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Eine neue Analyse der Schulden Italiens ist zu zwei potenziell schädlichen Schlussfolgerungen gekommen, die große Auswirkungen auf die Märkte haben könnten. Erstens, dass viele andere europäische Länder Italien Schulden schulden, was bedeutet, dass, wenn die italienische Wirtschaft leidet, diese Länder auch in Schwierigkeiten sein könnten. Und zweitens, dass die Schulden Italiens nur wachsen werden, wenn die Wirtschaft zu leiden beginnt.
Die italienischen Banken haben bereits mit rund 1,5 Billionen Euro Schulden zu kämpfen. Andere Länder haben jedoch die italienischen Staatsschulden, die sich auf rund 425 Milliarden Euro belaufen, ausgeliehen. Neue Analysen haben es uns ermöglicht, die Schuldenstruktur zu sehen. Auf diese Weise können wir feststellen, welche Länder am meisten gefährdet sind, wenn die italienische Wirtschaft in eine Rezession gerät. Frankreich ist am stärksten gefährdet, da die französischen Banken Italien insgesamt 285,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt haben. Fast die Hälfte des französischen Kredits an Italien (125,5 Mrd. EUR) wurde von BNP Paribas vergeben. Der zweitgrößte Kreditgeber Italiens war Deutschland, das insgesamt 58,7 Milliarden Euro aufgenommen hat. Das dritthöchste Kreditland an Italien war ein Kreditvolumen von 25,2 Mrd. EUR. Schließlich hat die Barclays Bank (mit Sitz in Großbritannien) Italien Darlehen von rund 17,4 Mrd. EUR gewährt. Sollte der italienischen Wirtschaft etwas zustoßen, könnten diese Länder und Banken ernsthaft betroffen sein. Die Analyse deutete auch darauf hin, dass die Höhe des Risikos steigen könnte, da der italienische Leitzins kurzzeitig ein Drei-Wochen-Hoch erreicht hatte. Während die Schulden Italiens steigen könnten, schrumpfen andere Teile der Wirtschaft, was darauf hindeutet, dass sich die Probleme für das Mittelmeerland verschärfen könnten.
Mit zunehmender Verschuldung Italiens sind die Aspekte der Wirtschaft geschrumpft, was viele Ökonomen zu der Annahme veranlasste, dass sich die Situation verschlimmern könnte. Im vierten Quartal 2018 trat Italien offiziell in eine Rezession ein. Dies deutet darauf hin, dass das Wirtschaftswachstum entweder rückläufig oder stagnierend ist, während die Arbeitslosigkeit und die Insolvenzrate steigen. Darüber hinaus sank der Index der Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe (PMI) im Januar auf 47,8. Der PMI gilt allgemein als guter Indikator für die allgemeine wirtschaftliche Gesundheit eines Landes und ist ein Frühindikator, der von Investoren zur Vorhersage des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verwendet wird. Ein Wert von 47,8 deutet darauf hin, dass die Produktion in Italien rückläufig ist, was auf ernsthafte wirtschaftliche Schwierigkeiten hinweisen könnte. Darüber hinaus plant die italienische Regierung neue Maßnahmen, die die Staatsverschuldung des Landes weiter erhöhen werden.
Zwei entscheidende Faktoren für die Bestimmung der wirtschaftlichen Gesundheit eines Landes sind seine Verschuldung und seine wichtigsten Finanzindikatoren. Im Falle Italiens sind diese beiden Indikatoren negativ. Erstens ist die Staatsverschuldung sehr hoch, und die Regierung plant, die Ausgaben zu erhöhen, was die Verschuldung höher steigen lassen wird. Zweitens deuten viele Wirtschaftsindikatoren, einschließlich des PMI, darauf hin, dass die Wirtschaft unter Druck steht. Daraus lässt sich schließen, dass Italien zwar keine wirtschaftliche Kernschmelze haben dürfte, aber kurzfristig eine schwächere Wirtschaft erleben dürfte.