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Die Körpersprache - die Universalsprache
Mit der Körpersprache sagen Sie in der Regel mehr aus als Ihnen bewusst ist. Jeder beherrscht die Körpersprache und drückt diese automatisch aus, ob bewusst oder unbewusst. Die Körpersprache ist eine Universalsprache die praktisch jeder versteht, ganz gleich welche Sprache er spricht. Da wir alle die Körpersprache sprechen und verstehen, glauben wir eher der Körpersprache als der gesprochenen Sprache. Wenn Sie jemanden fragen, ob Ihr Vorschlag eine gute Idee ist und der Andere mit Ja antwortet und dabei den Kopf hin und her schüttelt, glauben Sie eher der Körpersprache. Der Andere kann seine Antwort auch ironisch meinen in dem er Ja sagt und den Kopf schüttelt. Er weiss, dass Sie ihn korrekt verstehen, weil er den Kopf schüttelt und eher der Körpersprache Glauben schenken.
Wenn Sie im Urlaub im Ausland sind und die Landessprache nicht verstehen, merken schnell auf Grund der Körpersprache, ob Ihr Gegenüber es gut oder böse meint. Wenn der Andere Ihnen eine geballte Faust zeigt verstehen Sie rasch, dass er es nicht gut mit Ihnen meint, auch wenn Sie die gesprochenen Worte nicht verstehen.
Umso wichtiger ist es, dass wir beim Vorstellungsgespräch darauf achten, dass wir nicht ungewollt dem gesprochenes Wort mit der Körpersprache widersprechen oder falsche Signale aussenden. Dies beginnt schon mit der Begrüssung.
Richtige Begrüssung
Warten Sie bis der Personaler seine Hand entgegenstreckt.
1. Stehen Sie zur Begrüssung auf
2. Stellen Sie sich mit Namen vor
3. Halten Sie Blickkontakt
4. Hand kurz drücken, nicht schütteln oder rühren (Ihr Gegenüber ist kein Wodka Martini)
Wenn Sie sich hingesetzt haben für das weitere Vorstellungsgespräch, achten Sie darauf, dass Sie mit der Körpersprache keine negativen Signale aussenden. Nachstehend einige Punkte einer negativen Körpersprachen.

1. Kein Blickkontakt
Wenn Sie den Blick abwenden erweckt dies den Eindruck, dass Sie ein schlechtes Gewissen haben. Ebenso neigen wir dazu bei einer Lüge den Blick abzuwenden und nach unten zu schauen, da wir uns für die Lüge schämen.
2. Kein Lächeln
Mit einem grimmigen Gesicht signalisieren Sie ihrem Gegenüber, dass Sie eigentlich gar nicht hier sein möchten und Ihnen die ganze Angelegenheit nicht passt. Auch wenn Sie Kopfschmerzen haben und Ihnen nicht danach ist, versuchen Sie ein kleines Lächeln auf die Lippen zu bringen. Wer möchte schon jemanden einstellen, der einem den ganzen Tag grimmig anschaut. Wenn Sie Kopfschmerzen haben, sagen Sie dies nach ein paar Minuten an einer geeigneten Stelle, nicht gleich bei der Begrüssung. Sie haben starke Kopfschmerzen doch der Termin sei Ihnen wichtig gewesen. Ihr Gegenüber kann nicht in Sie hineinsehen und weiss nicht dass Kopfschmerzen haben und deshalb zwischendurch ein grimmiges Gesicht aufsetzen.
3. Gebeugte Körperhaltung
Damit signalisieren Sie, dass Sie nicht aufrichtig sind und etwas zu verbergen haben. Bei einer gebeugten Körperhaltung neigen wir zusätzlich den Kopf und somit den Blick nach unten und meiden dadurch den Augenkontakt. Sitzen Sie aufrecht und zeigen Sie, dass Sie aufrichtig sind.
