Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03099.jsonl.gz/647

Weil sich die St. Galler gegen den FC Thun am vergangenen Sonntag geschlagen geben mussten, haben sie die Verteidigung des Leader-Throns verpasst. Mit zwei Punkten Rückstand auf YB, sind die St. Galler nun in Lauerstellung und agieren als erster Verfolger.
Das heutige Speil hat zwei wichtige Ziele implementiert. Gewinnt man gegen den FC Basel, so kann man den zweiten Tabellenrang beinahe sicher. Mit einem Sieg hätten die Espen 9 Punkte Vorsprung auf den FCB, während nur noch drei Runden zu spielen wären. Dazu ist ein Sieg wichtig, dass man noch aus eigener Kraft Meister werden kann.
Form FC Basel
Nach dem 2:2 am Sonntag in Genf hat sich für den FC Basel die Hoffnung auf den Meistertitel auf ein Minimum reduziert. Der frühere Seriensieger schielt aber weiterhin auf Rang 2.
Zweimal geriet der FCB gegen Servette in Rückstand, zweimal dauerte es nicht lange bis zum Ausgleichtreffer. Samuele Campo verwandelte sieben Minuten nach dem ersten Tor einen Foulpenalty. In der 2. Halbzeit lagen die Rot-Blauen nur drei Minuten lang zurück, ehe Omar Aldarete einen Freistoss von Fabian Frei einköpfte. Ein bitteres Ende nahm die Partie für Arthur Cabral. Der formstarke Stürmer musste nach einer streng ausgesprochenen zweiten Verwarnung vom Platz und muss am Mittwoch zuschauen.
Der FCB wird nach dem Finale der Super League noch mindestens zwei weitere Spiele bestreiten, mit Aussichten auf "Verlängerung". Im Cup-Halbfinal wird der Sieger der Partie Winterthur - Bavois nach Basel reisen. Im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League kommt Eintracht Frankfurt mit einem 0:3-Rückstand aus dem Hinspiel nach Basel.
Form FCSG gegen den FCB
Nach der letzten Partie gegen den FC Basel übernahm der FCSG erstmals diese Saison die Tabellenführung. Das 2:1 vom 2. Februar war einer der beeindruckendsten Auftritte in dieser Saison der Espen. Zwar ging der FCB in der 19. Minute durch Kevin Bua in Führung. Kurz vor der Pause reagierte Betim Fazliji im Strafraum am schnellsten und erzielte sein erstes Super-League-Tor. Nach der Pause dominierte die Ostschweizer Mannschaft fast nach Belieben. Auch ein, auf Anweisung des VAR, annulliertes Tor brach die Moral nicht, und schliesslich war es in der 93. Minute André Ribeiro, dem der Siegtreffer glückte. Auch für den Genfer war es die Torpremiere.
Das letzte Heimspiel gegen Basel hatte ebenfalls viel Klasse, auch wenn es am 6. Oktober 2019 mit einem 0:0-Unentschieden endete. Dafür gewann der FCSG in der Hinrunde, am 27. Juli 2019, auswärts ebenfalls 2:1. Cedric Itten war Doppeltorschütze, dazwischen glich Kemal Ademi aus.
Während die Espen zuletzt mehrere Male im St. Jakob-Park gewinnen konnten, sind Heimsiege gegen den FC Basel seltener. Seit dem Wiederaufstieg 2012 gab es in 16 Spielen - Cup mitgezählt - folgende Bilanz: 4 Siege - 4 Unentschieden - 8 Niederlagen.
FCO im Einsatz – Ein Wiedersehen im kybunpark
Nicht nur auf der Seite der St. Galler findet man Spieler aus dem Ostschweizer Nachwuchskonstrukt Future Champs Ostschweiz. Beim FC Basel läuft eine ganz grosse Entdeckung der St. Galler auf. Mit Jasper Van der Werff trägt ein ehemaliges FCO-Talent nun das rot-blaue Trikot.
Der heute 21-Jährige verliess den FCSG im Sommer 2018 in Richtung Red Bull Salzburg. Nach gerade einmal neun Super-League-Spielen in den Beinen verliess der talentierte Verteidiger seinen Ausbildungsverein in Richtung Österreich. Im Winter schloss sich der in Speicher AR aufgewachsene Van der Werff auf Leihbasis dem FC Basel an.
Knapp zwei Jahre nach seinem Wechsel, läuft Jasper Van der Werff nun wieder im kybunpark auf.
Auf der Seite der Espen greifen wohl die üblichen FCO-Profis ins Spielgeschehen mit ein. In der Verteidigung darf man geballte FCO-Power mit Hefti, Stergiou und Fazliji erwarten. Von der Bank aus warten Staubli, Kräuchi und eventuell Campos auf einen möglichen Einsatz. Somit könnten auch in dieser Partie bis zu sieben FCO-Eigengewächse auf dem rasen im kybunpark stehen. (pd/red)