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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00524 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Ersatzrichterin Curiger Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais Urteil vom 7. Dezember 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas Advokatur Glavas AG, Haus zur alten Dorfbank Dorfstrasse 33, 9313 Muolen gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Die 1966 geborene X.___, ohne Ausbildung und Mutter von drei Kindern (geboren 1992, 1999 und 2000), war zuletzt vom 3. Ok tober 2016 bis 30. November 2017 teilzeitlich als Hauswirtschafterin tätig und meldete sich am 1. November 2018 unter Hinweis auf eine Fibromyalgie, Arthrosen, eine chro nische E rschöpfung sowie eine Depression bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/33, Urk. 8/14). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und teilte der Versicherten am 9. November 2018 mit, dass keine Einglie derungs massnahmen angezeigt seien (Urk. 8/18). Am 2. April 2019 führte die IV-Stelle eine Haushaltsabklärung durch (Urk. 8/39) und stellte mit Vorbescheid vom 12. April 2019 (Urk. 8/41) die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen die Versicherte am 24. April 2019 Einwand (Urk. 8/42, Urk. 8/47) erhob. In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine bidiszipl inäre Begutachtung (Psychia trie und Rheumatologie) bei dipl. Arzt Y.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Rheum atologie und Innere Medizin (Expertise vom 12. November 2019, Urk. 8/60/1-29). Mit Vorbescheid vom 27. Januar 2020 (Urk. 8/68) stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen die Versicherte am 5. Februar 2020 Einwand (Urk. 8/71, Urk. 8/89) erhob. Am 15. Juni 2020 verneinte die IV-Stelle verfügungsweise einen Rentenanspruch der Versicherten (Urk. 2). 2. Dagegen erhob die Versicherte am 17. August 2020 Beschwerde (Urk. 1) und be antragte, es sei die angefochtene Verfügung vom 15. Juni 2020 aufzuheben und die Streitsache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 30. September 2020 (Urk. 7) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerde führerin am 20. Oktober 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol gerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die leistungsabweisende Verfügung vom 15. Juni 2020 (Urk. 2) damit, dass die Beschwerdeführerin seit Beginn ihrer Erkrankung zu 30 % in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Die Einschrän kung beziehe sich auf ihre bisherige Tätigkeit als Hauswirtschafterin sowie auf jede andere leidensangepasste Tätigkeit. Eine medizinisch attestierte Arbeits un fähigkeit von 30 % begründe jedoch keinen Anspruch auf eine Invalidenrente (S. 1). 2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), die Beschwerdegegnerin habe die leistungsabweisende Verfügung erlassen, ob wohl sie die Gesundheitsproblematik noch nicht umfassend geklärt habe. Der Beschwerdegegnerin respektive ihrem Regionalen Ärztlichen Dien st (RAD) sei be kannt gewesen, dass die Beschwerdeführerin an neuropsychologischen Störungen leide, und trotzdem sei lediglich eine rheumatologische und psychiatrische Be gutachtung veranlasst worden. Der psychiatrische Gutachter habe zwar im Rah men seiner Untersuchung kognitive Beeinträchtigungen feststellen können; anstatt aber eine neuropsychologische Testung in Auftrag zu geben, sei er ohne entspre chende fundierte Abklärung von einer Einschränkung von höchstens 30 % ausge gangen. Die im Nachgang zur Begutachtung durchgeführte neuropsychologische Abklärung habe demgegenüber eine leichte bis mittelgradige kognitive Störung mit eingeschränkter Belastung ergeben. Die Beschwerdegegnerin wäre deshalb verpflichtet gewesen, eine polydisziplinäre Begutachtung anzuordnen (S. 2 f. Ziff. 3, S. 5 f. Ziff. 5 ff. ). 3. 3.1 3.1.1 Die Gutachter Dr. Z.___ und dipl. Arzt Y.___ nannten am 12. November 2019 folgende interdisziplinäre Diagnosen (Urk. 8/60/1-29 S. 25 f.): - - mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - - psychiatrisch: - - erschwerte Schmerzbeschwerdeverarbeitung (ICD-10 F54) mit/bei: - - rheumatologisch chronisch generalisiertem myofaszialem Schmerzsyndrom von fibromyalgiforme m Charakter - - multiple biografische und aktuelle Belastungsfaktoren - - rheumatologisch: - - chronisches generalisiertes myofasziales Schmerzsyndrom ohne organisch-strukturelles Korrelat - - Hallux rigidus links betont (Grosszehengrundgelenks-Arthrosen) - - Finger—Polyarthrose rechts betont - - ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - - psychiatrisch: - - aktenanamnestisch leichtgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0), vollständig remittiert - - rheumatologisch: - - Status nach Hemithyreoidektomie, euthyreote Stoffwechsellage - - Status nach Hysterektomie In ihrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung führten die Gutachter aus, dass die aktenanamnestisch gestellte Diagnose einer leichtgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.0) retrospektiv bestätigt werden könne. Aktuell zeige sich die affektive Situation kompensiert im Sinne einer vollständigen Remission der damaligen Krankheitsphase. Die Beschwerdeführerin berichte hierzu korrelierend, dass sie sich aktuell psychisch kompensiert, sich nicht mehr persönlichkeits ver ändert wie unter der Antidepressiva-Einnahme fühle und nicht mehr in psy chia trischer Behandlung stehe und auch keine Antidepressiva mehr einnehme. Im Rahmen der aktuellen psychiatrischen Begutachtung werde die Diagnose einer erschwerten Schmerzverarbeitung im Kontext einflussnehmender psychodyna misch wirksamer Konfliktdynamiken und Belastungsfaktoren gestellt (S. 24). In rheumatologischer Hinsicht werde die Diagnose eines chronischen genera li sierten myofaszialen Schmerzsyndroms ohne organisch-strukturelles Korrelat gestellt. Klinische Hauptbefunde seien die ausgedehnten myofaszialen Druck dolen zen im Schulter- und Beckengürtel sowie an den oberen und unteren Extremi täten. Somatisch finde sich weiterhin kein organisches strukturelles Korre lat für die chronische und generalisierte Schmerzproblematik. Rein formal seien die diagnostischen Kriterien für eine Fibromyalgie erfüllt, wobei gewisse anam nes tische Angaben auch zum therapeutischen Verlauf nicht ganz typisch seien. In Übereinstimmung mit dem behandelnden Rheumatologen sei von einem chro nisch generalisierten myofaszialen Schm erzsyndrom von fibromyalgiformem Cha rakter auszugehen. Differenzialdiagnostisch sei aus rheumatologischer Sicht auch an eine primär psychiatrische Störung – beispielweise an eine somatoforme Schmerzstörung – zu denken (S. 24 f.). Aus rheumatologischer Sicht könne im Rahmen der chronischen Schmerzerkran kung eine Einschränkung von zirka 20 % begründbar abgeleitet werden. Unter der zusätzlichen Berücksichtigung der psychiatrisch zu gewichtenden einfluss nehmenden Krankheitsfaktoren mit Mitgewichtung der Diagnose ICD-10 F54 resultiere integrativ interdisziplinär eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit in der bis herigen Tätigkeit oder in denkbaren Verweistätigkeiten (S. 26). 3. 1. 2 Dipl. Arzt Y.___ führte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 12. Novem ber 2019 (Urk. 8/60/1-21) aus, dass bei der Beschwerdeführerin seit Jahren subjektiv massiv quälende und funktionell einschränkend erlebte Schmerz beschwerden in Muskulatur und Gelenken im Vordergrund stünden. Im Kontext multipler persönlicher biografischer und aktueller Belastungsfaktoren fänden sich innerpsychische Belastungs- und Konfliktdynamiken, die hinreichend geeignet seien, im Rahmen einer psychiatrischen Krankheitskomponente ein Schmerzge schehen richtungsgebend zu verstärken. Im Rahmen des Belastungsgeschehens zeige die Beschwerdeführerin punktuell diskrete nachlassende kognitive Leis tungsfähigkeiten mit auch in der aktuellen Untersuchung punktuell aufgetretenen Konzentrationsschwierigkeiten und einmaligem Fadenverlieren. Darüber hinaus sei das kognitive Funktionsniveau während der gesamten psychiatrischen Explo ration ausreichend gewesen und es fänden sich in den medizinischen Unterlagen keine Hinweise auf eine hirnorganisch bedingte kognitive Störungskomponente. Diesbezüglich müsse gegebenenfalls der weitere Verlauf abgewartet und auch die neurologische medizinische Aktenlage ausgewertet werden und abhängig davon könne im weiteren Verlauf eventuell zusätzlich eine neuropsychologische Abklä rung notwendig werden (S. 14 f.). Dipl. Arzt Y.___ hielt weiter fest, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des anhaltend berichteten Schmerzerlebens limitiert sei. Funktionell (Mini-ICF-APP) resultierten Einschränkungen hinsichtlich Belastbarkeit, Durchhaltefähigkeit und kognitiver Leistungsfähigkeit mit auch in der aktuellen Untersuchung gezeigtem leichtem kognitiven Leistungsabfall mit verschlechterter Konzentrationsleistung unter fortgesetzter Untersuchungsbelastung (S. 18, vgl. auch S. 13). In psychiatrischer Hinsicht lasse sich im Rahmen der erhobenen Psychopa thologie und der resultierenden funktionellen Einschränkungen in Abwägung gegenüber den bestehenden Ressourcen/Leistungsreserven und den nicht primär medizinisch zu gewichtenden Faktoren eine Arbeitsunfähigkeit von maximal 30 % in den angestammten Betätigungsfeldern oder in denkbaren Verweis tätig keiten ableiten. Im Profil erscheine eine Tätigkeit mit der Möglichkeit für selb ständiges Arbeiten mit flexibler Zeiteinteilung, idealerweise mit schwerpunkt mässigem Telefonkontak t im Rahmen der Kundenbetreuung /-beratung/- aquirie rung, empfehlenswert. Im Längsverlauf sei die aktuell ableitbare funktionelle Leistungseinschränkung seit der zunehmenden gesundheitlichen Verschlechte rung mit zeitweiser psychischer Krise im Jahre 2016 anzunehmen. Zeitweise könne im Rahmen der anamnestisch berichteten depressiven Episode auch eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit psychiatrisch bedingt vorgelegen haben, welche aber aktuell nicht mehr abzuleiten sei (S. 19). Abschliessend hielt der psychiatrische Gutachter fest, dass abhängig vom Verlauf im Rahmen der Behandlung und der neurologischen Beurteilung gegebenenfalls eine ergänzende neuropsychologische Abklärung der kognitiven Leistungsfähig keit erfolgen sollte. Letztere zeige sich klinisch nur sehr diskret eingeschränkt und das MRI vom Oktober 2019 weise keine Ischämie oder Stenosen auf (S. 20). 3.2 A.___, Fachärztin für Neurologie FMH und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und B.