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Mit dem neuen Neat-Tunnel, dem alten Gotthard-Eisenbahntunnel, der Passstrasse und den umliegenden Alpenübergängen sind genügend Kapazitäten für den Nord-Süd-Verkehr vorhanden. Es braucht keine zweite Gotthard-Autobahnröhre.
Der Bundesrat behauptet, er sei nicht in der Lage, den Lastwagenverkehr während der Sanierung des Gotthard-Strassentunnels ohne zweite Röhre ganz aufzufangen. Die Schienenkapazitäten für einen Verlad von Autos und Lastwagen während der Sanierungszeit reichen aber aus. Dies besagt eine Studie des Bundesamts für Strassen, welches die Frage der Kapazitäten von Fachleuten abklären liess. Die Behauptungen, die Kapazitäten auf der Schiene reichten für den temporären Verlad nicht aus, sind also nachweislich falsch.
Der Lastwagen-Transitverkehr wird bereits an der Schweizer Grenze in Basel und Chiasso auf die Schiene verladen. Der Schweizer Binnen-, Export- und Importverkehr wird näher am Gotthard auf die Bahn gebracht und kann so durch den Gotthard-Basistunnel zwischen Erstfeld und Biasca bewältigt werden. Da der Lastwagenverkehr so aufgeteilt wird, reichen in Erstfeld und in Biasca kleine Verladestationen aus. Heute durchqueren jährlich 820 000 Lastwagen den Gotthard-Strassentunnel. Mit der Neat, die nächstes Jahr eröffnet wird, können bis zu einer Million Lastwagen verladen werden.
Zudem würde die Baustelle der zweiten Gotthardröhre riesige Landflächen verbrauchen, 370 000 Quadratmeter insgesamt. Das entspricht 21 Fussballfeldern. Im Vergleich würde die Sanierungsvariante Bahnverlad nur 135 000 Quadratmeter oder acht Fussballfelder beanspruchen.