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MINSK (awp international) - Das vor dem Ruin stehende Weissrussland erwägt, wegen der gewaltigen Wirtschaftskrise keine ausländischen Güter mehr in die ehemalige Sowjetrepublik zu lassen. "Wenn es zu einer Katastrophe kommt, werden wir die Grenzen schliessen und nur noch das importieren, was wir benötigen." Das sagte der autoritär regierende Präsident Alexander Lukaschenko am Freitag nach Medienangaben in der Hauptstadt Minsk. "Wir haben genug Geld, um Essen und Kleidung zu kaufen."
"Es gibt keine Krise in diesem Land", sagte Lukaschenko. "Das ist alles Raserei und Panikmache." Weissrussland ist in seiner schwersten Finanzkrise seit der Unabhängigkeit vor 20 Jahren stark auf ausländische Kredite angewiesen. Erst kürzlich hatte China einen Kredit über rund 690 Millionen Euro für drei Grossprojekte gewährt.
"Wir werden aus dieser Situation in einigen Monaten herauskommen", sagte Lukaschenko. Der seit 1994 mit harter Hand regierende Staatschef forderte die Journalisten zu objektiver Berichterstattung auf. Einige Medien hätten zu der Panik im Lande beigetragen, sagte er. Dazu gehöre auch "dieser Müllhaufen namens Internet". Der unabhängigen Agentur Belapan wurde ohne Erklärung eine Akkreditierung für die Pressekonferenz verweigert./bvi/kes/DP/stb
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