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Airbus soll Interesse an einer Minderheitsbeteiligung an Evidian zeigen. Dies berichtet das französische Wirtschaftsmagazin 'Les Echos' unter Berufung auf mehrere Quellen. Erste Gespräche hätten bereits stattgefunden. Damit trete Airbus in den Wettstreit mit Konkurrent Thales, dieser zeige ebenfalls Interesse an der Cybersecurity-Sparte von Atos. Der französische Tech-Konzern kündigte im Juni 2022 Pläne für eine Aufspaltung an. Dabei soll unter dem Namen Evidian eine neue Firma mit Fokus auf Big Data und Cybersecurity entstehen. Unter Atos würden nur noch die Sparten IT-Outsourcing und -Management weitergeführt werden.
"Es gibt Sondierungsgespräche mit potenziellen zukünftigen Minderheitsaktionären von Evidian. Thales passt zu diesem Zeitpunkt nicht in dieses Schema", zitiert 'Les Echos'
eine der Quellen. Thales erklärte gegenüber dem Magazin, man sei "potenziell an jedem Cybersecurity-Asset interessiert, das zum Verkauf angeboten würde", wolle aber nicht diversifizieren und "führe keine laufenden Gespräche mit Atos".
Gegenüber 'CRN'
bestätigte Atos, dass "Sondierungsgespräche mit potenziellen zukünftigen Minderheitsaktionären" im Zusammenhang mit Evidian geführt wurden. Diese Gespräche seien jedoch noch nicht weit genug fortgeschritten, um genauere Angaben zu machen. Airbus erklärte, man kommentiere keine "Marktgerüchte oder Spekulationen".
Im vergangenen September hatte Atos ein Übernahmeangebot durch den Konkurrenten Onepoint für Evidian abgelehnt. Dieser wollte zusammen mit dem Private-Equity-Fonds ICG für 4,2 Milliarden Euro
die Cybersecurity-Sparte kaufen. Das Angebot entspreche nicht dem Interesse von Firma und Stakeholder, kommentierte der Atos-Verwaltungsrat damals.