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Forderungen
Unsere 2019 publizierte Recherche zeigt, welche zentrale Rolle Syngenta beim Verkauf von Pestiziden spielt, die das Pesticide Action Network als «hochgefährlich» einstuft. Der Handel mit diesen Produkten ist integraler Bestandteil des Geschäftsmodells von Syngenta.
Wir fordern von Syngenta :
- Aufzuhören, von schwachen Regulierungen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu profitieren, um dort Produkte zu verkaufen, die in der Schweiz oder der EU wegen ihrer Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt verboten sind.
- Sich zu verpflichten, die Produktion und den Verkauf hochgefährlicher Pestizide einzustellen – mit einem klaren Plan und verbindlichen Fristen.
Die Schweiz darf nicht mehr wegschauen
Als Sitz des weltweit grössten Pestizid-Konzerns und als Produktionsland hat die Schweiz eine besondere Verantwortung. Wir fordern von den Schweizer Behörden verbindliche Massnahmen gegen den unverantwortlichen Handel mit hochgefährlichen Pestiziden:
- Mit der Konzernverantwortungsinitiative würde die Menschenrechts- und Umweltprüfungspflicht für Unternehmen mit Sitz in der Schweiz gesetzlich verankert. Unsere 2019 publizierte Recherche zu hochgefährlichen Pestiziden zeigt einmal mehr, wie illusorisch es ist, von multinationalen Unternehmen wie Syngenta zu erwarten, dass sie ihre Verantwortung auf rein freiwilliger Basis wahrnehmen.
- Die Schweiz muss den Export von Pestiziden verbieten, «deren Verwendung in der Schweiz wegen ihrer Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen oder auf die Umwelt verboten ist», wie es ein im Dezember 2017 von der Genfer Nationalrätin Lisa Mazzone (Grüne) eingereichter Vorstoss verlangt, der von 41 Parlamentarierinnen und Parlamentariern sämtlicher politischer Lager unterstützt wird. Unsere Recherche zum «Skandal von Yavatmal» (2018) hat gezeigt, dass ein in der Schweiz produziertes Pestizid mitverantwortlich an einer Vergiftungswelle in Indien war: Polo, ein gefährliches Insektizid, wurde von Syngenta aus der Schweiz exportiert, wo es verboten ist.
Die Schweiz muss sich für ein verbindliches internationales Abkommen zur Regulierung des Markts für hochgefährliche Pestizide einsetzen. Das Problem kann nur durch ein globales Vorgehen angegangen werden, zu dem die Schweiz ihren Beitrag leisten muss.