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im Dezember 2004

31.12.2004 Schweiz:

Massive Änderungen in der Beruflichen Vorsorge BVG
Im Gesetz über die Berufliche Vorsorge BVG treten ab 1. Januar verschiedene Änderungen in Kraft. Zum einen beginnt der Mindestumwandlungssatz zu sinken, mit dem aus dem angesparten Alters- Kapital samt Zinsen die jährliche Rente errechnet wird. Als Folge der höheren Lebenserwartung wird der Satz innert 10 Jahren schrittweise von 7,2 auf 6,8 Prozent reduziert. Im Weiteren sind rund 100 000 Personen neu dem BVG unterstellt. Das Mindest- Einkommen für die obligatorische Versicherung wurde nämlich von bisher 25 320 Franken auf 19 350 Franken herabgesetzt.
Schliesslich steigt der Mindestsatz zur Verzinsung der Altersguthaben der Zweiten Säule von 2,25 auf 2,5 Prozent, und die Hinterlassenen- und Invalidenrenten werden um 1,9 Prozent erhöht.
31.12.2004 Arolla:
Ein Todesopfer nach Lawinenniedergang
Ein 26-jähriger Skitourenfahrer aus Frankreich ist am Donnerstagabend auf dem Otemma-Gletscher bei Arolla von einer Lawine mitgerissen und getötet worden. Sein Kollege alarmierte die Polizei am Freitagmorgen. Die beiden Skifahrer waren auf der Abfahrt von Pigne d Arolla, dabei löste sich eine Lawine und riss einen Skifahrer mit. Da der Überlebende keine telefonische Verbindung herstellen konnte, hatte er bis am Freitag keine Möglichkeit, die Rettung zu alarmieren.
31.12.2004 Fully:
Raubüberfall in den frühen Morgenstunden
Am frühen Freitagmorgen wurde in Fully eine Frau von zwei maskierten Männern überfallen. Die beiden Täter bedrohten die Frau mit Messern und entrissen ihr die Handtasche. Die beiden Männer sprachen französisch und trugen schwarze Bomberjacken. Personen, welche zu diesem Überfall Hinweise machen können, sind gebeten, sich bei der Kantonspolizei Wallis oder beim nächsten Polizeiposten zu melden.
30.12.2004 Schweiz:
Weniger Drogen-Opfer im Jahr 2004
Die Zahl der Drogen-Opfer dürfte im auslaufenden Jahr im Bereich der Vorjahre liegen. Gemäss einer Umfrage der Nachrichtenagentur sda starben bis Ende November 95 Personen an einer Drogen-Überdosis. Allerdings sind die Angaben noch nicht von allen Kantonen vorhanden. Im Jahr 2003 waren es gemäss dem Bundesamt für Gesundheit 194 Drogentote. In der Westschweiz wurden 2004 markant weniger Opfer gezählt als im Vorjahr. Im Wallis gab es bisher keinen Fall, gegenüber deren fünf im Vorjahr. Allerdings werden in der Statistik Unfälle und Suizidfälle nach Drogenkonsum nicht berücksichtigt.
Den meisten Todesfällen an einer Drogen-Überdosis liegt der Konsum von Heroin, Kokain oder Alkohol zugrunde.
30.12.2004 Wallis:
Keine Stellenstreichungen bei der Kantonsverwaltung
Die Kantonsregierungen und -parlamente schnüren derzeit viele Sparpakete. In den Verwaltungen werden deshalb in den nächsten Jahren rund 2700 Stellen abgebaut. Vielen Staatsangestellten wird 2005 die Teuerung nicht voll ausgeglichen.
Der Löwenanteil beim Abbau entfällt auf Zürich. Einzig vier Kantone planen einen Stellenausbau: St.Gallen, Freiburg, Waadt und Appenzell-Innerrhoden. In den Kantonen Wallis, Solothurn, Thurgau, Zug, Uri, Schwyz, Schaffhausen, Neuenburg und Nidwalden bleiben alle Stellen erhalten.
29.12.2004 Wallis:
Spende an die Glückskette nach Seebeben im Indischen Ozean
Mehrere Schweizer Kantone leisten Nothilfe für das Krisengebiet in Südostasien. Nach St. Gallen, Thurgau und Schaffhausen hat am Mittwoch auch der Walliser Staatsrat entschieden, der Glückskette 100 000 Franken für die Opfer des Seebebens zu spenden.
29.12.2004 Brig:
Erste Bilanz des Autoverlads Simplon positiv
Die Wiedereinführung des Autoverlads am Simplon stösst auf ein ermutigendes Echo. Seit der Einführung vor 17 Tagen wurden täglich 180 Fahrzeuge für die Tunnelfahrt verladen. Die Nutzung sei aber stark von den meteorologischen Bedingungen abhängig, erklärte SBB- Sprecher Jacques Zulauff am Mittwoch. An den Tagen mit Schneefall sei der Durchschnitt auf über 300 Fahrzeuge angestiegen. Die Kundschaft setzt sich hauptsächlich aus Transittouristen und Oberwallisern zusammen. Während der Woche nutzen vor allem die Pendler die Autozüge.
29.12.2004 Oberwallis:
Salomonisches Urteil im Turtmanntal-Streit
Der Entscheid des Kantonsgerichts zur Teilung des Turtmanntals ist definitiv. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde der Gemeinde Oberems nicht eingetreten, wie die Gemeinde Turtmann am Mittwoch mitteilte. Das umstrittene Gebiet umfasst eine Gesamtfläche von 67,6 km2, welche auch die riesigen Wasserreserven des Turtmanngletschers beinhaltet. Nach dem Gerichtsentscheid wird nun die Steuerhoheit über das Gebiet sowie die rund 7 Millionen Franken Wasserzinsen zur Hälfte auf die Gemeinden Turtmann und Oberems aufgeteilt. Die Zinsgelder waren bis jetzt auf einem Sperrkonto eingefroren.
Die Gemeinde Oberems hatte das Urteil des Walliser Kantonsgerichts mit staatsrechtlicher Beschwerde beim Bundesgericht angefochten. Das Gericht teilte jedoch den Entscheid des Staatsrates vom Januar 2002.
28.12.2004 Wallis:
Massiv höhere Transport- Kosten ab Januar
Ab dem 1. Januar werden die Transport- Kosten teurer. Die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) wird zwischen 50 und 75 Prozent teurer. Der Preisaufschlag wird von den Transport- Unternehmen direkt an die Kunden weitergereicht. Zur Erhöhung der LSVA kommen noch die teuren Treibstoff- Preise sowie neue Vorschriften zur Verkehrssicherheit, welche einen Anstieg der Transport-Kosten um 10 bis 15 Prozent nach sich ziehen dürften.
