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Das Dreibandteam vom BC St. Gallen: Duy Tien Ma (links), Thanh Van Pham (Mitte) und Giorgio Morosi. (Billardclub St. Gallen)
Das Dreibandteam des Billardclub St. Gallen erreichte wie in den letzten beiden Jahren das Finalturnier und konnte Zuhause gegen Zürich 2 um Bronze spielen.
(BC St. Gallen) In der Formation Duy Tien Ma (CH-Nr. 3), Giorgio Morosi (CH-Nr. 9) und Thanh Van Pham (CH-Nr. 12) traten die St. Galler favorisiert gegen das Team von Zürich 2 an. Dieses reiste – im Vergleich zur Playoffrunde – verstärkt in die Ostschweiz und spielte mit Akcakaya Nebi Nuh (CH-Nr. 4), Georgios Antonopoulos (CH-Nr. 23) und Gian-Paolo Tronati (CH-Nr. 26) in ihrer stärkst möglichen Formation.
In den ersten drei Partien der Begegnung zeigte sich, dass dieses Finale um Bronze eine enge und spannende Angelegenheit werden würde. St. Galler Teamleader Ma liess dem Zürcher Akcakaya keine Chance und setzte sich mit 35:22 in 40 Aufnahmen durch. Morosi ging gegen den Zürcher Georgios Antonopoulos rasch in Führung, konnte sich jedoch nie entscheidend von seinem Gegner absetzen. Antonopoulos holte kontinuierlich auf und ging kurz vor Schluss gar in Führung. Morosi konterte nochmals und erspielte sich einen knappen 25:24-Vorsprung. Der Zürcher konnte noch ein letztes Mal an den Tisch kommen und erzielte nicht nur den Punkt zum Ausglich, sondern gewann mit einer Serie von 3 Punkten die Partie noch mit 27:25 im allerletzten Moment. Van Phan musste sich dem stark aufspielenden Zürcher Tronati knapp mit 16:20 geschlagen geben und fand während der ganzen Partie, trotz einer Steigerung in der zweiten Matchhälfte, nicht zu seinem routinierten Spiel. Damit lag St. Gallen nach dem ersten Drittel mit 2:4 in Rückstand.
Im zweiten Drittel spielt Ma unwiderstehlich, führte nach nur 20 Aufnahmen deutlich und beendete sein Match in 34 Aufnahmen mit 35:22. Dies bedeutete ein Topresultat des St. Gallers, der damit für sein Team zum 4:4 ausgleichen konnte. Van Phan fand in dieser Runde besser zu seiner gewohnten Leistung und konnte gegen den starken Akcakaya jederzeit mithalten. Die Entscheidung in einer hochstehenden Partie fiel im allerletzten Moment. Van Phan ging eine Aufnahme vor Ende des Matches mit 29:28 knapp in Führung. Akcakaya konnte nochmals die Anfangsposition stellen, setzte an und verpasste den Punkt um Millimeter. Van Phan konnte nach einer kämpferischen Partie einen verdienten und für sein Team sehr wichtigen Sieg feiern und St. Gallen mit 6:4 in Führung bringen. Die unglaublichste Partie in diesem zweiten Drittel lieferten sich aber Morosi und Tronati. Der Zürcher Dreibandspezialist überraschte seinen Gegner mit einem furiosen und fehlerlosen Start, reihte Serie an Serie und führte nach 13 Aufnahmen eigentlich uneinholbar mit 24:6. Morosi zeigte trotz des enormen Rückstandes gute Nerven, blieb ruhig und seinem Spiel treu. Ab der 15. Aufnahme machte er in den folgenden 14 Aufnahmen unglaubliche 29 Punkte und beendete die geforderten 35 Punkte in 28 Aufnahmen. Tronati durfte noch einem für den Anfangsstoss an den Tisch, machte diesen anschliessend noch drei weitere Punkte und konnte in extremis die Partie noch zum 35:35 ausgleichen. Für Morosi bedeutete dieses Unentschieden in einer schon verloren geglaubten Partie nicht nur das Turnierhighlight, sondern auch persönlicher Rekord in einer Einzelpartie mit einem Durchschnitt von 1,250.
Mit der Führung von 7:5 ging das St. Galler Team in das letzte Drittel und konnte sich mit zwei Siegen aus drei Spielen die Bronzemedaille sichern. Der St. Galler Ma spielte auch im dritten Drittel auf hohem Niveau und wurde von Tronati, der wiederum stark in das Match starte, herausgefordert. Ma behielt das bessere Ende schliesslich für sich und brachte den BC St. Gallen mit 9:5 in Führung. Morosi machte dort weiter, wo er in der vorhergehenden Partie aufgehört hatte, liess seinem Gegner Akcakaya keine Chance und führte zur Halbzeit mit 21:5. Diese Führung gab er nicht mehr ab und sicherte sich nicht nur den Sieg in dieser Partie, sondern seinem Team, auch den Gewinn der Bronzemedaille. Auch Van Phan spielte eine starke letzte Partie, musste sich aber dem Zürcher Antonopoulos knapp mit 33:34 geschlagen geben.
Die St. Galler setzten sich am Ende verdient mit 11:7 durch und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Zum dritten Mal in Folge seit ihrem Aufstieg in die höchste Liga, gewannen die Ostschweizer Edelmetall und rückten den stärksten beiden Teams von Zürich 1 und ALB Lausanne 1 in dieser Saison nochmals etwas näher. Mit dem besten Teamresultat aller Teams über die ganze Saison hat der Billardclub St. Gallen zudem ein deutliches Zeichen in Richtung der nächsten Saison gesetzt und möchte auch dort wieder ganz vorne mitspielen.