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Beinwil (Freiamt) liegt am Südausläufer des Lindenberges im Oberen Freiamt. Eine mächtige Seitenmoräne des Reusstalgletschers hat deutliche Spuren eiszeitlicher Aktivitäten hinterlassen und die Landschaft vielfältig geformt. Das Gemeindegebiet mit einer Gesamtfläche von 1131 ha, wovon rund 179 ha Wald, erstreckt sich über den Ostabhang des Lindenberges. Es breitet sich aus vom Talgebiet auf 456 m ü. M. bis hinauf in die voralpine Hügelzone mit einer höchsten Erhebung von 854 m ü. M. Gemeinsame Grenzen bestehen mit den vier aargauischen Gemeinden Auw, Benzenschwil (Gemeinde Merenschwand), Geltwil und Mühlau sowie im Westen mit drei Gemeinde der Luzerner Nachbarschaft. Hanglagen und Ausflachungen wechseln sich in bunter Reihenfolge ab. Dazwischen liegen fruchtbare, besiedelte Terrassen. Mehrere Rinnsale und Bäche zwängen sich von ihrem Urquell in der Fallrichtung durch schöne, teils wilde und fast unberührte Tobel-, Fels-, Wald- und Wieslandschaften, bis hinab zu den Flussläufen von Bünz und Reuss. Eine weitgehend intakte natur- und landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft verrät dem Betrachter die bäuerliche Struktur der Gegend. Ein grossflächiger Siedlungsraum mit einem zentral gelegenen dörflichen Hauptort, zugehörenden Dorfteilen (Weilern) sowie zahlreichen Gruppen- und Einzelhöfen charakterisieren das freundliche Bauerndorf mit seiner vorwiegend ländlichen Baukultur.
Im Hauptdorf dominiert die Pfarrkirche. Um diesen räumlichen Kern reihen sich windrosenartig die Ortsteile Wiggwil im Süden, Winterschwil im Norden, das tiefer gelegene Wallenschwil im Osten und das höher gelegene Brunnwil im Westen. Diese romantischen Kleinsiedlungen sowie zahlreiche Einzelhöfe verteilen sich über das grosse Einzugsgebiet von Beinwil (Freiamt), jeweils abgetrennt durch weiträumige Felder, Äcker und verbliebene Baumgärten. Sie vervollständigen das typische Bild der kommunalen Streubauweise und sind Ausdruck einer eigenwilligen Siedlungsstruktur.
Huwyler-Frei Erhard, Gemeindeschreiber
1987 / 1999 / 09.2006