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Der eurasiatisch verbreitete Flaumhafer bevorzugt eher trockene Böden. Wohl liebt er nährstoffreiche Böden, meidet aber stark gedüngte Wiesen. Stark zurückgedrängt wird er ebenfalls durch Beweidung.
Wir finden den Flaumhafer deshalb vorwiegend an Strassenrändern, Wegborden und in nicht beeinflussten Trockenwiesen. Helictotrichon pubescens wird heute unter verschiedensten Gattungen aufgeführt (Avena, Helictotrichon, Avenula, Homalotrichon...). Auf diese Meinungsverschiedenheiten wird hier nicht eingegangen.
Ligula (Blatthäutchen)
Blattscheide
Blatt-Querschnitte
Im Querschnitt ist die "Skispur-Rille" gut zu verstehen. Beidseitig der Mittelrippe liegen -etwas vertieft- grosse bulliforme Zellen. Die bulliformen, ovalen bis birnenförmigen Zellen sind deutlich grösser als die Epidermiszellen.
Der Kiel des Blattes wird markiert durch eine relativ kleine Verstärkung durch Sklerenchymzellen (siehe Pfeil). Die grossen Leitbündel des Blattes sind durch breite Sklerenchymbündel abaxial und adaxial gestützt. 2 Ringe umgeben die Gefässe: Grosse, runde Parenchymzellen bilden den äusseren Ring; girlandenartige, verstärkte Zellen bilden den inneren Ring (Mestomscheide). Im Holzteil (Xylem) fallen die runden Metaxylem-Gefässe auf.
Makro- und Mikrohaare
Kieselzellen (silica bodies) und Kurzzellen
Die vorherrschende Form der Kieselzellen (silica bodies) ist länglich-rechteckig, abgerundet an den Enden und leicht wellig an den Flanken. Daneben gibt es kürzere, eiförmig-elliptische Formen in Kombination mit Kurzzellen.
Nach den hier vorliegenden (leider wenigen) Untersuchungen zu schliessen, herrschen auf den Rippen der Blattunterseite längliche, regelmässig verteilte, nicht aneinander stossende Kieselzellen vor (S1-Zellen nach Prat).
Auf den Rippen der Blattoberseite gibt es neben länglichen, einzelnen Kieselzellen viele Kombinationen: Kurzzelle-Kieselzelle/ Kieselzelle-Kurzzelle-Kieselzelle/ Kieselzelle-Stachelhaar.