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Helsingfors von 442 km, Wiborg-Antrea-Sortavala von 178 km und Simola-Villmannstrand von 19 km, zusammen von 678 km Länge. Der elektrische Betrieb der Strecke St. PetersburgWiborg-Helsingfors wird nach den vorläufigen Berechnungen rd. 33000 PS erfordern, die aus dem Vallinkoski allein gewonnen werden können. Zur Erwerbung der im Vouxen im Privatbesitz befindlichen Wasserfälle haben sich kürzlich in Brüssel verschiedene einheimische und ausländische Bankhäuser zusammengetan. Auch von russischen Gesellschaften wird die Nutzbarmachung verschiedener Wasserfälle Finnlands geplant. Im übrigen hat auch der finnländische Senat den Imatra1) und andre staatliche Wasserfälle im Vouxen für den elektrischen Betrieb einzelner Staatsbahnen, für Beleuchtungs- und allgemeine wirtschaftliche Zwecke, insbesondere auch für den elektrischen Zug der Schiffe des Saimakanales, auszubauen beschlossen.
Der Saimakanal, Abb. 1, verbindet den südlichen Teil des Saimasees mit dem Finnischen Meerbusen bei Wiborg; er wurde im Jahre 1856 eröffnet. Die Länge des Kanales beträgt 59,30 km2), die Sohlenbreite in gewöhnlichem Boden 11,90 m und in Felsboden (bei Lauritsala) 7,40 m, die mittlere Wassertiefe 2,70 m. 28 Schleusen gleichen das Kanalgefälle von zusammen 75,90 m aus. Auf dem Saimakanale können Schiffe von 31,20 m Länge, 7,10 m Breite und 2,50 m Tauchtiefe verkehren. Im Jahre 1910 wurde der Kanal von mehr als 7000 Schiffen befahren.
Fortschritte der elektrischen Roheisenerzeugung. Nach einem Bericht von Prof. Neumann in »Stahl und Eisen« 3) ist der elektrische 2500 PS-Hochofen am Trollhättan, dessen bemerkenswerte Versuchsergebnisse wir in Z. 1912 S. 195 und 1600 erörtert haben, am 1. Oktober 1912 aus dem Besitz des schwedischen Jernkontors in den eines schwedischen Eisenwerkes, der Strömsnäs Jernverks A.-B. in Degerfors, übergegangen. Diese betreibt den Ofen jetzt rein geschäftlich und stellt ein hochwertiges Holzkohlenroheisen für Zwecke des Martinofenbetriebes her. Da der Ofen dabei im Gegensatz zum früheren unruhigen Versuchsbetrieb ein Vierteljahr lang gleichmäßig eine bestimmte früher ausprobierte Beschickung erhalten hat, sind die Ergebnisse noch günstiger als bisher ausgefallen. Aus dem Erz (Kiruna-, Tuollavara-Erz usw.) wurden 65,38 und aus der Gesamtbeschickung, bestehend aus Erz, Kalkstein und Holzkohlen, 49,6 vH Eisen ausgebracht. Der Verbrauch von Holzkohlen, bezogen auf 1t Roheisen, Mit betrug 397,6 kg, der Stromverbrauch 2076 KW-st/t.
1 KW-Jahr erzeugt man demnach 4,22 t, mit 1 PS-Jahr 3,1 t Roheisen. An Elektroden wurden 2,78 kg/t verbraucht.
Die im Laufe der letzten drei Jahre, d. h. seit dem Betrieb des ersten Ofens der Elektrometall-Aktiebolaget, in Domnarfvet erzielten Fortschritte lassen sich an den Angaben der Zahlentafel verfolgen.
Danach ist es gelungen, dem elektrischen Ofen einerseits immer mehr Strom zuzuführen, also seine Leistung zu erhöhen, anderseits den Strom- und Kohlenverbrauch zur Erzeugung der Einheitsmenge des Eisens stetig zu erniedrigen. Die zuletzt erzielte Zahl für den Stromverbrauch, rd. 2000 KW-st/t, bezeichnet Prof. Neumann als sehr befriedigend, indem er darauf hinweist, daß die bisher bekannt gewordenen noch darunter liegenden Zahlen nur bei ganz kurzen Versuchen erhalten worden sind. Das verhältnismäßig geringe Vorkommen von Stillständen zeigt, daß die Anlage für den regelrechten Großbetrieb reif ist. Mit den Neubauten der Jahre 1911 und 1912 sind jetzt in Schweden und Norwegen 7 Oefen der Elektrometall-Bauart von 2500 bis 3500 PS vorhan
1) Der Ausbau des Imatra wird nur unter Wahrung des landschaftlichen Bildes geplant. Zu diesem Zweck ist ein Ausschuß gebildet, der zurzeit für die Anlagen am Imatra Pläne ausarbeitet, über deren Ausführung oder Ablehnung der finnländische Senat entscheiden wird. 2) 32 km wurden gegraben, 27,30 km sind natürliche Gewässer. 3) vom 20. März 1913.