28.10.2004 Wallis:
Verbot von Glücksspiel- Automaten in Restaurants und Bars
Ab dem 1. April 2005 heisst es Stecker raus für alle Glücksspiel-Automaten, die in Restaurants oder Bars stehen. Ab diesem Datum sind solche Apparate nur noch in konzessionierten Casinos erlaubt. Nachdem das neue Spielbanken- Gesetz im Jahr 2000 in Kraft getreten ist, wurde den Wirten eine 5-Jahres- Frist gewährt, um die Spielautomaten aus ihren Lokalen zu entfernen. Wer nun nach dem 1. April noch einen solchen Spielautomaten in Betrieb hat, muss mit einer Busse bis hin zu einer Gefängnisstrafe rechnen.
28.12.2004 Schweiz:
Erneut Initiative für faire Kinderzulagen
Ein weiteres Mal wird in der kommenden Frühjahrs-Session der Eidgenössischen Räte mittels Motion ein neuer Versuch gestartet, die Kinderzulagen in der Schweiz zu vereinheitlichen. Die Westschweiz macht seit Jahren in dieser Angelegenheit positiv auf sich aufmerksam mit den höchsten Zulagen. Vorbildlich der Kanton Wallis mit 260 bis 344 Franken pro Kind und Monat, abgelöst von der Ausbildungszulage zwischen 360 und 444 Franken. Das Schlusslicht der Schweizer Kantone beansprucht derzeit der Kanton Aargau mit einer Kinderzulage von lediglich 150 Franken.
27. 12.2004 Verbier:
Ein Todesopfer nach Lawinenniedergang
Am Montagnachmittag ging in der Region Lac des Vaux bei Verbier eine Lawine nieder. Sie riss einen 35-jährigen Deutschen mit, welcher ausserhalb der Pisten in ein sehr steiles Couloir fuhr und so ein Schneebrett auslöste. Der Mann schlug vierzig Meter weiter unten auf Felsen auf. Ein Begleiter war hinter dem Verunglückten gefahren und blieb oberhalb der Abrissstelle blockiert. Er wurde nicht verletzt, wie die Kantonspolizei mitteilte. Die betreffende Region war mit deutlichen Hinweisschildern auf Lawinengefahr markiert.
27.12.2004 Brig-Glis:
Zeugenaufruf nach mehreren Sachbeschädigungen
In der Nacht auf Montag kam es in Brig- Glis zwischen dem Kirchweg, der neuen Simplonstrasse und der Biela zu mehreren Sachbeschädigungen. Unter anderem beschädigte die unbekannte Täterschaft mehrere Personenwagen. Den Fahrzeugen wurden Nummernschilder, Aussenspiegel sowie Scheibenwischer abgerissen. Die Kantonspolizei bittet alle Personen, welche sachdienliche Angaben zu den Sachbeschädigungen machen können, sich unter der Telefonnummer 027 606 56 56 oder beim nächsten Polizeiposten zu melden.
27.12.2004 Wallis:
Keine Schonfrist bei 0,5-Promille-Grenze ab Neujahr
Die kantonalen Polizeien räumen den Autofahrern keine Schonfrist mit der neuen 0,5-Promille-Grenze ein. Sie werden in der Nacht auf den 1. Januar aber auch nicht mehr Kontrollen als in früheren Jahren durchführen. Ab Neujahr komme die neue Promillegrenze konsequent und ohne Schonfrist zur Anwendung. Auch die Kantonspolizei Wallis will den Automobilisten keine Gnadenfrist zugestehen. Gemäs Medien- Sprecher Renato Kalbermatten wird die neue Promillegrenze ab 00.01 Uhr am 1. Januar angewendet. Zusätzliche Kontrollen soll es jedoch keine geben.
26.12.2004 Oberwallis:
Weihnachtsfeiertage im Schnee
Auch am zweiten Weihnachtsfeiertag fehlt es nicht an der nötigen Romantik der weissen Weihnacht. Regelmässige Schneefälle bis in die Niederungen ermöglichen Schlittelfahrten auch in den Dörfern im Tal. Einzelne Strassen innerorts werden sogar aus diesem Grund von den Werkhof-Mitarbeitern präpariert und gesperrt. Die Tourismus- Stationen können dank genügend Schnee ein grosses Angebot für Schneesportler zur Verfügung stellen. Es herrscht allerdings erhebliche Lawinengefahr. Fahrten abseits der markierten Pisten sollten vermieden werden.
26.12.2004 Schweiz:
Seebeben im Indischen Ozean - EDA setzt Krisenstab ein
Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA hat nach dem verheerenden Seebeben in Südostasien einen Krisenstab eingesetzt. Das EDA trifft Abklärungen über die Lage der Schweizer in der Region. Die Zentrale in Bern stehe in Kontakt mit den Diplomaten vor Ort, erklärte eine EDA- Sprecherin. Neben Sri Lanka sind die Malediven betroffen. Zurzeit sollen sich mehrere 10 000 Touristen auf den Malediven befinden. Die Flutwellen trafen ausserdem Indien, Thailand, Bangladesch, Singapur und Malaysia. Auch Walliser könnten sich in den Gegenden aufhalten.
25.12.2004 Schweiz:
Keine Grippewelle zur Weihnachtszeit
Die Grippe verdirbt dieses Jahr den Schweizerinnen und Schweizern die Feiertage nicht. Während sie im vergangenen Jahr an Weihnachten im ganzen Land grassierte, sind dieses Jahr nur wenige krank. Zunehmende Grippeaktivität verzeichnen derzeit Nordirland, England, Schottland, Irland, Norwegen, Schweden, Lettland, Belgien, Deutschland, Italien und Slowenien. Die Grippewelle dürfte also auch die Schweiz bald erfassen. Für eine Impfung ist es laut BAG noch nicht zu spät.
24.12.2004 Oberwallis:
Das Christkind kann kommen
Am Abend des 24. Dezember wird in den meisten Oberwalliser Stuben unter einem traditionell geschmückten Tannenbaum Weihnachten gefeiert. Dabei werden gegenseitig Geschenke gemacht. Vor allem Kinder erwarten deshalb sehnsüchtig das Christkind. In vielen Gemeinden finden am späten Abend Messfeierlichkeiten statt, untermalt von Gesang und Kirchenmusik. Heuer stimmt auch die Kulisse: dank starken Schneefällen vor rund einer Woche fehlt es nicht an Weihnachtsromantik. An den Weihnachtsfeiertagen werden in den Schneesportstationen auch viele Feriengäste erwartet.
