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The Family (2013)
Malavita - The Family
The Family (2013) Malavita - The Family
Oder: "Are you talkin' to us?"
Die Familie Blake hat sich entschieden, sich von der stressigen Welt in Brooklyn zu verabschieden, um in die ruhige Normandie nach Frankreich zu ziehen. So hat es auf jeden Fall den Anschein. Doch in Wirklichkeit heissen die Blakes gar nicht Blake, sondern Manzoni und stecken in einem Zeugenschutzprogramms des FBI, weil Vater Giovanni (Robert De Niro) seine Mafiafreunde bei den Behörden verpfiffen hat. Die Betrogenen sehnen nun nach Rache, weshalb FBI-Mann Robert Stansfield (Tommy Lee Jones) alle paar Monate die Familie an einem neuen Ort unterbringen muss
So ist die Familie gezwungen, sich in ihrer neuen Heimat einzuleben. Während Ehefrau Maggie (Michelle Pfeiffer) Mühe mit der französischen Sprache hat, versuchen die Kinder Belle (Dianna Agron) und Warren (John D'Leo) mit Gewalt und Korruption, ihre neue Schule für sich angenehmer zu gestalten. Vater Giovanni schreibt derweil lieber zu Hause an seinem Lebenswerk, wobei genau das die Spürhunde der Mafia auf die neue Familie in der Normandie aufmerksam macht.
Film-Rating
Luc Besson ist trotz ganz starker Neunziger (Léon, The Fifth Element) in den letzten Jahren immer mehr zum Synonym für durchschnittliche Euro-Action-Ware geworden. Streifen wie The Transporter, Colombiana, oder auch der aus der Masse herausragende Taken mit Liam Neeson stammten aus der Feder des Franzosen, der dann meist Berufskollegen den Regieposten überliess. Mit The Family wagt er es nach zwei Jahren jedoch wieder einmal hinter die Kamera und zeigt Robert De Niro, Michelle Pfeiffer und Tommy Lee Jones in einer Mafiakomödie, die vor allem eines ist: nicht lustig.
Man hätte es eigentlich ahnen können. Besson war nie ein Komödienspezialist - seine bisher grösste "Leistung" in diesem Bereich war Chris Tuckers dauernervender DJ Ruby Rhod in The Fifth Element. Hier versucht er es vor allem mit schwarzem Humor, doch es ist halt einfach nicht besonders komisch, wenn unschuldige Menschen, egal wie doof sie sich benehmen, mit einem Baseballschläger oder einem Grill geplagt werden. Die Gewalt ist zu roh und besitzt zu wenig comichafte Elemente, als dass man darüber lachen könnte. Sicher ist dies auch ein Indiz, dass Besson all den vielen Gangsterdramen von The Godfather bis GoodFellas - Ausschnitte von Letzterem kommen hier sogar vor - gerecht werden will. Doch der Film weiss selten, was er wirklich will. So entsteht lediglich eine überlange (111 Minuten) Filmmasse, die wegen des fehlenden Tempos auch noch grösstenteils langweilt.
Wenn es einen Grund gibt, sich den Streifen anzusehen, sind dies die Darsteller. Vor allem die Ladys, Michelle Pfeiffer und Glee-Barbie Dianna Agron, haben ein paar ganz denkwürdige Auftritte, wie auch Filmsohn John D'Leo, dessen Handlungsstrang mit der Korrumpierung einer hundsgewöhnlichen Vorstadtschule für einige Lacher sorgt. De Niro und Jones wirken dagegen richtiggehend schläfrig, als hätten sie sich am Vorabend jeweils zu sehr mit den alkoholischen Spezialitäten Frankreichs beschäftigt.
Fazit: Mit The Family ist es Luc Besson nicht gelungen, an gute alte Zeiten anzuknüpfen. Seine brutale Krimikomödie trifft nur wenige Töne und langweilt mit einem Plot, der die Sicherheit einer Familie in den Mittelpunkt stellt, deren Schicksal uns aber schon nach wenigen Minuten recht egal ist. Wer wieder einmal einen guten Besson-Film sehen möchte, muss zurück in die Nineties.
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20.11.2013 / crs
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