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Bandscheibenvorfall
Ein Bandscheibenvorfall (Prolaps) resultiert aus einem Riss im faserigen, äusseren Ring der Bandscheibe (Anulus fibrosus), wodurch Teile des gelartigen, inneren Kern (Nucleus pulposus) in den Rückenmarkskanal austreten und die Nerven komprimieren. Betroffene leiden unter starken, ausstrahlenden Rückenschmerzen.
Ursache von Bandscheibenvorfällen
Die Ursachen von Bandscheibenvorfällen sind oft degenerative Prozesse in der Bandscheibe selbst, wodurch die Stabilität der Strukturen stetig abnimmt und der innere Kern in den Rückenmarkskanal austritt. Dieser degenerative Prozess wird durch eine ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel, übermässige Fehlbelastung durch Haltungsfehler oder früheren Verletzungen zusätzlich verstärkt. Auch ungünstige Sportarten, die die Wirbelsäule stauchen, erschüttern oder verdrehen, gehören zu den Ursachen und sollten bei vorgeschädigten Patienten nicht übermässig praktiziert werden. Darunter fallen z.B. Reiten, Skifahren, Squash, Tennis oder Golf.
Strukturelle Veränderungen in den Kiefergelenken, ausgelöst durch funktionelle Probleme mit dem Biss, können sich auf das gesamte strukturelle System des Körper auswirken und schlussendlich Bandscheibenvorfälle begünstigen. Ein solcher Zustand wird als CMD bezeichnet und kommt sehr häufig vor.
Symptome bei einem Bandscheibenvorfall
Die Symptome beim Bandscheibenvorfall können, abhängig vom betroffenen Bereich in der Wirbelsäule, verlieren. Sie umfassen lokale Rückenschmerzen, die in Arme oder Beine ausstrahlen können, Bewegungseinschränkungen und Taubheitsgefühle im entsprechenden Segment.
Diagnostik und Behandlungen von Bandscheibenvorfällen
Die Diagnostik eines Bandscheibenvorfalls beinhaltet eine neurologische Untersuchung und bildgebende Verfahren wie MRT oder CT.
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad und reicht von konservativen Ansätzen wie Ruhe, Schmerzmittel und Physiotherapie bis zur interventionellen Schmerztherapie mit Injektionen. Der wichtigste Therapieansatz ist, hier entzündungshemmend zu arbeiten, um das Abschwellen der gereizten Nervenwurzel zu erreichen. Hier käme die Anwendung von Hyperthermie, entzündungshemmende Infusionen, die Einnahme entzündungshemmender Nahrungsergänzungsmittel und die periradikuläre Therapie mit körpereigenen Therapeutika in Frage.
Bei fortschreitenden Symptomen oder auftretenden neurologischen Defiziten ist glücklicherweise verhältnismässig selten ein chirurgischer Eingriff notwendig.
Prävention von Bandscheibenvorfällen
Es ist entscheidend, präventive Massnahmen zu ergreifen, um Bandscheibenvorfälle zu verhindern. Dazu gehören regelmässige Bewegung, ausgewogene Ernährung, korrekte Körperhaltung und das Vermeiden von Heben schwerer Lasten. Darüber hinaus gibt es verschiedene komplementärmedizinische präventive Ansätze.
Med. pract. Dana Hreus M.A.
Bei Bandscheibenvorfälle ist ein individuelles Konzept, das nicht nur auf die Linderung von Symptomen abzielt, sondern auch die Ursachen der Probleme behandelt, sehr zu empfehlen.
Weiterführende Informationen
Die aufgelisteten Informationen beinhalten relevante Themen und dienen dem besseren Verständnis.