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Obligatorischer Unterricht in den zweiten Landessprachen ist wesentlich staatspolitisch motiviert. Im Sprachengesetz des Bundes und im EDK-Sprachenkonzept wird als wichtiges Ziel die kulturelle Verständigung zwischen den Landesteilen postuliert. Unterricht in den zweiten Landessprachen müsste sich also unterscheiden vom Unterricht der internationalen Gebrauchssprache Englisch. Wenn die staatspolitischen Ziele erreicht werden sollen, müsste der Austausch von Lehrpersonen und SchülerInnen in verschiedensten Formen eine wesentliche Rolle spielen. Das Positionspapier von SER und LCH und der Anhang des LCH zum Sprachenaustausch zeigen die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen dafür. Für eine glaubwürdige und gelingende Mehrsprachigkeitsdidaktik wäre u. a. für Studierende der Primarstufe während ihrer Ausbildung ein Schulpraktikum in einem anderen Landesteil vorzusehen.
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