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Saluretikum (Diuretikum) zur parenteralen Anwendung für Rind, Pferd, Hund und Katze
ATCvet: QC03CA01
Zusammensetzung
Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)
Eigenschaften / WirkungenFurosemid gehört zur Gruppe der Schleifendiuretika, die sich durch eine schnell einsetzende, intensive und bei den meisten Tierarten relativ kurze Wirkung auszeichnen. Die mit einer Dosis aus dem Organismus eliminierte Flüssigkeits- und Elektrolytmenge übertrifft diejenige nach Gabe von Thiaziden. Im Gegensatz zur Ausscheidung von Natrium und Chlorid sind die Kalium-Verluste relativ gering.
Beim Hund beginnt die Diurese je nach Applikationsart innerhalb von 30 Min. bis etwa 2 Std. und dauert ca. 3 Std. (i.v.) bzw. 6 Std. (oral).
Bei der Katze tritt innerhalb von 1 bis 6 Std. nach i.m. Applikation verstärkte Diurese ein.
Dimazon® Injektionslösung zeichnet sich durch gute lokale und systemische Verträglichkeit aus.
Die Wirkung ist kaum abhängig vom Säure-Base-Status. Meist kann auch bei stark eingeschränkten Nierenfunktionen noch eine Wirkung erwartet werden.
Die akute und chronische Toxizität von Furosemid sind gering. Bei Dosen ab 10 mg/kg kann jedoch eine vorübergehende Hörschädigung auftreten. Für teratogene, mutagene oder kanzerogene Wirkungen besteht kein Hinweis.
PharmakokinetikFür den diuretischen Effekt sind Plasmakonzentrationen von etwa 0.2 - 0.3 µg/ml erforderlich. Die Plasmaproteinbindung ist ausgeprägt (ca. 90%). Furosemid erreicht in der Milch die gleichen Konzentrationen wie im Plasma. Besonders hohe Konzentrationen werden in Leber und Niere erreicht.
Die Ausscheidung erfolgt über die Nieren, zum grössten Teil in unveränderter Form. Der Wirkort ist die luminale Seite der Tubuluszellen des aufsteigenden Astes der Henleschen Schleife. Die Eliminationshalbwertzeit nach i.v. Injektion liegt bei Pferd, Rind und Hund unter einer Stunde.
IndikationenUnterstützende Therapie in Fällen, in denen durch erhöhte Diurese/Salurese Flüssigkeitsansammlungen kardialer, hepatischer, renaler oder sonstiger Genese aus Geweben, Körperhöhlen, Gelenken, Sehnenscheiden usw. schneller resorbiert werden sollen:
Vergiftungen mit nierengängigen Giften (forcierte Diurese), akute Hufrehe (Pferd), Nasenbluten (Rennpferde), kurzfristige Gewinnung von Harnproben für diagnostische Zwecke (Rind, Pferd), Schocksyndrom mit Harnverhaltung, akutes Nierenversagen mit eingeschränkter Harnausscheidung (Oligurie).
Bei der Anwendung von Diuretika handelt es sich um eine symptomatische Therapie. Dabei darf eine Behandlung spezifischer Krankheitsursachen nicht vernachlässigt werden.
Die angeführten Einzeldosen werden 1- oder 2-mal täglich verabreicht, das Behandlungsziel ist im allgemeinen nach 1 bis maximal 3 Tagen erreicht. Bei längeren Behandlungen ist eine Kontrolle der Serumelektrolyte angezeigt.
Wenn die Salurese dem gewünschten Therapieziel nicht entspricht, kann die Einzeldosis bis auf das Doppelte erhöht werden. Zur forcierten Diurese sind Dosierungen von 5 - 10 mg/kg KGW erforderlich.
Zur Harngewinnung (innerhalb von 10 - 15 Min.) für diagnostische Zwecke genügt beim erwachsenen Rind und beim Pferd eine intravenöse Dosis von 4.0 ml.
Anwendungseinschränkungen
KontraindikationenLeberkoma, Niereninsuffizienz mit Anurie, schwere Hypokaliämie und Hyponatriämie, Hypovolämie, Hypotonie, Sulfonamid-Allergie.
VorsichtsmassnahmenBei gleichzeitiger Gabe von Herzglykosiden sollte Furosemid nur während der ersten 1 - 3 Tage und dann intermittierend zur Ausschwemmung vorhandener Ödeme eingesetzt werden.
Bei hohen Dosierungen ist für ausreichenden Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten zu sorgen.
Unerwünschte WirkungenVetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
Unerwünschte Wirkungen in therapeutischen Dosierungen sind im Allgemeinen die Folge der diuretischen Hauptwirkung: Es kann zu Hämokonzentration und zu adaptiven Veränderungen des Kreislaufs kommen (herabgesetzter Druck im kleinen Kreislauf, erhöhter peripherer Widerstand und erhöhte Herzfrequenz). Bei längerer Behandlung können Hypokaliämie und Hyponatriämie auftreten. Kreuzallergien mit Sulfonamiden sind möglich.
Milch: Während der Behandlung und 1 Tag darüber hinaus
Wechselwirkungen
Indomethacin und andere Hemmstoffe der Prostaglandin-Synthese: Abschwächung des diuretischen Effektes.
Sonstige HinweiseBei Raumtemperatur (15 - 25°C) lagern. Im Originalkarton aufzubewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Arzneimittel, für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Bei längerer Lagerung der Injektionslösung unter 18°C sind kristalline Ausfällungen nicht auszuschliessen. Diese Veränderungen haben jedoch keinen negativen Effekt auf die Wirksamkeit des Präparates und sind bei 24stündiger Lagerung über 20°C reversibel. Die Injektion darf erst erfolgen, wenn sich die Ausfällung wieder vollständig aufgelöst hat.
Aufbrauchfrist nach erster Entnahme: 28 Tage.
PackungenFlasche mit 10 ml Injektionslösung
Informationsstand: 02/2012
Dieser Text ist behördlich genehmigt.