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Nun ist klar: Marco Chiesa, der scheidende Präsident der SVP Schweiz, will in die Stadtregierung von Lugano. Er sieht dieses Teilzeitamt als gute Ergänzung zu seiner Arbeit als Tessiner Ständerat, wie er gegenüber CH Media sagt. Chiesa bestätigte seine Kandidatur am Mittwochabend am Rande einer Versammlung der Tessiner SVP in Maggia.
Chiesa darf sich gute Chancen ausrechnen: Bei den Ständeratswahlen im Herbst 2023 hatte Chiesa in Lugano sehr gut abgeschnitten. Die SVP hält im Moment einen von sieben Sitzen in der Stadtregierung, die Lega zwei. Ebenfalls zwei Stadträte stellt die FDP, je einen die Mitte und die SP.
Der 50-jährige Chiesa hatte Ende 2023 angekündigt, sich nach dreieinhalb Jahren an der Spitze der grössten Partei des Landes zurückzuziehen. Er werde sich zum Ende seiner ordentlichen Amtszeit im März 2024 nicht zur Wiederwahl stellen. Als aussichtsreichster Kandidat für seine Nachfolge gilt Marcel Dettling.
«Ich hatte einen Auftrag. Und der ist erfüllt», begründete Chiesa seinen Abgang. «Das Ziel meiner Amtszeit war: die Wahlen zu gewinnen und die Politik und die Werte der SVP zu stärken.» Das sei gelungen.
Die rechtsbürgerliche SVP konnte unter Chiesas Ägide als stärkste Partei bei den nationalen Wahlen im Oktober wieder zulegen. Sie gewann im Nationalrat neun Sitze dazu und erzielte das drittbeste Ergebnis ihrer Geschichte. Der Erfolg war vorab in der Westschweiz und im Tessin stark. Was die Bilanz trübt: Im Ständerat büsste die SVP einen Sitz ein. (mlu/sda)