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Der Bauunternehmer Francesco Gaetano Caltagirone und Leonardo Del Vecchio, der Gründer des Brillengiganten Luxottica, bereiten einen Plan für Generali vor, der dem vom CEO Philippe Donnet am 15. Dezember vorgelegten Plan entgegengesetzt werden soll, sagte ein Insider. Caltagirone und Del Vecchio wollen nicht nur die Vermögensverwaltung stärken, sondern auch der Banca Generali SpA eine grössere Rolle innerhalb der Gruppe zukommen lassen, so der Insider weiter.
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Die beiden Industriellen bauen seit Monaten ihre Beteiligung an Generali aus, um Donnet zu verdrängen, dessen Wahl am 29. April zusammen mit dem Rest des Verwaltungsrats zur Erneuerung ansteht. Laut dem Insider beabsichtigen sie, bei der bevorstehenden Hauptversammlung ihre eigene Liste vorzulegen und die von Donnet und dem derzeitigen, von der Mediobanca unterstützten Vorstand erstellte Liste anzufechten.
Die beiden Milliardäre sind der Auffassung, dass Generali, unter der Aufsicht der Mediobanca den Erfolgspfad verlassen hat und in den vergangenen 15 Jahren hinter den wichtigsten europäischen Mitbewerbern zurückgeblieben ist. Zusammen mit ihrem Verbündeten, der Fondazione Cassa di Risparmio di Torino, halten Sie nun mehr als 15 Prozent Anteile an Generali, deutlich mehr als die 12,8 Prozent der Mediobanca.
Kampf der Milliardäre
Mediobanca hatte ihren Anteil im September über einen Aktienanleihe-Mechanismus auf mehr als 17 Prozent erhöht, um auf den Anteilsaufbau der Milliardäre zu reagieren und sich auf den Kampf um die Erneuerung des Vorstands vorzubereiten. Die Rechtmässigkeit des Vertrags, der unmittelbar nach der Hauptversammlung ausläuft, wird derzeit von der italienischen Marktaufsicht Consob geprüft.
Anfang des Monats hatten die beiden Milliardäre angekündigt, ihre Kräfte in einem Konsultationspakt mit den Aktionären zu bündeln, um gemeinsam auf eine "profitablere und effektivere Führung" des Versicherers hinzuarbeiten. Fondazione CRT trat dem Pakt später bei.
Caltagirone, der stellvertretende Vorsitzende von Generali, hat sich seit langem über die Strategie des Versicherers beschwert und sich geweigert, die Ergebnisse des Unternehmens für 2020 zu genehmigen - ein symbolischer Schritt, der seine Uneinigkeit mit einigen Führungskräften unterstrich.
Del Vecchio und Caltagirone haben auch ihre Anteile an Mediobanca auf über 19 Prozent bzw. 3 Prozent erhöht, wie Bloomberg berichtet.
Donnets Strategie
Die Milliardäre sind der Meinung, dass Generali unter dem derzeitigen Management gegenüber europäischen Konkurrenten wie der Allianz SE und Axa SA an Boden verloren hat.
Sie behaupten auch, dass die Akquisitionspolitik des Versicherers zu zaghaft und der Mediobanca gegenüber verpflichtet war. So verzichtete Generali beispielsweise auf Angebote für die Vermögensverwaltung, um nicht mit seinem größten Aktionär zu konkurrieren. Auf Generali entfällt etwa ein Drittel der Einnahmen von Mediobanca.
An dem Tag, an dem Donnet seinen Strategieplan vorstellt, wird es zum Showdown kommen. Er wird darauf verweisen können, dass er den Aktienkurs von Generali in die Höhe getrieben, Kosten gesenkt und die Digitalisierung vorangetrieben hat. Er hat in lukrativere Produktbereiche expandiert und die Präsenz von Generali auf dem Heimatmarkt durch die Übernahme des kleineren Konkurrenten Societa Cattolica di Assicurazioni SpA gestärkt.
Seit Donnet im November 2016 seinen ersten Geschäftsplan vorstellte, hat die Generali-Aktie um mehr als 60 Prozent zugelegt, verglichen mit einem Anstieg von 30 Prozent bei der Allianz und 15 Prozent bei der Axa SA. (bloomberg/hzi/mig)