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Der Bassbariton Klaus Mertens, der aus Kleve am Niederrhein stammt, wurde von Else Bischof-Bornes und Jakob Stämpfli ausgebildet. Nach einer kurzen Anfangszeit als Pädagoge nahm er seine internationale Gesangskarriere auf, die sich ausschliesslich auf die Bereiche Konzert, Kirchenmusik und Lied konzentriert. Mertens arbeitet einerseits mit den Exponenten der historisch informierten Aufführungspraxis zusammen, voran mit Ton Koopman, aber auch mit Frans Brüggen, Nicholas McGegan, Philippe Herreweghe, Roger Norrington, Gustav Leonhardt und Nikolaus Harnoncourt; andererseits tritt er auch mit namhaften Dirigenten des klassischen Repertoires auf, etwa mit Herbert Blomstedt, Iván Fischer, Enoch zu Guttenberg, Kent Nagano oder Andris Nelsons. Er konzertierte mit den Berliner Philharmonikern, dem Koninklijk Concertgebouworkest, dem Chicago und dem St. Louis Symphony Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Tonhalle-Orchester Zürich und natürlich mit den verschiedensten Barock- und Kammermusikensembles. Das Repertoire von Klaus Mertens erstreckt sich von Monteverdi bis zur Gegenwart, es umfasst neben der barocken Literatur auch romantische Oratorien sowie Klassiker des 20. Jahrhunderts von Hindemith oder Strawinsky und verzeichnet Widmungswerke zeitgenössischer Komponisten. Dennoch bildet das Œuvre Johann Sebastian Bachs den zentralen Schwerpunkt: Gemeinsam mit Ton Koopman sowie dem Amsterdam Baroque Orchestra and Choir nahm er sämtliche Bach-Kantaten und die grossen Sakralwerke auf – Mertens ist damit der erste Sänger, der das gesamte Vokalschaffen des Thomaskantors für die CD einspielte und im Konzert sang, so auch auf Tourneen durch Europa, Amerika und Japan. Rund 160 CDs und DVDs dokumentieren seine künstlerische Arbeit.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 6. September 1998 mit Mozarts Krönungsmesse.
Dezember 2010