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Die berufliche Vorsorge in der Schweiz leistet einen wesentlichen Beitrag zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge. Das dezentralisierte, sozialpartnerschaftlich geführte System ist ein wesentlicher Teil der Sozialpolitik jeder Firma. Dafür entrichten Arbeitgeber und Arbeitnehmer jährlich hohe Beiträge.
Die berufliche Vorsorge ist in das gesellschaftliche und konjunkturelle Umfeld eingebettet. Umfang und Ausgestaltung der beruflichen Vorsorge hängen ganz besonders von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ab. Zu berücksichtigen sind ferner demografische Entwicklungen. Ausserdem prägt der Wandel der Lebens- und Arbeitsformen die Form der beruflichen Vorsorge.
Zusammen mit der AHV sollen die Leistungen der beruflichen Vorsorge «die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise ermöglichen». Verschiedene Studien belegen, dass die überwiegende Mehrheit der Versicherten mit der AHV ein Renteneinkommen von rund 75 Prozent des AHV-Endlohnes erhält. Damit wird das gesetzliche Rentenziel von 60 Prozent deutlich übertroffen. Gemäss einer Studie des Bundesamtes für Statistik bezieht knapp ein Drittel aller Rentnerinnen und Rentner ausschliesslich Leistungen aus der AHV. Rund 60 Prozent können auf Leistungen der beruflichen Vorsorge zurückgreifen und 28 Prozent auf Leistungen der Säule 3a. Bei frühpensionierten Rentnerinnen und Rentnern ist der Anteil, der nur über eine AHV-Rente verfügt, gering. 90 Prozent dieser Gruppe verfügen über Leistungen aus der 2. Säule. Für den Versicherten ist die Rentenanwartschaft also ein grosser Teil seines Vermögens.
11. AHV-Revision
Mit Blick auf die demografischen Herausforderungen besteht weiterhin Reformbedarf, der in der 11. und insbesondere in einer 12. AHV-Revision aufzuarbeiten ist. Nach der Ablehnung der ursprünglichen 11. AHV-Revision am 16. Mai 2004 verabschiedete der Bundesrat die beiden Botschaften über die 11. AHV-Revision Ende 2005. Die erste Botschaft umfasst Änderungen von Leistungen und Beiträgen sowie Regelungen für die Durchführung der Versicherung:
In der zweiten Botschaft ist die Einführung einer Vorruhestandsleistung in das Gesetz über Ergänzungsleistungen vorgesehen. Diese ist wegen der Ergebnisse der Vernehmlassung äusserst umstritten. Eine Vorruhestandsleistung soll erhalten, wer mindestens 62 und weniger als 65 Jahre alt ist, in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen lebt, Wohnsitz in der Schweiz hat und in den letzten 20 Jahren vor Geltendmachung des Anspruches ohne Unterbruch obligatorisch in der AHV versichert gewesen ist. Ausserdem darf der Antragsteller die AHV-Altersrente nicht vorbeziehen und keine Ergänzungsleistungen beziehen. Für Alleinstehende beträgt die Höchstgrenze 44'100 Franken im Jahr, für Ehepaare 66'150 Franken Jahr. Finanziert werden soll diese Leistung durch Einsparungen aus der Erhöhung des Frauenrentenalters.
Die 11. AHV-Revision befindet sich noch immer in der parlamentarischen Beratung.
IV-Revisionen 6a und 6b
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