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Dies teilte die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) am Dienstag mit. Im Mai und Juni waren insbesondere die Hochwasserschäden über dem Durchschnitt. Ab Juli gab es dann weniger Schäden als üblich.
Mit 70 Prozent aller Kosten war der Juni der schadenreichste Monat. Die Zentralschweiz und die Kantone Zürich, Bern, Thurgau und St. Gallen wurden von zwei Gewittern heimgesucht, bei welchen mehrere Gewässer über die Ufer stiegen und schwere Schäden verursachten. Zudem sind zwei Menschen ertrunken.
Grosse Schäden wurden bereits im Mai verzeichnet, als einige Wasserpegel wegen anhaltenden Regenfällen die Hochwassergrenze erreichten. Betroffen waren vor allem der Jurasüdfuss, das Seeland im Kanton Bern sowie die Kantone Waadt und Freiburg. Die grössten Schäden wurden in Saint-Gingolph (VS) am Genfersee verzeichnet, wo die Morge über die Ufer trat und einen Teil des Dorfes überflutete.
Mitte Juli ereigneten sich zudem im Unterengadin lokale Gewitter mit teuren Folgen: 18 Murgänge wälzten sich nach den Gewittern zwischen der Val d’Uina und der Val Plavna talwärts. An einer Brücke staute sich das Geschiebe, worauf der Bach über die Ufer trat. Die Wassermassen füllten Erdgeschosse und Keller. Zudem beschädigten die Murgänge Häuserfassaden, Autos oder Kulturland.
Im zweiten Halbjahr lag die Niederschlagsmenge unter dem Durchschnitt, und die Schadensumme war entsprechend tiefer als üblich. Im Vergleich zu den schadenreichen Jahren 2005 mit 3000 Millionen Franken und 2007 mit 700 Millionen ist die Schadensumme gemäss WSL eher tief.
(SDA)