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Die Weinregionen Frankreichs
Im Mittelalter waren es die Kirchen und Klöster, die den Weinbau in Frankreich vorantrieben. Die gut ausgebildeten Mönche trugen viel zur französischen Weinkultur bei, wie wir sie heute kennen. In allen klassischen Weinregionen Frankreichs verfeinerten sie die Anbaumethoden und Herstellungstechniken. Auch der Weinhandel erfuhr im Mittelalter enormen Aufschwung – nicht zuletzt durch die Handelsniederlassungen der Engländer in Bordeaux.Im 17. und 18. Jahrhundert war der Handel mit französischen Weinen bereits sehr weit gediehen. Besonders stark entwickelten sich die Weinregionen Frankreichs mit Zugang zum offenen Meer (Loire, Bordeaux), denn der Transport auf dem Wasserweg war vorteilhafter und schneller.Während der Französischen Revolution wurden die meisten Kirchen-Weingüter verstaatlicht und später an freie Bauern verteilt. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erlebte der Weinanbau einen herben Rückschlag: Die Reblaus verwüstete fast alle Rebberge, die anschliessend mühsam neu bestockt werden mussten. Die danach erzeugten Weine waren meist recht einfach.Die Franzosen wussten schon damals, dass Bodenbeschaffenheit, Klima und Rebsorte die Qualität des Weins beeinflussten. Dieses Zusammenspiel ergab eine einzigartige Charakteristik, die den Begriff «Terroir» begründete. Nach dem Zweiten Weltkrieg verzeichnete die französische Weinindustrie eine Qualitätsentwicklung und ein wirtschaftliches Wachstum, die beide bis heute anhalten.