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Der Cm 1/2 Nr. 1 wurde im Jahr 1901 noch von der NOB in Esslingen bestellt. Da aber die NOB inzwischen durch die Verstaatlichung der Schweizerbahnen im Jahr 1902 an den Bund übergegangen war, wurde der Triebwagen am 12. Mai 1902 an die SBB geliefert. Die Dampfmaschine leistete ca. 40 PS, als Dampferzeuger diente ein Original-Serpollet-Kessel. Der Triebwagen erwies sich jedoch rasch als zu schwach für den vorgesehenen Einsatz als sog. "Tramzug" auf der Strecke Zürich–Meilen–Rapperswil; auch war er sehr störungsanfällig. Nach fast 4-jährigem Versuchs-Betrieb wurde er im Jahr 1906 von der SBB als unbrauchbar abgestellt. Mit der jungen Uerikon–Bauma-Bahn (UeBB) wurde Ende 1906 ein interessierter Käufer für den Dampftriebwagen gefunden. Die UeBB liess ihn bei der Herstellerfirma in Esslingen anhand ihrer Bedürfnisse umbauen. Der Umbau fiel genau in die Zeit, als auch Dampfkessel der Triebwagen der Königlich-Württembergischen Staatseisenbahnen (K.W.St.B.) ersetzt wurden, und zwar durch die vom Oberingenieur Kittel entwickelten stark verbesserten Röhrenkessel. Die Leistung des Triebwagens konnte auf ca. 100 PS (73 kW) gesteigert werden. Auf speziellen Wunsch und mit finanzieller Beteiligung der Eidgenössischen Postverwaltung wurde das hinterste Personenabteil in ein Postabteil umgebaut. Damit verringerte sich das Sitzplatzangebot von 40 Plätzen auf 30 Plätze. Der Triebwagen trug nun die Bezeichnung CZm 1/2 Nr. 31.
Im Jahr 1926 wurde der Dampftriebwagen in der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik in Winterthur (SLM) einer Revision unterzogen und dabei wurden vor allem am Dampfkessel umfangreiche Verbesserungen und Reparaturen vorgenommen. Im Frühjahr 1936 wurde in der Schweizerischen Wagonfabrik Schlieren (SWS) eine grosse Revision am Wagenkasten ausgeführt. Neben dem Ersatz von tragenden Holzteilen wurden die Holzfensterrahmen durch solche aus Messing ersetzt und die äussere Verblechung in geschweisster Bauart ausgeführt. Seit 1927bis zum Einstellen des Betriebs der UeBB am 2. Oktober 1948 legte der Triebwagen weitere 682'000 Kilometer zurück, im Ganzen vom 09.01.1907 bis 02.10.1948 rund 1,15 Mio. km. Nach der Betriebseinstellung der UeBB wurde der Triebwagen wieder von den SBB übernommen und zusammen mit anderen alten Triebfahrzeugen in einer stillgelegten Lokomotivremise untergebracht. Für die im Jahre 1974 im Verkehrshaus in Luzern durchgeführte Ausstellung über historische Eisenbahnfahrzeuge wurde der Dampftriebwagen durch Mitglieder des Vereins «Dampfbahn-Bern» äusserlich provisorisch instand gestellt. Nach weiteren Jahren in der Remise von Le Locle erfolgte 1978 die Überführung in die Muba-Halle in Basel, wo der Dampftriebwagen innerhalb einer Eisenbahnausstellung bei Kennern viel Beachtung fand. Der Tatsache bewusst, dass er eine eisenbahngeschichtliche Rarität darstellt, brachte man ihn am 14. November 1978 nach Zürich in die SBB Depotwerkstätten. Nach einer gründlichen Prüfung, vor allem des Kessels, wurde im Januar 1979 grünes Licht für eine Totalrevision gegeben. Dank der tatkräftigen und verständnisvollen Unterstützung der Leitung des Zugförderungs- und Werkstättedienstes in Bern und der Leitung der Abteilung Zugförderung III in Zürich durch Jakob Rutschmann, konnte nach 21-monatiger Arbeit, an der sich unter der Leitung des Werkführers Aimé Corbat neben Depothandwerkern auch Lokpersonal in Ausbildung (heutige Aktivmitglieder VDZ) beteiligte, der Triebwagen im August 1980 unter Dampf gesetzt werden. Probefahrten zeigten, dass die früheren Fahrleistungen spielend erreicht und sogar weit übertroffen werden konnten. Der Triebwagen wurde anschliessend von verschiedenen Instanzen der SBB eigentlich recht häufig für spezielle Veranstaltungen eingesetzt. Nach den beiden grossen Umstrukturierungen der SBB in den Jahres 1997 und 1999 schien das Interesse der SBB am Einsatz des Triebwagens zu schwinden und die Einsätze sanken gegen null. Mit dem Übergang der historischen Fahrzeuge an die Stiftung SBB Historic änderte sich bis 2004 für den Dampftriebwagen praktisch gar nichts. Er war deshalb vornehmlich in der Unterhaltsanlage F in Zürich remisiert, bis ihn die Vereinsgründung des VDZ zu neuem Leben erweckte. (Quelle: Verein Dampfgruppe Zürich)
Katalog-Nr. 314
Betriebsnummer 31
SMF hat dieses besondere Fahrzeug in den Jahren 1983/84 unter Verwendung von Märklin-Teilen herrlich in Metall umgesetzt. Es ist sehr fein detailliert und verfügt über Federpuffer.
Das gleiche Fahrzeug wurde rund 15 Jahre später von Born produziert. Der Dampftriebwagen und weitere Fahrzeuge der legendären UeBB finden sich hier.
Auf dem untersten Bild sind die beiden Dampftriebwagen der Uerikon-Bauma-Bahn (links) und der Sensetalbahn (rechts, Modell von Heinzl) nebeneinander abgebildet.