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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2023.00049 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiberin Hediger Urteil vom 12. Oktober 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG Direktion Bern, MLaw Y.___ Monbijoustrasse 5, Postfach, 3011 Bern gegen Suva Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der 1953 geborene X.___ war seit dem 1. Januar 1999 als Mitarbeiter der Geschäftsleitung ( zu einem Pensum von 50 %) bei der Z.___ AG angestellt und dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am 8. April 2022 beim Spazieren auf das rechte Becken stürzte (Urk. 8/1). Die gleichen tags erstbehandelnden Ärzte des Zentrums A.___ diagnostizierten eine wenig dis lo zierte mediale Sch en kelhalsfraktur rechts und setzten am 9. April 2022 eine minimalinvasive, direkt anteriore Hüfttotalprothese rechts ein (vgl. Austrittsbericht vom 14. April 2022, Urk. 8/21; Operationsbericht vom 9. April 2022, Urk. 8/22; vgl. auch Röntgenbefund, Urk. 8/17). Die Suva anerkannte den Schadenfall und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Urk. 8/4 f.). Es folgte eine stationäre geriatrische Rehabilitation in der Rehaklinik B.___ vom 20. April bis 27. Mai 2022 (vgl. Austrittsbericht vom 27. Mai 2022, Urk. 8/60). Mit Schreiben vom 23. Juni 2022 machte Frau C.___, Eidg. dipl. Hör geräte akustikerin, eine beidseitige, hochgradige sensorineurale Schwerhörig keit des Versicherten aktenkundig; infolge des akuten Innenohrausfall-Hörsturzes am linken Ohr vom 8. April 2022 bestehe nunmehr eine Taubheit (links) und müsse das Hörgerät angepasst werden (Urk. 8/30). Daraufhin tätigte die Suva Abklärungen zur Unfallkausalität des Hörschadens. Insbesondere veranlasste sie die kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Oto -Rhino-Laryngologie, vom 9. August 2022 (Urk. 8/55). Gestützt darauf lehnte die Suva mit Verfügung vom 18. August 2022 eine Leistungspflicht für den H örschaden ab (Urk. 8/61/2). Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache (Urk. 8/76) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 15. Februar 2023 ab (Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ am 16. März 2023 Beschwerde und beantragte, es seien in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 15. Februar 2023 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerde gegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2023 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer am 8. Mai 2023 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). 1.2 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Ferner hat die versicherte Person Anspruch auf die Hilfsmittel, die körperliche Schädigungen oder Funktions ausfälle ausgleichen (Art. 11 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 19 UVV und der vom Eid genössische Departement des Innern [ EDI ] erlassenen Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Unfallversicherung [ HVUV ] ), worunter auch Hörapparate fallen (Ziff. 6.01 HVUV-Anhang). 1.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen ; Urteil des Bundesgerichts 8C_305/2022 vom 13. April 2023 E. 3.1 ). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1.4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a ; Urteil des Bundesgerichts 8C_640/2022 vom 9. August 2023 E. 3.4 ). 1. 5 UV170510 Beweiswert eines Arztberichts 11.2022 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E. 3.2.1). Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche rungs träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2. 2.1 Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, gestützt auf die beweisbildende Beurteilung von Dr. D.___ bestehe zwischen dem geltend gemachte n Hörschaden und dem Sturz vom 8. April 202 2 kein kausaler Zusam menhang. Eine gegenteilige ärztliche Beurteilung liege nicht vor. Dass der Beschwerdeführer – so Frau C.___ – infolge eines Hörsturzes mit Schwindel attacken auf die rechte Hüfte gefallen sei, ändere nichts daran, dass der Hörsturz nicht unfallkausal und sie (die Beschwerdegegnerin) lediglich für die Unfallf olgen leistungspflichtig sei. Mithin sei eine Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem Hörschaden zu Recht abgelehnt worden (Urk. 2). 2.2 Dagegen wandte der Beschwerdeführerin ein, der genaue Unfallhergang könne von der Beschwerdegegnerin nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Die medi zinische Aktenlage sei insgesamt widersprüchlich und unklar hinsichtlich der Frage, ob die Beschwerden am Ohr zumindest im Sinne einer Teilursache auf den Unfall vom 8. April 2022 zurückzuführen seien. Diesbezüglich seien der Kreisarzt und die Hörakustikerin, welche den Beschwerdeführer selber untersucht habe, massiv widersprüchlicher Auffassung. Unter den gegebenen Umständen dürfe nicht auf die blosse Aktenbeurteilung von Dr. D.___ abgestellt werden. Es s ei die Sache in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes zwecks Einholung eines medizinischen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Danach sei über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführer s neu zu verfügen (Urk. 1) 3. 3.1 Im Austrittsbericht vom 14. April 2022 diagnostizierte der behandelnde Chirurg des Zentrums A.___ im Wesentlichen eine wenig dislozierte mediale Schenkelhalsfraktur rechts nach Sturz vom 8. April 2022 ; am 9. April 2022 erfolgte eine minimalinvasive, direkt anteriore Hüfttotalprothese nversorgung rechts. Infolge der p ostoperativ beobachteten Verwirrung seien weitere Unter suchungen durchgeführt wurden. Dabei habe d ie Kontrolle der AV-Stunt-Einstellung regelrechte Verhältnisse ergeben; das veranlasste MRI des Schädels habe keine Anhaltspunkte für ein akutes cerebrovaskuläres Ereignis erbracht (Urk. 8/21; vgl. auch Operationsbericht vom 9. April 2022, Urk. 8/22 ; vgl. auch Urk. 8/124, Urk. 8/128 ). 3.2 Dem Austrittsbericht der Rehaklinik B.