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Im Schwerpunkt zerebrovaskuläre Medizin und Rehabilitation, werden wissenschaftliche Fragestellungen zur akuten Ischämie, zur Vorbeugung von Schlaganfällen und zu Erholung/Rehabilitation nach einem Schlaganfall bearbeitet. Sowohl klinische Forschung als auch Grundlagenforschung wird durchgeführt.
Im klinischen Forschungsschwerpunkt (KFSP Stroke) wird von den Kliniken des klinischen Neurozentrums die Hirnperfusion und Autoregulation der Hirngefässe in der Akutphase nach einem ischämischen Schlaganfall untersucht; die Hypothese, dass Hirnperfusionsminderung in der Penumbra einer Ischämie zur späteren Verbesserung der Plastizität in diesem Areal führen – eine Art Selbstheilung – soll getestet werden.
Die klinische Forschung beschäftigt sich darüber hinaus mit Studien zu neuen Therapieverfahren in der Rehabilitation, zur technischen Methoden, den Rehabilitationserfolg zu messen (Prof. Luft), Entwicklung neuer Prädiktoren für Therapieerfolg aus klinischen und Bildgebungsparametern (Prof. Wegener) und mit Studien zur besseren Identifikation der zugrundeliegenden Ursache eines Schlaganfalls sowie Prognoseabschätzung (PD Dr. MSc Katan). Hierbei konnten ein neuer Marker im Blut gefunden werden welcher aktuell in einer randomisierten internationalen Studie zur Steuerung der Sekundärprävention eingesetzt wird (MOSES trial). Das Zentrum beteiligt sich zudem an verschiedenen nationalen und internationalen Multicenter-Studien.
In der Grundlagenforschung werden Mechanismen kortikaler Plastizität bei motorischem Lernen und Erholung nach Schlaganfall untersucht (Prof. Luft). Im Fokus steht das dopaminerge System und sein Einfluss auf die Erholung. Es wurde eine dopaminerge Faserbahn aus dem Hirnstamm zum motorischen Kortex identifiziert, die für das Bewegungslernen notwendig ist. Es liegt nahe, zu vermuten, dass diese Bahn Belohnungssignale vermittelt. Wie diese im Lernen und bei der Erholung eventuell therapeutisch eingesetzt werden können, ist die Fragestellung der translationalen Forschung der Gruppe. Ein weiteres Thema (Prof. Wegener) sind die Hirnperfusion und neuroprotektive Mechanismen im Periinfarkt-Gewebe. Hierbei konnte gezeigt werden, dass trotz Rekanalisation des betroffenen Gefässes durch Thrombolyse die Gewebedurchblutung nicht immer vollständig wiederhergestellt wird. Dieses «Reperfusionsversagen» steht einer optimalen Erholung im Wege. Wie es dazu kommt und wie man Hirndurchblutung verbessern kann, wird aktuell erforscht.
Wir arbeiten eng mit dem Schlaganfallzentrum des USZ zusammen.
In einem Projekt von The Loop Zürich untersuchen wir neuartige Methoden in der Gangrehabilitation von Schlaganfall und Parkinson-Patienten und -Patientinnen. Über individualisiertes Feedback lernt der Patient oder die Patientin seinen Gang so anzupassen, dass er oder sie flüssiger und schneller gehen kann. Durch eine gezielte Optimierung des Schlafes wird das Gelernte „abgespeichert“ (konsolidiert).