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Sascha Lehmann und Petra Klingler im Boulder-Finale von Chongqing! IFSC Climbing World Cup 2019
Noch nie schafften eine Athletin und ein Athlet des SAC Swiss Climbing Team bei einem Boulder-Weltcup gleichzeitig den Finaleinzug. Sascha Lehmann und Petra Klingler gelang vergangenes Wochenende in Chongqing (CHN) diese bemerkenswerte Leistung.
Es war der dritte Boulder- und zweite Speed-Weltcup der Saison, der vergangenes Wochenende in der chinesischen Millionenmetropole Chongqing ausgetragen wurde. Mit Petra Klingler, Anne-Sophie Koller, Sascha Lehmann und Nils Favre waren vier Schweizer Athletinnen und Athleten am Start.
Final-Premiere für Sascha Lehmann
Bereits vor zwei Wochen schnupperte Sascha Lehmann in Moskau am Halbfinal-Einzug, verpasste diesen als 25. aber knapp. Vergangenes Wochenende qualifizierte sich der Burgdorfer in Chongqing als 15. zum ersten Mal in seiner Karriere für ein Halbfinale bei einem Boulder-Weltcup. Für den Lead-Spezialisten ein bereits grossartiger Zwischenerfolg. Doch damit nicht genug. In der Nacht von Samstag auf Sonntag lieferte Lehmann ein starkes Halbfinale ab und beendete dieses auf Platz 5. Der Einzug in sein erstes Boulder-Finale war somit perfekt. Dort flashte der 21-Jährige den ersten Final-Boulder souverän und zeigte weiter einen fantastischen Wettkampf. Bevor der allerletzte Kletterer den letzten Boulder in Angriff nahm, belegte der Schweizer gar den 3. Zwischenrang. Doch dem Slowenen gelang das benötigte Top und Lehmann wurde auf den 4. Schlussrang verdrängt. Insgesamt war es ein grossartiger Auftritt und sportlicher Exploit von Sascha Lehmann.
Nils Favre, der zweite Schweizer Athlet, der in China im Einsatz stand, beendete den Wettkampf auf Platz 63.
Zweiter Finaleinzug für Petra Klingler
Petra Klingler zeigte einen starken Wettkampfauftakt und beendete die Boulder-Qualifikation auf dem 3. Zwischenrang. Für Teamkollegin und Lead-Spezialistin Anne-Sophie Koller lagen die Top 20 ausser Reichweite. Die Bielerin beendete den Wettkampf auf Platz 41. Im Halbfinale knackte Klingler zwei der vier Boulder und sicherte sich drei Zonen. Als Fünfte zog sie in ihr zweites Finale in dieser Saison ein. Leider verlief dieses aber nicht wunschgemäss. Der Start misslang der Schweizerin, die ersten beiden Tops lagen ausser Reichweite. Doch sie kämpfte sich zurück und sicherte sich am Schluss mit insgesamt 1 Top und 3 Zonen den tollen 4. Schlussrang.
Den dritten Sieg in Serie konnte Janja Garnbret (SLO) vor Akyio Noguchi (JPN) und Jessica Pilz (AUT) feiern. Bei den Herren setzte sich Manuel Cornu (FRA) vor Tomoa Narasaki (JPN) und Ance Peharc (SLO) durch.
Neue Bestzeiten im Speedklettern
Im Hinblick auf die Olympische Kombination intensivierte das Schweizer Team auch sein Speed-Training. Und das mit Erfolg. Bereits vor zwei Wochen in Moskau überzeugten die Schweizer Athletinnen und Athleten mit guten Zeiten. In Chongqing traten sie nochmals stärker auf. Sascha Lehmann konnte seine bisherige Bestzeit von 7.581s auf 7.537s verbessern und belegte den 47. Schlussrang. Mit 12.271s stellte auch Anne-Sophie Koller eine neue persönliche Bestzeit auf und beendete den Wettkampf auf Platz 60. Keine neue Bestzeit gab es für Petra Klingler. Mit einer Zeit von 9.848s und dem 33. Schlussrang zeigte sie aber einmal mehr, dass sie zu den komplettesten Athletinnen der Welt zählt.
Nebst den Schweizer Bestzeiten stellte die Chinesin und spätere Gewinnerin YiLing Song im Viertelfinale mit 7.101s einen neuen Weltrekord auf (vorherige Weltrekordhalterinnen Iuliia Kaplina (RUS) und Anouck Jaubert (FRA) mit 7.32s). Bei den Herren setzte sich Alifan Muhammad (INA) durch.
Schweizer Resultate in der Übersicht:
Speed: Petra Klingler 33., Anne-Sophie Koller 60., Sascha Lehmann 47.
Boulder: Petra Klingler 4. , Anne-Sophie Koller 41., Sascha Lehmann 4., Nils Favre 63.