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Neben einem rheumatischen Befall von Gelenken und Knochen (Arthrose, Arthritis, Gicht, Osteoporose) können auch die weichen Strukturen der Hand erkranken: Muskeln, Sehnen, Bänder, Schleimbeutel usw. Diese Erkrankungen fallen unter Weichteilrheuma. Sie reichen vom Skidaumen (Bänderriss durch einen Skiunfall) bis zu Sehnenverkürzungen und Muskelerkrankungen. Zudem können die Nerven der Hand erkranken. Wir greifen aus der Vielzahl drei Krankheitsbilder heraus.
Sehnenscheidenentzündung
Starke ziehende und stechende Schmerzen im Handgelenk können von einer Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) verursacht werden, ausgelöst durch eine Sportverletzung, eine bakterielle Infektionen, eine Arthritis oder durch eine übermässige Belastung des Handgelenks durch Fehlhaltungen am Computer oder monotone manuelle Tätigkeiten. Zur konservativen Behandlung greift man zu Schienen, Verbänden und entzündungshemmenden Salben und Medikamenten. In manchen Fällen hilft eine operative Spaltung der Sehnenscheide.
Ganglien
Unter Ganglien versteht man Zysten (Ausstülpungen) an Gelenkkapseln oder Sehnenscheiden. Sie kommen sowohl in der Handwurzel wie an den Fingern vor. Die Ursache von Ganglien ist unbekannt. Sie machen häufig keine Beschwerden und können sich spontan zurückbilden. Jedoch ist eine Therapie empfohlen, wenn sie schmerzen.
Karpaltunnelsyndrom
Anfangs kann das nächtliche Einschlafen einer Hand auf ein Karpaltunnelsyndrom hindeuten, später Missempfindungen, Taubheitsgefühleund Schmerzen. Die Beschwerden gehen aus von einer Einengung und Druckschädigung des Medianus-Nerves an der Handwurzel. Das Karpaltunnelsyndrom ist eine vergleichsweise häufige Erkrankung der Hand. Sie lässt sich meist mit Schienen, Bandagen und Injektionen behandeln. Bleiben diese konservativen Therapiemethoden erfolglos, ist ein chirurgischer Eingriff zu erwägen.