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«Bis zum Jahr 2015 soll eine Truppengruppierung zur Gewährleistung der militärischen Sicherheit und zum Schutz der nationalen Interessen Russlands in der Arktis geschaffen werden», sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu im Dezember 2013. «Die Schaffung dieser Militärstruktur ist notwendig, weil der Schutz der nationalen Interessen in den arktischen Gebieten eine der Prioritäten der russischen Politik ist. Diese Militärstruktur wird den Status eines Militärbezirks haben, obwohl sie offiziell nicht so bezeichnet wird», so die Quelle. Wenige Stunden, nachdem die ersten Informationen über die neue Militärstruktur im hohen Norden im Umlauf kamen, teilte der Sprecher des Generalstabs mit, dass die Schaffung eines Vereinten Strategischen Kommandos bislang nicht beschlossen wurde. Der Aufbau eines Militärverbandes hinter dem Polarkreis wurde jedoch auch nicht dementiert.
Nach Angaben der «Nesawissimaja Gaseta» soll die aus dem Militärbezirk West ausgegliederte Nordflotte zur neuen Militärstruktur gehören. Hinzu kommen Einheiten und Verbände anderer Truppengattungen aus dem Militärbezirk West, die bereits im Norden des Landes stationiert sind. Quellen zufolge sollen ebenfalls FSB-Grenzschutzeinheiten in die neue Struktur eingegliedert werden.
Schoigu hatte den Ausbau der militärischen Infrastruktur in der Arktis bereits angekündigt. Die Flugplätze auf den Neusibirischen Inseln und auf Franz-Joseph-Land können bereits angeflogen werden.
Die neue Struktur, die bis Jahresende stehen soll, wird vom Nordflottenchef, derzeit ist das Admiral Wladimir Koroljow, befehligt werden. Er wird dem russischen Verteidigungsminister direkt unterstehen.
«In der russischen Armee wird eine neue Struktur durch die Verstärkung der Nordflotte und dadurch geschaffen, dass ihr die Arktis-Brigaden der Landstreitkräfte, Truppenteile der Luftstreitkräfte und der Luftverteidigung sowie zusätzliche Führungsorgane zugeteilt werden», so der Vertreter des Generalstabes.
Laut dem Militärexperten Alexander Charmtschichin sind die Arktis-Pläne der russischen Streitkräfte völlig logisch. «Russland spricht sehr viel über die Militarisierung der Arktis. Fast 100 Prozent der hinter dem Polarkreis stationierten Streitkräfte kommen aus Russland», sagte der Experte.
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