Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03097.jsonl.gz/1701

Gemeinsame Erklärung von internationalen NGOS : Nichtregierungsorganisationen begrüssen bevorstehende Gespräche in Schweden zu Jemen
Internationale NGOs, die im Jemen tätig sind, begrüssen die bevorstehenden politischen Gespräche in Schweden.
Internationale NGOs, die im Jemen tätig sind, begrüssen die bevorstehenden politischen Gespräche in Schweden. | © HI
Nach fast vier Jahren Konflikt im Jemen wissen bis zu 14 Millionen Menschen - 50 Prozent der Bevölkerung im Jemen - nicht, woher sie die nächste Mahlzeit bekommen sollen. Schätzungsweise 85'000 Kinder unter fünf Jahren sind seit 2015 mutmasslich an Hunger oder an Krankheiten gestorben.
Das Ausmass des anhaltenden Konflikts im Jemen und seine Folgen haben zur weltweit grössten humanitären Krise geführt. Der Koordinator für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfe, Mark Lowcock, warnte in einem kürzlich veröffentlichten Briefing des UN-Sicherheitsrates vor der akuten Gefahr einer massiven Hungersnot und schlug fünf dringende Massnahmen vor, um diese Katastrophe abzuwenden. Zu diesen Massnahmen gehören vor allem die Beendigung der anhaltenden Gewalt im ganzen Land, die Lockerung der Einfuhrbedingungen sowie die einfachere Verteilung lebenswichtiger Güter, um eine extreme Hungersnot zu verhindern.
Wir hoffen sehr, dass diese Gespräche der erste Schritt zu einem Friedensprozess sind, der dazu beitragen wird, der Gewalt und den dramatischen Lebensmittel- und Gesundheitskrisen im Jemen ein Ende zu setzen und der zu positiven Entwicklungen für die jemenitische Bevölkerung führen wird.
Pressemitteilung als PDF lesen.
Handicap International im Jemen
HI ist in 8 Gesundheitseinrichtungen (Krankenhäuser und Rehabilitationszentren) in Sana'a und Umgebung tätig. Die Organisation stellt Rehabilitationsversorgung, psychologische Unterstützung und Mobilitätshilfen (Prothesen, Krücken, Rollstühle) für Verletzte und Menschen mit Behinderung zur Verfügung. Die Begünstigten dieser Massnahmen sind grösstenteils Menschen, die durch den Konflikt oder durch einen Verkehrsunfall verletzt wurden.