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Schweiz, Genf, Bahnhof. Eine Frau reist mit dem Zug nach Marseille, wo sie ihre Forschungsergebnisse an einer Konferenz vorstellen muss, um weitere Unterstützungsbeiträge zu erhalten. Im Zug sitzt sie vis-à-vis von einem jungen Herren, der weder Ticket, Geld noch Ausweis dabei hat, und erst noch in die falsche Richtung fährt. Mit 50 Euro hilft die Forscherin dem Mann aus. Die Hilfe wird bald zu einer doch recht langen gemeinsamen Reise.
Schweiz, Genf, Bahnhof. Ein junger Mann ist auf dem Weg nach Berlin, um seinen Sohn, der soeben - zwei Wochen vor dem eigentlichen Termin - auf die Welt gekommen ist, zu sehen. Doch er wählt die falsche Verbindung und bleibt unterwegs in einem deutschen Bahnhof stecken. Der nächste Zug Richtung Berlin fährt erst am folgenden Morgen um 8 Uhr. Der Wartesaal ist kalt und beinahe leer: Eine etwa gleichaltrige Frau wartet ebenfalls auf ihren Zug gen Osten, Rumänien. Die beiden gehen schon bald gemeinsam auf Entdeckungsreise rund um den Bahnhof.
Schweiz, Genf, Bahnhof. Eine junge Frau hat ihre sieben Sachen (inkl. der Hauskatze) auf den Kofferwagen gepackt und wird von ihren zwei besten Freundinnen zum Zug nach Neapel begleitet. In der Schweiz, mit "nur" einer C-Bewilligung - ihre Eltern sind italienische Staatsbürger und seit 40 Jahren hier wohnhaft - hält sie nichts mehr zurück. Lieber will sie im Süden Italiens ein neues Leben beginnen. Sie muss das (Frauen-)Abteil aus Sicherheitsgründen mit dem Zugschaffner teilen und kommt mit diesem ins Gespräch. Neapel, so stellt der Schaffner fest, biete ausser Dreck, Gestank und schlechten politischen Verhältnissen nichts, und sie solle sich das mit dem "neuen Leben in Italien" nochmals überlegen... [nd/OutNow]
Teaser: "Naples" Französisch, 00:50