___, M.Sc. Psychologie, nannten in ihrem Bericht vom 9. März 2020 (Urk. 8/77) folgende Diagnosen (S. 1): - - leichte bis mittelgradige kognitive Störung mit/bei: - - Testpsychologie: verlangsamte Grundaktivierung, beeinträchtigte Daueraufmerksamkeit, reduzierte mentale Flexibilität, verminderte Belastbarkeit - - unauffälliges MRI des Neurokraniums vom 4. Oktober 2019 - - chronisch generalisiertes Schmerzsyndrom seit zirka 2007, am ehesten Fibromyalgie (Diagnose 2015) - - depressive Verstimmung bei psychosozialer Belastung - - fluktuierende Missempfindungen rechtes Bein unklarer Genese - - 2014 Status nach Depression; 2015 Diagnose Burnout Die Fachpersonen hielten fest, dass das kognitive Leistungsprofil vordergründig Aufmerksamkeitsdefizite und exekutive Dysfunktionen in Form einer reduzierten Umstellfähigkeit sowie von Strukturierungsproblemen objektiviere. Die Grund akti vierung sei deutlich verlangsamt und die Fähigkeit zur dauerhaften Auf merksamkeitszuwendung sei bei einem hohen Anteil relevanter Stimuli ebenfalls defizitär (inklusive Ermüdungseffekt über 15 Minuten). Die selektive Aufmerk samkeit sei möglicherweise beeinträchtigt und eine computergestützte Aufgabe zur Aufmerksamkeitsteilung habe aufgrund der Hypersensitivität gegenüber der auditiven Reizpräsentation nicht durchgeführt werden können. Die visuo -verbale Verarbeitungsgeschwindigkeit sei verlangsamt, nicht aber die grapho -motorische Geschwindigkeit. Bei den Exekutivfunktionen zeige sich eine beeinträchtigte mentale Flexibilität (Umstellungsfähigkeit, Ideenproduktion), die weiteren über prüf ten exekutiven Teilleistungen bildeten sich testdiagnostisch unauffällig ab. Klinisch imponiere eine eingeschränkte Fähigkeit zur Strukturierung (bei der Ge sprächsführung, freien Aufgabenstellung). Die verbale und nonverbale episodische Gedächtnisleistung zeige sich normgerecht. Die Belastbarkeit sei reduziert (maxi mal 90 Minuten) und die Störanfällig-/Ablenkbarkeit durch Geräusche sei stark erhöht. Der MRI-Befund des Neurokraniums (4. Oktober 2019) sei unauffällig (S. 3). Die erhobenen Befunde entsprächen einer leichten bis mittelgradigen kognitiven Störung. Dabei imponierten Aufmerksamkeitsdefizite und exekutive Dysfunktio nen wie sie bei Fibromyalgie- respektive chronischen Schmerzpatienten typi scherweise auftreten könnten. Im Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass im strukturierten Setting einer Testsituation die Defizite, wie sie die Beschwerde führerin im Alltag erfahre, nur ansatzweise objektivierbar seien (S. 3). 4. 4.1 Das psychiatrisch-rheumatologische Gutachten von Dr. Z.___ und dipl. Arzt Y.___ vom 12. November 2019 entspricht den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise. So ist es für die streitigen Belange umfassend, gibt es doch Antwort auf die Frage nach dem Gesundheitszustand und der ver bleibenden Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Es beruht sodann auf den notwendigen rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchungen. Die Gut achter berücksichtigten detailliert die geklagten Beschwerden und setzten sich damit auseinander (Urk. 8/59/1-24 S. 11 f., S. 18, S. 20 ff.; Urk. 8/60/1-29 S. 10 ff., S. 15 ff., S. 23 ff.). Die Expertise wurde sodann in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben, wobei sich die Gutachter zur Krankheitsentwicklung äusserten und Bezug auf die medizinischen Vorakten nahmen (Urk. 8/59/1-24 S. 4 ff.; Urk. 8/60/1-29 S. 3 ff., S. 10 f., S. 16). Schliesslich leuchtet die Expertise in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi zinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen im Gutachten sind begründet. In diesem Sinne diagnostizierte Dr. Z.___ aus rheumatologischer Sicht in schlüssiger Weise ein chronisches generalisiertes myofasziales Schmerzsyndrom ohne organisch-strukturelles Korrelat, Grosszehengrundgelenks-Arthrosen sowie eine Fingerpolyarthrose, wobei er unter Hinweis auf den erhöhten Pausenbedarf der Beschwerdeführerin eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Hauswirtschafterin attestierte (Urk. 8/59/1-24 S. 17, S. 22). Unter psychia trischen Gesichtspunkten beschrieb dipl. Arzt Y.___ einleuchtend, dass die anamnestisch festgestellte leichtgradige depressive Episode aktuell vollständig remittiert ist, und ging im Übrigen von einer erschwerten Schmerzbe schwer de verarbeitung aus, wobei er aufgrund der daraus resultierenden Einschränkungen hinsichtlich Belastbarkeit, Durchhaltefähigkeit und kognitiver Leistungsfähigkeit auf eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % in der angestammten Tätigkeit schloss (Urk. 8/60/1-29 S. 14, S. 18 f.). Die Expertise erfüllt demnach die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens (BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c). 4.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der psychiatrische Gutachter habe zu Unrecht keine neuropsychologische Begutachtung angeordnet, obwohl er kogni tive Einschränkungen festgestellt habe. Aus diesem Grund könne nicht auf seine Einschätzung abgestellt werden. Im Nachgang zur Begutachtung habe sie selber eine neuropsychologische Abklärung veranlasst, welche gezeigt habe, dass sie unter leichten bis mittelgradigen kognitiven Störungen leide. Aufgrund der festgestellten Einschränkungen liege ihre Restarbeitsfähigkeit unter 70 %. Zudem seien im Gutachten die Wechselwirkungen zwischen den somatischen und den neuropsychologischen Einschränkungen nicht berücksichtigt worden (Urk. 1). Als Beleg legte sie den Bericht der Neurologin A.___ und der Psychologin B.___ vom 9. März 2020 auf (Urk. 3 [= 8/77 ], E. 3.2 ). 4.3 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kommt den Gutachtern - was die Wahl der Untersuchungsmethoden betrifft - ein weiter Ermessensspielraum zu. Das beinhaltet auch die Auswahl der vorzunehmenden fachärztlichen Abklä rungen, wonach die Wahl der Fachrichtungen in erster Linie von den Gutachter fragen abhängt und je nach Gesundheitsschaden mehrere Fachrichtungen in Frage kommen. Es liegt demnach im Ermessen der Gutachter, ob der Beizug weiterer Experten notwendig ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2014 vom 25.03.2015 E. 5.1 ). Der psychiatrische Gutachter, welcher über ausgewiesenes Fachwissen verfügt, erachtete den Beizug eines Neuropsychologen nicht für notwendig. Sein Hinweis darauf, dass eine neuropsychologische Begutachtung abhängig vom Verlauf der Behandlung und der neurologischen Beurteilung gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt ratsam wäre, zeigt, dass er sich mit dieser Frage aus einandersetzte. Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin letztmals im Juni 2019 in neurologischer Behandlung stand und seitens der Neurologen ein abwartendes Prozedere empfohlen wurde, da keine neurologische Ursache für die geklagten Beschwerden gefunden werden konnte (Urk. 8/69 S. 3). Vor diesem Hintergrund sowie unter Berücksichtigung dessen, dass die Bildgebung im Okto ber 2019 ein unauffälliges Ergebnis, insbesondere weder eine Ischämie noch Stenosen, zeigte und sich klinisch lediglich diskrete kognitive Einschränkungen feststellen liessen, ist der Entscheid des psychiatrischen Gutachters nicht zu beanstanden. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin vermag daher der Umstand, dass keine neuropsychologische Abklärung durchgeführt wurde, die Beweiskraft des Gutachtens nicht zu schmälern. Daran ändert der aufgelegte Be richt über die neuropsychologische Untersuchung vom 18. und 19. Februar 2020 nichts. Zwar wird darin von leichten bis mittelgradigen kognitiven Störungen berichtet (Urk. 3). Die erhobenen Befunde stimmen indes im Wesentlichen mit denjenigen, die der begutachtende Psychiater geschildert hatte, überein. So hatte dieser über eine mit zunehmender Belastung nachlassende kognitive Leistungs fähigkeit und Konzentrationsprobleme (Urk. 8/60 S. 14) berichtet. Zudem ging er neben der Einschränkung der kognitiven Leistungsfähigkeit auch von einer solchen der Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit aus (S. 19). Übereinstimmend wurde im Bericht der Psychologin B.___ und der Neurologin A.___ festgehalten, die Belastbarkeit sei reduziert (90 Minuten) und die Fähigkeit zur dauerhaften Aufmerksamkeitszuwendung sei defizitär (Urk. 3 S. 3). Die anlässlich der neuropsychologischen Abklärung festgestellten Einschränkungen fanden im Gutachten demnach bereits Berücksichtigung, weshalb entgegen der Beschwerde führerin auf keine weitergehende Arbeitsunfähigkeit als die vom psychiatrischen Gutachter bescheinigten 30 % zu schliessen ist. Im Bericht der Psychologin B.___ und der Neurologin A.___ wird denn auch keine weitergehende Arbeitsunfähigkeit erwähnt. Gestützt wird das psychiatrische Gutachten zudem durch den Bericht der behandelnden Ergotherapeutin vom 3. Dezember 2019 (Urk. 8/69 S. 5 f.). Wie der psychiatrische Gutachter wies sie auf Ermüdungs zeichen gegen Ende einer Doppelstunde hin, hielt jedoch gleichzeitig fest, ein deutige Fehlleistungen der Kognition würden sich nicht feststellen lassen. Zudem beschrieb sie die Beschwerdeführerin als vielseitig interessierte Person mit viel Gespür für Mensch und Tier und breitem Allgemeinwissen. Ihre Konzentrations störungen schienen von der Tageszeit, aber auch vom Inhalt (emotionale Betei ligung) abhängig zu sein (S. 6). Hinsichtlich des Vorbringens, die Wechselwirkungen zwischen den somatischen und den psychiatrischen Beschwerden seien nicht berücksichtigt worden (Urk. 1), ist darauf hinzuweisen, dass die Gutachter eine interdisziplinäre Gesamtbeur teilung vornahmen (Urk. 8/60 S. 23 ff.), in der en Rahmen sie zum Schluss kamen, aus interdisziplinärer Sicht sei von einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit in ange stammter Tätigkeit sowie in denkbaren Verweistätigkeiten auszugehen (S. 26). Nach dem Gesagten ist überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass die Beschwer deführerin in angestammter sowie angepasster Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig ist. 5. 5.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommens ver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). 5.2 Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Einkom mensvergleichs gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annähe rungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annähe run gs werten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Pro zent zahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbs ein kommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalidenein kommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a). Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (Urteil des Bundes gerichts 9C_492/2018 vom 24. Januar 2019 E. 4.3.2 mit Hinweis auf Urteil 8C_333/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen). Sind indessen Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabel lenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1. 5.3 Die Beschwerdeführerin verfügt über keine Ausbildung und war vor Eintritt des Gesundheitsschadens in verschiedenen Bereichen tätig, wobei sie ihre berufliche Tätigkeit aufgrund ihrer familiären Verpflichtung vorübergehend ganz aufgab (Urk. 8/60 S. 10). Es rechtfertigt sich daher, zur Bestimmung des Validenein kommens auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik perio disch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen, wobei sie mangels formaler Qualifikation als Hilfskraft zu qualifizieren ist. Wie vorstehend dargelegt, ist sie in der Lage, einer angepassten Tätigkeit zu 70 % nachzugehen. Da sie auch in dieser Tätigkeit als Hilfskraft tätig wäre, kann zur Bestimmung des Validen- sowie Invalideneinkommens auf denselben Lohn abgestellt werden. Da mit erübrigt sich ein ziffernmässiger Einkommensvergleich, und es kann eine Ge genüberstellung blosser Prozentzahlen vorgenommen werden. Selbst unter An nahme eines leidensbedingten Abzugs von 10 % resultiert ein nicht anspruchs begründender Invaliditätsgrad von 37 %. Die angefochtene Verfügung ist nicht zu beanstanden, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 6. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 700.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Mark A. Glavas - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubSchleiffer Marais

