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Villa Sophora
Schaffhausertsrasse 18
8400 Winterthur
Die Villa Sophora an der Schaffhauerstrasse 18 wurde 1906/1907 gebaut und ist axialsymmetrisch gegliedert. Das Gebäude wird vom Kalkstein-Rustikamauersockel, dem sandsteineren Mittelrisaliten mit Schweifgiebel und dem geknickten Mansardwalmdach geprägt. Die in den Obergeschossen verputzen Fassaden werden von sandsteinernen Ecklisenen gefasst.
Bauherr der Villa Sophora war der Schuhfabrikant Wilhelm Bratteler-Stehli. Er hatte 1890 die Schäfte- und Finkenfabrik J. Jordan & Cie (gegründet 1867) übernommen. Er baute 1897 im Neuwiesenquartier die Schuhfabrik Wilhelm Bratteler.
Architekt seines Wohnsitzes in der Villa Sophora war der Liestaler Wilhelm Brodtbeck (1873-1957). Das hinten beigefügte Ökonomiegebäude stammt vom Architekten Ernst Jung.
Bis vor Kurzem war im repräsentativen Gebäude die SIS untergebracht. Die SIS Swiss International School ist eine private Ganztagesschule, die vom Kindergarten bis zur Hochschulreife führt. Mit durchgängig zweisprachigem Unterricht und Schulalltag in Deutsch und Englisch sowie Schweizer und internationalen Bildungsabschlüssen richtet sich die SIS an einheimische ebenso wie an international mobile Familien.
Die Pädagogik der SIS ist politisch, weltanschaulich und religiös unabhängig, baut jedoch auf klar definierte Grundwerte. Internationale Ausrichtung und lokale Verankerung der Schule ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, selbstbewusst die Herausforderungen der globalisierten Welt anzunehmen. Die SIS hat 2013 die Villa Sophora verlassen. Sie ist in einen Neubau beim Technopark (Technoparkstrasse 1 8400 Winterthur) im Tössfeld gezogen.
Die "Gesamtschule Winterthur nach Modell Unterstrass" eröffnet im Sommer 2013 in der Villa Sophora ihre Niederlassung Winterthur. Sie bietet unter anderem die "Grundstufe" an. Dieser Schultyp wird nach einem Volksentscheid in der öffentlichen Schule nicht mehr angeboten.