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Aktuell
Der skandalöse Doppelstandard der Schweizer Tabakkonzerne
2017 exportierten die Schweizer Tabakkonzerne alleine in Marokko 2900 Tonnen Zigaretten, was 3,625 Milliarden Glimmstengeln entspricht. Exklusive Tests deckten dabei einen skandalösen Doppelstandard auf: Die von Philip Morris und Japan Tobacco International (JTI) in der Schweiz hergestellten und in Marokko verkauften Zigaretten zeigen markant höhere Partikel-, Nikotin- und Kohlenmonoxidwerte als die für den Heimmarkt produzierten. Im Gegensatz zu jenen der EU erlauben unsere Gesetze den also nicht zufällig hier ansässigen Tabakkonzernen nämlich die Herstellung und Ausfuhr von Produkten, die noch deutlich schädlicher und süchtig machender sind als jene, die hier zulande verkauft werden. Laut WHO wird sich die Zahl der Tabaktoten in Afrika (unter Schweizer Beihilfe) bis 2030 verdoppeln. Mit dieser Recherche gewann Marie Maurisse den Public Eye Investigation Award.
Wirkstoffgehalt in Cannabis hat sich verdoppelt
Zwischen 2006 und 2016 hat sich der Gehalt des Cannabiswirkstoffs THC in Haschisch und Marihuana etwa verdoppelt. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam auf der Grundlage von Daten aus Ländern der Europäischen Union sowie Norwegen und der Türkei. Beitrag auf Drugcom.
ICD-10-WHO Version 2019
Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information DIMDI veröffentlicht die ICD-10-WHO Version 2019, die deutsche Übersetzung der englischen Originalfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In die neue Version der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme flossen zahlreiche Änderungen der WHO ein, die seit dem 1. Januar 2019 gültig sind. Zur Diagnose von Suchtproblemen ist das Kapitel V (F10-F19) von Bedeutung. Mitteilung des DIMDI. Parallel zur Weiterentwicklung der ICD-10 der WHO wird seit Jahren an einer grundlegenden 11. Revision gearbeitet. Die ICD-11 soll 2019 von der WHO verabschiedet werden.
Keine Ordnungsbusse für Abgabe von Alkohol an Minderjährige
Der Bundesrat hat entschieden, dass die neue Ordnungsbussenverordnung am 1. Januar 2020 in Kraft tritt. Er hat entschieden, dass der Verkauf von Alkohol an Jugendliche unter 16 bzw. 18 Jahre nun doch nicht mit einer einfachen Busse geahndet werden soll. So können weiterhin wiederholte Verstösse sanktioniert werden. Für den Fachverband Sucht ist das eine gute Nachricht: Eine Aufnahme der Abgabe von Alkohol an Minderjährige in die Verordnung wäre ein Rückschritt in der Sanktionierung von wiederholten Verstössen gewesen. Mitteilung vom Fachverband Sucht.
Heroingestützte Behandlung in der Schweiz
Der vorliegende Bericht (pdf, 22S.) präsentiert die Resultate der Erhebung im Jahr 2017 des Monitorings der heroingestützten Behandlung (HeGeBe - Monitoring) in der Schweiz. Von den 1752 Fällen, die sich gemäss der Monitoring - Datenbank 2017 in der HeGeBe befanden, waren 822 Person (46.9%) 45 - 54 Jahre, 437 (24.9%) 35 - 44 Jahre, 212 (12.1%) 25 - 34 Jahre und 250 (14.2%) 55 Jahre alt oder älter. 10 Personen (0.6%) waren unter 25 Jahre alt. Es wurden 135 Eintritte und 13 1 Austritte registriert. Bei den Eintritten handelt es sich um 80 Ersteintritte (59.3%).
Cannabis als Arzneimittel - Die Regeln sollen gelockert werden
Die Cannabis-Pflanze enthält wertvolle Inhaltsstoffe, beispielsweise Dronabinol. Dieser Wirkstoff kann bei Patienten zur Schmerzlinderung eingesetzt werden. Doch abgesehen davon, dass meist die Patienten selber das teure Medikament zahlen müssen, bestehen einige bürokratische Hürden. Das will der Bundesrat ändern. Beitrag in der Tagesschau auf SRF.
Spielsucht: Mit Gesetzen und Verordnungen kaum zu stoppen
Die Anonymität des Internets zieht suchtgefährdete Glücksspieler besonders an. Das neue Geldspielgesetz soll den Wildwuchs eindämmen, ändert aber nichts am eigentlichen Problem. Was treibt einen dazu, immer weiterzuspielen? Ein «Puls Spezial» zur Spielsucht – mit Menschen, die alles verloren haben. Die Sendung wird am 21. Januar 2019 umd 21:05 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.
