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Mit einer überzeugenden Leistung bezwingt das Neuhauser Herrenteam in der Swiss Table Tennis League zuhause ZZ-Lancy deutlich mit 6:1 (19:10). Chaitanya Vepa, Barish Moullet und Mauro Schärrer spielten stark auf und liessen Michel Martinez, Yoan Rébétez und LoÏc Stoll keine Siegeschance. Heute Sonntag findet ab 11:00 Uhr das Spitzenspiel gegen den überraschen stark aufspielenden Aufsteiger Veyrier statt.
Nachdem das Neuhauser Doppel mit Barish Moullet und Mauro Schärrer den zweiten Matchball zum 11:9, 5:11, 11:8 und 11:9-Sieg und überraschend deutlichen 6:1-Heimsieg verwertet hatten, liessen sie ihrer Freude freien Lauf. Nach fünf Runden weisst das Neuhauser Duo weiterhin eine makellose Doppelbilanz auf.
Zu Beginn verlief das Spiel ausgeglichen. Chaitanya Vepa startete auf Tisch 1 gegen den Defensivspieler LoÏc Stoll stark. Er spielte geduldig und sehr sicher und lag rasch mit 11:5 und deutlich 8:1 in Front, als der Genfer Nationalspieler sein Timeout bezog. Ab diesem Zeitpunkt verlief das Spiel plötzlich ausgeglichen. Der Vorsprung reduzierte sich auf 9:6, dann buchte Stoll vier Punkte in Serie (9:10) und Vepa musste einen ersten Satzball abwehren. Dies tat er mit Erfolg, er konnte auch den zweiten Satzball gegen sich (10:11) abwehren und seinen ersten Satzball zum 14:12 verwerten. Doch Stoll war nun gut im Spiel, Vepa führte im dritten Satz 5:3 als er in ein Loch fiel und plötzlich 5:9 im Rückstand lag. Nach der 7:11-Niederlage konnte Vepa im vierten Satz seine Fehlerquote wieder reduzieren und verwertete seinen zweiten Matchball zum 11:7-Sieg. Am Nebentisch duellierten sich die Elite-Nationalspieler Barish Moullet und Yoan Rebetez über fünf Sätze. Nach einem Fehlstart (5:9, 8:10) stahl Moullet den ersten Satz, als er bei 11:10 nervenstark den ersten Satzball verwertete. In den Sätzen 2 und 3 verlor Moullet etwas den Faden, weil nun Rebetez die zumeist langen Ballwechsel meistens zu seinen Gunsten abschliessen konnte (8:11, 6:11). In den Sätzen 4 und 5 übernahm Moullet wieder das Zepter und siegte gegen den etwas abbauenden Rebetez zweimal mit 11:7.
Im Spiel 3 startete Mauro Schärrer gegen den nach langer Verletzungspause wieder genesenen Michel Martinez äusserst stark. Beim 11:3-Erfolg machte er keine Eigenfehler und liess dem französischen Führungsspieler von ZZ-Lancy keine Chance. Ab Satz 2 konnte sich Martinez besser auf das schnelle Spiel von Schärrer einstellen und der Neuhauser selbst machte einige Eigenfehler mehr. Nachdem Schärrer einen 4:8-Rückstand zum 7:8 aufgeholt hatte, nahm Martinez sein Timeout. Über 7:9, 8:9, 8:10, 9:10 verlor Schärrer den zweiten Satz 9:11. Auch im dritten und vierten Satz lieferten sich die Kontrahenten ein sehenswertes Duell auf Augenhöhe. Schärrer hielt weiter gut dagegen, konnte aber die 6:11 und 5:11-Niederlage nicht verhindern. Am Nebentisch startete Moullet gegen Stoll stark in sein Einzel (5:1). Danach fiel er in ein Loch (5:6) und verlor den ersten Satz 6:11. Im zweiten Satz hielt Moullet seine Konzentration hoch und gewann deutlich mit 11:2. Auch im dritten Satz hielt Moullet bis zur 9:1-Führung seinen Flow. Doch Stoll gab sich nicht geschlagen, machte sechs Punkte in Serie. Beim 9:7-Zwischenstand nahm Moullet sein Timeout, das ihm aber nichts brachte (9:9). Moullet blieb trotzdem ruhig – zum Satzgewinn fehlten im weiterhin nur zwei Punkte – und verwertete seinen ersten Satzball zum 11:9. Nun startete Stoll emotional angeschlagen in den vierten Satz. Er bezog bei der 3:1-Führungt von Moullet früh sein Timeout, das aber am Spielverlauf nichts mehr änderte. Moullet zeigte seine spielerische Klasse und liess dem grossgewachsenen Abwehrspieler keine Siegeschance (11:3).
