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Nachdem der Verhaltensbiologe Dennis Turner acht Jahre lang an der Universität Zürich über Rehe geforscht hatte, war es Zeit, sich neu zu orientieren. Pandabären in China waren eine Option, doch gab es Probleme mit dem Visum. Löwen in Afrika waren eine andere Möglichkeit - da kam ihm seine Katze Simba in die Quere.
Du bist meine Löwin! - und dann hat es Klick! gemacht.
Als sie unter dem Tisch hervorkam, war für ihn plötzlich klar: «Du bist meine Löwin! - und dann hat es Klick! gemacht», erinnert sich Dennis Turner im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Statt Grosskatzen in Afrika wurden es also kleine Katzen in der Schweiz. Er gründete eine Katzenkolonie ander Universität Zürich Irchel, wo er drei Jahre lang Katzen beobachtete. Das Resultat war die grösste und heute noch erhältliche, wissenschaftliche Abhandlung über Katzen, «The Domestic Cat».
Wissen weitergeben steht im Vordergrund
Heute ist er einer der wenigen Experten auf dem Gebiet der Haustiere und insbesondere der Katzen - sicher aber der bekanneste. Neben der Universität führt er das I.E.T., das «Institut für angewandte Ethologie und Tierpsychologie».
Zeit zum Forschen hat der mittlerweile 65-jährige Experte kaum noch. Viel mehr konzentriert er sich darauf, sein Wissen weiterzugeben und andere Personen zu schulen, Forscherinnen und Forscher zu betreuen und Öffentlichkeitsarbeit zu leisten.
Auch sein Forschungsfokus ist mittlerweile grösser geworden: Am Anfang, in den 80er Jahren erforschte er die Beziehung zwischen Menschen und Katzen. Heute betreut er ein Forschungsprojekt, das die Beziehung zwischen Mensch und Tier im Allgmeinen weltweit untersucht.