24.12.2004 Wallis:
Warnung vor erheblicher Lawinengefahr
Die Niederschläge von vergangener Woche haben in den Alpen zu erheblicher Lawinengefahr geführt. Mit Niedergängen muss am Alpennordhang, im Wallis und in Nord- und Mittelbünden in Steilhängen über 1800 Meter gerechnet werden. In diesen Regionen seien Vorsicht und Zurückhaltung angebracht, schreibt das Eidg. Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Lawinenbulletin vom Donnerstag. Die Gefahrenstufe erheblich ist die dritthöchste Warnstufe.
23.12.2004 Wallis:
Bernhardinerhunde auf dem Grossen St. Bernhard gerettet
Die Zukunft der Bernhardinerhunde auf dem Grossen St. Bernhard ist gesichert. Eine Stiftung übernimmt die Zucht. Zudem stiftet ein ehemaliger Genfer Bankier 4 Millionen Franken für die Einrichtung eines Bernhardinermuseums in Martinach. Anfangs Oktober hatten die Mönche vom Hospiz auf dem Grossen St. Bernhard die Auflösung ihrer Bernhardinerzucht angekündigt. Die Stiftung kauft nun den Mönchen vom Grossen St. Bernhard die Zucht ab. Um ihren Betrieb künftig finanzieren zu können, will die Stiftung die öffentliche Hand um Unterstützung anfragen.
23.12.2004 Schweiz:
Mineure empört wegen neuem St.Barbara Bild
Die Stiftung Helvetia hat neue Bilder der Schutzpatronin für Mineure, der heiligen Barbara, entworfen. Am Beginn dieses Monats wurden diese Bilder an die Mineure verteilt, was zu grosser Aufregung führte. Das Bild zeigt die heilige Barbara als junge attraktive Frau mit wenig Kleidern. Die Pro Helvetia wollte mit dem Bild einen neuen Trend einschlagen. Die Mineure um Alp-Transit Chef Peter Teuscher sehen im Entwurf der Heiligen schlicht eine Geldverschwendung. Weitere Konsequenzen schliesst Peter Teuscher aus.
23.12.2004 Cervinia:
Helmpflicht ab 1. Januar 2005 gültig
Kinder unter 14 Jahren müssen auf italienischen Skipisten vom 1. Januar an einen Helm tragen. Skifahrer und Snowboarder ohne Kopfschutz müssten damit rechnen, von Betreibern der Pisten oder Lifte an der Abfahrt gehindert zu werden. Allerdings wollen die Behörden in den ersten drei Monaten auf Strafen verzichten. Das Gesundheitsministerium in Rom werde in Kürze genaue Kriterien veröffentlichen, wie die Helme beschaffen sein müssen. Die Behörden reagieren damit auf die steigende Zahl auch tödlicher Unfälle in Skigebieten.
22.12.2004 Brig-Glis/Naters:
Energiestadt- Label für weitere 4 Jahre erneuert
Die beiden Gemeinden Brig-Glis und Naters konnten ihr Label Energiestadt für vier weitere Jahre erneuern. Die Gemeinden haben beide 64 Prozent der möglichen Punkte erfüllt. Die beiden Gemeindevertreter von Brig-Glis und Naters sind überzeugt, dass sich der Aufwand für dieses Label lohnt, auch wenn dieser nicht ganz billig ist. Beim Schulhaus Bammatta will Naters in den nächsten Jahren energetisch optimierte Sanierungen vornehmen, die über 5 Mio. Franken kosten. In Brig- Glis will man in Zukunft vermehrt auf die Erschliessung von Erdgas setzen.
22.12.2004 Beuson:
Urteilverkündung im Fall Helikopterunfall im Jahr 2000
Vier Jahre nach dem Helikopterunfall von Beuson bei dem acht Menschen ums Leben kamen, wurde das Urteil bekannt gegeben. Der Betriebsleiter des Flugunternehmens erhielt vom Bezirksgericht Herenes und Conthey einen Freispruch. Der an der Flugaktion vom September 2000 beteiligte Pilot wurde zu fünf Monaten Gefängnis bedingt auf zwei Jahre verurteilt. Das Urteil gegen den Chefpiloten lautet drei Monate Gefängnis bedingt. Wie der Leiter der Air Glaciers wollten auch die beiden Verurteilten bei der Verhandlung vom 10. Dezember einen Freispruch.
22.12.2004 Wallis:
Neues Sparprogramm triff Bergkantone
Auch beim neuen Entlastungsprogramm hat sich der Bundesrat bemüht, die Kantone zu schonen und vor allem auf reine Lastenabwälzungen zu verzichten. Das Sparopfer der Kantone macht 140 Millionen aus, das heisst 19 Franken pro Kopf. Dabei trifft es die Bergkantone deutlich härter als die Stadt- und Mittellandkantone. Basel- Stadt, Basel-Land, Zürich, Genf und Aargau werden pro Einwohner nur mit 11 bis 12 Franken belastet. Das Wallis, Graubünden, Uri, Obwalden und Jura hingegen mit 31 bis 67 Franken.
21.12.2004 Wallis:
Geschäftsführer von Aletsch Marketing freigestellt
Der Vorstand von Aletsch Marketing hat an einer ausserordentlichen Sitzung beschlossen, das Arbeitsverhältnis mit Geschäftsführer Daniel Tüscher aufzulösen. Wie der Vorstand am Dienstag mitteilte, herrschten unterschiedliche Auffassungen und das gegenseitige Vertrauen war nicht mehr gewährleistet. Der Geschäftsführer wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt. Zwischenzeitlich wird die Geschäftsführung durch den Vorstand wahrgenommen. Dieser wird im Januar 2005 über das weitere Vorgehen entscheiden und orientieren.
21.12.2004 Siders:
Vereinte Kräfte für die Rettung des Comic-Festivals
Ein am Dienstag gegründetes Komitee will das Internationale Comic-Festival von Siders retten. In einer speziellen Sitzung der verschiedenen regionalen Unterstützungskomitees ist beschlossen worden, dass man sich zu einem einzigen Komitee zusammenschliesst. Verschiedene Vorschläge zur Rettung des Festivals sollen dem Stadtpräsidenten und der Exekutive von Siders raschmöglich unterbreitet werden. Die Stadt Siders hatte Mitte Dezember angekündigt, dass sie dem Internationalen Comic-Festival die Subventionen streiche und den bestehenden Fünfjahresvertrag einseitig kündige.
