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- Als erste Australierin seit 44 Jahren holt sich Ashleigh Barty den Grand-Slam-Sieg in Melbourne.
- Sie bezwingt im Final Danielle Collins mit 6:3, 7:6 (7:2).
- Im zweiten Satz macht die 25-Jährige einen Rückstand von 2 Breaks wett.
1:5 aus der Sicht von Ashleigh Barty stand es bereits im 2. Satz des Finals bei den Australian Open. Ihre Gegnerin Danielle Collins schlug mit einem Vorsprung von 2 Breaks zum 1:1-Satzausgleich auf. Doch daraus wurde nichts: Gleich bei der ersten Chance zum Rebreak erzwang die Australierin einen Rückhand-Fehler von Collins. Auch der zweite Versuch von Collins, den Satz nach Hause zu servieren, misslang, weil ihre Rückhand erneut ins Netz flog.
So war das Momentum auf der Seite von Barty. Im Tiebreak nutzte sie dieses eindrücklich aus: 3 Vorhand-Winner streute die Australierin ein, der letzte sicherte ihr den Turnier-Gewinn. Es ist der erste Erfolg einer australischen Tennisspielerin bei den Australian Open seit 1978. Damals hatte Christine O'Neil, die Barty heuer als Zuschauerin unterstützte, triumphiert.
Bartys Vorhand der Schlüssel zum Erfolg
Im ersten Satz entscheidend waren wie so oft mentale Aspekte: Während Barty beim Stand von 2:2 einen Breakball gegen sich mit einem präzisen Vorhand-Winner abwehren konnte, «schenkte» Collins ihrer Kontrahentin letztlich mit einem Doppelfehler den Servicedurchbruch. Den Breakball hatte sich Barty zuvor allerdings ebenfalls mit einem Gewinnschlag mit der Vorhand erspielt. Dieser Schlag sollte ihr bekanntlich zum Schluss auch den Turniersieg sichern.
Barty, die als Weltnummer 1 als Top-Favoritin ins Turnier gegangen war, feiert damit den dritten Grand-Slam-Titel. Zuvor war sie bei den Fench Open 2019 und in Wimbledon im vergangenen Jahr erfolgreich gewesen. Collins ihrerseits wird dank dem erstmaligen Final-Einzug bei einem Grand Slam in der Weltrangliste 20 Plätze gutmachen und auf den 10. Platz vorstossen.