Document ID: /roh_data/filtered/Billingualer_Corpus_interleaved-de-rm.jsonl.gz/1746

This is a text translated from German to Rumantsch Grischun.
Regierungsmitteilung vom 18. März 2010

Die Bündner Regierung interveniert mit einem Schreiben bei den Schweizerischen Bundesbahnen. Sie kritisiert den Entscheid der SBB, das Fernsteuerzentrum in Chur aufzuheben. Ausserdem hat die Regierung an ihrer letzten Sitzung eine Teilrevision der kantonalen Jagdhundeverordnung genehmigt. Damit soll bei der Jagd die Nachsuche auf verletztes Wild verbessert werden. Schliesslich hat sich die Regierung mit Vernehmlassungen an den Bund befasst. Sie hat ihre Stellungnahmen zur Totalrevision des Bürgerrechtsgesetzes sowie zu den Änderungen des Asylgesetzes formuliert.

Regierung bedauert Entscheid der SBB

Mit Schreiben vom 12. März 2010 teilte die SBB der Regierung mit, dass das Fernsteuerzentrum Chur aufgehoben und in die Betriebszentrale Zürich verlegt werden soll. Für den Standort Chur hätte dies zur Folge, dass 27 Mitarbeitende sich entscheiden müssten, künftig ihre Arbeit in der Betriebszentrale in Zürich zu leisten beziehungsweise sich nach einer neuen Tätigkeit umzusehen. In einem Brief an die SBB bedauert die Bündner Regierung den Entscheid der SBB ausserordentlich, zumal mit der Schliessung der Hauptwerkstätte in Chur noch vor nicht so langer Zeit bereits eine bedeutende Anzahl an Arbeitsplätzen abgebaut wurde. Die Regierung erwartet von den Schweizerischen Bundesbahnen, dass sie alles daran setzen, den Mitarbeitenden gleichwertige Stellen in Chur oder allenfalls in Landquart anzubieten. Darüber hinaus verlangt die Regierung, dass am Standort Chur mit der Ansiedlung zentraler Dienste neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Nachsuche bei der Jagd soll verbessert werden

Der Kanton Graubünden will bei der Jagd die Nachsuche auf verletztes Wild im Interesse der Weidgerechtigkeit und des Tierschutzes weiter verbessern und optimieren. Die Bündner Regierung hat eine entsprechende Teilrevision der kantonalen Jagdhundeverordnung genehmigt und auf den 1. April 2010 in Kraft gesetzt.

Neu darf das Amt für Jagd und Fischerei den Schweisshundeführern während der Hochjagd unter einschränkenden Bedingungen eine Bewilligung zum Parkieren von Motorfahrzeugen im Jagdgebiet erteilen. Die Schweisshundeführer sollen nämlich bei Nachsuchen möglichst rasch den Einsatzort erreichen und die Suche organisieren können.

Kritik an der geplanten Totalrevision des Bürgerrechtsgesetzes des Bundes

Die Bündner Regierung begrüsst zwar die Hauptziele der Totalrevision des Bürgerrechtsgesetzes des Bundes. Sie ist aber der Meinung, dass der vorgelegte Entwurf diese nicht zu erreichen vermag. Das revidierte Gesetz bezweckt, eine Kohärenz zwischen dem Bürgerrechtsgesetz und dem Ausländergesetz herzustellen sowie die Verfahrensabläufe zwischen den eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Einbürgerungsbehörden zu vereinfachen und zu harmonisieren. Zudem soll es sicherstellen, dass nur noch gut integrierte Ausländerinnen und Ausländer den Schweizer Pass erhalten.

In ihrer Vernehmlassungsantwort an den Bund hält die Regierung fest, dass die Verfahrensvorschläge zu einer Aufgabenverschiebung vom Bund zu den Kantonen führen. Dies hat eine Zunahme der Aufwendungen bei den kantonalen und kommunalen Behörden sowie eine Verwässerung der Bundeszuständigkeiten zur Folge. Aus diesen Gründen und der damit verbundenen Eingriffe in die kantonale Verfahrensautonomie werden die vorgeschlagenen Verfahrensabläufe abgelehnt.

