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In Brasilien hat am Sonntag die Stichwahl um das Präsidentenamt begonnen. Dabei zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaberin Dilma Rousseff und ihrem Herausforderer Aécio Neves ab.
Die Wahllokale öffneten um 8.00 Uhr (11.00 Uhr MEZ). Rund 143 Millionen Wahlberechtigte entscheiden darüber, wer die siebtgrösste Volkswirtschaft der Welt in den kommenden vier Jahren führt. Die linke Staatschefin Rousseff lag in den Hauptumfragen rund sieben Prozentpunkte vor ihrem Herausforderer Neves aus dem Mitte-Rechts-Lager.
Die 66-Jährige strebt ein zweites Mandat bis 2018 an. Dann wäre ihre Arbeiterpartei PT 16 Jahre an der Macht. Sie hatte in ihrer Kampagne vor allem die Erfolge in der Sozialpolitik des Schwellenlandes hervorgehoben.
Der 54-jährige Ex-Gouverneur Neves setzt auf einen Wandel und steht für ein liberaleres Wirtschaftsmodell. In den zurückliegenden Wochen lieferten sich beide Lager einen erbitterten Wahlkampf.
Neves hatte im ersten Durchgang die sozialliberale frühere Umweltministerin Marina Silva vom zweiten Platz verdrängt. Silva rief ihre Anhänger auf, am Sonntag für Neves zu stimmen.
Die Wahlberechtigten sollten am Sonntag auch in Stichwahlen über die Vergabe von Senatoren- und Gouverneursposten entscheiden. Die Wahllokale schliessen gegen 20.00 (MEZ). Das Wahlergebnis wird noch in der Nacht zum Montag erwartet.
SDA-ATS