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Ein Überwachungsvideo einer Müllentsorgungsanlage im russischen Ulyanowsk zeigt, wie ein Mitarbeiter ein schwarz-weisses Kätzchen aus einem Plastikbeutel holt.
«Der Plastikbeutel bewegte sich nicht und die Katze miaute auch nicht. Ich musste den Beutel aufschneiden, um nach Metallen Ausschau zu halten. Ich habe einfach meinen Job gemacht», wird Mikhail Tukash von der Zeitung «The Moscow Times» zitiert.
Der Direktor der Anlage teilte mit, dass das Kätzchen, das laut Veterinären gesund und wohlgefüttert ist, nur Sekunden von seinem Tod entfernt war.
Nun bekam es einen ganz besonderen Titel: Fortan soll es als Assistent des regionalen Umweltministers im Dienst des Schutzes von Wildtieren stehen. «Wir nehmen die Katze mit ins Ministerium und alle Mitarbeiter werden sich um sie kümmern», sagte Minister Gulnara Rakhmatulina gegenüber der Zeitung.
Die Bevölkerung darf zudem nun darüber abstimmen, wie das Tier getauft werden soll.
Nicht das erste Tier in der Entsorgungsanlage
«Wenn Sie kein Tier zuhause halten können oder wollen, dürfen Sie es jederzeit in ein Tierheim bringen», erklärte Minister Rakhmatulina.
Denn die Katze ist nicht das erste Tier, das aus der Müllentsorgungsanlage, ca. 700 Kilometer von Moskau entfernt, gerettet wurde. Zuvor fanden Mitarbeiter auch einen Igel sowie zwei Schildkröten auf dem Förderband.