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Als Präsident Arthur Morgan in den letzten Stunden seiner Amtszeit beschließt, mit seiner letzten Amtshandlung einen Verbrecher zu begnadigen, fällt seine Wahl nicht rein zufällig auf den ehemaligen Top-Lobbyisten Joel Backman. Auf Drängen des CIA-Direktors wird Backman schließlich wieder auf freien Fuß gesetzt. Doch die ersehnte Freiheit wird schnell von einem Komplott des CIA-Chefs überschattet. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wird Backman außer Landes gebracht und in Italien abgesetzt. Dort soll er mit einer neuen Identität ein anderes Leben beginnen.
Damit verfolgt die CIA einen perfiden Plan, der mit Backmans letzten großen Coup zu tun hat. Auf dem Höhepunkt seiner Macht gelangte Backman in den Besitz eines Computerprogramms, mit welchem er Zugriff auf ein weltweit operierendes geheimes Sattelitensystem bekam. Bei dem Versuch das Programm an den Meistbietenden zu verkaufen machte sich Backman jedoch selbst zur Zielscheibe und nach dem Tod eines engen Freundes gelangte er vom Regen in die Traufe. Da Backman sich immer noch im Besitz des Programms befindet und nicht geklärt werden konnte wem die Satteliten gehören, versucht die CIA Backman als Köder einzusetzen. Nach und nach lässt sie Informationen über seinen Aufenthalt durchsickern und beobachtet, wer nun Anstalten macht, sich Backmans zu entledigen. Wer auch immer Backman erledigt dürfte für die Erschaffung des geheimnisvollen Sattelitensystems verantwortlich sein. Fern seiner Heimat und völlig unvorbereitet beginnt für Joel Backman ein Kampf ums Überleben...
Grundlegend sollte man über Grishams die Begnadigung wissen, dass das Buch im Grunde nur als eine Art Italienreiseführer geschrieben wurde. Begeistert von einer Reise nach Bologna beschloss Grisham seinen nächsten Thriller dort spielen zu lassen und wer sich für die italienische Sprache und Kultur begeistern kann, der wird an diesem Buch höchstwahrscheinlich auch Gefallen finden. Seitenweise Dialoge dienen selbst als eigener Italienischkurs und man kann tatsächlich behaupten wirklich etwas aus der Lektüre dieses Buches gelernt zu haben.
Leider und das ist in diesem Thriller sehr schade, versteht der Autor kaum etwas von Geheimdienstarbeit oder moderner Technik (was er bewundernswerterweise im Nachwort auch ganz offen zugibt). Unter Umständen könnte man darüber ja darüber hinwegsehen, aber aufgrund der schwachen Story, die von zwanghaften Wendungen und Szenenwechseln strotzt, entsteht der Eindruck, dass die Geschichte nach dem einfachen Motto "Irgendwer wirds schon kaufen" lieblos hingeklatscht wurde. Ein ehemaliger Anwalt und Lobbyist der zwischen die Fronten international agierender Geheimdienste gerät - ist sicher ein spannender Plot, aber nun mal so gar nicht John Grishams Genre, darum "Bäcker bleib bei den Brötchen".
Fazit:
Ein schöner Italienischkurs, aber spannungsloser Thriller.
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