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Das schwere akute Atemnotsyndrom, englisch Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS), ist eine Infektionskrankheit, die mit plötzlich auftretendem hohen Fieber, Atembeschwerden, Heiserkeit, Husten, Halsschmerzen und schwerem Krankheitsgefühl einhergeht. Der Verlauf von SARS ähnelt dem einer sogenannten atypischen Lungenentzündung.
Die Ursache von SARS ist eine Virusinfektion. Bei dem Erreger handelt es sich um ein Virus aus der Familie der Coronaviren.
SARS trat erstmals im November 2002 in China auf und verbreitete sich von dort weiter. In der Schweiz wurden im Frühjahr 2003 rund 30 Erkrankungen gemeldet. Insgesamt waren 29 Länder von der Epidemie betroffen. Die meisten Betroffenen stammten aus China, Hongkong und Taiwan.
Das schwere akute Atemnotsyndrom verläuft meist in zwei Phasen: In der ersten Woche der Erkrankung treten vor allem unspezifische Krankheitssymptome – ähnlich einer Grippe (Influenza) – auf, zum Beispiel allgemeines Unwohlsein, hohes Fieber und Kopfschmerzen. In der zweiten Woche treten weitere Symptome auf wie Durchfall und trockener Husten, der zu Kurzatmigkeit bis hin zu schwerer Atemnot führen kann. Bei solchen SARS-Fällen ist eine intensivmedizinische Behandlung notwendig. SARS kann einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen.
Eine spezifische Therapie gegen das SARS-Virus existiert derzeit nicht, weshalb lediglich die Symptome der Krankheit behandelt werden können. Ärzte setzten während der SARS-Epidemie vor allem das Hepatitis C-Medikament Ribavirin in Kombination mit einem Kortisonpräparat und Antibiotika ein. Eine gezielte medikamentöse Therapie gegen den SARS-Erreger ist aber nach wie vor nicht verfügbar.
Um SARS vorzubeugen sollten Reisende in Ländern, in denen SARS auftritt, Menschenansammlungen und Tierstallungen meiden. Zudem ist eine gute Hygiene mit häufigem Händewaschen wichtig, um einer Infektion vorzubeugen. Medikamente, die einer SARS-Erkrankung vorbeugen, gibt es bislang nicht.
Beim sogenannten schweren akuten Atemnotsyndrom, englisch Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS), handelt es sich laut Definition um eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die zu grippeähnlichen Krankheitszuständen führt. Die Beschwerden und der Verlauf von SARS ähneln bestimmten Formen der Lungenentzündung, sogenannten atypischen Pneumonien. Erreger von SARS ist das SARS-Coronavirus.
Im November 2002 wurde in der südchinesischen Provinz Guangdong erstmalig eine akute Atemwegserkrankung unklarer Ursache festgestellt. Im benachbarten Hongkong traten im Februar 2003 die ersten Fälle auf. Vermutlich gelangte das Virus von dort aus nach Vietnam. Es breitete sich schnell unter Angehörigen der Infizierten und dem Pflegepersonal in Spitälern aus.
Mitte März 2003 wurde in Frankfurt/Main ein Arzt mit seiner Frau und seiner Schwiegermutter auf einem Flug von New York nach Singapur in Quarantäne genommen. Der Arzt hatte auf dem Flug Symptome bei sich festgestellt, die denen eines von ihm in Singapur behandelten Patienten stark ähnelten. Der Verdacht lautete: «schweres akutes Atemnotsyndrom». Man vermutete bereits zu einem frühen Zeitpunkt ein Virus als Auslöser der Erkrankung, wusste aber zunächst nicht, um welches Virus es sich handeln könnte.
Dr. Carlo Urbani, der Entdecker der neuartigen Lungenerkrankung, verstarb in Thailand selbst an den Folgen der Infektion. Urbani entdeckte den unbekannten Erreger und machte weltweit auf SARS aufmerksam. Am 24. März 2003 identifizierten zeitgleich drei Arbeitsgruppen den Erreger dieser Erkrankung – ein Coronavirus. An der Identifizierung waren das «Center for Disease Control und Prevention» in Atlanta im Bundesstaat Georgia/USA, das Team des Virologen Malik Peiris von der Universität in Hongkong sowie der Virologe Christian Drosten vom Hamburger «Bernhard Nocht-Institut für Tropenmedizin» beteiligt.
Seit etwa Ende Juni 2003 hatte die Neuerkrankungsrate bereits so stark abgenommen, dass von einem Ende der SARS-Epidemie gesprochen werden konnte.
Die Häufigkeit von SARS richtet sich nach dem Verlauf der Epidemie. Betrachtet man den gesamten Verlauf von den ersten Erkrankungsfällen des schweren akuten Atemnotsyndroms, englisch Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS), vom 1. November 2002 bis zum 7. August 2003 (Ende der Epidemie etwa Mitte Juni 2003) waren 8'096 Menschen in insgesamt 29 Ländern erkrankt, wovon 774 an der Erkrankung starben. Am stärksten betroffen waren China mit 5'327 Erkrankten und 349 Verstorbenen, Hongkong mit 1'755 Erkrankten und 299 Verstorbenen sowie Taiwan mit 346 Erkrankten und 37 Verstorbenen. In den meisten Fällen handelte es sich bei den Erkrankten um Erwachsene, Kinder waren nur selten betroffen. Die Sterblichkeitsrate an der Erkrankung betrug knapp zehn Prozent.
