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Das Leben von Gerhard Meier ist eines mit Brüchen, das reichlich Stoff für einen Film bietet: Während des Studiums unternimmt er erste schriftstellerische Versuche und heiratet jung. Um seine Familie zu ernähren, lässt er die Hände vom Schreiben und arbeitet in einer Lampenfabrik. 33 Jahre später erkrankt er an Tuberkulose, muss die Arbeit für längere Zeit niederlegen - und kommt doch noch zum Schreiben.
1995 widmete der Regisseur Friedrich Kappeler dem Schriftsteller mit seinem Film «Die Ballade vom Schreiben» ein Porträt, und Gerhard Meier erlangt eine breitere Öffentlichkeit. Zwei Jahre später stirbt Gerhard Meiers Ehefrau Dora, die in seinem Leben und Schaffen eine wichtige Rolle spielt. Meier, der eigentlich nicht mehr schreiben will, findet schreibend einen Weg aus Verlust und Einsamkeit und veröffentlicht als inzwischen 88-Jähriger «Ob die Granatbäume blühen». Friedrich Kappeler erweitert im Film «Das Wolkenschattenboot» seinen früheren Film um dieses letzte Werk.