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Johann Josef Zwyssig, der nachmalige P. Alberik Zwyssig, wurde am 17. November 1808 in Bauen UR geboren. 1821 trat Johann Josef Zwyssig in die Klosterschule von Wettingen ein, gründlich darauf vorbereitet durch Pfarrer Adelrich Bumbacher, der die Zwyssigfamilie erzieherisch und bildungsmässig betreute, nachdem sich deren Vater in holländische Kriegsdienste begeben hatte, aus denen er nie mehr zurückkehrte.
Im April 1826 begann der knapp 18-Jährige seine Novizenzeit und ein Jahr später legte er seine Ordensprofess ab. Bei der Aufnahme in den Konvent verlieh ihm Abt Alberik seinen eigenen Mönchsnamen: Albericus (Alberik). Nach der Weihe zum Subdiakon (1830) und zum Diakon (1831) empfing P. Alberik Zwyssig im April 1832 die Priesterweihe; gleich darauf wurde ihm auch das Amt des Kapellmeisters übertragen. Zur Amtseinsetzung von P. Plazidus Bumbacher als Pfarrer der Wettinger Dorfkirche (5. Juli 1835) schrieb Zwyssig eine Festmesse mit dem Graduale "Diligam te Domine", das später (1841) die Melodievorlage zum Gedicht "Schweizerpsalm" von Leonhard Widmer wurde und auf dem die Messe mit dem Schweizerpsalm
aufbaut.
Den Schmerz über die völlig ungerechtfertigte Aufhebung des Klosters Wettingen und die brutale Vertreibung der Mönche, aber auch die Hoffnung auf eine Rückkehr ins Kloster drückt er in zahlreichen Liedern aus, die vorwiegend in Zug (1841 - 46), der ersten Asylstation, entstanden sind.
Unsere CD mit der "Messe mit dem Schweizerpsalm" enthält einige von Zwyssigs schönsten, in Zug entstandenen Liedern, interpretiert durch den Laufenburger Tenor Tino Brütsch, am Klavier begleitet von Bernadette Schmidlin. Besuchen Sie die Seite Hörbeispiele!
Die nächsten Asylstationen waren Werthenstein und Wurmsbach. Erst nach 13 Jahren nahm die Zeit des unfreiwilligen Exils ihr Ende. In der Nacht vom 18. auf den 19. November 1854 erlag der durch die Anstrengungen um den Erwerb der Mehrerau und die Bemühungen um die Instandsetzung des neuen Klosters gezeichnete erst 46jährige P. Alberik Zwyssig einer Lungenentzündung.
Das Zwyssigdenkmal von Eduard Spörri im Hof des Klosters Wettingen (rechts, als Modell in Terra Cotta). Beat Brühlmeier, Präsident des Zwyssigkomitees von 1950 bis 1954, war ein enger Vertrauter des Wettinger Bildhauers. Ihm vertraute Spörri den symbolischen Gehalt des Kunstwerkes an. Beat Brühlmeier fasst zusammen: "Das Zwyssigdenkmal hält den begnadeten Augenblick fest, da ein Engel als göttlicher Bote zur Erde schwebt, kurz irdischen Boden berührt und in der Hand das Spruchband mit dem "Diligam te Domine" trägt. Er hält es locker, um es gleich fallen zu lassen und dem Musikpater die einzigartige Melodie einzugeben."
Die einzigartige Melodie liegt der ganzen Messe zu Grunde, sei es in ihrer Grundgestalt, in Umkehrungen oder anderen Varianten.
Die Errichtung des Zwyssigdenkmals im Vorhof des Klosters Wettingen geht auf eine Initiative des Wettinger Arztes, Musikers und Mäzens Dr. Oskar Spörri (1910 - 1965) zurück.
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