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Als drittes von neun Kindern wurde Johann Köstinger am 21. Juni 1913 in Wolgiswil geboren. Dort verbrachte er auch die Jugendzeit. Besonders anstrengend war der lange Schulweg zur Primarschule Alterswil und an die Sekundarschule in Tafers. So richtig ungemütlich wurde es vor allem in der harten Winterzeit.
Einer schweren Operation mit sieben Wochen Spitalaufenthalt in Freiburg folgte eine lange Erholungszeit. Gerne hätte er zu diesem Zeitpunkt eine Lehre als Krankenpfleger im Kantonsspital gemacht. Die Krise und die Arbeitslosigkeit der Dreissiger Jahre waren jedoch hart.
Zusammen mit seinem Bruder erfolgte die Übernahme des elterlichen Bauernhofes. Später erfolgte die Heirat mit Elisabeth Egger. Besondere Freude bereitete ihnen die Adoption der Tochter Edith im Jahre 1960, wodurch der Wunsch nach einem glücklichen Familienleben in Erfüllung ging.
1970 zog sich Johann Köstinger aus dem Landwirtschaftsbetrieb zurück und zügelte ins Eigenheim in Alterswil. Bis zur Pensionierung war er in der Mosterei Düdingen angestellt. Sein breites Wissen stellte er auch der Raiffeisenbank Alterswil, in deren Vorstand er gewählt wurde, zur Verfügung.
Während vielen glücklichen Jahren erfreute er sich an der Arbeit in Haus und Garten. Er unternahm viele Ausflüge mit Freunden in die Berge und ins nahe Ausland. Johann und seine Frau waren begeisterte und treue Mitglieder im Gemischten Chor Alterswil. Beide wurden mit der Bene Merenti Medaille ausgezeichnet.
1997 erlitt seine Gattin Elisabeth einen Hirnschlag, wodurch das traute Zusammensein ein jähes Ende fand. Seine Frau verbrachte in der Folge mehrere Jahre im Pflegeheim Tafers. Kurz nach ihrem Tode musste auch Johann Köstinger die liebevolle Betreuung im Pflegeheim Tafers in Anspruch nehmen. Die vielen Besuche seiner Tochter Edith mit Familie sowie die häufigen Besuche von Verwandten und Bekannten gaben ihm Kraft und Mut, sein Schicksal bis ins hohe Alter zu ertragen.
Wer Johann Köstinger begegnete, staunte über seine Zufriedenheit, Liebenswürdigkeit und Lebensfreude, die er auch als Betagter nie verloren hatte. Dass er sich auf ein ewiges Leben bei Gott freute, deutete er immer öfters in Gesprächen an. Auf den Weg dorthin machte er sich am 9. April 2010. In den Herzen seiner Familie lebt er weiter. Eing.