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Cronuts, eine Kreuzung aus Croissant und Donut, entwickelten sich in diesem Jahr zu einem Trendgebäck in New York.
Migros, das grösste Unternehmen im Schweizer Detailhandel, holte das süsse Gebäck in die Schweiz und liess «CRONUT» am 25. Juli 2013 als schweizerische Marke in Klasse 30 für Brot, feine Backwaren, Patisserie und Konditorwaren hinterlegen (Markennummer 647051).
Migros hatte dabei allerdings übersehen, dass Cronut-Erfinder Dominique Ansel, ein Bäcker aus New York, «CRONUT» bereits am 19. Mai 2013 als Marke in den USA hinterlegt hatte (Markennummer 85936327). Damit verfügen Ansel und sein Unternehmen International Pastry Concepts mit der inzwischen ebenfalls erfolgten Hinterlegung in der Schweiz (Markennummer 649423) gegenüber gleichartigen schweizerischen Marken über einen Prioritätsanspruch gemäss Pariser Verbandsübereinkunft (PVUe):
Im Markenrecht gilt grundsätzlich «Wer zuerst kommt, mahlt zuerst». Und im internationalen Markenrecht gemäss Art. 4 PVUe bedeutet «zuerst», dass eine Marke innert sechs Monaten nach der Ersthinterlegung in anderen PVUe-Mitgliedstaat hinterlegt werden muss um Priorität beanspruchen zu können. Die Schweiz und die USA sind Mitglieder der Pariser Verbandsübereinkunft.
In der Folge verkauft Migros ihre Cronuts nun unter der neuen Bezeichnung «BIG’O».
Sprachkundige weisen darauf hin, dass «Big O» auf Englisch für den weiblichen Orgamus steht … ob dieser Zusammenhang von Migros beabsichtigt war?