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Weil Finn Haagen Krogh im Skating-Sprint in Québec nicht über Platz 26 hinauskam, kann er als letzter Konkurrent Martin Johnsrud Sundby, der ebenfalls in den Viertelfinals scheiterte, nicht mehr von Platz 1 verdrängen.
Sundby ist der dritte Langläufer, der den Gesamtweltcup bei den Männern zum dritten Mal in Folge gewinnen konnte. Vor ihm hatten dies bereits der Schwede Gunde Svan (1984 bis 1986) sowie sein norwegischer Landsmann Björn Dählie (1995 bis 1997) geschafft. Seit seinem Gesamtsieg beim Ruka-Triple 2013 ist Sundby in sieben Weltcup-Touren (Tour de Ski, Ruka-Triple, Weltcup-Finale) in Folge ungeschlagen; in dieser Zeit errang der 31-Jährige 22 seiner 24 Weltcupsiege.
Mit dem Gesamtsieg im Weltcup, dem Triumph an der Tour de Ski sowie dem Sieg beim legendären 50-km-Rennen auf dem Holmenkollen in Oslo Anfang Februar hat Sundby sämtliche Saisonziele erreicht. Er setzt(e) in dieser Saison Massstäbe im Männer-Langlauf wie kaum ein anderer zuvor. Keiner läuft bei hoher Intensität sowohl im Skating- als auch im Klassisch-Stil technisch dermassen sauber wie der nun dreifache Gesamtweltcupsieger.
An Zielen wird es dem trainingsbesessenen Ausnahmeathleten gleichwohl nicht mangeln, denn bislang konnte er weder an Olympischen Spielen noch an Weltmeisterschaften Gold in einem Einzelrennen erringen. Und mit vier Gesamtsiegen de suite im Weltcup würde er nächste Saison eine alleinige Bestmarke aufstellen.
Mit Jovian Hediger, Nathalie von Siebenthal und Laurien van der Graaff schafften es drei Swiss-Ski-Vertreter in die K.o.-Runde. Die Viertelfinals bedeuteten allerdings für alle drei Endstation. Den Vorstoss in die K.o.-Runde durfte zumindest Von Siebenthal als Erfolg verbuchen. Besser klassiert als in Québec war die Berner Oberländerin (27.) in einem Weltcup-Sprint noch nie.
Maiken Caspersen Falla verpasste als Zweite hinter der Schwedin Stina Nilsson zwar den fünften Sieg in Folge in einem Skating-Sprint, die norwegische Olympiasiegerin sicherte sich jedoch die kleine Kristallkugel für den Gewinn des Sprint-Weltcups. In der Tour-Wertung übernahm Heidi Weng die Führung von Therese Johaug (nun 11,8 Sekunden zurück).
Bei den Männern gewann der Italiener Federico Pellegrino vorzeitig die Sprint-Wertung. Er ist der erste Athlet ausserhalb Schwedens und Norwegens, der diese Kristallkugel in Empfang nehmen darf. Den Tagessieg sicherte sich Baptiste Gros vor dem Lokalmatador Alex Harvey und dem russischen Tour-Leader Sergej Ustjugow; erstmals gewann somit ein Franzose ein Sprintrennen auf Weltcup-Stufe.
(SDA)