Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03475.jsonl.gz/1954

Herzlich willkommen!
Die Carl-Huter-Stiftung orientiert sie über
- Carl Huter;
- die Hutersche Psycho-Physiognomik;
- die Huterschen Lehren;
- die Carl-Huter-Literatur;
- die Carl-Huter-Stiftung.
Kommen Sie mit auf einen Rundgang!
1. Biografische Informationen
Carl Huter wurde 1861 in Heinde bei Hildesheim in Hannover geboren und starb 1912 in Dresden in Sachsen. Carl Huter hatte zwei jüngere Schwestern. Sein Vater starb schon im März 1868. Im Herbst kam er, als Erstklässler, zu kinderlosen Pflegeeltern, die in Ödelum einen kleinen Bauernhof bewirtschafteten, 20 km von Heinde entfernt.
Bereits im Alter von fünf und sechs Jahren zeigten sich beim Knaben Eigenschaften, die auf eine hervorragende geistige Veranlagung schliessen liessen, u.a.
- ein hervorragendes Gedächtnis;
- die Fähigkeit, Menschen genau zu beobachten und sie treffend zu charakterisieren;
- ein starker Sinn für Gerechtigkeit und Wahrheit;
- die Neigung, sich mit ernsten Themen zu befassen.
In der Schule erkannte man die aussergewöhnliche Veranlagung und bald erhielt Carl Huter eine besondere Förderung, zuerst von seinem Lehrer und später vom Pastor. Sie gaben ihm zusätzlichen Unterricht und besorgten ihm Fach- und Lehrbücher für das Selbststudium. Weder die Pflegeeltern noch die Mutter unterstützten den Wunsch des Sohnes nach dem Besuch einer höheren Schule. In Hildesheim wurde er in einer dreieinhalbjährigen Lehrzeit zum Porträtmaler, Dekorateur und Porzellanmaler ausgebildet.
Danach war Carl Huter als Portraitmaler tätig. Durch Selbststudium und durch privaten Unterricht erwarb er sich gute Kenntnisse in Medizin, Naturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Philosophie und Spiritualismus, in Berlin, Leipzig und Dresden. Seine hervorragende geistige Veranlagung erlaubte es, in kurzer Zeit auf vielen Gebieten eine hohe Kompetenz zu erreichen.
Zwischen 1884 und 1893 war er im Raum Hannover als Portraitmaler und zugleich für seine Lehre tätig:
- Er gab Vorträge und Kurse;
- Er beriet Menschen, oft auch kranke Menschen;
- Er war als Natur-Forscher und Philosoph tätig. Im Jahre 1889 entdeckte er, im Dämmerlicht, ein schwaches weisslich-gelbes Licht, das von seinem Körper ausging, namentlich von seinem Kopf und den Händen. Erst 1899, zehn Jahre später, hatte er diese Strahlung vollständig erforscht. Er nannte sie Helioda-Strahlung, kurz: Helioda. Ein Halsleiden, das ihn zwischen 1889 und 1892 beruflich einschränkte, trug dazu bei, sein eigenes Heilsystem zu entwickeln. 1898 veröffentlichte er das 424-seitige Werk "Die neue Heilwissenschaft".
Im Jahre 1893 gab er den Beruf des Portraitmalers auf und arbeitete nur noch für seine Lehre: lehrend, gutachterlich und forschend. Auch einige kranke Menschen, denen die Schulmedizin schon längst nicht mehr helfen konnte, wandten sich an ihn. Oft verbesserte sich deren Zustand in sehr kurzer Zeit erheblich, dank seinem Wissen über das Leben und dank seinem Vermögen, Menschen richtig zu erkennen. Mitte 1894 wurde er Leiter eines Kurbades in Hannover. In Zusammenarbeit mit den Ärzten konnte er sein Heilsystem anwenden und praktische Erfahrungen sammeln. Mitte 1895 gab er diese Tätigkeit nach nur einem Jahr wieder auf. Seine Lebensaufgabe sah er darin, eine neue Lehre über Welt und Mensch zu schaffen und zu verbreiten. Im Januar 1896 heiratete er Henriette Pieper (genannt Henny), im September kam das erste Kind zur Welt und im Jahre 1897 erfolgte der Umzug nach Detmold. Von hier zog er 1909 nach Leipzig weiter, während dem die Familie in Detmold blieb.
