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Lars hat geschrieben:
Squatrazustradin hat geschrieben:Du beziehst dich sehr oft auf Schmitt. Doch hast du mal die Bibliographie seines Buches gut studiert. Keine einzige Quelle, und die Literatur ist oft auch sehr fragwürdig.
wer solches behauptet, hat wohl noch nie ein Buch von Schmitt in der Hand gehabt. Da gibt es auf jeder Seite zig Fussnoten mit Quellenangaben.
Da scheint wohl einfach jemand etwas dagegen zu haben, dass Schmitt sich getraute, nicht genau das zu schreiben, was die Albaner hören wollten. Aber so funktioniert das in der Wissenschaft nicht.
Ich spreche von QUELLEN und NICHT von Literatur! Eine so fundamentale Unterscheidung soll doch jeder in der Lage sein zu machen. Und Schmitt hat im besagten Buch (Kosovo. Geschichte einer zentralbalkanischen Landschaft) habe ich keinen Quellenverweis gefunden. Zudem ist Schmitt sehr einseitig bei der Verwendung von Literatur. Das Buch hat einige gute Ansätze, doch ist das nichts Neues. Es ist ein Zusammentragen bestehender politisch motivierter Meinungen. V.a. in Bezug auf die kommunistischen Ära hat Schmitt gar nichts geleistet und nur auf bestehende Literatur verwiesen (die sehr einseitig zitiert wurde). Schmitt versucht dir bezüglich der kommunistischen Ära eine Meinung aufzuzwingen. Denn er bezieht sich nie auf Gegendarstellungen, sondern stellt immer nur die Ansicht dar, die seiner Meinung am nähesten kommt. Das ist keines Falls sachlich. Man kann eine Literaturarbeit machen, doch dann muss man auf beide (oder auch mehrere) Standpunkte eingehen, wobei man dann seinen eigenen Standpunkt implizit oder explizit äussern kann. Das sind basics im wissenschaftlichen Arbeiten.
Ich habe nichts gegen Schmitt oder seine Ansichten. Doch ich habe etwas dagegen, wenn jemand etwas behauptet und dabei nicht auf Quellen verweist. Und im oben erwähnten Buch tut er das nicht. In seinem anderen Werken, wie Bspw. in der neuesten Skanderbeg-Biographie hat er in den Archiven recherchiert. Und dieses Buch finde ich sehr gelungen. Da kann er sich auch mal erlauben, Tatsachen als gegeben darzustellen, weil er direkt Quellen zitiert. Bei einer Literaturarbeit darf so etwas nicht passieren.