Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03648.jsonl.gz/1702

Insgesamt wohnt mit 22 Jahren die Hälfte aller jungen Erwachsenen nicht mehr bei Mutter, Vater oder beiden Elternteilen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Erhebung unter 15- bis 39-Jährigen ausweist.
Nach dem Auszug wohnen sie mehrheitlich in der Nähe der Eltern und pflegen einen engen Kontakt. Die räumliche Distanz zum Elternhaus wächst mit steigendem Alter. Junge aus der französischen und italienischen Schweiz ziehen früher aus.
Den 50-Prozent-Anteil von Ausgezogenen erreichen Frauen im Alter von 21,5 Jahren, die Männer mit 22,8 Jahren. Der Unterschied wächst bei den 25-Jährigen auf 15 Prozentpunkte. 83 Prozent aller Frauen sind in diesem Alter ausgezogen, von den Männern 68 Prozent. Dieser Unterschied verkleinert sich mit steigendem Alter, beträgt mit 30 Jahren aber immer noch sieben Prozentpunkte.
Teilt man die jüngeren Frauen und Männer in Jahrgangsgruppen auf, zeigt sich, dass die älteren Jahrgänge von 1978 bis 1987 früher auszogen als die jüngeren von 1988 bis 2002. So waren im Alter von 20 Jahren 39 Prozent der Frauen in der älteren Gruppe ausgezogen, in der jüngeren 26 Prozent. Bei den Männern fand das BFS den gleichen Trend.
Weniger deutlich fallen die Unterschiede aufgrund des Bildungsstandes aus. Grundsätzlich lässt sich erkennen, dass Personen mit abgeschlossener Tertiärausbildung früher auszogen. So haben im Alter von 20 Jahren 35 Prozent der Frauen mit Hochschulabschluss das Elternhaus verlassen gegenüber 31 Prozent ohne Tertiärabschluss.
Das zeigt sich auch bei den Männern. Im Alter von 30 Jahren sind 93 Prozent der Hochschulabsolventen ausgezogen, bei Männern ohne Tertiärbildung sind es 85 Prozent.