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Geschichte Georgiens
Georgien, Wiege des Weins
Wein und Georgien, das sind zwei Worte die man nicht voneinander
trennen kann.
Georgien gilt als Ursprungsland des Weinanbaus. Die über 7000 Jahre alte Tradition des Weinanbaus mit einzigartigen
Rebsorten hat seinen eigenen Charakter. Von ca. 4’000 Rebsorten weltweit, stammen 500 aus Georgien.
Seit 1999 findet jährlich in London die internationale Weinmesse „LIWF“ "(London International Wine Fair), statt. Traditionell
beginnt die Messe unter dem Titel „Wiege des Weins“ mit dem georgischen Stand. Die ältesten Samen kultivierter Weinreben
wurden in Georgien gefunden und auf 6.000 vor Christus datiert
" Rod Phillips in "a short History of Wine" (2001, London).
Im 9. Jh. v. Chr. fand der georgische Wein auch im assyrischen Reich
seine Anerkennung. Während alle unterworfenen Völker
ihre Abgaben in Gold zu zahlen hatten, konnten Georgien einen Grossteil des Tributs in Wein begleichen.
Der Wein und die traditionelle Methode seiner Reifung und Verarbeitung lancierte sich von Georgien nach Mesopotamien, Ägypten
und Griechenland. Etymologisch leitet sich selbst das Wort „Wein“ bzw. Vino aus der altgeorgischen Bezeichnung "Ghvino" ab.
Die georgische Weinherstellungsmethode in Kvevris ist eine von weltweit drei verschiedenen Weinherstellungsmethoden
(europäische, jüdische und georgische Methode). Seit 2013 zählt die georgische Methode zum UNESCO Weltkulturerbe. In Europa
gilt der georgische Kvevri-Wein noch immer als Geheimtipp.
In einer langen Wanne aus einem Baumstamm (Linde) oder einem monolithischen Stein aus Ton oder Kalk werden die Trauben gekeltert.
Der Saft wird mit der Maische in Amphoren aus Ton gelenkt, den so genannten "Kvevri". Die besondere Form des Gefässes dient hauptsächlich zur Gärung. Im Gegensatz zu den anderen Dampfrohren ist der „Kvevri“ nicht für den Transport geeignet.
Um die Stabilität zu wahren und das Klima konstant halten zu können, sind die georgischen Weinamphoren "Kvevri" in die Erde eingeführt und verfügen über ein Fassungsvermögen von 10 bis 100 Liter. Mit feuchtem Ton, Holz und Schieferstein werden die Amphoren abgedichtet. Die runde Form der Amphore sorgt dabei für das Zirkulieren der Gärhefe. Da der Ton besonders porös ist, kann die Luft gut rotieren. Einen guten Wein kann man bis zu 50 Jahre lang in einem „Kvevri“ lagern. Ein georgischer Weinkeller „Marani“ besteht oft aus einer ganzen Kompanie solcher Erdkrüge. Für den georgischen Winzer ist der Weinkeller („Marani“) das Herzstück des Hauses.
Ein absolutes Qualitätsmerkmal vom „Kvevri“ gegenüber den Holzfässern ist, dass sich der Duft sowie das Aroma der Rebsorten neutral entfalten kann. Im gesamten Mittelraum haben sich früher Amphoren im Stil von „Kvevri“ durchgesetzt. Im Römischen Reich nannte man sie "Dolium", in Griechenland "Pithos" und in Spanien "Tinaja".
Bis heute wird der Wein auf die traditionelle Art, wie vor tausenden von Jahren gemacht. Es ist der Impuls, der das Land und die Seele jedes Winzers nicht ermüden lässt und zur stetigen Verbesserung antreibt. Nicht nur der Genuss, sondern der Herstellungsprozess an sich; die Arbeit, Hingabe, Aufmerksamkeit, Pflege und selbstverständlich die Liebe, mit dem man den Wein aufbereitet. Man sagt „nur ein ausgeglichener Mensch mit einem guten Charakter kann auch nur einen guten Wein herstellen“.
Anbaugebiete in Georgien
Dank der guten Beschaffenheit des Bodens sowie im Schutze des Kaukasus Gebirges reifen die Trauben optimal. Georgien verfügt über ideale klimatische Voraussetzungen, damit die verschiedenen Rebensorten schnell wachsen können.
Die vier Weinbauregionen in Georgien sind; Kartlien in Zentralgeorgien, Kachetien im Osten, Imeretien im Westen und Ratscha-Lechkhumi im Nordwesten des Landes.
Die grössten Weinanbaugebiete liegen in der Region Kachetie. Die Region zählt als Zentrum des Weinanbaus. Jeder Bauer ist ein Winzer und kennt sich extrem gut mit georgischen Weinen aus. Hier wird auch der berühmte „Kvevri“-Wein mit dem starken Charakter hergestellt.
Die Heimat vom begehrten Süsswein „Khvanchkara“ liegt in Ratscha. In der Bergregion in Westgeorgien, gedeihen typisch georgische Rebsorten. Jeder Wein ist ein Unikat. Die hier wachsenden Rebsorten benötigen viel Pflege und Geduld. Aus der Südlage, mässigen Niederschlägen sowie eine längere Reifezeit resultieren Trauben mit hohem Zuckergehalt.