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Hier schlägt das Herz der Waadtländer Riviera: Die sonnenverwöhnte Region schmiegt sich an den Genfersee, dieses einzigartige Gewässer in Form eines Halbmonds, von Ost nach West von der Rhone durchflossen.
An der Nordseite des Lac Léman liegen idyllische Winzerdörfer. Mit zunehmender Höhe werden die unterschiedlich steilen Hänge durch voralpine Landschaften mit ihren Wäldern, friedlichen Flüsschen und romantischen Wiesen abgelöst.
Im Süden dominiert ein Teil der majestätischen Gipfel der Waadtländer und Walliser Alpen, unter ihnen der Grammont, der stolz in Richtung der Haute Savoie und ins Tal von Chamonix weist.
Wussten Sie, dass die ersten Bewohner der Stadt auf dem Wasser lebten? Überreste von auf Pfählen erbauten Häusern wurden auf das 20. vorchristliche Jahrhundert datiert. Viele Jahre später machten Pilger aus dem Norden auf ihrer langen Wanderung nach Rom in der kleinen Stadt Rast. Viele Gebäude, die aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert stammen, sind heute noch zu sehen. Im 19. Jahrhundert wurde Vevey zu einem bedeutenden Industriezentrum, insbesondere mit der Entwicklung des Nahrungsmittelunternehmens Nestlé, der mechanischen Industrie und der Tabakbranche. Der Logik wirtschaftlicher Entwicklung folgend, beherbergt Vevey heute vor allem Dienstleistungsunternehmen. Seine grossen Industriebetriebe sind verschwunden und haben einer Vielzahl von Kunsthandwerkern und Händlern Platz gemacht, die im Stadtzentrum eine grosse Aktivität entfalten. Mit seinen 18000 Einwohnern – 41 Prozent ausländischer Herkunft – ist Vevey eine farbenfrohe und kosmopolitische Kleinstadt, in der es sich wunderbar vielfältig leben lässt.
Einige historische Persönlichkeiten der Stadt Vevey :
Auf der Höhe seines Ruhms heiratet Chaplin im Jahre 1943 Oona, die Tochter des amerikanischen Bühnendichters O’Neill. Ein Jahr nach “Rampenlicht” kehrt er, angewidert von den Mc’Carthyistischen Umtrieben in den USA, mit seiner Familie nach Europa zurück. Die Familie Chaplin richtet sich 1953 auf dem Landsitz von Ban in der Gemeinde Corsier ein. Ein zurückgezogenes Haus inmitten eines weitläufigen Parks mit jahrhundertealten Bäumen. Die ganze Familie findet schnell Anschluss und fügt sich in das Leben von Vevey ein. Die Kinder gehen in die öffentlichen Schulen, und im Kino laufen die Filme Chaplins, zum Vergnügen der kleinen Chaplins. Jedes Jahr kommen Sir Charles und Lady Oona Chaplin zur Hauptvorstellung des Zirkus Knie auf dem Marktplatz. Die Familie Knie grüßt sie achtungsvoll, und das Publikum bereitet ihnen regelmäßig eine Ovation. Sir Charles und Lady Oona Chaplin haben auf dem Friedhof von Corsier die letzte Ruhe gefunden.
Der Architekt des Kapitols in Tschandigarh in Indien und der Kirche Notre-Dame in Ronchant war auch ein Meister des Kleinen. 1923 entwirft der Erneuerer der Baukunst für seine Eltern ein funktionelles, bequemes, helles Häuschen. Dieses gewandt gezeichnete “Haus am See” mutet schon wie eine Skizze der späteren Modellwohnung an, wo alles funktionell und doch menschlich sein soll. Die Gesamtwirkung beruht auf den Proportionen, der Ausrichtung und der hervorragenden Innenausstattung. Die Familie Jeanneret hat hier bis 1972 gewohnt. Heute beherbergt das Haus das Museum der Le-Corbusier-Stiftung.
