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Sursee–Triengen
|Kürzel||ST|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1912-11-23|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1912 in Betrieb genommene ST wurde von einer Aktiengesellschaft gegründet. Wichtigster Geldgeber war der Kanton Luzern mit 421'000 Franken. Über Jahrzehnte (erste konzessionierte Projekte datierten aus den 1890er-Jahren) existierten Pläne, die ST mit der 1901 eröffneten Aarau–Schöftland-Bahn (AS) zu verbinden, um eine durchgehende Linie Sursee–Aarau zu schaffen. Allerdings konnten sich die Hauptbeteiligten, vorab die Kantone Aargau und Luzern, weder über die Finanzierung noch über die Spurweite einigen. Die AS wurde meterspurig gebaut, die ST in Normalspur. Die Lücke Schöftland–Triengen blieb bestehen, obwohl bis in die 1960er-Jahre viele (nicht finanzierbare) Projekte zu deren Schliessung entwickelt wurden. 1965 stellte die ST von Dampf- auf Dieselkraft um, doch wurde 1971 der Personen- und Posttransport auf der ST durch einen Busbetrieb ersetzt, was zu teils hitzigen, aber erfolglosen Protesten der betroffenen Bevölkerung führte.
Nach 1917 entwickelte sich der Güterverkehr zur Haupteinnahmequelle der ST. Finanziell auf Rosen gebettet war sie indes nie. Ihr Transportgeschäft war im Beobachtungszeitraum fast durchwegs defizitär. Wer die Verluste trug, ging aus der Statistik nicht hervor. Rechnerisch nicht nachvollziehbar sind zudem die Angaben der Statistik zu den Spezialfonds respektive zum Erneuerungsfonds der ST. Im Letzteren als einzigem alimentierten Fonds der ST lagen 1920 laut der Statistik knapp 62'000 Franken, entsprechende Einzahlungen sind jedoch in der Gewinn- und Verlustrechnung (Variablen «Ordentliche Abschreibungen» und «Rückstellungen») nicht verzeichnet.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: