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Pfarrkreis Grosshöchstetten
Die Kirche Grosshöchstetten wird erstmals 1231 erwähnt Sie gehörte zum Bistum Konstanz, das damals das ganze Gebiet östlich der Aare umfasste. Die der Maria geweihte Kirche wird aber schon früher bestanden haben. Die Christianisierung war hier im 9. Jahrhundert abgeschlossen, und besonders im 10. Jahrhundert entstanden in unserer Gegend viele Kirchen.
Die Reformation von 1528, hier unter dem Pfarrer Jakob Schaller durchgeführt, griff tief in das kirchliche Leben ein. In allen bernischen Landen wurden die Bilder in den Kirchen zerstört oder übertüncht. Die vielen kleinen Kapellen und die Kreuze in der Landschaft verschwanden. Der Gottesdienst wurde neu geregelt.
Das Berner Patriziat übernahm neben der politischen nun auch die kirchliche Führung und schuf eine Kirche, die sich dem Staat gänzlich unterzuordnen hatte. Um den Pfarrherrn in unserer grossen “Kirchchöre“ zu entlasten, wurde 1719 ein Helfer beigezogen, der seinen Wohnsitz 1819 von Grosshöchstetten nach Zäziwil ins so genannte “Helferhüsi“ verlegte.
Ab 1942 gab es zwei Pfarrstellen Grosshöchstetten-Zäziwil-Mirchel und Bowil- Oberthal. 1949 wurde ein weiteres Hilfspfarramt in Zäziwil geschaffen, und seit 1961 gibt es in unserer Kirchgemeinde drei ordentliche Pfarrstellen.
1994 wurde schliesslich für den Pfarrkreis Bowil-Oberthal eine 50% Pfarramt geschaffen. Die Kirche wurde verschiedentlich umgebaut, vergrössert und renoviert, so 1811, als eine Orgel installiert wurde, 1882 nach einem Brand, dann um l935 und zuletzt l978. Diese letzte Renovation gab dem Kirchenraum das heutige, freundliche Gepräge. Dabei fand man Fragmente mittelalterlicher Wandmalereien. Erwähnung verdienen auch die fünf wertvollen Scheiben, die von Hans Zehnder 1597 geschaffen wurden.