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TRÄUME UND ERRUNGENSCHAFTEN
DIE ERSTEN 50 JAHRE VON BOSE
DIE ERSTEN 50 JAHRE VON BOSE
WIR VERFOLGTEN EINE IDEE MIT BEGEISTERUNG. DAS HAT UNS GEPRÄGT.
Bose ist bekannt für seine Audioprodukte. Dabei arbeiten wir mit Hingabe daran, neue und immer bessere Lösungen zu entwickeln und uns dabei immer wieder selbst zu übertreffen. „Wir träumen stets von Dingen, die noch besser sind, und denken dann über Möglichkeiten nach, diese zu erreichen.“ Erleben Sie die ersten 50 Jahre voller Innovationskraft bei Bose, von den ersten geräuschmindernden Kopfhörern für Privatanwender bis hin zu einem revolutionären Sitzfederungssystem für Langstreckenfahrer.
Sehen Sie sich den Film „Dream + Reach“ von Oscar-Preisträger Morgan Neville an (Bester Dokumentarfilm 2014: 20 Feet from Stardom).
Die Geschichte von Bose beginnt mit einem Jungen, der von Elektronik fasziniert ist. Er baut Geräte auseinander, um zu verstehen, wie sie funktionieren. Und träumt davon, eines Tages selbst etwas zu erfinden.
Als Teenager betrieb Amar Bose im Haus seiner Eltern eine erfolgreiche Reparaturwerkstatt für Radios. „Wir machten in all den kleinen Eisenwarenhandlungen, in denen mein Vater seine importierten Waren verkaufte, Werbung für unsere Werkstatt“, erzählte Dr. Bose einmal einem Journalisten. „Auf den Schildern stand 'Wir reparieren Radios'. Die Leute brachten also ihre Radios in das Geschäft, ich holte sie ab und reparierte sie zu Hause. Die Läden beteiligten wir mit 10 % am Preis. Ich hatte mit meinem Vater eine Abmachung: Solange meine Noten gut blieben, musste ich nur vier Tage die Woche zur Schule gehen. Für den fünften Tag schrieb er mir eine Entschuldigung, in der stand, dass ich Kopfschmerzen oder so hatte. Die Lehrer wussten alle Bescheid. Ich fehlte immer freitags, am Montag fragten sie mich: 'Wie viele Radios hast du repariert, Bose?'“
„Mein Interesse für elektrische Geräte wurde bald deutlich. Wir hatten nicht genug Geld für neue Spielzeugeisenbahnen, deshalb kaufte ich defekte Modelle und reparierte sie selbst. Diese Reparaturen machten mir großen Spaß.“ – DR. AMAR G. BOSE
Während seiner Zeit am MIT meldete Dr. Bose mehrere Patente an. Statt sie an eine andere Firma zu übertragen, beschloss er, die Nutzungsrechte zu behalten und ein eigenes Unternehmen zu gründen.
„Dr. Bose kam eines Tages zu mir und fragte mich, ob ich nicht für sein Unternehmen arbeiten wolle. Ich fragte: 'Welches Unternehmen? Wovon reden Sie?' Und er entgegnete, dass er noch kein Unternehmen habe, aber gern eines gründen würde.“
SHERWIN GREENBLATT
ERSTER BOSE MITARBEITER
EHEM. VORSITZENDER VON BOSE, 1985 – 2001
Bei der Gründung des Unternehmens herrschte Uneinigkeit über den Namen. Der entscheidende, wenn auch wie immer indirekte Vorschlag kam schließlich von Y. W. Lee, einem der Mentoren von Dr. Bose am MIT: „Wir sollten überlegen, welche Eigenschaften der Name haben soll. Er sollte an keine bestimmte Technologie oder Branche gebunden sein, da wir nicht wissen, in welchen Bereichen genau wir in Zukunft tätig sein werden. Der Name sollte in vielen Sprachen einfach auszusprechen sein und sich leicht als Marke schützen lassen. Und idealerweise aus einer Silbe bestehen.“ Die anderen lachten. Sie wussten, worauf er mit seinen Andeutungen hinauswollte. „Bose.“
Der erste Bose Mitarbeiter war ein Student von Dr. Bose, Sherwin Greenblatt. Er wurde später, von 1985 bis 2001, Vorsitzender des Unternehmens. „In den ersten Jahren“, erzählt Greenblatt, „war Dr. Bose tagsüber mit seinen Aufgaben als Dozent am MIT beschäftigt, und wir kümmerten uns um unsere Regierungsaufträge. Nachts trafen wir uns dann zur, wie Dr. Bose es nannte, ‚zweiten Schicht‘, um an unseren Audioideen zu arbeiten.“
Psychoakustik ist die Wissenschaft der Klangwahrnehmung. Sie ist das Grundprinzip aller Bose Audioprodukte, das bis zur Gründung des Unternehmens zurückreicht. Dr. Bose erkannte, dass die Leistungsangaben von Lautsprechern nur ein Maßstab dafür waren, wie der Klang erzeugt wurde, nicht dafür, wie er ihn wahrnahm.
In einer Vorlesung am MIT gab Dr. Bose einmal folgendes Beispiel: „Sie können Ingenieure damit beauftragen, Verzerrungen zu reduzieren, und sie werden sich glücklich jahrelang damit beschäftigen. Aber die grundlegende Frage ist: Hat ihre Arbeit irgendwelche Auswirkungen auf die Wahrnehmung? Die Verzerrung ist, auch wenn sie messbar ist, vielleicht nicht hörbar. Und wenn sie nicht hörbar ist, muss man sich fragen: Hat diese Arbeit irgendeinen anderen Zweck als den, ein bestimmtes technisches Ziel zu erreichen?
Der Lautsprecher 2201 war der erste Lautsprecher mit Direct/Reflecting-Technologie von Bose, der die Basis für das legendäre Lautsprechersystem 901 bildete.