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Arbeitsbericht NAB 12-35
Regionale GIS-Kompilation und -Analyse der Deckenschotter-Vorkommen im nördlichen Alpenvorland
Die Deckenschotter bilden einen wichtigen Bezugshorizont für die Rekonstruktion der Landschaftsentwicklung der Nordschweiz während der letzten ca. 2.5 Millionen Jahre. Trotz verschiedenster Publikationen zu diesem Thema und der Kartierung von Deckenschottern auf geologischen Karten und Kartenskizzen stand bis jetzt kein GIS-Datensatz zur Verfügung, welcher die verschiedenen, zum Teil widersprüchlichen Karten inventarisiert und daraus einen – soweit auf dieser Basis möglich – einheitlichen Datensatz ableitet. Der vorliegende Bericht dokumentiert in einem ersten Teil die technische Erstellung eines solchen Datensatzes und erläutert dessen Struktur.
In einem zweiten Teil des Berichts wird der Datensatz im Hinblick auf die Höhenlage der verschiedenen Deckenschotter ausgewertet. Basierend auf den noch vorhandenen Deckenschotter-Relikten wurden durchgehende Flächen der Ablagerungsniveaus dieser Schotter konstruiert. Die Schottervorkommen bzw. die daraus abgeleiteten Flächen werden auf Karten und Profilen mit den heutigen und den tiefsten je erreichten Flussniveaus der Haupttäler verglichen. Dadurch kann die Einschneidung der Flüsse während der letzten 2.5 Millionen Jahre abgeschätzt werden.
Dieser Bericht fokussiert auf technische Aspekte mit dem Ziel, die Nachvollziehbarkeit der Auswertungen so hoch wie möglich zu halten. Eine ausführlichere Diskussion der Deckenschotterablagerungen für die vergangene Landschaftsentwicklung erfolgt in Heuberger et al. (2014) und Schnellmann et al. (2014).