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Lentathal
(Kt. Graubünden, Bez. Glenner). 2200-1800 m. So heisst die westliche der beiden obern Verzweigungen des Thales von St. Peter oder Vals. Steigt vom Lentagletscher bogenförmig nach N. und O. ab und vereinigt sich bei Zervreila (9 km oberhalb Vals) mit dem den östlichen obern Arm des Hauptthales bildenden Kanalthal.
Das enge und wilde Thal, das völlig waldlos ist, verödet zusehends immer mehr und weist mit Ausnahme der grünen Sohle nur einige wenige magere Alpweiden auf. 7,5 km lang.
Den Thalschluss bildet der vom Rheinwaldhorn überragte Lentagletscher;
rechts begleiten das Thal das Zervreilerhorn, Lentahorn und Güferhorn, links der Plattenberg, Piz Cassimoi, Piz Jut und das Grauhorn.
Bildet eine der grossartigsten Landschaften des Bündner Hochlandes.
Zwei Pässe führen vom
Lentathal in den Kanton Tessin
hinüber: die
Bocca di Fornei (2879 m), zwischen dem
Piz Cassimoi und der
Cima Fornei, ins
Val Carasina und nach
Olivone und der Passo di Soreda (2770 m), zwischen dem
Plattenberg
und
Piz Casinell, ins
Val Scaradra und nach
Campo.
Die
jetzt an Sennen aus dem
Lugnez vermieteten Alpweiden des
Lentathales sind
Eigentum von
Tessiner Gemeinden und wurden früher über den Passo di Soreda mit Vieh bezogen.