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Geschichtliches
Das freiburger spital (HFR) wurde am 1. Januar 2007 gegründet. Das Ziel: eine optimale Patientenversorgung gewährleisten und die Synergien der Standorte nutzen. Das neue Spitalnetz umfasst vier öffentliche Spitäler des Kantons an sechs Standorten: das frühere Spital des Freiburger Südens mit den Standorten Billens (Glanebezirk), Châtel-St-Denis (Vivisbach) und Riaz (Greyerz), das Kantonsspital Freiburg (Saane), das Spital Murten (See) und das Spital Tafers (Sense). Lesen Sie weiter, um mehr über die Geschichte der einzelnen HFR-Standorte zu erfahren.
Geschichte des HFR Billens
- 1864: Jean Pache, alt Staatsrat von Freiburg, vermacht dem Staat Freiburg das Schloss Billens zur Gründung des Hospizes Billens (15 Betten).
- 1898: Bau des Südwestflügels mit grossen Schlafsälen (37 Betten)
- 1956: Das Hospiz wird zum Bezirksspital des Glanebezirks.
- 1964: Erweiterung des Spitals mit einem neuen Flügel (200 Betten)
- 1993: Bau eines neuen Flügels für das Pflegeheim
- 2000: Gründung des Hôpital Sud Fribourgeois mit den Standorten Billens, Châtel-St-Denis und Riaz
- 2007: Gründung des freiburger spitals (HFR)
- 2007-2009: Umbau zur Anpassung an die neuen Leistungsaufträge der kantonalen Spitalplanung
Im Detail
Jean Pache, alt Staatsrat von Freiburg, Grossrat und Ammann von Gillarens, vermachte dem Staat Freiburg in seinem Testament vom 26. März 1864 das Schloss Billens, um dort ein Bezirkshospiz für die Gemeinden des Glanebezirks einzurichten. Das Hospiz Billens wurde am 29. November 1866 mit 15 Betten eingeweiht. Nach dem Anbau eines Flügels für die Kapelle, die Küche und weitere Räume folgte 1898 die Errichtung des Südwestflügels mit grossen Schlafsälen. Das Hospiz zählte nun 37 Betten. 1914 wurde der Nordflügel vergrössert, um Platz für einen Operationssaal zu schaffen; ein Gesamtumbau des Hospizes erfolgte jedoch erst 1936. Zwanzig Jahre später, 1956, übertrug der Staatsrat das Eigentum an den Gebäuden und der Einrichtung den Gemeinden des Glanebezirks; das Hospiz wurde zum Bezirksspital. 1964 erhielt das Spital einen weiteren Flügel: Altersheim und Spital wurden damit klar voneinander getrennt. Mit der Altersmedizin verfügte es nun über 200 Betten.
Im Mai 1988 wurde ein Neubau in Angriff genommen, der eine geschützte Operationsstätte und einen Rundbau für das Pflegeheim beherbergen sollte. 1993 waren die Bauarbeiten abgeschlossen. Sie schufen Platz für die spitalexterne Krankenpflege und die Hauspflege, die im August 1996 einzogen: Das Gesundheitsnetzes des Glanebezirks war geboren.
Ein erster Zusammenschluss an der Schwelle zum 21. Jahrhundert
Die gesundheitspolitische Situation der Neunzigerjahre zwang die Spitäler des südlichen Kantonsteils zur Fusion: Vor dem Hintergrund steigender Gesundheitskosten trat am 1. Januar 1996 das neue Krankenversicherungsgesetz (KVG) in Kraft. Mit der zunehmenden Spezialisierung in der Medizin waren die kleineren Spitäler gezwungen, sich auf bestimmte Aufgaben zu konzentrieren: Sie sahen sich ausserstande, der Bevölkerung weiterhin die ganze Palette medizinischer Dienstleistungen anzubieten. Die mittlere Aufenthaltsdauer und die Bettenbelegung nahmen unterdessen laufend ab. Es kam zu Defiziten, die Gemeinden mussten eingreifen. Zudem hob der Kanton die gemeinsame Geldreserve der Freiburger Spitäler auf, die einen Teil der Defizite gedeckt hätte. Das Nachsehen hatten die Gemeinden; sie mussten die Fehlbeträge wieder selber berappen.
