Document ID: /entscheidsuche_html/filtered/documents_0433.jsonl.gz/310

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich KV.2016.00106 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiberin Tanner Imfeld Urteil vom 30. März 2017 in Sachen X.___ Beschwerdeführer gegen Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich Stampfenbachstrasse 30, Postfach, 8090 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1991, zog am 16. Sep tember 2015 von Y.___ nach Zürich (Urk. 11/1 S. 3; vgl. den neuen Status als Wochenaufenthalter in Zürich ab 14. November 2016, Urk. 11/25). Mit Schrei ben vom 6. November 2015 leitete die Stadt Zürich, Gesundheits dienste, das Gesuch von X.___ um Befreiung von der Versicherungs pflicht nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) an die Gesundheitsdirektion weiter (vgl. Urk. 11/1). Diese forderte X.___ auf, ein entsprechendes An tragsformular auszufüllen und einzureichen, welcher Aufforderung X.___ nachkam (Urk. 11/2, 11/3). Mit Verfügung vom 7. Dezember 2015 wies die Ge sundheitsdirektion das Gesuch um Befreiung von der Versicherungspflicht mit der Begründung ab, X.___ gehöre keiner Personengruppe an, die nach Art. 2 Abs. 4 ff. der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) von der Versicherungspflicht befreit werden könne. Er werde verpflichtet, bis spätestens 29. Februar 2016 bei einer aner kannten Schweizer Krankenversicherung eine Krankenpflegeversicherung ab zuschliessen (Urk. 11/4). Da dies unterblieb, wurde der Versicherte per Mai 2016 einer Krankenkasse zugeteilt (vgl. Urk. 2 S. 1). Mit einem E-Mail-Schreiben vom 20. Juni 2016 reichte X.___ erneut eine Bestätigung über eine bei der Cigna of Antwerp bestehende Kranken versiche rung (Urk. 11/5; vgl. auch Urk. 11/1 S. 4 und S. 5) ein, und machte geltend, diese Bestätigung sollte genügen, um ihn von der Versicherungs pflicht zu be freien (vgl. auch das Schreiben des Gesuchstellers vom 6. Juli 2016, Urk. 11/8 S. 3). Die Gesundheitsdirektion nahm daraufhin ergänzende Abklärungen vor (Urk. 11/9, 11/10). Mit Einspracheentscheid vom 1. Novem ber 2016 wies die Gesundheitsdirektion die Einsprache vom 21. (richtig: 20.) Juni 2016 ab (Urk. 2). 2. Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde von X.___ vom 1. Dezember 2016 mit dem Rechtsbegehren, der Einspracheent scheid sei aufzuheben und er sei von der Versicherungspflicht zu befreien (Urk. 1). In der Beschwerdeantwort vom 23. Januar 2017 schloss die Gesund heitsdirektion auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 10). Mit Verfügung vom 2 3. Februar 2017 legte das Gericht den Parteien dar, wie es zu entscheiden beabsichtige und gewährte das rechtliche Gehör ( Urk. 12). Die Parteien liessen sich innert angesetzter Frist nicht vernehmen (vgl. Urk. 13 und 14; vgl. aber auch Aktennotiz vom 7. März 2017, Urk. 15). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Nach § 5 des Einführungsgesetzes zum Krankenversicherungsgesetz (EG KVG) entscheidet die Gesundheitsdirektion über Ausnahmen und Befreiungen von der Versicherungspflicht. Das Verfahren richtet sich nach dem Bundes gesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; vgl. Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung [KVG] und § 26 Abs. 1 lit. c EG KVG). 1.2 Nach Art. 52 Abs. 1 ATSG kann gegen Verfügungen innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden; davon ausgenommen sind prozess- und verfahrensleitende Verfügungen. Gegen die Einspracheent scheide der Gesundheitsdirektion ist das Rechtsmittel der Beschwerde an das Sozialversicherungsgericht gegeben (Art. 56 Abs. 1 und 57 ATSG; vgl. auch § 27 EG KVG). 1.3 Bei der Frist in Art. 52 Abs. 1 ATSG handelt es sich um eine gesetzliche Frist, die gemäss Art. 40 Abs. 1 ATSG nicht erstreckt werden kann (Urteil des Bun desgerichts 9C_191/2016 vom 18. Mai 2016, E. 4.1). Berechnet sich eine Frist nach Tagen oder Mo naten und bedarf sie der Mit tei lung an die Parteien, so beginnt sie am Tag ihrer Mitteilung zu laufen (Art. 38 Abs. 1 ATSG). Eine Mitteilung, die nur gegen Unterschrift des Adress aten bezie hungsweise der Adressatin oder einer anderen berechtigten Person überbracht wird, gilt spätestens am siebenten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellungs versuch als erfolgt (Art. 38 Abs. 2 bis ATSG). Das Einspracheverfahren wird mit einem Nichteintretensentscheid abge schlos sen, wenn die Eintretensvoraussetzungen nicht erfüllt sind (vgl. BGE 142 V 154 E. 2.2 mit Hinweisen). 1.4 Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revi sion gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versiche rungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Be weismittel auffin det, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG). Der Ver sicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Ver fügungen oder Ein spracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). 