Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/163185

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Post will in Zusammenarbeit mit der spanischen Firma Scytl ein eigenes E-Voting-System entwickeln. Dafür wird die Post wohl mehrere Millionen Franken ausgeben, während sie gleichzeitig Poststellen und Dienstleistungen des Service public abbaut.</p><p>- Hält der Bundesrat dieses Engagement im Lichte des Kernauftrages der Post für sinnvoll?</p><p>- Hat er die Post daran erinnert, was eigentlich ihre Kernaufgabe wäre?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat steuert die Post über die Vorgabe von strategischen Zielen. Dabei erwartet er von der Post, dass sie innovative Produkte und Dienstleistungen anbietet. Im Geschäftsfeld Kommunikation und Logistik soll sie modernen Kommunikations- und Logistikbedürfnissen durch die Entwicklung zeitgemässer physischer und elektronischer Angebote nachkommen.</p><p>Die Post sieht sich in ihrem Kerngeschäft konfrontiert mit einem Wandel von physischen zu digitalen Dienstleistungen. So musste sie in der ersten Hälfte 2015 bei den adressierten Briefen einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 0,7 Prozent und bei den unadressierten Sendungen von 1,1 Prozent in Kauf nehmen. Entwicklungen der Post wie die zur Diskussion stehende E-Voting-Plattform erfolgen daher im Hinblick auf eine möglichst stabile finanzielle Situation der Post und tragen dazu bei, dass sie die Grundversorgung auch in Zukunft eigenwirtschaftlich finanzieren kann.</p>