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'MAISON DE LA PAIX', Neubau
CH-Genf
Wettbewerb
2008
Die Zielsetzungen eines ‚Maison de la paix’ müssen weit über die eines herkömmlichen Büro- oder Hochschulgebäudes hinausgehen.
Es ist die Errichtung einer öffentlichen Instanz, die sich als Kompetenzzentrum weltweiter Friedensaktivitäten sieht.
Sowohl die inhaltliche Aufgabe des ‚Maison de la paix’ als auch die Lage des als städtische Schnittstelle fungierenden Grundstücks rechtfertigen die Errichtung eines markanten Gebäudes. Statt das Programm in einen isolierten Stadtbaustein zu giessen, wird das Programm in Form eines flachen, begehbaren Sockels und eines vertikalen Punktvolumens zweigeteilt. Der Sockel nutzt den anliegenden Niveauversprung in Grundstücks-Querrichtung zur Belichtung und vermittelt mit seiner öffentlich begehbaren und allseitig angebundenen Oberfläche an die angrenzenden Parkflächen. Das 18-geschossige Vertikalvolumen erhebt sich aus dieser Fläche und artikuliert sich als Auftakt und Bestandteil der institutionellen Solitäre in der Parklandschaft des Genfer UNO-Quartiers.
Beide Bauteile enthalten öffentliche Programmelemente und werden durch die daraus sich ergebende Aktivität und Öffentlichkeit verbunden und wechselseitig verknüpft. Ausdruck findet diese Verknüpfung in einem Einschnitt, der alle Zugänglichkeiten unter- und oberirdisch auf selbsterklärende Art verständlich macht.
An der Fassade wechseln sich vertikale Lisenen mit leicht zurückversetzten, geschosshohen Kastenfenstern ab. Die Profilierung ist gering genug um die Abstraktion des Körpers in der Fernwirkung nicht zu zerstören und gleichzeitig bei der Nahbetrachtung eine elegante Strukturierung sichtbar werden zu lassen.
GF 40'000m2
Bauherrschaft
Département de L'améhagement, CH-Genève