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4 Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure 1885
Ernst Müller: Bobbinnetmaschinen mit J acquardeinrichtung. Fig. 14 - off- - <E-> : » «d <–> - - 72- Fid. 24. # - do * | + 9 E FF TYJT, F #F # --- =fi- - # Fig19. 3
Band XXIX. No. 26. 27. Juni 1885.
Patent bericht. 495
richterstatter nicht gemacht, indem er stets 100 und mehr Zuhörer angetroffen habe. . .
Hr. Kayser hält es für wünschenswert, dass auf technischen Versammlungen wissenschaftliche Vorträge gehalten werden, jedoch sollen diese allgemeiner Natur sein, weil unter den Teilnehmern alle Zweige der Technik vertreten seien. Da die Zeit auf den Hauptversammlungen sehr gemessen sei und man doch vornehmlich die Industrie der Gegend kennen lernen wolle, so sollen die Vorträge hauptsächlich die Aufgabe sich stellen, auf die Ausflüge vorzubereiten.
Hr. Korte glaubt, dass der Kölner Antrag gerade aus der schwachen Beteiligung an den Vorträgen entspringe. Die Zeit auf den Hauptversammlungen sei sehr knapp bemessen. Zwei Tage seien den Geschäften, 1/2 Tag den Besichtigungen und der grösste Teil der Abende der Erholung gewidmet. Man sei unter diesen Umständen im allgemeinen nicht geneigt, streng wissenschaftlichen Vorträgen zu folgen. Aus diesem Grunde erreiche der Vortragende sehr wenig, und der Besuch sei ausserdem so schwach, dass derselbe unmöglich den Vortragenden befriedigen könne. Die allgemeinen Vorträge sollten daher auf die Besichtigungen vorbereiten, während die eigentlich wissenschaftlichen Vorträge in die einzelnen Gruppen zu verweisen seien.
Hr. Gantert kann sich den Ausführungen der Hrn. Kayser und Korte nicht anschliessen und hält den Kölner Antrag, in welchem er einen versteckten Vorwurf gegen den Vorstand sieht, für nicht berechtigt.
Hr. Korte kann in dem Antrage keinen Vorwurf gegen den Vorstand erblicken, und zwar um so weniger, als vor längerer Zeit Honorare für die Vorträge ausgesetzt seien.
Hr. Blecher glaubt, das gerade durch diese Honorare die rein akademischen Vorträge erweckt seien. Wenn auch nicht zu leugnen sei, dass der Kölner Antrag über das Ziel schiesse, so enthalte derselbe doch vieles Wahre. Allgemein wissenschaftliche Vorträge über Streitfragen in der technischen Welt, welche geeignet seien, eine fruchtbringende Verhandlung hervorzurufen, sollen gewiss nicht ausgeschlossen sein. Der Kölner Antrag enthalte keinen Vorwurf gegen den Vorstand, dem es vielleicht ganz lieb sein dürfte, ein Mittel in die Hand zu bekommen, um gewisse Vorträge abzuwehren.
Hr. Gantert findet die Entscheidung über die Zulässigkeit eines Vortrages sehr schwierig, da es ebenso sehr auf die Persönlichkeit des Vortragenden und dessen Rednergabe als auf den Stoff ankommme.
Zur Vorberatung des Kölner Antrages wird eine Commission gewählt.
Schieber oder eine Klappe vom Feuerzug abgesperrt. Die in a2 sich sammelnde Asche kann durch eine enge Oeffnung o nach a1 gezogen werden.
K1. 13. No. 31138. C. Pieper, Berlin. soll zur Regelung des Zuges nach Mass- Q gabe der Kesselspannung dienen. Sobald Ä die Spannung in dem mit dem Kessel in *** offener Verbindung stehenden Behälter b über die zulässige Grenze steigt, wird das durch ein Bleigewicht c belastete Sicherheitsventil d gehoben. Der dann in a eintretende Dampf kamH nur langsam durch eine sehr enge Oeffnung s entweichen, so dass er den Kolben f hebt, so lange hinreichend Dampf nachströmt, denselben aber wieder sinken lässt, wenn d sich geschlossen hat. Der Kolben ist durch seine Stange mit dem Zugschieber o. dergl. verbunden.
Zugregulator. Die Vorrichtung
deutscher Ingenieure.
gung der äusseren Röhren a in einer Tragplatte k dienen Kegelstumpfe c, welche zwischen je zwei auf b aufgeschraubten Muttern m gehalten und mittels Schrauben d gegen k gepresst werden.
