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Danach mit dem Bus 150 durch Plattensiedlungen und bevorzugte Wohngebiete zum Mementopark.
Die Statuen sind zu eindrücklich, um sie einfach als Nostalgie-Giganten abzutun. Menschen haben an eine Idee geglaubt. Menschen haben betrogen, unterdrückt, gefoltert, gemordet. Die ungarische Geschichte ist mir wenig präsent. Belá Kun (Wikipedia), einer der Anführer der ungarischen kommunistischen Revolution und später ein Opfer Stalins steht z.B. hier.
Am Nachmittag besuche ich das eindrückliche, gut kuratierte Holocaust-Museum.
Ungarn hat momentan einige Mühe mit der Vergangenheitsbewältigung. Viele Politiker sähen ihr Land lieber als Opfer Nazi-Deutschlands und nicht als an Judenverfolgung und -vernichtung beteiligtes Land. Der Ausstellung gelingt eine sachliche Darstellung, die die letztlich unvorstellbaren und schwierig darstellbaren Verbrechen gegen die Menschlichkeit auch unter Horthy (Wikipedia) beim Namen nennt.
Noch nie gelesen hatte ich bisher vom Kasztner-Transport, einer umstrittenen Freikauf-Aktion, in der ungarische Juden mit einem Zug über Bergen-Belsen in die Schweiz transportiert wurden. Bekannter ist Vizekonsul Carl Lutz, der mithalf, vielen Tausend Juden das Leben zu retten. (Historisches Lexikon der Schweiz)