Die Abgeordneten der Bezirke Glane, Greyerz und Vivisbach unterzeichneten deshalb am 8. August 1997 die Erklärung von Vaulruz. Diese wies dem Spital Riaz die Rolle eines Akutspitals und den Spitälern Billens und Châtel-St-Denis die Aufgaben von Behandlungs- und Rehabilitationszentren für den südlichen Kantonsteil zu. Die kantonale Gesundheitsplanung hiess diesen Vorschlag noch im selben Jahr gut. Aus den ehemaligen Konkurrenten wurden Partner, die sich gegenseitig ergänzen, um der Bevölkerung ein erweitertes Angebot an medizinischen Dienstleistungen anzubieten.
Am 29. März 2000 unterzeichneten die Gemeindeverbände der drei Bezirke die Vereinbarung zur Gründung des Spitals des Freiburger Südens (HSF). Der Staatsrat verabschiedete diese am 11. Juli 2000.
Gründung des freiburger spitals
Die strukturelle Entwicklung war damit nicht abgeschlossen: Im Sinne der Spitalplanung wurde das HSF Anfang 2007 Teil des Freiburger Spitalnetzes, das unter dem Namen freiburger spital (HFR) sechs Spitalstandorte des Kantons vereint. Aus dem Standort Billens wurde das HFR Billens. Im Frühjahr 2007 begann der Umbau im Hinblick auf seine künftige Funktion als Reha-Standort. Als solcher wurde es am 9. Januar 2009 eingeweiht.
Geschichte des HFR Châtel-St-Denis
- 1892: Zum Gedenken an seine Tochter Julie gründet Victor Monney in Châtel-St-Denis das Spital Monney.
- 1927: Vergrösserung der Räumlichkeiten
- 1933: Einrichtung einer Geburtsabteilung
- 1967: Das Spital Monney wird zur öffentlichen Einrichtung.
- 1972: Einweihung eines neuen Spitalgebäudes
- 2000: Gründung des Spitals des Freiburger Südens mit den Standorten Billens, Châtel-St-Denis und Riaz
- 2007: Gründung des freiburger spitals (HFR)
- 2012: Meldung der baldigen Schliessung des HFR Châtel-St-Denis
- 2013: Umzug der Abteilung Geriatrische Medizin und Rehabilitation ans HFR Riaz
Im Detail
Am 22. Januar 1892 gründete Victor Monney im Gedenken an seine geliebte Tochter Julie in Châtel-St-Denis ein Spital mit seinem Namen. Das Privatspital wurde 1927 ein erstes Mal vergrössert und 1933 mit einer Geburtsabteilung ausgestattet. Am 24. Mai 1967 wurde das Spital Monney öffentlich und damit für die gesamte Bevölkerung zugänglich gemacht. Wenig später, am 9. März 1968, beschloss die Delegiertenversammlung einstimmig den Bau eines neuen Spitalgebäudes, das am 1. Juli 1972 eingeweiht wurde.
Bis April 2000 war das Vivisbacher Spital ein Akutspital. Dann schloss es sich mit den Spitälern des Glane- und Greyerzbezirks zum Spital des Freiburger Südens zusammen (siehe „Geschichte des HFR Billens“). Dieses wiederum wurde Anfang 2007 dem neu gegründeten freiburger spital eingegliedert.
Im Jahr 2012 nach der Einführung der neuen Spitalfinanzierung mussten kurz- und mittelfristige Massnahmen zur Defizitreduzierung des HFR ergriffen werden. Eine dieser Massnahmen war die Schliessung des HFR Châtel-St-Denis. Diese Massnahme wurde vom Staatsrat Ende 2012 genehmigt. Anfang 2013 zog die Abteilung Geriatrische Medizin und Rehabilitation ans HFR Riaz um.
