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Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht, der die Kapitalstandards für die weltweit grössten Banken festlegt, sagte am Freitag, dass er den nationalen Behörden erlauben wird, eine Anforderung dazu zu lockern, wie Banken Derivate-Handelsgeschäfte finanzieren. Die Änderung könnte Banken helfen, Kosten in Höhe von Milliarden von Dollar zu vermeiden.
Der Basler Ausschuss, zu dessen Mitglieder auch die US-amerikanische Federal Reserve und die Europäische Zentralbank gehören, schrieb in einer Mitteilung, dass die Änderung die Umsetzung des Standards - der unter dem Begriff Net Stable Funding Ratio (NSFR, stabile Finanzierungskennziffer) bekannt ist - erleichtern soll. Die NSFR soll gewährleisten, dass Banken ausreichend verlässliche Mittel haben, um eine Krise zu bewältigen.
Es wird möglicherweise Jahre dauern, bis die NSFR für die Banken relevant wird, obwohl es Ziel des Basler Ausschuss ist, diese zum 1. Januar einzuführen. Allerdings treten die Basel-Standards nur in Kraft, wenn sie von den nationalen Aufsichtsbehörden umgesetzt werden und keine der grossen Jurisdiktionen hat dies bei der NSFR bisher getan.
Erfolgreiche Lobby-Arbeit
Als die EU im vergangenen Jahr um Feedback zu ihrem Vorschlag bat, schätzten drei der wichtigsten Lobby-Gruppen der Bankenbranche, dass die Beschränkung zu Derivaten zu zusätzlichen jährlichen Gesamtkosten von bis zu 15 Mrd. Euro führen und die Fähigkeit der Banken beeinträchtigen würde, mit ihren Kunden Derivate zu handeln. Sie forderten Erleichterungen.
Die NSFR setzt bei Derivate-Unverbindlichkeiten einen erforderlichen stabilen Finanzierungsfaktor von 20 Prozent an. Der Baseler Ausschuss hat zugestimmt, dass die Jurisdiktionen diesen bis auf 5 Prozent senken können, wie aus der Mitteilung hervorgeht.
(Bloomberg)