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Foto: Notfall-Krankenhaus während einer Koronar-Pandemie in Argentinien (Ministerio de Cultura de la Nación CC BY-SA 2.0).
Das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) hat eine Reihe von Fahrplänen für die Bewältigung von Krisen im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten ausgearbeitet. Einer dieser Pläne enthält einen Anhang mit dem Titel „Quarantäne in einer Quarantäneeinrichtung, Quarantäne zu Hause, Isolation im Krankenhaus und Transport zum Krankenhaus“. Es stellt sich die Frage, wie dieser Plan in der gegenwärtigen Periode genutzt werden soll, wenn Minister Hugo de Jonge die Einführung einer Quarantänepflicht erwägt.
Aus dem Anhang: „Wenn die Quarantäne nicht zu Hause stattfinden kann, wird sie in einer separaten Einrichtung durchgeführt“. Es ist ein Quarantänelager. Und weiter: „Es gibt eine 24-Stunden-Überwachung des Geländes und der Räumlichkeiten, um das Betreten und Verlassen des Geländes ohne die ausdrückliche Erlaubnis des zuständigen Arztes zu verhindern. Die Wachen können jederzeit die Polizei einschalten. Das Gebäude erfüllt die notwendigsten Anforderungen in Bezug auf Wohn- und Lebensgenuss während der Zeit der Abgeschiedenheit“.
Das ist ein Schritt zu weit
Für Evelien Peeters, Internistische Endokrinologin an der UMC Utrecht, ist dies ein Schritt zu weit. „Quarantäne in einer Quarantäneeinrichtung. Dazu gehören ein Verbot, den Ort zu verlassen, obligatorische Kontrollen und nur ’notwendiger Lebensgenuss‘, wobei ‚Genuss‘ ein Fremdwort ist, wenn es ’notwendige Wohneinrichtungen‘ bedeutet“, schreibt sie auf LinkedIn.
„Also […] können nun gesunde, harmlose Menschen inhaftiert werden? Welcher rechtsdenkende Arzt oder Sicherheitsbeamte ist bereit zu kooperieren und aus welchen Gründen?