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SCHILD ist Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI) und hat den BSCI-Code-of–Conduct als Richtlinie für alle Lieferanten zur Einhaltung der international anerkannten Mindestanforderungen für soziale Arbeitsbedingungen übernommen. Die Umsetzung des BSCI-Code-of-Conduct bei den Lieferanten erfolgt bei SCHILD auf zwei Ebenen:
Für die selbst entwickelten Eigenmarken ist SCHILD direkt für die Umsetzung des Code-of-Conduct und dessen Kontrollen bei den Lieferanten und deren Produktionsstätten besorgt. Die Kontrolle erfolgt dabei durch unabhängige, akkreditierte Prüfgesellschaften, deren Auditoren für die Durchführung von BSCI-Audits zertifiziert werden. Die Zertifizierung der Auditoren erfolgt durch SAI (Social Accountability International), die als NGO den auf den ILO- und UN-Richtlinien basierenden und als Best-Practice anerkannten Sozialstandard SA 8000 herausgibt. Im Rahmen des BSCI-Engagements verpflichtet sich SCHILD, nicht nur die Produktionsbedingungen zu prüfen, sondern im Bedarfsfall auch Verbesserungen herbeizuführen (Corrective Action Plans, CAP) und die Lieferanten bezüglich der Sicherstellung sozialer Arbeitsbedingungen zu schulen. Für die vertriebenen Fremdmarken verlangt SCHILD von den Markenpartnern den Nachweis, dass die Herstellung der entsprechenden Produkte ebenfalls nach den BSCI-Richtlinien oder auf der Basis eines vergleichbaren Code-of-Conduct erfolgt ist.
Der BSCI-Verhaltenskodex fordert die Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns, ermutigt jedoch im Rahmen seines entwicklungspolitisch orientierten Ansatzes die Produzenten in Lieferländern, einen existenzsichernden Lohn zu zahlen. In diesem Zusammenhang stellt die BSCI ein Positionspapier zur Verfügung, welches diesen Punkt detailliert erläutert.
Mit Hinblick auf die Asia Floor Wage und diese unterstützende Aktivitäten der Clean Clothes Campaign ist festzuhalten, dass diese zwar ein wichtiges Thema ansprechen, das auch aus Sicht der BSCI wichtig ist. Die AFW zeigt einen transparenten und nachvollziehbaren Weg einer Berechnungsmethode für einen existenzsichernden Lohn auf. Die AFW schweigt jedoch zu dem komplexen Themenkreis, wie bei Zahlung eines Asia Floor Wage eine Wettbewerbsverzerrung – mit Hinblick auf Produktionsstätten, Lieferländer und Handelsunternehmen – vermieden werden kann.
Die Ansicht, dass die Zahlung eines bestimmten Mehrbetrages pro Produkt durch Einkäufer einen existenzsichernden Lohn sichern würde, blendet die Komplexität internationaler Lieferketten und die Kalkulation und Zusammensetzung von Preisen aus und stellt mithin einen komplexen Sachverhalt derart vereinfacht dar, dass dies für Verbraucher irreführend ist.
Detaillierte Informationen zur Business Social Compliance Initiative (BSCI) finden Sie unter www.bsci-ch.org