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Vorneweg die nackten Zahlen und Fakten:
Tribschen 2 – Zug 1 1.5 – 4.5
Brett 1 (w) Meti Haxhosaj (1707) – Richard Zweifel (2214) 0 - 1
Brett 2 (s): Mario Bobbià (1797) – Serge Wilhelm (2031) 0 - 1
Brett 3 (w): Markus Eichenberger (1922) – Willi Dürig (2079) 0 - 1
Brett 4 (s): Claudio Caduff (1864) – Gavin Zweifel (1849) 0 - 1
Brett 5 (w): Thomas Bachmann (1892) – Cyrill Leuthold (1968) 1 - 0
Brett 6 (s): Hugo Ensmenger (1847) – Martija Stauber (1809) 0.5 - 0.5
Bei unserem erstem Heimspiel hatten wir ausgerechnet die nominell stärkte Mannschaft in unserer Gruppe zu Gast. Da half es auch nichts, dass ich (gezwungermassen) etwas taktisch aufstellte. Zug platziete mit Richard Zweifel, Serge Wilhelm und Willi Dürig wie erwartet ihre stärksten Spieler an den ersten drei Brettern. Gegen diese Elo-Übermacht wurde es schwierig bis unmöglich etwas zu holen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Als erster musste Mario relativ früh die Waffen strecken. Gegen die Trompovsky Eröffnung seines Gegners hatte er von Anfang an Mühe und kam sehr schlecht aus der Eröffnung heraus. Serge hatte keine Mühe, sein erdrückendes Bauenzentrum in Materialgewinn umzumünzen.
Als nächster gab sich Claudio geschlagen, der sich eher untypisch für ihn auf ein bekanntes Figurenopfer von Weiss einliess, bei dem sein Königsflügel zerschmettert wurde und Schwarz seinen Damenflügel nur unter Einsatz von Opfern entwickeln konnte. Da half es auch nichts, dass Schwarz zwei Leichtfiguren für den Turm hatte und fast alles getauscht wurde bis auf die 2 Türme von Weiss und Läufer, Springer und Turm von Schwarz und einige Bauern. Aber wenn man Springer und Turm nicht entwickeln kann, hilft der Matervorteil auch nichts. Das war vom Sohn von Richard Zweifel sehr agressiv und gut gespielt.
Das sechste Brett, an dem ich Platz genommen hatte, erlebte eine ziemlich intensive Zeitnotschlacht meines Gegners. Er hatte in der Eröffnung sehr viel Zeit investiert, wahrscheinlich aufgrund meines eher unkonventionellem Spiels. Mit Schwarz probiere ich im Moment gerne etwas aus. Das hat diesmal soweit gut geklappt. Ich konnte am Königsflügel sehr aktiv werden und ihn mit allerlei Drohungen beschäftigen. Meinen König hatte ich auf den Damenflügel rochiert, weshalb ich seinen auf den Flügel rochierten König unter Beschuss nahm. Das gefiel ihm gar und so begab er sich auf den Weg an den Damenflügel. Hier nahm ich ihn sogleich wieder unter Beschuss. In der Zeitnot erwischt ich ihn dann oder ich glaubte es zumindest. Ich zwang seinen Läufer und seine Dame in eine Kreuzfesselung. Das hatte ich mir soweit gut zurecht gelegt. Wenn ich mit der Dame den Bauern auf b2 nehme, kann er mit dem Läufer meine Dame nicht nehmen, weil dieser durch meinen Läufer gefesselt ist. Und wenn er meinen Läufer mit seinem Läufer nimmt, dann hängt seine Dame. Er müsste somit seine Dame ziehen, sonst würde ich seinen Läufer mit Schach nehmen. Leider blitzte ich mit und „vergass“ einfach, dass ich seine Dame schlagen konnte, nachdem er meinen Läufer genommen hatte, und schlug seinen Läufer mit Schach. Die Partie endete dann mit einem für mich enttäuschenden Remis.
Stand nach 3 Partien: 0.5 : 2.5.
Am ersten Brett hatte es unser Newcomer ‚Meti‘ gleich mit dem grössten Brocken zu tun. Sein Gegner wollte von Anfang an keine Zweifel darüber aufkommen lassen, wer Chef auf dem Brett ist. Warum nur heisst er Richard Zweifel und nicht Richard Keinzweifel
Während wir leider nur zu siebt in Sierre auflaufen konnten, traten unsere Gegner mit zwei GMs an – Mihajlo Stojanovic und Marian Petrov. Mit einem Punkt Rückstand gingen wir also in das schwierige Match.
