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Nachhaltigkeitsbeurteilung
Die Nachhaltigkeitsbeurteilung (NHB) hat zum Ziel, bei Projekten und politischen Entscheiden die Grundsätze der Nachhaltigen Entwicklung zu berücksichtigen. Nachhaltigkeitsbeurteilungen sind dynamische Prozesse, die darauf abzielen, sowohl auf nationaler als auch auf lokaler Ebene ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte in Gesetzen, Aktionsplänen und öffentlichen Projekten zu berücksichtigen. Dabei handelt es sich immer um Lernprozesse.
Doch wie lässt sich konkret beurteilen, ob tatsächlich die richtige Richtung eingeschlagen wurde? In den letzten Jahren wurden in der Schweiz und im Ausland verschiedene Beurteilungsinstrumente entwickelt, die den Gemeinwesen heute zur Verfügung stehen. Der Bund, einzelne Kantone und Gemeinden haben in ihrer Verwaltung bereits entsprechende Regelungen eingeführt. Sie überprüfen nun, ob ihre Projekte mit den Zielen der Nachhaltigen Entwicklung vereinbar sind.
Nachhaltigkeit bei (Sport-)Grossveranstaltungen
Im Anschluss an den Nachhaltigkeitsbericht der UEFA EURO 2008 haben die beiden Veranstaltungsländer Schweiz und Österreich sich dafür eingesetzt, internationale Richtlinien für die Nachhaltigkeit von Grossveranstaltungen aufzustellen. Sie erarbeiten unter Führung der Global Reporting Initiative (GRI), welche international anerkannte Richtlinien für die Nachhaltigkeits-berichterstattung von Unternehmen definiert, und zusammen mit dem internationalen Olympischen Komitee (IOC), dem London 2012 Organising Committee (LOCOG) und dem Europäischen Fussballverband (UEFA) bis 2012 ein so genanntes Sector Supplement mit sektorspezifischen Vorgaben für Grossanlässe. Diese Richtlinien für die Berichterstattung berücksichtigen die wichtigen Themen betreffend Nachhaltigkeit von Grossveranstaltungen und stellen sicher, dass die Berichte verschiedener Veranstaltungen vergleichbar sind.
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