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Greenpeace setzt die Kampagne gegen alte Sondermülldeponien der Basler Chemie fort: Aktivisten der Umweltorganisation demonstrierten am Freitag (02.06.) in Hagenthal-le Bas (F) bei Schönenbuch (BL) für die Untersuchung und Sanierung von zwei Deponien.Dieser Inhalt wurde am 02. Juni 2000 - 13:30 publiziert
Gegen 20 in weisse Schutzanzüge gehüllte Greenpeace-Aktivisten markierten mit Absperrbändern und Gefahrentafeln die wenige Meter von der Schweizer Grenze entfernt auf französischem Territorium
liegende Deponie "Le Letten".
Dort und in einer weiteren Deponie ebenfalls auf Boden von Hagenthal-le-Bas lagern laut Greenpeace mindestens 3'000 Tonnen Giftmüll der Basler Chemie aus der Zeit von 1957 bis 1961.
Greenpeace forderte die Behörden im Kanton Baselland und im Elsass auf, das Risikopotenzial der Deponien "Le Letten" und "Galgenrain" zu untersuchen und die verantwortlichen Firmen zur Rechenschaft zu ziehen. Sämtliche vorliegenden Analysen seien zu veröffentlichen, noch ausstehende Untersuchungen unverzüglich in die Wege zu leiten.
Die Basler Chemische Industrie wird in einer Mitteilung von Greenpeace aufgerufen, ihre bisherige Politik im Umgang mit den von ihr verursachten Müllgruben im In- und Ausland grundsätzlich zu überdenken. Gruben wie jene in Hagenthal-le-Bas und die seit drei Wochen von Greenpeace besetzte Deponie in Bonfol JU stellten ein "unermessliches Gefahrenpotenzial" für das Trinkwasser dar.
Kaspar Eigenmann, Umweltchef von Novartis, hatte kürzlich in einem Interview mit der "Basler Zeitung" gesagt, dass die beiden Deponien mit Bonfol nicht vergleichbar seien. Eine laufende Beobachtung sei nicht nötig. Hingegen müssten die Deponien auf Grund der modernen Gesetzgebung neu angeschaut werden.
swissinfo und Agenturen
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