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Der Tauchgang fand in der Seemitte zwischen Lausanne und Evian statt und dauerte rund 40 Minuten. Dabei erreichten die orange-weissen U-Boote eine Tiefe von knapp 300 Metern. Die 1987 konstruierten «Mir 1» und «Mir 2» sind zwei von lediglich fünf U-Booten weltweit, die tiefer als 3000 Meter tauchen können. Einen Tag nach der Vorstellung starteten die beiden rund 18 Tonnen schweren russischen U-Boote zu den eigentlichen Forschungstauchgängen. Das Projekt namens «Elemo» (Exploration des eaux lémaniques) soll das Ökosystem des Genfersees besser erforschen. Als erstes wurden die Rhone-Schluchten im Genfersee untersucht. Die Erforschung der Rhone-Schluchten ist lediglich ein Teilprojekt des «Elemo»-Programms. Vor allem wollen die Wissenschaftler die Auswirkungen der Wasserverschmutzung untersuchen. An den Forschungsarbeiten beteiligt sind neben der ETH Lausanne, die das Programm leitet, auch die Universitäten Genf und Neuenburg, das Wasserforschungsinstitut Eawag, sowie Institute aus Frankreich, Grossbritannien, Russland und den USA.
Dr. Frederik Paulsen, Präsident von Ferring Pharmaceutical sowie russischer Honorarkonsul in Lausanne gelang es, die beiden «Mir»-U-Boote an den Genfersee zu holen. Sein Unternehmen mit Hauptsitz in Saint-Prex am Genfersee machte als Hauptsponsor gemeinsam mit der russischen Föderation das «Projekt Elemo» überhaupt erst möglich, zudem gewann Paulsen die ETH Lausanne als wissenschaftlichen Koordinator und Partner.
Dr. Frederik Paulsen wird mit mehreren spektakulären Expeditionen in der Arktis und Antarktis in Verbindung gebracht. Paulsen war Mitglied der «Mir-Expedition» zum Nordpol. Am 2. August 2007 wurde vom U-Boot «Mir 1» in 4621 Meter Tiefe die russische Flagge in den Meeresboden des geographischen Nordpols gerammt. Mit dieser ehrgeizigen Expedition will Moskau seinen Anspruch auf fast 1,2 Millionen Quadratkilometer Gebiet in der Polarregion stützen. Paulsen war einer der drei Besatzungsmitglieder an Bord der «Mir 2» und einer der wichtigsten Sponsoren hinter der Expedition.
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