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Direktauftrag: 2002
Realisierung: 2007–2009
Bauherrschaft: privat
Symmetrische Fassaden reihen sich entlang der Zürcherstrasse in der Vorstadt von Frauenfeld. Sie verweisen auf den industriellen Ursprung des nach dem gleichnamigen Kanal benannten Bleichequartiers aus dem 16. Jahrhundert. Als Brückenkopf zur Stadt hin steht das Haus zur Bleiche und der Blick öffnet sich über die Murg auf das Schloss Frauenfeld. Ein Konglomerat aus Typologien, Epochen und Stilen. Ein prägender Bau für die Hauptstadt vom Thurgau und Quelle der Inspiration für die 2009 abgeschlossene Sanierung und Erweiterung des ehemaligen Geschäftshauses zur Bleiche.
Dieses behält seine repräsentative Strassenfassade mit Gewerbenutzung und wird zum tiefer liegenden Murgplatz an der Flusspromenade hin erweitert. Auf diese Weise erhält das Gebäude eine zweite öffentliche Seite und es entstehen im abgeschleppten Dachvolumen räumlich komplexe und spannende Figuren für eine Wohnnutzung. Die leicht versetzten neuen Fenster machen auf den zweiten Blick die Baugeschichte ablesbar. Nebenan ersetzt ein flacher Neubau ein Vorstadt-Zeilenhaus und steht mit der Hauptfassade auf dem unteren Platzniveau der Zürcherstrasse zugewandt. Beide Gebäude zeichnen sich durch eine massive, mineralische Fassade aus: Das Haus zur Bleiche schafft mit seiner Kratzputzfassade eine Verwandtschaft zum ursprünglich verputzten Riegelbau und der Neubau bildet dazu mit der gestockten Betonfassade eine materialverwandte Ausdrucksform. Die unterschiedlichen Proportionen der Gebäude, ihre versetzte Lage sowie der neu geschaffene Bezug zum Aussenraum bilden, wie das Schloss am anderen Ufer, als Konglomerat den Brückenkopf zur Murg.
Als Brückenkopf der Vorstadt nach Frauenfeld, steht das Haus zur Bleiche, an der Zürcherstrasse und rahmt den Blick über die Murg auf das Schloss. Letzteres ist, als Konglomerat von Epochen und Baustilen, Quelle der Inspiration für die 2009 abgeschlossene Sanierung und Erweiterung des ehemaligen Geschäftshauses zur Bleiche. Dieses behält seine Strassenfassade und wird zum tiefer liegenden Murgplatz hin erweitert. Nebenan ersetzt ein Neubau ein Vorstadt-Zeilenhaus. Durch ihre verwandte Materialisierung, unterschiedlichen Proportionen und Lage bilden die Gebäude – wie das Schloss – ein Konglomerat, das sich erst auf den zweiten Blick erschliesst.
Projektleitung: Julia Geissler
In Zusammenarbeit mit:
Pfister Partner Baumanagement, Zürich; SJB Kempter Fitze Bauingenieure, Frauenfeld; Christoph Keller BWS Bauphysik, Winterthur