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U-Boote gibt es bereits seit dem 18. Jahrhundert. Erste Ideen gehen noch einige Jahre weiter zurück, inspiriert durch den niederländischen Erfinder Cornelis Jacobszoon Drebbel und den Maler Leonardo da Vinci. Ihren gebräuchlichen Ursprung hat die spezielle Bootsart im militärischen Bereich. Heute werden U-Boote auch zu Forschungszwecken eingesetzt. Doch U-Boote sind nicht ganz ungefährlich. Immer wieder kommt es zu Unglücken.
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Glück im Unlück
Am 22. August 1957 war die M-351, ein U-Boot der Sowjetunion, im Schwarzen Meer unterwegs. Bei einer Tauchübung kam es zum Unglück. Wasser drang ins Innere des U-Bootes, und dieses sank auf den Grund des Meeres. Die Besatzung überlebte, das gesunkene Wrack konnte noch im selben Jahr wieder aus dem Wasser geholt werden.
Unfall im Atom-U-Boot
Das Dilemma auf der K-19 forderte acht Menschenleben. Das Atom-U-Boot der Sowjetunion geriet am 4. Juli 1961 in eine missliche Lage. Dies wegen einer Reaktorüberhitzung infolge eines Lecks im Kühlsystem. Das Boot befand sich südöstlich von Grönland, als acht Crewmitglieder verzweifelt versuchten, mit einer Notreparatur die drohende Katastrophe abzuwenden. Dabei wurden sie jedoch tödlichen Strahlendosen ausgesetzt und verstarben infolgedessen. Weitere Mitglieder der Besatzung erlitten erhebliche Verletzungen, konnten allerdings gerettet werden.
Verschwunden und gesunken
Das israelische U-Boot «Dakar» war auf einer Überführungsfahrt, als es am 25. Januar 1968 verschwand. Zuerst gab es keine Spur, es war lediglich klar, dass das Boot irgendwo im östlichen Mittelmeer liegen muss, sollte es gesunken sein. Erst 1999 – 30 Jahre später – wurde es südwestlich von Zypern in fast 3000 Metern Tiefe gefunden. Ein Teil des Wracks wurde geborgen. Beim Unglück starben 69 Menschen.
Explosion während Manöver
Die russische «Kursk» brach am 12. August 2000 zu einem Manöver in der Barentssee auf. Am Mittag kam es plötzlich zu zwei Explosionen. Grund dafür dürfte eine Überhitzung eines Torpedos gewesen sein. Im U-Boot brach ein Feuer aus, das die Sprengköpfe explodieren liess. Dabei entstand ein grosses Loch in der Aussenhülle. Die Druckwelle drang bis zur Kommandobrücke vor, die Menschen, die sich dort befanden, starben wohl dabei. Doch einige Besatzungsmitglieder der Kursk überlebten und versuchten, die Luft im Innern so lange wie möglich vor dem CO2-Anstieg zu bewahren. Ein Auftauchen war nicht mehr möglich. Russland wollte die internationale Hilfe zur Rettung vorerst nicht annehmen, erst nach über einer Woche gelangten norwegische Taucher zum Wrack. Bis da waren alle 118 Menschen an Bord der Kursk ums Leben gekommen.
Auf Grund gelaufen
2010 strandete ein ungewöhnlicher Wal in Schottland. «Astute», ein U-Boot des Vereinigten Königreichs, war auf Erprobungsfahrten, als es bei der schottischen Isle of Skye auf Grund lief. Der Unfall, bei dem auch das Ruder der «Astute» beschädigt wurde, ging letztlich auf die Nachlässigkeit des Wachhabenden und Abweichungen von den korrekten Vorgehensweisen bei der Planung und Durchführung der Navigation zurück. Nach wenigen Stunden konnte das U-Boot, welches auf einer Kiesbank feststeckte, während der Flut wieder zurück ins Meer bugsiert werden.
Verbrechen unter Wasser: Der Fall Peter Madsen
Auch dieses «Unglück» passierte auf einem U-Boot. Die schwedische Journalistin Kim Wall verabredete sich mit dem dänischen Konstrukteur – und mittlerweile im Gefängnis sitzenden – Peter Madsen zu einem Interview. Am Abend des 10. August 2017 lief das U-Boot UC3 Nautilus aus dem Kopenhagener Hafen aus. An Board Madsen und Kim Wall, die die Wasseroberfläche nicht mehr lebendig sehen würde. Sie wurde von ihrem Lebensgefährten als vermisst gemeldet. Teile ihrer Leiche wurden später von einem Velofahrer gefunden. Madsen wurde schliesslich nach erdrückender Beweislast wegen Mordes verurteilt.