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Schweiz - Information - 15.02.2018 - bes
Aktuell bekämpfen gleich zwei Volksinitiativen den Pestizideinsatz in der Schweizer Landwirtschaft. Eine davon heisst "Sauberes Trinkwasser für alle", die andere "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide".
Auf den Böden, die die Landwirtschaft bewirtschaftet, entsteht nicht nur Nahrung, sondern durch die Versickerung des Regens auch ein grosser Teil des Trinkwassers. Die Landwirtschaft belastet die Böden mit Stoffen wie Nitrat, Pestiziden und ihren Abbauprodukten oder mit Rückständen von Medikamenten aus Mist und Gülle. Der Regen schwemmt diese Stoffe in die Oberflächengewässer und ins Grundwasser und beeinträchtigt damit die Qualität des Trinkwassers sehr direkt. Die Art, wie Landwirtschaft betrieben wird, entscheidet weitgehend über die Qualität des Trinkwassers.
Die Initiative verlangt, dass nur noch diejenigen Landwirtschaftsbetriebe mit Direktzahlungen oder Subventionen unterstützt werden, die keine Pestizide einsetzen, die in ihrer Tierhaltung ohne prophylaktischen Antibiotikaeinsatz auskommen und die nur so viele Tiere halten, wie sie ohne Futtermittelimporte ernähren können. Dadurch werden Wasser und Nahrungsmittel, die frei von Arzneimitteln, antibiotikaresistenten Bakterien, Pestiziden, Nitrat und anderen Schadstoffen sind, wieder zum Standard und für die ganze Bevölkerung erschwinglich.
Die erforderlichen Unterschriften für die Initiative sind bereits gesammelt worden.
Rund 2'000 Tonnen Pestizide, aufgeteilt in 350 verschiedene Wirkstoffe, werden jedes Jahr in unserem Land verkauft. Diese Stoffe finden sich später in unseren Gewässern, in der Luft, in den Böden und in unserer Nahrung wieder. Viele dieser Stoffe stehen im Verdacht, Krebs, Nahrungsmittelallergien oder Krankheiten des Verdauungssystems auszulösen.
Die Initiative will ein totales Verbot synthetischer Pestizide, wie der Initiativtext deutlich zeigt: "Der Einsatz synthetischer Pestizide in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und in der Boden- und Landschaftspflege ist verboten. Die Einfuhr zu gewerblichen Zwecken von Lebensmitteln, die synthetische Pestizide enthalten oder mithilfe solcher hergestellt worden sind, ist verboten."
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