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Kunstturn-Superstar Simone Biles wird an den Olympischen Spielen in Tokio am Donnerstag nicht zum Mehrkampf-Final antreten. Sie verzichtet wegen mentaler Probleme auf ihren Start.
Biles Probleme waren am Mittwoch inmitten des Teamwettkampfes an die Öffentlichkeit getreten. Die 24-Jährige war nach einem missglückten Auftakt am Sprung aus dem Wettkampf ausgestiegen und gar aus dem Stadion verschwunden - USA Gymnastics gab in einer ersten Mitteilung «medizinische Ursachen» für den Rückzug an. Die Athletin selber sprach später von «Dämonen» im Kopf.
Ein Post in den sozialen Medien hatte nach der fehlerhaften Qualifikation bereits aufhorchen lassen. «Ich habe das Gefühl, dass ich manchmal die Last der ganzen Welt auf meinen Schultern trage», schrieb Biles auf ihrem Instagram-Kanal, dem knapp fünf Millionen folgen. Sie wisse, sie werde diese abwerfen und es so aussehen lassen, als kümmere sie das nicht. «Aber manchmal ist es wirklich hart. Die Olympischen Spiele sind kein Scherz.»
Nun zog Biles nach weiteren Untersuchungen ihres Gemütszustandes die Konsequenzen aus dem übermässigen Druck, der auf ihr lastet. Die 19-fache Weltmeisterin lässt den Mehrkampf-Final aus und legt den Fokus auf die «mentale Genesung» wie der US-Turnverband auf Twitter bekannt gab. «Mit ganzem Herzen unterstützen wir Simones Entscheid und applaudieren ihrem Mut, die Priorität auf ihre Gesundheit zu legen», schrieb der Verband.
Der psychische Zustand der besten Kunstturnerin der Welt werde weiterhin täglich geprüft, um zu entscheiden, ob sie in der kommenden Woche an den Gerätefinals teilnehmen könne.
(zap/sda)