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Die Spital-, Sozial und Schulpolitik, die Lösung der Probleme der Polizei und der Gefängnisse sind undenkbar ohne eine Koordination unter den Kantonen. Deshalb wurde die Zusammenarbeit zwischen den Kantonen in den vergangenen Jahren intensiviert. Der Grosse Rat des Kantons Freiburg hat sich dafür eingesetzt, diese Annäherung weiter zu entwickeln, indem er:
- eine Kommission für auswärtige Angelegenheiten schuf (die 2007 zur ständigen Kommission wurde);
- sich an den interparlamentarischen Aufsichtskommissionen beteiligt und
- zum Beispiel in folgenden Organen mitwirkt.
Einmal jährlich findet ein informelles Treffen zwischen den Grosspräsidenten und zwischen den Büros der Grossen Räte statt.
Die Interparlamentarische Koordinationsstelle (BIC) ist ein ständiges Organ, das durch den Vertrag über die Mitwirkung der Parlamente (ParlVer) geschaffen wurde. Sie besteht aus zwei Vertretern jedes Mitgliedkantons.
Die Koordinationsstelle erfüllt folgende Aufgaben :
- sie pflegt den Informationsaustausch und die koordiniert die Parlamentstätigkeit in interkantonalen und internationalen Angelegenheiten, die für die Mitgliedkantone von Belang sind;
- sie koordiniert die Arbeiten der interparlamentarischen Kommissionen;
- sie unterhält interparlamentarische Beziehungen mit der Westschweizer Regierungskonferenz und den regionalen Fachkonferenzen der Departementsvorsteherinnen und –vorsteher.
Die Interessengemeinschaft Kantonsparlamente ICC
Das Ziel der Interessengemeinschaft ist es, eine Informationsplattform für alle Kantonsparlamente aufzubauen. Auf ihrer Website kann man eine Liste der bestehenden interkantonalen Vereinbarungen und der Vereinbarungen, die in Vorbereitung sind, sowie einen Vergleich zwischen den Kantonsparlamenten finden.
Die Schweizerische Gesellschaft für Parlamentsfragen
Die Gesellschaft wurde am 21. Juni 1997 gegründet und verfolgt das Ziel, Informationen und Standpunkte auszutauschen, die Rolle und die Funktion der Parlamente bekannt zu machen und die Forschung über die Parlamente zu fördern.
- Jahresversammlung 2008 in Freiburg
Le Forum interparlementaire romand (nur Französisch)
Das FIR soll ein Raum des Nachdenkens und des Handelns sein; es steht allen Grossrätinnen und Grossräten der Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis offen. Im Vorstand sind eine Grossrätin oder ein Grossrat pro Westschweizer Kanton und alle politischen Ausrichtungen vertreten. Das FIR ermöglicht es den Grossrätinnen und Grossräten, die Praxis in den verschiedenen Kantonen zu vergleichen und sich über kantonsübergreifende Probleme auszutauschen; es hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Westschweizer Kantone 2002 die «Convention des Conventions» verabschiedet haben.