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Die Jahre des Wirtschaftswunders
Collège de l'Elysée
Das Gymnasium de l’Elysée wurde vom Architekten Frédéric Brugger entworfen, der ursprünglich aus Basel stammte. In den 1950er- bis 1970er-Jahren schuf er vor allem in der Region Lausanne einige der bedeutendsten Westschweizer Bauten der Nachkriegszeit. In Lausanne baute er zum Beispiel das Wohnhaus am Chemin de Lucinge 12-15, einen der ersten hohen Blöcke der Stadt, die Berufsschule an der Rue de Genève 55 gegenüber dem Pont de Chauderon, die vier grossen Wohnhochhäuser an der Rue de la Borde und das erste Gebäude der Geisteswissenschaften auf dem Campus der Universität Dorigny.
Das Collège de l’Elysée wurde 1961 bis 1964 im gleichnamigen Park, einer bezaubernden, grosszügigen Anlage, errichtet. Die verschiedenen Gebäudekörper, die Höfe bilden, sind terrassenförmig abgestuft und führen in einer sanften Neigung gegen den See.
Die klar definierten rechteckigen Volumen, die sich stark nach aussen öffnen und ihr Betonskelett herausstellen, folgen den allgemeinen Grundsätzen der modernen Architektur der Zwischenkriegszeit. Mit der bemerkenswerten Arbeit an der volumetrischen Komposition und der Verkleidung, die vom Bildhauer Hansjörg Gisiger mitgestaltet wurde, verweist der Komplex klar auf die Fragestellung der Verbindung von Architektur und Skulptur, die für die Nachkriegszeit typisch war.