Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03347.jsonl.gz/1253

Musik
Der Verein Buser World Music Forum bezweckt unter anderem die Förderung und Durchführung von Projekten im Bereich der Musik, vor allem der klassischen Musik. Mehr über eigene und geförderte Projekte finden Sie weiter unten.
Grundsätzlich möchte der Verein einen wichtigen Beitrag zur Kulturförderung in der Schweiz leisten.
Unter anderem möchte der Verein Möglichkeiten schaffen, damit sich junge Künstlerinnen und Künstler einem breiten Publikum präsentieren können. Ausserdem eignen sich solche Veranstaltungen, um Spenden zu akquirieren und den Verein einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.
Der Verein plant, abhängig von seinen finanziellen Mitteln, mittel- bis langfristig die Durchführung eines klassischen Festivals unter dem Namen "World Music Forum" an einem berühmten Ort. Dieses soll als Gala- und Benefiz-Veranstaltung stattfinden. Die Erträge fliessen in den Verein, um damit gemeinnützige Kultur- und Umweltschutzprojekte in der Schweiz zu fördern. Der Anlass wird durch eine Videoaufzeichnung für jedermann zugänglich sein.
Gleichzeitig hat der Verein vor, 2-4 Mal pro Jahr in der Schweiz eine Veranstaltung unter dem Namen "Conlydra" durchzuführen, an welcher Musik und verschiedene Formen der Kunst sowie Literatur vereint werden. Diese Anlässe sollen für jedermann zugänglich sein und vor allem jungen Künstlerinnen und Künstlern sowie Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren. Denkbar ist, dass sich dabei die besten Nachwuchs-Talente am World Music Forum präsentieren können. Die Conlydras dienen dabei als Sprungbrett.
Erste Veranstaltungen sind, abhängig von den zur Verfügung stehenden Ressourcen, ab dem Jahr 2023 denkbar. Weitere Informationen erhalten Sie zu gegebener Zeit auf dieser Website.
Projekte
Der Verein Buser World Music Forum hat bisher rund 10 Projekte unterstützt, darunter auch Organisationen, welche den Zugang von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur Musik erleichtern (z. B. Jugendchöre oder Fördervereine).
Der Verein führt ausserdem eigene Musikprojekte durch.
Im September 2021 besuchte der virtuose Zürcher Nachwuchs-Geiger Adrian Trachsel im Rahmen eines Projekts erstmals eine Schulklasse an einer Primarschule. Weitere Einsätze sind geplant.
Im Folgenden der Bericht der Klassenlehrerin der 3./4. Klasse in Wiedlisbach (BE), Livia Häfliger:
***
Man hörte das Geräusch umherschiebender Stühle, Kinderlachen und laute Gespräche. Die Aufregung in der Luft war zu spüren. Alles verstummte, als die ersten Klänge durch die Luft schwebten, welche die Kinder in den Bann zogen. Voller (Er-)Staunen sahen und hörten sie zu, wie der Bogen die Saiten zum Klingen brachte und welche Wendungen und Überraschungen das erste Stück von Violonist Adrian Trachsel nahm. Einige hörten zum ersten Mal ganz bewusst den Klängen einer Geige zu, und man konnte in den Gesichtern ihr Erstaunen und die Vorfreude auf die kommenden zwei Lektionen ablesen.
Nachdem die letzten Töne verklungen waren, wurde das Programm der beiden Lektionen vorgestellt.
Die Kinder durften als erstes Fragen an den für sie noch unbekannten Musiker und Künstler stellen. Die Fragen kamen anfangs zaghaft und zurückhaltend. Mit der Zeit aber sprudelten sie und die Kinder zeigten grosses Interesse, mehr über den Künstler und das Geigenspielen zu erfahren. Es wurde gefragt, seit wann er Geige spiele, wie viel Wert seine Geige habe, ob er vom Geigenspielen leben könne, wie viel er üben muss, warum er Geige spiele, aus welchem Holz die Geige hergestellt sei und viele weitere Fragen. Die Kinder wollten auch wissen, ob er nebst klassischen Liedern moderne Lieder spielen könnte. Spontan improvisierte er ein Lied aus der aktuellen Hitparade, welches die Kinder auf Anhieb kannten und man konnte die Begeisterung in den Gesichtern und an ihren Ausrufen erkennen.
In einem nächsten Schritt wurden Bilder der Kinder auf dem Boden ausgelegt, welche unterschiedliche Gefühle zum Ausdruck gaben. Die Gefühle wurden mit alltäglichen Situationen verglichen. Daraufhin wurden die bereitgelegten Klang- und Rhythmusinstrumente den Gefühlen zugeordnet. Die Aufgabe bestand nun darin, in kleinen Gruppen ein Gefühl auszusuchen und dies musikalisch in einer Melodie und einem Rhythmus umzusetzen. Jede Gruppe entschied sich für ein Gefühl für eine Auswahl an Instrumenten, mit welchen sie musizieren wollten. Adrian Trachsel begleitete die Kinder in ihrem Prozess und gab Hilfestellungen oder Ideen für die Umsetzung. Am Schluss durfte jede Gruppe ihre einstudierte Darbietung vortragen und die anderen Kinder durften raten, um welches Gefühl es sich handelt. Nach jeder Präsentation improvisierte Adrian Trachsel ein paar Töne, wie er das Gefühl mit der Geige umsetzen würde. Es war ein Zusammenspiel aus den Ideen der Kinder und dem gebannten Folgen der Melodie, welche Adrian Trachsel der Geige entlockte.
Als Abschluss sangen die Kinder ihr Klassenlied. Sie wurden von Adrian Trachsel auf der Geige begleitet. Es entstand der Eindruck eines kleinen Konzerts. Die Begleitung am Klavier und die Geigentöne verschmolzen mit dem Kinderchor zu einer schönen Harmonie. Die Kinder strahlten und staunten, da das selbst produzierte Klangerlebnis eine neue Erfahrung für sie war.
Am Ende fragten sie, ob er wieder einmal einen Besuch machen könnte und am liebsten würden sie gerne einmal ein Konzert in Zürich besuchen, um ihn zusammen mit seinem Orchester erleben zu können.
Diese beiden Lektionen waren eine wertvolle Erfahrung und ermöglichten den Kindern ein spezielles musikalisches Erlebnis sowie eine Begegnung und einen Austausch mit einem Künstler und dessen Geige. Er konnte die Kinder begeistern und inspirieren.
Adrian Trachsel brachte den Kindern das Geigenspielen und die Bandbreite von Klassik bis zu moderner Musik, über das Begleiten eines Liedes bis hin zum Improvisieren näher.
***