20.12.2004 Wallis:
Ausgebuchte Hotels und herrliche Pistenverhältnisse
Die Hotels sind fast ausgebucht, die Talabfahrten offen. Die Schweizer Wintersportorte schauen den Festtagen zuversichtlich entgegen. Zudem kommt bis Weihnachten noch mehr Schnee. Gemäss MeteoSchweiz schneit es in den Bergen ab Donnerstag erneut. Bis Heilig Abend werden bis zu 10 cm Schnee fallen, an Weihnachten und am Stefanstag sollen es sogar bis zu 50 Zentimeter sein. Unter dem Strich erwarten die Tourismusverantwortlichen etwas mehr Gäste als im vergangenen Jahr. Mit gleich vielen Touristinnen und Touristen rechnen die Ferienorte im Wallis.
20.12.2004 Brig-Glis:
Über 1000 Fahrzeuge bisher am Autoverlad Simplon
Die Bilanz nach gut einer Woche kann sich sehen lassen. Bereits wurden über 1000 Fahrzeuge durch den Simplontunnel transportiert. Stimmen wurden laut, wonach auch die Möglichkeit für Lastwagentransporte angeboten werden sollte. Wie Nicolas Mayor, Dienstchef für Transport und Verkehr, mitteilt, sei das Loch im Simplontunnel jedoch zu klein.
20.12.2004 St.Niklaus:
Grosser Dorf-Nikolaus vom Wind weggeblasen
In der Nacht auf Samstag hat der Wind den Mantel des grossen Nikolaus in St.Niklaus weggeblasen. Die Gemeinde will mit einem Krahn den Rest abbauen. Ob man im nächsten Jahr erneut einen Nikolaus ins Dorfzentrum stellt, entscheidet die Gemeinde erst im Januar. Am Samstag in den frühen Morgenstunden wehte ein wilder Wind durchs Nikolaital. Dass der Nikolaus Opfer dieses Windes würde, mochte man im Dorf nicht glauben. Der Kopf des Nikolauses blieb erhalten, der Mantel wurde stark beschädigt. Ohne Sponsoren sinkt die Chance auf einen Nikolaus im Jahre 2005.
19.12.2004 Saas-Fee:
Metro Alpin feiert 20- jähriges Jubiläum
Am 19. Dezember 1984 startete Saas Fee mit der Metro Alpin in ein neues Zeitalter. Die Metro Alpin war damals die höchste U-Bahn der Welt und garantierte einen Ganzjahres - Skibetrieb. Die Bahn befördert die Gäste in etwas mehr als drei Minuten auf 3500 Meter über Meer
18.12.2004 Zermatt:
Bewegte Zeitgeschichte in Buchform
Die Burgergemeine Zermatt hätte in diesem Jahr allen Grund zu jubilieren. Zum einen feiert das Hotel Riffelberg seinen 150. Geburtstag, zum andern das Grand Hotel Zermatterhof sein 125-jähriges Bestehen. Trotzdem hat man darauf verzichtet, diese beiden Jubiläen aufwändig zu inszenieren. Um die Geschichte dieser zwei legendären Häuser in einem angemessenen Rahmen zu würdigen, hat man jedoch ein Buch herausgegeben, welches die bewegte Zeitgeschichte in den verschiedenen Epochen wieder aufleben lässt. Am Freitagabend fand die Buchvernissage im Grand Hotel Zermatterhof statt.
18.12.2004 Collombey-le-Grand:
Verkehrsunfall mit einem Verletzten
Am Freitagabend ereignete sich innerorts Collombey-le-Grand ein Verkehrsunfall. Ein 18-jähriger Walliser verlor innerorts aus noch ungeklärten Gründen die Herrschaft über seinen Personenwagen und prallte gegen einen Brunnen. Die Feuerwehr musste den Mann aus dem Fahrzeugwrack befreien. Der junge Automobilist wurde mit schweren Verletzungen nach Lausanne geflogen.
17.12.2004 Zermatt:
Neue Gornergrat-Bahn- Station Riffelalp eingeweiht
Rechtzeitig zum Start der Wintersaison ist am Donnerstag die neue Gornergrat- Bahn-Station Riffelalp in Betrieb genommen worden. Der Neubau ist ein Gemeinschaftswerk der Gornergrat Bahn und der Riffelalp Resort AG. Die alte Station stammte aus der Anfangszeit der Gornergrat Bahn und war nach Angaben des Unternehmens den heutigen Ansprüchen nicht mehr gewachsen. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 1.57 Mio. Franken. Die Riffelalp Resort AG übernimmt einen Anteil von 750 000 Franken. Die Gornergrat-Bahn bezahlt die Restkosten.
17.12.2004 Wallis:
Einbau der ersten Meter Geleise im Lötschberg-Basistunnel
Derzeit befindet man sich im NEAT- Basistunnel in einer sehr komplexen und schwierigen Phase. Während dem zwischen Ferden und Mitholz noch die Ausbrucharbeiten laufen und auf allen Baustellen die Innenschale betoniert wird, bauen die Monteure ab Raron bereits die ersten Meter der Geleise ein. Das rationelle Einbauverfahren macht es möglich, pro Tag bis zu 100 m feste Fahrbahn einzubringen. Im ganzen Tunnel müssen 57 km Geleise montiert werden. Bei den Durchbrucharbeiten kommt man gut voran. 98 Prozent des Lötschberg-Basistünnels sind bereits ausgebrochen.
16.12.2004 Visperterminen:
Spatenstich zur Südumfahrung von Visp
Nach fast 30 Jahren Planungszeit und mehr als 25 verschiedenen Varianten und Untervarianten konnte man am Donnerstagnachmittag, in Anwesenheit von Staatsrat Rey-Bellet, im Staldbach mit einem Spatenstich den Beginn der Bauarbeiten für die Südumfahrung von Visp feiern. Im Rahmen der ersten vier Baulose werden zwei Brücken gebaut und ein 2.6 km langer Stollen für den Materialtransport gebohrt. Zudem wird der Bau von vier Tunnelportalen vorbereitet. Die Ausführung kostet 29 Mio. Franken. Im Jahr 2009 soll Visp vorerst zweispurig in einer Tunnelröhre umfahren werden können.
