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Schon Galileo Galilei gab Saturn Rätsel auf, das in dessen selbstgebautem kleinen Fernrohr im Jahre 1610 noch nicht aufzulösen war. Galilei erkannte noch nicht den Ring, sondern glaubte indessen drei nebeneinander schwebende Kugeln entdeckt zu haben. Nachfolgende Fernrohrbeobachter meinten, zwei Henkel am Saturn identifiziert zu haben. Erst Christian Huygens erkannte 1656 als erster den um Saturn freischwebenden Ring. 1675 entdeckte Giovanni Domenico Cassini, erster Direktor der neuen Pariser Sternwarte, eine dunkle Linie im Saturnring, die heute unter dem Namen «Cassini-Teilung» bekannt ist und deren optische Wahrnehmung noch heute als Massstab für hochwertige Teleskopoptiken gilt. Mehrere Raumfahrt Missionen, insbesondere die Cassini-Huygens Mission, enthüllten nach und nach die Rätsel des Saturnrings. Man muss sogar von einem ganzen Ringsystem sprechen, bestehend aus Tausenden von Teilringen, die einem komplexen selbstregulierenden Mechanismus der Himmelsmechanik gehorchen. Einblicke in dieses äussert bizarre wie auch faszinierende System werden den Teilnehmern optisch, sofern es die Sicht erlaubt, im grossen Refraktor der Urania Sternwarte gewährt, sowie die dahinterstehenden Theorien mit etwas Hintergrundinformationen und spektakulären Aufnahmen der Cassini Raumsonde untermauert und erläutert.
Die Führung ist auch für interessierte Kinder ab 9 Jahren geeignet und findet bei jedem Wetter statt.