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- Bei Vorwahlen in sechs US-Bundesstaaten geht der Siegeszug von Ex-Vizepräsident Joe Biden weiter.
- Gemäss US-Medien siegte Biden in Mississippi, Missouri, Michigan und Idaho. Vor allem die Wahl in Michigan galt als wichtiger Test.
- In North Dakota setzte sich laut Hochrechnungen Senator Bernie Sanders durch. Keinen eindeutigen Sieger gibt es laut Prognosen weiterhin im Bundesstaat Washington, Sanders führt dort knapp.
- Wegen des Coronavirus sagten Biden und Sanders Wahlkampf-Veranstaltungen ab.
Biden sprach nach Schliessung der Wahllokale bei einem Auftritt in der Nähe seines Wahlkampfzentrums in Philadelphia. Einige hätten seine Wahlkampagne noch vor Kurzem totgesagt, sagte Biden weiter. «Nun sind wir sehr lebendig.» Er rief seinen parteiinternen Rivalen Sanders zudem zur Zusammenarbeit auf. «Wir haben ein gemeinsames Ziel. Zusammen werden wir Donald Trump besiegen».
Vor allem die Abstimmung im Industriestaat Michigan im Mittleren Westen der USA galt laut Beobachtern als wichtiger Indikator für die Stärke von Biden und Sanders. Biden gewinnt laut Hochrechnungen deutlich, mit über 50 Prozent der Stimmen. Bernie Sanders kommt demnach auf gut 36 Prozent der Stimmen.
Sieg von Sanders in North Dakota bringt nicht viel
Dass Bernie Sanders in North Dakota gewinnen dürfte, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es für ihn im Zweierduell mit Biden immer enger wird. In dem Bundesstaat geht es lediglich um die Stimmen von 14 Delegierten für den Parteitag der Demokraten im Juli, auf dem der Präsidentschaftskandidat gekürt wird. Zum Vergleich: In Michigan geht es um die Stimmen von 125 Delegierten.
Einfluss des Coronavirus auf US-Wahlkampf
Der Coronavirus-Ausbruch in den USA wirkt sich auf das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten aus. Ex-Vizepräsident Joe Biden und Senator Bernie Sanders beraten zurzeit mit ihren Wahlkampfmanagern über das weitere Vorgehen. Am Dienstag hatten beide wegen der Epidemie auf grosse Abschlusskundgebungen nach der Vorwahl im Bundesstaat Michigan verzichtet.
Das Team von Biden, der in Michigan auftrumpfte, sagte zudem eine für Donnerstag geplante Veranstaltung in Florida ab, wo die nächsten Vorwahlen stattfinden. Stattdessen will der 77-Jährige in seiner Heimat Delaware eine Stellungnahme zum Kampf gegen das Virus abgeben.
Sowohl Biden als auch Sanders haben das Vorgehen von Präsident Donald Trump in der Virus-Krise kritisiert.
Insgesamt ging es bei diesem Vorwahltag um etwa neun Prozent aller regulären Parteitagsdelegierten. Angesichts der vergleichsweise vielen zu verteilenden Stimmen wurde der Wahltag auch «Mini Super Tuesday» genannt.
Der ehemalige Vizepräsident Joe Biden hatte in der vergangenen Woche beim wichtigsten Vorwahltag, dem «Super Tuesday», mit Vorwahlen in 14 Bundesstaaten eine laut Beobachtern überraschende Siegesserie hingelegt und Sanders den Rang als Favorit in nationalen Umfragen abgelaufen.
Biden kam vor den heutigen Wahlen auf 670 Delegiertenstimmen, Sanders auf 574. Kandidatin Tulsi Gabbard lag abgeschlagen auf dem dritten Rang.
Trump bei den Republikanern gesetzt
Bei den Republikanern, die am Dienstag ebenfalls Vorwahlen abhielten, stand das Ergebnis quasi schon fest: Trump hat parteiintern keine ernstzunehmende Konkurrenz. Er konnte erneut mit überwältigenden Resultaten rechnen.
US-Präsident Donald Trump hat sich denn auch in allen sechs Vorwahlen für die Präsidentschaftskandidatur seiner Republikaner zum Sieger erklärt. Trump bedankte sich auf Twitter bei den Wählern für deren Unterstützung.