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(Barometz, Pflanzenschaf), nach einer Sage aus dem 14. Jahrh. ein kleines Lamm, welches aus
einer jenseit des Kaspisees wachsenden Melone hervorgeht, nach einer jüngern Sage aber eine Pflanze, welche als Frucht ein Lamm
hervorbringt, das an einem langen Stiel befestigt ist, die ringsum wachsenden Kräuter abweidet und dann abstirbt. Diese Sagen
beziehen sich einerseits auf ein sehr feines Pelzwerk,
[* 3] welches zu Kopfbedeckungen, zum Verbrämen kostbarer
Kleider, aber auch als Talisman benutzt wird und von noch vor der Geburt ausgeschnittenen Lämmern des Fettschwanzschafes stammt,
anderseits auf eine Drogue, die als Agnus scythicus aus den entlegensten Teilen Asiens in den Handel kommt und aus dem Wurzelstock
mit den Wedelbasen eines Baumfarns besteht, der zur Gattung Cibotium gehört. Diese Drogue ist ca. 30 cm lang,
dick, fleischig, enthält reichlich roten Saft und ist dicht mit glänzenden, goldbraunen Spreuschuppen und Haaren bedeckt.
Mit einiger Nachhilfe gibt sie ein Abbild eines Lammes. Gegenwärtig findet sie sich unter dem Namen Penghawar im Handel und
wird als blutstillendes Mittel benutzt.
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