4. Arme verschränktMit verschränken Armen weisen Sie darauf hin, dass Sie gegenüber dem Gesprächspartner nicht offen sich und eine gewisse Ablehnung haben. Dies kann auch sein, weil Sie etwas verbergen möchten und in der Situation nicht offen sind.
5. Mit den Haaren spielen
Damit signalisieren Sie Unsicherheit, da Sie verlegen wirken. Unbewusst beschäftigen wir uns bei einer Unsicherheit mit etwas, da wir in dieser Zeit aus unserer Sicht etwas Sinnvolles machen. Um die Zeit von der Frage bis zur Antwort zu überbrücken, beschäftigen wir und mit etwas und gaukeln uns vor, dass wir die Zeit genutzt haben und so die Leere ausfüllen.
6. Sitzen auf Stuhlkante
Wer auf der Stuhlkante sitzt und dabei hin und her rutscht, vermittelt den Eindruck, dass ihm unwohl ist und er am liebsten aufstehen und fliehen möchte.
7. Gegenstand vor Körper
Dies vermittelt den Eindruck, dass Sie etwas verstecken möchten. Achten Sie darauf, dass keine Wasserflasche oder Kaffeetasse zwischen Ihnen und dem Gesprächspartner stehen. Dazu gehört auch ein aufgeklappter Laptop, falls dieser benötigt wird. Wenn nur Sie auf den Bildschirm sehen, bauen Sie eine Mauer zwischen Ihnen und Ihrem Gegenüber auf und verstecken was auf dem Bildschirm zu sehen ist.
8. Mit Finger auf Person zeigen
Vermeiden Sie, mit dem Finger auf ihr Gegenüber zu zeigen. Dies ist eine Drohgeste und erzeugt Ihnen gegenüber eine Ablehnung. Dies ist vergleichbar mit einer Pistole, die bedrohlich ist oder wenn die Eltern Ihre Kinder ermahnen und dabei mit ausgestrecktem Finger herumfuchteln.
9. Zurücklehnen
Dies Körperhaltung wirkt hochnäsig und überlegen. Wenn Sie nach Ihrem grössten Erfolg in Ihrer beruflichen Tätigkeit gefragt werden und Sie bei der Antwort zurücklehnen, zeigen Sie zwar Ihren Stolz darauf, aber Sie zeigen damit auch, dass Sie mehr Platz benötigen um Ihre Tätigkeit aufzuzeigen. Der Raum zwischen Ihnen und dem Gegenüber ist viel klein, um Ihre grossartige Leistung aufzuzeigen, deshalb lehnen Sie sich zurück, um mehr Raum zu schaffen.

10. Blick auf die Uhr
Damit zeigen Sie, dass Sie eigentlich keine Zeit haben und schon lange gehen wollen. Jede weitere Zeit ist Zeitverschwendung.
Wer mehrere negative Signale mit der Körpersprache aussendet muss damit rechnen, dass er sich fachlich besser verkaufen und beweisen muss. Ein einmaliges verlegen mit den Haaren spielen fällt sicher keinem Personaler negativ auf. Doch wer mehr mit seinen Haaren beschäftigt ist als mit dem Gespräch signalisiert, dass er unsicher und Ihm unwohl ist. Schnell wird daraus geschlossen, dass Sie lieber anderswo arbeiten möchten und Sie kommen vielleicht nicht in die engere Auswahl.
Versuchen Sie eine möglichst neutrale Position einzunehmen und so wenig wie möglich die Position zu verändern während oder kurz vor dem Sie sprechen. Sie müssen aber auch nicht bocksteif auf dem Stuhl sitzen, dies wirkt auch als ob es Ihnen nicht wohl ist. Sitzen Sie locker da und wenn Sie die Sitzposition ändern möchten, machen Sie dies während dem der Personaler spricht. Halten Sie Ihre Hände unter Kontrolle, um unnötiges Spielen oder ausladende Handgesten zu vermeiden, damit Sie auch das Vorstellungsgespräch gut meistern.