den und bis auf zwei, die in diesem Jahre fertig werden sollen, auch im Betrieb, und zwar je einer in Domnarfvet und am Trollhättan, zwei bei Hardanger und drei in Hagfors. Mit Ausnahme des Ofens in Trollhättan, der Zweiphasenstrom erhält, werden sie mit Dreiphasenstrom betrieben. Außerdem sollen noch vier weitere Oefen für je 3000 PS gebaut und ebenfalls 1913 in Gang gesetzt werden. Die Beobachtung, daß keiner dieser neueren Oefen eine wesentliche Erhöhung der Leistungsfähigkeit aufweist, legt den Gedanken nahe, daß die Bauart Elektrometall mit etwa 3500 PS ihre höchste mögliche Leistung erreicht habe. Diese Annahme wird durch die Anlage eines 12000 PS-Ofens der Bauart Helfenstein in Domnarfvet unterstützt1), und auch der Abbruch des dem Schachtofen der Elektrometall-Aktiebolaget ähnelnden Ofens in Kalifornien__ scheint sie zu bestätigen. An Stelle dieses Ofens, dessen Betriebsergebnisse wir seinerzeit ausführlich mitgeteilt haben), hat man ebenfalls einen Ofen ohne hohen Schacht aufgestellt, der grundsätzlich von ähnlicher Bauart, wenn auch etwas anders ausgeführt ist, als der HelfensteinOfen. Der von einem Blechmantel umgebene Schmelzraum des Ofens in Kalifornien ist rechteckig, 8,37 m lang, 3,23 m breit und 3,72 m hoch. Das Gewölbe über dem Herde wird von fünf Füllschächten von 600 mm Dmr. durchbrochen, die oben zu einer 4,65 m höher liegenden Beschickbühne führen. Zwischen den Füllschächten treten 4 Graphitelektroden von Die 300 mm Dmr. senkrecht ein, die 1240 mm lang sind. Transformatoren führen den Strom, den sie mit 2400 Verhalten, mit 40 bis 8 V zu den Elektroden. Die Beschickung besteht aus je 500 kg Magneteisenstein, 135 bis 150 kg Holzkohlen, 3,5 kg gebranntem Kalk und 12,5 kg Quarz. Ein Gasumlauf ist nicht eingerichtet. Betriebsergebnisse sind bisher nicht bekannt geworden.
mit 1 KW-Jahr crzeugte Roheisenmenge
Rollgänge aus Gliederketten werden in letzter Zeit in amerikanischen Walzwerken zum Befördern von Blechen verwandt. Die bisher allgemein benutzten festen Rollen mit Antrieb durch Zahnräder oder Kurbeln haben den Nachteil, sehr schwer zu sein. Infolgedessen stehen die umlaufenden Massen der alten Rollgänge zu denen der beförderten Bleche in sehr ungünstigem Verhältnis. Die nuen amerikanischen Rollgänge bestehen aus endlosen Gliederketten mit eingefügten drehbaren Rollen. Diese bieten den Blechen eine gleichmäBige Auflage und bewahren sie besser vor dem Krummziehen als die älteren Einrichtungen. Die American Rolling Mill Co. in Middletown, O., besitzt zwei solche Fördertische von 105 m Länge, die aus je zwei Teilen bestehen und 1 bis 5 mm dicke Bleche von 1500 mm Breite von den Glühöfen zur Schere schaffen. Die Kette bewegt sich mit 0,4 m/sk, die a f den Rollen aufliegenden Bleche also mit 0,8 m/sk Geschw.:1digkeit. Der eine Teil eines jeden Tisches wird von einem 15 PS-Motor angetrieben, braucht jedoch nur den geringen
t
2,76
3,66
3,93
4.22
deutscher Ingenieure.
