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Damit Shampoos, Bodylotions oder andere kosmetische Mittel nicht schon wenige Tage nach dem Öffnen verderben, setzen die Hersteller den Produkten in sehr geringen Mengen Konservierungsstoffe zu. MIT (Methylisothiazolinon) ist ein solcher Konservierungsstoff, der vor allem vermeiden soll, dass sich Bakterien in einem Produkt vermehren können.
Der Stoff gilt in der vom europäischen Ausschuss für Verbrauchersicherheit SCCS zugelassenen Höchstmenge von 0,01 % als gesundheitlich unbedenklich und wirksam. Diese Bewertung wurde auf Basis umfangreicher wissenschaftlicher Daten vorgenommen.
Allerdings hat die Nutzung des Stoffs in vielen unterschiedlichen kosmetischen Mitteln dazu geführt, dass Dermatologen in jüngster Zeit auch einen leichten Anstieg der Fälle von allergischen Reaktionen festgestellt haben. Die Industrie hat diese Entwicklung sehr aufmerksam beobachtet und in gemeinsamen Arbeitsgruppen mit Dermatologen zusätzliche Informationen gesammelt und Handlungsoptionen diskutiert. Sowohl die Experten aus der Industrie als auch die Dermatologen sind zu dem Schluss gekommen, dass die Risiken am besten dadurch weiter gemindert werden, dass MIT künftig nur noch in Produkten Verwendung findet, die nach Gebrauch von der Haut abgespült werden, wie z. B. Shampoos. Daher hat der europäische Verband der Kosmetikhersteller, Cosmetics Europe, eine Empfehlung herausgegeben, den Einsatz von MIT auf diese Produkte zu beschränken.