Bei Roman (an Brett 2 gegen GM Petrov) sah es schon früh recht wüst aus. Der GM entwickelte einen schnellen Bauernsturm am Königsflügel, dem Roman nicht viel entgegenzusetzen hatte.
Bei Lubo (mit Schwarz an 1 gegen GM Stojanovic) war ich mir am Anfang nicht sicher. Es stand früh ein weisser Bauer auf e6, das aber nicht sehr sicher. Mir schien, dass ich das schon einmal gesehen hatte (Theorie?) und dass das wohl gut für Schwarz spielbar ist. Lubo bewies das auch und erlangte eine gute Stellung. Es entstand ein Endspiel, in dem er Läufer und drei Bauern gegen Turm bei noch einigen weiteren Bauern auf dem Brett hatte. In der kurzen Analyse am Schluss (es war die letzte Partie) war unklar, ob es einen Gewinnweg für Lubo gegeben hätte. Das Remis ist aber sicher eine bärenstarke Leistung. Herzliche Gratulation dazu!
An Brett 2 kämpfte Toni mit schwarz. Hier seine Zusammenfassung der Partie: «Mein Gegner spielte bis zum 20. Zug extrem schnell und so kam ich problemlos zu einer klar bessern Stellung mit allen Schwerfiguren auf der c-Linie. Leider frass ich zu früh einen Bauern und musste kurz darauf die Qualität opfern. Trotzdem war die Stellung ausgeglichen. Wenn ich dann nicht so verbissen das Dauerschach gesucht und stattdessen seinen Turm im Abseits gehalten hätte, wäre das Remis unvermeidlich gewesen.»
Rambert holte an Brett 4 ein – wie mir scheint – kaum je gefährdetes Unentschieden. Allerdings kann ich dazu kaum etwas sagen, da ich von der Partie fast nichts mitbekommen habe.
Ebenso geht es mir bei dem Sieg von Christoph. Toller Einstand mit 1.5/2 in der ersten Mannschaft, herzliche Gratulation auch an ihn! Soweit ich gesehen habe, stand er schon früh etwas besser und hat das offenbar sicher zum Sieg ausgebaut. Hier seine eigene Zusammenfassung (danke dafür!): «Ein weniger gebräuchliches Abspiel im Holländischen habe ich intuitiv behandelt und dabei unwissentlich eine Empfehlung von Taimanow befolgt. So kam ich mit gutem Zusammenspiel der Springer und Läufer aus der Eröffnung heraus. Alles fokussierte sich auf das Feld c3. Mit einem Scheinopfer (19… Se4!) konnte ich seine Stellung über dieses Feld aushebeln und Material gewinnen. 21… Df2 hätte alles klar gemacht. Ich habe leider einen umständlicheren aber doch ungefährdeten Weg zur Verwertung des Materials gewählt.»
Ich selbst fühlte mich ausgangs der Eröffnung eher schlecht – obwohl sogar recht lange alles im Rahmen der Theorie blieb. Aber im frühen Mittelspiel misshandelte ich die Stellung doch erheblich und stand auch objektiv schlecht. Allerdings bereitete ich etwas dubioses Gegenspiel vor und plante einen Trick, den mein Gegner auch prompt zuliess. Danach hatte ich einen glatten Springer mehr und konnte diesen im Endspiel verwerten.
Eine spannende Partie gab es auch bei Dani an Brett 6. Die Stellung war geschlossen und sah nach einem Unentschieden aus, wenn sich niemand zu unbegründeten Aktivitäten verleiten lassen würde. Aber Danis Gegner wollte mehr und gab seinen Läufer, um dafür am Damenflügel Bauern zu gewinnen. Danis Springer und die Dame in Kombination waren aber zu stark, und er fand mit wenig Zeit auf der Uhr einen sehr schönen Durchbruch zum Matt.
Fazit: Ein echter Kampftag und ein hart erkämpftes Unentschieden für unser Team. Ein toller Tag für Lubo mit dem Schwarzremis gegen den GM!
