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Weitere luftaufnahmen von Cossonay
Das verlassene Priorat während der Reformation wurde zu einem Schluss umgebaut, anfangs des 16. Jahrhunderts von Ihren Exzellenzen aus Bern. Die Gebäude wurden wiederaufgebaut oder erfuhren wichtige Reparaturen in 1612. In 1672 erhielt Jean Francois Charrière die Gesamtheit der Herrschaft de Penthaz, infolge verschiedenen Austauschen mit Ihren Exzellenzen. Diese belehnten ihm mit dem alten Priorat von Cossonay, das somit zum herrschaftlichen Haus von Penthaz wurde, mit "den Wiesen des Gerichtshofes und den Gebäuden, die sich dort befanden".
Besagter Jean Francois Charrière kaufte andererseits in 1662 das Haus, das die Mayoren von Lutry in Cossonay besassen, welches Antoine Crinsoz gehörte.
Als Herr de Penthaz (J. F. Charrière) in 1688 starb, übergab er die Wiesen des Gerichtshofes seinen beiden Töchtern, die sie in 1693 an Jean-Jacques de Lessert verkauften.
Henri Charrière, Herr de Penthaz (Enkel von Jean Francois), veräusserte das herrschaftliche Haus de Penthaz (das heisst das alte Priorat von Cossonay) am 20. Juni 1794 an Antoine Philippe de Gingins, Herr von Lussery.
So scheint es, dass es in Cossonay zwei Häuser gegeben hat, die zum Zweig de Penthaz der Familie Charrière im 17. Jahrhundert gehörten: das alte Priorat oder das Schloss von Penthaz und das von Antoine Crinsoz erworbene Haus, das zum Gebiet der Mayors von Lutry gehörte (früher zu den Familien de Mont und Bionnens).
Es ist, nach dem Historiker Louis Charrière, dieses Haus, das Jean-Jacques de Lessert in 1693 zur gleichen Zeit wie die Wiesen des Gerichtshofes (die sich unterhalb des Priorats befanden), gekauft hatte. Dieses blieb in der Familie Charrière bis 1794. Es wurden auch die Gebäude erwähnt, die sich bei den Wiesen des Gerichtshofes befanden.
Jedenfalls existiert das Haus, dass heute Schloss genannt wird, datierend aus dem 18. Jahrhundert, und das vermutlich von einem Familienmitglied von Lessert gebaut wurde. Die Buchstaben B. D. stehen an der Brüstung aus geschmiedetem Eisen eines Balkons. Es sind die Initialen von Benjamin de Lessert (oder Delessert) (1690-1763), Sohn von Jean-Jacques (siehe Bougy-St-Martin, Schloss Vincy).
Das Gebäude ist architektonisch sehr einfach. Es würde keine Beachtung erhalten, würde es nicht in einem mit schönen alten Bäumen gesäumten Park stehen. Die Fassade zum Garten hin hat eine schöne Freitreppe mit doppelter Rampe, in der Form eines Hufeisens, und anmutigen Details im geschmiedeten Eisengitter. Die Abhängigkeiten im Hof stehen angrenzend am Meisterhaus. Sie haben noch ein edles Erscheinungsbild.
Das Schloss Cossonay wurde 1879 von Alfred de Lessert an Herrn Joseph verkauft. Es gehörte 1925 dem Notaren Herrn Bolens. Heute befinden sich hier Verwaltungsräume.
Bibliographie