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Früher war die Frage, wo das Internet «wohnt», einfach zu beantworten: 1969 war es auf vier Computern von vier amerikanischen Universitäten, die miteinander verbunden waren. Als Wissenschaftler sich so Textnachrichten zuschickten, galt das als Geburt des Internets.
Rechenzentren auf der ganzen Welt
50 Jahre später ist das Internet nicht mehr so bescheiden und ist auf der ganzen Welt zu Hause – in riesigen Rechenzentren mit Flächen von mehreren Fussballfeldern gefüllt mit zehntausenden Computern.
Alle grossen Diensteanbieter haben solche Rechenzentren. Facebook, Amazon, Microsoft und natürlich auch Google. Der Konzern besitzt knapp 20 Rechenzentren, Link öffnet in einem neuen Fenster, die meisten in den USA, zwei in Asien und vier in Europa: Irland, Niederlande, Finnland und Belgien. Hier sind unter anderem die unzähligen Videos von Youtube gespeichert und warten darauf, abgerufen zu werden.
Kabel, die Strassen des Internets
Eigentlich sind die Rechenzentren, in denen zum Beispiel Youtube-Filme gespeichert sind, sind wie Lagerhäuser. Wenn ein Benutzer ein Video anklickt, ist das eine Bestellung für dieses Video. Jetzt fährt ein Lastwagen über das Strassennetz zum Lager, holt das Video und bringt es bis nach Hause und aufs Notebook oder das Tablet. Der Liefervorgang benötigt nur ein paar Zehntelsekunden, ist also so schnell wie der Blitz.
Effektiv sind beim Internet die Strassen Kabel. Jede Menge Kabel. Im Quartier sind es dünne Kabel, kupferne Telefonleitungen, Fernsehkabel oder Glasfaser. Nationale Kabel, die «Autobahnen» oder sogenannte «Backbones», sind Glasfaserkabel etwa so dick wie ein Gartenschlauch. Und auch die Kontinente werden mit Kabeln verbunden, Unterseekabel etwa so dick wie ein Feuerwehrschlauch. Satelliten sind für Datenübertragung zu langsam, zu teuer und sie haben eine zu geringe Kapazität.