Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03545.jsonl.gz/523

«Ich sah Raff zum ersten Male, er hat etwas Offenes, aber auch Derbes, nicht sehr einnehmend. Auf spätere Erkundigungen hört ich dies bestätigen, zugleich aber immer seinen rechtlichen Charakter loben…»
Clara Schumann, Tagebucheintrag
Joachim Raff (1822–1882)
Joachim Raff erblickte am 27. Mai 1822 in Lachen das Licht der Welt. Die Schule besuchte der junge Raff in Lachen und u.a. auch in Schwyz im Jesuiten-Kollegium. Joachim Raff, durch Begabung und Erziehung früh zur Musik hingezogen, wurde später von Felix Mendelssohn Bartholdy ermuntert, eine Laufbahn als Musiker einzuschlagen. Nach seiner ersten Begegnung mit Franz Liszt in Basel stellte ihn dieser auf der Stelle als Assistenten ein. Daraus entstand eine lebenslange, wechselvolle freundschaftliche Beziehung.
Joachim Raff verbrachte seine Berufslaufbahn vornehmlich im entstehenden Deutschland. Er war nebst Franz Liszt beinahe mit allen berühmten Musikern seiner Zeit bekannt oder befreundet. Er starb 1882 in Frankfurt, mitten in der Tätigkeit als Direktor des Hoch’schen Musikkonservatoriums.
Er hat als Komponist ein reiches Erbe hinterlassen. Insgesamt schrieb er über 200 Werke. In seiner Zeit und bis Ende des 19. Jahrhunderts gehörten diese zu den meistaufgeführten Kompositionen in den grossen Häusern Europas und in Amerika.