Kl. 21. No. 31235. Neuerungen an Regulatoren für elektrische Bogenlampen. H. Henneberg und R. O. Lorenz, Wien. Der Nachschub der verbrauchten Kohle wird nicht, wie bei Lampen älterer Construction, erst infolge von Stromänderungen, sondern bei constantem elektrischem Strome bewirkt, und bemerkenswert ist die Anwendung der magnetischen Fernwirkung auf rotirende Eisenkörper oder andere paramagnetische oder auch gutleitende Körper. Mit dem Getriebe g, welches, wenn frei gegeben, dem zu einer Zahnstange ausgebildeten oberen Kohlenhalterd gestattet, herabzusinken, ist eine Eisenscheibe e verbunden, welche sich innerhalb des Wirkungsbereiches des magnetischen Feldes a zweier Elektromagnete b und c dreht. b liegt im Hauptstromkreis und c, welcher b entgegenwirkt, im Nebenschlusse. Wenn der Strom in die Lampe eintritt und die Kohlenstifte sich nicht berühren, so geht der Strom durch c, welcher seinen Anker k anzieht und durch Vermittelung des Sperrhebels h das Getriebe g auslöst. Infolge dessen geht die obere Kohle bis zur Berührung mit der unteren herab, der Hauptstromkreis wird geschlossen. Nun kommt b zur Wirkung, zieht seinen am unteren Kohlenhalter sitzenden Anker m herab und bildet den Lichtbogen. Gleichzeitig wird aber auch das Polstück a von b magnetisirt und hemmt durch magnetische Fernwirkung auf e den Umlauf des Getriebes g und also das weitere Herabgehen der oberen Kohle. Je nach dem Abbrand der Kohlen
WAF wird der Strom im Hauptstromkreis schwächer, der im Nebenschluss stärker, und da c ebenfalls, aber in entgegengesetzter Weise, magnetisirend auf a wirkt, so schwächt er mehr und mehr die magnetische Wirkung desselben auf die Scheibe, so dass das Getriebe sich allmählich drehen und die obere Kohle dem Verbrauch entsprechend sinken kann. Die Schraube s dient zur Berichtigung der Stellung von einbezug auf a.
zen O gebracht, durch Drehung der Wellen w mittels Riemenvorgelege unter das fuchsschwanzförmige Sägeblatt A geschafft, durch abc von Hand genau eingestellt und durch Senkung der Rollen R mittels u2ts r festgestellt ist (t ist Sperrrad), wird der Schlitten d durch die Pleuelstange f der Hauptwelle in Gang gesetzt, worauf A durch die eigene Schwere an der Führung b niedersinkt. Nach vollendetem Schnitte kuppelt man mittels Handgriffes l das Kegelräderpaar k mit der Riemscheibe h, und die auf der genuteten Welle m hin und her geschobene Rolle n mit Band n1 windet die Säge wieder empor. (Patentirt ist die Verbindung aller genannten Teile.)
Fig. 2 hält die Feder h nach dem Loslassen des Rückhebels der Klauenkupplung auch die Reibungskupplung geschlossen, indem sie mittels des Kegels p gleichzeitig die Hebelklaue c in den Einschnitt m drückt und b gegen a presst. In Fig. 3 sind die Teile a und c vereinigt, und beide Kupplungen werden durch denselben Rückhebel gehandhabt: in der Mittelstellung sind beide gelöst, nach rechts hin wird die Reibungskupplung eingerückt, und beim Loslassen schiebt h die Klauen e nach links in die Ausschnitte a. Statt der Kegelreibungskupplung kann auch die bekannte Cylinderreibungskupplung mit Kniehebeln und Bremsklötzen angewandt werden.
