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Beamte der Federal Deposit Insurance waren in den Büros des Unternehmens eingetroffen, in der Absicht, das erste Opfer des US-Bankensystems durch die Krypto-Implosion abzuwenden. Zu den Optionen, die sie diskutierten, gehörte die Suche nach Krypto-Investoren, die helfen sollten, die Liquidität inmitten der wachsenden Verluste der Bank zu stützen. Doch verzweifelte Anrufe bei potenziellen Investoren blieben erfolglos, da kein Unternehmen bereit war, die Last einer Zusammenarbeit mit einer Bank zu tragen, die so tief in den Turbulenzen der Branche steckte.
Da ein Überleben immer unwahrscheinlicher wurde und kein Käufer in Sicht war, teilte Silvergate am Mittwoch mit, ihren Betrieb einzustellen und freiwillig die geordnete eigene Abwicklung einzuleiten. Dies sei angesichts der jüngsten Entwicklungen der Branche der «beste Weg».
Aktie brach nachbörslich ein
Silvergate kündigte an, sämtliche Kundeneinlagen vollständig zurückzuzahlen. Die Aktie des 1988 gegründeten Bankhauses, das sich in den letzten zehn Jahren zu einem der grössten Finanzdienstleister der Kryptobranche entwickelte, brach nachbörslich um 35 Prozent ein. Silvergate hatte im Zuge der Pleite der grossen Kryptobörse FTX bereits gewarnt, das Geschäft möglicherweise einstellen zu müssen. Bereits im vierten Quartal des vergangenen Jahres verzeichnete das Unternehmen 1 Milliarde Dollar Verlust.
(sda/bloomberg/rul)