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VUCA ist ein Begriff, der die unvorhersehbare und sich schnell verändernde Umfeld des modernen Geschäftsumfelds beschreibt. VUCA ist ein Akronym, das für Volatilität, Ungewissheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit der allgemeinen Geschäftsbedingungen, Marktsituationen aber auch des Weltgeschehens steht. In diesem Artikel werden wir untersuchen, wie sich VUCA auf die Produktentwicklung in Projekten auswirkt und wie Risikomanagementaktivitäten dazu beitragen können, die Risiken in diesem Zusammenhang zu mindern. Neugierig geworden? Dann lesen Sie weiter!
VUCA ist hier, um zu bleiben
Der Begriff VUCA wurde erstmals vom US-Militär verwendet, um die Welt nach dem Kalten Krieg in den 1990er Jahren zu beschreiben. Seitdem wurde er von der Geschäftswelt übernommen, um das unvorhersehbare und sich schnell verändernde Umfeld der globalen Wirtschaft zu beschreiben. Das VUCA-Konzept hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, insbesondere im Zuge der COVID-19-Pandemie.
Das VUCA-Konzept ist besonders in der heutigen Geschäftswelt relevant, in der technologischer Fortschritt und Globalisierung zu einer immer stärkeren Zunahme des Wettbewerbs und der Marktvolatilität geführt haben. Die vier VUCA-Faktoren sind miteinander verknüpft und können einen erheblichen Einfluss auf den Erfolg von Unternehmen und Projekten haben.
Volatility bezieht sich auf die dynamische Veränderungsrate, während Uncertainty (Ungewissheit) das Fehlen von Vorhersehbarkeit und Informationen bedeutet. Complexity beschreibt voneinander abhängige Systeme, die keine eindeutige Ursache und Wirkung aufweisen, und Ambiguity (Mehrdeutigkeit) verdeutlicht die Schwierigkeit, die Realität in einer komplexen und unbeständigen Umgebung genau einzuschätzen. Lassen Sie uns diese vier Faktoren im Zusammenhang mit Projekten anschauen, und wie Risikomanagement-Aktivitäten dazu beitragen können, unbeabsichtigte Folgen zu mindern.
Wir leben in einer Geschäftswelt, die sich schnell verändert und schwer unvorhersehbar ist.
Volatility, Uncertainty, Complexity, and Ambiguity (VUCA) erklärt
Sie haben es wahrscheinlich schon tausendmal gehört, dass unsere Umwelt, die Technologie und das Geschäftsumfeld immer komplexer und unsicherer werden und sich immer schneller verändern. Dies ist nicht nur heute der Fall, sondern unsere Urgroßeltern haben dies wahrscheinlich schon vor 100 Jahren gesagt.
Wie Sie bereits gelesen haben, ist VUCA ein Akronym, das für Volatilität, Ungewissheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit steht. Es ist eine VUCA-Welt, die agile Softwareentwicklung für viele Unternehmen attraktiv macht. Schauen wir uns jeden Teil von VUCA an und wie er sich auf unsere Projektarbeit auswirkt, insbesondere auf die Anforderungen. Beginnen wir mit der Volatilität.
Volatilität: Die Projektanforderungen um Lösungen zu entwickeln ändern sich oft schneller, als wir sie ermitteln und definieren können, , die sie erfüllen. Woher wissen wir also, dass das, was wir bauen, nicht schon wieder veraltet ist, wenn wir fertig sind? Dieses Bedenken ist meistens berechtigt. Ein Teil dieser Ungewissheit ist auf die Volatilität des Marktes und es Umfeldes zurückzuführen. Wenn sich die Bedingungen in der Branche häufig ändern, wie z. B. die Rohstoffpreise oder gesetzliche Vorschriften. Diese Volatilität kann zu erheblichen Störungen der Prioritäten und Anforderungen führen. Der nächste Punkt ist die Ungewissheit.
