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Wenn die Katze endlich zu fressen beginnt, gibt es ein Geräusch, als drehte man den Löffel in der Zuckerdose um. Dann folgt ein Schmatzen. Wenn die Katze endlich zu fressen beginnt, wählerisch, vorsichtig, als wäre die Mahlzeit noch fast zu heiß, fängt sie vorne an, am Schädel, sie beißt mit den hinteren Zähnen seitwärts zu. In der Mitte knirscht es nicht mehr, erst das letzte Stück, das am Schwanz festhängt wie ein Köder an der Angelschnur, gibt noch einmal ein mürbes Krachen, ein Krächeln, von sich. Der Bauchraum läßt eine graue Ziehharmonika aus Enddarm frei, der bleibt übrig und schleift eine Blutspur über den gekachelten Boden des Hausflurs. Magen, Leber, Lunge wandern ins Maul der Katze. Die Nieren werden verschmäht, scheinen, wie der Enddarm, nicht zu schmecken. Es krächelt, und der Unterleib verschwindet zwischen den Zähnen, nicht einmal der Schwanz, den ich mir unangenehm im Kaugefühl vorstelle, (aber was weiß ich schon vom Kaugefühl einer Katze, und wäre mir der Schädel samt Kiefer und Nagezähnen oder das Becken lieber?) ähnlich einem Stück Pelle am Ende der Wurst, bleibt übrig, übrig bleiben neben dem Darm nur zwei, halt, drei hellrote, glatte Kügelchen. Drei? Wieso hat diese Maus drei Nieren besessen? Doch was da nach dem Aufwischen kleinfingernagelgroß und annähernd rund auf dem Küchenkrepp liegt, sind keine Nieren. Unter einer gespannten glatten, transparenten Membran zeichnen sich Körperformen ab, liegt etwas eingefaltet wie eine Made, wie ein Parasit, sind am Ende einer Raupenform, aus der Pfotenwülstchen herauswachsen, winzige Schädelchen mit punktförmigen, schwarzen Augen daran auszumachen, die betreten dreinblicken, als wären sie bei einem dummen Streich ertappt worden, dessen tatsächliche katastrophale Folgen sich noch gar nicht zu erkennen gegeben haben.