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Wer Gefahr läuft, in ein Burnout zu driften, der riskiert auch einen Herzinfarkt. Wie hängen Herzerkrankungen und die Erschöpfungsdepression zusammen?
Wissenschaftler der Tel Aviv University haben in einer dreieinhalbjährigen Studie knapp 9.000 Arbeitnehmer zwischen 19 und 67 Jahren beobachtet.
Im Forschungszeitraum wurden die Probanden auf Zeichen eines beginnenden Erschöpfungssyndroms ebenso überprüft wie auf eine beginnende Koronare Herzerkrankung. Berücksichtigt wurde dabei das Alter, die Zahl der Herzerkrankungen in den Familien und das Geschlecht.
Sind Herzerkrankungen und Burnout miteinander verbunden?
Es zeigte sich, dass Beides eng miteinander verbunden ist. Bei dem Fünftel, der Probanden, die die höchsten Werte für einen Burnout anzeigten, war auch das Risiko, eine Koronare Herzerkrankung zu erleiden, um bis zu 79 Prozent erhöht.
Generell lagen bei allen Teilnehmern, die Symptome oder Anzeichen eines Burnouts hatten, die Wahrscheinlichkeit einer Herzerkrankung um 40 Prozent höher als bei Studienteilnehmern, die nicht von einem Burnout betroffen waren und keine Anzeichen zeigten.
Burnout oder Herzinfarkt?
Heute gilt die Koronare Herzerkrankung als Vorstufe zum Herzinfarkt. Es bilden sich Ablagerungen in den Herzkranzgefässen wodurch der gesunde Blutkreislauf gestört wird.
Beängstigend ist, dass nach dem aktuellen Herzbericht in Deutschland immer mehr Menschen an Herzerkrankungen sterben. Auffällig ist, dass viel mehr Frauen als Männer heute an Herzkrankheiten leiden. Neben der KHK erkranken auch mehr Menschen an einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz), was ebenfalls besorgniserregend ist.
Investieren in die Prävention
Die Rückläufigkeit der Sterbefälle aufgrund besserer Diagnostik und Behandlung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Herzkrankheiten weiter verbreiten.
So geht es um Prävention um Risikokrankheiten wie Herzerkrankungen und die Erschöpfungsdepression zu reduzieren. Es geht darum Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen bereits im Kindesalter vorzubeugen.
Es ist wichtig Rahmenbedingungen für die Bevölkerung zu schaffen die eine gesunde Lebensweise ermöglichen wie körperliche Aktivitäten und eine gesunde Ernährung. Ebenso wichtig ist eine systematische Aufklärung in Kitas, Schulen und Betrieben.