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Die Rückwirkung der Rechtsinformatik auf die Rechtstheorie
Am Beginn der Siebzigerjahre hat die aufkommende Rechtsinformatik bereits eine seit Jahrhunderten ausgebildete Rechtstheorie vorgefunden. In der Anfangsphase glaubte man, dass das Strukturwissen um das Recht für die Abbildungsfunktion der Rechtsinformatik wichtig sei. In der Praxis begnügte man sich damals allerdings mit einer elektronischen Abbildung des Textes. Dazu kam die Datenbankfunktion mit Möglichkeiten der elektronischen Suche. In dieser Phase schien die Rechtstheorie überflüssig zu sein. Es entstand jedoch eine zunehmende Nachfrage nach Metadaten, insbesondere im Hinblick auf semantische Verweisungen und qualifizierte Formen der Suche. Spätestens mit den Ontologien entstand in der Folge eine neue Nachfrage nach Rechtstheorie. Es ist zu erwarten, dass sich diese von der Rechtsinformatik ausgehende Nachfrage mittelfristig auf die Rechtstheorie auswirken wird.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Ausgangslage
- 2. Perspektiven
- 2.1. Änderung des Rechtsaktbegriffes
- 2.2. Von der Regel zur Rolle
- 2.3. Ex-ante-Konzept einer stufenbauneutralen Legistik
- 2.4. Ausgestaltung des Normbegriffes
- 2.5. Das Recht in multisensorischer Sicht
- 3. Abschließende Bemerkungen
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