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DER 15. FEBRUAR 1955 BRINGT BASEL EINE TAXI-REVOLUTION: DIE STADT ERHÄLT DIE ERSTE TAXI-BESTELL-ZENTRALE DER SCHWEIZ UND DIE TARIFE SINKEN BIS ZU 40%.
Der Vertrag mit der Migros verpflichtete die Basler Taxihalter auch zur Schaffung einer gemeinsamen Bestellzentrale. Ein Unterfangen, das von den Beteiligten enorm viel Überwindung kostete, hatten sie sich doch über Jahrzehnte hinweg recht unzimperlich bekämpft. Sie waren nicht nur im Taxigewerbe knallharte Konkurrenten. Keller und Settelen rivalisierten im Möbeltransport und der allgemeinen Fuhrhalterei, Scheidegger und Settelen bei den Autocars, die Express mischte mit Ihren Plachenwagen im Umzugsgeschäft mit - kurz - jeder fand täglich einen neuen Grund, um über den andern verstimmt zu sein.
Erst als die Migros im Februar 1953 nachfragte, machte man sich ernsthaft an die Umsetzung dieser komplexen Aufgabe. Die Partner waren sich einig, dass die Beteiligungsverhältnisse an der Zentrale und damit die Verteilung der Aufträge, den bisherigen Betriebsleistungen entsprechen sollten. In der Folge wurde die "Schweizerische Treuhand" damit beauftragt, die Geschäftsunterlagen der vier Firmen für die Jahre 1948 bis 1952 zu analysieren und den Beteiligungsschlüssel festzulegen. Zusätzlich erhielt PD dipl. Ing. ETH Max Troesch den Auftrag, ein Organisationskonzept auszuarbeiten. Diese Studien führten am 8. Juli 1954 zu einem Poolvertrag, der Vorbild für unterschiedlichste schweizerische Transportzentralen werden sollte. Der Vertrag sah vor, dass die Zentrale in der Anfangsphase ausschliesslich Bestellungen an die Chauffeure der Partnerfirmen vermittelte. Sie nahm den Betrieb am 15. Februar 1955 auf. Die Basler Partner stellten der Bestellzentrale vorerst ihren Disponenten mietweise zur Verfügung. Erst 1959 traten diese zusammen mit dem Fahrpersonal in den Dienst der Bestellzentrale über - praktisch zeitgleich mit der Gründung der Taxi-Zentrale AG. Das Domizil wurde in den Räumen der K. Scheidegger Touring Garage an der St. Albananlage 24 eingerichtet. Zum Leiter der neuen Gesellschaft wurde Karl Scheidegger gewählt.