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Die Leptospirose ist eine bakterielle Infektion, welche beim Hund (in sehr selten Fällen bei der Katze) zu verschiedenen Organerkrankungen führen kann. Am Häufigsten sind die Nieren und die Lunge betroffen, aber auch die Leber oder die Augen können in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine Leptospiroseinfektion ist eine sehr ernstzunehmende Erkrankung, welche leider unbehandelt immer wieder zum Tod führen kann. Generell können Hunde jeden Alters an Leptospirose erkranken.
Was sind Leptospiren?
Leptospiren sind stäbchenförmige Bakterien, die verschiedene Tierarten (Ratten, Mäuse, Igel, Schweine, Rinder, Hunde) befallen. Leptospiren sind in der Lage, auch außerhalb eines Wirtstieres zu überleben, wenn die Umgebung warm und feucht ist. Sie leben deshalb häufig in Gewässern, hierzulande vor allem von April bis November.
Wie kann sich mein Hund anstecken?
Hunde können sich über den Kontakt mit infiziertem Urin von Trägertieren (Nagetiere) anstecken. Die grösste Gefahr besteht dabei, wenn Hunde aus infizierten Pfützen trinken oder in kleinen stehenden Gewässern baden und dabei die Leptospiren mit intakter Schleimhaut oder verletzter Haut in Berührung kommen. Es wurden aber auch schon Infektionen bei Hunden beschrieben, welche kleine Nager (Mäuse, Ratten) gefressen haben.
Wie kann ich meinen Hund vor einer Infektion schützen?
Hunde sollten weder aus kleinen, stehenden Gewässern/Pfützen trinken, noch darin baden oder die Pfoten netzen. Zusätzlich ist eine regelmässige Impfung gegen die Leptospirose unabdingbar. In unserer Tierklinik verwenden wir einen Impfstoff mit einer Wirkung gegen die sechs häufigsten Serovare der Schweiz.