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Dieser Artikel wurde von Renato Ettisberger geschrieben.
Das Problem der Plug-Ins
Im ersten Teil dieser Serie haben wir aufgezeigt, wie wenig Schutz die implementierten Gegenmassnahmen bei Windows XP in Bezug auf Drive-by-Angriffe bieten. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Basis-Adressen von DLLs für ein bestimmtes Windows XP-System (Sprach- und Service Pack-abhängig) vorhersehbar sind. Ein Angreifer nutzt diesen Umstand, um daraus Code-Sequenzen zusammenzuhängen (ROP) und damit die „Schutzfunktion“ DEP zu umgehen.
Microsoft hat bei der Entwicklung von Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 darauf reagiert. Zum einen ist bei neueren Windows-Systemen der „Protected Mode“ für den Internet Explorer (ab IE7) vorhanden. Ein Angreifer kann sich damit nicht mehr so einfach auf dem System permanent festsetzen. Zum anderen ist neben DEP mit ASLR eine zweite Gegenmassnahme standardmässig aktiviert. ASLR steht für „Address Space Layout Randomization“ und sorgt dafür, dass die DLLs an zufällige Basis-Adressen geladen werden. Damit kann der Angreifer die notwendigen Code-Sequenzen zur Umgehung von DEP nicht mehr zusammenstellen, weil er deren Basis-Adressen nicht mehr kennt. DEP bleibt dadurch effektiv und erstickt den Angriff im Keim – zumindest in den meisten Fällen.