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Mikaela Shiffrin, zuletzt in Courchevel als 17. weit unter den Erwartungen geblieben, fuhr im Riesenslalom in Lienz überlegen zum 63. Weltcupsieg. Für die Schweizerinnen resultierte das schlechteste Resultat der Saison. Wendy Holdener wurde als Beste enttäuschende 15.
Holdener kam in Österreich in beiden Läufen nicht ohne Fehler durch, wodurch eine neuerliche Topklassierung in weiter Ferne lag. Auf Siegerin Shiffrin büsste die Schwyzerin fast dreieinhalb Sekunden ein. Zum Vergleich: Vor elf Tagen hatten Holdener im Riesenslalom in Courchevel, wo sie sich erstmals in dieser Disziplin in den ersten drei eingereiht hatte, nur 0,44 Sekunden zum Triumph gefehlt.
Shiffrin ihrerseits hatte vor Weihnachten in den französischen Alpen eine herbe Enttäuschung erlebt. Daraufhin verzichtete sie auf die - wegen des schlechten Wetters letztlich sowieso abgesagten - Rennen in Val d'Isère. Nun meldete sich die 24-jährige Amerikanerin nach ein paar intensiven Trainingstagen mit dem dritten Saisonsieg, dem ersten im Riesenslalom, eindrücklich zurück.
Obwohl sie am Morgen von einer falschen Startzeit ausging und ihr deshalb viel weniger Zeit für das gewohnte Aufwärm-Prozedere blieb, lag Shiffrin bereits nach halbem Pensum mit mehr als sechs Zehnteln Vorsprung voraus. Manchmal gehe es vielleicht sogar besser, wenn man nicht zu viel nachdenke, befand sie danach. Vor allem aber sei sie «viel aggressiver gefahren als zuletzt in Courchevel». Insgesamt war es für Shiffrin der 63. Weltcupsieg, womit sie nun alleinige Zweite hinter ihrer letzten Winter zurückgetretenen Landsfrau Lindsey Vonn (82 Siege) ist.
Die Italienerin Marta Bassino (1,36 Sekunden zurück), die zur Halbzeit bereits erste Verfolgerin von Shiffrin war, konnte ihren 2. Rang halten. Mit Rang 3 erreichte die Österreicherin Katharina Liensberger ihren ersten Weltcup-Podestplatz im Riesenslalom – mit acht Hundertsteln Vorsprung vor der Italienerin Federica Brignone, welche somit in der Riesenslalom-Wertung ihre Führung gegenüber Shiffrin verteidigen konnte (275:254).
Neben Holdener qualifizierten sich in Lienz, wo am Sonntag auch ein Slalom (Start 1. Lauf um 10.00 Uhr) stattfinden wird, drei weitere Schweizerinnen für den Finaldurchgang. Die Obwaldnerin Michelle Gisin klassierte sich mit 3,54 Sekunden Rückstand im 21. Rang. Die Tessinerin Lara Gut-Behrami wurde 24. Die Nidwaldnerin Andrea Ellenberger, nach dem ersten Lauf 28., schied am Nachmittag aus. (bal/sda)