Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03551.jsonl.gz/1347

Sie haben noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier.
Der russische Bariton Sergei Leiferkus, der 1946 in Leningrad geboren wurde, studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt und begann seine Karriere 1971 als Preisträger beim Glinka-Gesangswettbewerb in Vilnius. Sein erstes Festengagement erhielt er 1972 am Leningrader Maly-Theater, 1977 debutierte er mit Prokofjews Krieg und Frieden am Mariinsky-Theater und wurde 1979 Ensemblemitglied dieses renommierten Hauses. Im Westen wurde Leiferkus bekannt, als er 1983 seinen Einstand bei den Berliner Philharmonikern gab. Bald folgten regelmässige Verpflichtungen an die führenden Bühnen Westeuropas und Amerikas: Seit 1988 ist Sergei Leiferkus Stammgast am Londoner Royal Opera House, seit 1992 an der New Yorker Metropolitan Opera, dazu kamen Auftritte an der Opéra National de Paris, der Wiener Staatsoper und der Mailänder Scala sowie bei den Festspielen von Salzburg, Edinburgh, Glyndebourne, Tanglewood und Ravinia. Das Repertoire des Baritons umfasst fünfzig verschiedene Rollen, deren Spektrum sich von Mozart (Figaro-Graf und Don Giovanni) über Verdi (Nabucco, Macbeth sowie Simon Boccanegra) und Puccini (Scarpia in Tosca) bis zu Richard Wagner erstreckt: So wirkte er als Alberich in Robert Wilsons Pariser Ring-Produktion mit. Nicht zuletzt ist Leiferkus ein weltweit gefragter Interpret russischer Opern, seien es Partien von Borodin oder Tschaikowsky, von Prokofjew oder Schostakowitsch. Sergei Leiferkus hat mit vielen bedeutenden Dirigenten zusammengearbeitet: mit Claudio Abbado, James Levine, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Seiji Ozawa, Kent Nagano und Georg Solti. Mehr als vierzig CD-Einspielungen dokumentieren seine Kunst; für seine Aufnahme sämtlicher Lieder von Modest Mussorgsky erhielt er den «Cannes Classical Award», den «Diapason d’Or» und eine «Grammy»-Nominierung.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 17. August 2004 mit Schostakowitschs Vierzehnter Sinfonie in einem Konzert des Mahler Chamber Orchestra unter Leitung von Daniel Harding.
August 2012