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Projektmanagement: Projektvernichter
Weltweit werden Projektvorhaben durchgeführt, deren tatsächliche Kosten weit über den ursprünglichen Plandaten liegen. Aktuelle Forschungsergebnisse unabhängiger Institute zeigen, dass in den allermeisten Grossprojekten erhebliche Werte systematisch vernichtet werden. Dazu habe ich folgende Zusammenfassung bei der Suche nach Büchern gefunden:
Er berichtet von einer vermuteten dunklen Macht, der sogenannten Schattenseite. Die dort versammelten diabolischen Kräfte scheinen für die enormen Verluste in Grossprojekten verantwortlich zu sein, indem sie die Menschen dazu verleiten, ihre Fehler mit erstaunlicher Impertinenz zu wiederholen, um somit die Wertvernichtungsrate ihrer Projekte aufrechterhalten.
Durch Zufall gelingt es ihm, einen Grossmeister dieser Schattenseite zu belauschen, der Nachwuchs-Projektvernichter in der Kunst der Wertvernichtung unterrichtet. Der Grossmeister erläutert bewährte Taktiken und Vorgehensweisen an einem kürzlich abgeschlossenen Lehrprojekt, das er selbst betreute.
Trifft man bei den folgenden Vernichtungsprinzipien des Grossmeisters die jeweiligen Umkehrschlüsse, so sollte man erkennen, was für eine erfolgreiche Projektdurchführung notwendig wäre:
- Erfolge im Management von Projekten sind größtenteils zufallsbedingt und unbeherrschbar. Spezielle Kenntnisse sind somit irrelevant. Womit wir wieder beim kontextfreien Projektmanagement wären.
- Formuliere möglichst unklare und widersprüchliche Projektziele.
- Plane nie projektübergreifend – so ist mit hoher Wahrscheinlichkeit gewährleistet, dass Zeit- und Kostenrahmen des Projektes nicht eingehalten werden.
- Die Berücksichtigung von Projektrisiken ist etwas für Pessimisten.
- Implementiere ausschliesslich Systeme, die hoch komplex, viligran, fehleranfällig, wartungsintensiv und überteuert sind und die dem Pflichtenheft des Auftraggebers nur bedingt entsprechen.
Stellt sich jetzt die Frage, ob es sich wirklich um eine Satiere handelt? Aber ein Schelm wer jetzt böses denkt.