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Die Kollision ereignete sich demnach um kurz vor 9.00 Uhr nahe der französischen Grenze. Ursache war nach ersten Erkenntnissen offenbar ein überfahrenes Haltesignal.
Der aus Frankreich kommende Güterzug und der in Richtung Thionville in Nordfrankreich fahrende Passagierzug aus dem Grossherzogtum stiessen im luxemburgischen Düdelingen zusammen. Der Zugführer des Passagierzugs konnte nur noch tot geborgen werden.
Dagegen habe der Lokführer des Güterzugs sein Leben retten können, indem er in den hinteren Teil der Lokomotive gerannt sei, erklärte der luxemburgische Verkehrsminister François Bausch. Bei dem Zusammenstoss wurde der Mann dennoch schwer verletzt.
Die Zugbegleiterin erlitt laut Polizei nur leichte Verletzungen, stand jedoch unter Schock. Beide wurden in ein nahe gelegenes Spital gebracht. Rund hundert Rettungs- und Polizeikräfte waren nach Angaben der Behörden im Einsatz.
Nach ersten Angaben der Rettungskräfte waren zum Zeitpunkt des Unglücks keine Passagiere in den Waggons. Die luxemburgischen Behörden bestätigten dies zunächst allerdings nicht.
Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Untersuchung des Unglücks an. Nach ersten Erkenntnissen der staatlichen Eisenbahngesellschaft CFL hatte der luxemburgische Zug ein rotes Haltesignal ignoriert und war weitergefahren. Wie es dazu kommen konnte, sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Bahnstrecke wurde für zunächst 48 Stunden gesperrt, Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet. Etwa 80'000 Pendler aus der nordostfranzösischen Region Lothringen arbeiten in Luxemburg.
Im Oktober 2006 waren bei einem Zugunglück im nahe gelegenen Zoufftgen sechs Menschen ums Leben gekommen und 16 verletzt worden.
(SDA)