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Das vereinbarten beide in einem Telefonat, wie Rousseffs Büro mitteilte. Es gehe darum, den "Kampf zu verstärken und einen Impfstoff gegen das Zika-Virus zu entwickeln".
Allein in Brasilien könnten bis zu 1,5 Millionen Menschen bereits mit dem Erreger infiziert sein, der auch in die USA eingeschleppt worden ist. Gleichzeitig hat sich in Brasilien die Zahl von Schädelfehlbildungen dramatisch erhöht - 4180 Verdachtsfälle seit Oktober.
Daher gehen die Behörden davon aus, dass die sogenannte Mikrozephalie ausgelöst werden kann, wenn Schwangere sich mit dem Zika-Virus infizieren. Erkrankte Kinder sind in der Regel geistig stark behindert. "Wir werden diesen Krieg gewinnen", sagte Rousseff nach Beratungen mit Gouverneuren betroffener Bundesstaaten.
An einem Aktionstag am 13. Februar sollen landesweit bis zu 220'000 Soldaten zur Bekämpfung der Moskitoart Aedes aegypti eingesetzt werden, die Zika überträgt. Das Virus hat sich bereits in fast 25 Ländern, vor allem Süd- und Mittelamerikas, verbreitet.
Virus bisher unterschätzt
Bisher galt das 1947 im Zikawald in Uganda entdeckte und bis letztes Jahr kaum verbreitete Virus als harmlos. Symptome sind leichtes Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen sowie Hautrötungen.
Besondere Aufmerksamkeit erfährt das Thema auch durch zwei nahende Grossereignisse: Nächste Woche werden Hunderttausende Menschen zu den Karnevalsfeiern erwartet, im August stehen die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro an.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) steht wegen der Epidemie in Brasilien in engem Kontakt mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO). All das werde sehr sorgfältig mit der WHO beobachtet, sagte IOC-Präsident Thomas Bach am Samstag.
Grund für Angst und Panik angesichts der Olympischen Spiele im August in Rio de Janeiro sieht Bach nicht. "Man muss auch sehen, dass die Spiele im brasilianischen Winter stattfinden werden", sagte er. "Das heisst, dass die klimatischen Bedingungen verschieden sein werden, auch die Brutbedingungen für das Insekt."
Globaler Gesundheitsnotstand?
Die WHO prüft, einen globalen Gesundheitsnotstand auszurufen, das war zuletzt im August 2014 wegen der Ebola-Epidemie in Westafrika der Fall. Dann würden für die betroffenen Länder die Warn- und Vorsichtsmassnahmen deutlich verschärft, womöglich müssten Flugreisende sich auf verschärfte Gesundheitskontrollen einstellen.
(AWP)