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«Ich habe meinen Unterarm im Gips, kann die Hand jedoch gut bewegen. Darf ich trotz Gips weiterhin Auto fahren?»
Was sagt das Gesetz?
Der Führer muss das Fahrzeug ständig so beherrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann (Art. 31 Abs. 1 SVG), und er hat dafür zu sorgen, dass er in keiner Weise behindert wird (Art. 31 Abs. 3 SVG). Wer nicht über die erforderliche körperliche Leistungsfähigkeit verfügt, gilt als fahrunfähig und darf kein Fahrzeug führen (Art. 31 Abs. 2 SVG), andernfalls hat er eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe zu gewärtigen (Art. 91 Abs. 2 SVG). Ausserdem begeht er eine schwere Widerhandlung im Sinne von Art. 16c SVG, weshalb der Führerausweis für mindestens drei Monate entzogen wird (Art. 16c Abs. 2 SVG).
Insbesondere muss der Fahrzeuglenker auf jede Gefahr ohne Zeitverlust zweckmässig reagieren und das Lenkrad mindestens mit der einen Hand halten und die andere für Handgriffe wie die Betätigung der Warnsignale, der Richtungsanzeige, des Schalthebels und dergleichen zur Verfügung haben.
Fazit
Die Bedienung des Fahrzeugs darf mit anderen Worten in keiner Weise beeinträchtigt werden. Das Tragen eines Gipses am Arm ist unter diesem Aspekt somit als problematisch zu beurteilen; die eingangs gestellte Frage ist mit einem Nein zu beantworten. Gleiches gilt im Übrigen bereits für die zugrunde liegende Verletzung an sich, sofern auch diese die Bewegungsfreiheit einschränkt oder eine plötzliche Bewegung Schmerzen verursacht.
Nebst Geld- oder Freiheitsstrafe und Entzug des Führerausweises drohen bei einem Unfall finanzielle Konsequenzen. So kann sich Ihre Versicherung unter Umständen auf Grobfahrlässigkeit berufen, was sie zu einer Leistungskürzung (Art. 14 Abs. 2 VVG) bzw. einem Rückgriff (Art. 65 Abs. 3 SVG) berechtigen würde.