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Fortunat Frölich ist in Chur geboren und aufgewachsen. Er studierte nach der Matura Violoncello, Gesang und Orchesterleitung an den Musikhochschulen in Zürich, Napoli und Leipzig. Alls Cellist und Sänger wirkte er in unzähligen Formationen verschiedenster Prägung mit: Von 1989-2002 war er Solocellist des Bündner Kammerorchesters. In der Kleinkunstszene machte er sich als Begleiter der Tessiner Volkslied-Sängerin La Lupa und mit seinem Duo mit dem marokkanischen Darboukka-Virtuosen Samir Essahbi einen Namen. Als Solo-Bariton wirkte Fortunat Frölich in Uraufführungen von Hans Jürgen von Bose (Opernhaus Zürich), John Gray, Walther Giger (Orcadian Conflux Festival, Ile of Orkney) mit. Er war Mitglied des Schweizer Kammerchors und begleitete das Solistenensemble Basler Madrigalisten auf vielen internationalen Tournéen. Heute arbeitet Fortunat Frölich als Komponist und Dirigent. Er gewann mehrmals den von der Kulturförderung Graubünden ausgeschriebenen Wettbewerb für professionelles Kulturschaffen. 2019 errang er am Kompositionswettbewerb der Uniun la Chanzun Rumantscha in den Kategorien gemischter Chor und Kinderchor jeweils den 1. Preis.
In seinen Kompositionen verwendet Fortunat Frölich eine breite Palette musikalischer und stilistischer Mittel, was durchaus seinem eigenen musikalischen Werdegang entspricht, der ihn in die verschiedensten musikalischen Sparten und auch zu anderen Kulturen führte. Man findet in seinen Werken häufig eine Konfrontation von Gegensätzen, wie z.B. in seinem Konzert für improvisierendes Saxophon und Orchester, das mit der Bündner Freejazz-Legende Werner Lüdi uraufgeführt wurde, oder in seinen zahlreichen interkulturellen Projekten, die er an internationalen Festivals in Afrika und Europa präsentierte. Seine Werke werden unter anderem bei Sikorski Hamburg und bei der Schweizer Musikedition SME sowie Müller&Schade verlegt.
1998 schrieb Frölich im Auftrag des Schweizerischen Bundesamtes für Kultur (BAK) die Festmusik zum 150 jährigen Jubiläum des Schweizer Bundesstaates, welche auf dem Bundesplatz in Bern uraufgeführt wurde. 2003 war er musikalischer Leiter im Projekt „Züri retour“, einem Grossanlass im Hauptbahnhof Zürich zum 200 jährigen Jubiläum des Eintrittes Graubündens in die Eidgenossenschaft. Weitere Kompositionsaufträge erhielt Fortunat Frölich von der Schweizer Kulturstiftung PRO HELVETIA, Schweizer Landesausstellung expo 02, Sinfonieorchester Basel, Orchestra Filarmonica di Torino, Theater Basel, Opernhaus Biel/Solothurn, Luzerner Theater, Basler Madrigalisten, Zürcher Kammerorchester, Festival Boswiler Sommer, Stimmen Festival Lörrach, Menhir Festival Falera und anderen mehr.
Als Dirigent arbeitet Frölich mit namhaften Solisten, Orchestern und Ensembles zusammen, wie Juliane Banse, Susanne Elmark, Rima Khcheich, Reem Talhami, Christian Zehnder, Sinfonieorchester Basel, Ensemble Phoenix Basel, Hamburger Symphoniker, Ensemble Resonanz Hamburg, Zürcher Kammerorchester, Amar Quartett, Casal Quartett, Kammerphilharmonie Graubünden, Karlovivary Symphony Orchestra, North of England Chamber Orchestra, Basler Madrigalisten, Choeur du Maroc, und anderen mehr. Er gründete und leitet ausserdem den überregionalen Projektchor choR inteR kultuR, mit welchem er interkulturelle Projekte realisiert.