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Als Ausgangslage musste in einem ersten Verfahrensschritt der Alte Besitzstand erhoben und die Bonitierung (Bodenbewertung) erarbeitet werden. Dabei wurden drei unterschiedliche Wirtschaftsgebiete definiert, welche bei der Erarbeitung des Neuzuteilungsentwurfs berücksichtigt wurden:
- Talsohle: Die Ebene des Bünztales auf einer Höhe von rund 450 m. ü. M. ist den Fruchtbarkeitsstufen 2 bis 4 zugeordnet mit teilweise eingeschränktem Ackerbau und vernässten Gebieten, welche nur gemäht werden können.
- Lindenbergflanke: An der Talflanke findet man die besten Böden der Fruchtbarkeitsstufe 1 und 2. Es ist eine uneingeschränkte Fruchtfolge der 1. und 2. Güte möglich. Erschwerend bei der Bewirtschaftung sind die Hangneigungen.
- Bergmatten: Nebst den Böden mit uneingeschränkter Fruchtfolge gibt es auch Böden mit getreidebetonter Fruchtfolge und futterbaubetonte Standorte. Die Bergmatten liegt über 600 m ü. M. mit einer entsprechend kürzerer Vegetationszeit.
Zudem galt es zu beachten, dass die Teilgebiete (Bünzebene, Bergmatten) bereits früher in Güterregulierungen einbezogen waren.
Für die Erarbeitung des generellen Projektes, des Neuzuteilungsentwurfs und als Grundlage für den Kulturlandplan wurden ein landwirtschaftliches Entwicklungskonzept sowie ein Entwicklungskonzept Landschaft erarbeitet. In einer ersten Phase besuchte das für das landwirtschaftliche Entwicklungskonzept beigezogene Fachbüro alle Landwirtinnen und Landwirte und erhob deren betriebliche Situation. In einer zweiten Phase wurden gemeinsam mit den Betriebsleiterinnen und Betriebsleitern sowie ihren Familien die einzelbetrieblichen Bedürfnisse abgeklärt und die Vorstellungen über die Betriebsentwicklung und die Wünsche für die Neuzuteilung entgegengenommen. Die dritte Phase umfasste die Anpassungen der ökologischen Ausgleichsflächen im Zusammenspiel mit dem Neuzuteilungsentwurf sowie das Aufzeigen der möglichen Bewirtschaftungsverträge. Die Ergebnisse dieses Prozesses wurden kontinuierlich mit der Revision des Kulturlandplanes koordiniert.
Die aus dem landwirtschaftlichen Konzept abgeleiteten baulichen Massnahmen wurden in das Generelle Projekt übernommen. Diese betrafen insbesondere die Sanierung und der teilweise Neubau des Flurwegnetzes sowie der Hofzufahrten. Durch den Bau eines parallel zur Kantonsstrasse verlaufenden Flurwegs für den Landwirtschaftsverkehr sollte die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer/innen erhöht und der Verkehrsfluss verbessert werden.
Das Entwicklungskonzept Landschaft entstand in einem ersten Schritt aus der Erfassung der ökologischen Elemente. Daraus wurden Massnahmen abgeleitet und diese in Form von neuen ökologischen Elementen (Naturschutzzone, Magerwiesen, Extensive Weiden, Vernetzungsstreifen, Uferschutzzonen, Hecken, etc.) im Kulturlandlandplan örtlich fixiert. Neue bauliche Projekte (Bachöffnung bei bestehenden Eindolungen, Neuanlage von Kleingewässern, Bachaufwertung / Renaturierung) wurden in das generelle Projekt integriert.