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Wehranleihe: 200 000 Stück
Die Kriegsgefahr vor Augen, billigte die Bundesversammlung total 235 Millionen Franken für ein ausser-
ordentliches Rüstungsprogramm.
Zur Finanzierung legte der Bundesrat die sogenannte Wehranleihe auf; der vergütete Zins lag mit 3 % minim über dem normalen Satz von Staatsanleihen. Eine für damalige Verhältnisse riesige Werbeoffensive führte dazu, dass total 335 Millionen Franken gezeichnet wurden.
Versilberter Dank für das Bekenntnis zur wehrhaften Schweiz
Nachdem der Bundesrat beschlossen hatte, den Zeichnern anlässlich der Aushändigung der Titel auch eine kunstreich ausgestattete Dankesurkunde zu übergeben, wurde die Anregung gemacht, anstelle dieser Dankesurkunde eine Gedenkmünze zu schaffen. Die Anregung fiel zunächst auf steinigen Boden, sie wurde aber in Anbetracht des imposanten Zeichnungsergebnisses wieder aufgegriffen, um dem Bekenntnis des Schweizervolkes zur Landesverteidigung ein Denkmal zu setzen. Aufgrund des Bundesbeschlusses vom 27. Oktober 1937 wurde eine Denkmünze mit gesetzlicher Zahlkraft ausgegeben, «zur Erinnerung an den erhebenden Erfolg der Wehranleihe 1936 und die eindeutige Willenskundgebung des Schweizervolkes zur Verstärkung der Landesverteidigung». Den Künstlern war die Aufgabe gestellt, ein Münzbild zu entwerfen, das den Verteidigungswillen des Schweizervolkes in allgemeinverständlicher, prägnanter und wertvoller Weise zum Ausdruck brachte. Rund dreihundert Entwürfe gingen ein. Davon wurde ein Projekt von Bildhauer Max Weber aus Genf ausgewählt.
Friedenstaube und Stahlhelm
Die Vorderseite zeigt eine junge Frauengestalt in halbsitzender Stellung, deren Blick sich nach einer auf ihrer linken Hand stehenden Friedenstaube richtet. In der rechten Hand hält die Frau das Schwert als Symbol des militärischen Rückhaltes, der notwendig ist, um den Frieden zu sichern. Die Rückseite zeigt in der Mitte ein Qua-drat, das das Schweizerkreuz und den Text PRO PATRIA ARMIS TUENDA (Für den Waffenschutz des Vaterlandes) umrahmt. Über dem Quadrat wird ein Stahlhelm rechts und links von der Jahreszahl 1936 umschlossen. Der Raum auf beiden Seiten des Quadrats ist durch Eichenlaub ausgefüllt.