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Das durchschnittliche Bruttoeinkommen pro Haushalt hat damit unter Berücksichtigung der Teuerung seit 1998 um 7 Prozent zugenommen.
Der Konsum nahm um lediglich 4 Prozent zu. Leicht verändert hat sich allerdings die Zusammensetzung der Konsumausgaben. Die Ausgaben hätten sich tendenziell von grundlegenden Bedürfnissen wie Nahrungsmitteln und Bekleidung zu weitergehenden Bedürfnissen wie Mobilität und Freizeit verlagert, heisst es im Wohlstandsbericht, der heute dem Bundesrat vorgelegt wurde.
Die reichsten 20 Prozent der Haushalte gaben pro Monat rund 7550 Franken für Konsum aus - mehr als doppelt so viel wie die einkommensschwächsten 20 Prozent.
Die Einkommensschere hat sich dagegen nicht weiter geöffnet: Sie blieb zwischen 1998 und 2011 weitgehend stabil.
Auf kantonaler Ebene ist die Ungleichheit in der jüngeren Vergangenheit (2007 bis 2010) nach dem sogenannten Gini-Index in 14 Kantonen gewachsen und in 12 Kantonen gesunken. Die geringsten Einkommen verzeichneten alpine, voralpine und jurassische Gebiete. Allerdings sind die Lebenshaltungskosten in den einkommensstarken Gemeinden auch höher als in den einkommensschwachen.
Im europäischen Vergleich steht die Schweiz gut da. Die kaufkraftbereinigten verfügbaren Einkommen sind im Durchschnitt 2,6 mal so hoch wie in Portugal und 1,3 mal so hoch wie jene Deutschlands und Frankreichs. Nach Luxemburg und Norwegen steht die Schweiz an dritter Stelle der Einkommensstatistik.
Ausserdem sind die Einkommen in der Schweiz weniger ungleich verteilt als im europäischen Durchschnitt. Mit dem Wohlstandsbericht erfüllt der Bundesrat einen Auftrag aus dem Nationalrat. Der erste Wohlstandsbericht wurde 2004 veröffentlicht. (sda)Publiziert am 27.08.2014 | Aktualisiert am 10.09.2014