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Früheres Eishockey-Stadion erhält in Bad Zurzach zweites Leben
Das Patinoire de Malley 2.0 diente während zwei Saisons dem Eishockey-Club Lausanne HC als temporäres Heimstadion. Jetzt wird es im Sodi-Industriepark in Bad Zurzach wieder aufgestellt – als Industriehalle. Die Kosten belaufen sich auf 8,25 Millionen Franken.
Quelle: Sandro Halank, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Das Patinoire de Malley 2.0 war gemäss dem Erbauer das grösste temporäre Eisstadion der Welt.
Gemäss dem Erbauer war es das grösste temporäre Eisstadion der Welt. Während der 2017/2018 und 2018/2019 trug der Eishockey-Club Lausanne HC seine Trainingseinheiten und Heimspiele in der Eishalle Malley 2.0 aus. Sie ersetzte vorübergehend das altehrwürdige Patinoire de Malley, das abgerissen wurde. Die Halle war 96 Meter lang, 66 Meter breit, 17 Meter hoch und kostete 10,6 Millionen. Auf den Rängen fanden 6700 Zuschauer Platz. Für den Bau war die Nüssli-Gruppe verantwortlich.
Nachdem der Eishockey-Club Lausanne HC im Herbst 2019 seine neue Vaudoise Aréna eingeweiht hatte, fanden 2020 Wettkämpfe der Olympischen Jugend-Winterspiele in der Halle statt. Danach wurde sie abgebaut und zwischengelagert.
Bis zum 1. April 2022 bezugsbereit
Jetzt wird die Halle im Sodi-Industriepark in Bad Zurzach für 8,25 Millionen neu aufgebaut, wie die «Aargauer Zeitung» meldet. Gegen das entsprechende Baugesuch seien laut der Bauverwaltung keine Einsprachen eingegangen. Der Wiederaufbau soll schon bald in Angriff genommen werden. Mit den Bauarbeiten soll gemäss den Verantwortlichen sofort gestartet werden, wenn die Baugenehmigung vorliege. Bis zum 1. April 2022 solle die Halle bezugsbereit sein.
Die Halle wird gemäss dem Bericht unterteilt, damit zwei Mieter darin Platz finden. Die Namen dürften noch nicht bekannt gegeben werden. Auf dem Dach des Stahlbaus ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Der damit erzeugte Strom wird im Industriepark verbraucht. Der Technikraum, ein Kühllager und eine chemische Verarbeitung sind im Untergeschoss der neuen Industriehalle geplant.
Weiteres Baugesuch soll folgen
Laut der «Aargauer Zeitung» soll bald ein weiteres Baugesuch für ein Projekt im Sodi-Industriepark eingereicht werden. Die Circular Industries Gruppe will im Bezirkshauptort nachhaltige Chemikalien aus gebrauchtem Speise- und Frittieröl entwickeln und produzieren.
Diese sollen in der pharmazeutischen sowie in der Halbleiter- und die Mikrochip-Industrie auf Erdöl basierte Stoffe wie Isopropanol und Azeton ersetzen. Insgesamt 90 Millionen Franken will die Gruppe in ihren neuen Forschungs- und Entwicklungs- sowie Produktionsstandort investieren. Rund 80 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. (mgt)