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Top-Manager bei Double Eagle Petroleum unterzeichneten Anfang des Monats Arbeitsverträge, die eine alte Vergütungsart einschränken: Im Fall von «schlechter Performance» erhalten sie keine Abfindung mehr. Sigmund Balaban, Chef von Double Eagle, sagt, dass das Direktorium so sicherstellen wollte, dass Executives, die das Unternehmen verlassen, das Geld, das sie mitnehmen, auch verdienen. Er bezeichnet den neuen Plan scherzhaft als «goldenen Fallschirm mit Loch».
Merrill-Relikte beseitigen
Die neuen Verträge sind der Versuch, ein teures Relikt der jüngeren Vergangenheit abzuschaffen: Hohe Abfindungszahlungen für gescheiterte Executives. Das Thema rückte erneut in den Mittelpunkt, als bekannt wurde, dass Daniel Mudd und Richard Syron, die Ex-CEO von Fannie Mae und Freddie Mac, nach der Übernahme der Unternehmen durch die Regierung zusammen etwa 24 Mio Dollar einstreichen könnten. Andere Zahlungen im vergangenen Jahr waren höher: 29,5 Mio Dollar erhielt der frühere Citigroup-CEO Charles Prince, 161,5 Mio der Ex-Merrill-Lynch-Chef Stan ONeal und 210 Mio Robert Nardelli, vormals Chef von Home Depot. Alle wurden ihres Amtes enthoben oder gezwungen zu kündigen. Experten sagen, dass überhöhte Abfindungen weiter ein Problem bleiben, sogar wenn die Zahlungen an die Performance gebunden sind, da Abfindungen normalerweise Teil des Arbeitsvertrags seien, um talentierte Bewerber anzuziehen. «Das wird zu einer Zeit verhandelt, da alle davon ausgehen, dass nichts Schlimmes passieren wird – vergleichbar mit Eheverträgen», sagt Mark Borges, Chef der Beratungsfirma Compensia.
Eine Untersuchung von 137 grossen Unternehmen durch Equilar im Jahr 2007 ergab, dass 71,5% der CEO Abfindungsvereinbarungen hatten, 81,8% war versichert worden, dass sie eine Abfindung erhielten, falls sie aufgrund einer Übernahme oder von Veränderungen auf Chefebene ihre Jobs verlieren würden. Laut der Untersuchung würde der durchschnittliche CEO bei Kündigung 21 Mio Dollar kassieren und 29 Mio Dollar bei Veränderungen auf der Führungsebene. Abfindungen entsprechen normalerweise dem Zwei- oder Dreifachen eines Jahresgehalts plus Boni. Einige Unternehmen streichen einst grosszügige Abfindungspläne zusammen. Der Pharmakonzern Wyeth kürzte schon 2006 die Provisionen bei Führungswechseln. In einem solchen Fall würde CEO Bernard Poussot nur noch 18,3 Mio statt 38 Mio Dollar erhalten. Das Rohstoffunternehmen Double Eagle hatte bei der Durchsetzung der neuen Abfindungspolitik den Vorteil, dass viele Executives neu waren. Laut Kurtis Hooley, Finanzchef von Double Eagle, gab es zwischen Vorstand und Executives zwar eine Diskussion über die Definition von schlechter Performance.
Beide Seiten einigten sich jedoch auf Performanceziele. Letztendlich vertrauten die Executives dem Vorstand, so Hooley. «Wenn du für meine Sicherheit sorgst, dann werde ich im Gegenzug dem Unternehmen die Sicherheit geben, dass ich wie versprochen abschneide», sagt Hooley.