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Fifa-Präsident Joseph Blatter erwägt einem Medienbericht zufolge, seinen Posten doch nicht aufzugeben. Fussballverbände aus Asien und Afrika wollten verhindern, dass der 79-Jährige wie von ihm angekündigt vorzeitig zurücktrete, schreibt die «Schweiz am Sonntag». Dort befürchte man, dass die Fifa wieder, wie vor Blatter, zu europäisch geprägt werde.
Blatter sei mit dem Rücktritt falsch beraten gewesen, schreibt die Zeitung weiter. «Wahrscheinlich wäre diese Ankündigung nicht nötig gewesen», zitiert sie einen Insider. Der Präsident des Fussball-Weltverbands fühle sich jedenfalls geehrt über die Unterstützungsbekundungen. Er schliesse in der Tat nicht aus, sein Amt fortzuführen, zitiert die Zeitung einen Blatter-nahen Informanten.
«Blatter ist der gewählte Präsident»
Kommt also der Rücktritt vom Rücktritt? «Klar ist», schreibt die «Schweiz am Sonntag», «Blatter ist fähig, im Kongress Mehrheiten zu erreichen. Im Gegensatz zu den Gegenkandidaten. Keiner der bisher genannten Herausforderer, darunter der Brasilianer Zico, könne gemäss der Einschätzung von Fifa-Kennern im Kongress eine Mehrheit hinter sich bringen.
PR-Berater Klaus J. Stöhlker, der von Januar bis Ende Mai Blatters persönlicher Berater war und ihn bei der Wiederwahl unterstützte, sagt der Zeitung: «Es ist schwer, jemanden zu finden, der ebenbürtig ist. Blatter hat den Verband zu einem globalen, sehr erfolgreichen Konzern aufgebaut – und er ist ein Spitzendiplomat.» Für Stöhlker ist darum klar: «Blatter hat eine faire Chance. Es kommt nun drauf an, wie er sich in den nächsten Monaten verhält.» Und Stöhlker betont: «Blatter ist der gewählte Präsident.»