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Ablenkung kann alles sein, was die für eine Aufgabe erforderliche Aufmerksamkeit eines Menschen reduziert. Einige Ablenkungen resp. äussere Einwirkungen am Arbeitsplatz sind unvermeidlich, wie z.B. laute Geräusche, Anfragen nach Unterstützung oder Ratschlägen. Andere Ablenkungen können vermieden oder zumindest zeitlich hinausgezögert werden, wie z.B. Nachrichten von zu Hause, zeitunkritische Entscheide (z.B. Urlaubsantrag, Besprechungstermine, administrative Aufgaben usw.) und Gespräche mit Berufskollegen.
Psychologen sagen, dass Ablenkung die Hauptursache für das Vergessen von Dingen ist: Daher ist es umso wichtiger, sich nicht ablenken zu lassen aber auch andere nicht abzulenken. Menschen neigen von Natur aus dazu vorauszudenken. Wenn wir nach einer Unterbrechung zu einer Aufgabe zurückkehren, meinen wir zu glauben, dass wir weiter sind als wir tatsächlich sind.
Durch Ablenkung verursachte Fehler können nur auf eine Weise reduziert werden, indem man eine Aufgabe zuerst erledigt, bevor man reagiert. Wenn die Aufgabe nicht in Kürze erledigt werden kann, dann können wir die zu erledigende Arbeit visuell markieren. Damit laufen wir nicht Gefahr, dass die Arbeit vergessen geht. Bei der Wiederaufnahme ist es zudem empfehlenswert, mindestens drei Gedankenschritte zurück zu gehen. Damit haben wir die Gelegenheit uns nochmals mit dem Kontext vertraut zu machen. Bei Bedarf kann es sinnvoll und nützlich sein, unsere Arbeit anhand einer Checkliste von jemand anderem überprüfen zu lassen.
Die Führungsverantwortlichen haben dafür zu sorgen, Mitarbeiter so gut wie möglich vor Ablenkungen zu schützen. Dies kann eine gute Arbeitsplatzgestaltung, ein gutes Umweltmanagement oder Arbeitsbereiche beinhalten, wo Mitarbeiter kritische Aufgaben ungestört erledigen können.