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Signatur:
Ar 84
Die gegenwärtige Corona-Epidemie zwingt auch das Schweizerische Sozialarchiv zu einer starken Einschränkung seiner Dienstleistungen:
Archivbestellungen sind im Moment nicht möglich.
Wir danken für Ihr Verständnis und hoffen, Ihnen bald wieder mit allen unseren Dienstleistungen zur Verfügung stehen zu können.
Ar 84
1981-2000
3.6 m
Die Arbeitsstelle Militär und Oekologie wurde anlässlich der Initiative "40 Waffenplätze sind genug – Umweltschutz auch beim Militär" (eingereicht am 14.12.1990, Abstimmung am 6.6. 1993) gegründet. Sie wurde vom WWF während rund zehn Jahren finanziell unterstützt und erarbeitete für diesen Stellungnahmen und Berichte. Die Arbeitsstelle Militär und Oekologie verfügte über teilprofessionelle Strukturen, als Sekretär der AG war Urs Hoeltschi teilzeitlich angestellt. Das Büro der Arbeitsstelle befand sich an der Gartenhofstrasse in Zürich.
Die Arbeitsstelle stellte eine kritische Begleitung der Waffenplatz-Pläne des Bundes sicher und konzentrierte sich auf die Aspekte Umweltschutz und Raumplanung.
Nachdem die Arbeitsstelle Militär und Oekologie vom WWF nicht mehr unterstützt wurde und ihre Aktivitäten eingestellt hatte, gelangte das Archiv nach Solothurn, von wo es ins Schweizerische Sozialarchiv übernommen wurde.
Der Bestand wurde vom Schweizerischen Sozialarchiv am 3. Oktober 2001 geschenkweise übernommen. Er wurde übergeben von Andrea von Maltitz, Rue de Moilleau 3c, 1209 Genève, Tel: 022 / 734 12 16.
Beim übergebenen Material handelt es sich im Wesentlichen um die Dokumentation der Arbeitsstelle Militär und Oekologie zu den Waffenplätzen der Schweizer Armee (Ar 84.40; Umfang: 25 Schachteln; siehe einleitende Notiz dort).
Die Art der Dokumente umfasst: Dokumentation der Arbeitsstelle zu den Waffenplätzen der Schweizer Armee: offizielle Papiere, Baubewilligungen, unabhängige Studien, Dokumente des lokalen und organisierten Widerstands (Bürgerinitiativen, lokale Widerstandsgruppen, Anwohnerverbände, Schutzverbände, Arbeitsgruppen), Pressedokumentationen, Korrespondenz, Fotodokumente. Unter den lokalen Widerstandsgruppen sind speziell hervorzuheben: der Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs, der Verein Bürgerinnen und Bürger gegen Fluglärm Dübendorf, die Arbeitsgemeinschaft Lebensraum im Linthgebiet LILA, das Forum Meiringen, die Groupe Derbon, die Aktionsgruppe zur Rettung von Neuchlen-Anschwilen, die Arbeitsgemeinschaft gegen einen Waffenplatz in Rothenthurm und der Schweizerische Schutzverband gegen Flugemissionen). Studien der amö (Militärluftfahrt im Alpenraum, 1994; Militärluftfahrt in der Schweiz, 1995; Oekologische Bewertung des Militärbetriebs in der Schweiz, 1995). Thematische Akten: Berggebiet, Militärluftfahrt, Immissionen, Flächen- und Rüstungskonversion. Bau- und Rüstungsprogramme von EMD und VBS, 1980-2000.
Neuzugänge werden nicht erwartet.
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Die Bearbeitung und Erschliessung des Materials erfolgte im Sommer 2002 und wurde am 4. Oktober 2002 abgeschlossen.