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Cannabis, eine Gefahr für Hunde
Photo: Nina Skyum-Nielsen
Als Nina Skyum-Nielsen eines Tages im November 2021 und nach Hause kam, merkte sie sofort, dass etwas nicht stimmte. Ihr sonst lebhafter Hund war paralysiert. Er konnte nicht gehen und schaute sie nur mit einem leeren Blick an. "Es war mir nicht klar, ob er verstand, dass ich ihn rief. Andererseits zeigte er keinerlei Anzeichen von Schmerzen. Es war äusserst merkwürdig und ich konnte überhaupt nicht verstehen, was los war", sagt Nina Skyum-Nielsen.
Sie ging mit Melvin zum Tierarzt, der sofort konstatierte: Der Corgi habe Drogen gefressen, und zwar Cannabis und Amphetamin. Als Gegenmittel ordinierte er Aktivkohle gemischt mit Futter.
Melvin erholte sich innerhalb von 24 Stunden, aber psychisch war er länger etwas angeschlagen. Er wirkte verunsichert und suchte immer wieder den Kontakt.
Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass Melvin in Kontakt mit euphorisierenden Stoffen in Kontakt kommen sollte, denn sieben Monate später geschah es wieder - diesmal war es jedoch nur eine Cannabis-Vergiftung.
Laut dem dänischen Tierärzteverband ist Melvin kein Einzelfall. Es haben sich Meldungen von Hunden, die während des Ausgangs hinterlassenen Cannabis gefressen haben, gehäuft.
"Es geschieht sogar relativ oft", sagt Christine Fossing, Vorsitzende der Fachgruppe für Familientiere. Cannabisvergiftungen sind nicht selten, aber es gibt geographische Unterschiede, die man sich merken sollte. Christine Fossung meint, dass das Risiko einer Vergiftung durch euphorisierende Stoffe steigt für den Hund in grossen Städten.
Aber überall gibt es Orte, wo sich Narkomanen aufhalten oder wo mit Drogen gedealt wird, und da muss man besonders aufmerksam sein, wo der Hund seine Schnauze hineinsteckt. Besonders kleinere Hunde können schwer krank werden, wenn sie Cannabis oder andere euphorisierende Stoffe fressen. Laut Christine Fossing ist es jedoch selten, dass Hunde wie Melvin in Kontakt mit starken Drogen wie Amphetamin in Kontakt kommen.
Nina Skyum-Nielsens Hund - ein Cardigan Welsh Corgi - wurde beide Male vergiftet, als er in oder in der Nähe des Grøndalparks an der Grenze zwischen Vanløse und Frederiksberg (Kopenhagen, Dänemark) ausgeführt wurde.