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Fotoporträt der Theatergesellschaft Menzingen, anlässlich der Aufführung «Der schwarze Schuhmacher»
Abgebildet sind sitzende und stehende Theaterleute in ihren Kostümen vor dem Bühnenbild. Links ist der Blick frei auf einen Baumgarten im Winter, rechts sieht man einen Hauseingang, am Boden liegt Schnee. Das Foto klebt auf einer hellen Unterlage und liegt in einer Kartusche mit eingepresstem Rand. Unter dem Foto Inschrift «Der schwarze Schuhmacher. / Aufgeführt von der Theatergesellschaft Menzingen 1926.» Unter der Kartusche liegt der Namen des Fotoateliers Bürgi «ATELIER BÜRGI / UNTER-AEGERI».
Die Fotografin Laura Bürgi, geb. Heuser aus Unterägeri (1875–08.12.1964) eröffnete 1902 ein Fotoatelier an der Kantonsstrasse in Unterägeri, welches zugleich auch als Wohnsitz diente. 1908 verlegte sie das Fotoatelier und den Wohnsitz in ein eigens gebautes Wohn- und Geschäftshaus an der Waldheimstrasse/alte Landstrasse in Unterägeri. Ab den späten 1920er Jahren betrieb sie eine Filiale mit angrenzender Papeterie und Spielwarenhandlung an der Seefeldstrasse in Unterägeri (im ehemaligen Restaurant Falken neben dem Hotel Seefeld, heute Seminarhotel), die der jüngste Sohn Ernst Johannes Bürgi (1901–1990) leitete und 1933 auf eigene Rechnung übernahm. Laura Bürgi, geb. Heuser führte ihr Geschäft gemeinsam mit dem ältesten Sohn Reinhold Bürgi jun. (1895–1964) bis zu ihrem Tod. Die beiden oben erwähnten Söhne sowie der dritte Sohn Traugott Bürgi (1899–1998) stammen aus der Ehe mit dem Graveur, Fotograf und Postkartenverleger Vitus Reinhold Bürgi (15.06.1872–1933), von welchem sie sich trennte. Sie setzte den Grundstein der Fotografendynastie Bürgi im Ägerital.