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«Print it or Lose it – Ausdrucken oder vergessen» das ist die neue Marketing-Kampagne der englischen PMA UK, um einerseits mehr Printvolumen zu generieren, anderseits jedoch auch um den Konsumenten in Erinnerung zu rufen, dass ausgedruckte Bilder wahrscheinlich dauerhafter sind als solche, die nur digital aufbewahrt werden.
Anlässlich eines PMA UK Händler Forums war nicht nur die Haltbarkeit digitaler Bilder ein Thema, sondern auch die Tatsache, dass sehr viele Bilder verloren gingen, weil sie versehentlich gelöscht werden, weil die Speichermedien plötzlich nicht mehr lesbar sind oder weil die Kameras und vor allem Smartphone mitsamt den Bildern gestohlen würden.
Danny Williams von Swains wies darauf hin, dass für viele Familien, die ihre Bilder nicht ausdrucken würden, die Gefahr bestünde, dass sie dereinst keine fotografische Erinnerungen für ihre Kinder und Enkel mehr hätten, weil die Aufnahmen schlecht verwaltet, versehentlich gelöscht oder aus technischen Gründen unlesbar geworden wären. Er erklärte eindrucksvoll, dass das «Domesday-Book» , das britische Grundrechtsbuch aus dem Jahre 1083, nach 900 Jahren immer noch im Original gelesen werden könne, während eine Digitalisierung davon auf CD aus dem Jahre 1986 bereits unbrauchbar geworden sei. «Wir müssen mit unserer Kampagne erreichen» schloss Danny Williams,« dass die Konsumenten einsehen, dass nur Bilder, die ausgedruckt vorliegen, auch längerfristig eine sichere Existenz hätten und bei Bedarf jederzeit wieder digitalisiert werden könnten».
Noch extremer ist die Gefahr des Bilderverlustes bei Smartphone-Benutzern. Megan Baldock von GfK belegte mit einer Statistik, dass Konsumenten der Altersgruppe zwischen 15 und 24 kaum noch Kameras benutzen würden. Über alle Altersgruppen sagte etwa die Hälfte aus, dass sie wenig Interesse habe, die Bilder auszudrucken, oder dann selten bei Bedarf an einem geeigneten Fotokiosk oder über das Internet. Weshalb? 37% gaben als Grund für das Nicht-Ausdrucken an, dass die Prints zu teuer wären, 29% meinten, sie hätten zu viele Bilder und könnten sich entscheiden, welche ausgedruckt werden sollten, und 27% hätten ganz einfach keine Lust dazu …
Die Marketing-Kampagne «Print it or Lose it» wird dieser Tage in England anrollen, und es ist zu hoffen, dass sie bald auch auf das europäische Festland überschwappt, um auch hier das Bewusstsein zu stärken, dass die Verwaltung und die längerfristige Haltbarkeit digitaler Bilddaten ein kaum zu lösendes Problem darstellt. Einerseits gibt es keine langfristig sicheren Speichermedien, anderseits ist die Datenverwaltung meist personengebunden: Wie sollen sich dereinst die Nachkommen im Festplatten-Wirrwarr möglichst noch mit Passwörtern geschützter Computer zurecht finden? Da war doch das gute alte Fotoalbum oder die mit Bildern zum Bersten volle Schuhschachtel zwar keine perfekte, aber doch keine so schlechte Lösung.
Weitere Informationen zur Marketing-Kampagne «Print it or Lose it» gibt es auf der Webseite www.pmai.org.uk .