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Nahrungsmittelsicherheit
Der diesjährige mittelfristige Ausblick gibt einen Überblick über die Ernährungssicherheit in der EU anhand einer Reihe ausgewählter Indikatoren: Selbstversorgungsgrad, Nettohandel, Diversifizierung der Ein- und Ausfuhren und Ausgaben der Haushalte für Nahrungsmittel.
Die EU ist auch in dem Jahr 2032 bei den meisten betrachteten Erzeugnissen autark und kann Überschüsse erwirtschaften, die zur weltweiten Nahrungsmittelversorgung beitragen. Aufgrund der agrar-klimatischen Bedingungen und der Marktlage wird die EU jedoch bei Produkten wie tropischen Früchten, Reis und Sojabohnen weiterhin auf Importe angewiesen sein, auch wenn es einige Verbesserungen geben wird.
Die derzeit rekordverdächtigen Inflationsraten bei Nahrungsmitteln dürften sich mittelfristig nicht dauerhaft auf den Anteil der Ausgaben der privaten Haushalte für Nahrungsmittel auswirken.
Zusätzlich zu den Handelsstörungen und den gestiegenen Rohstoffpreisen, die durch den Aufschwung nach COVID verursacht wurden, führte die russische Invasion in der Ukraine zu noch höheren Preisen für Betriebsmittel und Energie. Infolgedessen stieg die Lebensmittelinflation sprunghaft an und der Handel wurde weiter gestört. Darüber hinaus führt der Klimawandel zu häufigeren ungünstigen und extremen Wetterereignissen und zum Ausbruch von Krankheiten bei Tieren.