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Zellzyklus, Zellteilung

Ein erwachsener Mensch besteht aus etwa 1013 Zellen. Alle diese Zellen entstehen aus einer einzigen Vorläuferzelle, der befruchteten Eizelle. Im Verlauf der Entwicklung müssen die Zellteilungen zur Zellvermehrung so reguliert werden, dass zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Region des Embryos genügend Zellen für die Bildung der verschiedenen Strukturen und Organe zur Verfügung stehen. In Erneuerungsgeweben (z.B. Haut, Darm, Blut) findet noch bei Erwachsenen laufend eine sorgfältig regulierte Zellvermehrung statt, die das Absterben gealterter Zellen kompensiert. Bei Krebs erfolgt charakteristischerweise eine übermässige Zellvermehrung. Im Zentrum unserer Arbeit steht die Erforschung der Mechanismen zur Steuerung von Zellteilungen. In der vergleichsweise übersichtlichen Fruchtfliege Drosophila melanogaster können besonders effiziente genetische und molekularbiologische Methoden eingesetzt werden. Wir bearbeiten zellbiologische und entwicklungsbiologische Fragestellungen. Welche Mechanismen garantieren die korrekte Weitergabe der genetischen Information (Chromosomen) während meiotischen und mitotischen Teilungen? Wie erfolgt die entwicklungsabhängige Regulation von Zellzyklusregulatoren (Cycline, Cdk-Inhibitoren) zur Kontrolle von Ein- bzw. Austritt aus dem Zellteilungszyklus?