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Geschichtliche Daten zum Füürwehr-Museum Oberglatt
2000
Der Füürwehr-Verein Oberglatt wird gegründet. Er zählt 57 Gründungsmitglieder, wovon 52 anwesend sind. Werner Stähli wird zum ersten Präsidenten gewählt.
2001
Der Gemeinderat überlässt dem Füürwehr-Verein gemäss Beschluss folgendes:
- 1 Fahrzeug Jeep Willys, Jahrgang 1950 mit Zubehör
- 1 Motorspritze, Marke Vogt, Jahrgang 1937
- 1 Holzleiterwagen
- diverses Feuerwehrmaterial gemäss Inventarliste
Zugleich bewilligt der Gemeinderat, dass das Fahrzeug und das Material vorübergehend im Feuerwehrgebäude gelagert werden dürfen. In der Folge werden verschiedene Objekte auf ihre Eignung als Feuerwehrmuseum geprüft. Unter anderem die „alte Sennerei“ an der Dorfstrasse, ein ausgedienter Pferdestall an der Hofstetterstrasse, ein Objekt in Hofstetten sowie die als „Halle 7“ bekannte LKW-Garage an der Rümlangstrasse. Es kommt jedoch zu keinem Vertragsabschluss.
WINTER 2006/2007
Verhandlungen mit dem Architekturbüro Truttmann + Agassis, Regensdorf, über den Kauf einer Occasions-Halle mit Standort Dielsdorf (ehemals Syngenta) verlaufen erfolgreich. Am 4. Februar 2007 wird die Halle ab Platz für Fr. 4‘000.- (Halle Fr. 5‘000 abzüglich Fr. 1‘000.- Sponsoring) gekauft. Dies mit der Auflage, dass sie bis Ende April 2007 abgebrochen werden muss.
2007
In einer eintägigen Aktion wird die Halle gekennzeichnet, demontiert und abtransportiert. Mit der Politischen Gemeinde haben verschiedene Gespräche betreffend einem geeigneten Standort stattgefunden, ein konkreter „Bauplatz“ existiert jedoch noch nicht. Die in Teile zerlegte Halle kann bei Herbert Zysset kostenlos gelagert werden. Der Gemeinderat beschliesst, dem Füürwehr-Verein „im Dickloo“ eine Parzelle von 492m2 in Baurecht zu Überlassen. Dies zwecks Erstellens eines Feuerwehr-Museums.
2008
Es wird eine „Baukommission Füürwehr-Museum“ gebildet. Sie umfasst 13 Mitglieder und deckt alle planerischen und handwerklichen Bereiche ab. Als Projektleiter wird Angelo Pedrocchi, selbständiger Baumeister, gewählt. Es wird festgelegt, welche Arbeiten in Fronarbeit geleistet werden sollen und welche Arbeiten extern vergeben werden. Es wird ein detailliertes Bauprogramm erstellt. Ziel ist es, dass die Halle bis Herbst 2008 gedeckt und eingewandet ist. Eine Grobkosten-Rechnung ergibt, dass mit Kosten je nach Ausbau-Standard von 150‘000 bis 180‘000 Franken gerechnet werden muss. Die Finanzierung soll aus Eigenmitteln (60‘000 bis 70‘000 Franken) und einem Hypothekar-Kredit von 50‘000 Franken sowie einem Sponsoring erfolgen. Die Eröffnung des Museums wird auf den 10.10.2010 um 10:10 Uhr festgelegt.
2009
Während dem ganzen Jahr wird intensiv an der Halle gearbeitet. Bis Ende 2009 sind es über 2‘700 Fronstunden die geleistet wurden. Im Laufe der Bautätigkeit finden 7 weitere Sitzungen der Baukommission statt. Der Baurechtsvertrag mit der Politischen Gemeinde wird unterzeichnet. Die Laufzeit beträgt 49 Jahre. Für das Einweihungsfest vom 10.10.10 um 10:10 Uhr wird ein OK gegründet. Der Vorstand des Füürwehr-Verein hat entschieden, dass die Mitglieder am Einweihungsfest nicht arbeiten sollen. Die Festwirtschaft soll durch den Feuerwehrverein Niederhasli betrieben werden.
2010
Die interne Bauabnahme durch die Baukommission ist erfolgreich. Es folgen intensive Arbeitstage- und Abende an denen das Innenleben des Museums gestaltet wird. Das Museum besteht die Bauabnahme durch das Bausekretariat Oberglatt. Nebst dem Vorbereiten der Eröffnungsfeier wird intensiv an der Gestaltung des Museums gearbeitet. Mittlerweile sind über 3‘000 Fronstunden geleistet worden.
10. OKTOBER 2010
Pünktlich, wie geplant, kann das Museum am 10.10.10 um 10.10 Uhr eröffnet werden. Über 500 Personen besuchen die eindrückliche Feier, mitgestaltet von Pfarrer Martin Biher. Mit „Hardy live“ geht danach „die Post ab“. Ein Feuerwehr-Korso, an dem 31 Fahrzeuge teilnehmen, rundet die tolle Feier ab.
