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Geschichte
Anfänge
Edwin Klebs: 1867 ernannte die Medizinische Fakultät der Universität den 32-jährigen Edwin Klebs, bislang Assistent bei Rudolf Virchow in Berlin, zum Ordinarius für Pathologie, Seine 1871 publizierten Arbeiten „Die Ursache der infectiösen Wundkrankheiten“ gelten als Meilenstein der mikrobiellen Pathogenese von Infektionskrankheiten.
Wundinfektionen
Theodor Kocher: Ungefähr zum selben Zeitpunkt führte Theodor Kocher als 27-jähriger Assistent der Chirugie die antiseptische Operations- und Verbandmethodik von Josef Lister in Bern ein. Um das Studium der Wundinfektionen voranzutreiben, beauftragte Kocher 1866 seinen Mitarbeiter Ernst Tavel ein bakteriologisches Labor einzurichten.
Das erste bakteriologische Labor
Ernst Tavel: Tavel befasst sich schon früher mit Infektionskrankheiten, so in seiner Dissertation (1880) „Über den Muskelechinococcus“, später in seinen Arbeiten „Recherches sur le bacille de Lustgarten“, sowie „Zur Geschichte der Smegmabazillen“ und „Zwei Fälle von Gastroenteritis nach Genuss eines Schinkens. Nachweis von Milzbrand in demselben“. Angesichts der raschen Entwicklung genügte das bisherige Labor den Ansprüchen bald nicht mehr.
1896: Grundstein zum heutigen Institut
1896 konnte Tavel ein neu erstelltes Gebäude beziehen. Tavel beantragte 1899 das neue Institut als „Institut für Infektionslehre“ zu bezeichnen, was aber infolge Opposition vor allem durch den Internisten Hermann Sahli (er befürchtete, dass dies die Schaffung einer klinischen Abteilung nach sich ziehen würde!) abgelehnt wurde. Der Bernische Regierungsrat entschied schliesslich, das Institut offiziell als „Institut zur Erforschung von Infektionskrankheiten“ zu bezeichnen. Damit wurden vor etwas mehr als 100 Jahren die Grundsteine für die heutige Institution gelegt.
Der wichtigste Meilenstein in den letzten Jahrzehnten war die Schaffung einer Infektiologie in den 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts, welche unter der Leitung eines ordentlichen Professors sowohl am Institut als auch am Inselspital angesiedelt wurde. Kurz danach erfolgte auch die Umbenennung des damaligen "Instituts für Medizinische Mikrobiologie" (IMM) in das "Institut für Infektionskrankheiten" (IFIK).
Berner Beiträge zur klinischen Mikrobiologie und Infektiologie 1800-2000