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Über die Säge
Eine erste Säge auf der Schwarzwaldalp dürfte schon seit 1800 am heutigen Standort betrieben worden sein. Die Säge in der heutigen Grösse wurde im Jahre 1896 erbaut.
Am 17. März 1900 kauft Ulrich Thöni von der Alpgenossenschaft Breitenboden ein Areal zum Bau des Kurhauses Schwarzwald-Alp, das dann zwischen 1902 und 1904 erstellt wird. Zur Verarbeitung des Bauholzes wird die Säge in der heutigen Grösse hergerichtet. Sie dient bis zum Hotelbrand im Jahre 1943 regelmässig zur Holzverarbeitung.
Eine wichtige Rolle bekommt sie wieder beim Umbau eines Nebengebäudes des ehemaligen Hotels zum heutigen Hotel-Chalet durch Ernst Thöni. Im Hinblick auf dieses Bauvorhaben wird die Säge 1947 mit einer Hobelmaschine ausgerüstet, die dank einer speziell hergestellten Transmission vom Wasserrad angetrieben werden kann.
Die Säge wird in den 50er und 60er Jahren immer weniger benutzt, wodurch sich immer wieder Stillstandschäden und Reparaturen ergeben.
1997 wird die Stiftung “Pro Säge Schwarzwaldalp“ gegründet mit dem Ziel, die Säge auf der Schwarzwaldalp der Nachwelt als Zeuge der Technikentwicklung im 20. Jahrhundert zu erhalten.
Dank der Stiftung kann die Säge wieder in Stand gestellt werden. Seit dem Sommer 2000 wird sie wieder regelmässig mit Schausägen betrieben.
Technische Daten der Einfachgattersäge Schwarzwaldalp:
- Raddurchmesser 3,4 m
- Schaufelanzahl 30 Stück
- Radbreite 1,04 m
- Umdrehungen pro Min bei Sägebtrieb ca. 18-20, maximal 22
- Prozesssteuerung erfolgt mit über 100jährigem Lochkartensystem (Geschwindigkeit und Vorschub)
- Hobelmaschine (einzige in der Schweiz mit Wasserantrieb)