SARS-Ursachen sind Viren. Bei dem Erreger des schweren akuten Atemnotsyndroms (SARS) handelt es sich um ein bisher beim Menschen noch nicht beobachtetes Virus aus der Familie der Coronaviren. Seine Erbinformation liegt mittlerweile vollständig entschlüsselt vor. Die Erreger gelangen vom Tier auf den Menschen und zwar vor allem dort, wo Mensch und Tier auf engstem Raum zusammen leben. So äusserten Wissenschaftler zum Beispiel den Verdacht, dass das Virus durch den Verzehr von Schleichkatzenfleisch auf den Menschen übertragen wurde. Zudem geht man davon aus, dass die SARS-Viren wahrscheinlich in Fledermausarten dauerhaft vorkommen (sog. natürliches Reservoir).
Die Übertragung von SARS von Mensch zu Mensch findet über die Luft statt; es handelt sich um eine sogenannte Tröpfcheninfektion. Sie erfolgt nach heutigem Kenntnisstand erst, nachdem sich die ersten Symptome bei der infizierten Person zeigen. Oftmals traten Erkrankungsfälle von SARS bei Personen auf, die im gleichen Haus wohnten – was zeigte, dass das schwere akute Atemnotsyndrom ansteckender ist als bislang angenommen. Mittlerweile wird nicht mehr ausgeschlossen, dass sich der Erreger von SARS auch über grössere Entfernungen über die Luft, das Trinkwasser, Fäkalien oder sogar Klimaanlagen verbreiten kann.
Nach dem derzeitigen Wissensstand überlebt der Erreger unter normalen Bedingungen ausserhalb eines Organismus mindestens 24 Stunden. Darüber hinaus lässt sich das Virus mehr als einen Monat nach einer Infektion noch immer nachweisen, zum Beispiel im Stuhl der Betroffenen. Temperaturen über 56° C und gängige Desinfektionsmittel inaktivieren das SARS-Virus.
SARS hat eine relativ kurze Inkubationszeit – die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome beträgt nach dem derzeitigen Wissensstand beim schweren akuten Atemnotsyndrom (SARS) zwei bis zehn Tage. Im Durchschnitt liegt sie bei fünf Tagen.
Das schwere akute Atemnotsyndrom (SARS) ruft unspezifische Symptome hervor. Die Beschwerden ähneln denen einer Grippe (Influenza). In den meisten Fällen von SARS treten folgende Symptome auf:
Zusätzliche SARS-Symptome sind:
Bei Verdacht auf das schwere akute Atemnotsyndrom (SARS) ist eine schnelle Diagnose wichtig. Der Arzt stellt die SARS-Diagnose in erster Linie anhand der Symptome im Zusammenhang mit dem Aufenthalt in einem der am stärksten von der Krankheit betroffenen Länder. Im Röntgenbild der Lunge zeigt sich das Bild einer atypischen virusbedingten Lungenentzündung. Auffällig ist dabei, dass das Röntgenbild trotz der schweren Symptome nur leichte Veränderungen zeigt. Mithilfe einer hoch auflösenden Computertomographie (high resolution CT) ist die SARS-Diagnose besser erkennbar. Auch ein direkter Virusnachweis ist bei SARS möglich, um die Diagnose zu sichern.
Den Erreger von SARS mithilfe einer Therapie gezielt zu zerstören oder unschädlich zu machen, ist bislang nicht gelungen. Die Betroffenen haben während der Epidemie in den frühen 2000er Jahren als Therapieversuch das Hepatitis C-Medikament Ribavirin sowie ein Kortisonpräparat erhalten, um die Symptome zu bessern. Um zu verhindern, dass Bakterien die durch die SARS-Viren vorgeschädigten Atemwege zusätzlich befallen, gehörten auch Antibiotika zur Therapie. Hier kamen vorwiegend Antibiotika, die gegen möglichst viele verschiedene Keime wirksam sind, zum Einsatz (sog. Breitbandantibiotika). Wie wirksam diese SARS-Therapie tatsächlich ist, kann noch nicht abschliessend beurteilt werden.
Neben Ribavirin setzen Ärzte mitunter auch andere antivirale Medikamente (Mittel gegen Viren) ein, die jedoch nicht gezielt gegen das SARS-Virus wirken. SARS-Patienten werden auf isolierten Krankenstationen intensivmedizinisch betreut.
Das schwere akute Atemnotsyndrom (SARS) zeigt keinen einheitlichen Verlauf; SARS kann sowohl mild als auch tödlich verlaufen sowie sämtliche Ausprägungen dazwischen aufweisen. Bei vielen Betroffenen nehmen die SARS-Symptome einen zweistufigen Verlauf: In der ersten Woche überwiegen allgemeine Krankheitszeichen wie Fieber, Unwohlsein und Kopfschmerzen. In der zweiten Woche der SARS-Erkrankung treten im Verlauf weitere Symptome wie Durchfall, Kurzatmigkeit bis hin zur Atemnot auf. Die Sterberate beim schweren akuten Atemnotsyndrom wird im Mittel auf elf Prozent geschätzt.
Einer Ansteckung mit dem schweren akuten Atemnotsyndrom (SARS) lässt sich zum Teil vorbeugen. So sollten sich Reisende in den gefährdeten Gebieten von grösseren Menschenansammlungen und Tierstallungen fern halten. Zudem empfiehlt es sich, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Waschen Sie sich ausserdem häufig gründlich die Hände, wenn Sie in Infektionsgebiete reisen. Mit Medikamenten können sie SARS bislang nicht vorbeugen.