Von 1898 bis 1911 hat er seine Lehren in Wort und Schrift mit grösster Hingabe verbreitet. Carl Huter
- hielt mehrere Hundert Vorträge in vielen Städten und Ortschaften des damaligen deutschen Reiches, von Freiburg und Konstanz im Süden bis nach Kiel im Norden und von Strassburg im Elsass bis nach Breslau und Tilsit. Tausende von Männern und Frauen haben interessiert zugehört, Hunderte von Zeitungen haben anerkennende Berichte veröffentlicht. Sehr oft hat er die Richtigkeit seiner Lehren durch anschliessende Experimente nachgewiesen. Sie haben Anerkennung, Staunen und Bewunderung hervorgerufen.
- schrieb weit über 30 Werke, von denen er sehr viele veröffentlicht hat;
- gab die Zeitschrift "Hochwart" heraus. Sie erschien vom Oktober 1899 bis zum Jahr 1911. Sie war das Vereinsorgan des Carl-Huter-Bundes. Dieser Bund bestand von 1902 bis zum Tode Huters. - Der Bund gliederte sich in Ortsgruppen. Um 1906 gab es in Deutschland rund 30 Ortsgruppen.
Die Gesamtauflage seiner Werke betrug mehrere Zehntausend. Hinzu kommen Fachartikeln und Broschüren, in denen Ärzte und Naturwissenschaftler die Huterschen Lehren dargelegt haben.
Carl Huter hat viele Entdeckungen gemacht, teils Entdeckungen mit grosser Bedeutung. Seine Entdeckungen beruhen oft auf ganz Beobachtungen und Experimenten. Carl Huters Möglichkeiten waren beschränkt, denn sein Lebenswerk schuf er ganz allein, ohne finanzielle Unterstützung und ohne wissenschaftliche Assistenten. Es war ihm bewusst, dass er seine Entdeckung damit nur in minimaler Weise nachgewiesen, erforscht und beschrieben hatte.
Carl Huter war fast sein ganzes Leben lang selbständig erwerbend. Er beschäftigte in seinem Kurbad und in seinen Instituten mehrere Mitarbeiter, namentlich Sekretärin, Masseur, Arzt und psychologische Assistentin. Seine Mitarbeiter haben bei ihm zuerst eine Ausbildung durchlaufen und in kurzer Zeit viel gelernt.
Carl Huter hat rund 20 Personen im Bereich der Huterschen Psycho-Physiognomik, des Hellfühlens und der Therapie mit Helioda ausgebildet. Rund 5 Personen haben die Prüfungen erfolgreich bestanden. Einige waren danach in entsprechenden Berufen freiberuflich tätig.
Zu diesen Personen zählen
- Amandus Kupfer (1879-1952), Schriftsteller, Verleger; psychologischer Berater und Dozent;
- Kurt Wagner (1886-1942), Schriftsteller, Verleger, Lebensreformer und psychologischer Berater;
- Max Schacke (1872-1959), Schriftsteller, Verleger und Helioda-Therapeut.
2. Hutersche Lehren
Die wichtigsten Huterschen Entdeckungen und Erkenntnisse werden hier lediglich aufgeführt. Nähere Erläuterungen findet man
- in den Schriften von Carl Huter, siehe 2B. Die Huterschen Lehren und 11D. Bibliothek & Download;
- in den nachfolgenden Kapiteln!
2.1 Das Empfindungs-Element und der Weltäther
Carl Huter nimmt an, dass alles, was in unserem Universum vorhanden ist, sich auf drei Grundelemente zurückführen lässt:
- Das Empfindungs-Element - Aus diesem Element gehen das Empfindungsvermögen und schliesslich das Leben hervor. Einzelheiten in Ziffer 2.2.
- Das Ruh-Element - Aus diesem Element geht die Materie hervor.
- Das Bewegungs-Element - Aus diesem Element gehen Kraft und Energie hervor.
Carl Huter nimmt an, dass der Raum mit Weltäther erfüllt ist.
Die Eigenschaften des Weltäthers:
- Der Weltäther besteht aus einzelnen Teilchen.
