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Das Prämenstruelle Syndrom (PMS) umfasst eine Reihe von körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen, die sich in der 2. Zyklushälfte – nach dem Eisprung – in leichterer oder schwerer Form bemerkbar machen. Typischerweise verschwinden die Beschwerden mit dem Einsetzen der Regelblutung oder wenige Stunden danach von selbst wieder. Demgegenüber werden Menstruationsbeschwerden überwiegend oder ausschliesslich während der Monatsblutung bemerkt.
In der Zeit nach dem Follikelsprung (Eisprung) produzieren die Eierstöcke andere Hormone als in der 1. Hälfte des Zyklus. Sie werden auch „Schwangerschaftshormone“ genannt. Unter der veränderten Hormonkonstellation sind die Voraussetzungen für das PMS gegeben, während es allmählich auf die Regelblutung zugeht.
Der Begriff Zyklusstörungen bezieht sich nicht auf das PMS, sondern auf Häufigkeit, Dauer und Stärke der Regelblutung, er wird in einem separaten Text erklärt. Dort finden sich auch Angaben zu Dysmenorrhoe, das sind schmerzhafte Koliken anlässlich der Blutung.
Weil die Ursachen meist mehrschichtig oder nicht beeinflussbar sind, geht es hauptsächlich darum, die Symptome zu lindern.
Der Arzt sollte auf jeden Fall konsultiert werden, wenn Beschwerden stetig zunehmen.
Der Nutzen von Antikonzeptiva („Pille“) wird kontrovers beurteilt; sie scheinen vor allem gegen die psychische Komponente des PMS wirksam zu sein. Immerhin lassen sich bei manchen Frauen starke Beeinträchtigungen mildern oder beheben.
Hormone und Medikamente gegen Depressionen (Antidepressiva) sind rezeptpflichtig. Spannungsgefühl in den Brüsten kann bisweilen durch Einreiben eines hormonhaltigen Gels reduziert werden.