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Mistkäfer arbeiten hart
Die Käfer verbringen den ganzen Tag damit, grasende Tiere und ihren frischen Dung zu suchen. Wenn sie diesen gefunden haben, graben sie sich hinein und formen Kugeln daraus. Diese Dungbälle werden dann über eine Distanz von bis zu 100 Metern gerollt. Der Käfer versucht nämlich sich möglichst schnell vom Dunghaufen zu entfernen, damit seine mühsam gerollte Kugel nicht von anderen Käfern, die auch am Dunghaufen weilen, gestohlen wird. Wie aber schafft es der Mistkäfer über eine für seine Verhältnisse so grosse Distanz relativ geradlinig zu laufen?
Mistkäfer brauchen freie Sicht nach oben
Dass Käfer sich am Mond und am Sonnenlicht orientieren können, wurde bereits früher gezeigt. Dass aber auch die Sterne Mistkäfern bei der Navigation helfen, wurde lange nur vermutet, da die Käfer auch in mondlosen Nächten ihren Weg finden. Getestet haben dies jetzt Forscher von der Universität Lund in Schweden.
Die Forscher setzten dazu afrikanische Mistkäfer der Art Scarabaeus satyrus in einen kreisförmigen Freilandkäfig. Sie zogen den Mistkäfern kleine Kappen an. Die Kappen waren entweder schwarz, so dass sie die Sicht nach oben versperrten, oder durchsichtig. Die Käfer wurden dann von oben gefilmt, wie sie ihre Dungkugeln rollten. Die Mistkäfer, die den Himmel nicht sehen konnten, liefen in Schlangenlinien und legten so im Durchschnitt einen längeren Weg zurück als die Käfer, die durch ihre durchsichtige Kappe den Himmel noch sehen konnten.
Das heisst, dass die Käfer, die den Himmel nicht sehen konnten, sich schlechter orientieren konnten, als die Mistkäfer, die freie Sicht nach oben hatten. Es blieb aber immer noch unklar, was genau die Mistkäfer zur Orientierung benutzt haben. Es wäre möglich gewesen, dass sich die Käfer an Baumspitzen oder an der Kamera über ihnen orientiert hatten.