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Wild zwijn
Willem Baptist
Niederlande, 25 min
In einer Radiomeldung wird über einen Zusammenstoss zwischen einem Auto und einem Wildschwein berichtet. Obgleich das Wildschwein dabei getötet wurde, schüchtert es mit seiner «ungewöhnlichen» Präsenz die Bewohner eines ruhigen holländischen Dörfchens noch eine Weile lang ein. Die Ordnungskräfte, deren Name hier eine anthropologische Konnotation annimmt, verwalten diese «Störung» mit einer gewissen Gelassenheit. Die Wildschweine bevölkern die Alpträume der Kinder und fordern eine ihrem Einfluss auf die Phantasiewelt entsprechende Reaktion. Greifen wir also zu den Waffen! Ein epischer und exzentrischer Film über das Verhältnis zwischen Mensch und dem für sein aufdringliches Verhalten bekannten Wildschwein. Das Wildschwein als potenziell gefährliches Tier verkörpert hier eine natürliche Anarchie, denen die vom Menschen geschaffenen Regeln und Gesetze entgegenzuwirken versuchen. Aus technischer Sicht kommen die Codes des Spielfilms zum Einsatz, und die Szenen folgen, in einem surrealistischen Ton mit angenehm schwarz eingefärbtem Humor aufeinander.
Paolo Moretti