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Asmara
*, Ortschaft am Ostabfall des abessin. Hochlandes, 90 km südwestlich von Massaua, [* 2] 2327 m ü. M., auf einer kahlen, wellenförmigen Hochebene, die sich für Getreidebau vorzüglich eignen würde, unweit der Quellen des südwestwärts fließenden Mareb und mehrerer nach der Küstenebene von Massaua strömender Bäche. Der Ort war früher Residenz eines »Königs der Meere« sich titulierenden Danakilhäuptlings und wurde nach der Besetzung von Massaua durch die Italiener von dem abessinischen Feldherrn Ras Alulah zu seinem Hauptquartier erwählt, weil er von hier aus besser als in seinem bisherigen Standquartier in Tsazega dem geargwöhnten Vordringen der Europäer zu widerstehen vermochte. Es verwandelte sich aus einem Haufen elender Hütten, [* 3] in deren Mitte sich eine Kirche erhob, ¶
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bald zu einem ansehnlichen Platz.
Asmara ist sowohl in strategischer als in kommerzieller Hinsicht von Bedeutung;
es beherrscht mit dem nördlicher gelegenen Keren (s. d., Bd.
17) den Nordrand von Tigre sowie die Hauptstraßen, welche vom Meer nach dem Hochland führen; bei einer Sommertemperatur, welche
jener der italienischen Gebirgsorte entspricht, würde es sich vortrefflich zum Sommerquartier der Truppen
eignen. Es wurde daher 1888 von Italien
[* 5] besetzt, befestigt und mit einer Garnison belegt.