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Sonder - Dossier Longo maï Ukraine - direkte Hilfe 2022
Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten im Dorf:
Dank des lokalen Engagements der Longo maï-Kooperative und grosser Solidarität im Dorf Nischnje Selischtsche mit rund 3000 Einwohner*innen wurden hier bisher mehr als 1200 Geflüchtete aufgenommen. Ein von Longo maï vor wenigen Jahren eröffnetes Restaurant wurde in eine solidarische Kantine umgewandelt und serviert über dreihundert Mahlzeiten pro Tag. Gemeinsame Teams aus Dorfbewohner*innen und Geflüchteten bereiten die Mahlzeiten zu. Eine Jugendherberge, die Longo maï aufgebaut hat, und die Schulen des Dorfes nahmen Kinder aus Waisenhäusern von Luhansk auf. Saatgut wird verteilt, um eine Weiterexistenz der kleinbäuerlichen Landwirtschaft zu unterstützen. Transportbusse helfen, Material zu verteilen, da, wo es am nötigsten gebraucht wird. Mehr dazu im Dossier ...
Das Dorf Nischnje Selischtsche in Transkarpatien im Westen der Ukraine, wo Longo maï tätig ist, wird noch vom Krieg verschont.
Interview mit Oreste de Sol von Longo maï, Zeleny Hay, Transkarpatien, über die aktuelle Bedeutung von Saatgutlieferungen zur Aufrechterhaltung der lokalen Produktion und Unterstützung der Kleinbauern:
Die Hilfe von Longo maï, ausgehend vom Dorf Nischnje Selischtsche, umfasst vier Schwerpunkte:
Das Dorf Nischnje Selischtsche in Transkarpatien im Westen der Ukraine, wird noch vom Krieg verschont.
An der ukrainischen Grenze in Richtung EU werden Familien auseinandergerissen. Männer zwischen 18 und 60 Jahren dürfen das Land nicht verlassen.
Die Dorfschule wurde zum Schlafsaal umfunktioniert.
Empfang im Dorf von Kindern aus der Region Luhansk, die durch den Krieg traumatisiert sind.
Einheimische und Geflüchtete kochen gemeinsam zweimal am Tag für mehrere hundert Personen im Dorfrestaurant.
Die Hilfstransporte aus Rumänien und der Schweiz sind eingetroffen (Chust, März) und werden anschliessend verteilt.
Zusammen mit Geflüchteten sortiert eine ausgebildete Krankenschwester von Longo maï (links) Medikamente im Materiallager von Chust
Eine Ambulanz von der Longo maï-Kooperative in der Provence für die Ukraine.
Ankunft der Ambulanz in Transkarpatien vor ihrer Übergabe an Freiwillige in Kiew.
Die Käserei verarbeitete vor dem Krieg 1200 Liter Milch pro Tag, geliefert von Kleinbäuer*innen. Für die tägliche Versorgung der Essensausgaben spielt sie eine wichtige Rolle.
Der Krieg bedroht die Existenz der Käserei und der Kleinbäuer*innen. Unterstützung ist nötig, um die Milchlieferungen zu sichern.
Mit Kleinbussen werden Hilfsgüter verteilt und Schutzbedürftige evakuiert.