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Herausforderungen der Corona-Krise für das soziale System
Die Corona-Pandemie erreichte die Schweiz im März 2020. Die Auswirkungen auf Gesundheit, Wirtschaft und Gesellschaft waren von Beginn weg enorm. Die Pandemie und die damit verbundenen Schutzmassnahmen gefährdeten viele Menschen in ihrer Existenz. Besonders betroffen waren Menschen mit tiefem Einkommen und prekären Arbeits- und Aufenthaltsverhältnissen sowie Selbständigerwerbende. Haushalte am unteren Ende der Einkommensverteilung sind stärker von der Krise betroffen als Haushalte in komfortablen finanziellen Verhältnissen.
Die SKOS befasste sich mit Beginn der Corona-Krise intensiv mit den Auswirkungen auf das System der Sozialhilfe. Sie verfasste erstmals im Mai 2020 ein Analysepapier zur aktuellen Lage und den zukünftigen Herausforderungen für die Sozialhilfe und passt diese Anaylse den aktuellen Entwicklungen seither regelmässig an.
Die SKOS aktualisierte im Oktober 2021 ihre Prognose zur Entwicklung der Fallzahlen in der Sozialhilfe. Neu rechnet sie mit einem Anstieg von 13,8% bis Ende 2023. Die Prognose fällt deutlich tiefer aus als noch im Januar befürchtet. Gründe dafür sind die schnelle Erholung der Wirtschaft und die vorgelagerten Sozialversicherungen, die ihre zusätzlichen Leistungen länger ausrichten. Die hohe Zahl der Langzeitarbeitslosen und befürchtete Langzeiteffekte der Krise sprechen aber immer noch für einen Anstieg.
Um die Entwicklung der Sozialhilfe in den nächsten Monaten möglichst zeitnah erfassen zu können, hat die SKOS ein landesweites Monitoring eingerichtet. Damit können die Veränderungen bei der Anzahl der unterstützten Person ab Juni 2020 monatlich dokumentiert werden.