Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03264.jsonl.gz/1601

Yin und Yang –
Balance im Leben
Dieses schwarz-weisse Symbol für Yin und Yang kennt praktisch jeder.
Es besteht aus einem Kreis, welchen eine S-förmige Linie in einen weißen und einen schwarzen Teil unterteilt. Beide Seiten enthalten einen Punkt in der Farbe des gegenüberliegenden Feldes.
Auch fast jeder weiss, dass Yin und Yang Gegensätze darstellen. Aber was steckt denn genau dahinter?
Von wo kommt dieses Symbol?
Ursprünglich kommt das Yin Yang Zeichen aus der chinesischen Philosophie des Taoismus (auch Daoismus) und steht für die zwei Kräfte die gegensätzlich sind jedoch ohneeinander nicht existieren können. In China wird dieses Symbol „Taijitu”, was wörtlich „Symbol des Höchsten, des Ultimativen” bedeutet, genannt.
Der weisse Teil steht für Yang und der schwarze Teil gegenüber steht für Yin. Die jeweiligen Qualitäten, welche Yin und Yang repräsentieren siehst du in der aufgeführten Liste im Bild gleich hier unten.
Was genau bedeutet das Prinzipvon Yin und Yang?
Eine allgemeine Definition bietet Roger T. Ames (Philosoph und Professor):
„Yin und Yang sind Begriffe, mit denen eine gegensätzliche Beziehung zwischen zwei oder mehr Dingen ausgedrückt wird.“ – ROGER T. AMES
Und eigentlich ist der Grundgedanke ganz simpel: Alles auf der Welt hat einen notwendigen Gegenpol.
Wird etwas als Yin beschrieben, so bezieht sich die beschreibende Person immer auf die andere, die Yang-Qualität. Yin ergibt ohne Yang keinen Sinn, umgekehrt gilt das gleiche. Wir können nur sagen, etwas sei hell, wenn wir auch das dunkel kennen, «warm» ergibt nur Sinn, wenn es mit etwas Kaltem verglichen wird. Ein Yin oder Yang «an sich» gibt es nicht.
Yin und Yang stellen aber kein bewertendes System dar. Die Einschätzung, ob etwas Yin oder Yang ist, macht keine Aussage darüber, ob etwas richtig oder falsch, gut oder schlecht, wichtig oder unwichtig ist.
Das Prinzip von Yin und Yang enthält jedoch noch eine ganz andere Eigenschaft:
Es ist Ausdruck der beständigen Veränderung von allem, was existiert. Yin ergibt Yang und Yang bringt Yin hervor. Niemals gibt es stillstand.
Dies sieht man auch im Jahreszyklus:
Der Frühling, das kleine Yang, bringt den Sommer, das grosse Yang hervor. Darauf folgt der Herbst, das kleine Yin und auf diesen der Winter, das grosse Yin.
Alle Menschen tragen sowohl Yin- als auch Yang Energien in sich. Siehe dazu die Liste der Yin und Yang Energien im Bild gleich hier oben. Die Ausprägung ist jedoch unterschiedlich stark. Alle haben wir gebende und nehmende Aspekte in uns, diese sind mal stark und mal schwach.
Yin und Yang bilden zusammen ein stimmiges Ganzes und ergänzen einander. Wenn diese in einem ausgeglichenen Zustand sind, ziehen sie sich gegenseitig an und ergänzen sich perfekt.
Was ist wenn Yin und Yang im Ungleichgewicht sind?
Wenn die Balance zwischen Yin und Yang ausgeglichen ist, ist der Körper und die Seele gesund und mit starken Selbstheilungskräften ausgestattet. Man fühlt sich gut.
Bei einem gestörten Zusammenspiel von Yin und Yang kommt es zu Befindlichkeitsstörungen. Werden diese nicht erkannt und behoben, entstehen daraus Symptome und letztendlich Krankheiten auf körperlicher oder psychischer Ebene.
Als Hauptursachen für ein Yin-Yang-Ungleichgewicht gelten:
geistig und emotionale Überforderung, körperliche Überanstrengung, zu wenig Pausen, ungesunde Ernährung und ein stressiger Lebensstil - alles Merkmale der heutigen Zeit!
Wie kann ich mit Yoga die Balance zwischen Yin und Yang ausgleichen?
Im Yoga geht es um Verbindung, um Einklang und um Balance. Und dazu gehört auch die Balance zwischen unserer nehmenden und gebenden Energie.
Yoga ist ein sehr effektives Mittel bei einem Ungleichgewicht. Es kann dich dabei unterstützen in Balance zu bleiben oder wieder in Balance zu kommen.
Nimmt in deinem Leben die aktive Yang Energie überhand, kann dir eventuell eine ruhige Yoga-Praxis helfen wieder zur Ruhe zu kommen. Yin Yoga, Restorative Yoga, Yoga Nidra oder Meditationen eignen sich dafür perfekt. Hier wird innere Ruhe, tiefe körperliche Entspannung und Erholung durch äußere Ruhe erreicht. Die Aufgabe hier ist klar: loslassen, entspannen, nichts tun.
Bist du energielos und es fehlt dir an Tatendrang, kann dich eine aktive, dynamische, energetisierende Yoga-Praxis unterstützen diese Eigenschaften in dein Leben zu bringen. Physische Anstrengung verhilft Dir zu mehr Energie, stärkerer Konzentration und mentaler Ruhe.
Erst wenn du körperlich an deine Grenzen gehst, gelingt es dir, deinen daueraktiven Kopf auszuschalten und in deinen Körper, ins Fühlen, ins Hier und Jetzt zu kommen. Wenn du zu dieser Gruppe gehörst, bist du deshalb bei Yang-orientierten Yogastilen wie Vinyasa Yoga, Power Yoga, Jivamukti und Ashtanga Yoga gut aufgehoben.