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Kreuzschmerzen
Kreuzschmerzen — Was bedeutet das eigentlich genau?
Es handelt sich um Schmerzen unterhalb des Rippenbogens und oberhalb des Gesäßes.
Eine Fehlbelastung der Wirbelsäule beziehungsweise der Muskulatur im Rücken ist oft Teil der Diagnostik. Wir wissen erfahrungsgemäss, dass muskulär-fasziale Verspannungen tatsächlich der Grund sind, der sich mit unserer Rückentherapie auch dauerhaft beheben lässt.
1. Ursache von Rückenschmerzen —
Herkömmliche Sichtweise
Ärzte nehmen die Unterscheidung in spezifische und unspezifische Rückenschmerzen vor:
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Spezifische Rückenschmerzen haben eine klare Ursache. Das bedeutet, sie resultieren zum Beispiel aus Stürzen, Unfällen, organischen oder strukturellen Veränderungen sowie in manchen Fällen Bakterien.
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Unspezifische Rückenschmerzen haben keine strukturelle Ursache. Auf einem Röntgenbild oder MRT erkennt der Arzt keine Anzeichen einer Schädigung.
2. Symptome „Red Flags”
Als „Red Flags” bezeichnen Ärzte eine Gruppe von Warnhinweisen, die bei bestimmten Krankheitsbildern eine schwerwiegende Ursache vermuten lassen und bei denen dringender Handlungsbedarf besteht. Du solltest sie auf jeden Fall medizinisch abklären lassen. Hier zählen wir dir einige auf, die im Zusammenhang mit Rückenschmerzen stehen können:
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Gefühlsstörungen (zum Beispiel Taubheit/Taubheitsgefühle)
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Lähmungen (Lähmungserscheinungen)
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Fieber und Schüttelfrost, Anzeichen einer Infektion
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Vorerkrankungen (zum Beispiel Erkrankung der Nieren oder anderer Organe, Tumore)
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Bei 85 bis 90 Prozent der Fälle handelt es sich aber um unspezifische Rückenschmerzen.1) Häufig genannte Begründungen für diese Art von Schmerzen sind unter anderem Muskelverspanunngen oder Fehlhaltungen beziehungsweise Fehlbelastungen einzelner Muskelgruppen. Auch Reizung, Überdehnung oder Verhärtung der Muskulatur sollen den Verlauf von Rückenbeschwerden beeinflussen.
Die konventionelle Medizin teilt Rückenschmerzen nach ihrer Schmerzdauer in Kategorien ein:
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Akute Rückenschmerzen dauern weniger als sechs Wochen. Sie treten zum ersten Mal oder nach sechs schmerzfreien Monaten auf und können spezifisch oder unspezifisch sein.
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Subakute Rückenschmerzen erstrecken sich über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Wochen.
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Chronische Rückenschmerzen bezeichnen Rückenschmerzen, die sich länger als zwölf Wochen oder sogar mehrere Jahre einstellen. Unterschieden wird hier außerdem in chronisch anhaltend und chronisch wiederkehrend. Ein solch langer Leidensweg führt natürlich zu Unzufriedenheit und belastet die Psyche der Patienten.
Unser Erfahrung nach haben unspezifische Rückenschmerzen mit Ihren Muskeln und Faszien zu tun, die extrem überspannt sind.
Unserer Erfahrung nach ist die Ursache für Ihre Beschwerden fast immer muskulär-faszial bedingt. Chronische Rückenschmerzen halten wir zudem ganz einfach für Rückenschmerzen, die bisher noch nicht richtig behandelt wurden.
2.1 Die Ursache deiner Rückenschmerzen liegt vorne
Verklebte Faszien
Jeden Muskel und jede Muskelfaser umhüllt eine Faszienschicht. Deinen Körper durchziehen also unzählige Faszienfäden. Daraus entsteht ein Netz, das sehr dehnbar ist, um all unsere Bewegungen mitmachen zu können.
