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Ein Lebensentwurf ent-wirft das ins Dasein geworfene. Er ent-wirft – im Sinne eines ent-, welches den Wurf seines Wurfes entbehrt – ein Zukünftiges, er ist ein ausstrecken nach zukünftigem Seienden. Einem Seienden, in welchem sich ein Subjekt nur als Wurf, im Sinne der dem Sein anhaftenden Kontingenz als Dasein, als verschwindende Markierung konstituiert. Der Lebens-ent-wurf, so könnte man sagen, steht dem entgegen, was das Ge-worfen sein – im Sinne des Seins im Dasein als Unmöglichkeit einer Kontinuität – als Seinsform meint. Ein Lebens-ent-wurf, ent-wirft den Wurf, als er eine performative – und damit Kontingenzeinschränkende – Bezugnahme auf das noch im Kommen stehende darstellt; macht damit den Wurf „fassbar“.
Zugleich steht das ent-werfen eines Wurfes stets dem Ereignen eines Ereignisses im Wege. Der Ent-wurf stellt möglicherweise den Versuch dar, die vom Ereignis ausgehende Gefahr des Unmöglichen zu verbannen, die Angst vor dem zu dämmen, was sich im Wurf ereignen könnte; es zumindest zu zeitigen.
Damit bleibt ein Lebens-ent-wurf eine mögliche Unmöglichkeit, die jeweils eigene, ins Dasein geworfenen Existenz vor dem Wurf zu ent-werfen.