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Die Zeit der "Great Depression" in Amerika. Der Geschäftsmann Charles Howard (Jeff Bridges) versucht sein Leben nach einer Familientragödie wieder aufzubauen. Während er in Tijuana weilt trifft er die sehr attraktive Marcela Zabala (Elizabeth Banks), verliebt sich Hals über Kopf und macht sie zu seiner zweiten Ehefrau.
Die gemeinsamen Projekte der Howards sind bereits geschmiedet. So wollen die beiden Frischverliebten ein gewinnbringendes Rennpferd kaufen und engagieren dazu - als Insider mit dem richtigen Riecher - den ehemaligen Cowboy Tom Smith (Chris Cooper).
Tom, der eine spezielle, fast schon geheimnisvolle Beziehung zu Pferden hat, wählt für die Howards den dreijährigen, anscheinend problematischen "Seabiscuit" aus, der bisher noch nie ein Rennen gewonnen hat. Zudem nimmt er Johnny "Red" Pollard (Toby Maguire), einen gut ausgebildeten aber erfolglosen Boxer als Jockey unter seine Fittiche. Tom sieht das gewisse Etwas, einen gemeinsamen "Spirit", der Johnny und Seabiscuit verbindet und spannt die beiden - Jockey und Pferd - kurzum zusammen.
Bald darauf stehen Johnny und Seabiscuit bei jedem Rennen auf dem Gewinnertreppchen und ziehen damit die Aufmerksamkeit von "Tick-Tock" McGlaughlin (William H. Macy) auf sich. Charles Howard, immer noch Geschäftsmann, will daraufhin, dass Seabiscuit gegen den Super-Champion "War Admiral" antritt. Doch dessen Eigentümer Samuel Riddle (Eddie Jones denkt nicht daran, die Herausforderung anzunehmen.
Drei Männer, die sich in unterschiedlicher Weise um Seabiscuit "kümmern"... Und jeder der drei - ob Eigentümer, Coach oder Jockey - sucht in Seabiscuit seine zweite Chance.
Einfach ein schöner Film mit bemerkenswerten Darstellern, allen voran Jeff Bridges in der Rolle des einstigen Automoguls und jetzigen Rennstallbesitzers oder William H. Macy als quirliger Radiomoderator, aber auch der Rest des Casts vermag zu überzeugen. Einzig der Charakter des Trainers, gespielt vom sonst geschätzten Chris Cooper, scheint überaus allwissend und in allen Lebenslagen immer die richtige Antwort parat zu haben - na ja. Bei uns war Seabiscuit in den Kinos nicht der erwartete Erfolg, vielleicht war der American Dream, das Aufbäumen, der unbändige Wille und das andauernde Wiederaufstehen für das Schweizer Publikum einfach zu uramerikanisch. Kommt hinzu, dass es Filme mit sportlichen Aspekten bei uns immer etwas schwerer haben.
Das tut dem prächtig in Szene gesetzten Filmvergnügen mit kleinphilosophischem Ansatz allerdings keinen Abbruch und selbst wenn man keinen Pferdeschwanz und Reitstiefel sein Eigen nennt oder Fury (*wiiieher*) eher mit Wut als mit einem schwarzen Pferd in Verbindung bringt, dürfte durchwegs angenehme, inhaltlich eher leichte Unterhaltung vorgefunden werden (die erklärende Verbindung der Depression der 30er und dem Phänomen Seabiscuit kommt manchmal etwas zu kurz). Und wer Pferdchen und Jokey Tobey Maguire nicht wenigstens einmal die Daumen drückt, ist gefühlsmässig eh abgestorben.
7 Oscarnominationen konnte Seabiscuit einheimsen, darunter neben einigen technischen Kategorien auch für den besten Film. Aber es ist wohl abzusehen, dass daraus nichts werden wird, obwohl man dabei nicht vergessen sollte, wie populär der Film ebenso wie das legendäre Rennpferd in den USA sind (die DVD wurde so oft verkauft wie noch kein anderes Filmdrama zuvor). Wir werden sehen.
Die zur Kritik vorliegende DVD enthält nur einen Audiokommentar von Regisseur Gary Ross und Steven Soderbergh bereit. Es wird aber neben dieser Auflage auch eine Special Edition im 2-DVD Format geben, die zusätzliche Extras zu bieten hat (und wohl der mit einigen Dokus angereicherten US-Version entsprechen wird). Der Bildtransfer ist exzellent gelungen, detailreich und sehr klar. Das Poltern der Hufe holt den, einen ansonsten ruhigen Film Schauenden, mit verzogenem Mund aus der Lethargie und lässt ihn erschrocken zum Volumenregler greifen, während links hinten die Zuschauer jubeln und rechts vorne das Startglöcklein bimmelt. Ganz schön eindrücklich.
Da ich mit einer starken Erkältung zu kämpfen hatte und mich demzufolge auf's Sofa legte und sonst grad nichts anderes in der Glotze kam (an diesem wolkenverhangenen Sonntag), schaute ich mir diesen Film heute Nachmittag auf SF zwei an.
Und: der Film hat mir richtig gut gefallen. Ich habe richtig mitgefiebert (beinahe im wahrsten Sinn des Wortes) mit den Charakteren, allen voran aber mit Seabiscuit und den herzensguten Menschen, die ihn umgeben haben und immer an dieses geplagte und traumatisierte Pferd geglaubt haben Ich hab's sonst wirklich nicht so mit Pferden, aber dieser Film ging mir schon sehr ans Herz. Gelacht habe ich aber auch - über den irren Radiokommentator, köstlich gespielt von William H. Macey.
Ein Film also, den man durchaus mal gesehen haben darf.
Bin zwar nicht der grösste Pferdefan der Welt, doch der Film hat mir gut gefallen. Die Schauspielleistungen sind solide und auch die Story ist gut. Manchmal wird es mit dem Kitsch zwar etwas übertrieben, doch gut ist der Film allemal.
naaaaja, so begeistern konnte mich der pferdchen-film nicht wirklich. der film hat eindeutig überlänge. sehr gut sind die rennszenen, die sind wirklich spannend und intensiv gemacht worden. auch die darsteller sind gut. ein bisschen zu schmalzig und eindeutig zu lang.