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Lokaler Juckreiz nach dem Baden kann ein Anzeichen für Badedermatitis („Entenflöhe“) sein. Die ungefährliche Dermatitis tritt vorwiegend in Nordamerika und Mitteleuropa auf, wenn Seen im Sommer sich auf über 24°C aufwärmen.
Was ist Badedermatitis und wie wird sie übetragen?
Badedermatitis ist eine Entzündungsreaktion der Haut auf Zerkarienbefall: Die winzig kleinen Zerkarien der Gattung Trichobilharzia bohren sich in die menschliche Haut und lösen dadurch die Dermatitis aus. Der Mensch ist allerdings der falsche Wirt für den Parasit, der vorwiegend Wasservögel befällt. Der Parasit scheitert am menschlichen Immunsystem und dringt deshalb nicht weiter in den Körper ein, stirbt ab und ist deshalb ungefährlich. Es werden jedoch Antigene und Enzyme freigesetzt, was den Ausschlag auslöst.
Wie werden die Zerkarien übertragen?
Der komplexe Lebenszyklus der Zerkarien besteht aus einem Kreislauf von Zwischen- und Endwirten. Die Wirtsfindung der Zerkarien ist jedoch recht unspezifisch, weshalb Sie manchmal Menschen statt Wasservögel befallen, da diese sich im Sommer oft in ähnlichen Gewässern aufhalten. Eine Wassertemperatur ab 24°C ist für die Zerkarien besonders ideal.
Wie lässt sich Badedermatitis behandeln?
Da Badedermatitis ungefährlich ist, werden nur die Symptome behandelt, in diesem Fall der Juckreiz. Dazu reichen in der Regel juckreizstillende Crèmes aus, bei sehr starkem Juckreiz können auch Antiallergie-Medikamente eingenommen werden.
Wie kann Zerkarienbefall vorgebeut werden?
Zerkarien können in allen Gewässern leben, in denen auch Wasservögel wohnen – und das sowohl in den seichten als auch tiefen Gewässerbereichen. Eine spezifische vorbeugende Massnahme gibt es nicht, da der Parasit in der menschlichen Haut von alleine abstirbt. Es wird allgemein jedoch empfohlen, nach dem Seebad zu duschen und die Haut danach mit dem Handtuch stark zu frottieren, um allfällige Zerkarien zu entfernen. Nasse Badekleidung möglichst rasch wechseln und keine Enten in Ufernähe füttern, denn: wo keine Enten, da auch keine Zerkarien.