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Damen-, Herren-, Rollstuhl- Europameisterschaften 2015
Swissteam bestehend aus:
Christine Feldmann, Claudia Kunz, Michael Schneider, Dimitri Jungo, Ronald Regli, Sebastian Koch und John Torres.
Am Samstagmorgen 11. April, trafen wir uns in aller Frühe am Flughafen Kloten. Bereits um 05:00 Uhr hatten wir eingecheckt. Unsere Reise führte uns nach Lissabon, dann mit einem Innlandflug nach Faro und mit dem Shuttlebus weiter in die Algarven nach Vale de Lobo, in Portugal. Um die Mittagszeit waren wir schon im Hotel Ria Park angekommen. Nach dem akkreditieren und Zimmer Bezug, besichtigten wir den Spielort mit den 24 Dynamic III Tischen, die alle mit Live Stream ausgestattet waren. Abends ging ich an das Teamleader Meeting. Dort wurden diverse Infos so wie die wichtigsten Spielregeln, oder besser gesagt, deren Änderungen oder Wichtigkeiten bekannt gegeben. Um die Neuigkeiten und Infos an die Spieler zu bringen trafen wir uns anschliessend zu einem Swissteam Meeting. An der Opening Zeremonie wurde dann diversen örtlich bekannte Damen und Herren den Dank ausgesprochen, ohne dessen Unterstützung doch solche Anlässe nicht möglich sind. Danach eröffnete der EPBF Präsident Gré Lenders die Europameisterschaften 2015 mit den Worten "The Pool Billard European Championships is open".
Am Sonntag begann dann das Turnier mit dem 14/1. Bei den Herren verloren alle Ihre Startpartien. Im zweiten Anlauf gewannen Sebastian und Michael ihre zweite 14/1 Begegnung, wobei Dimitri und John ihre verloren. In der nächsten Runde verloren auch Sebastian und Michael ihre Begegnungen. Die Damen griffen erst am Dienstag ins 14/1 Geschehen ein. Grund dafür war ein im Asiatischen Raum stattfindendes grosses Damenturnier. Christine gewann ihre Startpartie und verlor anschliessend die nächsten 2 Begegnungen. Claudia spielte sich mit 2 Siegen in das KO der letzten 16. Dort verlor sie gegen die Spanierin Silvia Lopez mit 75:47 und beendete mit dem 9. Schlussrang als beste Schweizer Teilnehmerin das 14/1.
Am Mittwoch startete das 10. Ball. John verlor beide Begegnungen. Dimitri verlor seine erste Begegnung gegen den stark spielenden Finnen Aki Heiskanen. Die nächste Begegnung gegen den Luxembourger Marc Glatz gewann er. Anschliessend verlor er gegen den nächsten Spieler aus Estonia Denis Grabe deutlich mit 8:1. Michael verlor seine erste Begegnung. Die zweite gewann er überlegen gegen den Kroaten Michel Bartol mit 8:2. Seine nächste Begegnung, gegen den Portugiesen Joao Grilo ging nach spannendem Hill Hill Spiel mit 8:7 verloren. Roni stieg in das 10. Ball geschehen mit deutlichen Siegen über 2. Spieler des Gastgeber Landes Portugal ein. Im KO musste er sich dann von Kasper Kristoffersen aus Dänemark geschlagen geben. Christine verlor ihre erste Begegnung gegen die stark spielende und spätere mehrfache Medaillengewinnerin Kamila Khodjaeva aus Belgien chancenlos mit 6:0. Gegen die nächsten Gegnerinnen gewann sie überlegen. Um den Einzug in die letzten 16 verschoss Christine gegen Caroline Roos aus Schweden eine machbare 10 und verlor 6:5. Claudia spielte sich mit 2 Siegen in die letzten 16. Dort stand ihr die Finnin Marika Poikkijoki am Billardtisch gegenüber. Claudia ging 5:3 in Führung nach 2 vermeidbaren Fehlern hiess es 5. beide. Das letzte Spiel entschied dann die Finnin für sich. Claudia beendete das 10. Ball wiederum als beste der Schweizer Delegation auf dem 9. Schlussrang.
