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FISCHE UND FLÜSSE
Gemeinsam sind wir stark... oder schwach!
Die Nase, die Äsche und die Forelle treffen sich in Flüssen wie der Saane. Sie überwinden manchmal grosse Distanzen um für die Fortpflanzung ideale Kiesbänke zu finden. Diese Fischarten bleiben wegen ihrer Isolation und der Verschlechterung ihres Lebensraumes verletzlich.
Das Laichen der Forelle
Das Weibchen, hier im Hintergrund, gräbt eine flache Mulde, in die sie ihre Eier ablegen wird. Das Männchen beschützt sie vor seinen Rivalen. Sobald das Nest fertiggestellt ist, legt das Weibchen ungefähr 2‘000 Eier in die Mulde, währenddem das Männchen seine Milch darüber spritzt. Mit kräftigen Schwanzschlägen bedeckt das Weibchen die Eier schliesslich mit Kies, um sie zu schützen.
Forelle
Flussäsche
Die Äsche: wo Kies Leben bedeutet!
Die Äschen brauchen für ihren Lebenszyklus vielfältige Lebensräume: lockeren und sauberen Kies für das Laichen, unregelmässige Flussufer mit wenig Strömung für die Larven und Jungtiere sowie tiefes Gewässer mit relativ grosser Strömung für die ausgewachsenen Tiere.
Die Nase
Im letzten Jahrhundert war die Nase eine häufige Art in den meisten grösseren Gewässern mit starker Strömung. Heute ist sie Aussterben bedroht, dies aus mehreren Gründen: Veränderungen am Wasserlauf, Staudämme, Schwallbetrieb, Verschmutzung… Die kleine Saane beherbergte 2007 noch einige wenige Laichplätze.
Die Nase
Freie Wanderung auf dem ganzen Fluss
Alle diese Lebensräume müssen erreichbar bleiben. Kein Hindernis darf die Wanderung unterbrechen. Zum Glück gibt es noch registrierte Laichplätze in der Saane. Regelmässiges Zufügen von Kies oberhalb dieser Laichplätze sichert das Fortbestehen der verbliebenen Fischarten.
Frage 1
Um das Alter eines Fisches zu kennen, muss man?
- die Länge der Flosse messen
- die Anzahl der Ringe auf den Schuppen zählen
- die Anzahl der Zähne zählen
Wie bei den Bäumen ist das Wachstum der Schuppen von der Jahreszeit abhängig, was erlaubt, das genaue Alter des Fisches zu bestimmen.
Frage 2
Wann wurden in Freiburg die letzten Lachse gefangen?
- 1676
- 1776
- 1876
- 1976
In der Vergangenheit stieg der Lachs von der Nordsee, über den Rhein hinauf, um sich in der Saane fortzupflanzen. Der letzte Lachs wurde 1876 gefangen.
Frage 3
Die Entwicklung der Fischeier ist abhängig:
- vom Alter des Weibchens
- von der Sedimentart
- von der Wassertemperatur
Die Entwicklungsdauer der gelegten Eier hängt direkt von der Wassertemperatur ab. Je kälter die Temperatur, desto länger dauert die Entwicklungszeit.
Texte: Sébastien Lauper
Illustrationen: Sébastien Lauper und rmgdesign
Fotos: Michel Roggo