Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03536.jsonl.gz/1317

ziehen
Allgemein:
Ziehen deutet auf irgendeine Form des aktiven Handelns hin. Der Träumende wird durch den Traum darauf aufmerksam gemacht, daß er in einer bestimmten Situation zur Tat schreiten kann. Ist er im Traum selbst der Ziehende, so trifft er bei einem Vorhaben die Entscheidungen. Wird er gezogen, dann hat er vielleicht den Eindruck, äußeren Zwängen nachgeben zu müssen. Möglicherweise sind zusätzliche Anstrengungen notwendig, damit etwas geschieht. Auch der Gegenstand, den ein Träumender zieht, oder das Mittel, mit dem er dies tut, kann wichtig sein. Ziehen (meist eines Wagens) kündigt viele Mühen an, für die man kaum Dank und Lohn erwarten kann,- ob man sich ihnen entziehen kann, läßt sich nur aus den individuellen Lebensumständen erkennen. Wenn andere etwas ziehen, wird man vielleicht Helfer brauchen oder aber von den Mühen anderer profitieren, ohne viel dazu beigetragen zu haben.
Psychologisch:
Im täglichen Leben wird der Träumende vielleicht von seinen Gefühlen 'herumgezerrt' und fühlt sich nicht dazu in der Lage, Widerstand zu leisten. Im Traum kann dies durch Gezogen werden zum Ausdruck kommen. Möglicherweise glaubt der Träumende, sich mit etwas abfinden zu müssen und sich nicht dagegen auflehnen zu können.
Spirituell:
In einem bestimmten Stadium der spirituellen Entwicklung stellt sich das Gefühl ein, in eine gewisse Richtung gezogen zu werden. Es ist denkbar, daß sich der Träumende dazu gedrängt fühlt, bestimmte Dinge zu tun, ohne zu wissen, was ihn antreibt.
Volkstümlich:
(arab. ) :
- empfinden: eine Verlockung hat großen Einfluß auf dich,-
- selbst gezogen werden: es ist an der Zeit sich zu eigenem Tun aufzuraffen oder einem Ruf zu folgen,-
- einen Wagen oder dergleichen ziehen: man wird zwar viel mühsame Arbeit haben, gelangt aber zu einem sicheren Verdienst.
(europ.) :
- einen Faden durch ein Nadelöhr: eine kleine Liebelei wird zustande kommen und frohe Herzen zusammenführen,-
- etwas mit Mühe des Weges ziehen: weist auf schweres Fortkommen hin und droht mit Sorgen,-
- eines Wagens oder Karrens: bringt mühevolle Arbeit, die schlecht belohnt wird,-
- selbst gezogen werden: man sollte jetzt einer Aufforderung Folge leisten oder sich endlich zu Handlungen aufraffen.
(ind. ) :
(Siehe auch 'Seil', 'Wagen', 'Zaumzeug' usw.)
- fleißige Arbeit wird dich vorwärts bringen.