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Bevor die in der Natur gewonnene Energie als sogenannte Endenergie zum Endverbraucher gelangt, wird sie z.B. in Strom, Benzin, Heizöl oder Fernwärme umgewandelt. Dabei und auch während des Transports entstehen Energieverluste. Diese belaufen sich je nach Jahr auf bis zu einem Viertel der gewonnenen Energie.
Seit 1950 hat sich der Endenergieverbrauch der Schweiz rund verfünffacht, wobei seit ungefähr der Jahrtausendwende eine Stabilisierung zu beobachten ist – die jährlichen Schwankungen sind hauptsächlich witterungs- bzw. heizungsbedingt. 2019 belief sich der Endenergieverbrauch auf rund 834 000 Terajoules. Der stark zunehmende Energiebedarf in den 1950er- und 1960er-Jahren ging mit dem Aufkommen von Erdölprodukten einher, die nach und nach die zuvor dominierende Kohle ersetzten. Der Höhepunkt wurde zu Beginn der 1970er-Jahren erreicht, als Erdöl einen Anteil von gegen 80% des Energieverbrauchs ausmachte. Seither haben Elektrizität, Erdgas, Holz und weitere Energieträger an Bedeutung gewonnen.
2019 wurden rund 63% des Energiebedarfs durch fossile Energieträger gedeckt. Bei deren Verbrennung wird u.a. CO2 freigesetzt, das als Treibhausgas den natürlichen Treibhauseffekt verstärkt und dadurch Einfluss auf das Klimasystem hat. Vermindern lassen sich CO2-Emissionen beispielsweise durch verbesserte Energieeffizienz oder die Umstellung auf CO2-ärmere Technologien.
Zwischen 1990 und 2019 ist der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Endenergieverbrauch von 15,8% auf 24,1% angestiegen. Der Anteil der Wasserkraft am Endenergieverbrauch betrug 2019 rund 13%. Andere Technologien waren in geringerem Masse an der Produktion erneuerbarer Energie beteiligt.
Zwischen 1990 und 2019 ist sowohl das Bruttoinlandprodukt (BIP) wie auch die Wohnbevölkerung stärker gewachsen als der Endenergieverbrauch: Während die Energieeffizienz um 60% zugenommen hat, ist der Energieverbrauch pro Person um 22% gesunken. Nicht berücksichtigt ist dabei allerdings die sogenannte «graue Energie», also diejenige Energie, die im Ausland für Herstellung und Transport der importierten Produkte benötigt wurde.
Gemäss Energiekonten des BFS war die Wirtschaft 2018 für rund zwei Drittel des Energieverbrauchs verantwortlich, wobei der Industriesektor, gefolgt vom Dienstleistungssektor die grössten Anteile ausmachten. Die Haushalte nutzten rund 32% der Energie: 12% für Verkehrs- und 20% für Heizungs- bzw. übrige Zwecke. Zwischen 2000 und 2018 ist der Energiebedarf der Wirtschaft insgesamt um 2% angestiegen. Derjenige der Haushalte ist um 4% gesunken, wobei dies insbesondere auf den Verbrauch für Heizungs- bzw. übrige Zwecke zurückzuführen ist.
Weiterführende Informationen
Grundlagen und Erhebungen