Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03381.jsonl.gz/553

Bei einem Vergleich der pro Kopf-Produktion von Solar- und Windkraftstrom zwischen den europäischen Ländern schneidet die Schweiz schlecht ab. Nur knapp zwei Prozent des jährlichen Pro Kopf-Verbrauchs wurde aus Sonnen- oder Windkraft produziert und ist somit deutlich geringer als im umliegende Ausland.
Die Schweiz ist im Vergleich zu den umliegenden Ländern das Schlusslicht bei der pro Kopf-Produktion von Solar- und Windkraftstrom, wie die Schweizerische Energiestiftung (SES) in einem Vergleich feststellt. Sogar Tschechien mit weniger Sonnenstunden oder Österreich mit ähnlicher Bevölkerungszahl produzieren mehr Strom aus Wind und Sonne, so die SES.
Beim Vergleich von ganz Europa schneiden nur noch Slowenien, Slowakei, Ungarn und Lettland schlechter ab. Immerhin habe die Schweiz seit 2014 einen Rang wettgemacht und sei somit auf Rang 25 von 29, schreibt die SES.
Damit die Schweiz in Zukunft besser rangiert werde, sei ein Ausbau der erneuerbaren Energien nötig. Jedoch bremse die Politik den Ausbau. Die Finanzierung zahlreicher Solar- und Windkraftwerke sei blockiert und auf der Liste der kostendeckenden Einspeisevergütung KEV warten 37’000 Projekte auf ihre Realisierung. Diese könnten mit ihrer geschätzten Jahresproduktion das AKW Beznau 1 ersetzen. Dadurch würde die Schweiz im Ranking auf den gesamteuropäischen 12. Rang, und somit ins Mittelfeld, gelangen.
Die SES fordert daher das Schweizer Parlament auf, die Energiestrategie 2050 in der Schlussabstimmung anzunehmen, um die Schweiz von ihrem peinlichen letzten Listenplatz zu holen, so Myriam Planzer, Projektverantwortliche bei der SES.