Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03405.jsonl.gz/1567

Abstract
Der erste Kredit für das Projekt „Literatur“ wurde im April 2000 gesprochen, die Finanzmittel sind seit einiger Zeit ausgeschöpft. Die Nachfrage nach „Literatur aus der Schweiz“, „Literatur über die Schweiz“ und Fachliteratur ganz allgemein hält weiter an. Mit den neuen Mitteln soll zum einen universitären Fachbibliotheken die Anschaffung zusätzlicher Bücher ermöglicht werden. Zum andern steht die Schaffung weiterer „Schweizer Lesezimmer“ (und kleinerer „Schweizer Leseecken“) im Vordergrund. Als mittelfristige Zielsetzung soll in allen Universitätsstädten der baltischen Staaten je ein „Schweizer Lesezimmer“ existieren, falls sich dafür geeignete und genügend motivierte Partner finden lassen.
Beim bisherigen Aufbau von vier Schweizer Lesezimmern (eines in Lettland, drei in Litauen) konnte auf die entscheidende Hilfe des Bücherdienstes von Pro Helvetia gezählt werden. Besonderer Höhepunkt dieser Zusammenarbeit war die Teilnahme von Franz Cavigelli, Chef des Bücherdienstes, an der Eröffnung von zwei Lesezimmern in Litauen (Herbst 2000) zusammen mit einer grösseren Delegation von Zürcher Gymnasiasten, die als „Jungbotschafter“ die Schweiz repräsentierten.
Als nächstes steht die Kreation eines Lesezimmers in Riga, in unmittelbarer Nähe der Schweizer Botschaft, bevor. Dieses Schweizer Lesezimmer wird in der „Bibliothek der Akademie Lettlands“ angesiedelt sein. Als weitere Partner wirken die Österreichische Botschaft und die Gesellschaft Lettland-Schweiz (Sitz in Bern) mit. Die Schweiz und Österreich werden ab Herbst 2001 in der Bibliothek Lettlands je über einen eigenen und zusammen über einen weiteren Raum mit kleinem Sekretariat verfügen.
Nach dem weiteren Ausbau des Netzes an Schweizer Lesezimmern steht die Verbesserung der Strukturen und eine Intensivierung der Kontakte zu den einzelen Lesezimmern im Vordergrund.
Quelles sont les particularités de ce projet?
Die Gebert Rüf Stiftung engagiert sich mit dem Swiss Baltic Net längerfristig in Estland, Lettland und Litauen. „Schweizer Lesezimmer“ stellen in diesem Kontext Informationsschwerpunkte und Kristallisationskerne für die Kontakte mit unserem Lande dar. Sie haben ferner den Charakter von Bausteinen inbezug auf die anvisierte Wiederbelebung der Wissenschaftsbeziehungen Baltische Staaten - Schweiz (und umgekehrt). Davon abgesehen stellen spezifische Bücherlieferungen in den Leseländern Estland, Lettland und Litauen auch immer ein Instrument der klassischen akademischen Nachwuchsföderung dar.
Etat/résultats intermédiaires
Die Projektmittel wurden bisher in drei nachfolgenden Bereichen eingesetzt:
Zur Schaffung des beabsichtigten Schweizer Lesezimmers (vgl. oben) in der lettischen Hauptstadt Riga: Im Beisein einer schweizerischen Delegation konnte am 13. September 2001 das Schweizer Lesezimmer im Rahmen einer mehrtägigen Seminarveranstaltung eröffnet werden. Verschiedene Partner ermöglichten mit ihrem Engagement ein mehrtägies Programm: Die Kultur-Stiftung Pro Helvetia, die Gesellschaft Schweiz-Lettland, die österreichische und die schweizerische Botschaft in Riga und der wichtigste Projektpartner, die Akademische Bibliothek Lettlands. Als Ehrengast eröffnete Frau a. NR Ruth Grossenbacher mit Ihrer Rede schweizerischerseits das Lesezimmer (nur drei Wochen später wurde sie vom Bundesrat zur neuen Präsidentin „Präsenz Schweiz“ - ab 1.1 2002 - ernannt). Die bekannte schweizerische Literaturkritikerin, Dr. Beatrice von Matt, hielt ein sehr hochstehendes, subtiles Referat über die deutschsprachige Literatur der Schweiz nach dem Zweiten Weltkrieg; Rektor Erich Hohl referierte über die Reformen an der Kantonsschule Hottingen; Prof. Dr. Martin Strauss, Germanist, sprach über seine Art des Unterrichtens am genannten Gymnasium; Dr. Rudolf Mumenthaler; Historiker, erläuterte die schweizerischen Wissenschaftsbeziehungen zum Polytechnikum von Riga. Die Moderation übernahm der Präsident der Gesellschaft Schweiz - Lettland, Woldemar Muischneek. Die schweizerische Botschaft in Riga hatte für Lesungen des Schriftstellers Urs Faes gesorgt. Die Gesellschaft Lettland-Schweiz wird sich als längerfristig aktiver Kontaktpartner für das neue Lesezimmer engagieren.Bei der Schaffung dieses schweizerischen Lesezimmers liegt wiederum ein Drei-Länder-Experiment vor: Oeterreich und die Schweiz teilen sich drei Zimmer für die Oesterreich-Bibliothek und das Schweizer Lesezimmer in der Akademischen Bibliothek Lettlands (ähnliche Experimente werden in Liepäja und Vilnius getestet).
Zur Ausstattung universitärer Bibliotheken mit Fachliteratur (allgemeine oder spezifische Institutsbibliotheken: Rechtsuniversität Vilnius,
Universität Siauliai (Bereich Wirtschaft, Technik, Naturwissenschaften), Technische Universität Kaunas.
Zur Herausgabe eines schweizerisch-baltischen Lesebuches: Aus dem Fonds wurden auch die Kosten für die Herausgabe der Bücher „Vom Bodensee zum Lac Léman. Texte litauischer Schriftsteller über die Schweiz“ sowie für das Buch „Estland, Lettland, Litauen. Schweizerisch-baltisches Lesebuch“ eingesetzt. Sie dienen als Informationsinstrument des immer grösser werdenden Kreises an Freunden und Teilnehmern am Swiss Baltic Net in der Schweiz und in den baltischen Staaten.
Publications
Zahlreiche Artikel in der jeweiligen Landespresse über die verschiedenen Eröffnungsveranstaltungen von Schweizer Lesezimmern
Vom Bodensee zum Lac Léman. Texte litauischer Schriftsteller über die Schweiz. Werd-Verlag, Zürich 2001
Estland, Lettland, Litauen. Schweizerisch-baltisches Lesebuch. Werd-Verlag, Zürich 2001 (vgl. Anhang C. „Schweizer Lesezimmer und Lesecken in den baltischen Staaten“).
Revue de presse
keine
Dernière mise à jour de cette présentation du projet 11.07.2013