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Ziele dieses Arbeitspakets sind zum einen den sediment-mechanischen Zustand und die Volumina von Sedimentpaketen am Vierwaldstättersee abzuschätzen. Zum anderen soll das potentielle Hangversagen aufgrund von Erdbeben oder anderen Indikatoren, die bestimmte sedimentologische Lagen destabilisieren können (z. B. Erhöhung des Porendruckes, hohe Sedimentationsraten im Deltabereich), ermittelt werden.
Dafür werden Ozeanboden Seismometer (OBS) an ausgewählten Orten (siehe Karte) im Vierwaldstättersee platziert. Diese registrieren über Tage bis Monate die seismischen Signale. Zudem wird einmal pro Messstandort ein akustisches Signal mittels eines Luftpulsers ausgelöst, um die verschiedenen Sedimentschichten im Seeboden zu bestimmen. Cone Penetration Test (CPT) Messungen erfassen zusätzlich die geotechnischen Eigenschaften der Seesedimente (Festigkeit, Porendruck). Um die Porendrücke in verschiedenen Tiefen unterhalb des Seebodens zu bestimmen, wird eine Langzeitlanze eingesetzt, die OBS- und CPT-Messprinzipien kombiniert.
Sedimentmechanische und (in)stabilitätsbeschreibende Eigenschaften sowie die Mächtigkeit der unterschiedlichen Hangsedimente fliessen direkt in die Modellierung von Tsunamiwellen (WPwave) ein.