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Das erste in der Schweiz geplante Geothermieprojekt mit Stromerzeugung wurde in Basel lanciert. Nach einer Explorationsphase sollte im Dezember 2006 während zwei Wochen Wasser unter hohem Druck in das kristalline Grundgebirge gepresst werden. Das Ziel bestand darin, dessen Durchlässigkeit in einer Tiefe von 4‘000 bis 5‘000 Metern zu erhöhen und ein geothermisches Reservoir zu schaffen, in dem die Flüssigkeit zirkuliert und sich erwärmt.
Der Prozess des Einpressens wurde von einem dichten seismischen Überwachungssystem beobachtet. Dazu gehörten unter anderem sechs von der Geopower Basel AG betriebene Bohrlochseismometer in einer Tiefe von 300 bis 2‘700 Metern, die wie geplant tausende von Mikrobeben aufgezeichnet haben. Der SED betreibt im Raum Basel ein dichtes Netz von Erdbebenstationen, das während des Deep Heat Mining-Projektes deutlich verdichtet wurde. Zusätzlich wurden vom Landeserdbebendienst Baden-Württemberg einige Stationen auf deutscher Seite installiert. Der SED hatte Zugang zu den Daten dieser Stationen und die Aufgabe, die Magnitude der detektierten Erdbeben festzulegen.
Die Injektionsrate (Flüssigkeitsmenge) wurde schrittweise erhöht, bis die maximale Rate am sechsten Tag erreicht war. Kurz danach ereignete sich ein Beben der Lokalmagnitude 2.6. Daraufhin wurde die Injektionsrate gedrosselt und einige Stunden später ganz eingestellt. Nach ungefähr fünf Stunden kam es zu einem Beben mit einer Lokalmagnitude von 3.4 (Momentenmagnitude 3.1). Mit einer Intensität von V war es weiträumig spürbar und richtete kleinere Schäden an. Drei weitere spürbare Beben mit Lokalmagnituden grösser als 3.0 ereigneten sich bis in den Februar 2007 hinein. Insgesamt wurden über 200 Beben mit Magnituden von 0.9 (ML) oder grösser registriert (entspricht über 900 Beben mit Mw). Die Projektleitung sistierte daraufhin das Vorhaben und beendete das Projekt 2009 nach einer umfassenden Risikoanalyse endgültig.
Die eingegangenen Schadenmeldungen betrafen vorwiegend kleinere Risse im Verputz von Gebäuden und beliefen sich auf eine Summe von 6 Millionen CHF, die mehrheitlich abgegolten wurde.