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Nystagmus, pathologischer
Einige der nachfolgenden Texte wurden von provisu ins Deutsche übersetzt. Für die Korrektheit und Vollständigkeit der originalsprachlichen Texte kann keine Garantie übernommen werden und die Übersetzungen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern dienen lediglich als Informationsangebot nach bestem Wissen und Gewissen. Sie können aber auf keinen Fall die kompetente Beratung durch einen Facharzt ersetzen.
Definition
Unwillkürliche Augenbewegungen, wobei unterschieden wird zwischen Ruck- und Pendelbewegungen.
Bei einem Rucknystagmus erfolgen die Augenbewegungen in einer ersten Phase langsam in eine Richtung (nach der kranken Seite hin) und werden danach in einer zweiten korrektiven Phase rasch in die entgegengesetzte Richtung gelenkt. Rucknystagmus wird meistens durch eine zentrale oder periphere vestibuläre Dysfunktion ausgelöst.
Pendelnystagmus zeichnet sich durch Pendelbewegungen aus, die in beide Richtungen gleich schnell erfolgen, und ist eine Erkrankung, die oft mit Sehverlust in frühen Jahren assoziiert ist.
(Adams et al., Principles of Neurology, 6. Auflage, S.272)
Quelle : HONselect
Als Nystagmus bezeichnet man unwillkürliche Bewegungen beider Augen, sowohl auf die Seiten (horizontal) als auch von oben nach unten (vertikal) oder im Kreis. Je nach Ursache können diese unkontrollierbaren Augenbewegungen bei beiden Augen oder nur bei einem auftreten. Gemeinhin spricht man auch von "Augenzittern", um den Nystagmus zu beschreiben. Die anormalen Augenbewegungen bei Nystagmus werden durch Störungen in den Bereichen des Gehirns, das die Augenbewegungen kontrolliert, ausgelöst, häufig sind aber die genauen Ursachen dieser Beschwerde nicht klar. Der Nystagmus kann erblich bedingt oder erworben (durch Krankheit oder Verletzung) auftreten.
Quelle : MedlinePlus
Die nystagmatischen Augenbewegungen sind schnell und rhythmisch. Sie können andauernd (die ganze Zeit) oder paroxysmal (anfallartig) auftreten. Die Bewegungen treten immer unwillkürlich auf (können nicht kontrolliert werden). Folgende Richtungen der Augenbewegungen sind möglich:
- horizontal (von der einen Seite auf die andere Seite)
- vertikal (nach oben und nach unten)
- torsional (im Kreis)
- sägezahnartig (ein Auge bewegt sich nach oben und das andere bewegt sich nach unten)
- jegliche Kombinationen der beschriebenen Bewegungen
Aufgrund dieser anormalen Bewegungen können die Augen nicht richtig fokussieren, wodurch das Sehvermögen beeinträchtigt wird. Möglicherweise versucht die betroffene Person, den Kopf in seltsame Positionen zu legen, um den Nullpunkt zu erreichen, das heisst den Winkel, in welchem die anormalen Augenbewegungen minimal sind, und so besser zu sehen. Es ist auch möglich, dass die Person den Kopf nach oben und nach unten bewegt, um zu versuchen, die Augenbewegungen zu beruhigen.
Quelle : missionrmc.kramesonline.com
Symptome
Die Symptome sind abhängig von der Art des Nystagmus. Der kongenitale Nystagmus kann zu einer Schädigung des Sehvermögens führen, auch wenn die Augenbewegungen nicht störend wirken. Beim erworbenen Nystagmus können ausgeprägtere und störende Augenbewegungen auftreten. Ausserdem kann er zu verschwommener Wahrnehmung führen, die Tiefenwahrnehmung beeinträchtigen und ein Schwindelgefühl auslösen, wodurch das Gleichgewicht und die Koordination erschwert werden.
Quelle : missionrmc.kramesonline.com
Ursachen
Die unkontrollierbaren Augenbewegungen sind rhythmisch, schnell und unwillkürlich. Die anormalen Augenbewegungen bei einem Nystagmus werden durch Funktionsstörungen in den Bereichen des Gehirns, die die Augenbewegungen kontrollieren, verursacht. Der Teil des Innenohrs, der Bewegungen und die Position wahrnimmt (das Labyrinth) hilft, die Augenbewegungen zu kontrollieren. Die genauen Hintergründe dieser Störung sind nach wie vor ungeklärt.
Es gibt zwei Formen von Nystagmus:
- Kongenitaler Nystagmus
- Erworbener Nystagmus, der sich später im Leben aufgrund einer Krankheit oder einer Verletzung ausbildet.
