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Viele islamische Religionsführer haben ihre Probleme mit dem "Islamischen Staat". Darunter befinden sich auch einige orthodox-sunnitische Gelehrte und Imame. Aufgrund der Untaten im Namen des Islam, die von den IS-Milizen begangen wurden, unterzeichneten 120 sunnitische Würdenträger eine Fatwa gegen den Islamischen Staat.
Verfasst und unterzeichnet wurde diese Schrift von sunnitischen Gelehrten und Imamen, die weltweit unter den sunnitischen Muslimen einen äußerst guten Ruf besitzen.
Unter den 120 Unterzeichnern finden sich zahlreiche Vertreter aus Ägypten, darunter Großmufti Scheich Shawqi Allam sowie hochrangige Gelehrte der renommierten Al-Azhar-Universität, der Mufti für Jerusalem und Palästina, ferner Imame und Theologen unter anderem aus den Arabischen Emiraten, Tunesien, Marokko, Tschad, Indonesien, Indien, Pakistan, dem Irak und dem Sudan sowie Theologen und Gelehrte aus der westlichen Welt. Aus Saudi-Arabien findet sich nur ein Unterzeichner der Fatwa.
In diesem Dokument, welches in arabischer Sprache verfasst wurde, setzen sich die orthodoxen Gelehrten intensiv und detailliert mit der Auslegung des Korans durch den "Islamischen Staat" auseinander.
Aufgeteilt in 24 Punkten stellen die Verfasser ihre Thesen dar. Zu bedenken ist jedoch, dass Fatwas nur insofern eine Bedeutung haben, als dass die Autorität des Verfassers bzw. des Unterzeichners auch von den jeweiligen Personen anerkannt wird.
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