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(10.11.2021) Die Schweizer Wirtschaft macht Fortschritte bei der Integration älterer Beschäftigter. Laut einer Studie des Versicherers Swiss Life waren 2020 rund 73% der Menschen zwischen 55 und 64 Jahren erwerbstätig, das sind sieben Prozentpunkte mehr als 2010.
Die Angst, am Ende des Berufslebens seinen Job zu verlieren, ist in der Schweiz nach wie vor weit verbreitet. Nicht wieder eine feste Stelle zu finden, während es auf die Rente zugeht, ist eine der Sorgen vieler Beschäftigter, die sich ihrem 65. Geburtstag nähern. Die Unternehmen zeigen jedoch Interesse an der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer. 70% der von Swiss Life befragten Arbeitgeber können sich grundsätzlich vorstellen, über 55-Jährige einzustellen.
Wenn man in den Jahren vor der Rente keine Arbeit mehr hat, kann das dauerhafte Konsequenzen haben. Rund 7% der Bevölkerung zwischen 64 und 65 Jahren mussten zwischen 55 und dem ordentlichen Rentenalter aufgrund einer Entlassung oder einer betrieblich bedingten Frühpensionierung unfreiwillig aus dem Erwerbsleben ausscheiden.
Obwohl eine Mehrheit der Unternehmen grundsätzlich nicht dagegen ist, dass ältere Beschäftigte ihre Arbeit so lange wie möglich behalten, betreiben sie keine aktive Politik für die Weiterbeschäftigung der über 55-Jährigen.
2030 dürfte die Zahl der Pensionierungen um 30% höher sein als 2019. Zugleich dürfte sich das Wachstum der erwerbstätigen Bevölkerung unter 55 Jahren verlangsamen. Dadurch wird die Gesamtzahl an Arbeitskräften im Laufe der kommenden zehn Jahre nur noch halb so stark zunehmen wie im vergangenen Jahrzehnt.
Letzte Änderung 10.11.2021