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VOR DEM SPIEL:
Die junge Selina Wölfle ersetzte in diesem Verfolgerduell die nach ihrer roten Karte für zwei Spiele gesperrte Torhüterin Michèle Tschudin. Ansonsten spielte der FC Basel mit derselben Aufstellung, wie in den beiden Spielen zuvor. Dies bedeutete, dass Yasmin Bunter, Eszter Csigi, Sina Hirschi und Marion Rey die Abwehr bildeten. Eli Mayr, Chiara Schmid und Riola Xhemaili agierten im Mittelfeld und im Sturm wirbelten Kristina Sundov, Camille Surdez und Imane Saoud.
DIE ERSTE HALBZEIT:
Das Sturm-Trio der Baslerinnen war es dann auch, welches in der ersten Halbzeit für die gefährlichsten Aktionen sorgte. Nach einem abtastenden Beginn übernahm der FCB im Verlauf der ersten Halbzeit das Spieldiktat und ging nach 23 Minuten mit 1:0 in Führung. Nach einem Traumpass in die Tiefe von Camille Surdez konnte Imane Saoud in Richtung Tor ziehen. Mit einem simplen Haken überwand sie die letzte Verteidigerin und schob souverän zur Führung ein. Beruhigt war ab diesem Treffer jedoch noch niemand, hatte man beim letzten Aufeinandertreffen doch gleich drei Mal geführt und doch verloren.
Doch nun schien es anders abzulaufen. Das Team von Sébastien Bader liess in der ersten Halbzeit keine gefährlichen Chancen zu, agierte zweikampfstark, ideenreich und effizient gegen vorne. Und so wurde es vor der Halbzeit noch mit dem zweiten Tor belohnt. Dieses Mal war es Camille Surdez, die von Chiara Schmid mit einem wunderschönen Pass in die Tiefe lanciert wurde, jedoch von der Berner Torhüterin Saskia Bürki noch am Torschuss gehindert wurde. Nicht verhindern konnte diese jedoch den Abpraller, der bei Kristina Sundov landete und die keine Probleme hatte, zum 2:0-Pausenstand einzuschieben.
DIE ZWEITE HALBZEIT:
Auch in der zweiten Halbzeit lief der FC Basel nie wirklich Gefahr, das Spiel noch aus der Hand zu geben. Selina Wölfle hatte mehrheitlich Routine-Aufgaben zu bewältigen, mit der Ausnahme eines Schusses von Leana Zaugg, den sie stark an den Pfosten lenkte. Zu diesem Zeitpunkt war die Führung der Baslerinnen jedoch schon bei drei Toren angelangt, nach dem in der 70. Minute ein Kristina Sundov-Eckball von Eli Mayr wuchtig in die Maschen geköpft worden war.
Nun liessen die Baslerinnen ein wenig nach und verwalteten die Führung. YB hatte noch die eine oder andere Chance zum Anschlusstreffer, konnte diese aber nicht mehr nutzen. So war es tief in der Nachspielzeit Chiara Schmid überlassen, den Schlusspunkt unter dieses Spiel zu setzen. Ein weiteres Mal zeigte der FCB, dass er diese Saison besonders nach Eckbällen hochgefährlich ist. Denn erneut war es ein Corner von Kristina Sundov, den Chiara Schmid am ersten Pfosten direkt aus der Luft annahm und volley ins Tor beförderte. Ein schöner Schlusspunkt unter ein fast perfektes Spiel.
Denn leider musste in der 55. Minute Eszter Csigi nach einem Zusammenprall ausgewechselt werden. Die ersten Reaktionen der Spielerin lassen eine schlimmere Verletzung befürchten, weswegen Eszter Csigi an dieser Stelle gute Besserung gewünscht sei. Zu erwähnen gilt es auch noch das Debüt von Elea Hagmann in der AXA Women’s Super League, der hiermit herzlich gratuliert sei zu dieser Premiere.
NACH DEM SPIEL:
Sébastien Bader zeigte sich nach dem Spiel hocherfreut über die Leistung seines Teams: „Es war eine sehr gute Leistung und ein schöner Sieg, besonders weil er gegen einen direkten Konkurrenten um die vorderen Ränge zustande kam. Wir haben heute viel Einsatz gezeigt, vier super Tore erzielt und keines bekommen, was durch die Arbeit des ganzen Teams ermöglicht wurde. Jetzt müssen wir es hinbekommen, solche Leistungen konstant in jeder Woche auf den Platz zu bringen um unseren Fortschritt fortzusetzen.“
Auch Stürmerin Kristina Sundov fasste das Spiel sehr positiv zusammen: „Wir haben von Anfang an sehr gut und kompakt gespielt. Unsere Torchancen haben wir heute sehr effizient verwertet. Das war eine super Teamleistung, das Team konnte bereits letzte Woche Moral zeigen und heute hat man dieses Selbstvertrauen gespürt. Wir haben eine gute Stimmung im Team und auch das hat man heute auf dem Feld gesehen. Ich bin stolz auf mein Team.“
Das Telegramm:
BSC YB-Frauen – FC Basel 1893 0:4 (0:2)
Sportanlage Wyler. – Keine Zuschauer.
Tore: 23. Saoud 0:1. 44. Sundov 0:2. 70. Mayr 0:3. 93. Schmid 0:4.
YB: Bürki; Neuhaus (66. Waeber), Salm, Zaugg, Frey (66. Schreurs); Schmid, Widmer, de Alem da Eira; Bachmann (66. Messerli), Riesen (73. Jost), Strode (76. Guede Redondo).
FCB: Wölfle; Rey, Csigi (55. Hoti), Hirschi, Bunter; Mayr, Schmid, Xhemaili; Saoud (86. Hagmann), Surdez (73. von Rotz), Sundov.
Bemerkungen: FCB ohne Brunner, Burla, Ferrara, Fockers, Gütermann, Huber, Jermann, Merazguia, Pilgrim, Sturgess (alle verletzt/abwesend). Ersatzbank FCB: Steiner, Hoti, Spiniello, Hagmann, von Rotz. – Verwarnungen: 22. Bunter. 35. Csigi. (beide Foulspiel).
(Foto: Philipp Kämpf)