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La Leyenda de Sol y Dar – Die südamerikanische Legende von Sol und Dar erzählt uns Edna Pariaug-Peláez in ihrer Muttersprache, einem kolumbianischen Spanisch. (4 Minuten)
Es war einmal ein Häuptling, der Sol (Sonne) hiess. Er wollte der reichste und mächtigste Indiohäuptling sein. Seine Frau Dar (geben) war ganz anders. Sie wollte den Menschen helfen. Sie war freundlich und liebenswürdig. Sol interessierte sich für Gold und Juwelen, Dar wollte im Herzen reich sein.
Sol strebte nach Macht und Reichtum. Er wollte zum mächtigsten Häuptling der Welt aufsteigen und dachte nur an sich und seinen Ruhm. Er bereicherte sich mit Gold, Geld und Ländereien.
Eines Tages aber wurde der Häuptling sehr krank. Kein Medizinmann, kein Heiler und auch kein Hexer konnten ihn heilen. Seine Frau Dar machte sich grosse Sorgen. Auch der Indiostamm betete zu den Göttern. Eines Nachts erschien Sol im Fiebertraum ein Engel. Er sagte Sol, seine schwere Krankheit heisse Machtgier und er müsse sein Herz öffnen um gesund zu werden.
Als er seiner Frau Dar erzählte, was ihm der Engel im Traum mitgeteilt hatte, erzählte sie ihm, wie schön es sei, andern Menschen zu helfen. Dar erklärte Sol was es bedeutet, mit andern zu teilen. Sie erzählte von ihren Erlebnissen mit den Menschen, denen sie etwas helfen konnte oder die ihr im Gegenzug ebenfall halfen. Dar erklärte wie viele Momente der grossen Freude sie erleben konnte.
Sol hörte seiner klugen Frau aufmerksam zu und am nächsten Tag fühlte er sich plötzlich viel besser. Von dem Tag an begann auch er mit dem Volk zu teilen. Je mehr Liebe und Dankbarkeit er zeigte, umso stärker wurde sein Herz.