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Die indische Überlandpost wird wöchentlich einmal über
Brindisi, die australische abwechselnd die eine
Woche gemeinsam mit der indischen
über
Brindisi, die andre
Woche (mit
Schiffen der Orientlinie) über
Neapel
[* 10] befördert. Mit der indischen Überlandpost sind vom bis
51,446, 1888-89: 44,369 Briefsäcke in der
Richtung nach
Indien, bez.
Australien
[* 11] und in ersterm Jahr 16,944,
in letzterm Jahr 16,606 Briefsäcke in der
Richtung aus
Indien, bez.
Australien befördert worden.
Die Beförderung erfolgte, wennmöglich, mit den fahrplanmäßigen Schnellzügen; wurde der Anschluß an einen solchen nicht
erreicht, so wurden zur
Beschleunigung Sonderzüge
für Rechnung der italienischen Postverwaltung eingelegt. Seit erfolgt
die Beförderung auf der ganzen
Strecke (Modane-Brindisi) ausschließlich durch Sonderzüge. Die italienische Postverwaltung
bemüht sich angelegentlichst, den
Transit der
Posten zu erleichtern, um die drohende
Konkurrenz derLinie nach
Saloniki
[* 14] fernzuhalten
oder doch zu erschweren.
Wenn nämlich die letztere aus der Ruhelage gekommen ist, hat die
Spirale eine gewisse
Spannung, welche mit der
Größe des
Schwingungsbogens zunimmt. Wird diese
Spannung im richtigen
Moment durch das
Räderwerk vermehrt, so findet
eine Kraftzufuhr statt, was dadurch ermöglicht wird, daß das eine Ende der
Spirale nicht fest mit den
Platinen, sondern beweglich
angebracht wird. Daraus ergibt sich als Aufgabe des
Räderwerkes: den Befestigungspunkt der
Spirale (das sogen. Spiralklötzchen)
bei jeder Unruheschwingung im geeignetenMoment hin und her zu bewegen. Diese Aufgabe hat das nachstehend
beschriebene
Echappement von Riefler ebenso einfach wie vollkommen gelöst.
mit dem Klötzchen befestigt; die beiden andern Arme tragen, über ihre Ebene emporstehend, die Hebe- und zugleich Ruhesteine
S und S', welche cylindrisch und am obern Ende bis zur Mitte der Cylinderachse abgeflacht sind
[* 20]
(Fig.
2). An der Cylinderfläche findet die Hebung,
[* 21] an der ebenen Fläche die Ruhe statt. An der Achse e f des
Räderwerkes befindet sich ein Heberad H und darüber mit kleinem Zwischenraum ein Ruherad R. Die Zähne
[* 22] h des erstern bewirken
die Hebung, die Zähne r des letztern bewirken mit ihren radialen Flächen die Ruhen.
Außer den RädernH und R befindet sich noch ein drittes Rad E an derselben Welle zur Bewegung eines Windfanges
W. Das Spiel der Hemmung vollzieht sich dadurch ohne alle Stöße, und die Ruhezähne legen sich äußerst sanft an die Hebeflächen
an. Der Auslösungswiderstand kann durch entsprechende Drehung der SteineS undS' in ihrer Fassung beliebig
geändert, sogar gleich Null gemacht werden ohne Gefahr einer unzeitigen Auslösung, da die Spirale stets mit der ganzen, ihr
jeweils innewohnenden Spannkraft die Ruhesteine an das Heberad andrückt.
Statt der RäderH und R kann auch ein einziges Rad mit Hebe- und Ruhezähnen in verschiedenen Ebenen
[* 20]
(Fig. 3) angewendet
werden.
Für manche Zwecke (Reiseuhren Uhr dgl.) genügt ein Rad, dessen Zähne in einer Ebene liegen, und ein cylindrischer Stein.
Die Zähne erhalten dann die in
[* 20]
Fig. 4 dargestellte Form, oder man kann auch die Cylinder auf etwa ein Fünftel ihres Durchmessers
abflachen
[* 20]
(Fig. 5), um die Möglichkeit zu haben, den Auslösungswiderstand
in einfachster Weise zu regulieren.
[* 20]
Fig. 6 und 7 stellen das Echappement in der Anwendung für ein Sekundenpendel dar. Die Drehachse a a des Ankers A ist durch die
auf Achat- oder Sardonixsteinen P P gelagerte Messerschneide des Stahlprismas M M gebildet; ii ist die Aufhängefeder des Pendels,
o ein Keil, durch welchen die Höhenlage der Pendelaufhängung etwas geändert werden kann. Durch die Schrauben
[* 23] v, v, v wird
der Eingriff des Ankers reguliert. Die wirksame Länge der Aufhängefeder des Pendels ist durch Klemmbacken k variabel gemacht,
um diejenige Länge aufzufinden, bei welcher die Pendelschwingungen isochronisch sind.
in diesem Moment verläßt die Palette S den Zahn r des Ruherades R, die Räder drehen sich in der Pfeilrichtung,
und der Zahn h bewirkt die Hebung, d. h. er drängt die Palette S' zurück, bewegt dadurch den Anker entgegengesetzt der Pfeilrichtung
und erhöht auf diese Art die Spannung der Aufhängefeder des Pendels, wodurch demselben die nötige Kraft zugeführt wird,
seine Schwingungen fortzusetzen.
Dieser Vorgang wiederholt sich bei jeder Pendelschwingung abwechselungsweise
auf der einen und auf der andern Seite des Ankers.
Wird statt der Federaufhängung die Fadenaufhängung für das Pendel gewählt, die ja noch immer nicht ganz verlassen worden
ist, so erfolgt die Auslösung durch den seitlichen Zug,
welchen das Pendel ausübt, wenn es aus seiner Ruhelage
in der dem Pfeil entgegengesetzten Richtung gekommen ist. Die Kraftzufuhr findet hierbei dadurch statt, daß der Auf-