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Das assoziative Bluffspiel Linq von Erik Nielsen erschien ursprünglich bei Endless Games in den USA. Dass wir dieses kleine Juwel nun auch auf dieser Seite des Atlantiks und in deutscher Sprache geniessen dürfen, verdanken wir der Spieleautorin Andrea Meyer, die bei diesem Projekt als Entdeckerin und Redakteurin fungiert hat. Sie hat den Prototypen erstmals an der Spielmesse in Essen 2006 und dann erneut an der Nürnberger Spielwarenmesse 2007 den deutschen Endkunden vorgestellt. Die Reaktionen waren eindeutig, die Spieler begeistert. So hatte dann auch ich das Glück, über Umwege ans Spiel zu kommen. Unser Prototyp wurde viel gespielt und im Freundeskreis wurde die Fertigstellung von Linq mit Freude erwartet. Nun, ein Jahr nach dem erstmaligen Ködern der Messebesucher, ist Linq endlich im Fachhandel erhältlich.
Zum Ablauf des Spiels: In jeder Runde werden Pärchen von identischen Begriffskarten und eine oder zwei Bluffkarten zufällig an die Spieler verteilt. Per Würfel wird einer der zwölf Begriffe auf den Karten bestimmt. Nun nennt jeder Spieler reihum einen beliebigen Ausdruck - idealerweise eine nicht allzu offensichtliche Assoziation mit dem eigenen Begriff. Zum Beispiel (als Assoziation zu Pferd): "Ferrari" (ja, das Emblem, aber auch die Pferde unter der Haube). Die andern Spieler nennen z.B. "See", "Tal", "Rennen", "Hengste", "schwimmen" und "Gipfel". Danach tippt jeder verdeckt auf ein Spielerpaar, von dem er denkt, dass beide denselben Begriff auf der Karte haben (es darf auch auf sich selbst getippt werden). Darauf folgt eine weitere "Ausdrucks-Runde" und erneut eine Tipp-Phase. Dann kommt die Wertung: Wenn sich zwei Partner gegenseitig erkannt (getippt) haben, erhalten sie zur Belohnung 5 Punktechips. Wenn aber ein anderer Spieler dieses Paar ebenfalls ertippt hat, müssen beide einen ihrer Chips an den Tipper abgeben. Und wer auf einen Bluffspieler gesetzt hat, lag schon ganz daneben und muss zur Strafe dem Bluffer einen Punkt spendieren.
Nun zeigt sich auch der subtile Witz von Linq. Man soll seine Ausdrücke so wählen, dass der Partner zwar die Assoziation zum gemeinsamen Begriff versteht, der Link (Linq) zum Partner den Mitspielern aber verborgen bleibt. Der Bluffspieler hingegen sollte sich möglichst bei allen Assoziationen anbiedern und verwirrende Begriffe einschleusen.
Insgesamt ist Linq ein durch und durch gelungenes Spiel, das sehr schnell erlernt ist und für so manch heiteren Abend sorgen wird. Für mich auf jeden Fall ein Muss im Spieleschrank! -cb
|vergriffen||LINQ von Erik Nielsen (Kosmos), für 4-8 Spieler, ab 10 Jahren - SFr 29.90|