Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03642.jsonl.gz/1032

Life
Wo es sonst vor schwarzen Anzügen nur so wimmelt, gab es gestern viel Weiss zu sehen: An der "State of the Union" im US-Abgeordnetenhaus bekundeten die Demokratinnen ihre Solidarität mit Frauen.
Vor wenigen Stunden stand Präsident Trump im US-Abgeordnetenhaus und hielt zum zweiten Mal die "State of the Union", seine alljährliche Rede zur Lage der Nation. Begrüsst wurde er von Vizepräsident Mike Pence – und von Demokratin Nancy Pelosi, der neuen Sprecherin des Repräsentantenhauses. Während Trump und Pence in ihren schwarzen Anzügen aussahen wie immer, fiel der Blick sofort auf Pelosi: Sie trug Weiss – die Farbe der Frauenbewegung.
Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften die mehrheitlich in Weiss gekleideten Suffragetten ("suffrage" heisst auf Deutsch "Stimmrecht") in den USA und Grossbritannien für das Frauenwahlrecht.
Nancy Pelosi war mit ihrem hellen Hosenanzug an der "State of the Union" aber längst nicht allein. Insgesamt 106 Demokratinnen bekundeten ihre Solidarität mit Frauen – und feierten ihren grossen Erfolg an den Mid-Term-Wahlen im November. Mit 127 Politikerinnen im Abgeordnetenhaus ist die Zahl der Frauen so hoch wie nie.
"Ich trage Weiss, weil 2019 das Frauenwahlrecht 100 Jahre alt wird – es aber noch so viel mehr gibt, wofür wir Frauen kämpfen müssen", so Alexandria Ocasio-Cortez – der schillernde Star der Demokraten – vorab zu "CNN". Als der "State of the Union" vorbei war, kreierte sie für ihre 2.1 Millionen Insta-Follower noch schnell noch ein Meme.