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Erstmals Kickstarter-Betrüger verurteilt14. September 2015 um 09:20
Das Unternehmen Altius Management von einem Mann aus dem US-amerikanischen Nashville muss 55'000 Dollar Strafe zahlen.
Das Unternehmen Altius Management von einem Mann aus dem US-amerikanischen Nashville muss 55'000 Dollar Strafe zahlen. Edward Nash hatte 2012 für sein Kartenspiel Asylum Playing Cards auf Kickstarter 25'000 Dollar von 810 Unterstützern eingesammelt. Offenbar hat er das Spiel aber nie fertig gestellt. Nachdem ihn eine Gruppe von Unterstützern vor ein Gericht in Seattle gezogen hat, muss er nun 31'000 Busse und 24'000 Dollar Entschädigung für die Ermittlungen zahlen. Die Busse setzt sich aus 1000-Dollar-Beträgen pro vor Gericht gebrachte Verletzung des Gesetzes für Konsumentenschutz zusammen. Den 31 Klägern muss Ed Nash insgesamt 668 Dollar zahlen.
Das Gericht bezeichnet die Vorgänge als "Crowdfunding-Diebstahl". Ende Juli dieses Jahres, also nur kurz vor dem Urteil, wollen einige angebliche Investoren das Kartenspiel, auf das sie so lange vergeblich warteten, plötzlich geliefert bekommen haben. Ob das tatsächlich geschehen ist, oder ob die entsprechenden Online-Kommentare nur Nebellichter von Altius Management waren, wurde allerdings nicht klar. Laut Gericht hat niemand das Kartenspiel erhalten. Ursprünglich angekündigt war das Spiel im Dezember 2012. Das letzte mal mit den Unterstützern kommuniziert hat das Unternehmen im Juli 2013, also vor über zwei Jahren. Weitere Geschädigte können weiterhin eine Anzeige einreichen.
Nach Möglichkeit retournieren gescheiterte Kickstarter-Unternehmen die Investitionen an ihre Unterstützer. Doch immer wieder kommt es zu Betrügereien. So listet allein die Website 'Kickscammed' für die letzten anderthalb Jahre 200 Projekte mit einem Umfang von 2,5 Millionen Dollar, bei denen die Unterstützer weder ihr Geld noch das versprochene Produkt erhalten haben sollen. Dabei ist allerdings unklar, ob wirklich alle Projekte derart schief gegangen sind. Auf 'Kickscammed' kann jeder Einträge erstellen. (mik)
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