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Stickstoffdüngung bei neuen Kartoffelsorten: Ertrag und Qualität
Von 2005 bis 2007 untersuchten Agroscope ACW und ART in Feldversuchen an den Standorten Changins (VD) und in Zürich-Reckenholz den sortenspezifischen N-Bedarf von Lady Felicia, Derby, Victoria, Innovator und Marlen. Die gedüngten N-Mengen variierten von 0 bis 200 kg N/ha und wurden in mehreren Teilgaben von der Pflanzung bis zum Reihenschluss ausgebracht. Obwohl sich die Sorten in ihrer Ertragsleistung stark unterscheiden, reagierten sie auf die zunehmende N-Düngung mit einer sehr ähnlichen Ertragssteigerung. Die höchsten Knollenerträge wurden in Changins erst bei 160 kg N/ha erreicht, während in Reckenholz durch die Zufuhr von organischer Düngung vor der Pflanzung bereits eine N-Gabe von 80 kg für Maximalerträge ausreichte. Deutlich höhere Nmin-Gehalte im Frühjahr könnten für diesen Standortsunterschied verantwortlich sein. Ein verbessertes N-Angebot vergrössert im Allgemeinen den Marktwarenertrag und auch den Anteil an übergrossen Knollen am Gesamtertrag. Die Sorte Derby, die nur in Changins angebaut wurde, zeigte eine gute N-Ausnutzung: N-Gaben über 80 kg N/ha bewirkten keine signifikante Ertragssteigerung im Kaliber 42,5-70 mm. Das zusätzliche N-Angebot beeinflusste weder die Speise- noch die Verarbeitungsqualität. Die Stickstoffdüngung hatte wenig Einfluss auf den Stärkegehalt: entweder änderte sich dieser Gehalt nur unbedeutend, oder er wurde schon bei geringer N-Düngung festgelegt.
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Stickstoffdüngung bei neuen Kartoffelsorten: Ertrag und Qualität