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Rupert Murdochs 21st Century Fox und Discovery Communications erwägen einem Zeitungsbericht zufolge eine Fusion, die einen 100 Milliarden Dollar schweren Medien- und Unterhaltungskonzern hervorbringen könnte. Hochranginge Vertreter beider Unternehmen hätten sich vor rund zwei Wochen getroffen, um einen möglichen Zusammenschluss auszuloten, berichtet die «Australian Financial Review» am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die Gespräche befänden sich noch in einem sehr frühen Stadium. Deshalb gebe es auch keine Garantie für ein späteres formales Gebot. Ein Fox-Sprecher dementierte angebliche Gespräche mit dem US-Konzern Discovery. Bei Discovery war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreiche.
Schillerndster Unternehmer in der Medienbranche
Im vergangenen Jahr war Murdoch an dem US-Medienkonzern Time Warner interessiert. Der Milliardär hatte im Sommer seine 80 Milliarden Dollar schweren Pläne jedoch überraschend aufgegeben. Der gebürtige Australier gilt als einer der schillerndsten Unternehmer in der Medienbranche, unter anderem mit seinem Konzern News Corp.
Murdoch hat seine Bezahlsender in Deutschland, Grossbritannien und Italien zum grössten privaten Fernsehkonzern Europas gebündelt. Mit rund 20 Millionen Abonnenten und 14 Milliarden Euro Umsatz will er seine Macht beim Einkauf von Senderechten und beim Vertrieb ausspielen.
Auch Sky gehört zu Murdochs Imperium
Dafür verschob Murdoch den 57-prozentigen Sky-Deutschland-Anteil seiner US-Holding 21st Century Fox zu deren britischem Fernsehableger. Dieser kaufte weitere Anteile hinzu, legte den Namen BSkyB ab und tritt nun europaweit unter der Marke Sky auf. Sky Italia gehörte bereits vorher komplett zu Murdochs Reich.
(reuters/moh/ise)