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Geschichtliches
Neubau der Kirche Lüterkofen
Die Bevölkerung von Lüterkofen hatte schon längere Zeit den Wunsch, ein eigenes kirchliches Gebäude zu bauen, damit die Sonntagsgottesdienste nicht mehr im Schulhaus und die Abdankungen nicht mehr im Freien stattfinden mussten. Die Planung einer neuen Kirche wurde erst 1970 wieder aktuell. Die heutige moderne Kirche mit Aufbahrungshalle und Zivilschutzraum wurde 1977 erbaut. Architekt war Antonio Schlup. Die Einweihung fand am 11. Dezember 1977 statt. Die Kirche Lüterkofen weist einen achteckigen Grundriss auf wie frühchristliche Zentralkirchen. Antonio Schlup wollte einen Raum bauen, welcher schon von seiner „zentralen“ Form her die Voraussetzung für eine spürbare, sichtbare oder erlebbare „Mitte“ schafft, gemäss dem protestantischen Bekenntnis, dass das Wort Gottes im Mittelpunkt steht.
Geschichte der Kapelle Lüterkofen
Zur Kirchgemeinde gehörten, nebst der Kirche in Lüsslingen, noch drei Kapellen. Von diesen Kapellen ist jedoch keine erhalten geblieben. Eine Kapelle befand sich auf dem Kappelacker zwischen Lüsslingen und Solothurn, eine andere Kapelle in Leuzigen, das bis 1532 zur Kirchgemeinde Lüsslingen gehörte. Eine weitere Kapelle stand in Lüterkofen auf dem heute noch Kappeliplatz genannten, mit einer Linde bepflanzten Dorfplatz. Auf Geheiss Berns mussten diese drei Kapellen nach der Reformation abgebrochen werden. Das Glockentürmchen der Kapelle in Lüterkofen blieb jedoch bestehen, weil die Glocke zum Mittag- und Feierabendläuten verwendet wurde.1630 wollte man daraus wieder eine kleine Kirche bauen, worüber sich Bern beschwerte. Der Bau unterblieb. 1863 wurde das Türmchen abgebrochen, um angeblich die Steine zum Schulhausneubau zu verwenden. Die Glocke aus dem Jahre 1510 blieb erhalten, wurde 1846 umgegossen und hängt heute auf dem alten Schulhausdach. Sie wird noch jeden Mittag geläutet.
Zeichnung der Kapelle Lüterkofen
Glockentürmchen der Kapelle Lüterkofen - Zeichnung H. Jenni