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Das aktuelle Heft ist der immer wichtiger werdenen Entwicklungszusammenarbeit durch Länder des Südens gewidmet. Es wirft eine Reihe von Fragen auf, die das Zentrum für Afrikastudien Basel und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA am 20. Oktober 2011 an einer Podiumsdiskussion an der Universität Basel aufgreifen werden.
Wir danken den Autoren und Autorinnen und allen die zum Entstehen dieses Hefts beigetragen haben und der DEZA für die Mitarbeit an diesem Heft und die Unterstützung.
Editorial
Elísio Macamo
Süd-Süd Zusammenarbeit
Eine langjährige Praxis erhält neuen Aufwind
Für die schweizerische Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA ist der Austausch zwischen Ländern des Südens, in denen sie Programme pflegt, seit Langem Bestandteil der weiterführenden Planung und Auswertung von Projekten. Lukas Frey fasst dies im Kontext der allgemeinen Entwicklung der Süd-Süd Zusammenarbeit zusammen.
Chinas Engagement in Tansania
Neue Möglichkeiten politischer und wirtschaftlicher Partners
China wird vielfach dafür kritisiert, dass seine Entwicklungszusammenarbeit reine Interessenspolitik und zudem nicht nachhaltig sei. Es heisst, der Staat sei in erster Linie an Rohstoffen und Absatzmärkten interessiert. Lara Lundsgaard-Hansen beschreibt die Eigenschaften des chinesischen Engagements am Beispiel Tansanias, vergleicht es mit den konventionellen westlichen Ansätzen und stellt dar, wie tansanische Experten die beiden Typen von Entwicklungszusammenarbeit wahrnehmen und beurteilen.
Brasilien in Afrika
Vale do Rio Doce und Brasiliens Süd-Süd Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern
Seit den 1960er-Jahren ist Brasilien ein Partner Afrikas. Damals bemühte sich die brasilianische Diplomatie um eine stärkere Nähe zu den afrikanischen Ländern. Inzwischen ist Brasilien ein Begleiter der afrikanischen Renaissance geworden und leistet einen Beitrag dazu, dass Afrika endogene Antworten auf Entwicklungsprobleme findet. Besondere Beachtung verdient in diesem Sinne die Intensivierung von Programmen zur technischen Zusammenarbeit der brasilianischen Regierung, die versuchen, den neuen Bedürfnissen afrikanischer Länder gerecht zu werden. Marta Zorzal e Silva beleuchtet die Aktivitäten der staatlichen Agentur für Entwicklungszusammenarbeit und insbesondere brasilianischer Unternehmen in Mosambik, wobei sich freilich die Frage nach der neokolonialen Dimension dieser Aktivitäten stellt.
Die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft
Regionale Integration – ein Projekt mit Zukunft?
Der von den westlichen Staaten geförderte und unterstützte Zusammenschluss der Staaten des südlichen Afrikas kommt nicht vom Fleck. Südafrika drängt schon weiter zur Integration mit den ostafrikanischen Staaten von Ägypten bis
Zimbabwe. Sind die Ziele zu ehrgeizig ? Oder sind sie für die mächtigen Wirtschaftsakteure interessanter als für die schwachen ? Susy Greuter beleuchtet zusammen mit Kurt Häsemeyer die Situation der Southern African Development Community (SADC).
Afrika in Kürze. Eine Übersicht über aktuelle Themen
Julia Büchele, Susy Greuter und Hans-Ulrich Stauffer
Literatur und Musik. Besprechungen von Neuerscheinungen und Konzerthinweise
Susy Greuter, Hans-Ulrich Stauffer und Veit Arlt
Südsudan: Endlich frei!
Die gewaltvolle Vergangenheit belastet den Aufbau
Am 9. Juli dieses Jahres wurde der Südsudan zu einem souveränen Staat. Das historische Ereignis entspricht dem Willen der überwiegenden Mehrheit der südsudanesischen Bevölkerung. Deren Freude und Stolz können aber nicht über die enormen Schwierigkeiten des 54. Staates in Afrika und 194. der internationalen Gemeinschaft hinwegtäuschen, meint Ruedi Küng.
Ankündigung Podium Süd-Süd Zusammenarbeit
Veit Arlt, Lukas Frey und Elísio Macamo