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Abstract
Organisationen können in einer ersten Annäherung als Systeme verstanden werden, die Mitgliedschaftsrollen aufeinander beziehen und dadurch koordinieren. Soweit der Zugang zu bestimmten Rollen an die Zugehörigkeit zu einer Profession, an Zertifikate der Ausbildung in einer Disziplin und entsprechende Praxis gebunden ist, soweit Organisationen also Professionelle als solche beschäftigen, bringen sie sie in ein Kooperationsverhältnis, wobei der Typ solcher Kooperation häufig mit den Begriffen der Interoder der Transdisziplinarität bezeichnet wird. Während „Interdisziplinarität“ auf die Verbindung abgrenzbarer disziplinärer Zugänge zu einem gemeinsamen Gegenstand abhebt, sucht „Transdisziplinarität“ diese Grenzen zu durchbrechen und mehrere Disziplinen (oder Teile davon) zu einem neuen Ganzen zu verbinden. Wo bei dem einen disziplinäre Grenzen bestehen bleiben, um ein gemeinsames Ergebnis zu erzielen, verschwindet beim anderen die je eigene Disziplinarität zugunsten eines neuen übergreifenden Wissenskorpus.