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Neue Psychoaktive Substanzen (NPS) sind weitgehend unerforschte synthetische Substanzen mit psychoaktiver Wirkung. Aus chemischer Sicht handelt es sich bei NPS meist um Tryptamine, Phenethylamine, synthetische Cathinone, synthetische Cannabinoide und Piperazine, synthetische Amphetamine oder synthetische Opioide Es kann vorkommen, dass billiges Cannabis mit synthetischen Cannabinoiden gemischt wird, um seine Wirkung zu verstärken. Durch die Veränderung der chemischen Struktur einiger illegaler Substanzen werden neue Produkte entwickelt, die in einigen Ländern legal toleriert werden (in der Schweiz jedoch illegal sind) und über das Internet (einschliesslich des Darknets) vermarktet werden, ein Markt, den einige Dealer für sich beanspruchen. Manchmal werden NPS auf dem Schwarzmarkt anstelle von bekannten Substanzen verkauft.
- Erscheinungsformen
Als reine Substanz meist in Form von Pulvern oder Pillen, obwohl es kein typisches Format gibt. NPS können auch in Form von Kristallen oder Filzen vorkommen.
- Konsumformen
Alle Konsumformen sind möglich und variieren von einer NPS zur andern.
- Dosierung
Hängt von der Substanz, der Konsumform und der Reinheit der Substanz ab. Mehrere NPS sind bereits unter 1 mg aktiv. Es ist immer notwendig, eine Milligrammwaage zu verwenden und/oder eine volumetrische Verdünnung zu praktizieren, um Risiken zu vermeiden, die mit der konsumierten Dosis zusammenhängen, die zu hoch sein könnte.
NPS decken das gesamte Spektrum der Wirkungen von psychoaktiven Substanzen ab. Sie können euphorisierend und stimulierend (z. B. Mephedron, 3-MMC, Methylon, 5-MAPB), halluzinogen (z. B. 1P-LSD, NBOME, synthetische Cannabinoide), dissoziativ (z. B. Methoxetamin) oder sedierend (z. B. Flualprazolam, Etizolam) wirken. Die Wirkungen (und Nebenwirkungen) können potenziell stärker und ausgeprägter sein als bei ähnlichen bekannten Substanzen.
- Wirkungseintritt und -dauer
Der Eintritt und die Dauer der Wirkung sowie die Art der Wirkung hängen von der jeweiligen Substanz sowie von der Konsumform ab. Daher ist es notwendig, vor dem Konsum einige Nachforschungen anzustellen.
Abhängig von der Substanz und der Art des Konsums. Da es nur wenige wissenschaftliche Informationen und gross angelegte Studien gibt, ist ein breites Spektrum an unerwarteten Nebenwirkungen möglich. Zu den bekanntesten Nebenwirkungen gehören: Kieferkrämpfe, erweiterte Pupillen, extreme Unruhe, Nervosität, Kopfschmerzen, schlechte Durchblutung, Kältegefühl können auftreten, Übelkeit, Erbrechen, Bewusstlosigkeit und Koma. Die Nutzer berichten von einem starken "Down" mit Schlaflosigkeit, Tachykardie, Anstieg des Blutdrucks und der Körpertemperatur, übel riechende Körpersekrete. Vor allem bei Stimulanzien und Sedativa kann ein Verlangen nach erneutem Konsum ("Craving") auftreten.
Langzeitrisiken
Es gibt praktisch keine verlässlichen Hinweise auf Langzeitrisiken. Die meisten dieser Substanzen beinhalten Risiken, die mit denen vergleichbar sind, die von bekannteren Substanzen verursacht werden, wie z. B. Neurotoxizität oder Herzschäden bei einigen stimulierenden NPS.
- Lass deine NPS analysieren, denn manchmal sind Falschdeklarationen oder Produkte mit Fantasienamen im Umlauf (z.B. Bong-Reiniger).
- Bevor du NPS konsumierst, solltest du dich immer möglichst umfassend über die spezifische Substanz und die richtige Dosierung informieren. Sammle wenn möglich Erfahrungsberichte oder Empfehlungen von anderen Usern.
- Probiere zunächst kleine Mengen an und taste dich langsam an die gewünschte Wirkung heran.
- Achte besonders auf die Dosierung. Mehrere NPS sind bereits bei weniger als 1 mg sehr aktiv.
- Erzähle deinen Freunden, welche Substanzen du in welchen Mengen konsumiert hast, oder schreibe es in ein Notizbuch, um die Behandlung zu erleichtern, falls es zu Problemen kommt.
Achtung!
Auch wenn NPS teilweise legal verkauft werden, sind sie nicht ungefährlicher als illegale Substanzen. Informiere dich so gründlich wie möglich über die konkrete Substanz und die entsprechende Dosierung, bevor du damit experimentierst. Beachte beim Konsum von NPS auch deine Grundstimmung und das Umfeld, in dem du konsumierst (Set+Setting).
Vorsicht beim Mischkonsum!
- Aufgrund des derzeitigen Informationsstandes bergen die meisten Mischungen unerwartete und in einigen Fällen lebensbedrohliche Risiken. Daher ist es am besten, auf jegliche Mischungen zu verzichten.