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Das Areal des neuen Recyclingzentrums für die Nutzungen des Ökihofs, des Brockenhauses und der GGZ@Work befindet sich an der nördlichen Stadtgrenze zur Nachbargemeinde Baar. Der Grossacherbach und die Bebauung entlang der Grienbachstrasse begrenzen das Areal in östlicher und südlicher Richtung. Im Norden schliesst das Areal an die „Tangente Baar/Zug“ an. Die Erschliessung und Erreichbarkeit des Areals ist aufgrund der beiden Strassenbauprojekte „Tangente Baar/Zug“ und dem Ausbau der Industriestrasse optimal gelöst und erfolgt ausschliesslich über die neue, ausgebaute Industriestrasse.
Die vielfältig miteinander verknüpften Nutzungen von Ökihof, Brockenhaus und GGZ sind in einer klaren Logik in eine zweiteilige Volumetrie übersetzt. Der Hochbau übernimmt die Räume vom Brockenhaus, des GGZ und die beheizten Räume des Ökihofs, während die Betriebsflächen des Ökihofs in der Halle, im rückwärtigen Bereich des Grundstücks, platziert sind. Die Halle verfügt über zwei unterschiedliche, den Nutzungen angepasste Raumhöhen und ist damit gut mit Seitenlicht versorgt. Darunter liegt die Parkierung womit der Flächenbedarf des Neubaus minimiert und für die nordwärts gelegene Anlieferung des Ökihofs mit langen Lastwagen optimiert ist. Die Halle und die Parkebene sind mit Gitterelementen, welche mit Drahtgeflecht bespannt sind, umschlossen und können mit leichten Rollgittern geöffnet und abgeschlossen werden. Alle Nutzungen sind im Gebäude integriert. Es müssen somit keine Zäune oder andere Abschlüsse angeordnet werden und der grosse nördliche Manövrierplatz kann weitgehend offen und aufgeräumt bleiben.
Seitliche Galerien erlauben eine offene Sicht auf das Geschehen im Schwimmbecken. Die zentrale Anordnung des Bademeisterbüros erlaubt die optimale Überwachung der beiden Schwimmbereiche. Das Lehrbecken ist über diese räumliche Einschnürung akustisch von der Schwimmhalle separiert und gewährt der Schwimmhalle eine ruhigere Atmosphäre. Über eine weitere Treppe gelangt man in das Dachgeschoss, wo zwei gut proportionierte Vorräume mit Wartezonen den Zugang zur Sauna sowohl im Stiefel- wie auch im Barfussbereich ermöglichen. Der introvertierte Ruheraum wird ergänzt um die Aussenterrasse mit Blick auf die Lourdes-Kapelle und die Berge, wo sich seitlich zwei weitere Ruheräume mit Wintergartencharakter befinden. Alle Technikräume sind im Erdgeschoss angeordnet um kurze Wege und Leitungsführungen zu ermöglichen. Die Heizungsräume liegen stirnseitig, womit der aussenliegende Kamin die Westfassade markant unterteilt und dem Bau ein unverwechselbares Gesicht gegen die Sitter verleiht.
OBJEKT
Wettbewerb für ein Neubau Ökihof / Recyclingzentrum der Stadt Zürich
STANDORT
Zug
MATERIALISIERUNG
Tragkonstruktion in Beton und Stahl, Fassade in rotem Trapezblech
MITARBEIT
Johannes Käferstein, Urs Meister, Jana Mulle, Chiara Pestoni