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Elf Frauen aus dem Dorf Mariyam und Umgebung gehörten zu den ersten Absolventinnen des Webkurses an der im Jahr 2013 neu eröffneten Berufsschule von CO-OPERAID in Thanchi, Bandarban Hill Tracts, Bangladesch (Hilfsprojekt Alusama Froi). Nach dem erfolgreichen Abschluss beschlossen sie, eine gemeinsame Werkstatt zu eröffnen.
Sie erstellten einen Geschäftsplan, der von einer Investition von 200‘000 Taka (CHF 2’500) ausging. Das Berufsbildungs-Projekt sieht die Förderung von Lehrlingen vor und steuerte zwei Webmaschinen bei (Wert CHF 1’250). Die Frauen selber brachten 35‘000 Taka auf. Sie sammelten weiteres Geld bei Freunden und Bekannten – der Gemeindevorsteher von Thanchi spendete 20‘000 Taka – und nahmen einen Kredit auf. Sie ebneten ein Stück Land ein und bauten die Werkstatt mit Hilfe ihrer Familien selber auf.
Vor sieben Monaten (Sommer 2014) haben sie mit der Produktion von Kleidern und Tüchern begonnen. «Jede von uns verdient 1’200 Taka (CHF 15) pro Monat. 8’000 Taka Profit (CHF 100) haben wir auf unser gemeinsames Bankkonto einbezahlt. Wir sind sehr glücklich über unseren Zusatzverdienst», erklärt Liza Tripura, eine der Initiantinnen der Gruppe. Ihre Waren verkaufen die Frauen direkt an Händler, welche ihre Werkstatt inzwischen aufsuchen, weil sie um die gute Qualität wissen.
Die Berufsschule blickt mit Stolz auf ihre initiativen Abgänger/innen. Nach der Taisamo Frauengruppe hat sich bereits eine zweite Frauengruppe mit 14 Mitgliedern organisiert. Der längerfristige Erfolg dieser Frauen kann ein Beispiel geben, wie die Bevölkerung der Bergstamm-Dörfer aus eigener Kraft zusätzlich zur Landwirtschaft produktiv werden und die eigene Existenz besser sichern kann.