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Übersicht der japanischen Eisenbahn-Geschichte Teil 1
Die Tokaido Hauptstrecke ist im heutigen, modernen Japan unverzichtbar. Sie bildet die Hauptschlagader im Verbindungsnetz zwischen dem Grossraum Tokyo und der Region Kansai. Diese Bahnstrecke wurde 1889 (Meijji 22) eröffnet. Die Meiji Regierung sah die Eisenbahn als Schlüssel zu einem neuen Zeitalter und förderte den Bau einer Hauptverbindungs-Achse zu Japans grossen Städten im Osten und Westen. Ziel war es eine durchgehende Verknüpfung von Tokio mit Yokohama und Kyoto, sowie Osaka und Kobe zu erreichen. Ursprünglich sollte die Tokaido Hauptline Nakasendo passieren. Aber um konstruktionelle Schwierigkeiten beim Bau zu vermeiden, wurde die Streckenführung geändert und passierte nun Tokaido.
Mit Eröffnung der Tokaido Hauptline war die damalige Reisedauer zwischen Tokio und Oska von anfänglich zwei Wochen in der Zeit der „Fifty-three Stages of the Tokaido“ auf gerade einmal 20 Stunden geschrumpft.
Die Taketoyo Linie trugen massgeblich dazu bei. Im Jahre 1886 (Meiji 19) wurde die Eisenbahnstrecke zwischen Taketoyo und Atsuta eröffnet. Dies war die erste Eisenbahn in der Präfektur Aichi und wurde dazu verwendet um Materialien, welche auf dem Seeweg im Taketoyo Hafen angekommen waren, weiter zu transportieren.
Die Tokaido Hauptline wurde erstmals in den Regionen von Tokio und Kansai elektrifiziert. Die Einführung der Elektrifizierung zwischen Tokio und Yokohama und zwischen Yokohama und Kozu wurde im Jahre 1914 (Taisho 3) und 1925 (Taisho 14) abgeschlossen. Die Klasse Moha 1 wurde anfänglich, später die Klasse ED11 und ED17 als Vorgänger der Klasse ED18 eingesetzt. In der Kansai Region nahm die Elektrifizierung des Eisenbahnnetzes zwischen Suita-Kobe-Kyoto ihren Lauf und wurde im Jahre 1934 (Showa 9) und 1937 ( Showa 12) abgeschlossen. Der leuchtende Stern dieser Abschnitte war die Klasse Moha 52, welche eine Geschwindigkeit von 119 km/h anlässlich einer High-Speed-Testfahrten zwischen Mishima und Numazu im April 1948 (Showa 23) erreichte. Die aus diesen Tests hervorgegangenen Daten wurden gewinnbringend eingesetzt und trugen zur Verbesserung der Fahrtgeschwindigkeiten auf den herkömmlichen Strecken bei.
Bereits 1938 (Showa 13) lagen Vorschläge für einen „Bullet Train Plan“ vor, welche die Transportkapazitäten auf der Tokaido Hauptlinie zwischen Tokio und Shimonoseki bei einer vorgesehenen maximalen Geschwindigkeit von 200 km/h erhöhen sollten. Das entsprechende Rollmaterial wurde entworfen und der Tunnel-Bau in der Nähe von Atami hatte begonnen. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs brachte das Projekt jedoch zum Stillstand.
Die Elektrifizierung der gesamten Tokaido Hauptline wurde am 19. November 1956 ( Showa 31) abgeschlossen. Damit war die Geburtsstunde der limited Express Züge wie dem „Kodama“ und dem „Asakaze“ eingeläutet und trieb die Modernisierung der Eisenbahn Japans voran.
Klasse Hoji 6005 Dampf Passagier Wagen
|Einleitung|| Dieser Dampf Passagier Wagen war selten weil in ihm

sowohl die Dampfmaschine und der Passagier Wagen
untergebracht waren. Er wurde auf Lokal Strecken in der
Meiji und Taisho Epochen eingesetzt.
Der „Kudo Style“ dieses Wagens bewerkstelligte die leichte
Montage und Demontage der Dampfmaschine.
|Typ||Hoji 6014|
|Hersteller||Kisha Seizo|
|Jahr||1913 (Taisho 2)|
|Länge||11,088 m|
|Gewicht||23,75t|
|Kapazität||80 Passagiere|
Hoji 6005 Dampf Passagier Wagen in Bildern
Klasse C57 Dampf Lokomotive
|Einleitung|| Dies war eine von vielen für den Einsatz auf den

Hauptlinien hergestellte Dampflokomotiven.
201 C57s wurden insgesamt seit 1937 produziert.
Obwohl die Lok von mittlerer Grösse ist, besticht sie
durch ihre grosse Leistung welche durch die Räder und
Kessel hervorging und zudem war sie einfach zu
bedienen. Die schönen Proportionen dieser Lok mit ihren
grossen Rädern und dem schlanken Kessel machen sie
beliebt bei Eisenbahn Enthusiasten
|Typ||C57 139|
|Hersteller||Mitsubishi Heavy Industries|
|Jahr||1940 (Showa 15)|
|Länge||20,280m|
|Gewicht||79.7t|
|Höchstgeschwindigkeit||100 km/h|
Klasse C57 Dampf Lokomotive in Bildern
Klasse ED11 Elektrische Lokomotive
|Einleitung|| Die ED 11 war eine von vielen aus den USA importierten

Elektro Lokomotiven um auf der mittlerweile elektrifizierten
Tokaido Strecke zwischen Tokyo und Kou und auf der
Yokosuka Linie eingesetzt zu werden. Das Japanische
Eisenbahn Ministerium importierte ELs als Probestücke weil
die japanischen Firmen noch nicht in der Lage waren diese zu
produzieren
|Typ||ED11 2|
|Hersteller||General Electric|
|Jahr||1922 (Taisho 11)|
|Länge||11,275 m|
|Gewicht||59,6 t|
ED11 in Bildern
Klasse ED18 Elektrische Lokomotive
|Einleitung|| Dies war eine von vielen E-Loks welche im Jahr 1923 aus dem

Vereinigten Königreich welche in der Vorbereitung für die
Elektrifizierung der Tokaido-Linie importiert wurde. Es wurden
Zusatzräder installiert um das Gewicht auf den Achsen zu
reduzieren damit die Lok in der Lage war auf lokalen Linien
wie z.B. der Lida Line zu verkehren.
|Typ||ED18 2|
|Hersteller||English Electric|
|Jahr||1923 (Taisho 12)|
|Länge||12,400 m|
|Gewicht||65,86 t|