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Die Arbeiten an der einzigen Strasse, die Kehrsiten erschliesst, hätte im vergangenen November beginnen sollen. Das Parlament hatte dafür 16,4 Millionen Franken gesprochen. Auf eine Ausschreibung hin ging für die Hauptarbeiten aber nur eine Offerte ein, und diese lag auch noch drei Millionen Franken über dem bewilligten Kredit.
In der Zwischenzeit habe man das Vorhaben in mehreren Losen ausgeschrieben, teilte die Nidwaldner Baudirektion am Freitag mit. So habe etwa der Auftrag für den Steinschlagschutz deutlich innerhalb des ursprünglichen Kostenvoranschlags vergeben werden können. Neu könnten Arbeiten teils unter Verkehr ausgeführt werden.
Die ersten Aufträge seien nun vergeben. In diesen Tagen werde der Fährenbetrieb vorbereitet mit Anlegestellen und Warteräumen. Weil die Strasse zwischen See und Bürgenberg teilweise gesperrt wird, verkehrt eine Autofähre sowie ein Personen-Rufboot. Dank einem bereinigten Fahrplan der Autofähre seien auch hier Kosten eingespart worden.
Ende September werden die Steinschlagschutzarbeiten und Ende Oktober die Baumeisterarbeiten an der Strasse aufgenommen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mai 2022, mit Schwerpunkten in den Winterhalbjahren.
Die Baumeisterarbeiten werden für jedes Jahr separat ausgeschrieben, erstmals Ende August. So hätten auch kleinere Unternehmen die Chance auf Aufträge. Würden hier marktübliche Preise offeriert, könne man den Gesamtkredit einhalten, heisst es in der Mitteilung.
Kehrsiten ist ein Ortsteil der politischen Gemeinde Stansstad und zählt rund 300 Einwohner. Die Ortschaft liegt am Fusse des Bürgenstocks und am Ufer des Vierwaldstättersees. Die einzige Erschliessungsstrasse von Stansstad her ist über hundert Jahre alt, eng und steinschlaggefährdet. Das Wegstück ist knapp vier Kilometer lang.
(sda)