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Der Psychologe Christian Schubert über die hierarchische Situation zwischen Arzt und Patient, die Ideologie der „Maschinen-Medizin“, die „unbewusst darauf ausgerichtet ist, den Menschen krank zu halten“ sowie den „absoluten Nonsens, Technik über die Natur zu stellen“. Schubert betont demgegenüber den Wert sozialer Beziehungen als „komplexes, mächtigstes Elixier für Gesundheit und Leben“.
Multipolar: Herr Schubert, Sie sagen, die letzten zwei Corona-Jahre hätten sehr deutlich gezeigt, dass wir als Gesellschaft so nicht weiterleben können, sowohl was die Medizin betrifft, als auch unser soziales Miteinander. Sie sprechen dabei vom „biopsychosozialen Modell“. Um was geht es da genau?
Schubert: Das biopsychosoziale Modell ist eine Konzeption, die ein neues Paradigma in der Medizin darstellt. Es wurde von George Engel in den 70er Jahren entwickelt, in Reaktion auf das sogenannte Maschinen-Paradigma der Medizin. Das Maschinen-