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Nach über 100 Jahren im Polareis sollen im Januar 2010 mehrere Flaschen schottischen Whiskys in der Antarktis ausgegraben und untersucht werden. Die Flaschen wurden vom britischen Polarforscher Sir Ernest Shackleton bei seiner von 1907 bis 1909 dauernden Nimrod Expedition in die Antarktis gebracht. Der Versuch Shackletons den Südpol zu erreichen scheiterte allerdings, aber die beiden Kisten mit dem Scotch der Marke «MACKINLAY» liess Shackleton bei seiner Rückkehr 1909 in der Hütte in der Nähe von Cape Royds zurück.
Ein Arzt habe ihr geraten die Expedition zum Südpol aufzugeben, begründet die 30-jährige Kim-Marie Spence ihre Aufgabe, auf der Website des Sponsors «Kaspersky». Schon mehrere Finger seien durch die Frostbeulen schwarz. «Das zeigt, was für ein Ort die Antarktis ist - es ist echt hart», erklärte sie laut der Mitteilung vom Mittwoch. Ein Arzt habe ihr am Satellitentelefon gesagt, sie könne die Finger verlieren, wenn sie weitermache. Dieses Risiko wollte Kim-Marie nicht eingehen.
Nach neusten Erkenntnissen soll die Beobachtung des Weltalls wegen der kalten und trockenen Luft in der Antarktis unter bisher nicht erreichten Bedingungen möglich sein. Auf der Suche nach einem geeigneten Standort für ein Weltraumobservatorium haben Astronomen den - nach bisherigen Erkenntnissen - kältesten, trockensten und stillsten Ort der Erde entdeckt. Der sogenannte «Ridge A» liegt in 4053 Metern Höhe auf dem antarktischen Plateau, im australischen Territorium der Antarktis. Er liegt auf 81,5 Grad Süd und 73,5 Grad Ost. Im Winter liegen die Durchschnittstemperaturen bei minus 70 Grad Celsius und die Luft enthält so wenig Feuchtigkeit, dass weder Wolken noch Dunst den Blick ins Weltall trüben können. Erstaunlicherweise liegt der Ort nicht auf dem höchsten Punkt des antarktischen Kontinents, dem etwa 4.200 Meter hohen sogenannten Dom A, sondern rund 150 Kilometer südwestlich davon.