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Das Buddhistische Zentrum Luzern gehört der Karma-Kagyü Linie an. Diese ist eine Untergruppe der im 11. Jahrhundert entstandenen Kagyü-Schule des tibetischen Buddhismus. Die Karma-Kagyü-Linie bildete sich im 12. Jahrhundert durch das Wirken des 1. Karmapa, dem spirituellen Oberhaupt und Linienhalter. Die Lehre und Praxis der Karma-Kagyü-Linie wurde über Jahrhunderte durch die verschiedenen Linienhalter bis zum 16. Karmapa (1924-81) überliefert. Dieser brachte zusammen mit seinem Schülern Ole und Hannah Nydahl diese Buddhismusform in den 1970er Jahren nach Europa.
Das Zentrum wurde 1993 von Lama Ole Nydahl gegründet, der vom 16. Karmapa beauftragt worden war, diese Form buddhistischer Lehre und Praxis im Westen bekannt zu machen. Das Zentrum befindet sich in der Altstadt von Luzern. Es stehen ein Aufenthaltsraum, ein Meditationsraum und eine Bibliothek zur Verfügung. Im Hauseingang befindet sich eine Stupa aus Granit, die umschritten werden kann. Durch das Angebot des Zentrums sollen Menschen angesprochen werden, «die mit Beruf und Familie mitten im Leben stehen». Der Anspruch der Lehre ist, dass sie für jedermann im Alltag umsetzbar ist. Das letztendliche Ziel ist «das Erkennen des Geistes, desjenigen, der gerade jetzt wahrnimmt»
Der Verein zählt 50 Mitglieder. Die wichtigsten Lehrer sind Lama Ole Nydahl und der 17. Karmapa Trinley Thaye Dorje. Die Meditationstermine sind montags (auch für Interessierte) und donnerstags.
«Religionsvielfalt im Kanton Luzern» (www.unilu.ch/rel-LU) ist ein Projekt des Religionswissenschaftlichen Seminars der Universität Luzern.
Letzte Aktualisierung: 02.12.2016