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Inhalt
Im Alten Testament erscheinen uns die Tiere erstmals in der Schöpfungsgeschichte – Adam, zur Namensgebung aufgefordert, ist von ihnen umgeben. Der Sündenfall, mit Adam, Eva und der Schlange, hat viele Künstler zur Bearbeitung herausgefordert. Noah und die Arche – der bekannteste Bibelbericht in Kinderkreisen – war einmal ein beliebtes Aufstellspielzeug in protestantischen Familien. Moses und die eherne Schlange, Bileam und seine sprechende Eselin, Daniel in der Löwengrube, Jonas und der Wal gehören zu den häufigsten Themen, die in Kinderbibeln gezeigt werden.
In einer Krippe liegt das Kind Maria und Josef zu Füssen, umgeben von Hirten und Schafen. Von Ochs und Esel ist bei ihnen nicht die Rede. Frühe Bildzeugnisse zeigen das gewickelte Kind hingegen nur in Begleitung von Ochs und Esel, ohne Maria und Josef! Viele «göttliche» Kinder haben ihre Kindheit im Schutz von Tieren erlebt.
Christi Geburt war auch Bestandteil mittelalterlicher Mysterienspiele. Diese «Krippelspiele», als beliebte, derbe Volksaufführungen bald einmal zu Anstössigkeiten neigend, wurden aus den Kirchen verbannt und an ihre Stelle kam, in statischer Form, die Figurenkrippe. Mit ihrer Profanierung wurde diese zunehmend zur Hauskrippe und hat sich von Italien aus über die ganze Welt verbreitet.
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