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00524 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Ersatzrichterin Curiger Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais Urteil vom 7. Dezember 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas Advokatur Glavas AG, Haus zur alten Dorfbank Dorfstrasse 33, 9313 Muolen gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Die 1966 geborene X.___, ohne Ausbildung und Mutter von drei Kindern (geboren 1992, 1999 und 2000), war zuletzt vom 3. Ok tober 2016 bis 30. November 2017 teilzeitlich als Hauswirtschafterin tätig und meldete sich am 1. November 2018 unter Hinweis auf eine Fibromyalgie, Arthrosen, eine chro nische E rschöpfung sowie eine Depression bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/33, Urk. 8/14). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und teilte der Versicherten am 9. November 2018 mit, dass keine Einglie derungs massnahmen angezeigt seien (Urk. 8/18). Am 2. April 2019 führte die IV-Stelle eine Haushaltsabklärung durch (Urk. 8/39) und stellte mit Vorbescheid vom 12. April 2019 (Urk. 8/41) die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen die Versicherte am 24. April 2019 Einwand (Urk. 8/42, Urk. 8/47) erhob. In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine bidiszipl inäre Begutachtung (Psychia trie und Rheumatologie) bei dipl. Arzt Y.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Rheum atologie und Innere Medizin (Expertise vom 12. November 2019, Urk. 8/60/1-29). Mit Vorbescheid vom 27. Januar 2020 (Urk. 8/68) stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen die Versicherte am 5. Februar 2020 Einwand (Urk. 8/71, Urk. 8/89) erhob. Am 15. Juni 2020 verneinte die IV-Stelle verfügungsweise einen Rentenanspruch der Versicherten (Urk. 2). 2. Dagegen erhob die Versicherte am 17. August 2020 Beschwerde (Urk. 1) und be antragte, es sei die angefochtene Verfügung vom 15. Juni 2020 aufzuheben und die Streitsache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 30. September 2020 (Urk. 7) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerde führerin am 20. Oktober 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol gerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die leistungsabweisende Verfügung vom 15. Juni 2020 (Urk. 2) damit, dass die Beschwerdeführerin seit Beginn ihrer Erkrankung zu 30 % in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Die Einschrän kung beziehe sich auf ihre bisherige Tätigkeit als Hauswirtschafterin sowie auf jede andere leidensangepasste Tätigkeit. Eine medizinisch attestierte Arbeits un fähigkeit von 30 % begründe jedoch keinen Anspruch auf eine Invalidenrente (S. 1). 2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), die Beschwerdegegnerin habe die leistungsabweisende Verfügung erlassen, ob wohl sie die Gesundheitsproblematik noch nicht umfassend geklärt habe. Der Beschwerdegegnerin respektive ihrem Regionalen Ärztlichen Dien st (RAD) sei be kannt gewesen, dass die Beschwerdeführerin an neuropsychologischen Störungen leide, und trotzdem sei lediglich eine rheumatologische und psychiatrische Be gutachtung veranlasst worden. Der psychiatrische Gutachter habe zwar im Rah men seiner Untersuchung kognitive Beeinträchtigungen feststellen können; anstatt aber eine neuropsychologische Testung in Auftrag zu geben, sei er ohne entspre chende fundierte Abklärung von einer Einschränkung von höchstens 30 % ausge gangen. Die im Nachgang zur Begutachtung durchgeführte neuropsychologische Abklärung habe demgegenüber eine leichte bis mittelgradige kognitive Störung mit eingeschränkter Belastung ergeben. Die Beschwerdegegnerin wäre deshalb verpflichtet gewesen, eine polydisziplinäre Begutachtung anzuordnen (S. 2 f. Ziff. 3, S. 5 f. Ziff. 5 ff. ). 3. 3.1 3.1.1 Die Gutachter Dr. Z.___ und dipl. Arzt Y.___ nannten am 12. November 2019 folgende interdisziplinäre Diagnosen (Urk. 8/60/1-29 S. 25 f.): - - mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - - psychiatrisch: - - erschwerte Schmerzbeschwerdeverarbeitung (ICD-10 F54) mit/bei: - - rheumatologisch chronisch generalisiertem myofaszialem Schmerzsyndrom von fibromyalgiforme m Charakter - - multiple biografische und aktuelle Belastungsfaktoren - - rheumatologisch: - - chronisches generalisiertes myofasziales Schmerzsyndrom ohne organisch-strukturelles Korrelat - - Hallux rigidus links betont (Grosszehengrundgelenks-Arthrosen) - - Finger—Polyarthrose rechts betont - - ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - - psychiatrisch: - - aktenanamnestisch leichtgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0), vollständig remittiert - - rheumatologisch: - - Status nach Hemithyreoidektomie, euthyreote Stoffwechsellage - - Status nach Hysterektomie In ihrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung führten die Gutachter aus, dass die aktenanamnestisch gestellte Diagnose einer leichtgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.0) retrospektiv bestätigt werden könne. Aktuell zeige sich die affektive Situation kompensiert im Sinne einer vollständigen Remission der damaligen Krankheitsphase. Die Beschwerdeführerin berichte hierzu korrelierend, dass sie sich aktuell psychisch kompensiert, sich nicht mehr persönlichkeits ver ändert wie unter der Antidepressiva-Einnahme fühle und nicht mehr in psy chia trischer Behandlung stehe und auch keine Antidepressiva mehr einnehme. Im Rahmen der aktuellen psychiatrischen Begutachtung werde die Diagnose einer erschwerten Schmerzverarbeitung im Kontext einflussnehmender psychodyna misch wirksamer Konfliktdynamiken und Belastungsfaktoren gestellt (S. 24). In rheumatologischer Hinsicht werde die Diagnose eines chronischen genera li sierten myofaszialen Schmerzsyndroms ohne organisch-strukturelles Korrelat gestellt. Klinische Hauptbefunde seien die ausgedehnten myofaszialen Druck dolen zen im Schulter- und Beckengürtel sowie an den oberen und unteren Extremi täten. Somatisch finde sich weiterhin kein organisches strukturelles Korre lat für die chronische und generalisierte Schmerzproblematik. Rein formal seien die diagnostischen Kriterien für eine Fibromyalgie erfüllt, wobei gewisse anam nes tische Angaben auch zum therapeutischen Verlauf nicht ganz typisch seien. In Übereinstimmung mit dem behandelnden Rheumatologen sei von einem chro nisch generalisierten myofaszialen Schm erzsyndrom von fibromyalgiformem Cha rakter auszugehen. Differenzialdiagnostisch sei aus rheumatologischer Sicht auch an eine primär psychiatrische Störung – beispielweise an eine somatoforme Schmerzstörung – zu denken (S. 24 f.). Aus rheumatologischer Sicht könne im Rahmen der chronischen Schmerzerkran kung eine Einschränkung von zirka 20 % begründbar abgeleitet werden. Unter der zusätzlichen Berücksichtigung der psychiatrisch zu gewichtenden einfluss nehmenden Krankheitsfaktoren mit Mitgewichtung der Diagnose ICD-10 F54 resultiere integrativ interdisziplinär eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit in der bis herigen Tätigkeit oder in denkbaren Verweistätigkeiten (S. 26). 3. 1. 2 Dipl. Arzt Y.___ führte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 12. Novem ber 2019 (Urk. 8/60/1-21) aus, dass bei der Beschwerdeführerin seit Jahren subjektiv massiv quälende und funktionell einschränkend erlebte Schmerz beschwerden in Muskulatur und Gelenken im Vordergrund stünden. Im Kontext multipler persönlicher biografischer und aktueller Belastungsfaktoren fänden sich innerpsychische Belastungs- und Konfliktdynamiken, die hinreichend geeignet seien, im Rahmen einer psychiatrischen Krankheitskomponente ein Schmerzge schehen richtungsgebend zu verstärken. Im Rahmen des Belastungsgeschehens zeige die Beschwerdeführerin punktuell diskrete nachlassende kognitive Leis tungsfähigkeiten mit auch in der aktuellen Untersuchung punktuell aufgetretenen Konzentrationsschwierigkeiten und einmaligem Fadenverlieren. Darüber hinaus sei das kognitive Funktionsniveau während der gesamten psychiatrischen Explo ration ausreichend gewesen und es fänden sich in den medizinischen Unterlagen keine Hinweise auf eine hirnorganisch bedingte kognitive Störungskomponente. Diesbezüglich müsse gegebenenfalls der weitere Verlauf abgewartet und auch die neurologische medizinische Aktenlage ausgewertet werden und abhängig davon könne im weiteren Verlauf eventuell zusätzlich eine neuropsychologische Abklä rung notwendig werden (S. 14 f.). Dipl. Arzt Y.___ hielt weiter fest, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des anhaltend berichteten Schmerzerlebens limitiert sei. Funktionell (Mini-ICF-APP) resultierten Einschränkungen hinsichtlich Belastbarkeit, Durchhaltefähigkeit und kognitiver Leistungsfähigkeit mit auch in der aktuellen Untersuchung gezeigtem leichtem kognitiven Leistungsabfall mit verschlechterter Konzentrationsleistung unter fortgesetzter Untersuchungsbelastung (S. 18, vgl. auch S. 13). In psychiatrischer Hinsicht lasse sich im Rahmen der erhobenen Psychopa thologie und der resultierenden funktionellen Einschränkungen in Abwägung gegenüber den bestehenden Ressourcen/Leistungsreserven und den nicht primär medizinisch zu gewichtenden Faktoren eine Arbeitsunfähigkeit von maximal 30 % in den angestammten Betätigungsfeldern oder in denkbaren Verweis tätig keiten ableiten. Im Profil erscheine eine Tätigkeit mit der Möglichkeit für selb ständiges Arbeiten mit flexibler Zeiteinteilung, idealerweise mit schwerpunkt mässigem Telefonkontak t im Rahmen der Kundenbetreuung /-beratung/- aquirie rung, empfehlenswert. Im Längsverlauf sei die aktuell ableitbare funktionelle Leistungseinschränkung seit der zunehmenden gesundheitlichen Verschlechte rung mit zeitweiser psychischer Krise im Jahre 2016 anzunehmen. Zeitweise könne im Rahmen der anamnestisch berichteten depressiven Episode auch eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit psychiatrisch bedingt vorgelegen haben, welche aber aktuell nicht mehr abzuleiten sei (S. 19). Abschliessend hielt der psychiatrische Gutachter fest, dass abhängig vom Verlauf im Rahmen der Behandlung und der neurologischen Beurteilung gegebenenfalls eine ergänzende neuropsychologische Abklärung der kognitiven Leistungsfähig keit erfolgen sollte. Letztere zeige sich klinisch nur sehr diskret eingeschränkt und das MRI vom Oktober 2019 weise keine Ischämie oder Stenosen auf (S. 20). 3.2 A.___, Fachärztin für Neurologie FMH und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und B.