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Sankt
Michael (Kt. und Gem. Zug).
463 m. Pfarrkirche der Stadtgemeinde Zug,
ausserhalb der Stadt an der Strasse auf den
Zugerberg gelegen. Hierher waren bis 1497 auch die Bewohner der 2-3 Stunden entfernten Gemeinde
Walchwil
pfarrgenössig. Am brannte die Kirche ab; der aus 1469 datierende Neubau, der im Laufe der Zeit manche Aenderungen
erfuhr, erwies sich längst als zu klein, sodass die Kirche 1898 abgebrochen und 1899-1902 neu aufgebaut wurde. Die beim
Abbruch zum Vorschein gekommenen, höchst interessanten Freskogemälde hob man sorgfältig ab und befinden
sich jetzt im Schweizerischen Landesmuseum zu Zürich.
Die neue Kirche steht etwa 100 m unterhalb des alten Gotteshauses, wurde nach
den
Plänen und unter der Leitung von Architekt R. Moser in Karlsruhe erstellt, kostete 700000 Fr. und ist eine
der schönsten kirchlichen Bauten der Mittelschweiz. Um ihr Zustandekommen hat sich der am gestorbene Stadtpfarrer
F. X. Dünger ein bleibendes Verdienst erworben. In der Nähe der neuen Kirche befinden sich rechts das Knabenpensionat mit
dem Lehrerseminar und links das
Frauenkloster Mariä Opferung mit Kirche und Mädchenschulhaus. Die Gründung
des
Klosters reicht ins 14. Jahrhundert zurück; das Klostergebäude datiert aus 1606, die Klosterkirche aus 1626, das Schulhaus
aus 1862. Das
Quartier St.
Michael der Stadt
Zug zählt zusammen 47
Häuser und 619 kathol.
Ew.