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Im Zentrum der Stadt steht das Münster Unserer Lieben Frau: Masse: Länge 116 m, Breite 30 m, Turmhöhe 116 m. Der Bau des Münsters geht auf eine Stiftung von Herzog Berchtold V. von Zähringen zurück.
Das Münster ist seit der Gründung des Bistums Freiburg 1827, nach der Auflösung des Bistums Konstanz, eine Bischofskirche, d.h. Kathedrale. Der Bau wurde um 1200 im romanischen Stil begonnen. Von 1220-1260 entstand das Langhaus im frühgotischen Stil. 1330 wurde der Turm fertig gestellt. 1354 bis 1515 wurde der spätgotische Chor errichtet. Im Jahre 1513 wurde das Münster eingeweiht.
Kunsthistoriker aus der ganzen Welt rühmen das Freiburger Münster mit dem prominenten Westturm als ein architektonisches Meisterwerk der Gotik. Berühmt ist insbesondere der Turm mit seinem achteckigen Helm, der aus Masswerk gestaltet ist.
Die Glasfenster stammen aus allen Bauperioden des Münsters. Im romanischen Querschiff sind bunte Glasfenster aus der Zeit um 1220-1260 zu sehen. Die gotischen Fenster im Langhaus stammen aus der Zeit um 1330. Kaiser Maximilian stiftete die so genannten Kaiserfenster im Hochchor. Nach der gotischen Bauperiode wurde eine Anzahl der mittelalterlichen Fenster entfernt, da man "zeitentsprechend" mehr Licht in der Kirche haben wollte. Dadurch gingen einige der wertvollen Glasmalereien unwiederbringlich verloren.
Der Hochaltar von Hans Baldung Grien ist ein Flügelaltar, gemalt 1512-1516. Die Bilder zeigen Szenen aus dem Marienleben, die Apostel und auf den Flügeln bestimmte Heilige. Die Rückseite zeigt eine Kreuzigung Christi. Die Altäre in den kranzförmig an den Chorumgang angelegten Kapellen sind alle im spätgotischen Stil des 16. Jh. gestaltet.
Blick vom Chor gegen den Eingang
Chorraum und Kapellen
Jakobusverehrung:
Im Kapellenkranz sind 2 Darstellungen einer Pilgerkrönung durch den hl. Jakobus zu sehen: einmal als Relief in Stein gehauen (um 1200). Pilgerstab und Reisetasche deuten eindeutig auf Jakobus als krönende Person hin. In der Villinger-Böcklin-Kapelle befindet sich eine Glasmalerei mit einem segnenden Jakobus von 1524. Dargestellt ist der Stifter der Kapelle, Jacob Villinger von Schönenberg (Reichsschatzmeister unter den Kaisern Maximilian I. und Karl V.), zusammen mit seiner Gattin. Das Ehepaar empfängt von Jakobus den Segen zum Antritt ihrer Pilgerfahrt. Sie tragen noch keine Muscheln, weil diese erst in Santiago erworben werden, wohl aber als Wallfahrtssymbol zwei gekreuzte Pilgerstäbe. Ausserdem finden wir in dieser Kapelle noch ein Fenster mit Kaiser Karl V., der den Apostel Jakobus verehrt. Im Mittelgang schliesslich sehen wir an der zweiten Säule rechts einen Jakobus.
Impressionen von der Stadt Freiburg
Bilder von der Stadt, grossteils von einem Besuch im Februar 2016.