Vergl. Z. 1913 S. 437 und 632.
2) Z. 1910 S. 1836.
3) nach ETZ vom 15. Mai 1913 S. 562.
9,7
5,7
2,8
Stillstände
Betrag von 5 PS, der andere längere Teil verbraucht 8 PS. Einen ähnlichen Tisch von 45,5 m Länge hat die Republic Iron and Steel Co. in Haselton, Pa., hinter ihr Trio-Blechwalzwerk von 2285 mm Ballenlänge eingebaut. Der aus Eisenkonstruktion hergestellte Tisch wiegt rd. die Hälfte eines mit gußeisernen Rollen und Rahmen ausgeführten Tisches der bisherigen Bauart. (»Stahl und Eisen« vom 15. Mai 1913)
Der Bau elektrischer Maschinen in Amerika") hat sich immer mehr dahin entwickelt, daß große, langsamlaufende Stromerzeuger nur noch von wenigen Fabriken als Dreileiter-Gleichstrommaschinen mit gemischter Erregerwicklung gebaut werden. Die Rücksicht auf den raschen Fortschritt der Elektrotechnik zwingt immer mehr dazu, billige Maschinen von allerdings nur kurzer Lebensdauer aufzustellen. Dic Drehstrom-Turbodynamos für 60 Per./sk werden bis 5000 und
31. Mai 1913.
2
6000 KVA noch zweipolig, d. h. für 3600 Uml./min gebaut; bei 20000 KVA kommt man noch mit 4 Polen aus, sogar die mächtigen 30 000 KVA-Dynamos von 25 Per./sk werden nur mit zwei Polen, also für 1500 Uml./min ausgeführt. Das bebedingt Umfangsgeschwindigkeiten von 110 bis 130 m/sk, die bei den Erprobungen noch auf 150 bis 160 m/sk gesteigert werden. Das solchen Beanspruchungen ausgesetzte Material besteht aus sehr zähen Stahllegierungen 7000 kg/qcm Elastizitätsgrenze und 9000 kg/qcm Bruchfestigkeit. Das Magnetrad wird im allgemeinen als Walze ausgeführt, deren Erregerwicklung in strahlig oder parallel eingefräste Nuten gelegt wird. Die Walze wird entweder aus dem Vollen geschmiedet oder aus gewalzten Scheiben, seltener aus dünnen Blechen zusammengebaut. An Stelle der durchgehenden Welle verwendet man angeschmiedete oder mit Flanschen befestigte Zapfen. Die Geschwindigkeit der durch strahlige und axiale Kanäle strömenden Kühlluft wird bis auf 30 bis 50 m/sk gesteigert, wozu in manchen Fällen besondere Gebläse erforderlich werden. Unvermeidliche Wärmestauungen an einzelnen Stellen der Turbodynamos zwingen zur Verwendung von Glimmer und Asbest statt der sonst üblichen Isolation durch Oelleinen und Oelpapier. Der Glimmer wird nach dem Häfely-Verfahren fest auf die Stabspulen gepreßt und gewalzt. Man geht aber bei der hohen Umlaufgeschwindigkeit in Amerika mit der Maschinenspannung kaum über 11 000 V, während in Europa schon mit 16500 V bei 1500 Uml./min und mit 30 000 V bei noch kleineren Umlaufzahlen gearbeitet wird. Als Mittel zum Herabdrücken des Kurzschlußstromes gibt man dem Stromerzeuger bis zu 7 vH Streuung und schaltet vor die Maschine eisenfreie Drosselspulen oder Einspulen-Transformatoren von ebenso hohem induktivem Widerstande. Zum Regeln der Spannung dienen besondere Schnellregler. Die Drehstromerzeuger für Antrieb durch Wasserturbinen werden für Umlaufzahlen bis 300 und rd. 500 i. d. Min. mit Magneträdern aus zusammengefügten geschmiedeten Eisen- oder Stahlplatten versehen. Die ausgeprägten Pole werden mit Schwalbenschwänzen eingesetzt. Die Konstruktion muß fest genug sein, um ein Durchgehen der Maschine mit 50 bis 80 vH Steigerung der Geschwindigkeit aushalten zu können. Das Durchgehen wird auch durch eine selbsttätige OeldruckBackenbremse verhindert. Zum Kühlen werden bereits ähnliche abgeschlossene Luftkanäle wie