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Durch die mehr als 1400 Wasserkraftwerke in der Schweiz werden zahlreiche Flüsse und Bäche noch immer zeitweise trockengelegt, trotz Restwasservorschriften.
Quelle: Eawag & Schweizerischen Greina-Stiftung (SGS)
15 Jahre nach der Einführung des Gewässerschutzgesetzes wurde diese Standortbestimmung des Vollzugs der Restwasservorschriften erstellt. Die Umsetzung der Restwasservorschriften zwischen den einzelnen Kantonen unterscheidet sich sehr stark, einige Kantone haben noch keine Sanierungen umgesetzt.
UWAL
Quelle: Eawag & Schweizerische Greina-Stiftung (SGS)
Verschiedene Wassernutzungsrechte regeln die Nutzung öffentlicher und privater Gewässer. Für die Festlegung einer angemessenen Restwassermenge wird zuerst die vom Bund vorgegebene Mindestrestwassermenge erfasst und diese anschliessend anhand einer Interessensabwägung erhöht (zweistufiges Konzept).
Quelle: Schweizerischer Fischerei-Verband SFV
Der SFV nimmt Stellung zu der Situation der Schweizer Bäche und zeigt die Differenz zwischen Soll- und Ist- Zustand auf.
Quelle: aqua viva Zeitschrift, Seite 6-8
Am 30. März 2013 verstopfte das Dotiersystem des Restwassers am Stausee Punt dal Gall im Schweizerischen Nationalpark, worauf die Wassermenge durch Öffnung des Grundablasses erhöht wurde. Dadurch kam es zu einem hohen Schlammeintrag, welcher die Lebensgemeinschaft im Spöl vernichtete.
Quelle: BAFU
Diese Wegleitung soll auf Sach- und Vorgehensfragen bei der Festlegung der Restwassermengen eingehen. Die Beantwortung erfolgt anhand der Themen Wasserentnahmebewilligungen, Entnahmen aus Fliessgewässern, Seen, Quellen und Grundwasser und der Abflussmenge Q347.
Quelle: BAFU
Aufgrund der Restwasserbestimmungen sind die Kantone verpflichtet bis 2012 ihre durch Wasserentnahme beeinflussten Fliessgewässer falls notwendig zu sanieren. Anfangs 2012 konnte jedoch festgestellt werden, dass mehr als die Hälfte der Kantone die Frist nicht einhalten werden.
Quelle: BUWAL
Im Kanton Bern erhielten die Gemeinden 1990 das Recht kurzfristige Gebrauchswasserentnahmen ohne feste Einrichtungen aus dem Oberflächenwasser selbst zu bewilligen. Dies hat vor allem für die Bewässerung in der Landwirtschaft eine Bedeutung.
Im Gewässerschutzgesetz ist die Mindestrestwassermenge definiert (Art. 4) und geregelt (Art. 31). Auch Ausnahmen, die eine tiefere Restwassermenge rechtfertigen können (Art. 32) und die Grundlagen zur Festlegung einer angemessenen Restwassermenge anhand einer Interessensabwägung (Art. 33) sind aufgeführt.
Quelle: Bundesgericht
2010 heisst der Kanton Graubünden das Sanierungsverfahren der Restwassermengen der von Misox genutzten Gewässer gut. Gegen diesen Beschluss des Kantons Graubünden legen Pro Natura, WWF und SFV Beschwerde ein. Ende November wird dieser Beschwerde teilweise stattgegeben.