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Mit dem renommierten Impact Award, den das SRK 2017 erhielt, konnte es sein Programm zur Verminderung von Katastrophenrisiken in Honduras einer Wirkungsevaluation unterziehen. Die Resultate sprechen für sich: Es lohnt sich, in die Vorsorge zu investieren, um die Folgen von Naturkatastrophen zu verringern.
Der Impact Award wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) finanziert und vom Center for Development and Cooperation (NADEL) der ETH Zürich begleitet. Als er 2017 dem SRK verliehen wurde, lancierte dieses seine erste umfassende Wirkungsevaluation. Die Resultate der Ende 2019 abgeschlossenen Studie sind erfreulich: Das Management von Katastrophenrisiken (Disaster Risk Management, DRM) ist eine wirksame Methode, die eine eindeutige Wirkung auf die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften hat. Doch hat das SRK damit wirklich erstmals eines seiner Programme evaluiert? Selbstverständlich nicht: In der Entwicklungszusammenarbeit des SRK gehören Evaluationen bei jedem Programm dazu. Eine Wirkungsevaluation bietet jedoch den Vorteil, dass sich die erzielten Wirkungen in Zahlen ausdrücken lassen. Bei den internen Evaluationen stehen hingegen eher qualitative Aspekte im Vordergrund.
Es lohnt sich, in die Risikominderung zu investieren, statt bloss nach einer Katastrophe Zerstörtes wieder aufzubauen.
Diese Impact-Studie bezog sich auf das DRM-Programm des SRK im Departement Olancho in Honduras. Das Projekt läuft seit mehreren Jahren in drei Gemeinden und insgesamt 75 Gemeinschaften. Für die Wirkungsevaluation ging das SRK eine Forschungspartnerschaft mit dem Zentrum für Zusammenarbeit und Entwicklung (CODEV) der ETH Lausanne ein. Im Zentrum stand die Frage, ob das DRM-Programm des SRK eine Wirkung auf die Gemeinschaften im Departement Olancho hat. Genauer gesagt: Sind die Gemeinschaften, in denen eine Intervention durchgeführt wurde, widerstandsfähiger als die Gemeinschaften ohne Intervention? Lassen sich Überschwemmungen und Erdrutsche mit Aufforstung, Hangverbauungen und Drainagen nachhaltig verringern? Und wie gut sind die Gemeinschaften vorbereitet, um angemessen auf Überschwemmungen und Erdrutsche reagieren zu können?
Die Studie belegt für alle Forschungsfragen eine signifikante Wirkung in den Gemeinschaften, in denen das Katastrophenvorsorge-Programm durchgeführt wurde. Vor allem bei drei zentralen Aspekten der Widerstandsfähigkeit wurden positive Auswirkungen festgestellt: Wissen und Katastrophenbereitschaft (bei 63 Prozent der Personen besteht ein nachweisliches Risikobewusstsein, gegenüber 37 Prozent in Bevölkerungsgruppen ohne Intervention), sozialer Zusammenhalt sowie nachhaltiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Schliesslich zeigt die Studie auch, dass bodenbezogene Biotechnologien wirtschaftlich rentabel sind. Aus dieser Wirkungsevaluation geht somit klar hervor, dass es sich lohnt, in die Risikominderung zu investieren, statt bloss nach einer Katastrophe Zerstörtes wieder aufzubauen.