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Pete Doherty = verpilzter Flip-Flop?
Man kann ja vieles von Pete Doherty halten, Gutes wie Schlechtes. Dass man Pete Doherty unsympatisch und die Bilder von ihm an Kate Moss‘ Seite befremdlich findet, kann ich nachvollziehen. Scheinbar gibt es aber auch Leute, die darob derart in Rage geraten, dass sie Sachen schreiben wie: „Wäre Pete Doherty ein Kleidungsstück, dann wohl am ehesten ein verblasster, verpilzter, verrotteter Flip-Flop.“ Der entsprechende Text, strotzend von Abscheu und unqualifizierten Bewertungen, findet sich in der aktuellen Weltwoche (online nicht frei verfügbar).
Warum die Autorin (Kathy Lette) sich nicht damit abfinden kann, dass Kate Moss offenbar etwas an Doherty findet („Was um Gottes Willen zieht sie zu diesem Mann?“), wird gegen Ende des Textes klar. „Auch ich fiel mal einem Rockmusiker zum Opfer“, schreibt sie da, „sein IQ lag leicht unterhalb seiner Schuhgrösse“, um dann über zwei Abschnitte hinweg zu beschreiben, wie sie selber einem Typen verfallen war, der schliesslich irgendwann mit ihrem Auto und allem Ersparten das Weite suchte. Der Grund für den Hasstext ist also quasi ein christlich-altruistischer: Lette will Kate Moss vor Schlimmerem bewahren.
Die Weltwoche wäre gut beraten, ihre Leser in Zukunft vor Schlimmerem zu bewahren – und solche Musik-/Society-Texte von Leuten schreiben zu lassen, die es können.
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