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Lexikon
A
Ampere (A)
Masseinheit für die Stromstärke. Theoretisch stellt ein Ampere die Stromstärke einer Ladung von einem Coulomb dar, die einen gegebenen Punkt in einer Sekunde durchfliesst.
Amperestunde (Ah)
Einheit für die Speicherkapazität einer Batterie. Eine Batterie mit 100 Ah kann 100 Stunden lang einen Strom von 1 A abgeben oder 1 Stunde lang einen Strom von 100 A.
B
Becquerel (Bq)
BInternationale Masseinheit der Radioaktivität. Ein Becquerel (Bq) entspricht einem Zerfall pro Sekunde (1 Curie = 37 Milliarden Bq).
Biomasse
Masse organischer, nicht fossiler Materialien biologischen Ursprungs (pflanzlich, landwirtschaftliche Abfälle und Hausmüll, Tierdung, Waldabfälle...). Unter Energiegesichtspunkten betrachtet erzeugt Biomasse Wärme und Elektrizität.
Blindleistung (VAR)
Zur Schaffung magnetischer Felder verwendete Leistung. Ist im Allgemeinen in den Stromnetzen der Industrieunternehmen unerwünscht.
Bruttofallhöhe
Höhenunterschied zwischen dem Eingang und dem Ausgang (wo sich die Turbine befindet) einer Zuleitung (Druckleitung).
C
Cogeneration
Technologie, die die kombinierte Erzeugung von Strom und Wärme in derselben Anlage ermöglicht. Der Vorteil der Cogeneration besteht darin, dass die bei der Verbrennung freigesetzte Wärme verwertet wird, die bei einer herkömmlichen thermischen Produktion verloren geht.
D
Druckleitung
Unter erhöhtem Innendruck stehender Stollen, über den das Wasser vom Triebwasserkanal zur Turbine geleitet wird.
Durchfluss
Zur Stromerzeugung verwendete Wassermenge, wird im Allgemeinen in Kubikmetern pro Sekunde oder in Litern pro Sekunde gemessen.
Energie
Theoretisch das Vermögen, eine bestimmte Arbeit zu verrichten. In der Elektrotechnik entspricht die Energie der während eines bestimmten Zeitraums zugeführten Strommenge (kWh).
Energiebilanz
Rechnerische Bilanz aller erzeugten, umgewandelten und verbrauchten Energiemengen in einem geografischen Gebiet und über einen bestimmten Zeitraum.
Energieeffizienz
Verhältnis zwischen der von dem Gerät gelieferten Nutzenergie und der letztendlich gelieferten Energie. Misst die Energieeffizienz von Geräten.
Erneuerbare Energie
Energie aus einer ständig erneuerbaren Quelle: Wasserkraft, Biomasse, Windenergie, Solarenergie, Erdwärme.
F
Fallhöhe
Höhenunterschied zwischen zwei Wasseroberflächen, ausgedrückt in Metern. Die schweizerische Gesetzgebung bestimmt, dass die nutzbare Fallhöhe der Höhenunterschied zwischen dem Ort ist, an dem das Wasser aus dem öffentlichen Wasserlauf entnommen wird, und dem, an dem es in den Wasserlauf zurückgeleitet wird.
Frequenz
Anzahl der Schwingungen eines Wechselstroms pro Sekunde, ausgedrückt in Hertz (siehe auch Wechselstrom und Hertz).
Grundlast
Die jederzeit zur Versorgung der Verbraucher während des gesamten Jahres notwendige Elektrizitätsmenge.
H
«Herkömmliches» Wärmekraftwerk
Anlage zur Produktion elektrischer Energie, die im Gegensatz zu Kernkraftwerken, die die bei der Spaltung des Atoms erzeugte Wärme nutzen, die bei der Verbrennung von Kohle, Gas oder Heizöl freigesetzte Wärme umwandelt. Mit dieser Wärme wird Wasser zu Dampf umgewandelt, mit dessen Ausdehnung eine Turbine angetrieben wird, die ihrerseits einen Wechselstromgenerator antreibt.
