Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/93455

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in der aktuellen Rezession Teilzeitstellen für Männer und Frauen auf allen Ebenen und Hierarchiestufen (inklusive Kader) der Bundesverwaltung und der öffentlichen Betriebe rasch und massiv auszubauen und vermehrt Jobsharing-Stellenangebote zu schaffen. Dadurch können zusätzliche Arbeitsplätze - gerade auch für Frauen - angeboten werden. Er beschliesst geeignete Massnahmen zur Erreichung der gleichen Zielsetzung auch in der Privatwirtschaft.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat legte der Motionärin bereits in seiner Antwort auf die Interpellation 09.3027 die Massnahmen dar, die der Bund im Rahmen seiner Zuständigkeit trifft, um insbesondere die Erwerbstätigkeit von Frauen in der Privatindustrie zu unterstützen.</p><p>Der Bundesrat greift nicht in die Arbeitsorganisation der öffentlichen Unternehmungen des Bundes ein, da sie selber dafür zuständig sind, geeignete Massnahmen zu ergreifen.</p><p>Die Teilzeitarbeit gewinnt in der Bundesverwaltung seit Jahren an Bedeutung. Diese positive Entwicklung bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Chance einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.</p><p>Angesichts der Grösse und des dezentralen Aufbaus der Bundesverwaltung fällt die Definition der personellen Arbeitsorganisation in die Zuständigkeit der Departemente und Bundesämter. Es liegt demnach in der Verantwortung der Vorgesetzten, Vor- und Nachteile einer Teilzeitlösung oder eines Jobsharings für jeden Arbeitsplatz einzeln zu beurteilen. Sie berücksichtigen dabei die verfügbaren finanziellen und personellen Ressourcen sowie die Zielsetzungen der Organisationseinheit und die anstehenden Aufgaben.</p><p>In diesem Kontext befürwortet der Bundesrat jegliche Initiative der Bundesämter zur Förderung von Jobsharing und Teilzeitarbeit in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich.</p><p>Als konkrete Massnahmen stellt das EPA den Verwaltungseinheiten eine Checkliste über die neuen Arbeitsformen zur Verfügung (http://intranet.infopers.admin.ch). Zudem organisierte das EPA im Jahr 2008 im Rahmen der Tagung zur Chancengleichheit von Frau und Mann in der Bundesverwaltung einen Workshop über die Förderung des Jobsharings in der Bundesverwaltung. Schliesslich geht das EPA in seinen jährlichen Berichten zum Personalmanagement auf die Entwicklung der Teilzeitarbeit in der Bundesverwaltung ein. In seinem letzten Reporting zum Personalmanagement präzisiert das EPA insbesondere, dass "eine Förderung von Teilzeitarbeit in allen Funktionen dazu führt, dass die Bundesverwaltung als fortschrittliche und familienfreundliche Arbeitgeberin wahrgenommen wird, die bestrebt ist, Frauen auch nach der Familiengründung im Erwerbsleben zu behalten" (EPA, Reporting Personalmanagement, Berichtsjahr 2008, März 2009, Seite 17).</p><p>Die durch die geltenden Bestimmungen bestehende Flexibilität stellt demnach in der aktuellen Wirtschaftslage unbestreitbar einen grossen Vorteil dar.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.