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In der Arbeit Die Schweiz hat keine Kolonien, aber war kolonial (2017) nutzt und verfremdet Schonfeldt die Bildpraktiken von PowerPoint, dem prototypischen Vorführmittel der wissenschaftlichen Lehre. Ausgehend von einer aus der postkolonialen Theorie informierten Recherche über das auf aussereuropäische Kunst spezialisierte Zürcher Museum Rietberg thematisiert sie die problematischen Hierarchien in den hier vonstatten gehenden Transfers von Objekten und entsprechendem Wissen. Sie benennt dabei nicht nur die kolonialen Verquickungen des Museums, sondern entwickelt einen konkreten Vorschlag für die Repatriierung einer papuaneuguineischen Maske aus der Sammlung des Museum Rietberg. Dabei setzt sie Bild- und Filmmaterial unterschiedlichster Quellen sowie die typischen PowerPoint Tools als argumentative Vehikel ein, die sie gezielt strapaziert und so Fragen nach der Deutungshoheit in Prozessen des Wissenstransfers
aufwirft.