Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03413.jsonl.gz/1888

Identifikation
Signatur:
Ar 1049
Entstehungszeitraum / Laufzeit:
1957-2020
Umfang:
1.8 m
Kontext
Abgebende Stelle
R. Renschler
Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben
Regula Renschler kam 1935 in Zürich zur Welt, wo sie auch aufwuchs. Sie studierte Romanistik und Geschichte und war daneben als Lehrerin tätig. Ihre erste journalistische Anstellung fand sie bei der Nachrichtenagentur United Press International (UPI). 1962 wurde sie als erste Frau in die Redaktion des Zürcher Tages-Anzeigers aufgenommen. Zunächst arbeitete sie im Nachtdienst, dann in der Auslandredaktion. Später arbeitete Renschler unter anderem für die Rundschau (SRF). Von 1966 bis 1967 arbeitete sie in Afrika, wo sie im Auftrag der Internationalen Journalisten-Föderation in mehreren Ländern journalistische Seminare durchführte. 1967 publizierte Renschler ihre Dissertation über die Linkspresse Zürichs im 19. Jahrhundert. Von 1974 bis 1985 war sie Sekretärin der entwicklungspolitischen
Nichtregierungsorganisation Erklärung von Bern (heute: Public Eye) und leitete dort den Fachbereich „Rassismus – Ethnozentrismus – Kulturbegegnung“. Nachdem anfangs der 1980er der Frauenhandel als Problem zunehmend ins öffentliche Bewusstsein drang, begann Renschler, sich für von Frauenhandel betroffene Migrantinnen einzusetzen. 1985 gründeten sie und weitere Engagierte das Fraueninformationszentrum FIZ (heute: Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration), welches sich für Schutz und Rechte der betroffenen Frauen einsetzt.
Ab der zweiten Hälfte der 1980er Jahren arbeitete Renschler für Radio DRS und produzierte dort verschiedene Sendungen rund um die Themen Migration und andere Kulturen, etwa die Sendung "Südsicht", die den Alltag und die Lebensbedingungen von Menschen in verschiedenen Regionen Afrikas thematisierte.
Regula Renschler schrieb mehrere Bücher, unter anderem über Rassismus in Kinder- und Jugendbüchern oder die Darstellung der Dritten Welt in Schulbüchern. Nach der Pensionierung arbeitete sie als literarische Übersetzerin. Der „Verein Übersetzerhaus Looren“ in Wernetshausen, dessen Gründung sie angeregt hatte, vergibt jährlich ein Regula Renschler-Exzellenzstipendium.
Übernahmemodalitäten
Die Akten wurden dem Schweizerischen Sozialarchiv am 22.11.2022 übergeben. Die Übergabe an der Herbstgasse 8 in Basel wurde von Regula Renschler betreut.
Inhalt und innere Ordnung
Bewertung und Kassation
Kassiert wurden Dubletten, Briefumschläge und Folien.
Neuzugänge
Es werden Neuzugänge erwartet.
Zugangs- und Benutzungsbedingungen
Zugangsbestimmungen
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Sprache/Schrift
Akten in deutscher, englischer, spanischer und französischer Sprache.
Sachverwandte Unterlagen
Verwandte Verzeichnungseinheiten
Verzeichnungskontrolle
Informationen der Bearbeiter*in
Der Bestand wurde im Dezember 2022/März 2023 von U. Kälin und H. Villiger bearbeitet.