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Gestaltungsvorschlag zur „Litanei von der Gegenwart Gottes" (KG 804)
Die textliche und musikalische Form der „Litanei von der Gegenwart Gottes" sind einzigartig. Der Dichter der Litanei, Huub Oosterhuis, nimmt die Fragen unserer Zeit auf.
„Sie hier zugegen, Licht unsres Lebens." Wir rufen Gott in unsere Mitte. Die Litanei wird nicht wie bis anhin mit Anrufungen zum allmächtigen Gott, der oben im Himmel ist und wir unten auf Erden begonnen. Dies zeigt sich auch im melodischen und harmonischen Verlauf: der komplette Quintenzirkel wird einmal durchlaufen (Unendlichkeit), am Ende befinden wir uns eine Oktave höher. Himmel und Erde verbinden sich. In der Litanei werden jeweils sechs Verse (im letzten Abschnitt acht) unter demselben harmonischen und melodischen Verlauf zusammengefasst.
Aus diesem Grunde bietet es sich an, alle musikalischen Gruppierungen in die Ausführung zu integrieren:
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- Chor/Schola oder Kantor/in und Gemeinde im Wechsel, jeweils mit Orgelbegleitung, wobei ein Crescendo (mit Aufregistrierung) im Verlauf der Litanei zu einer dramaturgischen Steigerung beitragen kann.
- Chor/Schola oder Kantor/in und Gemeinde im Wechsel, wobei alle ungeraden Verse vom Piano oder einer Band begleitet werden (hier bietet sich eine sanfte Perkussions-Begleitung an, damit die Synkopen im jeweils zweiten und vierten Takt besser zur Geltung kommen) und alle geraden Verse mit der Orgel.
- Die Gemeinde singt die Verse antiphonal im Wechsel. Gegebenenfalls werden die beiden Hälften durch Mitglieder des Chores oder durch die/den Kantor/in gesanglich unterstützt. Diese Version kann a cappella geschehen oder Instrumental (von Orgel, Piano, Band) begleitet werden.
Die letzte Variante ist deshalb sinnvoll, weil sich das ganze Volk Gottes ihm gegenüber artikuliert.
Udo Zimmermann, 23.10.2014