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Nach dem 64-Bit-Debakel wird bei Intel auch die nächste Pentium-IV-Generation zum Rohrkrepierer. Grund: Der Pentium IV schluckt zu viel Strom. Bereits die aktuelle Version «Prescott» vebraucht, trotz 90-Nanometer-Strukturgrösse, die eigentlich für einen kleineren Stromverbrauch sorgen sollte, 103 Watt. Erste
Samples der nächsten Generation des Pentium IV mit dem Codenamen «Tejas» sollen gar sagenhafte 150 Watt gesogen haben. Für Intel Grund genug, die Reissleine zu
ziehen.
Es ist auch höchste Zeit: Das Marktforschungsunternehmens ARS/Current Analysis hat ermittelt, dass in 52 Prozent der in den USA im April verkauften Computer ein AMD-Prozessor werkelt. Seitens ARS erwartet man, dass sich das Blatt erst zugunsten von Intel wendet, wenn neue Chipsätze und CPUs auf den Markt kommen.
Bei Intel denkt man nun darüber nach, die Pentium-IV-Linie auslaufen zu lassen und statt dessen einen Desktop-Prozessor auf Basis des Pentium M zu entwickeln, der mit 35 Watt viel weniger Strom als sein grosser Bruder verbraucht. Ein weiteres Szenario wäre, eine CPU mit zwei Kernen auf den Markt zu bringen.
Während Intel beim Pentium 4 noch darüber nachdenkt, was zu tun sei, wurde der Pentium M mit Dothan-Kern nach mehrmaligen Verzögerungen vorgestellt. Der Dothan wird mit einer Strukturgrösse von 90 Nanometer gefertigt, was auch der Grund für die Verzögerungen sein dürfte. Er verfügt ausserdem über einen auf 2 MByte verdoppelten Level-2-Cache sowie ein verbessertes Registermanagement.
Mit Dothan führt Intel auch die neuen Modellbezeichnungen mit Zahlen anstelle der Taktrate ein. So werden die neuen Prozessoren offiziell 735 (1,7 GHz), 745 (1,8 GHz) und 755 (2 GHz) genannt.