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Am Freitag und am Wochenende würden sehr, sehr hohe Temperaturen erwartet, so dass es für die Brandbekämpfer keine Atempause geben werde, sagte eine Sprecherin der Feuerwehr des Bundesstaates New South Wales. Rund 70'000 meist Freiwillige kämpften gegen die Flammen.
Ein Funke genügt
Etwa 20 Grossbrände waren am Freitag weiter ausser Kontrolle. «Die Feuer sind gross, alle nah an oder grösser als 10'000 Hektar, und in einigen Fällen ist die Feuerfront hundert Kilometer lang», sagte der Vizechef der ländlichen Feuerwehr in New South Wales, Rob Rogers. Er verwies auf das weiterhin geltende absolute Verbot, Feuer zu machen. «Die Vegetation ist sehr trocken, und es genügt ein Funke, damit sie sich entzündet», warnte Rogers.
Bislang wurden in New South Wales, dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat Australiens, durch rund 130 Brände etwa 350'000 Hektar Wald, Buschland und landwirtschaftliche Flächen zerstört. Dies entspricht einer Fläche von fast einer halben Million Fussballfeldern. Tausende Schafe starben. Menschen kamen nach bisherigen Erkenntnissen nicht zu Schaden. Nur wenige Häuser wurden zerstört.
Bewohner von Tasmanien kehren zurück
Auch die Bundesstaaten Victoria und Tasmanien waren von den Buschbränden betroffen. Bewohner der Insel Tasmanien, wo das Feuer mehr als 100 Häuser niedergebrannt hatte, machten sich am Freitag für eine Rückkehr bereit. Viele wussten nicht, ob ihr Haus nach den Bränden noch stand.
Für die Menschen, die ihr Heim in Schutt und Asche vorfänden, sei dies meist ein «traumatisierendes» Erlebnis, sagte Tasmaniens Polizeichef Scott Tilyard. Die Gesundheitsbehörden riefen die Heimkehrer auf, sich mit Atemmasken und Overalls vor der umherfliegenden Asche zu schützen.
Während der Rekord-Hitzewelle in diesem Januar mit Temperaturen über 40 Grad lösten Blitzschläge hunderte Brände aus. Die Feuer zerstörten Häuser, töteten tausende Nutztiere und verbrannten grosse Flächen an Weideland.