Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03115.jsonl.gz/2494

Zeichen und Wunder
AbstractDer Autor geht Fragen nach, ob und inwieweit die Zeichen/Insignien des psychoanalytischen Setttings (die Couch; das Liegen; die 50 Minuten, das freie Assoziieren etc.) an sich einen psychoanalytischen Prozess ermöglichen, in Gang setzen, wie gewisse Filmkomödien suggerieren und worauf dies basieren könnte. Dabei scheint die Konsistenz der symbolischen Ordnung, wie Zizek sie umreißt, eine wichtige Rolle zu spielen, welche ihrerseits mit dem Lacan’schen »großen Anderen« verknüpft ist, diese stützt; der »große Andere« verstanden als eine Leerstelle, einer Auslassung, welche erst die symbolische Ordnung, das Gesetz, in Gang setzt. Anhand von Beispielen aus Literatur und Musik, sowie Freud’s kulturtheoretischer Schriften werden diese Konzepte erläutert. Vor diesem Hintergrund wird das psychoanalytische Setting als Hülle, deren sich der Analytiker bedient, bedienen muss, verstanden, in welcher er den Platz der ihm zugewiesen wird einnehmen – diesen aber auch gleichzeitig leer lassen muss. Konterkarierend dazu das scheinbare Verschwinden, die Brüchigkeit der symbolischen Ordnung – exemplarisch an einem klinischen Beispiel dargestellt – welche dazu führt, sich neue, eigene Ordnungen, Gesetze zu erschaffen (Reflexivität nach Zizek), ja, diese zu ideologisieren, um vermeintlichen Halt zu finden, dabei aber den psychoanalytischen Prozess unterminieren.
Downloads
Die Autor_innen bleiben Inhaber_innen sämtlicher Rechte an ihrem Text. Für eine weitere Verwendung/Veröffentlichung ihrer im Journal für Psychoanalyse erschienenen Beiträge müssen Autor_innen keine Genehmigungen einholen. Es wird jedoch keine Textversion im Verlagslayout zur Verfügung gestellt.
Die Autor_innen geben Ihr Einverständnis, dass der Text in einer online-Version ins Internet gestellt wird. Sie räumen der Redaktion die diesbezüglichen Rechte durch Zeichnung eines von der Redaktion separat zugestellten Vertrags (Creative Commons, CC BY-NC-ND 4.0) ein. In diesem Vertrag bestätigen Sie als Autor auch, dass es sich bei Ihrem Text um einen noch nicht andernorts veröffentlichten Originalbeitrag handelt.
Die Redaktion bittet die Autoren ebenfalls, für jeden zur Publikation angenommenen Text eine Publikationsvereinbarung mit dem Titel des betreffenden Textes versehen und unterzeichnet dem Sekretariat des Psychoanalytischen Seminars Zürich zuzustellen.
Alle Beiträge ab Ausgabe 55 sind kostenlos mit Open Access verfügbar.