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Stille Blicke
Reisegedicht
Beschreibung
Während zwölf Tagen fährt eine Frau im Regionalzug von »A« nach »Z«. In 26 Kapiteln schildert sie aus der Ich-Perspektive und in freien Versen, was sie an den unterschiedlichen Stationen sieht, hört und erlebt – und wie sich ihre eigene Wahrnehmung im Spiegel der Umgebung zu verändern beginnt.
Hintergrund dieses Reiseberichts in lyrischer Form ist eine Versuchsanordnung der Autorin: Mit dem Ziel, einen literarischen Text zu verfassen, initiierte Bernadette Fülscher während 12 Tagen eine real erlebte Geschichte, indem sie mit dem Regionalzug von ihrer Heimatstadt Zürich ins südfranzösische Sète reiste und an jeder grösseren Station den jeweiligen Ort besuchte. In der Folge setzte sie die eigenen Erlebnisse einem iterativen Prozess aus, indem sie den literarischen Text sowie die nachwirkende Erfahrung und Reflektion parallel entwickelte und beide Partien wechselseitig Einfluss nehmen liess.
Bernadette Fülscher, geboren 1974 in Luzern, hat Kunstgeschichte und Architektur studiert und mehrere Jahre in Frankreich gelebt. Sie arbeitet als Autorin, Kulturtheoretikerin und Kulturvermittlerin in Biel (Schweiz), wo sie 2018 mit dem Reisegedicht »Stille Blicke« den Verlag Éditions Parallèles gegründet hat. 2020 ist ihre erste literarische Übersetzung aus dem Französischen – Nicolas Verdans Roman »Saga Le Corbusier« – erschienen.