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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2012.01192 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Schüpbach Urteil vom 14. März 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Sebastian Lorentz Lorentz Schmidt Partner, Rechtsanwälte Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1984, wurde von seinen Eltern erstmals am 31. Au gust 1998 wegen Entwicklungs- und Verhaltensstörungen sowie einer emotio nalen Störung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Beiträge an Sonderschulung) angemeldet ( Urk. 6/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische Berichte ( Urk. 6/6-8, Urk. 6/11) ein. Mit Verfügung vom 19. Oktober 1999 ( Urk. 6/19) wies die IV-Stelle das Leistungs begehren ab. 1.2 Am 26. Juni 2003 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Arbeitsvermittlung, Rente) an ( Urk. 6/21). Die IV-Stelle holte medizinische Berichte ( Urk. 6/27-28), einen Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug; Urk. 6/26) sowie einen Ar beitgeberbericht ( Urk. 6/29) ein. Mit Verfügung vom 29. Oktober 2003 ( Urk. 6/31) verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch sowie einen Anspruch des Versicherten auf berufliche Mass nahmen. Die vom Versicherten am 27. November 2003 dagegen erhobene Einsprache ( Urk. 6/32) wies die IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 29. Januar 2004 ab ( Urk. 6/38). 1.3 Am 2. Juli 2010 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug (Rente) an ( Urk. 6/ 40) und machte eine Verschlech terung seines Gesundheitszustandes geltend (vgl. Urk. 6/45 -46 ). Die IV-Stelle holte einen medizinische n Bericht ( Urk. 6/ 54) ein und auferlegte dem Versicherten mit Verfügung vom 14. Dezember 2010 ( Urk. 6/61) eine Schadenminderungspflicht. In der Folge holte sie weitere Arztberichte ( Urk. 6/65, Urk. 6/72) sowie einen IK-Auszug ( Urk. 6/66-67) ein und veranlasste eine psychiatrische Begutachtung, über welche am 26. Oktober 2011 berichtet wurde ( Urk. 6/76). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 6/79-83, Urk. 6/94-113) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 6/114 = Urk. 2) ei ne ganze Rente mit Wirkung ab 1. Juli 2010 zu. 1.4 Das vom Versicherten am 8. September 2010 gestellte Gesuch um Hilflosenent schädigung ( Urk. 6/ 57) wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. Februar 2012 ab ( Urk. 6/91). 2. Gegen die Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 13. November 2012 Besc hwerde ( Urk. 1) und beantragte, diese sei aufzuheben, so weit sie ihm den Anspruch auf eine ganze Rente vor dem 1. Juli 2012 (richtig wohl: 2010) verweigere (S. 2 Ziff. 1), und es s eien ihm die gesetzlichen Le i s tun gen zuzusprechen (S. 2 Ziff. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 13. Dezember 2012 ( Urk. 5) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was dem Be schwerdeführer am 11. April 2013 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 7). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 die ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana loger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2000 S. 309 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 und 3.2.3, 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 1.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au - gust 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi onsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin weisen). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 1.5 Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversiche rungsrechts kann die Verwaltung eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richter licher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen). Von der Wiedererwägung ist die so genannte prozessuale Revision von Ver waltungsverfügungen zu unterscheiden. Danach ist die Verwaltung gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurück zukommen, wenn erhebliche neue Tatsa chen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen). Erheblich können nur Tatsachen sein, die zur Zeit der Erstbeurteilung bereits bestanden, jedoch unverschuldeterweise un bekannt waren oder unbewiesen blieben (BGE 119 V 180 E. 3a, 477 E. 1a, je mit Hinweisen). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass dem Beschwerdeführer keine Erwerbstätigkeit zumutbar sei (Verfügungsteil 2 S. 1 unten). Die Verfügung vom 29. Oktober 2003 werde nicht wiedererwägungs weise aufgehoben, da nicht davon auszugehen sei, dass diese nach den Er kennt - nissen in jenem Zeitpunkt zweifellos unrichtig gewesen sei ( Verfügungs teil 2 S. 1 f.). Die Voraussetzungen der prozessualen Revision im Sinne von Art. 53 ATSG seien vorliegend ebenfalls nicht erfüllt. Der Beschwerdeführer hätte bereits zum Zeitpunkt der ersten Anmeldung bei der In validenversicherung Be lege bei bringen können, die über seine damalige Arbeitsu n fähigkeit hätten Aufschlu ss geben können (Verfügungsteil 2 S. 2 Mitte). 2.2 Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt ( Urk. 1), aus dem von Dr. med. Y.___ im Jahre 2011 erstatteten psychiatrischen Gut achten ergäben sich erhebliche, neue, nach Verfügungserlass entdeckte medizi nische Tatsachen, so dass er – aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen – bereits mit Erreichen des 18. Altersjahres im Jahre 2002 Anspruch auf eine ganze Rente gehabt hätte. Die Revisionsvoraussetzung des Entdeckens erhebli cher neuer Tatsachen sei somit zweifelsohne erfüllt, weshalb der Entscheid der Beschwerdegegnerin, wonach die Verfügung vom 29. Oktober 2003 nicht in Re vision zu ziehen sei, unrichtig sei (S. 5 f.). 2.3 Streitig und zu prüfen ist der Beginn des Rentenanspruchs in dem Sinne, ob der Beschwerdeführer vor dem 1. Juli 2010 eine Rente der Invalidenversicherung entsprechend einem Invaliditätsgrad von 100 % beanspruchen kann. 3. 3.1 Der Einspracheentscheid vom 29. Januar 2004 ( Urk. 6/38), welcher in prozessu ale Revision gezogen werden soll, stützte sich im Wesentlichen auf folgende Berichte: 3.2 In einem am 14. Januar 1998 erstatteten Bericht ( Urk. 6/6/3-4) führten die Ärzte der Z.___ zur neuropsychologischen Abklärung des Beschwerde führers vom 5. Januar 1998 aus, dieser habe eine gute Arbeitshaltung mit kei nen Konzentrationsstörungen während der ganzen Testzeit gezeigt. Leistungs mässig sei der Beschwerdeführer durch sein eifriges Mitmachen und seinen Stolz auf vollbrachte Leistungen aufgefallen (S. 1). Die Stärken des Beschwer deführers lägen zweifellos im visuell-räumlichen Bereich. Die Testung habe je doch zum einen eine deutlich reduzierte mündliche Sprachaufnahme und - ver arbeitung und zum anderen eine klare und für das schulische Lernen störende Tendenz zum assoziativen Abschweifen ergeben. Dementsprechend leide in der grossen G ruppe die kognitive Leistungsfähigkeit trotz durchschnittlicher Intelli genz (S. 2 Mitte). Als Massnahme werde eine weitere Schulung im Rahmen ei ner Kleinklasse, eventuell sogar im Rahmen einer Tagesschule empfohlen, um den klar strukturierten Rahmen besser gewährleisten zu können. Diese Struktu rierung ermögliche dem Beschwerdeführer erst die Entfaltung seiner kognitiven Fähigkeiten, die ihm auch im weiteren Sinne vermehrte Selbständigkeit und Unabhängigkeit biete. Im Hinblick auf seine berufliche Zukunft sei vor allem an einen Beruf im handwerklichen Bereich zu denken (S. 2 unten). 3.3 Die Ärzte der A.___ berichteten am 2 2. Mai 2003 ( Urk. 6/20) und nannten folgende Diagnosen (S. 3 oben): - Identitätsprobleme (ICD-10 F93.8) - Cannabismissbrauch (ICD-10 F12.1) Sie führten aus, der Beschwerdeführer habe einerseits ausgesprochene Schwierig keiten im Umgang mit den Jugendlichen seiner Gruppe, in dem er ein nicht altersentsprechendes, aufsässiges, provozierendes Verhalten an den Tag lege, belächelt und abgelehnt werde, sich nicht behaupten und abgrenzen könne, sich leicht beeinflussen lasse und leicht kränkbar sei, andererseits eine fehlende Konstanz bei der Arbeit und im Gruppenalltag, indem er zu spät komme und häufig auf die Kurve gehe. Seine Stimmungsschwankungen, Selbstwertkrisen und die Orientierungslosigkeit erforderten einen grossen Be treuungsaufwand (S. 1). Der Beschwerdeführer sei emotional und bezüglich sei ner Identität wahrscheinlich auf Grund mangelnden Zugehörigkeitsgefühls während seiner Kindheit stark verunsichert. Er wirke in vielen Bereichen noch nicht altersentsprechend entwickelt, sei von den primären Bezugspersonen we nig abgelöst und sei noch nicht in der Lage, verlässliche Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzubauen. Bezüglich seines Selbstbildes und seiner Identität sei er stark verunsichert und noch wenig an der Erwachsenenwelt orientiert (S. 2 unten). Der Beschwerdeführer sei ausgesprochen unsicher und emotional labil. Er schwanke zwischen Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, starker Selbst kritik und leicht euphorischen Stimmungen mit Selbstüberschätzung und unrea listischen Zukunftsplänen (S. 2 f.). Es dränge sich eine Neuplatzierung auf, wel che in noch stärkerem Mass der geringen Belastbarkeit des Beschwerdeführers, seinen Schwächen im sozialen Umgang und in der Erfüllung von Alltagsanfor derungen Rechnung tragen würden und eine intensive sozialpädagogische und psychotherapeutische Betreuung gewährleisten würden. Somit könnte eine langfristige Fehlentwicklung mit der Gefahr der Ausbildung einer schwerwie genden psychiatrischen Erkrankung und einer Invalidisierung beim differen zierten, feinfühligen Beschwerdeführer verhindert werden (S. 3). 3.4 Die Ärzte der A.___ berichteten am 26. August 2003 (urk. 6/29), nannten die be kannten Diagnosen (S. 1 lit. A) und führen aus, der Beschwerdeführer sei von zirka Juli 2002 bis am 11. April 2003 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen (S. 1 lit. B). Der Gesundheitszustand sei besserungsfähig und die Arbeitsfähigkeit könne durch medizinische Massnahmen verbessert werden (S. 2 lit. C). Sofern eine ge eignete Behandlung und berufliche Eingliederung erfolgt sei, sei die langfristige Prognose günstig (S. 3 lit. D Ziff. 6 unten). 4. 4.1 Der angefochtenen Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 2) lag en im We - sentli chen folgende medizinische Berichte zu Grunde: 4.2 Dr. med. univ. B.___, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, berich tete am 9. September 2010 ( Urk. 6/54) und nannte folgende Diagnosen (S. 1 f.): - kombinierte Persönlichkeitsstörung mit unreifen, haltlosen, narzissti schen (passiv-aggressiven), asthen ischen und vermeidenden Anteilen (ICD-10 F61) - einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90), aktuell mit Betonung des Aufmerksamkeitsdefizites, relevantes Auftreten der Störung mit Beginn Schulalter - mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.2), ab Untersuchungsbe ginn bis Juli 2010 - Zustand nach Cannabismissbrauch (ICD-10 F12.1) - Zustand nach atypischer familiärer Situation in der Kindheit - Zustand nach körperlicher Misshandlung in der Kindheit (durch Stief - mut ter ) Er führte aus, diagnostisch lasse sich zusammenfassend aus den Befunden schlussfolgern, dass die beobachtete Symptomatik und geäusserten Beschwer den nicht auf der Basis einer Autismusspektrumsstörung entstanden seien. Aufschlussreicher sei die Diagnostik der Persönlichkeit mit deutlichen Hinwei sen auf Akzentuierungen mit Störungscharakter. Die allgemeinen Kriterien einer Persönlichkeitsstörung seien erfüllt. Prognostisch lasse sich sagen, dass die be schriebene Symptomatik bis dato weitgehend unbehandelt und seit Beginn des Erwachsenenlebens mindestens stationär geblieben, zweitweise auch schlechter geworden seien. Aktuell bleibe der erstmalige Einsatz einer Psychopharmako therapie abzuwarten. Es könne jedoch eine Verbesserung des Gesundheitszu standes im Verlauf des nächsten Jahres erwartet werden (S. 7 f.). Seit Beginn der Abklärung Anfang Mai 2010 bestehe bis dato eine 100%ige Arbeitsunfähig keit als Lehrling und für ungelernte Arbeiten aller Art. Die Vorgeschichte zeige eindeutige Hinweise auf ein Vorbestehen der Arbeitsunfähigkeit im selben Ausmass von mindestens 80 % ab etwa dem 17. Lebensjahr des Beschwerde führers (S. 9 Ziff. 1.6). Dr. B.___ berichtete am 3. Februar 2011 ( Urk. 6/65) führte Dr. B.___ aus, der Beschwerdeführer habe sich einer regelmässigen integrierten psychiatrischen Behandlung mit der Frequenz einer Wochenstunde u nterzogen und die vorge schlagene Medikation bei guter Einsicht und Kooperationsbereitschaft stets ein genommen (S. 1). Im Verlaufsbericht vom 29. Juni 2011 ( Urk. 6/72) führte Dr. B.___ aus, es habe sich weder an der Diagnose, noch an der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit etwas geändert. Der Beschwerdeführer besuche wöchentlich die integrierte Therapie und habe sich auch laborchemisch auf Alkoholmissbrauch untersuchen lassen. Die Langzeit-Werte liessen rückschliessen, dass Alkoholmissbrauch ausge schlossen werden könne (S. 1). Die vermutete Arbeitsfähigkeit betrage im ge schützten Rahmen zirka 60 % (S. 2). 4. 3 Dr. med. Y.___, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, erstat tete sein psychiatrisches Gutachten am 26. Oktober 2011 ( Urk. 6/76) ge stützt auf die Akten und die psychiatrische Exploration des Beschwerdeführers vom 24. Oktober 2011. Er nannte folgende Diagnosen (S. 11 Ziff. 5): - soziale Phobien (ICD-10 F40.1) - Agoraphobie mit Panik (ICD-10 F40.01) - Dysthymie (ICD-10 F34.1) - Aufmerksamkeitsstörung mit Teilleistungsstörungen (ICD-10 F90.0) - Persönlichkeitsstörung mit Schizoid i e, Dissozialität und Suchtmiss brauch, emotionaler Labilität und Retardierung, Fremdabhängigkeit, narzisstischer Störung (ICD-10 F61.0) Er führte aus, beim Beschwerdeführer bestehe ein ausgesprochener Poly - morphis mus von psychischen Störungen, ohne dass eine einzelne im lang fristigen Verlauf prominent gewesen wäre oder zu einer schweren akuten Krankheitsphase geführt hätte. Pathologisch auffällig und von prognostischer Bedeutung seien die früh aufgetretenen Störungen, die starken Milieuauffällig keiten und – wechsel sowie das F ehlen gesunder A n teile in der Persönlichkeit des Beschwerdeführers und im Lebenslauf (S. 11). Hinsichtlich der Arbeitsfähig keit des Beschwerdeführers gäben die Ängste den Hauptausschlag. Im Zusam menhang mit der sozialen Unangepasstheit und den Entwicklungsstörungen, insbesondere auch neuropsychologischer Art, hätten sich beim Beschwerdefüh rer zunehmend soziale Ängste und eine Panikstörung manifestiert. Sie seien bis anhin möglicherweise darum weniger in die psychiatrische Diagnosestellung eingeflossen, weil der Beschwerdeführer seine psychischen Beschwerden baga tellisiere, selbst nicht von Ängsten, sondern beispielsweise von „Reizüberflu tung“ spreche, und weil in Bezug auf die Panikstörung das Vermeidungsver halten gegenüber der Paniksy mptomatik dominiere (S. 12 f.). Der heute 27-jäh rige Beschwerdeführer habe in seinem ganzen Leben nie eine produktive, reali tätsgerechte Arbeitsleistung erzielt. Eingliederungsversuche im Anschluss an den Volksschulabschluss seien gescheitert. Im klinischen Eindruck seien eben falls keine gesunden, realistischen Aspekte zu sehen. Nach mehreren psycho therapeutischen Versuchen seit dem Schulalter habe sich nun zwar erstmals eine regelmässige und länger dauernde Psychotherapie etabliert und auch die sozialen Verhältnisse hätten sich stabilisiert. Der eigentliche psychische Zustand habe sich jedoch kaum gebessert. Unter diesen Gegebenheiten bestehe beim Beschwerdeführer keine Arbeitsfähigkeit, langfristig gesehen auch nicht in einer betreuten Institution (S. 13 unten). Der Beschwerdeführer sei aus psychischen Gründen seit mindestens drei Jahren, wahrscheinlich schon seit jeher, generell zu praktisch 100 % arbeitsunfähig gewesen. Prognostisch sei auf lange Frist keine Besserung absehbar (S. 14 oben). Infolge von schweren Angst- und Per sönlichkeitsstörungen habe wahrscheinlich seit jeher keine Erwerbsfähigkeit auf eine genügend lange Dauer bestanden. Der Beschwerdeführer sei weder ausrei chend schul- noch berufsbildungsfähig gewesen und auch für behinderungsan gepasste Tätigkeiten könne kein zumutbares Belastungsprofil aufgestellt werden (S. 14 unten). 5. 5.1 Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen in Revi sion gezogen werden, wenn nach deren Erlass (unter anderem) erhebliche neue Tatsachen entdeckt werden. Nicht als neu wird eine Tatsache dann betrachtet, wenn das Vorbringen im Revisi onsverfahren lediglich eine neue Würdigung einer bereits bekannten Tat sache in sich schliesst (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, Rz 14 zu Art. 53). A ls neue Tatsachen im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG gelten Tatsachen, welche sich vorliegend bis zum Erlass des Einspracheentscheids vom 2 9. Januar 2004 verwirklicht haben, dem Beschwerdeführer jedoch trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochte nen Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu ei ner andern Entscheidung zu führen. Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründen den neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der ge suchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Sollen bereits vorgebrachte Tatsachen mit den neuen Mitteln bewiesen werden, so hat der Beschwerdeführer auch dar zutun, dass er die Beweismittel im frühe ren Verfahren nicht beibringen konnte. Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem andern Entscheid geführt, falls die Einspracheinstanz hievon Kenntnis gehabt hätte. Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sach verhaltswürdigung, sondern der Sachver haltsermittlung dient. Es genügt daher beispielsweise nicht, dass ein neues Gut achten den Sachverhalt anders bewertet; vielmehr bedarf es neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entschei dungsgrundlagen als objektiv mangel haft erscheinen lassen. Für die Revision eines Entscheides genügt es nicht, dass die Gutachterin oder der Gutachter aus den im Zeitpunkt des Haupturteils be kannten Tatsachen nachträglich andere Schlussfolgerungen zieht als das Ge richt. Auch ist ein Revisionsgrund nicht schon gegeben, wenn die entscheidende Instanz bekannte Tatsachen mög licherweise unrichtig gewürdigt hat. Notwendig ist vielmehr, dass die unrichtige Würdigung erfolgte, weil für den Entscheid wesentliche Tatsachen nicht be kannt waren oder unbewiesen blieben (BGE 127 V 358 E. 5b, 110 V 141 E. 2, 293 E. 2a, 108 V 171 E. 1; vgl. auch BGE 118 II 205; Entscheid des Bundesgerichts U 68/06 vom 4. Januar 2007, E. 2.2). 5.3 Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers beinhaltet das psychiatri sche Gutachten von Dr. Y.___ weder neue Tatsachen, noch stellt es ein neues Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG dar. Erhebliche medizinische Faktoren, die zur Zeit der erstmaligen Rentenprüfung im Oktober 2003 bereits vorhanden, indes (noch) nicht erkannt worden waren, werden darin nicht auf geführt. Insbesonder e bei der im Jahre 2011 von Dr. Y.___ diagnostizierten Persönlichkeitsstörung und der Attestierung einer vollen Arbeitsunfähigkeit handelt es sich nicht um neue Tatsachen; vielmehr geht die neu gestellte Diag nose und Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf eine neue Würdigung des im Entscheidzeitpunkt bereits bekannten Besc hwerdebildes des Beschwerdeführe rs durch Dr. Y.___ im Vergleich zu den Berichten der Ärzte der A.___ von Mai be ziehungsweise August 2003 (vgl. vorstehend E. 3.3 und E. 3.4) zurück. So war der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Einspracheentscheides von Januar 2004 gerade mal neunzehn Jahre alt. Damals wurden keine Diagnosen dokumentiert, welche die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im invalidenversicherungsrechtli chen Sinne gerechtfertigt hätten. Die Ärzte der A.___ beschrieben den Beschwer deführer in ihrem Arztbericht von Mai 2003 als einen stark verunsicherten Adoleszenten, der in vielen Bereichen noch nicht altersentsprechend entwickelt wirke (v gl. vorstehend E. 3.3 ). Wie aus diesem Bericht der Ärzte der A.___ hervor geht, war die Persönlichkeit des Beschwerdeführers zu diesem Zeitpunkt noch in der Entwicklung begriffen. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nach ICD erfordert jedoch eine zeitliche Konstanz, von welcher beim Beschwerdeführer aufgrund seines Entwicklungsstandes mit neunzehn Jahren kaum ausgegangen werden konnte. Somit ist nicht ersichtlich, dass den Ärzten der A.___ namhafte und entscheidende Befunde oder Aspekte gänzlich verborgen geblieben waren, was jedoch vorauszusetzen wäre, damit von neuen Tatsachen ausgegangen werden könnte. Auch dass die Kenntnis der weiteren Entwicklung des Be schwerdeführers Dr. Y.___ rückblickend die Einschätzung erlaubte, die von ihm gestellten Diagnosen hätten beim Beschwerdeführer bereits in der Adoleszenz Gültigkeit gehabt, ist kein Grund für eine prozessual e Revision. Denn eine ret rospektiv andere Einschätzung eines gleichgebliebenen Sachverhaltes reicht dafür nicht aus. 5.4 Nach dem Gesagten ist kein Revisionstatbestand im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG gegeben, und die Beschwerdegegnerin ha t es demnach zu Recht abge lehnt, ihren früheren Entscheid prozessual zu revidieren. Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 7 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Sebastian Lorentz - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundes gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu zu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent hal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannSchüpbach

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2012.01192 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Schüpbach Urteil vom 14. März 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Sebastian Lorentz Lorentz Schmidt Partner, Rechtsanwälte Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1984, wurde von seinen Eltern erstmals am 31. Au gust 1998 wegen Entwicklungs- und Verhaltensstörungen sowie einer emotio nalen Störung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Beiträge an Sonderschulung) angemeldet ( Urk. 6/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische Berichte ( Urk. 6/6-8, Urk. 6/11) ein. Mit Verfügung vom 19. Oktober 1999 ( Urk. 6/19) wies die IV-Stelle das Leistungs begehren ab. 1.2 Am 26. Juni 2003 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Arbeitsvermittlung, Rente) an ( Urk. 6/21). Die IV-Stelle holte medizinische Berichte ( Urk. 6/27-28), einen Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug; Urk. 6/26) sowie einen Ar beitgeberbericht ( Urk. 6/29) ein. Mit Verfügung vom 29. Oktober 2003 ( Urk. 6/31) verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch sowie einen Anspruch des Versicherten auf berufliche Mass nahmen. Die vom Versicherten am 27. November 2003 dagegen erhobene Einsprache ( Urk. 6/32) wies die IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 29. Januar 2004 ab ( Urk. 6/38). 1.3 Am 2. Juli 2010 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug (Rente) an ( Urk. 6/ 40) und machte eine Verschlech terung seines Gesundheitszustandes geltend (vgl. Urk. 6/45 -46 ). Die IV-Stelle holte einen medizinische n Bericht ( Urk. 6/ 54) ein und auferlegte dem Versicherten mit Verfügung vom 14. Dezember 2010 ( Urk. 6/61) eine Schadenminderungspflicht. In der Folge holte sie weitere Arztberichte ( Urk. 6/65, Urk. 6/72) sowie einen IK-Auszug ( Urk. 6/66-67) ein und veranlasste eine psychiatrische Begutachtung, über welche am 26. Oktober 2011 berichtet wurde ( Urk. 6/76). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 6/79-83, Urk. 6/94-113) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 6/114 = Urk. 2) ei ne ganze Rente mit Wirkung ab 1. Juli 2010 zu. 1.4 Das vom Versicherten am 8. September 2010 gestellte Gesuch um Hilflosenent schädigung ( Urk. 6/ 57) wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. Februar 2012 ab ( Urk. 6/91). 2. Gegen die Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 13. November 2012 Besc hwerde ( Urk. 1) und beantragte, diese sei aufzuheben, so weit sie ihm den Anspruch auf eine ganze Rente vor dem 1. Juli 2012 (richtig wohl: 2010) verweigere (S. 2 Ziff. 1), und es s eien ihm die gesetzlichen Le i s tun gen zuzusprechen (S. 2 Ziff. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 13. Dezember 2012 ( Urk. 5) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was dem Be schwerdeführer am 11. April 2013 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 7). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 die ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana loger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2000 S. 309 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 und 3.2.3, 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 1.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au - gust 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi onsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin weisen). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 1.5 Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversiche rungsrechts kann die Verwaltung eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richter licher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen). Von der Wiedererwägung ist die so genannte prozessuale Revision von Ver waltungsverfügungen zu unterscheiden. Danach ist die Verwaltung gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurück zukommen, wenn erhebliche neue Tatsa chen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen). Erheblich können nur Tatsachen sein, die zur Zeit der Erstbeurteilung bereits bestanden, jedoch unverschuldeterweise un bekannt waren oder unbewiesen blieben (BGE 119 V 180 E. 3a, 477 E. 1a, je mit Hinweisen). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass dem Beschwerdeführer keine Erwerbstätigkeit zumutbar sei (Verfügungsteil 2 S. 1 unten). Die Verfügung vom 29. Oktober 2003 werde nicht wiedererwägungs weise aufgehoben, da nicht davon auszugehen sei, dass diese nach den Er kennt - nissen in jenem Zeitpunkt zweifellos unrichtig gewesen sei ( Verfügungs teil 2 S. 1 f.). Die Voraussetzungen der prozessualen Revision im Sinne von Art. 53 ATSG seien vorliegend ebenfalls nicht erfüllt. Der Beschwerdeführer hätte bereits zum Zeitpunkt der ersten Anmeldung bei der In validenversicherung Be lege bei bringen können, die über seine damalige Arbeitsu n fähigkeit hätten Aufschlu ss geben können (Verfügungsteil 2 S. 2 Mitte). 2.2 Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt ( Urk. 1), aus dem von Dr. med. Y.___ im Jahre 2011 erstatteten psychiatrischen Gut achten ergäben sich erhebliche, neue, nach Verfügungserlass entdeckte medizi nische Tatsachen, so dass er – aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen – bereits mit Erreichen des 18. Altersjahres im Jahre 2002 Anspruch auf eine ganze Rente gehabt hätte. Die Revisionsvoraussetzung des Entdeckens erhebli cher neuer Tatsachen sei somit zweifelsohne erfüllt, weshalb der Entscheid der Beschwerdegegnerin, wonach die Verfügung vom 29. Oktober 2003 nicht in Re vision zu ziehen sei, unrichtig sei (S. 5 f.). 2.3 Streitig und zu prüfen ist der Beginn des Rentenanspruchs in dem Sinne, ob der Beschwerdeführer vor dem 1. Juli 2010 eine Rente der Invalidenversicherung entsprechend einem Invaliditätsgrad von 100 % beanspruchen kann. 3. 3.1 Der Einspracheentscheid vom 29. Januar 2004 ( Urk. 6/38), welcher in prozessu ale Revision gezogen werden soll, stützte sich im Wesentlichen auf folgende Berichte: 3.2 In einem am 14. Januar 1998 erstatteten Bericht ( Urk. 6/6/3-4) führten die Ärzte der Z.___ zur neuropsychologischen Abklärung des Beschwerde führers vom 5. Januar 1998 aus, dieser habe eine gute Arbeitshaltung mit kei nen Konzentrationsstörungen während der ganzen Testzeit gezeigt. Leistungs mässig sei der Beschwerdeführer durch sein eifriges Mitmachen und seinen Stolz auf vollbrachte Leistungen aufgefallen (S. 1). Die Stärken des Beschwer deführers lägen zweifellos im visuell-räumlichen Bereich. Die Testung habe je doch zum einen eine deutlich reduzierte mündliche Sprachaufnahme und - ver arbeitung und zum anderen eine klare und für das schulische Lernen störende Tendenz zum assoziativen Abschweifen ergeben. Dementsprechend leide in der grossen G ruppe die kognitive Leistungsfähigkeit trotz durchschnittlicher Intelli genz (S. 2 Mitte). Als Massnahme werde eine weitere Schulung im Rahmen ei ner Kleinklasse, eventuell sogar im Rahmen einer Tagesschule empfohlen, um den klar strukturierten Rahmen besser gewährleisten zu können. Diese Struktu rierung ermögliche dem Beschwerdeführer erst die Entfaltung seiner kognitiven Fähigkeiten, die ihm auch im weiteren Sinne vermehrte Selbständigkeit und Unabhängigkeit biete. Im Hinblick auf seine berufliche Zukunft sei vor allem an einen Beruf im handwerklichen Bereich zu denken (S. 2 unten). 3.3 Die Ärzte der A.___ berichteten am 2 2. Mai 2003 ( Urk. 6/20) und nannten folgende Diagnosen (S. 3 oben): - Identitätsprobleme (ICD-10 F93.8) - Cannabismissbrauch (ICD-10 F12.1) Sie führten aus, der Beschwerdeführer habe einerseits ausgesprochene Schwierig keiten im Umgang mit den Jugendlichen seiner Gruppe, in dem er ein nicht altersentsprechendes, aufsässiges, provozierendes Verhalten an den Tag lege, belächelt und abgelehnt werde, sich nicht behaupten und abgrenzen könne, sich leicht beeinflussen lasse und leicht kränkbar sei, andererseits eine fehlende Konstanz bei der Arbeit und im Gruppenalltag, indem er zu spät komme und häufig auf die Kurve gehe. Seine Stimmungsschwankungen, Selbstwertkrisen und die Orientierungslosigkeit erforderten einen grossen Be treuungsaufwand (S. 1). Der Beschwerdeführer sei emotional und bezüglich sei ner Identität wahrscheinlich auf Grund mangelnden Zugehörigkeitsgefühls während seiner Kindheit stark verunsichert. Er wirke in vielen Bereichen noch nicht altersentsprechend entwickelt, sei von den primären Bezugspersonen we nig abgelöst und sei noch nicht in der Lage, verlässliche Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzubauen. Bezüglich seines Selbstbildes und seiner Identität sei er stark verunsichert und noch wenig an der Erwachsenenwelt orientiert (S. 2 unten). Der Beschwerdeführer sei ausgesprochen unsicher und emotional labil. Er schwanke zwischen Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, starker Selbst kritik und leicht euphorischen Stimmungen mit Selbstüberschätzung und unrea listischen Zukunftsplänen (S. 2 f.). Es dränge sich eine Neuplatzierung auf, wel che in noch stärkerem Mass der geringen Belastbarkeit des Beschwerdeführers, seinen Schwächen im sozialen Umgang und in der Erfüllung von Alltagsanfor derungen Rechnung tragen würden und eine intensive sozialpädagogische und psychotherapeutische Betreuung gewährleisten würden. Somit könnte eine langfristige Fehlentwicklung mit der Gefahr der Ausbildung einer schwerwie genden psychiatrischen Erkrankung und einer Invalidisierung beim differen zierten, feinfühligen Beschwerdeführer verhindert werden (S. 3). 3.4 Die Ärzte der A.___ berichteten am 26. August 2003 (urk. 6/29), nannten die be kannten Diagnosen (S. 1 lit. A) und führen aus, der Beschwerdeführer sei von zirka Juli 2002 bis am 11. April 2003 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen (S. 1 lit. B). Der Gesundheitszustand sei besserungsfähig und die Arbeitsfähigkeit könne durch medizinische Massnahmen verbessert werden (S. 2 lit. C). Sofern eine ge eignete Behandlung und berufliche Eingliederung erfolgt sei, sei die langfristige Prognose günstig (S. 3 lit. D Ziff. 6 unten). 4. 4.1 Der angefochtenen Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 2) lag en im We - sentli chen folgende medizinische Berichte zu Grunde: 4.2 Dr. med. univ. B.___, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, berich tete am 9. September 2010 ( Urk. 6/54) und nannte folgende Diagnosen (S. 1 f.): - kombinierte Persönlichkeitsstörung mit unreifen, haltlosen, narzissti schen (passiv-aggressiven), asthen ischen und vermeidenden Anteilen (ICD-10 F61) - einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90), aktuell mit Betonung des Aufmerksamkeitsdefizites, relevantes Auftreten der Störung mit Beginn Schulalter - mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.2), ab Untersuchungsbe ginn bis Juli 2010 - Zustand nach Cannabismissbrauch (ICD-10 F12.1) - Zustand nach atypischer familiärer Situation in der Kindheit - Zustand nach körperlicher Misshandlung in der Kindheit (durch Stief - mut ter ) Er führte aus, diagnostisch lasse sich zusammenfassend aus den Befunden schlussfolgern, dass die beobachtete Symptomatik und geäusserten Beschwer den nicht auf der Basis einer Autismusspektrumsstörung entstanden seien. Aufschlussreicher sei die Diagnostik der Persönlichkeit mit deutlichen Hinwei sen auf Akzentuierungen mit Störungscharakter. Die allgemeinen Kriterien einer Persönlichkeitsstörung seien erfüllt. Prognostisch lasse sich sagen, dass die be schriebene Symptomatik bis dato weitgehend unbehandelt und seit Beginn des Erwachsenenlebens mindestens stationär geblieben, zweitweise auch schlechter geworden seien. Aktuell bleibe der erstmalige Einsatz einer Psychopharmako therapie abzuwarten. Es könne jedoch eine Verbesserung des Gesundheitszu standes im Verlauf des nächsten Jahres erwartet werden (S. 7 f.). Seit Beginn der Abklärung Anfang Mai 2010 bestehe bis dato eine 100%ige Arbeitsunfähig keit als Lehrling und für ungelernte Arbeiten aller Art. Die Vorgeschichte zeige eindeutige Hinweise auf ein Vorbestehen der Arbeitsunfähigkeit im selben Ausmass von mindestens 80 % ab etwa dem 17. Lebensjahr des Beschwerde führers (S. 9 Ziff. 1.6). Dr. B.___ berichtete am 3. Februar 2011 ( Urk. 6/65) führte Dr. B.___ aus, der Beschwerdeführer habe sich einer regelmässigen integrierten psychiatrischen Behandlung mit der Frequenz einer Wochenstunde u nterzogen und die vorge schlagene Medikation bei guter Einsicht und Kooperationsbereitschaft stets ein genommen (S. 1). Im Verlaufsbericht vom 29. Juni 2011 ( Urk. 6/72) führte Dr. B.___ aus, es habe sich weder an der Diagnose, noch an der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit etwas geändert. Der Beschwerdeführer besuche wöchentlich die integrierte Therapie und habe sich auch laborchemisch auf Alkoholmissbrauch untersuchen lassen. Die Langzeit-Werte liessen rückschliessen, dass Alkoholmissbrauch ausge schlossen werden könne (S. 1). Die vermutete Arbeitsfähigkeit betrage im ge schützten Rahmen zirka 60 % (S. 2). 4. 3 Dr. med. Y.___, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, erstat tete sein psychiatrisches Gutachten am 26. Oktober 2011 ( Urk. 6/76) ge stützt auf die Akten und die psychiatrische Exploration des Beschwerdeführers vom 24. Oktober 2011. Er nannte folgende Diagnosen (S. 11 Ziff. 5): - soziale Phobien (ICD-10 F40.1) - Agoraphobie mit Panik (ICD-10 F40.01) - Dysthymie (ICD-10 F34.1) - Aufmerksamkeitsstörung mit Teilleistungsstörungen (ICD-10 F90.0) - Persönlichkeitsstörung mit Schizoid i e, Dissozialität und Suchtmiss brauch, emotionaler Labilität und Retardierung, Fremdabhängigkeit, narzisstischer Störung (ICD-10 F61.0) Er führte aus, beim Beschwerdeführer bestehe ein ausgesprochener Poly - morphis mus von psychischen Störungen, ohne dass eine einzelne im lang fristigen Verlauf prominent gewesen wäre oder zu einer schweren akuten Krankheitsphase geführt hätte. Pathologisch auffällig und von prognostischer Bedeutung seien die früh aufgetretenen Störungen, die starken Milieuauffällig keiten und – wechsel sowie das F ehlen gesunder A n teile in der Persönlichkeit des Beschwerdeführers und im Lebenslauf (S. 11). Hinsichtlich der Arbeitsfähig keit des Beschwerdeführers gäben die Ängste den Hauptausschlag. Im Zusam menhang mit der sozialen Unangepasstheit und den Entwicklungsstörungen, insbesondere auch neuropsychologischer Art, hätten sich beim Beschwerdefüh rer zunehmend soziale Ängste und eine Panikstörung manifestiert. Sie seien bis anhin möglicherweise darum weniger in die psychiatrische Diagnosestellung eingeflossen, weil der Beschwerdeführer seine psychischen Beschwerden baga tellisiere, selbst nicht von Ängsten, sondern beispielsweise von „Reizüberflu tung“ spreche, und weil in Bezug auf die Panikstörung das Vermeidungsver halten gegenüber der Paniksy mptomatik dominiere (S. 12 f.). Der heute 27-jäh rige Beschwerdeführer habe in seinem ganzen Leben nie eine produktive, reali tätsgerechte Arbeitsleistung erzielt. Eingliederungsversuche im Anschluss an den Volksschulabschluss seien gescheitert. Im klinischen Eindruck seien eben falls keine gesunden, realistischen Aspekte zu sehen. Nach mehreren psycho therapeutischen Versuchen seit dem Schulalter habe sich nun zwar erstmals eine regelmässige und länger dauernde Psychotherapie etabliert und auch die sozialen Verhältnisse hätten sich stabilisiert. Der eigentliche psychische Zustand habe sich jedoch kaum gebessert. Unter diesen Gegebenheiten bestehe beim Beschwerdeführer keine Arbeitsfähigkeit, langfristig gesehen auch nicht in einer betreuten Institution (S. 13 unten). Der Beschwerdeführer sei aus psychischen Gründen seit mindestens drei Jahren, wahrscheinlich schon seit jeher, generell zu praktisch 100 % arbeitsunfähig gewesen. Prognostisch sei auf lange Frist keine Besserung absehbar (S. 14 oben). Infolge von schweren Angst- und Per sönlichkeitsstörungen habe wahrscheinlich seit jeher keine Erwerbsfähigkeit auf eine genügend lange Dauer bestanden. Der Beschwerdeführer sei weder ausrei chend schul- noch berufsbildungsfähig gewesen und auch für behinderungsan gepasste Tätigkeiten könne kein zumutbares Belastungsprofil aufgestellt werden (S. 14 unten). 5. 5.1 Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen in Revi sion gezogen werden, wenn nach deren Erlass (unter anderem) erhebliche neue Tatsachen entdeckt werden. Nicht als neu wird eine Tatsache dann betrachtet, wenn das Vorbringen im Revisi onsverfahren lediglich eine neue Würdigung einer bereits bekannten Tat sache in sich schliesst (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, Rz 14 zu Art. 53). A ls neue Tatsachen im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG gelten Tatsachen, welche sich vorliegend bis zum Erlass des Einspracheentscheids vom 2 9. Januar 2004 verwirklicht haben, dem Beschwerdeführer jedoch trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochte nen Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu ei ner andern Entscheidung zu führen. Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründen den neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der ge suchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Sollen bereits vorgebrachte Tatsachen mit den neuen Mitteln bewiesen werden, so hat der Beschwerdeführer auch dar zutun, dass er die Beweismittel im frühe ren Verfahren nicht beibringen konnte. Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem andern Entscheid geführt, falls die Einspracheinstanz hievon Kenntnis gehabt hätte. Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sach verhaltswürdigung, sondern der Sachver haltsermittlung dient. Es genügt daher beispielsweise nicht, dass ein neues Gut achten den Sachverhalt anders bewertet; vielmehr bedarf es neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entschei dungsgrundlagen als objektiv mangel haft erscheinen lassen. Für die Revision eines Entscheides genügt es nicht, dass die Gutachterin oder der Gutachter aus den im Zeitpunkt des Haupturteils be kannten Tatsachen nachträglich andere Schlussfolgerungen zieht als das Ge richt. Auch ist ein Revisionsgrund nicht schon gegeben, wenn die entscheidende Instanz bekannte Tatsachen mög licherweise unrichtig gewürdigt hat. Notwendig ist vielmehr, dass die unrichtige Würdigung erfolgte, weil für den Entscheid wesentliche Tatsachen nicht be kannt waren oder unbewiesen blieben (BGE 127 V 358 E. 5b, 110 V 141 E. 2, 293 E. 2a, 108 V 171 E. 1; vgl. auch BGE 118 II 205; Entscheid des Bundesgerichts U 68/06 vom 4. Januar 2007, E. 2.2). 5.3 Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers beinhaltet das psychiatri sche Gutachten von Dr. Y.___ weder neue Tatsachen, noch stellt es ein neues Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG dar. Erhebliche medizinische Faktoren, die zur Zeit der erstmaligen Rentenprüfung im Oktober 2003 bereits vorhanden, indes (noch) nicht erkannt worden waren, werden darin nicht auf geführt. Insbesonder e bei der im Jahre 2011 von Dr. Y.___ diagnostizierten Persönlichkeitsstörung und der Attestierung einer vollen Arbeitsunfähigkeit handelt es sich nicht um neue Tatsachen; vielmehr geht die neu gestellte Diag nose und Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf eine neue Würdigung des im Entscheidzeitpunkt bereits bekannten Besc hwerdebildes des Beschwerdeführe rs durch Dr. Y.___ im Vergleich zu den Berichten der Ärzte der A.___ von Mai be ziehungsweise August 2003 (vgl. vorstehend E. 3.3 und E. 3.4) zurück. So war der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Einspracheentscheides von Januar 2004 gerade mal neunzehn Jahre alt. Damals wurden keine Diagnosen dokumentiert, welche die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im invalidenversicherungsrechtli chen Sinne gerechtfertigt hätten. Die Ärzte der A.___ beschrieben den Beschwer deführer in ihrem Arztbericht von Mai 2003 als einen stark verunsicherten Adoleszenten, der in vielen Bereichen noch nicht altersentsprechend entwickelt wirke (v gl. vorstehend E. 3.3 ). Wie aus diesem Bericht der Ärzte der A.___ hervor geht, war die Persönlichkeit des Beschwerdeführers zu diesem Zeitpunkt noch in der Entwicklung begriffen. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nach ICD erfordert jedoch eine zeitliche Konstanz, von welcher beim Beschwerdeführer aufgrund seines Entwicklungsstandes mit neunzehn Jahren kaum ausgegangen werden konnte. Somit ist nicht ersichtlich, dass den Ärzten der A.___ namhafte und entscheidende Befunde oder Aspekte gänzlich verborgen geblieben waren, was jedoch vorauszusetzen wäre, damit von neuen Tatsachen ausgegangen werden könnte. Auch dass die Kenntnis der weiteren Entwicklung des Be schwerdeführers Dr. Y.___ rückblickend die Einschätzung erlaubte, die von ihm gestellten Diagnosen hätten beim Beschwerdeführer bereits in der Adoleszenz Gültigkeit gehabt, ist kein Grund für eine prozessual e Revision. Denn eine ret rospektiv andere Einschätzung eines gleichgebliebenen Sachverhaltes reicht dafür nicht aus. 5.4 Nach dem Gesagten ist kein Revisionstatbestand im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG gegeben, und die Beschwerdegegnerin ha t es demnach zu Recht abge lehnt, ihren früheren Entscheid prozessual zu revidieren. Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 7 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Sebastian Lorentz - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundes gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu zu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent hal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannSchüpbach

