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Südaustralien für internationale Endlagerung geeignet
Die Aufgabe der Nuclear Fuel Cycle Royal Commission ist es, die Vorteile eines Engagements Südaustraliens in den Bereichen Uranbergbau, -aufbereitung, -anreicherung und Brennstoffherstellung, nukleare Energieerzeugung sowie Behandlung und Lagerung radioaktiver Abfälle zu untersuchen.
In ihrem Schlussbericht zur Rolle Südaustraliens im Brennstoffkreislauf kam die Kommission zum Befund, der Bundesstaat besitze die Voraussetzungen und Fähigkeiten, ausgediente Brennelemente von Drittstaaten sicher zu lagern. Ein solches Lager würde der Region einen wirtschaftlichen Nutzen bringen, ist sich die Kommission sicher. Sie empfiehlt der Regierung des Bundesstaates, ein unabhängiges Gremium zu schaffen, um die «strategische Ausrichtung» vorzugeben und ein gemeinnütziges Engagement einzugehen. Nötig sei nun die Ausarbeitung eines Rahmenentwurfs für die Weiterentwicklung der Planung einschliesslich der Entwicklung von Anfangskriterien bei der Standortwahl und der näheren Prüfung des Brennstoffleasings.
Nutzung der Kernenergie?
Die Kommission ist der Ansicht, der Einstieg in die Kernenergienutzung sei unter den derzeitigen Marktregeln in Südaustralien «wirtschaftlich nicht vertretbar». Als kohlenstoffarme Energiequelle sei die Kernenergie indes vergleichbar mit Erneuerbaren und könne in Zukunft nötig sein. Südaustralien solle deshalb Bestrebungen zur Aufhebung der bestehenden Verbote der Kernenergieerzeugung weiterverfolgen, so die Kommission. Auch das staatliche Verbot von Einrichtungen zum Brennstoffkreislauf sollte aufgehoben werden. Die Kommission wies aber auch darauf hin, dass diese aufgrund des derzeitigen Überangebots in den nächsten Dekaden wirtschaftlich nicht machbar seien.
Der Minerals Council of Australia zeigte sich über den Bericht erfreut. Die Bedeutung der Befunde dieser unabhängigen Kommission seien nicht hoch genug einzuschätzen. Er hoffe, die Regierung werde die Vorschläge der Kommission beherzigen.