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UKI virus rising
UKI virus rising folgt einer sich ständig wandelnden Reiko, die durch das E-Trashville streift, bis sie als UKI the virus aufersteht. Reiko, eine überflüssige IKU (Orgasmus)-Codiererin, die von GENOM Co. in E-Trashville abgeladen wurde, versucht, ihren kaputten Festplattenkörper neu zu starten. Das Narrativ ortientiert sich an Shu Lea Cheangs UKI, einem Sci-Fi-Virus-Altreality-Kino in der Entstehung. Unbeabsichtigt führt Reikos rasende Selbstcodierung dazu, dass sie den Virus UKI einschleust.
In der Zwischenzeit verlässt GENOM Co. das Netz und nimmt den menschlichen Körper als Geisel, um BioNet zu initiieren, ein Netzwerk, das aus überarbeiteten roten Blutkörperchen (Erythrozyten) besteht, die in der Lage sind, DNA mit orgasmischen Daten zu codieren. In seinem profitablen Biotech-Engineering-Schema erntet GENOM Co. die Orgasmusdaten weiter, um rote Pillen zum Verzehr herzustellen. Das UKI-Virus steigt auf, vermehrt und mobilisiert sich und dringt in den menschlichen Körper ein… und so beginnt die Geschichte.
Shu Lea Cheang ist eine Künstlerin und Filmemacherin, die mit verschiedenen Kunstmedien und Filmformaten arbeitet, darunter Installation, Performance, Netzkunst, Kunst im öffentlichen Raum, Videoinstallation, Spielfilm und mobile Webserie. Ihr künstlerisches Schaffen zeugt von der Vorstellungskraft und dem Wunsch, die Grenzen von Gesellschaft, Geografie, Politik und Wirtschaftsstruktur zu überschreiten und so Geschlechter, Rollen, Mechanismen usw. neu zu definieren.
Als Pionierin der Netzkunst war ihre Arbeit BRANDON (1998-1999) die erste Webkunst, die vom Solomon R. Guggenheim Museum in New York in Auftrag gegeben und gesammelt wurde. Ihre Netzwerkinstallationen, darunter Bowling Alley (1995, Walker Art Center, USA) und Baby Love (2015, Palais de Tokyo, Paris), verwenden häufig elektronische interaktive Geräte, um offene Netzwerke zu konstruieren, die eine Beteiligung der Öffentlichkeit ermöglichen. Ihre partizipativen, vernetzten Multiplayer-Performances, darunter Moving Forest (2008, transmediale, Berlin), UKI (2009-2016) mit transgressiven Plots werden im kollektiven Stegreifmodus realisiert. Sie entwirft Sci-Fi-Erzählungen in ihrer filmischen Szenario- und künstlerischen Vorstellungskraft und kreiert ihr eigenes “Science”-Fiction-Genre des New Queer Cinema, das sie als Eco-Cybernoia (FRESH KILL, 1994), Scifi-Cyberpunk (I.K.U., 2000) und Scifi-Cypherpunk (Fluidø, 2017) bezeichnet. Von der Besiedlung des Cyberspace in den 90ern bis zu ihrem aktuellen Rückzug in die Post-Netcrash-BioNet-Zone beschäftigt sich Cheang in ihrem aktuellen Werkzyklus mit viraler Liebe und Bio-Hack.
Cheang wurde 1954 in Taiwan geboren, lebte zwei Jahrzehnte lang in New York City und wohnt derzeit in Paris.