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2012.01192 IV.2012.01192

IV.2012.01192 II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Käch

Sozialversicherungsrichterin Sager

Gerichtsschreiberin Schüpbach

Urteil vom 14. März 2014

Urteil vom 14. März 2014 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Sebastian Lorentz

vertreten durch Rechtsanwalt Sebastian Lorentz Lorentz Schmidt Partner, Rechtsanwälte

Lorentz Schmidt Partner, Rechtsanwälte Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich

Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 X.___, geboren 1984, wurde von seinen Eltern erstmals am 31. Au gust 1998 wegen Entwicklungs- und Verhaltensstörungen sowie einer emotio nalen Störung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Beiträge an Sonderschulung) angemeldet ( Urk. 6/3).

1.1 X.___, geboren 1984, wurde von seinen Eltern erstmals am 31. Au gust 1998 wegen Entwicklungs- und Verhaltensstörungen sowie einer emotio nalen Störung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Beiträge an Sonderschulung) angemeldet ( Urk. 6/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische Berichte ( Urk. 6/6-8, Urk. 6/11) ein.

Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische Berichte ( Urk. 6/6-8, Urk. 6/11) ein. Mit Verfügung vom 19. Oktober 1999 ( Urk. 6/19) wies die IV-Stelle das Leistungs begehren ab.

Mit Verfügung vom 19. Oktober 1999 ( Urk. 6/19) wies die IV-Stelle das Leistungs begehren ab. 1.2 Am 26. Juni 2003 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Arbeitsvermittlung, Rente) an ( Urk. 6/21).

1.2 Am 26. Juni 2003 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Arbeitsvermittlung, Rente) an ( Urk. 6/21). Die IV-Stelle holte medizinische Berichte ( Urk. 6/27-28), einen Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug; Urk. 6/26) sowie einen Ar beitgeberbericht ( Urk. 6/29) ein.

Die IV-Stelle holte medizinische Berichte ( Urk. 6/27-28), einen Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug; Urk. 6/26) sowie einen Ar beitgeberbericht ( Urk. 6/29) ein. Mit Verfügung vom 29. Oktober 2003 ( Urk. 6/31) verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch sowie einen Anspruch des Versicherten auf berufliche Mass nahmen.

Mit Verfügung vom 29. Oktober 2003 ( Urk. 6/31) verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch sowie einen Anspruch des Versicherten auf berufliche Mass nahmen. Die vom Versicherten am 27. November 2003 dagegen erhobene Einsprache ( Urk. 6/32) wies die IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 29. Januar 2004 ab ( Urk. 6/38).

Die vom Versicherten am 27. November 2003 dagegen erhobene Einsprache ( Urk. 6/32) wies die IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 29. Januar 2004 ab ( Urk. 6/38). 1.3 Am 2. Juli 2010 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug (Rente) an ( Urk. 6/ 40) und machte eine Verschlech terung seines Gesundheitszustandes geltend (vgl. Urk. 6/45 -46 ).

1.3 Am 2. Juli 2010 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenversiche rung zum Leistungsbezug (Rente) an ( Urk. 6/ 40) und machte eine Verschlech terung seines Gesundheitszustandes geltend (vgl. Urk. 6/45 -46 ). Die IV-Stelle holte einen medizinische n Bericht ( Urk. 6/ 54) ein und auferlegte dem Versicherten mit Verfügung vom 14. Dezember 2010 ( Urk. 6/61) eine Schadenminderungspflicht. In der Folge holte sie weitere Arztberichte ( Urk. 6/65, Urk. 6/72) sowie einen IK-Auszug ( Urk. 6/66-67) ein und veranlasste eine psychiatrische Begutachtung, über welche am 26. Oktober 2011 berichtet wurde ( Urk. 6/76).

Die IV-Stelle holte einen medizinische n Bericht ( Urk. 6/ 54) ein und auferlegte dem Versicherten mit Verfügung vom 14. Dezember 2010 ( Urk. 6/61) eine Schadenminderungspflicht. In der Folge holte sie weitere Arztberichte ( Urk. 6/65, Urk. 6/72) sowie einen IK-Auszug ( Urk. 6/66-67) ein und veranlasste eine psychiatrische Begutachtung, über welche am 26. Oktober 2011 berichtet wurde ( Urk. 6/76). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 6/79-83, Urk. 6/94-113) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 6/114 = Urk. 2) ei ne ganze Rente mit Wirkung ab 1. Juli 2010 zu.

Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 6/79-83, Urk. 6/94-113) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 6/114 = Urk. 2) ei ne ganze Rente mit Wirkung ab 1. Juli 2010 zu. 1.4 Das vom Versicherten am 8. September 2010 gestellte Gesuch um Hilflosenent schädigung ( Urk. 6/ 57) wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. Februar 2012 ab ( Urk. 6/91).

1.4 Das vom Versicherten am 8. September 2010 gestellte Gesuch um Hilflosenent schädigung ( Urk. 6/ 57) wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. Februar 2012 ab ( Urk. 6/91). 2. Gegen die Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 13. November 2012 Besc hwerde ( Urk. 1) und beantragte, diese sei aufzuheben, so weit sie ihm den Anspruch auf eine ganze Rente vor dem 1. Juli 2012 (richtig wohl: 2010) verweigere (S. 2 Ziff. 1), und es s eien ihm die gesetzlichen Le i s tun gen zuzusprechen (S. 2 Ziff. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 13. Dezember 2012 ( Urk. 5) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was dem Be schwerdeführer am 11. April 2013 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 7).

2. Gegen die Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 13. November 2012 Besc hwerde ( Urk. 1) und beantragte, diese sei aufzuheben, so weit sie ihm den Anspruch auf eine ganze Rente vor dem 1. Juli 2012 (richtig wohl: 2010) verweigere (S. 2 Ziff. 1), und es s eien ihm die gesetzlichen Le i s tun gen zuzusprechen (S. 2 Ziff. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 13. Dezember 2012 ( Urk. 5) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was dem Be schwerdeführer am 11. April 2013 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 7). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 die ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana loger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2000 S. 309 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 und 3.2.3, 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).

1.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 die ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana loger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2000 S. 309 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 und 3.2.3, 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 1.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au - gust 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi onsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin weisen).

1.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au gust 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi onsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin weisen). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).

1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 1.5 Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversiche rungsrechts kann die Verwaltung eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richter licher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen). Von der Wiedererwägung ist die so genannte prozessuale Revision von Ver waltungsverfügungen zu unterscheiden. Danach ist die Verwaltung gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurück zukommen, wenn erhebliche neue Tatsa chen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen). Erheblich können nur Tatsachen sein, die zur Zeit der Erstbeurteilung bereits bestanden, jedoch unverschuldeterweise un bekannt waren oder unbewiesen blieben (BGE 119 V 180 E. 3a, 477 E. 1a, je mit Hinweisen).

1.5 Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversiche rungsrechts kann die Verwaltung eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richter licher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen). Von der Wiedererwägung ist die so genannte prozessuale Revision von Ver waltungsverfügungen zu unterscheiden. Danach ist die Verwaltung gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurück zukommen, wenn erhebliche neue Tatsa chen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen). Erheblich können nur Tatsachen sein, die zur Zeit der Erstbeurteilung bereits bestanden, jedoch unverschuldeterweise un bekannt waren oder unbewiesen blieben (BGE 119 V 180 E. 3a, 477 E. 1a, je mit Hinweisen). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass dem Beschwerdeführer keine Erwerbstätigkeit zumutbar sei (Verfügungsteil 2 S. 1 unten). Die Verfügung vom 29. Oktober 2003 werde nicht wiedererwägungs weise aufgehoben, da nicht davon auszugehen sei, dass diese nach den Er kennt - nissen in jenem Zeitpunkt zweifellos unrichtig gewesen sei ( Verfügungs teil 2 S. 1 f.). Die Voraussetzungen der prozessualen Revision im Sinne von Art. 53 ATSG seien vorliegend ebenfalls nicht erfüllt. Der Beschwerdeführer hätte bereits zum Zeitpunkt der ersten Anmeldung bei der In validenversicherung Be lege bei bringen können, die über seine damalige Arbeitsu n fähigkeit hätten Aufschlu ss geben können (Verfügungsteil 2 S. 2 Mitte).

2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass dem Beschwerdeführer keine Erwerbstätigkeit zumutbar sei (Verfügungsteil 2 S. 1 unten). Die Verfügung vom 29. Oktober 2003 werde nicht wiedererwägungs weise aufgehoben, da nicht davon auszugehen sei, dass diese nach den Er kennt nissen in jenem Zeitpunkt zweifellos unrichtig gewesen sei ( Verfügungs teil 2 S. 1 f.). Die Voraussetzungen der prozessualen Revision im Sinne von Art. 53 ATSG seien vorliegend ebenfalls nicht erfüllt. Der Beschwerdeführer hätte bereits zum Zeitpunkt der ersten Anmeldung bei der In validenversicherung Be lege bei bringen können, die über seine damalige Arbeitsu n fähigkeit hätten Aufschlu ss geben können (Verfügungsteil 2 S. 2 Mitte). 2.2 Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt ( Urk. 1), aus dem von Dr. med. Y.___ im Jahre 2011 erstatteten psychiatrischen Gut achten ergäben sich erhebliche, neue, nach Verfügungserlass entdeckte medizi nische Tatsachen, so dass er – aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen – bereits mit Erreichen des 18. Altersjahres im Jahre 2002 Anspruch auf eine ganze Rente gehabt hätte. Die Revisionsvoraussetzung des Entdeckens erhebli cher neuer Tatsachen sei somit zweifelsohne erfüllt, weshalb der Entscheid der Beschwerdegegnerin, wonach die Verfügung vom 29. Oktober 2003 nicht in Re vision zu ziehen sei, unrichtig sei (S. 5 f.).

2.2 Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt ( Urk. 1), aus dem von Dr. med. Y.___ im Jahre 2011 erstatteten psychiatrischen Gut achten ergäben sich erhebliche, neue, nach Verfügungserlass entdeckte medizi nische Tatsachen, so dass er – aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen – bereits mit Erreichen des 18. Altersjahres im Jahre 2002 Anspruch auf eine ganze Rente gehabt hätte. Die Revisionsvoraussetzung des Entdeckens erhebli cher neuer Tatsachen sei somit zweifelsohne erfüllt, weshalb der Entscheid der Beschwerdegegnerin, wonach die Verfügung vom 29. Oktober 2003 nicht in Re vision zu ziehen sei, unrichtig sei (S. 5 f.). 2.3 Streitig und zu prüfen ist der Beginn des Rentenanspruchs in dem Sinne, ob der Beschwerdeführer vor dem 1. Juli 2010 eine Rente der Invalidenversicherung entsprechend einem Invaliditätsgrad von 100 % beanspruchen kann.

2.3 Streitig und zu prüfen ist der Beginn des Rentenanspruchs in dem Sinne, ob der Beschwerdeführer vor dem 1. Juli 2010 eine Rente der Invalidenversicherung entsprechend einem Invaliditätsgrad von 100 % beanspruchen kann. 3.

