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Die Schweiz produziert weniger Windenergie als andere europäische Länder, hat aber ehrgeizige Zukunftsziele. Ein Luganeser Start-up entwickelt Drohnen zur Stromerzeugung aus Höhenwinden.
Im Vorfeld der Parlamentswahlen im Oktober ist dies das dritte Video einer Serie, die sich mit der Frage beschäftigt, wie sich politische Entscheidungen auf den Alltag der Schweizer und Schweizerinnen auswirken.Infobox Ende
In der Schweiz ist die Wasserkraft die wichtigste Energiequelle. Der Bau von grossen Windturbinen, insbesondere in Schweizer Tälern, ist umstritten.
Wind, besonders in grosser Höhe, bietet ein enormes Potenzial als alternative erneuerbare Energiequelle zur Lösung der Klimakrise.
Aldo Cattano und Nicola Mona, Erfinder und Geschäftsführer des Start-up-Unternehmens "Skypullexterner Link", wollen durch die optimale Nutzung der Winde auf den Schweizer Berggipfeln dazu beitragen, sauberere Energie zu produzieren.
Das kleine Team aus Lugano entwickelt ein System mit einer autonomen Drohne, die durch eine Leine mit einem Generator am Boden verbunden ist, der aus Höhenwinden Strom erzeugen kann.
Die Drohne kann bis zu 600 Meter hoch aufsteigen, das ist etwa dreimal die Höhe einer herkömmlichen Windturbine. Der Prototyp ist eine Boxwing-Drohne mit starren Flügeln, die von selbst starten und landen kann, ohne dass ein Startgerät oder Bodenwind benötigt wird.
Ihr Plan ist es, eine Drohne mit einer Spannweite von 17 Metern zu entwickeln, die Strom für 1000 bis 1100 Haushalte produzieren könnte. Die Realisierung ihres Projekts könnte jedoch weitere drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen.
Im Jahr 2018 produzierte die Windenergie Strom für nur 36'500 Haushalte in der Schweiz – 0,2% des gesamten Stromverbrauchs des Landes. Aber die Schweizer Regierung hat sich ehrgeizige Energieziele gesetzt: Bis 2050 sollen 7 bis 10% des Schweizer Energieverbrauchs durch Windenergie gedeckt werden.
Generation Global-Serie
(Übertragung aus dem Englischen: Sibilla Bondolfi)