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31.03.2012 - 01.07.2012
Die Ausstellung analysiert die Kraft der Fotografie in ihrer Aussage und erzählenden Fähigkeit. Welcher künstlerischen Strategien bedient sich der Fotograf um eine Geschichte zu erzählen, um seine Aussage zu pointieren?
Im Gegensatz zur inszenierten Fotografie dient dem Reportage- und Dokumentarfotografen die Realität als Ausgangspunkt. Versucht der Dokumentarfotograf ein Geschehen im "entscheidenden Augenblick" in einem Bild zu erfassen, so übernimmt in der Reportage eine ganze Bildstrecke die vermittelnde Rolle.
Ein wichtiger bildnerischer Aspekt ist der Faktor Zeit. Fotosequenzen können in verschiedenen Tempi erzählt werden. Sie beleuchten dadurch einen größeren oder minutiöseren Zeitraum, der den Betrachter mehr in das Geschehen einbezieht. In Fotoserien wird gerade durch die Möglichkeit des bildnerischen Vergleichs die Aussage geschärft.
Inszenierte Fotografien, deren Ausgangspunkt jenseits der Realität eine eigens geschaffene Bildwelt ist, greifen häufig auf filmische Bildästhetiken zurück. Überlagerungen von Zeiteinheiten, aber auch assoziative, surreale Bildwelten verwischen die Grenze zwischen Realität und Fiktion.
Dies führt zu der immer wieder diskutierten Frage: Kann eine Fotografie tatsächlich Realität vermitteln vor dem Hintergrund der Ausschnitthaftigkeit der Wirklichkeit und der Möglichkeit der Manipulation? Gibt es womöglich mehrere Realitätsebenen?
Wie erlebt der Betrachter ein Bild vor dem Hintergrund seines persönlichen Kontext, Wissens- und Erfahrungsschatzes? Welche Rolle spielt der Bildtitel oder Text/Bildkombination beim Verständnis des Werkes?
Um diesen Fragen nachzugehen, werden in der Ausstellung einzelne Fotografien, Fotoserien und Fotosequenzen ausgestellt, die unterschiedliche narrative Ansätze aufzeigen.