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Rom, 26.10.15 (kath.ch) Papst Franziskus dürfte sich nach Einschätzung des Generaloberen des Jesuitenordens bis zum kommenden Sommer zu den Ergebnissen der Weltbischofssynode über Ehe und Familie äussern. Er glaube nicht, dass sein Schreiben zur Synode wie in früheren Fällen erst nach einem Jahr publiziert werde, sagte Adolfo Nicolas in einem Interview der italienischen Tageszeitung «Corriere della Sera».
Management-Fachleute hätten ihm gesagt, wenn man nach acht Monaten noch nichts gesagt habe, würden die Leute an den Ausgangspunkt zurückkehren und man müsse den gesamten Prozess von vorne beginnen, so der oberste Jesuit. «Franziskus wird schneller sein». Nicolas war Mitglied der Synode über Ehe und Familie und des Redaktionsteams für das Abschlussdokument. Papst Franziskus gehört dem Jesuitenorden an.
Weltbischofssynoden haben nur beratende Funktion. Das von den Synodalen verabschiedete Abschlussdokument wird dem Papst überreicht. Ihm steht es dann frei, in welchem Umfang er es in sein eigenes verbindliches Schreiben zur Synode, die sogenannte Apostolische Exhortation, einfliessen lässt. (cic)