Demgegenüber begrüsst die Regierung, dass der Bund neu eine Niederlassungsbewilligung als Voraussetzung für das Einbürgerungsverfahren festlegen will. Um eine vollständige Kohärenz zum Ausländergesetz herzustellen, schlägt sie indessen den fünfjährigen Besitz der Niederlassungsbewilligung vor. Im Gegenzug dazu ist auf eine spezifische Regelung der Aufenthaltsdauer, die derzeit auf Bundesebene 12 Jahre beträgt, zu verzichten. Bei diesem Vorschlag hängt die tatsächliche Aufenthaltsdauer von der einbürgerungswilligen Person selbst ab, welche diese durch Integrationsbemühungen beeinflussen und beispielsweise durch die vorzeitige Erlangung der Niederlassungsbewilligung verkürzen kann. Eine solche Lösung wäre zudem ein weiteres Motivationsmittel für die Integration ausländischer Staatsangehöriger.

Skepsis gegenüber geplanten Änderungen des Asylgesetzes des Bundes

Die Bündner Regierung steht den vorgeschlagenen Änderungen des Asylgesetzes und des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer in Bezug auf den Ersatz von Nichteintretensentscheiden teilweise skeptisch gegenüber. Mit der Gesetzesrevision will der Bund das heutige unübersichtliche System der Nichteintretensentscheide durch schnelle materielle Entscheide ersetzen.

In ihrer Vernehmlassungsantwort an den Bund hält die Regierung fest, dass die Asylpolitik der Schweiz nur mit der raschen Erledigung der Asylverfahren glaubwürdig bleibt. Daher begrüsst sie sämtliche Massnahmen, welche diesem Ziel dienen. Eine Verfahrensbeschleunigung kann aber nur erreicht werden, wenn die Asylbehörden über genügend Mittel verfügen und wenn das Bundesamt für Migration als erste Instanz und insbesondere auch das Bundesverwaltungsgericht als Beschwerdeinstanz sich an die vorgegebenen Ordnungsfristen halten. Die Regierung zweifelt daran, dass dieses Ziel durch die vorliegende Revision erreicht werden kann.

Ausserdem lehnt die Regierung die neue Bestimmung ab, welche anstelle der Hilfswerkvertretungen bei Anhörungen eine Verfahrens- und Chancenberatung der Asylsuchenden vorsieht. Der gegenwärtig bestehende Rechtsschutz ist nach Auffassung der Regierung absolut genügend und braucht nicht durch eine zusätzliche institutionelle Beratung verstärkt zu werden.

Kantonsbeiträge an verschiedene Institutionen

Alterssiedlung Bodmer Chur:

Das Bauprojekt zum Ersatzneubau des Alters- und Pflegeheims der Alterssiedlung Bodmer in Chur mit 84 subventionsberechtigten Pflegebetten wird genehmigt. Der Trägerschaft wird unter dem Vorbehalt der Sicherstellung der Restfinanzierung ein maximaler Kantonsbeitrag von 14'000'000 Franken zugesichert.

Beschneiungsanlage Tschappina:

Der Skilifte Tschappina-Lüsch-Urmein AG in Tschappina wird unter dem Vorbehalt einer geregelten Gesamtfinanzierung an die Erweiterung der Beschneiungsanlage Tschappina ein Darlehen im Rahmen der Neuen Regionalpolitik des Bundes von 410'000 Franken gewährt. Zudem wird ein Kantonsbeitrag von 69'019 Franken zugesichert.

Langlaufcenter Scuol:

Der Gemeinde Scuol wird unter dem Vorbehalt einer geregelten Gesamtfinanzierung an den Bau des Langlaufcenters Scuol ein Darlehen im Rahmen der Neuen Regionalpolitik des Bundes von 350'000 Franken gewährt und ein Kantonsbeitrag von 58'919 Franken zugesichert.

Freestyle Indoortrainingsanlage Laax:

Der Mountain ADventures AG, Laax, wird unter dem Vorbehalt einer geregelten Gesamtfinanzierung an die Erstellung der Freestyle Indoortrainingsanlage in Laax ein Darlehen im Rahmen der neuen Regionalpolitik des Bundes von 590'000 Franken gewährt. Zudem wird ein Kantonsbeitrag von 99'320 Franken an das Projekt zugesichert.

