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Die Land- und Ernährungswirtschaft ist mit zahlreichen ökonomischen, ökologischen und sozialen Ansprüchen konfrontiert, die teilweise in Konflikt zueinander stehen. Auf den Agrarsektor bezogene Modelle können die Trade-offs dieser Anforderungen nicht ausreichend berücksichtigen. Gleichzeitig ist der Spielraum der Agrarpolitik hinsichtlich dieser Bedürfnisse begrenzt, wenn sich auf der Konsumseite das Ernährungsverhalten nicht entsprechend verändert. Mit SWISSfoodSys wurde deshalb ein Modell zur Beurteilung und Optimierung der Nachhaltigkeit von Ernährungssystemen aufgebaut. Das Modell kann sowohl die Nahrungsmittelversorgung für kurzfristige Krisenszenarien als auch die Transformation zu potenziellen zukünftigen Ernährungssystemen simulieren. Im ersten Aufbauschritt wurde das Modell basierend auf einem Vorgängermodell (Green DSS-ESSA ) neu strukturiert und inhaltlich erweitert. Methodisch entspricht das Modell einem rekursiv-dynamischen, linearen Optimierungsmodell. Es ist geplant, das Modell in mehreren Schritten auszubauen: Mittels der Modellierung nachhaltiger Anbau- und Produktionsprozesse, des Ernährungsverhaltens und ernährungspolitischer Instrumente sollen die am besten geeigneten Strategien zur Erreichung nachhaltiger Ernährungssysteme ermittelt werden. Um die komplexen Zusammenhänge zu analysieren, erfolgen zudem Verknüpfungen mit anderen Modellen, in welchen spezifische Aspekte präziser modelliert sind.