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Der Stress der Kinder in der Ukraine
Die Eskalation der Feindseligkeiten in der Ukraine hat Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung und auf Kinder, die durch die jahrelangen Spannungen bereits stark belastet sind. Das Schweizer Kinderhilfswerk Terre des hommes ist tief besorgt über die Situation.
Terre des hommes (Tdh) ist in der Ukraine mit einem Büro in Kiew, einem zweiten in Mariupol und einem dritten in Severodonetsk vertreten, etwa 20 km von der Frontlinie entfernt. Im vergangenen Jahr unterstützten wir 5000 Menschen im Donbass, die meisten von ihnen Kinder. Tdh leistet seit 2015 verschiedene Dienste für die Zivilbevölkerung und die Kinder in der Ukraine mit einem starken Fokus auf psychosoziale Unterstützung. Die jüngste Eskalation der Feindseligkeiten fordert bereits einen hohen Tribut von den Kindern und Jugendlichen, die durch die jahrelangen Spannungen geschwächt sind. Wir sind sehr besorgt um ihre Sicherheit, ihr Wohlergehen und ihre körperliche und geistige Unversehrtheit.
"Die Familien im Donbass leben unter unvorstellbarem Stress. Die Kinder benötigten bereits psychosoziale Unterstützung, um ihren Alltag zu bewältigen. Ihre Situation verschlechtert sich heute dramatisch. Seit der Intensivierung der Bombenanschläge fürchten sie um ihr Leben, das ihrer Eltern und Verwandten. Einige von ihnen schlafen seit Tagen nicht mehr. Sie wissen nicht, ob sie ihr Zuhause jemals wiedersehen werden. Was diese Kinder heute erleben, ist absolut schrecklich. Wir sind extrem besorgt", sagt Barbara Hintermann, Geschäftsführerin von Tdh in Lausanne.
Wir appellieren an alle Konfliktparteien, den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Gesundheit, sauberes Wasser und Nahrung aufrechtzuerhalten. Familien, die gezwungen sind, ihre Häuser zu verlassen, müssen von den verschiedenen Parteien die Möglichkeit erhalten, Zuflucht und Unterstützung zu suchen, um ihre Schutzbedürfnisse zu decken.
Tdh appelliert an alle beteiligten Parteien, jegliche Form von Gewalt zu vermeiden und die Zivilbevölkerung, insbesondere Kinder, zu schützen. Wir erinnern alle Parteien daran, dass nach dem humanitären Völkerrecht jeder Angriff verhältnismässig sein muss und dass alle notwendigen Vorkehrungen getroffen werden müssen, um Opfer in der Zivilbevölkerung zu vermeiden. Tdh bekräftigt, dass die Rechte aller Kinder geachtet und ihr Schutz gewährleistet werden muss, unabhängig von ihrer Herkunft.