Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03237.jsonl.gz/351

+++
Zum Coronavirus-Ticker vom Sonntag, den 3. Mai, geht es hier.
+++
21:00
Die US-Seuchenbehörde CDC meldet 30'369 neue Coronavirus-Fälle. Damit haben sch 1'092'815 Menschen in Amerika mit dem Virus angesteckt. Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Patienten steigt um 1877 auf 64'283.
+++
19:50
Der britische Premierminister Boris Johnson hat seinem Sohn teilweise nach den Ärzten benannt, die ihn während seiner schweren Covid-19-Erkrankung behandelt haben. Das am Mittwoch zur Welt gekommene Baby trägt den Namen Wilfred Lawrie Nicholas. Die ersten beiden Namen gingen auf den Großvater von Johnson und auf ihren Großvater zurück, schrieb Johnsons Lebensgefährtin und Mutter des Neugeborenen, Carrie Symonds, am Samtag im Online-Netzwerk Instagram. Nicholas sei eine Referenz an Nick Price und Nick Hart. Die beiden Ärzte hatten Johnson während seiner schweren Erkrankung behandelt. Der Premier war mehrere Tage auf einer Intensivstation und sagte nach seiner Heilung, das Personal im Krankenhaus St. Thomas hätte ihm das Leben gerettet. Der 55 Jahre alte Regierungschef hatte vergangenen Montag seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen.
+++
19:30
In der Türkei steigt die Zahl der Infizierten um 1983 auf 124'375. Damit ist die Türkei nach den USA das nicht europäische Land mit den meisten Erkrankungen. Die Zahl der Todesfälle steigt um 78 auf 3336.
+++
18:15
Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen geht nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde in Schweden zurück. Der schwedische Staatsepidemiologe Anders Tegnell bestätigte im Gespräch mit dem Sender SVT, dass die sogenannte Reproduktionszahl seit einigen Tagen unter 1,0 liege. Dies besagt, dass ein mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Schwede durchschnittlich weniger als einen weiteren Schweden ansteckt. "Das bedeutet, dass die Pandemie allmählich abebben wird", erklärte Tegnell am späten Freitagabend in dem Sender.
Eine Zusammenstellung der schwedischen Gesundheitsbehörde zeigt, dass die Reproduktionsrate im Land seit dem 10. April relativ stabil bei rund 1,0 lag. Am 1. April hatte sie demnach noch 1,40 betragen, am 25. April - dem letzten bislang veröffentlichten Wert - nach mehrtägigem Rückgang nur noch 0,85.
Schweden geht im Kampf gegen die Corona-Krise einen international beachteten Sonderweg. Im Vergleich zu den meisten anderen Ländern hat das skandinavische Land mit lockereren Massnahmen auf die Pandemie reagiert, Kindergärten, Schulen und andere Einrichtungen wurden zum Beispiel niemals geschlossen. Vielmehr appelliert es an die Vernunft der Bürger, damit diese Abstand halten und die Corona-Verbreitung somit abgebremst werden kann. Verglichen mit dem Rest Skandinaviens haben die Schweden jedoch relativ viele Infektions- und Todesfälle: Bis Samstagvormittag wurden mehr als 22 000 Infektionen und mehr als 2650 Tote mit Covid-19-Erkrankung erfasst.
In Schweden passiert offenbar gerade etwas, was nicht passieren darf. Was nun, Frau Merkel und meine Damen und Herren Ministerpräsidentinnen? https://t.co/Af6RRxU35V
— Steinhoefel (@Steinhoefel) May 2, 2020
+++
18:10
In Italien ist die Zahl der Coronavirus-Toten um 474 auf 28'710 angestiegen. Im Vergleich zum Vortag steckten sich 1900 Menschen neu mit dem Erreger an. Damit haben sich insgesamt 209'328 Menschen in Italien infiziert. 79'914 wurden als geheilt aus der medizinischen Betreuung entlassen.
+++
17:45
In Grossbritannien ist die Zahl der Todesfälle Stand 1. Mai auf 28'131 gestiegen. Das bedeutet ein Zuwachs von 621 im Vergeich zum Tag zuvor, wie Wohnungsbauminister Robert Jenrick sagt. Damit sind in Grossbritannien inzwischen fast so viele Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben wie in Italien. Das südeuropäische Land bezifferte die Zahl am Freitag mit 28'236.
