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Während des Kalten Krieges war die Dritte Welt ein Schlachtfeld der Supermächte, auf dem die USA und die Sowjetunion um Positionen in der ganzen Welt rangen. Heute sind die Entwicklungsregionen erneut Schauplatz der Rivalität, diesmal zwischen den USA und China.
Da die Ära von Präsident Donald Trump zu Ende geht, scheint Washington die Gefahr, dass China es von anderen fortgeschrittenen Demokratien in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum abspalten könnte, eher zufällig weitgehend vermieden zu haben. Doch der Kampf um die Dritte Welt steht erst am Anfang, und Peking verfügt sowohl über beträchtliche Vorteile als auch über große Ambitionen.
Wenn die globale Peripherie in das Zentrum der Rivalität zwischen den USA und China rückt, dann liegt das zum Teil daran, dass der Status des demokratischen Kerns nicht mehr so prekär ist wie noch vor kurzem. Noch 2019 und sogar Anfang 2020 drohte die Kombination aus chinesischem wirtschaftlichem Einfluss und selbstzerstörerischem Verhalten der USA unter Trump tiefe Keile in die westliche Welt zu treiben. Es schien möglich, dass weite Teile Europas sich für die Neutralität zwischen Amerika und China entscheiden oder sogar technologisch von Peking….