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Architektur in der Kunst: Bauen wie van Gogh, Monet und Hopper
Wie sähen Häuser in der Realität auf den Bildern von Vincent Van Gogh, Claude Monet oder Edward Hopper aus? Die Webseite HomeAdvisor ging dieser Frage nach und hat mehrere Gebäude aus Kunstwerken visualisiert.
Station Kanbara von Utagawa Hiroshige
- Gemälde: Nächtlicher Schnee in Kanbara / Station Kanbara / Tokaido Gojusan-tsugi no uci
- Maler: Utagawa Hiroshige
- Stil: Traditioneller japanischer Holzschnitt
- Szenerie: Japan
- Erstellungsjahr: 1833-1834
Der Maler Utagawa Hiroshige gehörte zu den letzten grossen Meistern des traditionellen japanischen Holzschnittes, einer aufwendigen Art von Druckgrafik. Das Gemälde entstand im Rahmen der ersten Reise Hiroshiges entlang der einst wichtigen Post- und Handelsstrasse Tōkaidō im Jahre 1832. Es gehört zur Bilderserie «Die 53 Stationen des Tōkaidō», die die zahlreichen Zwischenstationen der 514 Kilometer langen Strasse porträtiert. Das obere Bild stellt die Kanbara-Station im Winter dar, die heute zur Shizuoka-Präfektur zählt.
Das Bauernhaus von Vincent Van Gogh
- Gemälde: Das Bauernhaus
- Maler: Vincent Van Gogh
- Stil: Post-Impressionismus
- Szenerie: Niederlande
- Erstellungsjahr: 1885
Dieses Werk entstammt einer Reihe von Gemälden, die Vincent Van Gogh zwischen 1883 und 1885 geschaffen hat. Es entstand parallel zu bäuerlichen Charakterstudien des niederländischen Malers und zeigt ein Bauernhaus mit doppelten Eingangstüren und einem markanten Schornstein. Das Haus ist unterteilt und bietet Platz für zwei Familien. Van Gogh nannte die Bauernhäuser seinerzeit «menschliche Nester».
Haus am Bahndamm von Edward Hopper
- Gemälde: Haus am Bahndamm
- Maler: Edward Hopper
- Stil: Realismus
- Szenerie: USA
- Erstellungsjahr: 1925
Edward Hoppers Gemälde zeigt ein majestätisches viktorianisches Herrenhaus, das in einer leeren Landschaft liegt. Die Gleise einer Eisenbahn führen unmittelbar am Haus vorbei. Der Bahndamm bildet eine visuelle Barriere. Die Anordnung des Hauses und der Gleise wird von vielen Betrachtern als Konfrontation zwischen der Tradition und den Möglichkeiten der Moderne im Amerika des frühen 20. Jahrhunderts verstanden. Die Werke Hoppers porträtieren oft gemeinschaftliche Plätze des städtischen Lebens, mit stillen Strukturen, die ein Gefühl der Einsamkeit vermitteln.
Häuser in Falaise im Nebel von Claude Monet
- Gemälde: Häuser in Falaise im Nebel
- Maler: Claude Monet
- Stil: Impressionismus
- Szenerie: Frankreich
- Erstellungsjahr: 1885
Das Werk «Häuser in Falaise im Nebel» veranschaulicht Claude Monets Versuch, die Lichtbewegung in einer Landschaft einzufangen, ohne von der Vorstellungskraft abhängig zu sein. Es ist ein klassisches Beispiel für Monets impressionistischen Stil. Der Impressionismus stellt die Wahrnehmung des Künstlers für sein Motiv (üblicherweise eine Landschaft) über eine optisch realistische Darstellung.
Kleines Haus an der Strasse von Bob Ross
- Gemälde: Little House by the Road
- Maler: Bob Ross
- Stil: Nass-in-Nass-Technik
- Szenerie: USA
- Erstellungsjahr: 1986
Bekannt als sympathischer Mal-Lehrer aus der Fernsehsendung «The Joy of Painting»: Bob Ross. Dieses Werk malte Ross in Staffel 9, Folge 8. Über das gewählte Motiv ist wenig bekannt. Der Maler fertigte pro Episode stets drei nahezu identische Kopien seiner Gemälde an. Bekannt wurde Ross insbesondere durch seinen leichten Humor, sein sanftes Auftreten sowie für sein Talent, ein Gemälde innerhalb von 30 Minuten fertigzustellen.
Taos Geschichtenerzähler von R. C. Gorman
- Gemälde: Taos Storytellers
- Maler: R. C. Gorman
- Stil: Modernismus
- Szenerie: Navajo Nation (Indianerreservat in den USA)
- Erstellungsjahr: 1993
Das Gemälde ist ein Beispiel für eine von Rudolph Carl Gormans vielen Studien über die Frauen des US-Indianerreservats Navajo Nation. Er stellte sie in seinen Werken oft als «Archetypen» dar, als pflegende «Erdmütter». Dafür gruppierte er die Frauen in konventionellen Posen oder porträtierte sie in häuslichen Beschäftigungen. R. C. Gorman war ein in Chinle, Arizona, geborener Navajo-Maler und wurde seinerzeit als «Picasso der indianischen Kunst» bezeichnet.
Palmeiras von Tarsila do Amaral
- Gemälde: Palmeiras
- Maler: Tarsila do Amaral
- Stil: Modernismus
- Szenerie: Brasilien
- Erstellungsjahr: 1925
Das Gemälde «Palmeiras» zeigt den typischen Stil der lateinamerikanischen Künstlerin Tasila do Amaral mit lebendigen Landschaften und alltäglichen Szenen. Ihre Arbeit verbindet lokale brasilianische Inhalte mit internationaler Avantgarde-Ästhetik. Die Künstlerin beeinflusste als Mitglied der Grupo Dos Cinco massgeblich die moderne Kunstbewegung in Brasilien.
Ungarische Dorf-Kirche von Amrita Sher-Gil
- Gemälde: Hungarian Village Church
- Maler: Amrita Sher-Gil
- Stil: Avant-Garde
- Szenerie: Ungarn
- Erstellungsjahr: 1932
Dieses Werk entstand während den Sommerferien der indisch-ungarischen Künstlerin in Zebegény, einem Dorf an der Donau, etwa 40 Kilometer von Budapest entfernt. Amrita Sher-Gil Gemälde weckt Assoziationen zu Van Gogs altem Kirchturm in Nuenen. Ihr Werk entstand jedoch erst 1932. Sher-Gil galt als eine der Pioniere der modernen Bewegung in der indischen Kunst und wurde als «eine der grössten avantgardistischen Künstlerinnen des frühen 20. Jahrhunderts» bezeichnet.