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Wegen des Wechsels von Wirtschaftsministerin Christine Lagarde zum IWF hat Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy seine Regierung mit Blick auf den Wahlkampf umgebildet. Lagardes Nachfolger wird der bisherige Haushaltsminister François Baroin (46).
Er bringt nur relativ wenig Regierungserfahrung mit, zählt aber zu den politischen Zöglingen von Ex-Präsident Jacques Chirac. Auf seinen Posten rückt die bisherige Forschungsministerin Valérie Pécresse, die damit auch Regierungssprecherin wird.
Der bisherige Europaminister Laurent Wauquiez wechselt ins Forschungsministerium. Ihm folgt der Abgeordnete Jean Leonetti nach, der den Posten möglicherweise seiner Nähe zum Zentrumspolitiker Jean-Louis Borloo verdankt, den Sarkozy derzeit zu schwächen versucht.
Mehrere weitere Vertreter des Zentrums werden mit Kabinettsposten versorgt, unter ihnen François Sauvadet, der Minister für den öffentlichen Dienst wird. Diese Stelle war vakant, seit sein Amtsvorgänger Georges Tron nach Vergewaltigungsvorwürfen zurücktreten musste.
Als originellster Neuzugang gilt der ehemalige Judo-Weltmeister David Douillet, der sich als Staatssekretär im Aussenministerium um Franzosen im Ausland kümmern soll.
SDA-ATS