___ vom 27. Mai 2022 ist eine ver zögerte Rekonvaleszenz gepaart mit einem Mobilitäts- und Selbstversorgungs defizit zu entnehmen. Das Gehör des Beschwerdeführers sei stark eingeschränkt. Nach eigenen Angaben sei es in den letzten 12 Monaten zu rezidivierenden Stürzen mit Sturzfolgen gekommen. Alsdann sei ein leichte s bis mittelschweres kognitive s Defizit, dessen Ursache letztlich unklar geblieben sei, festgestellt worden. Laut Angaben der Angehörigen bestehe der Verdacht auf eine Demenz. Bei erreichten orthopädischen Therapiezielen, allgemeinem Wohlbefinden, guter Mobilität, reizlosen Narbenverhältnissen und nahezu vollständig schmerzfreiem Zustand habe der Beschwerdeführer wieder in die häuslichen Verhältnisse entlas sen werden können (Urk. 8/60). 3.3 Im Schreiben vom 23. Juni 2022 berichtete Frau C.___, der Beschwerdeführer habe bereits vor dem Sturz an einer beidseitigen, hochgradigen, sensorineuralen Schwerhörigkeit gelitten. Nach dem akuten Innenohrausfall-Hörsturz am linken Ohr vom 8. April 2022 sei infolge Taubheit (links) und hochgradiger Schwerhörig keit (rechts) nunmehr eine Hörgeräteanpassung erforderlich (Urk. 8/30). 3.4 Im Fragebogen zur Hörschädigung gab der Beschwerdeführer am 8. Juli 2022 an, er leide seit ca. 30 Jahren an einem Hörschaden. Dies infolge einer Ohrenent zündung / Operation am rechten Ohr. Nun sei das linke Ohr infolge des Hörsturzes komplett geschädigt. Die Hörverminderung bestehe sei t dem Unfall im April 2022 (Urk. 8/37). 3.5 Kreisarzt Dr. D.___ hielt im Rahmen seiner medizinischen Beurteilung vom 9. August 2022 fest, aufgrund der vorliegenden Aktenlage könne kein Zusam men hang zwischen de r unfallbedingten Oberschenkel halsfraktur mit Hüftge lenks protheseneinsatz am 9. April 2022 und der seit Jahren vorbestehenden Hörverminderung bzw. deren Verschlechterung (DD Hörsturz) hergestellt werden. Es könne damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass das Unfallereignis für die heute vorliegende Hörstörung/Hör ver schlechterung ursächlich sei (Urk. 8/55). 3.6 In der vom Beschwerdeführer erbetenen Stellungnahme vom 14. Oktober 2022 führt e Frau C.___ aus, sie sei der Meinung, dass der Hörsturz (die Ver schlech terung des Gehörs) «eine Korrelation oder sogar Kausalität zum Unfall darstelle». Eine eindeutige Erklärung für einen Hörsturz habe die Wissenschaft zwar bis heute nicht. Stress werde häufig als Auslöser diskutiert. Der Beschwerdeführer habe sicher eine akute Stresssituation erlebt, da er nachts stundenlang draussen im Regen und in der Kälte gelegen habe. Dies sei aus ihrer Sicht die Korrelation zum Unfallereignis. Alsdann stünden ein Hörsturz und Schwindel bei vielen Patienten in einem engen Zusammenhang. Deshalb könne sie (Frau C.___ ) hier tatsächlich eine Kausalität zwischen dem Sturz, der daraus entstandenen Fraktur und dem Hörsturz herstellen. Es bestehe eher die Wahrscheinlichkeit, dass der Beschwerdeführer gestü r tzt sei, weil er einen Hörsturz mit einer Schwindelattacke erlitten habe und sich dabei zusätzlich eine Fraktur zugezogen habe. Die Ausführung en von Dr. D.___ seien inakzeptabel. Es sei erschreckend, dass Dr. D.___ den Zusammenhang zwischen den Krankheitsbildern Hörsturz und Schwindelattacken nicht kenne. Das Versicherungswesen in der Schweiz hinter lasse einen unverständlichen und unprofessionellen Eindruck (Urk. 8/95). 4. Unter Hinweis auf die eingangs erläuterte Rechtslage (vgl. hievor E. 1.3) ist streitentscheid, ob zwischen dem Ereignis vom 8. April 2022 und de r Verschlech terung de s vorbestehenden Gehörsch adens ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, mithin, ob das von der Beschwerdegegnerin als Unfall anerkannte Sturz ereignis zu einer Verschlechterung des Gehörs geführt hat. Bei der vorliegenden Aktenlage ergeben sich hierfür keine irgendwie gearteten Anhaltspunkte. Es leuchtet bereits nicht ein, weshalb und inwiefern ein Sturz mit rechtsseitiger H üftfraktur das linke Gehör verschlechtern sollte. Mithin kann Dr. D.___ ohne Weiteres gefolgt werden, wenn er eine Unfallkausalität de r Gehör verschlech terung verneinte. Eine persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers war bei der hier einzig zu beurteilenden Unfallkausalität nicht n otwendig. Aus den Ausführungen von Frau C.___ lässt sich offensichtlich nichts zum Vorteil des Beschwerdeführers ableiten. Im Gegenteil verkennt sie die unfallbedingte Kausalitätskette, wenn sie dafürhält, es sei von einem hörsturz- und damit krank heitsbedingte n Sturz aus zugehen. Ihre Ausführungen zum akuten Stress erleb en des Beschwerdeführers anlässlich des Ereignisses vom 8. April 2022 finden in der vorliegenden Aktenlage keinerlei Stütze und figurieren im Reich der Mut massungen. Im Übrigen widerspricht sich Frau C.___ selbst, wenn sie einerseits postuliert, der Beschwerdeführer sei wegen des Hörsturzes gestürzt, und anderer seits dafürhält, er habe infolge Stress nach dem Sturz einen Hörsturz erlitten. Der Vollständigkeit halber f estzuhalten ist schliesslich auch, dass der Beschwer deführer im Zusammenhang mit seinem Ohrenleiden bereits im Jahre 1976 an die Beschwerdegegnerin gelangte. Die Abklärung en ergab en eine krankhafte Veränderung am linken Ohr, jedoch keine gehörschädigende Lärmimmission am Arbeitsplatz. Daraufhin lehnte die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht ab, da das Ohr en leiden als unfall- und berufsfremd beurteilt wurde (Urk. 8/45). Bei diesem eindeutigen Beweisergebnis besteht – entgegen dem Beschwerdeführer – kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3 je mit Hinweisen). 5. Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass die Unfallversicherung auch für durch den Unfall verursachte Schäden an Sachen, die einen Körperteil oder eine Körper funktion ersetzen, aufkommt; für Brillen, Hörapparate und Zahnprothesen besteht ein Ersatzanspruch nur, wenn eine behandlungsbedürftige Körperschädigung vorliegt (Art. 12 UVG). Nach Lage der Akten erhielt der Beschwerdeführer jedoch eine komplett neue Versorgung infolge des akuten Innenohrausfalls durch Hörsturz links (Urk. 8/30). Damit liegt kein Sachschaden bezüglich der bereits vor dem Sturz getragenen und durch diesen allenfalls in Mitleidenschaft gezogenen Hörgeräte vor. Eine Übernahme der Hilfsmittel unter dem Titel von Art. 12 UVG entfällt daher ebenfalls. 6. Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht im Zusam menhang mit der Gehörverschlechterung mangels Unfallkausalität zu Recht verneint. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzu weisen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG - Suva - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstHediger

