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Olga Hirschi-Studer
Hat am 30.11.1922 im freiburgischen Belfaux das Licht der Welt erblickt.
Nach der Geburt ist sie mit ihrer Mutter Paula nach Trimbach an den Wohnort ihrer Mutter gezogen. Da ihre Mutter Paula für den Lebensunterhalt sorgen musste, wuchs Olga zusammen mit ihren 6 Cousinen und Cousin bei ihrer Tante auf. Das hat einen engen Zusammenhalt gegeben, der bis vor kurzem noch gepflegt wurde.
Olga ist in Trimbach zur Schulen gegangen. Nach der obligatorischen Schulzeit absolvierte sie ein Haushaltlehrjahr in Olten und konnte anschliessend gleich ins Berufsleben bei der Firma Odo einsteigen.
Mit 15 Jahren trat Olga dem Turnverein Trimbach bei. 2012 durfte sie ihr 75 jähriges Jubiläum feiern. Durch ihre Begeisterung für den Turnverein hatte sie auch viele Turnfeste besucht. Sie war jahrelang im Vorstand tätig und wirkte auch als Präsidentin. Bis heute wurde der Kontakt zu den Turnkameradinnen gepflegt. Es muss wohl der Liebesgott AMOR gewesen sein, der zwei so begeisterte Tuner zusammen gebrachte hatte, denn mit 22 Jahren lernte sie an einem Turnfest ihren zukünftigen Mann Jean kennen.
Am 27. November 1944 wurde in der St. Mauritius Kirche in Trimbach geheiratet. Dieser Ehe entsprangen 3 Mädchen, wovon das Erstgeborene leider mit 3 Wochen an einen Herzfehler starb.
1946 hatte sich Jean selbständig gemacht und einen Coiffeursalon eröffnet. Olga besuchte verschiedene Kurse und wurde ebenfalls Coiffeuse. Bis zu ihrer Pensionierung führten sie zusammen einen Damen- und Herrensalon in Trimbach.
Im Februar 1964 wurden Jean und Olga zum ersten Mal Grosseltern von einem Mädchen. 1965, 1970 und 1979 kamen drei weitere Mädchen dazu.
Sie waren begeisterte Grosseltern und hatten bis zum Ableben einen sehr engen Kontakt mit ihnen.
Olga und Jean waren begeisterte Berggänger. An vielen Wochenenden waren sie auf zweitägigen Wanderungen unterwegs und sehr oft wurden sie von einem ihrer Grosskinder begleitet. Es gab wohl kaum eine Ecke in der Schweiz, welche nicht bewandert wurde.
Doch Olga’s grösstes Hobby war der Turnverein. Der kam immer an erster Stelle. Sie hatte in all den Jahren nur zweimal gefehlt, das war als sie mit ihrer Nachbarin in Zypern in den Ferien war.
Ebenfalls ein grosses Hobby war das Jassen. Die Jasskarten waren immer dabei. Durch die jahrelange Freundschaft mit ihren Nachbarn Margrith und Armin Wyss gab es den einen oder andern Match in ihrem Wohnzimmer oder im Garten. Olga traf man noch im hohen Alter an verschiedenen Jass Events, so auch im Altersheim Ruttiger, wo sie auch dieses Jahr noch am Jassturnier mitgemacht hatte.
Ihre 4 Enkeltöchter schenkten ihr in den Jahren 1988 bis 2000 insgesamt
9 Ur-Enkelkinder. Sechs Mädchen und drei Buben. Sie war sehr stolze Urgrossmutter.
Die letzten vier Jahre verbrachte Olga eine wunderbare Zeit im Altersheim Ruttigen. Anfangs konnte sie sich noch selber um alles kümmern, doch durch das Alter und die kleinen Gebrechen verbrachte sie den Tag in der Gruppe auf der Abteilung. Sie freute sich über jeden Besuch und war bis zuletzt immer für einen Witz zu haben.
Wir wissen, dass sie jetzt an einem schönen Ort sein kann, denn ihre Mutter Paula sagte einmal; «wenn es mir im Himmel nicht gefällt, komme ich wieder zurück» und sie ist nie mehr zurück gekommen. Vielleicht schaut sie auch das eine oder andere Mal zu uns hinunter und legt die schützende Hand über uns.
Liebi Mamme, liebs Grosi, liebs Urgrosi du wersch eus fähle, mer vermisse di!