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Die Brandgans
Das Brutvorkommen der Brandgans ist, in der Natur, fast ausnahmslos auf Salz -
und Brackgewässer beziehungsweise auf Süßwasserseen in deren unmittelbarer
Nähe beschränkt.
In Zentralasien nisten die Brandgänse in den Röhren der Wüstenfüchse und der
Steppenmurmeltiere, oft weit entfernt vom Brutgewässer.
In einzelnen Gegenden werden auch Baumhöhlen in bis zu 10 m Höhe bezogen.
Das Vollgelege enthält 7 - 12 glattschalige, rahmfarbene Eier, die in 48stündigen Intervallen gelegt werden. Die Brutdauer beträgt 28 - 30 Tage.
Während das Weibchen brütet, wacht der Ganter in Nestnähe.
Einen Tag nach dem Schlupf werden die Küken von beiden Eltern in seichte Wasserstellen
entlang des Ufersaumes geführt.
Ein Teil der Eltern verlässt dann die noch flugunfähigen Junggänse, und es kommt zur Bildung
von sogenannten Kindergärten; eine häufig wechselnde Anzahl halbwüchsiger Gänse wird von
wenigen Altvögeln (vermutlich Nichtbrütern) betreut.
Brandgänse werden in Zoos, auf Parkgewässern und in zahlreichen Privatanlagen gepflegt und gezüchtet.
Die Unterbringung kann auf Teichen unterschiedlichster Größe und Wasserqualität erfolgen.
Ernährungsprobleme gibt es mit den modernen Futtersorten nicht mehr, doch sind Wasserlinsen, Hirse oder Garnelen eine willkommene Zusatzkost.
Beginnend mit der Balz und der Brutreviersuche (etwa ab Februar) werden
die Ganter recht bösartig und führen mit andern Teichbewohnern heftige
Kämpfe aus, die oft zur Beunruhigung weiterer Paare führen.
Die Küken sind in der Futteraufnahme keineswegs eingeschränkt.
Im Alter von 45 - 50 Tagen sind die Junggänse voll befiedert, und
unternehmen Flugübungen.
Ab der 10. Woche zeigen sich die ersten schwarzen Federn des Alterskleides
an Schultern, Kopfseiten und Hals, wenig später mausert das braune
Brustschild durch.
Bis Dezember sind das gesamte Kleingefieder und ein Teil der Flügeldecken
gewechselt. Brutaktivitäten sind ab 2. Lebensjahr zu erwarten.