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Widerlegung des «Rechts auf Arbeit» von 1848
von Paul Lafargue, A5, 24 Seiten
Ein Klassiker der anarchistischen Literatur! Paul Lafargue widerlegt in diesem Aufsatz das vielfach proklamierte "Recht auf Arbeit" (u.a. stand die Revolution 1848 unter diesem Motto). Er stellt
hervoragend das "verderbliche Dogma der Arbeit" da und zeigt die Verbindung dieses Dogmas zur bürgerlichen/kirchlichen Gesellschaft. Wohin dieses angebliche Recht geführt hat wissen wir nur zu
gut aus der Geschichte - Arbeitsrecht für Kinder und das 14 Stunden am Tag Er vergleicht die Sicht der Arbeit zu seiner Zeit (19.Jhrt.) mit verschiedenen historischen Gesellschaften und stellt
fest das dieses Dogma keinesfalls immer existierte, so sahen die Griechen (z.B. Aristoteles) die Arbeit als eine Qual an - sie übertrugen die gesellschaftlich notwendige Arbeit auf Sklaven, in
der Zeit der Industrialisierung bräuchte mensch aber keine Sklaven mehr um den Gesellschaftlichen Reichtum aufrecht zu erhalten, bei einer Arbeitsbelastung von höchstens 3 Stunden am Tag. Warum
die Menschen jedoch trotzdem bis zu 14 Stunden am Tag , 7 Tage die Woche (auch heute noch, z.B. in China für McDoof) arbeiten müssen und wohin das führt schildert Paul Lafargue in einem eigenem
Kapitel.
Die Sinnlosigkeit dieser Verwertung beweist er an vielen Beispielen und an einigen Rechnungen (hier zeigt er Ähnlichkeiten zu seinem Schwiegervater - Karl Marx). Er geht noch näher auf Alternativen zum "Lohnsklaventum" (Kapitalismus) ein. Bei seiner erklärung der ökonomischen Verhältnisse schimmern aber einige, zu seiner Zeit wohl üblichen, deshalb aber nicht entschuldbaren, antisemitische Vorurteile durch, so spricht er z.B. von einem so genannten "Geldjuden".
Aber mit der gebotenen kritischen Sicht (die ja eigentlich selbstverständlich sein sollte) kann mensch hier durchaus eine amüsante Widerlegung des überall kursierendem Arbeitswahn lesen. Sehr interessant in Verbindung mit der Broschüre "Hauptasache Arbeit!?" zu lesen, welche eine komplette übersicht zu diesem Thema bietet und einem somit die möglichkeit gibt das ganze historisch einzuordnen!
Text online lesen: Anarchismus.at
CHF 1.50