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Der frühere Wahlkampfmanager von Donald Trump, Paul Manafort, soll sich mehrere Male mit WikiLeaks-Gründer Julian Assange getroffen haben. Dies berichtet The Guardian am Dienstagnachmittag. Die Treffen sollen demnach in der ecuadorianischen Botschaft in London stattgefunden haben, in der Assange seit über fünf Jahren festsitzt.
Es ist noch unklar, weshalb sich Manafort mit Assange getroffen hat. Eine gut unterrichtete Quelle sagte dem Guardian jedoch, dass ein Treffen im März 2016 stattgefunden habe. Einige Monate später veröffentlichte WikiLeaks zahlreiche Emails von Demokraten, die von russischen Geheimdiensten gestohlen wurden.
Paul Manafort verneint die Treffen. Diese Geschichte sei zu «100 Prozent falsch». Auch WikiLeaks dementiert ein Treffen auf Twitter.
Der Bericht des Guardians kommt wenige Stunden, nachdem Sonderermittler Robert Mueller bekannt gab, dass Manafort im Rahmen der Russland-Ermittlungen gelogen habe.
Manafort habe das FBI und das Büro des Sonderermittlers bei einer Reihe von Themen angelogen und damit seine Vereinbarung mit der Justiz gebrochen, hiess es in einem Gerichtsdokument, das am Montagabend (Ortszeit) öffentlich wurde und unter anderem von Mueller unterzeichnet ist. Es blieb unklar, worauf genau sich die mutmasslichen Falschaussagen bezogen.
Manafort war einen «Plea Deal» eingegangen, das ist eine Vereinbarung mit der Justiz. Er hatte sich in einem Gerichtsverfahren, das mit seiner früheren Beratertätigkeit in der Ukraine zusammenhängt, schuldig bekannt und einer Zusammenarbeit mit Muellers Team zugestimmt. Laut seinen Anwälten traf er sich mehrfach mit den Ermittlern. Dabei habe er der Regierung Informationen zur Verfügung gestellt, «um seine Kooperationsverpflichtungen zu erfüllen», hiess es in der Erklärung der Anwälte in dem Gerichtsdokument.
Manafort wies die Anschuldigung laut dem Gerichtsdokument zurück.
Manafort war von März bis August 2016 Mitglied in Trumps Wahlkampfteam, davon drei Monate lang als dessen Leiter. Dass er sich im September bereit erklärte, mit den Ermittlern zusammenarbeiten zu wollen, kam überraschend und galt als entscheidender Schritt, denn er war eine zentrale Figur in einer kritischen Phase von Trumps Wahlkampf. Allerdings war nicht klar, worin seine Kooperation genau bestand. (sda/cma)