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Die Bevölkerung der Schweiz ist von 3,3 Millionen im Jahr 1900 auf 8,8 Millionen Ende 2022 gewachsen.
Statistik
(BFS) Bei den Haushaltsausgaben der Privathaushalte in der Schweiz zeigten sich 2021 im Vergleich zum Vorjahr wenig Veränderungen. Wie 2020 sind die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Konsumausgaben auch 2021 noch spürbar. Das durchschnittliche verfügbare Einkommen von 6706 Franken pro Monat ist mit demjenigen der Vorjahre vergleichbar.
Die Erwerbseinkommen bildeten auch 2021 die wichtigste Stütze mit durchschnittlich 72,1% des Bruttoeinkommens, während die Renten und Sozialleistungen mit 21,5% die zweitwichtigste Einkommensquelle darstellten.
Die Vermögenseinkommen spielten auch 2021 für einen grossen Teil der Haushalte eine untergeordnete Rolle (im Mittel 5,2% des Bruttoeinkommens). Nur bei jedem siebten Haushalt machte dieser Anteil mehr als 5,2% des Bruttoeinkommens aus.
BFS) 2022 waren sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die Kapitalleistungen aus der beruflichen Vorsorge (2. Säule), die nach dem gesetzlichen Rentenalter bezogen wurden, am höchsten. Von den Personen, die 2022 eine neue Leistung bezogen haben, erhielten 44% eine Rente, 37% ein Kapital und 19% eine Kombination aus beidem.
Eine neu ausbezahlte Altersrente aus der beruflichen Vorsorge (BV) belief sich 2022 für Frauen im Median auf 1217 Franken, für Männer auf 2077 Franken pro Monat. Dies bedeutet, 50% der ausbezahlten Renten waren höher und 50% tiefer als der jeweilige Betrag. Der Medianbetrag der von den Pensionskassen und Freizügigkeitseinrichtungen entrichteten Kapitalleistungen betrug bei den Männern knapp 153 564 Franken und bei den Frauen 65 622 Franken.
2022 bezogen nahezu die Hälfte der am 31. Dezember ständig in der Schweiz wohnhaften Bezügerinnen und Bezüger einer BV-Leistung ausschliesslich eine Rente (44%). Knapp 37% liessen sich ihre Altersleistung vollständig als Kapital auszahlen. Die übrigen Neubezügerinnen und Neubezüger (19%) bezogen im Jahr 2022 eine Kombination aus Rente und Kapital.
(BFS) Die Arbeitsmarktgesamtrechnung (AMG) zeigt die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt auf, indem sie die individuellen Übergänge zwischen Erwerbstätigkeit, Erwerbslosigkeit und Nichterwerbstätigkeit erfasst. Die AMG umfasst auch die Wanderungen und die natürlichen Bevölkerungsbewegungen (Geburten, Todesfälle) und stellt so ein Bindeglied zwischen den Arbeitsmarktstatistiken und den Bevölkerungsstatistiken dar.
Verglichen wird die Arbeitsmarktsituation Anfang Jahr mit der Situation Ende Jahr. Die Bewegungen werden in der Bilanz in zwei Gruppen unterteilt: zum einen Bewegungen innerhalb der Schweiz (Ein- und Austritte von Erwerbspersonen), und zum anderen Ein- und Auswanderungen von Erwerbspersonen. Die Differenz zwischen den Ein- und Auswanderungen ergibt den Wanderungssaldo.
2022 nahm die Erwerbsbevölkerung in der Schweiz um 2,2% zu: von 5,374 Millionen Personen zu Jahresbeginn auf 5,494 Millionen zu Jahresende. Bei den Männern war der Anstieg höher als bei den Frauen (Männer: +2,6% auf 2,975 Millionen; Frauen: +1,9% auf 2,520 Millionen).
(BFS) Der Krankenversicherungsprämien-Index (KVPI) verzeichnet für das Prämienjahr 2023 ein Wachstum von 3,9% gegenüber dem Vorjahr. Der KVPI erreicht damit einen Indexstand von 202,0 Punkten (Basis 1999 = 100). Anhand des KVPI lässt sich die Auswirkung der Prämienentwicklung auf das Wachstum des verfügbaren Einkommens schätzen. Gemäss der KVPI-Modellrechnung des Bundesamtes für Statistik (BFS) reduziert die Prämiensteigerung das Wachstum des verfügbaren Durchschnittseinkommens 2023 um 0,4 Prozentpunkte.
(BFS) Das gesamte Einkommen aller privaten Haushalte in der Schweiz stieg von 1995 bis 2022 um 82,0%. Pro Kopf stieg das Einkommen im gleichen Zeitraum um 27,2% (unter Berücksichtigung von Bevölkerungswachstum und Preisentwicklung).
Die Indikatoren zur makroökonomischen Perspektive der Haushaltseinkommen geben einen Überblick über Höhe, Zusammensetzung und Entwicklung der Einkommen in der Schweiz zwischen 1995 und 2022. Datenbasis ist die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung.
(BFS) Der Anteil der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren mit Migrationshintergrund ist in den letzten Jahren regelmässig angestiegen und erreichte 2022 erstmals 40% (2 951 000 Personen). Davon sind nahezu 80% im Ausland geboren und gehören somit der ersten Generation an (2 342 000 Personen). Die übrigen 20% sind in der Schweiz geboren und werden zur zweiten Generation gezählt (609 000).
Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund hat nach der schweizerischen (38%) am häufigsten eine italienische (10%) oder deutsche Staatsangehörigkeit (9%). Weitere aktualisierte Zahlen für das Jahr 2022 geben Auskunft über die soziodemografischen Merkmale und die räumliche Verteilung der Bevölkerung mit Migrationshintergrund sowie über die Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren.
(BFS) Um möglichst rasch erste provisorische Werte der Pensionskassenstatistik 2022 publizieren zu können, ist eine nach Rechtsform und Risikodeckung geschichtete Zufallsstichprobe gezogen worden. Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf der Hochrechnung von 446 eingegangenen Fragebogen (August 2023).
(BFS) Je nach Herkunftsland unterscheidet sich die Situation der 1,12 Mio. ausländischen Arbeitskräfte in der Schweiz. Personen aus gewissen EU-Staaten haben hohe Erwerbstätigenquoten von 85% oder mehr, andere haben Quoten unter 60% (Russland, Eritrea, Türkei). Erwerbstätige aus den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich sind eher hochqualifiziert und in Führungspositionen, jene aus Sri Lanka und Eritrea hingegen oft als Hilfsarbeitskräfte tätig. Das widerspiegelt sich auch in unterschiedlichen Arbeitsbedingungen. Dies sind einige Ergebnisse aus der Publikation zu den «Ausländischen Arbeitskräften in der Schweiz» des Bundesamtes für Statistik (BFS).
pw. Zwar fehlt es nicht an Zuwanderung – 2022 nahm die Bevölkerung der Schweiz um fast eine Viertelmillion zu – aber die Geburten gehen zurück. Im Kanton Zürich bspw. im selben Jahr um 14 Prozent, was mit 4538 etwa dem Stand von 2006 entspricht. Die Gründe liegen im Dunkel. Auf der Website des Zürcher Präsidialdepartements werden sie auf einen Rückgang der Fertilität zurückgeführt, was auch nicht erhellend ist, weil der Tatbestand einfach einen anderen Namen erhält. Andere Ursachen, bspw. Folge der Covid-Impfung, werden hierzulande nicht ernsthaft diskutiert. Aber mit den sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen müssen wir dennoch klarkommen. Stefan Millius schreibt in der Weltwoche dazu:
Die Altersklasse ab 75 Jahren wächst rund sieben Mal so schnell wie die Bevölkerung zwischen 18 und 65 Jahren. Inzwischen haben die ersten Babyboomer das Alter von 75 Jahren erreicht. Diese Entwicklung kommt nicht überraschend. 2017 machte der liberale Think-Tank Avenir Suisse folgende Feststellung: «Bereits 2016 sind erstmals mehr inländische Arbeitskräfte aus dem Arbeitsmarkt ausgeschieden als nachgerückt.»
Das war vor sechs Jahren, und die Lage hat sich inzwischen massiv zugespitzt. Derzeit sind in der Schweiz rund 55 Prozent mehr Menschen im Alter zwischen 55 und 60 Jahren und stehen damit kurz vor der Pensionierung, als es 15- bis 20-Jährige vor dem Eintritt ins Arbeitsleben gibt. Es ist eine simple Primarschulrechnung: Die einen gehen – und viel weniger rücken nach. (…)
Wer hätte jemals gedacht, dass Babys zu einer solchen Rarität werden könnten? In Südkorea ist die Geburtenrate auf nur noch 0,78 gesunken. Es geht aber noch tiefer: Den Rekord hält die Hauptstadt Seoul mit ihren 10 Mio. Einwohnern, wo pro Frau gerade einmal 0,59 Kinder auf die Welt kommen.
Die Konsequenzen sind dramatisch: Die Bevölkerung Südkoreas wird sich bis zum Ende des Jahrhunderts halbieren. Zudem gerät das Rentensystem aus den Fugen. Bereits in 50 Jahren besteht die Gesellschaft zur Hälfte aus über 65-Jährigen.
In Südeuropa fehlt es ebenfalls an Nachwuchs: So zählen Spanien und Italien nur noch 1,2 Geburten pro Frau. Um die Bevölkerung konstant zu halten, wären 2,1 erforderlich. Experten warnen deshalb vor einem Kollaps der Sozialversicherungen. Derweil schneidet Frankreich mit einem Wert von 1,8 besser ab.
