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Was heute der Wu-Tang Clan ist, war in den 1980er-Jahren die Juice Crew. Die besten Rapper jener Zeit in einer Gruppe: Big Daddy Kane, Roxanne Shanté, Kool G Rap, Masta Ace, MC Shan, Craig G – und natürlich Biz Markie. Der Produzent Marley Marl, der die Juice Crew ins Leben gerufen hatte, erkannte Biz' Talent schon früh und förderte ihn entsprechend.
Die Aufgabe Biz Markies in der Juice Crew war klar: Er war der Clown, der Beatboxer, der Mann für die überraschenden Momente. Legendäre ist die Aufnahme, wie der junge Biz das Crew-Mitglied Roxanne Shanté begleitet (Video startet beim Auftritt):
Grösster Hit und ab in die Charts
1988 veröffentlichte Biz Markie sein Debutalbum «Goin' Off» – und landete gleich die ersten Hits. «Make the Music with Your Mouth, Biz» darf zum Beispiel noch heute auf keiner Old-School-Hip-Hop-Party fehlen.
Mit seinem zweiten Album «The Biz Never Sleeps» (1989) erreichte Biz Markie endgültig Kultstatus. Die Single-Auskopplung «Just A Friend» wurde sein grösster Hit und erreichte in den USA sogar Platz 9 der offiziellen Charts. Im Video zeigt sich Biz natürlich auch wieder von seiner ironischen Seite, unter anderem als Mozart am Klavier:
Vom Rechtsstreit aufs Rolling-Stones-Album
Biz Markie sorgte auch für den ersten richtig grossen Sampling-Prozess. Weil er auf seinem dritten Studioalbum «I Need A Haircut» ungefragt ein Sample von «Alone Again (Naturally)» von Gilbert O'Sullivan verwendete, wurde er von ihm verklagt und gebüsst. Das Urteil war wegweisend, die Lizensierungsgesetze wurden anschliessend angepasst.
Natürlich antwortete Biz auf das Urteil in seiner Weise und nannte sein nächstes Album gleich mal «All Samples Cleared!».
In den 1990er-Jahren erschien Biz auf drei Alben der Beastie Boys («Check Your Head», «Ill Communication» und «Hello Nasty») und er wurde wiederum von den Rolling Stones gesampelt («Anybody Seen My Baby», ab 3:10):
Nie den Humor verloren
Biz Markie trat in mehreren TV-Serien auf und spielte auch sich selbst in «Men In Black II». Im Gegensatz zu vielen anderen Rapper nahm er sich auch später nie wirklich zu ernst. Bis zu seiner Spitalweinweisung im Juli 2020 (er litt an Diabetes) sah man ihn auf Social Media, wie er in einem Onesie ein paar Platten spielte oder seine Spielzeugsammlung zeigte. Biz war einer der DJs bei Barack Obamas Party zur Amtseinführung als Präsidenten.
Biz Markie wurde von allen geliebt, verehrt und geschätzt. Er war nicht einfach nur ein ausgezeichneter Beatboxer und Rapper. Er war nicht einfach «nur ein Freund». Er war und bleibt ein Monument der Musikgeschichte.