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Allgemeine Pneumologie (Lungenarzt)
Die Pneumologie gehört der inneren Medizin an und beschäftigt sich hauptsächlich mit Lungenerkrankungen, sowie Erkrankungen der Bronchien, des Mittelfells und der Pleura. Unter Bronchien versteht man die Luftwege der Lunge. Das Mittelfell ist ein Geweberaum in der Brusthöhle, welche vom Zwerchfell bis zum Hals reicht. Die Pleura ist die Haut, die die Lungen überzieht und die Brusthöhle von innen auskleidet.
In der Pneumologie werden Lungenerkrankungen diagnostiziert und konservativ behandelt, also ohne operative Eingriffe. Die operativen Eingriffe werden hierbei von der sogenannten Thoraxchirurgie übernommen. Genauso beschäftigt sich die Pneumologie mit der Prophylaxe von Lungenkrankheiten.
Zu den Erkrankungen, die in der Pneumologie häufig behandelt werden zählen:
Asthma bronchiale
Bei Asthma bronchiale handelt es sich um eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege. Bei der Erkrankung tritt anfallsartig Atemnot auf, die aus einer Verengung der Atemwege resultiert. Asthma bronchiale wird in vier Schweregrade eingeteilt, in die intermittierende, die leicht persistierende, die mittelgradig persistierende und die schwer persistierende Form. Bei der intermittierenden Form treten Anfälle untertags weniger als einmal pro Woche auf, nächtliche Anfälle kommen weniger als zweimal pro Monat vor. Bei der schwersten Form leidet der Betroffene während des Tages ständig unter Atemnot und Anfällen, auch nachts treten die Anfälle sehr häufig auf. Behandelt wird Asthma broniale meist mit inhalierbaren Medikamenten, die der Betroffene bei den Anfällen einatmet. Des Weiteren kann eine Hyposensibilisierung versucht werden, wenn der Auslöser für das Asthma bronchiale auf eine Allergie zurückzuführen ist.
Lungenentzündung
Bei einer Lungenentzündung spricht man von chronisch oder akut entzündetem Lungengewebe. Lungenentzündungen werden in der Regel durch Infektionen mit Viren, Pilzen oder Bakterien ausgelöst. In seltenen Fällen können sie jedoch auch aus der Inhalation von giftigen Stoffen entstehen. Bei einer Lungenentzündung kommt es zu Husten, Atemnot und eitrigem Auswurf. In der Regel wird eine Lungenentzündung von Fieber, Schüttelfrust und Schmerzen in der Brust begleitet. Lungenentzündungen werden in der Pneumologie meist mit Medikamenten wie Antibiotika und fiebersenkenden Mitteln behandelt.
Pleuritis, Brustfellentzündung
Die Pleura, die als Haut die Lunge überzieht und den Brustraum auskleidet, ist bei dieser Erkrankung entzündet. Bei der Pleuritis kommt es zu Schmerzen im Brustkorb, die abhängig von der Atmung stark oder weniger stark ausgeprägt sind. Die Schmerzen können dabei nur auf einer Seite oder beidseitig auftreten. Des Weiteren kommt es häufig zu Fieber, Atemnot und Hustenreiz. Brustfellentzündungen entstehen oft aufgrund von anderen Erkrankungen, weshalb bei der Therapie der Pleuritis zunächst die Grunderkrankung behandelt werden sollte. Begleitend wird in der Pneumologie die Pleuritis mit Schmerzmitteln und hustenstillenden Massnahmen behandelt.
Um die Erkrankungen zu diagnostizieren stehen in der Pneumologie verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Jede Untersuchung beginnt in der Regel jedoch mit einer ausführlichen Anamnese, in der der Pneumologe den Patienten ausführlich nach Beschwerden und eventuellen Vorerkrankungen befragt. Anschliessend können Untersuchen wie Computertomografien, Röntgenuntersuchungen oder Lungenfunktionstests durchgeführt werden. Bei einem Lungenfunktionstest handelt es sich um eine Untersuchung in der die Lunge auf ihre Funktion überprüft wird. Diese Funktion wird innerhalb des Lungenfunktionstests mit verschiedenen Untersuchungsverfahren getestet.
Je nach zugrundeliegender Erkrankung, werden in der Pneumologie mehrere Therapieansätze verfolgt. Diese Therapien bestehen meist aus einer Kombination mit Medikamenten und sonstigen Anwendungen, wie kneippschen Anwendungen. Zusätzlich kann mit dem Patienten die Atmung trainiert werden. Körperliche Fitness und Gewichtsreduktion spielen darüber hinaus eine Rolle in der Therapie von Lungenerkrankungen. Einen besonderen Stellenwert in der Behandlung von Lungenerkrankungen ist die Nikotinentwöhnung. Hierbei klären Pneumologen über die Risiken auf und leisten auch Hilfestellungen, bzw. vermitteln den Patienten zu spezialisierten Rauchentwöhnungszentren.