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Verfasserin:
Miller & Maranta AG, Basel
Mitarbeit:
Quintus Miller, Paola Maranta, Peter Baumberger, Jean-Luc von Aarburg, Miguel Hernandez, Johannes Olfs
Projektbeitrag als PDF (0.9MB)
Jurytext:
Das neue Zentrum für Baukultur ist auf zwei Geschossen der Villa Patumbah, dem Eingangs- und dem darunter liegenden Gartengeschoss, angeordnet. Dabei wird die bestehende Raumstruktur im Wesentlichen beibehalten, der für die rollstuhlgängige Erschliessung der Geschosse notwendige Aufzug ist im Bereich der ehemaligen Speisekammer strukturschonend positioniert. Leider wird die Chance, den Garteneingang aufzuwerten und damit die vertikale Achse der Villa weiterzuführen mit dem Einbau von Garderoben vergeben. Der optionale Versammlungsraum wird im Sockel des Kutscherhauses angrenzend an die bestehende Terrassenmauer vorgeschlagen, von der Villa Patumbah her über einen unterirdischen Gang unter Entrée und Pavillon - räumlich wenig attraktiv - erschlossen. Dazu müssen Teile des Kutscherhauses sowie Entrée und Pavillon unterbaut werden. Dies ist nicht nur heikel und unverhältnismässig aufwendig, es zeigt auch nicht die gewünschte Sensibilität im Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz. Die Aufteilung der durch den Heimatschutz genutzten Räume auf das 1. Ober-geschoss der Villa Patumbah resp. das Erdgeschoss des Kutscherhauses ist grundsätzlich denkbar; dies gilt auch für die Fremdvermietung des 2. Obergeschosses der Villa, allerdings müsste dabei der, zumindest geführte, Zugang für die Öffentlichkeit gewährleistet bleiben.
Die Aussagen zur Materialisierung sind knapp, aber sorgfältig. Begrüsst wird das Freispielen der kostbaren Wandoberflächen. Auch das Möblierungskonzept mit leichten, filigranen Möbelklassikern ist nachvollziehbar, die Angaben zur Präsentation der Ausstellungseinrichtung sind dagegen wenig aussagekräftig. Trotz guter Ansätze etwa bei der räumlichen Zuordnung der Funktionen bleibt das Projekt vergleichsmässig schematisch; eine vertiefte Auseinandersetzung mit der gestellten Aufgabe ist nicht erkennbar.
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