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Interview mit Kindern - Juli 1996
(vermutlich in Casablanca, Morokko)
Übersetzung von Vanita Balfer - <email-pii>
Unten ist die Mitschrift eines auf Video aufgenommenen Interviews mit Michael, der einer
Gruppe 7 bis 12 Jahre alter Kinder Fragen beantwortet. Das Iinterview 1996 fand im
Mittleren Osten statt, vermutlich in Casablanca oder Tunesien.
Während des Interviews sass Michael auf einer weißen Couch und trug eine rot-schwarze
Baseballjacke
Frage = Fragen der Kinder
Michael = Michael Jackson
Frage: Über musikalische Einflüsse.
Michael: Ich bin ziemlich viel von, äh, kultureller Musik aus der ganzen Welt
beeinflusst worden. Ich habe selbst alle Arten der Musik studiert, wisst ihr, von Afrika
bis Indien, bis zur chinesischen, japanischen, Musik ist Musik, und sie ist immer schön.
Ich wurde also von all diesen unterschiedlichen Kulturen beeinflusst.
Frage: Über Rassismus.
Michael: Er ist Grausamkeit, er ist hässlich, und ich hasse ihn. Du bist mein
Bruder (zeigt auf die Kinder). Sie sind meine Brüder. Ob du schwarz bist, weiß,
arabisch ... Wir sind alle gleich. Ich liebe alle Rassen gleichermaßen.
[Michael steht jetzt vor der Gruppe. Hat seinen Mantel und Hut ausgezogen. Trägt ein
schwarzes Hemd und Jeans. Seine Frisur sieht aus wie im TDCAU-Video, das in Brasilien
aufgenommen wurde.]
Frage: Ein ungefähr 11 oder 12 Jahre altes Mädchen stellt eine Frage, aber nur das
Wort "Araber" ist zu hören.
Michael: Stimmt es, dass ich WAS?
Frage [Mädchen]: Dass du keine Araber magst?
Michael: Nein, das stimmt überhaupt nicht. Ich liebe Araber, ich lieber ALLE
Menschen dieser Erde. Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Leute Geschichten
erfinden, die nicht wahr sind.
[Ein kleiner Junge aus der Gruppe, ungefähr 7 Jahre alt, stellt sich mit Namen vor und
sagt, er komme aus Ägypten.]
Frage [Junge]: Würdest du jemals ein Konzert in Ägypten geben?
Michael: Ich würde liebend gerne ein Konzert in Ägypten geben. Ich möchte sehr
gerne, dass meine nächste Tour in all eure Städte kommt. Ich war da nur am Flughafen,
aber es sieht aus, als seien dort wunderbare Menschen. (Michael zeigt ein großes Lächeln
und zeigt mit seinem Arm auf die Kindergruppe.) Ihr seid alle wundervolle Menschen. Ich
bin so glücklich, dass ich hier bin.
[Michael sitzt wieder auf dem Sofa, Hut und Baseballjacke angezogen.]
Frage: Über Familienwünsche.
Michael: Ich bin eine sehr familienorientierte Person, und ich komme aus einer
Familie mit 10 Kindern (siehe Notiz am Ende des Transkripts), daher bin ich sehr daran
gewöhnt, dass die Familie, wisst ihr ... mich umgibt, um mich herum als eine Einheit
zusammen kommt. Daher denke ich nicht, dass ich ohne dieses Band leben könnte. Daher
hätte ich liebend gern eine große .... (riesen Grinsen von einem Ohr zum anderen)
eine riesige Familie. Ich würde sagen, insgesamt 12 ... (noch größeres Lächeln)
... Meine Tante hatte 13 Kinder, ich habe einen Onkel, der 12 Kinder hatte, und mein Vater
hatte 10 Kinder, und daher, äh, ... Ich liiiebe groß ... überall ...
Frage: Über seine Zuschauer. [im Original: audiences; kann auch Zuhörer heißen]
Michael: Ich kann ... Man fühlt die Zuschauer. Wir sprechen hier von Liebe. Ooh,
man kann sie definitiv spüren, das ... Man hört sie, sie wiegen sich und schreien und
fallen in Ohnmacht, die Reaktionen sind immer liebenswert. ...
Frage: Über das Musik-Kreieren (Vermutlich wurde nach der Zusammenarbeit mit
Anderen gefragt).
Michael: Ein Gedanke, Es ist der Embryo eines Gedanken, einer Idee. Es ist ein
kurzes Konzept. Und dann arbeitet man mit jemandem zusammen. Könnte ein Autor sein. Ich
sage, ich möchte dies machen, ich möchte jenes machen, und ich möchte das machen. Man
sagt ihm, er soll es entwickeln, denn man ... Ich kann es gerade nicht machen, weil ich
beim nächsten Lied weitermachen muss, bei der nächsten Sache. Also kommen sie mit etwas
an, arbeiten mir ihren Ideen, und sie kommen damit zu mir zurück ... Man muss [sehen], ob
man es mag oder nicht. Ich meine, ich habe das mit so ziemlich allem gemacht. Ich bin
normalerweise für das Konzept und das Schreiben da. Ich schreibe normalerweise an allem,
was ich mache, mit.
Frage: -- (Es ist nicht klar, wie die Frage lautete.)
Michael: Der Garten Eden war vermutlich in Afrika, da bin ich ziemlich sicher. Und
die Menschen können nicht netter gewesen sein. (Er bezieht sich auf seinen Besuch in
Süd-Afrika im Juli 1996, als er an Nelson Mandelas Geburtstag teilnahm.) Und ich habe es
geliebt. Ich habe es geliiiebt. Und die Musik, ooooh, und der Rhythmus [er sieht
erfürchtig aus]. Kleine Kinder mit dem perfekten Rhythmus zu sehen und ... die Art,
wie sie ihre kleinen Körper bewegen. [Michael imitiert ihre Tanzbewegungen mit den
Armen und Schultern.] Ich war einfach ... Oooh, ich war verblüfft. Es war
GROSSARTIG! Sie haben mir alles gegeben. Sie haben mich mit Geschenken überhäuft. Ihr
wisst schon, Kleidung, Essen. Und im Hotel ... Ich war in diesem Hotel, ja? Großes,
großes, Hotel. Es hatte eine Bowlingbahn, es hatte einen großen Spielraum, großen
Swimmingpool. Aber als ich aus meinem Fenster sah, soweit ich sehen konnte, waren da
Leute. Sie schliefen sogar da draußen, um auf mich zu warten. Sie schliefen da
draußen!!! Den ganzen Tag standen sie da. Nacht waren sie da draußen, um auf mich zu
warten. Es war einfach ... Sie hätten nicht süßer sein können. Und ich habe es
geliebt. Und ich denke darüber nach, da in Afrika ein Haus zu kaufen.
Frage: Über Heal the World.
Michael: Mit Heal the World haben wir Millionen geholfen, hm, und wir sprechen
über ein Krankenhaus in New Jersey. Das wäre das erste Michael Jackson-Krankenhaus, und
wir würden die gerne machen, in der ganzen Welt. Das ist unser Ziel und unsere Mission.
Und ich hasse das Wort Waisenhaus, aber eine Behausung für eine Einheit von bedürftigen
Menschen, wisst ihr ... Das ist so ziemlich das, was in meinem Herzen ist, und ich will
das sehr gerne weitermachen.
[Das war offensichtlich ein sehr leidenschaftliches Thema für Michael]