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Geschichte Gampel-Bratsch Tourismus
Verkehrsverein Gampel (VVG)
In Anwesenheit von 47 Gründungsmitgliedern wurde im Primarschulhaus im Jahre 1967 der Verkehrsverein Gampel gegründet.
Der Gründungsvorstand setzt sich wie folgt zusammen: Emil Martig, Präsident; Haley Marty, Vizepräsident; Hermann Schnyder des Richard, Kassier; Jules Heldner, Aktuar; Kurt Bregy; Anton Hildbrand des Gustav; Kaspar Hildbrand; Werner Hildbrand; Georges Rotzer.
Die Einnahmequellen setzten sich in den ersten zehn Jahren lediglich aus den Mitgliederbeiträgen und den Erlösen aus Lottos und Sommerfesten in Jeizinen zusammen. In Fronarbeit hat der Gesamtvorstand mehrere kleinere Projekte realisiert. So wurden unter anderem die Wanderwege ausgebessert und markiert. Die Einrichtung des Raclettenplatzes auf den Kastleren war ein ziemlich grosser Brocken. Viele Samstage traf sich der Gesamtvorstand zur Erledigung dieser Arbeiten.
1968 versuchte der VVG engere Kontakte zu den am Tourismus interessierten Kreisen in der Gemeinde Steg zu knüpfen. Der Erfolg blieb allerdings aus. Die ersten Prospekte in einer Auflage von 5000 Stück werden gedruckt.
1970: Die erste Informationsstelle wird bei der Schweizerischen Bankgesell-schaft (SBG), im Haus Lötschberg eingerichtet. Die Verantwortung übernimmt Filialleiter Reinold Rotzer.
1975: Erwerb von Aktien der Gesellschaft zur Förderung des Tourismus Gampel-Jeizinen AG (GTGJ) für Fr. 7600.--.
1977: Beat Schnyder wird Präsident. Das neue kantonale Tourismusgesetz tritt in Kraft.
1978: Die Gemeinden Gampel und Bratsch beschliessen, die Aufgaben im Bereich des Tourismus miteinander zu lösen. Der VVG gibt sich neue Statuten und heisst neu "Verkehrsverein Gampel-Bratsch" (VVGB) Bratsch stellt jeweils den Vizepräsidenten. Erster Vizepräsident wird Gemeindepräsident Fabian Kohlbrenner. Erstmals kann eine Kurtaxe erhoben werden. Die Einnahmen aus dieser Quelle belaufen sich auf stolze Fr. 14'573.90.
1979: Der VVGB erwirbt Aktien der GTGJ AG in der Höhe von Fr. 2'400.--.
1985: Das Treuhandbüro Tscherry + Heldner übernimmt das Inkasso der Kur- und Beherbergungtaxen, sowie die Informationsstelle.
1986: Jules Heldner wird Präsident
1987: Der Fussgängersteg bei den Einmündung der Lonza in den Rotten wird realisiert. Der Vita-Parcours in Jeizinen und der Raclettenplatz auf den Kastleren werden saniert. Ein neues Chaletverzeichnis wird gedruckt.
1988: Die Auftritte der Musikgellschaft, des Kirchen- und Kinderchors auf dem Camping Rhone werden mit einem kleinen Betrag honoriert. Die Zusammenarbeit mit den Vereinen der Leuker Sonnenberge wird intensiviert.
1990: Mehrere Gäste, die seit vielen Jahren ihre Ferien auf dem Camping Rhone verbringen, werden geehrt. Einführung der Blumenschmuck Prämierung. Wiedereinführung des Wanderwerktages durch die Vereine am Leuker-Sonnenhang.
1991: Vorarbeiten für einen neuen Prospekt. Die Feuerstelle auf den Kastleren wird neu erstellt.
1992: Der neue Prospekt wird in einer ersten Auflage von 15’000 Exemplaren herausgegeben. Die Interessengemeinschaft Bratsch (IGB) wird als Partner immer wichtiger. Der VVGB wird 25 -jährig. Alle Mitglieder werden auf den 1. August zu einem Fest auf den Kastleren eingeladen. Jules Heldner wird für seine 25 Jahre Jahre Vorstandsarbeit geehrt.
1993: Auf dem Territorium der Gemeinde Bratsch und auf der Brücke Gampel/Steg werden Willkommenstafeln angebracht.
1994: Die Planung des Naturlehrpfades ist abgeschlossen und wird demnächst realisiert.
1995: Die Signalisation des Hauptwanderwegnetzes ist dank grosser Unterstützung durch die Tourengruppe des Skiclubs Jeizinen abgeschlossen.
1996: Der Naturlehrpfad wird durch Pfarrer Franziskus Lehner eingeweiht. In seinem Jahresbericht führt Präsident Jules Heldner aus, dass unsere harte Währung beileibe nicht der einzige Grund für den dahinsiechenden Tourismus ist, denn die Qualität des Angebotes lässt an allen Ecken und Enden zu wünschen übrig. Der Open-Air Verein, die Gemeindeverwaltung und der Besitzer des Camping Rhone Werner Brunner haben einen längst fälligen Sicherheitsdienst aufgezogen. Die Zusammenarbeit der genannten Institutionen wurde vom VVGB gefordert und auch überwacht.
