Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03353.jsonl.gz/1384

Wie erwartet: Tokio verzichtet auf Zuschauer
Die Paralympischen Spiele in Tokio finden wegen der Corona-Pandemie erwartungsgemäss ohne Zuschauer statt. Dies teilten die Organisatoren und das Internationale Paralympische Komitee (IPC) gut eine Woche vor dem Start mit. Tokio befindet sich bereits seit Anfang Juli und mindestens bis zum 31. August im Notstand, fast täglich gibt es Corona-Rekordzahlen. Bereits bei Olympia durften deshalb keine Fans in die Sportstätten.
Keller erhält Startplatz in Tokio
Rollstuhlathlet Silvio Keller ist doch an den Paralympischen Spielen (25. August bis 6. September) in Tokio dabei. Der 38-jährige Tischtennisspieler rutscht anstelle des verletzten britischen Titelverteidigers Robert Davis ins Tableau. «Ich war schon überrascht, denn ich hatte wirklich nicht mehr damit gerechnet. Dann muss ich eben den Platz des Titelverteidigers einnehmen», scherzte Keller. Die frohe Botschaft erreichte ihn in den Ferien. An den Paralympics in London 2012 klassierte sich der Aargauer auf Rang 5, in Rio 2016 schied er in der Gruppenphase aus. Swiss Paralympic wird mit 21 Athletinnen und Athleten nach Tokio reisen.
Keine afghanischen Athleten am Start
Die Paralympics werden wegen der verheerenden Lage in ihrer Heimat ohne Athleten aus Afghanistan stattfinden. Das teilte das Internationale Paralympische Komitee am Montag mit. Für die Sportler gebe es keinen Weg, um nach Tokio zu reisen, hiess es. «Aufgrund der sehr ernsten Situation im Land sind alle Flughäfen geschlossen worden», sagte ein OK-Sprecher. In Japan hätten zwei Taekwondo-Kämpfer antreten sollen.
Ärger um georgischen Athleten
Ein georgischer Judoka ist offenbar vor dem Start der Paralympischen Spiele in Tokio verhaftet worden. Der 34-Jährige soll einem Wachmann im Quarantänehotel am Flughafen Haneda am letzten Donnerstag eine Rippe gebrochen haben, indem er ihn «ansprang und zu Boden stiess», liess sich ein Polizeisprecher zitieren. Die georgische Mannschaft war nach Einreise wegen eines positiven Testergebnisses in Quarantäne geschickt worden.