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Liebhaber von rotem Fleisch haben vielleicht ein grösseres Risiko Speiseröhrenkrebs und Magenkrebs zu bekommen als solche die weniger Steaks und Hamburgers essen. Hinweise dazu kommen aus einer neuen Studie.
500’000 ältere Bürger der USA wurden während 10 Jahren regelmässig kontrolliert. Nur wenige bekamen Speiseröhren- oder Magenkrebs. Bei den 20 Prozent grössten Fleischessern war aber das Risio 80 % grösser Speiseröhrenkrebs zu entwickeln, verglichen mit den 20 Prozent die am wenigsten Fleisch assen.
Magenkrebs nahe dem Speiseröhreneingang (Kardia Karzinom) trat vermehrt auf, wenn viele “Heterozylische Amine” eingenommen wurden. Dies sind Substanzen, die bei der Zubereitung mit hohen Temperaturen, wie Grillieren entstehen.
Lesen sie mehr hier auf englisch (The American Journal of Gastroenterology , (26 October 2010) | doi:10.1038/ajg.2010.415)
Bereits bisherige Untersuchungen wiesen auf einen Zusammenhang hin. Diese Untersuchungen wurden aber meist mit sogenannten “Fall-Kontroll-Studien” gemacht. Dabei befragen die Forscher Patienten über ihre früheren Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Dies hat viele Fehlermöglichkeiten.
Bei dieser Untersuchung wurden deshalb die gleichen Teilnehmer während 10 Jahren regelmässig befragt. Auch gaben sie Auskunft über die Fleischzubereitung und andere Faktoren, bei denen man einen Zusammenhang mit Magenkrebs und Speiseröhrenkrebs vermutet. Als Beispiel: Rauchen und viel Alkohl verursacht sicher mehr Krebsfälle als rotes Fleisch.
Auch diese Untersuchung kann den Zusammenhang nicht sicher beweisen. Aber viele andere Ernährungsrichtlinien empfehlen bereits eine Reduktion des Fleischkonsums. Auch wird aus anderen Gründen eher zu “weissem Fleisch” geraten. Eine neue Studie scheint deshalb nicht sinnvoll.
Die Empfehlung möglichst auf rotes Fleisch zu verzichten und eine schonende Zubereitung zu wählen kann auch so gegeben werden.