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Haarausfall
Haarausfall (Alopezie) ist eigentlich vollkommen normal – so lange wenig Haare pro Tag in der Bürste oder dem Kamm hängen bleiben. Erst wenn mehr Haare ausgehen, spricht man von Haarausfall. Ein spärlicher Haarwuchs ist nicht selten – insgesamt trifft er aber mehr Männer als Frauen. Die Ursachen können ganz unterschiedlich sein. Erfahren Sie, woher Haarausfall kommt..
Beschreibung
Man unterscheidet mehrere Arten von Haarausfall. Die häufigsten sind:
Erblicher Haarausfall
Beim erblichen Haarausfall lichten sich die Haare zunächst an den Schläfen und an der Stirn. Es entstehen Geheimratsecken und später eine Stirnglatze. Dann dünnt das Haar am Hinterkopf aus, es entsteht eine Tonsur. Nach und nach sterben die Haarwurzeln der Betroffenen ab und die Haare fallen aus. Die Alopecia androgenetica ist mit rund 95 Prozent die häufigste Ursache von Haarausfall. Männer sind am häufigsten betroffen. Bei ihnen lichten sich die Haare schon im jungen Erwachsenen- oder sogar im Jugendalter. Der vorzeitige Haarverlust setzt meist schon ab dem 20. bis 25. Lebensjahr ein, manchmal sogar noch früher. Etwa jeder zweite Mann leidet darunter. Auch Frauen trifft der erblich bedingte Haarausfall. Die Frau leidet allerdings seltener darunter als der Mann. Meist setzt der Haarverlust kurz nach den Wechseljahren ein. Vor der Menopause haben etwa zehn Prozent der Frauen eine androgenetische Alopezie, nach den Wechseljahren sind es 20 bis 30 Prozent.
Kreisrunder Haarausfall
Der kreisrunde Haarausfall ist meist an den münzgroßen runden oder ovalen und völlig haarlosen Stellen erkennbar. In der Randzone dieser kahlen Flecken treten sogenannte Ausrufungszeichenhaare auf – kurze, abgebrochene Haare, die in Richtung Kopfhaut hin dünner werden. Die haarlosen Stellen finden sich vor allem am Hinterkopf oder an den Seiten. Sie können sich ausbreiten und vereinigen. Die Haare können aber auch komplett ausfallen.
Die Alopecia areata ist zwar selten, aber dennoch die zweithäufigste Form von schwindendem Haupthaar. Man schätzt, dass etwa ein bis zwei Prozent aller Menschen im Lauf ihres Lebens an kreisrundem Haarausfall leiden. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, vorwiegend jedoch bei Kindern und Jugendlichen. Männer sind etwas häufiger davon betroffen als Frauen. In vielen Fällen wächst das Haar nach einigen Monaten wieder nach, oft aber fallen die Haare allerdings erneut aus und es kommt zu Rückfällen.
Diffuser Haarausfall
Der diffuse Haarausfall bedeutet, dass sich der Haarverlust nicht auf einen bestimmten Teil des Kopfes beschränkt, sondern das Haar überall sich ausdünnt. Der diffuse Haarausfall ist meist als eine vorübergehende Störung anzusehen – wird die Ursache behandelt, verschwindet in der Regel auch der Haarausfall wieder.