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Der Maler, Zeichner und Graphiker Fidus (eigentlich Hugo Höppener 1868-1948) prägte mit seinen Illustrationen für Bücher und Zeitschriften nachhaltig das Bild der Veröffentlichungen im Umkreis der Theosophie und Lebensreform in deutschsprachigen Raum.
Fidus, der seinen Namen dem Künstler Karl Wilhelm Diefenbach verdankt, lebte und arbeitete 1903/04 und 1906/07 in der Schweiz.
Amden und Zürich
Für einige Tage im Sommer 1903 und dann vom Herbst desselben Jahres bis zum Jahresende, hielt sich Fidus in Amden auf. Dort sollte mit dem Grappenhof als Zentrum eine Siedlung für eine lebensreformerisch-religiöse Gemeinschaft entstehen. Gegründet und geleitet wurde diese von Josua Klein. Hier glaubte Fidus verschiedene Tempel nach seinen Entwürfen errichten zu können. Doch das Unternehmen erwies sich schnell als undurchführbar und Fidus setzte sich nach Zürich ab. Dort arbeitete bis zu seiner Abreise im Sommer in einem Anbau des Ateliers, das für Arnold Böcklin errichtet worden war. In Zürich entstanden die Illustrationen für eine Preisliste der Firma Günther Wagner sowie die Gemälde Traum und Grollender Luzifer, zu denen Fidus besondere Bedeutung beimass. Sie seien “so farbentief,” bemerkt er zu ihnen, “wie ich bisher noch nicht gemalt hatte.” Und er fügt als Erklärung an: “Nicht nur, weil mich ‘Böcklins Geist umfing’, sondern weil ich endlich mal tempelhafte Fantasiebilder beginnen konnte.”