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Die Entstehung von Gletschereis
Sobald der lockere Neuschnee gefallen ist, setzt bereits die Umwandlung zum Gletschereis ein. Dies ist ein langwieriger Prozess, der mehrere Jahre dauern kann. Damit aus Schnee Gletschereis entsteht, muss dieser das ganze Jahr über liegen bleiben. Der Prozess wird durch Temperatur, weitere Niederschläge, Wind und die Sonneneinstrahlung beeinflusst. Aus dem Neuschnee entwickelt sich dadurch in eine immer kompaktere Decke aus hartem Altschnee. .
Vom Firn zum Eis
Wenn der Schnee einen Sommer lang überdauert hat, nennt man ihn Firn. Im folgenden Winter fällt weiterer Neuschnee auf die vorhandene Schneedecke und drückt die Firnkörner fester zusammen. Der Firn wird dichter, die Zwischenräume kleiner – der Luftanteil nimmt so weit ab, bis in den Zwischenräumen weder Luft noch Wasser zirkulieren kann. In den Alpen kann dieser Prozess Jahre bis Jahrzehnte dauern.
Die letzte Eiszeit in den Alpen
Die letzte Eiszeit erreichte vor rund 20'000 Jahren ihren Höhepunkt. Zu dieser Zeit füllten mächtige Eismassen die Alpentäler und flossen als lange Gletscher bis weit ins Vorland hinaus. Im Gegensatz zu den heutigen Wasserwegen flossen die mächtigen Eisströme des Oberengadins in alle Himmels-richtungen ab. Nach Südosten über den Berninapass, nach Südwesten über den Malojapass, nach Westen über Julier und Albula und nach Nordosten das Inntal hinunter. Der Eispanzer im Gebiet Bernina erreichte dabei eine Mächtigkeit von rund 1'000 Metern über der Talsohle.
Geografie des Erlebnisraums Bernina Glaciers
Der Erlebnisraum Bernina Glaciers liegt im Grenzgebiet zwischen Pontresina im Engadin und der Valposchiavo – mit dem Berninapass als Verbindung. Das Gebiet umfasst somit die südöstlichste Ecke der Schweiz und grenzt im Süden an das Veltlin in Italien. Mit der Bergbahn Diavolezza und über beiden Seitentäler Val Roseg und Val Morteratsch bei Pontresina bietet es einfachen Zugang zu der Gletscherwelt des Bernina. Die hochalpine Gebirgslandschaft von Bernina Glaciers umarmt den gesamten Raum von den kargen Fels- und Eisstrukturen über milchige Gletscherseen und sprudelnde Bergbäche bis hinunter zu blühenden Alpenwiesen und duftenden Wäldern. Dabei überqueren wir Landschafts- und Klimazonen und bewegen uns zwischen Kultur- und Sprachgrenzen.