Wo steht die Schweiz? Auch hier ist die Geburtenrate auf einen historischen Tiefstwert von 1,39 gesunken, wie das Bundesamt für Statistik im Juni bekanntgab. Veronica Weisser, promovierte UBS-Ökonomin und eine der namhaftesten Vorsorgeexpertinnen der Schweiz, meint angesichts der Zahl von 1,39: «Verharrt die Geburtenrate auf einem solch tiefen Niveau, so führt dies zu einer deutlichen Verschärfung der Finanzierungsengpässe in unserem Sozialsystem. Dazu gehören neben der AHV die Gesundheitsversicherung sowie die Pflege.»
Laut Weisser rechnet das Bundesamt für Statistik in seinen Prognosen mit einer weitaus höheren Geburtenrate von 1,62 bis im Jahr 2050. Doch selbst in diesem Szenario sinkt das Verhältnis der Erwerbstätigen zu den Pensionierten dramatisch: Während derzeit 3,1 Personen eine Rente finanzieren, müssen bis 2058 bereits zwei Beitragszahler für einen Rentner aufkommen – und dies gerechnet mit der optimistischen Geburtsprognose.
Schon heute steht die AHV unter einem riesigen Reformdruck: Um die steigenden Ausgaben zu finanzieren, braucht es entweder höhere Steuern und Lohnbeiträge. Oder die Erwerbstätigen müssen länger als bis 65 arbeiten. Wie aber gehen wir damit um, wenn zudem immer mehr künftige Beitragszahler ausfallen?
BFS. In der Schweiz schätzen die meisten Personen ab 65 Jahren ihre finanzielle Lage positiv ein. Geringe Einkommen können häufig durch finanzielle Reserven ergänzt werden. Innerhalb der älteren Bevölkerung gibt es jedoch grosse Unterschiede. Personen mit einem Haushaltseinkommen, das mehrheitlich aus Renten der 1. Säule besteht, sind dabei besonders benachteiligt: Sie sind öfter einkommensarm, verfügen seltener über Vermögensreserven und stufen ihre finanzielle Situation auch selbst negativer ein als der Durchschnitt der älteren Bevölkerung.
BFS. Das Erwerbseinkommen entspricht den Einnahmen, die Personen mit der Ausübung einer Erwerbstätigkeit erzielen. Dazu gehören nicht nur Löhne, sondern auch Einkünfte aus einer selbstständigen Erwerbstätigkeit sowie beschäftigungsbezogene Sozialleistungen.Nicht zum Erwerbseinkommen zählt das beschäftigungsunabhängige Einkommen aus anderen Quellen wie Vermögen, Sozialhilfe, Transferleistungen usw.
BFS. Im Jahr 2022 nahmen die Todesfälle gegenüber dem Vorjahr zu und die Lebendgeburten gingen zurück. Der Geburtenüberschuss, d. h. die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen, fiel noch geringer aus als im Pandemiejahr 2020. Zudem wurde 2022 mehr geheiratet als 2021, was nicht nur auf gleichgeschlechtliche Paare zurückzuführen ist, die jetzt ebenfalls heiraten können, sondern auch auf eine grössere Bereitschaft zu heiraten. Die Zahl der Scheidungen ging zurück.
2022 starben in der Schweiz 74’400 Personen und somit 3200 bzw. 4,5% mehr als im Vorjahr. Nach einem Rückgang im Jahr 2021 stieg die Zahl der Todesfälle 2022 wieder an.
Die Zunahme fiel bei den Frauen deutlicher aus als bei den Männern (+5,3% gegenüber +3,8%). Am stärksten stieg die Anzahl Todesfälle bei den Personen ab 80 Jahren (Frauen: +6,9%; Männer: +8,7%) sowie bei den Personen unter 40 Jahren (+6,2% bzw. +2,8%). Bei den 40- bis 64-Jährigen ging sie hingegen zurück (-1,3% bzw. -2,6%). In der Altersgruppe der 65- bis 79-Jährigen entwickelten sich die Todesfälle nach Geschlecht in entgegengesetzter Richtung: Bei den Frauen starben im Vergleich zum Vorjahr 2,2% mehr, bei den Männern 1,5% weniger.
Durch diese Entwicklung stabilisierte sich im Jahr 2022 die Lebenserwartung der Männer bei Geburt sowie mit 65 Jahren bei 81,6 bzw. 19,8 Jahren. Bei den Frauen lagen die Lebenserwartungen mit 85,4 bzw. 22,5 Jahren etwas tiefer als 2021.
BFS. Neue Längsschnittindikatoren zu den Verläufen im System der sozialen Sicherheit zeigen für das Jahr 2021 einen leichten Rückgang (–0,3%) der Anzahl Personen, die Taggelder der Arbeitslosenversicherung, Renten der Invalidenversicherungen oder Sozialhilfeleistungen bezogen. Die Zahl der Personen, die innerhalb eines Jahres mehrere Leistungen beanspruchten, ist 2021 um 3,9% angestiegen, während eine Typologie der Leistungsbeziehenden zeigt, dass Personen mit Drehtüreffekt deutlich in der Minderheit sind (2,3%).