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Im August 2018 wäre Leonard Bernstein 100 Jahre alt geworden. Dass aus dem jüdischen Immigranten-Sohn ein amerikanischer Star werden würde, hätte wohl niemand gedacht, als er 1943 die Chance erhielt, für den erkrankten Bruno Walter einzuspringen. Sein musikalisches Schaffen als Komponist, Dirigent und Vermittler ist immens und ein wunderbares Beispiel dafür, wie das jüdisch-europäische Erbe in Amerika zu etwas Neuem wurde. Bernsteins Protegé Michael Tilson Thomas hat ihn wohl am besten charakterisiert. Für ihn stand Bernstein für gesellschaftliche Verantwortung, Integration, und Grosszügigkeit. Das Maestro-Gehabe vieler seiner Kollegen lag ihm fern, doch hinsichtlich Professionalität stand er ihnen in nichts nach. Die Lieder des Musicals „West Side Story», dessen Verfilmung von 1961 gezeigt wird, ist amerikanisches Kulturgut par excellence geworden, doch wollte Bernstein auch als Komponist klassischer Musik ernst genommen werden, weshalb des Weiteren seine Duos und Trios im Konzert vorgestellt werden.
16.30: Die fünf Leben des Leonard Bernstein, Teil 1. Einführung zu Leben und Werk mit der Musikwissenschaftlerin Gabriela Kägi, danach Vorführung von West Side Story, der grandiosen Filmversion von Leonard Bernsteins Musical aus dem Jahre 1961 mit u.a. Natalie Wood. Die Darstellung der Rivalität zwischen zwei Jugendbands birgt alle Elemente eines sozialkritischen Dramas in sich und hat nichts an Aktualität verloren.
19.00: Apéro
19.45: Die fünf Leben des Leonard Bernstein, Teil 2
20.00: Uhr Konzert mit dem Trio Sandra Goldberg, Annlynn Miller und Ulrich Schmid sowie dem Spezialgast Dimitri Ashkenazy
Leonard Bernstein Three Meditations from Mass for Violoncello and Piano (1971-72)
Aaron Copland «Vitebsk» Trio for Piano, Violin and Violoncello (1929)
Leonard Bernstein Sonata for Clarinet and Piano (1941-42)
Leonard Bernstein Trio for Violin, Violoncello and Piano (1937)