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Krishna-Bewegung, Bhakti Yoga-Zentrum
Kontakt
Bhakti Yoga-Zentrum, St.Jakobstrasse 33, 4132 Muttenz. Telefon 061 462 06 14 .
Hare-Krishna Tempel, Bergstrasse 54, Postfach, 8030 Zürich. Telefon 01 262 33 88.
http://www.krishna.ch
Geschichte
Selbstdarstellung:
«ISKCON wurde 1966 in New York vom indischen Würdenträger, Mönch und Sanskrit-Gelehrten A.C. (=Abhaya Caran) Bhaktivedanta Swami Prabhupada (1896 -1977) gegründet.
Die ISKCON vertritt keine neue Lehre, sondern fusst auf den Lehren der Bhagavad-Gita, der „Bibel lndiens".
Schülernachfolge: Neben den Schriften gab es immer auch Lehrer (gurus), die durch ihr persönliches Beispiel das vedische Wissen verkörperten und weiterreichten - über die Generationen und Jahrhunderte, von Meister zu Schüler, bis in unsere Gegenwart.
Sri Caitanya: Sri Caitanya, der nicht verschieden von Krishna ist, brachte vor über 500 Jahren das Singen der Namen Krishnas an die Öffentlichkeit. Vorher war dieses „Chanten" nur gewissen Leuten vorbehalten.
Srila Prabhupada wurde 1896 als Abhaya Caran in Kalkutta geboren. Obwohl Srila Prabhupada Familienvater und beruflich Vertreter für Medikamente war, befasste er sich seit seiner Kindheit intensiv mit den religiösen und philosophischen Texten Indiens. So verfasste er auch viele Artikel über das Krishna-Bewusstsein und übersetzte Sanskrittexte. 1950, im Alter von vierundfünfzig Jahren, zog sich Srila Prabhupada aus dem Familienleben zurück und 1959 trat er in den Lebensstand der Entsagung ein, um seinen Studien und seiner Schreibtätigkeit mehr Zeit widmen zu können. Auf Wunsch seines spirituellen Meisters reiste Srila Prabhupada im Herbst 1965 an Bord des Frachtdampfers Jaladuta in die Vereinigten Staaten. Als Srila Prabhupada mit dem Schiff im Hafen von New York ankam, war er allein und so gut wie mittellos. Im Juli 1966, nach einem Jahr voller Prüfungen und Schwierigkeiten, gründete er die ISKCON, die sich unter seiner persönlichen Führung innerhalb eines Jahrzehnts von einem kleinen Krishna-Tempel in New York zu einer weltweiten Bewegung entwickelte.
Europa: Mit der Mithilfe der Beatles, speziell von George Harrison, begannen einige Gottgeweihte, einen Tempel in England zu eröffnen. Von da aus wurden überall in Europa Tempel eröffnet. Zur Zeit gibt es weltweit über 600 Tempel, Kulturzentren, Bauernhöfe, Restaurants und Schulen in allen fünf Kontinenten.»
Schweiz: Über Genf kamen 1972 die Hare Krishnas in die Schweiz. l980 wurde in Zürich ein Haus gekauft, das seither als Tempel dient.
Basel: Seit den siebziger Jahren werden Bücher über die altindischen Weisheiten verkauft, gibt es Strassenmusik, diverse Vorträge und Veranstaltungen. Seit 1988 existieren Gesprächskreise. 1992 entstand ein erstes Zentrum an der Hammerstr.70, 1994 an der Hammerstr.11, Ende 1996 wurde das Haus an der St. Jakobstrasse 33 in Muttenz gekauft, das nach einem kleineren Umbau als Zentrum verwendet wird.
In der Region leben incl. Freundeskreis 70-80 Mitglieder.
Lehre
Selbstdarstellung:
«Krishna-Bewusstsein basiert auf den alten Sanskrit-Schriften. Diese Urtexte der Veden sind sehr umfangreich und beinhalten erstaunliches Wissen über Geschichte, Astronomie, Medizin, Architektur, Esoterik, Psychologie, Selbsterkenntnis, etc.
So gilt das Krishna-Bewusstsein als der westliche Zweig des Hinduismus und die Tempel der ISKCON werden auch von vielen Indern und Tamilen regelmässig besucht und auch die verschiedenen religiösen Zeremonien, wie z.B. Taufe, Heirat etc. werden in diesen Tempeln ausgeführt. Die Krishna-Religion (auch Visnuismus genannt) ist eine der Hauptströmungen des Hinduismus und gilt als die älteste monotheistische Religion der Welt.
