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Bauherr Fondazione Monte Verità
Sanierung Drytech Ticino, Bedano
MONTE VERITÀ, ASCONA / 1516 veröffentlichte Thomas Morus seinen Roman "Utopia": eine Geschichte, die sich auf einer imaginären Insel abspielt, auf der Morus seiner Vision von der idealen Gesellschaft Form gibt.
Der Titel ist ein Neologismus, den der englische Philosoph aus dem latinisierten griechischen Wort tópos (Ort) und der Vorsilbe εu (gut) oder óu (nicht) schuf. übersetzt heisst dies in etwa "Nicht-Ort" und gleichzeitig "glücklicher Ort". Die Trauminsel.
Aber es gibt einen absolut realen Ort, der durch das ganze 20. Jahrhundert viele und unterschiedliche Utopien anzog: den Monte Verità, einen Hügel bei Ascona, der Anfang des 20. Jahrhunderts zur Trauminsel einer Gruppe von Idealisten wurde, die nach einer Alternative zur kapitalistischen und industrialisierten Gesellschaft suchten und hier einen neuen Humanismus ausriefen, der mit dem direkten Kontakt zur Natur beginnen sollte. Sie bearbeiteten die Felder, sie bauten spartanische, licht- und luftdurchflutete Holzhütten, setzten ihre nackten Körper der regenerierenden Wirkung der Sonne, der Luft und des Wassers aus.
Die Gemeinschaft war als Kooperative organisiert, man bemühte sich um die Emanzipation der Frau, wollte neue Formen der Spiritualität entwickeln und wieder eine Einheit zwischen Körper und Seele schaffen.
Das soziale Experiment dieser Gemeinschaft fand grosse Resonanz in ganz Europa, sogar in übersee. Hier wurden die Ansätze, die in unserer heutigen Zeit immer mehr an Wert gewinnen, bereits voraus genommen, wie gleiche Rechte für Männer und Frauen, Umweltbewusstsein, aber auch Themen wie vegane Ernährung und Tierliebe.
Diese Ideen waren so revolutionär und so einschlagend, dass sich etwas Erstaunliches ereignete: die Suche nach neuen Lebensansätzen ging über die Gemeinschaft hinaus und überlebt diese, bis sie sich schliesslich mit dem Ort selbst identifizierte.
Der Monte Verità selbst wird zum Katalysator für Utopien und Ideale, zieht nach und nach Theosophen, Reformer, Anarchisten, Kommunisten, Sozialdemokraten und Psychoanalytiker an. Aber auch Literaten, Schriftsteller, Dichter, Künstler und schliesslich Auswanderer nach den beiden Weltkriegen. Die Idealisten erkennen hier eine Art "genius loci" und sehen den Hügel als naturgegebenes Ambiente für ihre eigenen Anliegen.
Jede Utopie hat ihre Spuren hinterlassen und diese Schichtung verschiedener architektonischer, künstlerischer und kultureller Ansätze verstärkt umso mehr das Gefühl, sich an einem ganz besonderen Ort zu befinden, wenn man mit dem Gedanken spielt, die Welt - und sei es nur ein kleines bisschen - zu verändern.
Die Anziehungskraft des Monte Verità ist heute noch spürbar, wenn man zwischen den lichtdurchströmten Hütten im grossen Park und den Bauten im Bauhaus- und Jugendstil spazieren geht, oder die historische Ausstellung von Harald Szeemann, besucht, die in der eindrucksvollen Casa Anatta neu eingerichtet wurde: das eindrucksvolle Museum der Utopie, das nach der Restaurierung, zu der auch Drytech beigetragen hat, am 20. Mai wieder seine Tore geöffnet hat. Drytech hat die Bereiche im Kellergeschoss durch Injektionen mit Abdichtungsharz saniert, und zwar von innen, ohne Abriss oder Aushub um das Gebäude.
Ein Spaziergang auf dem Monte Verità ist die wundervollste Art, zu entdecken, dass es die Trauminsel in Wirklichkeit gibt.
intestazione
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