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Die Geschichte der Enkaustikmalerei reicht bis in die Antike zurück. Das Wort "Enkaustik" leitet sich vom griechischen Wort enkauston ab, das "eingebrannt" bedeutet. Pigmente werden mit geschmolzenem Wachs vermischt und auf einen Bildträger gemalt.
Römische und griechische Künstler praktizierten diese Kunst vor allem in der Fayum-Region in Oberägypten. Sie benutzten Holzkohlefeuer in Bronzebecken um die Wachsfarben zu schmelzen. Die Farben wurden danach mit erwärmten Pinseln und Spachteln auf Holztafeln gemalt und anschliessend durch Hitzeeinstrahlung (glühendes Eisen) eingebrannt.
Griechische Schiffsbauer der Antike verwendeten eine Mischung aus Harz und Wachs um die Schiffsrümpfe zu versiegeln und zu imprägnieren. Pigmente wurden hinzugegeben, um die Kriegsschiffe zusätzlich zu dekorieren.
Die meisten erhaltenen Werke enkaustischer Malerei sind kleine Mumienbildnisse. Diese Porträts der Verstorbenen dienten als Grabbeigaben. Die Enkaustik wurde im Mittelalter zunehmend durch die Ölmalerei ersetzt und erfuhr erst Mitte des 19. Jahrhunderts eine Renaissance.
Künstler welche diese Technik im 20. Jahrhundert angewandt haben sind unter anderem Jasper Johns, Diego Rivera und Georges Rouault.