Am Freitag begann der 8. Ball Event. Da gewann Sebastian mit einem deutlichen 8:3 Sieg gegen den Cyprioten Onuc Altur. Die nächsten 2 Begegnungen verlor er, unter anderem gegen seinen Landsmann John Torres. John verlor seine erste Begegnung und konnte dann anschliessend die nächsten 2 für sich entscheiden, ehe er gegen den aus Dänemark stammenden Andreas Madsen mit 8:3 verlor. Michael spielte sich mit dem gewinnen seiner ersten 2 Partien in die letzten 64 Teilnehmer und somit in das KO Tableau. Dort traf er auf den Holländer Marc Bijsterbosch. Nach einem spannenden Kampf und nach Hill Hill verlor der Schweizer mit 8:7. Dimitri verlor knapp mit 8:7 seine erste Begegnung. Die nächsten 2 Spiele konnte er für sich entscheiden. Im KO traf er auf den Schweden Marcus Chamat gegen den er nach spannendem Spiel 8:6 verlor. Roni verlor seine Startpartie knapp mit 8:7. Das knappe behielt er bei, konnte jedoch die nächsten 2 Begegnungen mit diesem Resultat für sich entscheiden. Mit einem weiteren Sieg über Andreas Madsen aus Dänemark spielte er sich in die letzten 16. Teilnehmer. Dort durfte er gegen den Profi Spieler aus Österreich Albin Ouschan antreten. Roni erwischte einen guten Start, e er zur 6:2 Führung die weisse mit der 8 versenkte und somit stand es 5:3. Albin Ouschan drehte danach das Spiel und Roni verlor 8:5. Dies hiess für den Schweizer den guten 9. Schlussrang. Christine gewann nach einem Forfait in der ersten Runde gegen die Holländerin Nathalie Seichter. Das nächste Spiel verlor sie gegen die Finnin Marika Poikkijoki. Auch die nächste Begegnung, gegen die mehrfache Europameisterin aus Österreich, Jasmin Ouschan ging nach spannendem Spiel mit 6:4 verloren. Claudia gewann ihre erste Partie. Verlor jedoch ihre nächste deutlich mit 6:0. Ihre nächste Gegnerin schlug sie mit 6:4. Das aus im 8 Ball für Claudia kam nach dem verlieren gegen die Deutsche Melanie Süssenguth.
Am Montag der zweiten Woche begann das 9. Ball. Sebastian und Michael verloren gegen teils stark spielende Gegner ihre beiden Partien. John verlor seine Startpartie, bevor er seinen nächsten Gegner Vadims Jemeljanovs aus Latvia im Eiltempo (45. Min.) mit 9:4 besiegte. Der Deutsche Andreas Roschkowsky war der nächste Gegner von John. Gegen ihn verlor er nach spannendem Spiel und nach Hill Hill mit 9:8. Dimitri spielte sich mit 3 Siegen und einer Niederlage in die letzten 32 Teilnehmer. Dort traf er auf den Schweden Andreas Gerwen gegen den er 9:6 verlor. Roni spielte sich nach einem Startrunden Forfait und 2 Siegen auch in die letzten 32. Dort verlor er gegen einen stark spielenden Kasper Kristoffersen aus Dänemark knapp mit 9:7. Somit belegten Dimitri und Roni den 17. Schlussrang. Claudia gewann ihre Startpartie und verlor anschliessend ihre nächsten 2 Begegnungen. Christine spielt sich nach 3 gewonnenen und einem verlorenen Spiel in die letzten 16. Dort traf sie auf die junge Kamila Khodjaeva. Christine ging rasch mit 5:1 in Führung. Ab da gelang der Belgierin fast alles und Christine verlor nach Gleichstand die Begegnung mit 7:6 und beendete das 9. Ball als beste der Schweizer Delegation auf dem 9. Schlussrang.
Der Teamwettbewerb startete recht ungewohnt zu Beginn der Europameisterschaften, für die Herren hiess dies schon am Sonntag. Die Teams bestanden aus 3. Spielern die jeweils 8,9 und 10. Ball spielten. Als die Spieler gemeldet werden mussten hatten einige noch gar keine Partie, und andere höchstens eine gespielt. Somit war klar dass man sich bei der Team Wahl nicht auf schon gezeigte Leistungen der Teilnehmer stützen konnte. Der erste Gegner hiess Italien die mit Petroni, Caperna und Corrieri antraten. Diese Begegnung verloren die Schweizer mit 2:1. Am Dienstag war Spanien der nächste Gegner. Auch da unterlagen die Schweizer gegen die starken Spanier. Das Damen Team, bei denen 8. und 9. Ball gespielt wurde, das ihre erste Begegnung nach einem Forfait gegen die beiden Holländer Rademakers Schwestern bestreiten durfte, gewannen dies problemlos mit 2:0. Der nächste Gegner waren die Gold Medaillengewinner des letzten Jahres, nämlich die Österreicherinnen Sandra Baumgartner und Jasmin Ouschan. Nach einem 7:2 für Jasmin gegen Christine und einem 6:3 für Claudia gegen Sandra ging es in das Shoot-out. Da wurden vom Schiedsrichter die 8 auf den Fusspunkt und der Spielball auf den Kopfpunkt gesetzt. Jede Spielerinn durfte den Stoss 3-mal spielen, dann wurde abgerechnet. Hier ging der Gewinn der Begegnung an die Vorjahressieger Österreich. Die nächsten Gegner waren die 2 erfahrenen Spielerinnen Caroline Roos und Louise Furberg aus Schweden. Hier ging der Sieg deutlich an die Schweizerinnen. Dies hiess nun der sicher dritte Platz im Damen Team Wettbewerb. Top motiviert ging es am selben Tag, ein par Stunden später in die nächste Begegnung gegen die Russinnen Anna Mazhirina und Kristina Tkach. Claudia gewann ihr Spiel gegen die erfahrene Anna mit 6:4. Christine verlor ihr Spiel äusserst knapp mit 7:6. Das wegen dem Gleichstand darauf folgende Shoot-out ging mit 4:2 für die Schweizer Damen verloren. Somit beendete das Damen Team die Europameisterschaften auf dem Super dritten Schlussrang mit einer Bronzemedaille im Gepäck.
Resultate, Ranglisten, Presseberichte und Fotos können auf der EPBF Webseite www.epconline.eu eingesehen werden.