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Gartenschläfer
Eliomys quercinus
Der wenig bekannte Gartenschläfer unterscheidet sich von dem bekannteren Siebenschläfer vor allem durch seine auffälligere Fellzeichnung. Er ist leicht an dem schwarzen Band zu erkennen, das über das Auge bis hinter das Ohr verläuft.
Der Name verrät, dass der Gartenschläfer ein so genannter Kulturfolger ist, d.h. er besiedelt auch Dörfer und grössere Städte. Man trifft ihn jedoch auch weitab jeder Zivilisation, wo er sich gerne in Bäumen oder Felsgebieten aufhält. In der Schweiz besiedelt er vor allem die Voralpen und den Jura. Durch seine vorwiegende Nachtaktivität ist der Gartenschläfer jedoch weitaus weniger bekannt als andere Hausbewohner wie Steinmarder, Igel oder Siebenschläfer.
Im Mai bringt das Weibchen 3-7 Junge in einem kugeligen Moos- und Grasnest zur Welt. Meist besitzt ein Weibchen mehrere solcher Nester in natürlichen oder künstlichen Höhlen, um bei Störungen das Nest wechseln zu können.
Die Jungtiere verlassen erst etwa nach einem Monat das Nest und gehen auf Nahrungssuche. Bis in den Herbst müssen sie sich nämlich das 40-fache ihres Geburtsgewichtes angefressen haben.
Um die nahrungsarme Jahreszeit zu überstehen, in der keine Insekten, Schnecken Amphibien oder Früchte mehr zu finden sind, zieht sich der Gartenschläfer zum Winterschlaf zurück. Dabei kann er bis zu 50% seines Körpergewichtes verlieren. Sich im Herbst einen Fettvorrat anzufressen, ist daher lebenswichtig. Das Gewicht von 60-80g wird vor dem Winterschlaf bis auf 80-120g erhöht. Der Winterschlaf setzt je nach Höhenlage Mitte September bis Ende Oktober ein.
Im Tierpark Goldau befindet sich das Terrarium für den Gartenschläfer im Baummarderhaus neben den Siebenschläfern. Die Umkehrung des Tag-Nacht-Rhythmus mittels einer Lichtanlage ermöglicht es Ihnen, den Gartenschläfer auch am Tag zu beobachten. Trotzdem braucht es etwas Geduld um ihn in der Anlage zu entdecken.
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