Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03572.jsonl.gz/2758

Im Einzugsgebiet des Vierwaldstättersees leben heute noch 11 Amphibienarten, zwei Arten sind ausgestorben. Ausser dem Alpensalamander sind sie alle zur Fortpflanzung auf Gewässer angewiesen. Der Vierwaldstättersee mit seinen Steilufern gehört jedoch nicht zu den typischen Laichgewässern.
Wasserfrosch, Gelbbauchunke, Fadenmolch und Teichmolch leben in Flachmooren und Riedwiesen am Rand des Sees. Ungewöhnlich ist, dass an einigen steilen, meist bewaldeten und röhrichtfreien Ufern des Sees Erdkröten und Grasfrösche laichen.
Sechs Reptilienarten leben im Einzugsgebiet des Vierwaldstättersees. Sie mögen trockene, sonnige Orte mit guten Verstecken. Da sie sich nicht im Wasser fortpflanzen und ihre Haut sie vor dem Austrocknen schützt, sind sie nicht an Feuchtgebiete gebunden.
Einige Schlangenarten leben aber auch an Gewässern. Ringelnattern, die häufigste Schlangenart der Vierwaldstätterseeregion, sind regelmässig an seinen Ufern anzutreffen. Würfelnattern können am Nordwestufer des Alpnachersees beobachtet werden. Sie wurden im vergangenen Jahrhundert ausgesetzt und konnten sich dank günstigen ökologischen Bedingungen am Lopper vermehren. In der Schweiz kommen sie sonst nur im Kanton Tessin und in den Bündner Südtäler vor.
Mooreidechsen (auch Wald- oder Bergeidechse) leben in Flachmooren am Rand des Sees.
Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz (link)