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Fage: Nach zwei Jahren in einer Eigentumswohnung habe ich (genervt durch die Abzockerei der Banken) die Wohnung verkauft. Ich habe während der zwei Jahre die Hypothek indirekt amortisiert. Auf dem Konto 3a liegen somit 9000 Franken. Der Bankmitarbeiter sagte mir, ich könne das Geld nicht rauslösen. Ich möchte aber mit der Bank nichts mehr zu tun haben. Was kann ich dagegen tun? P. M., Bern
Antwort: Lassen Sie mich vorerst der Leserschaft erklären, was unter einer «indirekten Amortisation» zu verstehen ist. Der Begriff führt häufig zu Missverständnissen.
Die direkte Amortisation einer Hypothek dürfte klar sein: Man überweist der Bank neben dem Hypothekarzins zusätzlich einen bestimmten Betrag. Mit diesem Betrag wird die Hypothekarschuld abgebaut.
Bei der indirekten Amortisation wird die Hypothekarschuld nicht reduziert. Gleichwohl verpflichten Sie sich, einen bestimmten Betrag auf ein verpfändetes Konto 3a zu überweisen. Sollten Sie zahlungsunfähig werden, könnte die Bank über das Geld verfügen. Die indirekte Amortisation ist also für die Bank eine zusätzliche Sicherheit. Ausserdem geht die Bank davon aus, dass Sie später mit dem Geld auf dem Konto 3a die Hypothek amortisieren. Dies ist aber nicht zwingend.
Für Sie ist das Sparen 3a eine sinnvolle und steuerbegünstigte Anlage. Wie Ihnen der Banker richtigerweise erklärte, können Sie das 3a-Guthaben frühestens fünf Jahre vor dem AHV-Alter beziehen. Ausnahmen bleiben vorbehalten. Eine dieser Ausnahmen ist die Finanzierung von Wohneigentum.
Wenn Sie mit Ihrer Bank partout nichts mehr zu tun haben wollen, können Sie das Guthaben auf ein Konto 3a einer anderen Bank oder in Ihre Pensionskasse transferieren.
Die PK-Lösung ist nur zu empfehlen, wenn Ihre PK nach dem Beitragsprimat funktioniert.
Beitragsprimat heisst: Ihre IV- und Hinterlassenenrenten werden aufgrund des Kapitals und nicht aufgrund des Lohnes berechnet. Wenn Sie der PK diese 9000 Franken überweisen, erhöhen Sie Ihren Schutz gegen Tod und Invalidität. Dieser Transfer ist nur möglich, wenn Sie bei der PK noch Einkaufslücken haben.
Erschienen im BLICK am 21. Juli 2007