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In Osteuropa und Zentralasien nehmen HIV-Neuinfektionen zu. Wie ist VCT in diesen Ländern möglich?
Osteuropa und Zentralasien gehören zu den wenigen Regionen der Welt, in denen die HIV-Infektionen bei bestimmten gefährdeten Gruppen weiterhin zunehmen, wobei der fehlende Zugang zu früher Diagnose und Behandlung einer der Hauptfaktoren ist. Unter welchen Bedingungen arbeiten CBVCT-Zentren ("community based voluntary counselling and testing") in diesen Ländern?
Das Netzwerk COBATEST befragte zwanzig VCT-Zentren (aus drei zentralasiatischen und acht osteuropäischen Ländern). Die Mehrheit der Zentren ist abhängig von internationalen Spenden; nur zwei werden von der lokalen Regierung finanziert. Die meisten VCT-Zentren sind ausgerichtet auf MSM, Menschen, die Drogen injizieren, und Sexarbeiter:innen. Alle Zentren bieten Beratung vor und nach dem Test an. Alle testen auf HIV, die meisten auch auf Hepatitis B und C und nur drei auf Syphilis. Die meisten Zentren verwenden nur Schnelltests. Fünf Zentren können im Falle eines reaktiven Testergebnisses Bestätigungstests in ihren Zentren durchführen.
Alle teilnehmenden VCT-Zentren erheben Daten, obwohl nur 11 Zentren der Ansicht sind, dass sie über genügend Personal verfügen, um dies zu tun. Die Daten werden hauptsächlich für die Berichterstattung an die Geldgeber gesammelt.
Als Herausforderungen wurden insbesondere die fehlende Finanzierung (für Personal, Tests) sowie die hohe Stigmatisierung und das politische Umfeld (restriktive Gesetze, Krieg) genannt. Die Autorin schliesst mit dem Aufruf, das (internationale) Bewusstsein für die wichtige Arbeit der zentralasiatischen und osteuropäischen VCT-Zentren zu stärken. Nur so können diese auch in Zukunft vulnerable Gruppen testen und beraten.