___, M.Sc. Psychologie, nannten in ihrem Bericht vom 9. März 2020 (Urk. 8/77) folgende Diagnosen (S. 1): - - leichte bis mittelgradige kognitive Störung mit/bei: - - Testpsychologie: verlangsamte Grundaktivierung, beeinträchtigte Daueraufmerksamkeit, reduzierte mentale Flexibilität, verminderte Belastbarkeit - - unauffälliges MRI des Neurokraniums vom 4. Oktober 2019 - - chronisch generalisiertes Schmerzsyndrom seit zirka 2007, am ehesten Fibromyalgie (Diagnose 2015) - - depressive Verstimmung bei psychosozialer Belastung - - fluktuierende Missempfindungen rechtes Bein unklarer Genese - - 2014 Status nach Depression; 2015 Diagnose Burnout Die Fachpersonen hielten fest, dass das kognitive Leistungsprofil vordergründig Aufmerksamkeitsdefizite und exekutive Dysfunktionen in Form einer reduzierten Umstellfähigkeit sowie von Strukturierungsproblemen objektiviere. Die Grund akti vierung sei deutlich verlangsamt und die Fähigkeit zur dauerhaften Auf merksamkeitszuwendung sei bei einem hohen Anteil relevanter Stimuli ebenfalls defizitär (inklusive Ermüdungseffekt über 15 Minuten). Die selektive Aufmerk samkeit sei möglicherweise beeinträchtigt und eine computergestützte Aufgabe zur Aufmerksamkeitsteilung habe aufgrund der Hypersensitivität gegenüber der auditiven Reizpräsentation nicht durchgeführt werden können. Die visuo -verbale Verarbeitungsgeschwindigkeit sei verlangsamt, nicht aber die grapho -motorische Geschwindigkeit. Bei den Exekutivfunktionen zeige sich eine beeinträchtigte mentale Flexibilität (Umstellungsfähigkeit, Ideenproduktion), die weiteren über prüf ten exekutiven Teilleistungen bildeten sich testdiagnostisch unauffällig ab. Klinisch imponiere eine eingeschränkte Fähigkeit zur Strukturierung (bei der Ge sprächsführung, freien Aufgabenstellung). Die verbale und nonverbale episodische Gedächtnisleistung zeige sich normgerecht. Die Belastbarkeit sei reduziert (maxi mal 90 Minuten) und die Störanfällig-/Ablenkbarkeit durch Geräusche sei stark erhöht. Der MRI-Befund des Neurokraniums (4. Oktober 2019) sei unauffällig (S. 3). Die erhobenen Befunde entsprächen einer leichten bis mittelgradigen kognitiven Störung. Dabei imponierten Aufmerksamkeitsdefizite und exekutive Dysfunktio nen wie sie bei Fibromyalgie- respektive chronischen Schmerzpatienten typi scherweise auftreten könnten. Im Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass im strukturierten Setting einer Testsituation die Defizite, wie sie die Beschwerde führerin im Alltag erfahre, nur ansatzweise objektivierbar seien (S. 3). 4. 4.1 Das psychiatrisch-rheumatologische Gutachten von Dr. Z.___ und dipl. Arzt Y.___ vom 12. November 2019 entspricht den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise. So ist es für die streitigen Belange umfassend, gibt es doch Antwort auf die Frage nach dem Gesundheitszustand und der ver bleibenden Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Es beruht sodann auf den notwendigen rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchungen. Die Gut achter berücksichtigten detailliert die geklagten Beschwerden und setzten sich damit auseinander (Urk. 8/59/1-24 S. 11 f., S. 18, S. 20 ff.; Urk. 8/60/1-29 S. 10 ff., S. 15 ff., S. 23 ff.). Die Expertise wurde sodann in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben, wobei sich die Gutachter zur Krankheitsentwicklung äusserten und Bezug auf die medizinischen Vorakten nahmen (Urk. 8/59/1-24 S. 4 ff.; Urk. 8/60/1-29 S. 3 ff., S. 10 f., S. 16). Schliesslich leuchtet die Expertise in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi zinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen im Gutachten sind begründet. In diesem Sinne diagnostizierte Dr. Z.___ aus rheumatologischer Sicht in schlüssiger Weise ein chronisches generalisiertes myofasziales Schmerzsyndrom ohne organisch-strukturelles Korrelat, Grosszehengrundgelenks-Arthrosen sowie eine Fingerpolyarthrose, wobei er unter Hinweis auf den erhöhten Pausenbedarf der Beschwerdeführerin eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Hauswirtschafterin attestierte (Urk. 8/59/1-24 S. 17, S. 22). Unter psychia trischen Gesichtspunkten beschrieb dipl. Arzt Y.___ einleuchtend, dass die anamnestisch festgestellte leichtgradige depressive Episode aktuell vollständig remittiert ist, und ging im Übrigen von einer erschwerten Schmerzbe schwer de verarbeitung aus, wobei er aufgrund der daraus resultierenden Einschränkungen hinsichtlich Belastbarkeit, Durchhaltefähigkeit und kognitiver Leistungsfähigkeit auf eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % in der angestammten Tätigkeit schloss (Urk. 8/60/1-29 S. 14, S. 18 f.). Die Expertise erfüllt demnach die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens (BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c). 4.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der psychiatrische Gutachter habe zu Unrecht keine neuropsychologische Begutachtung angeordnet, obwohl er kogni tive Einschränkungen festgestellt habe. Aus diesem Grund könne nicht auf seine Einschätzung abgestellt werden. Im Nachgang zur Begutachtung habe sie selber eine neuropsychologische Abklärung veranlasst, welche gezeigt habe, dass sie unter leichten bis mittelgradigen kognitiven Störungen leide. Aufgrund der festgestellten Einschränkungen liege ihre Restarbeitsfähigkeit unter 70 %. Zudem seien im Gutachten die Wechselwirkungen zwischen den somatischen und den neuropsychologischen Einschränkungen nicht berücksichtigt worden (Urk. 1). Als Beleg legte sie den Bericht der Neurologin A.___ und der Psychologin B.___ vom 9. März 2020 auf (Urk. 3 [= 8/77 ], E. 3.2 ). 4.3 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kommt den Gutachtern - was die Wahl der Untersuchungsmethoden betrifft - ein weiter Ermessensspielraum zu. Das beinhaltet auch die Auswahl der vorzunehmenden fachärztlichen Abklä rungen, wonach die Wahl der Fachrichtungen in erster Linie von den Gutachter fragen abhängt und je nach Gesundheitsschaden mehrere Fachrichtungen in Frage kommen. Es liegt demnach im Ermessen der Gutachter, ob der Beizug weiterer Experten notwendig ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2014 vom 25.03.2015 E. 5.1 ). Der psychiatrische Gutachter, welcher über ausgewiesenes Fachwissen verfügt, erachtete den Beizug eines Neuropsychologen nicht für notwendig. Sein Hinweis darauf, dass eine neuropsychologische Begutachtung abhängig vom Verlauf der Behandlung und der neurologischen Beurteilung gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt ratsam wäre, zeigt, dass er sich mit dieser Frage aus einandersetzte. Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin letztmals im Juni 2019 in neurologischer Behandlung stand und seitens der Neurologen ein abwartendes Prozedere empfohlen wurde, da keine neurologische Ursache für die geklagten Beschwerden gefunden werden konnte (Urk. 8/69 S. 3). Vor diesem Hintergrund sowie unter Berücksichtigung dessen, dass die Bildgebung im Okto ber 2019 ein unauffälliges Ergebnis, insbesondere weder eine Ischämie noch Stenosen, zeigte und sich klinisch lediglich diskrete kognitive Einschränkungen feststellen liessen, ist der Entscheid des psychiatrischen Gutachters nicht zu beanstanden. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin vermag daher der Umstand, dass keine neuropsychologische Abklärung durchgeführt wurde, die Beweiskraft des Gutachtens nicht zu schmälern. Daran ändert der aufgelegte Be richt über die neuropsychologische Untersuchung vom 18. und 19. Februar 2020 nichts. Zwar wird darin von leichten bis mittelgradigen kognitiven Störungen berichtet (Urk. 3). Die erhobenen Befunde stimmen indes im Wesentlichen mit denjenigen, die der begutachtende Psychiater geschildert hatte, überein. So hatte dieser über eine mit zunehmender Belastung nachlassende kognitive Leistungs fähigkeit und Konzentrationsprobleme (Urk. 8/60 S. 14) berichtet. Zudem ging er neben der Einschränkung der kognitiven Leistungsfähigkeit auch von einer solchen der Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit aus (S. 19). Übereinstimmend wurde im Bericht der Psychologin B.___ und der Neurologin A.___ festgehalten, die Belastbarkeit sei reduziert (90 Minuten) und die Fähigkeit zur dauerhaften Aufmerksamkeitszuwendung sei defizitär (Urk. 3 S. 3). Die anlässlich der neuropsychologischen Abklärung festgestellten Einschränkungen fanden im Gutachten demnach bereits Berücksichtigung, weshalb entgegen der Beschwerde führerin auf keine weitergehende Arbeitsunfähigkeit als die vom psychiatrischen Gutachter bescheinigten 30 % zu schliessen ist. Im Bericht der Psychologin B.___ und der Neurologin A.___ wird denn auch keine weitergehende Arbeitsunfähigkeit erwähnt. Gestützt wird das psychiatrische Gutachten zudem durch den Bericht der behandelnden Ergotherapeutin vom 3. Dezember 2019 (Urk. 8/69 S. 5 f.). Wie der psychiatrische Gutachter wies sie auf Ermüdungs zeichen gegen Ende einer Doppelstunde hin, hielt jedoch gleichzeitig fest, ein deutige Fehlleistungen der Kognition würden sich nicht feststellen lassen. Zudem beschrieb sie die Beschwerdeführerin als vielseitig interessierte Person mit viel Gespür für Mensch und Tier und breitem Allgemeinwissen. Ihre Konzentrations störungen schienen von der Tageszeit, aber auch vom Inhalt (emotionale Betei ligung) abhängig zu sein (S. 6). Hinsichtlich des Vorbringens, die Wechselwirkungen zwischen den somatischen und den psychiatrischen Beschwerden seien nicht berücksichtigt worden (Urk. 1), ist darauf hinzuweisen, dass die Gutachter eine interdisziplinäre Gesamtbeur teilung vornahmen (Urk. 8/60 S. 23 ff.), in der en Rahmen sie zum Schluss kamen, aus interdisziplinärer Sicht sei von einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit in ange stammter Tätigkeit sowie in denkbaren Verweistätigkeiten auszugehen (S. 26). Nach dem Gesagten ist überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass die Beschwer deführerin in angestammter sowie angepasster Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig ist. 5. 5.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommens ver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). 5.2 Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Einkom mensvergleichs gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annähe rungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annähe run gs werten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Pro zent zahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbs ein kommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalidenein kommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a). Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (Urteil des Bundes gerichts 9C_492/2018 vom 24. Januar 2019 E. 4.3.2 mit Hinweis auf Urteil 8C_333/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen). Sind indessen Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabel lenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1. 5.3 Die Beschwerdeführerin verfügt über keine Ausbildung und war vor Eintritt des Gesundheitsschadens in verschiedenen Bereichen tätig, wobei sie ihre berufliche Tätigkeit aufgrund ihrer familiären Verpflichtung vorübergehend ganz aufgab (Urk. 8/60 S. 10). Es rechtfertigt sich daher, zur Bestimmung des Validenein kommens auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik perio disch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen, wobei sie mangels formaler Qualifikation als Hilfskraft zu qualifizieren ist. Wie vorstehend dargelegt, ist sie in der Lage, einer angepassten Tätigkeit zu 70 % nachzugehen. Da sie auch in dieser Tätigkeit als Hilfskraft tätig wäre, kann zur Bestimmung des Validen- sowie Invalideneinkommens auf denselben Lohn abgestellt werden. Da mit erübrigt sich ein ziffernmässiger Einkommensvergleich, und es kann eine Ge genüberstellung blosser Prozentzahlen vorgenommen werden. Selbst unter An nahme eines leidensbedingten Abzugs von 10 % resultiert ein nicht anspruchs begründender Invaliditätsgrad von 37 %. Die angefochtene Verfügung ist nicht zu beanstanden, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 6. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 700.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Mark A. Glavas - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubSchleiffer Marais

