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«Die Region ist ein Pulverfass»
Neben dem Vesuv schlummert ein Supervulkan. Seismologen haben eine neue Methode gefunden, die Gefahr zu überwachen.
Amatrice in Mittelitalien wurde 2016 von einem Erdbeben in grossen Teilen zerstört. Wenige Wochen später folgte ein noch stärkeres Beben. Foto: Alessandro di Meo (EPA)
Fast alle grösseren Erdbeben haben etwas gemeinsam: Sie kommen überraschend und münden in einer Sequenz von Nachbeben, deren Stärke im Laufe von Monaten oder Jahren abklingt. Gelegentlich aber kommt es ganz anders. Auf das Beben, das am 24. August 2016 die Gemeinde Amatrice in Mittelitalien mit einer Magnitude von 6,2 erschütterte und rund 300 Menschenleben forderte, folgte zwei Monate später ein noch stärkeres Beben der Magnitude 6,6. Es schlug am 30. Oktober 2016 nur 20 Kilometer weiter nordwestlich bei Norcia zu. Es war das stärkste Beben, das in den mittleren und nördlichen Apenninen seit der Industrialisierung auftrat.