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Unsere Idee
Wir möchten beim Weisswein zwei Traubensorten in den Mittelpunkt stellen: der sonnenverwöhnte Vermentino und die fruchtigen Noten des Viognier. Ob es einen Wein gibt (Blend) oder zwei Reinsortige wollen wir später entscheiden.
Die Trauben
Vermentino:
Komplexe Geschichte
Vermentino gewinnt verstärkt an Bedeutung auf Sardinien. Manche der angestrebten ampelographischen Untersuchungen ergaben, dass die Geschichte dieser Rebsorte weitaus komplexer ist, als bisher angenommen. Die meisten Studien gehen davon aus, dass die Rebsorte italienischen Ursprungs ist, mit möglichem Ursprung im Nordwesten des Landes – in Ligurien. Weitere Untersuchungen ergaben, dass die Rebsorte auch in den südlichen französischen Provinzen verbreitet ist wie zum Beispiel in der Provence und im Languedoc-Roussillon. Unbedingt erwähnt werden muss auch die Verbreitung der Rebsorte auf der Insel Korsika.
Herkunft unklar
Korsika liegt direkt nördlich von Sardinien, die beiden Inseln werden durch die Seestraße von Bonifacio geteilt – welche lediglich wenige Kilometer umfasst. Vor unserem geologischen Zeitalter waren Korsika und Sardinien eine Insel. Selbst deren Flaggen tragen dasselbe Wappen, das einen Kopftuch tragenden Mooren zeigt. Die Herkunft von Vermentino könnte nun also genausogut auf Sardinien, in Italiens Norden oder im südlichen Frankreich zu finden sein. Es gibt auch verstärkt Hinweise darauf, dass Vermentino spanischen Ursprungs sein könnte, obwohl die Varietät dort nahezu unbekannt ist. Wenn diese Theorie stimmt, so hätte die Rebsorte ihren Siegeszug bereits vor Jahrhunderten von Spanien aus nach Sardinien angetreten.
Viognier:
Die weiße Rebsorte Viognier stand wegen ihres geringen Ertrages und der Anfälligkeit gegen Mehltau Ende der 1960er Jahre kurz vor dem Aussterben, gerade einmal 14 Hektar waren in Frankreich noch im Anbau. Die Qualität der Weine aus den Steillagen der winzigen AOCs Condrieu (heute ca. 110 ha) und Château Grillet (3,5 ha) an der nördlichen Rhône führte in den 1980er Jahren dann zu einem wahren Viognier-Boom und die Sorte gewann weltweit viele Freunde unter Winzern und Weinfreunden. Heute sind allein in Frankreich wieder über 4.100 Hektar mit Viognier bestockt. Neben der nördlichen Rhône vor allem an der Ardeche und im Languedoc-Roussillon.
Ein relativ kühles Klima mit merklichen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht verleiht dem Viognier seinen unverwechselbaren duftigen Charakter, der an eine frische Blumenwiese, Kamille, Aprikosen und exotische Früchte erinnert. Der Viognier ergibt einen körperreichen Weißwein, den viele Kenner in den ersten 5-6 Jahren seines Lebens in der Regel am besten finden, wenn die Frucht noch voll im Saft steht. Er verträgt auch einen zarten Barriqueausbau gut, zu viel Holzeinfluss geht auf Kosten der Duftigkeit und somit zu Lasten der eigentlichen Stärke der Rebe.
Nächste Schritte
Wir bereiten im November 2020 das Terrain so vor, dass es sich über den Winter erholen kann. Im Februar/März, nach den ersten warmen Sonnenstrahlen, werden wir die Reben pflanzen. Bereits nach 3 Jahren, sollten wir die ersten Trauben ernten können. Wir sind gespannt und halten Euch auf dem Laufenden.
Winter 2020/21
Im Winter hatten wir etwas mehr Zeit und planten daher die Neupflanzungen. Beim berechnen der neuen Anzahl Rebstöcke kamen wir auf eine Zahl gegen 2’000, eine riesige Zahl. Dies führte zu noch mehr Gedanken und somit auch zur Idee, neben Vermentino und Vigonier auch noch die beiden Weisswein Sorten Malvasia und Sauvignon blanc zu pflanzen.
Malvasier, Malvasia oder Malvoisie sind in südlichen Ländern sehr verbreitete Rebsortenfamilie verschiedener Weiß- und Rotweinsorten, vor allem aus Italien, Spanien, Portugal und Kroatien und Slowenien. Viele dieser Sorten sind antiken griechischen Ursprungs.