Hertz (Hz)
Masseinheit der Frequenz des Wechselstroms, die der Anzahl Schwingungen pro Sekunde entspricht. (Siehe auch Wechselstrom und Frequenz.)
I, J
Joule (J)
Internationale Energieeinheit, die einem Strom mit einer Leistung von 1 Watt entspricht, der 1 Sekunde lang fliesst.
K
Kapazität
Maximale Leistung einer Anlage zur Erzeugung von Elektrizität, ausgedrückt in Kilowatt (kW) oder Megawatt (MW).
Kernkraftwerk
Anlage zur Produktion elektrischer Energie, die die bei der Spaltung des Atoms in einem Reaktor erzeugte Wärme nutzt. Seine Funktionsweise ist identisch mit der herkömmlicher Wärmekraftwerke. Nur der Brennstoff und die eingesetzte Technologie sind anders. Es gibt verschiedene Arten von Kernkraftwerken.
Kilowattstunde (kWh)
Energieeinheit. Sie entspricht der Energie, die ein elektrisches Gerät mit einer Leistung von 1 Kilowatt in einer Stunde verbraucht.
Kondensator
Dielektrische Vorrichtung zum Aufnehmen und vorübergehenden Speichern elektrischer Energie (siehe auch reaktive Energie).
Laufwasser(kraftwerk)
So werden Wasserkraftanlagen bezeichnet, die die Antriebskraft von Wasserläufen ausnutzen. Es wird im Allgemeinen abhängig vom Wasserdurchfluss ein so genanntes «Band» erzeugt.
Leistung (W)
Strommenge, die eine Anlage pro Zeiteinheit liefern kann. Die elektrische Leistung wird in Watt ausgedrückt.
Leistungsfaktor
Verhältnis der tatsächlichen Leistung eines Geräts (in Watt) zu seiner Scheinleistung (in VA). So benötigt zum Bespiel ein Gerät mit 400 W, dessen Leistungsfaktor 0,8 beträgt, eine Quelle mit 500 VA, um richtig zu funktionieren.
Nennleistung (W)
Maximale Dauerabgabeleistung, die die Maschine in Anbetracht ihrer Bauweise und unter normalen Betriebsbedingungen liefern kann.
Nuklearenergie
Von den Reaktoren der Kernkraftwerke, in denen eine Kernspaltungskettenreaktion (wobei Uran gespalten wird) ausgelöst und kontrolliert werden kann, erzeugte Energie.
Nuklearer Brennstoff
Spaltbares Material, das in einem Kernreaktor verwendet wird, um eine nukleare Kettenreaktion zu entfalten.
P, Q
Photovoltaikzelle
Vorrichtung zur unmittelbaren Umwandlung von Sonnenstrahlung in elektrische Energie. Die Zellen sind in Modulen angeordnet, die die Solarpanele bilden.
Primäre Energie
Energieträger, die nicht umgewandelt, unmittelbar verwertet oder importiert werden. Dabei handelt es sich insbesondere um Rohöl, Ölschiefer, Erdgas, feste minerale Brennstoffe, Wasserenergie, Biomasse, Sonnenstrahlung, Windenergie, Erdwärme und Energie aus der Spaltung von Uran.
R
Radioaktiver Müll
Radioaktive Materialien aus der Nuklearindustrie, aber auch aus Labors und medizinischen Einrichtungen. Die Lebensdauer dieser Materialien reicht von ein paar Sekunden bis hin zu mehreren Milliarden Jahren.
S
Spannung
Masseinheit für elektrisches Potential, ausgedrückt in Volt. Entspricht dem «elektrischen Druck», der den Strom in einem geschlossenen Kreislauf antreibt.
Spitzenleistung (W)
Die Spitze ist die höchste während eines bestimmten Zeitraums in einem Stromnetz in Anspruch genommene Leistung (zu Spitzenzeiten).