Kongenitaler Nystagmus: Der kongenitale Nystagmus ist harmlos, verstärkt sich nicht und geht mit keinen weiteren Störungen einher. Die betroffenen Personen nehmen die Augenbewegungen nicht bewusst wahr, obwohl diese von aufmerksamen Beobachtern bemerkt werden können. Wenn die Bewegungen weit ausschlagen, kann die Sehschärfe unter 20/20 liegen, sie kann aber mit einem chirurgischen Eingriff verbessert werden. In sehr seltenen Fällen tritt ein Nystagmus als Folge von erblichen Augenkrankheiten auf, die einen Sehverlust verursachen. Auch wenn dies sehr selten vorkommt, sollte der Augenarzt bei jedem Kind mit einem Nystagmus abklären, ob eventuell eine Augenkrankheit vorliegt.
Erworbener Nystagmus: Störungen des Innenohrs wie zum Beispiel Labyrinthitis oder die Menière-Krankheit können zu einem erworbenen Nystagmus führen. Die häufigste Ursache ist jedoch mit grosser Wahrscheinlichkeit toxischer Art; einige Arzneimittel oder Medikamente, unter anderem Dilantin (ein Antikonvulsivum), eine Alkoholvergiftung oder jegliche Schmerz- und Beruhigungsmittel können das Labyrinth schädigen. Bei jungen Personen sind Schädeltraumata aufgrund von Autounfällen eine häufige und schwerwiegende Ursachen für einen erworbenen Nystagmus. Bei älteren Personen sind zerebrovaskuläre Vorfälle (Verstopfung der Blutgefässe im Gehirn) eine häufige und schwerwiegende Ursache für einen erworbenen Nystagmus. Jegliche Gehirnerkrankung wie Multiple Sklerose oder ein Gehirntumor kann, wenn sie die Bereiche schädigt, die die Bewegung kontrollieren, einen Nystagmus auslösen.
Quelle : MedlinePlus
Diagnose
Der Arzt oder Augenarzt wird Fragen über die Krankengeschichte stellen. Danach wird eine medizinische Untersuchung, einschliesslich einer Untersuchung der Augen, durchgeführt. Dabei werden möglicherweise folgende Tests vorgenommen:
- Computer-Tomografie oder Magnetresonanztomografie (CT oder MRI): Bei diesen Untersuchungen werden Bilder des Gehirns gemacht, auf welchen ersichtlich ist, ob Schwellungen, Gefässprobleme oder Tumore vorliegen, die den Nystagmus auslösen können.
- Elektrookulografie: Bei diesem Test wird durch Aufnahme der Augenbewegungen die Funktionsweise der Netzhaut untersucht.
- Untersuchungen des Innenohres: Bei diesen Test wird bestimmt, ob in Bereichen des Innenohrs, dem sogenannten Gleichgewichtsorgan (Vestibularapparat), der hilft, die Augenbewegungen zu kontrollieren, Probleme vorliegen.
- Laboruntersuchungen: Diese Tests werden durchgeführt, um herauszufinden, ob Infektionen, ein chemisches Ungleichgewicht im Körper oder Tumore vorliegen.
Quelle : missionrmc.kramesonline.com
Behandlung
In den meisten Fällen hilft die Behandlung, die Symptome zu mindern, bringt sie aber nicht vollständig zum Verschwinden. Die Behandlung ist von der Ursache des Nystagmus abhängig. Es gibt fünf Hauptmöglichkeiten der Behandlung:
- Behandlung der zugrundeliegenden Ursache: Wenn eine klare Ursache vorliegt, ist diese in der angemessenen Form zu behandeln. Liegen zum Beispiel Katarakte vor, werden diese behandelt; leidet der Patient unter einem Tumor, wird dieser entfernt. Wenn eine medikamentöse Ursache vorliegt, kann das Medikament abgesetzt und/oder durch ein anderes ersetzt werden. Im Gegensatz zu den anderen Ursachen kann durch Behandlung der zugrundeliegenden Ursachen der Nystagmus geheilt werden.
- Behandlung von Problemen, die das Sehvermögen betreffen: Zum Beispiel können mit Kontaktlinsen oder Brillen Sehprobleme wie Myopie oder Hyperopie behandelt werden. Mit speziellen Prismen können der Blick ausgeglichen und die Symptome vermindert werden.
- Medikamente: Medikamente können helfen, die Symptome zu lindern, zum Beispiel die Augenbewegungen und den Verlust des Sehvermögens.
- Botulinumtoxin-Injektion: Mit solchen Injektionen werden bestimmte Augenmuskeln entspannt, wodurch die Symptome verringert werden.
- Chirurgischer Eingriff: Bei dieser Vorgehensweise wird die Stellung der Muskeln, die die Augen bewegen, angepasst. Auch wenn der Nystagmus dadurch nicht geheilt werden kann, wird die Drehbewegung des Kopfes vermindert, die zum korrekten Sehen notwendig ist.
Quelle : missionrmc.kramesonline.com
Bilder
Optokinetischer Nystagmus