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(Kt. Waadt,
Bez. Nyon,
Gem. Arzier). 1060 m. Ehemaliges Karthäuserkloster, am
SO.-Hang des
Jura 2 km w. Arzier.
Wurde um die Mitte des 11. Jahrhunderts von Louis de Mont gestiftet, der
Mönche von der Regel des h. Bruno hierher berief.
Das Kloster besass in seiner Umgebung und an der W.-Flanke des
Jura ziemlich ausgedehnte Ländereien, deren Besitz ihm aber
durch die
Herren von
Prangins zum Teil bestritten wurde. Diese Streitigkeiten fanden ihren Abschluss durch
einen ums Jahr 1211 in
Prangins aufgesetzten und mit den
Siegeln von
Jean de
Prangins,
Bischof Bernhard von Genf
und Amadeus von Gex
versehenen Vertrag.
Nach dem Sturz der
Herrschaft derer von
Prangins erhob Ludwig I. von Savoyen,
Herr der Waadt,
der die
Güter des
genannten
Hauses erworben hatte, den Anspruch der Kastvogtschaft über das Kloster Oujon und erhielt diese in einer 1317 in
Morges vereinbarten Verständigung auch wirklich zugesprochen. Doch erlosch mit seinem Tod die Kastvogtschaft wieder,
trotz aller Ansprüche seiner Nachfolger. Das Kloster bestand bis 1536, in welchem Jahre es in Flammen
aufging.
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In einer sehr einsamen und abgelegenen Gegend gelegen, war es einer ausserordentlich strengen Disziplin unterworfen, die
namentlich lange dauerndes Fasten und Schweigen forderte. Es erfreute sich wegen der Mildtätigkeit der Klosterbrüder grossen
Ansehens in der Gegend, blieb aber trotz Schenkungen von Seiten zahlreicher Herren und anderer mächtiger Persönlichkeiten
arm. Heute ist die Stelle mitten im Wald von Oujon, wo einst das Kloster stand, kaum mehr zu erkennen.
Altes Besitztum des Klosters sind die Hütten von Les Argozats und La Conriéry bei Saint Cergue. Im 12. Jahrhundert: Algio,
Augio; 1235: Oujon.