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Während dem Winter stehen die Kühe hauptsächlich im Stall und erhalten ihr Futter vorgelegt. Mit einem Mischwagen oder von Hand werden Heu, Silage, Mais, Kartoffeln oder anderes verfüttert. Auch Viehsalz und zum Futter passender Mineralstoff gehört ganz selbstverständlich zur Winterration dazu.
Im Frühjahr werden die Tiere wieder vermehrt auf die Weide gelassen, die Futterration wird verändert und auch die Zusammensetzung der einzelnen Komponenten kann ändern. Mit dem Weiden sinkt die Struktur und steigt der Gehalt an leichtlöslichen Kohlenhydraten in der Gesamtration. Häufig werden die Tiere bei schönem Wetter stunden- oder tageweise auf die Weide gelassen. Kommt aber eine Schlechtwetterperiode, verbleiben die Tiere im Stall und es wird wieder auf die Winterfütterung umgestellt. Für das Tier und vor allem für die Mikroorganismen im Pansen bedeuten diese ständigen Wechsel ein grosses Problem. Die Mikroorganismen brauchen drei bis vier Wochen Zeit, um sich komplett an eine neue Futterration zu gewöhnen. Das bedeutet, dass eine hohe Futterverwertung nur bei konstanter Fütterung erreicht werden kann. Im Frühjahr mit den häufigen Futterumstellungen ist die Futterverwertung vergleichsweise tief und viele aufgenommene Nährstoffe werden unverwertet wieder ausgeschieden. Dies betrifft Protein, Energie, Mineralien, Vitamine und Spurenelemente gleichermassen.