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Der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia ist zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Das Gericht in der italienischen Stadt Grosseto verurteilte Francesco Schettino am Mittwochabend nach eigenen Angaben wegen fahrlässiger Tötung im Zusammenhang mit der Havarie, bei der vor drei Jahren 32 Menschen starben.
Die Staatsanwaltschaft hatte 26 Jahre Haft gefordert, die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Schettino selbst war bei dem Urteilsspruch in der toskanischen Stadt nicht anwesend, obwohl er das zuvor angekündigt hatte. Er habe Fieber, erklärten seine Anwälte.
Schettino der einzige Angeklagte
Das Kreuzfahrtschiff war am 13. Januar 2012 mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der Insel Giglio auf einen Felsen gefahren und gekentert.
Schettino hatte sich nach dem Unglück zuerst selbst gerettet, bevor die Evakuierung abgeschlossen war. Er selbst hatte immer wieder betont, dass vor allem seine Crew an dem Unglück schuld gewesen sei. Schettino war der einzige Angeklagte in dem Mammutprozess und stand seit eineinhalb Jahren vor Gericht.
(sda/moh)