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Rückblick auf den Giro Rosa
Die 30. Ausgabe des Giro Rosa stellte eine Herausforderung dar, aber die Bigla Fahrerinnen, von denen vier noch nie an diesem Rennen teilgenommen hatten, kamen voll motiviert und gut vorbereitet nach Italien. Bereits beim Mannschaftszeitfahren auf der ersten Etappe lieferte das Team eine sehr solide Zeit und wurde damit mit dem zweiten Platz in der Gesamtwertung belohnt. Dies war ohne Zweifel eine hervorragende Leistung, besonders wenn man bedenkt, dass das Team eine bessere Zeit hinterlegt hat als die zweit- und drittbesten Teams in der Welt. Am dritten Tag belegte Cecilie Uttrup Ludwig den dritten Platz auf einer Etappe, die mit einem steilen Anstieg auf engen und kopfsteingepflasterten Straßen endete. Damit konnte sie ihren zweiten Rang in der Gesamtwertung bis zum Ende der folgenden Etappe verteidigen. Auf der achten Etappe holte das Team mit Lizzy Banks einen Etappensieg, und mit Leah Thomas sogar noch einen zweiten Platz. Nach rund 40km konnten sich die beiden Bigla Fahrerinnen mit acht weiteren Fluchtgefährtinnen vom Feld lösen und einige Minuten Vorsprung herausfahren. Nach einer Weile harmonierte die Ausreißergruppe jedoch nicht mehr, und Lizzy setzte sich 10km vor dem Ziel alleine ab, während Teamkollegin Leah erfolgreich Angriffe im Verfolgerfeld neutralisierte. Bei strömendem Regen gelang es Lizzy, alleine an der Spitze zu bleiben und die Ziellinie in Maniago als Erste zu überqueren, und damit einen spektakulären Solosieg zu erringen. Insgesamt verlässt Bigla Italien mit einem Etappensieg, zwei zweiten und einem dritten Platz, wobei das Team auch in den anderthalb Rennwochen viele wertvolle Erfahrungen sammeln konnte, die in kommenden Rennen sehr nützlich sein werden.
Zusammenfassend meinte Team-Manager Thomas Campana: „Dieses Jahr gab es einen sehr schwierigen Kurs beim Giro Rosa und wir wussten nicht genau, was auf uns zukommen würde. Wir hatten vier Fahrerinnen im Team, die noch nie bei einem solchen Etappenrennen teilgenommen haben. Unser Leader Cecilie ist auch noch ziemlich jung und es war das erste mal, dass sie diese Position eingenommen hat. Ich muss sagen, dass es doch etwas wie ein Abenteuer für uns war. Aber es ging doch alles ziemlich gut, denn die Qualität unserer Fahrerinnen ist außergewöhnlich. Wir haben letztes Jahr viele neue junge Fahrerinnen in unser Team aufgenommen und somit ein fast völlig neues Team gebildet. Ich habe noch nie ein Team erlebt, dass sich so schnell innerhalb von sieben Monaten entwickelt hat. Wir waren sehr erfolgreich mit einem Etappensieg, was eine ausgezeichnete Leistung darstellt, ein verdienter Sieg für Lizzy und für das ganze Team. Dann noch der Podestplatz für Cecilie und Leah und den zweiten Platz im Mannschaftszeitfahren waren auch sehr zufriedenstellend. Die Ergebnisse beim Giro dieses Jahr übertrafen unsere Erwartungen. Bezüglich des Gesamtklassement muss man sagen, dass Cecilies Vorbereitungen gar nicht ideal waren, denn im Höhentraining stürzte sie und konnte für 10 Tage gar nicht aufs Rad steigen. Sie ist gerade erst vier Tage vor dem Giro in Form gekommen. Aber wenn wir auch dieses Pech in Betracht ziehen, ist das Ergebnis doch ausgezeichnet, denn wir wussten erst vier Tage vor dem Beginn des Rennen, dass Cecilie überhaupt an dem Giro teilnehmen konnte. So im Großen und Ganzen haben wir ein fantastisches Team bei diesem Rennen gesehen, das viel Talent besitzt, und ich bin sicher, dass das Team sich im nächsten Jahr noch weiter verbessern wird und die nächste Leistungsstufe erreichen kann. Ich bin sehr glücklich und stolz auf die Fahrerinnen und was wir beim diesjährigen Giro Rosa erreichen konnten.“