+++
16:30
Vor dem Tag der Pressefreiheit hat die Europäische Union Hindernisse für Medien in der Corona-Krise scharf kritisiert. "Es ist sehr bedenklich, dass die Covid-19-Pandemie in einigen Ländern als Vorwand benutzt wird, um der Pressefreiheit unzulässige Beschränkungen aufzuerlegen", heisst es in einer Erklärung, die der Aussenbeauftragte Josep Borrell am Samstag im Namen der 27 EU-Staaten abgab.
Am Sonntag wird weltweit an den Wert der Pressefreiheit erinnert. Unlängst hatte die Organisation Reporter ohne Grenzen vor weiteren Einschränkungen in der Krise gewarnt und unter anderem Vorwürfe gegen China erhoben. Auch im EU-Land Ungarn fürchten Kritiker nach der Verschärfung von Strafen für sogenannte Falschnachrichten um die freie Berichterstattung.
+++
14:30
In China stemmt sich die Provinz Heilongjiang gegen ein Wiederaufflammen der Epidemie. Während in den restlichen Landesteilen Einschränkungen gelockert werden, verstärkt die Provinzhauptstadt Harbin mit zehn Millionen Einwohnern ihre Massnahmen. Dort dürfen Speiselokale vorübergehend keine Mahlzeiten mehr in ihren Innenräumen ausgeben, wie der staatliche Sender CCTV unter Berufung auf eine Anordnung der Behörden berichtet. Die Provinz grenzt an Russland. Von dort wurden viele der in Heilongjiang festgestellten Infektionen eingeschleppt. Daher hat die Provinzregierung bereits bestimmte Einreisesperren verhängt.
+++
14:00
Für die internationalen Aktienmärkte war der Monat April ertragsreich. Der Schweizer Leitindex Swiss Market Index etwa legte im abgelaufenen Monat rund 7 Prozent zu, der Dow Jones in den USA fast 10 Prozent. Im cash-Artikel "Schweizer Aktien: Die Tops und Flops im April" erfahren Sie, welche Aktien aus dem SMI besonders gut abgeschnitten haben.
Noch kein Trading-Konto?
- Nur 29 Franken Courtage pro Online-Trade
- ob Aktien, Fonds, Anleihen oder Strukturierte Produkte
- Zugang zu allen wichtigen Börsenplätzen weltweit
- Gratis Realtime-Kurse im Wert von 1'298 Franken pro Jahr (ab Depotwert 20'000 Franken)
- Auf Wunsch telefonische Beratung
+++
13:15
In der Schweiz und in Liechtenstein haben sich innerhalb eines Tages 112 Personen neu mit dem Coronavirus angesteckt, weniger als am Vortag. Am Freitag hatte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 119 zusätzliche Fälle gemeldet, am Donnerstag deren 179. Insgesamt gab es nach Angaben des BAG vom Samstag 29'817 laborbestätigte Fälle. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit jeweils tieferen Zahlen am Wochenende.
Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Samstagmittag 1755. Das BAG gab die Zahl der Todesopfer mit 1467 an. Pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es 347 Infektionen.
Bisher wurden mehr als 276'000 Tests durchgeführt. Davon waren nach Angaben des BAG 13 Prozent positiv. Eine Person kann mehrere Male getestet worden sein. Das BAG empfiehlt Tests für alle Patienten mit Symptomen von Covid-19.
— BAG – OFSP – UFSP (@BAG_OFSP_UFSP) May 2, 2020
+++
12:45
Verschiedene Fraktionen haben am Samstag ihre thematischen Schwerpunkte für die ausserordentliche Session von kommender Woche definiert. Die SVP wehrt sich gegen weitere staatliche Eingriffe, insbesondere bei den Geschäftsmieten, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Mieterlasse wären "nichts anderes als eine staatlich angeordnete Enteignung". Die grösste Fraktion im Parlament kritisiert den Bundesrat für seine restriktiven Massnahmen der vergangenen Woche scharf. Die Gefährlichkeit der Pandemie sei anfänglich überschätzt worden. "Die prognostizierte Katastrophe ist nicht eingetroffen." Mit einem Vorstoss verlangt die SVP deshalb, dass auch bei einer allfälligen zweiten Corona-Welle auf einen Lockdown verzichtet wird. Die Personenfreizügigkeit ist laut der Fraktion weiter auszusetzen.
