Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03285.jsonl.gz/1267

In einem geografisch kleinen Land wie der Schweiz stellt eine Hochgeschwindigkeits-U-Bahn wie die Swissmetro den Höhepunkt der Dekadenz des Westens dar. Wer will schon in 12 Minuten von Zürich nach Bern reisen (mit Zwischenhalt im Oberaargau wären's dann 14 Minuten...). Die Swissmetro sollte ihr Geld und Potential zusammen mit internationalen Partnern investieren in Ländern und Strecken, wo ein solches Projekt von den Distanzen her mehr Sinn macht und den Flugverkehr effektiv konkurrieren kann (z.B. Berlin-Frankfurt; New York-Washington; Tokio-Osaka; etc.).
Wie die Initianten selber sagen: "Die Idee ist genial, aber die Swissmetro wird ja doch nie gebaut werden. Das ist bei vielen Personen der erste Gedankengang, wenn sie von der Swissmetro hören." - Wenn man den Werde- und Untergang des vergleichsweise bescheidenen NEAT-Teilprojekt Porta Alpina betrachtet - irgendwie verständlich...
Und wie hoch sind die Reisekosten für die Pendler? Kann Swissmetro mit dem GA benützt werden? Kaum. Womit das Problem der Pendlerströme (Augenwischerei seitens Swissmetro) auch nicht gelöst ist, da ja auch heute die meisten Pendler nicht mit dem Flugzeug zur Arbeit gelangen.
Man stelle sich vor, welchen Boost erneuerbare Energiequellen hätten, wenn die Swissmetro-Milliarden darin investiert würden.