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Ich habe unterwegs in Vietnam schon mal darüber geschrieben, dass sich die Welt uns anpassen wird/will und nicht wir ihr.
Das dem nicht so sei, glauben nur ein paar linke Körnlipicker, die meinen, die Welt müsse an fernöstlichem Klimbim wie Yoga und Gangesbaden genesen.
Doch ob Russland, Mongolei, China, Vietnam, Kambodscha, wo immer man auch hinreist, für die Menschen gilt die europäische Kultur als erstrebenswertes Vorbild und zwar deshalb:
There are four elements that make Europe a role model for the world: its values; its way of using scientific discoveries to aid human progress (including material progress); its system of government and order and the legal systems that underpin it; and its civilization in the form of music, art, literature and much more.
Wie Roland Berger in einem lesenswerten Kommentar festhält: Four Reasons Why Europa Takes World Leadership.
Der Kern seiner Ausführungen (auch auf Deutsch):
Der deutsche Bundespräsident Theodor Heuss hat einmal gesagt, dass Europa auf drei Hügeln ruhe: auf der Akropolis, also dem Wert von Freiheit, Philosophie und Demokratie; auf dem Kapitol, also auf römischem Recht und staatlicher Ordnung; auf Golgatha, also auf dem Christentum.
PS: Europäer neigen dazu, die USA bezüglich globaler Leitkultur zu überschätzen. Fakt ist, dass auch die USA auf dem 2500jährigen europäischen Kultur- und Demokratieverständnis aufbauen. Berger: „Erst nach der Einwanderung von Eliten aus Europa in den dreißiger Jahren und nochmals nach 1945 hat das amerikanische Kulturschaffen Weltniveau erreicht“.
Russische Büroangestellte in der Mittagspause in einer französischen Bäckerei in Kasan.