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Die Kellerei Marc-André Rossier wurde 1980 an ihrem jetzigen Standort errichtet.
Louis hatte schon immer ein Faible für Wein und Weinherstellung. 16 Jahre lang produzierte er zu seinem eigenen Vergnügen und verkaufte seine Traubenernte an Händler in der Region. Er holte sich sogar Chardonnay-Setzlinge aus Frankreich.
Die beiden Bauern- und Winzerkinder Louis und Anna fanden 1962 zusammen und entwickelten auf den Ländereien ihrer Eltern den Weinbau. Annas Vater François lieferte die Ernte in die Geschäfte von Leytron und Louis’ Vater Joseph war Gründungsmitglied von Provins.
1980 beschlossen sie, ihre gesamte Produktion in den Handel zu bringen, und bauten mit zunehmendem Erfolg nach und nach die jetzige Kellerei auf.
Heute werden die Weine an Privatleute und kleine Restaurantbetreiber verkauft, die nach typischen Weinen suchen. Die Kundschaft kommt hauptsächlich aus der Westschweiz und aus den Gegenden um Solothurn und Basel.
Die Reben wachsen auf Parzellen bei Saillon und Leytron, die Sorte Ermitage bei Siders.
Im Familienbetrieb arbeiten der Sohn Marc-André und die beiden Töchter Marie-Hélène und Aline mit.
Marc-André absolvierte zuvor Ausbildungen an der Handelsschule Martigny, der Landwirtschaftsschule Châteauneuf (Winzer-Grundausbildung) und der Fachhochschule für Weinbau und Önologie in Changins sowie eine Lehre als Kellermeister und ein Praktikum in einer Landmaschinengarage im Kanton Luzern (Grunderco in Aesch).
1989 heiratet er Philomène Caloz aus Fang/Chandolin im Val d’Anniviers.
Philomène hat in einer Treuhandgesellschaft eine kaufmännische Lehre absolviert.
Ihre vier Kinder Emilie, Caroline, François und Romain gehen ihnen zur Hand. Insgesamt drei Generationen bemühen sich somit um Ihre Zufriedenheit.
2006 übernehmen Marc-André und Philomène den Betrieb.
Im Herbst 2008 beginnt Caroline ihre Ausbildung zur Winzerin und Weinhändlerin an der Landwirtschaftsschule Châteauneuf. 2009 macht sie Praktika im Agroscope-Versuchsbetrieb Leytron sowie in der Forschungsanstalt in Changins und 2010 ein Praktikum bei Louis Hubert auf dem Weingut der Stadt Bern in La Neuveville.
Der Nachwuchs steht schon in den Startlöchern und seine Fähigkeiten im Weinbau und in der Degustation versprechen eine grosse Zukunft für die Kellerei.
Bei der Lese im Jahr 2009 werden stolz die neuen Weine aus Heida, Merlot, Cabernet und Cornalin vorgestellt.
Das Jahr 2010 bringt eine Vergrösserung der Kellerei und die Wiederzusammenführung von Anbau und Verarbeitung am Standort Leytron. Zur Unterbringung der Maschinen wurde eine Halle errichtet, die auch eine kleine Werkstatt beherbergt.
Caroline setzt 2010 ihre Ausbildung mit einem Praktikum auf dem Weingut des Kantons Wallis fort und erhält ihr EFZ. 2011 studiert sie weiter an der Fachhochschule in Changins und erhält dort 2015 den Bachelor-Titel in Weinbau und Önologie sowie die zwei Eidgenössischen Fachausweise in Weinbau und Önologie.
2013 übernimmt Caroline das Sortiment La Florésie (www.floresie.ch), das Ihren Gaumen entzücken wird.
Von ihren Praktika bringt sie neue Ideen mit, welche die Familie veranlassen, 2015 die Sorte Divico und 2016 versuchsweise eine neue Weissweinsorte anzupflanzen, die 2018 einen Namen erhalten wird. Diese beiden Züchtungen sind gegen Krankheiten resistent und erfordern kaum Pflanzenschutzbehandlung.
2015 wird die Traubenannahme mit neuen, leistungsstärkeren Geräten ausgestattet, um die Qualität und die Schnelligkeit der Verarbeitung nach der Lese zu erhöhen.
2017 kommt eine neue Presse und ein neuer Empfangsraum für die Kunden hinzu. Aber 2017 war auch ein schwarzes Jahr: 55 Prozent der Ernte fielen dem heftigen Frost zum Opfer, der das ganze Wallis traf. Im selben Jahr starb auch der Gründer Louis kurz vor Beginn der Weinlese. Er bestellt nun die Weinberge des Herrn und wir sind ihm dankbar für sein wunderbares Vorbild und alles, was er uns geschenkt und beigebracht hat.
Cornalin
2017
Cornalin
2018
Humagne Rouge
2017
Humagne Rouge
2018