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Konsumentenstimmung: Keine weitere Verbesserung
Bern, 07.08.2014 - Seit einigen Quartalen liegt der Gesamtindex der Konsumentenstimmung über dem langjährigen Durchschnitt, verbesserte sich jüngst aber nicht mehr. Mit einem Wert von -1 im Juli 2014 verharrt der Index seit Anfang Jahr auf praktisch gleichem Niveau*. Auch in den Subindizes erfolgten im Juli keine grösseren Veränderungen im Vergleich zu den Resultaten im April. Die letzte stärkere Veränderung der Konsumentenstimmung erfolgte mit der Aufhellungstendenz in den Umfragen von Oktober 2011 und Januar 2012.
Die Werte der vier Subindizes, die in die Berechnung des Konsumentenstimmungsindex einfliessen, veränderten sich zwischen April und Juli nicht signifikant. Die Erwartungen der Haushalte bezüglich der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung blieben im Juli (+5 Punkte) beinahe unverändert zu den Werten im April (+8 Punkte), nachdem im Januar 2014 noch ein Wert von +18 Punkten erreicht wurde. Die Erwartungen betreffend der Entwicklung der Arbeitslosigkeit (+33 Punkte im Juli) blieben ebenfalls praktisch unverändert (April +30 Punkte). Der Index liegt jedoch deutlich tiefer als im Oktober 2011. Damals erreichte der Subindex einen Wert von +73 Punkten. Die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit in den kommenden Monaten Geld zu sparen, ist seit Januar 2012 relativ stabil (+28 Punkte im Juli, nach +25 Punkten im April; im Januar 2012 betrug der Indexwert +22 Punkte). Auch die Einschätzung der zukünftigen finanziellen Lage der Haushalte hat sich zwischen April (+1 Punkt) und Juni (-2 Punkte) kaum verändert.
Seit Januar 2012 hat sich die Beurteilung der vergangenen Wirtschaftsentwicklung wie auch die Beurteilung der Arbeitsplatzsicherheit deutlich verbessert. Allerdings stagnierte diese Entwicklung in den letzten Quartalen. Der Subindex bezüglich der vergangenen Wirtschaftsentwicklung erreicht einen Wert von +7 Punkten (+5 Punkte im April). Im Januar 2012 lag der gleiche Subindex bei einem Wert von -47 Punkten. Auch die Arbeitsplatzsicherheit wurde von den Konsumenten im Juli mit -49 Punkten ähnlich beurteilt wie im letzten April (-47 Punkte), als der Subindex den langjährigen Durchschnitt von -55 Punkten überschritt. Im Januar 2012 lag dieser Subindex bei einem Wert von -78 Punkten.
Bei zwei Fragen der Erhebung zur Konsumentenstimmung erfolgte im Juli eine signifikante Zunahme gegenüber den Resultaten im April. Zum Einen beurteilten die Haushalte den Zeitpunkt für grössere Anschaffungen im Juli (+8 Punkte) günstiger als im April (+1 Punkt). Zum Andern erwarteten die Haushalte eine leicht höhere Inflationsentwicklung im Juli (+55 Punkte) im Vergleich zum April (+49 Punkte). Dieser Subindex liegt weiterhin deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von +70 Punkten.
Die übrigen Subindizes bestehend aus der Einschätzung der vergangenen Preisentwicklung sowie der Einschätzung der vergangenen finanziellen Lage der Haushalte veränderten sich zwischen April und Juli kaum. Die beiden Subindizes zur Einschätzung der Haushalte bezüglich ihrer finanziellen Lage liegen gar seit Oktober 2011/Januar 2012 auf praktisch demselben Niveau.
* In den Monaten Januar, April, Juli, Oktober werden im Auftrag des Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) ca. 1‘200 zufällig ausgewählte Personen nach ihrer subjektiven Einschätzung der Wirtschaftslage, ihrer persönlichen finanziellen Lage, der Preisentwicklung, der Sicherheit der Arbeitsplätze usw. befragt. Die Befragungen werden durch das Marktforschungsinstitut DemoScope durchgeführt.
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Letzte Änderung 12.02.2020
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