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Können wir mit dem Bauch denken? Wie sind Argumente einzuschätzen, denen wir alle ohne viel Nachdenken zustimmen, zum Beispiel, wenn wir Klarheit mit Wahrheit oder Frische mit Gesundheit verbinden? Einige Menschen stehen solchen Folgerungen skeptisch gegenüber. Sie verweisen gerne auf die Wissenschaften, die Urteile des Common Sense immer wieder als irreführende, eingeschliffene Gewohnheiten oder Reflexe der frühen Menschheitsgeschichte entlarvt haben. In der Vorlesung möchte ich gegen diese kritische Betrachtung Stellung nehmen und die Bedeutung des Common Sense für die Politik, die Wissenschaft und die Künste herausarbeiten. Untersucht werden dabei verschiedene Auffassungen des Common Sense von der Antike über das Mittelalter bis zur Gegenwart bei George Edward Moore und Hannah Arendt.