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Thema: Verfügung über Bucheffekten nach Art. 24 BEG
Im Januar 2010 ist das Bucheffektengesetz (BEG) in Kraft getreten. Mit dem Bucheffektengesetz wurde die intermediäre Verwahrung von Wertpapieren und Wertrechten bzw. Effekten auf eine neue gesetzliche Grundlage gestellt. Das Gesetz knüpft an den Begriff der Bucheffekte an, welche – so die Botschaft – sowohl Merkmale einer schuldrechtlichen Forderung als auch einer Sache aufweise und der alle funktionellen Eigenschaften eines Wertpapiers zukomme, ohne aber Sache im Sinne der schweizerischen Privatrechtsordnung zu sein.
Während intermediär verwahrte Wertpapiere vor dem Inkrafttreten des Bucheffektengesetzes nach wertpapierrechtlichen bzw. sachenrechtlichen Grundsätzen und intermediär verwahrte Wertrechte nach zessionsrechtlichen Grundsätzen übertragen wurden, sieht das Bucheffektengesetz in Art. 24 ff. BEG neue Verfügungsmodi für Bucheffekten vor. Nach Art. 24 BEG werden Bucheffekten durch Weisung des Kontoinhabers und durch Gutschrift auf dem Effektenkonto des Erwerbers übertragen. Zur Korrektur fehlerhafter Übertragungen sieht das Bucheffektengesetz die Stornierung von Buchungen vor und zum Schutze des Rechtsverkehrs ist unter den Voraussetzungen von Art. 29 BEG auch ein gutgläubiger Erwerb von Bucheffekten möglich.
Ziel der Dissertation ist es, die Übertragung von Bucheffekten nach Art. 24 BEG, die Korrektur fehlerhafter Übertragungen und den gutgläubigen Erwerb von Bucheffekten im Kontext von Sachenrecht, Wertpapierrecht und Schuldrecht darzustellen und rechtlich einzuordnen.