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Zu SNES- und Megadrive-Zeiten gab es eine dritte Konsole, von der viele Gamer nur aus Gerüchten wussten. SNK's Neo Geo war nicht einfach nur eine weitere Konsole; es war die Über-Konsole.
Das Neo Geo verfügte nämlich über die genau gleiche Hardware wie Arcade-Maschinen, die man sonst nur in Spielhallen zu Gesicht bekam. Das hatte seinen Preis; die Konsole hatte einen Einführungspreis von 650 US$, mehr als drei so viel wie ein SNES. Viele Spiele kamen mit ähnlich hohen Preisschildern in den Verkauf — falls man überhaupt das Glück hatte, die seltenen Stücke irgendwo in einem Laden zu sehen.
SNK, Hersteller der Konsole, ging 2001 bankrott, und wurde von Playmore aufgekauft. Nun arbeitet die Firma laut Kotaku an einer portablen Version der legendären Superkonsole.
Die neue Konsole sieht ein bisschen wie ein iPhone aus, ist aber grösser.
Originale Neo-Geo-Kassetten kann man natürlich nicht auf das Gerät stecken; die sind nämlich um viele male grösser als dieses neue portable Neo Geo. Dafür wird das Gerät verschiedene Neo-Geo-Klassiker vorinstalliert haben. Kotaku listet folgende Spiele:
Diese Liste ist zwar gut, es fehlen aber etliche Klassiker, beispielsweise Garou: Mark of the Wolves. Unklar ist, ob man nach dem kauf weitere Spiele installieren kann. Die Konsole verfügt immerhin über einen Anschluss für eine SD-Karte.
Wann das Gerät herauskommt, oder wie teuer es sein wird, ist unbekannt.
Nicht verwechseln sollte man dieses neue Gerät übrigens mit der Neo Geo Pocket, einer portablen Konsole von SNK, deren Hardware etwa der eines besseren Game Boys entsprach, und in keiner Weise an den grossen Neo-Geo-Bruder herankam. Das neue Gerät scheint aber das selbe geniale D-Pad (ein kleiner digitaler Stick) wie die Neo Geo Pocket zu verwenden; ein kleiner Hinweis auf die Verwandtschaft.
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