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Wirksame Pflanzen bei Corona/SARS- und Influenzaviren
Das aktuelle Coronavirus SARS-CoV-2 ist eine neue Art, bei der noch vieles unbekannt ist. Dennoch gehört es in die Gruppe der schon bekannten Coronaviren, zu der auch die SARS-Viren zählen. Es gibt einige antiviral wirksame Pflanzen, die gegen diese Virengruppe Wirksamkeit aufweisen.Die nachfolgenden Pflanzen können zusätzlich zu den aktuell empfohlenen Massnahmen gegen Coronaviren angewendet werden.
Diese Empfehlungen stammen unter anderem aus Anwender- und Praxiserfahrung, Hinweisen aus der Forschung, der Traditionellen Chinesischen und Europäischen Medizin sowie den Empfehlungen der Schweizerischen Medizinischen Gesellschaft für Phytotherapie (SMGP). Für alle Angaben kann keine Gewähr oder Haftung für etwaige Schäden übernommen werden, die sich aus der Anwendung dieser Empfehlungen ergeben sollten. Grundsätzlich sollte bei Verdacht auf Erkrankung mit den Symptomen Fieber und /oder Husten die aktuelle Verhaltensempfehlung der Behörden zu Coronaviren eingehalten werden sowie eine qualifizierte Fachperson oder Arzt/Ärztin kontaktiert werden.
Zusammengefasst empfehle ich folgendes:
- Mehrmals täglich, insbesondere vor und nach Kontakt mit anderen Personen, nach dem Händewaschen/-Desinfizieren die Inhalation einer ätherischen Ölmischung, die Eukalyptus und allenfalls andere Pflanzen aus untenstehender Aufzählung enthält.
- Das Feuchthalten der Schleimhäute durch häufiges Trinken einer antiviral wirksamen Teemischung (Beispiele untenstehend) oder Lutschen eines Kräuterbonbons mit einem oder mehreren Extrakten aus Cistrose (Cistus incanus), Eukalyptus (Eucalyptus globulus folium), Ingwer, Zimt, Echinacea=Sonnenhut. Zistrose und Echinacea können auch in der Schwangerschaft genommen werden.
- Das Immunsystem zu stärken mit genug Schlaf, gesunden regelmässigen Mahlzeiten, der vorübergehend hochdosierten Einnahme von Vitamin C (300 – 1000mg täglich) und Zinc (50 mg täglich) sowie einer immunstärkenden Pflanze (Vorschläge nachfolgend), die immer wieder abgewechselt wird. Auf Zucker und Süssigkeiten wie Schokolade/Gebäck/Kuchen möglichst komplett verzichten, allenfalls mit Honig süssen.
- Im Falle einer Infektion zusätzlich zur ärztlichen Betreuung eine in Traditioneller Chinesischer Kräutermedizin oder Phytotherapie ausgebildete Fachperson für die Behandlung mit individuell verordneten Kräutern zu konsultieren. Üblicherweise werden die antiinfektiös wirkenden Kräuterkombinationen nur in einer Konsultation verordnet, da sie dann präziser auf die jeweilige Person und Infektion angepasst werden können. Doch im Angesicht der besonderen Lage werden diese hier zur Verfügung gestellt. Bei Herz-Kreislaufgesunden Personen und Personen, für die Fieber nicht anderweitig gefährlich sein kann, keine fiebersenkenden Mittel einsetzen. Denn durch Senken des Fiebers wird die Immunreaktion der Körpers und Antikörperbildung gegen das Virus heruntergebremst.
1) Inhalation ätherischer Öle:
Man tropft 1-2 Tropfen des ätherischen Öls in die Handfläche, verreibt es, hält die Hände vor die Nase und atmet mehrmals kräftig die scharfen Düfte ein. Dies reduziert die Erregerzahl in der Atemluft und auf den Schleimhautoberflächen und kann somit vor Ansteckung schützen. Der Effekt verfliegt allerdings nach kurzer Zeit, somit wiederholt anwenden. Man kann auch die Ölmischung (nur 2-3 Tropfen) in eine Schüssel mit heissem Wasser tropfen, dann den Kopf darüberbeugen und dies bei geschlossenen Augen mit einem Handtuch über Kopf und Schüssel inhalieren.
