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06.01.19 - "Mit einem Eintrittsgeld von einem Franken und weiteren 50 Rappen pro Monat finanzierte man die Aufwendungen."
Schon vor der Jahrhundertwende weckte der seit 1870 obligatorische Turnunterricht an den Schulen das Interesse an der späteren "Fortsetzung der turnerischen Weiterbildung", wie es damals hiess. Im Länggassquartier mit seinem ausgeprägten Zusammengehörigkeitsgefühl empfand man es als störend, keinen eigenen Quartier-Turnverein zu haben. So wurden nach einer ersten Besprechung am 11. August 1901 die Interessierten auf den 21. August des gleichen Jahres ins Café des Alpes, dem heutigen Restaurant Schanzenegg, zur Gründungsversammlung eingeladen. 30 Turner traten dem neuen Verein bei. Aus heutiger Sicht kommt uns die vorgesehene Busse von 20 Rappen für unentschuldigtes Fernbleiben geradezu exotisch vor...
Von der Schuldirektion wurde die Benützung der Turnhalle Friedbühl und des Turnplatzes beim neuen Länggasschulhaus bewilligt. Trotzdem steckte der neue Verein schon 1903 in einer schweren Krise, fanden doch nur noch wenige Turner den Weg in die Halle. Doch schon 1904 hatte sich der kleine Quartierverein wieder gefangen und weihte als Zeichen seines Zukunftsglaubens seine erste Fahne ein.
Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 brachte den Turnbetrieb zeitweise zum Erliegen. Das folgende Jahr brachte nicht nur den Waffenstillstand, sondern auch eine schreckliche Grippeepidemie. Diese hatte zur Folge, dass während des zweiten Halbjahres 1918 die Turnhallen geschlossen blieben. Nach dieser Zwangspause harzte es bei Wiederbeginn und erst die Eidg. Einzelturntage mit dem Sieg von Jakob Kropf im Nationalturnen brachen den Bann.
Wichtigste Meilensteine
1901: 21. August Gründung des TVL
1906: Start am Eidg. Turnfest in Bern
1908: Gründung Männer- und Jugendriege
1916: Gründung Damenriege
1917: Teilnahme Sektionsturnen am Kant. Turnfest in Thun (erstmals in der ersten Stärkeklasse)
1919: Beginn Ära der Nationalturner
1920: neue Vereinsfahne
1921: wurde das Vereinsorgan erstmals herausgegeben und bildete bis weit in die 2000er Jahre das Bindeglied zwischen Vereinsleitung und Mitgliedern.