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Yanweizhou-Park: Es schlängelt sich über Schilf und Pappeln
Gewundene Brücken und ein verschlungenes Netz aus Wegen, die durch eine blühende Uferlandschaft führen: Die Landschaftsarchitekten des Büros Turenscape aus Peking haben für die chinesische Millionenstadt Jinhua einen verspielten Park entworfen, der auch dem Hochwasserschutz dient.
Wie riesige orange-rote Schlangen mäandern die Brücken über das sumpfige Land. Neben ihnen und unter ihnen hindurch zieht sich ein Netz aus verschlungen Wegen und Pavillons. Dazwischen gedeihen Schilf und Pappeln, während sich in Tümpeln und Rinnsalen eine vielfältige Fauna beobachten lässt. Die anmutige Anlage stammt aus der Feder des Büros Turenscape und ist mehr als ein Erholungsraum: Der Yanweizhou-Park liegt mitten in Jinhua, wo der Wuyi und der Yiwu zum Jinhua-Fluss zusammenfliessen. Weil dieses Gebiet immer wieder geflutet wird, dient die Anlage mit ihren Brücken einerseits als Verbindung zwischen den Quartieren und sorgt andererseits dafür, dass das Umland vom Hochwasser verschont bleibt. Anstatt Dämme zu bauen, konzipierten die Landschaftsarchitekten den Park so, dass er regelmässig überschwemmt werden kann und sich die Wege notfalls sperren lassen.
Vor dem Bau des Parks lag das Land brach. Die Flüsse teilten die Stadt, was wiederum zur Folge hatte, dass die bei den Flüssen neu erbauten Kulturinstitutionen wie die Oper kaum genutzt wurden. Das hat sich mit dem Park nun geändert. Und dies dürfte einer der Gründe gewesen sein, dessentwegen die 2014 eröffnete Anlage im Rahmen des „World Architecture Festival“ zur Landschaft des Jahres gekürt wurde. (mai)