Das Fasziennetz verleiht dem Körper Stabilität. Ohne Faszien würde dein Körper einfach in sich zusammenfallen, da sie Muskeln, Organe und alles andere an ihrem Platz halten. Wären dagegen nur Knochen und Faszien übrig, würde dein Körper seine Form bewahren und immer noch so dastehen wie zuvor.
Schauen wir uns außerdem unsere Zellen an – genauer gesagt den Zwischenzellraum. Dieser ist mit Zwischenzellflüssigkeit gefüllt, die ständig zirkuliert. Dadurch werden Abfallstoffe, wie zum Beispiel Zellabfall, abtransportiert und wichtige Nährstoffe aufgefüllt.
Damit diese Flüssigkeit durch die engen Durchgänge zwischen Muskeln und Faszien fließen kann, müssen wir uns bewegen. So bringen wir auch die Faszienproduktion in Gang, da die Flüssigkeit an den Flimmerhärchen der Fibroblasten entlang fließt, sie biegt und zum Arbeiten anregt.
Was heißt das nun genau? Bewegungsmangel sorgt dafür, dass
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weniger Nährstofftransport im Zwischenzellraum stattfinden kann und
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die Fibroblasten weniger angeregt werden, neue Fäden zu weben.
Das bedeutet: Sitzen wir im Alltag viel – sei es im Auto, am Arbeitsplatz oder in der Uni –sind bestimmte Muskelbereiche wie Hüftbeuger, Brustmuskeln und gerade Bauchmuskeln aber auch die Muskeln im Oberschenkel ständig „verkürzt“ und ihre Faszien unterversorgt, da sie kaum noch in ihre volle Länge gestreckt werden.
Wenn wir von „verkürzten” Faszien sprechen, meinen wir damit, dass der entsprechende Muskel- oder Faszienbereich nicht mehr oder nicht schnell genug nachgibt. Er ist „verklebt” beziehungsweise „verfilzt“. Das erhöht die Spannung im Gewebe.
2.2 Rückenstrecker im Dauerstress
Nun kommen deine Rückenstrecker ins Spiel. Diese versuchen, deine gerade Körperhaltung zu bewahren. Je stärker die Zugspannung auf der Vorderseite deines Rumpfes aufgrund der Verkürzungen ausfällt, desto mehr müssen diese Muskeln gegenspannen. Das führt zu den Beschwerden, die viele als Muskelverspannungen im Rücken kennen.
Was dann passiert, ist schnell erklärt: Von zwei Seiten – hinten und vorne – ziehen große Kräfte in eine jeweils unterschiedliche Richtung. Dadurch lastet viel Druck auf deiner Wirbelsäule und auf deinen Bandscheiben. Diesen Druck misst dein Körper dauerhaft über Rezeptoren, die die Informationen an dein Gehirn weitergeben.
2.3 Geschädigte Strukturen sind meist nicht die Ursache von Rückenschmerzen
Schauen wir uns nun zur Verdeutlichung noch einmal folgendes Beispiel an:
Woher kommt plötzlicher Rückenschmerz beim Aufstehen aus einer sitzenden Position?
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Du bewegst dich zu einseitig in deinem Alltag und sitzt an deinem Arbeitsplatz fast die ganze Zeit.
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Deine Faszien werden nicht ausreichend in alle Richtungen gestreckt – sie werden unnachgiebig und verfilzen.
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Beim Aufstehen bringen Rückenstrecker und Gesäßmuskel extrem hohe Zugkräfte auf, um gegen deine verkürzten Faszien auf der Vorderseite zu arbeiten.
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Der Druck auf deinen Bandscheiben wird durch die Anspannung des Rückenstreckers zu hoch – die Belastung ist deiner Wirbelsäule zu viel.
Das bedeutet, dass die Schmerzen erst einmal unabhängig vom Rücken entstehen – das Problem liegt vorne. Die Schmerzen verschwinden durch Beseitigung der zu hohen Spannungen. Das zeigt, dass in den meisten Fällen kein direkter Zusammenhang von Schmerzen und Schädigungen von Strukturen im Rücken besteht.
