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Nach dem vielversprechenden Start in Mexico Stadt und dem nahen Teotihuacán ging es weiter in Richtung südosten, in Millionenstadt Puebla, der viertgrössten Stadt Mexikos. Für die Reise dorthin sind wir in einen öffentlichen Bus gestiegen, welcher uns in etwas mehr als 2 Stunden dorthin gebracht hat. Ich war positiv überrascht von der Qualität von diesen öffentlichen Bussen in Mexiko, es waren wirklich angenehm in diesen Bussen zu reisen.
Nach einem gemütlichen ersten Abend in einem Restaurant, wo wir uns einmal mehr den mexikanischen Spezialitäten widmeten, hatten wir einen freien Tag, um Puebla zu erkunden. Ganz in der Nähe gibt es einen interessanten Ort, die Pyramide von Cholula. Erstaunlicherweise war ich der Einzige der Gruppe, der diesen Ort erkunden wollte. So bin ich mit einem Uber nach San Andrés Cholula gefahren, wo sich diese Pyramide befindet.
Die Pyramide wurde in mehreren Etappen gebaut, zwischen dem 3. Jahrhundert vor Christus und dem 7. Jahrhundert nach Christus, und ist in dieser Zeit zu der volumenmässig grössten Pyramide der Welt gewachsen. Die Grundmasse betragen satte 450 x 450 Meter, und die Pyramide hat eine Höhe von 66 Meter. Der Baustil ähnelt an denjenigen von den Pyramiden von Teotihuacán, welches sich etwa 100 km entfernt befindet. Als die Spanier im 16. Jahrhundert an diesem Ort ankamen, war die Pyramide vermutlich vollständig überwachsen, und erschien ihnen wie ein Hügel. Ein Hügel, welcher sich ideal eignet, um eine Kirche zu errichten. So steht heute auf der Spitze der Pyramide die Iglesia de Nuestra Señora de los Remedios.
Die Pyramide wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts archäologisch erforscht, und seither wurden mehr als 8 km an Tunnel innerhalb der Pyramide angelegt. Einen Teil von diesem Tunnelsystem kann man sogar selbst erkunden, was ich natürlich getan habe, nachdem ich das zur Pyramide gehörende Museum besucht hatte. Anschliessend wollte ich die Pyramide natürlich auch noch besteigen, und die Aussicht von oben geniessen. Nebst der Kirche gibt es vor allem die Aussicht zu bestaunen. Man hat eine wunderschöne Aussicht über Puebla und dessen vororte, und den nahe gelegenen Vulkanen Popocatépetl und Iztaccíhuatl.
Zurück in der Innenstadt von Puebla bin ich dann durch die prächtige Innenstadt geschlendert, welche wirklich so ausschaut wie man sich eine mexikanische Stadt vorstellt. Eine sehr farbenfrohe Stadt. Besonders herausgestochen sind die vor Gold nur so strotzende Capilla del Rosario in der Santo Domingo Kathedrale, und die Biblioteca Palafoxiana, die erste öffentliche Bibliothek in Amerika. Rund 41’000 Medien lagern in diesem prächtigen Gebäude.
Auch einfach das herumschlendern in den farbigen Strassen von Puebla ist ein geniales Erlebnis, erst recht in Kombination mit der mexikanischen Küche, welche für mich wirklich zu einem kulinarischen Highlight gehört.
Viel zu früh mussten wir dann schon wieder Abschied nehmen von der Stadt. Am nächsten Morgen ging es weiter, erneut in einem komfortablen ADO Bus, welcher uns in einer 5 stündigen Busfahrt in die Stadt Oaxaca weiter südöstlich gebracht hat. Davon mehr im nächsten Blogpost.