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Ich bin ein absoluter Suchti. Ich gebs ja zu, Serien sind mein Laster, es gibt kaum eine, die ich mir nicht anschaue. Seien es Schnulzen wie «Grey’s Anatomy» bis hin zu Politserien wie «House of Cards» – ich bin dabei, Baby!
Letztes Wochenende hab ich mir endlich die Fox Serie «Empire» angeschaut. Was heisst hier endlich? Es gibt erst eine Staffel, die kürzlich zu Ende gegangen ist. Es ist aber keine Serie für jedermann, man muss das Genre schon etwas mögen, schliesslich ist es eine Musical-Serie. Wenn du jetzt aber an «Smash» denkst, keine Sorge, es ist nicht die schnulzige Broadway Sorte.
«Empire» ist sozusagen wie Nas und Foxy Browns Wiedervereinigung – die Serie könnte also auch «The Firm» heissen.
Richtig gelesen, es geht um eine Hip Hop Serie und der Plot ist schnell erzählt.
Alles dreht sich um «Empire Entertainment» ein Musiklabel, welches vom Mogul und Künstler Lucious Lyon gegründet wurde (mit dem grossartigen Terrence Howard in der Hauptrolle). Lucious wird mit der Krankheit ALS diagnostiziert und sucht nun aufgrund seines absehbaren Todes, einen Nachfolger für sein Imperium. Dies gestaltet sich aber schwieriger als gedacht, denn seine drei Söhne könnten nicht unterschiedlicher sein und dann ist da noch seine Ex-Frau, die ihm das Leben schwer macht.
Sometimes you gotta be willing to sacrifice your queen, in order to win the game.
André: Der Seriöse und älteste der drei Brüder. Er hat zwei Gesichter und ist verheiratet mit einer Frau, die plant, ihn an die Spitze von Empire zu bringen.
Hakeem: Das rappende Küken. Eine Mischung aus Lil Wayne und Usher, der mit Naomi Campbell rummachen darf.
Jamal: Der talentierte Sänger, der aufgrund seiner Homosexualität vom Vater verachtet wird und den Durchbruch auf eigene Faust zu schaffen versucht.
Der eigentliche Star der Familie und für mich persönlich der ganzen Serie ist «Cookie», die Mutter und Ex-Frau Lucious, die 17 Jahre im Gefängnis wegen Drogenhandels gesessen hat und nun ihren Platz im Imperium und in ihrer Familie zurückfordert. Sie erinnert mich stark an Foxy Brown, meine Lieblingsrapperin aus den 90er Jahren. Sie ist facettenreich wie kaum eine zweite Figur: knallharte Geschäftsfrau, einfühlsame Mutter, leidenschaftliche Geliebte und durchsetzungsstarke Rivalin.
The streets aren’t made for everybody. That’s why they made sidewalks.
Die Serie bietet alles, was dein Drama-Herz begehrt: Liebe, Sex, Macht, Intrigen und all dies umrahmt von Musik. Die stammt übrigens vom Hitgaranten Timbaland. Die Liste der Stars in den Gastrollen lässt sich ebenso sehen: Naomi Campbell, Courtney Love, Jennifer Hudson, Snoop Dogg, Cuba Gooding Jr., Mary J. Blige uvm.
Falls du also auf diese Bonnie & Clyde Geschichte à la Jay-Z & Beyoncé stehst, kann ich dir «Empire» wärmstens empfehlen. Die zweite Staffel ist auf alle Fälle schon vorprogrammiert, bring it on!