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Île de Gorée, Maison des Esclaves
Maille hatte versucht, mit Agent Roff in Kontakt zu treten – doch dessen Tarnung schien ein ziemlich komplexes Gebilde. Also hatte er beschlossen, sich allein auf der Insel Gorée umzusehen. Zwischen Ziegen und Papiersäcken voller Weissbrot, zwischen Cola-Harassen, Konservendosen, Gasflaschen und Kochgeschirr setzte er mit einer der ersten Fähren am Morgen über – begleitet von der ohrenbetäubenden Musik eines kleinen Blasorchesters, das auf eine eigentümlich Art ebenso falsch wie virtuos französische Chansons und Märsche intonierte. Er besuchte die Maison des Esclaves, wo einst Männer, Frauen und Kinder für den Abtransport in die Neue Welt versammelt und vorbereitet, aussortiert, gemästet, geschlagen, gebrochen, markiert und in Ketten gelegt wurden. Er hörte den Erzählungen des Guides zu, der die Besucher schonungslos mit all den blutigen Details jener Tage konfrontierte. Und er fühlte, wie ihm der Schweiss aus allen Poren trat als der Führer ihm einen Moment lang direkt in die Augen sah während er die Verbrecher benannte, die dem schwarzen Kontinent innert weniger Jahre seine besten Männer raubten: «Les coupables, on les connaît: c'était l'homme blanc, c'étaient les européens». Dann endlich surrte das Telefon.