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Schiffmann
Vom 9. bis 18. Mai 2014 hat die Szenerie Burgdorf im Landhaus das Stück “Schiffmann” aufgeführt. Es ist die Geschichte des Burgdorfer Privatiers Heinrich Schiffmann, der vier Gäste zum Tee einlädt und von seinen Abenteuern in fernen Ländern berichtet. Damit möchte er eine junge Arzttochter für sich gewinnen, die zu den Gästen gehört. Dieser Plan scheint zuerst mühelos aufzugehen, führt dann jedoch zu einigen Irrungen und Wirrungen. Aufgelöst wird der Knoten schliesslich in einem alten Schloss in Japan.
Heinrich Schiffmann ist eine authentische Persönlichkeit; er lebte von 1872 bis 1904 und verfügte als reicher Kaufmannserbe über ein Vermögen, das es ihm ermöglichte, die Welt zu bereisen und fremde Kulturen kennenzulernen. Einerseits reiste er aus Neugier und Abenteuerlust, andererseits aus gesundheitlichen Gründen, denn er litt an Tuberkulose und sollte sich auf Anraten seines Arztes möglichst oft auf See und in südlichem Klima auhalten. Die völkerkundlichen Gegenstände, die er auf seinen Reisen erwarb, vermachte er vor seinem Ableben 1904 dem Gymnasium Burgdorf, in dem er glückliche Jugendjahre verbracht hatte. Die Sammlung Schiffmann wurde zum Grundstock des heutigen Museums für Völkerkunde in Burgdorf.
Das Stück “Schiffmann” lehnt sich eng an die Biograie der Hauptfigur an, doch die Handlung ist frei erfunden.