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Anlässlich der Generalversammlung, die am 24. März 2022 auf der Domaine Les Perrières in Genf stattfand, zog der Verein Bilanz seiner Aktivitäten im Jahr 2021. Trotz der Pandemie ist es VINEA gelungen, seine drei grossen Weinwettbewerbe zu organisieren und eine Reihe von Veranstaltungen durchzuführen.
Nach über 5 Jahren als Verbandspräsident übergibt David Genolet das Ruder an Jonas Ettlin und sorgt für eine Übergangszeit bis Ende 2022. Das Jahr verspricht wieder vielfältig zu werden, sowohl was die Weinwettbewerbe als auch die Wiederaufnahme der Event-Aktivitäten betrifft.
Dank des aussergewöhnlichen Engagements des VINEA-Teams unter der Leitung von Emeline Zufferey und Bertrand Savioz konnte VINEA die meisten, der für 2021 geplanten Veranstaltungen durchführen, musste sich dafür aber aus Pandemie-Gründen auf die zweite Jahreshälfte konzentrieren.
Am Ende fällt die Bilanz aller Weinprämierungen sehr positiv aus, sowohl für den „Grand Prix du Vin Suisse“ als auch für den „Mondial des Pinots“ oder den „Mondial du Merlot“, die alle bei guten Bedingungen stattfinden konnten. Im Bereich der Drittwettbewerbe übernahm die VINEA erstmals das IT-Management der Weinprämierung „Montreal World Selections" und stellte damit einmal mehr seine Kompetenz in diesem Bereich unter Beweis.
Um die Verbindung zwischen Produzenten und ihren Kunden aufrechtzuerhalten, hat der Verband seine Präsenz in sozialen Netzwerken verstärkt und 2021 eine „VINEA on Tour“ in Form eines „Webinars“ online durchgeführt, indem die zu verkostenden Weine vorab an die Teilnehmer versandt wurden. Viele Eventaktivitäten mussten 2021 hingegen abgesagt werden, allen voran der „Salon VINEA“ in Sierre und zwei „VINEA on Tour“ Veranstaltungen.
VINEA leitet auch das ständige Sekretariat des Verbandes VINOFED, der die wichtigsten internationalen Weinwettbewerbe vereint und dessen Generalversammlung im Juni 2021 in Sierre stattfand.
Finanziell wurde ein Jahresergebnis nach einem Gewinn von CHF 24'000.-- im Jahr 2021, ein Verlust von CHF 30’000.-- erwirtschaftet. Dies im Einklang mit den Prognosen, die die Absage vieler Veranstaltungen berücksichtigt haben. Die finanzielle Situation des Vereins ist jedoch nach wie vor sehr solide.
Für 2022 freut sich der Vorstand über die Wiederaufnahme des normalen Veranstaltungsbetriebs und kann erneut ein reichhaltiges Degustationsprogramm präsentieren, sei es im Wallis, in der Romandie oder in der Deutschschweiz. Das Jahr 2022 wird auch von der 15. Ausgabe des Mondial du Merlot geprägt sein: Anlässlich dieses Jubiläums kehrt diese Ausgabe zu den Quellen des Wettbewerbs ins Tessin zurück, wo sich die Jury 3 Tage lang trifft, um Merlots und Assemblagen aus aller Welt zu verkosten.
Nach fünf Jahren an der Spitze des Vereins VINEA teilte David Genolet der Versammlung seinen Rücktritt mit; seine neue berufliche Tätigkeit und sein persönlicher Zeitplan erlauben es ihm nicht mehr, diese Funktion auszuüben.
In den letzten 5 Jahren musste die VINEA-Vereinigung viele Stürme überstehen, einschliesslich des Verscheidens der Direktorin Elisabeth Pasquier im Jahr 2018, sie war über lange Zeit das Gesicht des Vereins. Die Jahre 2020 und 2021 wurden durch die Einstellung des Veranstaltungsbetriebs im Zusammenhang mit der Pandemie geprägt, was auch zu erheblichen logistischen Schwierigkeiten bei der Organisation nationaler und internationaler Weinprämierungen geführt hat.
Trotz alledem kann David Genolet ein positives Fazit aus seiner Zeit an der Spitze der VINEA ziehen: Die Strukturen wurden gestärkt, die finanzielle Situation ist solide, neue Projekte wurden entwickelt (insbesondere die „VINEA Academy“ oder die „VINEA On Tour“) und viele Neukunden wurden im Zusammenhang mit den Dienstleistungen für Weinprämierungen gewonnen. Auch der bestehende Vorstand aus kompetenten und engagierten Persönlichkeiten ist ein Erfolgsgarant für die Zukunft.
