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Mittwoch, 22.11.2017 / 10:58
Meg Whitman räumt CEO-Posten
Antonio Neri wird per 1. Februar der neue HPE-Chef.
Meg Whitman übernahm 2011 als CEO bei HP.
Die Silicon-Valley-Veteranin Meg Whitman hat ihren Rückzug aus der Spitze des Computer-Konzerns Hewlett Packard Enterprise angekündigt. Der Nachfolger kommt aus dem eigenen Haus: Zum 1. Februar soll Top-Manager Antonio Neri auf den Chefposten nachrücken, wie HPE mitteilt. Den Anlegern gefielen die Nachrichten nicht. Die HPE-Aktie gab im Anschluss an die Ankündigung um sechs Prozent nach.
Die 61-jährige Whitman hatte sich ihre Sporen als langjährige Chefin der Handelsplattform Ebay verdient. Die Führung bei Hewlett-Packard übernahm sie 2011
, als das Unternehmen in der Krise steckte. Sie suchte den Ausweg unter anderem durch Stellenstreichungen
.
Nach anfänglichem Zögern zerschlug Whitman dann den traditionsreichen Konzern: Das Geschäft mit PCs und Druckern kam 2015 in die eigenständige Firma HP Inc
,
sie selbst führte das Unternehmensgeschäft als Hewlett Packard Enterprise weiter.
Whitman erklärte, sich eine Auszeit nehmen zu wollen. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass sie sich erneut um ein politisches Amt bemühen könnte. 2010 hatte sie sich ohne Erfolg für den Posten als Gouverneurin von Kalifornien beworben. Sie verlor gegen Jerry Brown. Zudem unterstützte sie die Präsidentschaftskandidaturen von Mitt Romney und Chris Christie. Im vergangenen Jahr stellte sie
sich dann hinter die Demokratin Hillary Clinton.
Der designierte HPE-CEO Neri kam 1995 als Kundendiensttechniker im EMEA-Callcenter zu HP. Vor der Aufteilung des Unternehmens arbeitete er unter anderem als Senior Vice President und General Manager in den Geschäftseinheiten Services und Networking.
Antonio Neri ist seit 1995 beim Konzern tätig.
Im Juni 2017 wurde er zum President von HPE ernannt.
Umsatz bleibt unter den Erwartungen
Zeitgleich mit der Ankündigung von Whitmans Abgang meldete HPE Zahlen für das vergangene Quartal, die ebenso wie die Prognose für das laufende Vierteljahr in Teilen unter den Erwartungen des Marktes blieben. Der Umsatz stieg von 7,32 Milliarden Dollar auf 7,66 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 7,77 Milliarden Dollar gerechnet. Der Gewinn wuchs auf 524 Millionen US-Dollar an. (kjo/sda)