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Das «Stills Bächli», ein kleines Bächlein, welches in der Forellenzucht gute Erfolge zeigt, jedoch durch geringen, unregelmässigen Durchfluss und mangelnde Strömungs-vielfalt Defizite aufzeigt. Die Revitalisierung wurde von Fussgängersteg oberhalb des Fischzuchtbeckens bis zur Mündung in die Saane umgesetzt.
Mittels Totholzstrukturen und kleineren Blöcken wurde die Strömungsvariabilität verbessert. Zudem wurden an gut durchflossenen Abschnitten Laichkies verteilt, um den Fischen eine gute Laichmöglichkeit zu bieten. Zusätzlich wurde die Restwasserstrecke im Bereich der Fischzucht verkürzt.
Um einen gleichmässigen Abfluss des Bächleins zu gewährleisten, wurde der Einlauf der bestehenden Speisung der Saane saniert.
Aufgrund von Kalkablagerungen im Gerinne landet der Schwarzgraben immer mehr auf und das Land neben dem Gerinne vernässt.
Darum wurden folgende Massnahmen getroffen: Sohlensicherung mit gegenläufig geneigten Holzschwellen für erleichterten Fischaufstieg, variable Gerinnebreiten für mehr Strukturvielfalt und ein Wirbelbecken bei Normalwasserstand bzw. Ast- und Geschieberückhalt bei Hochwasser.
Seit die Gletscheroberfläche unter das Niveau der südöstlichen Wasserscheide abgeschmolzen ist, kann oberflächliches Schmelzwasser nicht mehr ins Wallis entwässern. So entstand im Verlauf der letzten Jahrzehnte ein Gletschersee, der allmählich immer grösser geworden ist. 2011 wurde erstmals eine Gletscherseeentleerung in Richtung Lenk beobachtet. Im Juli 2018 hat sich der See schlagartig innerhalb von 24 Stunden entleert. Entlang der Simme bis ins Dorf Lenk sind dadurch Schäden von ca. 2.5 Mio. Franken entstanden.
Als Massnahme zur Verhinderung einer erneuten sofortigen Entleerung in die Simme wurde ein bisher einzigartiges Entwässerungssystem realisiert. Mittels Überlaufkanal, bestehend aus Mikrotunnel und offenem Grabenaushub, soll das Seewasser in eine 1.3 km weiter westlich liegende Gletschermühle abgeleitet werden. Im August 2019 ist der Faverges-See vollständig ausgelaufen. Die Leerung ist dank dem erstellten Entwässerungssystem, welches den Pegel bei maximal rund 1.35 Mio. Kubikmeter Wasser plafonierte, durchwegs ohne Schäden erfolgt.