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Nach dem angekündigten Rücktritt von FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann ist das Rennen um seine Nachfolge eröffnet. Gute Chancen dürfte die St.Galler Ständerätin und ehemalige Regierungsrätin Karin Keller-Sutter haben.
Aber auch andere Kandidaten aus der Ostschweiz sind im Gespräch. Weil die FDP zwei Bundesratsmitglieder hat und mit Ignazio Cassis bereits einen männlichen Vertreter stellt, steht eine weibliche Nachfolge im Vordergrund.
Für Keller-Sutter spricht neben ihrer Exekutiverfahrung ihre Herkunft: Die Ostschweiz hofft schon lange auf eine Vertretung im Bundesrat.
Der Landesregierung stünde es gut an, stärker mit fähigen Frauen vertreten zu sein.
Keller-Sutter hatte schon 2010 kandidiert, als Schneider-Ammann gewählt wurde. Damals ging es um die Ersatzwahl des Ausserrhoder Bundesrats Hans-Rudolf Merz. Dazumal - als St. Galler Regierungsrätin in Bern noch nicht vernetzt - galt Karin Keller-Sutter als Asyl-Hardlinerin. In der Zwischenzeit hat sie sich auch in anderen Dossiers einen Namen gemacht.
Die Frage nach einer möglichen Kandidatur werde ich mir überlegen.
Präsentiert die FDP ein Zweierticket mit einer Frau und einem Mann, dürften Kandidaten aus jenen Regionen bessere Chancen haben, die heute nicht im Bundesrat vertreten sind. Mögliche Ostschweizer Anwärter sind die Ständeräte Andrea Caroni (AR) und Martin Schmid (GR) oder der Nationalrat Marcel Dobler (SG).