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Das Dissertationsprojekt widmet sich der Geschichte sowjetischer Staatsfeiertage in der Nachkriegszeit. Am Beispiel der Feiertage der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution (7. November) und des Sieges im „Großen Vaterländischen Krieg“ (9. Mai) soll gezeigt werden, wie die sowjetische politische Führung die Erinnerung an diese beiden für das sowjetische Projekt wichtigen Ereignisse konstruierte und versuchte, den Staatsfeiertag zur Lösung eigener, überwiegend außenpolitischer Probleme zu nutzen. Ziel des Projektes ist es, anhand der Analyse der beiden Erinnerungsprojekte zu zeigen, wie sich der Charakter des Staatsfeiertages nach dem Krieg veränderte. Der Fokus wird dabei auf die Analyse der Feierlichkeiten, insbesondere der Militärparaden auf dem Roten Platz, zwischen Mitte der 1940er Jahre und Ende der 1980er gelegt. Das Projekt befindet sich an der Schnittstelle von politischer Geschichte und Geschichtspolitik und konzentriert sich auf die Erforschung der Bemühungen des Staates, Feiertage und staatliche Gedenkprojekte zu gestalten und zu nutzen.
Dieses Projekt wird seit Juli 2023 von der Gerda Henkel Stiftung unterstützt.