Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03458.jsonl.gz/125

Wir werden immer mehr! Ich danke Ihnen für das Interesse an der neuen Gemeinschaft. Gerne rufen wir Sie auf, Ihr Engagement für die Idee einer Gemeinschaft der Milizoffiziere in Ihrem Bekanntenkreis zu verbreiten und Mitwirkende zu suchen.
In Vielem, was in den letzten Jahren tat und immer noch tue, orientiere ich mich u.a. an John Locke, dem aufklärerischen Philosophen und Gedankengeber der amerikanischen (und damit auch indirekt der Schweizerischen) Verfassung. Er sagt zum Beispiel:
"Der beste Weg zur Wahrheit zu gelangen ist dieser, dass man die Dinge untersucht, wie sie wirklich sind und nicht schliesst, sie wären so, wie es uns andere zu glauben gelehrt haben."
Auf unserer gemeinsamen Webseite ist in der Zwischenzeit ein Blog aufgeschaltet. Er beinhaltet ein laufendes Journal über Beobachtungen aus dem Milizoffizier-relevanten Umfeld.
Nächste Schritte
Ganz im Sinne Ihres Engagements plane ich nun die kommenden Schritte.
1. Bewährte Rechtsanwälte entwerfen die Statuten für die zu gründende Vereinigung.
Um unsere künftige Zusammenarbeit zu erproben, werden wir den Entwurf zu den Statuten von "Milizoffiziere Schweiz" in einer Cloud-ähnlichen Plattform für alle zugänglich und kommentierbar machen. Sie benötigen dazu einen persönlichen Google-Account. Teilen Sie uns bitte Ihre Adresse mit. Nach einer basisdemokratischen elektronischen Vernehmlassung werden wir uns in einem der Sommermonate zur formellen Gründung gemeinsam einfinden.
2. Festlegen der konkreten Ziele und Arbeiten.
Gemessen am veröffentlichten NZZ-Interview von Herrn Zeller mit Herrn Bundesrat Parmelin zitiere ich gerne den in dieser Sache neutralen Locke:
"Ein anderer Weg, dessen sich die Menschen gewöhnlich bedienen, um andere in die Enge zu treiben, und sie zur Unterordnung ihres Urteils und zur Annahme der bestrittenen Meinung zu nötigen ist, dass sie den Gegner auffordern, entweder ihren Beweis gelten zu lassen oder einen besseren dagegen vorzubringen. Und den nenne ich 'argumentum ad ignorantiam'."
Gerne nehmen wir den geworfenen Handschuh von Herrn Bundesrat Parmelin mit Ihnen zusammen auf. Bundesrat Parmelin erwartet anstelle eines Referendums gegen die WEA eine Initiative. Seit zwei Jahren argumentiere ich in Kulissengesprächen dafür, dass man der unabhängigkeits-feindlichen und Bündnis-freundlichen Denke im VBS, die zu der WEA geführt hat, eine Initiative gegenüberstellt.
Wenn Sie mit Milizoffiziere Schweiz zusammenarbeiten wollen, gehen wir gemeinsam den nachstehenden Prozess an. Unabhängig von einem Zustandekommen des Referendums gegen die WEA bearbeiten wir die folgenden Themen:
Wir definieren auf einer elektronischen Zusammenarbeitsplattform
- Die Definition der Interessen der Schweiz für die nachfolgende Generation.
- Wir stellen eine faktenbasierte Bedrohungslage dar mit ihren komplexen Dynamiken, die die Wirkung einzelner Entwicklungen verdichten oder vermindern.
- Wir entwickeln für die Szenarien, die kumulativ oder iterativ eintreten können, ein bedrohungsgerechtes Instrumentarium, das über die unzulässig vereinfachende Perspektive der sogenannten Armee-Weiter-Entwicklung hinausgeht.
- Wir testen in unbeschönigten "Krisenszenarien" die Wirksamkeit unseres Entwurfes mit möglichst realitätsnahen Stabsübungen unter Einbezug mehrerer Übungsstäbe auf einer zu entwickelnden Internetplattform. Wir werten die Erkenntnisse ohne Rücksicht auf Personen und Karriereerwartungen gnadenlos aus.
- Wir leiten aus den gewonnenen Erkenntnissen die Konsequenzen ab für eine Verfassungsreform derjenigen Artikel, die die Sicherheitspolitik der Schweiz definieren.
- Dann suchen wir Verbündete, um dem Souverän zu ermöglichen, die Weichen für die Sicherheit und Zukunft der Schweiz in die richtige Richtung zu stellen
Die Zusammenarbeitsform wird für viele von uns neu sein. Sie ist aber in wegleitenden und zukunftsbestimmenden Firmen bereits ausserordentlich erfolgreich. Wir wollen die Geisteskraft der sogenannten "Schwarmintelligenz" optimal nutzen und der gegenwärtigen Denkunkultur des VBS einen Kontrapunkt setzen.
3. Konstituierung und Organisation
Für die Grundorganisation unserer Vereinigung suchen wir Verantwortliche für diese Bereiche:
- Personelles/Mitgliederwesen
- Nachrichtendienst/Informationsbeschaffung
- Operationen/Aktionen
- Kommunikation
- Finanzen
- Dokumentation/Archiv/Aktuariat/Rechtsberatung
Wichtig bleibt aber zunächst, dass wir weitere Milizoffiziere finden, welche sich einbringen können und die Ziele mit uns gemeinsam erreichen wollen. Ihre "Werbung" in Ihrem persönlichen Umfeld ist dazu entscheidend.
Ich grüsse Sie alle kameradschaftlich im Namen aller engen Kameraden, die die Lancierung von 'Milizoffiziere Schweiz' unterstützen.
Hanspeter Draeyer, Oberst i Gst aD
Ehemaliger Stabschef Ter Div 2