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Am 13. April 2019 trafen sich der Österreicher-Verein Oberwallis und der Österreicherverein Bern zur Besichtigung des Lac Souterrain. Nach dem Begrüssungsapero gings zur Bootsfahrt auf den Lac Souterrain, 300 m auf glasklarem Trinkwasser in Tiefe des Berges. Im Anschluss gab es zur Stärkung eine gemütlichen Jause.
Der Lac Souterrain de Saint-Léonard (deutsch: unterirdischer See von Saint-Léonard) ist mit 6‘000 m2 Seefläche der grösste bekannte natürliche unterirdische See Europas. Der Eingang zur Höhle liegt am Fusse von Weinbergen in der Gemeinde Saint-Léonard, zwischen Sitten und Siders im Kanton Wallis, Schweiz.
Die Grotte war den Einwohnern von Saint-Léonard schon seit langer Zeit bekannt. Erstmals wurde die Höhle 1943, erforscht.
Bei der Entdeckung der Höhle lag der Wasserspiegel um einige Meter höher als heute und reichte bis fast an die Decke. Am 25. Januar 1946 ereignete sich um Sierre ein Erdbeben mit der Stärke von 5,5 bis 6 auf der Richterskala. Das Erdbeben veränderte die hydrologischen Verhältnisse der Höhle und deren Umgebung, was zum Absinken des Seespiegels führte.
Seit 1949 werden auf dem See Bootsfahrten angeboten.
Im Winter des Jahres 2000 löste sich von der Decke ein zwei Tonnen schwerer Felsblock, die Höhle wurde daraufhin durch die Behörden geschlossen. In aufwändigen Sanierungsarbeiten für über 2,5 Millionen Schweizer Franken wurde die Höhlendecke durch das Einbringen von mehreren tausend grossen und kleinen Gebirgsankern gesichert. 2003 konnte die Höhle für die Besucher wieder geöffnet werden.
Die Länge des Sees beträgt 300 m und die Breite beträgt 20 m. An der breitesten Stelle ist der See 29 m breit. Er bedeckt eine Fläche von 6‘000 m2. Die Wassertemperatur beträgt konstant 11 Grad. Am Ende der schiffbaren Höhle ist der Weiterweg durch herabgestürzte Felsblöcke grösstenteils versperrt. Dahinter befinden sich weitere kleine Säle, welche alle über dem Wasserspiegel im trockenen Felsen liegen. Diese 1956 entdeckten Höhlen sind für die Besucher nicht zugänglich.
Das Gestein der Höhle besteht aus Gips, Schiefer und Marmor. Die Höhle verdankt ihr Entstehen der durch das eindringende Wasser bedingten Auflösung der Gipsmassen. Der Rückstand des Auflösungsprozesses besteht aus eisenhaltigem Lehm, welcher den Seegrund abdichtet.