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Dieser bekannte, von der EU empfohlene und in das MEHM (Minimum European Health Module, ein Bestandteil des Europäischen Gesundheitserhebungssystems) aufgenommene Indikator wird breit verwendet. Er umfasst verschiedene Dimensionen der Gesundheit (physische, psychische und soziale). Zahlreiche Längsschnittstudien haben gezeigt, dass er eine hohe Vorhersagekraft in Bezug auf Sterblichkeit und schwerere Erkrankungen besitzt. Er ist somit ein guter synthetischer Indikator für den Gesundheitszustand der Bevölkerung insgesamt. Da er eher subjektiv ist, lässt er Rückschlüsse auf die allgemeine Lebenszufriedenheit der Einzelpersonen zu.
Der Anteil der Personen, die ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut einschätzen, unterscheidet sich je nach Migrationsstatus statistisch signifikant. Dies ist teilweise darauf zurückzuführen, dass die Bevölkerung mit Migrationshintergrund jünger als diejenige ohne Migrationshintergrund ist. Die Personen mit Migrationshintergrund der ersten Generation wiesen 2017 den tiefsten Anteil auf (79,6%), gefolgt von den Personen ohne Migrationshintergrund (84,9%). Mit einem Anteil von 88,5% schätzten die in der Schweiz geborene Personen mit Migrationshintergrund (zweite oder höhere Generation) ihren Gesundheitszustand häufiger als gut oder sehr gut ein.
Zwischen 2012 und 2017 hat der Anteil der Personen, die ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut einschätzen, in den meisten Bevölkerungsgruppen zugenommen. Diese Erhöhung ist bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund der zweiten oder höheren Generation nicht signifikant. Bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund der ersten Generation war der Anstieg am stärksten (von 78,0% bis 79,6%).
Die Analyse nach Kanton zeigt, dass sich die nach Migrationsstatus differenzierten Anteile der Personen, die ihren Gesundheitszustand als gut bis sehr gut einschätzen, im Vergleich zur gesamten Schweiz generell wenig unterscheiden. Die erste Generation weist in meisten Kanton die tiefsten Anteile auf. Diese Unterschiede sind jedoch nur in den Kantonen Zürich, Bern, Luzern, Solothurn, St. Gallen, Aargau, Tessin und Wallis signifikant. Eine weitere Regelmässigkeit: Die Personen mit Migrationshintergrund der zweiten oder höheren Generation liegen in fast allen Kantonen an der Spitze mit Anteilen von mehr als 80%. Die Unterschiede sind hingegen nur in den Kantonen Uri, Nidwalden, Glarus, Solothurn, Basel-Stadt, Schaffhausen, Thurgau, Tessin, Waadt, Neuenburg und Genf signifikant.
Tabellen
Definitionen
Selbsteinschätzung des eigenen allgemeinen Gesundheitszustandes: Anteil Personen, die ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut einschätzen.