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Der Konzern HNA Group mit Sitz im chinesischen Haikou kauft den Flugzeugabfertiger Swissport für 2,73 Milliarden Franken.
Der Verkauf der ehemaligen Tochter der 2002 zusammengebrochenen Fluggesellschaft Swissair muss noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Die Transaktion soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein.
«Wir sind erfreut, Teil der HNA-Gruppe zu werden», wird Swissport-Chef Thomas Staehelin in einer Medienmitteilung zitiert. Swissport werde innerhalb der HNA-Gruppe weiter als eigenständiger Betrieb operieren. Swissport ergänze das bestehende Geschäft von HNA im Bereich der Luftfahrt, Flughafenmanagement, Logistik und Tourismus.
Selbst noch Übernahme getätigt
Vor knapp zwei Wochen erst hatte Swissport die Mehrheit an der Flugzeugbetankungsfirma AFS Aviation Fuel Services (AFS) von der BP-Tochter Air BP übernommen. Swissport hält damit direkt und indirekt zwei Drittel an der Firma, die restlichen Anteile gehören der Lufthansa.
Der Kaufpreis wurde nicht bekannt. Die Transaktion muss noch von den deutschen und österreichischen Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.
Nicht der erste Besitzerwechsel
Swissport ist die einstige Bodenabfertigungsgesellschaft der Swissair. Der nach eigenen Angaben weltweit grösste Flugzeugabfertiger beschäftigt rund 60'000 Angestellte in 48 Ländern. Die Firma bietet Dienstleistungen im Bereich der Frachtabfertigung, Flughafensicherheit und Betankung von Flugzeugen an.
Swissport war nach dem Zusammenbruch der SAirGroup im Februar 2002 für rund 580 Millionen Franken von der britischen Beteiligungsgesellschaft Candover übernommen worden. Die Briten verkauften die Firma bereits drei Jahre später wieder für 520 Millionen Euro an die spanische Ferrovial weiter. Fünf Jahre später verkaufte Ferrovial die Bodenabfertigungsfirma für 900 Millionen Franken an die französische Beteiligungsgesellschaft PAI Partners.
Investitionen in Europa
Der Swissport-Deal ist nach einer Erhebung der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg die fünftgrösste Firmenübernahme in Europa durch ein chinesisches Unternehmen. Damit verstärke sich die seit einiger Zeit rollende Welle chinesischer Direktinvestitionen in Europa weiter, schreibt die Agentur.