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Das kleine Dorf Salto de Castro befindet sich in der spanischen Provinz Zamora, gleich an der Grenze zu Portugal. Seit 30 Jahren ist es verlassen. Nun wird ein Käufer gesucht: Der Preis liegt bei 260’000 Euro oder knapp 254'000 Franken, wie unter anderem «Spiegel» berichtet.
Hotel, Kirche, Schule, Kaserne – alles, was dazugehört
Das Dorf umfasst 44 Wohnungen, ein Hotel, eine Kirche, eine Schule, ein öffentliches Schwimmbad und ein Kasernengebäude, in dem früher die Guardia Civil untergebracht war. Eigentlich fehlen nur die Bewohner. Die letzten haben das Dorf Ende der Achtzigerjahre verlassen.
«Der Eigentümer hatte den Traum, hier ein Hotel zu haben, aber alles wurde auf Eis gelegt», sagte Ronnie Rodríguez von Royal Invest der BBC. Das Unternehmen vertritt den Eigentümer, der das Dorf vor etwa 20 Jahren gekauft hat. Der jetzige Besitzer wünscht sich immer noch, dass das Projekt umgesetzt wird.
300 Interessenten haben sich bereits gemeldet
Salto de Castro war in den Fünfzigerjahren vom spanischen Energieunternehmen Iberduero für die Arbeiter und deren Familien erbaut worden. Doch nach dem Bau eines nahen Stausees seien die Einwohner weggezogen, heisst es. Seit damals ist das Dorf leer und verlassen.
Makler Rodríguez zufolge haben bislang rund 300 Personen ein Kaufinteresse bekundet. Anfragen seien aus Russland, Frankreich, Belgien und dem Vereinigten Königreich gekommen.