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Bhabotosh ist ein 45jähriger Diabetes-Patient, der 110 km südlich von Kolkata tief im Wald der Sundarbans lebt. Bei uns ist die Gegend der Sundarbans vor allem als grösstes Mangroven-Gebiet der Erde und als Lebensraum einer grossen Population des Bengalischen Tigers, dem jedes Jahr Menschen zum Opfer fallen, bekannt. Viele unserer Freiwillige haben über die Jahre hinweg die Sundarbans als touristisches Ausflugsziel genutzt, um dort die einzigartige Natur zu sehen und um mal raus aus der Millionenstadt Kolkata zu kommen.
Für Bhabotosh bedeutet es, dort zu leben, dass er drei Flüsse durchqueren muss, um zu seinem Haus zu kommen. Während dem Lockdown, die die indische Regierung aufgrund der Corona-Pandemie verhängt hat, war es für ihn unmöglich, zur Klinik von Calcutta Rescue nach Kolkata zu kommen.
Da der erhöhte Blutzuckerspiegel seine Niere geschädigt hat, hat er eine Spenderniere transplantiert bekommen. Nimmt er nicht regelmässig Medikamente, um sein Immunsystem zu unterdrücken, stösst sein Körper das fremde Organ ab. Zum Glück hat Calcutta Rescue eine Sondererlaubnis erhalten, um auch während dem Lockdown unterwegs sein zu können. So konnte ihm Munna, ein Mitarbeiter der Talapark-Klinik von Calcutta Rescue, die lebensnotwendigen Medikamente vorbeibringen. Dankbar sagt Bhabotosh: „Ich wäre gestorben, wenn Calcutta Rescue nicht da gewesen wäre, um mich zu unterstützen.“