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Die reformierte Kirche Opfikon wurde im Jahr 1957 eingeweiht. Architektonisch ist sie eine Besonderheit: Der schöne Bau der Kirche mit dem pyramidenförmigen Dach und der freistehende Kirchturm sind ein Zeichen von Moderne.
Früher gehörte die reformierte Kirchgemeinde Opfikon zu Kloten, aufgrund des Bevölkerungswachstums durch den Flughafenbau errichtete Opfikon-Glattbrugg eine eigene Kirche und wurde Ende März 1958 eine selbständige Kirchgemeinde. Bereits im März 1950 hiess die Kirchgemeindeversammlung Kloten einen Antrag gut, der den Landkauf für die Erstellung von kirchlichen Bauten in der «Halden» ermöglichte. Sieben Jahre später, am 30. Juni 1957 wurde die neue Kirche in Opfikon Glattbrugg mit einem Gottesdienst und einem Orgelkonzert eingeweiht.
Die Kirche wurde vom Architekten Rudolf Küenzi aus Kilchberg ZH, der den Architekturwettbewerb gewonnen hat, entworfen, ebenso arbeitete er Pläne und einen Kostenvoranschlag für den Turm, das Pfarrhaus und ein Unterweisungslokal aus. Für das Gesamtprojekt wurde ein Kostenvoranschlag in der Höhe von 1.86 Millionen Franken erhoben. Der Kirchturm wurde als weiteres Wahrzeichen des Dorfes geplant: 45 Meter hoch, mit einer markanten Silhouette und einem hohen, steilen Dach. Doch der Flughafen machte diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Aus Gründen der Flugsicherheit in der Umgebung des Flughafens musste der Turm auf eine Höhe von 26 Meter reduziert werden.
In der Kirche bildet der Taufstein das Zentrum, der zugleich auch Kanzel und Abendmahlstisch ist. Der schwere Block aus dunkelgrauem Castione-Granit ist ein Werk des Zürcher Bildhauers Josef Wyss und zeigt vorne als Relief den Fisch, das Kennzeichen der ersten Christen. Auf der rechten Seite sind Kelch und Brot als Hinweise auf das Abendmahl in den Stein gemeisselt, auf der linken Seite die Taube als Symbol für die Taufe. Als Ausschmückung des Raumes dienen grosse Schriftflächen an den Wänden, auf welchen der Anfang des Johannes-Evangeliums zu lesen ist. Das Schriftwort und die betonte Einfachheit des Raumes heben den reformierten Charakter der Kirche, die rund 600 Personen Platz bietet, hervor.