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Raucher verschlechtern in geschlossenen Räumen die Luftqualität – auch wenn sie nicht rauchen. Das belegt eine aktuelle Studie der amerikanischen Universität Yale. Demnach tragen Raucher auf Kleidung, Haut und Haar so viele Schadstoffe, dass andere Personen unweigerlich zu Passivrauchern werden. Im Durchschnitt belastet ein Raucher die umstehenden Personen so sehr, als würde er bis zu zehn Zigaretten gleichzeitig rauchen.
Die Studie, an der auch das Max-Planck-Institut in Mainz beteiligt war, wurde in einem Kinosaal durchgeführt, in dem striktes Rauchverbot gilt. Gemessen wurde die Zimmerluft vor und nach der Filmvorstellung. Die Schadstoffbelastung stieg bei Filmen, die auch von Rauchern besucht wurden, deutlich an. Die gesundheitsschädigenden Stoffe blieben auch dann noch in erheblichen Mengen nachweisbar, nachdem die Kinobesucher den Saal verlassen hatten. Die Wissenschaftler um den Umweltforscher Prof. Dr. Drew Gentner sind sich einig: Die Schadstoffe bleiben an den Wänden und dem Inventar haften und werden über einen längeren Zeitraum in die Luft abgegeben.
Die Studie legt nahe, dass Menschen viel öfter dem Passivrauchen ausgesetzt sind, als bisher vermutet. Egal, ob im Büro, in der Strassenbahn oder im Kinderzimmer.