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LZ 10: Ich kann nennen, wodurch die Lebensräume von Bienen gefährdet werden und wie diese gefördert werden können.
Eine Welt ohne Bienen ist eine beunruhigende Perspektive, denn ohne sie würden die meisten Blütenpflanzen keine Früchte bilden und wir hätten weder Honig, noch viele andere Lebensmittel. Die Bienen leiden überall auf der Welt unter der Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume unteranderem durch die Verwendung von Pestiziden. Besonders Wildbienen sind auf bestimmte Blüten spezialisiert, durch einseitigen Pflanzenanbau und Städtebau verschwindet die Pflanzenvielfalt und somit die spezialisierten Wildbienen.
In China befruchten teilweise Menschen die einzelnen Obstblüten, da es zu wenige Insekten gibt, die diesen Job übernehmen. Man spricht von einem weltweiten Bienensterben, da der Bestand der Bienen zurückgeht. Noch ist es nicht zu spät und es werden bereits viele Massnahmen ergriffen um das weitere Überleben der Bienen zu sichern.
Klimaschutz
Klimaerwärmung führt zu extremeren Wetterereignissen. Wenn es bereits im Winter warme Tage gibt und der Schnee beginnt abzutauen, dann lockt das die Bienen klar auf ihrem Stock. Das Problem entsteht dann, wenn die Eierproduktion bereits auf Hochtouren läuft und dann wieder ein Wintereinbruch folgt. So sterben unzählige Individuen und das Volk wird geschwächt, da die Aufzuchtsressourcen im Stock bereits aufgebraucht sind.
Landwirtschaft
Momentan werden in der Landwirtschaft immer noch viele chemische Substanzen, Pestizide, zum Schutz der Ernte vor Schädlingen eingesetzt. Diese schaden dem Boden und auch den Bienen. Auf Pestizide sollte auch im eigenen Gartenbau verzichtet werden.
Monokulturen, grosse Felder mit einer Pflanzensorte, bieten der Biene nur eine einseitige Ernährung. In der Landwirtschaft wird wieder vermehrt auf eine vielfältigere Anpflanzung gesetzt um auch den Boden zu schonen.
Gene und Genpool stärken
In Europa versucht man das Erbgut der ursprünglichen dunklen Biene zu bewahren, welche durch die weltweit verbreitete Zucht der italienischen Biene und gezüchteten Rassen bedroht ist. Die Honigbiene leidet wie andere Nutztiere an den Folgen der Überzüchtung. Dabei wurde hauptsächlich darauf geschaut, dass das Tier viel Honig produziert, dies auf Kosten der natürlichen Widerstandskraft. Somit ist die Biene anfälliger für Parasiten oder andere Krankheiten. Wo in der Natur die natürliche Selektion diejenigen Gene stärken würde, die diesen widerstehen können, wird heutzutage in der Imkerei häufig vorbeugend mit Produkten nachgeholfen und so langfristig in die Entwicklung dieser Art eingegriffen.
Lebensräume schaffen: Garten und Pflanzenanbau
Durch den Bau von Gebäuden und Strassen entzieht der Mensch Tieren und Pflanzen immer mehr Lebensräume. Wo immer sich der Mensch breit macht, muss die Natur weichen. Der Mensch kann Bienen und Insekten unterstützen, indem er für die Bienen wichtige Pollenpflanzen anpflanzt und das schon auf einem Balkon inmitten von einer Stadt. Hecken, Trockensteinmauern und Todholzhäufen sind Behausung für viele Insekten und Kleintiere. Im Grunde brauchen viele Insekten einen Ort, an dem sie Unterschlupf finden, sich verstecken und ihre Eier legen können. Dazu eignen sich beispielsweise auch Wildbienenhotels, die man schon mit einfachen Mitteln selbst herstellen kann.
Wenn auch ihr einen bienenfreundlichen Garten gestalten möchtet, schaut darauf, dass ihr viele verschiedene, einheimische Arten anpflanzt. Besonders Anfang Frühjahr und nach der Obstblüte ist das Angebot für die Bienen oft knapp. Am besten ist es natürlich, wenn die ganze Gartensaison über etwas blüht. Dies können einheimische Kräuter, Sträucher oder Obstbäume sein. Oft ist Saatgut so hochgezüchtet, dass die Blüten möglichst voll sind. Diese haben jedoch wenig bis keine Nahrung für die Insekten. Auch hier kommt man wieder zu den ursprünglichen Sorten zurück. Deshalb am besten vor dem Kauf fragen, welche Pflanzen für Insekten geeignet sind.
10 AUFGABE – Schutz der Bienen
Aufgabe 10. A
Material: Text, Internet-Recherche, Online Whiteboard
Notiere, wodurch der Lebensraum der Biene bedroht wird.
Aufgabe 10. B
Material: Text, Internet-Recherche, Online Whiteboard
Notiere, wodurch der Lebensraum der Biene gefördert werden kann.
Mehr Infos zur Handbestäubung in China: