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5F1. Licht und Äther - Teil II
1. Einleitung
Die elektromagnetische Welle, besitzt gemäss Huter folgende Eigenschaften, vgl. mit den Erläuterungen in Rubrik 5F. Licht / Äther, Teil I :
- Sie ist zugleich eine transversale und eine longitudinale Welle, also eine duale Welle, in der Sprache der Carl-Huter-Stiftung.
Anmerkung: Die Physik ist nicht der gleichen Ansicht. Ein solcher Wellentyp ist gänzlich unbekannt. Rein physikalisch gesehen kann sich eine Welle in dieser Weise ausbreiten.
- Sie ist zugleich eine physikalische Welle und eine stoffliche Emanation.
Anmerkung: Die Physik ist der gleichen Ansicht.
- Die Emanation erfolgt gemäss Huter derart, dass die emanierte Substanz nicht den ganzen Weg von der Quelle bis zum Detektor zurücklegt, sondern fortlaufend sich auflöst und neu erzeugt wird.
Anmerkung: In der Physik spricht man anstelle von Emanation von Photon. Das Photon ist ein Teilchen, das beim Beginn der elektromagnetischen Welle vorhanden ist und ausgesendet wird. Wenn die Welle dann auf Materie trifft, z.B. auf ein Elektron, wird das Photon von diesem absorbiert, also "aufgenommen". Da man eine Welle zerstören würde, wenn man sie während der Ausbreitung beobachten möchte, weiss man nicht, ob das ankommende, absorbierte Photon dasselbe ist, wie das ausgesandte Photon.
- Bei der Ausbreitung im Äther kommt es, gemäss Huter, zu folgenden Prozessen:
a. zu einer Ätherspaltung, also zu einer Ätherzersetzung;
b. zu einer Ätherbewegung;
c. zu einer Ätherübertragung;
d. zur einer Kraftübertragung.
Anmerkung: In der Physik geht man davon aus, dass es keinen Äther gibt, d.h. es gibt keine genaue Vorstellung darüber, wie sich die elektromagnetische Welle durch den Raum ausbreitet, ganz allein, ohne Vermittlung durch ein Drittelement. Die Physik schliesst die Existenz nicht gänzlich aus. Wenn es wider Erwarten einen Äther geben sollte, dann müsste er ganz besondere Eigenschaften aufweisen. Die Physik kennt bisher nur einen statischen Äther. Sie hat noch nie daran gedacht, dass der Äther spaltbar, veränderbar, etc. sein könnte.
2. Wellen-Typen
Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis, II. Lehrbrief, siebte Lektion, 1905
Carl Huter schreibt, Zitat Anfang:
Anmerkung: Grundkenntnisse aus der Physik über Wellen und Schwingungen erleichtern das Verstehen der Huterschen Beschreibungen.
Fig. I stellt den Vorgang der transversalen Schwingung dar.
- Am Anfange der Figur ist ein Körper dargestellt welcher eine Vibration in ellipsenförmiger Bewegung ausführt nach der Querrichtung also von der Achse dem Ruhepunkt 0*) bis zur Phase 1, 2, 3, etc. Phase 8 bildet den Schlusspunkt der Vibration oder Schwingung welcher mit dem Nullpunkt zusammenfällt.
*) Fällt mit 8 zusammen. Der Anfangs- und der Schlusspunkt der Bewegung befinden sich bei einer Wellenbewegung am selben Ort. Der Körper kehrt bei einer Wellenbewegung stets in die Anfangslage zurück.
- Solche Bewegungen würden in einer homogenen Masse transversale Sinuswellen hervorrufen, wie solche in der Figur nach rechts hin dargestellt sind. In der Mitte pflanzt sich vom Impulspunkt der Axe der zugleich Ruhe-, Bewegungsantriebs- und vollendeter Bewegungsschlusspunkt ist, der Hauptstrahl rechtsseitig fort, indem sich alle Wellenbewegungen schneiden.
- Auf diese Weise könnte die Vereinigung zahlreicher Wellen, die sich alle in einer Hauptfortpflanzungslinie treffen, gedacht werden. Im Hauptstrahl vereinigen sich alle Wellenbewegungen zum weissen Licht. Jede Welle könnte als Erzeuger einer bestimmten Farbe gedacht werden, die Vereinigung aller Wellen und ihre Farben ergeben dann in 8 den weissen Lichtstrahl. Dieses ist eine Vorstellung die man sich von den Schwingungen machen kann.
Figur II stellt eine longitudinale Schwingung dar.
- Hier ist die Fortpflanzung des ersten Anstosses der Bewegung des links oben dargestellten runden Körpers dieser Figur direkt geradlinig von links nach rechts in einer homogenen Masse gedacht. Es entstehen nun in dieser Masse eigentlich keine Wellen, sondern Verdünnungen und Verdichtungen, was in den Punkten dargestellt werden soll.
Figur III zeigt drei verschiedene Wellenbewegungen, die jede in sich die transversale und longitudinale Schwingung vereinigt.
