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Lead
Die Verdichtung der Bausubstanz - in der Schweiz «Verdichtung nach Innen» genannt - ist ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigeren Bodennutzung. Wie alle soziopolitischen Prozesse bringt die Verdichtung jedoch Gewinner, aber auch Verlierer hervor: potentiell mehr Verkehr, mehr Lärm, weniger grüne Räume, weniger Aussicht, mehr NutzerInnen von öffentlichen Dienstleistungen und vor allem höhere Wohnkosten.
Lay summary
Verdichtung bedeutet, sich mit der bereits gebauten Umgebung auseinanderzusetzen. Die Planung erfolgt daher in einem engen Netz von bestehenden Rechten und Pflichten. Vor diesem komplexen institutionellen Hintergrund untersucht das Projekt die Steuerung von Verdichtungsprozessen und die Bedingungen, unter denen eine Verdichtung stattfinden kann, die die Erhaltung der städtischen Qualität für alle ermöglicht, einschliesslich schutzbedürftigerer sozioökonomischer Gruppen.
Das Projekt vergleicht die beiden funktionalen Regionen Bern in der Schweiz und Utrecht in den Niederlanden. Acht «Verdichtungsgeschichten» werden rekonstruiert (vier pro Land). In jedem nationalen Umfeld wird eine detaillierte Analyse der Institutionen, politischen Instrumente, Leistungsanreize, Strategien der Akteure und Bedingungen der Ressource (Nachhaltigkeit) durchgeführt. Gleichzeitig rekonstruiert eine GIS-basierte Analyse Verdichtungsprozesse über die gesamten funktionalen Regionen einschliesslich sozio-politischer und wirtschaftlicher Indikatoren.
Dieses Projekt wird dazu beitragen, die Verdichtung als Governance-Herausforderung zu konzipieren. Eine grosse Herausforderung besteht darin, zu verdichten, ohne die sozialen Ungleichheiten zu vergrössern. Neue Erkenntnisse sollen wirksame Wege zur Erhöhung der Verdichtung liefern, die gleichzeitig eine hohe urbane Qualität für alle gewährleisten.