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Seit Abschluss der Revisionsabstellung Mitte Oktober 1999 war die Anlage ununterbrochen am Netz. Bei der Schlusskontrolle unter Beteiligung von Fachleuten des Kernkraftwerks und der Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) wurde festgestellt, dass die Anlage in betriebsbereitem und sauberem Zustand ist und die notwendigen Arbeiten während des Stillstands korrekt ausgeführt wurden. Die Strahlendosis für das Personal konnte dank der vom KKB getroffenen Massnahmen wiederum tief gehalten werden. In der Nacht vom 12. auf den 13. Juli erteilte die HSK die erforderliche Freigabe für das Wiederanfahren des Reaktors von Block 2. Am Morgen des 13. Juli wurde die Anlage wieder ans Netz geschaltet.
Während der Abstellung wurden im Reaktor 24 der total 121 Brennelemente durch frische ersetzt. Unter den neuen Brennelementen befinden sich 20 Uran- und 4 Uran-Plutonium-Mischoxid-Brennelemente. Diese Mox-Elemente stammen aus belgischer Produktion. Die HSK überzeugte sich, dass der eingesetzte Brennstoff den Qualitätsanforderungen entspricht.
Im Rahmen der Optimierung von Unterhalts- und Revisionsarbeiten führte das KKW Beznau im Block 2 erstmals einen kurzen Stillstand von rund zwei Wochen Dauer durch, bei welchem als hauptsächliche Arbeit der periodische Brennstoffwechsel vorgenommen wurde. Die jetzige Unterhaltspraxis geht dahin, dass ein Kernkraftwerk im einen Jahr für einen kurzen und im Folgejahr für einen längeren Stillstand abgestellt wird. Dazu mussten die periodischen Unterhaltsarbeiten unter Berücksichtigung einer gleich hoch bleibenden Sicherheit neu definiert und geplant werden. Beznau ist das erste schweizerische Kernkraftwerk, das von der HSK die diesbezügliche Freigabe erhielt. Block 1 des KKB wird am 21. Juli bis Ende September 2000 zum Brennelementwechsel und zur Revision abgestellt.
Quelle
M.E. nach Mitteilungen der NOK vom 30. Juni sowie der HSK und der NOK vom 13. Juli 2000