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Die wissenschaftliche Forschung bildet den drittgrössten Budgetposten der EU und ist sehr wichtig für die Förderung des Wachstums in Europa. Dank der Teilnahme an den Rahmenprogrammen der EU seit 2002 hat die Schweiz ihren Forschungsstandort stärken und die Sichtbarkeit ihrer Spitzenforschung auf internationaler Ebene verbessern können.
Die Forschungsprogramme der EU legen das Schwergewicht auf höchste wissenschaftliche Fachkompetenz, Mobilität und Zusammenarbeit von Forschern und Unternehmen in verschiedenen Themenbereichen. Das aktuelle Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“ deckt den Zeitraum von 2014 bis 2020 und verfügt über ein Budget von beinahe 80 Milliarden Euro. Die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament bestimmen den Inhalt dieses gemeinsamen Topfs, während die Europäische Kommission im Wesentlichen für die Verwaltung der Mittel zuständig ist. Eine Zwischenauswertung von „Horizon 2020“ wurde 2017 durchgeführt und hat dazu beigetragen über die Grundlagen für das nächste Rahmenprogramm FP9, welches 2021 beginnen wird, zu diskutieren.
Parallel zum Programm «Horizont 2020» treibt die EU die Errichtung eines Europäischen Forschungsraums (EFR) voran, indem sie Partnerschaften zwischen der Kommission, den Mitgliedstaaten und den Forschungsorganisationen fördert und Anregungen zur Optimierung der Forschungsbedingungen in ganz Europa macht.
Die von 2004 bis 2013 über bilaterale Abkommen mit dem FP7 vollständig assoziierte Schweiz hat sehr erfolgreich an den Programmen teilgenommen. Ein Beispiel für die Integration der Schweizer Forschung in die Programme ist etwa die Zuteilung eines «FET Flagship» an die ETH Lausanne («Human Brain Project»). Die Teilnahme der Schweiz hat es über 4'000 schweizerischen Forschungsgruppen und -firmen erlaubt, an Projekten teilzunehmen, die durch FP7 finanziert wurden, sowie an Verwaltungsausschüssen teilzuhaben, die diese Programme ins Leben rufen. Für die Zeitspanne von 2007 – 2013 beläuft sich der Schweizer Beitrag auf rund 2 Milliarden Franken.
Nachdem die Initiative gegen die Masseneinwanderung am 9. Februar 2014 vom Schweizer Stimmvolk angenommen wurde, hat sich der Status der Forscher aus der Schweiz im Programm „Horizon 2020“ zwischen dem 15. September 2014 und dem 31 Dezember 2016 geändert. Nach der Unterschrift eines partiellen Assoziierungsabkommens zwischen der Schweiz und der EU, hat die Schweiz den folgenden Status gehabt:
• „Assoziierter Staat“ in den Forschungsaktivitäten der ersten Säule von Horizon 2020 für die Programme Euratom und ITER.
• „Drittstaat“ für die Forschungsaktivitäten der zweiten und dritten Säule von „Horizon 2020“. Die Finanzierungsfonds, welche für diese Aktivitäten benötigt werden, werden von der Schweizer Regierung zur Verfügung gestellt. Nähere Angaben sowie die Vorgangsweise sind auf der Internetseite www.h2020.ch ersichtlich.
Seit dem 1. Januar 2017 ist die Schweiz wieder vollumfänglich an Horizon 2020 beteiligt bis Ende 2020.