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Blaise Cendrars
John Paul Jones
Aus dem Französischen von Giò Waeckerlin Induni. Nachwort von Claude Leroy
Gebunden
ISBN 978-3-85787-194-8
Seiten 132
Erschienen 1990
€ 18.90 / Fr. 26.00
Gebunden (1990)
»Machen Sie sich um John Paul Jones keine Sorgen. Es ist eine sehr schwierige Arbeit und ziemlich zeitraubend; doch ich bin fasziniert von dieser Gestalt, und es wird mein bestes Buch werden.« So Blaise Cendrars am 17. Oktober 1926 beschwichtigend an seinen New Yorker Verleger. Der Autor hat die Veröffentlichung seines dritten Romans – nach Gold und Moravagine – mit grösster Sorgfalt geplant, ihn jedoch nie vollendet.
Cendrars war fasziniert von diesem schottischen Matrosen (1747-1792), von dessen ungewöhnlichem Schicksal zu Wasser und zu Land: John Paul Jones, der während des Unabhängigkeitskrieges in den Dienst der amerikanischen Marine trat, dem Louis XVI. ein goldenes Schwert überreichte, der von Katharina II. zum Konteradmiral ernannt wurde und der schliesslich in Paris im Elend und Vergessen starb. Cendrars glaubte, mit diesem berühmten Unbekannten einen zweiten General Suter entdeckt zu haben.
Über sechzig Jahre nach dem Scheitern des Projekts liegen nun die Fragmente von John Paul Jones zum erstenmal in einem Band vereint vor, so, wie sie von Cendrars in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Diese für manchen Leser wohl überraschende Erstausgabe gilt als einer der wichtigsten nach dem Tode Cendrars' publizierten Texte.
Pressestimmen
Vielleicht hätte sein Weltruhm alles in den Schatten gestellt, wäre ihm sein grosser Abenteuerroman John Paul Jones geglückt, wäre er nicht Fragment geblieben.— Deutschlandfunk
Was Cendrars an diesem Helden liebte, war dessen unbändige Freiheitslust, sein Lebenshunger, seine Missachtung von Grenzen aller Art, politischer ebenso wie moralischer.— Gérald Froideveaux, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Es ist ein Text von mitunter ekstatischem Schwung und ganz durchdrungen von der unbezähmbaren Lust am Abenteuerlichen.— Schweizer Feuilletondienst
Treffende Menschenskizzen, gut verarbeitetes Material zur Seeschifffahrt, gelungene historische Abstecher über den Sklavenhandel machen die Qualität des Fragments aus.— Luzerner Tagblatt