Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03273.jsonl.gz/3068

Akademisches Orchester Zürich
Leitung: Martin Lukas Meister
Solist: Arkady Shilkloper, Alphorn
Richard Wagner (1813 – 1883) – „Lohengrin“, Vorspiel zum ersten Akt
Daniel Schnyder (*1961) – Alphornkonzert
*****
Anton Bruckner (1824 – 1896) – 6. Sinfonie A-dur (1881)
Majestoso
Adagio. Sehr feierlich
Scherzo: Nicht schnell – Trio: Langsam
Bewegt, doch nicht zu schnell
[accordion clicktoclose=true scroll=true tag=h2]
[accordion-item title=“Akademisches Orchester Zürich“]
Das Akademische Orchester Zürich (AOZ) wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet und umfasst zurzeit etwa 80 Mitglieder. Es steht allen Studierenden und Assistierenden der Universität Zürich und der ETH Zürich offen. In den 30er- und 40er-Jahren wurde das Orchester vom bekannten Zürcher Komponisten Paul Müller geleitet. Bedingt durch die Anzahl seiner Mitspieler wurden vor allem kammermusikalische Werke aufgeführt. In den 40er- bis zur Mitte der 60er-Jahre war der Mozartforscher Ernst Hess Dirigent.
Erst unter der Leitung von Johannes Schlaefli wuchs der Klangkörper zum grossen Sinfonieorchester an. Mit seinem hohen technischen und musikalischen Niveau zählt das AOZ heute zu den besten Laienorchestern der Schweiz. In regelmässigen Abständen werden Orchesterwerke wie auch Solistenkonzerte erarbeitet. Ein Ziel besteht darin, junge, hoffnungsvolle Solistinnen und Solisten vorzustellen. Auch das Mitwirken an akademischen Feiern gehört zu den Aktivitäten des Orchesters. Seit der Gründung des AOZ wurden zahlreiche Ur- und Erstaufführungen dargeboten sowie Rundfunkaufnahmen produziert. Regelmässig werden auch Werke von weniger bekannten Komponisten einstudiert.
[/accordion-item]
[accordion-item title=“Martin Lukas Meister, Leitung“]
Der Schweizer Dirigent Martin Lukas Meister ist mit einem breiten Repertoire international tätig im Bereich Oper und Sinfoniekonzert.
Seine Karriere als Kapellmeister an deutschen Opernhäusern krönte er mit dem Amt als Generalmusikdirektor des Staatstheaters Darmstadt. Davor war Martin Lukas Meister als 1. Kapellmeister und Stellvertreter des GMD am Pfalztheater Kaiserslautern und davor als 1. koordinierter Kapellmeister am Ulmer Theater engagiert.
Gastdirigate führten ihn bisher u.a. an das Gran Teatre de Liceu Barcelona, zum Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks, dem Zürcher Kammerorchester, dem Beethoven Orchester Bonn, dem Argovia Philharmonic, dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt, den Frankfurter Sinfonikern und dem Theater Würzburg.
Martin Lukas Meister absolvierte die Kapellmeisterausbildung der Musikhochschulen Basel, Bern, Genf und Zürich bei Ralf Weikert und Manfred Honeck. Internationale Meisterkurse, bspw. in Tanglewood, ergänzen seine dirigentische Ausbildung. An der Universität Zürich studierte er Musikwissenschaft, Musikethnologie und Philosophie. Er ist Träger des Dirigentenpreises der Schweizer Tonkünstlergesellschaft und der Kiefer-Hablitzel-Stiftung, sowie des 1. Preises der W. und B. Alter-Stiftung.
[/accordion-item]
[accordion-item title=“Daniel Schnyder, Komponist, Saxofonist und Flötist“]
Daniel Schnyder, Komponist, Saxofonist und Flötist
Der 1961 in Zürich geborene Daniel Schnyder gehört zu den aktivsten und meistgespielten Komponisten seiner Generation. Seit 1992 lebt Schnyder, zugleich Saxofonist und Flötist, in New York City.
Der weltweit agierende Künstler war als „Composer in Residence“ beim Zermatt Festival 2012 mit dem Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker, beim Moritzburg Festival (2010), beim Orchestre de Chambre de Lausanne OCL (2009), beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (2008) sowie bei vielen anderen Orchestern und Festivals eingeladen. Schnyders Werk ist eine Musik der Integration und widerspiegelt die urbane Realität unserer multikulturellen Gesellschaft. Sein umfangreicher Werkkatalog enthält Kompositionen aller Werkgattungen.
