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Subject: Update 2011
Am 6.2.11 machte ich dieselbe Tour nochmal. Ich startete wieder um 4.30 Uhr, fuhr dieses Mal aber über El Pilar, um Wasser zu fassen. Damit handelte ich mir einen Umweg von 15 km und 200 Höhenmetern ein, nur um auf dem Reventon feststellen zu müssen, daß dort inzwischen auch eine Wasserstelle existiert (siehe Photo).
Vor Erreichen des Pico de la Nieve fuhr ich auf dem Wanderweg PR LP 3 zur Strasse LP-22 ab, was mich weitere 250 Höhenmeter auf allerdings lohnendem Trail kostete. Den Mirador de los Andenes, von wo der Wanderweg zum Roque de los Muchachos abgehen müßte, verpasste ich, weil ich ihn für den Mirador de Taburiente hielt. Auf Umdrehen und Suchen hatte ich wegen der Kälte und der fortgeschrittenen Zeit keine Lust. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang um 19 Uhr traf ich am Abgang des Wegs nach Tazacorte von der Roque-Strasse ein (siehe Photo).
Da ich von einer Shuttle-Tour vom Vortag wußte, daß die Wasserstelle auf dem Roque eingefroren war, sparte ich mir den Weg ganz hinauf und kratzte mit einem Messer überfrorenen Schnee ab, den ich in meine Trinkblase füllte. Leider bedachte ich nicht, daß Eiskristalle das vollständige Zudrehen des Drehverschlusses verhindern, so daß das Schmelzwasser überwiegend im Rucksack landete. 1,5 Stunden später, etwas unterhalb des Morro Pinos Gachos, mache die Lupine Wilma schlapp, weil ich vor Sonnenaufgang versehentlich 2 Stunden mit Vollicht gefahren war (das Luder verausgabt sich bei Kälte besonders schnell, wogegen es bei Wärme heruntergeregelt wird, um nicht zu überhitzen, und einen mit längeren Brenndauern in die Irre führt). Am Ende stolperte ich im Schein einer winzigen Kaufhausfunzel fast 1000 Höhenmeter schiebend zu Tal, froh daß es auf diesem Weg keine Verzweigungen gibt, die ich mit meiner Glühwürmchenbeleuchtung hätte checken müssen. Am Torre del Time bog ich auf die Schotterpiste nach Norden ein und fand mit viel Mühe den Linksabzweig des kleinen Asphaltsträßchens nach Jesus de la Costa. Dort schloß mich morgens um 1 Uhr die völlig verweiste Hauptstrasse in ihre falten- und geröllfreien Asphaltarme und geleitete mich in mein Bett, welches ich gegen 3 Uhr erreichte.
Insgesamt legte ich 83 km und 3400 Höhenmeter in 22,5 Stunden zurück, brauchte also 3 Stunden länger als beim letzten Mal.