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Die Ausgangslage war so offen wie noch nie in dieser Saison. Beide Mannschaften kämpften mit ihrem Bestaufgebot und der Sieg war für beide Seiten realistisch.
Sense fand anfangs besser in die Begegnung. Jungspund Florian Schafer zeigte in der Kategorie 55 kg eine solide Leistung und punktete gegen Olivier Chardonnens mit seinen Beinangriffen. Er gewann ebenso wie Pascal Jungo (60 kg), der im Duell der Routiniers gegen Roland Ruch mehr Druck ausüben konnte und sich mit wenigen, aber effektiven Angriffen den Zu-null-Punktesieg sicherte.
Obwohl sich anschliessend Thomas Jehle (96 kg) und Julien Eggertswyler (84 kg) dem Gast beugen mussten, konnte Sense eine 10:8-Führung mit in die Pause nehmen.
Pech, Überraschungen und Ernüchterung
Im ersten Kampf der zweiten Hälfte standen sich Philippe Eggertswyler und Francois Parvex gegenüber. Nach verlorener erster Kampfrunde glich Eggertswyler zum Null-zu-Null aus, ehe er wegen Blutens disqualifiziert wurde. Blutungen an der Stirn und der Nase konnten nach einem Zusammenstoss nicht gestillt werden und der Kampfrichter liess den Sensler nicht mehr weiterringen. Die Sensler verloren den Kampf und gerieten dadurch unter Zugzwang.
Naser Alimi musste in der Kategorie 66 kg gegen Xavier Eggertswyler gewinnen, um sein Team weiter im Rennen zu halten. Nach verlorener erster und gewonnener zweiter Kampfrunde war Alimi im dritten Umgang nahe am entscheidenden Punkt. Doch Eggertswyler zog sich überraschend aus der Schlinge und gewann das wichtige Duell für die Gäste aus Domdidier.
Jungo lässt sein Team nochmals hoffen
Nach dieser erneuten Niederlage stand Sense noch mehr unter Druck und Benno Jungo musste seinen Kampf in der Kategorie 84 kg gegen Stefan Syarov gewinnen. Am besten mit der Maximalpunktezahl. Jungo erfüllte seine Aufgabe, punktete seinen Gegner in zwei Runden überlegen aus und brachte Sense wieder auf Augenhöhe mit Domdidier.
Anschliessend musste Christoph Buntschu auf die Matte. Gegen Florian Nydegger (74 kg) war der Sensler aber chancenlos, und so handelte er der Ringerstaffel einen entscheidenden Punkterückstand ein. Matthias Käser benötigte im letzten Kampf des Tages eine technische Überlegenheit oder einen Schultersieg, um den Gastgebern zumindest das Remis zu retten.
Doch Käser schaffte es nicht, seinen Gegner entscheidend zu bedrängen, und musste eine Punkteniederlage einstecken. Damit war die 16:22-Niederlage seines Sensler Teams besiegelt.
Belp setzt sich in der Tabelle etwas ab
An der Tabellenspitze liegt weiter Belp mit acht Punkten. Die Berner haben sich von den restlichen Mannschaften bereits etwas abgesetzt. Sense weist vier Punkte auf seinem Konto auf und liegt zusammen mit den Mannschaften aus Domdidier, Ufhusen und Martigny auf dem zweiten Rang.
Am Tabellenende wartet Hergiswil weiter auf seinen ersten Punktgewinn. bj