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Der Gründer der heutigen, unter dem Namen "Graf Gebrüder AG" in Eglisau geführte Schreinerei, Johann Jakob Graf, 1866 geboren, stammte aus einer Rafzer Schreinerfamilie. Sein Vater, Wilhelm Graf, nannte sein kleines Geschäft „mechanische Schreinerei Wilhelm Graf in Rafz“ (mechanisch, weil er eine selbst gebastelte Fräse sein Eigen nannte).
Dieser Wilhelm hatte drei Söhne, Wilhelm, Hans und Johann Jakob, sowie vier Töchter. Alle drei Jungen erlernten das Schreinern bei ihrem Vater. Es war aber zuwenig Arbeit für so viele Schreiner in Rafz, darum schickte er seinen jüngsten Sohn Johann Jakob nach Eglisau, um Arbeit zu suchen.1890 fand dieser dann, mit seiner jungen Frau Maria Zimmermann aus Buchberg, ein kleines Häuschen an der unteren Rheingasse in Eglisau. Dort begann er sogleich selbständig zu arbeiten. 1892 wurde der einzige Sohn Jakob, Grossvater des heutigen Geschäftsführers, geboren.
Während des ersten Weltkrieges begab sich Jakob Graf als Handwerksbursche auf die Walz. Sein Weg führte ihn über Deutschland und Österreich, wo das Schreinerhandwerk goldigen Boden hatte, nicht des Geldes wegen, sondern wegen der Kunst. Seine letzte Station in Österreich war Bludenz. Anhand der vielen Eintragungen im so genannten Wanderbuch wurde ihm die Auszeichnung "Schreinermeister" verliehen. Im Februar 1919 kehrte Jakob Graf nach Eglisau zurück, wo er die alte Öle und das Sägegebäude in der Burg erwerben konnte, der heutige Sitz der Graf Gebrüder AG.
Das Familienunternehmen wurde jeweils an die nächste Generation übergeben. Erich Jakob Graf führt die Schreinerei seit 1992. Im Jahre 1994 erfolgte die Umwandlung der Schreinerei Graf in die heutige Aktiengesellschaft Graf Gebrüder AG mit Sitz in Eglisau. Sie wird heute in der fünften Generation innerhalb der Familie Graf weitergeführt und feiert dieses Jahr ihr 125jähriges Bestehen.
Erich J. Graf vor dem Firmensitz.