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Das Wichtigste in Kürze
- Ein Russen-Sender simulierte ein Szenario, in dem Russland Europa mit Atomwaffen angreift.
- Wie ernst müssen wir eine solche Drohung nehmen?
- Russland-Experte Ulrich Schmid schätzt dies gegenüber Nau.ch ein.
Das russische Staatsfernsehen hat simuliert, wie ein Atomschlag auf drei europäische Hauptstädte im Ukraine-Krieg aussehen würde: Berlin, Paris und London. Der Sender erklärte, würde der Angriff so durchgeführt, gebe es «keine Überlebenden».
Wenig später in der Diskussion führte die «60 minutes»-Moderatorin aus, wie lange es dauere, bis eine Atombombe ihre Ziele erreiche. «Von Kaliningrad bis Berlin sind es 106 Sekunden. Bis nach Paris wären es 200 Sekunden, nach London 202 Sekunden.»
Doch wie realistisch ist ein solches Schreckens-Szenario im Ukraine-Krieg? Müssen wir uns ernsthafte Gedanken über einen Atom-Angriff seitens Russland machen?
Russland-Experte Ulrich Schmid schätzt die Lage gegenüber Nau.ch ein. «Das russische Staatsfernsehen bringt immer wieder Horrorszenarien über einen Atomkrieg.»
Es ginge dabei konkret um zwei Aspekte, so Schmid. «Einerseits, dem russischen Publikum die eigene Macht vor Augen zu führen. Und andererseits, den Westen einzuschüchtern.»
Haben Sie Angst vor einem russischen Atom-Schlag?
Solche Warnungen würden «zur informationellen Kriegsführung Russlands» gehören. Als Beispiel nennt Schmid auch eine ähnliche Situation im Jahr 2014. Damals sagte ein Moderator den Zuschauern: «Russland ist das einzige Land der Welt, das die USA realistischerweise in radioaktive Asche verwandeln könnte.»
Taten liessen die Russen den Drohungen damals nicht folgen.