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Von Peter Haisenko
Vom 5. Dezember an wollen die EU und die G 7 der Welt befehlen, für russisches Öl nur noch 60 $ pro Barrel zu bezahlen. Ganz gleich, wie hoch der Marktpreis ist. Abgesehen davon, dass das gegen alle heiligen Regeln der Marktwirtschaft verstößt, sind dieser Entschluss und seine Folgen nicht durchdacht und so auf einem Niveau, das eher einem Kindergarten entspricht als seriöser Politik.
Was würde geschehen, wenn einem Bäcker mitgeteilt wird, dass er für sein Brot nicht mehr den normalen Preis erhalten wird, sondern ab sofort nur noch einen Preis, den man selbst festlegt. Der ist natürlich geringer als der bisherige Preis. Glaubt irgendjemand, dass dieser Bäcker dann sein Brot noch an die Preisdiktatoren verkaufen wird? Vor allem dann, wenn alle anderen Bäcker ihr Brot nach wie vor zu den Preisen verkaufen können, die sie marktgerecht erhalten können und die sie brauchen, um bei der Produktion entstandene Kosten abzudecken. Was wird folglich geschehen? Weil das Preisdiktat nur einen Bäcker trifft, der kein Brot mehr verkauft, seinen Laden vielleicht sogar zumachen wird, ist jetzt ein Wettbewerber weniger da und die anderen werden ihre Preise erhöhen, einfach weil