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Einer von zehn Schweizer Bürgern lebt im Ausland.
Auslandsschweizer
770’000 Schweizerinnen und Schweizer leben ausserhalb der Landesgrenzen. Die gelegentlich «fünfte Schweiz» genannte Gemeinschaft der Auslandschweizer macht ungefähr einen Zehntel der Gesamtbevölkerung aus.
62% der Auslandschweizer leben in einem europäischen Land, am häufigsten in Frankreich und Deutschland. Ausserhalb Europas gibt es in den USA, in Kanada und in Australien die grössten Schweizer Kolonien.
Weltweit zählt die Auslandschweizer-Organisation ASO mehr als 750 Schweizer Vereine. Der ASO obliegt es, die Interessen der Auslandschweizer gegenüber dem Bund zu vertreten.
Politisch sind die Auslandschweizer mit den Daheimgebliebenen gleichgestellt. Rund 600'000 Auslandschweizer sind stimm- und wahlberechtigt.
Anfänge und weitere Entwicklung
Zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhundert waren die Schweizer im Ausland in erster Linie wegen ihrer soldatischen Fähigkeiten bekannt. Noch im 18. Jahrhundert haben gegen 70’000 Söldner aus der Schweiz ihr Brot in ausländischen Armeen verdient. Im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts führten Armut und konfessionelle Intoleranz in gewissen Kantonen zu einer Massenauswanderung insbesondere nach Nord- und Südamerika.
Heutzutage sind die Auslandschweizer oft Angestellte, Studenten, Forscher oder Künstler, die ihr Land nur vorübergehend verlassen, um zu studieren oder ihre beruflichen Erfahrungen zu erweitern. Einer von fünf Auslandschweizern ist über 65 Jahre alt.