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Hierbei verpflichtet sich eine Vertragspartei, eine definierte Menge beispielsweise eines Finanztitels zu einem festgesetzten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt in festgelegter Qualität an einen bestimmten Ort zu liefern. Die andere Vertragspartei verpflichtet sich zur Abnahme.
Man unterscheidet zwischen Financial Future (Finanzterminkontrakt) und Commodity Future (Warenterminkontrakt). Der Handel erfolgt an eigenen Terminbörsen wie an der Eurex.
Hinzu kommen überdies die sogenannten Mini-Futures. Das sind Zertifikate, die den Optionsscheinen ähnlich sind, jedoch auch Gemeinsamkeiten mit den Futures haben. Im Gegensatz zu den oben genannten haben sie eine in der Regel unbegrenzte Laufzeit.
Beim Mini-Future wird der Kaufpreis einer Aktie oder eines anderen Basiswertes zwischen dem Emittenten und dem Käufer des Mini-Futures aufgeteilt. Die Charakteristik des Mini-Futures wird dabei durch das vom Emittenten bestimmte Finanzierungslevel, dem Stop-Loss und dem Bezugsverhältnis bestimmt.
Normaler und theoretischer Hebel
Der Hebel gibt an, in welchem Verhältnis ein Optionsschein eine Kursbewegung des Basisinstruments nachvollzieht. Durch diesen Hebel erhält der Anleger die Möglichkeit, eine grosse Menge des Kontraktgegenstands beziehungsweise Basiswerts mit einem vergleichbar geringen Kapitalaufwand zu kontrollieren. Dadurch kann überdurchschnittlich an Kursveränderungen im Basiswert (Underlying) partizipiert werden.
Bei Futures kommt die Hebelwirkung durch die Margin zu Stande, die nur einen kleinen Teil des Kontraktwerts ausmacht. Bei Optionen und Optionsscheinen wird die Hebelwirkung durch die Options- beziehungsweise Optionsscheinprämie hervorgerufen, die ebenfalls nur einen kleinen Teil des Gesamtwertes ausmacht. Auf diese Weise ergeben sich sowohl grosse Gewinnchancen als auch hohe Verlustrisiken. Der Hebel wird unterteilt in Gearing (einfacher oder normaler Hebel) und Leverage (theoretischer Hebel).
Entwickelt sich ein Terminkontrakt zu Ungunsten des Anlegers, wird der Verlust aus seiner Marge gedeckt. Sinkt dadurch der Saldo des Margenkontos unter die sogenannte Erhaltungsmarge, wird der Anleger aufgefordert, Geld nachzuzahlen. Dieser Aufruf zur Sicherheitsleistung bezeichnet man Margin Call.
Wie stark der Hebel bei einem bestimmten Future ist, wird von der jeweiligen Börse bestimmt, an der ein Future gehandelt wird. Als Formel für den Hebel gilt: Kontraktwert zum Kaufzeitpunkt dividiert durch den Betrag, der notwendig ist, um eine Future-Position zu erwerben.