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Grund genug, respektive beste Voraussetzungen für die HR-Crew, den nächsten alten Edelstein wieder zum Leuchten zu bringen. Meine erste richtige Wahrnehmung von The Rods geht eigentlich zurück auf zwei Alben der 80er. Zum einen ist das «Let Them Eat Metal» (1984) und zum anderen «Heavier Than Thou» (1985). Letzteres Album vor allem deswegen, weil dieses Cover-Motiv früher im Umfeld des Outsider-Shop in Olten auffiel und deswegen mein Interesse weckte. Weiter stiess dann noch das ältere klasse Album «Wild Dogs» von 1982 dazu. Der überaus räudige wie sehr kernig gespielte Sound hatte es mir somit schon früh angetan, und dass mit David "Rock" Feinstein (g/v) der Cousin des grossen Ronnie James Dio (R.I.P.) mit im Line-up stand, sorgte automatisch für Aufmerksamkeit. 1987 ging der Ofen bei den Amis jedoch aus, und erst 2010 meldete sich das laute Trio im originalen Line-up wieder zurück. Bereits im Jahr darauf erschien mit «Vengeance» ein sackstarkes Comeback-Album, und auch live überzeugte das Trio, unter anderem in Luzern in der Schüür, 100%-ig! Gleiches gilt für den aktuellen Langdreher «Brotherhood Of Metal» (2019), der keinen Deut schlechter als sein Vorgänger ausgefallen ist.
Der Sprung ganz an den Anfang, sprich hin zu «Rock Hard», damals noch mit dem ersten Bassisten Stephen Starmer, bevor Garry Bordonaro einstieg, nimmt die spätere Form klar vorweg. Die Privatpressung und die ausgekoppelte Single «Crank It Up» führten auf jeden Fall bald zum ersten Plattenvertrag mit Arista Records. Mich persönlich erinnert das etwas an Krokus, ausgehend von «Painkiller» (1978) hin zu «Metal Rendez-Vous» (1980). Kompositorisch noch etwas auf der Suche, inklusive gleich zwei Covers (von Elf und The Young Rascals) wirkt das frühe Material noch nicht so zwingend. Der Label-Deal hievte die vorherigen Demo-Aufnahmen jedoch umgehend auf ein höheres Level, und somit ist das selbstbetitelte Album von 1981 eigentlich das "richtige Debüt", wo erstens acht der insgesamt zehn eigenen Songs Verwendung fanden und zweitens die Frischzellen-Kur der neuen Studioversionen gleich einen anderen Eindruck hinterliess. Die nächsten drei Alben festigten anschliessend den urtümlichen Stil der Amis. Der Grosserfolg blieb mangels einem oder mehreren Hitsongs allerdings aus, aber The Rods stehen nach wie vor voll im Saft, und wer Bock hat, kann den Start des Weges dahin mit «Rock Hard» ausloten.
Rockslave