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Der Vorfall soll sich am Montag vor der Küste von Sao Tome, dem Inselstaat im Golf von Guinea ereignet haben: Das Fischfangschiff «Thunder» ist gesunken. Der Kapitän habe das Schiff willentlich versenkt, behauptet die radikale Umweltorganisation Sea Shepherd.
Ein Video zeigt, wie das Fischfangschiff «Thunder» sich zuerst auf die Seite neigt und dann untergeht. Zuvor konnte sich die Besatzung auf Rettungsinseln in Sicherheit bringen. Es habe weder Tote noch Verletzte gegeben, schreibt Sea Shepherd weiter. Die Umweltorganisation war mit zwei Booten vor Ort und nahm die Schiffbrüchigen auf.
Sea Shepherd geht davon aus, dass der Kapitän der «Thunder» sein Schiff absichtlich versenkt hat, um Beweismittel zu vernichten. Zuvor war das Schiff während vier Monaten von der Umweltschutzorganisation verfolgt worden. Es soll illegale Fischerei betrieben und bedrohte Antarktisdorsche im Südpolarmeer gefangen haben.
Sea Shepherd hat sich dem Schutz der Meere und dem Kampf gegen den Walfang und die Robbenjagd sowie gegen unverhältnismässige Fischerei verschrieben. Die umstrittene Umweltschutzorganisation wurde von Paul Watson gegründet, nachdem er die wenige Jahre zuvor gegründete Greenpeace im Streit verlassen hatte. Sea Shepherd hat nach eigenen Angaben seit 1979 zehn Walfangschiffe versenkt. (whr)