Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/221838

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Maskenpflicht an Aussendecks von Passagierschiffen stösst, anders als in anderen öV-Bereichen, auf grosses Unverständnis, da das Ansteckungsrisiko an der frischen Luft als gering betrachtet werden kann. Die Massnahme führt zu einem schmerzhaften Rückgang der Passagierzahlen.</p><p>- Wie rechtfertigt es der Bundesrat, dass die Passagierschifffahrt der einzige öV-Bereich mit einer Maskenpflicht im Aussenraum ist?</p><p>- Zieht er es in Betracht, an Aussendecks auf die Maskenpflicht zu verzichten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Angesichts der steigenden Fallzahlen ist es aus aktueller Sicht nicht angezeigt, die Maskentragpflicht für einzelne Transportmittel zu lockern. Ein überall möglichst ohne Ausnahmen umgesetztes Maskentragen in Verkehrsmitteln trägt dazu bei, dass diese Massnahme auch ihre gewünschte Wirksamkeit entfalten kann. Auf Schiffen verringert sich zudem das Ansteckungsrisiko bei einem Aufenthalt auf einem Aussendeck im Vergleich zum Innendeck nicht wesentlich, wenn die Fahrgäste den Abstand nicht einhalten können. Zudem kommt es - im Gegensatz zu Bahnperrons oder Einkaufspassagen - auf Aussendecks für gewöhnlich zu längeren Kontaktzeiten. Ebenfalls gibt es weniger Ausweichmöglichkeiten. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Massnahmen zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie einen negativen Einfluss auf die wirtschaftlichen Aktivitäten haben können. Mit dem Entscheid, dass seit Ende Juni keine Beschränkung der Beförderungskapazitäten mehr gilt und die Platzverhältnisse somit eng werden können, sollten die persönlichen Schutzmassnahmen umso konsequenter und ohne Ausnahmen umgesetzt werden. </p>