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Dieses Bild passt nur bedingt zur Thematik. Ich habe es trotzdem gewählt, weil es die folgende Tatsache symbolisieren soll: Kinder und Jugendliche können oftmals trotz Beeinträchtigungen erstaunliche Leistungen erbringen, wenn sie die entsprechenden Bedingungen dafür vorfinden. Damit sind beispielsweise Hilfsmittel, Reglementierungen und Haltungen gemeint. Vor allem dann, wenn es um Prüfungssituationen geht, stellt sich die Frage, inwieweit behinderungsbedingte Ausgleichsmassnahmen zum Einsatz kommen sollen – oder ob diese gerade nicht gewährt werden sollen, um den Betroffenen keinen unangemessenen Vorteil zu verschaffen.
Es geht also um Fragen wie diese: Wie soll eine Schülerin mit schwerer Lese-Rechtschreib-Schwäche im Fach Deutsch beurteilt werden? Darf ein Stotterer an einer mündlichen Prüfung mehr Zeit erhalten?
Ein interdisziplinäres Team (Glockengiesser, Henrich, Lienhard, Scheuner und Schriber) hat sich dieser Thematik angenommen. Es zeigt in einem praxisorientierten Artikel auf, weshalb Massnahmen des Nachteilsausgleichs wichtig sind, welche Prinzipien dabei zu berücksichtigen sind und wie verhindert werden kann, dass der Grundsatz der Fairness gegenüber den nicht beeinträchtigen Schüler/innen verletzt wird. Zusätzlich zum Artikel stellt die Autorenschaft drei beispielhafte individuelle Vereinbarungen zum Nachteilsausgleich zur Verfügung.