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Oswald Riedo-Gobet, Überstorf
Oswald Riedo kam am 3. August 1940 als Sohn des Johann Riedo und der Ida, geborene Schafer, zur Welt. Er war das älteste der sieben Kinder, der vier Söhne und drei Töchter. Der Vater hatte an der Kaplaneistrasse in Überstorf eine Wagnerei. Oswald bekam da Einblick in dieses Handwerk und hat, der Schule entlassen, eine Lehre als Zimmermann gemacht bei der Firma Fässler in Düdingen. Hierauf hat er daheim mit dem Vater seinen Beruf ausgeübt.1964 wurde oben an der Kaplaneistrasse eine Werkhalle gebaut. Da der Vater schon 1974 starb, hat Oswald ein Jahr später den Betrieb übernommen. Durch Weiterbildungskurse eignete er sich ein grosses technisches Wissen an und war ein tüchtiger Berufsmann, der auch im Gewerbeverein und in Berufverbänden mitmachte. Von Wagnerei über Zimmerei und Holzbau heisst der Betrieb seit 1995 Riedo Holzbau AG.Mit Dorly Gobet hat Oswald den Bund der Ehe geschlossen und mit ihr für die beiden Kinder gesorgt, die ihnen geschenkt wurden, ein Sohn und eine Tochter. Die Familie wohnt seit 1977 im Haus, das über der Werkhalle erbaut wurde. Mit Interesse hat Oswald den Weg seiner Kinder begleitet und hat sich in den letzten Wochen an seinem Enkel Matteo freuen dürfen, mit dem er viel Zeit verbrachte und dem er im Garten ein Bäumchen gepflanzt hat.In seiner Freizeit war Oswald gerne draussen in der Natur. In den Sommermonaten war er oft in Gampelen oder in Cudrefin am Neuenburgersee und auch auf dem See, anfangs mit dem Segel-, später mit dem Motorboot. Gerne ging er auch an die Sense, um sich zu erholen. Im Winter schätzte er den Aufenthalt im Mobilheim auf dem Jaunpass.Im Sommer 2001 gab es einen Einschnitt in seinem Leben. Bei ärztlichen Untersuchungen wurde Darmkrebs diagnostiziert. Ein Eingriff im Inselspital wurde nötig. Es folgten mehrere Spitalaufenthalte und Chemotherapien drängten sich auf. Oswald hatte sich allem mutig gestellt, fuhr in der Regel selbst nach Bern, um medizinische Hilfe zu empfangen, auf die er sehr oft angewiesen war. Von grosser Hoffnung getragen, dass es volle Heilung geben wird, gab er auf die Frage, wie es ihm gehe, meist eine positive Antwort. Oswald wollte vielleicht seine Familie nicht belasten und in zuversichtlichem Geist mir ihr den Weg weitergehen.Um von der Hauptverantwortung für den Betrieb befreit zu sein, übergab er schon 2001 dem Sohn die Geschäftsführung. Solange es die Kräfte zuliessen, hat er mitgearbeitet, im letzten Jahr war das kaum mehr möglich.Am Freitag, 1. September 2006, musste er erneut ins Spital. Am Samstagvormittag kam er wieder nach Hause in seine vertraute Umgebung, in sein geliebtes Daheim, wo er in den frühen Morgenstunden des Sonntags, 3. September 2006, an Herzversagen gestorben ist. – Jesus, der göttliche Sohn, möge ihn heimführen ins Haus des himmlischen Vaters und ihm den Platz zuweisen, der für ihn bereitet ist. Eing.