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07 Mrz Sattelfest
Eine englische Ikone des Radfahrens und Hersteller der wohl besten Ledersättel der Welt – seit fast eineinhalb Jahrhunderten steht der Name Brooks England für handgearbeitete Lederartikel der Spitzenklasse. Anfänglich ein kleiner Betrieb für Lederwaren aller Art, führte im Jahr 1878 der Tod eines Pferdes zur Erfindung des Kultsattels, der bis heute nach gleichem Vorbild gefertigt und montiert wird.
Im Jahr 1866 gegründet, stellte John Boultbee Brooks in seiner Firma bei Birmingham zunächst Pferdegeschirr und andere Lederwaren her. Als ihm einige Jahre später sein Pferd verstarb, lieh er sich von einem Freund ein Fahrrad. Er fand den Sattel so schrecklich unbequem, dass er sich schwor, etwas dagegen zu tun. Vier Jahre später meldete er sein erstes Sattelpatent an. Die heutigen Brooks Sättel sind fast identisch mit denen aus der Zeit um 1890. Der schon in den Katalogen des späten 19. Jahrhunderts vorgestellte B17 Sattel ist das älteste Modell der aktuellen Angebotspalette. Insgesamt haben 20 Modelle bis heute überlebt und werden nach wie vor so gefertigt, wie in ihren Anfängen.
Den ältesten Fabrikanten der Welt – bis 1950 war er auch der größte – machen in erster Linie hochwertigstes Leder, eigengs gefertigte Metallteile und die konkurrenzlose Erfahrung aus. Selber sagen sie über ihre Sättel: „Es ist nicht der Name Brooks, der den Sattel gut macht, aber der Sattel und seine Vortrefflichkeit, die den Namen Brooks an oberste Stelle rücken.“ Auch heute noch werden Brooks Sättel ausschließlich aus Leder und Metall hergestellt. Die vorwiegend aus Stahl- und Titan hergestellten Metallteile werden im Haus angefertigt. Die linken Sattelfedern werden mit Hilfe einer deutschen Maschine aus dem Jahr 1954 produziert, die rechten mit einer britischen Maschine von 1949. Ein Dutzend andere Maschinen formen, pressen, biegen, schneiden und stempeln die anderen Teile des Sattelrahmens.
Um die Qualität zu gewährleisten, verwendet das Traditionshaus nur den mittleren Teil der Lederhäute. Mit einer Dicke von fünf Millimetern kommen diese ausschließlich von englischen Rindern. In ganz Europa gibt es nur zwei Gerbereien, die das von Brooks benötigte Oberflächenfinish herstellen können.
Es dauert etwa drei Tage, einen Brooks-Sattel herzustellen. Jeder Sattel wird von Hand montiert und bekommt das Markenzeichen auf die Seite geprägt. Die Rückseite schmückt das metallene Brooks-Namensschild. „Seit wir angefangen haben Fahrradsättel herzustellen, war unsere Absicht immer nur das Beste von allem. Die besten Materialien, die besten Designs, die besten Konstruktionen die mit Erfahrung, Handfertigkeit und Geld herbeigeführt werden können –“, sagt Brooks. Handwerkskunst at it’s best!