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2020.00524 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Ersatzrichterin Curiger Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais Urteil vom 7. Dezember 2020

IV.2020.00524

IV.2020.00524

IV.2020.00524 III. Kammer

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Ersatzrichterin Curiger Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Ersatzrichterin Curiger Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais

Urteil vom 7. Dezember 2020

Urteil vom 7. Dezember 2020 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas

vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas Advokatur Glavas AG, Haus zur alten Dorfbank

Advokatur Glavas AG, Haus zur alten Dorfbank Dorfstrasse 33, 9313 Muolen

Dorfstrasse 33, 9313 Muolen gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Die 1966 geborene X.___, ohne Ausbildung und Mutter von drei Kindern (geboren 1992, 1999 und 2000), war zuletzt vom 3. Ok tober 2016 bis 30. November 2017 teilzeitlich als Hauswirtschafterin tätig und meldete sich am 1. November 2018 unter Hinweis auf eine Fibromyalgie, Arthrosen, eine chro nische E rschöpfung sowie eine Depression bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/33, Urk. 8/14). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und teilte der Versicherten am 9. November 2018 mit, dass keine Einglie derungs massnahmen angezeigt seien (Urk. 8/18). Am 2. April 2019 führte die IV-Stelle eine Haushaltsabklärung durch (Urk. 8/39) und stellte mit Vorbescheid vom 12. April 2019 (Urk. 8/41) die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen die Versicherte am 24. April 2019 Einwand (Urk. 8/42, Urk. 8/47) erhob. In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine bidiszipl inäre Begutachtung (Psychia trie und Rheumatologie) bei dipl. Arzt Y.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Rheum atologie und Innere Medizin (Expertise vom 12. November 2019, Urk. 8/60/1-29). Mit Vorbescheid vom 27. Januar 2020 (Urk. 8/68) stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen die Versicherte am 5. Februar 2020 Einwand (Urk. 8/71, Urk. 8/89) erhob. Am 15. Juni 2020 verneinte die IV-Stelle verfügungsweise einen Rentenanspruch der Versicherten (Urk. 2).

1. Die 1966 geborene X.___, ohne Ausbildung und Mutter von drei Kindern (geboren 1992, 1999 und 2000), war zuletzt vom 3. Ok tober 2016 bis 30. November 2017 teilzeitlich als Hauswirtschafterin tätig und meldete sich am 1. November 2018 unter Hinweis auf eine Fibromyalgie, Arthrosen, eine chro nische E rschöpfung sowie eine Depression bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/33, Urk. 8/14). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und teilte der Versicherten am 9. November 2018 mit, dass keine Einglie derungs massnahmen angezeigt seien (Urk. 8/18). Am 2. April 2019 führte die IV-Stelle eine Haushaltsabklärung durch (Urk. 8/39) und stellte mit Vorbescheid vom 12. April 2019 (Urk. 8/41) die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen die Versicherte am 24. April 2019 Einwand (Urk. 8/42, Urk. 8/47) erhob. In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine bidiszipl inäre Begutachtung (Psychia trie und Rheumatologie) bei dipl. Arzt Y.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Rheum atologie und Innere Medizin (Expertise vom 12. November 2019, Urk. 8/60/1-29). Mit Vorbescheid vom 27. Januar 2020 (Urk. 8/68) stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen die Versicherte am 5. Februar 2020 Einwand (Urk. 8/71, Urk. 8/89) erhob. Am 15. Juni 2020 verneinte die IV-Stelle verfügungsweise einen Rentenanspruch der Versicherten (Urk. 2). 2. Dagegen erhob die Versicherte am 17. August 2020 Beschwerde (Urk. 1) und be antragte, es sei die angefochtene Verfügung vom 15. Juni 2020 aufzuheben und die Streitsache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 30. September 2020 (Urk. 7) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerde führerin am 20. Oktober 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).

2. Dagegen erhob die Versicherte am 17. August 2020 Beschwerde (Urk. 1) und be antragte, es sei die angefochtene Verfügung vom 15. Juni 2020 aufzuheben und die Streitsache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 30. September 2020 (Urk. 7) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerde führerin am 20. Oktober 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol gerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol gerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die leistungsabweisende Verfügung vom 15. Juni 2020 (Urk. 2) damit, dass die Beschwerdeführerin seit Beginn ihrer Erkrankung zu 30 % in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Die Einschrän kung beziehe sich auf ihre bisherige Tätigkeit als Hauswirtschafterin sowie auf jede andere leidensangepasste Tätigkeit. Eine medizinisch attestierte Arbeits un fähigkeit von 30 % begründe jedoch keinen Anspruch auf eine Invalidenrente (S. 1).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die leistungsabweisende Verfügung vom 15. Juni 2020 (Urk. 2) damit, dass die Beschwerdeführerin seit Beginn ihrer Erkrankung zu 30 % in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Die Einschrän kung beziehe sich auf ihre bisherige Tätigkeit als Hauswirtschafterin sowie auf jede andere leidensangepasste Tätigkeit. Eine medizinisch attestierte Arbeits un fähigkeit von 30 % begründe jedoch keinen Anspruch auf eine Invalidenrente (S. 1). 2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), die Beschwerdegegnerin habe die leistungsabweisende Verfügung erlassen, ob wohl sie die Gesundheitsproblematik noch nicht umfassend geklärt habe. Der Beschwerdegegnerin respektive ihrem Regionalen Ärztlichen Dien st (RAD) sei be kannt gewesen, dass die Beschwerdeführerin an neuropsychologischen Störungen leide, und trotzdem sei lediglich eine rheumatologische und psychiatrische Be gutachtung veranlasst worden. Der psychiatrische Gutachter habe zwar im Rah men seiner Untersuchung kognitive Beeinträchtigungen feststellen können; anstatt aber eine neuropsychologische Testung in Auftrag zu geben, sei er ohne entspre chende fundierte Abklärung von einer Einschränkung von höchstens 30 % ausge gangen. Die im Nachgang zur Begutachtung durchgeführte neuropsychologische Abklärung habe demgegenüber eine leichte bis mittelgradige kognitive Störung mit eingeschränkter Belastung ergeben. Die Beschwerdegegnerin wäre deshalb verpflichtet gewesen, eine polydisziplinäre Begutachtung anzuordnen (S. 2 f. Ziff. 3, S. 5 f. Ziff. 5 ff. ).

2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), die Beschwerdegegnerin habe die leistungsabweisende Verfügung erlassen, ob wohl sie die Gesundheitsproblematik noch nicht umfassend geklärt habe. Der Beschwerdegegnerin respektive ihrem Regionalen Ärztlichen Dien st (RAD) sei be kannt gewesen, dass die Beschwerdeführerin an neuropsychologischen Störungen leide, und trotzdem sei lediglich eine rheumatologische und psychiatrische Be gutachtung veranlasst worden. Der psychiatrische Gutachter habe zwar im Rah men seiner Untersuchung kognitive Beeinträchtigungen feststellen können; anstatt aber eine neuropsychologische Testung in Auftrag zu geben, sei er ohne entspre chende fundierte Abklärung von einer Einschränkung von höchstens 30 % ausge gangen. Die im Nachgang zur Begutachtung durchgeführte neuropsychologische Abklärung habe demgegenüber eine leichte bis mittelgradige kognitive Störung mit eingeschränkter Belastung ergeben. Die Beschwerdegegnerin wäre deshalb verpflichtet gewesen, eine polydisziplinäre Begutachtung anzuordnen (S. 2 f. Ziff. 3, S. 5 f. Ziff. 5 ff. ). 3.

3. 3.1

3.1 3.1.1 Die Gutachter Dr. Z.___ und dipl. Arzt Y.___ nannten am 12. November 2019 folgende interdisziplinäre Diagnosen (Urk. 8/60/1-29 S. 25 f.):

Die Gutachter Dr. Z.___ und dipl. Arzt Y.___ nannten am 12. November 2019 folgende interdisziplinäre Diagnosen (Urk. 8/60/1-29 S. 25 f.): - - mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:

mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - - psychiatrisch:

psychiatrisch: - - erschwerte Schmerzbeschwerdeverarbeitung (ICD-10 F54) mit/bei:

erschwerte Schmerzbeschwerdeverarbeitung (ICD-10 F54) mit/bei: - - rheumatologisch chronisch generalisiertem myofaszialem Schmerzsyndrom von fibromyalgiforme m Charakter

rheumatologisch chronisch generalisiertem myofaszialem Schmerzsyndrom von fibromyalgiforme m Charakter - - multiple biografische und aktuelle Belastungsfaktoren

multiple biografische und aktuelle Belastungsfaktoren - - rheumatologisch:

rheumatologisch: - - chronisches generalisiertes myofasziales Schmerzsyndrom ohne organisch-strukturelles Korrelat

chronisches generalisiertes myofasziales Schmerzsyndrom ohne organisch-strukturelles Korrelat - - Hallux rigidus links betont (Grosszehengrundgelenks-Arthrosen)

Hallux rigidus links betont (Grosszehengrundgelenks-Arthrosen) - - Finger—Polyarthrose rechts betont

Finger—Polyarthrose rechts betont - - ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:

ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - - psychiatrisch:

psychiatrisch: - - aktenanamnestisch leichtgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0), vollständig remittiert

aktenanamnestisch leichtgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0), vollständig remittiert - - rheumatologisch:

rheumatologisch: - - Status nach Hemithyreoidektomie, euthyreote Stoffwechsellage

Status nach Hemithyreoidektomie, euthyreote Stoffwechsellage - - Status nach Hysterektomie

Status nach Hysterektomie In ihrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung führten die Gutachter aus, dass die aktenanamnestisch gestellte Diagnose einer leichtgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.0) retrospektiv bestätigt werden könne. Aktuell zeige sich die affektive Situation kompensiert im Sinne einer vollständigen Remission der damaligen Krankheitsphase. Die Beschwerdeführerin berichte hierzu korrelierend, dass sie sich aktuell psychisch kompensiert, sich nicht mehr persönlichkeits ver ändert wie unter der Antidepressiva-Einnahme fühle und nicht mehr in psy chia trischer Behandlung stehe und auch keine Antidepressiva mehr einnehme. Im Rahmen der aktuellen psychiatrischen Begutachtung werde die Diagnose einer erschwerten Schmerzverarbeitung im Kontext einflussnehmender psychodyna misch wirksamer Konfliktdynamiken und Belastungsfaktoren gestellt (S. 24).

In ihrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung führten die Gutachter aus, dass die aktenanamnestisch gestellte Diagnose einer leichtgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.0) retrospektiv bestätigt werden könne. Aktuell zeige sich die affektive Situation kompensiert im Sinne einer vollständigen Remission der damaligen Krankheitsphase. Die Beschwerdeführerin berichte hierzu korrelierend, dass sie sich aktuell psychisch kompensiert, sich nicht mehr persönlichkeits ver ändert wie unter der Antidepressiva-Einnahme fühle und nicht mehr in psy chia trischer Behandlung stehe und auch keine Antidepressiva mehr einnehme. Im Rahmen der aktuellen psychiatrischen Begutachtung werde die Diagnose einer erschwerten Schmerzverarbeitung im Kontext einflussnehmender psychodyna misch wirksamer Konfliktdynamiken und Belastungsfaktoren gestellt (S. 24). In rheumatologischer Hinsicht werde die Diagnose eines chronischen genera li sierten myofaszialen Schmerzsyndroms ohne organisch-strukturelles Korrelat gestellt. Klinische Hauptbefunde seien die ausgedehnten myofaszialen Druck dolen zen im Schulter- und Beckengürtel sowie an den oberen und unteren Extremi täten. Somatisch finde sich weiterhin kein organisches strukturelles Korre lat für die chronische und generalisierte Schmerzproblematik. Rein formal seien die diagnostischen Kriterien für eine Fibromyalgie erfüllt, wobei gewisse anam nes tische Angaben auch zum therapeutischen Verlauf nicht ganz typisch seien. In Übereinstimmung mit dem behandelnden Rheumatologen sei von einem chro nisch generalisierten myofaszialen Schm erzsyndrom von fibromyalgiformem Cha rakter auszugehen. Differenzialdiagnostisch sei aus rheumatologischer Sicht auch an eine primär psychiatrische Störung – beispielweise an eine somatoforme Schmerzstörung – zu denken (S. 24 f.).

