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Quelle: CH Media Video Unit / BRK News
Zum tödlichen Unglück kam es an einem Donnerstag im September auf einer Strasse zwischen Märwil und Oberbussnang (FM1Today hat berichtet). Eine 22-jährige Rumänin und ihr 26-jähriger Freund waren zu Fuss entlang der Strasse unterwegs. Gleichzeitig versuchte ein 34-jähriger Autofahrer eine andere Autofahrerin bei einer unübersichtlichen Stelle zu überholen. Dabei kam es zu einer seitlichen Kollision mit einem entgegenkommenden Lieferwagen. Der Lenker verlor die Kontrolle über sein Auto und crashte in die beiden Fussgänger.
Die 22-jährige Frau musste mit schweren Verletzungen ins Spital geflogen werden. Zwei Tage später verstarb das Unfallopfer. Ihr Freund kam mit einem Schädel-Hirn-Trauma davon, geht aber bis heute an Krücken. Eine Blut- und Urinprobe ergab später: Der 34-jährige Autofahrer hatte einen erhöhten THC-Wert im Blut.
«Es ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte kurz vor oder während der Fahrt Marihuana konsumierte, daher die Distanzen nicht richtig einschätzte und ein waghalsiges Überholmanöver riskierte», so die Staatsanwaltschaft beim Prozess im Bezirksgericht Weinfelden, wie das «St.Galler Tagblatt» schreibt.
Das Gericht verurteilte den 35-jährigen Kapverden schlussendlich zu fünfeinhalb Jahren Gefängnisstrafe und einem anschliessenden Landesverweis von zehn Jahren. Zudem wurde einen Sicherheitshaft wegen Fluchtgefahr beantragt. Der Beschuldigte muss den Eltern des Opfers 40'000 Franken Schadensersatz bezahlen.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
(red.)