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Tetrameter
(grch.), ein
Vers, der aus vier Füßen besteht, und zwar im trochäischen, iambischen und anapästischen
Rhythmus, wo man zwei Trochäen oder
Iamben als einen Doppelfuß oder eine
Dipodie (s. d.) zählt, aus
vier solchen
Dipodien, in den daktylischen und andern Versen aber aus vier einfachen Füßen. Die deutschen Dichter haben
seit Gryphius besonders den iambischen
Tetrameter (Oktonarius) häufig angewendet. In katalektischen (s.
Katalexis) ist Dingelstedts «Althess. Sage» verfaßt:
Im Scharfenstein gen Mitternacht erwacht ein heimlich Leben,
Wie Hufschlag und wie Schwerterklang hörst du's tief drinnen beben, u. s. w.
Ein
Beispiel von akatalektischen
Tetrameter giebt Platens «Harmosan»:
Schon war gesunken in den Staub der Sassaniden alter Thron, [* 2]
Es plündert Mosleminenhand das schätzereiche Ktesiphon, u. s. w.
Auch den daktylischen und die übrigen
Arten von
Tetrameter haben neuere Dichter, vorzüglich Platen, glücklich
angewendet.