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Der deutsche Schriftsteller und Satiriker Erich Kästner hat diese Redensart wohl geprägt: "Was auch immer geschieht: Nie dürft Ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man Euch zieht, auch noch zu trinken!"
Das Wort "Kakao" fungiert darin wahrscheinlich nur als Platzhalter für ein ähnlich klingendes, aber wesentlich derberes Wort aus dem Umfeld der Exkremente. Wenn man jemanden verspottet, dann zieht man ihn nicht durch leckere Trinkschokolade, sondern auf gut Deutsch durch die Kacke.
Wie kam aber die Kakaopflanze (Theobroma cacao) beziehungsweise das aus ihren Bohnen hergestellte Genussmittel zur eher zweifelhaften Ehre, als Synonym für Fäkalien herhalten zu müssen?
Der Götterspeise der Maya und Azteken ist wohl die phonetische Ähnlichkeit zum Verhängnis geworden. Menschen greifen beim Fluchen oder Schimpfen oft auf mildere, die Fäkalsprache verhüllende Ausdrücke zurück, die an und für sich nichts aussagen, es sei denn es gäbe eine farbliche oder strukturelle Ähnlichkeit. Von dieser Seite her lässt sich beispielsweise auch erklären, weshalb für den wüsten Ausdruck "Gott verdammi" abgeschwächt "Gotfriedstutz" oder "Scheibe" verwendet wird.