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** Zivil-Flugzeuge **
oder: die Lufthansa im 1000jährigen Reich
Als die deutschen Nationalsozialisten wieder mit der Aufrüstung beginnen wollten, war dies kein einfaches Unterfangen. Militärflugzeuge durften sie nach dem Versailler-Vertrag keine bauen! Also wurde unter dem Deckmantel der Zivilluftfahrt massiv aufgerüstet. Die klassischen Beispiele sind Ju-52, Heinkel 111, und später die FW 200 Condor und Ju-86. Im ganzen spielte die junge Lufthansa eine nicht unwesentliche Rolle, insbesondere während des Krieges.
Für die Eroberungszüge wurden viele der Flugzeuge konfisziert und als Transporter oder sogar Bomber benutzt u. umgebaut. Doch trotz allen Kriegsanstrengungen wurden div. Projekte für Zivile Grossraumflugzeuge entworfen, sei es aus bestehenden Bomberplänen oder sei es um nach der Eroberung bereit zu sein. Bereit für Asienflüge, Amerikaflüge und Afrika-Kollonialflüge ab dem Herzen der Welthauptstadt BERLIN!

Der Kranich im Zweiten Weltkrieg
Die Deutsche Lufthansa, ein Vorzeigeunternehmen der Republik, wurde 1955 neugegründet. Eine Dokumentation zeigt, dass ihre Wurzeln dennoch tief in die Zeit des Nationalsozialismus reichen. Ungefähr zehntausend Zwangsarbeiter soll die Lufthansa ausgebeutet haben, kaum einer von ihnen hat bislang eine Entschädigung erhalten. Vielen fehlen die nötigen Dokumente, die möglicherweise im Firmenarchiv zu finden wären. Die Lufthansa verweigert die Auskunft.
|Blohm&Voss||

Der Inbegriff von Schiffswerft in Hamburg. Und unter Dr. Vogt die Ikone der Flugboote und asymetrischen Flugzeuge. Am Rande sei erwähnt, dass 1940 durch BV der Nachfolgetyp der Ju-52 geplant wurde. Die BV 144 bestach durch div. technische Neuerungen, zwei Prototypen wurden durch Breguet gebaut. Was damit passierte ist bis heute unbekannt.

Die Blohm & Voss P.45 war 1937 ein Projekt für ein Flugboot ohne einen Rumpf
im üblichen Sinn.

Um den Querschnitt zu verringern und somit die traditionellen Flügel-Problem mit Flugboote zu überwinden, sollte das Flugzeug von einer Raketen- Grossschwimmer abheben. Der ovale Rumpf war geplant mit Zweier-Deck für 20 Passagiere plus Post. Mit 6 Jumo 205C / N Kolben Zweitakt-Dieselmotoren (660SHP jeden) und einer maximalen Startmasse von 51 Tonnen vertikal, würde das Flugzeug voraussichtlich hohen Leistungen erreichen, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 410 km.h, und nicht weniger als 8000 km Reichweite. Also ideal für den direkten Flug Hamburg-New York!!
Auf dieser Basis und mit den Errungenschaften der BV222/238 wurden noch weitere Typen projektiert, kamen jedoch nicht über das Skizzenstadium hinaus (P.1467P.150 und Varianten)

Fliegen wie ein König! Die Blohm & Voss BV P 200 war ein Projektentwurf
eines Transatlantik-Großflugboots. Die Baubeschreibung von 1941 wurde
bereits ein dreiviertel Jahr nach dem ersten Flug der BV 222 vorgelegt, aber
nicht weiterverfolgt.

Der konstruktive Aufbau der P.200 entsprach in allen Gruppen der BV 222. Der Rohrholm des Tragflügels hatte einen Durchmesser von 1,75 m und reichte auch für die Unterbringung der gesamten Kraftstoffmenge von 70.000 kg aus. Sie sollte mit acht Triebwerken von je 4.000 PS über eine Gesamtleistung von 32.000 PS verfügen und so gelangt man zu einem Abfluggewicht von 210 bis 225 Tonnen! Besatzung 14 Passagiere 120 Länge 70 m Spannweite 85 m Höhe ca. 17,50 m Nutzlast ca. 28.533 kg max. Startmasse 210.000 kg Reisegeschwindigkeit 390 km/h Dienstgipfelhöhe k. A. Reichweite 8.000 km Flugdauer 20 h 50 min. Triebwerke 8 × BMW 803 mit je 4.000 PS
Das Grossflugboot sollte auf drei Decks insgesamt 120 Passagiere transportieren. Bei der Raumaufteilung sind besonders der ca. 60 m² große, zentral im mittleren Deck gelegene Speisesaal mit Sitzgelegenheit für 65 Personen und der attraktive, 50 m² große Aufenthaltsraum im obersten Deck zu erwähnen. Hughes lässt grüssen > Die konstruktive Auslegung ähnelt doch sehr der Hughes H-4.
|Dornier||

