Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03318.jsonl.gz/1979

Zum 10. Todestag des Kurzwellensenders Schwarzenburg
Am 28. März ist es 10 Jahre her, dass der Kurzwellensender Schwarzenburg von Schweizer Radio International aus gesundheitlichen Gründen stillgelegt und anschliessend abgebrochen werden musste.
Untersuchungenen hatten ergeben, dass es in den mit 0.4 bis 4V/m bestrahlten Zonen der Region 5 mal mehr Schlafstörungen, 4 mal mehr Depressionen, 3 mal mehr Krebskranke und 2 mal mehr Diabetesfälle gab als an unbestrahlten Orten.
Von Hans-U. Jakob, Gigaherz.ch am 8.3.08 1)
<<<Bild: Berner Zeitung vom Sommer 1998
Die Abschaltung erfolgte keinenfalls freiwillig, sondern erst auf massivsten Druck der betroffenen Bevölkerung. Damit eine bedrohte Bevölkerung so etwas nie wieder werde durchsetzen können, setzte der Bundesrat unter Druck der Telekommunikationsindustrie im Febraur 2000 die verhängnisvolle Verordnung über nichtionisierende Strahlung in Kraft und setzte Strahlungsgrenzwerte fest, bei welcher die Schwarzenburger Bevölkerung längst krank geworden war. Nämlich zwischen 4 und 6V/m je nach
Frequenzlage.
<<<Kasten: Artikel aus dem Berner Bund, anlässlich des Festes zum Sender Abbruch vom 28.10.97
Es gab noch andere besorgniserregende Studien die es auszuhebeln galt, damit das beginnende Mobilfunkzeitalter mit Tausenden von Sendemasten inmitten dicht besiedelter Gebiete durchgepeitscht werden konnte. Zum Beispiel diejenige von Lilienfeld, welcher 1800 Angestellte der US-Botschaft in Moskau untersucht hatte, die von den Sowjets während 23 Jahren böswillig mit Mikrowellen bestrahlt wurden, die punkto Intensität und Frequenz denjenigen aus heutigen Mobilfunksendern entsprachen. Die E-Feldstärke in den Innenräumen betrug 1.5 bis 2.5V/m. Die Folgen waren ähnlich wie in Schwarzenburg, zusätztlich noch mit Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. 2)
Um die Schweizer Bevölkerung in falsche Sicherheit zu wiegen, erfand man den Trick mit den angeblich 10mal besseren Grenzwerten, als denjenigen welche eine angeblich internationale Strahlenschutzkommission mit dem Kürzel ICNIRP festgelegt hatte. Nur wissen bislang die wenigsten Schweizer, dass diese angeblich besseren Werte nur an Orten mit empfindlicher Nutzung gelten und dass sich diese OMEN ausnahmslos unterhalb der waagrechten Strahlenkeulen aus Mobilfunksendern oder innerhalb von Gebäuden befinden, wo diese Werte rein physikalisch und technisch bedingt ganz von alleine auf 10% zurückgehen und dass damit die Schweizer Bevölkerung keinen Deut besser geschützt ist als diejenige im Ausland. Kommt dazu, dass die ICNIRP keine Behörde ist, sondern rechtlich den Status eines gewöhnlichen Vereins mit Sitz in München besitzt, dessen industrielastige Mitglieder sich gegenseitig selbst wählen oder absetzen. Keine Nation der Erde hat die Möglichkeit hierhin jemanden zu delegieren oder von dort jemanden abzuberufen. 3)
So kam es wie es kommen musste. Nach 15 Jahren Mobilfunk haben wir eine stark an Elektrosensibilität leidende Bevölkerung. Elektrosensibilität setzt sich aus ca, 30 Symptomen zusammen, die sich bei verschiedenen Leuten verschieden bemerkbar machen und setzt bei Betroffenen rasch nach Inbetriebnahme eines Mobilfunksenders ein.
Elektrosensibilität steigt rasant
Wurden nach Hallberg und Oberfeld 1995 nur 0.5% der Bevölkerung als elektrosensibel eingestuft, waren es im Jahr 2000 bereits 5% und 2004 15%. Zieht man daraus eine Trendkurve, wird 2017 die 50%-Grenze überschritten werden. 4)
Gravierender sind die lange vermuteten und im Januar 08 von Oberfeld im Auftrag der Steiermärkischen Regierung veröffentlichten Zahlen zu einem Mobilfunksender in Husmannstätten. Hier wurden über 1000 Betroffene über 15 Jahre beobachtet und festgestellt, dass bei Feldstärken ab 0.6V/m das allgemeine Krebsrisiko 8.5Fach erhöht war. Das Brustkrebsriko war 22.5 mal und das Hirntumorrisko 121 mal höher. Andere krebserzeugenden Stoffe in der Umgebung konnten ausgeschlossen werden.
1) Hans-U. Jakob ist seit 20 Jahren im Kampf gegen die elektromagnetische Umweltverschmutzung als Messtechniker, Publizist und seit 5 Jahren als vollamtlicher Leiter der NIS-Fachstelle von Gigaherz.ch tätig. Während 23 Jahren übte Jakob eine selbständige Tätigkeit als Einmannbetrieb auf dem Gebiet der Steuerungs- Regelungstechnik aus, bis zu dem Zeitpunk als die Nachfrage nach seinen Diensten auf dem Sektor nichtionisierende Strahlung (Elektrosmog) so gross wurde, dass diese ein Vollamt zu 120% ausfüllten.
Gigaherz.ch ist eine gemeinnützige Umweltorganisation spezialisiert auf Elektrosmog und besitzt das Verbandsbeschwerderecht.
2) US Environnmental Protection Agency EPA 1984 und Neil Cherry’s ICNIRP-Kritik 1999
3) Brief der WHO-Direktorin Anne Kern an Gruppe Hans-U. Jakob vom 14.9.2001
4) Hallberg and Oberfeld, Electromacnetic Biologiy and Medicine 25, 189-191, 2006
Kasten unten: aus der Berner-Zeitung vom 29.10.97