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Psychotherapie bedeutet übersetzt „Behandlung der Seele“ oder Behandlung von seelischen Problemen. Es leitet sich aus dem Altgriechischen „Psyche“ ab, was so viel bedeutet wie Seele, Hauch, Atem.
Psychotherapie ist – nach einer vielzitierten Definition (Strotzka, 1982) – ein bewusst geplanter, interaktioneller Prozess zwischen einem Patienten und einer Psychotherapeutin.
In diesem Prozess geht es um die Beeinflussung von Verhaltensstörungen und Leidenszuständen, die von beiden für behandlungsbedürftig gehalten werden. Diese Beeinflussung erfolgt mit psychologischen Mitteln (durch Kommunikation: meist verbal, aber auch non-verbal) und mittels lehrbarer Techniken auf der Basis einer Theorie des normalen und pathologischen Verhaltens. Hingearbeitet wird in Richtung auf ein definiertes, nach Möglichkeit gemeinsam erarbeitetes Ziel (Symptomreduktion und/oder Strukturveränderung der Persönlichkeit).
Psychotherapie ist also die von einer Krankheitslehre abgeleitete Art und Weise der Kommunikation zur Behandlung von seelisch (mit)bedingten Krankheitszuständen und unterscheidet sich damit grundsätzlich von Ratschlägen, wie sie der “gesunde Menschenverstand” bzw. die allgemeine Lebenserfahrung nahelegen.