In rheumatologischer Hinsicht werde die Diagnose eines chronischen genera li sierten myofaszialen Schmerzsyndroms ohne organisch-strukturelles Korrelat gestellt. Klinische Hauptbefunde seien die ausgedehnten myofaszialen Druck dolen zen im Schulter- und Beckengürtel sowie an den oberen und unteren Extremi täten. Somatisch finde sich weiterhin kein organisches strukturelles Korre lat für die chronische und generalisierte Schmerzproblematik. Rein formal seien die diagnostischen Kriterien für eine Fibromyalgie erfüllt, wobei gewisse anam nes tische Angaben auch zum therapeutischen Verlauf nicht ganz typisch seien. In Übereinstimmung mit dem behandelnden Rheumatologen sei von einem chro nisch generalisierten myofaszialen Schm erzsyndrom von fibromyalgiformem Cha rakter auszugehen. Differenzialdiagnostisch sei aus rheumatologischer Sicht auch an eine primär psychiatrische Störung – beispielweise an eine somatoforme Schmerzstörung – zu denken (S. 24 f.). Aus rheumatologischer Sicht könne im Rahmen der chronischen Schmerzerkran kung eine Einschränkung von zirka 20 % begründbar abgeleitet werden. Unter der zusätzlichen Berücksichtigung der psychiatrisch zu gewichtenden einfluss nehmenden Krankheitsfaktoren mit Mitgewichtung der Diagnose ICD-10 F54 resultiere integrativ interdisziplinär eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit in der bis herigen Tätigkeit oder in denkbaren Verweistätigkeiten (S. 26).

Aus rheumatologischer Sicht könne im Rahmen der chronischen Schmerzerkran kung eine Einschränkung von zirka 20 % begründbar abgeleitet werden. Unter der zusätzlichen Berücksichtigung der psychiatrisch zu gewichtenden einfluss nehmenden Krankheitsfaktoren mit Mitgewichtung der Diagnose ICD-10 F54 resultiere integrativ interdisziplinär eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit in der bis herigen Tätigkeit oder in denkbaren Verweistätigkeiten (S. 26). 3. 1. 2 Dipl. Arzt Y.___ führte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 12. Novem ber 2019 (Urk. 8/60/1-21) aus, dass bei der Beschwerdeführerin seit Jahren subjektiv massiv quälende und funktionell einschränkend erlebte Schmerz beschwerden in Muskulatur und Gelenken im Vordergrund stünden. Im Kontext multipler persönlicher biografischer und aktueller Belastungsfaktoren fänden sich innerpsychische Belastungs- und Konfliktdynamiken, die hinreichend geeignet seien, im Rahmen einer psychiatrischen Krankheitskomponente ein Schmerzge schehen richtungsgebend zu verstärken. Im Rahmen des Belastungsgeschehens zeige die Beschwerdeführerin punktuell diskrete nachlassende kognitive Leis tungsfähigkeiten mit auch in der aktuellen Untersuchung punktuell aufgetretenen Konzentrationsschwierigkeiten und einmaligem Fadenverlieren. Darüber hinaus sei das kognitive Funktionsniveau während der gesamten psychiatrischen Explo ration ausreichend gewesen und es fänden sich in den medizinischen Unterlagen keine Hinweise auf eine hirnorganisch bedingte kognitive Störungskomponente. Diesbezüglich müsse gegebenenfalls der weitere Verlauf abgewartet und auch die neurologische medizinische Aktenlage ausgewertet werden und abhängig davon könne im weiteren Verlauf eventuell zusätzlich eine neuropsychologische Abklä rung notwendig werden (S. 14 f.).

3. 1. 2 Dipl. Arzt Y.___ führte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 12. Novem ber 2019 (Urk. 8/60/1-21) aus, dass bei der Beschwerdeführerin seit Jahren subjektiv massiv quälende und funktionell einschränkend erlebte Schmerz beschwerden in Muskulatur und Gelenken im Vordergrund stünden. Im Kontext multipler persönlicher biografischer und aktueller Belastungsfaktoren fänden sich innerpsychische Belastungs- und Konfliktdynamiken, die hinreichend geeignet seien, im Rahmen einer psychiatrischen Krankheitskomponente ein Schmerzge schehen richtungsgebend zu verstärken. Im Rahmen des Belastungsgeschehens zeige die Beschwerdeführerin punktuell diskrete nachlassende kognitive Leis tungsfähigkeiten mit auch in der aktuellen Untersuchung punktuell aufgetretenen Konzentrationsschwierigkeiten und einmaligem Fadenverlieren. Darüber hinaus sei das kognitive Funktionsniveau während der gesamten psychiatrischen Explo ration ausreichend gewesen und es fänden sich in den medizinischen Unterlagen keine Hinweise auf eine hirnorganisch bedingte kognitive Störungskomponente. Diesbezüglich müsse gegebenenfalls der weitere Verlauf abgewartet und auch die neurologische medizinische Aktenlage ausgewertet werden und abhängig davon könne im weiteren Verlauf eventuell zusätzlich eine neuropsychologische Abklä rung notwendig werden (S. 14 f.). Dipl. Arzt Y.___ hielt weiter fest, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des anhaltend berichteten Schmerzerlebens limitiert sei. Funktionell (Mini-ICF-APP) resultierten Einschränkungen hinsichtlich Belastbarkeit, Durchhaltefähigkeit und kognitiver Leistungsfähigkeit mit auch in der aktuellen Untersuchung gezeigtem leichtem kognitiven Leistungsabfall mit verschlechterter Konzentrationsleistung unter fortgesetzter Untersuchungsbelastung (S. 18, vgl. auch S. 13).

Dipl. Arzt Y.___ hielt weiter fest, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des anhaltend berichteten Schmerzerlebens limitiert sei. Funktionell (Mini-ICF-APP) resultierten Einschränkungen hinsichtlich Belastbarkeit, Durchhaltefähigkeit und kognitiver Leistungsfähigkeit mit auch in der aktuellen Untersuchung gezeigtem leichtem kognitiven Leistungsabfall mit verschlechterter Konzentrationsleistung unter fortgesetzter Untersuchungsbelastung (S. 18, vgl. auch S. 13). In psychiatrischer Hinsicht lasse sich im Rahmen der erhobenen Psychopa thologie und der resultierenden funktionellen Einschränkungen in Abwägung gegenüber den bestehenden Ressourcen/Leistungsreserven und den nicht primär medizinisch zu gewichtenden Faktoren eine Arbeitsunfähigkeit von maximal 30 % in den angestammten Betätigungsfeldern oder in denkbaren Verweis tätig keiten ableiten. Im Profil erscheine eine Tätigkeit mit der Möglichkeit für selb ständiges Arbeiten mit flexibler Zeiteinteilung, idealerweise mit schwerpunkt mässigem Telefonkontak t im Rahmen der Kundenbetreuung /-beratung/- aquirie rung, empfehlenswert. Im Längsverlauf sei die aktuell ableitbare funktionelle Leistungseinschränkung seit der zunehmenden gesundheitlichen Verschlechte rung mit zeitweiser psychischer Krise im Jahre 2016 anzunehmen. Zeitweise könne im Rahmen der anamnestisch berichteten depressiven Episode auch eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit psychiatrisch bedingt vorgelegen haben, welche aber aktuell nicht mehr abzuleiten sei (S. 19).

In psychiatrischer Hinsicht lasse sich im Rahmen der erhobenen Psychopa thologie und der resultierenden funktionellen Einschränkungen in Abwägung gegenüber den bestehenden Ressourcen/Leistungsreserven und den nicht primär medizinisch zu gewichtenden Faktoren eine Arbeitsunfähigkeit von maximal 30 % in den angestammten Betätigungsfeldern oder in denkbaren Verweis tätig keiten ableiten. Im Profil erscheine eine Tätigkeit mit der Möglichkeit für selb ständiges Arbeiten mit flexibler Zeiteinteilung, idealerweise mit schwerpunkt mässigem Telefonkontak t im Rahmen der Kundenbetreuung /-beratung/- aquirie rung, empfehlenswert. Im Längsverlauf sei die aktuell ableitbare funktionelle Leistungseinschränkung seit der zunehmenden gesundheitlichen Verschlechte rung mit zeitweiser psychischer Krise im Jahre 2016 anzunehmen. Zeitweise könne im Rahmen der anamnestisch berichteten depressiven Episode auch eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit psychiatrisch bedingt vorgelegen haben, welche aber aktuell nicht mehr abzuleiten sei (S. 19). Abschliessend hielt der psychiatrische Gutachter fest, dass abhängig vom Verlauf im Rahmen der Behandlung und der neurologischen Beurteilung gegebenenfalls eine ergänzende neuropsychologische Abklärung der kognitiven Leistungsfähig keit erfolgen sollte. Letztere zeige sich klinisch nur sehr diskret eingeschränkt und das MRI vom Oktober 2019 weise keine Ischämie oder Stenosen auf (S. 20).

Abschliessend hielt der psychiatrische Gutachter fest, dass abhängig vom Verlauf im Rahmen der Behandlung und der neurologischen Beurteilung gegebenenfalls eine ergänzende neuropsychologische Abklärung der kognitiven Leistungsfähig keit erfolgen sollte. Letztere zeige sich klinisch nur sehr diskret eingeschränkt und das MRI vom Oktober 2019 weise keine Ischämie oder Stenosen auf (S. 20). 3.2 A.___, Fachärztin für Neurologie FMH und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und B.___, M.Sc. Psychologie, nannten in ihrem Bericht vom 9. März 2020 (Urk. 8/77) folgende Diagnosen (S. 1):

3.2 A.___, Fachärztin für Neurologie FMH und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und B.___, M.Sc. Psychologie, nannten in ihrem Bericht vom 9. März 2020 (Urk. 8/77) folgende Diagnosen (S. 1): - - leichte bis mittelgradige kognitive Störung mit/bei:

leichte bis mittelgradige kognitive Störung mit/bei: - - Testpsychologie: verlangsamte Grundaktivierung, beeinträchtigte Daueraufmerksamkeit, reduzierte mentale Flexibilität, verminderte Belastbarkeit

Testpsychologie: verlangsamte Grundaktivierung, beeinträchtigte Daueraufmerksamkeit, reduzierte mentale Flexibilität, verminderte Belastbarkeit - - unauffälliges MRI des Neurokraniums vom 4. Oktober 2019

unauffälliges MRI des Neurokraniums vom 4. Oktober 2019 - - chronisch generalisiertes Schmerzsyndrom seit zirka 2007, am ehesten Fibromyalgie (Diagnose 2015)

chronisch generalisiertes Schmerzsyndrom seit zirka 2007, am ehesten Fibromyalgie (Diagnose 2015) - - depressive Verstimmung bei psychosozialer Belastung

depressive Verstimmung bei psychosozialer Belastung - - fluktuierende Missempfindungen rechtes Bein unklarer Genese

fluktuierende Missempfindungen rechtes Bein unklarer Genese - - 2014 Status nach Depression; 2015 Diagnose Burnout

