Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/26234

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, zusammen mit den Kantonen Zürich und Schaffhausen, den Bahnverwaltungen von SBB AG und Deutsche Bahn AG, mit Cisalpino AG und mit dem Bundesland Baden-Württemberg dahingehend zu verhandeln, dass auf der internationalen Bahnlinie Zürich-Stuttgart via Zürich-Flughafen-Winterthur-Schaffhausen baldmöglichst der integrale Stundentakt eingeführt werden kann.</p><p>Die umsteigefreie und direkte internationale Bahnverbindung Stuttgart-Zürich-Mailand soll beibehalten werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Personenfernverkehr gehört zum unternehmerischen Bereich der SBB AG, für den der Bundesrat nicht zuständig ist. Gerade mit der Bahnreform wird hier von der SBB AG ein positives Ergebnis und eine Unternehmensführung nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen erwartet.</p><p>Die SBB AG äussert sich zum Anliegen des Postulates wie folgt:</p><p>"Eine von der Deutsche Bahn AG und den SBB im Jahre 1998 eingesetzte Arbeitsgruppe erarbeitet derzeit Szenarien für eine betriebswirtschaftlich verantwortbare und die Bedürfnisse des Verkehrsmarktes berücksichtigende Angebotsgestaltung auf der Achse Zürich-Stuttgart. Im Rahmen dieser Untersuchungen stehen ab Fahrplan 2005 drei Varianten zur Diskussion:</p><p>- integraler 2-Stunden-Takt, in der Schweiz taktintegriert via Bülach;</p><p>- integraler 2-Stunden-Takt, in der Schweiz überlagert via Winterthur-Zürich-Flughafen;</p><p>- Weiterführung des Angebotes 1999/2000.</p><p>Dabei gilt es zu beachten, dass im grenzüberschreitenden Verkehr Zürich-Stuttgart die Passagierzahlen seit Jahren praktisch konstant bei etwa 1000 Reisenden liegen (durchschnittliche Passagierzahl pro Tag in beiden Richtungen). Die derzeit angebotenen fünf direkten Zugspaare (zehn Züge) und vier Verbindungen mit Umsteigen in Singen (Richtung Zürich-Stuttgart, Gegenrichtung drei Umsteigeverbindungen) entsprechen diesem Verkehrsaufkommen. Aus heutiger Sicht dürfte das erreichbare Kundenpotential auch längerfristig und bei verbessertem Angebot nicht ausreichen, um einen Stundentakt wirtschaftlich führen zu können. Hierfür wäre eine Zunahme der Passagierzahlen um rund 200 Prozent notwendig. Auf schweizerischem Gebiet liesse sich eine wirtschaftliche Führung des Angebotes am ehesten durch eine Einbindung in den Taktverkehr Zürich-Schaffhausen via Bülach erreichen, auf deutscher Seite ist das Angebot in jedem Fall defizitär."</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.