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... im Jahre 2002 singen ein paar Männer an einer Geburtstagsparty auf Wunsch des Jubilars ein paar Seemannslieder. Die Freude der Gäste ist so gross, dass unverhofft weitere Anfragen folgen.
Mit dem Erfolg steigen die Ansprüche der "Matrosen". Sie gehen auf die Suche nach einem musikalischen Steuermann und finden - eine Steuerfrau!
Die Schiffsreise aufs offene Meer beginnt. Unzählige Häfen werden angesteuert, zwar nicht Hawaii, Hongkong oder Java, sondern nur Giswil, Eschenbach oder Zofingen, aber auch in Überlingen, Travemünde, Hamburg, München, Regensburg oder im Elsass sind wir aufgetreten. Doch wo die Seeleute auch ankern, überall verbreiten sie gute Stimmung, bereiten Freude und wecken in vielen Menschen alte Erinnerungen...
Shanty oder Seemannslied
Shanty-Lieder haben eine uralte Tradition. Um die Jahrhundertwende wurden sie von den Matrosen auf den grossen Segelschiffen gesungen. Diese rhytmischen Arbeitslieder ertönten während des Setzens oder des Trimmens der Segel, des Ankerlichtens und während der harten und monotonen Arbeit an den Pumpen.
Es gibt verschiedene Erklärungen für das Wort "Shanty". Eine davon ist die Ableitung des Wortes aus dem Englischen "chant" - das bedeutet absingen. Eine andere Erklärung ist die Ableitung aus dem Französischen "chanter" - was auch soviel wie "singen" bedeutet. Neben den Arbeitsliedern gibt es auch Balladen. Diese Balladen erzählen über das harte Leben an Bord, über die Willkür der Offiziere, über die guten oder schlechten Eigenschaften des Schiffes oder die emotionalen Verbindungen zum Land und zur See. Einige dieser Balladen hatten ihren Ursprung als Arbeitslieder der Holzfäller oder Goldgräber. Andere wurden von Farbigen gesungen beim Laden oder Entladen der Fracht. Im Allgemeinen kann man sagen, dass Shanties die Lieder sind, die zur direkten Unterstützung der Arbeit dienten.
Der Rest, meist melancholische Lieder (fore - bitters), können als Seemannslieder eingestuft werden. Auch die englische Sprache unterscheidet zwischen "seasong" und "shanty". Seasongs sang der Seemann in der Freizeit. Die bekannten, deutschen Seemannslieder sind erst im 20. Jahrhundert entstanden und sind zuweilen in romantischen Verklärungen verwurzelt.