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In Agglomerationen kann eine räumliche Differenzierung der Bevölkerungsstruktur nach sozio-ökonomischen Merkmalen beobachtet werden. Dazu gehören z.B. Stellung im Lebenszyklus (Alter, Zivilstand, Haushalttyp), Qualifikation (Bildung, berufliche Stellung) oder staatliche und kulturelle Zugehörigkeit (Nationalität, Sprache).
Eine Kernstadt hat aufgrund ihrer zentralörtlichen Funktionen und ihrer spezifischen soziodemographischen Struktur in der Regel höhere Kosten pro Einwohner zu tragen als die meisten übrigen Gemeinden in der zugehörigen Agglomeration. Zum Teil hat sie für Leistungen aufzukommen, welche direkt oder indirekt den umliegenden Umlandgemeinden bzw. ihren Einwohnern zugute kommen (z.B. Kultur- und Freizeitangebote, öffentlicher Verkehr, Sicherheitsaufgaben, soziale Aufgaben), ohne dafür von diesen (vollumfänglich) abgegolten zu werden. Diese Kosten heissen «Zentrumslasten».
Der Themenkreis gibt für die Gross- und Mittelagglomerationen erstmals Aufschluss über folgende Aspekte des Phänomens «Zentrumslasten»:
- Laufende Ausgaben pro Einwohner in den Kernstädten im Vergleich zu den Umlandgemeinden
- Nettobelastung pro Einwohner in Kernstädten und Umlandgemeinden
- Pro-Kopf-Steuererträge und Steuerbelastung in Kernstädten und Umlandgemeinden