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Das Wichtigste in Kürze
- Seit 1992 heisst die höchste englische Fussball-Liga Premier League.
- Diese 20 Mannschaften kämpfen diese Saison um Punkte.
20 Teams kämpfen in England um den Meistertitel und den Liga-Erhalt. Nach 38 Spieltagen wird abgerechnet, wer die Premier League gewinnt und wer den Abstieg in die Championship hinnehmen muss.
FC Arsenal
13 Meistertitel und 14 FA-Cup-Siege konnte der 1886 in London gegründete Club bisher feiern. Der letzte Gewinn der Premier League war zudem der eindrücklichste. Das Team des damaligen Trainers Arsene Wenger blieb in der Saison 2003/04 ungeschlagen und wurde zu «The Invincibles».
Mit Granit Xhaka (29) hat der Schweizer Nati-Captain die «Gunners» auf die neue Saison hin verlassen. Auch in der Vergangenheit haben sich einige Schweizer das Trikot des Traditionsvereins übergestreift. Namentlich waren dies Stephan Lichtsteiner (23 Spiele), Johan Djourou (144), Philippe Senderos (117) und Martin Angha (2).
Trainer: Mikel Arteta
Stadion: Emirates Stadium (60'300 Plätze)
Gründung: 1886
Aston Villa
Die erfolgreichsten Jahre der «Villans» liegen schon ein Weilchen zurück. Insgesamt je sieben Meistertitel (zuletzt 1981) und Pokalsiege prägen die Geschichte von Aston Villa. Im Jahr 1982 gewann der Club aus Birmingham sogar den Europapokal der Landesmeister (Vorgänger der Champions League).
Nach über 20 Jahren im Oberhaus musste der Verein 2016 als Tabellenletzter den Abstieg hinnehmen. Drei Jahre später führte Trainer Dean Smith das Team zurück in die Premier League. Seither konnte man sich im Liga-Mittelfeld etablieren und mit Steven Gerrard eine Legende als Coach verpflichten. Doch bereits im Herbst 2022 musste Gerrard seinem Nachfolger Enai Emery weichen.
Trainer: Unai Emery
Stadion: Villa Park (42’800)
Gründung: 1874
FC Brentford
Vielen Fans dürfte der FC Brentford erst seit kurzem ein Begriff sein. «The Bees» schafften 2021 erstmals den Aufstieg in die höchste Spielklasse, nachdem man sieben Jahre in der Championship gespielt hatte.
Zuvor war der Verein lange unter den Niederungen des englischen Fussballs verschwunden. 1992 schaffte man nach 45-jähriger Absenz die Rückkehr in die zweithöchste Liga. Nach einigen Hochs und Tief ist es nun gelungen, sich in der Premier League zu etablieren.
Trainer: Thomas Frank
Stadion: Brentford Community Stadium (17’250)
Gründung: 1889
Brighton & Hove Albion
Einen einzigen Titel konnten «The Seagulls» in ihrer langen Vereinsgeschichte feiern. Im Jahr 1910 setzte man sich im FA Community Shield gegen Aston Villa durch. Im Mai 1983 wäre beinahe ein noch grössere Erfolg hinzugekommen, doch der FA-Cupfinal ging gegen Manchester United verloren.
Zwischen 1979 und 1983 spielte der Verein in der damals höchsten Liga, der Football League First Division. Nach vielen Jahren in der Championship folgte 2017 der erstmalige Aufstieg in die Premier League. In der abgelaufenen Saison klassierte man sich sensationell hinter Liverpool auf Rang sechs.
Trainer: Roberto De Zerbi
Stadion: Falmer Stadium (30’750)
Gründung: 1901
AFC Bournemouth
Im Jahr 2015 gelingt Bournemouth der erste Premier-League-Aufstieg der Vereinsgeschichte. Nach dem Abstieg 2020 folgt zwei Jahre später der erneute Aufstieg für das Team von der Südküste Englands.
Somit machen sich die «Cherries» auf zur Mission Liga-Erhalt. Angepeitscht werden sie dabie von ihren Fans. An den Heimspielen im Vitality Stadium finden bis zu 12'000 Anhänger Platz.
Gründung: 1899
Trainer: Scott Parker
Stadion: Vitality Stadium (12'000)
FC Burnley
Als souveräner Meister der Championship steigt der FC Burnley in der Saison 2022/23 in die Premier League auf. Über 100 Punkte sammelt das Team des früheren Weltklasse-Spielers Vincent Kompany.
Auf die neue Spielzeit hin tätigen «The Clarets» mehrere Transfers im zweistelligen Millionentransfer. Zeki Amdouni wird mit knapp 18 Millionen Franken zum bisher teuersten Neuzugang.
Trainer: Vincent Kompany
Stadion: Turf Moor
Gründung: 1882
FC Chelsea
Seit diesem Jahrtausend und der Übernahme durch den russischen Unternehmer Roman Abramovitch gehört Chelsea zu den erfolgreichsten Vereinen. Seit 2003 haben die «Blues» unter ihrem neuen Eigentümer über zwei Milliarden Franken in neue Spieler investiert. 2012 und 2021 konnte Chelsea die Champions League gewinnen.
