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Le Palais ist die Hauptstadt der größten französischen Atlantik-Insel Belle-Île. Ein wunderbarer Ort auf einer Insel, die ihrem Namen alle Ehre macht.
Belle-Île-en-Mer liegt südlich von Lorient und ist die größte der bretonischen Inseln.
Die Insel gehört zum Département Morbihan, ist 87 km² groß und hatte 1876 11.000 Einwohner. Sie liegt 14 km entfernt von Quiberon. Der höchste Punkt liegt mit 71 m beim Croix du Run. Die Insel ist von Felsen umgeben, im Innern aber reich an fruchtbarem Weide- und Ackerland. Die Einwohner trieben Ackerbau, Pferdezucht, Fischerei (besonders Sardellenfang), Salzschlämmerei, Handel mit Getreide, Vieh und Fischen. Hauptstadt ist der Hafenort Le Palais, der vom Bild der pyramidenartigen Zitadelle beherrscht wird, die Ende des 17. Jahrhunderts von Vauban ausgebaut wurde.
Die vier Gemeinden auf der Insel sind Le Palais, Sauzon, Bangor und Locmaria. Die Menhire Jean und Jeanne stehen 340 m voneinander entfernt, östlich des Dorfes Kerlédan.
Karl IX. gab die Insel dem Marschall von Retz als Marquisat, dessen Sohn verkaufte sie 1658 an den Finanzintendanten Fouquet, der sie befestigen ließ. Dessen Enkel war der berühmte Marschall Charles Louis Auguste Fouquet de Belle-Isle, der die Insel 1718 für die Grafschaft Gisors der Krone abtrat.
Bei Belle-Île siegte die britische Flotte unter Vizeadmiral Sir Edward Hawke über die französische unter Conflans am 20. November 1759 bei der Seeschlacht in der Bucht von Quiberon.
Auf Belle-Île steht der Leuchtturm Goulphar, der 1835 in Dienst gestellt wurde. Im Leuchtturm und seinem Anbau befindet sich die Verwaltung für die Austonnung der gesamten französischen Atlantikküste.
Heute hat die Insel rund 5.120 (Stand: 2008) Einwohner, beherbergt im Sommer aber rund 20.000 Feriengäste. Der Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequellen geworden.