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Strassenbau: Schneller und sicherer in Richtung Süden
Die Nationalstrasse N13 gehört zu den wichtigsten und deshalb hochfrequentierten Nord-Süd-Verbindungen der Schweiz. Auf der Strecke Chur-Bellinzona verläuft sie grossteils zweispurig. Das Teilstück zwischen dem Anschluss Sufers und dem Südportal der Galerie Traversa wird bis 2023 komplett saniert und mit einer Kriechspur ausgebaut, zugleich werden Kunst- und Schutzbauten instand gesetzt, verstärkt und neu errichtet.
Quelle: Claudia Bertoldi
Entlang des nordöstlichen Bereichs des Stausees Sufers verläuft die neue Lehnenbrücke (rechts im Bild). Auf ihr wird künftig der Verkehr der Kantonsstrasse rollen. Sie musste verlegt werden, um für die zusätzliche Kriechspur Platz zu schaffen. Momentan wird sie auch als Baustellenzubringer genutzt.
Die N13 ist nicht nur für Touristen eine beliebte Strecke, verläuft sie doch vom Bodensee über den San Bernardino bis zum Lago Maggiore. Es werden auf ihr auch grosse Mengen Güter in beiden Richtungen transportiert. Sie führt durch die Kantone St. Gallen, Graubünden und Tessin und hat für den Anschluss von Liechtenstein eine grosse Bedeutung. Bereits 1818 bis 1822 wurde die erste durchgehend erneuerte Fahrstrasse über den San-Bernardino-Pass gebaut und eröffnet. Ganzjährig befahrbar wurde die Strasse aber erst durch den Bau des San-Bernardino-Tunnels, der im Dezember 1967 für den Verkehr freigegeben wurde. Der 6,6 Kilometer lange Strassentunnel ist Teil der N13, die von der Ostschweiz bis ins Tessin führt.
Wenige Kilometer vor dem Ort Hinterrhein, wo die Fahrzeuge ins Nordportal des San-Bernardino-Tunnels einfahren, wird der in Richtung Süden rollende Verkehr momentan nach dem Passieren der Galerie Traversa von der Nationalstrasse auf eine Umleitungsstrecke gelenkt. Seit dem Frühjahr besteht diese Umleitung auf die Kantonsstrasse H13. Voraussichtlich muss sie bis 2022 während der Hauptbauzeiten genutzt werden. Denn der Autobahnabschnitt zwischen der Galerie Traversa und dem Anschluss Sufers wird komplett saniert.
Der Verkehr wird über eine Brücke auf die Kantonsstrasse herausgeleitet und rollt zunächst parallel auf der gegenüberliegenden Seite des an dieser Stelle noch schmalen Hinterrheins entlang, um sich im Anschluss in zwei engen Kehren den Hang hinaufzuschlängeln. Auf der Höhe der Crestawaldbrücke biegt die provisorische Umleitung rechts ab und verläuft nach dem Passieren der Crestawaldbrücke wieder parallel zur Autobahn. An der Ausfahrt Sufers wird der Verkehr wieder auf die Normalstrecke zurückgeführt. Die Fahrt verläuft dadurch etwas langsamer, allerdings relativ störungsfrei. Der Verkehr in Richtung Norden verbleibt hingegen auch während der Arbeiten auf der Nationalstrasse.