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Am Mittwoch waren rund 6,5 Millionen Wahlberechtigte in Simbabwe unter teils chaotischen Umständen aufgerufen, über den künftigen Präsidenten und das Parlament abzustimmen. In vielen Wahllokalen kam es zu stundenlangen Verzögerungen, da die Wahlunterlagen nicht rechtzeitig geliefert wurden. Einige Wahllokale blieben daher auch am Donnerstag noch geöffnet. Unklar war zunächst, wann mit ersten belastbaren Ergebnissen zu rechnen war. Die Wahlkommission hat bis Montag Zeit, das offizielle Ergebnis bekannt zu geben.
In dem Land im südlichen Afrika mit rund 16 Millionen Einwohnern kommt es bei Wahlen immer wieder zu Manipulationsvorwürfen und Gewalt. Von 1980 bis 2017 führte Langzeitmachthaber Robert Mugabe das Land in unterschiedlichen Positionen, zuletzt mit zunehmend harter Hand. Nach seinem Sturz durch das Militär kam der ehemalige Vizepräsident Emmerson Mnangagwa an die Macht. Die Wahl ein Jahr später, die Mnangagwa gewann, war ebenfalls von Gewalt und Unterdrückung überschattet. Mnangagwa bemüht sich um eine zweite Amtszeit. Simbabwes Wirtschaft befindet sich in einer schweren Krise mit hoher Arbeitslosigkeit und galoppierender Inflation.