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Gotthelf in Japanisch
Viele Reisende und Kaufleute aus aller Welt fanden im Bären Unterkunft. Aus jüngerer Zeit, August 1966, wird erzählt, dass sich ein japanischer Professor Namens Tanaka von der Universität Tokio, zusammen mit seiner Ehefrau, für zwei Monate im Bären einmietete. Er hatte sich zur Aufgabe gemacht Gotthelfs Werke in seine Sprache zu übersetzen. Zu diesem Zweck wollte er Land und Leute kennen lernen.
Ein Werk von Hodler
Der "Bären"-Saal war immer ein Ort der Begegnung. Da fanden des öfteren Gastspiele von Walter Roderer und Ruedi Walter statt. Aus jener oder früherer Theaterzeit existierten auf dem Estrich schwere, aufgerollte Kulissen. 1980 sandte man einen Brief an das Landesmuseum. Er beinhaltete die Vermutung, dass es sich bei einem der Gemälde um einen echten "Hodler" handeln könnte. Das Rätsel wurde bis heute nicht gelöst.
Vornehme Herrschaften
Ein alter Reiseführer berichtet: Das Pfarrdorf Sumiswald ist ein beliebter Treffpunkt für Reisende aus aller Welt. In elf Stunden von Luzern und in sechs Stunden von Bern, erreicht man das Dorf bequem mit der Postkutsche. Der Bären beherbergte eine "Relaisstation". Vornehme Herrschaften, wie etwa Textilkaufleute aus England, schätzten es im "dreisprachig" geführten Gasthof abzusteigen. Welch ein Genuß sich in der kühlen Gartenlaube auszuruhen. Unterdessen waren ihre Wertsachen im Tresorraum, mit seinen dicken Mauern und gepanzerter Türe, gut aufgehoben.
Auf Kriegsfuss mit den Behörden
Kunstmaler Kraus aus Rüegsauschachen bemalte 1898 den Festsaal. Die Blumenranken, Vögel und Wappen sind typisch für die Jugendstilzeit. Mit der Obrigkeit auf Kriegsfuss stehend, hat er als kleine Teufelei das Sumiswalder Wappen seitenverkehrt aufgemalt. Es prangt auch heute noch über dem "Gigerläubli".