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Soziale Arbeit als konfliktscheue Profession. Beobachtungen aus dem Feld der Kinder- und Jugendhilfe.
Type
04 - Beitrag Sammelband oder Konferenzschrift
Primary target group
Sonstige
Created while belonging to FHNW?
ja
Zusammenfassung
Ausgehend von der Beobachtung, dass Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe in der direkten Interaktion mit Klient_innen die grundlegenden Sachverhalte eines Falles auffallend häufig nur sehr vage umschreiben, untersucht der Beitrag von Messmer verschiedene Aspekte dieses Phänomens. Auf der Grundlage eines konversationsanalytischen Zugangs wird beispielhaft deutlich, dass Fachkräfte über ein breites Repertoire konfliktmeidender Äusserungsformen ver-fügen, womit sie das Risiko von Ablehnung und Widerspruch im direkten Kontakt mit Kli-ent_innen schon von Vornherein stark begrenzen. Vor diesem Hintergrund wird die These for-muliert, dass Konfliktmeidung nicht nur Ausdruck einer fachlich-methodischen Gesprächsfüh-rung ist, sondern wesentlich auf unvereinbare Strukturmuster der Sozialen Arbeit reagiert, die in der direkten Interaktion bearbeitet werden müssen, ohne dass man sich ihnen entziehen oder sie damit gar auflösen kann.