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Geschichte. Im
Altertum hieß Albanien
Illyrien, und seine Bewohner, welche
Indogermanen waren und Illyrier hießen, während der
NameAlbanesen
(Albani) auf einen kleinen
Gau beschränkt blieb, waren als wild und kriegerisch gefürchtet.
Von der
Küste her drang griechische
Kultur ein, wie noch zahlreiche Trümmer bezeugen. Unter König
Pyrrhos spielte das Land
kurze Zeit in der Geschichte eine
Rolle, dann ward es, in viele kleinere Gemeinwesen zersplittert, von
Makedonien abhängig.
Um 200
v. Chr. begann die Unterwerfung des
Landes durch die
Römer.
[* 3]
Auch zu den höhern Zivilstellen des
Reichs gelangten
Albanesen immer häufiger. Als 1770 die
Russen den
Aufstand der Griechen
gegen die
Türken anfachten, sandten die letztern gegen das unglückliche Nachbarvolk die
Albanesen, welche
ihrem uralten
Haß gegen die Griechen und ihrer Mordlust vollen
Lauf ließen.
Ali, der
Fürst von Tepelen, begann um diese Zeit
seine merkwürdige Laufbahn. Nach und nach brachte er ganz Albanien unter seine Herrschaft.
Als er sich aber, um als vollkommener
Despot herrschen zu können, durch
Mord und
Verrat seiner albanesischen
Freunde zu entledigen trachtete,
traten diese auf die Seite der
Türken, und so ward seine Macht (1822) schnell wieder gebrochen.
vorzugsweise von Weinbau nähren. Von den unzähligen Bautrümmern des klassischen Altertums, welche das Städtchen umgeben,
sind die Überreste der Villen des Pompejus und Domitian, eines Amphitheaters (Rotonda) und des sogen. Grabmals der Horatier
(im etruskischen Stil, s. Tafel »Baukunst
[* 15] V«,
[* 16] Fig. 9) am bemerkenswertesten. Albano ist Sitz eines Kardinalbischofs.
Es ist von prächtigen Villen und Parkanlagen umgeben, unter denen besonders die Villen der Barberini und
Corsini wegen ihrer Kunstschätze berühmt sind. 2 km südlich von Albano liegt Ariccia (s. d.), wohin ein 312 m langer Viadukt
führt. Unfern im N. auf einer Höhe prangt Castel Gandolfo (s. d.), und 5 km von Albano stand
im frühen AltertumAlbalonga, die Mutterstadt Roms. - Der Albanersee (Albanus lacus, Lago di Albano oder di Castello), ein vulkanisches
Maar, südwestlich am Fuß des Albanergebirges höchst malerisch gelegen, bildet ein elliptisches Becken (3,7 km lang, 2 km breit)
voll kristallhellen Wassers und ist der schönste aller vulkanischen SeenItaliens.
[* 17] Er liegt 293 m ü. M.,
hat eine Tiefe bis 170 m und ist sehr fischreich.
Herrlicher Kastanienwald und Weinpflanzungen bedecken seine hohen und schroffen Ufer. Der Spiegel
[* 18] des Sees wird reguliert durch
einen uralten, jenseit des Bergs sich entlastenden Abzugskanal oder Emissar, den der römische FeldherrCamillus während der
Belagerung von Veji 396 v. Chr. durch den Felsen hauen ließ, und der noch heute wohlerhalten seinen Zweck erfüllt. Derselbe
ist über 1 m breit, 2-3 m hoch und hat eine Länge von 1200 m. Bei Albano bricht der berühmte Albanerstein (Peperin), eine Art
vulkanischen Tuffs von grünlichgrauer Farbe, der in den ältern ZeitenRoms vielfach zum Bauen verwendet
wurde.