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Im Rahmen des 40-Jahre-Jubiläums von PBI präsentieren wir jeden Monat eine*n ehemalige*n Freiwillige*n. Diesen Monat ist Claudia Marti an der Reihe, die 2001-2002 in Kolumbien im Einsatz war und danach für ein Jahr als Koordinatorin von PBI Schweiz arbeitete.
Kurzbiografie
Claudia Marti studierte Geschichte an der Universität Zürich und war von 2001-2002 mit PBI in Kolumbien im Einsatz. Nach ihrer Rückkehr arbeitete sie für ein Jahr als Koordinatorin von PBI Schweiz und absolvierte 2004 einen weiteren Auslandeinsatz als Friedensfachkraft mit dem Deutschen Entwicklungsdienst in Guatemala. Danach war sie während vier Jahren als Human Security Advisor für die Abteilung Menschliche Sicherheit (AMS) des EDA in Bogota tätig und während eineinhalb Jahren in derselben Funktion für das EDA in Libyen. Danach folgten von 2013-2021 weitere Tätigkeiten beim EDA (u.a. Programmverantwortliche für Nordafrika, Sektionschefin Friedenspolitik Mittlerer Osten/ Nordafrika und Programmverantwortliche Kolumbien). Seit Februar 2021 ist Claudia Marti als Peace and Development Advisor für das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) in La Paz, Bolivien tätig.
Was hat dich in deinem Einsatz am meisten geprägt?
«Der Mut der Menschenrechtsverteidiger*innen und ihre Bereitschaft, alles für die Menschenrechte und den Frieden im Land zu geben. Dass sie trotz allem immer wieder sehr fröhlich sein konnten und das Leben feierten. Die erlebte Dankbarkeit all denjenigen gegenüber, die den Einsatz für die Menschenrechte und den Frieden unterstützen.»
Gibt es eine spezielle Situation oder ein Erlebnis in deinem Einsatz, das du gerne mit uns teilen würdest?
«Ich hatte sehr viele beeindruckende Erlebnisse während meines Einsatzes und habe darüber an zahlreichen Vorträgen berichtet. So hat mich zum Beispiel die spürbare Angst der Menschen an einer Demonstration gegen Menschenrechtsverletzungen in Barrancabermeja geprägt. Oder mitzubekommen, dass auch die Enkelkinder von Verschwundenen ("Desaparecidos") noch unter den Folgen dieses Verbrechens leiden, obwohl sie die verschwundene Person nie kennenlernen konnten.»
Was für einen Ratschlag würdest du zukünftigen Freiwilligen geben?
«Den Einsatz als grossartige Chance zu sehen, einen Beitrag für die Menschenrechte zu leisten und die Situation in einem Land jenseits der Schlagzeilen kennenzulernen.»