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Der Modulator ist ein Modell, das die vielen verschiedenen Business- und Management-Tools, welche uns zur Verfügung stehen, in ein sinnvolles Gesamtbild einfügen. Nach dem Grundgerüst der Integralen Theorie kann aufgezeigt werden, woher sie stammen, welche Teile der Realität sie einbeziehen und wo ihre Grenzen liegen. Somit wird schnell klar, welche Module einander ergänzen und welches Modul ein anderes hinfällig macht.
Das Modell setzt sich aus zwei Grundbausteinen zusammen: Quadranten und Stufen. Beginnen wir mit Letzteren:
Die Entwicklungspsychologie beschreibt klare Stufen, welche das menschliche Bewusstsein im Zuge seiner Entwicklung durchläuft. Diese Bewusstseinsstufen sind universell und unabhängig von Kultur, Ethnie oder Geschlecht. Die menschliche Entwicklung beginnt mit der Geburt und damit immer auf der allerersten Stufe. Danach durchläuft sie die Sequenz der darauffolgenden Stufen in genau dieser Reihenfolge. Wie genau diese Entwicklung aussieht (sozusagen die Oberflächenstruktur), ist stark von individuellen Unterschieden, dem sozialen und kulturellen Kontext und anderen Einflüssen geprägt. Die Tiefenstruktur der Entwicklung verläuft aber immer nach diesen Regeln.
Die Stufen sind im untenstehenden Modell als konzentrische Kreise dargestellt, da jede Stufe die vorangehenden einschliesst und auf ihnen aufbaut. Das Modell enthält die Stufen Orange (rational, erfolgsorientiert, linear), Grün (multiperspektivisch, relativistisch, gefühlsorientiert) und Petrol/Teal (holistisch, integrierend, erkennt die Entwicklung des Bewusstseins; erste Stufe des Second Tier). Vor und nach diesen Stufen befinden sich weitere, welche derzeit aber keinen grossen Einfluss auf Leadership und Management haben.
Die Quadranten zeigen vier Perspektiven auf die Realität, welche uns immer, in jedem Augenblick und auf jede Situation, zur Verfügung stehen. Keine von ihnen darf vernachlässigt werden, da sonst ein Viertel der Realität ausgeklammert wird.
Die meisten Ansätze tun leider genau das: Sie beschränken sich auf einen, maximal zwei Quadranten (die Naturwissenschaften beispielsweise ignorieren das Innere, also die beiden linken Quadranten vollkommen) und versuchen, alles mit den Gesetzen der rechten Quadranten zu erklären. Das führt oft zu einem groben Reduktionismus.
Die Module sind nun je einem Quadrant und einer Stufe zugeordnet. Die Stufe zeigt das Bewusstsein auf, aus dem ein Ansatz entspringt, während der Quadrant erklärt, mit welchem Ausschnitt der Realität er sich primär befasst. In einigen Fällen ist das eine Vereinfachung, zum Beispiel wenn ein Modul in mehr als nur einem Quadranten arbeitet. Insbesondere alle Module auf Petrol beziehen per se die unteren Stufen und mehr als nur einen Quadranten mit ein.
Die Module, welche mit unserem Logo gekennzeichnet sind, sind Teile unseres Angebots. Der Diamant kennzeichnet Module, welche wir, trotz ihrer inhärenten Einschränkungen für empfehlenswert erachten. Fährt man mit der Maus über ein Modul, leuchten in manchen Fällen weitere Module auf. Das sind diejenigen Tools, die wir jemandem als Ergänzung zum ersten Modul empfehlen würden.
Disclaimer: Dieses Modell dient der Veranschaulichung und erhebt keinen Vollständigkeitsanspruch. Manche Beispiele sind zweckgemäss vereinfacht und nicht unter allen Umständen korrekt.
Der obere linke Quadrant befasst sich mit dem Bewusstsein und seinen Inhalten. Während Oben Rechts beispielsweise die Entstehung des Gehirns untersucht, so kümmert sich Oben Links komplementär um die Entwicklung der Kognition. Die zentralen Begriffe hier lauten Wahrnehmen, Denken, Fühlen, Spüren. Die Inhalte der linken Quadranten können, im Gegensatz zu denen der rechten, nur durch Deutung, also im Dialog mit dem Untersuchungsobjekt verstanden werden.
Der obere rechte Quadrant ist in den Naturwissenschaften wohl der geläufigste. Er untersucht alles, was sich den Sinnen unmittelbar präsentiert – man sagt auch, was “einen einfachen Ort hat”. Das bedeutet, dass er den Aufbau von Molekülen, Zellen, Organen, Organismen, etc. beschreibt. Wenn man genau hinsieht, erkennt man jedoch, dass er alles ausschliesslich von aussen her betrachtet: Er sagt uns, wie ein Reptilienhirn funktioniert – wie es aufgebaut ist und wie es sich entwickelt – doch sagt er nichts über die innere Wahrnehmung einer Schildkröte.
Kein Bewusstsein steht je für sich allein, sondern befindet sich immer in Beziehung mit anderen. In diesen Beziehungen manifestieren sich Strukturen wie Sprachen, moralische Vorstellungen und Weltsichten; all dies sind Phänomene des Inneren (ohne einfachen Ort) und des Kollektivs (sie entstehen nur in Gemeinschaften). Die Gesetze, die diese Beziehungen bestimmen, werden von Unten Links erforscht.
Jede Art von Beziehungen zwischen Individuen haben auch äussere Manifestationen. Es sind die Strukturen, die den Austausch von Ideen, Gedanken und Gefühlen ermöglichen und tragen. Beim Menschen sind dies beispielsweise soziale Strukturen, Regierungsinstitutionen, Kommunikationswerkzeuge, Siedlungen, Märkte, Bildungsinstitutionen, uvm.