1.5 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü gung beziehungsweise eines Einspracheentscheids – Stellung genom men hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einsprache ent scheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umge kehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sa ch urteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungs weise kein Einspracheentscheid ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a). 1.6 Entscheide sind – unter Vorbehalt der Problematik von Treu und Glauben – nicht nach ihrem Wortlaut, sondern nach ihrem tatsächlichen rechtlichen Bedeutungsgehalt zu verstehen (Urteil des Bundesgerichts 9C_774/2010, 9C_441/2011 vom 1 6. August 2011, E. 2.2). 2. 2.1 Die eingeschrieben versandte Verfügung der Beschwerdegegnerin datiert vom 7. Dezember 2015 (Urk. 11/4) und der „ erneute Antrag “ auf Befreiung von der Versicherungspflicht vom 20. Juni und vom 6. Juli 2016 (Urk. 11/5 und 11/8 S. 3). Die Beschwerdegegnerin nahm das Schreiben vom 20. Juni 2016 als Einsprache gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 beziehungsweise als sinngemässes Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 7. Dezem ber 2015 an die Hand (Urk. 2 S. 1). Gemäss Dispositiv des Ein sprache ent scheids vom 1. November 2016 wies sie die Einsp rache ab und bestätigte die Verfügung vom 7. Dezember 2015 hinsichtlich des Bestehens der Versiche rungspflicht ( Urk. 2 S. 5 ). 2.2 Soweit das Schreiben vom 20. Juni 2016 als Einsprache gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 zu verstehen ist, so ist diese Einsprache, da nicht innert einer Frist von 30 Tagen erhoben, verspätet und die Beschwerdegegnerin hätte darauf im angefochtenen Einspracheentscheid vom 1. November 2016 nicht eintreten dürfen. Dispositivziffer I des Einspracheentscheids vom 1. November 2016 ist deshalb dahingehend abzuändern, dass auf die Einsprache vom 20. Juni 2016 gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 nicht eingetreten wird. Die Beschwerde vom 1. Dezember 2016 ist insoweit abzuweisen. 2.3 Soweit beim Schreiben vom 2 0. Juni 2016 von einem sinngemässen Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 7. Dezember 2015 nach Art. 53 Abs. 2 ATSG ausgegangen wurde, so hätte die Be schwerdegegnerin, sofern sie auf das Wiedererwägungsgesuch eintreten und dieses abweisen wollte, und davon ist auszugehen (vgl. Urk. 2 und Aktennotiz vom 7. März 2017, Urk. 15), zunächst eine schriftliche Verfügung im Sinne von Art. 49 ATSG erlassen müssen und erst hernach, nach einer allfälligen Ein spracheerhebung durch den Beschwerdeführer und nach Durchführung des Einspracheverfah rens, einen Einspracheentscheid (Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2009 vom 2 6. Juni 2009, E. 3.6). Erst gegen einen rechtskon form erlassenen Ein spra che entscheid steht die Beschwerde an das Sozialversi cherungsgericht of fen (Art. 56 Abs. 1 ATSG ). Soweit sich die Beschwerde vom 1. Dezember 2016 gegen den das Wieder erwä gungsgesuch vom 2 0. Juni 2016 abweisenden Einspracheent sch eid vom 1. November 2016 richtet, ist darauf mangels rechtskonformen Einspra che ent scheids nicht einzutreten. Es rechtfertigt sich jedoch, den Einspracheentscheid vom 1. November 2016 bezüglich des Gesuchs um Wiedererwägung als abweisende Verfügung zu behandeln. Die Sache ist nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Gesundheitsdirektion zu überweisen, damit diese die Eingabe des Versi cherten vom 1. Dezember 2016 als Einsprache gegen die Wiedererwägungs verfügung vom 1. November 2016 behandle. 2.4 Zusammengefasst ist die Beschwerde vom 1. Dezember 2016 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dispositivziffer I des Einspracheentscheids vom 1. November 2016 ist dahingehend abzuändern, dass auf die Einsprache vom 20. Juni 2016 gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 nicht eingetreten und das Wiedererwägungsgesuch vom 2 0. Juni 2016 abgewiesen wird. Die Sache ist nach Eintritt der Rechtskraft an die Gesundheitsdirektion zu weiterem Vorgehen im Sinne von E. 2.3 zu überweisen. Das Gericht erkennt : 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Dispositivziffer I des Einspracheentscheids der Gesund heitsdirektion des Kantons Zürich vom 1. November 2016 wird dahingehend abgeändert, dass auf die Einsprache vom 2 0. Juni 2016 gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 nicht eingetreten und das Wiedererwägungsge such vom 2 0. Juni 2016 abgewiesen wird. Die Sache wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Gesund heitsdi rektion des Kantons Zürich zu weiterem Vorgehen im Sinne von E. 2.3 überwiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesge richt Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GrünigTanner Imfeld

