Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03448.jsonl.gz/347

Tschechische Sprachgeschichte
Der Ursprung der tschechischen Sprache geht in das 11. Jahrhundert zurück, als 1057 mit der Gründungscharta der Stadt Litoměřice das erste Zeugnis der Sprache erschien. Zusammen mit Polnisch und Slowakisch gehört Tschechisch zu den westslawischen Sprachen, einem indogermanischen Sprachenzweig.
Die Verbreitung des Tschechischen beginnt vor allem im Mittelalter mit dem Beginn der Administration und dem Erscheinen der ersten Bücher in dieser Sprache. In der Folge wird das Tschechische dank der humanistischen Schriftsteller perfektioniert und die Sprache verbreitet sich auch ausserhalb des Staatsgebiets wie in Ungarn und in der Slowakei. Als einflussreiche Sprache wird sie sogar zur Kommunikationssprache in den polnischen Adelskreisen.
Nach einer Zeit des Rückgangs im 17. Jahrhundert aufgrund der Auswanderung von nichtkatholischen Intellektuellen erlebt das Tschechische im 18. und im 19. Jahrhundert dank den Bemühungen der tschechischen Renaissance – einer Bewegung mit dem Ziel, die tschechische Sprache, Kultur und Identität wiederzubeleben – einen neuen Aufschwung.
Heute zählt die tschechische Sprache etwa 11 Millionen Sprecher. Sie wird hauptsächlich in Tschechien gesprochen, ist jedoch auch in Österreich, Polen, Deutschland oder in der Slowakei, in der nach der Trennung der Tschechoslowakei im Jahr 1993 einige Zehntausende Tschechen geblieben sind, zu finden. Die zwei Sprachen sind sehr ähnlich, sodass sich Tschechen und Slowaken gegenseitig problemlos verstehen können.
So wie das Land mitten im Wirtschaftsaufschwung verspricht auch die tschechische Sprache einiges.
Einordnung in Sprachfamilien:
indogermanische Sprachen – baltoslawische Sprachen – slawische Sprachen – westslawische Sprachen - Tschechisch