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Inhalt, steht im öffentlichen
Garten zu Locle. Quellen sind zahlreich. Da sie aber an beiden Thalrändern nur wenig über
der
Sohle zu Tage treten, muss man ihr zur Versorgung der Stadt gefasstes
Wasser durch ein besonders Pumpwerk zuerst in ein
höher gelegenes Reservoir hinauf schaffen. Keine Ortschaft im
Jura besitzt so viele laufende
Brunnen wie
Le Locle. Als Wassersammler dient der von einer Menge von Spalten durchzogene Oeningerkalk, der auf der schon genannten
Mulde von undurchlässigen roten Mergeln aufruht.
Diese
Wasser treten in den Seitenthälern
(Les Abattes,
Combe Girard) als Quellen zu Tage, bilden aber unter dem
Plateau des
Communal auch ein grosses unterirdisches Wassernetz, das einst, durch die Alluvionen am Thalrand und mitten
im Thal von unten nach oben drückend, eine Reihe von Quellen, die sog.
Bugnons, speiste. Dank der tektonischen Lagerung der
Schichten kann dieses unterirdische Reservoir durch die sumpfigen
Wasser der Thalsohle nicht verunreinigt werden.
Für seine beständige Erhaltung und für die Reinheit seines Wassers sorgen ferner die grossen Koniferenwaldungen,
die auf dem
Plateau des
Communal und an seinen Hängen angepflanzt worden sind und noch werden. Heute verfügt
Le Locle im Notfall
über eine Menge von 3000 Minutenliter
Wasser. Der bedeutenden Höhenlage des
Thales entsprechend beschränkt sich
die Landwirtschaft auf den Anbau und die Pflege von
Wiesen und
Wald. Getreide lohnt seinen Anbau kaum. Besser gedeihen dagegen
Gemüse und Kartoffeln. Auch einige Obstbäume, besonders solche, die aus Russland stammen, reifen noch ihre Früchte. Von
wildwachsenden Pflanzen sind nennenswert die Fritillaria meleagris (Torfmoore am
Col des Roches), die
Androsace lactea und das Thlaspi montanum (in den
Felsen am
Col des Roches). Vergl. die Art.
Bied,
Col des Roches,
Combe Girard,
Pouillerel,
Sommartel.
(Kt. Tessin,
Bez. Locarno).
691 m. Gem. und Dorf, Hauptort des
Val Onsernone, in malerischer Lage; 14 km nw. vom Bahnhof
Locarno. Postbureau,
Telegraph; Postwagen
Locarno-Russo. Gemeinde, mit Maltino,
Pezze, und
Rossa: 113
Häuser, 402 kathol. Ew.;
Dorf: 73
Häuser, 255 Ew. Sekundarschule.
Wiesen- und Weinbau, Viehzucht. Die noch im Jahr 1890 blühende Strohhutindustrie
ist seither wegen der von China und Italien kommenden starken Konkurrenz eingegangen. Periodische Auswanderung der männlichen
Bewohner in die übrigen Kantone als
Maler, Gipser,
Maurer etc. Eine Anzahl von Loconeser Familien ist
in Genf
sesshaft.
Das Dorf ist 1868 durch Hochwasser
zum grössten Teil zerstört und von den Geschiebemassen des
Wildbaches des kleinen
Val Alta zugedeckt worden, so dass
davon
heute nur noch einige zerfallene
Häuser und der Glockenturm der Kirche stehen.
(Kt. Tessin,
Bez. Riviera).
290 m. Gem. und Pfarrdorf, am rechten Ufer des Tessin
und 1 km w. der Station
Osogna der Gotthardbahn. Postablage;
Postwagen
Osogna-Iragna. Gemeinde, mit
Prosito und Rodaglio: 167
Häuser, 776 kathol. Ew.; Dorf: 129
Häuser, 615 Ew.
Viehzucht. Ehemalige
Glashütte. Nachdem die Verbindung mit
Osogna durch den Bau einer Strasse erleichtert worden war, begann
man mit dem Abbau einiger Granitbrüche, welche Industrie jetzt eine grosse Anzahl von jungen Männern des Dorfes beschäftigt.
Lodrino ist am Eingang ins
Val di Lodrino malerisch gelegen und mit
Osogna durch eine erst vor kurzem erbaute
eiserne Tessinbrücke und eine Fahrstrasse verbunden. Die alte Kirche zu
St. Martin mit Freskomalereien in gotischem Stil
steht auf einer Anhöhe, um die sich zur Zeit des h. Karl Borromäus das Dorf ansiedelte. Der Kirchturm ist im romanischen
Stil gehalten.
oder
Lœwarn(Aufder) (Kt. und Gem. Zug).
453 m. Anhöhe im O. der Stadt
Zug und etwa 30 m über dem Postplatz. 7
Häuser, 43 kathol.
Ew. Alemannengräber. Früher
Löwarn oder Löwern geheissen. Hier steht der sog. Kapuzinerturm, der in die alten
Befestigungsanlagen der Stadt
Zug miteinbezogen war. In der Nacht vom wollte sich der Adel der umgebenden Gebiete
der Stadt mit Waffengewalt bemächtigen und griff diese zugleich von der Löbern und vom
See her an, wurde aber von den durch
den Fischer Hänsli Utinger gewarnten Stadtbürgern zurückgeschlagen. Die Ereignisse jener Nacht sind
dann später von der
Sage noch bedeutend ausgeschmückt worden. Der Kapuzinerturm stammt aus dem Jahr 1525. Vergl. Stadlin,
Franz Karl. Die Topographie desKantons Zug.
Bd IV. Luzern
1824. - Zugerisches Neujahrsblatt auf 1843.