Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03526.jsonl.gz/2112

Auf dem Chaschtebiel, ein heute bewaldeter Hügel nördlich von Blitzingen, steht die Ruine der Kapelle Maria vom Guten Rate. Im Rahmen des Projektes «Landschaft und Museum» erfuhr der Chaschtebiel eine Aufwertung.
Auf dem Chaschtebiel, nördlich von Blitzingen, steht die Ruine der Kapelle Maria vom Guten Rate. Wie der Name vermuten lässt, stand hier eine mittelalterliche Befestigung. Später fanden auf dem Hügel mit Sicht ins Ober- und Untergoms die Versammlungen des Zendens Goms statt.
Mit dem Bau der Kapelle um 1700 fand der Ort als Wallfahrtsstätte auch eine religiöse Bedeutung. Ein Erdbeben zerstörte 1837 die Kapelle. Die Steine der Kapellenruine wurden in den folgenden Jahren zum Bau der Rektoratskirche von Blitzingen verwendet. Der Altar der Kapelle kam ebenfalls in die neuerbaute Kirche. In Freiwilligenarbeit wurden 1964 die Überreste der Kapelle ausgegraben und das Chor teilweise wiederaufgebaut.
Im Rahmen des Projektes «Landschaft und Museum» erfuhr der Chaschtebiel eine Aufwertung, indem seine Zugänglichkeit verbessert und durch eine angepasste Waldrodung die Sicht ins Tal freigelegt wurde. Auch wurde das Gelände mit einem traditionellen «Schratthagg» aus Lärchenholz eingezäunt.