Strassenprojekte

Die Regierung hat insgesamt 10'844'000 Franken für den Bau und die Sanierung der folgenden Strassenabschnitte bewilligt:

- Conterserstrasse: Baumeisterarbeiten Lehnenbrücke Conters

- Julier-/Malojastrasse: Baumeister- und Belagsarbeiten Spinatobel

- Engadinerstrasse: Baumeister- und Belagsarbeiten Lavin – Giarsun

- Landwasserstrasse: Baumeisterarbeiten Mühletobelbrücke

- Rechtsrheinische Oberländerstrasse: Baumeisterarbeiten Valendas – Castrisch

Gremium: Regierung

Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden

18.03.2010
Communicaziun da la regenza dals 18 da mars 2010

La regenza grischuna intervegn cun ina brev tar las Viafiers federalas svizras VFF. Ella crititgescha la decisiun da las VFF d'abolir il center da telecumond a Cuira. Plinavant ha la regenza grischuna concludì a chaschun da sia ultima sesida ina revisiun parziala da l'ordinaziun chantunala davart il diever da chauns da chatscha. Tras quella duai vegnir meglierada la tschertga posteriura da selvaschina blessada tar la chatscha. La finala è la regenza sa fatschentada cun consultaziuns a la confederaziun. Ella ha formulà sias posiziuns tar la revisiun totala da la lescha davart il dretg da burgais sco er tar las midadas da la lescha d'asil.

La regenza deplorescha la decisiun da las VFF

Cun la brev dals 12 da mars 2010 han las Viafiers federalas svizras annunzià a la regenza ch'il center da telecumond a Cuira duaja vegnir abolì e translocà en la centrala da manaschi a Turitg. Per consequenza stuessan 27 collavuraturas e collavuraturs a Cuira decider da lavurar en il futur en la centrala da manaschi a Turitg respectivamain da tschertgar ina nova lavur. En ina brev a las Viafiers federalas svizras deplorescha la regenza grischuna ordvart la decisiun da las VFF, damai che cun serrar il lavuratori principal a Cuira avant curt temp èsi gia vegnì eliminà in dumber considerabel da plazzas da lavur. La regenza spetga da las Viafiers federalas svizras ch'ellas fetschian tut il pussaivel da porscher a las collavuraturas ed als collavuraturs ina plazza equivalenta a Cuira u eventualmain a Landquart. Ultra da quai pretenda la regenza ch'i vegnian stgaffidas novas plazzas da lavur a Cuira tras la domiciliaziun da servetschs centrals.

La tschertga posteriura tar la chatscha duai vegnir meglierada

En l'interess da l'etica da chatscha e da la protecziun dals animals vul il chantun Grischun meglierar vinavant ed optimar la tschertga posteriura da selvaschina blessada tar la chatscha.

La regenza grischuna ha approvà la revisiun parziala correspundenta da l'ordinaziun chantunala davart il diever da chauns da chatscha e l'ha messa en vigur per il 1. d'avrigl 2010.

L'uffizi da chatscha e pestga dastga da nov dar a las persunas che mainan chauns da sang ina permissiun da parcar vehichels a motor sut cundiziuns restrictivas en il territori da chatscha durant la chatscha auta. Las persunas che mainan chauns da sang duain numnadamain cuntanscher uschè svelt sco pussaivel il lieu d'acziun e pudair organisar immediatamain la tschertga posteriura.

La revisiun totala da la lescha federala davart il dretg da burgais planisada vegn crititgada

La regenza grischuna beneventa bain las finamiras principalas da la revisiun totala da la lescha federala davart il dretg da burgais. Ella è dentant da l'avis che quellas na possian betg vegnir cuntanschidas cun il sboz avant maun. La lescha revedida ha l'intenziun da furmar ina coerenza tranter la lescha davart il dretg da burgais e la lescha federala davart las persunas estras sco er da simplifitgar e d'armonisar ils andaments da la procedura tranter las autoritads da natiralisaziun federalas, chantunalas e communalas. Plinavant duai ella garantir che unicamain persunas estras bain integradas survegnan in passaport svizzer.

La regenza declera en sia resposta da consultaziun che las propostas per la procedura chaschunian in spustament da las incumbensas da la confederaziun als chantuns. Da quai resultan in augment da las expensas tar las autoritads chantunalas e communalas sco er in indebliment da las cumpetenzas federalas. Per quests motivs e pervia da las intervenziuns en l'autonomia chantunala davart la procedura ch'èn colliadas cun quai vegnan refusads ils andaments da la procedura proponids.

