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Das musst du wissen
- Eine Nasa-Sonde hat erste Daten über den am weitesten entfernten Himmelsbrocken, der je untersucht wurde, übermittelt.
- Laut diesen Daten ist das schneemann-förmige Objekt namens Ultima Thule ohne Mond und Gashülle.
- Zudem sind die beiden Kugeln offenbar unabhängig voneinander entstanden und später miteinander kollidiert.
An der Grenze unseres Sonnensystems kreist ein Brocken mit dem Namen Ultima Thule. Der 6,5 Milliarden Kilometer entfernte Körper ist das am weitesten entfernte und mutmasslich älteste Objekt, das je aus der Nähe untersucht wurde. Es befindet sich im sogenannten Kuipergürtel, wo sich auch Pluto aufhält. Dieser wurde von der Nasa-Sonde «New Horizons» bereits untersucht, bevor sie Anfang Januar den schneemann-ähnlichen Himmelskörper anpeilte. Nun sind erste Daten über Ultima Thule auf der Erde eingetroffen.
Die Resultate offenbaren, dass das Objekt von leicht rötlicher Farbe und ohne Begleiter, wie etwa einem Mond, unterwegs ist. Zudem besitzt Ultima Thule keine Atmosphäre. Sein maximaler Durchmesser beträgt knapp 32 Kilometer und sein Körper ist eher flach und besteht aus zwei kugelförmigen Teilen – der grössere heisst Ultima, der kleinere Thule. Diese sind wahrscheinlich unabhängig voneinander entstanden und haben sich womöglich durch eine Kollision miteinander verbunden. Da nur wenige Krater entdeckt wurden, schliessen die Forscher darauf, dass das Objekt kaum Zusammenstösse mit anderen Himmelskörpern hatte. Auf der Oberfläche ist Wassereis und Methanol gefunden worden.
Die vorgestellten Resultate beruhen erst auf zehn Prozent der Daten. Sie stammen noch aus dem Vorbeiflug der Sonde. Deren vollständige Übertragung zur Erde wird wohl erst Mitte 2020 abgeschlossen sein.