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Radio Meteorbeobachtung ist technisch anspruchsvoll, aber ermöglicht kontinuierliche Meteorbeobachtungen unabhängig von der Witterung oder Tageszeit. Um sie durchführen, wird ein Funkempfänger benötigt. Dieser besteht aus einer 4-Elemente-Yagi-Antenne und einem Radioempfänger, heute oft ein digitaler USB Empfänger. Dieser ist mit einem Computer verbunden, welcher mit spezieller Software die Signale kontinuierlich, 24 Stunden pro Tag aufzeichnet und sie gleichzeitig auswertet. Als Sender dient eine Radiostation in Frankreich, welche dauernd auf der Frequenz von 143 MHZ ein Signal aussendet.
Tritt ein Meteoroid in die obere Atmosphäre der Erde ein, werden die verdrängten Luftmoleküle angeregt. Es entsteht eine Lichtspur - die Sternschnuppe - und die Luft wird ionisiert, d.h. stark elektrisch aufgeladen. Diese Spur kann von Sekundenbruchteilen bis zu einigen Minuten sichtbar sein.
Die Radio-Meteorbeobachtung basiert auf diesem Ionisierungseffekt. Die weit entfernte Antenne (ca. 1000km) sendet ein kontinuierliches Signal aus, das vom Empfänger, also beispielsweise Mirasteilas, normalerweise nicht empfangen werden kann wegen der Erdkrümmung.
Ist nun der Meteor zwischen Sender und Empfänger, kann die ionisierte Meteorspur das Sendesignal reflektieren, es entsteht ein Radio-Echo, der Empfänger kann kurzzeitig ein Signal empfangen. Die Auswertung erlaubt, dieses von anderen Signalen (z.B. Flugzeugen) zu trennen und aufzuzeichnen.
Die Daten dieser Messungen werden zentral beim Radio Meteor Observatory Bulletin RMOB gesammelt. Die Auswertung der Messungen an verschiedenen Orten erlauben es, Informationen über die Flugbahn und Grösse der Sternschnuppe zu gewinnen.