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UNTERSTÜTZUNG PROJEKT BRASILIEN
2022-55-BRA-SDG 15 / Verein Hilfe für Tiere und Umwelt in Brasilien
2022-55-BRA-SDG 15 / Verein Hilfe für Tiere und Umwelt in Brasilien
Brasilien, João Pessoa
João Pessoa, amtlich Município de João Pessoa, ist die Hauptstadt des Bundesstaates Paraíba. Die Stadt liegt im Nordosten Brasiliens an der Atlantikküste und hatte im Juli 2020 geschätzte 820’00 Einwohner. Vor der Ankunft der Europäer war das Gebiet ein beliebter Siedlungsraum, vor allem der Stamm der Caetés bewohnte die Ufer des Rio São Domingos.
Die ersten Europäer, die das Gebiet betraten, waren die Franzosen gefolgt von den Portugiesen und den Niederländern. Nach der Rückeroberung durch die Portugiesen bekam die Stadt den Namen „Paraíba“. Im Jahr 1930 wurde der Gouverneur des Bundesstaates Paraíba, João Pessoa, ermordet. Die Stadtbevölkerung entschloss sich daraufhin, die Stadt in „João Pessoa“ umzubenennen.
Seit 1992 engagiert sich die Hans Haller-Stiftung für die Armen im Nordosten Brasiliens. Zu den Projekten gehören Familienplanung, Platzierung von Waisen- und ausgestossenen Kindern bei brasilianischen Pflegemüttern, Kinderhilfe und vieles mehr. Im Herbst 2020 gründete Hans Haller den Verein Hilfe für Tiere und Umwelt in Brasilien, um sich zusätzlich für den Tier- und Umweltschutz einzusetzen.
Der Verein engagiert sich bei den Tieren in der Kastration von Strassenhunden und -Katzen, der Pflege verletzter Meeresbewohner, der Zucht und Verbreitung einheimischer, stachelloser Bienen und anderer Einsatzmöglichkeiten. Beim Umweltschutz helfen sie beim Aufforsten von Mangroven und Atlantikurwald. Wichtig für sie ist auch die Abfallentsorgung, das heisst von der Ausbildung von Kindern, über Informationen zur Prävention bis zu Müllsammelaktionen an Stränden.
Leider wird in Brasilien immer noch viel zu viel Wald gerodet. Das Abholzen der Wälder beschleunigt auch den Klimaeffekt.
In der Gegend von João Pessoa liegt der Atlantikurwald. Seine Flächen verschwinden immer mehr, liegen doch ein Grossteil der Siedlungen in diesem Küstengebiet. Dank den speziellen klimatischen Bedingungen wachsen hier viele verschiedener Baumarten. Dazu gibt es gibt eine grosse Vielfalt von Tieren, von welchen zahlreich endemisch sind, das heisst, man findet sie nur im Atlantikurwald.
Gezielt aufforsten ist nicht so einfach, wie man denkt: der Verein will, dass die Setzlinge zu Bäumen und einem Wald heranwachsen, der nicht nach einigen Jahren gerodet wird, weil Menschen Siedlungen bauen oder Ackerland brauchen.
Umweltschutz / Aufforsten
Seit Anfang 2021 kooperiert der Verein mit dem Tabajara-Stamm. Ihr Gebiet liegt in einer riesigen, stillgelegten Bambusplantage in Conde südlich von João Pessoa. Im Frühling 2021 wurden vier Hektaren Bambus gerodet und Setzlinge des Atlantikurwaldes gepflanzten. Um den Boden fruchtbarer zu machen, und zur Gewinnung von Nahrungsmitteln, setzt man dazwischen Maniokpflanzen, Kürbisse, Mais und Bohnen. Im März 2022 hat man weitere fünf Hektaren Bambus gerodet und Setzlinge gepflanzt.
Mit wenig Aufwand viel erreichen kann man bei der Aufforstung der Mangroven. Ab Februar 2022 setzten Hans Haller und andere Freiwillige über 5'000 Canetas. So nennt man die Setzlinge der roten Mangrove. Man muss sie nur in den Sand stecken, dann entwickeln sie sich gut.
Website Verein Hilfe für Tiere und Umwelt in Brasilien