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Kastanie, Rebe, Wasser. Sie prägten und prägen zum Teil immer noch Bild und Identität des Malcantone. Prächtige Kastanienhaine legen Zeugnis davon ab, dass bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts Pflege und Nutzung der Kastanie den Menschen hier das Überleben sicherten.
Doch der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
Die Römer brachten die Rebe ins Malcantone, über die via Regina, die Römerstrasse, die Mailand mit den Alpentälern verband. Eine der ältesten, in der Schweiz noch erhaltenen Hebelpressen (datiert 1407) im Dorf Sessa zeugt von dieser alten Tradition.
Stefano Franscini erwähnt 1838 16 rote und 12 weisse Rebsorten u.a.
uva spanna o spagnuola, la regina, la ostana o agostana, la rosséra, la barsamina o parsemina, la bondola, la paganona o paganola, la negrera, la moscatella rossa
, die mit ihren Variationen und Varianten bekannt sind.
Seit gut 100 Jahren wird die Merlot-Rebe kultiviert, die hier hervorragende Weine ergibt und seit Jahren zum Inbegriff der Tessiner Weine geworden ist.