Wie viele andere Künstler sucht Courbet nach der Pariser Kommune sein Heil im Exil. Paris sollte er nicht wiedersehen. Er richtet sich im Haus Bon-Port im Hafen von La Tour-de-Peilz ein und wird zum Stammgast des “Café du Centre”, wo sich die Liebhaber des weissen Landweins treffen. Nach seinem Tod in der Nacht vom 31. Dezember 1877 übernimmt der Maler Bocion die Aufgabe, ein Inventar der hinterlassenen Werke des Künstlers zu erstellen.
1868 zieht Dostoïevski von Genf nach Vevey um. Mit seiner Frau hat er eben einen düsteren Winter überstanden: ihr drei Monate altes Töchterchen ist gestorben. In der neuen Umgebung versuchen sie, diesen Verlust zu überwinden. Fedor arbeitet am Manuskript seines Romans “Der Idiot”, eines der großen Zeugnisse seiner religiösen Inspiration. Im August des gleichen Jahres übersiedeln die Dostoïevski nach Italien, auf der Suche nach mehr Sonne und weniger Berge. Genau fünfzig Jahre später folgt Aimée Dostoïevski, die Biographin ihres Vaters, den Spuren ihrer Eltern und lebt einige Zeit in der Umgebung von Montreux, im Hotel Les Narcisses in Chamby, um sich von einer schlimmen Angina zu erholen.
Clara Haskil ist im Bukarest geboren und verlebt die Jahre zwischen den Weltkriegen in Frankreich. 1942 entkommt sie in die Schweiz und lässt sich in Vevey nieder. Unterstützt von ortsansässigen Freunden und Bewunderern beginnt sie erst in reiferem Alter ihre große Laufbahn und steigt in wenigen Jahren zu einer der gesuchtesten Pianistinnen der Nachkriegsjahre auf. In Vevey wohnt sie unter anderem längere Zeit im obersten Stock des Hotel d’Angleterre, später in ihrem Chalet in Cornaux, bei Chamby. Nach ihrem plötzlichen Tod im Jahre 1960 gründen ihre Freunde eine Gesellschaft zur Pflege ihres Andenkens. Alle zwei Jahre findet in Vevey im Rahmen des Internationalen Musikfestivals der Clara-Haskil Wettbewerb statt. Am 6. Oktober 1962 hat die Stadt Vevey die Clara-Haskil-Strasse zu Füssen des Hotels eingeweiht, in dem sie so lange gelebt hatte, eine letzte Ehrung an die große Mozart-Interpretin.
Victor Hugo, ein überzeugter liberaler, humanitärer Demokrat, wählt 1852 freiwillig das Exil und erklärt öffentlich, er werde nicht nach Frankreich zurückkommen, solange dort Napoleon III. herrsche. Als das Kaiserreich 1870 zusammenbricht, kehrt er heim, ohne allerdings die Kommune völlig zu billigen. 1861 wird die Bahnlinie des Simplons eröffnet, welche die Schweiz mit Italien verbindet. Noch während seines Exil unternimmt er von der Insel Guernsey aus eine Reise. Im September 1861 kommt er nach Vevey, wo er die “Sauberkeit, das Klima und die Martinskirche” schätzt. Hugo hat gern gezeichnet. Eine Skizze von der Martinskirche, deren kurioser Turm ihm aufgefallen ist, hat sich erhalten. Außerdem besucht er die Grabstätten von Ludlow und Broughton.
Morand hat sich in Vevey niedergelassen, unter anderem, weil er hier Rad fahren konnte. Er fühlt sich so wohl in Vevey, dass er über zwanzig Jahre lang einen Teil des Schlosses “de l’Aile” dicht am großen Marktplatz mietet. In diesem neugothischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert hat sich auch der französische Philosoph Bergson zwischen 1937 und 1940 aufgehalten. Der Marktplatz, den Bonaparte und sein Heer auf dem Weg nach Italien passiert haben, ist in Vevey der Ort, an dem man sich trifft. Der Markt wird am Dienstag und am Samstag abgehalten; hier spielt sich auch alle fünfundzwanzig Jahre das Winzerfest ab, eine Hymne an den Wein und die Erde, die ihn spendet. Jeden Herbst schlägt hier der Schweizer Nationalzirkus Knie sein großes Zelt auf.
