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Adieu Grenada
Am Samstag sind wir nach St. Georges gefahren. Wir haben in der Nähe der Hafeneinfahrt geankert.
Am Nachmittag haben wir dann mit dem Dinghy den Hafen erkundet. Die Einfahrt ist tief, sodass auch Megayachten dort anlegen können. Auf unserer ersten Reise war der Hafen klein und die Einfahrt kaum tiefer als 2 Meter. Wir waren dort auch mal kurz aufgefahren. Ausserhalb der Bucht lagen keine Boote, denn die vielen Stege gab es damals noch nicht und es hatte genug Platz zum Ankern. Wir gingen zum Einkaufen ins Foodland an der hintersten Ecke des Hafens. Es sieht noch gleich aus wie vor 20 Jahren, aber das Angebot war bedeutend besser als früher. Am Nachmittag fuhren wir auf die andere Seite des Hafens. Dort kann man an der Quai Mauer mit dem Dinghy anlegen. Zu Fuss stiegen wir die steile Strasse hinauf zum Markt. Gerade berauschend war das Angebot an Früchten und Gemüse aber nicht. Die Stadt mit den vielen farbigen Häuser sieht gut aus und man entdeckt auch keine Schäden mehr vom Hurrican der 2004 hier wütete. Damit der Weg zur Tyrell Bay in Carriacou am nächsten Tag nicht so weit war haben wir zur Halifax Harbour Bucht verholt. Dort lagen wir vor einem grün bewachsenen Hang und genossen den Abend.
Am nächsten Morgen fuhren wir los Richtung Tyrell Bay. Hinter der Insel hatte es wenig Wind und wir fuhren unter Motor. Oben an der Insel motorten wir nahe an der Insel Richtung Osten, dort waren die Wellen nicht sehr hoch. Als wir etwa 2/3 der Insel gequert hatten nahmen wir Kurs nach Carriacou. Wir konnten einen Kurs zwischen Rhode Island und den Sister direkt auf Carriacou nehmen. Wir liefen gegen 8 Knoten und hinter den kleinen Inseln wurde der Wind unbeständiger aber danach war er wieder voll da. Der letzte Abschnitt war nass. Es hatte gegossen in Strömen und der Wind briste auf 30 Konten auf, sodass wir 2 Reffs in die Genua machten. Im Gross Segel hatten wir schon ein Reff. Nach etwa einer Stunde durch strömenden Regen erreichten wir die Tyrell Bay und das Wetter klarte auf.
Im kleinen Shop bei der Carriacou Marine kauften wir eine Swiss Type Müsli Mischung. Als wir sie am nächsten Tag öffneten war der ganze Inhalt sehr lebendig. Die lag wohl schon länger dort. Wir entdeckten die Marelia welche wir seit Lanzarote nicht mehr getroffen hatten und machten einen Besuch. Marcel, Cornelia und Gino waren den ganzen Sommer in dieser Gegend und in Grenada. Am nächsten Tag hatten wir ausklariert. Wir mussten aber zum neuen Cargo Hafen um auch beim Zoll auszuklarieren. Die anderen Zöllner waren am Streiken. Am Mittwochmorgen sind wir dann nach Union Island gefahren und hatten dort einklariert. Beim Zoll und bei der Immigration waren sie sehr freundlich und es ging auch richtig speditiv. Danach fuhren wir weiter zu Salt Whistle Bay. Wir fanden ganz vorne rechts einen guten Platz zum ankern. Im späteren Nachmittag wurde es hektischer, denn es kamen noch viele Charteryachten. In unserer Nähe lag ein Einheimischer mit einer ziemlich heruntergekommenen Yacht mit 3 Kinder und der Freundin. Er bot uns für den nächsten Tag ein Kokosbrot für 15.00 EC$ an und wir bestellen eines. Am nächsten Morgen hat er es geliefert und es schmeckte wirklich gut. Am Vormittag hatten wir den Anker aufgenommen und sind in die Tobago Cays gefahren. Zum Glück ist hier noch nicht viel los und man hat noch genug Platz zum Ankern.