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In China ist die Luft derart schlecht, dass die Motorisierung der Bevölkerung zu einer massiven Verschlechterung der Luftqualität führen würde, weshalb man nun im Parlament beschlossen hat, den Automarkt auf Elektroantrieb umzustellen.
In der Diskussion geht es wieder einmal um Wirtschaftsmacht an sich, denn China ist heute Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Letztes Jahr wurden 500’000 Elektroautos verkauft, damit ist man das Land mit dem höchsten Elektroanteil in der Welt in Stückzahlen.
Nach wie vor ist Norwegen viel weiter beim Verkauf von Elektroautos, weil in Norwegen die Gesamtzahl der Verbrenner-Fahrzeuge nun unter die Gesamtzahl der Elektrofahrzeuge fiel. Aber in China kann man als Käufer in einigen Regionen keinen Benziner oder Diesel mehr kaufen, weil die Kontingente ausgeschöpft sind und dann nur mehr Elektroautos verkauft werden dürfen. Das hat zusammen mit einem breiten Angebot an Stromer-Fahrzeugen zu einem hohen elektrisch angetriebenen Autoabsatz geführt.
Einen Zeitplan für einen totalen Verkaufs- und Produktionsstopp will man in den kommenden Monaten erarbeiten, gab China Vize-Industrieminister Xin Guobin zu Protokoll und an diesem wird nicht gerüttelt. Schon vor zwei Monaten hat China beschlossen, dass man die Autoindustrie mittels Quotenregelung zum Elektroauto zwingen will. Bislang ist die Quote nicht offiziell, es gibt aber immer noch die Aussage, dass 2020 50 % des Marktes elektrisch sein muss. Mit diesen Angaben weitergerechnet, würde China schon 2024 in die Lage kommen, Verbrennermotoren als Ausnahmefälle zu bezeichnen.