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Bei dem Kurs-Gewinn-Verhältnis handelt es sich um eine Kennzahl, anhand derer sich sowohl die Ertragskraft als auch die Ertragsentwicklung eines Unternehmens beurteilen lässt. Sie bezeichnet das Verhältnis des Gewinns pro Aktie zu ihrem derzeitigen Kurs. Manchmal wird das KGV auch in englischer Schreibweise verwendet: P/E-Ratio.
Berechnen lässt sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis, indem der Aktienkurs durch den tatsächlichen oder geschätzten Gewinn pro Aktie geteilt wird.
Bei einer Aktie mit einem aktuellen Kurs von 60 Franken und einem Gewinn von 8 Franken pro Aktie im vorherigen Geschäftsjahr ergibt sich beispielsweise ein KGV von 7,5.
Am Kurs-Gewinn-Verhältnis lässt sich also ablesen, um ein Wievielfaches ihres Gewinns die Aktie an der Börse gehandelt wird. Auch verrät das KGV, wie lange es dauern würde, bis sich die Aktie bei gleich bleibendem Gewinn bezahlt gemacht hat.
Das oben genannte Beispiel gibt somit an, dass der aktuelle Aktienkurs das 7,5-fache des Jahresgewinns beträgt. Es ist also zu erwarten, dass das Investitionskapital von 60 Franken bei gleich bleibenden Bedingungen innerhalb von weiteren 7,5 Jahren erwirtschaftet ist.
Grundsätzlich lässt die Berechnung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses also Aussagen zur Preiswürdigkeit einer Aktie zu. Allerdings ist ein hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis ebenso wenig automatisch ein Verkaufsgrund wie ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis ein sicheres Kaufsignal darstellt.
Zwar lässt sich das KGV leicht berechnen, doch ist seine Anwendung in der Praxis etwas komplizierter. Vor allem können für die Zukunft in der Regel keine gleichbleibenden Gewinne vorausgesetzt werden, da die Gewinnentwicklung von unterschiedlichen Faktoren abhängig ist, so zum Beispiel von konjunkturzyklischen Schwankungen oder Veränderungen in Betrieb, Wettbewerb und Verbraucherverhalten.
Aus diesem Grund ist es wichtig, das aktuell errechnete Kurs-Gewinn-Verhältnis stets mit den Kurs-Gewinn-Verhältnissen aus der Vergangenheit zu vergleichen, um ein klareres Bild zu erhalten. Es ist zudem hilfreich, die Kennzahlen branchengleicher Unternehmen miteinander in Beziehung zu setzen.