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Die 13-jährige Baen aus Kambodscha geht dreimal am Tag zu Fuss zum Bach in der Nähe ihres Dorfes, um Wasser für ihre Familie zu holen. Das Wasser des Baches ist stark verunreinigt: In der Region gibt es praktisch keine sanitären Einrichtungen, die Menschen im Dorf nutzen die freie Natur als öffentliche Toilette. Aber Baen hat keine Wahl, es gibt keine Alternative zum Wasser aus dem Bach. Sowohl Baen als auch ihre dreijährige Schwester Samoun sind schon oft an Durchfall erkrankt – für Samoun ist dies besonders gefährlich: Der Durchfall entzieht ihrem Körper Flüssigkeit und Nährstoffe, die sie in ihrem jungen Alter dringend für eine gesunde Entwicklung braucht.
Ein weitverbreitetes Problem in Entwicklungsländern
Baens Familie ist mit diesem Problem nicht allein: Etwa 700 Millionen Menschen in Entwicklungsländern haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu Sanitäranlagen; unzählige Kinder sterben deswegen jährlich an Durchfallerkrankungen. Viele Kinder bleiben krankheitsbedingt der Schule fern und schaffen es nicht, den verpassten Schulstoff nachzuholen. Zudem belasten die Kosten für Medikamente das ohnehin schon kleine Haushaltsbudget.
Brunnen und Latrinen für eine bessere Zukunft
Familien den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen, ist eines der Kernanliegen von Plan International. 2015 konnten durch den Bau von Brunnen 69 000 Menschen mit sauberem Wasser versorgt werden; 700 000 neu gebaute Toiletten sorgen dafür, dass das Grundwasser in den Projektgebieten nicht verunreinigt wird. Auch die Lebensqualität von Baen und ihrer Familie hat sich endlich verbessert: In Baens Schule hat Plan International Latrinen und einen Brunnen errichtet und somit den Grundstein für mehr Gesundheit und bessere Perspektiven im Dorf gelegt.