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In Malaysia wird der Regenwald durch ein Gesetz vor Palmöl-Plantagen geschützt, bei dem mindestens 50 Prozent des Waldes weiter bestehen muss. Einige Unternehmen steigen deshalb auf Kokosnuss-Plantagen um.
Palmöl-Plantagen werden gestoppt
Laut der malaysischen Industrieministerin Teresa Kok wird die Regierung von Malaysia keine Ausweitung der Ölpalmplantagen mehr erlauben. Sie sagte, dass die gesetzliche Untergrenze von 50 Prozent Waldabdeckung erreicht wurde, und es daher die Aufgabe der Regierung ist, diese beizubehalten.
Teresa Kok betont, dass die Wirtschaft wegen der Überproduktion von Malaysia und Indonesien leidet, da die beiden Länder weltweit die grössten Produzenten von Palmöl sind. «Es gibt hier und in Indonesien überschüssige Vorräte. Auf die lange Sicht überlässt die Regierung den einzelnen Plantagenunternehmen die Entscheidung, ob sie weiterhin Palmöl-Plantagen bewirtschaften oder auf andere Landwirtschaftsprodukte setzen.» Die Ministerin fügt hinzu, dass bereits mehrere Unternehmen auf Kokonussplantagen umsteigen wollen.
Darum ist Palmöl eine Katastrophe
Palmöl ist das billigste Pflanzenfett der Welt. Jedes vierte Produkt im Supermarkt enthält das Öl. Weil Industrienationen mit ihrem riesigen Konsum tonnenweise von diesem Öl verlangen, werden gigantische Flächen Regenwald gerodet, um Platz für neue Plantagen zu schaffen.
Gerade Indonesien und Malaysia sind für 80 Prozent der Weltproduktion von Palmöl verantwortlich. Schätzungen gehen davon aus, dass pro Sekunde ein halbes Fussballfeld Wald abgerodet wird.
Wegen der Abrodung sterben seltene Tiere und Pflanzen, Menschen mangelt es an sauberem Trinkwasser, der natürliche Schutz vor Naturkatastrophen ist nicht mehr gewährleistet und die Klimaerwärmung schreitet in einem Höllentempo voran. Ganz zu schweigen von der Ausbeutung von Arbeitskräften in diesen Ländern.