Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03384.jsonl.gz/1611

Besuch und mehr
Mit Michael und Melanie haben wir eine schöne Woche verbracht. Nach einem Tag Eingewöhnung sind wir in die nördlich gelegene Bucht Spinalonga gefahren und haben dort geankert. Wir besuchten die gleichnamige Insel Spinalonga, Dazu Wikipedia:
Bereits in der Antike war die Insel zum Schutz des antiken Hafens von Olous befestigt.
Auf den alten Ruinen errichteten die Venezianer ab dem späten 16. Jahrhundert eine mächtige Festung. Laut venezianischen Dokumenten entspringt der Name der Insel aus dem griechischen Satzfragment „στην Ελούντα“ / „stin Elounda“ mit der Bedeutung „nach Elounda„. Die Venezianer waren nicht in der Lage den Ausdruck zu verstehen und so übertrugen sie diesen in ihre eigene Sprache. Sie nannten den Ort „spina lunga“ (zu deutsch „langer Dorn“); ein Name wie er auch von der lokalen Bevölkerung gepflegt wurde.
Am 4. Oktober 1715 eroberten die Osmanen die Befestigung. Mit dem Frieden von Passarowitz gelangte Spinalonga 1718 endgültig unter osmanische Kontrolle. Etwa 600 christliche Einwohner wurden von den Türken verschleppt und es begannen sich Muslime anzusiedeln.
Im Jahr 1881 zählte Spinalonga 1112 muslimische Einwohner, die jedoch mit der Unabhängigkeit Kretas und mit der Errichtung einer Leprakolonie die Insel 1903 verlassen mussten. Bis 1957 war die Insel Leprastation und damit eine der letzten Leprakolonien Europas. Im Rahmen geführter Tagestouren kann die Insel auch von Touristen besichtigt werden.
Bereits am 14. Oktober verliessen uns die Beiden wieder und wir machten unser Schiff winterfest. Besan- und Grossegel, sowie Genua wurden heruntergenommen, gereinigt und in der Heckkabine verstaut. Dabei stellten wir fest, dass wir uns um eine neue Genua kümmern müssen. Die alte ist nun wirklich hinüber, wir glauben nicht, dass sich eine Reparatur noch lohnen würde. Alle unsere Sachen aus dem Lagerraum holten wir auch wieder ab und legten sie zurück in die Heckkabine. Das Beiboot wurde geschrubbt und auf dem Vordeck fest gemacht. Darauf machten auch wir uns bereit, fliegen wir doch am 24. Oktober nach Saga, Japan als Crew zur Unterstützung von Roman an der Weltmeisterschaft Heissluftballon, mehr dazu unter www.hugiballon.ch.
RONJA durften wir glücklicherweise unserem Nachbarn Colin anvertrauen. Wir sind sicher, er wird sich gut um sie kümmern, bis wir wieder zurück kommen. Unser Hündchen Ronja ist während dieser Zeit bei ihrem Hundesitter gut untergebracht.