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Inegüxle
Historische Spuren
«Die Tür steht offen, das Herz erst recht»: Der zisterziensische Willkommensgruss begleitet das Kloster Kappel bis heute.
Vor über 800 Jahren als ein Ort gegründet, an dem das Miteinander von Gebet und Arbeit selbstverständlich war, orientierten sich die Zisterziensermönche an der biblischen Botschaft. Gastfreundschaft, Fürsorge, Selbstversorgung und Kultur prägten ihr Leben.
Während der Reformationszeit wurde das Kloster aufgehoben. Die Stadt Zürich verwaltete die ehemaligen Klostergüter und kümmerte sich um die Armenfürsorge.
Nach dem liberalen Umschwung in Zürich 1830 ging die Klosteranlage an die Kirchgemeinden des Bezirks Knonau über, die 1836 eine Armenanstalt eröffneten. Zeitweise wurde eine Schule für Waisenkinder geführt, 1876 eine «Korrektionsanstalt» angegliedert und 1894 ein Bezirkskrankenasyl geschaffen. Mitte des 20. Jahrhunderts wurden neue Nutzungen für die ehemalige Klosteranlage geprüft.
Seit 1983 führt die reformierte Zürcher Landeskirche in den historischen Gebäuden ein Seminarhotel und Bildungshaus.
Text: Pia Stadler