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Die Corona-Pandemie führte dazu, dass die Nachfrage nach Erholung im eigenen Land steigt. Die Bevölkerung zieht es vor allem in den Alpenraum, wo sie als Ausgleich zum hektischen Alltag, Gebiete mit einem hohen Ruheempfinden sucht. Doch vorliegender Bericht zeigt, dass auch das Schweizer Mittelland ruhige Gebiete mit hohem Erholungswert hat. Diese Tatsache könnte die Hotspots im Voralpenraum und Alpenraum entlasten.
Die infrastrukturfreien Gebiete im Mittelland werden immer weniger. Die Tranquillity map identifiziert zwar 53 "ruhige" Gebiete, die wenig zerschnitten und verbaut sind. Doch die Karte zeigt auch die hohe Lärmbelastung des Mittellandes.
Das Image des Mittellandes ist geprägt von Agglomeration, Verkehrsachsen, Zersiedlung und ausgeräumten Landschaften. Mit der Lockdown-Erfahrung 2020 tauchte die Frage auf, wie es im lärmgeplagten Mittelland mit den ruhigen Gebieten eigentlich stünde. Die Idee der "Tranquillity Map des Schweizer Mittellandes" auf der Basis englischer Vorlagen war geboren. Die in Zusammenarbeit von (SL) und dem Institut PLUS der ETHZ (Professur Adrienne Grêt-Regamey) erarbeitete "Tranquillity Map des Schweizer Mittellandes" erfasst aufgrund von positiven und negativen Einflussfaktoren auf die akustische Wahrnehmung insgesamt 53 Gebiete mit einer Mindestgrösse von 5 km2. Die Karte zeigt auf, dass es im Mittelland in der Nähe der grossen Siedlungen sehr wohl grössere naturnahe, wenig lärmbelastete Gebiete gibt, die sich für die ruhige Erholung eignen.
Die Gemeinden von ruhigen Naherholungsgebieten haben mit der Karte die Möglichkeit, kontemplative, sanfte, nicht-motorisierte Erholung zu fördern, das ÖV-Angebot gezielt zu stärken (z.B. Rufbusse) und planerisch die Gebiete stärker vor Störungen durch Bauten und Verkehrsachsen zu bewahren.