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Bei einer Thrombose, also einem Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel (Thrombus), kann es im Verlauf zu verschiedenen Komplikationen kommen.
Die am meisten gefürchtete Komplikation ist die Embolie. Diese entsteht, wenn sich das Blutgerinnsel löst und mit dem Blut fortgeschwemmt wird. Das Gerinnsel kann über das Blut in die Lunge (Lungenembolie) oder in das Gehirn (Schlaganfall) gelangen und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Bei bis zu der Hälfte der Betroffenen mit tiefen Beinvenenthrombosen treten als Thrombose-Komplikationen Lungenembolien auf.
Eine ebenfalls ernst zu nehmende und lebensbedrohende Komplikation besteht, wenn Bakterien das Blutgerinnsel besiedeln und sich diese auf dem Blutweg ausbreiten (Blutvergiftung).
In manchen Fällen entwickelt sich ein sogenanntes postthrombotisches Syndrom – es äußert sich durch eine chronische venöse Insuffizienz. Darunter versteht man eine bleibende Venenschwäche mit den entsprechenden Folgen:
•Wasser lagert sich im Gewebe ein (Ödem).
•Es entstehen Krampfadern (Varizen).
•Die Haut entzündet sich (Dermatitis).
•Es bilden sich Geschwüre (Ulcera).
Krampfadern entstehen, wenn das betroffene Gefäß verschlossen bleibt. Dann bilden sich Umgehungswege über die oberflächlichen Venen. Ist der Blutabstrom – besonders aus den Beinen – dauerhaft behindert, können sich dadurch Geschwüre (Ulcus cruris) bilden: das sogenannte offene Bein. Ein offenes Bein heilt in der Regel eher schlecht ab.Leave a reply →