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Grössere Boote und Jachten verfügen über zwei Stromkreise, also über zwei Batteriekreise. Die sind mittels einem Batterietrennrelais voneinander entkoppelt. Die Starterbatterie kümmert sich um den zuverlässigen Start des Motors. Durch das Batterietrennrelais bedingt, dient sie ausschliesslich dem Motorstart.
Das hat seinen guten Grund. Ein Schiff, resp. dessen Besatzung, ohne kühles Bier aus dem Kühlschrank sorgt kurzfristig für Unmut. Ein Schiff, dessen Motor aufgrund einer leeren Starterbatterie nicht angeworfen werden kann, sorgt längere Zeit für erhöhten Puls.
Grundsätzlich hat die Starterbatterie für Boote und Yachten dieselben Aufgaben zu erfüllen wie die Starterbatterie für Automobile. Sie dient insbesondere bei Schiffen ausschliesslich dem Starten des Motors. Alle Batterien, die auf Schiffen eingesetzt werden, sollten vorzugsweise über gebundenen Elektrolyt verfügen. Das heisst, die Batteriesäure (Elektrolyt) ist in einem Vlies (AGM) oder in einem GEL gebunden. Das verhindert das Auslaufen der Batterie bei starker Krängung und vereinfacht den Ein- und Ausbau erheblich.
Viele Verbraucher, wie zum Beispiel Autopilot, Radar, Sonar und Bugstrahlruder verrichten ihren Dienst bei laufendem Motor. Ein Teil der benötigten Leistung wird durch die Lichtmaschine resp. durch den Generator gedeckt. Die Batterie muss in diesen Fällen "nur" die Spitzen decken.
Sofort anders sieht es während dem Ankern aus. Der Motor ist ausgeschaltet und die Verbraucher werden nur noch durch die Batterie versorgt. Der Kühlschrank arbeitet, die Beleuchtung ist eingeschaltet, diverse Pumpen und Geräte benötigen Energie. Jetzt wird die Batterie zyklisch belastet. Die zyklische Belastung stellt erheblich andere Anforderungen an eine Batterie.