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|Abt Manegold von Mammern (1121-1133)

Abt Manegold
Manegold von Mammern, 1121-1133. Manegold wurde 1121 von der nicht-kaiserlich gesinnten Partei im Kloster mit Hilfe des Herzogs Konrad von Zähringen gegen Abt Heinrich von Twiel gewählt und nach September 1122 eingesetzt. Er entstammte einer Adelsfamilie aus der Gegend des Untersees. Die Streitigkeiten mit Heinrich von Twiel, bis dieser verzichtete und sich ins Kloster Zwiefalten zurückzog, verursachten dem Kloster beträchtlichen Schaden. Die beiden Rivalen versuchten nämlich, durch die Ausgabe von Lehen sich ihre Anhänger zu sichern oder neue zu gewinnen. Nachdem aber Manegold die Herrschaft in St. Gallen einmal innehatte, war er bemüht, die verlorenen Güter wieder zurückzugewinnnen. Es gelang ihm, die sanktgallischen Klostergüter jenseits des Bodensees wieder fest in die Hand zu bekommen. Um diese zu sichern, baute er die Feste Praßberg bei Wangen. Er wird nur in den Jahren 1125 und 1126 urkundlich genannt. Er bemühte sich um die künstlerische Ausstattung des Klosters, die Decke über dem Schiff der Galluskriche wurde unter ihm mit einem Stammbaum Christi geschmückt, und an den Schulturm ließ er ein Letztes Gericht malen. Gestorben ist er am 1.5.1133 nach einer Regierungszeit von gut elf Jahren.
(Duft, Johannes; Die Abtei St.Gallen, St. Gallen 1986)