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Vaduz (ots)
- Die fünfköpfige Delegation der Financial Action Task
Force (FATF) hat ihren Arbeitsbesuch in Liechtenstein abgeschlossen.
Die Delegationsmitglieder konnten ein umfassendes Bild über die
Massnahmen gewinnen, die Liechtenstein zur Bekämpfung der
Geldwäscherei und der organisierten Kriminalität getroffen hat.
"Es konnten alle Themen angesprochen werden", führte
Regierungschef Otmar Hasler nach Abschluss des FATF-Besuches aus.
"Die Gespräche mit der FATF-Delegation waren intensiv, offen und
konstruktiv." Aufgabe der FATF-Delegation war es, sich vor Ort über
die Massnahmen zu informieren, mit denen Liechtenstein den Vollzug
der gesetzlichen Bestimmungen gegen Geldwäscherei und organisierte
Kriminalität gestärkt hat.
Auf der gesetzlichen Ebene selbst konnte Liechtenstein schon
früher die Zweifel der FATF ausräumen. An ihrer Plenarversammlung vom
31. Januar bis 2. Februar 2001 beurteilte die FATF die Verschärfungen
der gesetzlichen Bestimmungen als sehr positiv, welche Liechtenstein
letztes Jahr durchgeführt hatte. In den zurückliegenden Monaten
gelang es dem Kleinstaat nun auch, den Vollzug personell massiv zu
stärken und neue Strukturen zur Bekämpfung der Geldwäscherei
aufzubauen.
In den letzten drei Tagen traf die FATF-Delegation mit dem
Landesfürsten, der Regierung sowie mit den Aufsichts- und
Vollzugsorganen im Finanzplatzbereich zusammen. Weitere Gespräche
wurden mit Vertretern der Privatwirtschaft aus der Industrie und dem
Finanzdienstleistungssektor geführt. Der Bericht der FATF- Delegation
über ihren Arbeitsbesuch in Liechtenstein wird die Grundlage für den
Entscheid der FATF zu der Frage bilden, ob Liechtenstein wieder von
der schwarzen Liste der nichtkooperativen Staaten gestrichen wird.
Der Entscheid soll an der Plenarversammlung der FATF vom 18. - 22.
Juni 2001 fallen.
"Liechtenstein meint es Ernst im Kampf gegen Geldwäscherei und
organisierte Kriminalität", betonte Regierungschef Otmar Hasler. Die
Regierung werde den eingeschlagenen Weg weitergehen. Der in
Liechtenstein letztes Jahr eingeleitete Prozess zur verschärften
Kriminalitätsbekämpfung sei unumkehrbar. Liechtenstein erwarte
deshalb von der FATF ein faires Vorgehen, das alle Staaten gleich
behandle und auf rechtsstaatlichen Prinzipien beruhe.
ots Originaltext: pafl
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