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Am 4. September hat der erste Hilfsgüterkonvoi der beim EDA angegliederten Humanitären Hilfe des Bundes die Kontaktlinie überquert und die Stadt Donetsk in der Ostukraine erreicht. Beliefert werden die Regionen Donetsk und Lugansk beidseits der Kontaktlinie mit dringend benötigten Gütern. Dazu zählen Chemikalien und Apparate zur Wasseraufbereitung, medizinisches Gerät für Spitäler und Antigen-Tests zur Pandemiebekämpfung.
Der erste Konvoi startete in Mariupol am Schwarzen Meer. Insgesamt werden 144 Lastwagen in fünf Konvois bis Mitte September unter anderem rund 2300 Tonnen Chemikalien und Laborausrüstung in das Konfliktgebiet transportieren. Die Chemikalien dienen der Herstellung von sauberem Trinkwasser für rund vier Millionen Menschen beidseits der Kontaktlinie. Seit 2015 wird das Wasserwerk Voda Donbasa von der Schweiz mit knapp 50 Prozent der jährlich benötigten Produktionsmittel unterstützt. Darüber hinaus setzt die Schweiz mit der Lieferung von medizinischen Apparaten die Unterstützung von Spitälern entlang der Kontaktlinie fort, welche der Grundversorgung der Bevölkerung dienen.
In enger Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) wurde unter Berücksichtigung der gemeldeten Bedürfnisse zudem eine Liste humanitärer Hilfsgüter erstellt, die von der Schweiz zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie geliefert werden können. Zur Hilfslieferung gehören 30 Beatmungsgeräte, die von der Armeeapotheke zur Verfügung gestellt wurden. Ausserdem stellt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 1,5 Millionen Antigen-Tests zur Verfügung. Im Vorfeld wurde sichergestellt, dass diese medizinischen Güter im Wert von 9 Millionen Franken nicht für die Versorgung der Schweizer Bevölkerung benötigt werden. Die Lieferung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an welchem in der Ostukraine Anzeichen für eine erneute Pandemiewelle bestehen.
Begleitet wird der Konvoi von sechs Angehörigen des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH). Ziel ist eine bedarfsgerechte und faire Verteilung der Hilfsgüter nach humanitären Prinzipien zu Gunsten der Zivilbevölkerung auf beiden Seiten der Kontaktlinie sicherzustellen. Es handelt sich um den 13. Transport von Hilfsgütern in die Ostukraine seit 2015 und die insgesamt grösste Lieferung bisher. Neben der Schweiz liefern einzig das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und die UNO humanitäre Hilfsgüter in das umkämpfte Gebiet in der Ostukraine.
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