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Am 7. Januar dieses Jahres wurden auf Okinawa die ersten Kirschblüten des Jahres registriert. Am 26. Februar verkündete das Dorf Kawazu auf der Halbinsel Izu unweit von Tokio den Beginn der Sakura-Zeit (Asienspiegel berichtete). Am 17. März folgten die Hauptstadt Tokio, sowie die Hauptinseln Kyushu und Shikoku (Asienspiegel berichtete). Anfang April war schliesslich ein Grossteil der Hauptinsel Honshu schliesslich im Kirschblüten-Fieber. Das warme Wetter machte den Frühlingsanfang besonders schön.
Am 12. Mai haben nun die allerletzten Musterkirschbäume der japanischen Wetterbehörde zu blühen begonnen und somit die «Reise» der Kirschblütenfront zu einem Abschluss gebracht. In den Städten Wakkanai und Kushiro auf Hokkaidō sind nun die Kirschbäume der Sorte Ezo-Yamazakura erwacht, wie NHK News berichtete. Somit kann auch im hohen Norden Japans in den nächsten Tagen gefeiert werden.
Sommerlich kühle Städte
Wakkanai und Kushiro liegen zwar über 430 Kilometer Luftlinie auseinander, beide Städte zeichnen sich jedoch durch ihre besondere geographische Lage und ihr kaltes Klima aus. Wakkanai ist die nördlichste Stadt Japans. Hier befinden sich das Kap Sōya, der nördlichste Punkt Japans, sowie der nördlichste Bahnhof des Landes. Knapp 35‘000 Menschen leben in Wakkanai, die zumeist vom Fischfang und der Landwirtschaft leben. Die Temperaturen sind im August, dem heissesten Monat, selten höher als 22 Grad. Zwischen November und April ist Winter.
Kushiro auf Hokkaido ist die östlichste Grossstadt Japans. Die Hafenstadt (Asienspiegel berichtete) mit 170’000 Einwohnern ist trotz ihrer nördlichen Lage zumeist eisfrei. In der Stadt fällt weitaus weniger Schnee als im restlichen Hokkaido. Im Juli und August liegen die Durchschnittstemperaturen zudem bei kühlen 18 bis 21 Grad. Der heisse japanische Sommer ist hier weit weg. Wenn im März und April auf der Hauptinsel die Kirschblütenzeit gefeiert wird, herrschen in Kushiro noch winterlich kalte Temperaturen.