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Kirche Welfensberg
Das von auswärtigen BesucherInnen liebevoll als "Kirchlein" bezeichnete Gotteshaus von Welfensberg wird erstmals im Jahre 1275 erwähnt. Einheimische weisen aber doch mit Stolz darauf hin, dass es kein "Kirchlein" ist, sondern eine selbständige Pfarr-Kirche. Das Kirchlein von Welfensberg ist dem heiligen Laurentius geweiht, welcher im 3. Jahrhundert (258) im Einsatz für die Armen den Martyrertod erlitten hatte. In den Jahren 1875-1879 wurde die Kirche auf Initiative von Pfarrer Kurz einer Innenrenovation unterzogen. Ein wunderschöner, mit reichen Goldornamenten verzierter Barockaltar aus dem Jahre 1721, in welchen 1904 noch ein Tabernakel eingebaut wurde, ziert noch heute das Kirchlein; die Kanzel trägt die Jahrzahl 1710. Im Jahre 1877 wurde die Orgel eingebaut, welche 1914 umgebaut wurde. Das Kirchlein galt durch die innere Renovation als eines der schönsten in der Umgebung, - eine Empfindung, die auch heute noch viele Hochzeitspaare am schönsten Tag im bisherigen Leben nach Welfensberg führt. 1881 wurde die Kirche mit zwei Seitenaltären bereichert, und 1925 (im Rahmen einer 1923 begonnenen Teilrenovation) erfolgte die Erhöhung des Kirchturmes. 1929 liess der renovationsfreudige Pfarrer Beerli auf eigene Kosten ein neues Hauptkirchenportal anbringen. Die Kirchgemeinde wurde 1929 von einem furchtbaren Schlag getroffen. Die Handwerksleute waren mit der Aussenrenovation des Kirchturmes beschäftigt, als am Jakobstag, dem 25. Juli 1929 um 9.20 Uhr der Turm in sich zusammenbrach. Im Zuge des Wiederaufbaus wurde der Chor verlängert, und Ende Jahr 1929 läuteten die neuen Glocken im wiedererrichteten Turm wieder. Die finanzielle Belastung war nur dank grosszügiger Spenden zu ertragen (Pfarrer Beerli selber spendete der Kirchgemeinde Welfensberg bis 1929 Fr. 20'000.--). Von 1976-1978 wurde das Kirchlein von Welfensberg einer Totalrenovation unterzogen. Praktisch alles Vorhandene in Kirche, Sakristei, Turm und Umgelände wurde gründlich überholt und erneuert und den Erfordernissen des Zweiten Vatikanischen Konzils Rechnung getragen. Die wunderschönen Kreuzwegstationen zieren heute die Brüstung der Empore. Am 12. November 1978 freute sich das ganze Volk rund um den Nollen, als der Abt von Einsiedeln die Altarweihe vollzog.
Heute präsentiert sich das Kirchlein von Welfensberg als wunderschönes Schmuckstück am Nollen, welches nicht nur die Pfarrgemeinde erfreut, sondern auch viele auswärtige Besucher und Besucherinnen zum Verweilen und zum Feiern einlädt. Wohl deshalb feiern viele Paare in dieser Kirche, welche auch für Fotografien wunderschöne Sujets bietet, ihre Hochzeit.
Direkt neben der Kirche betreiben private Initiantinnen eine Apéro-Scheune (Link auf Oldie-Gaden), welche sich zunehmender Beliebtheit erfreut.
9514 Wuppenau