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Bei den Produktionssystembeiträgen wird zwischen gesamt- und teilbetrieblichen Produktionssystemen unterschieden. Die erste Kategorie umfasst den Biobeitrag. Zur zweiten Kategorie zählen der Extensobeitrag, der Beitrag für eine graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion (GMF) und die BTS- und RAUS-Beiträge.
Biologische Landwirtschaft
Im Pflanzenbau dürfen keine mineralischen Stickstoffdünger verwendet werden. Pflanzenschutzmittel dürfen nur eingesetzt werden, wenn eine unmittelbare Bedrohung für die Kulturen besteht. Der Einsatz von Wachstumsregulatoren, Welkemitteln und Herbiziden ist nicht erlaubt.
In der Nutztierhaltung ist das Programm über den regelmässigen Auslauf im Freien () Pflicht. Eine präventive Verabreichung chemisch-synthetischer allopathischer Tierarzneimittel oder von Antibiotika ist nicht zulässig.
Extensive Produktion
Der Anbau hat unter vollständigem Verzicht auf den Einsatz von Wachstumsregulatoren, Fungiziden, chemisch-synthetischen Stimulatoren der natürlichen Abwehrkräfte und Insektiziden zu erfolgen. Die Kulturen müssen in reifem Zustand zur Körnergewinnung geerntet werden.
Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion
Beiträge werden ausgerichtet, wenn:
- die Jahresration aller auf dem Betrieb gehaltenen raufutterverzehrenden Nutztiere zu mindestens 90 Prozent der Trockensubstanz (TS) aus Grundfutter besteht.
- der Mindestanteil an Wiesen- und Weidefutter eingehalten wird.
- die Anforderungen an den Mindesttierbesatz für Dauergrünflächen und Kunstwiesen erfüllt sind.
Der Mindestanteil aus frischem, siliertem oder getrocknetem Wiesen- und Weidefutter beträgt im Talgebiet 75 Prozent der TS. Als Wiesen- und Weidefutter gelten das auf Weideflächen geweidete Futter, das Erntegut von Dauer- und Kunstwiesen sowie jenes von Zwischenkulturen zu Fütterungszwecken.
Tierwohlbeiträge
Der Bund richtet Tierwohlbeiträge (Besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme (BTS) & Regelmässiger Auslauf im Freien (RAUS)) für die Haltung von Tieren aus, wenn alle zur entsprechenden Kategorie gehörenden Tiere nach den Anforderungen eines oder beider der folgenden Tierwohlprogramme gehalten werden: