Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/44701

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, dem Parlament im Rahmen der Förderung der alternativen und erneuerbaren Energien umgehend ein Förderprogramm für die geothermische Energienutzung zu unterbreiten, welches den Bau von grösseren Anlagen zur Stromerzeugung und Wärmenutzung, inklusive der Abwärme der Tunnelwässer der Alptransit-Basistunnels, ermöglicht.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Für die Produktion von Strom und Wärme aus geothermischer Energie besteht in der Schweiz ein bedeutendes Potenzial. Diese Energie steht unabhängig von Tages- und Jahreszeit zur Verfügung. Mit der verstärkten Nutzung dieser Energie kann ein wesentlicher Teil des schweizerischen Energiebedarfs aus inländischen erneuerbaren Energien gedeckt und entsprechend viel CO2-Emission reduziert werden. Dies sind Hauptziele der schweizerischen Energiepolitik.</p><p>Die Technologien für die Wärmenutzung aus geothermischen Quellen stehen zur Verfügung. Sie werden jedoch zuwenig eingesetzt, da die Wärmekosten aus Gas- oder Ölheizungen noch etwas tiefer liegen. </p><p>Die Stromproduktion aus geothermischer Energie wird in Ländern mit günstigen geologischen Verhältnissen schon breit angewendet. Neu stehen nun Verfahren zur Verfügung, welche auch in der Schweiz die kombinierte Gewinnung von Strom und Wärme aus geothermischer Energie ermöglichen. In Deutschland und Frankreich bestehen entsprechende Pilotanlagen. In Basel ist eine Pilotanlage im Bau, in Genf ist eine Anlage in Planung. Geothermische Kraftwerke zur Strom- und Wärmeproduktion sind - aufgrund ihres geringen Platzbedarfs und ihres emissionsfreien Betriebes - besonders für die Energieversorgung von städtischen Agglomerationen geeignet.</p><p>Aufgrund der höheren Energiepreise und Neuartigkeit der Technologie investieren private Geldgeber heute noch sehr zurückhaltend in geothermische Kraftwerke. Die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit dieser Technologie muss zunächst mit Pilot- und Demoanlagen gezeigt werden.</p><p>Im Lichte der aktuellen Finanzlage des Bundes und des anstehenden Sparprogramms besteht hingegen kein Spielraum für ein eigentliches Förderprogramm, wie von der Motion gefordert. Deshalb ist eine Umwandlung der Motion in ein Postulat angezeigt.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.