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Dedition
(lat.), Übergabe, Ergebung, besonders bei den Römern die feierliche Ergebung einer Stadt oder eines Volkes auf Gnade und Ungnade. Diejenigen Völker, welche sich so ergeben hatten, die Dediticii, waren der Willkür des Siegers völlig preisgegeben; sie wurden indes je nach Umständen mehr oder weniger hart behandelt, mußten oft die Waffen [* 3] ausliefern, Geiseln stellen, römische Besatzungen aufnehmen, die Mauern ihrer Städte niederreißen; es kam aber auch vor, daß sie, wenn ihre Ergebung eine mehr freiwillige war, unter Bewahrung der Selbstverwaltung als Schutzverbündete angenommen wurden. Den gleichen Namen Dediticii führte die unterste Klasse der Freigelassenen, nämlich diejenigen, die als Sklaven eine entehrende Strafe erlitten hatten. Sie konnten weder Cives noch Latini werden, durften nicht in Rom [* 4] leben, ihr Nachlaß fiel an den ehemaligen Herrn zurück.