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Eine zusätzliche Portion Fett tut den Gefässen gut – vorausgesetzt, es ist das richtige.
Etwas Fisch, Gemüse oder Poulet mit einer feinen Sauce aus Tomaten, Kräutern, Olivenöl und Knoblauch. Dazu ein Gläschen Rotwein – so angenehm lässt sich das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle senken. Beim Fett braucht man dabei nicht zu sparen, wenn es das richtige ist: natives Olivenöl («extra vergine») oder Nüsse.
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Rechnerisch bekommen von 1000 älteren Erwachsenen, die sich so ernähren, etwa acht pro Jahr einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Elf sind es dagegen bei fettarmer Ernährung.
Auf fünf Jahre hochgerechnet ergibt das eine Herzinfarkt- und Schlaganfallquote von 3,6 beziehungsweise 4 Prozent bei mediterraner Kost plus Öl oder Nüssen. Oder aber von 5,7 Prozent bei fettarmer Ernährung. Auf die Schweiz übertragen würde dies pro Jahr etwa 125 Menschen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall ersparen.
Die spanische Studie, die zu diesen Ergebnissen führte, war ein Riesenexperiment: 7447 Personen zwischen 55 und 80 Jahren wurden – mehrheitlich per Los – einer von drei Gruppen zugeteilt.
Gruppe 1 erhielt die Anweisung, sich «mediterran» und reich an extra-nativem Olivenöl zu ernähren, mit mindestens vier Teelöffeln Olivenöl pro Tag. Viel Gemüse und Früchte, aber wenig Streichfette, süsse Backwaren oder Limonaden gehörten ebenfalls zu dieser Diät.
Für Gruppe 2 galt dasselbe, anstelle des Öls verzehrten die Versuchspersonen jedoch täglich rund 30 Gramm Mandeln, Baum- und Haselnüsse. Die dritte Gruppe ernährte sich fettarm, also mit fettarmer Milch, wenig Öl, fettarmem Fleisch und Fisch, viel Brot, Teigwaren, Kartoffeln, Gemüse und Früchten.
Anders als in vielen ähnlichen Studien wurden die Teilnehmer in dieser Studie weder motiviert Sport zu treiben noch abzunehmen.
Ursprünglich veröffentlichten die Studienautoren die Ergebnisse bereits 2013. Dann aber wurden Mängel bei der Durchführung der Studie bekannt, so dass sie alle Daten nochmals kritisch überprüften und die Ergebnisse neu berechneten. Das Resultat blieb aber bestehen.
Quelle: «The New England Journal of Medicine»