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Aquarelle bei ricardo.ch
Aquarelle ist Malerei mit Wasserfarben auf hellem, holzfreiem, geleimten Hadernpapier, auch auf Pergament, Japanpapier, Elfenbein und Seide, im Unterschied zur Gouachenmalerei ohne Deckweiss und vom Hellen zum Dunklen gemalt. Ein weisser Farbton wird nur durch Aussparen des Malgrundes erreicht, womit sich zugleich die hellste Lichtwirkung ergibt. Eigenarten der Aquarelle sind das Lasieren und das Lavieren sowie die Transparenz der Wasser-farben, durch die das Licht nicht von der Oberfläche der Farbschicht, sondern vom weissen Malgrund durch das Medium Farbe reflektiert wird.
Aquarelle waren schon im 2. Jh. v. Chr. im alten Ägypten bekannt (Totenbücher). Mit Aquarellfarben arbeiteten auch die Buchmaler des Mittelalters, doch bevorzugten sie besonders später die Deckfarbentechnik. Aquarellfarben wurden auch von den Briefmalern und Illuministen beim Kolorieren von Holzschnitten benutzt. Von der Buchillustration ging die Aquarellmalerei in die Stamm- und Wappenbücher des 16. Jh. über. Zur Eigenständigkeit gelangte die Aquarellmalerei jedoch erst in den hervorragenden Landschaftsbildern von Albrecht Dürer, die zunächst ohne Nachfolge blieb. Im 17./18. Jh. benutzten zahlreiche Künstler die Aquarellmalerei, häufig in Verbindung mit anderen Techniken, besonders für Landschaftsdarstellungen sowie Bildnisminiaturen auf Elfenbein. Die neuere Entwicklung ging um 1800 von England aus, wo sie sich trotz aller Anfeindungen der Londoner Akademie gegen den Vorwurf des Dilettantismus durchsetzte. Im Jahr 1805 trat die"Society of Painters in Water Colours"mit ihrer ersten erfolgreichen Ausstellung hervor. Die bedeutendsten Meister in England sind T. Girtin und W. Turner. Die weitere Entwicklung folgte mehr den Realisten Girtin als dem Landschaftspoeten Turner. Die Aquarelle R. P. Boningtons waren von starker Wirkung auf die Künstler Frankreichs, wo sowohl die romantischen Realisten Gericault, E. Delacroix wie auch die Schilderer des zeitgenössischen Gesellschaftslebens meisterhafte Aquarelle malten. Auch die Aquarellmalerei von K. Blechen stand unter dem englischen Einfluss, während die deutschen Maler zu Beginn des 19. Jh. ansonsten die aquarellierte Zeichnung bevorzugten. Eine fruchtbare Tradition bildete sich besonders in Wien heraus, wo R. v. Alt die meisten seiner Architektur- und Landschaftsbilder mit Aquarellfarben malte. Auch Siegfried Wagner malte hervorragende Aquarelle. Besonders die Aquarelle von Wagner zum Reisetagebuch 1825 sind herausragend. Kaufen Sie auf unserer Homepage aus der Schweiz Bilder von Wagner und andere Aquarelle zu günstigen Preisen!
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