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Anlässlich des Gedenkens zum Kriegsende vor 72 Jahren hat der japanische Premier dem Schrein eine Pflanzenspende gemacht. In dem Schrein werden unter anderem die Kami von Kriegsverbrechern verehrt.
Der japanische Regierungschef Shinzo Abe hat zum Gedenken an Japans Kapitulation im Zweiten Weltkrieg dem umstrittenen Yasukuni-Schrein eine Opfergabe zukommen lassen. In dem Shinto-Schrein in Tokio wird der in Kriegen für das Kaiserreich Gestorbenen gedacht - unter ihnen sind verurteilte und hingerichtete Kriegsverbrecher.
Besuche japanischer Politiker und Opfergaben lösen immer wieder Spannungen mit den Nachbarländern China und Südkorea aus, die Opfer der Aggressionen Japans im Zweiten Weltkrieg waren.
Verharmlosung von japanischen Kriegsgräueln
Abe liess anlässlich des Gedenkens zum Kriegsende vor 72 Jahren am Dienstag dem Schrein eine Pflanzenspende übersenden. Der rechtskonservative Politiker stand bereits wiederholt wegen Verharmlosung von japanischen Kriegsgräueln in der Kritik. Auch in seiner Rede bei einer Gedenkveranstaltung am Dienstag erwähnte er diese nicht.
Abe hatte dem Schrein zuletzt im Dezember 2013 einen Besuch abgestattet. Seither beliess er es bei Opfergaben. Eine Reihe von Abgeordneten hingegen besuchte den Kriegsschrein. Japan begeht das Kriegsgedenken in diesem Jahr vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen Nordkorea und den USA. Auch Japan ist immer wieder Ziel von Drohungen aus Pjöngjang.
(sda/gku)