Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03264.jsonl.gz/1065

Remco Evenepoel hat auf eindrückliche Art und Weise die 108. Ausgabe von Lüttich-Bastogne-Lüttich und damit sein erstes Radsport-Monument gewonnen. Der Belgier attackierte rund 30 km vor dem Ziel in der Côte de la Redoute und setzte sich von den weiteren Favoriten ab. Seinen Vorsprung vermochte er auch in den letzten beiden Anstiegen souverän zu verteidigen. Mit 22 Jahren und 89 Tagen ist er beim Ardennen-Klassiker der jüngste Sieger seit 1968.
Im Sprint der ersten grösseren Verfolgergruppe, die Lüttich nach 257,5 Kilometern mit fast 50 Sekunden Rückstand auf Evenepoel erreichte, sicherte sich Quinten Hermans (Intermarche) den 2. Rang. Wout van Aert (Jumbo-Visma) sorgte beim Heimrennen als Dritter für einen belgischen Dreifachsieg.
Marc Hirschi zeigte ein gutes Rennen und fuhr im Feld der Favoriten immer vorne mit. Der Berner (UAE Team Emirates) erreichte das Ziel mit der ersten Verfolgergruppe und klassierte sich als bester Schweizer zeitgleich mit Hermans auf dem 9. Rang.
Alaphilippe fällt bei Massensturz aus der Entscheidung
Das Rennen wurde von einem Massensturz gut 62 Kilometer vor dem Ziel überschattet. Betroffen war mit Weltmeister Julian Alaphilippe auch einer der Favoriten. Der Franzose, der mit der Ambulanz ins Spital abtransportiert werden musste, war nach seinem schweren Sturz bei Bewusstsein. Später gab sein Team Quick-Step bekannt, dass der Doppelweltmeister eine Schulterblatt-Fraktur sowie einen Pneumothorax erlitten habe.
Van Vleuten eine Klasse für sich
Bei den Frauen setzte sich Annemiek van Vleuten durch. Die Niederländerin nahm ihrer Konkurrenz 43 und mehr Sekunden ab. Nach 2019 war es ihr 2. Triumph beim Klassiker. Die Schweizerinnen konnten nicht mit der Spitze mithalten. Marlen Reusser verlor auf den 142 km rund 3 Minuten auf die Siegerin und wurde 21. Elise Chabbey beendete das Rennen auf Rang 29 (4:49 Minuten zurück).