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In den siebziger Jahren wurde ein kleines Gerät erfunden, der „Mixer“. Dieses Gerät erlaubte den Club-DJs flüssig von einem Plattenteller auf einen anderen überzugehen und so eine Party in einem nahtlosen Soundfluss zu halten. Die Disco hatte ihren Aufschwung 1975 und basierte auf dieser Erfindung. Livebands stiessen damals auf immer weniger Interesse und bekamen immer weniger Engagement, viele gaben sogar ganz auf. Der Club-DJ wurde dafür zu Kultfigur.
Als auch eine neue Art de Auflegens entstand, bei welcher DJs anfingen verschiedene Platten miteinander zu mixen, begannen Labels diese Mixes aufzunehmen und zu pressen. Larry Levan, Tom Moulton und andere DJ-Stars waren Garanten für den Verkauf einer Platte, nicht anders als es sich mit dem Puff Daddy – Mix in den Neunzigern verhielt. Von da an verwendete man den Begriff „Disco“ sowohl für die Clubs als auch für die Musik.
Sehr wichtig war die Einführung des „jamaikanischen Soundsystems“ in den Partymix der Stadt. Diese DJs aus Jamaika hatten eigene Varianten von Mischpulten und veranstalteten schon in den sechziger Jahren so genannte „Back-a-Yard“-Partys, bei denen Drum und Bass wie Presslufthammer dröhnten. Diese mobilen DJs schnitten einfach die Melodie weg, um dem tiefen, dunklen Groove der Reggea-Musik mehr Raum zu geben. Bei grassgeschwängerten Zusammenkünften erzeugten DJs wie King Tubby, Prince Buster und Duke Reid mir ihren Soundmaschinen wuchtige, grollende Klänge, die ihnen einen Kultstatus verlieh.
Auf einmal reichten harte Bässe nicht mehr aus, da fingen DJs an zu „toasten“, ins Mikrofon zu sprechen und ihre Heldentaten zu erzählen. Einer dieser „toasting DJs“ landete in Jamaika sogar einen Nummereins-Hit, U-Roy mit „Wear You To The Ball“. Aber zu dieser Zeit erkannte noch niemand den Zusammenhang zwischen der Kunst des Mixens und der smoothen Sounds, auf denen Disco basierte, und dem unterirdischen Sturmangriff des Reggae-Soundsystems.
Disco-Mix, Dub-Sound, und Toasting machten die Technik und das Gefühl des HipHop aus.