Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03108.jsonl.gz/1585

Vom 2. bis 6. Mai 2018 lud der italienische Blindensportverband FISPIC in Tirrenia zum 2. Pisa Open ein.
39 Frauen und 65 Männer aus 14 Nationen nahmen an diesem Turnier teil, an dem 12 Frauen und 14 Männer aus den Top 20 der Weltrangliste anwesend waren. Somit zählt das Pisa Open zur höchsten Turnierkategorie im Showdown Sport.
Von unserem Verein nahmen Rita Dütsch, Marc Sommer, Stefan Hofmann und Josef Stöckli sowie Walter Frei vom BSCZ teil. Begleitet wurden sie von Claudia Hofmann, Joëlle Meier und Stephan Dütsch.
Bei den Frauen spielte Rita Dütsch zuerst in einer Fünfergruppe. Dort traf sie unter anderem auf Elzbieta Mielczarek, die Weltnummer 3. In dieser ersten Gruppenphase fehlte Rita zunächst das nötige Los- und Wettkampfglück zum einen oder anderen Satz- oder Spielgewinn. So belegte sie in der Gruppe den 5. Rang und musste im weiteren Turnierverlauf um die Plätze 33 – 39 kämpfen. In der nachfolgenden Vierergruppe erreichte Rita den 2. Rang, sodass sie am Samstag gegen Kristina Cesnakova aus der Slowakei ihr Platzierungsspiel zu bestreiten hatte. Am Schluss resultierte für Rita der 36. Rang.
Die Männer spielten in der ersten Runde in Fünfergruppen. Marc Sommer hatte in seiner Gruppe mit Adrian Sloninka aus Polen die Nummer 3 der Weltrangliste. Marc gewann ein Gruppenspiel gegen Erminio Varricchio aus Italien in zwei Sätzen und belegte so den 4. Platz.
Stefan Hofmann spielte in der Gruppe mit dem späteren Turniersieger Krystian Kiesel aus Polen, der Weltnummer 7, gegen den er in zwei Sätzen beachtliche 5 Punkte errang. Gegen Lucio Ros aus Italien gewann er sein Spiel in drei Sätzen mit 7:11, 11:6 und 12:6, was ihn in der Gruppe auf den 4. Rang brachte.
Walter Frei machte seine ersten Turniererfahrungen unter anderem mit der Nummer 8 der Welt Jouni Vitamäki. Am Ende der vier Begegnungen stand für ihn der 5. Gruppenplatz fest.
Josef Stöckli war in einer Vierergruppe eingeteilt. Die drei vor ihm klassierten Spieler gewannen gegen den Teamsenior, sodass Josef am Schluss der 4. Rang übrig blieb.
So kam es, dass die drei Schweizer Viertklassierten in die gleiche Zwischengruppe eingeteilt wurden. Von den internen Duellen gewann Marc Sommer beide Spiele in zwei Sätzen und klassierte sich so vor Josef Stöckli, der seinerseits das Spiel gegen Stefan Hofmann gewann.
Bei den Fünftklassierten setzte sich Walter Frei gegen den Italiener Lucio Ros mit 12:5 und 12:9 durch.
Am Schluss konnten alle Schweizer Teilnehmer zumindest einen Sieg im Turnierverlauf feiern. Als Bestklassierter erreichte Marc den 51., Josef den 54., Stefan den 56. und Walter den 64. Rang.
In den beiden hochstehenden und ausgeglichenen Finalspielen, setzten sich sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen nicht die bisherigen Seriensieger Peter Zidar (Slowenien) und Hanna Vilmi (Finnland) durch, sondern, wie oben schon erwähnt, Krystian Kisiel aus Polen und Jaana Pesari aus Finnland.
Dem Coachingteam Claudia, Joëlle und Stephan sei hier speziell gedankt für ihre Unterstützung der Spielenden an der Platte und den nachfolgenden Analysen der gezeigten Spiele.
Am Samstagabend fand die Rangverkündigung in einem würdigen Rahmen statt. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhielt einen kleinen Espressokocher. Beim nachfolgenden 5-Gang Galadiner zeichnete sich der Küchenchef und sein Team ein weiteres Mal aus. Anschliessend vergnügten sich die meisten auf dem Tanzparkett oder bei einem Drink in der angrenzenden Bar. Dass beides miteinander verbunden werden kann, machten Rita und Joëlle den Männern vor, die sich teilweise ebenfalls auf die Tanzfläche wagten.
Das Turnier in Tirrenia war sehr gut organisiert. Die Spielräume und die Unterkünfte befanden sich im gleichen Gebäudekomplex.
Unsere Gruppe fühlte sich in Tirrenia sehr gut aufgehoben. Nebst den spannenden und schweisstreibenden Wettkämpfen durften wir viele bestehende Kontakte mit Spielenden, Trainern und Referees pflegen und neue knüpfen. Wir freuen uns schon heute auf den einen oder anderen Spieler aus dem benachbarten Ausland, der uns in Winterthur besucht und uns einen Einblick in sein Spiel vermittelt.
Der folgende Link gibt Einblick in die vollständigen Resultate und Ranglisten. http://www.cellucci.it/pisaopen2018
Bericht von BSW Winterthur – Josef Stöckli