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Wer jemandem Unrecht getan hat, sollte sich entschuldigen und/oder eine Entschädigung leisten. Im Falle der Verdingkinder und anderer Opfer administrativer Zwangsmassnahmen hat Frau Sommaruga dies unlängst im Namen des Bundesrates getan: Sie hat sich entschuldigt, von finanzieller Entschädigung hingegen wollte sie nichts wissen und schlug stattdessen einen Runden Tisch vor. Davon wiederum halten die ehemaligen Verdingkinder wenig. Zu lange warten sie schon. Jetzt wollen sie nicht nur symbolische Gesten, jetzt wollen sie Taten sehen. Und das heisst: Geld, auch wenn Geld seinerseits nach all den Jahren nicht viel mehr als symbolische Bedeutung haben kann. Erlittenes Leid lässt sich nicht mit Geld aufwiegen. Aber es bedeutet Anerkennung: Anerkennung des Unrechts und Anerkennung geleisteter Arbeit. Behörden und Gesellschaft haben jahrzehntelang von der Ausbeutung dieser Kinder profitiert. Nun wäre es an der Zeit, denen, die noch leben, zurückzugeben, was ihnen zusteht. Irland hat 1,28 Milliarden Euro an ehemalige Heimkinder bezahlt. Die Schweiz sollte sich an Irland ein Beispiel nehmen. (Klara Obermüller)
Zwei Euro, zwei Euros, zwei Euri
"What is the plural of "euro"? fragt ein User auf www.englishforums.com
Abbie antwortet: „The plural of Euro is Euros“
Ein User aus Deutschland schreibt dazu: „Abbie, you are right that an English speaker would pluralise €uro with an 's' to make Euros (and would pronounce likewise), however it's interesting to note that in the majority of other European countries the plural of Euro is Euro.“
Pianne aus Frankreiche sekundiert: „Here in France, it's usually "euros" when there's more than one.“
Doch im deutschsprachigen Raum ist es eben nicht so. Die Mehrzahl von Euro ist Euro. Ohne –s. Allerdings nur dann, wenn man einen Betrag, einen Wert angibt. „Das kostet 20 Euro“. „Im Wert von 200 Euro“.
Spricht man aber von den Euro-Münzen, dann erhält der Plural ein –s. Also: „Ich habe noch drei Euros in der Tasche“.
Das Gleiche gilt für Dollar. Wird ein Wert, ein Betrag angegeben, so lautet der Plural: Dollar. Ohne -s. „Das kostet dreissig Dollar“. „Er hat im Lotto hunderttausend Dollar gewonnen“.
Meint man aber die Dollar-Banknoten, so erhält Dollar im Plural ein –s. „Er hat noch einige Dollars unter der Matratze“.
In der Umgangssprache hört man immer mehr den Ausdruck „Euros“, auch wenn ein Wert angegeben wird.
Die Italiener übrigens gehen immer häufiger ihren eigenen Weg. Bei ihnen wird das Schluss-o eines Substantivs zum –i. Il libro, i libri. So sagen denn viele Italiener schon „dieci Euri“.
(hh)