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Heizölproduktion
Heizöl ist ein Produkt, welches aus Rohöl, auch Erdöl genannt, gewonnen wird. Rohöle bestehen aus unzähligen Verbindungen von Kohlenstoff und Wasserstoff. Aus Rohöl wird in einer Raffinerie in grundsätzlich zwei Verarbeitungsprozessen eine riesige Produktpalette gewonnen. Durch die Destillation und Raffination werden Flüssiggas (LPG), Benzin, Kerosin, Diesel, Heizöl, Bitumen und Schweröl erlangt.
Der Grundvorgang der Rohölverarbeitung, die Destillation, beruht auf der einfachen Erkenntnis, dass bei der Erhitzung von Rohöl die einzelnen Komponenten bei unterschiedlichen Temperaturen zu sieden beginnen, d.h. vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergehen.
Die Destillation ist ein thermisches Trennverfahren, bei dem das Phänomen unterschiedlicher Siedepunkte zur Zerlegung des Rohstoffs und Abspaltung der Komponenten genutzt wird.
Die Destillation ist eine Koppelproduktion. Neben den Hauptprodukten wie z.B. Treib- und Brennstoffe entstehen auch Nebenprodukte. Diese werden entweder verkauft oder in der anschliessenden Raffination umgewandelt.
Die Raffination hat den Zweck, die aus der Destillation entstandenen Halbfertigprodukte in nachgefragte Qualitäten aufzuarbeiten und eine möglichst hohe Ausbeute aus dem verarbeiteten Rohöl zu erreichen. Dabei geht es einerseits um die Erhöhung des Anteils an höherwertigen leichten Produkten durch weitere Umformung (z.B. die Umwandlung von schwerem Rückstandsöl aus der Destillation in Benzin und Heizöl) und anderseits um die Qualitätsverbesserung (z.B. die Entschwefelung von Benzin und Heizöl oder die Erhöhung der Oktanzahl beim Benzin).