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Basler Zeitung vom 15.03.2019
Chennai/Basel. Die erste Aufregung war gross: Gemäss mehreren Medienberichten untersuchte der indische Fussball-Verband das letzte Saisonspiel des Chennai City FC. Dieses gewann der Partnerclub des FC Basel nach 0:1-Rückstand mit 3:1 gegen Minerva Punjab und sicherte sich den Meistertitel. Die Partie – so der Verdacht – soll manipuliert gewesen sein.
Die All India Football Federation (Aiff) entkräftet diese Anschuldigung nach ersten Abklärungen. Demnach habe man sich mit den involvierten Parteien ausgetauscht und von der Asian Football Confederation und von Sports Radar (einer Schweizer Datenfirma) Rückmeldungen erhalten, wonach keine Auffälligkeiten festgestellt wurden. Aiff-Generalsekretär Kushal Das wird in indischen Medien zitiert: «Wir kommen zum Schluss, dass die Partie korrekt absolviert wurde. Wir werden den Bericht nicht weiter diskutieren.»
Diesen Spielbericht hatte der Liga-Inspizient verfasst. Notiert sind Auffälligkeiten bei den Wechseln. Zudem wurde zu einem Chennai-Elfmeter vermerkt: «Der Chennai-Spieler mit der Nummer 19 (Pedro Manzi) zeigte dem Torhüter, in welche Ecke er schiessen würde. Der Torhüter tauchte in die andere Ecke.»
Der FCB ist im Bild: «Gemäss Rücksprache mit den Verantwortlichen von Chennai City entbehren die Gerüchte jeglicher Grundlage», sagt CEO Roland Heri, der auch in Kontakt mit der indischen Liga stand. Sollte sich die Sache trotzdem noch gegen Chennai weiterentwickeln, hätte der FCB in seinem Partnerschaftsvertrag entsprechende Ausstiegsklauseln stehen. olg