Die Dornier Do 20 war ein projektiertes
Großflugboot auf der Basis der berühmten Do-X. Entworfen wurde das
Flugboot 1935 mit acht Dieselmotoren mit einer Leistung von je 800 PS bis
1000 PS, die jeweils zu zweit über ein Koppelgetriebe und eine Fernwelle
eine Luftschraube antrieben. Es war vorgesehen, bis zu 2000 kg Nutzlast bzw.
bis zu 60 Passagiere zu transportieren. Da die Deutsche Lufthansa keinen
Auftrag zur Entwicklung erteilte, wurde das Projekt nicht verwirklicht.
Spannweite: 49,0 m Länge: 40,0 m Höhe: 9,5 m max. Startgewicht: projektiert
50.000 kg

Die Dornier Do 214 war ein ziviles Großflugboot Projekt. Entworfen
wurde das Flugzeug1940 im Auftrag der Lufthansa für den Passagierdienst im
Transatlantikverkehr. Das Flugzeug wurde als freitragender Schulterdecker
in Ganzmetallbauweise entworfen. Als Antrieb sollten 2x 8 Daimler-Benz DB
613 mit je 3500 PS dienen. Die Besatzung sollte aus zehn-zwölf Mann
bestehen. Im zweistöckigen Rumpf war Platz für 40-50 Luxus-Passagierplätze
im unteren Stockwerk ein Gesellschaftsraum vorgesehen, im oberen zwei
Speiseräume. Nach dem stopp aller Zivilen Projekte 1942, wurde die Do 214 in
ein militärisches Projekt gewandelt. Im darauffolgenden Jahr wurde das
Projekt kriegsbedingt endgültig eingestellt. Spannweite: 60,0 m Länge: 51,6
m Höhe: 14,3 m Tragflügelfläche: 500 m²

Leergewicht: 76.000 kg max. Startgewicht: 145.000 kg Höchstgeschwindigkeit: 490 km/h Dienstgipfelhöhe: 7000 m Reichweite: 6200 km
|Entworfen wurde das Flugzeug, als die Arbeiten an der zivilen Dornier Do 214 eingestellt werden mussten. Die Do 216 war eine militärische Weiterentwicklung der Do 214, hatte in der Auslegung aber auch eine Zivile Variante mit Platz für 45 Passagiere. Das Flugzeug war kleiner und sollte von nur vier Junkers Jumo 222 mit oder von sechs Daimler-Benz DB 603 angetrieben werden. Der Rumpf war nur einstöckig geplant. Länge 42m, Spannweite 48m max. Fluggewicht bei ca 75'000kg|
|Focke Wulf||

Die Focke-Wulf Fw 206 war ein Verkehrsflugzeug Projekt von 1938-38 welches an die DC-3 anlehnte. Entworfen wurde das Flugzeug als freitragender Ganzmetalltiefdecker mit einziehbarem Normalfahrgestell. Angetrieben werden sollte die Fw 206 von zwei BMW-Bramo-323-Sternmotoren mit je 1000 PS. Der Kriegsausbruch verhinderte den Bau eines Prototypen.
Spannweite: 27 m Länge: 20 m

|Die FW 300
war ein Flugzeugentwurf von 1941. Die Fw 300 sollte die größere und
verbesserte Fw 200 Condor werden. Bereits 1939 reichte Kurt Tank die
Pläne für ein Langstreckenflugzeug beim RLM ein. Der Entwurf sah ein
Verkehrsflugzeug für Transatlantikflüge vor. 1942 gab es dann auch Entwürfe
für die militärische Nutzung als grosses Kampfflugzeug oder Fernaufklärer.
Nach der Besetzung Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht begann man
in Frankreich bei SNCASO mit der Ausarbeitung des Planes. Zwei
Jahre später war das Projekt tatsächlich baureif. Obwohl die gesamte
Konzeption sehr fortschrittlich und ihrer Zeit weit voraus war, erhielt
Focke-Wulf keine Bauerlaubnis.

The `Focke-Wulf Fw 300 was a proposed for long range civil airliner, transport or reconnaissance designed in 1941-42. The design was intended to replace the Fw 200 `Condor`. The eight-man crew were to have been enclosed in one pressure cabin.
|what if?||what if? man
stelle sich vor, das Projekt FW 400 hätte schlussendlich zu einem
Langstreckenflugzeug geführt! Mühelos hätte man über Sibirien zu seinem
verbündeten nach Tokio fliegen können. In der Supercondor Berlin - Tokio mit
Lufthansa!

|Junkers||
Als noch Hugo Junkers seinen Idealen folgen konnte, war die Flugzeugschmiede
schon Pioneer in den Grossraum-Flugzeugen. Im Jahre 1929 entwarf er
die G 38, die den ersten praktischen Schritt zum Nurflügel darstellte. Sie
sollte Ausgangsmuster und Wegbereiter des Fernluftverkehrs mit
Großflugzeugen werden. Ziel der Entwicklung war, den Flügelinnenraum zur
Aufnahme von Lasten und der Triebwerke weitgehend auszunutzen.

