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Der Physiker Max Planck äußerte die Vermutung, dass die Kraft, mittels der die Atome in Schwingung versetzt und zusammengehalten werden, Gott sei und dass Gott der Urgrund der Materie ist. Der Physiker, der sich mit der Materie befasst, stoße in seiner Forschung im Reich der Materie auf das Reich des Geistes. Deshalb müsse diese Forschungsaufgabe in die Hände der Philosophie weitergeben werden. [1]
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Der Grund der Existenz alles materiell Da-Seienden ist das Atom. Das Atom ist der kleinste Baustein der all-seienden Materie, denn ohne das All-Sein der Atome gäbe es keine Materie. Das all-seiende Atom ist zwar der Grund für das Da-Sein von Materie, aber es ist nicht der letzte Grund dafür. Der letzte uns Menschen bekannte Grund für das Existieren des all-seienden Materiellen, einschließlich des Atoms selbst, ist das sonderbare, ja mysteriös uns Menschen erscheinende Elektron in der Gestalt des Atoms. Ohne dieses Sich-Verhalten des Elektrons im Atom, das nachstehend zu beschreiben ist, gäbe es keine Atome, keine Materie und letztlich kein Universum, als das es uns Menschen erscheint. Ohne das sich verhaltende Elektron im Atom wäre das Seiende nur ein Alles-in-einem-Eines-Sein.
Um das Verhalten des Elektrons im Atom erklären zu können, muss ein erklärendes Bild im menschlichen Bewusstsein entstehen. Dieses Bild entsteht, indem wir Menschen den Gegenstand an sich, für uns darin konstruieren. Die Wissenschaft ist der Schnittpunkt des erklärenden menschlichen Wissens mit dem universellen Wissen des Universums. Wäre das Universum, dessen eine von unendlich vielen Modifikationen auch wir Menschen sind, nicht wesentlich Wissen, könnte die Modifikation Mensch vom Universum gar nichts wissen. Wir Menschen könnten weder sehend wissen noch könnten wir wissend sehen. Damit ist zugleich das Werden des menschlichen Wissens wesentlich umrissen.
Der Prozess des menschlichen Begreifens beginnt damit, indem wir Menschen dem von uns namenlos Wahrgenommenen einen Namen geben. Menschliches Wissen vom oder über das Universum ist ein Anteil des Menschen am universellen Wissen des Universums, das heißt, wir wissen etwas vom Wissen des Universums. Mit dem Verschwinden des Menschen verschwindet auch diese Teilhabe des Wissens gleichermaßen. Davon gänzlich unbeschadet, bleibt das universelle Sich-selbst-Wissen bestehen. Das menschliche Wissen ist ein Wissen über oder vom Universum, aber kein Wissen des Universums.
Die alten Philosophen sprachen daher mit vollem Recht und philosophischem Klarblick von ihrer Liebe zur all-seienden Weisheit. Ob diese von uns Philosophen festgestellte Weisheit nun als Weisheit oder als universelles Wissen oder als Gott bezeichnet wird, ist an-sich-seiend unbedeutend im Angesicht dessen, was ist, das an sich gedanklich in seiner Gänze für uns Menschen nicht zu verstehen ist und daher uns Menschen nach unserem begreifenden Schauen fassungslos staunend macht. Wir Menschen können uns nur auf das Begreifen beschränken. Ist dieser Gedanke uns Menschen einmal nachhaltig ins Bewusstsein gelangt, haben wir unsere universelle Erkenntnisschranke definitiv erkannt.
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Die Atome in ihrem mannigfaltigen Dasein sind die Bausteine aller materiellen Gebilde im dem Menschen bekannten Universum. Alle materiellen Gebilde bestehen aus Atomen, die Moleküle und Molekülketten bilden, die nach dem Ablauf der Zeit materieller Gebilde wieder bis hin zu den Atomen zerfallen. Das, was im Wechsel der materiellen Erscheinungen allein Bestand hat, sind die Atome. Als das einzige Beständige im fortwährenden Entstehen und Vergehen materieller Erscheinungen sind die Atome daher das Wesentliche des materiellen Da-Seins, denn ohne Atome gäbe es dieses materielle Da-Sein nicht. Indem wir das feststellen, stellen wir das Wesentliche fest. Wesentlich ist, was im Wechsel des Erscheinens das Beständige ist. Dabei handelt es sich um ein Wissen, das in der antiken griechischen Philosophie seinen Ursprung hat.
Uns ist bekannt, dass jedes Atom aus dem Atomkern, dem Proton, und den sich um ihn bewegenden Elektron(en) besteht. Das jedenfalls sagen uns die Atommodelle der Physiker. Ferner ist bekannt, dass das Atom nicht das Kleinste und Unteilbare ist. Richtig ist, dass es den Physikern gelungen ist, das Atom in weitere seiner Bestandteile zu zerstören, auf die wir in diesem Beitrag nicht eingehen wollen. Richtig ist aber auch, dass von einem Atom nur in der funktionalen Komplexität seines Da-Seins sinnvoll die Rede sein kann. Niemand käme wohl vernünftigerweise auf die Idee, im Angesicht eines in seine Bestandteile zerlegten Autos von einer fahrtüchtigen Einheit zu sprechen.
Wenn nun im Zusammenhang mit dem vorstehend Gesagten die Rede von der Klassischen Physik und der Quantenphysik kurz angerissen sein wird, dann ist die Rede von einer Vorstellung des menschlichen Denkens von der physischen Funktionsweise des Universums als dem absoluten Sein. Absolut ist dieses Da-Sein, weil nur dieses Sein da-ist. Es ist dasselbe Sein, in dem und wodurch auch wir Menschen sind. Wir Menschen, und das ist aus erkenntnistheoretischer Sichtweise von fundamentaler Bedeutung, sind eine Modifikation des absolut Seienden, so, wie auch alles Bestehende Modifikationen des absoluten Seins sind. Das so philosophisch beschriebene absolute Sein ist die universelle Wirklichkeit oder die Wirklichkeit des Universums. Diese Wirklichkeit ist der Maßstab für den Wahrheitsgehalt unserer menschlichen Reflexion überhaupt. Darin allein besteht der Wahrheitswert des menschlichen Wissens vom Absoluten.
Mittels der Klassischen Physik ist das Verhalten von Proton und Elektron in ihrer Einheit, dem Atom, nicht zu erklären. Das Proton ist um ein Vielfaches massereicher als das Elektron. Gemäß der Klassischen Physik müsste das viel schwerere Proton das viel leichtere Elektron anziehen und in sich hineinziehen. Wäre das der Fall, gäbe es keine Atome und ohne Atome folglich auch keine Materie. Hinzukommt, dass das schwerere Proton positiv und das im Vergleich zum Proton leichte Elektron negativ geladen ist. Da ungleichnamige Ladungen sich des Energieausgleichs wegen gegenseitig anziehen, müssten das Proton und das Elektron miteinander verschmelzen und dann gäbe es ebenfalls keine Atome und keine Materie, sondern nur Energiematsch. Doch keine der genannten Möglichkeiten wird hier zur Wirklichkeit. Daraus ergibt sich die Frage: Warum nicht?
Eine Voraussetzung für das Verstehen des Nachstehenden ist, dass die durch die Klassische Physik begründeten Vorstellungen vom absoluten Sein in der Quantenphysik auf eine natürliche Erkenntnisschranke stoßen. Die Klassische Physik wird von der Quantenphysik insofern negiert, inwiefern beide nach menschlichen Maßstäben nicht dasselbe sind. Dabei sind die Klassische Physik und die Quantenphysik lediglich Vorstellungen des Menschen von Ausschnitten des Ganzen des absoluten Seins. Klassische Physik und Quantenphysik gibt es in Wahrheit aber nicht und diese absolute Wahrheit ist das Universum als der Schmelztiegel aller seiner Modifikationen als das Sein-selbst-Sein oder das An-sich-Sein.
Das absolute Sein richtet sich absolut nicht nach den menschlichen Vorstellungen und ist und bleibt daher weder klassisch physikalisch noch quantenphysikalisch unterteilt, sondern ein universelles Ganzes, das weder den einen noch den anderen vorstehend genannten Bereich kennt. Die Forderung von Wissenschaftlern, das universelle Ganze ganzheitlich aufzufassen spiegelt sich in der Forderung, das absolut Seiende holistisch (Hans-Peter Dürr) aufzufassen. Dieses ganzheitliche Denken ist der Grundzug der Philosophie als deren universeller und daher wesentlicher Maßstab, wenn es denn Philosophie ist, um die es sich handelt.
