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Sollen sich Ländern nachhaltig entwickeln, müssen sie die Folgen ihres Tuns für das Klima berücksichtigen und Ressourcen effizient nutzen. Deshalb engagiert sich das SECO dafür, dass seine Partnerländer Treibhausgase reduzieren, mit Ressourcen nachhaltig umgehen und sich an die Folgen des Klimawandels anpassen können.
Entwicklungsländer sind besonders stark von den Folgen des Klimawandels wie Stürme, Überschwemmungen oder Dürren betroffen. Dies gefährdet die Erfolge der letzten Jahrzehnte im Kampf gegen die Armut. Gleichzeitig stossen diese Länder aber selber laufend mehr klimaschädigende Treibhausgase aus. Sie sind bereits für mehr als die Hälfte der weltweiten Emissionen verantwortlich.
Die Klimathematik ist einer der vier Schwerpunkte der Strategie zur internationalen Zusammenarbeit 2021–2024. Das SECO beteiligt sich an der Umsetzung des Klimaübereinkommens von Paris. Dazu berücksichtigt es systematisch Klimarisiken, wenn es Aktivitäten plant und überwacht. Es fördert klima- und umweltfreundliche Investitionen und Massnahmen, mit denen sich Länder an den Klimawandel anpassen können.
Das SECO setzt sich dafür ein, dass Entwicklungs- und Schwellenländer klimafreundlich wachsen.
Klimafinanzierung
Um die Ziele des Pariser Abkommens zur Klimafinanzierung erreichen zu helfen, fördern die Projekte des SECO
eine integrierte und klimafreundliche Stadtentwicklung (z.B. hinsichtlich Mobilität), die den Auswirkungen des Klimawandels standhält (indem z.B. bei der Stadtplanung Überschwemmungsrisiken berücksichtigt werden);
ressourcenschonende Produktionsprozesse (z.B. senkt das Global Eco-Industrial Parks Programme den Energie- und Wasserverbrauch in industriellen Prozessen; das Programm setzt das SECO zusammen mit der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung UNIDO um);
erneuerbare Energien (z.B. gewährt das Scaling-up Renewable Energy Program, SREP, Darlehen für die umfassende Nutzung erneuerbarer Energien);
einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen, unter anderem durch nachhaltige Wertschöpfungsketten (z.B. fördert das Support Programme der Swiss Platform for Sustainable Cocoa eine nachhaltige Kakaoproduktion);
grüne Finanzierungsmechanismen durch Berufsbildung und geeignete Rahmenbedingungen (z.B. Green Bond Technical Assistance Program der IFC);
eine stärkere Berücksichtigung der Klimadimension in den Staatshaushalten der einzelnen Länder, bei öffentlichen Investitionen sowie in der Steuerpolitik (CO2-Steuern).
Mobilisierung privater Investitionen
Das SECO mobilisiert zunehmend auch den Privatsektor für umwelt- und klimaschonende Investitionen in Entwicklungsländern. Zu diesem Zweck arbeitet es mit Verbänden, privaten Investoren, Vermögensverwaltungen, Versicherungen und anderen Akteuren der Schweizer Finanzgemeinschaft zusammen.
Eine gemeinsame Anstrengung
Das SECO arbeitet eng mit verschiedenen Partnern wie etwa den multilateralen Entwicklungsbanken, der Weltbank und anderen internationalen Organisationen zusammen. Es beteiligt sich an der Ausarbeitung und Revision von Klimastrategien sowie an der Finanzierung von Klimaprogrammen. Durch seine Teilnahme an den Klimaverhandlungen im Zusammenhang mit dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen nimmt das SECO zudem Einfluss auf die weltweite Klimaagenda.