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Falls die zivilen Kräfte Unterstützung benötigen, können sie die Armee zu sogenannten subsidiären Einsätzen anfordern. Diese hilft zum Beispiel bei Naturkatastrophen oder auch jedes Jahr am WEF in Davos. In der Regel handelt es sich um wenig heikle Einsätze. Am WEF stellt die Armee beispielsweise Schutzzäune auf oder sie bewacht Objekte.
Theoretisch könnte die Armee von der Polizei aber auch zur Unterstützung bei Kampfeinsätzen aufgeboten werden. Und genau solche Kampfeinsätze werden seit gut einer Woche in der Ostschweiz von gut 700 Grenadieren geübt.
Das Übungsszenario spielt im Vorfeld einer Konfrontation zwischen zweier Armeen. Zu einem Zeitpunkt, in welchem versucht wird, ein Land mit allen möglichen Mitteln zu destabilisieren – beispielsweise mit Cyber-Angriffen, mit Angriffen auf den Wirtschaftsstandort, Terrorangriffen oder sogar mit Einsätzen von paramilitärischen Kräften.
Wir üben ein Szenario, das den Sicherheitsverbund Schweiz stark fordert.
Der Einsatz in diesem Bereich gehört gemäss Christoph Fehr, Kommandant des Kommandos Spezialkräfte, nicht zu den klassischen Armeeaufgaben. «Es sind aber Aufgaben, die den Sicherheitsverbund Schweiz stark fordern. Deshalb können die zivilen Kräfte die Armee als Unterstützung aufbieten», sagt Fehr.
Dass es in der Schweiz zu einer solchen Extremsituation kommt, hält Christoph Fehr für eher unwahrscheinlich. Der St. Galler Regierungsrat Fredy Fässler teilt diese Meinung. Trotzdem ist er der Meinung, dass auch solche Extremsituationen geübt werden müssen – und zwar vor allem, damit die Polizei und die Armee die richtige Kommunikation üben können.