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Nach 51 Jahren geht zum ersten Mal wieder ein Wimbledon-Titel nach Brasilien. Gelungen ist dies am Samstag (16.) dem Marcelo Melo. Der hat beim Grand-Slam-Turnier in London gemeinsam mit dem Polen Lukasz Kubot das Finalspiel des Männerdoppel gewonnen.
Nachdem der 33-jährige Brasilianer und der Pole das Halbfinale gegen die dann noch aktuellen Titelinhaber gewonnen hatten, galten sie für das Finale bereits als Favoriten. Leicht hatten sie es trotzdem nicht.
Vier Stunden und 40 Minuten haben sie auf dem ehrwürdigen Court Wimbledons um Punkte gekämpft, bis sie schon unter dem wegen Dunkelheit eingeschalteten Flutlicht den Matchball endlich in ihren Triumph verwandelten. Mit 3:2 Sätzen haben sie den Österreicher Oliver Marach und den Kroaten Mate Pavic besiegt.
Marcelo Melo gehört seit Jahren zu den Top-Doppel-Tennisspielern der Welt. 2015 hat er erstmals den ersten Platz der Rangliste belegt. Gewonnen hat er im gleicchen Jahr den Grand-Slam Roland Garros. Mit seinem Wimbledon-Sieg ist er jetzt aber wieder zur Nummer Eins avanciert.
Melo ist erst der zweite Brasilianer, der die begehrte Trophäe erreicht hat. Vor ihm war dies lediglich der in São Paulo geborenen Maria Bueno gelungen. Sie hat in den 50er und 60er Jahren insgesamt achtmal den Wimbledon-Pokal in die Höhe gestemmt (Doppel und Einzel).
Nach dem gewonnen Spiel zeigte sich Melo überwältigt und ließ seine Freudentränen laufen. Für ihn sei ein Traum in Erfüllung gegangen, verriet er Journalisten.