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Männer, die sexuellen Kontakt mit Männern haben (MSM), sind in der Schweiz kategorisch von der Blutspende ausgeschlossen – wegen der erhöhten Gefahr einer HIV-Ansteckung. Diese Regelung ist diskriminierend.
Auch der Europäische Gerichtshof hält in seinem Urteil vom 29. April 2015 fest, dass der generelle Ausschluss von MSM unzulässig ist, sofern wirksame Techniken zum Nachweis von HIV erlauben, ein hohes Gesundheitsschutzniveau der Blutspendeempfänger_innen sicherzustellen. Dies ist in der Schweiz der Fall.
Das Blutspendeverbot für Schwule ist weder im Heilmittelgesetz noch in einer Verordnung explizit festgeschrieben. Für Swissmedic entscheidend sind «die medizinischen Fakten» und eine daraus abgeleitete Empfehlung des European Directorate for the Quality of Medicines and Healthcare, einer Behörde des Europarats. Hierbei wird aber ignoriert, dass andere Länder wie zum Beispiel Spanien oder Italien viel kürzere Fristen kennen.