Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03190.jsonl.gz/2329

Bei der kürzlichen Untersuchung in Schmerikon wurden ausserhalb der bereits bekannten Stelle im Hafen Helbling keine gefährlichen Blaualgen nachgewiesen. Daher können wir weitgehend Entwarnung geben.
Auch nach der fünften Überprüfung durch das begleitende Fachbüro AquaPlus AG am 17. August 2023 können wir weitgehend Entwarnung geben. Es wurden erneut keine Blaualgen des Typs Tychonema an der bereits bekannten Stelle im Hafen Helbling gefunden. Die üblichen Empfehlungen im Umgang mit Blaualgen gelten weiterhin und sollten befolgt werden.
Die aktuelle Phase wird als präventiv eingestuft. Bei der letzten Überprüfung am 17. August 2023 ergab sich folgendes Bild: Nach dem nassen und wechselhaften Wetter Anfang August folgte eine längere Schönwetterperiode mit viel Sonnenschein und hohen Temperaturen. Diese Bedingungen begünstigen das Wachstum von fädigen Grünalgen im Gewässer im Vergleich zu den vorherigen Untersuchungen. Es gab jedoch keine Anzeichen für auffällige Blaualgenansammlungen. Weder im See noch in den Uferbereichen oder den trockenen Wiesenbereichen des Aabachdeltas wurden Blaualgenmatten oder Krötenhäute gefunden. Lediglich an der bereits bekannten Stelle im Hafen Helbling wurden in etwa 1,5 Metern Wassertiefe die charakteristisch rötlich-braunen Tychonema-Lager lokal nachgewiesen, was unter dem Mikroskop bestätigt wurde.
Tychonema bourrellyi ist derzeit nur im Bereich des Hafens Helblings nachweisbar und bildet dort makroskopisch erkennbare Lager. Die üblichen Empfehlungen im Umgang mit Blaualgen sollten beachtet werden.
Hintergrund zum Blaualgen-Monitoring: Im Sommer 2021 gab es in Schmerikon mehrere Todesfälle von Hunden, die in Verbindung mit Aufenthalten im Flachwasser oder Uferbereich beim Aabach-Delta oder an der Seeanlage standen. Diese Todesfälle wurden mit Vergiftungen durch ein Neurotoxin in Verbindung gebracht. In stehendem Wasser an der Mündung des Aabachs wurde ein für Blaualgen bekanntes Toxin nachgewiesen, das als Ursache auf die Blaualge Tychonema bourrellyi zurückgeführt wurde.
Das Amt für Wasser und Energie hatte bereits 2021 die Überwachung des Seeufers in Schmerikon initiiert und 2022 erfolgreich fortgesetzt. Die Gemeinde Schmerikon stützte sich in ihren Veröffentlichungen auf die Erkenntnisse der kantonalen Fachleute. In Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde wurde nun das private Labor AquaPlus AG aus Zug beauftragt, das Monitoring im Jahr 2023 fortzusetzen. Die oben genannten Informationen basieren auf dieser Zusammenarbeit.
Es besteht Lebensgefahr für Hunde in Anwesenheit dieser speziellen Blaualge. Eine gesundheitliche Gefährdung für Menschen, insbesondere Kleinkinder, kann nicht ausgeschlossen werden.
Unabhängig von der Gefährdungssituation hält die Politische Gemeinde die Einführung eines Hunde- oder Badeverbots nicht für angemessen und beschränkt sich auf Hinweise und Warnungen. Im Umgang mit Naturgefahren müssen Einzelpersonen Eigenverantwortung übernehmen, da diese nicht an eine Behörde delegiert werden kann.