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Unsere TierärztInnen, wie auch tiermedizinischen Praxisassistentinnen bilden sich regelmässig weiter. So können wir Sie auf dem aktuellsten Stand des Wissens beraten. Seit der Corona-Pandemie ist diese Fortbildung immer mehr auch einfach und bequem von zuhause aus möglich, indem wir an einem Webinar teilnehmen.
Hier einige spannende Informationen eines kürzlichen Webinars zum Thema Vergiftungen bei Hunden und Katzen:
- Solange ein Patient nach der Aufnahme eines Giftes keine Symptome zeigt, welche dies verunmöglichen, kann er in der Praxis zum Erbrechen gebracht werden. Innerhalb von 60 Minuten nach der Aufnahme führt dies zu 60% Rückgewinnung der aufgenommenen Menge, idealerweise wird Erbrechen innert 1-2 Stunden ausgelöst, über 6 Stunden ist es meist nicht mehr sinnvoll ausser bei Trauben, Schokolade oder auch Kaugummi (Xylit).
- Die Gabe von Aktivkohle ist bei den meisten Giftstoffen sinnvoll.
- Darüber hinaus können fettlösliche Giftstoffe neu mit der intravenösen Lipidtherapie aus dem Blut ausgeschieden werden. In Zentren wie den Tierspitälern Zürich oder Bern können Gifte ausserdem mittels einer Dialyse aus dem Blut gewaschen werden.
- Giftstoffe aus verschimmeltem Futter (sogenannte "tremorgene Mykotoxine") kommen immer wieder vor wenn z. B. ein Hund sich an einem Komposthaufen gütlich getan hat. Diese Vergiftungen haben häufig eine gute Prognose sofern keine Komplikationen auftreten. Die Symptome legen sich nach 24-96 Stunden, es gibt aber auch einzelne Beschreibungen von deutlich länger anhaltenden Symptomen (Monate bis Jahre).