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Auftraggeber
RUAG Real Estate AG Thun
Fotos
Planung
2005 – 2006
Ausführung
2006 – 2009
Die Industriehalle wurde um 1890 als mechanische Werkstatt / Dreherei erstellt und 1940 um einen unterkellerten Anbau auf der Nordwestseite erweitert. An Stelle des Anbaus befand sich vor 1940 ein kleines Materiallager, welches zum Betrieb im Gebäude gehörte.
Das Gebäude wurde immer als mechanische Werkstatt, insbesondere Dreherei (Drehen, Fräsen, Schleifen), genutzt. Die Werkstatt diente als Werkzeugmacherei, eine wichtige Tätigkeit innerhalb der Munitionsfabrik, denn für die Prozesse wie die Hülsen- und Geschossproduktion oder die Laborierung von Patronen sind Sätze von spezifischen Werkzeugen notwendig, welche je einen Schritt dieser Prozesse ermöglichen.
Das Gebäude ist als klassische Shedhalle, mit einem auffallend engen Stützenraster von
7.5 x 3.6 m, konzipiert. Sie ist innen 52 m lang, 20.5 m breit und 4.25 m hoch.
Die Baustruktur ist vollständig erhalten. Das Dach, inkl. Shedverglasung und Storen musste saniert werden. Dabei wollten wir die hohe architektonische Qualität nicht beeinträchtigen. Die Spuren der Geschichte sollen sichtbar bleiben.
Es geht um eine Transformation von einem alten Zustand in einen Neuen. Die Zeugen der Industrie dürfen nicht abgerissen werden. Sie sollen vielmehr instand gestellt und neu genutzt werden. Dabei ist die Auswahl der neuen Nutzung entscheidend. Die Industriehalle dient nun als Werkstatt für psychisch beeinträchtigte Menschen.