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«Placing Children in Care: Child Welfare in Switzerland (1940–1990)» wurde im Förderproramm Sinergia vom Schweizerischen Nationalfonds finanziert (2014 – 2018). Das Forschungsnetzwerk war an fünf Hochschulen lokalisiert (Fachhochschule Nordwestschweiz, Universität Zürich, Universität Fribourg, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Universität Genf).
Innerhalb des Netzwerks nahm die Fachhochschule Nordwestschweiz (Hochschule für Soziale Arbeit, Institut Integration und Partizipation) die Funktion des leading house ein.
Das Verbundprojekt beschäftigte sich in einer interdisziplinären Perspektive (Geschichtswissenschaft, Soziale Arbeit, Erziehungswissenschaften) mit dem System der Heimerziehung in der Schweiz in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es bearbeitete in drei Subprojekten die (1) Wissensproduktion (2) die institutionelle Praxis und Politik (3) Biographien und in Akten dokumentierte Verläufe im Kontext von Fremdplatzierungen.
Mit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts untersuchte das Projekt eine Zeit, in der Zehntausende von Kindern und Jugendlichen ausserhalb ihrer Herkunftsfamilien in Heimen, aber auch in Pflegefamilien aufwuchsen. Die Ergebnisse geben Einblick in die «Sonderwelten» in Heimen und Ausbildungsstätten. Sie analysieren Biographien und Wirkungsweisen der Heimerziehung und stellen diese in den Gesamtzusammenhang der Geschichte der Fremdplatzierungen in der Schweiz.
Ergebnisse der Forschung werden in einer Schlusspublikation präsentiert, die verschiedene analytische Perspektiven und Zugänge miteinander verbindet. Der Band bietet erstmals einen gesamtschweizerisch und interdisziplinär angelegten, mehrdimensionalen Überblick über die Geschichte von Fremdplatzierung und Heimerziehung mit Schwerpunkt auf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Sozialgeschichte der Schweiz.