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Lesen lernen für
Jungs 2.5.11
Sehr geehrte Frau Birkenbihl.
Ich bin, glücklicher Weise, vor ca. einem halben Jahr auf Sie und Ihre
Werke aufmerksam geworden. Ich habe mir die Bücher "Jungen und Mädchen:
Wie Sie lernen" und "Elternnachhilfe" mit der entsprechenden
DVD gekauft und bin schlicht weg begeistert und ein großer Fan von Ihnen
geworden. Eine kurze Geschichte muß ich dazu erzählen: Ich habe den
Sohn (2 jahre)eines Bekannten beobachtet, wie er zu Hause am Tisch immer wieder
seinen Löffel fallen ließ und beim fallen hinterhergeschaut hat.
Die Mutter hat schon nach dem 3. mal aufgegeben, dank Ihrer Infos habe ich den
Löffel immer wieder aufgehoben und nach ca. 8 mal hat er dann von selbst
wieder aufgehört (er hat gerade gelernt dass Dinge runterfallen, die Mutter
hätte es verhindert). Ein Klasse Fall genau wie Sie es im Buch beschrieben
haben.Toll.
========= wunderbares beispiel. manchmal dauert es 50 mal, bis das kind aufhört,
aber wenn man begreift, daß es jetzt NERVENBAHNEN für einen wichtigen
aspekt anlegt, von denen es später "zehrt", wenn neues diesen
aspekt beinhaltet, dann sollte man es sogar GERNE tun können!
Nun aber zu meiner eigentlichen
Frage: Ich habe einen Sohn 7,5 Jahre (1. Klasse sächsische Grundschule).
Das Lesen wird dort folgendermaßen gelernt: Es gibt eine Fibel mit der
nach und nach die Buchstaben eingeführt werden und dazu sind parallel einfache
Sätze gebildet, anhand derer die Kinder das Lesen üben sollen. Nun
ist es aber so, dass er sich die Sätze nach zweimal lesen eingeprägt
hat, und sich auch anhand der abgebildeten Bilder in der Fibel orientiert. Wenn
ich die Sätze auf ein Blatt Papier schreibe, einwenig vertausche und die
Bilder der Fibel auch nicht mehr da sind, fällt Ihm das Lesen extrem schwer.
Er fängt an Worte und Buchstaben zu verdrehen, er liest beispielsweise
"das" als "sad".
Auch wenn ich mit ihm abends in ruhiger Umgebeung einwenig Lesen üben möchte,
ist er, so ist mein Eindruck extrem angeekelt bzw. angewidert vom Lesen. Ich
habe ihn gefragt, dass er mir mal beschreiben soll was in ihm passiert wenn
er lesen soll, bzw. warum er sich so schwer tut: seine Antwort war, dass er
sagte Ihm fällt das Lesen nicht schwer. Davon war ich völlig irritiert,
weil er doch die einfachsten Worte (Buchstaben die er schon vor Monaten gelernt
hatte) verdreht bzw. eben gar nicht lesen kann, das Lesen des Wortes Hund
beispielsweise läuft bei Ihm so ab: H...Hu..Huuu...Huuuuun....Hund. Das
Lesen diese Wortes dauert dann ca. 6-7 Sek.
Als mein Sohn 3 Jahre alt war, war auffällig, dass er so berichteten mir
die Kindergärtnerinnen und all meine Freunde, einen sehr großen
Wortschatz hat und sehr gepflegt spricht.
Können Sie mir einen Rat geben wie ich meinem Sohn helfen kann, da ich
finde dass er sich beim Lesen sehr quält. bzw. muss ich ihm jetzt schon
überhaupt helfen ? (alle Buchstaben hat er noch nicht in der Schule gehabt).
Sollte man vielleicht einfach noch abwarten bis er in der zweiten Klasse ist?
========== mit VORAUSLERNEN meine ich, daß wir inhaltlich vorgreifen,
wenn wir wissen, daß SPÄTER im jahr z.b. die römer drankommen,
daß wir mit den kindern vorab einiges zu den römern unternemen (von
kartenspiel-quartett mit infos auf jeder spielkarte über puzzles oder ein
wenig herumgooglen bis zu guten DVD.s mit der thematik. aber ich meine nicht,
daß Sie einen prozess, der noch nicht abgeschlossen ist, in einer weise
unterstützen, die möglicherweise ein gut angelegtes system dort boykottiert.
fragen Sie andere eltern, die werden erfahrungen sind. Sie laufen hier gefahr,
das lesen so negativ zu assozieren, daß er lange oder immer probleme haben
wird! sprechen Sie auch mit der lehrkraft, was sie meint! mehr kann ich aus
der ferne nicht sagen...
Vielleicht ist er eher ein
neuronal langsamer Typ der einfach nur Zeit braucht?
========= das kann durchaus sein! PERKINS 1
Ich hoffe der Kommentar
ist nicht zu lang.
======== ist ok :-)
Mfg
TP