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Geschichte der Stiftung "Offene Hand" (Swisshand)
Aus einer Solidaritätsgeste entstand eine solid verankerte Institution
Die Förderung von Unternehmergeist in Entwicklungsländern zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Diese begann im Jahre 1960 als „Aktion Offene Hand“, lanciert durch Persönlichkeiten der Vereinigung Christlicher Unternehmer der Schweiz (VCU) anlässlich ihrer Jahrestagung. Die Appelle der Gastreferenten Abbé Pierre und Minister Stopper beflügelten die Pläne eines eigenständigen Beitrages zur Armutsbekämpfung. Im Jahre 1968 wurde dann eine Stiftung gegründet, um die Kontinuität der Förderprogramme sicherzustellen.
Zunächst stand die Ausbildung von unternehmerischen Nachwuchskräften für afrikanische Entwicklungsländer im Vordergrund. In Kolumbien ging es dann um den Aufbau einer betriebswirtschaftlichen Abteilung an der Universität Bogotá und um Nachdiplomkurse für Kleinunternehmer. Bereits wurde auch ein Konzept für die Förderung des Kleingewerbes für die Behandlung in Sekundar- und Berufsschulen aufgestellt und eingeführt. Das dafür gegründete Beratungs- und Schulungsinstitut IPROSCO entwickelte sich in der Folge selbständig weiter.
Die Zusammenarbeit mit FUNDES brachte in den 80er-Jahren vertieftes Know-how für die Förderung von Kleinstbetrieben mit Mikrokrediten und Schulung in unsere Stiftung. Daraus entstand der Aufbau neuer Programme in Mittel- und Südamerika. Parallel dazu erhielten in einem Agrarprogramm Bauernfamilien zahlreicher Dörfer in Nordostbrasilien die Chance zum regelmässigen Einkommen.
Bald darauf (1995) lancierte die Stiftung in zurückgebliebenen, ländlichen Gebieten einer weiteren Region von Nordostbrasilien ein grösseres Mikrokredit- und Schulungsprogramm für arme Familien. Es wurde laufend verfeinert und ausgedehnt. Die Resultate ermutigten bald, das Erfolgsrezept auf afrikanische Länder in Gebiete mit fehlendem oder stark erschwertem Zugang zu Mikrokredit und Schulung zu übertragen. Das Ziel blieb stets, das Selbstvertrauen der Armen zu stärken uns ihnen auf effiziente Weise die Überwindung der Armut aus eigener Kraft zu ermöglichen.