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Der US-Senat hat den Investmentbanker J. Richard Fredericks (l.) als neuen Botschafter in der Schweiz bestätigt. Die Bestätigung durch den Senat erfolgte bereits am Dienstag (26.10.), wurde aber erst am Mittwochnachmittag (Ortszeit) bekannt gegeben.Dieser Inhalt wurde am 28. Oktober 1999 - 12:58 publiziert
Der US-Senat hat den Investmentbanker J. Richard Fredericks (l.) als neuen Botschafter in der Schweiz bestätigt. Die Bestätigung erfolgte bereits am Dienstag (26.10.), wurde aber erst am Mittwochnachmittag (Ortszeit) bekannt gegeben.
Fredericks war bereits Anfang Juli von Präsident Clinton nominiert und wenig später vom Auswärtigen Ausschuss des Senats bestätigt worden. Nach der formellen Billigung durch das Oberhaus des Kongresses kann der 54-jährige nun die Nachfolge von Madeleine Kunin in Bern antreten. Fredericks ist Senior Managing Director bei NationsBanc Montgomery Securities in San Francisco.
Der Schweizer Botschafter in Washington, Alfred Defago, wertete die Bestätigung von Fredericks als gutes Zeichen für die bilateralen Beziehungen: 'Es ist eine gute Nachricht, dass wir wieder volle Beziehungen auf Botschafterebene aufnehmen können.' Dass Fredericks 'sehr guten, direkten Kontakt zum Weissen Haus' habe, werde sicherlich hilfreich sein. Defago wird den neuen Botschafter am Freitag (29.10.) in Washington empfangen und mit ihm über aktuelle Fragen sprechen.
Die Bestätigung des Botschafters war über die Sommermonate im Senat festgefahren. Der republikanische Senator Charles Grassley hatte aus politischen Gründen erst die Ernennung von Richard Holbrooke zum UNO-Botschafter, und dann die Bestätigung mehrerer Botschafter für Europa, darunter Fredericks, blockiert.
Erst in den letzten Wochen war hinter den Kulissen Bewegung in die festgefahrenden Verhandlungen zwischen State Department (Aussenministerium), Weissem Haus, Demokraten und Republikanern gekommen. An den Vermittlungsbemühungen war dem Vernehmen nach auch die Schweizer Botschaft beteiligt.
Fredericks will nach eigenem Bekunden die 'starken Bande' und die Wertegemeinschaft zwischen der Schweiz und den USA verstärken. Anlässlich seiner Anhörung vor dem Senatsausschuss Ende Juli hatte er erklärt, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern seien stark und im Wachstum begriffen. Er wolle sich zudem für die geplante bilaterale Wirtschaftskommission stark machen.
Fredericks ist politisch ein unbeschriebenes Blatt, hat sich aber als grosszügiger Spender für die Demokraten einen Namen gemacht. Seine gesamte Familie steuerte nach eigenen Angaben seit 1992 mehr als 600'000 Dollar an Parteispenden für Clintons Partei bei.
Fredericks wurde am 23. Oktober 1945 in Detroit geboren und studierte an der Georgetown University in Washington sowie an der Business School der Columbia Universität in New York.
SRI und Agenturen
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