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In einem durchschnittlichen Mai steigen die Temperaturen im Mittelland auf rund 19 bis 20 Grad. Dass die Höchstwerte in der ersten Monatshälfte leicht unter dieser Norm liegen ist normal. Dieses Jahr war der Mai-Start jedoch besonders kühl. Die mittleren Tageshöchstwerte der Temperaturen waren verbreitet zwischen 4 und 6 Grad unter der Mai-Norm.
Aussergewöhnlich kühl
Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass der diesjährige kühle Mai-Beginn aussergewöhnlich war. In Basel gab es seit Anfang des 20. Jahrhunderts nur etwa alle 10 Jahre einen ähnlich kühlen Start in den Mai. Das letzte Mal wurde im Jahr 2010 eine kühlere erste Mai-Hälfte registriert.
Kälter als im März
Nicht nur im Flachland war der Mai bis jetzt besonders kühl. Auf dem Säntis war die erste Mai-Hälfte im Mittel sogar kälter als die Monate März und April.
Sommertage?
Auch bezüglich Sommertage erfüllt der Mai noch nicht die Erwartungen. In einem durchschnittlichen Mai erwarten wir im Mittelland an rund vier Tagen Temperaturen von mindestens 25 Grad. Dieses Jahr wurde die Sommermarke im Mai noch nicht geknackt.
Sonnenschein und Regen
Mit Ausnahme des Südens liegt die Sonnenscheindauer noch unter der Hälfte des zu erwartenden Mai-Solls. Im Mittelland liegen wir vielerorts erst bei 30 Prozent der durchschnittlichen Mai-Sonnenscheindauer.
Regnet es in der zweiten Monatshälfte ähnlich viel wie in den ersten 15 Tagen, dann wird vielerorts die Regen-Norm knapp erreicht. Im Tessin, in Graubünden und im Wallis war die erste Mai-Hälfte im Vergleich zur Klimatologie jedoch zu trocken. In Lugano fielen bis am 15. Mai erst etwas mehr 10 Prozent der durchschnittlichen Mai-Regenmenge.