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Die Heimat des Armagnacs befindet sich im äussersten Südwesten Frankreichs, in der historischen Provinz Gascogne. Ähnlich wie beim Cognac, ist Armagnac der Name für einen hochwertigen Weinbrand und ausserdem eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Der "kleinere Bruder" des Cognacs ist längst nicht so bekannt, dafür aber noch fester in der Tradition verankert und ebenso strengen Reglementierungen in der Herstellung unterworfen. Die Präsenz von Armagnac in Frankreich ist seit dem 15. Jahrhundert urkundlich belegt. Hergestellt wird der Weinbrand aus Weissweinen von insgesamt zehn zugelassenen Rebsorten, wobei Colombard, Ugni Blanc, Baco Blanc und Folle Blanche am häufigsten herangezogen werden. Die Destillation erfolgt in einem einzigen Brennvorgang. Die Reifung findet in Fässern aus regionalem Steineichenholz statt und dauert mindestens ein Jahr, üblicherweise aber sechs bis acht Jahre an - nur die als "Hors d'Âge" gekennzeichneten Armagnacs ruhen zehn Jahre und länger. Danach wird der Weinbrand in die traditionellen, bauchigen Flaschen mit langem Hals abgefüllt. In der Nachkriegszeit erlitt der Armagnac einen herben Imageverlust, da damalige Produzenten mindere Qualitäten auf den Markt brachten. Dies ist heutzutage natürlich nicht mehr der Fall und gerne darf der Armagnac, ebenso wie der Cognac, als Luxusprodukt hingenommen werden.
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