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In diesem modernen Land Schweiz – wo jedermann stolz ist auf die Bürgerrechte – haben immer noch nicht alle mündigen Personen die gleichen Rechte und Pflichten! Das ist absolut stossend und muss sich ganz schnell ändern!
Dank dem Partnerschaftsgesetz können sich gleichgeschlechtliche Paare gegenseitig rechtlich absichern. Die Verpartnerung ist für die meisten gleichgeschlechtlichen Paare fast dasselbe, wie wenn sie heiraten würden. Doch wenn Kinder da sind, meist aus einer früheren heterosexuellen Beziehung, dann zeigen sich die Mängel des Partnerschaftsgesetzes.
Fachpersonen schätzen, dass in der Schweiz bis zu 30’000 Kinder in Regenbogenfamilien aufwachsen. (Es gibt keine verlässlichen Zahlen dazu.) Die Kinder können aus vorangegangenen heterosexuellen Beziehungen stammen, in eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft hineingeboren, unter besonderen Umständen adoptiert oder als Pflegekinder aufgenommen worden sein. Bei Familien, in denen Trans*Eltern beteiligt sind, kann deren Coming-out vor oder nach der Familiengründung liegen.
Kinder, die in eingetragenen Partnerschaften aufwachsen, werden gegenüber Kindern, die in Ehegemeinschaften aufwachsen, ungleich behandelt. Die Benachteiligungen erfahren sie aufgrund der sexuellen Orientierung ihrer Eltern. Diese Kinder werden von Staates wegen diskriminiert! Dies widerspricht den grundlegenden Kinderrechten, welche in Art. 2 der UN-Konvention über die Rechte des Kindes festgehalten sind.
Psychologische und sozialwissenschaftliche Studien belegen, dass das Aufwachsen eines Kindes in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft weder neu noch für die kindliche Entwicklung bedenklich ist. Wesentlich für die Entwicklung des Kindes ist der Erhalt der Bindungen in der Familie. Zum Schutze der familiären Gemeinschaft ist eine rechtliche Absicherung aus Sicht des Kindeswohls dringend geboten.
Das Hinzukommen eines zweiten verpflichteten Elternteils (im Falle der Stiefkindadoption) ist für ein Kind nicht nur eine Bereicherung, sondern eine Unterstützung und Notwendigkeit, vermittelt Stabilität und ist dem Kindeswohl dienlich. Das Adoptionsverbot verhindert, dass die zum Wohl des Kindes erforderliche rechtliche Absicherung einer tatsächlich gelebten Eltern-Kind-Beziehung umgesetzt werden kann. Denn im Falle des Todes des leiblichen Elternteils ist die Beziehung des Kindes zum zweiten Elternteil heute rechtlich nicht abgesichert.
Es geht nicht darum, ob es politisch «wünschbar» ist, dass gleichgeschlechtliche Paare Kinder haben, sondern darum, wie unser Staat mit den real existierenden Familien (rechtlich) umgeht.
Die heutige Regelung ist nicht im Sinne des Kindswohls und diskriminierend. Das Kind ist schlechter gestellt als das Kind eines heterosexuellen Paares. Das Kind hat ohne Not nur einen rechtlichen Elternteil statt zwei, obwohl eine weitere Person bereit wäre, elterliche Verantwortung und Pflichten zu übernehmen. Es bestehen heute für das Kind riesige Schutzlücken, weil keine Rechtsbeziehung zum Co-Elternteil besteht:
Die Probleme, die einer rechtlichen Lösung bedürfen (etwa bei Trennung oder Tod) sind zahlreich. Dies führt zu einer grossen Rechtsunsicherheit. Wenn es der Gesetzgeber versäumt, diese Probleme zu regeln, entscheiden stattdessen die Gerichte.
Die Gesellschaft hat sich verändert. Meinungsumfragen zeigen, dass eine deutliche Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer, nämlich 86.3 %, für eine Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Elternschaft ist. Umfrage
Die verbindliche Übernahme von elterlicher Verantwortung durch den Co-Elternteil reduziert – z.B. im Falle einer Trennung – das heute hohe Fürsorgerisiko einer alleinerziehenden Mutter mit Kindern und würde den Staat entlasten:
Die heutige Rechtslage ist mit einem unnötigen, aufwändigen und kostspieligen bürokratischen Leerlauf verbunden:
Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, dass es keine signifikanten Unterschiede gibt zwischen Kindern, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, und andern Kindern. Nicht die sexuelle Orientierung der Eltern ist entscheidend für das Wohlergehen, sondern die Beziehungsqualität und das Klima in der Familie.
Entgegen den Ängsten, die den Gesetzgeber bei der Ausarbeitung des Partnerschaftsgesetzes geleitet haben, kommen wissenschaftliche Studien zum Schluss, dass Kinder, die in gleichgeschlechtlichen Familien (Mutter mit Partnerin, Vater mit Partner, sogenannte «Regenbogenfamilien») aufwachsen, sich genau gleich gut entwickeln wie in den traditionellen Familien und dies keinen Einfluss auf die sexuelle Orientierung der Kinder hat.
Es ist zudem absurd und willkürlich, Menschen die Adoption zu verbieten, wenn sie füreinander Verantwortung übernehmen wollen und eine eingetragene Partnerschaft eingehen, während sie ohne eingetragene Partnerschaft einzeln Kinder adoptieren dürfen.
Es ist absurd und willkürlich, Homosexuelle als minderwertig zu bezeichnen, weil sie keine Kinder grossziehen würden, und ihnen gleichzeitig das Grossziehen von Kindern grösstmöglich zu erschweren oder gar zu verbieten.
Das Partnerschaftsgesetz diskriminiert Regenbogenfamilien. Wenn die Revision des Adoptionsrechts, wie vom Bundesrat vorgeschlagen, Wirklichkeit wird, dann entfallen die grössten Diskriminierungen. Es bleibt aber immer noch eine Benachteiligung in gewissen Fällen. Mit einer Öffnung der «Ehe für alle», würden auch diese verschwinden.