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Die Pocken, auch Blattern genannt, sind eine hochgradig ansteckende, schwere Infektionskrankheit, die durch Viren entsteht. Seit einiger Zeit gelten sie als ausgerottet.
Da die Pocken hochansteckend sind, konnten sie sich früher aufgrund des fehlenden Impfschutzes sehr rasch ausbreiten und traten demnach räumlich und zeitlich gehäuft auf: Es entstanden sogenannte Pockenepidemien. Nach der weltweiten Einführung der Pockenschutzimpfung im Jahr 1967 sank die Häufigkeit der Pockenfälle drastisch – schliesslich gelang es, die Pocken auszurotten: Seit 1980 gilt die Welt offiziell als pockenfrei.
Die Pocken zeigen einen typischen Krankheitsverlauf: Anfangs lösen sie allgemeine Beschwerden mit Fieber und eine Atemwegsentzündung aus. Es entsteht ein vorübergehender Hautausschlag. Die Krankheit ist zu diesem Zeitpunkt sehr ansteckend. Nach kurzfristigem Fieberabfall treten die für Pocken typischen Papeln auf der Haut auf, die sich mit virushaltiger Flüssigkeit füllen: Sie zeigen sich zunächst im Gesicht und breiten sich dann über den ganzen Körper aus, wobei vor allem die Extremitäten betroffen sind. Die Betroffenen haben hohes Fieber mit Verwirrtheit (Delirium), sind desorientiert und entwickeln Wahnvorstellungen. Die Papeln verändern sich zu Pusteln, die bald verkrusten beziehungsweise verschorfen. Nach einiger Zeit fallen die Krusten ab, was mit starkem Juckreiz verbunden ist. Besonders im Gesicht bleiben häufig Narben zurück (sog. Pockennarben).
Bei der als schwarze Blattern bezeichneten besonders schweren Form der Pocken ist die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten der ersten Symptome verkürzt. Innerhalb weniger Tage kommt es zu ausgedehnten, schweren Blutungen in die Haut, zu Blutungen der Schleimhäute sowie der inneren Organe. Sogenannte weisse Pocken hingegen sind eine zweite, harmlosere Form, die von den echten Pocken mit schwerem Verlauf zu unterscheiden ist.
Eine Therapie gegen Pocken gibt es nicht. Es sind nur die Symptome behandelbar. Durch die Schutzimpfung ist die Erkrankung jedoch vermeidbar.
Die Pocken (lat. Variola), auch als Blattern bezeichnet, sind eine durch Viren hervorgerufene, hochgradig ansteckende, lebensgefährliche Infektionskrankheit, die durch typische Hautveränderungen gekennzeichnet ist. Da die Pocken hochansteckend sind, breiteten sie sich in der Vergangenheit in einer ungeschützten Bevölkerung sehr rasch aus. Die Folge waren Pockenepidemien. Eine Epidemie ist ein räumlich und zeitlich gehäuftes Auftreten einer Erkrankung. Noch im Jahr 1967 traten weltweit bis zu 15 Millionen registrierte Pockenerkrankungen auf.
Die Pocken gehörten zu den quarantänepflichtigen Erkrankungen, wie Pest, Gelbfieber, Ebola und Cholera. Bei einer Quarantäne sind die Erkrankten für die Dauer der Inkubationszeit streng von anderen Menschen, Gebieten und Gegenständen isoliert, um eine Ausbreitung der Pockenviren zu vermeiden. Da die Pocken als ausgerottet gelten, ist dies heute nicht mehr von praktischer Bedeutung.
Die Pocken waren jahrhundertelang eine der verheerendsten Seuchen der Menschheitsgeschichte. Noch Anfang der 50er Jahre gab es weltweit jährlich 50 Millionen Fälle von Pockenerkrankungen. Im Jahr 1967, als die weltweite Einführung der Pockenschutzimpfung stattfand, sank die Häufigkeit auf 10 bis 15 Millionen.
