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Hier ein Fallbeispiel aus unserem Patenschaftsprojekt:
"Warum sich eine Patenschaft für Kinder mit psychisch belasteten Eltern lohnt"
Ausgangslage bei der Anfrage vom Schulpsychologischen Dienst:
Ein 8 jähriger Junge aus Nordafrika, Traumatisierung durch Flucht, lebt mit seiner Mutter seit einigen Jahren in Basel. Seine Mutter leidet an Diabetes und Depression, zusätzlich ist sie auch schwer traumatisiert. Beide, der Junge wie auch die Mutter sind sehr isoliert, das Kind bekommt zuhause wenig kindergerechte Stimulation und macht sich dementsprechend viele Sorgen um seine kranke Mama.
Im Mai 2014 konnten wir „Jimmy“ in eine Patenfamilie vermitteln, mit einer gleichaltrigen Tochter. Während der Abklärungsphase stellte sich heraus, dass seine Mutter erneut schwanger ist, da sie ihrem Sohn ein Geschwisterchen schenken will, weil Jimmy so einsam ist. Während der Schwangerschaft kam es zu Komplikationen, die Mutter musste zeitweise ins Spital. Jimmy konnte die meiste Freizeit in der Patenfamilie verbringen und mit der Patin täglich zur Mutter auf Besuch ins Krankenhaus gehen. Eine Fremdplatzierung in einem Heim konnte dem Kind erspart bleiben.
Klar ist, dass dies dank dem erhöhten Engagement der Patenfamilie, für die Mutter sowie für Jimmy, eine stabilisierende Unterstützung in einer sehr beängstigenden Zeit war. Mittlerweile hat Jimmy einen gesunden Bruder und Jimmy besucht seine Patenfamilie weiterhin regelmässig einen halben Tag in der Woche und ein Wochenende im Monat.