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»Während ich das Buch schrieb, fühlte ich mich, als wäre eine Pistole auf meinen Kopf gerichtet.« Ahmad Tohari
Srintil - eine Tänzerin und Prostituierte - will ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen und vor allem keine Männer mehr empfangen. Die Dorfbewohner sehen dadurch ihren Reichtum und ihr Ansehen in Gefahr und zwingen Srintil, anlässlich eines großen Festes wieder zu tanzen. Doch auf der Bühne bricht sie wegen des bösen Zaubers eines verschmähten Freiers zusammen.
Tibet - die Neuentdeckung einer uralten Zivilisation und einer jungen Literatur.
»Denkst du das auch?«, fragte sie. »Dass ich zu lange im Mondlicht geschlafen habe?«
Zum 30. Jubiläum des LiBeraturpreises umspannt diese Anthologie mehrere Generationen und öffnet den Blick für die Vielfalt außereuropäischer Schriftstellerinnen.
Der LiBeraturpreis, die »kleine Schwester« des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, wird an schreibende Frauen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt verliehen.
Das scheinbar simple Dreiecksverhältnis zwischen dem Arzt Dr. Sukartono, seiner Ehefrau Tini und der Prostituierten Rohaya stellt eine subtile psychologische Analyse der ganzen Gesellschaft im niederländischen Kolonialreich dar. Hier ist menschliches Fühlen, Denken und Handeln in einer solchen Konsequenz dargestellt, wie sie selten erreicht wurde.
»Die Hoffnung ist unsere einzige Waffe.« Atef Abu Saif
Am 7. Juli 2014 beginnt der bisher letzte der vielen Kämpfe um den Gazastreifen. Atef Abu Saif hält fest, was um ihn herum geschieht. In einundfünfzig Tagebucheinträgen, ohne Polemik, ohne Schuldzuweisungen, erzählt er das Unvorstellbare. Von Tragödien, von Verzweiflung, von heiteren Momenten trotz allem und von einer unausrottbaren Zuversicht der Menschen.
Ayu Utami thematisiert das schwierige Verhältnis zwischen Muslimen und Christen sowie den Hass auf die chinesische Minderheit in Indonesien. Virtuos wechselt sie zwischen verschiedenen Erzählperspektiven, Schauplätzen und Zeitebenen. Der offene Umgang mit gesellschaftlichen Tabus stellt einen Bruch mit der bis dato existierenden indonesischen Literatur dar.
Vom Slumkind zur Bestsellerautorin – die unglaubliche Geschichte einer Frau, die sich freigekämpft hat
In armen und zerrütteten Verhältnissen aufgewachsen, wird Baby Halder mit zwölf Jahren verheiratet, mit dreizehn zum ersten Mal Mutter. Ihr Mann misshandelt sie. Doch Baby Halder kämpft sich frei. Sie verlässt ihren Mann und entdeckt, ermutigt durch ihren Dienstherrn, ihr Erzähltalent. Ihr Buch wird eine Sensation und geht um die Welt.
»Inge Sargent erzählt auf schlichte, eindringliche Weise ihre eigene und damit ein Stück der birmesischen Geschichte.« Radio Bremen
»Ich schwöre es, die schönste Liebesgeschichte der Welt.« Louis Aragon
Einundzwanzig Jahre nach ihrem Tod erhebt sich Dewi Ayu aus ihrem Grab und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit.
»Tschinag, der Mann, der die Mythen liebt und selbst ein Mythos wurde.« Thomas Mayer, Leipziger Volkszeitung
Zum ersten Mal erzählt Galsan Tschinag über seine Arbeit als Heiler, der das Wissen seines Volkes nach Europa bringt. Mit Klaus Kornwachs, Technikphilosoph, tauscht er sich unter der Gesprächsleitung von Maria Kaluza aus. In diesem Trialog ohne Scheuklappen suchen sie Verwandtschaften und stellen die Unterschiede fest.
Zum ersten Mal erzählt Galsan Tschinag über seine Arbeit als Heiler, der das Wissen seines Volkes nach Europa bringt. Mit Klaus Kornwachs, Technikphilosoph, tauscht er sich unter der Gesprächsleitung von Maria Kaluza aus. In diesem Trialog ohne Scheuklappen suchen sie Verwandtschaften und stellen die Unterschiede fest.
»Lesend erleben wir das Schicksal des kleinen Volkes Tuwa und werden zu einem Teil der Natur.« Hark Bohm, Die Zeit
»Altai, das sind die Himmel stützenden Berge, die sturzsteilen Schluchten, die ruhenden Täler. Das ist das Ineinanderfließen von Himmel und Wasser, Sonne und Gras. Altai, das ist der Reichtum unzähliger Generationen, das Schicksal der Tuwiner.«
Galsan Tschinag erhebt seine Stimme zu einem Lobgesang auf seine Heimat, den Altai.
Neil Quiller, Pilot der Royal Air Force, wird von japanischen Truppen über dem malaiischen Dschungel abgeschossen. Als die Japaner unaufhaltsam vorrücken, beginnt eine abenteuerliche Flucht durch Südostasien. Auf einer schwimmenden Tischplatte erreicht er Sumatra, wo er seine Geliebte wieder trifft. Doch Quiller will um jeden Preis zurück nach Australien.
Von der inneren Unabhängigkeit einer aufopferungsvollen Ehefrau und Mutter
Drei Generationen einer gut situierten Familie in Nordindien: der tyrannische Großvater, die Großmutter mit der rasiermesserscharfen Zunge, der untreue Vater, die beiden Kinder. Im Zentrum steht die unscheinbare Rajjo, die Mai genannt wird – das Hindi-Wort für »Mutter«. Doch nach und nach entpuppt sie sich zum stärksten Mitglied der Familie.
Eine der bekanntesten Hindi-Autorinnen über den blutigen Glaubenskampf zwischen Muslimen und Hindus
In einer fiktiven indischen Stadt nehmen die Spannungen zwischen Hindus und Muslimen immer weiter zu. Es kommt zu Hasstiraden und Aufmärschen, zu religiös motivierten Morden und Anschlägen. Es entwickelt sich ein Konflikt, in den jeder hineingezogen wird – vom Straßenhändler bis zum Universitätsprofessor.
Fünf Erzählungen über verblassende Leidenschaft, soziale Ungleichheit und neue Freiheit
Geetanjali Shrees Erzählungen handeln von Familien- und Beziehungsstrukturen ebenso wie von sozialen und religiösen Konflikten. Dabei erzeugt sie Stimmungen, in denen sich Gefühle, Phantasien und Erinnerungen entwickeln können. Mit großer Präzision gelingen ihr so eindringliche Geschichten über die Vielschichtigkeit menschlichen Verhaltens.
»Was soll ich mich zu einem Leben zwingen, das mir zum Zuchthaus wird? Warum nicht der Verlockung des blauen Horizonts erliegen, dahin fahren, wohin der Monsun mich treibt, den kleinen weißen Segeln folgen, die ich Tag für Tag im geheimnisvollen Roten Meer verschwinden sehe?«
Wanderungen und Begegnungen auf Nepals unzähligen Pfaden
Mehr als 14000 Kilometer ist Hermann Warth auf Nepals unzähligen Pfaden durch die wilde Natur gewandert. In diesem Band erinnert er sich an Erkundungen und Bergexpeditionen, an flüchtige Begegnungen und Weggefährten, die seinen Blick auf die Welt verändert haben.
»Inge Sargent erzählt auf schlichte, eindringliche Weise ihre eigene und damit ein Stück der birmesischen Geschichte.« Radio Bremen
Der literarische Reiseführer mit Geschichten und Berichten aus und über Japan.
»Man muss Japan nicht bis ins Letzte verstehen. Es genügt, dieses Land einfach zu mögen.« Françoise Hauser
Was, wenn du dir selbst nicht mehr trauen kannst?
Yu-jin, der gute Sohn, der brillante Schüler, der erfolgreiche Schwimmer, macht eines Morgens eine entsetzliche Entdeckung: Seine eigene Mutter liegt mit durchgeschnittener Kehle im Wohnzimmer. Seine Erinnerungen an den letzten Abend sind wie ausgelöscht. Was ist geschehen? Und wieso deuten alle Hinweise auf ihn selbst?
Wie kann ein elfjähriger Junge überleben, wenn alle Welt in ihm den Sohn des »Stauseemonsters« sieht? Des Mannes, der ein Mädchen ermordete und ein ganzes Dorf zerstörte?
Einsam und geächtet lebt er in einem Dorf an der Küste. Rätselhafte Besucher tauchen auf. Die Vergangenheit wird aufgerollt. Am Ende ist alles anders, als es schien.
Thailand gehört mit seinen schönen Stränden, seiner alten Kultur und seinen liebenswerten Menschen seit langem zu den beliebtesten Fernreisezielen. Diese Geschichten erzählen von Bergdörfern, Touristenzentren und dem Leben in Bangkok. Die Autoren stellen sich der komplexen Gegenwart ihres Landes.
Shano ist jung und ungebildet, aber nicht auf den Kopf gefallen. Als Dienstmädchen erledigt sie in mehreren wohlhabenden Haushalten eines Bezirks in Delhi die Hausarbeit. Eines Tages wird sie von einer ihrer Dienstherrinnen mit Heft und Füller ausgerüstet. Das so entstehende Tagebuch sprüht vor Witz, Scharfsinn und erzählerischer Brillanz.
Der Privatdetektiv Ki-Hyeon bekommt endlich einen Auftrag: Er soll eine Frau beschatten. Als er sie zu Gesicht bekommt, schreckt er zurück: Es ist seine Mutter. Soll er den Auftrag annehmen? Dieser kunstvoll komponierte Roman legt eine dramatische Familiengeschichte frei, in der zum Schluss die Liebe über Schuld, Beklemmung und Schweigen siegt.
Mit Lu Xun begann die moderne chinesische Literatur, und bis heute ist er ihre prägende Leitfigur geblieben. Gleichzeitig ist er ein Intellektueller unserer eigenen Moderne, den Europa immer wieder neu entdeckt: ein Erzähler und Denker von stupender Aktualität, in dessen Werk Melancholie und Militanz, Ironie und Trauer verschmelzen.