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Das mächtige Verwaltungs- und Kantinengebäude hätte gemäss den Plänen von August Boyer etwas niedriger, aber zusätzlich mit einem zehngeschossigen Hochhaus ausgeführt werden sollen. Der kühne Entwurf zeugt vom starken Selbstbewusstsein der Industrie zu Beginn der 1960er Jahre. Der schnörkellose Verwaltungsbau ist ein Beispiel für den funktionalen Stil der internationalen Moderne. Die gewählte Architektursprache spiegelt den wirtschaftlichen Wandel, den viele Unternehmen auch vollzogen: Sie orientieren sich seit den 1950er Jahren an einem globalisierten Markt. Die Firmenarchitektur wird zum weltweit verständlichen Kennzeichen einer modernen Firmenkultur. Bauen im Heimatstil ist definitiv vorbei.
Das als neues Wahrzeichen für ein modernes Emmen konzipierte Ensemble hätte die vom Seetalplatz herkommenden Besucherinnen und Besucher empfangen und die Industrie als Emmens bedeutendste Einrichtung zur Darstellung bringen sollen. In Kriens (Grosshof, Bell Maschinenfabrik) und Luzern (Pilatusplatz) werden zur selben Zeit ähnliche Projekte geplant. Ihnen zu Pate steht die Idee, die Agglomeration Luzern für die Bedürfnisse des motorisierten Individualverkehrs umzubauen. In Emmen wird auf das Hochhaus verzichtet, stattdessen wird später das Hauptgebäude um drei Geschosse aufgestockt.
Baujahr: 1961, 1965 Aufstockung
Architektur: August Boyer, Luzern