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Nach einer Studie der britischen Grossbank HSBC werden die globalen Handelsströme in den kommenden Jahrzehnten massiv zunehmen. Nach China und den USA werde Deutschland bis 2050 den dritten Platz der weltweit führenden Exportnationen halten können, hiess es in der am Dienstag veröffentlichten Studie, die HSBC gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Oxford Economics erstellt hat.
«Wir rechnen mit einer Vervierfachung des weltweiten Handelsvolumens bis zum Jahr 2050», sagte HSBC-Experte Alexander Mutter. Als Ursache für die starke Zunahme der Handelsströme nennt die Studie unter anderem einen Rückgang der Transportkosten. In den kommenden Jahren werden dies vor allem dank grösserer Containerschiffe ermöglicht. Ausserdem dürften auch neue Schiffspassagen und niedrigere Energiekosten die Transportkosten nach unten drücken.
Liberalisierung befeuert Welthandel
Zudem wird auch die Liberalisierung des Welthandels die globalen Warenströme verstärken. «Durch gemeinsame Standards beseitigen immer mehr Staaten Handelshemmnisse», hiess es weiter in der Studie. Derzeit verhandeln beispielsweise die Europäische Union und die USA über eine Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP), mit dem Ziel, bestehende Handelshemmnisse zu beseitigen.
Laut der Studie dürfte Asien künftig eine immer stärkere Rolle im weltweiten Handel spielen, und hier insbesondere China. Für China prognostiziert die Studie einen Anstieg des Exportvolumens von rund 1,9 Billionen Dollar in diesem Jahr auf etwa 11,8 Billionen Dollar. Der Anteil der Region Nord-Ost-Asien am gesamten Welthandel werde in diesem Zeitraum von 22 Prozent auf 29 Prozent steigen, während der Anteil Westeuropas von 34 Prozent auf 22 Prozent sinken dürfte.
(awp/mbü)