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Der Schienengüterverkehr hat für Aussenstehende drei eher problematische Merkmale. Erstens entzieht er sich dem Erfahrungshorizont der normalen Verkehrsteilnehmenden. Zweitens unterliegt er, untypisch für den öffentlichen Verkehr der Schweiz, seit zehn Jahren einem harten Wettbewerb. Und drittens nimmt man den Schienengüterverkehr oft eher als Störer auf dem Netz wahr – etwa in Diskussionen um begrenzte Kapazitäten für den Personenverkehr auf einem äusserst dicht genutzten Schienensystem oder als lästige Lärmquelle.
Trotzdem besteht in der Schweiz klar der Konsens, dass Güterverkehr wo möglich auf die Schiene gehört. Im Alpenquerenden Güterverkehr ist das Ziel der Verlagerung von Strasse auf Schiene in der Verfassung verankert. Der VöV engagiert sich dafür, die Umsetzung des Verlagerungsauftrags voranzutreiben. Im Binnengüterverkehr wird ca. ein Viertel der Transportierten Tonnen auf der Schiene abgewickelt. Damit entlastet die Schiene die Strasse jedes Jahr um 2,5 Millionen Lastwagen. Weil die Ertragslage im Schiene-Binnengüterverkehr momentan sehr schlecht ist, suchen Wirtschaft und Politik neue Organisations- und Finanzierungsmodelle für die Verbesserung der Rahmenbedingungen.
Der VöV hat mit seiner Broschüre «Die Zukunft des Schienengüterverkehrs. Positionen des VöV zum Alpentransit und zur Flächenbedienung» die Herausforderungen und Lösungswege sowohl für den Güterverkehr im Inland wie auch für den Alpentransit zusammengestellt.
Die Schienengüterverkehrs-Branche unterstützt die vom Bundesrat vorgestellte Gesamtkonzeption zur Förderung des inländischen Güterverkehrs auf der Schiene, auf deren Grundlage eine Totalrevision des Gütertransportgesetzes aufbaut, mit einem Positionspapier.