16.12.2004 Stalden:
Durchstich des Sicherheitsstollens Stägjitschugge
Nach ca. 1.5 Jahren Bauzeit konnte am Donnerstag der Sicherheitsstollen Stägjitschugge durchschlagen werden. Arbeiter, Unternehmer und Ingenieure durften von Staatsrat Jean-Jacques Rey-Bellet das Lob für die geleistete Arbeit und die unfallfreie Bauzeit entgegennehmen. Der Durchstich des ca. 2.2 km langen Sicherheitsstollens bildet eine wichtige Etappe in der Realisierung des neuen Tunnels Stägjitschugge. Mit diesem Tunnel wird die steinschlaggefährdete Strecke zwischen Stalden und St.Niklaus umfahren. Er wird voraussichtlich im Jahr 2008 in Betrieb genommen.
15.12.2004 Wallis:
Diskussion um Verbindung Riederalp-Belalp neu lanciert
Die Verantwortlichen der Riederalp und der Belalp Bahnen luden Touristiker, Vertreter der Umweltverbände und Medienleute am Mittwoch nach Zürich ein. An der Konferenz wurde die Diskussion um die Verbindungsbahn Belalp-Riederalp neu aufgerollt. Die Bahnen stellten kein konkretes Projekt vor. Sie luden die Interessenvertreter ein, sich in den kommenden Monaten in Workshops an der Konkretisierung des Projekts zu beteiligen. Für die neue Bahn stehen 12-18 Millionen Franken zur Verfügung, welche die beteiligten Bahnunternehmen laut VR-Präsident Albert Bass selber aufbringen können.
Für die Vertreter der Umweltverbände steht jedoch nur eine unterirdische Bahnverbindung zur Diskussion. Diese dürfte die projektierten Kosten jedoch weit übersteigen. Im Weiteren muss das BLN zuerst von der Notwendigkeit des Vorhabens überzeugt werden, da die Bahn in geschütztem Gebiet stehen würde.
15.12.2004 Schweiz:
Quantensprung auf der Nord-Süd-Achse
Mit dem Fahrplanwechsel steigert SBB Cargo ihre Transportleistungen im grenzüberschreitenden Verkehr massiv. Das Unternehmen fährt mit eigenem Personal und eigenen Lokomotiven jede Woche über 320 Züge in Deutschland. In Italien sind es neu über 210 Züge pro Woche (bisher 40-50) über alle drei Grenzübergänge in Chiasso, Luino und Domodossola. Den grössten Teil der Steigerung des Verkehrsvolumens machen internationale Züge aus, die SBB Cargo nun in eigener Regie auf der ganzen Strecke grenzüberschreitend führt. Die erwarteten Umstellungsschwierigkeiten führen gegenwärtig noch zu Verspätungen.
15.12.2004 Wallis:
Weinjahrgang 2004 mit sehr guter Qualität
Der Walliser Wein des Jahrgangs 2004 wird von der Branche als sehr gut beurteilt. Insgesamt wurden 46 Mio. Liter eingekellert, was etwa dem Zehnjahresdurchschnitt entspricht. Auf den Markt werden rund 18 Mio. Liter Weisswein und 28 Mio. Liter Rotwein gelangen. Die positiven Resultate der Weinlese im Jahr 2004 erfreuen die Verantwortlichen des Walliser Branchenverbands IVV. Zufrieden ist die IVV vor allem mit der Zunahme der Spezialitäten-Weine. Die gute Qualität des Weinjahrgangs 2004 ist auf das trockenen und warmen Klima zurückzuführen.
14.12.2004 Wallis:
Schneemangel als Folge des Klimawandels?
Der Schnee lässt diesen Winter auf sich warten. Ob dies die Folge des Klimawandels ist, lässt sich jedoch aufgrund eines Einzelfalls nicht sagen. Bereits Ende der 80er, anfangs der 90er-Jahre gab es im Winter ähnlich milde Witterungsverhältnisse und nur ganz wenig Schnee über die Weihnachtszeit. Eine Tendenz zu wärmeren Temperaturen im Winter ist gemäss dem Klimatologen Stephan Bader zu erkennen. In Zukunft werden auch feuchtere Winter erwartet. Mit einer Verschiebung der Jahreszeiten durch den Klimawandel ist jedoch nicht zu rechnen.
14.12.2004 Sitten:
Sanierungsvertrag für Oberwald angenommen
Mit deutlichem Mehr hat der Grosse Rat dem Sanierungsvertrag mit der Gemeinde Oberwald zugestimmt. Allerdings nicht ohne Zusatzartikel, der vorsieht, dass die Beträge während 25 Jahren ganz oder teilweise zurückzuerstatten sind, falls die Gemeinde ausserordentliche Einnahmen erzielen sollte. Ausgenommen sind Steuererträge. Im kommenden Jahr wird der Grosse Rat mit weiteren Sanierungsanträgen von Gemeinden zu rechnen haben, da rund 10 Gemeinden unter grossem finanziellen Druck stehen. Über einen Sanierungsvertrag für Saas Grund dürfte in der Februar- Session diskutiert werden.
13.12.2004 Sitten:
Entflohener Häftling im Kanton Luzern gefasst
Nachdem eine nationale Fahndung nach dem entflohenen Strafgefangenen aus dem Gefängnis in Les Iles in Sitten ausgelöst wurde, konnte dieser am späten Sonntagabend im Kanton Luzern verhaftet werden. Der bosnische Staatsangehörige war seit Samstag auf der Flucht und hielt sich, nach einem Hinweis, in einem öffentlichen Betrieb in Kriens auf. Nach dem er das Lokal verliess, wurde der Flüchtende durch die Kantonspolizei Luzern verhaftet. Dem Gefangenen werden Sexualdelikte und Verstösse gegen die körperliche Integrität zur Last gelegt.
13.12.2004 Wallis:
Fernverkehr auf Lötschberg- Strecke neu in den Händen der SBB
Mit dem grössten Fahrplanwechsel in der Geschichte der SBB übernimmt die Bahn gleichzeitig auch den Fernverkehr der BLS auf der Lötschberg-Strecke. Für die Reisenden hat diese Änderung jedoch, bis auf die neuen Abfahrts- und Ankunftszeiten, keine grossen Auswirkungen. Die Zugführer der BLS mussten bereits vor 2 Jahren einen Entscheid treffen. Für sie bestand die Möglichkeit, weiterhin bei der BLS zu arbeiten, dies jedoch mit dem Verzicht auf den Fernverkehr oder aber sie konnten zur SBB wechseln. Die Lokführer sind bereits seit einem Jahr von der SBB angestellt.
