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DREI ATHLETEN VON SWISS ICE SKATING IN DEN TOP 10 DER WELT
Bei den Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf und Eistanz, die vom 18. bis 24. März 2024 in Montreal (Kanada) stattfanden, konnte das Schweizer Team alle seine Versprechen einhalten. Und es kam sogar noch besser: Kimmy (5.), Lukas (6.) und Livia (9.) schafften es alle drei in die Top 10. Ein weiterer historischer Erfolg für Swiss Ice Skating.
Die Schweizer Delegation traf letzte Woche bei arktischer Kälte im Bell Centre in Montreal ein, um an den Weltmeisterschaften 2024 teilzunehmen. Die Athletinnen und Athleten waren motiviert wie immer und konnten ihre Ambitionen schon während des Trainings unterstreichen, obwohl das Teilnehmerfeld so stark wie nie zuvor war. Auf dem Eis stiegen die Temperaturen dann schnell an...
Kimmy und Livia
Die Wettkämpfe begannen mit dem Kurzprogramm der Frauen: Livia Kaiser, die eine erstklassige und fehlerfreie Leistung ablieferte (10. Platz), und Kimmy Repond, die ebenfalls eine hervorragende Leistung zeigte, jedoch durch einen Sturz um eine bessere Platzierung gebrach wurde (12. Platz), zeigten, was sie draufhaben. Die beiden Schweizerinnen liefen am übernächsten Tag in der vorletzten Gruppe des Kürfinales. Dort schlugen sie sich hervorragend: Kimmy lieferte eine makellose Leistung ab und knüpfte an die olympische Form an, die sie seit Beginn ihrer jungen Karriere auszeichnet (sie hatte bereits eine Bronzemedaille bei den Europameisterschaften gewonnen und war 2023 die Nummer 8 der Welt). Sie erreichte den vierten Platz im Wettkampf und wurde in der kombinierten Wertung beider Programme die fünftbeste Läuferin der Welt (drei Plätze besser als 2023).
Livia lieferte eine weitere hervorragende Leistung ab (wieder ein fehlerfreies Programm), mit dem sie in der Gesamtwertung auf dem 9. Rang landete. Grossartig!!! Noch nie sind zwei Schweizerinnen im selben Jahr in den Top 10 der Weltrangliste gelandet, und man muss wohl sehr weit zurückblicken (Denise Biellmann), um eine Schweizerin in den Top 5 einer Weltmeisterschaft zu finden! Auf europäischer Ebene belegten Kimmy und Livia in Montreal den zweiten bzw. dritten Platz, wobei Kimmy mit 196,02 Punkten eine neue persönliche Bestleistung aufstellte und Livia nur wenige Punkte von ihrer eigenen persönlichen Bestleistung von 194,72 Punkten, die sie bei den Europameisterschaften 2024 in Kaunas aufgestellt hatte und wo sie Vierte wurde, entfernt war.
Die Schweiz hätte nur einen Platz besser sein müssen, um bei den nächsten Weltmeisterschaften, die für die Olympischen Spiele in Mailand Cortina 2026 zählen, drei Teilnehmerinnen zu haben. Die Japanerin Kaori Sakamoto holte sich den Weltmeistertitel, gefolgt von der Amerikanerin Isabeau Levito und der Koreanerin Chaeyeon Kim.
Lukas
Bei den Männern lieferte Lukas Britschgi einen perfekten Wettkampf. Er wurde Sechster im Kurzprogramm, kam - wie Kimmy - auf den vierten Platz in der Kür und wurde schließlich Sechster an einer Weltmeisterschaft, die in das Buch der Rekorde eingehen wird, da das Niveau bei den Männern mit Vierfachsprüngen, die einem den Atem stocken ließen, unglaublich hoch war. Lukas hat auch vor der Aufholjagd des Franzosen Adam Sio Him Fa (19. im Kurzprogramm, 2. in der Kür und schlussendlich Bronze) nicht gezittert und die Spannung bis zuletzt hochgehalten. Der junge Amerikaner Ilia Malinin wurde Weltmeister vor dem Japaner Yuma Kagiyama, der Silber gewann. In diesem sehr hochkarätigen Umfeld konnte sich Lukas mit zwei fehlerfreien Leistungen und einem fantastischen 6. Platz in der Gesamtwertung als zweitbester europäischer Läufer der Weltmeisterschaft 2024 behaupten. Das einmal mehr eine super Leistung für den Läufer, der 2023 bei den Europameisterschaften die Bronzemedaille gewonnen und den achten Platz in der Welt belegt hatte. Zudem stellte er in Montreal mit 274,09 Punkten einen neuen persönlichen Rekord auf und sicherte den Schweizer Männern damit zwei Plätze bei den Weltmeisterschaften 2025, dies im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2026.
Gina und Beda
Im Eistanz kamen Gina Zehnder & Beda Leon Sieber nach Montreal, um Erfahrungen auf dem manchmal sehr hierarchischen Schachbrett dieser Disziplin zu sammeln. Zwar hatten sie nicht den Anspruch wie unsere Einzelathleten, an der Spitze der Tabelle zu stehen, aber sie traten als einziges nationales Paar an, das die Mindestanforderungen für die Teilnahme an diese WM erfüllt hatte. Außerdem waren sie das einzige Eistanzpaar, das bei der Weltmeisterschaft in Montreal noch im Juniorenalter antrat. Gina & Beda, die zwei Wochen zuvor bei den Juniorenweltmeisterschaften 2024 in Taipeh den 14. Platz belegt hatten, kamen bei ihrem ersten Einsatz bei den Großen nicht über den 32. Platz im Rhythmischen Tanz hinaus... aber auch sie sind vielversprechend für die Zukunft. Unsere Nationalmannschaft überrascht immer wieder und unsere Athletinnen und Athleten beweisen seit mehreren Saisons, dass sie in der Lage sind, an grossen Meisterschaften an ihre Grenzen zu gehen und unsere Erwartungen und Prognosen übertreffen.
Swiss Ice Skating gratuliert seinem Schweizer Team und dankt ihren Trainern, unserem Delegationsleiter, unseren Offiziellen und allen, die dazu beitragen, dass die Träume der Athleten wahr werden, ganz herzlich. Die Schweizer Delegation in Montreal, aber auch die Familien, Freunde und Fans sind glücklich, mit Erinnerungen, Leistungen und Resultaten nach Hause zurückzukehren und den Stolz unseres Verbandes zu teilen. Vielen Dank an unsere Champions!
Resultate der Weltmeisterschaften 2024 in Montreal: http://www.isuresults.com/results/season2324/wc2024/