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Beim Besuch des Moors verlangsamt sich der Schritt, der Blick gleitet nach unten. Die Zeit und die Dimension der Landschaft verlieren sich. Genau dieser Zustand soll bei den Besucher*innen durch die Tonspur der Arbeit erzeugt werden. Abgespielt werden Ausschnitte aus Aufzeichnungen von Moosforschern, die den Boden des Moores absuchen und die Pflanzen bestimmen. Diese Gesprächsfetzen werden im Schopf wiedergegeben und mit anderen Klangquellen aus dem Moor gemischt, die mit verschiedenen Typen von Mikrofonen vor Ort aufgenommen wurden.
Olga Kokcharova, geboren in Sibirien, lebt in Genf, ist Musikerin und Klangkünstlerin. Sie interessiert sich für alles, was zu hören ist. Sie bevorzugt eine sorgfältige Tonaufnahme, experimentiert aber auch mit Umständen wo das Aufnahmematerial an seine Grenzen kommt. Kokcharova verwertet aufgenommene Quellen mehrkanalig um eine elektroakustische Komposition, eine Improvisation, eine Performance oder eine Klanginstallation im öffentlichen Raum zu erzeugen. Sie ist inspiriert von der Linguistik und der Sprachforschung.