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In alten Zeiten konnten die wenigsten schreiben. Wer nicht mindestens Graf, Herzog, Bischof oder Abt war, wurde in der Regel nie schriftlich erwähnt. Das änderte erst in der sogenannten Feudalzeit (im Oberwallis ab dem 12. Jh.) als Landesherren Verwalter einsetzten. Schriftlich werden erstmals im 13. Jh. im Obergoms Ortschaften und Personen erwähnt - obwohl anzunehmen ist, dass dort schon Jahrhunderte zuvor Menschen lebten.Im 13. Jh. gab es noch keine Familiennamen! Gewöhnliche Personen wurden in Urkunden in der Regel mit dem Taufnamen und einem Unterscheidungsmerkmal erwähnt. Im Oberwallis war das Unterscheidungsmerkmal (= Beiname) meistens der Name des Vaters oder der Wohn- oder Herkunftsort.
Erst im Verlaufe des 14. Jh. wurde es üblich, dass der Beiname auf die nächste männliche Generation übertragen wurde. So entstanden die heutigen Familiennamen. Faustregel: Eine vor 1330 erwähnte Person trug wahrscheinlich nur einen Beinamen. Eine nach 1400 erwähnte Person trug sicher einen Familiennamen. Allerdings: Familiennamen wurden früher so geschrieben, wie der Schreiber das glaubte gehört zu haben oder für richtig hielt. Oft wurden Familiennamen ins Lateinische übersetzt oder aus dem Lateinischen wieder ins Deutsche übertragen. Daraus entwickelten sich nicht nur zahlreiche Schreibweisen, sondern auch völlige neue Familiennamen oder Verwechslungen.
KAUFMANN "aus Horw"
In Gold rot bewehrter, rot bezungter, schwarzer Adler überhöht von sechsstrahligem, rotem Stern. Quelle: Luzern, Staatsarchiv.
BORTER "aus Ringgenberg"
In Gold auf grünem Dreiberg gezinnter, silberner Turm mit offenem Tor. Quelle: Familiennamen der Schweizer Bürger bis 1861 von Alfred Imhof
Ein Wappen ist ein schildförmiges Zeichen, angelehnt an den Schild als Schutzwaffe des Mittelalters. Es kann als Hoheitszeichen für einen Staat, ein Land, eine Stadt stehen oder symbolisch die Bedeutung einer Familie oder einer Person repräsentieren und legitimieren. Familienwappen, die eine Nobilitierung (Erhebung in den Adelstand) belegen, sind zumeist erblich.
Wappen wurden ursprünglich in stilisierender Darstellung und meist nach vorgegebener Kodifizierung gestaltet, basierend auf den Vorgaben der überlieferten Heraldik . Heute werden Staats-, Länder- und Stadtwappen meist von Heraldikern in freier und formal sehr reduzierter Formensprache entworfen.
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