Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03384.jsonl.gz/459

Der Juli 2016 war wärmer als der Durchschnittsjuli von 1981 bis 2010. Die Daten meiner Station sind nicht vollständig, doch in der Bodenseeregion lag die Temperatur etwa 1°C über dem Normwert.
Mit 156 mm fiel rund 15% mehr Niederschlag als üblich. Dies liegt allerdings im Bereich, den man noch als durchschnittlich bezeichnen könnte.
Witterung und Wetterereignisse
Der Witterungsverlauf lässt sich grob in drei Teile aufspalten:
Im ersten Monatsdrittel schenkte uns Petrus eine lange Schönwetterphase. Es war meist sonnig bei ansteigenden, sommerlichen Temperaturen. Am 10. Juli wurden sogar 30.3°C gemessen.
Das zweite Monatsdrittel war verregnet und kühl. Die Höchstwerte gingen auf etwa 15°C zurück.
Nach der Monatsmitte wurde es aber rasch wärmer und es gab schöne Sommerstimmungen:Dieses Foto zeigt eine Nebensonne am Abend des 18.Juli. Dies sind die farbig leuchtenden Federwolken links am Hügel auf gleicher Höhe wie die Sonne.Danach ging die Sonne hinter einigen Haufen- und Federwolken unter.
Der 20. Juli wurde zu einem weiteren Hitzetag mit 31.2°C. In den darauf folgenden Tagen wurde es kühler und gewittrig. Ab dem 24. wurde es wieder wärmer und da nur im Appenzellerland Aussicht auf Schauer oder Gewitter bestand, fuhr ich auf die Waldegg.Dabei kamen mir hübsche Regenstreifen vor die Linse. Sie sehen genauso aus wie die Wettersymbole für Regen in Wetterprognosen von Meteocentrale zum Beispiel.
In der Nacht auf den 26.Juli zog ein heftiges Gewitter über Mörschwil. Es gab heftige nahe Blitzeinschläge. Ein Blitz hat laut Kachelmannwetter nur 340 Meter von meiner Wettersation entfernt eingeschlagen! Dementsprechend laut krachte es. In einer Stunde fielen 18.4 mm Niederschlag, was für Rang 5 in der Extremwertstatistik reicht, aber nicht unwetterartig war.
Eine weitere kurze Badewetterphase folgte. Am 30. Juli wurde es 29.3°C warm, aber es entwickelten sich bereits am späten Nachmittag kräftige Gewitter.
In Wittenbach und Mörschwil regnete es kurz kräftig, wobei auch ein wenig Hagel mit 0.5 bis 1 cm Korngrösse dabei war.
Der Starkregen kam in zwei „Wellen“. Die eigentliche Gewitterfront, deren Aufzug oben abgebildet ist, brachte etwa 10 mm in 10 bis 15 Minuten. Nach einer kurzen Pause folgte erneut Starkregen, der nochmals ähnlich intensiv war. Die maximale Stundensumme betrug 14.8 mm und in den zwei Stunden fielen 26.8 mm Niederschlag. Ein Tolles Juli-Finale!