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Das Hepatitis-D-Virus ist ein so genannter Parasit. Es kann sich nur vermehren, wenn es die Hülle des Hepatitis-B-Virus benützt. Deshalb tritt Hepatitis D nur zusammen mit Hepatitis B auf. Entweder steckt man sich gleichzeitig mit beiden Viren an oder man trägt bereits das Hepatitis-B-Virus in sich und steckt sich zusätzlich mit Hepatitis D an.
In der Schweiz kommt die Infektion mit Hepatitis D nur selten vor.
Die Übertragungswege für Hepatitis B und D sind die gleichen: kontaminiertes Blut, ungeschützter Geschlechtsverkehr, Nadeltausch bei intravenös konsumierenden Drogenbenützern. Die zusätzliche Hepatitis-D-Infektion verschlimmert oft den Verlauf einer Hepatitis B. Über 90 Prozent leiden unter einer chronischen Erkrankung. Damit steigt das Risiko einer Leberzirrhose oder von Leberkrebs. Menschen mit einer chronischen Infektion mit Hepatitis B und D sollten darum eine antivirale Therapie machen, um dieses Risiko verkleinern. Die Impfung gegen Hepatitis B schützt auch vor einer Hepatitis D.