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Der US-amerikanische Molekularbiologe George M. Church hat mich vor zwei Jahren zur Romanfigur »Mendelez« inspiriert. Er gehört zu den Pionieren der Genom-Forschung und entwickelte Techniken zur DNA-Sequenzierung.
Die Hauptfigur des Romans »Genesis« ist jedoch eine junge indische Köchin, die vor einer Zwangsheirat nach London flüchtet.
Gestern publizierte Focus ein Interview mit George M. Church. Hier ein Auszug, am Ende der Link zum vollständigen Interview:
FOCUS: Ihr Labor zählt zu den Pionieren bei der Genschere Crispr/Cas9. Könnte jemand in absehbarer Zeiteinen Nobelpreis dafür erhalten?
Church: Den gab es kürzlich für das Genome Editing, das die DNA von Pflanzen, Tieren und Menschen zielgerichtet verändert. Dazu dient auch Crispr/Cas9. Ich glaube nicht, dass in einem so kleinen Abstand ein Nobelpreis für eine Sache aus demselben Bereich verliehen wird.
FOCUS: Sie arbeiten daran mit, das ausgestorbene Mammut in arktischen Regionen wiederauferstehenzu lassen. Worin liegt der Sinn dieses Vorhabens?
Church: Das ist nur ein kleiner Teil von dem, was wir tun. Aber ich selbst habe aus Sibirien Proben von sechs eingefrorenen, 43.000 Jahre alten Mammuts mitgebracht und ausgewertet. Die entscheidenden Gene überführen wir in asiatische Elefanten. Sie sind sehr eng mit Mammuts verwandt. Wenn deren Nachkommen auf dem Tundraboden grasen, verwandelt er sich langsam in jene Graslandschaft zurück, die er früher war. Diese Bodenbedeckung bindet deutlich mehr Kohlendioxid.
FOCUS: Das Ganze ist ein Klimaschutzprojekt?
Church: Zu 99 Prozent, ja. Vielleicht rechnetes sich das eines Tages auch ökonomisch.