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Letztes Jahr ging es im Mai um das Essen von Insekten. Bei diesem Thema ist es zwei Jahre nach Zulassung der ersten Insekten zum Verzehr noch ruhiger geworden. Daher widmen wir uns in diesem Jahr dem Maikäfer, dem sein Hauptflugmonat den Namen gab, und der – unabhängig von Trends – weiterhin unterwegs sein wird.
Maikäfer gehören zu der Familie der Blatthornkäfer. In der Schweiz kommen zwei Arten vor: Der Feldmaikäfer (Melolontha melolontha) und der Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani), wobei der Feldmaikäfer deutlich häufiger auftritt. Die Maikäfer entwickeln sich im Boden als Engerling und ernähren sich von Graswurzeln, was zu Schäden an Kulturen führen kann. Nach einer Entwicklung von meist 3 Jahren schlüpfen die Käfer im Frühjahr und können bis in den Juni angetroffen werden. Die Tierchen fliegen ans Licht und fressen an den Blättern verschiedener Bäume wie Eiche, Buche oder Esche.
Vorbei sind die Zeiten, wo Schüler ausschwärmten und für jedes gesammelte Kilo Maikäfer Geld einsackten. Nur selten sieht man noch kahle, fast vollständig abgefressene Bäume, oder hört von Schäden, die die Larven des Maikäfers im Grasland angerichtet haben.
Obwohl sie Maikäfer heissen: Beide Arten konnten auch in diesem Jahr bereits im April angetroffen werden.
Weitere Informationen: Wikipedia-Beitrag zum Feldmaikäfer, Melolontha melolontha Wikipedia-Beitrag zum Waldmaikäfer, Melolontha hippocastani Verbreitungskarte CSCF für den Feldmaikäfer Verbreitungskarte CSCF für den Waldmaikäfer
Beitragsbild: Feldmaikäfer, Melolontha melolontha. Michael Gilgen, Bangerten, CC BY-SA-NC 4.0
„Maikäfer flieg!“ ist der Titel eines bekannten Deutschen Volks- und Kinderliedes.