Etienne Ronjat, der erste Chirurg seiner Majestät des Königs Wilhem III. von England, lässt sich im Alter von 63 Jahren in Vevey nieder. Da seine Tätigkeit als sehr nützlich anerkannt wird, ernennt ihn die Stadt Vevey zum Ehrenbürger. 1724 stiftet der Arzt sechstausend Pfund zur besseren Unterweisung der Jugend. Die Pastoren beklagten sich, dass viele Kleinkinder ihre Zeit in den Strassen der Stadt vertrödeln oder durch das werdende Zeitalter der Industrie jämmerlich ausgenutzt werden, obwohl die Schule schon obligatorisch ist. Das Geld sollte in eine Mädchenschule investiert werden. 1731 schenkt Ronjat der Stadt einen kleinen Platz, der heute noch seinen Namen trägt.
Jean-Jacques wird am 28. Juni 1712 in Genf als Sohn eines Uhrmachers geboren; seine Mutter stirbt im Kindbett. Sein Vater zieht ihn mit seiner großen Schwester auf. Mit vierzehn wird er Lehrling bei einem Graveur. 1729 ist er Lakai in Turin, 1732 Musiklehrer in Chambéry, 1740 Hauslehrer in Lyon. Dann geht er nach Paris und wird zu Rousseau. Auf einer langen Wanderung in den Jahren 1730-31 weilt er in Vevey und entdeckt die Ufer von Clarens und Chillon. 1761 erscheint seine “Neue Héloïse”.
Louise, die in Vevey geboren ist, wird von ihren Tanten in Le Basset erzogen, nicht weit von dem Ort, der heute “Les Bosquets de Julie” genannt wird in Erinnerung an die “Neue Héloïse”. Mit vierzehn heiratet sie Isaac de Loys, später Monsieur de Warens; vierzehn Jahre später lässt sie sich scheiden. Rousseau ist sechszehn, als er Mme de Warens in Annecy kennenlernt, sie ist achtundzwanzig. Die junge Frau ist nicht groß, eher rundlich, sie hat einen hübschen Teint und schöne blaue Augen. Sie ist geistvoll und tatkräftig. Langeweile kennt sie nicht. Für den jungen Jean-Jaques, der als Waise aufgewachsen ist, wird sie zur mütterlichen Geliebten.
Sienkiewicz, der 1905 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, hat eine Reiheepisch-historischer Romane in der Tradition Walter Scotts geschrieben. In den Jahren 1895-96 entsteht “Quo Vadis”, sein grösster Erfolg, verfilmt in Hollywood. Von 1914 an lebt er in der Schweiz, im Hotel du Lac in Vevey, von wo aus er ein Hilfskomitee für die Opfer des Krieges organisiert. Er stirbt 1916. Zunächst wird er in der Martinskirche in Vevey beigesetzt; im Jahre 1926 werden seine sterblichen Überreste nach Warschau überführt. Eine Gedenktafel erinnert an seinen Aufenthalt.
Neben der Arbeit an ihrem ebenso dichterischen wie farbenreichen Werk, das in den “Petits Tableaux Valaisans” vielleicht seinen vollendetsten Ausdruck findet, ruft Marguerite Burgnat-Provins vor allem die “Ligue pour la Beauté” ins Leben. Diese Bewegung bekämpft die Verschandelung der Landschaft im Namen des Fortschritts. Später “Heimatschutz” genannt, übt sie heute auf dem Gebiet des Urbanismus und des Schutzes erhaltenswerter Monumente Ihren Einfluss aus.
