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Die erste urkundliche Erwähnung der ursprünglich befestigten Kirchenanlage stammt aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Aus jener Zeit stammen die Fundamente des massiven Turmes, der mit seinen gegen zwei Meter starken Mauern vermutlich als Wachturm gebaut wurde. Der heutige Bau wurde über einem Vorgängerbau errichtet. Reste eines wehrturmartigen Gebäudes aus dem 9./10. Jahrhundert wurden 1982 neben dem Beinhaus gefunden. Der Wehrturm gehörte wohl zu einer Verteidigungsanlage zum Schutz der nahe gelegenen Brücke, die damals den Rhein überquerte.
Der gotische Chor der heutigen Kirche wurde 1504 gebaut, das Schiff 1515. Anlässlich der Neuweihe am 5. Juli 1515 wurde der Turm um ein Geschoss erhöht. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kamen das Chorgestühl und die Seitenaltäre in die Kirche, ebenso die Wandmalereien eines Passionszyklus. Die Empore entstand 1837.
Die Vorhalle im Westen aus dem Jahr 1703 wurde auf den Resten einer Umfassungsmauer gebaut, die womöglich Teil der Verteidigungsanlage aus dem 9./10. Jahrhundert war. Die barocke Kreuzigungsgruppe an der westlichen Aussenwand stammt aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts.
Kirche Sogn Gion auf der Tuma Turera von Osten her; ganz vorne die Kapelle und rechts das Beinhaus
Die Kirche Sogn Gion, die Kapelle und das Beinhaus sind im Verzeichnis der Denkmäler von nationaler Bedeutung inventarisiert und stehen unter dem Schutz des Bundes.
Innenraum der Kapelle
Beinhaus