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Wenn im jüngeren Alter beim Aufstehen nach längerem Sitzen, beim Treppenlaufen, beim Hinhocken oder auch nachts, nachdem das Knie im Schlaf länger gebeugt war, das Knie wehtut, kann eine Chondropathia patellae dahinterstecken: Dies ist eine Knorpelerkrankung (= Chondropathie) der Rückfläche der Kniescheibe (= Patella).
An der Rückfläche der Kniescheibe befindet sich der Gelenkknorpel: Bei der Chondropathia patellae weist er degenerative Veränderungen auf. Schmerzen im Knie verursacht dies aber erst, wenn der Knorpelschaden so weit fortgeschritten, dass der darunter liegende Knochen der Kniescheibe mitbetroffen ist: Die dann entstehenden Knieschmerzen bezeichnet man auch als Schmerzsyndrom des vorderen Knies oder – wenn der Oberschenkelknochen (Femur) mit einbezogen ist – als patellofemorales Schmerzsyndrom. Die Chondropathia patellae tritt vorwiegend bei Mädchen und jüngeren Frauen auf; Jungen sind vor allem während der Wachstumsschübe in der Pubertät betroffen.
Die für die Chondropathia patellae kennzeichnenden Symptome – die bei starker Kniebeugung oder nach längerer auftretenden Schmerzen – nehmen typischerweise beim Bergablaufen zu. Auch Druck auf das Knie kann die Knieschmerzen auslösen. Wenn man das Knie unter Belastung bewegt, ist dabei gelegentlich ein Reiben (sog. Krepitation) der Kniescheibe zu fühlen und zu hören. All diese Symptome weisen deutlich auf eine Chondropathia patellae hin; zusätzlich kann zur Diagnose eine Röntgenaufnahme des Kniegelenks und der Kniescheibe beitragen.
Die bei einer Chondropathia patellae eingesetzte Therapie besteht in erster Linie aus konservativen (d.h. nicht-operativen) Massnahmen: Oft helfen gegen die Chondropathia patellae schon krankengymnastische Übungen; seltener sind Medikamente gegen die Schmerzen notwendig. Nur in Einzelfällen (wenn die anderen Behandlungsmassnahmen nicht wirken und starke Beschwerden bestehen) kommt bei der Chondropathia patellae zur Behandlung eine Operation infrage. Häufig bilden sich die Beschwerden innerhalb von einigen Wochen spontan zurück. Um nach Möglichkeit Knieprobleme zu vermeiden, ist es grundsätzlich ratsam, die Belastung der Knie vor allem beim Sport zu verringern, die Knie bei Aktivitäten mit hohem Sturzrisiko zu schützen (durch Knieschoner) und Schuhe mit flachen Absätzen zu tragen.
Der Begriff Chondropathia patellae bezeichnet per Definition eine Erkrankung der Rückfläche der Kniescheibe (Patella): Hier befindet sich der Gelenkknorpel, der bei der Chondropathia patellae degenerativ verändert ist (Chondropathie = Knorpelerkrankung).
Da der Knorpel auf der Kniescheibenrückfläche nicht mit Nerven versorgt ist, verursachen die mit der Chondropathia patellae verbundenen Knorpelveränderungen an der Kniescheibe zunächst keine Schmerzen im Knie. Ist der Knorpelschaden jedoch so weit fortgeschritten, dass der darunter liegende Knochen der Kniescheibe betroffen ist, treten Schmerzen im Kniegelenk auf. In dem Fall liegt ein sogenanntes Schmerzsyndrom des vorderen Knies oder ein patellofemorales Schmerzsyndrom (bzw. femoro-patellares Schmerzsyndrom) vor, bei dem der Oberschenkelknochen (Femur) mit einbezogen ist.
Die Chondropathia patellae ist recht weit verbreitet. Mit grösster Häufigkeit tritt sie im Jugendalter auf: Überwiegend betroffen sind Mädchen und junge Frauen sowie Jugendliche beider Geschlechter während der in der Pubertät auftretenden Wachstumsschübe.
Eine Chondropathia patellae hat ihre Ursachen in Knorpelveränderungen an der Rückfläche der Kniescheibe. Dabei kann es sich um Verdickungen, Erweichungen, Aufsplitterungen und Abscherungen handeln. Solche Veränderungen reichen jedoch meist nicht bis an den Knochen heran.
