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Die Wohnüberbauung meierhof an der Bollstrasse 62, 64 und 66 in Winterthur-Seen bietet ein stadtnahes Wohnen im Grünen mit hochwertiger Architektur an. Die drei Punktgebäude mit insgesamt 33 Wohneinheiten und 1 Gemeinschaftsraum sind in der Höhe gestaffelt und im bestehenden Geländeverlauf gut eingebettet. Die Höhenstaffelung wird durch den halbgeschossigen Höhenversatz der dreigeschossigen Gebäude an der Bollstrasse 64 und 66 innerhalb des Baukörpers mit Split-Level erzeugt. Der dritte Baukörper an der Bollstrasse 62 ist in einen drei- und zweigeschossigen Gebäudeteil gestaffelt. Der zweigeschossige Gebäudeteil mit begehbarer Dachterrasse ist der niedrigen, kleinstrukturierten Kernzone zugewandt und tritt durch seine geringe Höhe ortsverträglich in Erscheinung. Die Lage und Ausrichtung der achteckigen Gebäudevolumetrien nimmt bewusst weder einen direkten geometrischen Bezug zu den umliegenden Wohnhäusern noch zur Bollstrasse. Anstelle dessen werden durch die geometrische Form unterschiedliche Durchblicke in die umliegenden Freiräume ermöglicht und qualitätsvolle Lebensräume geschaffen.
Die Architektur der drei Gebäude wird durch die allseitig umlaufende, stringente vertikale Fassadenstrukturierung und Vordächer geprägt. Durch ihre filigranen, vorgehängten Fassadenelemente grenzen sie sich gegenüber den umliegenden, grossmassstäblichen Wohnbauten der Nachbarschaft ab und erinnern an die Materialisierung der alten Bauten der Kernzone. Die vertikalen Metallzargen gliedern die Fassade in alternierend offene, raumhohe Fensterstreifen und geschlossene Wandfelder. Die klar rhythmisierten Zargen ummanteln als filigranes Gerüst die Gebäude und mit der gleichen Formensprache die herauskragenden Balkone. Die Balkone werden dadurch als erweiterter Raum wahrgenommen und können vielseitig als qualitätsvolles Aussenzimmer genutzt werden. Die geschlossenen Wandfelder bestehen aus kleinteilig geschuppten, zementgebundenen Rundschindeln, welche zu grösseren geschuppten Horizontalstreifen als Dachübergang übergehen. Horizontale Sturzbänder verweben das Gebäude mit dem filigranen Gerüst zu einem tektonischen Geflecht, welches mitsamt den Balkonen die Gebäude zu einer ganzheitlichen, hochwertigen Architektur umfassen.
Die Siedlung besteht aus 21 Mietwohnungen und 1 Gemeinschaftsraum an der Bollstrasse 62 und 64 sowie aus 12 Eigentumswohnungen an der Bollstrasse 66. Innerhalb der Siedlung wird eine generationsübergreifende Wohnungsdurchmischung erwünscht. Der lokale Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss an der Bollstrasse 64, mit direkter Anbindung an den Spiel- und Aufenthaltsplatz, unterstützt dieses Konzept, indem beispielsweise mit Mittagstischangebote einen Begegnungsort geschaffen wird.
Die Wohnungen verschreiben sich ganz dem offenen, fliessenden Raum. Vom Eingangsbereich über den Wohnraum mit Küche und Essbereich bis hinaus auf den in den Aussenraum greifenden Balkon, als erweiterter Aufenthaltsraum im Freien. Die Ausrichtung der Wohnbereiche profitiert von der Übereckanordnung und der guten natürlichen Belichtung über raumhohe Fenster. Aussergewöhnlich sind die behaglichen geometrischen Raumformen, welche im Innen- und Aussenraum erlebt werden können und eine einzigartige Wohnqualität erzeugen. Individuelle Wünsche, insbesondere bei der Gestaltung der Bodenbeläge, Schrankeinbauten im Eingangsbereich, sowie der Bäder und Küchen, können bei frühzeitiger Reservation der Eigentumswohnungen in der weiteren Planung berücksichtigt werden.