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Der bekannte Davoser Fotograf Marcel Giger besuchte auf seinen Reisen mehrmals die HIV/Aids Care Center von Schwester Martha. Er ist sehr beeindruckt von ihrer Arbeit mit den Kindern und den notleidenden Erwachsenen.
Der bekannte Davoser Fotograf Marcel Giger besuchte auf seinen Reisen mehrmals die HIV/Aids Care Center von Schwester Martha. Er ist sehr beeindruckt von ihrer Arbeit mit den Kindern und den notleidenden Erwachsenen.
Sr. Martha begann im Jahr 2002 mit einem kleinen Holzhaus, das HIV/AIDS Care Center in Khaykkhami aufzubauen. Es steht noch heute und wird inzwischen nur noch benutzt für Bauarbeiter, die gelegentlich auf dem Gelände arbeiten. Der Ort Khaykkhami liegt 250 km südlich von Yangon und ist sehr überschaubar. Hier leben viele Flüchtlinge unter extrem schlechten Bedingungen. Alle im Ort kennen Sr. Martha, die mit ihren knapp über 60 Jahren unglaublich aktiv ist. Sr. Martha gehört dem St. Joseph Orden an, hat aber durchgesetzt, dass sie nicht in Ordenstracht, sondern mit ihrer selbst entworfenen Uniform ihren Dienst tut, denn sie hilft jedem völlig unabhängig von seiner Religion.
Das Sr. Martha HIV/AIDS Care Center liegt am Ortsrand im Grünen. Von ihrem kleinen Gehalt und einigen Spenden hat sie das Grundstück damals gekauft. Es ist 60 Fuss breit und 110 Fuss (ca. 18 x 33 Meter) lang. Hartnäckig hat Sr. Martha in den letzten Jahren für ihr Kinderheim gekämpft. Der Erfolg sind zwei Steinhäuser, die von der deutschen und der japanischen Botschaft gestiftet wurden sowie fünf kleine Häuschen für die Unterbringung der Kinder, der Helferinnen, Lager für Medikamente und Lebensmittel, Büro, Ärztezimmer, Speisesaal und Hausaufgabenraum für die Kinder. Je nach den Bedürfnissen wird immer etwas verändert, angepasst, verbessert. Und seit 2015 entsteht noch ein kleines Hospital in der Nähe des Care Centers, mit dem Sr. Martha kooperiert.
In der Eingangshalle des Haupthauses hängen die Bilder vom Beginn von Sr. Marthas Care Center. Auf ihnen sind die ersten beiden Holzhütten zu sehen, aber auch die Dokumentation von den Kindern, die Sr. Martha aufgenommen hat. Abgemagert sind sie bei ihr gelandet, aufgegeben von den Eltern und den Ärzten. Manche waren zu schwach zum Überleben, aber viele konnte Sr. Martha aufpäppeln.
Mit Sr. Martha arbeiten weitere Schwestern aus ihrem Konvent. Sie werden von einigen Frauen aus dem Dorf unterstützt, die beim Kochen, Putzen, Waschen etc. ihren Lebensunterhalt für ihre Familien verdienen können.
In der Zwischenzeit hat sie auch einen Mahlzeitendienst für AIDS-Kranke eingerichtet.
Ausserdem sind noch zwei jüngere Mädchen nach dem Schulabschluss bei Sr. Martha als Buchhalterinnen beschäftigt.
In einer Entfernung von 2 km konnte Sr. Martha noch ein kleines Grundstück kaufen, auf dem sie Obst und Gemüse anbaut, damit sie selbst für besseres Essen sorgen kann und nicht auf dem Markt teuer einkaufen muss. Die Lebensmittelpreise steigen inzwischen auch in Myanmar an. Obst und Gemüse werden immer teurer. Durch die Haltung von eigenen Hühnern wird jeden Tag von frischen Eiern profitiert. Somit ist ein Teil der Selbstversorgung gewährleistet.
Immer mehr Flüchtlinge suchen ihr Glück jenseits der Grenze, viele scheitern. Kinder bleiben ohne Eltern zurück und sind völlig hilflos. Seit 2007 plante Sr. Martha eine neue Mission in Kawthaung, das im äussersten Süden Myanmars liegt. 2010 kaufte sie ein kleines Haus als Anlaufstelle, das renoviert wurde. So konnte eine Schwester aus Sr. Marthas Konvent schon mal das Büro eröffnen. Unbegleitete Kinder werden aufgenommen. Wenn sich keine Verwandten finden lassen, werden sie nun im neuen Center Kawthaung aufgenommen.
Dank vieler Spenden konnte Sr. Martha 2015 ein grosses Grundstück kaufen. Die Bauarbeiten für das Hauptgebäude begannen im Jahre 2016. Sr. Martha konnte mit Helfern bereits damals die ersten Mango- und Jackfruits-Bäume sowie Tamarinden pflanzen. Die Bauplanung wurde von den Behörden immer wieder durch neue Verordnungen und Bestimmungen verzögert. Doch wie schon in Khaykkhami erreichte Sr. Martha auch in Kawthaung mit unermüdlicher Hartnäckigkeit ihr Ziel.
