Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/188173

<h2>SubmittedText<h2><p>Um das Gesundheitssystem zu steuern und es der Entwicklung der Bedürfnisse und der Kosten anzupassen, wird der Bundesrat beauftragt, die Aufgabe der Erstellung unbestrittener und aktueller Statistiken einem unabhängigen Organ anzuvertrauen, wie zum Beispiel dem Bundesamt für Statistik.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das vorliegende Anliegen zur Datenerhebung wird auch in der gleichlautenden Motion Thorens Goumaz 18.3432 vorgebracht.</p><p>Im Gesundheitsbereich werden derzeit Daten von verschiedenen Stellen erhoben. Dies hat zur Folge, dass die Statistiken teilweise nicht miteinander abgestimmt sind und die erfassten Daten nicht miteinander verglichen werden können. In gewissen Bereichen kommt es zur parallelen Erfassung derselben Daten.</p><p>Um die Transparenz des Gesundheitssystems zu verbessern und wirksame Massnahmen zur Kostendämpfung zu identifizieren, ist eine transparente und kohärente Datenerhebung notwendig. Nur so können die verschiedenen Daten miteinander verglichen und analysiert werden. Zudem sollen Leerläufe durch doppelte und fehlerhafte Datenerfassungen verhindert werden. Zu diesen Schlüssen kam auch die vom Vorsteher des Eidgenössischen Departementes des Innern (EDI) beauftragte Expertengruppe in ihrem Bericht "Kostendämpfungsmassnahmen zur Entlastung der obligatorischen Krankenversicherung" (<a href="http://www.admin.bag.ch">www.bag.admin.ch</a> &gt; Themen &gt; Versicherungen &gt; Krankenversicherung &gt; Kostendämpfung).</p><p>Aufgrund der im Expertenbericht gewonnenen Erkenntnisse ist das EDI gegenwärtig daran, eine Expertengruppe zusammenzustellen und zu beauftragen, eine Strategie für die Erfassung, Bearbeitung und Analyse der Daten im Gesundheitsbereich zu erarbeiten. In erster Linie soll eine Übersicht gewonnen werden über die aktuell verfügbaren Daten, die Schwächen und Lücken des aktuellen Systems, zudem sollen die effektiven Bedürfnisse aufgezeigt werden. Die Ziele der Expertengruppe sollen die Schaffung einer besseren Informationsbasis, eine grössere Transparenz des Gesundheitssystems und die Reduktion des administrativen Aufwands derjenigen Akteure sein, welche die Informationen zur Verfügung stellen.</p><p>Mit der Beauftragung der Expertengruppe, eine solche Strategie auszuarbeiten, wird das Anliegen der Motion weitestgehend aufgenommen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.