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Juneteenth
Roman
Mit einer Einführung von John F. Callahan
Aus dem Amerikanischen von Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié
2000. 460 Seiten. Leinen
ISBN 9783250104155
Ralph Ellison arbeitete nahezu zwei Jahrzehnte an seinem zweiten Roman, als Ende der 60er Jahre die Katastrophe eintrat: Ellisons Sommerhaus in Plainfield brannte ab, und mit dem Haus verbrannte das Typoskript, von dem es keine Kopie gab. Ellison machte sich erneut an die Arbeit und schrieb bis zu seinem Tod am 16. April 1994 an diesem zweiten Werk, das schon zu seinen Lebzeiten zu einem Mythos wurde.
John F. Callahan, der Nachlassverwalter Ellisons, hat aus den zahllosen nachgelassenen Manuskriptteilen den Mittelpunkt der geplanten Romantrilogie herauskristallisiert: die Geschichte von Reverend Hickman und Senator Sunraider, von der Geburt des Senators als Bliss bis zu seinem Tod. Diese bildet den Mitteltrakt des großen unvollendeten Romangebäudes. Und auch wenn Ellison die Seitenflügel nicht mehr fertigstellen konnte, stört ihr Fehlen doch kaum die organische Geschlossenheit von »Juneteenth«.
»Juneteenth« – der Titel lautet so in Erinnerung an den 19. Juni 1865, an dem zweieinhalb Jahre nach der Verkündung der Sklavenbefreiung Unionstruppen in Galveston, Texas, landeten und der kommandierende Offizier den vor Freude weinenden und jubelnden Sklaven verkündete, dass sie frei waren. Ein Fest- und Freudentag, der auch heute noch in Texas begangen wird.
»Selbst in dieser fragmentarischen Form ist ›Juneteenth‹ einer der ganz wichtigen Romane aus den afroamerikanischen Erfahrungswelten.« Uwe Pralle, Frankfurter Rundschau, www.lyrikwelt.de