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Die Geschichte vom Schmugglergraben...
Ein Teil des Grenzpfades, der Schmugglergraben, zwischen Hofen und der Sottenegg oberhalb von Altdorf, ist heute ins Wanderwegnetz integriert. Der Grenzpfad, also unser Wanderweg, diente früher den Grenzwächtern als Trampelpfad um die Grenze zu überwachen und unser Land zu beschützen.
Während des zweiten Weltkrieges wurde dieser Graben zum Schmuggeln benutzt. Viele wahre und unwahre Geschichten gibt es darüber zu erzählen. Wir möchten Ihnen diese nicht vorenthalten.
Hören oder lesen Sie unsere Geschichten...
Untenstehend können Sie eine der möglichen Geschichten hören...
Ebenfalls haben wir auch eine Variante zum nachlesen...
Lesen hier nun die Geschichte zum Schmugglergraben
Der Schmugglergraben und das Hindereggwiibli (von Traugott Imthurn überliefert)
In Altdorf soll ein Junge, der bald heiraten wollte, seiner Zukünftigen einen schönen Goldring kaufen. Da aber zu jener Zeit das Geld dazu nicht vorhanden war, versuchte er überall zu helfen, um das nötige Geld zusammen zu bringen. Da hörte er von einem fremden Mann, dass im Grossherzogtum Baden die Edelmetalle viel günstiger seien als Hierzulande. Er machte sich auf den Weg über die Grenze in Richtung Engen, dort soll es eine Edelmetallmanufaktur geben. In Engen angekommen suchte er die besagte Manufaktur. Er fand sie und kaufte dort einen exklusiven Goldring. Voller Stolz trat er seinen Rückweg an.
Die Freude war so überwältigend, dass er es sich nicht nehmen liess, dies auch würdig zu begehen. Er kehrte in einem Gasthaus ein, bestellte sich einen Vesper und eine Karaffe Wein. Die übrigen Gäste wurden aber neugierig und fragten den Jungen aus. Die Karaffe Wein war ein bisschen viel für den Jungen, doch er hielt sich gut, war aber geschwätzig und die Zeit verging. Er suchte nach dem kürzesten Weg zur Grenze und da wussten die anderen Gäste eine Abkürzung. So ging er diesen Weg, verirrte sich in der Dunkelheit und kam zu einem Gehöft. Er klopfte an die Tür und wollte sich nach dem Weg erkundigen. In der Tür stand eine junge wohlgeformte Frau, sie erklärte ihm den Weg und bot ihm an, bis zur Wegkreuzung mit zu kommen. Dem Jungen aus Altdorf war dies recht, und er erzählte der jungen Frau, warum er unterwegs sei. Der Frau gefielen seine Gründe und sagte, auch Sie würde den Ring für ihn tragen. Der Altdorfer, ein bisschen schwer von Begriff, alberte ein bisschen, so dass die Frau merkte, wenn sie sich Mühe gebe, der Altdorfer vielleicht kippen würde.
Hinter der Kreuzung stand ein Schuppen und dort könnte sie den Altdorfer doch verführen. Der Altdorfer nichts ahnend, lenkte für eine kurze Rast ein und wurde prompt verführt. Er merkte danach, dass er sich aber nun beeilen musste, aber er auch seiner ausgewählten Braut treu sein wollte. Er ging den vorgegeben Weg durch den Wald, die Badener Frau folgte ihm aber. So kam er zum Schmugglergraben und ärgerte sich dass die junge Frau immer noch hinter ihm her war. Kurz vor der Grenze wollte er sie zurück schicken, aber die junge Frau gab ihm als Antwort, dass sie jetzt von ihm ein Kind erwarte. Darauf gab es ein kurzes Handgemenge, die Frau schrie und da hörten sie plötzlich: „Halt Grenzwache!“
Die beiden duckten sich in den Schmugglergraben und schlichen davon. Der Altdorfer kannte sich jetzt wieder aus, die Badener Frau aber nicht. So nutzte er den Vorteil aus und verschwand. Die Badener Frau suchte in ganz Altdorf nach dem Jungen, fand ihn aber nicht. Sie suchte nun einen Platz, wo sie sich ausruhen konnte. Diesen fand sie in der Hinderegg. Dort richtete sie sich ein, um eines Tages den Jüngling aus Altdorf zu treffen. Unterdessen suchten Ihre Eltern nach ihrer Tochter. Das Geschwätz im deutschen Dorf liess bald einmal auf den Jungen aus Altdorf schliessen. Sie wurde polizeilich gesucht und die Grenzwache erinnerte sich an den Schrei in dieser Nacht. Die Frau wurde aber nie mehr gesehen.
Grabungen im Schmugglergraben brachten auch keine Ergebnisse. Aber - die Altdorfer werden bis heute immer wieder erschreckt durch die Geräusche in der Hinteregg. Einige wollen das Hindereggwiibli immer mal wieder gesehen haben
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