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Übung der körperlichen und geistigen Entspannung, Abschalten aller Äusseren Einflüsse, Versenkung in die eigene Tiefe und Stille, Hören in das Innere, still werden von äusserer Aufruhr, Beruhigung der Sinne.
Zen hat eine über 2500 jährige Tradition und wird in den Kampfkünsten als Meditationspraktiken geübt. Man unterscheidet grundsätzlich drei Formen der Zen Meditation:
Zazen (Meditation im Sitzen)
Zazen bedeutet: einfach in der richtigen Haltung sitzen, auf die Körperhaltung konzentriert, die Atmung ruhig, der Geist frei.
Man setzt sich auf den Boden bzw. auf ein Kissen (Zafu), das am Boden liegt. Je nach körperlicher Verfassung wählt man die Lotosposition (die Füsse ruhen auf dem jeweils gegenüber liegenden Oberschenkel), oder die Halblotosposition (ein Fuss ruht auf dem gegenüberliegenden Oberschenkel, während der andere Fuss unter dem anderen Oberschenkel den Boden berührt).
Nachdem man sich auf das Kissen gesetzt hat, atmet man ein paar Mal durch den Mund tief ein und aus, wobei man den Atem kurz anhält. Dies beruhigt den Geist und erzwingt einen 'Bruch' zwischen normalem Atmen und dem Atmen während der Meditation bzw. verdeutlicht die Besonderheit dessen. Danach legt man seine Hände auf die Oberschenkel und beginnt mit dem Oberkörper im Kreis zu schaukeln. Dadurch erhält man einen festen Sitz auf dem Kissen. Man beginnt mit weiten Kreisen und lässt sie langsam kleiner werden. Nachdem man sein Kissen auf diese Weise eingedrückt hat, schliesst man die Augen zu Zweidrittel und richtet den Blick im 45° Winkel zum Boden. Die Wirbelsäule ist dabei gerade, der Hintern nach hinten und der Bauch nach vorne gestreckt. Man setzt sich praktisch so hin, als wolle man mit dem Kopf den Himmel stützen. Die Hände legt man auf folgende Weise in den Schoss: die linke Hand liegt auf der rechten mit beiden Handflächen nach oben, so dass die mittleren Glieder der Mittelfinger übereinander liegen. Die Daumenspitzen berühren sich über der linken Handfläche leicht. Deine Hände beschreiben nun ein Oval und Du stellst Dir vor, dass Du etwas ganz wichtiges in den Händen trägst. Diese Handhaltung heisst 'kosmisches Mudra' (Mudras (wörtl. Siegel, Zeichen) sind Körperhaltungen oder symbolische Gesten.). Die Hände legt man so in den Schoss, dass die Daumen auf der Höhe des Nabels sind. Bei der Lotosposition berührt der rechte Handrücken beide Fersen. Die Arme sind gebeugt und ein wenig vom Körper weg.
Man schliesst also die Augen bis auf einen kleinen Spalt und beginnt dann beim Einatmen, jetzt durch die Nase, mit dem Zählen: '1'. Während der ganzen Meditation soll man versuchen, völlig mit der Zahl eins zuwerden, die man gerade innerlich sagt. Man konzentriert sich auf die Zahl '1'. Dabei versucht man nicht den Atem zu kontrollieren, d.h. nicht willentlich zu verschnellern bzw. zu verlangsamen oder zu vertiefen bzw. zu hecheln. Wenn Gedanken vorbeischauen, dann lässt man sie weitergehen und lädt sie nicht zum Dableiben ein, indem man an ihnen Anhaftet, d.h. darüber nachdenkt, was sie bedeuten, woher sie kommen, wie wichtig sie sind, wie wertvoll, ob gut oder schlecht. Man versucht aber auch nicht, sie gewaltsam hinauszuschmeissen, sondern man lässt sie "einfach" vorbeiziehen. Ist man durch Gedanken abgelenkt worden, oder weiss man einfach nicht, wo man gerade beim Zählen war, dann fängt man einfach wieder bei '1' an. Ist ja auch ganz egal, es gibt keinen Rekord, den man brechen kann, da man nach '10' sowieso wieder bei '1' anfängt. Nach dem Einatmen mit '1' kommt das Ausatmen (auch durch die Nase) mit '2' und so weiter. Jedesmal versucht man mit der Zahl eins zu werden...
Nach 15-20 Minuten (die Dauer der Meditation kann man am Anfang auch kürzer bemessen, ohne Unterbrechung sollte man aber nicht mehr als 45min. sitzen!) hört man mit dem Zählen auf, legt seine Hände auf die Oberschenkel und beginnt wieder zu kreisen (praktisch als Abrundung). Danach macht man wieder ein paar tiefe Atemzüge durch den Mund und erhebt sich dann langsam.
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www.kaikatsuan.ch