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Der Nebel wehrte sich erfolgreich gegen die Sonne. Ein paar hundert Meter weiter oben war es sicher warm und hell. Dort waren auch ihre Gedanken — ein paar hundert Meter weiter oben. Und zig Kilometer weit weg. In den Bergen. Im Wald. Alleine. Nein, nicht alleine, aber ohne Menschen in nächster Umgebung. Sie konnte die Anwesenheit der Tiere im Wald spüren, die Wärme, die sie ausstrahlten, sogar die Ameisen und Käfer. Sie fühlte sich nie alleine im Wald.
Ein kühler Windhauch holte sie ins Unterland zurück. Es war Herbst und jeder noch so feine Luftzug zupfte und zerrte am sommermüden Laub der Bäume. Der plötzliche Luftstoss hatte eine halbe Esche entkleidet. Eine Wolke aus kleinen, gelbroten Blättchen umhüllte sie und ihr Pferd. Ein aussergewöhnlich schönes Blatt verfing sich in der Mähne des Tieres, wirbelte aber davon, als sie danach greifen wollte. Sie schloss die Augen. Eine einzelne Träne löste sich, rollte ihre Wange hinab, tropfte auf den Pferdehals und hinterliess eine brennende Spur in ihrem Gesicht.