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Oberst Rudolf «Watti» Wattinger
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E-Mail <email-pii>
Postadresse und Standort:
Aérodrome militaire, CH-1530 Payerne
Mit der Umsetzung des Reformschrittes 06 der Luftwaffe und der daraus resultierenden Organisation hatte es keinen Platz mehr für den seit 1941 existierenden Traditionsverband «Ueberwachungsgeschwader
». Mit dieser Umstrukturierung wurden speziell im Bereich der fliegenden Verbände und der Flugplatzorganisationen die verschiedenen Organisationseinheiten in die Bereiche Einsatz und Ausbildung aufgeteilt. Die Fliegerstaffeln wurden in die Flugplatzkommandos eingeteilt und werden durch dessen Organe in allen Lagen geführt. Die Pilotenschule verblieb im LVb Fl 31 und stellt weiterhin die Grundausbildung der angehenden Militärpiloten sicher. Die Offiziere aus den verschiedenen Fachdiensten und den UeG-Spartenstäben wurden in den Luftwaffenstab oder den Stab des Einsatzes LW eingeteilt, um zum reibungslosen Funktionieren der Luftwaffe beizutragen.
Um dem, vor allem im Ausbildungsbereich, etwas speziellen Status der Berufsflieger (Piloten und Operateure) gerecht zu werden, wurde das Berufsfliegerkorps (BFK) geschaffen, wobei es sich aber nicht um eine militärische Formation handelt. Dem C BFK obliegt die personelle und ausbildungsmässige Betreuung der Berufsflieger. Es ist seine Aufgabe, im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten, günstige Voraussetzungen zu schaffen, damit die Besatzungen ihre Arbeit im Cockpit oder an den «fliegenden» Schreibtischen unter den bestmöglichen Bedingungen erledigen können. Ausbildung, Weiterbildung, Laufbahnsteuerung, Laufbahnmodelle, Verordnungen, Personalkoordination, Controlling der Flugleistungen sind die zentralen Punkte seiner Arbeit. In ihrer täglichen Arbeit werden die Berufsflieger durch die Linienvorgesetzten gemäss Organigramm geführt.
Die Zusammenführung der über die ganze Luftwaffe verstreuten Berufsflieger im Berufsfliegerkorps soll aber auch die Möglichkeit bieten, die spezielle Kultur und den Korpsgeist unter den fliegenden Besatzungen weiterzupflegen. Auch wenn sich die Organisationsform der Luftwaffe geändert hat, die an die Berufsflieger gestellten Aufgaben sind nahezu identisch und Teile der UeG-Leitsätze vom Dezember 1996 haben durchaus auch für das Berufsfliegerkorps noch ihre Gültigkeit:
- Als militärische Berufsformation der ersten Stunde fliegen wir, um zu gewinnen. Unsere Fähigkeiten und Mittel setzen wir kalkuliert ein.
- Die Leistung im Team gewichten wir hoch. Die gemeinsame Sache stellen wir vor Prestigedenken.
- Unser Arbeitsklima ist geprägt von verantwortungsbewusstem Verhalten, Offenheit und sachbezogener Direktheit bei menschlichem Umgangston.
- Dem Unerwarteten und Überraschenden begegnen wir flexibel und zielorientiert. Hohes Leistungsniveau kennzeichnet unser Handeln.
In diesen Leitsätzen geht es nicht um Organisationsformen, Dienstwege, Strukturen oder Prozesse. Es geht um Werte wie Teamgeist, verantwortungsbewusstes Verhalten, Offenheit, sachbezogene Direktheit bei menschlichem Umgangston und Zielorientierung. Auch wenn das Ueberwachungsgeschwader aufgelöst wurde, sind die Berufsflieger bestrebt, diese Werte weiterzupflegen. Ein wichtiger Ausdruck dieses Bestrebens ist die Wahl des Wappens, das sich lediglich im Text vom ehemaligen UeG-Abzeichen unterscheidet.«Flying is more than a sport and more than a job; flying is pure passion and desire, which fill a lifetime.»
General Adolf Galland, Luftwaffe