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Von Peter Haisenko
Es ist nur höchst selten geschehen, dass frisch gefangene Sklaven auf den Transportschiffen in die Neue Welt ihre „Herren“ überwältigten und das Schiff in ihre Gewalt brachten. Das endete fast immer tragisch. Ist das ein Grund, warum Sklaven im Dienst ihrer amerikanischen „Eigentümer“ diese nicht erschlagen haben, obwohl sie ihnen zahlenmäßig stark überlegen waren? Gibt es eine Parallele zur Gegenwart?
Der Mensch hat ein natürliches Bedürfnis nach Geborgenheit und Sicherheit. Wie die meisten Tiere auch. Befindet man sich in einem Zustand, der für die absehbare Zukunft zumindest „Kost und Logis“ erwarten lässt, nimmt man für den Erhalt dieses Zustands viel in Kauf. Es bedarf schon besonderer Ereignisse, bis der Druck für Veränderungen so groß wird, dass es Aufstände geben könnte. Schließlich besteht auch immer die Gefahr, man könnte seine augenblickliche Situation verschlechtern. Diese Angst lähmt den Protestwillen, auch wenn absehbar ist, dass es nach mehr oder weniger kurzer Zeit erheblich besser werden könnte. Die Sklaven in Amerika wussten aber aus Erfahrung, dass sie keine Chancen hatten, ihre Situation aus eigener Kraft dauerhaft zu verbessern. So mussten sie sich mit ihrem Schicksal abfinden und das führte so weit, dass sie als Helfer ihrer Herren Aufrührer aus den eigenen Reihen bekämpften. So sorgten sie dafür, dass sich ihre Situation wenigstens nicht verschlechtert.
Jede „Wahrheit“ kann heutzutage mühelos manipuliert werden
Die aktuelle digitalisierte Welt hat ein Problem mit der Wahrheit. Man kann sich nicht mehr darauf verlassen, dass Bilder, Fotos oder