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Prophylaxetipps
in blühenden Wiesen nicht barfuss gehen
dünne Trinkhalme verhindern, dass Bienen oder Wespen beim Trinken in den Mund gelangen
Vorsicht bei Getränkedosen – es könnte sich eine Biene oder Wespe darin verirrt haben
Bienen-, Wespen-, Hornissenstiche und Zeckenbisse
Bienen-, Wespen- und Hornissenstiche
Wussten Sie, dass …
- … Bienen, Wespen und Hornissenstiche in der Regel zwar schmerzhaft, aber harmlos sind? Diese Insekten stechen nicht wie die Mücken zur eigenen Nahrungsaufnahme, sondern nur zur Verteidigung, wenn sie sich bedroht fühlen!
- … Hornissenstiche nicht gefährlicher als Bienenstiche sind, aber schmerzhafter? Das liegt am hohen Anteil einer als brennend empfundenen Substanz, welche im Hornissengift vorkommt!
- … die Giftmenge einer Biene etwa 0,1mg pro Stich und die einer Wespen- und Hornisse etwa 10 Mal weniger beträgt?
- … Hummeln auch stechen können, aber viel wenig aggressiv als Bienen und Wespen sind?
- … selbst Insektenstiche im Mund und auf der Zunge meistens harmlos sind?
- Das Schlimmste für das gestochene Kind, ist meistens die Angst und die hektischen Reaktionen der Erwachsenen!
- Gegen Schmerzen und Schwellung helfen Eiswürfel lutschen!
- Da man aber nie weiss, wie stark die Schwellung werden wird, muss man nach einem Insektenstich im Mundbereich immer Kontakt mit einem Arzt aufnehmen.
Allergische Reaktion nach Insektenstich
- bei Menschen, die unter einer Allergie leiden, kann es nach dem Stich zu einer allergischen Reaktion kommen
- innerhalb weniger Minuten kann es zu typischen Beschwerden wie Hautausschlag am ganzen Körper, Atemnot, Schwindel, Zittern, Übelkeit oder Erbrechen kommen
- im schlimmsten Fall kann es zur Bewusstlosigkeit und einem Atem- und Kreislaufstillstand kommen
Rufen Sie die Ambulanz, wenn das Kind…
- nach dem Bienenstich Atemschwierigkeiten hat
- nach dem Bienenstich ein Engegefühl im Hals hat
- nach dem Bienenstich heiser wird oder Schwierigkeiten beim Sprechen hat
- nach dem Bienenstich die Haut am ganzen Körper juckt prickelt, anschwillt oder rot wird
- nach dem Bienenstich Übelkeit, Bauchschmerzen hat oder erbricht
Behandlung von Insektenstichen
- um Infektionen zu vermeiden, die Einstichstelle desinfizieren
- um den Schmerz zu lindern Einstichstelle kühlen
- bei Juckreiz verschafft das Auftragen von antihistamin- oder cortisonhaltiger Salbe Linderung
Spezielles bei Bienenstichen
- der mit Widerhaken versehene Bienenstachel bleibt manchmal mit dem Giftsack in der Haut stecken
- das Gift wird weiter in die Wunde gepumpt, auch wenn die Biene schon tot ist
- den Stachel der Biene vorsichtig aber schnell mit dem Fingernagel aus der Haut ziehen
- darauf achten, dass man nicht auf den Giftsack drückt, sonst wird noch weiteres Gift in das Kind hinein entleert
Ein Zeckenbiss ist grundsätzlich kein Notfall!
Zecken
Ein Zeckenbiss ist grundsätzlich kein Notfall
- ein Zeckenbiss ist per Definition kein Notfall
- eine noch im Kind steckende Zecke ist ebenfalls kein Notfall, sie können die Zecke selbst entfernen
- die bekanntesten Krankheiten, die von Zecken übertragen werden können, sind Frühsommer-Meningoenzephalitis und die Borreliose
- Zecken welche die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis übertragen, gibt es nur in bestimmten Gegenden
- Zecken welche die Borrelienerreger übertragen, kommen in der ganze Schweiz vor
Wusste Sie, dass…
- … ein Biss von einer Zecke die Borelien in sich trägt, löst nicht automatisch eine Borreliose-Erkrankung aus.
- … ob es zu einem Krankheitsausbruch kommt, hängt auch vom Imunstatus des gestochenen Menschen ab.
- … viele Infektionen werden von der körpereigenen Abwehr bekämpft und brechen gar nicht aus?
- … je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer das Risiko ist, dass eine Krankheit übertragen wird?
- … Zecken ein Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit und warmen Temperaturen, brauchen und desshalb im Winter nicht aktiv sind?
- … die Zeckensaison im Schnitt von März bis Oktober dauert?
- … ein Zeckenbiss gemäss heutiger Rechtssprechung einem Unfallereignis entspricht?
Und wenn der “Unfall” doch geschieht – Zecke so schnell wie möglich entfernen!
- der Markt bietet einiges an: Zeckenzange, Zeckenkarte Zeckenschlinge etc.
- am besten eignet sich eine feine Pinzette
- Zecke so weit vorne am Kopf wie möglich packen und langsam herausziehen
- Bissstelle desinfizieren
- wenn beim Entfernen der Zecke der Kopf oder ein Bein in der Haut verankert bleibt, muss dies nicht entfernt werden
- wichtig ist, dass der Körper der Zecke entfernt wird
- die Zecke muss nicht aufbewahrt werden, da eine Untersuchung der Zecke nicht sinnvoll ist
Wann müssen Sie zum Arzt?
- wenn 3-14 Tagen nach Zeckenstich eine sich langsam ausbreitende, schmerzlose, ringförmige Rötung um die Stichstelle, möglicherweise auch an anderen Körperstellen auftritt
- wenn 7-14 Tage nach Zeckenstich Fieber oder starken Kopfschmerzen auftreten
- wenn 3 – 10 Wochen nach Zeckenstich eine einseitigen Gesichtslähmung auftritt
- wenn Gelenkschwellungen auftreten