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Übungsformen und -materialien
Aussprache nachschlagen
Wie man ein Wort ausspricht, kann man im Wörterbuch nachschlagen. Je nach Wörterbuch findet man Informationen zum Wortakzent und der Aussprache der Konsonanten und Vokale. Eine Methode, die Aussprache anzugeben, ist das International Phonetic Alphabet (IPA). Vor der Akzentsilbe steht dann ‘. Beispiel: vernichten = [fɛɐ̯ˈnɪçtn̩].Die Silbe “nich” ist also die Akzentsilbe.
Anklickbare IPA-Tabelle mit Hörbeispielen
In anderen Wörterbüchern ist nur die Akzentsilbe markiert. Meistens steht ein Zeichen unter dem Akzentvokal. Ein Strich (_) steht für einen langen Vokal, ein Punkt (.) für einen kurzen. Bei Diphtongen gibt es keine langen oder kurzen Varianten. Wenn ein Diphtong in einer Akzentsilbe steht, wird er immer mit einem Strich markiert.
Es gibt auch einige Online-Wörterbücher mit Ausspracheangaben.
Diktate
Diktate eignen sich gut zur Festigung der Phonem-Graphem-Beziehung (= Beziehung zwischen gesprochenen Lauten und geschriebenen Buchstaben, also zum Beispiel, dass man den Laut [f] als f, ph oder v schreiben kann ).
Wichtig sind die Fehler, die man tatsächlich hören kann. Das heisst zum Beispiel, dass die Grossschreibung bei einem Diktat für das Aussprache-/Hörtraining nicht so wichtig ist!
Diktate mit automatischer Korrektur:
- Feridun Zaimoglu und Sprache: Ein Interview mit einem Jugendlichen über seine Meinung zu den Büchern von Feridun Zaimoglu. Das Diktat findest du bei Aufgabe 3.
http://www.goethe.de/z/jetzt/dejart41/dejvid4.htm
- Verschiedene Dikate zu eher wissenschaftlichen Themen. Die Texte sind zum Teil relativ lang. Bei diesen Übungen muss man die Satzzeichen weglassen. Wenn man auf den Lösungsknopf drückt, werden sie ergänzt.
http://www.stk.fh-koeln.de/schreibuebungen_auswahl.htm
- Diktate für Anfänger (0-200 Stunden Deutsch). Das Tempo ist aber eher schnell.
http://www.mein-deutschbuch.de/lernen.php?menu_id=4
Du kannst aber auch einen anderen Hörtext verwenden, zu dem du die Transkription hast. Höre diesen Text zuerst einmal ganz und dann in kleinen Stücken.
Lernmaterialien zur Phonetik
Es gibt einige Materialien, die man für das autonome Lernen verwenden kann. Sie enthalten meistens Audio-CDs und ein Übungsbuch. Die CDs bieten Übungen zum Unterscheiden von Lauten und Texte zum Anhören und Nachsprechen. Sie enthalten oft auch Erklärungen.
Dieses Übungsbuch enthält Übungen zu sehr vielen Aussprachephänomenen. Am Anfgang findet man eine Liste, die zeigt, welche potentiellen Ausspracheprobleme mit welchen Muttersprachen verknüpft sind. Das Buch enthält (knappe) Erklärungen und die Lösungen.
In diesem Übungsbuch findet man auch Bilder, die erklären, wie man die Laute produziert und viele Übungen, die man mit einem Tandem- oder Lernpartner machen kann. Die Lösungen stehen hinten im Buch. Zu einzelnen Themen findest du auf diesen Seiten Links zu Übungsmaterial:
Mitlesen
Eine Möglichkeit, die Aussprache zu üben, besteht darin, Texte zu lesen, die gleichzeitig gesprochen werden und sie nachher selber laut zu lesen.
Näheres dazu könnt ihr in meinem DaF-Blog nachlesen. Dort findet ihr auch eine Liste von Angeboten mit Hörtexten, die eine Transkripiton haben und die sich deshalb auch zum Mitlesen eignen:
Sich selber hören
Sehr wichtig ist auch, dass du dich immer wieder selber aufnimmst. So kannst du deine Fortschritte kontrollieren und gezielt an deiner Aussprache arbeiten. Am Anfang ist es schwierig, die eigenen Fehler zu hören, aber das zu lernen, ist sehr wichtig, wenn du dich verbessern willst.
Wenn du zum Beispiel einen Text vorgelesen hast, kontrollierst du, ob du wirklich auch gemacht hast, was du wolltest. Also zum Beispiel:
- Sind zum Beispiel die Pausen da, wo du sie machen wolltest oder hast du sie stattdessen vor schwierig auszusprechenden Wörtern gesetzt?
- Du wolltest die Aussprache von „z“ üben. Sind wirklich alle z-Laute richtig gesprochen?