3. 3.1 Der Einspracheentscheid vom 29. Januar 2004 ( Urk. 6/38), welcher in prozessu ale Revision gezogen werden soll, stützte sich im Wesentlichen auf folgende Berichte:

3.1 Der Einspracheentscheid vom 29. Januar 2004 ( Urk. 6/38), welcher in prozessu ale Revision gezogen werden soll, stützte sich im Wesentlichen auf folgende Berichte: 3.2 In einem am 14. Januar 1998 erstatteten Bericht ( Urk. 6/6/3-4) führten die Ärzte der Z.___ zur neuropsychologischen Abklärung des Beschwerde führers vom 5. Januar 1998 aus, dieser habe eine gute Arbeitshaltung mit kei nen Konzentrationsstörungen während der ganzen Testzeit gezeigt. Leistungs mässig sei der Beschwerdeführer durch sein eifriges Mitmachen und seinen Stolz auf vollbrachte Leistungen aufgefallen (S. 1). Die Stärken des Beschwer deführers lägen zweifellos im visuell-räumlichen Bereich. Die Testung habe je doch zum einen eine deutlich reduzierte mündliche Sprachaufnahme und - ver arbeitung und zum anderen eine klare und für das schulische Lernen störende Tendenz zum assoziativen Abschweifen ergeben. Dementsprechend leide in der grossen G ruppe die kognitive Leistungsfähigkeit trotz durchschnittlicher Intelli genz (S. 2 Mitte). Als Massnahme werde eine weitere Schulung im Rahmen ei ner Kleinklasse, eventuell sogar im Rahmen einer Tagesschule empfohlen, um den klar strukturierten Rahmen besser gewährleisten zu können. Diese Struktu rierung ermögliche dem Beschwerdeführer erst die Entfaltung seiner kognitiven Fähigkeiten, die ihm auch im weiteren Sinne vermehrte Selbständigkeit und Unabhängigkeit biete. Im Hinblick auf seine berufliche Zukunft sei vor allem an einen Beruf im handwerklichen Bereich zu denken (S. 2 unten).

3.2 In einem am 14. Januar 1998 erstatteten Bericht ( Urk. 6/6/3-4) führten die Ärzte der Z.___ zur neuropsychologischen Abklärung des Beschwerde führers vom 5. Januar 1998 aus, dieser habe eine gute Arbeitshaltung mit kei nen Konzentrationsstörungen während der ganzen Testzeit gezeigt. Leistungs mässig sei der Beschwerdeführer durch sein eifriges Mitmachen und seinen Stolz auf vollbrachte Leistungen aufgefallen (S. 1). Die Stärken des Beschwer deführers lägen zweifellos im visuell-räumlichen Bereich. Die Testung habe je doch zum einen eine deutlich reduzierte mündliche Sprachaufnahme und - ver arbeitung und zum anderen eine klare und für das schulische Lernen störende Tendenz zum assoziativen Abschweifen ergeben. Dementsprechend leide in der grossen G ruppe die kognitive Leistungsfähigkeit trotz durchschnittlicher Intelli genz (S. 2 Mitte). Als Massnahme werde eine weitere Schulung im Rahmen ei ner Kleinklasse, eventuell sogar im Rahmen einer Tagesschule empfohlen, um den klar strukturierten Rahmen besser gewährleisten zu können. Diese Struktu rierung ermögliche dem Beschwerdeführer erst die Entfaltung seiner kognitiven Fähigkeiten, die ihm auch im weiteren Sinne vermehrte Selbständigkeit und Unabhängigkeit biete. Im Hinblick auf seine berufliche Zukunft sei vor allem an einen Beruf im handwerklichen Bereich zu denken (S. 2 unten). 3.3 Die Ärzte der A.___ berichteten am 2 2. Mai 2003 ( Urk. 6/20) und nannten folgende Diagnosen (S. 3 oben):

3.3 Die Ärzte der A.___ berichteten am 2 2. Mai 2003 ( Urk. 6/20) und nannten folgende Diagnosen (S. 3 oben): - Identitätsprobleme (ICD-10 F93.8)

Identitätsprobleme (ICD-10 F93.8) - Cannabismissbrauch (ICD-10 F12.1)

Cannabismissbrauch (ICD-10 F12.1) Sie führten aus, der Beschwerdeführer habe einerseits ausgesprochene Schwierig keiten im Umgang mit den Jugendlichen seiner Gruppe, in dem er ein nicht altersentsprechendes, aufsässiges, provozierendes Verhalten an den Tag lege, belächelt und abgelehnt werde, sich nicht behaupten und abgrenzen könne, sich leicht beeinflussen lasse und leicht kränkbar sei, andererseits eine fehlende Konstanz bei der Arbeit und im Gruppenalltag, indem er zu spät komme und häufig auf die Kurve gehe. Seine Stimmungsschwankungen, Selbstwertkrisen und die Orientierungslosigkeit erforderten einen grossen Be treuungsaufwand (S. 1). Der Beschwerdeführer sei emotional und bezüglich sei ner Identität wahrscheinlich auf Grund mangelnden Zugehörigkeitsgefühls während seiner Kindheit stark verunsichert. Er wirke in vielen Bereichen noch nicht altersentsprechend entwickelt, sei von den primären Bezugspersonen we nig abgelöst und sei noch nicht in der Lage, verlässliche Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzubauen. Bezüglich seines Selbstbildes und seiner Identität sei er stark verunsichert und noch wenig an der Erwachsenenwelt orientiert (S. 2 unten). Der Beschwerdeführer sei ausgesprochen unsicher und emotional labil. Er schwanke zwischen Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, starker Selbst kritik und leicht euphorischen Stimmungen mit Selbstüberschätzung und unrea listischen Zukunftsplänen (S. 2 f.). Es dränge sich eine Neuplatzierung auf, wel che in noch stärkerem Mass der geringen Belastbarkeit des Beschwerdeführers, seinen Schwächen im sozialen Umgang und in der Erfüllung von Alltagsanfor derungen Rechnung tragen würden und eine intensive sozialpädagogische und psychotherapeutische Betreuung gewährleisten würden. Somit könnte eine langfristige Fehlentwicklung mit der Gefahr der Ausbildung einer schwerwie genden psychiatrischen Erkrankung und einer Invalidisierung beim differen zierten, feinfühligen Beschwerdeführer verhindert werden (S. 3).

Sie führten aus, der Beschwerdeführer habe einerseits ausgesprochene Schwierig keiten im Umgang mit den Jugendlichen seiner Gruppe, in dem er ein nicht altersentsprechendes, aufsässiges, provozierendes Verhalten an den Tag lege, belächelt und abgelehnt werde, sich nicht behaupten und abgrenzen könne, sich leicht beeinflussen lasse und leicht kränkbar sei, andererseits eine fehlende Konstanz bei der Arbeit und im Gruppenalltag, indem er zu spät komme und häufig auf die Kurve gehe. Seine Stimmungsschwankungen, Selbstwertkrisen und die Orientierungslosigkeit erforderten einen grossen Be treuungsaufwand (S. 1). Der Beschwerdeführer sei emotional und bezüglich sei ner Identität wahrscheinlich auf Grund mangelnden Zugehörigkeitsgefühls während seiner Kindheit stark verunsichert. Er wirke in vielen Bereichen noch nicht altersentsprechend entwickelt, sei von den primären Bezugspersonen we nig abgelöst und sei noch nicht in der Lage, verlässliche Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzubauen. Bezüglich seines Selbstbildes und seiner Identität sei er stark verunsichert und noch wenig an der Erwachsenenwelt orientiert (S. 2 unten). Der Beschwerdeführer sei ausgesprochen unsicher und emotional labil. Er schwanke zwischen Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, starker Selbst kritik und leicht euphorischen Stimmungen mit Selbstüberschätzung und unrea listischen Zukunftsplänen (S. 2 f.). Es dränge sich eine Neuplatzierung auf, wel che in noch stärkerem Mass der geringen Belastbarkeit des Beschwerdeführers, seinen Schwächen im sozialen Umgang und in der Erfüllung von Alltagsanfor derungen Rechnung tragen würden und eine intensive sozialpädagogische und psychotherapeutische Betreuung gewährleisten würden. Somit könnte eine langfristige Fehlentwicklung mit der Gefahr der Ausbildung einer schwerwie genden psychiatrischen Erkrankung und einer Invalidisierung beim differen zierten, feinfühligen Beschwerdeführer verhindert werden (S. 3). 3.4 Die Ärzte der A.___ berichteten am 26. August 2003 (urk. 6/29), nannten die be kannten Diagnosen (S. 1 lit. A) und führen aus, der Beschwerdeführer sei von zirka Juli 2002 bis am 11. April 2003 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen (S. 1 lit. B). Der Gesundheitszustand sei besserungsfähig und die Arbeitsfähigkeit könne durch medizinische Massnahmen verbessert werden (S. 2 lit. C). Sofern eine ge eignete Behandlung und berufliche Eingliederung erfolgt sei, sei die langfristige Prognose günstig (S. 3 lit. D Ziff. 6 unten).

3.4 Die Ärzte der A.___ berichteten am 26. August 2003 (urk. 6/29), nannten die be kannten Diagnosen (S. 1 lit. A) und führen aus, der Beschwerdeführer sei von zirka Juli 2002 bis am 11. April 2003 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen (S. 1 lit. B). Der Gesundheitszustand sei besserungsfähig und die Arbeitsfähigkeit könne durch medizinische Massnahmen verbessert werden (S. 2 lit. C). Sofern eine ge eignete Behandlung und berufliche Eingliederung erfolgt sei, sei die langfristige Prognose günstig (S. 3 lit. D Ziff. 6 unten). 4.

4. 4.1 Der angefochtenen Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 2) lag en im We - sentli chen folgende medizinische Berichte zu Grunde:

4.1 Der angefochtenen Verfügung vom 1 2. Oktober 2012 ( Urk. 2) lag en im We sentli chen folgende medizinische Berichte zu Grunde: 4.2 Dr. med. univ. B.___, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, berich tete am 9. September 2010 ( Urk. 6/54) und nannte folgende Diagnosen (S. 1 f.):

4.2 Dr. med. univ. B.___, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, berich tete am 9. September 2010 ( Urk. 6/54) und nannte folgende Diagnosen (S. 1 f.): - kombinierte Persönlichkeitsstörung mit unreifen, haltlosen, narzissti schen (passiv-aggressiven), asthen ischen und vermeidenden Anteilen (ICD-10 F61)

kombinierte Persönlichkeitsstörung mit unreifen, haltlosen, narzissti schen (passiv-aggressiven), asthen ischen und vermeidenden Anteilen (ICD-10 F61) - einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90), aktuell mit Betonung des Aufmerksamkeitsdefizites, relevantes Auftreten der Störung mit Beginn Schulalter

einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90), aktuell mit Betonung des Aufmerksamkeitsdefizites, relevantes Auftreten der Störung mit Beginn Schulalter - mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.2), ab Untersuchungsbe ginn bis Juli 2010

mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.2), ab Untersuchungsbe ginn bis Juli 2010 - Zustand nach Cannabismissbrauch (ICD-10 F12.1)

Zustand nach Cannabismissbrauch (ICD-10 F12.1) - Zustand nach atypischer familiärer Situation in der Kindheit

Zustand nach atypischer familiärer Situation in der Kindheit - Zustand nach körperlicher Misshandlung in der Kindheit (durch Stief - mut ter )

Zustand nach körperlicher Misshandlung in der Kindheit (durch Stief mut ter ) Er führte aus, diagnostisch lasse sich zusammenfassend aus den Befunden schlussfolgern, dass die beobachtete Symptomatik und geäusserten Beschwer den nicht auf der Basis einer Autismusspektrumsstörung entstanden seien. Aufschlussreicher sei die Diagnostik der Persönlichkeit mit deutlichen Hinwei sen auf Akzentuierungen mit Störungscharakter. Die allgemeinen Kriterien einer Persönlichkeitsstörung seien erfüllt. Prognostisch lasse sich sagen, dass die be schriebene Symptomatik bis dato weitgehend unbehandelt und seit Beginn des Erwachsenenlebens mindestens stationär geblieben, zweitweise auch schlechter geworden seien. Aktuell bleibe der erstmalige Einsatz einer Psychopharmako therapie abzuwarten. Es könne jedoch eine Verbesserung des Gesundheitszu standes im Verlauf des nächsten Jahres erwartet werden (S. 7 f.). Seit Beginn der Abklärung Anfang Mai 2010 bestehe bis dato eine 100%ige Arbeitsunfähig keit als Lehrling und für ungelernte Arbeiten aller Art. Die Vorgeschichte zeige eindeutige Hinweise auf ein Vorbestehen der Arbeitsunfähigkeit im selben Ausmass von mindestens 80 % ab etwa dem 17. Lebensjahr des Beschwerde führers (S. 9 Ziff. 1.6).

