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Die "Politik" des Aristoteles ist einer der Grundtexte des politischen Denkens. Als sich das neuzeitliche Staatsdenken formierte, geschah dies selten ohne Rückbezug auf Aristoteles - ob nun in Anknüpfung oder in Abgrenzung. Insofern ist Aristoteles noch immer präsent.
Was bis heute fasziniert, ist die Vielschichtigkeit seiner politischen Reflexion: Fragen der Erziehung werden ebenso behandelt wie die des Rechts, Staatsformen werden ebenso untersucht wie deren Negation durch Aufstände und Revolutionen. Um dieser Vielschichtigkeit gerecht zu werden, erörtern Experten aus den Gebieten der Philosophie, Ökonomie, Geschichte und Politologie zentrale Themen der "Politik". Zudem wird die Wirkung der aristotelischen "Politik" in der Geschichte an wichtigen Denkern dargestellt. So wird beispielsweise das Verhältnis von Aristoteles und Thomas von Aquin oder Karl Marx analysiert.
Insgesamt versucht dieser Band, den Reichtum des aristotelischen Denkens aus den verschiedenen fachlichen Disziplinen heraus auszuschöpfen. Dabei zeigt sich, dass viele seiner Überlegungen nach wie vor von großer Aktualität sind.
Die Herausgeberin befasst sich in ihrer Forschung schwerpunktmäßig mit der antiken Philosophie und dem Totalitarismus.