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Vor fast hundert Jahren wurde in Bern der Mann geboren, der den hervorragenden Ruf der Schweizer Jazz-Schlagzeuger im Ausland begründete: Etienne Jean Gustave „Stuff“ Combe.
Nach einer klassischen Klavierausbildung und einem abgebrochenen Kunststudium engagierte ihn Hazy Osterwald in seine neu gegründete Big Band.
1957 bekam Kurt Edelhagen vom WDR in Köln den Auftrag, ein neues Jazz Orchester zusammenzustellen; eine Verpflichtung für Tanzmusik gab es nicht. Edelhagen hatte keine Mühe, in acht Ländern gute Musiker zu finden, darunter Dusko Gojkovic und Jimmy Deuchar (tp) Derek Humble (as) Francis Coppieters (p,arr) und den Schweizer Stuff Combe (dr).
Das Orchester unternahm mitten im Kalten Krieg einen Ausflug hinter den Eisernen Vorhang und besuchte die UdSSR und die DDR.
1967 zog Stuff Combe in die Westschweiz und wurde Co-Leader, Arrangeur und Schlagzeuger des Groupe Instrumental Romand des Westschweizer Radios.
Das Ensemble pflegte ein weit gefächertes Repertoire, von leichter Tanz- und Unterhaltungsmusik über Jazz bis zu Werken sogenannt „seriöser“ moderner Schweizer Komponisten.
Newark, grösste Stadt von New Jersey und nur 16 km von New York entfernt, hatte mit seinen damals 400000 Einwohnern eine bemerkenswerte Jazzszene. Sie wird im lesenswerten Buch “Swing City – Newark Nightlife 1925-1950” von Barbara Kukla beschrieben.
Dieses Buch dient als Leitfaden für meine Präsentation. Ein bunter Strauss von Solisten und Bands wird an unseren Ohren vorbeiziehen, darunter Miss Rhapsody, Al Cooper’s Savoy Sultans, Don Lambert, Jabbo Smith, Sarah Vaughan, Ike Quebec, Willie The Lion Smith, James Moody, Babs Gonzales, Savoy Dictators.
*16.4.1924 in Cleveland, † 14.6.1994 in Beverly Hills
Modern Jazz als Hintergrund von Überfällen, Totschlag und Ähnlichem, dafür sei in grossem Mass Henry Mancini verantwortlich, so stand es einmal auf einem Hüllentext.
Er begann als Kind italienischer Einwanderer früh mit Musik und entwickelte sein musikalisches Talent als Arrangeur. Er war bei den Filmen „Glenn Miller Story“ und der „Benny Goodman Story“ musikalisch beteiligt. Für „A Touch of Evil“ mit Orson Wells besorgte er den musikalischen Hintergrund, wo bereits etwas vom späteren „Mancini Sound“ hörbar wurde. Dies war auch einer der ersten Filme überhaupt, bei denen jazzartige Musik verwendet wurde.
Dann war er für den musikalischen Teil der Kriminalfilm Noir Fernsehserie „Peter Gunn“ von Blake Edwards eingespannt, mit dem er eine lange Zusammenarbeit hatte. Auch für viele weitere z.T. berühmt gewordene Filme steuerte er die Musik bei.
Heute Abend hören wir ihn auch als Orchesterchef mit eigenen und fremden Kompositionen. Er ist Komponist vieler bekannt gewordener Melodien.
Zum Vergleich hören wir noch wenige Stücke von anderen jazzigen Filmkomponisten.
Wilbur Dorsey „Buck“ Clayton, *12. November 1911 in Parsons, Kansas, - 8. Dezember 1991 in New York
Der Ausnahmetrompeter wurde in der Band von Count Basie weltberühmt, er machte unzählige Platten mit den Besten seiner Zeit, darunter die viel gelobten Jam Sessions für Columbia Records.
Wir sehen Buck Clayton auf der Leinwand.
Wie bei den meisten von Euch war es mir immer ein grosses Bedürfnis, Jazz live zu erleben und besonders bei Reisen in den Vereinigten Staaten die echten Jazzclubs zu besuchen.
Diesmal gibt es eine Auswahl von sechs Lokalen, die ich alle besucht und die aufgeführten Bandleader gehört habe.
Im Fall von „Keystone Korner“ war ich am 31. Okt. 1981 mit Janet da, es war das Dexter Gordon Quartett mit dem Pianisten Kirk Lightsey und dem Drummer Eddie Gladden. Den Bassisten habe ich nicht klar in Erinnerung. Die Aufnahme von Miles Davis stammt aus einer Sendung von Radio DRS – ich war mit Janet und englischen Freunden in Montreux dabei. Beim Ron Carter Quartett stimmen Ort und Besetzung, aber das Datum lag einige Jahre später.
Im zweiten Set geht es weiter mit dem Kenny Barron Quintett in New Yorker Club „Fat Tuesday“, allerdings sah die Gruppe, die ich im April 1983 dort vorfand, ganz anders aus: Freddie Hubbard (tp, flh), Junior Cook (ts), Hilton Ruiz (p), Buster Williams (b) und Carl Allen (dm). Spannend war es allemal!
„La Fontaine“ in Kopenhagen wurde oft besucht, aber das Buddy Tate Quintett habe ich nicht dort, sondern in Toronto kennengelernt.
Für das letzte Beispiel bleiben wir in Kopenhagen im „Finn Zieglers Hjørne“, wo wir den Inhaber und Violinisten mit einer Gruppe von befreundeten Musikern besucht haben.
a selection of unknown or forqotten Modern Jazz recordinqs
Zuerst hören wir Musik von Cecil Taylor - im Sinne eines Gedenkens an diesen am 5. April 1918 verstorbenen genialen Musiker. Anschliessend folgen 2 Stücke aus einer erst kürzlich veröffentlichten CD von einem Auftritt von Thelonious Monk mit John Coltrane vom November 1957 in der Carnegie Hall in New York.
Weiter haben wir ein Stück des Trios Oliver Lake mit dem Zürcher Dieter Ulrich am Schlagzeug. Es folgt dann Musik von Peter Brötzmann mit Joe McPhee. Des Weitern hören wir u.a. das Jimmy Lions Trio mit Sunny Murray am Schlagzeug und John Lindberg am Bass, aufgenommen am Jazz Festival Willisau, 30. August 1980.