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Das Einkaufszentrum „Stücki“ auf dem Grundstück der ehemaligen Stückfärberei prägt mit der Grossmassstäblichkeit einer Industriearchitektur die Struktur des Basler Stadtteils Kleinhüningen und bindet Eigenschaften der benachbarten Wohnviertel in die neue Identität des Ortes ein.
Der Bau besteht aus einer Halle mit Shoppingmall, vier Türmen und einem Hoteltrakt. Halle und Hotel bilden gegen Süden einen neuen Platz mit Blick zur Allee am Ufer der Wiese. Die fensterlosen Türme ummanteln die haustechnischen Installationen. Sie markieren die Ein- und Ausgänge, einschliesslich die der Anlieferung und des Parkhauses, und lassen das „Stücki“ von weitem sichtbar werden. Nachts leuchten auf den weissen Türmen Linien aus LED-Lichtern.
Der Platz und die gestaffelte Südfassade mit den Haupteingängen des Einkaufszentrums und des Hotels sind nicht auf die Strasse und den Fluss ausgerichtet, sondern liegen diagonal dazu, womit sich der Bau hier in die sperrige Ordnung der Industriegebäude vor Ort eingefügt. Er setzt jedoch der früher unnahbaren Umgebung eine Gliederung entgegen, in der sich der feinere Massstab der nahen Wohnquartiere abzeichnet. Im Konglomerat verstärken sich die Teilvolumina des Baus, die durch die weisse Grundfarbe zusammengehalten sind. Vor den verputzten Flächen und den grossen Fenstern der Halle auf der West- und Südseite verlaufen durchgehende Balkone, berankt mit unterschiedlichen Kletterpflanzen. Die sich an einer stark befahrenen Strasse entlangziehende Ostfassade erfährt eine kontrastreiche Strukturierung: Beginnend im Süden rhythmisieren scheinbar zahllos sich wiederholende Fensterformate und Pilaster die Fassade des Hotels, wechseln im Bereich des Verwaltungstrakts in einen dichteren Takt, bevor einer der Türme eine Zäsur setzt und sich die Front als kaum unterbrochene glatte Fläche bis zum nächsten Turm weiterspannt.
Die Shoppingmall erstreckt sich auf zwei Ebenen. Die Strassen teilen sich in eine grosse und eine kleine Hauptachse, von denen viele Querachsen abgehen. Vier Lufträume mit Aufzügen und Rampen sind durch 19 Lichtkuppeln erhellt. Die Vitrinen der Geschäfte entlang der Strassen leuchten zwischen Stützen, denen das Stein- und Kiesgemisch des Betons eine schattig-grüne Farbe verleiht. An den Decken wiederholen Lichtkreise und -kringel von unterschiedlichem Durchmesser in einem richtungslosen Gewebe aus kleinen, silbrig glänzenden Aluminiumzylindern die Form der Kuppeln.
Aluminiumzylindern die Form der Kuppeln.
Datum: 2001—2009
Auftraggeber: Tivona Eta
Ort: Einkaufszentrum Stücki, Basel-Kleinhüningen, Schweiz
Bruttogeschossfläche (BGF): 79.300 m², Verkaufsfläche: 32.000 m², Bürofläche: 6.360 m², Hotel: 8.190 m², 144 Zimmer, Kinderspielplatz: 395 m²
Programm: Shopping, Büro, Hotel, Restaurant, Kinderspielplatz, Parking
Bauingenieur: Burger und Partner Ingenieure, Ribi + Blum
Landschaftsarchitekt: Vogt Landschaftsarchitekten, Fahrni und Breitenfeld Landschaftsarchitekten
Technische Gebäudeplaner: Waldhauser Haustechnik, Troxler & Partner, Lippuner EMT
Licht- und Mediendesigner: iart interactive ag
Fassade: Neuschwander + Morf AG
Bauphysik: Martinelli + Menti AG