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Der internationale Flugverkehr ist im Jahr 2022 sicher geblieben. Die nationale Fluggesellschaft der Schweiz belegt weltweit Platz 18 der international sichersten Airlines.
Laut der Risiko-Analyse des Hamburger Flugunfallbüros Jacdec, belegte die Swiss den 18. Platz im globalen Ranking der 25 Gesellschaften mit der höchsten Verkehrsleistung, so travelnews.ch. Etihad und Emirates, zwei arabische Fluggesellschaften, landeten auf den ersten zwei Plätzen im Ranking, wie unter anderem die Tagesschau berichtet.
Der Jacdec-Risiko-Index
Das Hamburger Flugunfallbüro berücksichtigt bei seiner Bewertung nur die Flugleistungen und Unfälle der letzten 30 Jahre und begutachtet dabei spezifische Risikofaktoren der Fluggesellschaften. Ein Index-Wert von 100 ist in der Theorie erreichbar, diesen können jedoch auch die besten globalen Airlines nicht immer erreichen. Am essentiellsten sind die Passagierkilometer. Durch mehr unfallfreie zurückgelegte Kilometer gelten die Fluggesellschaften im Ranking als risikoarm und damit verbunden als sicher. Die Fluggesellschaft Finnair erreichte in Europa unter den verkehrsreichsten Anbietern den höchsten Index-Wert.
Die beiden arabischen Fluggesellschaften, Etihad und Emirates, belegten im internationalen Vergleich die ersten zwei Plätze. Obwohl die arabische Airline Etihad sogar im Jahr 2021 nicht zum Ranking herangezogen wurde, konnte sie Emirates übertreffen und landete auf dem ersten Platz.
Zu den fünf sichersten Airlines 2022 gehören laut TRAVELBOOK :
- Etihad (Vereinigte Arabische Emirate)
- Emirates (Vereinigte Arabische Emirate)
- KLM (Niederlande)
- JetBlue (USA)
- Easyjet (Grossbritannien)
Schwerster Unfall in China
Im Rahmen der Untersuchung zu den sichersten internationalen Airlines analysiert Jacdec unter anderem den Unfallfaktor in der Luftfahrt. Der schwerste Unfall ereignete sich am 21. März 2022. Nahe der südchinesischen Stadt Wuzhou stürzte eine Boeing 737-800 der China Eastern-Airlines ab und forderte 132 Opfer. Während die chinesischen Untersuchungsbehörden bis dato noch keine Unfallursache benennen, beruft sich Jacdec auf Insiderangaben und geht von einem Suizid des Co-Piloten aus.
Für das Jahr 2022 registrierte Jacdec ingesamt 19 Flugunfälle mit Todesfolge. 233 Menschen starben bei den tragischen Vorfällen. Das sind 60 Personen mehr als im vergangenen Jahr. Der Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre liegt bei 372 Todesopfern.
Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) kommt bei etwas anderen Definitionen zur berücksichtigten Flugzeuggrösse auf zwölf Unglücke mit 205 Todesopfern. Zudem deutet der Verband auf eine immer geringere Wahrscheinlichkeit, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen. Während in den 1970er-Jahren statistisch gesehen noch ein Todesopfer auf 264.000 Passagiere kam, war es jetzt nur noch ein Opfer unter knapp 16 Millionen Fluggästen.
Fazit zum Ranking der sichersten Airlines
Dass das Fliegen immer sicherer wird, ist natürlich eine gute Nachricht. Umso erfreulicher ist es, dass Swiss einen Platz im Ranking der 25 sichersten Fluggesellschaften erhält. Ob sie jemals das Niveau der arabischen Airlines erreichen wird, ist bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewiss. Fakt ist aber, dass sie im Hinblick auf die Zukunft wahrscheinlich immer eine sehr hohe Verkehrsleistung aufbringen wird.