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Scharade
(franz. charade), Wort- und Silbenrätsel, d. h. Rätsel, bei welchem der Name oder das Wort, das man zu erraten aufgibt, in seine einzelnen Silben zerteilt, diese nach einzelnen Merkmalen charakterisiert und zuletzt in Eins zusammengefaßt werden. Die S. ist also ein zusammengesetztes Rätsel; sie enthält in den einzelnen, als selbständige Wörter genommenen Silben mehrere Rätsel, welche in gegenseitiger Beziehung stehen und sich sinnreich zusammenschließen müssen.
Dazu eignen sich besonders die
Sprachen, welche, wie die griechische, französische und deutsche, reich an zusammengesetzten
Wörtern sind. Eine Sammlung von
Scharaden lieferte
Th.
Hell unter dem
Titel: »Agrionien« (Leipz. 1811-12).
Lebende
Scharaden
sind solche, welche in geselligen
Zirkeln durch
Handlung dargestellt werden, indem man die einzelnen
Silben,
wie sie aufeinander folgen, durch kleine pantomimische, auch wohl dramatische
Darstellungen personifiziert und zuletzt das
Ganze ebenso gibt, woraus die
Gesellschaft zu raten hat, was das dargestellte
Wort sei.