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Die Schweiz liegt im globalen Ranking der Wettbewerbsfähigkeit neu auf Rang fünf. An der Spitze verdrängt Singapur die Weltmacht USA.
In der aktuellsten Erhebung des Weltwirtschaftsforums (WEF) ist die Schweiz in der Liste der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt um einen Rang auf Platz fünf abgerutscht. Singapur verdrängt die USA auf den zweiten Platz und steht neu an der Spitze der Rangliste. Während Hongkong und die Niederlande ebenfalls vor der Schweiz stehen, fällt Deutschland auf Rang sieben von zuvor drei zurück. Wie das WEF in der letzten Woche veröffentlichten Studie bekanntgab, würden die meisten Volkswirtschaften immer noch in einem Zyklus mit einem geringen bis flachen Produktivitätszuwachs stecken. Und dies obwohl die Notenbanken in den vergangen 10 Jahren seit der Finanzkrise rund 10 Billionen Dollar in die Wirtschaft gepumpt haben. Diese Massnahmen hätten zwar eine tiefere Rezession verhindert, seien aber nicht in die Kanäle geflossen, mit denen die Produktivität im öffentlichen oder privatwirtschaftlichen Bereich gesteigert worden wäre.
Die Erhebungsmethode des WEF misst die Wettbewerbsfähigkeit von 141 Volkswirtschaften mit Hilfe von 103 Indikatoren. Wie nahe sich ein Land am «idealen Zustand» befindet, zeigt die Skala von 0 bis 100. Die WEF-Studienautoren sind jedoch davon überzeugt, dass viele der Faktoren, die den grössten Einfluss auf die künftige Wettbewerbsfähigkeit haben könnten, in der Vergangenheit nicht im Fokus der Politik standen. Dies umfasse etwa die Unternehmenskultur, Offenheit, Agilität und Generierung von Ideen.
Im Bereich makroökonomische Stabilität erreicht die Schweiz den Maximalwert, während sie bei der Infrastruktur ebenfalls sehr gut abschneidet. Im Bericht heisst es weiter, dass die Finanzmärkte der Schweiz zu den weltweit fortgeschrittensten und stabilsten zählen und die Platzierung in den Bereichen Humankapital und Lebenserwartung ebenfalls hoch ist. Als die Bereiche mit dem grössten Verbesserungspotenzial werden die Handelsbeschränkungen und die Komplexität der Zollbestimmungen gesehen, die geringe Unternehmensdynamik, die relativ hohe Risikoaversion der Unternehmen und deren mangelnde Bereitschaft, innovative und umwälzende Ideen zu verfolgen.
Den Wettbewerbsbericht des WEF gibt es zwar bereits seit 1079, die Methode wurde aber stets weiterentwickelt und verfeinert. Ein Vergleich mit früheren Rankings ist jedoch nicht möglich, da seit 2018 neue Bewertungsmethoden gelten. Die Schweiz hatte bis 2017, also vor der letzten Anpassung, in den jährlichen WEF-Studien neun Jahre hintereinander den Spitzenrang belegt.
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