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Magd in Maienfeld
Die Geschichte um Anna Göldi
ist eine tragische. Bereits mit 14
Jahren wird sie nach Maienfeld
als Magd in Anstellung gegeben.
Sie hatte kein schönes Leben und
nach harten Übergriffen ging sie
zurück an ihren Heimatort Sennwald.
Mit 28 Jahren erwartet die
junge Frau ein Kind, wird von ihrem
damaligen Partner allerdings
verlassen. Das Kind stirbt noch in
der Nacht der Geburt, Göldi wird
als Kindsmörderin an den Schandpfahl
gestellt. Ihr zweites Kind
stammte aus der Affäre mit dem
Dienstherrn Zwicky, es wurde allerdings
in fremde Obhut gegeben.
Mit ihrem letzten Dienstherrn, Johann
Jakob Tschudi, der aus einer
der reichsten und einflussreichsten
Familien des Kanton Glarus
stammte, hatte sie eine Affäre.
Weil dessen Kinder immer wieder
Nadeln und Nägel spuckten, wurde
Göldi wegen Verzauberung der Hexerei
beschuldigt und angeklagt.
Weiter kam die Bekanntschaft zu
Ruedi Steinmüller dazu, welcher
sich für die Alchemie interessierte.
Er wurde als Mittäter verhaftet.
Göldi gab in ihrem Gerichtsprozess
unter Folter zu, die Kräfte des
Teufels zu nutzen. So wurde sie
als arme Magd im Hexenprozess
als schuldig befunden und am 13.
Juni durch das Schwert hingerichtet.
Steinmüller hingegen nahm
sich vor der Verhandlung das Leben,
was als Schuldeingeständnis
gewertet wurde.