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Nach der Ausbildung zum Bauer und diversen Reisen stand Oskar Biders Wunsch fest, Flieger zu werden. Am 8. November 1912 meldete er sich in der Fliegerschule Blériot in Pau, Südfrankreich. Mit dem Pyrenäenflug, knapp zwei Monate nach der Pilotenausbildung wurde er schlagartig berühmt. Kurz darauf, am 13. Juli 1913, folgte der erste Alpenflug mit einer kurzen Landung in Domodossola. Mit diesem Flug wurde Bider in der Welt der bekannteste, im eigenen Land der populärste Flieger. «Oski» flog sich in die Herzen der Schweizer. Folgend wurde er Fluglehrer, übernahm die Ausbildung der neuen Piloten und wurde Oberleutnant und Chefpilot. Das Ende des Krieges zwang ihn, sich nach einer zivilen Tätigkeit umzusehen. Bider wollte mit seinen Fliegerkameraden eine Fluggesellschaft gründen, die «Ad Astra». Doch dazu kam es nicht mehr. Am 7. Juli 1919 stürzte er nach einer durchwachten Nacht frühmorgens bei der Demonstration von Flugakrobatik ab. Ballonfahrer Eugen Dietschi (1896-1986) sagte über Oskar Bider: «Was an der Persönlichkeit Biders faszinierte, war seine gewinnende Natürlichkeit und Bescheidenheit. Dass er der einfache und treuherzige Bauer blieb, war das Geheimnis, warum ihn das Volk verehrte, liebte und ihm vertraute.»
Oskar und seine Schwester Leny Bider sind heute in Langenbruck mehrfach präsent. Beide ruhen auf dem Friedhof bei der Kirche des Dorfes, es gibt die Oskar Bider-Strasse, den Oskar Bider-Brunnen, den Leny Bider-Platz und das Oskar Bider-Haus. In der Bider-Baracke wird zurzeit eine Blériot nachgebaut.
Am 23. Juni 2013 feierten das Dorf Langenbruck und unzählige Freunde der Fliegerei 100 Jahre Alpenflug, zu Ehren der Alpenüberquerung durch Oskar Bider im Jahr 1913.