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Meillard trennten 14 Hundertstel vom ersten Weltcup-Sieg in einer der Kerndisziplinen. Das bislang einzige Mal hatte der 25-jährige Allrounder vor zwei Jahren in einem Parallel-Riesenslalom reüssiert.
Zwar fehlten Meillard nach zwei überzeugenden Läufen ein paar wenige Hundertstel zum Sieg, Zufrieden konnte der Schweizer nach dem knapp verpassten Podest im Olympia-Slalom (5.) und den Ausfällen im Riesenslalom und in der Kombination dennoch sein. Erst zum zweiten Mal schaffte er es im Slalom-Weltcup in die Top 3. Ende 2018 war er in Saalbach-Hinterglemm ebenfalls Zweiter geworden.
Nefs Einfädler
Im siebten Slalom des Winters gab es den siebten Sieger. Dieser kam nicht aus der Schweiz, weil Meillard gegenüber Kristoffersen knapp das Nachsehen hatte, weil Tanguy Nef als Halbzeit-Führender ausschied und weil Daniel Yule die Podestplätze nach Platz 4 am Morgen nicht anzugreifen vermochte. Für Kristoffersen war es der 25. Sieg im Weltcup und der 20. in einem Spezialslalom.
Auch dank Tanguy Nef und Sandro Simonet, die im ersten Lauf mit hohen Startnummern ganz vorne mitmischten, befand sich die Schweizer Equipe in einer exzellenten Ausgangslage. Nach dem halben Pensum war Swiss-Ski mit vier Athleten in den Top 7 vertreten, davon drei in den ersten vier. Nef führte mit Startnummer 25, Simonet hatte sich mit der 32 an 7. Stelle eingereiht. Dazwischen lagen Meillard und Daniel Yule.
Enges Rennen um die Kristallkugel
Weil Nef und Simonet einfädelten, war schliesslich Yule der zweitbeste Schweizer. Als Fünfter brachte der Walliser ein Ergebnis ins Ziel, das ihn im engen Kampf um die kleine Kristallkugel im Spiel hält. Yules Name erscheint in der Disziplinenwertung zwar erst an 5. Stelle und damit zwei Positionen hinter jenem von Meillard. Sein Rückstand ist aber mit 34 Punkten bei drei ausstehenden Slaloms gering. Meillard liegt als Dritter zehn Punkte hinter dem Führenden Lucas Braathen und neun Punkte hinter Kristoffersen.
Nef, der im Dezember schon in Val d'Isère als Vierter nach dem ersten Lauf am Podest geschnuppert hatte und dann ausfiel, blieb am Ende abermals nichts Zählbares. Der erste der zwei Slaloms in Garmisch-Partenkirchen lieferte ihm aber wie Simonet zumindest die Erkenntnis, bei der Reprise am Sonntag mit intakten Chancen auf ein absolutes Top-Ergebnis anzutreten.
Luca Aerni, 16. nach dem ersten Durchgang, schied am Nachmittag ebenfalls aus - wie auch der französische Olympiasieger Clément Noël. Ramon Zenhäusern kam abermals nicht richtig ins Fahren. Der Walliser fand den Rhythmus auch im ersten Rennen nach den Olympischen Spielen nicht und musste sich nach zwei fehlerhaften Läufen mit Platz 24 abfinden.
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(red.)