Nicht in die Augen bringen, ätherische Öle nicht in der Schwangerschaft anwenden. Schwangere können untenstehende Teemischung 4 nehmen.
Ätherische Öle
Die ätherischen Öle folgender Pflanzen haben antivirale Eigenschaften, bei den fett gedruckten geht man von einer Wirkung gegen die Coronavirus-Gruppe aus:
Thymian, Oregano, Eukalyptus, Zimt (Cinnamomum camphora= Ravintsara), Zitrone, Lorbeer, Rosmarin, Salbei, Kampfer, Minze, Engelwurz-wurzel, Zitronengras, Koriander, Australischer Teebaum, Kiefernnadeln und weitere.
Es gibt viele ätherische Ölmischungen und -Salben für Erkältungen zu kaufen, die obige ätherische Öle enthalten, zum Beispiel als Fertigpräparat China-Öl®, Rödler-Öl®, Olbas-O®l, Tigerbalsam®, Vicks Vaporub®, Pulmosan®, Carmol®, Dul-X®, Infludo®, Pinimenthol®und viele weitere. Man kann die Salben auf dem Brustkorb einreiben vor dem zu Bettgehen oder etwas ins Bad geben.
Obengenannte Pflanzen können (mit Ausnahme von austral. Teebaum) auch als Tee oder Teemischung vorbeugend getrunken werden. Insbesondere die Küchenkräuter Thymian, Oregano, Rosmarin, Salbei, Minze, Koriander, Zitronengras können über den Tag verteilt wiederholt frisch gegessen oder in Salate gemischt werden. Dann wirken sie im Mund/Rachen, der häufigsten Eintrittspforte für Viren. Auch das Kauen eines Stückchens der frischen oder getrockneten Wurzel von Engelwurz (Angelica archangelica radix) oder Meisterwurz- Wurzel (Peucedanum ostruthium) kann laut Anwendererfahrungen vor Virusinfekten schützen.
Zur Raumluftdesinfektion kann eine ätherische Ölmischung mit einer Auswahl obengenannter Pflanzen in einen Vernebler gegeben werden. Auch das Auslegen frischer angeschnittener Zwiebeln (z.B. auf den Nachttisch neben das Bett legen) kann vor Infekten schützen.
Frischer Bärlauch über den Tag verteilt gegessen pur /im Salat/auf dem Brot/als Pesto ist sehr gut Infektabwehrend und immunstärkend, besonders wenn er roh gegessen wird.
2) Antivirale Kräutertees
Bei diesen Tees ist es sinnvoll, immer wieder abzuwechseln. Also 1-3 Tage den einen Tee trinken, dann wieder einen anderen, dann wieder den ersten Tee. Der Körper und auch Viren können sich so weniger an die Wirkstoffe „gewöhnen“. Man kann sich auch aus untenstehenden Pflanzen eine eigene Mischung zusammenstellen. Es sind deshalb meist mehrere Pflanzen kombiniert, weil jede Pflanze auf eine etwas andere Art antiviral wirkt und sich durch die Kombination diese Wirkungen ergänzen und verstärken. Möglichst ungesüsst oder nur mit Honig gesüsst trinken, keinen Zucker nehmen. Bei Allergie das entsprechende Kraut natürlich weglassen. Für Schwangere nur Teemischung 1 ohne Lorbeer und Teemischung 4 nehmen.
Teemischung 1
Die angegebene Menge reicht für 1 Tag
Die Schale von 2 Bio-Zitronen. Diese noch einmal mit Geschirrspülmittel gut waschen (um allenfalls Spritzmittel abzuwaschen), dann schälen
2 Stängel frisches Zitronengras, kleingeschnitten
4 Lorbeerblätter (in der Schwangerschaft weglassen)
Alles in einem Topf mit 1 Liter kochendem Wasser überbrühen, mit Deckel noch 3-4 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, dann noch 10 Min. ziehen lassen, in eine Thermoskanne absieben und über den Tag verteilt warm trinken. Der Zitronensaft kann dem lauwarmen Tee dazugegeben werden. Man kann mit etwas Honig süssen. Dieselben Kräuter können ein 2. und 3. Mal verwendet werden.
