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Der Ursprung von Rolls-Royce
1902 ersetzte der Ingenieur Henry Royce sein erstes Motorfahrzeug. Er war mit der Qualität des Fahrzeuges so unzufrieden, dass er kurzerhand anfing selber Autos zu entwickeln. Als Mitinhaber der Royce Ltd., die eigentlich für den Bau und zum Vertrieb von Elektroanlagen gegründet wurde, konnte er den Verwaltungsrat für sein Vorhaben überzeugen. Am 1. April 1904 war Henry Royce bereits mit dem ersten fertigen Prototyp ohne Komplikationen unterwegs. Er lernte Charles Rolls kennen, der 1903 eine der ersten Autohandelsfirma in Grossbritannien gegründet hatte. Rolls war von der Qualität der Prototypen sehr begeistert und bekam 1904 die Alleinverkaufsrechte für alle Fahrzeuge, die Royce Ltd. baute. Verkauft werden, sollten die Fahrzeuge unter dem Namen Rolls-Royce. 1906 fusionierten die beiden Firmen zur Firma Rolls-Royce Ltd. Noch im gleichen Jahr wurde auf der Olympia Motor Show in London das erste Modell dieser gemeinsamen Firma vorgestellt. Er kostete damals 305 Pfund. Das Fahrzeug verschaffte dem Unternehmen den Ruf, das beste Automobil der Welt zu bauen.
Die Geschichte der legendären Kühlerfigur
Auf Wunsch von Lords Montagu gestaltete der Bildhauer Charles Sykes für dessen privaten Rolls-Royce eine Kühlerfigur. Geistiges Vorbild soll eine Statue der Göttin Nike von Samothrake gewesen sein. Als Modell stand dem Künstler Eleanor Thornton, die geliebte des Lords. Obwohl Henry Royce Kühlerfiguren ablehnte, wurde die Figur populär und der Trend setzte sich durch. Die Figur zeigt eine Frau mit einem im Wind wehenden Kleid (und nicht wie gelegentlich angenommen eine Frau mit Flügel). Irrtümlicherweise wird die Rolls-Royce-Kühlerfigur heute mitunter „Emily“ genannt. Ursprünglich sollte die Figur Spirit of Speed („Geist der Geschwindigkeit“) heißen, aber dieser Name erschien Rolls-Royce als unenglische Prahlerei. Daher nannte man die Kühlerfigur Spirit of Ecstasy „Geist der Verzückung“. Seit 1911 ziert die legendäre Kühlerfigur jeden Rolls-Royce.
Das Fahrzeugmodell Silver Cloud II
Der Rolls-Royce Silver Cloud II wurde 1959 eingeführt. Von dieser Version wurden 2417 Fahrzeuge gebaut. Außen gab es kaum Unterschiede zum Vorgänger, doch die Motorleistung war durch den 6,2-l-V8-Motor deutlich gestiegen und die Servolenkung wurde serienmäßig eingebaut. Auf Wunsch gab es elektrische Fensterheber und Klimaanlage. Der Rahmen besteht aus einer geschweißten Rechteckrohrkonstruktion. Wie bei Rolls-Royce üblich, ist er von der Karosserie getrennt, was die Konstruktion von Sonderaufbauten ermöglichte. Die meisten Silver-Cloud wurden aber mit der Werkskarrosserie ausgeliefert.
Fahrzeugdaten: Silver-Cloude II, Baujahr 1961, V8 Aluminiummotor, Hubraum 6230cm3, Automatik-Getriebe, Leergewicht 2100kg, Länge 5410mm