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Die Schweizer Volksweisheit, wonach man mit einem Pensionskassen-Einkauf Steuern spart, ist zwar richtig, kann aber dennoch zu falschen Entscheiden führen.
Denn relevant sind auch folgende Aspekte: Wie lange bleibt das Geld in der Pensionskasse zu einer (meist) bescheidenen Verzinsung? Wie ertragreich würde das Geld im freien Vermögen angelegt? Wie hoch ist der Einkommenssteuersatz im Vergleich zum Satz für Kapitalbezüge? Als Faustregel gilt, dass sich freies Sparen umso besser lohnt, je länger die Zeitdauer ist und je aktienorientierter die Mittel investiert werden. Nehmen wir als Beispiel ein Zürcher Paar im Alter von Mitte 40 mit einem Einkommen von CHF 150'000. Es muss entscheiden, einen einmaligen Bonus von CHF 50'000 frei zu sparen oder in die Pensionskasse einzubezahlen. Bei Einkauf in die Pensionskasse wird von einer Verzinsung von 1.5% ausgegangen, beim späteren Bezug fällt eine Steuer von rund 15% an. So steigt über 20 Jahre der Betrag auf rund CHF 57'000 an. Beim freien Sparen schlägt zuerst die Einkommenssteuer von über CHF 17'000 zu Buche. Die verbleibenden CHF 33'000 werden in Aktien mit einer langfristigen Renditeerwartung von 6% (nach Kosten) angelegt. Die Kapitalgewinne sind zwar steuerfrei, aber die Dividenden sind zu versteuern. Ebenso muss die Vermögenssteuer bezahlt werden, so dass nach Steuern mit 4.8% gerechnet werden kann. Auf dieser Grundlange erreicht man nach etwas länger als 10 Jahren den Break-even. Nach 20 Jahren sind rund CHF 83'000 angespart oder CHF 26'000 respektive fast 50% mehr als beim Pensionskassen-Einkauf.