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Die Investment-Banking, Abteilungen der Schweizer Banken fielen 2007 nicht nur durch Milliardenabschreibungen auf, sondern sind auch durchwegs schlechter als ihre globalen Wettbewerber. Im Obermatt Competition Ranking 2008 war deren operatives Alpha stets kleiner als der Marktdurchschnitt. Die Geschäftsleitung der UBS Investment Banking Division hat sogar mehr Wert zerstört, als Eigenkapitalbasis vorhanden war, denn deren Alpha war 113,8% schlechter als der Durchschnitt der 75 internationalen Investmentbanken, die zum Vergleich analysiert wurden.
Unter dem operativen Alpha versteht man die Überrendite auf dem durchschnittlichen Eigenkapital im Vergleich zum Marktmedian. Zur Berechnung der Rendite wird die Differenz des Nettogewinns von einem Jahr auf das andere durch das durchschnittliche Kapital dividiert – eine Kennzahl, die dem gebräuchlichen Return on Average Equity nahe kommt, aber den Vorteil hat, dass ein positiver Wert stets bedeutet, dass Wert geschaffen wurde. Vergleicht man diesen Wert mit dem Marktdurchschnitt, dann erhält man die Überrendite gegenüber dem Markt, die operatives Alpha genannt wird (siehe Box). Dieses operative Alpha ist die Basis des Obermatt Competition Ranking auf der Grundlage der BankScope-Daten des Bureau van Dijk. Dabei wird ersichtlich, dass nicht nur die UBS Investment-Banking-Division den letzten Platz in ihrer Vergleichsgruppe einnahm, sondern die Gesamt-UBS derart stark beeinträchtigte, dass die UBS als Ganzes ebenfalls das Schlusslicht gegenüber 34 grossen Banken weltweit bildete.
Grossbanken brillieren
Es ist eine beachtliche Managementleistung, dass die UBS mit diesem Ausmass an Betroffenheit von der Kreditkrise überhaupt noch handlungsfähig ist. Dies ist mitunter darauf zurückzuführen, dass das Private Banking (UBS Wealth Management) so gut gearbeitet hat, dass es sogar auf das Siegerpotest gereicht hatte. Freilich war diese Alpha-Performance von +10,7% durch das reduzierte Eigenkapital begünstigt. Aber trotzdem bleibt das Alpha positiv, und eine Kapitalrückzahlung ist auch bei einer eigenständigen Einheit wertschaffend. Dass bei der UBS diese Kapitalumschichtung ins Investment Banking kaum freiwillig getan wurde, mindert die Leistung wenig. Es spricht also nichts gegen diesen ausgezeichneten Rang des UBS Wealth Management. Da versteht man, dass Peter Kurer das Wealth Management absondert, um es gegen das Investment Banking zu schützen.
Die Credit Suisse hat im Private Banking im Competition Ranking sogar Gold gewonnen. Sie hat mit ihrem operativen Alpha nicht nur die beste Bankenleitung in der Schweiz, sondern ist überhaupt die beste von 74 Privatbanken weltweit. Dabei belegt nicht nur das CS Private Banking einen Spitzenplatz, sondern auch das Retail Banking hat den ausgezeichneten 6. Platz mit einem Alpha von +7,3% erreicht. Das ist europaweit Platz 22 von 297 Vergleichsbanken. Das UBS Retail Banking erreicht immerhin Platz 86 von 297 und ist damit immer noch deutlich in der besseren Hälfte des Marktes.
Überhaupt hatten die Retailbanken und die Privatbanken ein gutes Jahr 2007. In der Liste der Outperformer befinden sich mit einer Ausnahme ausschliesslich Institute dieser Märkte. Eine besondere Leistung wurde dabei von der Bank Sarasin erzielt, die nach einem schlechten 35. Platz im Obermatt Competition Ranking 2007 nun auf Platz zwei vorgerückt ist. Ebenfalls den Rang verbessern konnte die BNP Paribas Schweiz, und eine Reihe von Banken befinden sich wie im Vorjahr auf positivem Niveau: EFG (2007 Ranking: Platz 6), Rothschild (2007 Ranking: Platz 11), Bank Coop (2007 Ranking: Platz 12) und Schwyzer Kantonalbank (2007 Ranking: Platz 10).
Insgesamt fällt auf, dass dieses Jahr nur 28 Institute auf der Outperformance-Liste sind. 2007 waren es deren 37. Während die Schweizer Banken letztes Jahr zu den besten gehörten, belegen sie dieses Jahr nur das Mittelfeld.