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Das Wichtigste in Kürze
- Gouverneur Gavin Newsom muss sich wohl in einem Abwahlverfahren verantworten.
- Die Republikaner sammelten die 1,5 Millionen nötigen Unterschriften in der Bevölkerung.
- Es wäre bereits der zweite Demokrat, der auf diese Art in Kalifornien abgewählt wird.
Eine Gruppe von Republikanern hat genügend Unterschriften für ein entsprechendes Wählerreferendum gesammelt, wie die zuständige Behörde am Montag mitteilte. Demnach sind in erster Auszählung 1,6 Millionen Stimmen für den Antrag zusammengekommen, 100 000 mehr als benötigt werden.
«Recall» im Herbst
Nach weiteren Verifizierungschritten könnte der sogenannte «Recall» im Herbst zur Abstimmung gehen. In dem mit 40 Millionen Menschen bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat müssten die Wähler dann entscheiden, ob sie die Abwahl wünschen und welcher Kandidat Nachfolger werden soll.
2018 wurde der Demokrat Newsom ins Amt gewählt. Der 53-Jährige wird von konservativer Seite unter anderem wegen seiner liberalen Einwanderungspolitik und strikten Corona-Vorschriften kritisiert. Kalifornien ist traditionell ein «blauer» Staat und wählt mehrheitlich demokratisch. Einer jüngsten Umfrage zufolge wollten 40 Prozent der Stimmberechtigten Newsom abwählen.
Republikaner wollen profitieren
2003 kam es erstmals in der Geschichte des Westküstenstaates zu einem Abwahlverfahren, als der amtierende Gouverneur Gray Davis von seinen Gegnern für die schlechte wirtschaftliche Lage in Kalifornien verantwortlich gemacht wurde. Der Republikaner und Filmstar Arnold Schwarzenegger löste den Demokraten ab.