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Die Abschiedsfahrt von Julia Mancuso in Cortina war wie erwartet spektakulär. In einem Wonderwoman-Dress mit rotem Cape tauchte die Amerikanerin im Starthaus auf. Gemütlich absolvierte sie ihre letzte Fahrt im Weltcup und genoss es sichtlich. Im Ziel wurde sie schliesslich von ihren Teamkolleginnen mit Champagner gefeiert.
Wegen anhaltenden Hüftproblemen hat sich die 4-fache Olympia-Medaillengewinnerin entschieden, einen Schlussstrich unter ihre Karriere zu ziehen.
Mancuso war erst Anfang Dezember in St. Moritz in den Weltcup zurückgekehrt, nachdem sie sich 2015 zum zweiten Mal einer Hüftoperation hatte unterziehen müssen. Ihr Ziel wären die Olympischen Spiele in Pyeongchang gewesen. Nach Südkorea wird Mancuso trotzdem reisen. Sie ist Teil des TV-Expertenteams von NBC.
«Ich habe nicht die Fortschritte gemacht, um wieder mit den Besten der Welt mithalten zu können. Aber ich bin stolz, bis am Ende gekämpft und alles versucht zu haben», schrieb Mancuso am Freitagmorgen in einem Post auf Instagram.
Erfolgreichste amerikanische Skirennfahrerin bei Grossereignissen
Ihr Abschiedsrennen eingerechnet bestritt Mancuso 399 Weltcup-Wettkämpfe. Es resultierten 36 Podestplätze mit 7 Siegen. An 4 Weltmeisterschaften (2005, 2007, 2011 und 2013) holte die mit dem Surfer Dylan Fish verheiratete Kalifornierin 5 Medaillen in den Disziplinen Super-G, Kombination und Riesenslalom.
Ein WM-Titel blieb Mancuso im Gegensatz zu Olympia-Gold vergönnt. 2006 in Sestriere stand sie nach dem Riesenslalom zuoberst auf dem Podest. Dazu kamen Silber 2010 (in Abfahrt und in der Kombination) und Bronze 2014 (Kombination). Insgesamt hat sie bei Grossereignissen so viele Medaillen geholt, wie keine andere amerikanische Skirennfahrerin.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 19.01.2017, 11:20 Uhr