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Danke, dass ihr immer wieder astronomische Beiträge bringt! :)
Messier 101 oder NGC 5457 nennen die Astronomen eine Galaxie, die sich in 21 Millionen Lichtjahren Entfernung im Sternbild Grosser Bär befindet. Doch die Spiralgalaxie, die mit einem Durchmesser von rund 170'000 Lichtjahren etwas grösser als die Milchstrasse ist, ist auch unter dem ungleich klingenderen Namen «Feuerrad-Galaxie» bekannt.
Dieses schöne Exemplar einer Galaxie ist 2009 von drei verschiedenen Teleskopen abgelichtet worden: Chandra, Spitzer und Hubble. Das Besondere an diesen Aufnahmen liegt daran, dass sie in drei verschiedenen Wellenbereichen gemacht wurden: im Röntgen- (Chandra), im Infrarot- (Spitzer) und im sichtbaren Bereich (Hubble). Für Astronomen sind die Aufnahmen im nicht-sichtbaren Bereich sehr wichtig, da sie zusätzliche Informationen liefern.
Röntgenstrahlen sind eine Art Licht hoher Energie, unsichtbar für das Auge und weit hochenergetischer als sichtbares Licht oder ultraviolette Strahlung. Das Chandra-Teleskop besitzt vier Parabolspiegel, die Röntgenstrahlen, die von Objekten wie Schwarzen Löchern oder Neutronensternen abgestrahlt werden, zu den Spektrometern weiterleiten. Die weissen Punkte auf der Aufnahme sind Röntgenquellen, beispielsweise Überreste explodierter Sterne oder kollabierende Gaswolken. Die rosa und blauen Wolken sind extrem heisse Gaswolken und Ansammlungen massereicher Sterne.
Infrarotstrahlung (IR-Strahlung) – auch Wärmestrahlung genannt – ist Teil des elektromagnetischen Spektrums und schliesst sich in Richtung grösserer Wellenlängen an das sichtbare Licht an. Astronomen nutzen sie, weil sie interstellaren Staub besser durchdringt und dahinter verborgene Objekte wie junge Sterne oder das galaktische Zentrum sichtbar macht. Diese Aufnahme des Spitzer-Teleskops zeigt dunkle Staubwolken (hier grün-gelb), in denen neue Sterne entstehen. Der von ihnen erhitzte Staub ist rot gefärbt, während die anderen hunderte von Milliarden Sterne der Galaxie weniger auffällig sind und zusammen einen blauen Schimmer bilden.
Diese Aufnahme des Hubble-Teleskops zeigt den sichtbaren Teil des elektromagnetischen Spektrums. Hier sind die blauen Wolken jene Bereiche, in denen neue Sterne entstehen, während der gelbliche Kern vornehmlich aus alten Sternen besteht. Die dunkelbraunen Staubbänder sind Zonen kalter, dichter interstellarer Wolken. Wenn diese kollabieren, können neue Sterne entstehen.
Dieses Bild besteht aus den drei oben stehenden Bildern, die hier übereinandergelegt sind – ein prachtvoller Anblick! Hashima Hasan, leitende Wissenschaftlerin für das Internationale Jahr der Astronomie (2009) im NASA-Hauptquartier in Washington, umschrieb es so: «Es ist, als würde man seine Augen, eine Nachtsichtbrille und einen Röntgenblick gleichzeitig benutzen.»
Ultraviolettstrahlung wird von der Atmosphäre weitgehend absorbiert, daher sind astronomische Beobachtungen im Bereich dieser Wellenlängen von der Erde aus nicht möglich. Das seit 2003 im Orbit befindliche Weltraumteleskop GALEX dient der Beobachtung von Galaxien im ultravioletten Bereich des elektromagnetischen Spektrums. Er eignet sich unter anderem besonders zur Untersuchung heisser Sterne, die in diesem Bereich intensiv strahlen. (dhr)