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Bereits die Ägypter der Antike bezeichneten Honig als Quelle der Unsterblichkeit und als ‘Speise der Götter’ und wird auch heute noch vielseitig verwendet. Ob als köstliches Süssungsmittel oder als Heilmittel beispielsweise bei einer Erkältung in einer Tasse mit warmer Milch – Honig ist ein faszinierendes und dazu noch ein natürliches Produkt.
Woher stammt Honig?
Bienen erzeugen zur eigenen Nahrungsvorsorge Honig aus dem zuckerhaltigem Saft von Pflanzenblüten, dem Nektar. Dieser wird in der Bienenwabe gelagert und reift dort langsam zum Honig heran. Meist ist Honig eine dickflüssige, cremige und teilweise auch kristallisierte Substanz, die vor allem aus den Zuckerarten Fructose und Glucose sowie Wasser besteht.
Imker sorgen schliesslich mit ihrer Sorge und Pflege der Bienenvölker dafür, dass der gewonnene Honig für den menschlichen Gebrauch nutzbar wird.
Dabei gibt es unterschiedliche Methoden, den Honig aus den Waben zu bekommen.
Schleuderhonig beispielsweise wird unter Ausnutzung der Zentrifugalkraft gewonnen und ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts die häufigste Honigart.
Scheibenhonig dagegen besteht aus unbebrüteten Wabenstücken aus reinem Naturbau, wobei Wabenhonig dem zwar ähnlich ist, aber dazu darf der Wabenbau Mittelwände haben, die der Imker dem Bienenvolk als «Bauvorlage» beifügt.
Das Wort selbst erinnert an die Farbe von Honig, denn das deutsche Wort stammt von einem indogermanischen Begriff ab, der diese Farbe als goldfarben bezeichnet.
Die alten Ägypter wussten schon um die Vorteile von Honig und züchteten schon Bienen, um den Honig ihren Göttern zu opfern oder ihren Pharaonen als Grabbeigabe mitzugeben. Und auch die Menschen der Steinzeit nutzten Honig als Lebensmittel, wie es Höhlenmalereien zeigen.
Um 400 v.Chr. erkannte Hippokrates, dass Salben mit Honig Fieber senkte, und dass Honigwasser die Leistung von Athleten bei sportlichen Wettkämpfen wie beispielsweise den olympischen Spielen verbessern konnte.
Honig diente ebenfalls sehr lange als einziges Süssungsmittel, denn erst spät wurde Zucker industriell aus Zuckerrüben gewonnen.
Warum ist Honig so gesund?
Im Honig sind zwar Vitamine wie beispielsweise B1, B2 und B6 sowie Vitamin C und Mineralstoffe wie Calcium, Eisen, Magnesium, Natrium, Phosphor sowie Kalium und Zink enthalten, aber erst einige bioaktive Stoffe und Antioxidantien machen Honig so gesund. Es soll die Abwehrkräfte stärken und bei der Wundheilung helfen.
Insbesondere die sogenannten Inhibine, eine Gruppe von Wirkstoffen wie beispielsweise Enzyme, Harze und Flavonoide mit entzündungshemmender Wirkung, sollen die heilsame Wirkung erzeugen. Ab einer Temperatur von über 40 Grad jedoch geht diese Wirkung verloren.
Frische und Naturbelassenheit erkennen übrigens Fachleute am HMF-Wert. Dieser bezeichnet das Abbauprodukt Hydroxymethylfurfural (HMF), der im Honig nachgewiesen werden kann. Je weniger dieses nun im Honig vorhanden ist, desto höher ist die Qualität und der Gehalt an gesunden Wirkstoffen.
Als Heilmittel ist Honig vielseitig einsetzbar. Sei es bei der Wundheilung, da es als natürliches Antiseptikum wirkt, oder bei der Bekämpfung von Akne, da es den Heilungsprozess fördert.
Auch bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Herpesbläschen oder bei leichten Verbrennungen kann Honig helfen.
Dabei sollte man jedoch darauf achten, eher speziellen medizinischen Honig aus der Apotheke zu nehmen, da im naturreinen Honig Keime enthalten sein können. Honig aus der Apotheke muss meist spezielle Reinheits- und Sicherheitsanforderungen erfüllen sowie wirksame Bestandteile in entsprechenden Mengen enthalten.
Feuchtigkeitsspendend ist Honig übrigens auch und dient so als besänftigendes Lippenbalsam oder als zart duftender Zusatz in Shampoos oder Cremes.
Wie viel Honig ist noch gesund?
Honig ist ein kalorienreicher Energielieferant aufgrund seines hohen Zuckergehalts – dies sollte man nicht vergessen. Und ihn schon deswegen allein nicht in grossen Mengen verzehren. Ab und an genossen ist er durchaus eine Bereicherung der täglichen Mahlzeiten.
Dazu ist Honig auch nicht für jeden geeignet. Säuglinge und Kleinkinder sowie Menschen mit Fructoseintoleranz sollten naturreinen Honig nicht verzehren, da dieser nicht über 40 Grad erhitzt werden darf und somit nicht absolut keimfrei ist.
Honig kann Sporen eines Bakteriums namens Clostridium botulinum enthalten, das sich sonst in der noch nicht ausgereiften Darmflora von Säuglingen und Kleinkindern ansiedeln und vermehren kann. Dort könnte es dann lebensbedrohliche Gifte produzieren.
Manuka Honig als Heilmittel
Relativ spät erst entdeckte man auch ausserhalb Neuseelands die Vorteile des von dort stammenden Manuka Honigs. Schon die Ureinwohner, die Maori, verwendeten diesen aus den Blüten der Neuseelandmyrte gewonnenen Honig als Heilmittel.
Die Wirkung und Zusammensetzung dieser Honigsorte ist weltweit einzigartig aufgrund seines besonders hohen Methyglyoxal-Gehalts (MGO). Dies bezeichnet ein Enzym und Zuckerabbauprodukt mit antibakteriellen Eigenschaften.
Im Nektar selbst ist das MGO noch nicht vorhanden und soll sich erst nach der Aufnahme durch die Bienen und den Transport in den Bienenstock entwickeln.
Um den Wirkungsgrad dieses Manuka-Honigs zu kennzeichnen, werden UMF®-Nummern von 0 bis 15+ benutzt, wobei die Nummern 10 bis 14 bedeuten, dass dieser Manuka-Honig die natürliche Heilung und das bakterielle Gleichgewicht unterstützt. Oder anders gesagt, je höher die Nummer, desto stärker soll die antibiotische Wirkung sein.
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