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Vor dem Prozess gegen den Leibarzt von Michael Jackson haben dessen Anwälte beantragt, keine Fotos von der Autopsie des King of Pop zuzulassen. Die Aufnahmen seien "drastisch und grauenvoll" und könnten die Geschworenen von vornherein gegen Jacksons Arzt Conrad Murray einnehmen, argumentierten sie.
Das Gericht in Los Angeles veröffentlichte den Antrag von Murrays Verteidiger Ed Chernoff und Nareg Gourjian am Donnerstag (Ortszeit). Die Gefahr sei gross, dass die Geschworenen ihre "Entscheidungen dann nicht mehr aufgrund der vorgetragenen Beweise treffen werden, sondern auf der Basis von Gefühlen", heisst es.
Murrays Recht auf ein gerechtes Verfahren sei in diesem Fall nicht mehr gewährleistet. Die Anwälte schlugen stattdessen vor, dass die Gutachter über ihre Erkenntnisse aus der Autopsie einfach referieren sollten.
Michael Jackson war im Juni 2009 im Alter von 50 Jahren gestorben. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hatte Murray seinem unter Schlafstörungen leidenden Patienten das Narkosemittel Propofol verabreicht und den Raum verlassen.
Murray bestreitet nicht, Jackson das Narkosemittel verabreicht zu haben, das eigentlich nur für Operationen in Spitälern genutzt wird. Er besteht aber darauf, dass dies auf den ausdrücklichen Wunsch des Musikers geschehen sei und die verabreichte Menge nicht zum Tod habe führen können.
Seine Verteidigung argumentiert, Jackson habe sich womöglich selbst eine Extradosis Propofol gegeben, als Murray den Raum verlassen hatte. Chernoff bekräftigte am Mittwoch gegenüber Richter Michael Pastor, Michael Jackson habe wegen seiner verzweifelten finanziellen Lage Selbstmord begangen. Das Hauptverfahren gegen Murray wegen fahrlässiger Tötung beginnt am 9. Mai.
SDA-ATS