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«Der Presserat empfiehlt Medien, die Artikel von verlagsexternen Mantelredaktionen beziehen, diese Herkunft explizit und transparent in der Autorenzeile anzugeben.» Dies ist im Entscheid 73/2020 nachzulesen. Den Artikel darüber haben die FN in ihrer Ausgabe vom 30. Oktober 2020 wie folgt betitelt: «Presserat lehnt Beschwerde gegen die FN ab.» Das ist missverständlich und inhaltlich wenig zutreffend: Erstens richtete sich die Beschwerde ursprünglich gegen den «Tages-Anzeiger» und nicht gegen die FN, zweitens hat der Presserat mit einer konfusen Begründung die Beschwerde tatsächlich abgewiesen, gleichzeitig die Medien jedoch zu genau jener Transparenz beim Umgang mit Quellen aufgefordert, wie sie in der Beschwerde verlangt worden war. Schaut man sich die FN vom 2. November an (Datum, an dem dieser Leserbrief verfasst und eingereicht worden ist), stellt man Folgendes fest: 71 Prozent der Artikel stammen von Agenturen sowie von Journalisten der «Süddeutschen Zeitung» und des «Tages-Anzeigers», die restlichen 29 Prozent von der FN-Redaktion. Weder im Impressum der «Freiburger Nachrichten» noch bei den grösseren Artikeln ist die Herkunft deklariert. Es ist zu hoffen, dass die FN die Empfehlungen des Presserats diesbezüglich nun auch umsetzen.