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Ganz schön schlau: Die Lärche ist anders als alle anderen Nadelbäume Europas: Während etwa die Tanne ihre Nadeln das ganze Jahr behält, ist die Lärche das einzige sogenannt winterkahle Nadelholz. Das heisst, dass sie ihre Nadeln im Herbst verliert.
Dabei geht es dem Baum ums Überleben. Denn über die Nadeln verliert er viel Wasser. Und neues Wasser aus kalten gefrorenen Böden zu gewinnen, ist schwierig. Damit die Lärche im Winter nicht vertrocknet, wirft sie ihre Nadeln ab. Damit löst sie gleich ein weiteres Problem: Ihre empfindlichen Nadeln sind nämlich dem Gewicht des Schnees nicht gewachsen.
Die Nadeln fallen ab, weil der Baum weniger Saft produziert, wenn die Lufttemperatur sinkt. Dadurch verschliessen sich die Stellen, an denen die Nadeln am Ast befestigt sind. Die Nadeln werden gelb, werden vom Wind weggeweht und bilden einen goldenen Teppich. Daraus wird Humus, der das Wachstum von Pflanzen fördert.
Nadelbäume wie die Tanne haben eine andere Strategie: Ihr Nadelkleid ist dank einer schützenden Wachsschicht robuster und verliert weniger Wasser. Darum braucht es im Winter nicht abgeworfen zu werden.