Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/128031

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die nötigen Rechtsgrundlagen so zu ändern oder zu schaffen, dass in der Schweiz tätige Gärtnerinnen und Gärtner der Fachrichtungen Garten- und Landschaftsbau sowie Baumschule zwingend über ein Diplom verfügen müssen, das ihnen den erfolgreichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung auf dem Gebiet der Landschaftsgärtnerei bescheinigt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bund unterstützt zusammen mit den Kantonen, namentlich im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes, die Branche bei der Einrichtung von praxisnahen beruflichen Qualifikationen auf allen Bildungsstufen. Die berufliche Qualifikation der Fachkräfte liegt auch im Garten- und Landschaftsbau primär im Interesse der Qualität der Dienstleistungen, der Konkurrenzfähigkeit der Betriebe und der Arbeitsmarktfähigkeit jedes Einzelnen. Im Bereich des Landschafts- und Gartenbaus sind diese Voraussetzungen dank Jardin Suisse mit Bildungsabschlüssen auf allen Bildungsstufen und den Möglichkeiten der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen in hohem Masse erfüllt.</p><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass die Qualität der Berufsbildungsangebote im Garten- und Landschaftsbau auf den unterschiedlichen Bildungsstufen ausreicht, um den aktuellen Herausforderungen im Bereich der Pflanzengesundheit und der biologischen Vielfalt Rechnung zu tragen. Eine weiter gehende staatliche Regelung zur Erfüllung dieser Aufgaben erachtet er als nicht notwendig. Zu beachten ist auch, dass die in der Motion verlangte Regulierung der beruflichen Tätigkeit im Garten- und Landschaftsbau die Wirtschaftsfreiheit beschränken würde. Allein die Gefahr eines nichtsachgemässen Umgangs mit Pflanzen durch Berufsleute rechtfertigt es nach Meinung des Bundesrates nicht, die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit im Garten- und Landschaftsbau an einen einschlägigen Berufsabschluss zu knüpfen und damit die Wirtschaftsfreiheit einzuschränken. Vielmehr wären andere, weniger einschränkende Vorkehren zu prüfen, um die Pflanzengesundheit und die biologische Vielfalt in der Schweiz auch künftig erhalten zu können.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.