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Charles Leclerc fährt am Wochenende zu seinem zweiten GP-Sieg der Saison. Er geht dabei voll ans Limit und hält dem Druck von Lewis Hamilton stand. Hatte der Ferrari-Pilot auch etwas Glück?
«Ich war heute natürlich stark am Limit, aber ich freue mich, dass ich so fahren kann», räumt der Sieger nach dem knallharten Zweikampf mit keinem Geringeren als dem britischen Fünffach-Weltmeister ein. Nicht Wenige finden allerdings, dass Leclercs Verteidigung gegen den attackierenden Lewis Hamilton über die Grenze des Erlaubten hinausging.
Einer davon ist der geschlagene Drittplatzierte Hamilton. «Ich musste ihm heute einige Mal ausweichen, um eine Kollision zu vermeiden», wird Hamilton von «motorsport-total.com» zitiert. «Ich schätze, so ist der Rennsport heute nun einmal.» Wer das Limit ausreizt und überschreitet, muss mit Konsequenzen rechnen. Dass Leclerc trotz vorausgegangener Verwarnung nicht bestraft wurde, als er Hamilton mehr als robust am Überholen hinderte, verstehen einige nicht.
In einem Rennen, bei dem viele Strafen ausgesprochen wurden, kommt ausgerechnet der Führende auf seinem Weg zum ersten Heimsieg für Ferrari seit 2010 ungestraft davon. «Wir verlangen andauernd nach Konstanz. Es wurde eine Regel aufgestellt, doch heute hat man sie nicht befolgt», sagt Hamilton und spricht einen Vorfall mit Verstappen an, der bei einer ähnlichen Situation eine Fünfsekundenstrafe erhielt. «Ich weiss nicht, aber ich nehme an, die Rennkommissare sind mit dem falschen Fuss aufgestanden.»
Hamilton will aber kein schlechter Verlierer sein. «Es macht nicht viel Spass, Dritter zu werden. Aber es war immer noch ein tolles Rennen. Leclerc hat einen tollen Job gemacht, es war sehr lange sehr eng und sie haben diesen Sieg verdient, weil sie es besser gemacht haben.»