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Geländespiele – Höhepunkte des Jubla-Seins
Spielideen und Hilfsmittel
Geländespiele sind ein fester Bestandteil des Schar- sowie Lageralltags und die meisten Kinder freuen sich, wenn es wieder so weit ist. Die Planung stellt die Leitenden jedoch häufig vor Herausforderungen. Das Spiel darf nicht zu kompliziert sein, muss aber trotzdem Spannung und Wettbewerb aufkommen lassen. Deshalb ist es sinnvoll, Hilfsmittel zu nutzen, damit nichts vergessen geht. Hier zwei Beispiele für Geländespiele und weitere Hilfsmittel, die dich und dein Leitungsteam unterstützen können.
Bisonjagd
Grundlegendes
- ab 20 Personen
- ca. 2 Stunden
- Material: eine Karte, Gesichtsfarbe, eine Wolldecke (oder ähnliches)
So funktioniert's
Die Sioux haben einen Bison erlegt und wollen diesen in ihr Dorf bringen. Im Wald lauern jedoch Wölfe, die ihnen diese Beute abnehmen möchten. Für das Spiel wird ein grosses Gebiet von ca. 1km x 2km gebraucht, das, wenn möglich, aus Wald und Wiese besteht. Hat man ein Spielfeld, werden zwei gleich grosse Gruppen gebildet. Die Sioux kennzeichnen sich mit Kriegsbemalung und verständigen sich mit Kampfgeschrei. Die Wölfe haben grau/schwarz gefärbte Gesichter und verständigen sich mit Wolfsgeheul.
Die Sioux begeben sich an einen Ort am Rand des Spielfeldes. Sie erhalten einen Plan mit den Sioux-Lager und eine Wolldecke, die den Bison darstellt. Sie wollen mit Bison das Lager erreichen. Die Wölfe starten 5 Minuten später und verteilen sich auf dem Spielfeld. Sie kennen die Position des Lagers nicht. Sie können den Bison fangen, indem drei Wölfe den Bison umzingeln. Die drei Wölfe müssen sich um den Bison herum die Hand geben.
Bevor die Sioux starten, legen sie den Weg fest, auf dem sie das Lager erreichen wollen. Drei Sioux bleiben beim Bison, die anderen kundschaften den Weg aus. Stossen sie auf Wölfe, melden sie dies den Bisonbegleitenden, damit diese ihren Weg ändern. Im offenen Gelände können die Wölfe von den auskundschaftenden Sioux gejagt werden. Gefangene Wölfe holen bei der Spielleitung ein neues Leben. Im Wald hingegen sind die Wölfe zu Hause und können nicht gejagt werden.
Das Spiel ist beendet, wenn die Sioux es schaffen, den Bison in ihr Dorf zu bringen oder wenn es den Wölfen gelingt, den Bison zu fangen.
Jasskartenspiel
Grundlegendes
- ab 20 Personen
- ca. 1 Stunde
- Material: 10 Jasskartensets, Gesichtsfarbe
So funktioniert's
Das Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Punkte zu sammeln. Zuerst wird im Voraus für jede Gruppe eine Basis am Rand des Spielfeldes eingerichtet. Die Spielenden holen sich bei der Spielleitung Jasskarten und bringen sie im Anschluss in die Basis. Es dürfen nicht mehrere Karten gleichzeitig transportiert werden, ausser wenn in einem Duell eine Karte gewonnen wird.
Eine Karte kann in einem Duell erobert werden, indem eine gegnerische Person ausser Reichweite der Spielleitung berührt wird. Wer die höchste Karte hat, darf die niedrigere Karte des Gegners mitnehmen und beide Karten in die Basis bringen. Sobald eine Person zwei oder mehr Karten hat, darf sie niemanden mehr zum Duell auffordern. Es ist aber möglich, von jemandem zu einem Duell aufgefordert zu werden. Hat die gegnerische Person die höchste Karte, kann sie alle Karten einziehen. Trifft dies nicht zu, muss sie die Karte abgeben.
Zwei gleich hohe Karten neutralisieren sich gegenseitig. Die beiden Spielenden müssen so lange zusammenbleiben, bis eine andere Person mit einer Karte kommt. Diese darf alle Karten mitnehmen, auch wenn die eigene Karte tiefer ist.
Das Spiel endet nach Ablauf der vorgelegten Zeit oder wenn alle im Spiel befindlichen Karten von der Spielleitung verteilt und in den Basen sind.
Punkteverteilung: Ass 11, König 4, Ober 3, Under 2, Zehn 10, Neun 9, usw. …
Tipps und Tricks für eine sichere Leitung
- Eindeutige Geländegrenzen festlegen - Grenzen klar erklären und mit den Kindern ablaufen.
- Ausrüstung/Kleidung kontrollieren.
- Teilnehmendenzahl kontrollieren – vor und nach dem Spiel, dass niemand verloren geht.
- Regeln kurz und verständlich erklären – komplizierte Regeln lassen sich am besten durch Beispiele verdeutlichen.
- Eindeutige Endsignale vereinbaren.
- Spielgeschehen beobachten – bei Problemen oder Unklarheiten mit den Beteiligten klären und nach Lösungen suchen.
- Auf alle Eventualitäten vorbereiten – Apotheke, Siko, Notsignale, Verpflegung, usw. – vorausschauend denken und handeln.
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Viele Geländespielvariationen sind auf dem J+S-Merkblatt Geländespielformen im schub.online aufgelistet.
Im Rex-Büchlein «Geländespiele – Spielprojekte für Stadt, Wald und Wiese» sind über 40 Gelände für den nächsten Scharanlass oder das nächste Lager gesammelt. Das praktische Hilfsmittel gibt Tipps, wie man sich auf Geländespiele vorbereitet und auf was man bei einer Durchführung achten sollte. «Meine stärksten Gelände- und Nachtspiele» ist ein weiteres Buch mit kreativen Inputs für deine Schar und lässt sich in einem ähnlichen Rahmen einsetzen.