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<h2>SubmittedText<h2><p>Wie möchte der Bundesrat die Offsetgeschäfte in der Westschweiz verteilen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Kompensationsgeschäfte Gripen (inkl. Lenkwaffen) betragen rund 2,5 Milliarden Franken. Die offsetpflichtigen Lieferanten, insbesondere der Flugzeughersteller Saab, haben grundsätzlich 100 Prozent des Kaufpreises in Form von direkten und indirekten Offsetgeschäften in der Schweiz zu kompensieren. Diese Offsetverpflichtungen führen in den nächsten 10 bis 15 Jahren zu einem Auftragsvolumen in der Schweiz, das erfahrungsgemäss einer Beschäftigungswirksamkeit von rund 10 000 Mannjahren entspricht. Der Bundesrat teilt die Auffassung des Interpellanten, dass die wirtschaftliche Bedeutung dieser Kompensationsgeschäfte für die gesamte Schweizer Industrie gross ist.</p><p>Ausgangsbasis für das Offsetkonzept bildet die proportionale Wirtschaftskraft der einzelnen Sprachregionen. Es wird angestrebt, 65 Prozent der Offsetgeschäfte in der deutschsprachigen, 30 Prozent in der französischsprachigen und 5 Prozent in der italienischsprachigen Schweiz zu realisieren. Bedingung für die Auftragserteilung ist jedoch die Wettbewerbsfähigkeit der jeweiligen Unternehmen. Es geht folglich nicht um strikte Quotenregelungen, sondern um einen möglichst breit abgestützten Einbezug der Industrie aus allen Sprachregionen des Werkplatzes Schweiz, der in Konkurrenz zu den internationalen Anbietern steht.</p><p>Die Abwicklung von Offsetgeschäften in der Vergangenheit belegt, dass die Westschweizer Industrie gemäss ihrer Wirtschaftsstärke eine gute Ausgangsbasis besitzt. Mit der aktiven Einbindung der "Groupe Romand pour le Matériel de Défense et de Sécurité (GRPM)" im Offsetbereich ist ein optimaler Einbezug der Westschweizer Industrie bei der Beschaffung des Gripen gewährleistet. Die Analyse der bisherigen Offsetgeschäfte zeigt, dass betreffend Anteil der Westschweiz momentan noch Optimierungsbedarf besteht. Die Armasuisse hat deshalb Saab im Rahmen der Vorbereitung des Offsetprogramms Gripen sensibilisiert und ausdrücklich aufgefordert, gegenüber der Westschweizer Industrie die notwendigen Anstrengungen zu unternehmen, damit das angestrebte Ziel von 30 Prozent Offsetvolumen in der französischsprachigen Schweiz tatsächlich bis 2024 erreicht werden kann. Die durch Saab nun Anfang April kommunizierte Absicht, wichtige Flugzeugkomponenten ab Mitte Jahr in der Schweiz herstellen zu lassen, trägt zur Erreichung dieser Zielsetzung bei. Für die effektive Verteilung in der Westschweiz werden die jeweiligen Standorte der infragekommenden Firmen massgebend sein. In welchem Masse diese Firmen dann in den konkreten Angebotsaufforderungen von Saab wirklich zum Zuge kommen werden, kann insbesondere für das indirekte Offset, das den Löwenanteil ausmacht, erst gegen Ende des Programms beantwortet werden.</p><p>Der Bundesrat ist sich somit bewusst, dass eine vollständige Beurteilung der Abwicklung der Offsetgeschäfte im Fall Gripen erst möglich sein wird, wenn rechtsgültige Kauf- und Zulieferverträge für die neuen Kampfflugzeuge vorliegen.</p>  Antwort des Bundesrates.