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Erneut begegnet der Betrachter der rothaarigen Schönheit Tohotaua, die auch für andere Gemälde Gauguins, darunter Contes barbares, Modell sass. Das Rotgold ihrer Haare spiegelt sich im Sonnenlicht auf der nackten Haut wider und erfüllt den ganzen Raum mit einer strahlenden Wärme. Tief in Gedanken versunken, schaut Tohotaua in eine unbestimmte Ferne. Einzelne Details des Gemäldes, das auf einer Fotografie beruht, sind stark symbolträchtig: Die Fächer dienten der Auszeichnung der polynesischen Oberschicht, und die Farbe Weiss versinnbildlicht in der Kultur der Marquesasinseln, wo Gauguin seine letzten beiden Lebensjahre verbrachte, Macht und Tod. Die den Fächer schmückende Kokarde in Blau, Weiss und Rot verweist wiederum auf die französischen Nationalfarben und somit auf die Kolonialisierung der Inselgruppe. Dieses Gemälde ist mehr als das Porträt einer konkreten Person: Tohotaua repräsentiert die alte Kultur der Maohi, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts dem
Niedergang geweiht war.
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