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In einer Handvoll Feldboden lassen sich Milliarden Bakterien, viele hundert Meter an Pilzfäden und eine Vielfalt an Milben, Fadenwürmern, Regenwürmern und Gliedertieren finden. Deren Einfluss auf verschiedene Ökosystemfunktionen untersuchten Agroscope und die Universität Zürich in kontrollierten Modell-Ökosystemen.
Die meisten Studien zur Entwicklung der Artenvielfalt konzentrierten sich bisher auf die oberirdische Biodiversität. Ein Grossteil der Biodiversität befindet sich jedoch unter unseren Füssen. In der vorliegenden Studie wurden mit einer erhöhten Boden-Biodiversität positive Effekte, wie grössere Pflanzenvielfalt oder bessere Aufnahme von Nährstoffen, in den untersuchten Modell-Ökosystemen verstärkt. Gleichzeitig wurden negative Effekte wie die Lachgas-Produktion oder Nährstoffauswaschung vermindert.
Laut dem Ergebnis der Studie werden mit zunehmendem Rückgang der Boden-Biodiversität die erwünschten Ökosystemfunktionen wie Pflanzenvielfalt und Freisetzung von Nährstoffen aus organischem Material im Boden reduziert. Dagegen verstärken sich die unerwünschten Effekte: Mehr klimawirksames Lachgas (N2O) wurde emittiert und mehr Nährstoffe wurden ausgewaschen.
Bild: Joris Egger (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons