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Scientology Axiome
Anmerkung: Die nachfolgenden Axiome stammen aus der Feder von L. Ron Hubbard und sind als die Scientology Axiome bekannt. Sie wurden 1954 niedergeschrieben. Diese Axiome bilden das Grundgerüst der Philosophie Hubbards (nicht zu verwechseln mit der destruktiven Scientology-Kirche). Axiom bedeutet in etwa soviel wie GRUNDLEGENDE WAHRHEIT respektive EIN ALS WAHR ANGENOMMENER GRUNDSATZ. Da Hubbard in englischer Sprache schrieb und bei der Übersetzung in andere Sprachen Feinheiten verloren gehen können, hier die Scientology Axiome auf Englisch.
Der nachfolgend mehrmals vorkommende Begriff Postulat (bzw. postulieren) bedeutet: ein Entschluss, eine Schlussfolgerung oder Entscheidung, den/die der Einzelne selbst gemacht hat; eine selbsterschaffene Wahrheit. Sich als Kind zu entscheiden, später einmal Lokomotivführer zu werden, wäre beispielsweise ein Postulat. Das Solarzeitalter Realität werden zu lassen ist ein Postulat von mir.
Axiom 1: Leben ist im Grunde ein Statik.
DEFINITION: Ein Lebensstatik besitzt keine Masse, keine Bewegung, keine Wellenlänge, keine Position im Raum oder in der Zeit. Es besitzt die Fähigkeit zu postulieren und wahrzunehmen.
Axiom 2: Das Statik ist zu Betrachtungen, Postulaten und Meinungen fähig.
Axiom 3: Raum, Energie, Objekte, Form und Zeit sind das Ergebnis von Betrachtungen, die vom Statik gemacht wurden und/oder zu denen das Statik in einem Einverständnis steht; Raum, Energie, Objekte, Form und Zeit werden nur wahrgenommen, weil das Statik die Betrachtung hat, daß es sie wahrnehmen kann.
Axiom 4: Raum ist ein Gesichtspunkt von Dimension.
Axiom 5: Energie besteht aus postulierten Partikeln im Raum.
Axiom 6: Objekte bestehen aus gruppierten Partikeln.
Axiom 7: Zeit ist im Grunde ein Postulat, daß Raum und Partikel fortbestehen werden.
Axiom 8: Die äußere Erscheinung von Zeit ist die Veränderung der Position von Partikeln im Raum.
Axiom 9: Zeit zeigt sich in der Hauptsache durch Veränderung.
Axiom 10: Das höchste Ziel im Universum ist das Schaffen einer Wirkung.
Axiom 11: Die Betrachtungen, die zu Zuständen des Daseins führen, sind vier an der Zahl:
a. AS-ISNESS ist der Zustand der unmittelbaren Erschaffung ohne Fortdauer und der Zustand des Daseins, der im Augenblick der Erschaffung und im Augenblick der Zerstörung besteht und sich von anderen Betrachtungen dadurch unterscheidet, daß er kein Überleben enthält.
b. ALTER-ISNESS ist die Betrachtung, die Veränderung und dadurch Zeit und Fortdauer in eine AS-ISNESS hineinbringt, um Fortbestehen zu erhalten.
c. ISNESS ist eine Erscheinungsform der Existenz, die durch die kontinuierliche Veränderung einer As-isness hervorgerufen wird. ISNESS wird Realität genannt, wenn Einverständnis darüber besteht.
d. NOT-ISNESS ist die Anstrengung, mit Isness zurechtzukommen, indem man ihren Zustand durch den Einsatz von Kraft reduziert. NOT-ISNESS ist eine Erscheinungsform, und sie kann eine ISNESS nicht völlig bezwingen.
Axiom 12: Die primäre Bedingung eines jeden Universums ist, daß zwei Räume, Energien oder Objekte nicht denselben Raum einnehmen dürfen. Wird diese Bedingung verletzt (ein perfektes Duplikat), dann wird die Erscheinungsform jedes beliebigen Universums oder jedes Teils dieses Universums aufgehoben.
Axiom 13: Der Aktionszyklus des physikalischen Universums ist Erschaffen, Überleben (was Fortbestehen ist), Zerstören.
Axiom 14: Überleben wird durch Alter-isness und Not-isness erreicht, wodurch die Fortdauer, die wir als Zeit kennen, erreicht wird.
Axiom 15: Erschaffung wird durch das Postulieren einer As-isness erreicht.
Axiom 16: Völlige Zerstörung wird durch das Postulieren der As-isness von irgend etwas Existierendem und seinen Teilen erreicht.
