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Der Klimawandel wird sich auch auf die Gewässer und Gewässerökosysteme in der Schweiz auswirken. Inwiefern haben Forschende der Eawag nun in einem Synthesebericht im Auftrag des BAFU dargelegt. Insgesamt werde es auch in Zukunft möglich sein, die hohe Wasserqualität in der Schweiz durch Management und Anpassung beizubehalten.
Allerdings müsse mit höheren Kosten gerechnet werden, schreiben die Autoren. So kann besseres Nährstoffmanagement in Einzugsgebieten kritische Auswirkungen auf Seen teilweise ausgleichen, etwa die verringerte Sauerstoffkonzentration in tieferen Schichten oder Cyanobakterienblüten im Spätsommer. Ähnlich können Verschmutzungsspitzen, etwa Überläufe von Kläranlagen bei Hochwasserereignissen oder Pflanzenschutzmittel in landwirtschaftlichen Einzugsgebieten, verhindert werden, indem die Einträge reduziert und die Abwasser- und Abwasserbewirtschaftung verbessert werden. Allerdings können einige Veränderungen der Gewässerqualität, beispielsweise steigende Wassertemperaturen oder die saisonale Verschiebung der Abflussregime der Flüsse, auch durch Management nicht verhindert werden. Hinzu kommt, dass viele Auswirkungen des Klimawandels auf die Gewässer indirekt sein werden, beispielsweise durch veränderte Landnutzungsformen, welche dann die Gewässerqualität beeinflussen.
Verglichen mit den Effekten auf die Gewässerqualität werden Veränderungen der Gewässerökologie mit grösserer Wahrscheinlichkeit eintreten und sich weniger abschwächen lassen. Dazu gehören etwa die die Verbreitung von invasiven und an warme Temperaturen angepasste Arten, eine Verschiebung der Habitate in höhere Lagen sowie erhöhte Fischsterblichkeit durch Hitzewellen.
Diese Studie entstand im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt im Rahmen des NCCS Themenschwerpunktes «Hydrologische Grundlagen zum Klimawandel» (Hydro2020).