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Liebe Grepperinnen und Grepper. In den letzten Wochen hat sich viel getan um die Frage nach der Bebauung des Sagi-Areals. Inzwischen hat auch der Regierungsrat die Initiative «Für massvolles Bauen in Greppen» für ungültig erklärt. Das beiliegende «Interview» mit der Gemeindepräsidentin, geführt von Christa Augsburger vom Komitee «Für massvolles Bauen in Greppen», zeigt auf, wie die aktuelle Situation zu beurteilen ist.
Greppen – im Juli 2018
Claudia Bernasconi, der Regierungsrat hat die Initiative «Für massvolles Bauen in Greppen» als ungültig erklärt. Was heisst das für das Sagi-Areal?
Mit der Initiative wollte man eine Nutzungsplanänderung für das Sagi-Areal erreichen. Dies hätte u.a. dazu geführt, dass für das Sagi-Areal eine Bebauungsplanpflicht definiert worden wäre. Das heisst, dass die StimmbürgerInnen dann über den Bebauungsplan für dieses Gebiet hätten abstimmen können. Im Moment besteht für dieses Gebiet «nur» eine Gestaltungsplanpflicht. Das heisst sehr vereinfacht, dass für ein Projekt weniger Vorgaben bestehen und dass die Bevölkerung auch nicht darüber abstimmen kann, was auf dem Areal realisiert wird. Indem der Regierungsrat die Initiative als ungültig erklärt hat, bleibt die Gestaltungspflicht bestehen und die Bevölkerung kann daher nicht über das Bauprojekt auf dem Areal abstimmen.
Wie ist es zu dieser Situation gekommen?
Im Jahr 2013 haben die Stimmbürger von Greppen zugestimmt, dass das Sagi-Areal von einer Gewerbe- in eine Bauzone umgezont werden kann. Das war eine nötige Voraussetzung, damit auf dem Areal künftig eine Wohnüberbauung erstellt werden kann. Das Gebiet liegt damit im Geltungsbereich der Gestaltungsplanpflicht. Diese erlaubt, vereinfacht gesagt, ein schnelleres und einfacheres Verfahren mit weniger Vorgaben. Um ein Bauprojekt zu realisieren muss aber ein Architekturwettbewerb durchgeführt werden. Das war uns wichtig, um für das Areal eine gute und verträgliche Lösung zu finden.
Bleibt damit das Sagi-Areal leer und kann keine Wohnüberbauung realisiert werden?
Das Areal liegt in einer bewilligten Bauzone und kann bebaut werden – dies jedoch ohne, dass die StimmbürgerInnen von Greppen über das Projekt – eben den konkreten Bebauungsplan – abstimmen können.
Damit wird das Areal also doch bebaut?
Kurz nach der damaligen Umzonung hat der Investor mit Architekten einen Wettbewerb durchgeführt, um Ideen für eine künftige Wohnüberbauung zu erhalten. Aus sechs Projektvorschlägen wurde das Projekt Nesselrode als Siegesprojekt ausgewählt. Dieses Projekt entsprach allen Vorgaben. Das Detailprojekt wurde dann vom Investor überarbeitet, abgeändert und optimiert und in einem Gestaltungsplan vorgelegt. Gegen diesen Gestaltungsplan gab es Einsprachen und auch die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission hielt in einem Gutachten u.a. fest, dass bestimmte Änderungen notwendig sind, damit die Überbauung überhaupt realisiert werden kann. Das heisst, dass der Investor jetzt Anpassungen vornehmen muss, damit das Projekt bewilligungsfähig wird. Es besteht zudem die Einsprachemöglichkeit beim Baubewilligungsverfahren für alle Personen, welche im Radius von 100 Metern an das Areal angrenzen.
Sie könnten gegen den Entscheid vom Regierungsrat vorgehen und diesen an das Kantonsgericht weiterziehen. Damit würde doch eine Chance bestehen, dass die StimmbürgerInnen von Greppen doch noch über die Initiative abstimmen könnten und eine Überbauung auf dem Sagi-Areal möglich würde.
Gegen einen Entscheid vom Regierungsrat kann man vorgehen und diesen an das Kantonsgericht weiterziehen. Wir haben das sehr sorgfältig mit Experten geprüft und sind zum Schluss gekommen, dass die Erfolgschance, dass die Initiative doch gültig erklärt wird, sehr gering ist. Wir akzeptieren den Entscheid vom Regierungsrat und werden uns jetzt auf eine korrekte Umsetzung des Bauprojektes konzentrieren.
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