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Als Sportmäzen in der Schweiz hat Jim Ratcliffe bis jetzt keinen Erfolg: Der von ihm finanzierte Fussballclub FC Lausanne-Sport dürfte dieses Jahr aus der Super League absteigen. Glänzend laufen hingegen die Geschäfte des britischen Milliardärs. Sein Vermögen ist so stark angewachsen, dass Ratcliffe neu der reichste Mensch in Grossbritannien ist: Der 65-Jährige überrundet in der Reichenliste der «Sunday Times» das Brüderpaar Hinduja, die Besitzer des gleichnamigen indischen Mischkonzerns (28 Milliarden Franken Vermögen). Auf den dritten Platz kommt der US-britische Unternehmer Leonard Blavatnik (20,7 Milliarden Franken).
Ratcliffe besitzt neu umgerechnet über 29 Milliarden Franken – das meiste davon in Form der 60-Prozent-Beteiligung an seinem Petrochemiekonzern Ineos. Ineos fuhr letztes Jahr einen Gewinn von knapp drei Milliarden Franken ein.
Ein Sportfan und EU-Gegner
Ratcliffe macht in Grossbritannien als Befürworter des Brexit von sich Reden. Bekannt ist er auch wegen seiner Pläne, mit «Fracking» in England und Schottland nach Öl zu bohren und einen Nachfolger für das legendäre Auto «Land Rover Defender» zu bauen.
Mit der Schweiz ist Ratcliffe eng verbunden: Er hatte vorübergehend den Steuersitz von Ineos nach Rolle im Waadtland verlegt und lebte zeitweilig auch selber am Ufer des Genfersees. 2017 kauften Ineos und Ratcliffe den FC Lausanne-Sport – aus «Verbundenheit mit der Region», wie es damals hiess. Beim Hockeyclub HC Lausanne stieg Ineos ebenfalls als Sponsor ein. Auch in anderen Sportarten betätigt sich Ratcliffe als Mäzen. Ineos finanziert das britische Team im Segelwettbwerb America’s Cup.
(mbü)