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Das Schloss Binningen wurde in den 1290er-Jahren erbaut. Stets war es ein privates Lustschloss ohne Herrschaftsfunktion, jedoch ausgestattet mit einer Mühle sowie land- und forstwirtschaftlichen Gütern. Ursprünglich als Weiherschloss angelegt, wies es zwei parallele Gebäudeflügel mit offenem Innenhof auf und war über eine Zugbrücke zugänglich. 1773 wurde der Weiher zugeschüttet. Diverse Zerstörungen (u.a. 1356 Erdbeben, 1409 niedergebrannt) und viele Umbauten vom 16. bis ins 20. Jahrhundert haben das einstige Aussehen stark verändert, besonders fiel die Abtragung zweier Stockwerke am Ostflügel ins Gewicht. Zahlreiche Besitzerwechsel prägten die Geschicke dieses markantesten Baudenkmals von Binningen. Eine chronologische Liste der Schlossbesitzer mit ihren Wappen ist auf der Galerie im Schloss Binningen zu sehen. Als wohl schillerndste Figur hat der Niederländer Johann von Bruckh (+1556) mit seinem Bruder Georg das Schloss erworben. Johann von Bruckh führte ein Doppelleben: nach aussen war er ein kirchentreuer Geschäftsmann, heimlich aber leitete er als David Joris eine Täufergemeinde. Als äusserst wohlhabender und angesehener Bürger lebte er ein luxuriöses Leben. Nach seinem Tod jedoch wurde seine wahre Identität bekannt, das Gericht verurteilte ihn posthum als Ketzer, sein Körper wurde 1559 exhumiert, gevierteilt und verbrannt. Seit 1960 ist das Schloss Binningen, ab 1871 ununterbrochen ein Restaurant, im Besitz der Gemeinde Binningen. Dr. Max Triet, Kunsthistoriker
Lage und Umgebung
Das Binninger Schlössli liegt in einem kleinen Park direkt an der Tramlinie 10 und ist bequem erreichbar.
Schloss Binningen
Schlossgasse 5 4102 Binningen Routenplaner