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Die Talbahn von Arth nach Goldau war von 1875 bis 1959 ein Bestandteil der Arth-Rigi-Bahn.
Ursprünglich eine wichtige Zubringerstrecke von den Dampschiffen des Zugersees an die eigentliche Bergstrecke, verlor die Talbahn binnen zwanzig Jahren immer mehr diese Bedeutung. Schuld an diesem Umstand war nicht zuletzt die damals noch private Gotthardbahn, welche ihren regionalen Bahnhof in Oberarth vorsah. Mit der finanziellen Krise entschieden sich die Gotthardbahnverantwortlichen für eine andere Linienführung, was den Bau des Bahnhofs Goldau mit sich brachte. Dadurch musste auch die ARB ihre Bahnanlagen von Oberarth nach Goldau verlegen. Die endgültige betriebliche Trennung zwischen Berg- und Talbahn erfolgte im Jahre 1897, als der Schienenstrang von Zürich her Goldau erreichte. Damit verbunden war ein erneuter Umbau der dortigen Bahnhofanlagen. Die nun mehr lokalbahnähnliche Talbahn wurde 1906 elektrifiziert und so bis 1959 weiterbetrieben. Der schlechte Zustand der Anlagen und die anstehende Erneuerung des Rollmaterials lag damals gar nicht in den finanziellen Möglichkeiten der ARB, weshalb die Talbahn am 1. September 1959 zugunsten eines Autobusbetriebes aufgegeben wurde. Heute, rund vierzig Jahre später, existiert das alte Tram nur noch in der Erinnerung von einigen Einheimischen und wird daher immer mehr in Vergessenheit geraten. In unserer Reihe «Eingestellte Bahnen» soll daher auch das Arther Tram wenigstens in Buchform für weitere Generationen erhalten bleiben!
Steffisburg, im Januar 1998
Sandro Sigrist
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Quelle: Vorwort “Talbhan Arth-Goldau”, Prellbock Druck & Verlag, ISBN 3-90759-08-9