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Maurizio, Adam (1862-1941)--DB2303
Person
Lebensdaten
26.11.1862-04.03.1941
Mädchenname, Herkunftsort bzw. Heimatort
Zivilstand, Konfession, Nachkommen
Soziale Herkunft, verwandtschaftliche Beziehungen
Sohn des Zuckerbäckers Paris Maurizio und der Maria Spargnapani
Ausbildung, berufliche Tätigkeit und Funktionen in der Öffentlichkeit
Ausbildung
Prof. Dr.; ETHZ: Habilitation; Studium an den Universitäten Bern 1890-1894, Genf 1889-1890 und Zürich 1888-1889; Technikum in Winterthur; Mittelschule in Chur; Volksschule in Krakau
Berufsausübung
Technische Hochschule Lemberg: Professor für Botanik und Warenkunde 1907-1923; Agrikulturchemische Untersuchungsanstalt Zürich: Assistent 1900-1907; Forschungsaufenthalte an der Versuchsanstalt für Getreideverarbeitung in Berlin 1889 und 1899; Eidg. Versuchsanstalt Wädenswil: Assistent für Pflanzenphysiologie und Pathologie; Institut Ryffel in Stäfa: Fachlehrer für Naturwissenschaften; ETHZ: Mitarbeiter bei Cramer, Karl Eduard (1831-1901)--DB4081
Funktionen in landwirtschaftlichen Institutionen
Funktionen in anderen Institutionen
Funktionen in der Politik
Biographische Skizze
Adam Maurizio entstammte einer angesehenen Familie von Vicosoprano. Geboren wurde er am 26. September 1862 in Krakau als Sohn des Zuckerbäckers Paris Maurizio und der Maria Spargnapani von Castasegna. Er besuchte die Volksschule in Krakau, von wo er - noch minderjährig - wegen 'politischer Umtriebe' ausgewiesen wurde. Nachdem er in die Schweiz gekommen war, besuchte er die Mittelschule in Chur und danach das Technikum in Winterthur. Seine weitere Ausbildung führte ihn an die Universitäten Zürich, Genf und Bern, wo er 1894 promovierte und das bernische Sekundarlehrerpatent erwarb. Nach zahlreichen weiteren Stationen trat er am 1. Juli 1900 als Assistent für botanische Untersuchungen in die agrikulturchemische Untersuchungsanstalt Zürich ein und habilitierte sich später an der ETH. 1907 erhielt er einen Ruf als Professor für Botanik und Warenkunde an die technische Hochschule Lemberg (Lwiw). 1927 wurde er als Ehrenprofessor an die Pharmazeutische Fakultät der Universität Warschau berufen, von wo er 1935 endgültig in die Schweiz zurückkehrte.
Nachdem er sich in seinen Jugendjahren vor allem mit den als Fischschädlingen wichtigen Wasserpilzen auseinander gesetzt hatte, wandte er sich in den späteren Jahren hauptsächlich Fragen zu, die mit der Verarbeitung des Getreides zusammenhängen. Ein Artikel über ein zu beanstandendes Futtermittel in der Schweizerischen Landwirtschaftlichen Zeitschrift brachte ihm einen Prozess ein, der, obwohl er schliesslich vor Gericht Recht behielt, schwere finanzielle Folgen für ihn hatte.
Autor: Beat Bächi
Quellen und Literatur
Eigene Publikationen
Quellen
- Schweizerische Landwirtschaftliche Monatshefte 19 (1941), S. 155-156.