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KORA-II
KORA, Korrosionsrisswachstum in austenitischen Strukturwerkstoffen: KORA beschäftigt sich mit Alterungsvorgängen an Stahlkomponenten des Primärkreislaufs von KKW, namentlich mit zwei Prozessen: Spannungsrisskorrosion und Korrosionsermüdung. Spannungsrisskorrosion kann lange und dünne verzweigte Risse hervorrufen, die mit dem blossen Auge nicht zu erkennen sind. Einflussfaktoren sind mechanische Belastungen, die Umgebung (Wasserchemie des Primärkreislaufs) und die Werkstoffeigenschaften. Korrosionsermüdung ist eine ähnliche Form des umgebungsbedingtenRisswachstums als Folge zyklischer mechanischer Belastung, z. B. durch Schwingungen. Die Ergebnisse des Projekts sollen auch dazu beitragen, Anforderungen für den Langzeitbetrieb der KKW festzulegen. Das Projekt KORA gliedert sich in der zweiten Phase 2009-2011 in drei Teilprojekte:
- Das Teilprojekt I (Korrosionsermüdung in austenitischen Stählen) beschäftigte sich 2009 mit Initiierungsprozessen von Ermüdungsrissen, insbesondere bei langen Phasen konstanter Belastung imAnschluss an schnell ablaufende Transienten. Zudem wurden zwei neue Prüfstände konzipiert und einer davon bereits aufgebaut. Die Prüfstände sind für Untersuchungen zur Schwingrisskorrosion an durchströmten Hohlproben ausgelegt, wobei die Umgebungs- und Lastbedingungen im KKW nachgebildet werden.
- Im Teilprojekt II geht es um Spannungsrisskorrosion in Schweissnähten aus hoch und niedrig legierten Stählen (Mischnähten). Es wurden Testkörper für zerstörungsfreie Prüfungen erzeugt, mit denen die Prüftechnik weiterentwickelt werden soll.
- Das Teilprojekt III befasst sich mit der zerstörungsfreien Messung der Initiierung von Spannungskorrosionsrissen in rostfreien und niedrig legierten Stählen. Dazu wurde die zuvor aufgebaute Messtechnik zum elektrochemischen Rauschen weiter optimiert.