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Milena Jesenská (1896-1944) stammte aus einer bürgerlichen Prager Familie und zog 1918 nach Wien. Dort begann sie, für die tschechische Zeitung »Tribuna« erste Reportagen über das Leben in Wien zu schreiben und übersetzte ins Tschechische. 1925 kehrte Jesenská als erfolgreiche Journalistin nach Prag zurück. Im März 1939 schloss Jesenská sich dem Widerstand an, wurde im November von der Gestapo verhaftet und starb im Mai 1944 im KZ Ravensbrück.
Kristina Kallert studierte Germanistik und Ostslavistik in Regensburg und St. Petersburg, später Bohemistik in Brno. Seit 1998 arbeitet sie als Übersetzerin aus dem Tschechischen (z.?B. Josef Jungman, Bozena Nemcová, Julius Zeyer). Ab 2000 Mitarbeit an der Tschechischen Bibliothek. Sie war Stipendiatin des Literarischen Colloquiums Berlin und des Instituts der Wissenschaften vom Menschen in Wien (Paul-Celan-fellowship 2007). 2004 erhielt sie den Leipziger Fähre-Preis für Literaturübersetzung.
Alena Wagnerová, geb. 1936 in Brno / Brünn, ist deutsch-tschechische Autorin und Kulturpublizistin. Im Mittelpunkt ihrer literarischen und publizistischen Arbeit stehen die Kultur und Geschichte Mitteleuropas sowie die deutsch-tschechisch-jüdischen Beziehungen.
Sie schrieb die erste Biographie Milena Jesenskás (»Alle meine Artikel sind Liebesbriefe«, 1994), edierte ihre Briefe (Die Briefe von Milena, 1996) und beteiligte sich an der Herausgabe von Jesenskás Briefen aus dem KZ Ravensbrück.