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| Cyrillus von Alexandrien († 444) - Über Den Rechten Glauben an den Kaiser (De recta fide ad imperatorem)

18.
Wir aber beten durchaus nicht zwei Söhne an und verehren keineswegs zwei Christus, wenn wir auch glauben, daß der dem Worte geeinte Tempel mit einer vernünftigen Seele beseelt gewesen. Wenn nun nach ihrer Anschauung der Emmanuel nur aus dem Fleische und dem aus Gott dem Vater entsprungenen Worte bestände, so würden sie doch in keiner Weise genötigt sein, das Fleisch für sich gesondert und den Eingeborenen für sich gesondert hinzustellen und zwei Christus zu bekennen. So nehmen wir, wenn wir nach unserer Lehre behaupten, daß das aus Gott entstammte Wort mit einer dem Begriffe ihrer Natur entsprechend vollständigen Menschheit verbunden und vereinigt worden, wir nehmen, sage ich, auch keine zwei Söhne an, sondern einen und denselben, von Natur aus Gott und aus der Wesenheit Gottes und des Vaters selbst entsprungen, in den letzten Zeiten der Welt Mensch geworden und durch die heilige Jungfrau geboren und von uns wie von den heiligen Engeln anzubeten, wie die Schriften besagen.