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Kein Durchkommen für den ehemaligen UBS-Händler Tom Hayes. Der als «Machiavelli des Libor» berüchtigte Trader ist mit seinem Versuch gescheitert, ein Urteil gegen ihn wegen Libor-Manipulation zu kippen. Das Berufungsgericht sah es als erwiesen an, dass Hayes versucht hatte, den Libor zu manipulieren. Es sprach von hieb- und stichfesten Beweisen, die seine Schuld belegten.
Hayes hat bereits fünfeinhalb Jahre seiner ursprünglich 14-jährigen Haftstrafe verbüsst, die inzwischen auf 11 Jahre reduziert wurde. Hayes ist der prominenteste von insgesamt neun Beschuldigten, die vom britischen Serious Fraud Office angeklagt wurden. Hayes will die Entscheidung des Berufungsgerichts nicht akzeptieren und das Urteil an den Obersten Gerichtshof des Vereinigten Königreichs weiterziehen.
Hayes hatte bei der UBS den Ruf eines Star-Händlers. Von Tokio aus soll er zwischen 2006 und 2009 einen Gewinn von 280 Millionen Dollar für die Bank erwirtschaftet haben. Danach wechselte er zur Citigroup, wurde aber entlassen, als kurz darauf der Libor-Skandal hochkochte. Die sogenannte London Interbank Offered Rate, einst Referenzzinssatz für Kredite und Hypotheken weltweit, wurde durch tägliche Meldungen mehrerer «Panel-Banken» ermittelt. Heute ist der Libor Geschichte.
Der Libor-Skandal erschütterte vor über 10 Jahren die Finanzwelt und kostete die Banken Milliarden. Die UBS musste im Zusammenhang mit dem Skandal zunächst 1,4 Milliarden Franken an die amerikanischen, britischen und schweizerischen Behörden zahlen. Später kamen weitere Summen hinzu.