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Pferdetrensen, verschiedenes Werkzeug und etwa 50 gallische Münzen (wovon 3 in Gold), die die Altersbestimmung der Ansiedelung
ermöglichten (vergl. Vouga, E. Les Helvètes à la Tène.Neuchâtel 1885). Die Menge von Waffen aller Art, die sich in La Tène
vorfanden, hat zu der Annahme Veranlassung gegeben, dass die Siedelung ein befestigter
Platz gewesen sei,
erbaut als Grenzwache und zum
Schutz der Strasse, die von Helvetien durch den
Jura nach dem östl.
Gallien führte (vergl. Dr.
Gross: La Tène, un oppidum helvète. Paris 1886). Das seltene Vorkommen von Geräten und besonders von Frauenschmuck
scheint diese Hypothese zu bestätigen, wenn auch mehrere Gelehrte die Station La Tène wegen der zahlreichen
Funde von vollkommen neuen Schwertern, die oft noch in der
Scheide staken, als eine umfangreiche Waffenniederlage ansprechen.
Von 1885 an ruhten die Arbeiten bis 1907. Die zur Zeit von der Gemeinde
Neuenburg veranstalteten und vom
Bund subventionierten
Nachgrabungen, sollen diese wichtige Frage lösen und die
Rolle aufklären, die die in der ganzen
Welt
bekannte prähistorische Station gespielt hat. Die im März 1907 begonnenen Grabungen haben bis jetzt schon mehrere interessante
Gegenstände zu tage gefördert, worunter drei Messer von ungewöhnlicher Gestalt, einen Hakenspiess von 60 cm Länge, mehrere
Hohlmeissel von verschiedener Grösse und ein noch unbestimmtes Instrument mit Horngriff, das 25 cm lang
ist und ganz einem kleinen
Hammer heutiger Form gleicht. Es wäre aber verfrüht, jetzt schon bestimmte
Schlüsse ziehen zu
wollen, da man bisher kaum 1/6 des zu erforschenden
Platzes blossgelegt hat. Die in La Tène gemachten Funde sind hauptsächlich
in den Museen von Neuenburg,
Biel und Bern,
sowie im schweizerischen Landesmuseum zu Zürich
niedergelegt. Vergl. Heierli, Jak. Urgeschichte derSchweizZürich
1901. -
Wavre, W., et P. Vouga. La Tène; reprise des fouilles. 1er Rapport de 1907 (im Musée neuchâtelois. Mars/Avril
1908). -
Wavre, W. La Tène (in der Patrie Suisse. 1908, Nr 385).
1273 m. Mineralbad mit Kaltwasserheilanstalt, am
linksseitigen Gehänge des Somvixerthales und am NO.-Fuss des
Piz Muraun sehr malerisch gelegen;
½ Stunde
oberhalb
Surrhein und 27,3 km wsw. der Station
Ilanz der Bündner Oberlandbahn.
Postablage, Telegraph.
Bittersalzhaltige Gipsquelle
(Temperatur 14,3 °C.), die im Rötidolomit der Trias entspringt und gegen Krankheiten des Nervensystems, chronische Katarrhe,
Blutarmut, Frauenkrankheiten etc. empfohlen wird.