Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03660.jsonl.gz/702

Sie war am Dienstag der Vorwoche alleine unterwegs zu einem Ferienhaus der Familie am Pazifik gewesen, als sie auf dem Highway 12 nördlich des Städtchens Oakville einen medizinischen Notfall erlitt und die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor.
Dehydriert, aber ansprechbar
Ihre Angehörigen wurde die Abwesenheit Leamings erst am Donnerstag, zwei Tage nach dem Unfall bewusst. Eine Handyortung der Polizei führte zunächst nicht zum Erfolg, grenzte das Suchgebiet jedoch ein. Daraufhin suchten über 20 Familienmitglieder auf eigene Faust nach der Vermissten.
Ihr aufmerksamer Neffe Bob schritt zu Fuss den Highway 12 ab, als er Reifenspuren entdeckte, die auf eine über rund 10 Meter hohe Böschung hinführten. Zusammen mit einem Cousin stieg er den Abhang hinunter und entdeckte das Auto seiner Tante. Die darin eingeklemmte Leaming war zwar dehydriert, aber bei vollem Bewusstsein und ansprechbar.
Leamings Nichte Tiffany Kolb sagte gegenüber dem lokalen TV-Sender Kiro 7, ihre Tante habe nur so lange überlebt, weil sie im Auto auf einen Vorrat von etwas Wasser, Bananen sowie «Pop-Tarts», einem Fertig-Süssgebäck der Firma Kellogg's, habe zurückgreifen können.
Den herbeigerufenen Rettungskräften gelang es, die 70-Jährige aus dem Wrack zu befreien. Sie wurde per Helikopter in ein Krankenhaus in Seattle gebracht. Gemäss ihrer Nichte hat Sharon Lee Leaming zwar mehrere Verletzungen erlitten, sei aber bereits wieder auf dem Weg zur Besserung.