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In den beiden walnussgrossen Eierstöcken einer Frau liegen jeweils über 200'000 mikroskopisch kleine Eizellen. Anders als beim Mann, ist diese Anzahl fürs ganze Leben gegeben. Jeden Monat reift eine heran. Die Eizelle entwickelt sich in einem mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen, dem Eibläschen oder Follikel. Innerhalb von 14 Tagen wandert das Eibläschen von der Mitte an den Rand des Eierstockes. Dabei wird es etwa erbsengross. Die Eizelle tritt zusammen mit etwas Flüssigkeit aus. Dieser Vorgang heisst Eisprung. Die Eizelle wird dabei von der tricherförmigen Öffnung des Eileiters aufgefangen, die sich über den Eierstock gestülpt hat.
Der Eileiter ist ein dünner Schlauch, der den Eierstock und die Gebärmutter verbindet. Im Laufe von 3-4 Tagen wird die Eizelle in die Gebärmutter transportiert. Dies geschieht durch Muskelbewegungen und durch das Schlagen feiner Härchen, die den Eileiter innen auskleiden. Die Gebärmutter ist etwa birnengross und mit einer Schleimhaut versehen. Die Gebärmutterschleimhaut schwillt vor jedem Eisprung ungefähr auf das Fünffache ihrer ursprünglichen Dicke an. Die Schleimhaut ist weich, stark durchblutet und hat die Aufgabe, die befruchtete Eizelle aufzunehmen. Eine solche Eizelle kann sich hier einnisten und weiterentwickeln.
Wird die Eizelle nach dem Eisprung nicht befruchtet (das heisst, dass keine männliche Samenzelle in sie eingedrungen ist), stirbt sie ab. Die Gebärmutterschleimhaut kann nun ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen. Sie bleibt etwa noch 14 Tage erhalten und löst sich dann ab. Dabei setzt eine Blutung ein. Blut und Schleimreste werden durch die Scheide abgegeben. Die Regelblutung oder Menstruation dauert 3-8 Tage. Der Anteil an Blut ist ziemlich klein, obwohl es manchmal nach viel aussieht.
Unmittelbar nach der Blutung reift wieder eine Eizelle heran und eine neue Schleimhaut entwickelt sich. Dieser Ablauf wiederholt sich etwa alle 28 Tage. Die Zeitabstände können bei jungen Mädchen aber noch unterschiedlich lang sein.
Für eine junge Frau gehört es bald zum alltäglichen Leben, mit der monatlichen Periode umzugehen. Sie wird Monatsbinden, Slipeinlagen oder Tampons tragen, die das Blut aufsaugen und die Wäsche schützen. Manchmal fühlen sich Mädchen und Frauen vor Beginn ihrer Periode unwohl und leiden unter Bauchschmerzen.
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