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Autor: Moritz boschung
Freiburg Aus der Karte mit den Agglomerationsprogrammen (siehe Abb.) wird ersichtlich, dass die zur statistischen Agglomeration Bern gehörenden Deutschfreiburger Gemeinden Schmitten, Wünnewil-Flamatt und Bösingen nicht zur politischen Agglomeration Bern gehören. Ebenso sind auch mehrere Gemeinden der statistischen Agglomeration Freiburg nicht Teil der politischen Agglomeration Freiburg.
Die Besonderheit der Agglomeration Freiburg
Während sich die Agglomeration Bulle mit ihren umliegenden Gemeinden auf die gemeinsame Gestaltung der Bereiche Verkehr und Siedlung beschränkt und deckungsgleich mit der statistischen Agglomeration ist, beruht die Agglomeration Freiburg auf dem vom Grossen Rat 1995 verabschiedeten Gesetz über die Agglomerationen. Auf dieser Grundlage hat der Staatsrat die Gemeinden bestimmt, die zum provisorischen Agglomerationsperimeter gehören. Diese Gemeinden haben nun Agglomerationsstatuten erarbeitet, welche alle Modalitäten für den Betrieb, die Finanzierung, den Eintritt in und den Austritt aus der Agglomeration festhalten.
Von den 42 Gemeinden, die gemäss der statistischen Definition zur Agglomeration Freiburg gehören (u. a. Düdingen, Giffers, Tafers, Tentlingen, Courtepin) zählen heute nur zehn Gemeinden zur politischen Agglomeration Freiburg. Es sind dies Avry, Belfaux, Corminboeuf, Düdingen, Freiburg, Givisiez, Granges-Paccot, Marly, Matran und Villars-sur-Glâne. Die Gemeinden Tafers und Grolley haben im Verlauf der Erarbeitung der Agglomerationsstatuten ihren Austritt erklärt, der von den übrigen Gemeinden akzeptiert worden ist.
Die Agglomeration Freiburg hat sich nicht nur auf die Bereiche Raumplanung und Mobilität beschränkt, sondern hat auch Wirtschaftsförderung, Umweltschutz, Tourismus- und Kulturförderung zu gemeinsamen Aufgaben erklärt und dabei besondere politische Instanzen (Agglomerationsrat, Agglomerationsvorstand) geschaffen. Am 1. Juni befindet das Stimmvolk über Sein oder Nichtsein dieser politischen Agglomeration.
Nicht zu verwechseln
Statistische und politische Agglomeration sind klar auseinanderzuhalten. Die drei zur statistischen Agglomeration Bern gehörenden Freiburger Gemeinden sind und bleiben freiburgisch wie alle andern Sensler Gemeinden. Sie sind, wie die Karte der politischen Agglomerationen zeigt, von Bern aus in kein politisches Agglomerationsprogramm einbezogen und damit für Freiburg nicht «verloren».