Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03654.jsonl.gz/3030

30.10.2018 - Produktneuheiten Bio-Vorurteil: Bio-Produkte kommen auch aus Monokulturen.
Was antworten Sie auf den Vorwurf, dass Bio-Produkte auch aus Monokulturen stammten?
Navigation
Was antworten Sie auf den Vorwurf, dass Bio-Produkte auch aus Monokulturen stammten?
Als Erstes klären Sie, was Ihr Gegenüber mit Monokultur meint. Ewigen Maisanbau auf derselben Fläche? Nein, das gibt es im Bio-Anbau nicht. Dort werden die jährlich anzubauenden Ackerkulturen – zu denen zählt das Getreide Mais – stets in einer Fruchtwechselwirtschaft angebaut. Oder spricht Ihr Gegenüber von Dauerkulturen wie Weinreben, Obstbäumen, Tee, Kaffee oder Kakao zum Beispiel? Solche über mehrere Jahre oder Jahrzehnte auf ein und derselben Fläche wachsenden Pflanzen kann man als Plantagen- oder Dauerkulturen ansprechen. Hier steht in der Tat nur eine Kulturpflanzenart auf einer Fläche und dies für viele Jahre. Der Unterschied zur konventionellen Landwirtschaft zeigt sich in der Bodenbearbeitung und Düngung sowie der Begrünung zwischen den Kulturpflanzen. Der Bio-Landbau sorgt dafür, dass der Boden in Dauerkulturanlagen nicht blank der Sonne, dem Regen oder dem Wind ausgesetzt ist. Er lässt gezielt Klee, blühende Mischungen oder Gras dort wachsen. Wenn Wasser knapp ist, wird der Unterwuchs gemulcht. Keinesfalls wird er mit Totalherbiziden "weggespritzt". Es gibt grosse Unterschiede zwischen Bio- und konventionellen Dauerkulturen.