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Capriasca(Kt. Tessin,
Bez. Lugano).
453 m. Gem. und Pfarrdorf, im
Val Capriasca mitten in
Wiesen und Obstbäumen schön gelegen; 8 km
n.Lugano und 3 km ö. der Station
Taverne der Linie
Bellinzona-Lugano-Chiasso der Gotthardbahn. 45
Häuser, 213 kathol.
Ew. Ackerbau und Viehzucht. Genossenschaftskäserei. Zucht der Seidenraupe. Weinbau. Periodische Auswanderung der Männer
als
Maler,
Maurer und Gipser. Die heutige Kirche birgt als kostbaren Schatz ein aus der abgetragenen alten Kirche übernommenes
und eine Wandfläche von 6,5 m Seitenlänge einnehmendes Freskobild, das h. Abendmahl darstellend, das
die Jahreszahl 1547 trägt und dem
Marco d'Oggioni, einem Schüler von Leonardo da Vinci, zugeschrieben wird. Es ist eine
vorzügliche Kopie des berühmten gleichnamigen Gemäldes des Leonardo da Vinci, dessen Original sich im Refektorium der
Kirche
Santa Maria delle Grazie in
Mailand befindet. In der zweiten kleinen Kirche des
Ortes,
San Rocco,
sieht man zwei weitere Fresken aus der
Mailänder Schule, deren eine den h. Rochus und deren andere mit der Jahreszahl 1551 die
h.
Jungfrau mit dem Jesusknaben zwischen dem h. Rochus und dem h. Sebastian darstellt.
1730 m.
Brücke über die
Acqua del
Gallo, an dem von
Zernez dem
Spöl (einem rechtsseitigen
Zufluss zum
Inn) folgenden Weg nach
Livigno und an der Landesgrenze gegen Italien, die hier zur Zeit (März 1905) immer noch
nicht bestimmt festgelegt ist.
Ist im W. gegen
Melide zu von 4 und im O.
gegen
Bissone zu von einer Bogenöffnung durchbrochen, die den Dampfschiffen
Durchgang gewähren.
Schon
im 18. Jahrhundert gedachte Giuseppe Fè aus
Lugano, hier über den an dieser Stelle nur 9-10 m tiefen
See eine
Brücke zu schlagen.
Im Auftrag der
Tessiner Regierung erbaute dann der Ingenieur Pasquale Lucchini aus
Lugano 1844-1847 den heutigen Damm, der 650000
Fr. kostete und nachher für die Gotthardbahn um
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