Mit der soliden 3:1-Führung folgten die Duelle Vepa gegen Martinez (Spiel 5) und Schärrer gegen Rebetez (Spiel 6). Schärrer dominierte das Spiel gegen Rebetez deutlich und lag in allen Sätzen 9:6 in Führung. Allerdings hatte er im ersten Satz eine kritische Phase zu überstehen, als ihm plötzlich vier Eigenfehler unterliefen und er Rebetez einen Satzball zugestand. Dieser wehrte er souverän ab und verwertete seinerseits den ersten Satzball zum 12:10. Die Sätze 2 und 3 gewann er 11:6 und 11:8 und brachte sein Team 4:1 in Führung. Auf Tisch 1 bahnte sich nach dem ersten Satz eine grosse Überraschung an (11:9). Vepa zeigte auch gegen Martinez, warum er spielerisch viel besser geworden ist. Mit seiner guten Antizipation und Fähigkeit die Bälle extrem zu beschleunigen, brachte er den Franzosen schon früh an seine Grenzen. Zwar verlor er den zweiten Satz knapp (10:12), doch im dritten Satz spielte sich Vepa in einen Flow (11:4) und liess sich trotz der 6:11-Niederlage im vierten Satz nicht aus der Ruhe bringen. Beim 0:3-Rückstand im fünften Satz bezog er sein Timeout und machte fünf Punkte in Serie. Mit der 5:3-Führung im Rücken wurden letztmals die Seiten gewechselt. Martinez versuchte sich selbst nochmals zu pushen und Vepa aus dem Konzept zu bringen… doch der 19-jährige Nationalspieler zog sein Spiel durch und verwertete den zweiten Matchball zum 11:6-Sieg.
Somit ging es mit dem unerwartet deutlichen 5:1-Skore in die 15-minütige Pause. Mit einem Sieg im Doppel, hatten es die Neuhauser in den eigenen Händen, das Spiel vorzeitig zu beenden. Dementsprechend motiviert stiegen Moullet/Schärrer gegen Martinez/Rebetez in dieses Doppel. Die Neuhauser machten zu Beginn zu viele Eigenfehler und lagen rasch zurück (2:6). Sie liessen sich dadurch aber nicht beirren, fanden den Rhythmus und holten zum 9:9 auf. Nach einem Aufschlagfehler der Genfer zum 10:9 verwerteten sie den ersten Satzball zum 11:9. Der zweite Satz ähnelte dem ersten. Doch der 2:8-Rückstand war eine zu hohe Hypothek – mit 5:11 ging dieser Satz an ZZ-Lancy. In den Sätzen 3 und 4 gab es eher ein taktisches Spiel, das mehr von den Eigenfehlern als den herausgespielten Punkten lebte. Zwischendurch gab es auch einzelne Highlights zu bestaunen. Chancen zum künftigen «Ballwechsel des Wochenendes» hätte der Neuhauser Punktgewinn zum 7:5 im dritten Satz gehabt: Moullet musste sich im Ballwechsel ducken, Schärrer spielte den zweiten Ball über seinen am Boden kauernden Doppelpartner, Moullet bäumte sich wieder auf und brachte den nächsten Ball mit einer guten Platzierung auf den Tisch zurück bevor Schärrer diesen Ballwechsel mit einem platzierten Topspin abschliessen konnte. Mit 11:8 und 11:9 sicherten sich das Neuhauser Duo die Sätze drei und vier und gleichzeitig den überraschend deutlichen 6:1-Heimsieg. Somit war die geplante Revanche für die Play-Off ½-Niederlage aus der letzten Saison sehr gut gelungen.
Heute Sonntag um 11:00 Uhr startet im heimischen Tischtenniszentrum Ebnat die nächste Heimpartie gegen den zweiten Genfer STTL-Club. Dass dieses Spiel zum Spitzenkampf zwischen Tabellenführer Neuhausen und dem zweitplatzierten Aufsteiger wird, hätte wohl zu Beginn der Saison niemand erwartet. Doch Veyrier hat einen ähnlichen Lauf wie Neuhausen. Nach einer Niederlage zu Beginn (0:6 gegen Rio Star Muttenz) und einem 5:5-Remis gegen Rapperswil-Jona folgten ebenfalls drei Siege in Serie. 6:3 gegen Schweizer Meister Lugano und Wil und gestern 6:0 gegen den zweiten Aufsteiger Young Stars Zürich. Somit ist für die heutige Partie Hochspannung angesagt. Sicher ist, dass eine der beiden Erfolgsserien reissen wird!
Weitere Resultate: Rio Star Muttenz – Wil 2:6, Rapperswil-Jona – Lugano 4:6, Young Stars Zürich – Veyrier 0:6.
Tabelle: 1. Neuhausen 5 Spiele/7 Punkte 26:19 Spiele, 2. Veyrier 5/7 (23:17), 3. Lugano 5/7 (26:21), 4. Wil 5/6 (22:18), 5. Rio Star Muttenz 4/4 (18:16), 6. ZZ-Lancy 5/4 (19:20), 7. Rapperswil-Jona 4/1 (13:23), 8. Young Stars Zürich 3/0 (5:18)
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