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2023.00049 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiberin Hediger Urteil vom 12. Oktober 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG Direktion Bern, MLaw Y.___ Monbijoustrasse 5, Postfach, 3011 Bern gegen Suva Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der 1953 geborene X.___ war seit dem 1. Januar 1999 als Mitarbeiter der Geschäftsleitung ( zu einem Pensum von 50 %) bei der Z.___ AG angestellt und dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am 8. April 2022 beim Spazieren auf das rechte Becken stürzte (Urk. 8/1). Die gleichen tags erstbehandelnden Ärzte des Zentrums A.___ diagnostizierten eine wenig dis lo zierte mediale Sch en kelhalsfraktur rechts und setzten am 9. April 2022 eine minimalinvasive, direkt anteriore Hüfttotalprothese rechts ein (vgl. Austrittsbericht vom 14. April 2022, Urk. 8/21; Operationsbericht vom 9. April 2022, Urk. 8/22; vgl. auch Röntgenbefund, Urk. 8/17). Die Suva anerkannte den Schadenfall und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Urk. 8/4 f.). Es folgte eine stationäre geriatrische Rehabilitation in der Rehaklinik B.___ vom 20. April bis 27. Mai 2022 (vgl. Austrittsbericht vom 27. Mai 2022, Urk. 8/60). Mit Schreiben vom 23. Juni 2022 machte Frau C.___, Eidg. dipl. Hör geräte akustikerin, eine beidseitige, hochgradige sensorineurale Schwerhörig keit des Versicherten aktenkundig; infolge des akuten Innenohrausfall-Hörsturzes am linken Ohr vom 8. April 2022 bestehe nunmehr eine Taubheit (links) und müsse das Hörgerät angepasst werden (Urk. 8/30). Daraufhin tätigte die Suva Abklärungen zur Unfallkausalität des Hörschadens. Insbesondere veranlasste sie die kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Oto -Rhino-Laryngologie, vom 9. August 2022 (Urk. 8/55). Gestützt darauf lehnte die Suva mit Verfügung vom 18. August 2022 eine Leistungspflicht für den H örschaden ab (Urk. 8/61/2). Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache (Urk. 8/76) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 15. Februar 2023 ab (Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ am 16. März 2023 Beschwerde und beantragte, es seien in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 15. Februar 2023 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerde gegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2023 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer am 8. Mai 2023 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). 1.2 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Ferner hat die versicherte Person Anspruch auf die Hilfsmittel, die körperliche Schädigungen oder Funktions ausfälle ausgleichen (Art. 11 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 19 UVV und der vom Eid genössische Departement des Innern [ EDI ] erlassenen Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Unfallversicherung [ HVUV ] ), worunter auch Hörapparate fallen (Ziff. 6.01 HVUV-Anhang). 1.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen ; Urteil des Bundesgerichts 8C_305/2022 vom 13. April 2023 E. 3.1 ). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1.4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a ; Urteil des Bundesgerichts 8C_640/2022 vom 9. August 2023 E. 3.4 ). 1. 5 UV170510 Beweiswert eines Arztberichts 11.2022 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E. 3.2.1). Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche rungs träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2. 2.1 Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, gestützt auf die beweisbildende Beurteilung von Dr. D.___ bestehe zwischen dem geltend gemachte n Hörschaden und dem Sturz vom 8. April 202 2 kein kausaler Zusam menhang. Eine gegenteilige ärztliche Beurteilung liege nicht vor. Dass der Beschwerdeführer – so Frau C.___ – infolge eines Hörsturzes mit Schwindel attacken auf die rechte Hüfte gefallen sei, ändere nichts daran, dass der Hörsturz nicht unfallkausal und sie (die Beschwerdegegnerin) lediglich für die Unfallf olgen leistungspflichtig sei. Mithin sei eine Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem Hörschaden zu Recht abgelehnt worden (Urk. 2). 2.2 Dagegen wandte der Beschwerdeführerin ein, der genaue Unfallhergang könne von der Beschwerdegegnerin nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Die medi zinische Aktenlage sei insgesamt widersprüchlich und unklar hinsichtlich der Frage, ob die Beschwerden am Ohr zumindest im Sinne einer Teilursache auf den Unfall vom 8. April 2022 zurückzuführen seien. Diesbezüglich seien der Kreisarzt und die Hörakustikerin, welche den Beschwerdeführer selber untersucht habe, massiv widersprüchlicher Auffassung. Unter den gegebenen Umständen dürfe nicht auf die blosse Aktenbeurteilung von Dr. D.___ abgestellt werden. Es s ei die Sache in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes zwecks Einholung eines medizinischen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Danach sei über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführer s neu zu verfügen (Urk. 1) 3. 3.1 Im Austrittsbericht vom 14. April 2022 diagnostizierte der behandelnde Chirurg des Zentrums A.___ im Wesentlichen eine wenig dislozierte mediale Schenkelhalsfraktur rechts nach Sturz vom 8. April 2022 ; am 9. April 2022 erfolgte eine minimalinvasive, direkt anteriore Hüfttotalprothese nversorgung rechts. Infolge der p ostoperativ beobachteten Verwirrung seien weitere Unter suchungen durchgeführt wurden. Dabei habe d ie Kontrolle der AV-Stunt-Einstellung regelrechte Verhältnisse ergeben; das veranlasste MRI des Schädels habe keine Anhaltspunkte für ein akutes cerebrovaskuläres Ereignis erbracht (Urk. 8/21; vgl. auch Operationsbericht vom 9. April 2022, Urk. 8/22 ; vgl. auch Urk. 8/124, Urk. 8/128 ). 3.2 Dem Austrittsbericht der Rehaklinik B.___ vom 27. Mai 2022 ist eine ver zögerte Rekonvaleszenz gepaart mit einem Mobilitäts- und Selbstversorgungs defizit zu entnehmen. Das Gehör des Beschwerdeführers sei stark eingeschränkt. Nach eigenen Angaben sei es in den letzten 12 Monaten zu rezidivierenden Stürzen mit Sturzfolgen gekommen. Alsdann sei ein leichte s bis mittelschweres kognitive s Defizit, dessen Ursache letztlich unklar geblieben sei, festgestellt worden. Laut Angaben der Angehörigen bestehe der Verdacht auf eine Demenz. Bei erreichten orthopädischen Therapiezielen, allgemeinem Wohlbefinden, guter Mobilität, reizlosen Narbenverhältnissen und nahezu vollständig schmerzfreiem Zustand habe der Beschwerdeführer wieder in die häuslichen Verhältnisse entlas sen werden können (Urk. 8/60). 