Die Grünliberalen setzen einen ihrer Schwerpunkte bei den geplanten Staatshilfen für die Luftfahrtindustrie. "Es kommt nicht infrage, dass der Bund die Luftfahrt mit Milliarden rettet, ohne mehr Auflagen für den Klimaschutz zu machen", schreibt die Fraktion in einer Mitteilung. Die GLP schlägt Anleihen für die Finanzierung von Umweltprojekten vor, sogenannte Green Bonds. Damit könne gewährleistet werden, dass Luftverkehrsunternehmen ihre Treibhausgasemissionen schrittweise reduzierten. Lehnt das Parlament Auflagen zum Klimaschutz ab, wird die GLP-Fraktion nach eigenen Angaben die Milliardenkredite für die Luftfahrt nicht unterstützen.
+++
12:00
In Spanien steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus auf mehr als 25'000. Das Gesundheitsministerium meldet einen Zuwachs um 276 auf 25'100. Die Zahl der bestätigten Infektionen legt um 1366 zu auf 216'582. Spanien ist eines der von dem Virusausbruch am stärksten betroffenen Länder weltweit. Allmählich werden die Einschränkungen des öffentlichen Lebens aber wieder vorsichtig gelockert. Nach einem siebenwöchigem Verbot dürfen Erwachsene mittlerweile wieder draußen Sport machen. In Barcelona drehen Jogger und Fahrradfahrer ihre Runden in Strandnähe, im Wasser sind Surfer und Paddelbootfahrer unterwegs.
+++
11:40
In Russland steigt die Zahl der Infektionen nach Behördenangaben um 9623 auf 124'054. Das ist der bislang grösste Zuwachs binnen 24 Stunden in dem Land. Die Totenzahl legt um 57 auf 1222 zu.
+++
11:00
Der angebliche Fall des neunjährigen Mädchens, das in der Schweiz wegen des Coronavirus gestorben sein soll, macht nun auch international Schlagzeilen. Medien in Deutschland (wie die "Bild"-Zeitung) oder Österreich griffen die Geschichte auf. In Wahrheit handelte es sich bei der verstorbenen Person um eine 109-jährige Frau, die am letzten Samstag in der Todesfallstatistik des Bundesamts für Gesundheit (BAG) erschien. Bei der Erfassung des Falles sei das Geburtsdatum versehentlich auf 2011 statt 1911 gesetzt worden, so das BAG. Es war nicht der erste derartige Fehler, wie der Tages-Anzeiger berichtete. Möglicher Hintergrund: Viele Ärzte mussten Corona-Fälle dem BAG noch per Fax melden, dies führte zu Problemen bei der Erfassung. Das Amt richtete nun eine elektronische Lösung ein.
Daten-Panne in der Schweiz - 9-jährige Corona-Tote war eigentlich 109 Jahre alt https://t.co/zOfQF3xEHa
— BILD (@BILD) May 1, 2020
+++
09:45
In Indien müssen alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und der Privatwirtschaft eine Corona-Tracing-App nutzen. Diese Anordnung macht das Innenministerium bekannt. Die von Behörden entwickelte App soll Nutzer warnen, wenn sie mit Personen in Kontakt gekommen sein könnten, bei denen später Covid-19 festgestellt wurde oder ein starker Verdacht auf diese Erkrankung besteht.
+++
Abonnieren Sie hier kostenlos den Newsletter von cash.ch
+++
08:15
FDP-Bundesrätin Karin Keller-Sutter hat das Zurückrudern des Bundesrates bei einigen Entscheiden verteidigt. Die Landesregierung wisse aber, dass die Kommunikation der Lockerungsstrategie nicht optimal war, sagte sie den "Zeitungen von CH-Media" vom Samstag. Der Bundesrat hätte den weiteren Fahrplan und die Prüfaufträge nicht klar kommuniziert, erklärte Keller-Sutter weiter. Zudem sei der zweite Mangel die Aufhebung der Sortimentsbeschränkung bei den grossen Detailhändlern gewesen. "Das war gut gemeint, aber schlecht kommuniziert und hat am Schluss nur zu Verwirrung geführt", betonte die Justizministerin. Deshalb habe das Gremium den Entscheid auch rückgängig gemacht, hiess es.
