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Venezuela nennt ein Juwel im Herzen des «Imperiums» sein eigen: Citgo, eine Tochterfirma des staatlichen Ölkonzerns PDVSA, hat an der Ostküste der USA 6000 Tankstellen, etliche Pipelines und drei Raffinerien. Eine vierte wird gemeinsam mit dem US-Konzern Exxon Mobile betrieben.
Die drei Raffinerien gehören zu den wenigen, die das schwere Rohöl aus Venezuela verarbeiten können. Ohne sie könnte PDVSA nicht nahezu eine Million Fass Öl pro Tag in die USA verkaufen.
Trotzdem will Venezuelas Präsident Nicolás Maduro das Juwel jetzt versilbern. Nach Informationen der Agentur Reuters hat er die US-Investmentbank Lazard mit dem Verkauf von Citgo beauftragt. Den Fünfzigprozentanteil an der mit Exxon Mobile betriebenen Raffinerie soll die Deutsche Bank veräussern. Rund fünfzehn Milliarden US-Dollar könnte das einbringen.
Und genau deshalb will Präsident Maduro den Ausverkauf: In Venezuela sind die Devisen knapp. Weil der Staat in den vergangenen Jahren ganz auf Erdöl gesetzt hat und die Unternehmer ihr Geld lieber aus dem Land schaffen, als es produktiv zu investieren, ist Venezuela hochgradig von Importen abhängig. Soll es weiterhin bezahlbare Lebensmittel und Medikamente geben, braucht Maduro die Milliarden dringend.