12.12.2004 Oberwallis:
Änderungen bei den Autoverladestationen
Neben dem grossen Fahrplanwechsel bei der SBB treten ab Sonntag auch bei den Oberwalliser Autoverladestationen verschiedene Änderungen in Kraft. Der Autoverlad am Lötschberg wird zwischen Montag und Donnerstag billiger, neu bezahlt man nur noch 20 Franken pro Fahrt. Von Freitag bis Sonntag gelten die bisherigen Tarife. Am Autoverlad an der Furka verkehren die Verladezüge neu zwischen Freitagmittag und Montag 10 Uhr im Halbstundentakt und zwar während dem ganzen Jahr. Und seit dem 12. Dezember fahren auch täglich wieder neun bzw. zehn Autoverladezüge durch den Simplontunnel.
12.12.2004 Schweiz:
Fahrplanwechsel der Schweizer Bundesbahnen erfolgt
Der grösste Fahrplanwechsel in der Schweizer Eisenbahngeschichte ist angelaufen. Am Sonntagmorgen um 03.00 Uhr, dem offiziellen Starttermin für die Umstellung, waren auf dem gesamten Schienennetz nur wenige Personen- und fast keine Güterzüge unterwegs. Der Wechsel bedeutet für die Bahnreisenden ein genaues Studieren der Fahrpläne. Laut Mediensprecher Jacques Zulauf hat die SBB in den kommenden Tagen mehr Personal zur Beratung an den Bahnhöfen aufgeboten. Wichtige Verbindungen im Oberwallis sind auch auf VS1, Teletext- Seite 122 ersichtlich.
11.12.2004 Zermatt:
Heinz Julen enttäuscht über Entscheid des Ständerats
Der Zermatter Künstler Heinz Julen hat sich gegenüber rro enttäuscht über die Reaktion des Ständerates im Fall Thomas Hirschhorn gezeigt. Wegen der umstrittenen Ausstellung in Paris, welche von Pro Helvetia mitfinanziert wurde, ist in den letzten Tagen in den Medien eine grosse Polemik entstanden. Am Freitag hat nun der Ständerat beantragt, das Budget der Pro Helvetia um eine Million Franken zu kürzen. Auch Heinz Julen hat bei seiner Ausstellung der Schärerporträts vor zwei Jahren eine Einmischung in sein Schaffen erfahren müssen, als ihm die Bilder gerichtlich enteignet wurden.
11.12.2004 Sitten:
Ausbruch aus dem Gefängnis Les Illes
Am Samstag um 04:30 Uhr morgens ist ein Häftling aus dem Gefängnis Les Iles in Sitten ausgebrochen. Es handelt sich um einen bosnischen Staatsangehörigen, welchem Verstösse gegen die körperliche Integrität und Sexualdelikte zur Last gelegt werden. Nachdem er sich mit Leinentüchern ein Seil gebastelt hatte, gelang es ihm, die Gefängnismauer zu überwinden und sieben Meter in die Tiefe zu springen. Trotz eines sofort ausgelösten Alarms durch die Gefängniswärter und einem grösseren Polizeiaufgebot blieb die Fahndung vorläufig ergebnislos.
10.12.2004 Brig:
Firmenvertrag der Matterhorn Gotthard Bahn mit Gewerkschaften
Die Matterhorn Gotthard Bahn und die Gewerkschaften SEV und transfair haben sich auf einen Firmenvertrag für die rund 500 Beschäftigten geeinigt. Ein entsprechender unbefristeter Vertrag wurde am Freitag unterzeichnet. Neben den besseren Anstellungsbedingungen bilden die flexible Jahresarbeitszeit, eine Woche mehr Ferien und das neue leistungsorientierte Gehaltssystem die wesentlichen Elemente des Vertrags. Im Gegenzug müssen die Arbeitnehmer jedoch die Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit um eine Stunde auf neu 41 Stunden in Kauf nehmen.
10.12.2004 Visp:
Nebel wegen seltenem Wetterphänomen
Am Donnerstagabend kam in Visp trotz schönem Wetter Nebel auf. Wie die Lonza am Freitag mitteilte, hat es sich um ein seltenes, jedoch absolut natürliches Wetterphänomen gehandelt. Warme und äusserst trockene Luftmasse stand im Osten einer ziemlich kalten und sehr feuchten Strömung von Westen her gegenüber. Die wechselnden Winde und schwachen Luftströmungen haben für rasch wechselnde Verhältnisse gesorgt, sowohl bei der Temperatur wie auch bei der Luftfeuchtigkeit. So entstand zeitweise sogar Nebel.
09.12.2004 Grosser St. Bernhard:
Verbot von Lastwagen mit Abgasnorm Euro-0?
Lastwagen mit grossem Schadstoff- Ausstoss sollen nicht mehr durch den Tunnel des Grossen St. Bernhard fahren dürfen. Die Alpeninitiative sowie die Umweltschutzgruppe des Aostatals riefen dazu auf, den Camions mit Abgasnorm Euro-0 die Durchfahrt durch den Tunnel zu verbieten. Die Norm Euro- 0 betrifft Lastwagen, die vor Oktober 1993 in Verkehr gesetzt wurden. Die Behörden des Wallis und des Aostatals haben sich für ein Verbot jener alten Lastwagen ausgesprochen. Eine Entscheidung muss aber die zuständige gemischte Kommission Schweiz-Italien fällen.
09.12.2004 Brig-Glis:
Autoverlad Simplon ist startklar
Am Sonntag 12. Dezember 2004 erhält das Wallis mit der Wiedereröffnung des Autoverlads Simplon, seit der Schliessung im Jahr 1993 wieder eine schnelle Verbindung nach Italien. Zehn Züge bringen die Autofahrer wochentags im 90-Minuten-Takt durch den Simplon. Neuland stellt die Kombination mit dem Regionalverkehr dar. Das heisst, die Zugkompositionen transportieren nicht nur Autos sondern auch Personenzüge. Diese Kombination ermöglicht einen Preis von 19 Franken pro Einzelfahrt für ein Gefährt bis maximal 3.5 t Gesamtgewicht.