2014 Status nach Depression; 2015 Diagnose Burnout Die Fachpersonen hielten fest, dass das kognitive Leistungsprofil vordergründig Aufmerksamkeitsdefizite und exekutive Dysfunktionen in Form einer reduzierten Umstellfähigkeit sowie von Strukturierungsproblemen objektiviere. Die Grund akti vierung sei deutlich verlangsamt und die Fähigkeit zur dauerhaften Auf merksamkeitszuwendung sei bei einem hohen Anteil relevanter Stimuli ebenfalls defizitär (inklusive Ermüdungseffekt über 15 Minuten). Die selektive Aufmerk samkeit sei möglicherweise beeinträchtigt und eine computergestützte Aufgabe zur Aufmerksamkeitsteilung habe aufgrund der Hypersensitivität gegenüber der auditiven Reizpräsentation nicht durchgeführt werden können. Die visuo -verbale Verarbeitungsgeschwindigkeit sei verlangsamt, nicht aber die grapho -motorische Geschwindigkeit. Bei den Exekutivfunktionen zeige sich eine beeinträchtigte mentale Flexibilität (Umstellungsfähigkeit, Ideenproduktion), die weiteren über prüf ten exekutiven Teilleistungen bildeten sich testdiagnostisch unauffällig ab. Klinisch imponiere eine eingeschränkte Fähigkeit zur Strukturierung (bei der Ge sprächsführung, freien Aufgabenstellung). Die verbale und nonverbale episodische Gedächtnisleistung zeige sich normgerecht. Die Belastbarkeit sei reduziert (maxi mal 90 Minuten) und die Störanfällig-/Ablenkbarkeit durch Geräusche sei stark erhöht. Der MRI-Befund des Neurokraniums (4. Oktober 2019) sei unauffällig (S. 3).

Die Fachpersonen hielten fest, dass das kognitive Leistungsprofil vordergründig Aufmerksamkeitsdefizite und exekutive Dysfunktionen in Form einer reduzierten Umstellfähigkeit sowie von Strukturierungsproblemen objektiviere. Die Grund akti vierung sei deutlich verlangsamt und die Fähigkeit zur dauerhaften Auf merksamkeitszuwendung sei bei einem hohen Anteil relevanter Stimuli ebenfalls defizitär (inklusive Ermüdungseffekt über 15 Minuten). Die selektive Aufmerk samkeit sei möglicherweise beeinträchtigt und eine computergestützte Aufgabe zur Aufmerksamkeitsteilung habe aufgrund der Hypersensitivität gegenüber der auditiven Reizpräsentation nicht durchgeführt werden können. Die visuo -verbale Verarbeitungsgeschwindigkeit sei verlangsamt, nicht aber die grapho -motorische Geschwindigkeit. Bei den Exekutivfunktionen zeige sich eine beeinträchtigte mentale Flexibilität (Umstellungsfähigkeit, Ideenproduktion), die weiteren über prüf ten exekutiven Teilleistungen bildeten sich testdiagnostisch unauffällig ab. Klinisch imponiere eine eingeschränkte Fähigkeit zur Strukturierung (bei der Ge sprächsführung, freien Aufgabenstellung). Die verbale und nonverbale episodische Gedächtnisleistung zeige sich normgerecht. Die Belastbarkeit sei reduziert (maxi mal 90 Minuten) und die Störanfällig-/Ablenkbarkeit durch Geräusche sei stark erhöht. Der MRI-Befund des Neurokraniums (4. Oktober 2019) sei unauffällig (S. 3). Die erhobenen Befunde entsprächen einer leichten bis mittelgradigen kognitiven Störung. Dabei imponierten Aufmerksamkeitsdefizite und exekutive Dysfunktio nen wie sie bei Fibromyalgie- respektive chronischen Schmerzpatienten typi scherweise auftreten könnten. Im Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass im strukturierten Setting einer Testsituation die Defizite, wie sie die Beschwerde führerin im Alltag erfahre, nur ansatzweise objektivierbar seien (S. 3).

Die erhobenen Befunde entsprächen einer leichten bis mittelgradigen kognitiven Störung. Dabei imponierten Aufmerksamkeitsdefizite und exekutive Dysfunktio nen wie sie bei Fibromyalgie- respektive chronischen Schmerzpatienten typi scherweise auftreten könnten. Im Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass im strukturierten Setting einer Testsituation die Defizite, wie sie die Beschwerde führerin im Alltag erfahre, nur ansatzweise objektivierbar seien (S. 3). 4.

4. 4.1 Das psychiatrisch-rheumatologische Gutachten von Dr. Z.___ und dipl. Arzt Y.___ vom 12. November 2019 entspricht den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise. So ist es für die streitigen Belange umfassend, gibt es doch Antwort auf die Frage nach dem Gesundheitszustand und der ver bleibenden Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Es beruht sodann auf den notwendigen rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchungen. Die Gut achter berücksichtigten detailliert die geklagten Beschwerden und setzten sich damit auseinander (Urk. 8/59/1-24 S. 11 f., S. 18, S. 20 ff.; Urk. 8/60/1-29 S. 10 ff., S. 15 ff., S. 23 ff.). Die Expertise wurde sodann in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben, wobei sich die Gutachter zur Krankheitsentwicklung äusserten und Bezug auf die medizinischen Vorakten nahmen (Urk. 8/59/1-24 S. 4 ff.; Urk. 8/60/1-29 S. 3 ff., S. 10 f., S. 16). Schliesslich leuchtet die Expertise in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi zinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen im Gutachten sind begründet.

4.1 Das psychiatrisch-rheumatologische Gutachten von Dr. Z.___ und dipl. Arzt Y.___ vom 12. November 2019 entspricht den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise. So ist es für die streitigen Belange umfassend, gibt es doch Antwort auf die Frage nach dem Gesundheitszustand und der ver bleibenden Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Es beruht sodann auf den notwendigen rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchungen. Die Gut achter berücksichtigten detailliert die geklagten Beschwerden und setzten sich damit auseinander (Urk. 8/59/1-24 S. 11 f., S. 18, S. 20 ff.; Urk. 8/60/1-29 S. 10 ff., S. 15 ff., S. 23 ff.). Die Expertise wurde sodann in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben, wobei sich die Gutachter zur Krankheitsentwicklung äusserten und Bezug auf die medizinischen Vorakten nahmen (Urk. 8/59/1-24 S. 4 ff.; Urk. 8/60/1-29 S. 3 ff., S. 10 f., S. 16). Schliesslich leuchtet die Expertise in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi zinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen im Gutachten sind begründet. In diesem Sinne diagnostizierte Dr. Z.___ aus rheumatologischer Sicht in schlüssiger Weise ein chronisches generalisiertes myofasziales Schmerzsyndrom ohne organisch-strukturelles Korrelat, Grosszehengrundgelenks-Arthrosen sowie eine Fingerpolyarthrose, wobei er unter Hinweis auf den erhöhten Pausenbedarf der Beschwerdeführerin eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Hauswirtschafterin attestierte (Urk. 8/59/1-24 S. 17, S. 22). Unter psychia trischen Gesichtspunkten beschrieb dipl. Arzt Y.___ einleuchtend, dass die anamnestisch festgestellte leichtgradige depressive Episode aktuell vollständig remittiert ist, und ging im Übrigen von einer erschwerten Schmerzbe schwer de verarbeitung aus, wobei er aufgrund der daraus resultierenden Einschränkungen hinsichtlich Belastbarkeit, Durchhaltefähigkeit und kognitiver Leistungsfähigkeit auf eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % in der angestammten Tätigkeit schloss (Urk. 8/60/1-29 S. 14, S. 18 f.). Die Expertise erfüllt demnach die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens (BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c).

In diesem Sinne diagnostizierte Dr. Z.___ aus rheumatologischer Sicht in schlüssiger Weise ein chronisches generalisiertes myofasziales Schmerzsyndrom ohne organisch-strukturelles Korrelat, Grosszehengrundgelenks-Arthrosen sowie eine Fingerpolyarthrose, wobei er unter Hinweis auf den erhöhten Pausenbedarf der Beschwerdeführerin eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Hauswirtschafterin attestierte (Urk. 8/59/1-24 S. 17, S. 22). Unter psychia trischen Gesichtspunkten beschrieb dipl. Arzt Y.___ einleuchtend, dass die anamnestisch festgestellte leichtgradige depressive Episode aktuell vollständig remittiert ist, und ging im Übrigen von einer erschwerten Schmerzbe schwer de verarbeitung aus, wobei er aufgrund der daraus resultierenden Einschränkungen hinsichtlich Belastbarkeit, Durchhaltefähigkeit und kognitiver Leistungsfähigkeit auf eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % in der angestammten Tätigkeit schloss (Urk. 8/60/1-29 S. 14, S. 18 f.). Die Expertise erfüllt demnach die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens (BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c). 4.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der psychiatrische Gutachter habe zu Unrecht keine neuropsychologische Begutachtung angeordnet, obwohl er kogni tive Einschränkungen festgestellt habe. Aus diesem Grund könne nicht auf seine Einschätzung abgestellt werden. Im Nachgang zur Begutachtung habe sie selber eine neuropsychologische Abklärung veranlasst, welche gezeigt habe, dass sie unter leichten bis mittelgradigen kognitiven Störungen leide. Aufgrund der festgestellten Einschränkungen liege ihre Restarbeitsfähigkeit unter 70 %. Zudem seien im Gutachten die Wechselwirkungen zwischen den somatischen und den neuropsychologischen Einschränkungen nicht berücksichtigt worden (Urk. 1). Als Beleg legte sie den Bericht der Neurologin A.___ und der Psychologin B.___ vom 9. März 2020 auf (Urk. 3 [= 8/77 ], E. 3.2 ).

