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Bis Anfang des 20. Jahrhunderts sah man vor allem in abgeschiedenen Bergregionen der Schweiz oft kleinwüchsige Menschen, die am Hals teils riesige Hautbälle vor sich herschleppten. In manchen Dörfern waren bis zu 10 % von dieser Entwicklungsstörung (auch «Kretinismus» genannt) betroffen. Tatsächlich war der Kropf eine vergrösserte Schilddrüse, der Grund dafür war ein Jodmangel in der Ernährung. Schweizer Kantone führten ab 1922 eine Jodierung des Speisesalzes ein. So wurden auch Menschen in abgeschiedenen Regionen zunehmend mit Jod versorgt und die Kröpfe verschwanden.