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Thomas A. Harris hat zusammen mit Eric Berne ('Spiele der Erwachsenen') die Transaktionsanalyse wissenschaftlich begründet und praktisch erprobt. Das vorliegende Buch ist die Summe seiner zehnjährigen Arbeit mit einzelnen und Gruppen. Harris erklärt an anschaulichen Beispielen aus dem Alltagsleben die vier Grundeinstellungen, die das Verhalten aller Menschen bestimmen. Er wendet sein System an auf Probleme in der Ehe und bei der Kindererziehung, auf psychische und geistige Störungen, auf Aggression und Gewalt, auf die Generationenkonflikte, auf Vorurteile gegenüber Minderheiten, auf Fragen der Kreativität, Schwierigkeiten in der Pubertätszeit, ethische und religiöse Überzeugungen und internationale Spannungen.
Portrait
Thomas A. Harris (1910-1995) besuchte die High School in San Antonio, anschliessend studierte er Medizin. 1942 begann seine Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie in Washington, D.C., danach diente er als Psychiater in der U.S. Navy. Er wurde Chefarzt des psychiatrischen Dienstes am Marine-Hospital in Philadelphia. 1947 übernahm er die Leitung der Psychiatrischen Abteilung des Amtes für Medizin und Chirurgie im Navy Department. Nach seinem Abschied erhielt er einen Lehrauftrag für Psychiatrie an der Universität von Arkansas. Im Anschluss daran wurde er Direktor der Behörde für das Anstaltswesen im Staate Washington an der Westküste. Harris war Gründer und Präsident des Instituts für Transaktionsanalyse in Sacrameno und Direktor der Internationalen Vereinigung für Transaktionsanalyse.
von einer Kundin/einem Kunden
aus Kottingbrunn, Niederösterreich
am 03.01.2007
Dieses Werk stellte zu der Zeit als es entstanden ist, bestimmt einen großen Schritt in eine sehr wesentliche Richtung der Psychologie und -therapie dar. Ehe man allerdings an dieses Buch herangeht sollte man sich klar machen, dass das Buch vor 30 Jahren entstanden ist. Wenn man sich weiters vor...Dieses Werk stellte zu der Zeit als es entstanden ist, bestimmt einen großen Schritt in eine sehr wesentliche Richtung der Psychologie und -therapie dar. Ehe man allerdings an dieses Buch herangeht sollte man sich klar machen, dass das Buch vor 30 Jahren entstanden ist. Wenn man sich weiters vor Augen hält, dass es richtunggebend für eine wichtige Theorie innerhalb der Psychologie darstellt, dann kann man sich ausmalen, dass hier in der Zwischenzeit enorme Weiterentwicklungen geschehen sind.
Harris gilt gemeinsam mit Berne („Spiele der Erwachsenen", „Was sagen Sie nachdem Sie guten Tag gesagt haben") als einer der Begründer der Transaktionsanalyse, die davon ausgeht, dass unser Ich in drei Zuständen betrachtet werden muss (Kindheits-Ich, Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich). Damit brachte er eine wichtige Neuerung in die Psychologie, die bis dahin von Freuds Modell des „Id - Ego - Super Ego" dominiert war. Vor allem aber brachte er eine weitere Neuerung und die war der Versuch all das in einer Alltagssprache zu erklären, damit jeder es verstehen kann.
Und genau hier setzt das vorliegende Buch an. Thomas Harris versucht in einer Alltagssprache genau die Grundlage der Transaktionsanalyse zu erklären und darzulegen, welche Folgen sich für die Kommunikation und das Empfinden des Einzelnen daraus ergeben. Das Ding mit der Sprache ist ihm auch recht gut gelungen allerdings ist einfache Sprache alleine nicht immer ausreichend. Für mein Empfinden kommt die Übertragung auf den Otto Normalverbraucher einfach zu wenig heraus. Es wird sehr stark in Extremsituationen argumentiert und Harris kümmert sich sehr stark um pathologische Auswirkungen. Am Ende stürzt er sich - wohl dem Zeitgeist entsprechend - in philosophische Darlegungen à la Erich Fromm. Wenn man Fromm zur Hand nimmt, weiß man worauf man sich einlässt. Wenn man ein Buch das die Grundlagen der Transaktionsanalyse darlegen möchte zur Hand nimmt, erwartet man keine Abhandlung über Gott und das Gute im Menschen.