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Lara Gut-Behrami und Mikaela Shiffrin lieferten sich in Sölden ein Duell auf Augenhöhe. Die Riesenslalom-Weltmeisterin aus dem Tessin lag nach halbem Pensum um zwei Hundertstel vor ihrer amerikanischen Konkurrentin. Auch am Nachmittag führte bei der letzten Zwischenzeit rund zehn Sekunden vor dem Ziel noch immer Gut-Behrami, mit allerdings nur gerade einem Hundertstel Vorsprung.
Am Ende fehlten ihr 0,14 Sekunden zu ihrem 33. Triumph im Weltcup und dem dritten in Sölden nach 2016 und 2013. Platz 3 belegte Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhova aus der Slowakei, die auf Shiffrin bereits 1,30 Sekunden einbüsste.
Punkte für Ellenberger und Gisin
Andrea Ellenberger holte bei ihrem Comeback nach überstandener Kreuzbandverletzung gleich wieder die angestrebten Punkte. Die Nidwaldnerin, die am Morgen nur mit der hohen Nummer 45 hatte starten dürfen, steigerte sich im Finaldurchgang immerhin um vier Positionen in den 24. Rang. Ellenbergers Rückstand auf Siegerin Shiffrin betrug dabei rund 3,5 Sekunden.
Den umgekehrten Weg ging Michelle Gisin. Die Vorjahres-Vierte fiel am Nachmittag vom 17. auf den 25. Platz zurück. Die Engelbergerin litt im Sommer am Pfeifferschen Drüsenfieber und konnte sich deshalb nicht ideal auf den Saisonbeginn in Sölden vorbereiten.
Schweizer Sextett ausserhalb der Top 30
Mit Simone Wild (36.), Camille Rast (38.), Jasmina Suter (50.), Vanessa Kasper (51.), Priska Nufer (56.) und Vivianne Härri (61.) verpassten gleich sechs weitere Schweizer Starterinnen die Teilnahme am Final der Top 30 deutlich. Wendy Holdener und Corinne Suter fehlten beim Weltcup-Prolog verletzungsbedingt.
Während sich auf den ersten acht Positionen Fahrerinnen aus acht verschiedenen Ländern einreihten, blieb das dominante Duo von Sölden von vor einem Jahr dieses Mal glücklos. Vorjahressiegerin Marta Bassino schied im ersten Lauf aus, ihre italienische Teamkollegin Federica Brignone konnte den Finaldurchgang nicht beenden.
Am Sonntag folgt in Sölden der Saisonauftakt der Männer. Zum ersten Lauf des Riesenslaloms wird um 10.00 Uhr gestartet. Angeführt von Marco Odermatt, Loïc Meillard, Gino Caviezel und Justin Murisier stehen insgesamt acht Schweizer am Start.