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Als Liegenschaftsentwässerung werden die privaten Entwässerungsleitungen eines Grundstückes bezeichnet. Sie ist der private Teil der Siedlungsentwässerung. Für den ordnungsgemässen Betrieb, den Unterhalt und die Sanierung ist die Grundeigentümerin bzw. der Grundeigentümer verantwortlich. Kanton und Gemeinden haben eine Aufsichtsfunktion.
Die Gesamtlänge aller Hausanschlüsse im Kanton Aargau beträgt schätzungsweise rund 7'000 km. Viele bestehende Hausanschlüsse weisen Mängel auf und sind deshalb bei abwasserrelevanten Bauvorhaben oder bei Sanierungen der öffentlichen Kanalisation zu prüfen und falls nötig in Stand zu stellen. Bei neuen Hausanschlüssen sind die Ausführungsqualität und die Dichtheit zu überprüfen.
Angaben für die Ausführung der Prüfung sind im Ordner "Siedlungsentwässerung" der Abteilung für Umwelt, Kapitel 3.4.5 und Kapitel 4.12.5, in der Norm SIA 190 und in der Richtlinie „Dichtheitsprüfungen an Abwasseranlagen“ des Verbands Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute enthalten.
Sauberwasserabtrennung
Sauberwasser (Dach- und Sickerwasser) ist wenn immer möglich zu versickern (Ordner "Siedlungsentwässerung", Kapitel 14). Ist eine Versickerung nicht möglich, ist das Dach- und Sickerwasser in ein Oberflächengewässer einzuleiten. Dabei ist zu prüfen, ob nach der , eine Rückhaltung erforderlich ist.
Sauber- und Schmutzwasser ist nach Gewässerschutzverordnung Art. 11 bis ausserhalb des Gebäudes immer getrennt voneinander abzuleiten. Besser ist aber eine getrennte Ableitung bis an die Grundstücksgrenze.
Platzwasser von wenig belasteten Flächen ist oberflächlich verlaufen zu lassen oder über humusierte Mulden zu versickern. Ist dies nicht möglich, ist gesammeltes Strassen- und Platzwasser innerhalb der Bauzone an die Schmutzwasserkanalisation anzuschliessen.