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Quelle: FM1Today
Am Mittwoch lief eine sorgfältig geplante Aktion ab, an der rund 60 Einsatzkräfte beteiligt waren. Am Vormittag war das Bergungsschiff - eine Autofähre mit einem Kran - zur Absturzstelle gefahren, die sich rund 300 Meter vor dem Ufer befand. Etwa zwei Dutzend Schaulustige beobachten zeitweise die Arbeiten.
Ein erster Bergungsversuch war am 25. Februar an technischen Problemen sowie an der hereinbrechenden Dunkelheit gescheitert. Für den zweiten Anlauf wurde eine erste Etappe vorgezogen: Polizeitaucher hatten Ende April den Flugzeugrumpf mit Gurten an einem Lastseil befestigt, das in einer Tiefe von 49 Metern mit dem Seil einer Boje verbunden wurde.
Geglückte Bergung
Am Mittwoch dauerte es dann nach dem Start mehrere Stunden, bis es etwas zu sehen gab. Um 13 Uhr verschwanden alle kleinen Boote rund um die Fähre, und die Taucher kletterten aus dem Wasser. Das Lastseil des Krans war nun straff gespannt. Knapp zwanzig Minuten später tauchte zuerst das Heckteil und dann ein Teil des rot-weissen Rumpfs aus dem See auf.
Zusätzliche Befestigungen wurden angebracht. Ein zweiter Kran stand im Einsatz. Langsam aber stetig wurde das ganze Flugzeug an die Luft gehoben. Um 14 Uhr schwebte die Piper immer noch an den Seilen festgezurrt über dem Deck der Fähre. Das Bergungsschiff nahm Kurs auf den Hafen von Rorschach und traf dort um 15 Uhr ein.
Nun standen die Leute dicht gedrängt. Das Flugzeug wurde an Land gebracht und von Spezialisten für den Transport mit einem Lastwagen zerlegt. Letztes Ziel der Reise ist der Flughafen Payerne VD, wo die Unfallursache weiter abgeklärt wird.
Pilot überlebte unverletzt
Die Piper hatte sich am 18. Februar bei starkem Nebel im Landeanflug auf den Flughafen Altenrhein befunden. Nachdem der Tower jeglichen Funk- oder Radarkontakt verloren hatte, wurde Alarm ausgelöst.
Schliesslich konnte der 70-jährige Pilot im See nahe der Absturzstelle gefunden werden. Er hatte sich bei einer Wassertemperatur von rund fünf Grad an einem abgebrochenen Flugzeugteil festgehalten, bevor er mit einem Fischerboot gerettet wurde. Der Mann war unterkühlt, blieb aber unverletzt.
Danach begannen Ermittlungen der Bundesanwaltschaft und der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust), die noch nicht abgeschlossen sind.