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EXECUTIVE SUMMARY
Die Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) ist eine Schlüsseltechnologie für die schweizerische Volkswirtschaft und das Internet ist eine äusserst wichtige Komponente der ICT.
Da der ökonomische Effekt des Internets praktisch die ganze Volkswirtschaft betrifft, und nicht nur die eigentliche ICT-Branche bzw. nur Unternehmen mit ICT-Beschäftigten, ist eine Quantifizierung technisch anspruchsvoll. In Einklang mit ähnlichen Studien anderer Länder der Beratungsunternehmungen BCG und McKinsey, wurde für den hier vorliegenden Bericht ein Verwendungsansatz gewählt, um den internet-induzierten Beitrag zum Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz zu bestimmen.
Als internet-induzierte Wertschöpfung werden in der vorliegenden Studie Wertschöpfungen definiert, bei welchen das Internet eine zentrale Rolle einnimmt. Wo starke Annahmen nötig waren, wurden diese jeweils konservativ getroffen.
Im Jahr 2010 spielte das Internet bei 32.2 Mrd. CHF Wertschöpfung oder 5.6% des BIP eine zentrale Rolle. Hauptverantwortlich ist das internet-induzierte Investitionsvolumen mit 20.7 Mrd. CHF, gefolgt vom privaten Konsum mit 10.0 Mrd. CHF. Die internet-induzierten Staatsausgaben von 7.2 Mrd. CHF und ein internet-induziertes Exportdefizit von -5.7 Mrd. CHF halten sich in etwa die Waage.
Im europäischen Vergleich findet sich die Schweiz mit ihrem Anteil von 5.6% am BIP in der Spitzengruppe auf Platz 4 – hinter Schweden, Grossbritannien und Dänemark. Demgegenüber rangiert Deutschland beispielsweise mit einem um über 40% tieferen Anteil (3.2%) im Mittelfeld. Da der Schweizerische E-Commerce-Konsum weiterhin unterdurchschnittlich ausgeprägt ist und Aufholbedarf hat, kann erwartet werden, dass die Schweiz ihre Position in der kurzen Frist halten oder stärken kann.
Vielleicht sogar wichtiger als der messbare Beitrag des Internets zum Bruttoinlandprodukt sind die sekundären Effekte auf die schweizerische Volkswirtschaft.
- Erstens erhöht das Internet die verfügbaren Informationen aller Marktteilnehmer, was die Markttransparenz erhöht und die Transaktionskosten reduziert. Beides verbessert die fundamentalen Voraussetzungen für das effiziente Funktionieren einer Marktwirtschaft. Ein Beispiel hierfür sind die neuen Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt durch Onlinestellenportale oder auch soziale Geschäftsnetzwerke wie Xing und LinkedIn.
- Zweitens sind wahrscheinlich die Konsumenten die grössten wirtschaftlichen Nutzniesser des Internets. So können sie generell diverse Dienste gratis konsumieren (Kosten für den Internetzugang ausgenommen) und mittels Preisvergleichen günstigere bzw. dank besseren Informationsmöglichkeiten ihren Bedürfnissen mehr entsprechende Produkte und Dienste konsumieren. Diese Möglichkeit vergrössert den Unterschied zwischen Zahlungsbereitschaft und effektiv bezahltem Preis, was ökonomisch ausgedrückt eine Erhöhung der Konsumentenrente darstellt. Diese Ersparnis ist von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung, obwohl sie in keiner amtlichen Statistik ausgewiesen werden kann.
- Drittens verändert das Internet die soziale Interaktion, was ebenfalls Ausdruck eines Nutzens ist. Diese letzte Dimension ist jedoch nicht Gegenstand dieser Studie und würde eine separate Untersuchung erfordern.
Die Studie wurde im Auftrag von ICTswitzerland mit finanzieller Unterstützung der Google Switzerland GmbH erstellt.
Hier steht Ihnen Die vollständige Studie als Download zur Verfügung: