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AGENDA
Aktualisierung: 15.09.2022
Genf
"Les Vins de Genève"
AKTUELLES

VEREINIGUNG SVSW
Schweizerische Vereinigung der Selbsteinkellernden Weinbauern
Die Schweizerische Vereinigung der Selbsteinkellernden Weinbauern (SVSW) wurde 1970 gegründet. Die Vereinigung bezweckt, die Qualität, Echtheit und Bodenverbundenheit der Schweizer Weine zu fördern und die Rechte ihrer Mitglieder zu wahren und zu verteidigen.
Sieben kantonale Sektionen sind auf regionaler Ebene tätig und auf nationalem Niveau in der SVSW zusammengefasst. Die Sektion Wallis ist flächenmässig am grössten, während die Sektion Waadt die meisten Mitglieder zählt. Beide haben noch die Möglichkeit, neue Mitglieder anzuwerben und sich beinahe zu verdoppeln. Die Sektion Genf dagegen vereint praktisch bereits alle unabhängigen Weinbauern des Kantons.
Die Vereinigung betrachtet als "selbsteinkellernden Weinbauern", wer einen Reb- und Weinbau-betrieb bewirtschaftet, sei es als Eigentümer(in) oder als Pächter(in).
Die Vereinigung umfasst selbsteinkellernde Weinbauern, die sich an folgende Bedingungen halten:
Die SVSW umfasst somit 600 Mitglieder, die ungefähr ein Drittel der gesamtschweizerischen Produzenten und 30% der nationalen Produktion darstellen. Die Mehrheit der Mitglieder besitzen eine sehr gute Berufsausbildung und haben ein höheres Studium in Önologie absolviert.
Der Schweizer Weinbau
Der Schweizer Weinbau besteht hauptsächlich aus kleineren Betrieben. Bei den unabhängigen Weinbauern beträgt die durchschnittliche Grösse 4.2 ha.
Die wichtigsten Weinbaugebiete liegen in der Französisch sprechenden Schweiz , vor allem in den Kantonen Wallis (35%), Waadt (28%), Genf (9%) und Neuenburg. (4%). Südlich der Alpen (italienisches Sprachgebiet) erreicht die Rebfläche des Kantons Tessin 6%, während die verschiedenen Deutsch-schweizer Kanton die restlichen 20% decken.
In der Schweiz gibt es über fünfzig Rebsorten , von denen einige international bekannt sind. Neben den üblichen weissen und roten Varianten gibt es einheimische Rebsorten , von denen man einige ausschliesslich in der Schweiz findet wie Petite Arvine, Gamaret und Garanoir. Die beiden letzteren Rebsorten wurden 1970 von der Schweizerischen Versuchsstation in Changins entwickelt.
Sie entstanden aus einer Kreuzung von Gamay und Reichensteiner. In den letzten Jahren verbreitete sich der frühreife Gamaret am Genfer See rapide, vor allem wegen seiner guten Resistenz gegen Grauschimmelfäule. Diese rote Rebsorte beginnt nun auch französische Weinbauern zu interessieren, die sie versuchsweise gepflanzt haben.
Auf dem Schweizer Binnenmarkt herrscht eine besondere Situation, da die einheimische Produktion nur ein Drittel der Nachfrage decken kann; die anderen zwei Drittel werden vom Weinhandel aus europäischen Ländern und der Neuen Welt eingeführt.