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Adipositas
Krankhaftes Übergewicht
In den meisten westlichen Industrienationen sind mehr als 30% der Menschen übergewichtig. Bei einem Übergewicht von 45 kg über dem Normalgewicht oder bei doppeltem Normalgewicht spricht man von einem krankhaften Übergewicht. Heute wird der Begriff Body-Mass-Index (BMI; Definition: Körpergewicht geteilt durch Körperlänge in Meter im Quadrat; Einheit kg/m2) verwendet. Bei einem BMI über 35 kg/m2 ist die Lebenserwartung der betroffenen Menschen beträchtlich kürzer. Krankhaftes Übergewicht kann zu anderen Krankheiten führen, wie Diabetes (Zuckerkrankheit), Fettstoffwechselstörungen (Blutfetterhöhungen), Bluthochdruck, Herz-Gefäss-Krankheiten, Gelenksschäden, Gallensteinen, Krebsleiden, psychischen und sozialen Problemen. Diese Folgekrankheiten können durch Gewichtsverlust erfolgreich behandelt werden.
Diäten und andere Massnahmen sind meistens nur kurzfristig wirksam und durch den «Jojo-Effekt» ist das Gewicht nachher höher als zuvor. Chirurgische Verfahren hingegen sind dauerhaft wirksam. Sie führen bei der Mehrzahl der Patienten abgesehen von der Gewichtsabnahme auch zu einer Verbesserung bis Heilung der Folgekrankheiten und letztlich auch gesteigerten Lebensqualität und Lebenserwartung.
Behandlung
Nicht chirurgische Methoden zur Behandlung des krankhaften Übergewichts sind nur in wenigen Prozent langfristig erfolgreich. Chirurgische Verfahren hingegen sind dauerhaft wirksam. Sie führen bei der Mehrzahl der Patienten abgesehen von der Gewichtsabnahme auch zu einer Verbesserung bis Heilung der Folgekrankheiten (Zuckerkrankheit, Blutfetterhöhungen, Herz-Gefäss-Krankheiten, Atemprobleme, Tumorerkrankungen, Gelenksschäden etc.) und letztlich auch zu einer Verbesserung der Lebensqualität und Lebenserwartung.
Operationsmethoden
Die Operationen wirken einerseits durch Veränderungen am Magen mit einer Einschränkung der Essmenge, auf Höhe Dünndarm mit einer verminderten Aufnahme von Nahrungsbestandteilen und letztlich durch Veränderungen von Hunger- und Sättigungssignalen. Eine Operation kommt bei Patienten nur dann in Frage, wenn nicht operative Verfahren zur Gewichtsreduktion versagt haben, das Alter unter 65 Jahre liegt und der Eingriff an einem Zentrum durchgeführt wird, das über ein Team bestehend aus Internisten, Ernährungsspezialisten, Chirurgen, Psychiater etc. verfügt. Für eine erfolgreiche Operation ist eine gute Auswahl der Patienten ebenso wichtig wie eine konsequente langjährige fachkompetente Nachsorge. In der Schweiz werden heute mehrheitlich die unten beschrieben Operationen durchgeführt, in der Regel auf laparoskopischem Weg, d.h. mit der «Schlüsselloch»-Technik mit kleinen Schnitten. Dadurch ist diese Chirurgie sicherer geworden. In Zentren mit grosser Erfahrung treten schwerwiegende Frühkomplikationen in unter 1% der Fälle auf und die Sterblichkeit liegt unter 1 Promille. Je nach Operationstyp kommen auch Komplikationen im langfristigen Verlauf vor. Das Claraspital ist entsprechend den seit 1.1.2011 geltenden schweizerischen Richtlinien des Bundesamtes für Gesundheit ein Referenzzentrum, das alle zurzeit akzeptierten Primär- und Revisionseingriffe durchführen darf, sowohl bei Patienten mit BMI > 50 als auch jeglichen Alters. Im weiteren ist das Claraspital ein «European centre of excellence», das internationale hands-on-Workshops für die Ausbildung von Chirurgen anbietet.
Weitere Informationen:
Kontakt Bauchzentrum
Claraspital Bauchzentrum
Telefon: +41 61 685 86 00
Fax: +41 61 685 83 37
Telefonzeiten Mo-Fr: 08.00-17.00 Uhr
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Kontakte für Zuweiser
Links
Adipositas
Momentan sind Termine für die Abklärung bei Übergewicht mit BMI > 35 kg/m2 und mit Fragen nach einer Operation innerhalb von 2 – 4 Wochen möglich.
Patienteninformation
Die chirurgische Behandlung des krankhaften Übergewichts
Ärzteinformation
ClaraAktuell
Nr. 34 / 2011
Bariatrische und metabolische Chirurgie: Indikationen bei Diabetes und Adipositas