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Umschlagbild:Zellen eines Ehrlich-Ascites-Carcinoms (German only)
|Vorwort

Inhaltsverzeichnis
Einleitung
A. Material und Methodik
B. Karyotypen normaler tierischer und menschlicher Gewebe
1. Chromosomenzahl
2. Chromosomenmorphologie
C. Karyotypen transplantabler tierischer Tumorzellen
1. Karyotypen von Maustumoren
a) Hyperdiploide Ehrlich-Ascites-Carcinonie
b) Hypertriploide und tetraploide Ehrlich-Ascites-Carcinome
c) Andere Maus-Ascites-Tumoren
2. Karyotypen von Rattentumoren
D. Karyotypen transplantabler menschlicher Tumorzellen
E. Mechanismen der numerischen und strukturellen Variation der Chromosomengarnitur transplantabler tierischer und menschlicher Tumoren
F. Beeinflussung des cytogenetischen Variationsmusters transplantabler tierischer und menschlicher Tumoren
1. Die selektive Wirkung des Colchicins
2. Homologe und heterologe Transplantationen
3. Einzell-Inokulationen
G. Mischinokulationen
H. Diskussion der Ergebnisse und Zusammenfassung
1. Die intraindividuelle Variabilität der Tumorzellen
2. Die Veränderlichkeit des chromosomalen Variationsmusters transplantabler Tumoren
I. Literaturverzeichnis

Rückseite des Umschlags:
Mitose einer Tumorzelle des Ehrlich-Ascites-Carcinoms
|A. Material und Methodik

Wir verwendeten für unsere Untersuchungen fünf transplantable Tumoren: Drei Linien (A, B und C) des Ehrlich-Ascites-Carcinoms (EAC) der Maus, das WalkerCarcinosarkom 256 der Ratte in Ascitesform und ein solides, menschliches, heterolog transplantables Sarkom, HS-l.
Der Ursprung der drei Ehrlich-Linien liess sich zum Teil nicht genau festlegen. Der in Zürich gehaltene Stamm A wurde jahrelang im Strahlenbiologischen Labor gehalten, seit 1960 auch in der Experimentellen Abteilung des Pathologischen Instituts der Universität. Stamm B wurde von der Firma Hoffmann-La Roche, Basel, zur Verfügung gestellt, Stamm C von der Ciba, Basel. Da sich bei diesen Stämmen die Herkunft nicht genau feststellen liess, ist ihre Bezeichnung als Ehrlich-AscitesCarcinom (EAC) mit Reserve aufzunehmen.
Das an der Experimentellen Abteilung des Pathologischen Instituts gehaltene Walker-Carcinosarkom 256 wurde im Mai 1961 von G. Haemmerli in die Ascitesform überführt und seither in Serientransplantation auf CFN-Ratten weitergeführt.
Bei dem menschlichen Tumor HS-l handelt es sich um ein Sarkom unbekannter Herkunft, das 1954 von H. W. TOOLAN auf konditionierten Laboratoriumstieren heterolog transplantabel gemacht wurde. Der Tumor befindet sich heute in verschiedenen Laboratorien, in denen er sowohl durch Transplantation als auch durch Gewebezüchtung propagiert wird. Er bildet Material für immunologische und biochemische Arbeiten sowie zur Prüfung chemotherapeutischer Substanzen. Der Beweis, dass HS-l trotz vieler Tierpassagen ein menschlicher Tumor geblieben ist, wurde zuerst von LEVAN (1956b) durch chromosomenanalytische Untersuchungen geliefert.
Die Tiere, welche für die Herstellung zytologischer Präparate verwendet wurden, erhielten je nach Gewicht verschieden grosse Dosen in dest. Wasser gelöstes Colchicin intraperitoneal injiziert: 30 g schwere Mäuse 0,024 mg, 45 g schwere Ratten 0,04 mg und erwachsene Ratten 0,06 mg. Die Einwirkungsdauer betrug zwischen 4 und 21 ½ Stunden. Wie wir weiter unten zeigen werden, hängt das Ergebnis der Auszählungen in hohem Masse von der Länge der Einwirkungsdauer des Colchicins ab und muss daher für jeden Versuch gesondert angegeben werden.
Die cytologischen Untersuchungen wurden an Feulgen- oder Orcein-Präparaten durchgeführt. Punktierte Ascites-Flüssigkeit, bzw. die zerkleinerten soliden Tumor-stücke wurden während 30 60 Min. mit einer hypotonischen Lösung von 1,12/0 Natriumcitrat behandelt. Die für die Herstellung von Feulgen-Präparaten bestimmten Proben wurden zentrifugiert, die überstehende Flüssigkeit dekantiert und dem Zentrifugat im Überschuss Carnoys Fixierflüssigkeit zugegeben. Die Fixierdauer betrug 1 Std., die Zeit für die Hydrolyse in n-HCl 8 Min., die Färbedauer 30 Min. Für die Herstellung von Orcein-Präparaten wurden der mit Natriumcitrat versetzten Ascites-Flüssigkeit 3 ml 2 ½~ ige Orcein-Essigsäure zugegeben und die Flüssigkeit über der Spiritusfiamme dreimal kurz auf ca. 60 °C erwärmt. Nach einer Färbedauer von 10 Min. wurde mit der Präparation begonnen. Die Untersuchung der Präparate erfolgte mit Phasenkontrast.
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