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Im Rufenen bei Plaffeien erblickte Denise Baeriswyl-Delaquis am 31. Juli 1932 das Licht der Welt. Ihre Eltern hiessen Fridolin und Christine, geborene Riedo. Sie wuchs in einer grossen Familie in sehr bescheidenen Verhältnissen auf und musste in ihrer Jugend auf manches verzichten. Als Tagelöhner hatte der Vater nur ein bescheidenes Einkommen.
Aus der Schule entlassen, musste Denise Baeriswyl-Delaquis eine Stelle suchen, um zu verdienen und Geld nach Hause zu schicken. Einige Zeit arbeitete sie in der Schokoladenfabrik Villars in Freiburg und später mit ihrer Schwester Martha in einer Uhrenfabrik im Kanton Neuenburg. Oft assen sie nur Cervelat und Brot, um mehr Geld nach Hause schicken zu können. Gerne spazierten sie durch Wiesen und Wälder, sangen und jodelten aus voller Kehle, um ihr Leid etwas zu lindern.
Am 4. April 1958 heiratete Denise Otto Baeriswyl aus Alterswil. Vier Buben und ein Mädchen hat sie grossgezogen. Der Heizungs- und Sanitärinstallateur Otto Baeriswyl war ein fleissiger Mann, der für seinen Beruf lebte, bisweilen so sehr, dass die Familie etwas zu kurz kam. 1962 machte er sich selbstständig und baute ein Eigenheim. Denise Baeriswyl-Delaquis hatte die wichtige und schöne Aufgabe, die Familie zu führen und die Kinder zu erziehen.
Trotz der vielen Arbeit, die auf ihren Schultern lastete, konnte sie fröhlich sein, jodeln, singen, tanzen und Musik hören. Aber auch trübe Stunden überkamen sie, in denen sie sich traurig, einsam und überfordert fühlte. Sie freute sich an Ausflügen, pilgerte nach Einsiedeln oder Lourdes und fand Kraft in der Grotte, um den Alltag zu bewältigen.
2009 starb ihr Mann, und es wurde ruhiger in ihrem Leben. Sie pflegte ihr Hobby, das Sticken von Gobelins, das sie bestens verstand. Auch ihre «Schlüferli» gehörten zu den Besten. Sie pflegte sich und liess sich nicht gehen, litt aber immer wieder unter den Schwierigkeiten des Lebens.
Als die Kräfte nachliessen, trat Denise Baeriswyl-Delaquis ins Pflegeheim St. Martin in Tafers ein, wo sie still die letzten Jahre verbrachte. Am 2. Mai 2017 durfte sie ihr Leben in die Hände Gottes legen und in Frieden sterben.