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1. Belohnungen für Experimente
Die erfolgreichsten Unternehmen haben eine Arbeitskultur, in der die Führungskräfte ihre Mitarbeitenden ermutigen, für Kunden zu experimentieren, ihre Ideen schnell zu testen, daraus zu lernen und weiter daran zu arbeiten.
2. Mechanismen für «Working Backwards»
Gute Absichten reichen nicht aus. Um neue Ideen zu entwickeln und zu testen, helfen Mechanismen wie «Working Backwards»-Prozess und Framework. «Working Backwards» heisst, alle Ideen aus der Perspektive der Kunden zu entwickeln. Dabei wird jede neue Geschäftsidee zunächst in Form einer Pressemitteilung dargestellt. Diese enthält eine Beschreibung des Problems, einen Lösungsvorschlag, eine Idee für die Problemlösung sowie ein imaginäres Kundenangebot. Firmen, die den «Working Backwards»-Mechanismus verwenden, sollten diese Details klären:
- Wer ist der Kunde?
- Für wen erarbeitet das Unternehmen eine Innovation?
- Welche Herausforderungen hat der Kunde?
- Welcher Teil der Idee ist für den Kunden am wichtigsten?
- Wie wird das Kundenerlebnis aussehen?
Im Anschluss an die Pressemitteilung wird ein Dokument mit häufig gestellten Fragen (FAQ) erstellt, das die Teammitglieder während des gesamten Innovationsprozesses immer wieder ergänzen. Das hilft, Kundenfragen so früh wie möglich zu antizipieren und zu beantworten. «Working backwards» ermöglicht es zudem frühzeitig festzustellen, ob eine Idee die Mindestinvestition für die Entwicklung wert ist und zu erkennen, womit man Zeit und Geld spart. Es hilft den Unternehmen auch, sich in die Lage ihrer Kunden zu versetzen und das Problem aus der Perspektive der Verbraucher zu betrachten. So steht das Kundenbedürfnis im Zentrum.
3. Unternehmensflexibilität für die Skalierung von Innovationen
Jeder Mitarbeitende, unabhängig von seiner Rolle oder der Hierarchieebene, hat grundsätzlich das Potenzial, Innovationen zu schaffen. Diese Erkenntnis fordert einen dezentralen Ansatz, denn es gibt im gesamten Unternehmen Ideen. Verfügen Firmen über eines oder mehrere Entwicklerteams, können diese ermutigt werden, diese Ideen aufzugreifen und das zu tun, was sie am besten können, nämlich zu entwickeln.
4. Zwei-Pizza-Teams für Agilität
Das Prinzip des «Zwei-Pizza-Teams» verhilft auch grossen Organisationen zu Agilität. Ein Zwei-Pizza-Team ist ein funktionsübergreifendes Team, das aus sieben oder acht Personen besteht – eine ideale Gruppengrösse, um sich zwei grosse Pizzen zu teilen. Die Idee dahinter ist, eine Startup-ähnliche Gruppe zu bilden und ihr die Verantwortung für eine Idee von Anfang bis Ende zu geben. In vielen kleinen Unternehmen werden alle Mitarbeitenden in die Entwicklung von Innovationen einbezogen, unabhängig von ihrer Rolle oder ihrem Hintergrund. Wächst ein Unternehmen jedoch, wird es schwierig, diese Perspektivenvielfalt beizubehalten.