- Die Fortpflanzung der Bewegung ist durch runde Kleinstkörper einer homogenen Masse gedacht, welche in kreisrunde Bewegungen um ihre eigene Axen kommen, durch den ersten Anstoss.
- Es wird in Figur a eine gleichmässig grosse, in b eine kleine und in c eine unregelmässige Welle, welche sich durch alle Einzelkörper fortpflanzt, gedacht.
Zitat Ende.
3. Anmerkungen zu Figur III
3.1 Kleinstkörper und transverale Welle
- Carl Huter beschreibt die Kleinstkörper nicht näher.
- Es fehlt eine nähere Erklärung, wie die Kleinstkörper durch den ersten Anstoss in eine kreisrunde Bewegung um ihre eigene Achse geraten.
- Carl Huter beschreibt nicht, wie die Kleinstkörper die Wellenbewegung vermitteln.
1. Carl Huter schreibt, die Fortbewegung der Welle erfolgt durch runde Kleinstkörper. Aber es fehlt eine nähere Beschreibung, sodass die Art und Weise der Fortbewegung verständlich und nachvollziehbar wird.
2. Wie gelangt die "Störung" innerhalb der Kleinstkörpers vorwärts, in der Ausbreitungsrichtung? Wird sie an der Peripherie des Kleinstkörpers fortgetragen, zum nächsten Kleinstkörper? Oder wird sie durch Durchquerung des Kleinstkörpers fortgetragen? Oder durch eine Kombination aus den beiden Möglichkeiten? Aus dem zweiten Punkt ist zu schliessen dass sich die Bewegung "durch alle Einzelkörper" hindurch verläuft. Trägt auch die Rotation um die eigene Achse wesentlich dazu bei, dass sich die Welle fortzubewegen vermag?
3. Erfolgt dies alles rein mechanisch resp. durch elektrische und magnetische Kräfte? Oder ist die Empfindungsfähigkeit des Ätherteilchens daran beteiligt?
- Carl Huter beschreibt nicht, wie es möglich ist, dass diese Kleinstkörper eine solche Welle vermitteln, also ihre Ausbreitung erzeugen können.
1. Eine transversale Welle, eine solche liegt ja hier vor, ist nur möglich, wenn die Teilchen vorhanden sind, die an eine Ruheposition gebunden sind und um diese Position herum schwingen können. Bei einer transversalen Welle erfolgt diese Schwingung dann quer zur Ausbreitungsrichtung der Welle.
2. Diese Voraussetzungen sind nur in einem festen Körper oder in einem flüssigen Körper erfüllt, z.B. eine Wasserwelle. In einem gasförmigen Körper sind die Teilchen, welche die Wellenbewegung vermitteln könnten, nicht an eine Ruheposition gebunden.
- Die Kombination aus transversaler und longitudinaler Welle
1. Es stellt sich die Frage, ob der Weltäther tatsächlich in der Lage ist, eine solche Wellenbewegung zu vermitteln.
2. In der materiellen Welt, also in einem festen Körper oder in einem flüssigen Körper würde es keinen Widerspruch zu den physikalischen Gesetzmässigkeiten bedeuten, wenn eine solche Welle sowohl aus einer transversalen Bewegung als auch aus einer longitudinalen Bewegung bestehen würde, die sich überlagern. Aber eine solche Welle wurde noch nie beobachtet und vielleicht würde noch nie versucht, eine solche Welle zu erzeugen?
3. Eine solche Welle kann nicht von einer gasförmigen Substanz vermittelt werden, da sie keine transversale Bewegung zu vermitteln vermag.
3.2 Vereinigung von transversaler und longitudinaler Welle: Grundsätzliches
- Bereits im Hauptwerk, II. Lehrbrief, siebte Lektion, erschienen im Frühjahr 1905, also vier Jahre vor dem "Leitfaden", erklärt Huter das Licht als eine Kombination aus transversaler und longitudinaler Welle zu verstehen sei. Siehe Rubrik 5F. Licht / Äther, Teil I , Ziffer 3.3.
Da Huter in der obgenannten Lektion die Besonderheiten der beiden Wellentypen textlich und mittels Abbildungen darlegt, ergibt sich zweifelsfrei, dass Huters Ansicht weder im Jahre 1905 noch im Jahre 1909 auf mangelnder Kenntnis der Wellentypen oder auf einem Versehen beruht!
- Carl Huter beschreibt diese Welle, a, b und c, nicht näher. Handelt es sich um eine elektromagnetische Welle? Handelt es sich um die Ausbreitung einer elektromagnetischen Welle durch den "leeren" Raum, also z.B. durch den Äther?
1. Es wird angenommen, dass es sich bei den Kleinstkörpern um Ätherteilchen und bei der Welle um eine elektromagnetische Welle handelt.
2. Bisher kennt man keine Schwingung resp. Welle, die in zwei oder mehr Arten auftritt.
3.3 Die drei Wellentypen a, b und c
- Es stellt sich die Frage, ob sich eine elektromagnetische Welle in unterschiedlicher Weise durch den Äther bewegt, nach Typ b und nach Typ a resp. Typ c?
- Hat Huter die drei Wellen a, b und c richtig bezeichnet?
