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Kritisch scheint der Blick des Künstlers Etienne Clare, der die Augenbrauen hochgezogen hat und mit leicht zur Seite geneigtem Kopf zum Porträtisten, Roman Tschabold, blickt. Die beiden Kunstschaffenden verbindet eine Freundschaft, die bis zur gemeinsamen Gründung der ersten Galerie um 1958 in Thun führt. Aufgrund ihres Standorts trägt sie den Namen Aarequai. Damit verfügen die Thuner Kunstschaffenden über einen Ort, an dem sie regelmässig ihre Werke ausstellen können. Das erste Porträtbild Tschabolds entsteht bereits im Jahr 1920 in Dresden. Der Künstler vertritt die Meinung, dass gerade das naturalistische Malen den Eindruck einer entseelten Wachsfigur verstärkt. So greift er bewusst auf die Abstraktion zurück, um dem Bild Leben einzuhauchen. Um 1961 findet eine Jubiläumsausstellung zu Ehren Roman Tschabolds im Kunstmuseum Thun statt. Im selben Jahr schenkt der Künstler den vorliegenden Holzschnitt der Sammlung des Museums.
Katrin Sperry
Roman Tschabold macht ein Porträt von seinem Freund.
Etienne Clare ist auch Künstler.
Beide gründen eine Galerie in Thun, um 1958.
Sie heisst Aare-Quai.
Heute gibt es sie nicht mehr.
Das Gesicht ist aus wenigen Strichen und Flächen.
So entsteht Ausdruck.
Der Künstler zeigt Charakter*.
*Charakter
So wie der Mensch ist.