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Besuch in einer Schule für Waisenkinder
Die Schule, die wir diesmal besuchten, liegt nahe bei Kuta. Sie umfasst etwa 100 Schülerinnen und Schüler, und es sind ausnahmslos Waisenkinder. Tagsüber sind die Kinder in der Schule und erhalten hier auch etwas zu Essen (vgl. letztes Foto). Man nennt es Nasi bungkus, was etwa "Reis im Paket" heisst; es ist ein Ballen Reis mit Zutaten, eingepackt in ein Stück Papier. Unterkunft finden die Kinder in verschiedenen Haushalten, die verstreut in der Umgebung oder im Dorf liegen; oft sind es ältere Frauen ("Grossmütter"), welche solche Aufgaben übernehmen.
Die Lehrerinnen und Lehrer sind alle jung, scheinen engagiert und arbeiten ausnahmslos freiwillig hier. Für das Schulmaterial muss die Schule aufkommen, das heisst, eigenlich müssten die Eltern der Kinder dafür bezahlen. Deshalb war es sinnvoll und sehr erwünscht, dass diesmal an jedes Kind ein Schreibheft und ein Kugelschreiber abgegeben wurde. Das nächste Mal will ich auch abwaschbare, dicke Filzstifte mitbringen, für die Wandtafel. Es fehlt wirklich an allen Ecken und Enden.
Aber wir alle, meine Freundin Daniela, mein Lebenspartner Peter und ich, waren beeindruckt von dem, was hier - trotz aller Schwierigkeiten und Hindernisse - geleistet wird. In Indonesien besteht Schulzwang, und das gilt ganz offensichtlich auch für elternlose Kinder.