Er führte aus, diagnostisch lasse sich zusammenfassend aus den Befunden schlussfolgern, dass die beobachtete Symptomatik und geäusserten Beschwer den nicht auf der Basis einer Autismusspektrumsstörung entstanden seien. Aufschlussreicher sei die Diagnostik der Persönlichkeit mit deutlichen Hinwei sen auf Akzentuierungen mit Störungscharakter. Die allgemeinen Kriterien einer Persönlichkeitsstörung seien erfüllt. Prognostisch lasse sich sagen, dass die be schriebene Symptomatik bis dato weitgehend unbehandelt und seit Beginn des Erwachsenenlebens mindestens stationär geblieben, zweitweise auch schlechter geworden seien. Aktuell bleibe der erstmalige Einsatz einer Psychopharmako therapie abzuwarten. Es könne jedoch eine Verbesserung des Gesundheitszu standes im Verlauf des nächsten Jahres erwartet werden (S. 7 f.). Seit Beginn der Abklärung Anfang Mai 2010 bestehe bis dato eine 100%ige Arbeitsunfähig keit als Lehrling und für ungelernte Arbeiten aller Art. Die Vorgeschichte zeige eindeutige Hinweise auf ein Vorbestehen der Arbeitsunfähigkeit im selben Ausmass von mindestens 80 % ab etwa dem 17. Lebensjahr des Beschwerde führers (S. 9 Ziff. 1.6). Dr. B.___ berichtete am 3. Februar 2011 ( Urk. 6/65) führte Dr. B.___ aus, der Beschwerdeführer habe sich einer regelmässigen integrierten psychiatrischen Behandlung mit der Frequenz einer Wochenstunde u nterzogen und die vorge schlagene Medikation bei guter Einsicht und Kooperationsbereitschaft stets ein genommen (S. 1).

Dr. B.___ berichtete am 3. Februar 2011 ( Urk. 6/65) führte Dr. B.___ aus, der Beschwerdeführer habe sich einer regelmässigen integrierten psychiatrischen Behandlung mit der Frequenz einer Wochenstunde u nterzogen und die vorge schlagene Medikation bei guter Einsicht und Kooperationsbereitschaft stets ein genommen (S. 1). Im Verlaufsbericht vom 29. Juni 2011 ( Urk. 6/72) führte Dr. B.___ aus, es habe sich weder an der Diagnose, noch an der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit etwas geändert. Der Beschwerdeführer besuche wöchentlich die integrierte Therapie und habe sich auch laborchemisch auf Alkoholmissbrauch untersuchen lassen. Die Langzeit-Werte liessen rückschliessen, dass Alkoholmissbrauch ausge schlossen werden könne (S. 1). Die vermutete Arbeitsfähigkeit betrage im ge schützten Rahmen zirka 60 % (S. 2).

Im Verlaufsbericht vom 29. Juni 2011 ( Urk. 6/72) führte Dr. B.___ aus, es habe sich weder an der Diagnose, noch an der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit etwas geändert. Der Beschwerdeführer besuche wöchentlich die integrierte Therapie und habe sich auch laborchemisch auf Alkoholmissbrauch untersuchen lassen. Die Langzeit-Werte liessen rückschliessen, dass Alkoholmissbrauch ausge schlossen werden könne (S. 1). Die vermutete Arbeitsfähigkeit betrage im ge schützten Rahmen zirka 60 % (S. 2). 4. 3 Dr. med. Y.___, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, erstat tete sein psychiatrisches Gutachten am 26. Oktober 2011 ( Urk. 6/76) ge stützt auf die Akten und die psychiatrische Exploration des Beschwerdeführers vom 24. Oktober 2011. Er nannte folgende Diagnosen (S. 11 Ziff. 5):

4. 3 Dr. med. Y.___, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, erstat tete sein psychiatrisches Gutachten am 26. Oktober 2011 ( Urk. 6/76) ge stützt auf die Akten und die psychiatrische Exploration des Beschwerdeführers vom 24. Oktober 2011. Er nannte folgende Diagnosen (S. 11 Ziff. 5): - soziale Phobien (ICD-10 F40.1)

soziale Phobien (ICD-10 F40.1) - Agoraphobie mit Panik (ICD-10 F40.01)

Agoraphobie mit Panik (ICD-10 F40.01) - Dysthymie (ICD-10 F34.1)

Dysthymie (ICD-10 F34.1) - Aufmerksamkeitsstörung mit Teilleistungsstörungen (ICD-10 F90.0)

Aufmerksamkeitsstörung mit Teilleistungsstörungen (ICD-10 F90.0) - Persönlichkeitsstörung mit Schizoid i e, Dissozialität und Suchtmiss brauch, emotionaler Labilität und Retardierung, Fremdabhängigkeit, narzisstischer Störung (ICD-10 F61.0)

Persönlichkeitsstörung mit Schizoid i e, Dissozialität und Suchtmiss brauch, emotionaler Labilität und Retardierung, Fremdabhängigkeit, narzisstischer Störung (ICD-10 F61.0) Er führte aus, beim Beschwerdeführer bestehe ein ausgesprochener Poly - morphis mus von psychischen Störungen, ohne dass eine einzelne im lang fristigen Verlauf prominent gewesen wäre oder zu einer schweren akuten Krankheitsphase geführt hätte. Pathologisch auffällig und von prognostischer Bedeutung seien die früh aufgetretenen Störungen, die starken Milieuauffällig keiten und – wechsel sowie das F ehlen gesunder A n teile in der Persönlichkeit des Beschwerdeführers und im Lebenslauf (S. 11). Hinsichtlich der Arbeitsfähig keit des Beschwerdeführers gäben die Ängste den Hauptausschlag. Im Zusam menhang mit der sozialen Unangepasstheit und den Entwicklungsstörungen, insbesondere auch neuropsychologischer Art, hätten sich beim Beschwerdefüh rer zunehmend soziale Ängste und eine Panikstörung manifestiert. Sie seien bis anhin möglicherweise darum weniger in die psychiatrische Diagnosestellung eingeflossen, weil der Beschwerdeführer seine psychischen Beschwerden baga tellisiere, selbst nicht von Ängsten, sondern beispielsweise von „Reizüberflu tung“ spreche, und weil in Bezug auf die Panikstörung das Vermeidungsver halten gegenüber der Paniksy mptomatik dominiere (S. 12 f.). Der heute 27-jäh rige Beschwerdeführer habe in seinem ganzen Leben nie eine produktive, reali tätsgerechte Arbeitsleistung erzielt. Eingliederungsversuche im Anschluss an den Volksschulabschluss seien gescheitert. Im klinischen Eindruck seien eben falls keine gesunden, realistischen Aspekte zu sehen. Nach mehreren psycho therapeutischen Versuchen seit dem Schulalter habe sich nun zwar erstmals eine regelmässige und länger dauernde Psychotherapie etabliert und auch die sozialen Verhältnisse hätten sich stabilisiert. Der eigentliche psychische Zustand habe sich jedoch kaum gebessert. Unter diesen Gegebenheiten bestehe beim Beschwerdeführer keine Arbeitsfähigkeit, langfristig gesehen auch nicht in einer betreuten Institution (S. 13 unten). Der Beschwerdeführer sei aus psychischen Gründen seit mindestens drei Jahren, wahrscheinlich schon seit jeher, generell zu praktisch 100 % arbeitsunfähig gewesen. Prognostisch sei auf lange Frist keine Besserung absehbar (S. 14 oben). Infolge von schweren Angst- und Per sönlichkeitsstörungen habe wahrscheinlich seit jeher keine Erwerbsfähigkeit auf eine genügend lange Dauer bestanden. Der Beschwerdeführer sei weder ausrei chend schul- noch berufsbildungsfähig gewesen und auch für behinderungsan gepasste Tätigkeiten könne kein zumutbares Belastungsprofil aufgestellt werden (S. 14 unten).

Er führte aus, beim Beschwerdeführer bestehe ein ausgesprochener Poly morphis mus von psychischen Störungen, ohne dass eine einzelne im lang fristigen Verlauf prominent gewesen wäre oder zu einer schweren akuten Krankheitsphase geführt hätte. Pathologisch auffällig und von prognostischer Bedeutung seien die früh aufgetretenen Störungen, die starken Milieuauffällig keiten und – wechsel sowie das F ehlen gesunder A n teile in der Persönlichkeit des Beschwerdeführers und im Lebenslauf (S. 11). Hinsichtlich der Arbeitsfähig keit des Beschwerdeführers gäben die Ängste den Hauptausschlag. Im Zusam menhang mit der sozialen Unangepasstheit und den Entwicklungsstörungen, insbesondere auch neuropsychologischer Art, hätten sich beim Beschwerdefüh rer zunehmend soziale Ängste und eine Panikstörung manifestiert. Sie seien bis anhin möglicherweise darum weniger in die psychiatrische Diagnosestellung eingeflossen, weil der Beschwerdeführer seine psychischen Beschwerden baga tellisiere, selbst nicht von Ängsten, sondern beispielsweise von „Reizüberflu tung“ spreche, und weil in Bezug auf die Panikstörung das Vermeidungsver halten gegenüber der Paniksy mptomatik dominiere (S. 12 f.). Der heute 27-jäh rige Beschwerdeführer habe in seinem ganzen Leben nie eine produktive, reali tätsgerechte Arbeitsleistung erzielt. Eingliederungsversuche im Anschluss an den Volksschulabschluss seien gescheitert. Im klinischen Eindruck seien eben falls keine gesunden, realistischen Aspekte zu sehen. Nach mehreren psycho therapeutischen Versuchen seit dem Schulalter habe sich nun zwar erstmals eine regelmässige und länger dauernde Psychotherapie etabliert und auch die sozialen Verhältnisse hätten sich stabilisiert. Der eigentliche psychische Zustand habe sich jedoch kaum gebessert. Unter diesen Gegebenheiten bestehe beim Beschwerdeführer keine Arbeitsfähigkeit, langfristig gesehen auch nicht in einer betreuten Institution (S. 13 unten). Der Beschwerdeführer sei aus psychischen Gründen seit mindestens drei Jahren, wahrscheinlich schon seit jeher, generell zu praktisch 100 % arbeitsunfähig gewesen. Prognostisch sei auf lange Frist keine Besserung absehbar (S. 14 oben). Infolge von schweren Angst- und Per sönlichkeitsstörungen habe wahrscheinlich seit jeher keine Erwerbsfähigkeit auf eine genügend lange Dauer bestanden. Der Beschwerdeführer sei weder ausrei chend schul- noch berufsbildungsfähig gewesen und auch für behinderungsan gepasste Tätigkeiten könne kein zumutbares Belastungsprofil aufgestellt werden (S. 14 unten). 5.

