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München, 11. Mai (Reuters) - Der Münchner Technologiekonzern Siemens nimmt einem Zeitungsbericht zufolge einen neuen Anlauf zum Verkauf seiner Flughafen-Logistik-Sparte. Siemens habe die Investmentbank Goldman Sachs damit beauftragt, einen Käufer zu suchen, berichtete das "Handelsblatt" am Donnerstag unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Verkaufsprozess solle in Kürze starten. Die Sparte, die Förderbänder und Sortieranlagen für das Gepäck von Flugreisenden herstellt, könne dabei mit bis zu einer halben Milliarde Euro bewertet werden. Siemens und die Bank äußerten sich dazu der Zeitung zufolge nicht.
Die Flughafen-Logistik gehört seit langen zu den "Portfolio Companies", die Siemens nicht zum Kerngeschäft zählt und die perspektivisch zum Verkauf stehen. Der Konzern hatte sie von der Brief- und Paket-Logistik abgetrennt, die im vergangenen Jahr separat für mehr als eine Milliarde Euro an den Mischkonzern Körber verkauft wurde. Für die Flughafen-Logistik hatte Siemens damals keine Chance auf einen lukrativen Verkauf gesehen, weil der Luftverkehr in der Corona-Krise darniederlag. Inzwischen hat sich das Geschäft deutlich erholt. (Bericht von Alexander Hübner, redigiert von Hans Seidenstücker. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter <email-pii> (für Politik und Konjunktur) oder <email-pii> (für Unternehmen und Märkte).)