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Hôtel de la Gare
Hôtel-Restaurant de la Petite Gilberte
7 chambres exceptionnelles pour séjourner à Courgenay
En entrant dans l'Hôtel-Restaurant de la Petite Gilberte ou dans l'Hôtel de la Gare, vous découvrez un lieu empreint du charme du début du siècle passé. Notre personnel se fait un plaisir de vous accueillir dans le restaurant de 80 places, pour un dîner ou un souper exquis, ou à l'hôtel pour une nuit pleine de douceur. Au restaurant, nos cuisiniers sont ravis de vous faire goûter une cuisine suisse et française raffinée ainsi que des mets de saison.
Nous organisons plusieurs fois par an des animations et des événements privés.
Sélectionné par le Guide Michelin, l'Hôtel-Restaurant de la Petite Gilberte fait partie des plus beaux hôtels de Suisse, du patrimoine des chambres d'hôtes de charme de Suisse ainsi que des hôtels et restaurants historiques en Suisse.
Originaires de l'Ajoie, M. et Mme Montavon ouvrirent l'Hôtel-Restaurant de la Gare peu de temps avant la Première Guerre mondiale. C'est ici que venaient séjourner les soldats provenant de la Suisse entière. Durant les quatre années de cette guerre, des milliers de soldats soupèrent et se reposèrent dans cet hôtel-restaurant. M. et Mme Montavon avait trois filles dont une qui marqua les esprits, Gilberte Montavon, plus connue sous le pseudonyme de Gilberte de Courgenay.
Auprès d'elle, les soldats suisses allemands trouvèrent une oreille attentive car elle était la seule à connaître leur langue. Dotée d'une mémoire extraordinaire, elle se souvenait de tous les détails de leur vie.
Liebe Gäste - Ihre Zeitreise
Gönnen Sie sich doch einmal eine kleine Zeitreise - betreten Sie das Hotel-Restaurant La Petite Gilberte und fühlen Sie sich in die 1920-er Jahre zurückversetzt!
Der erste Weltkrieg tobt, die Ajoie (“Pruntruter Zipfel”) liegt eingeklemmt zwischen den Kriegsparteien. In diesem kritischen Moment, in welchem der Fortbestand der Schweiz in den anlässlich des Wiener Kongresses von 1815 festgelegten Grenzen auf dem Spiel steht, wird die Schweizer Armee an die naheliegende Grenze beordert. Trois cent mille soldats - so das berühmte Lied - schickt man ab 1914 in die Ajoie und sie alle glauben, an Weihnachten wieder daheim zu sein. Es verläuft anders - der Krieg dauert an und die Soldaten bleiben weg von Frau und Kind, denen der Ernährer fehlt. Entschädigung ist nicht in Sicht - die Soldaten erhalten für ihren Dienst am Vaterland nur minimalen Sold, Ver-sicherungen gibt es keine.
Ihre Sorgen und Nöte tragen die Soldaten in das Wirtshaus der Familie Montavon in Courgenay. Hier helfen die Kinder, darunter die jüngste Tochter, “la Petite Gilberte”, bei Kriegsbeginn 18jährig, aktiv im Betrieb mit. Die Soldaten sprechen nicht Französisch und die Ajoulots kein Deutsch - ausser eben Gilberte Montavon. Nach einem Hauswirtschafts-jahr in der Deutschschweiz ist sie der deutschen Sprache mächtig und wird so zur zentralen Person im Haus. Sie kümmert sich um die Soldaten, die mit ihr nicht nur reden können, sondern vor allem auch eine Person finden, die Verständnis hat und sich um sie kümmert. Gilberte Montavon ist für ihr ausserordentlich gutes Personengedächtnis bekannt. So erkennt sie im Restaurant einkehrende Soldaten wieder, nennt sie beim Namen und erinnert sich an deren ihr anvertraute persönlichen Geschichten. Sie findet die richtigen Worte, die Trost zu spenden vermögen.
Die einzigartige Persönlichkeit der Gilberte Montavon fand Niederschlag im berühmten, von den Entlebucher Soldaten, Trompeter Robert Lustenberger (links im Bild) und Tambour Oskar Portmann (rechts im Bild) geschaffenen Lied. Um den Jahreswechsel 1915/16 im Gebiet um Courgenay statio-niert, komponierten sie das Lied samt Text und trugen es der Besungenen am Silvesterabend 1915 im historischen Saal (siehe Bild “Restaurant”) vor. Deren kleiner, elfjähriger (!) Bruder, der spätere Musikprofessor und Komponist Paul Montavon, notierte Noten und Text. So gelangte es schliesslich in die Hände des “Soldaten-sängers” Hanns In der Gand, der es verbreitete - und damit Idee und Mythos der Petite Gilberte begründet.
Auf der Grundlage solcherart vertonter Feinfühligkeit der Petite Gilberte für die Soldaten wuchs Grösseres; La Petite Gilberte wurde im zweiten Weltkrieg zum Symbol der geistigen Landesverteidigung; Buch, Theater und Film sorgten dafür, dass die idée suisse, die “Idee Schweiz“, prägend gefestigt wurde. So wurde la Petite Gilberte zu einer Persönlichkeit der Schweizer Geschichte, zum fassbaren Symbol emotionaler Verbindung zwischen Deutschschweiz und Romandie, einer Verbindung, die für die Willensnation Schweiz von zentraler Bedeutung war und ist.
Ein Jahrhundert ist verstrichen, seit sich die Geschichte der Petite Gilberte zugetragen hat und der erste Weltkrieg zu Ende ging. Aus der um 1920 noch ihren Weg und sich selbst suchenden Willensnation Schweiz ist ein wirtschaftliches und politisches Erfolgsmodell sondergleichen geworden. Die idée suisse welche la Petite Gilberte mit ihrem Wirken und ihrer Geschichte mitbegründet hat, war und ist ein wesentlicher Faktor dieses Erfolges. So erscheint sie in ihrer Essenz nach wie vor als hochaktuell: Die höchst gelungene Verbindung von unterschiedlichen, aber gleichberechtigten, Kulturen und Sprachen auf solidem wirtschaftlichem Fundament als Eigenheit und Vorteil der Schweiz kann nur Bestand haben, wenn sie verstanden und gelebt wird.
Möge Ihre Zeitreise in Form eines Aufenthaltes bei uns Anlass sein, diese Gedanken aufzunehmen und mitzuhelfen, sie an jüngere Generationen weiterzutragen.
Evelyne & Bruno M. Bernasconi-Mamie