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Die Fasnachts-Bescherungsgesellschaft Küssnacht darf auf eine 100-jährige Geschichte zurückblicken – und sich auf frischen Wind im anstehenden, zweiten Jahrhundert freuen.
mk. 1919 entsprang einer Stammtischrunde im ‹Adler-Stubeli› von einigen Küssnachter Carnevalsbrüdern die Idee, Bewohner der damaligen Armenanstalt und die Kinder im Waisenhaus in Immensee zu beschenken. Innert weniger Tage wurden Geld und Naturalien gesammelt und diese anlässlich einer fasnächtlichen Fahrt überbracht. Der gesammelte Betrag von rund 1200 Franken entsprach in etwa der Grösse von drei Monatseinkommen, betrug der Lohn eines gelernten Berufsmannes damals 400 bis 500 Franken. Die Freude und die Dankbarkeit waren derart gross, dass die Initianten beschlossen, die Bescherung im nächsten Jahr zu wiederholen. Dies geht aus einem ausführlichen Gründungsprotokoll hervor. Danach fehlen die Protokolle bis 1954. Nachrichten im ‹FS› beweisen jedoch, dass sich die Bescherungsfahrten in den 20er- und späteren Jahren nahtlos an die erste Fahrt reihten.
Auflösung verhindert
Irgendwann in dieser Zeit entstand dann eine eigenständige Gesellschaft mit Vorstand. Dies geht aus den bestehenden Statuten von 1949 hervor. 1953 bestand der Vorstand nur noch aus zwei Personen und drohte, sich aufzulösen. Es konnten jedoch im letzten Moment neue Führungskräfte und Mitglieder gefunden werden, die den Fortbestand der Fasnachts-Bescherungsgesellschaft sicherten. Steigende Spendeneinnahmen machten es zudem möglich, neben den persönlichen Gaben an die Bewohner, ausserordentliche Geschenke in Form von praktischen Einrichtungen für die Heime oder Beiträge für Ausflüge aller Bewohner zu tätigen. 1970 wurden erstmals auch die Bewohner vom neu erstellten Altersheim Seematt in Küssnacht beschenkt. 1986 schloss sich den Mitgliedern der Bescherungsgesellschaft eine volkstümliche Formation an und seit 2000 sorgen Mitglieder der Maskengruppe Rigi Lüüt für den fasnächtlichen Touch der Bescherung, welcher in den Jahren davor zusehends in den Hintergrund rückte.
Diese und viele weitere Informationen sind der druckfrischen Broschüre zu entnehmen, die am vergangenen Montag an der 100. Generalversammlung vorgestellt wurde. Auf 36 Seiten hat Hans-Peter (Buda) Rust die 100-jährige Geschichte der Fasnachts-Bescherungsgesellschaft aufgearbeitet. Mehr zur Generalversammlung lesen Sie in unserer aktuellen Freitagsausgabe.