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Hunter Biden, der Sohn des US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden und einer der Hauptprotagonisten im aktuellen Ukraine-Skandal des US-Präsidenten, hat sein Schweigen gebrochen. Dem Nachrichtensender ABC-News gab er ein Interview.
Darin sagte er, dass er es nicht bereue, im Verwaltungsrat eines ukrainischen Gaskonzern gesessen zu haben. Was er jedoch sehr wohl bereue, sei, dass er nicht in Betracht gezogen hätte, dass Donald Trump und sein Anwalt Rudy Giuliani daraus eine riesige Verschwörungstheorie basteln könnten.
Hunter Biden sass für fünf Jahre im Verwaltungsrat des ukrainischen Gasunternehmens «Burisma Holdings». Im April 2019 verliess er den VR, um Situationen wie dieses jetzige Interview zu vermeiden. «Das wird zur Ablenkung. Ich muss nun hier sitzen und Fragen beantworten. Wenn mein Vater Präsident wird, werde ich in keinem Verwaltungsrat sitzen und für keine ausländische Gesellschaft arbeiten».
Die Anstellung Hunter Bidens erhielt im September grosse Aufmerksamkeit, nachdem Präsident Trump im Rahmen seines Vorwahlkampfs für die Präsidentschaftswahlen nächstes Jahr versuchte, eine Korruptions-Geschichte daraus zu basteln und so seinem demokratischen Kontrahenten Joe Biden zu schaden.
Trump setzte die ukrainische Regierung unter Druck, eine Untersuchung gegen die Bidens einzuleiten und läuft nun Gefahr, deswegen seines Amtes enthoben zu werden. (dfr)