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Botswana grenzt im Südosten und Süden an Südafrika, im Westen und Norden an Namibia und im Nordosten an Sambia und Simbabwe. Der Name leitet sich von der Bezeichnung des Volkes der Tswana ab. Nationalfeiertag ist der 30. September, Tag der Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich (1966). Botswana gilt seit längerem als Musterstaat für Demokratie in Afrika.
Etwa 24 Prozent (Stand 2007) der Erwachsenen sind mit HIV infiziert – die weltweit zweithöchste Infizierungsrate.
Große Teile des Landes macht die Halbwüste Kalahari im Südteil aus. Sie besteht aus Dorn- und Grassavannen. Darüber hinaus gibt es Salzpfannen und Salzseen, die während der Regenzeit zu großen, seichten Seen werden. Im Nordwesten liegt das Okavangodelta, das große Binnendelta des Flusses Okavango. Weitere bedeutende Flüsse sind der Limpopo an der Südostgrenze, der Chobe River im Norden und der Sambesi an der Nordgrenze. Das Land ist überwiegend Hochland mit wenigen Hügeln. Nur wenige Gebiete wie die Makgadikgadi-Pfanne und die Region am Limpopo liegen unter 1000 Meter über dem Meeresspiegel.
In Botswana findet man Elefanten, Giraffen, zahlreiche Antilopenarten, Löwen, Leoparden, Geparde und Zebras. Das Okavangodelta ist für seinen Artenreichtum bekannt.
In Botswana herrscht semi-arides Savannen-, und Halbwüstenklima. Die Temperaturen schwanken zwischen 35 °C im Sommer und etwas über 20 °C im Winter. Im Winter fallen die Temperaturen vor allem nachts stark, im ganzen Land ist zu dieser Jahreszeit Frost möglich, Temperaturunterschiede von über 20 °C zwischen Tag und Nacht sind normal. So werden zum Beispiel in der Hauptstadt Gaborone im Juli tagsüber durchschnittlich 23 °C gemessen, während es nachts nur etwa 3 °C sind. Die Trockenzeit ist im ganzen Land mit sechs bis neun Monaten sehr lang. Im Jahr fällt etwa 250 bis 500 Millimeter Niederschlag, der meiste von Dezember bis März.
Amtssprachen sind Englisch und Setswana. Auf Englisch verhandelt das Parlament, und alle größeren Zeitungen erscheinen in englischer Sprache. Auch in der Schule wird ab der Sekundarstufe englisch unterrichtet. Gleichwohl findet die Kommunikation in der Bevölkerung auf Setswana, einer Bantusprache, statt, die von dem überwiegenden Teil der Einwohner verstanden wird und die auch Unterrichtssprache in der Grundschule ist.
Botswana hat seit der Unabhängigkeit landesweit eine gut strukturierte Gesundheitsversorgung eingerichtet. Es gibt zahlreiche Gesundheitsposten in den abgelegenen Außengebieten mit reiner Basisversorgung, „Clinics“ (kleine Krankenstationen, geleitet von examinierten Krankenschwestern) und insgesamt 17 Health Centres in größeren Orten. Hinzu treten noch einige hundert mobile Kliniken (Mobile Clinics), so dass eine Grundversorgung der Bevölkerung sichergestellt ist.
Allerdings wird Botswana mit 280.000 infizierten Erwachsenen hart von der AIDS-Pandemie getroffen. Dies entspricht einer Prävalenzrate bei Erwachsenen für HIV-Infizierte von 23,9 %. Obwohl damit frühere Werte von über 37 % nach unten korrigiert wurden, hat Botswana eine der höchsten Durchseuchungsraten des AIDS-Erregers. Seit dem Jahre 2002 werden deshalb im Rahmen eines staatlichen Programms Masa (deutsch: „Neuer Sonnenaufgang“) kostenlos antiretrovirale Medikamente verteilt.
