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Brände, Dürre, Überschwemmungen, Stürme – wir sind Zeugen einer Klimanotlage. Plan International arbeitet mit benachteiligten Gemeinschaften auf der ganzen Welt und stellt immer wieder fest: der Klimawandel ist eine soziale und generationenübergreifende Ungerechtigkeit. Denn diejenigen, die am wenigsten zu dieser Klimanotlage beigetragen haben, sind am stärksten betroffen.
Klimakrise verschlimmert die Probleme der Mädchen
Mädchen sind bereits ohne Naturkatastrophen oft benachteiligt. Wetterextreme verschlimmern die Probleme, mit denen sie ohnehin zu kämpfen haben. Zum Beispiel:
- Bildung: Bei einer Naturkatastrophe nehmen Eltern oft Mädchen zuerst aus der Schule, damit sie helfen, Nahrung zu finden, Geld zu verdienen oder sich zu Hause um die Geschwister zu kümmern. Sie verpassen somit wichtige Lektionen – auch über den Klimawandel und wie man mit dessen Konsequenzen umgeht.
- Kinderheirat: Mädchen laufen die Gefahr, verheiratet zu werden, wenn die Familie sich in einer finanziellen Notlage befindet. Diese finanzielle Notlage tritt oft in Verbindung mit dem Klimawandel auf.
- Gewalt: Wetterextreme erhöhen das Risiko, dass Mädchen Opfer von Gewalt, sexueller Ausbeutung oder Menschenhandel werden. Dieses Risiko ist besonders hoch, wenn Mädchen Nahrung, Wasser oder Brennholz suchen oder in temporären Unterkünften leben – oft eine Folge einer Naturkatastrophe.
- Gesundheit: Mädchen essen häufig als letzte, wenn Nahrungsmittelknappheit besteht. Sie erhalten nicht genug zu essen und laufen die Gefahr von Mangelernährung.
Mädchen als Teil der Lösung
Es ist entscheidend, die Mädchen in die Pläne zur Bekämpfung der Klimakrise einzubinden. Bildung sollte dabei die oberste Priorität sein. Eine Studie zeigt, dass mit jedem zusätzlichen Schuljahr, das ein Mädchen erhält, die Widerstandsfähigkeit ihres Landes gegenüber Klimakatastrophen sich verbessert. Plan International ruft Regierungen dazu auf, die Bildung von Mädchen in ihren nationalen Klimabeiträgen mit einzuschliessen.
Vor Ort, in unseren Programmen arbeiten wir mit Gemeinschaften, Familien und lokalen Behörden, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der Mädchen bei Naturkatastrophen berücksichtigt werden. Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist zudem, die Bevölkerung und lokalen Behörden besser auf mögliche Naturkatastrophen vorzubereiten.