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Der Berg Pollux (italienisch Punta Polluce) erhebt sich oberhalb von Zermatt im Mattertal östlich vom Matterhorn und westlich vom Monte Rosa. Wie der Name «Pollux» es verrät, hat er noch einen Zwillingsbruder, den grösseren «Castor». Der Gipfelaufbau des Pollux ist nordseitig vergletschert und südseitig felsig. Über seinen Gipfel verläuft die Grenze zwischen dem Schweizer Kanton Wallis und der italienischen, autonomen Region Aostatal. Der Normalweg erfolgt entweder vom Klein Matterhorn oder vom Rifugio Guide d’Ayas über den Grande Ghiacciaio di Verra an den Fuss des Südwestgrates, über diesen zuerst im Fels und dann über einen Firngrat zum Gipfel.
Wo befindet sich der Pollux, welches sind seine Nachbarn und wie sieht der Pollux aus?
Der Berg Pollux (4089m) befindet sich südlich von Zermatt und westlich des Monte Rosa in den Walliser Alpen. Der Gipfel liegt auf der Landesgrenze zwischen der Schweiz und Italien. Zusammen mit seinem südöstlich gelegenen grösseren Nachbarn, dem “Castor” (4223m), bildet er das Bergmassiv der Zwillinge, das zwischen dem Zermatter Breithorn und dem Liskamm liegt. Die Zwillinge Castor und Pollux werden durch das Zwillingsjoch (italienisch Passo di Verra, 3846m) getrennt.
Der Pollux wird von vier Gletschern umgeben, im Norden vom Schwärzegletscher, im Osten vom Zwillingsgletscher, im Süden vom Petiti Glacier de Véraz und im Westen vom Grande Ghiacciaio di Verra. Schwärzeglescher und Zwillingsgletscher werden durch ein markantes, langes Felsband (Schalbetterflue) unterbrochen, an dessen Nordende sich der Kleine Pollux (3306m) befindet.
Wann wurde der Pollux zum ersten Mal bestiegen und woher hat der Pollux seinen Namen?
Die Erstersteigung des Pollux erfolgte 1864 durch Jules Jacot unter Führung von Peter Taugwalder (1820-1888) und Josef-Marie Perren. Taugwalder brachte es mit der Erstbesteigung des Matterhorns 1865 zu trauriger Berühmtheit: Beim Abstieg stürzten vier Männer zu Tode. Beim Versuch Taugwalders den Sturz zu halten, kam es zu einem Seilriss. Schwere Beschuldigungen wurden gegen den Bergführer erhoben, er wanderte schließlich für einige Jahre nach Nordamerika aus, ehe er an den Schwarzsee bei Zermatt zurückkehrte.
Der Name des Pollux leitet sich von einem der beiden Dioskuren (Söhne des Zeus) aus der griechischen Mythologie ab. Pollux (griechisch Polydeukes) ist der Name des Zwillingsbruders von Castor. Die Benennung «Zwillinge» haben Pollux und Castor erhalten, weil sie von Norden aus ähnlich aussehenden, pyramidenförmige Berge sind.
Welche ist die Normalroute auf den Pollux und wie schwierig ist die Besteigung?
Der Normalweg startet entweder beim Klein Matterhorn oder beim Rifugio Guide d’Ayas und ist eine beliebte Hochtour. Von der Station Klein Matterhorn (3817m) quert man das Breithornplateau zu P. 3824 und weiter auf der Südseite des Breithorns unterhalb von P. 3831 bis unterhalb des Schwarztors. Ein Gletscherrücken führt an den Fuss der Südwestrippe des Pollux. Hierher gelangt man auch vom Rifugio Guide d’Ayas (3394m) über den Grande Ghiacciaio di Verra.
Der Südwestsporn ist im ersten Teil felsig und zuerst leicht. Weiter oben folgen steile Felsplatten, die mit Fixseilen versehen sind und auf eine Schulter mit einer Madonnenstatue führen. Ein kurzer Firngrat leitet auf den Gipfel (WS, 3a).
Wird der Pollux auch als Skitour bestiegen?
Die Normalroute vom Klein Matterhorn aus wird auch als Skitour unternommen, wobei am Fusse des Südwestsporns ein Skidepot erfolgt. Nach der Gipfelbesteigung besteht die Möglichkeit, via Schwarztor, Schwärzegletscher und Gornergletscher nach Zermatt herunter zu fahren oder zur Monte Rosa Hütte hochzusteigen.
Gibt es weitere Routen auf den Pollux?
Früher wurde der Pollux häufig überschritten mit Aufstieg über den Südwestgrat und Abstieg über den Südostgrat. Mit zunehmender Ausaperung der Pollux-Südseite treten immer mehr brüchige Steine hervor, so dass der Südostgrat anspruchsvoller und steinschlägiger geworden ist.
Stufe 4
Technik Sommer: Ich habe bereits mehrere Hochtouren im Schwierigkeitsgrad WS (wenig schwierig) bis ZS (ziemlich schwierig) gemacht. Ich bewege mich sehr sicher auf den Steigeisen, schmale Firngrate und steile Blankeisstellen bereiten mir keine Probleme. Kletterstellen im Fels im 2. Schwierigkeitsgrad begehe ich sicher im Nachstieg, auch mit Steigeisen.
Hochtour Castor 4223m – Pollux 4089m
Nächster Termin: 22.06.24