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Ein elfjähriger Junge schmetterte einen Schneeball gegen einen vorbeifahrenden Müllwagen – und verursachte damit einen Unfall mit einem Sachschaden von rund 20’000 Franken.
Dass das Werfen von Schneebällen auf fahrende Fahrzeuge gefährlich werden kann, hat sich am Montagabend kurz vor 16.30 Uhr in Oberägeri gezeigt. Ein Elfjähriger schmetterte auf der Hauptstrasse zwischen Unterägeri und Oberägeri einen Schneeballen gegen einen vorbeifahrenden Müllwagen.
Der 46-jährige Lenker des LKWs trat nach dem Aufprall des Schneeballs stark auf die Bremsen – in der Annahme, dass ein Objekt unter sein Fahrzeug geraten sei. Mit Folgen für das Fahrzeug dahinter: Eine 51-jährige Autolenkerin bemerkte das Bremsmanöver zu spät und prallte gegen das Heck des Kehrichtwagens.
Verletzt wurde beim Unfall niemand. Das Fahrzeug der Autofahrerin erlitt Sachschaden von rund 20’000 Franken, wie die Zuger Strafverfolgungsbehörde am Dienstag mitteilte.
Kein Lausbubenstreich, sondern eine Straftat
Sie warnt vor ähnlichen, leichtsinnigen Aktionen. Das Werfen von Schneebällen auf fahrende Fahrzeuge sei kein Lausbubenstreich, sondern habe auch rechtliche Konsequenzen. Der Versuch, Gegenstände wie Schneebälle auf fahrende Autos zu werfen, wird als gefährlicher Eingriff in den Strassenverkehr geahndet und damit als Straftat gewertet (Störung des öffentlichen Verkehrs).
Die Polizei appelliert auch an die Eltern, ihre Kinder auf die Gefahren und die möglichen Folgen eines solchen Verhaltens hinzuweisen.