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich KV.2016.00106 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Gerichtsschreiberin Tanner Imfeld Urteil vom 30. März 2017 in Sachen X.___ Beschwerdeführer gegen Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich Stampfenbachstrasse 30, Postfach, 8090 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1991, zog am 16. Sep tember 2015 von Y.___ nach Zürich (Urk. 11/1 S. 3; vgl. den neuen Status als Wochenaufenthalter in Zürich ab 14. November 2016, Urk. 11/25). Mit Schrei ben vom 6. November 2015 leitete die Stadt Zürich, Gesundheits dienste, das Gesuch von X.___ um Befreiung von der Versicherungs pflicht nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) an die Gesundheitsdirektion weiter (vgl. Urk. 11/1). Diese forderte X.___ auf, ein entsprechendes An tragsformular auszufüllen und einzureichen, welcher Aufforderung X.___ nachkam (Urk. 11/2, 11/3). Mit Verfügung vom 7. Dezember 2015 wies die Ge sundheitsdirektion das Gesuch um Befreiung von der Versicherungspflicht mit der Begründung ab, X.___ gehöre keiner Personengruppe an, die nach Art. 2 Abs. 4 ff. der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) von der Versicherungspflicht befreit werden könne. Er werde verpflichtet, bis spätestens 29. Februar 2016 bei einer aner kannten Schweizer Krankenversicherung eine Krankenpflegeversicherung ab zuschliessen (Urk. 11/4). Da dies unterblieb, wurde der Versicherte per Mai 2016 einer Krankenkasse zugeteilt (vgl. Urk. 2 S. 1). Mit einem E-Mail-Schreiben vom 20. Juni 2016 reichte X.___ erneut eine Bestätigung über eine bei der Cigna of Antwerp bestehende Kranken versiche rung (Urk. 11/5; vgl. auch Urk. 11/1 S. 4 und S. 5) ein, und machte geltend, diese Bestätigung sollte genügen, um ihn von der Versicherungs pflicht zu be freien (vgl. auch das Schreiben des Gesuchstellers vom 6. Juli 2016, Urk. 11/8 S. 3). Die Gesundheitsdirektion nahm daraufhin ergänzende Abklärungen vor (Urk. 11/9, 11/10). Mit Einspracheentscheid vom 1. Novem ber 2016 wies die Gesundheitsdirektion die Einsprache vom 21. (richtig: 20.) Juni 2016 ab (Urk. 2). 2. Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde von X.___ vom 1. Dezember 2016 mit dem Rechtsbegehren, der Einspracheent scheid sei aufzuheben und er sei von der Versicherungspflicht zu befreien (Urk. 1). In der Beschwerdeantwort vom 23. Januar 2017 schloss die Gesund heitsdirektion auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 10). Mit Verfügung vom 2 3. Februar 2017 legte das Gericht den Parteien dar, wie es zu entscheiden beabsichtige und gewährte das rechtliche Gehör ( Urk. 12). Die Parteien liessen sich innert angesetzter Frist nicht vernehmen (vgl. Urk. 13 und 14; vgl. aber auch Aktennotiz vom 7. März 2017, Urk. 15). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Nach § 5 des Einführungsgesetzes zum Krankenversicherungsgesetz (EG KVG) entscheidet die Gesundheitsdirektion über Ausnahmen und Befreiungen von der Versicherungspflicht. Das Verfahren richtet sich nach dem Bundes gesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; vgl. Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung [KVG] und § 26 Abs. 1 lit. c EG KVG). 1.2 Nach Art. 52 Abs. 1 ATSG kann gegen Verfügungen innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden; davon ausgenommen sind prozess- und verfahrensleitende Verfügungen. Gegen die Einspracheent scheide der Gesundheitsdirektion ist das Rechtsmittel der Beschwerde an das Sozialversicherungsgericht gegeben (Art. 56 Abs. 1 und 57 ATSG; vgl. auch § 27 EG KVG). 1.3 Bei der Frist in Art. 52 Abs. 1 ATSG handelt es sich um eine gesetzliche Frist, die gemäss Art. 40 Abs. 1 ATSG nicht erstreckt werden kann (Urteil des Bun desgerichts 9C_191/2016 vom 18. Mai 2016, E. 4.1). Berechnet sich eine Frist nach Tagen oder Mo naten und bedarf sie der Mit tei lung an die Parteien, so beginnt sie am Tag ihrer Mitteilung zu laufen (Art. 38 Abs. 1 ATSG). Eine Mitteilung, die nur gegen Unterschrift des Adress aten bezie hungsweise der Adressatin oder einer anderen berechtigten Person überbracht wird, gilt spätestens am siebenten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellungs versuch als erfolgt (Art. 38 Abs. 2 bis ATSG). Das Einspracheverfahren wird mit einem Nichteintretensentscheid abge schlos sen, wenn die Eintretensvoraussetzungen nicht erfüllt sind (vgl. BGE 142 V 154 E. 2.2 mit Hinweisen). 1.4 Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revi sion gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versiche rungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Be weismittel auffin det, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG). Der Ver sicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Ver fügungen oder Ein spracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). 