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Es kommt darauf an, wie eine Reise beschrieben wird.
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Zwei Semmeln hatte er geschmiert mit Butter und Teewurst und mit Käse. Die wurden in einer Tüte steckend in den Rucksack gepackt. Eine Flasche Pfefferminztee kam dazu und ein Knirps. Eines der drei angelesenen Bücher auch. Wo war denn nur … Ah, die Kamera, da. Dann kleidete er sich an, schaltete alle Geräte aus bis auf den Kühlschrank, zog sogar die Stecker aus den Steckdosen. Als er zur Wohungstür hinausging, schaute er noch einmal zur Garderobe, an der die Regenjacke hing, genau da, wo sie hängen sollte. Dann schloß er sorgfältig zweimal ab, drehte die Schloßabdeckung auf 10 Uhr und ging los. Er fühlte sich beinahe heimatlos, wie am Beginn jeder Reise, heute ließ er es allerdings nicht zu, daß ihn der Mut verließ. Und so machte er sich auf den Weg. Erst fuhr er mit dem Bus, dann mit der Eisenbahn. Danach wieder im Bus über die Straßen, ehe er an einem anderen Bahnhof in den nächsten Zug steigen wollte. Doch die vier Minuten Verspätung des Busses waren zuviel, hießen: knapp 30 Minuten auf den nächsten Zug warten. Das war viel Zeit, die ein Mensch auf einem leeren, windigen Bahnsteig zu verbringen hat. Also suchte er nach sehenswerten Kleinigkeiten, nach Fallengelassenem, nach Pflänzchen, nach Mustern. Ja, er fand einiges, das er auch fotografierte. Doch wirlich zufrieden war er damit nicht.
Dann, wieder in einem Zug, aß und trank er. Erst die Käsesemmel, dann die mit Teewurst, bei der er den Senf vergessen hatte. Und er trank seinen Tee dazu. Für das Buch blieb keine Zeit, er mußte wieder umsteigen. Zwischen dem Haltepunkt, der dennoch Bahnhof genannt wurde auf den Schildern, und der Bushaltestelle lagen gut anderthalb Kilometer Fußweg, die er leise stöhnend in Angriff nahm. Gott sei Dank war es weder zu kalt noch zu warm, und der graue Himmel blieb trocken, ganz so, wie es der Wetterbericht vorhergesagt hatte. Er fand unterwegs noch eine verwitterte Hausnummer und ein schiefhängendes Vogelfutterhäuschen, die er beide schnell mit der Kamera festhielt. Der Bus würde gewiß nicht auf ihn warten, ahnte er, und so nahm er sich viel zu wenig Zeit mit den beiden Motiven. Er war gerade rechtzeitig, genau eine Minute vor dem Bus, an der Haltestelle. Drin setze er sich ganz nach hinten, an die hintere Tür. Die Strecke ist ihm wohlbekannt, er weiß, daß ihm das Aussteigen an der hinteren Tür eine halbe Buslänge Fußweg draußen erspart. Also gab es keinen Grund, an diesem Tag im fast leeren Bus einen anderen Platz einzunehmen. Die Müdigkeit überkam ihn, und er mußte unter allen Umständen wachbleiben, um seinen Ausstieg nicht zu verpassen.
Endlich am Ziel. Nach fast fünf Stunden auf Reisen, gefahren mit Bus und Bahn, öffnete er seine Wohnungstür, ging hinein, schloß hinter sich ab. Stellte den Rucksack neben das Schuhregal, zog Jacke und Schuhe aus. Ging umher, steckte einen nach dem anderen die Stecker wieder in die Steckdosen, schaltete manche Geräte wieder ein. Völlig erschöpft legte er sich auf das Sofa, nur für zehn Minuten legte er sich hin, dachte er, und er dachte über seine Pläne nach: In dieser Woche wollte er noch weitere zwei Mal auf Reisen gehen …
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 13. März 2023 war ich zufrieden mit dem weggeworfenen Papierzeug, mit der Brokkolisuppe, mit den weggebrachten Büchern.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).