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Marcel Hugs Helm ist zwar in Silber gehalten, doch die goldene Farbe würde ihm besser stehen. Zum dritten Mal gewinnt der Thurgauer am Donnerstag Gold. Zuvor war er schon über 5000 m und 1500 m nicht zu schlagen gewesen.
Über 800 m übernahm Hug von allem Anfang an das Zepter und liess sich von der Spitze nicht mehr verdrängen. Am Ende der ersten Kurve, wenn die Fahrer auf die Innenbahn wechseln, musste Hug zwar einen heiklen Moment überwinden, um nicht eingeklemmt zu werden. «Ich musste da sofort reagieren, das hat gut geklappt», sagte er, danach fuhr er aber klar vornweg und liess der Konkurrenz im Endspurt keine Chance. Am Ende hatte er seinen ersten Verfolger um gut vier Zehntel hinter sich gelassen.
Schärs vierter Streich
Bei den Frauen hat auch Manuela Schär eine lückenlose Ausbeute an Medaillen: vier Starts, zweimal Silber (5000 m, 1500) und nach den 800 m auch Gold über 400 m (T54). «Es ist unglaublich, was hier passiert», sagte die Krienserin. Sie habe sich immer speziell auf diese Distanz über 400 m gefreut, hier habe sie am meisten Fortschritte gemacht, «und ich wollte unbedingt mal in einem starken Feld zeigen, was drinliegt».
Ganz ähnlich erging es Catherine Debrunner über 400 m (T53). «Für mich war eine Medaille hier in Tokio ein Traum, an eine goldene habe ich nie gedacht.» Jetzt hat sie nach Bronze über 800 m genau diese geholt. Knapp zwei Jahre nach dem Gewinn des WM-Titels in Dubai und drei Monate nach dem Sieg an den Europameisterschaften in Bydgoszcz in Polen war Debrunner auch in Tokio über die Bahnrunde nicht zu schlagen. Sie siegte mit über einer Sekunde Vorsprung.
Kratter dank Bestleistung zu Bronze
Im Weitsprung sorgte Elena Kratter für die überraschendste Medaille. Die Schwyzerin übersprang erstmals in ihrer Karriere die 5-Meter-Marke. In einem hochklassigen Wettkampf reichte dies für die bronzene Auszeichnung. Auch Sofia Gonzalez kam bei ihrer Paralympics-Premiere in den Weitsprungfinal, auch ihr gelang mit 3,96 m eine persönliche Bestweite.
Nora Meister sorgte derweil im Schwimmen über 400 m Crawl für die erste Schweizer Medaille im Aquatic Centre. Die 18-Jährige zeigte bei ihrer Paralympics-Premiere Nervenstärke, sie liess sich von den rasch davonziehenden Jiang Yuyan aus China und Jelisaweta Mereschko aus der Ukraine nicht beirren. Am Ende schwamm sie sicher zur Bronzemedaille, die sie überglücklich macht. Da spielte es auch keine Rolle, dass Jiang Meisters Weltrekord über die acht Bahnlängen um beachtliche acht Sekunden auf 5:04,57 Minuten verbesserte.
Badminton-Duo im Halbfinal
Das Schweizer Handbiker-Team beschliesst die Wettkämpfe derweil auf Rang 7. Für Fabian Recher, Tobias Fankhauser und Heinz Frei war schnell klar, dass sie angesichts der starken Konkurrenz im Kampf um die Medaillen nicht würden eingreifen können.
Im Badminton hat Karin Suter-Ehrat die Viertelfinals im Einzel erreicht. In ihrer Dreiergruppe kam die Baselbieterin gegen die beiden Deutschen Elke Rongen und Valeska Knoblauch zu zwei Siegen. Hingegen Cynthia Mathez verpasste den Einzug in die nächste Runde. Im Doppel hatten es die beiden Schweizerinnen wieder mit Knoblauch/Rongen zu tun und setzen sie sich in zwei Sätzen durch. Damit steht das Schweizer Duo vor dem letzten Gruppenspiel am Freitag bereits im Halbfinal.