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Standing Ovations für die fünffache Vizeweltmeisterin Sarina Hitz
An der 187. Delegiertenversammlung des Thurgauer Kantonalschützenverbandes in Ettenhausen stellte der Gemeinderat von Aadorf, Patrick Schneider, den Ortsteil, in welchem die Versammlung stattfand, mit einer Anekdote vor. Anfang des 20. Jahrhunderts soll die Fröhlichkeit der Ettenhauser Männer an den legendären Waldfesten jeweils so überbordet haben, dass sich die Frauen in ihrer Verzweiflung mit dem Begehren, es seien in Ettenhausen künftig die Waldfeste zu verbieten, an die kantonale Regierung wandten. Die Schilderungen der Frauen müssen die Regierung so beeindruckt haben, dass sie dem Begehren der Frauen stattgaben und tatsächlich für Ettenhausen ein für 100 Jahre gültiges Waldfestverbot ausgesprochen haben. Nach Ablauf der Bannfrist wurde im Jahr 2010 die einstige Tradition wieder aufgenommen. Seither finden auch in Ettenhausen wieder Waldfeste statt. Se non è vero, è ben trovato!
Anschliessend führte der Präsident, Werner Künzler, zügig durch die ordentlichen Traktanden. Der Kassier konnte über die gesunden Finanzen Bericht ablegen und bekanntgeben, dass das Vermögen des Verbandes im Rechnungsjahr 2023 wieder Ertrag abwerfen wird. So können auch überraschende Ereignisse, wie die Prämien für die an den Weltmeisterschaften erfolgreiche Sarina Hitz, finanziert werden. Die statutarischen Geschäfte passierten grossmehrheitlich diskussionslos. Zu reden gab die vom Vorstand beantragte Einführung der kollektiven Rechtsschutzversicherung für die Vereine. Diese Idee wurde von den Delegierten nicht unterstützt.
Ehre wem Ehre gebührt
Der Vorschlag des Kantonalvorstandes, für die Schützinnen und Schützen, welche in den beiden Bundesübungen weitere je zehn Mal das Limit für die Abgabe der Anerkennungskarte erreichen, eine fünfte Auszeichnung abzugeben, wurde von den Delegierten positiv aufgenommen. Mit dieser Anerkennung will der Verband die treffsicheren Schützinnen und Schützen motivieren, nach der vierten Feldmeisterschaftsauszeichnung, für welche sie je 34 Mal die Kranzlimite erreichten, weiterhin am "Obligatorischen" und am Feldschiessen teilzunehmen.
Nachdem die Grundlagen für die zusätzliche Ehrung der Schützinnen und Schützen im Breitensport geschaffen waren, erfolgten die Ehrungen für die im vergangenen Berichtsjahr in allen Altersklassen an hochstehenden Anlässen erreichten Spitzenresultate. Die Ressortverantwortlichen, David Jenni, Nachwuchs, Diego Ruckstuhl, Gewehr und Marc Schoder, Pistole, konnten den Geehrten die Erfolgsprämien wie auch die Wanderpreise übergeben.
Fünffache Vizeweltmeisterin
Obwohl der Wettkampf, die Weltmeisterschaft in Kairo, erst im Jahr 2023 stattfand, ehrte der Verband in diesem Jahr auch die fünffache Vizeweltmeisterin Sarina Hitz. Der Chef Nachwuchs, David Jenni, konnte die Athletin für diese ausserordentliche Leistung mit der Ehrenwappenscheibe auszeichnen. Die Delegierten unterstützten diese Ehrung mit tosendem Applaus, zu welchem sich die Anwesenden von ihren Stühlen erhoben.
Im Anschluss an die Versammlung lud der durchführende Verein, die Feldschützen Ettenhausen, die Anwesenden als Entschädigung für den langen Weg durch Wind und Regen an das vorbereitete Buffet zur "Nachsitzung" ein. In guter Atmosphäre konnte unter Gleichgesinnten noch über gute und weniger gute Resultate diskutiert werden. Der Anlass führte zu keinem regierungsrätlichen Verbot für ähnlich gelagerte Veranstaltungen.
Peter K. Rüegg, TKSV
Abt. Kommunikation