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Das Zunfthaus.
Es scheint, dass die Rebleute bereits Ende des 14. Jahrhunderts ein Haus mit Laube, Trinkstube und Garten innegehabt haben. Dessen Lage ist jedoch nicht mehr nachweisbar. Auch weiss man nicht, ob die Rebleute während ihrer Vereinigung mit den Grautüchern deren Haus an der Sporengasse mitbenützt haben.
Fest steht jedoch, dass 1450 das Haus zur «Glocke» an der Freienstrasse samt Nebenhäusern an der Weissengasse erworben wurde. Vormals war das Haus in Besitz der adligen Ramsteiner gewesen, und daher stammten wahrscheinlich auch die wundervollen Wandmalereien in der grossen Stube. Vermutlich wurden sie durch den Maler Hans von Schlettstadt anfangs des 15. Jahrhunderts erstellt.
Bis zu seinem Abriss 1896 erlebte dieses Zunfthaus nebst seinem ursprünglichen Zweck als Versammlungsort für Zunft und Zunftvorstand viele Verwendungen: Als Tanz- und Fechtsaal, Übungslokal für Akrobaten, Bibliothek, Lager für Glocken und Geschütze eines Giessers, Kaserne für französische und alliierte Truppen, Sitz der Centralpolizeidirektion sowie Haus für diverse Krämer.
Während diesen 496 Jahren wurde das Zunfthaus der Rebleute oft renoviert und umgebaut. Dies aus Mitteln der Zunft, aber noch mehr aus Spenden von Zunftbrüdern. In den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts sollte die Freie Strasse korrigiert werden und das stolze Zunfthaus musste diesen Erweiterungen weichen. So wurde beschlossen, ein neues Zunfthaus zu bauen, welches 1897 eingeweiht wurde.
Da dieses Gebäude den wirtschaftlichen Ansprüchen der modernen Zeit schon bald nicht mehr gewachsen war und die finanzielle Belastung für die Zunft immer grösser wurde, beschloss man 1954 schliesslich, das Land im Baurecht zu vergeben. Der neue Bauberechtigte erstellte 1957/58 schliesslich das heutige Haus an der Freie Strasse 50 (ehemals ABM- Haus, heute Herren-Globus).
|Es ist naheliegend, dass diese

Vorgehensweise zu Kontroversen
und Diskussionen bis in den
Bürgerrat geführt hat. Fest steht
jedoch, dass dieser Baurechtsvertrag
der Zunft zu Rebleuten die finanzielle
Freiheit gab und gibt, Vergabungen
in beachtlicher Höhe zu tätigen und
der Stadt und Region viel Gutes
zu bescheren.
|ZzR|