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Tierbenützung und Tierproduktekonsum waren während Jahrtausenden Teil von nachhaltigen Landwirtschafts- und Ernährungssystemen. Vielen Omnis (Omnis sind Menschen, die Fleisch, Milchprodukte und Eier essen) ist das allein schon Grund genug, Vegane als realitätsfremd und vegane Ernährung als unsinnig zu betrachten. Und spätestens, wenn Vegane über die ökologischen Folgen des Tierproduktekonsums zu reden anfangen, werden auch bedächtigere Omnis skeptisch. Das liegt daran, dass Vegane von der Tierbenützung oft nur das folgende Bild zeichnen.
Veredelungsindustrie
Schweinen, Hühnern und Rindern werden in der Schweiz jährlich hunderttausende Tonnen Nahrungsmittel verfüttert – z.B. Soja und Getreide – , um Fleisch, Milch und Eier zu produzieren. Dabei geht ein Grossteil der verfütterten Nährstoffe verloren.
Das Sojamehl im Hühnerfutter enthält z.B. eine bestimmte Menge Eiweiss. Das Huhn wandelt dieses Soja-Eiweiss in Eier um, aber auch in Federn, Knochen, Muskeln, Bewegungsenergie, Körperwärme, Kognition usw. Das Resultat: Von den Eiweissen im Sojamehl landet nur ein Bruchteil in den Eiern, der Rest sind sog. Veredelungsverluste.
Wenn vom Eiweiss des verfütterten Sojamehls in den Eiern noch 50% enthalten ist, spricht man in der Eierbranche von einer hocheffizienten Futterverwertung.° Vergleiche: Was sagt die Bäckermeisterin, wenn der Lehrling jeden Morgen die Hälfte des Mehls in die Aare wirft?