Die erste Runde ist gespielt. Leider hat diese mit einer Niederlage geendet. Wir hatten zwar Elo-Vorteile an 4 der 5 Bretter, das aber wenig geholfen hat. Hier die einzelnen Resultate:
Martin Fuchsberger (1907) – Mario Bobbià (1809)
Julius Scherler (1871) – Toni Riedener (2052)
Jon Florin (1832) – Claudio Caduff (1864)
Eugen Fleischer (1871) – Markus Eichenberger (1919)
Raphael Steiner (1826) – Hugo Ensmenger (1847)
Da wir nur mit fünf Spielern angetreten sind, waren wir von Anfang an im Hintertreffen. Dies änderte sich während des geamten Matches nicht. Im Gegenteil. Der Schreibende musste schon im 14. Zug seine Waffen strecken, nachdem er ein einzügiges (!!) Matt übersehen hatte. Das war schon rekordverdächtig für meine Verhältnisse. Ich glaube, da hat mir die Maske die Sicht wohl zu stark eingeschränkt.
Das nächste Mal sollte ich diese nicht auch noch über die Augen ziehen. Vielleicht war es aber auch ganz einfach nur Schachblindheit. Ehrlich gesagt, tendiere ich eher zu Letzterem.
Damit stand es bereits 0:2, was die Aufgabe für meine Mannschaftskollegen nicht unbedingt einfacher machte. Mario u. Claudio blieben ihrer Linie und remisierten schon bald. Mario konnte sich dabei auf seine Spitzfindigkeiten in seinem geliebten Sizilianer verlassen. Die Partie von Claudio konnte ich leider nicht mitverfolgen. Damit stand es nach 4 bzw. 3 gespielten Partien 1:3. Eine Wende war aber nicht in Sicht, da sowohl Toni als auch Markus schlechter standen. Markus konnte seine Stellung sukzessive verbessern, gab die Partie aber Remis, nachdem Toni Remis in schlechterer Stellung Remis offeriert hatte. Auch ein Sieg von Markus hätte an der Mannschaftsniederlage nichts mehr geändert.
Übrigens noch herzliche Gratulation an Christoph Sterkman, der bei seinem Einstand mit der 1. Mannschaft ein Remis erreichte. Dass diese schlussendlich 5.5:2.5 verlor, konnte er aber genau so wenig abwenden.
Hugo Ensmenger
Unsere erste SGM-Mannschaft hat das grosse Los gezogen, dass sie für die ersten beiden Runden gleich ins Wallis fahren darf. In der ersten Runde fuhren wir nach Martigny, Gegner war Valais 1. Leider traten wir alles andere als in Bestbesetzung an, aber alle freuten sich aufs Spielen - und das ist ja die Hauptsache. Schade nur, dass die Spannung aus der Saison schon vorab raus ist, da es keine Auf- und Absteiger gibt. Von der Papierform her war der Gegner bei der tatsächlichen Aufstellung leicht favorisiert, aber das war anfangs nicht zu bemerken.
Ich beginne mal bei mir: Ich kam gut aus einer Eröffnung, für die Hugo mich wohl wüst tadeln würde. Ich hatte sehr früh (mit Schwarz!) recht gutes Spiel. Neben mir Rambert (Brett 6) erreichte eine sehr starke Stellung mit einem auf d6 eingepflanzten Springer und einem nach dem Damentausch bereits gut zentralisierten König. Mir schien, er habe die weitere Aktivierung des Königs verpasst, aber es sah lange Zeit nach einem Punkt für uns aus.
Auf meiner anderen Seite entwickelte Christoph in einer Karlsbader Struktur kräftigen Angriff gegen den gegnerischen König. Jean-Christophe Putallaz konnte den zwar abwehren, handelte sich dafür aber einen hässlichen Triple-Bauern auf der f-Linie ein. Christoph wickelte angesichts dieser klaren Schwäche aus meiner Sicht zu Recht in ein Doppelturm-Endspiel ab, und auch hier rechnete ich mit einem ganzen Punkt.
Kevin an Brett 1 hatte seinen Gegner in eine seltsame Sizilianisch-Variante gelockt, erreichte eine wahrscheinlich ausgeglichene Stellung und übersah dann – wenn ich richtig mitbekommen habe – einen Umwandlungstrick am Königsflügel. Niederlage hier.
Von Martins Partie (Brett 3) habe ich wenig mitbekommen. Mir scheint, er stand von Anfang an recht gedrückt und konnte sich des massiven Angriffs seines Gegners nur unter zu grossen materiellen Opfern erwehren. 0-2.
Lubo hatte bald einen Bauern mehr, allerdings um den Preis grosser Aktivität seines Gegners. Ich vertraute hier auf Lubos Endspieltechnik und hoffte auf einen ganzen Punkt, sah aber durchaus, dass Schwarz da grosses Remispotenzial haben dürfte.
