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Was versteht man unter klassischer Massage?
Zunächst sollte man zwischen einer klassischen Ganzkörpermassage oder einer Teilmassage unterscheiden. Während man - wie der Name es erwarten lässt - bei einer Ganzkörpermassage mehrere relevante Stellen des Körpers einer "Knetung" unterzieht, werden bei einer Teilmassage eben ausschließlich Teile des Körpers durchwalkt, die im direkten Zusammenhang mit den Beschwerden stehen. Ein gutes Beispiel dafür wäre eine Rückenmassage bei "Kreuzproblemen". Hierbei würde logischerweise eine Knetkur der Beine wenig Sinn machen. Eine Massage kann dann je nach Art und Region der Problemstellen liegend oder sitzend durchgeführt werden. Die klassische Massage wird in der Regel auch ohne technische Hilfsmittel, also mit den Händen am Körper abgehalten und wird daher auch als direkte Massage eingestuft.
Dient die Behandlung als Entspannung, wird sie eher mit langsamen Arm-, und Handbewegungen des Masseurs durchgeführt. Eine Mobilisation (zum Beispiel vor Wettkämpfen) wird in der Regel in einer schnelleren und auch "härteren" Gangart vollstreckt. Die Mobilisation allerdings ist wiederum eher Bestandteil der Sportmassage, daher konzentrieren wir uns hier auf eine reine Entspannungsmassage.
Wann ist eine Massage sinnvoll? Wann nicht?
Sinnvoll ist sie dann, wenn chronische oder akute muskuläre Probleme, wie Verhärtungen oder Verspannungen vorliegen. Ist man sich unsicher, woher diese Probleme stammen, sollte man sich vorher einen ärztlichen Rat einholen. Da heutzutage einige Mediziner recht zügig zum Medikamentenblock greifen, wäre es zweckmäßig, sich bei einem Physiotherapeuten oder auch einem Masseur schlau zu machen. Oftmals kaschieren Medikamente zwar das Problem, beheben es langfristig jedoch nicht. Bei chronischen Rückenschmerzen ist eine gute Massage meist sinnvoller als jede Tablette. Selbst diagnostizierte Durchblutungsstörungen können durch eine klassische Massage verbessert werden, weil sie die Blutzirkulation im Körper anregt. Im Nackenbereich beispielsweise kann sie langfristig auch gegen häufig auftretende Kopfschmerzen helfen.
Meiden sollte bzw. muss man Massagen, wenn Entzündungen, Hauterkrankungen oder Gefäßerkrankungen vorliegen. Einerseits besteht Gefahr, sich selbst zu schaden, andererseits können sie bei ansteckenden Krankheiten auch den behandelnden Masseur erheblichen Schaden zufügen. Dieser wird sicherlich nicht über einen Krankheitserreger (Erkältungsviren, etc.) erfreut sein. Auch bei Venenerkrankungen, wie einer Thrombose ist eine Massage verboten, da die Gefahr einer Embolie besteht. Man sollte sich deshalb nicht von einem Masseur, der keine Fragen stellt und trotz klar erkennbaren Krampfadern massiert, nicht behandeln lassen.
Wie sieht nun die Massage aus? Und wie erkennt man einen guten Masseur?
Selbstverständlich ist das überall unterschiedlich. Meist verweilt man im Warteraum, bis man zu seinem Termin aufgerufen wird. Das ähnelt in dieser Form oft einem Arztbesuch. Auch die Behandlungsräume können einem Arztzimmer nahezu gleichen, sofern man die Massage nicht in privaten Räumen oder zu Hause (mobile Massage) bekommt. Die Kleidungsstücke der zu bearbeitenden Regionen müssen dazu entfernt werden. In den seltensten Fällen ist man bei einer Massage gänzlich entblößt, da es überhaupt nicht notwendig ist.
Ein guter Masseur erwärmt vor der Massage seine eigenen Hände, um den Gast ein wohliges Gefühl zu geben und verwendet weder zu viel, noch zu wenig Massageöl. Die Massage selbst beginnt nun mit einem Erwärmen der Muskulatur, um diese besser bearbeiten zu können. Danach ist es üblich mit "Knetungen", "Rollungen" und "Friktionen" weiter zu arbeiten. Diese Bezeichnungen sind des Öfteren verschieden und werden von jedem Masseur anders bezeichnet wie auch durchgeführt. Das Erwärmen, das Kneten und die Rollungen werden als eher angenehm empfunden, wobei die Friktion oft als unangenehm wahrgenommen wird. Letztere sind druckvolle Kreisungen mit Handballen oder Fingerspitzen am Muskel und werden von schlechten Masseuren zu hart eingesetzt. Gute Masseure verwenden den richtigen Druck und die Friktion wird zwar härter, allerdings bei der klassischen Massage nicht schmerzhaft.
Zum Abschluss streicht der Masseur mit ruhigen Bewegungen ab und beendet damit die Massage. Verlässt man den Termin entspannt und mit gutem Gefühl, ist das ein Zeichen einer gelungenen Verabredung. Um einen guten Massagetherapeuten zu finden, klicken Sie hier.