Teemischung 2
Die angegebene Menge reicht für 7 Tage
Krautmischung
35 g Herba Millefolii, Schafgarbenkraut
30 g Herba Menthae, Minzenkraut
35 g Herba Cistus incanus, Zistrose
70 g Herba Prunellae vulgaris, Kleine Braunelle
35 g Folium Melissae, Melissenblätter/-kraut
30 g Radix Angelicae archangelicae, Angelikawurzel zerkleinert
20 g Radix Glycyrrhizae, Süssholzwurzel zerkleinert
Zubereitung: Für eine Tagesdosis 1/7 der obigen Kräutermischung (ca. 36g) in einem grossen Topf mit 1 Liter kochendem Wasser überbrühen und mit Deckel 10 Min. ziehen lassen, in eine Thermoskanne füllen und über den Tag verteilt trinken. Dieselben Kräuter können ein zweites Mal verwendet werden.
Teemischung 3:
Die angegebene Menge reicht für 7 Tage. Wenn Fieber besteht, die Zimtrinde durch Zitronenschale ersetzen und Korianderfrüchte weglassen.
20 g Zimtrinde zerkleinert
15 g Korianderfrüchte zerstossen
30 g Herba menthae, Minzenkraut
35 g Herba melissae, Melissenkraut
35 g Herba majoranae, Majorankraut
70 g Sambucus flos, Hollunderblüten
Zubereitung: Für eine Tagesdosis 1/7 (ca. 30 g ) der Kräutermischung in einem grossen Topf mit 1 Liter kochendem Wasser überbrühen, mit Deckel 10 Min. ziehen lassen, in eine Thermoskanne füllen und über den Tag verteilt trinken. Dieselben Kräuter können ein zweites Mal verwendet werden.
Teemischung 4 für Schwangere
Die Menge reicht für 7 Tage
35 g Hollunderbeeren
75 g Zitronenschale frisch oder getrocknet
40 g Melissenkraut
Zubereitung: Für eine Tagesdosis 1/7 der Kräutermischung (ca. 20 g ) in einem grossen Topf mit 1 Liter kochendem Wasser überbrühen, mit Deckel 10 Min. ziehen lassen, in eine Thermoskanne füllen und über den Tag verteilt trinken. Dieselben Kräuter können ein zweites Mal verwendet werden.
Immunstärkende Pflanzen speziell bei SARS/Corona
Ich empfehle insbesondere Personen der Risikogruppe, zusätzlich zu obigen Massnahmen immer eine Woche lang eine der folgenden immunstärkenden Pflanzen einzunehmen, und dann auf eine andere dieser Pflanzen zu wechseln. Die Dosierung wie nach Packungsbeilage oder nach Rat der Apotheke.
Dies sind
Sonnenhut (Echinacea, z. B. als Tinktur oder Tabletten)
Rosenwurz, (Rhodiola rosea radix, Tinktur oder Tabletten)
Ginko biloba (Tinktur oder Tabletten,nicht zusammen mit starken Blutverdünnern einnehmen)
Chinesische Engelwurz-Wurzel (Angelika sinensis radix)
Tragantwurzel (Astragalus mongolicus, nicht bei Kopfschmerzen oder Bluthochdruck) Chinesischer Raupenpilz (Cordyceps, ein Heilpilz, gibts als Pulver oder Tabletten zu kaufen)
Coriolus (Schmetterlingstramete), ein Heilpilz, 1 Teel getrockneter pulverisierter Pilz mit 1 Tasse kochendem Wasser aufgebrüht und getrunken oder Fertigpäparat.
Chaga-Pilz (Schiefer Schillerpoorling, ein Heilpilz, gibts als Fertigpräparat)
Es gibt Empfehlungen, täglich morgens den frisch hergestellten Saft einer ganzen Stangensellerie nüchtern zu trinken über eine längere Zeitspanne von 2-3 Wochen. Nach meinen bisherigen Erfahrungen stärkt dies das Immunsystem und den Körper allgemein recht gut, ist vitamin- und mineralienreich und normalisiert zudem die Verdauung.
