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Toggenburgerbahn
|Kürzel||TB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1870-06-24|
|Mutiert||Ab 1902-07-01 Schweizerische Bundesbahnen|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1870 eröffnete TB war eine Aktiengesellschaft und bediente die Strecke Wil–Wattwil–Ebnat-Kappel. Hauptaktionär war der Kanton St. Gallen mit 2.5 Mio. Franken, weiteres Kapital für 1.5 Mio. Franken zeichneten Gemeinden und Private. Die TB hatte keine langfristigen Verbindlichkeiten (Anleihen). Ab 1877 wurde in der Statistik das Aktienkapital mit den Baukosten gleichgesetzt. Den Betrieb der TB bersorgten bis zu ihrer Verstaatlichung 1902 die Vereinigten Schweizerbahnen (VSB). 1901 erwarb der Kanton St. Gallen die TB für 2.75 Mio. Franken und trat sie noch im gleichen Jahr entschädigungslos an die VSB ab. Mit dem Rückkauf der VSB 1902 ging somit auch die TB in Bundesbesitz über und wurde in die SBB integriert. Sie verschwand deshalb 1902 aus der Statistik.
Von Anfang an bestanden zahlreiche Pläne die TB als Teil einer Ost-West-Transversalen oder als Zubringer zur Gotthardbahn (GB) an den Zürichsee fortzusetzen. Dies scheiterte unter anderem an der schwierigen Topografie und – damit zusammenhängend – an der Finanzierung. Erst 1910 erfolgte mit der 8.6 km langen Untertunnelung des Rickenpasses (Wattwil–Uznach) durch die SBB der Anschluss an die Linie Zürich–Chur bzw. Rapperswil–Arth-Goldau. Der faktisch kostenlose Abtritt der TB an den Bund via VSB war der finanzielle Beitrag des Kantons St. Gallen an den Bau des 12 Mio. Franken teuren Rickentunnels.
Die TB war ein finanziell recht solides Unternehmen und konnte praktisch jedes Jahr – auch im grossen «Eisenbahnkrach» ab 1876 – Dividenden ausrichten, die in den besten Jahren immerhin 3 Prozent des eingesetzten Aktienkapitals erreichten. Das war zwar nicht berauschend, aber mit Blick auf viele andere Bahnen, deren Aktionäre nie einen Franken für ihre Investitionen zu Gesicht bekamen, keineswegs selbstverständlich. Die Einnahmen aus dem Personen- und Güterverkehr hielten sich bei der TB etwa die Waage.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt:
- Bodensee–Toggenburg
- Frauenfeld–Wil
- Glatthalbahn
- Schweizerische Bundesbahnen
- St. Gallen–Speicher–Trogen (Trogenerbahn)
- St. Gallisch-Appenzellische Eisenbahn
- Trait–Planches
- Trambahn der Stadt St. Gallen
- Tramway Bellavista (Mt. Generoso)
- Tramway Mürren
- Vereinigte Schweizerbahnen