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von Renevier als besondere Stufe des «Vraconnien» ausgeschieden), die dem englischen Upper Green Sand entspricht, und 2. diejenige des Cenoman im engern Sinn oder der roten Schichten von Souaillon bei Saint Blaise, die mit der Kreide von Rouen (Rothomagien) und von Le Mans (Cenoman s. str.) übereinstimmt. Die erstere ist im Juragebirge ausserhalb der klassischen Fundstelle von La Vraconne ziemlich wenig bekannt und nur noch an einigen Stellen des Val de Travers über dem Albien gefunden worden. An andern Orten, z. B. zwischen Cornaux und Cressier, sind diese Sedimente vom Moränenmaterial der Weinberge überlagert. Es ist zu hoffen, dass sie in dieser Gegend einmal zum Vorschein kommen werden, da sichere Anzeichen für ihre Existenz vorhanden sind (so ein Block von glaukonitischem gelbem Kalkstein mit einem phosphatisierten Turrilites Puzosianus).
Die Fundstelle von Mouille-Mougnon an der Strasse von La Vraconne nach Sainte Croix hat G. Campiche und A. Jaccard aus einem sandigen und rein glaukonitischen dichten Gestein mehr als 100 Arten von in braunem Kalkphosphat abgedruckten Steinkernen geliefert. Darunter befinden sich Fischzähne, 37 Kephalopoden, 35 Gastropoden, 19 Acephalen und 3 Echinoiden. Diese Fossilien entsprechen wie überall im englisch-parisischen Becken dem ersten Horizont des Cenoman und weisen folgende charakteristische Formen auf: Turrilites Bergeri, T. Puzosianus und T. elegans, Scaphites Meriani, Anisoceras alternatum, A. perarmatum und A. Sanctae Crucis, Hamites virgulatus, Baculites Gaudini, Schloenbachia inflata und Sch. Hugardiana, Hoplites Raulinianus etc.; von nur in diesem Horizont sich findenden Gastropoden Avellana (Cinulia) incrassata und A. Valdensis.
Chenopus (Aporrhais) bicornis, Solarium triplex, S. Tollotianum und S. Rochatianum, Pleurotomaria Laharpi, P. gaultina, P. regina, P. Vraconnensis, P. Thurmanni und P. Rütimeyeri, Turbo Triboleti und T. Brunneri, Trochus Gessneri, T. Buvignieri und T. Gillieroni; von ebenfalls nur im untern Cenoman des Juragebirges auftretenden Acephalen Ostrea (Alectryonia) Milletiana, O. (Exogyra) canaliculata und O. vesiculosa, Arca (Cucullaea) obesa, Trigonia Fittoni, Inoceramus Coquandianus, Fimbria gaultina, Thetis Sanctae Crucis, Cyprina quadrata, Tellinaphaseolina, Thracia rotundata, Th. Alpina und Th. Sanctae Crucis, Gastrochaena brevis etc. Diese Fauna entspricht auch derjenigen der Grünsandsteine von Bellegarde mit rotbraun phosphatisierten Fossilien.
In den Waadtländer Hochalpen wird das untere Cenoman vom fossilführenden Albien durch fossilleere grüne oder violette Sandsteine geschieden. Die von E. Renevier ausgebeuteten Fundstellen des untern Cenoman sind Cheville, L'Ecuellaz, Les Esserts, Cordaz, Pierre Carrée etc. Dieser Horizont ist sehr reich an phosphatisierten braunen und glaukonitischen Steinkernen, die von den ältern Sammlern mit den Fossilien des Albien verwechselt worden sind. Die gefundenen 253 Arten stellen eine zum grössten Teil littorale und mit Trümmern des Pseudoplankton vermischte Fauna dar, die von den Meereswellen auf eine Flachküste geworfen wurde, wo sich die organischen Reste (Tange und Guano [?]) mit den eisenhaltigen und sandigen Sedimenten, in denen die Tierleichen vergraben lagen, vermengt haben.
Diese in einer 1-2 m mächtigen Schicht erhalten gebliebene Fauna umfasst: 4 Arten von Fischen (Ganoiden und Selachier);
67 Kephalopoden, worunter Belemnopsis minima, Nautilus Clementinus und 5 andere Nautilier, 60 Ammonoiden der Gattungen Lytoceras, Phylloceras, Desmoceras, Puzosia (P. Mayoriana), Hoplites, Douvilleiceras, Acanthoceras, Schloenbachia, Scaphites, Turrilites, Helicoceras, Anisoceras, Hamites und Baculites;
73 Gastropoden der Gattungen, Actaeonina, Actaeon, Cinulia oder Avellana, Murex, Fusus, Aporrhais (Chenopus), Cerithium, Ampullina, Turritella, Scalaria, Solarium, Discohelix, Neritopsis, Turbo, Trochus, Pleurotomaria (18 Arten), Emarginula, Patella;
1 Scaphopoden (Dentalium), 77 Acephalen, 6 Brachiopoden, 1 Anneliden, 1 Bryozoen, 18 Echinoiden, 4 Korallen und 1 Spongienart.
Von allen den genannten Arten sind 81 für diesen Horizont charakteristisch. Davon nennen wir: Schloenbachia inflata, Anisoceras armatum, Solarium triplex, Pleurotomaria Thurmanni, Ostrea (Gryphaea) vesiculosa, Echinoconus castanea, Discoidea rotula. 108 Arten kommen aus dem Albien herüber, darunter Schloenbachia varicosa, Inocedamus concentricus, Cyprina regularis, Terebratula Dutempleana, Holaster brevis, Theocyathus conulus. 19 Arten reichen bis ins obere Cenoman (Rothomagien) hinauf, wovon Douvilleiceras Mantelli, Schloenbachia varians, Turrilites Scheuchzeri etc. Der gleiche Horizont mit der nämlichen Fauna und analogen Sedimenten (sog. Ellipsoidenkalk) setzt sich ohne Umänderungen und ohne nennenswerte Verarmung bis in die östlichen Schweizer Alpen, den Säntis und ins Vorarlberg fort.
Das obere Cenoman bildet in den Alpen überall hellere, aber immer noch glaukonitische Kalke von blos einigen Metern Mächtigkeit. An sämtlichen Fundstellen sind die Fossilien reichlich vertreten, ziemlich gut erhalten und gut bekannt. Von der Fundstelle Cheville nennt Renevier 46 Arten: 1 Lamniden (Corax), 1 Krebs, 23 Kephalopoden (worunter 7 Nautilier), 9 Gastropoden, 6 Acephalen und 6 Echinoiden. Die am häufigsten auftretenden Arten sind: Douvilleiceras Mantelli, Acanthoceras Rothomagense u. A. Cunningtoni, Schloenbachia varians, Turrilites Scheuchzeri, Baculites baculoides, Discoidea cylindrica und Holaster subglobosus.
Diese Fauna entspricht derjenigen des obern Cenoman im Juragebirge, wo aber die Sedimente aus nicht glaukonitischen roten oder rosaroten Mergelkalken bestehen. Diese Gruppe der Kreideablagerungen ist von F. Dubois de Montperreux 1837 in Neuenburg und in Souaillon bei Saint Blaise entdeckt worden und lehnt sich zwischen Neuenburg und Cressier parallel den darunter liegenden Schichten des Barrémien an. Sie dringt auch in die Jurathäler bis nach Morteau und Nods (Doubs) hinein, ist aber durch die eozänen und noch spätern Erosionen sehr häufig weggewaschen worden.
Zwischen Cressier und Biel transgrediert sie direkt über die infrakretazischen Stufen, um dann bei Biel auf das Valangien und sogar nahezu bis auf das Portland zu liegen zu kommen. Diese Tatsachen weisen auf eine stratigraphische Diskordanz zwischen dem Hils und der obern Kreide hin. Wir kennen heute ziemlich viele vereinzelte Fetzen dieses obern Cenoman, die aber oft mehr oder weniger durch quaternäre Schuttmassen verdeckt und für die Ausbeute von Fossilien nicht gerade aufgeschlossen sind.
