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Ersparnis und Kapitalbildung spielen für das langfristige Wachstum eine zentrale Rolle. Beides wird durch eine hohe Besteuerung von Unternehmensgewinnen und Kapitaleinkommen beeinträchtigt. Im intensiven internationalen Steuerwettbewerb büsst die Schweiz ihre Sonderstellung als Niedrigsteuerland zunehmend ein. Die vorliegende Studie präsentiert mit der schweizerischen dualen Einkommenssteuer ein radikales Konzept für eine Optimierung des Steuersystems. Eine duale Einkommenssteuer, die in skandinavischen Ländern erfolgreich eingesetzt wird, könnte eine Antwort auf die scharfe Steuerkonkurrenz insbesondere aus osteuropäischen EU-Ländern sein. Ebenso könnte mit einer dualen Einkommenssteuer die schon seit langem kritisierte Doppelbelastung der Kapitaleinkommen überwunden werden.
Das wesentliche Element des Vorschlags, der grundlegende Postulate der modernen Finanzwissenschaft umsetzt, ist die Entlastung des Schlüsselfaktors Kapital. Mit einem für Kapitaleinkommen niedrigeren Steuersatz an als für Arbeitseinkommen sollen das Investitionsklima und der Werkplatz Schweiz gefördert werden. Von der politischen Machbarkeit wird bewusst abstrahiert. Die in Zusammenarbeit mit internationalen Finanzwissenschaftlern durchgeführte Modellrechnung zeigte, dass eine mutig gestaltete duale Einkommenssteuer grosse Wachstumswirkungen zeitigen könnte: bis in ca. 8 Jahren würde der grundlegende Wachstumspfad des Bruttoinlandproduktes (BIP) um fast 2 Prozent erhöht.