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Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat sich zuversichtlich im Kampf gegen die Ebola-Epidemie gezeigt. Der Ausbruch sei zwar ausser Kontrolle, sagte CDC-Direktor Tom Frieden im US-Fernsehsender ABC.
Aber er ist sich andererseits sicher: «Wir wissen jetzt, wie wir Ebola stoppen können.» Die zum Einsatz kommenden Methoden seien bereits erprobt. Erkrankte Patienten müssten isoliert werden, die Bevölkerung in den betroffenen Regionen verstärkt über die Krankheit informiert werden.
Frieden kündigte zugleich die Entsendung von 50 US Experten nach Westafrika binnen der kommenden 30 Tage an. Der Ausbruch der Krankheit in Westafrika ist der schwerste jemals registrierte. Mehr als 700 Menschen starben bereits daran.
Menschliche Grösse in schwerer Stunde
Am Sonntag war der mit dem Ebola-Virus infizierte US-Arzt Kent Brantly nach Atlanta im US-Bundesstaat Georgia geflogen worden. Der Mediziner habe trotz seiner nahezu ausweglosen Situation menschliche Grösse bewiesen, berichtet seine Hilfsorganisation Samaritan's Purse. Brantly habe ein für ihn gedachtes Serum abgelehnt, damit es einer ebenfalls infizierten Kollegin zur Verfügung steht.
Der Arzt war am Samstag in Atlanta mit einem Spezialflugzeug eingetroffen. Die mit einer Isolationskammer ausgerüstete Gulfstream sollte danach seine Kollegin Nancy Writebol, eine Krankenschwester, nach Hause holen.
Für Brantly war ein Serum eingeflogen worden, das allerdings noch in der Erprobung ist – und von dem es nur eine Dosis gab. Laut seiner Hilfsorganisation hatte der 33-Jährige das Mittel abgelehnt, damit Writebol es bekommen konnte.
Dafür bekam Brantly Hilfe von einem jungen Menschen, dem er zuvor geholfen hatte: Ein 14-jähriger Liberianer hatte Ebola überlebt dank der Hilfe des amerikanischen Arztes. Brantly bekam nun Blut von dem Kind gespritzt - mit der Hoffnung auf Antikörper, die seinem Körper beim Kampf gegen das Virus helfen könnten. «Der Junge und seine Familie wollten helfen, das Leben des Arztes zu retten», sagte Franklin Graham, Leiter von Samaritan's Purse.