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Das von den Freiherren von
Klingnau gestiftete Kloster ging infolge schlechter Verwaltung zurück und kam darum 1539 an das
Kloster
Wettingen, von welchem es 1610 an die Benediktinerabtei St. Blasien im badischen Schwarzwald überging, die hier 6-7
Mönche mit einem Propst unterhielt und eine Schule errichtete.
Letzter Propst von Sion war der gelehrte
Archäologe Berthold Rottler, der später zum Fürstabt von St. Blasien gewählt wurde und sich 1807, anlässlich der Aufhebung
der Abtei, mit seinen
Mönchen in das ihm vom Kaiser von Oesterreich zur Verfügung gestellte Kloster St. Paul in Kärnten
zurückzog. 1725 übertrug man dem Propst von Sion das Seelsorgeramt, die niedere Gerichtsbarkeit und
den Steuereinzug von
Tegerfelden,
Kirchdorf und
Endingen.
Die
Güter des 1807 aufgehobenen
Klosters wurden von der aargauischen
Regierung eingezogen.
Einziges schweizerisches Kloster des genannten Ordens.
Nach der Aufhebung wurde das Klostergebäude
einige Jahre lang von einem
Aarauer Geschäftshaus als Baumwollenfabrik benutzt.