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Einer der grossen Vorzüge der bisherigen Direktorin des Freiburger Schulwesens, Isabelle Chassot, war ihre Zweisprachigkeit und ihr Verständnis für die Verschiedenartigkeit der Schulen in den beiden Sprachregionen des Kantons. Es ist mehr als nur wünschenswert, dass ihr Nachfolger ebenfalls zweisprachig ist und der Deutschfreiburger Bevölkerung gegenüber die gleiche Sensibilität an den Tag legt.Ohne die Deutschkenntnisse von Jean-Pierre Siggen zu kennen, ist es doch merkwürdig, dass er die Zweisprachigkeit nie thematisiert hat. Ganz anders bei Jean-François Steiert. Von ihm wissen wir, dass er perfekt zweisprachig ist und die deutschen Schulen aus eigener Erfahrung von Kindheit an kennt. Alle Deutschfreiburger müssten eigentlich ihm ihre Stimme geben.
Fast das einzige Argument, das in den zahlreichen Leserbriefen zugunsten von Jean-Pierre Siggen gegen François Steiert immer wieder vorgetragen wird, ist die Angst vor der «roten Gefahr», denn als solche wird das «Kippen» der Freiburger Regierung nach links dargestellt. Es gab schon einmal eine Ständeratswahl, bei welcher der rote Teufel an die Wand gemalt wurde. Es kam trotzdem gut heraus; der gewählte «Sozi» war einer unserer besten Ständeräte.
Ein Jean-François Steiert wird wie alle Staatsräte das Wohl unseres Kantons und nicht das seiner Partei im Auge haben. Parteipolitische Minderheit oder Mehrheit hin oder her. Wem dieses Wohl am Herzen liegt, wählt ihn, Rutsch nach links hin oder her.