Geschichte des HFR Freiburg – Kantonsspital
- 1897: Ein Erbe spendet sein Vermögen zur Gründung einer Augenklinik in Freiburg.
- 1907: Die Klinik, die zudem eine chirurgische Abteilung und eine Geburtsabteilung umfasst, wird im Gambach eröffnet.
- 1918: Die Klinik im Gambach mit 125 Betten wird Sitz des künftigen Kantonsspitals.
- 1920: Die Geburtenabteilung zieht ins Pérolles; das Kantonsspital wird mit je einer Klinik im Gambach und im Pérolles gegründet.
- 1941: Die beiden Gebäude stossen mit einer maximalen Aufnahmekapazität von 200 Betten an ihre Grenzen.
- 1972: Auf dem Hügel von Bertigny (Brittenach) wird das neue Kantonsspital eröffnet.
- 2001: Der Anbau Bertigny II wird eröffnet. Er beherbergt unter anderem die Notfallstation.
- 2007: Gründung des freiburger spitals (HFR)
- 2010: Einweihung des Anbaus Bertigny III mit neuen Operationssälen.
Im Detail
(Hauptquelle: Donzé, Pierre-Yves: Bâtir, gérer, soigner – Histoire des établissements hospitaliers de Suisse romande. Georg Editeur, Editions Médecine et Hygiène département livre, Bibliothèque d’histoire de la médecine et de la santé, Genf, 2003)
Ab 1808 brachte der Staat Freiburg auf der Grundlage eines Abkommens seine bedürftigen Kranken im Bürgerspital unter. Diese Übereinkunft genügte aber bald nicht mehr. Um 1820 wurde erwogen, ein kantonales Hospiz zu gründen.
Das Gesetz von 1869 über die Institutionen zur Krankenpflege bildete eine erste Grundlage, um den Bedarf an Krankenhäusern im Kanton zu planen. Der Staat erkannte die Bezirksspitäler an, unterstützte ihre Entwicklung und äusserte seinen Wunsch, ein Kantonshospiz für chirurgische Eingriffe sowie eine Nervenheilanstalt zu bauen. Diese wurde im Jahr 1875 in Marsens gegründet. Sie war das erste Staatsprojekt des öffentlichen Gesundheitswesens im Kanton Freiburg.
Der Bau eines Kantonsspitals drängt sich auf
Da sich das Freiburger Spitalsystem um 1870 verbessert hatte, liessen sich manche zur Annahme verleiten, die Bedürfnisse des Kantons seien gedeckt und ein Kantonshospiz nicht mehr nötig. Die Freiburger Regierung strebte indes weiterhin den Bau eines Kantonshospizes an, erst recht, als Staatsrat Georges Python sich für die Gründung einer medizinischen Fakultät einzusetzen begann.
Die Jahre 1890 bis 1900 erwiesen sich für Pythons Projekt als günstig: 1893 erhielt er Unterstützung von Dr. Alfred Dupraz, Privatdozent an der Universität Genf, und Dr. Konstantin Kaufmann, Professor für Chirurgie an der Universität Zürich. Beide bestätigten, dass Freiburg über eine medizinische Einrichtung mit 120 Betten verfügen sollte. Auch das politische Klima war für Python günstig; das Thema Kantonsspital prägte in den Jahren 1897 – 1912 mehrere Gemeinde- und Kantonsratswahlen. Schliesslich jedoch gelang es Python lediglich, im Gambach und im Pérolles je eine Klinik zu errichten, die um 1919 gebaut wurden.
Das Kantonsspital wird Wirklichkeit
Die Augenklinik war eine Stiftung aus dem Vermächtnis eines Gönners, der 1897 sein Vermögen für eine solche Einrichtung gespendet hatte. Die Fondsverwaltung übernahm Python, der die Ordensschwestern der "Providence de Dijon" nach Freiburg holte, um die Klinik zu leiten. Das Areal im Gambach stellte der Staat 1907 zur Verfügung. Schliesslich wurde entschieden, die Chirurgie und die Geburtsabteilung in diese Klinik einzugliedern. Nachdem dort von 1914 bis 1918 Soldaten beherbergt worden waren, wurde die Klinik schliesslich Hauptsitz des Kantonsspitals. Mit dem Bürgerspital wurde daraufhin ein Vertrag abgeschlossen: Es sollten keine Kranken mehr im Bürgerspital aufgenommen werden, die im Gambach behandelt werden konnten. Zudem konnten 1919 einige Schwestern des St.-Martha-Ordens verlegt werden. Das Gebäude zählte zu diesem Zeitpunkt 125 Betten.
