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War eine versicherte Person verheiratet oder in eingetragener Partnerschaft, wird nach deren Tod eine Ehegattenrente ausgerichtet, falls die Bedingungen erfüllt sind.
Auf eine Ehegattenrente besteht Anspruch, wenn die überlebende Ehegattin bzw. der überlebende Ehegatte oder die eingetragene Partnerin bzw. der eingetragene Partner zum Zeitpunkt des Todes
- für den Unterhalt eines oder mehrerer Kinder aufkommen muss, die Anspruch auf eine Waisenrente der PKBS haben, oder
- das 45. Altersjahr zurückgelegt und die Ehe mindestens 5 Jahre gedauert hat.
Standardrente
66% der versicherten Invalidenrente bzw. der laufenden Invaliden- oder Altersrente.
Spezialrente
100% der Altersrente, sofern bei der Pensionierung die Option «Altersrente = Ehegattenrente» gewählt wurde.
Bei der Pensionierung gibt es die Möglichkeit, die Erhöhung der Ehegatten- bzw. Lebenspartnerrente von 2/3 auf 100% der versicherten Altersrente zu beantragen. Dabei reduziert sich die versicherte Altersrente um 15% ihres Betrages.
Heirat nach dem ordentlichen Rentenalter
Hatte die versicherte Person nach dem Alter 65 geheiratet, beschränkt sich die Ehegattenrente in der Regel auf die obligatorischen Leistungen gemäss BVG.
Weisen die Ehegatten oder die eingetragenen Partner einen grossen Altersunterschied auf, kann dies zu einer Kürzung der Ehegattenrente führen.
Ist die überlebende Ehegattin bzw. der überlebende Ehegatte oder die eingetragene Partnerin bzw. der eingetragene Partner mehr als 10 Jahre jünger als die verstorbene Person, wird die Ehegattenrente für jeden die Differenz von 10 Jahren übersteigenden Monat um 0.4% pro Monat gekürzt, höchstens aber um 50%. Diese Kürzung verringert sich, je länger die Partnerschaft dauerte.
Prüfen Sie nachstehend, ob Sie von dieser Bestimmung betroffen sind.
Berechnen Sie die Ehegattenrente
Dazu benötigen Sie Ihren Vorsorgeausweis.
Hinweis: Es handelt sich dabei um Werte, die Sie selber eingegeben haben. Ob Anspruch besteht und wie hoch die Leistungen sind, wird erst im konkreten Leistungsfall ermittelt.
Sie fragen – wir antworten
Was ist, wenn ich die Voraussetzungen für die Ehegattenrente nicht erfülle?
Sind die Anspruchsvoraussetzungen nicht erfüllt, haben Sie Anspruch auf eine Abfindung in der Höhe von 3 Jahres-Ehegattenrenten.
Wie lange besteht Anspruch auf eine Ehegattenrente?
Die Ehegattenrente wird grundsätzlich lebenslänglich ausbezahlt. Der Anspruch erlischt jedoch bei erneuter Heirat oder bei der Eintragung einer Partnerschaft. Bitte informieren Sie uns unaufgefordert über solche Änderungen.
Gibt es Möglichkeiten, meine Partnerin oder meinen Partner bei der Pensionierung speziell abzusichern?
Sie können die Erhöhung der Ehegatten- bzw. Lebenspartnerrente von 2/3 auf 100% der versicherten Altersrente beantragen. Die versicherte Altersrente reduziert sich dabei um 15% ihres Betrags.
Den Antrag zur Erhöhung müssen Sie vor der Pensionierung stellen. Der Entscheid ist unwiderruflich.
Habe ich als Geschiedene bzw. Geschiedener Anspruch auf Leistungen?
Sie haben Anspruch auf eine Geschiedenenrente, sofern:
- Sie vor Ihrer Scheidung mindestens 10 Jahre mit der verstorbenen Person verheiratet waren und
- Ihnen im Scheidungsurteil eine Rente – das heisst ein Unterhaltsbeitrag – oder eine Kapitalabfindung für eine lebenslängliche Rente zugesprochen wurde.
Wird die Dauer einer Lebenspartnerschaft an die Ehedauer angerechnet?
Ja, wurde eine Lebenspartnerschaft angemeldet, wird ihre Dauer an die Ehedauer angerechnet.