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"Konrad Zuse und die Schweiz. Wer hat den Computer erfunden'?" Herbert Bruderer von der ETH Zürich hat seine Anfang 2011 erschienene Festschrift
zum 100. Geburtstag des deutschen Computerpioniers stark ausgebaut und zu einem Buch gemacht. Das Buch beschäftigt sich unter anderem mit Zuses "Z4"-Computer, der von 1950 bis 1955 an der ETH in Betrieb war, und wie dieser wiederum die Entwicklung des Schweizer Röhrenrechners ERMETH und des Transistorrechners Cora beeinflusst hat.
Für die Verfassung des Buches wurden Zeitzeugen befragt, darunter Leute, welche die Maschinen damals bauten und warteten. Prof. Urs Hochstrasser, einer der wichtigsten Nutzer der Zusemaschine, beschreibt zudem in einem ausführlichen Bericht seine Erfahrungen mit dem Relaisrechner. Das Buch "Konrad Zuse und die Schweiz" erscheint im Oldenbourg Verlag (ISBN 978-3-486-71366-4) und soll ab dem 21. März erhältlich sein.
Konrad Zuse hatte auch Kontakte zu einem anderen, zumindest dem Namen nach noch bekannteren Computerpionier: Alan Turing. Zu dessen hunderstem Geburtstag
findet 2012 ein internationales Turing-Jahr statt, dem sich auch die ETH anschliesst. An der ETH Zürich wird am 26. und 27. Oktober eine Gedenktagung
durchgeführt. Dabei werden verschiedene Informatik-Koryphäen sowie Kenner des Lebens und des Werks von Alan Turing auftreten, darunter Barry Cooper, der weltweite Koordinator und Organisator des Turing-Jahrs, der Neuseeländer Jack Copeland, Direktor des Turing-Archivs für die Geschichte der Informatik sowie der amerikanische Logiker Martin Davis. (hjm)