3.3 Im Schreiben vom 23. Juni 2022 berichtete Frau C.___, der Beschwerdeführer habe bereits vor dem Sturz an einer beidseitigen, hochgradigen, sensorineuralen Schwerhörigkeit gelitten. Nach dem akuten Innenohrausfall-Hörsturz am linken Ohr vom 8. April 2022 sei infolge Taubheit (links) und hochgradiger Schwerhörig keit (rechts) nunmehr eine Hörgeräteanpassung erforderlich (Urk. 8/30). 3.4 Im Fragebogen zur Hörschädigung gab der Beschwerdeführer am 8. Juli 2022 an, er leide seit ca. 30 Jahren an einem Hörschaden. Dies infolge einer Ohrenent zündung / Operation am rechten Ohr. Nun sei das linke Ohr infolge des Hörsturzes komplett geschädigt. Die Hörverminderung bestehe sei t dem Unfall im April 2022 (Urk. 8/37). 3.5 Kreisarzt Dr. D.___ hielt im Rahmen seiner medizinischen Beurteilung vom 9. August 2022 fest, aufgrund der vorliegenden Aktenlage könne kein Zusam men hang zwischen de r unfallbedingten Oberschenkel halsfraktur mit Hüftge lenks protheseneinsatz am 9. April 2022 und der seit Jahren vorbestehenden Hörverminderung bzw. deren Verschlechterung (DD Hörsturz) hergestellt werden. Es könne damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass das Unfallereignis für die heute vorliegende Hörstörung/Hör ver schlechterung ursächlich sei (Urk. 8/55). 3.6 In der vom Beschwerdeführer erbetenen Stellungnahme vom 14. Oktober 2022 führt e Frau C.___ aus, sie sei der Meinung, dass der Hörsturz (die Ver schlech terung des Gehörs) «eine Korrelation oder sogar Kausalität zum Unfall darstelle». Eine eindeutige Erklärung für einen Hörsturz habe die Wissenschaft zwar bis heute nicht. Stress werde häufig als Auslöser diskutiert. Der Beschwerdeführer habe sicher eine akute Stresssituation erlebt, da er nachts stundenlang draussen im Regen und in der Kälte gelegen habe. Dies sei aus ihrer Sicht die Korrelation zum Unfallereignis. Alsdann stünden ein Hörsturz und Schwindel bei vielen Patienten in einem engen Zusammenhang. Deshalb könne sie (Frau C.___ ) hier tatsächlich eine Kausalität zwischen dem Sturz, der daraus entstandenen Fraktur und dem Hörsturz herstellen. Es bestehe eher die Wahrscheinlichkeit, dass der Beschwerdeführer gestü r tzt sei, weil er einen Hörsturz mit einer Schwindelattacke erlitten habe und sich dabei zusätzlich eine Fraktur zugezogen habe. Die Ausführung en von Dr. D.___ seien inakzeptabel. Es sei erschreckend, dass Dr. D.___ den Zusammenhang zwischen den Krankheitsbildern Hörsturz und Schwindelattacken nicht kenne. Das Versicherungswesen in der Schweiz hinter lasse einen unverständlichen und unprofessionellen Eindruck (Urk. 8/95). 4. Unter Hinweis auf die eingangs erläuterte Rechtslage (vgl. hievor E. 1.3) ist streitentscheid, ob zwischen dem Ereignis vom 8. April 2022 und de r Verschlech terung de s vorbestehenden Gehörsch adens ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, mithin, ob das von der Beschwerdegegnerin als Unfall anerkannte Sturz ereignis zu einer Verschlechterung des Gehörs geführt hat. Bei der vorliegenden Aktenlage ergeben sich hierfür keine irgendwie gearteten Anhaltspunkte. Es leuchtet bereits nicht ein, weshalb und inwiefern ein Sturz mit rechtsseitiger H üftfraktur das linke Gehör verschlechtern sollte. Mithin kann Dr. D.___ ohne Weiteres gefolgt werden, wenn er eine Unfallkausalität de r Gehör verschlech terung verneinte. Eine persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers war bei der hier einzig zu beurteilenden Unfallkausalität nicht n otwendig. Aus den Ausführungen von Frau C.___ lässt sich offensichtlich nichts zum Vorteil des Beschwerdeführers ableiten. Im Gegenteil verkennt sie die unfallbedingte Kausalitätskette, wenn sie dafürhält, es sei von einem hörsturz- und damit krank heitsbedingte n Sturz aus zugehen. Ihre Ausführungen zum akuten Stress erleb en des Beschwerdeführers anlässlich des Ereignisses vom 8. April 2022 finden in der vorliegenden Aktenlage keinerlei Stütze und figurieren im Reich der Mut massungen. Im Übrigen widerspricht sich Frau C.___ selbst, wenn sie einerseits postuliert, der Beschwerdeführer sei wegen des Hörsturzes gestürzt, und anderer seits dafürhält, er habe infolge Stress nach dem Sturz einen Hörsturz erlitten. Der Vollständigkeit halber f estzuhalten ist schliesslich auch, dass der Beschwer deführer im Zusammenhang mit seinem Ohrenleiden bereits im Jahre 1976 an die Beschwerdegegnerin gelangte. Die Abklärung en ergab en eine krankhafte Veränderung am linken Ohr, jedoch keine gehörschädigende Lärmimmission am Arbeitsplatz. Daraufhin lehnte die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht ab, da das Ohr en leiden als unfall- und berufsfremd beurteilt wurde (Urk. 8/45). Bei diesem eindeutigen Beweisergebnis besteht – entgegen dem Beschwerdeführer – kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3 je mit Hinweisen). 5. Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass die Unfallversicherung auch für durch den Unfall verursachte Schäden an Sachen, die einen Körperteil oder eine Körper funktion ersetzen, aufkommt; für Brillen, Hörapparate und Zahnprothesen besteht ein Ersatzanspruch nur, wenn eine behandlungsbedürftige Körperschädigung vorliegt (Art. 12 UVG). Nach Lage der Akten erhielt der Beschwerdeführer jedoch eine komplett neue Versorgung infolge des akuten Innenohrausfalls durch Hörsturz links (Urk. 8/30). Damit liegt kein Sachschaden bezüglich der bereits vor dem Sturz getragenen und durch diesen allenfalls in Mitleidenschaft gezogenen Hörgeräte vor. Eine Übernahme der Hilfsmittel unter dem Titel von Art. 12 UVG entfällt daher ebenfalls. 6. Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht im Zusam menhang mit der Gehörverschlechterung mangels Unfallkausalität zu Recht verneint. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzu weisen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG - Suva - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstHediger

