Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03125.jsonl.gz/959

Horace Andy, ein mittlerweile 71-jähriger Superstar in der Roots-Reggae Szene. Seine Karriere begann 1966 mit seiner ersten Single und drei Jahre später mit seinem ersten Album "Skylarking". Doch in Rente ging er noch nicht. Nach guten 40 Jahren Musikkarriere brachte er letzten Freitag, am 8. April 2022, ein Album heraus. Es heisst "Midnight Rocker" und beinhaltet zehn Tracks.
Der bekennende Rastafari gilt als eine der grössten Schlüsselfiguren des Roots-Reggae, einem Reggae-Subgenre, das sich vor allem durch seine sozialkritischen und spirituellen Inhalte auszeichnet. Die Songs handeln etwa von der Ausbeutung des afrikanischen Kontinents, Rassismus, Black Pride, Armut, aber auch den religiösen Überzeugungen der Rastafari-Kultur. Geboren und aufgewachsen ist Horace in Jamaica, wo er ab den späten 60er-Jahren Songs aufnahm. In den folgenden Jahren arbeitete der Musiker mit einigen der einflussreichsten Reggae-Produzenten zusammen.
Ein weiterer und einer der grössten Meilensteine seiner Karriere geschah 1990, als er als Gastsänger bei der englischen Band Massive Attack mitmachte. Dadurch erreichte er eine Menge an neuem Publikum, auch ausserhalb der Roots-Reggae Szene.
Midnight Rocker
Vor allem Anhänger von Massive Attack werden den Titel der beliebten Single Safe From Harm aus dem Jahr 1991 wiedererkennen, ein Stück aus dem Album Blue Lines. Hier interpretiert Horace Andy die Leadstimme von Shara Nelson neu und verwandelt seine Interpretation in ein entspanntes, kraftvolles Stück, das definitiv zu den Highlights des Albums gehört.
Bleibt noch eine Reihe brandneuer Songs, von denen die meisten es wert sind, mehrmals gehört zu werden. Mit Easy Money wird der Hörer mit einem schönen Song verwöhnt. Today Is Right Here ist sowohl musikalisch als auch textlich ein Stück von schierer Schönheit. Unterstützt von einem schönen Bläsersatz, reflektiert Horace Andy über die Kürze und Vergänglichkeit des Lebens, um den Hörer daran zu erinnern, dass das Leben zerbrechlich, kurz und kostbar ist. Große Melodie! Je öfter man sich Try Love anhört, desto mehr wächst es einem ans Herz, was man von Careful leider nicht behaupten kann. Aus irgendeinem Grund trifft es einfach nicht den Nerv des Hörers.
Fazit: Das Album ist geil und was noch geiler ist: es ist ein Release einer Dub-Version vom Album geplant.
Hier kannst du den Bericht über Horace Andy nachhören: