Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03607.jsonl.gz/2845

Nachdem der zuständige EU- Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis die Anlage bereits im Januar kritisiert hatte, hat die Brüsseler Behörde Medienberichten zufolge die dänische Regierung Anfang April dazu aufgefordert, eine „detaillierte Bewertung“ des Zauns vorzulegen, aus der hervorgeht, dass die Anlage die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) tatsächlich verhindern kann.
Die Kommission ist zudem besorgt, dass der Zaun die Fauna-Flora- Habitat-(FFH)-Richtlinie verletzt, da wandernde Tierarten am Wechsel gehindert werden. Laut den Medienberichten soll Landwirtschaftsminister Jakob Ellemann-Jensen indes gelassen auf die Aufforderung reagiert haben. Er verwies auf die dänische Umweltschutzbehörde, die bezüglich der von der Kommission aufgeworfenen Fragen keine Einwände gegen die Anlage zum Schutz vor ASP-infiziertenWildschweinen erhoben habe.
Der Bau des insgesamt 70 km langen Wildzauns hatte Ende Januar begonnen und soll bis zum Herbst abgeschlossen werden. Er besteht laut dem Kopenhagener Agrarressort aus Stahlmatten, die oberirdisch eine Höhe von 1,5 m aufweisen und 0,5 m in den Boden reichen, um ein Untergraben durch Wildschweine zu verhindern. Alle 100 m ist eine quadratische Öffnung von 20 cm Kantenlänge vorgesehen, damit kleine Tiere den Zaun passieren können.
Hinzu kommen mindestens ein Tor pro Kilometer Zaunlänge sowie rund 20 dauerhafte Öffnungen an Wasserwegen und Grenzübergängen. Diese Lücken sollen mit Kameras überwacht werden.