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Überschwemmungen in der Schweiz
Bei dynamischen Überschwemmungen sind die starken Strömungen verantwortlich für die Schäden. Oft tritt gleichzeitig Erosion auf. Schäden bei statischen Überschwemmungen hingegen werden durch die Wassertiefe im Überflutungsbereich verursacht. Häufig werden dabei Mauerwerke infolge Durchfeuchtung beschädigt. Überschwemmungen können durch Wasser und liegengebliebenes Geschiebe Erd- und Kellergeschosse in Bauwerken sowie Kulturland beschädigen. Erosionsschäden durch Kolkung wiederum machen sich im Nahbereich von Pfeilern und Gebäuden bemerkbar.
Im Zusammenhang mit den Hochwassersituationen der Jahre 1987, 1999, 2005 und 2007 traten in der Schweiz vielerorts z.T. grossflächige Überschwemmungen auf. Die Folge waren Schadenssummen in Milliardenhöhe, welche auch die Grenzen technischer Schutzmassnahmen aufzeigten.
Mit der Strategie des integralen Risikomanagements werden künftig wieder vermehrt Massnahmen ergriffen, um die Schäden im Ereignisfall zu begrenzen. So wird beispielsweise das Schadenpotential durch raumplanerische Massnahmen herabgesetzt, indem gefährdete Gebiete nicht überbaut und Freiräume für Gewässer erhalten oder geschaffen werden. Die Grundlage zur Beurteilung der Gefährdung von bestimmten Flächen liefern die Gefahrenkarten. Reichen diese Massnahmen nicht, werden zeitgemässe technische Massnahmen (z. B. Gerinneausbau, Rückhaltemassnahmen oder Ab- und Umleitung von Hochwasserspitzen) ergriffen, welche das Gefahrenpotential senken.