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Nach dem vergangenen Rennen in Milano fand auch an diesem Wochenende ein Rennen in Italien statt. Ich reiste schon am Dienstag vor dem Rennen an den Gardasee, wo ich mit der U23-Nationalmannschaft ein Trainingslager verbringen durfte.
Nach einigen guten Trainingseinheiten am Gardasee und der Streckenbesichtigung auf der kurvenreichen und technischen Strecke fühlte ich mich bereit für das HC-Rennen (höchste internationale Stufe vor dem Weltcup) in Montichiari. Das Teilnehmerfeld versprach ein sehr hartes Rennen, denn es waren mehr als 150 Fahrer am Start und mit dabei waren auch fast alle Fahrer aus der Top-20 der Weltrangliste. Nur die beiden Dominatoren der vergangenen XCO-Saison, Nino Schurter und Jaroslav Kulhavy, fehlten auf der Startliste.
Um 15.00 Uhr fiel der Startschuss auf der Piazza unterhalb des Castello Bonatos. Der Start gelang mir absolut nicht wunschgemäss, denn in den verwinkelten Gassen des Städtchens gab es viele Stürze, welche auch mich ausbremsten. Als ich endlich in den ersten Singletrail einbiegen konnte und aus einer Kurve heraussprinten wollte, um einige Fahrer zu überholen, kam ich mit meinem Vorderrad in ein Schlagloch und rutschte unglücklich mit meiner Hand vom Lenker. Durch diesen Fehler stürzte ich und verlor wieder wertvolle Plätze. Nachdem ich meinen Lenker endlich wieder gerichtet hatte, musste ich zu allem Übel noch bei mehreren Engpässen anstehen.
Endlich war die erste Runde geschafft und ich konnte nun meinen Rhythmus fahren, um mich auf den bleibenden fünf Runden nach vorne zu arbeiten. Ich habe mir vor dem Rennen auch vorgenommen, angriffig zu fahren und bei jeder Möglichkeit, Fahrer zu überholen. Obwohl das Überholen auf der Strecke sehr schwierig war, gelang mir dies doch sehr gut.
An einem der letzten Anstiege kurz vor dem Ziel musste ich jedoch für meine angriffige Fahrweise noch büssen und ein Fahrer konnte mich dort leider noch abhängen Das Ziel erreichte ich als 68. Fahrer mit einem Rückstand von 12 Minuten auf den Sieger Lars Forster. Das Resultat -nach meinem verpatzten Start- ist für mich zweitrangig. Das Wichtigste aber war für mich, dass ich nach der ersten Runde angriffig fahren konnte und ich mich auf dem Bike sehr gut gefühlt habe.