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In Rumänien haben zehntausende Bürger und viele Repräsentanten von Adelshäusern am Staatsbegräbnis des ehemaligen Königs Michael I. teilgenommen. Er war zwei Mal Staatsoberhaupt von Rumänien, zuerst 1927 bis 1930 und dann bis nach dem Zweiten Weltkrieg.
Während des Kriegs verbündete sich Michael I. zuerst mit Hitler. Später wechselte er die Seite und erklärte dem Deutschen Reich den Krieg. Nach dem Krieg kamen die Kommunisten in Rumänien an die Macht und schafften die Monarchie ab. Michael I. musste 1947 abdanken und floh ins Exil.
Schweizer Exil
Seitdem lebte er hauptsächlich in der Schweiz. Zuerst jahrzehntelang in Versoix am Genfersee, dann in Aubonne. Erst nach dem Sturz des Ceausescu-Regimes erhielt er die rumänische Staatsbürgerschaft zurück. Michael I. erlag am 5. Dezember mit 96 Jahren einem Krebsleiden.
Den Trauergottesdienst vor der Beisetzung besuchten Staatspräsident Klaus Iohannis, das schwedische Königspaar Carl XVI. Gustaf und Silvia sowie der frühere spanische König Juan Carlos und seine Ehefrau Sofia.
Der frühere König war der Cousin der britischen Königin Elisabeth. Der britische Thronfolger Prinz Charles vertrat das Vereinigte Königreich. Weitere Vertreter des europäischen Hochadels waren der luxemburgische Grossherzog Henri sowie Prinzessin Astrid und Prinz Lorenz aus Belgien. Aus Jordanien war Königsmutter Prinzessin Muna al-Hussein nach Bukarest gekommen.
Drei Tage Staatstrauer
Der Sarg Michaels war bis zum Staatsbegräbnis zwei Tage im Königspalast aufgebahrt. Dann wurde er auf ein Podium auf dem Revolutionsplatz gebracht, wo sich viele Trauernde versammelt hatten.
Von einer Ehrengarde begleitet wurde er dann zur Kathedrale gefahren. Michaels fünf Töchter und sein Enkel Nicholas Medforth-Mills gingen hinter dem Sarg.
Seine letzte Ruhestätte soll Michael I. in der mittelrumänischen Stadt Curtea de Arges an der Seite seiner im vergangenen Jahr verstorbenen Frau Anna von Bourbon-Parma finden. In der dortigen Kathedrale sind seit dem 19. Jahrhundert mehrere Mitglieder der Königsfamilie beigesetzt worden.