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Die italienische Atlantia werde nach der Übernahme 50 Prozent und eine Aktie an Abertis halten, der restliche Anteil werde an ACS mit 30 Prozent und Hochtief mit 20 Prozent gehen. In diesem Zuge werden sich die Italiener am Ende auch an Hochtief beteiligen. Atlantia werde sein bisher eigenständiges Gebot für Abertis zurückziehen.
Die Aktien von Hochtief legten am frühen Nachmittag in Frankfurt um 4,71 Prozent auf 153,50 Euro, die Papiere von Atlantia gaben hingegen in Mailand um 0,37 Prozent auf 27,21 Euro nach. Die Aktien von ACS und Abertis waren hingegen vom Madrider Handel ausgesetzt.
Für die Abertis-Übernahme wird Hochtief das Kapital um 6,43 Millionen Aktien erhöhen. Die neuen Aktien sollen einzig an die spanische Mutter für je 146,42 Euro je Anteilsschein gehen. ACS wiederum werde dann Hochtief-Aktien an Atlantia bis zu einem Wert von 2,5 Milliarden Euro verkaufen, erklärte ACS.
Hochtief war im Oktober mit einer Offerte über 18,6 Milliarden Euro in das Bieterrennen um Abertis eingestiegen und hatte damit ein Angebot des italienischen Mautstrassenbetreibers Atlantia von 16,5 Milliarden Euro übertrumpft. Beobachter hatten zunächst eine Retourkutsche der Italiener erwartet, dann nahmen die Konkurrenten aber Gespräche auf. Beide Konzerne haben bereits die Zustimmung für die Abertis-Übernahme von der EU-Kommission und der spanischen Börsenaufsicht CNMV.
Abertis betreibt in 14 Ländern Mautstrassen mit einer Länge von 8400 Kilometern und gilt als hochprofitabel. Im Zuge der Gespräche war auch über eine Aufteilung des Unternehmens spekuliert worden. Hinter Atlantia steht die Modedynastie Benetton ./uta/mne/DP/mne/jha/
(AWP)