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Die SMG verleiht den Handschin-Preis 2020 an die Musikwissenschaftlerin Dr. Laura Decurtins (geb. 1985), die mit einer Dissertation unter dem Titel Chantai rumantsch! Zur musikalischen Selbst(er)findung Romanischbündens an der Universität Zürich promoviert wurde sowie an den Musikwissenschaftler Dr. des. Rafael Rennicke (geb. 1979 in Rottweil), der seine Dissertation unter dem Titel Erinnerungspoetik. Berlioz und die Ranz des vaches-Rezeption im 19. Jahrhundert an der Universität Tübingen einreichte. Während Laura Decurtins die «musikalische DNA» Romanischbündens erforschte und auf eine beeindruckende Weise eine musikalische Sicht auf Romanischbünden bietet, gelingt es Rafael Rennicke, die bisherige Debatte um Spiegelungen des «Kuhreihens» in komponierter Musik auf eine neue, im besten Sinne interdisziplinäre und interkulturelle Ebene zu heben.
Der Findungskommission, bestehend aus den Vorstandsmitgliedern der SMG, fiel es dieses Jahr besonders schwer, aus 14 sehr guten Dissertationen auszuwählen und sie hat sich dazu entschieden, gleich 2 exzellente Arbeiten mit je einer Preissumme von CHF 3’000 auszuzeichnen.
Der Preisträger arbeitet aktuell nebst seiner wissenschaftlichen Tätigkeit als Musikredakteur beim Kulturradio SWR 2 in Baden-Baden, während die Preisträgerin am Institut für Kulturforschung Graubünden (ikg) sowie selbständig wissenschaftlich tätig ist. Damit vergibt die Schweizerische Musikforschende Gesellschaft zum sechsten Mal den nach dem in Moskau geborenen Schweizer Musikwissenschaftler und Organisten Jacques Handschin (1886–1955) benannten Preis, der alle zwei Jahre an junge WissenschaftlerInnen verliehen wird. Die Preisverleihung findet am 17. September 2020 im Rahmen des 1. Studientages der SMG im Hauptgebäude der Universität Bern statt.