Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03174.jsonl.gz/1086

Gebietsentwicklung Grenzhof
Mitwirkung zur Gebietsentwicklungsstudie
Ein Partizipationsprozess ist eine Folge von Partizipations-Aktivitäten (z.B. zuerst eine Umfrage ausfüllen, dann Vorschläge machen, diese face-to-face oder in virtuellen Events diskutieren, und sie schliesslich priorisieren) mit dem Ziel, ein bestimmtes Thema zu definieren und darüber zu entscheiden.
Beispiele für partizipative Prozesse sind: ein Verfahren zur Wahl von Ausschussmitgliedern (bei dem die Kandidaturen zuerst präsentiert, anschliessend debattiert und schliesslich eine Kandidatur ausgewählt wird), die Bürgerhaushalte (bei denen Vorschläge gemacht, wirtschaftlich bewertet und mit dem verfügbaren Geld abgestimmt werden), ein strategischer Planungsprozess, die gemeinschaftliche Ausarbeitung einer Vorschrift oder Norm, die Gestaltung eines städtischen Raums oder die Erstellung eines öffentlichen Planes.
Seit Februar 2020 werden die Kinder des Schulhauses Grenzhof in einem Provisorium unterrichtet. Die beiden Pavillons können wegen der Schadstoffbelastung nicht mehr als Schulraum genutzt werden. Geplant ist, dass die Kinder ins «Rönnimoos» umziehen, wenn die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage abgeschlossen ist. Der Stadtrat möchte auf dem freiwerdenden Areal und auf den benachbarten städtischen Arealen gemeinnützige Wohnungen, zusätzliche Freiräume und Quartiernutzungen realisieren. Aktuell wird hierzu eine Studie zur Weiterentwicklung des Gebiets durchgeführt.
Ein interdisziplinäres Planungsteam hat zwei unterschiedliche Entwicklungsvarianten für das Gebiet ausgearbeitet. Diese sehen zusätzliche gemeinnützige Wohnungen, Quartiernutzungen, einen grösseren öffentlichen Freiraum sowie eine neue Fuss- und Velowegverbindung durch das Quartier vor. Die Varianten unterscheiden sich insbesondere in der Lage und Gestaltung des neuen Freiraums: dieser wird entweder in Waldnähe, oder auf dem Areal der ehemaligen Schulanlage Grenzhof geschaffen. Noch ist nicht entschieden, welche Variante weiterverfolgt wird. Nächster Schritt ist, die Meinung der Quartierbevölkerung einzuholen.
Am 30. Oktober 2021 bietet die Stadt Luzern auf einen Spaziergang durch das Areal die Möglichkeit, sich zu informieren, Rückmeldungen zu geben und Fragen zu stellen.
Zudem besteht bis Ende November 2021 die Möglichkeit, in einer Online-Umfrage Anregungen zu den unterschiedlichen Entwicklungsansätzen einzubringen. Die Rückmeldungen fliessen in die weiteren Planungsschritte mit ein.