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Bilder-Trilogie, Teil 1: Bildrechte
Bevor wir einen Text lesen, bemerken wir üblicherweise die Bilder; die Farben, um genau zu sein. Ich selbst bin ein Fan von Bildern, weshalb ich alles, was ich publiziere, illustriere.
Aber Bilder haben es auch in sich. Und genau davon handeln dieser und die nächsten beiden Artikel.
Bildrechte und Quellen
Verwenden Sie keine Bilder für kommerzielle Zwecke, von denen Sie nicht mit Sicherheit wissen, dass Sie diese verwenden dürfen. Es ist illegal und dem Autor gegenüber auch unfair. Es gibt diverse Möglichkeiten zu legalen und günstigen Bildern zu gelangen.
Gemälde und Fotografien
Bilder, wie Gemälde und Fotografien, sind rechtlich während einer bestimmten Anzahl von Jahren geschützt. In der Schweiz und in anderen europäischen Ländern erlischt der Schutz von Bildner, wenn ihr Schöpfer mindestens 70 Jahre tot ist.
In anderen Worten: Sie können die Mona Lisa oder Botticellis Venus nach Ihrem Geschmack verwenden und verändern. Aber: Wenn jemand im Louvre war und ein Bild von Mona Lisa geschossen hat, darf er das Urheberrecht für seine Fotografie für sich in Anspruch nehmen. Stören Sie sich nicht daran, sondern suchen Sie weiter. Im Internet gibt es vermutlich hunderte von legalen Mona Lisas.
Die NASA verfügt über ein riesiges Portal mit (ebenfalls riesigen) Bildern, die man legal verwenden darf. Dennoch bleibt die NASA natürlich Eigentümerin der Bilder und verlangt, dass das Copyright entsprechend auf den Bildern vermerkt wird.
Mickey Mouse
Verwenden Sie keine Bilder von Mickey Mouse oder der anderen Einwohner von Entenhausen. Dort wohnen nämlich auch Donald Duck, dessen Neffen und Freunde. Dasselbe gilt auch für die Kreationen von Pixar oder Dreamworks; es sei denn, Sie schreiben einen gesponserten Artikel darüber.
Diese Bilder gehören den entsprechenden Firmen, die sie geschaffen und patentiert haben, denn sie sind Teil des Unternehmenskapitals. Die Schöpfer haben die Figuren ja als Angestellte des Unternehmens entworfen und dafür einen Lohn bekommen, weshalb die Erzeugnisse der Firma selbst gehören.
Ihr Smartphone
Seit ich begonnen habe, zu bloggen, bin ich in Sachen Fotografieren sehr viel aktiver geworden. Die Bilder, die man damit machen kann, sind mehr als ausreichend für das Web. Um Grösse und Qualität der Bilder geht es im nächsten Artikel.
Personen
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Menschen ungefragt fotografieren. Grundsätzlich hat jeder das Recht auf sein eigenes Bild, was bedeutet, dass wir alle selbst darüber bestimmen können, in welchem Kontext unser Konterfei erscheint. Die entsprechende Person muss also ihr Einverständnis zur Veröffentlichung ihrer Portraits geben.
Bilderportale
Beispiele sind Fotolia, Getty Images oder Shutterstock.
Solche Portale haben eine spezielle Preisstruktur. Die Bilder werden nicht mit einem fixen Preis vermarktet, sondern jedes Bild kostet eine bestimmte Anzahl Punkte, die wiederum von Bildgrösse und anderen Faktoren abhängen.
In der Praxis heisst das, dass Sie ein Konto eröffnen und Punkte kaufen. Je mehr Punkte Sie auf einmal erwerben, desto günstiger wird der einzelne Punkt und somit die Bilder. Allerdings haben die Punkte ein Verfalldatum, aber Sie wissen bestimmt, wie viele Bilder Sie pro Monat in etwa benötigen.
Bitte lesen Sie auch die Bildlizenzen. Jedes Portal hat ein eigenes Lizenzsystem und verschiedene Bilder haben unterschiedliche Lizenzen. Es gibt üblicherweise einen Unterschied zwischen privater und gewerblicher Verwendung. Ich lese auch immer nach, ob ich die Bilder nach meinem Geschmack verändern darf.
Bilder, die Sie für den Druck benötigen, sind üblicherweise auch anders lizenziert, als jene, die Sie für Ihre Website oder Ihr Blog brauchen. Es lohnt sich auch, zu prüfen, ob Sie dasselbe Bild (mit einer Lizenz) mehrfach verwenden dürfen. Wenn Sie beispielsweise ein E-Book veröffentlichen möchten, wissen Sie üblicherweise nicht im Voraus, wie häufig dieses heruntergeladen wird.
Einige Portale bieten auch eine Anzahl Bilder gratis zum Download an und möchten dafür ihren Namen auf dem Bild sehen. Alles hat seinen Preis.
Noch fürs Protokoll: Ich bin keine Juristin und frage bei Unklarheiten jeweils beim entsprechenden Portal an. Auch das bereits erwähnte Institut für geistiges Eigentum gibt gerne und immer sehr schnell Auskunft.
Oberstes Bild: © l i g h t p o e t – shutterstock.com