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In der Limmatwelle vom 19. November 2020 wurde über den Unfall auf der Pétanque-Anlage in Killwangen berichtet. Der Gemeinderat wurde durch einen Dritten aufgefordert, die Haftungsfrage abzuklären. Selbstverständlich wurde dies sofort in die Wege geleitet. Abklärungen bei dem für die Gemeinde Killwangen zuständigen Haftpflichtspezialisten haben Folgendes ergeben: Die drei Kies-Spielfelder der Pétanque-Anlage befinden sich in der Verlängerung des Sportplatzes der Schule und schliessen direkt an diesen an. Unter diesen Umständen besteht die Gefahr, dass einerseits Schüler, die dem Ball nachrennen, von Pétanque-Kugeln getroffen werden oder andererseits Pétanque-Spieler von Bällen, die ihr Ziel verfehlen. Die Frage, ob die Gemeinde Killwangen als Eigentümerin des Sportplatzes des Grundstückes, worauf sich die Pétanque-Anlage befindet, aufgrund von Art. 58 OR (Werkeigentümerhaftung) für den Schaden des Mitglieds des Vereins Pétanque-Freunde Killwangen aufzukommen hat, ist zu verneinen. Weder ist die Sportanlage in irgendeiner Form mangelhaft noch war der Unterhalt der Sportanlage ungenügend. Hinzu kommt, dass der Verein Pétanque-Freunde die Anlage bereits seit mehreren Jahren benutzt und seine Mitglieder um die mögliche Gefahr, von einem Ball getroffen zu werden, wussten. Im rechtstechnischen Sinne wird hier von einer Inkaufnahme des Risikos gesprochen.
Zwischenzeitlich konnte jedoch, der im Bericht vom 19. November 2020 erwähnte Maschendrahtzaun fertig gestellt werden, womit das Risiko eines ähnlichen Vorfalls in Zukunft verringert werden kann.