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Amphitheater
(grch., «Rundtheater»),
bei den Römern das zu Tierkämpfen und Fechterspielen bestimmte Theater. In seiner Mitte lag die mit Sand überschüttete, meist elliptisch gestaltete, häufig mit starken Untermauerungen versehene Arena (s. d.). Rings um diese lief eine massive Mauer, auf der man ein Gitter zum weitern Schutz gegen die Tiere anzubringen pflegte. Hinter dieser erhoben sich, treppenförmig emporsteigend, die um den ganzen Raum laufenden Sitzreihen, von denen die untern für die Senatoren, Ritter u. s. w., die obern, mehr rückwärts gelegenen für das Volk bestimmt waren.
Über einen oder mehrere Gänge, welche das Amphitheater umzogen, gelangte man zu den verschiedenen Treppen, die nach den Sitzreihen führten. Früher als in Rom wurden in Campanien steinerne Amphitheater gebaut; das älteste erhaltene ist das von Pompeji. In Rom, wo bis dahin die Kampfspiele auf dem Forum abgehalten wurden, ließ Cäsar 44 v. Chr. das erste größere Amphitheater für Fechterspiele errichten; es war von Holz und wurde nach beendigtem Spiele abgetragen. Das unter Augustus (29 v. Chr.) von Statilius Taurus errichtete steinerne Amphitheater war wenigstens zum Teil noch aus Holz erbaut, denn es wurde unter Nero durch Feuer verzehrt. Dann erbauten Vespasian und Titus