Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03348.jsonl.gz/225

Zwei Mal Gold im Zeitfahren bei den Europameisterschaften
Stefan Küng ist wie im Vorjahr Europameister im Zeitfahren. Der Thurgauer setzt sich an den Titelkämpfen im italienischen Trient sieben Sekunden vor dem Lokalmatador Filippo Ganna durch. Bronze geht mit 14 Sekunden Rückstand an den Belgier Remco Evenepoel. Stefan Bissegger verpasst das Podest an seiner ersten EM bei der Elite als Vierter um knapp neun Sekunden.
AUch Marlen Reusser gewinnt an der Europameisterschaft im italienischen Trient überlegen Gold im Zeitfahren. In Abwesenheit der niederländischen Olympiasiegerin Annemiek Van Vleuten lässt die Bernerin den Konkurrentinnen keine Chance.
Auf der 22,4 km langen Strecke überholte Reusser mehrmals vor ihr gestartete Fahrerinnen und liess sie sogleich stehen. Im Ziel hatte sie der Silbermedaillen-Gewinnerin Ellen Van Dijk über 19 Sekunden abgenommen. Die drittplatzierte Deutsche Lisa Brennauer hatte bereits über eine Minute Rückstand.
Es ist eine Machtdemonstration der 29-Jährigen, die sich nach der Silbermedaille an den Olympischen Spielen von Tokio, der silbernen Auszeichnung an der WM und der Bronzemedaille an der EM im letzten Jahr in ihrer Paradedisziplin nun endlich Gold umhängen lassen konnte. „Ich habe mich schon beim Einfahren gut gefühlt und bin überglücklich, konnte ich mich auch im Rennen auf meine schnellen Beine verlassen“, sagte Reusser. Als sie die nach ihr gestartete Van Dijk an einem Wendepunkt gekreuzt habe, habe sie gemerkt, dass wohl nicht viel Zeit zwischen ihr und der 34-jährigen Niederländerin liege. „Da habe ich Gas gegeben, und es ging auf.“
Der Sieg der Ärztin aus Hindelbank kommt nicht unerwartet, hatte sie doch zuletzt auch im Weltcup Erfolge gefeiert. An der Challenge by La Vuelta in Spanien gewann Reusser zum Auftakt und fuhr in der Folge auf den 2. Gesamtrang. Zuvor hatte sie an der Simac Tour ihren ersten Sieg auf der World Tour feiern können und war ebenfalls 2. im Gesamtklassement geworden.
Elise Chabbey, die zweite Schweizerin am Start, wurde 20. und verlor fast drei Minuten auf ihre Teamkollegin. Am Samstag stehen die Schweizerinnen im Strassenrennen über 107 km im Einsatz. In ihrer exzellenten Form dürfte Reusser auch da um die Medaillen fahren.
(text:sda/bild:sda)
Veranstaltungen:
Sep
Sep