Für den Nachfolger von David Genolet wurden im Vorfeld Kriterien definiert und Gespräche mit mehreren Kandidaten geführt. Schliesslich schlug der Vorstand der Generalversammlung Jonas Ettlin als Nachfolger von David Genolet vor – er wurde per Akklamation gewählt. Jonas Ettlin ist Deutschschweizer und spricht fliessend Französisch, Spanisch, Englisch und Russisch. Er lebt in der Region von Zürich, wo er seinen eigenen Weinkeller betreibt.
Nach der Ausbildung zum Tourismus- und Marketing-Fachmann war Jonas Ettlin für Schweiz Tourismus in verschiedenen Positionen insbesondere in Deutschland und Russland tätig, wo er auch während 4 Jahren die Moskauer Niederlassung leitete. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz widmete sich Jonas Ettlin seiner grossen Leidenschaften, dem Wein: Er absolvierte eine Ausbildung zum Ingenieur in Oenologie an der Ingenieurschule Changins und absolvierte mehrere Berufspraktika bei grossen Waadtländer und Walliser Kellereien bevor er in der Deutschschweiz namhafte Weinproduktionen leitete. Heute ist er neben seiner eigenen Weinproduktion auch sehr aktiv im Weinmarketing, insbesondere durch seine Arbeit bei Winemaker.com.
Aufgrund seiner Persönlichkeit und seiner Kenntnisse des Schweizer Weinbaus sind Vorstand und Versammlung zuversichtlich, dass Jonas Ettlin der VINEA die nötige Energie und das Engagement zur Stärkung ihrer Aktivitäten geben wird. Durch diese Wahl erhofft sich der Verein insbesondere eine Stärkung der Verbindungen zur Deutschschweiz, einem Markt, der dem Schweizer Wein noch mehr Potential bietet.
Um seine Integration zu erleichtern und einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wird David Genolet bis Ende 2022 die Rolle des „Past President“ übernehmen.
Die Generalversammlung beschloss ausserdem, zwei stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses zu ernennen. Der derzeitige Vizepräsident Daniele Maffei (TI) wird in seiner Funktion zusätzlich von Frau Martine Jaques-Dufour (VS), Vorstandsmitglied der VINEA,unterstützt. Durch ihren täglichen Einsatz für die Kommunikation lokaler Produkte wird sie den Werten, die unserem Verein am Herzen liegen, eine Walliser Note einhauchen können.
Die Versammlung hat auch Frédéric Rochaix von der Domaine Les Perrières in Genf als neues Mitglied in den Vorstand der VINEA aufgenommen. Er ersetzt Daniel Dufaux, der 2021 zurückgetreten ist. Frédéric Rochaix war bereits seit letztem Herbst als Gast im Vorstand aktiv.
Die Teilnehmer der Generalversammlung applaudierten herzlich und dankten den Mitgliedern des Vorstands und der Geschäftsstelle der VINEA für ihren Einsatz zur Stärkung der Weine unseres Landes.
