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Der Mond-Bote
Krebs-Vollmond 2013
Perspektiven der Weisheit 7:
Die Kumaras 2 - Sanat Kumara
Einleitung: Der Krebs wird in Indien als der Vollmond des Lehrers gefeiert, Guru Purnima. Es ist ein tiefgründiges spirituelles Fest und verweist darauf, dass zum Krebs die Qualität des Reflektieren gehört. Jeder Lehrer gilt als eine Repräsentation, eine Widerspiegelung des universalen Lehrerprinzips. Ist er ein wahrer Lehrer, so vermittelt er den Weg zur Wahrheit. Daher gilt ein Lehrer als Übermittler der höheren Energien an jene, die danach suchen, sie aufzunehmen. Sanat Kumara gilt als der Lehrer der Lehrer auf unserem Planeten, und Lord Maitreya, der Weltlehrer, arbeitet unter seiner Führung. Das Thema dieses Mond-Boten lautet daher „Perspektiven der Weisheit 7: Die Kumaras 2 - Sanat Kumara“.
Die vollendeten Wesen
Die puranischen Weisheitslehren erklären, dass in den Urzeiten unser Planet eine Halbkugel war und nur einen Pol hatte. Es war eine ätherische Gestalt mit dem auf die Sonne ausgerichteten Nordpol als Zentrum. Den Südpol gab es noch nicht und auch keine dichtphysische Form. Später verfestigte sich die Erde. Die schüsselförmige Gestalt wurde zu einem Globus; es bildete sich der Südpol, und der damalige Nordpol wurde um 90º gedreht. Die Region der Welt, die zu jener Zeit den Nordpol bildete und auf die Sonne gerichtet war, ist jetzt der Himalaya. Der jetzige Nordpol zeigt nun auf den Polarstern.
Die Menschheit der beiden ersten Rassen lebte „im Paradies“; ihre Formen waren aus Äther. Sie besassen noch kein Denkvermögen, sondern existierten in einem traumähnlichen Zustand in den subtilen Sphären. Es gab nur 10 Zeichen des Tierkreises. Der Abschnitt von Jungfrau bis Skorpion bildete ein einziges Zeichen. Die Waage, Symbol der dichtphysischen Manifestation, existierte noch nicht. Mit der dritten Rasse fing die Menschheit an, sich in physische Körper zu inkarnieren, und die Waage erschien. In der Mitte der dritten Rasse wurden dann die Geschlechter getrennt.
Zu jener Zeit kam eine Gruppe von hohen Wesen des Willens und Feuers, Siddhas genannt, von der Venus zur Erde, um ihr und ihren Wesen in der Evolution zu helfen. Sie wurden von Sanat Kumara angeführt, der über die Venus herabstieg. Venus gilt als die ältere Schwester der Erde. Sie ist die ätherische, höhere Entsprechung unseres Planeten. Später verliess ein Teil dieser Wesen die Erde wieder und kehrte zur Venus zurück. Einige blieben jedoch hier, darunter auch Sanat Kumara. Es gibt heute nur 24 Siddhas auf dem Planeten. Siddhas bedeutet die Vollendeten; es sind Wesen mit vollkommenen ätherischen Körpern.
Tatsächlich besuchen von Zeit zu Zeit Intelligenzen von der Venus unseren Planeten, um die erforderliche Inspiration zu geben. Meister EK weckte manchmal Leute mitten in der Nacht auf und bat sie, gemeinsam mit ihm zu meditieren. Die Meditationen dauerten zwei bis drei Stunden und verliefen in völliger Stille. Wurde er am nächsten Morgen danach gefragt, sagte er seinen Mitarbeitern: „Bestimmte grosse Wesen steigen über die Strahlen des Mondes auf den Planeten herab. Es sind Wesen von der Venus. Sie kommen, um den göttlichen Plan zu unterstützen und die Menschheit emporzuheben. Die Hierarchie empfängt sie mit grösster Ehrfurcht. Ich habe mich entschlossen, euch zu wecken, weil ich nicht möchte, dass ihr in solch erhabenen Zeiten schlaft."
