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Zürich, 13.01.2012 – Die brandneue russische Raumsonde Phobos-Grunt wird voraussichtlich zwischen dem 15.01.2012 und dem 16.01.2012 auf die Erde abstürzen. Es ist davon auszugehen, dass einzelne Trümmer die Erdoberfläche erreichen werden. Doch keine Angst, die Wahrscheinlichkeit, dass die Schweiz betroffen ist und dass es dabei zu Schäden kommt, wird als äusserst gering eingeschätzt.
Die Nationale Alarmzentrale (NAZ) als zuständige Stelle für Satellitenabstürze verfolgt die Lage und informiert die Behörden und die Öffentlichkeit.
Brandneue Russische Sonde will nicht zum Mars
Die russische Raumsonde Phobos-Grunt hatte bereits wenige Stunden nach dem Start am 8. November 2011 technische Probleme und konnte deswegen nicht planmässig Kurs zum Marsmond Phobos nehmen. Am 13. Dezember mussten die russischen Behörden nach mehrmaligen misslungenen Versuchen, die Sonde zu aktivieren, diese als verloren deklarieren.
Die Sonde Phobos-Grunt wiegt 13.5 Tonnen und hat ungefähr die Grösse eines Containers. An Bord befinden sich neben mehreren Aluminiumtanks mit Raketentreibstoff auch eine kleine radioaktive Quelle, welche für den Betrieb eines Spektrometers notwendig ist.
Die russische Raumfahrtbehörde Roscosmos, die NASA und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt gehen davon aus, dass die Treibstofftanks beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen werden und somit keine Gefahr für die Bevölkerung darstellen. Auch die Gefährdung durch die radioaktive Quelle ist als äusserst gering einzustufen. Die russischen Behörden rechnen damit, dass ca. 20 Trümmerteile die Erdoberfläche erreichen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Trümmerteile auf die Schweiz fallen, ist sehr klein.