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Der Universitätsrat ernannte an seiner Sitzung vom 2. Juni Prof. Dr. Roland H. Wenger, geb. 1963, zum ordentlichen Professor für Physiologie an der Medizinischen Fakultät. Prof. Wenger studierte von 1982 bis 1987 an der Universität Bern Chemie und Biochemie und schloss das Studium mit dem Diplom in Biochemie ab. Danach nahm er am Theodor-Kocher-Institut der Universität Bern ein Doktorandenstudium in Molekularbiologie in Angriff, das er 1990 mit der Promotion abschloss. In der Folge war Prof. Wenger am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg i.Br. als «Postdoctoral Fellow» tätig. 1993 wechselte er als «Senior Scientist» ans Physiologische Institut der Universität Zürich, wo er sich 1999 im Fach Physiologie mit der Arbeit «Die Identifizierung Hypoxie-induzierbarer Gene und die Rolle des Transkriptionsfaktors HIF-1 bei deren Aktivierung» habilitierte. Im Jahre 2000 nahm er an der Medizinischen Universität Lübeck die Tätigkeiten als Hochschuldozent (C2; «tenured») in Physiologie sowie als Forschungsgruppenleiter «Zellphysiologie» auf. Seit 2001 ist Prof. Wenger C3-Professor für Physiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Sein grosses wissenschaftliches Engagement zeigt sich u.a. in einer umfangreichen Liste von Einladungen für Präsentationen an Universitäten, wissenschaftlichen Institutionen und Symposien. Prof. Wenger wurden im Laufe seiner Tätigkeit zahlreiche «Grants» zugesprochen, und sein wissenschaftliches Arbeiten wird mit namhaften Beiträgen verschiedener Stiftungen für wissenschaftliche Forschung und des Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.
Prof. Dr. Marc Paolella, geb. 1967, wurde zum ausserordentlichen Professor für Empirical Finance an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ernannt. Prof. Paolella schloss seine Studien 1990 mit einem B.S. in «Applied Mathematics and Statistics» und einem B.A. in «Economics» an der «State University of New York at Stony Brook» sowie 1993 mit einem M.S. in «Statistics» an der «Colorado State University» ab. Während seiner Studienzeit war er in verschiedenen Funktionen tätig, so u.a. als «Teaching Assistent», «Statistical-Programmer» und «Statistical Consultant». 1993 wechselte Prof. Paolella als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 1998 wurde er zum Dr. sc. pol. promoviert, und ein Jahr später folgte seine Ernennung zum Assistenzprofessor am Institut für Statistik und Ökonometrie der Universität Kiel. Auf den 1. April 2003 wurde Prof. Paolella für eine Lehrstuhlvertretung zum C3-Professor befördert, und er übernahm auf diesen Zeitpunkt hin auch die Funktion eines Geschäftsführers des erwähnten Instituts.
An der Medizinischen Fakultät wurde Prof. Dr. med. Rudolf Wüthrich, geb. 1957, zum ausserordentlichen Professor für Nephrologie ernannt. Prof. Wüthrich studierte an der Universität Genf Medizin und erwarb dort 1983 das Arztdiplom. Im Anschluss daran war er am Kantonsspital Genf als Assistenzarzt für Endokrinologie und später als Assistenzarzt für Innere Medizin tätig. 1985 wurde Prof. Wüthrich promoviert. 1987 führte ihn sein Weg nach Boston, wo er zunächst «Research Fellow in Medicine» der «Renal Division, Brigham and Women's Hospital and Harvard Medical School» und ab 1989 «Clinical Fellow in Nephrology» an der «Harvard Medical School» war - einschliesslich «Brigham and Women's Hospital» sowie «Beth Israel Hospital and Children's Hospital Medical Center». 1990 wechselte Prof. Wüthrich an die «Division of Nephrology» der «University of Alabama at Birmingham». Nach diesen Ausbildungsjahren kehrte Prof. Wüthrich 1992 aus den USA in die Schweiz zurück und wurde Oberarzt an der Klinik B für Innere Medizin des Kantonsspitals St. Gallen. 1993 erlangte er den FMH-Titel für Innere Medizin, 1994 den FMH Subspezialistentitel für Nephrologie. Im selben Jahr wechselte er ans Universitätsspital Zürich, wo er bis 1999 als Oberarzt in der Abteilung Nephrologie arbeitete. Parallel dazu war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Gruppenleiter am Physiologischen Institut der Universität Zürich. 1995 habilitierte sich Prof. Wüthrich an der Universität Zürich und erlangte die «Venia legendi». Seit 1999 ist er Leitender Arzt im Fachbereich Nephrologie des Kantonsspitals St. Gallen. Im Jahre 2002 wurde ihm an der Universität Zürich der Titel eines Titularprofessors verliehen. Prof. Wüthrich ist Mitglied verschiedener beruflicher und wissenschaftlicher Organisationen seines Fachbereichs. Im Laufe seiner wissenschaftlichen Tätigkeit erlangte er verschiedene Auszeichnungen und Preise, so unter anderem den Franz-Volhard Preis der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (1993) und den Posterpreis der Schweizerischen Gesellschaft für Nephrologie (1996).
Prof. Dr. Thomas Gehrmann, geb. 1971, wurde an der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät zum ausserordentlichen Professor für Theoretische Teilchenphysik ernannt. Prof. Gehrmann studierte an der Universität Dortmund Physik und schloss sein Studium 1993 ab. Danach wechselte er an die Universität Durham, GB, wo er im Jahre 1996 zum «Doctor of Philosophy» promoviert wurde. 1996 bis 1998 war Dr. Thomas Gehrmann wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Theoriegruppe des DESY (Deutsches Elektronen-Synchrotron) in Hamburg, bevor er 1998 an der Universität Karlsruhe seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theoretische Teilchenphysik aufnahm. Von Oktober 2000 bis September 2002 arbeitete Prof. Gehrmann als «Fellow» der «TH Division» (Theory Division) am CERN in Genf. Seit Oktober 2002 ist er Hochschulassistent (C1) am Institut für Theoretische Physik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen.
Prof. Gehrmann tritt seine Stelle am 1. August 2003 an, Prof. Paolella und Prof. Wenger nehmen ihre Tätigkeit am 1. September 2003 auf, und Prof. Wüthrich tritt sein Extraordinariat am 1. Januar 2004 an.
Ernennung bzw. Beförderung
Prof. Dr. Jürg Helbling, geb. 1954 und seit 16. April 1995 ausserordentlicher Professor für Ethnologie an der Philosophischen Fakultät, wird auf den 1. Juli 2003 befördert und zum ordentlichen Professor für Ethnologie ernannt.