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So, nun haben wir uns in und um Licata umgeschaut. Licata ist eine Stadt im Freien Gemeindekonsortium Agrigent. Die Phönizier trieben hier schon um 1000 v.Chr. Handel. Unter den Römern wurde in Licata ein Hafen gebaut, der die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum und Umschlagplatz für Weizen machte. 827 wurde sie von den Arabern erobert,1086 von den Normannen. Der heutige Namen der Stadt geht auf das griechische Halykada zurück, “ auf Salz gebaute Stadt “ nach dem salzhaltigen Fluss Salso, der bei Licata ins Mittelmeer mündet. Der Name erscheint erstmals im 11. Jahrhundert als Lecatam in einer Urkunde Rogers I. von Sizilien. Licata wurde 1553 von türkischen Piraten geplündert, erholte sich wieder und wurde in Richtung Nordwesten ausgebaut. 1943 landeten amerikanische Truppen fünf Kilometer westlich von Licata.
Obwohl Licata heute vorwiegend eine Industrie und Handelsstadt ist, bietet die Stadt einige Sehenswürdigen.
Angefangen beim Hafen.
Die Marina di Cala del Sole verfügt über 394 Hafenplätze, davon ist einer der Platz von Akira bis im April 2024. Im großen Vorhafen befindet sich eine Fischfarm. Der Hafen ist auf alle Seiten gut gegen Wellen geschützt. Die Stege sind ok, Wasser und Strom alles vorhanden. Es befinden sich auch eine Pizzeria , ein Restaurant und ein Café im Hafengelände. Gleich hinter der Anlage liegt ein kleines Shoppingcenter mit dem Supermercato Conad, ideal zum einkaufen.
In der Nähe gibt es eine Markthalle für Früchte und Gemüse, man findet auch in der Stadt einen Fischhändler und verschiedene Bäckereien. Also alles vorhanden was man braucht.
Nach einem Spaziergang durch die Altstadt, gelangt man bergauf zu dem Gipfel des Sant`Angelo – Hügel, dort liegt das Kastell mit einem Turm aus dem 17. Jahrhundert und ist frei zugänglich. Der Weg führt an der Chiesa di Maria SS di Pompei vorbei, die leider angeschlossen war. Beim Abstieg kommt man an verschiedenen Ausgrabungen vorbei, leider kann man die Schilder nicht mehr lesen, die sind von der Sonne ausgebleicht.
Von da aus gelangt man zum Friedhof Cimitero dei Capuccini, dort liegt Gruft an Gruft, neben monumentalen Mausoleen. Sehr bedruckend, wird doch hier für uns so gänzlich anders, den verstorbenen Angehörigen gedacht. Auch die verschiedenen Kirchen und Palazzi sind sehenswert, leider viele sind am verfallen, auch hier wie überall im Süden Italiens fehlt das Geld diese beeindruckenden Bauwerke zu erhalten.
Weiter zum Strand Marianello, der Weg ist nicht berauschend, es liegt sehr viel Müll in den Gassen und dem Parkplatz am Strand. Der Strand selber ist sehr sauber und gepflegt, die Hügel aus Ton sind etwas ganz spezielles, so noch nie gesehen. Eine kleine Strandbar mit einer großen Terrasse lädt zum anhalten ein.
In der letzten Woche wurde das Oktoberfest veranstaltet, bei der unter Seglern beliebten Blue Sky Bar ( Happy Hour immer Dienstag und Freitag )
Gleichzeitig ein paar Gassen weiter war das Gamberi Rosso Festival der Einwohner, was uns doch mehr interessierte. Man kaufte sich Ticket das Stück für 3 Euro, und bekam dafür eine Papiertüte voll frisch frittierten Gamberi und einen Becher Wein. Das haben wir genossen, 4x haben wir zugeschlagen.
Aber auch sonst sind hier in Licata die Preise angenehm, eine Pizza für 5 Euro, genug für uns beide.
In den nächsten Tagen werden wir uns ein Auto mieten und uns andere Orte und Sehenswürdigkeiten anschauen, davon aber später mehr.