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Canaletto and the Art of Venice
Regie: David Bickerstaff
Mitw.: Gianni Basso, Charles Beddington, Claire Chorley, Matthew Hirst, Lorenzo Pericolo, Rosie Razzall, Rosemary Sweet, Giorgio Tagliaferro, Lucy Whitacker u.a.
Giovanni Antonio Canal (1697–1768), Canaletto genannt, ist der unbestrittene Meister der venezianischen Vedute des 18. Jahrhunderts. Seine einzigartigen Ansichten der Lagunenstadt, eine Mischung aus topografischer Genauigkeit und künstlerischer Freiheit in der Darstellung von Architektur, sowie die unvergleichliche Meisterschaft in der Wiedergabe atmosphärischer Lichtverhältnisse prägen bis heute unser Venedig-Bild. Schon bald wurde der geschäftstüchtige Kunsthändler und spätere britische Konsul Joseph Smith auf das junge Talent aufmerksam. Smith hatte sich in Venedig niedergelassen und gab Canaletto mehrere Gemälde für seinen Palazzo am Canale Grande in Auftrag. So wurde Smith zum Mäzen und Agenten des Künstlers und machte ihn bei ausländischen Sammlern bekannt. Dies waren vor allem englische Adelige, die auf ihrer «Grand Tour» durch Europa in Venedig Halt machten. Neben Canaletto kaufte Joseph Smith auch Gemälde anderer venezianischer Künstler, darunter von Marco und Sebastiano Ricci und der Pastellmalerin Rosalba Carriera. 1762 verkaufte Joseph Smith seine gesamte Sammlung an den englischen König George III; seither befindet sich die weltweit grösste Sammlung von Canalettos Werken in der Royal Collection, der Kunstsammlung der britischen Königsfamilie. Dies war 2017 der Anlass zur Ausstellung «Canaletto and the Art of Venice» in der Queen’s Gallery im Buckingham Palast und der gleichnamigen Dokumentation aus der Reihe «Exhibition on Screen». Sie gewährt den Zuschauern einen exklusiven Einblick in die Sammlungen der Queen im Schloss Windsor und im Buckingham Palast, wo sich über 200 Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken Canalettos befinden. Zudem begibt sich Regisseur David Bickerstaff auf den Spuren des Künstlers auf eine bildgewaltige Reise nach Venedig und Grossbritannien. Anlässlich der Ausstellung wurden die Gemälde Canalettos mit der neuesten Infrarot-Technologie untersucht. Diese Untersuchungen führten zur sensationellen Erkenntnis, dass der Maler seine Bilder mit Bleistift und Lineal akribisch vorskizzierte und nicht mit Hilfe der Camera obscura, was früher als gesicherte Tatsache galt.