Axiom 17: Nachdem das Statik As-isness postuliert hat, praktiziert es Alter-isness und erreicht damit den Anschein der Isness und erhält somit Realität.
Axiom 18: Dadurch, daß das Statik Notisness praktiziert, bewirkt es das Fortbestehen von unerwünschtem Vorhandensein und erzeugt somit Unrealität, wozu Vergeßlichkeit, Bewußtlosigkeit und andere unerwünschte Zustände gehören.
Axiom 19: Indem das Statik dazu veranlaßt wird, einen beliebigen Zustand so anzuschauen, wie er ist, wird dieser Zustand gemindert.
Axiom 20: Indem das Statik dazu veranlaßt wird, ein perfektes Duplikat zu erschaffen, wird etwas Existierendes oder ein Teil davon zum Verschwinden gebracht.
Ein perfektes Duplikat ist eine zusätzliche Erschaffung des Objektes, seiner Energie und seines Raumes in seinem eigenen Raum, in seiner eigenen Zeit und unter Verwendung seiner eigenen Energie. Dadurch wird die Bedingung, daß zwei Objekte nicht denselben Raum einnehmen dürfen, verletzt und das Verschwinden des Objektes verursacht.
Axiom 21: Verstehen setzt sich aus Affinität (A), Realität (R) und Kommunikation (K) zusammen.
Axiom 22: Das Praktizieren von Not-isness vermindert Verstehen.
Axiom 23: Das Statik ist zu vollkommenem Wissen fähig. Vollkommenes Wissen bestünde aus vollkommenem ARK (Affinität, Realität, Kommunikation).
Axiom 24: Vollkommenes ARK würde das Verschwinden aller mechanischen Daseinszustände zur Folge haben.
Axiom 25: Affinität ist eine Skala innerer Einstellungen, die von der Koexistenz des Statiks wegführt, um über das Dazwischensetzen von Distanz und Energie Identität zu schaffen, bis hinunter zu unmittelbarer Nähe, die jedoch geheimnisvoll ist.
Durch das Ausüben von Isness (Beingness) und Not-isness (die Weigerung zu sein) entwickelt sich die Individualisation von Knowingness aus, die mit völliger Identifikation einhergeht, durch die Einführung von immer mehr Distanz und immer weniger Duplikation über Zustände, die geprägt sind von Schauen, Emotion, Anstrengung, Denken, Symbolisieren, Essen und Sexuelles bis hinab zum Nichtwissen (Mysterium). Solange der Punkt des Mysteriums noch nicht erreicht ist, kann es noch etwas Kommunikation geben, jedoch setzt sich selbst beim Mysterium ein Versuch zur Kommunikation fort. Hier haben wir im Fall eines Individuums ein graduelles Abfallen von dem Glauben, daß man eine vollständige Affinität annehmen kann, bis hinab zu der Überzeugung, daß alles ein völliges Geheimnis ist. Jedes Individuum befindet sich irgendwo auf dieser Skala von Wissen bis Mysterium. Die ursprüngliche Tabelle der Einschätzung des Menschen umfaßte den Emotionsbereich dieser Skala.
Axiom 26: Realität ist die übereingestimmte Erscheinungsform des Daseins.
Axiom 27: Eine Wirklichkeit kann für jemanden individuell existieren, aber wenn andere damit übereinstimmen, kann man sie eine Realität nennen.
Die Struktur von Realität ist in Isness enthalten, die sich aus As-isness und Alter-isness zusammensetzt. Eine Isness ist eine Erscheinungsform und keine Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist As-isness, die abgeändert worden ist, um Fortbestand zu erreichen. Unrealität ist die Folge und die Erscheinungsform des Praktizierens von Not-isness.
Axiom 28: Kommunikation ist die Betrachtung und Handlung, einen Impuls oder ein Partikel vom Ursprungspunkt über eine Entfernung zum Empfangspunkt zu schicken, mit der Absicht, am Empfangspunkt eine Duplikation und ein Verstehen dessen zu erzeugen, was vom Ursprungspunkt ausging.
Die Formel für Kommunikation ist: Ursache, Entfernung, Wirkung, mit Absicht, Aufmerksamkeit und Duplikation mit Verstehen.
Die Bestandteile von Kommunikation sind Betrachtung, Absicht, Aufmerksamkeit, Ursache, Ursprungspunkt, Entfernung, Wirkung, Empfangspunkt, Duplikation, Verstehen, die Geschwindigkeit des Impulses oder des Partikels, ein Zustand von Nichts oder Etwas.
