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Gunter Wieden wurde am 2. Juli 1939 in Berlin geboren. Als das Geburtshaus in Wilmersdorf 1943 ausbrannte, wurde Gunter Wieden mit seiner Familie nach Thüringen evakuiert, wo er auch eingeschult wurde. Im Oktober 1946 kam die Familie zurück nach Berlin, wo sie ein sehr kalter Winter und Hunger erwartete. Etwa zwei Wochen vor dem Beginn der Berlin-Blockade im Juni 1948 wurde Gunter vom Schweizerischen Roten Kreuz mit einem Kinderzug in die Schweiz gebracht, wo er in Herzogenbuchsee bei einer Familie Schneeberger aufgenommen wurde. Im Berner Dorf, in dem er für wenige Woche auch die Schule besuchte, blieb er bis im September 1948. Der gelernte Einzelhandelskaufmann war seit Mitte der 1970er Jahre selbständiger Handelsvertreter für Süd- und Westdeutsche Unternehmen der Antennen- und Elektrobranche. Wenn er heute Schweizer Dialekt hört, sei es in Istanbul oder in der Linie 100 der Berliner Verkehrsbetriebe, erzählt er gerne davon, wie «liebevoll aufgenommen und gut verpflegt» er als «Schweizerkind» wurde.
Copyright Bild: Susan Vaupel