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Unterwegs, ob auf dem Wasser- oder Landweg, sind die meisten Flüchtlinge unsäglicher Brutalität und Barbarei durch Schlepper, Menschenhändler, Milizen und manchmal sogar Regierungsbeamte ausgesetzt.
Die Überlebenden – Männer, Frauen und Kinder – erleiden aufgrund ihrer traumatischen Erfahrungen häufig schwere und dauerhafte psychische Schäden.
Etwa 28% der in den Jahren 2018 und 2019 gemeldeten Todesfälle ereigneten sich bei der Durchquerung der Sahara.
Weitere gefährliche Orte sind Sabha, Kufra und Qatrun im Süden Libyens, Bani Walid, eine Drehscheibe für Schlepper südöstlich von Tripolis, sowie mehrere andere Orte auf dem westafrikanischen Teil der Route, insbesondere Bamako und Agadez.
Diese Todesfälle kommen zu den Tausenden anderer Menschen hinzu, die in den letzten Jahren bei verzweifelten Überfahrten über das Mittelmeer von der nordafrikanischen Küste nach Europa ums Leben gekommen sind.
Beim UNHCR fördern wir ein konzertiertes Vorgehen auf europäischer Ebene, um den Verlust von Menschenleben auf See zu verhindern.
Wir wollen Aufnahmebedingungen und -verfahren gewährleisten, die die Würde der Asylsuchenden garantieren, wirksame Asyl- und Schutzsysteme einrichten und dauerhafte Lösungen suchen.
Vor dem Hintergrund der sich verschlechternden Sicherheitsbedingungen und der durch COVID-19 eingeschränkten Bewegungsfreiheit hat das UNHCR seine Unterstützung verstärkt, indem es MigrantInnen und Flüchtlinge auch mit lebensnotwendigen Gütern versorgt.
Wir bieten neu angekommenen Flüchtlingen sofortige Hilfe und Schutz, stellen aber auch Bargeld zur Verfügung und sorgen für angemessene und sichere Unterkunftsbedingungen.
Die Aufnahmelager sind überfüllt und beherbergen gefährdete Menschen und/oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Dazu gehören unbegleitete oder von ihren Familien getrennte Minderjährige, Kinder, alleinstehende Frauen, schwangere oder stillende Frauen , ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie Kranke und Verletzte.
Angesichts der zunehmenden Bewegungen von Flüchtlingen und MigrantInnen auf dem Mittelmeer fordert das UNHCR eine stärkere Koordinierung, Solidarität und Teilung der Verantwortung.
Wir brauchen Sie, um diese Krise einzudämmen.