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Sachabstimmung über den Teilzonenplan Stoglen
Sachabstimmung über den Teilzonenplan Stoglen im Frühjahr 2019
Der Gemeinderat Altendorf strebt im Gebiet Stoglen eine nachhaltige Entwicklung an. Das Gebiet soll für eine Wohn- und Mischnutzung verfügbar gemacht werden. Bis anhin gehörten die Flächen um den ehemaligen Fussballplatz zur Industriezone. Die Abstimmung über die Anpassung des Nutzungsplans steht bevor.
Zwischen dem Bahnhof Altendorf und der Seepark-Überbauung befindet sich das noch unüberbaute Gebiet Stoglen. Das Areal ist, zusammen mit dem angrenzenden Grundstück der Transver AG, der Industriezone zugeordnet. Dies soll sich nun bald ändern. Die Parzellen sind umgeben von Wohn- und Mischzonen und eignen sich daher nur noch bedingt für Gewerbe- oder Industriebetriebe. Deshalb soll diese Fläche nun für die Siedlungsentwicklung in den Bereichen Wohnen und Mischnutzung verfügbar gemacht werden. Um dies zu erreichen, ist eine Nutzungsplananpassung durchzuführen, die eine Umzonung des Gebiets Stoglen und eine Anpassung des Baureglements umfasst. Die Umzonung des Gebiets Stoglen soll eine weitere Entwicklung der Gemeinde Altendorf nach innen gewährleisten, jedoch ohne eine zusätzliche Einzonung vorzunehmen. Der Teilnutzungsplan sieht vor, die Industriezone vollständig aufzuheben und die Parzellen der Wohn- und Gewerbezone zuzuweisen. Mit der Zonierung wird auf die bestehende ortsbauliche Situation Rücksicht genommen.
Wegen einer Beschwerde ergab sich im Zusammenhang mit der vom Gemeinderat schon vor zwei Jahren angekündigten Umzonung vorerst eine Verzögerung. Die Beschwerde wurde sowohl vom Regierungsrat als auch vom Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz vollumfänglich abgewiesen. Im Rechtsmittelverfahren konnte insbesondere bestätigt werden, dass die Umzonung mit allen Vorgaben aus den Richtplanungen übereinstimmt. Überdies wurde die Zonenkonformität der geplanten öffentlichen Park+Ride-Anlage geprüft und ebenfalls bestätigt. Schliesslich ergab sich bei der gerichtlichen Überprüfung, dass die vorgesehene Mischnutzung auch mit den Anliegen des Lärmschutzes vereinbar ist.
Bei dieser Umzonung wird auf die Bedürfnisse der Transver AG mit ihren Arbeitsplätzen Rücksicht genommen. Es konnte eine Übergangsregelung gefunden werden, welche alle Interessen ausgleicht. In Anbetracht des mit der Umzonung verbundenen Mehrwertes für das Land, konnte die Gemeinde diverse Vorteile vertraglich vereinbaren. So wird für das umzuzonende Gebiet die Gestaltungsplanpflicht festgelegt und im Baureglement verlangt, dass 20 % des anrechenbaren Wohnanteils zwingend als preisgünstige Wohnungen zu realisieren sind. Gleichzeitig wird eine neue Rechtsgrundlage für den preisgünstigen Wohnraum geschaffen. Mit diversen Richtlinien wird im Reglement für die künftigen Bauprojekte im Gebiet Stoglen der Takt vorgegeben. So muss etwa die Sicht auf den Zürichsee von der Kantonsstrasse aus zumindest teilweise erhalten bleiben. Ebenfalls müssen seitens Grundeigentümer, zu Gunsten der Gemeinde, eine P+R-Anlage mit 20 Parkplätzen und ein Abstellplatz für 40 Velos erstellt werden. Zusätzlich wurde die unentgeltliche Abtretung von 638 m2 Landanteil seitens des Grundeigentümers an die Gemeinde vertraglich geregelt, damit auf der gesamten nördlichen Länge des Gestaltungsplangebiets entlang der Bahngleise ein öffentlicher Fussweg erstellt werden kann, der auch als Unterhaltszufahrt für die EW-Trafostation/ARA-Pumpstation benützt werden kann. Überdies ist gemäss den verbindlichen Gestaltungsplanrichtlinien dereinst auch die Schaffung einer direkten und attraktiv gestalteten öffentlichen Fusswegverbindung zwischen der Bushaltestelle «Stoglen» und dem Bahnhof Altendorf (öffentliches Fusswegrecht) gewährleistet.
Der Gemeinderat ist überzeugt, dass mit der Umzonungsvorlage, welche anlässlich der Gemeindeversammlung vom 21. November 2018 näher vorgestellt wird und danach am 10. Februar 2019 zur Abstimmung gelangt, ein für die Siedlungsentwicklung positiver Impuls ausgelöst werden kann. Die neue Zonierung mit Ablösung der überholten Industriezone ist planerisch geboten. Es ergeben sich zu Gunsten der Öffentlichkeit diverse Vorteile, was vertraglich bereits vereinbart werden konnte. Der Gemeinderat empfiehlt das Geschäft deshalb mit Überzeugung zur Annahme.
Altendorf, 3. Oktober 2018
Der Gemeinderat Altendorf