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Bern (ots)
- Die Generalversammlung der Schweizerischen
Depeschenagentur AG (sda) hat am Donnerstag, 16. Juni 2005, die
Jahresrechnung 2004 genehmigt. Sie wählte Hanspeter Lebrument in den
Verwaltungsrat. Lebrument folgt auf Thomas Bornhauser, dessen Mandat
abgelaufen ist. Die Generalversammlung hat sich von Bernard Reist,
Chefredaktor und Direktor der Geschäftsleitung, der zurückgetreten
ist, verabschiedet. Die Aktionäre liessen sich ferner vom
Verwaltungsrat über den Grundsatz der Sprachen-Solidarität (deutsch,
französisch, italienisch) orientieren.
Jahresrechnung 2004: Turnaround im operativen Geschäft geschafft.
Die sda-Gruppe weist für das Geschäftsjahr 2004 ein stark
verbessertes Betriebsergebnis (EBITDA) von TCHF 1105 (Vorjahr 605)
aus. Auf Stufe Unternehmungsergebnis resultiert ein gegenüber dem
Vorjahr reduzierter Verlust von TCHF -1207 (Vorjahr -1473). Der
Verlust ist vor allem auf erhöhte Abschreibungen auf Beteiligungen
und Immobilien zurückzuführen. Die Immobilien konnten durch die
Umstellung auf den Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER markant
höher in den Büchern eingestellt werden, wodurch jedoch auch erhöhte
Abschreibungen im Geschäftsjahr 2004 und in den Folgejahren
resultieren. Das Geschäftsjahr 2005 hat bisher die Erwartungen
erfüllt: Die Geschäftsleitung rechnet für das Stammhaus
Schweizerische Depeschenagentur AG mit einem positiven
Unternehmungsergebnis von TCHF 500-700.
Verwaltungsrat: Die Generalversammlung nahm Kenntnis davon, dass
das Mandat von Thomas Bornhauser, seit 1993 Chefredaktor der "Neuen
Luzerner Zeitung" (früher "Luzerner Zeitung"), abgelaufen ist.
Bornhauser trat im Juni 1997 in den sda-Verwaltungsrat ein. Die in
den Statuten festgelegte maximale Amtsdauer von acht Jahren ist im
Juni 2005 erreicht worden.
Zum Nachfolger haben die Aktionäre Hanspeter Lebrument, Verleger
der Südostschweiz Mediengruppe AG und Präsident des Verbandes
Schweizer Presse, gewählt. Lebrument war bereits Mitglied des
sda-Verwaltungsrates von Juni 1997 bis Juni 2001.
Dem Verwaltungsrat gehören damit an: Dr. Hans-Heinrich Coninx
(Präsident), Dr. Albert Noth (Vizepräsident) sowie als Mitglieder Dr.
Martin Breitenstein, Antoine Exchaquet, Dr. Matthias Hagemann,
Hanspeter Lebrument und Gérard Tschopp.
Die Generalversammlung hat von dem Rücktritt von Bernard Reist,
Chefredaktor und Direktor der Geschäftsleitung, der die sda-Gruppe
seit Januar 1991 leitet, Kenntnis genommen. Er ist zum
Informationschef des Kantons Wallis ernannt worden und wird die sda
im Laufe des Sommers verlassen. Während rund 15 Jahren hat Reist die
Entwicklung der sda entscheidend mitgeprägt. Mehr als je zuvor ist
die nationale Nachrichtenagentur heute eine leistungsstarke,
innovative und unverzichtbare Institution in der Schweiz.
Sprachen-Solidarität: Die Generalversammlung liess sich ferner vom
Verwaltungsrat über den Entscheid orientieren, die Basisdienste in
den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch
weiterhin gleichwertig und zum gleichen Preis anzubieten; dies trotz
ungleich finanzstarker regionaler Märkte. Der Verwaltungsrat ist der
Meinung, dass die Solidarität unter den Sprachregionen ein
Wesensmerkmal der Nachrichtenagentur sda ist. Er lässt daher, nach
Grenzkosten berechnet, eine jährliche Deckungslücke von einer Million
Franken im französischen Basisdienst zu. Mittelfristig darf diese
Marke nicht überschritten werden. Derzeit liegt die Deckungslücke
leicht darüber.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass der Markt in der
Romandie wegen seiner geringeren Grösse zu keinem Zeitpunkt die
Produktionskosten des französischen Basisdienstes gedeckt hat. Seit
jeher hat der Einnahmenüberschuss des deutschen Basisdienstes das
finanzielle Gleichgewicht der sda sichergestellt. Der italienische
Dienst deckt seine eigenen Kosten.
Die sda bleibt mit anderen Worten trotz der schwierigen
wirtschaftlichen Lage ihrem seit 111 Jahren gültigen Prinzip treu:
sie liefert den Medien aller drei Sprachregionen einen gleichwertigen
Dienst zum gleichen Preis.
ots Originaltext: Schweizerische Depeschenagentur AG
Internet: www.presseportal.ch
Kontakt:
Schweizerische Depeschenagentur AG
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Bernard Reist
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