Spotmärkte
Märkte, auf denen Tauschgeschäfte und Käufe/Verkäufe von Strommengen getätigt werden, die über verschiedene Zeithorizonte zu liefern sind (ein Tag, eine Woche, ein Monat, sechs Monate, ein Jahr...).
Sonnenkollektor
Vorrichtung zum Einfangen von Sonnenstrahlung zur Umwandlung in Wärmeenergie, die dann auf einen Wärmeüberträger (Luft, Wasser) übertragen wird.
T, U
Transformator
Vorrichtung mit zwei oder mehr isolierten Spulen, deren Drähte um ein magnetisches Material wie z. B. Eisen gewickelt sind. Wird eingesetzt, um die Wechselspannung zu ändern oder um einzelne Kreisläufe elektrisch zu trennen.
Treibhausgas
Auf Grund der durch die Aktivitäten der Menschen ausgestossenen Mengen ist CO2 das Gas, das sich am stärksten auf den Treibhauseffekt auswirkt. Andere weniger bekannte Gase werden entsprechend ihrer Gefährlichkeit als CO2-Äquivalente eingestuft.
Turbine
Turbinen sind Maschinen, die zur Erzeugung mechanischer Energie in sich drehenden Vorrichtungen dienen, die durch die Ausdehnung einer Flüssigkeit angetrieben werden. Ihre Formen und Anwendungsweisen unterscheiden sich stark, von kleinen zentripetalen Turbinen bis hin zu den riesigen Dampfturbinen der Wärme- oder Kernkraftwerke. Ihre Leistung reicht von ein paar hundert Watt bis zu fast 2000 Megawatt. Die grossen Dampfturbinen gehören zu den leistungsstärksten festen Maschinen der Welt und sie können ihre Leistung über lange Zeiträume durchgehend liefern.
V, W
Vernetzung
Zur Verbindung von zwei Stromnetzen verwendete Ausrüstung. Beim Hoch- und Höchstspannungsnetz verbinden die Verbindungen die verschiedenen nationalen Netze.
Verwalter des Transportnetzes
Für den Betrieb, die Wartung und die Entwicklung des öffentlichen Transportnetzes sowie für die Verbindungen mit dem Ausland verantwortliche Instanz. Der Netzverwalter ist ebenfalls dafür verantwortlich, jederzeit den Stromfluss zu regeln und für die Sicherheit und Effizienz des Netzes zu sorgen. Er hat für die gleichberechtigte Inanspruchnahme der verschiedenen Erzeugungsanlagen zu sorgen.
Wahlberechtigter Kunde
Stromverbraucher auf einem liberalisierten Markt, der seinen Stromlieferanten wählen kann.
Wasserkraft
Potentielle Energie des Wassers. Wasserkraftwerke wandeln die Schwerkraft des Wassers in elektrische Energie um.
Watt (W)
Einheit für elektrische Leistung. Entspricht der Produktion von 1 Joule Energie pro Sekunde und wird oft verwendet, um den Stromverbrauch eines elektrischen Geräts anzugeben.
Wahlrecht
Kriterium, das angibt, dass ein bestimmter Verbraucher auf Grund der von ihm verbrauchten Menge wählen kann, von wem er seinen Strom kauft.
Wechselstromumrichter
Elektronisches Gerät, mit dem Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt werden kann. Diese Umwandlung geht normalerweise mit einem Anstieg der Spannung einher.
Wechselstrom
Strom, der abwechselnd in die eine und in die andere Richtung fliesst. Die Frequenz des Stroms ist in Europa 50 Hz und in Nordamerika 60 Hz. In der Schweiz funktioniert das Netz der SBB aus historischen Gründen mit einer Frequenz von 16 2/3 Hz.
Wirkungsgrad
Verhältnis zwischen der Produktion und der geschätzten herstellbaren Menge einer bestimmten Maschine, ausgedrückt als Prozentsatz über einen bestimmten Zeitraum.
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