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Kullas in Kosovo
Renovationsarbeiten an der Kulla Shaban Binakaj
Als erster Schritt in der Zusammenarbeit von Schweizer Heimatschutz und CHwB Kosovo wurde im Sommer 2011 mit der Renovation der Kulla "Shaban Binakaj" begonnen.
Die Kulla befindet sich mitten im Dorf Dranoc. Mit der schönen Steingalerie ist sie eines der markanten Gebäude an der Gasse, die mit ihren Kullas und Steinmauern eine der zentralen Achsen im Dorf bildet. Das Dach der Kulla war stark beschädigt, die Mauern hatten grössere Risse, die Steingalerie war teilweise zerstört. Im Inneren wird das Erdgeschoss noch als Stall genutzt, hingegen waren die beiden oberen Stockwerke schon seit langem unbewohnt und dringend renovationsbedürftig.
Mit einem ersten Beitrag von 10'000 Euro hat der Schweizer Heimatschutz dazu beigetragen, dass die wichtigsten Sanierungsarbeiten am Gebäude durchgeführt werden konnten. Ziel war, die Aussenhülle zu reparieren und das oberste Stockwerk, das wie alle Kullas über einen separaten Eingang verfügt, zu sanieren. In zwei Monaten wurde die Tragkonstruktion des Dachs repariert und ergänzt sowie das Dach mit neuen Ziegeln eingedeckt. Die Mauern wurden geflickt und die Steingalerie restauriert. Im Inneren wurden im obersten Stockwerk die Wände neu verputzt, die Böden repariert und, wo notwendig, ersetzt und eine neue Decke eingezogen (Wärmedämmung). Zudem wurden die elektrischen Leitungen erneuert. Alle Arbeiten wurden von einheimischen Handwerkern in traditioneller Technik ausgeführt (z. B. Kalkverputz an den Wänden).
Diese ersten Renovationsarbeiten an der Kulla "Shaban Binakaj" tragen einerseits zu einer Aufwertung des Strassenbilds bei. Andererseits können in der Kulla dank der Renovation des obersten Stockwerkes schon erste Gäste eine einfache Unterkunft finden. Damit ist im Dorf Dranoc ein Zeichen gesetzt, dass die Erhaltung von Baukultur dazu beiträgt, auch den Tourismus und damit die wirtschaftliche Entwicklung im Dorf zu fördern.
Sofern die Finanzierung zu Stande kommt, wird auch noch das mittlere Stockwerk saniert und die Kulla als eigenständige Unterkunft genutzt werden.