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Mea culpa
Am 10. Dezember vergangenen Jahres wurde die Kirchgemeindeversammlung gebeten, über den von der zuständigen Pfarrwahlkommission gemachten Vorschlag zuhanden der Urnenversammlung vom 4. März 2018 abzustimmen. Es ging um die Wahl von Pfarrer Michael Stollwerk auf die 30% gemeindeeigene Pfarrstelle.
Dr. Arnold Egli,
Der Unterzeichnete wollte wie in früheren Jahren offen abstimmen lassen. Er wurde dann von einem anwesenden Mitglied darauf hingewiesen, es müsse geheim abgestimmt werden. Das Mitglied zeigte ihm einen Paragrafen der Verordnung über das Pfarramt in der Landeskirche, wo dies stand. Als Versammlungsleiter wollte der Unterzeichnete nicht drauf eingehen, weil die Organisation von Wahlen und Abstimmungen in Gemeindeversammlungen in verschiedenen Gesetzen und Verordnungen geregelt ist und der Unterzeichnete nur die eine, wie sich herausstellte, veraltete Verordnung zur Hand hatte. Die Abstimmung fand offen statt und der Kandidat wurde mit grossem Mehr für die Wahl an der Urne vom 4. März vorgeschlagen. Die geheime Abstimmung wurde zuvor abgelehnt. Am Schluss der Versammlung wurden keine Einwendungen zur Verhandlungsführung gemacht.
Kurz vor Weihnachten ging beim Bezirksrat Meilen von einem Kirchgemeindemitglied, welches nicht an der Versammlung anwesend war, ein Rekurs gegen das Abstimmungsprozedere über diesen Wahlvorschlag ein: Die Zustimmung der Kirchgemeindeversammlung zum Wahlvorschlag sei als ungültig zu erklären, weil die Abstimmung nicht geheim abgehalten worden sei, so der Rekurrent. Die Kirchenpflege wurde dann zur Stellungnahme eingeladen. Vom Bezirksrat koordiniert ging es dann zwischen der beklagten Kirchgemeinde und dem Rekurrenten hin und her. Schliesslich befand der Bezirksrat, dass der Rekurrent, auch wenn er nicht an der Versammlung anwesend gewesen sei, rekursberechtigt sei. Der Bezirksrat erklärte im Weiteren die Abstimmung als ungültig und ordnete die Wiederholung der Abstimmung an. Somit kann die Urnenwahl vom 4. März 2018 von Pfarrer Michael Stollwerk nicht stattfinden.
Der geneigte Leser kann sich an dieser Stelle wohl vorstellen, dass der Unterzeichnete da jetzt einiges beizufügen hätte. Er stellt hiermit einfach fest, dass er einen Fehler gemacht hat, für den er sich in aller Form entschuldigt.
In der Hoffnung, dass Sie mir verzeihen können verbleibe ich
mit freundlichen Grüssen
Dr. Arnold Egli, Präsident
PS: Wenn Sie diesen Artikel lesen sind die Stimm- und Wahlcouverts bereits verteilt. Legen Sie den Wahlzettel für Pfr. Stollwerk nicht ins kleine Stimm- und Wahlcouvert. Danke!