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Mischa Epper-Quarles Van Ufford, Plaskikerin, Goldschmiedin und Malerin
1901-1978, geboren in Bloemendaal, Holland, gestorben in Basel
1901-1978, geboren in Bloemendaal, Holland, gestorben in Basel
Mischa Quarles van Ufford war der Spross einer aristokratischen Familie und wuchs in gutbürgerlichen Verhältnissen auf, bis zum frühen Tod ihrer Mutter. Eine Grossmutter kam ins Haus und übernahm den Haushalt mit einer von sturem protestanitschem Puritanismus geprägten unerbittlichen Strenge. Mischa und ihre Schestern Maggy und Louise hatten nichts zu lachen, Natürlichkeit und Lebensfreude gingen verloren. In der Pubertät entwickelte Mischa eine Art von Hassneurose auf die Grossmutter und den Vater, der ihr Tun billigte. Die sieben Jahre ältere Maggy erkannte die seelische Störung ihrer Schwester und reiste im Frühling des Kriegsjahres 1918 mit ihr und der dritten Schwester Louise, die später Tadeus Reichstein heiraten sollte, nach Zürich, um beim bekannten Psychiater C.G. Jung Rat zu holen. Mischa blieb für ein Therapiejahr in Zürich. In der Galerie Coray kam sie in Kontakt mit den Avantgarde-Künstlern. 1918 lernte sie Fritz Pauli kennen, dann Ignaz Epper, den sie 1919 heiratete. 1922 besuchte sie in Dresden einen Tanzkurs bei Mary Wigman. 1930 Bekanntschaft mit dem Bildhauer Franz Fischer, dessen Schülerin sie wurde. 1932 definitive Übersiedlung nach Ascona. Bekanntschaft mit dem Bildhauer Remo Rossi, dem Schauspieler Hannes Schmidhauser und vielen anderen. Ab 1937 bis 1960 Mitarbeit am Asconeser Marionettentheater als Entwerferin und Gestalterin von Puppen. Daraus entstanden die Porträtköpfe, unter anderem der von Carl Gustav Jung. 1938 bezogen Ignaz und Mischa ihr Haus mit zwei Ateliers an der Via Albarelle in Ascona, wo sich heute das Museo Epper befindet. Mischa Epper war die Stifterin der Fondazione Ignaz e Mischa Epper, die das Museo Epper in Ascona unterhält. Wie ihr Mann fand Mischa Epper ihre letzte Ruhestätte im Garten des Museo Epper.
Mischa Epper, die sich künstlerisch weniger exponierte, vertrat, im Gegensatz zu ihrem Mann, keine expressionistischen Richtlinien. Ihre Zeichnungen und Skulpturen, die Tradition eines Maillol oder Despiau folgend, werden von der Welt des Klassizismus geprägt. Die vielen Porträts und die kleinen Bildnisse aus Gips und aus Ton bezeugen ein aufmerksames Studium der Wesenszüge und der Seelenhaltung der dargestellten Menschen.