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Den Kampf gegen seinen Kontrahenten Thomas Matter, den Gründer und ehemaligen CEO der Swissfirst, hatte der Financier Rumen Hranov noch bewusst in der Öffentlichkeit ausgefochten. Nun, da Hranov ein erstes Strafurteil aufgrund seiner damaligen Handlungen droht, meidet er das Publikum: Die auf den am 5. März 2008 anberaumte öffentliche Verhandlung vor dem Strafgericht des Kantons Zug wurde abgesagt.
Stattdessen kommt es wohl zu einem Aktenprozess, das Urteil würde also schriftlich mitgeteilt. Die Anklage lautet dabei auf versuchte Nötigung, Widerhandlung gegen das Banken- und Börsengesetz sowie das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. Konkret geht es um Hranovs Versuch, eine ehemalige Swissfirst-Mitarbeiterin bei einem Treffen in Zug zur Herausgabe von Informationen zu bewegen, wonach sich Matter bei der Swissfirst-Bellevue-Fusion angeblich bereichert habe. Die Mitarbeiterin wandte sich aber an Matter, worauf Swissfirst gegen Hranov klagte.
Die Zuger Staatsanwaltschaft fordert nun von Hranov eine bedingte Geldstrafe von 180000 Fr. sowie eine Busse von 5000 Fr. Zahlt Hranov nicht, drohen ihm 50 Tage Haft. Die Chancen auf ein milderes Urteil stehen dabei schlecht: Das Zuger Gericht ist bekannt für eine harte Linie in Fällen von Wirtschaftskriminalität. Auch ein Weiterzug vor Bundesgericht wäre schwierig. «Die geforderte Strafe liegt wohl im Ermessensspielraum. Vor Bundesgericht sind damit die Chancen klein», sagt Hans Vest, Professor am Institut für Strafrecht der Universität Bern. Hranov selber nimmt keine Stellung zum Verfahren