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Der Begriff "nachhaltige Landwirtschaft" wird sehr unterschiedlich definiert. Gemäss einer möglichen Definition ist darunter ein umfassendes System zur Produktion von Pflanzen und Tieren zu verstehen, das einerseits die Ernährung der Menschen langfristig sicherstellt, andererseits aber auch die Umweltqualität verbessert und die natürlichen Ressourcen der Landwirtschaft schont (Link). Ein Schwerpunkt liegt in der effizienten Nutzung nicht erneuerbarer Ressourcen und in einer verbesserten Lebensqualität der Bauern und der gesamten Gesellschaft. Eine nachhaltige Landwirtschaft wird somit nicht über bestimmte Methoden, sondern über spezifische Ziele definiert und kann aus einer Kombination verschiedener, auf Nachhaltigkeit ausgerichteter Anbaumethoden bestehen.|
Mit der am weitesten verbreiteten "konventionellen Landwirtschaft" wurden enorme Produktivitätsgewinne erzielt. Die Nahrungsmittelproduktion vervierfachte sich weltweit in den vergangenen 50 Jahren [Brown, 2000]. Gemäss Schätzungen der Weltbank waren dabei zwischen 70 und 90 Prozent der Produktionssteigerungen auf optimierte konventionelle Landwirtschaftsmethoden und nicht in erster Linie auf grössere Anbauflächen zurückzuführen. Dieses grössere Produktionsvolumen war jedoch mit negativen Folgen wie Schädlingsresistenzen, Verschmutzung von Seen und Übernutzung von Boden und Grundwasser verbunden.
Die Ursachen dieser Probleme und auch mögliche Lösungsansätze sind sowohl bei konventionellen als auch bei alternativen Landwirtschaftsmethoden zu suchen. Neben dem biologischen Anbau können auch andere Methoden wie der Einsatz von GVO-Pflanzen in zukunftsweisenden, nachhaltigen Landwirtschaftssystemen eine wichtige Rolle spielen. GVO-Pflanzen können durch einen geringeren Pestizideinsatz einen Beitrag leisten [Charity, 1999][Rossi, 1998], aber auch durch eine effizientere Nutzung des Wassers [Sivamani, 2000], durch einen geringeren Verbrauch an nicht erneuerbaren Ressourcen [Nawrath, 1994] oder durch höhere Erträge auf gleichen Flächen [Ku, 1999]. GVO-Pflanzen können zusammen mit anderen nachhaltigen Methoden wie dem Einsatz natürlicher Feinde zur Schädlingsbekämpfung, dem Anbau von Zwischenfrüchten oder pfluglosen Anbaumethoden (IPM, Insekten zur Schädlingsbekämpfung, konservierende Bodenbearbeitung, [Zhu, 2000]) dazu beitragen, dass die Landwirtschaft im 21. Jahrhundert vermehrt auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sein wird.