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Dreyer, ein in der Energiewirtschaft erfahrener Rechtskonsulent, ersetzt den im Januar vorzeitig zurückgetretenen Georges Blum. Anlässlich der Generalversammlung wurde über die bisherige Umsetzung der im Sommer 1999 bekanntgegebenen Neuausrichtung und Sanierung berichtet. Der Massnahmenplan sieht finanzielle Anstrengungen im Umfang von SFr. 0,8 bis 1,2 Mrd. vor. Erreicht werden soll dies durch Verkauf des Hochspannungsnetzes und der Beteiligung an Diax, was zusammen rund SFr. 300 Mio. bringen sollte. Die Aktionäre, die Westschweizer Kantonswerke, sollen SFr. 575 Mio. in Form von Stromkäufen über dem Marktpreis in den nächsten drei bis vier Jahren aufbringen. Daneben wird auf eine Entschädigung des Bundes im Umfang von SFr. 350 Mio. im Zusammenhang mit den nicht amortisierbaren Investitionen (NAI) von Cleuson-Dixence gehofft. Aufgrund der Ausrichtung auf die Wasserkraft wird auch für die 5%-Beteilligung der EOS am Kernkraftwerk Leibstadt ein Käufer gesucht. Das sich im Mehrheitsbesitz von EOS befindliche thermische Kraftwerk Vouvry ist 1999 stillgelegt worden. Der definitive Massnahmenplan muss allerdings noch von den Aktionären und Partnern gutgeheissen werden, was nach Ansicht der Geschäftsleitung bis im Herbst 2000 der Fall sein dürfte.
Die EOS weist für das Geschäftsjahr 1998/99 einen Umsatz von SFr. 717 Mio. (Vorjahr SFr. 729 Mio.), einen Cash flow von SFr. 251 Mio. (Vorjahr SFr. 240 Mio.) und einen Verlust von SFr. 9 Mio. (Vorjahr Gewinn SFr. 35 Mio.) aus. Allerdings wurden ausserordentliche Abschreibungen im Umfang von SFr. 366 Mio. getätigt. Der Nettobetriebsgewinn konnte von SFr. 49 Mio. auf SFr. 115 Mio. mehr als verdoppelt werden.
Quelle
M.E. nach Medienmitteilung der EOS vom 22. März 2000