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Martina Hingis muss weiter auf den sechsten Grand-Slam-Titel warten. Die Weltranglisten-Erste verlor den Final des Australian Open gegen Jennifer Capriati (Nummer 12) in 63 Minuten 4:6, 3:6.
Die merklich angespannte Hingis erwischte einen denkbar schlechten Start in
ihrem fünften Melbourne-Final. Nach 13 Minuten lag sie schon 0:4 zurück. Final-Debütantin Capriati, deren einzige Erfahrung in einem "wichtigen" Endspiel aus dem vor neun Jahren gewonnenen Olympia-Final gegen Steffi Graf datiert, zeigte absolut keine Nervosität und diktierte die Partie mit harten Bällen von beiden Seiten.
Eine Partie zu viel
"Ich hatte heute nicht mehr die Kraft, um noch einmal um jeden Punkt zu kämpfen. Es war eine Partie zu viel", erklärte Hingis, wollte deswegen aber die Meriten ihrer Gegnerin nach dem Ende der Siegesserie von 18 Partien nicht schmälern: "Sie war die bessere Spielerin und hat mir nicht viele Chancen gelassen. Sie hatte keine Schwachstellen, auf die ich mich hätte konzentrieren können."
Stress geht weiter
Erholung gönnt sich Hingis nicht. In der kommenden Woche tritt sie auf Sponsorenwunsch als Titelverteidigerin in Tokio an. Nach der ersten Woche Pause des Jahres folgen dann mit Turnieren in Doha und Dubai weitere Verpflichtungen im Mittleren Osten.
Während Martina Hingis weiter unangefochten die Nummer eins bleibt, kehrt Capriati dank dieses Sieges erstmals seit 1994 wieder in die Top ten zurück. Im neuen Ranking wird sie Platz sieben belegen. Besser war sie letztmals 1993, als sie mit Platz sechs ihre Bestmarke erreichte.
swissinfo und Agenturen