1920 fiel der Entscheid, die Geburtsabteilung mit einer Verlegung ins Pérolles von den übrigen Abteilungen zu trennen. In diesem Jahr, nach fast einem Jahrhundert der Streitereien und Debatten, kam das Freiburger Kantonsspital mit den beiden Standorten Gambach und Pérolles zustande.
Ein Spital, das den Bedürfnissen der Bevölkerung besser gerecht wird
Doch bereits 1940 genügte das zwanzig Jahre zuvor eröffnete Spital den Ansprüchen nicht mehr: Es hatte seit seinem Bau keine nennenswerten Renovationen mehr erfahren, war baufällig geworden und nicht mehr in der Lage, dem zunehmenden Hospitalisationsbedarf gerecht zu werden. 1941 war die maximale Aufnahmekapazität von 200 Betten erreicht. Neben dem Desinteresse, das sowohl die Ärzte wie die wohlhabende Kundschaft an dieser Einrichtung zeigten, wurden nun auch die finanziellen Schwierigkeiten sowie die Konkurrenz des Bürgerspitals spürbar, das sich nach dem Brand von 1937 zu einer medizinisch gut ausgestatteten Institution entwickelt hatte. Eine grundlegende Reorganisation drängte sich geradezu auf. Schliesslich war es soweit: 1946 wurde Paul Torche in den Staatsrat gewählt, der die kantonalen Behörden mit dem Thema beauftragte.
Anfang der Fünfzigerjahre entschied der Freiburger Staatsrat, ein Kantonsspital zu bauen, das seinem Namen Ehre machen sollte. 1952 bestimmte er zu diesem Zweck eine Arbeitsgruppe innerhalb der Verwaltungskommission. Das Projekt war politisch geprägt, die kantonalen Behörden in Aufbruchstimmung: Zweiflern entgegneten sie 1954, ein Kanton wie Freiburg könne aus Prestigegründen und nicht zuletzt wegen seiner Universität schlicht und einfach nicht auf das Kantonsspital verzichten.
Die Verwirklichung verlief harzig: Rund zwanzig Jahre vergingen, bevor das Spital von Bertigny eröffnet wurde. Die Schwierigkeiten waren verschiedenster Natur: Zunächst ging es darum, die Unterstützung des Grossen Rates zu erlangen, der über die Vergabe der Kredite entschied. Hier stand viel auf dem Spiel, da wegen des Spitalgesetzes von 1955 mehrere Regionalspitäler ebenfalls in der Entwicklungsphase standen. Diese erwarteten nicht, dass ein neues Kantonsspital gebaut würde, sondern vielmehr, dass sie selbst öffentliche Gelder für neue Bauten und Infrastruktur erhalten würden. Insbesondere wurde befürchtet, diese Einrichtung sei nur für die Einwohner des Saanebezirks vorgesehen, die über kein Regionalspital verfügten.
Das Bürgerspital wird geschlossen
Zudem war das Bürgerspital nach 1937 mit einer modernen medizinischen Infrastruktur ausgestattet worden. 1944 hatte die Freiburger Gemeindeverwaltung eine Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital und eine Aufgabenteilung zwischen den beiden Einrichtungen noch abgelehnt. Im Jahr 1974, zwei Jahre nachdem das neue Kantonsspital seine Tätigkeit aufgenommen hatte, unterzeichneten die Stadt und der Kanton Freiburg endlich einen Vertrag. Für das Bürgerspital bedeutete dieser das Aus.
Nicht zuletzt galt es mit der latenten Opposition eines grossen Teils der Freiburger Ärzteschaft zu rechnen, die um ihre Privilegien fürchtete.