1.5 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü gung beziehungsweise eines Einspracheentscheids – Stellung genom men hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einsprache ent scheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umge kehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sa ch urteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungs weise kein Einspracheentscheid ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a). 1.6 Entscheide sind – unter Vorbehalt der Problematik von Treu und Glauben – nicht nach ihrem Wortlaut, sondern nach ihrem tatsächlichen rechtlichen Bedeutungsgehalt zu verstehen (Urteil des Bundesgerichts 9C_774/2010, 9C_441/2011 vom 1 6. August 2011, E. 2.2). 2. 2.1 Die eingeschrieben versandte Verfügung der Beschwerdegegnerin datiert vom 7. Dezember 2015 (Urk. 11/4) und der „ erneute Antrag “ auf Befreiung von der Versicherungspflicht vom 20. Juni und vom 6. Juli 2016 (Urk. 11/5 und 11/8 S. 3). Die Beschwerdegegnerin nahm das Schreiben vom 20. Juni 2016 als Einsprache gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 beziehungsweise als sinngemässes Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 7. Dezem ber 2015 an die Hand (Urk. 2 S. 1). Gemäss Dispositiv des Ein sprache ent scheids vom 1. November 2016 wies sie die Einsp rache ab und bestätigte die Verfügung vom 7. Dezember 2015 hinsichtlich des Bestehens der Versiche rungspflicht ( Urk. 2 S. 5 ). 2.2 Soweit das Schreiben vom 20. Juni 2016 als Einsprache gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 zu verstehen ist, so ist diese Einsprache, da nicht innert einer Frist von 30 Tagen erhoben, verspätet und die Beschwerdegegnerin hätte darauf im angefochtenen Einspracheentscheid vom 1. November 2016 nicht eintreten dürfen. Dispositivziffer I des Einspracheentscheids vom 1. November 2016 ist deshalb dahingehend abzuändern, dass auf die Einsprache vom 20. Juni 2016 gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 nicht eingetreten wird. Die Beschwerde vom 1. Dezember 2016 ist insoweit abzuweisen. 2.3 Soweit beim Schreiben vom 2 0. Juni 2016 von einem sinngemässen Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 7. Dezember 2015 nach Art. 53 Abs. 2 ATSG ausgegangen wurde, so hätte die Be schwerdegegnerin, sofern sie auf das Wiedererwägungsgesuch eintreten und dieses abweisen wollte, und davon ist auszugehen (vgl. Urk. 2 und Aktennotiz vom 7. März 2017, Urk. 15), zunächst eine schriftliche Verfügung im Sinne von Art. 49 ATSG erlassen müssen und erst hernach, nach einer allfälligen Ein spracheerhebung durch den Beschwerdeführer und nach Durchführung des Einspracheverfah rens, einen Einspracheentscheid (Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2009 vom 2 6. Juni 2009, E. 3.6). Erst gegen einen rechtskon form erlassenen Ein spra che entscheid steht die Beschwerde an das Sozialversi cherungsgericht of fen (Art. 56 Abs. 1 ATSG ). Soweit sich die Beschwerde vom 1. Dezember 2016 gegen den das Wieder erwä gungsgesuch vom 2 0. Juni 2016 abweisenden Einspracheent sch eid vom 1. November 2016 richtet, ist darauf mangels rechtskonformen Einspra che ent scheids nicht einzutreten. Es rechtfertigt sich jedoch, den Einspracheentscheid vom 1. November 2016 bezüglich des Gesuchs um Wiedererwägung als abweisende Verfügung zu behandeln. Die Sache ist nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Gesundheitsdirektion zu überweisen, damit diese die Eingabe des Versi cherten vom 1. Dezember 2016 als Einsprache gegen die Wiedererwägungs verfügung vom 1. November 2016 behandle. 2.4 Zusammengefasst ist die Beschwerde vom 1. Dezember 2016 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dispositivziffer I des Einspracheentscheids vom 1. November 2016 ist dahingehend abzuändern, dass auf die Einsprache vom 20. Juni 2016 gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 nicht eingetreten und das Wiedererwägungsgesuch vom 2 0. Juni 2016 abgewiesen wird. Die Sache ist nach Eintritt der Rechtskraft an die Gesundheitsdirektion zu weiterem Vorgehen im Sinne von E. 2.3 zu überweisen. Das Gericht erkennt : 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Dispositivziffer I des Einspracheentscheids der Gesund heitsdirektion des Kantons Zürich vom 1. November 2016 wird dahingehend abgeändert, dass auf die Einsprache vom 2 0. Juni 2016 gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 nicht eingetreten und das Wiedererwägungsge such vom 2 0. Juni 2016 abgewiesen wird. Die Sache wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Gesund heitsdi rektion des Kantons Zürich zu weiterem Vorgehen im Sinne von E. 2.3 überwiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesge richt Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GrünigTanner Imfeld