bei Dampf-Turbodynamos angeordnet. Die Gleichstrom-Unipolarmaschinen, die vereinzelt in Betrieb genommen sind, haben zwar bei den neueren Ausführungen keine bedeutenden Anstände ergeben, haben sich aber doch nicht allgemein eingeführt. Gleichstrommaschinen werden auch mit Umlaufzahlen von 500 bis herab auf 180 i. d. Min. von Dampfturbinen durch Zahnradvorgelege angetrieben. Bei einer 3750 KW-Maschine wird z. B. eine Uebersetzung von 1:10 bei 26 und 259 Zähnen und 25 m/sk Geschwindigkeit am Teilkreis verwendet. Sonst wird Gleichstrom in großen Werken meist aus Drehstrom umgeformt, und zwar noch immer in Einankerumformern, bei denen durch Einführung der Wendepole die Ueberlastbarkeit etwa auf das Dreifache der normalen Belastung und die Spannung bis auf 1500 V gesteigert worden ist. Solche Umformer erfordern fast gar keine Ueberwachung und können sogar vom Hauptkraftwerk her angelassen werden. Die Einzelleistung von Umformern mit stehender Welle ist auf 3000 KW gestiegen. Zur Spannungsregelung dienen Zusatzdynamos, die auf der Umformerwelle sitzen.
von
Ein elektrisch betriebener Wagen für Beförderung von Holzmasten für 5,5 t Belastung ist bei der Philadelphia Electric Co. in Gebrauch. Diese Gesellschaft betreibt ein Hochspannungsnetz, für das sie bis 27,5 m lange Masten verwenden muß; denn sie ist verpflichtet, die Hochspannungsleitung mit beträchtlichem senkrechtem Abstand über andern elektrischen Leitungen zu verlegen und bei Eisenbahnkreuzungen einen solchen von mehr als 9 m einzuhalten. Die Gesellschaft konnte so langen Holzmasten, die sie wohl aus wirtschaftlichen Gründen nicht durch Eisenmasten ersetzen will, nicht mehr mit Pferdefahrzeugen durch die städtischen StraBen befördern, weil solche Transporte mit Gesamtlängen bis zu 40 m ein unzulässiges Verkehrshindernis bildeten. Sie hat daher von der Commercial Truck Co. ein elektrisch betriebenes Fahrzeug herstellen lassen, das dem Sonderzwecke entsprechend konstruiert ist.
Der zweiachsige Wagen ist 9,6 m über alles lang, der Radstand beträgt 6,1 m, das Leergewicht 5,45 t, ebenso viel die Nutzlast. Die Vorderachse ist mit 60, die Hinterachse mit 40 vH des Leergewichtes belastet. Zum Antriebe dient je ein Motor für die vier Räder, die alle lenkbar sind, so daß der Wagen Krümmungen von 5,5 m Halbmesser durchfahren kann. Die Hinterräder können jedoch in der nicht abge
lenkten Stellung verriegelt werden; in diesem Falle beträgt der kleinste Krümmungshalbmesser 12,2 m. Die schon häufig ausgeführte Anordnung, daß stets alle vier Räder gelenkt werden, war hier nicht zulässig, da der Wagen auch in Stellungen entladen werden muß, wo die lenkbaren Hinterräder das Abwerfen der schweren Masten sehr erschwert hätten. Die Lenkvorrichtung konnte auch nur vorn an einem erhöhten Führersitz angeordnet werden, da hinten für ein besonderes Lenkrad für die Hinterräder kein Platz vorhanden ist. Die Bremsen wirken auf alle vier Räder, da die Hinterräder bei Leerfahrten weniger als die Vorderräder belastet sind. Die Motoren werden aus einer Batterie von 42 Exide-Fahrzeugzellen zu je 21 Platten gespeist, deren Ladung für 48 km Fahrstrecke und 11 km/st Fahrgeschwindigkeit bei voller Belastung ausreicht. Die Ausrüstung gestattet auch, Steigungen von 9 vH zu überwinden. Die Akkumulatoren sind in einem Kasten unter der Lastplattform zwischen den beiden Achsen untergebracht. (Electrical World 26. April 1913)
