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- Eine Anwaltskanzlei in den USA will eine Sammelklage gegen Facebook einreichen. Der Vorwurf lautet, Facebook habe seine Mitarbeitenden zu wenig geschützt.
- Bei einer Moderatorin, die während neun Monaten temporär bei Facebook arbeitete, sei eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert worden.
- Die Facebook-Moderatoren werden mit Tausenden Videos, Bildern und Live-Übertragungen von sexuellem Missbrauch von Kindern, Vergewaltigungen, Folter, Tiersex, Suiziden und Morden konfrontiert.
- Facebook räumte in einer Stellungnahme ein, dass die Arbeit häufig schwierig sei. Das Unternehmen prüfe die Behauptungen zurzeit.
Facebook ignoriere seine Pflicht, für die Sicherheit seiner Mitarbeiter zu sorgen, heisst es in der Mitteilung der Anwälte. Die Firma greife beim Ausmisten seiner Plattform auf temporär Angestellte zurück, die angesichts der schockierenden Inhalte irreparable traumatische Schäden in dem Job erlitten.
Angesichts der fürchterlichen Grausamkeiten, die die Mitarbeitenden täglich zu sehen bekommen, musste Facebook eingestehen, dass die Arbeit häufig schwierig sei. Das Unternehmen nehme die Unterstützung der Moderatoren «unglaublich ernst». Die Mitarbeiter würden spezielles Training erhalten, zudem biete man ihnen psychologische Hilfe an. Facebook-Angestellten stehe dies hausintern zur Verfügung, von Partnerfirmen würden ebenfalls entsprechende Ressourcen verlangt.
Ziel ist die Einrichtung eines Fonds
Die Klägerin Selena Scola aus San Francisco arbeitete ab Juni 2017 neun Monate im Auftrag einer Temporärfirma für Facebook, später sei bei ihr eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert worden. Die Kanzlei strebt eine Sammelklage im Namen aller betroffenen Facebook-Mitarbeiter an und fordert unter anderem die Einrichtung eines Fonds für medizinische Tests und Versorgung der Moderatoren.