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Alceo di Napoli war der Erste, der im Gebiet des Chianti Classico die Sorte Cabernet Sauvignon angepflanzt hat. Als er 1975 begann, auch selber Wein zu keltern, war für ihn klar: Diese Sorte ergänzt den Sangiovese des Chianti Classico weit besser als die damals üblichen Canaiolo, Trebbiano und Malvasia. Der Einsatz von Cabernet Sauvignon entsprach zwar nicht dem Gesetz, doch es war ein offenes Geheimnis, dass Rampollas Chianti 10 bis 20 Prozent Cabernet Sauvignon enthielt – und immer zu den Besten zählte. Später verwendete Alceo di Napoli zusätzlich auch Merlot. Seit 1984 ist der Zusatz internationaler Sorten beim Chianti Classico legal, solange mindestens 80 Prozent Sangiovese bleiben. Beim Chianti von Rampolla liegt der Anteil bei 90 Prozent, den Rest teilen sich Merlot und Cabernet Sauvignon. Die Kelterung dauert zwei Wochen, der Ausbau 18 Monate, ein Teil reift in 3000-Liter-Fässern, ein Teil in Barriques. Fast die Hälfte der Produktion auf Castello dei Rampolla entfällt auf diesen Wein.