Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03434.jsonl.gz/2034

Heute möchte ich euch von meinen Katzen erzählen.
Leider kann ich zur Zeit hier in Katalonien keine eigene Katze haben. Unsere Galgo Hündin ist leider eine erfolgreiche Katzenjägerin. So sind wir bei jedem Spatziergang " in Rettungs - Bereitschaft ", wenn wir sie nicht angeleint haben. Obwohl hier in ganz Katalonien ein Gesetz besteht, dass jede Gemeinde verpflichtet ist ihre Strassenkatzen zu kastrieren und ihnen einen offiziellen Futterplatz einzurichten, wo mit Trockenfutter täglich gefüttert werden sollte, sind die Zustände in den meisten Gemeinden immer noch traurig. Die örtlichen Tierschutzorganisationen haben jeden Frühling und Herbst ihre liebe Mühe, Personen zu finden, die ihre Hilfe anbieten um Strassenkatzen einzufangen zum kastrieren und sterilisieren. Aus meiner Sicht das einzig Vernünftige, um diesem Elend entgegen zu wirken.
Also handelt meine Katzengeschichte noch aus der Zeit, als ich noch in der Schweiz lebte.
Unsere ersten Katzen waren zwei kleine Katzen vom Bauernhof. Ein schwarzer und ein roter Kater.
Sie mussten mit einer Wohnung vorlieb nehmen. Sie hatten einen Kratz und Kletterbaum, durften in der ganzen Wohnung herumtoben und trotzdem war ihr bevorzugter Ort, der Balkon. Dort sonnten sie sich, turnten auf dem Geländer herum und setzten sich in meine Blumenkisten. Das machte mich nicht unbedingt fröhlich !
Der Rote, " Rubino " war gescheit und der Schwarze " Nero " war doof. Als der Doofe beim Versuch ein Insekt zu fangen, vom dritten Stockwerk in den Garten fiel und sich vor Schreck in einer Röhre versteckte, sonst hatte er zum Glück keinen Schaden, beschlossen wir, unsere sieben Sachen zusammenzupacken und wegen den Katzen auf's Land zu ziehen. Dort hatten sie Freigang. Das machte die zwei glücklich und schnell lernten sie Mäuse zu fangen.
Diese Katzen lebten einige Jahre bei uns, bis der Nero leider überfahren wurde und der Rubino sich mit unserem ersten Hund, ein Riesenschnautzer, sich nicht anfreunden konnte. Er suchte sich im Dorf eine andere Familie. Es tat weh, aber ich akzeptierte es.
Später zogen wir vom Land wieder in die Stadt Bern. In's Zentrum in eine grosse Dachwohnung. Den Schnautzer hatten wir nicht mehr, dafür lebte eine Mischlings - Hündin bei uns. Was mir fehlte waren Katzen ! Diesmal suchten wir uns Rassekatzen aus. Eine Perserkatze, eine Khmer Katze, ein Siamese und eine orientalische kurzhaar Katze. Katze auf Katze hatte unsere Hündin plötzlich " vier Geschwister " !
Die Hündin versuchte immer wieder " die Chefin " zu sein. Aber bei vier Katzen, keine Chance ! Der " meist umkämpfte " Raum war die Küche. War Zeit für die " Raubtier - Fütterung " setzte sich die Hündin wie ein Drachen vor die Küche und liess keine Katze rein. Bei zwei Katzen funktionierte das. Aber dem schwarzen Oriental machte das keinen Eindruck. Der war so schnell, er raste bei der Hündin vorbei, versetzte ihr einen Prankenhieb und schon war er auf dem Küchentisch. Ein Aufheulen vor Hündin !
Den Siamkater hatte sie in's Herz geschlossen. Er durfte in ihrem Korb liegen, aus ihrem Futternapf fressen und wenn sie " einen Liebesanfall " hatte, wollte sie ihn am Kopf vorne besteigen......Die ruhigste Katze war die Perserkatze. Sie schmuste gerne, liebte gestriegelt zu werden und einmal im Tag hatte sie " ihre 5 verrückten Minuten ".
Sie machte grosse Kulleraugen, sträubte die Haare.....da wussten wir, Achtung in Deckung gehen.....sie raste in der Wohnung herum , kletterte auf alle Katzenbäume, fauchte.....dann war der Anfall vorbei ! Der Khmer Kater hatte auch einen Tick. Immer wenn er merkte, dass wir den Fernseher abstellten und in's Bett wollten, rannte er schnell in's Schlafzimmer und versteckte sich entweder unter dem Bettüberwurf oder unter dem Bett.....es war ein amüsantes Spiel zwischen ihm und uns. Wir versuchten ihn auszutricksen und er uns ! Der kleine schwarze Panther, der Oriental, musste sich " austoben " bis er die Zunge heraushängte. Das hiess für uns Bällchen werfen...bringen....Bällchen werfen......bringen.....oder mit der " Mäuse - Fischrute " ( Schnur, Holzstab, Stoffmaus ) mit ihm spielen, bis zum umkippen !
Ab und zu heckten die Hündin und die Katzen gemeinsam etwas aus. So ergatterten sie einen ganzen Heidelbeerkuchen, den ich in der Küche an einem sicheren Ort in der Höhe zum erkalten deponierte. Er wurde rübis und stübis gefressen......alle fünf hatten danach scheinbar " blaue Därme ".....entsprechend war der Gestank,den sie von sich gaben ! Aber das Highlight für die Katzen war die Dachterasse. In der Nacht durften sie rausgehen. Die Häuser sind zusammengebaut,also hatten sie mehrere Dächer zum streunen. Von anderen Häuser waren auch Katzen unterwegs. Ging es auf den Vollmond zu, so war nicht selten ein " Katzen - Jazz - Konzert ". Es war unter den Katzen auch bekannt, wo es Futter gab, wo es ein weiches Sofa hatte, wo es Streicheleinheiten gab und wo der beste " Katzen - Lover " wohnte !
Diese Geschichten haben mich zu meinem Bild " Die Katzen - Party auf den Dächer " inspiriert........da ging wirklich die Post ab !
Die Beschreibung zum Bild und die Preisangabe findet ihr in Shop/ NaiveKunst/Bilder