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Warum fällt das Elektron nicht in das Proton? Das soll in einem Gedankenexperiment geprüft werden. Darin wird nachstehender Versuchsaufbau angenommen. Ein zweidimensionales Koordinatensystem bestehe aus einer vertikalen y-Achse und einer horizontalen x-Achse. Die x-Achse habe eine hier nicht definierte Länge, die an ihrem Ende auf der rechten Seite die Begrenzung der Atomhülle darstelle. Der linke Ausgangspunkt der x-Achse sei das Proton als der erste Punkt Null im Koordinatensystem. Dass die x-Achse nur den Radius der Atomhülle beschreibt, sei hier vernachlässigt, weil für das Experiment nicht von Bedeutung. Wenn der erste linke Punkt der x-Achse im Schnittpunkt mit der y-Achse null ist und der y-Achse ein bestimmter Wert zukommt, dann ist die x-Achse insgesamt die Einheit aller Null-Punkt-Momente. Der oberhalb der x-Achse angenommene Wert der Auslenkung (Amplitude) einer Welle habe auf der y-Achse nach oben den maximalen Wert y-10. Wenn das so ist, dann hat die spiegelbildliche Auslenkung unterhalb der x-Achse im Maximum denselben Wert y-10. Indem das Maximum der oberen Auslenkung sich in Richtung x-Achse abbaut, verringert sich der obere Wert 10 entlang der y-Achse, bis auf der x-Achse ein Zustand null erreicht ist, aber null ist kein Wert. Das würde bedeuten, dass die Welle hier nicht existiert. Das aber kann nicht sein, denn die Welle besteht nicht nur aus der oberen Auslenkung y-10, sondern auch aus der unteren Auslenkung y-10. Die Welle ist also sowohl die obere als auch die untere Auslenkung und als solche ein und dasselbe.
Wie kann es dann aber sein, dass die eine Auslenkung sich bis auf null abbaut und sich dann aus dem Null-Sein, quasi aus dem Nichts in die spiegelbildliche Auslenkung periodisch aufbaut? Woher bezieht diese neue Auslenkung ihre Energie, wenn die Energie im Knoten offenkundig null ist? Woher bezieht die Welle als die Einheit aller Auslenkungen die kontinuierliche Energiezufuhr für ihre Frequenz? Aus den Auslenkungen selbst können diese Energieimpulse nicht kommen, denn die Energie der Welle ist ja in den Knoten null, so wird angenommen. Das kann aber nicht sein, denn dass es eine Energiequelle im Knoten geben muss, ist offenkundig. Der Knoten selbst kann es nicht sein, weil er lediglich den Null-Punkt auf der x-Achse abbildet, woraus die obere in die untere Auslenkung übergeht, übergeht und nicht etwa geteilt wird. Wenn das aber so ist, dann kann die Welle im Knoten nicht null sein.
Was könnte sich im Knoten außer dem angeblichen Null-Sein befinden, wenn die Welle dort angeblich nicht existiert? Das messbare Teilchen mit der negativen Ladung natürlich. Wenn die Auslenkungen um den Aufenthaltsort des Teilchens scheinbar schwingen, dann liegt es nahe, anzunehmen, dass die Auslenkungen vom Teilchen ihre Energie beziehen. Aber woher bezieht das Teilchen seine Energie? Wenn sich eine Auslenkung zur x-Achse hin abbaut, dann baut sich nicht etwa ihre Energie, sondern nur die Entfaltung ihrer Energie ab. Die Energie verschwindet daher nicht, weil diese erhalten bleibt. Das kann nur bedeuten, dass die Energie der Welle im Knoten sich derart zum Teilchen verdichtet. Da nur das der Fall sein kann, findet hier aus dem Quantum der Qualität obere Auslenkung ein Qualitätssprung statt, aus dem Energie, derart komprimiert, zur Qualität Masse wird und diese Qualität ist messbar. Aus diesem hochenergetischen Massenpunkt geht qualitativ eine neue Quantität als Auslenkung hervor. Die Schlussfolgerung daraus ist, dass die Auslenkung oberhalb der x-Achse und die Auslenkung unterhalb der x-Achse ein und dasselbe Unterschiedene in ihrer Einheit des Welle-Seins sind. Das erklärt auch, weshalb die obere und die untere Auslenkung exakt nach oben und nach unten je y-10 sind und nicht etwa y-10 oben und y-8 unten usf. Das Ganze der Welle hat also eine Art wie Genetik. Dieses System als Ganzes funktioniert offenkundig nach dem Prinzip der Verdünnung und Verdichtung absolut nur aus sich selbst heraus. Dieses Prinzip der Verdünnung und Verdichtung beschrieb zuerst der antike griechische Philosoph Anaximenes am Beispiel der Zustände, welche die Luft annehmen kann. Er beschrieb damit als erster das Verhältnis von Qualität und Quantität. Wenn die Energie gemäß dem Energieerhaltungssatz in ihrem beständigen Wechsel der Formen wesentlich konstant bleibt, müsste es sich beim Elektron um ein geschlossenes System handeln.
