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Direktor: Christophe Goumand
Der Erfolg im Jahr 1999 hat das Römische Museum dazu ermutigt, das Abenteuer zu wiederholen und das Festival von jetzt an alle zwei Jahre abzuhalten. Nyon ist dadurch zum ersten schweizerischen Treffpunkt für Anhänger der archäologischen Filme geworden und schliesst sich einer Reihe von anderen gleichartigen Festivals in Frankreich (Bordeaux, Amiens), Deutschland (Kiel), Italien (Rovereto) und Belgien (Brüssel) an.
Maria Longhena, Spezialistin der Maja-Kultur und Autorin mehrerer Bücherer über dieses Thema, beteiligte sich am Freitag Abend an der Vorstellung über die Archäologie des präkolumbianischen Amerikas.
In der Nachmittagsvorstellung über die römische Kultur stellte Alix Barbet, verantwortlich für das Forschungszentrum für römische Wandmalereien in Soissons und das Archäologielabor der Ecole Normale Supérieure Paris, einen Film über die Stadt Zeugma (Türkei) vor, die bei der Stauung des Euphrats von seinen Fluten verschlungen wurde.
Die besten Produktionen wurde von der Jury, die von fünf Mitgliedern aus der Welt der Archäologie und des Films gebildet wurde, mit einem Preis ausgezeichnet. Ausserdem wurde ein Publikumspreis vergeben.
Die Preisträger
ERSTER PREIS UND PUBLIKUMSPREIS
„La tombe du prince scythe“ (Das Grab des skythischen Prinzen), Grossbritannien, Frankreich, 52′, Regisseur: Marc Jampolsky
Der erste Preis wurde für den Sinn für Erzählung vergeben, mit dem der Regisseur die Langzeitforschungen über ein immer noch wenig bekanntes Thema schildert. Er beschreibt den Kontext mit viel Einfühlungsvermögen, wobei er insbesondere den gegenseitige Respekt zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen Teams hervorhebt und einen verständnisvoller Einblick in das Land gibt, in dem der Film gedreht wurde.
JURY-SPEZIALPREIS
„Les comportements alimentaires des hommes préhistoriques“ (Das Essverhalten der prähistorischen Menschen), Frankreich, 26′, Regisseur: Denis Gerault
Dieser Film wurde aus mehreren Gründen prämiert: Zunächst einmal hat der Regisseur die Fähigkeit bewiesen, ein Thema zusammenzufassen, das a priori nicht besonders für Filme geeignet ist. Die subtile Kameraführung, der attraktive Schnitt und ein Sinn für Humor, der in einem Dokument für Fachleute doch eher selten ist, geben der Erzählung eine persönliche Note. Daher ist der Film auch für ein breites Publikum geeignet.
PREIS FÜR DEN BESTEN LOW-BUDGET-FILM
„Bacchus und Ariane“ (Bacchus und Ariadne), Frankreich, 18′, Regisseure: Jean Collinet und Frédéric Moroldo
Das Zusammenspiel zwischen Bild und klugem Kommentar, das ein ausserordentliches Kunstwerk in einer archäologischen Rettungsaktion in Szene setzt, macht diesen Film einzigartig.
BESONDERE AUSZEICHUNGEN
„L’homme de Concise ou la Suisse des palafittes“ (Der Mann aus Concise oder die Schweiz der Pfahlbauer), Schweiz, 46′, Regisseur: Silvana Bezzola
Die Regisseurin dieses Films wurde für ihre Fähigkeit prämiert, uns durch den geschickten Einsatz der Mittel einer Dokumention in die Welt der Archäologie zu entführen.
„Les derniers jours de Zeugma“ (Die letzten Tage von Zeugma), Frankreich, 52′, Regisseur: Thierry Ragobert
Die Auszeichnung diese Films wurde in erster Linie für die Emotionen vergeben, die bei dieser beispielhaften Enthüllung von unbekannten Wundern hochgekocht sind. Die Objekte wurden unter extremen Umständen gefunden, die Fragen nach dem Schicksal eines sagenhaften Teils des menschlichen Kulturerbes aufwerfen, während sie gleichzeitig die Lebensbedingungen eines gesamten Volkes verurteilen.
Die Jury
Vorsitz
- Pierre Barde, Produzent und Regisseur, Télévision suisse romande
Mitglieder
- Frédéric André, Direktor der archäologischen Filmtage des Musée de Mariemont, Belgien
- Pierre Corboud, Archäologe, Institut für Anthropologie, Universität Genf
- Regula Frei-Stolba, Archäologin, Professorin im Institut für Archäologie and Antike Geschichte, Universität Lausanne
- Majan Garlinski, Ethnologe, Konservator der Abteilung für Visuelle Anthropologie des Ethnographischen Museums, Genf