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Das Ringen um Dell geht in eine weitere Runde. Der Konzerngründer reicht die Begründung für seine Buyout-Offerte bei der Börsenaufsicht ein.
Silver Lake, die Beteiligungsgesellschaft, die gemeinsam mit Dell die ursprüngliche Buyout-Offerte von 24,4 Milliarden Dollar
ausgearbeitet hat, zeigt sich enttäuscht. Angeblich habe Dell nichts vom Treffen mit Blackstone erzählt, weshalb sie nun verärgert seien, wie die Wirtschaftszeitung gestern weiter schreibt. Die Gesellschaft arbeite an einer neuen Offerte - ohne Michael Dell.
Laut einer anderen Person soll es Herr Dell aber ernst sein. Wenn ein Angebot höher sein soll, als das ursprüngliche, und ihm von zukünftigen Beteiligungen des Konzerns abhalten soll, will er sich die Aktien auszahlen lassen und nichts mehr damit zu tun haben. Die Käufer müssten dann seinen Anteil in der Höhe von 4,5 Milliarden Dollar kaufen.
274 Seiten Anti-Dell-Werbung
Am vergangenen Karfreitag, noch vor den öffentlich ausgetragenen Machtkämpfen, übergab Michael Dell eine 274-seitige Erklärung an die US-Börsenaufsicht SEC, um sein ursprüngliches Buyout-Angebot zu erklären. Darin wird vor allem auf die kritische Marktlage der PCs hingewiesen. Die Einnahmen aus dem Markt für Desktop- und Notebook-PCs sinken, immer häufiger würden Smartphones und Tablets eingesetzt werden. Auch wie Windows 8 aufgenommen werde, sei noch nicht absehbar. Es könnte gut sein, dass die Geschäftsumgebungen bei Windows 7 bleiben werden.
Mit diesem Hintergrund erklärt Dell sein Buyout-Angebot für plausibel. Nur der Rückzug von der Börse, wie ihn der Gründer plant, und ein radikaler Umbau könne eine gesicherte Zukunft garantieren. Die Offerte von 24,4 Milliarden Dollar mit der Beteiligungsgesellschaft Silver Lake Partners sei deshalb gerechtfertigt. Die Prüfung des Deals durch die SEC dürfte fünf bis zehn Wochen dauern. (lvb)