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Der von Bäumen gerahmte Garten einer alten Villa bildet die Bauparzelle des neuen Einfamilienhauses. Die Geometrie des Gartengrundstücks, der Baumbestand mit einer mächtigen Zeder und die steile Hanglage formen einen vieleckigen Baukörper, der sich aus dem Terrain emporstaffelt. Zugang und Garage bilden ein Sockelgeschoss mit einer Terrasse, auf das sich zwei Vollgeschosse und ein Attikageschoss aufbauen.
Im Inneren verbindet eine grosszügige, polygonal gewendelte Treppe mit weitem Treppenauge alle vier Ebenen optisch und auch akustisch miteinander, von der Eingangshalle über die Kinderzimmer und das Wohngeschoss bis zum Elternschlafzimmer. Der Wohn- und Essraum liegt im zweiten Geschoss und profitiert so von der erhöhten Lage, die Kinderzimmer im ersten Obergeschoss haben Zugang zum Garten, und das Elternschlafzimmer im Attikageschoss verfügt über eine eigene, grosse Dachterrasse.
In Zusammenarbeit mit dem Künstler Harald F. Müller und in Abstimmung mit der Familie sind einzelne Flächen im Inneren in kräftigen Farben gefasst. Die Decken der Kinderzimmer sind leuchtend orange und golden gestrichen, im Elternschlafzimmer ist eine Wand hellblau, die Wand unter dem Oberlicht des Wohnraums ist schwarz und die Decke über dem grossen Treppenauge orangerot.
Die einheitlichen Böden aus dunklem Terrazzo geben den vielfältigen Räumen einen ruhigen Grundton und stellen den Bezug zur Materialisierung der Tragkonstruktion her, die vollständig aus Beton besteht und sich gegen aussen mit einer tragenden Betonschale als Fassade abbildet. Vorgemauerte Innenwände sind nichttragend ausgebildet und kleiden die Wärmedämmung ein.
Der Sichtbeton der Fassade erhält durch die vertikale, grobe Bretterschalung und die tiefen Leibungen der Fensteröffnungen eine starke physische Präsenz und unterstreicht so den Widerstand des Baukörpers gegen das geneigte Erdreich. Fein farblich abgestufte Weisstöne, als Lasuren aufgetragen, nuancieren die Betonoberflächen und betonen deren Schattenspiel und Perforationen. Die Gläser der Brüstungen sind leicht spiegelnd ausgebildet; so vermindern sie nicht nur den Einblick, sondern geben auch die Bäume des Gartens wieder.