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Von der Ruine Stein aus hat man eine sehr schöne
Aussicht über die ganze Altstadt von Baden. Die Burg ist ein Wahrzeichen
der bereits vor den Römern gegründeten Stadt an der Limmat und ist
auch eine von den wenigen grossen und guterhaltenen Ruinen hier in der Schweiz.
Natürlich zieht die Stadt ihren Nutzen daraus und lässt Nachts das
Gemäuer mit Hilfe künstlicher Beleuchtung in romantisches Licht tauchen.
Als Folge davon sind dann leider tagsüber die grossen Scheinwerfer sichtbar – Wie eine Faust aufs Auge – Moderne Anlagen vermischt mit alten, historischen Mauern...
Obwohl die Burgruine Stein einige sehr schöne Plätzchen zu bieten hat, ist mir diese historische Stätte bereits etwas zu "kommerziell". Eine Vielzahl von angebrachten Bänken und Abfalleimern weist auf eine grosse Anzahl Besucher hin, was meiner Meinung nach einen grossen Teil der Atmosphäre zerstört.
Die Burg Stein war ein wichtiges Zentrum der antieidgenössischen
Politik der Herren von Habsburg. Von hier aus zog auch das habsburgische Heer
1315 in die Schlacht bei Morgarten.
Burg und Stadt waren den Eidgenossen deshalb ein Dorn im Auge. Am 24. April 1412 zogen die Eidgenossen unter der Führung von König Sigismund (1412) los und eroberten Bremgarten und danach Baden - Die Stadt wurde rasch eingenommen. Die Besatzung der Burg hingegen leistete erbitterten Widerstand, der erst durch das Eintreffen von Berner Truppen gebrochen wurde. Die Eidgenossen plünderten die Festung und zerstörten sie im Jahre 1415!
Von da an diente die Stadt Baden den Eidgenossen als Tagsatzungsort.
Die Festung blieb 200 Jahre Ruine bis 1656 der 1.Villmergerkrieg zwischen den katholischen und den reformierten Orten ausbrach. Dabei erkannten die Katholiken die strategisch wichtige Lage von Baden und bauten die Anlage zu einem imposanten Festungswerk aus (1658-1670). Der Ausbau war zwar politisch ein Triumph für die Katholiken, aber wehrtechnisch gesehen eine Fehlkonstruktion.
Die Festung trug der modernen Artillerie überhaupt keine Rechnung bei, was sich 1712 im 2.Villmergerkrieg bewies: Die Anlage wurde nach der Eroberung von den Bernern und Zürchern geschliffen und danach als Steinbruch genutzt.
Die Ruine der sogenannten Burg Stein steht auf dem Hügel
selbigen Namens.
Eine komplizierte Beschreibung des Anfahrtsweges lohnt sich an dieser Stelle nicht, denn die Ruine ist von verschiedensten Richtungen her schnell ersichtlich (Man schaue in die Höhe). Der Weg hinauf sollte dann auch nicht mehr so schwer zu finden sein.
Immer zugänglich.
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