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Ein Jahr nach der Eröffnung der ersten gemeindeeigenen Kirche im Lerchenfeld von 1951 erstellt der Schweizer Künstler und Architekt Erwin Baumann dafür das Taufbecken. Das massive und schlicht gehaltene Objekt besteht aus einem geschwungenen, kreuzförmigen Steinsockel mit einer verzierten Halterung als Zwischenstück. Darauf kommt das runde und flache Taufbecken aus Kupfer mit einem Deckel zu liegen. Baumann verbringt seine Ausbildungszeit in Darmstadt (DE), wobei ihn vor allem die Einführung in die Bauplastik begeistert. Zurück in der Schweiz hat er als Bildhauer mehrere künstlerische Gestaltungen realisiert, unter anderem im Rahmen des Waldfriedhofs in Davos um 1920, wo er längere Zeit lebt. Nach mehreren Auslandaufenthalten erwirbt er 1939 schliesslich ein Bauernhaus am Faulensee. Zu dieser Zeit entstehen neben dem Taufbecken und Abendmahltisch für die Kirche Lerchenfeld mehrere Werke in der Region Thun, so auch die Kapitelle im Schloss Wimmis oder die Brunnenfigur beim Schulhaus Krattigen.
Katrin Sperry