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„Man müsste Klavier spielen können / Wer Klavier spielt, hat Glück bei den Frau’n“ sang einst Johannes Heesters. Um ein ganz besonderes Pianoforte geht es in Das unsterbliche Klavier von Avner und Hannah Carmi.
Avner Carmi Janowsky (den russischen Familiennamen legt er später ab) wächst zu Beginn des 20. Jahrhunderts im heutigen Israel auf. Sein Grossvater Mattis Janowsky ist ein berühmter Pianist, der die Begabung des Jungen erkennt und ihm das Klavierspielen beibringt. Mattis erzählt seinem Enkel auch von einem legendären Klavier, das sich in Rom im Palazzo del Quirinale, der Residenz des Königs von Italien, befinden soll – einem Klavier, das angeblich aus dem Material der Säulen des Tempels von Jerusalems besteht und klingt wie kein anderes. Nach dem Tod des Grossvaters hat Carmi zwei Ziele: Erstens will er sich mit Klavierbau und mit dem Stimmen von Klavieren beschäftigen. Und zweitens will er jenes Piano finden, in dem angeblich die Seele von König Davids Harfe wohnt.
Die Geschichte – so fantastisch sie scheint – ist historisch: Avner Carmi war ein bekannter und gefragter Klavierstimmer (Arthur Rubinstein gehörte zu seiner Kundschaft). Und er suchte lange nach dem sogenannten Siena-Klavier, auf dem schon Franz Liszt und Camille Saint-Saëns gespielt haben. Eine wunderbare Liebeserklärung an das Klavier!