Die Masse des Elektrons ist keine Materie. Was von den Physikern gemessen wird, ist die komprimierte Energie des Elektrons und Energie ist keine Materie. Das ist der Grund, weshalb das Masseteilchen beim angeblichen Null-Sein der Welle nicht in das Proton fallen kann, weil dieses Masseteilchen gar kein Masseteilchen im Sinne von Materie ist. Was hier zu beschreiben ist, ist der permanente Zustand des Übergehens vom Sein in das Nicht-Sein von Auslenkungen und des Nicht-Seins in das Sein von Auslenkungen und dieser Zustand als das Anders-Seiende in sich selbst als Ein-und-dasselbe-Sein im Sich-selbst-Sein ist das Werden des bestehenden Elektrons, das ständige Reproduzieren seiner selbst. Und dieses Reproduzieren des bereits Bestehenden ist das Merkmal des Lebens. Im Sinne des Philosophen G. W. F. Hegel, handelt sich bei dem Werden des absoluten Seins nicht um den Anfang und das Ende eines materiellen Produktionsprozesses, sondern um das stetige sich Erneuern und dieses stetige sich Erneuern, dieses stetige sich Reproduzieren im Das-Sein ist das Merkmal des Lebens an sich. Sich entzweien und sich wiedervereinigen ist das Grundgesetz des Lebens, das Bewegung ist. Denn ohne Trennung und Vereinigung gäbe es keine Bewegung und ohne Bewegung wäre alles nur ein Alles-in-einem-eins-Sein, „(…) denn die nothwendige Entzweyung ist Ein Faktor des Lebens, das ewig entgegensetzend sich bildet, und die Totalität ist, in der höchsten Lebendigkeit, nur durch die Wiederherstellung aus höchster Trennung möglich.“ [2]
Wenn das in einem Atom so ist und das materielle Universum aus allen Atomen besteht, dann ist das Universum, dann ist der Kosmos ein lebendiger Kosmos. Das Atom ist die Funktionseinheit des Elektrons. Das Elektron ist das Herz des Atoms und damit des Kosmos und das Ausschlagen seiner Auslenkungen ist sein Herzschlag und dieser Herzschlag macht das Elektron de facto zum perfekten Perpetuum mobile im Universum. Nun ist es so, dass die Idee mit dem Perpetuum mobile gar keine exklusive Idee in diesem Beitrag ist. Soweit war Max Planck auch schon. [3] Eben daraus resultierte ja seine Frage, welche Kraft dieses Perpetuum mobile stetig am Schwingen hält. Und weil er sich offenbar keine andere Kraft vorstellen konnte, nahm er an, dass Gott diese Kraft sei und reichte diese Frage, ein wirkliches Schwergewicht, an die Philosophen weiter.
Ein Perpetuum mobile, wenn es denn eines ist, funktioniert absolut aus sich selbst und durch sich selbst. Wenn das so ist, dann beruht die Existenz des Universums auf der Funktion des Perpetuum mobile namens Elektron. Nun erhebt sich die Frage: Ist das Elektron der letzte Grund seiner selbst oder gibt es noch einen anderen letzten Grund? Da das Atom offensichtlich eine komplexe Funktionseinheit des Elektrons ist, entsteht in dem Zusammenhang die Frage: Warum existiert das Atom als eine absolut sinnvolle Anordnung in sich selbst? Ist hier etwa ein teleologischer Ansatz zu denken?
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Offensichtlich besteht der Zweck des Daseins und das Wirkens des Elektrons in der Gesamtheit aller Elektronen als Perpetua mobilia in den Atomen darin, Materie zu erzeugen und zu erhalten, genauer: erzeugend zu erhalten. Aber nicht nur schlechthin Materie zu erzeugen und zu erhalten, sondern das Universum an sich. Wenn das der Zweck ist – und das ist der Zweck –, dann eröffnet sich die weitergehende Frage nach dem Sinn des an-sich-seienden Universums überhaupt. Denn wenn das so ist, wäre die Frage: Ist die Existenz des Universums Zweck an sich oder existiert der Zweck nur für uns? Also, ist der Zweck nur deshalb Zweck, weil wir Menschen diesen als Zweck denken, es diesen aber in Wahrheit gar nicht gibt? Aber nun hat das Elektron doch offenkundig die Aufgabe, Materie zu erzeugen und zu erhalten. Das ist doch ganz offenkundig Sinn und Zweck der Existenz des Elektrons im Atom.
