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Die gebräuchlichste Anwendungsform ist der Heilkräutertee.
Heilpflanzen, zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Standort geerntet, werden sorgfältig getrocknet und in Säckchen aufbewahrt. Wer dies nicht einwandfrei versteht, sollte die Heilkräuter in der Drogerie kaufen. Auch bei der Teezubereitung sind Regeln zu beachten, sonst gehen wertvolle Wirkstoffe verloren.
Teezubereitung
Dosis pro Tasse ein Teelöffel Kräuter
Teeaufguss
Blüten und Blätter
Heisses Wasser über die Kräuter giessen und zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Abseihen und langsam schluckweise trinken.
Teeabkochung
Wurzeln, Hölzer und Rinden
Mit kaltem Wasser ansetzen, langsam erwärmen, kurz aufkochen und zugedeckt etwas ziehen lassen.
Kaltauszug
Schleimhaltige Drogen wie Leinsamen, Quitten- und Hagebuttenkerne
Mit kaltem Wasser ansetzen und ca. 12 Stunden lang ziehen lassen.
Kalt-Warm-Auszug
Verschiedene Zusammensetzung: Blüten, Blätter, Rinden, Hölzer, Wurzeln
Mit der Hälfte kaltem Wasser ansetzen, 12 Stunden ziehen lassen, abseihen, Drogenrest mit der anderen Hälfte Wasser kurz aufkochen, zugedeckt ziehen lassen und beide Auszüge zusammengiessen.
Tee-Trinken
Langsam schluckweise und nur eine Tasse Tee auf einmal trinken. Nierentees, die den Organismus durchspülen müssen, 2–3 Tassen hintereinander trinken. Bittertee zur Appetitanregung trinkt man vor und als Verdauungshilfe nach dem Essen.
Aus dem Buch Praktische Kneippanwendungen von Resi Meier