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- Was ist ein Lymphom?
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Ein Lymphom bezeichnet eine bösartige Erkrankungen des Immun- und Lymphsystems. Lymphdrüsenkrebs oder in der Fachsprache "maligne“ Lymphome werden veränderte Abwehrzellen (T- oder B-Lymphozyten) bezeichnet, die sich unkontrolliert vermehren oder nicht mehr absterben. Je nach Art der betroffenen Abwehrzellen und deren Veränderungsstadium wird die Erkrankung nochmals unterteilt. Rund 15% aller Lymphome fallen unter den Begriff des so genannte "Hodgkin-Lymphoms“. Bei den restlichen 85% spricht man von "Non-Hodgkin-Lymphom“.
- Welche Symptome treffen bei Lymphomen auf?
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Typisch für diese Art der Erkrankung ist das schmerzlose Anschwellen der Lymphknoten. Je nachdem wo sich diese vergrösserten Lymphknoten im Körper befinden, kommt es zu lokalen Beschwerden durch Kompression von Gefässen oder Nerven. Meist leiden die Betroffenen auch unter einem verminderten Allgemeinzustand wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Leistungsschwäche, Fieber, Nachtschweiss, Appetitlosigkeit und plötzlichem unerklärlichen Gewichtsverlust.
- Was ist Leukämie?
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Leukämie ist ein Oberbegriff für Krebserkrankungen, die mit der Blutbildung oder dem Immunsystem ausgehend vom Knochenmark im Zusammenhang stehen. Man unterscheidet zwischen akuten und chronischen Leukämien. Die akuten Leukämien treten plötzlich auf und entwickeln sich rasch, bei den chronischen bleibt die Krankheit meist über Jahre hinweg unbemerkt.
Akute Leukämien
- Akute Myeloische Leukämien (AML): Hier sind die Vorläufer der roten Blutkörperchen sowie der Granulozyten, einer speziellen Form der Abwehrzellen, betroffen
- Akute Lymphatische Leukämien (ALL): Hier sind die Vorläuferzellen der T- und B- Lymphozyten betroffen
Chronische Leukämien
- Chronische Myeloische Leukämien (CML): Hier sin die Vorläufer der roten Blutkörperchen sowie der Granulozyten, einer speziellen Form der Abwehrzellen, betroffen
- Chronische Lymphatische Leukämien (CLL): Hier sind die Vorläuferzellen der T- und B- Lymphozyten betroffen
- Welche Symptome treten bei einer Leukämie auf?
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Infolge der Vermehrung von kranken weissen Blutkörperchen im Knochenmark werden zu wenig rote Blutkörperchen produziert und es tritt eine Blutarmut auf, welche sich in Form von Leistungsabfall, Müdigkeit oder Atemnot etc. manifestiert. Bei einer Unterversorgung mit weissen Blutkörperchen ist die Schlagkraft des Immunsystems reduziert, so dass vermehrt Fieber und Infekte auftreten. Ist bei der Leukämie die Herstellung der Blutplättchen betroffen und diese sind im Blut zahlenmässig vermindert, treten Blutungen auf.
- Wie werden Lymphome behandelt?
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Die Therapieverfahren bei Hodgkin-Lymphomen sind Chemo- und Strahlentherapie oder eine Kombination aus beiden. Non-Hodgkin-Lymphom werden in erster Linie durch eine Kombination von gezielten Antikörpern plus Chemotherapie behandelt. Im Fall eines Rückfalls wird in der Regel die Hochdosis-Chemotherapie mit anschliessender autologer Stammzellentransplantation zur Therapie der Wahl.
- Wie werden akute Leukämien behandelt?
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Die akute myeloische Leukämie wird in der Regel mittels drei Zyklen einer starken Chemotherapie behandelt. Der Patienten wird bei jedem Zyklus gut 4-6 Wochen in einem Isolierzimmer im Spital untergebracht. Häufig wird der 3. Zyklus in Form einer Hochdosis-Chemotherapie mit anschliessender Rückgabe von eigenen (autologen) oder fremden (allogenen) Stammzellen durchgeführt.
- Was geschieht in der Antikörpertherapie?
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Antikörper sind ein wichtiger Teil des Immunsystems. Mit ihrer Hilfe werden schädigende Zellen unschädlich gemacht. Diese Eigenschaft macht sich die Antikörpertherapie zu nutzen, in dem die Eiwissverbindungen im Labor künstlich hergestellt und den Patienten verabreicht werden.
- Was bedeutet Stammzellentransplantation?
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Bei gewissen Krebserkrankungen ist eine Übertragung von Blutstammzellen eine mögliche Therapieoption. Diese Zellen sind noch nicht ausdifferenziert und können sich zu verschiedenen Zell- und Gewebetypen entwickeln. Sind der Spender und Empfänger identisch, spricht man von einer autologen Stammzellentransplantation, wenn sie sich in der Person unterscheidet, wird dies allogene Stammzellentransplantation genannt. Im KSA wird nur die erste Form durchgeführt. Bei der allogenen Stammzellentransplantation arbeiten wir mit externen Kooperationspartnern zusammen.
- Was ist ein Multiples Myelom?
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Das Multiple Myelom ist eine bösartige Erkanung der Plasmazellen, meist ausgehend vom Knochenmark. Plasmazellen gehören zu der Gruppe der weissen Blutkörperchen, auch Leukozyten genannt. Sind diese bösartig entartet, kommt es zu einer vermehrten Produktion von defekten Immunglobuline, welche die Niere schädigen können. Zudem kommt es im Knochen zu Defekten, sog. Osteolysen, die zu Knochenbrüchen und schwerwiegenden Komplikationen führen können, wenn es die Wirbelkörper betrifft.
- Welche Symptome treten beim Multiplen Myelom auf?
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Typische Symptome bei Multiplem Myelom sind Knochenschmerzen, eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, Nierenversagen, Blutbildveränderungen sowie neurologische Probleme wie Müdigkeit, Verwirrtheit etc.
- Wie wird ein Multiples Myelom behandelt?
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Das Multiple Myelom ist bislang nicht heil- aber behandelbar. Zum Einsatz kommen Chemotherapie und medikamentöse Therapien sowie bei jüngeren Patienten eine Hochdosis-Chemotherapie mit der Transplantation von eigenen Blutstammzellen. Mit intensiver und langeandauernder Behandlung können rückfallsfreie Zeiten bis über 10 Jahre erreicht werden.