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Mein erstes Desktop-Publishing-Programm konnte die Schriftgrösse und alle anderen Elemente auf ein 10'000-stel Punkt skalieren, nicht nur auf einen halben Punkt.
Bei Auslieferung waren einige belichtungsfähige Schriften mit dabei. Das alles beanspruchte den Platz von 4 Disketten - damals noch solche zu je 720 kb. Nachgeladen aus dem Internet wurde nichts. Und trotzdem lief es. Die entsprechende Festplatte des Computers fasste 60 MB. Nach knapp zwei Jahren Arbeit war sie voll.
Heute steckt man sein Smartphone an den Computer, um die darauf gespeicherten Daten auf den PC zu sichern. Dazu wird ein Gerätetreiber benötigt, der 586 MB gross ist. Trotz 24-Core-Prozessor einer flinken Workstation dauert die Treiberinstallation ein viel-vielfaches länger, als damals auf einem 8 MHz-Atari die Installation des DTP-Programmes dauerte. Irgendwie meinte ich mich zu erinnern, dass SCSII-Geräte damals gar keine Treiber brauchten.
Natürlich - heute hat man viel mehr Zusatzfunktionen und ausführlichste Hilfedateien - das gab es damals alles noch nicht. Und wer will heute in einem Grafik-Studio noch monochrome Graustufen-Bildschirme?
Trotzdem: Wo sind sie geblieben, die schlanken und sinnigen Programme von einst?