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Die Wellen der Französischen Revolution schlugen 1798 den lockeren Staatenbund und damit auch das Kantonalpostwesen in Trümmer.
Die bereits in Ansätzen vorhandenen Kantonspostbetriebe versuchte man in der Zeit der Helvetik zu vereinheitlichen, was allerdings nur sporadisch gelang. Hingegen wurden erstmals einheitliche Posttarife durchgesetzt, und man führte eine Uniformierung der Postboten ein. Erstmals wurde auch durch die französischen Kommissäre eine regelrechte Pressezensur verfügt, so dass z. B. franzosenfreundliche Blätter sogar Talermässigungen genossen. Andere aber — wie die «Zürcher Freitagszeitung» und zeitweise die «Züricher Zeitung» — von der Postbeförderung ausgeschlossen wurden.
Alle helvetischen Posten wurden zum Nationaleigentum erklärt, wobei auf die zwischen den kantonalen Postämtern bestehenden Verhältnisse keine Rücksicht genommen wurde. Die Postpächter verlangten aber derart hohe Entschädigungen für die Abtretung der Postrechte, dass sich der Staat schließlich auf die Aufsicht und die Durchsetzung einheitlicher Taxen beschränkte.
Die französischen Armeekommissäre verlangten zudem beschleunigte Postverbindungen für ihren persönlichen und militärischen Verkehr. Verdächtige Briefe wurden geöffnet, ganze Postsendungen konfisziert.
Ein Gesetz erhob das Postwesen zum Staatsregal, wobei die Posten in Regie betrieben werden sollten. Durch Einheitstarife wurde dem bisherigen Wirrwarr bei den Posttaxen ein Ende gesetzt; allerdings gab es für Briefe immerhin noch acht Entfernungsstufen. Die Postwagenverbindungen wurden während der Helvetik nach und nach verbessert: auch schuf man einige neue Botenkurse. Die Mediationsakte von 1803 erweckte die kantonale Souveränität in gemäßigter Form wieder zu neuem Leben.