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Augen arbeiten in ständiger Übereinstimmung mit dem Gehirn, weshalb sie die Welt so sehen, wie sie es tun. Du solltest wissen, dass die Netzhaut in deinen Augen Bilder verkehrt herum und gespiegelt sieht. Erst dein Gehirn dreht sie so um, dass in deinem Kopf ein reales Bild entsteht, ähnlich wie bei der Bildbearbeitung in Photoshop. Allerdings senden die Augen dem Gehirn manchmal Signale, die zu falschen Interpretationen führen. Oder das Gehirn sieht Dinge, die nicht wirklich so sind, wie sie erscheinen. Dies wird als optische Täuschung bezeichnet.
Es gibt drei Haupttypen von optischen Täuschungen oder Wahrnehmungstäuschungen. Diese sind
Die tatsächliche optische Täuschung ist ein Trick, der gerne von Malern verwendet wird. Augenfällig nur ein Bild, besteht das Werk tatsächlich aus mehreren Motiven oder es wurde so gezeichnet, dass Motive mehrdeutig sind. Ein Beispiel ist das Abendmahl von Da Vinci, auf dem einer der Jünger sowohl Mann als auch Frau sein könnte. Beim Betrachten dieses Bildes wählt der Verstand, was er sehen will. Physiologische optische Täuschungen sind trickreich, denn sie verursachen eine Überstimulation der Sinne, respektive des Gehirns. Durch Licht, Bewegung, Farbe, Dimensionen und Grösse wird das Gehirn verwirrt. Zweidimensionale Figuren sehen plötzlich dreidimensional aus, der Fussboden in einem Raum scheint schief zu sein oder eine Kugel rollt scheinbar einen Berg hinauf. Hierbei handelt es sich um Fehlinterpretationen des Gesehenen durch das Gehirn. Kognitive optische Täuschungen sind vergleichbar mit Streichen, die die Augen dem Gehirn spielen. Die Wirkung der Täuschung hängt davon ab, was das Unterbewusstsein denkt und wie es ein Objekt mit einem anderen in Beziehung setzt. Deshalb geben kognitive optische Täuschungen Psychologen einen Einblick in die Tiefen des Denkens.
Dieser Effekt gehört zu den Sehphänomenen, die von der Natur kreiert werden. Dabei spielen grosse Hitze und die Luftfeuchtigkeit in bestimmten Luftschichten eine Rolle. Durch die Hitze wird ein Spiegelbild von einem tatsächlich vorhandenen Ort auf eine Luftschicht projiziert. Dadurch entsteht für Menschen der Eindruck, der Ort läge tatsächlich vor ihnen. Die Augen sehen hierbei etwas, was in der Tat vorhanden ist, nämlich ein Spiegelbild. Zumeist tritt eine Fata Morgana in der Wüste auf, weil dort optimale Bedingungen herrschen. Aber eine Fata Morgana ist keine optische Täuschung, sondern ein natürliches optisches Phänomen.
Werden Farben anders wahrgenommen, als sie in der Realität sind, handelt es sich um die sogenannte tatsächliche optische Täuschung. In der Natur findest du dazu verblüffende Beispiele, beispielsweise den Eisbären. Auch als Polarbär bekannt, weiss jeder, dass das grösste Landraubtier der Welt ein schneeweisses oder leicht gelbliches Fell besitzt. Streng genommen ist dies falsch, denn die Haare in einem Eisbärfell sind farblos, transparent und hohl. Erst durch die Lichtbrechung wirkt das Fell gelblich-weiss. Darunter besitzt der Eisbär eine schwarze Haut. Durch diese Konstruktion des Fells kann Sonnenlicht bis zur Haut durchdringen, wodurch sich der Polarbär schneller aufwärmen und die Temperatur beibehalten kann. Lichtbrechung spielt bei der optischen Täuschung mit Farben eine grosse Rolle. Das wissen vor allem Taucher, denn nur wenige Meter unter Wasser ist es nicht mehr möglich, Grün von Blau oder Rot oder Violett zu unterscheiden. Das Wasser verhindert die normale Brechung des Lichtes, weshalb alle Farben irgendwie Grau wirken, von Hellgrau bis Schwarz.