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich UV.2023.00049 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiberin Hediger Urteil vom 12. Oktober 2023

UV.2023.00049

UV.2023.00049

UV.2023.00049 IV. Kammer

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiberin Hediger

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiberin Hediger

Urteil vom 12. Oktober 2023

Urteil vom 12. Oktober 2023 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG

vertreten durch Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG Direktion Bern, MLaw Y.___

Direktion Bern, MLaw Y.___ Monbijoustrasse 5, Postfach, 3011 Bern

Monbijoustrasse 5, Postfach, 3011 Bern gegen

gegen Suva

Suva Rechtsabteilung

Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern

Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Der 1953 geborene X.___ war seit dem 1. Januar 1999 als Mitarbeiter der Geschäftsleitung ( zu einem Pensum von 50 %) bei der Z.___ AG angestellt und dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am 8. April 2022 beim Spazieren auf das rechte Becken stürzte (Urk. 8/1). Die gleichen tags erstbehandelnden Ärzte des Zentrums A.___ diagnostizierten eine wenig dis lo zierte mediale Sch en kelhalsfraktur rechts und setzten am 9. April 2022 eine minimalinvasive, direkt anteriore Hüfttotalprothese rechts ein (vgl. Austrittsbericht vom 14. April 2022, Urk. 8/21; Operationsbericht vom 9. April 2022, Urk. 8/22; vgl. auch Röntgenbefund, Urk. 8/17). Die Suva anerkannte den Schadenfall und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Urk. 8/4 f.). Es folgte eine stationäre geriatrische Rehabilitation in der Rehaklinik B.___ vom 20. April bis 27. Mai 2022 (vgl. Austrittsbericht vom 27. Mai 2022, Urk. 8/60). Mit Schreiben vom 23. Juni 2022 machte Frau C.___, Eidg. dipl. Hör geräte akustikerin, eine beidseitige, hochgradige sensorineurale Schwerhörig keit des Versicherten aktenkundig; infolge des akuten Innenohrausfall-Hörsturzes am linken Ohr vom 8. April 2022 bestehe nunmehr eine Taubheit (links) und müsse das Hörgerät angepasst werden (Urk. 8/30). Daraufhin tätigte die Suva Abklärungen zur Unfallkausalität des Hörschadens. Insbesondere veranlasste sie die kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Oto -Rhino-Laryngologie, vom 9. August 2022 (Urk. 8/55). Gestützt darauf lehnte die Suva mit Verfügung vom 18. August 2022 eine Leistungspflicht für den H örschaden ab (Urk. 8/61/2). Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache (Urk. 8/76) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 15. Februar 2023 ab (Urk. 2).

1. Der 1953 geborene X.___ war seit dem 1. Januar 1999 als Mitarbeiter der Geschäftsleitung ( zu einem Pensum von 50 %) bei der Z.___ AG angestellt und dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am 8. April 2022 beim Spazieren auf das rechte Becken stürzte (Urk. 8/1). Die gleichen tags erstbehandelnden Ärzte des Zentrums A.___ diagnostizierten eine wenig dis lo zierte mediale Sch en kelhalsfraktur rechts und setzten am 9. April 2022 eine minimalinvasive, direkt anteriore Hüfttotalprothese rechts ein (vgl. Austrittsbericht vom 14. April 2022, Urk. 8/21; Operationsbericht vom 9. April 2022, Urk. 8/22; vgl. auch Röntgenbefund, Urk. 8/17). Die Suva anerkannte den Schadenfall und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Urk. 8/4 f.). Es folgte eine stationäre geriatrische Rehabilitation in der Rehaklinik B.___ vom 20. April bis 27. Mai 2022 (vgl. Austrittsbericht vom 27. Mai 2022, Urk. 8/60). Mit Schreiben vom 23. Juni 2022 machte Frau C.___, Eidg. dipl. Hör geräte akustikerin, eine beidseitige, hochgradige sensorineurale Schwerhörig keit des Versicherten aktenkundig; infolge des akuten Innenohrausfall-Hörsturzes am linken Ohr vom 8. April 2022 bestehe nunmehr eine Taubheit (links) und müsse das Hörgerät angepasst werden (Urk. 8/30). Daraufhin tätigte die Suva Abklärungen zur Unfallkausalität des Hörschadens. Insbesondere veranlasste sie die kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Oto -Rhino-Laryngologie, vom 9. August 2022 (Urk. 8/55). Gestützt darauf lehnte die Suva mit Verfügung vom 18. August 2022 eine Leistungspflicht für den H örschaden ab (Urk. 8/61/2). Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache (Urk. 8/76) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 15. Februar 2023 ab (Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ am 16. März 2023 Beschwerde und beantragte, es seien in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 15. Februar 2023 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerde gegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2023 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer am 8. Mai 2023 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).

2. Dagegen erhob X.___ am 16. März 2023 Beschwerde und beantragte, es seien in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 15. Februar 2023 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerde gegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2023 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer am 8. Mai 2023 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1).

1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). 1.2 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Ferner hat die versicherte Person Anspruch auf die Hilfsmittel, die körperliche Schädigungen oder Funktions ausfälle ausgleichen (Art. 11 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 19 UVV und der vom Eid genössische Departement des Innern [ EDI ] erlassenen Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Unfallversicherung [ HVUV ] ), worunter auch Hörapparate fallen (Ziff. 6.01 HVUV-Anhang).

1.2 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Ferner hat die versicherte Person Anspruch auf die Hilfsmittel, die körperliche Schädigungen oder Funktions ausfälle ausgleichen (Art. 11 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 19 UVV und der vom Eid genössische Departement des Innern [ EDI ] erlassenen Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Unfallversicherung [ HVUV ] ), worunter auch Hörapparate fallen (Ziff. 6.01 HVUV-Anhang). 1.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen ; Urteil des Bundesgerichts 8C_305/2022 vom 13. April 2023 E. 3.1 ).

1.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen ; Urteil des Bundesgerichts 8C_305/2022 vom 13. April 2023 E. 3.1 ). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1.4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a ; Urteil des Bundesgerichts 8C_640/2022 vom 9. August 2023 E. 3.4 ).

1.4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a ; Urteil des Bundesgerichts 8C_640/2022 vom 9. August 2023 E. 3.4 ). 1. 5 UV170510 Beweiswert eines Arztberichts 11.2022 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E. 3.2.1).

1. 5 UV170510 Beweiswert eines Arztberichts 11.2022 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E. 3.2.1). Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche rungs träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).

Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ ee ). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche rungs träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2.

