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Laut dem Marktforscher Gartner konnten Serverhersteller global im zweiten Quartal dieses Jahres 8 Prozent mehr Server ausliefern, als vor einem Jahr. Die Durchschnittspreise blieben dabei in etwa stabil, so dass auch der Umsatz um 7,2 Prozent stieg. Das Wachstum blieb damit kräftig, hat sich aber verglichen mit dem ersten Quartal wieder deutlich abgeschwächt. Im ersten Quartal stieg der Absatz verglichen mit dem Vorjahr noch um 13 Prozent, der Umsatz sogar um 17,9 Prozent.
Laut dem Gartner-Experten Jeffrey Hewitt ist das schwächere Wachstum unter anderem eine Folge der Währungsschwankungen. Der starke Dollar hat Server für viele Kunden, beispielsweise in Westeuropa, teurer gemacht. Zudem dürften einige Kunden, die ein weiteres Ansteigen des Dollarkurses befürchten, Käufe vorgezogen und bereits Anfang Jahr durchgeführt haben.
Bei den Serverkategorien setzten sich die Trends der letzten Jahre fort: Der Anteil der x86-Server ist weiter gewachsen, hauptsächlich auf Kosten des Risc-/Itanium-Unix-Segments.
Unter den grossen Herstellern führt am Umsatzanteil gemessen weiterhin HP vor Dell (siehe Tabelle). IBM schafft es hauptsächlich dank den Mainframes auf Platz drei, vor Lenovo und Cisco. Nach Stückzahlen gemessen leigen ebenfalls HP und Dell vorne, vor Lenovo, Huawei und Cisco.
Ausser IBM konnten alle grossen Hersteller ihre Serverumsätze steigern. Der Rückgang bei IBM ist vor allem auf den Verkauf der x86-Serversparte an Lenovo zurückzuführen. Der Umsatz von Lenovo hat sich dadurch im Jahresvergleich mehr als verfünffacht. Bei genauem Hinsehen konnte der chinesische Hersteller den Umsatz der IBM-Serversparte aber nicht ganz halten. Lenovo legte um rund 800 Millionen Dollar zu, während IBM etwa eine Milliarde Dollar an Umsatz verlor. (hjm)