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Durch den Zugang zu sauberem Trinkwasser und weiteren Massnahmen soll die Sterblichkeit gesenkt und die Ernährung verbessert werden.
Das Projektgebiet der Organisation ACD liegt im Süden von Laos in den beiden Distrikten Ta Oy und Samouai im Hochland der Provinz Saravan. Diese Distrikte gehören zu den ärmsten des Landes. Hier leben verschiedene ethnische Minderheiten, die der Sprachgruppe der Mon-Khmer angehören und kaum Laotisch sprechen. Das durchschnittliche Einkommen liegt unter 400 Dollar im Jahr.
Die Menschen leben von der Subsistenzwirtschaft. Sie pflanzen auch Reis, Pfeffer und Kaffee an und betreiben Viehwirtschaft. Eine wichtige Rolle spielen Waldprodukte, sogenannte Non-Timber Forest Products (NTFP). Diese werden an vietnamesische Händler verkauft. Überschwemmungen und Dürren gefährden zudem die Ernten. Auch die Bodenqualität hat durch exzessiven Reisanbau stark gelitten. Aus diesen Gründen, aber auch weil viel traditionelles Wissen über die Nutzung natürlicher Ressourcen verloren ging, ist der Zugang zu reichhaltigen Nahrungsmitteln erschwert.
Armut und Unterernährung werden zusätzlich durch eine stehengebliebene oder fehlgeleitete Entwicklung begünstigt: Es wird nur wenig investiert und wenn, dann meistens auf Kosten der Umwelt. Fehlender Zugang zu sauberem Wasser, fehlende Sanitäranlagen, mangelnde Hygienepraxis und kaum vorhandene Gesundheitsdienste tragen zu der schlechten Ernährungs- und Gesundheitssituation in den Dörfern bei. Folgen sind Infektionskrankheiten wie Durchfall, Cholera und Malaria.
In den letzten drei Jahren gelang es ACD, den Anteil unterernährter Kinder unter fünf Jahren, sowie schwangeren und stillenden Frauen erheblich zu senken. Ausserdem wurde Zugang zu sauberem Trinkwasser geschaffen. Dies hat die Sterblichkeit auf Grund von Infektionskrankheiten stark reduziert.
Besonders betroffen sind nach wie vor Schulkinder im Alter von 6 bis 10 Jahren. ACD setzt sich auch in dieser Projektphase für eine gesunde Ernährung auf der Basis von biologischer Landwirtschaft, Zugang zu sauberem Wasser und der Verbreitung von sanitären Anlagen ein.
Es werden Trainerinnen und Trainer ausgebildet, die das Wissen über Ernährung und Nahrungszubereitung in die Haushalte und die Gemeinschaften weitervermitteln. Bäuerinnen werden in biologische Anbaumethoden und die nachhaltige Nutzung von Waldprodukten eingeführt. Ausserdem werden Kenntnisse zu Marketing vermittelt und die Gründung biologischer Märkte vorangetrieben. Wichtig bleibt auch der Bau von spülbaren und geschlossenen Toiletten, sowie die Bewusstseinsbildung für die Nutzung derselben.