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Inmitten einer Hitzewelle sind in Israel seit Freitagmorgen mehr als 220 Brände ausgelöst worden. Feuerwehren und Rettungsdienste waren Medienberichten zufolge in verschiedenen Regionen im ständigen Einsatz.
Die Behörden untersagten den Menschen, Feuer im Freien anzuzünden. Besonders riskant war ein Einsatz in einer Pharmafabrik in Kiryat Malachi – auf halber Strecke zwischen Jerusalem und der Küstenstadt Aschdod – wo Gasflaschen gelagert waren. Die Polizei sperrte das Gelände ab und versuchte, ein Übergreifen der Flammen auf eine nahe gelegene Tankstelle zu verhindern.
Mehrere Brände, begünstigt durch Trockenheit und starke Winde, wüteten den Meldungen zufolge auch im Waldgebiet um den Kerem-Maharal-Moschav südlich von Haifa. Zudem wurde der Highway 4 bei Aschkelon wegen Bränden gesperrt, ebenso eine wichtige Kreuzung auf der Verbindung zwischen dem Flughafen und Jerusalem. Den Feuerwehrleuten gelang es, die Buschbrände schnell unter Kontrolle zu bringen und den Sachschaden zu begrenzen.
Die Temperaturen erreichten bis zu 44°C an der Grenze zum Gazastreifen, 45°C im Jordantal, 43°C in Tel Aviv, 35°C in Jerusalem und 38°C in Haifa.
Ein Mann wurde mit einem Hitzeschlag ins Krankenhaus eingeliefert, weitere ernsthafte gesundheitliche Schäden durch das heisse Wetter wurden jedoch bisher nicht gemeldet.
Nach Angaben der israelischen Elektrizitätsgesellschaft haben die hohen Temperaturen im ganzen Land zu einem erhöhten Stromverbrauch durch Klimaanlagen und Ventilatoren geführt. In verschiedenen Gebieten seien daher kurze Stromabschaltungen vorgenommen worden, um die Kraftwerke zu schützen und schrittweise die Versorgung für alle Bewohner sicherzustellen.
KNA/mit/api/cas/Aud