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Ar 160
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Ar 160
1929-2005
7.3m
Geboren 1917 in Wülflingen bei Winterthur als drittes von fünf Kindern eines Eisenfräsers. Ab 17 Jahren aktiv in der Sozialistischen Jugend. 1937 Primarlehrerpatent, bis Kriegsausbruch jedoch ohne Stelle. 1939 Ausschluss aus der SPS. 1940 im Aktivdienst militärgerichtliche Verurteilung wegen Verteidigung der sowjetischen Aussenpolitik, fünfmonatige Untersuchungshaft. Als Folge dreijähriges Berufsverbot. Leiter der ab 1942 verbotenen Kommunistischen Partei in Winterthur, für diese Tätigkeit zu acht Monaten Haft verurteilt, beendet nach einem Hungerstreik. 1944 Heirat mit Frieda Senn. Bei Kriegsende schloss sich Meier der Partei der Arbeit an, half sie mit aufzubauen und war Leiter des Bildungsausschusses. Verfasser zahlreicher Schriften und Briefen über Politik, Krieg und Frieden, ökonomische und gesellschaftliche Fragen. Wegen politischer und organisatorischer Differenzen Parteiausschluss 1952. Ab 1946 Lehrertätigkeit in der Stadt Zürich, in den 1950er Jahren wie seine Ehefrau Frieda abgewählt. 1955 bis 1956 Sekundarlehrerstudium, 1957 Anstellung in Maur im Kanton Zürich. 1966 Abwahl aus dem Lehrkörper wegen seiner linken Gesinnung. 1966 Eintritt in die SPS nach dreimaliger Ablehnung des Aufnahmebegehrens. 1981 Mitgründer der Sozialistischen Volkshochschule Uster, Verfasser von Lehrschriften und Programmen. 1982 Wahl in den Zürcher Kantonsrat, 1986 Rücktritt aus Protest. In den letzten zwanzig Lebensjahren unermüdliche Schreib- und Dokumentationstätigkeit: als Verfasser von unzähligen Leserbriefen, als Korrespondenzpartner und bei der Zusammenstellung des eigenen Lebenswerks.
Der Nachlass Max Meier gelangte am 27.11.208 ins Schweizerische Sozialarchiv. Die Übergabe wurde von den Töchtern Max Meiers, W. Morf-Meier und K. Gross-Meier, betreut.
Der Bestand ist aufgrund des umfangreichen Materials zu wichtigen politischen Themen des 20. Jahrhunderts von besonderer Bedeutung. Besonders gut dokumentiert sind die Sozialistische Arbeiterjugend in den 1930er Jahren, die illegalen kommunistischen Aktivitäten während des 2. Weltkriegs, die Anfänge der PdA und deren interne Machtkämpfe bis zum Tod Stalins, die Entwicklung der Friedensbewegung in der Schweiz, von den Abrüstungsbemühungen über den Kampf gegen die Atombewaffnung bis zur Forderung nach Abschaffung der Schweizer Armee sowie politisch motivierte Berufsverbote.
Mit Ausnahme von Mehrfachexemplaren wurden keine Akten kassiert. Ein kleinerer, aber wertvoller Broschürenbestand wurde in die Bibliothek integriert. Diese Broschüren umfassen u.a. folgende Themen: KPS, Antikommunismus, Komintern und KPD, Spanischer Bürgerkrieg, Kirche und Sozialismus, Faschismus und Krieg, Konzentrationslager, Atombewaffnung.
Neuzugänge werden nicht erwartet.
Die vorhandenen Dokumente sind im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs frei zugänglich. Es gelten die ordentlichen Benutzungsbestimmungen des Schweizerischen Sozialarchivs.
Max Meier: Tagebuch 1935. Zukunftsängste eines Achtzehnjährigen, Maur, Verlag für politische Bildung, 1982. Signatur: 72793
Max Meier: Der überwundene Krieg in Europa ermöglicht die Abschaffung der Armee in der Schweiz, Maur, Verlag für Globalhumanistische Bildung, 1988. Signatur: GR 5979
Max Meier: Der Soldat ist ein Anachronismus. Drei Studien zum Absterben der Menschheitsgeissel Krieg, Maur, Verlag für globalhumanistische Bildung, 1994. Signatur: 97864
Der Bestand wurde im Dezember 2008 von N. Blancpain bearbeitet.