Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03452.jsonl.gz/1479

Wegen klagenden Bauern will die Regierung von Mauritius bis Weihnachten 10’000 Flughunde töten. Sie frässen die Früchte von den Felder. Die Flughund-Bestände sind allerdings gefährdet und die Abschlachtung könnte zum Aussterben der Art führen.
Schon im letzten Jahr hat die Regierung die Tötung von 20’000 Flughunden veranlasst, schlussendlich waren es aber knapp 31’000. Die Flughunde frässen die Mangos und Litschis von den Bäumen weshalb dieses Jahr wieder 10’000 ihr Leben lassen sollen.
Wissenschaftler und Umweltschützer sind empört: denn der Hauptgrund für die schlechte Ernte sei die schlechte Bewirtschaftung der Obstplantagen. Ausserdem könne man die Ernte von Flughunden und auch Vögel mit Netze schützen. Ferner was viele vergessen, dass die Flughunde für die Landwirtschaft und Ökosysteme auf den Inseln im Südwesten des Indischen Ozeans extrem wichtig sind, als Bestäuber und Samenverbreiter.
Die Bestände der Flughunde von Mauritius (Pteropus niger) sind schon jetzt gefährdet und auf der Roten Liste, auf der Insel La Réunion sind sie schon ausgestorben. Der Abschuss von noch mehr Flughunden könnte zur Ausrottung der Art führen, warnt die Weltnaturschutzunion IUCN.
Unterschreiben Sie die Petition und fordern Sie so die Regierung auf, die Tötung der Flughunde zu stoppen.
Mehr Information über die Problematik ist in diesem Video zusammengefasst (auf Englisch):