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Es war ein gelungener Auftritt von Fabienne Kocher beim Grand Prix in Budapest, der nach vier Siegen und einer Niederlage mit der Silbermedaille belohnt wurde. Mit ihrem selbstsicheren Auftreten setzte die Schweizer Judoka neue Massstäbe hinsichtlich ihres Leistungsvermögens. Die jüngst erarbeiteten Fortschritte vom Trainingslager in Alicante (ESP) machten sich bemerkbar.
Erfolge gab es auch für die drei Schweizer Athleten Timo Allemann, Ciril Grossklaus und Nils Stump, die sicher aber ausserhalb der Top-7 platzierten. Mit zwei überzeugenden Siegen gelang Nils Stump in der Kategorie -73kg ein verheissungsvoller Start in den Wettkampf. Im Achtelfinal musste Nils eine Niederlage gegen den späteren Sieger Akil Gjakova (KOS) akzeptieren. In der gleichen Kategorie erkämpfte sich Timo Allemann einen Sieg und eine Niederlage. Ebenso Ciril Grossklaus, der in der Klasse -90kg den Startkampf mit einer Hebeltechnik gewinnen konnte und in der zweiten Runde dem Georgier Avtandili Tchrikishvili unterlegen war.
Silber für Fabienne Kocher
Der Wettkampftag startete optimal für Fabienne. In der ersten Runde stand sie der deutschen Athletin Annika Würfel gegenüber, gegen die sie sich nach knapp der Hälfte der Kampfzeit durchsetzen konnte. Eine gelungene Variante ihres Tai-otoshi wurde vom Kampfrichter mit vollem Punkt belohnt. Mit dem nötigen Selbstvertrauen konnte sie in Runde zwei zum Duell mit der jungen Weltnummer 36 Sosorbaram Lkhagvasuren (MGL) angrüssen. Fabienne bewies ein gutes Feeling für einen O-uchi-gari im richtigen Moment und schliesslichlich gelang es ihr, die erkämpfte Führung mit Waza-Ari (halber Punkt) über Zeit zu verteidigen.
Der folgende Viertelfinal gegen Larissa Pimenta (BRA) sowie der Halbfinal gegen Eleudis Valentim (BRA) hatten ähnlichen Charakter. Einerseits waren beide Konkurrentinnen aus Brasilien, zum anderen waren beide Duell hart umkämpft und Fabienne setzte sich jeweils mit drei Strafen zu ihrem Vorteil durch. Die Kämpfe veranschaulichten vorweg die taktischen Fortschritte der Schweizerin. Risiken durch einen offensiven Angriff einzugehen war in beiden Kämpfen kaum nötig. Fabienne hatte stets die Oberhand und machte ihre Überlegenheit mit dem starken Wechselspiel zwischen Nacken- und Kreuzgriff deutlich und zog als Siegerin in den Final ein.
Auch im Goldkampf gegen die Japanerin Maeda Chishima bewies Fabienne ihre gute Position und ein zielgenaues Kumi-kata. Das erzielte Waza-Ari der Japanerin war aber gegen Ende nicht mehr aufzuholen. Somit muss sich die 26-Jährige vom JC Uster mit Silber zufriedengeben, darf aber auf ein sehr gelungenes Turnier und auf ihr bisher bestes Resultat zurückblicken.
Video-Highlights