Die Berner Alpenbahn mit dem Lötschbergtunnel ist soweit fertiggestellt, daß die Eröffnung des Betriebes für Ende Mai in Aussicht genommen ist. (Schweizerische Bauzeitung 10. Mai 1913)
Der Bau der kanadischen Grand Trunk Pacific Railway 1) nähert sich seiner Vollendung. Westlich von Winnipeg sind die Schienen auf einer 1810 km langen Strecke, östlich von Prince Rupert an der Küste des Stillen Ozeans auf einer 315 km langen Strecke gelegt. Die noch fehlende, aber in der gesamten Länge im Bau befindliche Zwischenstrecke im Felsengebirge ist 688 km lang. Auf der von der kanadischen Regierung herzustellenden östlichen Hälfte der Linie ist Ende 1912 der Abschnitt zwischen Lake Superior Junction und Cochrane, dem nördlichen Endpunkt der Temiskaming und Nord-OntariaBahn, fertiggestellt. Diese Bahn läuft nach Süden und erreicht bei North Bay die Grand Trunk-Linie, so daß bereits eine Verbindung zwischen dem alten Netz der Grand TrunkBahn und der neuen Ueberlandlinie geschaffen ist. (Zeitung des Vereins Deutscher Eisenbahnverwaltungen 10. Mai 1913)
Eine neue große Lokomotiv-Prüfanlage ist vor kurzem in der University of Illinois fertiggestellt und in Betrieb genommen worden. Die Anlage arbeitet nach dem bekannten Verfahren der älteren Prüfanlagen dieser Art, ist aber für die größten vorkommenden Lokomotiven geeignet und für Rauchgasuntersuchungen besonders eingerichtet. Die Treibräder der Lokomotiven rollen auf glatten Scheibenrädern von 1270 oder 1830 mm Dmr. ab, deren Achsen an den Enden Aldensche Wasserbremsen tragen und deren Abstand je nach der Entfernung der Treibachsen eingestellt werden kann. Gleichzeitig mit der auf diese Scheiben übertragenen Leistung wird die Zugkraft durch ein für 56,5 t Höchstlast bemessenes Dynamometer mit Druckölübertragung und selbsttätiger Schreibvorrichtung aufgezeichnet. Der Schornstein ist durch ein veränderliches Zwischenstück an einen unter dem Dach aufgehängten Kanal aus Holz mit Asbestverkleidung angeschlossen, an dessen Ende die Abgase durch einen Ventilator abgesaugt und in den Schornstein eingeblasen werden. Die Gase werden hierbei so nach unten umgelenkt, daß sie vor dem Eintritt in den Schaft des Schornsteines die ganze Flugasche fallen lassen. Die erste Lokomotive, mit der hier Versuche angestellt werden sollen, ist eine Güterzuglokomotive von rd. 180 t Dienstgewicht der Illinois Central-Bahn. (Engineering News 8. Mai 1913)
Das Luftschiff »Schütte-Lanz 2«. Auf der Luftschiffwerft von Lanz in Mannheim befindet sich ein zweites Luftschiff im Bau, das mit 24000 cbm Inhalt etwas größer als das erste wird. Es soll fünf Gondeln erhalten, in denen vier Motoren von je 200 PS untergebracht werden. Die vorderste Gondel ist die Führergondel.
Neues Trockendock in Leith. In diesem Monat ist in der schottischen Hafenstadt Leith ein neues Trockendock von 168 m Länge, 21 m Breite und 7,3 m Wassertiefe in der Einfahrt fertiggestellt worden. Die Dockwandungen, die am Fuß 5 m, oben 1,5 m dick sind, bestehen durchweg aus Portlandzement Zum Auspumpen des Wassers dienen 3 elektrisch betriebene Kreiselpumpen, welche 34500 cbm Wasser den Inhalt des Docks in 22 st bei 330 Uml./min und in 2 st bei 400 Uml./min fördern können. Mehrere Laufkrane, darunter einer von 15 t Tragkraft, sind seitlich angeordnet,
1) Vergl. Z. 1911 S. 197.
