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Die Berner Zeitung schreibt: “Der Ascoop fahren die Bahnen davon: Nach mehreren bekannten Abgängen hat nun auch die Bielersee-Schifffahrtsgesellschaft ihre Absicht kundgetan, sich bei der Ascoop zu verabschieden. Sie will sich der Pensionskasse der Stadt Biel anschliessen. Wie dieser Anschluss aussehen soll, ist noch offen. Bei der Ascoop definitiv gekündigt haben die Rigibahnen, die Matterhorn-Gotthard-Bahn, die Gornergrat-Bahn und die Firstbahnen. Vorher haben die Zentralbahn, die Aare Seeland Mobil mit Sitz in Langenthal sowie die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen die Ascoop-Sammelstiftung verlassen. Per Ende 2008 waren bei der Ascoop 150 Vorsorgewerke angeschlossen, hauptsächlich konzessionierte Transportanstalten und touristische Unternehmen.
Weiter ist damit zu rechnen, dass auch sieben Transportunternehmen aus dem Kanton Waadt abspringen werden, darunter die Montreux-Oberland-Bahn (MOB), bei welcher der Kanton Bern zu 19 Prozent beteiligt ist. Die MOB braucht 14 Millionen Franken, um den Deckungsgrad ihres Vorsorgewerks auf 90 Prozent zu hieven. Nun hat die Pensionskasse des Waadtländer Staatspersonals, die Retraite Populaire, den Transportanstalten aus dem Waadtland ein «interessantes Angebot» unterbreitet. Sie gewährt den Bahnen einen Kredit zu Vorzugsbedingungen. Damit verringern sich die Kosten für die Sanierung der Vorsorgewerke. Würde die MOB bei der Ascoop oder bei der neu zu gründenden Symova bleiben, müsste sie das Geld auf dem Finanzmarkt zu deutlich schlechteren Bedingungen aufnehmen.Die Retraite Populaire will eine Tochtergesellschaft gründen, bei welcher sich Mitarbeiter von Transportunternehmen oder auch Spitalangestellte des Kantons versichern könnten.”