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Rolf Todesco: Hyperkommunikation - Eine Einführung

Quelle: Wikipedia

Bertolt Brecht (1898-1956) war ein deutscher Schriftsteller und Regisseur. Er emigrierte1933 und kehrte1949 nach Berlin (Ost) zurück, wo er mit seiner Frau Helene Weigel das ›Berliner Ensemble‹ gründete.
B. Brecht wollte ein analytisches Theater, das den Zuschauer eher zum distanzierten Nachdenken und Hinterfragen anregt als zum Mitfühlen. Zu diesem Zweck „verfremdete“ und desillusionierte er das Spiel absichtlich, um es als Schauspiel gegenüber dem wirklichen Leben erkennbar zu machen (Brecht nannte dies den „Verfremdungseffekt“). Schauspieler sollten analysieren und synthetisieren, das heisst, von außen an eine Rolle herangehen, um dann ganz bewusst so zu handeln, wie es die Figur getan hätte. Diese Neukonzeption des Theaters, ursprünglich „episches Theater“, nannte er später „dialektisches Theater“, da ein Widerspruch zwischen Unterhaltung und Lernen entstehen soll, der die Illusion des „emotionalen Hineingezogenwerdens“ beim Publikum zerstören will. B. Brecht vertrat die Auffassung der Dialektik vom Menschen als Produkt der Verhältnisse und glaubte an dessen Fähigkeit, diese zu verändern: „Ich wollte auf das Theater den Satz anwenden, dass es nicht nur darauf ankommt, die Welt zu interpretieren, sondern sie zu verändern.“ Damit bezieht er sich auf die zentrale Schlussfolgerung der marxschen „Thesen über Feuerbach“.
"Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin, dann kommt der Krieg zu euch. Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und lässt den anderen kämpfen für seine Sache, der muss sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal den Kampf vermeindet, wer den Kampf vermeiden will; denn es wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht kämpft."
"The world of knowledge takes a crazy turn when teachers themselves are taught to learn."Einer fragte Herrn K., ob es einen Gott gäbe. Herr K. sagte: "Ich rate dir, nachzudenken, ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde. Würde es sich nicht ändern, dann können wir die Frage fallen lassen. Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch so weit behilflich sein, dass ich dir sage, du hast dich schon entschieden: Du brauchst einen Gott." Aus "Geschichten vom Herrn Keuner", Bertolt Brecht
Dabei ging es uns einmal um die "gemeinsame dritte Sache", die B. Brecht in der Bearbeitung des Gorki-Textes über die Pelagea Wlassowa als generationenübergreifendes Bindeglied eingeführt hat. "Immerfort hört man, wie schnell/Die Mütter die Söhne verlieren, aber ich/Behielt meinen Sohn. Wie behielt ich ihn? Durch/Die dritte Sache./Er und ich waren zwei, aber die dritte/Gemeinsame Sache, gemeinsam betrieben, war es, die/Uns einte."