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UMTS steht für "Universal Mobile Telecommunications System" und gilt als dritte Mobilfunk-Generation. Anders als mit dem heutigen GSM-System ist eine bis zu 200mal schnellere Datenübertragung möglich. Dies ermöglicht den mobilen Zugang zum Internet.Dieser Inhalt wurde am 04. Dezember 2000 - 14:56 publiziert
Den Mobilfunksystemen der ersten, zweiten und dritten Generation ist eines gemeinsam: Die Teilnehmer sprechen nie unmittelbar miteinander, sondern halten den Kontakt über Funkstationen, die den Anruf auf das Festnetz leiten oder via dieses an die Funkstation, in deren Nähe sich die angerufene Teilnehmerin aufhält.
Natel C
Die erste Generation, in der Schweiz als Natel C bekannt, funktionierte noch auf analoger Basis. Dem seit 1991 verwendeten GSM-Standard (Global System for Mobile Communications) gelang mit seinem digitalen System der Mobiltelefonie nicht nur der technische, sondern auch der wirtschaftliche Durchbruch. In der Schweiz benutzen laut Schätzungen des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) rund 55 Prozent der Bevölkerung ein Handy.
GSM ist eine europäische Erfindung. Unter der Leitung des Europäischen Normierungs-Institutes ETSI (European Telecommunications Standards Institute) entwickelte man diesen auch grenzüberschreitend einsetzbaren Standard. GSM wird aber auch ausserhalb Europas eingesetzt. In den USA ist das System unter der Bezeichnung "PCS1900" bekannt geworden.
UMTS: Nachfolgeprojekt für GSM-Standard
Seit 1992 war die ITU (Internationale Fernmeldeunion) zusammen mit der Industrie und den europäischen Telekommunikations-Unternehmen dabei, unter dem Akronym UMTS ein Nachfolgeprojekt für den GSM-Standard zu entwickeln. Das Ziel war, alle Mobilfunkdienste vom Sprach- über den Kurznachrichten- bis zu immer wichtiger werdenden Datendiensten zu integrieren. Grundsätzlich wollte man so eine Gleichwertigkeit des mobilen und des Festnetzes erreichen.
Leistungsfähige UMTS-Handys werden im Jahre 2003 erwartet. Vorerst werden nun aber in der Schweiz vier Lizenzen (konkret sind das die Frequenzbänder für die Funknetze) versteigert. Die ersten UMTS-Netze sollen in der Schweiz 2002 in Betrieb gehen und ihr Ausbau wird Milliarden kosten. Laut Konzessionsauflage müssen die UMTS-Anbieter bis Ende 2004 die Hälfte der Schweizer Bevölkerung versorgen. Experten rechnen, dass bis zu diesem Zeitpunkt weltweit ca. 1,4 Milliarden Handys piepsen werden.
Ruth Bossart
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