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Badminton, das Rückschlagspiel mit dem Federball bietet der RCZ seit vielen Jahren am Mittwochnachmittag in Bachenbülach vis-à-vis des Einkaufszentrums Migros-Süd an.
Badminton ist benannt nach dem gleichnamigen Dorf im Südwesten Englands (31 km nordöstlich Bristol – 180 km nordwestlich London), wo das Spiel zuerst nach festen Regeln gespielt wurde. Erklärtes Ziel dieses Wettkampfsportes ist es bis heute, den leichten Ball so übers Netz zu schlagen, dass die Gegenseite ihn nicht den Regeln entsprechend zurück schlagen kann.
Aber schon lange vor der Entstehung des Namens Badminton gab es Rückschlagspiele, die dem heutigen Federball ähnelten. In Indien gefundene Höhlenzeichnungen belegen, dass dort bereits vor 2000 Jahren mit abgeflachten Hölzern kleine, mit Hühnerfedern gespickte Holzbälle geschlagen wurden. Auch bei den Inkas und den Azteken waren Rückschlagspiele mit gefiederten Bällen bekannt. In Europa zur Zeit des Barock entwickelte sich ein unter dem Namen Battledore and Shuttlecock oder Jeu de Volant bekanntes Federballspiel zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen des höfischen Adels. Ziel bei dieser Variante des Federballspiels war es, dass zwei Spieler sich mit einfachen Schlägern einen Federball so oft wie möglich zuspielen, ohne dass dieser den Boden berührt.
Ein urkundlich erwähnter Rekord aus dem Jahre 1830 beläuft sich auf 2117 Schläge für einen Ballwechsel zwischen Mitgliedern der Somerset-Familie.
Bereits 1972 bei den Olympischen Sommerspielen in München war Badminton als so genannte Demonstrationssportart vertreten, wurde jedoch erst 1985 vom IOC (internationales olympisches Comitée) für 1992 ins olympische Programm aufgenommen. 1988 in Seoul konnte Badminton als Vorführsportart der künftigen olympischen Disziplin mit ausverkauften Wettkämpfen noch einmal punkten, ehe es 1992 in Barcelona mit vier Wettbewerben regulär im Programm der Spiele vertreten war. 1996 wurden dann alle fünf Disziplinen, inklusive des gemischten Doppels, bei den Spielen von Atlanta ausgetragen. Derzeit sind 156 Nationen mit insgesamt über 14 Millionen Spielern Mitglied in der BWF (Badminton World Federation).
Zurück zu uns: Kommt beim Badminton der Rollstuhl ins Spiel sprechen wir vom Parabadminton. In der rasanten Entwicklung der Rollstuhltechnik gibt es natürlich auch einen speziellen Sport Rollstuhl für Badminton, respektive Tennis. Dieser ist aber vorerst nicht Pflicht – hat der eigene Rollstuhl ein Stützrad hinten, kann das Spiel beginnen. Von grossem Vorteil sind schräg gestellte grosse Räder, da der Rollstuhl sofort drehfreudiger und wendiger wird und ein seitliches Kippen verunmöglicht. Fadel, Jegan und ich sitzen in älteren Badminton Rollstühlen.
Cesis Rollstuhl kommt ursprünglich vom Basketball und Hansruedi sitzt im Rugbystuhl. Nicolas, der im November zu uns gestossen ist, zieht es vor im eigenen Rollstuhl zu spielen – er sitzt besser, fühlt sich genug sicher und spielt gut.
Auch im 2019 waren längere Ausfälle von Spielern zu beklagen – zuerst Regula mit einer grossen Schulter-OP, dann Marcel mit erneutem Beinbruch und Dora mit einem Dekubitus an ungünstigster Stelle – diese Beiden fehlen noch immer. Ebenso Cesi, der Pech hatte in den Ferien und pausieren musste.
Auch unsere ausge-sprochenen Senioren sind fit und munter, sowohl Jean-Francois auf seinen zwei Prothesen als auch Ehefrau Madelaine und ihre gute Freundin und unsere Helferfee Bernie. Mit Nicolas hat sich unser Durchschnittsalter doch wieder etwas verjüngt und laut Hansruedi will auch Manuela vorbei schauen und unsere Sportart beschnuppern.
In der heutigen Zeit treiben auch Senioren je länger je mehr Sport, bleiben so länger fit und beweglich und so sind wir stolz darauf, das Rückschlagspiel, das wie es heisst, wegen der Schnelligkeit und grossen Lauf- respektive „Fahr“-intensität eine hohe körperliche Fitness erfordert, immer noch unseren Sport nennen zu dürfen.
Seit November belegen wir wieder regelmässig zwei Plätze, spielen uns in der ersten Stunde locker ein und freuen uns dann auf ein Doppel – eindeutig die im RCZ bevorzugte Spielart. Nach gelungenem Spiel strahlen sowohl Verlierer als auch Gewinner und weiter geht’s zum Einzel: Jegan gegen Hansruedi, die oft ebenbürtige Gegner sind.
Mit herzlichen Dank dem RCZ, dass wir durch diese lässige Sportart mit und gegeneinander antreten können, möchten wir auch Dich einladen, einmal vorbei zu schauen und diesen Sport zu beschnuppern. Bewegung und gemeinsames Tun tun der Seele und dem Körper ungemein gut und der RCZ bietet in vielen Sportarten beste Gelegenheit dazu. Danke RCZ.
Text: Regula Huwyler