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Eins muss man den fünf Männern aus dem schwedischen Industriestädtchen Fagersta lassen: Sie haben ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und nehmen kein Blatt vor den Mund. Doch nicht nur das, The Hives machen auch ziemlich fetzige Musik und haben das Tragen von weissen Anzügen wieder salonfähig gemacht.
Nach der Bandgründung im Jahr 1993 brachten sie drei Jahre später ihre erste EP unter dem Namen „Oh Lord! When? How?“ heraus. Das Debütalbum „Barely Legal“ folgte ein Jahr später. Nach Touren durch ganz Skandinavien wagten sie 2000 mit ihrem Album „Veni, Vidi, Vicious“ den Schritt in die USA. Es gelang, The Hives eroberten den Rockhimmel und wurden auch auf ihrem Heimatkontinent Europa berühmt. Die amerikanische Musikzeitschrift „Spin Magazine“ erklärte die Band 2006 zur „Best live Band in the World“. Ausserdem erhielt der Leadsänger Pelle Almqvist einen Platz unter den 50 besten Frontsängern aller Zeiten. Beflügelt vom Touren und den ehrenvollen Titeln, brachten sie im Herbst 2007 „The Black and White Album“ raus. Es ist vorerst das letzte Album der Jungs.
Das Verhängnis
Richtige Namen finden die Bandmitglieder überflüssig, weshalb alle vom Leadsänger bis zum Bassisten ein mehr oder weniger seltsames Pseudonym tragen. So nennt sich zum Beispiel der Gitarrist Mikael Karlsson Åström auf der Bühne „Vigilante Carlstroem“, während Drummer Christian Grahn, gerne als „Chris Dangerous“ auftritt. Um es noch etwas komplizierter zu machen, behauptet die Band bis heute, dass ein gewisser Randy Fitzsimmons die Band zusammen gebracht hat und alle Songs geschrieben habe. Findige Fans fanden allerdings heraus, dass Nicholaus Arson (Der zweite Gitarrist der Band) in Schweden unter dem Pseudonym „Randy Fitzsimmons“ registriert ist. Daraus lässt sich erahnen, dass Arson der einzige Songschreiber der Band ist.
Die Identiäten der Hives mögen unklar sein, ihr Auftreten ist dafür umso einfacher. Die Schweden treten in den immer gleichen Massanzügen auf, meist in schwarz und weiss gehalten. Was als Erkennungsmerkmal gut funktioniert, wird der Musik von The Hives manchmal zum Verhängnis: Sie klingen immer ein bisschen gleich. Ihr Stil überzeugt zwar durch seinen Rhythmus und seine Spritzigkeit, doch klingen die Tracks auf den verschiedenen Alben immer sehr ähnlich. Immerhin: Kaum ein Song der Band übersteigt die zwei-Minuten-Marke, und so kommt trotz ähnlichen Strickmustern selten Langeweile auf. Sie mögen also nicht die beste Band der Welt sein, aber einen Konzertbesucht sind The Hives allemal wert.