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Inhaltsverzeichnis
Kriterien
Als Betrieb gilt ein landwirtschaftliches Unternehmen, das:
- Pflanzenbau und/oder Nutztierhaltung betreibt;
- eine oder mehrere Produktionsstätten umfasst;
- rechtlich, wirtschaftlich, organisatorisch und finanziell selbständig und unabhängig von anderen Betrieben ist;
- ein eigenes Betriebsergebnis ausweist;
- während des ganzen Jahres bewirtschaftet wird.
Als Produktionsstätte gilt eine Einheit von Land, Gebäuden und Einrichtungen,
- die räumlich als solche erkennbar ist,
- die getrennt von anderen Produktionsstätten ist,
- auf der eine oder mehrere Personen tätig sind.
Umfasst ein Betrieb mehr als eine Produktionsstätte, so gilt als Betriebszentrum der Ort, an dem sich das Hauptgebäude oder das Schwergewicht der Betriebstätigkeit befinden.
Betriebsanerkennung:
Betriebsformen
Die Landwirtschaftliche Begriffsverordnung (LBV) kennt folgende Gemeinschaftsformen für landwirtschaftliche Betriebe:
Personengemeinschaft
Personengemeinschaften sind z. B. Generationengemeinschaften von Eltern und Kindern in einer bäuerlichen Familie.
Voraussetzungen:
- Gründung durch mindestens zwei Personen
- Regelung der Zusammenarbeit in einem schriftlichen Vertrag
- Persönliche Haftung der Gesellschafter
Betriebsgemeinschaft
Betriebsgemeinschaften sind ein vollständiger Zusammenschluss von zwei oder mehreren Betrieben zu einem.
Voraussetzungen:
- Regelung der Zusammenarbeit in einem schriftlichen Vertrag
- Gemeinsame Bewirtschaftung auf eigene Rechnung und Gefahr
- Erfüllung der Tätigkeiten für die Betriebsgemeinschaft durch beteiligte Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter
- Keine Tätigkeiten über 75 Prozent ausserhalb der Betriebsgemeinschaft
- Maximal 15 Kilometer Fahrdistanz zwischen den Betriebszentren der beteiligten Betriebe
- Mindestarbeitsbedarf von 0.20 SAK je beteiligtem Betrieb vor dem Zusammenschluss
Betriebszweiggemeinschaft
Gemeinsame Haltung von Nutztieren oder gemeinsame Führung eines anderen Betriebszweigs.
Voraussetzungen:
- Regelung der Zusammenarbeit und der Aufteilung der Flächen und Tiere in einem schriftlichen Vertrag
- Erfüllung der Tätigkeiten für die Betriebsgemeinschaft durch beteiligte Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter;
- Maximal 15 Kilometer Fahrdistanz zwischen den Betriebszentren der beteiligten Betriebe
- Mindestarbeitsbedarf von 0.20 SAK je beteiligtem Betrieb vor dem Zusammenschluss
Verfügt ein Bewirtschafter oder eine Bewirtschafterin über mehrere Einheiten, gelten die einzelnen Einheiten als Produktionsstätten (PS) und zusammen als ein Betrieb.
Fristen
- Reichen Sie Ihr Gesuch für eine Betriebsanerkennung bis spätestens 31. Dezember bei der Abteilung Landwirtschaft ein, wenn Sie Beiträge im folgenden Jahr beziehen wollen.
- In begründeten Fällen können Sie schriftlich eine Fristerstreckung bis am 31. Januar des Beitragsjahres beantragen.
- Wenn Sie Ihr Gesuch nach der Frist einreichen, können Sie erst im folgenden Jahr Beiträge erhalten
Bewirtschafterwechsel
Wenn Sie den Bewirtschafter oder die Bewirtschafterin wechseln, melden Sie das der Abteilung Landwirtschaft.
Frist
Melden Sie der Abteilung Landwirtschaft bis spätestens 30. April, wenn Sie im laufenden Jahr den Bewirtschafter oder die Bewirtschafterin wechseln wollen. Wenn Sie Ihr Gesuch später einreichen, ist ein Wechsel erst im Folgejahr möglich.
Betriebsaufgabe
Wenn Sie einen Betrieb aufgeben, müssen Sie das der Abteilung Landwirtschaft melden:
Verträge für die verschiedenen Betriebsformen sind beim Schweizer (SBV) oder Zürcher Bauernverband (ZBV) erhältlich
Weiterführende Informationen
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.