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Alles begann 1977 mit «Saturday Night Fever». Andreas Furler, damals 16 Jahre alt, ging mit seiner Freundin ins Kino und war hin und weg. Der Film und sein Sound trafen ihn mitten ins Herz: «Wie da Travolta zu den Bee Gees in diesen unsäglichen Hosen durch Brooklyn wippte, war so komisch wie cool.» Es war der Anfang einer Liebe, die den ehemaligen Filmjournalisten bis heute nicht losgelassen hat.
«Dass ich diese Leidenschaft zum Beruf machen konnte, hatte auch viel mit Glück zu tun», sagt der heute 57-Jährige. Als Student schickte er Mitte der 80er-Jahre ungefragt eine Kritik zu Woody Allens «The Purple Rose of Cairo» an die NZZ. «Ich bekam eine freundliche Antwort, dass man darum nicht gebeten habe, man es jedoch probehalber miteinander versuchen könnte.» Schon bald wurde Furler vom damaligen Chefkritiker Christoph Egger unter seine Fittiche genommen und konnte regelmässig kleine Filmbesprechungen in der NZZ publizieren.
1989 wechselte er zum «Tages-Anzeiger», wo er ab 1996 das Filmressort führte, bevor er zur Jahrtausendwende für 13 Jahre die Leitung des Filmpodiums übernahm, eine Zürcher Institution, die auf Klassiker und Reprisen spezialisiert ist. «Ich wollte nicht weg vom Schreiben, aber endlich eintauchen in die Filmgeschichte.» Zu Furlers Studienzeit gab es noch kein Filmstudium in Zürich. Man konnte sich das Wissen nur anderweitig aneignen, etwa über Auslandssemester oder im Filmclub der ETH.