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich KV.2016.00106 KV.2016.00106

KV.2016.00106 I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichter Spitz

Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter

Gerichtsschreiberin Tanner Imfeld

Urteil vom 30. März 2017

Urteil vom 30. März 2017 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer gegen

gegen Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich

Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich Stampfenbachstrasse 30, Postfach, 8090 Zürich

Stampfenbachstrasse 30, Postfach, 8090 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1991, zog am 16. Sep tember 2015 von Y.___ nach Zürich (Urk. 11/1 S. 3; vgl. den neuen Status als Wochenaufenthalter in Zürich ab 14. November 2016, Urk. 11/25). Mit Schrei ben vom 6. November 2015 leitete die Stadt Zürich, Gesundheits dienste, das Gesuch von X.___ um Befreiung von der Versicherungs pflicht nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) an die Gesundheitsdirektion weiter (vgl. Urk. 11/1). Diese forderte X.___ auf, ein entsprechendes An tragsformular auszufüllen und einzureichen, welcher Aufforderung X.___ nachkam (Urk. 11/2, 11/3). Mit Verfügung vom 7. Dezember 2015 wies die Ge sundheitsdirektion das Gesuch um Befreiung von der Versicherungspflicht mit der Begründung ab, X.___ gehöre keiner Personengruppe an, die nach Art. 2 Abs. 4 ff. der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) von der Versicherungspflicht befreit werden könne. Er werde verpflichtet, bis spätestens 29. Februar 2016 bei einer aner kannten Schweizer Krankenversicherung eine Krankenpflegeversicherung ab zuschliessen (Urk. 11/4). Da dies unterblieb, wurde der Versicherte per Mai 2016 einer Krankenkasse zugeteilt (vgl. Urk. 2 S. 1).

1. X.___, geboren 1991, zog am 16. Sep tember 2015 von Y.___ nach Zürich (Urk. 11/1 S. 3; vgl. den neuen Status als Wochenaufenthalter in Zürich ab 14. November 2016, Urk. 11/25). Mit Schrei ben vom 6. November 2015 leitete die Stadt Zürich, Gesundheits dienste, das Gesuch von X.___ um Befreiung von der Versicherungs pflicht nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) an die Gesundheitsdirektion weiter (vgl. Urk. 11/1). Diese forderte X.___ auf, ein entsprechendes An tragsformular auszufüllen und einzureichen, welcher Aufforderung X.___ nachkam (Urk. 11/2, 11/3). Mit Verfügung vom 7. Dezember 2015 wies die Ge sundheitsdirektion das Gesuch um Befreiung von der Versicherungspflicht mit der Begründung ab, X.___ gehöre keiner Personengruppe an, die nach Art. 2 Abs. 4 ff. der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) von der Versicherungspflicht befreit werden könne. Er werde verpflichtet, bis spätestens 29. Februar 2016 bei einer aner kannten Schweizer Krankenversicherung eine Krankenpflegeversicherung ab zuschliessen (Urk. 11/4). Da dies unterblieb, wurde der Versicherte per Mai 2016 einer Krankenkasse zugeteilt (vgl. Urk. 2 S. 1). Mit einem E-Mail-Schreiben vom 20. Juni 2016 reichte X.___ erneut eine Bestätigung über eine bei der Cigna of Antwerp bestehende Kranken versiche rung (Urk. 11/5; vgl. auch Urk. 11/1 S. 4 und S. 5) ein, und machte geltend, diese Bestätigung sollte genügen, um ihn von der Versicherungs pflicht zu be freien (vgl. auch das Schreiben des Gesuchstellers vom 6. Juli 2016, Urk. 11/8 S. 3). Die Gesundheitsdirektion nahm daraufhin ergänzende Abklärungen vor (Urk. 11/9, 11/10). Mit Einspracheentscheid vom 1. Novem ber 2016 wies die Gesundheitsdirektion die Einsprache vom 21. (richtig: 20.) Juni 2016 ab (Urk. 2).

Mit einem E-Mail-Schreiben vom 20. Juni 2016 reichte X.___ erneut eine Bestätigung über eine bei der Cigna of Antwerp bestehende Kranken versiche rung (Urk. 11/5; vgl. auch Urk. 11/1 S. 4 und S. 5) ein, und machte geltend, diese Bestätigung sollte genügen, um ihn von der Versicherungs pflicht zu be freien (vgl. auch das Schreiben des Gesuchstellers vom 6. Juli 2016, Urk. 11/8 S. 3). Die Gesundheitsdirektion nahm daraufhin ergänzende Abklärungen vor (Urk. 11/9, 11/10). Mit Einspracheentscheid vom 1. Novem ber 2016 wies die Gesundheitsdirektion die Einsprache vom 21. (richtig: 20.) Juni 2016 ab (Urk. 2). 2. Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde von X.___ vom 1. Dezember 2016 mit dem Rechtsbegehren, der Einspracheent scheid sei aufzuheben und er sei von der Versicherungspflicht zu befreien (Urk. 1). In der Beschwerdeantwort vom 23. Januar 2017 schloss die Gesund heitsdirektion auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 10).

2. Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde von X.___ vom 1. Dezember 2016 mit dem Rechtsbegehren, der Einspracheent scheid sei aufzuheben und er sei von der Versicherungspflicht zu befreien (Urk. 1). In der Beschwerdeantwort vom 23. Januar 2017 schloss die Gesund heitsdirektion auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 10). Mit Verfügung vom 2 3. Februar 2017 legte das Gericht den Parteien dar, wie es zu entscheiden beabsichtige und gewährte das rechtliche Gehör ( Urk. 12). Die Parteien liessen sich innert angesetzter Frist nicht vernehmen (vgl. Urk. 13 und 14; vgl. aber auch Aktennotiz vom 7. März 2017, Urk. 15).

Mit Verfügung vom 2 3. Februar 2017 legte das Gericht den Parteien dar, wie es zu entscheiden beabsichtige und gewährte das rechtliche Gehör ( Urk. 12). Die Parteien liessen sich innert angesetzter Frist nicht vernehmen (vgl. Urk. 13 und 14; vgl. aber auch Aktennotiz vom 7. März 2017, Urk. 15). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Nach § 5 des Einführungsgesetzes zum Krankenversicherungsgesetz (EG KVG) entscheidet die Gesundheitsdirektion über Ausnahmen und Befreiungen von der Versicherungspflicht. Das Verfahren richtet sich nach dem Bundes gesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; vgl. Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung [KVG] und § 26 Abs. 1 lit. c EG KVG).

1.1 Nach § 5 des Einführungsgesetzes zum Krankenversicherungsgesetz (EG KVG) entscheidet die Gesundheitsdirektion über Ausnahmen und Befreiungen von der Versicherungspflicht. Das Verfahren richtet sich nach dem Bundes gesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; vgl. Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung [KVG] und § 26 Abs. 1 lit. c EG KVG). 1.2 Nach Art. 52 Abs. 1 ATSG kann gegen Verfügungen innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden; davon ausgenommen sind prozess- und verfahrensleitende Verfügungen. Gegen die Einspracheent scheide der Gesundheitsdirektion ist das Rechtsmittel der Beschwerde an das Sozialversicherungsgericht gegeben (Art. 56 Abs. 1 und 57 ATSG; vgl. auch § 27 EG KVG).

1.2 Nach Art. 52 Abs. 1 ATSG kann gegen Verfügungen innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden; davon ausgenommen sind prozess- und verfahrensleitende Verfügungen. Gegen die Einspracheent scheide der Gesundheitsdirektion ist das Rechtsmittel der Beschwerde an das Sozialversicherungsgericht gegeben (Art. 56 Abs. 1 und 57 ATSG; vgl. auch § 27 EG KVG). 1.3 Bei der Frist in Art. 52 Abs. 1 ATSG handelt es sich um eine gesetzliche Frist, die gemäss Art. 40 Abs. 1 ATSG nicht erstreckt werden kann (Urteil des Bun desgerichts 9C_191/2016 vom 18. Mai 2016, E. 4.1).

1.3 Bei der Frist in Art. 52 Abs. 1 ATSG handelt es sich um eine gesetzliche Frist, die gemäss Art. 40 Abs. 1 ATSG nicht erstreckt werden kann (Urteil des Bun desgerichts 9C_191/2016 vom 18. Mai 2016, E. 4.1). Berechnet sich eine Frist nach Tagen oder Mo naten und bedarf sie der Mit tei lung an die Parteien, so beginnt sie am Tag ihrer Mitteilung zu laufen (Art. 38 Abs. 1 ATSG). Eine Mitteilung, die nur gegen Unterschrift des Adress aten bezie hungsweise der Adressatin oder einer anderen berechtigten Person überbracht wird, gilt spätestens am siebenten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellungs versuch als erfolgt (Art. 38 Abs. 2 bis ATSG).

Berechnet sich eine Frist nach Tagen oder Mo naten und bedarf sie der Mit tei lung an die Parteien, so beginnt sie am Tag ihrer Mitteilung zu laufen (Art. 38 Abs. 1 ATSG). Eine Mitteilung, die nur gegen Unterschrift des Adress aten bezie hungsweise der Adressatin oder einer anderen berechtigten Person überbracht wird, gilt spätestens am siebenten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellungs versuch als erfolgt (Art. 38 Abs. 2 bis ATSG). Das Einspracheverfahren wird mit einem Nichteintretensentscheid abge schlos sen, wenn die Eintretensvoraussetzungen nicht erfüllt sind (vgl. BGE 142 V 154 E. 2.2 mit Hinweisen).

Das Einspracheverfahren wird mit einem Nichteintretensentscheid abge schlos sen, wenn die Eintretensvoraussetzungen nicht erfüllt sind (vgl. BGE 142 V 154 E. 2.2 mit Hinweisen). 1.4 Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revi sion gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versiche rungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Be weismittel auffin det, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG). Der Ver sicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Ver fügungen oder Ein spracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG).