Um dieses Projekt zum Erfolg zu führen, musste der Staatsrat Stellung nehmen und ein Kantonsspital präsentieren, das die regionalen Einrichtungen ergänzen und der gesamten Ärzteschaft nützen sollte. Wie in anderen Kantonen musste diese Einrichtung ein Zentrum für Spitzenchirurgie werden und sich auf bestimmte Fachgebiete spezialisieren. 1954 und 1957 stimmte der Grosse Rat den Krediten für die Machbarkeitsstudien zu. Bis Mitte der Sechzigerjahre dauerten die Gespräche und Verhandlungen an.
Bertigny in fortwährendem Wandel
1972 wurde auf dem Hügel von Bertigny (Brittenach) das neue Kantonsspital eröffnet. Seither hat sich das Spital mit der Eröffnung neuer Abteilungen und der Nutzung neuer Technologien laufend den neuen Gegebenheiten angepasst. Der Reihe nach waren dies die Hämodialyse (1974), die Nuklearmedizin (1975), die Implantation von Herzschrittmachern (seit 1976), der Ultraschall (1979), die Urologie und Hämato-Onkologie (1980), der Lasereinsatz, ophtalmologische Geräte und Computertomografie (1985), die Pneumologie (1986), die Elektromyografie und Endokrinologie (1987) sowie die Angiografie (1989), die Neurologie (1990) und die Diabetologie (1991).
Auch die bestehende Ausstattung wurde laufend optimiert: der Zahntechnikraum (1985), der HNO-Operationssaal (1987), die Räumlichkeiten der Radio-Onkologie sowie die Magnetresonanz (1995). 2001 wurde das Spitalgebäude Bertigny II eröffnet mit der Notfallstation, der Kardiologie, der Erweiterung des Operationstrakts, dem Aufwachraum, der Intensivpflegestation, der Augenklinik und der Diabetes- und Ernährungsberatung. 2004 folgte die neue PET-Kamera, 2007 die Räumlichkeiten für die Koronarografie und Angioplastie.
Gründung des freiburger spitals
Am 1. Januar 2007 wurde das Kantonsspital Teil des neuen freiburger spitals, das die öffentlichen somatischen Spitäler des Kantons vereint. Als letzte Erweiterung wurde Anfang 2010 der Neubau Bertigny III eröffnet, der Platz für neue Operationssäle, die Hämodialyse und die Apotheke schuf.
Geschichte des HFR Meyriez-Murten
- 1868: In Murten wird die Krankenstube „Bon-Vouloir“ mit rund fünfzehn Betten eingerichtet. Sie ist eine Stiftung der Familien De Pourtalès und De Rougemont.
- 1928: grosser Erweiterungsbau
- 1974: Mit dem Bau eines neuen Spitalgebäudes wird die Institution zum modernen Akutspital.
- 1997: Umbenennung von „Spital Bon Vouloir“ in „Spital des Seebezirks“ (50 Betten)
- 2007: Gründung des freiburger spitals (HFR)
Im Detail
Die Wurzeln des Spitals Murten gehen auf das Jahr 1863 zurück, als die Familien De Pourtalès (von Greng) und De Rougemont (von Löwenberg) die Stiftung "Bon Vouloir" gründeten. Fünf Jahre später entstand daraus auf einem von der Familie Chatoney zur Verfügung gestellten Grundstück in der Nähe des westlichen Stadttors von Murten das Kranken- und Siechenhaus „Bon-Vouloir“, das rund 15 Betten Platz bot.
Sehr rasch entwickelte sich das neue Spital zu einem kompetenten Anbieter medizinischer und chirurgischer Leistungen. Die dankbare lokale Bevölkerung liess dem Haus zahlreiche Spenden in Form von Geld und Naturalien zukommen, was diesem erlaubte, seine Tätigkeiten laufend auszubauen. So blieb der Brauch, bei der traditionellen Herbsternte das Spital mit frischen Lebensmitteln zu beschenken, bis 1991 bestehen. 1928 erfolgte ein erster grosser Erweiterungsbau, 1974 wurde ein Neubau errichtet, der das Spital in ein modernes Akutspital verwandelte.
