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Bettagskollekte 2021 für Frauenprojekte weltweit
25. August 2021
Die Bettagskollekte der Evangelisch-methodistischen Kirche vom Sonntag, 19. September 2021 wird für weltweite Projekte von Connexio hope and develop eingesetzt, die Frauen fördern und unterstützen. Hintergrund dazu ist der 50. Jahrestag des Frauen-Stimmrechts in der Schweiz. Die Schweiz war eines der letzten Länder, die das Frauenstimmrecht einführten. Mit der diesjährigen Bettagskollekte sollen Projekte für Frauen unterstützt werden, weil damit eine nachhaltige gesellschaftliche Veränderung möglich ist.
Die Kollekte wird aufgeteilt auf
- Alphabetisierungsprojekte für gefährdete Frauen im Kongo
- Stipendienprogramme für junge Frauen in Bolivien sowie
- ZK–Gehälterkasse für Gehälter in Mittel- und Südeuropa
Alphabetisierung für gefährdete Frauen im Kongo
Das Leben von Frauen im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist enorm schwierig. Sie müssen nicht nur für den Lebensunterhalt der Familie sorgen, sondern sind auch einem sehr hohen Risiko ausgesetzt, Opfer von Gewalt zu werden. Häufig werden Frauen gezwungen, die Schule abzubrechen, zum Beispiel bei einer ungewollten Schwangerschaft. Oder sie hatten gar nie die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen.
Ohne Lese- und Schreibkompetenz keine Chancen
Frauen ohne Lese- und Schreibkompetenz haben es sehr schwer, sich im Arbeitsleben und der Gesellschaft so einzubringen, dass sie ihre Rechte beanspruchen und ihren Lebensunterhalt besser bestreiten können. Gemäss dem UNESCO Institut für Statistik konnten 2016 gerade nur 66% der Frau-en in der Demokratischen Republik Kongo lesen und schreiben.
Stärkung des Selbstwertgefühls
Durch Alphabetisierungskurse der methodistischen Kirche werden Frauen des Lesens und Schreibens mächtig, können sich im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben einbringen und erleben eine Stärkung ihres Selbstwertgefühls. Eine Projektteilnehmerin meint dazu: «Ich habe Textilverarbeitung und Backen gelernt. Meine Einkünfte sind eine grosse Hilfe für meine Familie.»
Stipendienprogramm für junge Frauen in Bolivien
Frauen sind in der bolivianischen Gesellschaft in den letzten zehn Jahren insgesamt gleichberechtigter geworden. Trotzdem können junge Frauen, gerade auf dem Land, selten eine Berufsausbildung absolvieren. Oft fehlen die Mittel dazu, die jungen Frauen werden als Arbeitskräfte auf den Feldern benötigt oder sie haben bereits Kinder, die sie versorgen müssen.
Bildung bedeutet Selbstwert
Um Frauen zu unterstützen, bietet das Frauenwerk in Bolivien Stipendien an. Pro Jahr erhalten etwa 36 Frauen aus mittellosen Familien die Möglichkeit, an einer Universität oder Fachhochschule zu studieren. Frauen, die sich aus- und weiterbilden konnten, können besser für sich und ihre Familien sorgen. Die Frauen erleben: Ich bin es wert, eine gute Ausbildung zu erhalten, und ihr Selbstvertrauen wird dadurch sehr gestärkt.
ZK–Gehälterkasse für Gehälter in Mittel- und Südeuropa
Was haben ein Kindergarten in Serbien, ein Engagement für Obdachlose in Ungarn, Suchtkrankenhilfe in Polen, eine Suppenküche in Bulgarien und eine umfassende Arbeit mit Roma in der Slowakei gemeinsam? Genau: Es sind Antworten auf gesellschaftliche Nöte.
Vom Dienst im Verborgenen und von Leitungsaufgaben
Und: Die EMK-Gemeinden, aus denen diese Initiativen gewachsen sind, werden von Frauen geleitet. Dies bedeutet natürlich nicht, dass nur Frauen den christlichen Glauben auf eine Weise leben könnten, die sowohl Worte als auch Taten mit einschliesst. Aber es macht etwas davon deutlich, wie wichtig der segensreiche Dienst von Frauen in der EMK im östlichen Mitteleuropa und auf dem Balkan ist. Von Polen bis nach Bulgarien sind es heute insgesamt rund 20 aktive Pastorinnen und Lokalpastorinnen, die sich von Gott in eine Leitungsfunktion in der EMK rufen liessen. Darüber hinaus gibt es viele Frauen, die andere wichtige Aufgaben in den Gemeinden wahrnehmen.
Undenkbar ohne die Initiative von Frauen
Leuchttürme christlicher Nächstenliebe, wie es beispielsweise das «Miss Stone»-Zentrum in Nord-Mazedonien oder der Kindergarten «Brücke der Hoffnung» in Bulgarien sind, wären ohne Frauen kaum denkbar.
Gleichberechtigung als Selbstverständlichkeit
Als übrigens die Generalkonferenz der weltweiten Methodisten 1956 den Frauen die vollen Ordinationsrechte verlieh, dauerte es nur einige wenige Monate, bis im August 1956 mit der Ungarin Antónia Wladár die erste Frau in Gebiet des östlichen Mitteleuropas und des Balkans ordiniert wurde – 15 Jahre also, bevor in der Schweiz das Stimm- und Wahlrecht für Frauen eingeführt wurde.
Wir danken herzlich für Ihre finanzielle Spende anlässlich des Bettages vom 19. September 2021.
Connexio hope and develop