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Aufgabe statt WM-Gold: Marlen Reusser erleidet Schiffbruch
Für Marlen Reusser setzt es im WM-Zeitfahren eine bittere Enttäuschung ab. Die als Favoritin angetretene Bernerin gibt das Rennen vorzeitig auf. Gold geht an die Amerikanerin Chloé Dygert, Elena Hartmann klassiert sich im 22. Rang.
Reusser lag bei der ersten Zwischenzeit gut eine halbe Minute hinter Dygert zurück. Wenige Kilometer später stieg sie vom Rad und gab auf. Die Gründe für den Schiffbruch sind noch nicht bekannt. Swiss Cycling liess in einer ersten Reaktion verlauten, Reusser gehe es den Umständen entsprechend gut, sie gebe aber vorerst keine Interviews.
Vor dem Rennen hatte Reusser als erste Anwärterin auf Gold gegolten. Die WM-Zweite vom Vorjahr und Olympia-Zweite von 2021 selbst, die sich seit Ende August in allen bedeutenden Zeitfahren in den Top 3 klassierte, zwei EM-Titel errang und am Dienstag noch mit dem Schweizer Team triumphiert hat, rechnete sich ebenfalls sehr viel aus. “Ich war lange nicht mehr verletzt, lange nicht mehr krank, bin so gut in Form wie noch nie und verfüge über ausgezeichnetes Material”, sagte sie.
Elena Hartmann war somit die einzige klassierte Schweizerin. Die in Zug wohnhafte 32-jährige Bündnerin klassierte sich mit 3:28 Minuten Rückstand auf Dygert im 22. Rang. Silber ging an die Australierin Grace Brown, geschlagen um 5,67 Sekunden, Bronze an die Österreicherin Christina Schweinberger mit 1:13 Minuten Rückstand.
Am Freitag stehen in Stirling auch die Schweizer Männer im Einsatz. Stefan Küng, im Vorjahr in Australien Zweiter, und Stefan Bissegger gehören im Zeitfahren über 47,8 km zu den Mitfavoriten wie die Belgier Remco Evenepoel und Wout van Aert, der Italiener Filippo Ganna und der Brite Geraint Thomas.
(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)
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