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Das SECO schafft günstige Rahmenbedingungen für den internationalen Handel. Diese erhöhen die Chancen von Entwicklungsländern auf ausländischen Absatzmärkten und stärken die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produzenten und Unternehmen.
Trotz den aktuellen protektionistischen Tendenzen begünstigt der internationale Handel erwiesenermassen globales Wachstum und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften und Unternehmen.
Um die Chancen nutzen zu können, sind günstige Rahmenbedingungen entscheidend. Entwicklungs- und Schwellenländer verfügen aber oft noch nicht über die institutionellen und technischen Voraussetzungen. Der internationale Handel mit Gütern und Dienstleistungen unterliegt einem vielschichtigen Regelwerk. Nationale Gesetze und Bestimmungen orientieren sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts an den Regeln des multilateralen Handelssystems. Die WTO in Genf überwacht seit 1995 die Einhaltung der verschiedenen Handelsabkommen. In den vergangen zwei Jahrzehnten wurden laufend bilaterale und regionale Abkommen abgeschlossen, welche den Zugang zu Märkten weiter öffneten.
Über 50 Prozent der Güter überqueren die Grenzen als Komponenten, häufig gleich mehrfach.
Die internationalen Handelsregeln decken zudem immer mehr Themen ab. Verhandelt wird nicht nur über den Abbau von Zöllen, sondern auch über den Umgang mit technischen Normen und über die Öffnung der Märkte für Dienstleistungen. Wichtiger werden auch der Schutz des geistigen Eigentums, die Regulierung und Förderung des digitalen Handels (E-Commerce), der Abbau der Bürokratie im Zollverkehr sowie soziale, ökologische und Klima-Anliegen.
Um in Entwicklungsländern günstige Rahmenbedingungen für den Handel zu schaffen, müssen verschiedenste Akteure zusammenarbeiten und ihre Kompetenzen in einem sehr komplexen und herausfordernden Handelssystem ständig verbessern.
Die Regeln kennen
Das SECO unterstützt Ausbildungen, um die Kenntnisse von lokalen Behörden, vom Privatsektor und von Wissensträgern im Bereich des internationalen Handelsrechts und in der Handelspolitik zu verbessern.
Das «Schweizer Programm über Kapazitäten für die Handelspolitik» vermittelt handelspolitischen Entscheidungsträgern Fachwissen, Verhandlungsgeschick, analytische Methoden und Netzwerkfähigkeiten. Diese Fähigkeiten ermöglichen es ihnen, eine wirksame wirtschaftsfreundliche Handelspolitik zu konzipieren, auszuhandeln und umzusetzen. Die Ausbildungsprogramme helfen, die notwendigen Kompetenzen in den lokalen Institutionen aufzubauen und langfristig zu verankern.
Einheitliche, zweckmässige technische Normen erleichtern den Handel mit Gütern. Dazu müssen die Akteure international eng zusammenarbeiten und auf nationaler Ebene ein funktionierendes Normenwesen aufbauen und unterhalten.
Das vom SECO unterstützte «Global Quality and Standards Program» hilft Partnerländern und deren Unternehmen dabei, Qualitätsstandards sowie technische Normen und Vorschriften beim Export zu erfüllen. Dazu gehören unter anderem die Qualitätsaufsicht, die Kontroll- und Messinstanzen und die Zollinfrastruktur. Dadurch können die Länder Handelsabkommen wie das WTO-Abkommen über technische Handelshemmnisse und sanitäre und phytosanitäre Massnahmen besser und schneller umsetzen.
Das SECO will den grenzüberschreitenden Warenverkehr seiner Partnerländer erleichtern. Dazu unterstützt es sie dabei, effiziente und zweckmässige Zollprozeduren und -einrichtungen zu definieren und umzusetzen.
Politikkohärenz und Nachhaltigkeit fördern
Das SECO setzt sich im Sinne der Politikkohärenz dafür ein, dass nachhaltige Handelsvereinbarungen getroffen werden, welche die internationalen Umwelt-, Klima- und Arbeitsabkommen berücksichtigen. Dies fördert den internationalen Handel, den Umwelt- und Klimaschutz, das Arbeitsrecht und die Biodiversität.