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Das Buch "Bin Laden: die verbotene Wahrheit" wird bald in den Schweizer Buchhandlungen aufliegen. Der Genfer Justizhof hat das provisorische Auslieferungs-Verbot aufgehoben.
Das Buch ist in Frankreich seit mehreren Monaten erhältlich, durfte bislang in der Schweiz aber nicht vertrieben werden - wegen einer Klage von Yeslam Binladin, einem Halbbruder des mutmasslichen Terroristen Osama bin Laden. Der Genfer Geschäftsmann machte für einige Passagen eine Persönlichkeits-Verletzung geltend.
Die Autoren, Jean-Charles Brisard und Guillaume Dasquié, rücken in ihrem Buch Binladins Finanzgesellschaft SICO in die Nähe der Familie Bin Laden. Sie erwähnen zudem mehrere Off-Shore-Gesellschaften, die um die Gruppe kreisen, ohne jedoch zu behaupten, diese trügen zur Finanzierung des Terrorismus bei.
Das Genfer erstinstanzliche Gericht hatte die Auslieferung des Buchs provisorisch verboten. Dieses Verbot hob der Justizhof nun aufgrund eines Rekurses des Deutschschweizer Pendo-Verlags auf.
Yeslam Binladin ist inzwischen ins Visier der französischen Justiz geraten, die gegen die SICO eine Untersuchung wegen Geldwäscherei eröffnet hat. In der Schweiz hatte die Bundespolizei Ende März Hausdurchsuchungen in Gesellschaften Binladins vorgenommen.
Der Milliardär Yeslam Binladin lebt seit Jahren in Genf. 2001 wurde der Geschäftsmann eingebürgert. Er präsentiert die SICO als Dienstleistungsgesellschaft für die Interessen und Geschäfte seiner drei Brüder und Schwestern.
swissinfo und Agenturen