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Sowohl in der Sahel-Zone als auch am Horn von Afrika ist die Gewährleistung der Ernährungssicherheit eine der zentralen Herausforderungen für die Armutsbekämpfung und die Entwicklung der ganzen Region. Die Bevölkerung ist besonders stark von sich verändernden klimatischen Bedingungen betroffen. Die Klimaschwankungen führen zusammen mit intensiver und ineffizienter landwirtschaftlicher Wassernutzung zu Wasserknappheit und gefährden die Ernährungssicherheit in der ganzen Region. Laut UNHCR (2015) ist die Ernährungssituation für mehr als 20 Millionen Menschen nicht gesichert.
Mali lag 2018 gemäss dem Human Development Index des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) auf Rang 182 von 189 und ist somit eines der ärmsten Länder der Welt. Schätzungsweise 50% der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Mehr als 60% der Erwerbstätigen arbeiten im Primärsektor und sind somit direkt betroffen von sich verändernden klimatischen Bedingungen. Der Zugang zu geeigneter landwirtschaftlicher Beratung ist eingeschränkt, was eine Anpassung der Wassernutzungs-und Anbaumethoden, an die sich wandelnden Bedingungen erschwert.
In den letzten Jahren fokussierte eine Vielzahl von Projekten auf Produktivitätssteigerungen durch industrielle Bewässerungssysteme für Anbauflächen in Trockengebieten. Grundlage solcher Systeme sind intakte Seen-und Feuchtgebiete, die nun durch Bevölkerungswachstum und unregulierte Nutzung der bestehenden Ressourcen, verstärkt vom Klimawandel, aus dem Gleichgewicht gekommen sind. So auch in der Projektregion um den Wegnia-See.