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STELLUNGNAHME
Tschad
Zum Bericht von RAID
16. März 2020
Glencore ist darüber informiert, dass die Nichtregierungsorganisation Rights and Accountability in Development (RAID) einen Bericht veröffentlicht hat, in dem auf den Badila-Erdölblock von Glencore im Tschad Bezug genommen wird. Der Badila-Erdölblock wird von unserer Tochtergesellschaft PetroChad (Mangara) Limited (PCM) betrieben.
Glencore ist darüber informiert, dass die Nichtregierungsorganisation Rights and Accountability in Development (RAID) einen Bericht veröffentlicht hat, in dem auf den Badila-Erdölblock von Glencore im Tschad Bezug genommen wird. Der Badila-Erdölblock wird von unserer Tochtergesellschaft PetroChad (Mangara) Limited (PCM) betrieben.
Im August 2019 kontaktierte RAID Glencore, um Bedenken bezüglich unserer Aktivitäten im Tschad vorzubringen. Seitdem haben wir uns mit RAID getroffen und diverse Gespräche geführt, um ausführlich auf ihre Fragen einzugehen. Zudem haben wir unterstützende Informationen wie etwa Ergebnisse von Wasserproben vorgelegt.
Bei den Bedenken von RAID handelte es sich in erster Linie um einen Vorfall im September 2018, bei dem bei einem Becken Wasser abgeflossen ist .
In der Regenzeit 2018 kam es in Badila zu anhaltenden und sintflutartigen Regenfällen. Durch das zusätzliche Regenwasser wurde die Barriere eines der Wasserspeicherbereiche beeinträchtigt, wodurch dieser ausfiel. Es kam zur Freisetzung von Wasser. Dabei handelte es sich vorrangig um Regenwasser sowie eine kleine Menge an aufbereitetem Wasser aus der Anlage, die auf angrenzendes Land und in einen lokalen Fluss gelangten.
PCM ergriff unverzüglich Massnahmen: Die Nutzung des Speicherbereichs wurde gestoppt, das angrenzende Land und der Fluss wurden untersucht, und man setzte sich mit den Gemeinden zusammen. Die Testergebnisse ergaben keine Anzeichen dafür, dass die Freisetzung des Wassers ein Gesundheits- und Sicherheitsrisiko für die lokalen Gemeinden darstellte.
Das Stakeholder Relations Team (SRT) von PCM benachrichtigte noch in der Nacht des Vorfalls die betroffenen Gemeinden. Am folgenden Morgen führte das SRT mit den Dorfvorstehern, den Gemeindemitgliedern und mit Vertretern der Zivilgesellschaft formelle öffentliche Konsultationen zum freigesetzten Wasser durch. Während diesem Engagement wies das SRT wiederholt darauf hin, dass Wasser aus dem Becken abgeflossen war.
PCM erhielt seitens der lokalen Gemeinden 121 Beschwerden bezüglich des freigesetzten Wassers. PCM untersuchte alle Beschwerden und stufte 89 davon als begründet ein. Die Beschwerden wurden mittels anerkannter Überprüfungsprozesse geklärt. Bis auf eine bezogen sich alle Beschwerden auf hochwasserbedingte Schäden an Ackerland, Bäumen und Ernte. Eine Beschwerde wurde von einem externen Arzt medizinisch untersucht, dieser stellte aber keinen Zusammenhang mit dem abgeflossenen Wasser fest.
PCM kooperierte vollumfänglich mit Vertretern des Erdöl- und des Umweltministeriums und gewährte ihnen sowie einem französischen Umweltberater umfassenden Zugang zu den Dokumenten und Einrichtungen der Anlage.
Wir stimmen den Schlussfolgerungen des Berichts nicht zu und sind enttäuscht, dass RAID – trotz der Aussage, einen ausgewogenen Bericht erstellen zu wollen – entschieden hat, den Umfang unseres Engagements nicht vollständig widerzugeben oder die von uns zu den Ereignissen vorgelegten ausführlichen Informationen nicht einzubeziehen.
Glencore ist verpflichtet, seine Aktivitäten sicher und verantwortungsvoll und im Einklang mit allen geltenden Gesetzen und Vorschriften auszuführen. Wir sind bestrebt, die Auswirkungen, die unsere Geschäftstätigkeit auf die lokalen Gemeinschaften und die Umwelt haben können, zu minimieren. Wir sind uns bewusst, dass unsere Präsenz im Tschad den Menschen in der umliegenden Umgebung unserer Betriebe und der Volkswirtschaft des Tschads erhebliche Vorteile bringen kann. Wir berichten transparent über unsere Leistung und begrüssen die Möglichkeit, Beziehungen mit Vertretern der Zivilgesellschaft aufzubauen und zu stärken.
Wir hoffen, auch in Zukunft den offenen Dialog mit RAID und den von RAID unterstützten Verbänden im Tschad fortsetzen zu können.