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Roger Köppel wurde 1965 in Zürich geboren. Er besuchte in Kloten und Bülach seine Schulen und studierte politische Philosophie, Geschichte der Neuzeit und britische und amerikanische Geschichte. Sein Studium schloss er mit dem Lizentiat und einer Arbeit über den verfemten deutschen Staatsrechtler Carl Schmitt und den Untergang der Weimarer Republik beziehungsweise den Aufstieg Hitlers ab.
Schon während seiner Ausbildung war Köppel für diverse Zeitungen tätig, vor allem aber ab 1987 für die Neue Zürcher Zeitung in den Ressorts Sport und Film. 1995 wechselte er zum Tages-Anzeiger und dort ins Kulturressort, ehe er 1997 als Chefredaktor die Zeitungsbeilage Das Magazin übernahm und mit seinem Team zu einer Blüte führte. Nach eigenem Bekunden war das Magazin für Köppel immer eine Art Weltwoche im Exil.
Köppel trat freiwillig als Magazin-Chef zurück, um für den Tages-Anzeiger Korrespondent in New York zu werden. Vor seinem Wechsel in die USA erhielt er jedoch das Angebot, die schwer defizitäre Weltwoche zu leiten, als angestellter Chefredaktor. Es war eine turbulente Zeit mit mehreren Besitzerwechseln, doch es gelang, mit einer konzeptionellen Erneuerung die Zeitung aus den roten Zahlen zurück in die Profitabilität zu bringen.
Nach Ablauf seines Dreijahresvertrags nahm Köppel ein Angebot des Axel-Springer-Verlags an, die renommierte bürgerliche Tageszeitung Die Welt in Berlin zu führen. Dort unterstützte der Chefredaktor die liberale Agenda-Politik von SPD-Kanzler Gerhard Schröder und schrieb gegen die von Brüssel geplante EU-Verfassung an, was international Aufsehen erregte.
In seiner Funktion als Welt-Chef lernte Köppel viele internationale Politiker und Publizisten kennen, unter anderem Lord Weidenfeld, Joachim Fest, Frank Schirrmacher, Helmut Kohl, Otto Graf Lambsdorff, Henry Kissinger, Angela Merkel, Simon Sebag Montefiore, Hans Magnus Enzensberger oder Boris Johnson.
Köppel hätte eigentlich für eine weitere Vertragsperiode bis 2012 in Berlin bleiben sollen, um auch die Verantwortung für die politische und wirtschaftliche Berichterstattung der Welt am Sonntag zu übernehmen, doch stattdessen eröffnete sich ihm 2006 die Möglichkeit, die erneut in die roten Zahlen gerutschte Weltwoche als Unternehmer und Chefredaktor zu übernehmen.
Köppel investierte sein ganzes Vermögen plus Bankschulden. Erneut gelang der Turnaround. Die Zeitung ist seit ihrer Eigenständigkeit profitabel. Wichtige Auszeichnungen: Schweizer Journalist des Jahres (2006), Schweizer Politik-Journalist des Jahres (2008), Gewinner des Ludwig-Erhard-Preises für Wirtschaftspublizistik in Berlin als erst vierter Schweizer (2010).
Roger Köppel ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Seine Hobbys sind Tennis, Literatur, Geschichte, Musik und Philosophie. Seit 2015 ist Köppel auch Mitglied des nationalen Parlaments in Bern. Er wurde für die Schweizerische Volkspartei (SVP) mit einem Rekordresultat in den Nationalrat gewählt. Dort engagiert er sich vor allem aussenpolitisch für eine institutionell unabhängige und weltoffene Schweiz ausserhalb der EU. Seine politische Einstellung bezeichnet er als «liberalkonservativ und diskussionsfreudig».