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Ordnerverwaltung für Sozpolitik - Herausforderungen moderner Wohlfahrtsstaaten
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Trilemma der Dienstleistungsgesellschaft
Es gibt drei wünschenswerte Dinge, die man mit staatlicher Politik hinkriegen sollte:
Vollbeschäftigung à Dass die Menschen Arbeit haben und sich selbst versorgen können
Egalität/Gleichheit/geringe Ungleichheit à Spanne zwischen Arm und Reich sollte viel kleiner sein, als in Realität
Ausgeglichene Staatfinanz à Der Staat soll nicht bankrott gehen, aber die Hälfte des Verdienstes als Steuern bezahlen zu müssen, ist ebenfalls nicht gut.
In der Industriegesellschaft kann man mit Maschinen den Menschen immer Produktiver machen, was in der Dienstleistungsgesellschaft nicht geht, da die Produktivität nicht gesteigert werden kann. Daher können die Löhne nicht gleich stark steigen, wie in der Industriegesellschaft. In der modernen Gesellschaft gibt es immer mehr Dienstleistungsbetriebe, während die Industrie abnimmt (in den letzten 30-40 Jahren wurden die Beschäftigten halbiert), weshalb es schwierig ist, das Prinzip der Lohngleichheit aufrecht zu erhalten.
Um trotzdem im Einklang zu sein mit den drei von Häuselmann geschilderten Zielen, müssen die Menschen gebildet werden, damit sie auch in einer Dienstleistungsgesellschaft einen hohen Lohn erzielen können.
▶ Wandel von der industrieller Produktion zur postindustriellen Dienstleistungsgesellschaft und zur Wirtschaft 4.0
▶ Globalisierung: Zunehmender Wettbewerb (Migration/Weltweite Arbeitsteilung): Verlagerung der unqualifizierten Arbeitsplätze ins Ausland (Billig-Lohn-Länder)
▶ Digitalisierungsbedingte Restrukturierung: diverse Berufe verschwinden
Herausforderung: Gesellschaftlicher Wandel
▶ Individualisierung (weniger Abhängigkeit von der Familie, mehr Instabilität in Paarbeziehungen)
▶ Gewandelte Rolle der Frauen (Arbeitsmarktbeteiligung, Abnahme in der Fertilität)
▶ Gewandelte Rolle der Männer (langsamer, schichtspezifisch)
▶ Zunehmende Familieninstabilität (früher vor allem bei den gut qualifizierten – heute eher bei den weniger qualifizierten).
Folgen des wirtschaftlichen Wandels
Langzeitarbeitslosigkeit nimmt zu
Langzeitarbeitslosigkeit nimmt zu
Die Langzeitarbeitslosigkeit hat in den meisten europäischen Ländern zugenommen. Das liegt daran, dass die Gesellschaft immer mehr Dienstleistungsunternehmen hat, was dazu führt, dass viele Menschen mit ihrem Bildungsabschluss keine Stelle mehr finden, da sie z.B. eine Ausbildung im Industriebereich haben, welcher immer weiter abnimmt.
Verlierer und Gewinner im Arbeitsmarkt
▶ Verlierer:
In Branchen, die dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt sind, werden Arbeitsplätze mit geringen Qualifikationsanforderungen wegrationalisiert/oder durch Maschinen und Roboter ersetzt.
Der Druck auf ArbeitnehmerInnen steigt à mehr Stress am Arbeitsplatz, weniger Arbeitsplatzsicherheit.
▶ Gewinner:
Flexible und mobile Fachkräfte/Manager profitieren von neuen Möglichkeiten und Lohnaufstieg.