Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03431.jsonl.gz/1343

Beim Barockpferdereiten werden die Pferde nach den Lehren der Klassischen Dressur ausgebildet und geritten. Besonders geeignet für diese Reitweise sind speziell dafür gezüchtete Barockpferderassen, wie zum Beispiel Andalusier oder Friesen.
Der französische Reitmeister François Robichon de La Guérinière gilt mit seinen Werken als Begründer des Barockpferdereitens. Diese Reitweise entstand in der Barockzeit. Sie zeichnet sich durch feines Reiten mit minimaler Zügeleinwirkung aus. Eine weitere Grundlage ist die Arbeit am langen Zügel. Ziel des Barockpferdereitens ist grösstmögliche Harmonie und Leichtigkeit.
Wie entstand Barockreiten?
Das Reiten war früher fester Bestandteil in Kriegen und Schlachten. Das sogenannte Schlachtross beschützte seinen Reiter im Kampf durch Wendigkeit und Intelligenz. Einige Elemente der Hohen Schule kommen aus dem Kampf und waren damals lebenswichtig, wie zum Beispiel die Kapriole oder die Levade. Mit der Kapriole, dem Ausschlagen mit der Hinterhand, konnte das Pferd Feinde erschlagen. Denselben Angst machen sollte die Levade, das Steigen. Dank feinster Hilfen und unmittelbarer Reaktion waren damalige Kriegspferde siegreich.
Die Schlachtrösser verloren allerdings im 18. Jahrhundert langsam an Bedeutung im Krieg. Die Adeligen hielten deshalb ihre Pferde vorwiegend zum Vergnügen. So entwickelte sich die feine Reitweise weiter.
Das Barockreiten wird heute vor allem auf Barockpferden ausgeübt. Sie gelten aufgrund ihrer Konstitution als am besten geeignet für diese Reitweise.
Verschiedene Barockpferderassen
Zu den Barockpferderassen zählen verschiedene Rassen, aufgrund der nachgewiesenen Abstammung oder der Rassemerkmale, wie zum Beispiel:
- Pura Raza Espanola PRE
- Lusitanos
- Lippizaner
- Knabstrupper
- Friesen
- Berber
- Fredriksborger