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Basel, 1.Viertel 15. Jh. n. Chr.
Fundort: Rittergasse 5, Basel
Keramik rottonig, braungrün glasiert,
Teil des Griffes fehlt
L. 50 cm
Inv. Nr 1972.3877.
Der Fettfänger besitzt eine seitliche Henkelöse und einen hohlen Griff. Das Innere des Gefässes ist braungrün glasiert. Während das Fleisch am Spiess langsam vor dem Feuer gegart wurde, sammelte der Fettfänger das abtropfende Fett, mit dem der Braten immer wiedert begossen wurde. Um 1300 wurde der bauchige, unglasierte Kochtopf verdrängt. Es entstanden neue, differenziertere Gefässformen mit Henkeln, Dreibeinböden und Innenglasur. Zur weiteren Küchenausrüstung gehörten nun Metallgefässe aus Eisen, Bronze oder Messing. Kessel, aus Kupfer getrieben, wurden an der Häli, einer Kette mit Haken, über das offene Feuer gehängt. Weitere Küchengeräte waren Schöpf- und Rührkellen, Messer, Bratspiesse, Schmalz- und Einmachhäfen, Siebe, Mörser, Flaschen und Gewürzdosen. In herrschaftlichen Küchen bediente man sich eines automatischen, mit Heissluft betriebenen Bratspiesses. Im 15. Jahrhundert löste der tischhohe Kochherd die bodenebene Herdfeuerstelle ab, was ein bequemeres Kochen ermöglichte.