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Im Sommer 2006 soll unter der Leitung von Energieminister Malcolm Wicks ein Bericht über die nationale Energiepolitik veröffentlicht werden. Dieses Dokument werde ausdrücklich zum Bau neuer Kernkraftwerke Stellung nehmen, betonte Blair.
Der CBI begrüsste diesen Entscheid, hatte doch CBI-Generaldirektor Sir Digby Jones anlässlich der Veröffentlichung des Berichts «Powering the Future: Enabling the UK Energy Market to Deliver» einige Tage früher moniert, der Entscheid über die Zukunft der Kernenergie sei zu lange verzögert worden. «Potenzielle Investoren und die britische Öffentlichkeit verdienen Klarheit», so der Generaldirektor. Der Verband hatte die Regierung deshalb aufgerufen, innerhalb eines Jahres eine kohärente Energiepolitik zu schaffen, die einen Entscheid über den Bau neuer Kernkraftwerke einschliesst.
In der CBI-Studie wird festgehalten, dass ein Drittel der britischen Stromproduktion, darunter ein Grossteil aus Kernenergie, bis Ende 2020 ersetzt werden muss, und zwar so, dass die langfristige Versorgungssicherheit aufrechterhalten bleibt, konkurrenzfähige Preise verlangt werden können und den Umweltzielsetzungen Grossbritanniens entsprochen wird.
Am 22. November 2005 hatte Blair in einer Befragung vor dem Liaison Committee, einem überparteilichen Ausschuss des britischen Unterhauses, auf eine Frage zur Kernenergie geantwortet, die Regierung müsse hinsichtlich des Klimawandels schwierige und kontroverse Entscheidungen treffen. Letztendlich müsse die Regierung das tun, was sie für richtig halte und was im langfristigen Interesse des Landes sei. Schon Mitte Oktober hatte Blair bestätigt, dass seine Regierung den Bau neuer Kernkraftwerke prüfe und in den kommenden Monaten diesbezüglich einen klaren politischen Entscheid fällen wolle.
Quelle
M.A. nach CBI, Medienmitteilung, 21. November und 29. November 2005, und Britische Regierung, Medienmitteilung, 22. November 2005