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Blaise Cendrars
Im Hinterland des Himmels
Vorwort von Jean C. Flückiger
Aus dem Französischen von Giò Waeckerlin Induni,
ISBN 978-3-85787-650-9
Seiten 140
Erschienen 1999
€ 8.80 / Fr. 16.00
Paperback (1999)
Nur zwei Jahre nach seiner Kriegsverletzung (und nach der Amputation seines rechten Armes), nur fünf Jahre nach seinem Aufbruch in die poetische Moderne, der mit den Gedichten Séquences und Les Pâques à New York in Amerika stattfand, schreibt Blaise Cendrars im Sommer 1917 – noch immer toben die Grabenschlachten des Ersten Weltkrieges – in einer abgeschiedenen Ecke des französischen Landesinnern seinen Text L'Eubage - Aux antipodes de l'unité, der 1926 bei den Paris Editions Au Sans Pareil als kleine Schrift erscheint.
Der zwei Freunden und Gönnern gewidmete Text – ein poetisches Protokoll einer interstellaren Reise – erweist sich heute mehr denn je als ein Manifest Cendrar'schen Schreibens, Erlebens und Seins. Der Eubage – ein keltischer Ur-Priester – reist in dieser Geschichte in zwölf kurzen Kapiteln, die dem Zyklus der Monate entsprechen, durch ein ebenso unheilvoll-gespenstisches wie hoffnungsträchtiges Weltall.
In konzentrierter, packender Form gibt Cendrars hier sein künstlerisches und poetisches Credo, das fortan an die Basis seiner Romane, seines Schreibens und Seins werden sollte. Mit seiner Reise zu den Antipoden der Einheit, die er in grausamster Zeit an seinem einsamen Schreibtisch und mit seinem linken, ihm einzig noch verbliebenen Arm unternahm, entpuppt sich Cendrars als ein Prosa-Poet erster Güte.
Pressestimmen
Die Erzählung steckt den symbolischen Horizont ab, unter welchem sich Cendrars’ Imagination entfaltet und Geschichten erzeugt, die direkt der Turbulenz der modernen Welt entlehnt scheinen, aber in Wahrheit aus dem Innersten des Bewusstseins stammen.— Frankfurter Allgemeine Zeitung
Eine in der künstlerischen Obsession ungeheuren Lebens- und Erlebensdranges die blosse biographische Befindlichkeitsbeschribung weit zurückwerfende, frisch sprudelnde Fabulierlust!— Der Bund
Cendrars’ avantgardistische Prosa kommt in der deutschen Fassung gut zur Geltung.— Neue Zürcher Zeitung
Ein Werk von selten anzutreffender archaischer und anarchischer Wucht.— Schweizer Feuilleton-Dienst