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Industrial ist ein Genre zwischen Rock und Electronic. Es entwickelte sich in den siebziger Jahren aus der deutschen Untergrundszene der Nachkriegszeit und ist seither experimentell und undurchsichtig. Das Gothic-Genre, das auf die „Post-Punk Depression“ folgte, teilt viele Merkmale mit Industrial und beide Subkulturen haben sich stark miteinander verflochten. Es gibt fünf verschiedene Aspekte industrieller Musik, die einen tiefen Einblick in dieses eher spezielle Genre geben: organisatorische Autonomie, Zugang zu Informationen, Verwendung von Synth und Anti-Musik, extra-musikalische Elemente und Schocktaktiken.
Industrial stammt von Industrial Records, der ersten Industrial-Plattenfirma – eher ein extremes Experiment als ein echtes Unternehmen. Der Name ist jedoch kein Zufall: Die frühe Industrial-Kultur kritisiert die zeitgenössische Kunst als entweder rückwärts (dunkles Retro / Industriezeitalter) oder vorwärts (dunkler Cyber / Futurismus) gewandt. Musikalische Bezüge zum Fabrik- und Industriebetrieb (Lärm, Maschinen) stärken den Namen Industrial. Industrial folgt jedoch keinen Regeln, sondern schafft die Illusion einer stark organisierten Maschine, mit visuellen Bezügen zu totalitären Regimen wie starken Logos, Kunstwerken in Schwarz-Rot-Weiß und Bandnamen, die als eine unaufhaltsame Bewegung an sich gedacht sind. Spezielle Mode-Subkulturen, die „Industrial Looks“ mit futuristischen oder Retro-Ästhetiken wie „Steampunk“ oder „Cyberpunk“ kombinieren, bereichern die moderne Industrial-Subkultur und werden manchmal mit dem Musikgenre verwechselt.