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Dieser Band versammelt Beiträge zur gouvernementalitätstheoretischen Pädagogik, das ist ein Zweig der Pädagogik, die Foucaults Überlegungen aufgreift. Mit Gouvernementalität ist eine "spezifische Verschränkung von Fremd- und Selbstregierung als Regierungsform im Neoliberalismus" (S. 51) gemeint. Gewidmet ist das Buch Hermann J. Forneck, heute Direktor einer Pädagogischen Hochschule in der Schweiz.
Einige Beiträge befassen sich gouvernementalitätsanalytisch mit dem neoliberalen Umbau der Gesellschaft, speziell im Bildungsbereich. So werden zum Beispiel die "aktivierenden" Praktiken der Arbeitsagenturen in der BRD unter die Lupe genommen, wie den Erwerbslosen über Bildungsunternehmen vermittelt werden soll, dass ihre fehlende Erwerbstätigkeit nur an ihnen selbst und ihrer Persönlichkeit liege. Somit bietet das Buch zwar interessante Analysen, die aber aufgrund ihrer komplexen, von Fachvokabular strotzenden Sprache schwer verständlich sind und wohl vielen allein deswegen verschlossen bleiben. Auch bleiben die Beiträge auf analytischer Ebene hängen. Es drängt sich also der Verdacht auf, dass es hier hauptsächlich um Diskussionen innerhalb des Elfenbeinturms Wissenschaft und weniger um gesellschaftliche Veränderung geht.