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Das einzige Haus in der Streitgasse (Nr. 8), das noch aus der Zeit vor der Strassenverbreiterung (1936) stammt. Eingeklemmt zwischen zwei Neubauten des 20. Jahrhunderts fristet das nur etwa 2,70m breite Haus Pfannenberg sein Dasein als letzter Überrest der historischen Bebauung in der Streitgasse.
Erstmals erwähnt wird die Liegenschaft 1360 und wurde 1417 ein Opfer der Feuersbrunst, worauf man sie erst 1439 wieder neu errichtete. Das kleine Haus diente vom 15. bis zum 19. Jahrhundert hauptsächlich Handwerkern als Werkstatt und Wohnung. Vermutlich im 18. oder im frühen 19. Jahrhundert wurde es um ein drittes Obergeschoss aufgestockt. 1853 liess der Instrumentenmacher Jakob Gretener eine erste Devanture, ein Schaufenster, einbauen. 1931 wurde der kleine Hof überbaut und damit die zur Verfügung stehende Grundstücksfläche vollständig ausgenutzt.
Das Erdgeschoss und der erste Stock des Hauses dienen als Laden. Das zweite und dritte Obergeschoss weisen jeweils ein einfaches Rechteckfenster auf, von denen das untere mit gekehltem Steingewände versehen ist, das obere mit profilierter Holzrahmung. Im Inneren sind vermutlich alle Geschossbalkenlagen erhalten, sichtbar im Keller unter dem vorderen Teil des Hauses. Eine Holztreppe mit Stabwerkgeländer des 19. Jahrhunderts führt in das erste Obergeschoss; weiter oberhalb ist das Haus durch steile, eingeschobene Treppen erschlossen. In der vorderen Stube des zweiten Obergeschosses ist eine Tür aus dem 17. Jahrhundert mit S-Bändern und einer Rahmung mit Verdachung erhalten.