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Ihr Streik hat in Südafrika weitere rund 3500 Minenarbeiter den Job gekostet. Eines der beteiligten Unternehmen hatte zuvor schon Angestellte gefeuert - dann aber wieder eingestellt.
Wegen Beteiligung an wilden Streiks sind in Südafrika mehr als 3500 Minenarbeiter entlassen worden. Das gaben die Betreiber einer Platinmine im Norden des Landes sowie einer Goldmine nahe Johannesburg bekannt.
In den südafrikanischen Bergwerken gibt es seit Wochen Streikbewegungen, an denen sich nach Schätzungen rund 100'000 Beschäftigte beteiligen. Der Platinminen-Betreiber Atlatsa entliess nach eigenen Angaben 2161 Bergleute in Bokoni im Norden des Landes. Zur Begründung teilte das Unternehmen mit, die Betroffenen seien seit Anfang des Monats nicht zur Arbeit erschienen. Sie könnten aber vor der Justiz gegen ihre Entlassung Einspruch einlegen.
Der Minenbetreiber Gold One verkündete seinerseits die Entlassung von 1435 Bergleuten in Ezulwini im Westen von Johannesburg. Als Grund gab das Unternehmen ebenfalls an, viele Kumpel seien seit Anfang des Monats nicht zur Arbeit erschienen.
Gewerkschaftsführer ermordet
Die Massenentlassung betrifft 75 Prozent der Beschäftigten in Ezulwini. Im Juni hatte die von chinesischen Geldgebern kontrollierte Firma bereits mehr als die Hälfte der Arbeiter seiner grössten Goldmine im Osten von Johannesburg entlassen, die meisten davon jedoch später wieder eingestellt.
Erst am Freitag hatte der Anglo-American-Konzern 12'000 Arbeiter einer Platinmine entlassen, weil diese sich an wilden Streiks beteiligten. Am Abend desselben Tages wurde ein Gewerkschaftsführer in seinem Haus ermordet.
Die Arbeitskämpfe hatten sich ausgeweitet, nachdem die Arbeiter des Bergwerks Marikana im Norden das Landes eine Lohnerhöhung von mehr als 20 Prozent zugestanden bekommen hatten.
(tno/sda)
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