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Wie die Alpenschutzkonvention CIPRA berichtet, hat der 2007 eröffnete Lötschberg-Basistunnel auf die Güterverlagerung, von der Strasse auf die Schiene, keinen signifikanten Effekt. Der Personenverkehr hat zugenommen und beschränkt dadurch die Kapazität des Güterverkehrs. Das primäre Ziel des Lötschberg-Basistunnels, nämlich die Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene, wurde nicht erreicht. Die Strecke ist bei BerufspendlerInnen zu beliebt. Dies gab der Schweizer Bundesrat kürzlich im vierten Verlagerungsbericht bekannt.
Die Strecke von Frutigen/CH nach Visp/CH wurde durch den 2007 eröffneten Lötschberg-Basistunnelbau extrem verkürzt, was für BahnkundInnen neue Perspektiven eröffnet hat. Dadurch ist es beispielsweise möglich geworden, an Werktagen vom Oberwallis nach Bern zu pendeln. Die Folge sind erhöhte Passagierzahlen, die die Schweizerischen Bundesbahnen SBB dazu zwingen, Extrazüge einzusetzen. Dies geht wiederum auf Kosten des Güterverkehrs.
Der Bundesrat und das Parlament wollen bis zum Jahr 2011 die LKW Fahrten durch die Schweizer Alpen auf eine Million Fahrten reduzieren. Der vierte Verlagerungsbericht zeigt, dass dieses Zwischenziel nur mit zusätzlichen Massnahmen erreichbar ist. Dazu zählen die Einführung einer Alpentransitbörse und eine geplante Erhöhung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA).
Was der Bundesrat mit der Studie über die Auswirkungen des 2007 eröffneten Lötschberg-Basistunnels herausgefunden hat, lässt eine von der Alpen-Initiative im August veröffentlichte Studie auch für den Gotthard-Basistunnel erwarten: Ohne zusätzliche Massnahmen wird das Milliardenbauwerk den Anteil der Schiene an den alpenquerenden Gütertransporten um höchstens 2,5 Prozent erhöhen. Ferner ist wie beim Lötschenberg-Basistunnel mit einer massiven Erhöhung des Passagierverkehrs zu rechnen.