Der planetarisches Logos
Sanat Kumara wird als das höchste Wesen dieser Erde und als der Allerälteste angesehen; daher wird er auch der Herr unseres Planeten genannt. Man nennt ihn auch den „schweigenden Beobachter“ und den „König der Welt“. Sanat Kumara ist der Archetyp, ein Abbild des himmlischen Menschen auf Erden. In der Bibel wird er „Der Alte der Tage“ genannt. 'Der Alte' ist eine direkte Widerspiegelung des planetarischen Logos unserer Erde. Dieses grosse Wesen benutzt Sanat Kumara, wie die Seele die Persönlichkeit benutzt: Er inkarniert in der Gestalt von Sanat Kumara. So ist Sanat Kumara die zusammenhaltende Kraft, die durch alle Evolutionen auf diesem Planeten lebt, atmet und wirkt. Er hält alles innerhalb seiner Aura oder seines magnetischen Einflussbereichs, so dass es ein zusammenhängendes, mit Energie versehenes und funktionierendes Ganzes bildet. 'In IHM leben, weben und sind wir', und keiner von uns kann den Radius seiner Aura überschreiten.
Sanat Kumara hat die Herrlichkeit des höchsten Ortes verlassen und eine physische Gestalt angenommen zugunsten der sich entwickelnden Menschen. Es ist eine Tat des Mitgefühls für die Menschen, die nicht wissen, wie sie leben sollen, wie sie sich selbst erkennen und verwirklichen und wie sie in die göttlichen Kreise aufsteigen können. Sanat Kumara und das Team seiner Mitarbeiter zeigen den Weg. Er gilt als der höchste Lehrer, der die Tür zu den höheren Welten offenhält. Diese Wesen stehen an der Tür, doch haben sie sich geweigert, hindurchzugehen, um auch den anderen Lebewesen zu helfen, diesen Punkt zu erreichen. So ist Sanat Kumara der Eine Einweihende, der Hierophant unserer Rituale.
Shamballa und Chintamani
Sein Herabstieg wird als ein grosses Opfer erachtet, das er aus seiner Liebe zu Gott heraus gemacht hat, ohne persönliche Ziele. Er ist so rein und erhaben, dass er nicht bis auf die dichtphysische Ebene herabsteigen kann, sondern sich im zweiten Äther aufhält, der die Erde umgibt. Er lebt an einem Ort auf der ätherischen Ebene, der in der Mongolei in der Nähe der Wüste Gobi liegt und Shamballa genannt wird. Shamballa ist für die normalen Augen unsichtbar, aber sichtbar für Menschen, die ätherisch sehen können. Von dort leitet er die Weisse Loge der Meister und hält die Herrschaft der inneren Regierung in seinen Händen. Er wacht über die Entwicklung der Menschen und Devas auf diesem Planeten.
Sanat Kumara ist der Schutzgeist von Chintamani, dem Stein der Weisen, der himmlischen Ursprungs ist. Wir können über Sanat Kumara und die Energie von Shamballa kontemplieren, indem wir die Augen schliessen, uns mit unserem Ajnazentrum verbinden und dann an die Wüste Gobi denken und an den darin verborgenen Ashram. In diesem Ashram ist Sanat Kumara, und auf seiner Stirn trägt er das wunderschöne Juwel von Chintamani. Zu manchen Zeiten wird es der Hierarchie gegeben, doch meist ist es in Shamballa. Es entspricht dem Juwel im tausendblättrigen Lotus des Kopfzentrums, „OM Mani Padme Hum“. Normalerweise schläft dieses Juwel jedoch im Menschen. Es heisst, dass Ganga, der Strom der ätherischen Energien, im Hause von Chintamani wohnt und aus dem kosmischen Zustand auf die Erde herabströmt. Chintamani ist der ursprüngliche Zustand der reinen Existenz auf Erden, das strahlende Juwel des Bewusstseins oberhalb unseres Kopfes. Von dort tritt das diamantene Bewusstsein in den Kopf ein, und wenn wir es wahrnehmen können, verstehen wir den Plan. Später wird das Bewusstsein dichter und irdischer; das reine Bewusstsein geht verloren.
Shamballa ist das Zentrum der Synthese auf dem Planeten; das Zentrum der Einheit nennt man die Hierarchie, mit den grossen Meistern und Adepten. Die Menschheit repräsentiert die Verschiedenheit; sie lernt langsam, zur Einheit, zur Seele zu wachsen. Der tausendblättrige Lotus in uns ist der Sitz der Synthese. Sein Sanskrit-Name ist auch das Mantram für die Synthese, Sahasrara.
