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"Offene Märke, Handel, Arbeitsteilung haben für ärmere Länder sehr gut funktioniert", sagte die frühere bulgarische EU-Kommissionsvizepräsidentin in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Das treffe ebenso auf die Industrieländer zu, die angesichts einer gewachsenen Mittelschicht in den Schwellenländern mehr dorthin exportieren könnten. Anstatt Handelshürden aufzubauen sollten die Volkswirtschaften daher lieber auf Wettbewerb setzen. Dieser sorge für Innovationen und steigere die Produktivität.
Vor allem protektionistische Töne der neuen US-Regierung hatten zuletzt Sorgen geschürt, der Welthandel könnte Schaden nehmen. Die USA hatten beim Treffen der Finanzminister der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer am Wochenende in Baden-Baden in der gemeinsamen Erklärung die übliche Ablehnung jeder Form von Protektionismus verhindert.
Georgiewa rief China dazu auf, den heimischen Markt stärker für die Konkurrenz zu öffnen, damit die Wirtschaft angesichts des abklingenden Konjunkturbooms dynamischer werde. "2016 kamen 35 Prozent des Wachstums in der Welt von China", sagte sie. "Auch wenn dieser Beitrag schrittweise zurückgehen dürfte, so bleibt er sehr beachtlich." Die Weltbank stellt über die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung jährlich etwa zwei Milliarden Dollar an Krediten für China bereit. Die Projekte reichen dabei von der Bekämpfung der Umweltverschmutzung bis hin zur Stadtentwicklung.
(Reuters)