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21 Prozent der Befragten gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten in Winterthur eine bedrohliche Situation erlebt zu haben. Als Hauptgrund nannten sie auffälliges Verhalten von Einzelpersonen oder Gruppen sowie Pöbeleien, verbale Angriffe oder Drohungen. Wegen eines tätlichen Angriffs oder eines Einbruchs zu Hause fühlten sich hingegen nur wenige bedroht.
Ein Drittel fühlt sich unsicherer
Knapp ein Drittel der Befragten (31 Prozent) fühlt sich heute unsicherer als vor drei Jahren. Die meisten machten dafür wiederum aggressive oder respektlose Menschen oder Gruppierungen verantwortlich, viele nannten auch Lärm als Ursache. 60 Prozent der Befragten nahmen keine Veränderung in ihrem Sicherheitsgefühl war. 9 Prozent fühlen sich sicherer als vor drei Jahren.
Fast die Hälfte aller Teilnehmenden hält gewisse Stadtkreise für unsicher. Mit Abstand am häufigsten zählten sie das Stadtzentrum und Töss auf. 60 Prozent behagt es auch gewissen spezifischen Orten nicht; etwa am Hauptbahnhof, im Stadtpark und in Unterführungen.
Das allgemeine Sicherheitsempfinden bleibt aber insgesamt hoch. In der Stadt Winterthur fühlen sich 85,4 Prozent der Befragten grundsätzlich sicher. Während sich das Sicherheitsempfinden von Männern und Frauen nicht signifikant voneinander unterscheidet, hat das Alter einen Einfluss: Personen zwischen 10 und 17 Jahren sowie zwischen 18 und 25 Jahren fühlen sich unsicherer als Personen aller älteren Gruppen.
Abfall und Verkehr stören am meisten
Als die grössten Probleme werden «Littering» und «undiszipliniert fahrende Velo- und Autofahrer» wahrgenommen. Die geringste Problematik wird Delikten gegen Leib und Leben sowie Terroranschlägen beigemessen.
Die von der Bevölkerung gefühlten Probleme stimmten weitgehend mit den im städtischen Sicherheitskonzept festgelegten Prioritäten überein, hält die Stadt in einer Mitteilung vom Dienstag. Sie werde ihre Aktionspläne aber nun überprüfen und allenfalls anpassen. «Ziel ist, das Sicherheitsempfinden weiter zu verbessern und die Polizeiarbeit weiterzuentwickeln.»
Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) führte die Online-Befragung im Auftrag der Stadt durch. 60'677 Haushalte wurden angeschrieben, 4841 Personen nahmen teil.