Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03395.jsonl.gz/1439

Die Zahl der in Grossbritannien neu installierten Industrieroboter ist um drei Prozent auf 2.306 Einheiten gefallen (2018). Im Vorjahr war der britische Roboterabsatz noch um 31 Prozent gestiegen. Die jüngsten Verkaufszahlen in der Europäischen Union sind dagegen weiterhin positiv – mit einem Plus von zwölf Prozent. Dies geht aus Zahlen des World Robotics Report 2019 der International Federation of Robotics (IFR) hervor.
Gemessen an der Roboterdichte nach Regionen hat Europa mit 106 Industrierobotern pro 10000 Beschäftigte das höchste Niveau in der Fertigungsindustrie weltweit - Deutschland (3.), Schweden (5.), Dänemark (6.), Belgien (9.) und Italien (10.) gehören alle zu den Top-10. Anders als gedacht, ist die Schweiz mit 129 Einheiten pro 10000 menschlichen Beschäftigten nur leicht über dem Durchschnitt (106) vertreten. Grossbritannien liegt mit einer Dichte von 85 Einheiten weltweit auf Platz 22, was dem globalen Durchschnitt entspricht. China hatte Grossbritannien 2017 überholt und liegt derzeit mit 97 Einheiten auf Platz 21.
«Das Vereinigte Königreich hat die Roboterautomatisierung in allen Fertigungssektoren ausserhalb der Automobilindustrie deutlich langsamer betrieben als unsere Hauptwettbewerber», sagt Mike Wilson, Vorsitzender der British Automation and Robot Association (BARA). «Jahrelang zog Grossbritannien ausländische Arbeitnehmer an und Unternehmen zogen es vor, Menschen einzustellen, anstatt in Investitionsgüter zu investieren. Die Folgen der Brexit-Abstimmung und der anschliessenden politischen Entwicklungen führen zu einer Verringerung der Verfügbarkeit von Arbeitskräften, da die vielen aus Osteuropa stammenden Arbeitnehmer beginnen, in ihre Heimat zurückzukehren. Infolgedessen müssen Unternehmen sicherstellen, dass sie ihre Arbeitskräfte effektiv einsetzen und alternative Wege finden, um Aufgaben zu erfüllen, für die sie einen Personalmangel haben - die Roboterautomatisierung ist eine naheliegende Lösung.»
Überraschung: Auch die Schweiz rangiert nur leicht über dem Durchschnitt.