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Nie werde ich mich an die Überwachungskameras aus Fleisch und Blut gewöhnen. Da weigert sich jeglicher Wille. So stürmte ich gestern noch schneller als sonst in einen dieser staatlichen Denner-Läden mit Globus-Preisen hinein, einfach an der Securitas vorbei.
Neulich schreckte eine Kollegin auf, als sie irrtümlich eine geschliffene Sonnenbrille aufsetzte. Der Baum in der Ferne schaute ihr plötzlich mit sattgrünen Blättern und einem filigran strukturierten Stamm entgegen. Darum herum verwandelten sich die skizzenhaften Gestalten zu mehr oder weniger individuellen Menschen.
Eine Millenniumsparty in Marokko hat im Cyberspace gerufen. Alle haben es gehört: Japaner, Russen, Amerikaner, Franzosen, Kanadier, Engländer, Spanier, Spinner, auch Österreicher, natürlich Schweizer.
Wenn der Luzerner tanzt, dann steht er. Wie ein Hüne, vielleicht auch wie ein kleiner Faun, steht er im Raum, und in seiner Hand hält er ein Bierglas. Beinahe rhythmisch führt er dessen Inhalt zu den Lippen – den sinnlichen? – und wieder zurück. Der Arm als einzelne Extremität bewegt sich, losgelöst vom restlichen Körper. Isolation heisst dies in der Fachsprache, wird sie zur Kunst erhöht.
Havanna, blendender Sonntagnachmittag, eine Wohnung unmittelbar am Malecón. Hinter dem Horizont versucht Miami durchs Fenster hineinzuschauen. Während mein kubanischer Begleiter sich von der Faszination dieser Stadt auf der anderen Seite der Meerenge geradezu magisch angezogen fühlt, halte ich ein kleines schwarzes Ding in den Händen.