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Naphthalingelb
(Martiusgelb); ein schöner, goldgelber Teerfarbstoff, besteht aus dem Kalksalze, zuweilen auch dem Ammoniaksalze des Binitronaphtols, welcher Körper sich wie eine starke Säure verhält. Das N. kann auf verschiedne Weise fabriziert werden; entweder durch Behandlung der Chlorwasserstoffverbindung des Naphtylamins mit einer verdünnten Lösung von salpetrigsaurem Natron, wobei zunächst Diazonaphtol in Verbindung mit Chlorwasserstoff entsteht, welches beim Erhitzen mit Salpetersäure bis zum Sieden in das Binitronaphtol übergeht, oder durch Behandlung von Alphanaphtol mit einer Mischung von Schwefelsäure und Salpetersäure bei 100° C. Das N. des Handels ist ein feines gelbes Pulver, welches beim Verstäuben sehr heftiges und anhaltendes Niesen erregt, in kaltem Wasser wenig, in heißem leicht löslich ist; es färbt Wolle und Seide ohne Beize brillant und echt goldgelb; die Nüancen sind schöner, als die mit ¶
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Pikrinsäure erhaltenen, welche immer einen grünlichen Schein haben. Das Färbevermögen ist groß, da mit 1 kg N. noch 200 kg Wolle intensiv gelb gefärbt werden können. - Zollfrei. Vgl. Anilinfarben.