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Der Zufall wollte es, dass das 50jährige Jubiläum der Studentenschaft Basel ausgerechnet in den Sommer 1968 fiel. Man feierte in einer sonderbar gemischten Haltung.
Der Tag begann erhaben mit klassischer Musik, dargeboten natürlich von studentischen Kräften unter der Leitung von Thüring Bräm in der uni-nahen Peterskirche. Für die katholische Marien-Anbetung (Stabat Mater von Pergolesi) musste beim reformierten Kirchenrat eine Sonderbewilligung eingeholt werden. Hohe Gäste konnten begrüsst werden: Bundesrat Hans-Peter Tschudi war angereist, aber nicht so sehr in seiner Eigenschaft als Innen- und Wissenschaftsminister, sondern weil er 1935/36 Studentenschaftspräsident gewesen war. Im offiziellen Studentenorgan, dem «Kolibri», erklärte er, dass jene Aufgabe für ihn eine nützliche Lehrzeit für seine «späteren Aufgaben» gewesen sei. Auch andere Prominenz war anwesend.
Zur Mittagszeit stand eine Fahrt ins Blaue in einem gecharterten Bus auf dem Programm. Es war jedoch eine kurze Fahrt durch die Spalenvorstadt, runter zur UB in die Bernoullistrasse, sozusagen an den Ausgangsort zurück, mit einem unerwarteten Halt vor dem Alumneum-Garten. Auf dieser Parzelle war seit längerer - und viel zu langen - Zeit der Bau und Betrieb einer Mensa geplant. Man nötigte Arnold Schneider, den Erziehungsdirektor, zu einer feierlichen Grundsteinlegung in eine Styropor-Attrappe, dies beim Klang einer Trompete.
Was als nobles Bankett angesagt war, entpuppte sich als einfaches Picknick. Diese einfache Verpflegung knüpfte an ein erstes Protest-Picknick an, das bereits im Juni 1964 auf dem Peterplatz stattgefunden hatte. Am Abend wurde es wieder vornehm und konventionell mit dem Jubiläumsball im Kollegiengebäude - nach dem traditionellen Motto «Kurze Nacht in langen Kleidern». Die Mensa konnte erst im Frühjahr 1976 in Betrieb genommen werden.