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Wie wird Colitis ulcerosa behandelt?
Da die Ursache der Colitis ulcerosa nicht bekannt ist, kann derzeit keine Heilung erreicht werden. Daher bedarf die Entzündung einer langfristigen medikamentösen Therapie. Die Therapieziele sind:
- dauerhafte Beschwerdefreiheit (Remission)
- Erzielung einer normalen Darmschleimhaut (mukosale Heilung)
- normale Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit
- befriedigende Teilnahme am sozialen Leben
- Verhinderung von Komplikationen
- Vermeidung langfristiger Kortisoneinnahmen
Je länger die Erkrankung schon gedauert hat, umso schwieriger ist die Rückführung in einen normalen Zustand. Es ist daher wichtig, möglichst früh eine konsequente Therapie durchzuführen, die wirkungsvoll und nebenwirkungsarm ist. Für die Therapieplanung sind die Ausdehnung der entzündlichen Veränderungen (Befallsmuster) und der Schweregrad der Entzündung von Bedeutung.
Patienten mit Befall des linksseitigen Dickdarms (linksseitige Colitis) oder einem Befall des gesamten Dickdarms (extensive Colitis) sind oft schwerer zu therapieren, als Patienten mit alleinigem Befall des Enddarms (Proktitis).
Die Beurteilung des Schweregrads der Erkrankung erfolgt in der Regel durch die Symptomatik und anhand der Ergebnisse verschiedener Untersuchungen inklusive des endoskopischen Befundes. Jedoch empfindet jeder Betroffene die Erkrankung unterschiedlich, so dass die Bewältigung des Alltags, die Lebensqualität und die Arbeitsfähigkeit hier ebenso berücksichtigt werden sollten.
Gesamtkonzept
- Vor Beginn einer Therapie sollte der behandelnde Arzt zusammen mit dem Patienten ein langfristiges Gesamtkonzept der Betreuung erarbeiten. Dafür müssen zunächst Ausmass und Ort des Befalls diagnostiziert werden. Im Anschluss daran werden die verschiedenen therapeutischen Möglichkeiten, inklusive chirurgischer Optionen, besprochen. Kern der Therapie ist meist der dauerhafte Erhalt der Remission durch 5-ASA-Präparate, oder wenn diese nicht ausreichen, durch lmmunsuppressiva und/oder Biologika. Die regelmässige Krebsvorsorge sollte geplant und eine längere Steroidtherapie verhindert werden. Diese langfristige Strategie sollte schriftlich festgelegt sein, damit der Hausarzt, der Chirurg, der Frauenarzt und andere Ärzte, die den Patienten mitbetreuen, Bescheid wissen - auch im Notfall.