Erst wenn zusätzliche Risikofaktoren bestehen, entwickelt sich eine schmerzhafte Chondropathia patellae. Kniende Tätigkeiten (z.B. bei Fliesenlegern) begünstigen das Schmerzsyndrom, aber auch eine Überbelastung der Sehnen, die an der Kniescheibe ansetzen: Mögliche Ursachen hierfür sind beispielsweise häufige plötzliche Stoppbewegungen (wie beim Tennis, Bergabgehen o. Runterlaufen von Treppen).
Schmerzen im Knie können jedoch auch bei einem normal beanspruchten Kniegelenk auftreten. Dann liegen der Chondropathia patellae als Ursachen häufig Fehlfunktionen der Oberschenkelmuskulatur und der Bänder im Kniegelenk, Fehlbildungen (zu kleine oder verformte Kniescheibe) oder Fehlstellungen der Kniescheibe zugrunde. Solche Fehlstellungen entstehen, wenn die Kniescheibe zu tief oder zu hoch steht. Passen Kniescheibe und Gleitlager nicht genau zusammen, kann dies ebenfalls zu Schmerzen führen.
Auch nach Unfällen und Knieverletzungen kann eine Chondropathia patellae am Kniegelenk entstehen. Häufig sind die genauen Ursachen für dieses Schmerzsyndrom jedoch nicht eindeutig festzustellen.
Die für eine Chondropathia patellae typischen Symptome sind Schmerzen an der Kniescheibe. Je nach Grad der Knorpelveränderungen sind sie mehr oder weniger stark. Kennzeichnend ist, dass die Knieschmerzen:
Ein weiteres Anzeichen für die Chondropathia patellae ist ein nächtlicher Ruheschmerz, der entsteht, wenn die Knie während des Schlafs länger gebeugt sind.
Ausserdem kann die Chondropathie dazu führen, dass die Knie plötzlich nachgeben, wenn man über unebenen Boden läuft. Da meistens beide Knie von einer Chondropathia patellae betroffen sind, treten die Symptome oft beidseitig auf.
Darüber hinaus können Druck und die Bewegung des Knies gegen einen Widerstand bei der Chondropathia patellae die schmerzhaften Symptome auslösen. Gelegentlich kann man ertasten, dass die Kniescheibe auf ihrem Gleitlager reibt. Diese sogenannte Krepitation weist auf Unregelmässigkeiten im Knorpelbelag hin.
Bei der Chondropathia patellae erfolgt die Diagnose anhand der Befragung der Betroffenen (Anamnese) und über die körperliche Untersuchung: Typisch für die Chondropathie ist ein Druckschmerz im Bereich der Kniescheibe (Patella). Wenn man das Knie unter Belastung bewegt (es z.B. gegen einen Widerstand streckt), kann dies ebenfalls Schmerzen auslösen. Gelegentlich ist dabei auch ein Reiben (sog. Krepitation) der Kniescheibe auf ihrem Gleitlager, dem Oberschenkelknochen, zu fühlen und zu hören. Dieses Reiben ist ein Zeichen dafür, dass der Knorpelbelag der Rückfläche der Kniescheibe beziehungsweise des Gleitlagers Unregelmässigkeiten aufweist.
Bei der Tastuntersuchung kann der Arzt überprüfen, ob das Knie fehlgestellt oder instabil ist. Manchmal ist es möglich, die Kniescheibe bei der Chondropathia patellae stark zu verschieben. Muskeln und Sehnen sowie den Bandapparat untersucht der Arzt ebenfalls. Bedingt durch die Schmerzen kann die Chondropathia patellae einen Schwund der Oberschenkelmuskulatur bewirken – um bei der Diagnose festzustellen, ob dies so ist, kann der Arzt bei einseitigen Beschwerden den Umfang beider Oberschenkel messen und vergleichen.
Zusätzlich kommt bei Verdacht auf eine Chondropathia patellae eine Röntgenuntersuchung des Kniegelenks und der Kniescheibe zum Einsatz. In seltenen Fällen ist auch eine Magnetresonanztomographie (MRT) zur Diagnose sinnvoll, um den Zustand des Knorpels zu beurteilen. Und vor allem bei starken Beschwerden bietet sich als weiterführende Untersuchungsmethode die Gelenkspiegelung (Arthroskopie) an: Bei Bedarf kann der Arzt einen Knorpelschaden währenddessen direkt behandeln.