- Die wichtigsten Eigenschaften der neutralen Weltäther-Teilchen sind:
a. Die drei Grundelemente befinden sich in einem vollständigen Gleichgewicht.
b. Deshalb erscheint der neutrale Weltäther als absolut neutral, z.B. ohne Masse, ohne Gewicht.
c. Der neutrale Weltäther vermag alle äusseren Einwirkungen zu empfangen und leitet sie vollständig und unverfälscht weiter.
d. Er ist nicht in der Lage, die Einwirkungen zu speichern. Damit würde er die Neutralität verlieren.
e. Im neutralen Weltäther liegt ein Sehnen nach Veränderung. Dies führt zu einer Äther-Differenzierung, d.h. zur Bildung von Ruh-Äther-Teilchen, zur Bildung von Fliehäther-Teilchen und zur Bildung von Empfindungs-Äther-Teilchen. Siehe 6. Neue Physik
Anmerkungen
Der Weltäther ist bei Beginn des Universums entstanden, also dann, als der Raum entstanden ist. Huter nimmt an, dass der Raum auf der Wirkung von zwei polaren Raumkräften beruht und diese den Weltäther erzeugt haben.
Der Äther ist nur schwer nachweisbar. Carl Huter sagte, er habe dank seinem Empfindungsvermögen mit dem Äther in Verbindung treten können.
In der Natur-Wissenschaft glaubt man, dass alle Erscheinungen auf physikalische und chemische Erscheinungen zurückzuführen sind. Der deutsche Naturforscher Ludwig Büchner, 1824-1899, legte diese Ansicht in seinem Werk "Kraft und Stoff", 1855, dar. Er gilt als einer der Begründer des Materialismus. In der Biologie, der Medizin, etc. werden andere Konzepte kaum anerkannt. Sie vermögen Seele, Geist, Gefühl kaum zu erklären und hoffen darauf, sie mit physikalischen und chemischen Prozessen erklären zu können.
Carl Huter ist aufgrund von experimentellen Nachweisen, die er und andere erbracht haben, und durch die Ergebnisse seines Denkens überzeugt, dass die Materie ein Gedächtnisvermögen besitzt und sich das Gedächtnisvermögen niemals auf Kraft oder Stoff zurückführen lässt. Es muss als ein selbständiges Vermögen, eine selbständige Energie betrachtet werden!
2.2 Produkte des Empfindungs-Elements
Carl Huter nimmt an, dass im Empfindungs-Element die Wurzeln liegen für die Entstehung
- der lebenden Zelle;
- der Lebenskraft, die zugleich Liebeskraft ist;
- des Bewusstseins, das eng mit dem Gewissen verbunden ist;
- von Seele und Geist;
- die negative Helioda, d.h. die Empfindungskraft der Lebewesen;
- die positive Helioda, d.h. die Strahlkraft, die in der lebenden Zelle organisierend und schöpferisch tätig ist und den inneren Lebenscharakter nach aussen trägt, an die Peripherie. Entsprechend geschulte Menschen sind in der Lage, sie als feines, gelblich-weisses Licht zu erkennen.
Anmerkungen
1. Carl Huter schreibt, dem Empfindungs-Element gelingt es, das Bewusstsein auf magische Weise zu erzeugen. Weitere Erklärungen findet man in den Huterschen Schriften nicht. Vermutlich ist es ausserordentlich schwierig, diese Vorgänge näher zu erforschen. Hilfreich ist jedenfalls die feste Überzeugung von Huter, dass sich Seele, Geist und Bewusstsein niemals als eine physikalische Erscheinung, z.B. als eine Schwingung, oder als eine chemische Erscheinung erklären lassen.
2. Die obgenannten Produkte haften auch der Materie an, also den Atomen und Molekülen und deren Bestandteilen. Sie befinden sich dort in einer gebundenen Form, in einer schlummernden Form und sind für normale Menschen kaum feststellbar. Nach Carl Huter gilt:
- Am stärksten vermögen sie sich, nach Carl Huter, im Eiweiss-Molekül zu sammeln.
- Im Empfindungsvermögen liegt das Sehnen nach dem Erwachen aus diesem Schlummer-Zustand. Dies erfordert die Bildung einer lebenden Zelle mit Organen, die dies letztlich ermöglichen.
3. Carl Huter stützt die oben genannten Eigenschaften des Lebens auf seine genauen, umfassenden Beobachtungen, auf das Studium von Fachliteratur, u.a. über die Zelle, Logik, Intuition, etc. und auf viele beweisführende Experimente, die er während mehr als 10 Jahren regelmässig erfolgreich wiederholt hat.
