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Die Hämodialyse beim Tier wird bei akutem Nierenversagen und bestimmten Vergiftungen eingesetzt. Beim akuten Nierenversagen ist die Hämodialyse sinnvoll bei einem Patienten, dessen Nieren wenig oder gar keinen Urin mehr produzieren (Oligurie oder Anurie) und bei dem die Chance auf eine Wiederherstellung der Nierenfunktion besteht. Bei chronisch nierenkranken Patienten wird deswegen von der Hämodialyse abgeraten. Da die Nierenfunktion nicht wiederhergestellt werden kann, müssten diese Patienten wie in der Humanmedizin mehrfach in der Woche zur Dialyse und auf eine Organspende warten.
Die Schneckenkornintoxikation ist eine Vergiftung, die sich durch den Einsatz der Hämodialyse behandeln lässt, da das Toxin durch die Dialyse aus dem Blut gefiltert werden kann.
Die Dialyse ist ab einem Gewicht von circa 10 kg möglich, weshalb sie meist beim Hund angewandt wird. Das Tier benötigt dazu einen zentralen Venenkatheter, durch den das Blut in das Dialysegerät gelangt, dort wird es gefiltert und dann zum Patienten zurückgeführt. In der Regel sind mehrere Dialysen notwendig, bis sich die Nierenfunktion bessert.
© AniCura, Runa Schneider