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Historienfilm
Südkorea 1995
Alternative Titel Yeongwonhan jegug; 영원한 제국
Regie Park
Chong-won
Drehbuch Park Chong-won, Park Seong-jo, Lim Sang-soo nach dem Roman von Lee Ihn-wha
Darsteller Ahn Sung-kee, Jo Jae-hyeon, Kim Hye-su, Kim Myung-gon, Choi Jong-won
Länge 125 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 12
|Humor||Spannung||Action||Gefühl||Anspruch||Erotik|
|.||.|
©
Text Marco, molodezhnaja 1.11.09
© Bilder Daekyung, Screenshots molodezhnaja
STORY
Im späten 18. Jahrhundert geben zwei mächtige konfuzianische Bürokratenfraktionen den Ton in der Joseon-Dynastie an: Die bürokratischen Noron und die Namin, die dem König alle Macht zukommen lassen wollen. König Young-jo, der mit Hilfe der Noron an die Macht kam, war dieser Gruppe derart ausgeliefert, dass er sogar seinen Sohn Sado exekutieren musste, der sich für Reformen einsetzte. Nun herrscht Sados Sohn Jeong-jo (Ahn Sung-kee) und versucht, die Macht des Throns zu stärken. Dazu bildet er aus Mitgliedern der Namins eine Königsgarde, die seinem Kommando untersteht, und lässt vom Berater Chang einen Bericht des verstorbenen Young-jo suchen, der die Noron entmachten kann. Doch Chang wird ermordet, der Bericht bleibt verschwunden. Ein Gardist (Jo Jae-hyeon) soll die Bluttat aufklären und deckt ein Netz von Intrigen auf.
REVIEW
Neben König Sejong dem Grossen gilt König Jeong-jo (1752-1800) für viele Koreaner als bester Herrscher der über fünfhundertjährigen Joseon-Dynastie. Diese Beliebtheit hat einerseits damit zu tun, dass er Reformen vorantrieb und versuchte, das bürokratisch verkrustete und gegen aussen isolierte Land umzukrempeln. Zum anderen geht es aber auch auf eine Verehrung des Königs in Kunst und Literatur zurück, die 1993 mit dem Erfolgsroman "Eternal Empire" einen Höhepunkt erreichte.
Zwei Jahre später verfilmte Park Chong-won (Paradise Villa) den Stoff als aufwendigen Historienkrimi im Stile eines "Der Name der Rose", wenn auch deutlich weniger düster und letztendlich auch weniger genial. Aber dank einer abwechslungsreichen Montage, ansprechenden Bildern und überzeugenden Hauptdarstellern erreicht die Filmfassung von "Eternal Empire" dennoch ein hohes Niveau. Etliche Kritiker waren 1995 gar begeistert und so holte sich das Werk an den Daejong Awards satte acht Auszeichnungen, darunter für den besten Film und den besten Regisseur.
Vielleicht war die Konkurrenz dürftig - denn derart gelungen "Eternal Empire" auch ist, er hat doch einige gravierende Schwächen. So ist der dialoglastige Film mit über zwei Stunden deutlich zu lang, zumal er manche Längen aufweist. Die Spannungsschraube hätte mit einer konzentrierteren Story stärker angezogen werden können. Und statt den vielen auf Dauer ziemlich konfusen Intrigen, wären die Zuschauer mit einer fokussierten Tätersuche vielleicht besser bedient. Alles wirkt hier eine Spur zu vage, zu lasch, zu wirr und zu unterkühlt. Echte Emotionen können sich nur schwer aufbauen.
Doch verzagen braucht man deswegen nicht, denn Park Chong-won gleicht diese Defizite mit Pracht und Kalkül wieder aus. So überzeugt ganz besonders die Bildsprache, die mit den verschiedenen Farben am Hof arbeitet (in Kostümen und Raumgestaltung) und etliche Ecken des Palasts ausleuchtet - auf immer neue Art und Weise. In diesen Kulissen tummelt sich das zweite "Pro" des Films: die Akteure. Angeführt von Altstar Ahn Sung-kee (Battle of Wits) und dem noch jungen Jo Jae-hyeon (Marine Boy) meistert das Ensemble jede noch so spröde Stelle.
Der Preissegen scheint also etwas übertrieben, doch sicherlich nicht vollends unverdient: "Eternal Empire" widmet sich auf solide, historisch bildende und cineastisch sehenswerte Weise einer Geschichte aus der Regierungszeit jenes beliebten Monarchen und bietet zudem interessante Einblicke in das bislang etwas stiefmütterlich betrachtete koreanische Kino kurz vor seiner "Entdeckung" durch den Westen um die Jahrtausendwende.
MEINE
DVD
Südkorea, Code 0, NTSC
Bild: Letterboxed Widescreen
Ton: Koreanisch 5.1 mit englischen und japanischen Untertiteln.
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Yesasia (Liefert aus HK)
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SCREENSHOTS
Screenshots der DVD mit TotalMedia Theatre 3, verkleinert und leicht geschärft mit CorelPaint
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