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Willi Kobe und Margrit Besmer Kobe prägten sich gegenseitig. Die junge Logopädin sowie Heilpädagogin und der pazifistische Pfarrer lernten sich über ihre Arbeit für den Internationalen Versöhnungsbund kennen und schätzen.
Als Ehepaar setzten sie sich in vielfältiger Weise für den Frieden ein. Willi Kobe gehörte als religiöser Sozialist zu den führenden Persönlichkeiten der schweizerischen Friedensbewegung zwischen 1930 und 1970. Durch sein langjähriges Engagement in der Friedensarbeit wurde er zu einem der wichtigsten Sprachrohre der schweizerischen Friedensbewegung.
Nach dem 2. Weltkrieg engagierte er sich im Sinne des Antimilitarismus für den Zivildienst, für ein Waffenausfuhrverbot sowie für die atomare Abrüstung. Margrit Besmer Kobe glaubte an die Initiative der Menschen selbst, eine positive Verände-rung herbeizuführen – und zwar mit- und füreinander. So schaffte sie es immer wieder, ihr Umfeld in Bezug auf verschiedenste Ungerechtigkeiten zu sensibilisieren, sei dies für die Initiative eines Waffenausfuhrverbotes oder die Verhinderung des Waffenplatzes Rothen-thurm im Kanton Schwyz.
Der Radius ihres Engagements reichte in späteren Jahren bis nach Lateinamerika. Dank ihrer Begabung, Menschen zusammenzubringen, kam es bei ihr zu Hause immer wieder zu Gesprächsrunden mit Gästen aus aller Welt.