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Richard Dindo
Schweiz | 1987 | 138 min
Sprachen : Französisch, Deutsch, Schweizerdeutsch
Untertitel : Französisch
Die Züricher Jugendbewegung von 1980-81 – und besonders ihr autonomes Jugendzentrum (AJZ), das geschlossen und zerstört wurde – bilden die Kulisse des Films, in dem Richard Dindo erneut gewissenhaft und engagiert über den Tod von vier Jugendlichen ermittelt, die dazu gehört hatten. Dani, Michi, Renato und Max waren Opfer von «Unfällen» mit polizeilicher Beteiligung. Der Regisseur begibt sich in einer repetitiven Struktur, die manchmal an einen Spielfilm erinnert, an die Orte der Verbrechen und nimmt mit Zeugen, Bildern und Worten, die alleine geeignet sind, die Vergangenheit zurückzuholen, eine methodische Rekonstruktion der Fakten vor. Im Mittelpunkt des Films steht ausserdem das Aufbegehren einer nach Freiheit suchenden Generation, einer rebellierenden Jugend, die sich in einer konservativen und erstickenden Gesellschaft weigert, den Erwartungen zu entsprechen. Der von Guy Gauthier als «unerbittlicher Beobachter der Schweizerischen Realität» bezeichnete Regisseur lässt hier um die Figur der Abwesenheit Poesie und Politik zusammenlaufen und gibt einmal mehr denjenigen das Wort, die in Schweigen versunken sind.
Emilie Bujès