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«Das Umweltgesetzbuch schreibt vor, dass der Betreiber einer Kernanlage zur Grundlasterzeugung alle zehn Jahre eine regelmässige Überprüfung seiner Anlage durchführt, nach der die ASN zu den Voraussetzungen für den Weiterbetrieb der Anlage Stellung nimmt», legte ASN die französische Rechtslage dar, die auch für das südfranzösische Kernkraftwerk Tricastin gilt. Dieses besteht aus vier Druckwasserreaktoren mit einer Leistung von je 900 MWe. Tricastin-1 ging 31. Mai 1980 ans Netz. Hinsichtlich der vierten Zehn-Jahres-Inspektionen (visite décennale) dieses Reaktortyps habe die ASN bereits 2021 eine generische Bewertung abgegeben. «Die ASN war der Ansicht, dass alle von EDF geplanten und von ASN vorgeschriebenen Massnahmen die Aussicht auf einen Weiterbetrieb dieser Reaktoren für weitere zehn Jahre nach ihrer vierten Zehn-Jahres-Inspektion boten».
Bei den regelmässigen Überprüfungen von Block 1 des Kraftwerks Tricastin berücksichtige die Betreiberin Électricité de France (EDF), die Besonderheiten dieses Reaktors, die Besonderheiten des Standortes sowie die Ergebnisse von bereits durchgeführten Kontrollen. Zu diesen Kontrollen würde insbesondere die Zehn-Jahres-Inspektion (visite décennale) gehören, die beim Reaktor im Jahr 2019 durchgeführt worden sei. Die von EDF aus dieser Inspektion abgeleiteten Sicherheitsverbesserungen seien Gegenstand einer öffentlichen Anhörung Anfang 2022 gewesen, die «mit einer positiven Bewertung der Untersuchungskommission abgeschlossen worden ist», äusserte sich ASN.
Nun erklärte die Nuklearaufsichtsbehörde: «Die Schlussfolgerungen zur vierten Zehn-Jahres-Inspektion des Reaktors, die von EDF geplanten Massnahmen und die Massnahmen, die als Reaktion auf die generische ASN-Bewertung ergriffen wurden, ermöglichen es laut Ansicht von ASN, die für die Zehn-Jahres-Inspektionen festgelegten Ziele zu erreichen.» Somit habe ASN am 29. Juni 2023 eine endgültige Bewertung abgegeben und darin Tricastin-1 die Genehmigung für einen Betrieb für weitere zehn Jahre erteilt. Dies zusammen mit einem Rahmen, der zusätzliche Vorschriften für Tricastin-1 enthalte, die sich auf den Grad der Erdbebengefährdung und die Hitzesituationen bezögen, welche EDF im Sicherheitsnachweis festhalten und berücksichtigen müsse. Tricastin-1 sei der erste Kernkraftwerksblock, bei dem die Behörde nach rund 40 Betriebsjahren eine solche Bewertung vorgenommen habe.
Quelle
B.G. nach ASN, Medienmitteilung, 10. August 2023
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