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Nach Überprüfung der aktuellen räumlichen Entwicklung kommt das Bundesamt für Raumentwicklung ARE zum Schluss, dass die Raumentwicklung der Schweiz in den letzten Jahrzehnten als nicht nachhaltig zu bezeichnen ist. „Drei Viertel der Schweizerinnen und Schweizer leben heute in Agglomerationen. Diese haben sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend in die ehemals ländlichen Gebiete ausgedehnt. Zu wenig Beachtung wurde dabei der Koordination von Siedlungsentwicklung und Verkehr geschenkt, was zur Verkehrszunahme beiträgt und vorab für den öffentlichen Verkehr hohe Kosten verursacht“, schreibt das ARE. Die fortschreitende Zersiedlung der Schweiz zeichnet sich auch im Bodenverbrauch und im Bestand an Bauzonen ab. Der Bodenverbrauch beträgt unvermindert fast einen Quadratmeter pro Sekunde.
Um die Raumentwicklung der Schweiz in nachhaltige Bahnen zu lenken, legt das ARE nun ein „Raumkonzept Schweiz“ vor und stellt es zur Diskussion. Eine der grössten Herausforderungen der kommenden Jahre sieht das ARE in der verstärkten Zusammenarbeit aller an der Raumplanung Beteiligten, also der staatlichen Institutionen, der Wirtschaft und der Verbände. Die wichtigsten Ansätze für eine Revision des RPG sieht das ARE in der Berücksichtigung der Städte und Agglomerationen; in der Überprüfung der Raumplanungsinstrumente; in der Steuerung der Siedlungsentwicklung beispielsweise durch höhere Anforderungen an die kantonalen Richtpläne; in einem nationalen Plan für die Siedlungsentwicklung oder die Kontingentierung von Siedlungsflächen; ferner in einem kohärenten Konzept zum „Bauen ausserhalb der Bauzone“ sowie in der Überprüfung der Planungsverfahren im Hinblick auf eine Vereinfachung und Vereinheitlichung und damit auch Beschleunigung.
Die Ergebnisse aus der öffentlichen Diskussion zum „Raumkonzept Schweiz“ münden in die Überarbeitung der bundesrätlichen „Grundzüge der Raumordnung“. Darauf aufbauend wird die Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG) vorgenommen.