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Eine an der Hochschule Luzern verfasste Bachelorarbeit setzt sich mit Angeboten der Frühen Förderung in der Stadt Luzern auseinander und analysiert deren Nutzung. Die Ergebnisse zeigen, dass drei der insgesamt 21 Angebote von rund 2/3 der Familien genutzt werden, während knapp 50% der Angebote gemäss der Befragung gar nicht genutzt werden.
Gründe dafür, dass viele Angebote nicht genutzt werden, liegen vor allem darin, dass die Familien die Angebote nicht kennen oder sie keinen Bedarf haben. Zudem liess sich bestätigen, dass Frauen mit einem schwachen Kohärenzgefühl durchschnittlich weniger Angebote nutzen als Frauen mit einem starken Kohärenzgefühl. Frauen mit schwachem Kohärenzgefühl haben häufiger einen Migrationshintergrund, besitzen ein tieferes Bildungsniveau und sind durchschnittlich jüngere Mütter. Kohärenzgefühl ist die globale Orientierung, die ausdrückt, in welchem Ausmass man ein Gefühl des Vertrauens hat, dass einem die Ressourcen zur Verfügung stehen, Belastungssituationen zu begegnen.
Diese Ergebnisse führen zur Frage, wie die Familien umfassender erreicht werden können und wie der Bekanntheitsgrad der Angebote der Frühen Förderung erhöht werden kann.
Die Resultate der Stadt Luzern basieren auf der AFFIS-Kohortenstudie, einem Forschungsprojekt, das die längerfristige Wirkung von Angeboten im Frühbereich auf Aspekte des Familienlebens aus Sicht der Eltern in Schweizer Städten untersucht. Die Studie soll vor allem aufzeigen, wie unterstützend sozial benachteiligte Familien das jeweilige Angebot wahrnehmen und welchen Nutzen sie für die Familie daraus ziehen. Damit soll schliesslich das Wirkungspotential für die kindliche Entwicklung abgeschätzt werden.
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