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Im Jahre 1950 neu in Dienst gestellte Autobusse (Saurer 4 ZP Nrn. 13–22) erlaubten die versuchsweise Einführung einer neuen Buslinie mit der Bezeichnung 22/36. Sie verkehrte auf der Strecke Bankverein bzw. Aeschenplatz–Bethesda (Bethesdaspital)–Breite und sollte das äussere St. Alban-Quartier (Gellert) sowie das Lehenmattviertel erschliessen und die Tramlinie 22 ersetzen. Für eine solche Verbindung bestand aber offensichtlich kein Bedürfnis, so dass ab Ende 1950 nur noch mit Liniennummer 36 vom St. Alban-Ring (Karl Barth-Platz) zum Ulmenweg gefahren wurde. Ende 1951 endete der Versuchsbetrieb ganz.
1955 eröffneten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) mit dem Abschnitt Badischer Bahnhof–Breite–St. Jakob ein erstes Teilstück einer geplanten Ringlinie 36 um die Stadt. Die Linie wurde abschnittweise in Richtung Westen verlängert und erreichte 1958 die Kreuzung Flughafenstrasse/Luzernerring bei der Haltestelle Im Wasenboden. Der noch nicht fertiggestellte Luzernerring-Viadukt verhinderte vorerst eine weitere Verlängerung, so dass die Wagen des 36ers zunächst provisorisch als Linie 39 zur Schifflände weiterfuhren.
Auch nach der Eröffnung des Luzernerring-Viadukts liess sich ein Zusammenschluss zur Ringlinie nie realisieren. Schifflände wurde zum definitiven Endpunkt des 36ers und die Verwendung der Liniennummer 39 für den Abschnitt Im Wasenboden–Schifflände 1968 aufgegeben.
Das andere Linienende konnte schon 1956 vom Badischen Bahnhof zur Mauerstrasse verlegt werden, womit sich das nördliche Hirzbrunnen-Quartier erschliesen liess. Der Bau der Autobahn «Osttangente» in den Siebzigerjahren führte zu verschiedenen Änderungen der Linienführung sowie zur Rücknahme des Endpunkts zur Langen Erlen.
Von 1983 bis 1989 beauftragten die BVB die Südwestdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft mbH (SWEG, heute Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG) mit dem Betrieb einer Linie 36A von Kleinhüningen via Lange Erlen zum Badischen Bahnhof. 1989 übernahm die entsprechend verlängerte Linie 36 den Betrieb dieses Abschnitts.
Von 1983 bis 1989 bedienten Busse der SWEG den Abschnitt Kleinhüningen–Badischer Bahnhof als Linie 36A.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. –)
Der 36er entwickelte sich zur BVB-Buslinie mit den höchsten Fahrgastzahlen. Dies erforderte ab 1983 – erstmals in Basel – den Einsatz von Gelenkautobussen und die Beschaffung der MB O 305 G Nrn. 701–721. Eine weitere Entlastung bewirkte zwischen 1999 und 2002 die Einsatzlinie 40 Claraplatz–Tinguely Museum–Leimgrubenweg.
Gelenkautobusse verkehrten in Basel erstmals 1983, und zwar auf der Linie 36. Am 10. August 1999 erreicht der Wagen 721 die Endhaltestelle Schifflände.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 121.234)