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Ich habe mich in den letzten Tagen mit dem Thema Selbstliebe beschäftigt und da ist mir der bekannte Satz aus der Bibel begegnet: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.
Aber jetzt mal ehrlich... verstehst du darunter Liebe, wenn Du Deine Nächsten so lieben und behandeln würdest, wie Du dich selber liebst und behandelst? Ich denke, dass die wenigsten aus meinem Umfeld dem zustimmen würden.
Würdest Du Deiner besten Freundin sagen: Du gefällst mir nicht. Deine krumme Nase und Dein kurzer Hals sehen schrecklich aus. Das ist bestimmt auch der Grund, weshalb Dich dieser tolle Typ nicht beachtet und die Leute auf der Strasse hinter Deinem Rücken über Dich tuscheln.
Würdest du einer Klientin oder Deiner Arbeitskollegin, der Du die Erschöpfung bereits ansiehst, empfehlen, sie solle sich zusammen reissen und weiterhin mit Turbo ihre Pflichten erfüllen, da die anderen ohne sie sonst völlig aufgeschmissen wären.
Würdest Du einem Kind mit Fieber sagen, dass es jetzt keine Zeit hat, um sich hinzulegen und zu Ruhen, da es zuerst noch Hausaufgaben machen oder das Zimmer in Ordnung bringen muss oder dass es die 3 Tage Schule bis zum Wochenende noch durchhalten soll?
Nein, so behandeln wir unsere Liebsten, Freunde, Bekannten, Menschen nicht.
Aber uns...??? Ja, uns selber behandeln wir viel zu oft auf diese traurige, respektlose, fordernde und missbilligende Weise.
Das wollen wir ändern! :-)
Achte darauf, wie Du innerlich mit Dir umgehst, wenn das nächste Mal etwas nicht so klappt, wie Du oder andere geplant hatten oder wenn Du Dich das nächste Mal z.B. im Bikini siehst usw.
Nimm die negativen Gedanken wahr und sage STOP! (das funktioniert auch laut ganz gut ;-))
Nun überlege Dir, was Du in der selben Situation Deiner lieben Freundin oder einem Kind sagen würdest. Wie würdest Du ihr/ihm begegnen, was würdest Du ihr/ihm raten und wie würdest Du sie/es trösten?
Begegne auch Dir auf diese liebevolle Weise und nimm wahr, wie es Dir dabei geht und was Du empfindest. Ich weiss, dass sich der liebevolle Umgang mit uns selber am Anfang etwas schwierig und komisch anfühlen kann, weil wir es einfach nicht gewohnt sind. Oftmals berührt es uns so sehr, dass Trauer aufsteigt und wir die Tränen nicht mehr zurückhalten können.
Aber das ist gut so. Tränen helfen uns dabei innere Blockaden zu lösen. Vielleicht löst sich dieses Mal gerade die Blockade, die Dich schon so lange daran hindert Deine eigene Liebe und die Liebe von Anderen anzunehmen.
Übe Dich immer wieder geduldig in den verschiedensten Situationen im respekt- und liebevollen Umgang mit Dir selber und schenke dir jeden Tag ein bisschen mehr Liebe und Aufmerksamkeit und du wirst sehen, dies Liebe wird sich auch in Deiner äusseren Welt widerspiegeln.
Und nun endlich begegnen wir uns in Liebe, so wie es schon immer für uns bestimmt war!
Von dem Standpunkt aus gesehen, finde ich den Satz, ‚Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst’, wiederum sehr stimmig. :-))
Alles Liebe
Jelka
PS: wenn Dir mein Beitrag gefällt, darfst du ihn gerne mit Menschen teilen, die auch gerade eine Portion Selbstliebe nötig haben...