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Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) ist eine ausserparlamentarische Kommission, die vom Bundesrat zur Umsetzung des Internationalen Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung (RDK) eingesetzt wurde. Laut Mandat des Bundesrats vom 23. August 1995 „befasst sich die EKR mit Rassendiskriminierung, fördert eine bessere Verständigung zwischen Personen unterschiedlicher Rasse, Hautfarbe, nationaler und ethnischer Herkunft, Religion, bekämpft jegliche Form von direkter und indirekter Rassendiskriminierung und schenkt einer wirksamen Prävention besondere Beachtung“.
Die EKR sensibilisiert die Öffentlichkeit durch Kampagnen, öffentliche Auftritte, Publikationen und Pressearbeit. Die Kommission verfasst zu ausgewählten Bereichen eigene Berichte. Ihr halbjährlich erscheinendes Bulletin Tangram ist je einem Schwerpunktthema gewidmet.
Die EKR berät den Bundesrat und die Departemente durch Teilnahme an Vernehmlassungen, durch Konsultationen, Empfehlungen, Gutachten und Stellungnahmen. Sie steht Behörden auf Kantons- und Gemeindeebene für Beratung zur Verfügung.
Die EKR fördert die Forschung zu den für sie relevanten Themen und recherchiert selbständig in politischen Bereichen. Das Sekretariat der EKR führt für die Kommission eine Dokumentation von Zeitungsartikeln und wissenschaftlichen Publikationen.
Der Präsident/die Präsidentin und das Sekretariat der EKR beraten Menschen, die sich als Opfer rassistischer Diskriminierung fühlen. Sie recherchieren und vermitteln in Konfliktfällen.
Die EKR ist eine zentrale Anlaufstelle für interessierte Kreise. Sie setzt sich für die Zusammenarbeit und Kooperation zwischen den staatlichen Behörden, den Nichtregierungsorganisationen und den internationalen Stellen ein. Sie koordiniert ihre Tätigkeit insbesondere mit der Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen (EKM) sowie dem Eidgenössischen Department für auswärtige Angelegenheiten in internationalen Fragen.
Die EKR unterstützt den Aufbau langfristiger Sensibilisierungs- und Präventionsmassnahmen. Zu nennen sind Aus- und Weiterbildungsseminare für private und öffentliche Organisationen sowie der Aufbau von regionalen und kantonalen Beratungsstellen. Sie arbeitet dazu mit der Fachstelle für Rassismusbekämpfung und spezialisierten Nichtregierungsorganisationen zusammen.
Die EKR leistet einen bedeutsamen Beitrag zur Beobachtung rassistischer Diskriminierung und Massnahmen gegen Rassismus. Darunter fallen die Sammlung der Rechtsfälle zur Rassismus-Strafnorm, die Erstellung einer Agenda zu den politischen Geschäften im Parlament sowie das in Zusammenarbeit mit Humanrights.ch / MERS und verschiedenen Anlauf- und Beratungsstellen entstandene Dokumentationssystem für Rassismusfälle (DoSyRa).
Zum AnfangLetzte Aktualisierung: 10.12.2014