In den geologischen Sammlungen zu Neuenburg finden sich aus diesen Schichten etwa 15 fossile Arten, so Scaphites obliquus und S. aequalis, Turrilites costatus, T. tuberculatus und T. Essensis, Hoplites curvatus und H. falcatus, Schloenbachia varians und Sch. Coupei, Douvilleiceras Mantelli, Acanthoceras Rothomagense und A. Cenomanense, Nautilus elegans etc. mit zahlreichen Inoceramen (I. cuneiformis, I. striatus etc.), Arten von Pecten und Plicatula, sowie mit dem sehr bezeichnenden Holaster subglobosus. Das obere Cenoman bildet in unserm Juragebirge die letzten obern Ablagerungen der Kreidezeit. Es ist allerdings möglich, dass während der maximalen Phase der suprakretazischen Transgression auch noch das Turon bis in diese Gegenden gereicht hat, doch ist diese Stufe heute im Juragebirge nicht bekannt.
Interessant erscheint die Beobachtung, dass das Turon der Alpen eine petrographische und paläontologische Fazies aufweist, die mit derjenigen des obern Cenoman im Juragebirge durchaus übereinstimmt. Es sind dies die berühmten «roten Schichten» der Präalpen und der Mythen, sowie der graue oder rötliche Seewenerkalk der östlichen Schweizer Alpen, über deren Alter lange Zeit die Ansichten geteilt waren. Heute ist mit Sicherheit nachgewiesen, dass diese Schichten dem Turon angehören und nicht etwa dem Cenoman oder gar der Juraformation, wie man mit Fischer-Ooster behauptet hat.
Von Roessinger ist in den roten Schichten der Präalpen bei Leysin über Aigle vor kurzem eine charakteristische Turonfauna entdeckt worden, die von E. Renevier und H. Douvillé bestimmt wurde. Sie umfasst: Sauvagesia Nicaisei, Radiolites cfr. acuticostatus, R. cfr. Paillettei und R. cfr. Jouanneti, Inoceramus cfr. Cuvieri, I. undulatus, I. cuneiformis, I. angulatus und I. Crispi, Echinocorys vulgaris (= Ananchytes ovata), Micraster cfr. breviporus, Cardiaster Gillieroni und kleine Crinoiden. Die Mehrzahl dieser Formen sind rein turonisch. Die Anwesenheit von Ananchytes ovata, die sich gewöhnlich im Senon findet, verpflichtet nicht mit Notwendigkeit zu der ¶
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Annahme, dass in diesen Schichten auch das Senon vertreten sei.
Dagegen ist das Senon über dem Seewenerkalk in den Seewenerschiefern der östlichen Schweizer Alpen tatsächlich vorhanden. Dies ist besonders im Säntisgebirge der Fall, wo diese grauen Schiefer gut erkennbare Exemplare von Ananchytes ovata enthalten, welches Fossil zusammen mit Belemnitella mucronata etc. sich in der weissen Kreide von Nordeuropa findet. Der letztgenannte Kephalopode ist aber in der Schweiz bis jetzt immer noch nicht angetroffen worden, obwohl er heute auch aus dem Vorarlberg (nach Trosch in isolierten Blöcken am Hüttenberg und am Bihlenberg bei Sonthofen) bekannt geworden ist. Es ist somit der Seewenerkalk wie die roten Schichten mit Radiolites und Sauvagesia von turonischem Alter, während die Seewenerschiefer wahrscheinlich schon dem Senon zugerechnet werden müssen.
Die weisse Kreide erscheint also in den schweizerischen Präalpen und Alpen in der nämlichen Fazies entwickelt, wie sie in den bairischen und Salzburger Alpen auftritt, wo das mergelige Element bis in die sog. Hippuritenschichten hinein vorherrscht. Der Seewenerkalk ist sehr fossilarm; man findet in ihm blas Inoceramen und ganz vereinzelt etwa einen Zahn eines Rochen von der für die Kreide bezeichnenden Gattung Ptychodus. Der mergeligen Fazies des Senon kommt in den östlichen Schweizer Alpen eine grössere Verbreitung zu als man bisher angenommen hatte. In den Churfirsten und im obern Toggenburg findet man über den Seewenerschiefern noch schwarze und ziemlich fette Mergel mit seltenen und ganz kleinen pyritischen Fossilien (Pachydiscus sp. und Baculites sp.) und dann trockene Mergel mit kleinen Gastropoden der Fauna von Siegsdorf in Baiern. Diese Mergel werden transgressiv vom oligozänen Flysch überlagert, mit dem man sie bisanhin verwechselt hatte.