Wir kennen die Namen aus Büchern; wichtig ist jedoch die praktische Arbeit mit diesen Informationen, damit sie für uns zu einer Realität werden. Sonst geraten wir leicht in Illusionen über Kontakte mit Sanat Kumara oder anderen grossen Wesen. Wenn wir Kontakt haben, werden wir nicht darüber sprechen. Wir können Sanat Kumara kontaktieren, wenn wir im Sahasrara leben. Es heisst, wenn wir die 1. Unterebene der 7. Ebene erreichen, können wir die Füsse des Herrn berühren. Sonst können wir ihn nur verehren und anrufen.
Innere Arbeit mit Sanat Kumara
Wenn wir an Neumondtagen seine Gegenwart anrufen und ihn visualisieren, so hilft dies, unser persönliches Verlangen in Einklang mit dem göttlichen Willen zu bringen und unseren Wunschkörper neu zu ordnen. Das Verlangen wird nicht getötet, sondern durch den Kontakt mit dem Magnetismus der höheren Ebenen neu ausgerichtet. So löst Sanat Kumara nicht wünschenswerte Muster unserer Persönlichkeit auf. Wir können uns vorstellen, dass wir in Shamballa eintreten, dass wir am Eingang des Ashrams stehen und auf die Gnade von Sanat Kumara warten. Auch der Stier- und Zwillinge-Vollmond sind für diese Visualisation besonders geeignet, denn während des Stier-Vollmondes richten sich die Meister der Hierarchie auf Sanat Kumara aus und empfangen den Saatgedanken für das Jahr. Beim Zwillinge-Vollmond empfangen ihn dann die Jünger, die auf die Meister ausgerichtet sind, um eine neue Inspiration für ihre Arbeit zu empfangen. Wir rufen Sanat Kumara und das Zentrum der Synthese auch jedes Mal an, wenn wir die Grosse Invokation sprechen und sagen: „Aus dem Zentrum, das den Willen Gottes kennt, lenke plan-beseelte Kraft die kleinen Menschenwillen zu dem Endziel, dem die Meister wissend dienen.“
Wenn wir von Sanat Kumara sprechen, sprechen wir auch vom Herzzentrum, denn das Herz ist der Sitz der reinen Liebe, von Buddhi. Sanat Kumara bildet die buddhische Ebene und hilft uns, den Körper von Buddhi in uns zu erbauen. Der buddhische Zustand ist voller Freude, und Sanat Kumara lebt auf der höheren buddhische Ebene in ewiger Glückseligkeit. Auch wenn er meist in tiefem Schweigen verweilt, hat er vor Zeiten dem Herrscher Pruthu 24 Gebote oder Sutras zum Jüngerschaftspfad übermittelt. Er tat dies, um uns zu helfen, unser Leben zu ordnen und zu dieser Ebene der Glückseligkeit emporzusteigen. So will Sanat Kumara mit seiner Gegenwart auf dem Planeten uns helfen, das Ziel unseres Lebens zu erreichen und Gott erkennen.
Daher lautet eine seiner Lehren „Den Herrn zu erreichen sollte der Rhythmus des täglichen Lebens werden – das Ritual des Lebens.“ Und er sagt: „Erlebe den Herrn in jeder Handlung und in jedem Dialog. Erlebe ihn von Augenblick zu Augenblick. Verpasse nicht einen Moment.“ Er nimmt jedoch auch den Druck, der durch unser Bemühen entstehen könnte: „Macht euch keine Sorgen und überanstrengt euch nicht bei dem Versuch, euch Tugenden anzueignen. Strengt euch auch nicht an, um die Untugenden loszuwerden, denn dieser Weg ist voller Schwierigkeiten. Stattdessen stellt durch Beobachtung des Göttlichen in den belebten und unbelebten Formen eine Verbindung her.“ Und möge dies auch tausendmal misslingen, so ist dies doch der einzige Weg, dem wir folgen sollten. So lernen wir, in allem, was geschieht eine Botschaft des Göttlichen zu sehen.
Verwendete Quellen: K.P. Kumar: Die Lehren von Sanat Kumara / div. Seminarnotizen. The World Teacher Trust e.V. Edition Kulapati. D-Wermelskirchen (www.kulapati.de / www.worldteachertrust.org).