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Funktionsweise
Der auf die Wand (oder ein anderes Hindernis) auftreffende Schall wird absorbiert oder reflektiert. Dadurch tritt hinter der Wand nur noch jener Schall auf, der sich über die Oberkante des Hindernisses ausbreitet. Im Bereich, in dem das Hindernis die Sichtlinie zur Lärmquelle unterbricht, wird die Schallausbreitung zudem zu einem Umweg gezwungen, was zu einer weiteren Schallreduktion führt.
Wie gross die Lärmreduktion durch eine Lärmschutzmassnahme ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Abstand zwischen Emissionsort und Lärmschutzhindernis: Je näher die Wand oder der Damm an der Lärmquelle liegt, desto grösser ist der Bereich, in dem es zu einer Lärmreduktion kommt.
- Hindernishöhe ab Strassenniveau: Je höher das Lärmschutzhindernis, desto grösser der Umweg, zu dem die Schallwellen gezwungen werden.
- Abstand zwischen Lärmschutzhindernis und Gebäude: Neben der Hindernishöhe beeinflusst auch der Abstand zwischen der Wand (bzw. dem Damm) und dem Gebäude den Umweg der Schallwellen.
- Länge und Durchgängigkeit des Hindernisses: Die Lärmschutzwirkung des Hindernisses ist auf dessen Länge beschränkt. Darum muss die Wand oder der Damm so lang sein, dass kein erheblicher Lärm seitwärts über die nicht abgeschirmten Strassenabschnitte einfällt. Jegliche Lücken, Öffnungen oder undichte Stellen sind zudem wenn immer möglich zu vermeiden oder andernfalls klein zu halten.
- Bei Material mit einem Flächengewicht von > 10 Kg/m2 wird eine ausreichende Schalldämmung erreicht.
- Eine gute Lärmwand erreicht eine Lärmreduktion zwischen 6 - 9 dB(A).
- Eine unvollständige setiliche Abschirmung kann die Wirkung einer hohen, kostspieligen Lärmschutzwand zunichte machen. Ein Aspektwinkel von mind. 140° führt zu guten Kosten-Nutzen Verhältnissen.
- Eine Lärmschutzwand schützt vor allem das Erdgeschoss vor Lärm und eventuell das 1. Obergeschoss
- Lärmwand ≠ Ruhig; sondern ruhiger