Ein weiterer großer Kran von 130 t ist im Bau begriffen. (Shipbuilding and Shipping Record 8. Mai 1913)
Henry Grey, der Erfinder des bekannten nach ihm benannten Trägerwalzwerkes, ist am 4. Mai in Amerika gestorben1). Von Geburt Engländer, kam er 1870 mit 20 Jahren nach den Vereinigten Staaten, wo er, zeitweise als Unternehmer, in der Walzwerkindustrie tätig war. Mehrere Jahre widmete er der Durchbildung seines neuen Walzwerkes für breitflanschige Träger, das nach Art der Universalwalzwerke mit wagerechten und senkrechten Walzen arbeitet und erheblich größere Profile als bisher unter wirtschaftlichen Bedingungen zu walzen ermöglicht. Als erstes Werk hat nach dem Greyschen Verfahren die zur Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten-A.-G. gehörende Differdinger Hütte gearbeitet, die ein solches Walzwerk im Jahre 1902 baute. Hier werden jetzt als bisher größte Träger solche von 1000 mm Steghöhe und 300 mm Flanschbreite gewalzt. Erst Vergl. The Iron Age vom 8. Mai 1913.
Hr. von Miller, Vorsitzender,
>>
>>
» Köster
ferner anwesend:
Hr. Linde
>>> D. Meyer
Kl. 5. Nr. 248036. Auskleidung von Schächten und Stollen durch Eisenbeton-Werkstücke. J. Weintraut, Hagen i. W. Die Werkstücke a werden an den Enden bei b zapfenartig ausgebildet. Darüber werden die aus Eisenbeton oder dergl. hergestellten Laschen c gestülpt, die die Zapfen von drei Seiten umfassen und die Werkstücke sofort biegungsfest vereinigen.
Hartmann, Vorsitzender-Stellvertreter,
Taaks, Kurator,
Bogatsch
Cornehls
Beigeordnete,
Angelegenheiten des Vereines.
Versammlung des Vorstandes des Vereines deutscher Ingenieure
am Montag den 7. April 1913 im Hotel Fürstenhof zu Leipzig.
(Beginn 9 Uhr vormittags)
Vorschläge für die vom Vorstandsrat
vorzunehmenden Wahlen.
Patentbericht.
} Direktoren,
>> Hellmich, Schriftführer.
Entschuldigt fehlt Hr. Diesel.
An der Sitzung nimmt mit Genehmigung des Vorstandes Hr. C. Matschoß teil.
Der Vorstand beschließt über die dem Wahlausschuß zu unterbreitenden Vorschläge.
Vorschläge für die Verleihung von Ehrungen.
Der Vorstand berät über die Vorschläge, die er dem Wahlausschuß machen will.
Die Geschäftstelle wird beauftragt, dem Vorstande alljährlich für die Verleihung der Grashof-Denkmünze 4 bis 6 Vorschläge mit ausführlicher Begründung vorzulegen. Das Material für die Begründung soll nicht nur aus der Literatur beigebracht werden, sondern es sollen auch Vorschläge und Auskünfte vom Wissenschaftlichen Beirat, von hervorragenden Männern, insbesondere von Inhabern der Grashof Denkmünze eingeholt werden.
im Jahre 1907 folgte die Bethlehem Steel Co. mit einer ähnlichen Anlage auf ihrem Saucon-Werk in South Bethlehem, Pa. In Differdingen walzt man die Träger aus dem Block in einer Straße aus, in South Bethlehem benutzt man eine Vorund eine Fertigstraße der Greyschen Bauart. Außer in diesen beiden Werken befindet sich zur Zeit noch eine Greysche Walzenstraße auf der Rombacher Hütte.
Rechnung des Jahres 1912).
Die Berichte der »Revision« Treuhand-A.-G. und der Rechnungsprüfer liegen vor.
1) s. Z. 1913 S. 842,
Am Sonnabend den 17. Mai verschied in Heidenheim a. Br. der Geh. Kommerzienrat Dr.-Ing. h. c. Friedrich Voith, ein hervorragender Ingenieur und Industrieller. Geboren am 3. Juli 1840, übernahm er 1867 die Leitung seiner Firma, die damals nur 28 Arbeiter und Beamte beschäftigte. Bei seinem 40 jährigen Geschäftsjubiläum, das er 1907 in voller Rüstigkeit feiern konnte, arbeiteten in der Firma rd. 1800 Arbeiter und Beamte. In Anerkennung seiner großen Verdienste um die Entwicklung des Baues von Wasserkraftmaschinen verlieh ihm 1906 die Technische Hochschule Berlin die Würde eines Doktor-Ingenieurs ehrenhalber. Wir werden noch ausführlich über seine Lebensarbeit zu berichten haben.
deutscher Ingenieure.