Vom Spital Bon Vouloir zum HFR Meyriez-Murten
1997 wurde das „Spital Bon Vouloir“ durch eine Namensänderung zum „Spital des Seebezirks“. Keine zehn Jahre später nahmen der See- und der Sensebezirk Gespräche auf, um ein Regionalspital mit den zwei Standorten Meyriez und Tafers einzurichten. Im August 2005 wurde zu diesem Zweck eine Absichtserklärung unterzeichnet und im März 2006 ein Konzept vorgestellt: Bis Ende Jahr sollte das "Spital Nordosten" betriebsbereit sein. Das Projekt für eine gemeinsame Annäherung wurde im Mai in Angriff genommen, musste jedoch wegen eines noch ehrgeizigeren Vorhabens kurz darauf fallengelassen werden:
Am 1. Januar 2007 wurde das Spital des Seebezirks mit drei weiteren öffentlichen Spitälern – dem Spital des Freiburger Südens, dem Kantonsspital und dem Spital des Sensebezirks – zusammengeschlossen: die Geburtsstunde des freiburger spitals.
Geschichte des HFR Riaz
- 1871: Gründung des Spitals des Greyerzbezirks in Bulle durch öffentliche Ausschreibung
- 1885: Umzug in das Haus des verstorbenen alt Staatsrates Hubert Charles in Riaz
- 1928: Bau eines neuen Flügels für die Allgemeinabteilung
- 1958: Errichtung des Westflügels
- 1965: Bau des Ostflügels
- 1993: Ergänzung des Ostflügels durch den Ausbau des Notfalldienstes und der Radiologie
- 1999: Spatenstich zum Neubau
- 2000: Gründung des Spitals des Freiburger Südens mit den Standorten Billens, Châtel-St-Denis und Riaz
- 2007: Gründung des freiburger spitals (HFR)
- 2011: Neues Radiologiegebäude
Im Detail
Nach einer öffentlichen Ausschreibung wurde in Bulle am 6. August 1871 das Spital des Greyerzbezirks gegründet. Am 1. November 1885 erfolgte der Umzug in das Haus des verstorbenen alt Staatsrates Hubert Charles in Riaz. Ingenbohlerschwestern führten die Einrichtung als Hospiz.
Nach und nach erhielt das Spital drei zusätzliche Flügel: den ersten 1928 für die Zimmer der Allgemeinabteilung, den Westflügel 1958 und zuletzt den Ostflügel für die medizinisch-technischen Bereiche (1965). In diesem wurden 1993, knapp dreissig Jahre später, der Notfalldienst und die Radiologie weiter ausgebaut.
Ein Neubau und zwei Zusammenschlüsse
Das Bedürfnis nach einem grösseren Pflegeangebot und die Baufälligkeit des Bettengebäudes standen am Anfang eines Neubauprojekts. Am 22. August 1997 genehmigte der Freiburger Grosse Rat einstimmig einen Kredit für rund 57 Millionen Franken, um ein neues Spital für den Greyerzbezirk zu bauen. Zu diesem Betrag kam ein Zusatzkredit in der Höhe von 1,2 Mio. Franken für den Bau eines vierten Operationssaals. Der Grundstein wurde am 12. Februar 1999 gelegt.
Im Jahr darauf schloss sich das Spital des Greyerzbezirks mit den Spitälern des Glane- und des Vivisbachbezirks zum Spital des Freiburger Südens zusammen (siehe unter „Geschichte des HFR Billens“). 2007 folgte die Gründung des freiburger spitals.
