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Ringerspiegel.ch berichtet nicht nur über die Aktivitäten auf und neben der Matte, sondern will auch erzählen, wo an der Basis des Ringkampfsportes eine erfolgreiche Sportarbeit geleistet wird und besuchte
diei Trainingsstätte in der vielleicht ältesten Location Deutschlands:
Die Ringerhalle des SV Luftfahrt Ringen Berlin.
Das ist das Gebäude des heutigen Treptow – Kollegs in Berlin Baumschulenweg. Das historische Gebäude, so die Information, entstand um 1900 als Schule für Kadetten, war Spital in den Weltkriegen und Polytechnische Oberschule ab 1945 namens „Matrossov Oberschule“.
Es gibt eine dem architektonischen Ensemble zugehörende Sporthalle
Vor- und Rückseite
Was hat das alles mit dem Ringkampfsport zu tun?
In Berlin-Bohnsdorf entwickelte sich in der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Luftfahrt Berlin, die Sportorganisation der DDR – Fluggesellschaft INTERFLUG, eine starke Sektion der Ringer (diese Phase erfordert eine gesonderte Story). Im Leistungssportsystem der damaligen DDR entstanden sogenannte den BSG`n angegliederte Trainingszentren, die junge Athleten auf der Basis entwickelter Trainingsparameter für eine weitere leistungssportliche Laufbahn ausbildeten. So auch anfangs der 70-iger Jahre in Berlin-Bohnsdorf.
Der Nachwuchsbereich beim SV Luftfahrt Berlin entwickelte sich gut. Die Leistungen wurden immer besser. Die Leistungsstärke erforderte mehr Trainingsgruppen in den einzelnen Jahrgängen. Das wurde erreicht; aber mit einer Dezentralisierung, die auf Dauer keine optimale Lösung darstellte. So drängten der Vorstand des BSG, der Vorstand der Ringer und die Verantwortlichen des Nachwuchses auf eine Lösung dieses Problems.
Nach einer längeren Suche für geeignetes Objekten ergab sich 1984, dass die „Matrossow –Oberschule“ eine neue Sporthalle bekam, unter deren Dach später bemerkenswerte Mannschafts- und Meisterschaftskämpfe (auch hier wäre eine Story angebracht) der Ringer zelebriert wurden.
Die alte Sporthalle stellte man den Ringern als stationäre Trainingsstätte zur Verfügung. Das damals übernommene Objekt (noch durch Kohleheizung energetisch abgesichert) wurde zwar „renoviert“ übergeben, zeigte deutliche Mängel:
- Die Innenrenovierung mangels einer Entlüftungslösung hielt keiner täglichen leistungssportlichen Trainings stand.
- Eine Sicherung gegen Umwelteinflüsse von aussen (Regen, Schnee etc.) war finanziell nicht möglich.
Als Mattendecken auf der 9x8 m Trainingsfläche konnten nur alte dunkle Planen aufgelegt werden. Der sanitären Anlagen waren kaum nutzbar. Im kleinen engen Duschraum bröckelte allmählich die Farbe ab.
Schadensermittlung 1995
Das gesamte elektrische Leitungssystem bedrohte eine schleichende Feuchtigkeit im Mauerwerk.
Für die Trainer bauten aktive Eltern ein Büro ein; der Geräteschuppen einer Schulturnhalle wurde zum Kraftraum. Die Ringer erhielten somit eine zentral Trainingsstätte. Die Lage in der nähe des S-Bahnhofes Baumschulenweg liessen regelmässige Zusammenführungen der besten Sportler aus den Trainingsgruppen in Bohnsdorf, Marzahn, Alt-Treptow und zeitweise Lichtenberg zu. Tägliches Training forcierte die Leistungsstärke der Ringer.
Mit der deutschen Vereinigung kam auch die Wende für die Trainingsstätte. Die Kohleheizung war schon längere Zeit überwunden, der Duschraum konnte durch bereitgestellte Mittel neu gefliesst werden. Über die Jahre fanden immer weitere Verbesserungen der Bedingungen statt.
Es wurden die unsicheren Glasbausteine durch ordentliche Fenster ersetzt, die Beleuchtung erneuert etc.
So konnten auch Wettkampfplanen aufgelegt werden, die nicht nur wettkampfnahes Training ermöglichten, sondern auch zur Kreation neuer Spielformen anregten. Viele Initiativen zur Optimierung der Trainingsstätte gehen von den Vereinsmitgliedern selbst aus.
Bis zum heutigen Tag ist die Ringerhalle des SV Luftfahrt Berlin eine Leistungsschmiede im Berliner Ringkampfsport. Die Bedingungen mit dieser Halle ermöglicht das.
Eine Fotoserie unter der Rubrik Medien: http://www.ringerspiegel.ch/index.php/medien/bilder/category/64-sv-luftfahrt-ringerhalle
Die Trainingshalle im heutigen Zustand.