5. 5.1 Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen in Revi sion gezogen werden, wenn nach deren Erlass (unter anderem) erhebliche neue Tatsachen entdeckt werden.

5.1 Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen in Revi sion gezogen werden, wenn nach deren Erlass (unter anderem) erhebliche neue Tatsachen entdeckt werden. Nicht als neu wird eine Tatsache dann betrachtet, wenn das Vorbringen im Revisi onsverfahren lediglich eine neue Würdigung einer bereits bekannten Tat sache in sich schliesst (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, Rz 14 zu Art. 53).

Nicht als neu wird eine Tatsache dann betrachtet, wenn das Vorbringen im Revisi onsverfahren lediglich eine neue Würdigung einer bereits bekannten Tat sache in sich schliesst (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, Rz 14 zu Art. 53). A ls neue Tatsachen im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG gelten Tatsachen, welche sich vorliegend bis zum Erlass des Einspracheentscheids vom 2 9. Januar 2004 verwirklicht haben, dem Beschwerdeführer jedoch trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochte nen Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu ei ner andern Entscheidung zu führen. Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründen den neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der ge suchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Sollen bereits vorgebrachte Tatsachen mit den neuen Mitteln bewiesen werden, so hat der Beschwerdeführer auch dar zutun, dass er die Beweismittel im frühe ren Verfahren nicht beibringen konnte. Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem andern Entscheid geführt, falls die Einspracheinstanz hievon Kenntnis gehabt hätte. Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sach verhaltswürdigung, sondern der Sachver haltsermittlung dient. Es genügt daher beispielsweise nicht, dass ein neues Gut achten den Sachverhalt anders bewertet; vielmehr bedarf es neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entschei dungsgrundlagen als objektiv mangel haft erscheinen lassen. Für die Revision eines Entscheides genügt es nicht, dass die Gutachterin oder der Gutachter aus den im Zeitpunkt des Haupturteils be kannten Tatsachen nachträglich andere Schlussfolgerungen zieht als das Ge richt. Auch ist ein Revisionsgrund nicht schon gegeben, wenn die entscheidende Instanz bekannte Tatsachen mög licherweise unrichtig gewürdigt hat. Notwendig ist vielmehr, dass die unrichtige Würdigung erfolgte, weil für den Entscheid wesentliche Tatsachen nicht be kannt waren oder unbewiesen blieben (BGE 127 V 358 E. 5b, 110 V 141 E. 2, 293 E. 2a, 108 V 171 E. 1; vgl. auch BGE 118 II 205; Entscheid des Bundesgerichts U 68/06 vom 4. Januar 2007, E. 2.2).

A ls neue Tatsachen im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG gelten Tatsachen, welche sich vorliegend bis zum Erlass des Einspracheentscheids vom 2 9. Januar 2004 verwirklicht haben, dem Beschwerdeführer jedoch trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochte nen Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu ei ner andern Entscheidung zu führen. Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründen den neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der ge suchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Sollen bereits vorgebrachte Tatsachen mit den neuen Mitteln bewiesen werden, so hat der Beschwerdeführer auch dar zutun, dass er die Beweismittel im frühe ren Verfahren nicht beibringen konnte. Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem andern Entscheid geführt, falls die Einspracheinstanz hievon Kenntnis gehabt hätte. Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sach verhaltswürdigung, sondern der Sachver haltsermittlung dient. Es genügt daher beispielsweise nicht, dass ein neues Gut achten den Sachverhalt anders bewertet; vielmehr bedarf es neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entschei dungsgrundlagen als objektiv mangel haft erscheinen lassen. Für die Revision eines Entscheides genügt es nicht, dass die Gutachterin oder der Gutachter aus den im Zeitpunkt des Haupturteils be kannten Tatsachen nachträglich andere Schlussfolgerungen zieht als das Ge richt. Auch ist ein Revisionsgrund nicht schon gegeben, wenn die entscheidende Instanz bekannte Tatsachen mög licherweise unrichtig gewürdigt hat. Notwendig ist vielmehr, dass die unrichtige Würdigung erfolgte, weil für den Entscheid wesentliche Tatsachen nicht be kannt waren oder unbewiesen blieben (BGE 127 V 358 E. 5b, 110 V 141 E. 2, 293 E. 2a, 108 V 171 E. 1; vgl. auch BGE 118 II 205; Entscheid des Bundesgerichts U 68/06 vom 4. Januar 2007, E. 2.2). 5.3 Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers beinhaltet das psychiatri sche Gutachten von Dr. Y.___ weder neue Tatsachen, noch stellt es ein neues Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG dar. Erhebliche medizinische Faktoren, die zur Zeit der erstmaligen Rentenprüfung im Oktober 2003 bereits vorhanden, indes (noch) nicht erkannt worden waren, werden darin nicht auf geführt. Insbesonder e bei der im Jahre 2011 von Dr. Y.___ diagnostizierten Persönlichkeitsstörung und der Attestierung einer vollen Arbeitsunfähigkeit handelt es sich nicht um neue Tatsachen; vielmehr geht die neu gestellte Diag nose und Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf eine neue Würdigung des im Entscheidzeitpunkt bereits bekannten Besc hwerdebildes des Beschwerdeführe rs durch Dr. Y.___ im Vergleich zu den Berichten der Ärzte der A.___ von Mai be ziehungsweise August 2003 (vgl. vorstehend E. 3.3 und E. 3.4) zurück. So war der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Einspracheentscheides von Januar 2004 gerade mal neunzehn Jahre alt. Damals wurden keine Diagnosen dokumentiert, welche die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im invalidenversicherungsrechtli chen Sinne gerechtfertigt hätten. Die Ärzte der A.___ beschrieben den Beschwer deführer in ihrem Arztbericht von Mai 2003 als einen stark verunsicherten Adoleszenten, der in vielen Bereichen noch nicht altersentsprechend entwickelt wirke (v gl. vorstehend E. 3.3 ). Wie aus diesem Bericht der Ärzte der A.___ hervor geht, war die Persönlichkeit des Beschwerdeführers zu diesem Zeitpunkt noch in der Entwicklung begriffen. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nach ICD erfordert jedoch eine zeitliche Konstanz, von welcher beim Beschwerdeführer aufgrund seines Entwicklungsstandes mit neunzehn Jahren kaum ausgegangen werden konnte. Somit ist nicht ersichtlich, dass den Ärzten der A.___ namhafte und entscheidende Befunde oder Aspekte gänzlich verborgen geblieben waren, was jedoch vorauszusetzen wäre, damit von neuen Tatsachen ausgegangen werden könnte. Auch dass die Kenntnis der weiteren Entwicklung des Be schwerdeführers Dr. Y.___ rückblickend die Einschätzung erlaubte, die von ihm gestellten Diagnosen hätten beim Beschwerdeführer bereits in der Adoleszenz Gültigkeit gehabt, ist kein Grund für eine prozessual e Revision. Denn eine ret rospektiv andere Einschätzung eines gleichgebliebenen Sachverhaltes reicht dafür nicht aus.

5.3 Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers beinhaltet das psychiatri sche Gutachten von Dr. Y.___ weder neue Tatsachen, noch stellt es ein neues Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG dar. Erhebliche medizinische Faktoren, die zur Zeit der erstmaligen Rentenprüfung im Oktober 2003 bereits vorhanden, indes (noch) nicht erkannt worden waren, werden darin nicht auf geführt. Insbesonder e bei der im Jahre 2011 von Dr. Y.___ diagnostizierten Persönlichkeitsstörung und der Attestierung einer vollen Arbeitsunfähigkeit handelt es sich nicht um neue Tatsachen; vielmehr geht die neu gestellte Diag nose und Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf eine neue Würdigung des im Entscheidzeitpunkt bereits bekannten Besc hwerdebildes des Beschwerdeführe rs durch Dr. Y.___ im Vergleich zu den Berichten der Ärzte der A.___ von Mai be ziehungsweise August 2003 (vgl. vorstehend E. 3.3 und E. 3.4) zurück. So war der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Einspracheentscheides von Januar 2004 gerade mal neunzehn Jahre alt. Damals wurden keine Diagnosen dokumentiert, welche die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im invalidenversicherungsrechtli chen Sinne gerechtfertigt hätten. Die Ärzte der A.___ beschrieben den Beschwer deführer in ihrem Arztbericht von Mai 2003 als einen stark verunsicherten Adoleszenten, der in vielen Bereichen noch nicht altersentsprechend entwickelt wirke (v gl. vorstehend E. 3.3 ). Wie aus diesem Bericht der Ärzte der A.___ hervor geht, war die Persönlichkeit des Beschwerdeführers zu diesem Zeitpunkt noch in der Entwicklung begriffen. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nach ICD erfordert jedoch eine zeitliche Konstanz, von welcher beim Beschwerdeführer aufgrund seines Entwicklungsstandes mit neunzehn Jahren kaum ausgegangen werden konnte. Somit ist nicht ersichtlich, dass den Ärzten der A.___ namhafte und entscheidende Befunde oder Aspekte gänzlich verborgen geblieben waren, was jedoch vorauszusetzen wäre, damit von neuen Tatsachen ausgegangen werden könnte. Auch dass die Kenntnis der weiteren Entwicklung des Be schwerdeführers Dr. Y.___ rückblickend die Einschätzung erlaubte, die von ihm gestellten Diagnosen hätten beim Beschwerdeführer bereits in der Adoleszenz Gültigkeit gehabt, ist kein Grund für eine prozessual e Revision. Denn eine ret rospektiv andere Einschätzung eines gleichgebliebenen Sachverhaltes reicht dafür nicht aus. 5.4 Nach dem Gesagten ist kein Revisionstatbestand im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG gegeben, und die Beschwerdegegnerin ha t es demnach zu Recht abge lehnt, ihren früheren Entscheid prozessual zu revidieren.

5.4 Nach dem Gesagten ist kein Revisionstatbestand im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG gegeben, und die Beschwerdegegnerin ha t es demnach zu Recht abge lehnt, ihren früheren Entscheid prozessual zu revidieren. Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.

6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 7 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 7 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Sebastian Lorentz

Rechtsanwalt Sebastian Lorentz - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundes gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundes gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu zu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu zu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent hal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent hal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannSchüpbach