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Das dem Lied zu Grunde liegende Gedicht ist Bestandteil des letzten erhaltenen Briefes, den Dietrich Bonhoeffer am 19. Dezember 1944 aus dem Gefängnis an seine Braut Maria von Wedemeyer schrieb.
"Das Gedicht Von guten Mächten treu und still umgeben von Dietrich Bonhoeffer (1906–1945) ist Bestandteil des letzten erhaltenen Briefes, den er am 19. Dezember 1944 aus dem Kellergefängnis des Reichssicherheitshauptamtes in der Berliner Prinz-Albrecht-Strasse an seine Braut Maria von Wedemeyer schrieb. In den deutschschweizerischen Gesangbüchern der drei Landeskirchen findet sich das vollständige Gedicht im originalen Wortlaut als Lese- und Meditationstext (KG 374.5/RG 550/CG 959.3) mit dem Vermerk "Neujahrsgedicht zum Jahreswechsel 1944/45 aus der Haft". Mit dieser kurz gefassten Information zur Entstehung wird zugleich angedeutet, warum die Gesangbuchgremien grundsätzlich nahelegen, auf das Singen des ganzen Gedichts zu verzichten: aus Respekt vor dem persönlich formulierten, seelsorgerlichen Weg, den Dietrich Bonhoeffer hier im Angesicht des Todes mit seiner noch sehr jungen Braut (und seinen Angehörigen) abschreitet. Den drei Gesangbüchern gemeinsam ist zudem die Wiedergabe der letzten Gedichtstrophe, Von guten Mächten wunderbar geborgen, mit der ersten Melodie von Otto Abel (1959). Während das Gedicht sich bei den Gesängen und Texten zum Jahreswechsel findet, ist das Lied im KG dem Abschnitt "Vertrauen und Bitte" zugeordnet, im CG "Vertrauen und Trost" und im RG dem Abschnitt "Sendung und Segen" (im Kapitel "Gottesdienst der Gemeinde"). RG und CG bringen diese letzte Strophe im originalen vierstimmigen Satz von Otto Abel (1959), der auch im Cantionale zum KG wiedergegeben ist (CN, S. 338)."
(aus dem Ökumenischen Liedkommentar)