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Rogenmoser, Eduard
Gestorben: 1948, Oberägeri
Rogenmoser lebte zeitlebens im Oberägerer Weiler Alosen, wo er mit seiner Frau Maria Antonia Kälin fünf Kinder grosszog. Rogenmoser übernahm von seinem Vater Sigmund die Poststelle Alosen sowie einen Laden. Bis zur Einführung des Postautoverkehrs 1932 bediente er mit Ross und Wagen die Strecke Oberägeri-Alosen-Gottschalkenberg. Als Handelsreisender verkaufte er Artikel des täglichen Bedarfs. Im Bürgerrat von Oberägeri 1909-1925, später Zuger Kantonsrat 1927-1942. Technisch interessiert und handwerklich versiert, bastelte Rogenmoser Motorvehikel, etwa ein dreirädriges Motorrad mit Polstersessel. Er baute ein Kleinkraftwerk am Dorfbach, das Elektrizität fürs eigene Haus lieferte. Rogenmoser war Hobbyfotograf von durchaus professionellem Format, der seine Aufnahmen regelrecht komponiert und arrangiert haben soll. Diese Aufnahmen bilden ein wichtiges Zeitdokument aus dem Ägerital, insbesondere des Dorflebens in Alosen. Der Nachlass liegt bei der Enkelin Erica Albisser-Iten in Oberägeri und besteht aus rund 1300 Glasnegativen.
EINZELPUBLIKATIONEN
Erica Albisser-Iten, «Eduard Rogenmoser. Fortschritt auf dem Lande. Fotografien», Verlag Victor Hotz, Steinhausen 2000.
SAMMELPUBLIKATIONEN
«Der Kanton Zug und seine Fotografen 1850-2000», Zürcher Druck + Verlag, Rotkreuz 2000.