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Studie Umnutzung Scheune
Näfenhaus, Kappel a/A
2020
Beim Näfenhaus in Kappel handelt es sich um ein Schutzobjekt von hoher nationaler Bedeutung. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Bau bis in die Zeit der Kappelerkriege zurückgeht. Im zweiten Kappelerkrieg (1531) starb der bekannte Reformator Huldrych Zwingli.
Der Hof Näfenhaus wurde nach dem Krieg 1535 Adam Näf als Handlehen gegeben, da er bei der Rettung des Hauptbanners der Zürcher Truppe massgeblich beteiligt war. In einem Hausteil des Näfenhaus befindet sich ein Museumsraum, der Aufschluss über die Familie Näf gibt.
Die Scheune und das Wohnhaus sollen möglichst erhalten bleiben. Es sind nur wenig Veränderungen möglich, die Eingriffstiefe muss möglich gering sein. Die Substanz, inkl. Dach, darf nicht verändert werden.
Das Projekt sieht ein “Haus im Haus“ vor. Die grossen Räume der Scheune sollen weiterhin erlebbar bleiben. Um die Konstruktionen herum soll ein räumliches Gebilde gebaut werden, welches die Substanz respektiert. In die Scheune wird, ähnlich einem Möbelstück, nur eine Wohneinheit “hineingestellt“. Die Aussenfassade soll wie ein lichtdurchlässiger “Screen“ funktionieren, eine offene Holzschalung, welche möglichst viel Licht in das Volumen bringt.