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SVV Medienmitteilung zum 22. März 2009,
Weltwassertag
Pressemitteilung zum Weltwassertag
Neukirch, 20. März 2009
Am 22. März ist Weltwassertag. Experten überall in der Welt sind sich einig darin, dass Wasserknappheit eines der grössten globalen Probleme der Zukunft darstellt. Klimaänderungen werden die Lage noch zusätzlich verschlimmern. Laut FAO werden bis zum Jahr 2025 bis zu 1,8 Milliarden Menschen in Ländern oder Regionen mit absoluter Wasserknappheit leben, und Wassermangel könnte zwei Drittel der Weltbevölkerung betreffen. Diese Notlage macht es dringend erforderlich, sich auf eine der Hauptursachen des Wasserverbrauches und der Wasserverunreinigung zu konzentrieren: unser unersättliches Verlangen nach Fleisch.
Ein Vergleich ist wirklich atemberaubend: Ein einziges Kilogramm Rindfleisch erfordert genauso viel Wasser wie das tägliche Duschen für ein ganzes Jahr. Wie ist das möglich?
Wasserverbrauch für die Viehzucht
Die Viehzucht gehört zu den Sektoren, die die zunehmend knapper werdenden Wasservorkommen der Erde am meisten belasten. Die Fleischproduktion erfordert eine schwindelerregend grosse Wassermenge. Allein der Anbau und die Bewässerung von Futtergetreide für die Viehzucht verschlingen fast 8 Prozent des globalen Wasserverbrauchs.
Generell haben Tierprodukte einen höheren virtuellen Wassergehalt (= das für die Herstellung eines Produktes benötigte Wasser) als pflanzliche Lebensmittel. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass vor der Verwertung ein Tier grosse Mengen von Futter wie auch Trink- und Reinigungswasser benötigt.
Viehzucht bedeutet Wasserverunreinigung
Ein anderes wichtiges Problem sind die durch die Viehzucht verursachte Wasserverschmutzung, dramatische Nährstoffanreicherungen in Gewässern (Überdüngung) und der Zusammenbruch von Korallenriffen.
Hauptverursacher der Verunreinigungen sind Tierabfälle, Antibiotika und Hormone, Chemikalien von Gerbereien, Düngemittel und die für den Anbau von Futtermitteln eingesetzten Schädlingsbekämpfungsmittel.
Überweidungen belasten Wasserzyklen und verringern die Auffüllung von offenen und unterirdischen Wasserreservoiren.
Wie wird es in der Zukunft aussehen?
Experten sagen voraus, dass um 2050 fast die doppelte Menge von Fleisch produziert wird, nämlich eine geschätzte Gesamtmenge von mehr als 465 Millionen Tonnen. Die Viehzucht beansprucht heute schon 30 Prozent der Erdoberfläche, hauptsächlich als Weideland. Aber auch 33 Prozent des gesamten fruchtbaren Landes für den Anbau von Tierfutter.
Beim Versuch des Wassersparens sollten Konsumenten wie auch Regierungen ihre Ziele weise auswählen.

Die Herstellung von nur einem Kilo Fleisch erfordert so viel Wasser wie ein durchschnittlicher Haushalt in zehn Monaten verbraucht
Weitere Informationen:
www.vegetarismus.ch/wasser