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Hand-Mund-Fuss Krankheit
Der Name dieser Infektionskrankheit lässt an die Maul- und Klauen-Seuche denken, die Klauentiere wie Rinder und Schweine befällt. Sie wird aber durch eine andere Virengattung verursacht.
Die Hand-Mund-Fuss-Krankheit verursacht meist hohes Fieber.
Der Ausschlag manifestiert sich mit gefüllten Bläschen um den Mund, an den Händen und an den Füssen.
Es juckt stark.
Die Kinder fühlen sich meist nicht besonders krank.
Die Hand-Mund-Fuss-Krankheit verursacht meist hohes Fieber.
Der Ausschlag manifestiert sich mit gefüllten Bläschen um den Mund, an den Händen und an den Füssen.
Es juckt stark.
Die Kinder fühlen sich meist nicht besonders krank.
Masern
Die Masern waren früher eine weit verbreitete Krankheit. Sie sind sehr ansteckend. Praktisch jeder ungeschützte Mensch wird bei Kontakt mit Masernviren, also mit einem Erkrankten, infiziert. Wenn ein Erkrankter z.B. niest oder hustet, werden die Viren einige Meter weit durch die Luft übertragen. Wer einmal Masern durchgemacht hat oder dagegen geimpft wurde, ist sein Leben lang immun.
Die Kinderkrankheit zeigt sich mit einem leicht erhabenen und bis 5 mm gossen fleckigen Ausschlag, der sich vor allem auf den Wangen befindet.
Fieber zeigt sich zu Beginn und steigt nochmals mit dem Ausschlag an.
Der Ausschlag juckt stark.
Die Kinder fühlen sich richtig krank.
Dreitagefieber
Das Dreitagefieber befällt fast ausschliesslich Kinder im Alter von 6 Monaten bis zwei Jahren. Der Erreger gehört zu den Herpesviren. Die Inkubationszeit beträgt etwa 7-15 Tage. Hat man die Erkrankung einmal durchgemacht, ist man sein Leben lang immun.
Die Kinder haben oft hohes Fieber.
Der Ausschlag ist kleinflächig, meist am Rumpf vorhanden.
Typisch: Der Ausschlag erscheint erst nach dem Fieberschub und juckt nicht.
Röteln
Röteln sind zwar sehr ansteckend, im allgemeinen handelt es sich aber um eine harmlose Infektionskrankheit. Hat man einmal die Erkrankung durchgemacht oder ist erfolgreich dagegen geimpft worden, besteht eine lebenslange Immunität. Neugeborene und Säuglinge haben noch einen Nestschutz von der Mutter und erkranken daher höchst selten an Röteln.
Die Inkubationszeit beträgt 14 bis 23 Tage. Die Ansteckung beginnt aber schon einige Tage vor dem Auftreten des Ausschlags. Infizierte können also schon bevor sie Symptome haben andere Menschen anstecken.
Das Fieber ist leicht.
Der Ausschlag zeigt sich in zusammenfliessenden, kleinen hellroten Flecken.
Es juckt stark.
Typisch für Röteln sind geschwollene Lymphknoten hinter den Ohren.
Ringelröteln
Die Ringelröteln werden verursacht durch das Parvovirus B19, haben also nichts mit den herkömmlichen Röteln oder dem Rötelnerreger zu tun.
Die Erkrankung ist höchst ansteckend und befällt vorwiegend Kinder, vor allem in den Winter- und Frühlingsmonaten. Dann kommt es in Krippen, Kitas und Kindergärten zu regelrechten Epidemien.
Etwa 70% der Erwachsenen haben bereits eine Ringelröteln-Erkrankung durchgemacht und sind deshalb immun.
Die Inkubationszeit beträgt 6-14 Tage. Infizierte Kinder sind nur während einer Woche vor dem Beginn des Exzems ansteckend.
Der Ausschlag tritt - allerdings nur bei 10-20 % aller erkrankten Kinder - ohne Vorboten oder Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens auf und beginnt meist an den Wangen mit intensiver Rötung und leichter Schwellung,
Der Ausschlag zeigt sich mit weissen Aussparungen im Gesicht (wie ein Schmetterling). Er zeigt sich mit ineinander fliessenden rötlichen und in der Mitte helleren Flecken ist am Körper girlanden- oder gitterförmig, daher der Name „Ringelröteln“.
Es juckt stark.
Die Kinder haben leichtes Fieber.
Besonderheit: Erbrechen.
Scharlach
Scharlach zählt zu den klassischen Kinderkrankheiten, weil er vorwiegend im ersten Lebensjahrzehnt auftritt. Obwohl schon Babys vom sechsten Monat an infiziert werden können, tritt Scharlach oft erst zwischen dem dritten und achten Lebensjahr auf, mit einem Gipfel im vierten Lebensjahr. Mit zehn Jahren nimmt die Ansteckungsgefahr ab, erlischt aber nie völlig. Auch Erwachsene können daran erkranken.
Die Kinder zeigen oft hohes Fieber.
Der Ausschlag ist samtig und pustelartig mit hellroten Flecken. Er juckt stark.
Begleitsymptome sind ein entzündeter Rachen und ein roter Zungenbelag.
Wilde Blattern
Wilde Blattern (Windpocken, spitze Blattern, Schafblattern, Varizellen) werden durch das Varicella-Zoster-Virus verursacht. Sie sind verwandt mit dem Dreitagefieber und den ebenso Herpesvirus-bedingten Fieberblasen (Lippenherpes).
Erkrankte sind hochgradig ansteckend. 80 bis 90 Prozent aller Kinder stecken sich an, wenn sie Kontakt mit einem erkrankten Kind hatten - und oft schon, bevor dieses Kind die typischen Bläschen zeigt.
Ein umfassender Schutz vor einer Ansteckung ist daher gar nicht möglich.
Die Kinder haben mittel bis hohes Fieber.
Der Ausschlag manifestiert sich in linsengrosse blassrote Bläschen und juckt stark.
Übersicht der verschiedenen Kinderkrankheiten
|Fieber?||Ausschlag?||Juckreiz?||Besonderheit|
|Dreitagefieber||sehr hoch||kleinflächig, v.a. am Rumpf||nein||Ausschlag nach dem Fieber|
|Hand-Fuss-Mund-Krankheit||hoch||gefüllte Bläschen an Händen, Füssen, um den Mund||stark|
|Masern||steigt mit Ausschlag noch einmal an||leicht erhaben und bis 5 mm gross, vor allem auf Wangen||stark||allgemeines Krankheitsgefühl|
|Ringelröteln||leicht||weisse Aussparung im Gesicht (Schmetterling)||stark||Erbrechen|
|Röteln||leicht||zusammenfliessende, kleine hellrote Flecken||stark||geschwollene Lymphknoten hinter Ohr|
|Scharlach||sehr hoch||samtiger, pustelartiger Ausschlag||stark||entzündeter Rachen, roter Zungenbelag|
|Windpocken||mittel bis hoch||linsengrosse blassrote Bläschen||stark||extrem ansteckend|