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- Mathias Flückiger sorgt im Mountainbike-Rennen der Männer für die 2. Schweizer Medaille in Tokio.
- Der Berner muss sich nur dem entfesselten Thomas Pidcock (GBR) geschlagen geben.
- Titelverteidiger Nino Schurter wird acht Sekunden hinter David Valero Serrano (ESP) Vierter.
Auf die Schweizer Mountainbiker ist bei Olympia einfach Verlass: Zum vierten Mal in Folge steuerten sie Edelmetall bei. Nach Bronze 2008, Silber 2012 und Gold 2016 (immer durch Nino Schurter) erkämpfte sich Mathias Flückiger in Tokio die Silbermedaille. Damit erreichte der zweifache Saisonsieger die angestrebte Medaille auf eindrückliche Art und Weise. Sein Gold-Traum erfüllte sich jedoch nicht.
Das 21-jährige britische Supertalent Thomas Pidcock, das sich vor anderthalb Monaten einen Schlüsselbeinbruch zugezogen hatte, fuhr an der Spitze ein starkes Rennen und kürte sich zum verdienten Olympiasieger. Pidcock ist ein wahres Multitalent: 2020 wurde er Vizeweltmeister im Radquer, auf der Strasse holte er 2017 bei den Junioren WM-Gold im Zeitfahren.
Flückigers ärgerliche Fehler auf der 5. Runde
Mit der ersten Tempoverschärfung hatte Titelverteidiger Schurter auf der zweiten von sieben Runden für eine erste Zäsur gesorgt. Diese hatte zur Folge, dass sich bis Rennhälfte ein Sextett etwas vom Rest absetzen konnte. Dann zündete Pidcock den Turbo – und nur Flückiger konnte folgen.
Der Schweizer blieb eine Runde lang in Tuchfühlung mit Pidcock, ehe ihm ein technischer Fehler unterlief. Flückiger musste vom Rad und verlor wertvolle Sekunden. Nach einem weiteren Fehler konnte er den führenden Briten nicht mehr gefährden.
Da die Lücke zu den Verfolgern um Schurter indes bereits beträchtlich war, lief Flückiger nie mehr Gefahr, Silber noch aus den Händen zu geben. Im Ziel wies er einen Rückstand von 20 Sekunden auf Pidcock auf.
Schurter knapp neben dem Podest
Hinter Pidcock und Flückiger entwickelte sich ein spannender Kampf um Bronze – mit dem besseren Ende für den Spanier David Valero Serrano. Schurter musste sich knapp dahinter mit Rang 4 zufrieden geben. Damit blieb der Bündner erstmals bei Olympia ohne Medaille. Bei seinen vier Teilnahmen hat der 35-Jährige nun jede Klassierung von 1 bis 4 jeweils einmal erreicht.
Filippo Colombo, der dritte Schweizer Fahrer, klassierte sich im ersten Drittel des Starterfeldes und belegte mit 2:50 Rückstand auf den Sieger den 12. Schlussrang.
Van der Poel gibt nach Sturz auf
Schon früh aus der Entscheidung gefallen war Mathieu van der Poel. Der niederländische Allrounder stürzte auf der ersten Runde heftig und musste die Spitze ziehen lassen. Van der Poel, einer der Top-Anwärter auf die Goldmedaille, konnte das Rennen zwar vorerst fortsetzen, stieg zwei Runden vor Schluss aber sichtlich gezeichnet aus.