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Der Ausrüster von Dänemarks Fussball-Nationalmannschaft will während der Weltmeisterschaft in Katar mit den WM-Trikots auch als Zeichen gegen den Gastgeber «eine doppelte Botschaft» senden. «Sie lassen sich nicht nur von der Europameisterschaft 92 inspirieren, die den grössten Fussballerfolg Dänemarks Tribut zollen, sondern auch einen Protest gegen Katar und seine Menschenrechtslage sein», schrieb der dänische Sportartikel-Hersteller Hummel auf Instagram zu den Fotos der komplett in Rot, Weiss oder Schwarz gehaltenen Trikots. Die Symbole des Ausrüsters und des dänischen Fussball-Verbands DBU sind zwar aufgedruckt, sie heben sich farblich aber nicht ab.
«Wir möchten bei einem Turnier nicht sichtbar sein, das tausende Menschen das Leben gekostet hat», schreibt Hummel dazu. Man unterstütze zwar die dänische Nationalmannschaft, nicht aber Katar als Gastgebernation. Mit der Farbwahl wolle das Unternehmen «ein Statement» zur Menschenrechtslage in Katar und die ebenfalls heftig kritisierte Behandlung von Wanderarbeitern, die die WM-Stadien des Landes gebaut haben, abgeben.
EM-Halbfinalist Dänemark bestreitet seine WM-Vorrundenspiele in der Gruppe D gegen Weltmeister Frankreich, Tunesien und Australien. (sda/dpa/afp)
Nächster Halt: Olympische Spiele 2036? Nach der Fussballweltmeisterschaft will sich Katar offenbar für den nächsten sportlichen Grossanlass bewerben. Das melden der britische «Guardian» sowie verschiedene deutsche Medien. Eine mit dem Bewerbungsverfahren vertraute Quelle habe sich entsprechend geäussert.