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Biologie:
Im Gegensatz zu den Raupen sind die Imagines hitzeempfindlich. Während ihrer Hauptflugzeit herrschen auf den Felsen hohe Temperaturen. Man findet deshalb am Tage ruhende Imagines stets im tiefen Schatten, oft weit in Spalten oder hinter Vorsprüngen verborgen. Die Imagines sind dämmerungs- und nachtaktiv und fliegt Lichtquellen an. Eiablage an Blüten von Glockenblumen, die besonders exponiert und trocken zwischen Felsvorsprüngen oder in Mauerritzen wachsen. Raupen nachtaktiv in Blüten von Campanula-Arten, bevorzugt Campanula rotundifolia und C. cochlearifolia. Tagsüber am Boden verborgen. Raupe frisst zunächst Blüten, später aber braucht sie zwingend Samenkapseln als Futter und Morgentau als Flüssigkeit. Puppe auf der Erde einen kleinen, festen Kokon.
Zucht: Bei der Eiablage berücksichtigen, dass die Art einzeln ablegt und dazu bis zu vier Wochen benötigt. Alle zwei bis drei Tage sollten die Pflanzen gewechselt werden. Während die jungen Raupen bis zur Mitte des dritten Stadiums weder besonders trockenheits- noch wärmebedürftig sind (eingefrischte Blüten und grüne Samenkapseln schaden nicht), sind später Sonne, Samenkapseln und Morgentau unabdingbar.
Raupenpflanzen:
Campanula sp. (Glockenblume)
C. rotundifolia: nachts in Blüten (Ebert-9)
Campanula sp. (Glockenblume)
C. pusilla: nachts in Blüten (Vorbrodt 1914)
Campanula sp. (Glockenblume)
C. cochlearifolia (nachts in Blüten) (Weigt, 2002)