Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03425.jsonl.gz/1257

Heute Abend wird im Zürcher Hallenstadion die Rundenjagd eröffnet. Die Sixday-Nights präsentieren zum 60-Jahr-Jubiläum ein attraktives Teilnehmerfeld. Mit Mark Cavendish ist einer der erfolgreichsten Sprinter in der Geschichte des Radsports am Start.
Nicht weniger als neun amtierende oder ehemalige Welt- und sieben Europameister stehen am Start. Einen Leistungsausweis wie Mark Cavendish kann aber keiner vorzeigen. Der Strassenweltmeister von 2011 hat bislang in den drei grossen Rundfahrten nicht weniger als 43 Etappen gewonnen, 25 davon alleine bei der Tour de France.
Seine ersten grossen Erfolge feierte der 29-jährige Brite jedoch auf der Bahn, als er 2005 (mit Rob Hayles) und 2008 (mit Bradley Wiggins) Américaine-Weltmeister geworden war. Nach der enttäuschenden Saison 2014 entschied sich Cavendish seine Vorbereitung für die neue Strassensaison auf der Bahn zu beginnen.
Letzte Woche bestritt er an der Seite des erfahrenen Belgiers Ilja Keisse das Sechstagerennen im belgischen Gent. Das Duo übernahm am vierten Tag zwar die Führung, wurde am letzten Abend jedoch noch von den belgischen Topfavoriten Jasper De Buyst und Kenny De Ketele, die ebenfalls in Zürich am Start stehen, abgefangen. Nun brennen Cavendish/Keisse in Zürich auf Revanche.
Wie man im Hallenstadion gewinnt, weiss Keisse. Der 31-jährige Belgier ist der erfolgreichste noch aktive Sechstagefahrer und stand bei den letzten fünf Starts in Zürich viermal auf dem Podest, zweimal gewann er das Rennen, zuletzt vor einem Jahr mit dem Schweizer Silvan Dillier. Dieser hat mit dem Deutschen Leif Lampater (31) erneut einen tempostarken und überaus routinierten Fahrer an seiner Seite. Dillier wurde in Gent mit Lampater Dritter und ist in Zürich die grösste Hoffnung aus Schweizer Sicht.
Der 24-jährige Aargauer ist der einzige Fahrer aus dem starken Schweizer Bahn-Vierer, der an den Start geht. Die Vorjahres-Vierten Stefan Küng (20) und Théry Schir (21) verzichten auf die Teilnahme, da nur eine Woche später mit dem Weltcup in London ein weiteres wichtiges Qualifikations-Rennen im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio stattfindet.