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Gereinigtes Wasser Hilfsstoffe WasserGereinigtes Wasser wird in der Pharmazie für die Herstellung von Arzneimitteln verwendet, die weder steril noch pyrogenfrei sein müssen, zum Beispiel für Lösungen zum Einnehmen, Sirupe oder Cremen. Es wird mit verschiedenen Methoden aus Trinkwasser hergestellt, zum Beispiel mit einer Destillation oder einem Ionenaustauscher. Gereinigtes Wasser hat eine begrenzte Haltbarkeit und kann bakteriell kontaminiert werden. Bei der Herstellung, beim Abfüllen und bei der Lagerung müssen entsprechende Vorsichtsmassnahmen berücksichtigt werden. Produkte
Gereinigtes Wasser ist in Apotheken und Drogerien erhältlich. Der Fachhandel kann es entweder selbst herstellen oder als Fertigprodukt bei spezialisierten Lieferanten beziehen.Struktur und Eigenschaften
- Destillation
- Ionenaustauscher
- Umkehrosmose
- Andere, geeignete Methode
Es darf keine Fäkalkeime, keine Konservierungsmittel oder Zusatzstoffe enthalten und muss die weiteren physikalischen, chemischen und mikrobiellen Anforderungen des Arzneibuchs erfüllen. Gereinigtes Wasser hat nur eine begrenzte Haltbarkeit. Frisch angebrochene Flaschen verfallen bei Raumtemperatur nach einem Tag und im Kühlschrank nach einer Woche.Anwendungsgebiete
Gereinigtes Wasser wird in der Pharmazie für die Herstellung von Arzneimitteln verwendet, die weder steril noch pyrogenfrei sein müssen. Dazu gehören beispielsweise Lösungen zum Einnehmen, Sirupe, Extrakte, Cremen zur äusserlichen Anwendung und Einreibungen (Auswahl). Es kann auch zur Reinigung von Geräten und Behältern eingesetzt werden, sofern diese nicht steril/pyrogenfrei sein müssen.
Das gewöhnliche Trinkwasser wird in der Pharmazie kaum eingesetzt. Eine Ausnahme stellt die Zubereitung von Antibiotikasuspensionen für Kinder dar. Trinkwasser enthält zum Beispiel Calcium- und Magnesiumsalze, welche mit pharmazeutischen Wirkstoffen und Hilfsstoffen inkompatibel sein können.Vorsichtsmassnahmen
Gereinigtes Wasser wird rasch bakteriell kontaminiert. Bei der Herstellung, beim Abfüllen und bei der Lagerung müssen entsprechende Vorsichtsmassnahmen berücksichtigt werden. Die ideale Vorgehensweise ist in der Literatur mit detaillierten Angaben gut dokumentiert. Des Weiteren soll gereinigtes Wasser nicht getrunken werden.siehe auch
Wasser → Ausführliche Informationen zu WasserLiteratur
- Arbeitshilfe der Bundesapothekerkammer zur Qualitätssicherung. Wasser als Ausgangsstoff zur rezeptur- und defekturmässigen Herstellung.
- Beutler M., Kropf A., Steiner S. Herstellung und Lagerung von Aqua purificata in der Offizin (2/2). pharmaJournal, 2003, 15, 542-545
- Europäisches Arzneibuch PhEur
- Gebrauchsinformation
- Schüller F., Eifler-Bollen R. Hygiene in der Apotheke. Eschborn: Govi-Verlag, 2014
- Van Gessel A. Wasser zu oft verkeimt – Wege zur Abhilfe. Pharmazeutische Zeitung, 1992, 137, 48
- WHO good manufacturing practices: water for pharmaceutical use, 2005
Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.