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Morton-Neuralgie
Die Morton-Neuralgie ist eine Reizung des Interdigitalnervs, welcher mit einer bindegewebigen Verdickung reagiert. Er verläuft in jedem Zwischenraum von 2 benachbarten Mittelfussknochen und teilt sich in 2 Äste für die entsprechenden Zehen auf. Die Verdickung befindet sich auf Höhe der Mittelfuss-Köpfchen unter einem dicken quer verlaufenden Band. Die Symptome sind einschiessende zum Teil elektrisierende Schmerzen mit Ausstrahlung in die Zehen. Meistens ist der Nerv zwischen dem 3.und 4. Zeh betroffen. Andere Lokalisationen müssen eher hinterfragt werden.
Neben der typischen Klinik kommt zur Diagnosefindung die Bildgebung mit Ultraschall oder Magnetresonanztomografie zum Einsatz.
Ist die Diagnose gestellt, so helfen Einlagen zur Stützung des Quergewölbes und tragen somit zur Entlastung des Nervs bei. In hartnäckigen Fällen kann eine Spritze mit entzündungshemmenden Medikamenten helfen. Wenn auch das längerfristig nicht zum Erfolg führt, so bedarf es einer Operation mit Durchtrennung des Querbandes gegebenenfalls mit Entfernung des verdickten Nervs. Die Operation sollte von oben und nicht von der Fusssohle her erfolgen, um keine störenden Narben in der Belastungszone zu kreieren.