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Die Geschichte von Arosa
Von der Walser Siedlung zum Weltkurort
Die Geschichte von Arosa ist bis zur Schwelle des 20. Jahrhunderts die Geschichte eines bescheiden dahinlebenden Bergbauerndorfes, das sich in kurzer Zeit zu einem berühmten Kurort gewandelt hat und heute als blühendes Sport- und Ferienzentrum weltbekannt ist.
Die ersten bekannten Siedlungen im heutigen Arosa waren die beiden romanischen Bauernhöfe Meran (Maran) und Pradaz (Prätsch), die zu Beginn des 13. Jahrhunderts in den geschichtlichen Quellen erscheinen. Eine richtige Besiedlung setzte erst um 1300 ein, als Walser von Davos her in den Raum des heutigen Arosa zogen. Hauptbeschäftigungszweig war lange die Alpwirtschaft. Die Klimaverschiebung und negative wirtschaftliche Entwicklungen zwangen die Bauern 1575, den grössten Teil ihrer Weiden an Chur und Maienfeld zu verkaufen.
Erste Touristen lösen eine ungeahnte Entwicklung aus
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das stille Bergtal vom Fremdenverkehr entdeckt. Massgebend dafür war die Erstellung der Poststrasse von Chur nach Langwies im Jahr 1875 und deren Weiterführung nach Arosa im Jahr 1890. Der deutsche Arzt Dr. Otto Herwig baute 1888 das erste Sanatorium und bis 1900 erlebte Arosa seine erste Blütezeit mit Sommerfrischlern und Erholungssuchenden. Vor dem Krieg wurden noch die drei ersten Skilifte in Betrieb genommen.
Arosa war für den gewaltigen Aufschwung gerüstet, der in der Nachkriegszeit einsetzte. Kurhäuser und Sanatorien wurden in Sporthotels umgewandelt, neue Skilifte erstellt und 1956/57 die attraktive Luftseilbahn Arosa–Weisshorn eröffnet. Heute verfügt Arosa über 7000 Gästebetten, mit denen rund 850 000 Logiernächte generiert werden. Ganzjährig leben in Arosa rund 2900 Einwohner. Im Winter kommen zirka 1300 und im Sommer 200 Saisonniers dazu, die im Ferientourismus und im Baugewerbe beschäftigt sind.