Der neue Vorstand setzt sich somit wie folgt zusammen:
Photo: © VINEA
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Noch kurz eine Flasche Wein einkaufen ist manchmal einfacher gesagt als getan. Die Auswahl im Laden scheint schier endlos – wie soll man sich da nur entscheiden? Abhilfe schaffen goldene oder silberne Kleber: Sie zeigen, dass der fragliche Wein bei einem Wettbewerb gut abgeschnitten hat. Doch ein ganz so eindeutiges Gütesiegel sind die Medaillen nicht. Denn in der Schweiz und im Ausland gibt es eine unüberblickbare Anzahl an Auszeichnungen und Prämierungen. Und nicht jeder Wettbewerb verfügt über das gleich grosse Renommee. Wollen Winzerinnen und Winzer einen Wein ins Rennen schicken, müssen sie dafür eine Gebühr bezahlen. Diese kostet schnell einmal über 100 Franken. Am Wettbewerb degustiert eine Fachjury „blind“, das heisst, ohne die Produzentin oder den Produzenten sowie die Herkunftsregion des Weins zu kennen. Die Jurymitglieder beurteilen unter anderem Aussehen, Geruch und Geschmack des Weins. Nicht alle Wein-Wettbewerbe sind seriös In der Schweiz halten sich alle Ausscheidungen an die Vorgaben der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) . Der Verband mit Sitz in Dijon (Frankreich) vertritt die Interessen des Weinbaus von derzeit 50 Mitgliedsstaaten auf allen Kontinenten. Er ist für Forschung und Technisierung zuständig, legt Standards fest und gibt Empfehlungen für den Weinanbau. Die OIV empfiehlt, die Zahl der Medaillen auf 30 Prozent der Teilnehmenden zu beschränken. Das heisst, dass sich nach einem Wettbewerb bis zu jeder dritte Wein mit einem Kleber schmücken darf. Daneben gibt es weniger seriöse Prämierungen, bei denen gar mehr als die Hälfte der eingereichten Weine eine Auszeichnung erhalten. Manche Wettbewerbe richten sich an ein lokales oder nationales, andere an ein internationales Teilnehmerfeld (z. B. Concours Mondial de Bruxelles oder Decanter World Wine Awards ). Es gibt Auszeichnungen, bei denen eine einzige Rebsorte im Fokus steht (z. B. Mondial du Chasselas oder Mondial des Pinots ) und solche, die ein breites Feld an Kategorien aufweisen (z. B. Grand Prix du Vin Suisse ). Medaillen gibt es ab einer bestimmten Punktzahl: Erreicht ein Wein mindestens 82 Punkte, gibt es Silber, ab 85 Gold und ab 92 das sogenannt grosse Gold. Medaillen können Orientierung leisten Aber Achtung: Die Medaillen dürfen nicht mit Noten oder Labels verwechselt werden. Noten sind Beurteilungen, die – selten „blind“ – von Weinkritikern oder -journalistinnen vergeben werden (z. B. Robert Parker). Noch einmal etwas anderes sind Labels wie IP-Suisse, die Bio-Knospe, Demeter oder Vinatura. Diese geben vor allem Auskunft über die Herstellung des Weins und weniger über die geschmackliche Qualität. Wer also leicht überfordert vor dem Weinregal steht, kann sich bei der Entscheidung durchaus an den Medaillen orientieren. Sie sind aber nicht der einzige Indikator für hohe Qualität. Manche Schweizer Winzerinnen und Winzer nehmen nie an Wettbewerben teil, und das, obwohl sie Spitzenweine produzieren. Am Ende ist und bleibt Wein Geschmackssache: Was den einen schmeckt, muss den anderen nicht unbedingt munden. Übersicht über die von Swiss Wine unterstützten Wettbewerbe: Nationale Wettbewerbe Grand Prix du Vin Suisse : Der Wettbewerb, veranstaltet vom Magazin Vinum und der Vereinigung Vinea, zeichnet jedes Jahr die besten Schweizer Weine und ihre Macherinnen und Macher aus. Mondial du Chasselas : Seit 2012 zeichnet der Verein für die Förderung des Chasselas jährlich die besten Chasselas-Weine der Welt aus. Mondial du Merlot & Assemblages : Eine grosse Weinprämierung für Produzenten, Händlerinnen und Importeure von Weinen aus der Rebsorte Merlot oder Assemblagen mit Merlot, organisiert von Vinea. Mondial des Pinots : Die Vereinigung Vinea organisiert den einzigen Wettbewerb, der nur den Weinen der Rebsorte Pinot gewidmet ist. Internationale Wettbewerbe Concours Mondial de Bruxelles : Der internationale Wettbewerb ist in vier verschiedene Verkostungen unterteilt, damit jeder Wein typgerecht und professionell bewertet werden kann. Decanter World Wine Awards : Beim renommierten Wettbewerb bewerten führende Weinexperten aus der ganzen Welt in London jedes Jahr über 17'200 Weine. Sélection Mondiale des Vins Canada : Der grösste internationale Wein-Wettbewerb in Nordamerika zählt zu den renommiertesten Prämierungen der Welt.
