Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03581.jsonl.gz/2833

Seit 60 Jahren hat kein Land südlich der Sahara mehr die Schweiz besucht. Nun ist es wieder soweit: Heute kommt Nana Akufo-Addo, der Präsident von Ghana, zu Besuch. Mit militärischen Ehren empfängt der Gesamtbundesrat das Staatsoberhaupt. Das kleine, westafrikanische Land gilt als Hort der Stabilität und der Demokratie in einer Region, die von Korruption und der Terrorgruppe Boko Haram bedroht ist.
Schweiz will Ghana unterstützen
Es sei wichtig, solche Länder zu unterstützen, sagt Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga: «Wir werden die Situation in Ghana und in der ganzen Region besprechen.» Es gehe einerseits darum, was Ghana tun könne, um die Region zu stabilisieren, um Frieden und Sicherheit zu stärken, und andererseits auch darum, wie die Schweiz unterstützend mitwirken könne.
Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Ghana reichen bis weit ins 19. Jahrhundert zurück, als sich Mitglieder der Basler Mission an der Goldküste Afrikas niederliessen. Sie bekämpften den Sklavenhandel, indem sie Schulbildung und den Kakaoanbau einführten. Noch heute ist Ghana der zweitgrösste Kakaolieferant der Schweizer Schokoladeindustrie – und einer der grössten Lieferanten des helvetischen Goldhandelsplatzes.
HeuteMorgen, 28.02.2020; 06:00 Uhr