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Matt Sessums staunte nicht schlecht, als er am Samstagnachmittag im lokalen Supermarkt von Oxford, im US-Bundesstaat Mississippi, einkaufen ging. Links und rechts am Eingang des Ladens verkaufte die kleine Kirchengemeinde «Oasis Church of All Nations» Tickets für eine Lotterie. Der Hauptgewinn: Zwei halbautomatische Gewehre vom Typ AR-15. Diesen Typ Gewehr hatte auch der Todesschütze von Las Vegas in seinem Waffenarsenal.
Sessums war geschockt, wie er gegenüber der Washington Post sagte. Denn die zwischen 10 bis 20 US-Dollar teuren Tickets wurden von Kindern verkauft. «Ich sah dieses kleine Mädchen, kaum älter als zehn Jahre, das auf die AR-15 zeigte und Leute davon überzeugte, Tickets zu kaufen», so Sessums.
Wieder zu Hause, beschwerte er sich auf der Facebookseite der Kirche über die Aktion. Er war nicht der einzige. Viele Bürger von Oxford meldeten sich bei der «Oasis Church of All Nations».
Doch Pastor Danny Budd gab sich unbeeindruckt: «Wir verstehen diese Bedenken, aber die Resonanz auf die Verlosung war ausgesprochen positiv. Negative Reaktionen gab es nicht.» Der Erlös der Lotterie-Aktion werde an ein Hilfsprogramm für Drogensüchtige gespendet. (ohe)