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Obwohl Weinanbau auf Sardinien eine lange Tradition hat, diente der sardische Wein lange Zeit zum Verschneiden. Diese Weine wurden in anonymen Behälter ins Ausland verkauft, um dort blasse Weine aufzupolieren.
Die Cannonau-Rebe hat auf Sardinien eine lange Tradition. Sie gehört zu den ältesten Reben des Mittelmeerraums. Aus ihr wird der ausgezeichnete DOC Cannonau di Sardegna gekeltert. Ein körperreicher, samtiger Rotwein mit ausgeglichenem Tanningehalt, dessen vollmundiger Geschmack heute weit über die Region Sardinien bekannt ist.
Der Cannonau, von dem man lange Zeit annahm, dass er mit dem spanischen Garnacha bzw. dem französischen Grenache identisch ist, ergibt in Sardinien füllige Weine mit Kraft und reifen Aromen. Analysen haben ergeben, dass die Rebsorte Cannonau sehr alt ist. In der Tat ist diese mit den beiden oben genannten verwandt. Aber auch nur verwandt. Nach den Erkenntnissen der Universität Sassari auf Sardinien gibt es einen Verwandtschaftsgrad von 80% dieser beiden Rebsorten.
Bei den Weissen ist es die Vermentino-Traube, aus welcher der DOC Vermentino di Sardegna erzeugt wird. In seiner trockenen Version handelt es sich um einen leichten, spritzigen Weisswein, die liebliche Version aus später gelesenem Traubengut ist dunkler in der Farbe und gehaltvoller.
Ausser Cannonau sind ausserdem noch Girò (süsslich) und Monica ( trockene, leichtere Weine) auf der ganzen Insel stark verbreitet.
Heute zeichnet sich die Insel durch eine breite Palette von unterschiedlichen Weinen aus, von den viele unter der Ursprungsbezeichnung DOC und dem Gütesiegel DOCG vermarktet werden.