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Cesária Évora. Sie ist die Königin der Morna. Das ist die melancholische Volksmusik des Inselstaats Kap Verde. Musik, in der ganz viel Sehnsucht und Liebe drinsteckt, da dieses Land so viel Schmerz durchgemacht hat. Zu Kolonialzeiten galt das Land als Umschlagplatz für den Sklavenhandel, später wurde es zum Konzentrationslager Portugals unter der Diktatur von António de Oliveira Salazar, nach der Unabhängigkeit wurde es selber zur kommunistischen Diktatur.
All das und der stetige Austausch mit fremden Kulturen, die auf die kap-verdischen Inseln gebracht wurden, spiegelt sich wieder in der Musik Cesária Évoras. Sie handelt stets von Isolation, Sehnsucht "Sodade" und dem Meer.
Évora verdiente ihr erstes Geld in den Bars ihrer Heimatstadt Mindelo, aber ihren ersten Plattenvertrag erhielt sie erst im Alter von 47 Jahren. Trotz dem eher späten Start ihrer internationalen Musikkarriere wurde sie schnell zu einem der grössten Acts der Worl-Music-Szene überhaupt und wurde von allen die "barfüssige Diva" genannt.