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Die Entscheidung der Briten zum EU-Austritt (Brexit) zwingt viele Institute, sich eine Alternative zu London zu suchen. Standard Chartered hatte vergangene Woche angekündigt, Frankfurt statt Dublin zur Europa-Zentrale auszubauen. "In Deutschland haben wir ohnehin schon die grösste Präsenz in Europa nach der Zentrale in London", erklärte Hilger. "Das hängt damit zusammen, dass wir aus Deutschland heraus das sogenannte Euro-Clearing betreiben. Das macht den Standort grösser und komplexer und damit besser geeignet für weitere Aufgaben."
Wie stark der Standort Frankfurt mit aktuell etwa 100 Mitarbeitern aufgestockt werde, hänge davon ab, wie hart der Brexit werde. "Wir reden in einem ersten Schritt von einer sehr überschaubaren Zahl von Mitarbeitern, die nach Frankfurt kommen werden, vielleicht 20. Wie viele Leute es letztlich betreffen wird, kann derzeit niemand seriös sagen." Gespräche mit Mitarbeitern habe es dazu noch nicht gegeben.
Frankfurt habe aus seiner Sicht viele Pluspunkte: "Die Nähe zu den Regulierungsbehörden spricht für Frankfurt. Die Internationalität, der Flughafen - das hilft dabei, Leute hierher zu holen", resümierte Hilger. "Wenn viele Banker aus London kommen, könnte jedoch das knappe Angebot an Kindergarten- und Schulplätzen in Frankfurt zum Problem werden." An Büroflächen indes mangele es nach seiner Ansicht an Deutschlands führendem Finanzplatz nicht - "auch wenn der eine oder andere Makler das gerne ein bisschen anders kolportiert"./ben/das/DP/zb
(AWP)