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Sergio Ermotti *
Sergio Ermotti wurde am 11. Mai 1960 in Lugano im Schweizer Kanton Tessin als Sohn italienischer Einwanderer geboren. Er absolvierte zunächst mit 15 Jahren in Lugano eine Ausbildung am Firmensitz der privaten Cornèr-Bankengruppe. Später erlangte er das eidgenössische Diplom als Bankfachexperte und einen Abschluss im Rahmen des Advanced Management Program der Oxford University.
Nach der Ausbildung qualifizierte sich E. bei der Cornèr-Bank S.A. als Wertpapierhändler. 1985-1987 folgte eine Station bei der Züricher Niederlassung der Citigroup, wo er sich auf den Handel mit aktiengebundenen Wertpapier-Produkten spezialisierte.
1987 setzte er seine Karriere in der Zürcher Filiale der Merrill Lynch fort[6] und leitete dort die Aktivitäten im Aktienderivate- und Kapitalmarktgeschäft der frankophonen Schweiz.[6] 1993 wurde er zum Managing Director befördert und wechselte nach London, wo er Head of European Equity Derivatives wurde. Drei Jahre später ging er nach New York City, wo er den Posten als Head of Global Equity Derivatives bekam, und von 1997 bis 1999 als Head of Global Equity Linked Products wirkte. Ab 1998 war er Mitglied des Executive Management Committees für Europa, den Mittleren Osten und Afrika (EMEA) mit Sitz in London. Als Head of Equity Markets war Ermotti von 1999 bis 2001 verantwortlich für das Aktiengeschäft von Merrill Lynch in EMEA. Ab 2001 bekleidete er Positionen als Senior Vice President und Co-Head of Global Equity Markets, und leitete das globale Aktiengeschäft. Zu dieser Zeit war er auch Mitglied des Operating Committees und des Executive Management Committees, wo er für den Bereich Global Markets & Investment Banking verantwortlich war.
Im Dezember 2005, als das italienische Institut die Bayerische Hypo- und Vereinsbank (HVB) übernommen hatte,[wechselte S. Ermotti zur Unicredit, wo er Konzernvorstand für die Division Multinationals/Investment Banking wurde. Später kam auch das Vermögensverwaltungsgeschäft dazu. Von 2007 bis 2010 war er stellvertretender CEO der Unicredit. Als er nach dem Rücktritt des damaligen CEO Alessandro Profumo den dadurch frei gewordenen Posten nicht bekam, verliess er im Oktober 2010 die Unicredit.
Im April 2011 wechselte Ermotti zur UBS, wo er Chairman und CEO für EMEA sowie Mitglied der Konzernleitung wurde. Nach dem Rücktritt von Oswald Grübel infolge eines grossen Verlusts im Investment Banking der UBS in London wurde Ermotti am 24. September 2011 vom Verwaltungsrat der UBS AG zum interimistischen CEO des Unternehmens ernannt. Seit dem 15. November 2011 ist er permanenter CEO der UBS AG. Als 2014 die UBS AG in eine Holdinggesellschaft umgewandelt wurde, wurde Ermotti zum Group CEO der UBS Group AG gewählt. Ende 2015 wurde Ermotti von der Schweiz am Sonntag als erfolgreichster SMI-Manager ausgezeichnet.
Am 19. Februar 2020 gab die UBS die Nominierung von Ralph Hamers, bisher CEO der niederländischen ING Group, als Nachfolger von Sergio Ermotti bekannt. Hamers soll die Führung am 1. November des Jahres übernehmen.
Sergio Ermotti spricht neben seiner Muttersprache Italienisch auch Deutsch, Englisch und Französisch. Er ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen
*) Stand zum Zeitpunkt des Referat-Zyklus