Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03572.jsonl.gz/1179

Beginn Inhaltsbereich
Beginn Navigator
Ende Navigator
Der Rückgang der Airprox-Fälle 2005 im von der Schweiz kontrollierten Luftraum kontrastiert mit der Entwicklung der Anzahl Flugbewegungen. Diese hat im selben Zeitraum um über 40'000 auf 1,37 Mio. zugenommen.
Reduziert hat sich 2005 die Anzahl der unerwünschten Annäherungen in der höchsten Risiko-Klasse A. Wurden 2004 noch 16 Fälle mit Kollisionsgefahr registriert, sanken sie im letzten Jahr auf maximal neun. Diese insgesamt neun Fälle, die das Potential für eine Einstufung in der Risiko-Klasse A haben, befinden sich beim Büro für Flugunfalluntersuchungen (BFU) in Abklärung. Aus diesem Grund lässt sich die exakte Zahl der Risiko-A-Fälle noch nicht abschliessend sagen. Im Gegensatz zur Risiko-Klasse A sind im letzten Jahr die Fälle in der Risiko-Klasse B von 12 auf 22 angestiegen. Mit Risiko B bezeichnet werden Fälle, in denen zwar keine unmittelbare Gefahr eines Zusammenstosses bestand, die Sicherheit der Flugzeuge aber nicht mehr jederzeit gewährleistet war.
Hauptursachen für die Airprox im Jahr 2005 waren Luftraumverletzungen durch Sichtflug-Piloten und allgemein von Piloten nicht eingehaltene Flughöhen respektive von ihnen nicht befolgte Anweisungen der Flugsicherung. Als Reaktion auf die zunehmenden Luftraumverletzungen hatte das BAZL bereits im letzten Jahr Piloten und Flugsicherungsdienste für diese Problematik sensibilisiert. Trotz des Rückgangs der Airprox bleibt das Thema aktuell. Weitere Schritte sind aus Sicht des BAZL angezeigt. Das Amt prüft deshalb in Zusammenarbeit mit der europäischen Flugsicherungsorganisation Eurocontrol ergänzende Massnahmen, um die Airprox im Allgemeinen und die Luftraumverletzungen im Besonderen dauerhaft reduzieren zu können.