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Ende des 18. Jahrhunderts /
Anfang des 19. Jahrhunderts
verschiedene Laubhölzer, Eisen
L. 3,8 bis 17,8 cm
Inv. 1932.1052.–1053.
1932.1055.-1057.
Werkzeug für kleine Handwerker
Verschiedene Holzarten und unterschiedliche Grössenverhältnisse zeigen deutlich, dass es sich um zwei Gruppen handelt. Die ursprüngliche Funktion der kleinen Instrumente ist nicht klar. Als Modelle zu Demonstrationszwecken dienten die bis in alle Einzelheiten ausgearbeiteten Werkzeuge kaum. Werkzeugmodelle waren früher selten als funktionstüchtige Instrumente hergestellt worden.
Wahrscheinlicher ist, dass sie zur Ausstattung einer Spielwerkstatt für Knaben gehörten und dass mit ihnen wirklich gespielt wurde.
Alle Instrumente sind benennbar und entsprechen realen Werkzeugen. Der Winkel dient zum Anreissen von Schnittlinien. Der mittelgrosse Hobel heisst Schrupp- oder Schlichthobel. Schreiner und Zimmerleute verwenden ihn bei der Grobbearbeitung von Holzbrettern. Weil das Eisen unten rund gebogen ist, hebt er grosse Späne ab. Damit man eine plane Fläche erhält, arbeitet man über das Kreuz. Danach benutzt man die Rauhbank, den grossen Hobel mit dem langen Holzkörper. Der Schreiner oder Zimmermann führt ihn mit beiden Händen. Als Handhaben dienen der Griff und das Horn vorne, Nase genannt, hier in Form einer Schnecke geschnitzt. Mit der Rauhbank hobelt man grosse Flächen plan. Für die endgültige Feinbearbeitung benutzt man den kleinsten Hobel, den Putzhobel. Bei all diesen Spielhobeln lässt sich wie bei wirklichen Werkzeugen das Eisen verstellen und mit dem Keil fixieren.
Auch Hammer und Säge sind bis in alle Einzelheiten ausgearbeitet.
Damit der Hammerkopf nicht herausfällt, ist dem Stiel vorne ein Eisenkeil eingeschlagen.
Das Eisen ist leicht gerundet, die Bahnen sind abgeschrägt, die Kanten leicht eingezogen. Es handelt sich wohl um den Hammer eines Küfers, nicht eines Zimmermanns. Bei der Spannsäge ist das Sägeblatt mit Stiften befestigt, der Sägesteg in die aufrechten Sägearme eingezapft. Damit der Rahmen nicht auseinander fällt, ist oben die Spannschnur notwendig. Dreht man den Spannstock, spannt oder entspannt man das Sägeblatt. Nichts wurde verleimt, alles ist verspannt.
Basel, hauptsächlich 1930er und 1940er Jahre Künstler: R. Münger, R. Trübner, W. Koch, Alexander Zschokke (1894-1981), Ed. Niethammer, Urech, E. Waldheuer, Aldo Patocchi (1907-1986), Emil Beurmann (1862-1951), Niklaus Stöcklin (1896-1982) Fotografin: Claire Roessiger Papier, Halbkarton, Lithographie, Buchdruck H. 35 cm, L. 50,3 cm Inv. 2007.4.