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In Bruck an der Leitha (Niederösterreich) beeindruckt der Gottesdienstraum des Marienheims durch eine klare Formsprache sowie durch ein behagliches Ambiente, das nicht nur auf die halboktogonalen Abschlüsse der Baukonstruktion, sondern auch auf die Farbgebung der Raumschale zurückzuführen ist. Da der Einbau einer Orgel hinter den Bankreihen an der eingeschobenen Rückwand nicht sinnvoll erschien, wurde das Werk unter Berücksichtigung der Raumachse in einer Nische der linken Seitenwand aufgestellt. Die Prospektgestaltung nimmt hier auf die Tatsache Rücksicht, dass markante Formverläufe, wie sie die Kirchenwände der Kapelle aufweisen, in nächster Nachbarschaft nicht wiederholt werden sollten. Das Gehäuse wurde deshalb in klassischer Bauweise architektonisch und stilistisch als eigenständiges Werk konzipiert und mit einer flachen Prospektfront versehen, die nur in Details (wie beispielsweise in den Schleierbrettern oberhalb der sichtbaren Prospektpfeifen) die Formen der Kirchenwände beantwortet. Die Lücken zu den Seitenwänden der Nische wurden durch die acht tiefsten, zurückgesetzt aufgestellten Holzpfeifen des Pedalregisters Subbass 16' gefüllt.
Das Gehäuse wurde in bewährter Massivholzkonstruktion unter Verwendung naturtrockener, erstklassiger Spessarteiche hergestellt. Es umschliesst die Manualwerke Hauptwerk und Positiv mit insgesamt 11 Registern, deren Pfeifen gleichberechtigt auf einer durchschobenen Zwillingslade stehen. Diese Anordnung gewährleistet eine ausgezeichnete klangliche Ausgewogenheit beim Spiel der Einzelwerke sowie des Pedals, das sich mit 4 Registern hinter dem Orgelgehäuse an der Nischenrückwand befindet.