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Normalerweise fällt in den Bergen mehr Schnee als im Flachland, da die Luftmassen beim Überströmen eines Gebirges angehoben werden. Dabei wird der Niederschlag intensiviert. Es gibt aber einen Effekt, der dafür sorgt, dass in tiefen Lagen mehr Neuschnee zusammen kommt als in den Bergen.
Seeder-Feeder
Beim sogenannten «Seeder-Feeder» Effekt wird der Schneefall durch den Hochnebel verstärkt. Dabei fallen die Schneeflocken aus der höher gelegenen Wolkenschicht (Seeder) in den darunter liegenden Hochnebel (Feeder). Der Hochnebel besteht zum grössten Teil aus unterkühlten Wassertröpfchen (unter 0 Grad). Je nach Temperatur des Nebels laufen verschiedene Prozesse ab. So können die Wassertröpfchen an die Schneeflocken frieren, die Schneeflocken verreifen. Bei sehr tiefen Temperaturen wachsen die Flocken auf Kosten der Nebeltröpfchen, die dabei verdunsten. Als Resultat fällt der Schnee unterhalb des Nebels intensiver und in grösseren Flocken. Der Nebel kann sich dabei allmählich auflösen oder zumindest etwas auflockern, da er Feuchtigkeit verliert.
Seeder-Feeder am Mittwoch
Am Mittwoch 6. Januar war im Flachland dieser Effekt stellenweise für ein paar zusätzliche Zentimeter Neuschnee verantwortlich.