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Barry Callebaut ist auf Kurs: «Unsere gut gefüllte Innovationspipeline und unser Streben nach neuen Geschäftsmöglichkeiten stimmen uns zuversichtlich, dass wir unsere Mittelfristziele erreichen», sagt CEO Peter Boone. «Diese Zuversicht wird durch unser breitgefächertes Produktportfolio und unsere globale Präsenz gestärkt.»
Als Mittelfristziele hatte das Management definiert, dass Barry Callebaut über die drei Geschäftsjahre 2020/21 bis 2022/23 ein durchschnittliches Volumenwachstum um 5 bis 7 Prozent schafft; ferner ein Ebit, das über diesem Volumenwachstum liegt (in Lokalwährungen).
Im Hintergrund steht, dass der Zürcher Schokoladen-Konzern heute 9-Monats-Zahlen mit solidem Wachstum vermelden konnte
: Verkaufsmenge
um 7,9 Prozent auf 1,75 Millionen Tonnen gesteigert, Umsatz
plus 13,5 Prozent auf 6,1 Milliarden Franken (in Schweizer Franken). Angaben zur Gewinnentwicklung wurden keine gemacht.
Nach dem Salmonellen-Vorfall in Barry Callebauts belgischem Werk in Wieze – der grössten Schokoladefabrik der Welt – soll die Produktion Anfang August wieder anlaufen; dies war schon bekannt
. Der 9-Monats-Bericht ergänzt dazu: «Obwohl der volle Umfang der finanziellen Auswirkungen des Vorfalls derzeit noch ermittelt wird, rechnet die Gruppe damit, dass diese für das Ergebnis des vierten Quartals 2021/22 beträchtlich sein werden.»
So erlebt Barry Callebaut die Teuerung der Rohwahren
Laut dem Zwischenbericht des Schokolade-Konzerns stiegen die Preise für Kakaobohnen im 9-Monats-Zeitraum um 3,9 Prozent gegenüber der gleichen Vorjahresperiode. Grosse Lagerbestände ermöglichten eine ausreichende Versorgung mit Bohnen, so dass vorerst mit einer insgesamt ausgewogenen Marktsituation gerechnet wird – trotz eines Defizits beim Anbau.
Die Zuckerpreise stiegen in Europa deutlich, nämlich um durchschnittlich 46 Prozent. Der Weltmarktpreis für Zucker stieg durchschnittlich um 22 Prozent. Dies wegen einer deutlich tieferen Ernte in Brasilien sowie der hohen Energiepreise und geopolitischen Unsicherheiten.
Die Preise für Milchprodukte zogen während der ersten neun Monate des Barry-Callebaut-Geschäftsjahrs 2021/22 durchschnittlich um 52 Prozent an. Dies wegen des tiefen Milchangebots.