Eine Nichtkommunikation besteht aus Barrieren. Barrieren bestehen aus Raum, etwas Dazwischengesetztem (z.B. Wände und Abschirmungen aus sich schnell bewegenden Partikeln) und Zeit. Eine Kommunikation braucht per Definition nicht in beide Richtungen zu gehen. Wenn eine Kommunikation erwidert wird, wird die Formel wiederholt, wobei der Empfangspunkt nun zu einem Ursprungspunkt und der frühere Ursprungspunkt nun zu einem Empfangspunkt wird.
Axiom 29: Um zu bewirken, daß eine As-isness bestehenbleibt, muß man die Erschaffung einem anderen Urheber zuschreiben als sich selbst. Andernfalls würde sie dadurch, daß man sie anschaut, zum Verschwinden gebracht.
Jeder Raum, jede Energie, jede Form, jedes Objekt, jedes Individuum oder jeder Zustand des physikalischen Universums kann nur existieren, wenn es eine Abänderung der ursprünglichen As-isness gegeben hat, um zu verhindern, daß sie durch ein beiläufiges Anschauen zum Verschwinden gebracht wird. Mit anderen Worten, alles, was fortbesteht, muß eine „Lüge“ enthalten, so daß die ursprüngliche Betrachtung nicht völlig dupliziert wird.
Axiom 30: Die allgemeine Regel im Auditing ist, daß etwas, das unerwünscht ist und doch bestehenbleibt, gründlich angeschaut werden muß, woraufhin es verschwinden wird.
Wenn es nur teilweise angeschaut wird, wird sich zumindest seine Intensität verringern.
Axiom 31: Güte und Schlechtigkeit, Schönheit und Häßlichkeit sind gleichermaßen Betrachtungen und beruhen auf nichts anderem als auf Meinung.
Axiom 32: Alles, was nicht direkt beobachtet wird, neigt dazu, bestehenzubleiben.
Axiom 33: Jede As-isness, die durch Not-isness (durch Kraft) verändert wird, neigt dazu, bestehenzubleiben.
Axiom 34: Jede Isness neigt dazu, bestehenzubleiben, wenn sie durch Kraft verändert wird.
Axiom 35: Die endgültige Wahrheit ist ein Statik.
Ein Statik hat keine Masse, Bedeutung, Beweglichkeit, keine Wellenlänge, Zeit, Position im Raum, keinen Raum. Der Fachausdruck dafür ist „grundlegende Wahrheit“.
Axiom 36: Eine Lüge ist ein zweites Postulat, eine zweite Behauptung oder ein zweiter Zustand mit dem Zweck, ein primäres Postulat zu verdecken, welchem gestattet wird, bestehenzubleiben.
BEISPIELE:
Weder die Wahrheit noch eine Lüge ist eine Bewegung oder eine Veränderung eines Partikels von einer Position zu einer anderen.
Eine Lüge ist eine Behauptung, daß ein Partikel, das sich bewegte, sich nicht bewegt habe, oder sie ist eine Behauptung, daß ein Partikel, das sich nicht bewegte, sich bewegt habe.
Die grundlegende Lüge ist, daß eine Betrachtung, die gemacht wurde, nicht gemacht worden sei oder anders gewesen sei.
Axiom 37: Wenn eine primäre Betrachtung abgeändert wird, aber noch besteht, wird Fortbestand für die abändernde Betrachtung erreicht.
Jedes Fortbestehen hängt von der grundlegenden Wahrheit ab, aber es ist die abändernde Betrachtung, die fortbesteht, denn die grundlegende Wahrheit hat weder Fortbestehen noch Nicht-Fortbestehen.
Axiom 38: 1. Dummheit ist das Nichtkennen von Betrachtung.
2. Mechanische Definition: Dummheit ist Nichtkennen von Zeit, Ort, Form und Geschehen.
1. Wahrheit ist die exakte Betrachtung.
2. Wahrheit ist die exakte Zeit, der exakte Ort, die exakte Form und das exakte Geschehen.
Daraus ersehen wir, daß das Versäumnis, Wahrheit zu erkennen, Dummheit hervorbringt.
Somit würde das Erkennen von Wahrheit eine As-isness bewirken, wie sich tatsächlich demonstrieren läßt.
Somit sehen wir, daß eine endgültige Wahrheit keine Zeit, keinen Ort, keine Form und kein Geschehen hätte.
Somit erkennen wir, daß wir nur dann einen Fortbestand erreichen können, wenn wir eine Wahrheit verdecken.
