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Jahr ohne Sommer
Als das Jahr ohne Sommer wird das vor allem im Nordosten Amerikas und im Westen und Süden Europas ungewöhnlich kaltem Jahr 1816 bezeichnet.
Als das Jahr ohne Sommer wird das vor allem im Nordosten Amerikas und im Westen und Süden Europas ungewöhnlich kaltem Jahr 1816 bezeichnet. In den USA bekam es auch den Spitznamen. Vergleichbare Sommeranomalien ereigneten sich in Mitteleuropa etwa 1529, 1588, 1601, 1618, 1628, 1675 und 1813. Erst 1920 fand der US-amerikanische Klimaforscher William Jackson Humphreys eine Erklärung für das „Jahr ohne Sommer". Er führte die Klimaveränderung auf den Vulkanischen Winter in Folge des Ausbruchs des Vulkans Tambora auf der Insel Sumbawa im heutigen Indonesien zurück. Dieser war im April 1815 mit einer Stärke von 7 auf dem Vulkanexplosivitätsindex ausgebrochen und hatte neben ungefähr 150 km³ Staub und Asche Schwefelverbindungen, die auf ein Schwefeldioxidäquivalent von 130 Megatonnen geschätzt werden, in die Atmosphäre geschleudert, die sich in den oberen Luftschichten wie ein Schleier um den gesamten Erdball legten. Die Abkühlung des Weltklimas durch den Ausbruch hielt noch bis 1819 an.