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Statistik der Unternehmensgruppen (STAGRE) 2014-2022 Umsatzstärkste Unternehmensgruppen sind mehrheitlich ausländisch kontrolliert
23.11.2023 - Ende 2022 waren in der Schweiz 61 870 Unternehmen Teil einer Unternehmensgruppe. Sie beschäftigten über 2 Millionen Personen, was mehr als 40% der Gesamtbeschäftigtenzahl des marktwirtschaftlichen Sektors entspricht. Innerhalb der Kategorie der umsatzstärksten Gruppen nehmen die ausländisch kontrollierten Multinationalen eine Vormachtstellung ein. Dies geht aus den neuesten Ergebnissen der Statistik der Unternehmensgruppen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Nebst strukturellen Variablen wie Anzahl Gruppen, Unternehmen und Beschäftigte erfassen die soeben publizierten Resultate der Statistik der Unternehmensgruppen (STAGRE) auch die Umsätze sowie die Warenimporte und -exporte von Einheiten in Unternehmensgruppen.
Stetig zunehmende Bedeutung der Unternehmensgruppen
Über die acht Referenzjahre, für welche vergleichbare Daten aus der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) vorliegen, ist die relative Bedeutung der Unternehmensgruppen leicht gestiegen. Mit jährlich 1,4% von 2014 bis 2021 war die mittlere Wachstumsrate der Beschäftigten von Unternehmensgruppen höher als in allen marktwirtschaftlichen Unternehmen der Gesamtwirtschaft (0,9%). Inländisch kontrollierte Gruppen waren für den Arbeitsmarkt von wesentlich grösserer Bedeutung als ausländisch kontrollierte. Letztere umfassten zuletzt 18 312 Unternehmen mit 552 524 Beschäftigten. Somit sind mehr als doppelt so viele Beschäftigte bei Unternehmensgruppen unter Schweizer Kontrolle zu finden als in ausländisch kontrollierten Gruppen.
In sämtlichen Referenzjahren der Reihe erhöhten sich die Zahlen sowohl der einer Unternehmensgruppe angeschlossenen Unternehmen als auch der in diesen Einheiten tätigen Personen. Während die jährlichen Wachstumsraten der Anzahl Unternehmen teils beachtliche Werte erreichten (zwischen 2,2% und 6,7%), zeigte sich das Beschäftigungswachstum etwas moderater und konstanter. Die Zunahme der Beschäftigten bewegte sich in einer Spanne zwischen 0,8% (im Jahr 2020) und 2,1% (in den Jahren 2018 und 2021).
Ausländische Gruppen besonders umsatzstark
Beim Umfang des erwirtschafteten Umsatzes bestehen zwischen den verschiedenen Unternehmensgruppen sehr grosse Unterschiede. 2021 brachten es die Gruppen auf einen Gesamtumsatz von nahezu 2500 Milliarden Franken. Der Löwenanteil wurde von ausländischen Multinationalen erwirtschaftet (1628 Milliarden Franken) und nur ein Drittel von Schweizer Unternehmensgruppen. Unter den ausländischen Multinationalen entfällt 89% des Umsatztotals auf Gruppen, die der Kategorie der sehr umsatzstarken Gruppen (Jahresumsatz von 750 Mio. Franken oder mehr) zuzurechnen sind. Dies ist deshalb eindrücklich, weil diese sehr umsatzstarken Gruppen nicht sehr zahlreich sind: Nur 224 Gruppen, also weniger als zwei Prozent aller ausländischen Multinationalen (12 326), überschreiten diese Umsatzschwelle. Ein ähnliche «Polarisierung» ist auch bei den inländischen Multinationalen festzustellen, allerdings mit einer geringeren Anzahl von Gruppen und einem kleineren Umsatztotal.
Wird für diese Analyse der Umsatz ausgeklammert, der durch Unternehmenseinheiten mit der Tätigkeit «Grosshandel» erwirtschaftet wird, ergibt sich ein komplett anderes Bild. Dann stehen die inländischen Multinationalen mit über 50% des Gesamtumsatzes an erster Stelle. Sowohl bei den inländisch als auch bei den ausländisch kontrollierten Multinationalen bleibt auch hier die Grössenklasse der Gruppen mit einem Umsatz von mindestens 750 Millionen Franken am stärksten vertreten. Allerdings ist die Dominanz dieser besonders umsatzstarken Gruppen etwas weniger erdrückend: Unter Ausschluss der Tätigkeiten des Grosshandels erwirtschaften sie lediglich 78% bzw. 69% des Gesamtumsatzes aller inländischen bzw. ausländischen Multinationalen.
Top drei der Sitzländer konstant
Die Rangfolge der drei wichtigsten Sitzländer für in der Schweiz aktive Filialen ausländischer multinationaler Unternehmensgruppen blieb zwischen 2014 und 2022 unverändert. 2022 war mehr als die Hälfte aller Beschäftigten in ausländischen Unternehmensgruppen einem der Top-3-Länder Deutschland (22,3%), Vereinigte Staaten (19,5%) und Frankreich (15,1%) zuzurechnen. Dieselbe Rangordnung liess sich auch bezogen auf die Anzahl Unternehmen finden.
Diese Konstanz an der Spitze sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es zwischen 2014 und 2022 zu bedeutenden Verschiebungen bezüglich der Sitzländer von ausländisch kontrollierten Unternehmen gekommen ist. So hat sich die Anzahl Arbeitsplätze bei Chinesisch kontrollierten Unternehmen nahezu verfünffacht, nämlich von 1848 auf 8872. Mehr als verdreifacht hat sich auch die Zahl der Beschäftigten in Unternehmen unter luxemburgischer Kontrolle (von 4990 auf 15 507), während in Einheiten von italienischen Multinationalen ein Beschäftigungsrückgang zu verzeichnen war (von 15 519 auf 13 173).
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