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Die Milchproduzenten-Vertreter in der BO Milch wurden in den letzten Wochen im Rahmen verschiedener Branchen-Diskussionen mit einem Gesuch zur Freigabe von weiteren 2‘000 Tonnen Import-Butter konfrontiert. Im laufenden Jahr (2020) stehen bekanntlich bereits 2‘000 Tonnen bewilligter Importbutter für die inländische Marktversorgung zur Verfügung. Im Gegenzug wurde auf dem Buttermarkt eine Preisanpassung per 1. Juli 2020 vorgenommen. Die Butterhersteller gehen für 2020 von einem Gesamt-Manko an inländischer Butter von 3‘200 Tonnen aus.
Für die Schweizer Milchproduzenten hat die Versorgung des Inlandmarktes, insbesondere des Schweizer Detailhandels, Priorität. In der aktuellen Marktsituation ist dies für die Schweizer Milchproduzenten eine Frage der:
- Import-Dosierung sowie der Daten-Transparenz,
- preislichen Anreize für die Milchproduzenten (Milchpreis) und
- strategischen Bereitschaft, die Prioritäten partiell etwas mehr auf den Inlandmarkt auszurichten.
Der aktuelle Mangel an Rahm/Milchfett ist für die Produzenten die logische Begründung, die Milchfettpreise auch ausserhalb der Butter anzuheben. Dazu gibt es aber aktuell wenig Bereitschaft. Deshalb kam (vorerst) keine Einigung zustande.