1.4 Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revi sion gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versiche rungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Be weismittel auffin det, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG). Der Ver sicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Ver fügungen oder Ein spracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). 1.5 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü gung beziehungsweise eines Einspracheentscheids – Stellung genom men hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einsprache ent scheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umge kehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sa ch urteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungs weise kein Einspracheentscheid ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).

1.5 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü gung beziehungsweise eines Einspracheentscheids – Stellung genom men hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einsprache ent scheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umge kehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sa ch urteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungs weise kein Einspracheentscheid ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a). 1.6 Entscheide sind – unter Vorbehalt der Problematik von Treu und Glauben – nicht nach ihrem Wortlaut, sondern nach ihrem tatsächlichen rechtlichen Bedeutungsgehalt zu verstehen (Urteil des Bundesgerichts 9C_774/2010, 9C_441/2011 vom 1 6. August 2011, E. 2.2).

1.6 Entscheide sind – unter Vorbehalt der Problematik von Treu und Glauben – nicht nach ihrem Wortlaut, sondern nach ihrem tatsächlichen rechtlichen Bedeutungsgehalt zu verstehen (Urteil des Bundesgerichts 9C_774/2010, 9C_441/2011 vom 1 6. August 2011, E. 2.2). 2.

2. 2.1 Die eingeschrieben versandte Verfügung der Beschwerdegegnerin datiert vom 7. Dezember 2015 (Urk. 11/4) und der „ erneute Antrag “ auf Befreiung von der Versicherungspflicht vom 20. Juni und vom 6. Juli 2016 (Urk. 11/5 und 11/8 S. 3). Die Beschwerdegegnerin nahm das Schreiben vom 20. Juni 2016 als Einsprache gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 beziehungsweise als sinngemässes Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 7. Dezem ber 2015 an die Hand (Urk. 2 S. 1). Gemäss Dispositiv des Ein sprache ent scheids vom 1. November 2016 wies sie die Einsp rache ab und bestätigte die Verfügung vom 7. Dezember 2015 hinsichtlich des Bestehens der Versiche rungspflicht ( Urk. 2 S. 5 ).

2.1 Die eingeschrieben versandte Verfügung der Beschwerdegegnerin datiert vom 7. Dezember 2015 (Urk. 11/4) und der „ erneute Antrag “ auf Befreiung von der Versicherungspflicht vom 20. Juni und vom 6. Juli 2016 (Urk. 11/5 und 11/8 S. 3). Die Beschwerdegegnerin nahm das Schreiben vom 20. Juni 2016 als Einsprache gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 beziehungsweise als sinngemässes Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 7. Dezem ber 2015 an die Hand (Urk. 2 S. 1). Gemäss Dispositiv des Ein sprache ent scheids vom 1. November 2016 wies sie die Einsp rache ab und bestätigte die Verfügung vom 7. Dezember 2015 hinsichtlich des Bestehens der Versiche rungspflicht ( Urk. 2 S. 5 ). 2.2 Soweit das Schreiben vom 20. Juni 2016 als Einsprache gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 zu verstehen ist, so ist diese Einsprache, da nicht innert einer Frist von 30 Tagen erhoben, verspätet und die Beschwerdegegnerin hätte darauf im angefochtenen Einspracheentscheid vom 1. November 2016 nicht eintreten dürfen.

2.2 Soweit das Schreiben vom 20. Juni 2016 als Einsprache gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 zu verstehen ist, so ist diese Einsprache, da nicht innert einer Frist von 30 Tagen erhoben, verspätet und die Beschwerdegegnerin hätte darauf im angefochtenen Einspracheentscheid vom 1. November 2016 nicht eintreten dürfen. Dispositivziffer I des Einspracheentscheids vom 1. November 2016 ist deshalb dahingehend abzuändern, dass auf die Einsprache vom 20. Juni 2016 gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 nicht eingetreten wird.

Dispositivziffer I des Einspracheentscheids vom 1. November 2016 ist deshalb dahingehend abzuändern, dass auf die Einsprache vom 20. Juni 2016 gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 nicht eingetreten wird. Die Beschwerde vom 1. Dezember 2016 ist insoweit abzuweisen.

Die Beschwerde vom 1. Dezember 2016 ist insoweit abzuweisen. 2.3 Soweit beim Schreiben vom 2 0. Juni 2016 von einem sinngemässen Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 7. Dezember 2015 nach Art. 53 Abs. 2 ATSG ausgegangen wurde, so hätte die Be schwerdegegnerin, sofern sie auf das Wiedererwägungsgesuch eintreten und dieses abweisen wollte, und davon ist auszugehen (vgl. Urk. 2 und Aktennotiz vom 7. März 2017, Urk. 15), zunächst eine schriftliche Verfügung im Sinne von Art. 49 ATSG erlassen müssen und erst hernach, nach einer allfälligen Ein spracheerhebung durch den Beschwerdeführer und nach Durchführung des Einspracheverfah rens, einen Einspracheentscheid (Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2009 vom 2 6. Juni 2009, E. 3.6). Erst gegen einen rechtskon form erlassenen Ein spra che entscheid steht die Beschwerde an das Sozialversi cherungsgericht of fen (Art. 56 Abs. 1 ATSG ).

