Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03379.jsonl.gz/3032

Präventiver Einfluss von Massnahmen Früher Förderung
Am Beispiel von Kindern mit psychisch kranken Eltern
Kinder von psychisch kranken Eltern sind vielfältig belastet und haben ein erhöhtes Risiko, selbst psychisch zu erkranken. Lange galten sie als "die vergessenen kleinen Angehörigen". Kurt Albermann (2014b) geht von 20'000 bis 50'000 Schweizer Kindern und Jugendlichen aus, die mit mindestens einem psychisch kranken Elternteil aufwachsen. Verschiedene Forschungsbefunde deuten darauf hin, dass diese Kinder vor allem im Vorschulalter einem hohen Risiko bezüglich ihrer Entwicklung ausgesetzt sind, womit die Bedeutung von Massnahmen Früher Förderung zur Verbesserung der Lebensbedingungen dieser Kinder steigt. Der Begriff Frühe Förderung im hier genutzten Sinn umfasst die Gesamtheit aller professionell erbrachten Massnahmen sowie staatlich verfügter Leistungen, von denen Kinder und ihre Familien in den ersten fünf Jahren profitieren (Martin Hafen 2015). Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit Kindern psychisch kranker Eltern im Alter zwischen null und vier Jahren. Die Arbeit zielt darauf ab, die Lebenssituation der betroffenen Kinder zu betrachten, und dient als Ansatzpunkt zur Identifizierung von Risiko- und Schutzfaktoren für die kindliche Entwicklung im Kontext des gegebenen Familiensystems. Aufbauend auf diesem Wissen zeigen die Autorinnen auf, was unter systemischer Prävention und Früher Förderung zu verstehen ist und welche Bedeutung der Frühen Förderung zukommt. In der Folge stellen sie drei Schweizer Präventionsprojekte im frühkindlichen Bereich vor, die zum Ziel haben, Familiensysteme mit psychosozialen Belastungen früh zu erreichen. Abschliessend leiten die Autorinnen Handlungsmöglichkeiten für die Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Soziokulturelle Animation ab und ziehen berufsrelevante Schlüsse.