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Beim AD(H)S liegen Wahrnehmungsstörungen in verschiedenen Ausprägungen und Kombinationen vor. Es handelt sich hierbei um eine fehlerhafte Reizverarbeitung im Gehirn (neurobiologische Funktionsstörung), die in den meisten Fällen genetisch bedingt ist.
So kann z.B. die Filterung von eingehenden Reizen reduziert sein und somit die nötige „Abschottung“ fehlen. Es kommt zu einer Überflutung von Reizen, die das Kind überfordert. Oder die Verarbeitung erfolgt vermindert und es kommen zu wenig Reize an.
Ein AD(H)S-Kind ermüdet deutlich schneller, die Konzentration lässt schneller nach und es zeigt oft Unruhe, oder schaltet ab und wird apathisch. Wegen der Überforderung des Gehirns resultiert daraus eine Hyperaktivität oder Impulsivität, was unter anderem zu sozialen Problemen führt.
Fasst man die Studien zu AD(H)S zusammen, muss inzwischen davon ausgegangen werden, dass rein rechnerisch in jeder Klasse mindestens ein Kind Symptome von AD(H)S zeigt. Damit stellt AD(H)S eine der häufigsten Verhaltensauffälligkeiten im Kindesalter dar.
Typische Situationen, in denen AD(H)S Symptome zu häufig wiederkehrenden Konflikten führen können, sind:
Natürlich sind dies alles Verhaltensweisen, die alle Eltern bei ihren Kindern beobachten können. Entscheidend für die Diagnose AD(H)S ist unter anderem der Schweregrad der Probleme, die Regelmässigkeit ihres Auftretens sowie die Frage, ob die Probleme sowohl im familiären als auch im ausserfamiliären Umfeld auftreten.