Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03474.jsonl.gz/2052

Welchen Einfluss hat proteinreduziertes Futter auf die Ammoniak-Emissionen von Milchkühen auf der Weide? Um diese Frage zu beantworten, wurden die Ammoniak- Emissionen von zwei Weidesystemen mit Milchkühen zwischen Mai und Oktober gemessen und verglichen. Im ersten System (G) ernährten sich die Kühe ausschliesslich von Weidegras, während im zweiten System (M) 25 % Maissilage zugefüttert wurde. Dadurch wurde im System M ein reduziertes Verhältnis von Protein zu Energie in der Ration erreicht und entsprechend verringerte sich die ausgeschiedene Stickstoffmenge um ca. 19 %. Die intensiven Umtriebsweiden erlaubten es, die zeitliche Dynamik der Ammoniak-Emission zu untersuchen. Während der Beweidungsphasen wurde ein kontinuierlicher Anstieg und danach ein relativ schneller exponentieller Abfall der Emissionen beobachtet. Insgesamt zeigten die Emissionen nur eine geringe saisonale Variation aber signifikant niedrigere Werte (–40 %) für das System M im Vergleich zu System G. Die Resultate bestätigen einerseits den im Schweizerischen Inventar verwendeten Emissionsfaktor für die Weide und zeigen andererseits, dass eine proteinreduzierte Fütterung zusätzlich zur Verminderung der Ammoniak-Emissionen beitragen kann.
Umwelt
Gilgen A., Felder R., Baumgartner S., Herzog F., Jeanneret P., Séchaud R., Paunovic S., Merbold L.
Forschende von Agroscope haben die Methode der FAO zur agrarökologischen Bewertung von Landwirtschaftsbetrieben erstmals in der Schweiz getestet. Dabei konnten sowohl die Vorteile einer gesamtheitlichen Bewertung als auch die Grenzen des Tools aufgezeigt werden.
Beim Weizenanbau lassen sich Pestizide einsparen, ohne dass die Wirtschaftlichkeit leidet. Bei Raps ist dies schwieriger, da die Ertragsreduktion nicht durch höhere Einnahmen kompensiert wird. Dies hat die Auswertung der ersten beiden Erntejahre des Projekts PestiRed ergeben.
Bodenproben können mittels Spektroskopie direkt auf dem Feld gemessen werden. Forschende von Agroscope haben mobile Geräte im Feld geprüft und zeigen auf, wie man am besten dabei vorgeht.