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Schweizer Sage
Der starke Mettier und die Franzosen
Als die Franzosen in Langwies gegen Müllers Haus kamen, war dort ein starker Mettier. Dem haben sie „dr starch Mettier“ gesagt. Sie verlangten von diesem etwas zu essen.
Dann sei der alte Mettier aus dem Keller gekommen, unter jedem Arm ein Brot und in jeder Hand eine Gebse (rundes, hölzernes Milchgeschirr) voll Milch, und habe ihnen das gegeben. Jede Gebse hielt er nur zwischen Daumen und Zeigfinger.
Da hätten die Franzosen gefragt: ob da noch mehr so starke Leute seien? Da habe er geantwortet: Er sei einer von den weniger Starken. Ihn hätten sie nur wegen seines Alters und seiner Schwäche zurückgelassen. Die rechten Männer seien in den Bergen.
Da hätten sich die Franzosen umgedreht und seien zurück talauswärts.
Quelle: Max Waibel, Das grosse Buch der Walser, Verlag Huber, Frauenfeld, 2010, S. 290.
Parabla 2021-01