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Eine Ausstellung im ehemaligen Wartesaal im Bahnhof Lichtensteig widmet sich dem Toggenburger Skispringer und Bildhauer Walter Steiner.
1972 holte er Gold an der Skiflug-WM, 1974 flog er mit 169 Metern Weltrekord mit seinem 2,5 Meter langen «blauen Elan», der in der Ausstellung zu sehen ist.
Parallel zu den Erfolgen als Skispringer und Skiflieger absolvierte er von 1968 bis 1972 eine Ausbildung zum Holzbildhauer. Einige seiner Arbeiten sind in der Ausstellung «Ein Stück weit Pionier - Walter Steiner» zu sehen. Die kritische aber auch ironische Figur auf dem Bild zeigt eine Kuh, die nur noch aus Euter besteht und zur Milchtanse geworden ist.
1978 musste er seine Skisprungkarriere aus gesundheitlichen Gründen bereits beenden. Walter Steiner flog weiter als alle anderen, obwohl er seinen Anlauf freiwillig verkürzte, weil die Verletzungsgefahr zu gross war.
Für Steiner bedeutete das Schnitzen die Möglichkeit, das Skispringtraining während der handwerklichen Tätigkeit mental voranzutreiben. «80 Prozent ist beim Skispringen mental», sagt er. Beim Schnitzen habe er seine Traumschlösser bauen können.
Seit 1990 lebt Steiner im schwedischen Falun, wo ihm die Verbindung von Natur und Kultur besonders gefällt. Manchmal vermisse er die schöne Berglandschaft des Toggenburgs.