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Kanada: Ja zu einem Tiefenlager
Die kanadische Regierung hat den Vorschlag der Nuclear Waste Management Organization (NWMO) angenommen, die für die Langzeitbewirtschaftung der abgebrannten Brennelemente ein flexibles Vorgehen in mehreren Phasen vorsieht («Adaptive Phased Management», APM). Dies hat der für Rohstoffe zuständige Minister Gary Lunn am 14. Juni 2007 bekannt gegeben.
Das APM strebt ein geologisches Tiefenlager an, welches in drei Phasen umgesetzt werden soll und die Option eines Übergangslagers beinhaltet. Durch den Entscheid der Regierung, das APM zu wählen, kann die NWMO nun den Prozess für die Standortwahl einleiten.
Mit dem «Nuclear Fuel Waste Management Act» von 2002 war die gleichzeitig gegründete NWMO verpflichtet worden, drei technische Möglichkeiten zur Entsorgung der abgebrannten Brennelemente zu untersuchen: eine Tiefenlagerung im kanadischen Schild, die Lagerung an den Standorten der Kernkraftwerke und eine zentrale über- oder unterirdische Lagerung. Das NWMO empfahl eine vierte Variante, das APM, ein Vorgehen, das die technischen Vorteile der drei anderen Methoden vereint und die Bevölkerung in den Entscheidprozess mit einbindet. Der Schlussbericht «Choosing a Way Forward» war im November 2005 der kanadischen Regierung übergeben worden.
In Kanada sind 22 Kernkraftwerksblöcke in Betrieb. Der Atomstromanteil des Landes beträgt derzeit 16%. In der Provinz Ontario liegt er bei 50%.
Quelle
M.A. nach Natural Resources Canada, Pressemitteilung, 14. Juni 2007