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Ein eisiger See - mal ist er azurblau und dann wieder türkis
Häufig wechselt der See in Nuancen seine Farben. Mal präsentiert er sich azurblau, dann wieder schimmert er türkis. Aber stets gibt er sich eisig, und wer an seinen Ufern lebt, der hütet sich davor, dort zu baden. Zwar ist der Titikakasee gefährdet, da in seiner Umgebung etliche illegale Minen ihre Abwässer ungefiltert ableiten und deshalb die biologische Balance mehr und mehr in Unordnung gerät, doch der Artenreichtum an Fischen ist nach wie vor sehr gross. Sie haben sich auch mit dem niedrigen Sauerstoffgehalt der Luft arrangiert und sind die Lebensgrundlage zahlreicher Fischer. Besonders beliebt ist der Pejerey, der auf zahlreichen Speisekarten der Restaurants zu finden ist.
Schwankende Inseln aus Schilf als Heimat einstiger Indianer
Puno ist die Metropole einer gleichnamigen peruanischen Provinz am Ufer des Titikakasees - mit einem Hafen, einem Justizpalast, einer Kathedrale und einigen baulichen Zeugnissen der Kolonialzeit. In der Umgebung der Stadt sind die zwölf Meter hohen Grabtürme der alten Aymarastätten der Collo-Kultur eine Visite wert. Aber mehr noch fasziniert der Besuch der sogenannten Schwimmenden Inseln, der Islas Flotantes. Es waren die Uro-Indianer. die sich einst vor den Inkas im See in Sicherheit brachten, in dem sie das dort wachsende Totoraschilf aufschichteten und sich so eine zwar schwankende aber feste Lebensgrundlage sicherten. 49 Inseln treiben auf dem See, zu einigen rudern die Kinder der Uro-Nachfahren, um dort eine Schule zu besuchen.
Strickende Männer und die Tempelruinen auf Amantani
Aber es gibt auch einige feste Inseln im Titikakasee, wobei die Isla Taquile von den auf dem See fahrenden Booten besonders oft angelaufen wird. Sie ist immerhin sechs Kilometer lang und einen Kilometer breit mit einem fruchtbaren Boden, auf dem Landwirtschaft betrieben wird. Dies ist aber auch die Insel der strickenden Männer, die hier die landestypischen Produkte aus Wolle herstellen. Unter anderem die traditionellen peruanischen Zipfelmützen. Nicht ganz so touristisch wie Taquile gibt sich die Nachbarinsel Amantani, deren Hänge mit Terrassen versehen wurden, auf denen vor allem Kartoffeln gedeihen. Die Tempelruinen auf den Hügeln dienen alljährlich im Januar als Kulissen eines traditionellen Inselfestes. Hier geht's zurück zur Übersicht von Peru Reisen