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Intel will die zwei in Magdeburg geplanten riesigen Chipfabriken besonders nachhaltig und umweltschonend konzipieren. Mit dieser Ankündigung kommt der Konzern nicht zuletzt etwaigen Bedenken von Anwohnern der Megaprojekte zuvor. Eine warnendes Beispiel: Der Bau von Teslas "Gigafactory" in der Brandenburger Grünheide hatte für massive Kritik aufgrund des hohen Wasserbedarfs vor dem Hintergrund von Trockenheit und Wasserknappheit in der Region gesorgt. Intel
baut hingegen vor und plant nicht nur eine wasserneutrale, sondern gar eine wasserpositive Fabrik, wie Nachhaltigkeitschef Todd Brady in einem Interview mit dem Spiegel
erklärte.
Konkret wolle Intel für jeden Liter Wasser, den das Unternehmen aus Flüssen, Seen oder dem Grundwasser entnehme, mindestens einen Liter zurückgeben, so Brady. Das soll einerseits über Wasseraufbereitungsanlagen funktionieren. Da diese aber nur das bereits zugeführte Wasser reinigen können, setzt Intel andererseits auf Ausgleichsprojekte wie beispielsweise den Bau von Brunnen. Vergleichbare Konzepte in den USA liegen aber nicht direkt im Umkreis der Werke, sondern teils in anderen Bundesstaaten. Entscheidend sei laut Brady, dass es sich um die gleiche Wasserscheide handle, die man letztlich über die Projekte entlaste.
Die Produktion in der Intel-Chipfabrik wird 2027 starten, ab 2030 soll sie dann wasserpositiv arbeiten. Dabei könne der Konzern auf die Erfahrungen aus vielen anderen Bauprojekten zurückgreifen. Denn ein Grossteil der Themen sei rund um den Globus gleich, so Brady. Magdeburger Ausnahme: Auf dem Gelände wohnen schützenswerte Hamster. Das Problem kannte der Manager bisher noch nicht.
(sta)