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Nach Angaben des Klägers handelt die Direktorin für Geschäftsentwicklung von CPWB, Iryna Rzhepetska, als Kontrolleurin und wirtschaftliche Eigentümerin von Metabay.
Am 19. März beschlagnahmte der High Court of Justice in London auf Antrag der pharmazeutischen Firma Darnitsa die Konten der britischen Firma Metabay Import / Export Limited, die als Vermittler im Verfahren zum Kauf von pharmazeutischen Rohstoffen durch Chemisch-Pharmazeutisches Werk Borschtschahivskiy (CPWB) von der deutschen Firma Farmaplant Fabrikation Chemischer Produkte GmbH. Dies berichtete RBC-Ukraine unter Berufung auf den Rechtsanwalt von Darnitsa, Berater der Anwaltskanzlei Aequo Yevhen Levitskii.
Nach Angaben des Rechtsanwalts geht es im Kern des Streits darum, dass CPWB seit mindestens 2014 pharmazeutische Rohstoffe von der deutschen Firma Farmaplant zu einem Preis gekauft hat, der nach Ansicht von Darnitsa deutlich über dem Marktpreis liegt. Darnitsa schätzt die Höhe der Verluste auf 4,7 Mio. USD.
Der Kläger ist der Ansicht, dass Farmaplant die überzahlten Beträge unter dem Deckmantel einer Provision für die angebliche Vermittlung beim Abschluss der entsprechenden Verträge über die Lieferung von pharmazeutischen Rohstoffen auf das Konto von Metabay überwiesen hat.
Nach Meinung des Klägers ist die Kontrolleurin und wirtschaftliche Eigentümerin von Metabay die Direktorin für Geschäftsentwicklung von CPWB, Iryna Rzhepetska, die auch die Tochter des CPWB-Aufsichtsratsvorsitzenden Mykola Bezpalko und von Liudmyla Bezpalko ist, die das Unternehmen bis 2018 als Generaldirektorin leitete.
So sind die Ansprüche von Darnitsa durch die Tatsache gerechtfertigt, dass das Management von CPWB seit vielen Jahren nicht nur die Ausgaben des Unternehmens künstlich überhöht, was sowohl dem Unternehmen als auch seinen Gesellschaftern Schaden zufügt, sondern sich auch offensichtlich das überbezahlte Geld durch das oben beschriebene System aneignet.
Laut dem Rechtsanwalt von Darnitsa und Berater der Anwaltskanzlei Aequo, Yevhen Levitskii, hat die Firma einen Antrag beim Londoner Gericht gestellt, um zu verhindern, dass die Gelder von Metabay weiter auf Offshore-Konten abgezogen werden.
„Darnitsa hat als größter Anteilseigner im Namen von CPWB beim ukrainischen Gericht eine Klage gegen die bösgläubigen Manager dieses Unternehmens eingereicht und fordert eine Entschädigung für den von CPWB erlittenen Schaden in Millionenhöhe. Damit die Entschädigung tatsächlich zustande kommt und die Gelder im Ausland nicht irgendwo verschwinden, hat das englische Gericht beschlossen, sie zu beschlagnahmen“, sagte Levitskii.
Am 26. März traf ein Schweizer Gericht eine ähnliche Entscheidung zur Beschlagnahme von Geldern auf den Konten von Metabay und stimmte mit Darnitsas Argumenten überein.
Am 16. April wird sich das Gericht in London weiter mit dem Fall der Beschlagnahme von Geldern befassen.
Es soll daran erinnert werden, dass das Oberste Gericht am 29. Oktober 2020 bestätigt hat, dass die pharmazeutische Firma Darnitsa 30% der Aktien von Chemisch-Pharmazeutisches Werk Borschtschahivskiy (CPWB) besitzt (Sitz der beiden Unternehmen ist in Kyjiw), die 2015 erworben wurden. Das Oberste Gericht bestätigte auch die Entscheidung des Kyjiwer Handelsgerichts vom 4. November 2019, in der festgestellt wurde, dass der Kauf der Aktien durch Darnitsa rechtmäßig erfolgte.
Die pharmazeutische Firma Darnitsa wurde 1930 gegründet. Seit 1998 ist sie die führende Firma in der Ukraine, was die Herstellung von Arzneimitteln in Naturaleinheiten betrifft. Die strategischen Richtungen der Portfolioentwicklung sind Kardiologie, Neurologie und Schmerzmittel. Die Eigentümer des Unternehmens sind die Mitglieder der Familie Zagorii.
Chemisch-Pharmazeutisches Werk Borschtschahivskiy ist einer der 20 größten pharmazeutischen Hersteller der Ukraine und ist ein Mitglied der Vereinigung „Arzneimittelhersteller der Ukraine“. Nach Angaben im Informationssystem der Nationalen Wertpapier- und Börsenkommission der Ukraine gehören 31,5525% der CPWB-Aktien der pharmazeutischen Firma Darnitsa, 21,2636% bzw. 20,3169% – der Beldor Group S.A. und Lenik Group S.A. mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln. Weitere 8,4630% der Aktien gehören der zypriotischen Firma Aletber Limited. Es gibt keine Informationen über die wirtschaftlichen Eigentümer dieser Offshore-Gesellschaften im öffentlichen Bereich. Die weiteren Anteile werden von Minderheitsaktionären gehalten.