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La peinture anglaise
Sous la direction de Sylvie Wuhrmann et William Hauptman
Publié en co-édition avec La Bibliothèque des Arts, Lausanne
152 pages, 24 × 29 cm, 100 illustrations
Die Fondation de l’Hermitage widmet der englischen Malerei des Viktorianischen Zeitalters (1837-1901) eine grosse Ausstellung. Anhand einer Auswahl von nahezu 60 Werken, von denen die meisten erstmals in der Schweiz zu sehen sind, veranschaulicht das Vorhaben den Reichtum und die faszinierende Originalität des englischen Kunstschaffens im 19. Jahrhundert. Die tiefgreifenden Veränderungen infolge der industriellen Revolution regen zu eindrucksvollen Genreszenen an, die die verschiedenen Facetten des modernen Lebens im goldenen Zeitalter des British Empire zeigen: den Aufschwung der Städte und der öffentlichen Verkehrsmittel, das Entstehen der Mittelklasse, die Heimarbeit. Als Kontrapunkt dazu wenden sich viele Künstler der Landschaftsmalerei zu, während andere historische oder literarische Themen aufgreifen, um ihr Schönheitsideal zum Ausdruck zu bringen.
Von Turner und den Präraffaeliten bis Whistler
Die Präsentation hebt drei Generationen Künstler hervor, die während der Viktorianischen Epoche aktiv waren, angefangen bei J. M. W. Turner (1775-1851), einem der berühmtesten britischen Landschaftsmaler seiner Zeit, dessen meisterhaftes Werk den Impressionismus ankündet. Die Ausstellung widmet sich dann der Bruderschaft der Präraffaeliten, die 1848 von Studenten der Royal Academy in London gegründet wurde, darunter John Everett Millais (1829-1896) und Dante Gabriel Rossetti (1828-1882). Diese Gruppe, die sich von akademischen Konventionen lossagen möchte, preist in Übereinstimmung mit den Grundsätzen des Kunstkritikers John Ruskin (1819-1900) die Rückkehr zur Natur und lässt sich von den italienischen Meistern des 13. und 14. Jahrhunderts inspirieren. In den 1860er-Jahren orientiert sich eine zweite Künstlergeneration angeführt von Edward Burne-Jones (1833-1898) – allgemein als Aesthetic Movement bezeichnet – an unterschiedlichsten Quellen wie mittelalterlichen Legenden, Literatur, Poesie, dem britischen Theater oder der Antike. Letztere steht im Zentrum der Arbeit von Lawrence Alma-Tadema (1836-1912), der dank seines äusserst präzisen Stils zu seinen Lebzeiten sehr grossen Erfolg hat. Als weiterer Höhepunkt werden auch einzelne Künstler des Viktorianischen Zeitalters wie James Abbott McNeill Whistler (1834-1903) oder John Singer Sargent (1856-1925) gewürdigt, zwei kosmopolitische Maler amerikanischer Herkunft.
Eine der viktorianischen Fotografie gewidmete Abteilung
Bereichert wird die Ausstellung durch eine Abteilung, die die bedeutendsten britischen Fotografen des 19. Jahrhunderts präsentiert, mit einem sehr schönen Ensemble Heliogravüren, die aus der im waadtländischen Saint-Prex beheimateten Fondation William Cuendet & Atelier stammen: Thomas Annan, Julia Margaret Cameron, Peter Henry Emerson, Francis Frith, David Octavius Hill & Robert Adamson, Robert Howlett, Henry Peach Robinson oder aber William Henry Fox Talbot. Ein Portfolio mit Porträts von Jane Morris, einer Muse der Präraffaeliten, vervollständigt die Auswahl.
Wertvolle Werke
Die Werke kommen aus den grössten britischen Museen wie der Tate Britain, der Royal Collection / HM Queen Elizabeth II. und der Royal Academy of Arts, alle drei in London, dem Ashmolean Museum in Oxford, der Manchester Art Gallery, der National Galleries of Scotland in Edinburgh und dem Hunterian in Glasgow.
Sous la direction de Sylvie Wuhrmann et William Hauptman
Publié en co-édition avec La Bibliothèque des Arts, Lausanne
152 pages, 24 × 29 cm, 100 illustrations
Format mondial F4 (89,5 × 128 cm)
Œuvre : Frederick Sandys, Vivien (détail), 1863
Design graphique : Laurent Cocchi