Zu den beiden «Henkelpotts» kommen sechs Meistertitel und acht Cupsiege. Auch die Europa League entschieden die Londoner zwei Mal (2013 und 2019) für sich. Die zwei Spieler mit den meisten Einsätzen für Chelsea sind John Terry (713) und Frank Lampard (648). Rekordtorschütze ist Lampard mit 211 Toren.
Trainer: Mauricio Pochettino
Stadion: Stamford Bridge (41’800)
Gründung: 1905
Crystal Palace
In südlich gelegenen Londoner Stadtteil South Norwood ist Crystal Palace zuhause. Seit 1977 spielen «The Eagles» ohne Unterbruch in einer der beiden obersten Ligen Englands. Zu einer Trophäe hat es dem 1905 gegründeten Club allerdings noch nicht gereicht.
Der Spieler mit den meisten Einsätzen für Palace ist der Ivorer Wilfried Zaha, er stand 458 Mal für den Verein auf dem Platz. Mit 90 Treffern ist der mittlerweile bei Galatasaray unter Vertrag stehende Stürmer Rekordtorschütze des Klubs.
Trainer: Roy Hodgson
Stadion: Selhurst Park (26'000)
Gründung: 1905
FC Everton
Der erfolgreichsten Zeiten von «The Toffees» liegen auch schon paar Jahrzehnte zurück. Den letzten von insgesamt neun Meistertiteln feierte der Liverpooler Club im Jahr 1987. Fünf Meistertitel (zuletzt 1995) und ein Sieg im Europapokal der Pokalsieger (1985) schmücken das Palmarès ebenfalls.
Der FC Everton ist der Verein, der die meiste Zeit in der höchsten englischen Liga verbracht hat. Er spielte nur vier Jahre in der Zweitklassigkeit. Seit der Gründung der Premier League 1992 gehörte er immer zu den 20 bestens Teams in England. Die beste Rangierung holte man 2005 mit Platz vier.
Trainer: Sean Dyche
Stadion: Goodison Park (39'600)
Gründung: 1878
FC Fulham
Ein weiteres Team aus London findet sich seit der Saison 22/23 in der Premier League wieder. Der FC Fulham entwickelt sich über die letzten Jahre zu einer Liftmannschaft. Denn der Aufstieg ist bereits der dritte in den letzten vier Jahren.
Mit dem ersten Platz in der Championship steigt der Verein aus dem Westen Londons direkt auf. Die Saison 2022/23 beendet Fulham auf dem soliden zehnten Platz. Craven Cottage ist die Heimstätte der Londoner und steht in unmittelbarer Nähe der Themse.
Trainer: Marco Silva
Stadion: Craven Cottage (25'700)
Gründung: 1879
FC Liverpool
Mit 19 Meistertiteln und sieben Pokalsiegen gehören die «Reds» zu den erfolgreichsten Clubs in Grossbritannien. Auf europäischer Ebene gewann man sechs Mal die Königsklasse, drei Mal den Uefa Cup und einmal die Klub-WM. Seit der Gründung 1892 spielt Liverpool im Stadion Anfield.
Die Stars mit den meisten Spielen für den Verein sind Ian Callaghan (780), Jamie Carragher (737) und Steven Gerrard (710). Mit Stéphane Henchoz (205 Spiele), Xherdan Shaqiri (63) und Philipp Degen (13) spielten auch drei Schweizer für den LFC. Die Erzrivalen des Clubs sind Everton und Manchester United.
Luton Town
Bis vor neun Jahren wurde in Luton noch viertklassiger Fussball gespielt, jetzt sind die «Hatters» zurück in der Premier League. Im Penaltyschiessen des Playoff-Finals setzten sie sich gegen Coventry City durch und stiegen erstmals nach 31 Jahren wieder in die Premier League auf.
Das Team von Trainer Rob Edwards geht als klarer Aussenseiter in die Spielzeit. Mit einem Gesamtmarktwert von 73 Millionen Euro liegt Luton klar am Ende der Tabelle. Burnley, das auf dem drittletzten Platz dieser Statistik rangiert, hat einen Wert von über 200 Millionen.
Trainer: Rob Edwards
Stadion: Kenilworth Road Stadium (10'200)
Gründung: 1885
Manchester City
Der 1880 als West Gorton Saint Marks gegründete Verein gehört zu den erfolgreichsten englischen Clubs der Neuzeit. Die «Citizens» gewannen die Premier League seit 2012 fünf Mal. In der gesamten Geschichte zuvor konnte man «nur» zwei Meistertitel (1937 und 1968) holen. Hinzu kommen sechs FA-Cupsiege.
Mit einem Gesamtmarktwert von über einer Milliarde Franken ist Manchester City der wertvollste Fussballverein der Welt. Die extrem hohen Ausgaben machten sich letzte Saison auch in der Champions League bezahlt, die man zum ersten Mal in der Klub-Geschichte gewinnen konnte.
