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In einer am 19. Oktober 2005 an einem Seminar des Europäischen Atomforums (Foratom) in Brüssel vorgestellten «Déclaration on climatechangeand nuclearenergy» gaben die Parlamentarier ihrer Überzeugung Ausdruck, «dass die Kernenergie im globalen Kampf gegen den Klimawandel eine zunehmend zentrale Rolle spielen und eine tragende Säule in der Energie- und Umweltpolitik der EU bleiben sollte». In ihrer Erklärung erinnern die Parlamentarier daran, dass ein Drittel der Stromproduktion der EU aus Kernkraftwerken stammt. Da die Kernenergie praktisch CO2-frei ist, erspare sie der EU rund 700 Mio. t Treibhausgasemissionen pro Jahr, was dem Ausstoss des gesamten europäischen Autoparks entspreche. Mit dem Bau neuer Kernkraftwerke sowie der Leistungserhöhung und der Lebensdauerverlängerung der bestehenden Anlagen werde die Kernenergie zu einer wichtigen Triebkraft zur Lösung der globalen Klimaherausforderung, auch wenn die Kernenergie alleine das Problem nicht lösen könne.
Die EU-Parlamentarier kommen zum Schluss, dass alle treibhausgasarmen Stromproduktionstechnologien einschliesslich der Kernenergie weiter entwickelt werden müssen, ohne Rücksicht auf ideologische oder politische Gründe. Sie rufen die Staatschefs der EU daher unter anderem auf, den Beitrag der Kernenergie zur CO2-Reduktion zu anerkennen und dafür zu sorgen, dass die Kernenergie nicht von den internationalen Post-Kyoto-Mechanismen nach dem Jahr 2012 ausgeschlossen wird.
Quelle
M.S. nach Foratom, Text der Erklärung, 19. Oktober 2005