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Die Schweizer Fliessgewässer sind stark verbaut und in ihren natürlichen Funktionen eingeschränkt. Rund ein Viertel aller Gewässer befindet sich in einem schlechten morphologischen Zustand. Zusätzlich beeinträchtigen zahlreiche Durchgangshindernisse den Lebensraum.
Die Fliessgewässer der Schweiz wurden seit dem 19. Jahrhundert massiv durch menschliche Eingriffe verändert. Sie wurden verbaut und in der Landschaft kanalisiert und eingeengt. Gründe dafür waren der Hochwasserschutz und die Energieproduktion, aber auch die Landgewinnung für Landwirtschaft und Siedlungsraum. Dadurch können sie viele ihrer natürlichen Funktionen nicht mehr erfüllen.
Lebensräume im und ums Wasser verarmten, und das Landschaftsbild wurde monotoner.
Ungenügende Strukturvielfalt
Rund ein Viertel aller Gewässerstrecken sind künstlich stark beeinträchtigt oder eingedolt. Mehr als 100'000, über 50cm hohe Durchgangshindernisse beeinträchtigen den Lebensraum von Pflanzen und Tieren auf vielen weiteren Gewässerabschnitten (Juli 2005). Stark beeinträchtigt sind vor allem Gewässer in intensiv genutzten, tieferen Lagen. Anteil der Fliessgewässer mit ungenügender Strukturvielfalt:
- Unter 600 m ü.M.: 46%
- Über 2000 m ü.M: weniger als 1%
Beurteilungsmethoden
Der ökomorphologische Zustand der Fliessgewässer ist von den Kantonen mit finanzieller Unterstützung des BAFU erfasst worden. Sie haben die Strukturen der Fliessgewässer mit einem Modul, des Modul-Stufen-Konzept, erhoben und kartiert.
Das BAFU stellt die Ergebnisse dieser breitangelegten Zustandsanalyse in einem Bericht, sowie in Übersichtskarten und regionalen Auswertungen zur Verfügung (siehe Karte oben).
Weiterführende Informationen
Links
Dokumente
Bewertung von Quell-Lebensräumen in der Schweiz (PDF, 1 MB, 20.07.2016)Studie im Auftrag des BAFU
Letzte Änderung 02.12.2014