Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03144.jsonl.gz/3082

Saint-Avold im Département Moselle
Die ersten Spuren der damaligen Stadt finden sich einer Legende zufolge im Jahr 509, wahrscheinlich aber erst am Anfang des 8. Jahrhunderts. Schnell entwickelte sich aus dem hier aufgebauten Oratorium eine benediktinische Klosterstadt namens Saint-Nabor, die in der Geschichte Lothringens eine entscheidende Rolle gespielt hat: nach einem Bericht von Dom Calmet (1672-1752) wurden in diesen Mauern lothringische Herzoge, Könige Frankreichs und deutsche Kaiser beherbergt. Im Laufe der Jahre wurde der ursprüngliche Name abgeändert und Saint-Avold entwickelte sich zur Handelsstadt zwischen Nancy, dem Saarland und dem Rhein. Bis zum 19. Jahrhundert wurde Saint-Avold von der deutschen Sprache und Kultur geprägt und die Region Elsass-Lothringen gehörte mal zu Deutschland, mal zu Frankreich. In den Kriegsjahren wurde aus Saint-Avold eine Garnisonsstadt. Europas größter amerikanischer Friedhof ist hier zu finden, wie auch - ganz in der Nähe - Überreste der Maginot-Linie. Trotzdem wurden durch die Entwicklung des Kohlebergbaus gerade in dieser Zeit viele Arbeitsplätze geschaffen. Dadurch ergaben sich die beinahe in sich abgeschlossenen verschiedenen Wohnsiedlungen, die der Stadt heute ein ungewöhnliches Gesicht verleihen. Als am nördlichen Stadtrand die Autobahn Metz-Saarbrücken sowie das Wärmekraftwerk für die Erdölchemie gebaut wurden, konnte Saint-Avold auch nach der Stilllegung der Kohlebergwerke den Status einer Industriestadt beibehalten.
Familie Bänziger
Familie Bänziger wurde zum Herbst 2016 nach Saint-Avold berufen. Diese Stadt liegt zwischen Metz und Saarbrücken nahe der deutschen Grenze von Hügeln umgeben im Rosseltal. Ruedi und Birgit sind seit 1990 verheiratet und haben vier Kinder: Corinne (*1992); Chris (*1994); Carmi (*1996) und Cornélis (*1998).
Download
Infos
Über 16'000 direkte Einwohner, das gesamte Einzugsgebiet umfasst über 38'000 Einwohner. Seit 1986 hat France pour Christ in dieses Gebiet investiert und durfte die Entstehung einer kleinen Missionsgemeinde mitverfolgen. Heute gehören 25 Mitglieder und einige Freunde zur Gemeinde, von denen aber nur wenige in Saint-Avold selbst wohnen. Die Gemeinde hat sich auch bis jetzt immer nur in verschiedenen öffentlichen Räumen treffen können und war von daher in der Stadt nicht sichtbar. Dies darf sich nun durch Gottes Gnade ändern! Am 17. Oktober 2016 konnte die Gemeinde im Glauben daran, dass dies Gottes Wille ist und er auch für alles Nötige sorgen wird, ein Gebäude erwerben! Im Erdgeschoss befinden sich zwei Räume, die sich für die Gottesdienste und die Kinderarbeit eignen. Darüber liegen zwei große Wohnungen und ein teilweise ausgebautes Dachgeschoss. Dies alles wird nun grösstenteils in Eigenleistung renoviert, sodass unser Kollege und wir die beiden Wohnungen mieten können und die Gemeinde ihren eigenen Saal bekommt. Dort wird dann später der evangelistische Kinder-Club stattfinden können, den die Gemeinde jetzt schon durchführt, sowie alle möglichen anderen Veranstaltungen. An dieser Stelle wird unsere Hauptverantwortung liegen: wir bringen Material und Erfahrung aus der Evangelisationsarbeit mit (z.B. Marktstand, Kerzenziehen, evangelistische Weihnachtsfeiern, Konzerte etc.) und wollen diese Dinge mit den Geschwistern hier ebenfalls ausprobieren. Wir möchten uns kreativ dafür einsetzen, dass Menschen in Saint-Avold Gott kennenlernen und im Glauben wachsen können.
Pilgergrotte neben der Marien-Basilika
Markt in Saint-Avold
Gemeindegebäude Vorderansicht
Gemeindegebäude Seitenansicht
Drulingen
In diesem kleinen elsässischen Dorf 50 km von Saint-Avold entfernt steht das Missionshaus unserer Partnermission France pour Christ. Hier befinden sich Büros, Gästezimmer und Sitzungsräume, damit Gemeinden und Missionare immer wieder zum Dienst zugerüstet und ermutigt werden können. Das Haus muss unterhalten sowie den jeweils aktuellen gesetzlichen Normen angepasst werden und Ruedi (der von Beruf Schreiner ist) wird Projekte, die damit zusammenhängen, teilzeitlich unterstützen.