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Ein aus Deutschland stammender Krankenpfleger, der über die Ferien mit seiner Familie zu den Eltern reisen wollte, berichtete der BBC zufolge am Samstag von einem regelrechten Stillstand. Auch am Eingang zum Eurotunnel im benachbarten Folkestone stauten sich laut Berichten die Autos wegen technischer Schwierigkeiten beim Check-In.
Das britische Verkehrsministerium aktivierte Notfallpläne, die ursprünglich für einen No-Deal-Brexit erarbeitet worden waren. Teile der Autobahn M20, die von London nach Dover führt, wurden für Pkw gesperrt. Bewohner in Dover seien nicht mehr in der Lage, das Auto zu benutzen, weil die Strassen komplett verstopft seien, berichtete die lokale Nachrichtenseite "Kent Online".
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Der Fährbetreiber P&O hatte Mitte März schlagartig all seine etwa 800 Besatzungsmitglieder entlassen. Sie sollen durch günstigere Leiharbeiter ersetzt werden. Bis diese jedoch einsatzbereit sind, hat der Fährbetreiber seine Fahrten über den Ärmelkanal eingestellt. Drei Schiffe liegen derzeit in Dover ungenutzt im Hafen. Ein Schiff des Konkurrenten DFDS hatte zudem bei schlechtem Wetter im französischen Dunkerque einen Schaden erlitten und fiel aus.
Die britischen Behörden kündigten inzwischen an, die Massenentlassungen bei P&O auf ein strafrechtlich relevantes Vergehen hin zu überprüfen. Die Regierung will zudem Möglichkeiten für eine Durchsetzung des britischen Mindestlohns für die Schiffsbesatzungen prüfen.