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Eine Lawine hat fünf Fremdenlegionäre der französischen Armee während einer Übung in den Tod gerissen. Insgesamt wurden 13 Soldaten von den Schneemassen im französischen Skigebiet Valfréjus im Departement Savoyen erfasst.
Sechs Soldaten wurden leicht verletzt, zwei Männer kamen mit Unterkühlungen in naheliegende Spitäler, wie eine Sprecherin der Unterpräfektur Albertville bestätigte. Die Männer seien im Rahmen einer Übung unterwegs gewesen.
Suche nach weiteren Verschütteten läuft noch
Eine Gruppe von 52 Soldaten der Fremdenlegion war am Nachmittag in den Alpen nahe der italienischen Grenze unterwegs, als die Lawine ausgelöst wurde. Die Militärs seien auf einer gesperrten Piste im Skigebiet Valfréjus Ski gefahren, sagte ein Polizeisprecher.
Über die Ursache gibt es bisher keine näheren Informationen. In dem Skigebiet habe es früher schon Lawinen gegeben, aber nie Tote. An der Unglücksstelle werde nach möglicherweise weiteren Verschütteten gesucht.
Präsident François Hollande und Premierminister Manuel Valls äusserten sich betroffen. Das Land trauere nach dem Tod der fünf Legionäre in den Alpen, schrieb Valls auf Twitter. Hollande schickte Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian nach Valfréjus. Er soll am Dienstag in der Unglücksregion sein.
Die Staatsanwaltschaft von Albertville leitete Ermittlungen zu dem Unglück ein. Nach Angaben aus Justizkreisen prüfen die Ermittler Hinweise auf den Tatbestand der fahrlässigen Tötung, darum müsste sich dann die Militärabteilung der Staatsanwaltschaft kümmern.
Erinnerungen an 2007 werden wach
Bereits am vergangenen Mittwoch war eine Schülergruppe im Skigebiet Les Deux Alpes von einer Lawine mitgerissen worden. Dabei waren drei Menschen ebenfalls auf einer gesperrten Piste getötet worden. Gegen den Lehrer, der die Aufsicht über die Schülergruppe aus Lyon hatte, wurden Ermittlungen eingeleitet.