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PTBS lässt sich immer auf ein bestimmtes schwerwiegendes Ereignis, also ein Trauma, zurückführen, das der Betroffene als Opfer, Augenzeuge oder auch beispielsweise als Rettungshelfer erlebt hat. Aussergewöhnliche Notfallbedingungen von Naturkatastrophen können ebenfalls eine PTBS auslösen. Gewalttraumata in der Kindheit und Jugend führen oft zu tiefgreifenden Störungen, die über die Symptome allgemeiner posttraumatischer Störungen hinausgehen. Beim Aufwachsen in einem gewalttätigen familiären oder sozialen Milieu über einen längeren Zeitraum hinweg hat die Traumatisierung oft einen zusätzlichen Effekt, der sich später in einer spezifisch geprägten Denk-, Gefühls- und Wertestruktur niederschlägt.
Ein charakteristisches Merkmal der posttraumatischen Belastungsstörung ist das unbeabsichtigte Wiedererleben von Teilen des Traumas in Erinnerungen. Häufig liegt auch ein Zustand vegetativer Übererregung vor, der sich in Form von körperlichen Erkrankungen wie Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhter Wachsamkeit oder ausgeprägter Nervosität äussern kann. Mögliche Symptome sind Angst, Reizbarkeit, Schlafstörungen oder Panikattacken (Herzklopfen, Zittern, Atemnot). Der gebräuchliche Name „posttraumatische Belastungsreaktion“ deutet daneben in der Neurologie darauf hin, dass PTBS-Patienten eine schwache Reaktion auf körperliche Schmerzen haben. Viele der Betroffenen leiden auch unter schwerer Schuld, Scham oder Selbsthass. Die Leistungsfähigkeit in wichtigen Lebensbereichen ist begrenzt, und die Bewältigung des Alltags ist für viele eine wahre Qual. In manchen Fällen können sogar Jahrzehnte vergehen, bis die Symptome auftreten und die Gesundheit beeinträchtigt wird. Patienten, die an einer PTBS leiden, haben aber auch ein höheres Risiko, drogenabhängig zu werden. Bei Kindern hingegen führt die posttraumatische Belastungsstörung oft zu vorübergehenden Rückschritten in ihrer Entwicklung. Ein Kind nässt zum Beispiel wieder ins Bett.
Etwa die Hälfte der Patienten wird auch ohne Therapie gesund (Spontanremission). Wenn die Symptome über Jahre hinweg anhalten, werden rund 30 Prozent der Fälle chronisch. Posttraumatische Belastungsstörungen haben jedoch in der Mehrzahl der Fälle gute Heilungschancen, sofern eine geeignete Behandlung in den Bereichen Psychotherapie, Psychosomatik und Psychiatrie rechtzeitig eingeleitet wird. Grundvoraussetzung für den Therapiebeginn sieht die Nervenheilkunde in einer minimalen Stabilität des Patienten. Unabdingbar für die Stabilisierung sind Lebensbedingungen, in denen sich der Patient vor einer weiteren Traumatisierung sicher fühlt. Stehen zusätzliche psychische Störungen im Vordergrund, wie zum Beispiel schwere Trauer oder Substanzabhängigkeit, sollten diese vor Beginn der Traumatherapie behandelt werden. Auch die traumafokussierte Verhaltenstherapie hat sich als wirksam erwiesen. Sie wird durch die Einbettung des traumatischen Erlebnisses in die psychischen Prozesse behandelt. Die eklektische Kurzpsychotherapie für PTBS (BEPP) ist ein multimodaler Therapieansatz, der hauptsächlich kognitiv-verhaltensbezogene und psychodynamische Elemente umfasst.
Eine medikamentöse Therapie kann ebenfalls hilfreich sein. Sie sollte jedoch nicht als erste Therapieoption bei der posttraumatischen Belastungsstörung in Betracht gezogen werden. Psychotherapie, Psychosomatik und Psychiatrie stehen immer am Anfang einer Behandlung.
Eine posttraumatische Belastungsstörung wirkt sich auf das soziale Umfeld aus. Menschen in der Nähe des Patienten können durch Nachwirkungen wie Schlafstörungen belastet werden oder sind selbst von dem traumatischen Ereignis betroffen. Beispiele für solche Vorfälle sind häusliche Gewalt oder wiederholter sexueller Missbrauch in der Kindheit. Die Unterstützung durch das soziale Umfeld ist dabei entscheidend für den Heilungsprozess. Den Betroffenen fällt es aber in der Regel schwer, die wichtigsten Beziehungen aufrechtzuerhalten.