Der weltweit letzte natürliche Pockenfall trat im Oktober 1977 in Somalia auf. Im Jahr darauf kam es noch einmal zu einer Ansteckung mit Pocken: In England infizierte sich eine Frau mit einem aus einem Labor der Universität Birmingham stammenden Pockenvirus. Seit 1978 ist weltweit niemand mehr an Pocken erkrankt. Am 8. Mai 1980 erklärte man die Welt für pockenfrei. Weltweit existieren offiziell nur noch zwei Laboratorien, in denen man noch die für Pocken verantwortlichen Viren zu Forschungszwecken aufbewahrt:
Die Pocken haben eine viele tausend Jahre zurückreichende Geschichte. So sind am Körper des Pharaos Ramses V, dessen Mumie im ägyptischen Museum in Kairo liegt, eindeutige Zeichen von Pockennarben zu erkennen. Die ersten Pockenepidemien waren bereits 1'000 vor Christus in China, auf dem indischen Subkontinent sowie auf der arabischen Halbinsel bekannt. Eine erste genaue Beschreibung der Pocken stammt von einem chinesischen Arzt aus dem Jahr 340. Die erste historisch belegte Pockenepidemie in Europa herrschte im sechsten Jahrhundert. Die Pocken wirkten sich im Mittelalter in Europa weiterhin verheerend aus: Weitere Epidemien traten im 13. Jahrhundert in England auf. Mit den spanischen Eroberern kamen die Pocken nach Amerika. Dort spielten sie wahrscheinlich eine wesentliche Rolle beim Untergang der alten Indianerkulturen der Inkas und Azteken, mit vielen Millionen Toten.
Bei den Indianerkriegen in Amerika dienten die Erreger der Pocken sogar als biologische Waffe. Im Jahr 1763 schlossen die mit den Franzosen verbündeten Indianer die Engländer im Fort Detroit am Ohio ein. Daraufhin schenkte der Befehlshaber des Forts, ein Oberst Henry Bouquet, zwei zu Verhandlungen im Fort weilenden Häuptlingen als Zeichen seiner Anerkennung einige pockeninfizierte Decken. Einige Zeit später gab es unter den völlig ungeschützten indianischen Bewohnern und Kriegern der Umgebung eine schwere Pockenepidemie mit zahlreichen Toten. Die Europäer dagegen waren durch zahlreiche frühere Pockenepidemien stark durchseucht und daher relativ wenig gefährdet.
Zu den bekannten von Pocken betroffenen Europäern gehört die österreichische Kaiserin Maria Theresia, die 1768 im Alter von 50 Jahren erkrankte und überlebte. Auch Johann Wolfgang von Goethe (1749 bis 1832) erkrankte an den Pocken. In seinem Werk Dichtung und Wahrheit beschrieb er seinen eigenen Krankheitsverlauf.
Auch die Schutzimpfung gegen Pocken reicht weit in die Vergangenheit zurück. Bereits im zehnten Jahrhundert und früher gab es in China Erkenntnisse über eine mögliche Pockenimpfung: Ihre Geschichte begann dort mit der Erfahrung, dass bei gesunden Menschen, in deren Haut oder Nasenschleimhaut Sekret man aus den Hautveränderungen von Pockenkranken einbrachte, Pocken einen weniger starken Verlauf zeigten. Diese Form der als Variolisation bezeichneten Schutzimpfung hielt 1674 auch in Europa Einzug. Allerdings verlief die Pockenerkrankung auch bei den so geimpften Menschen häufig tödlich, so dass man dieses Verfahren wieder aufgab.
Die Grundlage für die heute erreichte weltweite Ausrottung der Pocken bildet eine Entdeckung des Engländers Edward Jenner: Im Jahr 1796 gelang es ihm, eine wirksame Schutzimpfung gegen die Pocken zu entwickeln. Er beobachtete die Pockenerkrankung bei Rindern (Kuhpocken) und verwendete die aus den Kuhpockenblasen gewonnene Flüssigkeit zur Impfung.
