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Die Schweiz gehört zu den fünf Ländern, in denen Mittelsmänner am meisten Offshore-Firmen für reiche Kunden verwalten. Dies zeigen neueste Enthüllungen der so genannten Panama Papers. Das grösste Datenleck der Geschichte zeigt nun detaillierter, wie die zunehmend geächteten Praktiken zur Steuervermeidung ablaufen.
Hier zeigen wir die Verteilung aller Finanzintermediäre auf der Weltkarte, die im Zusammenhang mit den Panama Papers registriert wurden.
Eine Briefkasten- oder Tarnfirma ist als solches nicht illegal. Aber die Enthüllungen der Panama Papiere führten schon zu einer Hausdurchsuchung der Schweizer Staatsanwaltschaft beim Europäischen Fussballverband Uefa und zur Eröffnung eines Strafverfahrens in Genf.
Am Montag hat das Internationale Konsortium investigativer Journalisten (ICIJ)externer Link eine Datenbank veröffentlicht, die weiteres Material zum Skandal der Panama Papers enthält. Die Sammlung umfasst aus Gründen des Datenschutzes nicht alle 11,5 Mio. Einträge, die aus der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca entwendet wurden.
1339 Mittelsmänner aus der Schweiz
Enthalten sind aber alle 214'000 Offshore-Firmen, die zwischen 1977 und 2015 von Mossack Fonseca gegründet worden sind, sowie sämtliche 14'000 Mittelsmänner, welche die Gebilde verwalteten. Intermediäre sind typischerweise Anwaltskanzleien, die mit Mossack Fonseca in Verbindung standen. Sie waren es, die für einen Kunden eine solche Offshore-Firma gründeten oder führten.
An erster Stelle der Länder-Hitparade steht Honkong mit 4902 Mittelsmännern, gefolgt von Grossbritannien mit 2106 und den USA mit 1540. Die Schweiz ist mit 1339 Personen verzeichnet, die mit Mossack Fonseca verbandelt waren. Diese Schweizer Intermediäre waren aber besonders aktiv, wie die folgende ICIJ-Grafik zeigt. Nicht weniger als über 34'000 Offshore-Firmen gründeten sie für Kunden von Mossack Fonseca
(Übersetzung aus dem Englischen: Renat Kuenzi)