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Feldhase
Der Feldhase (Lepus europaeus) lebt im offenen Feld, auch im Winter einzig geschützt durch sein warmes Winterfell. Sein Fell tarnt ihn gut vor der Entdeckung durch Fressfeinde, und er kann stundenlang reglos in einer Kuhle verharren, bis die Gefahr abgezogen ist. Sein Körperbau ist optimal an diese Lebensweise angepasst. Die Augen des Feldhasen liegen weit oben am Kopf, so dass er auch tief in die Vegetation geduckt um sich herum jede Bewegung wahrnehmen kann. Kommt ihm doch mal jemand zu nahe, macht er sich mit weiten Sprüngen buchstäblich "vom Acker" und wechselt dabei immer wieder ruckartig die Richtung, um den Verfolger zu verwirren.
Verletzliche Jungtiere
Trotz dieser Anpassungen lebt der Feldhase ein gefährliches Leben, die meisten Jungtiere erreichen das Erwachsenenalter nicht. Feldhasen haben deshalb mehrmals pro Jahr zwei bis vier Junge, die in den ersten drei Lebenswochen vollständig alleine in einer gut geschützten Bodenmulde überleben müssen. Um sie durch die eigene Anwesenheit so wenig wie möglich zu gefährden, besucht die Häsin ihre Jungschar nur einmal pro Tag, um sie zu säugen.
Der Feldhase ist in der Schweiz gefährdet. Die wichtigsten Ursachen dafür sind die Zerschneidung der Landschaft und die intensive Bewirtschaftung der Kulturflächen. Insbesondere der hohe Mährythmus von Wiesen fordert unter den Junghasen viele Opfer. Im Seebachtal scheint es ihm aber sehr gut zu gefallen. Dort versteckt er sich vor allem in den Buntbrachen und Hecken. Hier erfahren Sie mehr über seine Lebensweise.