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Historische Abteilung
Untergeschoss
Abteilung Wehrwesen
Die Waffensammlung des Stadtmuseums Zofingen befindet sich im Untergeschoss. Sie enthält im vorderen Raum Halbharnische und Halbarten aus dem 14. bis 17. Jahrhundert sowie Bilder der 1986 gegründeten Stadtkompanie Zofingen. Im grossen Raum rechts davon werden in Vitrinen folgende Exponate ausgestellt: die Entwicklung von Handfeuerwaffen, Feuersteingewehre aus der Zeit des Franzoseneinfalls 1798, die Zofinger Stadtkompanie auf der Seite Berns bei Neuenegg.
Links ist eine Vitrine dem 1825 ins Leben gerufenen Kadettencorps und der Kadettenmusik (1924) in Zofingen gewidmet (Uniform, Waffen, Bilder, Dokumente).
Weitere Vitrinen zum Sonderbundskrieg 1847, zu den Grenzbesetzungen 1870/71, 1. und 2. Weltkrieg (Uniformen, Waffen, militärische Utensilien u. a.).
In verschiedenen Vitrinen wird die Entwicklung der Griff-, Faustfeuer- und der Jagdwaffen sowie des Schützen- und Schiesswesens der Stadt Zofingen gezeigt; die Schützengesellschaft Zofingen wurde 1526 gegründet. Eine weitere Vitrine zeigt die Uniform des aus Zofingen stammenden Korpskommandanten Hans Senn (1918–2007) sowie weitere Dokumente und Objekte.
Abteilung Feuerwehr
Im hintersten Teil befinden sich rechts Objekte zum Feuerwehrwesen mit u. a. Schöpfspritzen und Feuereimern. Dokumente und Ausstellungsstücke weisen auf die Brandkatastrophen vom Mittelalter bis in die heutige Zeit hin. Besonders zu erwähnen ist die heute noch funktionstüchtige Schenk-Pferdewagenspritze von 1914.
Abteilung Masse und Gewichte in Zofingen
Links befinden sich Messgeräte und Gewichtssteine, verschiedene Masse für Getreide, Messgeräte für Flüssigkeiten sowie Waagen. Bis zur Einführung des Dezimalsystems galten in Zofingen eigene Masse und Gewichte. 1809 hatte ein Zofinger Ellstab eine Länge von 59,7cm.
Abteilung Hafnerhandwerk
Ausstellung zu diesem wichtigen Gewerbe in Zofingen mit Ofenkacheln, Modellen, Keramik u. a. Einige Exponate erinnern an das erste Kunsthandwerk in unserer Gegend, die Ziegelsteine des Klosters St. Urban aus dem 13. Jahrhundert.
Abteilung Religion und Tod
Links hinten befindet sich die Ausstellung, die sich mit dem religiösen Leben und dem Umgang mit Verstorbenen des alten Zofingens befasst.
Parterre
Foyer
Rechts ein Türbogen aus St. Urban-Backsteinen, der einst den Haupteingang des Chorherrenstifts Zofingen zierte. Links ein in Zofingen hergestelltes Uhrwerk aus dem Jahre 1710, das in der Kirche von Reinach AG bis 1936 seinen Dienst versah.
Abteilung Industrie/Ringier
Das bekannte Druck- und Verlagsunternehmen wurde 1833 in Zofingen von Johann Rudolf Ringier gegründet. Es entwickelte sich zu einem nicht nur lokal, sondern auch gesamtschweizerisch bedeutsamen Medienunternehmen. Ausgestellt sind u. a. eine Stoppzylinderpresse von 1873 und eine umfassende Sammlung aus dem Bereich Hand- und Maschinensatz. Ein Spezialprospekt liegt auf.
Abteilung Textilindustrie
Die Textilindustrie begründete im 18. Jahrhundert den Reichtum der Berner Munizipalstadt. Zu sehen sind ein Posamenterstuhl, mit dem Bänder produziert wurden, ein Bandwebstuhl 2. Hälfte 19. Jahrhundert, Produkte aus Zofinger Produktion und verschiedene Nähmaschinen aus Industrie und Haushalt.
Abteilung Zofingia
Der Schweizerische Zofingerverein wurde von Zürcher und Berner Studenten vom 21.-24. Juli 1819 im Gasthaus Goldener Ochsen gegründet. Seither ist Zofingen für den ältesten Couleurverband der Schweiz die Bundesstadt. Er expandierte in der ganzen Schweiz mitsamt der Romandie. In der Ausstellung werden Exponate gezeigt: Hierarchie der Mitglieder (Fux-Bursch-Altzofinger/Alter Herr, die Insignien Mützen, Bänder, Zirkel, Modell eines Zofingers im Vollwix), das couleurstudentische Leben (Statuten, Comments, Trinkgefässe, Tabakkultur), das kulturelle Leben (Festkarten, Bilder, Liedergut, Liederbücher, Kompositionen, Theater u. a.), Zofingen als Centralfest-Stadt. Zwei Rapiere deuten darauf hin, dass in der Zofingia auch das akademische Fechten gepflegt wurde. Ein Spezialprospekt liegt auf.
Abteilung Musik
Zahlreiche Instrumente, vor allem ein Kontrafagott mit Kupferstich mit Widmung von Richard Wagner für Ernst Petzold (1813–1889), Förderer der Musik in Zofingen, Komponist und Organist.
1. Stock
Abteilung Geschichte Zofingens von der Steinzeit bis in die Neuzeit
Vorraum: Zweitüriger Barockschrank von 1670 mit wertvollen Zinnobjekten, etwa einer Prismen- oder einer Stegkanne und einer eisernen Tresorkiste von 1683.
Linker Raum: Zofingen seit der frühesten Besiedlung: Fundgegenstände aus der Jungsteinzeit (Hammeraxt und Harpune), Bronzezeit (Schwertklinge und Lappenbeil), römische Zeit (Münzen, Statuetten, Gebrauchsgegenstände u. a.). In der alemannischen Zeit entstand aus der Sippe (=ingen) des Zobu die Siedlung Zofingen, 1201 erstmals als Stadt der Grafen von Froburg erwähnt. Dort kann auch eine frühe Stadtdarstellung von 1710 studiert werden. In einem speziellen Kabinett "Gold und Silber" sind die 1980 gefundenen Beigaben eines Männer- und eines Frauengrabes aus dem 7. Jahrhundert zu bewundern, etwa eine Goldscheibenfibel. Ausserdem befinden sich dort Exponate aus der wertvollen Münzensammlung des Museums Zofingen. Dazu gehören auch die Brakteaten aus der Froburgerzeit. Eine Vitrine mit Prägestöcken, Münzwaagen und Prunkpokalen ergänzt diesen speziellen Ausstellungsraum, in dem sich auch zwei originale Gemälde von Albert Anker befinden.
Rechter Raum: Wohnkultur in Zofingen mit kostbaren Barockmöbeln, Damenkostümen und Zofinger Festtagstracht, Spielsachen mit einer über hundertjährigen Biedermeierpuppe, in einer Vitrine Gläser und Flaschen der Zofinger Zünfte, Gebrauchsgeschirr, Uhren, alte Radios und Grammophone.
An den Fenstern: Wertvolle farbige Glasscheiben aus dem 16. bis zum 19. Jahrhundert.
Eh. 26.6.17