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Worum geht es in Ihrer Forschung?
In neueren Föderationen, wie z. B. in Südafrika, werden die lokalen Gebietskörperschaften als dritte Regierungsebene verfassungsrechtlich voll anerkannt. Auch in den etablierten Föderationen existiert eine steigende Tendenz, den lokalen Gebietskörperschaften mehr Autonomie zu gewähren. In der südafrikanischen Verfassung sind die Struktur, die Organisation und die Zuständigkeit der Kommunalverwaltungen festgelegt. Allerdings räumt sie sowohl der nationalen Regierung als auch den Provinzregierungen die Befugnis ein, in die Kommunalverwaltungen einzugreifen. Während die Gemeinden grundsätzlich in die Zuständigkeit der Kantonsregierungen fallen, gewährt die Schweizer Verfassung ihnen ebenfalls ein gewisses Mass an Anerkennung. Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, eine vergleichende Untersuchung darüber durchzuführen, wann und unter welchen Umständen "höhere" Regierungsebenen in die Autonomie der lokalen Regierungen eingreifen. Darüber hinaus soll untersucht werden, welche verfahrenstechnischen und institutionellen Vorkehrungen zum Schutz der Autonomie der lokalen Gebietskörperschaften in den Föderationen Südafrikas und der Schweiz getroffen wurden.
Können Sie uns Ihren Werdegang beschreiben?
Ich habe einen LL.M. in vergleichendem Verfassungsrecht von der Central European University in Budapest. Zu meinen Interessengebieten gehören Föderalismus, lokale Regierunsführung, Verfassungsrecht und Menschenrechte. Derzeit promoviere ich an der University of the Western Cape in Südafrika.
In den letzten zwanzig Jahren habe ich an verschiedenen Universitäten in Äthiopien unterrichtet, unter anderem an der Jimma University, der Hawassa University und der Ethiopian Civil Service University.