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Das Podest
- 1. Federica Brignone 2:11,95 Minuten
- 2. Lara Gut-Behrami +0,33
- 3. Mikaela Shiffrin +0,39
Wer aktuell mit Skisport seine Brötchen verdient, hat kein einfaches Leben: Während bei den Männern Rennen um Rennen abgesagt wird, konnten die Frauen in Tremblant (CAN) zwar auch am Sonntag ihren Riesenslalom absolvieren – der Final-Durchgang ging allerdings unter widrigsten Bedingungen über die Bühne.
Sehr gut meisterte Lara Gut-Behrami die Aufgabe im dichten Schneetreiben und stürmischen Wind. Die Tessinerin, die die ersten beiden Riesenslaloms der Saison für sich entschieden hatte, verbesserte sich im Final noch um einen Rang. Schneller war am Ende nur Vortagessiegerin Federica Brignone. Die Italienerin fuhr vom 6. Zwischenrang dank Laufbestzeit noch ganz an die Spitze und fing Gut-Behrami um 33 Hundertstel ab. Mikaela Shiffrin komplettierte das Podest.
Die rote Startnummer der besten Riesenslalom-Fahrerin der Saison bleibt bei Gut-Behrami. Die 32-Jährige liegt noch 5 Punkte vor Brignone. Im Interview hielt die Tessinerin mit ihrer Meinung über die Durchführung des Rennens nicht hinter dem Berg: «Es war ein Witz, ich konnte die Tore kaum sehen. Man muss verrückt sein, solch ein Rennen zu starten. Es war Glück, dass sich niemand verletzt hat. Ich war nahe dran, anzuhalten.»
Die weitere Schweizerin in den Punkten
- 23. Michelle Gisin +2,47 Sekunden
Neben Gut-Behrami fuhr nur noch Michelle Gisin in die Punkte. Bei Halbzeit noch auf Zwischenrang 14, verbremste sie den Final und fiel um 9 Plätze zurück. Die weiteren Schweizerinnen enttäuschten noch mehr: Wendy Holdener verpasste den 2. Durchgang als 31. um 0,08 Sekunden. Vivianne Härri, Camille Rast, Simone Wild, Mélanie Meillard und Stefanie Grob scheiterten teils deutlich am Cut. Andrea Ellenberger verzichtete wegen eines Sturzes auf einen Start.
Internationale Festspiele
Die ersten 7 Plätze in Tremblant machten 7 verschiedene Nationalitäten unter sich aus. Zu Italien, der Schweiz und den USA gesellten sich Frankreich (Clara Direz), die Slowakei (Petra Vlhova), Kanada (Valérie Grenier) und Kroatien (Zrinka Ljutic). Auch Österreich, Schweden, Deutschland, Norwegen, Slowenien, Polen, Tschechien und Finnland waren im Final vertreten und machten aus dem Rennen internationale Festspiele.
So geht es weiter
Nach zwei Wochen in Nordamerika kehrt der Frauen-Tross nach Europa zurück. Von Freitag bis Sonntag sind die Speedfahrerinnen in St. Moritz gefordert, wenn zwei Super-G und eine Abfahrt stattfinden. Die nächsten Technik-Bewerbe sind der Slalom von Courchevel (21.12.) kurz vor und der Riesenslalom von Lienz (28.12.) kurz nach Weihnachten.