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Für viele Menschen ist das Fleischessen etwas Selbstverständ-liches, worüber sie sich kaum Gedanken machen. Wer aber einmal innehält und seine Ernährungsge-wohnheiten hinterfragt, erkennt
sehr bald, dass es eigentlich keinen stich-haltigen Grund für das Fleischessen gibt, sondern dass im Gegenteil viele Probleme und Nachteile damit verbunden sind. Dass der Vegetarismus in
Indien schon immer weit verbreitet war, ist bereitss nach flüchtiger Betrachtung der traditio-nellen religiösen Literatur Indiens klar ersichtlich. In der Manu-samhita (5.49), einer vedischen
Richtlinie für menschliches Verhalten, heisst es: "Bedenkt man die abscheuliche Herkunft von Fleisch und die Grausamkeit, mit der die Gefangen-schaft und das Schlachten verkörperter Wesen
verbunden sind, dann sollte man sich des Fleischessens völlig enthalten." Im gleichen Werk (6.12) wird gesagt, dass Fleischessen den Akt des Tötens mit sich bringt und folglich zu karmischer
Bindung führt.