Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/185671

<h2>SubmittedText<h2><p>Nur selten stirbt jemand an Keuchhusten; Todesfälle lassen sich aber dank einer Impfung der schwangeren Mütter vermeiden. Deshalb wird diese Impfung heute während der Schwangerschaft empfohlen, um Komplikationen sowohl beim Fötus und bei der zukünftigen Mutter während der Schwangerschaft als auch nach der Geburt beim Neugeborenen und bei der Mutter zu vermeiden.</p><p>Das BAG hat 2016 zu diesem Thema die Kampagne "Meine Impfung. Dein Schutz." lanciert. Trotzdem scheint die Empfehlung, die von den Gynäkologinnen und Gynäkologen nicht systematisch weitergegeben wird, viele schwangere Frauen nicht zu erreichen. </p><p>Deshalb stelle ich folgende Fragen:</p><p>1. Was ist die Durchimpfungsrate für Keuchhusten bei schwangeren Frauen in der Schweiz seit 2016?</p><p>2. Erachtet das BAG die aktuelle Rate als ausreichend?</p><p>3. Wie kann gewährleistet werden, dass alle Gynäkologinnen und Gynäkologen ihre Patientinnen über diese Empfehlung informieren?</p><p>4. Ist eine neue Sensibilisierungskampagne geplant, und wenn nicht, warum?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1./2. Das Durchimpfungsmonitoring in der Schweiz beruht auf Daten, die bei 2-, 8- und 16-jährigen Kindern gesammelt werden. Die Durchimpfungen bei Erwachsenen werden nicht systematisch erfasst. Es liegen daher keine Daten zur Durchimpfung gegen Keuchhusten bei Schwangeren in der Schweiz vor. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) kann daher die aktuelle Rate nicht beurteilen.</p><p>3./4. Das BAG ist sich bewusst, dass die Impfempfehlung gegen Keuchhusten an vielen schwangeren Frauen vorbeigeht. Folglich wird es im Sinne der Nationalen Strategie zu Impfungen die Kommunikationsmassnahmen intensivieren und diversifizieren, damit diese Empfehlung bei den betroffenen Fachpersonen, insbesondere den Gynäkologinnen und Gynäkologen sowie den Hebammen, und bei den schwangeren Frauen bekanntgemacht werden soll.</p><p>Es wird sich dabei nicht um eine Sensibilisierungskampagne im engeren Sinn handeln, sondern um die Bereitstellung von Informationsmaterial und vorgesehenen Publikationen, die von Ende 2018 bis Ende 2019 die Zielgruppen über spezifische Kanäle erreichen sollen. Diese Kommunikationsstrategie wurde vom BAG in Partnerschaft mit verschiedenen Schlüsselakteuren ausgearbeitet.</p>  Antwort des Bundesrates.