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2010 gewann der erfolgreiche Italiener, der auch als „Hai der Strasse“ bezeichnet wird, die Vuelta a Espagna. Letztes Jahr holte er sich den Gesamtsieg des Giro d‘Italia vor Rigoberto Uran und wurde Zweiter an der Vuelta. Dieses Jahr verzichtete er auf die Teilnahme am Giro d‘Italia und fordert Contador, Froome, Valverde und Co. im Kampf um das „Maillot Jaune“ heraus und versucht mit einer starken Mannschaft den ersten Sieg der Tour de France zu realisieren. Doch wie geht es danach weiter?
von Bruno Fleckenstein
Es war sein Vater Salvatore, selbst ein grosser Liebhaber des Radsportes, der seinen Sohn auf die Spur des Radsports brachte. Im Jahre des grossen Triumpfs von Francesco Moser wurde er geboren, und als er mit etwa neun Jahren seinem Vater zusah, wie der einen Fahrradrahmen rot anstrich, packte ihn die „Radmagie“.
Vincenzo stieg nicht gleich auf ein Rennrad, doch als er dies tat, überraschte der junge Sizilianer selbst seine Eltern, als er bei seinem ersten Rennen gleich Zweiter wurde. In der Kategorie der Junioren erreichte er im Laufe seiner Karriere zahlreiche Siege und erhielt 2002 die Bronzemedaille im Zeitfahren bei der Strassenrad-Weltmeisterschaft im belgischen Zolder.
Um sich im Radsport weiterentwickeln zu können, war er gezwungen, sein geliebtes Sizilien zu verlassen und in die Toskana zu ziehen, wo er das Trikot von Gs Mastromarco trug und in der U23 mitfuhr. Er erzielte im Jahr 2003 sieben Siege auch bei internationalen Rennen und verbesserte sich kontinuierlich. Er baute seine Erfolge aus mitunter mit dem erneuten Gewinn der Bronzemedaille 2004 beim Zeitfahren bei der Strassenrad-Weltmeisterschaft in Verona. Es ist dies auch die Zeit, als er zu seinem Spitznamen „Hai der Strasse“ kam.
Zur Saison 2005 bekam Nibali einen Profi-vertrag bei dem italienischen ProTour-Team Fassa Bortolo. Ein Jahr später wechselte er zum Rennstall Liquigas-Cannondale, bei welchem er sechs Jahre blieb.
Die glorreichen Jahre ab 2010
2010 war ein herausragendes Jahr an internationalen Erfolgen. Den Giro d’Italia beendete er als Gesamtdritter vor seinem heutigen Teamkollegen Michele Scarponi und zwei Plätze hinter seinem Landsmann und Gewinner Ivan Basso. Er siegte am italie-nischen Ein-Tages- Rennen „Trofeo Melinda“ wie auch an der Slowenienrundfahrt und konnte den spanischen Klassiker Vuelta a Espagna für sich entscheiden.
2011 versuchte er sich beim Giro noch einmal und wurde diesmal Gesamtzweiter, bei der Vuelta „nur“ Siebter. Ein Jahr später verzichtete er auf den Giro und versuchte sich an der Tour de France zu beweisen und wurde dabei Gesamtdritter. Er fuhr 2012 auch den Gesamtsieg bei Tirreno-Adriatico und der Padanien-Rundfahrt heraus. 2012 war die Heirat mit seiner Frau Rachel ein weiterer, wenngleich privater Höhepunkt.
Sein neues Team Astana, zu welchem er 2013 gewechselt hatte, auch weil es ihm die Möglichkeit anbot, ein Team um ihn herum aufzubauen, um den Giro d’Italia zu gewinnen, gab ihm einen weiteren Schub in seiner Karriere. Er schaffte es dann in diesem Jahr sich den Pokal des Giro d’Italia zu holen und war ab der 8. Etappe Träger des „Maglia Rosa” und streifte es bis zum Schluss nicht wieder ab. Seine engsten Verfolger waren Rigoberto Uran und Mark Cavendish und Michele Scarponi, der hinter den zwei Verfolgern Vierter in der Gesamtwertung wurde. Der Gewinn des Tirrenen Klassiker und der Trentino-Rundfahrt gehörten 2013 nebst einem zweiten Platz bei der Vuelta a Espagnazu seinen Auszeichnungen einer konstanten Leistungsfähigkeit auf aller höchstem Niveau.
Wie geht es weiter in 2014
Das grosse Ziel in diesem Jahr ist der Sieg der Tour de France. Nibali hat zu seiner Unterstützung eine starke Mannschaft aufgestellt. Vor allem sein Landsmann Michele Scarponi, Jakjob Fuglsand aus Dänemark und sein estischer Teamkollege Tanel Kangert …