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Grosser Frust bei Dominique Aegerter wegen Nicht-Nominierung
«Ich war dieses Jahr sicher der beste Motorradrennfahrer in der Schweiz», sagt Dominique Aegerter deutlich. Bereits im September gewann er den Moto-E-Weltcup. Auf dem Weg dahin belegte er zwölf Podestplätze und siegte dreimal. Doch damit nicht genug.
Auch in der Supersport-Kategorie ist der Berner auf Erfolgskurs und dürfte seinen Weltmeistertitel aus dem Vorjahr verteidigen. In den bisher 20 von 24 Rennen stand der Sportler 17 Mal auf dem Podium, 15 Mal holte er den ersten Platz. «Mehr kann man nicht machen», findet Aegerter. Doch für die Jury der «Sports Awards» ist dies nicht genug für eine Nomination, wie auch «20 Minuten» berichtete.
Dabei hofft der Motorrad-Star schon länger darauf: «Dass ich nicht nominiert worden bin, war natürlich eine grosse Enttäuschung. Schon letztes Jahr habe ich gedacht, dass es mit dem Weltmeistertitel im Supersport und dem zweiten Platz in Moto-E reichen sollte.»
«Finde es unfair»
Der Berner fährt seit 15 Jahren mit dem Schweizer Kreuz auf dem Helm in der Weltmeisterschaft. «Ich dachte, dieses Jahr würde es bestimmt reichen, da ich ja den Moto-E-Titel bereits im September einfahren konnte. Und jetzt bin ich auf dem besten Weg, auch den Supersport-Weltmeistertitel einzufahren.»
Die Enttäuschung sei ziemlich gross gewesen, deshalb habe er dies auch auf den sozialen Medien gezeigt. «Ich wollte wissen, was andere Leute – meine Fans – darüber denken, aber auch den Sports Awards zeigen, dass ich es unfair finde.» Seine Fans würden hinter ihm stehen, das habe er gemerkt.
Aegerters Bruder Kevin habe bei den Organisatoren nachgehakt. Diese hätten den Jury-Entscheid unter anderem damit gerechtfertigt, dass Dominique Aegerter nicht in der höchsten Motorrad-Sport-Kategorie fahren würde. «Aber Supersport ist – nebst Superbike – quasi die höchste Kategorie. Und in der Moto-E gibt es nur eine Klasse, das ist also die Höchste.»
Ausserdem gibt es ein prominentes Gegenbeispiel: Der Lindener Töffpilot Tom Lüthi wurde 2005 mit dem Award ausgezeichnet, nachdem er Weltmeister in der 125cm³-Klasse geworden war. Dabei handelt es sich um den Vorgänger der Moto3-Kategorie und somit auch nicht um die höchste Klasse in der Motorrad-Weltmeisterschaft. Die Organisatoren der Sports Awards nahmen auf Anfrage von BärnToday bisher keine Stellung.
Die perfekte Saison war nicht genug
Trotzdem schätzt der Berner die Leistungen der anderen und gratuliert. «Aber wir als Töfffahrer bringen genau gleich viel Leistung, wir sind genau gleich Profisportler, wie andere auch.»
Der Sportler führt aus: «So eine perfekte Saison wie ich dieses Jahr hatte, mit so vielen Siegen und Podien, da dachte ich, es ist nicht darum herumzukommen, dass ich auch einer der besten Schweizer Sportler bin.»
Der sportliche Erfolg sei aber viel wichtiger. «Ob ich in diesem Award nominiert bin oder nicht, ist nicht so extrem wichtig. Aber die Anerkennung und Wertschätzung wäre schön gewesen», sagt Aegerter dazu.
(ape)