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Von einer insgesamt positiven Jahresbilanz schreibt Chocosuisse in einer Medienmitteilung. Der Inland-Pro-Kopf-Konsum sank um 200 Gramm auf 10,3 Kilogramm. Dabei stieg der Importanteil von Schokolade auf 41 %. Für den Inlandmarkt produzierten die Schokoladeproduzenten gesamthaft 52 364 Tonnen (- 3,4%) mit einem Wert von 761 Millionen Franken (- 4,8 %). Für den sinkenden Inlandkonsum macht Chocosuisse den heissen Sommer 2018 verantwortlich. Dazu sei ein harzig verlaufenes Weihnachtsgeschäft gekommen.
Im Export machten die Schokoladeproduzenten jedoch Boden gut und steigerten die Menge um 8 Prozent auf 138 153 Tonnen. Der Umsatz stieg um 6 % auf 991 Millionen Franken. Dabei war das Wachstum in den EU-Ländern mit einem Plus von 10% beim Absatz und von 7% beim Umsatz höher als in aussereuropäischen Ländern. Dort sei zwar ebenfalls ein Absatzwachstum (+2%) zu verzeichnen, schreibt Chocosuisse, gleichzeitig aber auch ein Umsatzrückgang (-9%). Deutliche Rückschläge hätten in gewissen Ländern des Nahen Ostens und Südostasiens hingenommen werden müssen. Starke Wachstumsraten haben gemäss Chocosuisse hingegen Märkte wie Australien, Brasilien, China, Japan oder Russland gehabt.
Sorgen bereitet der Schweizer Schokoladeindustrie die Rahmenbedingungen. Zum Beispiel die Abschaffung der Zollrückerstattungen gemäss «Schoggigesetz» und die Einführung eines Mindestgrenzschutzes für Zucker per Anfang 2019. Auch beim Zugang zu den Exportmärkten sieht Chocosuisse die Gefahr einer Erosion der Wettbewerbsfähigkeit. Zum Beispiel führe das kürzlich in Kraft getretene Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan in den nächsten zu einer Besserstellung von EU-Schokolade gegenüber Schweizer-Schokolade. Chocosuisse verweist dabei auf das stärkere Exportwachstum konkurrierender Schokoladenationen wie Belgien. Chancen sieht die Schweizer Schokoladeindustrie mit dem kürzlich abgeschlossenen Handelsabkommen mit Indonesien.