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General Motors Firebird lll
Die General Motors Firebird waren ein Quartett von Prototypen-Autos, welche in den Jahren 1953, 1956 und 1959 and der Motorama Auto Show vorgestellt wurden. Der Entwickler, Harley Earl, nahm seine Inspiration von den innovativen Kampfflugzeugen dieser Zeit. General Motors hatte nie vor, diese Autos in die reguläre Produktion zu überführen. Die Fahrzeuge dienten ausschliesslich dazu, die Möglichkeiten auszuloten und zu präsentieren, was die Firma in der Lage war herzustellen. Die drei Fahrzeuge (Einen Firebird IV gab es 1964 auch noch, doch dieser Prototyp war lediglich eine Designübung ohne Antrieb.) sind heute im Henry Ford Museum in Dearborn, Michigan ausgestellt.
(Wenn sie auf die Fotos klicken, erscheint die Legende dazu)
Firebird lll
Heute reicht es, einen extragroßen Touchscreen ins Armaturenbrett zu integrieren, schon gilt das Auto als zukunftsweisend. Vor 60 Jahren war das noch anders. Da mussten schon das komplette Auto wie ein Düsenjäger aussehen, wenn es als visionär durchgehen sollte. Und der Firebird III hatte noch weitaus mehr zu bieten als eine staunenswerte Optik mit sieben Leitwerken, von denen vier leicht nach unten geneigt waren – nämlich: echte technische Neuheiten.
Die Plexiglaskuppeln samt Türausschnitten hoben sich nach einem Druck auf einen “Sonic-Key” an, einen Zigarren-große Ultraschall-Sender; vor dem Fahrerplatz gab es kein Lenkrad mehr, stattdessen einen Joystick auf der Mittelkonsole, mit dem der Wagen gelenkt, beschleunigt und gebremst wurde; es gab einen Tempomat und eine Klimaanlage; das Auto verfügte über Felgen, die zugleich Bremstrommeln waren und über ein Fahrwerk mit kombinierter Luft-Öl-Hochdruckfederung.
Aber auch das war den General-Motors-Ingenieuren noch nicht genug. Der damals größte Autohersteller der Welt war offenbar geradezu versessen darauf, mit dem Firebird III die Zukunft des Automobils auf Jahrzehnte hinaus festzulegen. Also kam als Antrieb eine Gasturbine zum Einsatz, die hinter der Passagierkabine platziert war. Im Vorderwagen wiederum arbeitete ein Zweizylinder-Benziner, der sämtliche Nebenaggregate, wie etwa Hydraulikpumpen und den elektrischen Generator, antrieb.
Und dann war da noch ein System namens “Auto-Guide”, im Prinzip eine frühe Variante des autonomen Fahrens. Die Technik funktionierte ganz grob so: Zwei Spulen nahe den Vorderrädern erhielten von einem in der Fahrbahn eingelassenem Kabel elektrische Signale, rechneten diese in Lenkbefehle um und hielten so den Firebird III mit der vom Fahrer eingestellten Geschwindigkeit auf Kurs. Auf einer Teststrecke auf dem GM-Testgelände in Arizona funktionierte das. “So werde man in Zukunft überall fahren”, hieß es im Werbefilm, der unter anderem diese autonomen Fahrszenen zeigte.
Der Firebird III war, das erkennt man schon am Namen, das dritte in einer Reihe von Experimentalautos, die General Motors in den Jahren 1953 (Firebird I) und 1956 (Firebird II) vorgestellt hatte. Alle mit Gasturbinen-Antrieb und alle im Jet-Design. Der Firebird III jedoch war die mit Abstand kühnste Vision. Und die beeindruckendste, was auch an der Gesamtlänge des Autos von 6,30 Meter lag.
Videos zu den drei Firebirds
Fotos sind eine Sache – aber die Videos zu den drei Firebirds muss man sich unbedingt anschauen:
1953 – Firebird l > Video: Firebird l
1956 – Firebird ll > Video: Firebird ll
1959 – Firebird lll > Video: Firebird lll
Und hier noch ein paar Fotos vom Firebird lll:
(Für die Legende auch wieder auf das Foto klicken)