Das Elektron schöpft mit seinem Fortbestehen im Atom das Universum als Ganzheitliches ständig neu. Die Kraft des Perpetuum mobile, nennen wir diese PM-Kraft, ist der Grund, weshalb Atome nicht altern. Faktisch gibt es im Elektron keine Zeit als eine messbare bestimmte Dauer, sondern nur die unbestimmte unmessbare Ewigkeit. Was ist „Ewigkeit“? Wir können Ewigkeit als Wort für uns sagen, aber wir können nicht aussprechen, was wir meinen, das Ewigkeit an sich ist. Das ganze Sein oder das Sein als Ganzes ist durch das ständige Werden des Elektrons und das damit verbundene Bestehen des Atoms ein permanenter Schöpfungsakt des Universums als Ganzes.
Sollte es jemals einen ersten Schöpfungsakt gegeben haben, dann wiederholt er sich immer und immer wieder, jetzt, hier, dort, überall und in allem im Universum. Falls es diesen ersten Schöpfungsakt nicht gab, ändert das nichts am Weiteren. Insofern ist es gleich-gültig, ob es einen ersten Schöpfungsakt gab oder nicht und insofern ist es nicht abwegig, das Elektron als Gottes-Teilchen zu bezeichnen, denn was sollte dem Elektron sonst als letzter Grund zugrunde liegen? Darin würde sich das Elektron und damit alles Seiende auflösen als ein Alles-in-einem-Eines-Sein. Nur darin wäre alles, was ist, eines und dasselbe. Aber indem das Alles-in-einem-Eines-Seiende sich selbst weiß, weiß es sich selbst und das Andere, das es selbst ist, so ist das Wissen in stetiger Bewegung in sich und aus sich selbst heraus.
Das einzelne Atom ist zugleich die Allheit aller Atome. Das einzelne Atom trägt die Allheit aller Atome in sich und verkörpert diese. Diese Wahrheit erschließt sich uns aber nicht durch das sehend Gewusste, sondern nur durch das wissende Sehen. Dazwischen befindet sich der Erkenntnisprozess als die Gesamtheit aller Methoden, die uns zur Wahrheit führen (können). Empirie hin oder Empirie her, Transzendenz hin oder her, der Erkenntnisprozess ist ein einheitlicher, denn die absolute Wahrheit des Wissens kennt weder das eine noch das andere. Wenn das so ist, dann kann das Begriffene das universell Geistige nur an und in sich haben. Es ist die Logik der Sache, die sich uns erschließt oder uns verborgen bleibt, der Potenz nach aber da ist, weil sich uns diese Logik andernfalls nicht erschließen könnte. Diese Logik, obwohl dem Wesen nach immateriell, kann Materielles uns außer uns schauen lassen, das uns im sehenden Wissen verborgen geblieben wäre, weil es sich uns nur über das wissende Sehen erschließt. Das aber kann nur bedeuten, dass das Universum nur als wesentlich geistiges für uns Bedeutung erlangt und dieses Geistige gibt sich in seinen erscheinenden Modifikationen materielle Gestalt.
Das einzelne Gottes-Teilchen Elektron ist in der Allheit aller Gottes-Teilchen das Einzelne im Allgemeinen, in dem das Allgemeine vereinzelt ist. Das einzelne Gottes-Teilchen trägt die Allheit aller Gottes-Teilchen in sich und verkörpert diese. Was aber ist das, das alle Gottes-Teilchen als das Alles-in-einem-Sein ausmacht? Indem wir das Elektron den Namen Gottes-Teilchen gaben, haben wir im All-Sein des Elektrons das universelle Wirken des All-Seins erkennen müssen.