2.3 Soweit beim Schreiben vom 2 0. Juni 2016 von einem sinngemässen Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 7. Dezember 2015 nach Art. 53 Abs. 2 ATSG ausgegangen wurde, so hätte die Be schwerdegegnerin, sofern sie auf das Wiedererwägungsgesuch eintreten und dieses abweisen wollte, und davon ist auszugehen (vgl. Urk. 2 und Aktennotiz vom 7. März 2017, Urk. 15), zunächst eine schriftliche Verfügung im Sinne von Art. 49 ATSG erlassen müssen und erst hernach, nach einer allfälligen Ein spracheerhebung durch den Beschwerdeführer und nach Durchführung des Einspracheverfah rens, einen Einspracheentscheid (Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2009 vom 2 6. Juni 2009, E. 3.6). Erst gegen einen rechtskon form erlassenen Ein spra che entscheid steht die Beschwerde an das Sozialversi cherungsgericht of fen (Art. 56 Abs. 1 ATSG ). Soweit sich die Beschwerde vom 1. Dezember 2016 gegen den das Wieder erwä gungsgesuch vom 2 0. Juni 2016 abweisenden Einspracheent sch eid vom 1. November 2016 richtet, ist darauf mangels rechtskonformen Einspra che ent scheids nicht einzutreten.

Soweit sich die Beschwerde vom 1. Dezember 2016 gegen den das Wieder erwä gungsgesuch vom 2 0. Juni 2016 abweisenden Einspracheent sch eid vom 1. November 2016 richtet, ist darauf mangels rechtskonformen Einspra che ent scheids nicht einzutreten. Es rechtfertigt sich jedoch, den Einspracheentscheid vom 1. November 2016 bezüglich des Gesuchs um Wiedererwägung als abweisende Verfügung zu behandeln. Die Sache ist nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Gesundheitsdirektion zu überweisen, damit diese die Eingabe des Versi cherten vom 1. Dezember 2016 als Einsprache gegen die Wiedererwägungs verfügung vom 1. November 2016 behandle.

Es rechtfertigt sich jedoch, den Einspracheentscheid vom 1. November 2016 bezüglich des Gesuchs um Wiedererwägung als abweisende Verfügung zu behandeln. Die Sache ist nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Gesundheitsdirektion zu überweisen, damit diese die Eingabe des Versi cherten vom 1. Dezember 2016 als Einsprache gegen die Wiedererwägungs verfügung vom 1. November 2016 behandle. 2.4 Zusammengefasst ist die Beschwerde vom 1. Dezember 2016 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dispositivziffer I des Einspracheentscheids vom 1. November 2016 ist dahingehend abzuändern, dass auf die Einsprache vom 20. Juni 2016 gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 nicht eingetreten und das Wiedererwägungsgesuch vom 2 0. Juni 2016 abgewiesen wird.

2.4 Zusammengefasst ist die Beschwerde vom 1. Dezember 2016 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dispositivziffer I des Einspracheentscheids vom 1. November 2016 ist dahingehend abzuändern, dass auf die Einsprache vom 20. Juni 2016 gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 nicht eingetreten und das Wiedererwägungsgesuch vom 2 0. Juni 2016 abgewiesen wird. Die Sache ist nach Eintritt der Rechtskraft an die Gesundheitsdirektion zu weiterem Vorgehen im Sinne von E. 2.3 zu überweisen.

Die Sache ist nach Eintritt der Rechtskraft an die Gesundheitsdirektion zu weiterem Vorgehen im Sinne von E. 2.3 zu überweisen. Das Gericht erkennt :

Das Gericht erkennt : 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Dispositivziffer I des Einspracheentscheids der Gesund heitsdirektion des Kantons Zürich vom 1. November 2016 wird dahingehend abgeändert, dass auf die Einsprache vom 2 0. Juni 2016 gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 nicht eingetreten und das Wiedererwägungsge such vom 2 0. Juni 2016 abgewiesen wird.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Dispositivziffer I des Einspracheentscheids der Gesund heitsdirektion des Kantons Zürich vom 1. November 2016 wird dahingehend abgeändert, dass auf die Einsprache vom 2 0. Juni 2016 gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2015 nicht eingetreten und das Wiedererwägungsge such vom 2 0. Juni 2016 abgewiesen wird. Die Sache wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Gesund heitsdi rektion des Kantons Zürich zu weiterem Vorgehen im Sinne von E. 2.3 überwiesen.

Die Sache wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Gesund heitsdi rektion des Kantons Zürich zu weiterem Vorgehen im Sinne von E. 2.3 überwiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___

X.___ - Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich

Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich - Bundesamt für Gesundheit

Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesge richt Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesge richt Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GrünigTanner Imfeld