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Der Ortsname ist vorkeltischen Ursprungs. Er trug im Jahre 1130 noch die Bezeichnung Burron, 1438 hiess die Siedlung Bürren, später Büren, um schliesslich mit der Lautverschiebung von e zu o die jetzige Ortsbezeichnung zu erhalten.
Büron war eine keltische Siedlung. Um das Jahr 70 n.Chr. errichtete hier die XI. römische Legion, genannt Claudia Pia-Fidelis, bedeutende bauliche Anlagen. Interessante Funde aus dieser Zeit sind in Luzern deponiert. Über das Schicksal der Gemeinde im frühen Mittelalter besitzen wir keine Kunde. Doch entnehmen wir der Rechtsgeschichte des Kantons Luzern, von A.PH. von Segesser, dass sich an der Ortsgrenze der Grafschaft Willisau die Herrschaft Büron anschloss. Diese umfasste die verschiedenen Höfe und Weiler der Kirchspiele Büron, Winikon, Triengen, Schlierbach und Geuensee. Büron ist eine ehemalige Herrschaft der Freien von Arburg, welche 1130 bis 1466 über das Gebiet regierten. Am 7. Juli 1260 vergabte Ulrich von Arburg die Grafschaft samt Burgen und Kirchen und Kirchensatz an das Chorherrenstift Beromünster, um diese Gabe als Erblehen wieder zu empfangen. Ein späterer Herrscher, Thüring von Arburg, starb kinderlos. Die Veste Büron samt Land und Leuten ging als Erbe über dessen Schwester Anflis an ihren Gemahl, Hemmann von Rüssegg, über. Diese beiden und ihr Sohn Jakob veräusserten nach etlichen Vorverhandlungen am 28. Februar 1455 die Grafschaft Büron an die Stadt Luzern zum Preise von 5000 Gulden. Die Stadt Luzern bildete aus der Herrschaft eine Vogtei. Ein Amtsrecht aus dem Ende des 15. Jahrhunderts regelte die Rechte und Gewohnheiten der Vogtei. Nach dem Übergang an Luzern blieb die Burg teilweise bewohnt. Im Jahre 1540 war sie es jedenfalls noch, erschien aber bereits 1560 als Ruine. Auf dem Burghügel begann man 1911 mit der Errichtung des Gemeindeschulhauses. Die Kirche ist eine Stiftung der Freiherren von Arburg, die um die Wende des 11./12. Jahrhunderts erfolgte. Am 9. April 1640 - am Ostermontag - begann man die alte Kirche niederzureissen, um sie an gleicher Stelle neu aufzubauen. Am 17. Juni 1641 fand die Einweihung des neuen Gotteshauses statt. Diese erfolgte durch den päpstlichen Nuntius, Hieronymus Farnesius.
Im Jahre 1886 unterzog man das Gotteshaus einer Totalrevision. Der Kirchensatz, welcher ursprünglich ein Erblehen der Freien von Arburg war, ging 1455 an Luzern und 1876 an die Kirchgemeinde über. Nicht umsonst stellte Büron im 19. Jahrhundert eine stattliche Zahl tüchtige, hervorragende Männer, denn mancher unter dem kleinen Völklein hatte offenbar schon von alters her den Drang nach Bildung. Schon 1620 ist die Rede von einem Lehrer Johann Jutz in Büron. An der Wende vom 18./19. Jahrhundert hatte Büron das Glück, einen ausgezeichneten Schulmeister zu besitzen. Es war Lorenz Baumann aus Eich, Vater des späteren gleichnamigen Regierungsrates. Schon 1804 erbaute sich die Gemeinde im Kleinfeld ihr erstes Schulhaus. Am 4. Mai 1913 fand die feierliche Einweihung des imposanten Burgschulhauses statt. Auf Begehren der Talgemeinden errichtete der Regierungsrat im Jahre 1830 eine Sekundarschule, die aber 1841 nach Triengen verlegt wurde. Auf die Neueröffnung einer eigenen Sekundarschule musste Büron bis 1926 warten.
Die rasante wirtschaftliche Entwicklung in den 60er Jahren ging nicht an Büron vorbei. Neue industrielle Arbeitsplätze wurden durch national und international tätige Firmen in der Gemeinde Büron geschaffen. Zu den Firmen "Wyss Gebrüder AG" und "Superba SA" kam die Firma "Pantex Stahl AG" hinzu. Diese Firmen und die Firma "Erowa AG" bildeten das industrielle Nebengewicht zur traditionellen Landwirtschaft.
Der dringend notwendige Schulraum wurde mit der Einweihung des Burgacker-Schulhauses 1967 realisiert. Umfassende Sanierungs- und Umbauarbeiten, 1987 beschlossen, führten zur heutigen Ausgestaltung des Burgacker-Schulhauses.
1982 wurde der erste Schritt zu einem neuen Dorfzentrum im Unterdorf gemacht. Die Gemeindeverwaltung zügelte in das renovierte Bauernhaus der Familie Wyss-Steiger. Mit dem Bau der Mehrzweckhalle "Träff-Ponkt", in unmittelbarer Nähe des Gemeindehauses, ging 1987 ein grosser Wunsch der Büroner Bevölkerung in Erfüllung. Tagungen, Gemeindeversammlungen, Konzerte, Turn- und Festanlässe haben mit dem "Träff-Ponkt", eine komfortable Heimat gefunden.
Durch die Fusion der beiden Stahlunternehmen von Moos und von Roll im Jahr 1996 war die Zukunft der Pantex Stahl AG ungewiss geworden. Im März 1997 hat die Führung der Swiss Steel AG die Verlegung der Pantex von Büron nach Gerlafingen beschlossen. Als direkte Auswirkung wurde die Streichung von rund 90 Arbeitsplätzen in Büron bekanntgegeben. Der Schock in der erfolgreich arbeitenden Belegschaft und in der Region Surental war gross. Am 1. Januar 1998 hat die Albert Koechlin Stiftung AKS mit Sitz in Luzern das Industrieareal der Pantex käuflich erworben. Die Albert Koechlin Stiftung hat mit dem Kauf des Pantex-Geländes einen ersten Markstein im Rahmen eines ihrer Stiftungszwecke gesetzt, nämlich die Förderung, d.h. Ansiedlung und Aufbau von Klein- und Mittelstandsbetrieben in der Innerschweiz. Innert Jahresfrist konnten die Räumlichkeiten, welche durch die Schliessung der Pantex betroffen waren, verkauft oder vermietet werden. Heute präsentieren sich im Businesspark die folgenden Unternehmen: Albert Koechlin Stiftung, Certa AG, DIAMEDICA AG, Sunrise, DYNAMIX, Erowa AG, Häfliger Franz AG, Holzbau, IBAG AG, Restaurant Muracher, Wyss Bruno Bedachungen und Wyss Josef AG Sägerei.
Stand: 2000