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Am 25. September 2015 haben die Vereinten Nationen einstimmig die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Sie bildet bis 2030 den globalen Referenzrahmen für nachhaltige Entwicklung. Die Schweiz setzt sich sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene für die Umsetzung der Agenda 2030 ein.
Die Aktivitäten des BAKOM tragen ebenfalls zur Erreichung dieser Ziele bei:
National
Der Bund fördert die Partizipation der Frauen auf allen Entscheidungsebenen des sozialen, wirtschaftlichen, politischen und öffentlichen Lebens. Als grosse Arbeitgeberin kommt der öffentlichen Verwaltung eine Vorbildfunktion zu. In seiner Personalstrategie hat der Bund Sollwerte für die Vertretung von Frauen im mittleren und oberen Kader festgelegt.
Die Geschäftsleitung des BAKOM verabschiedet jährlich Diversity-Ziele und dazugehörige Massnahmen. Für die Umsetzung ist eine amtsinterne Kommission zuständig. Das BAKOM konzentrierte sich 2019-2020 auf die Handlungsfelder "Geschlechter", "Mehrsprachigkeit", "Menschen mit Behinderungen" und "Generationen". Unter anderem sollen der Frauenanteil beim Personal erhöht, Mädchen und Frauen technische Berufe nähergebracht sowie das Prädikat "Familie UND Beruf" erneuert werden.
International
Das BAKOM unterstützt Aktivitäten der UNO und anderer internationaler Organisationen, die das Interesse junger Frauen für Berufe in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (sogenannte MINT-Berufe) wecken wollen. Auch fördert es Projekte, welche die Optik und Bedürfnisse von Frauen bei der Entwicklung neuer Technologien stärker einfliessen lassen. Dies etwa im Rahmen der EQUALS Initiative (https://www.equals.org/).
National
Das BAKOM stellt die Rahmenbedingungen für wirksamen Wettbewerb und eine bedürfnisgerechte Grundversorgung sicher, damit Bevölkerung und Wirtschaft über sichere, moderne Kommunikationsinfrastrukturen und vielfältige, preiswerte sowie konkurrenzfähige Fernmelde- und Postdienste verfügen.
Im Fernmeldebereich gewährleistet das BAKOM die Versorgung mit Funkfrequenzen und Adressierungselementen, stellt einen störungsfreien Funkverkehr sicher, regelt den Marktzugang für Fernmeldeanlagen und elektrische Geräte und fördert die effiziente Frequenznutzung sowie die Umsetzung technischer Innovationen.
International
Das BAKOM fördert auch auf internationaler Ebene den Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologie und zum Internet, insbesondere durch die Stärkung eines geeigneten institutionellen und regulativen Rahmens sowie die Entwicklung der entsprechenden Kapazitäten und Kompetenzen über die in Genf angesiedelten internationalen Organisationen und Prozesse. Es setzt sich zudem für eine Verringerung des digitalen Grabens zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern ein. Ferner unterstützt es im Bereich der globalen digitalen Gouvernanz die Bemühungen auf internationaler Ebene, dass auch "schwächere" und kleinere Akteure, insbesondere Regierungen, Wirtschafts- und Zivilgesellschaftsvertreter aus Entwicklungsländern, ihre Bedürfnisse und Anliegen identifizieren und artikulieren können.
Dies umfasst unter anderem:
- Bildung relevanter Fähigkeiten und Aufbau von Wissen staatlicher und nicht-staatlicher Akteure zu Themen mit Bezug zur Digitalisierung, etwa über die Geneva Internet Plattform (GIP) oder den Entwicklungssektor der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) und dessen WSIS Forum;
- Unterstützung von globalen Initiativen und Prozessen für den Austausch von guten Praktiken zur digitalen Wirtschaft, etwa im Rahmen des OECD „Going Digital“ Projekts;
- Berücksichtigung der Bedürfnisse der Menschen und Unternehmen aus Entwicklungsländern in relevanten Prozess und Foren, die sich mit der Nutzung des Internets sowie der Weiterentwicklung der digitalen Gouvernanz befassen, wie z.B. der Roadmap des UNO-Generalsekretärs zur Verbesserung der Digitalen Kooperation, der UNO-Kommission für Wissenschaft und Technik im Dienste der Entwicklung (UN CSTD), der weltweiten Vergabestellte für Domain Namen und IP-Adressen (ICANN), sowie dem UN Internet Governance Forum (IGF);
- Thematisierung der Wechselwirkungen zwischen Umwelt und Digitalisierung in internationalen Foren und Prozessen, insb. durch die Unterstützung eines «Policy Network» zu Umwelt und Digitalisierung im Rahmen des Internet Governance Forum (IGF)
National
Das BAKOM stellt die Rahmenbedingungen für die Stärkung eines vielfältigen Mediensystems zur demokratischen Meinungs- und Willensbildung sicher. Es berücksichtigt dabei die sich ändernden Nutzungsgewohnheiten der Menschen in der Schweiz sowie die technischen und ökonomischen Transformationsprozesse.
Das BAKOM schafft die Voraussetzungen für einen identitätsstiftenden Service public auf nationaler, sprachregionaler und lokaler Ebene im Bereich der elektronischen Medien und die Grundlagen für eine zeitgemässe Medienförderung.
International
Das BAKOM setzt sich in verschiedenen internationalen Gremien (z.B. im Europarat, UNESCO, ITU, UNO, OECD, IGF, etc.) für eine gute Regierungsführung, eine Stärkung der Einbeziehung aller Ansprechgruppen und eine Förderung von Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaat ein.
Letzte Änderung 28.05.2021