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SNF NFP60
Summary/ Zusammenfassung:
Frauen sind in der Arbeitswelt nach wie vor benachteiligt. So weisen Frauen tiefere Erwerbsquoten als Männer auf, sind in der Regel schlechter bezahlt als Männer und sind bei den häufig durch Prekarität charakterisierten atypischen Arbeitsverhältnissen sowie bei den nicht-registrierten Arbeitslosen über- und in den Chefetagen von Grossunternehmen untervertreten. Benachteiligungen finden wir indes auch in der Freiwilligenarbeit, wo die Frauen bei der Basisarbeit und die Männer bei der prestigeträchtigen Führungsarbeit übervertreten sind, sowie im Bereich der unbezahlten Familien- und Hausarbeit, der „Care Work“ sowie der Nachbarschafts- und Verwandtenhilfe.
Bislang wenig erforscht sind die Unterschiede zwischen Kantonen und zwar sowohl hinsichtlich der erkennbaren Ungleichheiten im Arbeitsleben als auch der dafür verantwortlichen politischen, institutionellen und sozialstrukturellen Faktoren. Ausserdem liegen kaum komparative Analysen vor, die gleichermassen die bezahlte Erwerbsarbeit, die unbezahlte Familien-/Haushaltsarbeit als auch die Freiwilligenarbeit berücksichtigen. Das vorliegenden Projekt will diese Forschungslücke schliessen.
Auf der Grundlage einer Analyse der interkantonalen Unterschiede werden zunächst die Kantone gruppiert. In einem weiteren Schritt wird der Einfluss von individuellen und Kontextmerkmalen auf die geschlechtsspezifischen Ungleichheiten analysiert. Schliesslich wird mit einer Qualitative Comparative Analysis untersucht, welche historischen und institutionellen Faktoren die kantonalen Ungleichheiten in der Arbeitswelt erklären.
Das Projekt bietet darüber hinaus die Chance, all jene Faktoren zu identifizieren, die gleichstellungspolitisch günstige Arbeitsteilungsmodelle (best case) fördern. Kurzum: Die Befunde eignen sich auch dazu, politische Massnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt zu entwickeln.
Funding Source(s)/ Schweizer Nationalfonds
Förderung:
Duration of Project/ November 2010 - November 2013
Kontakt: gungle(at)unifr.ch