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Gemälde, Porträt Regina Kolin (1670–1725)
Das Gemälde zeigt in Halbfigur im Dreiviertelprofil nach links schauend Regina Kolin (1670–1725). Sie steht vor einer Brüstung und trägt eine schwarze federgeschmückte Kopfbedeckung (den so genannten Hinterfür/Hinderfür), ein englischrot-schwarzes Seidenkleid mit Gürtel und ein mit weissen Spitzen besetzten Brusteinsatz in goldfarbenen Stoff. Um den Hals trägt sie eine Perlenkette. In der rechten Hand hält sie einen Fächer und in der linken Hand eine Taschenuhr mit herabhängendem Schlüsselchen. Im Hintergrund links ist eine Vase mit eingepflanztem Bäumchen platziert. Auf der Vase ist das Kolin-Wappen (zwei gekreuzte Hochkreuze mit Pfeilspitzfuss) abgebildet und darunter auf dem Sockel steht «AEtatis suae 23 / Anno 1699». Auf der Rückseite steht die Künstlersignatur «J. Brandenberg Pinxit [...]», welche infolge Dublierung nur noch teilweise sichtbar ist.
Das oben beschriebene Frauenporträt dürfte eine eigenhändige Kopie des vom Künstler Johannes Brandenberg (20.05.1661–26.09.1729) gemalten Originals aus dem Jahr 1692 sein, welches heute verschollen ist. Regina Kolin heiratete 1692 Johann Jakob Muos (15.01.1660–14.01.1729), welcher unter dem Beinamen «Moreer-Muos» bekannt war.