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Japans internationale Kinder
Japan ist ein Land, das keine Immigration kennt. Nur gerade mal 2 der 127 Millionen Einwohner im Inselstaat haben einen ausländischen Pass. Damit machen die Ausländer 1,7 Prozent der Gesamtbevölkerung aus (Asienspiegel berichtete).
Ein Trend hat sich in den letzten Jahrzehnten jedoch verstärkt. Kinder, von denen mindestens ein Elternteil nicht Japaner ist, werden von Jahr zu Jahr mehr – wenn auch auf vergleichsweise tiefem Niveau. Gemäss Tokyo Shimbun wurden 2014 schätzungsweise 35’000 Kinder mit mindestens einem ausländischem Elternteil geboren. Jedes Jahr kommen in Japan noch rund 1 Million Babys zur Welt.
Damit haben 3,4 Prozent aller Neugeborenen oder 1 von 29 Kindern eines Jahrgangs einen internationalen Hintergrund. Diese Zahl nimmt seit zwei Jahrzehnten stetig zu. 1990 waren es erst 1,7 Prozent, 1995 bereits 2,6 Prozent. Inzwischen sind es regelmässig mehr als 3 Prozent.
20’000 haben einen japanischen Elternteil
Betrachtet man die definitiven Zahlen von 2012 und 2013 des Ministeriums für Gesundheit und Wohlfahrt kann man noch mehr Details herauslesen. So besitzen rund 20’000 Neugeburten mindestens einen japanischen Elternteil. In Japan werden diese Kinder gerne als «Hafu» («Halbe») bezeichnet (Asienspiegel berichtete). Rund 15’000 Neugeburten stammen derweil von Eltern ab, die nicht aus Japan sind.
In der Hauptstadt Tokio wurden 2014 die meisten Neugeburten mit internationalem Hintergrund gezählt, gefolgt von den Präfekturen Aichi und Gunma. Die meisten dieser Kinder stammen ganz oder zur Hälfte aus China, Korea, den Philippinen, Brasilien, Thailand, Peru und den USA. Ausserdem haben rund 23’000 Japaner einen ausländischen Ehepartner.