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Schilddrüse
|Erkrankung|
|Bösartige Erkankungen (Tumore, Schilddrüsenkrebs)|
|Nebenschilddrüsen: Überfunktion (Adenom, Hyperplasie)|
|Überfunktion (Hyperthyreose): Morbus Basedow, autonomes Adenom|
SchilddrüsenoperationDie Schilddrüse sollte insbesondere dann operiert werden, wenn durch eine Vergrösserung der Schilddrüse andere Organe eingeengt werden, wie Luft- oder Speiseröhre und dies zu Schluck- oder Atembeschwerden oder einem Druckgefühl im Hals führt. Auch wenn der Verdacht auf eine bösartige Erkrankung besteht oder ein bösartiger Schilddrüsentumor bereits nachgewiesen wurde, sollte operiert werden.
Kalte Knoten, die wegen ihrer Grösse stören, schnell wachsen oder eine Bösartigkeit vermuten lassen, werden ebenso der Schilddrüsenchirurgie zugeführt, wie heisse Knoten, die eine Überfunktion verursachen, die sich medikamentös und mittels Radiojodtherapie nur unzureichend behandeln lassen. Auch eine Vergrösserung und Überfunktion der Schilddrüse im Rahmen des sogenannten Morbus Basedow lässt sich mittels der Schilddrüsenchirurgie behandeln, sofern eine Radiojodbehandlung nicht sinnvoll oder nicht gewünscht ist.
Operationen an der Schilddrüse zählen zu den häufigsten Eingriffen der Allgemeinchirurgie. In der Regel erfolgen Schilddrüsenresektionen über einen 5 bis 6 Zentimeter langen Schnitt an der Vorderseite des Halses.
Durch das sogenannten „Neuromonitoring“ (Nervenableitung) kann die intakte Funktion der Nerven direkt während der Operation mittels elektrischer Reizung überprüft werden. Nach erfolgreicher Resektion des betroffenen Schilddrüsengewebes werden 1 oder 2 Drainagen unter Sog in die Schilddrüsenloge eingelegt. Es erfolgt abschliessend die Naht der Haut.