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Die Wortherkunft von Rumpf ist ungewiss. Bekannt ist lediglich, dass das Wort bereits im Mittelhochdeutschen geläufig war.
Dabei ist es doch ganz simpel: Wörter und ihre Bedeutung werden fast ausschliesslich von älteren Erwachsenen definiert, und selbst sogenannte Jugendwörter wie «Geil!», «Mega!» usw. wurden ursprünglich von alten Menschen, in diesen beiden Fällen Wissenschaftler der Biologie und der Mathematik, geschaffen.
Der Rumpf ist daher eine auf Beobachtung des eigenen Körpers entstandene Definition, die den deutlich dem Zerfall anheimgefallenen und in Rümpfen an den Knochen hängenden äusseren Teil des Leibes beschreibt. Alles liegt an einem Rumpf, man nennt es also Rumpf. Vorbild für diese Art des Rumpfes ist das Textil.
Eine andere Herleitung könnte auch aus dem Geräusch gezogen werden, das die Hautlappen machen, wenn man sie sich über die Schulter zerrt, um sich den Rücken zu rasieren oder auf beunruhigende Hautflecken zu untersuchen.
Eine letzte Möglichkeit, jedoch noch abwegiger als die letzte, ist eine onomatopoetische – und zwar beschreibt das Wort lautmalerisch das Geräusch, das ein Körper macht, der zum Beispiel über herumliegende Hellbarte stolpert und der Länge nach auf den Burghof rumpst.
Zum Rumpf selber gibt es wenig zu sagen. Genau genommen kann man seinen eigenen Rumpf gar nicht betrachten, da das Wort der Definition nach nur den Torso, also den mittleren Körper ohne Beine, Arme und Kopf beschreibt. Das Wort Rumpf übrigens vom Geräusch des Vierteilens herleiten zu wollen, ist Unfug. Hier liegt das Wort Frack viel näher, aber das ist eine andere Geschichte.
Rumpf Wortbedeutungen: Torso, Schwimmkörper des Schiffes, Falten bei Textilien (nur im Schweizerdeutschen (Schweizerisches Idiotikon S. 947 [grümpf, brmüpft, Rompf, Rumpf = faltig, runzelig und «schrumpfig»], auch Schiffsrumpf, Käserumpf, Flugzeugrumpf, Nase rümpfen, usw.
In besonderem Masse und daher als ein unabdingbarer ökonomischer Faktor der Industrieländer anzusehen ist die Angst vor Leibrümpfen bei Frauen.
Die ab dem zwanzigsten Jahr – und in besonderem Masse nach einer Schwangerschaft – auftretenden Falten treiben die Frauen zu Millionen an die Regale mit Schönheitsmittelchen, Diäten und Abnehm-Trick-versprechenden Heftchen, und Live-Style-Lebensmitteln, zu Schönheitschirurgen und anderen Wunderheilern. Seit Jahren treibt die Angst vor Falten junge Frauen und Mädchen sogar in den Selbstmord. Der Rumpf ist also nicht zu unterschätzen und muss deutlich als Gefahr für den Menschen wahrgenommen werden. Insbesondere, da die meisten Krankheiten direkt im Rumpf ihren Ursprung haben und zum Beispiel Herzinfarkte ohne Rumpf gar nicht vorkämen.
Es steht daher ausser Frage, dass der Mensch sich früher oder später vom Rumpf befreien muss und vielleicht nur noch als Arme existiert (Beine kommen nicht infrage, da die zum Davonlaufen sind). Auch der Kopf als Quelle all dieses Unfugs muss vehement ausgeschlossen werden.
Letztlich bleibt zu hoffen, dass bei geneigter Leserin und geneigtem Leser nicht alles an einem Rumpf liegt oder hängt oder man sich damit möglichst gut eingerichtet hat.