In New York geboren, weilt Henry schon in seiner Kindheit oft mit seiner Familie in Europa. Er ist sein ganzes Leben lang empfänglich geblieben für den Reiz des Reisens und der Frauen. Nur seiner Neigung folgend lebt er in Frankreich, in Italien oder wo es ihn gerade hinzieht. In Vevey gefällt ihm die Atmosphäre des Hotel des Trois Couronnes; hier schreibt er seinen Roman “Daisy Miller”, der 1878 erscheint.
Alexandre Calame, am Quai de l’Arabie in Vevey geboren, sollte nach dem Willen seiner Familie eigentlich Bankier werden. Aber er wählte glücklicherweise den Malerberuf, denn der Schüler Didays und Corots sollte sich zu einem der grössten Maler der Alpen entwickeln. Die Schweizer Berge, eines der zentralen Themen des Dichters Rambert, der übrigens auch eine Biografie Calames geschrieben hat, werden unter Calames Pinsel zu Bildern der Kraft und des Lichts. In seinen Gemälden bringt der Künstler die Anmut und Majestät der unbezwingbaren und herrlichen Natur hervor. In den Alpen geboren, starb Calame in Menton, am Mittelmeer.
Es ist François-Louis Cailler’s Verdienst, die Schokolade nach Vevey gebracht zu haben. Aus Italien bringt er das Rezept zur Herstellung von Schokolade aus Kakaobohnen und braunen Zucker. 1863 ziehen die Caillers in die “Rue des Bosquets” um. Die älteste Tochter lernt den Spezereihändler Daniel Peter kennen und heiratet ihn noch im selben Jahr. 1867 macht Peter eine Lehre als Schokoladefabrikant in Lyon. In Vevey sucht er dann erfolgreich Mittel und Wege, um Milchschokolade herzustellen. 1896 gründet er die Milchschokolade-Gessellschaft Peter und verbindet sich mit dem grossen Schokoladenfabrikanten Jean-Jacques Kohler. Später stösst Nestlé zu ihnen, dann Cailler.
Jean-Pierre Schlunegger, geboren 1925 in Vevey, war Mitbegründer der Zeitschrift “Rencontres”, in der er für die Dichterchronik verantwortlich war und seine ersten Gedichte veröffentlichte. 1952 erschien sein erster Erzählband “De l’Ortie à l’Étoile”, dem noch einige andere folgten. Vier Jahre nach seinem Tod 1964 in Vevey erschien die gesammelte Ausgabe seiner Werke.
Der englische Parlamentarier Edmund Ludlow war Mitglied des Gerichts, das König Karl I., zur Guillotine verurteilt hatte. Bei der Restauration unter Karl II, verliess Ludlow England. Er fand Exil in Genf und Lausanne, liess sich jedoch schliesslich in Vevey nieder; hier fühlte er sich sicherer als in grösseren Städten und schrieb seine Erinnerungen nieder. Diese bilden eine wertvolle Quelle über die Jahre der Herrschaft Cromwells. Ludlow litt unter dem Leben fern der Heimat und starb in Vevey, wo er neben seinem Hausgenossen Broughton (der dem König das Todesurteil verlesen hatte) im Chor der Martinskirche begraben wird.
Nachdem er seinen Beruf krankheitshalber aufgeben musste, veröffentlichte der auf Lungenkrankheiten spezialisierte Arzt seinen ersten Roman “Der Hutmacher und sein Schloss”. Nach dem Erfolg dieses Romans widmete er sich ganz dem Schreiben. Seine Werke, sehr beliebt in den dreissiger und vierziger Jahren, verbinden Realismus, Romantik, soziale Kritik und Melodrama. Zu seinen bekanntesten Werken zählen: “Die Zitadelle”, “Die Schlüssel zum Königreich” und “Die Grünen Jahre”. 1969 siedelte Cronin nach Clarens über. Seine letzte Ruhestätte ist der Friedhof von La Tour-de-Peilz.
