Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03108.jsonl.gz/1408

Nach dem frühen Out in Rom bestreitet Stan Wawrinka diese Woche sein Heimturnier in Genf. An der Pressekonferenz am Montag spricht der 34-Jährige über seine Saisonziele und erklärt, wieso er sich nicht unter Druck fühle.
Zweimal konnte Stan Wawrinka sein Heimturnier in Genf schon gewinnen. Ab Mittwoch nimmt er einen neuen Anlauf. Zuvor spricht der dreifache Grand-Slam-Sieger über seinen Formstand, die Auswirkungen des Privatlebens auf die sportliche Leistung und er erklärt, weshalb er sich nicht zu sehr unter Druck setzen lasse.
Stan Wawrinka, was hat Sie dazu bewogen, eine Wild Card für das Geneva Open anzufordern?
Ich weiss, dass ich im Moment gut trainiere und gut spiele, wie in Madrid. Nachdem ich in Rom gegen David Goffin bereits früh verloren habe, wollte ich noch mehr spielen und es war für mich klar, dass ich um eine Wild Card in Genf bitten würde. Ich fühle mich physisch wie auch spielerisch gut, deshalb ist es wichtig, dass ich Matches und Turniere bestreiten kann. Ich wollte keine Trainingswoche einbauen, während ich stattdessen an einem Turnier spielen kann, dass ich schon zweimal gewonnen habe und sehr schätze.
Sie sprechen das frühe Out in Rom an. Was funktionierte bei der Niederlage gegen David Goffin nicht wie gewünscht?
Es war nicht mein Tag, das kommt vor. Leider resultierte daraus eine Niederlage. Es gab zwischen dem ersten Durchgang und den beiden folgenden Sätzen einen grossen Niveau-Unterschied in meinem Spiel. Ich habe einige Dinge während der Partie nicht gut gemeistert, sei es spielerisch, physisch oder mental. Aber diese Niederlage wirkt sich nicht auf mein Selbstvertrauen aus und stellt auch nicht in Frage, was ich in dieser Saison bisher gemacht habe. Deshalb habe ich mich nach diesem Spiel schnell anderen Dingen zugewandt und bin zufrieden, hier zu sein und hoffentlich einige Matches spielen zu können.
In letzter Zeit gab es eine wesentliche Veränderungen in ihrem Privatleben. Hat sich diese auf ihr Tennis ausgewirkt?
Ich hatte viele Veränderung in meiner Karriere (lacht) … Es ist richtig, dass ich die Dinge anders handhabe als vor zehn Jahren. Ich habe mich weiterentwickelt, bin langsam am Ende meiner Karriere angelangt und von einer schweren Verletzung zurückgekommen. Ich kann die Dinge jetzt besser trennen.
Es ist nicht nur das Privatleben, das sich auf mein Tennis und auf das, was auf dem Feld passiert, auswirken kann. Sondern auch viele andere Kriterien. Ich habe drei Grand-Slam-Titel und mehr Turniere gewonnen, als ich mir je erhoffte. Also musste ich mich während meiner Karriere mehr als nur um mein Privatleben kümmern.
Sie sagten, sie seien am Ende ihrer Karriere. Denken Sie darüber nach?
Nein, ich bin seit Beginn des Jahres sehr zufrieden mit meinem spielerischen Niveau. Ich hoffe, in der Weltrangliste weiter aufzusteigen und wieder Titel gewinnen zu können. Das ist das Ziel für die zweite Hälfte der Saison. Um das zu erreichen, werde ich jeden Tag mein Bestes geben, wie ich es in meiner Karriere immer getan habe.
Ich weiss nicht, ob ich meine Ziele schnell, langfristig oder gar nicht erreichen werde. Ich bin in die Top 30 zurückgekehrt, das ist schon einmal ein schöner Weg. Aber mit der Karriere, die ich hatte, ist es wahr, dass ich immer mehr will.
Lastet also viel Druck auf ihren Schultern, wieder Turniere zu gewinnen?
Nein. Weil ich schon viel mehr erreicht habe, als ich mir hätte träumen können. Ich habe praktisch alle grossen Titel gewonnen. Trotzdem möchte ich so weit wie möglich gehen, um wieder dorthin zu kommen.
In Genf treffen Sie im ersten Spiel entweder auf Damir Dzumhur oder Feliciano Lopez. Was erwarten sie für ein Spiel?
Das sind zwei komplett gegensätzliche Spieler, weshalb es schwierig ist, etwas vorherzusagen. Aber es wird sehr interessant werden. Dzumhur hat die Qualifikation überstanden, also muss er gut spielen. Lopez muss ich zuerst sehen, weil er in letzter Zeit nicht viel gespielt hat.