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Im Gesetz von 1972 heisst es in Artikel 4 «Freiwilliger Schulsport»: «Der Bund fördert den Schulsport, der unter der Verantwortung der Schule zusätzlich zum obligatorischen Turn- und Sportunterricht freiwillig durchgeführt wird.» Weiter heisst es: «Zu diesem Zweck übernimmt der Bund [insbesondere über das J+S-Programm] […] die Hälfte der Leiterentschädigung, sofern der Kanton, die Gemeinde oder die Schule die andere Hälfte übernimmt.» Das Ziel dieses «freiwilligen Schulsports» ist es, eine Brücke zwischen dem Sportunterricht in der Schule und den Sportverbänden und -vereinen zu schlagen.
Ich denke, man kann Schulsport als ein Sprungbrett ansehen (…). Es ist eine Chance für junge Menschen, mehr Sport zu treiben, wenn sie wollen. Es können Lager und ausserschulische Sporttage veranstaltet werdenRobin Pellet
Einige Jahre nach dem Gesetz wurden in einem Manifest für den freiwilligen Schulsport die Ziele dieser gesetzlichen Bestimmung präzisiert, wobei insbesondere betont wurde, dass die Umsetzungsmassnahmen im Schulbereich und innerhalb jeder Gemeinde lokal bleiben sollten. Im Idealfall entscheidet die Lehrkraft in Absprache mit der Schulleitung über die Eröffnung eines Kurses (auch wegen der Nutzung der schulischen Infrastruktur). Der Kurs findet in der Regel am Mittwochnachmittag statt und wird von der initiativen Lehrkraft in Zusammenarbeit mit den von Jugend+Sport ausgebildeten Leiterinnen und Leitern aus den lokalen Vereinen der angebotenen Sportart durchgeführt. Denn die Verbindung zu einem lokalen Sportverein ist wichtig. Die Idee, die dahintersteckt, ist, dass Jugendliche, die Gefallen an einer Sportart gefunden haben, sich später beim nächstgelegenen Verein anmelden, um den Sport weiter zu betreiben.
Der «freiwillige Schulsport» verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele. Zum einen soll er eine Vorbereitung auf die Wettkampfpraxis sein, insbesondere durch die Teilnahme an schul- oder gemeindeübergreifenden Wettkämpfen, die es normalerweise im Sportunterricht der Schulen nicht gibt. Andererseits soll dieser «freiwillige Schulsport» vorrangig Jugendliche ansprechen, für die die Teilnahme an sportlichen Aktivitäten aus verschiedenen Gründen (Gesundheitsprobleme, soziale Barrieren usw.) nicht selbstverständlich ist, indem die Einschränkungen beim Zugang zum Vereinssport verringert werden. Derzeit wird der Zugang zum Unterricht im Fach «Schulsport» insbesondere Studierenden an Hochschulen (Universitäten und Pädagogischen Hochschulen) im Rahmen von Lagern angeboten, die vollständig in ihre Ausbildung integriert sind. Das Ziel ist, dass die Lehrenden von morgen über spezifische Kompetenzen im Bereich J+S verfügen und sich in der Organisation von Aktivitäten im Zusammenhang mit dem eidgenössischen Förderprogramm einbringen können, sei es in Form von Lagern oder Sporttagen.
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