Lügen ist eine Abänderung von Zeit, Ort, Geschehen oder Form.
Lügen wird Alter-isness und wird zu Dummheit.
(Die Schwärze von Fällen ist eine Anhäufung der eigenen Lügen des Falles oder der Lügen eines anderen.)
Alles, was fortbesteht, muß As-isness meiden. Daher muß jede Sache, um bestehenbleiben zu können, eine Lüge enthalten.
Axiom 39: Das Leben stellt Probleme, um sie selbst zu lösen.
Axiom 40: Jedes Problem muß eine Lüge enthalten, um ein Problem zu sein. Wäre es Wahrheit, würde es sich auflösen.
Ein „unlösbares Problem“ würde am längsten fortbestehen. Es enthielte auch die größte Anzahl abgeänderter Tatsachen. Um ein Problem zu schaffen, muß man Alter-isness ins Spiel bringen.
Axiom 41: Die Sache, in die Alter-isness hineingebracht wird, wird zu einem Problem.
Axiom 42: Materie, Energie, Raum und Zeit bestehen fort, weil sie ein Problem sind.
Sie sind ein Problem, weil sie Alter-isness enthalten.
Axiom 43: Zeit ist der primäre Ursprung von Unwahrheit.
Zeit bringt die Unwahrheit aufeinanderfolgender Betrachtungen zum Ausdruck.
Axiom 44: Theta, das Statik, hat keine Position in Materie, Energie, Raum oder Zeit, ist aber fähig zu Betrachtungen.
Axiom 45: Theta kann die Betrachtung anstellen, daß es eine Position einnimmt, worauf es augenblicklich diese Position einnimmt und in dem Grade zu einem Problem wird.
Axiom 46: Theta kann durch seine Betrachtungen zu einem Problem werden, wird aber dann zu MEST.
MEST ist diejenige Form von Theta, die ein Problem ist.
Axiom 47: Theta kann Probleme lösen.
Axiom 48: Das Leben ist ein Spiel, in dem Theta als das Statik die Probleme von Theta als MEST löst.
Axiom 49: Um irgendein Problem zu lösen, ist es lediglich erforderlich, Theta der Löser zu werden, anstatt Theta das Problem.
Axiom 50: Theta als MEST muß Betrachtungen enthalten, die Lügen sind.
Axiom 51: Postulate und lebendige Kommunikation können, da sie nicht MEST sind und MEST übergeordnet sind, eine Veränderung in MEST erreichen, ohne ein Fortbestehen von MEST herbeizuführen. Deshalb ist Auditing möglich.
Axiom 52: MEST bleibt bestehen und verfestigt sich in dem Maße, wie ihm kein Leben gewährt wird.
Axiom 53: Ein stabiles Datum ist erforderlich, um Daten zu ordnen.
Axiom 54: Eine Toleranz gegenüber Verwirrung und ein stabiles Datum, über das Übereinstimmung besteht und anhand dessen man die Daten in einer Verwirrung ordnen kann, sind gleichermaßen für eine geistig gesunde Reaktion auf den acht Dynamiken erforderlich. (Damit ist geistige Gesundheit definiert.)
Axiom 55: Der Aktionszyklus ist eine Betrachtung. Der Aktionszyklus, der von der genetischen Entität akzeptiert wird erschaffen, überleben, zerstören ist nur eine Betrachtung, die vom Thetan verändert werden kann, indem er eine neue Betrachtung anstellt oder andere Aktionszyklen macht.
Axiom 56: Theta bringt Ordnung ins Chaos.
FOLGESATZ: Chaos bringt Unordnung in Theta.
Axiom 57: Ordnung tritt in Erscheinung, wenn Kommunikation, Kontrolle und Havingness für THETA verfügbar sind.
DEFINITIONEN:
Kommunikation: der Austausch von Ideen über Raum hinweg.
Kontrolle: positives Postulieren, was Absicht und deren Ausführung ist.
Havingness: das, was das Erleben von Masse und Druck ermöglicht.
Axiom 58: Intelligenz und Urteilsvermögen werden an der Fähigkeit gemessen, relative Wichtigkeiten einzuschätzen.
FOLGESATZ: Die Fähigkeit, Wichtigkeiten und Unwichtigkeiten einzuschätzen, ist das höchste logische Vermögen.
FOLGESATZ: Identifikation ist eine einförmige Zuweisung von Wichtigkeit.
FOLGESATZ: Identifikation ist die Unfähigkeit, Unterschiede in Zeit, Ort, Form, Zusammensetzung oder Wichtigkeit einzuschätzen.