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Voraussetzungen
Deutschkenntnisse
Die einbürgerungswillige Person muss über Kenntnisse der deutschen Sprache gemäss den folgenden Niveaustufen des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) verfügen:
- mündlich (Sprechen, Hörverstehen): Niveaustufe B1.1,
- schriftlicher Ausdruck (Schreiben): Niveaustufe A2.1,
- Lesen: Niveaustufe A2.2.
Diese Kenntnisse müssen mit einer Sprachprüfung nachgewiesen werden.
Von der Sprachprüfung befreit sind Personen:
- mit deutscher Muttersprache,
- die in der Schweiz während 5 Jahren den Unterricht auf Volksschul- oder Sekundarstufe II (Lehre, Mittelschule) in deutscher Sprache besucht haben,
- die über ein Sprachdiplom oder ein Ausbildungszeugnis verfügen, das die verlangten Sprachkenntnisse nachweist,
- im Zeitpunkt der Einreichung des Einbürgerungsgesuchs das 16. Altersjahr noch nicht vollendet haben.
Integration
Die einbürgerungswillige Person muss integriert sein. Dazu muss sie:
- in die schweizerischen und örtlichen Verhältnisse eingegliedert sein,
- mit den Verhältnissen und Lebensformen in der Schweiz, im Kanton und in der Gemeinde vertraut sein,
- über Grundkenntnisse der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in der Schweiz, im Kanton und in der Gemeinde verfügen.
Wirtschaftliche Erhaltungsfähigkeit
Die einbürgerungswillige Person muss in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und sich und ihre Familie zu erhalten. Dies setzt voraus, dass:
- Lebenskosten und Unterhaltsverpflichtungen durch Einkommen, Vermögen und Rechtsansprüche gegen Dritte gedeckt sind (Sozialhilfe gilt nicht als Rechtsanspruch gegen Dritte),
- im Betreibungsregister für die letzten 5 Jahre keine Verlustscheine, keine Betreibungen von öffentlich-rechtlichen Körperschaften und keine Betreibungen wegen ausstehenden Krankenkassenprämien eingetragen sind,
- die Verpflichtungen gegenüber den Steuerbehörden für die letzten 5 Jahre erfüllt worden sind.
Beachten der Rechtsordnung
Die einbürgerungswillige Person muss die schweizerische Rechtsordnung beachten. Dazu ist erforderlich, dass:
- kein Eintrag im Strafregisterauszug (Privatauszug) besteht,
- Strafen gemäss Jugendstrafgesetz vollzogen sind,
- Schutzmassnahmen gemäss Jugendstrafgesetz aufgehoben sind,
- kein Strafverfahren hängig ist.
Hinweis zu Kindern
- Kinder werden grundsätzlich in das Einbürgerungsgesuch ihrer Eltern oder eines Elternteils mit einbezogen. Bei Kleinkindern genügt es, wenn sie hier leben. Kinder ab vollendetem 7. Altersjahr müssen seit mindestens 2 Jahren hier leben.
- Kinder, die während des laufenden Einbürgerungsverfahrens ihrer Eltern oder eines Elternteils geboren werden und hier leben, werden in das Verfahren mit einbezogen. Dazu ist aber erforderlich, dass die Gemeinde oder der Kanton von den Eltern oder dem Elternteil über die Geburt informiert werden.
- Kinder, die alleine eingebürgert werden, müssen die Wohnsitzanforderungen von Bund, Kanton und Gemeinde vollständig erfüllen.
- Der Einbürgerung von Kindern müssen alle Inhaber der elterlichen Sorge zustimmen. Wird die elterliche Sorge nur von einem Elternteil ausgeübt, ist ein amtlicher Nachweis vorzulegen.