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Unternehmen,
welche mit dem Bund eine Verpflichtung zur Begrenzung der
Treibhausgasemissionen nach Art. 67 CO₂-Verordnung eingegangen sind, können Mehrleistungen nach Art. 12 CO₂-Verordnung
in Bescheinigungen umwandeln. Dazu müssen aber die Emissionen des Unternehmens
die Zielvereinbarung um mehr als 5% unterschreiten. Zudem können sie Mehrleistungen aus der ersten
Verpflichtungsperiode 2008 bis 2012 in die zweite Verpflichtungsperiode 2013 bis
2020 transferieren.
Beispiel:
Eine Wäscherei geht 2014 eine Zielvereinbarung mit dem BAFU nach Art. 67 CO₂-Verordnung
ein. Für die Wäscherei wäre ein Ersatz der Ölheizung durch eine Holzheizung möglich,
jedoch nicht wirtschaftlich, und fliesst daher auch nicht in die Berechnung der
Zielvereinbarung mit dem BAFU ein. Im Jahr 2015 entscheidet sich die Wäscherei
aber doch für die Holzheizung, und wird daher ab 2016 das Emissionsziel massiv
unterschreiten. Die gesamten durch die Unterschreitung des Emissionsziels
erzielten Mehrleistungen, abzüglich 5%, kann die Wäscherei an die Stiftung KliK
verkaufen.
Unternehmen mit einer
freiwilligen Zielvereinbarung mit Bescheinigungsanspruch können gemäss Artikel
12a CO₂-Verordnung ebenfalls Bescheinigungen erzeugen. Dafür
müssen sie allerdings die Massnahmen, mit welchen das Emissionsziel unterschritten
wird – und welche nicht Teil des festgelegten Massnahmenziels oder der
Zielvereinbarung sein dürfen –, als Projekte im Sinne von Art. 5 CO₂-Verordnung
einreichen. Ausserdem werden solche Mehrleistungen erst ausgestellt, wenn das
Emissionsziel während drei Jahren um mehr als 5% unterschritten wird.
Unternehmen
mit einer freiwilligen Zielvereinbarung nach Art. 68 CO₂-Verordnung ohne
Bescheinigungsanspruch oder Unternehmen,
welche am Emissionshandelssystem teilnehmen (EHS-Unternehmen), können keine
Bescheinigungen erzeugen.
Die
Stiftung KliK hat befreiten Unternehmen mit Emissionsziel einen Kaufvertrag für
Bescheinigungen aus Mehrleistungen und überzähligen Emissionsrechten vorgelegt.
268 Unternehmen haben vom Angebot der Stiftung KliK Gebrauch gemacht. Weitere Unternehmen werden, nach dem Erhalt
der Verfügung durch das BAFU, ein identisches Vertragsangebot von der Stiftung
KliK erhalten. Bei Fragen kontaktieren Sie bitte Frau Darja Tinibaev
.