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Ein spezieller Ohrenschmaus für alle Blues Afficionados. Seit über 43 Jahren wirkt Eddie Stout aus Austin TX als Musiker, Produzent, Labelgründer und arbeitete mit Grössen wie Anson Funderburgh, Katie Webster oder Hubert Sumlin.
1999 gründete er sein Label Dialtone, auf dem er Blues und Jazz veröffentlicht. Nebst seinen zahlreichen Aktivitäten, welche ihm dieses Jahr den Keeping The Blues Alive Award einbrachten, organisiert er auch alljährlich ein eigenes Blues Festival. An zwei verschiedenen Abenden bestreiten in Luzern drei Dialtone-Künstler zwei Konzerte. Begleitet werden sie jeweils von den Eastside Kings mit den hochklassigen Musikern Eddie Stout, Jay Moeller, Steve Fulton und Nick Connolly.
Am ersten Abend stehen die Sängerin und Gitarristin Carmen „Cookie“ McGee (*Dallas, TX) und der Sänger und Harper Birdlegg (Eugene P. Pittman, *1947, Harrisburg, PA) auf der Bühne. Cookie McGee ist eine Gitarristin und Sängerin aus dem Umfeld des legendären Freddie King - aufgewachsen in dessen Nachbarschaft spielte sie in Bands mit seinen Kindern, später mit Bugs Henderson, von dem sie nach eigenen Worten viel lernte. Warum sie es nicht bis ganz oben schaffte, ist schwierig zu sagen. An ihren Fähigkeiten kann es nicht liegen. Wohl eher daran, dass sie sich Ende der 1980-er Jahre über fünf Jahre aus dem Musikbusiness zurückzog, zwei Jahre lang rührte sie keine Gitarre an.
2010 brachte sie ihr Album „One way ticket“ auf den Markt, kein Geringerer als Lucky Peterson spielte darauf die Keyboards. Stilistisch erinnert die Linkshänderin mit der „umgekehrten“ Gitarre oft an Freddie, aber auch an B.B. King. In ihren eigenen Songs gehts oft um enttäuschende Beziehungen - ihre Geschichten kommen nicht zuletzt dank ihrem natürlichen Gesang authentisch und glaubhaft rüber.
Während viele der anderen Harper seiner Generation im Bann von Little Walter standen, war Birdlegg immer etwas anders. Er war stattdessen von Virtuosen wie Sonny Boy Williamson und Sonny Terry inspiriert, welche die Blues-Harmonika der Nachkriegszeit neu definiert hatten. Seine musikalischen Anfänge liegen in seinen frühen 20er Jahren als er nach Kalifornien übersiedelt war, anfing Harmonika zu spielen und sich wohl jeden Lick von Sonny Terry aneignete. Er spielte mit Leuten wie Sonny Rhodes oder Lowell Fulson. Seit 2010 lebt er in Austin.
Das Luzerner Publikum darf sich auf eine energiegeladene Show freuen – bis zum letzten Song hält Birdlegg die Energie auf höchsten Level. Man sagt, wenn er schweissgebadet die Bühne verlasse, habe er jeweils mindestens fünf Kilo verloren.