4. Die Helioda-Strahlung ist individuell unterschiedlich. Bei Carl Huter war sie stark. Dies hat ihm die Entdeckung und die Erforschung der Helioda-Strahlung erleichtert. Sie wirkt offensichtlich direkt auf die Zellen ein, in einer die Zelle aktivierenden Weise. Es bestehen zahlreiche Berichte darüber, dass es Carl Huter gelungen ist, mit der von ihm ausgehenden Strahlung bei kranken Menschen eine erhebliche Besserung zu erreichen resp. bei gesunden Menschen eine Einwirkung zu erzeugen, welche diese z.B. als belebend, wärmend, empfunden haben.
2.3 Wichtige Erkenntnisse in den Bereichen Physik, Biologie, Medizin und Psychologie
Carl Huter ist überzeugt, dass die Erklärungen über einzelne physikalische, biologische und psychologische Erscheinungen mangelhaft sind und der Grund darin liegt, dass sie das Empfindungsvermögen nicht berücksichtigen.
Carl Huter fand neue Erklärungen über
a. die Gravitation;
b. die Ausbreitung des Lichts, d.h. von elektro-magnetischen Wellen
c. über die Entstehung des Lebens, die Höherentwicklung des Lebens; die Prozesse im Innern der lebenden Zelle
d. den Menschen: Wie lassen sich die individuellen Eigenschaften des Menschen aus seinem Äusseren erkennen? Als Folge davon gewann er neue Erkenntnisse über Sympathie und Antipathie zwischen zwei oder mehreren Menschen, über die Eignung der Menschen für bestimmte Berufe, über die Eigenschaften, die eine Führungspersonen besitzen sollte (differenziert nach Fachgebiet), etc. - Huter entwickelte daraus ein neues Instrument, um den Menschen zu beschreiben und nennt es Hutersche Psycho-Physiognomik.
e. über die Stärkung der Gesundheit des Menschen und über die therapeutische Behandlung von chronischen und akuten Krankheiten. Er wurde zum Begründer einer neuen Heilwissenschaft.
2.4 Philosophische Gedanken
Dank dem Instrument der Huterschen Psycho-Physiognomik gewann einen viel besseren Einblick in das Wesen Mensch als es bisher möglich war. Dies erlaubte es ihm, über viele Themen, die uns Menschen beschäftigen, neue Erkenntnisse zu gewinnen, namentlich auf den Gebieten
a. Weltanschauung; er nannte sie vergeistige Weltanschauung;
b. Ethik; er nannte sie neue Ethik und
c. Religion; er nennt sie Kallisophische Weltreligion.
Anmerkungen:
1. Die Kallisophie Weltreligion steht mit den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der damaligen Zeit und mit den ergänzenden Erkenntnissen von Carl Huter in Übereinstimmung.
2. Carl Huter hat über die kallisophische Weltreligion nur wenige Texte veröffentlicht. Daraus sind die Grundgedanken ersichtlich.
3. Es gilt als sicher, dass ein Teil der ungedruckten Schriften verloren gegangen sind. Vermutlich auch Schriften über die Kallisophie.
Fazit: Carl Huter sieht sich
als Begründer
- der Huterschen Psycho-Physiognomik;
- der neuen Ethik;
- der Kallisophischen Weltreligion.
als Forscher, der wichtige neue Erkenntnisse gewonnen hat, namentlich
- über die Grundelemente unserer Welt. Durch die Entdeckung des Empfindens als drittes Grundelement ergibt sich eine neue Weltanschauung, die vergeistige Weltanschauung.
- in der Physik;
- in der Biologie, also die Lehre über das Leben. Er ist der Entdecker der Lebenskraft, der Liebeskraft, der Helioda-Empfindungskraft und der Helioda-Strahlkraft.
- in der Abstammungslehre. Er nennt seine Darstellung Evolutions-Schöpfungs-Lehre. Diese Lehre umfasst auch die Erkenntnisse von Darwin, von Lamarck und vieler weiterer Forscher. Carl Huter erkannt das Selektionsprinzip (Darwin) und das Anpassungsprinzip (Lamarck) als richtig an. Die Höherentwicklung beruht nach Carl Huter nicht allein auf diesen beiden Elementen. Viel bedeutender sind die Wirkungen, die von der Empfindungsenergie ausgehen.
- in der Heilkunde.
History
Diese Seite wurde am 15. August 2020 erstellt und veröffentlicht, in deutscher, französischer und englischer Fassung. Sie wird regelmässig überprüft, letztmals vom 16. August 2020 bis 1. September 2020 und am 1. Dezember 2020.