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Wenn Bienen Leben retten
Der aktuelle Medientipp, ausgewählt von der Pro Senectute Bibliothek: der Roman «Der Honigbus».
Ein rostiger alter Bus im Garten des Grossvaters und seine Bienen werden für Meredith ihr einziger Halt. Denn sie ist erst fünf Jahre alt, als sie von ihren Eltern nach deren Trennung vollkommen sich selbst überlassen wird.
Der Grossvater nimmt sie mit in die faszinierende Welt der Bienen – und rettet ihr so das Leben. Die kleinen Lebewesen werden Meredith zur Ersatzfamilie: Wenn sie sich verlassen fühlt, zeigen sie ihr, wie man zusammenhält und füreinander sorgt. Wenn sie über ihre depressive Mutter verzweifelt, bewundert sie die Bienen dafür, die ihre Königin einfach austauschen zu können. Die Bienen lehren Meredith, anderen zu vertrauen, mutig zu sein und ihren eigenen Weg zu gehen.
Imkerin in fünfter Generation
Merdith May, die Autorin dieses Romans, weiss, wovon sie schreibt. Denn sie ist selber Imkerin und pflegt in San Francisco den letzten Bienenstock ihres Grossvaters. In ihrem erzählenden Sachbuch, einem sogenannten Memoir, erinnert sich die preisgekrönte Journalistin, die für den San Francisco Chronicle schrieb, an ihre Kindheit und die Lebenslektionen, die ihr die Bienen ihres Opas erteilt haben. «Der Honigbus» wurde in elf Sprachen übersetzt.
«Der Honigbus», Roman, Meredith May, S. Fischer Verlage, 2019