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Der potenzielle Einsatz von Kernenergie (zusammen mit erneuerbaren Energien) im Strommix Singapurs wurde in einem von drei Szenarien zur Erreichung der Netto-Null-Emissionen im Bericht des beauftragten «Energy 2050 Committee», einer Gruppe von Wissenschaftlern, identifiziert. In den beiden anderen Szenarien leisten vor allem Stromimporte einen wesentlichen Beitrag zur Stromversorgung des Stadtstaates. Bereits 2012 hatte die Regierung eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, kam dann aber zu dem Ergebnis, dass die damals verfügbaren Nukleartechnologien für den Einsatz in Singapur nicht geeignet seien.
Aber die Nukleartechnologie habe sich seitdem verbessert, so die Studie und weist auf neuere Kernkraftwerkskonzepte hin, die in wichtigen Ländern entwickelt und getestet würden und das Potenzial hätten, sicherer zu sein als viele der heute in Betrieb befindlichen Anlagen. Dazu zählten neue Small Modular Reactors (SMR) und langfristig auch Kernfusionsreaktoren. Die Studie empfiehlt der EMA, die Entwicklungen bei diesen Reaktorkonzepten intensiv zu verfolgen, damit Singapur diese Technologien eventuell übernehmen könne, wenn sie realisierbar seien.
«Singapur hat nur begrenzte Möglichkeiten, seinen Stromsektor zu dekarbonisieren, und sollte offen bleiben für alle kohlenstoffarmen Alternativen», heisst es in der Studie. Technologien wie SMR und Kernfusion hätten das Potenzial, eine dabei wichtige Rolle zu spielen.
Die EMA wird die Empfehlungen in der Studie prüfen und neue Entwicklungen bekannt geben.
Quelle
S.D. nach WNN, 22. März 2022 und EMA, Medienmitteilung, 22. März 2022