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publiziert in Floating Gaps, Performance Chronik Basel (1968–1986), Hg. Sabine Gebhart Fink, Muda Mathis, Margarit von Büren, diaphanes, Zürich 2011, ISBN 978-3-03734-172-8, S. 209–219
Solotanz und Performance (Kunst) überkreuzt
(Der Text entstand 2009)
Das Auftauchen des Begriffs Tanzperformance markiert zugleich einen Aufbruch im Tanz in den 80er Jahren in der Schweiz: Eine lebendige freie Tanzszene entwickelt sich, es werden vermehrt Subventionen für deren Aktivitäten freigesetzt. Diese Entwicklung findet im Sog von Forderungen nach kulturellen Freiräumen statt, die teilweise gewaltsam erfochten wurden (Jugendunruhen in Zürich, Bern, Basel und Lausanne in den 80er Jahren). Waren der postmoderne Tanz und die Performance Kunst in Nordamerika und Europa in den 60er und 70er Jahren die künstlerisch wegweisenden Medien, so ist es im Europa der 80er und 90er Jahre der Tanz.
Die Herausbildung eines heterogenen Begriffs
Der Begriff Tanzperformance wird mit dem Auszug der TänzerInnen aus dem Bühnenraum hinein in den Raum des Museums, der Kunsthallen (Christine Brodbecks Aufführung in der Kunsthalle in den frühen 80er Jahren) und auf die Strasse (Strassen-Tanz-Aktionen z.B. von Geneviève Fallet) aktuell. Tanzperformance entsteht auf der Demarkationslinie zwischen Solo-Tanz, der in Kunsträumen situiert ist, und Tanztheater mit seinen hierarchisch strukturierten Tanz-Kompanien, das auf Theater-Bühnen stattfindet. ...
Ganzer Text «Tanzperformance in der Schweiz, Solotanz und Performance (Kunst) überkreuzt» auf Performance Chronik Basel