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Der erste SOUR Call ergänzte den SWEET Call 1-2020 und dessen Leitthema «Integration erneuerbarer Energien in ein nachhaltiges und resilientes Schweizer Energiesystem». Mit SOUR hat das BFE ein Instrument geschaffen, um unkonventionellen, riskanteren Projekten eine Chance zu geben. Das Format stiess auf hohe Resonanz, insgesamt wurden 77 Projektvorschläge eingereicht. Unabhängige Expertinnen und Experten evaluierten die Eingaben. Folgende vier Projekte wurden umgesetzt:
Das Projekt ULISSE (die Abkürzung steht für: Under Lake Infrastructure for thermal capture and Storage of Solar Energy) versuchte mit Wärmespeichern die Leistung von hydrothermalen Netzwerken zu verbessern. Im Sommer soll erhitztes Seewasser in Speicher am Seegrund gepumpt werden.
Eine ähnliche Thematik wurde in BILS (Bubble In the Lake Storage) untersucht. Hier lag der Fokus aber auf der Realisierbarkeit eines kostengünstigen, grossvolumigen Unterwasserspeichers. So soll die Landnutzung für Wärmespeicherung reduziert werden.
Das Projekt ProdUse beschäftigte sich damit, wie und warum Entscheidungsträgerinnen und -träger Energieszenarien auswählen, interpretieren und nutzen. Mithilfe dieser Erkenntnisse sollen Wissenslücken zwischen Erzeugenden und Nutzenden von modellbasierten Energieszenarien geschlossen und die Sichtbarkeit und Nutzbarkeit von Energieszenarien verbessert werden.
Im vierten Projekt TMSG (Training Multiagent Strategies for the Grid) wurden Methoden des maschinellen Lernens mit Einbeziehung unkonventioneller Spieltheorie angewendet. Das Projekt zielte darauf ab, dezentrale Smart-Grid-Steuerungsagenten für das Management von Geräten unter komplexen Regeln zu entwickeln.