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Ängste und Phobien
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Angst
Die Angst ist das Befürchten möglichen Leidens und bezeichnet somit eine Empfindungs- und Verhaltenssituation aus Ungewissheit und Anspannung, die durch eine eingetretene oder erwartete Bedrohung (Schmerz, Verlust, Tod) hervorgerufen wird. Es wird unterschieden zwischen realer, begründeter Angst (Krankheit, Unfall, Terror, Arbeitsverlust, etc.) und unrealistischer oder übertriebener Angst/sogenannter Angststörung (Angst vor Kaufhäusern, Spinnen, anderen Menschen, etc.), die zu Angst- oder Panikattacken führen kann.
Angst- oder Panikattacke
Die körperlichen Symptome der Angst sind normale (also nicht an sich krankhafte) physiologische Reaktionen, die bei einer (realen oder fantasierten) Gefahr die körperliche Unversehrtheit, im Extremfall also das Überleben sichern wollen. Sie sollen ein Lebewesen auf eine „Kampf- oder Flucht-Situation“ vorbereiten:
- Erhöhte Aufmerksamkeit, Pupillen weiten sich
- Erhöhte Muskelanspannung und somit erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit
- Erhöhte Herzfrequenz (Herzrasen) und erhöhter Blutdruck
- Flachere und schnellere Atmung
- Blasen-, Darm- und Magentätigkeit werden während des Zustandes der Angst gehemmt
- Körperliche Reaktionen, z.B.: Schweissausbrüche, Zittern, Schwindelgefühl, Übelkeit
Die körperlichen Reaktionen werden in drei Arten von Symptomen unterteilt:
- Vegetative Symptome (Herzrasen, Schwitzen, Zittern, trockener Mund, etc.)
- Emotionale Symptome (Gefühl der Gefahr, etc.)
- Kognitive Symptome („Gleich sterbe ich.“, „Gleich breche ich zusammen“, etc.)
Diese körperlichen Symptome entstehen in verschiedenen Gebieten des Gehirns, das dann Stresshormone ausschüttet. Auf die Dauer kommt es zu einem ausgeprägten Vermeidungsverhalten.
Phobie
Eine Phobie, auch phobische Störung, ist eine krankhafte, das heisst unbegründete und anhaltende Angst vor Situationen, Gegenständen, Tätigkeiten, Personen oder Tieren. Sie äussert sich im übermässigen, unangemessenen Wunsch, den Anlass der Angst zu vermeiden.
Phobien:
- Tier-Typ (Mäuse, Schlangen, Spinnen, Hunde, etc.)
- Naturgewalten-Typ (Gewitter, Wasser, etc.)
- Blut-Injektion/Verletzung-Typ (Spritzen, etc.)
- Situativer-Typ (Flugzeug, Fahrstuhl, Tunnel, Höhe, etc.)
- Sozialer-Typ: Agoraphobie - die Angst vor dem „Ausgesetzt-Sein“, außerhalb der gewohnten Umgebung, auf Straßen, Plätzen Soziale Phobie – die Angst, sich vor Menschen zu blamieren, Gefühl der Beobachtung durch andere, extreme Schüchternheit (s.u.)
Manchmal ist es schwierig, genau zu sagen, wann man von einer phobischen Störung sprechen kann, folgende Kriterien weisen darauf hin:
- Die Angst ist der Situation erkennbar nicht angemessen.
- Die entsprechenden Angstreaktionen halten deutlich länger an, als nötig wäre.
- Die besonders geartete Angst ist durch die betroffene Person weder erklärbar, beeinflussbar noch zu bewältigen.
- Die Ängste führen zu deutlichen Beeinträchtigungen des Lebens der betroffenen Person (Vermeidungsstrategien, soziale Isolation, etc.)
Entstehung von Ängsten und Phobien
Heutzutage geht man davon aus, dass Ängste multifaktoriell entstehen. Die ursprünglichen psychoanalytischen Theorien wurden durch biologische und lerntheoretische Theorien ergänzt:
- Laut der Lerntheorie lässt sich die Entstehung der Ängste durch klassisches Konditionieren erklären. Hierbei spielt der Teufelskreis der Angst eine entscheidende Rolle. Ebenso kann man das Vermeidungsverfahren lerntheoretisch als negative Verstärkung erklären. Das ist der Grund, warum das Vermeidungsverhalten zu einer Stabilisierung der Angst führt.
- Manche Menschen haben eine gesenkte Reizschwelle. Sie haben eine erhöhte Empfindlichkeit, die wiederum zu einer schnelleren Alarmreaktion führt. Diese gesenkte Reizschwelle kann genetische Gründe haben.
- Es kann auch zu einer fehlerhaften Abspeicherung von Informationen kommen, was zu falschen Assoziationen kommt.
- Eine einmalige Auslösesituation kann sich so tief einbrennen, dass eine Angst entsteht, die sich falsch verkoppelt und immer wieder Alarm signalisiert bei ähnlichem emotionalem Erleben.
- Auch nicht-psychologische Ursachen, wie Stoffwechsel, Medikamente, Allergien, Hormone, Lebensmittelunverträglichkeiten, etc. können die Reizschwelle senken oder Ängste am Leben erhalten.
Wie kann Hypnose helfen?
Die Erfahrung zeigt, dass Hypnose vielen Menschen mit Angststörungen außergewöhnlich rasch wirksame Ansätze der Symptomlinderung oder „frei sein von Angst“ bieten kann. Stellen Sie sich Ängste als fixe Ideen vor. Deren Ursprung kann in der Hypnose – z.B. mit Hilfe der Regression – ausfindig gemacht werden, um dann zu einer besseren Idee (Verändern der emotionalen Verknüpfung) umgedeutet werden.
Tiefe neuronale Entspannung im therapeutischen Trancezustand, die psychische Neuordnung effektiv befördernder Suggestionen und die oft verblüffend hohe Wirksamkeit energetischer Angstlösungs-Techniken können zu dauerhaftem Erfolg führen. Sie ebnen so den Weg in ein angstfreies, kraftvolles Leben.
Gerade die Behandlung spezifischer Phobien erweist sich in der Praxis sehr häufig als faszinierendes Beispiel für die große Effektivität der Hypnose. So sind nicht selten nur zwei bis drei Sitzungen zur Auflösung jahrelang bestehender spezifischer Phobien notwendig. Bei unspezifischen Themen kann es mehrere Sitzungen brauchen.
Im Zustand der hypnotischen Trance können Blockaden energetisch gelöst, Ressourcen eruiert und verfügbar gemacht werden. Das Werkzeug der Selbsthypnose erlaubt es dem Klienten darüber hinaus auch nach der Sitzung, selbst jederzeit in einen ressourcevoll-entspannten Zustand zu gehen, um so sicher zu sein, auch in bislang intensiv gefürchteten Situation geistig „Herr im Hause“ zu sein und souverän die Kontrolle zu behalten.
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