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Jeden Tag sterben weltweit etwa 830 Frauen* an Komplikationen während der Schwangerschaft oder der Geburt.
Diese Müttersterblichkeit ist eine Verletzung der Rechte der Frauen: das Recht auf Gesundheit, das Recht auf Leben, das Recht auf Nicht-Diskriminierung, das Recht auf Gleichheit.
Die Mehrheit dieser Komplikationen kann verhindert werden. Zu oft werden die Frauen und ihre Familien nicht über die Risiken einer Schwangerschaft informiert und können daher nicht rechtzeitig die richtigen Entscheidungen und Massnahmen treffen.
Bessere Gesundheitsversorgung für Mütter und Neugeborene
In Burkina Faso, Bangladesch, El Salvador und Haiti haben die Teams von Enfants du Monde 4 Gesundheitsprogramme für mehr als 260.000 Schwangere, Mütter und Babys eingerichtet und fast 1.800 Gesundheitsmitarbeiter im Bereich Sensibilisierung und Beratung von Schwangeren geschult.
Heute konzentriert sich unser Ansatz auf zwei wesentliche Hindernisse, die zu Müttersterblichkeit beitragen: schlechter Zugang zu qualitativ hochwertiger Versorgung und schlechte Gesundheitsinformationen im Allgemeinen.
In Zusammenarbeit mit den lokalen Gesundheitsministerien bieten wir Gesundheitsschulungen an, um sicherzustellen, dass die Frauen ihre Rechte kennen und Zugang zu den Informationen haben, die sie zur Erhaltung ihrer Gesundheit benötigen. Mit der Unterstützung ihrer Familien nehmen sie zunehmend gesündere Verhaltensweisen an, wie zum Beispiel die richtige Ernährung während der Schwangerschaft.
"Wir glauben, dass Gesundheitserziehung der Grundstein ist, um das Leben dieser Frauen zu retten", sagte Nicole Curti Kanyoko während einer Intervention im ODD-Studio.
Die Corona-Pandemie hat vieles aufgezeigt, besonders deutlich hebt sie aber die Ungleichheiten beim Zugang zu Gesundheitsdiensten je nach Wohnort und sozialen Bedingungen hervor. Zwar hat die Gesundheitskrise alle Länder hart getroffen, die Folgen für die schon vorher anfälligen Gemeinschaften sind aber ungleich schwerwiegend. Anlässlich des Weltgesundheitstags am 7. April, erfahren Sie hierunten mehr über verschiedene Aktionen, die wir in Zusammenarbeit mit unseren Partnern vor Ort durchgeführt haben.
Unsere Aktionen im Gesundheitsbereich
Die lokale Bevölkerung sensibilisieren
In Bangladesch haben wir die Regierung darin unterstützt, die lokale Bevölkerung für die Schutzmassnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu sensibilisieren. Im Ganzen wurden 355 000 Plakate, 500 000 Aufkleber und 350 000 Flyer in den Gesundheitszentren, auf öffentlichen Plätzen und an Haustüren verteilt.
Schwangere und junge Mütter informieren
Au In Burkina Faso haben wir die kostenlose App Mein Baby und ich für Mobiltelefone entwickelt, welche werdenden und jungen Müttern zuverlässige Informationen über Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sowie über die empfohlenen Massnahmen zum Schutz vor COVID-19 bietet – für ihre eigene Gesundheit und die ihres Kindes.
Das Gesundheitspersonal schützen
À In El Salvador haben wir persönliche Schutzausrüstungen für das Gesundheitspersonal verteilt. So kann eine gute Versorgung von Schwangeren sowie Müttern und deren Neugeborenen sichergestellt werden. Elsa, eine Krankenschwester auf der Familienstation eines Gesundheitszentrums, erzählt, welche Auswirkungen COVID-19 auf ihre tägliche Arbeit hat.
Gesundheitsdienstleistende ausbilden
In Zusammenarbeit mit den Genfer Universitätskliniken haben wir ein Video für Gesundheitsdienstleistende des Bereichs Mütter und Neugeborene realisiert, in dem wir sie über die Symptome von COVID-19 und die Übertragungsrisiken informieren sowie über die nötigen Schutzmassnahmen aufklären, damit medizinische Konsultationen weiterhin sicher durchgeführt werden können.
Unterstützen Sie unsere Aktionen mit einer Spende
Mit einer Spende von CHF 60.- ermöglichen Sie beispielsweise 100 schwangeren Frauen in Bangladesch, während der COVID-19-Zeit an einer Aufklärungsveranstaltung zur Müttergesundheit teilzunehmen.