Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03156.jsonl.gz/92

Das Pepinomaosaikvirus (Pepino Mosaic Virus, PepMV) wurde zum ersten Mal 1980 in Peru bei Pepino (Solanum muricatum) beschrieben. Auf Tomaten (Solanum lycopersicum) wurde es erstmals 1999 in den Niederlanden und in England gefunden. In der Schweiz wurde das Virus zum ersten Mal 2004 im Kanton Freiburg eindeutig identifiziert. Seitdem sind in mehreren Kantonen Fälle aufgetreten.
Sehr oft löst das Virus keine sichtbaren Symptome aus. Zudem ist die Ausbildung der Symptome je nach Sorte und Wachstumsbedingungen variabel. Oft zeigt sich die Krankheit nicht an allen Pflanzenteilen. Gelegentlich ist die Infektion zu Beginn durch Deformationen und Aufwölbungen an den Blättern erkennbar. Manchmal folgen Vergilbungen zwischen den Blattnerven oder eine schwache Mosaikbildung. Das typischste Symptom ist das Auftreten eckiger, leuchtend gelber Blattflecken.
Die Krankheit ist durch direkten Kontakt zwischen Nachbarpflanzen oder durch mechanische Verletzungen beim Arbeiten in den Kulturen (pikieren, ausgeizen, veredeln, ernten usw.) leicht übertragbar. Werkzeuge, Schuhe, Kleider, Maschinen, Kisten etc. können durch Pflanzensaft und infizierte Früchte kontaminiert und die Krankheit somit verschleppt werden. Wie bei anderen Virosen besteht die beste Strategie im Ergreifen von vorbeugenden Massnahmen, die zusammen mit weiteren Informationen zu Symptomen sowie Verbreitung der Krankheit im Merkblatt aufgeführt sind.