Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03182.jsonl.gz/2095

Beim WM-Auftakt der Schweiz gegen Kamerun am Donnerstag darf Captain Xhaka aufgrund drohender Sanktionen durch den Weltverband Fifa kein Zeichen für Toleranz setzen. Dies gab der SFV neben 6 weiteren europäischen Teilnehmernationen bekannt, welche die Aktion zuvor initiiert hatten.
«Die Fifa hat sehr deutlich gemacht, dass sie sportliche Sanktionen verhängen wird, wenn unsere Kapitäne die Binden auf dem Spielfeld tragen», hiess es in einer gemeinsamen Erklärung. Neben der Schweiz hatten auch Deutschland, England, Wales, Belgien, Dänemark und die Niederlande geplant, die vielfarbige Kapitänsbinde mit einem Herz zu tragen.
Captain-Binde verstösst gegen Kleidervorschriften
«Wir können als Verband unseren Spieler nicht in eine Situation bringen, in welcher er mit sportlichen Sanktionen sogar mit einem Platzverweis rechnen muss», erklärt SFV-Medienchef Adrian Arnold im Interview. Die Fifa begründet ihre Haltung mit einem Verstoss gegen das Kleidungs-Reglement. Die Captain-Binde müsse einheitlich getragen werden.
Man sei sehr frustriert über den Entscheid der Fifa, heisst es im Communiqué. Schliesslich habe man den Weltverband schon im September über die Absicht informiert, die «One Love»-Captain-Binde als Zeichen für Inklusion zu tragen.
Es sei bedauerlich, weil man eine positive Message ohne politischen Inhalt verbreiten wollte, so Arnold. Man wolle die Aktion wie bisher in Nations-League-Partien weiterverfolgen.