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Hier sieht man die Türe aus dem späten
17. Jahrhundert, die den Raum 12 im Osttrakt mit dem Treppenturm verbindet.
Hier sieht man die Türe aus dem späten
Dieser Bauphasenplan zeigt die Westfassade des Westtrakts und des Nordtrakts. Die Fassade war ursprünglich eine Ringmauer mit Zinnen. Im 17. Jahrhundert wurden in die Mauer einzelne Fenster eingefügt. Das Türmchen an der Nordwestecke des Nordtrakts heisst im Fachjargon Pfefferbüchse. Die Ausfallpforte, ihre Zumauerung ist auf dem Plan braun angefärbt, wurde im 19. Jahrhundert zugemauert. Im gleichen Arbeitsgang wurde der Westtrakt-Westfassade bis zur Südwestecke eine Mauer vorgeblendet. Deshalb ist die braun angefärbte Mauerpartie so gross.
Für einmal tagten im alten Gerichtssaal auf Schloss Wildenstein keine Geschworenen. Viel mehr brachte eine Schar illuster Experten auf Einladung des Schlosses ihr Fachwissen ein. Das Thema: Wie lässt sich das enorme Potenzial des Schlosses möglichst sinnvoll und optimal nutzen? Zur Beantwortung dieser Frage stellte das Schlossteam den Fachleuten von Museum Aargau, den Szenografen, Museumsplanern und Historikern bestehende und geplante Teilprojekte vor. Anschliessend brachten die Teilnehmer ihr Fachwissen ein und lieferten wertvolle und auch kritische Inputs, die das Schlossprojekt und seine Inhalte einen wichtigen Schritt weiterbringen. Entsprechend endete die "Gerichtsverhandlung" mit einem Freispruch für alle.
Schloss Wildenstein dankt allen Teilnehmern herzlich für ihr tolles Engagement!
Im Jahr 1756 wurde der bestehende Keller unter dem Südtrakt mit einem Gewölbe versehen. Konkret wurde in den Keller eine Zwischenwand gebaut, die den Keller in zwei Teile mit Gewölbedecken unterteilt.
Diese Holzdecke im Südtrakt des Schlosses wurde im späten 15. Jahrhundert mit Sternen und Nelken bemalt. Solche Motive waren in dieser Epoche in Räumen ein beliebtes Dekorelement.
Dieser Projektplan (hier leider nur in schwarz/weiss abgebildet) stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Er zeigt rechts das Erdgeschoss des Nordtrakts und das erste Obergeschoss des Osttrakts und des Südtrakts. Links ist das zweite Obergeschoss des Osttrakts und des Südtrakts dargestellt. In Hellgrau, in Wirklichkeit aber in braunen bis rosa Tönen, sind Verbesserungen eingetragen, die 1756 bei der grossen Renovation des Ost- und Südtrakts realisiert wurden.
1988 stand Oliver Hönig kurz vor dem Lehrabschluss als Hochbauzeichner. Als Vorbereitung darauf schulte er besonders auch seine zeichnerischen Fähigkeiten. Dabei "verguckte" er sich unter anderem in das Schloss Wildenstein. Dabei ist diese schöne Zeichnung entstanden. Die Lehrabschlussprüfung hat Oliver Hönig anschliessend gepackt. Und heute führt er sein eigenes Architekturbüro in Küttigen. Ein Schloss hat er aber bisher noch nicht gebaut.
Das Hauptportal im Erdgeschoss des Südost-Trakts ist ein schönes Beispiel für ein Renaissance-Portal, wie es in der Zeit um 1645 üblich war.
Im Schloss Wildenstein gibt es diverse alte Kachelöfen, welche die Restauratorin Maja Fluri wieder in ihre ursprüngliche Form bringt. Eine solche Restauration kann, je nach Schaden, verschiedene Stufen durchlaufen. Dabei wird zwischen retuschieren, restaurieren und ergänzen von Kacheln unterschieden.
Die grösste Herausforderung beim Retuschieren besteht darin, die bestehenden Farben und Malereien möglichst exakt auf die neuen Retuschen abzustimmen.
Beim Restaurieren geht es vor allem um das Flicken der stark beschädigten Kacheln. Und beim Ergänzen werden möglichst gleichartige Kacheln neu nachgebildet. Dank all diesen Arbeiten kann ein Kachelofen als Ganzes bestehen bleiben.
Auf den Plänen der Kantonsarchäologie Aargau sieht man anhand von verschiedenen Farben, in welchen jeweiligen Epochen welche Baueingriffe im Schloss vorgenommen wurden. Die grauen Flächen stammen zum Beispiel aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, hellblau steht für die Jahre 1401/02, grün für die Mitte des 15. Jahrhunderts und gelb für die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts. Beim abgebildeten Epochenbauplan handelt es sich um eine Momentaufnahme. Die Pläne sind derzeit noch nicht vollendet und werden laufend überarbeitet und ergänzt.