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Cereda trainierte in der abgelaufenen Saison das NLB-Team Biasca Ticino Rockets, von 2008 bis 2011 war er bei seinem Heimatklub Ambri bereits Assistenzcoach gewesen. Nun erhielt er als Chefcoach einen Einjahresvertrag.
Ende der Neunzigerjahre war Cereda eine herausragende Spielerkarriere prognostiziert worden; 1999 wurde er von den Verantwortlichen der Toronto Maple Leafs in der 1. Runde gedraftet. Doch die Karriere in Nordamerika kam (unter anderem) wegen gesundheitlicher Probleme nicht in Schwung.
Im Sommer 2000 wurden bei Cereda erstmals Herzrhythmusstörungen diagnostiziert, sieben Jahre später musste er seine Karriere mit 26 Jahren wegen Herzproblemen per sofort beenden.
Cereda folgt als Chefcoach bei Ambri auf Gordie Dwyer. Dieser war Ende Januar vom KHL-Klub Medvescak Zagreb gekommen und hatte beim abstiegsgefährdeten NLA-Verein den glücklosen Hans Kossmann als Headcoach abgelöst. Mit dem früheren NHL-Haudegen schaffte Ambri schliesslich mit 4:0 Siegen in der Liga-Qualifikation gegen den NLB-Meister Langenthal den Ligaerhalt.
In den letzten 20 Jahren war der im letzten Januar entlassene Kossmann der einzige Schweizer Trainer im HC Ambri-Piotta gewesen. Kossmann, der in Kanada aufgewachsen und erst mit 22 Jahren in die Schweiz gekommen war. Fast unglaublich mutet an, dass der Mythen umwobene HC Ambri-Piotta in seiner Vereinsgeschichte seit dem Zweiten Weltkrieg bloss einen einheimischen Trainer engagiert hat; das war Ende der Vierzigerjahre Giovanni Zamberlini.
Nun also geht Ambri mit einem Trainer in die Zukunft, der bei den grössten Erfolgen des Vereins auf dem Eis gestanden hatte. Mit Luca Cereda erreichte der Klub 1999 den Playoff-Final und gewann 1999 und 2000 den IIHF Continental Cup. Weggefährte von Cereda war damals auf und neben dem Eis der heutige Sportchef Paolo Duca. Die beiden waren Anfang der Neunzigerjahre im Primarschulalter zum HCAP gekommen und hatten die Juniorenabteilung Seite an Seite durchlaufen.
Die Wege von Cereda und Duca trennten sich allerdings nach drei gemeinsamen Jahren in der NLA, kaum waren die beiden dem Teenager-Alter entwachsen. Cereda zog als eines der grössten Schweizer Talente nach Nordamerika, während Duca das enge Tal in Richtung Zürich verliess und später für Zug spielte, ehe er 2007 in die Leventina zurückkehrte.
(SDA)