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Heute ist: Overshoot-Day, 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs und Welttag des Roten Kreuzes
Über jedes Ereignis könnte man ganze Bücher schreiben. Heute vor 75 ging der Zweite Weltkrieg offiziell zu Ende. Dieser riesige Krieg ist eine Geschichte für sich, ein grosses, menschliches Desaster. Heute ist auch der Overshoot-Day in der Schweiz: Das heisst, wir benötigen ab heute mehr biologische Rohstoffe in der Schweiz, als uns die Erde eigentlich zur Verfügung stellt. Man sagt dem Tag auch “Welterschöpfungstag”. Ein weiteres, menschliches Desaster. Abhilfe schaffen kann man zum Beispiel mit Food-Waste-Bekämpfung und so weiter… Und heute ist auch der Weltrotkreuztag. Jedes Kind kennt das Rote Kreuz. Doch, was ist das genau? Wer steht dahinter? Seit wann existiert es? Zum Welttag des Roten Kreuzes, der jedes Jahr am 8. Mai gefeiert wird, beleuchten wir diese grossartige Sache. Kein weiteres, menschliches Desaster!
Über 13 Millionen Freiwillige weltweit helfen mit, um menschliches Leid zu lindern. Das Rote Kreuz hilft, wo Hilfe benötigt wird. Das ist das Ziel. Zentrale Eigenschaften des Roten Kreuzes sind Menschlichkeit, Neutralität und Freiwilligkeit.
Bereits seit 1828 hilft das Schweizerische Rote Kreuz. Weltweit als äusserst wichtige Institution wahrgenommen wird es erstmals während dem Ersten Weltkrieg. Dieser fand zwischen 1914 bis 1918 statt. Das Ausmass der Verwundeten war dermassen gross, dass das Schweizerische Rote Kreuz vor neuen Herausforderungen stand. Als Spitze der helfenden Massnahmen der Schweiz, die im Krieg nicht aktiv beteiligt gewesen ist, war das SRK besonders aktiv. Es entstanden in diesen Jahren mehrere Bündnisse mit neuen Vereinigungen des Roten Kreuzes im Ausland, weshalb die Zusammenarbeit grösser wurde. Dies kam nicht zuletzt im Kampf gegen die Spanische Grippe (um 1920) der Menschheit zu Gute.
Der wegweisende Zweite Weltkrieg
Der Zweite Weltkrieg von 1939 - 1945 wurde wegweisend. Das Schweizerische Rote Kreuz wurde zunehmend eingekesselt von den Kriegsmächten. Die Schweiz war lange auf sich alleine gestellt. General Henri Guisan igelte die Schweiz erfolgreich ein. Das SRK verfolgte eine menschliche Strategie und entwickelte die SRK-Kinderhilfe. Diese nahm sich zum Ziel, kriegsgeschädigten Kindern zu helfen. Ein düsterer Fleck auf der weissen Weste: Jüdische Kinder wurden zu Beginn von der Hilfe ausgeschlossen.
Dennoch verfolgte das SRK den humanitären Weg und half noch viel stärker, wo Hilfe benötigt wurde. Sie erinnerten sich wieder an die neutrale Grundhaltung und die Menschlichkeit und steigerten ihre Hilfsleistungen beträchtlich. Ob in der Flüchtlingshilfe, bei Krankheitswellen oder auch in der Entwicklung des Rettungswesen: Das SRK war aktiv dabei. Und ist es heute noch. Auch politisch engagierte sich das SRK und betrieb eine Politik der Öffnung und der Menschlichkeit.
Heute engagiert sich das SRK immer noch: Sei es für Kinder und Jugendliche, Familien, ältere Leute, (Corona-)Erkrankten, Erdbebenopfer, Tsunamiopfer… wo Leid herrscht und Hilfe benötigt wird, ist das SRK nicht weit. Und mit ihm auch das IKRK, das Internationale Komitee des Roten Kreuzes.
Ach ja, und wer hat’s erfunden? Nicht Ricola… aber Henri Dunant im Jahr 1828.
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