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Kleiderläuse – lästige Begleiter
Im Gegensatz zur Kopflaus, die es gerne sauber hat, bevorzugt die Kleiderlaus (Pediculosis corporis) voll gestopfte Unterkünfte mit niedrigem Hygienestandard.
Die grosse Schwester der Kopflaus sieht dieser sehr ähnlich, lebt allerdings direkt in der Kleidung des Wirts. Dort kann sie 30 Tage ohne Kontakt zum Wirt ausharren, bis sie sich zur Mahlzeit, bei der sie Wirtsblut saugt, auf die Haut begeben muss. Ihre Eier legt sie mit Vorliebe in den Nähten der Kleidung ab, ganz selten auch in Körperhaaren.
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Mitunter führt eine allergische Reaktion auf den Läusespeichel zu starkem Juckreiz mit linearen Kratzeffekten, oft bleibt die Besiedelung jedoch asymptomatisch. Manchmal kann man punktförmige Hautblutungen vor allem im Bereich der Achselhöhlen und der Taille erkennen. Doch noch eine weitere Eigenschaft macht die Kleiderlaus zum unangenehmsten Vertreter ihrer Familie: sie kann in Mittel- und Südamerika sowie Afrika Läusetyphus und Rückfallfieber übertragen. Läusetyphus oder Fleckfieber ist eine durch Rickettsien (R.prowazekii)hervorgerufene Erkrankung mit hohem Fieber, Hautausschlag und zentralnervösen Symptomen wie Schläfrigkeit. Unbehandelt versterben ca. 50% der Betroffenen. Das Rückfallfieber beginnt ebenfalls mit hohem Fieber und führt zu Hauteinblutungen und Milz- und Leberschwellung. Nach 3-5 Tagen klingt die Symptomatik ab um nach einem freien Intervall von 7 Tagen wieder einzusetzen. Auch hier ist die Mortalität ohne Behandlung hoch, nämlich 40%.
Therapie
Die Kleiderlaus wird mit Wasser behandelt: der Mensch soll baden, die Kleidung möglichst heiss gewaschen werden. Wenn sich Nissen in Körperhaaren finden, können diese mit Lindan-Lösung oder Pyrethrinen abgetötet werden. Um eine Lindanresorption zu verhindern, sollte die Lösung auf die kühle, trockene Haut aufgetragen werden. Schwangere dürfen hiermit nicht behandelt werden.