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Diese grosse Aquarellzeichnung über Feder (od. Bleistift) von Rudolf Weber zeigt ein stilles, baumbestandenes Friedhofsidyll mit einer Spaziergängerin im hinteren Mittelgrund. Es handelt sich womöglich um einen Wiener Gottesacker, zumal das Aquarell mit "Wien" ortsbezeichnet ist.
Der 1872 in Wien geborene Rudolf Weber liess sich zunächst beim Bühnenmaler Anton Brioschi ausbilden. Sein Kunststudium absolvierte er schliesslich an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Eduard Peithner von Lichtenfels. Weber war regelmässig an Ausstellungen am Wiener Künstlerhaus beteiligt, übersiedelte um 1900 in die Wachau, wo sein Haupttätigkeitsfeld die Landschaftsmalerei mit Motiven aus der dortigen Region war, weshalb es naheliegend ist, dass das hier angebotene Aquarell einen Gottesacker in Webers Umgebung zeigt. Rudolf Weber lebte bis zu seinem Tod 1945 in der Wachau.
Das sehr ansprechende, lichte Friedhofsaquarell ist von feiner, wohlkomponierter Ausführung, wie es für Webers Schaffen typisch ist. Es misst 40,5x29cm und ist auf einen dicken, sehr stabilen Karton kaschiert. Dem Anschein nach hat das der Künstler selbst noch vollzogen.
Der Zustand ist gut bis sehr gut. Es ist nicht sehr farbintensiv, was wohl vom Künstler bewusst gewählt ist. Der obere Rand ist leicht ramponiert, in der oberen linken Ecke sind kleinere Farbverluste auzumachen. Das Aquarell ist unten links signiert, ortsbezeichnet und mit 1900 datiert.
Provenienz:
– Österreichische Privatsammlung
– Auktionshaus Dorotheum, Wien
CHF 720.00Preis