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Das Amsterdam Baroque Orchestra, das 1979 von Ton Koopman gegründet wurde, besteht aus international renommierten Spezialisten für Alte Musik, die mehrmals im Jahr zu Arbeitsphasen zusammentreffen, um neue Konzertprogramme einzustudieren und aufzuführen. Das Repertoire umfasst Werke, die zwischen 1600 und 1791 entstanden sind – das Todesjahr Mozarts bildet hier bewusst die Grenze. Um auch Partituren mit Chor interpretieren zu können, rief Koopman 1992 als vokales Gegenstück zu seinem Orchester den Amsterdam Baroque Choir ins Leben, der sich erstmals beim Festival «Oude Muziek» in Utrecht mit dem 15-stimmigen Requiem und der 32-stimmigen Vesper von Heinrich Ignaz Franz Biber vorstellte. Die Kompositionen wurden zugleich auf CD eingespielt und mit dem «Cannes Classical Award» für die beste Leistung im Bereich Chormusik ausgezeichnet. Die beiden Amsterdamer Ensembles sind regelmässig zu Gast bei den bedeutenden Festivals und Veranstaltungsreihen in ganz Europa, den USA und Asien. Neben den Konzertauftritten markiert die Aufnahmetätigkeit einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt. So gilt die Gesamteinspielung aller weltlichen und geistlichen Kantaten Johann Sebastian Bachs, die zwischen 1994 und 2004 entstand und von einer sechsteiligen TV-Dokumentation begleitet wurde, als eines der ehrgeizigsten Projekte in der Schallplattengeschichte. Ebenso ambitioniert ist das Vorhaben der «Buxtehude Opera Omnia Edition», die 2005 in Angriff genommen wurde. Das Amsterdam Baroque Orchestra und der Amsterdam Baroque Choir, die mit «Antoine Marchand» über ihr eigenes Plattenlabel verfügen, wurden mit Auszeichnungen wie dem «Gramophone Award», dem «Prix Hector Berlioz», dem «Echo Klassik», dem «Preis der deutschen Schallplattenkritik», dem «Edison Award» und dem «Diapason d’Or» geehrt.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 4. September 1994 mit Werken von Haydn und Mozart.
5. Dezember 2010