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Als die Traumnote auf den Bildschirmen in der Stuttgarter Turnhalle aufblitzte, hielt es selbst die sonst so abgeklärte Simone Biles nicht mehr auf den Sitzen. Im Wissen, dass ihr die 15,066 Punkte am Schwebebalken einen weiteren WM-Titel einbringen würde und sie mit ihrer 24. Medaille Witali Scherbo (BLR) überflügelt, riss Biles die Arme in die Höhe und sprang in die Arme ihres Trainers.
Die 22-jährige Überturnerin hatte am Schwebebalken eine perfekte Übung gezeigt und sich mit über einem halben Punkt Vorsprung auf die beiden Chinesinnen Liu Tingting und Li Shijia durchgesetzt.
Genug hatte sie damit aber noch nicht. Im abschliessenden Bodenfinal zeigte sie auf den ersten beiden Diagonalen 2 von ihr entworfene Elemente und sicherte sich mit einem ganzen Punkt Reserve vor ihrer Landsfrau Sunisa Lee die 5. Goldmedaille an dieser WM.
Überraschung am Barren ...
In der Barren-Konkurrenz der Männer feierte Joe Fraser einen Überraschungssieg. Der 20-jährige Brite stieg als Dritter der Qualifikation in den Final und turnte dort die mit einem «D-Wert» von 6,600 Punkten schwierigste Übung. Weil ihm gleichzeitig auch kaum Fehler unterliefen, reichte es für Fraser vor Ahmet Önder (TUR) und Kaya Kazuma (JAP) zu Gold.
... und am Reck
Auch am Reck, der inoffiziellen Königsdisziplin, setzte sich mit Arthur Mariano einer durch, der an Weltmeisterschaften bisher nicht reüssieren konnte. Der 26-jährige Brasilianer überzeugte die Juroren mit unkonventionellen Flugelementen und einer perfekten Landung zum Ende seiner Übung und gewann vor dem Kroaten Tin Srbic Gold.
Nagorni triumphiert beim Sprung
Nachdem er tags zuvor am Boden das Podest verpasst hatte, fand Nikita Nagorni in die Spur zurück. Der russische Mehrkampf-Weltmeister sprang mit 14,966 Punkten vor seinem Landsmann Artur Dalaloyan (14,833 Punkte) zur Goldmedaille. Rang 3 ging an den Ukrainer Igor Radiwilow.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 13.10.2019, 13:00 Uhr