In Düsseldorf hat Mitte März mit der ProWein die weltweit wichtigste Wein- und Spirituosenmesse stattgefunden. Inmitten von grossen Weinnationen hat Swiss Wine Promotion (SWP) eine grosse Auswahl an Schweizer Tropfen vorgestellt. ProWein, die internationale Wein- und Spirituosenmesse in Düsseldorf, konnte vom 10. bis 12. März 2024 die 30. Ausgabe durchführen und rund 38'000 Fachbesucherinnen und -besucher begrüssen. Am Stand von Swiss Wine Promotion (SWP) trafen Gäste aus der ganzen Welt auf Winzerinnen und Winzer aus der Schweiz. Die Besucherinnen und Besucher erwartete ein Stand in urchigem Gewand inklusive Holzchalet. In einem Bereich konnten sie die Schweizer Weine frei und kostenlos degustieren. Insgesamt standen über 100 verschiedene Tropfen von Produzentinnen und Produzenten aus der Schweiz zur Auswahl. An der Messe waren dreizehn hiesige Weingüter vertreten: Albert Mathier & Söhne AG (Wallis) Bonvin 1858 (Wallis) Domaine Jean-René Germanier SA (Wallis) Le Vin de l’A (Wallis) Cave de La Côte (Waadt) Schenk Suisse S. A. (Waadt) Branchenverband Deutschschweizer Wein Rötiberg-Kellerei (Schaffhausen) vinigma gmbh (Basel) Wine by JET (Zürich) Castello di Cantone – Vecchia Masseria (Tessin) Vini Delea Angelo SA (Tessin) Caves du Château d’Auvernier Henry Aloys Grosjean (Neuenburg) Welche Facetten kann ein Chasselas aufweisen? Was macht den Neuenburger Non filtré so besonders? Diesen und weiteren Fragen konnten die Besucherinnen und Besucher in sechs Masterclasses nachgehen. Mit über 200 Teilnehmenden waren sie ein grosser Erfolg. Am vom Magazin Falstaff organisierten Wein-Battle trat die kleine Wein-Schweiz gegen den Wein-Giganten Italien an. Trotz der ungleichen Gegner wurde es ein enges Rennen. In der finalen Abstimmung konnte die Schweiz schliesslich ein Unentschieden erringen.
Die Schweizer Genusswoche, die vom 12. bis 22. September stattfindet, ist eine nationale Feier, die den Geschmack und die kulinarische Vielfalt der Schweiz würdigt. Diese Woche zielt darauf ab, lokale Produkte zu fördern, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schärfen und die Bevölkerung dazu zu ermutigen, die kulinarischen Schätze des Landes zu entdecken. Begleiten Sie uns zu einem unvergesslichen Genusserlebnis, bei dem Sie aussergewöhnliche Weine probieren, köstliche Gerichte geniessen und die schweizerischen kulinarischen Traditionen erkunden können. Für diese Ausgabe wurden Gian-Battista von Tscharner und sein Sohn Johann-Baptista, Winzer und Schlossherren von Reichenau , als Paten der Schweizer Genusswoche 2024 ausgewählt. Dies ist erst das zweite Mal in der Geschichte dieser nationalen Veranstaltung, dass ein Winzer als Botschafter des Geschmacks ausgewählt wurde, nach Marie-Thérèse Chappaz im Jahr 2009. Was dieses Jahr das Ereignis noch spezieller macht, ist, dass Vater und Sohn gemeinsam den Schweizer Geschmack repräsentieren werden. Das Schloss Reichenau liegt auf dem Gipfel der Zusammenflussstelle des Vorderrheins und des Hinterrheins und befindet sich an einem privilegierten Standort als Eingangstor zur alten Handelsroute zwischen Chur und Tirano, dem Tor nach Italien. Diese Handelsroute hat sich zu einer kulinarischen Reise entwickelt, die über den Berninapass nach Engadin und Valposchiavo führt. Zwischen den Mauern des Schlosses Reichenau leben die von Tscharner-Winzer, die als einige der besten der Schweiz gelten. Ihr Weinberg wurde 2004 als einer der ersten in den Verein "Erinnerung an Schweizer Weine" aufgenommen, was das Potenzial der Schweizer Weine für die Alterung hervorhebt, wobei ihr Pinot Noir an erster Stelle steht. Darüber hinaus sind sie von der weniger bekannten Rebsorte Completer fasziniert, die sie als "Königin der Schweizer Weissweine" bezeichnen. Neben der Weinherstellung bauen die Schlosswinzer jedes Jahr fast zwei Tonnen Spargel in den sandigen Böden entlang des Rheins an. Nicolas Joss, Direktor von Swiss Wine Promotion, beschreibt das Duo von Tscharner als "grosszügige, farbenfrohe und leidenschaftliche Botschafter, die ihre Weine, die den Schweizer Wein erleuchten, widerspiegeln". Vom 12. bis 22. September erkunden Sie den Reichtum des helvetischen Terroirs und entdecken die Essenz der Schweizer Weinherstellung mit Gian-Battista und Johann-Baptista von Tscharner, den leidenschaftlichen Botschaftern des Schweizer Geschmacks.
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