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In einem ersten Workshop haben sich die betroffenen Gemeinden Neerach, Niederglatt und Höri mit dem Kanton darauf geeinigt, unter welchen Rahmenbedingungen die Lösung für eine Verlegung der Strasse aus dem Neeracherried gesucht werden soll. So wurde der Raum festgelegt, in welchem eine Lösung überhaupt in Frage kommt, zudem wurde definiert, wie die verkehrlichen Auswirkungen in der Region geprüft werden sollen. Gleichzeitig wurde der Variantenfächer erneut geöffnet, also die Möglichkeit für eine Lösungssuche nicht auf die bisherigen Varianten beschränkt.
Ziel ist, sich auf eine Variante und eine Umsetzungsplanung zu einigen, welche von allen Beteiligten mitgetragen werden kann. Der Prozess soll bis Frühjahr 2012 abgeschlossen sein, auch hier wurde der zeitliche Rahmen für eine optimale Lösungssuche und regionale Betrachtung etwas erweitert. In einem nächsten Workshop sollen die Varianten diskutiert und die Kriterien für die einheitliche Beurteilung definiert werden.
Das Amt für Verkehr hatte in den Jahren 2007 bis 2009 in einer Zweckmässigkeitsbeurteilung die Varianten zur Verlegung der Strasse aus dem Neeracherried untersucht. Die vorgeschlagene Bestvariante wurde von den umliegenden Gemeinden wegen ungenügender Siedlungsverträglichkeit und einer ungenügenden regionalen Betrachtung der Verkehrssituation abgelehnt. Andere umweltverträgliche Varianten beurteilte der Kanton als unverhältnismässig teuer. Die Volkswirtschaftsdirektion hatte deshalb anfangs 2010 beschlossen, auf die Strassenverlegung zu verzichten und stattdessen die Strasse in der heutigen Lage zu sanieren (Medienmitteilung der Volkswirtschaftsdirektion vom 3. Juni 2010).
Am 4. Oktober 2010 verlangte die Kommission für Planung und Bau des Kantonsrates mit einer Motion, dass der Regierungsrat einen Kredit für die Verlegung die Strassen im Neeracherried entsprechend dem kantonalen Richtplan vorzulegen habe. Mit Beschluss vom 19. Januar 2011 hatte sich der Regierungsrat bereit erklärt, das Anliegen in Form eines Postulates entgegen zu nehmen. Gleichzeitig hatten sich die drei am meisten betroffenen Gemeinden Höri, Neerach und Niederglatt mit einem Schreiben an Regierungsrat Ernst Stocker gewandt und darin ihr Interesse und ihre Bereitschaft bekundet, eine Lösung zu suchen. In einer Aussprache zwischen Regierungsrat Ernst Stocker und den Gemeinden am 5. Mai 2011 einigten sich die Beteiligten auf ein Workshopverfahren zur Neubeurteilung der Varianten.
(Medienmitteilung des Amts für Verkehr)