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Bologne
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Die Namensgeber der Destillerie war die Familie De Bologne, Protestanten aus Dauphiné in Frankreich, die aufgrund der im 16. Jahrhundert dort stattfindenden Religionskriege nach... Die Namensgeber der Destillerie war die Familie De Bologne, Protestanten aus Dauphiné in Frankreich, die aufgrund der im 16. Jahrhundert dort stattfindenden Religionskriege nach Holland emigrierten und sich 1580 in der damaligen niederländische Kolonie Brasilien niederliessen. Dort konnten sie erfolgreich Zuckerplantagen betreiben und ebenso erfolgreich Zucker und Rhum in Frankreich und Europa vertreiben. Nachdem die Portugiesen 1640 den Krieg gegen die Niederländer in Brasilien gewann, flüchtete auch die Familie De Bologne über Martinique nach Guadeloupe, wo sie der dortige Gouverneur 1654 mit offenen Armen empfing. Dort, am Fuss des Soufrière in Basse-Terre eröffnete die Familie ihre neue Destillerie. Nach vielen wechselhaften Jahren musste die Destillerie 1830 verkauft werden. Bis 1848 konnte Jean-Antoine Amé-Noël das Unternehmen wieder zu Erfolg führen, häufte aber mit dem Ende der Sklaverei und trotz seiner Bemühungen, die Destillerie mit bezahlten Arbeitern weiterzuführen, enorme Schulden an, die ihn zwangen, das Anwesen aufzugeben. 1932 erwirbt Louis Sargenton-Callard die Destillerie und bemüht sich, die vom ursprünglichen Anwesen abgetrennten Gebiete zurückzukaufen und es wiederherzustellen. Inspiriert durch seinen hohen Qualitätsanspruch und seinem grossen Respekt vor dem Terroir wird Bologne Rhum seither ausschliesslich aus eignem Zuckerrohr gebrannt, was ihn von vielen anderen Produzenten in Guadeloupe unterscheidet.
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