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Polen | Bodzentyn | Rindermarkt
Bereits um sechs Uhr morgens ist unser Team auf dem Rindermarkt. Es ist mehr los als üblich, rund 1000 Tiere sind auf dem Marktgelände. Die Händler begründen die vielen Tiere damit, dass die grosse Trockenheit im Sommer und Herbst das Futter verteuert hätten und viele Bauern ihre Tiere nicht halten können. Unser Team findet einige verletzte Tiere. U.a. eine Kuh mit einer tiefen Wunde direkt über der Nase, eine andere mit tiefen Wunden an den Sitzhöckern. Wir rufen den Markttierarzt, der die Wunden versorgt. Einige Kühe sind ungemolken zum Markt gebracht worden, andere Kühe haben verwachsene Klauen. All diese Befunde protokolliert unser Team, um dies der Veterinärbehörde zu melden.
Gegen Ende des Marktes entdeckt unser Team eine liegende Kuh, die nach Atem ringt, weil sie zu kurz angebunden ist. Sie gehört zu einem uns schon länger bekannten Tierhändler. Er liefert an den Schlachthof immer nur einen Teil der von ihm auf dem Markt gekauften Rinder. Die anderen bleiben bis zu seiner Rückkehr nach Stunden ohne jede Versorgung und Bewachung auf dem Marktgelände zurück. Als unser Team gegen 14 Uhr nochmals zu Markt fährt, werden die rund 60 Kühe von diesem Händler endlich abgeholt.