Mit den 140 Filmen, die er zwischen 1935 und 1984 drehte, hat James Mason eine beeindruckende Filmografie vorzuweisen. Er spielte in “Der dritte Mann” und “Orient Express” ebenso wie in “Die Liebhaber der Madame Bovary”, “Frankenstein” oder etwa in “Lolita” (1962) von Stanley Kubrick nach dem berühmten Roman von Vladimir Nabokov. 1983 spielte er in “Alexandre”, den Jean-François Amiguet in Vevey und der Genferseeregion drehte. Seiner ausserordentlichen Aura, aber auch seines liebenswürdigen Charakters und seiner Einfachheit wegen wurde er der “Gentleman des Kinos” genannt. Zwar wohnte Mason zu Lebzeiten in Corseaux, doch seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof von Corsier, in der Nähe von Charlie Chaplin. Eine Büste befindet sich in Corseaux am Chemin Pierrefleur / Sentier des Cépages.
Wer erinnert sich nicht an den Blick Orson Welles im “Dritten Mann”? Wer Greene liest, liest die Geschichte des Menschen im Kampf zwischen Gut und Böse auf der Bühne unserer Welt. Unter seinen spannenden Romanen sind vor allem “Unser Mann in Havanna” und “Am Abgrund des Lebens” bekannt geworden. Ausserdem die Romane, deren Thema die Hölle der Liebe ist, wie “Das Ende einer Affaire” oder “Ein Mann mit vielen Namen”. Seine Tätigkeit als Kriegskorrespondent für die “Times” führte Greene in aller Herren Länder, immer an die Orte der Gewalt und des menschlichen Elends. Er lebte ein Jahr lang in Corseaux bevor er im April 1991 bei seiner Tochter in Vevey starb.
Gustave Eiffel, ein Spezialist für Metallkonstruktionen, Brücken und Viadukte war ein grosser Erfinder. Die Weltausstellung von 1889 bot ihm Gelegenheit, den Eiffelturm zu bauen, ein gigantisches, für die damalige Zeit überaus kühnes Bauwerk. Eiffel war eng mit Vevey und dem Genferseeufer verbunden und kaufte 1892 die Villa “Valentine”, benannt nach seiner dritten Tochter. Jedes Jahr verbrachte er mehrere Monate hier in Corseaux; seine Aufenthalte waren für ihn echte “Pausen” in einem äusserst intensiven Leben. Zu jener Zeit zählte die Villa zu einer der prunkvollsten Residenzen am Genfersee. Sie befand sich zwischen dem heutigen Gebäude der Firma Nestlé und dem Strand. Die Villa wurde 1978 abgerissen.
François Bocion, der in der Schweiz den Geschmack am Malen im Freien entwickelt hat, ist als Maler des Genfer Sees ein Geistesverwandter und Zeitgenosse von Eugène Boudin, dem Meister der Küste der Normandie. Bocion verbrachte einen Teil seiner Kindheit am Ufer der Veveyse in Vevey. Das Wasser wurde seine bevorzugte Inspirationsquelle. Als einer der wenigen Waadtländer Maler des 19. Jahrhunderts, der in Lausanne Karriere machte, erforschte Bocion den Zauber des Sees und wurde für die Nachwelt zum “Maler des Genfer Sees”. Der See war seine Domäne, sein ideales Sujet; er malte unzählige Bilder davon und liess nur vorübergehend von ihm ab, wenn er in die Lagune von Venedig oder an die ligurische Riviera reiste, um seine Ferien dort zu verbringen.
Nachdem er in Frankfurt Geige studiert hatte, spielte Paul Hindemith im Orchester der Frankfurter Oper, wurde Bratschist im Amar- Quartett und setzte sich aktiv für die Musik seiner Zeit ein. 1938 floh er vor dem wachsenden Druck der Nazis in die Schweiz. Nach 13 – jährigem Aufenthalt in den Vereinigten Staaten liess er sich 1953 in Blonay nieder. Seine Witwe und Erbin begann unmittelbar nach seinem Tod, am letzten Wohnsitz des Paares in der Villa La Chance über dem Schloss Blonay, seinen umfangreichen Nachlass zu ordnen. Nach ihrem Tod im Jahre 1967 wurde die Hindemith-Stiftung gegründet. Die Stiftung unterstützt heute das Hindemith-Musikzentrum (Chemin de Lacuex 3), an dem erfahrene Künstler und Ensembles Kurse für professionelle Musiker und Amateure leiten. Besichtigung der Villa auf Anfrage (Tel. 021 943 05 20).
