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FIA konterte Team-Aufstand zum Ferrari-Schummelvorwurf
Die Regelhüter der Formel 1 rechtfertigen das umstrittene Stillschweigen mit Ferrari zu den Schummelvorwürfen gegen den Rennstall .
Mit der Erklärung dürften sich Mercedes und die sechs Verbündeten aber wohl kaum zufriedengeben. Denn der Weltverband (FIA) selbst konnte mögliche Tricksereien der Scuderia am Motor in der vergangenen Saison nicht endgültig ausschliessen.
Dem Internationalen Automobilverband reichten die Ergebnisse nach einer Untersuchung aber nicht für einen Rechtsstreit. Die FIA räumte am Donnerstag ein, sie sei «nicht völlig zufrieden» damit, wie sich Ferrari zu seiner im Vorjahr so umstrittenen Antriebseinheit erklärte.
Die FIA ging nach eigenen Angaben aber deswegen nicht gegen Ferrari vor, weil die «Komplexität der Angelegenheit» und die «materielle Unmöglichkeit» nicht zwangsläufig zu einem eindeutigen Beweis geführt hätten, hiess es in einem Communiqué. Gut eine Woche vor dem Saisonstart in Melbourne bleibt damit vor allem eines: der Verdacht.
Gründliche Untersuchungen während der Saison 2019 hätten «den Verdacht genährt», dass der Ferrari-Antrieb «nicht zu jeder Zeit innerhalb der Grenzen des FIA-Reglements betrieben wurde». Ferrari bestritt «den Verdacht und besteht darauf, dass die Power Unit immer in Übereinstimmung mit den Regeln gelaufen ist», hiess es weiter.
Die FIA konterte die scharfe Kritik von sieben Teams vom Vortag in einem gemeinsamen Schreiben und wehrte sich. Da der Verband den Deal mit Ferrari geprüft haben dürfte, gilt es jedoch als unwahrscheinlich, dass die genauen Ergebnisse der Motoren-Untersuchung noch offengelegt werden müssen und den Italienern womöglich eine höhere Strafe droht.