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Anforderungen zur Erlangung einer Konformitätserklärung
Produkteigenschaften müssen in einer Erstprüfung [ITT = initial type test] an einer notifizierten Stelle nachgewiesen werden.
CE-Kennzeichnungspflicht
CE steht für "Communauté Européenne" [französich für "Europäische Gemeinschaft"]. Das Zeichen besagt, dass der Hersteller eines Produktes alle harmonisierten EU-Richtlinien und Normen beachtet hat, die für das Produkt gelten. "Harmonisiert" heißt: eine Richtlinie oder Norm gilt in allen EU-Mitgliedsstaaten in derselben Form.
Die CE-Kennzeichnung vereinheitlicht die Anforderungen an die Herstellung von Prüfung sowie die Deklaration wesentlichen Produkteigenschaften. Damit ist eine Mindestanforderung an die Produktqualität verbunden. Das CE-Zeichen ist aber kein Qualitätssiegel! Es dient nur als "Warenpass" für die Marktaufsichtbehörden: Waren mit diesem Ziechen dürfen in allen EU-Mitgliedsstaaten in den Verkehr gebracht werden, ohne Einschränkungen durch Behörden. Die Anwendung der CE-gekennzeichneten Produkte kann aber weiterhin national geregelt werden.
Die CE-Kennzeichnung ist Pflicht für alle Produkte, für die es vollständig harmonisierte EU-Normen gibt, veröffentlicht im europäischen Amtsblatt. Die Regelung geht zurück auf einen Beschluss des EG-Ministerrats im Jahr 1985. Sie soll Handelshemmnisse abbauen und den freien Warenverkehr innerhalb der EU vereinfachen. In der Baubranche sind Produkte betroffen, die Bestandteil der Bauproduktenrichtlinie von 1992 sind. Produkte, die nicht darunter fallen oder nur für die [noch] keine harmonisierte EU-Normen vorliegen, müssen nicht [und dürfen auch nicht] mit dem CE-Kennzeichen versehen werden.
Hersteller, die das CE-Zeichen anbringen, ohne die Voraussetzungen dafür zu erfüllen, müssen mit Bußgeldforderungen rechnen!