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Ab 2002 soll der Einsatz von Kupfer in der Landwirtschaft in der Europäischen Union verboten werden. Von dieser Massnahme besonders betroffen ist der biologische Kartoffelanbau, wo eine Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule meist nur mit Kupferpräparaten erfolgreich ist. Auf der Suche nach Ersatzmitteln ohne Kupfer prüften wir in einem Feldversuch 26 Mittel: Produkte aus dem Biolandbau, Pflanzenextrakte, Mikroorganismen und Mittel, welche eine Resistenz bewirken. In kleinen Parzellen von 4 m2 Grösse wurden die Sorten Bintje und Agria künstlich mit Phytophthora infestans infiziert und dann wöchentlich mit den Spritzmitteln behandelt. Den Verlauf der Krankheit notierten wir alle zwei bis vier Tage. Es war möglich, Mittel mit 30 % Wirkung und mehr sicher festzustellen. Einzig Robus, ein Produkt auf der Basis von Natriumphosphit, und kupferhaltige Produkte erreichten diese Wirkung. Dies macht deutlich, dass enorme Anstrengungen unternommen werden müssen, um Produkte zu entwickeln, die gegen die Kraut- und Knollenfäule der Kartoffeln wirksam sind und im Biolandbau akzeptiert würden.
Pflanzenbau
Spring J.-L-, Zufferey V., Verdenal T., Reynard J.-S., Lorenzini F., Bourdin G., Blouin A., Carlen C., Jermini M., Morisoli R., Ferretti M.
Aktuell werden fünf in der Schweiz gezüchtete Merlot-Klone über die Zertifizierung verbreitet. In einem mehrjährigen Versuch von Agroscope in Gudo (TI) konnten sie mit französischen und italienischen Referenzklonen verglichen werden, wobei sie ihre sehr guten Eigenschaften unter Beweis stellten.
Arbuskuläre Mykorrhiza-Pilze sind wichtig für gesunde Böden und gute Ernten. Eine europaweite Studie zeigt, dass Pflanzenschutzmittel diesen Pilzen zusetzen. Dadurch verringert sich ihre Fähigkeit, Pflanzen über die Wurzeln mit Phosphor zu versorgen.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.