Frühintervention in der Schule
Dieser Leitfaden (pdf, 20S.) Akzent Luzern unterstützt Schulen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, welche problematische Verhaltensweisen zeigen. Er zeigt auf, wie die Früherkennung durch ein koordiniertes Vorgehen nach den Schritten Erkennen – Reflektieren – Handeln geführt werden kann.
Die grosse Trockenheit
Vor 100 Jahren beschlossen die USA das berüchtigte, landesweite Alkoholverbot. Es gilt bis heute als der Inbegriff eines gescheiterten Experiments – dabei führten die Prohibitionsjahre auch zu einem Rückgang des Alkoholkonsums. Artikel im Tages Anzeiger.
Warum arme Leute früher sterben
Armut macht krank, aber wichtiger noch als Einkommen sind dabei die Arbeitssituation und das Gefühl, das eigene Leben zu führen. Nicht einmal zehn Prozent aller britischen Erwachsenen in akademischen Berufen rauchen, während es unter den körperlich Arbeitenden beinahe ein Drittel ist. Beim Alkoholkonsum verhält es sich umgekehrt, aber die alkoholbedingten Krankheiten verteilen sich ebenfalls nach dem sozialen Status und nehmen von unten nach oben ab. Beitrag in der FAZ.
Tagungen in der Schweiz
PeerAkademie 2019
24. Januar 2019, Biel
Die vierte nationale PeerAkademie bringt KoordinatorInnen, Projektleitende und Peers zusammen und lässt sie gemeinsam über die Qualität, Herausforderungen und Erfolgsrezepte in der Peerarbeit diskutieren. Eine Veranstaltung der Stiftung aebi-hus und PeerWork Schweiz.
Nationale Konferenz Nightlife und Freizeitdrogenkonsum
24. Januar 2019, Luzern
Die Konferenz wird von Infodrog organisiert
Ausschreibung und Programm
Onlineberatung – neue Entwicklungen und Herausforderungen
31. Januar 2019, Bern
Am erweiterten Austauschtreffen des ExpertInnennetzwerks SafeZone.ch werden neue Ansätze wie Blended Counseling in der Suchtberatung oder die Nutzung von Chatsbots für das Selbstmanagement präsentiert. Eine Veranstaltung von Infodrog.
4. Basler Sucht-Symposium
Verletzt und verwundbar – Trauma und Narzissmus in der Suchtmedizin
12. Februar 2019, Basel
Eine Veranstaltung der UPK Basel
Nationale Aktionswoche für Kinder von suchtkranken Eltern
Alle Organisationen und Institutionen aus den Bereichen Sucht, Familie, Kinder- und Jugendschutz oder verwandten Bereichen sind eingeladen, mitzuwirken, indem sie während der Aktionswoche Aktivitäten, Veranstaltungen oder Öffentlichkeitsarbeit rund um die Thematik organisieren.
11. bis 17. Februar 2019, schweizweit
Die Schweizer Aktionswoche für Kinder von suchtkranken Eltern wird von der Stiftung Sucht Schweiz koordiniert.
www.kinder-von-suchtkranken-eltern.ch
Gender in der Suchtarbeit: Verstaubt und abgehakt - oder brandaktuell?
26. Februar 2019, Zürich
Eine Veranstaltung vom Fachverband Sucht
Zürcher Präventionstag: Jugendliche unter Druck
15. März 2019, Zürich
Eine Veranstaltung von Gesundheitsförderung Kanton Zürich und Radix.
Soziale Arbeit im Gesundheitswesen im Kontext der Ökonomisierung
3. April 2019, Olten
1. Nationale Fachtagung des Schweizerischen Fachverbands Soziale Arbeit im Gesundheitswesen sages. www.fv-sages.ch
Tagung zu Housing First
11. April 2019, Basel
Veranstalter: Schwarzer Peter, Verein für Gassenarbeit
Tagungsseite
13. Basler Frühjahrstagung
Verhaltenssüchte
9. Mai 2019, Basel
Veranstaltung der Universitäten Psychiatrischen Kliniken Basel in Zusammenarbeit mit der Abteilung Sucht des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt.
Ankündigung
Dialogwoche Alkohol
16. bis 26. Mai 2019, verschiedene Kantone
Motto: «Wie viel ist zu viel?»
Koordination durch den Fachverband Sucht.
TARPSY: Brandbeschleuniger oder Strukturbereiniger für die Suchthilfe? Beispiele guter Praxis unter veränderten Bedingungen (Arbeitstitel)
5. Internationale Tagung Soziale Arbeit und Stadtentwicklung
20. & 21. Juni 2019, Muttenz
Veranstalterin ist die Hochschule für Soziale Arbeit der FHNW
www.tagung-stadtentwicklung.ch