Schnyder beschäftigt sich zu gleichen Teilen mit Jazz, klassischer und improvisierter Musik. Sein Personalstil nimmt Einflüsse der Neuen Musik ebenso auf wie alte Musik, ethnische Musik, multimediale Konzepte und Crossover. Meisterwerke von der Renaissance bis zum Jazz bearbeitet er, sodass sie anders und neu erlebt werden können. In diesem Sinne kreiert er im Auftrag namhafter Festivals neuartige Programmkonzepte, die exotische Instrumente und Musikstile einschließen – zum Beispiel das Projekt „Traveling East“ für das Schleswig-Holstein Festival 2012, „Arabian Nights“ für das Absolute Ensemble unter Kristjan Järvi und ein Bach-Programm mit Uri Caine und Gregor Hübner für die Bachakademie Stuttgart. Schnyder gestaltet als Komponist und Solist ganze Konzertabende und stellt sie gezielt in aussermusikalische Kontexte. Ein Beispiel dafür sind seine Faust-Projekte mit Orchester, Solisten, Schauspielern und Film. Er schrieb die „Oriental Suite“ (2006) und das afrikanische Oratorium „Sundiata Keita“, das 2010 in der Berliner Philharmonie mit Musikern aus Mali, Chor und Orchester uraufgeführt wurde. Schnyders „klassisches Werk“ umfasst vier Symphonien, fünf Streichquartette, drei Opern, mehr als ein Dutzend Konzerte sowie Kammermusikwerke, die regelmäßig erklingen und auf CDs aufgenommen wurden. Derzeit entstehen eine neue Oper für die Philadelphia Opera Company, ein Werk für das Artemis Quartett und ein Fagottkonzert für Phillip Zeller.
Als Jazzmusiker spielte Schnyder mit Paquito D’Rivera, Lee Konitz, Ray Anderson, Abdullah Ibrahim, Lew Soloff, Victor Lewis und Hubert Laws, was auf mehr als zwei Dutzend CDs dokumentiert ist. Seine Werke für Blechblasinstrumente, gespielt von Wolfgang Bauer, Joe Alessi, David Taylor, Stefan Schulz, Henning Wiegraebe, Graham Ashton, Jim Pugh, Adam Unsworth und Reinhold Friedrich, entpuppten sich als wegweisend. Schnyder erhielt viele Auszeichnungen, wurde für den Grammy (2000) sowie für den Deutschen Musikautorenpreis (2010) nominiert.
[/accordion-item]
[accordion-item title=“Arkady Shilkloper, Alphorn“]
Geboren in Moskau, Russland, im Jahre 1956, begann Arkady im Alter von sechs Jahren das Alto Horn zu spielen und wechselte 1967 zum Waldhorn.
Er war elf, als er dann in die Moskauer Militär Musik Schule eintrat. Als einer der ungewöhnlichsten russischen Musiker spielt Arkady das Waldhorn, Alphorn, Corno da caccia, Vogelhorn, Didjerido, und viele andere Blasinstrumente, die man nicht erwarten würde. Von 1978 bis 1985 war er ein Mitglied im Orchester des Bolshoi Theaters. Mit diesem weltberühmten Orchester und als ein Mitglied des Moskauer Philharmonie Orchesters von 1985 bis 1989 unternahm er eine Vielzahl von weltweiten Konzerttourneen. Seit 1988 arbeitet er mit dem Pianisten Misha Alperin zusammen, zunächst im Duo (Wave of Sorrow ECM, 1990) und seit 1990 dann mit Sergey Starostin als Moscow Art Trio. Er arbeitete weiterhin mit Vienna Art Orchestra, WDR Big Band, JazzBaltica Ensemble, Trio Mauve, Louis Sclavis Ensemble und viel mehr… Shilkloper legte drei (im Overdubbing vorgenommene) Soloplatten vor (»Hornology«, 1995, »Pilatus«, 2001, »Zum Gipfel und zurück«, 2007). Im Jahre 2004 spielte er die Uraufführung des »Concerto« for Alphorn and Orchestra von Daniel Schnyder, ein Auftragswerk des Menuhin Festivals in Gstaad.
Er hat zeitgenössische Instrumentaltechniken wie das Multiphonik, Cirkular Atmung, auf das Waldhorn und später auch auf das Alphorn übertragen. Der Filmemacher Christoph Engel hat den Musiker begleitet, auf einer Reise von Moskau über die Alpen, durchs Sauerland bis hin zur JazzBaltica in Niendorf an der Ostsee. Sein Film zeigt Shilkloper mit Laien- und Profimusikern und bei einem experimentierfreudigen Alphornbauer. Er beobachtet ihn beim Proben und Musizieren im Jazzclub wie auch im Klangraum Natur: »Wenn ich Alphorn spiele, scheint die Sonne«, sagt Shilkloper, für den die Musik eine universale Kraft ist.
https://youtu.be/t0mgn6dOxE0
[/accordion-item]
[/accordion]