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Ja, er habe während seines Militäreinsatzes in Afghanistan auch getötet, sagt Prinz Harry, 28, gegenüber der Nachrichtenagentur Press Association. «Ein Leben zu nehmen, um eines zu retten, darum drehte es sich bei uns.» Auf die Frage, ob er als Co-Pilot eines Kampfhubschraubers auch Taliban-Kämpfer getötet habe, sagt er: «Ja, so wie viele andere auch.» Denn wer versucht habe, ihren Kameraden etwas anzutun, sei «ausgeschaltet worden». Zwar hatte Prinz Harry während seines Einsatzes mehrere Male mit Journalisten gesprochen, seine Äusserungen durften jedoch zu seinem Schutz erst nach seiner Rückkehr nach England veröffentlicht werden.
Weiter erzählt die Nummer drei der britischen Thronfolge, dass er im Camp Bastion keine Sonderbehandlung erfahren hätte: «Ich bin einer der Jungs, ich werde nicht anders behandelt als die anderen.» Es hätte ihn aber gestört, von anderen Soldaten angestarrt worden zu sein, die er vorher noch nie gesehen habe.
Im Winter 2007/2008 war Prinz Harry schon einmal als Offizier am Hindukusch aktiv. Damals jedoch musste sein zehnwöchiger Einsatz nach Bekanntwerden seines Aufenthaltsortes aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden.
Über seinen Bruder William, der im Juli zum ersten Mal Vater wird, sagt Harry, dass dieser ebenfalls gerne nach Afghanistan gegangen wäre. «Um ehrlich zu sein, ich sehe auch nicht, weshalb er nicht konnte.» Es wisse schliesslich niemand, wer im Cockpit sitze. Grossbritannien hatte jedoch entschieden, dass es zu gefährlich sei, William zu entsenden. Der 30-jährige ist nach seinem Vater Charles der zweite Thronfolger.
Jetzt, wo Harry wieder zurück in der Heimat ist, kann er sich endlich auf seine Rolle als Onkel vorbereiten. Es wäre schliesslich an der Zeit gewesen, dass William und Herzogin Catherine ihre Liebe mit einem Baby krönen. «Ich kann es kaum erwarten, Onkel zu werden», sagte er damals bei einer Pressekonferenz in Afghanistan. Im Juli ist es soweit. Dann kann Harry nicht nur seinen Qualitäten als Soldat, sondern auch als Onkel unter Beweis stellen. Zeit zum Üben bleibt ihm ja noch.