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Stephan Lendi
Archetypen nach Carl-Gustav Jung
Archetypen sind universelle, tief im Unbewussten verankerte Muster von Symbolen, Bildern, Geschichten und Vorstellungen, die in allen Kulturen und Gesellschaften auftauchen. Carl Jung entwickelte die Theorie der Archetypen, um die tieferen Schichten des menschlichen Bewusstseins zu erforschen. Er betrachtete Archetypen als universelle Symbole und Muster, die Teil des kollektiven Unbewussten aller Menschen sind.
Jung unterschied verschiedene Archetypen, von denen hier einige Beispiele genannt werden:
Der Schatten: Der Schatten ist der Teil des Unbewussten, der die negativen, verdrängten und unerwünschten Eigenschaften einer Person enthält. Es ist das Gegenteil des bewussten Selbst und kann oft als dunkle, bedrohliche Gestalt dargestellt werden.
Der Anima/Animus: Der Anima/Animus repräsentiert das jeweils andere Geschlecht im Unbewussten einer Person. Der Anima bezieht sich auf die weiblichen Aspekte im Unbewussten eines Mannes, während der Animus die männlichen Aspekte im Unbewussten einer Frau darstellt.
Das Selbst: Das Selbst ist das tiefste und umfassendste Archetyp, das die Ganzheit der Persönlichkeit einer Person darstellt. Es ist das Ziel des individuellen Bewusstseins, in Einklang mit dem Selbst zu leben.
Der Trickster: Der Trickster ist ein Archetyp, der für Chaos, Unordnung und Spiel steht. Er ist ein Narr, der die Dinge auf den Kopf stellt und uns dazu bringt, unsere Annahmen in Frage zu stellen.
Der Held: Der Held ist ein Archetyp, der für Mut, Abenteuer und Selbstüberwindung steht. Er ist ein Symbol für den inneren Kampf und die Fähigkeit, schwierige Herausforderungen zu meistern.
Diese und andere Archetypen können in Träumen, Mythen, Märchen und anderen kulturellen Überlieferungen auftauchen und uns helfen, unsere innersten Wünsche, Ängste und Hoffnungen zu verstehen.