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Seit dem 1. Juli 2016 ist es in der Schweiz gesetzlich untersagt, private Bestechungsgelder zu zahlen. Die schweizerischen Behörden zielen durch die Verschärfung der Gesetzeslage auf eine bessere Kontrolle im Bereich der privaten Korruption ab. Verstärkt beeinflusst dies die nationale und internationale Wirtschaft. Nach aktueller Gesetzeslage wird private Korruption mit einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren und einer Geldbusse von bis zu CHF 5 Mio. geahndet.
Thematisiert werden speziell folgende Themen, die hier ausführlich nachgelesen werden können:
- Zusammenfassung der Reformen des Korruptionsstrafrechts;
- Verantwortung auf Seiten des Unternehmens vs. Verantwortung auf Seiten der Privatperson;
- Darstellung der zentralen Fragen, die durch die Reform aufgeworfen werden.
Die Neuregelungen sind vor allem für Unternehmen von Bedeutung, die zuvor keine entsprechenden Massnahmen gegen Bestechung und Korruption innerhalb der Gesellschaft vorgesehen hatten und die in Märkte eintreten, in denen unethisches Verhalten häufiger auftritt.
8 Punkte, die Unternehmen im Kampf gegen Bestechung und Korruption unbedingt beachten sollten:
1. Haben Sie “Compliance Assessments” vorgenommen und Ihre Risikoexposition gegenüber Bestechung und Korruption bestimmt?
2. Haben Sie interne Richtlinien und Regelungen (Verhaltenskodex usw.) in Bezug auf Bestechung und Korruption überprüft und ggf. angepasst?
3. Verfügen Sie über angemessene Überwachungs- und Berichtsmechanismen (einschliesslich Whistleblowing-Hotline)?
4. Führen Sie regelmässig “Compliance Assessments” einschliesslich Forensischer Datenanalysen, um mögliches Fehlverhalten zu erkennen?
5. Verfügen Sie über Reaktionspläne bei möglichem Fehlverhalten?
6. Haben Sie eine systematische “Third party Due Diligence” und ein professionelles Integritätsmanagement implementiert?
7. Haben Sie die Schulungsprogramme für Mitarbeitende bezüglich der Vermeidung von Bestechung und Korruption angepasst bzw. optimiert?
8. Haben Sie die Erwartungen der Unternehmensleitung kommuniziert (Vorbildfunktion der Unternehmensspitze, sog. «Tone at the top»)?