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09 Okt Beissen-Vampirismus
Ich habe einen kindlichen Anteil, der gerne andere beisst. Ich kann mich mittlerweile auch an Rituale erinnern mit dem Thema Vampirismus. Bei diesen Ritualen wird beissen als «normal» angesehen. Viele Kinder beissen irgendwann Mal zu, aber ohne böswillige Absichten. Durch diese Rituale «Vampirismus» kann das Beissverhalten schnell kontrolliert werden. Das Ziel dieser Rituale ist auch, dass ein Anteil entsteht, der dies ausleben kann und er sollte nicht mehr im Alltag unkontrolliert auftauchen. Genauso können ihn die Täter ihn abrufen, wenn dieser verlangt wird für Rituale oder die Prostitution. Dieser Anteil spürt bei mir keinen Schmerz, wenn er gebissen wird. Auf diese Art von Schmerz ist er immun, kaum spürbar. Bei dieser Art des Schmerzes fühlt er sich wohl, da er sich dies en Schmerz gewohnt ist. Für ihn ist das eine Art, einem Menschen nahe sein zu können. Ist dieser Anteil nicht im Vordergrund und ich werde gebissen, tut es weh und ich mag diese Art des Schmerzes dann überhaupt nicht. Dieser Anteil könnte auch Blut mögen, wenn er bei anderen so fest zubeisst bis eine Wunde entsteht, Meiner mag das nicht, er sieht einfach gerne abdrücke von bissen, aber besonders auf meiner Haut.
Was sind Gründe, dass kleine Kinder beissen?
- Starke Emotionen (positive und negative), die sie so abbauen (Emotionsregulation)
- Grenzen werden nicht eingehalten
- Man fühlt sich bedrängt
- Kinder können die Reaktion interessant finden von anderen. (ab ca 1 Jahr) Die Fähigkeit des Perspektivenwechsel entwickelt sich noch und somit kann sich das Kind noch nicht in andere hineinversetzten. Das Kind, das beisst, realisiert nicht, dass es Schmerzen zufügt.
- Plötzliche Veränderungen, die eine Überforderung auslösen und man weiss nicht wie reagieren
- Eine verbale Kommunikation ist (noch) nicht möglich, da die Sprachentwicklung noch nicht genug fortgeschritten ist oder das Sprechen fällt dem Kind unter Stress schwieriger.
- Keine Rückzugsmöglichkeit
- Aufmerksamkeit zu erregen
Ich selbst biss mein Bruder einmal sehr fest als ich etwa 5 Jahre alt war. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich vorher jemand biss. Er hat auch heute noch eine Narbe von diesen Biss an seiner Hand. Ich wurde damals wütend und biss ihm in die Hand, weil er auf ein Stopp nicht reagierte und in diesem Moment der Anteil aktiv war, der das Beissen als die beste Strategie ansah, damit er aufhörte. Auch heute noch habe ich das Bedürfnis andere zu beissen, besonders wenn Nähe entsteht. Beinahe immer, wenn ich mit jemanden Sex hatte wollte ich ihn beissen. Ich tats teilweise auch. Manchmal fester, manchmal weniger fest. Den Grund warum ich dieses Bedürfnis beim Sex habe, kann ich noch nicht in Worte fassen. Ich mag es noch lieber gebissen zu werden, auch so sehr bis es eine Wunde geben kann. Ich biss mir oft in die Hand oder in den Arm, wenn mich Gefühle überfluteten oder ich Flashbacks hatte und mich selbst nicht mehr spürte. Ich behielt die Abdrücke manchmal eine längere Zeit und ich empfand die Abdrücke in dem Moment als angenehm. Später konnte es mich schockieren Ich vermute, dass ich heute wohl immer noch auf diese Weise, wie es Kinder tun Spannung abbaue. Ich kann, dass was innerlich Spannung (egal ob positiv oder negativ) erzeugt nicht in Worte fassen, also beisse ich zu und es hat jedes Mal eine beruhigende Wirkung auf mich. Es beruhigt mich zu zubeissen und gebissen zu werden. Das ist eine Art wie ein kindlicher Anteil von mir kommuniziert, weil er es anders nicht lehrte. Dieser Anteil wurde auch schon wütend, weil andere Personen uns nicht beissen, wenn Nähe entstand, da er so das Gefühl bekommt, niemand will mit ihm in Kontakt treten. Dieser Anteil fühlt sich dann ausgegrenzt, ignoriert.
Fazit: Beissen ist seine Art der Emotionsregulation und der Kommunikation mit anderen Menschen.
Mein Umgang
Da für diesen Anteil das Beissen entstresst und so Verbundenheit fühlt, verzichte ich auch nicht auf diese Tätigkeit solange das Bedürfnis vorhanden ist, aber er muss sich auch daranhalten, dass er auch auf andere hört, wenn sie nicht gebissen werden wollen. Anfangs wird nur sanft gebissen, um zu sehen wie die Person darauf reagiert und dann nachgefragt, ob mehr oder weniger. Ich habe auch einen Nuggi gekauft, auf dem dieser Anteil herumbeissen darf. Vermutlich lege ich mir demnächst auch noch einen Beissring zu. Eine wichtige Regel ist, dass Konflikte niemals mit beissen geregelt werden. Er darf beissen, wenn wir bei mir zu Hause sind auf den Gegenständen, die abgemacht werden. Es werden auch nur die Personen gebissen, die auch das Einverständnis gaben und die Stärke des Beissens, die das Gegenüber angibt, wird eingehalten.
Mein Ersatz
- Nuggi/ Schnuller
- Beissring
- Gegenständen, die nicht gefährlich, giftig sind
- Essen
- Kaugummi
- auf Nägel herumkauen
- Menschen nur unter Abmachungen beissen, vor der Tätigkeit kommunizieren!
Dieses Buch kann ich empfehlen:
Dorothee Gutknecht: Wenn kleine Kinder beissen