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Tessa Worley setzte sich um 48 Hundertstel vor die Italienerin Sofia Goggia. Die Amerikanerin Mikaela Shiffrin verlor als Dritte 72 Hundertstel auf die mit Nummer 1 gestartete Worley. Alle anderen verloren über eine Sekunde und mehr auf die Bestzeit der 27-jährigen Französin. Tessa Worley war 2013 in Schladming Weltmeisterin geworden. In diesem Winter gewann sie im Weltcup drei der bisher sieben Riesenslaloms, weshalb sie in St. Moritz die Favoritin Nummer 1 ist.
Die Schweizerinnen zählten nach dem Ausfall von Lara Gut nicht zu den Kandidatinnen auf eine Medaille, aber Simone Wild befindet sich bei Halbzeit nicht sehr weit weg von einer riesigen Überraschung. Mit Nummer 15 schob sich die 23-jährige Zürcherin auf Platz 5. Nur 39 Hundertstel trennen sie von der drittplatzierten Mikaela Shiffrin. Im Weltcup hat es Simone Wild erst zweimal in die Top 10 geschafft. Im Dezember in Sestriere realisierte sie als Siebente ihre persönliche Bestmarke.
Simone Wild zeigte vor allem einen starken Schlussspurt. Im untersten Abschnitt fuhr die Frau aus Adliswil sogar schneller als die führende Worley. Mélanie Meillard war zunächst ähnlich stark unterwegs wie Simone Wild, doch sie verlor im Gegensatz zu Wild im unteren Abschnitt viel Zeit. Mit gut zwei Sekunden Rückstand konnte sich die 18-Jährige nicht unter die besten 20 schieben. Die noch um ein Jahr jüngere Camille Rast, auch sie wie Meillard eine Walliserin, schaffte es nicht in die Top 30 und wird deshalb im zweiten Durchgang mit einer hohen Nummer antreten müssen. Die Schwyzerin Jasmina Suter, die für Lara Gut in die Mannschaft rutschte, schied aus.
St. Moritz. Weltmeisterschaften Riesenslalom der Frauen. 1. Lauf: 1. Tessa Worley (FRA) 1:02,01. 2. Sofia Goggia (ITA) 0,48 zurück. 3. Mikaela Shiffrin (USA) 0,72. 4. Federica Brignone (ITA) 1,10. 5. Simone Wild (SUI) 1,11. 6. Nina Löseth (NOR) 1,21. Ferner: 21. Mélanie Meillard (SUI) 2,08. 23. Anna Veith (AUT) 2,25. 35. Camille Rast (SUI) 3,42. – Ausgeschieden u.a.: Viktoria Rebensburg (GER) und Jasmina Suter (SUI).