1998: Der Wanderweg Roter Graben war längere Zeit geschlossen und konnte nur mit grossem Aufwand wiedereröffnet werden.
1999: Teilnahme an der Präsentation des Oberwalliser Tourismus im Warenhaus LOEB in Bern. Für die Wanderwegroute Goppenstein-Steg-Gampel wird von Revierförster Charles Zenhäusern ein Projekt ausgearbeitet.
2000: Während des Sommers hat ein Angestellter der Walliser Vereinigung für Wanderwege unser gesamtes Wanderwegnetz abgelaufen und dabei sämtliche Mängel aufgenommen. Die Instandstellung wird von den Gemeinden der Leukerberge zusammen mit den entsprechenden Verkehrsvereinen organisiert und bezahlt. Jules Heldner tritt nach 33 Jahren Tätigkeit im Vorstand und als Präsident zurück.
2001: Walter Pfammatter, Präsident. Im Leukerbadner Sommerprospekt der in vier Sprachen und in einer Auflage von 100'000 Exemplaren herausgegeben wird, kann der VVGB den Tourismus unserer Region einem grösseren Publikum vorstellen.
2002: Da Walter Pfammatter zum Redaktor beim Schweizer Feuerwehrverband ernannt wird reicht er seine Demission als Präsident ein. Bernhard G. Burkard wird Präsident des VVGB. Nach einjähriger Unterbrechung wird die Tradition der Blumenschmuckprämiierung in veränderter Form wieder aufgenommen. Der Vorstand lehnt es ab, sich an einer touristischen Dachorganisation der Region Leuk zu beteiligen. Man erwägt eher eine Partnerschaft mit der neu zu bildenden Ferienregion "Destination Lötschberg". Die Statuten werden geändert. Der Vereinsname wird in Verkehrsverein Gampel-Bratsch Tourismus abgeändert.
2003: Am 15.1. hat der VVGBT in Kandersteg die Gründungsurkunde der "Destination Lötschberg" mitunterzeichnet. Auch der Verein Open Air Gampel hat sich als Gründungsmitglied eingeschrieben. Der sogenannte Bericht Daniel Fischer zeigt auf, dass sich unsere Region im naturnahen Erlebnistourismus mit grossen Chancen positionieren kann.
2004: Prospekte der Destination Lötschberg liegen vor. Die neuen Prospekte sind aber schon ein Zeichen der guten Zusammenarbeit. Für die Hängegleiter und das Schneeschuhlaufen konnten mit der Luftseilbahn besondere Tarife ausgehandelt werden.
2007: Rob Salemink ist Präsident. Der VVGBT schätzt sich glücklich, Mitglied der gut funktionierenden Destination Lötschberg zu sein. Das neue Tourismusgesetz sieht aber ganz anderes vor. Die Beratungen für das neue Tourismusgesetz befinden sich in einer entscheidenden Phase. Im Februar 2008 findet die 2. Lesung im Grossrat statt.
2008: Aus für die Destination Lötschberg. Der Vorstand will mit dem regionalen Naturpark Pfyn-Finges vermehrt zusammenarbeiten.
2009: GBT war in den letzten Jahren gut in der Destination Lötschberg eingebunden. Nach Auflösung dieser Destination sind neue Wege zu suchen. Es tritt die Destination Leukerbad in den Vordergrund.
2010: Man arbeitet nun neu mit Leukerbad zusammen. Die "obere Wasserleite" wird als Bergweg homologiert. Erfreuliche Zahlen: Die LGJ verzeichnet ein plus von 3% und es gab 6,8% mehr Übernachrungen.
2011: Die Einführung der Tourismusförderungstaxen in der Gemeinde Gampel-Bratsch ist im Moment nicht realistisch. Der Destinationspartner Leukerbad beharrt klar auf die Einführung dieser Taxen. Aus den Prospekten von Leukerbad kaufen wir nun Seiten und sind dadurch national und international stets präsent.
2012: Die Übernachtungszahlen des Camping Rhone sind stets rückläufig. Sparen ist angesagt. Der GBT wird nun primär das Open-Air Gampel, den Jeiziberglauf und die Aktivitäten des Skiclubs unterstützen.
2013: Weil es viel Schnee gab, war die gute Laune programmiert. Das Open-Air meldet 80'000 Besucher. Das Alpenkulinarium überzeugte durch gute Küche und tolle Weine.
2014: Trotz schlechteren Wetterbedingungen war die Wintersaison durch verschiedene gelungene Anlässe befriedigend Bei guter Zusammenarbeit mit Leukerbad und Visp, ist zu betonen, dass der VVGBT völlig unabhängig bleibt.
2015: Jane Kalbermatter und Schnyder Elmar, Co-Präsidium. Nach Aufhebung des Mindestkurses zum Euro schwächelt die Tourismusbranche zusätzlich. Wir beklagen schlechte Schneeverhältnisse. Die Gratzug-Abfahrt konnte nur auf verkürzter Strecke durchgeführt werden. Das Alpenkulinarium verregnete es zum Glück erst gegen Abend. Die Zusammenarbeit mit "Um Visp" gedeiht weiterhin gut.
2016: Julia Blöchlinger wird Präsidentin.
Quellen:
Chronik der Gemeinde Gampel
Jahresberichte VVGBT
Kenntnisse Verfasser, Jules Heldner