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Mumps (Parotitis epidemica) ist eine durch Tröpfcheninfektion (z.B. beim Husten, Niesen etc.) übertragene Viruserkrankung, die aufgrund der hohen Ansteckungsfähigkeit vor allem im Kindesalter vorkommt – Mumps zählt zu den Kinderkrankheiten. Ausserdem tritt sie gehäuft in der kalten Jahreszeit auf. Ein umgangssprachlicher Name für Mumps ist Ziegenpeter.
Bei Mumps kommt es neben Abgeschlagenheit, Fieber und anderen allgemeinen Krankheitssymptomen in erster Linie zur Entzündung der Ohrspeicheldrüsen, wodurch die typischen Hamsterbacken entstehen. Im Kindesalter verläuft Mumps in der Regel harmlos und Komplikationen sind selten. Wenn das Mumps-Virus nach der Pubertät die Hoden infiziert, kann es eine Zeugungsunfähigkeit verursachen.
In etwa einem Drittel der Mumps Infektionen verläuft die Erkrankung mit sehr leichten oder gar keinen spürbaren Symptomen. Nach überstandener Krankheit sind Betroffene lebenslang gegen das Virus immun.
Eine direkte Therapie gegen das Mumps-Virus wird in der Regel nicht eingesetzt. Es folgt deshalb eine sogenannte symptomatische Therapie, welche die Symptome bekämpft und lindern soll. Warme Ölverbände auf den Ohrspeicheldrüsen können ebenso helfen wie gute Mundpflege und breiige Speisen. Besonders wichtig ist es mögliche Komplikationen zu behandeln, wenn diese auftreten. Das können eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) oder auch eine Hodenentzündung sein.
Es ist eine sehr wirksame Schutzimpfung verfügbar, die vor einer Infektion mit Mumps schützt. Es ist ein sogenannter Lebendimpfstoff (aktive Impfung mit einem abgeschwächten Erreger) der üblicherweise Kindern zwischen dem 12. und 15. Lebensmonat in Kombination mit einer Masern- und Röteln-Impfung verabreicht wird. Eine zweite Impfung erfolgt dann im Alter zwischen 15 und 23 Monaten. Die entstehende Immunität hält für Jahrzehnte bis lebenslang.
Mumps (Parotitis epidemica) – umgangssprachlich Ziegenpeter – ist eine akute Viruserkrankung, die meist eine schmerzhafte Schwellung der Ohrspeicheldrüsen und Fieber verursacht. Mitunter infiziert das Mumps-Virus auch das Gehirn, die Bauchspeicheldrüse oder die Hoden. In sehr seltenen Fällen sind auch andere Organe betroffen, zum Beispiel Eierstöcke, Schilddrüse, Augen, Herz, Niere oder Gelenke.
Mumps (Parotitis epidemica) ist weltweit verbreitet. Die Infektion mit dem Mumps-Erreger erfolgt mit der grössten Häufigkeit zwischen dem fünften und neunten Lebensjahr. Neugeborene und Säuglinge erkranken nicht, wenn die Mutter bereits mit der Kinderkrankheit infiziert war. Sie sind für einige Monate durch die Antikörper der Mutter geschützt. Mumps tritt während des ganzen Jahrs auf, mit Häufungen im Winter und im Frühjahr.
Ohne vorbeugende Impfung bekommen etwa 90 Prozent aller Kinder bis zum 15. Lebensjahr Mumps. Von allen infizierten personen erkranken 50 bis 60 Prozent dann erkennbar an der Kinderkrankheit. Alle anderen zeigen keine Symptome, sind aber trotzdem ansteckend.
Durch die routinemässige Mumps-Impfung ist die Erkrankungshäufigkeit in der Schweiz drastisch zurückgegangen.
Eine Ansteckung mit Mumps kommt bei Erwachsenen relativ selten vor, da die sogenannte Durchseuchung schon zwischen dem 4. und 15. Lebensjahr stattfindet. Danach sind etwa 90 Prozent der jeweiligen Bevölkerung immun gegen die Erkrankung. Diese Immunität hält lebenslang an, ebenso wie die durch eine Impfung. Einige Folgen von Mumps werden aber erst bei Erwachsenen festgestellt, zum Beispiel eine Sterilität (Zeugungsunfähigkeit) durch eine vorangegangene Orchitis (Hodenentzündung) nach der Pubertät.
Bei Mumps (Parotitis epidemica) sind die Ursachen die Mumps-Viren, die zu den sogenannten Paramyxoviren gehören. Eine Infektion mit diesen Erregern löst nur beim Menschen Mumps aus. Übertragen wird die Kinderkrankheit durch Tröpfcheninfektion, also beispielsweise durch Niesen und Husten. Eine Ansteckung ist ebenfalls möglich durch unmittelbaren Kontakt, zum Beispiel beim Küssen und in seltenen Fällen auch durch gemeinsam benutztes Geschirr und Besteck.
Von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) dauert es durchschnittlich 14 bis 25 Tage. Eine Ansteckungsgefahr besteht 3 bis 7 Tage vor und bis zu 9 Tage nach Auftreten der ersten Symptome, zum Beispiel der Speicheldrüsenschwellung. Nach einer einmaligen Infektion ist man in der Regel lebenslang gegen Mumps geschützt (immun) – in seltenen Fällen können jedoch auch Zweitinfektionen auftreten.
