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Beschreibung
Ferdinand Ries (1784-1859) gehört einer Generation von Sinfonikern an, die von der Musikgeschichtsschreibung verständlicherweise, aber zu Unrecht vernachlässigt wurde. Das Publikum hatte die Sinfonien Beethovens zur Norm erhoben, an der alle nachfolgenden Werke der Gattung gemessen wurden.
Ries, der Beethoven als Schüler und Assistent auch persönlich sehr nah stand, hatte also einen schweren Stand, sich aus dem Schatten des Giganten zu lösen. Talent und Begabung dazu hatte er aber allemal, und so schrieb auch nach seinem Tod Schumanns neue zeitschrift für musik: «… wenn auch seine Sinfonien mit dem gigantischen Gedankenfluge Beethovens keinen Vergleich ertragen können, werden sie trotzdem immer zum Besten gehören, was die neuere und neueste Zeit in diesem Genre gefördert hat.»
Dieses Urteil wird mehr als bestätigt anhand der Symphonien, die mit dem Zürcher Kammerorchester unter Howard Griffiths die idealen Interpreten gefunden haben. Kraftvollere «beethovenschere» Sinfonik hat wahrlich kein Zeitgenosse geschrieben!
Symphony No 4 op. 110 in F major
Andante – Allegro | Andantino | Scherzo. Allegro | Finale. Allegro molto
Symphony No 6 op. 146 in D major
Larghetto con moto – Allegro | Menuetto. Moderato | Larghetto con moto | Finale. Allegro con brio