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6. DDR-Expeditionsgruppe – 13. SAE
1968 : 6. DDR-Antarktis-Expeditionsgruppe bei der 13. SAE (1967-69)
Expeditionsteilnehmer:Dr.Hartwig Gernandt,Dr.Ingo Nevermann,Dr.Peter Glöde
Nach dreijähriger Pause beteiligten sich wieder drei deutsche Physiker an den sowjetischen Antarktisexpeditionen. Ihre Hauptaufgabe war es, in Mirny Empfangsanlagen für den Wettersatellitenempfang zu installieren. Sie fuhren am 18.11.1967 von Leningrad mit dem neuen Forschungsschiff „Professor Wiese“ in die Antarktis. Das Schiff war bei der Mathias-Thesen-Werft in Wismar gebaut worden und machte seine Jungfernfahrt. Zur Wartung der modernen Kühlanlagen befand sich der deutsche Service-Techniker Heinz Lembke an Bord. Er blieb während der gesamten Reise auf der „Professor Wiese“.
Bereits auf der langen Fahrt durch den Atlantik errichteten die deutschen Physiker Antennen auf dem Schiff und empfingen Satellitenfotos. Als sich das Schiff den Schlechtwettergebieten vor der Antarktis näherte, nutzte die Schiffsleitung die Satellitenaufnahmen für die Navigation und konnte so schon nach 37 Reisetagen die sowjetische Station Molodeschnaja erreichen. Ein Teil der Ladung wurde gelöscht und nach kurzem Aufenthalt die Reise nach Mirny fortgesetzt. Dort bauten die deutschen Physiker die Antennen für den Satellitenempfang auf: Dabei kamen ihnen die auf der Reise gemachten Erfahrungen zugute, und am 21.1.1968 waren die Antennen in Mirny empfangsbereit.
Glöde reiste mit den sowjetischen Überwinterern im März 1968 in die DDR zurück. Gernandt und Nevermann überwinterten in Mirny und fuhren im März 1969 mit M/S „Professor Subow“ nach Leningrad zurück.