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Am 22.12.2011 durfte Fridolin Tschudi im hohen Alter von 89 Jahren für immer friedlich einschlafen.
Er prägte während mehr als 40 Jahren nachhaltig den Glarner Fussball mit seiner markanten und gradlinigen Art und Weise und war weit über die Kantonsgrenze hinaus bekannt.
Er gilt als eigentlicher Vater des kleinen Fussballvereins im südlichen Glarnerland, dem FC Rüti GL.
1954 entstand unter seiner Initiative, zusammen mit einigen unerschrockenen Kameraden, eine Interessengemeinschaft „Pro Fussballclub Rüti GL“.
Am 20. August 1955 fand dann die offizielle Gründung des FC Rüti GL im Restaurant Rütihof in Rüti statt und zugleich wurde Fridolin Tschudi als erster Präsident gewählt.
1956 wurde mit dem Bau des Fussballplatzes „Säätliboden“ unter seiner Regie begonnen und
1957 konnte der Fussballplatz trotz bescheidener finanzieller Mittel fertig erstellt werden.
Als der Elan der Startphase verflogen war und das Vereinsschiffchen in Schieflage geriet, übernahm Fridolin Tschudi 1960 zum zweiten Mal das Präsidium; sozusagen im Alleingang meisterte er anfangs der 1960er-Jahre eine für den Verein sportlich und personell schwierige Zeit.
Aber auch auf überregionaler Ebene diente er dem Fussballsport als Funktionär, indem er von 1964 bis 1998 der Rekurskommission des Ostschweizer Fussballverbandes in St. Gallen angehörte.
1972 wählten die Delegierten des Glarner Kantonal-Fussballverbandes Fridolin Tschudi zum Kantonalpräsidenten, welches Amt er in der Folge bis 1980 innehatte. Mit grossem Engagement widmete er sich dabei der Schaffung verbindlicher und klarer Reglemente und Richtlinien, wozu er aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit als Gerichtssekretär geradezu berufen war.
Im 1980 konnte der FC Rüti, unter dem OK-Präsidium von Fridolin Tschudi, das 25‑Jahr-Jubiläum gebührend feiern.
1987 übernahm der unverwüstliche und inzwischen längst zum Ehrenpräsidenten ernannte Gründungsvater zum 3. Mal das Präsidium und ab 1988 begannen die Arbeiten für den neuen Fussballplatz. Dank seines geschickten Gespürs entstand trotz bescheidenen finanziellen Mitteln einer der schönsten Fussballplätze in idyllischer Berglandschaft im südlichen Glarnerland.
1989 wurde der neue grosse Fussballplatz „Tödi“ mit dem Freundschaftsspiel FC Glarus – FC Niederurnen vor einer Rekord-Zuschauer-Kulisse offiziell eingeweiht.
1992 führte auf Initiative von Fridolin Tschudi der FC Rüti GL die Delegiertenversammlung des Ostschweizer Fussballverbandes durch. Es nahmen über 120 Vereinsdelegierte mit Gästen an dieser DV in der Mehrzweckhalle in Rüti teil.
Ende Oktober 2005 hatte Fridolin Tschudi seinen letzten grossen Auftritt anlässlich des 50‑Jahr-Jubiläums bei der Präsentation seines überaus geliebten FC Rüti vor versammelter Schar von ehemaligen Fussballgrössen von nah und fern.
Wir danken dem grossen Fussball-Pionier für seinen ausserordentlichen und unermüdlichen Einsatz für den FC Rüti und den Glarner Fussball und werden ihm immer dankbar sein und ihn in bester Erinnerung behalten.