Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03265.jsonl.gz/1378

Krishna ist Bhagavan, die Höchste Persönlichkeit Gottes. Im Srimad Bhagavatam (1,3,27), einer der wichtigsten Vaishnava-Schriften, wird Krishnas Identität folgender-massen beschrieben: "Krishna
ist Gott in Person" (krishnas tu bhagavan svayam). Er ist nicht bloss ein Teil oder eine Erweiterung Gottes, wie man sie in Indien in grosser Zahl kennt. Er ist der erste Urheber, der
allumfassende Gott. Vor etwa 5000 Jahren offenbarte Er auf der Erde Seine ewigen lilas (göttliche Spiele).
Unter all den Spielen Krishnas bilden die folgenden den Kern indischer Kultur: Seine Geburt im Kerker Kamsas; Seine Spässe und Streiche als der Sohn Nandas und Yashodas; Seine Liebeleien mit Shri Radha und den Gopis; Sein herzzerreissender Abschied von Braj; Seine Königs-herrschaft in Dvaraka; Sein Rendez-
vouz mit Radha in Kurukshetra und Sein Sprechen der Bhagavad-Gita.
In gewissen Spielen Krishnas kommen Macht und sogar Strafe zum Ausdruck, zum Bespiel als Er die Erde vom Einfluss der Dunkel-mächte befreite. Trotzdem wird durch Krishnas Erscheinen klar
hervorge-hoben: Liebe geht über Macht, Charme über Reichtum. Während die meisten Gottes-vorstellungen Scheu und Ehrfurcht hervorrufen, erweckt die Begegnung mit Krishna den Wunsch nach einer
vertraulichen, persönlichen Beziehung zu Ihm. Vaishnava-Dichter haben die Ansicht geäussert, schuld an diesem Verlangen der Seele sei Krishnas wunderschöne Erscheinung - Sein dunkelblauer Teint,
Seine grossen Lotosaugen und Sein schwarzes, mit einer Pfauenfeder geschmücktes Haar. Es heisst, wenn man Krishnas Flöte höre, könne man nicht anders, als in einen Zustand göttlicher Ekstase zu
Ihm zu eilen.