Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/81455

<h2>SubmittedText<h2><p>Auf den Zeitpunkt hin, an welchem die berufliche Vorsorge des Bundespersonals vom Leistungs- zum Beitragsprimat wechselt, ist mit einer Welle von vorzeitigen Pensionierungen zu rechnen.</p><p>Mit welchen Massnahmen gedenkt der Bundesrat den damit verbundenen Know-how-Verlust aufzufangen?</p><p>Werden diese Massnahmen zentral vom EPA ergriffen, oder wird ein departementaler Wildwuchs entstehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Aufgrund des Primatwechsels ist mit rund 1600 zusätzlichen Pensionierungen zu rechnen. Bereits heute ist bekannt, welche Angestellten sich noch nach altem Recht pensionieren lassen können. Damit bleibt genügend Zeit, mit einer erhöhten Zahl von Rücktritten so umzugehen, dass die Aufgaben der Bundesverwaltung ohne Beeinträchtigung weiter erfüllt werden können.</p><p>Die Bewältigung dieses sogenannten Torschlusseffekts ist in erster Linie eine Informations- und Führungsaufgabe. Dazu gehören der Entscheid über die Weiterführung oder Streichung einer vakanten Stelle und das Auswahlverfahren für die allfällige Neubesetzung der Stelle. Soweit es das Personalbudget erlaubt, können in begründeten Einzelfällen (z. B. Projektabschluss) im Rahmen der geltenden Bestimmungen weiter gehende Massnahmen in Betracht gezogen werden: so etwa eine vorzeitige Teilpensionierung im Leistungsprimat und Weiterarbeit mit reduziertem Pensum im Beitragsprimat.</p><p>Es ist ein allgemeines Führungsprinzip, dass Personalentscheide dort gefällt werden, wo die Verantwortung für deren Konsequenzen liegt. Das EPA wird die Ämter auf die rechtlich möglichen Massnahmen hinweisen und auffordern, Führungsgespräche mit jenen Mitarbeitenden zu führen, die sich noch nach altem Recht pensionieren lassen können. Zudem wird das EPA für Auskünfte an die Dienststellen eine Ansprechperson für vorsorge- und personalrechtliche Belange bestimmen. Publica informiert die betroffenen Mitarbeitenden zudem konkret über ihre Rentenansprüche beim Rücktritt nach geltendem bzw. neuem Recht.</p>