Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03153.jsonl.gz/517

Heiden einst - und heute
Zeitsprünge von über 100 Jahren
1. Poststrasse
Vom Dorfkern sind, von den Bauten her betrachtet, wenig Veränderungen feststellbar. Mit der gelungenen Sanierung der Poststrasse, 1996 beendet, wurde die Baumallee, wie sie schon im 19. Jahrhundert bestanden hatte, wieder hergestellt. Zur Sanierung gehörte auch die Installation einer festlichen Strassenbleuchtung mit modernen, schlichten Lampen.
2. Kursaal
Das war er: der alte Kursaal, erbaut vom Architekten Davinet, eingeweiht im Frühjahr 1874, liebevoll der "Laubsäägelipalast" genannt.
Im Sommer 1956 rückten die Bulldozer auf und versetzten ihm den Todesstoss. Der neue Kursaal, erbaut vom Architekten Glaus, eingeweiht am 27. Juni 1957, wurde damals stolz „die Attraktion der Ostschweiz" genannt.
Im Jahr 2008, etwas über 50 Jahre später, beschlossen die Stimmbürger eine Sanierung und Modernisierung des Kursaals. Unter Beachtung der denkmalschützerischen Auflagen entstand ein den Anforderungen der Zeit entsprechendes Seminar- und Kongresszentrum.
3. Die Bissau, vom Bischofsberg aus gesehen
Diese Postkarte mit der Sicht vom Bischofsberg aus auf Heiden zeigt, wie sich die Dorfteile in der Bissau in den Jahren der Hochkonjunktur durch Industrie- und Dienstleistungsbauten völlig verändert haben. Die stattlichen Bauernhäuser in der unteren Bildmitte wurden für den Bau (1957-1974) der "Zübag" (heute Sefar) abgebrochen .
4. Von der Sonnhalde zur Schützengasse
Der Blick vom Schwimmbadhang zur Schützengasse offenbart die Verdichtung der Siedlung im Gebiet Mittelbissau durch Mehrfamilienhäuser, den Fabrikkomplex der ehemaligen Media sowie durch das Wohnquartier Täsche. Die begehrte Aussichtslage des Gebiets Brunnen hat trotz des steilen Anstiegs auch dort zu einer weitgehenden Überbauung geführt.
5. Gasthaus Adler
1968 fuhren die Bagger vor dem Adler und dem nebenstehenden Konsumgebäude zwischen der Einmündung der Asylstrasse und Rosentalstrasse in die Werdstrasse auf. Es galt, die beiden keineswegs baufälligen Häuser niederzureissen. Hier sollte der Coop-Neubau entstehen. Und da stand er nun für rund 40 Jahre, bis er im Jahr 2009 selbst einem Neubau weichen musste. Ende Oktober 2009 wurde der von Coop Ostschweiz und der Raiffeisenbank Heiden gemeinsam erstellte Gebäude mit Einkaufszentrum, Bank und Tiefgarage eingeweiht.