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Warum wird eine Vitamin-E-Supplementierung empfohlen?
Mit einem Intake von 100 bis 200 mg ist Vitamin E für alle von grossem Nutzen. Diese Menge kann dem Organismus aber über die Nahrung allein – selbst bei einem grosszügigen Verzehr natürlicher Quellen (Sonnenblumen- oder Distelöl, Weizenkeim, Ölsaat, Kerne, fetter Fisch usw.) – nicht zugeführt werden.
In welchen Situationen ist eine Vitamin E-Supplementierung angezeigt?
- Bei einer hohen Zufuhr mehrfach ungesättigter Fettsäuren (Borretsch-, Nachtkerzen-, Fisch- oder Krillöl usw.)
- Bei beträchtlichem oxidativem Stress (intensivem Training, Rauchen, grossem Alkoholkonsum, Schadstoffbelastung am Arbeitsplatz usw.)
- Bei degenerativen Krankheiten (Arthrose, grauem Star, Makuladegeneration, gewissen neurologischen Leiden, Krebs usw.)
- Dank seiner antikoagulierenden Wirkung vorbeugend bei erhöhtem Risiko für Arterien- oder Venenthrombosen (erhöhten Cholesterin- und Triglyceridwerte, ernsthaften Venenleiden usw.)
- Dank seiner entzündungshemmenden und schmerzstillenden Wirkung bei schmerzhaften Rheumaleiden.
Welche Dosierung wird für eine Supplementierung empfohlen?
Hundert Milligramm reichen, um den erhöhten Bedarf bei einer Omega-6- oder Omega-3-Supplementierung abzudecken. Die vorbeugende und antioxidative Wirkung von Vitamin E besteht proportional zur Dosierung, womit eine Aufnahme von 400 mg natürlich wirksamer ist als eine von 100 oder 200 mg. Höhere Dosierungen (400 bis 1‘200 mg) sind angezeigt, wenn eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung angestrebt wird, sowie bei ernsthaften degenerativen Leiden.
Gibt es auch Kontraindikationen?
Infolge seiner antikoagulierenden Wirkung bestehen zwei Kontraindikationen:1. die gleichzeitige Einnahme eines blutverdünnenden Medikamentes (ausser bei gegenteiliger ärztlicher Empfehlung) und 2. vor einem chirurgischen Eingriff in den kommenden Wochen. Hingegen ist Vitamin E trotz seiner Fettlöslichkeit auch sehr hochdosiert (2-3 g/Tag) nicht toxisch.