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(LaiDa) (Kt. Graubünden,
Bez. Albula).
2480 m. Etwa 200 m langer und 100 m breiter Alpensee am SW.-Fuss des stolzen
Tinzenhorns im
Oberhalbstein. Im S. erhebt sich der mächtige Schieferberg
Pizzo Grosso. Der Lai Tigiel liegt am Uebergang aus
dem
Val d'Err durch die Alp Tigiel nach dem
Grat Sil
Cotschen, von wo aus man nach O. zu den in grossartig-wilder Landschaft
gelegenen Lajets unterm
Piz d'Aela hinüber, oder nordwärts zur Aelahütte im
Val Spadlatscha absteigen
kann. Das einsame Becken liegt in einer ausgeprägten Rundhöckerlandschaft und ist von Elfritzen (Phoxinus laevis) bevölkert,
während die noch höhern Lajets kein Fischleben darbieten.
Das viel tiefer liegende Seelein Nasegl zwischen
Savognin und
dem
Piz Michel weist statt der Ellritze die Bachgrundel (Cobitis barbatula) auf.
(Ruisseaudu) (Kt. Freiburg,
Bez. Saane).
673-574 m. 6,5 km langer Bach; entspringt 1 km nö.
vom Dorf
Avry sur Matran, fliesst nach NO., durchzieht Corminboeuf, erhält 1 km sö.
Belfaux den Ruisseau de la Tourbière,
wendet sich dann nach NW. und durchfliesst das Dorf
Belfaux, um unterhalb desselben von rechts in die
Sonnaz zu münden. Mittleres
Gefälle 1,5%.
Der Piz Timun ist bedeutend weniger vergletschert als das fast 200 m niedrigere
Surettahorn und trägt
an seinem
W.-Hang den Emetgletscher. 1,6 km wnw. befindet sich der
Culm d'Emet oder Madesimopass (2280 m), über den man von
Inner Ferrera durch
Val d'Emet ins Madesimothal und in die
ValleSan Giacomo hinabsteigt. Der Berg wird sowohl vom
Madesimopass, als vom Passo di
Val Sterla (zwischen Timun und Groppera) aus gewonnen; diese Pässe aber besucht man meistens
vom Kurort
Madesimo her, während sie von
Canicül her selten Zuspruch von Touristen erhalten.
Von
Canicül oder von
Madesimo zählt man auf den einen oder den andern
Pass etwa 5 Stunden, von
Canicül
durch
Val di
Lei über den Passo di
Val Sterla auf den Piz Timun und über den
Passo di Madesimo und durch
Val d'Emet zurück
etwa 10 Stunden. Der Aufstieg von
Madesimo über den Sterlapass zum Piz Timun erfordert etwa 5 Stunden. Grossartige Fernsicht.
Der Berg
setzt sich wie die westl.
Seite des Splügenpassthales aus glimmerreichem Gneis und Glimmerschiefer
zusammen.
Der nahe
Rossinière befindliche Abschnitt der
Schlucht trägt beim Landvolk den Namen
«Mala chenau», d. h. «Böser Weg»
(Via Mala!) und soll der Sitz von bösen Geistern und Hexen sein.
Noch wilder und grossartiger ist der untere Teil der
Schlucht
in der Nähe von
Montbovon.
Die den Engpass durchziehende Strasse datiert aus dem Jahr 1851. Die
Schlucht
ist in die Neokom- und Juraschichten an der N.-Flanke der Kette des
Vanil Noir eingeschnitten und zeigt ein schönes Profil
im Argovien (Knollenkalke des Oxford mit Fossilien) und Bathonien (mit zahlreichen Ammoniten und Zoophycos).
Zuflüsse sind: links die von den Steilhängen der Grenzkette zwischen der
Pointe de Chésery und dem Col de
Morgins herabkommenden
Wildwasser, die Eisenquellen des Heilbades
Morgins und die
«Nants» oder
Wildbäche von Le
Vernay,
Ténéhet und Prévond, die
am
Bec duCorbeau und den Pointes de
Bellevue entspringen; rechts die die grossen Waldungen von
Morgins am
rechtsseitigen Thalgehänge entwässernden
Bäche, deren bedeutendster von der
Alpe de Bonnavaux herabkommt. Nach der Aufnahme
des
Nant Prévond (in etwa 1200 m) beginnt die
Vièze sich immer tiefer einzuschneiden, um nun eine enge und tiefe Mündungsschlucht
zu bilden. Das Einzugsgebiet umfasst 25,78 km2. Der
Wildbach folgt fast auf seiner ganzen Länge dem
Kontakt zwischen Malm und Neokom.