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Präsident Andrzej Duda unterzeichnete zum Jahreswechsel die „Sondermassnahme zur wirksamen Bekämpfung der Schweinepest (ASP)“, die neue und effektivere Schritte zur Ursachenbekämpfung und Eindämmung der Seuche ermöglichen soll.
Die Sondermassnahme erleichtert unter anderem die sogenannte Sanitärjagd in Schutzgebieten und verschafft Jägern bis zu sechs Tagen bezahlten Sonderurlaub im Jahr, wenn sie diesen zur Bejagung von Wildschweinen nutzen. Teil des Pakets sind auch zusätzliche Kompetenzen für die Behörden bei der ASP-Bekämpfung sowie der Kontrolle und Sanktion von Unternehmen.
45 neue Ausbrüche
Zudem werden mit dem Gesetz die rechtlichen Grundlagen zum Bau von Grenzsicherungsanlagen geschaffen, mit denen die Einwanderung von möglicherweise infizierten Tieren verhindert werden soll. Unterdessen wurden auch gegen Jahresende immer wieder neue ASP-Fälle gemeldet.
Laut Angaben der obersten Veterinärbehörde wurden allein zwischen dem 20. und dem 24. Dezember insgesamt 45 neue Ausbrüche der Seuche bei Wildschweinen bestätigt, darunter auch in Gegenden im Norden und Osten Polens, die bislang als ASP-frei gegolten hatten.
Zwischen Anfang Januar und Mitte Dezember 2017 wurden insgesamt mehr als 700 Ausbrüche der Erkrankung bei Wildschweinen verzeichnet. Ein Ende der Seuche ist nicht in Sicht. Bereits in der ersten Januarwoche korrigierte die staatliche Veterinäraufsicht die Fallzahlen auf deutlich mehr als 800.