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Glück ist das echte Erfolgsrezept
Bestehende Strukturen und Ungleichheit werden auch durch Sprache immer wieder verstärkt. Die deutsche Sprachwirklichkeit spiegelt die Norm einer binären Geschlechtlichkeit wider. Mit der Verwendung geschlechtergerechter Sprache (Gendern) wird auch in der Sprache ausgedrückt, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt. Für die sprachliche Gleichstellung sind also Formulierungen, die gewisse Menschen nur mitmeinen – etwa das generische Maskulinum – keine Lösung. Hier ein (reduzierter) Überblick über verschiedene Möglichkeiten zum Verfassen geschlechtergerechter Texte:
Neutrale Formen: Ist das Geschlecht im Kontext irrelevant, bietet sich die Verwendung von geschlechtslosen Formen (Mitarbeitende, Forschende etc.) an.
Gendern mit Sternchen: Der Asterisk (Kund*in) stammt aus der Computersprache, in der er Platzhalter für alle möglichen Werte ist. So steht der Gender*stern für die Vielfalt der Geschlechter.
Gendern mit Unterstrich: Der Gender_Gap (Kund_in) öffnet den Raum für alle, die sich in einem zweigeschlechtlichen System nicht verorten können oder wollen. Befürwortende Stimmen sehen den Gap als Raum, den es zu erforschen gilt. Kritiker_innen meinen, Identitäten jenseits des binären Systems würden als Leerstelle dargestellt, was einer visuellen Negierung gleiche.
Gendern mit Doppelpunkt: Das Gender:Doppelpunkt wird gerne verwendet, ist jedoch eine kontrovers diskutierte Lösung. Ihm fehle die Symbolkraft und es sei weniger geeignet, auf sprachlichem Weg Geschlechternormen aufzubrechen, da es gerne überlesen wird. Zudem ist es, anders als angenommen, nicht wirklich barrierefrei.
Paarformen: Die Verwendung von Paarformen wie die Beidnennung (Kundinnen und Kunden), das Binnen-I (KundIn) oder Splitting (Kund/-in) sind grammatisch zwar am unumstrittensten, sie repräsentieren aber nur zwei Geschlechter.