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Jedermann ist berechtigt, wegen einer strafbaren Handlung, von welcher er Kenntnis hat, bei der Polizei oder einer anderen Strafverfolgungsbehörde Strafanzeige zu erstatten; diese bedarf keiner besonderen Form. Bei Antragsdelikten darf das Strafverfahren erst eingeleitet werden, wenn eine entsprechende Erklärung des Verletzten vorliegt.
Die Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren ein, wenn zureichende Gründe für eine Eröffnung oder Weiterführung der Untersuchung nicht oder nicht mehr gegeben sind, insbesondere bei einem nicht zu beseitigenden verfahrensrechtlichen Hindernis oder wenn ein strafbares Verhalten nicht vorliegt oder nicht nachzuweisen ist.
Erachtet die Staatsanwaltschaft eine gerichtliche Verfolgung und Beurteilung aufgrund des Untersuchungsergebnisses als gerechtfertigt, so schliesst sie die Untersuchung mit Erhebung der Anklage an das zuständige Gericht ab.
Die Staatsanwaltschaft erlässt einen Strafbefehl, wenn sie aufgrund des Untersuchungsergebnisses eine strafbare Handlung für gegeben erachtet und eine der folgenden Strafen für ausreichend hält: Busse, eine Geldstrafe von höchstens 180 Tagessätzen, eine gemeinnützige Arbeit von höchstens 720 Stunden, eine Freiheitsstrafe von höchstens sechs Monaten. Mit dem Strafbefehl können auch andere Massnahmen wie Friedensbürgschaft, Berufsverbot, Fahrverbot und Entscheide über Einziehungen verbunden werden.