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Brunnen beim Schulhaus Rufi.
Brunnen und Bauernhäuser Dorf
Früher prägten sie das Dorfbild von Schänis und seinen Ortsgemeinden, heute findet man sie nur noch vereinzelt am Dorfrand: Die gestrickten Bauernhäuser. Sie bestehen aus einem Kernbau, sprich einem Fundament aus Beton dem ein gestrickter Giebelbau aufliegt. Strickbauten werden auch Blockbauten genannt. Diese Bauweise ist bereits seit der Jungsteinzeit bekannt. Gedeckt sind die Häuser mit einem Tätschdach. Das heisst, die Schindeln sind nicht wie angenommen werden könnte festgenagelt, sondern werden mit Latten und Steinen beschwert. Südlich der Kapelle Rufi steht ein solch gestricktes Bauernhaus. Sein Fundament stammt aus dem Jahr 1552, der Giebelbau aus Holz, so wird angenommen, wird später gebaut worden sein. Ein weiterer Strickbau befindet sich am südlichen Dorfausgang.
Auch die zahlreichen Dorfbrunnen sind prägende Elemente von Schänis. Häufig sind sie reich geschmückt. Das Jahr ihres Baus ist häufig im Beton des Brunnens eingelassen. Sie bieten Erfrischung an heissen Tagen, ob zum Befüllen der Trinkflasche oder um das Gesicht zu kühlen. Seit 1890 hat Schänis eine eigene Wasserversorgung. Für 10 Franken pro Jahr kann man einen eigenen Wasseranschluss nutzen, wobei nicht mehr als 300 Liter Wasser pro Tag verbraucht werden darf. Wenn man bedenkt, dass die Bauern mit dieser Wassermenge ihr Vieh tränken, den Garten giessen sowie ihre Körperhygiene einhalten müssen, eine sehr kleine Wassermenge. Aufgrund der häufigen Trockenheit baut Schänis im Jahr 1978 das Pumpwerk Wüschlen. Bereits damals erstellt das Dorf eine Anschlussleitung an das Pumpwerk. Als 1984 die einzige Quelle im Juchen plötzlich trübes Wasser ausspuckt, wird die Ortsgemeinde an die Wasserversorgung von Schänis angeschlossen. Maseltrangen kämpft mit ähnlichen Problemen und schliesst sich zwei Jahre später ebenfalls ans Pumpwerk Wüschlen an.
Strickbau mit Tätschdach in Dorf bei Schänis aus dem 17. Jahrhundert, Fensterteilung wohl vom 19. Jahrhundert (Quelle: Die Kunstdenkmäler der Schweiz).