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Lindvik landete nach dem Olympiasieg auf der Grossschanze gleich den nächsten Coup. Im finalen Durchgang verteidigte er den Vorsprung erfolgreich. Er hielt den Slowenen Timi Zajc, der noch den Österreicher Stefan Kraft auf Platz 3 verdrängte, um knapp zehn Punkte in Schach. Zajc zeigte mit zwei Flügen über 240 m die grössten Weiten, vergab aber den Titel bei den Landungen.
Lindvik glänzte über die zwei Tage mit grosser Konstanz und Stabilität. Seine Flüge auf 232,5, 226,5, 230 und 224,5 m waren exzellent. Der Weltrekord von Kraft (253,5 m 2017) geriet auf der grössten der weltweit vier Flugschanzen nie in Gefahr. Zum einem wurde vor ein paar Jahren der Tisch bei Umbauarbeiten leicht angepasst, zum anderen flaute in den Abendstunden der thermische Aufwind ab.
Simon Ammann und Gregor Deschwanden blieben bei ihrem Versuch, doch noch in die Top 20 vorzustossen, erfolglos. Die beiden lieferten sich mit Flügen um die 200-m-Marke ein Duell um den besten Schweizer. Die Ausmarchung brachte den Toggenburger (23.) als Sieger hervor, bloss 0,9 Punkte vor dem Luzerner (24.).
Ammann flog im März 2010 den Titel des Skiflug-Weltmeisters ein. Seither stehen in seinem Palmarès vier der fünf Monumente des Skispringens: Weltmeister, Olympiasieger, Skiflug-Weltmeister und Gesamtweltcup-Sieger. Bloss den Sieg an der Vierschanzentournee schaffte er nie. Einzig der exzentrische und 2019 im Alter von 55 Jahren verstorbene Finne Matti Nykänen hat alles gewonnen.
Am Sonntag steht noch der Team-Wettkampf im Programm. Die Schweiz stellt wegen fehlender Dichte im Kader keine Mannschaft. Die Goldmedaillen liegen für die Slowenen bereit. Sie brachten im Einzel vier Flieger in die Top 6.