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Bilder von auf Pinguinen festgemachten Minivideokameras zeigen, dass mindestens vier Pinguinarten im offenen Meer nach Quallen und anderen gelatinösen Tieren jagen. Dies bedeutet eine neue, bisher unbekannte Nahrungsquelle, wie Wissenschaftler in diesem Monat in der Fachzeitschrift Frontiers in Ecology and the Environment.
Am 1. Oktober 2017 jährt sich die Indienststellung des Polarforschungsflugzeugs Polar 5 des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) zum zehnten Mal. Die Maschine vom Typ Basler BT-67 hat seitdem für wissenschaftliche und logistische Aufgaben mehr als 1,3 Millionen Kilometer zurückgelegt. Bei ihren 48 Messkampagnen vor allem für Atmosphärenforschung und Geophysik ist sie auf dem arktischen Meereis nahe des Nordpols sowie am Südpol gelandet.
Ein internationales Abkommen ist in Kraft getreten zum Schutz eines Meeresgebietes, das sich nach dem Abbruch eines Eisberges vom Larsen C Eisschelf im vergangenen Juli aufgetan hatte. Der Eisberg, der als A68 benannt wurde, bewegt sich nun langsam nach Norden und hat ein 5‘818 km2 grosses Gebiet am Meeresboden freigesetzt, das nun den Meeresbedingungen ausgesetzt sein wird. Der grösste Teil des Gebietes war seit der letzten Zwischeneiszeit vor 120‘000 Jahren von Eis bedeckt. Nun bietet sich Forschern eine einmalige Gelegenheit zu untersuchen, wie sich das Leben im Meer an dieser Stelle entwickeln wird.
In diesem September ist die Fläche des arktischen Meereises auf eine Größe von etwa 4,7 Millionen Quadratkilometern abgeschmolzen. Dies stellten Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts sowie der Universitäten Bremen und Hamburg fest. Die Fläche ist damit etwas größer als im vergangenen Jahr, liegt jedoch im Mittel der letzten zehn Jahre und zugleich weiterhin deutlich unter den Werten von 1979 bis 2006. Die Nordost-Passage war für Schiffe ohne Unterstützung von Eisbrechern befahrbar.
Australische Expeditionsteinehmer werden mit neuem Gerät durch die Antarktis fahren ab kommendem Sommer. Dies mit Hilfe eines aufgewerteten Busses, der den Wilkins-Flugplatz mit der Casey-Station verbinden wird. Der neue Bus wird den Namen „Priscilla“ tragen, benannt nach einem australischen Klassiker über einen Road-Trip durch die Simpson-Wüste mit einem gleichnamigen Bus.
Vom 1. – 4. Oktober 2017 treffen sich mehr als 90 Vertreter der arktischen und antarktischen Expeditionskreuzfahrtindustrie in Island für die zweite AECO/IAATO Polarfeldteamkonferenz- Das Thema der Konferenz ist die Entwicklung und Herausforderungen im Polartourismus.
Seit einigen Jahren werden vermehrt Theorien über mögliche Lebensformen unter dem Eis Antarktikas veröffentlicht. Eine neue Studie der Australian National University (ANU) hat nun weitere Beweise für mögliches Leben gefunden. Bisher unbekannte Tiere und Pflanzen könnten in den warmen Gletscherhöhlen nahe von Mount Erebus gelebt haben oder noch leben. Die forensischen Untersuchungen von Bodenproben aus Höhlen auf Ross Island haben nämlich Spuren von DNA, Moosen und kleinen Tieren ergeben.
Die neueste Weltraumwetter-Radaranlage der Welt soll in der Arktis aufgebaut werden, dank einer internationalen Partnerschaft, u.a. auch mit Grossbritannien und einem Beitrag von £4 - £6 Millionen von der britischen NERC. Der EISCAT_3D Radar soll Wissenschaftlern ein neues Werkzeug liefern, um die obere Atmosphäre und den erdnahen Weltraum zu beobachten. Man erhofft sich ein besseres Verständnis über Weltraumstürme und deren Effekte auf Technologien, Gesellschaft und die Umwelt.
Der industrielle Walfang hatte einen signifikanten Einfluss auf die Walpopulationen rund um die Antarktis. Beinahe alle Arten der Bartenwale wurden massiv dezimiert und am Ende der 1960er Jahre musste ein Walfangmoratorium ausgerufen werden, um den Populationen Zeit zum Erholen zu geben. Dieses Moratorium jedoch läutete das Ende des Walfangs und den Beginn des Walschutzes ein. Heutzutage erholen sich die Walpopulationen langsam wieder, aber nicht so schnell, wie erhofft, wie ein neues Computermodell von australischen Forschern jetzt zeigt.
Wissenschaftler haben einen Bohrkern aus der Ostantarktis vorgestellt, der 2.7 Millionen Jahre altes Eis enthält. Gasblasen im Eis enthalten Treibhausgase aus der Erdatmosphäre aus einer Zeit, als die Gletscher gerade erst begannen, sich vorzuschieben und zurückzuziehen. Dadurch hat der Kern das Potential für die Erforschung der Mechanismen, die zu Eiszeiten führen können. Dies macht den Kern zur einzigen Probe aus dieser wichtigen Ära.
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