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Die globale Energiekrise bleibt auch in der neuen Woche das bestimmende Thema am Ölmarkt. Mit der Verknappung von Energieprodukten wie Erdgas und Kohle und dem daran geknüpften Anstieg der Preise, wächst die Nachfrage nach Erdöl.
Die Nachfrage nach Öl für die Stromerzeugung wächst, da Öl – trotz der Rekordhochs an den Ölbörsen – immer noch günstiger ist als Erdgas.
Wohin sich der Ölpreis bewegt, hängt von mehreren Faktoren auf der Angebotsseite ab, wie beispielsweise die Entwicklung der OPEC+ Produktion, den Atomgesprächen mit dem Iran, sowie der Entwicklung der US-Ölproduktion. Laut Einschätzung von Experten könnten in den nächsten Wochen eine Reihe von Faktoren die Hochpreisphase entschärfen. So könnte etwa die Ölförderung in Nigeria, Angola und Kasachstan nach Überwindung verschiedener Probleme wieder an Fahrt aufnehmen. Die OPEC+ scheint nicht von ihrer Strategie abzuweichen, die Fördermengen monatlich um 400.000 B/T zu steigern. Laut IEA wird das Bündnis damit im vierten Quartal vermutlich 700.000 Mio. B/T weniger fördern, als der Markt grundsätzlich benötigen würde.
Die US-Rohölproduktion erholt sich langsam von dem Einbruch, den Hurrikan Ida anfangs September verursacht hat. In der Woche zum 8. Oktober erreichte die Produktion laut den wöchentlichen Schätzungen des DOE ein Niveau von 11,4 Mio. B/T, was 0,1 Mio. B/T unter dem Niveau ist, das vor dem Hurrikan registriert worden war. Die Rohölbestände im US-Zentrallager in Cushing gingen mit knapp 2 Millionen Barrel zurück. Wegen der erhöhten Nachfrage in anderen Regionen wurde Öl aus Cushing für den Export an die US-Golfküste gepumpt. So nahmen die Rohölexporte der USA in der vergangenen Woche denn auch um +0,4 Mio. B/T (aufgelaufen: +2,8 Mio. Barrel) zu. Anhand der Daten des Dienstleisters Baker Hughes zeigt sich, dass die US-Schieferölindustrie langsam aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen könnte. So ist die Menge der aktiven Ölbohranlagen in der vergangenen Woche zum sechsten Mal in Folge gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit April 2020 erreicht. Die Menge der Ölbohranlagen gilt als Frühindikator für die künftige Produktion und zeigt auf, ob und wenn ja in welchem Umfang in die Erschließung neuer Ölquellen investiert wird.
Quellmaterial: Futures-Services Mineralöldienst
18.10.2021