Am 24. Januar 2018 wurde das Sr. Martha Care Center in Kawthaung feierlich eröffnet. Hier werden HIV-infizierte Kinder ein neues Zuhause und ärztliche Behandlung erhalten, aber auch erwachsene Hilfesuchende aus den ärmsten Verhältnissen werden hier Hilfe finden. Das Care Center ist erst der Anfang. Es soll noch ein kleines Hospital folgen und weitere Wohnhäuser für die Waisen und Kranken. Was 2015 mit dem Landkauf begann, ist nun ein sichtbarer Erfolg von Sr. Marthas unermüdlicher Arbeit. Zusammen mit den gesammelten Spenden, auf die sie sehr angewiesen ist, konnte ein Anfang geschaffen werden. Wir hoffen, dass das Projekt weiter wachsen darf.
Einer langjährigen Unterstützer der Sr. Mart-ha Care Center in Khaykkhami und Kawthaung ist der bekannte deutsche Bestesellerautor Jan-Philipp Sendker. Der in Potsdam wohnhafte Schriftsteller ist extra zu den Eröffnungsfeierlichkeiten nach Kawthaung gereist. Im Foto sehen wir ihn mit Sr. Martha vor dem neu erbauten Care Center.
Schwester Martha hat im Jahre 2002 angefangen, das HIV/AIDS Care Center in Khaykkhami aufzubauen. Die Station liegt ungefähr 300 km südlich der Haupstadt Yangon. Nach über 50 Jahren Militärdiktatur öffent sich das Land, doch Hilfe ist überall notwendig. HIV/AIDS erkrankte Kinder benötigen dringend Unterstützung, da es in Burma/Myanmar offiziell diese Krankheit noch nicht lange gibt und die Bevölkerung dadurch nicht aufgeklärt ist. Die kranken Kinder werden von ihren Familien missachtet, ausgestossen oder ihre Eltern sind an AIDS gestorben. Bei Schwester Martha leben knapp 20 Waisenkinder, HIV positive aber auch gesunde. Insgesamt betreut sie 60 Kinder, die aus sehr armen Familien stammen. Sie unterstützt die externen Kinder nicht nur mit Essen und Medikamenten, sondern hilft ihnen auch bei den Hausaufgaben. Im HIV/AIDS Care Center arbeiten weitere Ordensschwestern mit. Einige Frauen aus dem Dorf helfen bei der Hausarbeit. Zwei junge Mädchen beschäftigt Schwester Martha, nach deren Schulabschluss, als Buchhalterinnen. Mit grossem Willen und Durchhaltevermögen, den kleinen und grossen Spendengeldern, konnte Schwester Martha ein Grundstück von ca. 600m2 kaufen, auf das sie einige Gebäude bauen liess.
Mit den Jahren konnte auf dem Grundstück Häuser für die Unterbringung der Kinder, die Helfer, Speisesaal, Küche, Lagerraum für Lebensmittel und Medikamente, Ärzteraum und ein Büro errichtet werden. Je nach den Bedürfnissen wird etwas verändert, angepasst oder verbessert. Auf einem anderen kleinen Grundstück baut Schwester Martha und ihr Team Obst und Gemüse an, damit frische Lebensmittel gewährleistet und nicht teuer eingekauft werden müssen. Schwester Martha gehört dem katholischen St. Josephsorden an und hat sich eingesetzt, dass sie nicht in der Ordenstracht, sondern in einer selbstentworfenen Uniform ihre Dienste tun kann. Sie und ihre Mitarbeiterinnen helfen vielen Menschen unabhängig ihrer Religionen.
Dank eurer Spende kann Sr Martha, die nötigen Medikament, Kleidung, Saatgut für Obst und Gemüse und Nahrugsmittel besorgen. Damit wird den Kindern eine Chance zum Leben gegeben. Helfen Sie mit einer kleinen oder grossen Spende mit, dass Sr Martha ihre Arbeit erfolgreich weiterführen kann.
