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«Lyssy vermag wie kein zweiter hierzulande Tragik und Komik miteinander zu verbinden. Obwohl seine Filme leichtfüssig inszeniert sind, setzen sie sich mit den essenziellen Fragen des Lebens auseinander», so ZFF-Direktor Christian Jungen.
Rolf Lyssy wurde 1936 in Zürich geboren. Da es noch keine Filmschulen gab, machte er zunächst eine Lehre als Fotograf. 1966 fungierte er beim Dokumentarfilm «Ursula oder das unwerte Leben» seiner Mentoren Walter Marti und Reni Mertens als Kameramann und Cutter. Mit «Konfrontation», dem Film über das Attentat des jüdischen Studenten David Frankfurter auf den hochrangigen Nazi Wilhelm Gustloff in Davos, erregte Lyssy 1975 international Aufsehen. Danach feierte er mit Dialektkomödien wie «Die Schweizermacher» (1978), «Kassettenliebe» (1981) und «Teddy Bär» (1983) grosse Erfolge.
Rolf Lyssy changierte erfolgreich zwischen Spielfilm und Dokumentarfilm und widmete sich gesellschaftlichen Brennthemen wie Drogensucht (in «Wäg vo de Gass»), der Todesstrafe («Schreiben gegen den Tod») oder dem selbstbestimmten Leben im Alter in «Die letzte Pointe». Überreicht wird Lyssy der Award vor der Weltpremiere seines jüngsten Spielfilms, einer SRF-Produktion. Die Schrebergartenkomödie wird am 8. Oktober in den Kinos starten. Das ZFF zeigt zu Ehren von Rolf Lyssy zudem seine Filme in einer Retrospektive.
«Ich freue mich sehr über diese Ehre und darüber, dass jüngere Generationen durch die Retrospektive auch meine frühen Filme entdecken können. Zudem bin ich begeistert, die Weltpremiere meines neuen Filmes am ZFF zu feiern», so Rolf Lyssy.