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Die Hilfsorganisation Oxfam fordert eine «ehrliche Besteuerung der reichsten Menschen auf der Welt». Eine entsprechende Besteuerung der Reichen könne den Weg zu einer gerechteren, nachhaltigen Welt ohne Armut bedeuten.
Zu Beginn der WEF-Jahrestagung in Davos stellte die Nonprofit-Organisation (NGO) Solidar Suisse unter Berufung auf einen aktuellen Oxfam-Bericht fest, dass eine gerechte Besteuerung für die am Treffen in Davos teilnehmenden Staats- und Regierungschefs ein Instrument gegen extreme Ungleichheit sein könnte.
Solidar Suisse unterstütze die Forderungen von Oxfam, zum Beispiel, dass die Welt als Ausgangspunkt eine Halbierung des Reichtums und der Zahl der Milliardärinnen und Milliardäre bis 2030 anstreben müsse. Dies könne geschehen etwa durch die Erhöhung der Vermögenssteuer für die Reichsten ein Prozent der Welt.
Eine Vermögenssteuer von 2 Prozent für die Millionäre der Welt, von 3 Prozent auf Vermögen von mehr als 50 Millionen Dollar und 5 Prozent auf Vermögen von Milliardären würde laut Oxfam-Berechnungen jährlich 1,7 Billionen Dollar einbringen. Das würde ausreichen, um 2 Milliarden Menschen aus der Armut zu befreien.
Ausserdem könnten damit laut Mitteilung die Finanzierungslücke für humanitäre Nothilfe der Uno geschlossen und ein globaler Plan zur Beendigung des Hungers finanziert werden. Diese Steuer könnte auch dazu beitragen, Verluste und Schäden zu finanzieren, die durch den Klimazusammenbruch verursacht werden.
In der Schweiz würde eine entsprechende Vermögenssteuer jährlich 37,1 Millionen Dollar einbringen. Dies allein würde die Steuereinnahmen um 4,6 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) erhöhen oder sei genug, um den Gesundheitshaushalt zu verdreifachen, heisst es in der Medienmitteilung von Solidar Suisse.