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E-Zigaretten, auch Vapes oder Puffbars genannt, bestehen aus einem Mundstück, einer Batterie, einem elektrischen Verdampfer und einer Kartusche. In der Kartusche befindet sich eine Flüssigkeit mit oder ohne Nikotin, von den Dampfer*innen (oder Vaper*innen) auch «Liquid» genannt. Diese aromatisierte Substanz wird durch eine batteriebetriebene Heizspirale erwärmt. Durch Kondensation im Mund entsteht der Dampf.
E-Zigaretten sind technische Produkte, welche sich laufend weiter entwickeln. Es gibt aktuell drei verschiedene Typen auf dem Markt:
E-Zigaretten wie u.a. Puffbars, Vapes, Logic, Vype Vuse und Insmoke nutzen eine andere Technologie als Tabakerhitzer wie z.B. IQOS und glo.
In vielen Kantonen darfst du zum jetzigen Zeitpunkt (Jahr 2022) E-Zigaretten kaufen, unabhängig davon, ob die Flüssigkeit Nikotin enthält oder nicht. Sogar Kinder dürfen E-Zigaretten kaufen, weil der Verkauf gesetzlich noch nicht geregelt ist. Es gibt allerdings Kantone, die den Verkauf von E-Zigaretten an Minderjährige verboten haben. Möchtest du wissen, welche das sind, so schau auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit nach.
In den eingeatmeten Aerosolen der E-Zigaretten sind krebserregende Stoffe wie Formaldehyd, Benzylalkohol und Nitrosamin NNK in geringen Mengen enthalten. Ob diese Menge genügt, um Krebs und Herzkrankheiten zu verursachen, kann aufgrund des heutigen Wissenstands nicht bestimmt werden.
Substanzen wie Glyzerin, Propylenglykol und die verwendeten Aromen sind als Lebensmittelzusätze zugelassen und werden in der Regel mit der Nahrung gegessen oder getrunken. Es ist nicht bekannt, welche Wirkung diese Substanzen für die Gesundheit haben, wenn sie mehrfach täglich über einen langen Zeitraum als Dampf eingeatmet werden.
Bekannt ist dagegen, dass Inhaltsstoffe im Dampf vorkommen, die mindestens kurzfristig Atemwegsreizungen und allergische Reaktionen auslösen können.
Und bekannt ist, dass durch nikotinhaltiges Liquid ein hohes Risiko für eine Suchtentwicklung besteht (je höher der Nikotingehalt, desto grösser die aufgenommene Nikotinmenge). Zudem gelten die bekannten Gesundheitsgefahren des Nikotinkonsums auch für die E-Zigaretten.
Als Raucher*in bist du informiert, dass jemand, der Zigaretten raucht, häufiger krank ist, eine schlechtere Lebensqualität hat und im Durchschnitt viele Jahre früher stirbt verglichen mit Personen, die nicht rauchen.
Wenn du rauchst, ist eine der besten Entscheidungen deines Lebens damit aufzuhören. Können dir die E-Zigaretten dabei helfen? Es fehlen genügend wissenschaftliche Fakten, die die Wirksamkeit der E-Zigaretten als Aufhörmethode bestätigen; deswegen können wir keine Empfehlung abgeben.
Trotzdem: Nach heutigem Wissenstand ist es für deine Gesundheit wohl weniger schlimm, wenn du E-Zigaretten paffst statt Zigaretten rauchst: Nicht, weil E-Zigaretten unbedenklich sind, sondern weil «herkömmliche» Zigaretten für die Gesundheit extrem schädlich sind.
Mit der Kartusche muss man vorsichtig umgehen, vor allem wenn sie Nikotin enthält. Wird die Flüssigkeit mit Nikotin über die Hand verschüttet, dann nimmt die Haut das Nikotin auf, was zu Vergiftungen führen kann.
Für jene, die weder rauchen noch vapen
Wir empfehlen dir, auch auf E-Zigaretten zu verzichten, wenn die Liquid kein Nikotin enthalten, weil die langfristigen Folgen des Konsums dieser Flüssigkeiten durch Inhalation zum jetzigen Zeitpunkt unbekannt sind.
Für erwachsene Raucher*innen
Rauchst du schon und würdest du ohne Zigaretten das Inhalieren und die Rauchgeste zu stark vermissen, könnte die E-Zigarette möglicherweise eine Chance sein, um deiner Gesundheit weniger zu schaden. Dies aber nur, wenn du es mit dieser Hilfe schaffst, nach kurzer Zeit ganz und dauerhaft auf Zigaretten zu verzichten.
Konsumierst du beides, sowohl Zigaretten wie auch E-Zigaretten, leidet deine Gesundheit weiter.