Inzwischen war bei Rambert die Luft aus der Stellung – es hatte sich ein totremises Turmendspiel ergeben. Und auch Christoph fand keinen Weg, seinen strukturellen Vorteil in einen Sieg umzumünzen. Mir sei die kritische Bemerkung erlaubt: Hier hätte man vielleicht im Bauernendspiel noch etwas länger probieren können – zumal der Gegner um einiges schwächer eingestuft war. Remis, 1-3.
Romans Partie fand ich recht spannend. Seine Stellung sah aus der Eröffnung sehr aktiv aus mit sehr zentralisierten Figuren. Aber die schwarzen Springer entwickelten ungeahnte Dynamik und drängten Romans ganzes Volk wieder zurück. Später ging auf mir unbekannte Weise ein Bauer verloren, und Romans Gegner brachte das souverän nach Hause. 1-4.
Ich spielte noch und verpasste bei einem à-tempo-Zug in schon knapper Zeit eine erste richtige Gewinnchance. Die Stellung blieb aber besser. Ich schaffte es, eine zweite Schwäche zu provozieren und weiter Druck zu machen. Durch geschicktes Tempieren erreichte ich eine Stellung, in der ich taktisch wohl einen Gewinnversuch hätte unternehmen können. In diesem Moment remisierte Lubo, was die Teamniederlage besiegelte, so dass ich auch auf den riskant erscheinenden Gewinnversuch verzichtete. Ich war nicht in der Lage, das Tempieren mit dem Läufer korrekt zu berechnen und dabei auch noch den gegnerischen Freibauern im Auge zu behalten. Remis. Und schon kurz später endete auch Danis Partie Remis.
Fazit: eine durchaus (zumindest in der Höhe) vermeidbare 2.5-5.5 Niederlage. Wir setzen auf die Runden 3-7 und auf eine Sensation in Runde 2. Da wartet mit dem Cercle Valaisan eine Mannschaft, die auf der 20er-Liste sage und schreibe 5 GMs verzeichnet. Mal sehen, was da zu machen sein wird.
Frank Neubert
Hier der Bericht zum letzten Spieltag. Zuerst das Positive. Da der Gegner mind. ein 4:4 für den sicheren Aufstieg benötigte war es ein Gebot der Sportlichkeit, daß wir mit voller Kapelle angetreten sind, auch wenn es für uns nur noch um die "goldene Ananas" ging. Ganz anders als Winterthur, die mit ihrem "Nicht-Antreten" und 0:8 ff gegen Glogoric diesen den Klassenerhalt abschenkten. Das spricht für einen poistiven Teamgeist unsererseits.
Nimzowitsch trat immerhin auch mit 4 Titelträgern und dem ehemaligen D Meister Thomas Luther an Brett 1 an. Aus der Eröffnung kamen eigentlich alle ganz gut heraus. Jürgen hatte einen kleinen Vorteil, den er aber nicht in einen vollen Punkt umwandeln konnte, remis gegen IM Florescu, auch wenn dieser nicht mehr viel stärker einzuschätzen ist als Jürgen ein Teilerfolg, denn klar war, daß ein Gewinn nur über Erfolge an den hinteren 4 Brettern zu erreichen war.
Daniel hatte nach einem ungenauen Zug seines Gegners einen wichtigen Bauern gewonnen. Wieso nach Da5+ die Stellung so schnell zusammenbrach entzog sich meiner Beobachtung. Vielleich kann Daniel hier noch etwas ergänzen. Auch etwas überraschend schnell dann die Niederlage von Markus (vielleicht muss man auf d3 nehmen). Irgendwie muss da im Turmendspiel (oder kurz vorher) etwas schief gegangen sein. Gleich danach war Kevin gegen GM Luther aus meiner Sicht einfach chancenlos. Vielleicht ist sein französischer Aufbau mit der "Nicht-Rochade" und Kf8 gegen so ein großes Kaliber einfach zu optimistisch. So stand es relativ schnell 3,5 für Nimzo. Etwas kurios, daß alle Spitzenbretter doch relativ schnell gespielt waren.
