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Grosse blaue Augen, ein unschuldiger Blick, schneeweisse Haut. Das ist Suiza. Sie taucht eines Tages in einem spanischen Dorf auf. Alleine. Die Männer sind fasziniert, wittern die Naivität und Sinnlichkeit der Frau. Sie wird zur Beute. «Hingabe» lautet der Titel des Romans, den Esther Schneider heute vorstellt. Er stürmt die Bestenliste in Frankreich. Und er ist politisch alles andere als korrekt.
In ihrem neuen Roman «Die nicht sterben» - vorgestellt von Julian Schütt - holt die in Bukarest geborene und in der Schweiz lebende Schriftstellerin Dana Grigorcea eine der populärsten und schaurigsten Figuren aus der Gruft: Dracula, den blutsaugenden Fürsten der Finsternis. Und anhand des Dracula-Mythos versucht die Autorin die Atmosphäre im postkommunistischen Rumänien zu schildern.
Michael Luisier schliesslich bringt den neuen, 550 Seiten dicken Roman «Die Eroberung Amerikas» des österreichischen Schriftstellers Franzobel mit, in dem es um den erfolglosesten Eroberer überhaupt geht, um Hernando de Soto nämlich, dessen Florida-Expedition in der Mitte des 16. Jahrhunderts ein einziges Debakel war. Sinnlich, brutal und trotzdem humorvoll, dies die Attribute dieses ungewöhnlichen Romans.
Buchhinweise:
Bénédicte Belpois. Hingabe. S. Fischer Verlag, 2021.
Dana Grigorcea. Die nicht sterben. Penguin Verlag, 2021.
Franzobel. Die Eroberung Amerikas. Paul Zsolnay Verlag, 2021.