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Der 1871 gestorbene Pfarrer Alois Niederberger in Emmetten um das Nidwaldner Schulwesen hochverdient.
1150:
Emmaten;
1190: Emmoutin. Eine Kirche zu
St. Jakob schon um 1370 erwähnt. Im Kirchenschatz ein grosses
gotisches
Kreuz. In der
Kapelle auf Rinderbühlalp eine gotische Predella (Sockelgemälde des Altaraufsatzes).
(Kt. Thurgau,
Bez. Kreuzlingen).
480-420 m. Gem. und Dorf, nahe dem
Bodensee reizend gelegen, längs und an der Kreuzung der
StrassenKreuzlingen-Tägerwilen u. Konstanz-Schwaderloo-Märstetten; 1,5 km sw. Konstanz. Station der Linie
Schaffhausen-Etzwilen-Konstanz.
Postbureau, Telegraph, Telephon. Der s. Teil der Gemeinde bergig und mit vielen zerstreut gelegenen
Häusern.
Gemeinde, mit den
Höfen u. Schlössern
Bernrain, Braunegg,^[Berichtigung: Brunnegg.]
Ebersberg,
Girsberg u.
Hochstrasse: 179
Häuser, 1555 Ew.,
wovon 1057 Katholiken. Pfarrkirche der Katholiken in
Bernrain; reformierte Kirchgemeinde
Egelshofen. Freie evangelische Gemeinschaft.
An einem der schönsten Aussichtspunkte der Gemeinde wird z. Z. eine prächtige katholische Kirche erbaut.
Obst-, Gemüse- und Weinbau. Mehrzahl der Bewohner Handwerker oder Fabrikarbeiter. Bedeutende Ziegelei, Feuerwerkerei; Backstein-,
Ofen-, Papiercouverts-, Eisenmöbelfabrik; Möbelschreinerei, Rosshaarspinnerei, Baugeschäfte. Heimat des gewesenen
Bundesrates Anderwert; Wohnort des zürcherischen Schulmannes und pädagogischen Schriftstellers Dr. Thomas Scherr und
zeitweiser
Aufenthaltsort des Tonkünstlers Ludwig Liebe. W.
Bernrain, nahe dem
SchlossEbersberg, ist ein prähistorisches
Refugium aufgedeckt worden; eine Goldmünze der Arverner hat man bei der
Hochstrasse gefunden.
Nach langjährigen Streitigkeiten zwischen den Savoyarden,
den Leuten von
Salvan und den Aebten von
Saint Maurice wurde die Alpweide Emosson 1697 von der Alpweide
Barberine, die im
Besitz der Leute von
Salvan verblieb, abgetrennt.
Doch dauerten die Streitigkeiten bis zum Untergang der alten Eidgenossenschaft
fort.
Wie die Ebenen von
Barberine und
Salanfe ist auch die von Emosson wahrscheinlich ein altes Seebecken, das seither von
den Sedimenten der sie heute durchfliessenden und früher wohl bedeutend geschiebereichern
Wildbäche aufgefüllt
worden ist.
Diese alten, ganz in anstehendes Gestein eingeschnittenen Seebecken sind sog. Kare, d. h. Bildungen der Erosion
durch fliessendes
Wasser (oder durch
Gletscher?).
Zahlreiche Bewohner von Ems sind in den Gasthöfen angestellt. In der Nähe
von Ems am Kampf zwischen französischen Truppen und den Leuten aus dem
Bündner Oberland, der
den Rückzug der erstern thalabwärts zur Folge hatte.
Ein Teil des Dorfes 1776 und 1870 durch Feuer zerstört.
Verschiedene
Funde von Bronzegegenständen
(Hammer, Beil u. Sichel);
römische Münze mit dem Bildnis von Alexander Severus. 766: Amedes.
(Unter) (Kt. Wallis,
Bez. Leuk).
1011 m. Gem. und Weiler, auf einer Terrasse über dem linken Ufer der Rhone, links über der Ausmündung
des Turtmanthales und 2,5 km s. über der Station Turtman der Simplonbahn. Postbureau. Die Häuser der Gemeinde
auf der Terrasse zerstreut gelegen, zusammen 24 Häuser, 133 kathol. Ew. Mit Ober Ems gemeinsame Kirchgemeinde. Sehr schöne
Aussicht ins Rhonethal und auf alle die Berghänge zwischen Visp und Siders. Der Weiler 1799 durch die französischen Truppen
völlig in Asche gelegt. Unter Ems und Ober Ems im Mittelalter Eigentum der Herren von Turtman.