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HAMBURG (awp international) - Der Mobilfunkkonzern Vodafone prüft den Börsengang seiner Indien-Tochter Essar. Dies deutete Konzernchef Vittorio Colao in der "Financial Times" und in der "Financial Times Deutschland" (Donnerstag) an. Damit will das Unternehmen verhindern, mit dem indischen Investitionsrecht in Konflikt zu geraten. Die Briten hatten erst im April weitere 33 Prozent an Indiens zweitgrösstem Mobilfunker erworben und damit die Schwelle von 74 Prozent überschritten, die Ausländer nach indischem Recht maximal an heimischen Firmen halten dürfen.
Würde ein Teil der Tochter unter lokalen Investoren gestreut, dürfte Vodafone wieder unter die Schwelle fallen, so die Logik. "Eine Möglichkeit wäre, es so zu machen, wie in Südafrika", sagte Colao im Interview. Dort hatte der britische Konzern vor zwei Jahren seine Tochter Vodacom an die Börse gebracht. "Vodacom bleibt bei uns und lokale Investoren haben auch was davon." Als weitere Möglichkeit erwäge Vodafone die Hereinnahme eines lokalen Grossgesellschafters.
Die Briten hatten 2007 etwa 67 Prozent der Anteile an Essar erworben und in diesem Jahr weiter aufgestockt. Trotz aller positiven Marktprognosen macht der Subkontinent Vodafone bisher allerdings wenig Freude: Kurz nach dem Einstieg vergab die indische Regierung sechs weitere Mobilfunklizenzen an Rivalen. Auf dem Markt herrscht seither eine überaus harte Konkurrenz, die auf die Ertragsmargen aller Anbieter drückt. Vodafone musste auf seine Beteiligung bereits 2,3 Milliarden Pfund abschreiben./nmu/tw
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