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Der Bassist Alastair Miles, der aus Harrow im Nordwesten Londons stammt und an der Guildhall School of Music and Drama zum Flötisten ausgebildet wurde, begann seine Berufslaufbahn als Orchestermusiker und Lehrer. Parallel dazu studierte er Gesang, gab 1985 sein Operndebut als Trulove in Strawinskys The Rake’s Progress und gelangte im Jahr darauf, als ihm der «Kathleen Ferrier Award» verliehen wurde, zu internationaler Bekanntheit. Danach avancierte er zum Stammgast nicht nur an den wichtigsten britischen Bühnen wie dem Royal Opera House und der English National Opera, sondern an vielen international renommierten Opernhäusern – und das mit einem Repertoire, dessen Spannweite sich von Händel über Mozart und den Belcanto bis zu den grossen Basspartien Giuseppe Verdis erstreckt. So war Alastair Miles als Sparafucile in Rigoletto, als Giorgio in I Puritani und als Raimondo in Lucia di Lammermoor an der Metropolitan Opera zu Gast. An der Wiener Staatsoper gestaltete er Verdis Zaccaria (Nabucco) und Filippo II (Don Carlo), an der Mailänder Scala Lord Sydney in Rossini Il viaggio a Reims, an der Bayerischen Staatsoper die Titelrolle in Händels Saul, und an der Nederlandse Opera war er unter Leitung von Nikolaus Harnoncourt als Mozarts Figaro zu erleben. 2011 ergänzte Miles sein Repertoire um eine erste Wagner-Partie, den Pogner aus den Meistersingern von Nürnberg, den er beim Glyndebourne Festival erstmals interpretierte. Alastair Miles hat mehr als siebzig Einspielungen vorgelegt, darunter zahlreiche Raritäten des Opernrepertoires aus dem 19. Jahrhundert. Im Konzertbereich arbeitete er mit Dirigenten wie Colin Davis, John Eliot Gardiner, Valery Gergiev, Carlo Maria Giulini, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Simon Rattle und Donald Runnicles zusammen. Mit Daniel Harding erarbeitete er unlängst Robert Schumanns Faust-Szenen.
August 2011