Geschichte des HFR Tafers
- 1870: Gründung des "Hauses des hl. Vinzenz von Paul" in der Mädchenschule Tafers (15 Betten)
- 1885: Errichtung eines Neubaus. Das neue Gebäude wird als Männerspital, das bestehende Haus als Frauenspital genutzt
- 1886: Das Bezirksspital St. Josef – sein neuer Name – wird eröffnet (134 Betten)
- 1960: Eröffnung des neuen Bezirksspitals auf der Südseite des Maggenbergwaldes
- 1990: Erweiterung der Gebäude unter anderem für das Pflegeheim
- 2000: Umbau und Vergrösserung der bestehenden Räumlichkeiten
- 2007: Gründung des freiburger spitals (HFR)
Im Detail
Am 21. Juli 1870 unterzeichneten die Sensler Gemeinden einen Vertrag mit der Kongregation der Schwestern des Heiligen Vinzenz von Paul. Diese sollten das Spital während 115 Jahren führen, bis zum 31. Dezember 1984. Mit 15 Betten im Mädchen- und Schwesternschulhaus war das "Haus des hl. Vinzenz von Paul" Spital, Pflegeheim und Armenanstalt zugleich.
Bald schon wurden die Betten knapp: 1885 wurde deshalb ein Neubau errichtet, der künftig als Männerspital diente. Das alte Gebäude wurde zum Frauenspital. Der Sensebezirk verfügte somit über sein erstes eigentliches Bezirksspital. Es wurde am 31. August 1886 eingeweiht und unter den Schutz des heiligen Josef gestellt. Mit 66 Betten im Frauenhaus und 68 Betten im Männerhaus zählte das neue Spital insgesamt 134 Betten.
Ab den Vierzigerjahren drängt sich ein Neubau auf
Im Laufe der Vierzigerjahre wurde die Baufälligkeit der Gebäude offensichtlich: Ein Neubau drängte sich auf. Nach mehrjährigen Diskussionen wurde auf der Südseite des Maggenbergwaldes schliesslich gebaut. Am 19. Oktober 1960 konnte das neue Bezirksspital eingeweiht werden. Die alten Gebäude wurden kurz darauf verkauft.
Das brandneue Spital zählte 104 Betten für die Akutpflege und 30 Betten für die Langzeitpflege. Knapp drei Jahre später, am 11. Mai 1963, wurde die chirurgische Abteilung eröffnet; ein zweiter Operationssaal 1974 teilweise eingerichtet.
Der Gedanke an eine Erweiterung des Spitals tauchte Mitte der Siebzigerjahre auf. Insbesondere wurde erwogen, mit einem neuen Pflegeheim das Heim im Schloss Maggenberg zu ersetzen und einen neuen Operationssaal zu bauen. Der Spatenstich erfolgte am 19. Oktober 1987, die neue Infrastruktur wurde am 1. Dezember 1990 eingeweiht.
Im Zuge des Neubaus sollten auch die bestehenden Gebäude renoviert und vergrössert werden. Zu diesem Zweck genehmigte der Grosse Rat des Kantons Freiburg im Herbst 1997 einen Kredit von 40,5 Mio. Franken. Am 22. September 2000 konnte das neue Spital eingeweiht werden. Die letzten Umbauarbeiten wurden im Frühjahr 2003 abgeschlossen.
Erst ein Tandem, dann Teil eines Spitals mit sechs Standorten
Kurz darauf nahmen der Sense- und der Seebezirk Gespräche auf, um ein Regionalspital mit den zwei Standorten Tafers und Meyriez einzurichten. Im August 2005 wurde zu diesem Zweck eine Absichtserklärung unterzeichnet und im März 2006 ein Konzept vorgestellt: Bis Ende Jahr sollte das "Spital Nordosten" betriebsbereit sein. Das Projekt für eine Annäherung wurde im Mai in Angriff genommen, wegen eines noch umfangreicheren Vorhabens jedoch kurz darauf fallengelassen.
Das Spital des Sensebezirks wurde im Zuge der Kantonalisierung der Spitäler auf den 1. Januar 2007 vom Freiburger Spitalnetz übernommen – wie das Freiburger Kantonsspital, das Spital des Seebezirks in Meyriez und das Spital des Freiburger Südens (Billens, Châtel-St-Denis und Riaz). Das Spitalnetz wurde wenig später in freiburger spital (HFR) umgetauft.