Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03653.jsonl.gz/2035

Duftmarken und Markieren
Das Setzen von Duftmarken bzw. Markieren ist für Katzen ein normales Verhalten und dient als persönliche Visitenkarte. Gewöhnlich werden die für andere Katzen gedachten Duftmarken auf Nasenhöhe gesetzt. Duftmarken enthalten Informationen über Alter, Geschlecht, Gesundheitsstatus und Stellenwert der Katze. Im Gegensatz zum normalen Harnlassen erfolgt das Setzen von Duftmarken im Stehen, wobei die Katze sich gewöhnlich vertikal ausgerichtete Objekte aussucht und eine von diesen abgewandte Position einnimmt. In Bereichen bzw. Gegenden mit vielen Katzen tragen Duftmarken zur Integration bei und minimieren Konfrontationen.
Manchmal kann das Setzen von Duftmarken allerdings Probleme verursachen.
Vorgehensweise bei Katzen, die Duftmarken in Haus und Wohnung setzen
Katzen, die Duftmarken an Türrahmen, Gardinen und Fenstersimsen setzen, können möglicherweise eine Bedrohung von draussen verspüren. Duftmarken an Türbeinen, Betten und Umkleidetischen könnten bedeuten, dass die Katze an Selbstvertrauen gewinnt, indem sie ihren Geruch mit dem des Halters mischt.
Reinigung
Reinigen Sie den jeweiligen Bereich mit einer warmen verdünnten Lösung eines biologischen Waschpulvers, um die im Urin enthaltenen Eiweissanteile zu entfernen. Spülen Sie den Bereich mit kaltem Wasser und lassen Sie ihn trocknen. Sprühen Sie zur Beseitigung der Fettablagerungen einen Alkohol wie Wundbenzin auf und lassen Sie den Raum anschliessend gut trocknen, ehe Sie die Katze wieder hereinlassen. Sie können aber auch bei Ihrem Tierarzt oder im Heimtierzubehör spezielle Fertigsprays kaufen, die den Pheromongeruch überdecken.
Gesundheitliche Ursachen
Bringen Sie Ihre Katze zum Tierarzt, um FLUTD (Erkrankungen der unteren Harnwege) auszuschliessen. Sollte FLUTD vorliegen, kann die Erkrankung behandelt werden, ist aber potenziell lebensbedrohend. Diese Erkrankung sollte auf keinen Fall mit dem Setzen von Duftmarken oder mit Markieren von Territorien verwechselt werden. Beide Situationen können als Ergebnis haben, dass die Katze sich ihres Urins ausserhalb des Katzenklos entledigt, aber die Ursachen und Behandlungen sind sehr unterschiedlich.
Vorbeugung
Manche Halter decken in den betroffenen Zimmern Gegenstände oder Objekte mit dünner Folie ab, stellen Katzenklos oder mehrere kleine Näpfe mit Katzen-Trockennahrung auf, um die Katze abzulenken.
Schätzen Sie ein, inwieweit die Sicherheit Ihrer Katze in Frage gestellt ist. Zu den wirklich problematischen Dingen gehört die Installation einer Katzenklappe, die Integration einer neuen Katze oder eines kleinen Babys in Ihr Heim, aber auch Renovierarbeiten oder sogar das Umstellen von Möbelstücken in einem Zimmer, das die Katze besonders mag. Versuchen Sie Bestrafungen zu vermeiden, da sich Katzen in der Regel nicht auf frischer Tat ertappen lassen und deshalb über Ihren Ärger verwirrt sein werden. Die Furcht, die das Setzen der Duftmarken zur Ursache hat, wird so nur verstärkt. Schränken Sie den Zutritt Ihrer Katze zu jeglichen Bereichen ein, in denen renoviert oder umgebaut wird. Verringern Sie ebenfalls die Grösse des Territoriums Ihrer Katze, indem Sie ihr den Eintritt in bestimmte Zimmer nicht gewehren. An neu hinzugekommenes Territorium können Sie Ihre Katze dadurch gewöhnen, dass Sie dort bekannte Gegenstände, Spielsachen oder Futter platzieren.
Neueren Forschungsergebnissen zufolge produzieren die Gesichtsdrüsen von Katzen beruhigende chemische Stoffe. Reiben Sie einen Wattebausch oder ein Gazepflaster an der Wange Ihrer Katze oder den Kinndrüsen und anschliessend an den durch Urin gekennzeichneten Bereichen. Dadurch könnte sich die hinter diesem Verhalten stehende Furcht möglicherweise reduzieren.
Durch das Kastrieren stellen Kater in etwa 80% aller Fälle das Urinieren ein, gewöhnlich mit sofortiger Wirkung. In schweren Fällen sollten Sie Ihren Tierarzt auf einen Verhaltensberater oder sogar auf eine medikamentöse Behandlung ansprechen.