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Das natürliche Verbreitungsgebiet des dsungarischen Zwerghamsters sind weite flache Grassteppen und Halbwüsten im Nordosten von Kasachstan und im Südwesten Sibiriens. Dort haben Sie ihr Nest in Höhlengängen unter der Erde.
Erstmals von einem Wissenschaftler beschrieben wurde der dsungarische Zwerghamster 1773 von Peter Simon Pallas. In den 1960er Jahren wurden die ersten Dsungaren in der Wildnis gefangen und für die Forschung ins Max Planck Institut nach Deutschland gebracht. Vom Labor und Zoos verbreiteten sich die Dsungaren bald auch als Heimtier.
Nach einer Tragzeit von 18 Tagen bringen dsungarische Zwerghamster ca. 4
- 8 Jungtiere zur Welt (unser grösster Wurf bisher waren 9 Jungtiere) , welche mit 4 Wochen die Geschlechtsreife erreichen. Mit ca. 4 Monaten sind sie ausgewachsen und wiegen Normalgewichtig zwischen 30 bis 60g. Männchen werden durchschnittlich etwas grösser als Weibchen. Dsungaren werden gewöhnlich
zwischen 1.5 und 2.5 Jahre alt.
Wenn im Winter die Tage kürzer werden bekommen dsungarische Zwerghamster ein weisses Winterfell und ihr Fell wird einwenig länger als Anpassung an die hohen Minustemperaturen
im Winter. Der Wechsel zum Winterfell wird durch die Tageslichtdauer bestimmt, künstliches Licht kann die Umfärbung verhindern. Hingegen kann ein Gehegestandort mit wenig Licht auch im Sommer zu
einer Umfärbung führen.
Duftdrüsen
Hamster kommunizieren mit ihren Artgenossen über Pheromone welche über Durfdrüsen ausgeschüttet werden.
An der Bauchunterseite besitzen Dsungaren eine Bauchduftdrüse, die bei Männchen ausgeprägter ist als bei Weibchen. Um eine Botschaft/ eine Markierung zu
hinterlassen wird die Duftdrüse bei langsamer Fortbewegung über den Untergrund oder Gegenstände gedrückt. Markierungsverhalten mit der Bauchdrüse wird insbesondere als Reaktion auf einen Geruch
eines anderen Hamster ausgelöst. Aber auch in einer neuen Umgebung wird die eigene Präsenz auf diese Weise kommuniziert. Trifft ein Männchen auf ein fruchtbares Weibchen, macht das
Hamstermännchen mit seinem Duft auf sich aufmerksam.
Eine weitere Drüse befindet sich im Maul, welche nach meinen Beobachtungen zur Identifikation zwischen Hamster dient. Denn bei einer Begegnung zwischen zwei Hamster beschnuppern sie sich dort gegenseitig und falls es sich nicht um ein bekanntes Geschwister oder einen potentiellen Paarungspartner handelt, kommt es zu einer Auseinandersetzung.
Auch mit dem Kot werden Duftsekrete abgesetzt. Hamster setzen Kot beispielsweise in den Futtervorräten ab, vielleicht um das Versteck durch den Duft wiederzufinden. Dieses Verhalten scheint nicht zum markieren der Futterverstecke zu dienen, denn der Kot haltet keinen fremden Hamster davon ab, das Futterverstecke zu plündern. Im Gegenteil, sie scheinen das besonders gerne zu tun.
Körperbau
Der Körperbau eines Hamsters ist an das Leben auf dem Boden angepasst. Hamster klettern zwar sehr gerne, dies birgt aber eine hohe Verletzungsgefahr, weil der
Hamster die Höhe nicht einschätzen und beim Klettern auch mal den Halt verlieren und abstürzen kann.
Beispielsweise fehlt dem Hamster der lange Schwanz, weshalb er niemals so geschickt klettern können wird, wie eine Maus oder eine Ratte.