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- Das Plenum des Obersten Gerichtshofs in Brasília hat bestätigt, dass die Urteile gegen ehemaligen Staatspräsidenten Luiz Inácio Lula da Silva aufgehoben werden.
- Mit dieser Entscheidung könnte der 75-Jährige möglicherweise 2022 wieder als Präsident kandidieren.
- 2018 war Lula wegen Korruption und Geldwäsche in zweiter Instanz zu zwölf Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden.
Mit der Aufhebung der Urteile hat Lula seine politischen Rechte zurückbekommen, mit der Bestätigung ist er einer möglichen Präsidentschaftskandidatur 2022 einen grossen Schritt näher gekommen - auch wenn er noch nicht auf der sicheren Seite ist.
Die Urteile wurden aus prozessualen Gründen aufgehoben, es handelt sich nicht um einen Freispruch. Möglicherweise wird neu entschieden, ob Lula verurteilt werden soll. Die Richter müssen noch entscheiden, ob die Fälle an die Justiz in Brasília oder São Paulo gehen.
Der beliebte linke Politiker, der von 2003 bis 2011 regierte, hat erst kürzlich eine neue Kandidatur in Aussicht gestellt. Lulas Kernbotschaft: Der amtierende Staatschef Jair Bolsonaro dürfe nicht Präsident bleiben.