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(ergänzt mit weiteren Details)
Genf (awp) - Advanced Digital Broadcast(ADB) hat im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Im laufenden Jahr will die Herstellerin von Set-Topboxen allerdings stark zulegen. Der Wachstumstreiber sei dabei die im Oktober 2010 zugekaufte Pirelli Broadband Solutions, die als ADB Broadband weitergeführt wird.
Im Jahr 2010 erzielte ADB einen Umsatz von 356,6 Mio USD nach 380,1 Mio im Vorjahr. Dazu habe Pirelli - die nur im Monat Dezember konsolidiert wurde - einen Beitrag von 20 Mio USD geleistet, heisst es weiter. Der Jahresumsatz des zugekauften Unternehmens liege bei rund 150 Mio USD, schreibt die Herstellerin von Set-Topboxen am Mittwoch im Communique zum Jahresabschluss.
Der Bruttogewinn von ADB sank im vergangenen Jahr auf 114,7 (VJ 139,0) Mio USD. Damit reduzierte sich die Bruttomarge auf 32,2 (36,5)%. Für den Rückgang macht die Gruppe in erster Linie das schwierige Preisumfeld und die etwas tiefere Marge bei Pirelli verantwortlich. Der EBIT ging auf 17,7 (27,7) Mio USD zurück. Die EBIT-Marge wird mit 5,0 (7,3)% angegeben.
Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 12,9 (15,3) Mio USD. Allerdings wurde der Gewinn des Vorjahres von einer einmaligen, nicht-cashwirksamen Goodwill-Abschreibung aus der Akquisition von Vidiom Systems im Umfang von 8,2 Mio USD belastet. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,55 (2,76) USD. Die Gruppe weist eine Cash-Position von 31,6 Mio USD aus.
Mit den Geschäftzahlen hat der Technologiekonzern die Markterwartungen mit dem Gewinn und dem EBIT übertroffen, aber mit dem Umsatz verfehlt.
Im vergangenen Jahr habe ADB im Kerngeschäft mit ihren Set-Topboxen fünf neue Kunden in Bulgarien, Norwegen, Italien, Indonesien und Trinidad&Tobago gewonnen. Neu habe die Gruppe in den USA einen der grössten Kabelfernsehbetreiber für Pay-TV-Lösungen an sich binden können. Ausserdem sei von einem weiteren US-Kunden eine Bestellung für ähnliche Produkte und Applikationen eingegangen. Der Ausbau des US-Geschäfts sei ein strategisch wichtiger Schritt, so die Mitteilung.
Die Akquisition von Pirelli stelle einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte von ADB dar und werde einen wichtigen Beitrag zum künftigen Wachstum der Gruppe leisten, wird Verwaltungsratspräsident und CEO Andrew Rybicki in der Mitteilung zitiert. Im Rechnungsjahr 2011 erwartet das Management für die Gruppe ein Umsatzwachstum von über 40%. Die EBIT-Marge soll weiterhin im mittleren einstelligen Prozentbereich zu liegen kommen.
Den Aktionären soll an der kommenden Generalversammlung die Ausschüttung einer Dividende vorgeschlagen werden. Entsprechend der neuen Dividendenpolitik will ADB in Zukunft 30% und mehr des Gewinns an die Aktionäre ausschütten. Im vergangenen Jahr wurde eine Dividende von 3,00 CHF je Aktie geleistet.
Weiter wird den Aktionären an der GV Francesco Schiavinato, CEO von ADB Broadband, zur Wahl in den VR vorgeschlagen. Er soll den abtretenden Philippe Geyres ersetzen. Tina Nyfors übernimmt derweil die Leitung der Investor Relations und Kommunikations-Abteilung ab Anfang März.
mk/ra
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