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Feldsessel
Auf der Suche nach einem mobilen Stuhl für ein bevorstehendes Shooting, bin ich auf den Roorkhee Stuhl gestossen. Kein Begriff? Ging mir auch so. Er ist allerdings eine echte Legende muss man bemerken. So diente er nämlich den britischen Militärdienstlern, die Ende des 19.Jahrhunderts in der Stadt Roorkhee positioniert waren, als Sitzunterlage. Wahrscheinlich sassen irgendwelche Offiziere oder Generäle drauf. Wohl eher nicht das gemeine Marschvolk.
Ein paar Jährchen später, 1933 um genau zu sein, nahm sich der Däne Kaare Klint dem legendären Stuhl an und entwickelte das erste “Build-it-yourself-Möbel” daraus. Also ein Teil, welches sich ohne Zutun von Werkzeug und Co., zusammen bauen liess. Der Begründer des dänischen Möbeldesigns hatte in einem Afrika-Reiseführer ein Bild vom Feldsessel eines britischen Offiziers gesehen und liess sich davon inspirieren. Der Safari Chair schlug ein wie eine Bombe und niemand geringeres als Mister Funkktionales-Design himself, Arne Jacobsen, erwarb eines der ersten Stücke.
Doch die Geschichte ist hier noch nicht zu Ende: Rund siebzig Jahre später nahm sich wieder ein Däne, Sebastian Jørgensen, den Roorkhee zur Vorlage und entwickelte daraus den Nomad Chair für das Ökolabel We Do Wood. Dieser setzt sich aus Canvas, Leder und Bambus zusammen. Eine extrem hübsches und auch nachhaltige Stück, wie ich finde.