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Vom Milliarden-Unternehmen zum Bankrott, oder wie der Volksmund sagt: «Form Hero to Zero». In diesem Artikel stellen wir einige schweizweit und weltweit bekannte Marken vor, die einen beachtlichen Abstieg hingelegt haben oder ganz verschwunden sind.
10. PickPay
Pick Pay war ein Schweizer Detailhandelsunternehmen, das 1968 gegründet wurde, ehe das formell bereits aufgelöste Unternehmen 2005 von Denner übernommen wurde. Das Unternehmen beschäftigte noch 2004 rund 1’300 Mitarbeiter und hatte 125 eigene Filialen. Das Sortiment bestand aus mehr als 4’000 Artikeln. Im Jahr vor der Insolvenz erzielte Pick Pay einen Umsatz von 825 Millionen Franken.
9. ABM
Au Bon Marche, kurz ABM genannt, war ein Schweizer Unternehmen im Detailhandel. Die erste Filiale hat ABM im Jahr 1956 in Bern eröffnet. In den besten Zeiten betrieb ABM rund 60 Warenhäuser und erwirtschaftete einen Umsatz von fast 700 Millionen Schweizer Franken. Nach vielen unternehmerischen Fehlentscheidungen hat ABM in den 1990er-Jahren tiefrote Zahlen geschrieben. In der Folge wurden 30 Filialen in Oviesse-Filialen umgewandelt. 2004 kam das endgültige Aus. Die noch übrigen 24 Standorte und 230 Mitarbeiter wurden von der C&A-Gruppe übernommen.
8. PTT
Zwischen 1928 und 1998 war die schweizerische PTT die staatliche Behörde für den Post-, Telefon- und Telefaxbetrieb in der Schweiz und in Liechtenstein. Die PTT wurde 1998 in Folge der zehn Jahre zuvor eingeleiteten Liberalisierung in zwei Konzerne aufgeteilt: Die Schweizerische Post und Swisscom. Damit verschwand auch die Marke PTT.
7. Schild
Das Schweizer Mode-Einzelhandelsunternehmen Schild betrieb bis ins Jahr 2015 an verschiedenen Standorten in der Schweiz 13 Filialen. Es beschäftigte rund 600 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von rund 153 Millionen Schweizer Franken. Die Marke verschwand 2019 und wurde zusammen mit der Marke Herren-Globus in bestehende Globus-Standorte integriert.
6. Rover
Rover war ein britischer Automobilhersteller der im Jahr 1896 gegründet wurde. Im Jahr 2004 hatte das Unternehmen mit 6’000 Angestellten noch 100’000 Autos produziert, was nur halb so Viele waren, die nötig gewesen wären um schwarze Zahlen zu schreiben. So musste das Unternehmen 2005 Insolvenz anmelden. Die Markenrechte liegen seit 2008 bei dem indischen Automobilhersteller Tata.
5. Neckermann
Bis zur Auflösung des Unternehmens im Jahr 2012 war Neckermann eines der führenden Versandhandelsunternehmen in Europa. Das Sortiment bestand aus über 700’000 Artikeln aus den Segmenten Mode, Haushalt, Spielzeug und Technik. Noch im Jahr 2010 hatte das Unternehmen ca. 1’500 Mitarbeiter und generierte einen Umsatz von 1.29 Milliarden Euro. Die Markenrechte sicherte sich der ehemalige Konkurrent Otto-Versand und betreibt seitdem unter der Marke «Neckermann.de» einen Onlineshop.
4. Sony Ericsson
Anfang der 1990er Jahre war das als Telekommunikationskonzern tätige Unternehmen Ericsson einer der grössten Hersteller mobiler Telefone. Um die Jahrtausendwende liefen die Geschäfte nicht mehr so gut und das Unternehmen ging ein Joint Venture mit Sony ein. Der Marktanteil von Sony Ericsson ging trotzdem zurück, weshalb 2011 Sony und Ericsson bekannt gaben, dass Sony das Unternehmen für rund 1 Milliarde Euro komplett übernehmen werde. In der Folge verschwand auch die Marke Sony Ericsson.
3. Compaq
Von 1982 bis zur Übernahme 2002 durch Hewlett-Packard war die Compaq Computer Corporation ein US-amerikanischer Hersteller von Computern. Das Unternehmen entwickelte sich in den 90er Jahren zu einem der grössten Hersteller von PC-Systemen, bevor es in einer äusserst umstrittenen Übernahme von HP für 25 Milliarden US-Dollar übernommen wurde. Die Marke verschwand in der Folge fast weltweit. In Argentinien wurden jedoch noch im Jahr 2017 neue Computer-Modelle unter der Marke Compaq herausgegeben.
2. Kodak
Kodak war früher einer der weltweit bedeutendsten Hersteller für fotografische Ausrüstung, vor allem für Filmmaterial. Das Unternehmen existiert noch heute und erwirtschaftet noch immer einen Umsatz in Milliardenhöhe. Der Beispiellose Abstieg der Marke Kodak ist jedoch bemerkenswert. Der Abstieg für Kodak begann mit dem Aufkommen der Digitalfotografie. In der Folge ging die Anzahl der Mitarbeiter von 60’000 zurück auf heute 5’800. Der Umsatz lag in den Spitzenjahren in den 1990er Jahren bei 19,4 Milliarden US-Dollar.
1. Swissair
Die Swissair wurde 1931 gegründet und war bis zur Einstellung des Betriebs 2002 der Stolz einer ganzen Nation. Noch im Jahr 2000 wurden mit einem Personalbestand von 71‘905 Mitarbeitern 161 Verkehrsflugzeuge, 122 Ground Handling-Stationen, 164 Cateringbetriebe, 349 Nuance-Verkaufsstellen und 20 Hotels betrieben. Der Grund für das Grounding ist auf Missmanagement zurückzuführen. Als am 31. März 2002 der Betrieb eingestellt werden musste, stand die ganze Schweiz unter Schock.