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Basel, um 1913
Kettdruck
Breiten je 22,5 cm
Musterbuch
H. 48, B. 36, T. 8,5 cm
Inv. 1981.539.109.
Nur wenige Basler Bandfabrikanten versuchten nach dem Zusammenbruch der klassischen Seidenbandweberei Ende 19./ Anfang 20. Jahrhundert, Seidenband mit unkonventionellen Techniken zu mustern. Seidengarn - oft wie Gold aufgewogen - konnte aus Kostengründen nicht mehr zusätzlich zum Basisgewebe für Musterungstechniken wie etwa die Broschur eingebracht werden. So experimentierte man im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts erfolgreich mit Mehrfarben-Druck auf unverwobenes, nur provisorisch fixiertes Kettgarn. Mit dieser Technik erzielte man beim endgültigen Verweben aquarellhafte Effekte, ohne sich indes so weit herabzulassen, weisses Band mit dem in der Seidenbandfabrikation verpönten Stoffdruck zu mustern.