Das Danien hat in unserm Land keine fossilen Reste geliefert, doch nimmt man an, dass die Wangschichten, wenigstens zum Teil, dieser Stufe angehören. Diese wenigen Hinweise zeigen, dass das Kreidemeer sich in der Ostschweiz zwar stark eingeengt hatte, aber doch immer noch bestand und das mediterrane Becken der französischen Alpen mit dem Becken der bairischen und österreichischen Alpen verband. Als dann zu Ende der Kreidezeit die Verbindung im Südwesten unterbrochen wurde, blieb der helvetisch-bairische Golf blos noch in Zusammenhang mit dem Wiener Becken. Von dieser letztern Gegend aus haben nachher zuerst die nummulitische und dann die Flysch-Transgression das ganze Gebiet der Schweizer Alpen nördlich der krystallinen Massive von Neuem überflutet.
3. Tertiär.
a. Eozän.
Bohnerzbildung (Sidérolithique) oder kontinentales Eozän. Zur gleichen Zeit, da an Stelle des grössten Teiles der heutigen Schweizer Alpen das eozäne oder Nummulitenmeer lag, herrschte im Juragebirge und teilweise auch in den Waadtländer und Savoyer Alpen eine Kontinentalepoche, die man sich auf Grund der Bohnerz- und der Nummulitenfaunen unseres Landes und der eozänen Flora der benachbarten Gebiete als eine feuchte und warme Zeit mit tropischem Klima vorzustellen hat.
Ferner muss angenommen werden, dass der über Wasser liegende Teil der Schweiz zusammen mit den angrenzenden Regionen von Frankreich und Süddeutschland, wo das marine Eozän fehlt, damals eine grosse Ebene gebildet habe. Während die Vogesen und der Schwarzwald aufzutauchen und die jetzige oberrheinische Tiefebene sich einzusenken begannen, waren die Juraketten noch nicht vorhanden. Ihre Decke von Kreidesedimenten sah sich seit dem Rückzug des Turonmeeres den abtragenden und erodierenden Einwirkungen einer Atmosphäre von tropischem Charakter preisgegeben.
Die Lagerungsform der noch nicht gefalteten Schichten, die sich in kulissenförmigen Stufen von den Horsten der Vogesen und des Schwarzwaldes gegen das alpine Nummulitenmeer zu senkten, war in allen kalkigen Gebieten der Absorption der Oberflächenwasser günstig. Diese grossen Decken von abwechselnd kalkigen und mergeligen Felsarten bildeten durch die Art ihrer Anordnung grosse artesische Sammelbehälter, die den Bruchlinien entlang eigentliche Springbrunnen in die Höhe sandten, ähnlich den am Jurafuss heute noch tätigen sog. Bonds der Ebene von Bière. Es hat somit zu jener Zeit im Boden Wasser zirkuliert, das stellenweise auch wohl Mineralwasser gewesen sein kann.
Auch die vulkanischen Erscheinungen, die sich später in der Umgebung des Schwarzwaldes (Kaiserstuhl, Hegau etc.) zeigten, können damals an dem jetzt unter dem Tertiär des schweizerischen Mittellandes begraben liegenden Ufer des Nummulitenmeeres ihre Vorläufer gehabt haben. Die genannte Zirkulation des unterirdischen Wassers in den Felsschichten des Juragebietes gibt uns zusammen mit der oberflächlichen Erosion, Lockerung und Aufbereitung des Bodens die Erklärung für die Art der Entstehung der Bohnerzbildung, die auch aus der Umgebung des französischen Zentralplateaus, aus Dalmatien etc. bekannt ist. (Vergl. den Art. Jura, Abschn. Geologie unseres Lexikons).