Während des Krieges wurde die Reihe Ju90-290 entwickelt, welche aus kriegstechnischen Gründen nie richtig für den gedachten Zivilen Zweck benutzt wurde.

Ju 390: Langstreckenbomber

für die Zeit nach Hitlers „Endsieg“ war auch eine zivile Version als Ju 390 D vorgesehen. Es gab in den Jahren 1941 bis 1943 neben dem oben genannten Entwurf zur sechsmotorigen Ju 290/6 (der späteren Ju 390) und auch einer achtmotorigen Variante der Junkers Ju 290, nämlich als Zwillingsflugzeug Ju 290Z sowie als Einrumpfversion Ju 290/8 oder Ju 490.

Es gab schon 1940 bei Junkers Projekte für ein sechsmotoriges Zivilflugzeug
für die Lufthansa, unter anderem den Entwurf EF 100. Die Junkers Ju EF100
war ein Trans-Atlantic Projekt für einen Airliner nach dem Zweiten
Weltkrieg. Das Design wurde jedoch geändert für einen
Langstreckenbomber.
Das Flugzeug war auf Ganzmetall-Konstruktion, mit Flügel niedrig gelegen und
hatte sechs Jumo 223 Diesel 24-Zylinder-Motoren. Als Passagierflugzeug
könnte die Ju EF100 eine unterschiedliche Mengen an Passagieren über
unterschiedliche Bereiche transportieren (50-100 Passagiere bis 5000Milen).
Im Jahr 1942 forderte das RLM Junkers auf, die Bauarbeiten an der EF100 zu
beenden. Alle Arbeiten endete am Design der EF100 am Ende des Jahres 1942.

The Junkers Ju EF100 was a trans-Atlantic airliner for post WWII use, its design was changed to be a long range bomber. The aircraft was to be of all-metal construction. The wings were located low, and had six Jumo 223 Diesel 24-cylinder engines.As a passenger plane, the Ju EF100 could carry a different amounts of passengers over varying ranges (50-100 passengers), in 1942 the RLM urged Junkers to end construction work on the EF100. All work ceased on the EF100 design at the end of 1942.
Span Length Height 65 m 49.8 m 9 m max. speed 570 km/h weight 74500 kg (full)
|what if?||man stelle sich vor, die Junkerswerke hätten nach dem erfolgreichen 2.WK an ihren Ju287 Typen weitergearbeitet. Statt in der DDR wäre das erste Jet-Passagierflugzeug um 1948 aus den Junkerswerken gerollt. Der Junkers Cheftechniker Baade hätte sein Ziel erreicht! (Baade 152 Erstflug 1958 DDR).|
|Heinkel||
Heinkel 120 war ein Alternativentwurf zu Dornier und Blohm&Voss. Da
Heinkel keine Erfahrungen im Flugbootbau hatte und der Kriegsbeginn andere
Prioritäten setzte, kam es nie zu einer Entwicklung. Geplant war ein 4
motoriges Flugboot mit Platz für rund 6o Passagiere. Eine Besonderheit waren
sog. Knickflügel oberhalb der Aussenschwimmer. Die berechnete
Reisegeschwindigkeit lag bei rund 270 km/h. Spannweite 35m und Länge rund
28m (Gewicht max. 29'000 kg)

Heinkel He 120 four-engine long-range passenger flying-boat project, 1938
|what if?||am Rande sei noch ein Nachkriegsprojekt erwähnt, die He 211, welche durch eine klare Linienführung glänzt. 1958 als Kurzstrecken-Verkehrsflugzeug entworfen, es war das letzte Projekt von Heinkel.|
|da fehlt noch etwas! top secret >soon|
|Weserflug||

Die Flugboote Weserflug 2136 und 2138 waren Parallelentwürfe für
grosse Flugboote mit diversen Einsatzmöglichkeiten.

Die 2136 war ein Projekt für die Kriegsmarine (war ja gar nicht anders möglich), es wurde jedoch auch bereits an Südamerikaflüge gedacht. 1939 war das Projekt weit fortgeschritten, wurde jedoch aus Kapazitätsgründen auf Eis gelegt. Startgewicht geplant 56'000kg, Spannweite ca 50m.
2138 der grössere und schwerere Entwurf wurde mit 4 Doppel-Triebwerken geplant mit je 4400PS! Bei einer Spannweite von 70Meter hätte da ein errechnetes Startgewicht von 125'000kg ergeben. Also eine echte Alternative zur Blohm&Voss. Warum das Projekt nicht weiterverfolgt wurde ist ungeklärt.

Diverse

Arado 390
eine seite von flying-things.ch / Zivil Air46
15.9.2012