Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03496.jsonl.gz/889

Das Green Paper, welches im November 2000 erschien, soll eine breit gefächerte Diskussion über Europas zukünftige Energieversorgungssicherheit auslösen.
Der Anteil externer Quellen zur Deckung des Energiebedarfs der EU liegt momentan bei 50%, und er wird, nach Meinung von Experten, in den nächsten 20 Jahren auf 70% steigen. Eine vermehrte Nutzung des Potentials zur Produktion von Atomenergie würde die Abhängigkeit von teuer importierten fossilen Brennstoffen stark verringern und hätte zugleich eine Reduktion der atmosphärischen Verschmutzung zur Folge.
Die EU-Kommission sollte, nach Meinung von Foratom, bei der Beurteilung der einzelnen Energien klarer hervorheben, dass die Produktion von nuklearem Strom nicht mit Emissionen von Treibhausgasen verbunden ist. Dies nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Klimaziele von Kyoto. Des Weiteren wünscht sich Foratom eine vermehrte Förderung des politischen und öffentlichen Verständnisses bezüglich des Baus von Endlagern für radioaktive Abfälle. Auch die finanzielle Unterstützung der Forschung, vor allem in den Bereichen Entwicklung von neuen Reaktortypen und Behandlung von radioaktivem Abfall, sollte weiterhin gewährleistet sein.
Das Foratom nimmt auch detailliert Stellung zu dreizehn Fragen der EU im Zusammenhang mit der Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der europäischen Energieversorgung.
Quelle
D.S. nach Pressemitteilung Foratom vom 25. April 2001