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Stanislas Wawrinka stellte bei seinem ersten Viertelfinaleinzug bei Roland Garros einmal mehr sein grosses Kämpferherz unter Beweis und machte seinem Ruf als «Marathon Man» alle Ehre. Im 2. Satz musste sich der Romand während eines Medical-Timeouts gar am Oberschenkel behandeln lassen und schien dem sicheren Aus entgegenzusteuern. Dann aber schlug die Weltnummer 10 im grossen Stil zurück und erzwang mit dem Rücken zur Wand die Wende. «Es war eine unglaubliche Schlacht», resümierte Wawrinka nach der Partie.
Viele Chancen verpasst
Zu Beginn des Spiels musste sich Wawrinka den Vorwurf gefallen lassen, seine Chancen nicht genutzt zu haben. In den ersten beiden Aufschlagspielen von Gasquet kam der Romand zu nicht weniger als 7 Breakchancen, konnte aber keine einzige nutzen. Danach servierte der Franzose souveräner, sodass das Tiebreak entscheiden musste. Auch dort realisierte Wawrinka 2 Minibreaks, verlor die Kurzentscheidung schliesslich doch noch mit 5:7.
Medical-Timeout im 2. Satz
Im 2. Satz geriet der Weltranglisten-10. rasch mit 2 Breaks in Rückstand und musste sich beim Stand von 0:3 am Oberschenkel behandeln lassen. Eine Verletzung in diesem Bereich hatte Wawrinka bereits vor einigen Wochen in Rom behindert und dafür gesorgt, dass er das Turnier vorzeitig hatte aufgeben müssen.
Das Medical-Timeout zeigte jedoch Wirkung, Wawrinka kam plötzlich nochmals heran, vergab aber beim Stand von 4:5 einen Breakball, worauf Gasquet den 2. Satz bei eigenem Aufschlag doch noch ins Trockene bringen konnte.
Gasquet baut ab
In der Folge bewies Wawrinka einmal mehr seine kämpferischen Qualitäten und Ausdauer. Obwohl er erneut zahlreiche Breakchancen vergab - nur gerade 3 von 19 Breakbällen konnte er insgesamt nutzen - holte sich der Lausanner die Sätze 3 und 4 und erzwang einen Entscheidungsdurchgang. «Auf einem solchen Niveau wie im 3., 4. oder 5. Satz habe ich noch nie gespielt», sollte Wawrinka später sagen.
Während der Schweizer gegen Ende die Oberhand gewann, baute Gasquet zusehends ab und wurde immer wieder von Krämpfen geplagt. Dennoch liess sich der hartnäckige Franzose einfach nicht abschütteln. Erst beim Stand von 7:6 schaffte Wawrinka nach 4 Stunden und 16 Minuten den entscheidenden Servicedurchbruch und wurde für seinen Effort mit der Viertelfinal-Qualifikation und einem Duell mit Rafael Nadal belohnt.
Nadal souverän
Der Spanier seinerseits kommt an den French Open immer besser in Fahrt. Wie schon in der Runde zuvor blieb Nadal, der am Montag seinen 27. Geburtstag feierte, im Achtelfinal ohne Satzverlust. In etwas mehr als 2 Stunden bezwang die Weltnummer 4 den Japaner Kei Nishikori mit 6:4, 6:1 und 6:3 und darf sich weiter Hoffnung auf den 8. Titel in Paris machen.
gra