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Nichtregierungsorganisationen haben es selten einfach. Ihre Arbeit wird umso schwerer, wenn sie noch von fragwürdiger Seite her angegriffen werden – und damit indirekt auch das humanitäre Völkerrecht.
Vor rund einer Woche berichtete André Marty in seinem Blog vom beunruhigenden Trend, das humanitäre Völkerrecht dadurch zu demontieren, indem die Aktivitäten von Nichtregierungsorganisationen (NGO’s) diskreditiert werden:
«Der Krieg gegen das Völkerrecht» (Lese-Empfehlung!)
Heute vor 60 Jahren, am 12. August 1949, wurden die vier noch heute gültigen Genfer Abkommen unterzeichnet. Die Schweiz spielte damals eine wichtige Rolle. Und heute, heute leistet sich die Schweiz eine fragwürdige Doppelmoral…
In diesem Jahr 2009 wäre der richtige Zeitpunkt, einige wichtige Ereignisse im Zusammenhang mit dem Humanitären Völkerrecht in Erinnerung zu rufen.
So war die äusserst blutige Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859, also vor 150 Jahren, der Auslöser dafür, dass es vier Jahre später in Genf zur Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) kam. Schon im darauf folgenden Jahr, 1864, wurde das erste Genfer Abkommen zugunsten der Verwundeten unterzeichnet.