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| Cyrill von Jerusalem († 387) - Mystagogische Katechesen an die Neugetauften (catecheses mystagogicae)

V. MYSTAGOGISCHE KATECHESE
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2.
Ihr habt gesehen, wie der Diakon dem Zelebranten und den den Altar Gottes im Kreise umgebenden Priestern das Wasser zum Waschen reicht1. Er reichte es aber keineswegs zur Abwaschung körperlichen Schmutzes. Dazu dient es nicht. Denn körperlich beschmutzt traten wir nicht einmal ehedem in die Kirche. Die Handwaschung ist ein Symbol, daß ihr von allen Sünden und Ungerechtigkeiten rein sein sollt. Da nämlich durch die Hand das Handeln versinnbildet wird, so deuten wir selbstverständlich durch die Handwaschung an, daß unser Handeln rein und unbefleckt ist. Hast du nicht das Wort des seligen David gehört, in welchem er auf eben dieses Geheimnis hinweist: „Unter den [S. 383] Unschuldigen werde ich meine Hände waschen und werde deinen Altar umgeben, o Herr“?2 Die Handwaschung ist also ein Symbol der Sündenreinheit.
1: Die Handwaschung als Vorbereitungsakt zur eucharistischen Feier wird von [wird von statt wir vond] Cyrillus zuerst erwähnt. Ihm folgen hierin der Verfasser des achten Buches der Apostolischen Constitutionen und Dionysius Areopagita.
2: Ps. 25, 6 [hebr. Ps. 26, 6].