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Schlechte Intranet Navigations-Label: 3 Workarounds
Viele Intranets sind mit schwer verständlichen Labels ausgestattet. Wenn Sie diese nicht ändern können, sollten Sie die Informationsarchitektur Ihres Intranets verbessern, indem Sie Kontext hinzufügen, die die Labels für die Nutzer transparenter machen.
by Kathryn Whitenton (deutsche Übersetzung) - 11.05.2014
Wenn sich Ihre Mitarbeiter beschweren, dass sie im Intranet Dinge nicht finden können, sind Sie nicht alleine. Wenn Ihre Nutzer die Inhalte nicht finden können, ist das erste, was Sie tun müssen, Ihre Navigations-Labels zu überprüfen: Machen diese Sinn für Ihre Nutzer? Beschreiben sie die Inhalte genau? Verwenden Sie Wörter, mit denen Ihr Publikum vertraut ist?
Wenn Sie feststellen, dass die Label der Navigationskategorien für Ihre Nutzer nicht verständlich sind (d.h. wenig Vorgeschmack auf die Informationen bieten), sollten Sie diese Label einfach verständlicher gestalten (engl.). Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Vielleicht gibt es interne Richtlinien oder technische Einschränkungen, die Sie daran hindern, die aktuellen Label zu verändern. Oder manchmal würde die Änderung eines Labels dazu führen, dass es sich mit einer anderen Kategorie überschneidet, so dass Sie das Problem nur in einen anderen Bereich verschieben, aber nicht lösen würden.
Unser kürzlich aktualisierter Bericht zur Informationsarchitektur (IA) (engl.) von Intranets schlägt Ihnen ein paar Schritte vor, die Sie unternehmen können, wenn Sie mit einer problematischen Bezeichnung einer Kategorie nicht weiterkommen. Selbst, wenn Sie die aktuelle Bezeichnung nicht ändern können, gibt es immer Wege, um 3 der häufigsten Gründe für schlechte Navigations-Bezeichnungen zu umgehen:
- Bei allzu weit gefassten Begriffen machen Sie am besten die Navigation der nächst-niedrigeren Ebene für die Nutzer sichtbar.
- Wenn das Label aus einem Begriff der Marke oder einem bestimmten Jargon besteht, liefern Sie eine Beschreibung dafür, was der Begriff bedeutet.
- Wenn Sie in einem bestimmten Bereich einfach zu viel Inhalt haben, stellen Sie sicher, dass die Landing Page den Inhalt in besser zu überblickende Bereiche unterteilt.
Zeigen Sie Menüpunkte der nächst-niedrigeren Ebene an
Nutzer klicken ungern auf zu weit gefasste Kategorien. Generische Begriffe bieten zu wenig Vorgeschmack auf die Informationen: Nutzer sind sich deshalb nicht sicher, wohin genau der Link führt, also klicken sie ihn ungern an. Sogar in Intranets, welches die meisten Mitarbeiter wahrscheinlich bereits besucht haben, kommt es auf diesen sogenannten Information Scent an. Denn aussagekräftige Bezeichnungen sind einfacher zu erlernen und erkennen, wenn man eine Site wiederholt besucht.
Aber viele Intranets haben Mühe, Inhalte zu gruppieren und zu beschreiben und nehmen schlussendlich Bezeichnungen wie Life, How to und Ressourcen. Und unter diesen Bezeichnungen liesse sich natürlich zu ziemlich alles zusammenfassen. Das Bereitstellen einer Vorschau auf die Unterkategorien kann in einem solchen Fall das Verständnis des Nutzers signifikant erhöhen. Drop-Down- und Flyout-Menüs können einen schnellen Überblick über alles bieten, was sich in diesem Bereich des Intranets befindet. Im Beispiel unten hat das Intranet von Flight Centre eine Kategorie Unsere Leute. Das Drop-Down-Menü macht deutlich, dass in diesem Bereich sowohl Vorteile für Mitarbeiter als auch Informationen über das Personal zu finden sind.
Das Intranet von Flight Centre verwendet ein Dropdown-Menü unter der globalen Kategorie Unsere Mitarbeiter, um untergeordnete Navigationskategorien anzuzeigen.
