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Die Investmentbank der Credit Suisse ist ein Hauptgrund der vielen Verluste, welche die Bank Quartal für Quartal immer wieder anmeldet. Wenn dies nicht innerhalb von einem oder zwei Jahren "repariert" werden könne, werde ein Verkauf, ein Spin-Off oder eine Fusion zum Thema, sagte David Herro, Chief Investment Officer von Harris Associates. Die Anlagegesellschaft hält rund 10 Prozent der Credit-Suisse-Aktien.
"Es klingt einfach: Alles, was sie tun müssen, ist zu verhindern, dass die Investmentbank Geld verliert", sagte Herro zu Bloomberg TV in Richtung des CS-Managements. Die zweitgrösste Schweizer Bank hat gerade einen Chefwechsel hinter sich. Seit Anfang August leitet Ulrich Körner die Bankengruppe. Er löste Thomas Gottstein ab. Die CS hat damit den vierten CEO seit 2015.
Trotz Minimierung von Risiken schreibt die Investmentbank immer wieder hohe Verluste. Milliardenabschreiber wegen Fehlinvestitionen - wie 2021 in den Hedgefonds Archegos und die Fondsgesellschaft Greensill - liessen die Ergebnisse der Bank tauchen.
"Dies ist ein Problemkind", sagte Herro über die Beteiligung. Harris Associates hält seit etwa 20 Jahren Anteile an der Bank. In den ersten zehn Jahren war man mit der Beteiligung zufrieden. Im Zuge der Finanzkrise kaufte die Beteiligungsgesellschaft noch zu, weil die CS während jener Bankenkrise besser davonkam als andere Branchengrössen.
Doch seither hätte man wohl verkaufen müssen, sagte Anlagechef Herro. Sein Urteil über den Kurs diverser CS-Führungen ist harsch: Diese hätten über ein Jahrzehnt hinweg "null" Resultate erreicht. Dies müsse aufhören, so Herro.
Die Credit Suisse wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen. Ende Juli hatte die Bank in Aussicht gestellt, die Investmentbank einzudampfen. Weitere Angaben will die Bank bei der Veröffentlichung des Abschlusses zum dritten Quartal machen.
(cash/Bloomberg/Reuters)