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Erstmals seit 1993 stehen die Montreal Canadiens wieder im Stanley-Cup-Final, was die Anhänger des kanadischen Teams in der eishockeyverrückten Stadt jeweils frenetisch feiern lässt. Doch die Finalspiele gegen die Tampa Bay Lightning sind eine exklusive Angelegenheit – in doppeltem Sinn.
15'000 Zuschauer weniger als in Florida
So lehnten die Behörden Montreals wegen der Corona-Pandemie die Aufstockung der Stadionkapazität auf 10'500 Zuschauer – die Hälfte der Plätze im Bell Centre – ab. Es wird weiterhin nur vor 3500 Zuschauern gespielt. Zum Vergleich: Die ersten beiden Finalspiele in Florida wurden vor 16'300 (Spiel 1) respektive 18'600 (Spiel 2) Zuschauern ausgetragen.
Die limitierte Platzzahl der Canadiens wirkt sich natürlich auch auf die Preise aus. Für die Tickets der beiden Heimspiele in Montreal am Freitag und Montag (beide Ortszeit) müssen die Fans tief in die Tasche greifen: Die Karten für Spiel 3 kosten zwischen 4473 und 23'896 kanadische Dollar (umgerechnet in Schweizer Franken zwischen 3340 und 17'843).
Dies hatte die kanadische Zeitung Montreal Gazette zu einem Rechen-Artikel mit dem hämischen Kommentar veranlasst: «Es ist günstiger, nach Florida zu fliegen und zwei Tickets für den Stanley-Cup-Final zu kaufen, als Tickets im Bell Centre zu ergattern.»
Bis zu 35'672 Dollar für Spiel 6
Und nicht nur das: Die Canadiens reisen mit einer 0:2-Hypothek an die Heimspiele. Sollte Montreal die Aufholjagd gelingen, würde Spiel 6 wiederum in Kanada steigen – die Preise für Wiederverkaufstickets belaufen sich Stand jetzt auf läppische 7157 bis zu 35'672 Dollar (CHF 5344 respektive 26'636).