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Facebook steht als Unternehmen immer wieder in der Kritik, wenn es um das Thema Datenschutz geht. Durch seine Plattform und das Aufkaufen von populären Diensten wie zum Beispiel Whatsapp besitzt Facebook den Zugriff auf Daten von Milliarden von Nutzern.
Normalerweise müssen Unternehmen für den Zugriff auf diese von Facebook gesammelten Daten bezahlen. Für Wissenschaftler hingegen ist der Zugriff auf die Daten zu Forschungszwecken auch so möglich. Dies hat es dem Wissenschaftler Aleksandr Kogan ermöglicht, mittels Facebook eine App für einen psychologischen Test zu veröffentlichen. Diese App konnte unbemerkt die Daten von den teilnehmenden Benutzern sowie all ihren Freunden sammeln.
Die so gewonnen Daten von ungefähr 87 Millionen Facebook Benutzern hat Kogan dann an die Firma Cambridge Analytica weiterverkauft. Cambridge Analytica hat diese Daten dazu verwendet, um unter Anderem den Wahlkampf in den Vereinigten Staaten zugunsten von Donald Trump zu beeinflussen.
Als diese Tatsachen durch den ehemaligen Cambridge Analytica Mitarbeiter und Whistleblower Christopher Wylie 2018 an die Öffentlichkeit kamen, sahen sich Cambridge Analytica und Facebook massiven Vorwürfen ausgesetzt. Entsprechende Ermittlungen wurden vorgenommen und Facebook im Zuge diesen Ermittlungen zu einer Geldstrafe von 5 Milliarden US-Dollar verurteilt. Es konnte nachgewiesen werden, dass das Unternehmen von der potentiellen Möglichkeit des Daten-Sammelns durch Apps gewusst und nichts unternommen hatte. Cambridge Analytica hingegen meldete Insolvenz und existiert heute nicht mehr.
Bild: Pixabay