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Ohne mich ist das Leben ganz einfach
Was für ein wuchtiger Titel. Er stammt aus der Feder einer meiner liebsten spirituellen Autorinnen: Ayya Kheema. Kheema gilt als eine der grossen Integrationsfiguren des Buddhismus im Westen und als eine Meditationsmeisterin mit internationalem Ruf. Zu dieser, ihrer Berufung ist sie aber erst spät im Leben gekommen, mit 56 Jahren, als sie sich mit 56 Jahren in Sri Lanka zur Nonne ordinieren liess.
Geboren 1923 als Ilse Ledermann und aufgewachsen in einem wohlhabenden, behüteten Heim in Berlin, floh sie mit 15 Jahren mit einem Kindertransport vor den Nazis nach Schottland und anschliessend nach Shanghai. Jahre später fand sie ihre Eltern in Japan in einem Kriegsgefängnis wieder, in welchem ihr Vater schliesslich starb. Nach dem Krieg emigrierte sie in die USA, heiratete und bekam zwei Kinder. Während ihrer zweiten Ehe bereiste sie Südamerika und Asien, wo sie mit der Lehre des Buddha in Berührung kam. 1989 kehrte sie nach Deutschland zurück und grmdete im Allgäu das « Haus der Stille «, ein buddhistisches Seminarzentrum der Theravada-Tradition. Ayya Khema lehrte und lebte dort bis zu ihrem Tod im Jahr 1997.