Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03129.jsonl.gz/2069

Stuttgart 16 Aug: 1865
Hochgeachteter Herr Präsident!
Ihr verehrl. Schreiben v. 10. d. M. kam mir in der Stunde meiner Abreise in Teinach zu. Ich kann wohl sagen, daß ich sehr erfreut über deßen Inhalt war. Am Sonntag erhielt ich hier ein Schreiben in ähnlichem Sinn von H. Gerwig, das ich sogleich durch ein Telegramm, meine Abreise nach Carlsruhe auf den folgenden Tag anzeigend, erwiederte. Am Montag durchgieng ich mit H: Gerwig das Gutachten noch einmal gründlich, das er sodann unterzeichnete. Gestern suchte ich nachträglich noch ein Paar Bemerkungen, über welche ich mich mit H. Gerwig verständigt hatte, gerecht zu werden; der Rest des Tages gehörte dem Buchbinder. Heute endlich konnte ich das Gutachten an H: Schultheiß Zingg abgehen laßen. Um mit der Reinschrift des Gutachtens keine Zeit zu verlieren, sahen wir uns genöthigt, das Concept zu unterzeichnen, was ich zu entschuldigen bitte.
Indem ich hoffe, daß das Gutachten im Übrigen Ihren Wünschen entsprechen möge, verbleibe ich in ausgezeichneter Hochachtung
Ihr
ergebenster A Beckh