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Eine Partnerschaft könnte das Problem sunrise lösen.
Das 'Wall Street Journal' muss eine wirklich ziemlich undichte Stelle im Umfeld der Verhandlungen über TDC gefunden haben – auf jeden Fall scheint das US-Wirtschaftblatt immer wieder bestens über die neusten Vorgänge informiert zu sein.
Wie wir bereits berichteten, interessieren sich zwei Gruppen von privaten Investmentfirmen für den dänischen Telekommunikationskonzern, der auch Besitzer von sunrise ist, der Nummer Zwei auf dem hiesigen Telco-Markt.
Eine dieser Gruppen hat gemäss 'WSJ' letzte Woche ein Gebot in der Höhe von 11,6 Milliarden Dollar abgegeben. Die Swisscom, so berichtet 'WSJ' heute gestützt auf die üblichen "Leute, die mit der Sachlage vertraut sind", habe nun mit der zweiten Investorengruppe Kontakt aufgenommen. Gegenstand der Verhandlungen sei ein mögliches gemeinsames Angebot für TDC. Die Investorengruppe, mit der Swisscom eventuell zusammenarbeiten möchte, besteht aus der Cinven Group, BC Partners, Apollo Management und Silver Lake Partners.
Eine Zusammenarbeit mit Partnern könnte für die Swisscom eventuell das "Problem sunrise" lösen. Die Schweizer Wettbewerbsbehörden würden einer Übernahme von sunrise durch Swisscom nämlich kaum zustimmen. Bei einer Aufteilung des Deals könnte sunrise aber den Investmentfirmen zugeschanzt werden.
Gemäss den 'WSJ'-Quellen gebe es aber keinerlei Garantie, dass es zu einem gemeinsamen Angebot durch Swisscom und die genannte Investorengruppe komme. Es sei auch immer noch möglich, dass der Schweizer Telekommunikationskonzern ein Solo-Angebot abgebe oder sich ganz zurückziehe – womit wir eigentlich wieder so klug sind, wie zuvor. (Hans Jörg Maron)