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Wie US-Forscher Ted Scambos am 10. Dezember 2013 bei der Herbsttagung der Amerikanischen Geophysikalischen Union in San Francisco berichtete, betrug der tiefste registrierte Wert minus 93 Grad Celsius. Gemessen wurde die nur schwer vorstellbare Temperatur am 31. Juli 2013 mitten in der Antarktis, unmittelbar neben den höchsten Stellen eines ausgedehnten, etwa 3800 Meter hohen Gebirgsrückens. Bestätigt wurde diese Annahme durch Daten des am 11. Februar 2013 gestarteten Nasa-Satelliten Landsat-8. Scambos, der für das US-amerikanische Snow and Ice Data Center arbeitet, wertet seit einiger Zeit die rund 30 Jahre weit zurückreichenden Satellitendaten aus und weiss nun, wo und wie es zu den Extremwerten kommt. Am allerkältesten ist es während des antarktischen Winters an hochgelegenen Orten über 3000 Meter Meereshöhe, wo die extrem trockene und klare Luft jede Art von Wärme abstrahlt.
Genauer gesehen handelt es sich bei den Extremkältepunkten um Senken nahe den höchsten Stellen des Gebirges. Die kalte Luft, die schwerer ist, sinkt in diese Vertiefungen ab und kühlt dort in den Nächten noch einmal ab. Diese kältesten Orte seien wie Perlen einer Kette entlang den Gebirgszügen aufgefädelt, so Scambos. Die minus 93 Grad Celsius sind dabei noch gar nicht der tiefste Wert, den die Forscher ermittelt haben. Am 10. August 2010 dürfte es in unmittelbarer Nähe des Kältepols von 2013 noch einmal um zwei Zehntelgrad kälter gewesen sein. Dies in einer Höhe von 3900 Metern in 81,8 Grad südlicher Länge und 59,3 Grad östlicher Breite, nahe der japanischen «Dome-Fuji-Station».
Der bisherige Rekordwert wurde am 21. Juli 1983 nahe der damals noch sowjetischen Antarktisstation Wostok gemessen - im Unterschied zu den neuen Rekordwerten allerdings zwei Meter über dem Boden und nicht mit der Hilfe von Satelliten.
Gemessen wurden die Werte vom Erdbeobachtungssatelliten Landsat-8. «Mit diesem Satelliten haben wir einen sehr genauen Sensor, der uns alle Arten von Informationen liefern kann über die Beschaffenheit der Erde und darüber, wie der Klimawandel die Oberfläche, die Ozeane und die Eispanzer der Erde beeinflusst. Dieser Kälterekord war nur der Auftakt der Entdeckungen, die wir noch von Landsat-8 erwarten dürfen.», so Scambos.
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