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Die Sehnenscheide ist ein Schlauch aus Bindegewebe. Sie umhüllt die Sehne an Stellen, wo diese mit erhöhter Spannung über Gelenke läuft. Die Sehne bewegt sich gleitend in der Sehnenscheide; diese schützt die Sehne und vermindert Reibung und Abnutzung. Bei einer Sehnenscheidenentzündung ist das Sehnengleitgewebe entzündet und gereizt. Meistens entsteht die Entzündung, wenn Belastungsintensität und/oder Belastungsdauer zu hoch sind. Eine solche Überbelastung ist sowohl im Sport als auch bei körperlichen Arbeiten möglich.
Oft tritt eine Sehnenscheidenentzündung an den Fingern oder am Handgelenk auf. Monotone Bewegungsabläufe und Fehlhaltungen am Arbeitsplatz können zu solchen Entzündungen führen. Auch der übermässige Gebrauch von Smartphones und Spielkonsolen löst unter Umständen eine Sehnenscheidenentzündung des Daumens aus. Die Beschwerden beginnen oft schleichend, wobei die Schmerzen über der betroffenen Sehnenscheide am deutlichsten spürbar sind. Typisch sind ziehende Schmerzen, die am Anfang bloss bei Bewegung auftreten, später aber auch in Ruhe. Weitere Symptome sind unter anderem: Erwärmung, Schwellung, Rötung, Druckschmerzen und ein knirschendes Geräusch an der betroffenen Sehne. Schonen Sie die betroffene Körperstelle und stellen Sie diese ruhig. Begleitend können entzündungshemmende und schmerzlindernde Präparate helfen. Bei richtiger Behandlung sollten die Entzündungssymptome nach zwei bis vier Wochen abklingen. Häufig dauert die Therapie drei bis vier Monate. Dabei ist wichtig, dass der Betroffene die Arbeitsbelastung anpasst und ergonomische Bewegungsabläufe erlernt. Sehnenscheidenentzündungen können vorgebeugt werden, indem man regelmässig Pausen einlegt und etwas Abwechslung in der Tätigkeit hineinbringt.