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80 bis 90 % einer Windenergieanlage sind leicht wiederverwertbar, weil sie aus Metallen wie Stahl und Kupfer sowie aus Beton bestehen. Die Metalle werden direkt wiederverwendet, die Betonteile finden als Strassenschotter eine neue Verwendung. Die alten Anlagen vom Mont Crosin im Jura produzieren weiter Strom in Weissrussland.
- Die Rotorblätter – ihr Gewicht entspricht rund 6 % des Gesamtgewichts einer Anlage – bestehen aus Faserverbundstoffen. Ausgediente Rotorblätter werden in Zementwerken verbrannt und die entstehende Asche dient als Zuschlagsstoff für den Zement. Faserverbundstoffe werden nicht nur bei Windenergieanlagen, sondern zum Beispiel auch in der Automobil- und Bauindustrie sowie im Flugzeugbau verwendet. Aber auch Badewannen, Rutschbahnen und vieles mehr werden aus Faserverbundstoffen hergestellt.
- Am Ende ihrer Nutzungszeit kann eine Windenergieanlage in rund einer Woche demontiert werden und hinterlässt weder Spuren in der Landschaft noch umweltschädliche Abfälle. Alle alten Anlagen, die in der Schweiz bis anhin abgebaut wurden, wurden an einem anderen Standort wieder aufgebaut.
- Heute wird in zahlreichen Forschungsprojekten die Rückgewinnung der Faserverbundstoffe untersucht, sodass diese in Zukunft wieder verwertetet werden können. Parallel dazu werden neue Materialien für Rotorblätter erforscht, die später einfacher rezykliert werden können. Der Anlagenhersteller Siemens Gamesa hat im Meer bereits die ersten Windenergieanlagen mit rezyklierbaren Flügeln in Betrieb genommen.
Siehe auch: Ökobilanz