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In den kalten Wintermonaten der Südhalbkugel ist es normal, dass weniger Milch produziert wird. Jedoch wird die Milchknappheit zunehmend gravierender, da immer mehr australische Bauern aus der Milchproduktion aussteigen, wie ABC Rural schreibt. Die Nachfrage wiederum steigt stetig. So überstieg sie das Angebot in Queensland im vergangenen Jahr um 90 Millionen Liter, 2012 waren es noch 40 Millionen.
Die tiefen Supermarktpreisen und steigenden Produktionskosten mindern die Erträge der Bauern zunehmend. Immer mehr steigen aus der Milchproduktion aus, woraus sich die momentane Knappheit ergibt. Dementsprechend geht die Milchproduktion in Queensland und Westaustralien seit Jahren zurück. Innert einem Jahrzehnt sank die australische Milchproduktion von 10,3 auf 9,2 Milliarden im letzten Jahr. Und dies, obwohl die heimische wie auch die globale Nachfrage nach Milch steigt.
Um die Nachfrage zu decken, wird die Milch über weite Distanzen mit Trucks in die Staaten transportiert. Zudem versuchen Verarbeiter, die Ausgangspreise der Farmer zu steigern, um so die Produktionsbasis zu stabilisieren.
Ein Bericht von McKinsey im Auftrag vom australischen Business Council sieht den Grund der rückgehenden Produktion gemäss ABC Rural in einer fehlenden Struktur in der Milchindustrie, wie sie etwa die neuseeländische Milchproduzentin Fonterra aufgebaut hat. So sind neuseeländische Milchbetriebe 80 Prozent grösser als australische, ausserdem werden 40 Prozent mehr in Forschung und Entwicklung und 300 Prozent mehr in Marketing investiert, so der Bericht.