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Am 8. März 1911 wurde in den USA zum ersten Mal ein Tag der Frauenrechte ausgerufen. Der SBLV nimmt dieses Jahr vom 12. bis 16. März 2018 als Teil der offiziellen Schweizer Delegation am UN-Frauen-Kongress in New York teil. Der Kongress tagt zum Hauptthema «Herausforderungen und Chancen bei der Verwirklichung der Geschlechter-Gleichstellung und der Stärkung der Rolle der Frauen und Mädchen auf dem Land».
Ein wichtiges Anliegen für den SBLV ist die Verbesserung der sozialen Absicherung von familieneigenen Mitarbeitenden von selbständig Erwerbenden. Deren Ehefrauen und Partnerinnen stellen einen grossen Anteil der mitarbeitenden Familienmitglieder. Im 2016 waren von den insgesamt 153'359 in der Landwirtschaft beschäftigten Personen 36% Frauen (55'649), wovon 45'693 familieneigene. Lediglich 6% der Frauen (2'982) leiten einen landwirtschaftlichen Betrieb. 16% der Partnerinnen von Betriebsleitern sind auf dem landwirtschaftlichen Betrieb selbständig erwerbend und 15% erhalten einen Lohn. Die Mehrheit der Partnerinnen (56%) wird für ihre Arbeit auf dem Betrieb nicht entlöhnt. Damit die Landwirtschaft als attraktives Umfeld für Beruf und Familie in der modernen Gesellschaft wahrgenommen werden kann, müssen laut SBLV mitarbeitende Familienmitglieder in Zukunft eine verbindliche soziale Absicherung erhalten. Ein weiterer Fokus des SBLV liegt in der Erhöhung der Partizipation von Frauen in landwirtschaftlichen Gremien und Organisationen, wo die Frauen bis anhin stark untervertreten sind. Frauen in Entscheidungsgremien können die Situation der Frau stärken und die Gleichstellung verbessern und tragen gleichzeitig zu ausgewogeneren Entscheiden bei. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stelle nach wie vor eine grosse Herausforderung dar. Der SBLV fordert daher unter anderem bessere Rahmenbedingungen, Tagesstrukturen und Teilzeitstellen.