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Filmfestival Locarno: Journalismus im Film
Detail aus dem offiziellen Plakat 2004
Im diesjährigen Filmwettbewerb in Locarno sind mit 18 Filmen nicht weniger als 17 Länder vertreten. 10 Filme stammen aus Europa, die weiteren aus Kasachstan, Iran, Indien, Hongkong, Vietnam, Japan, den USA sowie erstmals Südafrika. Die Schweiz zeigt im Wettbewerb den in den USA entstandenen Erstling Promised Land des Tessiners Michael Beltrami. 12 der Wettbewerbsfilme sind Uraufführungen, 5 Filme Erstlinge. In der Jury ist die Schweiz mit dem Fotografen René Burri vertreten, wie es am Dienstag an einer Medienkonferenz hiess.
Auf der Piazza Grande werden 5 Filme als Uraufführung gezeigt. Elf der insgesamt 16 Filme stammen aus Europa, 4 aus den USA. Bekannte Regisseure sind etwa Patrice Leconte (Dogora) aus Frankreich, der Deutsche Volker Schlöndorff (Der neunte Tag) oder Nick Cassavetes (The Notebook) aus den USA.
Drei Piazza-Filme gehören zur diesjährigen Retrospektive "Newsfront", auf welche die ehemalige Journalistin und heutige Festivaldirektorin Irene Bignardi besondes stolz ist: In 91 kürzeren und längeren Filmen, welche die gesamte Filmgeschichte umfassen, will sie die Beziehung zwischen Film und Journalismus ausleuchten. Die Filme, die auf der ganzen Welt zusammengesucht wurden, stammen zur Hälfte aus den USA, wobei von Melvin Le Roy, George Cukor, Alfred Hitchcock, Orson Welles und Frank Capra über John Huston, Billy Wilder, Sam Fuller, John Ford und Francis Ford Coppola viele US-Meisterregisseure vertreten sind.
Die Retrospektive beginnt mit L'affaire Dreyfus des französischen Filmpioniers George Méliès aus dem Jahre 1899 und endet mit drei Produktionen aus diesem Jahr. Die Schweiz ist in der Retrospektive mit Fredy M. Murers Grauzone vertreten. Weitere Schweizer Filme in anderen Sektionen sind etwa Absolut von Romed Wyder, die Dokumentation Ferien im Duett von Dieter Gränicher, oder Notre musique von Jean-Luc Godard.
Seit über 30 Jahren würdigt zudem eine ökumenische Jury am Internationalen Filmfestival Locarno die Wettbewerbsfilme. In diesem Jahr wird ihr Preis neu mit 20 000 Franken dotiert.