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Die BMX-WM im französischen Nantes sind zu Schweizer Festspielen geworden. Simon Marquart holte sich bei den Männern die Goldmedaille – als erster Schweizer an einer WM überhaupt.
Der 25-jährige Winterthurer war bis zur Hälfte des Rennens auf Platz 3 positioniert, ehe er in einem furiosen Schlussspurt noch die Führung ergatterte und diese ins Ziel rettete. Marquart verwies Kye Whyte (GBR) um 0,132 Sekunden auf den zweiten Rang. Bronze schnappte sich der Franzose Joris Daudet.
«Es ist unbeschreiblich», sagte Marquart nach seinem Triumph. «Das Rennen ist erst gerade zu Ende gegangen und ich bin jetzt schon am Weinen.»
Claessens fehlen 0,01 Sekunden
Marquart hatte schon im letzten Jahr für eine Schweizer Premiere gesorgt, als er den Gesamtweltcup für sich entschied. Für die Schweiz hatte es bei den Männern an Weltmeisterschaften bisher zweimal Bronze gegeben. Beide Male, in der letzten Saison und vor sieben Jahren, war der jetzige Nationalcoach David Graf Dritter geworden.
Beinahe wäre es ein totaler Schweizer Triumph geworden. Denn nur wenige Minuten zuvor hatte Zoé Claessens den Sieg bei den Frauen verpasst. Die Romande musste sich der überraschenden Amerikanerin Felicia Stancil um einen Hundertstel geschlagen geben.
Auch bei den Frauen hatte es für die Schweiz an Weltmeisterschaften zuvor zwei Bronzemedaillen gegeben, und zwar vor 23 und vor 19 Jahren durch die Rheintalerin Tatjana Schocher.