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Über eine Million Flüge werden jährlich im Schweizer Luftraum registriert. Ob es um Starts, Landungen oder Überflüge geht - die Skyguide AG sorgt im Auftrag des Bundes für eine sichere und wirtschaftliche Abwicklung des zivilen und militärischen Luftverkehrs.
Der Luftraum über der Schweiz und den angrenzenden Gebieten ist einer der komplexesten und am intensivsten genutzten Europas. Die «Skyguide Schweizerische Aktiengesellschaft für zivile und militärische Flugsicherung» (Skyguide) hat dafür zu sorgen, dass der sehr dichte Verkehr in diesem Luftraum sicher und effizient abläuft. Ihre Hauptaufgabe ist die Bewirtschaftung des Luftraums über der Schweiz und über angrenzenden Gebieten der Nachbarstaaten (Skyugide erbringt rund 40% ihrer Dienste im Ausland). Dazu kommen weitere Aufgaben wie die Bereitstellung von Informationen für die Piloten und die Installation, der Betrieb und die Wartung der Flugsicherungssysteme.
Skyguide ist laut Gesetz eine nicht gewinnorientierte Unternehmung. Grundlagen der Tätigkeit von Skyguide sind das Luftfahrtgesetz, die Verordnung über den Flugsicherungsdienst und die strategischen Vorgaben des Bundesrates.
Verhältnis zum Bund
Skyguide befindet sich zu 99,947 Prozent im Besitz der Eidgenossenschaft. Die Aktionärsinteressen des Bundes werden durch das UVEK und das VBS wahrgenommen. Der Bundesrat wählt via Generalversammlung den Verwaltungsrat und genehmigt die jährlichen Geschäftsberichte. Er gibt dem Unternehmen strategische Ziele für jeweils vier Jahre vor; es ist Sache der Skyguide, wie sie diese Ziele umsetzt. UVEK und VBS prüfen jährlich im Dialog mit dem Verwaltungsrat, ob sich Skyguide auf dem vorgegebenen Kurs befindet.
Die Regelung des Flugsicherungsdienstes und die Fachaufsicht über Skyguide liegt beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) und beim Kommando der Luftwaffe. Mit Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit der Luftfahrt befassen sich auch der Civil Aviation Safety Officer (CASO) sowie die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST), beides sind Fachstellen des UVEK.
Mitglied des FABEC
Die Schweiz ist zusammen mit Frankreich, Deutschland und den Benelux-Staaten Teil des Funktionalen Luftraumblocks „Europe Central" (FABEC), welcher am 2. Dezember 2010 mittels Staatsvertrag gegründet wurde. Der FABEC bildet ein Schlüsselelement des einheitlichen Luftraums über Europa („Single European Sky"), an dem sich die Schweiz via bilaterales Luftfahrtabkommen mit der EU beteiligt: Über die Hälfte des gesamten Flugverkehrs über Europa spielt sich innerhalb des FABEC ab. Skyguide arbeitet eng mit ihren Partnerorganisationen im FABEC zusammen, um den Luftverkehr in diesem Raum sicherer, effizienter und umweltfreundlicher abzuwickeln, beispielsweise durch direktere und damit kürzere Flugrouten, weniger Wartezeiten in der Luft etc.
Skyguide beschäftigt 1'397 Personen an 14 Standorten, von denen die Flugsicherungszentralen Genf und Dübendorf die grössten sind. Rund 5 Prozent des Personalbestandes sind Auszubildende (66 Personen im 2014).
Der Umsatz von Skyguide beträgt rund 450 Mio. CHF. Der grösste Teil davon sind Gebühren, welche die Nutzer der Flugsicherungsdienste bezahlen - im zivilen Luftverkehr also letztendlich die Passagiere. Für gemeinwirtschaftliche Leistungen erhält Skyguide vom Bund ca. 65 Mio. CHF pro Jahr an Abgeltungen. Die Luftwaffe kommt für die militärischen Flugsicherungs- und Einsatzführungsdienste von Skyguide im Umfang von rund 36 Mio. CHF pro Jahr auf. Skyguide ist laut Gesetz eine nicht gewinnorientierte Unternehmung. Der Bundesrat erwartet ein ausgeglichenes Betriebsergebnis. Dieses Ziel wurde 2014 mit einem Überschuss von 28.1 Mio. CHF erfüllt.