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Bislang gibt es zwei Klassen von supraleitenden Materialien. Konventionelle Supraleiter, die wir zwar theoretisch gut verstehen, die aber bis auf wenige Ausnahmen (etwa sehr teure Magnetresonanztomographie-Maschinen in Krankenhäusern) für praktische Anwendungen ungeeignet sind, da sie nur bei Temperaturen unter minus 250 Grad Celsius oder bei extrem hohen Drücken funktionieren. Unkonventionelle Supraleiter wurden mit Sprungtemperaturen bis zu minus 100 Grad Celsius entdeckt und möglicherweise könnten Vertreter dieser Klasse sogar bei Raumtemperatur funktionieren. Allerdings war die Entdeckung solcher unkonventionellen Supraleiter mangels einer adäquaten Theorie eher vom Zufall geleitet. In diesem Projekt zielen wir auf die elementaren Merkmale von Hochtemperaturesupraleitern ab und untersuchen auf der Suche nach neuen Hochtemperatursupraleitern Materialien mit ähnlichen Merkmalen.
Dieses Vorhaben ist ein gemeinsames Projekt des Instituts für Physik an der Universität Zagreb und des Labors für Quantenmagnetismus an der Ecole Polytechnique de Lausanne. Die Bündelung unserer Anstrengungen erlaubt es uns alle notwendigen Schritte auf dem Weg zur Erforschung neuer Klassen von elektronischen Materialien mit dem Potential für unkonventionelle Supraleitung zu gehen, von theoretischen Vorhersagen, über Materialsynthese und Charakterisation, bis hin zu modernsten Transport- und Spektroskopiemessungen unter extremen Temperatur-, Magnetfeld- und Druckbedingungen. Diese Kollaboration erlaubt den Brückenschlag zwischen zwei Instituten mit komplementären Kompetenzen und Ressourcen, über den wir den Austausch von Studenten, Doktoranden und wissenschaftlichen Mitarbeitern planen.