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Die beiden Brüder Franz und Paul Wilde zeichneten 1932 Pläne zur ‹Korrektion des Basler Stadtplans und Behebung der Verkehrskalamität›. Diese sahen vor, den Rhein oberhalb von Basel über Riehener Gebiet umzuleiten, um im Stadtzentrum das Rheinbett überbauen zu können.
Die beiden Plastiker Franz und Paul Wilde, zwei Brüder, arbeiteten 1932 ein Projekt aus, das die Korrektur des Rheins vorsah, um im Zentrum von Basel zusätzliches Land zu gewinnen. Gemäss der Projektskizze, bestehend aus mehreren Zeichnungen und der Projektbeschreibung ‹Zukunftsbasel›, sollte der Rhein unterhalb des Friedhofs am Hörnli östlich der Stadt entlang um den Bäumlihof herum durch die Langen Erlen bis nach Weil am Rhein geführt und in Weil-Friedlingen wieder ins alte Rheinbett geleitet werden. Wie bereits beim Projekt Bäumlihofhafen wäre in Birsfelden ein Kraftwerk vorgesehen gewesen. Anstelle des Rheins wäre bloss noch die Birs durch die Basler Innenstadt geflossen; dies hätte im Rheinbett – mitten in der Stadt – Platz für neue Bauten geschaffen.
Wäre die Idee der beiden Brüder umgesetzt worden, verfügte Riehen heute über einen längeren Rheinanstoss, wäre allerdings durch den Fluss von Kleinbasel getrennt.
Ob die Idee je ernsthaft geprüft wurde, ist nicht überliefert. Lange waren die Pläne in Vergessenheit geraten, bis sie ein Sammler in einem Antiquariat entdeckte.
Autorin / Autor: Nils Widmer | Zuletzt aktualisiert am 12.9.2023
Detterer, Gabriele: Neue Ufer. Vision einer Umleitung des Rheins. In: Basel ungebaut. Basel 2022. S. 185–189.