Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/178440

<h2>SubmittedText<h2><p>Dieser Sommer hat uns vor Augen geführt, mit welcher vernichtenden Gewalt Umweltkatastrophen die Menschen um ihre Existenzgrundlage berauben können. In den Schweizer Bergen, in der Toskana, in der Karibik und Amerika mussten Menschen vor Naturgewalten flüchten. Geröll, Wasser und Winde machten Siedlungen unbewohnbar. Hangrutsche, Überschwemmungen und Hurrikane: alle drei Naturphänomene werden durch die Klimaerwärmung bezüglich Häufigkeit und Zerstörungskraft weiter verstärkt. In diesem Zusammenhang stellen sich folgende dringliche Fragen:</p><p>1. Wie viele Menschen wohnen in der Schweiz in Siedlungen, welche bei starker Klimaerwärmung von Erdrutschen, Gletscherstürzen oder ähnliche von der Klimaerwärmung verstärkten Ereignisse gefährdet sind?</p><p>2. Bis heute werden Schutzmassnahmen über die allgemeinen Bundesmittel finanziert. Sollte im Sinne des Verursacherprinzips nicht eine Finanzierung mindestens eines Teils dieser Massnahmen über eine Abgabe auf fossile Brenn- und Treibstoffe angestrebt werden?</p><p>3. In der Stellungnahme zum Grünen Postulat 14.3328 hat der Bundesrat im August 2014 festgehalten, dass er bis Ende 2016 die Gesamtkosten des Klimawandels und den Nutzen bestimmter Massnahmen genauer bestimmen wird. Gestützt auf diese Grundlagenarbeiten sollen dann Finanzbedarf und Finanzierungslücken auf Bundesebene ermittelt und eine allfällige verursachergerechte Lösung diskutiert werden. Wo stehen diese Arbeiten? Ist der Bundesrat bereit, angesichts der massiven globalen Bedrohung durch die Klimakrise diese Arbeiten mit Nachdruck voranzutreiben?</p><p>4. Was unternimmt der Bundesrat, um über die diplomatischen Wege den USA aufzuzeigen, dass die Teilnahme am Pariser-Abkommen wichtig ist, um künftige noch häufigere und noch stärkere Umweltkatastrophen zu verhindern?</p>