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Am 2. Juni 2015 gab Sepp Blatter in Zürich bekannt, dass er sein Amt als Fifa-Präsident abgeben würde. Was immer vermutet wurde, bestätigte der 84-jährige Walliser im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er machte diesen Schritt auf Druck der USA.
«Sie sagten: Der Kopf muss weg! Dann habe ich mein Mandat zur Verfügung gestellt – und plötzlich war die Fifa für die US-Justiz nicht mehr eine mafiöse Organisation, sondern ein Opfer.»
Seither ist in den Augen Blatters im Weltfussball nichts besser geworden. Sein Nachfolger Gianni Infantino wolle «aus dem Fussball eine riesige Geldmaschine machen». WM mit 48 Mannschaften, Aufstockung der Frauen-WM von 24 auf 32 Teams, grosse Klub-WM mit 24 Equipen: Infantino habe sofort alles grösser machen wollen. Blatter warnt: «Das geht nicht, das kann man nicht mehr verdauen.»
Gegenüber Keystone-SDA deutet Blatter an, dass Infantino an einem Komplott gegen ihn beteiligt gewesen sein könnte. «Es scheint, dass Infantino den Weg auf das Fifa-Präsidium freiräumen wollte.»