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Thomas Björn sucht in Crans-Montana den Hattrick
Der Däne Thomas Björn könnte das heute beginnende Omega European Masters in Crans-Montana zum dritten Mal gewinnen. Eine solche Triplette vollendete zuletzt der legendäre Severiano Ballesteros.
Der im Mai 2011 einem Hirntumor erlegene Ballesteros hat auf dem Walliser Hochplateau nicht nur als dreifacher Sieger Spuren hinterlassen, sondern auch mit seiner Persönlichkeit und als Architekt beim markanten Umbau des Platzes in den Neunzigerjahren. Der Par-71-Kurs, der in den letzten Jahren noch attraktiver gestaltet wurde, trägt heute längst den Namen des unvergesslichen Spaniers.
Thomas Björn, mittlerweile 43-jährig, spielt nach einer Durststrecke seit einigen Jahren wieder auf hohem Niveau. Nach seinem letztjährigen Sieg am Omega European Masters gewann er im Dezember in Südafrika ein weiteres Turnier, sein 15. und bislang letztes auf der Europa-PGA-Tour. Ohne grosse Mühe brachte sich Björn unter die neun direkt Qualifizierten, die am Ende dieses Monats im europäischen Team im schottischen Gleneagles zum Ryder Cup gegen die US-Golfer antreten werden.
Nebst Thomas Björn sind in dieser Woche zwei weitere aktuelle Ryder-Cup-Spieler am Start: der Franzose Victor Dubuisson und der Waliser Jamie Donaldson. Beide Profis waren bis vor kurzem kaum bekannt, mit einer Reihe exzellenter Leistungen schafften sie aber als Neulinge den Sprung ins 12-Mann-Team für den prestigeträchtigen Kontinentalwettkampf.
Abgesehen von den drei Ryder-Cup-Protagonisten bietet das traditionsreiche, mit 2,3 Millionen Euro dotierte Turnier im Wallis auch heuer ein Feld mit zahlreichen namhaften Spielern. Zu ihnen zählt wie jedes Jahr der treue Spanier Miguel Angel Jimenez, der seit 1989 kein einziges European Masters ausgelassen hat.
Der erfolgreichste Teilnehmer ist Padraig Harrington. Der 43-jährige Ire gewann in den Jahren 2007 und 2008 innerhalb von 13 Monaten drei Major-Turniere (zweimal das British Open, einmal die US PGA Championship). In den darauffolgenden Jahren verlor Harrington aus verschiedenen Gründen (Verletzungen, Sehschwäche, mentale Probleme) sukzessive seine Form. Als weitere Sieger von Major-Turnieren präsentieren sich in dieser Woche erneut der Nordire Darren Clarke (British Open 2011), der Schotte Paul Lawrie (British Open 1999) und der Spanier José Maria Olazabal (US Masters 1994 und 1999).
Den Stand der Schweizer Profis vertreten der Engadiner Martin Rominger, der Genfer Raphaël de Sousa, der Zuger Damian Ulrich und der Davoser Fredrik Svanberg. Der Genfer Julien Clément, der sich von 2007 bis 2011 fünfmal in Folge für die Finalrunden qualifiziert und 2008 als Dritter die beste Platzierung aller Zeiten eines Schweizers herausgeholt hatte, vermochte sich wie schon im letzten Jahr nicht zu qualifizieren.