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Geschichte:Huo Yuen Yar wurde 1867 in der Nähe von Tianjin geboren und wuchs als viertes Kind einer zehnköpfigen Familie auf. Sein Vater, Huo Ien - Dai war ein berühmter Kung Fu Kämpfer des Mi Zhoun Chan - Stils. Huo erkrankte in der Kindheit an Gelbsucht. Deshalb weigerte sich sein Vater ihm sein Wissen über Kung Fu weiterzugeben.
Huo Ien Dai war ein sehr traditioneller Chinese mit einer langen Tradition innerhalb der Familie. Er befürchtete, dass Huo seinem hohen Standard, den er an einen Kung Fu Kämpfer stellte, nicht gerecht werden konnte. Um dieses Trainingsverbot zu umgehen, grub Huo ein Loch in die Mauer, hinter der sein Vater seine Brüder trainierte. über 10 Jahre verfolgte so Huo das Training ohne dabei erwischt zu werden. Sein Geheimnis wurde gelüftet, als ein ehemaliger Feind seines Vaters diesen zu einem Zweikampf herausforderte. Sein Vater war früher Begleiter von Handelskarawanen und hatte diesen Fremden in einem Zweikampf besiegt als dieser die Karawane überfallen wollte. Huo Ien - Dai war zu dieser Zeit an Rheuma erkrankt. So nahmen Huos Brüder die Herausforderung an. Kurz, bevor diese vernichtend besiegt wurden, griff Huo ein und entschied den Kampf zu seinen Gunsten. überrascht von der Kung Fu Fertigkeit seines Sohnes entschied Huo Ien - Dai Huo alles beizubringen, was er über Kung Fu wusste.
In den nächsten Jahren arbeitete Huo mit seinem Vater zusammen als Begleiter von Handelskarawanen. Sein Sieg über einen berüchtigten Banditenanführer machte ihn innerhalb Chinas berühmt.
Nach seiner Zeit als Karawanenbegleiter verdiente er seinen Lebensunterhalt damit, Brennholz zu verkaufen. Es hiess, dass er bis zu 200 kg Holz auf seinem Rücken getragen habe.
1896 arbeitete er als Portier in einem Medizinshop. Sein Arbeitgeber, ein vielgereister Arzt, erzählte Huo viel über seine Erfahrungen in der Welt, auch über die drohende Gefahr, die Japan für China darstellte. Als es zu den Boxeraufständen im Jahre 1898 in China kam, realisierte Huo wie ernst es um China stand. Sein Volk sowie sein Land waren schwach geworden. "The sick men of Asia" war ein gebräuchlicher Begriff mit dem die Chinesen zu dieser Zeit bezeichnet wurden. Huo kam zu der Überzeugung, dass nur ein starker Köper einen starken Menschen und starke Menschen ein starkes Volk und ein starkes Volk ein starkes Land hervorbringen konnte.
1909 kam der irische Boxer O'Reilly nach Shanghai und verkündete dort, dass er jedem Chinesen, der sich zum Kampf stelle, den Hals umdrehen würde. Verzweifelt wandte man sich an Huo, damit dieser dem Boxer die Stirn bieten würde. Nach langem Zögern nahm Huo die Herausforderung an. Beim ersten Treffen konnte man sich nicht über die Regeln einigen. O'Reilly war der Meinung, dass nur mit den Fäusten und nur oberhalb der Gürtellinie gekämpft werden dürfe, Huo' s Ansicht war, dass alles erlaubt sein müsse. Beim zweiten Treffen kam man überein, dass derjenige der Sieger sein würde, der den Anderen zuerst zu Boden bringe. O'Reilly erschien jedoch nicht zum vereinbarten Termin. Man sagt er habe sich in einer Nacht und Nebel Aktion abgesetzt.
Weitere Gefahr drohte von einem Mann namens Zhan Wen Dat. Dieser war der Lehrer des Banditenanführers, der von Huo besiegt wurde. Zhan Wen Dat organisierte ein Kung Fu Turnier und versuchte damit Huo in eine Falle zu locken, um seinen Ruf wieder herzustellen. Huo nahm jedoch nicht teil. Zhan Wen Dat forderte etwas später Huo öffentlich zu einem Zweikampf heraus. Da Huo zu dieser Zeit wieder unter dem Gelbfieber litt, schickte er seinen Meisterschüler Liu Zhengshen, um die Herausforderung anzunehmen. Der Kampf brachte keine Entscheidung und Zhan lehnte ein Friedensangebot ab. Er wollte mit Huo kämpfen um zu beweisen, dass er der Bessere sei. Der Zweikampf der anschliessend doch noch zwischen den Beiden stattfand dauerte nur ein paar Augenblicke, Zhang wurde mit zwei Bewegungen besiegt.
