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Liebeslieder mit Hit-Potential
Niemand singt unter Wasser so schön wie der Buckelwal-Herr. Der will damit Buckelwal-Damen rumkriegen. Und weil es öde ist, ständig mit der gleichen Leier zu kommen, singt er immer wieder eine andere Melodie. Kommt der «Song» bei den Damen an, übernehmen andere Buckelwale die Melodie und es entsteht quasi ein Hit. Auch andere Wal-Arten entwickeln immer wieder eigene Lieder.
Ohren so winzig wie ein Nadelöhr
Wale haben Ohren, auch wenn du sie nicht sehen kannst. Zum Glück, sonst bringt ja auch der schönste Gesang nix, wenn man ihn nicht hören kann. Es gibt auch Wale ohne Ohren – dafür mit einer Flüssigkeit im Unterkiefer, die den Schall empfängt. Hören mit den Zähnen quasi.
Gespräche über 600 km hinweg
Wale singen, um sich zu verständigen. Die meisten Töne liegen aber unterhalb der Frequenzen, die wir mit dem menschlichen Ohr hören können. Diese Schallwellen werden im Wasser sehr gut übertragen. Blauwale verstehen sich über eine Distanz von 600 km – das ist, wie wenn du in der Schweiz sitzt und mit jemandem in Südfrankreich sprichst (ohne Handy).
Tödlicher Lärm
Schiffe, Militär-Sonar und die Suche nach Öl und Gas machen einen solchen Lärm, dass Wale vertrieben oder gar getötet werden. Wir würden es ja auch nicht aushalten, wenn neben uns ständig 100 Presslufthämmer dröhnten. Meeresforscher konnten nachweisen, dass Wale durch den Lärm orientierungslos werden.