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Der Schwingklub Langenthal und Umgebung wurde 1927 gegründet.
Bereits vor der Gründung des Klubs verfügte Langenthal über sehr gute
Schwinger. Eine treibende Kraft für den Schwingsport war der Langenthaler
Jakob Meyer (1855 – 1928).
Jakob Meyer – treibende Kraft
Der später zum Regierungsstatthalter gewählte Jakob Meyer war der erste
Präsident des Oberaargauischen Schwingerverbandes. Er war als Student
ein gefürchteter Aktivschwinger.
Dass der zweite Präsident des Oberaargauischen Schwingerverbandes,
Hans Haltiner, ebenfalls ein Langenthaler war, bestätigt, dass das Schwingen
bereits vor der Gründung des Schwingklubs im Jahre 1927 in Langenthal einen sehr
hohen Stellenwert hatte.
Hans Haltiner findet man bereits 1911 am Eidgenössischem Verbandsfest in
Zürich unter den Kranzgewinnern.
Das Eidgenössische von 1919
Im Jahre 1919 hatte der Thurnverein Langenthal die Ehre, als Trägerverein
das Eidg. Verbandsfest in Langenthal durchzuführen. Leider sind von
diesem Grossanlass keine ausführlichen Berichte in den Archiven zu finden.
Auch an diesem Anlass finden wir unter den Kranzträgern zwei Langenthaler.
Es sind dies die Gebrüder Hans und Rudolf Meyer im 3. und 7. Rang.
Die Blütezeit
Bei der Gründung des Klubs im Jahre 1927 wollte man nicht einen reinen
Langenthaler Klub schaffen, sondern einen Regionalen. Leider fehlten schon
damals wie heute noch die idealen Trainingsmöglichkeiten. Der Schwingkeller ist viel zu klein.
Während des Zweiten Weltkrieges erfuhr das Schwingen auch in Langenthal
vorübergehend fast einen Stillstand.
Aber gleich nach Ende des Krieges setzte die eigentliche Blütezeit unter der Leitung von
Gottfried Eggimann ein. Der Verein zählte etwa 15 Schwinger,
die von den Schwingfesten regelmässig kranzgeschmückt nach Hause
zurückkehrten.
Das gute Verhältnis zu den umliegenden Dörfern kennzeichnete die
Nachkriegsjahre.
Durch die mangelnde Nachwuchsförderung in den sechziger Jahren geriet der Klub in ein Tief
und das Schwingen wurde in Langenthal immer mehr zu einer Randsportart.
So ging auch das Verhältnis zur Umgebung verloren.
Weil keine kleineren und grösseren Schwingfeste mehr durchgeführt wurden, entzog sich das Schwingen
den Augen der Jungen. Andere Sportarten verzeichneten in diesen
Jahren einen grossen Aufschwung.
Man verpasste es in dieser Zeit, die Attraktivität des Klubs zu erhalten.
Neuer Anlauf
Mit Josef Mattli kam 1976 ein neuer Mann ans Ruder des Klubs. Er legte den Grundstein für das
Wiederaufblühen der Jungschwinger. Immerhin konnten sich in den letzten Jahren wieder einige Schwinger
unseres Klubs als Kranzschwinger feiern lassen.
Der Verein ist bestrebt, durch gezielte Nachwuchsförderung wieder bessere
Zeiten anzusteuern. Die alljährliche Durchführung des Hallen-Nachwuchsschwingen in der
Markthalle soll das Nötige dazu beitragen.
Die Präsidenten des Klubs
1927 – 1934 Ernst Freiburghaus
1935 – 1937 Hans Zimmeli
1938 – 1945 Willy Guldenfels
1946 – 1965 Gottfried Eggimann
1966 – 1970 Theodor Hasler
1971 – 1972 Alfred - Studer
1973 – 1975 Jakob Schneeberger
1976 – 1983 Josef Mattli
1984 – 1986 Walter Beck
1987 - 2001 Albert Schmid
2001 - 2016 Widmer Ueli
2017 - 2019 Herzig Simon
2020 - ???? Rohrbach Rolf