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| Hippolytus von Rom († um 235) - Widerlegung aller Häresien (Refutatio omnium haeresium)

Buch X.
20.
Apelles, des Markion Schüler, legte, da ihm die eben geschilderten Lehren seines Meisters nicht zusagten, seiner neuen Lehre das Dasein von vier Göttern zugrunde, von denen er den einen den Guten nennt; ihn hätten nicht einmal die Propheten gekannt, sein Sohn [S. 280] sei Christus; den zweiten nennt er den Baumeister des Alls, der aber nach ihm nicht Gott ist; den dritten den Feurigen, der sich gezeigt hat; den vierten den Bösen, er nennt sie Engel und fügt noch Christus als fünften hinzu. Er hält große Stücke auf ein Buch, das er „die Offenbarungen der Philumene“ nennt, die er für eine Prophetin hält. Christus habe nicht aus der Jungfrau Fleisch angenommen, sondern aus der vorliegenden Weltsubstanz. So hat er Werke gegen Gesetz und Propheten geschrieben, um sie als lügenhaft und ohne Gotteserkenntnis hinzustellen; daß das Fleisch zugrunde gehe, lehrt er ähnlich wie Markion.