Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03152.jsonl.gz/2087

Nicht ans Wasser angepasst
Wozu sollte man überhaupt im Wasser schwitzen? Die kühlende Wirkung des Schweisses kommt schliesslich durch die Verdunstung an der Luft zustande. Da unsere Evolution an Land stattgefunden hat, wendet unser Körper denselben Mechanismus scheinbar auch im Wasser an.
Schwimmen empfinden wir nicht als schweisstreibend. Gerötetes Gesicht, beschleunigte Atmung: ja. Schweiss keiner. Tatsächlich ist es schwierig zu messen, ob wir im Wasser schwitzen, weil es den Schweiss ja gleich wegspült. Doch mehrere Studien haben gezeigt, dass während des Trainings das Körpergewicht bei Leistungsschwimmern durch den Wasserverlust abnimmt, was auf Schwitzen hindeutet. Dieser Gewichtsverlust ist durch viele Faktoren beeinflusst; beispielsweise sogar durch die Wasseraufnahme der Haut.
Je wärmer das Wasser, desto mehr Schweiss
Eine massgebliche Rolle spielt aber die Wassertemperatur: Bei höherer Temperatur schwitzt man tendenziell mehr. Während leichtes Schwimmen kaum schweisstreibend ist, verliert ein Profischwimmer messbar an Gewicht. Leistungsschwimmer, die ihre Längen bei 24 Grad Wassertemperatur absolvierten, verschwitzten so durchschnittlich 200 Milliliter pro Stunde, bei 28 Grad sogar einen halben Liter.
Im Extrem 4 Liter pro Stunde
Bei «trockenen» Sportarten wie Joggen oder Velofahren verschwitzen wir ungefähr 1 bis 1,5 Liter Schweiss pro Stunde Aktivität. Maximal kann unter Hitzebedingungen eine Menge von 2 bis 4 Litern pro Stunde über die Haut abgegeben werden. Den Wasserhaushalt soll man auch nach der sportlichen Betätigung im Wasser wieder ausgleichen; sprich: trinken.