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US-Präsident Donald Trump ist am 20. Januar ein Jahr im Amt. Im Vorfeld weisen seine Umfragewerte mehrere Besonderheiten auf:
- Trumps Werte sind niedriger als die seiner Vorgänger seit dem Beginn moderner Umfragen. Die Statistik-Website FiveThirtyEight berechnete am Dienstag auf der Grundlage mehrerer Erhebungen eine Zustimmungsrate von 38,7 Prozent - weniger als etwa George W. Bush (79,7 Prozent), Ronald Reagan (49,2 Prozent) oder Richard Nixon (60,2 Prozent) nach einem Jahr im Amt. Barack Obama kam auf 48,3 Prozent.
- Trumps Zustimmungswerte sind besonders angesichts der guten Wirtschaftslage in den USA ungewöhnlich. Die "New York Times" verglich Anfang Januar für den Zeitraum bis 1950 die Beliebtheit amerikanischer Präsidenten mit der jeweiligen Arbeitslosenquote. Die Zeitung kam zu dem Schluss, dass Trump nach diesem Faktor eigentlich auf über 60 Prozent kommen müsste.
- Für die Republikaner im Kongress ist das vor der Zwischenwahl im November kein gutes Signal. Die "New York Times" weist darauf hin, dass seit 1950 keine Partei die Kontrolle über das Repräsentantenhaus behalten hat, wenn die Zustimmungsquote des Präsidenten unter 40 Prozent lag.
- Allerdings ist Trump einer Reuters/Ipsos-Umfrage vom November zufolge bei Amerikanern, die zur Wahl gehen, beliebter als in der Allgemeinbevölkerung. Dies könnte ein wichtiger Faktor sein. Normalerweise beteiligen sich an den Zwischenwahlen, bei denen nur über Kongressmitglieder abgestimmt wird, deutlich weniger Amerikaner als an Wahlen, bei denen zeitgleich auch der Präsident gewählt wird. So gaben einer Studie der University of Florida zufolge 2014 nur knapp 36 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab - bei der Präsidentenwahl 2016 waren es laut Reuters/Ipsos dagegen etwa 60 Prozent.
- Trump schrieb am 29. Dezember auf Twitter, die "Fake News"-Sender würden ständig über seine "sogenannten niedrigen Zustimmungswerte" berichten. Jedoch sei sein Wert am 28. Dezember mit 47 Prozent etwa so hoch wie der von Obama acht Jahre zuvor gewesen. Der Präsident berief sich dabei auf Fox News.
(Reuters)