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21. März 2012
Das Präteritum (Imperfekt) hat natürlich keinen direkten Bezug zur Intonation. In der unten angehängten Übung habe ich die beiden Themen aber als Sprech- bzw. Höraufgabe kombiniert. Der eine Partner liest einen Text mit vielen Präteritumsformen zuerst ganz, dann teilsatzweise vor. Dabei soll er insbesondere auf den Verlauf der Melodie achten. Der andere notiert die Infinitive aller vorkommenden Präteritumsformen. Anschliessend werden die Rollen (mit einem anderen Text) getauscht. Ziel ist das Einüben der Intonation beim Vorlesen (und allgemein eine deutliche Aussprache) einerseits und das Erkennen von Präteritumsformen im Kontext andererseits.
Didaktische Begründung / Hinweise zur Durchführung
Durch das Übungsarrangement entsteht ein realer Grund für den Vorlesenden, möglichst gut vorzulesen und der zuhörende Partner hat ebenfalls einen realen Auftrag, der das Zuhören nötig macht (auch wenn der Text an sich vielleicht nicht soooo interessant ist). Damit das Gelingen der Aufgabe nicht am Vorlesen scheitert, ist es wichtig, dass die Partner vor dem eigentlichen Durchführen der Aufgabe Zeit haben, das Vorlesen vorzubereiten. Dazu gehört, Wörter nachzuschlagen, Markierungen zu setzen, laut vorzulesen etc. In der Regel lasse ich die Vorbereitung in Kleingruppen durchführen, die denselben Text vorbereiten, sich gegenseitig Wörter erklären und auch schon Teile vorlesen. Anschliessend bilde ich Paare, die sich gegenseitig ihre Texte vorlesen und auch die Höraufgabe zusammen korrigieren. Während der Vorbereitungszeit und der eigentlichen Partnerarbeit besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, punktuell zu helfen und stellenweise korrigierend einzugreifen. Fehler, die oft vorkamen, kann man anschliessend im Plenum thematisieren.
Die Hörverstehensaufgabe lenkt die Aufmerksamkeit auf die Formen des Präteritums. Beim Hören muss man erkennen können, ob eine Handlung in der Gegenwart angesiedelt ist oder in der Gegenwart. Bei den unregelmässigen Formen kommt hinzu, dass Lernende Wörter, die sie im Prinzip kennen, oft nicht erkennen, weil die Formen zu unterschiedlich klingen. Es handelt sich also um eine Hörgrammatikübung, die sich besonders (aber nicht nur) zur Festigung der Formen des Präteritums kurz nach seiner Einführung eignet. Weil es um das Hören geht, darf der Zuhörende so oft er will um Wiederholung bitten, aber nicht mitlesen.
Da man solche Übungen mit beliebigen Texten realisieren kann, kann man die Übung an behandelte Themen anpassen und auch die trainierten Verben an die Bedürfnisse der eigenen Klasse anpassen.
Dokumente
Den vorliegenden Text setze ich in einem A2-Kurs kurz nach der Einführung des Präteritums ein.