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Diskriminierung bei der Personalrekrutierung ist ein gesellschaftliches Problem. Verschiedene wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Diskriminierung oft schon beim ersten Sichten der Bewerbungsunterlagen stattfindet. So werden beispielsweise Personen mit "ausländisch klingendem" Namen, alleinerziehende Frauen und ältere Menschen weniger oft zu Bewerbungsgesprächen eingeladen als andere - trotz gleicher Qualifikation. Ein "falscher" Name reicht schon aus, um aussortiert zu werden. Die Benachteiligungen erfolgen gar nicht unbedingt bewusst. (...)
Der Bundesrat wird eingeladen, in Absprache mit den Kantonen und der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) abzuschätzen, wie viele Berechtigte auf Sozialhilfe verzichten aus Angst, ihr Aufenthaltsstatus werde zurückgestuft oder ihre Chancen auf Einbürgerung verschlechtert.
Dank der bilateralen Abkommen werden Arztdiplome, die in einem EU-Staat ausgestellt wurden, dem eidgenössischen Arztdiplom gleichgestellt. Die Medizinalberufekommission (MEBEKO) anerkennt sie auf Anfrage und nimmt sie ins Medizinalberuferegister (MedReg) auf. Das bedeutet konkret, dass Ärztinnen und Ärzte mit einem europäischen Diplom grundsätzlich ein Anrecht darauf haben, dass ihr Abschluss in der Schweiz automatisch anerkannt wird. Zudem können sie hierzulande einen eidgenössischen Weiterbildungstitel oder einen privatrechtlichen Schwerpunkttitel erwerben.
Mitte des Jahres 2020 hat Italien per Gesetzesänderung ein Abschlussdiplom für Medizin und Chirurgie eingeführt, welches zur Ausübung des Arztberufes befähigt ("laurea abilitante all'esercizio della medicina e chirurgia"). Die bisher für das Praktizieren in Spitälern oder für eine privatwirtschaftliche Tätigkeit in Italien obligatorische Eignungsprüfung (oder Staatsexamen) wurde damit aufgehoben. (...)