Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03563.jsonl.gz/190

Die Akupunktur ist ein über 4000 Jahre altes Heilverfahren aus China. Akupunktur ist die herkömmliche Heilmethode in vielen ostasiatischen Ländern und wird zur Prophylaxe und Therapie von Krankheiten in allen Bevölkerungsschichten eingesetzt.
Im Laufe der Zeit entdeckten die Chinesen auf der Körperoberfläche des Menschen ein grosses Netz mit vielen Punkten und Bahnen, die miteinander in Verbindung stehen. Blockierungen in diesen Energiebahnen können Krankheiten verursachen. Das Ziel der Akupunktur ist es, die Harmonie dieses gestörten Energieflusses wieder herzustellen, was einer Besserung des Gesundheitszustandes oder einer Heilung gleichkommt.
Im Körper des Menschen gibt es insgesamt 14 Meridiane, d.h. Energieleitlinien, die in enger Beziehung mit den inneren Organen stehen. Jeder Meridian weist viele Verästelungen auf, vergleichbar mit einer Wurzel. Er hat eine wichtige Funktion im Kreislauf der Energie und verbindet die Organe von innen her mit der Körperoberfläche und zieht von unten nach oben.
Harmonie und Gleichgewicht hängen auch vom gleichmässigen und ununterbrochenen Fluss des Qi - aus westlicher Sicht der Lebensenergie - ab, das alle geistigen und körperlichen Vorgänge umfasst. Es zirkuliert entlang von Leitungsbahnen - auch "Meridiane" genannt -, die einen kontinuierlichen Kreislauf bilden. Das Qi verbindet alle Körperteile untereinander mit den inneren Organen. Störungen der inneren Organe machen sich entlang eines oder mehrerer Meridiane bemerkbar. Durch genaues Lokalisieren der Symptome kann der Arzt die entsprechenden Bahnen feststellen und durch Stimulation oder Hemmung mittels Nadeln, Kräuter oder Massagen den Fluss des Qi positiv verändern. Die krankheitsverursachenden Ungleichgewichte werden dadurch behoben.
Das Einhalten eines gewissen Zeitplanes bei der Akupunktur ist wichtig. Eine Besserung des Zustandes kann bei manchen Erkrankungen sofort nach der Behandlung festgestellt werden. Bei anderen Erkrankungen wiederum tritt eine Besserung erst nach einer gewissen Zeit, d.h. nach 8-10 Tagen oder eventuell erst nach einem Monat ein. Die Behandlung umfasst normalerweise 12-15 Sitzungen.