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"Fast alle Anlageklassen sind in den letzten 18 Monaten weit zurückgegangen, aber der Markt für gebrauchte Uhren ist im Vergleich zu anderen tatsächlich weniger rückläufig", urteilen Analysten von Morgan Stanley.
Im Jahr 2021 und im ersten Quartal 2022 waren die Preise von Luxusuhren stark angezogen. Angetrieben wurden sie von geldgierigen Konsumenten, die während der Pandemie zu Hause festsassen, und durch Krypto-Investoren, die ihre Gewinne diversifizieren wollten.
Die Preise für die Schweizer Uhren sind auf den Sekundärmärkten dann aber stark gefallen. Der Markt wurde in den letzten neun Monaten mit einst schwer erhältlichen Modellen überschwemmt, darunter die Rolex Daytona, die Patek Nautilus und die AP Royal Oak, weil Uhrenhändler und Privatanleger ihre Bestände abstiessen. Die Zahl der Rolex-Uhren auf dem Sekundärmarkt stieg allein im vierten Quartal um 19 Prozent, schätzen Morgan Stanley und WatchCharts.
Im gesamten Jahr 2022 stieg das Angebot an Uhren von Rolex, Patek Philippe und Audemars Piguet um 104 Prozent, 110 Prozent und 78 Prozent. Morgan Stanley sagt, die Preiskorrektur der drei grossen Marken sei im vierten Quartal am stärksten gewesen, wobei Audemars Piguet 6,8 Prozent, Patek Philippe 6,7 Prozent und Rolex 5,1 Prozent verloren, hauptsächlich aufgrund von Verlusten bei den Modellen Daytona, GMT Master II und Submariner.
Trotz des Trends stiegen die Uhren von A.Lange & Söhne, einem deutschen Uhrmacher im Besitz von Richemont, der High-End-Uhren in sehr begrenzten Mengen herstellt, im vierten Quartal um 1,7 Prozent. Die Sekundärmarktpreise von TAG Heuer, einer Massenmarktmarke von LVMH, und Tissot, einer weiteren beliebten Massenmarktmarke von Swatch, stiegen im Quartal um 3,3 Prozent bzw. 3,2 Prozent.
(Bloomberg/cash)