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Salenstein, Schloss Arenenberg
Im November 2004 und Frühling 2007 untersuchte das Amt für Archäologie den ehemaligen Park, den Königin Hortense ab den 1820er Jahren anlegen liess und der im 20. Jahrhundert zum Teil unter Bauschutt verschwand oder verwilderte. Im Sommer 2008 konnte der wieder instand gestellte Park eröffnet werden.
Aus zwei Plänen (1832, 1907) und wenigen Bildquellen war bekannt, dass der einstige Landschaftspark über dem Untersee ein Wegnetz aufwies, das zu verschiedenen Parkelementen führte, die damals Mode waren. Es war die Aufgabe der archäologischen Sondierungen, das alles wieder für die geplante Restaurierung zu lokalisieren. Bereits 2004 konnte der Eiskeller ausgegraben werden, auch der Springbrunnen mit seinem Becken von sieben Metern Durchmesser. 2007 fand man auch noch die Fundamente der Eremitei.
Vom Frühling 2007 an wurde nach Rodungen der Bauschutt abgetragen und entfernt. Auch diese Arbeiten wurden vom Archäologenteam begleitet. Vor allem die Reste der wieder gefundenen Bauwerke untersuchte es genau, wie etwa die Wasserzuführung für den Springbrunnen und das Parkwegnetz. Interessant waren einzelne Fundstücke, die sich in den Erdschichten verbargen und über den Alltag im 19. und 20. Jahrhundert auf Schloss Arenenberg Auskunft geben. Als man die Fundamente der Eremitei freilegte, kam auch die mysteriöse "Grotte der Eugénie" aus Tuffsteinen zum Vorschein, von deren Existenz man zwar wusste, nicht aber ihren Standort kannte. Dank der Untersuchungen durch die Archäologie konnte so der verschwundene Park wieder fassbar gemacht werden. Die Ergebnisse waren die Basis, um das Gelände und seine Bauelemente unterhalb des Schlosses weitgehend zu rekonstruieren. Der Park ist nun für das Publikum geöffnet.
Weitere Informationen unter: Stiftung Napoléon III