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Die Miesmuschel ist das wichtigste Produkt aus der niederländischen Schalentierzucht. Mit einer eigenen Miesmuschel-Versteigerung und Verarbeitung von ca. 90 Millionen Kilo Miesmuscheln pro Jahr – davon gut 50 Millionen aus niederländischen Gewässern – ist das zeeländische Yerseke das Miesmuschel-Zentrum in Nordwest-Europa. Die meisten Miesmuscheln, die aus Yerseke kommen, werden als frische Miesmuscheln verkauft. Belgien und Frankreich sind die grössten Absatzmärkte.
Der Muschelsektor konzentriert sich um die zeeländischen Orte Yerseke, Zierikzee, Bruinisse und Tholen. Die Miesmuschelzüchter stammen aus diesen vier zeeländischen Fischerorten. Die Muschelkutter aus diesen Orten kann man an folgenden Kennzeichnungen auf ihrem Bug erkennen: YE, ZZ, BRU und TH.
Die muschelverarbeitenden Betriebe sind fast alle in Yerseke ansässig. In allen Fällen handelt es sich um Familienbetriebe mit einer langen Tradition. Bei den verarbeitenden Betrieben werden die Miesmuscheln entwirrt (oder die Byssus-Fäden entfernt), Bewuchs auf ihren Schalen entfernt und dann verpackt.
Miesmuscheln werden in unterschiedlichen Grössen verkauft. Von gross nach klein verwendet man die Bezeichnungen Goldmarke, Jumbo, Imperial, Super und Extra. Die Stückzahl pro kg kann variieren, von weniger als 45 Stück pro kg, daher mit grosser Schale, bis über 75 Muscheln pro kg. Pro Saison wird die tatsächliche Stückzahl pro Klasse festgestellt. Übrigens wird auf den meisten Verpackungen die Stückzahl pro kg separat aufgeführt. Die gebräuchlichste Verpackung für frische Miesmuscheln ist ein tropffreier 2-kg-Behälter