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Zürich (awp/sda) - Die Schweizer Börse SIX stellt den Handel mit Anleihen isländischer Banken ein. Die Wertpapiere werden dekotiert. Betroffen sind die drei Banken Landesbanki, Glitnir und Kaupthing.
Die drei Institute waren im Oktober 2008 innerhalb einer Woche kollabiert. Sie schuldeten zu diesem Zeitpunkt ausländischen Geldgebern rund 65 Mrd CHF. Der Staat musste die Banken retten, indem er sie verstaatlichte und anschliessend mit neuem Kapital ausstattete.
Als späte Folge dieses Bankencrashs wird die Schweizer Börse mehrere Anleihen der drei isländischen Banken dekotieren. Per 16. November wird der Handel mit zwei Anleihen der Landsbanki Islands, per 26. November zwei Anleihen der Glitnir Banki und per 30. Dezember zwei Anleihen der Kaupthing Bank eingestellt, wie die SIX am Montag mitteilte.
Die Dekotierung erfolgt in allen Fällen nach Ablauf der Frist, bis zu der Anleger ihre Forderungen aus den Anleihen hätten geltend machen müssen.
Island mit seinen 300'000 Einwohnern wurde wie kaum ein anderes Land von der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise getroffen. Der Inselstaat musste vom Internationalen Währungsfonds (IWF) mit Milliardenhilfen vor dem drohenden Staatsbankrott bewahrt werden.
Auch in der Schweiz waren Kunden vom Zusammenbruch der Kaupthing Bank betroffen. Für sie verlief der Crash aber glimpflich: Sämtliche Forderungen an die Genfer Kaupthing-Niederlassung wurden ausbezahlt. Möglich wurde dies durch die Umstrukturierung der Luxemburger Kaupthing Bank, deren Filiale die Schweizer Kaupthing Bank war.
Die Sanierung der Luxemburger Kaupthing Bank gelang unter Beteiligung eines britischen Investmentfonds mit der Unterstützung des belgischen und luxemburgischen Staates.
uh
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