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Sprechen wir über Gott, denn das müssen wir an dieser Stelle tun, wenn wir das oben Gesagte nicht unbezeichnet im Raum stehenlassen wollen. Unsere Vorfahren hatten existenzielle Furcht vor Naturgewalten wie vor Donner und Blitz zum Beispiel, bevor sie lernten, dass das Feuer, das durch Blitze verursacht ist, nicht nur vernichtet, sondern das Feuer, richtig angewandt, das Leben sehr viel lebenswerter macht. Da sich unsere Vorfahren damals mangels Wissen um die Wahrheit nichts anderes vorstellen konnten, ersannen sie Fantasiegebilde, die sie als Götter oder Gott bestimmten und so das Wirken der Natur sich anbetungswürdig machten, der sie sich nicht nur unterworfen fühlten, sondern es tatsächlich ja auch waren. Das Anbeten der so personifizierten Naturgewalten entsprang dem Bedürfnis nach Schutz vor den Naturgewalten.
Beziehen wir uns auf Götter und Gott und denken wir hier nur an die antike griechische Götterwelt mit ihrem der Menschheit Feuerbringer Prometheus, die und den wir hier nicht diskutieren wollen, dann spiegelt sich das soeben Gesagte darin beispielhaft wider. So ähnlich verhält es sich auch in anderen alten Kulturen. Mit dem Fortschreiten der Zeit wurde aus dem Polytheismus der Monotheismus. Am Wesen der Ursache beider Theismen hat sich jedoch bis in unsere Gegenwart hinein nichts geändert.
Hätte sich bei unseren Vorfahren beispielsweise das Wort Nous anstelle von Gott durchgesetzt, würde vom Nous die Rede sein und nicht von Gott. Welchen Namen wir Menschen dem universellen Perpetuum mobile namens Elektron als Allheit geben, ist vom Prinzip her nicht von Bedeutung, denn alleine entscheidend ist seine Bedeutung für das Sein des Universums. Und selbst hierbei wissen wir nichts um die Endgültigkeit unseres Wissen darüber. Und so stellen wir fest: Das Wort Gott ist einerseits eine leere Metapher, doch andererseits, wenn wir es in dem Sinne von Max Planck verstehen, und so wollen wir es hier verstehen, bezeichnet es etwas Begriffenes. Es ist ein Begriff dessen, das wir in dem Sinne des Begreifens begriffen haben. Wir, die wir Max Planck hier folgen, können dies von uns sagen. Aber wir wissen zugleich, dass wir das Begriffene nicht verstanden haben. Wir haben begriffen, dass Gott der Urgrund der Materie ist, aber wir verstehen das nicht und wir können das deshalb nicht verstehen, weil wir sonst Gott verstehen würden. Wir können Gott zwar begreifen, weil wir sein Wirken wissend sehen können, aber wir sind nicht dazu veranlagt, das Geschehene auch zu verstehen. Wir müssen uns mit dem abfinden, was wir sind und wozu wir natürlicherweise nicht befähigt sind und also worin unsere absolute Erkenntnisschranke besteht, ob die uns nun gefällt oder nicht.
Wir, die wir Max Planck bis hierhin gefolgt sind, haben etwas sehr Wichtiges für uns begriffen, aber wir können nicht verstehen, was wir begriffen haben, sondern nur, dass wir begriffen haben. Wir können das, das wir als Quantenphysik bezeichnen, durchaus begreifen, sonst könnte es gar nicht diese wunderbaren Erfolge in der praktischen Anwendung des Begriffenen geben, aber wir können das begriffene Quantenphysikalische nicht verstehen. Wir begreifen, was wir tun, aber wir verstehen nicht, was wir tun. Denn könnten wir das, dann müssten wir das absolut perfekte Perpetuum mobile namens Elektron im Atom erklären können. Wir haben zwar die Logik begriffen, wie dieses Gottes-Teilchen nur funktionieren kann, aber wir können die Logik nicht verstehen, wie das Gottes-Teilchen funktioniert, worin eine offenkundig unerschöpfliche Kraft sich und dem Universum schöpferisch stetig, wesentlich Gestalt gibt.
Quellen
[1] Vgl.: http://www.weloennig.de/MaxPlanck.html
[2] Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Differenz des Fichte’schen und Schelling’schen Systems der Philosophie in Beziehung auf Reinhold’s Beiträge zur leichtern Übersicht des Zustands der Philosophie zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts, 1stes Heft von Georg Wilhelm Friedrich Hegel der Weisheit Doktor. Jena, in der akademischen Buchhandlung bey Seidler, 1801, 184 S., S. 22f.
[3] Vgl. ebenda: http://www.weloennig.de/MaxPlanck.html