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Das Wort zum Sonntag: Utilitarismus
Der Utilitarismus (abgeleitet aus dem Lateinischen utilitas, für Nutzen) ist eine Form der Ethik. Grundlage für die ethische Bewertung einer Handlung ist das Nützlichkeitsprinzip.
Den Kern des Utilitarismus kann man in der Forderung zusammenfassen: „Handle so, dass das grösstmögliche Mass an Glück entsteht!“ (Prinzip des maximalen Glücks bzw. engl. maximum-happiness principle). Dabei ergibt sich das allgemeine Glück aus der Aggregation des Glücks der einzelnen Individuen. Insofern ist der Utilitarismus eine hedonistische Ethik.
Aus dem Utilitarismus kann selbstverständlich abgeleitet werden, dass alles was gut ist für mich, auch gut ist für alle anderen. So beweisen Banker normalerweise ihren Bonus. Andere leiten daraus das Recht ab, als Guru durch die Welt zu gehen und alle glücklich zu machen.
Und wieder andere stellen sich jetzt die Frage, wie das gehen soll. Alle Glücklich. Wirklich alle? Da mögliche Folgen und reale Wirkungen eine zentrale Stelle in der Beurteilung von Handlungen einnehmen, ist der Utilitarismus eine Ethik der Konsequenzen. Leider bleibt bei gewissen Handlungen die Konsequenz ja auf der Strecke, das sind dann diejenigen Beispiele, welche man in der Zeitung lesen kann.
Also viel Spass mit einem utilitaristischen Wochenende.