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Antikörper oder ähnliche Moleküle werden oft zur Behandlung von Krebs eingesetzt. Sie werden über die Blutbahn verabreicht und verteilen sich anschliessend im Körper. Für die Behandlung von Hirntumor ist diese Methode allerdings sehr ineffizient, da die Antiköper nur schwer ins Gehirn gelangen. Folglich werden hohe Dosen verabreicht, die beim Patienten zu schweren Nebenwirkungen führen können. Das Ziel einer effizienten und besser verträglichen Therapie kann unserer Meinung nach nur erreicht werden, wenn die Antikörper direkt in den Tumor verabreicht werden. Unsere Experimente haben allerdings gezeigt, dass lokale Verabreichung ins Gehirn alleine für eine effiziente Therapie nicht ausreicht. Gezielte Modifikationen am Antikörper ermöglichten uns, seine Verteilung im ganzen Körper zu verhindern und seine Konzentration im Gehirn zu erhöhen. Dies sind wichtige Voraussetzungen für eine effiziente Therapie mit reduzierten Nebenwirkungen. Diese Modifikationen wurden an einem Molekül, das zur Krebstherapie eingesetzt werden könnte, erfolgreich getestet. Im vorliegenden Projekt soll diese Methode nun auf Antiköper übertragen und auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.
Neue Behandlungsmöglichkeiten von Hirntumor werden dringend benötigt. Dabei gilt es, eine Therapie zu finden, die den Krebs wirksam bekämpft und für den Patienten verträglich ist. Die in diesem Projekt entwickelte Methode liesse sich auch für andere Erkrankungen des Gehirns anwenden.