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Ein Neophyt ist eine gebietsfremde Pflanzenart, die mit oder ohne Absicht in den natürlichen Lebensraum eingeführt wurde.
Unter den Neophyten gibt es "invasive Arten", die sich auf Kosten einheimischer Arten massiv ausbreiten. Dank ihrer biologischen Eigenschaften (hohe Wachstums- oder Vermehrungsrate) können sie zu anderen Pflanzen in Konkurrenz um Lebensraum und Ressourcen treten und diese mittel- oder langfristig verdrängen.
Gewisse Neophyten wie der Riesen-Bärenklau (kann Hautentzündungen mit starker Blasenbildung hervorrufen) oder die Aufrechte Ambrosie (Allergiegefahr wegen der Pollen) stellen zudem eine Gefahr für die Gesundheit dar.
Und schliesslich können invasive Arten auch das Ökosystem verändern und hohe Kosten für die Gemeinschaft verursachen. Der Japanische Stauden-Knöterich beispielsweise, der sich am Ufer von Fliessgewässern ansiedelt, gewährt nicht denselben Schutz gegen Erosionen wie die einheimischen Arten, die er konkurrenziert. Die Folgen sind eine Schwächung der Böschungen und das Auftreten schwerwiegender Erosionen.
Kurzum, diese invasiven Arten stellen eine grosse Gefahr für die Natur dar. Sie gelten weltweit als die zweitgrösste Gefährdung der biologischen Vielfalt. Um die Verbreitung dieser Pflanzen einzudämmen, sollten aktive Massnahmen vorgesehen. Auch die Bevölkerung kann einen Beitrag leisten, z.B. indem die einheimischen Arten bevorzugt werden – an Stelle der heiklen Zierpflanzen wie der Sommerflieder (auch Schmetterlingsstrauch genannt).
Das Amt für Wald und Natur trifft aktiv Massnahmen zur Bekämpfung von Neophyten:
- wenn ein Biotop von nationaler Bedeutung betroffen ist,
- wenn das Vorhandensein von Neophyten eine Bedrohung für seltene einheimische Arten darstellt und
- wenn die Massnahmen Erfolg versprechend sind.
Die Massnahmen zur Eindämmung von Neophyten, die für die Landwirtschaft problematisch sind, werden vom Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve koordiniert.
Die Aspekte der öffentlichen Gesundheit werden von der Direktion für Gesundheit und Soziales behandelt.