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Schmita: Ein «Sabbatical» für das Land
Genauso wie Gott uns den gesunden Lebensrhythmus von 6 Tage Arbeit und 1 Tag Ruhe gegeben hat, hat er Israel auch für das Land geboten, es 6 Jahre zu bearbeiten und 1 Jahr ruhen zu lassen. Der 7. Tag als Ruhetag ist der Shabbat, das 7. Jahr als Ruhejahr ist das «Shnat Schmita» (Lev 25:1-7).
Der siebenjährige Zyklus ist wieder vorbei, und mit Rosh Hashana 5782 im September 2021 wird Israel ein Jahr der Schmita einhalten; ein Jahr des Loslassens (aus dem hebräischen Verb «lishmot») und aufhören, das Land zu bearbeiten.
Schmita ist eine biblische Anweisung, die für das Land Israel relevant ist und mit den heutigen Umweltbedingungen übereinstimmt: es schafft ein sensibleres Bewusstsein gegenüber der Umwelt und eine zeitgerechte Beachtung der Bedürfnisse als Reaktion auf die Klimakrise.
Weitere Hinweise auf die Schmita finden sich in der Bibel, und zahlreiche jüdische Quellen widmen sich der Thematik mit ausführlicher Prüfung ihrer Anwendbarkeit im Bereich des Menschenmöglichen.
„Sechs Jahre kannst Du in deinem Land säen und die Ernte einbringen, im siebten sollst du es brach liegen lassen und nicht bestellen. Die Armen in deinem Volk sollen davon essen, den Rest mögen die Tiere des Feldes fressen. Das Gleiche sollst du mit deinem Weinberg und deinen Ölbäumen tun.“
(2. Buch Mose 23, 10-12)
Der KKL-JNF und das Schmita-Jahr
Was sind die praktischen Auswirkungen von Schmita für den KKL-JNF?
Die Förster des KKL-JNF erstellen ihre Arbeitspläne entsprechend der Beschränkungen des Sabbat-/ Schmita-Jahres. Ab Rosh Hashana 2021 werden prinzipiell keine neuen Baumpflanzungen stattfinden, auch nicht zur Feier von Tu BiSchwat. Der Erhalt und die Pflege der KKL-JNF-Wälder wird jedoch fortgesetzt, um zu verhindern, dass Schäden an Bäumen durch Krankheiten und Schädlinge entstehen. Auch das Sammeln von Samen für die folgende einjährige Keimung ist erlaubt. Wartungsarbeiten an der Waldinfrastruktur, einschließlich Picknick und Freizeitanlagen, Wander- und Radwege, Spielgeräte, Aussichtspunkte etc. finden wie gewohnt statt. In den Baumschulen des KKL-JNF werden weiterhin Saatgut und Setzlinge gepflegt, - alles Tätigkeiten, an denen Schulkinder z.B. auch anlässlich der Feier von Tu BiSchwat 5782 teilnehmen können.
Dabei gibt es jedoch Ausnahmen. Lebensrettende Sicherheitsbäume entlang der Strassen und rund um die Grenzgemeinden des Gazastreifens werden weiterhin gepflanzt.
Baumspenden werden weiterhin für bestimmte Pflanzgebiete in den drei vom KKL-JNF verwalteten Regionen (Nord-, Zentral- und Südisrael) nach genauen Vorschriften entgegengenommen. In der südlichen Region gibt es beispielsweise abgegrenzte Flächen für Bodenkonservierungen, bei der die Vorbereitungen für die Pflanzung und Umpflanzung von Bäumen entsprechend durchgeführt werden können, aber auch hier mit festgelegten Regeln, die vom Rabbinat genehmigt und überwacht werden.
Während dieses besonderen Jahres der Schmita werden die Wälder des KKL-JNF weiterhin rund um die Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Gerade in dieser Zeit, während die Corona-Pandemie noch immer andauert, dienen unsere Wälder als einladende, sichere und entspannende grüne Freizeiteinrichtungen und Erholungsstätten.
Auch der KKL-JNF Schweiz bietet Ihnen während des Schmita-Jahres diverse Alternativen und interessante Partnerschaftsmöglichkeiten, um Israel und seine Bevölkerung auch weiterhin zu unterstützen. Gerne stehen wir Ihnen jederzeit für Fragen und weitere Informationen zur Verfügung.
Chag Sameach und Schana Towa,
Ihr KKL-JNF Schweiz
Als Israels grösste, politisch unabhängige und gemeinnützige grüne Organisation stehen unsere Farben Blau – Grün – Braun für die Sicherung der Wasserressourcen, die Begrünung des Landes und den ökologischen Umgang mit dem Boden.
Im Fokus der KKL-Arbeit steht ganz Israel, von Galiläa bis zum roten Meer. Ebenso profitiert die gesamte Bevölkerung, egal welcher Religionen und Herkunft, von unserem Tun. Die von KKL betriebenen Parks, Wälder und Erholungszentren stehen jedermann offen.
Unsere Tätigkeiten in Israel umfassen Aufgaben in der Aufforstung, Wasserwirtschaft, Erholung, Freizeit und Erziehung sowie Forschung und Entwicklung. Besonders stolz sind wir auf die bisher 240 Millionen gepflanzten Bäume und die 230 Wasserreservoirs. Nebst der wichtigen Arbeit in Israel, setzt sich der KKL, dank internationaler Kooperationen, auch im Ausland für Aufklärung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein.
In der Schweiz blicken wir auf einen engagierten Vorstand, der gemeinsam mit aktiven Menschen den KKL Schweiz vorantreibt und viele verschiedene Projekte in Israel unterstützt.
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Schweiz ist verfugbar!
Blaue Büchse
Die wohl bekannteste Art des Spendens für den KKL ist die Blaue Büchse. Damals wie heute steht sie in fast jedem jüdischen Haushalt und wird meist vor Schabbatbeginn “gefüllt“.