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Andy Schneider
steht hinter der Ferienbetreuung der Gemeinde Rothenburg ab 2024/25
Dienstag, 5. März 2024
Jeder weiss, dass der Kaffeegenuss körperliche und geistige Wirkungen hervorruft. Ausserdem erhöht Kaffee den Blutzucker- und Cholesterinspiegel, begünstigt eine Übersäuerung
Forscher der Uni Zürich haben herausgefunden, dass die Ursache nicht wie vermutet das Koffein ist. Sie bestimmten Blutdruck, Herzschlag und gewisse Aktivitäten des Nervensystems von 15 Testpersonen im Alter von 27 bis 38 Jahren. Sie alle tranken einen dreifachen Espresso mit oder ohne Koffein. Der Blutdruck stieg auch bei jenen, die einen koffeinfreien Espresso getrunken hatten.
Was lieben wir an dem bitter und verbrannt schmeckenden Gebräu? Ausgerechnet die teetrinkenden Japaner lüfteten das Geheimnis: die euphorisierende Wirkung geht vom Koffein aus. Sie konnten zeigen, dass es den Serotoningehalt im Gehirn erhöht. Serotonin dient dem Nervensystem als Botenstoff; seine Aufgabe ist es, vereinfacht gesagt, die guten Nachrichten zu überbringen. Unser seelisches Wohlbefinden ist eng an das Serotonin gekoppelt; so gehen Depressionen oft mit Störungen im Serotoninhaushalt einher. Wenn der Serotoninspiegel sinkt, sinkt auch die Stimmung.
Serotonin ist lichtabhängig, das erklärt, warum viele Menschen morgens unbedingt eine Tasse Kaffee brauchen, um «in die Gänge» zu kommen. Mit der Kaffeestunde am Nachmittag, wenn die Lichtmenge abnimmt, verlängern wir biochemisch gesehen den Tag.
Es ist demnach kein Zufall, dass die Skandinavier von allen Europäern den meisten Kaffee aufbrühen, die sonnenverwöhnten Mittelmeeranrainer dagegen am wenigsten. Um im hellen Licht des Südens noch eine spürbare Wirkung hervorzurufen, muss der Kaffee hochkonzentriert sein, was zur Erfindung des Espressos geführt hat. Die Schweden dagegen brauen einen schwächeren Aufguss, den sie dafür den lieben langen Tag schlürfen. Durch diese besondere Form des Kaffeetrinkens liegt ihr Pro-Kopf- Verbrauch an Rohkaffee um ein Vielfaches höher, als der in Italien oder Griechenland. So gesehen sollte der Kaffee doch eher als mildes, nebenwirkungsarmes Antidepressivum gelobt, denn als schwarzes Gift geschmäht werden. Allerdings gilt, wie bei vielen Dingen, auch für den Kaffee: Die Menge macht das Gift.
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