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Hautpflege und Sexualität
Wie ich bereits in meinen vorherigen Artikeln erwähnt habe, sind Haut und Sexualität miteinander verbunden. Daraus ableitend stellte ich mir die Frage, ob meine Hautpflegeprodukte sich auch negativ auf mein Sexualleben auswirken könnten.
Du wirst überrascht sein, was ich herausgefunden habe!
Seit den 1930er-Jahren werden sogenannte Parabene als Konservierungsmittel in Hautpflegeprodukten, in Kosmetikprodukten aber auch in Lebensmitteln eingesetzt. Die künstlich hergestellten Konservierungsstoffe sollen die Produkte gegenüber Pilz- und Bakterienbefall länger haltbar machen. Meistens handelt es sich um Methyl- und Ethylparaben, welches beigefügt wird. Das Problem an den Parabenen ist, dass diese eine östrogenähnliche Eigenschaften haben und über die Aufnahme der Haut den Hormonaushalt beeinflussen können. Obgleich hormonell wirksame Konservierungsstoffe bis zu einer Dosierung von 0.4 Prozent gesetzt erlaubt sind, geht die Wissenschaft heute davon aus, dass Parabene die Unfruchtbarkeit bei Männern, erhöhtes Brustkrebsrisiko und eine frühzeitig einsetzende Pubertät bei jungen Mädchen herbeiführen. «Eine Studie des deutschen Bund für Umwelt und Naturschutz, die 2013 veröffentlicht wurde, hat mehr als 60.000 Schönheitshelfer auf Herz und Nieren geprüft und ist zu einem ernüchternden Ergebnis gekommen: Jedes dritte untersuchte Produkt beinhaltet hormonell wirksame Chemikalien. Und das völlig legal. Vor allem Sonnenschutz, Rasierschaum und -gel oder Zahnpasta sind belastet.»[1]
Neben Parabenen sind auch sogenannte Phthalate in Verruf geraten. Phthalate werden als Weichmacher in Kunststoffen (PVC), aber auch als Zusatzstoff in Farben, Lacken, Parfüms und Medizinprodukten eingesetzt.[2] Gerade bei vielen Medizinprodukten wie Blutbeuteln, Infusionsbeuteln, Schläuchen oder Kathetern sind jedoch nach wie vor hohe Konzentrationen von 30 bis 40 Prozent enthalten.[3] Phthalate können Dermatitis, Nieren- und Leberschäden sowie Leberkrebs verursachen. Zudem wurde wissenschaftlich bewiesen, dass Phthalate mit genitalen Fehlbildungen oder Unfruchtbarkeit bei Männern in Verbindung gebracht werden.[4][5]