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Diese Erkenntnis sei von grosser Bedeutung für Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel wie Anti-Baby-Pillen, Vaginalringe oder Hormonpflaster verwenden und sich einem grösseren chirurgischen Eingriff unterziehen müssen, wie die Universität Genf (Unige) und das Universitätsspital Genf (HUG) am Donnerstag mitteilten. Bei grösseren Operationen müsse besonders auf das Risiko von Blutgerinnseln geachtet werden.
Die Studie, die in der Fachzeitschrift «Blood» veröffentlicht wurde, gibt den Forschenden zufolge erste Hinweise darauf, wann die Pille vor medizinischen Eingriffen am besten abgesetzt werden sollte.
Generell erhöhen sogenannte kombinierte hormonelle Kontrazeptiva, also Verhütungsmittel, die sowohl Östrogene als auch Gestagene enthalten, das Thromboserisiko um das Drei- bis Fünffache, wie es in der Mitteilung hiess. In der Schweiz erleiden nach Einschätzung der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie eine bis zwei von 10'000 Frauen zwischen 15 und 34 Jahren eine Thrombose.
Gerinnungsmarker im Blut analysiert
Für die Studie entnahm das Forschungsteam 66 Frauen, die mit kombinierten hormonellen Kontrazeptiva verhüteten, zu sechs verschiedenen Zeitpunkten vor und nach dem Absetzen des Verhütungsmittels Blutproben. Diese Proben wurden dann mit dem Blut einer Kontrollgruppe von 28 Frauen verglichen, die keine kombinierten hormonellen Verhütungsmittel verwendet hatten.
Gerinnungsmarker im Blut zeigten den Forschenden an, wie hoch ihr Risiko für Thrombosen war. In den ersten zwei Wochen nach Absetzen des Verhütungsmittels waren demnach 80 Prozent der Gerinnungsmarker verschwunden, nach einem Monat 85 Prozent.
Dies legt laut der Forscherinnen und Forschern nahe, dass die Wahrscheinlichkeit von Blutgerinnseln wegen Verhütungsmitteln wie der Pille innerhalb von zwei bis vier Wochen nach dem Absetzen auf nahezu normale Werte zurückkehrt.