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Das Erdbeben toppt alle
Gefäss:
Erdbeben haben grössere Auswirkungen auf die Gesundheit als andere Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Hurrikane. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Harvard Humanitarian Initiative.
Quelle:
zvg
Der Hafen in Haiti wurde durch die Auswirkungen des Erdbebens unbrauchbar.
Weltweit bebt die Erde jedes Jahr mehr als eine Million Mal in unterschiedlicher Stärke. Viele der grössten Metropolen wurden in Störungszonen erbaut, dazu gehören Los Angeles, Tokio, New York, Delhi und Shanghai. Millionen sind daher der Gefahr durch Erdbeben ausgesetzt. Im vergangenen Jahrzehnt haben Erdbeben über 780’000 Tote gefordert, berichtet die BBC. Das entspricht fast 60 Prozent aller Todesfälle durch Naturkatastrophen. Bei Hochwasser oder Hurrikanen ertrinken viele Menschen, deutlich weniger sterben an den Folgen ihrer Verletzungen. Es wird angenommen, dass auf jeden Menschen, der durch ein Erdbeben stirbt, drei weitere kommen, die verletzt werden.
Urbane Regionen betroffen
Depressionen treten nach Erdbeben ebenfalls verstärkt auf. Bis zu 72 Prozent der Bevölkerung können betroffen sein. Nach dem Erdbeben, das 1999 in der Türkei die Erde erschütterte, berichteten 17 Prozent der Bevölkerung von Selbstmordgedanken. Kinder haben häufig ein höheres Risiko, verletzt zu werden oder zu sterben. In Haiti waren vergangenes Jahr 53 Prozent der Patienten jünger als 20 Jahre und 25 Prozent waren jünger als fünf Jahre. Bartel betont, dass gerade bevölkerungsreiche urbane Regionen häufig von Erdbeben heimgesucht werden. Die Folge seien zahlreiche Todesopfer und traumatische Verletzungen. (ffi/mgt)