gende Fahrzeug läuft, mit geöffneten Backen b b1 von oben auf das in Bewegung befindliche Zugseil herabsenkt und darauf, nachdem die Muffe des Zugseiles durch die trichterförmigen Erweiterungen der Backen in den Raum zwischen denselben gelangt ist und infolge dessen der Apparat mit dem Fahrzeuge mitgenommen wird, die Backen mittels des an einen festen Widerstand stossenden Hebels t geschlossen und in der geschlossenen Lage festgehalten werden. Damit die Backen stets die richtige Lage zu einander und zu dem Zugseile haben, sind dieselben in der Richtung des Zugseiles nach beiden Seiten verlängert und an den Enden durch lose, mit Rollen r versehene Achsen a verbunden. Die Rollen legen sich beim Ansetzen des Apparates auf das Zugseil und stellen die Backen parallel zu dem letzteren ein. Das Oeffnen und Schliessen des Apparates wird durch die mit schraubenförmigen Schlitzen von ungleichmässiger Steigung versehene Hülse d vermittelt, die mit der einen Backe b durch die Hülse h mit den Ansätzen y unverschiebbar verbunden ist und mit der anderen b1 durch den Kreuzkopf k, welcher in die schraubenförmigen Schlitze der Hülse eingreift, in Verbindung steht. Stösst der an der Hülse befestigte Hebel t gegen einen festen Widerstand, so wird die Hülse d verdreht und infolge dessen die Backe b1 der Backe b genähert oder von derselben entfernt. Sind die Backen in völlig geschlossener Lage, so schnappen die Nasen i des von einer Schraubenfeder beeinflussten Stiftes u in entsprechende Ausschnitte p der Hülsed ein, und stellen diese in ihrer Lage fest. . Damit sich der Stift u der Backe b1 bezw. dem Kreuzkopfe k gegenüber nicht verdrehen kann, greifen Ansätze c desselben in entsprechende Längsschlitze e des Kreuzkopfes ein. An der Ausladestelle angekommen, wird der Stift u durch eine geneigte Fläche, gegen welche er stösst, nach innen gedrückt und dadurch die Hülse d gelöst. Bei entsprechender Abänderung der Backen kann der Apparat auch zum Anklemmen an glatte Zugseile dienen. »
Litteratur.
Die elektrische Beleuchtung mit besonderer Berücksichtigung der in den Vereinigten Staaten von Nordamerika zu Centralanlagen vorwiegend verwendeten Systeme. Im Auftrage des Magistrates der kgl. Haupt- und Residenzstadt Berlin herausgegeben von Dr. Ernst Hagen. Berlin 1885. J. Springer.
Wie der Verfasser des vorliegenden Buches in der Vorrede bemerkt, ist dasselbe entstanden auf Grund der Erfahrungen, welche er auf einer im Auftrage des Magistrates der Stadt Berlin nach Amerika unternommenen Informationsreise zu sammeln Gelegenheit hatte. Besonders eingehend ist die elektrische Glühlichtbeleuchtung behandelt, und zwar vorzugsweise an das System von Edison sich anlehnend, welches auch in der Anlage von Centralstationen jetzt neuerdings in Deutschland Anwendung findet; Mitteilungen über die Glühlichtsysteme einiger anderer Compagnien sowie Bemerkungen über Accumulatoren schliessen sich an. Den Schluss bildet ein Abschnitt über Bogenlichtbeleuchtung.
In der Einleitung bespricht der Verfasser die verschiedenen Gesichtspunkte, welche bei der Wahl eines Beleuchtungssystemes, insbesondere zwischen Gas-, elektrischem Bogen- oder Glühlichte, von Einfluss sind. Neben der Luft
verschlechterung durch die Verbrennungsproducte ist es die Verbrennungswärme, welche ihn für geschlossene Räume das elektrische Licht, und zwar für Räume, in denen gelesen und geschrieben wird, ausschliesslich das Glühlicht, empfehlen lässt. Eine Tabelle über den Verbrauch an Material und die Wärmeentwicklung der verschiedensten Beleuchtungsarten unterstützt seine Ansicht. Bei der Beleuchtung der Strassen hält der Verfasser das Gaslicht so recht eigentlich an seinem Platze, der Sicherheit des Betriebes und der Billigkeit des erzeugten Lichtes wegen. Dass aber, wenigstens in besonderen Fällen, ein grösseres Lichtbedürfnis auch für Strassenbeleuchtung sich zeigt, darauf scheinen die Versuche in Berlin mit stärkeren Gasbrennern und elektrischem Bogenlichte hinzudeuten.
Der im VI. Kapitel des 3. Abschnittes gegebene Vergleich zwischen den Kosten der für solche Versuche wirklich ausgeführten Strassenbeleuchtung durch Regenerativbrenner, Lacarrière'sche Brenner, Bray-Brenner und elektrisches Bogenlicht scheint zugunsten des letzteren auszufallen. Nur für die Regenerativbrenner blieben die Kosten unter denen für das Bogenlicht, während die auf gleiche Bodenfläche fallende Lichtstärke nicht die Hälfte der durch dieses gegebenen erreichte.