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Depeche Mode: Ghosts Again
Depeche Mode sind nun zum Synthpop-Duo geschrumpft, das aus dem musikalischen Meister Martin L. Gore und dem Frontmann Dave Gahan besteht. Nach mehr als fünf Jahren seit der letzten Single kommt die Band zurück, die in den 1980er Jahren Synthpop zum Mainstream-Crossover gemacht in die Hitparaden gebracht hat.
«Ghosts Again» ist ein strukturell ungewohnter Song (siehe «Slides»): Lyrisch zwei Verse-Pre-Chorus–Chorus-Sequenzen, die musikalisch auf einem Motiv und einer Variante dieses Motivs beruht. Also eine Art Simple Verse-Chorus Form mit Pre-Chorus. Der Chorus tritt in zwei Varianten auf, die wiederholt werden. Ohne die Wiederholungen könnte man die Verse-PC-Chorus-Sequenzen als Verses wahrnehmen und bezeichnen und «We'll be Ghosts Again» wäre eine Reprise.
Als Song fehlt «Ghosts Again» der Kontrast. Als Tanznummer funktioniert der Track, wenn man ihn etwas beschleunigt (z.B. der Poly Gore Mix). Die Abmischung ist farblos, was beim Video von Anton Corbijns starken Schwerz-Weiss-Bildern ein unnötiger Kahlschlag ist. Die melodischen Pianofiguren sind im Mix zurückgehalten. Sie hätte man als geisterhaftes Piano klanglich gestalten sollen, dann wäre der Track zu retten gewesen. So ist er ein Alterswerk, das man nach ein paar Mal hören vermutlich abhakt.
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