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Anatoliy Tymoshchuk und Sebastian Larsson sind Leistungsträger ihrer Mannschaften. Der Ukrainer bringt eine riesige Erfahrung mit, während der Schwede vor allem durch Freistösse auffällt.
Der Erfahrene
Etwas überraschend für viele Experten wurde Anatoliy Tymoshchuk Ende letzten Jahres zum besten Fussballer in der Geschichte der Ukraine gewählt - noch vor der aktiven Legende Andriy Shevchenko. Allerdings liest sich auch Tymoshchuks Lebenslauf nicht allzu schlecht, denn nach über hundert Länderspielen und zahlreichen Titelgewinnen gehört der Mittelfeldspieler zu den erfahrensten und erfolgreichsten Nationalspielern des Landes.
Seine Karriere begann Tymoshchuk bei einem Verein in der Nähe seines Heimatortes, wo er schon im Alter von 16 Jahren in der ersten Mannschaft spielte und dort mt guten Leistungen die Scouts des ganzen Landes beeindruckte. Im Alter von 19 Jahren wechselte er dann zu Schachtjor Donezk. Beim ukrainischen Spitzenverein stand der defensive Mittelfeldspieler ganze neun Jahre unter Vertrag. In dieser Zeit gewann Tymoshchuk drei Meistertitel und dreimal den Pokal, entwickelte sich zum Nationalspieler und zum Leistungsträger bei Schachtjor, wo er letztlich sogar Mannschaftskapitän wurde. Nach einem äusserst erfolgreichen Auftritt mit der ukrainischen Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft 2006, wo Tymoshchuk in allen fünf Partien auf dem Platz stand, wurde er vermehrt mit Spitzenklubs aus ganz Europa in Verbindung gebracht. Im Februar 2007 entschied sich der Defensiv-Spezialist dann aber gegen die vielen Angebote aus Westeuropa und wurde stattdessen für umgerechnet 18 Millionen Franken zu Zenit St. Oetersburg transferiert. In Russland schlug der Ukrainer sofort ein, wurde unmittelbar Stammspieler, bald schon Kapitän und genoss sowohl im Verein als auch in den Medien einen hervorragenden Ruf als Vorzeigeprofi. Auch mit Zenit konnte Tymoshchuk sofort Meister werden und gewann ein Jahr später sogar noch den UEFA-Pokal.
Seit dem Sommer 2009 spielt er nun für Bayern München. Beim deutschen Rekordmeister ist Tymoshchuk zwar nicht mehr Stammspieler wie bei seinen beiden Stationen vorher, doch aufgrund von Verletzungen und Rotationen in der Startelf kommt der Allrounder immer wieder zu Einsätzen als Sechser vor der Abwehr oder in der Innenverteidigung. In München konnte Tymoshchuk weitere wichtige Erfahrungen sammeln und mit dem prestigeträchtigen Wechsel zum Spitzenklub wohl auch den letzten Schritt zur unsterblichen Fussball-Legende der Ukraine machen. Spielt er nun, im Alter von bereits 33 Jahren, auch noch eine saubere Europameisterschaft, steht einem perfekten Karriereende und einem Rücktritt aus der Nationalelf auf dem Höhepunkt nichts mehr im Wege.
Der Standardspezialist
Als die Gruppen für die Europameisterschaft 2012 ausgelost wurden, hat sich Sebastian Larsson wohl sehr gefreut. Denn der schwedische Mittelfeldspieler trifft in der Vorrunde auf England, wo er seit über zehn Jahren Fussball spielt, viele Akteure kennt und in der ganzen Liga bekannt ist. Larsson ist ein Spezialist für Standardsituationen, wie er im Buche steht. Ob Eckbälle, Freistösse oder Elfmeter, Larsson schiesst sie alle, und tut dies sehr erfolgreich. Im Schnitt erzielt er beinahe jedes zweite Tor per Freistoss.
Trotzdem hat es für den Schweden nicht gereicht, den Sprung in die erste Mannschaft des FC Arsenal zu schaffen. Nachdem Larsson im Alter von 16 Jahren von Schweden in die Londoner Jugendakademie wechselte, kam er im Alter von 19 Jahren zu seinem Debüt in der ersten Mannschaft im League Cup. In der Folge fand Arsenal-Trainer Arsène Wenger jedoch keinen Platz für den Mittelfeld-Allrounder in seinem Team, worauf Larsson in die zweithöchste englische Spielklasse an Birmingham City ausgeliehen wurde. Dort schlug der Freistoss-Spezialist sofort ein, wurde nach einem halben Jahr definitiv verpflichtet und führte das Team in die Premier League. Nachdem Birmingham nach der Saison 2010/11 wieder den Gang in die Zweitklassigkeit antreten musste, verliess der Schwede den Verein und wechselte zum AFC Sunderland - wobei er Aston Villa und seinem Ex-Klub Arsenal einen Korb gab, die ihn beide auch hatten verpflichten wollen. Es war ein kluger Schritt von Larsson. Zum einen, weil er wieder mit seinem ehemaligen Förderer bei Birmingham, Steve Bruce, vereint war. Zum anderen, weil er sich sicher war, in Sunderland Stammspieler zu sein.
In der Nationalelf ist Larsson seit mehreren Jahren gesetzt, seine erste Partie im Nationalmannschafts-Dress Schwedens absolvierte er vor etwas mehr als vier Jahren. Der 27-Jährige kommt meist im Mittelfeld zum Einsatz, wo er zentral oder auch rechts spielen kann. Zeitweise springt der flexible Larsson sogar als Links- oder Rechtsverteidiger ein, den Positionen, welche er schon in Arsenals Jugend bekleidet hatte. In dieser Saison konnte der Schwede in der Premier League zwar nicht so oft für Furore sorgen, da er lange Zeit verletzt war. Doch Schweden-Trainer Erik Hamrén rechnet für das Turnier in Polen und der Ukraine fest mit seinem Mittelfeld-Star. Nimmt Larsson rechtzeitig für die Europameisterschaft Fahrt auf, könnte er Schweden mit der ein oder anderen Standardsituation vielleicht sogar gegen seine zweite Heimat England in die nächste Runde schiessen.
Bild: safc.com / fcbayern.telekom.de
Er ist eine deutsche Fernsehlegende mit Kultstatus. Im Interview mit kurzpass.ch rechnet Waldemar Hartmann mit der ARD ab, spricht über die Steueraffäre um Uli Hoeness und lobt seine Wahlheimat Chur.
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