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Bangladesch ist eines der ärmsten Länder Asiens. Neben der Textilindustrie, die für ihre katastrophalen Arbeitsbedingungen berüchtigt ist, birgt auch die Lederverarbeitung (Gerberei) viele Probleme. Solidar Suisse setzt sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Branche ein.
Stärkung der Würde der Arbeiter*innen
Die Lederindustrie, in der 200’000 Menschen beschäftigt sind, boomt dank staatlicher Unterstützung und ist nach der Textilbranche die zweitgrösste Exportindustrie in Bangladesch. Die Arbeitsbedingungen sind allerdings sehr problematisch. Die meisten Arbeiter*innen haben keinen formellen Arbeitsvertrag. Es werden giftige Substanzen verwendet, die eine erhebliche Umweltverschmutzung verursachen und Auslöser für zahlreiche Krankheiten sind. Ausserdem haben die meisten Arbeitgeber eine negative Einstellung gegenüber Gewerkschaftsrechten und der Einhaltung von arbeitsrechtlichen Normen.
Solidar Suisse setzt sich dafür ein, dass die Arbeiter*innen in der Lederbranche und alle Interessengruppen für die Gesundheits- und Sicherheitsrisiken bei der Arbeit sensibilisiert werden. Die Angestellten müssen arbeiten können, ohne ihr Leben zu riskieren oder ihre Gesundheit zu gefährden. Wir stärken die Gewerkschaft, indem wir sie befähigen, Lobbyarbeit zu betreiben und mit Arbeitgebern und politischen Entscheidungsträger*innen zu verhandeln. Zu diesem Zweck wurde eine Plattform eingerichtet, die die Akteure der Lederindustrie (Unternehmen, Gewerkschaften, Berufsverbände, Behörden) zusammenbringt.
«Für die Arbeit mit Chemikalien stellt die Fabrikleitung nur denjenigen Stiefel und Handschuhe zur Verfügung, die in der Rohstoffabteilung arbeiten. Arbeiter*innen in der Färberei erhalten keine Schutzausrüstung. Zur unserer Sicherheit müssen wir die Masken und Handschuhe selbst finanzieren.»
Solidar Suisse unterstützt die Aktivitäten der Gerbereigewerkschaft, um die Arbeitsrechte zu stärken.
Hilfe für Menschen in Bangladesch
Ihre Spende hilft Gerbereiarbeiter*innen, sich zu organisieren, um ihre Rechte zu verteidigen.