Er schreibt, die Welle c ist eine unregelmässige Welle. Es lässt im Verlauf dieser Welle keine Unregelmässigkeit erkennen, wohl aber im Verlauf der Welle b. Diese bezeichnet er aber nicht als unregelmässig.
- Liegt bei den drei Wellen a, b, c tatsächliche eine longitudinale Schwingung vor?
Aus der graphische Darstellung der drei Wellen lässt sich keine Schwingung in Längsrichtung herauslesen. Bei b. stellt man eine Abweichung von der rein transversalen Bewegung fest. Aber man vermag aus der Darstellung keine volle Bewegung resp. Schwingung in der Längsrichtung zu erkennen. Dazu müsste ein viel grösserer Bereich der Welle dargestellt werden.
- Wenn eine Kombination aus einer transversalen mit einer longitudinalen Welle vorliegt: Welches ist das Verhältnis der Frequenzen resp. der Wellenlänge der beiden Wellen?
Ganzzahlig? Hat die longitudinale Welle eine viele tiefere Frequenz, aber eine entsprechend höhere Wellenlänge?
3.4 Weitere Aspekte
- Ist es möglich die quantenmanischen Phänomene und evtl. sogar die relativistischen Phänomene mit den Huterschen Ansichten über die duale Welle besser und anschaulicher zu erklären?
Doppelspaltversuch, Wheeler-Versuch über die verzögerte Entscheidung, etc.?
- Dann muss auch erklärt werden, wie eine elektromagnetische Welle sich geradlinig ausbreitet also sich nicht kegelähnlich wie eine Schallwelle ausbreitet.
1. Wenn der Äther an der Ausbreitung beteiligt ist, dann muss er offensichtlich die Fähigkeit haben, die "Störung" so weiterzugeben, dass die Ausbreitung in der Längsrichtung "kanalförmig" erfolgt.
2. Wird die geradlinige Ausbreitung durch die longitudinale Welle "bewirkt"?
3. Wird die kanalförmige Ausbreitung durch die Kopplung zwischen elektrischem Feld und magnetischem Feld "bewirkt"? Stehen sie in einer Wechselwirkung und sind aneinander gebunden?
4. Elektromagnetische Strahlung: eine duale, stehende Welle
Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis, II. Lehrbrief, siebte Lektion, 1904
Carl Huter schreibt, Zitat Anfang:
- An den Körper, welche Lichtquellen sind, wie z. B. die Sonne und alle Fixsterne, denke man sich stehende transversale Wellen, die sich aber im Weltäther transversal und longitudinal fortpflanzen.
- Die stehenden Wellen, erklären sich aus einer, den leuchtenden Körpern innewohnenden magnetischen Spannkraft, die in den freien Einzelatomen so gewaltig zum Ausdruck kommt.
Zitat Ende.
Anmerkungen
Diese Textstelle wurde bereits in der Rubrik 5F. Licht / Äther, Teil I , Ziffer 3.3 wiedergegeben und besprochen. Hier werden weitere Aspekte besprochen.
Die hier gebrachten Erklärungen Huters über das Licht liegen entsprechen nicht den Erkenntnissen, welche man in der Physik über das Licht gewonnen hat, und es fehlt ihnen an Plausibilität:
- Wie kann sich, bei einer auslaufenden elektromagnetischen Welle, die von einer Lichtquelle ausgeht, zur Entstehung einer stehenden Welle kommen? - Dazu müsste die Welle nach reflektiert, also zurückgeworfen werden. Diese Reflexion tritt z.B. dann ein, wenn eine elektrische Welle durch einen elektrischen Leiter, z.B. einen Draht geschickt wird, der an beiden Ende abgeschnitten, also abgeschlossen ist. Dann erfolgt an den Enden eine Reflexion. Die auslaufende Welle überlagert sich mit der zurücklaufenden, reflektierten Wellen. Es kommt zur Überlagerung und damit zur Bildung einer stehenden Welle.
- Carl Huter schreibt, dass man sich an den Lichtquellen eine transversale Welle vorstellen soll, die sich dann aber transversal und longitudinal fortpflanzt. - Hier stellt sich die Frage, wie es zur Änderung resp. zur Erweiterung des Wellentyps kommt? Braucht es dazu einen äusseren Anstoss, einen äusseren Eingriff?
- Carl Huter schreibt, dass den leuchtenden Körpern eine magnetische Spannkraft innewohnt. - Wie lässt sich das verstehen? Ein Stern, die Sonne, aber auch ein Stück brennendes oder glühendes Holz ist ein leuchtender Körper. Wo liegt bei diesem Körper die innewohnende magnetische Spannkraft? Besitzen andere Körper diese magnetische Spannkraft nicht? Oder erst dann, wenn sie eine elektromagnetische Strahlung aussenden?
- Diese magnetische Spannkraft kommt, gemäss Huter, in den freien Einzelatomen so gewaltig zum Ausdruck. - Es stellt sich die Frage: Wie genau kommt diese Spannkraft zum Ausdruck? Und weshalb einzig in den freien Einzelatomen?
(Wird demnächst ergänzt.)
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