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«Ich fühle mich nicht schuldig»
Strafgericht des Seebezirks verurteilt Hanfbauer André Fürst zu 29 Monaten Gefängnis Während Jahren hat André Fürst in Murten Hanf angebaut, verarbeitet und verkauft. Gestern hat ihn das Strafgericht des Seebezirks wegen Zuwiderhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu 29 Monaten Gefängnis verurteilt.
MURTEN. Mit dem Urteil folgte das Gericht fast vollständig den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Diese hatte 30 Monate Gefängnis gefordert sowie eine Busse von 150 000 Franken. André Fürst hatte in den Jahren 1998 bis 2002 Hanf angebaut, kaufte aber auch von anderen Bauern hinzu und verarbeitete ihn zu Produkten, welche er wiederum verkaufte. Analysen zeigten, dass der zugelassene THC-Wert oftmals die zulässigen 0,3 Prozent überstieg. Damit sei erwiesen, dass der Hanf als Betäubungsmittel verwendet wurde, sagte Gerichtspräsident Markus Ducret. Anders sieht das der Verurteilte selbst. Er bezweifelte die Test-Ergebnisse und hielt fest, dass er die Produkte zu therapeutischen Zwecken hergestellt habe. «Ich fühle mich nicht schuldig», sagte er nach der Urteilsverkündung. Fürst will den Entscheid weiterziehen. ca