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Zwischen 2007 und 2011 ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz um 5.8 % bzw. in absoluten Zahlen um knapp 246‘000 Personen gewachsen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen Zuwachs von über 1.1%. Die Schweizer Erwerbstätigen sind dabei um 106‘000 (+ 2.5%) und die ausländischen Erwerbstätigen um 140‘000 (+ 3.3%) gestiegen.
Gute Karten für Schweizer Erwerbstätige
Nach Branchen bzw. sogenannten Wirtschaftsabschnitten aufgegliedert (Abbildung 1), wurde das stärkste Wachstum im Handel und Reparaturgewerbe mit plus 69‘000 Personen verzeichnet, während Erziehung und Unterricht mit -19‘000 Personen am stärksten geschrumpft sind. In jenen Branchen, in welchen eine Schrumpfung stattfand, ging diese jeweils zu Lasten der Schweizer Erwerbstätigen, während die Zahl der ausländischen Erwerbstätigen im schlechtesten Fall stagnierte, meist aber zunahm. Am stärksten war dies im Kredit- und Versicherungsgewerbe der Fall, wo die Zahl der Schweizer Erwerbstätigen um insgesamt 8‘000 Personen zurückging, während die ausländischen Erwerbstätigen um 12‘000 Personen zunahmen. Eine Ausnahme dazu bildet die öffentliche Verwaltung, wo die ausländische Erwerbstätigkeit geschrumpft ist (-6‘000 Personen) und die Schweizer zugelegt haben (+22‘000 Personen). Mit Ausnahme der Information und Kommunikation, des Gastgewerbes und der Immobilien und der übrigen wirtschaftsnahen Dienstleistungen hat die Erwerbstätigkeit der Schweizer absolut gesehen überall sonst stärker zugelegt als jene der Ausländer.
Besonders gefragt: Akademiker und Hilfskräfte
Nach Ausbildungsstufe gegliedert hat die Erwerbstätigkeit der Schweizer auf Sekundarstufe II (-78‘000) deutlich abgenommen, während sie auf Sekundarstufe I (+49‘000) und auf der Tertiärstufe (+135‘000) stark gestiegen ist. Bei letzterer ist auch die ausländische Erwerbstätigkeit am stärksten gestiegen (+82‘000 Personen).
Nach Ausbildungsstufe gegliedert (Abbildung 2), zeigt sich, dass vor allem in den beiden Kategorien Akademiker und Hilfsarbeitskräfte die Zahl der ausländischen Erwerbstätigen stärker gewachsen ist als jene der Schweizer (Akademiker: CH +21‘000, Ausländer +39‘000; Hilfsarbeiter: CH +5‘000, Ausländer +16‘000). In den beiden Berufsgruppen Führungskräfte und Techniker erfolgte je ein Zuwachs von insgesamt rund 61‘000 Erwerbstätigen, wobei dieser Zuwachs sich aus je rund 34‘000 Schweizern und 27‘000 Ausländern zusammensetzte. Für die Schweizer zeichnet sich demnach eine Substitution von Berufen von eher wertschöpfungsschwachen Tätigkeiten hin zu höher qualifizierten Tätigkeiten ab.
Ein ähnliches Bild zeigt sich, wenn die Veränderung der Erwerbstätigkeit basierend auf den Berufsabtteilungen der revidierten Berufsnomenklatur des Bundesamtes für Statistik betrachtet wird (Abbildung 3). Hier zeigt sich, dass für Schweizer Berufe im Bau, in der Landwirtschaft und in der Industrie und im Gewerbe durch solche im Management, im Handel und im Verkehr substituiert worden sind.
Insgesamt sind laut der Erwerbstätigenstatistik viel Schweizer im Zeitraum zwischen 2007 und 2011 tendenziell in bessere oder höherwertige Berufe aufgerückt (Abbildung 4). Dies erklärt letztlich auch deren anhaltend hohes Einkommenswachstum. Die Erwerbstätigkeit von Ausländern ist in fast allen Kategorien gestiegen.