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An fünf Wettkampftagen werden je acht Einzel- und Mannschaftstitel vergeben. Das Programm der Männer umfasst zwei 300-m-Gewehr- und zwei 25-m-Grosskaliber-Pistolendisziplinen, jeweils nach den Regeln der ISSF und des militärischen Schnellfeuers. Die Frauen bestreiten einen Liegend- und einen Dreistellungswettkampf (3x20) mit dem Kleinkalibergewehr auf 50 m und zwei Pistolenwettbewerbe auf 25 m -- ebenfalls nach ISSF- und militärischen Schnellfeuer-Regeln.
Zum fünften Mal in der Schweiz
Die Schweiz ist nach 1971 und 1976 in Thun, 1984 in Liestal und 1994 in Chamblon/Lausanne zum fünften Mal Veranstalter von Militär-Weltmeisterschaften. Der Organisation in Thun und Bern steht Oberst i Gst Jean-Jacques Joss, Chef Sport und ausserdienstliche Tätigkeiten (SAT) im Heer/Kommando Ausbildung, als Wettkampfkommandant vor. Alle Gewehrwettkämpfe und die Pistolenkonkurrenzen der Frauen werden in der Schiessanlage "Guntelsey" in Thun ausgetragen. Die Entscheidungen im Pistolenschiessen der Männer fallen in der Anlage Bern-Riedbach.
Fünf Olympiasieger
Unter den Teilnehmern befinden sich fünf Olympiasieger: Juri Fedkin (Russ/1992 Barcelona), Rajmond Debevec (Sln/2000 Sydney) sowie die russischen Pistolenschützen Marina Logwinenko (1992 Barcelona), Sergei Alifirenko (2000 Sydney) und Michael Nestruew (2004 Athen). Daneben starten weitere sechs Olympia-Medaillengewinner, zahlreiche Welt- und Europameister und vier Titelgewinner der letzten CISM-WM 2004 in Ankara.
Zu den Favoriten sind vor allem Russen und Deutsche zu zählen, aber auch Ukrainer und US-Amerikaner gehören zum engeren Kreis der Medaillenanwärter. Schwieriger sind die Chinesen einzuschätzen, von denen einzig Yadong Liu als CISM-Pistolen-Schnellfeuersieger vor vier Jahren und Zweiter vor einem Jahr bisher international in Erscheinung getreten ist.
Hoffen auf Schweizer Gewehrschützen
Im Schweizer Lager ruhen die Hoffnungen vor allem auf den Gewehrschützen Marcel Bürge (Lütisburg) und Jürg Luginbühl (Rudolfstetten). Von ihnen werden Medaillen oder wenigstens Diplomränge erwartet. Das Team wird komplettiert mit dem erst 22-jährigen und international noch wenig erfahrenen Marco Müller (Tegerfelden). Die Pistolenschützen treffen auf übermächtige Gegner. Deshalb steht in erster Linie eine gute Klassierung in den Mannschaftswertungen im Vordergrund.
124 Mitgliedstaaten im CISM
"CISM" steht für Conseil International du Sport Militaire, eine der grössten internationalen Sportorganisationen. Momentan gehören dem am 18. Februar 1948 von Vertretern aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg und die Niederlande in Cannes gegründeten CISM 127 Nationen aus Afrika, Asien, Nord- und Südamerika, dem nahen Osten und Europa an. Ziele sind die Entwicklung des Militärsports auf breiter Basis, die Förderung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Armeen der Mitgliedstaaten und Hilfeleistungen in sporttechnischen Belangen.
Die Schweiz vollzog den Beitritt zum CISM erst 1968. Aus dem vielfältigen Sportartenangebot wurde auf Grund der finanziellen Möglichkeiten und der militärischen Bedeutung eine Auswahl getroffen. Nach Prioritäten aufgelistet sind dies Ski, Schiessen, Orientierungslauf, Militärischer Fünfkampf, Moderner Fünfkampf, Fallschirmspringen, Fechten und Cross-Country.