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Elektroautos mit EU-Strom sind nicht umweltfreundlicher als Benziner
Für ihre Berechnungen nutzten Dominic Notter und seine Forscherkollegen das Instrument der Ökobilanz. Damit lässt sich der Umwelteinfluss von Gütern und Dienstleistungen berechnen und vergleichen. Die Bauteile der Brennstoffzellen berechneten die Forscher dabei von Grund auf selber: Fürs Blockheizkraftwerk hat die Brennstoffzelle eine Leistung von 1 kW (Kilowatt) und wird mit einem Stirling-Motor verglichen, der die gleiche Menge Strom erzeugt. Das Brennstoffzellenauto in der Studie hat 55 kW Leistung und wird mit einem 55 kW starken Elektroauto und einem 55 kW-Benzin-Kleinwagen verglichen.
Ergebnis: Zieht man den aktuellen EU-Strom-Mix als Vergleich heran, dann hat der Benzin-Kleinwagen mit einem angenommenen Verbrauch von 6,1 l/100 km nach 150000 km Fahrleistung die Nase vorn. Das mit EU-Strom geladene Elektroauto erzeugt eine leicht höhere Umweltbelastung vergleichbar mit 6,4 l/100 km Benzinverbrauch. Ein Brennstoffzellen-Kleinwagen, dessen Wasserstoff mit EU-Strom erzeugt wird, wäre heute bei weitem die schlechteste Option. Das Auto würde den gleichen Umwelteffekt erzeugen wie ein Luxus-Sportwagen mit einem Benzinverbrauch von 12,1 l /100 km.
Doch die Brennstoffzelle könnte eine wichtige Zukunftstechnologie sein dann nämlich, wenn in Zukunft überschüssiger Strom aus Windkraft und Solarenergie in Form von Wasserstoff zwischengespeichert wird und damit für Hausheizungen oder Mobilität zugänglich wird. Aktuell werden Windkraftanlagen schlicht abgeschaltet, wenn zu viel Strom auf dem Markt ist. Die Öko-Energie geht damit ungenutzt verloren.