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Die Frage, ob Frauen zu Diakoninnen geweiht werden dürfen, müsse theologisch geklärt werden. Dies schreibt der emeritierte Papst Benedikt XVI. in einem Grusswort zum 50-jährigen Bestehen der Internationalen Theologenkommission (ITC), das der Vatikan auf seiner Website veröffentlichte. Dies gehe nicht allein durch Rückgriff auf kirchengeschichtliche Entwicklungen, so der frühere Papst.
Die Theologenkommission kam in einer 2003 veröffentlichten Stellungnahme bei «der Frage eines eventuellen Frauendiakonats nicht zu einem einmütigen Ergebnis», so Benedikt XVI. Man sei damals zu dem Schluss gelangt, «dass die rein geschichtliche Perspektive nicht zu einer definitiven Sicherheit führe. Letztlich musste die Frage lehrmässig entschieden werden», formuliert der frühere Papst in einer Fussnote seines Grussworts.
Darin heisst es weiter: Man habe die Frage eines Frauendiakonats damals auch den Patriarchen der Ostkirchen unterbreitet, von denen es aber nur spärliche Rückmeldungen gegeben habe. «Es zeigte sich, dass die Frage als solche für die Tradition der Ostkirche schwer verständlich war», so Benedikt. An dem Dokument «Der Diakonat: Entwicklung und Perspektiven» war in einer eigenen Unterkommission der ITC zunächst von 1992 bis 1997 sowie von 1998 bis 2002 gearbeitet worden.
Auch Papst Franziskus hatte 2016 eine eigene Kommission eingesetzt, um frühchristliche Aufgaben oder Ämter weiblicher Diakone zu untersuchen. Wie schon die ITC kam auch die Kommission zu keinem einhelligen Ergebnis.