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Im Zusammenhang mit Vorabklärungen für bauliche Massnahmen im Kammgarnareal führt die Kantonsarchäologie in der zweiten Novemberhälfte 2017 Sondierungen durch. Dazu werden mit einem Bagger mehrere Schnitte aufgemacht. Diese sollen Aufschluss geben über die im Untergrund befindlichen archäologischen Überreste aus dem Mittelalter bis in die Neuzeit. Da bisher keine archäologischen Untersuchungen aus der Bauparzelle vorliegen, ist die Geschichte ihrer Nutzung nur in groben Zügen bekannt.
Einst zum Kloster zu Allerheiligen gehörig, befanden sich hier im Mittelalter Stallungen und ein Baumgarten. Entlang dem Rhein verlief die dreifach erneuerte Stadtmauer. Nach der Reformation wurde im 16. Jahrhundert ein Schützenhaus errichtet. Die grösste Umwälzung fand im 19. Jahrhundert mit der Errichtung der Kammgarnfabrik statt.
Mit den Sondierungen wird abgeklärt, wie tief die Störungen durch die Fabrikbauten reichen, ob noch Reste der Stadtmauern vorliegen und in welchem Umfang mit Funden und Strukturen aus dem Mittelalter gerechnet werden muss. Durch diese Vorabklärungen können die Kosten für die notwendigen Ausgrabungen vor dem Bau einer Tiefgarage ermittelt werden.