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Heard musste sich ursprünglich wegen bewussten Einschmuggelns verbotener Produkte und Verstoss gegen das Quarantänegesetz in zwei Fällen verantworten. Der Vorwurf mit den “verbotenen Produkten”, Depps und Heards Hunde Boo und Pistol, wurde aber nun fallengelassen. Heard plädierte am Montag persönlich vor dem Gericht in Southport im australischen Bundesstaat Queensland für schuldig.
Heard hatte die beiden kleinen Tiere im Mai 2015 in einem Privatjet mit nach Australien gebracht, wo Depp den fünften Teil der Piratensaga “Fluch der Karibik” drehte. Dabei soll Heard sich nicht an das vorgeschriebene Verfahren gehalten haben, das das Einschleppen von Seuchen in den Inselstaat Australien verhindern soll. Das Strafmass bei solchen Vergehen beträgt bis zu zehn Jahre.
In der Verhandlung sollen zwölf Zeugen aussagen. Ob Depp einer von ihnen ist, wurde nicht mitgeteilt. Heard hatte im sogenannten Terrier-Krieg mit den australischen Behörden zunächst gesagt, sie werde wohl nie wieder auf den fünften Kontinent zurückkehren. Anfang Dezember sagte sie Medienberichten zufolge aber, sie respektiere die australischen Gesetze und bereite sich auf ihre Anhörung vor.
Das Vergehen war zufällig ans Tageslicht gekommen und hatte für grossen Ärger gesorgt. Landwirtschaftsminister Barnaby Joyce drohte sogar mit der Einschläferung der Hunde, sollten sie nicht umgehend in die USA zurückgebracht werden. Mitte Mai flogen Boo und Pistol zurück in ihre Heimat.
Aus den USA eingereiste Katzen und Hunde müssen in Australien eigentlich zehn Tage in Quarantäne verbringen, um die Einschleppung von Krankheiten zu verhindern. Der rigorose Umgang der Behörden mit Depps Tieren löste in Australien zugleich Empörung und Belustigung aus. Zudem sorgte die Posse weltweit für Schlagzeilen.
(SDA)