Lubo hatte schon in der Eröffnung leichten Nachteil und diese manifestierte sich dann in einem Bauernenspiel. Das sah auch nicht mehr gut aus. Auch Roman stand eher schlechter als besser, Albert auf Ausgleich. Roman hat es wohl versäumt, früher aktiv zu werden und einen Königsangriff zu starten. Für einen W Spieler ist mir das einfach zu brav. Bei Albert hätte ich mir gewünscht, daß der S einmal auf c5 eingepflanzt würde, was er dann später auch tat. Warum das früher nicht möglich war, konnte ich nicht erkennen. Vielleicht wiel dann a7 schwach würde.
Ich stand, wie ein Weißer eben zu stehen hat. Leicht besser, aber mein Gegner hat sich ziemlich solide aufgebaut. Als ich dann die Pace verschärft habe und auch ein gewisses Risiko einging (Se5, da sonst die Dame nach f4 kommt und sie da unangenehm für mich steht, weil ich die Königsstelung lockern muss, um sie wieder zu vertreiben), hat es mein Gegner versäumt ebenso scharf weiterzu spielen (dxc4). Da ich schon 2x gegen Christoph Drechsler gespielt habe, war mir das fast klar, denn er liebt es eher positionell zu spielen und geht scharfen Verwicklungen eher gerne aus dem Weg. Da ist es schon gut, wenn man seinen Gegner ein wenig einschätzen kann und seine Spielweise ein wenig darauf ausrichtet.
Danach ( c5 - Db8 nebst Sf3 und später f4, f5) war das nur noch Spiel auf ein Tor. Allerdings hat er sich wirklich zäh verteidigt. Den Einschlag (Lxg6) hat er wohl übersehen. Die Alternative wäre gewesen in ein verlorenes Läufer Endspiel mit einem Minusbauern zu gehen, daß doch recht einfach für mich gewonnen wäre. Seit langer Zeit war ich zum ersten Mal voll mit meiner ganzen Partie zufrieden.
Somit 1,5:3,5 aus unserer Sicht. Allerdings wäre es surreal gewesen, in den verbleibenden 3 Partien noch auf 3 P zu hoffen. Roman hatte inzwischen einen Minusbauern im T + 2 Leichtfiguren Endspiel, dafür aber das L-Paar und gab dann dieses gegen Bauerngewinn auf. Das verbleibende Endspiel T+L+h+g Bauer vs T+L+f+h Bauer war dann tot remis und darauf einigte man sich dann auch zeitnah. Somit war Nimzo durch.
Bei Lubo wurde immer mehr Material getauscht und der Vorteil in Gestalt des (Mehr-D-Bauern) verfestigte sich. Sah eher nach Verlust als nach Remis aus, zumal der Gegner dann auch seinen L ins Spiel gewinnbringend ins Spiel bringen konnte. Albert konnte dann seine Partie noch vorteilhaft gestalten und am Ende wurde es ein Mehrbauer in einem T+b-Bauern gegen T Endspiel. Da der gegnerische König schon weit abgedrängt war, konnte Albert hier am Ende souverän den vollen Punkt einfahren.
Saisonfazit.
Bis auf die peinliche Auftaktniederlage gegen Glarus ein guter 4. Platz. Das Ziel war ja "nur" der Klassenerhalt und da kann sich der 4. Platz sehen lassen. Wir haben relative wenige ( 6 Einsätze ) Spieler aus der 2. Mannschaft gebraucht, die dann auch noch 3,5/6 geholt haben. Dafür vielen Dank. Dies resultiert vor allem auch daher, daß wir einen Kader von 10 Spielern zurückgreifen können. Somit muss erst bei 3 Ausfällen auf die 2. Mannschaft zurückgegriffen werden. Das ist ein Luxus, den sich die meisten anderen Mannschaften nicht leisten können.
Überragend in der Einzelbetrachtung ist Jürgen mit 4/5 und einem Erfolgsscore von fast 2500. Respekt und Anerkennung für diese bärenstarke Leistung. Ansonsten waren dann nur noch die Ersatzspieler Toni und Frank im positiven Bereich.
Allerdings ist festzuhalten, daß durch den starken Neuaufsteiger Glarus, die sofort auf Platz 3 landeten die Klasse nominell stärker geworden ist, auch wenn viele Mannschaften Probleme haben, alle ihre Stammspieler an die Bretter zu bringen. Gerade an den vorderen Brettern ist inzwischen eine IM Norm möglich (wenn mal 9 Runden gespielt werden).
Deshalb, für nächste Saison, sollten wir uns vornehmen, noch öfter an den hinteren Bretten zu punkten, sonst könnte es einmal knapp werden mit dem Klassenerhalt.