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Dieses Rezept stammt aus dem Süden der USA und zwar aus Louisiana. Bei den Liebhabern der Cajun-, Country- und der Zydeco-Music sowie des alten Jazz' im New Orleans-Stil ein unentbehrliches Grundnahrungsmittel. Es ist etwas salopp gesagt eine Reispfanne (Eintopf) mit Huhn, Crevetten und Andouille-Wurst und eines der wichtigsten dortigen Gerichte neben dem Gumbo und dem Chili con carne. Alle sind sie auch wichtige Gerichte der kreolischen Küche. In der OGS findet man Rezepte für alle drei, eben weil ich ein grosser Anhänger der genannten Musik bin.
Die Jambalaya ist bereits ein älteres Gericht und entstand in der Zeit um 1780 bis 1800. Sie ist ein Abkömmling der spanischen Paella und mit etwas gutem Willen erkennt man das auch noch. Das Wort Jambalaya leitet sich ziemlich sicher vom französischen Jambon und dem spanischen Jamon ab. Da Louisiana früher eine Kolonie der Franzosen und der Spanier war, die sich um dieses Gebiet bekriegten, lässt sich die Entstehungszeit der Jambalaya recht gut bestimmen.
Zutaten für 4 Personen
- 350 g Hühnerbrustfilet, grob gewürfelt - 150 g Andouille, in Scheiben geschnitten - 100 g Tasso-Schinken, grob gewürfelt - 200 g Crevetten, am besten tiefgefrorene - 1 grüne Peperone, grob geschnitten - 2 Stangensellerie, grob geschnitten - 2 grosse Zwiebeln, in grobe Würfel geschnitten - 4 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten - 1 Dose à 360 g grob gehackte Tomaten - 1/2 Peperoncino, grob geschnitten, ohne Kerne - 3 TL Tomatenpüree - 500 g amerikanischer Langkornreis - 5 dl Hühnerbouillon - 1 dl Weisswein - 2 EL Olivenöl - 1 kl. Bund glattblättriger Peterli, fein geschnitten - 1 TL Origano, getrocknet - 1.5 TL Paprika, edelsüss - 1/2 TL Cayenne-Pfeffer - 1/2 TL schwarzer Pfeffer - Salz
Zubereitung
- In einer kleinen Schüssel alle Gewürze mischen, dann das gewürfelte Huhnerleisch und die gescheibelte Andouille darin wenden, bis alles gut von der Gewürzmischung bedeckt ist.
- In einer grossen Bratpfanne oder in einem Schmortopf das Olivenöl erhitzen, das Hühnerfleisch und die Andouille 6-8 Minuten unter häufigem Rühren anbräunen. Stangensellerie, Zwiebeln, Peperoni und Knoblauch dazu geben und etwa 5 Minuten mitgaren, bis das Gemüse weich ist.
- Dazwischen den Reis in Salzwasser weich kochen und bereithalten zum Servieren.
- Schinken, Andouille, Tomaten, Peperoncino, Tomatenpüree und die Bouillon hinzufügen und zum Kochen bringen. Feuer herunterfahren und alles garen lassen, bis die Tomaten zerkocht sind und eine kräftige rote Sauce entstanden ist. Diese allenfalls etwas mit Maizena binden, falls sie zu dünn geraten sein sollte. Die Crevetten dazugeben und 2-3 Minuten erhitzen. Den Eintopf abschmecken. Er soll recht pikant und zähflüssig sein.
- Den Reis auf die Teller geben und die Jambalaya darüber anrichten.
Garnitur
Die Jambalaya ist ein Eintopfgericht, es braucht nichts weiter dazu ausser einem gesunden Appetit.
En Guete!
Ergänzende Bemerkungen
1. Die Cajun-Küche ist etwas schärfer als die unsere. Wer das mag, muss die obigen Gewürzmengen möglicherweise einen Tick erhöhen.
2. Es gibt aber auch Jambalaya-Rezepte, die deutlich mehr der Paella gleichen und wo der Reis im Eintopf mitgekoch wird. Diese Rezepte liegen deutlich näher bei der Paella und dürften von den spanischen Einwanderern stammen.
3. Die louisianische Andouille ist hier nicht erhältlich. Man ersetzt sie am besten durch gute Schweinswürstchen, gemeint sind nicht irgendwelche, sondern eben gute.
4. Den Tasso-Schinken ersetzt man am besten mit geräuchtem Kochschinken, aber Achtung: Der Geschmack des Schinkens ist für dieses Gericht essentiell, lassen Sie sich von Ihrem Metzger oder Ihrer Metzgerin beraten! Das zahlt sich aus.
5. Für die Jambaya gibt es jede Menge unterschiedlichster Rezepte, speziell hinsichtlich der Zutaten. Gemeinsam ist aber allen, die gleiche Art der Zubereitung.
6. Aufgekocht schmeckt die Jambalaya noch besser! Kochen Sie das Gericht einen Tag im voraus.
Quellen: - OGS-eigene - Wikipedia - Cajun Küche, Verlag Könemann, Köln, 1995, Seite 51