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Das Vereinigte Königreich (UK) gehört zu den wichtigsten wirtschaftlichen Partnern der Schweiz, sowohl mit Blick auf die Handelsbeziehungen wie auch auf die ausländischen Direktinvestitionen. Die Beziehungen Schweiz–UK basierten bis zum Jahresende 2020 auf den bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU). Seit dem 1. Januar 2021 werden die Handelsbeziehungen zwischen der Schweiz und dem UK durch ein bilaterales Handelsabkommen geregelt. Dieses ist als Übergangslösung konzipiert und überträgt soweit wie möglich die handelsrelevanten Rechte und Pflichten zwischen der Schweiz und der EU auf das Verhältnis Schweiz-UK. Die wichtigsten Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Brexit konnten dadurch bewältigt werden, doch ist das Abkommen weder auf die spezifischen Interessen der Schweiz und des UK in ihrem bilateralen Verhältnis, noch auf das aktuelle handelspolitische Umfeld ausgerichtet.
Die Schweiz und das UK werden deshalb ab dem zweiten Halbjahr 2022 eine Modernisierung und Erweiterung des Abkommens prüfen. Im Rahmen exploratorischer Gespräche sollen das entsprechende Potenzial sowie die gemeinsamen Interessen und der ungefähre Inhalt und Umfang eines revidierten Abkommens eruiert werden. Zum Zweck der Vorbereitung des SECO auf die anstehenden Gespräche und auf allfällige spätere Verhandlungen sind interessierte Akteure eingeladen, ihre spezifischen Interessen dem SECO bis 2. September 2022 bekannt zu geben. Die Einzelheiten sind der verlinkten Dokumentation zu entnehmen.
Mit dieser Interessenerhebung setzt das SECO die neue Aussenwirtschaftsstrategie der Schweiz um, die vom Bundesrat am 24. November 2021 verabschiedet wurde. Diese sieht einen verstärkten Einbezug aller interessierten Kreise in der Aussenwirtschaftspolitik vor.