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Nachdem die Ruderreaktionen auf die Steuergewohnheiten des Piloten abgestimmt sind, das Modell um die Längsachse ausbalanciert und der Schwerpunkt grob eingestellt ist, geht es der EWD an den Kragen. Dazu wird der Motor gedrosselt und das Modell in der Mitte des Flugfensters in den senkrechten Sturzflug gebracht. Mindestens 50 Meter sollte es im Sturzflug nach unten gehen. Fällt das Modell die gesamte Strecke senkrecht nach unten, dann ist die EWD fürs erste in Ordnung. Bei zuviel EWD bricht der Flieger in Richtung Cockpit aus, bei zu wenig EWD in Richtung Fahrwerk.
Es gibt mehrere Möglichkeiten die EWD nachträglich zu modifizieren.
Ist bei einem Mittel- oder Tiefdecker die Tragfläche über ein zentrales Steckrohr am Rumpf befestigt, dann fällt es nicht schwer, die beiden Flächenhälften in die gewünschte Richtung zu verdrehen.
Bei einer durchgehenden Tragfläche ist es angebracht, das Höhenleitwerk über ein zentrales Steckrohr zu montieren; denn auch mit dem Höhenleitwerk kann man bekanntlich die EWD beeinflussen. Beim Kunstflug-Doppeldecker empfiehlt es sich, das Höhenleitwerk immer mit einer Rohrsteckung zu befestigen: So können Sie die EWD mit dem oberen Flügel und und dem Höhenleitwerk einstellen.
Bei allen Flugmodellen lässt sich die EWD am einfachsten einstellen, wenn das Höhenleitwerk als Pendelruder ausgeführt ist. Doch weder in der bemannten Kunstfliegerei noch im Modellkunstflug konnte sich das Pendelruder durchsetzen.