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Seit 1934 führt die Linie 1 über die Dreirosenbrücke. Am 14. Dezember 2019 befindet sich der Be 6/8 5019 auf dem östlichen Vorlandbauwerk und ist in Richtung Grossbasel unterwegs. Im Hintergrund stehen Forschungsbebäude der einstigen Ciba.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 16_1390)
Die erste Basler Tramlinie verband ab 1895 die beiden damaligen Bahnhöfe, den Badischen Bahnhof auf dem Areal der heutigen Messe Basel und den Centralbahnhof (heute Bahnhof SBB). Den Rhein überquerte das Tram über die alte, zur Hälfte aus Holz gebaute Mittlere Brücke. Es liegt auf der Hand, dass die zwischen den Bahnhöfen pendelnden Tramwagen das Kopfschild «1» gehabt hätten, wären Liniennummern damals schon üblich gewesen.
1901 erhielt die Elsässerbahn eine neue Streckenführung in weitem Bogen um die Stadt. Auf dem freigewordenen Eisenbahntrassee, dem umgebauten Bachlettenviadukt und dem neu erstellten Spalenring konnte eine neue Tramstrecke vom Centralbahnplatz bis zur Missionsstrasse, dem heutigen Burgfelderplatz, errichtet und am 10. September 1903 in Betrieb genommen werden. Im folgenden Jahr wurden die Tramgleise bis zum Kannenfeldplatz verlängert. Die neue Strecke wurde von den Wagen der über den Centralbahnhof hinaus verlängerten Stammlinie bedient.
Zwischen dem 24. Juni 1907 und dem 7. Juni 1915 war die Stammlinie mit jener ins Gundeldingerquartier verknüpft und führte vom Centralbahnhof statt zum Kannenfeldplatz neu in die Güterstrasse. Beim Tellplatz gingen die Wagen auf die Linie nach Sankt Ludwig über. Dies bildete den Anlass für die Einführung von Liniennummern anstelle der bis zu diesem Zeitpunkt üblichen farbigen Schilder mit dem Routenverlauf und die ehemalige Stammlinie (alter) Badischer Bahnhof–Mittlere Brücke–Centralbahnhof–Tellplatz wurde zur Linie 1. Auf der recht langen Linie 1/5 waren 18 Kurse erforderlich, um einen 6-Minuten-Betrieb aufrechterhalten zu können. Zum Einsatz kamen fast ausschliesslich Ce 2/2 der Serie 22 bis 55.
Zwischen 1923 und 1924 führte die Linie 1 über die Johanniterbrücke. Ab dem 15. Juli 1924 kehrte sie wieder auf ihre alte Stammstrecke über die Mittlere Brücke zurück.
1934 konnte im Norden der Stadt eine weitere Rheinquerung eröffnet werden. Über die neue Dreirosenbrücke fuhren die Wagen der Linie 1, welche nun von der Mustermesse (früher Badischer Bahnhof) über die neue Brücke und den Kannenfeldplatz zum Bahnhof SBB führte. Ab 1951 gingen die Wagen dort auf die Linie 4 über und fuhren nach Kleinhüningen weiter. Zwischen 1972 und 1985 fuhr der 1er als Ringlinie von der Mustermesse über den äusseren Ring und die Innenstadt zurück zur Mustermesse. Die Gegenrichtung trug das Kopfschild «4».
Seit dem 30. Juni 2001 ist die Linie 1 mit der Linie 14 verknüpft. Die Kurse wechseln heute das Kopfschild an der Haltestelle Dreirosenbrücke. In Spitzenzeiten wird die Linie ab Bahnhof SBB über die Wettsteinbrücke zum (neuen) Badischen Bahnhof verlängert.