2. 2.1 Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, gestützt auf die beweisbildende Beurteilung von Dr. D.___ bestehe zwischen dem geltend gemachte n Hörschaden und dem Sturz vom 8. April 202 2 kein kausaler Zusam menhang. Eine gegenteilige ärztliche Beurteilung liege nicht vor. Dass der Beschwerdeführer – so Frau C.___ – infolge eines Hörsturzes mit Schwindel attacken auf die rechte Hüfte gefallen sei, ändere nichts daran, dass der Hörsturz nicht unfallkausal und sie (die Beschwerdegegnerin) lediglich für die Unfallf olgen leistungspflichtig sei. Mithin sei eine Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem Hörschaden zu Recht abgelehnt worden (Urk. 2).

2.1 Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, gestützt auf die beweisbildende Beurteilung von Dr. D.___ bestehe zwischen dem geltend gemachte n Hörschaden und dem Sturz vom 8. April 202 2 kein kausaler Zusam menhang. Eine gegenteilige ärztliche Beurteilung liege nicht vor. Dass der Beschwerdeführer – so Frau C.___ – infolge eines Hörsturzes mit Schwindel attacken auf die rechte Hüfte gefallen sei, ändere nichts daran, dass der Hörsturz nicht unfallkausal und sie (die Beschwerdegegnerin) lediglich für die Unfallf olgen leistungspflichtig sei. Mithin sei eine Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem Hörschaden zu Recht abgelehnt worden (Urk. 2). 2.2 Dagegen wandte der Beschwerdeführerin ein, der genaue Unfallhergang könne von der Beschwerdegegnerin nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Die medi zinische Aktenlage sei insgesamt widersprüchlich und unklar hinsichtlich der Frage, ob die Beschwerden am Ohr zumindest im Sinne einer Teilursache auf den Unfall vom 8. April 2022 zurückzuführen seien. Diesbezüglich seien der Kreisarzt und die Hörakustikerin, welche den Beschwerdeführer selber untersucht habe, massiv widersprüchlicher Auffassung. Unter den gegebenen Umständen dürfe nicht auf die blosse Aktenbeurteilung von Dr. D.___ abgestellt werden. Es s ei die Sache in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes zwecks Einholung eines medizinischen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Danach sei über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführer s neu zu verfügen (Urk. 1)

2.2 Dagegen wandte der Beschwerdeführerin ein, der genaue Unfallhergang könne von der Beschwerdegegnerin nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Die medi zinische Aktenlage sei insgesamt widersprüchlich und unklar hinsichtlich der Frage, ob die Beschwerden am Ohr zumindest im Sinne einer Teilursache auf den Unfall vom 8. April 2022 zurückzuführen seien. Diesbezüglich seien der Kreisarzt und die Hörakustikerin, welche den Beschwerdeführer selber untersucht habe, massiv widersprüchlicher Auffassung. Unter den gegebenen Umständen dürfe nicht auf die blosse Aktenbeurteilung von Dr. D.___ abgestellt werden. Es s ei die Sache in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes zwecks Einholung eines medizinischen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Danach sei über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführer s neu zu verfügen (Urk. 1) 3.

3. 3.1 Im Austrittsbericht vom 14. April 2022 diagnostizierte der behandelnde Chirurg des Zentrums A.___ im Wesentlichen eine wenig dislozierte mediale Schenkelhalsfraktur rechts nach Sturz vom 8. April 2022 ; am 9. April 2022 erfolgte eine minimalinvasive, direkt anteriore Hüfttotalprothese nversorgung rechts. Infolge der p ostoperativ beobachteten Verwirrung seien weitere Unter suchungen durchgeführt wurden. Dabei habe d ie Kontrolle der AV-Stunt-Einstellung regelrechte Verhältnisse ergeben; das veranlasste MRI des Schädels habe keine Anhaltspunkte für ein akutes cerebrovaskuläres Ereignis erbracht (Urk. 8/21; vgl. auch Operationsbericht vom 9. April 2022, Urk. 8/22 ; vgl. auch Urk. 8/124, Urk. 8/128 ).

3.1 Im Austrittsbericht vom 14. April 2022 diagnostizierte der behandelnde Chirurg des Zentrums A.___ im Wesentlichen eine wenig dislozierte mediale Schenkelhalsfraktur rechts nach Sturz vom 8. April 2022 ; am 9. April 2022 erfolgte eine minimalinvasive, direkt anteriore Hüfttotalprothese nversorgung rechts. Infolge der p ostoperativ beobachteten Verwirrung seien weitere Unter suchungen durchgeführt wurden. Dabei habe d ie Kontrolle der AV-Stunt-Einstellung regelrechte Verhältnisse ergeben; das veranlasste MRI des Schädels habe keine Anhaltspunkte für ein akutes cerebrovaskuläres Ereignis erbracht (Urk. 8/21; vgl. auch Operationsbericht vom 9. April 2022, Urk. 8/22 ; vgl. auch Urk. 8/124, Urk. 8/128 ). 3.2 Dem Austrittsbericht der Rehaklinik B.___ vom 27. Mai 2022 ist eine ver zögerte Rekonvaleszenz gepaart mit einem Mobilitäts- und Selbstversorgungs defizit zu entnehmen. Das Gehör des Beschwerdeführers sei stark eingeschränkt. Nach eigenen Angaben sei es in den letzten 12 Monaten zu rezidivierenden Stürzen mit Sturzfolgen gekommen. Alsdann sei ein leichte s bis mittelschweres kognitive s Defizit, dessen Ursache letztlich unklar geblieben sei, festgestellt worden. Laut Angaben der Angehörigen bestehe der Verdacht auf eine Demenz. Bei erreichten orthopädischen Therapiezielen, allgemeinem Wohlbefinden, guter Mobilität, reizlosen Narbenverhältnissen und nahezu vollständig schmerzfreiem Zustand habe der Beschwerdeführer wieder in die häuslichen Verhältnisse entlas sen werden können (Urk. 8/60).

3.2 Dem Austrittsbericht der Rehaklinik B.___ vom 27. Mai 2022 ist eine ver zögerte Rekonvaleszenz gepaart mit einem Mobilitäts- und Selbstversorgungs defizit zu entnehmen. Das Gehör des Beschwerdeführers sei stark eingeschränkt. Nach eigenen Angaben sei es in den letzten 12 Monaten zu rezidivierenden Stürzen mit Sturzfolgen gekommen. Alsdann sei ein leichte s bis mittelschweres kognitive s Defizit, dessen Ursache letztlich unklar geblieben sei, festgestellt worden. Laut Angaben der Angehörigen bestehe der Verdacht auf eine Demenz. Bei erreichten orthopädischen Therapiezielen, allgemeinem Wohlbefinden, guter Mobilität, reizlosen Narbenverhältnissen und nahezu vollständig schmerzfreiem Zustand habe der Beschwerdeführer wieder in die häuslichen Verhältnisse entlas sen werden können (Urk. 8/60). 3.3 Im Schreiben vom 23. Juni 2022 berichtete Frau C.___, der Beschwerdeführer habe bereits vor dem Sturz an einer beidseitigen, hochgradigen, sensorineuralen Schwerhörigkeit gelitten. Nach dem akuten Innenohrausfall-Hörsturz am linken Ohr vom 8. April 2022 sei infolge Taubheit (links) und hochgradiger Schwerhörig keit (rechts) nunmehr eine Hörgeräteanpassung erforderlich (Urk. 8/30).