Die Bohnerzbildung entlehnt ihre petrographischen Elemente den Verwitterungsmaterialien der Kreide- und Juraschichten, namentlich den Mergeln und Sandsteinen des Albien und des Cenoman. Die mit diesen geschwemmten und aufbereiteten Materialien angefüllten sog. Taschen, die man aus den Umgebungen von Solothurn, Biel, Filet, Liesberg, Neuenburg, La Chaux de Fonds, Morteau etc. kennt, haben eine bunte Mischung von. Fossilien des Albien, Neokom, Valangien und der jurassischen Stufen geliefert, die in Bolus und Glassanden regellos, eingebettet liegen.
Diese eigentümlichen Fundstellen zeigen die Herkunft der die Bohnerzbildung zusammensetzenden Materialien aufs deutlichste. Diese letztern sind also nicht, wie Gressly meinte, aus dem Schoss der Erde emporgestiegen, sondern umgekehrt durch die von den unterirdischen Wassern ausgewaschenen Schächte in ihn hinabgeschwemmt worden. Dies geschah während der Kontinentalperiode zu Ende der Kreide- und zu Beginn der Eozänzeit. Im Ganzen erscheinen aber die Ablagerungen der Bohnerzbildung, die heute die Mehrzahl der Juramulden erfüllen und sich auch bis ins Urgon des.
Mittellandes und in dasjenige der Waadtländer Alpen hinein erstrecken, als geschichtete Sedimente. Ihr jungeozänes Alter wird durch die fossilen Knochenreste, sowie durch die Land- und Süsswassermuscheln bewiesen, die sich in den in die Bohnerzbildung eingeschalteten Bänken von Süsswaserkalken erhalten haben. Die Entstehung dieser geschichteten Bildung erklärt sich also aus einer in Sümpfen und Süsswasserseen zu Ende der Eozänzeit vor sich gegangenen Sedimentation.
Damals entstanden das im Jura sich findende Bohnerz, die Ansammlungen von Glassanden, die Knochenbreccien und die Süsswasserkalke, die heute der Industrie und der Wissenschaft so wohl zu statten kommen. Die in den siderolithischen Ablagerungen eingeschlossenen Faunen sind nicht alle vom nämlichen Alter. Rütimeyer hat bei Egerkingen eine ältere Fauna mit zahlreichen Resten von Lophiodon und in Münster (Moutier), sowie am Mormont bei La Sarraz eine jüngere Fauna erkannt.
Die Mehrzahl der Fossilien ist jünger als die Bartonstufe und die Sande von Beauchamp, während das Alter von anderen demjenigen der obersten Bänke des Pariser Grobkalkes (Parisien oder Lutétien) oder der darüberliegenden Süsswasserkalke entspricht. Dies zeigt zugleich, dass die. Knochen von voreozänen Tieren, wie sie ohne Zweifel auf dem Kreideboden des Jura gelebt haben müssen, auf festem Land vollständig zerfallen sind und daher nicht haben fossilisiert werden können.
Die Bohnerzbildung enthält demnach nichts weiteres, als die Ueberreste derjenigen Tiere, die während der Zeit dieser Sedimentation selbst gelebt haben und also deren Zeitgenossen gewesen sind. Da wir in unserm Artikel Jura in diesem Lexikon die Zusammensetzung der von Rütimeyer erforschten Landfauna der Bohnerzbildung schon näher besprochen haben, können wir uns hier die Aufzählung dieser Formen sparen. Seither sind aber von H. G. Stehlin einige neue Arten von Perissodaktylen oder Unpaarhufern beschrieben worden, so Propalaeotherium Rollinati (Egerkingen ?); Palaeotherium Rütimeyeri (Egerkingen, Mont Chamblon), P. Mühlbergi (Obergösgen, Solothurn), P. Buseri (Obergösgen, Entreroches), P. Moeschi (Obergösgen), P. Renevieri (Entreroches) und P. Heimi (Obergösgen, Entreroches), Plagiolophus Cartieri (Egerkingen, Mont Chamblon) und Anchilophus Depéreti (Egerkingen). Aus dem Vergleich mit der Zusammensetzung der in Frankreich stratigraphisch gut bekannten Faunen. ¶