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Im Dreiländereck Bolivien, Chile, Argentinien sollen 70 Prozent der weltweiten Lithium-Vorkommen lagern. Der Rohstoff wird gebraucht, um Elektro-Auto-Batterien herzustellen. In Zeiten der Energiewende wächst der Bedarf nach Lithium rasant. Doch dessen Abbau zerstört die Lebensgrundlage der indigenen Bevölkerung.
„Ich hatte früher 230 Lamas, aber das war, bevor das Bergbauunternehmen hier anfing zu arbeiten. Seitdem sterben die Tiere. Die Kleinen werden geboren und sterben. Das geht schon seit zwei Jahren so. Sie kommen mit Behinderungen und Krankheiten zur Welt, mit krummen Beinen und Zysten. An denen sterben sie dann nach kurzer Zeit.“
100.000 Kollas leben im sogenannten „Lithiumdreieck“
Nieves Guitian wirkt verzweifelt. Die Lama-Hirtin lebt seit ihrer Geburt vor mehr als 70 Jahren in der argentinischen Hochwüste Puna im Nordosten des Landes. Ihre schmalen dunklen Augen schauen schüchtern unter einem schwarzen Hut hervor. Guitian erzählt, wie sich ihre Heimat verändert hat, seit die ausländischen Unternehmen in ihrer Nachbarschaft Lithium abbauen.
„Mit den Unternehmen kamen die großen Maschinen. Und sie kamen immer näher. Ich verstand nicht, was mit meinem Land geschah. Sie haben unglaublich viel Staub produziert und den Untergrund aufgewühlt. Wir haben auch Probleme mit dem Wasser. Die Maschinen graben die gesamte Landschaft um. Sie vertreiben die Tiere und zerstören ihre Wasserstellen.“