlage eines Dekontaminationsprojektes wurde der von der politischen Gemeinde zu tragende Kostenanteil zur gebundenen Ausgabe, die in die Kreditkompetenz des Gemeinderates fällt.
Deutlich geringere Aufwendungen als erwartet
Die Sanierung der Altlast am See ist im Spätherbst 2013 und Winter 2013/2014 wie vorgesehen erfolgt. Mit der Bauleitung beauftragt war die Staubli, Kurath und Partner AG. Die Bauarbeiten erfolgten durch die ARGE Altlast Seeufer Schmerikon der Unternehmen Johann Müller Schmerikon AG und KIBAG. Die fachtechnische Altlastenbegleitung wurde durch den Geologen Dr. A. Zingg durchgeführt.
Dem Gemeinderat liegt nun Schlussbericht und Schlussrechnung vor. Die gesamten Kosten für die Sanierungsmassnahmen belaufen sich auf rund Fr. 1'690'000. In einem Kostenvoranschlag von Februar 2013 wurden Kosten von 3.6 Mio. Franken vorausgesagt. Die Gründe für das erfreuliche Ergebnis sind mehrfach. Einerseits erfolgte die Vergabe der Bauarbeiten und Entsorgung zu deutlich besseren Konditionen als vorangeschlagen. Im Weiteren fielen die angetroffenen Altlastmengen geringer als angenommen aus. Auch die angetroffenen Altlastqualitäten liessen die weitestgehende Zuordnung zu Kategorien zu, die günstiger als erwartet entsorgt werden konnten.
Mit der Ortsgemeinde hatte die politische Gemeinde die Kostentragung in einer Vereinbarung geregelt. Der Bund übernimmt, nach Bereinigung der Rechnung 40% der Kosten. Im Endeffekt werden der politischen Gemeinde rund Fr. 750'000 verbleiben. Damit fährt die Gemeinde deutlich günstiger als erwartet.
Gewinn für alle Beteiligten
Der Gemeinderat nimmt mit Befriedigung vom guten Ergebnis Kenntnis. Er fühlt sich trotz der geringeren Belastung als erwartet, in seinem Beschluss bestätigt, die Sanierung durch eine Standort-Dekontamination, d.h. durch Entnahme des belasteten Materials, und nicht durch Sicherung des Standortes unter Belassung des belasteten Materials, durchgeführt zu haben. Mit der gewählten Variante ist die Diskussion um die Auswirkungen dieses Standortes auf das Seewasser und die belebte Umwelt definitiv gebannt. Immerhin handelt es sich beim Zürichsee um einen wichtigen Trinkwasserspeicher für die Gemeinden und Städte seeabwärts. Zudem sind keine Errichtungskosten für ein Containment, geschätzt auf 1 Mio. Franken, sowie wiederkehrende Kosten für die Überwachung zu tragen. Und vor allem ermöglichte diese Variante die unveränderte Realisierung der zweiten Etappe der Seeufergestaltung durch die Ortsgemeinde.
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