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Das Gefieder ist rötlichbraun, weiß gefleckt; das Auge ist dunkel-, der Schnabel rötlich-, der Fuß gelbbraun.
Der Guacharo bewohnt in sehr großer Zahl Felshöhlen und Felsklüfte der Andes inVenezuela
[* 5] und auf Trinidad, verläßt dieselben
unter rabenartigem Geschrei nur nachts und lebt ausschließlich von Früchten. Er fliegt sehr schnell und leicht, sein Gang
[* 6] aber ist ein trauriges Fortkriechen. Das Weibchen legt 2-4 weiße Eier
[* 7] ohne jede Unterlage in Felsenritzen
und brütet abwechselnd mit dem Männchen.
Die Jungen sind ungemein gefräßig, und ihr Kot, untermischt mit den Samen
[* 8] der Früchte, welche ihnen die Alten herbeigeschleppt
haben, bildet mit der lockern Erde, die den Felsen bedeckt, die Unterlage für die Eier späterer Bruten.
Der Guacharo wird bei der vegetabilischen Nahrung und dem Aufenthalt im Finstern ungemein fett. Die Indianer stellen deshalb in den
Höhlen jährlich eine große Metzelei an, zerstören die meisten Nester, lassen das Fett der herabfallenden Jungen aus und benutzen
dasselbe, welches halbflüssig, hell, geruchlos und sehr haltbar ist, als Brennöl und Speiseöl. Die
Höhle von Caripe, in welcher Humboldt den Guacharo 1799 entdeckte, beherbergt viele Tausende dieser Vögel
[* 9] und gilt den Indianern als
geheimnisvoller Ort, in welchem die Seelen ihrer Vorfahren wohnen. »Zu den Guacharos gehen« heißt s. v. w.
zu den Vätern versammelt werden, sterben.