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| Apologeten, Frühchristliche - An Autolykus (Ad Autolycum)

Drittes Buch: Wertlosigkeit der heidnischen Schriftsteller und ihrer Lehren; Heiligkeit und hohes Alter der christlichen.
19. Beschreibung derselben durch Moses.
Er erklärt aber auch, daß keine zweite Sintflut stattgefunden, ja er versichert sofort, daß ferner keine Wasserflut mehr über die Welt kommen werde, wie ja auch keine mehr eingetreten ist und keine mehr eintreten wird. Weiter erzählt er, es seien im Ganzen acht Seelen gerettet worden in der Arche, die auf Gottes Befehl angefertigt wurde, nicht von Deukalion, sondern von Noe - ein hebräischer Name, der "Ruhe" bedeutet. Wir haben aber in einer andern Schrift schon erzählt, wie Noe seinen Zeitgenossen, als er ihnen die kommende Flut ankündigte, zurief: Hieher! Gott ruft euch zur Buße. Deswegen wurde er auch Deukalion genannt. Dieser Noe hatte drei Söhne, wie wir im zweiten Buche angegeben haben, deren Namen sind: Sem, Cham und Japheth. Diese hatten wieder drei Weiber, jeder eines nämlich; dazu noch er und sein Weib. Manche haben diesen Mann auch Eunuchus genannt. Also wurden im ganzen acht Seelen, die sich in der Arche befanden, gerettet. Die Sündflut aber, so erzählt Moses, dauerte vierzig Tage und vierzig Nächte, indem die Schleusen des Himmels hernieder strömten und alle Brunnen des Abgrundes sich ergossen, so daß das Wasser 50 Ellen hoch über jedem hohen Berge stand. Und so ging das ganze damalige Menschengeschlecht zugrunde und nur die in der Arche Verwahrten, deren, wie gesagt, acht waren, wurden gerettet. Die Trümmer dieser Arche werden bis jetzt noch im arabischen Gebirge gezeigt. Von der Sintflut also gibt Moses in Kürze die vorstehende Erzählung.