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Privatdozierende besitzen die Lehrbefugnis (venia legendi), d. h. das Recht, in ihrem Fachgebiet Lehrveranstaltungen frei anzukündigen, durchzuführen und Prüfungen abzunehmen.
In dieser Funktion beziehen sie kein Gehalt, sondern nur eine kleine Entschädigung. Das gleiche gilt für die Titularprofessur.
Die Ernennung zum PD erfolgt durch Habilitation, d. h. Nachweis der wissenschaftlichen Befähigung in Forschung und Lehre.
Zuständig für die Habilitationsverfahren sind die einzelnen Fakultäten. Sie prüfen die eingereichte Habilitationsschrift, meist mit Hilfe externer Gutachten, beurteilen die Probevorlesung, den Lebenslauf und die Publikationsliste. Dann stellen sie Antrag an die Erweiterte Universitätsleitung (EUL), die abschliessend über die Erteilung der Lehrbefugnis entscheidet.
Die Habilitation gilt im deutschen Sprachgebiet als traditionelle Voraussetzung für eine Bewerbung auf eine Professur.
Im angelsächsischen Raum und anderswo ist die Habilitation praktisch unbekannt. Dort gelten andere, aber nicht weniger strenge Kriterien für Bewerbungen auf eine Professur. Das angelsächsische Modell gewinnt auch hierzulande an Bedeutung (Tenure Track und SNF-Förderprofessuren in der Schweiz, Juniorprofessuren in Deutschland).
Die Fakultät überprüft mindestens alle sechs Jahre, ob die Voraussetzungen für die Lehrbefugnis noch erfüllt sind.
Andernfalls kann die Lehrbefugnis durch die EUL entzogen werden.