4.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der psychiatrische Gutachter habe zu Unrecht keine neuropsychologische Begutachtung angeordnet, obwohl er kogni tive Einschränkungen festgestellt habe. Aus diesem Grund könne nicht auf seine Einschätzung abgestellt werden. Im Nachgang zur Begutachtung habe sie selber eine neuropsychologische Abklärung veranlasst, welche gezeigt habe, dass sie unter leichten bis mittelgradigen kognitiven Störungen leide. Aufgrund der festgestellten Einschränkungen liege ihre Restarbeitsfähigkeit unter 70 %. Zudem seien im Gutachten die Wechselwirkungen zwischen den somatischen und den neuropsychologischen Einschränkungen nicht berücksichtigt worden (Urk. 1). Als Beleg legte sie den Bericht der Neurologin A.___ und der Psychologin B.___ vom 9. März 2020 auf (Urk. 3 [= 8/77 ], E. 3.2 ). 4.3 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kommt den Gutachtern - was die Wahl der Untersuchungsmethoden betrifft - ein weiter Ermessensspielraum zu. Das beinhaltet auch die Auswahl der vorzunehmenden fachärztlichen Abklä rungen, wonach die Wahl der Fachrichtungen in erster Linie von den Gutachter fragen abhängt und je nach Gesundheitsschaden mehrere Fachrichtungen in Frage kommen. Es liegt demnach im Ermessen der Gutachter, ob der Beizug weiterer Experten notwendig ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2014 vom 25.03.2015 E. 5.1 ). Der psychiatrische Gutachter, welcher über ausgewiesenes Fachwissen verfügt, erachtete den Beizug eines Neuropsychologen nicht für notwendig. Sein Hinweis darauf, dass eine neuropsychologische Begutachtung abhängig vom Verlauf der Behandlung und der neurologischen Beurteilung gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt ratsam wäre, zeigt, dass er sich mit dieser Frage aus einandersetzte. Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin letztmals im Juni 2019 in neurologischer Behandlung stand und seitens der Neurologen ein abwartendes Prozedere empfohlen wurde, da keine neurologische Ursache für die geklagten Beschwerden gefunden werden konnte (Urk. 8/69 S. 3). Vor diesem Hintergrund sowie unter Berücksichtigung dessen, dass die Bildgebung im Okto ber 2019 ein unauffälliges Ergebnis, insbesondere weder eine Ischämie noch Stenosen, zeigte und sich klinisch lediglich diskrete kognitive Einschränkungen feststellen liessen, ist der Entscheid des psychiatrischen Gutachters nicht zu beanstanden. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin vermag daher der Umstand, dass keine neuropsychologische Abklärung durchgeführt wurde, die Beweiskraft des Gutachtens nicht zu schmälern. Daran ändert der aufgelegte Be richt über die neuropsychologische Untersuchung vom 18. und 19. Februar 2020 nichts. Zwar wird darin von leichten bis mittelgradigen kognitiven Störungen berichtet (Urk. 3). Die erhobenen Befunde stimmen indes im Wesentlichen mit denjenigen, die der begutachtende Psychiater geschildert hatte, überein. So hatte dieser über eine mit zunehmender Belastung nachlassende kognitive Leistungs fähigkeit und Konzentrationsprobleme (Urk. 8/60 S. 14) berichtet. Zudem ging er neben der Einschränkung der kognitiven Leistungsfähigkeit auch von einer solchen der Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit aus (S. 19). Übereinstimmend wurde im Bericht der Psychologin B.___ und der Neurologin A.___ festgehalten, die Belastbarkeit sei reduziert (90 Minuten) und die Fähigkeit zur dauerhaften Aufmerksamkeitszuwendung sei defizitär (Urk. 3 S. 3). Die anlässlich der neuropsychologischen Abklärung festgestellten Einschränkungen fanden im Gutachten demnach bereits Berücksichtigung, weshalb entgegen der Beschwerde führerin auf keine weitergehende Arbeitsunfähigkeit als die vom psychiatrischen Gutachter bescheinigten 30 % zu schliessen ist. Im Bericht der Psychologin B.___ und der Neurologin A.___ wird denn auch keine weitergehende Arbeitsunfähigkeit erwähnt. Gestützt wird das psychiatrische Gutachten zudem durch den Bericht der behandelnden Ergotherapeutin vom 3. Dezember 2019 (Urk. 8/69 S. 5 f.). Wie der psychiatrische Gutachter wies sie auf Ermüdungs zeichen gegen Ende einer Doppelstunde hin, hielt jedoch gleichzeitig fest, ein deutige Fehlleistungen der Kognition würden sich nicht feststellen lassen. Zudem beschrieb sie die Beschwerdeführerin als vielseitig interessierte Person mit viel Gespür für Mensch und Tier und breitem Allgemeinwissen. Ihre Konzentrations störungen schienen von der Tageszeit, aber auch vom Inhalt (emotionale Betei ligung) abhängig zu sein (S. 6).

4.3 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kommt den Gutachtern - was die Wahl der Untersuchungsmethoden betrifft - ein weiter Ermessensspielraum zu. Das beinhaltet auch die Auswahl der vorzunehmenden fachärztlichen Abklä rungen, wonach die Wahl der Fachrichtungen in erster Linie von den Gutachter fragen abhängt und je nach Gesundheitsschaden mehrere Fachrichtungen in Frage kommen. Es liegt demnach im Ermessen der Gutachter, ob der Beizug weiterer Experten notwendig ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2014 vom 25.03.2015 E. 5.1 ). Der psychiatrische Gutachter, welcher über ausgewiesenes Fachwissen verfügt, erachtete den Beizug eines Neuropsychologen nicht für notwendig. Sein Hinweis darauf, dass eine neuropsychologische Begutachtung abhängig vom Verlauf der Behandlung und der neurologischen Beurteilung gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt ratsam wäre, zeigt, dass er sich mit dieser Frage aus einandersetzte. Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin letztmals im Juni 2019 in neurologischer Behandlung stand und seitens der Neurologen ein abwartendes Prozedere empfohlen wurde, da keine neurologische Ursache für die geklagten Beschwerden gefunden werden konnte (Urk. 8/69 S. 3). Vor diesem Hintergrund sowie unter Berücksichtigung dessen, dass die Bildgebung im Okto ber 2019 ein unauffälliges Ergebnis, insbesondere weder eine Ischämie noch Stenosen, zeigte und sich klinisch lediglich diskrete kognitive Einschränkungen feststellen liessen, ist der Entscheid des psychiatrischen Gutachters nicht zu beanstanden. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin vermag daher der Umstand, dass keine neuropsychologische Abklärung durchgeführt wurde, die Beweiskraft des Gutachtens nicht zu schmälern. Daran ändert der aufgelegte Be richt über die neuropsychologische Untersuchung vom 18. und 19. Februar 2020 nichts. Zwar wird darin von leichten bis mittelgradigen kognitiven Störungen berichtet (Urk. 3). Die erhobenen Befunde stimmen indes im Wesentlichen mit denjenigen, die der begutachtende Psychiater geschildert hatte, überein. So hatte dieser über eine mit zunehmender Belastung nachlassende kognitive Leistungs fähigkeit und Konzentrationsprobleme (Urk. 8/60 S. 14) berichtet. Zudem ging er neben der Einschränkung der kognitiven Leistungsfähigkeit auch von einer solchen der Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit aus (S. 19). Übereinstimmend wurde im Bericht der Psychologin B.___ und der Neurologin A.___ festgehalten, die Belastbarkeit sei reduziert (90 Minuten) und die Fähigkeit zur dauerhaften Aufmerksamkeitszuwendung sei defizitär (Urk. 3 S. 3). Die anlässlich der neuropsychologischen Abklärung festgestellten Einschränkungen fanden im Gutachten demnach bereits Berücksichtigung, weshalb entgegen der Beschwerde führerin auf keine weitergehende Arbeitsunfähigkeit als die vom psychiatrischen Gutachter bescheinigten 30 % zu schliessen ist. Im Bericht der Psychologin B.___ und der Neurologin A.___ wird denn auch keine weitergehende Arbeitsunfähigkeit erwähnt. Gestützt wird das psychiatrische Gutachten zudem durch den Bericht der behandelnden Ergotherapeutin vom 3. Dezember 2019 (Urk. 8/69 S. 5 f.). Wie der psychiatrische Gutachter wies sie auf Ermüdungs zeichen gegen Ende einer Doppelstunde hin, hielt jedoch gleichzeitig fest, ein deutige Fehlleistungen der Kognition würden sich nicht feststellen lassen. Zudem beschrieb sie die Beschwerdeführerin als vielseitig interessierte Person mit viel Gespür für Mensch und Tier und breitem Allgemeinwissen. Ihre Konzentrations störungen schienen von der Tageszeit, aber auch vom Inhalt (emotionale Betei ligung) abhängig zu sein (S. 6). Hinsichtlich des Vorbringens, die Wechselwirkungen zwischen den somatischen und den psychiatrischen Beschwerden seien nicht berücksichtigt worden (Urk. 1), ist darauf hinzuweisen, dass die Gutachter eine interdisziplinäre Gesamtbeur teilung vornahmen (Urk. 8/60 S. 23 ff.), in der en Rahmen sie zum Schluss kamen, aus interdisziplinärer Sicht sei von einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit in ange stammter Tätigkeit sowie in denkbaren Verweistätigkeiten auszugehen (S. 26).

Hinsichtlich des Vorbringens, die Wechselwirkungen zwischen den somatischen und den psychiatrischen Beschwerden seien nicht berücksichtigt worden (Urk. 1), ist darauf hinzuweisen, dass die Gutachter eine interdisziplinäre Gesamtbeur teilung vornahmen (Urk. 8/60 S. 23 ff.), in der en Rahmen sie zum Schluss kamen, aus interdisziplinärer Sicht sei von einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit in ange stammter Tätigkeit sowie in denkbaren Verweistätigkeiten auszugehen (S. 26). Nach dem Gesagten ist überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass die Beschwer deführerin in angestammter sowie angepasster Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig ist.

Nach dem Gesagten ist überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass die Beschwer deführerin in angestammter sowie angepasster Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig ist. 5.

5. 5.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommens ver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).

5.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommens ver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). 5.2 Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Einkom mensvergleichs gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annähe rungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annähe run gs werten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Pro zent zahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbs ein kommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalidenein kommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a).

5.2 Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Einkom mensvergleichs gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annähe rungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annähe run gs werten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Pro zent zahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbs ein kommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalidenein kommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a). Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (Urteil des Bundes gerichts 9C_492/2018 vom 24. Januar 2019 E. 4.3.2 mit Hinweis auf Urteil 8C_333/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).

Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (Urteil des Bundes gerichts 9C_492/2018 vom 24. Januar 2019 E. 4.3.2 mit Hinweis auf Urteil 8C_333/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen). Sind indessen Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabel lenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1.

Sind indessen Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabel lenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1. 5.3 Die Beschwerdeführerin verfügt über keine Ausbildung und war vor Eintritt des Gesundheitsschadens in verschiedenen Bereichen tätig, wobei sie ihre berufliche Tätigkeit aufgrund ihrer familiären Verpflichtung vorübergehend ganz aufgab (Urk. 8/60 S. 10). Es rechtfertigt sich daher, zur Bestimmung des Validenein kommens auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik perio disch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen, wobei sie mangels formaler Qualifikation als Hilfskraft zu qualifizieren ist. Wie vorstehend dargelegt, ist sie in der Lage, einer angepassten Tätigkeit zu 70 % nachzugehen. Da sie auch in dieser Tätigkeit als Hilfskraft tätig wäre, kann zur Bestimmung des Validen- sowie Invalideneinkommens auf denselben Lohn abgestellt werden. Da mit erübrigt sich ein ziffernmässiger Einkommensvergleich, und es kann eine Ge genüberstellung blosser Prozentzahlen vorgenommen werden. Selbst unter An nahme eines leidensbedingten Abzugs von 10 % resultiert ein nicht anspruchs begründender Invaliditätsgrad von 37 %.

5.3 Die Beschwerdeführerin verfügt über keine Ausbildung und war vor Eintritt des Gesundheitsschadens in verschiedenen Bereichen tätig, wobei sie ihre berufliche Tätigkeit aufgrund ihrer familiären Verpflichtung vorübergehend ganz aufgab (Urk. 8/60 S. 10). Es rechtfertigt sich daher, zur Bestimmung des Validenein kommens auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik perio disch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen, wobei sie mangels formaler Qualifikation als Hilfskraft zu qualifizieren ist. Wie vorstehend dargelegt, ist sie in der Lage, einer angepassten Tätigkeit zu 70 % nachzugehen. Da sie auch in dieser Tätigkeit als Hilfskraft tätig wäre, kann zur Bestimmung des Validen- sowie Invalideneinkommens auf denselben Lohn abgestellt werden. Da mit erübrigt sich ein ziffernmässiger Einkommensvergleich, und es kann eine Ge genüberstellung blosser Prozentzahlen vorgenommen werden. Selbst unter An nahme eines leidensbedingten Abzugs von 10 % resultiert ein nicht anspruchs begründender Invaliditätsgrad von 37 %. Die angefochtene Verfügung ist nicht zu beanstanden, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

Die angefochtene Verfügung ist nicht zu beanstanden, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 6. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 700.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG).

6. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 700.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

- Rechtsanwalt Mark A. Glavas

- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

- Bundesamt für Sozialversicherungen

sowie an:

- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

30 Tagen Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubSchleiffer Marais