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Vor vier Jahren brannte das Hotel Kaiseregg in Plaffeien ab. Der Brandstifter wurde gefasst und verurteilt. Das Bezirksgericht Saane hatte auch den Besitzer des Hotels zu 30 Monaten Gefängnis verurteilt. Dieser konnte das geschützte Hotel nicht wie gewünscht abreissen und Wohnungen bauen. Es gebe Indizien, dass er den Brand mit einem Geschäftsmann geplant habe.
Im Zweifel für den Angeklagten.
«Indizien reichen nicht aus, um jemanden zu verurteilen», findet hingegen Kantonsrichterin Catherine Overney und spricht den Mann von den Vorwürfen der Brandstiftung und des Betruges frei. «Im Zweifel für den Angeklagten», begründete die Kantonsrichterin den Freispruch.
Es war eine egoistische Tat.
Anders bewertete sie das Vergehen des Geschäftsmannes. Dieser habe den Brand in Auftrag gegeben, weil er sich dadurch Vorteile erhoffte. Dafür gebe es Beweise. «Es war eine egoistische Tat», sagte sie. Die Kantonsrichterin erhöhte die erstinstanzliche Gefängnisstrafe um ein halbes Jahr auf fünf Jahre. Das Urteil kann vor das Bundesgericht weitergezogen werden.