Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03319.jsonl.gz/3115

Das Akute Koronarsyndrom (ACS) ist die häufigste Ursache, die zum Herzinfarkt, Herzversagen und Tod führt. Hintergrund ist das Problem der Plaque Ablösung oder Erosion mit teilweisem oder vollständigem Verschluss der Hauptarterie der Herzkranzgefässe. Entzündungen der Gefässkanäle können diese Ereignisse hervorrufen. Trotz der Fortschritte in der Prävention und Behandlung von ACS bleibt die Komplikationsrate hoch. Das liegt daran, dass die Prävention nicht gut implementiert ist, Auslöser der Erkrankung nicht vollständig erkannt sind und die Diagnose erst mit der Herzmuskelnekrose gestellt wird. Vor allem, weil die Entzündungsmechanismen noch nicht in die klinischen Prozesse eingebunden sind. Zur erfolgreichen Behandlung muss die Patientenaufklärung verstärkt, neue und frühere Diagnosemarker gefunden und entzündungshemmende Strategien entwickelt werden.
Im Februar 2009 schlossen sich die Universität Bern, Genf, Lausanne und Zürich für dieses Projekt zusammen. Das Projekt gehört zum klinischen Forschungsprogramm des Sonderprogramms für Universitäre Medizin des Schweizer Nationalfonds (2009-2011). Bis heute konnten über 4’500 Patienten in das Register eingeschlossen mit mit elektronischen Fallberichtsformularen sowie einer Biobank mit Blutproben dokumentiert werden.