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Philips / Magnavox,

überarbeitet am 18.9.2010

Im Jahre 1981 brachte Philips als Nachfolger des konventionell als Doppelsuperhet mit Frequenzzähler aufgebauten AL-990 einen mikroprozessorkontrollierten Einfachsuper mit PLL-Synthesizer heraus. Empfangsmässig sind die Leistungen des Geräts bescheiden, die Ausstattung vermochte mit den im ähnlichen Zeitraum erschienenen Sony ICF-2001 oder dem Uniden CR-2021 mitzuhalten, die geringe Abdeckung des Kurzwellenbereichs nur von 5950 - 15450 kHz nicht.
Der Philips D-2924 misst als querformatiger Kofferempfänger 24,5 x 19,5 x 6 cm, wiegt 1,1 kg und ist mit einem Tragegriff ausgestatte. Zum Betrieb benötigt der Empfänger eine Netzspannung von 110 - 220 V oder acht 1,5 V Batterien, die recht schnell erschöpft sind, wie bei den PLL-Synthesizerempfängern der ersten Generation üblich.
In der Frontplatte findet sich auf der linken Seite der grosse Lautsprecher.
Die weiteren Bedienelemente sind ebenfalls aus meiner Sicht recht unergonomisch in einer vertikal laufenden Leiste angeordnet, ein Schalterchen für den Abschwächer (LOC), die Schieberegler für Lautstärke und den Klang und zuunterst ein weiteres Schalterchen zur Blockierung der Tasten.
Technisch vermag der Einfachsuper mit seinem eingeschränkten Kurzwellenbereich
von 5950 - 15450 kHz dem ambitionierten Kurzwellenhörer wenig zu bieten,
schlechte Empfindlichkeit und Trennschärfe und hohes Synthesizergeräusch
machen nur die starken Stationen hörbar. Schaltbare ZF-Bandbreiten oder gar
ein BFO zum CW- oder SSB-Empfang werden bei dem einfachen Gerät vergeblich gesucht.
Zusammenfassend ist der Philips D-2924 ein einfacher Kurzwellen-tauglicher
Einfachsuper aus der ersten Generation der mit einem PLL-Synthesizer ausgestatteten
Geräte und findet höchstens als Gerät zur Dokumentation dieses Entwicklungsschritts
Eingang in die Sammlung - nicht aber wegen den Empfangsresultaten, obwohl sich
sagen lässt: auch mit dem D-2924 kann man Radio hören.
© Martin Bösch, 20.9.2010