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Welcher Nistkasten für welchen Vogel?
Je nach Vogelart wird eine andere Form von Nistplatz bevorzugt. Höhlenbrüter bauen ihre Nester – wie der Name schon verrät – bevorzugt in Höhlungen. In der Natur werden daher die Nester in hohlen Bäumen, Felsspalten, Mauerlöchern und Erdhöhlen angelegt.
Daneben gibt es Halbhöhlenbrüter, welche ihre Nester gern in Nischen von Felswänden, Geröllhalden, Gebäuden, Bäumen und Böschungen anlegen. Kronenbrüter legen ihre Nester in Baumkronen an.
Die Freibrüter bauen ihre Nester an unterschiedlichen Standorten, bevorzugt werden vor allem Röhricht, Hecken, Sträucher, Bäume und Reisighaufen.
Zu den Freibrütern werden oft auch die Bodenbrüter gezählt, welche ihre Nester am Boden anlegen.
Da am Boden zusätzliche Gefahren durch flugunfähige Raubtiere wie Füchse, Katzen, Marder etc. lauern, sind die Nester meist gut versteckt und die Eier weisen häufig eine Tarnfärbung auf.
Vögel brüten entweder einzeln oder in Gruppen. Diese beiden Brutvarianten haben sowohl Vor- als auch Nachteile.
Durch die grösseren und offensichtlicheren Ansammlungen bei den Kolonienbrütern können Brutplätze leichter von Fressfeinden entdeckt werden.
Jedoch ist das Warn- und Abwehrsystem bei den Kolonienbrütern genauer und ausgeprägter, da hier nicht nur zwei Vögel nach Fressfeinden Ausschau halten. Auch die Chance, dass es das eigene Nest trifft, ist durch die grössere Anzahl an umliegenden Nestern viel geringer.
Bei den Einzelbrütern ist daher die Chance, dass das Nest durch Fressfeinde entdeckt und geräumt wird, sehr hoch. Aus diesem Grund sind die Nester von Einzelbrütern gut versteckt und getarnt.