In vorkolonialer Zeit war das Gebiet des heutigen Botswana von mehreren kleinen Königreichen der Tswana beherrscht, die unter dem Druck einwandernder Buren um britische Hilfe baten. Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland schloss mit den Tswana-Herrschern Schutzverträge und bald darauf war das Gebiet von 1885 bis 1966 unter dem Namen Betschuanaland das größte britische Protektorat im südlichen Afrika.
1961 gewährte man den Einwohnern eine eingeschränkte Autonomie und es bildeten sich die ersten politischen Parteien. Botswana erlangte schließlich am 30. September 1966 seine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich und wurde Mitglied des Commonwealth und proklamierte auch seinen neuen Namen.
Die Verfassung des Landes stammt aus dem Jahre 1965. Gesetzgebungsorgan ist ein Parlament (57 Sitze), dem neben den Mitgliedern der – alle fünf Jahre gewählten – Nationalversammlung auch der Staatspräsident, der Parlamentssprecher und vier vom Präsidenten bestimmte Mitglieder angehören. Eine weitere Kammer ist das House of Chiefs, das 15 Mitglieder umfasst und aus den führenden Stammesvertretern des Landes gebildet wird. Es hat im Wesentlichen beratende Funktionen. (Vgl. dazu Sambia.)
Die Exekutivgewalt liegt beim Staatspräsidenten. Er wird vom Parlament gewählt, wobei inzwischen nur noch eine einmalige Wiederwahl zulässig ist.
Botswana ist ein Rechtsstaat, geprägt von einer dem römischen Recht („Roman Dutch Law“), das ist Gemeines Recht holländischer Prägung, entlehnten Grundstruktur, wobei allerdings auch eine Rechtsprechung nach hergebrachtem Stammesrecht existiert.
Das volkswirtschaftliche Einkommen Botswanas beruht auf dem Erschließen von Bodenschätzen im Bergbau, auf der Fleischproduktion und auf Einnahmen aus dem Tourismus. Dabei macht der Diamanten-Export über 70 % des Gesamtexportwertes aus; die Diamantenminen werden von einer Gesellschaft betrieben, die je zur Hälfte dem botswanischen Staat und dem Diamantenkonzern De Beers gehört. Ab 2013 will De Beers sein gesamtes Angebot an Rohdiamanten aus aller Welt von der botswanischen Hauptstadt Gaborone statt wie bisher von London aus verkaufen.
Das Land verfügt über eine stabile Währung, den Pula, dessen Wechselkurs sowohl gegenüber dem Dollar als auch gegenüber dem Euro in den letzten Jahren angestiegen ist.
Wegen seiner politischen Stabilität, wirtschaftlichen Entwicklung und der stetigen Verbesserung der Lebensumstände wird Botswana oft als ein „Musterland“ Afrikas bezeichnet. Dies ist einerseits dem Umstand zu verdanken, dass erst kurz nach Erlangung der Unabhängigkeit reichhaltige Diamantenminen entdeckt wurden (siehe Geschichte Botswanas), aber andererseits auch dem Umstand, dass die so gewonnenen Mittel auch tatsächlich überwiegend in die Entwicklung des Landes investiert wurden.
Durch die hohe AIDS-Rate und die damit verbundene hohe Sterblichkeit ist aber die weitere wirtschaftliche Entwicklung Botswanas sehr gefährdet.
Die Überlandstraßen Botswanas sind durchweg asphaltiert. Straßen zweiten Grades sind meist Staub- oder Schotterstraßen von unterschiedlicher Qualität. Straßen in den Nationalparks sind meist Pisten mit vielen Schlaglöchern. Während und nach der Regenzeit sind viele Straßen und Pisten nicht befahrbar.
Der Trans-Kalahari-Highway ist eine Fernstraße, die Johannesburg in Südafrika mit Walvis Bay in Namibia verbindet und durch Botswana verläuft.
Quelle: Wikipedia