09.12.2004 Riederalp:
Neue Beschneiungsanlage in Betrieb
Das Skigebiet Aletsch Riederalp ist schneesicher. Ab diesem Winter kann eine Beschneiungsanlage für 2.5 Mio Franken in Betrieb genommen werden. Jetzt ist es möglich, nicht nur mehr punktuell sondern die ganze Piste künstlich zu beschneien. Zurzeit ist dies wegen der hohen Temeraturen allerdings noch nicht möglich. Man hofft am nächsten Wochenende das Skigebiet eröffnen zu können
08.12.2004 Wallis:
Nationalräte sagen Ja zu Schengen/Dublin
Für die Assoziierung an Schengen/Dublin genügt das Volksmehr. Das Ständemehr entfällt, weil der Nationalrat das Polizei- und Asylabkommen mit der EU nur dem fakultativen Referendum unterstellt hat. Von den Walliser Nationalräten stimmte nur Oskar Freysinger mit Nein, die anderen sechs Nationalräte stimmten mit einem Ja ab. Mit 120 zu 57 Stimmen lehnte die grosse Kammer am Mittwoch den Antrag der SVP ab, für Schengen/Dublin mit einem obligatorischen Referendum das Volks- und das Ständemehr zu verlangen.
08.12.2004 Wallis:
WWF-Beschwerde zurück an den Staatsrat
Der Walliser Staatsrat muss sich mit der Beschwerde des WWF gegen die Abschussbewilligung für die Wölfin vom Zwischbergental befassen, so entschied das Bundesgericht.
Die Wölfin hatte im Juli 2002 im Zwischbergental oberhalb von Gondo 26 Schafe gerissen, worauf der Kanton die Abschussbewilligung erteilte. Im März 2003 tötete sie ein weiteres Schaf, deshalb wurde die Bewilligung erneuert. Der WWF erhob dagegen Beschwerde, weil angeblich die Bewilligungsvoraussetzungen nicht erfüllt seien. Dagegen rekurrierte der Staatsrat beim Bundesgericht.
Gemäss Bundesgericht dreht sich der aktuelle Streit indessen einzig um die Frage, ob die Abschussbewilligung eine Bundesaufgabe betrifft und damit von nationalen Naturschutzorganisationen angefochten werden kann.
07.12.2004 Saxon:
Grosser Sachschaden nach einem Brand in einem Früchtedepot
Am Dienstagnachmittag brach in einem Depot der Firma Alpfruits SA beim Bahnhof von Saxon ein Feuer aus. Personen kamen keine zu Schaden. Es entstand jedoch ein beträchtlicher Sachschaden. Derzeit ist das Feuer noch nicht vollständig gelöscht, jedoch unter Kontrolle. Die genaue Brandursache ist noch unklar. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.
07.12.2004 Schweiz:
In PISA-Studie Mathematik hinter Finnland an der Spitze
Im PISA-Schwerpunktfach Mathematik liegen Schweizer Schülerinnen und Schüler hinter Finnland an Europas Spitze. Dies gab das Bundesamt für Statistik am Dienstag bekannt. Gemäss der PISA-Studie gibt es in der Schweiz mehr gute Mathematiker/innen als im OECD-Raum: 21 Prozent in den obersten zwei Leistungs-Kategorien, gegenüber 15 Prozent in den OECD-Ländern. Die 15-jährigen Schweizer Jugendlichen rechnen also markant besser als ihre Alterskameraden in Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich. Signifikant besser waren nur Hong Kong, Korea und Finnland.
06.12.2004 Brig-Glis:
Wiederinbetriebnahme des Autoverlads am Simplon
Ab dem 12. Dezember ist der Autoverlad am Simplon von Brig nach Iselle wieder täglich in Betrieb. Die Betriebskosten übernimmt der Kanton Wallis. Der Bau des Terminals in Iselle kostet rund 2 Millionen Franken. Diese Kosten tragen je zur Hälfte der Kanton Wallis und die Provinz Verbano-Cusio-Ossola. Gemäss Angaben wird der Autoverlad erst ab 100 000 Fahrzeugen pro Jahr rentabel. So viele Automobilisten benutzten den Verlad vor dessen Einstellung 1992. Die SBB gehen derzeit von 50 000 im Jahr 2005 aus, 2006 soll die Zahl bereits auf zirka 70 000 ansteigen.
Die Fahrzeit zwischen beträgt rund 20 Minuten, halb so lange wie die Fahrt über den Simplonpass. Das Verladen kostet für eine einfache Fahrt unter der Woche 19 Franken, am Wochenende 25 Franken. Der Fahrplan sieht während der Woche zehn, am Wochenende neun tägliche Verbindungen alle 90 Minuten vor.
06.12.2004 Visp:
Billig-Discounter Lidl hat Baugesuch eingereicht
Der Deutsche Billig-Discounter Lidl baut in Visp ein neues Einkaufszentrum. Am Östlichen Dorfeingang soll ein neuer Kreisel gebaut werden, dieser muss vom Kanton bewilligt werden. Das Baugesuch wird ab Januar öffentlich aufgelegt. Sofern keine Einsprachen eingehen, wird Visp ab dem nächsten Jahr um eine Einkaufsmöglichkeit reicher.
05.12.2004 Deutschland:
Erdbeben auch im Oberwallis zu spüren
Um 02.52 Uhr hat ein Erdbeben das Grenzgebiet zwischen Deutschland und Frankreich am Oberrhein erschüttert. In Freiburg im Breisgau erreichte es eine Stärke von 5,4 auf der Richterskala. Die Erdstösse waren in einem Umkreis von rund 250 Kilometern spürbar. Auch im Wallis wurden zahlreiche Menschen aus dem Schlaf gerissen. In Deutschland hat das Erdbeben leichte Gebäudeschäden verursacht. In der Schweiz sei bei diesem Erdbeben nicht mit Schäden zu rechnen, sagte ein Sprecher der Nationalen Alarmzentrale.
04.12.2004 Termen:
Lastwagen-Selbstunfall in der Haselkehre
Auf der Simplon-Passstrasse ereignete sich gegen Mittag ein Lastwagenunfall. Der Chauffeur eines 34-Tönners war Richtung Brig unterwegs, als er in der letzten Haarnadelkurve im Hasel die Kontrolle über sein Gefährt verlor. Dabei kippte der Anhänger um. Der Fahrzeugführer konnte sich ohne Hilfe aus dem Fahrzeug befreien, es wurde niemand verletzt. Zurzeit ist die Strasse wegen Aufräumarbeiten im Gebiet Hasel nur einspurig befahrbar. Bereits kurz nach dem Unfall war die Stützpunktfeuerwehr von Brig-Glis und die Feuerwehr von Termen am Unfallort.
