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Die Innerschweizer behaupteten mit dem Auswärtssieg die Tabellenführung und verlängerten die Erfolgssträhne auf fremdem Eis. Die Zuger kassierten in den letzten 15 Auswärtsspielen nur eine Niederlage in der regulären Spielzeit (1:5 in Langnau). Der HC Davos seinerseits ging erstmals seit dem 12. Dezember (1:2 gegen Ambri-Piotta) in einem Heimspiel wieder leer aus.
Zug setzte sich verdientermassen durch. Die Zentralschweizer dominierten schon die ersten zwei Drittel, in denen sie zweimal in Rückstand gerieten. Der Umschwung gelang Zug kurz vor und kurz nach der zweiten Pause. Raphael Diaz gelang in der 38. Minute mit einem haltbaren Schuss der 2:2-Ausgleich; Oscar Lindberg brachte die Gäste nach 99 Sekunden im Schlussabschnitt erstmals in Führung. Yannick Zehnder stellte in der 53. Minute mit dem 4:2 den Zuger Erfolg sicher.
Den Davosern entglitt so eine weitere Möglichkeit, erstmals seit mehr als fünf Jahren die Tabellenführung in der National League zu übernehmen. Vorentscheidend distanziert sind die Bündner aber noch lange nicht. Weiter liegen sie nur zwei Verlustpunkte hinter Leader Zug; im Vergleich mit den ZSC Lions (2.) steht der HCD dank drei weniger bestrittenen Partien noch besser da. Nach der Auswärtspartie vom Freitag in Lugano kommen die Davoser Anfang Februar zu fünf weiteren Heimspielen innerhalb von sechs Runden.
Nach fünf Niederlagen nacheinander kommt im Lac-Léman-Derby der Lausanne Hockey Club gegen den Genève-Servette Hockey Club wieder einmal zu einem Sieg (3:0).
Lausannes Goalie Tobias Stephan (38 Paraden) führte sein Team in der ausverkauften Les-Vernets-Halle zum ersten Sieg über Servette seit dem 7. Dezember 2018. Stephan zeigte eine famose Leistung und feierte den bereits vierten Shutout in dieser Saison, womit er zu Liga-Leader Melvin Nyffeler aufschloss. Lausanne bleibt das einzige Team in der National League, das noch nicht 100 Gegentreffer zugelassen hat (99).
Weniger furios als Stephan spielte Genfs Keeper Robert Mayer. Mayer liess nach neun Minuten bei offener Sicht den Handgelenkschuss von Dustin Jeffrey passieren, parierte nur acht von zehn Schüssen auf sein Tor und kassierte zudem zu Beginn des Schlussabschnitts eine Zweiminutenstrafe.
Servette kämpfte an diesem Abend glücklos. Dem frühen 0:2-Rückstand liefen die Genfer mit grossem Enthusiasmus hinterher. Alles Glück an diesem Abend beanspruchten aber Lausanne und Tobias Stephan. Dreimal in den ersten 29 Minuten traf Servette lediglich Pfosten oder Latte. (sda)
Die Rapperswil-Jona Lakers gewannen das Kellerduell gegen Ambri-Piotta 3:2 nach Penaltyschiessen und kehrten nach vier Niederlagen zum Siegen zurück.
Die beiden Teams boten den nur 3722 Zuschauern über weite Strecken der Partie schwere Kost. Die Schlussphase entschädigte jedoch für vieles. Dominic Zwerger rettete die Leventiner mit zwei Toren innerhalb von 76 Sekunden in den letzten zwei Minuten in die Verlängerung. Bei beiden Treffern spielten die Gäste ohne Goalie. Es war für den Österreicher der dritte Doppelpack in der National League. Im Penaltyschiessen setzten sich dank Andrew Rowe und Danny Kristo aber doch noch die Lakers durch - für Ambri war einzig Matt D'Agostini erfolgreich.
In der 16. Minute waren die Rapperswiler mit dem vierten Torschuss 2:0 in Führung gegangen. Ein Schuss war es allerdings nicht, lenkte doch Juraj Simek den Puck in Überzahl mit dem Oberkörper ins Gehäuse. Für das 1:0 hatte in der 7. Minute der Amerikaner Kristo verantwortlich gezeichnet. Es war der 100. Treffer der Rapperswiler in der laufenden Meisterschaft und der 46. eines Ausländers.
Die St. Galler liegen mit diesem Sieg noch acht Punkte hinter den im zweitletzten Rang klassierten Tessinern, die ihrerseits zwei Zähler Rückstand auf die achtplatzierten SCL Tigers haben.
Fribourg-Gottéron feierte im Kampf um die Playoff-Teilnahme einen wichtigen Sieg. Die Westschweizer gewannen bei den ZSC Lions 2:1 nach Verlängerung und liegen noch einen Punkt hinter den achtplatzierten SCL Tigers.
Die ersten drei Saisonduelle gegen die Lions hatte Fribourg allesamt verloren. Nun drehten die Gäste ein 0:1 (8.) in ein 2:1. Den entscheidenden Treffer zum dritten Sieg in Folge erzielte in der 64. Minute der Ende Dezember verpflichtete Kanadier Zach Boychuk, der im neunten Spiel für Gottéron sein drittes Tor und den zehnten Skorerpunkt erzielte.
Zuvor hatte in der Overtime nur der ZSC gespielt. Fribourgs Keeper Ludovic Waeber (35 Paraden), der anstelle des kranken Reto Berra zum Einsatz kam, liess sich aber nicht mehr bezwingen. Waeber spielt ab der kommenden Saison für die Lions.
Die schwach in die Partie gestarteten Zürcher waren in der 8. Minute durch Chris Baltisberger in Führung gegangen, Matthias Rossi glich für Gottéron in der 17. Minute im Powerplay aus. Danach vergaben beide Teams viele gute Chancen. Fribourg hatte zuvor viermal hintereinander im Hallenstadion verloren. (sda)