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Publikationen / Namenbuch
Das siebenbändige Baselbieter Namenbuch ist das Endziel der Arbeit der Forschungsstelle. In diesem Gesamtwerk werden die rund 53'000 lebenden und abgegangenen Orts- und Flurnamen des Kantons Basel-Landschaft systematisch dokumentiert und gedeutet.
Das Baselbieter Namenbuch umfasst den Grundlagenband mit Einführung, Karten und Verzeichnissen (Band 1), die Sammlung der Lemmata (Band 2) und die fünf Bezirksbände (Band 3 Arlesheim, Band 4 Laufen, Band 5 Liestal, Band 6 Sissach, Band 7 Waldenburg). Die Bände sind mit Fotografien von ausgewählten Örtlichkeiten illustriert.
Aufbau des Namenbuchs nach dem Schlagwort-Prinzip:
1) Schlagwort / Lemma
Verweis auf Ableitungen und Zusammensetzungen, in denen das Lemma als zweiter Bestandteil (Grundwort) erscheint.
Deutung des Lemmas: Etymologie, Entwicklung des zugrunde liegenden Wortes, Bedeutung, Stellenwert des Lemmas im Baselbieter Namengut.
Alt- und mittelhochdeutsche Form, Entsprechung in anderen germanischen Sprachen, Literaturverweise.
2) Einzelnamen
Die zum Lemma gehörenden Einzelnamen werden in normalalphabetischer Reihenfolge dargestellt, nach Gemeinden geordnet, mit folgenden Informationen: Amtliche Schreibweise, phonetische Transkription, Lokalisierung mittels Koordinaten, Ortsbeschreibung/Realbefund, erste Erwähnung und weitere historische Belege, die einen Laut- oder Bedeutungswandel signalisieren.
Die Deutung des Namens erfolgt nach folgendem Raster:
Einleitende Deutung in Form eines Syntagmas.
Falls vorhanden: bisherige Deutungen des Namens in geraffter Form, inklusive volkstümliche Bemerkungen und volksetymologische Verformungen.
Eigener Deutungsansatz (so weit er das im Lemma-Artikel Aufgeführte sinnvoll ergänzt).
Wertung der historischen Belege bezüglich Entwicklungen und Verformungen, Hintergrundinformationen, Literaturverweise.
Besonderheiten des Baselbieter Namenbuchs:
Die Strassennamen werden systematisch einbezogen und gedeutet.
Jüngere Quellentypen werden massgeblich berücksichtigt, um die Dynamik der Entwicklung der Namenlandschaft in den beiden vergangenen Jahrhunderten aufzuzeigen.
Die Artikel werden in einer Sprache verfasst, die wissenschaftlich genau, aber auch für Laien verständlich und attraktiv ist. Die Bände werden lesefreundlich gestaltet (wenig Abkürzungen, Formales und Literaturverweise in kleinerer Schrift in Randspalten).
Die Deutung beschränkt sich nicht auf das Erarbeiten der Wortbestandteile und Namenbedeutung, sondern nimmt auf dieser Grundlage eine Einbettung in den geographischen und siedlungsgeschichtlichen Zusammenhang vor, die auch Anekdotisches und Volksetymologisches einschliesst.