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In den vergangenen beiden Wochen seien die Felder als Folge von gleich zwei Stürmen mit starkem Regen und nach dem ohnehin schon sehr nassen Winter überschwemmt worden. Deshalb hätten tausende Farmer nun auch grosse Probleme bei der Aussaat der Sommerungen, nachdem schon die Herbstaussaat deutlich beeinträchtigt worden sei.
Die Böden und Gebäude vieler Betriebe hätten ernsthaften Schaden genommen, so der Verband. Wegen dieser schwierigen Situation forderte der NFU zusammen mit anderen landwirtschaftlichen Interessenvertretungen die Londoner Regierung auf, die betroffenen Bauern mit Geld aus dem nationalen Hilfsfonds für Überschwemmungsgebiete zu unterstützen. Ausserdem solle ausnahmsweise auf die Einhaltung der „Drei-Kulturen-Regel“ verzichtet werden dürfen.
Diese sieht vor, dass in der Zeit vom 1. Mai bis zum 30. Juni mindestens drei Kulturen auf den Feldern eines Betriebes angebaut werden müssen. Unterdessen zeichnen sich mit Blick auf die Anbauflächen der einzelnen Kulturen im Vereinigten Königreich deutliche Änderungen im Vergleich zu 2019 ab. Nach aktuellen Prognosen der Unternehmensberatung The Andersons Centre im Auftrag der Absatzförderungsorganisation für Landwirtschaft und Gartenbau (AHDB) wird das Weizenareal zur Ernte 2020 mit 1,5 Mio ha um 17 % kleiner ausfallen als im Vorjahr.
Die Wintergerstenfläche ist nach Einschätzung der Berater um 23 % auf weniger als 350 000 ha eingeschränkt worden, während das Sommergerstenareal voraussichtlich um 47 % auf 1,0 Mio ha ausgedehnt wird. Dagegen wird für Raps ein Anbaurückgang um 32 % auf 361 000 ha angenommen.