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Frieda Rauber-Roos erblicke das Licht der Welt am 2. März 1922. Sie war die Tochter des Alexis und der Elise Roos-Cottier. Mit ihrem zwei Jahre älteren Bruder Philipp verbrachte sie die Kindheit in Jaun, wo die Eltern ein Haus besassen und einen kleinen Bauernbetrieb bewirtschafteten.
Als Frieda vier Jahre alt war, starb ihr Vater. Das war ein schwerer Schicksalsschlag für die junge Familie. Im darauffolgenden Jahr bekam sie einen Stiefvater. Schon früh musste sie mit Mutter und Bruder in die «Mäder» zum Wildheuet. Der Aufstieg war lang und mühsam. Jeden Abend kehrten sie wieder ins Tal zurück. Nach der Schule fand Frieda eine Stelle im Café Industrielle in Bulle. Danach arbeitete sie in verschiedenen Haushaltungen in Jaun.
Im April 1949 schloss Frieda mit Werner Rauber den Bund fürs Leben. Vier Töchtern schenkte sie das Leben. Gross war der Schmerz, als sie am 18. März 1978 ihre Tochter Gertrud im blühenden Alter von 25 Jahren zu Grabe begleiten musste. Mit viel Gottvertrauen meisterte sie dieses Schicksal. Im August 1994 verstarb ihr Mann Werner mit 73 Jahren nach einem Hirnschlag und im Dezember 2001 verstarb ihr Bruder Philipp und ein Jahr später ihr Schwiegersohn Severin mit nur 55 Jahren. Die nötige Kraft fand sie bei den vielen Messebesuchen.
Ihre Leidenschaft war der Blumenschmuck am Haus und im Garten. Im Winter liebte sie es, wenn sie Strickarbeiten verrichten durfte. Sie freute sich über die Besuche der Enkel- und Urenkelkinder, für die sie so gerne strickte.
Frieda kannte man als eine stille und ruhige Person. Als der elterliche Bauernbetrieb von ihrer Tochter Cecile und deren Familie übernommen wurde, sah man sie bis zu ihrem 85. Lebensjahr im Sommer beim Heuen. 2008 erlitt sie einen Schlaganfall. Nach zwei kurzen Spital- und Erholungsaufenthalten während der letzten zwei Jahre konnte sie wieder nach Hause. Mit Hilfe der Spitex und den Familienangehörigen erholte sie sich recht gut und konnte auch wieder ihren Haushalt alleine führen. Mit dem Alter nahmen aber nach und nach die Kräfte ab und nach etlichen Stürzen zu Hause war sie vermehrt auf Hilfe angewiesen. Schweren Herzens trat sie am 2. Juni 2010 ins Alters- und Pflegeheim in Charmey ein. Hier fand sie liebevolle Aufnahme. Am Samstagabend, den 14. August 2010, starb sie unerwartet an Herzstillstand. Eing.