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Gerade bei Binären Optionen ist die Frage nach dem richtigen Broker besonders wichtig. Denn der vermittelt nicht nur Angebote an einen Marktplatz, sondern ist im Regelfall auch selbst Marktmacher und Handelspartner.
Der Unterschied zum Börsenbroker
Börsenbroker wie S-Broker oder Flatex sind in erster Linie Vermittler. Sie sind meist nicht Emittent der gehandelten Wertpapiere, bei einer Aktie oder einer Unternehmensanleihe ist das eine Firma, beispielsweise die Siemens AG.
Sie legen auch nicht die Preise fest, das geschieht an der Börse durch Angebot und Nachfrage. Die Gewinne, die ein Aktionär hoffentlich macht, werden nicht vom Broker bezahlt. Die Dividende stammt aus den Gewinnen der Firma und die Kursgewinne ergeben sich zum großen Teil daraus, dass die Firma wertvoller wurde.
Bei Binären Optionen sieht das anders aus. Hier ist der Broker meist auch Emittent der Option und Handelspartner. Das bedeutet, der Trader kauft die Option direkt von dem Unternehmen. Ist er erfolgreich, muss der Broker ihn auszahlen (Quelle: binaere-optionen.de).
Warum Regulierung wichtig ist
Im Regelfall finanzieren die erfolglosen die erfolgreichen Trader. Wenn ein Broker beispielsweise 70 Prozent Gewinn bietet, falls die Option im Geld ist und sie gleichzeitig wertlos wird, falls sie aus dem Geld ist, dann macht er selbst dann noch Gewinn, wenn 58 Prozent der Trader richtig liegen.
Sind mehr Trader erfolgreich, würde der Broker Verluste machen. Für diesen Fall sollte er sich absichern, etwa durch eigene Börsengeschäfte.
Setzen mehr als 60 Prozent der Trader beispielsweise auf einen steigenden DAX, kann der Broker sich dadurch schützen, dass er an der Börse ebenfalls auf ein Kursplus beim Deutschen Aktienindex setzt.
Lagen die Trader richtig, kann der Broker ihre Gewinne aus seinen eigenen Gewinnen finanzieren. Wenn die Mehrzahl der Kunden sich irrte, hat der Broker zwar Geld an der Börse verloren, muss aber dafür seinen Tradern deutlich weniger Geld zahlen als er von ihnen eingenommen hat.
Was aber, wenn der Broker sich nicht absichert? Dann könnten Gewinne der Trader ihn zahlungsunfähig machen. Oder ihn dazu veranlassen zu betrügen, etwa indem er die Kurse manipuliert.
Deshalb ist die Regulierung durch eine Behörde in der EU für Binäre Optionen Broker besonders wichtig.
Gute Handelsplattform
Bevor der Broker Gewinne auszahlen kann, muss der Trader aber erst einmal welche machen. Ganz so einfach, wie unseriöse Webseiten behaupten, ist das leider nicht. Wer einfach nur auf sein Glück vertraut, der wird in den meisten Fällen Geld verlieren.
Denn die möglichen Gewinne sind, wie erwähnt, bei Hoch-Tief-Optionen immer niedriger als die potentiellen Verluste. Ist das gesamte Geld verloren, wenn die Option aus dem Geld ist, liegen die Gewinne für den Fall, dass sie im Geld ist, meist bei 60 bis 80 Prozent. Broker mit Verlustabsicherung, bei denen man beispielsweise statt 100 nur 85 oder 75 Prozent verliert, bieten entsprechend niedrigere Gewinne.
Um Gewinne zu machen, muss man deshalb häufiger richtig als falsch liegen. Dazu benötigt man eine gute Handelsplattform. Das heißt Charts zu allen Basiswerten, bei denen auch unterschiedliche Zeiträume gewählt werden können, beispielsweise die letzten fünf Minuten oder die vergangenen sieben Tage.
Für Einsteiger sind Schulungsvideos und Ratgeberseiten sehr hilfreich. Natürlich muss man die nicht unbedingt beim Broker suchen, auch unabhängige Websites geben fundierte Hilfestellung. Aber praktisch ist es schon. Und wer Newstrading betreiben will, der profitiert von einem Nachrichtenticker.
Ausreichend viele Basiswerte
Fürs Newstrading ist außerdem eine große Auswahl an Basiswerten von Vorteil. Denn wer auf eine Gewinnwarnung bei Nestlé regieren will, der kann das nur, wenn das Schweizer Unternehmen auch als Basiswert vorhanden ist.
Aber auch für andere Herangehensweisen ist eine große Auswahl an Basiswerten von Vorteil. Die Trendfolgestrategie ist besonders aussichtsreich, wenn kurz- und mittelfristiger Trend in die gleiche Richtung zeigen. Einen Wert mit einem stabilen Trend muss man aber erst einmal finden – und auch hier helfen viele Basiswerte. Im Idealfall finden sich dort sowohl Aktien als auch Indizes, Rohstoffe und Währungspaare.
Zu viele sollten es allerdings auch nicht sein. Das erhöht für den Broker den Aufwand, die möglichen Gewinne sind dann meist kleiner.
Höhe der Gewinne
Auch die Höhe der Gewinne spielt natürlich eine Rolle. Wer 50 Prozent Gewinn bietet, wenn die Option im Geld ist und 100 Prozent Verlust, wenn sie aus dem Geld, ist kein attraktiver Broker. Denn Trader müssen dann mindestens doppelt so oft erfolgreich sein wie erfolglos, um ins Plus zu kommen.
Der Vergleich ist nicht immer ganz einfach, schließlich bieten manche Broker eine Verlustabsicherung, andere nicht. Doch das lässt sich leicht berücksichtigen, indem man den möglichen Gewinn und die Verlustabsicherung zusammenzählt.
Ein Broker bietet beispielsweise 80 Prozent Gewinn und keine Absicherung, der andere 60 Prozent und 15 Prozent Absicherung. Weil, wenn die Option im Geld ist, auch die Einzahlung erstattet wird, bekommt er im ersten Fall 180 Prozent einer Einzahlung zurück, im zweiten nur 175 Prozent.
Eingezahlt hat er zweimal 100 Prozent, also 200 Prozent. Somit macht der Trader in beiden Fällen Verluste, im ersten aber weniger.
Demokonto
Lohnt es sich da überhaupt Geld zu investieren? Das Ziel ist es natürlich, häufiger Gewinne als Verluste zu machen und so am Ende Geld einzunehmen. Ausserdem macht das Trading Spass.
Idealerweise probiert man sein Geschick zunächst einmal mit einem Demokonto aus. Das ist ein fast normales Tradingkonto, bei dem allerdings nur mit Spielgeld gehandelt wird. Geld verlieren lässt sich keines, wenn man auf ein kostenloses und unverbindliches Angebot achtet.
Fazit
Das Trading mit Binären Optionen kann Spass machen, ist aber auch risikoreich. Am besten man probiert es zunächst mit einem kostenlosen Demokonto aus. Wichtig ist bei der Wahl des Brokers, dass er in der EU reguliert ist.
Featured picture via Pixabay.com by geralt