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Diego Matheuz, der 1984 als Sohn eines Volksmusikers im venezolanischen Barquisimeto (Bundesstaat Lara) zur Welt kam, erhielt seine Ausbildung im Rahmen des landesweiten pädagogischen Netzwerks «El Sistema»: Zunächst studierte er Violine am Konservatorium «Jacinto Lara», später vervollkommnete er seine instrumentalen Fertigkeiten bei José Francisco del Castillo an der Lateinamerikanischen Violin-Akademie. Erste Berufserfahrungen sammelte er als Konzertmeister der Sinfónica de la Juventud Venezolana Simón Bolívar und als Erster Geiger in dem von Claudio Abbado gegründeten italienischen Orchestra Mozart. Als Violinsolist trat Diego Matheuz überdies mit dem Miranda State Orchestra, dem Lara Symphony Orchestra und dem UCLA Chamber Orchestra auf. Parallel zu seiner Virtuosenlaufbahn wurde er im Dirigieren von José Antonio Abreu unterrichtet. Wichtige Impulse in diesem Metier erhielt er als Assistent von Claudio Abbado, Simon Rattle und Gustavo Dudamel, die ihn seither nachhaltig fördern. Im März 2008 gab Diego Matheuz seinen internationalen Einstand als Dirigent am Pult der Sinfónica Simón Bolívar beim Casals Festival in Puerto Rico. Regelmässig leitet er auch das Orchestra Mozart in Bologna und ist beim Los Angeles Philharmonic Orchestra im Bereich edukativer Projekte tätig. Weitere Auftritte in der laufenden Saison führten ihn an das Pult des Tonkünstlerorchesters in Sankt Pölten, zur Accademia Nazionale di Santa Cecilia, zum Orchestra del Teatro Lirico di Cagliari und zum Orchestra Sinfonica della RAI Torino. Mit grossem Erfolg dirigierte er im Oktober 2009 das Abschlusskonzert der Gustav Mahler Akademie in Bozen.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 9. September 2009 mit der Accademia Nazionale di Santa Cecilia; auf dem Programm standen Werke von Rossini, Mendelssohn und Tschaikowsky.
14. Januar 2010