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17 Kilogramm Amphetamin, 2 Kilogramm Kokain, 6'500 Ecstasy-Pillen und 22,5 Kilogramm Marihuana: Die Mengen sind beeindruckend. Vielfach habe der Mann bei den Deals aber nur eine untergeordnete Rolle gespielt oder sei nur dabei gewesen, ohne etwas zu verdienen, so die Anklageschrift. Zudem habe er die Tatvorwürfe vollumfänglich eingestanden.
Der Beschuldigte könne deswegen noch knapp mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren bestraft werden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Probezeit sei aber beim Maximum von fünf Jahren anzusetzen. Zudem werde der niederländische Staatsbürger für acht Jahre aus der Schweiz verwiesen.
Strafe abgesessen
Der Beschuldigte akzeptierte diese Strafe, und auch das Kriminalgericht teilte die Einschätzung der Staatsanwaltschaft. Der Niederländer wurde deswegen im abgekürzten Verfahren wegen mehrfachen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt. Die 16 Monate, die unbedingt ausgesprochen wurden, hat er bereits in Untersuchungshaft und im vorgezogenen Strafvollzug abgesessen. Das am Dienstag veröffentlichte Urteil ist rechtskräftig.
Vom Jus-Studenten zum «Drogen-Pusher»
Der Beschuldigte, der ein Jus-Studium begonnen hatte, begleitete praktisch gratis mehrere Drogentransporte von den Niederlanden in die Schweiz und nach Finnland. Der Chef der Drogenhändlerbande nutzte dabei Besuche bei den Eltern des Studenten in den Niederlanden aus. Er fuhr im Auto des Beschuldigten mit, während die Drogen in einem anderen Fahrzeug transportiert wurden.
In der Schweiz versuchte der Beschuldigte auch, im Drogenhandel zu vermitteln, dies weil der Kopf der Band noch fast keine Kunden hatte. Er verkaufte rund 500 Ecstasy-Pillen, allerdings ohne dabei etwas zu verdienen, sowie 750 Gramm Marihuana, mit dem er einen Gewinn von 2'500 Franken machte.
Weiter plante der Angeklagte mit Kollegen, 20 Kilo Marihuana zu übernehmen, um es zu verkaufen. Schlussendlich verzichteten sie aber auf den Deal. Gleiches gilt für den Import von 5'000 Ecstasy-Pillen und 500 Gramm Amphetamin.
(red.)