Liefern Sie aussagefähigen Text
Manchmal ist das Problem einer Bezeichnung nicht, dass sie zu weit gefasst ist, sondern, dass es fast zu spezifisch ist: Beispielsweise besteht das Label nur aus einem individuellen Markennamen oder einem nur intern bekannten Begriff. Die Intranet-Designteams kämpfen oft damit, wie sie diese Art von Labels behandeln sollen, wenn die Inhaber der Firma darauf bestehen, die Terminologie der Marke zu verwenden, obwohl die Nutzer nicht wissen, was diese Begriffe bedeuten.
Im Idealfall sollten Jargon- und Markenbegriffe, die nicht allgemein verstanden werden, nur innerhalb der Inhaltsseiten verwendet werden. Dort haben die Nutzer genügend Hinweise und Kontextinformationen, um die unvertrauten Begriffe trotzdem zu verstehen. Durch alte, vertraute Begriffe wird die Auffindbarkeit maximiert. Deshalb sollten Sie auf die Verwendung neu erschaffener Begriffe verzichten. Wenn Sie diese mysteriösen Begriffe aber in Ihren Navigations-Labels verwenden müssen, dann helfen Sie den Nutzern, indem Sie ihnen Erklärungen im Navigationsmenü oder in der Nähe geben.
Zum Beispiel hat die Website von Architect of the Capitol eine globale Navigationskategorie mit dem Label Ich möchte verwenden..., die einen Zugang zu einer Reihe von verschiedenen Funktionen bietet, die von Mitarbeitern verwendet werden. Das Dropdown-Menü selbst hilft dem Anwender zu sehen, was er in der Kategorie Ich möchte verwenden... findet, aber wenn man die Anwendungen nicht schon sehr gut kennt, kann die Unternavigation ziemlich myteriös wirken, da sie hauptsächlich aus Akronymen besteht: AVUE, FMS, Hyperion, PIC und WebTA. Glücklicherweise wird jede Anwendungs-Bezeichnung um eine kurze Beschreibung der Funktionen der Anwendung ergänzt.
Das Intranet von Architect of the Capitol bietet Beschreibungen, um Abkürzungen von Anwendungen wie FMS zu erklären.
Inhalt auf der Landing Page unterteilen
Manche Kategorien haben einfach überwältigende Mengen von Inhalten - so viele, dass auch das Anzeigen von Unterkategorien den Nutzern nicht unbedingt eine gute Vorstellung davon gibt, was sich in dem Abschnitt befindet. In diesen Fällen sollten Sie nicht nur ein Drop-Down-Menü in Betracht ziehen, sondern auch einen Bereich auf der Landing Page reservieren, der eine Mini-IA der Seite liefert und sich darauf konzentriert, eine detaillierte Aufgliederung aller Inhalte dieses Bereichs zu bieten.
Das Intranet der Canadian Institutes of Health Research verfügt über einen Bereich Organisation, unter anderem mit folgenden Subkategorien: Resource, Planning and Management Portfolio (RPM), Public, Government and Institute Affairs Portfolio (PGIA) und Research and Knowledge Translation Portfolio (RKT). Diese in einem Drop-Down-Menü zu nennen, würde den Nutzern nicht unbedingt klarmachen, was sich in diesem Abschnitt befindet, also bietet das Intranet ausserdem eine Seite mit einem detaillierten Überblick, der die tatsächlichen Inhalte klar darstellt. Beispielsweise umfasst der Abschnitt RPM auch Human Resources, während der Bereich PGIA auch Communications and Public Outreach umfasst.
Das Intranet der Canadian Institutes of Health Research nutzt Landing Pages wie ein Inhaltsverzeichnisse für jeden Abschnitt.
Fazit
Jede dieser Strategien - kurze Vorschauen bieten, mit Beschreibungen Kontext hinzuzufügen und detaillierte Übersichten über den jeweiligen Bereich zu schaffen - kann den Nutzern dabei helfen, suboptimale Navigations-Labels zu überwinden. Natürlich gäbe es in einer in einer perfekten Welt keine unverständlichen Bezeichnungen. Aber in der Informationsarchitektur geht es nicht nur darum, die beste mögliche Lösung zu finden, sondern die beste machbare Lösung: ein System, das wir tatsächlich implementieren können, um unsere Nutzer zu unterstützen. Unser kürzlich aktualisierter Bericht zur Informationsarchitektur von Intranets umfasst unter anderem eine Designgalerie mit über eintausend Screenshots von Design-Beispielen aus der echten Intranet-Welt. Auch in unseren Seminaren zu Informationsarchitektur können Sie mehr über die besten Methoden erfahren, Label zu schreiben und Navigationsmenüs zu gestalten.
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