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Der fünfte Super-G-Sieg von Marco Odermatt in dieser Saison bedeutet gleichzeitig ein neuer Rekord – noch nie hat in dieser Disziplin ein Fahrer in einer Saison fünf Rennen gewinnen können – sowie der Sieg der kleinen Kristallkugel im Super-G. Diese kleine Kristallkugel bedeutet dem Nidwaldner sehr viel, wie er im anschliessenden TV-Interview beteuerte: «Der Super-G ist die schwierigste Disziplin im Weltcup. Ohne Training muss man da in jedem Rennen an sein Limit gehen, ansonsten kann man diese Rennen nicht gewinnen.
Es war eine Fahrt am Limit und eigentlich waren es ja zwei Rennen: den Kampf um den Tagessieg sowie um die kleine Kristallkugel. Im Ziel hätte ich nicht gedacht, dass es zum Tagessieg reichen würde. Zumal die nachfolgenden Fahrer sehr nahe an meine Zeit herankamen. Im unteren Teil ist mir jedoch ein sehr gutes Rennen gelungen. Ich habe mich bereits am Morgen sehr auf dieses Rennen mit seiner attraktiven Kurssetzung gefreut.»
Nachdem sich Marco Odermatt nun die kleine Kristallkugel im Super-G bereits gesichert hat, ändert sich nun auch die Ausgangslage vor dem Saisonfinale in Andorra. Das letzte Super-G-Rennen der Saison kann er nun als Disziplinensieger in Angriff nehmen, was seine Nerven ein wenig schont.
Mit dem dritten Rang in der Abfahrt und dem Sieg im Super-G in Aspen hat er weitere wichtige Schritte in Richtung des Gesamtweltcupsiegs gemacht. Sein Vorsprung auf dem Zweitplatzierten Aleksander Kilde beträgt nach den Rennen in Nordamerika 384 Punkte. Der Gesamtweltcupsieg ist wie im Vorjahr sein grosses Ziel. Sollte Aleksander Kilde in Slowenien nicht zu den beiden Riesenslaloms antreten, wie er im TV-Interview in Aspen verkündete, wäre sein Sieg ebenfalls Tatsache. Fünf Rennen vor dem Ende hat er sich bereits wieder bis auf 13 Punkte dem Punktetotal des Vorjahres angenähert (1639 Punkte). In den verbleibenden fünf Rennen (3 Riesenslaloms, 1 Super-G, 1 Abfahrt) kommen hoffentlich noch einige Punkte dazu.
Mittlerweile befindet sich Marco Odermatt bereits wieder auf dem Rückflug nach Europa. Sein nächster Fokus liegt ganz auf den anstehenden beiden Riesenslalom-Rennen in Kranjska Gora. Vor den letzten drei Rennen beträgt sein Vorsprung in der Riesenslalom-Disziplinenwertung 100 Punkte auf den nächsten Norweger, Henrik Kristoffersen. Die Ausgangslage ist da noch ziemlich offen.
(Foto: Sven Thomann)