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Ab 535 belegte Bezeichnung für Kleriker, die unter einem Bischof oder Erzpriester Gottesdienste abhalten und in der Regel gemeinschaftlich zusammenleben. Mitte des 8. Jh. verfasste Chrodegang, Bf. von Metz, eine für die C. bestimmte Regel. Das Verschwinden des Gemeinschaftslebens und die Aufteilung der Kirchengüter im 10. Jh. entfachte heftige Kontroversen, was dazu führte, dass sich ab dem 11. Jh. viele C. den Regeln des hl. Augustinus (Augustiner Chorherren) unterwarfen und der Orden der Prämonstratenser entstand (Regularkanoniker). Der Begriff C. bezeichnet zudem die Säkularkanoniker der Kathedralen (Domkapitel) und Kollegiatkirchen (Kollegiatstifte), die sich den Reformen nicht anschlossen.
Autorin/Autor: Véronique Mariani-Pasche / AL