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http://www.heiden.ch/de/vereine/persoenlichkeiten/welcome.php?action=showobject&object_id=5534
18.07.2018 22:14:03
|Beschreibung|
Als Augenzeuge erlebte Dunant die Schrecken des Krieges im norditalienischen Solferino (1859) und die Leiden der nicht versorgten Verwundeten. Dunant brachte Einheimische dazu, Verletzte ungeachtet ihrer Nationalität - "sono tutti fratelli" (alle sind Brüder) - zu pflegen. Nach Genf, woher er stammte, zurückgekehrt, schreib er 1862 "Eine Erinnerung an Solferino", worin er dazu aufrief, in allen Ländern Europas Hilfsgesellschaften für Verwundete zu schaffen und "gestützt auf einen vertragsmässig festgelegten unantastbaren internationalen Grundsatz" freiwillige Helfer und militärische Sanitäter zu schützen. Dunants Initiative ist die Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) zu verdanken. Im August 1864 wurde die erste Genfer Konvention unterzeichnet.
Dunants Erfolg im humanitären Bereich stand der berufliche Misserfolg bis zum Bankrott und zur gesellschaftlichen Ächtung in Genf gegenüber. Er wurde 1867 gerichtlich verurteilt und musste als Sekretär des IKRK zurücktreten. Es folgten Jahre der bitteren Not und des Herumziehens, bis er sich Dank einer von seinem Onkel bezahlten Rente 1887 in Heiden niederlassen konnte.
Weite Teile der Ausstellung im Museum sind der Zuflucht in Heiden, der späten Rehabilitation und der auf Packpapier geschriebenen und gezeichneten Visionen des Rotkreuzgründers gewidmet.
Im Jahr 2010, wenn 100 Jahre seit dem Tode von Henry Dunant vergangen sind, wird unter dem Titel "Dunant-Jahr 2010" mit verschiedenen Anlässen diesem grossen Staatsmann gedacht und Beiträge zu Humanität und Frieden geleistet.
|Klassenreise_nach_Heiden_-_mehr_ueber_Henry_Dunant_erfahren.pdf (pdf, 3351.3 kB)|
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