Ungewissheit: Weil sich Branchen und Technologien so schnell verändern, ist die Welt, in der wir arbeiten immer ungewisser. Wir wissen nicht, was wir nicht wissen. Und meistens wissen wir nicht, wann sich die Bedürfnisse unserer Kunden ändern und was für sie in Zukunft wichtig sein wird. Auch die Reaktionen unserer Wettbewerber auf die Märkte sind uns meistens unbekannt. Wie können wir also erfolgreich Produkte entwickeln, die den Kundenbedürfnissen in einem derart unsicheren Umfeld entsprechen? Der Schlüssel dazu sind Just-in-Time-Anforderungen, die auf echten Daten und Echtzeitdaten basieren. Datenanalysen helfen uns hier zu bestimmen und zu verstehen, was als Nächstes kommt, um schnell auf Veränderungen zu reagieren.
Komplexität: Es ist unbestritten, Unternehmen, Produkte, Kunden und das Umfeld werden immer komplexer. Es gibt so viele miteinander verbundene Teile und Variablen, dass es wichtig ist, zu wissen wie man neue Produkte in Inkrementen definiert, baut und liefern kann. Auf diese Weise kann man sich auf die Komplexität im Laufe der Entwicklung einstellen. Bei agilen Projekten geht es vor allem darum, gleichzeitig zu liefern und zu lernen. Mit Minimum Viable Products (MVPs) zum Beispiel können Teams erste Lösungen entwickeln und bereitstellen, mit Kunden experimentieren und schnell lernen – und auf diese Weise die Komplexität vereinfachen.
Mehrdeutigkeit (Ambiguity): Mehrdeutigkeit beschreibt laut Wörterbuch eine Situation, in der etwas mehr als eine mögliche Bedeutung hat. Das erzeugt Unklarheit und kann Verwirrung stiften kann. Neue Produkte, neue Märkte, neue Kunden, Fusionen, Übernahmen und viele andere Unbekannte machen die Definition von Anforderungen in einem Projekt zu einer schwierigen Aufgabe. Dennoch wird von den Teams erwartet, dass sie immer schneller das richtige Produkt liefern. Bei einem hohen Maß an Unklarheit besteht der beste Ansatz darin, schnell Hypothesen aufzustellen und zu experimentieren. Anschließend sollte man aus den Experimenten lernen und schnell weiter voranschreiten.
VUCA und Risikomanagement in Projekten
VUCA ist eine der Hauptursachen für potenzielle Risiken in der Wirtschaft und besonders bei Projekten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass VUCA sich als ein wichtiges Element im Risikomanagements etabliert hat.
VUCA schreit nach Risikomanagement! Es ist daher nicht überraschend, dass VUCA ein wichtiges Element des Risikomanagements ist. Soweit ich mich erinnern kann, ist mir die Anwendung von VUCA in Projekten aber noch nie bewusst aufgefallen. Erstaunlich, denn Volatilität, Ungewissheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit sind die Grundursachen aller Risiken in Projekten!
Besonders in agilen Softwareprojekten soll der agile Ansatz mit der iterativen/inkrementellen Entwicklung und MVPs VUCA entgegenwirken. Deshalb habe ich auch festgestellt, dass Risikomanagement-Aktivitäten bei agilen Projekten eher weniger Bedeutung hat, mit Ausnahme von ROAM, das in der PI-Planung angewendet wird.
Ich höre oft folgende Argumente, warum ein umfassendes Risikomanagement bei agilen Projekten nicht notwendig ist:
- Der agile Ansatz reduziert automatisch die Risiken.
- Das Risikomanagement wird durch das Impediment Backlog abgedeckt.
- Risiken werden alleine schon durch die enge Zusammenarbeit im Team vermieden.
Diese Sichtweise ist mir zu eng. Ich habe eine andere Meinung. Lesen Sie mehr in diesem Artikeln:
Ich weiß, dass ich mich damit nicht gerade beliebt mache, denn das ist nicht der agile, leichtgewichtige Ansatz.
Wollen Sie lieber agil sein oder in Zukunft weniger Probleme haben?
Zum Schluss noch ein guter Artikel, in dem Sie sich näher mit reduzierbaren und nicht-reduzierbaren Risiken beschäftigen können. Hier entdecken Sie auch Ereignis- und Nicht-Ereignis-Risiken, Mehrdeutigkeit, Variabilität und aufkommende (Emergent) Risiken. Neugierig geworden? Dann tauchen Sie tiefer ein.
Hier gibt es noch mehr Wissen
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