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Marsch fürs Leben in Paris und den USA
Paris/Washington (idea) – 5000 Personen demonstrierten am 17. Januar in Paris für das Lebensrecht ungeborener Kinder. 15'000 Personen nahmen laut den Organisatoren der Veranstaltung via Zoom teil. Der "Marsch für das Leben" in Paris stand nicht nur wegen Corona unter besonderen Vorzeichen. Ab dem 20. Januar debattiert der französische Senat, die Frist für legale Abtreibungen von der 12. bis zur vierzehnten Woche auszuweiten. Gleichzeitig sollen Ärzte und Pflegepersonal sich nicht mehr aus Gewissensgründen gegen die Ausführung einer Abtreibung wehren können. Ausserdem wird der Senat im Februar in zweiter Lektüre das Bioethikgesetz debattieren. Mit diesem Gesetz sollen Abtreibungen aufgrund "psychosozialer Not" bis vor dem Moment der Geburt erlaubt und die Bedenkfrist für Abtreibungen abgeschafft werden. 2019 wurden in Frankreich laut den Verantwortlichen des Marschs bereits über 232'000 ungeborene Kinder abgetrieben. 96 Prozent aller ungeborenen Kinder mit Down-Syndrom würden bereits abgetrieben.
In Washington am 29. Januar nur digitaler Marsch
Der US-amerikanische „Marsch für das Leben“ in Washington wird erstmals ausschließlich digital stattfinden. Das gaben die Organisatoren auf ihrer Internetseite bekannt. Als Grund dafür nannten sie die gesundheitliche Gefährdung der Teilnehmer durch das Coronavirus und die angespannte Sicherheitslage nach dem Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar. In den USA wurden 2017 einer Studie zufolge mehr als 862'000 ungeborene Kinder abgetrieben.