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Anlässlich der Parkplatzgestaltung im Jahre 2007 stiessen Arbeiter auf diesen Grundwasserbrunnenschacht und in 5 m Tiefe auf den Grundwasserspiegel. Der Besitzer des Platzes entschied sich für die Restaurierung dieses Zeugen aus der Zeit vor Einführung der Hochdruckwasserversorgung.
Den Grundwasserschacht oder Sodbrunnen gruben Arbeiter im Jahre 1874 aus, um Wasser für den Bau des Bahnhofgebäudes und später für dessen Bewohner zu erhalten. Zu jener Zeit war die Herleitung von Quellwasser von den Berghängen mittels hölzerner Röhren (Teuchel) im Bau, wie auch im Unterhalt eine kostspielige Angelegenheit. Daher suchte man möglichst in der Nähe des Hauses nach Grundwasser und erstellte einen Sodbrunnen.
Erst mit der Erfindung der Gusseisenröhren um 1880 konnten Hochdruckwasserversorgungen mit langen Zuleitungen zum Verbraucher erstellt werden.(Ramsen 1894, Buch 1898 und Hemishofen 1908). Die Sodbrunnen wurden zugeschüttet oder als Sickerschächte für Abwasser verwendet.
Da der Wasserspiegel der Sodbrunnen ziemlich hoch lag (4 - 9 m), war das Wasser mit Krankheitserregern angereichert. Der Genuss dieses Wassers führte vielfach zu Magen-Darmerkrankungen und namentlich bei den Kindern zu einer hohen Sterblichkeit. So war die Einführung der Quellwasserversorgung auch ein Fortschritt in hygienischer Beziehung.