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Die 67-jährige Patientin leidet seit 2 Jahren an rezidivierenden kurzen Episoden mit Schmerzen im Handbereich, selten mit lokaler Rötung während weniger Tage. Mit NSAR kann sie die Schmerzen jeweils recht gut mindern. Zum Zeitpunkt der Konsultation sind die Schmerzen bereits seit 2 Tagen verschwunden. Die klinische Untersuchung ergibt keine pathologischen Befunde. Ein Röntgenbild wird angefertigt:
Was trifft hier zu?
Auflösung
Das Röntgenbild zeigt multiple dichte homogene meist ovale Herde in unmittelbarer Nähe verschiedener Gelenke der Hand. Diese Herde entsprechen dem typischen Bild von Hydroxylapatit-Ablagerungen. Diese Verkalkungen finden sich meist periartikulär, seltener auch intraartikulär und führen zu episodischen Schmerzattacken, gelegentlich mit entzündlich bedingten Rötungen der darüber liegenden Haut. Die Intervalle zwischen den Schmerzepisoden sind asymptomatisch. Bei der Calciumpyrophosphatarthropathie finden sich lineare Verkalkungen, meist im STT-Gelenk (Skaphoid/Trapezium/Trapezoideum) sowie im Spatium triangulare zwischen Ulna und Handwurzelknochen.
Häufig finden wir solche Hydroxylapatit-Verkalkungen bei Periarthropathien (Schulter mit Verkalkungen v.a. der Supraspinatussehne, Aussenrotatoren der Hüfte), aber auch in Muskeln (M. longus colli) oder Gelenken (z.B. Schulter mit Destruktion des Humeruskopfes und meist auch Rotatorenruptur, sog. Milwaukee-Schulter).
Selten ist die Erkrankung sekundär im Rahmen einer terminalen Niereninsuffizienz, bei Hypervitaminose D oder als Tumorkalzinose.