Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03448.jsonl.gz/3068

An der WM in Frankreich treffen sich die besten Fussballerinnen der Welt – doch ausgerechnet die allerbeste fehlt: Ada Hegerberg, die erste weibliche Ballon-d'Or-Gewinnerin.
Der Frauenfussball erhält nicht den Respekt, den er in Norwegen haben sollte.
Die 23-jährige Norwegerin hat aus Protest seit 2017 kein Länderspiel mehr bestritten. Ihr missfällt, wie der Verband den Frauenfussball behandelt. Zudem sei sie nach den Trainingscamps oft niedergeschlagen gewesen.
Gleiche Löhne für Frauen und Männer
«Der Frauenfussball erhält nicht den Respekt, den er in Norwegen haben sollte», sagte Hegerberg Ende 2016. Ein halbes Jahr später trat sie aus der Nationalmanschaft zurück.
Als Reaktion führte der norwegische Fussballverband im Dezember 2017 gleiche Löhne für Frauen- und Männernationalspieler ein – eine international einzigartige Regelung. Hegerberg kehrte trotzdem nicht ins Team zurück.
Es ist ein herber Verlust. Hegerberg hat für Lyon 46 Tore in 44 Champions-League-Spielen geschossen und die Trophäe viermal in Folge gewonnen.
Weitere Gleichstellungsproteste im Frauenfussball
- Die amerikanischen Spielerinnen haben gegen ihren Fussballverband eine Klage wegen Diskriminierung eingereicht. Sie fordern (finanzielle) Gleichbehandlung.
- Die Däninnen haben 2017 bei einem WM-Quali-Spiel gestreikt und damit eine Spielabsage erreicht. Der Verband reagierte und sprach mehr finanzielle Mittel für die Frauen.