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Das Lüften senkt schon deutlich das Risiko – vielleicht von 50 Prozent auf zehn Prozent. Es hängt von den individuellen Umständen ab. Die interessante Studie des Hermann-Rietschel-Instituts an der TU Berlin analysiert, ob künftige Auslegungen von Mindestaussenluftvolumenströmen das Potenzial haben, eine Revolution in der Lüftungsbranche auszulösen.
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Rechenbeispiel Schulzimmer:
Bei 24 gesunden Personen zusammen mit einer Infizierten sollte das Infektionsrisiko maximal 4,2 % betragen, damit sich maximal eine weitere Per-son ansteckt. Halten sich die Personen eine Stunde gemeinsam in einem Raum auf, so müsste die zugeführte virenfreie Luftmenge ca. 1'790 m3/h betragen. Bisher wird mit einer Luftmenge von 300-700 m3/h geplant.
Zusammenfassend, kann gesagt werden, dass die Zufuhr von viel sauberer Aussenluft, geringere Aufenthaltszeiten sowie die Einhaltung des Abstandes zu einer deutlichen Reduktion des Infektionsrisikos führen. Zusätzlich sind grosse Räume dann als weniger kritisch zu bewerten, wenn die Aufenthaltszeit kurz ist (Supermarkt). Ein Infektionsrisiko von Null kann praktisch nie erreicht werden. Räume mit beschränkter Personenanzahl haben den Vorteil, dass nur wenige weitere Personen angesteckt werden können. Dies ist z.B. im untersuchten 2-Personen-Büro zu erkennen (Infektionsrisiko 100%, aber nur eine weitere infizierte Person).