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Der Kauf des Schlosses eröffnete dem Dorf Belp und insbesondere dem Dorfkern von Belp neue Perspektiven. Die Frage nach einer möglichen Verdichtungsstrategie und Neuordnung des Zentrums sollen im Rahmen des Studienauftrags untersucht werden. Die Beziehung zwischen Dorfzentrum und Schloss müssen neu interpretiert werden, mit Einbezug der Schlossmauer rund um das Schlossareal.
Schule und Schloss bilden die Basis für zwei neu definierte Freiräume im städtischen Gefüge. Durch Verbindungen und Sichtbeziehungen ergeben sich vier mögliche Baufelder. In einer vertieften Untersuchung wurden die Elemente detektiert, welche die „Dörflichkeit“ von Belp ausmachen. Die identitätsstiftenden Bauten und die Struktur des Aussenraumes bilden die Basis für die städtebauliche Setzung der neuen Baukörper.
Jedes der Baufelder erhält einen gemeinsamen Hof der zur Strasse geöffnet ist. Die Häuser werden dicht aneinander direkt an die Grenze der Baufelder gebaut und beziehen sich mit einem Satteldach auf ihre Umgebung. Jedes der Häuser grenzt an einen Garten, der mit einem Zaun oder einer Mauer zum Allmend hin abgetrennt wird.
Der Schlosspark wird mit der neuen Bebauung neu gefasst und bis zur Rubigenstrasse verlängert. Das Schulhaus bekommt mit der neuen Turnhalle ein neues Gegenüber, das sich als Flachbau mit genutzter Dachfläche subtil in die Umgebung einfügt. Diese neue und doch alte Bebauungsstruktur, die an den Bestand anknüpft, ermöglicht eine vergleichsweise hohe Dichte bei gleichzeitig hoher räumlicher Qualität. Der Projektvorschlag ist als solcher in der Volumetrie kaum im Stadtbild zu erkennen.
In verschiedenen Szenarios wurde untersucht in welcher Konstellation eine solche Bebauung realisiert werden könnte und welche technischen aber auch atmosphärischen Eigenheiten diese mit sich bringen.
Mitarbeit: Elias Ruedi, Luca Chanteau, Daniela Burki