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|-ABOUT

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|2008 konzipiert Ariane Andereggen ein künstlerisches Grundprogramm "Second Art World", in dem sie der Frage nachgeht, ob es als Schauspielerin/ Performerin möglich ist sich temporär in Kunstpositionen hineinzuversetzen und somit die Methoden, wie sie "zur Kunst" kommt beobachtbar machen kann? Die Erzeugnisse die dabei entstehen, Performances, Videoarbeiten, Installationen, stellen die Authentizität von "genuiner Kunstentstehung" und Kunstobjekte als Fetisch in Frage.

In ihren Videos zeigt sie offene, kreative Prozesse, die Theater und Kunst verbinden, und hinterfragt darin Rollen zwischen innerer Notwendigkeit und Projektion. Zwischen Selbstreferenz und sozialer Relevanz entsteht Textmaterial, die um den tatsächlichen Gebrauch von Kunst kreisen. Was macht die Kunst mit uns, nachdem wir etwas mit ihr gemacht haben? Was macht sie, wenn sie alleine zu Hause ist? Wie krieg ich meinen Fuss in den Kunstbetrieb? Darf ich die Hand beissen, die mich füttert?
Das Langzeitprojekt "Second Art World" nahm seinen Anfang im Feld einer privaten, therapeutischen und Art-Brut-Kunst und ist nach einigen Jahren in der Öffentlichkeit gelandet. "Myself as Art-Activist". Passend zur Zeit. Ist sie eine politische Künstlerin? Oder eine Schauspielerin, die bloss so tut, als ob?
Weder noch - und das ist möglicherweise das Politische daran.
2009 gewann sie mit "Myself as Outsider-Artist" den Swiss Art Award und ging danach nach Montréal. Dort erforschte sie die popfeministische Seite der Kunst. 2012 installierte sie das umfassende Projekt in einer Ausstellung. 2012 machte sie sich im Rahmen eines Stipendiums auf die Reise nach Kairo, um dort für ihr Projekt über Wasser und Revolution zu recherchieren. In folge entstehen 3 Videoarbeiten, eine umfangreiche Mind-Map, Zeichnungen die in ihren Performances "benutzt" werden. In einer weiteren Lecture-Performance ROHSTOFF-Eine Verarbeitung an den Basler Dokumentartagen 15 im April installierte sie einen "Investoren-Parcours" mit Zeichnungen, Videos und trat selbst als "Rohstoff-Fluch" auf zwischen Kunst, Aktivismus und Theater. Zur Zeit trainiert sie in Hamburg und Berlin mit der interventionistischen, postkolonialen Performancegruppe "Schwabinggrad-Ballett / Arrivati" den interkulturellen Dialog.
|-CV|

Ariane Andereggen studied at the Bern University of the Arts, HKB, at the Department of Theatre with Norbert Klassen. and at the University of the Arts / ZKM in Karlsruhe, Department Media-Arts under the guidance of Prof. Dieter Kiessling, where she graduated in the year 2002. Since 1996, she has been working in her profession as an acclaimed actress and artist with various international cultural institutions and engagements. She currently lives in Basel, Switzerland.
Within the apprehension of a so- called “ART-ACTOR”, she is on the scout to transform practices of authentic art production into a filament of experimental and self- governed examination systems.
To anticipate this role, allows her to figure a first order artist without the identificatory admission of this personality: it is rather an embodiment of the methods and programs, that defined much of 20thieth century artwork, which get subjected to subvert and re-examine the common notion of artistical output. In the course of this research work, the generated Artefacts are presented in the guise of “Art-Shows”, Videos, Photographs, Drawings, Sound-, Text- or Lecture-Performances.