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Seriöses Shinkendo-Training führt nicht nur zu einem gestählten Körper und Verstand, sondern auch zu einem ruhigen, klaren und scharfen Geist.
Zu Beginn trainien die Schülerinnen und Schüler mit dem
Bokuto
(Holzschwert), später auch mit dem
Iaito
(ungeschliffenes Schwert).
Das hohe Ziel aller Shinkendoka ist der Gebrauch eines
Shinken, der echten scharfen Klinge. Fortgeschrittene testen ihre Fähigkeiten beim Testschneiden (Tameshigiri)
von
Tatami Omote
(aufgerollte Reisstroh Matten, getränkt in Wasser) und/oder auch an Nihondake oder Mosodake (Japanischer oder Chinesischer Bambusrohr).
Shinkendo erfordert körperliches Training, Vertiefung der Koordination und Willenskraft. Einer der wichtigsten Aspekte des Shinkendo ist es, seinen Geist zu schärfen, welcher zum Erreichen des -Bushi Damashii- (the Spirit of the Samurai / Warrior) nötig ist. Eine Qualität, welche in der heutigen Zeit ebenso aktuell wie vor hunderten von Jahren ist. Shinkendoka sollten nicht nur nach Geist und Tradition dem Training folgen, sondern diese Wertigkeiten auch im täglichen Leben vertreten. Dies bedeutet regelmässiges Training, Überwindung, Bescheidenheit und Loyalität.
Shinkendo ist geeignet für alle Personen, welche gewillt sind, diszipliniert an sich zu arbeiten, unabhängig vom Alter oder Geschlecht. In der Swiss Shinkendo Federation
trainieren Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 16 und über 70 Jahren. Regelmässige gesamtschweizerische Trainings und gemeinsame Reisen an Seminare in ganz Europa tragen zu einer familiären Stimmung unter den verschiedenen Dojos bei. Da im Shinkendo keine Wettkämpfe durchgeführt werden, sind die Shinkendoka Trainingspartner und keine KonkurrentInnen. Alle, unabhängig ihres Levels, nehmen an den selben Lektionen teil.
Shinkendo-Übungsformen:
Shinkendo umfasst alle Aspekte des Schwertkampfes: Suburi
(Schwing-Übungen),
Battoho
(Methoden des Schwertziehens),
Tanrengata
(Einzelformen),
Tachiuchi
(Übungskampf) und
Tameshigiri
(Schnitttests).
SUBURI: Diese Schwingübungen werden nach allen Seiten, vor-/rück-und seitwärts ausgeführt. Es wird dabei auf Körperhaltung, Schwertführung, Dynamik, Gleichgewicht und Genauigkeit der Techniken geachtet.
BATTO HO: Das schnelle und präzise Ziehen des Schwertes aus jeder Stellung und Situation, wie auch das Zurückstecken der Waffe in die Schwertscheide sind wichtige Basisübungen der Kampfkunst.
TANRENGATA: Festgelegte Formen, Katas, in denen ein Kampf gegen mehrere, imaginäre Gegner geübt wird. Nach mehrjährigem Üben dieser Formen, wird die Beherrschung der Waffe offensichtlich, dynamisch, elegant und präzise.
TACHI UCHI: Diese Übungsform lehrt den Zweikampf mit dem Holzschwert. Hierfür wird ein spezielles Rundholz aus japanischer Eiche verwendet. Es splittert nicht und die Techniken können realistisch, und mit voller Dynamik ausgeführt werden. Die Sicherheit für die Shinkendoka ist gewährleistet, indem die Kampfintensität in Stufen erlernt wird. Die fortgeschrittenen Shinkendoka müssen sich den weniger fortgeschrittenen Schülerinnen und Schülern anpassen und die Sicherheit während der Übung garantieren. Tachi Uchi im Shinkendo erlaubt keine Wettkämpfe und verlangt von den Trainierenden Konzentration und emotionale Kontrolle.
TAMESHIGIRI: Das Ziel der Shinkendoka ist der Gebrauch einer scharfen Klinge (Katana). Langjähriges Üben ist Voraussetzung und ermöglicht es den Shinkendoka, Strohmatten und/oder Bambusrohre in verschiedenen Grössen zu schneiden. Es werden alle schneidenden Schwerttechniken getestet; einhändig, zweihändig oder auch einhändig mit 2 Schwertern. Die Sicherheit geht in jedem Fall vor.