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Dark Nights 2023
Dark Nights 2023 … “SLEEP”
März 1958
Militärische Wissenschaftler entwickelten ein stoffwechsel-stimulierendes Gas, welches Soldaten ermöglichen sollte nach einigen Tagen ohne Schlaf, Nahrung und Wasser auszukommen. Um den neuen hochgeheimen militärischen Stoff an Probanden zu testen, sollte an 15 Häftlingen ein Experiment durchgeführt werden.
Die Häftlinge wurden in einen versiegelten und abgeriegelten, unterirdischen Bunker gesperrt, um ihre Sauerstoffzufuhr genau zu überwachen, weil das neuartige Gas in hoher Konzentration tödlich war. Das Experiment sollte 30 Tage dauern – 30 Tage und 30 Nächte, in welchen die Insassen unter Verabreichung des neuartigen Gases nicht schlafen und die Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr auf das absolute Minimum reduziert werden sollte, ohne dabei körperlichen Abbau zu erfahren.
In den ersten Tagen war alles ohne nennenswerte Vorkommnisse; die Insassen beschwerten sich nicht. Ihre Gespräche und Aktivitäten wurden lückenlos mittels Audioaufnahmegeräten aufgezeichnet, da es zu jenem Zeitpunkt noch keine Überwachungskameras gab.
Nach dem vierten Tag konnten die Wissenschaftler feststellen, dass die Gespräche unter den Häftlingen immer düsterer und bedrohlicher wurden. Die Themen der Gespräche entwickelten sich zusehends in Richtung Gewalt und Wahnvorstellungen.
Nach dem fünften Tag manifestierte sich eine massive Paranoia unter den Testpersonen. Sie hörten auf miteinander zu reden, und begannen mit flüsternden Selbstgesprächen.
Nach neun Tagen ohne Schlaf begannen die ersten Probanden zu schreien – die Wahnvorstellungen wurden immer intensiver. Nach und nach wurden die Schreie intensiver und lauter.
Drei weitere Tage ohne Schlaf und unendlichen Schreien verstrichen. Plötzlich wurde es totenstill, keiner der Insassen gab auch nur noch einen Ton von sich, auch wurden keine Bewegungsgeräusche mehr registriert. Die Forscher checkten stündlich die Mikrofonaufnahmen, denn sie hielten es für unmöglich, dass von 15 Personen absolut keine Geräusche registriert werden konnten. Der Sauerstoffgehalt in den Kammern deutete jedoch darauf hin, dass die Testpersonen noch am Leben sein mussten.
Am 14. Tag nutzen die Forscher die Gegensprechanlage und erhofften sich so, eine Reaktion der Insassen zu bekommen. Sie befürchteten, dass die Testpersonen tot oder Hirntod sind. Zur Überraschung der Forscher kam als Antwort von einer unheimlichen Stimme lediglich «non excitatio», was so viel wie «kein Erwachen» bedeutet.
Da es nicht mehr möglich war, über die Sprechanlage weitere Antworten zu bekommen, diskutierten die Wissenschaftler mit der militärischen Führung was nun zu machen sei. Nach stundenlangen, zermürbenden Gesprächen entschied man am 15. Tag, die Testpersonen aufzugeben, das Experiment ohne abschliessendes Ergebnis zu beenden und die Kammern vorläufig nicht zu öffnen und sie erst einmal über einen ungewissen Zeitraum verschlossen zu halten. Den Kammern wurde sämtliches Gas und auch der Sauerstoff entzogen. Sofort hörte man über die Mikrofone sehr ungewöhnliche Geräusche, welche man so von menschlichen Wesen noch nie gehört hatte. «Irgendetwas» musste also bis dato im Inneren «am Leben» gewesen sein.
Da man nicht wusste, was einen im Inneren erwartet, und man keine Armeeangehörigen oder Wissenschaftler gefährden wollte, wurden die Kammern des gesamten Bunkers hermetisch verschlossen, versiegelt und die nahe Umgebung des Bunkers als militärische Sperrzone erklärt.
Oktober 2023:
Aufgrund einer urbanen Legende die vor wenigen Jahren im Internet Ihren Ursprung nahm, stossen «Horror-Influencer» auf das mutmasslich tatsächlich realisierte Experiment vom März 1958 und die konkrete Position des Bunkers.
Die mittlerweile private Eignerin des Areals wusste nichts von einem unterirdischen Bunker auf ihrem erworbenen Grundstück, da auch in Grundstücksplänen nichts vermerkt war. Zum Erstaunen der Eignerin konnte jedoch mittels Radarmessungen die Existenz eines unterirdischen Bunkers nachgewiesen werden. Da angenommen werden muss, dass es sich auch bei diesem sagenumwobenen Experiment nur um eine Legende handelt, willigte die Eigentümerin ein, dass der Bunker freigelegt wird und die Bunkertüren erstmalig seit vielen Jahren für Recherchen geöffnet werden können. Ohne dass je ein Mensch in den vergangenen 65 Jahren die Räumlichkeiten des Bunkers betreten hat, werden jetzt die Versieglungen des Bunkers geöffnet.
Sei Teil der Recherche und erfahre als erster, was sich im Inneren des Bunkers im März 1958 Verstörendes zugetragen hat. Du wirst Bilder sehen, die dich nicht mehr loslassen – du wirst die Angst im Nacken spüren, wenn sie dich jagen. Renn, wenn du kannst!