Die erste weltweit öffentliche Impfstation, vor allem gegen die Pocken, eröffneten im Jahr 1802 in Berlin der preussische König Friedrich-Wilhelm III. (1777 bis 1840) und seine Frau Luise (1777 bis 1813) unter dem Namen Königlich-Preussisches Schutzblattern-Impfinstitut. Der König liess zu diesem Anlass seinen jüngsten Sohn Wilhelm gegen die Pocken impfen.
Die Schweiz war zuletzt von 1921-25 von einer Pockenepidemie betroffen. 1933 wurde der letzte Fall einer Pockenerkrankung gemeldet.
Den Pocken liegen als Ursachen bestimmte Viren zugrunde, die natürlicherweise nur im Menschen vorkommen und sich nur dort vermehren können. Die Erreger der Pocken gehören zur Virusfamilie der Poxviridae. Diese Familie umfasst folgende Gattungen:
Zur Gattung Orthopoxvirus zählen sowohl die Erreger der Pocken beim Menschen als auch die für Kuhpocken als Ursachen verantwortlichen Viren. Bei der Pockenerkrankung des Menschen lassen sich die folgenden Formen unterscheiden:
Die Pockenviren sind die grössten Viren, die beim Menschen die Ursachen für Erkrankungen sein können. Sie haben eine ziegel- beziehungsweise backsteinartige Form mit einer Kantenlänge von bis zu 400 Nanometern (ein Nanometer entspricht einem Milliardstel Meter). Damit sind sie gerade noch unter dem Lichtmikroskop erkennbar. Pockenviren sind hochkomplexe Viren mit einer verhältnismässig widerstandsfähigen Eiweisshülle. Ihre Erbanlagen umfassen etwa 200 Gene (= Träger der Erbanlage). Das HI-Virus (HIV) hingegen besitzt nur zehn Gene.
Für die Ansteckung mit Pocken kommen verschiedene Übertragungswege als Ursachen infrage. Die Übertragung der Pocken erfolgt vor allem durch Tröpfcheninfektion. Dabei gelangen die Erreger über feinste Sekrettröpfchen mit der Luft, zum Beispiel beim Sprechen, Niesen oder Husten, von einem Menschen zum nächsten. Da Infektionen bis zu Entfernungen von rund 20 Metern möglich sind, sind bei der Isolierung Erkrankter strengste Sicherheitsmassnahmen erforderlich.
Die Übertragung der Pocken ist aber auch durch Schmierinfektion möglich: Ursachen hierfür sind also infizierte Gegenstände, wie zum Beispiel Bettwäsche, Kleidung oder sogar Türklinken.
Menschen, die sich mit Pocken infiziert haben, können nicht erst dann andere Menschen anstecken, wenn die ersten Symptome auf der Haut auftreten; die Übertragung der als Ursachen für die Pocken verantwortlichen Viren ist bereits direkt nach der Inkubationszeit möglich. Ab dann können noch bis zu fünf Tage vergehen, bevor sich die für Pocken typischen Hautveränderungen zeigen. Die Ansteckungsgefahr endet etwa drei Wochen später, wenn der Hautausschlag völlig abgeheilt ist.
Bei den Pocken beträgt die Inkubationszeit (die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung) 7 bis 19 Tage, im Durchschnitt zwei Wochen.
Die echten Pocken äussern sich durch andere Symptome als die ungefährlicheren weissen Pocken.
Die für echte Pocken typischen Symptome sind die Veränderungen auf der Haut, die verschiedene Stadien durchlaufen können. Die echten Pocken bezeichnet man auch als Variola vera oder Variola major. Die Bezeichnung Variola geht auf das lateinische Wort varia für verschieden oder bunt zurück und dürfte durch die vielgestaltigen Hautveränderungen entstanden sein.
