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Wechselwirkung von Medikamenten – auf was ist zu achten?
Eine medikamentöse Wechselwirkung ist eine Veränderung der Medikamentenwirkung auf Grund einer gleichzeitigen Verabreichung eines anderen Medikamentes. Das kann sich in Form einer Wirkungsverstärkung (mit Toxizitätsrisiko) oder Wirkungsabschwächung (Risiko von zu schwacher Wirkung) äussern.
Es gibt verschiedene Mechanismen, die zu einer medikamentösen Wechselwirkung führen können. Die häufigsten sind: Veränderungen der Medikamentenaufnahme im Darm, Veränderungen der chemischen Umwandlung des Medikamentes (Metabolismus) in der Leber und Veränderungen der Medikamentenausscheidung über die Nieren.Gute Kenntnisse dieser Mechanismen erlauben es, mögliche Probleme frühzeitig vorauszusehen.
Transplantierte Menschen sind besonders medikamentösen Wechselwirkungen ausgesetzt, da sie eine Vielzahl an Medikamente einnehmen und unter Umständen leicht abgeschwächte Organfunktionen (z.B. der Niere oder Leber) haben können. Bei Transplantierten ist es wichtig, eine optimal dosierte Immunsuppression zu erreichen, um Abstossungsreaktionen zu vermeiden und gleichzeitig mögliche toxische Medikamentenwirkungen gering zu halten.
Viele Medikamente, aber auch gewisse Lebensmittel wie z.B. der Grapefruitsaft oder Pflanzen wie z.B. das Johanniskraut sind im Stande, Wechselwirkungen zu verursachen. Um Probleme zu vermeiden, sollte jede neue medikamentöse Therapie als potentielles Risiko für Wechselwirkungen angeschaut und mit dem Arzt diskutiert werden. Im Prinzip ist keine Therapie völlig kontraindiziert, aber eine enge Beobachtung der Blutspiegel und eventuelle Dosisanpassungen sind manchmal notwendig.
Im Vortrag sind folgende Punkte näher betrachtet:
- Risikofaktoren und Hauptmechansimen für das Auftreten von medikamentösen Wechselwirkungen.
- Genauere Illustration der Veränderung der chemischen Umwandlung von Medikamenten (Inhibition und Induktion).
- Folgen für den Transplantierten und Beispiele von Wechselwirkungen mit Immunsuppressiva.
- Allgemeiner Ansatz für das Erkennen und den Umgang mit dem Phänomen der medikamentösen Wechselwirkung.