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Beide Krankheiten spielen sich an nahe beieinander liegenden und funktionell zusammen gehörenden Strukturen ab. Sie erkranken daher oft gemeinsam. Es besteht das Risiko von Komplikationen und Folgekrankheiten wie Defektheilung oder Abszess.
Hoden und Nebenhoden erkranken oft gemeinsam, wobei gewöhnlich die Nebenhodenentzündung vorausgeht und die Infektion auf den Hoden übergreift.
Die Krankheiten kommen überwiegend bei Erwachsenen vor und sind mit dem Risiko von Spätfolgen und Komplikationen belastet. Beim Hoden ist dies die Defektheilung mit Sterilität; beim Nebenhoden können sich Abszesse und Fisteln bilden, gleichfalls mit Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit.
Pathologischer (krankhafter) Verbindungsgang zwischen inneren Organen oder von einem inneren Organ (Darm, Blase, Niere) zur Körperoberfläche. Das Wort ist abgeleitet vom lateinischen „fistula“, was Röhre oder Pfeife bedeutet.
Zeugungsunfähigkeit aufgrund fehlender, zu weniger oder pathologisch veränderter Samenzellen (Spermien).
durch Viren hervorgerufen.
Nicht rückgängig zu machen, bezogen auf eine Krankheit: nicht heilbar.
Verkleinerung eines Organs oder einer Gewebemasse durch Abnahme der Zellgrösse oder der Zellzahl. Vielfach handelt es sich um eine Inaktivitäts-Atrophie, d.h. Ursache ist der Nichtgebrauch. Beispiel: Ein gelähmter Arm verliert an Muskelmasse. Adjektiv: atrophisch.
Das Auftreten der Symptome im Hodensackbereich und eventuell der Leistengegend erlaubt es, die Krankheit sofort den Geschlechtsorganen zuzuordnen.
Extrem rasch einsetzender Schmerz ohne vorangehende Krankheitszeichen erweckt eher den Verdacht auf Hodentorsion als auf Entzündung. Es handelt sich um einen Notfall, denn eine nicht behandelte Torsion kann innerhalb von Stunden zur Zerstörung des Hodens führen.
Der Schmerz lässt sich mildern durch Unterlegen des Hodensacks mit einem weichen Polster, durch kühlende Umschläge und Ruhigstellen. Dies geschieht entweder im Bett oder mit Hilfe eines Suspensoriums, einer Art Tragtasche für den Hodensack, die mit einem Gürtel um den Bauch befestigt wird (erhältlich in Sanitätsgeschäften).
Wegen der Möglichkeit von Komplikationen und Spätfolgen ist bei jedem unklaren Befund an den Hoden der Arzt beizuziehen. In Zweifelsfällen werden Ultraschall oder Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt.
Gegen Mumps ist ein Impfstoff verfügbar. Er wird als MMR-Impfung (Mumps-Masern-Röteln-Impfung) verabreicht, ein erstes Mal im Alter von 12 Monaten und ein zweites Mal im Alter zwischen 15 bis 24 Monaten. Die Impfung ist unter anderem deshalb empfehlenswert, weil bei etwa 25% der Männer, die an Mumps erkranken, der Hoden mit betroffen ist.