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Die zwei Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich und Lausanne sowie die vier Eidgenössischen Forschungsanstalten (Eawag, Empa, PSI und WSL) forschen alle an den Grundlagen und an Lösungen für zukünftige Energiesysteme.
Laut der Zusammenfassung des hundertseitigen Berichts «Energy Research in the ETH Domain» konzentrieren sich die Forschungsaktivitäten im Bereich der Kernspaltung auf Hochabbrand, die Entwicklung thermo-hydraulischer Modelle, Sicherheitsprogramme und die Entwicklung von Hochtemperaturmaterialien für zukünftige Hochtemperaturreaktoren zur Erzeugung von Strom und Wasserstoff. Forschungen im Bereich Plasmaphysik und der damit verbundenen Materialforschung werden weiterhin auf internationaler Ebene betrieben, so die Zusammenfassung.
«2000-Watt-Gesellschaft» und «Eintonnen-CO2-Gesellschaft»
Prof. Alexander Wokaun, der Leiter des Steering Committee des Competence Center for Energy and Mobility (CCEM), legte an der Medienkonferenz dar, dass es sich bei den beiden Visionen «2000-Watt-Gesellschaft» und «Eintonnen-CO2-Gesellschaft» nicht um konkurrenzierende, sondern sich ergänzende Modelle handle. Während die 2000-Watt-Gesellschaft auf die Minimierung des Verbrauchs an fossilen Primärenergieträgern und nichterneuerbaren Rohstoffen abziele, stehe bei der Eintonnen-CO2-Gesellschaft die Minimierung des Ausstosses an Treibhausgasen sowie der Abgabe von Abfällen an Boden, Wasser und Luft im Zentrum. Da die CO2-Emissionen zu einem grossen Teil durch die Verbrennung fossiler Energien entstünden, führten beide Visionen letztlich zu einer vergleichbaren Entwicklung. Für die Schweiz würden auf dieser Grundlage und in Übereinstimmung mit globalen Szenarien insbesondere folgende Ziele formuliert: Der Primärenergiebedarf für die Schweiz verringert sich bis 2050 um den Faktor zwei und langfristig um Faktoren bis zu drei; der CO2-Ausstoss wird global bis 2100 auf eine Tonne pro Person und Jahr reduziert.
Quelle
M.A. nach ETH-Rat, Medienmitteilung, 24. April 2009