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Seit 1850 wird der Stand der Bevölkerung in der Schweiz im Abstand von jeweils zehn Jahren ermittelt; unterbrochen worden ist dieser Rhythmus einzig durch die Zählungen von 1888 und 1941. Die von der Tagsatzung beschlossene Volkszählung von 1836/37 ist lückenhaft und mit gravierenden statistischen Mängeln behaftet. Teilweise gilt dies auch noch für spätere Zählungen.
Über die Resultate der Volkszählung von 1850 orientiert eine frühe Publikation des Eidgenössischen Departements des Innern; die Ergebnisse der nachfolgenden Erhebungen wurden in den «Statistischen Lieferungen» bzw. in der «Amtlichen Statistik der Schweiz» publiziert.
Die ersten vier gesamtschweizerischen Volkszählungen weisen noch erhebliche Mängel auf. Zwischen 1880 und 1888 hat sich die Qualität der Erhebungen dann sprunghaft verbessert. Stark vergrössert hat sich zwischen 1880 und 1888 aber auch der Umfang der erhobenen Daten, was uns zu einem restriktiven Auswahlverfahren zwang. Für einzelne Bereiche der schweizerischen Demographiegeschichte konnten wir auf zusammenfassende Tabellen im Statistischen Jahrbuch der Schweiz zurückgreifen, wobei sich allerdings in einigen Fällen Ergänzungen aufdrängten. Profitieren konnten wir auch von einer vor kurzem erschienenen Spezialuntersuchung André Schluchters, welche die Helvetische Zählung von 1798 zum Gegenstand hat.
Seit 1860 werden im Rahmen der Volkszählungen auch Daten zur Erwerbsstruktur erhoben. Diesem speziellen Aspekt der Bevölkerungsentwicklung ist das Kapitel «Beschäftigung» gewidmet.
Zum inhaltlichen Aufbau des vorliegenden Kapitels ist zu sagen, dass der Darstellung regionaler Disparitäten eine gewisse Priorität eingeräumt worden ist. So finden sich Angaben über Alter, Geschlecht, Zivilstand, Herkunft, Konfessionszugehörigkeit und Muttersprache der Bevölkerung sowohl für die einzelnen Kantone als auch für zehn grosse und mittlere Städte (Zürich, Basel, Genf, Bern, Lausanne, St. Gallen, Winterthur, Luzern, Biel und La Chaux-de-Fonds).
Der Grund dafür, dass einzelne Tabellen dieses Kapitels einen irgendwie unfertigen und uneinheitlichen Eindruck hinterlassen, liegt darin, dass der Modus der Erhebungen relativ häufig geändert hat. Insbesondere bei der Frage der Konfessionszugehörigkeit ist es dem Eidgenössischen Statistischen Bureau nicht gelungen, ein Schema zu entwerfen, das ihm langfristig als Vorlage hätte dienen können. Probleme bereitete uns aber auch die unterschiedliche Genauigkeit, mit der in den jeweiligen Erhebungen die Präsenz von Ausländern registriert worden ist: Praktisch variiert die Anzahl der berücksichtigten Nationen von Erhebung zu Erhebung.
Eine eingehende Kritik des Datenmaterials muss an dieser Stelle unterbleiben; zu leisten wäre sie wohl am ehesten im Rahmen einer Monographie über die schweizerische Bevölkerung im 19. und frühen 20. Jahrhundert.