Der Verzehr roher Zwiebeln und rohen Knoblauchs wirken ebenfalls antiviral (aber etwas „asozial“, was ja die Virusausbreitung ebenfalls bremsen kann).
Es gibt auch Rezepte mit frischer Bio-Zitrone, die als ganzes im Mixer mit Knoblauchzehen püriert wird und dann täglich ein Schnapsglas voll eingenommen wird. Beides wirkt antiviral und gut schleimlösend.
2) Bei ersten Infektzeichen
Während der gesamten Infektionszeit sollte folgendes eingenommen werden:
Vitamin C 500 bis 1000 mg täglich
Zink 50 mg täglich
Rosenwurz (Rhodiola rosea) als Urtinktur, 3×20 Tropfen täglich, oder als Tabletten (z.B. Vitango® Tabl., 2×1 Tabl. täglich).
Auch die Kapland-Pelargonie kann hilfreich sein. Es gibt sie als Fertigpräparat in Tropfen- , Tablettenform, Urtinktur oder zusammengesetzten Präparaten in Apotheken und Drogerien.
Chinesische Kräuter
Es sollte nebst der schulmedizinischen Betreuung eine in TCM Kräutern oder Phytotherapie ausgebildete Fachperson die Kräuter verordnen und die Behandlung begleiten.
Ich stelle als Beispiel untenstehende Kräutermischung zur Verfügung für alle interessierten Therapeuten/Ärzte aufgrund der besonderen Lage. Ich habe Sie nach dem mir derzeit zur Verfügung stehenden Wissen zu bei Corona/SARS-Viren vermutlich wirksamen Pflanzen zusammengestellt. Weil die ganze Situation eine Ausnahmesituation ist und das aktuelle Virus noch unbekannt ist, gibt es noch keine Erfahrungen mit speziell dieser Kräuterzusammenstellung. Sie enthält chinesische Heilpflanzen, die allenfalls in einer Apotheke besorgt werden können, welche diese handelt. Oft braucht es dazu aber ein Rezept einer Fachperson. Auch wird in der Chinesischen Medizin je nach Erkrankungsstadium die Kräuterzusammensetzung variiert. So müssten bei stärkeren Lungenbeschwerden und hohem Fieber untenstehender Mischung stärker kühlend wirkende Kräuter dazugegeben werden.
Abkochung bei beginnender Infektion
Angegeben sind Tagesdosen, nicht in der Schwangerschaft anwenden:
Die Schale von 2 Bio-Zitronen. Diese noch einmal mit Geschirrspülmittel gut waschen (um allenfalls Spritzmittel abzuwaschen), dann schälen
2 Stängel frisches Zitronengras, kleingeschnitten
5 g Lorbeerblätter
10 g Baikal- Helmkraut Wurzel, (Scutellaria radix)
10 g Weissdornblüten und -blätter, (Crataegus flos und folium)
10 g Rotwurzelsalbei-wurzel (Salvia milthiorrhizae radix)
30 g Kudzu-Wurzel (Pueraria lobata radix)
20 g getrocknete Wurzel des japanischen Staudenknöterichs, (Polygonum cuspidatum radix)
30 g Hiobstränensamen (Semen coicis lacrima yobi)
3 g Süssholzwurzel (Glycyrrhizae radix)
Die Kräuter in einem grossen Topf mit 1 1/2 Liter kaltem Wasser 1 Stunde ansetzen, dann zum Kochen bringen und 15 Minuten mit Deckel bei kleiner Hitze köcheln lassen, in eine Thermoskanne absieben und innerhalb von 2-3 Stunden trinken. Dann dieselben Kräuter noch einmal 15 Minuten mit Deckel köcheln lassen, in eine Thermoskanne absieben und über 2 Stunden trinken.
Diese Teemischung täglich solange nehmen, bis die Beschwerden besser sind, maximal 5 Tage, dann wechseln. Wenn nach 1 – 2 Tagen keine Linderung eintritt, Kräutertee wechseln.
Ich hoffe, hiermit einen hilfreichen Beitrag zur aktuellen Situation leisten zu können.
Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit,
Dr. med. Marianne Ruoff
Kirchenfeldstr. 31
CH-3005 Bern
www.naturalmedizin.ch