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Shivaratri
Shivaratri, „die Nacht Shivas“ fällt auf den 13. oder 14. Tag nach Vollmond im Monat Phalgun (Februar/März). Diese Feier zu Ehren Shivas und seiner Hochzeit mit Parvati findet hauptsächlich nachts statt.
An diesem Tag wird strenges Fasten eingehalten. Manche trinken nicht einmal etwas. Nachts bleibt man wach und verehrt das Shiva Lingam (Symbol für Shiva) , das alle drei Stunden mit Milch, Quark, Honig, Rosenwasser usw. übergossen wird. Gleichzeitig wird ununterbrochen das Om Namah Shivaya-Mantra gesungen und Bael-Blätter (Blätter des Holzapfelbaums) werden geopfert. Bael-Blätter gelten als sehr heilig; es heißt, Lakshmi (Göttin des Überflusses und Reichtums) wohne in ihnen.
Mit großer Leidenschaft und Hingabe werden Hymnen zu Ehren Shivas gesungen, wie etwa das Shiva Mahimna Stotra von Pushpadanta oder Ravanas Shiva Tandava Stotra. Das fünfsilbige Shiva-Mantra Om Namah Shivaya wird wiederholt. Wer an Shivaratri den Namen Shivas mit vollkommener Hingabe und Konzentration ausspricht, wird frei von allen Sünden. Er erreicht die mythische Wohnstätte Shivas und lebt dort glücklich. Er ist befreit vom Kreislauf von Leben und Tod. Viele Pilger kommen in die Orte, an denen es Shiva-Tempel gibt.
Verehre Shiva innerlich folgendermassen:
„Oh Shiva! Du bist mein Selbst. Mein Geist ist Parvati. Meine Pranas (Lebensenergien) sind Deine Diener. Mein Körper ist Dein Haus. Meine Taten in der Welt sind Verehrung zu Dir. Mein Schlaf ist Samadhi (der überbewusste Zustand). Wenn ich gehe, umkreise ich Dich. Meine Sprache ist Gebet zu Dir. So opfere ich Dir alles, was ich bin.”