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Gemeinde, mit einigen zerstreuten
Einzelsiedelungen: 48
Häuser, 302 reform. Ew.;
Dorf: 43
Häuser, 274 Ew. Kirchgemeinde
La Sarraz. Acker- und etwas Weinbau.
Sö. vom Dorf eine bis zu 508 m sich erhebende Molassehöhe.
Das Dorf gehörte zur Baronie
La Sarraz und wurde seit 1623 eine
eigene
Herrschaft, die zuerst Eigentum von François deGingins war.
Aus dieser Zeit stammt vermutlich
das heute noch stehende
Schloss.
Vor der Reformation eigene Kirchgemeinde mit einer Liebfrauenkirche, deren Kollatur der
Abbaye deJoux zustand.
Nach der Reformation wurde die Pfarrei der Kirchgemeinde
La Sarraz angegliedert und kamen die Kirchengüter an
die
Herren von
La Sarraz. Vor etwa 50 Jahren hat man in Orny römische Altertümer, darunter Reste eines
Mosaikbodens, aufgefunden. 593 und 1228: Ornie;
(Cabanesd') (Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
2692 und 2688 m.
Alte und neue Klubhütte des S. A. C., von der Sektion
Les Diablerets 1876 bezw. 1893 erstellt; über dem linken Ufer des Ornygletschers, hinten in der
Combe d'Orny und am SO.-Fuss
der
Aiguilles d'Arpette nahe beieinander gelegen; 5 Stunden über
Orsières und 4 Stunden über dem
Lac de
Champex. Auf der Moräne
des Ornygletschers stand hier ursprünglich eine (jetzt völlig zerfallene) bescheidene
Kapelle mit einigen
aus
Holz geschnitzten Heiligenbildern, zu denen bis 1885 in Zeiten der Trockenheit gewallfahrtet wurde. An diese Prozessionen
nach der
Chapelle d'Orny musste jede Familie
im Thal ein erwachsenes Glied stellen, dessen Anwesenheit vor dem Abmarsch aus
Orsières durch förmlichen Appell festgestellt wurde.
(Glacierd') (Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
3200-2670 m. 2,5 km langer und im Maximum 1 km breiter
Gletscher, im obern Abschnitt des
Vallon
de
Saleinaz.
Floss einst ohne Zweifel gegen die
Combe d'Orny hinab, von der ihn dann seine mächtige linksseitige
Randmoräne abgedrängt hat. Wird sehr häufig besucht, da er ganz in der Nähe der Ornyhütten des S. A. C. liegt und bei
jeder von da ausgehenden Gipfel- oder Passtour
¶
mehr
in der Trientgruppe längs seinem linken Ufer begangen werden muss.
(Lac d') (Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
2686 m. Kleiner Moränenstausee von etwa 250 m Umfang, zwischen dem S.-Fuss
der Aiguilles d'Arpette und der mächtigen linksseitigen Randmoräne des Ornygletschers in einer engen Mulde gelegen. Während
er heute nur einige wenige Wasseradern aus den umgebenden Felsenzirken aufnimmt, muss er einst die Schmelzwasser des Ornygletschers
erhalten haben und damals bedeutend grösser gewesen sein. In der Nähe die Ornyhütten des S. A. C.
und die zerfallene Chapelle d'Orny.
Prachtvolle Aussicht auf das weite Firnfeld des sog. Plateau du Trient mit dem es umrahmenden Kranz
von Hochgipfeln.
«Cette petite sommité, sur laquelle on s'élève sans aucune peine en partant
du Plateau du Trient, est le belvédère préféré des pensionnaires des hôtels de Champex; c'est la
montagne facile par excellence.» Kurz, Louis, et Eug. Colomb. La partie suisse de la Chaîne duMont Blanc;
itinérairedu C.
A. S. Neuch. 1900. Unter der Spitze 3036 m hat man 1903 zur Messung der Schneemengen im Gebiet des Ornygletschers
einen Nivometer angebracht.