Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03605.jsonl.gz/151

3. Wie entsteht ein Meister?
Ein Meister, der einen Meisterbrief bekommt, ist als Meister zu bezeichnen. Das ist eine Bezeichnung der Ausbildung.
Aber was ist ein Meister, bei dem man etwas lernt? Etwas, was nichts mit Ausbildung zu tun hat?
Serafino hat kein Problem, zu behaupten, dass ich seine Meisterin bin.
Er macht mich zu seiner Meisterin. Aber ich kann nicht behaupten, ich sei seine, bevor er es selbst angibt.
Der Schüler macht eine Person zu seinem Meister.
Ich bin eine Soziologie und dann eine Verkäuferin oder eine Unternehmerin. Teemeister bin ich nicht. Das meinen die anderen. Es ist eine Projektion, zu der ich als ein Individuum Abstand halte. Andererseits schlüpfe ich immer wieder in diese Rolle, um Tee zu vermitteln. Aber es hat mit meiner Person als Menglin nicht viel zu tun.
Dieses klare Bewusstsein pflege ich. Ich bin ich. Tee ist Tee.
Wie entsteht ein Meister in Sinne von Schüler-Meister-Beziehung? Ab dem Moment, dass Du jemanden zu Deinem Lehrer machst. Dieser Person schenkst Du Vertrauen, auch wenn Du sie oft nicht wirklich verstehst und dass Du immer wieder aus dem Komfortzone rusgeworfen bist. Bevor du es machst, beobachte sie gut.