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Spanien: Erneuerung der Betriebsbewilligung von Garona abgelehnt
Die Kernkraftwerkseinheit Santa Maria de Garona (BWR, 446 MW) nahm 1971 den Betrieb auf und sollte nach Auffassung der spanischen Aufsichtsbehörde CSN unter Auflagen bis 2019 Strom erzeugen dürfen.
Die Betreiberin Nuclenor SA hatte die Einheit Anfang Juli 2013 aufgrund einer neuen rückwirkenden Steuer auf Energieproduktion und ausgedienter Brennelemente vom Netz genommen. Im Sommer 2014 reichte sie beim Ministerio de Industria, Energia y Turismo einen Antrag zur Erneuerung der Betriebsgenehmigung bis 2031 ein. Dies ermöglichte die revidierte Verordnung über nukleare und radioaktive Einrichtungen von Februar 2014. Sie erlaubt, die Erneuerung der Betriebsgenehmigung für ein in Spanien bereits vom Netz genommenes Kernkraftwerk zu beantragen, sofern dieses nicht aus Sicherheits- oder Strahlenschutzgründen abgeschaltet werden musste. Das Ministerium leitete das Gesuch der CNS zur Prüfung weiter. Am 8. Februar 2017 sprach sich der CNS unter Auflagen für die Wiederinbetriebnahme von Santa Maria de Garona aus.
Der Energieminister Alvaro Nadal teilte nun am 1. August 2017 mit, dass die Regierung den Antrag zur Erneuerung der Betriebsbewilligung ablehne. Die Einheit habe seit vier Jahren keinen Strom erzeugt und die Produktionsausfälle hätten keine erheblichen Auswirkungen auf die Stromversorgung gehabt, so die Schlussfolgerung Nadals. Jetzt werde eine Stilllegungsbewilligung erteilt. Die Empresa nacional de residuos radioactivos SA (Enresa) – Spaniens Stilllegungsunternehmen – wird ein Gesuch auf Rückbau stellen und die Übernahme der Einheit beantragen, erläuterte Nadal weiter.
Die Nuclenor werde den Entscheid prüfen, um die notwendigen Beschlüsse treffen zu können, erklärte das Unternehmen.