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Hans Rudolf Schinz
* 6. Dezember 1858 in Zürich; † 30. Oktober 1941 ebenda
Hans Schinz, ein Schweizer Forschungsreisender und Botaniker, ist am 6. Dezember 1858 in Zürich geboren. Er studiert von 1880 bis 1883 Botanik an der ETH Zürich und nimmt 1882 an einer ersten Forschungsreise nach Kleinasien teil. 1883 wird er an der Univ. Zürich bei Carl Cramer promoviert, von 1883 bis 84 studiert er in Berlin bei Paul Ascherson, 1884 ist er an einer Expedition beteiligt, die Adolf Lüderitz zur wirtschaftlichen Erforschung der von ihm in Südwestafrika erworbenen Gebiete aussendet. Von 1885 bis 1887 dehnt er seine Forschungen selbständig über den Nordosten des heutigen Schutzgebietes und das angrenzende britische Kalaharigebiet bis zum Ngamisee aus. Schinz habilitiert sich 1889 in Zürich, wird dort 1892 außerordentlicher, 1895 ordentlicher Professor und Direktor des botanischen Gartens. Von 1895 bis 1929 ist er o. Prof. für systematische Botanik, Pflanzengeografie und Pflanzengeschichte an der Universität Zürich, Gründer des Botanischen Museums. Hans Schinz ist von 1889 bis 1929 Mitglied verschiedener Zürcher Schulbehörden, von 1892 bis 1895 für die Demokratische Partei im Großen Stadtrat von Zürich tätig. 1918 wird er Nachfolger des Radiologen Henri Chaoul, Leiter des Röntgenlaboratoriums der Chirurgischen Klinik am Kantonsspital Zürich. Schinz veröffentlicht zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten über die Röntgendiagnostik des Skeletts, die vergleichende Anatomie, über Themen der Strahlenbiologie und Strahlentherapie. Er entwickelt Pläne zur Früherkennung, zur statistischen Erfassung und zur Frühbehandlung der Krebserkrankungen und fordert eine einheitliche Definition der Tumorstadien. 1935 setzt Schinz die Anerkennung der Medizinischen Radiologie als gleichberechtigtes Fach für das Medizinstudium in der Schweiz durch. Er gründet ein bedeutendes Radiologisches Institut am Kantonspital Zürich und gewinnt höchste internationale Anerkennung mit dem von ihm zusammen mit E. Friedl erstmals 1928 herausgegebenen Lehrbuch der Röntgendiagnostik. Schinz ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Radiologie, die fachliche Kompetenz mit den Aufgaben eines Hochschullehrers und einem über die Grenzen seines Fachs hinausgehenden Engagement verbindet. Hans Schinz stirbt am 30. Oktober 1941 in Zürich.
Enge wissenschaftliche Kontakte hatte Hans Schinz u.a. mit Adolf Lüderitz, Carl Cramer, Paul Ascherson, Henri Chaoul, E. Friedl.
Quellen
akisrx.com
http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D28933.php
http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Schinz
http://www.worldcat.org/title/festschrift-hans-schinz/oclc/008879116