Die Bundesrätin wies zudem ein aktuelles höheres Gewichten der wirtschaftlichen Interessen als die Gesundheitsaspekte der Bevölkerung ausserdem von sich. "Nein, dieser Eindruck stimmt nicht. Denn bereits am 16. April hat der Bundesrat dem Innendepartement den Auftrag gegeben, für die Bundesratssitzung vom 29. April vorgezogene Lockerungen in den Bereichen Gastronomie, Sport und Freizeit auszuarbeiten", erklärte sie.
Bundesrätin Karin Keller-Sutter über #Grenzöffnung.#Bundesrat will ab 11. Mai Grenzen für neue Grenzgänger und Arbeitskräfte aus EU öffnen, weil Geschäfte und Restaurants.
Wäre es nicht angezeigt, zuzuwarten und #Schweizern ohne Arbeit #Chance zu geben? https://t.co/nEiV3GsVUt pic.twitter.com/vKc9MusfDP
— Hans-Jörg Bertschi (@hjbertschi) May 2, 2020
+++
08:00
Die Massnahmen in der Corona-Pandemie sind für knapp die Hälfte der Schweizer Bevölkerung gut austariert. Wissenschaft, Bundesrat und BAG geniessen Vertrauen, das Krisenmanagement von China und USA sind in der Kritik. Dies zeigt eine am Samstag veröffentlichte Umfrage von gfs.bern. Demnach halten breite Kreise der Gesellschaft sich an die Vorgaben und sind bisher wenig unmittelbar existenziell bedroht. 15 Prozent stellen sich recht fundamental gegen die Notmassnahmen.
+++
06:00
In Deutschland ist die Zahl der festgestellten Infektionen um 945 auf 161'703 gestiegen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle legt um 94 auf 6575 zu.
Einen Überblick über die Corona-Fälle weltweit bietet die Karte der John Hopkins Universität in den USA.
+++
05:30
Singapur will in den kommenden Wochen damit beginnen, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu lockern. Gesundheitsminister Gan Kim Yong kündigt an, dass ab dem 12. Mai Geschäftstätigkeiten in den eigenen vier Wänden, Wäschedienste und Friseure die Arbeit wiederaufnehmen dürfen. Ab dem 19. Mai sollen erste Schüler in kleinen Gruppen wieder in die Schule gehen.
+++
03:00
US-Präsident Donald Trump hofft auf weniger als 100'000 Tote in den USA durch die Coronavirus-Pandemie. Die USA würden hoffentlich unter dieser Marke bleiben, sagt Trump. Es sei dennoch eine "schreckliche Zahl". Am Montag hatte er angedeutet, dass lediglich 60'000 bis 70'000 Menschen dem Virus zum Opfer fallen könnten. Bis Freitagnachmittag waren bereits mehr als 63'000 US-Bürger an dem neuartigen Virus gestorben.
— Economic Times (@EconomicTimes) May 2, 2020
+++
00:30
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem US-Pharmakonzern Gilead in Notfällen den Einsatz seines experimentellen Anti-Viren-Medikamentes Remdesivir bei Covid-19-Patienten gestattet. Während eines Treffens mit US-Präsident Donald Trump im Präsidenten-Büro sagte Gilaed-Chef Daniel O'Day am Freitag in Washington, dies sei ein wichtiger Schritt. Seine Firma werde 1,5 Million Einheiten der Arznei spenden.
In der abgelaufenen Woche hatte der Konzern angegeben, das Medikament Remdesivir habe bei Tests an Corona-Patienten ermutigende Ergebnisse gezeigt. Der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, nannte erste Ergebnisse einer Regierungsstudie "wirklich sehr wichtig".
(cash/Reuters/Bloomberg/AWP/SDA)