Zu Beginn der Erkrankung lösen die Pocken einige uncharakteristische Beschwerden aus, die etwa zwei bis vier Tage anhalten, wie zum Beispiel Fieber, Kreuzschmerzen und Gliederschmerzen sowie einer Entzündung der Atemwege. In diesem Stadium der Pocken tritt bereits auch ein vorübergehender Hautausschlag auf. Dieser Ausschlag beginnt mit kleinen roten Punkten auf Zunge und Rachen. Die Pocken sind zu diesem Zeitpunkt sehr ansteckend. Nach einem kurzfristigen Abfall des Fiebers kommt es zu den für Pocken typischen Hauterscheinungen. Sie beginnen im Gesicht und breiten sich dann über den gesamten Körper aus. Dabei sind besonders die Extremitäten betroffen, der Körperstamm dagegen weniger. Auf der Haut bilden sich Papeln, die sich mit virushaltiger Flüssigkeit füllen. Es entwickelt sich hohes treppenförmig ansteigendes Fieber mit Delirien (Verwirrtheit), Desorientierung und Wahnvorstellungen. Die Papeln wandeln sich zu Pusteln um, die nach fünf Tagen damit beginnen, sich zu verkrusten beziehungsweise zu verschorfen. Zwei Wochen, nachdem der erste Hautausschlag aufgetreten ist, sind alle Pusteln verkrustet. Eine Woche später sind alle Krusten abgefallen. Die Abstossung dieser Krusten ist mit einem starken Juckreiz verbunden. Besonders im Gesicht bleiben daher häufig Narben, die sogenannten Pockennarben, zurück.
Eine besonders schwere Form der Pocken ist unter dem Namen schwarze Blattern oder Variola haemorrhogica bekannt. Hierbei ist die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome (Inkubationszeit) verkürzt: Innerhalb weniger Tage kommt es zu ausgedehnten, schweren Blutungen in die Haut, zu Blutungen der Schleimhäute sowie der inneren Organe.
Weisse Pocken oder Variola minor äussern sich meist durch weniger deutliche Symptome der Haut als die echten Pocken und sind weniger gefährlich. Nur in sehr seltenen Fällen enden die weissen Pocken tödlich: Die Sterblichkeitsrate liegt bei unter einem Prozent. Wer an den weissen Pocken erkrankt, ist dadurch nicht vor einer Infektion mit dem Erreger der echten Pocken geschützt.
Bei Pocken lässt sich die Diagnose anhand der typischen Hautveränderungen in Zusammenhang mit hohem Fieber leicht stellen. Die für die Pocken verantwortlichen Viren selbst sind auf verschiedene Art und Weise nachweisbar: Sie lassen sich zum Beispiel in Material, das aus den Bläschen und Pusteln stammt, unter dem Elektronenmikroskop sichtbar machen. Dieser Test ist innerhalb von einigen Stunden als Schnelltest möglich.
Es gibt keine gegen Pocken wirksame Therapie. Das heisst: Es ist nicht möglich, die Ursache der Pocken – das Pockenvirus – im menschlichen Körper zu bekämpfen. Antibiotika wirken nur bei Bakterien, nicht aber bei Viren. Daher besteht bei Pocken die Behandlung ausschliesslich darin, die Symptome durch Bettruhe, fiebersenkende Medikamente, eine ausgewogene Flüssigkeitszufuhr sowie eine kalorienreiche, aber leichtverdauliche Nahrung zu lindern.
Um zu verhindern, dass sich die Pocken weiter ausbreiten, ist es erforderlich, die Betroffenen, das betreuende medizinische Personal sowie Kontaktpersonen strikt zu isolieren (d.h. Verhängung einer Quarantäne). Auch Wohnräume, Kleidungsstücke und Gebrauchsgegenstände der Betroffenen sind zu desinfizieren, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Da die Pocken als ausgerottet gelten, haben diese Massnahmen jedoch heute keine praktische Bedeutung mehr.
Die Pocken nehmen in der Regel einen schweren Verlauf, doch es überleben mehr als zwei Drittel der Betroffenen. Dennoch ist die Prognose bei Pocken insgesamt schlecht: Die Überlebenden sind meist durch schwere Narben verunstaltet und in vielen Fällen erblindet. Es gibt allerdings auch mildere Verläufe (weisse Pocken), die aber nicht weniger ansteckend sind.