2011
Während den Monaten April bis Oktober wird 1 Vereinsstamm durchgeführt. Im August wird das erste Fyrabig-Bier lanciert. Immer am 2. Samstag im Monat ist das Museum für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Bauabrechnung wird mit Gesamtkosten von Fr. 142‘300 abgenommen. Die Gebäudeschatzung durch die GVZ beträgt Fr. 407‘300. Erstmals macht der Füürwehr-Verein mit bei der Aktion „Weihnachtsfenster“.
2012
Pünktlich zur Generalversammlung wird der von den Kameraden Roland Zürcher und Karl Heinz Kergel erhaltene Lösch-/Leiterwagen frisch restauriert präsentiert. Nebst viel Fronarbeit hat Mitglied und Malermeister Hans-Peter Binder viel Anteil an der gelungenen Restauration. Eine grössere Reparatur beim Jeep steht an. Über Fr. 7‘000 müssen dafür eingesetzt werden. Das Museum ist bereits zu klein, um alle Geräte und Fahrzeuge aufzunehmen. Der Vorstand befasst sich mit einer Erweiterung. Baurechtlich ist nur eine Erweiterung zur Hühnerfarm möglich. Angelo Pedrocchi wird beauftragt, die Kosten für einen Zwischenbau zu ermitteln. Die Generalversammlung stimmt einem Kredit von Fr. 30‘000 für den Zwischenbau zu. Es sind Eigenmittel. Von der Feuerwehr Langrickenbach (TG) erwerben wir für den symbolischen Preis von Fr. 100.— eine Handdruck-Spritze aus dem Jahr 1913. Sie erhält in unserem Museum einen Ehrenplatz. Weitere Gerätschaften, alle restaurationsbedürftig, werden extern eingelagert.
2013
ORA 2 der Ortsfeuerwehr wird „aus dem Dienst entlassen“. Es handelt sich um einen Mercedes Benz 1113 mit Jahrgang 1975. Da das Fahrzeug komplett umgebaut wurde (kein Originalzustand mehr) verzichtet der Füürwehr-Verein auf die Übernahme dieses Fahrzeugs.
2014
Der Verein führt die 3. Reise durch. Dieses Mal geht es für 3 Tage ins Allgäu.
Am 26. Juni bewilligt der Gemeinderat Oberglatt das
Erweiterungsprojekt des Füürwehr-Vereins. Die Baubewilligung erfolgt am 9. September durch das Bauamt Oberglatt. Auf einen Spatenstich wird verzichtet;
Die Baumeisterarbeiten beginnen am 21. November. Der Rohbau wird vor den Festtagen fertig erstellt (mit Ausnahme des Dachstuhls)
Zum 50-jährigen Bestehen der Kirche Oberglatt bewirtet und bekocht der Füürwehr-Verein die über 80 Ehrengäste.
Das EW Oberglatt feiert sein 100-jähriges Bestehen. Der
Füürwehr-Verein ist für das leibliche Wohl verantwortlich und verwöhnt die über 300 Gäste mit einem 4-Gang-Menue.
2015
Am 5. Januar wird der Erweiterungsbau des Museums aufgerichtet. Auf ein Richtfest wird verzichtet.
Der Verein nimmt erstmals an einer internationalen Sternfahrt teil. Wetzikon im Zürcher Oberland ist Austragungsort.
2016
15 Mitglieder nehmen an der internationalen Sternfahrt Sonderborg (Dänemark) teil. Jeep und Motorspritze werden auf der Strasse transportiert.
2017-2019
Die Handdruckspritze „Herrenberg 1913“ erhält eine komplette Restauration. Sämtliche Dichtungen werden ersetzt, das Holzwerk wird neu lasiert.
2018
Eine Original-Feuerwehrlaterne „Oberglatt 1885“ wird restauriert. Sie ist ein Geschenk des verstorbenen Mitglieds Hans Meier.
2019
23 Mitglieder nehmen an der internationalen Sternfahrt in Bad Gastein (Oesterreich) teil. Beim Korso schafft es unser Jeep auf 1600 Meter über Meer.
2019-2020
Der Feuerwehrverein Bachenbülach überlässt uns einen Pulver-Anhänger aus dem Jahre 1984. In der Folge wird dieser restauriert und ins Museum integriert.
Durchschnittlich werden jährlich 15 bis 20 Anlässe durchgeführt. Bedingt durch Corona sind es in diesem Jahr gerade mal 2 Anlässe (!)
2021
Der Handdruckspritze werden 2 Pferde (Rappen) vorgespannt. Diese haben wir in Würzburg (BRD) gekauft und per Pferdetransporter dort abgeholt. Mittels einer Gotte-Götti-Aktion finanzieren unsere Mitglieder 2/3 des Kauf-Preises von 1800 Euro. Die passenden Fuhrgeschirre stammen von der bekannten Sattlerei Ruh in Bülach und waren an der Landi 1939 ausgestellt. Verschiedene alte Gerätschaften erhalten wir zuhanden unseres Museums. Dies macht es nötig, zusätzliche Ausstellungselemente auf- und einzubauen. Bemerkenswert ist ein Kreislaufgerät aus dem Jahre 1919. Im Obergeschoss wird die Palette an Uniformen erweitert und mittels neuen Schaufensterpuppen präsentiert.