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Im Sommer 2018 gab es in Deutschland eine ausgeprägte Hitzewelle. Der Meteorologe Jörg Kachelmann äusserte sich zur Berichterstattung dazu am 30. Juli auf Twitter folgendermassen: «Die globale Hitzewelle weltweit und gleichzeitig ist eine Lüge. Nimmt man die momentanen Temperaturen der gesamten Nordhemisphäre und vergleicht man [sie] mit der Referenzperiode 2000-2017, ist die durchschnittliche Abweichung über alles genau (Tusch) 0,0 Grad.»
Damit wollte er klarstellen, dass die damalige Hitzewelle regional beschränkt ist und es sich nicht um eine globale Hitzewelle handelt. Dies legt er in einem X-Post (vormals Twitter) vom 2. Oktober 2021 selbst dar. In diesem Post erklärt er auch, dass er seinen Post vom 30. Juli 2018 gelöscht habe, da er «ohne den Bezug missbräuchlich umgedichtet werden kann.»
Zum gelöschten Tweet veröffentlichten bereits mehrere Organisationen im deutschsprachigen Raum einen Faktencheck. Ein neuerer Screenshot kursiert nun erneut in den sozialen Netzwerken als Sharepic. Darauf ist kein Datum zu sehen, weshalb nicht ersichtlich ist, dass der Originalpost aus dem Jahr 2018 stammt.
Die Schlussfolgerung, Kachelmann habe den Klimawandel geleugnet, ist falsch. Kachelmann verweist dazu selbst auf ein Interview im Tagesanzeiger vom 16. Juli 2021. In diesem Interview sagt er: «Der menschgemachte Klimawandel ist eine Tatsache, das zeigen die steigenden Temperaturen, das Schmelzen der Gletscher und sämtliche wissenschaftliche Erkenntnisse.»