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Hämorrhoiden sind vergrößerte und verlagerte arteriovenöse Gefäßpolster unter der Submukosa des distalen Rektums, die anfällig für Blutungen sind.
Hellrote, schmerzlose rektale Blutungen beim Stuhlgang sind das häufigste Symptom [4]. Andere Symptome sind analer Juckreiz, Schmerzen, ein oder mehrere tastbare Knoten, Nässen und Stuhlschmieren [7]. Es kann auch ein plötzlicher, stechender Schmerz beim Stuhlgang auftreten.
Eine detaillierte Anamnese und gründliche körperliche Untersuchung sind häufig ausreichend, um die Krankheit zu diagnostizieren. Labomedizinische Untersuchungen werden selten benötigt. Ein Test auf okkultes Blut im Stuhl kann durchgeführt werden, um Blutungen einer möglichen anderen Blutungsquelle auszuschließen. Ein Doppler-Ultraschall kann in manchen Fällen hilfreich sein. Sigmoidoskopie und Endoskopie können durchgeführt werden, um das Ausmaß der Erkrankung zu beurteilen.
Dem Patient wird empfohlen, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen und eine ballaststoffreiche Ernährung einzuhalten [8]. Topische Kombinationen von Lokalanästhetika, Adstringentien und Entzündungshemmern können eingesetzt werden. Eine chirurgische Behandlung ist bei etwa einem von zehn Patienten mit einer Hämorrhoidalerkrankung indiziert [9]. Die Sklerosierung ist eine effektive Behandlung von Hämorrhoiden [10], aber auch weitere Verfahren wie Gummibandligatur stehen zur Verfügung.
Die Prognose hängt von dem Grad der Hämorrhoiden ab. Je niedriger der Grad, desto besser ist die Prognose. Sie lassen sich nach den folgenden Kriterien einteilen:
Die genaue Ursache der Hämorrhoiden ist nicht bekannt [2]. Eine Veränderung in dem Muskelgewebe in der Region könnte einer der ursächlichen Faktoren für die Entwicklung von Hämorrhoiden sein [3]. Venöse Stase, die unter anderem während der Schwangerschaft häufig ist, ist ein Risikofaktor. Obstipation und starkes Pressen beim Stuhlgang können wichtige prädisponierende Aspekte sein. Eine Kombination von Faktoren, wie beispielsweise Schwächung der Gefäßwände aufgrund des Alters, übermäßige Anstrengung auf Grund langjähriger Obstipation, portale Hypertension, Geburt und Übergewicht können zur Entwicklung der symptomatischen Hämorrhoiden beitragen.
Hämorrhoiden sind ein sehr häufiges Beschwerdebild. Sie betreffen oft ältere Personen und fast die Hälfte aller über Fünfzigjährigen klagen über Symptome [4]. Sie treten bei beiden Geschlechtern fast gleich häufig auf. In einigen Studien waren jedoch Frauen stärker betroffen, wahrscheinlich durch Faktoren wie Schwangerschaft und Geburt. Hämorrhoiden können in jedem Alter auftreten, aber die am häufigsten betroffene Altersgruppe ist 45-65 Jahre. Sie sind selten bei Menschen jünger als 30 Jahre.
Ballaststoffreiche Ernährung, Hygienemaßnahmen, Sport, Vermeidung von Obstipation und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr können helfen, Hämorrhoiden zu verhindern.
Hämorrhoiden sind vergrößerte arteriovenöse Gefäßpolster unter der Submukosa des distalen Rektums. Sie können eine Reihe von Beschwerden verursachen und eine Blutungsquelle sein. Auch eine Thrombose, Entzündungen, schmerzhafte Ulzerationen und Prolaps sind möglich [1]. Die Ätiologie ist derzeit noch ungeklärt und wahrscheinlich multifaktoriell. Hämorrhoiden sind sehr weit verbreitet und betreffen etwa 5% der Bevölkerung, wobei die Schätzungen diesbezüglich sehr unterschiedlich sind.
Definition
Hämorrhoiden sind ein Geflecht vergrößerter Gefäße entlang des Analkanal [4], die zu Blutungen neigen.
Ursache
Symptome
Behandlung
Die konservative Behandlung umfasst Änderungen der Ernährung und lokale Medikamente. Wirksame chirurgische Verfahren stehen ebenfalls zur Verfügung [10].