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Vor langer, langer Zeit, um 4000 v. Chr. hat Homo sapiens das Rad ausgetüftelt. Das Rad ist eine der wichtigsten Erfindungen des Menschen, und er hatte über Jahrtausende hinweg grosse Freude daran, bis zu dem Tag, als er sich dahintersetzte. Danach fing eine lange Zeitperiode des Leidens an, die bis heute andauert. Ja, sie hat gegenwärtig sogar ihren Höhepunkt erreicht. Wir merken es immer wieder, zum Beispiel dann, wenn wir einen freien Parkplatz suchen.
Doch wo es Probleme gibt, da gibt es gewiss auch Lösungen. Mein Freund Alfred, dem es in den letzten Jahren so gut wie nie gelungen war, im Chaos der Grossstadt einen freien Parkplatz aufzutreiben, liess sich etwas ganz Raffiniertes einfallen: Er hat dieses Problem ein für alle Mal gelöst, indem er sich ein Auto kaufte, das bereits fertig parkiert war.
Akuter Parkplatzmangel kann durchaus auch Positives bewirken. Ein Firmeninhaber, dessen Angestellte in der Regel zu spät bei der Arbeit erschienen, hatte eine brillante Idee: Er reduzierte die Anzahl der Firmen-Parkplätze von 70 auf 50, wonach alle 70 Mitarbeiter plötzlich einer früher als der andere am Arbeitsplatz auftauchten. Als ein Angestellter dieser Firma in Rente ging, hielt einer seiner Kollegen eine Abschiedsrede, in der es unter anderem hiess: «Nicht nur du, sondern auch wir dürfen uns jetzt auf einen neuen Lebensabschnitt freuen. Wenn du jetzt gehst, werden wir keinen Kollegen verlieren, sondern vielmehr werden wir einen freien Parkplatz hinzugewinnen.»
Aber das grösste Problem, vor das uns das Auto stellt, ist nicht das Parkieren, sondern das Fahren. Das Autofahren ist heute absolut lebensgefährlich geworden. Wie eine wissenschaftliche Untersuchung, die ich selber in den vergangenen zehn Jahren beim Autofahren durchgeführt habe, verdeutlicht, fahren 99,99 Prozent der Autofahrer wie die gesengten Säue. Ich habe nun eine ganz einfache Faustregel entwickelt, die den Charakter der Autofahrer um mich herum definiert: Alle, die langsamer als ich fahren, sind Trottel und Loser, und diejenigen, die mich überholen, sind Rambos.
Ich hingegen bin immer peinlichst auf Sicherheit bedacht, und so schaue ich jedes Mal, wenn ich über die Kreuzung fahre, aufmerksam nach links und rechts. Und ich tue es sowohl, wenn ich bei Grün, als auch wenn ich bei Rot über die Ampel fahre.
Und apropos Sicherheit! Ich habe diesbezüglich Folgendes festgestellt: Trotz aufwendiger Hightech-Ausstattung und Dingen wie ABS-Bremsen und moderneren Airbags, am sichersten fährt sich ein Auto auch heute noch wie anno dazumal: mit einem Rückspiegel, in dem ein Verkehrspolizist zu sehen ist.