Die Altstadt mit ihren kleinen Gassen ist grösstenteils autofrei und lädt zum gemütlichen Flanieren oder zur entspannten Lektüre ein. Sehen Sie sich die vielen Boutiquen und Kunstgalerien an, lassen Sie sich vom kulturellen Angebot der zahlreichen Museen und Theater begeistern und von den das ganze Jahr über stattfindenden Veranstaltungen mitreissen.
Einige Links : www.vevey.ch
Das nur zwei Gehminuten vom Hotel entfernte « Office du Tourisme » wird Sie mit allen nützlichen Informationen versorgen.
Einige Museen in Vevey
Das Alimentarium, eine Nestlé-Stiftung, genießt einen internationalen Ruf und präsentiert die verschiedenen Aspekte des Ernährung in lebendiger und interaktiver Weise. Vier Ausstellungssektoren: Cuisiner, Manger, Acheter und Digérer. Garten, Mediathek, Computerspiele, Filme und Hörtexte interessieren mit Sicherheit die ganze Familie. Entdecken Sie jetzt die neue permanente Ausstellung, sowie die Cafeteria. Jeden Tag kosten Sie einen Spezialitäten-Teller. Neuer Rekord in 2007 ! Mehr als 70’000 Besucher haben unsere Austellungen gesehen.
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In einem Gebäude von neoklassizistischer Inspiration werden drei Sammlungen aufbewahrt. Ein reichhaltiges Ausstellungsprogramm erlaubt nicht, sie ständig zu zeigen. Kunstmuseum: Gemälde und Skulpturen von Schweizer und ausländischen Künstlern, sowie ein außerordentlicher Bestand an alten und modernen Zeichnungen. Oskar Kokoschka Stiftung: 700 Werke dieses Meisters des Expressionismus, der die letzten Jahre seines Lebens in Villeneuve verbrachte. Kantonales Kupferstichkabinett: Meisterwerke der Graphik aus allen Epochen, in allen Stilen und Techniken.
Audioguide auf Deutsch. Die Geschichte der Fotografie, deren Erfinder und ihrer Technik, dargestellt von einer erstaunlichen Sammlung von Apparaten; von der Camera obscura und der Laterna magica bis zum numerischen Bild. Wechselnde Fotoausstellungen ergänzen laufend die Dauerausstellung. Spiele, Texte und Darstellungen richten sich eigens an ein junges Publikum.
Dieses im Jahre 1897 gegründete Museum befindet sich im „Schloss“, ein prächtiges Gebäude des 16. Jahrhunderts, das unter der Berner Besetzung erbaut wurde. Durch die Reichhaltige Sammlung lässt es die Vergangenheit der Region, von der keltischen Epoche bis zur Gegenwart, wieder aufleben. Bewahrung des historischen Charakters durch Kunstwerke Schweizer Meister, alte Waffen, Zinn- und Kunstschmiedarbeiten. Das „Schloss“ ist im Besitz der Winzerbruderschaft, die ihren Sitz im ersten Stock hat. Hier werden etwa alle fünfundzwanzig Jahre die berühmten Winzerfestspiele von Vevey vorbereitet.
Das Schloss liegt umgeben von Türmen und mittelalterlichen Mauern zwischen See und Städtchen. In dieser romantischen Umgebung lädt Sie das schweizerische Spielmuseum ein, Spiele aus aller Welt und allen Epochen aktiv kennenzulernen. Ausserdem steht den Besuchern eine grosse Anzahl an klassischen und modernen Spielen zur Verfüging.