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Das zweite bedeutende Industrieunternehmen, die Seiden- und Baumwollzwirnerei Neugut, die später zur Zwicky & Co. wird, situiert sich ebenfalls im Umfeld der damaligen Leitindustrie, der Textilbranche, produziert aber keine Stoffe sondern Faden.Die Firma wird im 19. und 20. Jahrhundert zu einer weltweit bekannten Herstellerin hochqualitativer Zwirne. Über die Gründungsgeschichte existieren zwei Versionen. Die Firmengeschichte postuliert, dass das Unternehmen 1840 von Johann Kaspar Guggenbühl gegründet worden sei. Die Ortschronik von Wallisellen aber stellt diese Version in Abrede und schreibt die Gründung einem Jakob Becher-Locher aus Thalwil zu: Dieser habe 1838 die mechanische Schlosserwerkstätte „Neugut“ für 9300 Gulden gekauft und darin 1839 eine Seiden- und Baumwollzwirnerei eingerichtet. Becher-Locher habe diese bereits 1840 an die Zürcher Firmen David Römer-Schinz & Co. sowie Hans Conrad Pestalozzi & Söhne verkauft. Welche Gründungsgeschichte auch immer zutrifft, so steht fest, dass das Unternehmen mit dem Einstieg von Johann Kaspar Guggenbühl und seinen Sohn Johann Jakob Guggenbühl zur Blüte gelangt. Der Schwiegersohn von Johann Jakob Guggenbühl, Fritz Zwicky-Guggenbühl wird schliesslich zum Namensgeber der blühenden Zwirnerei. Das Unternehmen wächst rasch und investiert laufend in die Entwicklung neuer Produkte. Schon sehr bald übersteigt sein Umsatz denjenigen der Herzogenmühle deutlich. 1940 beschäftigt das Unternehmen 300 Mitarbeiter und verfügt in halb Europa über Zweigniederlassen.Zwicky übersteht alle Krisen und produziert zu Beginn der 1990er-Jahre in seinen verschiedenen Fabrikationsbetrieben 150 Tonnen Seidenfaden und 250 Tonnen Nähfaden. Im Jahr 2000 beschäftigt der weitgehend automatisierte Betrieb noch rund 50 Personen.
Bild: Flugaufnahme der Zwicky & Co. um 1950.