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Bagdad - Im Irak sind nach Angaben von Amnesty International seit Jahresbeginn mindestens 120 Menschen hingerichtet worden. Das sind deutlich mehr als in den vergangenen Jahren.
Weitere 900 Menschen, darunter 17 Frauen, warteten in irakischen Gefängnissen auf ihre Hinrichtung, teilte die in London ansässige Menschenrechtsorganisation auf ihrer Internetseite mit. Sie rief die Regierung in Bagdad auf, die Hinrichtungen "umgehend" zu stoppen.
Gegen mehrere der Verurteilten seien die Strafen nach ungerechten Prozessen oder Geständnissen unter Folter ausgesprochen worden, argumentierte die Organisation. Den Angaben zufolge wurden die meisten der Todeskandidaten wegen Mordes oder Entführungen verurteilt.
Der Irak hatte die Todesstrafe trotz heftiger Proteste aus dem Ausland im Jahr 2004 wieder eingeführt. Die zum Tode Verurteilten werden normalerweise gehängt. Laut Amnesty International wurden in den beiden vergangenen Jahren 34 beziehungsweise 33 Menschen im Irak hingerichtet.
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