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Der in Mailand geborene Schweizer Andrea Chiesa fuhr 1986 seine erste gute Saison in der italienischen Formel-3-Meisterschaft und konnte sofort gute Resultate vorweisen. 1987 begann er die Saison mit drei Siegen bei den ersten vier Rennen. In der Meisterschaft musste er sich am Ende des Jahres aber Enrico Bertaggia geschlagen geben.
1988 stieg Chiesa in die Formel 3000 ein. Das erste Jahr war von vielen Ausfällen geprägt. Nur einen Punkt für die Meisterschaft konnte der Schweizer einfahren.
1989 steigerte er sich, gewann das Rennen in Enna und wurde Zweiter in Vallelunga. Die Meisterschaft beendete er als Sechster.
1990, als Fahrer im Team von Paul Stewart, dem Sohn von Jackie Stewart, erreichte er den siebten Gesamtrang.
Seine vierte Saison 1991 in der Formel 3000 wurde zum Desaster. Obwohl Chiesa auf bestes Material zurückgreifen konnte, endete die Saison ohne einen einzigen Punkt in der Meisterschaft.
Dennoch bekam Chiesa 1992 einen Vertrag in der Formel 1. Er unterschrieb bei Fondmetal, dem Nachfolgeteam von Osella Sein Debüt gab er beim Großen Preis von Mexiko, wo er sich für den 23. Startplatz Qualifizieren konnte. Die Zeit in der Formel 1 war jedoch ein Fehlschlag. Chiesa konnte sich nach Mexico nur noch in Spanien (20. Startplatz) und beim Grossen Preis von Frankreich (26.Startplatz) dreimal für einen Grand Prix qualifizieren. Zweimal schied er nach einem Dreher vorzeitig aus, in Frankreich wurde er in die Startkollision, welche von Maurício Gugelmin ausgelöst wurde verwickelt.
Nach dem Grossen Preis von Deutschland wurde Chiesa von Fondmetal durch Eric van de Pole ersetzt.
Der Formel-1-Traum endete nach nur einem Jahr und er ging in die USA. Er fuhr das Champ-Car-Eröffnungsrennen 1993 in Surfers Paradise und bestritt Sportwagenrennen für Riley & Scott.
Nach Jahren der Abwesenheit gab der Schweizer 2007 in Le Mans im Team von Spyker ein Comeback. Auch 2008 war er für die niederländische Mannschaft und deren Spyker C8 in der Le-Mans-Serie und an der Sarthe am Start. Beide Rennen endeten mit Ausfall; 2007 gab es einen Motorschaden und im Jahr darauf war es erneut ein technischer Defekt, der die Fahrt vorzeitig beendete.

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August 2019