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Information und Aufklärung zur Grippeschutzimpfung Influenza
Mit Einzug der kalten Jahreszeit nimmt die Häufigkeit von Atemwegerkrankungen zu. Dafür verantwortlich sind verschiedene Erreger, insbesondere Viren. Eine besondere Rolle spielt das Influenza-Virus, der Erreger der „echten“ Grippe. Die Sonderrolle der Influenza ist durch ihr alljährlich epidemisches Auftreten bedingt. Ausserdem verursachen Influenza-Viren, verglichen mit anderen Erregern akuter Atemwegserkrankungen, meist einen schwereren Krankheitsverlauf. Der beste Schutz besteht in einer rechtzeitig durchgeführten Impfung.
Mit der Grippeschutzimpfung kann das Risiko einer akuten Atemwegserkrankung, verursacht durch das Influenza-Virus, gesenkt werden.
Vor den durch andere Erreger hervorgerufenen, im Allgemeinen leicht verlaufenden akuten Atemwegserkrankungen, schützt die Influenza-Impfung nicht.
Die Virusgrippe tritt gehäuft in der kalten Jahreszeit auf. Deshalb sollte in der Regel in den Herbstmonaten (Ende Oktober/Anfang November) geimpft werden. Die Influenza-Viren verändern sich ständig, sodass auch Personen, die im Vorjahr eine Influenza durchgemacht haben oder geimpft wurden, im darauf folgenden Jahr erneut an einer Influenza erkranken können. Die Influenza-Impfung sollte also jährlich mit einem aktuellen Impfstoff wiederholt werden.
Der Influenza-Impfstoff wird alljährlich entsprechend der aktuellen Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hergestellt, sogenannter saisonaler Impfstoff. Die Empfehlung berücksichtigt die aktuell weltweit zirkulierenden Influenza-Viren der Typen A und B.
In größeren Abständen droht die Gefahr einer weltweiten Ausbreitung eines vollständig neuen Influenza-Erregers (Pandemie). Dies war ab 2009 mit der „Neuen Influenza A/H1N1“, auch gelegentlich als „Schweinegrippe“ bezeichnet, der Fall. Dieser Erreger hat aber inzwischen die früher zirkulierenden Influenza A/H1N1-Viren verdrängt und ist deshalb in dem aktuellen saisonalen Influenza-Impfstoff als eine Komponente enthalten.
Die Grippeimpfstoffe enthalten inaktivierte Virenbestandteile (Totimpstoffe) der Typ-A-Viren H1N1 und H3N2 sowie des Typs B, Wasser, Hilfsstoffe zur Konservierung und Stabilisierung sowie geringe Restspuren von Hühnerei-Proteinen oder Antibiotika. Alle in der Schweiz zugelassenen Grippeimpfstoffe sind inaktiviert und enthalten keine Quecksilber- und Aluminiumverbindungen.
Der verwendete Impfstoff „FLUARIX TETRA®“ schützt Sie gegen die vier im Impfstoff enthaltenen Virusstämme (zwei Virus-A-Stämme und zwei Virus-B-Stämme).
Die Impfstoffe werden in der Regel durch intramuskuläre Injektion verabreicht, z.B. in den Oberarmmuskel gespritzt.
Dadurch, dass sich die Influenza-Viren verändern, wird jährlich ein neuer Impfstoff entwickelt. Es wird empfohlen, die Impfung jährlich zu wiederholen.
Der Impfschutz besteht etwa 2-3 Wochen nach der Verabreichung.
Die Grippeimpfung wird empfohlen für Personen mit erhöhtem Komplikationsrisiko: Menschen ab 65, schwangere Frauen, frühgeborene Kinder bis zwei Jahre sowie Personen mit chronischen Erkrankungen. Um diese Menschen besser zu schützen, sollten nicht nur sie selbst, sondern auch alle, die in regelmässigem, nahem Kontakt zu ihnen stehen, gegen die Grippe geimpft sein. Dazu zählen u. a. nahe Angehörige, Säuglingsbetreuende und Gesundheitsfachpersonen.
Die Grippeimpfung kann auch für alle Personen in Betracht gezogen werden, die ihr Risiko für eine Grippeerkrankung aus privaten und/oder beruflichen Gründen vermindern möchten.
Patientinnen und Patienten mit einer akuten behandlungsbedürftigen Krankheit mit Fieber sollten nicht geimpft werden. Die Impfung kann nach Abklingen der Erkrankung zeitnah nachgeholt werden. Wer an einer bekannten schweren Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des Impfstoffs leidet, z.B. schwere Allergie gegen Hühnereiweiss, darf nicht mit dem Impfstoff geimpft werden. In Absprache mit dem behandelnden Arzt/ Ärztin sollten Alternativen besprochen werden.
Verhalten nach der Impfung
Grundsätzlich Bedarf es nach der Impfung keiner besonderen Schonung. Innerhalb von drei Tagen nach der Impfung sollten ungewohnte körperliche Belastungen jedoch vermieden werden.
Impfreaktionen
Typische Beschwerden nach einer Impfung sind Rötung, Schwellungen und Schmerzen an der Impfstelle, Anschwellen der nahegelegenen Lymphknoten. Auch Allgemeinreaktionen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und Unwohlsein sind möglich. Diese Reaktionen sind Ausdruck der erwünschten Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff und klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab.
Impfkomplikationen
Impfkomplikationen sind sehr seltene, über das Mass einer Impfreaktion hinausgehende Folgen der Impfung. Dies können beispielsweise allergische Reaktionen der Haut oder der Atemwege bis hin zum generalisierten Schock, Gefässentzündungen oder eine erhöhte Blutungsneigung durch Abnahme der Blutplättchen (Thrombozyten) sein. Angaben zu Art und Häufigkeit der UAW finden sich in der Fachinformation des jeweiligen Impfstoffs.
Auf der Website SG impft! stellt das Amt für Gesundheitsvorsorge des Kantons St. Gallen wichtige Informationen rund ums Thema Impfen zur Verfügung. Mittels Videoclips werden verschiedene Impf-Thematiken kompakt zusammengefasst.