Mit den Grafiken bei einem Sehtest wird bewusst durch Punkte oder Striche versucht herauszufinden, ob die zu testende Person eine Farbschwäche besitzt oder gar farbenblind ist. Das ist wichtig für verschiedene Tätigkeiten, bei denen Farben zweifelsfrei erkannt werden müssen. Beispiele hierfür sind:
Der Effekt einer optischen Täuschung mag zwar verwirrend sein, aber eine solche Wahrnehmungstäuschung ist nicht ursächlich für eine Erkrankung der Augen. Wer zu lange auf eine Grafik sieht, der kann das Phänomen eines Nachbildes erleben. Soll heissen, schaust du nicht mehr auf das Motiv, sondern irgendwohin in die Umgebung, siehst du noch immer die Grafik in transparenter Weise wie eine Art Schatten vor Augen. Dies hat aber nichts mit der Wirkung der Illusion zu tun, sondern kann beim sehr langen Anschauen eines jeden Motivs passieren. Allerdings kann es dir widerfahren, dass deine Augen schneller müde werden, wenn du lange auf optische Illusionen als Motiv oder Grafik siehst. Dies liegt daran, dass diese Bilder das Auge dazu bringen, eine Vielzahl von Signalen an das Gehirn zu senden, mehr als bei einem normalen Motiv. Eine leichte Augenmassage, etwas kaltes Wasser oder ein kurzer Schlaf helfen dir, die Müdigkeit aus den Augen zu vertreiben.
Bist du zeichnerisch talentiert, kannst du mit Ausmalbildern von optischen Täuschungen beginnen. Auf diesem Weg siehst du nach einiger Zeit, wie diese Bilder oder Grafiken aufgebaut sind. In der Folge kannst du deine eigene Kreativität nutzen, um derartige Illusionen zu erstellen. Ein guter Tipp ist der Besuch eines wissenschaftlichen Museums, denn dort wird in der Abteilung Optik fast immer erklärt, wie optische Illusionen zustande kommen und wie du diese selbst kreierst. Überdies lassen sich online auf verschiedensten Plattformen Beispiele für optische Täuschungen finden, die du kopieren und dir zueigen machen kannst.
Wenn Babys in den ersten Lebenswochen mit einem leichten Silberblick ihre Welt erkunden, finden das Eltern meist noch niedlich. Tatsächlich gibt es kurz nach der Geburt meist noch keinen Grund zur Sorge, wenn dein Baby schielt. Sollte das Schielen jedoch andauern, ist für die optimale Gesundheit der Augen deines Kindes eine ärztliche Behandlung notwendig. Woran du erkennst, ob dein Baby schielt, welche Ursachen es für den Strabismus gibt und welche Therapien jetzt sinnvoll sind, erfährst du in folgendem Ratgeber rund um das Thema Schielen beim Baby.
Hast du dich schon einmal gefragt, warum du ständig einen Druck auf den Augen oder Kopfschmerzen hast? Womöglich leidest du an einer Anisometropie. Diese Art der Sehstörungen entsteht immer dann, wenn eine Ungleichsichtigkeit beider Augen vorliegt. Ist die Differenz der Werte beider Augen grösser als 2, spricht man von der Anisometropie. Egal, ob du an Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung leidest: Lass deine Augen also auf jeden Fall kontrollieren und schliesse diese Ursachen für deine Beschwerden aus.
Du möchtest tagsüber keine Brille tragen, kommst aber auch mit Kontaktlinsen nicht gut klar? Dann könnten Nachtlinsen eine sinnvolle Alternative für dich sein. Wie der Name es bereits andeutet, werden sie über Nacht getragen. Während du schläfst, wird deine Sehfähigkeit so weit hergestellt, dass du am kommenden Tag weder eine Brille noch Kontaktlinsen tragen musst. Bis zu 72 Stunden lang soll die Wirkung anhalten, glaubt man den Versprechen der Hersteller. Allerdings sind die Nachtlinsen nicht für Jedermann geeignet.