Seine Enttäuschung über Leute wie Zhang und die Entwicklung neuer Technologie, wie Feuerwaffen, brachten Huo dazu, den praktischen Nutzen des Kung Fu zu hinterfragen und lange Gespräche mit seinem Freund Qi You zu führen. Dieser erinnerte Huo an dessen Überzeugung, dass körperliche und mentale Weiterentwicklung für ein starkes Volk unentbehrlich sei. Als Konsequenz gründete er im Mai 1909 am Nordtor in Shanghai die Chin Woo Athletic Association.
Durch die enorme Popularität wuchs die Anzahl der Mitglieder schon im ersten Sommer rasch an. Um seine Gelbsucht zu kurieren, wandte sich Huo an einen japanischen Arzt. Dieser Arzt war der höchstrangige Lehrer einer Judo Vereinigung, die in Shanghai Fuss zu fassen versuchte. Eine kleine Chin Woo Delegation wurde zu einem kleinen Wettbewerb in diese Judo Schule eingeladen. Dieser Wettbewerb endete in einer Eskalation. Liu Zhengshen's Gegner warf sich zu Boden und täuschte eine Niederlage vor. Beim Versuch Lius dann in die Weichteile zu treffen, machte dieser eine Seitenbewegung und beendete den Kampf mit einem Tritt. Zehn der Judokas stürzten sich sogleich auf Huo. Dieser wehrte sich vorzüglich und kurze Zeit später lagen alle Angreifer, der japanische Arzt eingeschlossen, mit gebrochenen Händen am Boden. Da sich Huo's Gesundheitszustand immer noch nicht verbessert hatte, konsultierte er erneut seinen Arzt. Einige Tage später, am 14. September 1909 wurde Huo schwer krank und verstarb kurz darauf. Der japanische Arzt floh aus Shanghai und aus diesem Grund brachten Schüler der Chin Woo Schule die Medikamente in einen Medizinshop, um sie zu testen. Tatsächlich wurde ein Gift darin gefunden, das die Lungentätigkeit Huos zum Stillstand brachte.
Die Chin Woo Schule wurde 1910 von Chen Gong Zhe, Yao Chan Bo und Lu Wei Wang wiedereröffnet. Später wurden berühmte Meister wie Chen Zhih Zeng (Adler-Stil), Lo Kuan You (nördlicher Gottbesanbeterinnen-Stil) Geeng Cia Kuan (Hsing - I - Stil) und andere eingeladen, um an der Chin Woo Schule zu unterrichten. Natürlich gab es oft Meinungsverschiedenheiten zwischen den verschiednen Meistern was Trainingsaufbau und Techniken anbelangte. Nach längerer Zeit entschied man sich auf 10 Grundroutinen. Nachdem ein Schüler diese Grundroutinen erlernt hatte, konnte er einen der fünf Stile erlernen, die in der Chin Woo Schule gelehrt wurden. Die 10 Grundroutinen waren 4 Einzelhandformen (Tan Tui, Gong Li Quan, Jie Quan und Da Zhan Quan), 2 Partnerhandformen (Jie Tan Tui und Tao Quan), Säbel (Ba Gua Dao), Stock (Qun Yang Gun), Speer (Wu Hu Qiang) und eine Partnerwaffenform (Tan Dao Quan Qiang). Damit der philosophische Hintergrund nicht in Vergessenheit geriet wurden die 3 Tugenden und 10 Konzepte niedergeschrieben.
1920 wurden von Chin Woo Shanghai fünf Kämpfer ausgesandt um Chin Woo in Südostasien bekannt zu machen. Diese Fünf wurden als "Die fünf nördlichen Drachen" bekannt. Der Herausragendste unter ihnen war Ye Shu Tian.
Ye Shu Tian gründete mit seinen Brüdern Ye Shu Xiang und Ye Shu Sheng unter anderem in Malaysia verschiedene Schulen. Ye Shu Sheng unterrichte in der Chin Woo Schule in Ipoh. Einer seiner wichtigsten Helfer in Ipoh war ein Meister namens Chan Yew Meng, der ursprünglich vom Hung Gar Stil stammte. Dieser Chan Yew Meng war mit Leib und Seele der Chin Woo Tradition verschrieben.