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Die Schweiz erreicht bei der Lebenszufriedenheit den Wert 8 von 10 und liegt damit vor den Nachbarländern Österreich (7,9), Italien (7,2), Frankreich (7) und Deutschland (6,5), wie das BFS am Dienstag mitteilte.
Die Zufriedenheit steige mit dem Alter, dem Bildungsniveau und dem Einkommen. Die Schweizer Bevölkerung sei besonders zufrieden in zwischenmenschlichen Bereichen wie dem Zusammenleben, dem Arbeitsklima oder den persönlichen Beziehungen.
Über die Hälfte der Personen ab 16 Jahren war 2022 in diesen Bereichen sehr zufrieden. Eher unglücklich ist die Bevölkerung mit der vorhandenen Freizeit oder der persönlichen finanziellen Situation. Nur jede dritte Person zeigte sich hier sehr zufrieden.
2022 mussten 4,9 Prozent der Bevölkerung aus finanziellen Gründen auf wichtige Güter, Dienstleistungen oder soziale Aktivitäten verzichten. Nur jede zehnte von dieser Deprivation betroffene Person ist sehr zufrieden mit ihrem Leben, hiess es weiter. Bei der Gesamtbevölkerung ist es mehr als ein Drittel. Ein Viertel der deprivierten Personen gab an, sich meistens oder ständig entmutigt oder deprimiert zu fühlen. Bei der Gesamtbevölkerung waren es nur fünf Prozent.
702'000 Personen sind arm
Die Armutsquote lag bei 8,2 Prozent: Das entspricht rund 702'000 Menschen. Im Vorjahr war die Quote aber noch höher bei 8,7 Prozent. Die seit 2022 erfolgten Preisanstiege für Strom, Heizkosten und Konsumgüter sind in den Zahlen des BFS noch nicht abgebildet. Ausländische Personen, Einelternhaushalte, Personen ohne nachobligatorische Ausbildung und Haushalte ohne erwerbstätige Personen sind am häufigsten von Einkommensarmut betroffen.
Bei der erwerbstätigen Bevölkerung lag die Armutsquote bei 3,8 Prozent was 144'000 Personen entspricht. Im Jahr 2022 lag die Armutsgrenze für eine Einzelperson bei 2284 Franken pro Monat und für zwei Erwachsene mit zwei Kindern bei 4010 Franken pro Monat.