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In den letzten Jahrzehnten hat sich die Medizin verändert. Diagnose und Therapiemöglichkeiten haben sich qualitativ und quantitativ erweitert. Auf diesem Hintergrund erhält die Auftragsklärung des Patienten eine zentrale Bedeutung im Behandlungsplan, auch für die Entscheidungen am Lebensende.
Eine Patientenverfügung ist ein wichtiges Dokument zur Klärung des Patientenwillens, falls der Patient nicht mehr urteilsfähig ist. Die Frage nach einer Patientenverfügung ist auch eine gute Möglichkeit, beim bewusstseinsklaren, urteilsfähigen Patienten ein Gespräch zur Auftragsklärung für Entscheidungen am Lebensende einzuleiten, auch wenn diese nicht unmittelbar anstehen.
Das Buch geht auf die theoretischen Grundlagen zu Patientenverfügungen ein. Dabei werden die rechtlichen Aspekte beleuchtet. Im weiteren wird ein Projekt vorgestellt, das auf der Medizinischen Abteilung und dem Notfalldienst Lindenhofspital Bern durchgeführt wurde, mit dem Ziel die Patientenautonomie im Hinblick auf Entscheidungen am Lebensende zu fördern. In diesem Projekt konnte gezeigt werden, dass die Frage "Haben Sie eine Patientenverfügung" beim Eintritt auf eine medizinische Abteilung eines Spitals gestellt werden kann und soll.
Ein Kapitel befasst sich mit dem "Instrument" Patientenverfügung. Abschliessend werden ethische und gesundheitspolitische Fragen zum Thema beleuchtet. Der Anhang enthält Auszüge aus kantonalen Gesundheitsgesetzen, Verordnungen und Dekreten, im Weiteren sind die Richtlinien der Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften, die sich zur PV äussern, aufgenommen.