Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03394.jsonl.gz/2398

- Bereite dich auf die Geburt vor
Zeige deiner Partnerin, dass du dich für die Geburt interessierst, indem du ihr zur Seite stehst und dich informierst. So könnt ihr zum Beispiel gemeinsam an Schwangerschaftskursen teilnehmen - neben all den praktischen Ratschlägen erhältst du dabei mehr Verständnis dafür, was der Körper deiner Partnerin durchmachen muss. In den Kursen lernst du auch, wie du als Vater während der Wehen helfen kannst. Außerdem kannst du hilfreiche Tipps erhalten wie du schon während der Schwangerschaft eine Vaterbindung zu eurem Baby aufbauen kannst. Der Besuch von Kursen mit anderen werdenden Eltern ist eine gute Möglichkeit, ein neues Netzwerk mit gleichgesinnten aufzubauen. Du wirst dankbar sein, wenn du dich in schlaflosen Nächten in WhatsApp Chats austauschen kannst und vielleicht findest du sogar Freunde fürs Leben!
- Du fragst dich, wie du als Vater helfen kannst?
Wenn du in den Schwangerschaftskursen gelernt hast, wie man eine Windel wechselt, ein Neugeborenes badet und mit einem weinenden Baby umgeht, kannst du von Anfang an eine aktive Rolle im neuen Familienleben spielen. Biete deiner Partnerin vielleicht an, die Nachtschicht zu übernehmen, um ihr eine Pause zu gönnen. Wenn deine Partnerin stillt, kannst du sie unterstützen in dem du euer Baby nach dem Stillen für ein Bäuerchen hältst, es wickelst und beruhigst. Auch wenn du mit der Flasche stillst, ist dies eine großartige Gelegenheit für dich, eure Vater-Baby-Bindung von Anfang an zu fördern.
- Lerne dein Baby zu verstehen
Achte auf frühe Anzeichen von Hunger- und Müdigkeitssignalen deines Babys, damit du einspringen kannst, bevor das gefürchtete Schreien einsetzt. Anzeichen für ein hungriges Baby können das Saugen an den Händen und wühlende und schmatzende Lippen sein. Geballte Fäuste, ruckartige Bewegungen der Gliedmaßen sowie ein verglaster Blick können allesamt Anzeichen von Müdigkeit sein.
- Körperkontakt mit deinem Baby
Wenn du dein Baby auf deine nackte Brust legst, bringt das viele Vorteile. Der enge Hautkontakt reguliert die Herzfrequenz und Temperatur deines Babys, entspannt euch beide und schafft Bindung. Eine gute Zeit für eine entspannte Zeit zu zweit ist, nachdem du dein Baby gebadet hast, gleich morgens, wenn du es mit ins Bett nehmen kannst oder während des Fütterns mit der Flasche. Du wirst die Vater-Baby-Bindung zweifellos genauso genießen wie dein Kleines.
- Sprich mit deinem Baby
Jedes Wort, das dein Baby von dir hört, hilft, seine Sprachkenntnisse zu entwickeln und deine Beziehung zu ihm zu stärken. Lies deinem Baby also nicht nur vor, sondern kommentiere auch, was du tust, egal wie banal die Aufgabe auch sein mag - "Ich suche nur nach einem Spucktuch, um deine Spucke aufzuwischen", und sage ihm natürlich, wie sehr du es liebst.
- Biete Unterstützung beim Stillen an
Achte auf die Bedürfnisse deiner Partnerin während sie stillt. Viele Mütter werden sehr durstig, sobald ihre Milch zu fließen beginnt. Vielleicht kannst du ihr vorher schon ein Glass Wasser bringen und ihr damit zeigen, dass du auf sie achtest? Auch eine Nackenmassage oder einfach nur zuzuhören, wenn sie Schwierigkeiten beim Stillen hat, unterstützen das Wohlbefinden deiner Partnerin. Das Stillen kann nämlich eine Herausforderung sein, besonders in den ersten Tagen. Es kann auch sein, dass du ihr versichern musst, dass es in Ordnung ist, wenn sie Fläschchen gibt z.B., weil sie nicht stillen kann oder will. Eine glückliche Mutter und ein gefüttertes Baby sind das, was zählt.
- Eure Beziehung wird sich nach der Geburt verändern
Ein Baby zu bekommen ist eine lebensverändernde Erfahrung - und es wird sich vielleicht nicht alles so romantisch herausstellen, wie du dir das vorgestellt hast. Daher ist es wichtiger denn je, offen und ehrlich miteinander darüber zu sprechen, wie du dich fühlst und welche Belastungen es für die Beziehung mit sich bringt. Zeige deiner Partnerin, wie toll sie ist. Verwöhne sie, gönne ihr eine Pause und höre ihr zu - all das kann dazu beitragen, möglichen Beziehungsproblemen als neue Eltern zu verhindern. Und wenn ihr als neue, kleine Familie das Gefühl habt, dass ihr mehr Zeit füreinander braucht, um euch an das Leben zu dritt zu gewöhnen, dann lasst keine Babybesuche zu. Lies unsere Checkliste für den Umgang mit Besuchern nach der Geburt, um weitere Tipps zu erhalten.
- Entspannung für Väter
Auch wenn das Wohlbefinden deines Babys Priorität für dich hat, zählt auch dein Wohlergehen. Es ist wichtig, dass du auf dich achtest, denn nur so kannst du dich auch gut um deine Familie kümmern. Tu was dir gut tut! Ob regelmäßiger Sport (z.B. Jogging mit dem Kinderwagen) oder sich regelmäßig mit Familie und Freunden auszutauschen - können dir dabei helfen, dich ausgeglichener zu fühlen. Vergiss natürlich nicht deine Partnerin – auch sie braucht regelmäßige Auszeiten zum Entspannen!
- Teile Haushaltspflichten
Es mag selbstverständlich klingen, aber es ist heute wichtiger denn je, zu Hause Verantwortung zu übernehmen. In den ersten Wochen nach der Geburt wäre es hilfreich, wenn du den Großteil der Hausarbeit übernimmst. Überrasche deine Partnerin mit ihrem Lieblingsessen, räume die Küche auf, bringe den Müll heraus und sorge dich um ein sauberes zu Hause. Unterhaltet euch darüber, wie ihr die elterliche Verantwortung und die Aufgaben im Haushalt gemeinsam aufteilt, damit ihr euch darüber im Klaren seid, wer was tut.
- Halte Momente fest!
Die ersten Wochen und Monate des Elternseins können wie im Flug vergehen, da sich dein Baby jeden Tag verändert. In ein paar Jahren werdet ihr bestimmt froh sein, wenn ihr mit Bildern und Videos in Erinnerungen schwelgen könnt. Wenn du also das nächste Mal eine Fotogelegenheit entdeckst - und das geschieht jeden Tag zur Fütterungszeit, Erzählzeit und Badezeit - dann halte den besonderen Moment fest. Momente müssen nicht perfekt in Pose gesetzt sein. Es zählt nur, dass ihr euch in den kommenden Jahren an die Zeit erinnern könnt, als ihr Eltern wurdet.