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Neben Nelken waren auch Lieder ein wichtiges Element, das Portugal die Freiheit wieder gab. Kennen Sie „Grândola vila morena“? Informationen zu portugiesischen Nelkenrevolution.
Kommenden Sonntag wird der Tag der Befreiung – „O Dia da Liberdade“ zum 36. Mal begangen.
Am 25. April 1974 leitete ein Lied die Revolution ein. Das Liebeslied „E depois do adeus“ von Paulo de Carvalho wurde im portugiesischen Rundfunk gespielt.
Es war das erste Zeichen für die Truppen. Dann wurde um 0.30 Uhr im katholischen Râdio Renascença die erste Strophe des verbotenen Liedes Grândola Vila Morena vorgelesen, bevor es von Zeca Afonso, dem antifaschistischen Protestsänger, gesungen wurde.
Es war das Aufbruchsignal für alle militärischen Einheiten der MFA (Movimento das Forças Armadas) für den bewaffneten Aufstand.
Anfänglich verschanzten sich der damalige Ministerpräsident Caetano und Staatspräsident Americo Thomas noch in einer Kaserne. Unter starkem Druck der MFA traten sie jedoch nur Stunden danach ab.
Nach ca. 18 Stunden hatte die MFA die älteste Diktatur Europas auf
unblutige Weise gestürzt.
Vier Tote und 45 Verletzte, eine vergleichsweise kleine Zahl an
Menschen, fielen dennoch der friedlichen Revolution zum Opfer.
Das Revolutionslied
Grândola Vila Morena, übersetzt: „Grândola braun gebrannte Stadt“, wurde zum Revolutionslied. Es stammt von José Afonso, Spitzname „Zeca“ (1929 – 1987), der einer der bekanntesten Oppositionellen Portugals war.
In dem Lied „Grândola Vila Morena“ wird die Stadt Grândola besungen, die eine der Widerstandszentren war.
Während der Caetano-Diktatur wurde das Lied, wie viele andere Lieder von Zeca Afonso und anderen seiner Gefährten verboten.
Die Doppeldeutigkeit, besonders in Bezug auf die Verfolgungen der Geheimpolizei war den Machthabern ein Dorn im Auge.
Für Verfolgte und Unterdrückte war Grândola Vila Morena ein Hoffnungszeichen.
Auf You Tube gibt es verschiedene Versionen des Revolutionsliedes, auch mit Amália Rodrigues.