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Amy Chua, die als „Tiger Mom“ weltberühmt wurde, weil sie ihre Töchter über alle Hindernisse hinweg zum Erfolg quälte (und die jungen Frauen dies auch ausgezeichnet überlebt haben), legt nun mit ihrem Mann Jed Rubenfeld ein neues Buch vor: „The Triple Package“.
Darin nennt sie jene kulturellen Gemeinschaften, die es als Einwanderer in die USA zu besonderem Reichtum und Einfluss gebracht haben. Die Schweizer sind nicht darunter, nicht die Deutschschweizer, nicht die Romands und auch nicht die Tessiner.
Die Gemeinschaften, welche es nach Auffassung der beiden Yale-Professoren, weit gebracht haben, sind die Chinesen, die Juden, die Inder, die Iraner, die Libanesen, Kubaner, Mormonen und Nigerianer.
Die Angehörigen dieser Gruppen sind sich einig darin, anderen Gruppen kulturell überlegen zu sein. Sie sind „overachievers“, weil sie ständig unsicher sind, genügend zu leisten, und sie können den Impuls regulieren, bei Schwierigkeiten nicht aufzugeben.
Im Falle der Schweiz kenne ich keinen Schweizer, der nicht andere Gruppen mindestens als gleichwertig bezeichnen würde. Die meisten Schweizer sind allerdings der Auffassung, sie würden genügend leisten (und leisten daher nichts Besonderes). Eine grosse Zahl von Schweizern, vor allem Deutschschweizer, gibt auch nicht gerne auf, sondern hat es gelernt, Schwierigkeiten zu überwinden.
Die trägen Unter- oder Oberklassen aller Länder werden von diesen „high performers“ jetzt überrollt. Das gilt auch für die Schweiz, wo viele schon deshalb nicht mehr Ausländer im Land wollen, weil sie Angst haben, mit ihnen in den Wettbewerb treten zu müssen.