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Zu Fuss, mit dem Auto oder mit der Zahnradbahn erreicht man die auf 1200 m.ü.M. gelegene Bellavista (auf Deutsch schöne Aussicht) auf dem Monte Generoso. Im Ortsteil “Cascina d’Armirone” erhebt sich das Oratorium der heiligen Jungfrau (Oratorio di Maria Vergine Assunta).
Zu dieser Gegend und zu den wichtigen Zucht- und Viehzuchttätigkeiten, die in der Vergangenheit hier ausgeübt wurden, gibt es verschiedene Zeugnisse, die bereits ab 1563 dokumentiert wurden.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, unter anderem aufgrund der rückläufigen Alpenwirtschaft, beschloss Carlo Pasta in die Tourismusbranche zu investieren und liess auf dem Monte Generoso zwei Hotels errichten, eins bei der Bellavista, das andere bei der Bergspitze. Nach seinem Beispiel beschloss die Familie Chiaverio eine Gastwirtschaft mit Unterkunft bei der Cascina d’Armirone zu eröffnen. Die Osteria unterschied sich preislich von den anderen Strukturen auf dem Berg und dank der ausgeprägten lokalen Gastfreundlichkeit wurde sie sofort sehr beliebt. Die Osteria setze ihre erfolgreiche Tätigkeit bis in die 70er Jahre fort, als das Gebäude sowie die anliegende landwirtschaftliche Siedlung niedergerissen wurden.
Das Oratorio di Santa Maria Vergine Assunta wurde am 29. Juni 1751 eingesegnet und geweiht. Es hätte zum Kultort für die Einwohner der benachbarten landwirtschaftlichen Siedlung werden sollen, aber bereits wenige Jahre später dokumentierte der Bischof von Como, Monsignor Giovan Battista Albrizio Pellegrini, den allmählichen Verfall des Gebäudes.
Leider verbesserte sich der Zustand des Oratoriums nicht mit der Zeit. Es blieb aber weiterhin ein Kultort, in dem der Gottesdienst abgehalten wurde, und aus diesem Grund wurde 1890 beschlossen, das Gebäude zu restaurieren, aber mit keinem grossen Erfolg. Die Stiftung Fondazione Monte Generoso, Besitzerin zahlreicher Grundstücke auf dem Monte Generoso, hat 2004-2005 beschlossen, die Restauration des Oratoriums in Angriff zu nehmen und hat zusammen mit dem Kanton den finanziellen Aufwand übernommen. Dem Architekt Fosco Moretti, Leiter der Konservations- und Restaurationsarbeiten, ist es nicht gelungen, die originalen Dekorationen auf dem teilweise durchgebrochenen Gewölbe wiederherzustellen. Aber die Operation wurde im Laufe von 2009 insgesamt erfolgreich abgeschlossen.
Das Gebäude zeichnet sich durch eine einfache Giebelfassade aus. Im Inneren finden wir einen rechteckigen Saal mit einem Tonnengewölbe aus dem Jahre 1890. Ein herabgesetzter Bogen zeichnet den Übergang zu einem kurzen Chor, der eine Stufe höher errichtet und von einem Kreuzgewölbe überdacht ist. Über dem einfachen Altar hängt als Ersatz zur originalen Altarretabel in einem Mauerrahmen ein Bild der heiligen Jungfrau von Silvano Gilardi.
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