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Recycle. Re-use. Reduce.
Auch wenn in den Coiffeursalons hierzulande der Umweltschutz bereits einen wichtigen Platz einnimmt, so kann doch jeder immer einen Schritt weiter gehen, um Abfall zu reduzieren und zu recyceln. Die Abfallpyramide ist eine gute Möglichkeit zu verstehen, wie man mit den Salonabfällen am besten umgeht. Sie unterstreicht die Bedeutung von „Recycle. Re-use. Reduce“.
Eine erst kürzlich durchgeführte Studie der Bangor University in Wales ergab, dass viele gängige Salonartikel tatsächlich recycelt werden könnten, wenn Recycling-Stationen effektiv in die Salonumgebung integriert werden. Recyclingfähige Salonabfälle sollten in Recyclingboxen landen, die zum Beispiel im Lagerraum, im Personalraum und direkt an den Becken aufgestellt werden. Die Studie ergab, dass ein regulärer Salon mit vier Mitarbeitern die anfallenden Abfälle um 75 % reduzieren könnte – ein vielversprechendes Bild für die Zukunft der Friseurbranche.
Reduce
Um mit der günstigsten Möglichkeit zu beginnen: Die Abfallmenge, die im Salon anfällt, sollte möglichst stark reduziert werden. Am besten spricht man hier mit dem Lieferanten und bittet ihn die Verpackungen, in denen die Produkte geliefert werden, zu reduzieren oder auch zurückzugeben zu können, so dass die Materialien bei der nächsten Lieferung wiederverwendet werden können.
Re-use
Die nächste Option ist die „Wiederverwendung“ von Abfällen. Um die Produktion von Kunststoffen zu vermeiden, empfiehlt sich das Nachfüllen von Shampooflaschen. Manche Salonabfälle sind auch nützlich für verschiedene Umwelt- und soziale Projekte, die häufig in den Sozialen Medien ausgeschrieben sind. Abgeschnittene Haare werden aufgrund ihrer nützlichen, natürlichen Schutzfunktion vereinzelt auch an botanische Gärten und oder in Wurmereien gespendet. Auf globaler Ebene kommen Haarabfälle sogar bei Ölkatastrophen zum Einsatz. Hier werden aus gespendeten Haaren Matten hergestellt, die dann auf das Wasser gelegt werden, um das ausgelaufene Öl aufzunehmen so weitere Schäden an den betroffenen Ökosystemen und Wildtieren verhindern. Ab einer bestimmten Länge können Haare auch für Perücken verwendet werden, die der Krebshilfe gespendet werden können. Die Wohltätigkeitsorganisationen könnten so ihr Budget für andere wichtige Ressourcen ausgeben.
Recycle
Ganz oben in der Abfallpyramide steht das „Recycling“, da es weniger Energie für die Herstellung neuer Materialien benötigt, lebenswichtige Ressourcen schont und den Druck auf Deponien verringert. Beispielsweise können im Salon beim Färben statt recyclebare Folien, wie die der Firma Framar, verwendet werden. Das entlastet die Umwelt und schont das Haar. Oder bei der Neu- und Umgestaltung des Salons können Einrichtungsgegenstände entweder umgestaltet werden (neue Verkleidung, neue Polster), so muss nicht gleich neue Einrichtung angeschafft werden. Ebenso kann man sie an Brocki, bei Schulen, Obdachlosenheimen oder gemeinnützige Organisationen spenden. Beim Erwerb der neuen Saloneinrichtung sollte man zusätzlich darauf achten, dass die Möbel entweder selbst wieder aus recyceltem Material bestehen oder aus Naturmaterialen, die recycelt werden können. Papier, Schreibwaren, Toilettenpapier, Müllsäcke und Papierhandtücher sind alle in recycelter Ausführung erhältlich. Auch Rasierer und andere elektrische Geräte können recycelt werden. Häufig bieten reguläre Verkaufsstellen auch die kostenlosen Rücknahme elektrischer Artikel an, auch wenn man kein anderes dafür kauft, und selbst wenn man das zu entsorgende Gerät an einer anderen Verkaufsstelle erstanden hat.
Das Wichtigste zum Schluss: Um etwas zu bewegen, müssen alle an einem Strang ziehen. Jeder von uns kann etwas zum Klimaschutz beitragen. Auch selbst initiierte Öko-Challenges für Mitarbeiter und Lernende sind eine gute Möglichkeit, sie zu ermutigen, über Abfall, Elektrizität und Wasserverbrauch nachzudenken.
Credits: Salonfoto: Trevor Sorbie; Adobe Stock/ © weedezign; Adobe Stock/ © Artem Sokol