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Menschen mit Behinderungen sind berechtigt, ihre bürgerlichen, politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechte wie alle anderen Menschen auszuüben.
Der Begriff Behinderung „fasst eine große Anzahl an verschiedenen funktionellen Einschränkungen zusammen, die in jeder Bevölkerung jedes Landes auf der Welt auftreten. Menschen können auf Grund einer körperlichen oder intellektuellen Störung oder Schädigung der Sinneswahrnehmung, sowie auf Grund eines medizinischen Zustandes oder einer geistigen Erkrankung behindert sein. Solche Schäden, Zustände oder Erkrankungen können von Dauer oder vorübergehened sein.” (Rahmenbestimmungen für die Herstellung der Chancengleichheit für Behinderte.)
Nach Angaben der Vereinten Nationen (UNO) gibt es 500 Millionen Menschen auf der Welt, die mit einer Behinderung leben. Aufgrund Faktoren wie Krieg und Vernichtung, minderwertige Wohn- und Lebenssituationen oder das Fehlen von Wissen über Behinderungen, Auslöser, Vorbeugungen sowie Behandlung von Behinderungen steigt diese Zahl jedes Jahr an.
Die Mehrheit behinderter Menschen lebt in weniger entwickelten Ländern, wo es oftmals weder ausreichende Gesundheitsversorgung noch andere wichtige Sozialleistungen gibt. Außerdem wurde eine Beziehung zwischen Armut und Behinderung festgestellt. Das Risiko, eine Behinderung zu erleiden liegt deutlich höher in Familien, die in Armut leben. Auf der anderen Seite beansprucht ein behindertes Familienmitglied mehr Zuwendung jeglicher Art der Familie, auch in Form finanzieller Mittel.
Zu behinderten Menschen zählen bestimme Gruppen, die oftmals Diskriminierung auf zweifacher Ebene ausgesetzt sind. Dazu gehören Frauen, Kinder, Senioren, Folteropfer, Flüchtlinge und Vertriebene, sowie Wanderarbeiter. Frauen mit Behinderungen, zum Beispiel, werden auf Grund ihrer Behinderung und auf Grund ihres Geschlechts diskriminiert.
Entstehung und Entwicklung einer Behindertenpolitik
Die Arbeit der UNO steht für die wichtigsten Aktionen, die von einer internationalen Organization im Bereich Behinderungen ausgeführt werden. Basierend auf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, sowie dem International Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, hat die UNO im Jahre 1971 das erste spezifische Dokument bezüglich Behinderungen geschaffen, die Erklärung über die Rechte der geistig Zuruckgebliebenen. Andere wichtige Dokumente folgten, jedoch ist keines davon bindend für Vertragsstaaten.
Die 80er Jahre stellten die Hauptphase für die Entwicklung von internationalen Behindertennormen da. 1981 verkündete die Generalversammlung das erste Internationale Behindertenjahr. Es folgte das Weltaktionsprogramm für Behinderte 1982 und die Behindertendekade 1983-1992. Alle UNO-Konferenzen in den 90ern behandelten das Thema Rechte von Menschen mit Behinderungen und sprachen sich für Instrumente zum Schutze behinderter Menschen aus (Weltkonferenz über Menschenrechte 1993, Weltfrauenkonferenz über Menschenrechte 1995, Habitat II 1996.)
Im Moment bemüht sich der Ad-hoc-Ausschuss über Menschen mit Behinderungen um einen internationalen Pakt zum Schutze behinderter Menschen.
Die Europäische Union (EU) weist einen hohen Standard an Sensibilisierung im Bereich Behinderungen auf. Das Jahr 2003 wurde zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen ernannt.
Rechte, um die es eigentlich geht
Menschen mit Behinderungen werden diskriminiert auf Grund von sozialen Vorurteilen und Unwissenheit. Außerdem haben sie oftmals nicht die gleichen Chancen wie andere Menschen, da ihnen der Zugang zu wichtigen Sozialleistungen fehlt
Nach internationalem Menschenrecht, genießt jeder Mensch die folgenden Rechte:
– alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich
– alle Menschen haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung
– alle Menschen haben Anspruch auf Chancegleichheit
– alle Menschen haben Anspruch auf auf selbstständiges Wohnen
– alle Menschen haben Anspruch auf auf vollständige soziale Integration
– alle Menschen haben Anspruch auf auf Sicherheit
Behindertenpolitik wird oftmals durch den Begriff „Herstellung der Chancengleichheit” dominiert. Dies bedeutet, die Gesellschaft muss sichergehen, dass ihre Mitglieder, auch Menschen mit Behinderungen, gleiche Chancen haben, am öffentlichen Leben teilzunehmen. HREA