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Vor 100 Jahren hatten einige fussballverrückten Burschen aus Reussbühl die Idee, sich von der bereits bestehenden Fussballvereinigung in Emmen zu trennen und einen eigenen Fussballclub zu gründen. So wurde im Januar 1921 der Fussballclub Emmenbrücke ins Leben gerufen. Kurz darauf war der IFV-Verbandsbeitritt Tatsache und brachte einen geregelten Spielbetrieb. Sicher war damals noch nicht vorauszusehen, dass sich dieser Verein später in der Gemeinde Emmen unter gleichem Namen etablieren würde. Als Clubfarben wurden in Anlehnung an die legendären BSC Young Boys Gelb/Schwarz gewählt. Schon damals bekundete der junge Verein Finanzprobleme. Man hatte alle Mühe, überhaupt Matchbälle kaufen zu können. Das Hauptproblem aber fand sich in der Suche nach einem geeigneten Spielfeld. Eine erste Gelegenheit bot sich im Mooshüsli. Zuvor wurde die erste Meisterschaftspartie auf dem Littauer Boden angesetzt, wo ein gütiger Landwirt Ein- und Weitsicht zeigte. Der SC Luzern konnte den Neuling letztlich mit 4:2 bodigen. 1923 schloss der FC Emmenbrücke für eine Streulandparzelle im Mooshüsli einen Pachtvertrag ab. Leider stellte auch dieser Standort nur eine Übergangslösung dar. Unter Mithilfe des Gemeinderates von Emmen konnte im Rothen die Sportplatzfrage vorübergehend geklärt werden. Dieser Standort sollte in der Folge bis 1947 Bestand haben. Dass der FC Emmenbrücke in dieser Zeitspanne in der Gemeinde Littau beheimatet war und diese den FCE auch einmal mit einer Subvention von 200 Franken unterstützte, darf sicher als Novum bezeichnet werden. Gut 25 Jahre nach der Vereinsgründung, also nach 25 Jahren im Littauer Exil, stand einer Rückkehr in die Gemeinde Emmen auf die neue Saison hin nichts mehr im Weg. Der Sportplatz Rothen entsprach nicht mehr den Anforderungen, so durfte der FCE 1947 die erste Saison auf dem neuen Platz Emmenfeld spielen. Es folgte der Aufstieg in die 1. und ein Abstieg in die 2. sowie der Wiederaufstieg in die 1. Liga. 1961 durfte der FCE endlich in die neue Sportanlage Gersag dislozieren, die bis heute die Heimat der Fussballer aus Emmenbrücke bildet. Mit der neuen Flutlichtanlage konnten nun auch abends Spiele stattfinden. Die sportliche Ausbeute blieb in diesen Jahren eher bescheiden. Man hatte den Eindruck, dass es dem FC Emmenbrücke eigentlich ganz wohl war in seiner Rolle als dominierender 1. Liga-Verein in der Region.
Erstmals in der Geschichte des FCE qualifizierte 1968 die 1.Mannschaft für die Aufstiegsspiele zur NLB. Leider schied man dabei ehrenvoll aus. Dann, nach 20 Jahren ununterbrochener Mitgliedschaft in der 1. Liga, wurde der Abstieg in die 2. Liga Tatsache. Es folgten vor grossem Publikumsaufmarsch spannende Derbys mit 2100 Zuschauern gegen den Sportclub Emmen und andere regionale Vereine in der 2. Liga. 1978/79 kehrte der FCE wieder in die 1. Liga zurück. Das Shopping Emmen Center zierte von nun an das Tenue des FC Emmenbrückes und später die Banden im Stadion Gersag. Nach weiteren Versuchen, den Aufstieg in die Nationalliga B zu realisieren, klappte dies in der Saison 1987/88. Erstmals in der Geschichte war der FC Emmenbrücke in der zweithöchsten Liga des Landes angekommen. Der FCE konnte sich nun z. B. mit dem FC Basel, FC Zürich, FC Locarno und vielen mehr sportlich messen. Ergänzend zum bereits bestehenden Montags-Stamm kam 1989 mit der Gründung des Club 89 eine weitere Gönnervereinigung dazu. Das Abenteuer in der NLB gehörte 1992/93 bereits zur Vergangenheit und es folgte die Rückkehr in die 1. Liga. In der Folge konnte der tiefe Fall in die 3. Liga nicht aufgehalten werden. Nach einer grundlegenden Neuausrichtung mit dem Fokus auf den Sport und die Förderung des eigenen Nachwuchses konnte die Wende zum Positiven herbeigeführt werden. Nach dem zwischenzeitlichen Aufstieg in die 2. Liga interregional musste der FCE leider ab 2015 wieder in der 3. Liga antreten. Die Sistierung der Juniorenfördergruppe Emmen United stand 2017 an. Der FCE-Vorstand stimmte der Neuformierung der Junioren unter dem Namen FCE-Academy zu. Die Juniorenkategorien C/B und A werden gezielt gefördert und die Spieler nach Möglichkeit im Fanionteam eingebaut. Hochs und Tiefs, Jubel und Enttäuschungen wechselten sich immer wieder ab. Geblieben ist aber die Freude am Fussball.