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Four Thirds wurde mit den Argumenten eingeführt, dass dadurch leichtere und kompaktere Kameras mit für die Digitaltechnik optimierten Objektiven möglich werden.
Mit dem neuen Standard öffnen sich nun vor allem neue Möglichkeiten für kleinere Objektiv- und Kamerakonstruktionen.
Wir stellen die technischen Details vor:
Drei Eigenschaften bilden den Kern des Micro Four Thirds Systems:
1. Das Auflagemass (Abstand zwischen Objektivanschluss und Sensor, engl. Flange Back) wird auf ca. die Hälfte des Four Thirds Systems reduziert:
2. Der Bayonettdurchmesser ist 6mm kleiner als beim Four Thirds System:
3. Das Bayonett erhält zwei zusätzliche, elektrische Kontakte (siehe Bild oben)
Die Reduktion von Auflagemass und Bayonettdurchmesser sind nur möglich, weil auf den Spiegelkasten verzichtet wird. Dadurch werden Micro Four Thirds Kameras über keinen optischen Spiegelreflex-typischen Sucher verfügen. Fotografiert wird also mittels Display und Live View, mittels elektronischem Sucher oder, falls eine entsprechende Kamera auf den Markt kommen sollte, über einen zusätzlichen Sucher im Stile einer klassischen Sucherkamera.
Der Sensor folgt den gleichen Vorgaben wie beim Four Thirds System und die bestehenden Four Thirds Objektive werden mittels eines Adapters an Micro Four Thirds Kameras weiterhin verwendet werden können. Die kleineren Abmessungen des neuen Formates erlauben aber die zusätzliche Konstruktion von deutlich kompakteren und leichteren Objektiven.
Die beiden Hersteller Panasonic und Olympus betonen, dass sie weiterhin für beide Formate, das grössere und das kompaktere Mirco Four Thirds System, Kameras und Objektive entwickeln wollen.
Kameramodelle mit dem neuen System wurden bis jetzt noch keine angekündigt. Es ist aber wahrscheinlich, dass bis zur Photokina erste Modelle folgen werden.