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Daniel Albrecht ist nach enttäuschenden Vorstellungen zum Siegen zurückgekehrt. Der Walliser gewann den Weltcup-Riesenslalom in Alta Badia und kam zum zweiten Vollerfolg in diesem Winter. Der nach dem ersten Lauf führende Didier Cuche wurde Fünfter.
Zuletzt hatte bei Daniel Albrecht nicht mehr allzu viel zusammen gepasst. In Beaver Creek, wo er zwölf Monate zuvor seine ersten zwei Weltcup-Siege eingefahren hatte, war er im Super-G und im Riesenslalom ausgeschieden, in Val d'Isère gesellte sich der Nuller in der Super-Kombination dazu, und hatte es im Riesenslalom lediglich zu Platz 15 gereicht.
Doch im Klassiker in Alta Badia kehrte Albrecht auf die oberste Stufe zurück und feierte nach seinem Triumph von Ende Oktober beim Prolog in Sölden seinen zweiten Sieg in dieser Saison (und den vierten insgesamt).
Damit haben die Schweizer drei der bisherigen vier Riesenslaloms in diesem Winter gewonnen; in Val d'Isère hatte überraschend Carlo Janka die Nase vorn gehabt.
Enttäuschung für Didier Cuche
Nach dem ersten Durchgang hatte es aus Schweizer Sicht noch besser ausgesehen. Didier Cuche, der das Klassement nach halbem Pensum vor Albrecht angeführt hatte, kam am Nachmittag nicht mehr ohne Fehler durch und rutschte in der Schlussrangliste in den 5. Rang ab.
Das ist eine weitere Enttäuschung für den Neuenburger, der in den letzten Speed-Rennen in Val Gardena deutlich hinter den (eigenen) Erwartungen zurückgeblieben war.
Noch mehr Positionen büssten Carlo Janka und Marc Berthod ein. Die beiden Bündner, die nach dem ersten Lauf an der 6. beziehungsweise 9. Stelle gelegen hatten, mussten sich am Ende mit den Plätzen 15 und 22 bescheiden.
Überraschende Kostelic und Reichelt
Neben Albrecht standen zwei Fahrer auf dem Podium, die kaum einer auf der Rechnung hatte. Ivica Kostelic, der im Finale vom 12. auf den 2. Platz vorfuhr, sicherte sich im Riesenslalom seine erste Klassierung unter den ersten drei; der 8. Rang vor zwei Wochen in Beaver Creek war für den Bruder der zurückgetretenen Janica Kostelic bislang das höchste der Gefühle gewesen.
Der drittplatzierte Hannes Reichelt hat wohl im Februar auf der Olympia-Strecke in Whistler den "Riesen" für sich entschieden. In diesem Winter war der Salzburger aber noch nicht wunschgemäss auf Touren gekommen.
Durststrecke beendet
Auf der Gran Risa in Alta Badia, zusammen mit dem Kuonisbärgli in Adelboden die schwierigste Riesenslalom-Strecke im Weltcup, beendete Albrecht eine zehn Jahre dauernde Durststrecke; 1998 hatte Michael von Grünigen als bislang letzter Schweizer gewonnen.
Bei drei der letzten vier Austragungen standen Fahrer von Swiss-Ski jeweils als Dritte auf dem Podest; 2004 Didier Cuche, 2006 Didier Défago und vor zwölf Monaten Marc Berthod.
swissinfo und Agenturen
Schlussklassement:
1. Daniel Albrecht
2. Ivica Kostelic (Kroatien)
3. Hannes Reichelt(Ö)
4. Ted Ligety (USA)
5. Didier Cuche
14. Didier Défago
15. Carlo Janka
22. Marc Berthod