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aus dem Kunstmuseum Hamburg
Der Beginn der Unruhen. Gründe für ihre Ausdehnung.
Der deutsche Bauernkrieg; Untersuchungen über seine Entstehung und seinen Verlauf.
Die Anfänge der Unruhen liegen in ein gewisses Dunkel gehüllt. So bestimmt man an allen leitenden Stellen im Reiche im Gefolge der religiösen Bewegung, die sich an Luthers Namen knüpfte, Unruhen befürchtete, die, die an den Südabhängen des Schwarzwalds im Gebiete der Abtei von St. Blasien und unter den Bonndorfer Untertanen des Landgrafen von Stühlingen, im Mai resp. im Juni 1524 ausbrachen, hielt man zunächst für zu unbedeutend, um sich eingehender über sie zu unterrichten. In dieser Einschätzung liegt z. T. der Grund, daß eine Reihe von Zeitgenossen und die von diesen abhängigen Schriftsteller die Bewegung im südlichen Schwarzwald während des Jahres 1524 der Erwähnung kaum für wert erachteten. Für sie beginnt der Bauernkrieg erst mit den Unruhen in Oberschwaben, also mit dem Jahre 1525. So mag zu erklären sein, daß die Quellen darüber nur spärlich fließen.1)
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Textübersetzung aus dem Kunstmuseum Hamburg
Mittelalter und Renaissance
Mit der deutschen Wiederbesiedlung unter Heinrich dem Löwen beginnt Mecklenburg im Laufe des 12. und 13. Jahrhunderts seinen geschichtlichen Entwicklungsgang innerhalb des deutschen Raumes als Grenzland, und diese Tatsache drückt den ersten Jahrhunderten seiner Geschichte den beherrschenden Stempel auf. Die Menschen eines Grenzlandes sind stets Kämpfer und Siedler zugleich. In der Härte und dem schwerblütigen Emst ihres Daseinskampfes verkörpern sie wohl die Pioniere jeder Kultur, aber deren tiefere Ausbildung und geistige Durchdringung müssen sie zumeist einem späteren Geschlecht überlassen, das über mehr Ruhe und Muße verfügen kann.
Schon der Ernst ihres Kampfes macht diese Menschen schweigsam, mehr noch aber die in sich ruhende Stille der norddeutschen Landschaft, in der sich ihr Schicksal erfüllt. Mag nun an Sommertagen die Sonne über ährenschweren blaßgelben Kornfeldern, fernen bläulichgrünen Wäldern und lustig rotem Mohn am Rain der staubigen Feldwege glänzen oder an trüben Herbstabenden die herbe Schwermut der norddeutschen Tiefebene ihre Schleier über die regen-zerwaschenen Fluren senken — immer atmet dieses Land eine große feiertägliche Ruhe. Und diese innere Gelassenheit teilt sich auch den Menschen mit, die es bebauen. Es liegt ihnen nicht, viel Wesen von sich selbst zu machen. Das Blendwerk marktschreierischen Eigenlobes ist ihnen fremd und verächtlich und der eigenen Leistung zu gedenken, erscheint ihnen leicht nicht nur überflüssig, sondern auch fast imehrenhaft, so stark empfinden sie die Selbstverständlichkeit ihres Schaffens. Diese Bescheidenheit jedoch birgt eine große Gefahr, im lauten Getriebe der Welt vergessen und übergangen zu werden. Obwohl Mecklenburgs Leistung vor der Geschichte wahrlich nicht gering zu veranschlagen ist, gehört es auch heute infolge dieser Eigenart im Grunde noch zu den Stiefkindern des deutschen Raumes, da es niemals von seiner Arbeit sprach. Eine immer rastloser und oberflächlicher werdende Zeit aber glaubte in dem Fehlen des Eigenlobes zugleich das Fehlen eigener Schöpfungen zu sehen. So wurde Mecklenburg, noch krankend an den Nachwehen des Feudalismus und der Leibeigenschaft, im Zeitalter des Liberalismus zu einer Terra incognita, zum schlafenden Land, wo die Zeit stillzustehen schien. Einer seiner besten Söhne, John Brinckman, klagte selbst in grimmigem Spott:
„Und wenn der Zeitsturm grell vorüberfuhr
Dann schnarchtest du ein wenig lauter nur . .
Bismarck schreibt man — wohl zu Unrecht — das Wort zu,
wenn die Welt einmal unter gehen sollte, so würde er nach Mecklenburg gehen, denn dort ginge sie erst fünfundzwanzig Jahre später unter.
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