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Tanzfächer der SSZ
KLASSISCHES BALLETT
Das Klassische Ballett ist ein ideales Aufbautraining für den Körper und eine gute Grundlage für andere Tanz- und Sportarten. Kraft, Flexibilität und Koordination sowie eine gesunde Körperhaltung werden gefördert, das Gefühl für Rhythmus wird geschult und die Konzentration gesteigert. Das Ballett-Training lässt die Bewegungen korrekt ausführen und vermittelt so eine harmonisch tänzerische Linie. Das Klassische Ballett bildet die Grundlage für eine professionelle Tanzausbildung und es ist unverzichtbar mehrmals die Woche zu trainieren auch in Kombination mit modernen Tanztechniken um ein gutes Resultat zu erzielen. Die SSZ lehnt sich an den Ballet-Syllabus an und führt im Rahmen von Tanzstücke die Examen durch. Die Schüler erhalten eine Auszeichnung für jeden Grad, den sie bestehen.
MODERN DANCE
Modern Dance entwickelte sich anfangs des 20. Jahrhunderts als Gegenbewegung zum Klassischen Ballett und basiert auf dem Ausdruckstanz. Frei von engen Kostümen und Ballettschuhen ist er freier im Ausdruck und in den Bewegungsformen und hat mehrere Interpretationsmöglichkeiten. Martha Graham hat das Bewegungsvokabular des Modern Dance in ein heute noch gültiges System gebracht. Kombiniert mit dem klassischen Ballett ist das Modern Dance Training eine Erweiterung der Grundlagen für den Zeitgenössischen Tanz. Die Schüler erlernen in diesem Fach die Techniken von Martha Graham und José Limòn.
CONTEMPORARY
Contemporary, «Zeitgenössischer Tanz» ist der Oberbegriff für eine Tanzkunstform, die sich in ihrem Erscheinungsbild ständig verändert. Er hat sich als Tanz- und Bewegungskultur in den 1980er-Jahren entwickelt, indem er sich mit den bislang getrennten Linien (Klassisches Ballett, Modern Dance, Tanztheater) assimilierte und zur multidisziplinären Tanzform auf hohem Niveau entwickelte. Weil er sich als eine Form des Tanzes versteht, die keinem Stil oder nur einer Technik verpflichtet ist, zeichnet er sich durch eine Vielfalt an ästhetischen Formen aus. Er folgt keiner vorgegebenen Struktur, er versteht sich als frei von normativen und linearen Formen in den Bewegungen und den choreografischen Verfahren und ist auf der ständigen Suche nach neuen Möglichkeiten der Bewegungsfindung, Komposition und Erscheinung, ohne sich programmatisch von den Vorgängern abzugrenzen. Er lässt sich zudem von Einflüssen aus anderen Kulturen inspirieren, indem er sich mit Elementen aus ethnischen Tänzen, Kampfsportarten und anderen künstlerischen Tanzrichtungen auseinandersetzt.
JAZZBALLETT
Jazzballett ist bekannt aus Fernsehshows und Musicals. Es entwickelte sich aus den unzähligen Tanzstilen der multikulturellen Gesellschaft in Amerika anfangs des 20. Jahrhunderts. Er betont die Körperlinie, schnelle, genaue Fußarbeit und rhythmische Körperbewegungen. Das Bewegungszentrum ist das Becken. Ein grundlegendes Merkmal ist die Isolationsbewegung der Körperteile. Ursprünglich war die Musik der Jazz, heute verwendet man die aktuelle Pop Musik. In jüngster Zeit hat mit dem Hip-Hop-Tanz eine völlig neue Ästhetik in die Domäne des Jazztanzes Einzug gehalten.
IMPROVISATION
In der Improvisation entwerfen nicht die Lehrer die Schritte für ihre Schüler sondern sie helfen ihnen in der Suche und Findung ihres eigenen Bewegungsmaterials. Beim Tanzen geht es um Form und Look. In der Improvisation werden keine Spiegel benötigt um Formen zu finden, denn man hört in den Bereich der Empfindungen. Die Schüler lernen Gefühle und Emotionen mit Sinnlichkeit zu verbinden und zu einer Form zu bringen. Sie lernen ein klares Gefühl zu entwickeln, wo ihr Körper im Verhältnis zum Raum, zum Aussen steht. Nicht indem sie sich betrachten sondern indem sie die Bewegungen und Formen spüren. In dieser Phase entstehen unfertige Bewegungsabschnitte, die später zu einer zusammen hängenden Choreografie bzw. Geschichte verbunden werden. Im klassischen Tanz arbeitet man mit einem Spiegel, um die Linie zu sehen und um sich ein Bild von sich selber zu machen. In der Improvisation muss man sich selber und die Bewegung fühlen. Es muss von innen nach aussen kommen. Das oberste Ziel der Tanzimprovisation ist das sich-gehen-lassen, um sich in einen Flow Zustand zu bringen.