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Das Wichtigste in Kürze
- Staatschef Evo Morales startete eine Wahlkampagne für seine vierte Amtszeit.
- Laut Boliviens Verfassung darf der Staatschef nur zwei Amtszeiten in Folge im Amt bleiben.
- Die nächste Präsidentschaftswahl soll im Oktober stattfinden.
Vor rund einer Million Anhängern bat Evo Morales am Samstag um «fünf weitere Jahre, um diese Befreiung lebenslang zu garantieren». In den kommenden «zehn, vielleicht 15, maximal 20 Jahren» werde Bolivien zu einer «Wirtschaftsmacht» aufsteigen, versprach der Präsident.
Dank des Exports von Erdgas und anderer Rohstoffe wie Lithium hat Bolivien dank Morales eine relative wirtschaftliche Stabilität erlangt. Seine seit 13 Jahren währende Herrschaft wird aber von Vorwürfen der Korruption und exzessiver Staatsausgaben überschattet.
Laut Boliviens Verfassung aus dem Jahr 2009 darf der Staatschef nur zwei Amtszeiten in Folge im Amt bleiben. Morales selbst hat dies in Kraft gesetzt. 2016 scheiterte Morales mit dem Versuch, sich per Referendum das Recht auf einen Verbleib im Amt zu sichern.
Seine Regierung erkannte das Abstimmungsergebnis jedoch nicht an. Das Verfassungsgericht entschied schliesslich, dass es ein Menschenrecht sei, sich um seine Wiederwahl zu bemühen.
Die nächste Präsidentschaftswahl soll im Oktober stattfinden. Die Opposition ist gespalten und stellt insgesamt acht Kandidaten. Morales ist mit anderen linksgerichteten Führungen in Kuba, Nicaragua und Venezuela verbündet.