La regenza beneventa percunter che la confederaziun vul fixar da nov ina permissiun da domicil sco premissa per la procedura da natiralisaziun. Per furmar ina coerenza cumplaina cun la lescha federala davart las persunas estras, propona ella però la premissa da posseder la permissiun da domicil 5 onns. Percunter stoi vegnir desistì d'ina regulaziun specifica da la durada da la dimora che importa actualmain 12 onns sin plaun federal. Tar questa proposta dependa la durada effectiva da la dimora da la persuna che vul acquistar il dretg da burgais sezza. Quella po numnadamain influenzar la durada tras sias stentas a favur da l'integraziun e la reducir per exempel cun obtegnair la permissiun da domicil. Ina tala soluziun fiss ultra da quai in'ulteriura motivaziun per l'integraziun da burgaisas e da burgais esters.

La regenza è sceptica envers las midadas planisadas da la lescha federala d'asil

La regenza grischuna è per part sceptica envers las midadas proponidas da la lescha d'asil e da la lescha federala davart las persunas estras per remplazzar las decisiuns da betg entrar en chaussa. Cun la revisiun da la lescha vul la confederaziun remplazzar il sistem actual nunsurvesaivel da las decisiuns da betg entrar en chaussa tras decisiuns materialas sveltas.

En sia resposta da consultaziun a la confederaziun declera la regenza che la politica d'asil da la Svizra restia vardaivla mo tras ina liquidaziun svelta da las proceduras d'asil. Perquai beneventa ella tut las mesiras che servan a cuntanscher questa finamira. In'acceleraziun da la procedura po dentant vegnir cuntanschida mo, sche las autoritads d'asil disponan d'avunda meds finanzials e sche l'uffizi federal da migraziun sco emprima instanza ed en spezial er il tribunal administrativ federal sco instanza da recurs observan ils termins regulars fixads. La regenza dubitescha che questa finamira po vegnir cuntanschida cun la revisiun planisada.

Ultra da quai refusa la regenza la nova disposiziun che prevesa – en cas d'audiziuns – ina cussegliaziun da las requirentas e dals requirents d'asil davart la procedura e davart las schanzas empè da las represchentanzas da las ovras d'agid. Tenor l'avis da la regenza basta la protecziun giuridica ch'exista actualmain dal tuttafatg. Ella na sto betg vegnir rinforzada tras ina cussegliaziun instituziunala supplementara.

Contribuziuns chantunalas a differentas instituziuns

Abitadi per persunas attempadas Bodmer a Cuira:

Il project da construcziun per substituir l'edifizi da la chasa da persunas attempadas e da tgira Bodmer a Cuira cun 84 letgs da tgira subvenziunabels vegn approvà. Cun la resalva da la garanzia da la finanziaziun restanta vegn garantida a l'instituziun responsabla ina contribuziun chantunala maximala da 14'000'000 francs.

Indriz d'ennavar a Tschappina:

Cun resalva da la finanziaziun totala reglada vegn concedì – en il rom da la nova politica regiunala da la confederaziun – in emprest da 410'000 francs als runals da Tschappina-Lüsch-Urmagn SA e quai per engrondir l'indriz d'ennavar a Tschappina. Plinavant vegn garantida ina contribuziun chantunala da 69'019 francs.

Center da passlung a Scuol:

Cun resalva da la finanziaziun totala reglada vegn concedì – en il rom da la nova politica regiunala da la confederaziun – in emprest da 350'000 francs a la vischnanca da Scuol, e quai per construir il center da passlung a Scuol. Ultra da quai vegn garantida ina contribuziun chantunala da 58'919 francs.

Indriz da trenament per freestyle en halla a Laax:

Cun resalva da la finanziaziun totala reglada vegn concedì – en il rom da la nova politica regiunala da la confederaziun – in emprest da 590'000 francs a la Mountain ADventures SA a Laax e quai per construir in indriz da trenament per freestyle en halla a Laax. Plinavant vegn garantida ina contribuziun chantunala da 99'320 francs per il project.

Projects da vias

La regenza ha approvà totalmain 10'844'000 francs per construir e per sanar ils suandants trajects da vias:

- via da Cunter: lavurs d'impressari, punt a spunda, Cunter

- via dal Güglia / dal Malögia: lavurs d'impressari e da cuvrida, val Spina

- via d'Engiadina: lavurs d'impressari e da cuvrida, Lavin – Giarsun

- via dal Landwasser: lavurs d'impressari, punt dal Mühletobel

- via sursilvana da la vart dretga dal Rain: lavurs d'impressari, Valendau – Castrisch

Gremi: regenza

Funtauna: rg chanzlia chantunala dal Grischun

18.03.2010