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Das elektrische Fahren gewinnt in Europa deutlich an Boden. Laut der europäischen Branchenorganisation ACEA war im letzten Quartal 2020 jeder sechste neu zugelassene PKW ein Elektromodell. Im gesamten Jahr 2020 sprechen wir von etwas mehr als 10% der Neuwagen. Das waren 3% im Jahr 2019.
Laut ACEA wird die Nachfrage nach Elektroautos von staatlichen Konjunkturpaketen im Coronacrisis angetrieben. Die Branchenorganisation weist darauf hin, dass die Beihilfe für den Verkauf von Fahrzeugen mit Elektromotor oder einer anderen alternativen Energiequelle besonders positiv ausgefallen ist. Hybridfahrzeuge machten im vergangenen Jahr fast 12% des Marktes aus. Das waren 5,7 Prozent im Jahr zuvor.
Darüber hinaus ging der Verkauf von konventionellen Benzin-und Dieselautos, die immer noch den Markt dominieren, zurück. Im letzten Quartal 2020 waren etwa ein Viertel der zugelassenen Autos mit einem Dieselmotor ausgestattet. Das waren mehr als 30 Prozent im Jahr zuvor.
Bei den Benzinern war der Rückgang sogar noch stärker. Dieser Prozentsatz stieg von 56,6 Ende 2019 auf 40,6 jetzt. Fast die Hälfte aller im Jahr 2020 verkauften Autos hatte einen Benzinmotor und ist damit immer noch die größte Gruppe.
Alle alternativen Varianten zusammen, also neben Elektro-und Hybridautos, die auch mit Wasserstoff oder LPG betrieben werden, machten im letzten Quartal 2020 über ein Drittel des Marktes aus. Auf Jahresbasis stieg der Absatz dieser Fahrzeuge um fast 144 Prozent.
Deutschland, Europas größte Volkswirtschaft, war der größte Wachstumstreiber für alternative Varianten mit einem Anstieg des Vorjahresquartals von 237% auf Jahresbasis. Die Niederlande verzeichneten in diesem Zeitraum ein Wachstum von 63%.