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Am 18. Mai 2014 stimmen wir über das Gripen-Fonds-Gesetz ab, und das beinhaltet, ob die Schweiz 22 Kampfflugzeuge Gripen E kaufen kann. (Hans-Peter Neuweiler, Ermatingen)
Die Schweizer Luftwaffe hat im Moment 56 Tiger F-5E aus den Jahren 1978 – also mehr als 35-jährig und 32 Kampfjets neuerer Generation F/A 18. Der Tiger muss altershalber ersetzt werden, weil die Zellen zum Teil schon Risse aufweisen und die Ausrüstung analog und zu den heutigen digitalen Systemen nicht mehr kompatibel ist. Soweit die Fakten.
Das Fondsgesetz und damit die Beschaffung von modernen Kampfjets mit der Fähigkeit zum Bodenkampf werden von linker und grüner Seite mit dubiosen und falschen Argumenten bekämpft. Einerseits wird argumentiert, dass der Gripen (während seiner ganzen Laufzeit von 30 Jahren) zehn Milliarden Franken kosten werde und damit für das Sozialsystem Mittel entzogen würden. Sie vergessen zu erwähnen, dass für Soziales in 30 Jahren etwa 700 Milliarden ausgegeben werden, und dass die Ausgaben vom Gripen vollständig im Budget von fünf Milliarden des VBS integriert sind und keine Schwächung des Sozialsystems erfolgt.
Weiter wird argumentiert, dass der Gripen E ein Papier-Flugzeug sei weil erst im Konstruktionsstadium. Bei allen Kampfjet-Beschaffungen weltweit werden mehrheitlich Modelle beschafft, die in Planung sind und neueste Errungenschaften erst implementiert werden müssen – sonst kauft man ein veraltetes Flugzeug. Diese Jets haben alle einen Lebenszyklus von etwa 30 Jahren.
Und drittens wird argumentiert, dass wir mit dem Kauf ein hohes Risiko eingehen, weil wir ein nicht erprobtes Flugzeug kaufen. Man unterdrückt, dass der Kauf nicht mit der Firma SAAB abgewickelt wird sondern in einem Staatsvertrag mit Schweden, und dieses Land garantiert den Fixpreis, die Tauglichkeit, die Liefertermine etc. Brasilien hat unmittelbar nach der Schweiz ebenfalls 36 Gripen E bestellt, bei anderen Staaten steht der Entscheid kurz bevor.
Letztendlich wird dem Gripen vorgeworfen, dass vergleichbare Kampfjets viel besser seien. Es ist möglich, dass der Eurofighter oder der Raphael in einzelnen Disziplinen leicht besser abschneiden, entscheidend ist die Gesamtbewertung. Dem Gripen wird von einem unabhängigen englischen Testcenter bescheinigt, dass er die besten Eigenschaften allgemein und besonders bezüglich Komptabilität mit den einzusetzenden Waffen habe – und der Gripen E ist für die Schweiz bezahlbar und hat die mit Abstand niedrigsten Wartungskosten.
Das alles spricht für den Gripen E – deshalb stimmen wir am 18. Mai JA zum Gripen-Fonds-Gesetz.