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Am Standort des um 1500 gebauten und 1821 abgebrochenen Wädenswiler Richt- und Gesellenhauses mit Tanzlaube und Gerichtsstube erstellte die Gemeinde nach den Plänen des einheimischen Geometers Rudolf Diezinger (1770-1848) zum Teil im Frondienst – das Gemeindewirtshaus «Sonne». Es wurde 1822 vollendet und erstmals an einen Gemeindewirt verpachtet. 1898 veräusserte die Gemeinde die Liegenschaft an einen Privaten. 1911 eröffnete Robert Matzinger im käuflich erworbenen Haus mit privater Unterstützung den «Alkoholfreien Gasthof zur Sonne».
1976 löste sich die seit 1919 bestehende «Stiftung Alkoholfreies Gemeindehaus zur Sonne» auf und schenkte die Liegenschaft der Stadt Wädenswil; Mitte März 1984 wurde der traditionsreiche Gasthof in aller Stille geschlossen. Seit dem Umbau und er Restaurierung von 1987/88 enthält das Haus «Zur Sonne» im Erdgeschoss eine Küche und zwei mietbare Säle – mit Bildern der Wädenswiler Kunstmaler August Weber und Emil Denzler -, im ersten und zweiten Obergeschoss Räume für den Sozialdienst und das Jugendsekretariat, im dritten Obergeschoss und im Dachgeschoss Wohnungen. [pzi]