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Daniel A:
Das Bild zeigt den gleichen Zug wie die Bilder 2586 und 2587.
Am 18. März 1979 fand die erste grosse Fahrt mit der ehemaligen 141R 1244 der SNCF statt: eine Rundreise Winterthur - St. Gallen - Rorschach - Romanshorn - Weinfelden - Winterthur.
Der Zug bestand aus zwei Pullmanwagen (ex CIWL), zwei Speisewagen (ex CIWL), drei Am und vier Bm der SBB, sowie dem Heizwagen am Schluss des Zuges. Dieses Bild entstand beim ersten planmässigen Fotohalt bei Schwarzenbach, den der Nebel allerdings gründlich vermieste. Der Heizwagen diente dazu, die Wagen des hinteren Zugteils zu heizen, da einer der Speisewagen keine Dampfheizleitung mehr besass. Die Dampfheizung der 141R an der Zugspitze sorgte für die vorderen Wagen.
In der Schweiz wird seit den zwanziger Jahren (des letzten Jahrhunderts) elektrisch geheizt, sofern die Strecke elektrisch betrieben wird. Daher besassen früher alle Wagen elektrisch- und dampfbetriebene Heizungen.
Mit den Leichtstahlwagen kamen erstmals in der Schweiz Wagen in Betrieb, welche nur elektisch heizbar waren. Im Ausland kam zur Dampfzeit nur die Dampfheizung in Frage.
Mit dem Aufkommen des Dieselbetriebes verfügten alle dem Personenverkehr bestimmten Diesellokomotiven über eingebaute Dampfkessel (siehe auch Seite 52 in der Semaphor-Sonderausgabe 2016 “Kurswagen“). Die ersten Diesellokomotiven mit einem Generator für die elektrische Heizung erschienen erst zu Beginn der siebziger Jahre (des letzten Jahrhunderts). Die Wagen für den internationalen Verkehr (“RIC-Wagen“, oder “RIC-taugliche Wagen“) mussten daher über beide Heizsysteme verfügen.
Dazu kam noch, dass es in Europa länderabhängig vier verschiedene Stromsysteme gab (1500 und 3000 Volt Gleichstrom, 15'000 und 25'000 Volt Wechselstrom), was zu verschiedenen Heizspannungen führte (1500 und 3000 Volt Gleichstrom sowie 1000 Volt Wechselstrom).
Auf den früher mit Drehstrom betriebenen Strecken Italiens (siehe Seite 44 in der Semaphor-Sonderausgabe 2016 “Kurswagen“) wurde stets mit Dampf geheizt. Die elektrischen Lokomotiven besassen dafür einen Dampfkessel.
Die Heizwagen der SBB (und BLS) dienten früher (1920 bis etwa 1940) dazu, die ausländischen Kurswagen in der Schweiz mit Dampf zu versorgen, da sie damals nur teilweise über eine elektrische Heizung verfügten. Später dienten sie dazu, die bei Grossverkehr (Gastarbeiterzüge, Wintersportzüge, Wahlen in Italien, usw.) verkehrenden Züge mit ausländischem Wagenmaterial ohne Schweiz-taugliche Heizung mit Dampf zu versorgen. Auch dienten sie verschiedentlich dazu, im Winter das Schweröl in Kesselwagen aufzuwären, damit es dünnflüssiger wurde.
Die elektrische Heizung wurde früher nur im Winter eingeschaltet, mit der Einführung der elektrischen Speisewagen in der Schweiz dann bei den betreffenden Züge das ganze Jahr hindurch. Mit dem Aufkommen der elektrischen Lüftung und, später der Klimaanlagen wurde dies überall eingeführt (die ausländischen Speisewagen besassen lange Zeit eine autonome Heizung für die Küche, mit Kohle, Koks, Gas oder auch Dieselagregat.
Die RIC-Wagen in obigem Bild verfügten alle über eine Dampfheizung. Damit deren Umlauf funktionierte musste immer etwas Dampf ausströmen, was hier gut sichtbar ist.
Das obige Bild gehört zur Rubrik SBB Strecke 850 Zürich - Winterthur - St. Gallen