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Spirig, Martin: Lauterkeitsrechtliche Konflikte im Internet - Ökonomische Analyse und Rechtsvergleichung, Diss. St. Gallen 2001 - Website.
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|Das Versenden von Email mit werbendem Inhalt ist zum populären Mittel für die Bekanntmachung von Gütern, Dienstleistungen oder Anbietern geworden. In Internet-Kreisen spricht man von "spamming" oder "Spam-Email".

Werbung per Email ist kostengünstig. Selbst das Erreichen eines Millionenpublikums stellt keine erhebliche finanzielle Belastung dar. Viele rechnen deshalb mit einer steten Zunahme von Werbe-Email, falls eine Regulierung durch den Gesetzgeber oder durch eine klare Rechtsprechung ausbleibt.
Der Werber verschickt die Werbe-Email über ein dafür spezialisiertes Unternehmen, welches über eine umfangreiche Sammlung von Email-Adressen verfügt. Dabei wird die Werbe-Email zumeist an alle verfügbaren Adressen verschickt. Wegen den geringen Versandkosten ist bedeutungslos, ob darunter auch Empfänger sind, die schon zum vornherein nicht als Kunden in Frage kommen. Darin liegt der grosse Unterschied zu anderen Werbeformen, etwa dem Direktmailing mit physischen Postsendungen. Diese werden aufgrund des hohen Preises für eine einzelne Sendung nur an mutmassliche Abnehmer der beworbenen Leistung verschickt.
Aufgrund der tiefen Versandkosten hat Werbe-Email das Potential, weit häufiger als andere Formen der Direktwerbung verwendet zu werden. Als Folge davon würde jeder einzelne Intenet-Nutzer viel Werbe-Email erhalten, worin häufig Leistungen angepriesen wären, die weitab von den Bedürfnissen des Empfängers liegen. Unter diesen Umständen wird Werbe-Email zur Belästigung.
Im Zuge der allgemeinen Leistungssteigerung von Soft- und Hardware sowie der Datenübertragungsraten wird Werbe-Email künftig auch als Graphik, Tonübertragung oder als kleinere Filmsequenz in Erscheinung treten. Für Internetnutzer, deren Ausstattung nicht auf dem neuesten Stand ist, werden derart grosse Datenpakete eine Belastung sein.