Kl. 46. Nr. 246352. Verbrennungskraftma. schine. H. Neumann, Berg.-Gladbach. Im Verbrennungsraum des Zylinders o wird ein schwaches Gemisch stark verdichtet, das bei der Zündung zum Teil in die von einem Ventil m gesteuerte Kammer übertritt, um entsprechend der folgenden Eröffnung des Ventiles m in den Verbrennungsraum überzuströmen, wobei diese hochgespannten und hocherhitzten Vorzündungsgase die jetzt durch k zuströmende, von g her mit Luft gemischte Hauptladung entzünden.
614,32 M 597,78 » einzu
9999 M
1) s. Z. 1913 S. 836
2) s. Z. 1913 S 811.
100 000 >> 10000 »
für einen Unterstützungsfonds für Beamte von
Die Rechnungsprüfer halten es für wünschenswert, daß die Körting-Stiftung ebenso wie die Rotter-Stiftung vom Vermögen des Vereines getrennt geführt wird.
Der Vorstand billigt diesen Vorschlag und beschließt, die für die Körting-Stiftung noch zu zahlende Schenkungssteuer dem Stiftungsvermögen zu entnehmen.
Sowohl von den Rechnungsprüfern wie von der »Revision<< Treuhand-A.-G. ist die besondere Sorgfalt in der gesamten Kassen- und Buchführung anerkannt worden.
Geschäftsbericht der Direktoren.
Der im Druck vorliegende Geschäftsbericht') wird mit einigen Aenderungen genehmigt.
Hilfskasse für deutsche Ingenieure.
Der Bericht des Kuratoriums ist noch nicht eingegangen. Die Ausgaben der Hilfskasse im verflossenen Jahre sind im Geschäftsbericht aufgeführt.
Pensionskasse für die Beamten des V. d. I.
Die Rechnung des Jahres 1912) liegt vor und gibt zu Bemerkungen keinen Anlaß.
31. Mai 1913.
Angelegenheiten des Vereines.
Um die vom Ausschuß für Einheiten und Formelgrößen beschlossene Einführung des >>Kilowatt<< für die Leistungseinheit in die Wege zu leiten und zu beschleunigen, hat der Verband deutscher Elektrotechniker in seiner 20. Jahresversammlung am 6. Juni 1912 in Leipzig folgende Entschließung gefaßt:
»Es herrscht volle Einstimmigkeit sowohl beim Verband deutscher Elektrotechniker, beim Verein deutscher Ingenieure und allen übrigen in Betracht kommenden Körperschaften, wie bei der Internationalen elektrischen Kommission, daß in Zukunft ganz allgemein als Einheit der Leistung, also auch der mechanischen Leistung, das Kilowatt gebraucht werden soll. Mit Rücksicht darauf, daß gerade diese Aenderung die umfassendsten Vorbereitungen seitens der Fabriken erfordert und dementsprechend cine längere Einführungsfrist bedingt, wird beantragt, die Einführung des Kilowatt als Leistungseinheit schon jetzt zu beschließen. Als Einführungstermin soll der 1. Januar 1914 festgesetzt werden. Bis dahin soll die wahlweise oder gleichzeitige Benutzung von Kilowatt oder PS als Einheit der mechanischen Leistung zulässig sein.<<
Der Verband deutscher Elektrotechniker regt an, daß der Verein deutscher Ingenieurc eine ähnliche Entschließung fassen und den beteiligten Kreisen bekanntgeben möge, damit die neue Leistungseinheit möglichst vom 1. Januar 1914 an in den Verkehr eingeführt wird (in den am 1. Januar 1914 in Kraft tretenden neuen Maschinen-Normalien des Verbandes ist die Pferdestärke als Leistungseinheit nicht mehr enthalten). Der Vorstand überweist die Anregung dem Wissenschaftlichen Beirat zur Vorberatung.
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Eine Verständigung über die Art gemeinsamen Vorgehens ist noch nicht erzielt. Die Vereinigung der höheren technischen Baupolizeibeamten Deutschlands wird darauf bezügliche Vorschläge machen.
Der Vorstand beschließt, die weiteren Schritte dieser Vereinigung abzuwarten.
1) s. Z. 1913 S. 761.
Aufnahmebedingungen für Teilnehmer. (Antrag des Frankfurter Bezirksvereines.)
