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Meisterhafte Vorstellung
Chiara Bättig hat es allen gezeigt. Beim letzten Lauf zur Schweizer Kart Meisterschaft in Wohlen holte sie bereits zum zweiten Mal den Junioren-Meistertitel. Im Einsatz waren aber auch Dario Palazzolo bei den Super-Minis und Miklas Born beim letzten Lauf zur GT World Challenge Europe Endurance Cups in Barcelona.
Mit einer extrem starken Leistung wartete Chiara Bättig in Wohlen auf. Doch sie musste nochmals kämpfen. Dank eines Motorschadens in Lévier büsste sie gegenüber ihrem ärgsten Widersacher Arnaud Voutat wichtige Punkte ein. So reiste die KartBox.ch-Pilotin mit einem Vorsprung von 17 Zählern nach Wohlen und war nicht gewillt, den herzugeben. Bereits im Warm-up setzte sie mit P1 eine erste Duftmarke.
Zweiter Titel in Folge
Im Qualifying änderten sich die Temperatur- und Streckenbedingungen. Dennoch erreichte sie hinter Voutat P2. Und auch den ersten Lauf beendete sie auf Rang 2. Im zweiten Rennen bewies sie dann ihr ganzes Können. Nach einem für sie schlechten Start fiel sie zunächst auf Platz 4 zurück. Doch sie überholte Konkurrent um Konkurrent und fuhr als Zweite durchs Ziel – abermals hinter Voutat, aber mit der schnellsten Rennrunde. Und eine vor dem Finale nochmals vorgenommene Feinabstimmung sollte Wirkung zeigen. So distanzierte sie die Konkurrenz und verabschiedete sich mit ihrem zweiten Schweizer Meistertitel von den OK Junioren, um im nächsten Jahr aller Voraussicht nach bei den OK Senioren zu starten.
Nicht nach Wunsch lief es für Dario Palazzolo, dem zweiten Kartpiloten aus dem ai-Fahrerkader. Im Qualifying fehlten dem Super-Mini-Piloten ein paar Zehntel, um mit den Führenden mithalten zu können. So fand er sich nur auf einen für ihn enttäuschenden vierten Platz wieder. Nachdem er im ersten Lauf noch eine Fünf-Sekunden Zeitstrafe erhielt und diesen nur auf P9 beendete, lief es im zweiten Rennen, das er auf dem vierten Rang beendete, besser. Doch im Finale sollte er auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden. Da er in der Startphase den entsprechenden Korridor mit zwei Rädern verliess, brummte ihm die Rennleitung abermals eine Drei-Sekunden-Zeitstrafe auf, womit er den Lauf nur auf P8 beendete. Ob Palazzolo im nächsten Jahr nochmals bei den Super-Minis startet oder aufsteigt zu den Junioren steht momentan noch nicht fest.
Knapp am Titel vorbei
Mit Miklas Born (u. re.) war ein drittes Mitglied des ai-Fahrerkaders am Wochenende im Einsatz. Beim Saisonfinale des GT World Challenge Europe Endurance Cups in Barcelona zeigten der 21-Jährige sowie seine Teamkollegen David Schumacher (u. Mi.) und Marius Zug eine starke Leistung und beendeten das Rennen auf Rang zwei im Gold-Cup. Dieses dritte Podium im fünften Rennen sicherte dem Trio nicht nur Rang drei in der Meisterschaft, sondern gemeinsam mit dem Schwesterfahrzeug auch den Titelgewinn für Winward Racing in der Teamwertung.
Auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona war aufgrund der hohen Temperaturen besonders das Reifenmanagement von grosser Bedeutung. Nach vielversprechenden Trainingssitzungen qualifizierte sich der Baseler Nachwuchspilot auf Position vier im Gold-Cup und Rang 30 von insgesamt 54 GT3-Fahrzeugen. Während seines einstündigen Stints machte Born einige Positionen gut und übergab den Mercedes-AMG GT3 auf Position zwei in der Klasse an Schlussfahrer Zug. Dieser machte im Gesamtklassement nochmals einige Plätze gut, sodass das Trio das Rennen auf Position zwei im Gold-Cup und Gesamtrang 14 beendeten. Mit dem zweiten Platz belegt das Team auch Rang drei in der Fahrermeisterschaft des Endurance Cups im Gold-Cup. «Ich freue mich sehr, nach Rang zwei in Paul Ricard und dem Sieg am Nürburgring nun die Saison mit einem weiteren Podiumserfolg abzuschliessen. Am Ende hat es knapp nicht für die Meisterschaft gereicht, aber mit Rang zwei bin ich sehr zufrieden. Damit haben wir uns auch den Titel in der Teamwertung gesichert und mit unserem Schwesterfahrzeug auf Position drei war das heute ein perfekter Saisonabschluss für die gesamte Mannschaft», resümiert Miklas Born.
Text: Jörg Petersen
Fotos: zVg