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Aargauische Südbahn
|Kürzel||ASB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1874-06-23|
|Mutiert||Ab 1902-01-01 Schweizerische Bundesbahnen|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1874 eröffnete ASB gehörte je hälftig der Centralbahn (SCB) und der Nordostbahn (NOB). Der Bilanzwert entspricht dem eingesetzten Gemeinschaftskapital der NOB und der SCB. Die ASB verkehrte zunächst nur auf der Strecke Aarau–Wohlen¬–Muri. 1881 kam die Verlängerung Muri–Rotkreuz–Immensee hinzu und damit der Anschluss an die 1882 eröffnete Gotthardbahn (GB), welche der lange defizitären ASB die entscheidenden Impulse als Zufahrtslinie verlieh. Die ASB war ein typisches Beispiel für die zu diesem Zeitpunkt vielen auf die GB fokussierten Bahnprojekte, die alle zum Ziel hatten, mit kürzeren Anschlusslinien der Konkurrenz zuvorzukommen und den Güterverkehr respektive -transit auf das eigene Netz zu lenken. Den Streckenabschnitt Rotkreuz–Immensee verpachtete die ASB bis 1897 der GB. Der markante Rückgang der verschiedenen Einnahmen der ASB nach 1897 ging auf die Eröffnung der GB-Linien Luzern–Immensee und Zug–Arth zurück, womit die Pachtzinsen entfielen.
Der Betrieb der ASB war der SCB übertragen. Die ASB besass kein eigenes Rollmaterial. Das Anlagekapital stammte zu gleichen Teilen von der SCB und der NOB, wobei sich gemäss der Statistik von 1881 (S. 83) ausserdem «interessierte» Gemeinden mit «Subventionsdarleihen» von insgesamt 2.5 Mio. Franken beteiligten. Letztere wurden aber nirgends in den Tabellen vermerkt und nicht näher spezifiziert, später auch nicht weiter erwähnt (vermutlich wurden sie zurückbezahlt). Die beträchtlichen Defizite der ASB in den ersten Betriebsjahren mussten die SCB und NOB je hälftig übernehmen. Diese Beiträge haben wir bei der ASB in der Variable «Betriebssubventionen» gespeichert, obwohl sie in der Statistik nicht als solche fungierten (sie wurden als Einnahmen an gemeinschaftlichen Linien zulasten der SCB/NOB bzw. zugunsten der ASB in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen). Umgekehrt haben wir die Gewinne, die ab 1882 reichlich anfielen, bei der ASB als Aktiendividenden vermerkt. Diese summierten sich 1882 bis 1901 auf über 10.6 Mio. Franken. Da die Buchführung der ASB über die Muttergesellschaften lief, stehen in vielen Datenreihen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Nullwerte (oder Einlagen in die Spezialfonds wurden gleich wieder als Ausgaben abgebucht). Hauptgeschäft der ASB war der Güterverkehr, der ab 1882 jeweils rund 80 Prozent zum Gesamtertrag beisteuerte.
Die ASB ging 1902 in Besitz des Bundes über bzw. wurde Bestandteil der SBB.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: