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Das Auktionshaus Rapp in Wil hat eine Nachprägung einer äusserst seltenen Münze mit dem Porträt von Königin Elisabeth II. erhalten. Nach dem Tod der Queen ist diese Münze noch begehrter als zuvor. Das Auktionshaus rechnet an der kommenden Auktion mit einem Höchstpreis.
«Die Silbermünze mit der Queen kostet heute, nur einige Jahre nach Herausgabe, bereits das Zehnfache, also rund 2500 Franken.»
Münzen mit dem Konterfei der Queen sind begehrt. Dass nun aber beim Auktionshaus Rapp in Wil vor kurzem eine derart seltene Münze mit dem Porträt von Königin Elisabeth II. eingeliefert wurde, hat Inhaberin Marianne Rapp Ohmann besonders bewegt.
Fünf-Pfund-Münze für 2500 Franken
Die äusserst wenigen über 180-jährigen Originalprägungen seien bis zu einer Million Franken wert, aber auch von den Nachprägungen gebe es weltweit nur wenige Exemplare: 3000 Stück in Silber, wovon eine Münze im Laufe des nächsten Jahres im Auktionshaus Rapp versteigert wird, und ein paar hundert Goldmünzen. Die Silbermünzen seien 2019 für umgerechnet rund 250 Franken herausgegeben worden. Die Beliebtheit der Queen und ihr bedauerlicher Tod hätten die Nachfrage nun nochmals angetrieben, sagt Rapp Ohmann:
Die ursprüngliche Münze «Una und der Löwe» ist eine britische Fünf-Pfund-Goldmünze, auf der Königin Victoria dargestellt ist. «Sie gilt als eine der schönsten britischen Münzen, die jemals geprägt wurden.»
Faszinierende Geschichte
Sie sei selber fasziniert von der Geschichte hinter dem Münzbild, lässt sich Rapp Ohmann in der Mitteilung zitieren. «Hintergrund ist Prinzessin Una». Sie mache sich auf die Suche nach ihren Eltern, die von einem Drachen gefangen gehalten werden. Auf ihrer Reise begegne Una einem wilden Löwen, der von ihrer Schönheit bezaubert ist und ihr Beschützer wird.
«Diese Geschichte ist in einem sehr langen mittelalterlichen Gedicht festgehalten». Una stehe darin symbolisch für die Wahrheit und den Glauben von Englands Kirche, der Königin Elisabeth II. so viel Kraft spendete für ihren Dienst am Volk.»
Das Bild von Una, die den Löwen führt, sei während der Herrschaft von Königin Victoria populär geworden. In der Gravur ist Una gekrönt – mit Zepter in der Hand, den Löwen dirigierend. In der neuzeitlichen Münze sei das Konterfei von Elisabeth II. integriert worden, der die lateinische Inschrift aus dem Herzen sprach: «Möge der Herr meine Schritte lenken». Rapp Ohmann betont: «Passender könnte die Inschrift nicht sein angesichts des langen und bewegten Lebens der Queen.»