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Krebs ist heutzutage die häufigste Todesursache für Menschen auf der ganzen Welt, sowohl in wirtschaftlich weit und weniger weit entwickelten Ländern.3 Dieser Trend wird mit zunehmenden Alter der Weltbevölkerung voraussichtlich anhalten. Brustkrebs ist dabei in den meisten Ländern der Welt die häufigste Krebsart unter Frauen. Im Jahr 2018 wurden weltweit etwa 2,1 Millionen Fälle diagnostiziert und etwa 626’000 Frauen starben daran.
Brustkrebs betrifft überwiegend ältere Frauen. In den entwickelten Ländern werden nur 5-7% der Patientinnen mit einem Alter von unter 40 Jahren mit Brutkrebs diagnostiziert,4 während dies in Afrika und dem mittleren Osten für bis zu 20% der Patientinnen der Fall ist.5,6 Allerdings ist es wahrscheinlicher, dass bei jüngeren Frauen der Tumor grösser ist und einen höheren Grad aufweist.7 Daher ist Brustkrebs bei jüngeren Frauen mit einer schlechteren Prognose und einer höheren Mortalitätsrate assoziiert.8
Brustkrebstumore können basierend auf der Expression bestimmter Gene charakterisiert werden.9 Die entsprechenden Subtypen unterscheiden sich in ihrer Aggressivität und der Behandlung. Die Subtypen der Tumore werden klassifiziert nach der Expression der drei Tumormarker Östrogenrezeptor (ER), Progesteronrezeptor (PR) und humanem epidermalem Wachstumsfaktor 2 (HER2). Mit Abstand die meisten Tumore (72,7% in einer Studie in den USA) sind HR-positiv (HR+) und HER2-negativ (HER2-).9
Um eine möglichst genaue Diagnose zu erhalten, wird die WHO-Klassifikation für Brustkrebs von 2019 empfohlen. Sie basiert auf standardisierten morphologischen Merkmalen ‒ idealerweise unter Verwendung von Proben, die vor der Behandlung gewonnenen wurden ‒ und beinhaltet hämatologische, molekulare und klinische Diagnosekriterien.10
Wie bei der Diagnose von fortgeschrittenem Brustkrebs gemäss den ESMO-Richtlinien vorzugehen ist, wird durch den in Abbildung 1 dargestellten vereinfachten Algorithmus beschrieben.11