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Ohne Gegenmaßnahmen steigt der globale Verkehr in den nächsten 15 Jahren ungefähr um sechs, der für PKW genutzte Parkraum gar um etwa acht Prozent. „Gemeinschaftlich genutzte autonome Fahrzeuge haben das Potenzial, die Herausforderungen der Städte in den Griff zu bekommen. Sie senken das Verkehrsaufkommen, beschleunigen die Umwandlung von Park- zu Wohnraum in Innenstädten und ermöglichen allen sozialen Gruppen Zugang zu Transportmitteln“, erklärt Nikolaus Lang. Metropolen wie Los Angeles oder New York können durch die verstärkte Nutzung autonom fahrender Robo-Shuttles pro Jahr bis zu 2,7 Millionen Tonnen CO2 einsparen oder insgesamt nutzbare Flächen in ungefähr sechsfacher Größe des Central Park gewinnen. Das entspricht 20 Quadratkilometern. Damit Städte autonome Fahrzeuge einsetzen können, ist der Aufbau einer digital vernetzten Infrastruktur mit zugewiesenen Spuren und Sensoren essenziell, die es den Fahrzeugen ermöglichen, untereinander und mit der Umgebung zu kommunizieren.
Bis 2030 werden 60 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. „Für Stadtplaner ergeben sich dadurch enorme Herausforderungen. Wird hier nichts unternommen, steigen die PKW-Nutzung und damit das Verkehrsvolumen sowie die Umweltbelastung weiter an“, sagt Andreas Herrmann. Allein in Europa verursacht die durch Autoverkehr entstehende Luftverschmutzung Kosten in Höhe von 80 Milliarden Euro pro Jahr. „Ein Umstieg auf neue, nachhaltigere Mobilitätskonzepte ist daher zwingend erforderlich. Robo-Shuttles können der Schlüssel zur Verkehrswende sein“, resümiert Nikolaus Lang.