Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03262.jsonl.gz/824

Die einen Kühe sind braun, die anderen schwarz. Einige Kühe tragen Hörner, andere nicht. Manche sind gross, schwer und muskulös, andere sind klein und schlank. Diese äusserlichen Merkmale ermöglichen es, die Tiere ihrer Rasse zuzuordnen. Braunvieh, Simmentaler, Grauvieh oder Eringer sind nur einige Beispiele von Schweizer Rinder-Rassen.
Diese Vielfalt gibt es nicht nur bei den Rindern, sondern auch bei anderen Schweizer Nutztieren wie den Schweinen, Ziegen, Schafen, Hühnern, Kaninchen und Bienen.
Doch wieso setzt sich nicht die beste Rasse durch? Die einfache Antwort: Weil es keine beste Rasse gibt. In der kleinräumigen Schweiz (und andernorts) ist die beste Option eine Vielfalt von Rassen. Die Landwirte haben so die Wahl, die Rasse auszuwählen, die am besten auf ihren Betrieb passt und mit den Gegebenheiten optimal zurecht kommt. So kann die Rassenwahl entscheidend sein für die Wirtschaftlichkeit der Tierhaltung.
Die gewählte Nutztier-Rasse prägt das Bild eines Betriebs. Oft werden gewählte Rassen daher mit Stolz gezüchtet, gepflegt und an Ausstellungen und Schauen präsentiert.
Die verschiedenen Nutztier-Rassen sind in gewissem Sinne Kulturgut, Brauchtum und Identität der Schweizer Landwirtschaft.
In der Schweiz werden über 80 registrierte Rinder-, Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Bienen-Rassen gezüchtet. Hinzu kommen mehr als 40 Pferde-, 44 Kaninchen- und über 90 Hühnerrassen. Aus dieser Vielfalt gelten heute 38 Rassen als Schweizer Rassen. Die Kriterien dafür sind:
- sie haben vor 1949 ihren Ursprung in der Schweiz oder
- für sie wird seit mindestens 1949 ein Herdebuch in der Schweiz geführt.
Jeden Monat kommt an dieser Stelle ein neuer Lexikon-Eintrag zu einer Schweizer Nutztier-Rasse hinzu.