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Zweigeteilte Anlage mit schwebenden Schiffsdeckplatten
Vollverglasungen mit integrierten Storen – Schwellenlose Übergänge – Lichtdurchflutete Innenräume verschmelzen mit der Terrasse zu einer Einheit – loftartig offener Wohn-Küche-Essbereich – Weisser Sichtbeton – Weissputz – Parkett in Afrormosia – Eigene Möbelentwürfe: Bücherregal, Aussengeländer, Küchenmöbel
Die Terrassenhäuser stehen an einem sonnigen Südosthang, der an einen Rebhang grenzt. Diese prominente Lage verlangte nach einer adäquaten Umsetzung. Die unverbaubare Aussicht über das Limmattal hinweg bis zu den Glarner und Berner Alpen unterstreichen die Gestaltungsabsicht dieser Bauten, die wie weisse Schiffsdecks im grünen Meer wirken. Die Wohnanlage wird durch ein bauliches Tobel in zwei Teile gegliedert. Dieses Tobel nimmt die Funktion der inneren Erschliessung wahr. Hier befindet sich der Innenhof, der Liftturm und die kaskadenartige Treppenanlage. Da der Hang nicht nur von Norden nach Süden fällt, sondern auch ein sanftes West-Ost-Gefälle aufweist, sind die beiden Haushälften als Split-Level angeordnet. Die Erschliessungstreppe mäandert so von Geschossplatte zu Geschossplatte. Der westliche Gebäudeteil nimmt vier grosszügig geschnittene Wohnungen auf. Der östliche Gebäudeteil ist niedriger, weist nimmt drei unterschiedlich geschnittene Wohnungen auf. Eine Symmetrie wird dadurch vermieden.
Es ergibt sich eine spannungsvolle räumliche Differenzierung. Die Aussenwände sind entmaterialisiert, sprich verglast. Dadurch verstärkt sich der Eindruck der schwebenden Geschossplatten erheblich. Die lichtdurchfluteten Innenräume und die Terrasse mit Panoramasicht verschmelzen zu einer Einheit. Die Wohnanlage strahlt ein mediterranes Ambiente aus. Die eingeschossigen Wohnungen haben immer den gleichen Aufbau mit einer klaren Raumabfolge. Wohn-, Essbereich und Küche bilden einen einzigen loftartigen Raum, der sich über die Glasfronten zum Tal und Innenhof hin öffnet. Dieser Raum setzt sich über den Korridor fort und mündet in das Haupt-Schlafzimmer. Es entsteht ein ununterbrochenes Raumkontinuum, in dem die Räume ineinander fliessen.
Die mittleren Zimmer bilden geschlossene Rückzugsinseln innerhalb der offenen Raumabwicklung. Zum Hang hin werden die einzelnen Geschosse durch einen Betonkern stabilisiert, der die Nasszellen und die Technikräume aufnimmt. Die grosszügigen Badezimmer mit freistehender Badewanne weisen alle eine angegliederte Ankleide auf. Dieses Raumkontinuum kann natürlich nur durch schwellenlose Übergänge im Innen- und Aussenbereich unterstrichen werden. Charakteristisch für die Anlage ist das Konzept der ablesbaren Schichten. Jedes Element, jedes Material ist sorgfältig dem nächsten hinzu gefügt. Schicht für Schicht ist ablesbar. So ist der Randabschluss der Geschossplatten nicht einfach ein Spenglerblech, sondern ein klar ausformuliertes Aluminiumband, das die Basis für das selbst entworfene Terrassengeländer bildet. Ein weiteres Gebot war die Reduktion der Materialien auf ein absolutes Minimum. So sind sämtliche opaken Aussenfassaden und Decken in weiss lasiertem Sichtbeton gehalten. Die Lochfenster sind fassadenbündig eingelassen. Sämtliche Metallbauteile sind in farblos eloxiertem Aluminium ausgeführt.
Die hohe Transparenz der Anlage kann über im Glas integrierte Lamellen graduell gesteuert werden. So lässt sich die Privatsphäre jederzeit wahren. Die Wohnungen weisen alle eine kontrollierte Wohnungslüftung auf. Die Wärme wird über Erdsonden gewonnen und mit einer Wärmepumpe transportiert. In den einzelnen Wohnungen wurden individuelle Wünsche der Bauherrschaft realisiert: Riemenparkett, Mosaiksteine, fugenloser mineralischer Bodenbelag (Bodarto), Stucco, oder speziell entworfene Möbel.