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Krebse in unseren Aquarien?
In der Schweiz ist der Vertrieb und die Haltung von amerikanischen Süsswasserkrebsen verboten. Trotzdem mögen einige Aquarienbesitzer auf die Freude an Krebsen nicht verzichten und schaffen sich die Tiere illegal an.
Das Verbot des Staates ist aber nicht unsinnig: Amerikanische Krebse sind Träger der Krebspest, eines Schlauchpilzes, der unsere einheimischen Krebse tötet.
Die Wirkung der Krebspest ist so verheerend, dass in ganzen Gewässerzügen innert Monaten ALLE einheimischen Krebse sterben.
Dazu reicht ein einziger amerikanischer Krebs, der von einem unzufriedenen Aquarianer ausgesetzt wurde. Diese stille Tragödie in unseren Gewässern hat solche Ausmasse angenommen, dass alle in der Schweiz einheimischen Krebse, der Steinkrebs, der Dohlenkrebs und der Edelkrebs auf der Roten Liste der gefährdeten Arten zu finden sind.
Der interessierte Aquarianer muss aber nicht auf die Haltung von Krebsen verzichten. Die Haltung von einheimischen Krebsen ist nicht verboten und bringt den Vorteil des bedenkenlosen Aussetzens mit sich.
Wegen seiner Temperaturansprüche eignet sich nur der Edelkrebs für die Aquarienhaltung mit tropischen und subtropischen Zierfischen.
Seine Färbung reicht von mittel-, dunkelbraun bis zu himmel- und stahlblau.
Er wird bis zu 17cm lang und benötigt Temperaturen von bis zu 25°C.
Als Nahrung soltte man ihm Laub, Wasserpflanzen, Algen, Schnecken, Würmer, toten Fisch, angekochte Kartoffeln und Karotten anbieten.
Jagd auf Fische macht er nicht.
Leider macht die Krebspest nicht vor dem Wohnzimmer halt. Es ist beim Einsetzen von neuen Fischen und Pflanzen wichtig sicher zu stellen, dass sie keine Träger der Krebspest sind.
Das setzt einen vertrauenerweckenden Zierfischhändler oder eine Quarantäne von ca. 30 Tagen voraus.
Für weitere Informationen lesen Sie das Buch Edelkrebse von Johannes Hager.