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Das Wichtigste in Kürze
- Die Taliban begrüssen den Abzug der Truppen aus Afghanistan.
- Deren Anwesenheit sei der Grund für den Krieg gewesen.
- Sollte der Abzug nicht wie vereinbart stattfinden, werden sie Massnahmen ergreifen.
Die militant-islamistischen Taliban haben den Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan begrüsst. Die Erklärung des Kommandeurs der US- und Nato-Truppen, General Austin Scott Miller, über den Beginn des Abzugs sei «lobenswert». Dies steht es in einem in der Nacht zu Mittwoch auf der Website der Taliban veröffentlichten Artikel.
Die USA hatten Mitte April angekündigt, die US-Truppen bis zum 11. September nach Hause zu holen. Auch die Nato entschied den Truppenabzug, mittlerweile ist auch der 4. Juli als früheres Datum im Gespräch.
Trump hat Abzug verhandelt
Mit den Taliban hatten die USA noch unter Präsident Donald Trump einen Abzug bis zum 1. Mai vereinbart. Das Abkommen wurde in der katarischen Hauptstadt Doha unterzeichnet. In ihrer Botschaft raten die Islamisten den USA erneut, alle Artikel des Doha-Abkommens umzusetzen, insbesondere den Zeitplan des Abzugs.
Zuvor hatten die Taliban angekündigt, «jegliche notwendige Gegenmassnahme» zu ergreifen, sollten sich die USA nicht an einen Abzug bis 1. Mai halten. Aus Sorge vor erneuten Angriffen auf internationale Truppen oder andere ausländische Einrichtungen ab 1. Mai haben viele Ausländer Kabul temporär verlassen.
Die Zukunft der laufenden Friedensverhandlungen im Golfemirat Katar zwischen der Regierung in Kabul und den Taliban ist weiter ungewiss. Sie waren zuletzt ins Stocken geraten. Die Gewalt im Land dauert an.