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a. Risikokompetenz
Wie fördern wir die Risikokompetenz der Schülerinnen und Schüler?
Risikokompetenzen können mit unterschiedlichen Bewegungsangeboten gefördert werden, z.B. mit einer Slackline, Seilen, Baumstämmen, Kletteranlagen etc. Risikokompetente Schülerinnen und Schüler wissen, was sie sich selber zumuten möchten und auch zutrauen können, ohne sich zu gefährden. Sie sind fähig zu überlegen, wie sie möglichen Gefahren am sichersten begegnen können – ob sie Hilfe benötigen oder ob es ihnen möglich ist, die gegebene Situation so zu verändern, dass sie diese selber bewältigen können (zum Beispiel: Gehe ich alleine über eine Slackline oder benötige ich jemanden, bei dem ich mich an der Schuler halten kann?).
Durch entdeckendes Lernen, durch Erfolge oder Misserfolge sammeln sie unterschiedlichste Erfahrungen: Traue ich es mir zu, diesem Seil entlang auf den Hügel zu klettern? Ist es für mich machbar, dass ich auf der Schaukel stehe anstatt sitze? Gelingt es mir, über diesen schmalen Baumstamm zu balancieren? So entwickelt sich mit der Zeit die Risikokompetenz und es gelingt den Kindern, Situationen angemessen einzuschätzen. Beispielsweise lernen sie, dass es gefährlich sein kann, von einem Baum oder Kletterturm hinunterzuspringen oder beim Schaukeln aufzustehen.
Es ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler solche Erfahrungen machen dürfen, jedoch in einem angemessenen, verantwortbaren Rahmen. Schaffen Sie nicht alles aus dem Weg, was aus Sicht der Erwachsenen ein mögliches Hindernis sein könnte. Dies ist keine Hilfe für die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler! Sprechen Sie mit ihnen über mögliche Gefahren auf dem Spiel- und Pausenplatz und zeigen Sie ihnen einen sinnvollen Umgang damit auf. Was passiert zum Beispiel, wenn ich von zu weit oben hinunterspringe oder wenn sich ein Gegenstand oder ein anderes Schulkind in meinem Fallschutz- oder Schaukelbereich befindet?
Einfache und klare Regeln können helfen, dass der Umgang mit möglichen Risiken bzw. ein angemessenes Schutzverhalten gelernt wird, z.B.: Immer nur jemand ist auf der Rutschbahn; ich warte mit hinunterspringen, bis unter mir niemand mehr steht; ich trage beim Klettern weder Helm noch Schlüsselband (vgl. Kapitel 5.3). Ermutigen Sie die Schülerinnen und Schüler auch dazu, Entscheidungen zu treffen und Nein zu sagen, wenn sie die Situation für sich selbst als nicht bewältigbar ansehen, zum Beispiel, auf den «gwaggelig» erscheinenden Kletterturm zu klettern. Sonst könnte die Folge davon sein, dass sie sich selber nicht mehr hinunterzuklettern getrauen oder von zu weit oben hinunterspringen.