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Eine Handy-Kurznachricht hat eine junge Frau in England aus der Fassung gebracht. Der Grund: Als Absender war die Nummer ihrer vor Jahren verstorbenen Grossmutter angegeben.
Sheri Emerson hat von der Nummer ihrer Oma eine SMS bekommen - drei Jahre, nachdem die Grossmutter samt Handy begraben wurde. «Ich passe auf euch auf, und es wird alles besser werden», stand in der Nachricht. «Mir wurde schlecht, als ich das gelesen habe», sagte die 22-Jährige aus der nordenglischen Hafenstadt South Shields der Lokalzeitung «Shields Gazette».
Um mit ihrer Trauer klar zu kommen, hatte sie immer wieder – wie früher – SMS an die Nummer der toten Oma geschrieben, aber nicht mit einer Antwort gerechnet. Die Grossmutter hatte zu Lebzeiten gern SMS geschickt und war deshalb mitsamt Telefon bestattet worden.
Emersons Onkel rief schliesslich die Nummer an. Die Lösung des Rätsels: Der Mobilfunkanbieter O2 hatte die Nummer in einen grossen Pool freier Handynummern zurückgegeben. Ein anderer Anbieter hatte sie einem Mann zugeteilt, der die Oma-SMS für einen Witz seiner Freunde hielt und darauf antwortete.
Das Unternehmen habe sich bei den Angehörigen entschuldigt, sagte ein O2-Sprecher. Man hätte der Familie sagen müssen, was mit der Nummer der Grossmutter geschehen würde. (wit/dpa)