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Die wirtschaftlichen Ergebnisse berücksichtigen alle Einnahmen und Ausgaben, die während eines Rechnungsjahres auf dem Betrieb verbucht wurden.
Um seine Ergebnisse mit denen anderer Betriebe oder einer Gruppe von Betrieben vergleichen zu können, ist es wichtig, eine exakte Aufschlüsselung der verschiedenen Einnahmen und Ausgaben vorzunehmen. Diese Zuordnung basiert auf den allgemein anerkannten Buchhaltungsregeln des Berufsstandes, was die Berechnung von Zwischenergebnissen (Bruttobetriebsergebnis, EBITDA usw.) ermöglicht, die im Prinzip vergleichbar sind.
Das in Tabelle 1 dargestellte Diagramm basiert auf dem neuen Kontenplan 2013 für KMU (kleine und mittlere Unternehmen), der die Ergebnisse der Betriebsbuchhaltung näher an die übrigen Unternehmen heranführt.
© Grangeneuve
Gute Kenntnisse des Kontenplans erleichtern das Verständnis des Diagramms. Zum Beispiel die Konten, die mit einer Ziffer 3 beginnen, stehen für Betriebseinnahmen während Konten, die mit einer 4 beginnen, für Ausgaben für Material, Waren und Dienstleistungen stehen. Dasselbe Prinzip gilt für die sonstigen Betriebsausgaben (Konten, die mit einer 5 und 6 beginnen). Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Konten, in denen die betrieblichen Nebentätigkeiten erfasst werden, darunter u.a. die Einnahmen und Ausgaben der eigenen Gebäude, mit einer 7 beginnen.
In diesem Artikel werden wir uns auf den oberen Teil des Diagramms konzentrieren, genauer gesagt vom Betriebseinkommen zum Bruttobetriebsgewinn. Letzterer wird berechnet, indem die Kosten für Material, Waren und Dienstleistungen von den Betriebseinnahmen abgezogen werden.
Das Betriebseinkommen stellt den Gesamtwert aller im Betrieb produzierten landwirtschaftlichen Güter und aller erbrachten landwirtschaftlichen Dienstleistungen dar. Dazu gehören insbesondere der Verkauf von Milch und Getreide, aber auch Direktzahlungen und Arbeiten für Dritte. Beachten Sie, dass interne Lieferungen, wie z.B. die Verfütterung von Getreide an Rinder, im Einkommen des Betriebs nicht berücksichtigt werden.
Ausgaben für Materialien, Waren und Dienstleistungen sind jene Ausgaben, die sich leicht einer Branche zuordnen lassen. Sie umfassen die spezifischen Kosten für Tiere (Kraftfutter, Tierarzt usw.), die spezifischen Kosten für Pflanzen (Samen, Dünger, Pflanzenschutz usw.) sowie Arbeiten von Dritten und Maschinenmieten.
Der Zweck der Analyse seiner Buchhaltung besteht darin, sich selbst vergleichen zu können. Das Bruttobetriebsergebnis ist schwer zu vergleichen, da es von der Grösse des Betriebs und seinen Produktionszweigen abhängt. Wenn wir das Bruttobetriebsergebnis für Betriebe, die hauptsächlich in der Viehzucht tätig sind, pro GVE oder für Betriebe, die hauptsächlich in der Pflanzenproduktion tätig sind, pro Hektare herunterbrechen, erhalten wir ein Ergebnis, das verglichen und analysiert werden kann. Die nachstehende Tabelle zeigt die Schweizer Durchschnittswerte für eine Reihe von Betriebstypen.
Diese Ergebnisse sind eine gute Möglichkeit, in die Analyse der Rentabilität ihrer Produktionszweige einzusteigen. Der Vergleich muss jedoch mit Vorsicht angeschaut werden, da die Betriebsstrukturen unterschiedlich sein können. Die Anzahl der GVE pro ha ist zum Beispiel ein wichtiger Indikator, der berücksichtigt werden muss, um die Ergebnisse richtig interpretieren zu können. Es ist jedoch darauf zu achten, dass alle anderen Betriebskosten (Lohnarbeit, Mechanisierung usw.) noch gedeckt werden müssen.
Vergleichbare Deckungsbeiträge (VDB), die bei der Erstellung der Betriebsbuchhaltung zur Verfügung stehen, erlauben es uns, bei der Analyse ihrer Produktionszweige einen Schritt weiter zu gehen. Wie der Name schon sagt, besteht der Zweck des VDB darin, ihre Ergebnisse mit denen anderer Betriebe zu vergleichen. Damit dies möglich ist, ist es wichtig, dass die spezifischen Leistungen und Kosten, die berücksichtigt werden, die gleichen sind. Interne Lieferungen sind in den Dienstleistungen enthalten. In der Regel werden nur die Kosten berücksichtigt, die sich leicht einer Branche zuordnen lassen und die sich proportional zur Grösse der Branche verändern. Beachten Sie die Ausnahme von Arbeiten für Dritte und Maschinenmieten, die die zwei genannten Bedingungen erfüllen, aber nicht im VDB gezählt werden. In der Tat wäre es dann unmöglich, der VDB eines Betriebes, der seinen Weizen selber drescht, mit dem eines Betriebes zu vergleichen, der seinen Weizen von einem Dritten dreschen lässt. Aus diesem Grund haben wir zwei Ebenen von Deckungsbeiträgen: der VDB, der die Arbeiten von Dritten und die Maschinenmiete nicht berücksichtigt, und der Deckungsbeitrag, der diese berücksichtigt.
Die nachfolgende Tabelle stellt den VDB-Brotweizen (ART-Daten) dar. Bei der Analyse des VDB ist es wichtig, immer eine klare Verbindung zwischen den ökonomischen Daten (VDB) und den technischen Daten (Anbaufläche, Erträge etc.) herzustellen. Dies ist der beste Weg, die Ergebnisse zu interpretieren und die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.
In der nächsten Ausgabe des Infoblattes im Dezember, in der wir unsere Artikelserie abschliessen, sprechen wir über Finanzergebnisse und Rentabilitätsindikatoren.
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