3.3 Im Schreiben vom 23. Juni 2022 berichtete Frau C.___, der Beschwerdeführer habe bereits vor dem Sturz an einer beidseitigen, hochgradigen, sensorineuralen Schwerhörigkeit gelitten. Nach dem akuten Innenohrausfall-Hörsturz am linken Ohr vom 8. April 2022 sei infolge Taubheit (links) und hochgradiger Schwerhörig keit (rechts) nunmehr eine Hörgeräteanpassung erforderlich (Urk. 8/30). 3.4 Im Fragebogen zur Hörschädigung gab der Beschwerdeführer am 8. Juli 2022 an, er leide seit ca. 30 Jahren an einem Hörschaden. Dies infolge einer Ohrenent zündung / Operation am rechten Ohr. Nun sei das linke Ohr infolge des Hörsturzes komplett geschädigt. Die Hörverminderung bestehe sei t dem Unfall im April 2022 (Urk. 8/37).

3.4 Im Fragebogen zur Hörschädigung gab der Beschwerdeführer am 8. Juli 2022 an, er leide seit ca. 30 Jahren an einem Hörschaden. Dies infolge einer Ohrenent zündung Operation am rechten Ohr. Nun sei das linke Ohr infolge des Hörsturzes komplett geschädigt. Die Hörverminderung bestehe sei t dem Unfall im April 2022 (Urk. 8/37). 3.5 Kreisarzt Dr. D.___ hielt im Rahmen seiner medizinischen Beurteilung vom 9. August 2022 fest, aufgrund der vorliegenden Aktenlage könne kein Zusam men hang zwischen de r unfallbedingten Oberschenkel halsfraktur mit Hüftge lenks protheseneinsatz am 9. April 2022 und der seit Jahren vorbestehenden Hörverminderung bzw. deren Verschlechterung (DD Hörsturz) hergestellt werden. Es könne damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass das Unfallereignis für die heute vorliegende Hörstörung/Hör ver schlechterung ursächlich sei (Urk. 8/55).

3.5 Kreisarzt Dr. D.___ hielt im Rahmen seiner medizinischen Beurteilung vom 9. August 2022 fest, aufgrund der vorliegenden Aktenlage könne kein Zusam men hang zwischen de r unfallbedingten Oberschenkel halsfraktur mit Hüftge lenks protheseneinsatz am 9. April 2022 und der seit Jahren vorbestehenden Hörverminderung bzw. deren Verschlechterung (DD Hörsturz) hergestellt werden. Es könne damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass das Unfallereignis für die heute vorliegende Hörstörung/Hör ver schlechterung ursächlich sei (Urk. 8/55). 3.6 In der vom Beschwerdeführer erbetenen Stellungnahme vom 14. Oktober 2022 führt e Frau C.___ aus, sie sei der Meinung, dass der Hörsturz (die Ver schlech terung des Gehörs) «eine Korrelation oder sogar Kausalität zum Unfall darstelle». Eine eindeutige Erklärung für einen Hörsturz habe die Wissenschaft zwar bis heute nicht. Stress werde häufig als Auslöser diskutiert. Der Beschwerdeführer habe sicher eine akute Stresssituation erlebt, da er nachts stundenlang draussen im Regen und in der Kälte gelegen habe. Dies sei aus ihrer Sicht die Korrelation zum Unfallereignis. Alsdann stünden ein Hörsturz und Schwindel bei vielen Patienten in einem engen Zusammenhang. Deshalb könne sie (Frau C.___ ) hier tatsächlich eine Kausalität zwischen dem Sturz, der daraus entstandenen Fraktur und dem Hörsturz herstellen. Es bestehe eher die Wahrscheinlichkeit, dass der Beschwerdeführer gestü r tzt sei, weil er einen Hörsturz mit einer Schwindelattacke erlitten habe und sich dabei zusätzlich eine Fraktur zugezogen habe. Die Ausführung en von Dr. D.___ seien inakzeptabel. Es sei erschreckend, dass Dr. D.___ den Zusammenhang zwischen den Krankheitsbildern Hörsturz und Schwindelattacken nicht kenne. Das Versicherungswesen in der Schweiz hinter lasse einen unverständlichen und unprofessionellen Eindruck (Urk. 8/95).

3.6 In der vom Beschwerdeführer erbetenen Stellungnahme vom 14. Oktober 2022 führt e Frau C.___ aus, sie sei der Meinung, dass der Hörsturz (die Ver schlech terung des Gehörs) «eine Korrelation oder sogar Kausalität zum Unfall darstelle». Eine eindeutige Erklärung für einen Hörsturz habe die Wissenschaft zwar bis heute nicht. Stress werde häufig als Auslöser diskutiert. Der Beschwerdeführer habe sicher eine akute Stresssituation erlebt, da er nachts stundenlang draussen im Regen und in der Kälte gelegen habe. Dies sei aus ihrer Sicht die Korrelation zum Unfallereignis. Alsdann stünden ein Hörsturz und Schwindel bei vielen Patienten in einem engen Zusammenhang. Deshalb könne sie (Frau C.___ ) hier tatsächlich eine Kausalität zwischen dem Sturz, der daraus entstandenen Fraktur und dem Hörsturz herstellen. Es bestehe eher die Wahrscheinlichkeit, dass der Beschwerdeführer gestü r tzt sei, weil er einen Hörsturz mit einer Schwindelattacke erlitten habe und sich dabei zusätzlich eine Fraktur zugezogen habe. Die Ausführung en von Dr. D.___ seien inakzeptabel. Es sei erschreckend, dass Dr. D.___ den Zusammenhang zwischen den Krankheitsbildern Hörsturz und Schwindelattacken nicht kenne. Das Versicherungswesen in der Schweiz hinter lasse einen unverständlichen und unprofessionellen Eindruck (Urk. 8/95). 4. Unter Hinweis auf die eingangs erläuterte Rechtslage (vgl. hievor E. 1.3) ist streitentscheid, ob zwischen dem Ereignis vom 8. April 2022 und de r Verschlech terung de s vorbestehenden Gehörsch adens ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, mithin, ob das von der Beschwerdegegnerin als Unfall anerkannte Sturz ereignis zu einer Verschlechterung des Gehörs geführt hat. Bei der vorliegenden Aktenlage ergeben sich hierfür keine irgendwie gearteten Anhaltspunkte. Es leuchtet bereits nicht ein, weshalb und inwiefern ein Sturz mit rechtsseitiger H üftfraktur das linke Gehör verschlechtern sollte. Mithin kann Dr. D.___ ohne Weiteres gefolgt werden, wenn er eine Unfallkausalität de r Gehör verschlech terung verneinte. Eine persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers war bei der hier einzig zu beurteilenden Unfallkausalität nicht n otwendig. Aus den Ausführungen von Frau C.___ lässt sich offensichtlich nichts zum Vorteil des Beschwerdeführers ableiten. Im Gegenteil verkennt sie die unfallbedingte Kausalitätskette, wenn sie dafürhält, es sei von einem hörsturz- und damit krank heitsbedingte n Sturz aus zugehen. Ihre Ausführungen zum akuten Stress erleb en des Beschwerdeführers anlässlich des Ereignisses vom 8. April 2022 finden in der vorliegenden Aktenlage keinerlei Stütze und figurieren im Reich der Mut massungen. Im Übrigen widerspricht sich Frau C.___ selbst, wenn sie einerseits postuliert, der Beschwerdeführer sei wegen des Hörsturzes gestürzt, und anderer seits dafürhält, er habe infolge Stress nach dem Sturz einen Hörsturz erlitten.

