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Nahrungsmittel-Allergien: Die Art der Baby-Füttern bestimmt Risiko
Wenige Erst-Mütter sind sich bewusst, dass die Art, wie sie ihre Babys im ersten Jahr füttern, einen Einfluss auf das Allergie-Risiko des Kindes hat. Das hat eine finnische Umfrage bei 12'000 Neugeborenen respektive deren Müttern aus fünf europäischen Ländern ergeben.
Babys, welche die ersten sechs Monate konsequent mit Muttermilch gefüttert werden, haben ein kleineres Allergierisiko als zum Beispiel gemischt gefütterte Babys, da sind sich Ärzte und Wissenschaftler einig.
Die Forscher der Universität Turku, Finnland, wollten in Zusammenarbeit mit anderen Ländern (Deutschland, Englang, Ungarn und Spanien) wissen, ob und wie stark sich Erst-Mütter bewusst sind, welchen Einfluss die Ernährung auf die spätere Gesundheit, das Allergie-Risiko im Allgemeinen und auf das Nahrungsmittel-Allergierisiko im Besondern hat.
Dazu wurden Erst-Mütter aus diesen Ländern in der ersten Woche der Geburt ihres Babys befragt.
Die Befragung deckte auf, dass diese Mütter sehr wohl wussten, dass die Baby-Ernährung auf die spätere Gesundheit des Kindes einen Einfluss hat. Aber: Nur 10% wussten, dass die Art der Baby-Fütterung einen Einfluss auf das spätere Nahrungsallergie-Risiko hat.
Interessanterweise fiel das Ergebnis je nach Fragestellung anders aus: So beantworteten 50% der Mütter auf die Frage, ob die Baby-Ernährung einen Einfluss auf das spätere Allergie-, Herz- oder Diabtesrisiko des Kindes habe, mit ja. Die einen Mütter fanden es richtig und andere sogar sehr richtig, dass die Ernährung eine entscheidende Rolle dafür spielt. Jedenfalls schienen die meisten der Teilnehmerinnen den Zusammenhang zwischen Ernährung und einem späteren Krankheitsrisiko ganz klar zu verstehen.
Fehlendes Bewusstsein schien laut den Forschern verschiedene Gründe zu haben. Die Mütter erhalten Ernährungsinformationen für das Baby von Gesundheitsfachleuten oder aus Broschüren. Es scheint, dass diese Informationen gerade bezüglich Baby-Ernährung, Stillen und Allergie-Risiko erneuert werden müssten und die Beratenden ebenfalls dahingehend gelehrt werden müssten.
Ausserdem meinen die Forscher, dass die mütterliche Entscheidung, wie das Baby ernährt werden sollte, sofort nach der Geburt gefällt wird und dass der Einfluss der Beratung von Profis eine wichtige Rolle spielt. Demnach hat die positive Beeinflussung der Mutter zum Beispiel bezüglich Stillen einen merklichen Einfluss auf die künftige Gesundheit des Neugeborenen, schlossen die Forscher. Und: Die unterschiedlichen kulturellen sowie geographischen Unterschiede hätten bei den Ergebnissen sicher auch eine Rolle gespielt.
medical news today
20.06.2011 - dzu