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Vor über 100 Jahren erlebte das Dorf Uzwil ein stürmisches Wachstum. Die damalige Dorfkorporation sah sich regelmässig mit Wassermangel konfrontiert. Die Bevölkerung musste mehrmals zum Wassersparen aufgefordert werden. In diesem Kontext liess das Dorf Uzwil 1912 im Gebiet Bettenau ein Grundwasserpumpwerk bauen – das erste seiner Art. Gleichzeitig baute die Dorfkorporation das Reservoir Freudenberg. Es umfasste zwei Kammern mit je 150‘000 Litern Fassungsvermögen. Im Verlaufe der Jahre wurde das Reservoir erweitert. In den 1930er Jahren entstand eine zusätzliche Kammer mit 400‘000 Liter Fassungsvermögen, in den 1960er Jahren folgte die letzte und grösste Erweiterung um neue Kammern mit 1,4 Mio. Litern Fassungsvermögen.
Mit den bevorstehenden Arbeiten ersetzen die Technischen Betriebe nun die ältesten drei Kammern des Reservoirs. Bis voraussichtlich im Frühjahr 2019 entsteht eine neue, grosse Kammer. Insgesamt erhöht sich dadurch die gesamte Kapazität des Reservoirs um 325‘000 auf 2,425 Millionen Liter Trinkwasser.
Trockenheit kann Baubeginn verzögern
Die Technischen Betriebe sanieren auch die Wasserleitungen in der Vogelsbergstrasse. Das sind einerseits die Transportleitung vom Pumpwerk Rifenau ins Reservoir Freudenberg, anderseits die Versorgungsleitung der Uzwiler Hochzone. Die Leitungen sind am Ende der Lebensdauer. Verschiedene Rohrbrüche unterlegen das. Die Leitungen werden nun komplett ersetzt, auch die Hauszuleitungen werden neu. Das führt auf der Vogelsbergstrasse im Abschnitt der Hausnummern 11 bis 19 zu Verkehrsbehinderungen. Die betroffenen Anwohner werden direkt über Verkehrsführung und Zufahrtsmöglichkeiten informiert.
Der Baubeginn von Reservoir und Leitungen ist grundsätzlich für diese Tage vorgesehen. Er kann sich verschieben, wenn die bestehenden Einrichtungen wegen der Trockenheit noch nicht ausser Betrieb genommen werden können. (gk)