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Project Description
Dien Cham: die Kunst der fernöstlichen Gesichtsmassage
Dien Cham heisst Krankheiten vorbeugen, Gesundheit wiederherstellen und zu lernen wie Sie gesund bleiben können.
Seit Urzeiten wissen wir, dass die Natur grosse Schätze für uns bereit hält, um verlorene Gesundheit zurückzugewinnen und sie zu bewahren. Auf diesem Reichtum bauen die Naturheilmethoden auf, indem sie natürliche Mittel wie Pflanzen oder ätherische Öle einsetzen. Beim Dien Cham handelt es sich um eine neurophysiologische Regulationstherapie. Wobei die Regulation von körperlichen Beschwerden bewirkt werden soll und über sogenannte Reflexzonen geschieht.
„Du trägst alle Heilkräfte in dir, der Therapeut kann dir nur helfen, sie wiederzufinden“.
Was bedeutet der Name Dien Cham?
Wie die Überschrift vermuten lässt handelt es sich beim Dien (Gesicht) Cham (Akupunktur) um eine Behandlungsmethode aus Vietnam. Sie geht auf die Entwicklung des vietnamesischen Akupunkteurs Prof. Dr. Bui Quoc Chau im Jahre 1986 zurück. Dien Cham wurde von dem Reflexologen und Buchautor Nhuang Le Quang Ende der 80er Jahre weiter entwickelt, wobei die ursprünglich sehr komplexe Technik wesentlich vereinfacht wurde.
Wie wirkt Dien Cham?
Man weiss, dass Töne der gleichen Tonität einander entsprechen. Wenn man eine bestimmte Note auf einem Instrument anspielt, kann ein anderes Instrument in der Nähe eine Resonanz erzeugen und harmonische Entsprechungen dieser Note erklingen lassen.
„Alles in der Natur hat seine Entsprechungen“.
Man verdankt die Regeln der Reflexzonenmassage also nicht dem reinen Zufall. Nachdem Bui Quoc Chau sich zunächst auf die Hypothese des I Ging und auf das Prinzip der Analogie, nach dem alle Dinge gleicher Form eine gewisse Übereinstimmung besitzen, gestützt hatte, betrachtete er nun das Gesicht (Dien) unter diesem Aspekt.
“Da die Krümmung der Nase der Krümmung der Wirbelsäule entspricht, muss sie ihr entsprechen und ermöglichen, sie zu behandeln“.
Wenn die Krümmung der Nase der Wirbelsäule entspricht, müssen die Nasenlöcher, die dem Gesäss ähneln, diesem auch entsprechen. Demzufolge beginnen die Beine an den Aussenseiten der Nasenlöcher und ziehen sich um den Mund und die Augenbrauen stehen für die Schultern und die Arme. So entdeckte er nach und nach die Projektion des Körpers auf das Gesicht (siehe Abbildung).
Das Prinzip von Dien Cham ist durchaus mit dem der Fußreflexzonenmassage vergleichbar und besteht darin, bestimmte Punkte am Gesicht zu stimulieren. Diese Punkte besitzen, ebenso wie die Reflexzonen der Füße, Hände, Ohren etc. eine reflektorische Verbindung zu den einzelnen Organen und deren Funktionen. Nhuang Le Quang entdeckte, dass durch die Stimulation der Punkte, mittels einem einfachen Kugelschreiber, auf die hautverletzenden Begleiterscheinungen – wie sie ursprünglich bei der Verwendung von Akupunkturnadeln auftraten – vermieden werden können. Durch die Stimulation mit den Fingern, einem speziellen Therapiestift oder Kugelschreiber, werden über diese Gesichtsreflexzonen die Vitalfunktionen auf neuro-physiologische Weise reguliert. Eine Behandlung mit Dien Cham dauert nur wenige Minuten, ist nebenwirkungsfrei und fördert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Nuang Le Quang verwendet 36 der ursprünglich 500 Punkte.
Die Prinzipen von Dien Cham
Die überlieferten Prinzipien auf denen sich das Dien Cham stützt sind:
- Das Prinzip der Formentsprechung
„Was sich ähnelt, passt zusammen“. Dinge mit gleicher Form ähneln und entsprechen einander.
