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Umbau
Der Pavillon in Wollishofen ist für die Schweizer Architektur ein wichtiger Beitrag. In der realisierten Konstruktion aus Stahl, Glas, Holz und Aluminium werden eigenständige Ideen sichtbar. Entwurfsidee und bauliche Realisierung decken sich weitgehend und schöpfen das Potential der damaligen in der Schweiz zur Verfügung stehenden technischen Mitteln weitgehend aus. Der Pavillon ist als Architektur zu bewerten, die Ideen der Zeit deutlich und mit Überlegenheit formuliert.
Nutzungswünsche und Umbaukonzept
Die Sanierung des Gemeinschaftszentrums drängte sich schon seit geraumer Zeit auf. Es galt aktuelle Nutzungswünsche mit einer bautechnischen Sanierung zu ergänzen. Der Pavillon wurde von der Bauherrschaft von Beginn an als Bauwerk mit spezifischer Identität bewertet. Die Sanierungsmassnahmen sollten das Erscheinungsbild des Pavillon in keiner Weise beeinträchtigen. Der Bauherrschaft fällt der Verdienst zu, die Problematik normgerechter Sanierungsmassnahmen erkannt zu haben, und hat entsprechende Studien in Auftrag gegeben. Ziel war es, nicht sofort auf einen Entwurf zuzusteuern, sondern den Rahmen der Möglichkeiten abzustecken und die Richtung der Massnahmen zu bestimmen. Einige Stichworte dazu:
- Sanierung der Dachhaut (Undichtigkeit)
- Eine Lösung für den Sonnenschutz
- Ein Saal für 80 Personen
- Die Kücheneinrichtung sowohl für Mieter als auch für Betreiber benutzbar
- Erneuerung der elektrischen Installationen
- Wiederherstellung des ursprünglichen "Schiffsbodens"
- Einrichtung von geeigneten sanitären Anlagen im Untergeschoss
- Erneuerung der Kanalisation mit Pumpenschacht
Die Studien führten zu einem Entwurf, der aus pragmatischen (und nicht formalen) Gründen die Raumbegrenzungen an die diagonal gelegenen Fixpunkte führt. Wie eine Haut spannen sich die inneren Glasflächen um zwei Kernvolumen, die eine Lücke für eine Treppe ins Untergeschoss freilassen. Es wurde also vom Paradigma des "fliessenden" Raumes abgerückt zugunsten einfacher Raumteilungen. Das Äussere wurde unverändert belassen. Die einzige Ergänzung besteht im textilen Sonnenschutz. Sie ist eine speziell für den Pavillon entwickelte Mechanik, die es erlaubt, Stoffstoren und geöffnete Schwingflügel gleichzeitig zu benutzen.
1997 unter Mitarbeit von Andreas Meier, Dominic Huber