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Erst am Montag vermeldete eine neue Studie der WHO und der FAO, dass Glyphosatrückstände in Lebensmitteln doch nicht krebserregend seien. Diese Feststellung kam zu einem sensiblen Zeitpunkt. In dieser Woche entscheidet die EU, ob die Zulassung des Pestizids verlängert wird.
Die neue Studie hat die Fachgruppe «Joint FAO/WHO Meeting on Pesticide Residues» (JMPR) erstellt.
Wie der Guardian jetzt aufdeckte, standen einzelne bewertende Wissenschaftler in einem massiven Interessenskonflikt. Alain Boobis, der Vorsitzende der Fachgruppe JMPR, die Glyphosat für nicht krebserregend erklärte, sowie der stellvertretende Vorsitzende Angelo Moretto und ein weiteres Mitglied gehören auch dem International Life Sciences Institute (ILSI) an.
Das ILSI wird von der Lebensmittelindustrie finanziert. Das Institut bekam im Jahr 2012 eine Spende über 500‘000 Dollar von Monsanto, dem Hersteller von Glyphosat, und 528‘500 Dollar von «Croplife International». Diese Lobbyorganisation arbeitet unter anderen für Monsanto, Dow, DuPont, Bayer und Syngenta.
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Für diesen Beitrag hat Daniela Gschweng die Bearbeitung aus den Englischen übernommen.
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Weitere Infos:
- «Skandal: Monsanto spendet 500’000 Dollar an Institut, das Glyphosat für nicht krebserregend hält», Campact , 18.5.2016
- DOSSIER: Der Unkraut-Killer Glyphosat
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine