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Andy Schmid folgt 2024 als Nationalcoach auf Michael Suter
Andy Schmid wechselt im Sommer 2024 die Seiten. Der 39-Jährige, der seine ruhmreiche Karriere derzeit bei Kriens-Luzern ausklingen lässt, wird nach der kommenden Saison neuer Nationalcoach.
Andy Schmid wechselt im Sommer 2024 die Seiten. Der 39-Jährige, der seine ruhmreiche Karriere derzeit bei Kriens-Luzern ausklingen lässt, wird nach der kommenden Saison neuer Nationalcoach.
Wie der Schweizerische Handballverband (SHV) mitteilte, tritt Schmid per 1. Juli 2024 die Nachfolge von Michael Suter an, der nach mehr als acht Jahren abtreten wird. Schmid, der bislang erfolgreichste Schweizer Handballer, unterschrieb einen Vertrag mit Gültigkeit bis und mit Heim-Europameisterschaft 2028. Mit dem Posten des Nationaltrainers geht die sportliche Gesamtverantwortung im Schweizer Männer-Leistungshandball einher. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger kann Schmid das Amt im Rahmen einer 100-Prozent-Anstellung ausüben.
Fliegender Wechsel
Für Schmid, der selbst über 200-mal für die Nationalmannschaft auflief und mehr als 1000 Tore erzielte, wird es ein fliegender Wechsel. Er wird 2023/24 im Trikot von Kriens-Luzern seine letzte Saison bestreiten und mit dann 40 Jahren abtreten. Nach wie vor ist der Luzerner auch Spieler des Nationalteams. Das letzte Ziel ist die Qualifikation und Teilnahme an der EM 2024 in Deutschland zum Abschluss seiner Karriere. Mit Siegen gegen Georgien und Litauen zum Auftakt der Qualifikation befindet sich die Schweiz auf gutem Weg.
Trotz des fortschreitenden Alters ist Schmids sportlicher Einfluss immer noch gross: Mit Kriens-Luzern, im Vorjahr Sechster nach der Qualifikation und in den Playoff-Viertelfinals gegen Wacker Thun chancenlos, verlor der mehrfache MVP der deutschen Bundesliga erst ein Ligaspiel und liegt er an der Tabellenspitze. Das Nationalteam führte er 2021 zurück an die WM und Anfang Jahr zum zweiten Mal in Folge zum Gewinn des Yellow Cup.
Suters Fundament
Der direkte Sprung vom Spieler ins wichtigste Traineramt im Schweizer Handballsport mag ein grosser sein. Zuzutrauen ist er Schmid allemal, ist der Spielmacher in seinen Mannschaften doch längst mehr als ein normaler Captain.
Als Nationalcoach wird Schmid ausserdem auf Suters Fundament aufbauen können. Suter hat sein Amt 2016 mit einem beachtlichen Leistungsausweis im Nachwuchsbereich angetreten und leistet seither wertvolle Aufbauarbeit. Der 48-jährige Pädagoge übernahm das Team in der sportlichen Bedeutungslosigkeit und trieb die Professionalisierung seither erfolgreich voran. 2021, nach einer Aufstockung auf 32 Teilnehmer, qualifizierte sich die Schweiz zum ersten Mal nach 26 Jahren für eine Weltmeisterschaft (16. Schlussrang). Ein Jahr zuvor erreichte die Mannschaft an der EM ebenfalls den 16. Platz.
Geehrter Schmid, stolzer SHV
Schmids Aufgabe wird es sein, den sportlichen Aufwärtstrend fortzusetzen - und den Qualitätsverlust durch seinen Seitenwechsel aufzufangen. «Es ist eine grosse Ehre, Coach von meinem Heimatland zu werden», sagt Schmid im Communiqué des Verbandes. «Wie als Spieler werde ich mir auch als Trainer die höchsten Ziele setzen. Und um diese Ziele zu erreichen, werde ich mit der gleichen Leidenschaft und Hingabe agieren, als ob ich immer noch Spieler wäre.» Pascal Jenny, Zentralpräsident des SHV, erfüllt es mit stolz, «einen der besten Handballer der Geschichte in einer weltweit gespielten Sportart für den prestigeträchtigen Job im Schweizer Handball gewinnen zu können».