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2018 lösten sich die Extremwetterlage ab. Das Jahr begann mit dem Wintersturm «Burglind» und fand seinen Höhepunkt in der ausgeprägten Trockenheit im Sommer. Sturm «Burglind» war nicht so stark wie «Lothar» am 26. Dezember 1999 und der Hitzesommer nicht so heiss wie 2003, aber beide Extremereignisse fanden innert eines Jahres statt. Das gemässigte Wetter das in den letzten 160 Jahren vorherrschte wird zur Vergangenheit.
2018 ist das Jahr der Extreme. Kurz nach Neujahr fegt am 3 Januar der Sturm «Burglind» Böenspitzen bis zu rund 200 km/h durch die Schweiz. Mitte Februar fiel das Thermometer auf minus 20 Grad Celsius.
Anfangs April begann eine Trockenperiode die bis ende Oktober andauerte. Der Sommer war ausgesprochene regenarm. Im Juni und im August regnete es für wenige Stunden. Ende Oktober fiel die Temperatur unter 13° und ergiebiger Dauerregen setzte ein.
Im Juli und August erreicht die Trockenheit ihren Höhepunkt. Wiesen wurden braun. Zuckerrüben und Silomais blieben im Wachstum stehen. Äpfel wurden notreif und fielen von den Bäumen.
Trockenheit und Brauntöne dominierten die Landschaft. Die Luft duftete nach vertrockenden Pflanzen. Während der Sommerferien wehte ein Hauch von Andalusien durch die Schweiz.
Der Regen im August brachte Linderung. Ende August begann der zweite Frühling. Die Pflanzen erholten sich sehr schnell. Sie profitieren von dem durch die Hitze mineralisierten Stickstoff in den Böden.
Die Apfelernte begann einen Monat früher als in normalen Jahren. Ende Juli wurden die ersten Äpfel zu Most verarbeitet. Der Silomaisernte begann schon im September. Silomais der normalerweise milchreif siliert wird, konnte als Körnermais geerntet werden.
Durch die Hitze verschoben sie die Jahreszeiten. Fenchel, Zuckerhut, Palla Rossa, Lattich, Salat schossen in die Höhe. Unter normalen Verhältnissen wachsen Salat- und Blattpflanzen im Spätsommer problemlos. Trockenheit und Hitze lösten verspätet die Blüte- und Samenbildung (generativer Impuls) aus. Im Frühjahr und im Sommer hemmt die Hitze das Blattwachstum. Im August als die Temperaturen sanken, Wasser und Stickstoff dazu kamen, kam das Blattwachstum im gange. Durch die zeitliche Verschiebung kamen sich die saisonal bedingten vegetativen und generativen Prozesse in die quere und führten zum Ausfall von verschiedenen Kulturen.
2018 ist das Jahr der sich abrupt ablösenden Extremwetterlagen. Sturm-Mild/Windstil. Mild-Eiskalt. Kälte-Hitze. Innert weniger Stunden und Tage schnellte oder fielen die Temperaturen um +/-15° in die Höhe oder Tiefe. Der Trockenheit folgen Extremregen und Überschwemmungen. Der seit 15 Jahren beobachtbare Trend zu sich ablösenden Extremwetterlagen hat 2018 zugenommen. Das gemässigte Wetter, das die letzten 160 Jahren prägte, schwächt sich ab. Durch die Extreme fallen die Vegetationsprozesse aus dem Gleichgewicht. Gewisse Kulturen werden vorzeitig erntereif, andere könne nicht mehr geerntet werden.
Die Angaben über Saatzeitpunkt, Vegetationsverlauf und Erntezeitpunkt relativeren sich. Welchen Einfluss das sich verändernde Klima auf die Kulturpflanzen und Natur hat muss noch erforscht werden. Das hohe Tempo des Klimawandels erschwert es, zeitnahe dem Klima angepasste Nahrungspflanzen zu züchten.
Exkurs gemässigtes Wetter
Die Begriffe «Gemässigtes Wetter» und «Gemässigtes Klima» meinen nicht das Gleiche.
«Gemässigtes Wetter» meint den meteorologischen Jahresverlauf der in der Schweiz seit dem Ende (1860) der mittelalterlichen Kälteperiode vorherrschte.
Typisch für das 20. Jahrhundert waren ausgeprägte Jahreszeiten die langsam ineinander übergingen. Einander sich ablösende Regen- und Schönwetterperioden die ungefähr 2-3 Wochen dauerten. Temperaturen die im Winter nicht unter -15° Celsius fielen und Sommer die selten wärmer als +30° wurden. Extreme wie Kältewinter und Wärmesommer wurden in den folgenden Monaten kompensiert.
Es war nie sehr warm und nie sehr kalt. Zyklisch wiederkehrende Regen- und Sonnenperioden sorgten für einen regelmässigen, im voraus prognostizierbaren Vegetationsverlauf.
«Gemässigtes Klima» ist ein Begriff aus der Geografie und meint die Zonen die etwa zwischen dem Polarkreis und 40-45 Grad Nord oder Süd liegt.
- Links / Quellen abgerufen am 30. Oktober 2018
- mittelalterlichen Kälteperiode»
- Gemässigtes Klima»
- Lothar»
- Burglind»
- 3 heissester Sommer seit Messbeging»
- Vergleich Lawinenwinter-1999 / Winter-2018»
- 2018 heiss aber nicht so heiss wie 2003»
Publiziert am: 30.10.2018
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2018 lösten sich die Extremwetterlage ab. Das Jahr begann mit dem Wintersturm «Burglind» und fand seinen Höhepunkt in der ausgeprägten Trockenheit im Sommer. Sturm «Burglind» war nicht so stark wie «Lothar» am 26. Dezember 1999 und der Hitzesommer nicht so heiss wie 2003, aber beide Extremereignisse fanden innert eines Jahres statt. Das gemässigte Wetter das in den letzten 160 Jahren vorherrschte wird zur Vergangenheit. weiter»
Publiziert: 30.10.2018