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Objekt des Monats - Der Bachflohkrebs
Der Bachflohkrebs lebt in kleinen und mittelgrossen Fliessgewässern mit guter Wasserqualität. Dort verstecken sich die Tiere unter Steinen, Totholz oder angeschwemmtem Material. Sie fressen vor allem Falllaub und andere organische Stoffe. Weibchen werden bis 14 mm, Männchen bis 21 mm gross. In der Schweiz gibt es 40 verschiedene Flohkrebsarten. Davon ist rund ein Drittel nicht einheimisch. Vier Arten kommen weltweit nur in der Schweiz vor. Für Fische, Vögel und Kleinsäuger sind Bachflohkrebse eine wichtige Nahrungsquelle.
Sie können auch als Indikatoren für die Gewässerqualität herangezogen werden. Pestizide, schlecht geklärte Abwässer und verschmutztes Wasser schädigen und töten die Tiere.
Der Bachflohkrebs wurde von Pro Natura als Tier des Jahres 2021 auserkoren und steht als Botschafter für saubere und natürliche Bäche.
Am 7. September 1846 sammelte Dr. med. Johann Georg Amstein (1819-1892) in einer Quelle in der Nähe von Malans Bachflohkrebse. Er bestimmte diese als Gammarus fossarum. Bei diesen Tieren handelt es sich um die ältesten Belege eines Bachflohkrebses in der Schweiz! Sie befinden sich in der Sammlung des Bündner Naturmuseums.