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Unter äbt. Herrschaft bildete R./Wies eine der sechs Rhoden des Amts Appenzell. Zur wohl zwischen 1204 und 1220 entstandenen, im 13. Jh. belegten Rhode R. gehörten bis zur Landteilung 1597 zwei territorial nicht zusammenhängende Teile: das Gebiet der Rhode Hackbühl rund um das Kirchdorf Gais (Halbrhode Wies) und das eigentl. Gebiet der Rhode R. westlich von Appenzell (Kau, Enggenhütten, R.). Seit den Glaubenswirren ist Wies als eine ref. äussere Rhode zu betrachten, weshalb diese Halbrhode bei der Landteilung dem Kt. Appenzell Ausserrhoden zugeschlagen wurde. R. hingegen wurde im Kt. Appenzell Innerrhoden zu einer Halbrhode, behielt aber versch. Rechte einer ganzen Rhode bei. Die Innerrhoder Kantonsverfassung von 1814 verschmolz R. mit der Halbrhode Stechlenegg zu einer ganzen Rhode. Mit der Neustrukturierung des Kantons 1872 verlor die Rhode R. ihre polit. Funktionen. Ihr Gebiet wurde auf die neu geschaffenen Bez. Appenzell, Schlatt-Haslen und Gonten aufgeteilt.
Literatur
– Kdm AI
– AppGesch 1-3
Autorin/Autor: Hermann Bischofberger