Hinduismus ist weder ein Sanskritwort, noch findet man es in den vedischen Schriften. Dieses Wort wurde von den Muslims geprägt, die im 14. Jahrhundert in Nordindien eindrangen. Mit dem Wort „Hindu" bezeichneten sie allgemein alle Mitglieder der nicht-islamischen indischen Religionen auf der anderen Seite des Grenzflusses Sindhu (Indus). Heute bezieht sich der Sammelbegriff „Hinduismus" auf alle möglichen religiösen Strömungen und Traditionen in Indien.
Alle Lebewesen - Menschen, Tiere und Pflanzen - sind Seelen, d.h. Teile Gottes. So wie der Ursprung (Gott) ewig ist, ist auch die Seele ewig. Im Kreislauf von Geburt und Tod (Reinkarnation) wandert die unsterbliche Seele gemäss ihren Handlungen (karma) von einem Körper zum andern, bis sie durch Läuterung das höchste Ziel erreicht - Liebe zu Gott und Rückkehr in das ewige Reich Gottes.
Hare Krishna Mantra: Die vedischen Schriften überliefern die Namen Gottes in Form von heiligen Mantras („Gebete", „Lobpreisungen"). Mantras sind spirituelle Klangschwingungen und haben die Kraft, das Bewusstsein der Menschen von materialistischen Neigungen und Einflüssen zu läutern. Unter der Vielzahl von vedischen Mantras wird der Hare Krishna mantra als der maha-mantra (der „herausragende, wichtige mantra") bezeichnet, da er sich aus den persönlichen Namen Gottes zusammensetzt: Hare Krishna, Hare Krishna, Krishna Krishna, Hare Hare, Hare Rama, Hare Rama, Rama Rama, Hare Hare.
Vegetarismus:
Das Töten von Tieren ist mit dem Prinzip der Barmherzigkeit nicht vereinbar, und deshalb empfehlen die Veden dem Menschen die vegetarische Ernährungsweise.»
Das Gespräch mit allen Religionsgemeinschaften wird angestrebt. Die Bewegung ist Mitglied von IRAS.
Organisation, Finanzen
Die Krischna-Bewegung ist als Verein organisiert. Eine Aufnahme ist möglich nach Abschluss eines Einführungskurses. Aufgenommene Mitglieder können als Priester oder Priesterinnen wirken.
Finanziert wird der Betrieb des Zentrums etc. durch Mitgliederbeiträge und Spenden. Das Zentrum ist autonom. Es gibt eine vereinsübliche Rechnung.
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Das Bhakti Yoga-Zentrum an der St.Jakobstrasse 33 in Muttenz ist ein regionaler Tempel. Es bietet Wohnräume für Vollzeitmitglieder sowie Gäste.
Zur Zeit ist einmal monatlich am Sonntag von 15.00 -18.00 das sogenannte «Sonntagsfest». Zu besonderen Anlässen und Festen werden zusätzliche Veranstaltungen angeboten. Ausserdem werden
Zeremonien für Heirat, Namensgebung etc. angeboten.
Sporadisch findet ein Austausch mit dem Freundeskreis in Freiburg i.B statt.
Im Zentrum gibt es eine Bibliothek, eine Boutique mit Devotionalien, und es werden Bücher verkauft. Der Partyservice «Govinda» liefert vedische vegetarische Spezialitäten.
Durch Buchverkäufe, Prasadamstände, Bhajan (Musik auf der Strasse) und die Verteilung von Handblättern wird auf die Krishna-Bewegung aufmerksam gemacht.
Literatur, Zeitschrift
- Bhagavad-Gita. Wie sie ist. Vollständige Ausgabe mit originalen Sanskritversen, lateinischer Transliteration, deutschen Synonymen, Übersetzungen und ausführlichen Erläuterungen von A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada. BBT
- Die Schönheit des Selbst. A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada. BBT
- Edmund Weber (Hrsg.): Krishna im Westen. Studia Irenica. Institut für wissenschaftliche Irenik an der Universität Frankfurt/M. Band 30. Bern: Verlag Peter Lang, 1985. (PB, 220 S.)
Krishnas Freundeskreis.
Back to Godhead (engl.)
Weitere Links
Krishna-Bewegung weltweit
[int.Nr.: 1009]
Aktualisiert: 24.3.2004
© INFOREL, Postfach, 4009 Basel. Veröffentlichung nur mit schriftlicher Erlaubnis!