Schwester Martha ist Maygon, einem kleinen Dorf in Central Myanmar, geboren. Wie die meisten Leute, hatte auch sie Angst HIV/AIDS infizierte Leute zu berühren, oder ihnen Medikamente zu verabreichen. Das hat sich alles im Jahr 2001 geändert, als es Schwester Martha bewusst wurde, wie viele Leute in ihrem kleinen Dorf mit Aids leben mussten. Sie hatte damals die Berufung, diesen Leuten zu helfen und hat somit ihre Angst überwinden können. Es gab vermehrte Todesfälle in ihrem Gebiet, aber die Leute wussten nicht, dass AIDS der Grund war. Schwester Martha hat sich mit einer buddhistischen Nonne zusammengeschlossen und ein Hilfswerk gegründet, das Aids kranke Waisenkinder und Erwachsene Leute medizinisch versorgt. Die Kinder werden auch schulisch gefördert und bekommen eine Unterkunft und gesunde Ernährung. Das Zentrum befindet sich in einer ruhigen Strasse im buddhistischen Quartier in Kyeik-kami, einer kleinen Stadt 88km südlich von Mawlamyine. 13 Angestellte helfen den beiden Schwestern, die Patienten zu betreuen. Viele Fotos an den Wänden des Centrums zeigen, wie Schwester Martha die Kinder liebevoll umarmt und ihre Angst völlig überwunden hat. In der kleinen buddhistischen Stadt von Mon, mit 10 000 Einwohnern, ist Schwester Martha sehr geschätzt und bekannt. Hier leben nur 50 Christen. In Mon State gibt es die höchste AIDS Infektionsrate des ganzen Landes. Als das Zentrum in 2001 eröffnet wurde, starben Leute fast täglich, mindestens 10 Leute jeden Monat. Leider konnte Schwester Martha und Ihr Team ihnen nicht helfen, da sie die „ anti-retroviral therapy ( ART ) damals noch nicht zur Verfügung hatten. Im Jahr 2007 gelang es Schwester Martha das Medikament ( ART ) für 20 Patienten zu besorgen und heute sind es sogar 103 Kinder und Erwachsene, die das wichtige Medikament bekommen. In Myanmar leben insgesamt 210´000 Leute mit HIV/AIDS und gemäss Medecines sans Frontieres, bekommen nur die Hälfte aller Patienten das ART-Medikament.
EIN BESCHEIDENER ANFANG
Das Zentrum hat im 2002 in einer kleinen Holzhütte begonnen und ist heute ein Mehrhauskomplex mit Ackerland, das vom der Japanischen und Deutschen Botschaft gegründet wurde. Im Zentrum können die Patienten beruflich gefördert werden. Auf der Farm wird Gemüse angebaut und auch Hühner und Schweine aufgezogen. Am Anfang hatte Schwester Martha keine Hilfe von aussen, sie hat alle Assistenz selber organisiert und erarbeitet. Heute wird das Project von aussen unterstützt, zum Beispiel von „House of Hope“ und natürlich auch vom Sunshine Verein. Heute hat das Zentrum auch eine kleine Klinik, wo auch Leute ohne AIDS medizinische Versorgung bekommen können. Zum Beispiel Malaria und Hepatitis Tests werden angeboten, so wie auch psychologische Beratungen an Hilfesuchenden. Schwester Martha sagt, dass frühere ihre Arbeit von der Regierung streng überprüft wurde und man zu wissen verlangte, woher das Zentrum die Unterstützung hatte. Seit der Einführung der nominalen Demokratie im Jahre 2011 hat sich alles etwas verbessert und die Überprüfungen wurden beendet. Damit stand einer ordentlichen Registration des Care Centres nichts mehr im Wege. Schwester Martha trägt nicht das traditionelle Ordenskleid, sondern nur eine einfache Bluse und ein „longyi“, ein traditioneller Rock und als christliches Zeichen ein kleines Kreuz um den Hals. Sie sagt, dass die katholische Bekleidung die Beziehung zur buddhistischen Bevölkerung erschwerte. Mit ihrer einfachen Kleidung kann sie ihren Patienten besser dienen.
Schwester Martha kümmert sich auch um die Zukunft und die Fortsetzung Ihrer Projekte..
Im Jahr 2014 hat sie ein neues Zentrum im Süden von Myanmar gegründet, wo sie mindestens 500 Leute, die an Aids erkrankt sind, behandelt. Sie schult ihre Nachfolger jetzt schon, damit der Bestand der Organisation garantiert ist, auch nach ihrem Tod. HIV zerstört gewisse weisse Blutzellen, die ein wichtiger Teil des menschlichen Immunsystems sind. Aids ist das letzte Stadium von HIV, wo das Immunsystem so geschwächt ist, dass der Körper sich nicht einmal von kleinen Infektionen mehr schützen kann. Es dauert ungefähr 10 bis 12 Jahre bevor HIV zu Aids wird, sogar ohne Behandlung. Aber glücklicherweise können die richtigen Medikamente den Prozess verlangsamen oder sogar stoppen und das Immunsystem wieder stärken. Man kann kein HIV bekommen vom normalen menschlichen Kontakt, wie sich umarmen, Mahlzeiten, Kleider oder Toiletten teilen. Es besteht auch kein Risiko, wenn man niesst oder hustet oder durch schweiss Ausdünstung, weinen, Spucke oder Urin. Die meisten Leute bekommen Aids durch ungeschützten Sex, oder durch das Teilen von Nadeln beim Drogenkonsum, von jemandem der mit HIV infiziert ist. HIV kann auch während der Schwangerschaft, Geburt und Stillen von der Mutter auf ihr Baby übertragen werden.