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Zürich besitzt gleich mehrere «Montmartres» und ist damit ausserordentlich begünstigt, wenn man bedenkt, dass der See noch dazukommt. Die ikonische Lage im ehemaligen Gletschertal ist Folge der Geologie. Die Frage ist: Wie bespielen wir diese hervorragende Szene?
Wie die Postings vom 9. und 11. Februar zeigen, hat das in der Barockzeit (Dichter F.D. Klopstock verfasste um 1750 eine Ode) und um 1900 ganz gut funktioniert. Man konnte an der Stadt und an ihrer Lage in der Landschaft Freude haben. «1900» veranschaulicht, dass das auch mit massiver baulicher Entwicklung in einer Wachstumsphase, wie wir sie gegenwärtig erleben, möglich war. Doch dann kam mit den Hochhauszonen 2002 der Stilbruch, die Disruption. Wir kerkern uns zunehmend zwischen Wänden und Türmen ein – der offene Himmel von Zürich beginnt zu verschwinden.