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«Shinkansen» bedeutet wörtlich «neue Hauptstrecke» und bezeichnet in Japan das Hochgeschwindigkeits-Schienennetz wie auch dessen Züge selber. So neu sind diese nicht, und doch gibt es immer noch Raum für Verbesserungen. Und solche strebt Japan im Hinblick auf die Olympischen Sommerspiele in Tokio im kommenden Jahr natürlich an - zumal die erste Inebtriebnahme eines Shinkansen-Zugs auf das Jahr 1964 zurückgeht, als die Olympischen Sommerspiele ebenfalls in Tokio stattfanden.
Letzte Woche hat nun JR Central, eine der sieben Betreibergesellschaften von Japan Railways, einen neuen Rekord vermelden können. Ein neuer Zug namens N700s erzielte auf der Strecke zwischen Kyoto und Maibara eine Geschwindigkeit von 360 km/h. Die Rede ist wohlbemerkt vom ganzen Zug und nicht nur vom Triebwagen, der allein noch deutlich schneller fahren kann.
Dieses neue Modell ist laut «Bloomberg» leichter und Energie-effizienter als ältere Modelle und besitzt auch modernste Sicherheits-Features im Falle eines - in Japan leider nicht seltenen - Erdbebens. Die Einführung ist Teil eines Milliarden-Projekts von JR Central. Obwohl alle Tests gut verliefen und dieser Zug die schnellste Geschwindigkeit eines kommerziellen Shinkansen-Modells erzielte, dürfte der N700s im Normalfall auf den regulären Strecken mit «nur» 285 km/h unterwegs sein.
Im Übrigen testet nicht nur JR Central. Die East Japan Railway Company («JR East») testet ein Modell namens «Alfa X», welches ab 2030 zwischen Tokio und der nördlichen Insel Hokkaido mit 360 km/h unterwegs sein soll, und zwar im regulären Verkehr.