Ebenfalls gegen eine geschädigte Struktur spricht die oft wechselnde Intensität der Schmerzen. Wäre tatsächlich etwas beschädigt, wieso sollte der Schmerz mal mehr, mal weniger stark sein?
Außerdem gibt es Fälle, bei denen Schmerzen plötzlich verschwinden, obwohl die angebliche Ursache, wie beispielsweise eine Vorwölbung der Bandscheibe, noch vorhanden ist. Dass oft bestimmte Bewegungen den Schmerz auslösen, spricht ebenfalls gegen Schädigungen und für überspannte Muskeln und Faszien.
2.4Wie sieht das eigentlich mit Blockaden aus?
Ist eine bestimmte Bewegung nicht mehr oder nur noch eingeschränkt möglich, ist oft von einer Blockade die Rede. Es handelt sich um eine Art Bewegungssperre.
Blockaden werden meist mit den Knochen in Verbindung gebracht – zum Beispiel bei einem blockierten Wirbel. Wir glauben nicht, dass solche Blockierungen oft etwas mit knöchernen Strukturen zu tun haben. Vielmehr sind es auch hier meist die Muskeln und Faszien, die so überspannt sind, dass du in deiner Bewegung eingeschränkt wirst.
2.5Und was ist mit eingeklemmten Nerven?
„Gereizte oder eingeklemmte Nerven beziehungsweise Nervenwurzeln” lautet häufig die Begründung für die Entstehung von Rückenschmerzen, die in verschiedene Bereiche ausstrahlen. Sowohl bei einem Bandscheibenvorfall als auch bei Ischias-Schmerzen ist die herkömmliche Meinung, dass eine Reizung oder ein Zusammendrücken der Nerven und Nervenwurzeln vorliegt.
Wir gehen davon aus, dass überspannte Muskeln und Faszien die wahre Ursache der Schmerzen sind. Denn wie soll weiche Gel-Masse in der Bandscheibe einen fingerstarken Nerv (oder die Nervenwurzel) so stark beeinträchtigen können? Und warum wird bei vielen Menschen, die überhaupt keine Schmerzen haben, oft zufällig ein Bandscheibenvorfall entdeckt?
Im Fall des Ischias-Schmerzes halten wir es für wahrscheinlicher, dass Gesäßmuskel und Piriformis-Muskel den Ischiasnerv irritieren. Der Gesäßmuskel ist der größte Hüftstrecker und muss dem Hüftbeuger mit starken Zugkräften entgegenwirken. Das beeinträchtigt den Durchfluss der im Nerv befindlichen Gefäße.
3. Behandlung
Unsere Rückentherapie wird in mehreren Bereichen unterteilt.
Bei Kreuzschmerzen dehnen wir selbst für Sie Ihren Hüftbeuger, damit die Spannung von vorne nachlässt. Danach zeigen wir Ihnen Dehnübungen mit der richtigen Intensität und der Dauer, damit Sie sich selbst helfen können.
Im Anschluss erhalten Sie eine Rückenmassage. Mit den richtigen Technik gelangen wir in die richtigen Muskeln und entspannen gezielt die Muskeln.
Dann gibt es von Ihrer Seite aus ein Feedback und wir schauen gemeinsam ob wir Ihnen helfen konnten.
Dabei schauen wir wie Sie sich fühlen, ob Sie begeglicher sind und weniger Schmerzen haben.
Zum Schluss können wir dann mit den messbaren Erfolgen Ihnen mitteilen, wie lange wir brauchen, damit Sie nachhaltig keine Schmerzen mehr haben.
Zögern Sie nicht uns anzurufen.
Quellen & Studien:
1. Reith, Wolfgang: Nichtspezifische Kreuzschmerzen und Chronifizierung. In: Der Radiologe 60 (2020), S. 117-122.
Ihr Experte: Ali Jaff
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