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Die nachträgliche Integration frühkindlicher Reflexe ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit und bringt jeweils viel Erleichterung für die Betroffenen. Denn können sich frühkindliche Reflexe aufgrund verschiedener Faktoren während der Schwangerschaft/Geburt nicht richtig entwickeln, kann dies weitreichende Folgen haben.
Je nach Reflex können das Gleichgewichtsstörungen, Konzentrationsprobleme, Hyperaktivität, schnelle Ablenkbarkeit, übertriebene Ängste, Allergien, Asthma, Schwierigkeiten beim Lesen, Sprechen oder Schreiben, ein geringes Selbstwertgefühl, beeinträchtigter Orientierungssinn und vieles mehr sein.
Frühkindliche Reflexe entwickeln sich im Mutterleib und kommen während der Geburt und in den ersten Lebensmonaten zum Einsatz. Jeder Reflex ist in der Entwicklung des Zentralnervensystems vorprogrammiert und hat zu einem bestimmten Zeitpunkt eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Als Beispiel: Der sogenannte Such-, Saug- und Schluckreflex entwickelt sich zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche und ist in den ersten 3 bis 4 Lebensmonaten aktiv. Er hilft dem Kind, sich reflexartig der Nahrungsquelle zuzuwenden und den Mund zu öffnen, sobald man seine Backe berührt. Somit sichert der Reflex das Überleben des Babys, da dieses noch nicht willkürlich auf äussere Umstände reagieren kann. Ist die Aufgabe eines Reflexes dann abgeschlossen, kann sich der darauf folgende Reflex herausbilden. Mit der Entwicklung des neuen Reflexes, wird der vorherige abgebaut.
Kommt es bei der Entwicklung oder Ablösung bestimmter Reflexe aufgrund äusserer Umstände zu Störungen, hat dies verschiedenste Auswirkungen für das spätere Leben. Mögliche Gründe für eine fehlende oder unzureichende Integration der Reflexe sind emotionaler Stress oder Krankheit der Mutter während der Schwangerschaft, häufige Ultraschalluntersuchungen, Fruchtwasserpunktierung, Steiss- oder Querlage, zu langsame oder zu schnelle Geburt, Kaiserschnitt, Saugglocke oder Zange, Betäubungsmittel während der Geburt, Impfungen, hohes Fieber oder Krankheiten des Kindes in den ersten Lebensmonaten.
Ist ein Kind von obigen Faktoren betroffen oder zeigt es Schwierigkeiten in motorischen, entwicklungstechnischen und/oder schulischen Bereichen, lohnt es sich, die Integration der Frühkindlichen Reflexe in einer kinesiologischen Sitzung zu überprüfen. Mit sanften Methoden wie Akupressur, Farbpunktur, Bachblüten, Klängen oder Bewegungsübungen können die Reflexe nachträglich integriert werden.