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Nachhaltige Entwicklung - MONETWelchen Einfluss haben Ressourcen- und Finanzflüsse? - Ökologischer Fussabdruck
In einer Nachhaltigen Entwicklung sollen die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten (Prinzip 15a) und der Verbrauch von Ressourcen unter dem Regenerationsniveau gehalten werden (Prinzipien 16a, b). Die Belastung der Umwelt durch Abfälle und Schadstoffe soll die Absorptionsfähigkeit der Ökosysteme nicht übersteigen (Prinzip 17a). Gleichzeitig soll das Umweltkapital der Erde nicht von wenigen Regionen auf Kosten anderer übernutzt werden (Prinzip 4b). Die ökologische Fussabdruckrechnung vergleicht den Naturverbrauch der Menschen ("ökologischer Fussabdruck" oder "Ecological Footprint") mit der Kapazität der Natur, diesen Verbrauch zu regenerieren ("Biokapazität"). Dieser Verbrauch umfasst den Ressourcenkonsum, bebaute Flächen und Abfallabsorption. Der Fussabdruck misst somit die (Über)-Nutzung der natürlichen Ressourcen und veranschaulicht die Knappheit des biologischen Umweltkapitals.
Der Indikator zeigt den ökologischen Fussabdruck der Schweiz pro Person im Vergleich zur Biokapazität pro Person in der Welt.
Relevante Prinzipien der Nachhaltigen Entwicklung: 4b Chancengleichheit und Verteilungsgerechtigkeit, 15a Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, 16a Verbrauchsbegrenzung für erneuerbare Ressourcen, 16b Verbrauchsbegrenzung für nicht erneuerbare Ressourcen, 17a Begrenzung abbaubarer Abfälle und Schadstoffe
Kommentar
Seit Anfang der 1960er-Jahre ist der ökologische Fussabdruck der Schweiz pro Person grösser als die weltweit pro Person verfügbare Biokapazität. Die Schweiz verbraucht fast dreimal so viele Umweltleistungen und Ressourcen wie es pro Kopf auf der Welt gibt.
Die Hauptursache für den grossen ökologischen Fussabdruck ist der Verbrauch an fossiler Energie. Dieser macht rund zwei Drittel des Fussabdrucks aus und übertrifft bei weitem alle anderen Faktoren.
Global gesehen ist die wirtschaftliche Entwicklung oft mit zunehmendem Umwelt- und Ressourcenverbrauch verbunden. Das heisst: Je höher das Volkseinkommen eines Landes, desto grösser dessen Fussabdruck.
Der schweizerische Fussabdruck liegt im Durchschnitt der meisten westeuropäischen Länder. Die Vereinigten Staaten, einige Golfstaaten und einige europäische Länder verbrauchen über viermal mehr Ressourcen als was weltweit an Biokapazität verfügbar ist. In vielen Ländern des indischen Subkontinents, Südostasien und Afrika liegt der Verbrauch deutlich unter dem Weltdurchschnitt
Bemerkung:
Berechnung der Veränderung in % anhand des Unterschieds zwischen dem ökologischen Fussabdruck der Schweiz und der weltweiten Biokapazität in globalen Hektaren pro Person.
Weiterführende Informationen: