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| Hilarius von Poitiers († 367) - Über die Synoden oder über den Glauben der Orientalen.

Einundvierzigstes Hauptstück.
Eben jene Gewissenhaftigkeit im Ausdrucke gewährt uns eine deutliche Erkenntniß. Denn da es den Fluch nach sich zieht, den Vater und den Sohn zwei Götter zu nennen, und da der Fluch auch über den ausgesprochen wird, welcher sagt, daß der Sohn nicht Gott sey; so wird die Ansicht, welche bei der Lehre zweier Götter aufgestellt wird, nämlich diese, daß eine Substanz von der andern verschieden sey, ausgeschlossen. Denn er hat keine andere Wesenheit, als die Gottes des Vaters, aus welcher der Sohn als Gott, über die Zeit erhaben, geboren wurde. Denn da wir nothwendig Gott den Vater bekennen, und ausdrücklich Christum, den Sohn Gottes, Gott nennen, und hiebei das Bekenntniß zweier Götter gegen die Religion ist; so müssen sie, deren Wesenheit nur Einen Namen haben kann, der Gleichheit ihrer Natur und der Gleichheit ihres Namens zu Folge in der Beschaffenheit ihrer Wesenheit Eins seyn.
IV. „Wenn es Jemand wagt, zu sagen, der ungeborne Gott, oder ein Theil desselben sey aus Maria geboren worden; so sey er verflucht.“