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Die Patient:innensicht und persönliche Erfahrung hinsichtlich der Krebsbehandlung ist von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, die Qualität der Gesundheitsversorgung und die Bereitschaft, auf Patient:innenbedürfnisse einzugehen, zu bewerten und zu verbessern.
Im Jahr 2018 führten wir die erste Umfrage SCAPE-1 durch; dabei wurden Personen, die in der französischsprachigen Schweiz wegen Krebs behandelt wurden, zu ihren Erfahrungen mit der Krebsversorgung befragt.
Im Jahr 2021 führten wir eine zweite Umfrage, SCAPE-2, durch, die Personen einschloss, die wegen Krebs in der französischen Schweiz und der Deutschschweiz behandelt wurden.
Im Jahr 2023 werden wir eine dritte Umfrage, SCAPE-CH, durchführen, die Personen einschliesst, die in der französischen, deutschen und italienischen Schweiz wegen Krebs behandelt wurden.
Ziel der SCAPE-1 war es, in Erfahrung zu bringen, wie Betroffene von Brust-, Prostata-, Lungen-, Dickdarm-, Haut- und Blutkrebs in vier Spitälern in der Romandie behandelt wurden, und herauszufinden, ob die Erfahrungen je nach Krebsart und Spitaltyp unterschiedlich sind.
Ziel der SCAPE-2 war es, die Versorgungserfahrungen von Personen, die wegen jeder Art von Krebs in acht Spitälern in der Romandie und der Deutschschweiz behandelt werden, zu erforschen und zu untersuchen, ob diese Erfahrungen je nach Sprachregion, Krankenhaus und Krebsart variieren.
Ziel der SCAPE-CH ist es, die Versorgungserfahrungen von Personen zu sammeln, die wegen jeder Art von Krebs in zwanzig Spitälern in der französischen, deutschen und italienischen Schweiz behandelt werden, um die Entwicklung von lokalen und nationalen Interventionen zur Verbesserung der Qualität der onkologischen Versorgung zu leiten.
In England wird die Patient:innensicht seit vielen Jahren routinemässig evaluiert. Wir haben einen zu diesem Zweck verwendeten Fragebogen aus dem Englischen übersetzt und an den Schweizer Kontext angepasst. Dieser Fragebogen enthält Fragen zu den Ereignissen vor dem Spitalaufenthalt, zu diagnostischen Tests, zur Diagnose, zu Behandlungsentscheidungen, zur ambulanten Versorgung im Spital und während des Spitalaufenthalts, zur Pflege und Unterstützung zu Hause und zur Nachsorge nach der Behandlung.
Für die Studie SCAPE-2 wurden Fragen zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Krebsversorgung hinzugefügt.
Für die SCAPE-CH-Studie wird eine Kurzversion des Fragebogens verwendet.
Für SCAPE-1: Personen, die zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2018 wegen Krebs von Brust-, Prostata-, Lungen-, Dickdarm-, Haut- und Blutkrebs in vier Spitälern in der Romandie betreut oder behandelt wurden.
Für SCAPE-2: Personen, die zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2021 wegen Krebs (jede Art) in vier Spitälern in der Romandie und in vier Spitälern der Deutschschweiz betreut oder behandelt wurden.
Für SCAPE-CH: Personen, die zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2023 wegen Krebs (jede Art) in den teilnehmenden Spitälern der drei Sprachregionen der Schweiz betreut oder behandelt wurden.
Die Personen werden in den administrativen Datenbanken der Spitäler identifiziert; pro Spitäler werden 900 Personen ausgelost und eingeladen, den Fragebogen zu beantworten.
Insgesamt wurden die Erfahrungen der Patient:innen in Bezug auf die diagnostischen Tests, den Kontakt mit den Pflegefachpersonen, die Operationen und die Betreuung während des Spitalaufenthalts oder der ambulanten Behandlung als eher positiv geschildert. Weniger positiv erscheinen die Erfahrungen in Bezug auf die Informationen, die zum Zeitpunkt der Diagnose erhalten wurden, die Informationen über unerwünschte Wirkungen der Behandlung, über psychosoziale und finanzielle Aspekte von Krebs, die Unterstützung nach der Behandlung und den Einbezug der Angehörigen.
Die Studien SCAPE-1, SCAPE-2, und SCAPE-CH wurden gemeinsam von der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitssysteme (DESS) der Unisanté und dem Schweizerischen Universitätsinstitut für Forschung und Ausbildung im Gesundheitswesen (IUFRS) durchgeführt.
SCAPE-1 und SCAPE-2 wurden von der Krebsforschung Schweiz finanziert.
SCAPE-CH wird von der Eidgenössische Qualitätskommission (EQK) finanziert.