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Im Juni musste die Mäzenin Margot Bodmer zur Eröffnung des neuen Bündner Kunstmuseums ohne ihren Ehemann erscheinen. Henry C. Bodmer war ein Jahr zuvor verstorben. Tochter Christa begleitete sie diesmal. Die Bodmers scheinen das weitgehend stille Mäzenatentum des Familienoberhauptes fortzuführen, der allein für den Erweiterungsbau des Bündner Museums 20 Millionen Franken gespendet hatte, aber auch kleinere Projekte unterstützte. Henry C. Bodmers Töchter Franziska, Christa und Annina sitzen im Verwaltungsrat der Familienholding, die unter anderem eine zehnprozentige Beteiligung am Kabeltechnikkonzern Huber + Suhner hält. Spenden und sammeln ist eine Konstante in der Zürcher Patrizierfamilie. Der Patron sammelte Kunst, und der 1956 verstorbene Hans Conrad hat dem Beethoven-Haus in Bonn eine weltweit beachtete Sammlung von Beethoven-Manuskripten überlassen. Dessen Bruder Martin widmete sein ganzes Leben dem Aufbau einer «Bibliothek der Weltliteratur», die heute in Cologny bei Genf bewundert werden kann. Die Bodmers dieser Generation waren Freunde und Förderer von berühmten Exilautoren wie Hermann Hesse und Thomas Mann.
(Stand: Dezember 2016)