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Zur Prüfung wird zugelassen, wer:
über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder eine gleichwertige Qualifikation verfügt und mindestens 4 Jahre einschlägige berufliche Praxis nach Abschluss der beruflichen Grundbildung, wovon 2 Jahre in einer Führungsfunktion nachweisen kann;
oder
über ein eidgenössisches Berufsattest (EBA) oder eine gleichwertige Qualifikation verfügt und mindestens 6 Jahre einschlägige berufliche Praxis nach Abschluss der beruflichen Grundbildung, wovon 2 Jahre in einer Führungsfunktion nachweisen kann;
oder
über einen Abschluss auf Tertiärstufe verfügt und mindestens 2 Jahre einschlägige berufliche Praxis in einer Führungsfunktion nachweisen kann;
zusätzlich über Kenntnisse in einer Fremdsprache verfügt.
Die Kandidatin oder der Kandidat muss über fundierte praktische Berufserfahrung in einem oder mehreren industriellen Unternehmen verfügen, da sie in der Lage sein müssen, auch komplexere und allenfalls grössere Organisationseinheiten selbständig leiten zu können.
Es ist deshalb der Prüfungsordnung eine mehrjährige Vollzeittätigkeit in einem industriellen Unternehmen für die Zulassung zur Prüfung erforderlich. Bei Teilzeitanstellung verlängert sich die erforderliche Dauer der praktischen Tätigkeit entsprechend.
Als einschlägige berufliche Praxis gelten Tätigkeiten in den folgenden Produktionsbereichen: Fertigung, Montage, Spedition, Logistik, Unterhalt, Oberflächenbehandlung und -veredelung, Qualitätswesen, Kundenservice und weitere produktionsnahe Bereiche.
Als Führungsfunktion gelten:
Die Führungsfunktion beinhaltet folgende Tätigkeiten gegenüber Mitarbeitenden oder Berufslernenden:
Eine lediglich fachliche und/oder technische Führung kann nicht anerkannt werden.
Als Stichtag gilt das Datum des Anmeldeschlusses zur Prüfung.
Die Kandidatin und der Kandidat verfügen über Sprachkompetenzen in einer Fremdsprache auf mindestens Niveaustufe A2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER).
Die gewählte Prüfungssprache gilt als erste Landessprache.
Als Fremdsprache gilt eine zweite Landessprache (Deutsch, Französisch, Italienisch) oder Englisch.
Die Kenntnisse in einer Fremdsprache sind mittels eines Sprachzertifikats oder eines Sprachdiploms einer anerkannten Zertifizierungsstelle nachzuweisen.
1 Diplomarbeit
Diplomarbeit, schriftlich / Präsentation zur Diplomarbeit, mündlich /
Fachgespräch zur Diplomarbeit, mündlich
2 Fallarbeit
Fallarbeit, schriftlich
3 Handlungssituationen
Handlungssitutationen mündlich
Der Prüfungsteil 1 besteht aus einer Diplomarbeit zu einer komplexen Fragestellung aus der eigenen beruflichen Praxis, aus einer Präsentation der zentralen Inhalte und Erkenntnisse aus der Diplomarbeit sowie einem Fachgespräch mit Fra-gen zur Diplomarbeit und zur Präsentation. Geprüft werden die Kompetenzen aller acht Handlungskompetenzbereiche.
Der Prüfungsteil 2 besteht aus einer schriftlichen Fallarbeit zu einem komplexen un-ternehmerischen Veränderungsvorhaben. Geprüft werden die Handlungskompe-tenzbereiche A «Organisation gestalten», B «Kader und Mitarbeitende führen», C «Produktion leiten», F «Supply-Chain-Management betreiben» und G «Betriebs-wirtschaftliche und finanzielle Führung sicherstellen». Der Handlungskompetenzbereich E «Komplexe und/oder parallele Projekte steuern» wird in angewandter Form geprüft.
Der Prüfungsteil 3 besteht aus einem Gespräch in einer anspruchsvollen Hand-lungssituation einer Führungsperson. Geprüft werden vorwiegend Kompetenzen aus den Handlungskompetenzbereichen D «Mit Anspruchspersonen kommunizieren» verbunden mit B «Kader und Mitarbeitende führen» und F «Supply-Chain-Ma-nagement betreiben».
Für die Abgabe des eidgenössischen Diploms ist das Bestehen der höheren Fachprüfung erforderlich.
Die Prüfungsordnung und die Wegleitung Produktionsleiter/-in sind noch beim SBFI in der Vernehmlassung