In einem Artikel aus dem Jahr 2012 berichtet der Psychologe Richard McNally von der Harvard Medical School, dass 2,1 bis 13,8 Prozent der Kriegsveteranen betroffen sind. Bei exponierten Personen wie Rettungskräften, Ärzten und Polizisten kann die Quote sogar auf über 50 Prozent ansteigen. Nach den Erfahrungen des Vietnamkrieges waren nach einigen Berichten mehr als 30 Prozent der Kombattanten betroffen. Die Lebenszeitprävalenz, also die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens eine posttraumatische Belastungsstörung zu entwickeln, liegt weltweit bei etwa acht Prozent.
In einem ausführlichen Gespräch fragt der Arzt nach der Krankengeschichte und den Symptomen des Patienten sowie nach möglichen Risikofaktoren. Anschliessend stellt er diese in Bezug zur Gesamtsituation sowie zur modernen Lebenssituation des Patienten. Als diagnostische Hilfsmittel werden standardisierte Fragebögen eingesetzt, die ein strukturiertes Gespräch ermöglichen oder sogar bei der Erfassung der Selbsteinschätzung des Patienten helfen.
Nervenkitzel und Adrenalin, diese Dinge verbinden wohl die meisten Menschen miteinander. Das macht es neben dem Dopamin zu den bekanntesten Hormonen. Doch was ist mit Noradrenalin? Das unterschätzte Hormon und spielt als Neurotransmitter eine entscheidende Rolle in deinem Körper. Welche Funktionen hat es und welche überraschenden Fakten kanntest du möglicherweise noch nicht? Alles zu diesem Thema erfährst du hier.
Konzentrationsschwierigkeiten bei Kindern machen sich auf vielfältige Weise bemerkbar: Wenn alles interessanter ist als das aufgeschlagene Heft mit den Hausaufgaben, wenn die Gedanken ständig abschweifen, Aufgaben einfach nicht fertig werden oder das Kind permanent zappelt, kommen Lehrkräfte schnell zu dem Schluss, dass das Kind möglicherweise an ADHS leidet. Tatsächlich haben Konzentrationsprobleme aber verschiedene Ursachen. Und nicht nur in der Schule stört die mangelnde Konzentrationsfähigkeit. Was tust du, wenn du Konzentrationsschwierigkeiten bei deinen Kindern feststellst?
Hast du schon einmal einen Lottoschein ausgefüllt und vom Millionengewinn geträumt? Die Vorstellung, dass ein paar Kreuze das ganze Leben verändern und die Sorgen ums Geld mit einem Schlag beenden, ist verlockend. Spielen macht Spass und Gewinnen macht glücklich. Das Gefühl erleben bereits Kinder bei Würfel- oder Kartenspielen und auch Erwachsene kämpfen bei Skat, Doppelkopf oder Schach um den Sieg. Im Unterschied zu diesen Spielen geht es beim Glücksspiel ausschliesslich um den Gewinn von Geld. Lotterien werben mit Millionenjackpots, Spielautomaten stehen in Cafés und Kneipen, Casinos laden zum Glücksspiel ein und schnell wird das Spielen zur Sucht.
Die Johanniskraut Wirkung ist schon seit Jahrhunderten bekannt. Die Heilpflanze wurde in der Volksmedizin für diverse Zwecke eingesetzt. Inzwischen sind bestimmte Effekte wissenschaftlich nachgewiesen. Bei Depressionen, Unruhe oder Angstzuständen soll sie stimmungsaufhellend und entspannend wirken. In Europa ist sie deswegen als natürliche Alternative zu den synthetischen Antidepressiva sehr beliebt. Jedoch können Wechselwirkungen mit anderen Mitteln auftreten. Die folgenden Abschnitte informieren über die Einnahme und den Effekt von Johanniskrautpräparaten und helfen dir zu entscheiden, wann du das Mittel einsetzen kannst und wann du ärztlichen Rat einholen solltest.
Der Erwerb eines phonologischen Bewusstseins stellt einen wichtigen Schritt in der Kindheit dar. Damit lernt das Kind, die Struktur der Sprache zu deuten und Laute sowie einzelne Silben zu erkennen. Die phonologische Bewusstheit ist ausserdem eine Voraussetzung für den Schriftspracherwerb und damit eine Grundlage für die spätere Bildungsfähigkeit des Kindes.
Der Begriff Psychosomatik wurde 1818 von Johann C. A. Heinroth, einem deutschen Arzt und Psychiater, geprägt. Das Wort stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus „psyche“ für Seele und „soma“ für Körper zusammen. Schon seit den Anfängen der Medizin wird vermutet, dass psychische Faktoren körperliche Vorgänge beeinflussen und daher auch an der Entstehung von Krankheiten mitwirken können. Die Psychosomatik gilt daher als ganzheitliches Konzept, die Psyche und Lebensumstände bei der Diagnostik und Behandlung von Krankheiten miteinbezieht. Um die Gesundheit wiederherzustellen, werden Therapien angewendet, die von einem Medikamenteneinsatz über die Psychotherapie bis hin zum Aufenthalt in einer Klinik reichen.