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Mit dem prominenten Moderator Jonathan Dimbleby forderte ein weiteres Schwergewicht seinen Rücktritt. Sharp habe mit seinem Verhalten der BBC schweren Schaden zugefügt, sagte Dimbleby am Montagabend (Ortszeit) in einer Sendung des öffentlich-rechtlichen Senders. "Selbst wenn Mister Sharp sich völlig korrekt verhalten haben sollte, sieht es nicht richtig aus", sagte Dimbleby. "Es hat einen Beigeschmack, und es fühlt sich für die BBC nicht richtig an, dass das Urteilsvermögen ihres Chairman in Frage gestellt wird."
Zuvor war bereits Premierminister Rishi Sunak auf Distanz gegangen. Er habe Vertrauen in Sharp, sagte Sunak zwar. Zugleich machte er deutlich, dass das Auswahlverfahren nicht in seiner Amtszeit stattgefunden hat. Ein Regierungssprecher kündigte an, Downing Street werde das Ergebnis der laufenden Ermittlungen eines unabhängigen Experten genau prüfen. Die Opposition forderte Sharps Rücktritt.
Die Zeitung "Sunday Times" hatte im Januar berichtet, Sharp habe kurz vor seiner Berufung durch seinen langjährigen Freund Johnson den damaligen Regierungschef finanziell beraten. Demnach half er Johnson Ende 2020, eine Garantie für ein Darlehen von bis zu 800 000 Pfund (etwa 905 000 Euro) zu arrangieren. Kurz danach wurde Sharp offiziell vom Regierungschef für den BBC-Posten vorgeschlagen. Im Auswahlverfahren machte er diese finanzielle Verbindung zu Johnson nicht deutlich. Ein Bericht einer parteiübergreifenden Parlamentariergruppe warf Sharp "erhebliche Fehleinschätzungen" vor./bvi/DP/stk
(AWP)