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Wollen die Ehegatten mit Ihrer Heirat einen anderen Güterstand als die Errungenschaftsbeteiligung (ordentlicher gesetzlicher Güterstand) begründen, so müssen sie vor dem Notar einen Ehevertrag schliessen. Die vertragliche Gütertrennung (Art. 247 bis Art. 251 ZGB) wird von den Gatten in einem gemeinsamen Abkommen vereinbart. Es handelt sich um einen Güterstand, der die Vermögenswerte der Gatten strikt trennt. „Getrennte Vermögensmassen“ ist das Prinzip dieses Güterstandes (es gibt kein „gemeinsames eheliches Vermögen“). Nach Artikel 247 ZGB verwaltet und nutzt jeder Ehegatte sein Vermögen innerhalb der gesetzlichen Schranken und verfügt darüber. Konsequenterweise haftet jeder Gatte für die Schulden mit seinem gesamten Vermögen (Art. 249 ZGB).