Der Frankfurter B.-V. hat darauf hingewiesen, daß über die Aufnahmebedingungen für Teilnehmer noch Unklarheiten herrschen. Man sei zum Teil der Ansicht, daß Techniker, die wegen Nichterfüllung der Aufnahmebedingungen nicht Mitglieder werden können, auch nicht als Teilnehmer aufgenommen werden dürften, daß vielmehr die Zulassung als Teilnehmer nur für Angehörige andrer Berufe (Kaufleute, Verwaltungsbeamte, Juristen, Offiziere, Lehrer usw.) vorgesehen sei.
Der Frankfurter B.-V. bittet den Vorstand, zu dieser Frage gutachtlich Stellung zu nehmen und gegebenenfalls dem Vorstandsrat Richtlinien für die Aufnahme als Teilnehmer vorzuschlagen.
Der Vorstand ist der Ansicht, daß Vorbildung und Beruf bei der Zulassung von Teilnehmern nur insofern eine entscheidende Rolle spielen, als solche Personen, die Mitglieder werden können, nicht als Teilnehmer aufgenommen werden dürfen. Im übrigen aber müßte es dem Ermessen der Bezirksvereine überlassen bleiben, wen sie als Teilnehmer aufnehmen wollen. Es sei anzunehmen, daß sich allmählich gewisse Grundsätze herausbilden werden. Zurzeit ließen sich aber mangels ausreichender Erfahrungen noch keine festen Richtlinien aufstellen.
Neubau des Vereinshauses.
Der Vorstand befaßt sich nochmals mit dem figürlichen Schmuck an der Fassade des neuen Vereinshauses und trifft auf Grund der Aeußerungen, die aus dem Bauausschuß heraus gemacht worden sind, folgende Auswahl: für die Bildwerke am Haupteingang die Standbilder von Leibniz und Otto v. Guericke; für die Medaillons über den Fenstern des Saales die Reliefs von Borsig, Harkort, Krupp, Otto und Langen (Doppelbildnis), Redtenbacher, Reichenbach, Schichau, Siemens, Weisbach.
Hr Taaks teilt mit, daß er als Kurator des Vereines deutscher Ingenieure ein Schreiben an die Bezirksvereine gerichtet habe, worin ihnen vorgeschlagen wird, Fenster mit Städte- oder Landschaftswappen, die in Beziehung zu den Bezirksvereinen stehen, zu stiften. Von den meisten Bezirksvercinen seien Zusagen eingelaufen.
Der Vorstand ist der Ansicht, daß sich für die innere Ausschmückung des Vereinshauses mit Darstellungen aus der Geschichte der Industrie oder Abbildungen industrieller Anlagen und mit Bildern hervorragender Industrieller und Ingenieure sehr leicht Stifter finden werden, so daß es nicht erforderlich sein werde, hierfür Vereinsmittel in Anspruch zu nehmen.
Der Vorstand ersucht den Ortsbauausschuß, in Gemeinschaft mit den Architekten eine Liste der Gegenstände aufzustellen, die zur Ausschmückung und Einrichtung des Vereinshauses dienen und für Stiftungen in Aussicht genommen
Soeben erschienen ist die vom Verein deutscher Ingenieure herausgegebene
Bibliographie der an den deutschen Technischen Hochschulen erschienenen Doktor-Ingenieur-Dissertationen in sachlicher Anordnung. 1900 bis 1910. Bearbeitet von Carl Walther. Mit einem Vorwort von Prof. W. Franz in Charlottenburg und einem Anhang, enthaltend 1) Vergleichende statistische Uebersichten über die in den Jahren 1900 bis 1910 erfolgten Doktor-Ingenieur-Promotionen, 2) Promotionsanordnungen der deutschen Technischen Hochschulen. Berlin 1913, Kommissionsverlag von Julius Springer. Preis 2 M; für Mitglieder des Vereines deutscher Ingenieure, Lehrer, Studierende und Schüler der Technischen Hoch- und Mittelschulen 1,20 M gegen vorherige Einsendung des Betraan die Geschäftstelle.
Ueber Zweck und Inhalt des Buches gibt die Besprechung in diesem Heft, S. 875, Auskunft.
deutscher Ingenieure.
Selbstverlag des Vereines. Kommissionsverlag und Expedition: Julius Springer in Berlin W. Buchdruckerei A. W. Schade in Berlin N.