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Beim Abbau von Arbeitsplätzen hielten sie sich an die Obergrenze "von bis zu 2000 Stellen in den nächsten Jahren". Wie es danach weitergehen soll, liess Hiesinger offen. "Keiner kann natürlich heute sagen, was in fünf oder zehn Jahren ist." Gegen den Zusammenschluss mit Tata hatten Gewerkschafter und Tausende Mitarbeiter protestiert.
Mitarbeitern in Deutschland sagte Hiesinger zu, sie würden ihre Mitbestimmungsrechte behalten, auch wenn die neue Zentrale der Sparte in Amsterdam liegt: "Die deutschen Stahlkocher behalten ihre Montanmitbestimmung so wie sie heute ist." Das Gesetz regelt seit den 1950er Jahren die Zusammensetzung von Aufsichtsräten in grossen Kohle-, Bergbau- und Stahlbetrieben.
Aufsichtsräte sollen demnach paritätisch mit Arbeitnehmer- und Eigentümervertretern besetzt sein. In Pattsituationen entscheidet die Stimme eines zusätzlichen neutralen Mitglieds. In dem Interview erklärte Hiesinger, er nehme "die Emotionen" der Mitarbeiter ernst. "Aber ein Vorstand darf vor Problemen die Augen nicht verschliessen." Gemeinsam mit Tata würden sie die Möglichkeit haben, bei Einkauf, Entwicklung, Verwaltung und Forschung Millionen zu sparen./kil/DP/zb
(AWP)