Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03564.jsonl.gz/409

"Roter Pfeil" sollte nach Heiden fahren
Vor 80 Jahren sorgte der "Rote Pfeil" der Rorschach-Heiden-Bergbahn für Aufsehen. Grundlage des Schienenfahrzeuges war das Chassis eines Autos. Fahrplanmässig eingesetzt wurde die Spezialkonstruktion aber nie.
Schon damals, 1937, verzeichneten vor allem die Spätzüge der Bergbahn weniger Passagiere. In der bahneigenen Werkstatt wurde deshalb ein Leichtfahrzeug konstruiert.
Als Grundlage des exklusiven Schienenfahrzeugs diente das gut erhaltene Chassis eines ausgemusterten Autos. Herzstück der Eigenkonstruktion war ein Benzinmotor der Marke Hispano-Suiza mit 32 PS.
Das Gefährt wies zwanzig Sitzplätze sowie ein Abteil für Gepäck und Postfracht auf. Zur technischen Ausrüstung des vier Tonnen schweren Schienenmobils gehörten Hand- und Vierradfussbremse sowie eine Zahnradhandbremse.
Die Testphase verlief recht erfolgreich, bergwärts konnte mit 40, talwärts mit 25 Kilometern pro Stunde gefahren werden. Es blieb dann aber beim Versuchsbetrieb, und auf den fahrplanmässigen Einsatz des Roten Pfeils wurde schliesslich verzichtet.