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Die Karriere von Mark Streit in der NHL könnte am Freitag ein Ende gefunden haben. Der von den Montreal Canadiens auf die Waiver-Liste gesetzte 39-jährige Verteidiger wurde von keinem anderen Team übernommen.
Streit müsste nun theoretisch in der AHL für das Farmteam Laval Rocket spielen. Es ist jedoch mehr als fraglich, ob er sich dies antun wird. Wahrscheinlicher dürfte sein, dass er den Vertrag mit den Canadiens auflöst.
Es gibt in Nordamerika Spekulationen, dass der Routinier eine Rückkehr in die Schweiz anstrebt, um eine Option für die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang zu sein. Streit hat allerdings mehrmals betont, dass die National League für ihn kein Thema sei. Somit scheint auch ein Karriereende nicht ausgeschlossen.
Mark Streit hat sich dank seiner Hartnäckigkeit als erster Schweizer Feldspieler in der besten Liga der Welt durchgesetzt und damit eine Vorreiterrolle eingenommen. Er habe das Schweizer Eishockey in der NHL wie kein anderer geprägt, sagte Roman Josi. Mitte Juni hatte Streit noch den Höhepunkt seiner Laufbahn erlebt, als er mit den Pittsburgh Penguins den Stanley Cup gewann. Daran ändert auch nichts, dass er im Final nicht zum Einsatz kam.
Ende Juli erhielt er von den Montreal Canadiens, bei denen er seine beeindruckende NHL-Karriere im Jahr 2005 lanciert hatte, einen Einjahres-Vertrag über 700'000 Dollar (ohne Boni von maximal 300'000 Dollar). Mit seiner Stärke im Powerplay sollte er helfen, den Abgang von Andrej Markow (Bars Kasan) zu kompensieren. «Ich hätte es mir nicht besser erträumen können», sagte Streit danach.
Die Ernüchterung trat aber schnell ein. Zwar kam er in den ersten beiden Saisonspielen der Canadiens noch zum Einsatz, nach null Skorerpunkten und einer Minus-2-Bilanz war er danach aber zweimal überzählig. Montreal versuchte ihn erfolglos zu einer anderen Mannschaft zu traden, und nun wollte ihn auch kein Team «gratis» übernehmen. Quo vadis Mark Streit? (zap/sda)