Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03093.jsonl.gz/2410

Primoz Roglic entscheidet zum zweiten Mal in Folge die Vuelta und damit das letzte Rennen dieser speziellen Saison für sich. Der Slowene übersteht die letzte Etappe nach Madrid ohne Probleme.
Die Tradition will es so, dass an den grossen Rundfahrten der Leader auf dem letzten Teilstück nicht mehr angegriffen wird. Und so musste Roglic die 125 km lange und vom Deutschen Pascal Ackermann gewonnene Schlussetappe nur unbeschadet überstehen.
Der 31-Jährige erreichte das Ziel mit dem Feld und siegte in der Gesamtwertung mit einem Vorsprung von 24 Sekunden auf den Ecuadorianer Richard Carapaz und 1:15 Minuten auf den Briten Hugh Carthy. Der Profi vom Team Jumbo-Visma ist der erste Fahrer seit Roberto Heras, der seinen Vuelta-Sieg aus dem Vorjahr wiederholen konnte. Der Spanier hatte zwischen 2003 und 2005 gar dreimal in Serie gewonnen.
Déjà-vu verhindert
Die Rückstände am Ende waren knapp, dennoch verdiente sich Roglic den Triumph. Er gewann vier Etappen und fuhr an fünf weiteren in die Top 5. Zudem sicherte er sich erneut das grüne Trikot des punktbesten Fahrers. "Ich fuhr jeden Tag, als wäre es ein Klassiker. Nun bin ich am Ziel und stehe zuoberst auf dem Podest. Das ist ein schönes Ende dieser Saison", sagte Roglic bereits vor der letzten Etappe.
Am Samstag bei der letzten Bergankunft hatte Roglic noch einmal ans Limit gehen müssen. Doch er widerstand den letzten Angriffen seiner Konkurrenten und verhinderte damit ein Déjà-vu. An der Tour de France hatte er das Leadertrikot am zweitletzten Tag noch an seinen Landsmann Tadej Pogacar verloren und mit dem bitteren 2. Rang Vorlieb nehmen müssen.
Nicht "nur" ein Rundfahrten-Spezialist
Der ehemalige Skispringer war der konstanteste Fahrer des Jahres und schloss die Saison als Nummer 1 der Weltrangliste ab. Er bewies, dass er mehr als "nur" ein Rundfahrten-Spezialist ist. In Lüttich gewann er sein erstes ganz grosses Eintagesrennen. Im selben Jahr der Sieg an einer Grand Tour und an einem der sogenannten Radsport-Monumente, das gelang zuletzt dem Italiener Danilo di Luca im Jahr 2007 (Giro und Lüttich).
Der prestigeträchtige Sprint in Madrid endete mit einer hauchdünnen Entscheidung. Pascal Ackermann, der bereits die 9. Etappe gewonnen hatte, wuchtete sein Rad um wenige Zentimeter vor dem Iren Sam Bennett über die Ziellinie. Platz 3 ging an Ackermanns Landsmann Max Kanter.
Gino Mäder bester Schweizer
Als bester der fünf gestarteten Schweizer - vier davon erreichten Madrid - klassierte sich Gino Mäder mit einem Rückstand von knapp 44 Minuten im guten 20. Rang der Gesamtwertung. Der Berner hatte am Samstag bei der Bergankunft in La Covatilla mit dem hervorragenden Platz 2 auch das beste Einzelresultat eines Schweizers erzielt.