Etwa 30 bis 40 Prozent der Mumps-Infektionen (Parotitis epidemica) lösen keine Symptome aus. Verursacht die Kinderkrankheit Beschwerden, sind Fieber und eine Schwellung der Ohrspeicheldrüsen häufige Krankheitsanzeichen.
Im Anfangsstadium verursacht Mumps Symptome wie Appetitlosigkeit, Unwohlsein und eventuell Kopf- und Gliederschmerzen. Nach ein bis zwei Tagen tritt eine schmerzhafte Schwellung der Ohrspeicheldrüse (Parotitis) auf und es entstehen die charakteristischen Hamsterbacken mit einer Anhebung des Ohrläppchens. In 20 Prozent aller Fälle tritt diese Schwellung nur einseitig auf und die zweite Seite schwillt erst nach weiteren zwei bis drei Tagen an.
In manchen Fällen schwellen auch andere Speicheldrüsen und die örtlichen Lymphknoten an. Kauen und Kopfbewegungen sind schmerzhaft. Allgemein nimmt bei Mumps die Stärke der einzelnen Symptome mit dem Alter zu.
Mumps kann verschiedene Symptome hervorrufen und andere Erkrankungen auslösen. Die wichtigste ist eine Entzündung der Hirnhaut, die sogenannte Meningitis. Stärkere Kopfschmerzen können ein Hinweis darauf sein. Bei Männern kann begleitend eine Hodenentzündung (Orchitis) auftreten. Im Kindesalter kommt eine Hodenentzündung in der Regel nicht vor, sondern erst nach der Pubertät oder bei schwerer verlaufenden Infektionen im Erwachsenenalter.
Bei einem typischen Verlauf von Mumps (Parotitis epidemica) kann der Arzt die Diagnose anhand der charakteristischen Ohrspeicheldrüsenschwellung (Parotitis) und den sogenannten Hamsterbacken stellen.
Sind die Symptome nicht typisch und fehlt die Schwellung der Ohrspeicheldrüsen, können im Labor spezifische Eiweisse (Antikörper) gegen das Mumps-Virus im Blut die Diagnose sichern. In besonderen Fällen ist auch ein Erregernachweis aus einem Rachenabstrich, Speichel, Gehirnflüssigkeit, Urin oder Gewebeproben möglich.
Eine spezifische Mumps-Therapie, also eine Bekämpfung des Virus mit Medikamenten, ist nicht möglich. Ziel ist es, die Symptome mit fiebersenkenden Medikamenten (Antipyretika), Schmerzmitteln (Analgetika) oder kühlenden Umschlägen zu lindern.
Tritt während einer Mumps-Infektion eine schwere Hirnhautentzündung (Meningitis) auf, ist zur Therapie eine stationäre Behandlung im Spital nötig. Bei einer Hodenentzündung durch Mumps sollte Bettruhe eingehalten und der Hoden hoch gelagert werden.
Bei komplizierten Fällen von Mumps ist eine Therapie mit sogenanntem Mumps-Immunglobulin möglich. Das sind spezielle Antikörper gegen das Mumps-Virus.
Ist Ihr Kind an Mumps erkrankt, sollten Sie folgende Ratschläge beachten:
Im Allgemeinen ist bei einer Infektion mit Mumps (Parotitis epidemica) die Prognose gut – das heisst die Erkrankung nimmt einen Verlauf ohne Komplikationen. Die Symptome sind nach ein bis zwei Wochen verschwunden. In vielen Fällen entwickelt sich eine Hirnhautentzündung Meningitis, die aber neben der Mumps-Infektion meist unbemerkt verläuft und praktisch immer eine gute Prognose hat.
Bei Mumps sind Komplikationen eher selten. Manchmal kann eine durch Mumps verursachte Hirnhautentzündung (Meningitis) in Verbindung mit einer Entzündung des Innenohrs eine Schwerhörigkeit verursachen. Ausserdem können neben der Ohrspeicheldrüse auch andere Drüsen betroffen sein – typisch ist eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis). Bei Männern treten durch Mumps mitunter geschlechtsspezifische Komplikationen wie eine Hoden- oder Nebenhodenentzündung auf. Diese führen in einigen Fällen zu Unfruchtbarkeit (Sterilität).
Erkranken Schwangere an Mumps, kann die Krankheit vor allem in den ersten drei Monaten zu einer Fehlgeburt führen. Missbildungen des Ungeborenen oder Frühgeburten sind nicht bekannt.
Mumps (Parotitis epidemica) kann man wirksam mit einer Schutzimpfung vorbeugen. Für diese steht ein sogenannter Lebendimpfstoff (aktive Impfung mit einem abgeschwächten Erreger) zur Verfügung. Üblicherweise werden Kinder zwischen dem 12. und 15. Monat in Kombination mit einer Masern- und Röteln-Impfung immunisiert. Eine zweite Impfung erfolgt dann im Alter von 15 bis 23 Monaten. Die entstehende Immunität hält für Jahrzehnte bis lebenslang.
In der Schweiz wird die Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln empfohlen. Vor allem Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen arbeiten, sollten geimpft werden.