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Schwerwiegende Differenzen zwischen Syndic Florian Chatagny und Vizesyndic Claude Jacquiard stürzten Corserey anfangs 2018 in die Krise. Beide waren kurz nacheinander zurückgetreten. Der Oberamtmann des Saanebezirks, Carl-Alex Ridoré, musste einschreiten. Er setzte drei auswärtige Personen als Gemeinderäte ad interim ein, um die zwei verbleibenden Exekutivmitglieder zu unterstützen und das Funktionieren der Gemeinde sicherzustellen. Im Dezember 2018 eröffnete er eine Administrativuntersuchung.
Diese bestätigt nun, was bereits die Ad-interim-Gemeinderäte festgestellt hatten: Regelwidrig geführte Gemeindedossiers, Entscheide, die ausserhalb der Gemeinderatssitzungen gefällt und von Gemeinderatsmitgliedern den betroffenen Personen persönlich mitgeteilt wurden, fehlende Protokolle und Spannungen zwischen den Gemeinderatsmitgliedern, insbesondere zwischen Florian Chatagny und Claude Jacquiard, lagen den schwerwiegenden Funktionsstörungen zugrunde.
Am Vorabend der Fusion mit den Gemeinden Noréaz und Prez-vers-Noréaz ist all dies Schnee von gestern. Der interimistische Gemeinderat brachte Ordnung in die Gemeinde, so dass keine Funktionsstörungen oder qualifizierte Unregelmässigkeiten mehr bestehen, wie der Oberamtmann mitteilt. Auch der Vorwurf eines Bürgers, der Ex-Vizesyndic habe sein Amt missbraucht, habe sich nicht erhärtet.
Mit der Empfehlung zuhanden des neuen Gemeinderates von Prez, man möge sich an die Vorschriften des Gemeindegesetzes zur Protokollführung halten, kann die Gemeinde Corserey somit eine neue Seite aufschlagen. Das Mandat der drei Gemeinderäte ad interim endet am 31. Dezember.