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Wissen Sie noch, wer vor Juan Martin del Potro 2009 (US Open) als vorletzter Nicht-Europäer einen Major-Titel gewinnen konnte? Die Auflösung erfolgt etwas später. Aber die Statistik ist erdrückend: Von den letzten 62 Grand-Slam-Titeln gingen 61 (!) nach Europa.
Federer als Australier?
Trotz dieser Dominanz mahnt SRF-Kommentator Stefan Bürer, den Faktor Zufall nicht zu unterschätzen, wie im Audio oben zu erfahren ist. «Roger Federer hätte auch in Australien geboren werden können», so Bürer. Federers Eltern hätten eine Auswanderung in Erwägung gezogen.
Auch wäre es möglich gewesen, dass Novak Djokovics Eltern während der Kriegswirren auf dem Balkan in die USA geflüchtet wären und Djokovic somit amerikanischer Staatsbürger gewesen wäre.
Die Faktoren Popularität und Sandplatz
Ein weiterer Erklärungsversuch ist, dass Tennis in den USA hinter den populäreren Sportarten American Football, Basketball oder Baseball anstehen muss.
Auch dass die Europäer mehrheitlich auf Sandplätzen ausgebildet werden, könnte ein Vorteil sein, weil die Umstellung auf Hartplätze einfacher ist als umgekehrt.
Als die Nicht-Europäer dominierten
Um auf den Faktor Zufall zurückzukommen: Von 1992 bis 2001 gingen 29 von 40 Major-Titeln an Nicht-Europäer. Es dürfte also auch eine Frage der Zeit sein, bis sich die Machtverhältnisse wieder einmal in die andere Richtung verschieben. Im Junioren-Ranking sind zumindest 4 der aktuellen Top 10 Nicht-Europäer.
Und nun zur Auflösung: Vor Del Potro war es Gaston Gaudio, der 2004 an den French Open triumphiert hatte, ehe die europäische Dominanz ihren Lauf nahm. Hätten Sie's gewusst?