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Der Verband der Kantonschemiker und Stadtchemiker der Schweiz traf sich zu einer zweitägigen Sitzung in Genf.
Kaffee kaufte man im Ersten Weltkrieg in der Regel in speziellen Geschäften. Wie der Auszug aus dem Protokoll der Kantons- und Stadtchemiker der Schweiz zeigt, waren aber auch Ersatzprodukte wie koffeinfreier Kaffee oder Kaffee-Ersatz aus Zichorien.
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c) Mitteilungen betr. Gehalt an koffeinfreiem, bezw. koffeinarmem Kaffee an wässerigem Extrakt:
Schumacher macht auf ein neues Verfahren aufmerksam, wonach koffeinfreier Kaffee in der Weise hergestellt wird, wodurch Keimung erfolgt. Dieser Kaffee wird dann geröstet und kommt als koffeinfreier Kaffee in den Handel. Die Analyse eines derartigen Kaffees ergab 0,7% Koffein, somit das Minimum des im Lebensmittelbuch von Kaffee geforderten Koffeingehaltes. Der Kaffee wäre somit nicht koffeinfrei. Dagegen hat er nur 12% Extrakt. Durch längeres Macerieren kann natürlich der Koffeingehalt noch herabgesetzt werden, sodass wirklich koffeinfreier Kaffee entsteht. Dadurch würde aber der Extraktgehalt noch mehr vermindert werden. Koffeinfreier Kaffee nach anderer Methode bereitet hatte 20,3% Extrakt. Da im Lebensmittelbuch koffeinfreier Kaffe[e] nicht vorgesehen ist, frägt es sich, ob diesbezgl. Normativ-Zahlen festgestellt werden sollen.
Es wird auf Art. 157 aufmerksam gemacht, wonach ausgezogene Bohnen im gerösteten Kaffee nicht verwertet werden können. Es wird sich aber fragen, ob dieser Artikel auch auf die Herstellung von koffeinfreiem Kaffee Anwendung finden kann. (Die Hamburger Firmen extrahiren zur Herstelllung von koffeinfreiem Kaffee mit Chloroform, wodurch eben noch ein höherer Extraktgehalt gesichert ist. Schmid wünscht immerhin Aufnahme einer Minimalgrenze von 0,3% Koffein für koffeinfreien Kaffee (analog der Bestimmung des Alkohols in alkoholfreien Weinen). Kreis ist der Ansicht, dass eine nach obigem Verfahren hergestellte Ware zu wenig Extraktgehalt enthält, ferner besitzt dieselbe noch 0,7% Koffein und kann somit nicht als koffeinfreier Kaffee in den Handel gebracht werden.
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Am zweiten Tag begann die Sitzung um 8 Uhr vormittags. Die Teilnehmer berieten eine Stellungnahme zur Honigpulverindustrie und diskutierten über die Qualitätsbeurteilung von Käse und Butter diskutiert. Nach den Geschäften ging man zum informellen und eher gemütlichen Teil des Treffens über:
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Wegen Beginn der Einweihungsfeier des neuen hygienischen Institutes [in Genf] und wird die Sitzung um 10 h vormittags geschlossen.
Der Feier vorgängig fand eine Besichtigung des Institutes und speziell der dem kant. Laboratorium dienenden Räumlichkeiten statt. Mit Vergnügen konstati[e]rten die Mitglieder die large [sic] und zweckmässige Einrichtung und Ausstattung des neuen Heims ihres Genfer-Kollegen, der sich solange mit bescheidenen Verhältnissen hatte begnügen müssen. Mit Vergnügen vernahmen sie auch die Worte aufrichtiger Anerkennung und Würdigung der Verdienste ihres Kollegen aus dem beredten Munde seines derzeitigen Chefs, des Herrn Staatsrats Rochaix, anlässlich der Einweihungsfeier im Hörsaale des prächtigen Institutes. Eine ausserordentlich erfreuliche Ueberraschung bot der Staatsrat des Kantons Genf den Verbandsmitgliedern auch durch das mit echt welschem Chic arrangi[e]rte und reich mit Reden gewürzte Bankett im Hotel Metropol, das der schönen Tagung an der Westmark unseres Vaterlandes einen herrlichen Abschluss verleih [sic] und uns mit herzlicher Dankbarkeit gegenüber den liebenswürdigen Veranstaltern erfüllen musste.
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Und was ist mechanischer Heissluft-Kaffee, für den im Briefkopf der Firma Gustav Himpel Werbung gemacht wird?
Quellen: Staatsarchiv St.Gallen, A 500/1.1 (Text) sowie ZMH 22/007 (Auszug aus dem Briefkopf der Drogerie A. Saupé-Bryner, Flawil, 1907) und ZMH 57/020a (Auszüge aus dem Briefkopf der Firma Gustav Himpel in Rapperswil, 1911)