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Die Jura-Bern-Bahn baute 1875 als ersten kleinen Bahnhof den zentralen Gebäudeteil mit der Uhr über der Platzfassade. Seine heutige Gestalt erhielt der symmetrische Steinbau im Stil des französischen Neuklassizismus erst 1884 mit dem Anbau der Seitenflügel. Bahnhof, Postgebäude, Ladentrakt und Güterschuppen bilden eine städtebauliche Einheit entlang dem langgestreckten Bahnhofplatz.
Bei der Renovation wurden Eingangs- und Schalterhalle frei geräumt, auf der Bahnseite störende Anbauten aus der Nachkriegszeit entfernt. Der neue Ladentrakt an Stelle eines alten Dienstgebäudes öffnet sich mit einer langen Glasfront gegen den Platz. Er nimmt die Proportionen des Bahnhofs auf und ist unter das renovierte hölzerne Vordach geschoben, das auch die breite Treppe zur neuen Unterführung deckt.
Am Ostende der Gleisanlagen steht die halbrunde Lokremise von 1898 mit zwölf Toren um die zentrale Drehscheibe. Sie wurde 1997 als eine der letzten Rotunden-Remisen in der Schweiz restauriert und dient als Lokmuseum. Im Westen wird das Gleisfeld durch eine Passerelle begrenzt.
Der grosse Güterbahnhof an der Kreuzung der Linien BernParis, BaselGenf und (bis 1918) BaselParis förderte die Stahl- und Maschinenindustrie. Delsberg wuchs und wurde durch den Zuzug von mehreren Hundert Bahnangestellten aus der Deutschschweiz für einige Jahrzehnte zweisprachig.
Baujahr: 1875 / 1884 / 2004
Architektur: Architektur: Friedrich Ludwig von Rütte (Bern), Renovation: Renato Salvi Architekten (Delsberg), Rotunde: Ingenieure Probst, Chappuis, Wolf (Nidau)
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Bahnhof Delsberg
Adresse3000 Bern
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz