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UNICEF Schweiz und Liechtenstein unterstützt ein Programm, welches auf die Verbesserung des Schutzes und der gesunden Entwicklung der Kindermönche und Nonnen und anderer vulnerabler Kinder in Bhutan abzielt.
Die Situation
Das buddhistische Königreich am Rande des Himalayas hat in den vergangenen Jahren ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum und soziale Fortschritte erzielt. Trotzdem sind zahlreiche Kinder nach wie vor auf vielen Ebenen benachteiligt. Der Alltag in traditionellen Klosterschulen als auch in schwer zu erreichenden Gemeinden ist hart, einfache Infrastrukturen fehlen, und Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sind selten zeitgemäss. Der Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung und zu Kinderschutz ist stark eingeschränkt.
Die Covid-19-Pandemie bringt auch eine Reihe sozialer und wirtschaftlicher Rückschläge mit sich - darunter Schulschliessungen, Arbeitslosigkeit, Ernährungsunsicherheit und häusliche Gewalt. Folglich sind viele Kinder nach wie vor mit einer unzureichenden Gesundheits- und Ernährungsversorgung in den ersten Lebensjahren konfrontiert, und mangelnde Hygiene führt zu Krankheiten und einer verlangsamten Entwicklung ihres Gehirns. In Bhutan ist eines von fünf Kindern unterentwickelt und die Frühgeburtenrate ist hoch.
Obwohl fast alle Familien in Bhutan genügend zu essen haben, sind trotzdem noch knapp 9 von 10 Kindern unter zwei Jahren mangelernährt, das heisst, sie erhalten nicht genügend Mikronährstoffe und Vitamine, welche für eine optimale frühkindliche Entwicklung ausschlaggebend sind.
Bildung und Schutz für vulnerable Kinder in Bhutan
So hilft UNICEF
Durch UNICEFs Programmarbeit soll der Schutz und die gesunde Entwicklung der Kindermönche und Nonnen und anderer gefährdeter Kinder in Bhutan verbessert werden.
Der Ansatz ist umfassend. Zum einen sorgt UNICEF dafür, dass in den Klöstern sanitäre Anlagen eingerichtet werden, sauberes Wasser zur Verfügung steht und die Kinder wichtige Hygieneregeln wie das Händewaschen befolgen. Zum anderen geht es darum, weitere Schulfächer zu etablieren, die Unterrichtsqualität zu verbessern und letztlich auch den Schutz der Kinder sicherzustellen.
Ziel ist es, dass alle Kinder in Bhutan, einschliesslich Kindermönche und -nonnen, Jugendliche und Frauen, gleichberechtigten Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheits-, Ernährungs- und Wasser-, Sanitär- und Hygienediensten erhalten. Zudem sollen Mönchs- und Nonnenkinder und andere gefährdete Kinder zunehmend von einer hochwertigen, integrativen und geschlechtergerechten Bildung profitieren können. Des Weiteren sollen sie verstärkt Zugang zu qualitativ hochwertigen, Kinderschutzdiensten erhalten können.