Bei einer Chondropathia patellae kommen zur Therapie in erster Linie konservative (d.h. nicht-operative) Massnahmen zum Einsatz. Dabei stehen krankengymnastische Übungen (Physiotherapie) im Vordergrund, deren Ziel vor allem darin besteht, die vordere Oberschenkelmuskulatur zu stärken. Ausserdem ist es bei der Chondropathia patellae wichtig, dass Sie das betroffene Kniegelenk eine Weile schonen: Vermeiden Sie vor allem starke Kniebeugungen. Darüber hinaus können Sie stabilisierende Verbände anlegen. Die Schmerzen können Sie durch Krafttraining und Dehnungsübungen der Oberschenkelmuskulatur dauerhaft lindern (auch dabei ist es jedoch ratsam, auf Kniebeugen zu verzichten).
Bei der Chondropathia patellae ist es auch längerfristig – über die Dauer der Therapie hinaus – ratsam, vor allem beim Sport die Belastung Ihrer Knie zu verringern: Sportarten, die das Kniegelenk stark belasten (z.B. Fussballspielen und Skifahren), vermeiden Sie am besten und ersetzen sie durch weniger belastende (wie Schwimmen). Grundsätzlich ist es ausserdem empfehlenswert, bei einer Chondropathia patellae Schuhe mit flachen Absätzen zu tragen: Dies entlastet die Bänder am Knie.
Selten sind bei einer Chondropathia patellae Medikamente zur Therapie erforderlich. Gegen akute Schmerzen im Knie können Sie kurzfristig Schmerzmittel einnehmen. Wenn Sie besonders starke Schmerzen haben, kann der Arzt Ihnen auch Betäubungsmittel (sog. Lokalanästhetika) direkt in die betroffene Stelle spritzen. Injektionen ins Kniegelenk sind allerdings mit einem Infektionsrisiko verbunden, weshalb es besser ist, sie auf ein Minimum zu beschränken.
Meistens ist bei der Chondropathia patellae zur Therapie keine Operation notwendig. Nur wenn Ihre Beschwerden sehr stark sind und es durch die konservative Behandlung nicht gelingt, sie ausreichend zu lindern, kommt eine Operation infrage. Dann ist es zum Beispiel möglich, operativ (auch bei einer Arthroskopie) für eine Entlastung der Kniescheibe zu sorgen und gleichzeitig eine Knorpelglättung durchzuführen.
Die Chondropathia patellae nimmt in den meisten Fällen einen günstigen Verlauf. Häufig treten die typischen Knieschmerzen nach ungewohnten Belastungen auf und verschwinden nach einigen Wochen spontan.
Dauern die Schmerzen bei einer Chondropathia patellae jedoch länger an, kann dies zu Fehlhaltungen und Muskelverspannungen führen. Die Beschwerden können auch nach Jahren wieder auftreten. Selten kann aus einer Chondropathia patellae eine Kniescheibenarthrose entstehen.
Es sind keine Massnahmen bekannt, mit denen Sie einer Chondropathia patellae direkt vorbeugen können. Grundsätzlich ist es jedoch wichtig, die Knie nicht zu überlasten. Bereits bei leichten Beschwerden ist es ratsam, das Kniegelenk zu schonen und zu stabilisieren, um eine Verschlechterung zu verhindern.
Sportarten, die das Knie stark belasten oder mit häufigen Stürzen auf die Knie verbunden sind, sind nach Möglichkeit zu meiden. Wenn Sie auf solche Sportarten nicht verzichten möchten, ist es zumindest ratsam, dass Sie die Knie entsprechend schützen (Knieschoner) und Erholungsphasen zwischen sportlichen Betätigungen einlegen. Ausgleichssportarten wie Velofahren oder Schwimmen dienen ebenfalls der Erholung des Kniegelenks und können so dazu beitragen, eine Chondropathia patellae zu verhindern. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, auf Schuhe mit hohen Absätzen zu verzichten, um die Bänder am Knie nicht zu stark zu belasten.