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Die Migranten sind angekommen …30.08.2022 Natur
Ich bekam dieser Tage mehrmals Nachrichten von Leuten, welche an ihren Balkonblumen einen grossen Nachtfalter fotografierten und mir diese Bilder zur Bestimmung zukommen liessen. Es handelt sich dabei um den soeben in zweiter Generation aus Afrika und dem Mittelmeergebiet eingetroffenen Windenschwärmer (Agrius convolvuli).
Windenschwärmer sind sogenannte Wanderfalter, die mit ihrer bis zu 13 cm grossen Flügelspannweite riesige Wanderrouten mit bis zu unglaublichen 100 km/h zurücklegen, um sich hier fortzupflanzen. Ein Weibchen kann bis zu 1000 Eier legen, woraus sich sehr grosse, bis zu 12 cm lange Raupen entwickeln, die sich dem Namen entsprechend vorwiegend von Winden ernähren. Wenn die daraus entstehenden Falter nach der Verpuppung nicht frühzeitig schlüpfen, um vor dem Winter wieder in ihr Überwinterungsgebiet zurückzukehren, sterben sie.
Windenschwärmer ernähren sich hauptsächlich in den Abendstunden von Nektar aus diversen Blumen wie Surfinia, Dipladenia, Geranien, Nachtkerzen, Petunien usw., indem sie ihren bis zu 9 cm langen Saugrüssel ausrollen (siehe Abbildung). Sie können mit dem ebenfalls sehr grossen Ligusterschwärmer verwechselt werden.
BERT INÄBNIT