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Eine von der Kulturagentin initiierte Umfrage zur Standortbestimmung brachte zu Tage, dass im Kollegium der Wunsch besteht, sich verstärkt mit Theater und dem Theaterspielen zu beschäftigen. In der aus diesem Anliegen konzipierten Weiterbildung konnten die Lehrpersonen Erfahrungen mit Theaterspielen sammeln und ihre Körper und ihre Fantasie als Ausdrucksmittel ausprobieren. Zwei unterschiedliche Herangehensweisen luden die Lehrpersonen ein, sich auf das Theaterspielen als mögliche und erweiterte Unterrichtsgestaltung einzulassen.
Der erste Workshop legte den Fokus auf das Material als Ausgangspunkt für eine theatrale Auseinandersetzung. Angeleitet von der Theaterpädagogin und Kulturagentin Sylvie Vieli wurde geprobt, experimentiert und getestet. Es wurde behauptet, erfunden und inszeniert. Dabei gab es keine richtige Variante, sondern viele verschiedene und damit zum Schluss auch viele verschiedene Präsentationen. Der zweite Workshop stellte die Methode des Forumtheaters vor. Der Brasilianer Augusto Baol entwickelte das Theaters der Unterdrückten als interaktive Form, um Mittels des Dialoges die soziale Realität zu verändern. Die Lehrpersonen wurden von der Expertin vom Forumtheater Schweiz Rebekka Benz angeleitet durch konkrete Interventionen Einfluss auf Konfliktsituationen zu nehmen. Dieser Workshop bot die Möglichkeit, auf spielerische Art und Weise Konflikte, die den schulischen Alltag von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen betreffen, aufzugreifen und zu beeinflussen.
Beide Workshops verdeutlichten, dass es keine «klassische Bühne» benötigt, um Theater zu spielen und dass auch ein begrenztes Zeitkontingent nicht am Spiel hindert.