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In den Viertelfinals gelang Belinda Bencic eine weitere Klasseleistung. Gegen Anastasia Pawljutschenkowa (WTA 18), vor anderthalb Monaten Finalistin in Roland-Garros, setzte sie sich in zweieinviertel Stunden mit 6:0, 3:6, 6:3 durch.
Bis die Halbfinal-Qualifikation unter Dach und Fach war, hatte Bencic allerdings hart zu kämpfen und einige Auf und Abs zu durchleben. Gegen die Russin sei es fast unmöglich, das Momentum während der ganzen Partie auf seiner Seite zu behalten: «Ich habe jetzt schon einige Male gegen sie gespielt und der erste Satz war immer klar. Für mich war es sogar noch schlimmer, den ersten Satz 6:0 zu gewinnen, da ich wusste, dass ich sie nicht so glatt schlagen kann», sagte Bencic.
Imposant verlief aus Schweizer Optik insbesondere die Startphase des Viertelfinals. Nach 29 Minuten führte Bencic mit 6:0, 1:0 gegen die Gegnerin, die bei ihren ersten drei Siegen gegen Sara Errani (6:0, 6:1), Anna-Lena Friedsam (6:1, 6:1) und Sara Sorribes Tormo (6:1, 6:3) bloss sieben Games abgegeben hatte.
Ganz so perfekt ging es für Belinda Bencic nicht weiter. Im zweiten Satz habe sie bei eigenem Aufschlag den Druck der Gegnerin gespürt, «was zu einer kleinen Blockade geführt hat». Aber nach dem verlorenen Durchgang und einem kurzen reglementarischen Unterbruch wegen der extremen Hitze fand die 24-jährige Ostschweizerin zu Beginn des Entscheidungssatzes sofort wieder den Tritt. «Ich habe einfach versucht, ihr das Leben so schwer wie möglich schwer zu machen.»
Im Halbfinal trifft Belinda Bencic, die Nummer 12 der Welt, auf die Kasachin Jelena Rybakina (WTA 20), die sich gegen Garbiñe Muguruza durchsetzte. Nach dem Ausscheiden Muguruzas befindet sich mit der Ukrainerin Jelina Svitolina (WTA 6) nur noch eine weitere Top-10-Spielerin im Turnier. (nih/sda)