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In einer Umfrage vom 5.-9. Mai 2005 sprachen sich 70% der befragten Amerikanerinnen und Amerikaner für die Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung in den USA aus - so viele wie noch nie seit 1983, als die Frage in dieser Form zum ersten Mal gestellt wurde. Nur noch 24% waren gegen die Kernenergienutzung eingestellt (siehe Grafik). Die Bisconti Research Inc. führte die Umfragen im Auftrag des Nuclear Energy Institute (NEI) bei 1000 Personen im Alter von 18 oder mehr Jahren durch.
Noch stärker als der allgemeine Trend fiel die Meinungsänderung bei den Gruppen aus, welche die Kernenergie stark befürworten oder sie grundsätzlich ablehnen: 32% zählten sich zu den starken Befürwortern - so viele wie noch nie - und nur noch 10% zu den grundsätzlichen Gegnern - so wenige wie noch nie. Von 1983 bis 1988 überwog die Zahl der grundsätzlichen Gegner diejenige der starken Befürworter. Dann waren die beiden Gruppen fast zehn Jahre lang etwa gleich gross. Seither ist der Abstand zu Gunsten der starken Befürworter bis auf das heutige Verhältnis von 3:1 angewachsen.
Inzwischen wird der Meinungsumschwung auch besser wahrgenommen: Noch 2003 dachte eine deutliche Mehrheit von 51 % fälschlicherweise, die Gegner seien in der Mehrheit. Heute sind es nur noch 39%. Die Lebensdauerverlängerung und den Neubau von Kernkraftwerken stützen jetzt ebenfalls klare Mehrheiten: 85% sind für Lebensdauerverlängerungen, 74% für die Offenhaltung der Option zum Bau neuer Kernkraftwerke, 69% für den Bau zusätzlicher Einheiten an bestehenden Standorten und 58% ausdrücklich für den Bau von mehr Kernkraftwerken. Die Antworten auf weitere Fragen bestätigen die zunehmend positive Wahrnehmung der Kernenergie: Je 75% sind überzeugt, dass Kernkraftwerke zur Luftreinhaltung beitragen und eine nachhaltige Energiequelle sind. 66% halten die bestehenden Kernkraftwerke für sicher und nur 16% für unsicher. Bis 1990 waren die beiden Gruppen noch etwa gleichauf.
Quelle
P.B. nach Bisconti Research, Studienbericht, 5.-9. Mai, und NEI, Pressemitteilung, 20. Juni 2005