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Autor: Urs Schönenberger
Bild: Gian Marco Meier
An den Cross-Europameisterschaften in Dublin war der LCR am vergangenen Sonntag gleich mit drei Athleten vertreten: Jonas Raess, Selina Fehler und Urs Schönenberger. Damit konnte der Verein bereits eine erste Premiere feiern. Denn noch nie in der Geschichte des Vereins wurden drei LCR-Athleten gleichzeitig für einen Grossanlass selektioniert. Als viertes LCR-Mitglied reiste zudem auch Gian-Marco Meier mit Schweizer Delegation nach Dublin und übernahm dort das Coaching der Männer und der Mixed-Staffel.
Im Rennen der Männer zeigte Jonas Raess, dass er seine Top-Ten-Platzierung der letzten Cross-EM verteidigen möchte und lief lange mit der Spitzengruppe mit. Dabei versteckte er sich geschickt vor dem starken Wind, der auf der coupierten, 10km langen Cross-Strecke wehte. Kurz vor Rennhälfte mussten Jonas und zahlreiche weitere Athleten die hochkarätige Spitzengruppe jedoch ziehen lassen, die sich um Olympiasieger Jakob Ingebrigtsen formierte. Ingebrigtsen gewann das Rennen und mit rund einer Minute Rückstand erreichte Jonas auf dem sehr guten Rang 17 das Ziel. Im selben Rennen wählte Urs Schönenberger eine ganz andere Taktik als Jonas und lief zu Rennbeginn ganz hinten im Feld mit. Durch den verhaltenen Start in seinem ersten EM-Rennen konnte Urs Kräfte für die zweite Rennhälfte sparen. Er machte anschliessend laufend Ränge gut und überquerte die Ziellinie auf Rang 51 mit etwas mehr als zwei Minuten Rückstand auf den Sieger. Zusammen mit Joey Hadorn (40.) und Julien Wanders (61.) erreichten Jonas und Urs damit zum ersten Mal in der Schweizer Leichtathletikgeschichte einen Diplom-Rang (Rang 8) in der Team-Wertung der Männer.
Ebenfalls einen Diplom-Rang erlief sich LCR-Athletin Selina Fehler in der Mixed Relay zusammen mit Lore Hoffmann, Michael Curti und Jonas Schöpfer. In dieser Disziplin absolvierten pro Nation jeweils zwei Frauen und zwei Männer eine Staffel über 4x1500m. Nach hervorragenden ersten zwei Ablösungen von Hoffmann und Curti lag das Schweizer Team auf dem dritten Zwischenrang. Selina lief es auf der dritten Ablösung jedoch nicht nach Wunsch und sie musste einige Athletinnen an sich vorbeiziehen lassen. Die Übergabe an Jonas Schöpfer erfolgte auf dem 7. Rang, den Schöpfer anschliessend ins Ziel brachte.
Derweilen war Gian-Marco Meier kaum auf dem Fernsehschirm zu sehen. Seine Arbeit im Hintergrund trug jedoch massgeblich zu den Leistungen des Schweizer Teams an der Cross-EM bei. Gian bewies einmal mehr, dass er alle Fähigkeiten hat, die es für einen Top-Coach braucht. Er half dabei, für die Athleten eine geeignete Renntaktik und mentale Einstellung zu finden, instruierte sie bezüglich der Spike-Längen-Auswahl und coachte sie am Streckenrand.