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BETREIBUNGSVERFAHREN
Ein Betreibungsverfahren kann jeder Gläubiger gegen einen Schuldner, der seine Forderung nicht bezahlt hat, einleiten. Ist der Schuldner eine Handel treibende Person oder eine Handelsgesellschaft, kann das Verfahren in einen Konkurs münden, also in eine Verwertung des Vermögens des Konkursiten mit dem Ziel, einen grösstmöglichen Teil seiner Schulden zu decken. Diese Art von Betreibung nennt sich "Betreibung auf Konkurs" als Gegenstück zur "Betreibung auf Pfändung", die bei Privatpersonen Anwendung findet.
Um ein Betreibungsverfahren einzuleiten, muss der Gläubiger zunächst ein Formular für ein Betreibungsbegehren ausfüllen, das bei den Betreibungsämtern erhältlich ist, und dieses beim Amt einreichen. Das Betreibungsamt muss nach Erhalt des Begehrens einen Zahlungsbefehl ausstellen und dem Schuldner übermitteln.
Der Schuldner kann nach Erhalt des Zahlungsbefehls Folgendes tun:
• innert 20 Tagen zahlen
• die Forderung bestreiten
• nicht reagieren
Bestreitet der Schuldner die Forderung nicht, beginnt die zweite Phase der Betreibung: der Konkurs. Das Verfahren beginnt damit, dass die Sache vor den Richter gebracht wird, und läuft genau so ab, wie bei einer Konkursanmeldung auf eigenes Begehren
(s. obenstehende Erklärungen).
Bestreitet der Schuldner die Forderung, kann der Gläubiger beim Richter ein juristisches Verfahren (Rechtsöffnungsverfahren) verlangen. Auch dieses kann in einen Konkurs münden.