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Tausende Menschen an Demo in Genf gegen sexuelle Diskriminierung
Tausende Menschen haben am Samstag in Genf an einem Pride-Umzug teilgenommen. Sie prangerten Diskriminierung etwa aufgrund der sexuellen Orientierung oder des Geschlechts an. Hauptthema an der Demo war die bevorstehende Abstimmung über die «Ehe für alle».
Der «Marche des Fiertés» (Marsch der Stolzen) als Teil der mehrtägigen sogenannten Geneva Pride in der Innenstadt bewegte sich am Nachmittag in der prallen Sonne zum Rhythmus von Trommeln. Die Farben des Regenbogens, Symbol der LGBTQIA* (Lesbian, Gay, Bisexual, Trans, Queer, Inter und Asexual)-Community, waren dabei vorherrschend, etwa auf Fahnen, Socken, T-Shirts oder als Schminke.
Auf Plakaten und in Slogans war vor allem die bevorstehende Abstimmung über die «Ehe für alle» Thema. Am 26. September entscheiden die Schweizer Stimmberechtigten an der Urne darüber, ob die zivilrechtliche Ehe künftig auch gleichgeschlechtlichen Paaren offenstehen soll.
Am Umzug in Genf küssten sich auf dem Rücksitz eines Cabrios zwei als Bräute gekleidete Frauen liebevoll. Sie lösten damit unter den Demonstrierenden tosenden Applaus aus.
Die Kundgebung begann vor dem Palais Wilson am See und führte durch die Innenstadt schliesslich zum Parc des Bastions. Unter anderem dort fanden seit Mitte der Woche Konferenzen, Konzerte, Ausstellungen und Darbietungen rund um die Pride statt.