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Geschichte der Frauen in der Politik
Der Weg der Frauen in der Schweizer Politik war lang. Seit 1970 sind Frauen im Kanton Zürich stimm- und wahlberechtigt. Auf nationaler Ebene wurde das Frauenstimmrecht 1971 eingeführt.
2010: Nach der Wahl von Simonetta Sommaruga in den Bundesrat bilden Frauen mit vier Bundesrätinnen erstmals die Mehrheit in der Schweizer Regierung.
2003: Bei den kantonalen Wahlen werden vier Frauen in den siebenköpfigen Zürcher Regierungsrat gewählt. Frauen sind somit das erste Mal in der Mehrheit in diesem Gremium.
1990: Das Bundesgericht zwingt den Kanton Appenzell Innerrhoden durch eine Neuinterpretation seiner Verfassung zur sofortigen Einführung des Frauenstimm- und -wahlrechts.
1984: Elisabeth Kopp wird als erste Frau in den Schweizer Bundesrat gewählt.
1983: Hedi Lang (SP) wird als erste Frau in den Zürcher Regierungsrat gewählt. Sie ist die erste Frau in einer Kantonsregierung.
1971: Das Stimm- und Wahlrecht für Frauen in eidgenössischen Angelegenheiten wird in der Abstimmung vom 7. Februar mit 65,7% Ja-Anteil angenommen.
1970: Das Frauenstimmrecht wird im Kanton Zürich auf kantonaler Ebene Realität.
1969: Das Frauenstimmrecht wird im Kanton Zürich auf Gemeindeebene eingeführt.
1969: Am 1. März findet der sogenannte Marsch nach Bern statt, bei dem 5000 Personen das volle und sofortige Frauenstimm- und -wahlrecht forderten.
1957: Im Kanton Basel-Stadt werden die Bürgergemeinden am 1. Dezember ermächtigt, das Frauenstimmrecht einzuführen.
1948: In Zürich sowie in vier anderen Kantonen endet eine Abstimmung über das Frauenstimmrecht negativ.
1929: Eine gesamtschweizerische Petition für das Frauenstimmrecht wird mit 249'237 Unterschriften eingereicht.
1919-1921: Zürich, Genf, Neuenburg, Basel-Stadt, Glarus und St. Gallen stimmen über das Frauenstimmrecht ab, alle mit negativem Ergebnis.
1918/19: Im Dezember 1918 werden erstmals zwei Motionen im Nationalrat für das eidgenössische Frauenstimmrecht eingereicht, welche aber zu Postulaten abgeschwächt werden. 1919 werden sie an den Bundesrat überwiesen, der sie jahrzehntelang nicht behandelt.
1909: Der Schweizerische Verband für Frauenstimmrecht wird gebildet.
1907: Die (männlichen) Zürcher Stimmbürger lehnen es an der Urne ab, es den Gemeinden selbst zu überlassen, ob volljährige Schweizer Bürgerinnen in Kirchen-, Schul- und Armenbehörden wählbar sind.
1904: Die SP nimmt das Frauenstimmrecht in ihr Parteiprogramm auf.
1890: Gründung des Schweizerischen Arbeiterinnenverbandes.
1868: Im Zuge der demokratischen kantonalen Verfassungsrevision fordert eine Gruppe Zürcher Frauen durch eine anonyme Bittschrift erstmals öffentlich die volle bürgerliche und politische Gleichstellung.
1848: Die neue Bundesverfassung garantiert den Schweizer Männern das allgemeine und direkte Stimm- und Wahlrecht. Die Frauen bleiben von der politischen Mitbestimmung ausgeschlossen.