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Das Drama «Jusqu’à la garde» von Xavier Legrand hat am Freitagabend in Paris den César für den besten Film gewonnen. Es handelt von einem gewalttätigen Vater und Ehemann und dem Zerfall einer Familie.
Sein Spielfilmdebüt brachte dem 39-Jährigen 2017 in Venedig auf den Filmfestspielen bereits den Regie-Preis ein. Das Beziehungsdrama erhielt am Freitag insgesamt vier Auszeichnungen, darunter diejenige für das beste Originaldrehbuch.
Den Regie-Preis holte sich Jacques Audiard für den Western «The Sisters Brothers», der die Geschichte zweier Auftragskiller erzählt, die auf der Suche nach einem Goldsucher sind. Der 66-jährige Franzose erhielt 2018 in Venedig auf den Filmfestspielen den Regie-Preis.
Ehrung auch für Lagerfeld
Den César als bester fremdsprachiger Film gewann «Shoplifters» von Kore-Eda Hirokazu. Das Drama handelt von einer kleinkriminellen Familie, die ein obdachloses Mädchen aufnimmt. Der Film des japanischen Regisseurs gewann 2018 in Cannes auf den Internationalen Filmfestspielen bereits die begehrte Goldene Palme.
Der Ehren-César wurde dieses Jahr dem amerikanischen Schauspieler, Filmregisseur und Filmproduzenten Robert Redford überreicht. Er liebe Paris, sagte Redford. Seine Erinnerungen an Frankreich als junger Künstler seien sehr berührend. Dem 82-jährigen wurde die goldene Trophäe von Kristin Scott Thomas überreicht. Die französisch-britische Darstellerin war die Präsidenten der 44. César-Zeremonie.
Eine Hommage an Karl Lagerfeld erwies dem am Dienstag verstorbenen Modezar die deutsche Schauspielerin Diane Kruger. Er habe die grössten Stars eingekleidet, es habe keinen roten Teppich in Cannes ohne eine Kreation von ihm gegeben, sagte die 42-Jährige. Er sei ihr Freund gewesen und werde ihr sehr fehlen.
Der César ist Frankreichs nationaler Filmpreis, benannt nach dem Bildhauer César Baldaccini. Der Preis wird seit 1976 verliehen.