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Die Weltmeisterschaften in Lahti enden für die Schweizer Skispringer vorzeitig. Der 10. Rang im Team-Springen ist enttäuschend, Simon Ammann hingegen geniesst ein Erfolgserlebnis.
Gregor Deschwanden, Andreas Schuler, Killian Peier und Simon Ammann verpassten im Teamspringen den angepeilten Finaldurchgang der besten acht deutlich. Die Schweizer hielten einzig die USA und Kasachstan in Schach. Zur Qualifikation für den zweiten Durchgang fehlten der Swiss-Ski-Equipe mehr als 32 Punkte oder rund 18 Meter.
Vom Schweizer Quartett gelang bloss Ammann ein guter Sprung. Der Toggenburger segelte auf 123,5 m und zeigte eine schöne Landung. Mit dreimal 17,5 Punkten bewerteten die Juroren diese wohl zu tief. Der Sprung gibt Ammann gleichwohl weiteres Selbstvertrauen, wie auch seine Reaktion im Auslauf zeigte. "Alles in allem war es einer meiner schönsten Sprünge hier."
Ammanns Kollegen liessen den Toggenburger allerdings im Stich. Bereits vor dessen Sprung war klar, dass die Schweiz im Finaldurchgang würde zuschauen müssen. Deschwanden (114,5 m), Schuler (106 m) und Peier (114 m) liessen den Rückstand auf die Top 8 vor Ammanns Versuch auf umgerechnet 23 m anwachsen. "Man muss es als Erfahrung abtun, aber das war heute eigentlich nicht das Motto", so Ammann.
Polen erstmals Weltmeister
Mit Polen setzte sich das favorisierte Team verdient durch. In der Summe waren Piotr Zyla, Dawid Kubacki, Maciej Kot und Kamil Stoch nicht zu bezwingen. Die zweitklassierten Titelverteidiger aus Norwegen können sich für ihre Silbermedaille bei Petrus bedanken. Die Skandinavier, eigentlich schon klar auf Platz 4, zogen aus den Windturbulenzen Profit, die im zweiten Umgang zwischenzeitlich auftraten.
Johann André Forfang nutzte ein Aufwind-Polster für den Schanzenrekord auf 138 m, während der Deutsche Stephan Leyhe bereits nach 103,5 m in den Hang gedrückt wurde. So mussten letztlich mit dem Österreicher Stefan Kraft und dem Deutschen Andreas Wellinger die besten zwei Springer dieser Weltmeisterschaften den Kampf um Bronze austragen. Der zweimalige Weltmeister Kraft gewann diesen.
SDA-ATS