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Rosa Pürro-Haymoz – «Pursch Rosi» – wurde am 25. April 1929 als neuntes von fünfzehn Kindern der Eltern Viktor und Rosa Haymoz-Aerschmann in Benewil bei Alterswil geboren. Sie erlebte eine glückliche, bescheidene und arbeitsintensive Kindheit. Nach der Schulzeit in Alterswil arbeitete sie am Kollegium Gambach, wo sie ihre Tante fleissig bei der Arbeit unterstützte. In der Folge half sie als Haushaltsmitarbeiterin auf verschiedenen Bauernbetrieben aus, ehe sie 1951 Josef Pürro heiratete und nach Oberschrot zog, wo die beiden im Büel einen Bauernbetrieb übernahmen. Dort wurde sie Mutter von Anton, Marie-Theres, Martha, Beat, der früh verstarb, und Paul. Ihren Kindern war sie immer eine sehr liebe- und humorvolle Mutter.
Ab 1963 verbrachte sie mit ihrer Familie während 27 Jahren die Sommer auf einer Alp, wovon 24 auf der Baretta. Dort verbrachte sie viele schöne Stunden mit ihrer Familie, Freunden und Berggängern. Trotz der strengen Arbeit fand sie stets viel Freude und Genugtuung auf der Alp. Selbst als ihr Mann 1977 frühzeitig verstarb und sie den schweren Schicksalsschlag zu verkraften hatte, begab sie sich dank ihrer äusserst positiven Einstellung mit ihrer Familie auch weiterhin auf die Alp.
Viele Jahre war sie im Mütterverein aktiv und packte bei diversen Anlässen tatkräftig mit an. Auch der Landfrauenverein war ihr sehr wichtig. Als Vorstandsmitglied war ihr das gemütliche und freudige Beisammensein mit ihren Kolleginnen sehr wichtig. Eine weitere Leidenschaft von Rosa Pürro-Haymoz war das Backen von Sensler Brätzele. Neben der Familie kamen auch viele Freunde und Bekannte in den Genuss dieser Köstlichkeit.
Als humorvolle und aufgestellte Frau nahm sie regelmässig an der Fasnacht teil oder half als Schmutzli verkleidet dem St. Nikolaus bei Hausbesuchen. Später teilte sie diese Leidenschaft auch mit ihren acht Grosskindern Daniela, Erich, David, Sonja, Tobias, Christian, Peter und Heidi, die ihr grosse Freude bereiteten und die sie sehr geliebt hat. Mit einem Lächeln auf den Lippen hat sie ihnen und den beiden Urgrosskindern Adrian und Anja viel erzählt. Neben all diesen Tätigkeiten war sie auch eine begnadete Jasserin. Viele Stunden verbrachte sie mit Freunden und Bekannten mit einem Jass.
Die letzten drei Jahre verbrachte sie im Pflegeheim Bachmatte, wo sie liebevoll umsorgt wurde. Dankend fand sie dort nach vielen Jahren im Büel ein schönes Zuhause, wo sie sich wohl und stets gut aufgehoben fühlte. Dabei unternahm sie gerne Ausflüge, so auch noch am Sonntag, den 9. August, als sie ihre beiden Urgrosskinder auf der Alp besuchte und dort einen wunderbaren Tag verbringen konnte.
Am Mittwoch, 19. August 2020, schlief sie in ihrem neuen, sehr geliebten Zuhause friedlich ein.