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Recife, 17. Februar 2007
Der grösste Karnevalsbloco der Welt brachte heute den ganzen Tag 1,5 Millionen Menschen zum Tanzen in Recife. Seit 30 Jahren existiert der Bloco “Galo da Madrugada“, der Hahn der Morgendämmerung, der traditionell am Karnevalssamstag die Bewohner Recifes weckt. Ab 9 Uhr morgens nach einem Eröffnungsfeuerwerk zogen wieder 30 Trios Elétricos am Ufer des Rio Capibaribe entlang, begleitet von geschmückten Booten auf dem Fluss, von 33 Standarten und natürlich vom 35 Meter hohen Hahn, dem Symbol des Blocos.
Bei strahlendem blauen Himmel und 30ºC im Schatten zeigten sich die farbenfrohen Verkleidungen der Pernambucaner im besten Licht, darunter etliche Hühnergruppen und originelle Figuren. Der Frevo, der gerade sein hundertjähriges Bestehen feiert, liess auch diesmal die Menschenmassen nicht stillstehen. Das erste Trio Elétrico kam erst fünf Stunden später am Ziel an, die letzten zehn Stunden nach dem Auftakt.
Eigentlich fing der Karneval in Recife schon gestern an mit zwei Blocos, die als Vorbereitung für den “Galo“ gelten. Am Abend begann der “Clube das Máscaras“ (Masken-Klub), der um fünf Uhr morgens vom “Clube dos Rapazes Inocentes“ (Klub der unschuldigen Jungs) abgelöst wurde. Damit die Jungs und die ihnen folgenden Karnevalsfeiernden nicht zusammenbrachen, wurde ein riesiges Frühstück verteilt: zwei Tonnen Obst, 400 kg Mugunzá (eine Mischung aus gekochtem Reis, Schweinefüssen, Speck und Bratwurst), 800 kg Fleischstückchen sowie 800 Liter Bohnensuppe.
Annette Runge für BrasilienPortal