Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/182492

<h2>SubmittedText<h2><p>Das Archiv von Marthe Gosteli ist "das Gedächtnis der Frauenbewegung", titelte die "Aargauer Zeitung" zum Tag der Frau.</p><p>Das Archiv wurde von Frau Gosteli 1982 gegründet. Es enthält unersetzliche Dokumente der Frauenbewegung. Das Archiv war auch eine Quelle der Regisseurin Petra Volpe für den Film "Die göttliche Ordnung". Der Weiterbestand des Archivs ist gefährdet.</p><p>Teilt der Bundesrat die Meinung, dass der Weiterbestand dieses wichtigen Archivs gesichert werden muss?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es ist das unbestrittene Verdienst von Frau Gosteli, die vielfältigen Quellen aus der reichen Geschichte der Frauenbewegung gesammelt zu haben, bevor in den öffentlichen Archiven ein entsprechendes Bewusstsein entstand. Es besteht deshalb kein Zweifel, dass dieses Archiv eine wichtige Dokumentation zu einem der bedeutendsten Aspekte der politischen und sozialen Geschichte der Schweiz seit dem frühen 20. Jahrhundert darstellt.</p><p>Der Erhalt des Archivs erfordert eine solide finanzielle Basis, welche heute nicht mehr gegeben scheint. Ohne genauere Angaben zu den konkreten Bedürfnissen ist es dem Bundesrat zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich, abschliessend Stellung zu nehmen. Die Fragen des Umfangs der Herausforderungen, der notwendigen gesetzlichen Grundlagen und der allfällig benötigten Ressourcen müssten insbesondere geklärt werden.</p><p>Das Bundesarchiv steht dem Archiv von Marthe Gosteli für eine Kontaktnahme zur Verfügung, um eine erste Abklärung vorzunehmen.</p>