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Für die Umsetzung solcher Projekte braucht es Geld. Der Global Community Engagement and Resilience Fund (GCERF) hat einen Spendenaufruf lanciert, um seine Arbeit in diesem Bereich fortsetzen zu können. Der Fonds wurde 2014 in Genf gegründet und führt seither erste Projekte in Bangladesch, Mali und Nigeria durch. Seine Aufgabe ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des Kampfs gegen den gewalttätigen Extremismus zu sensibilisieren, Menschen gegen diese Form des Extremismus zu mobilisieren und schliesslich auch Alternativen zu bieten.
Der GCERF will mit seinen drei ersten Pilotprojekten eine Million Menschen erreichen. Für eine Fortsetzung der geplanten Vorhaben und die Durchführung neuer Projekte – im Kosovo, in Kenia und in Myanmar – sucht der Fonds nach Finanzierungsmöglichkeiten in der Privatwirtschaft, die für dieses Thema noch stärker sensibilisiert werden soll. Die Schweiz, die mit weiteren Ländern zur Schaffung des Fonds beigetragen hat, begrüsst die ersten Projekte und sichert dem GCERF weitere Unterstützung zu.
Es wird auch an die Frauen appelliert, die beim Kampf gegen Gewalt und Terrorismus eine wichtige Rolle einnehmen. Einerseits sind sie unverhältnismässig stark von terroristischen Handlungen betroffen, und andererseits können sie eine Schlüsselrolle spielen bei der Bekämpfung der Ursachen dieses Gewaltphänomens. Da gewisse terroristische Gruppen versuchen, gezielt Frauen zu rekrutieren (rund 10% der gut 5000 westlichen Dschihadisten in Syrien sind Frauen), ist es wichtig, dass sie in die Anstrengungen zur Bekämpfung des gewalttätigen Extremismus und Terrorismus einbezogen werden. Bundesrat Didier Burkhalter wies an einer hochrangigen Sitzung in New York auf den Aktionsplan der Schweiz zur Bekämpfung des gewalttätigen Extremismus hin. Dieser umfasst drei Schwerpunkte: die Jugendlichen, die Rolle des internationalen Genf und die Rolle der Frauen.
Die Diskussion über die Bekämpfung des Terrorismus wird am Mittwoch im Rahmen der 7. Plenarversammlung des Globalen Forums zur Bekämpfung des Terrorismus (Global Counterterrorism Forum, GCTF) in New York, an dem auch Bundesrat Didier Burkhalter teilnimmt, fortgesetzt. Der Vorsteher des EDA wird dort insbesondere konkrete Vorhaben der Schweiz vorstellen, darunter ein Projekt, das den Dialog zwischen den Jugendlichen und den Behörden eines benachteiligten Quartiers in Tunis fördert, oder die Reform gewisser Gerichtsverfahren im Libanon, die die Radikalisierung von Jugendlichen in Gefängnissen eindämmen soll.
Während dieses Ministertreffens werden die GCTF-Mitglieder eine Reihe von Empfehlungen verabschieden, darunter das «Neuenburger Memorandum über gute Praktiken der Jugendstrafjustiz im Kontext der Terrorismusbekämpfung».
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