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Leidenschaftlich
*** das Projekt wird aufgrund der unsicheren Planungslage aufgrund der Coronakrise auf 2023 verschoben. ***
Aufführungen
Herbst 2023
Programm
Romeo & Julia, Op. 64
Sergej Prokofiew
(ausgewählte Stücke aus dem Ballett von D. Yanakiev)
Sinfonie Nr. 6 "Pathétique", Op. 74 h-moll
Pjotr Ilitsch Tschaikowsky
Leidenschaftlich
Das Projekt «Leidenschaftlich» vereint zwei Zentralschweizer Ensembles zu einem mächtigen Orchesterklangkörper. Das Kooperationsprojekt zwischen dem Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester ZJSO und dem ebenso in Luzern ansässigen Streichorchester Santa Maria verspricht mit Sergej Prokofievs «Romeo und Julia» sowie Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Sinfonie «Pathétique» ein generationenübergreifendes, gemeinschaftliches Musizieren entlang der unendlichen Leidenschaften, welche diesen Werken innewohnen – geführt von zwei Dirigenten.
„Ist Liebe ein zartes Ding? Sie ist zu grob, zu roh, zu wild und sticht wie Disteldornen“. So heisst es in William Shakespeares berühmter Tragödie Romeo und Julia, in der die Kraft der Liebe zwei junge Men-schen über sich hinauswachsen lässt. Wie kaum ein anderer Stoff hat Shakespeares Theaterstück Ge-nerationen von Künstlern inspiriert. Berlioz, Bellini, Gounod, Tschaikowsky, Bernstein und viele weitere Komponisten haben einige ihrer besten Stücken komponiert, inspiriert durch eines der leidenschaft-lichsten Themen der Musik und der Kunst - die Liebe.
Prokofievs erste „offizielle“ sowjetische Arbeit war das Ballett „Romeo und Julia“, das gleich auch als einer der Höhepunkte seines musikalischen Schaffens gilt. Das Ballett wurde im Sommer 1935 in rasender Geschwindigkeit geschrieben. Doch noch vor der Uraufführung tauchten Hindernisse auf. So erklärten die Mitglieder des Bolschoi-Balletts die Musik für untanzbar. Prokofiev verstand nie, dass diese Schwierigkeiten nichts mit den Noten zu tun hatten, die er zu Papier brachte; es handelte sich schlicht um das Demütigungsritual, dem sich jeder sowjetische Komponist unterwerfen musste. Schliesslich fand die erste Aufführung des Balletts 1938 in Brünn (Tschechoslowakei) unter der Choreografie des Ballettmeisters Ivo Psota statt. Der Erfolg der beiden Orchestersuiten aus Romeo und Julia veranlasste die Direktion des Leningrader Kirow-Theaters, das Ballett doch uraufzuführen. Inzwischen sind das Ballett sowie dessen adaptierte Suiten wahre Klassiker, welche nicht mehr aus dem Orchester- und Ballettrepertoire wegzudenken sind.
Die Sinfonie «Pathétique» entstand in Klin, innerhalb von nur knapp zwei Monaten im Jahr 1893. Es ist das letzte grosse Werk von Tschaikowsky, welcher kurz nach der Uraufführung im Oktober desselben Jahres verstarb. Ob er es bewusst als sein eigenes Requiem komponiert hatte wissen wir nicht. Sicher ist jedoch, dass er in der Pathétique sein ganz persönliches Schicksal und Leben verarbeitete, vor allem auch seine Homosexualität. Er sagte selbst: «In diese Sinfonie habe ich ohne Übertreibung meine ganze Seele gelegt».
Vorverkauf voraussichtlich ab Frühling 2022.
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