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Der “Marché central” unweit der Altstadt von Tunis ist einer der schönsten und lebendigsten Märkte, den ich kenne. Es ist eine Augenweide, durch diese Hallen zu gehen und sich von der unglaublichen Auswahl an Fisch, Gemüse, Früchten, lebenden Hühnern und Pflanzensetzlingen inspirieren zu lassen. Die politischen Verwerfungen der letzten Jahre haben dem Markt nichts anhaben können. Bloss die Preise sind stark gestiegen, und das grosse Konterfei von Ben Ali ist längst verschwunden. Doch die Geschäfte in der näheren Ungebnung überquellen von asiatischen Importprodukten. Genau genommen ist die fehlende Industrialisierung beziehungsweise die Zerstörung der bescheidenen industriellen und gewerblichen Infrastruktur Tunesiens (und der meisten arabischen Länder) eine Katastrophe mit schwerwiegenden Folgen. Seltsam, dass kaum je davon die Rede ist.