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Im Juni und Juli dieses Jahres wurden Teile Europas von verheerenden Waldbränden heimgesucht, die auf die steigenden Temperaturen zurückzuführen sind. Im Jahr 2020 wurden in 35 europäischen Ländern 787.130 Hektar Land verbrannt, gegenüber 450.250 Hektar im Jahr 2019. Laut der Studie von Chaucer haben auch in Europa die Häufigkeit und Schwere von Waldbränden infolge des Klimawandels und der Urbanisierung zugenommen. Zu den Ländern mit dem größten Anstieg der verbrannten Flächen im vergangenen Jahr gehören Bosnien und Herzegowina (246 Prozent), Kroatien (130 Prozent), Italien (36 Prozent) und Griechenland (34 Prozent).
Dürre erleichtert die Ausbreitung von Waldbränden
Höhere Temperaturen haben das Risiko von Waldbränden auf dem Kontinent erhöht, während dürreähnliche Bedingungen durch trockene Böden die schnelle Ausbreitung von Waldbränden erleichtern. Laut Chaucer hat die Tatsache, dass die Waldbewirtschaftung nicht mit den sich entwickelnden Trends Schritt gehalten hat, dazu geführt, dass die Bemühungen zur Unterdrückung von Waldbränden erheblich an Wirksamkeit verloren haben, was wiederum zu grösseren Schäden geführt hat.
Möglichkeiten zur Modellierung des Waldbrandrisikos in Südeuropa wenig fortgeschritten
Die Möglichkeiten zur Modellierung des Waldbrandrisikos in Südeuropa sind weniger fortgeschritten als in den USA und Kanada. Infolgedessen müssen sich die Rückversicherungsunternehmen auf interne Methoden zur Risikobewertung statt auf probabilistische Gefahrenmodelle verlassen. Ellen Gyandzhuntseva, Leiterin der Abteilung Exposure Management bei Chaucer, sagte: "Die signifikante Zunahme der durch Waldbrände zerstörten Flächen stellt eine Herausforderung für die Branche dar". (hzi/wil)