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Viele aktuelle Klimamodelle unterschätzen voraussichtlich die Folgen der Klimaerwärmung. Das sagt eine internationale Gruppe von Forschern, nachdem sie Daten zu vergangenen Wärmeperioden ausgewertet hat.
In diesen Warmphasen der letzten 3.5 Millionen Jahre hätten sich jeweils die hohen nördlichen und südlichen Breiten stärker als die Tropen erwärmt, steht in einer Mitteilung der Universität Bern, der Oregon State University aus den USA und der Universität von New South Wales in Australien vom Montag.
Das bedeute, dass das Auftauen von Permafrostböden zusätzliches Kohlendioxid und Methan in die Atmosphäre freisetzen werde, was die globale Erwärmung noch stärker antreibe.
Wenn es der Menschheit gelinge, die Klimaerwärmung auf zwei Grad zu beschränken, sei das Risiko der beschriebenen selbstverstärkenden Treibhausgas-Rückkoppelung «eher gering». Dennoch müsse die hohe Menge an zusätzlichem Kohlendioxid in künftigen Emissions-Szenarien berücksichtigt werden.
Die 59 Forschenden aus siebzehn Ländern beschäftigten sich im April dieses Jahres an einem Workshop in Bern mit Wärmeperioden der Vergangenheit. Das Resultat ihrer Arbeit ist in eine Studie eingeflossen, die nun in der Zeitschrift «Nature Geoscience» veröffentlicht worden ist. (sda)