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Kurz nach Stan Wawrinka qualifiziert sich auch Roger Federer am Australian Open in Melbourne für die 3. Runde. Der Baselbieter setzt sich gegen Noah Rubin aus den USA 7:5, 6:3, 7:6 durch, der Romand schlägt den Amerikaner Steve Johnson ebenfalls in drei Sätzen.
Wie bereits gegen Jürgen Melzer vermochte Federer in der Rod Laver Arena auch gegen den 20-jährigen Qualifikanten Rubin nicht restlos zu überzeugen. Der Schweizer schlug zwar stark auf, von der Grundlinie bekundete er aber gelegentlich Probleme.
Im dritten Satz lag Federer nach einer kurzen Schwächephase 2:5 zurück und musste beim Stand von 3:5 und eigenem Aufschlag zwei Satzbälle abwehren. Danach drehte er aber wieder auf und setzte sich im Tiebreak gegen den ehemaligen Wimbledon-Sieger bei den Junioren sicher durch.
«Er hat gut gespielt, gut gekämpft. Von der Grundlinie hatte er Vorteile, aber mein Aufschlag hat mich im Spiel gehalten», analysierte Federer nach der Partie treffend. «Im dritten Satz hatte ich etwas Glück, er hatte ein paar Satzbälle bei meinem Service. Aber es hat gut getan, mich durchzukämpfen.»
In der 3. Runde folgt für Federer der erste wirkliche Härtetest nach seinem Comeback, trifft er doch auf Tomas Berdych. Die Weltnummer 10 aus Tschechien setzte sich gegen Ryan Harrison aus den USA in drei Sätzen durch.
«Es bleibt ein schwieriges Los», so Federer. «Er hat mich in Wimbledon geschlagen, beim US Open geschlagen, bei den Olympischen Spielen geschlagen und ich bin mir sicher, er will mich auch hier schlagen. Es wird ein hartes Match.» Im Direktvergleich mit Berdych führt Federer 16:6. Das letzte Duell vor einem Jahr in Melbourne entschied Federer in drei Sätzen für sich.
Stan Wawrinka setzt sich in der 2. Runde des Australian Open ohne die geringsten Probleme 6:3, 6:4, 6:4 gegen den Amerikaner Steve Johnson (ATP 30) durch. Wawrinka zeigte sich wesentlich souveräner als bei seinem Fünfsatz-Sieg in der 1. Runde gegen Martin Klizan. Der mit Service und Vorhand hart schlagende, aber einfach auszurechnende Johnson konnte ihn kaum je in Bedrängnis bringen.
In allen drei Sätzen gelang ihm relativ früh ein Break – zum 4:2 im ersten, zum 3:2 im zweiten und zum 2:1 im dritten. Das reicht, denn selber wehrte der Australian-Open-Champion von 2014 alle fünf Breakchancen des Amerikaners ab. «Heute habe ich den Ball besser gespürt und war deutlich fokussierter. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Level», bilanzierte Wawrinka.
Vor allem der Aufschlag funktionierte bestens: Der 31-jährige Romand schlug 11 Asse und machte zu 87 Prozent den Punkt, wenn der erste Aufschlag im Feld landete. Ausserdem zeigte sich Wawrinka extrem angriffig. 33 Mal suchte er den Weg ans Netz, 23 Mal machte er auch den Punkt.
In der 3. Runde trifft Wawrinka am Freitag auf den als Nummer 29 gesetzten Viktor Troicki. Gegen den Serben gewann er alle sieben bisherigen Begegnungen, darunter vor zwei Wochen in Brisbane und im letzten Jahr in St. Petersburg und am French Open. (pre/sda)