Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/15727

<h2>SubmittedText<h2><p>Die während Wochen herrschende Trockenheit und der Frühjahresfrost haben in vielen landwirtschaftlichen Kulturen unseres Landes grosse Schäden angerichtet.</p><p>Die Aprikosenbäume haben besonders stark unter der andauernden Kälte gelitten. Nach Schätzungen sind rund 90 Prozent der Aprikosenernte betroffen. Die Reben wurden von der Kälte ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.</p><p>Verschiedene Familien verlieren ihr Einkommen und befinden sich in einer prekären Situation.</p><p>Ist der Bundesrat bereit, in Zusammenarbeit mit den Kantonen:</p><p>1. ein Inventar der in den Kulturen verursachten Schäden zu erstellen;</p><p>2. die Landwirte, die durch Frost und Trockenheit Verluste erlitten haben, unter Berücksichtigung ihrer finanziellen Lage zu entschädigen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat davon Kenntnis genommen, dass infolge von Frost und Trockenheit schwere lokale Agrarschäden befürchtet werden. Die Situation ist jedoch nicht allein auf Grund einer Momentaufnahme zu beurteilen. Zur Zeit sind das Ausmass und die Folgen der Schäden noch nicht abschliessend bekannt. So können zum Beispiel verbesserte Wachstumsbedingungen trotz teilweise aufgetretener Schäden noch zu befriedigenden Gesamtergebnissen führen. Der Bundesrat wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen. Zu den aufgeworfenen Fragen nimmt er wie folgt Stellung:</p><p></p><p>1. Die Erstellung eines Inventars der Kulturschäden und der zu erwartenden Auswirkungen ist eine Voraussetzung für eine allfällige Massnahme des Bundes. Ein solches Inventar müsste primär durch die betroffenen Regionen erstellt werden.</p><p></p><p>2. Falls sich die Auswirkungen als gravierend und für die Betroffenen als untragbar erweisen sollten, wird der Bundesrat eventuelle Unterstützungsmassnahmen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten prüfen.</p>  Antwort des Bundesrates.