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Königstiger im SMM Full-Reuenthal
Arbeiten am Benzinleitungssystem und im Turm
In dieser Saison wurde schwerpunktmässig am Benzinleitungssystem gearbeitet.
Das Tanksystem des Königstigers besteht aus 7 Einzeltanks mit einem Gesamtvolumen von ca. 860 l. Neben dem zentralen Einfülltank (ca. 50) hinten oben vor dem Heckblech befinden sich je zwei Tanks links und rechts neben den Lüftern (je ca. 110 l), je zwei Tanks in den Nischen zwischen Brandschott und Kettenspannvorrichtungen unter den Lüftern (je ca. 80 l) und je zwei grosse Tanks in Metallkästen im Kampfraum (je ca. 170 l). Alle Tanks sind so miteinander verbunden, dass bei Befüllung des Tanks hinten am höchsten Punkt das Benzin in alle Tanks fliesst und das ganze System füllt.
Die Benzinleitungen haben drei verschiedene Durchmesser. Die dicksten Leitungen sind für eine möglichst schnelle Füllung, während die Entlüftungsleitungen die Dünnsten sind. Von den vier tiefsten Punkten unter den Nischen- und den Kampfraumtanks gehen Leitungen mittleren Durchmessers ab.
Die Gesamtheit der Tanks ist in drei Gruppen aufgeteilt, die von einer Ventilbatterie geschaltet wird. Der Schalthebel für die Batterie ist hinter dem Fahrersitz angebracht und umfasst vier Schaltstellungen:
1. Zu
2. Hilfsbehälter Motorraum (ca. 80 l)
3. Hauptbehälter Motorraum (ca. 440 l)
4. Kampfraum (ca. 340 l)
Die Volumina werden hintereinander leergefahren. Unmittelbar hinter bzw. räumlich neben der Ventilbatterie befindet sich der Benzinfilter. Von da aus läuft das Benzin weiter zu den Benzinpumpen im Motorraum.
Für eine ‚bessere’ Übersichtlichkeit des Gesamtsystems habe ich die folgende Zeichnung angefertigt:
Aus verschiedenen Gründen haben wir einige Modifikationen vorgenommen. Die originalen Benzinleitungen waren Textil-ummantelte Gummileitungen. Die originalen Armaturen sind heute zu grossen Teilen nicht mehr erhältlich. Wir haben uns deshalb entschlossen, ein modernes System zu wählen. Da das Tanksystem des Königstigers berüchtigt war für seine Undichtigkeiten aufgrund der zahlreichen Verschraubungen, haben wir uns entschlossen, nur den Einfülltank als Fahrtank zu nutzen und direkt mit dem Benzinfilter zu verbinden. So können die zahlreichen Wanddurchgänge über Gewinde, die bereits stark korrodiert sind, vermieden werden.
Die Ventilbatterie war gut wiederherzustellen. Das Kernstück ist eine Achse ähnlich einer Nocken-welle, die bei Drehung ein Ventil nach dem anderen öffnet und die beiden andern geschlossen hält.
Das System umfasst 8 grosse Schwenkverschraubungen, die heute nicht mehr lieferbar sind. Wir haben die 4 im Kampfraum sichtbaren Stücke nachfertigen lassen (den Preis verschweigen wir besser) und wollen die sichtbaren Verbindungen mit originalen Teilen nach Möglichkeit so gut es geht wieder herrichten. Diese Linien werden zwar nicht mehr genutzt, es sieht aber einfach besser
aus.
2017 Sommersaison