Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03512.jsonl.gz/1310

Nicht ohne Probleme stösst Stanislas Wawrinka in die 3. Runde des Masters-1000-Turniers von Miami vor. Der Australian-Open-Sieger siegt gegen den Spanier Daniel Gimeno-Traver 6:0, 3:6, 6:3.
Eine gute Woche nach seiner ersten Niederlage des Jahres in Indian Wells zeigte Wawrinka verschiedene Gesichter. Zunächst präsentierte sich der Weltranglisten-Dritte in herausragender Form, ganz seiner ATP-Klassierung entsprechend.
Er überforderte den Weltranglisten-99. aus Valencia im ersten Satz komplett. Gerademal acht Punkte konnte der Spanier im 17 Minuten dauernden Umgang gewinnen. 11 Winner und nur 3 unerzwungene Fehler schlug Wawrinka in dieser Phase.
Zwiespältiger war die Leistung des Weltranglisten-Dritten in der Folge. Er zeigte wie bereits in Indian Wells bei seiner Niederlage gegen Kevin Anderson Anzeichen von Frustration, weil ihm eine Weile lang nur noch wenig gelang. Viele Bälle landeten im Out und immer wieder konnte der Gegner die Partie diktieren. Den zweiten Satz verlor er nicht zuletzt, weil ihm 23 unerzwungene Fehler unterliefen.
Wawrinka wusste sich glücklicherweise zu steigern, sich wieder dem Niveau anzunähern, das ihn in der ersten Viertelstunde ausgezeichnet hatte. Es war nicht überragend, was er in der Schlussphase zeigte, aber es reichte, um Gimeno-Traver in die Schranken zu weisen. Gleich zu Beginn des dritten Satzes sorgte er für die letztlich entscheidende Differenz.
Trotz des 14. Sieges im 2014 bleiben einige Fragezeichen. Wawrinka scheint sich in seiner neuen Rolle eines ATP-Aushängeschilds noch nicht wohl zu fühlen. Die Erwartungen wiegen schwer auf seinen Schultern. Seine Körpersprache war oft negativ. Er lamentierte gegen Gimeno-Traver auch dann viel, als er sich schon auf der Siegerstrasse befand.
In der 3. Runde trifft Wawrinka nun entweder auf den Franzose Edouard Roger-Vasselin (ATP43) oder den Kroaten Marin Cilic (ATP 26). Gegen Roger-Vasselin verlor er 2013 in Basel, gewann aber Anfang Jahr im Final von Chennai. Das letzte von sieben Duellen gegen Cilic liegt bereits drei Jahre zurück. In den Direktbegegnungen führt Wawrinka 5:2. Cilic befindet sich allerdings in guter Form. Er weist seit dem Australian Open eine 16:2-Siegbilanz auf. (si)