Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/58594

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Presse erwähnte es in letzter Zeit wiederholt: Die langen Wartezeiten an Postschaltern gehen für einen Service public nicht an und bedeuten für zahlreiche Privatpersonen und Unternehmen Zeit- und Geldverlust.</p><p>Ein weiterer Punkt, von dem in der Presse nichts zu lesen war, ist die Vertretung der Frauen in operativen und strategischen Führungsgremien der Post.</p><p>Kann der Bundesrat mir bestätigen, dass die  Frauenvertretung vor den Schaltern umgekehrt proportional zu der Frauenvertretung in Kaderpositionen ist?</p><p>Frauen müssen Schlange stehen, sowohl vor den Schaltern als auch wenn sie in den Kaderbereich aufsteigen oder in den Verwaltungsrat Einsitz nehmen wollen.</p><p>Was gedenkt der Bundesrat zu unternehmen, um diese Warteschlangen zu verkürzen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Bei den angesprochenen Warteschlangen muss differenziert werden. Diejenige vor den Postschaltern exisitiert tatsächlich - vor allem in der Westschweiz. Diese Warteschlange ist möglichst schnell abzubauen. Die Post hat hier bereits Anfang 2004 Massnahmen beschlossen, und im April sollen die Verbesserungen spürbar werden. Der Vorsteher des UVEK hat sich in diesem Zusammenhang am 1. März mit einer Delegation aus der Westschweiz getroffen und sich informieren lassen. In einem Schreiben an den Verwaltungsratspräsidenten der Post hat der Vorsteher des UVEK die von der Post bereits beschlossenen Massnahmen begrüsst und den Verwaltungsrat aufgefordert, die besondere Situation in der Westschweiz genauer zu verfolgen und die Probleme anzugehen.</p><p>Damit wären wir bei der zweiten Warteschlange - den Frauen, die auf die Einsitznahme in der Unternehmensspitze warten. Ich wäre froh, wenn diese Warteschlange tatsächlich bestehen würde. Der Bundesrat ist zuständig für die Wahl des Verwaltungsrates der Post. Im Anforderungsprofil hat der Bundesrat vorgeschrieben, dass die Frauen im Verwaltungsrat angemessen vertreten sein müssen. Es wurde daher speziell nach Frauen gesucht, jedoch mit dürftigem Erfolg. Ähnlich geht es leider auch dem Verwaltungsrat der Post selbst. Er achtet aber seinerseits auf eine angemessene Vertretung der Frauen in den Spitzenpositionen des Unternehmens.</p>