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Der zweite Herbstmonat wollte dieses Jahr noch nichts von Kälteeinbrüchen wissen. Im Gegenteil: Mit einer Durchschnittstemperatur von 11.4°C war er rund 1.5°C wärmer als üblich. Dazu war er sehr nass: Mit 177 mm Niederschlag fiel doppelt so viel Regen wie normal! Auf den ersten Blick passt warm und sehr nass irgendwie nicht zusammen. Doch der Monatsverlauf erklärt dies.
Das erste Monatsdrittel war geprägt von westlichen Winden mit viel Feuchtigkeit. Bereits am 9. war das Monatssoll an Regen deutlich überschritten. Die Temperaturen bewegten sich mit 12 bis 17 Grad in einem normalen Rahmen. Ziemlich ergiebig regnete es am 9. mit einer Tagessumme von 48 mm. Danach stellte sich eine anhaltende Südwestlage ein. Zwischen Tief und Hoch war es meist trocken und mit 16 bis 20 Grad recht warm. Am 20. und 21. näherte sich von Westen ein Tief und die Höhenströmung drehte auf Süd. Dies führte zu einer Föhnlage: In Mörschwil wurden am 20. Oktober spätsommerliche 22.9°C gemessen. Seit 2012 wurde es erst zwei Mal wärmer im Oktober: Am 15. Oktober 2018 stieg das Thermometer auf 23.7°C und am 28. Oktober 2013 gar sommerliche 25.3°C. Vom 28. bis 31. Oktober änderte die Wetterlage grundlegend. Ein Hoch über Grossbritannien blockierte den Westwind und mit einer Bisenströmung gelangten kühle Luftmassen zu uns. Durch die reichlich vorhandene Feuchtigkeit regnete es auch immer wieder, was sonst bei Bise eher unüblich ist. Die Tempeaturen gingen zurück auf rund 7 Grad.
Der Wettertrend: In der ersten Novemberhälfte Tiefdruckeinfluss. Häufig bewölkt und immer wieder etwas Regen bei durchschnittlichen Novembertemperaturen (5 bis 11 Grad). Vorerst noch keinen Schnee, höchstens kurz nasse Flocken.