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Sozialplan für die Angestellten des Roten Kreuzes
Autor: Von ARTHUR ZURKINDEN
Nicht inbegriffen in diesem Betrag sind die Aufwendungen, welche der Staat für jene ausgeben wird, die sich vorzeitig pensionieren lassen können.
Ausgleich von Lohnunterschieden
55 Mitarbeiter des freiburgischen Roten Kreuzes sind vom Entscheid des Staatsrates betroffen, das Asyl-Mandat ab 2008 der Zürcher Firma ORS zu übergeben. 35 Mitarbeiter haben sich vor dem 10. Oktober bei der Firma ORS beworben, 25 haben bereits einen Arbeitsvertrag von der ORS erhalten, wie Anne-Claude Demierre gegenüber den FN erklärt. Für sieben Personen seien noch Verhandlungen im Gange, drei Personen hätten eine negative Antwort erhalten. Von den 25 von der Firma ORS angestellten Personen werden 15 das gleiche Gehalt oder sogar ein höheres erhalten. Laut Staatsrat werden aber zehn Personen eine Gehaltsminderung zwischen zwei und zwölf Prozent hinnehmen müssen. Für sie ist ein Ausgleich der Lohndifferenz während sechs bis neun Monaten vorgesehen, je nach bisheriger Dauer der Anstellung beim Roten Kreuz.Weiter ist der Staatsrat bereit, eine Abgangsentschädigung in Form von mehreren Monatsgehältern zu gewähren. Kein Anspruch auf eine solche Entschädigung haben jene Mitarbeiter, die ein Angebot für eine gehaltsmässig gleichwertige Stelle ausgeschlagen haben. Sie ist auch nicht geschuldet, wenn der Staat dem Mitarbeiter eine Stelle zu vergleichbaren Bedingungen bei einem öffentlichen oder privaten Arbeitgeber verschafft.In diesem Zusammenhang hält die Gesundheitsdirektorin fest, dass sich acht Rotkreuz-Angestellte nicht bei der ORS beworben haben. Einige Personen haben sich nach dem 10. Oktober beworben, doch waren gewisse Stellen schon an Personal des Roten Kreuzes vergeben. Fünf Personen werden vorläufig während einer gewissen Zeit beim Roten Kreuz weiterbeschäftigt, um die Kündigung des Mandats administrativ zu erledigen. Drei Personen haben eine Anstellung bei andern Firmen gefunden.
Vorzeitige Pensionierung
Sieben der 55 betroffenen Personen sind über 57-jährig. Drei davon haben eine Anstellung bei der Firma ORS gefunden. Laut Anne-Claude Demierre wird für die andern die Situation analysiert und eine Lösung studiert. Sie hält dabei fest, dass die Staatsangestellten bezüglich berufliche Vorsorge besser versichert seien als die Angestellten des Roten Kreuzes. Somit geht es auch um einen Ausgleich der Differenz.Seine Bereitschaft zur Mitfinanzierung eines Sozialplanes hat der Staatsrat in seiner Antwort auf ein Mandat des SP-Grossrates Carl-Alex Ridoré erklärt. Das Mandat muss nun vom Grossen Rat noch überwiesen werden.