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Neben der Vertiefung der Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit der Schweiz auf dem Gebiet der Wirtschaft und Wissenschaft stehen auch Fragen zur Lage der Menschenrechte auf dem Programm des Schweizer Bundespräsidenten.
Die mitreisenden Wirtschaftsvertreter hoffen zudem nach dem weitgehenden Wegfall der Sanktionen des Westens gegenüber dem Iran schnell eine Lösung für Finanzierungen und direkte Geldtransfers zu finden. Das Prozedere ist insofern schwierig, weil bisher nicht alle US-Sanktionen gelockert wurden und viele Geldhäuser die Zusammenarbeit bei Iran-Geschäften noch scheuen. Die Realwirtschaft braucht aber Finanzdienstleistungen für ihre Aktivitäten.
Nach einer Medienkonferenz mit dem iranischen Präsidenten, wo die guten bilateralen Beziehungen gewürdigt und der Schweiz für die jahrzehntelange Ausübung des US-Schutzmachtmandats im Iran gedankt werden soll, begibt sich Schneider-Ammann in die iranische Handelskammer. Dort sollen weitere Möglichkeiten für Geschäfte von Schweizer Unternehmen in der Islamischen Republik erörtert werden.
Schneider-Ammann hatte am Vortag gegenüber der Nachrichtenagentur sda gesagt, dass er sich besonders gute Chancen für die Schweizer Wirtschaft im Iran im Chemie- und Pharmasektor, der Medizinaltechnik, in der Nahrungsmittelindustrie, bei Infrastrukturprojekten sowie im Energiebereich vorstellen könnte.
Auch für iranische Firmen sieht Schneider-Ammann gewisse Möglichkeiten, auf dem Schweizer Markt Fuss zu fassen. Das Land sei grundsätzlich offen, und es gebe sicher bestimmte iranische Spezialanbieter, die sich in der Schweiz etablieren könnten. Zudem könne er sich vorstellen, dass iranische Finanzdienstleister der Industrie etwa mit Finanzierungen oder im Zahlungsverkehr guten Service bieten könnten.
(SDA)