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Lay summary
Unter den Namenbuchprojekten der deutschen Schweiz nimmt das von dem Dialektologen und Volkskundler Paul Zinsli begründete 'Ortsnamenbuch des Kantons Bern' eine zentrale Position ein.Die Präsentation und Deutung der Orts- und Flurnamen des deutschsprachigen Teils des Kantons Bern in der Form eines alphabetischen etymologischen Lexikons kann sich auf eine umfangreiche Belegsammlung stützen, mit deren Erhebung noch in der ersten Hälfte des 20. Jh. begonnen worden war. Das siedlungsgeschichtlich sehr komplexe Untersuchungsgebiet umfasst voralpines und hochalpines Gelände sowie grosse Teile des Mittellandes und geht im Westen auf breiter Front in die Romandie über.Der Aufbauplan für das 'Ortsnamenbuch des Kantons Bern', das als wissenschaftliches Grundlagenwerk das bernische Namengut für Studierende und Fachvertreter ebenso wie für den interessierten Laien erschliesst, sieht zwei Bände vor. Band I bildet das Kernstück und enthält die Dokumentation und Deutung der Orts- und Flurnamen des Kantons Bern in Form von Stichwörtern in alphabetischer Folge. Wegen des grossen Materialumfangs gliedert sich dieser Band in mehrere Teilbände. Nach deren Abschluss soll Band II als Auswertungsband die sprachwissenschaftlichen, siedlungs- und kulturgeschichtlichen Zusammenhänge darstellen. Bis heute sind die Teilbände I/1 (Buchstaben A, E/Ä, F), I/2 (G, H, I, J, K/CH) und I/3 (L, M) publiziert. Sie umfassen insgesamt ca. 2500 Lemmata. Der für 2009 geplante Teilband I/4 wird von N über O bis zu Bl/Pl mit insgesamt rund 710 Lemmaeinträgen reichen.Im kommenden Bewilligungszeitraum soll für die Aufnahme der Belege der Namensammlung eine Datenbank erstellt und der 5. Teilband (Bo-R) als druckfähiges Manuskript erarbeitet und abgeschlossen werden. Zudem werden in diesem Zeitraum die beiden im Projekt eingebundenen Doktoranden ihre Dissertationen abschliessen und damit, neben ihrer substantiellen Mitarbeit an den Teilbänden I/4 und I/5 auch schon wichtige Vorarbeiten für Band II liefern.