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Argentinien gewann an der Copa America zwar das Spiel um Platz 3 mit 2:1 gegen Chile. Die Schlagzeilen gehörten aber nicht dem Sieg der «Albiceleste», sondern Lionel Messi. Der Captain war nach einem Rencontre mit Gary Medel mit Rot vom Platz geflogen – und verstand danach die Welt nicht mehr.
Man sollte nicht Teil dieser Korruption sein. Wir haben die Nase voll (...) von der Korruption, den Schiedsrichtern und allem, was das Spektakel verdirbt.
Mit diesen Worten verschaffte Messi seinem Unmut Luft nach dem Spiel in den Katakomben des Stadions in Sao Paulo. Der 32-Jährige kehrte auch nicht mehr auf den Rasen zurück, um mit seinen Teamkollegen die Auszeichnung entgegen zu nehmen.
Messi und Argentinien: das passt nicht
Messi und der argentinische Verband hatten sich nach dem 0:2 im Halbfinal gegen Brasilien heftig über die Schiedsrichter-Leistung beklagt.
Der Captain des zweifachen Weltmeisters griff zudem den südamerikanischen Verband Conmebol an und bedauerte den grossen Einfluss der Brasilianer auf den südamerikanischen Fussball. «Ich zahle vielleicht den Preis für meine Kritik», mutmasste Messi nach seinem Platzverweis.
Für den Spieler von Barcelona war die Copa America eine weitere Enttäuschung im Trikot Argentiniens. Der 32-Jährige wartet weiterhin auf einen Titel mit der A-Nationalmannschaft. Viermal scheiterte er in einem Final: 2014 bei der WM und 2007, 2015 und 2016 bei der Copa America.
Sendebezug: Radio SRF 1, Bulletin von 07:00 Uhr, 07.07.19