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Am 12. November 1920 erblickte Margrith Portmann-Jungo als drittes Kind des Peter und der Marie Jungo-Tornare im Obereinschlag bei Düdingen das Licht der Welt. Zwei ältere und zwei jüngere Brüder prägten mit ihr das Glück der Bauernfamilie. Schon früh jedoch wurde dieses Familienglück durch eine schwere Krankheit der jungen Mutter getrübt, die dann mit 33 Jahren starb. Gritli, wie sie von vielen genannt wurde, ging damals in die erste Klasse. Ihr Vater erhielt Unterstützung von seiner Schwägerin, die er dann auch heiratete. Der Familie wurde noch eine Tochter geschenkt. Später bekam ihr Vater das Amt als Siegrist von Düdingen und so zog die junge Familie ins Dorf in das neu erstellte Einfamilienhaus an der Kirchstrasse. Nach der Schulzeit stieg sie sofort ins Erwerbsleben ein. Sie betreute ältere Menschen in Zürich, half im Haushalt bei Bauernfamilien und später bei der Volksküche in Bern. Überall fand sie durch ihr zugängliches und liebenswürdiges Wesen viele Menschen, mit denen sie ihr ganzes Leben hindurch Kontakt pflegte. Im Juni 1948 heiratete sie Franz Portmann aus dem Weiler Bonn. Erst als das Paar in Bundtels eine der damals wenigen freien Wohnungen von Düdingen fand, wurde der Ehebund geschlossen. In Bundtels erblickten die beiden ältesten Kinder das Licht der Welt. Nach dem Umzug in das Eigenheim im Sagerain wurden vier weitere Kinder geboren, von welchen eines im Säuglingsalter starb. Bis zu ihrem Tod wohnte Margrith in ihrem Heim. Das Haus mit Garten, der grosse «Pflanzblätz» sowie die verschiedenen Haustiere erforderten den unermüdlichen Einsatz des Paares. Margrith verrichtete ein riesiges Pensum mit grossem Pflichtbewusstsein. Sie klagte nie. Ihre Frohnatur und ihr starker Glaube halfen ihr dabei. Ein wichtiges Hobby von ihr war das Briefeschreiben. Margrith freute sich immer wieder Neues zu erlernen. So entschied sie sich mit fünfzig Jahren, Autofahren zu lernen, dies ermöglichte ihr zahlreiche Ausflüge und Verwandtenbesuche. Ein Stück Freiheit, das sie bis ins hohe Alter geniessen konnte. Dazu kam die Zeit, wo sie zusammen mit ihrem Gatten einige Reisen ins Ausland unternahm. Die Familie vergrösserte sich allmählich; bald erfreuten und bereicherten dreizehn Grosskinder ihren Alltag. Später kamen noch drei Urgrosskinder dazu. 1997 verstarb ihr Gatte. Couragiert begann sie ihr Leben neu zu gestalten. Margrith war die letzten Jahre viel unterwegs. Sie besuchte ihre Kinder, Grosskinder, Verwandte sowie Bekannte und reiste mit dem Generalabonnement selbständig in der ganzen Schweiz umher. Wenn sie nicht mit dem Auto oder GA reiste, fuhr sie mit dem Töffli zielgerichtet durchs Dorf oder besuchte Menschen in der näheren Umgebung. Zu Beginn dieses Jahres ermüdete Margrith immer mehr und verlor rasch ihre Kräfte. Am 12. Februar wurde sie für eine Abklärung ins Spital Tafers aufgenommen. Der Bericht, ein bösartiger Tumor, war für die Familie sehr traurig. Sie aber akzeptierte die unheilbare Krankheit. Im Spital und zuletzt noch zu Hause hatte sie Gelegenheit, von vielen Menschen in Würde Abschied zu nehmen. Liebevoll wurde sie von ihren Kindern und Grosskindern mit Hilfe der Spitex umsorgt und gepflegt. Am 9. März 2005 verliess sie die Familie ruhig und zufrieden. Eing.