- Das Prinzip der natürlichen Entsprechung
Nehmen wir ein Beispiel, das dieses Prinzip verdeutlicht: Der Hals verbindet den Körper mit dem Kopf. Ebenso verbindet das Handgelenk die Hand mit dem Unterarm und der Fussknöchel den Fuss mit dem Bein. Im Vietnamesischen werden diese Körperteile, die eine Verbindung zwischen zwei anderen herstellen, mit dem gleichen Wort bezeichnet: So heisst der Hals cai co, das Handgelenk co tay und der Fussknöchel co chan. Nach diesem Prinzip der Korrespondenz betrachtet man beispielsweise auch die Nasenwurzel (zwischen den Augenbrauen und den Augen gelegen) als entsprechend (co), da sie die Nase mit der Stirn verbindet. Man stimuliert diese Region um Beschwerden im Halsbereich zu lindern. Das gleiche Ergebnis kann man aber auch mit einer Massage der Hand- oder Fussknöchel erreichen.
- Das Prinzip der Einheitlichkeit
Dieses Prinzip stellt eine Verbindung zwischen den kranken Teilen des Körpers und den Punkten im Gesicht, die man „weich“ nennt (fehlende Festigkeit), dar. Diese Punkte lassen sich durch Berühren und manchmal sogar durch Anschauen feststellen. Die Anzahl dieser „weichen“ Reflexpunkte und der Grad ihrer Weichheit sind auch ein Zeichen für die Schwere der Krankheit oder des Ungleichgewichts im Körper.
- Das Prinzip der Symmetrie
Nach diesem Prinzip sind die Körperteile der rechten Seite auf der rechten Seite des Gesichtes angesiedelt und die der linken in der linken Gesichtshälfte. Eine Ausnahme bilden bei dieser Regel die Punkte auf der Stirn, von denen manche der gegenüber liegenden Seite entsprechen. Das gleiche gilt für das Schema der inneren Organe auf der Stirn.
- Das Prinzip der Zusammenschaltung
Alles im Universum ist voneinander abhängig. Das gleiche gilt auch für den menschlichen Körper. Dazu zwei Beispiele:
- Sie leiden unter Migräne? Dann kontrollieren Sie den Zustand ihrer Leber oder ihrer Gallenblase.
- Sie haben häufig Halsschmerzen? Dann prüfen Sie den Zustand Ihres Darms.
Dieses Prinzip der Zusammenschaltung von Punkten – Organen, Funktionen, Reflexzonen, Körperteilen – bestimmt die gesamte Reflexzonenmassage. Im besonderem Masse trifft das Prinzip auf die Gesichtsreflexzonenmassage zu, weil die Lage des Gesichts im Verhältnis zum Rest des Körpers durch die Nähe zum Gehirn als privilegiert gilt.
- Das Prinzip der umgekehrten Wirkung
Je nach Art der Krankheit braucht jeder Akupunkturpunkt eine genau festgelegte Dauer, Häufigkeit und Intensität der Stimulierung. Wenn man das nicht berücksichtigt und die Stimulierung nicht ausreichend ist, stellt sich die gewünschte Wirkung nicht ein. Andererseits darf die Stimulierung auch nicht zu stark oder zu lang anhaltend sein, sonst erzielt man auch kein Ergebnis oder noch schlimmer, man läuft Gefahr das Gegenteil zu erreichen und die Lage zu verschlechtern.
Als Grundregel, um all das zu vermeiden, gilt: Stimulieren Sie nicht schmerzende Punkte (siehe Prinzip 7) nur leicht und rasch.
- Das Prinzip des nicht schmerzenden Punktes
Diese Theorie hat die genaue Bestimmung der Punkte im Gesicht ermöglicht. Auch sie wurde durch eine berühmte Weisheit des I Ging angeregt, nm. dass „im Yang auch Yin und im Yin auch Yang ist“.
Die Schlussfolgerung für den bereich der Gesichtsakupunktur lautet: „Dort, wo es einen schmerzenden Punkt gibt, liegt auch ein nicht schmerzender Punkt“!
- Das Gesicht, Spiegel des Körpers
Geht man davon aus, dass der Mensch der Mikrokosmos des Universums ist, dann ist jeder Teil von ihm der Mikrokosmos des Menschen. Unser Gesicht bildet nicht nur einen Teil von uns, sondern es symbolisiert und repräsentiert uns auch als Ganzes. Alles, was wir sind, wird durch unser Gesicht repräsentiert und ganz besonders unser körperlicher, seelischer und sogar gesundheitlicher Zustand.
Anwendungsgebiete:
Dien Cham lindert Schmerzen des Bewegungsapperats und hilft bei rheumatischen Beschwerden, Verdauungsprobleme, Erkältungskrankheiten, Wetterfühligkeit, Kopf- und Muskelschmerzen. Dien Cham reguliert den Blutdruck und funktionelle Störungen aller Art in nur wenigen Minuten. Durch den geringen Aufwand ist Dien Cham bei allen physiotherapeutischen Maßnahmen sehr gut als vorbereitende Therapie einsetzbar.