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SCHWEIZERISCHE
BUNDESCANZLEI
Hochgeachteter Herr Schultheiß!
Wenn der Staatsrath von Tessin sich nicht entschließen konnte, die Lucmanierconzession der Bundesversammlung nicht vorzulegen, so wird der Bundesrath gemäß der grundsätzlichen Schlußnahme, die er vor Eingang der fraglichen Conzession gefaßt, die letztere der Bundesversammlung vorenthalten müssen.
Die «Idee» DuCoster's, von Seiten des Gotthardcomite's auf Jacini einzuwirken, damit er in Benutzung der Kriegsvollmachten seinen Gesetzesentwurf betreffend die Gotthardbahn zum Gesetze erhebe, ist eine sehr unglückliche & auch die Anregung Koller's, wenigstens in Betreff des Gesetzesentwurfes für Prämirung der Arbeiten am Mont Cenis eine solche Einwirkung eintreten zu lassen, dürfte auf sich beruhen gelassen werden. Es ist nun einmal nicht in der Luft, sich gegenwärtig mit derartigen Fragen zu beschäftigen. Wenn man nun gleichwol erzwingen will, sie auf die Tagesordnung zu bringen, so| leistet man ihnen nicht nur keinen Vorschub, sondern man schadet ihnen geradezu.
Eine Sitzung des Gotthard Ausschusses halten Hr. Stehlin & ich gegenwärtig nicht für nothwendig.
Genehmigen Sie die Versicherung ausgezeichneter Hochachtung von
Ihrem freundschaftlich ergebenen
Dr A Escher
Bern
5 Juli 1866.