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Der mystische Schatten der ersten selbstfahrenden Lokomotive…
Auf Grund der sehr engen Radien von 175cm (in Wirklichkeit ist das fast Tramspur) war die Suche nach geeigneten Vorbildern zum bau einer Dampflok recht schwierig. Zweiachsige Kleinloks für Gruben oder Feldbahnfahrzeuge wollte ich nicht bauen. Es musste schon eine grössere, zumindest eine Schmalspurlokomotive nach dem Vorbildern der verrückten Pionierbahnen in den Rocky Mountains sein. Drei kleinrädrige, gekuppelte Antriebsachsen waren möglich, mit den zusätzlichen Laufachsen wurde es schon schwieriger. Dann fand ich einen alten Stich in einem Buch der eine Dampflok zeigte, die mit zwei Drehgestellen ausgerüstet war. Daraus konstruierte ich eine frei erfundene Lokomotive nach diesem System. Ja, vor über zehn Jahren gab es für mich noch kein Internet, Infos waren für solche speziellen Sachen sowieso schwierig zu bekommen.
Nachdem ich die Norm der Schienen durch Versuche festgelegt hatte konnte mit dem Bau begonnen werden. Diese erste Lok wurde denn auch exakt auf dem Papier entworfen. Bei den späteren Bauten zeichnete ich nur noch das absolut notwendigste.
Die Front…. (leider etwas schlechte Qualität aus der Digitalsteinzeit…)
Das Heck…
Die Mason Bogie wurde unter anderem auch von Vorortsbahnen eingesetzt das sie in der Lage war, enge Radien zu durchfahren. Auch waren die Fahreigenschaften für Vor- und Rückwärtsfahrt beinahe gleich durch die zwei Drehgestelle so dass die Lok am Ende der Strecke nicht gewendet werden musste. Ein Problem stellte die bewegliche Dampfleitung zwischen Kessel und den Zylindern dar, die schwer dicht zu kriegen war.
Ich hätte die Lok mit einem Anstrich versehen können. Da die Einzelteile relativ einfach und auf Grund der Holzkonstruktion zum Teil überdimensioniert wurden hätte das sehr Grobschlächtig ausgesehen. Der Reiz dieser Art von Modellbau liegt gerade im Zusammenspiel der verschiedenen Holzarten.
Die Leitungen weisen noch keine runden Übergänge auf und sind auf das wesentliche Beschränkt.
Einige Elemente sind hier noch nach Fantasie eingesetzt weil mir damals noch keine Unterlagen zur Verfügung standen. Die Kästen für die Besandung der Antriebsräder sind wohl eher Europäisch (über den Rädern im Laufsteg eingebaut). Die typischen Attribute der frühen US-Loks wie grosse Öllampen, Glocke auf dem Kessel, voluminöse Führerhäuser und Formschöner Dampfdom sind jedoch schon vorhanden.
Bei der Mason Bogie sind die Vorräte nicht in einem angehängten Tender untergebracht. Alle Elemente sind auf der gleichen Tragkonstruktion aufgebaut. Der Wasservorrat ist U-Förmig um den Kohlenkasten gelegt. Die Lampe und die grosszügige Verglasung erlauben eine problemlose Rückwärtsfahrt.
Ein grosser Augenblick. Die erste Werkstattfahrt! Einige Zurüstteile fehlen noch.
Ein Fahrzeug fährt in schönsten Modellbaumuseum in Skandinavien (Kouvola, Finnland) . Das Zweite wurde von einem Sammler in Zürich erworben.
Über die Entwicklung des Antriebs und die Überwindung der Probleme damit siehe bitte unter dem Beitrag: Spur80 die Fahrzeuge #3 – #5… die Weiterentwicklung des Urmodells.