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Der Zoo Basel plante ein Meerwasseraquarium auf der Heuwaage in Basel. Die Kosten für die Umsetzung des sogenannten «Ozeanium»-Bauprojekts beliefen sich auf über 100 Millionen Franken. Gleichzeitig sind die Weltmeere bedroht wie nie zuvor: Fast ein Drittel der Korallenriffe weltweit ist zerstört. Grossaquarien treiben diese Zerstörung weiter voran, weil sie auf Wildfänge angewesen sind. Die kommerzielle Zucht der meisten im Korallenriff lebenden Tierarten ist praktisch unmöglich. Verschiedene Korallenfische sind wegen der exzessiven Wildfänge und den tierquälerischen Praktiken der Aquarienindustrie lokal bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht.
Das «Ozeanium»-Projekt ist ein veraltetes, teures Konzept. Weltweit sind die Besucherzahlen von Grossaquarien rückläufig. Auch wenn der Bau mit privaten Spenden finanziert geworden wäre, hätte beim absehbaren Besucherrückgang ein Betriebsdefizit gedroht.
Mit sogenannter «Umweltbildung» wurde das «Ozeanium» angepriesen. Das Grossaquarium sollte die Faszination für die Meere wecken und deren Schutz fördern. Alles scheinheilige Argumente! Denn bisher kann keine einzige Studie beweisen, dass Aquarien solche Ziele erreichen. Fakt ist: Wir zählen so viele Meeresaquarien wie noch nie auf der Welt, doch die Meere sind bedrohter denn je.
Das «Ozeanium» wäre ein unnötiger Bauklotz auf Kosten von Natur und Tierwelt gewesen!