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Weil die halbe Welt zuschaut, kosten Werbespots in der Pause des Super Bowls ein Vermögen. Drei Sekunden standen gestern Schweizer Uhren im Mittelpunkt. Zwar in einer Autowerbung, dafür kostenlos.
Rund 800 Millionen Menschen schauen sich weltweit das Endspiel des American Footballs an. Entsprechend teuer ist die Webefläche in der Halbzeit: Vier Millionen Dollar für eine halbe Minute. Der US-Autobauer Chrysler leistete sich gestern beim Spiel der Seattle Seahwaks gegen die Denver Broncos einen dieser prestigeträchtigen Werbespots.
Darin schwärmt Bob Dylan von der US-Autokultur. Originalität kann man nicht importieren, so die Folkrock-Ikone. Und weil das so sei, sollte man deutsches Bier trinken, eine Schweizer Uhr tragen, mit einem in Asien zusammengesetzen Handy telefonieren und ein amerikanisches Auto fahren.
Ob Deutschland neben dem Bier nicht auch die besseren Autos herstellt, sei dahingestellt. Fakt ist, dass die Schweizer Uhrenindustrie kostenlos zu einem 3-Sekunden-Werbefenster während des 48. Super Bowls gekommen ist.
Drei Sekunden Primetime. Wenn eine halbe Minute vier Millionen Dollar kostet, dann entspricht das 400'000 Dollar. Beim Verband der Schweizer Uhrenindustrie in Biel war man über die prominente Platzierung nicht im Bild, gibt sich aber zufrieden: «Natürlich freuen wir uns, wenn unsere Industrie wie in dem Spot in einer positiven Weise dargestellt wird», schreibt Präsident Jean-Daniel Pasche auf Anfrage.