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Sieben Bundesräte bilden seit 1848 zusammen die Landesregierung, gemeinsam regieren sie die Schweiz. Jeder der Bundesräte verwaltet ein Departement. Wer welches Departement übernimmt, machen die Bundesräte unter sich aus.
Kollegium aus sieben Regierungsmitgliedern und Departementschefs
Das Schweizer Regierungssystem hat sich seit 1848 kaum verändert. Das Kollegial- und das Präsidialprinzip gelten bis heute. Bundesrätinnen und Bundesräte haben eine Doppelfunktion. Sie sind Mitglieder der Regierung und damit im Kollegium gemeinsam verantwortlich für die Regierungstätigkeit. Und sie führen ein Departement und vertreten dessen Aufgaben und Aufträge im Kollegium.
Doppelrolle seit 1848
Die Gewichtung dieser Doppelrolle (Regierungsmitglied und Departementsvorsteher) gab und gibt immer wieder zu Diskussionen Anlass. Seit den Anfängen des Bundesstaates haben sich die Aufgaben der Regierung stark erweitert. Die Belastung der Departementsvorsteher wurde grösser. Forderungen nach einer Anpassung des Systems oder nach mehr Bundesräten wurde deshalb immer wieder laut. Umgesetzt wurde bisher eine Stärkung der Bundeskanzlei, die Verselbständigung der Parlamentsdienste und die Einführung von Staatssekretären.
Sieben Departemente – früher wie heute
Die Anzahl Bundesräte und Departemente ist bis heute gleich geblieben. Verändert haben sich im Wandel der Zeit die Gewichtung und die Aufgabenbereiche der Departemente. So veränderte sich beispielsweise die Bedeutung des EDI mit der Schaffung der Sozialversicherungen und diejenige des UVEK mit dem Aufkommen der modernen Kommunikations- und Transportmittel und der Energiefragen. Die Namen der Departemente sind ein guter Indikator für die Veränderungen. So hiess beispielsweise das heutige Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation zuerst Postdepartement, dann Post- und Eisenbahndepartement und dann Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartement.
Departementsverteilung
Bundesräte werden ins Kollegium und nicht in ein Departement gewählt. Die Bundesräte machen die Verteilung der Departemente jeweils nach den Wahlen unter sich aus.
Letzte Änderung 21.09.2017