Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03480.jsonl.gz/1799

2013 kämpfte er nach einem Infekt um sein Leben. “Er hat in den letzten drei Wochen die schlimmsten Schmerzen gelitten”, sagte seine Mutter DB Johnson-Cooper gegenüber der Zeitung “The Oregonian”.
Anfang 1984 war Johnson gleich für zwei Sensationen besorgt gewesen. Zunächst gewann er am 15. Januar aus dem Nichts die Lauberhorn-Abfahrt vor dem Österreicher Anton Steiner. Einen Monat nach seinem ersten Sieg (im erst zweiten Weltcuprennen) triumphierte der damals 23-jährige Amerikaner auch an den Olympischen Spielen in Sarajevo, wo er in der Abfahrt Peter Müller um 27 Hundertstel auf den 2. Platz verwies. Danach wurde Überraschungssieger Johnson vom frustrierten Österreicher Franz Klammer, der mit grossem Rückstand nur Zehnter geworden war, herablassend als “Nasenbohrer” bezeichnet.
Doch der Aussenseiter aus den USA zeigte es dem Ski-Establishment auch nach Olympia nochmals. Im März 1984 gewann er innert Wochenfrist die Abfahrten in Aspen und Whistler. Sein letztes von nur 16 Weltcuprennen bestritt Johnson Mitte März 1986 in Whistler (7. Rang). Für die Winterspiele in Calgary 1988 verpasste Johnson die Qualifikation, zwei Jahre später beendete der “Super-Gleiter” seine Karriere.
Im Hinblick auf die Winterspiele in Salt Lake City fasste Johnson als über 40-Jähriger ein Comeback ins Auge. Dabei stürzte er am 22. März 2001 im Training zu den nationalen Meisterschaften in Whitefish fürchterlich. Neben schweren Hirnverletzungen erlitt er dabei auch Brüche an Armen und Beinen. Johnson musste drei Wochen in ein künstliches Koma versetzt werden, die Klinik in Portland konnte er erst nach zweimonatigem Aufenthalt verlassen. Johnson litt aber an Folgeschäden. Unterstützt wurde er bei seiner Pflege auch von der Foundation von Franz Klammer.
(SDA)