Die als schwarze Blattern oder Variola haemorrhogica bezeichnete Form der Pocken zeigt einen besonders heftigen Verlauf mit schweren Komplikationen. Innerhalb weniger Tage treten ausgedehnte, schwere Blutungen in die Haut, Blutungen der Schleimhäute sowie der inneren Organe, wie zum Beispiel Leber und Herz, auf. Aber auch Gehirn und Rückenmark können im Rahmen einer Pockenerkrankung betroffen sein. Die Betroffenen sterben bereits in der ersten Erkrankungswoche, häufig schon während der ersten 48 Stunden.
Die echten Pocken nehmen zu rund 30 Prozent einen tödlichen Verlauf; bei den weissen Pocken beträgt die Sterblichkeit weniger als 1 Prozent. Die schwarzen Blattern verlaufen sogar zu annähernd 100 Prozent tödlich.
Wenn die Pocken in einer ungeimpften Bevölkerungsgruppe zum ersten Mal auftreten, ist davon auszugehen, dass diese Gruppe im Verlauf der zu erwartenden Epidemie auf etwa ein Drittel ihrer Ausgangsgrösse schrumpft.
Sich gegen Pocken impfen zu lassen ist die einzige wirksame Massnahme zum Vorbeugen dieser Erkrankung. Die Pockenimpfung ist jedoch heute keine Pflichtimpfung mehr: Die Pocken sind die bisher einzige Erkrankung, deren Ausrottung durch die konsequente Durchimpfung der Bevölkerung weltweit gelang. Dies war nur möglich, da sich ausschliesslich der Mensch – und keine Wildtiere – mit Pocken anstecken kann. In geimpften Menschen kann sich das verantwortliche Pockenvirus nicht vermehren und stirbt ab. Bei Menschen, die sich gegen Pocken geimpft sind, besteht wahrscheinlich auch Jahre später noch ein gewisser Impfschutz. Daher ist es möglich, dass der Verlauf einer Pockenerkrankung bei einer einmal geimpften Personen milder verläuft als bei ungeimpften Menschen.
Zur Schutzimpfung gegen Pocken kommt der Erreger der Kuhpocken zum Einsatz. Drei bis vier Tage nach einer Impfung zeigt sich an der Impfstelle eine Hautreaktion: Es bildet sich eine juckende rote beziehungsweise rötliche Beule, die in eine eitrige Pustel oder Blase übergeht und nach zwei bis drei Wochen einen Schorf bildet, der dann abheilt. Es bleibt eine kleine typische Narbe zurück: Bei den meisten der heute über 25-Jährigen, die eine Impfung gegen Pocken erhalten haben, findet sich am rechten oder linken Oberarm eine solche Narbe. Die Beule an der Impfstelle ist bei einem direkten Kontakt ansteckend – nicht nur für andere Menschen, sondern auch für die Geimpften selbst: Wer die Beule zum Beispiel mit den Händen berührt, riskiert womöglich eine durchaus folgenschwere Infektion an anderen Körperstellen wie den Augen (mit nachfolgender Erblindung). Daher sind nach einem derartigen Kontakt die Hände gründlich mit Wasser und Seife zu waschen, sofern kein geeignetes Desinfektionsmittel zur Verfügung steht. Die Impfung zum Vorbeugen der Pockeninfektion erfolgt einmal vor Vollendung des zweiten Lebensjahrs und ein zweites Mal im 12. Lebensjahr. Seitdem die Pocken ausgerottet sind, besteht die Impfpflicht nicht mehr.
Der Impfstoff gegen Pocken ist in der Schweiz vorrätig, um die Bevölkerung so gut wie möglich durch eine Impfung schützen zu können. Darüber hinaus gibt es auch einen neu entwickelten Impfstoff gegen Pocken, der erheblich weniger Nebenwirkungen hat als der alte. Seine Wirksamkeit im Falle einer Pockenepidemie ist jedoch noch nicht hinreichend getestet.