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Die Arla Gruppe hat im ersten Halbjahr 2022 einen Umsatz von 6,38 Milliarden Euro (+17%) erzielt. Laut Medienmitteilung der schwedisch-dänischen Molkerei sei die Steigerung fast ausschliesslich auf erhebliche Preiserhöhungen des Marken-und Private Labelgeschäfts im Einzelhandel, Gastronomie und Rohstoffhandel zurückzuführen. Die Umsatzrendite bewegte sich mit 3 Prozent auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.
Beim verkauften Volumen hingegen muss der dänisch-schwedische Milchverarbeiter einen Rückgang hinnehmen. Dem weltweiten Trend entsprechend, sei Arlas Milchmenge im 1. Halbjahr 2022 auf 6,8 Milliarden Kilogramm zurückgegangen, verglichen mit 7 Milliarden Kilogramm im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das Unternehmen weiter schreibt.
Der durchschnittliche Milchpreis, den die Genossenschaft ihren Landwirten in sieben Arla Erzeugerländern zahlte, sei im ersten Halbjahr 2022 um 30,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2021 gestiegen und lag bei 45 Eurocent. Dies habe allerdings noch nicht zu einem Anstieg der Milchproduktion geführt wie Arla schreibt. Die Kosten der landwirtschaftlichen Betriebe seien weiterhin gestiegen. Zum Beispiel für Düngemittel um 145 Prozent, für Kraftstoffe um 134 Prozent und für Futtermittel um 36 Prozent. Gleichzeitig betrug die globale Inflation für das Jahr 2022 7,7 Prozent.
Arla würde inflationsbedingt das veränderte Kaufverhalten der Kunden zu spüren bekommen. Die strategischen Marken würden zwar aufgrund von Preiserhöhungen ein Umsatzwachstum von 12,7 Prozent auf 2,98 Mrd. Euro verzeichnen. Das mengenbasierte Umsatzwachstum (Volumen) der Arla-Marken sei jedoch um 0,1 Prozent zurückgegangen. Die Kernmarke Arla trug 1,77 Mrd. Euro zum Umsatz bei, wobei der mengenbasierte Umsatz um 0,1 Prozent zurückging.