Manchester United
Kein Team konnte die englische Meisterschaft so oft gewinnen, wie die «Red Devils. Zwischen 1909 und 2016 gelang dies dem Traditionsclub unglaubliche 20 Mal. Hinzu kommen zwölf Pokalsiege, drei Titel in der Königsklasse und der Erfolg bei der Klub-WM 2009.
Die erfolgreichste Zeit erlebte der Verein unter Trainer-Legende Sir Alex Ferguson (1986-2013). 13 Meistertitel, zwei Champions-League-Trophäen und etliche weitere Triumphe wurden unter ihm gefeiert. Doppelter Rekordspieler Manchester United ist Ryan Giggs mit 945 Einsätzen. Die meisten Tore für erzielte Wayne Rooney, nämlich deren 253.
Trainer: Erik ten Hag
Stadion: Old Trafford (76'000)
Gründung: 1878
Newcastle United
Immerhin vier Meistertitel (letztmals 1927) und sechs FA-Cupsieg konnten die «Magpies» bislang holen. Bis auf zwei Saisons in der Zweitklassigkeit ist der Club aus dem Nordosten seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Oberhauses. Und mit Alan Shearer spielte der ewige Rekordtorschütze der Premier League (260 Tore) lange bei Newcastle.
Auf die Fans könnten bald wieder erfolgreichere Zeiten zukommen. Im Oktober 2021 genehmigte die Premier League die Übernahme des Vereins duch ein Konsortium. Dieses wird vom saudischen Staatsfond Public Investment Fund angeführt, dessen Vermögen auf fast 300 Milliarden Franken (!) geschätzt wird.
Trainer: Eddie Howe
Stadion: St. James' Park (52’400)
Gründung: 1892
Nottingham Forest
Nach 23 Jahren in Liga zwei oder drei ist Nottingham Forest auf die Saison 22/23 zurück in der Premier League. Das Team aus dem Herzen Englands setzt sich im Play-off-Final gegen Huddersfield Town durch. Der Verein schrieb schon früh Geschichte, denn ausser Nottingham hat keine Mannschaft mehr Europapokalsiege als nationale Meisterschaften.
Die «Tricky Trees» tragen ihre Heimspiele seit 1898 im City Ground aus, welcher ein Fassungsvermögen von 30'576 Plätzen hat. Seit vergangener Saison steht mit Remo Freuler auch ein Schweizer in Nottingham unter Vertrag.
Trainer: Steve Cooper
Stadion: City Ground (30'576)
Gründung: 1865
Sheffield United
Mit Sheffield United ist ein weiterer Tradtionsklub ins Oberhaus zurückgekehrt. «The Blades» sind im ältesten Stadion, in dem noch Profi-Fussball gespielt wird, zuhause. Sie dürften allerdings Mühe habe, die Klasse zu halten.
Der einzige Meistertitel von Sheffield liegt weit zurück, dieser datiert aus dem Jahr 1898. Dafür konnte die United den englischen FA-Cup insgesamt viermal für sich entscheiden. Zuletzt allerdings vor fast 100 Jahren, nämlich 1925.
Trainer: Paul Heckingbottom
Stadion: Bramall Lane (32’600)
Gründung: 1889
Tottenham Hotspur
Als erster englischer Verein im 20. Jahrhundert gewannen die «Spurs» 1960/61 die Meisterschaft und den FA Cup in einer Saison. Es war dies der zweite und bislang letzte Meistertitel der Nordlondoner. Insgesamt acht Mal triumphierte man im Pokal.
Der Name Hotspur bedeutet im übrigen «ungestüme Person». Er bezieht sich auf einen adeligen Militärführer aus dem Spätmittelalter.
West Ham United
Dreimal Meister, einmal Sieger des Europapokals der Pokalsieger und einmal Gewinner des englischen Superpokals. Die Bilanz der «Hammers» lässt sich durchaus sehen. Über 112 Jahre lang bestritt der geschichtsträchtige Verein seine Heimspiele im Upton Park. Seit der Saison 2016/17 ist man im neu gebauten «London Stadium» zuhause.
Die meisten Spiele für West Ham in der Premier League bestritt Mark Noble, der 2022 seine Karriere beendete. Der Brite liefe satte 550 Spiele für den Verein auf. Rekordtorschütze ist kein Geringerer als Sir Geoff Hurst mit 89 Treffern in 185 Einsätzen.
Trainer: David Moyes
Stadion: London Stadium (60'000)
Gründung: 1895
Wolverhampton Wanderers
Die erfolgreichsten Ära der «Wolves» war um die 1950er Jahre herum. Alle drei Meistertitel (53/54, 57/58 und 58/59) sowie zwei der vier FA-Cup-Pokalsiege (48/49 und 59/60) gewann man zu dieser Zeit. Der Club gehörte 1876 übrigens zu den zwölf Gründungsmitgliedern der Football League.
Mit 307 Einsätzen ist David Edwards Rekordspieler von Wolverhampton. Verteidiger Conor Coady ist aber auf bestem Weg, diesen Wert zu knacken. Auch die 62 Treffer von Sylvan Ebanks-Blake dürften bald nicht mehr als Vereinsrekord gelten.
Trainer: Gary O'Neil
Stadion: Molineux Stadium (30'850)
Gründung: 1876