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LID. Wissenschafter hegen den Verdacht, dass auch Schafe an BSE erkranken können. Dies meldet das Agrarische Informations Zentrum AIZ in Wien. Bisher war lediglich bekannt, dass die Schafkrankheit Scrapie eine Ähnlichkeit mit dem Rinderwahnsinn aufweist. Es wurde vermutet, dass die Verfütterung von Tiermehl, in dem Schafskadaver enthalten waren, die Ursache von BSE bei Rindern ist. Möglich scheint jetzt aber auch eine Rückübertragung von BSE auf Schafe. Verhaltensauffällige Tiere werden in Österreich schon seit Jahren einer genauen Untersuchung unterzogen. Der Leiter der österreichischen Bundesanstalt für veterinärmedizinische Untersuchungen in Mödling, Walter Schuller, betonte, dass Schafe als Schlachttiere nur eine untergeordnete Bedeutung haben. Untersucht werden laut seinen Angaben nur die Hirne von Exemplaren, bei denen ein Scrapie-Verdacht aufgetreten ist. Der Test sei im Prinzip derselbe wie bei Rindern. Rein theoretisch könne man auch feststellen, ob das für Menschen ungefährliche Scrapie oder "Schaf-BSE" vorliegt. Letzteres sei aber seines Wissens noch nie diagnostiziert worden, betonte der Veterinär-Experte. Nur wenige Schafe könnten laut Schuller von einer möglichen BSE-Rückübertragung betroffen sein. Sie ernähren sich meist vom Gras auf den Weiden und erhalten kaum Tiermehl. Und "Herden-Kollegen" von Tieren, die an Scrapie erkrankt sind, dürften kaum in den Handel kommen. Sie müssen nämlich sofort getötet werden, wie Schuller erläuterte.
Mediendienst Nr. 2498 vom 11. Januar 2001