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Am Gartner Symposium treten jeweils Grössen der IT-Industrie auf und kreuzen die Klingen. Dieses Jahr war es Cisco-Chef John Chambers, der die kecke These vertrat, dass vielleicht drei der sechs grössten IT-Hersteller (Cisco, Microsoft, IBM, HP, Oracle und SAP - Apple nannte er nicht) aus der Liste de Top-10 verschwinden könnten. Wer nicht Software, Chip-Technologie (Silicon) und Hardware in seinem Portfolio habe, habe ein Problem, posaunte Chambers, der zu den Pionieren der IT-Industrie gehört. Glaubt man Chambers, dann könnten also Microsoft, HP und SAP bald nicht mehr zu den Grössten der Industrie gehören.
HP-Chefin Meg Whitman hatte die nicht einfache Aufgabe auf Chambers und eine grosse Menge von Fragen aus dem Publikum zu antworten. Sie sagte, sie empfehle niemandem, gegen HP zu wetten und das schon gar nicht in Ciscos Kerngeschäft, der Netzwerk-Infrastruktur: "Wir sind die Nummer-1-Netzwerkfirma in China".
Die in unseren Augen wichtigere Antwort auf Chambers düstere Prognose war die Ankündigung von Mikroservern für nächstes Jahr. HP arbeitet seit längerem an Servern, die sehr wenig Energie verbrauchen, weil sie mit ARM-Prozessoren, die man von Smartphones und Tablets her kennt, bestückt sind.
Ziemlich genau vor einem Jahr wurde bekannt, dass Hewlett-Packard mit dem Startup Calxeda zusammenarbeitet, um solche Server zu entwickeln. Sie würden sehr wenig Strom verbrauchen (vielleicht nur 5 Watt) und wären so klein, dass man 120 von ihnen auf zwei Höheneinheiten in einem Rack packen könnte.
Die Server haben das Potential zu einer "disruptive technology", die die Spielregeln im IT-Geschäft verändern könnte. (hc)
Quellen für diese Story: Wir sind nicht selbst am Gartner Symposium in Orlando, sondern haben US-Medien studiert. Gute Berichte zu den Keynotes von Chambers
gibt es aber beispielsweise auf ZDnet.com.