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Der Klarinettist Sebastian Manz wurde 1986 in Hannover als Sohn der Pianisten Julia Goldstein und Wolfgang Manz und als Enkel des Geigers Boris Goldstein geboren. Als Mitglied im Knabenchor Hannover sammelte er seine ersten musikalischen Erfahrungen und kam dabei schon früh mit Dirigenten wie John Eliot Gardiner oder Leonard Slatkin zusammen. Im Alter von elf Jahren wurde Manz als Jungstudent, mit siebzehn Jahren dann als Vollstudent an die Lübecker Musikhochschule aufgenommen, wo er seine Ausbildung bei Sabine Meyer und Reiner Wehle absolvierte. 2008 gründete er mit dem Pianisten Martin Klett das Duo Riul, das noch im selben Jahr den Deutschen Musikwettbewerb in Bonn gewann. Wenige Wochen danach ging Sebastian Manz dann als Sieger aus dem Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München hervor, wo ihm nicht nur der erstmals seit vierzig Jahren wieder vergebene Erste Preis in der Kategorie Klarinette, sondern auch der Publikumspreis und mehrere Sonderauszeichnungen verliehen wurden. Unmittelbar danach folgten Auftritte mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, das ihn zu seinem Ersten Soloklarinettisten berief, mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Deutschen Radio Philharmonie Kaiserslautern-Saarbrücken und dem Collegium Musicum in Basel. Als Kammermusiker wurde Sebastian Manz zum Rheingau Musik Festival, zum Heidelberger Frühling, zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern eingeladen. 2011 war er bei Lars Vogts Festival «Spannungen» in der Eifel, beim Kissinger Sommer und bei den Salzburger Festspielen zu Gast. Im kommenden Oktober wird Sebastian Manz für seine Aufnahme des Mozartschen Klarinettenkonzerts als Nachwuchskünstler des Jahres mit dem «Echo Klassik» geehrt.
August 2011