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Die Bewehrung im Beton / Spritzbeton übernimmt Zugspannungen in Bauteilen nach der Rissentstehung, um die Anforderungen an Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit zu gewährleisten. Sie beeinflussen damit im Wesentlichen Duktilität und damit das Bruch- und Rissverhalten. Neben Stab- und Netzbewehrung werden häufig Fasern verwendet, welche eine dreidimensionale Bewehrungsstruktur ausbilden und direkt bei der Betonherstellung beigegeben werden.
Die Leistungsfähigkeit der Fasern kann mit Biegezugversuchen ermittelt werden. Anhand von Belastungs-Durchbiegungskurven können verschiedene Werte bezüglich Bruch-, Restfestigkeit und Arbeitsvermögen berechnet werden.
Balken werden üblicherweise auf zwei Linienlager aufgelegt und die Last durch mittig oder in den Drittelspunkten angeordnete Lastschneiden deformationsgesteuert aufgebracht und über den Bruch hinaus belastet.
Platten werden je nach Norm auf quadratischen, runden Rahmen oder auf Punktlagern aufgelegt und zentrisch bis in den Nachrissbereich belastet.
Für die Durchführung von deformations-gesteuerten Biegezugversuchen an Beton und Spritzbeton existiert eine Vielzahl verschiedener Normen und Richtlinien. Als Prüfkörper werden je nach Norm Platten oder Balken unterschiedlicher Abmessungen verwendet.
Norm und die entsprechenden Prüfkörper (Masse in mm)
SIA 162/6
Platten 600 x 600 x 100; Platten Ø 800 x 100; Balken 100 x 100 x 600 (Beton und Spritzbeton)