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Das sagte ein Vertreter der Bezirksverwaltung im Distrikt Jajarkot, wo das Zentrum des Bebens geortet wurde, der Deutschen Presse-Agentur in der Nacht auf Samstag. Die tatsächliche Opferzahl dürfte demnach noch steigen. Bestätigte Zahlen zu Toten oder Verletzten aus anderen von der Aussenwelt abgeschnittenen Gebieten lagen zunächst nicht vor.
Nach Messungen der Nationalen Erdbebenwarte (NEMRC) hatte das Beben eine Stärke von 6,4 und ereignete sich um 23.47 Uhr Ortszeit. Es war auch im Norden des Nachbarlands Indien zu spüren, unter anderem in der Hauptstadt Neu Delhi, wie die «Times of India» sowie andere indische Medien berichteten.
Die Himalaya-Region, in der auch Nepal liegt, ist geologisch äusserst aktiv. Dort schiebt sich die Indische Kontinentalplatte mit einer Geschwindigkeit von etwa zwei Zentimetern pro Jahr unter die Eurasische Platte - was immer wieder zu starken Beben führt.
Vor rund acht Jahren - im Frühjahr 2015 - erschütterte ein besonders schweres Erdbeben die Gegend um die Hauptstadt Kathmandu und liess zahlreiche Gebäude einstürzen - darunter auch Unesco-Welterbestätten. Rund 9000 Menschen kamen damals ums Leben, Millionen wurden obdachlos.