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Für einmal soll an dieser Stelle nicht der slavischen Literatur gehuldigt werden, sondern der helvetischen.
Aus Anlass des Todes von Hugo Loetscher hat sich die Redaktion sein Buch «Der Immune» aus dem Jahr 1975 vorgenommen. Es schildert Erlebnisse eines Unverletzlichen. Erlebnisse, an denen Menschen zu Grunde gehen können. Etwa jenes, als der Vater des Protagonisten betrunken nach Hause kommt und das Geschirr zerschlägt, das der Sohn der Mutter zum Geburtstag geschenkt hatte. Loetscher kann aber auch anders. Nachfolgend einige relativ willkürlich ausgewählte Textstellen:
«Etwas stimmte mit dem nicht. Überhaupt, was will der hier, soll er in seinem schwulen Spunten verdampfen.»
«Eines Tages gingen die Niederdörfler in den Zoo. (…) Einer hatte erzählt, wenn man die Affen mit Salzheringen füttert, fangen sie an zu onanieren. Also begaben sich die Niederdörfler in ein Delikatessengeschäft. Hier verlangte einer gleich vier Kilo, die armen Affen.»
«Im Stadtkreis vier, wo sie aufgewachsen war, hiess es an einem Nachmittag, vor dem Bahnhof stehe ein Neger; sie seien alle aufgeregt gewesen und hätten beschlossen, den Schwarzen anschauen zu gehen, aber sie hätten ihn verpasst, da sie sich vorher noch die Sonntagskleider angezogen hätten.»