4. Unter Hinweis auf die eingangs erläuterte Rechtslage (vgl. hievor E. 1.3) ist streitentscheid, ob zwischen dem Ereignis vom 8. April 2022 und de r Verschlech terung de s vorbestehenden Gehörsch adens ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, mithin, ob das von der Beschwerdegegnerin als Unfall anerkannte Sturz ereignis zu einer Verschlechterung des Gehörs geführt hat. Bei der vorliegenden Aktenlage ergeben sich hierfür keine irgendwie gearteten Anhaltspunkte. Es leuchtet bereits nicht ein, weshalb und inwiefern ein Sturz mit rechtsseitiger H üftfraktur das linke Gehör verschlechtern sollte. Mithin kann Dr. D.___ ohne Weiteres gefolgt werden, wenn er eine Unfallkausalität de r Gehör verschlech terung verneinte. Eine persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers war bei der hier einzig zu beurteilenden Unfallkausalität nicht n otwendig. Aus den Ausführungen von Frau C.___ lässt sich offensichtlich nichts zum Vorteil des Beschwerdeführers ableiten. Im Gegenteil verkennt sie die unfallbedingte Kausalitätskette, wenn sie dafürhält, es sei von einem hörsturz- und damit krank heitsbedingte n Sturz aus zugehen. Ihre Ausführungen zum akuten Stress erleb en des Beschwerdeführers anlässlich des Ereignisses vom 8. April 2022 finden in der vorliegenden Aktenlage keinerlei Stütze und figurieren im Reich der Mut massungen. Im Übrigen widerspricht sich Frau C.___ selbst, wenn sie einerseits postuliert, der Beschwerdeführer sei wegen des Hörsturzes gestürzt, und anderer seits dafürhält, er habe infolge Stress nach dem Sturz einen Hörsturz erlitten. Der Vollständigkeit halber f estzuhalten ist schliesslich auch, dass der Beschwer deführer im Zusammenhang mit seinem Ohrenleiden bereits im Jahre 1976 an die Beschwerdegegnerin gelangte. Die Abklärung en ergab en eine krankhafte Veränderung am linken Ohr, jedoch keine gehörschädigende Lärmimmission am Arbeitsplatz. Daraufhin lehnte die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht ab, da das Ohr en leiden als unfall- und berufsfremd beurteilt wurde (Urk. 8/45).

Der Vollständigkeit halber f estzuhalten ist schliesslich auch, dass der Beschwer deführer im Zusammenhang mit seinem Ohrenleiden bereits im Jahre 1976 an die Beschwerdegegnerin gelangte. Die Abklärung en ergab en eine krankhafte Veränderung am linken Ohr, jedoch keine gehörschädigende Lärmimmission am Arbeitsplatz. Daraufhin lehnte die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht ab, da das Ohr en leiden als unfall- und berufsfremd beurteilt wurde (Urk. 8/45). Bei diesem eindeutigen Beweisergebnis besteht – entgegen dem Beschwerdeführer – kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3 je mit Hinweisen).

Bei diesem eindeutigen Beweisergebnis besteht – entgegen dem Beschwerdeführer – kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3 je mit Hinweisen). 5. Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass die Unfallversicherung auch für durch den Unfall verursachte Schäden an Sachen, die einen Körperteil oder eine Körper funktion ersetzen, aufkommt; für Brillen, Hörapparate und Zahnprothesen besteht ein Ersatzanspruch nur, wenn eine behandlungsbedürftige Körperschädigung vorliegt (Art. 12 UVG). Nach Lage der Akten erhielt der Beschwerdeführer jedoch eine komplett neue Versorgung infolge des akuten Innenohrausfalls durch Hörsturz links (Urk. 8/30). Damit liegt kein Sachschaden bezüglich der bereits vor dem Sturz getragenen und durch diesen allenfalls in Mitleidenschaft gezogenen Hörgeräte vor. Eine Übernahme der Hilfsmittel unter dem Titel von Art. 12 UVG entfällt daher ebenfalls.

5. Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass die Unfallversicherung auch für durch den Unfall verursachte Schäden an Sachen, die einen Körperteil oder eine Körper funktion ersetzen, aufkommt; für Brillen, Hörapparate und Zahnprothesen besteht ein Ersatzanspruch nur, wenn eine behandlungsbedürftige Körperschädigung vorliegt (Art. 12 UVG). Nach Lage der Akten erhielt der Beschwerdeführer jedoch eine komplett neue Versorgung infolge des akuten Innenohrausfalls durch Hörsturz links (Urk. 8/30). Damit liegt kein Sachschaden bezüglich der bereits vor dem Sturz getragenen und durch diesen allenfalls in Mitleidenschaft gezogenen Hörgeräte vor. Eine Übernahme der Hilfsmittel unter dem Titel von Art. 12 UVG entfällt daher ebenfalls. 6. Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht im Zusam menhang mit der Gehörverschlechterung mangels Unfallkausalität zu Recht verneint. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzu weisen ist.

6. Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht im Zusam menhang mit der Gehörverschlechterung mangels Unfallkausalität zu Recht verneint. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzu weisen ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG

Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG - Suva

Suva - Bundesamt für Gesundheit

Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

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