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Geschichte der SAC Sektion Angenstein
Die Geschichte unserer Sektion beginnt eigentlich schon einige Jahre vor deren Gründung, indem die damalige "Ortsgruppe Basel der SAC Sektion Oberhasli" auf dem Mont Moron eine Hütte erbaute und 1931 einweihte. Das in viel Fronarbeit und mit grosser Begeisterung erstellte Grathaus bewirkte, dass die Mitgliederanzahl der Ortsgruppe mit 242 bald doppelt so hoch war wie diejenige der Muttersektion. So war die Gründung einer eigenen Sektion naheliegend. Diese erfolgte im Juli 1932, womit ein grosses Problem aber erst seinen Anfang nahm: Gemäss den SAC-Zentralstatuten, durfte am Sitz einer schon bestehenden Sektion (Sektion Basel) keine zweite Sektion gegründet werden, was mit Sitz in Grellingen umgangen wurde. Der Kampf für einen Sitz in Basel dauerte 9 Jahre, bis 1941 mit einer Änderung der SAC-Zentralstatuten unserem Begehren entsprochen wurde.
Ein Jahr nach der Sektionsgründung wurde der gebirgstechnische Kurs ins Leben gerufen. Dieser bildetete die Basis für unsere alpinistischen Tätigkeiten und wird heute noch in andererer Form durchgeführt. Mit der Sektionsgründung ging der Start einer Turnergruppe einher, während im 2. Weltkrieg, trotz eingeschränktem Betrieb, der erste Skikurs durchgeführt wurde und eine Veteranengruppe (heute Seniorinnen/Senioren genannt) ihre Tätigkeit aufnahm.
Arbeit in Hülle und Fülle brachte die Übernahme einer Militärunterkunft am Südhang des Lämmerenhornes im Wildstrubelmassiv. Diese einfache Unterkunft wurde 1950 zu unserer Lämmerenhütte No. 1. Die Jährlichen Holztransporte vom Gemmipass zur Hütte, mit jeweils mehr als 50 Teilnehmern, waren Höhenpunkte im Clubleben.
In den Fünfzigerjahren wurde unsere Jugendorganisation, die JO gegründet, welche 1990 durch ein Kinderbergsteigen, das KiBe, ergänzt wurde.
Einen alten Traum erfüllten wir uns 1966 mit der Einweihung unserer ersten selbst erbauten SAC Hütte in den Alpen, der Bergseehütte, oberhalb der Göscheneralp. 5 Jahre später folgte als Ersatz für die Militärunterkunft der Bau der runden Lämmerenhütte No. 2, die aber später durch eine Lawine zerstört und 1992 durch die Lämmerenhütte No. 3 ersetzt wurde.
Viel zu reden gab 1980 die Aufnahme von Frauen und die Übernahme der Frauen der Sektion Basel des Frauenalpenclubs, welche heute die Frauengruppe bilden. Das Thema der Aufnahme von Frauen wurde zum Haupttraktandum an der Generalversammlung und einer ausserordentlichen Generalversammlung.
Zu den gesellschaftlichen Höhepunkten zählen jedes Jahr der Klausenbummel auf dem Sulzköpfli, sowie der Angensteinerabend. An letzterem werden langjährige Mitglieder für ihre Treue zum Alpenclub geehrt. Diese treuen Mitglieder, das reichhaltige sportliche Programm, die gute finanzielle Basis und eine stabile Mitgliederzahl von ca. 1450, lassen uns getrost in die Zukunft blicken.
Werner Hablützel