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Als «minimally competent» oder «sufficiently competent» werden Personen bezeichnet, die bei einem Test jenes Leistungsniveau erreichen, das aufgrund eines Standardsetzungsverfahrens als gerade noch genügend gilt, damit der Person hinsichtlich des getesteten Leistungsbereichs Kompetenz attestiert werden kann. Bei der Festlegung des minimalen Leistungsniveaus wird in der Regel kriteriumsorientiert vorgegangen. Im Unterschied zu einem normorientierten Vorgehen, das sich an der Verteilung der Leistungen in einer Referenzgruppe und damit an formalen (statistischen) Normen ausrichtet (soziale Bezugs- bzw. Vergleichsnorm), beruht ein kriteriumsorientiertes Vorgehen auf inhaltlichen Überlegungen, die folglich eine genaue Kenntnis des Leistungsbereichs voraussetzen, der getestet wird (sachliche Bezugs- bzw. Vergleichsnorm). Natürlich ist nicht ausgeschlossen, dass oberhalb des minimalen Leistungsniveaus weitere Leistungsstufen festgelegt werden, wie im Falle der in den USA üblichen Differenzierung nach below basic, basic, proficient und advanced. Ein häufig verwendetes Verfahren zur Bestimmung der Leistungsniveaus (cutscores) ist die Angoff-Methode. Was dabei schieflaufen kann, zeigt die erste Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK) durch die EDK. Vgl. meine kritische Analyse im Condorcet-Blog.
Dass es auf den Lehrer bzw. die Lehrerin ankommt, wissen wir offenbar nicht erst seit John Hattie, der aufgrund seiner Synthese von unzähligen Metaanalysen zur schulischen Wirksamkeit genau diese These – Teachers Make a Difference – vertritt. Wer Hatties Buch Visible Learning nicht kennt, kann sich anhand des folgenden Kongressbeitrags rasch und gut informieren.
John A. C. Hattie (2003). Teachers Make a Difference. What Is the Research Evidence? Paper presented at the Australian Council for Educational Research Annual Conference on Building Teacher Quality. Auckland: University of Auckland.