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Die Gemeinde Givisiez wartet sehnlichst auf eine Umfahrungsstrasse, um das Zentrum vom Verkehr zu entlasten. Dass der Staatsrat andere Prioritäten hat, stösst dem Gemeinderat von Givisiez sauer auf.
Wer bekommt sie zuerst? Umfahrungsstrassen werden in verschiedenen Gemeinden im Kanton Freiburg sehnlichst erwartet, nicht nur in Givisiez. Ganze sieben derartige Projekte sollen im Kanton in den nächsten Jahren realisiert werden. In der Änderung des kantonalen Richtplans, den der Staatsrat in die Vernehmlassung geschickt hat, priorisiert er die Umfahrungen von Kerzers, Prez-vers-Noréaz und Romont höher als jene von Givisiez. Dies zum Ärger des Gemeinderats von Givisiez, zumal der Kanton in der ursprünglichen Version des Richtplans die Umfahrungsstrasse von Givisiez höher gewichtet hatte.
Bemühungen von Grossräten erfolglos
Grossräte aus allen Parteien hatten bereits 2019 versucht, den Staatsrat dazu zu bewegen, möglichst rasch Vorprojektstudien für die Umfahrungen von Belfaux und Givisiez zu lancieren. Doch das Vorhaben scheiterte im Grossen Rat. Laut dem aktualisierten Richtplan gibt es derweil keinen genauen Zeitplan für die Realisierung der Umfahrungsstrasse von Givisiez. Zuerst müssen die drei höher priorisierten Projekte realisiert werden. Der Gemeinderat von Givisiez kritisiert nun dieses Vorgehen und zeigt sich in seiner Antwort auf die Vernehmlassung in einer Medienmitteilung besorgt über den unsicheren Zeitplan. Denn die Zone für die geplante Umfahrungsstrasse sei nur bis im Jahr 2027 blockiert. Danach drohe gar ein Scheitern des Projekts.
35 Millionen Franken für sieben Projekte
Im September 2016 hatte der Grosse Rat eine Liste von sieben Umfahrungsstrassen bewilligt, zu denen Projektstudien erstellt werden sollen: für Romont, Kerzers, Prez-vers-Noréaz, Belfaux, Givisiez, Courtepin und Neyruz. Dafür wurden 34,75 Millionen Franken bewilligt. Im Dezember 2018 beschloss der Staatsrat, den Projekten von Romont, Kerzers und Prez-vers-Noréaz Priorität einzuräumen.