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Emmental-Bahn
|Kürzel||EB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1875-05-26|
|Mutiert||Ab 1942-01-01 Emmental–Burgdorf–Thun|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1875 eröffnete EB gehörte einer Aktiengesellschaft. Sie betrieb anfangs die Strecke Burgdorf–Kirchberg–Solothurn mit der Zweiglinie Biberist–Derendingen. Letztere wurde 1884 wieder eingestellt. 1881 kam die Verlängerung Burgdorf¬–Langnau hinzu und somit der Anschluss an die Bern–Luzern-Bahn (BLB). Die Aufstockung der Anlagegelder bis 1880 diente dem Bau dieser Strecke, wobei 1.9 Mio. Franken des Aktienkapitals zunächst aus «Subventionsaktien» bestanden, die hernach in «gewöhnliche Aktien» umgewandelt wurden.
Die EB war finanziell recht erfolgreich. Die Betriebsergebnisse lagen mit Ausnahme des Jahres 1876 stets im positiven Bereich, einen geringfügigen Passivsaldo musste sie nur in den Anfangsjahren vortragen. Obwohl dem Personenverkehr durchaus Bedeutung zukam, entwickelte sich der Gütertransport zum Hauptgeschäft der EB. Wichtigster Kunde waren die Von Rollschen Eisenwerke in Gerlafingen, die bis zur Jahrhundertwende mit drei privaten Gleisanschlüssen mit der EB verbunden waren. Ab 1880 konnte die EB alljährlich Dividenden ausschütten, die sich nach 1892 etwa bei der Zinsmarke von 4 Prozent des Aktienkapitalwerts einpendelten. Nicht näher erläuterte die Statistik den Umstand, dass die EB ihre Anleihen 1899 auf 2 Mio. Franken verdoppelte, zumal dies entsprechend die Zinslast erhöhte und sie selbst keine grossen Bauprojekte in Angriff nahm, die diese Kapitalaufnahme gerechtfertigt hätten. Abgesehen von der Rollmaterialbeschaffung der EB in diesem Zeitraum, dürfte dies auch mit der Eröffnung der von Anfang an elektrifizierten Burgdorf–Thun-Bahn (BTB) 1899 zusammenhängen, für welche die EB den Betrieb besorgte.
1919 erfolgte die teilweise, bis 1932 die vollständige Elektrifikation der EB. Dabei wurde 1919 zunächst ein Drehstromsystem installiert, dieses dann aber bei der durchgehenden Elektrifikation 1932 auf Wechselstrom umgebaut. 1942 fusionierte die EB mit der BTB zur Emmental–Burgdorf¬–Thun-Bahn (EBT).
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: