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Anselm Hartinger (*1971) interessiert sich für die Musik Johann Sebastian Bachs von früher Jugend an. Nach dem Besuch der Thomasschule studierte er an der Universität Leipzig Historische Musikwissenschaft sowie Mittlere und Neuere Geschichte; nebenberuflich betätigte er sich als Chorleiter und Organist.
2003 bis 2006 war er zunächst freier, dann wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bach-Archivs Leipzig und zusätzlich mitverantwortlich für die Neukonzeption des Bachhauses Eisenach. Als Autor und Herausgeber zeichnet er u. a. für zahlreiche Veröffentlichungen zur Quellen- und Rezeptionsgeschichte Bachs im 18. und 19. Jahrhundert, zur Leipziger Musikgeschichte, zur Geschichte der Aufführungspraxis sowie zu Felix Mendelssohn Bartholdy verantwortlich. 2010 wurde er in Marburg mit einer Arbeit zu Bach-Aufführungen im Zeitalter Mendelssohns, Schumanns und Hauptmanns promoviert.
2006 bis 2011 gehörte er der Forschungsabteilung der Schola Cantorum Basiliensis an; 2011/12 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsprojekt «Schauspielmusiken der frühen Neuzeit» (Universität Würzburg). Seit Februar 2012 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator der Musikinstrumentensammlung am Württembergischen Landesmuseum Stuttgart sowie redaktionell zuständig für die Herausgabe des «Kompendiums Improvisation. Fantasieren nach historischen Quellen des 16. bis 18. Jahrhunderts» (Schola Cantorum Basiliensis).