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Nachdem sich die brasilianische Safra-Gruppe verpflichtet hat, 68 Prozent der Stimmrechte an der Bank Sarasin von der Rabobank zu erwerben, sind zahlreiche Fragen zu diesem Thema bei der Schweizerische Übernahmekommission (UEK) eingegangen. Das teilte die Behörde am Montagabend mit.
Mit Blick auf die Pflicht von Safra zur Unterbreitung eines öffentlichen Angebotes an die Minderheitsaktionäre verweist die UEK darauf, dass ein solches nicht mit dem Abschluss der Vereinbarung erfolgen müsse, sondern erst mit dem Vollzug der Transaktion, wenn die Gruppe mehr als einen Drittel der Stimmrechte an der Bank halte. Ein Pflichtangebot an die Minderheitsaktionäre müsse spätestens zwei Monate nach Vollzug der Transaktion publiziert werden, so die UEK.
Der Mindestpreis werde zum Zeitpunkt der Publikation des Pflichtangebotes beziehungsweise einer allfälligen Voranmeldung berechnet. Er müsse mindestens dem volumengewichteten Durchschnittskurs der börslichen Abschlüsse der letzten 60 Handelstage vor Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der Voranmeldung entsprechen. Ausserdem dürfe er höchsten 25 Prozent unter dem höchsten Preis liegen, den der Anbieter in den vergangenen zwölf Monaten für Beteiligungspapiere der Zielgesellschaft bezahlt habe.
(tno/vst/awp)