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Ein Mailänder Gericht hat am Mittwoch elf ehemalige Manager des italienischen Reifenherstellers Pirelli zu Haftstrafen zwischen drei Jahren und sieben Jahren verurteilt. Sie werden für die Erkrankung und den Tod von 40 Arbeitern wegen Asbests in Pirelli-Werken in den siebziger und bis Ende der achtziger Jahre verantwortlich gemacht. Der Vorwurf lautete auf fahrlässige Tötung.
Das Gericht folgte der Strafforderung der Mailänder Staatsanwaltschaft. Bei den Verurteilten handelt es sich unter anderem um einen Ex-Geschäftsführer sowie um frühere Mitglieder des Pirelli-Verwaltungsrates.
Entschädigungen noch offen
Das Gericht muss auch noch über die Entschädigungen entscheiden, die die Verurteilten den Angehörigen der Opfer zahlen müssen. Diese begrüssten das Urteil.
Der Prozess um einen Asbest-Skandal in Italien mit dem Schweizer Milliardär Stephan Schmidheiny als Beschuldigtem war im vergangenen November mit einem Freispruch wegen Verjährung zu Ende gegangen, was für einen Eklat gesorgt hatte.
Im Verfahren ging es um nahezu 3000 durch Asbest erkrankte oder an asbestbedingten Krankheiten verstorbene Menschen im Zusammenhang mit vier Eternit-Werken in Italien. Die von Schmidheiny geführte Schweizerische Eternit-Gruppe SEG war von 1973 bis zum Konkurs 1986 zunächst grösster und später Hauptaktionär der Eternit Italia SpA.
(sda/chb)