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Die Tracer-Ratio-Methode dient zur Quantifizierung der Emissionen bei Ställen mit freier Lüftung. Die Empa und Agroscope entwickelten eine Tracer-Ratio-Methode mit zwei Tracergasen für vergleichende Messungen im Emissionsversuchsstall mit zwei separaten Stallabteilen. Dabei werden die Tracergase Schwefelhexafluorid (SF6) und Trifluormethylschwefelpentafluorid (SF5CF3) kontinuierlich bodennah über ein Rohrsystem mit kritischen Kapillaren zudosiert. Diese bilden so die Emissionsquellen ab. Die Probenahme erfolgt räumlich verteilt über Luftsammelleitungen und kritische Kapillaren. Anschliessend werden Tracer- sowie Zielgase analysiert und die Emissionen berechnet. Systematische Validierungsversuche zeigen, dass sich die beiden Tracergase äquivalent verhalten. Das eingesetzte Prinzip zur Zudosierung und Probenahme ermöglicht die Emissionsbestimmung von Flächen- sowie Punktquellen. Zudem kann mit den beiden unterschiedlichen Tracergasen eine allfällige Gas-Verfrachtung zwischen den beiden Stallabteilen nachgewiesen und quantifiziert werden. Somit eignet sich die Tracer-Ratio-Methode zur vergleichenden Bestimmung der Emissionsreduktion von Minderungsmassnahmen für Ammoniak sowie für die Treibhausgase Methan und Kohlendioxid.
Ein Vergleich unterschiedlicher Verfahren für die Stickstoffdüngung von Winterweizen zeigte, dass sich mittels ortsspezifischer, variabler Stickstoffdüngung die Stickstoffüberschüsse deutlich reduzieren lassen.
Umwelt
Fabian Y., Roberti G., Jacot K., Gramlich A., Benz R., Szerencsits E., Churko G., Prasuhn V., Leifeld J., Zorn A., Walter T. (ꝉ), Herzog F.
Viele Drainagen von Ackerflächen sind erneuerungsbedürftig. Nun erhalten Kantone und Betroffene eine Entscheidungshilfe, um solche Flächen umfassend zu beurteilen und nachhaltige Lösungen zu finden.
Die Ammoniakemissionen der Schweizer Landwirtschaft haben in den letzten 20 Jahren wenig abgenommen. Denn die Faktoren, die zu einer Emissionszunahme bzw. -abnahme führen, haben sich zwischen 2000 und 2020 weitestgehend gegenseitig aufgehoben.