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Lohngleichheit
Der aktuelle Bericht zur Lohngleichheit in der baselstädtischen Verwaltung liegt vor. Gemäss dem Analyseinstrument Logib verdienen Männer im Mittel 2,4% mehr als Frauen. Die Erweiterung der Analyse mit zusätzlichen erklärenden Merkmalen führt zu einer Senkung dieser Differenz auf unter 1%.
Die wichtigsten Ergebnisse
In der Analyse wird in einem ersten Schritt auf das standardisierte Analyseinstrument Logib vom Eidgenössischen Büro für Gleichstellung von Mann und Frau zurückgegriffen. Es erklärt Lohnunterschiede mit den Merkmalen Geschlecht, Ausbildungsniveau, Berufserfahrung, Dienstjahre, Anforderungsniveau und berufliche Stellung. Frauen verdienen demnach in der kantonalen Verwaltung 2,4% weniger als Männer.
In einem zweiten Schritt werden diese Lohnregressionen mit zusätzlichen verfügbaren Merkmalen erweitert. Berücksichtigt man die Merkmale erforderliche Ausbildung für eine Stelle, detaillierte Tätigkeit sowie Departement und Funktionsbereich, so sinkt die Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern auf 1,4%. Werden weiter die Merkmale Beschäftigungsgrad, Herkunft und Familienstand der Beschäftigten in das Modell integriert, so sinkt dieser Wert auf 0,7%. Die Berücksichtigung von Interaktionseffekten zwischen den verwendeten Variablen führt zu einer weiteren Senkung auf 0,3%.
Datengrundlage
Als Grundlage der Analyse dient ein Extrakt aus den Personaldaten der baselstädtischen Verwaltung per Dezember 2015. Berücksichtigt sind darin die Beschäftigten in den sieben Departementen und bei den Gerichten (ohne Regierungsräte, ohne eigenständige öffentlich-rechtliche Betriebe). Insgesamt fliessen so 10 086 Beschäftigte in die Analyse ein.
Methodik
Die Regressionsanalyse ist ein Analyseverfahren um eine abhängige Variable mittels erklärenden Variablen quantitativ zu beschreiben. Schwankungen in der abhängigen Variablen sollen durch die erklärenden Variablen möglichst gut abgebildet werden. Im vorliegenden Fall bedeutet dies, die Einflussfaktoren für Unterschiede zwischen den Löhnen der Beschäftigten des Kantons Basel-Stadt zu finden und deren Bedeutung zu beziffern.
Begründete Lohnunterschiede sind unter anderem in den Fähigkeiten der Beschäftigten zu suchen (Humankapitalansatz). Alternativ kann ein Lohndifferential auch über die höhere Anstrengung oder Verantwortung bei der Arbeit begründet werden (Kompensationsansatz). Lohndiskriminierung tritt dann ein, wenn Personen mit den gleichen Fähigkeiten und der gleichen Anstrengung oder Verantwortung aber mit unterschiedlichen nicht lohnrelevanten Eigenschaften wie Geschlecht oder Herkunft nicht denselben Lohn erhalten.