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Flöhe und Zecken
Nicht nur Katzen haben unter Flöhen zu leiden. Auf jeden Floh Ihrer Katze, entfallen vielleicht 99 weitere, die sich in Ihrem mit Zentralheizung und Teppichen ausgestatteten Zuhause entwickeln!
Flohbisse können bei manchen Katzen Allergien auslösen. Daneben können diese Parasiten bestimmte Bandwurmarten übertragen. Ein schwerer Flohbefall kann Blutarmut verursachen, was auch lebensgefährlich sein kann. Nicht zu vergessen ist, dass Flöhe auch Menschen beissen!
Was sind Flöhe?
Flöhe sind die bei Katzen und Hunden am häufigsten auftretenden Parasiten. Erwachsene Flöhe können 7 bis 14 Tage lang überleben und teilen ihre Lebensspanne dafür auf, sich zur Nahrungsaufnahme auf Ihrer Katze aufzuhalten und auf den Teppich zurückzukehren, um dort Eier abzulegen. Die Weibchen legen täglich unzählige Eier, die zu Boden fallen und sich zu winzigen Larven entwickeln, die sich wiederum in Teppichen oder Möbelbezügen einnisten. Danach verpuppen sich die Larven und bleiben viele Monate lang inaktiv. Wenn sie Wärme und Vibration verspüren, schlüpfen die erwachsenen Flöhe und gehen auf einen Zwischenwirt – auf Ihre Katze – über, womit der Lebenszyklus von vorne beginnt.
Wie entdecken Sie Flöhe?
Das offensichtlichste Anzeichen für Flöhe ist ein dauerhaftes Jucken. Flöhe sind dunkelbraun und 1 bis 2 mm lang. Sie finden sie und ihren Kot in Form winziger, schwarzer Flecken beim Kämmen im Fell Ihrer Katze. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und Temperaturen ist der Spätsommer die Hochsaison für Flöhe, allerdings kann der Einsatz einer Zentralheizung im Winder bedeuten, dass Sie rund ums Jahr gegen diese Parasiten vorzugehen haben.
Behandlung
Verwenden Sie eine Kombination aus lokal einzusetzenden Produkten zum Abtöten erwachsener Flöhe (Adultizide) und ein Insekten-Entwicklungshemmer (oder Wachstumsregulator), um zu verhindern, dass sich die Eier zu erwachsenen Flöhen weiterentwickeln.
Oral zu verabreichende Mittel sind sowohl für abgestillte Kätzchen als auch für trächtige Katzen sehr wirksam und im Allgemeinen sicher. Fragen Sie aber bitte Ihren Tierarzt. Bei diesen Mitteln wird eine flüssige Dosis, die einen Insekten-Entwicklungshemmer enthält, der Katze einmal monatlich in die Nahrung gegeben. Wenn Ihre Katze von einem Floh gebissen wird, nimmt dieser den Wirkstoff auf und wird sterilisiert, wodurch der Floh-Lebenszyklus beendet wird. Dies stellt jedoch lediglich eine begrenzend kontrollierende Massnahme dar (der Floh lebt weitere 7 bis 14 Tage). Sie müssen also vor Beginn der Behandlung möglicherweise ein lokal einzusetzendes Insektizid verwenden.
Drop-on-Präparate wirken direkter und sind in flüssiger Form einmal wöchentlich mittels einer kleinen Pinzette am Hals Ihrer Katze aufzutragen. Die Flüssigkeit verteilt sich auf der gesamten Körperoberfläche und tötet Flöhe, bevor diese ihre Eier legen können. Weitere wirksame Produkte bilden Pumpen und Sprays. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten.
Befolgen Sie bei Verwendung von Antiflohmitteln stets die Anweisungen der Hersteller und vergewissern Sie sich, dass diese für Katzenwelpen sowie für ältere, kranke oder trächtige Katzen bedenkenlos sind, und verwenden Sie niemals für Hunde gedachte Mittel.
Aufgrund der Natur des Problems müssen Sie neben Ihrer Katze auch Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung behandeln. Beispielsweise können Floheier über längere Zeiträume in Teppichen oder Bodenritzen überleben. Verwenden Sie mindestens einmal jährlich ein von Ihrem Tierarzt empfohlenes Haushalts-Flohspray. Sollte bei Ihnen ein Befall auftreten, können Sie die Floheier und Jungflöhe in Ihren Teppichen und Polstern mit einem Staubsauger hervorholen. Töten Sie die Flöhe mit einem Haushaltsspray, so dass sich diese nicht mehr am Teppich festklammern können, und saugen Sie die Stellen nochmals ab. Im Anschluss besprühen Sie den Staubsauger mit einem Flohspray und entsorgen alle Saugbeutel. Wenn Sie den Staubsauger nicht besprühen, entsteht das Risiko, dass dieselben Floheier bei der nächsten Benutzung des Staubsaugers durch das Saugrohr wieder auf Ihrem Teppich verteilt werden.
Was sind Zecken?
Zecken sind winzige, etwa stecknadelkopfgrosse, achtbeinige Blutsauger, die ihren Kopfteil unter die Haut der Katze graben. Sie können schwarz, braun, rot oder lohfarben sein. Sobald sie eine Katze befallen haben, können sie auf die Grösse einer Weintraube anschwellen.
Wie entdecken Sie Zecken?
Zecken sind gerade gross genug, um sie zu erkennen und erinnern an kleine Warzen, besonders wenn sie sich mit Blut vollgesaugt haben. Gewöhnlich befallen sie die Bereiche um den Kopf und Hals. Teilen Sie das Fell Ihrer Katze und fahren Sie mit Ihren Fingern am Fell der Katze entlang.
Wie können Sie Zeckenbisse behandeln?
Zecken lassen sich entfernen, was jedoch sehr vorsichtig vorzunehmen ist, damit die Zecken ihren Mundteil nicht unter der Haut der Katze hinterlassen, was bei der Katze eine heftige Reaktion auslösen kann. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt zeigen, wie Zecken entfernt werden, oder verwenden Sie ein Flohmittel, das auch gegen Zecken wirkt.