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- Walter Otto Wyss wandert 1939 nach einem tragischen Autounfall in die USA aus. Dort entwickelt er ein revolutionäres Hybridauto, das nie produziert wird. Nach einer Liebesbeziehung mit einer afro-amerikanischen Tänzerin in Los Angeles lernt er Ende der 1950er Jahre in Tokyo als Einsiedler japanisch. Die letzten 30 Jahre verbringt er einsam auf Hawaii.
Trotz vieler Gelegenheiten, seinen Traum von Freiheit, Erfolg und Geborgenheit zu verwirklichen, kann er sich nie von der Schweiz, seiner Mutter und seiner Schuld befreien. Walters Neffe, der Regisseur Tobias Wyss, erzählt die Geschichte seines Onkels auf persönliche Art und Weise und greift dabei auf berührende Fotos und Videos aus dem Familienarchiv zurück.
Wirkung
Der Film zählte zweifelslos zu den Höhepunkten der diesjährigen Solothurner Filmtage. Zeit seines Lebens war Tobias Wyss, der Filmemacher, von seinem 1939 in die USA emigrierten
Onkel Walter Wyss fasziniert. Im Nachlass des 2001 auf Hawaii Verstorbenen fanden sich 25000 Fotos, die für Tobias Wyss Ausgangspunkt einer mehrjährigen
Recherche war. Eindrücklich zeichnet er mit Interviews, Fotos und eigenem sehr persönlichem Kommentar das Leben seines Onkels nach, und diskutiert implizit auch
ausführlich die Frage, ob denn der Onkel in Amerika das gefunden hat, was er gesucht hat. Deutlich wird da, dass sich der Traum von der Freiheit nicht erfüllte und
Walter Wyss nie einen Ersatz für die Heimat gefunden hat, die er verlassen hatte, andererseits aber auch nicht mehr zurück konnte, und letztlich Zeit seines Lebens
zumeist einsam blieb.