Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03188.jsonl.gz/742

Weit entfernt vom Atelier und von der Stadt beeinflussen diese drei Elemente, Natur, Bewegung und Körper, meine Arbeit, meine Malerei, noch mehr.
Auf meinen langen, langsamen Spaziergängen, in einer schwebenden Zeit, in einer bestimmenden, stillen und duftenden Natur, vergeht die Zeit schnell. Ich kam hier an, als es noch Winter war und ich den raschen Übergang zum Frühling inmitten der Natur erleben konnte. Ich habe mit wenig gelebt und nichts vermisst, ja ich scheine sogar viel gehabt zu haben. Die Natur bringt uns in die Realität zurück, verbindet uns mit dem Universum und mit uns selbst, wie in einer einzigen vernetzten Einheit.
Ich erinnere mich an eine emblematische Geschichte von Yasunari Kawabata, die mit dem Befehl zur Bewegungseinschränkung begann. Und mit der Zeit folgten weitere Befehle bis zum letzten: Nicht atmen, und die Protagonisten starben.
Bewegung ist Leben. Der Körper hingegen ist die Struktur, mit der wir uns auf alles beziehen. Die Möglichkeiten für meinen Körper und meinen Geist sind unendlich, und die Natur schult das Selbstbewusstsein.
Weit entfernt vom Atelier und von der Stadt beeinflussen diese drei Elemente, Natur, Bewegung und Körper, meine Arbeit, meine Malerei, noch mehr. Es ist schwierig, genau zu erklären, wie dies geschieht, aber es ist ebenso klar, dass dies geschieht. Als ob der einzige Sinn des Lebens darin bestünde, lebendig zu sein, und als ob ich nichts anderes erreichen müsste.
Debora Hirsch beim Malen
Debora Hirsch