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Nestlé darf sich nicht jährlich am grausamen Tod von duzenden von Tieren beteiligen – Eine nicht sehr kostspielige Lösung könnte diesen Tieren viel Leid ersparen
Ursprünglich im Bereich der Medizin eingesetzt, wurden Botulinumtoxin A-haltige Produkte nach und nach unter dem Namen „Botox“ für kosmetische Zwecke verwendet. Grund dafür ist deren Fähigkeit, gewisse Gesichtsfalten vorübergehend zu mildern. Seit einigen Jahren wird Botox in Schönheitsinstituten angewendet und wurde so zu einer Haupteinnahmequelle für die Produzenten, obwohl das Medikament nicht für diesen Zweck vorgesehen war.
Entsetzliche In-vivo Tests wobei Tiere durch Ersticken sterben
Weil dieses Nervengift von extremer Gefährlichkeit ist, muss jede Produkteeinheit an Tieren oder mittels einem Zelltest geprüft werden. Die Tests an Tieren erfolgen nach dem Prinzip des LD50 Tests (Letale Dosis 50), d.h. die Giftmenge tötet 50% der Tiere. Verschiedene Dosierungen in unterschiedlichen Konzentrationen werden mehreren Gruppen von Mäusen in den Bauch gespritzt. Diese sterben unter unvorstellbarem Leiden durch Muskellähmung (ersticken), was gewöhnlich mehrere Tage dauert. Zum mit versteckter Kamera gedrehtem
Jährlich erleiden tausende von Tieren diese grausamen Tests. Dabei wäre es möglich auf Tiere zu verzichten.
2011 kündigte die Firma Allergan, grösster Hersteller therapeutischer Botulinumtoxin A-haltiger Produkte, an, einen In-vitro Test an Zellkulturen entwickelt zu haben mit welchem die Tierversuche um 80% verringert werden konnten. Allergan vertreibt die Marken Botox und Vistabel.
Der Test, dessen Entwicklung 65 Millionen US Dollar kostete, wurde vorerst von der Behörde für Lebens- und Arzneimittel (Food and Drug Administration FDA) in den USA und Kanada für gültig erklärt. Im Januar 2012 dann auch von der Organisation Swissmedic.
Was haben die übrigen Botox produzierenden Hersteller in den 7 Jahren seit der Anerkennung des In-vitro Tests von Allergan für die Entwicklung weiterer Ersatzmethoden getan?
Nachdem die zwei Hauptkonkurrenten Merz (Marken Xeomin und Boccouture) und Galderma und Ipsen (Marken Dysport und Azzalure) 2012 dank des Erfolgs von Allergan unter Druck gerieten, haben sie erklärt, nun auch an der Entwicklung tierversuchsfreier Testmethoden zu arbeiten.
Während die Firma Merz 2015 einen Zelltest entwickelte, der inzwischen in 36 Ländern zugelassen ist, kann man nicht sagen, dass Galderma und Ipsen ernsthafte Anstrengungen unternommen haben um aus dem Tierversuch auszusteigen.
Nestlé muss eine Testmethode ohne Tiere finanzieren
Die Firma Nestlé, mit Hauptsitz in Vevey im Kanton Waadt, trägt eine moralische Verantwortung in dieser festgefahrenen Situation. Diese Verantwortung ist umso grösser wenn man bedenkt, dass Nestlé 2014 für den Kauf von Galderma 3,1 Milliarden Euro locker machte. Damit wurde die Tochterfirma Nestlé Skin Health kreiert. Nestlé investierte daraufhin weitere 1,3 Milliarden Euro für das Exklusivrecht dermatologische Produkte wie Dysport und Azzalure vermarkten zu dürfen.
Beim Abschluss dieses Geschäfts haben Nestlé und Ipsen in einem Kommuniqué ihre exklusive Partnerschaft für die Entwicklung und Vermarktung neuer Neurotoxine mitgeteilt. Man freue sich darauf, „internationale Leader im Bereich der Neurotoxine zu werden“. Und damit gleichzeitig internationale Leader von enormem Tierleid und noch mehr Experimente an Tieren zu werden?
Für eine Firma wie Nestlé, welche 2017 einen Gewinn von 7,2 Milliarden Franken erwirtschaftete, wäre es ein Leichtes, in die Entwicklung einer Ersatzmethode zu investieren.
Was sind schon 65 Millionen wie sie Allergan in die Entwicklung seines Zelltests investiert hat, für eine multinationale Firma wie Nestlé die jährlich Milliarden Gewinne schreibt?
In Windeseile könnte Nestlé die Forschung nach tierversuchsfreien Testverfahren finanzieren, wodurch zehntausenden von Tieren ein grausamer Tod erspart bliebe. Diese Verachtung gegenüber tierischem Leid, wo es nur um Profit zu jedem Preis geht, ist unerträglich.
Nestlé muss jetzt einen Ausweg aus solchen Tierversuchen finden. Aus diesem Grund lanciert die ECEAE eine Kampagne die in der Schweiz von der LSCV getragen wird. Eine Online-Petition mit dem Titel: STOP dem langen und grausamen Sterben tausender Tiere für kosmetische Produkte die Nestlé vertreibt! steht für Unterschriften zur Verfügung.