Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03548.jsonl.gz/1621

February 28, 2014 / erstellt am: February 28, 2014

aufgefallen, gefallen, Kunst, Skulptur
Den physikalischen Naturgesetzen zum Trotz«Die Idee, die kleinste Kontaktfläche des Elefanten, also das Rüsselende, zu benutzen, ihn in eine Lage zu bringen, in der sein tonnenschweres Körpergewicht sozusagen "aufgehoben" wird - diese Idee entspricht einer doppelten Vision, die im Gehirn entsteht und die den Betrachter mit einem visuellen Widerspruch konfrontiert.» erklärt der französische Künstler Daniel Firman zu seiner Skulptur «Würsa (à 18'000 km de la terre)».
Da ich diese Skulptur nur auf Fotografien gesehen habe, dachte ich zuerst, dass es sich um eine Fotomontage handelt, was heute mit Photoshop relativ einfach zu bewerkstelligen wäre. Allerdings liess ich mich durch die Vielzahl der Fotografien davon überzeugen, dass dieser Elefant tatsächlich frei im Raum scheinbar schwerelos auf seinem Rüssel balanciert ohne umzufallen. Wie ist das möglich? Wie wurde die Schwerkraft überlistet? Dieses akrobatische Kunststück wäre nur 18'000 Kilometer von der Erde entfernt durch die geringere Anziehungskraft möglich. Auch wenn wir wissen, dass es nur ein ausgestopfter Elefant ist, der nicht mehr 3 Tonnen wiegt und sein Inneres wahrscheinlich hohl ist, würden wir dennoch erwarten, dass er in dieser Position umfallen würde. Ist der Rüssel mit Blei gefüllt, so dass er schwerer ist, als der übrige Körper? Oder wurde der Elefant auf einer langen Eisenstange aufgespiesst und in einem Loch im Boden fest verankert?
Natürlich kann man sich fragen: Was soll das? Ist das Kunst oder doch eher Kunstspektakel um Aufmerksamkeit zu erregen? Möglichkeiten der Interpretation gibt es viele. Durch das Privileg der Kunst, sinnlos sein zu dürfen, wird alles möglich. Sogar die Überwindung der Schwerkraft.
PS: Die Antworten zu den Fragen der Schwerkraft habe ich auf youtube gefunden.