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Der Arm der Genfer Staatsanwaltschaft reicht bis in die argentinische Hauptstadt Buenos Aires. Der dort wohnhafte Hernán D.* soll im März 2015 eine Straftat auf Schweizer Strassen begangen haben.
Der Argentinier war damals in der Schweiz zu Besuch und fuhr mit einem Mietwagen in Richtung Genf. Auf der Höhe von Vengeron GE wurde er geblitzt. Er war, die Toleranzgrenze abgezogen, 39 km/h zu schnell unterwegs. Anstatt den maximal erlaubten 60 km/h fuhr er mit 105 km/h.
Hernán D. reagierte nicht
Wenig später liess die Genfer Staatsanwaltschaft Hernán D. einen Brief zukommen – und verlangte die Zahlung einer Geldstrafe, wie die argentinische Zeitung «Infobae» berichtet. Auf dieses Schreiben antwortete Hernán D. nicht. Deshalb reichte die Genfer Staatsanwaltschaft im August dieses Jahres ein Rechtshilfegesuch bei der argentinischen Justiz ein.
«Man braucht nur einen Brief und eine Briefmarke»
Der Genfer Generalstaatsanwalt Olivier Jornot sagte «Le Matin», dass sich das Vorgehen lohne: «Ein Rechtshilfegesuch ist nicht teuer. Ganz im Gegenteil, man braucht nur einen Brief und eine Briefmarke.»
Es gehe lediglich darum, dass die Polizei im entsprechenden Land das mache, was die Polizei hier in der Schweiz machen würde. Dem Raser aus Buenos Aires droht eine Geldstrafe, die aufgrund seiner finanziellen Möglichkeiten festgelegt wird. (vac)
*Name der Redaktion bekanntPubliziert am 14.12.2016 | Aktualisiert am 14.12.2016