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Wenn die Sprache zur Arbeit wird: Mehrsprachigkeit in Bieler Call Centern
Die Stadt Biel-Bienne befindet sich im wirtschaftlichen Aufschwung. Neben der Uhrenindustrie, die traditionellerweise in der Region verankert ist, hat sich die Stadt der Diversifizierung verschrieben und sich so auch für den Dienstleistungs- und Kommunikationssektor geöffnet. Diese jüngere Entwicklung ist besonders interessant, da diese Positionierung mit der Zweisprachigkeit der Stadt zusammenhängt, die wiederum als wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung betrachtet wird. Tatsächlich wird die Zwei-/Mehrsprachigkeit im Dienstleistungs- und Kommunikationssektor zur Arbeit an sich. Dass die Stadt über zweisprachige (deutsch-französisch) resp. mehrsprachige („Secondos“) Arbeitskräfte verfügt, begründet ihre Standortattraktivität für Unternehmen, die sich auf Kommunikation spezialisieren – insbesondere für die Call Center-Industrie. Biel ist der Standort verschiedener Call Center, welche ihre Dienste für die gesamte mehrsprachige Schweiz anbieten. Die Ansiedlung dieser Unternehmen in der Region und die Tatsache, dass sich diese beruflichen Aktivitäten vor allem sprachlich und mehrsprachig gestalten, machen aus Biel ein besonders relevantes Forschungsfeld. Es bietet sich an, vor Ort die Rolle der Mehrsprachigkeit in den neuen Arbeitsgebieten zu verfolgen, den Stellenwert dieser oft ignorierten sprachlichen Arbeit hervorzuheben und die damit zusammenhängenden Herausforderungen freizulegen.