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Am kommenden Wochenende startet in der norwegischen Metropole Oslo die neue Weltcupsaison der Springreiter. Kurz darauf nehmen auch die Dressurreiter, Viererzugfahrer und Voltigierer die entsprechende Saison mit dem gemeinsamen Ziel Weltcupfinal in Angriff.
Kaum wechseln die Blätter an den Bäumen in den "Herbstmodus" und erste Nebelschwadentreten auf, startet auch schon wieder die neue Weltcupsaison. Eine Handvoll Reiter, Fahrer und Voltigierer hat nun zum Ziel, den entsprechenden Final ihrer Disziplin zu erreichen und sich als Weltcupsieger feiern zu lassen. In der inoffiziellen Hallenweltmeisterschaft treten in allen vier Disziplinen Schweizer Athleten an.
Springen
Über Ostern Ende März dieses Jahres demonstrierte Steve Guerdat einmal mehr seine Fähigkeit, auf den Punkt genau vorbereitet zu sein und verteidigte seinen Weltcuptitel aus dem Vorjahr auf souveräne Art und Weise. Im schwedischen Göteborg triumphierte er im Sattel des zehnjährigen Westfalenwallachs Corbinian, das Jahr zuvor in Las Vegas mit der 13-jährigen Franzosenstute Albführen's Paille. Der Jurassier ist somit als Titelverteidiger für den Final in Omaha (Nebraska, USA) Ende März 2017 vorqualifiziert. Aufgrund der Weltrangliste per Ende August, die jeweils für die Vergabe der begehrten Startplätze massgebend ist, steht fest, dass die Schweiz nur einen fixen Platz erhält. Und zwar jenen als Nation, die selbst eine Prüfung (CSI5*-W Zürich) durchführt. Guerdat schaffte es um einen einzigen Punkt nicht, in die Top Ten Europas vorzustossen, um einen weiteren Startplatz zu garantieren. Equipenchef Andy Kistler muss nun bei den Veranstaltern um eine der maximal sieben möglichen Wildcards pro Turnier kämpfen. "Zum Glück haben wir dank Zürich einen Startplatz, sonst sähe es noch schlechter aus", so Kistler.
Zum Auftakt wird Guerdat zusammen mit Martin Fuchs in Oslo an den Start gehen. "In Helsinki werden Steve, Martin und Romain Duguet starten. Für Lyon haben wir Romain Duguet, Jane Richard Philips und Paul Estermann vorgesehen."
Dressur
Für die Schweizer Dressurleaderin Marcela Krinke Susmelj hat die neue Weltcupsaison bereits Ende Mai in Lipica begonnen. Mit dem elfjährigen Dänenwallach Sopran gewann sie die Qualifikation und erntete die ersten 20 Punkte für ihr Konto. In der Westeuropaliga zählen auch Punkte aus der Liga von Zentraleuropa. "Da ich in der glücklichen Lage bin, mehrere GP-Pferde von meiner Mäzenin Irene Meyer zur Verfügung zu haben und Sopran bereits die ersten Punkte geholt hat, werden wir den Weltcupfinal in den USA anstreben", so die Olympia-teilnehmerin. Geplant sind in diesem Jahr noch Starts in Lyon, Stuttgart und Genf (kein Weltcup).
Fahren
In den vergangenen Tagen gaben die beiden deutschen Leinenkünstler Christoph Sandmann und Michael Brauchle den Verzicht auf eine Teilnahme im Weltcup bekannt. Der Walliser Jérôme Voutaz und der Belgier Eduard Simonet rutschen somit in die Top Ten nach. Es wird jedoch erst am 17. Oktober bekannt, welche Fahrer an welchen Turnieren an den Start gehen werden. Nach dem schweren Unfall von Voutaz in Donaueschingen war nicht klar, ob er für den Weltcup wieder fit wird. Gemäss seinen Aussagen sollte er, sofern der Heilungsverlauf nach Plan verläuft, bis Genf (10. und 11. Dezember) wieder genügend genesen sein, um an den Start gehen zu können.VoltigeIn dieser Saison werden neu jeweils zwölf Starter im Weltcup zugelassen. Die Schweiz ist in allen Kategorien vertreten. Qualifiziert sind bei den Damen Nadja Büttiker als Weltranglistenvierte. Schweizermeisterin Marina Mohar ist erste Reserve als Weltranking-13. Bei den Herren ist Lukas Heppler (WR 5) wieder dabei und im Pas-de-Deux starten Zoe Maruccio und Syra Schmid; auch das Duo steht auf dem fünften Weltranglistenplatz. Ihren Titel nicht mehr verteidigen wird Simone Jäiser, die nach ihrem Sieg in Dortmund vom aktiven Sport zurücktrat.
Poster
Wir haben ein Poster mit der Übersicht aller europäischen Weltcupturniere zusammengestellt. Es ist einem Metroplan nachempfunden und zeigt den Weg der vier Disziplinen über die verschiedenen Stationen bis hin zur Endstation – dem entsprechenden Final.
Vor einigen Jahren hat der CSI Basel das Quintett von Schweizer Springreitern geehrt, das in den 70er-Jahren ins internationale Rampenlicht trat und innert weniger Jahre eine aussergewöhnliche...
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