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147 Punkte zu erreichen, ist für einen Snooker-Spieler das höchste der Gefühle. Es ist das Maximum Break, mehr gibt es in einem Frame nicht zu holen. Keinem Spieler in der Geschichte gelingt es so oft, die 147 Punkte zu holen wie Ronnie O'Sullivan. 15 Mal schafft «Rocket Ronnie» bislang in seiner Karriere ein Maximum Break.
An den Welsh Open in Cardiff bietet sich ihm im Februar 2016 beim 4:1-Sieg gegen Barry Pinches die Gelegenheit zum 14. Maximum Break seiner Karriere. Doch O'Sullivan nimmt die Chance absichtlich nicht wahr. Die Sonderprämie von 10'000 Pfund (14'000 Franken) ist ihm zu tief – und das gibt der 40-Jährige auch freimütig zu.
«Wenn es mehr Geld gegeben hätte, dann hätte ich versucht, 147 zu erzielten», sagt O'Sullivan hinterher zur BBC. Nachdem er die ersten 56 Punkte auf dem Weg dahin hat, erkundigt sich der fünffache Weltmeister (2001, 2004, 2008, 2012 und 2013) bei einem Offiziellen nach der Höhe der Prämie.
«Ich hätte die 147 spielen können», meint O'Sullivan, «aber die Prämie war mir zu gering dafür. Ein Maximum Break muss mehr wert sein.» Also begnügt er sich mit 146 Punkten.
Auf wenig Verständnis stösst das Enfant Terrible der Szene beim Präsidenten des Weltverbands, Barry Hearn. «Es ist kein Verbrechen, aber es ist eine Schande», sagt dieser. O'Sullivans Verhalten nennt er «respektlos».
Ein Spieler habe die Pflicht, den Zuschauern die bestmögliche Leistung zu zeigen und eine Show abzuliefern, führt Hearn aus. «Nicht alles zu geben, ist inakzeptabel.» Die Welsh Open gewinnt O'Sullivan wenig später mit einem 9:5-Finalsieg über Neil Robertson.
O'Sullivan ist nicht nur der Meister des Maximum Breaks, weil er die meisten davon geschafft hat. Er hält auch den Rekord für das schnellste Maximum Break. 1997 benötigte er für die 147 Punkte exakt 5 Minuten und 20 Sekunden – das heisst, dass er etwa alle neun Sekunden einen Ball versenkt hatte.
Zum Spitznamen «The Rocket» kommt man schliesslich nicht ohne Grund.
Acht Meistertitel in Folge zwischen 2010 und 2017 – bis YB zu seinem Höhenflug ansetzte, war der FC Basel das Mass aller Dinge im Schweizer Klubfussball. Dabei liegen die Zeiten, als Rot-Blau selber zu den Habenichtsen gehörte, noch gar nicht weit zurück.