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Im Fünfjahresplan für 2016 bis 2020 ist vorgesehen, die Anbaufläche bis zum Beginn des neuen Jahrzehnts auf 6,67 Mio ha zu erweitern; im Jahr 2014 belief sich diese auf 5,64 Mio ha. Das chinesische Landwirtschaftsministerium strebe an, dass die Kartoffel in Zukunft ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung werde und dafür auch nicht so ertragreiche Anbauflächen anderer Grundnahrungsmittel genutzt werden sollten, berichtete kürzlich die Tageszeitung „China Daily“. Bereits jetzt finde Kartoffelpulver bei der Herstellung von Nudeln oder Dampfbrötchen eine zunehmende Verwendung.
Mit der Stärkung des Kartoffelanbaus will die chinesische Regierung die heimische Nahrungsmittelversorgung bei einem wachsenden Inlandsverbrauch sichern. Zwar konnte die Getreideerzeugung einschließlich Reis seit 2004 um gut 200 Mio t auf mehr als 600 Mio t gesteigert werden, doch fiel die Ernte 2016 erstmals seit 13 Jahren geringer aus als im Jahr zuvor (AgE 2/17, Markt + Meinung 2), was für Unruhe bei den politischen Verantwortlichen sorgte.
Denn der Bedarf wird weiter zunehmen: Nach Schätzungen der Weltbank wird der Getreideverbrauch in China im Jahr 2020 bei 670 Mio t liegen. Weil spürbare Produktionszuwächse bei Reis, Mais und Getreide wegen fehlender Flächen und geringer Ertragssteigerungen kaum noch möglich sind, könnte die im Anbau anspruchslosere Kartoffel eine Lösung sein. Diese verbrauche im Vergleich zu Reis und Weizen nur 30 % des benötigten Wassers und könne auch in trockeneren, kälteren und nährstoffärmeren Regionen angepflanzt werden, erläuterte das Landwirtschaftsministerium. Zudem hätten die Knollen einen hohen Nährwert, enthielten Aminosäuren und würden je Kilogramm mehr Eiweiß als Weizen oder Reis liefern.