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Zur Linderung der Notlage in der Stickereiindustrie hatte die Vereinigung Schweizerischer Stickerei-Exporteure auf freiwilliger Basis eine Summe von 505’000 Fr. gesammelt (Nr. 2035): Von der Feldmühle Rorschach, mit welcher laut obiger Ziffer 1 die Verhandlungen noch nicht zum Abschluss gelangt sind, ist mit Zuschrift vom 4. September 1916 folgende spezielle Mitteilung eingegangen:
Die genannte Firma habe bis jetzt für ihre eigene Arbeiterschaft zu Hilfszwecken für Betriebseinschränkungen etc. einen Betrag ausbezahlt, der in seiner Höhe mehr als das Doppelte desjenigen ausmache, das irgend ein Exporteur an den Hülfsfond [sic] zeichnete; es sei zu befürchten, dass in Anbetracht der heutigen Geschäftslage, besonders auch des erschwerten Stoffbezuges, noch manches geleistet werden müsse, um die Arbeiter der Firma für die Zeit, da keine Beschäftigung geboten werden kann, zu entschädigen. Die Firma werde noch bedeutende Beträge zuschiessen müssen und glaube, auf diese Weise ihrer Arbeiterschaft gegenüber ihre Verpflichtungen in weitgehenderem Masse erfüllt zu haben, als durch Leistung einer runden Summe an den Fond.
Bezüglich der Arbeitslosenversicherung sei die Firma seinerzeit gerne bereit, ihren Anteil zu leisten, sobald die Angelegenheit ihrer Verwirklichung nahe rücke. Angesichts des Umstandes, dass mit vorstehend angeführten Ergebnissen die freiwillige Sammlung noch nicht als zum Abschluss gelangt zu betrachten ist, vielmehr noch weitere Eingänge zu gewärtigen sind, beschränkt sich der Regierungsrat zurzeit darauf, von vorstehenden Mitteilungen Kenntnis zu nehmen und gewärtigt die seinerzeitigen weiteren Mitteilungen des referierenden Departementes.
In ihrer Sitzung fällte die Regierung darüber hinaus folgende Beschlüsse:
Quellen: Staatsarchiv St.Gallen, ARR B2-1916 (Texte) und W 238/02.12-65 (Auszug aus Ansichtskarte zu Rorschach, 1908)