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Wenn eine Figur in einem Comic nur noch Sterne sieht, ist sie meistens nicht ganz bei Sinnen. Auf YB trifft dies hoffentlich nicht zu, obwohl dem Meister (mit einem Stern auf der Brust) derzeit auch einige Sterne vor den Augen tanzen. Da ist die Champions League aka Sternenliga, die viel Geld, grosse Namen und packende Duelle verspricht. Um sie zu erreichen, muss zuerst der serbische Rekordmeister Roter Stern Belgrad bezwungen werden.
Noch vor den roten und dunkelblauen Sternen steht aber der goldene Stern, welcher das Wappen von Étoile Carouge ziert, im Fokus. Der Genfer Vorortsklub verbrachte die letzte Saison erstmals in der 115-jährigen Vereinsgeschichte in der viertklassigen 1. Liga, ist im Frühling aufgestiegen und steht in der Promotion League nach drei Spielen noch ohne Sieg da. Seit dem Jahr 1932 trafen YB und Étoile Carouge bisher 20 mal aufeinander, wobei die Berner zwölfmal als Sieger vom Platz gingen. Zu regelmässigen Begegnungen kam es zwischen 1998 und 2000 als sich YB und Carouge in der NLB und den Auf- und Abstiegsrunden zehnmal duellierten.
Nun kommt es am Freitag im Stade de la Fontenette zum ersten Aufeinandertreffen im Cup. Für YB, das den 33. Anlauf nimmt, den Cup wieder zu gewinnen, ist das Überstehen der ersten Runde Pflicht. Diese sollte allerdings nicht unterschätzt werden, schliesslich hatten die Young Boys auch in der letzten Saison in jeder Cup-Partie Mühe, bis sie in Luzern untergingen. Nachwievor angespannt, ist die Personalsituation bei YB. Die (Kurzzeit)-Verletzten und Angeschlagenen haben bis zum Belgrad-Spiel am Mittwoch noch einige Tage Erholungszeit. Für die Einsatzfähigen ist das Spiel gegen Carouge dafür eine gute Gelegenheit, sich in einem positiven Licht zu präsentieren, damit YB auch im Schweizer Cup bald wieder eine Sternstunde erleben darf. Dank dem ungefährdeten 4:1-Sieg rückt diese ein Stück näher.