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Auf die Gefahr hin, den Ärger vieler Pariser und Paris-Liebhaber auf mich zu ziehen: Mir gefällt La Défense sehr. Das Hochhausviertel liegt im Westen von Paris und ist von vielen Punkten im Zentrum nicht zu übersehen: Die gläsernen Wolkenkratzer heben sich markant vom Pariser Stadtbild ab. Das ist auch der Grund, wieso die meisten Pariser das „Manhattan-sur-Seine“ überhaupt nicht mögen. La Défense unterscheidet sich so sehr von Paris, dass mir das Viertel gleich nach dem Aufsteigen aus der Métro bizarr und surreal vorkam.
La Grande Arche. Alle Fotos: Andrea Schmits
La Défense ist die grösste Bürostadt Europas: 1600 Unternehmen sind hier ansässig, darunter viele Banken und Versicherungen. In den umliegenden Restaurants und Cafés hört man hauptsächlich Englisch. Der berühmteste Bau in La Défense ist der gigantische Kubus der Grande Arche. Sie gehört, wie auch die Glaspyramide am Louvre und die Opéra de la Bastille, zu den Prestigeprojekten von Ex-Staatspräsident François Mitterrand.
Besonders faszinierend finde ich ihre symbolischen Masse: Der innere Ausschnitt des Bogens hat nicht nur die Form des Arc de Triomphe, sondern auch die Masse der quadratischen Cour Carrée des Louvre. Zudem liegt die Grand Arche in einer Linie zur Arc de Triomphe, den Champs Elysées und dem Louvre.
Die strenge Form des Kubus wird durch das in der Öffnung aufgespannte Segel, genannt „le nuage“ (die Wolke), aufgelockert. Die Dachterrasse in 110 Metern Höhe ist begehbar – jedensfalls dann, wenn sie, wie bei meinem Besuch, nicht gerade „aus technischen Gründen“ gesperrt ist.
Zu den für Touristen interessanten Attraktionen gehört neben der Grande Arche auch das grosse Einkaufszentrum Les Quatre Temps mit zahlreichen Restaurants und einem riesigen Kino.