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Im Diabetes Vorbeugeprogramm (DPP)
wurden die meist fettleibigen Teilnehmer (durchschnittlicher BMI 34), mit grenzwertig erhöhten Blutzuckerwerten, entweder zur Diät und regelmässiger Bewegung (150 Min. Sport wöchentlich) aufgefordert, oder bekamen ein Antidiabetikum oder ein Placebo.
Resultat: Im Schnitt sank das Körpergewicht um 7% in der Gruppe mit Lebensstilveränderungen. Die Zahl der manifesten Diabetesneuerkrankungen ging - gegenüber der Placebogruppe, die ihren alten Lebensstil beibehalten durften - um 58%, in der Antidiabetikum-Gruppe um ein Drittel, zurück.
Nach drei Jahren konnten die Teilnehmer freiwillig weiter am Lebensstil feilen, d.h. weiterhin Diät einhalten und sich viel bewegen oder die Behandlung mit dem Antidiabetikum weiterführen.
88% der ursprünglichen Teilnehmer machten weiter. Bereits im ersten Jahr zeigte sich, dass die Diätgruppe nicht mehr sehr streng mit sich war: diejenigen, die im Durchschnitt 15 Pfund abgenommen hatten, nahmen wieder 10 Pfund zu. Nach 10 Jahren hatten sie das gleiche Gewicht wie die Antidiabetikum-Gruppe. Auch mit der Placebogruppe, die im Schnitt 2 Pfund abgenommen hatte, standen sie in etwa gleich.
Ein Erfolg zur Vorbeugung eines Diabetes war trotzdem zu verzeichnen: Nach 10 Jahren war in der Diät- und Bewegungsgruppe die Zahl der Neuerkrankungen um 34% niedriger als in der Placebogruppe und um 18% niedriger als in der Antidiabekum-Gruppe.
Fazit der Autoren: Vor allem bei Risikopatienten sollten Lebensstilveränderungen – Diät plus regelmässige Bewegung – als Diabetesvorbeugung den Vorzug gegeben werden. Ein Antidiabetkum ist für Personen, die zu keinen Veränderungen zu bewegen sind, eine Option.
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