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Ein Torhüter und sechs Feldspieler, das ist die Grundformation. Im Angriff formieren sich die Teams in einem Halbkreis. Rechter Flügel, rechter Rückraum, Rückraum Mitte, linker Rückraum, linker Flügel und direkt am Kreis der Kreisläufer. Die Distanzschützen, meist über 190 cm gross, spielen im Rückraum. Die kleineren, wendigen Spieler besetzen die Flügel. Und die kräftigsten rackern sich am Kreis ab. In der Abwehr gibt es verschiedene Formationen: alle rund um den Kreis (6:0-System), mit einem vorgezogenen Spieler (5:1), mit zwei (4:2) oder in einer Art Tannenbaum (3:2:1).
Weil es kein Wechselkontingent gibt. Meist werden Angriffs- und Abwehrformationen gebildet. Bei der Schweiz wechselt Andy Schmid von der Spielmacher-Position auf Rückraum in der Abwehr an den Flügel. Hintergrund dieser Taktik: Zwar ist Schmid kein Abwehrmonster, aber für den Flügel reicht es. Vor allem aber ist er mit seiner Übersicht und Technik prädestiniert, den schnellen Konter zu lancieren. Übrigens: Auch die Torhüter wechseln oft. Beliebt sind Wechsel vor einem Penalty, um den Schützen aus dem Konzept zu bringen.
Eine taktische Variante, um im Angriff eine Überzahlsituation zu schaffen. Dafür nimmt der Trainer den Torhüter vom Feld. Die Variante wird auch angewendet, wenn man wegen einer Zeitstrafe dezimiert ist, um im Angriff numerische Gleichheit herzustellen.
Direkt nachdem der Ball gefangen wurde, drei. Dann muss der Ball entweder weitergespielt werden oder der Spieler muss den Ball prellen. Bei Schrittfehler wechselt der Ballbesitz.
Handball ist ein Kontaktsport. Ergo: Wenn ein Verteidiger einen Angreifer klammert, wird das zwar mit einem Freiwurf sanktioniert, aber von den Mitspielern gefeiert. Man darf, ja man soll den Gegenspieler mit angewinkelten Armen kontrollieren und begleiten. Sind die Arme aber ausgestreckt, ist es ein Foul. Streng verboten ist es, Spieler in der Luft zu stossen. Das führt immer zu einer Strafe.
Wenn durch ein Foul eine klare Chance verhindert wird oder ein Abwehrspieler im Kreis steht. Fast immer ist die Entscheidung, ob Freiwurf oder Penalty, fliessend. Faustregel: Je näher ein Foul am Kreis, desto eher gibt es Penalty.
Wenn der Angreifer in den stehenden Gegner hineinläuft. Es ist die wohl heikelste Entscheidung, weil sie immer im Ermessen des Schiedsrichters liegt.
Es gibt Gelbe und Rote Karten. Die Gelbe Karte ist eine erste Verwarnung. Eine Gelbe Karte gibt es meist in der Startphase des Spiels, um den Spielern klarzumachen, dass sie zu hart spielen.
Für härtere Fouls. Und wenn ein Spieler verwarnungswürdige Aktionen wiederholt. Gleichzeitig können mehrere Zeitstrafen ausgesprochen werden.
Die dritte Zweiminutenstrafe für den gleichen Spieler ist gleichbedeutend mit der Roten Karte. Rot kann es wie beim Fussball aber auch direkt geben, für grobe Vergehen. Der Trainer kann nach einer Roten Karte und verbüsster Zweiminutenstrafe die Mannschaft wieder auffüllen.
Die «härtere» Rote Karte für grobe Unsportlichkeiten. Erhält man die Blaue Karte, wird es zum Ausschluss noch eine nachträgliche Sperre geben.
Zögern und Zaudern wird im Handball nicht gern gesehen. Erkennen die Schiedsrichter keine Angriffsbemühungen, häufig in Unterzahl, heben sie den Arm. Das bedeutet: Der angreifenden Mannschaft bleiben noch sechs Pässe, um abzuschliessen. Wenn das nicht passiert, wechselt der Ballbesitz.
Zweimal 30 Minuten. Bei Regelverstössen, Time-outs oder Verletzungen wird die Zeit angehalten. Jede Mannschaft kann dreimal ein einminütiges Time-out nehmen.
Bis zu 140 Stundenkilometer.
20 Meter breit und 40 Meter lang. Der Torraum, Kreis genannt, hat einen Radius von sechs Metern. Weder Angreifer noch Verteidiger dürfen aktiv werden, wenn sie den Torraum betreten. Nach einem Gegentor muss der Ball nach dem Pfiff des Schiedsrichters aus dem Mittelkreis gespielt werden. Dabei müssen alle Spieler des anspielenden Teams in der eigenen Hälfte sein.
Drei Meter breit und zwei Meter hoch.