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Christa hat mir einmal gesagt, wenn Küsse eine Farbe hätten, müssten sie die Farbe von Himbeeren haben. Sie meinte auch, dass es Erdbeerküsse gebe und solche, die nach Brombeeren schmeckten. Ich konnte darauf nur erwidern, dass jeder Kuss auf ihren Lippen ein klein wenig anders schmecke, aber das sei bei den wilden Himbeeren, die man im Wald pflücke, ja auch so. Und ich fügte hinzu, dass im Mund jede Himbeere die Erinnerung an den Geschmack der davor auslösche, und genauso lasse […]
Die Eingebungen kommen ja manchmal einfach so zu mir, wie junge Hunde eilen sie heran und bringen ein paar Stöckchen, wie dressierte Affen kommen sie daher und spielen mir etwas auf der Trompete vor. Und anderntags, da bleiben sie einfach weg. Dann liege ich im Garten und starre mit weit aufgerissenen Augen in den blauen Himmel, der mit seinen inhaltslosen Schäfchenwolken so leer ist wie die Stelle im Kopf, an der sich sonst üblicherweise die Ideen sammeln, als hätte jemand wie […]
There is a German word, Sehnsucht, which has no English equivalent; it means ‘the longing for something’. It has Romantic and mystical connotations; C.S. Lewis defined it as the ‘inconsolable longing’ in the human heart for ‘we know not what’. It seems rather German to be able to specify the unspecifiable. The longing for something – or, in our case, for someone.
Du hast das Alphabet gelernt. Kannst du dich an die Zeit erinnern, als A und B, C und D und all die andern Buchstaben dir noch gar nichts sagten? – Jetzt erzählen und erklären, fragen und antworten sie, sobald du ein Buch öffnest und zu lesen beginnst. Ohne noch auf die einzelnen Buchstaben zu achten, verstehst du ganze Geschichten, kurze und lange in diesem Buch. Du wanderst und kletterst, schwimmst und fliegst in der Geschichtenwelt. Wenn du wieder daraus zurückkehrst, […]
Packt eure Mäntel in den Schrank, werft eure Wollschals in die Ecke, lasst eure Handschuhe zuhause und hört auf, euch unter euren Mützen zu verstecken. Steckt eure schwarzen Klamotten in eine Kiste und tragt mal wieder Rot und Grün und Bunt, kippt alle Glühweinreste und den Zimt weg, verbrennt die Tannenbäume und macht die Fenster auf, damit ihr es hören könnt, wenn sie es von den Dächern rufen: der Frühling ist da. Holt eure Sonnenbrillen raus, poliert eure Fahrräder, räkelt […]
Darauf warten, dass die Sonne untergeht. Nicht einschlafen können. Orangensaft trinken. Ein Handtuch zurückbringen. Danke sagen. Aus dem Fenster sehen, die Hand ausstrecken. Nicht fort wollen. Tee und Orangensaft trinken. Tee und Orangensaft trinken. Nicht schlafen können. Ein Körper, der sich fühlt wie am falschen Ort. Ein Kopf, der am falschen Ort ist. Den ganzen Morgen warten. Tee trinken. Musik hören. Daliegen, hinsehen und wundern. Wie alles anders ist. Einen Film sehen. Einatmen. Ausatmen. Schlafen können. Aufwachen und nicht aufstehen. […]
In Träumen weiss ich nie, was als Nächstes geschieht. Dadurch werden wir uns auch gewahr, dass es ein Leben gibt, auf das wir keinen Einfluss haben. Wir bewegen uns darin, sind aber nicht die Herren dieses Lebens. Ein wunderbarer Zustand.
Ich wünsche Euch allen, dass 2015 ein gutes Jahr wird. Dass Sie feiern, die grossen und die kleinen Ereignisse, dass Sie machen, was Sie schon immer mal tun wollten. Dass Sie weiter gehen, weiter sehen, als Sie es für möglich hielten. Dass Sie lachen, weinen, singen, tanzen, hassen, lieben. In jedem Fall: dass Sie es sich gutgehen lassen. Und dass Sie leben. Es ist ein grosses Geschenk für mich, zu wissen, dass Menschen das hier lesen. Schön, dass Sie hier […]
nach Horrorfilmen problemlos einschlafen können und nicht mal bemerken, dass noch eine Schranktür offen ist oder die Bettdecke einen nun ungeschützten grossen Zeh nicht ganz bedeckt. Und Cola mit Zucker trinken. Richtigem Zucker. Die ganze Nacht wach sein, morgens mit den Pendlern zur Arbeit fahren und sich wacher fühlen als alle zusammen, die gerade dicht gedrängt einander auf die Schuhe starren. Weniger Angst haben davor, dass der Akku des Telefons leer sein könnte. Loslassen. Viel mehr Zeit nehmen, langsamer laufen, […]
The night before Christmas, when all through the house Not a creature was stirring, not even a mouse. The stockings were hung by the chimney with care, In hopes that St Nicholas soon would be there. The children were nestled all snug in their beds, While visions of sugar-plums danced in their heads. And mamma in her ‘kerchief, and I in my cap, Had just settled our brains for a long winter’s nap. When out on the lawn there arose […]