03.12.2004 Oberwallis:
Aufklärung mehrerer Einbruchdiebstähle
Bei einem Diebstahl Mitte November im Kollegium in Brig wurden Elektronik- und Informatik-Geräte entwendet. Zwei Tage später wurden die zwei Täter verhaftet. Während den Ermittlungen konnten den Verhafteten sowie drei weiteren Komplizen mehr als 20 Delikte nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich um mehrere Einschleiche- und Einbruch- sowie Fahrzeugdiebstähle in der Region Brig. Das Diebesgut wurde mit dem Ziel verkauft, mit dem Hehlergeld Drogen zu erwerben. Bei den Tätern handelt es sich um zwei Oberwalliser und drei Ausländer im Alter zwischen 14 und 20 Jahren. Während demselben Zeitraum kam es zu einem tätlichen Angriff auf einen Studenten in Brig. Dieser wurde von drei Unbekannten angehalten und zusammengeschlagen. Diese Tat steht nicht im Zusammenhang mit den Einbrüchen im Kollegium Brig.
03.12.2004 Zermatt:
Beleuchtungsaktion am Matterhorn erst im März
Am Mittwochabend wollte der Künstler Geri Hoffmann das Matterhorn beleuchten und damit ein Zeichen setzen für den Schutz der Alpen. Aufgrund der zu hellen Licht- Verhältnisse war der Aktion kein Erfolg beschieden. Hoffmann ist es jedoch in der Zwischenzeit gelungen, eine Spezialbewilligung beim Bundesamt für Verkehr zu organisieren. Diese ist nötig, damit die Helikopter, welche für die Aktion benötigt werden, in der Nacht fliegen können. Ein zweiter Versuch soll im kommenden März stattfinden.
02.11.2004 Geschinen:
Zusammenarbeit bei Lawinenwarnung und Lawinenschutz
Rechtzeitige Lawinenwarnungen sind ohne Zusammenarbeit von regionalen, kantonalen und nationalen Stellen nicht möglich. Fachleute informierten am Donnerstag am Beispiel der Region Goms über die verschiedenen Massnahmen und Aufgaben. 15 unabhängige Fachleute sind im Goms für die Einschätzung der Lawinensituation zuständig. Dies soll garantieren, dass die Empfehlungen für Schutzmassnahmen nicht etwa durch Interessengruppen beeinflusst werden. Der Lawinenwarndienst selbst gibt nur Empfehlungen, die Entscheidungen treffen Strassenmeister, Bahnmeister und der technische Leiter der Loipe.
Trotz Warnsystemen und Schutzmassnahmen ist bei Lawinengefahr nach wie vor auch Selbstverantwortung gefragt. Eine absolute Sicherheit gibt es nämlich trotz allen Anstrengungen nicht.
02.11.2004 Gondo:
Grenzwachtposten ist schon Schengen-kompatibel
Zurzeit wird im Ständerat über einen Schengen-Beitritt diskutiert. Die Fakten sind klar: Ein Beitritt würde heissen: Keine Personenkontrollen an den Grenzen, dafür mobile Kontrollen im ganzen Land. Eine Tatsache, welche der Grenzwachtposten Gondo schon seit zwei Jahren teilweise betreibt. Immer wieder werden mobile Kontrollen zwischen Gondo und Ried-Brig durchgeführt. Somit sei man eigentlich schon jetzt Schengen-kompatibel, teilt der Abschnittschef der Grenzwacht Wallis, Jean-Noel Monnet, mit. Der Posten wird aber beibehalten, da Lastwagenkontrollen von Nöten sind.
02.12.2004 Brig-Glis:
Ein Dach für den Stockalperhof
Der Stockalperhof in Brig-Glis soll ein mobiles Dach erhalten und damit wettersicher werden. Am Mittwoch wurde das Projekt von der Stadtgemeinde Brig-Glis genauer vorgestellt. Das mobile Membrandach erinnert optisch an ein Zirkuszelt und kostet rund 350 000 Franken. Für den Aufbau benötigt eine Gruppe von acht Mann drei bis vier Stunden. Vorgesehen ist, dass den Veranstaltern kultureller Anlässe die Dachkonstruktion gratis zur Verfügung gestellt wird. Laut dem Walliser Boten wird der Stadtrat von Brig-Glis im Januar definitiv über das Projekt entscheiden.
01.12.2004 Zermatt:
Beleuchtungskünstler ohne Erfolg
Der Licht-Künstler Geri Hofstetter wollte am Mittwochabend das Matterhorn beleuchten. Zu diesem Zweck wurden drei grosse Helikopter gechartert und mit Scheinwerfern ausgerüstet. Es blieb jedoch bei der Absicht. Die Fluggeräte konnten wegen des starken Windes nur schlecht in Position gebracht werden. Ein weiterer Versuch soll am Donnerstagabend stattfinden. In seiner letzten Aktion hatte Geri Hofstetter den Turm des Kernkraft- Werkes Gösgen beleuchtet. Mit seiner Matterhorn-Aktion wollte er auf die Notwendigkeit des Umweltschutzes hinweisen.
01.12.2004 Oberwallis:
Erster Schnee sorgt für zufriedene Gesichter
Im Oberwallis ist an einzelnen Orten bis Dienstagmittag mehr als ein halber Meter Schnee gefallen. Mit dem ersten Schnee sind die Oberwalliser Stationen sehr zufrieden, einzig dem Föhn der nächsten Tage blickt man skeptisch entgegen. Man hofft auf einen guten Saisonstart, obwohl die Schneedecke in den meisten Oberwalliser Stationen dünn bleibt. Die Wetterprognosen sind jedoch verheissungsvoll, im Dezember gibt es noch mehr Schnee.
01.12.2004 Leukerbad:
Alpenmarathon der speziellen Art
Am 28. August 2005 soll ein besonderer und überregionaler Alpenmarathon im Wallis lanciert werden. In Anzere wird gestartet, die Strecke führt über Montana bis nach Leukerbad. Das Steckenprofil ist einmalig, der Weg liegt zwischen 1500 und 2000 m ü. M. Es besteht auch die Möglichkeit, erst in Montana einzusteigen, und den Lauf als Trainingstrecke für einen weiteren Marathon zu nutzen. Vor allem der Zielort Leukerbad wird mit seinem Wellnessangebot und den warmen Quellen der Erholung von den Strapazen dienen.