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Hauptstadt
Pretoria
Einwohner
54’002’000
Fläche
1’219’912 km² (30 mal grösser als die Schweiz)
Religion
Protestanten 36.6%, Katholiken 7.1%, Muslime 1.5%, andere Christen 36%, andere 2.3%, unbekannt 1.4%, keine 15.1%
Sprache
Afrikaans, Englisch, Süd-Ndebele, isiXhosa, isiZulu, Nord-Sotho, Sesotho, Setswana, Siswati, Tshivenda, Xitsonga
Währung
Südafrikanischer Rand, 100 CHF = 1’474.20 ZAR
Unabhängigkeit
31. Mai 1961 (vom Vereinigten Königreich)
Klima
Da Südafrika auf der südlichen Halbkugel liegt, sind die dortigen Jahreszeiten denen in unseren Breiten entgegengesetzt. Das bedeutet, dass Dezember und Januar die beiden heissesten Monate sind. Im April und Mai bringt der Herbst warme Tage und kühle Nächte. Im Winter, von Juni bis August, herrschen im grössten Teil des Landes, insbesondere im zentralen Hochland und im östlichen Tiefland, äusserst stabile Wetterbedingungen mit milden, sonnigen Tagen und kalten Nächten. In der von mediterranem Klima geprägten Kapregion ist dagegen im Winter stets auch mit Regen zu rechnen. In den hochgelegenen Bergregionen am Kap sowie in den Drakensbergen kann es vereinzelt auch schneien.
Gesellschaft
Die Südafrikaner bilden mit einem bunten Bevölkerungsgemisch eine so genannte «Rainbow Nation», die sich aus ca. 49 Mio. Menschen zusammensetzt. 79 Prozent davon sind Schwarzafrikaner, 9 Prozent Weiße, 9 Prozent Farbige und 3 Prozent Asiaten. Südafrikas Kultur ist so vielfältig wie die Menschen und das Land selbst. Die unterschiedlichsten Einflüsse haben sich hier zu einem unverwechselbar exotischen Gemisch vereint. Je nachdem in welcher Region man sich befindet dominieren das Afrikanische, oder aber der indische, holländische, englische oder französische Einfluss.
Geschichte
Die Geschichte Südafrikas ist die des äußersten südlichen Randes des afrikanischen Kontinents zwischen Atlantischem und Indischem Ozean. Sie reicht bis zum Beginn der Hominisation zurück. Südafrika gilt als eine Wiege der Menschheit, die ältesten Fossilfunde von unmittelbaren Vorfahren der Gattung Homo (Hominini) werden auf ein Alter von etwa 3,5 bis 4 Millionen Jahren datiert.
Während der Frühgeschichte siedelte im südlichen Afrika das Volk der San, das bis heute Reste steinzeitlichen Lebens bewahrt. Vor etwa 2000 Jahren differenzierten sich die viehzüchtenden Khoikhoi aus der Gruppe der Khoisan heraus. Von Norden wanderten, wahrscheinlich seit dem dritten Jahrhundert, Bantu-Völker in das Land und bevölkerten den Osten Südafrikas. Nachdem Bartolomeu Diaz 1488 die Südspitze Afrikas erreichte, gründete die Niederländische Ostindien-Kompanie 1652 mit Kapstadt die erste Siedlung am Kap, die sich rasch zur Kapkolonie erweiterte. Diese wurde 1806 von den Briten in Besitz genommen. Nach Norden auswandernde niederländischstämmige «Buren» gründeten daraufhin verschiedene Burenrepubliken.
Der burisch-englische Antagonismus gipfelte im Ersten (1880–1881) und im Zweiten Burenkrieg (1899–1902). Nach der Eingliederung der Burenrepubliken in das Britische Empire entstand 1910 die Südafrikanische Union, als selbst regiertes Dominion im britischen Commonwealth. 1926 erhielt Südafrika die faktische Souveränität, 1931 auch formal die gesetzgeberische Unabhängigkeit von Großbritannien. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschritt Südafrika mit dem System der Apartheid einen rassistischen «Sonderweg», der erst nach 1989/90 überwunden wurde. 1961 schied das Land auf außenpolitischen Druck wegen der Apartheidspolitik aus dem Commonwealth aus und gründete die Republik Südafrika. Die erste demokratische Wahl fand 1994 statt.
Geografie
Südafrika hat eine Fläche von 1’219’912 km²; das entspricht ungefähr dem 3,4-fachen der Fläche Deutschlands. Umgeben vom Atlantik im Westen und vom Indischen Ozean im Osten, treffen sich die beiden Meere am südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents, dem magischen Cape Agulhas.
Flora
Südafrika läßt das Herz eines jeden Botanikers höher schlagen, denn hier sind 10% des gesamten Pflanzenreichtums der Erde (22’000 botanische Arten) und eines der sechs Florenreiche der Erde heimisch, die artenreiche Kapflora (Capensis) mit der typischen Fynbos-Vegetation, die aus Hartlaubgewächsen (Proteaceen) und über 600 verschiedenen Arten der Erica-Gattung besteht.
Nur auf dem Tafelberg in Kapstadt gibt es mehr Pflanzenarten als auf der gesamten britischen Insel. Im Norden und Nordwesten findet man den für die Vegetation typischen Affenbrotbaum (Baobab), im Osten regengrüne Gehölze, im Hochveld Grasfluren, in der Großen Karoo nur wenige, verteilte Büsche und bizarre Sukkulenten.
Besonders beeindruckend ist das Namaqualand, wenn sich nach dem Frühjahrsregen ein farbenprächtiges Blütenmeer von einjährigen Pflanzen entfaltet. Nur 1% der Gesamtfläche Südafrikas sind bewaldet, davon sind 2,6 Mio. ha natürlicher Wald und 1,2 Mio. ha angepflanzter Wald. Interessant ist auch der Regenwald bei George und Knysna.
Viele der uns bekannten Pflanzen stammen eigentlich aus Südafrika, so z.B. Astern, Geranien, Schwertlilien und Strelizien.
Tierwelt
Südafrika ist nicht nur Heimat der drei größten Landsäugetiere der Welt afrikanischer Elefant, Breitmaulnashorn und Flusspferd, hier lebt auch das höchste (Giraffe), der schnellste (Gepard) und das kleinste (Zwergspitzmaus). Die Artenvielfalt ist groß, obwohl einige Arten seit Ankunft der Europäer ausgestorben sind. Das meiste Großwild lebt in den Nationalparks, in denen man auch die größte Chance hat Büffel, Löwen, Leoparden, Elefanten, Breit- und Spitznaulnashörner zu sehen. Es gibt viele Antilopenarten wie Impala, Kudu oder Springbock, aber auch Strauße, Flamingos und Zebras. Alle Wildschutzgebiete Südafrikas liegen in der Savanne oder Halbsavanne.