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Das Teilchenforschungszentrum Cern wird ab 9 Uhr Protonen mit bisher unerreichter Energie aufeinander prallen lassen.
Ab 8:30 Uhr kann man im Live Webcast das Spektakel mitverfolgen.
Die Protonen sollen im Teilchenbeschleuniger LHC bei einer Energie von 7 Teraelektronenvolt (TeV) miteinander kollidieren. Dazu werden zwei Protonenstrahlen zusammengeführt, die in gegenläufiger Richtung durch den 27 Kilometer langen Tunnel bei Genf kreisen – jeder mit einer Energie von 3,5 TeV.
Laut den Cern-Verantwortlichen ist die Kollision alles andere als eine einfache Aufgabe. Es sei zu vergleichen mit dem Versuch, zwei Nadeln über den Atlantik zu schiessen und zusammenprallen zu lassen. Bis zu den ersten Kollisionen könnten deshalb mehrere Stunden, aber auch mehrere Tage vergehen.
Mit der Kollisionsenergie von 7 TeV wird das CERN seinen grössten Konkurrenten, das Fermilab in Chicago (USA), um das 3,5-Fache übertreffen.
Die Forscher planen, den LHC für 18 bis 24 Monate praktisch ununterbrochen laufen zu lassen. Danach folgt ein «technischer Stopp von etwa acht bis zehn Monaten. In dieser Zeit wird der LHC so umgebaut, dass er danach seine maximale Leistung von 14 TeV ausschöpfen kann. Damit werden Bedingungen erreicht, wie sie kurz nach dem Urknall geherrscht haben.