Die Bezeichnungen Malvasia und Malvasier bezeichnen teilweise dieselben, teilweise völlig verschiedene Rebsorten.
- In Spanien gibt es die Rebsorten Malvasia, Malvasía Rosada und Malvasía de Sitges.
- In Frankreich gibt es die Sorte Malvoisie.
- In Kroatien und Slowenien gibt es die Rebsorte Malvazija, ein berühmter Weißwein.
- In Portugal gibt es die Rebsorten Malvasia Preta (rote Rebsorte) sowie Malvasia Fina und Malvasia Rei (beide weiß), die jedoch keine Malvasier sind, sondern eigenständige Sorten darstellen.
Malvoisie ist ein Name für verschiedene rote und weiße Rebsorten, der vor allem in Frankreich in der Region der Loire und Savoyen verwendet wird. Malvoisie ist unter anderem ein Synonym für Bourboulenc, Clairette Blanche, Macabeo, Pinot Gris und Torbato. In manchen Gegenden Korsikas wird der Vermentinu als Malvoisie de Corse bezeichnet. Im Wallis (Schweiz) steht Malvoisie für Pinot Gris und ist ein Walliser AOC-zertifizierter Weißwein. Der Begriff «Malvoisie» zusammen mit der Bezeichnung «AOC Wallis» gilt als «Malvoisie du Valais».[1]
In Deutschland und Österreich wird der Malvasier als Synonym für die Weißweinsorte Frühroter Veltliner verwendet. Es gibt aber keine verwandtschaftliche Beziehung zu der Sortengruppe.
Sauvignon Blanc ist eine der bekanntesten weißen Rebsorten mit weltweiter Verbreitung. In ihrem Heimatland Frankreich zählt sie zu den Edelreben, den „Cepage noble“, und gilt hinter Chardonnay als die zweitwichtigste Weißweinsorte. Vor allem im Loire-Tal (in Sancerre und Pouilly-Fumé) und in der Region um Bordeaux finden sich bedeutende Anbaugebiete. Aber auch in den Weingegenden Neuseelands, Australiens, Kaliforniens und Südafrikas werden qualitativ hochwertige Weißweine aus Sauvignon Blanc gewonnen. International trägt die Rebsorte auch die Bezeichnung Fumé Blanc, die ursprünglich aus Kalifornien stammt.
Frischer Sommerwein
Unverkennbar für den Weißwein aus Sauvignon Blanc sind seine Frische und seine knackige Säure. Kaum ein Tropfen, dessen Charakter so leicht wiederzuerkennen ist – selbst von weniger erfahrenen Weintrinkern! Typische Duft-Aromen sind Zitrusfrüchte, schwarze Johannisbeere, Stachelbeere und frisch gemähtes Gras, aber auch Kräuter und grünes Obst, gepaart mit mineralischen Noten. Seine fruchtige Frische mit dem speziellen Aroma, das chemisch betrachtet durch den hohen Gehalt an Pyrazin hervorgerufen wird, verschafft ihm immer mehr Anhänger in der ganzen Welt. Sauvignon Blanc ist ein Wein, der gekühlt gern zum Essen serviert wird. Er passt zu fast allen Gerichten, besonders natürlich zu Fisch und Meeresfrüchten.
Sauvignon Blanc: Der gezähmte Wilde
Sauvignon Blanc besitzt ein „gutes Elternhaus“: Die Sorte ist eine natürliche Kreuzung aus den Rebsorten Traminer und Chenin Blanc. Daher wohl auch ihr Name: Sprachwissenschaftler führen Sauvignon auf das französische „sauvage“, auf deutsch „wild“, zurück. Die genaue Herkunft der Rebsorte ist nicht belegt. Erstmalige urkundliche Erwähnung findet sie Anfang des 18. Jahrhunderts im Südwesten Frankreichs, von wo aus sie sich über die Jahrhunderte in der ganzen Welt verbreitete. Bekannt bei den sortenrein und trocken ausgebauten Weißweinen aus Sauvignon Blanc sind die erfrischenden Weine von der Loire, an denen sich auch die qualitativ hochwertigen Weine aus Neuseeland orientieren. Französische Winzer verschneiden Sauvignon Blanc gern auch mit dem milderen Sémillon. Auch edelsüße Weine werden aus mit Edelfäule befallenem Sauvignon Blanc hergestellt.