Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03521.jsonl.gz/1566

Die Beseitigung von Abfällen aus Gewässern trägt dazu bei, verschiedene Probleme auf einmal anzugehen, darunter auch das Hochwasserrisiko. Als Mitglied der Zurich Flood Resilience Alliance (ZFRA) arbeitete Plan International mit zwei Gemeinden in El Salvador zusammen, um eine neue Methode zur Abfallsammlung in einem Fluss zu bauen und zu installieren, die zur Widerstandsfähigkeit dieser Gemeinden gegenüber Überschwemmungen beiträgt.
Die Arbeit von Plan International in El Salvador zum Schutz vor Überschwemmungen basiert auf dem Ansatz «Flood Resilience Measurement for Communities» (FRMC). In Zusammenarbeit mit den Gemeinden ermöglicht uns der FRMC-Ansatz, das aktuelle Niveau der Hochwasserresilienz zu verstehen und geeignete Massnahmen zu identifizieren und diese zu verbessern.
Die FRMC-Ergebnisse aus den beiden Gemeinden Colima und Santa Bárbara in El Salvador, zeigten, dass die unzureichende Bewirtschaftung fester Abfälle eines der Hauptprobleme im Zusammenhang mit der Hochwasserresilienz in diesen Gemeinden ist, da sie zu einer Verschmutzung der Umwelt führt, ihre Lebensgrundlage beeinträchtigt und die Auswirkungen von Überschwemmungen auf diese Gemeinden verstärken kann.
Fehlendes Abfallsammelsystem mit schweren Folgen
Da die Gemeinde über kein Abfallsammelsystem verfügt, landen Abfälle auf der Strasse. Bei starken Regenfällen wird der Abfall weggespült und gelangt in den Lempa-Fluss. Dies führt zu Abfallansammlungen, wie z. B. Plastikflaschen, die Abwasserkanäle verstopfen, so dass das Wasser bei Überschwemmungen nicht richtig abfliessen kann. Ausserdem kann der angesammelte und weggeschwemmte Abfall Haushalte oder andere Infrastrukturen wie Brücken oder Tore beschädigen.
Darüber hinaus bilden die Flora und Fauna des Flusses sowie die handwerkliche Fischerei die Grundlage für eine der wichtigsten Lebensgrundlagen dieser Gemeinschaften. All dies wird durch die Abfälle negativ beeinflusst. Die Fische nehmen ihn zum Beispiel auf, weil sie ihn für Nahrung halten. Dies vergiftet sie und beeinträchtigt ihre Fortpflanzung, was sich wiederum direkt auf die Lebensgrundlage der Familien und ihre Gesundheit auswirkt, die den Fisch essen. Zudem werden bei Überschwemmungen Abfälle in die Häuser gespült, was die Vermehrung von Krankheitsüberträgern beschleunigt. Und schliesslich können die Abfälle die Motoren der Fischerboote beschädigen, wenn sie sich in den Rotoren der Boote verfangen, was deren Betrieb beeinträchtigt und die Verluste erhöht.