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Dissertationen Auf dieser Seite finden Sie durch Referenten des IfB betreute Dissertationen, die nicht in einer der u.a. Buchserien veröffentlicht wurden. 2016 Schulte Steinberg, Adrian (Björn Ambos): Thinking inside the box: An internal perspective on headquarters-subsidiary relations of multinational corporations Effektive Beziehungen zwischen zentralen und lokalen Geschäftseinheiten sind ein wichtiger Erfolgsschlüssel für multinationale Konzerne im aktuellen Marktgeschehen. Derzeit entsteht eine Debatte um die Bedeutung interner Komplexität zwischen Konzernzentralen und lokalen Geschäftseinheiten. Diese Dissertation beleuchtet interne Komplexität auf organisatorischer und individueller Ebene in drei eigenständigen, thematisch verbundenen Studien. Die erste fokussiert die organisatorische Ebene. Anhand der Prinzipal-Agenten-Theorie wird postuliert, dass künftige Studien der expliziten, kontext-spezifischen Übersetzung der Grundannahmen mehr Beachtung schenken sollten. Die zweite Studie untersucht, wie Sozialisierung von lokalen Geschäftseinheiten die Wahl anderer Kontrolltypen durch die Konzernzentrale beeinflusst. Sie zeigt auf, dass dies durch die Reduktion von Informationsasymmetrie geschieht, aber auch durch die Verringerung von Zielkonflikten. Die dritte Studie erforscht Komplexität empirisch auf individueller Ebene und führt zu dem Ergebnis, dass die Persönlichkeit von Managern in lokalen Geschäftseinheiten beeinflusst, ob diese Manager Verordnungen zur Aneignung organisationaler Praktiken durch die Konzernzentrale nachkommen. Außerdem wird deutlich, dass dieser individuelle Effekt durch die Wahl von organisatorischer Kontrolle beeinflusst werden kann. Neben den theoretischen wie praktischen Beiträgen der einzelnen Studien trägt diese Dissertation zur übergreifenden akademischen Forschung bei und wendet sich darüber hinaus auch an praktizierende Manager. Zusätzlich eröffnet sie die Diskussion um das richtige Maß an Komplexität für aussagekräftige Forschung sowie für Kosten-Nutzen-effizientes Management. Bekemeier, Sebastian (Günter Müller-Stewens): Strategic Leadership Competence: Konzeptualisierung und Erhebung einer Kernkompetenz von Führungskräften Seit einigen Jahren führen gesellschaftliche und politische Veränderungen zu einer wachsenden Komplexität der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen. Dies führt zu einem erhöhten Bedarf an Strategie und damit zu einer steigenden Bedeutung von strategischer Führung in Unternehmen. Die Frage nach den individuellen Grundlagen und Voraussetzungen für gegenwärtigen und zukünftigen unternehmerischen Erfolg in einem solchen Umfeld ist das zentrale Thema dieser Forschungsarbeit. Zur Beantwortung selbiger wurden die Kernpunkte einer strategischen Führungskompetenz (Strategic Leadership Competence) detailliert ausgearbeitet. Vor dem Hintergrund eines ganzheitlich erarbeiteten Verständnisses von Kompetenzen wird ein Konstrukt strategischer Führungskompetenz entwickelt und in einem Modell, dem „Strategic Leadership Competence Wheel“, operationalisiert. Die Grundlagen hierfür bilden sowohl eine ausführliche theoretische Literaturanalyse als auch eigene empirische Forschung. Dabei liegt der Fokus auf einer internationalen Interviewstudie, die im Rahmen der Grounded Theory und unter Nutzung eines Kontrastgruppendesigns dahingehend ausgewertet wurde, welche Kompetenzen erfolgreiche strategische Führungskräfte auszeichnen. Das Konstrukt wurde in Form eines Kompetenzmodells, dem „Strategic Leadership Competence Wheel“, detailliert ausgearbeitet. Dieses Modell ermöglicht ein tieferes Verständnis von strategischer Führung und bietet mit der Chance, Strategiearbeit in einer Organisation zu verankern, einen konkreten Mehrwert für die Praxis. Beckman, Peter (Günter Müller-Stewens): Corporate active ownership: a behavioral approach to understanding value creation in highly diversified multi-business firms Diese kumulative Dissertation untersucht Wertschöpfung durch aktives Unternehmenseigentum und ihren Einfluss auf die Unternehmensstrategie und den Markt für Unternehmenskontrolle. Breit diversifizierte und hochaktive Eigentümer wie Private Equity und Unternehmensgruppen spielen in der Wirtschaft eine immer größere Rolle, aber ihr Verhalten steht im Widerspruch zu zentralen Aspekten aktueller theoretischer Modelle. Der erste Artikel verweist daher auf die Verhaltenstheorie der Strategie, um ein neues Modell des aktiven Eigentums zu erhalten. Dieses „Außensicht-Modell“ legt nahe, dass die aktiven Eigentümer durch eine große Vielfalt an Erfahrungen bezüglich des Managements den Vorteil haben, kognitiv entfernte Möglichkeiten zu entdecken, und dass eine breitgefächerte und intensive Interaktion mit dem Management notwendig ist, diese zu verwirklichen, da sie eine signifikante Veränderung der gemeinsamen kognitiven Repräsentationen des Unternehmens erfordern. Das Modell wird mittels eines qualitativ-konfigurativen Mustervergleichs mit fünf Fällen von aktiver Eigentümerschaft getestet und unterstützt stark die Existenz des Außensicht-Modells und nicht den gegenwärtig dominierenden Einfluss und die spezialisierten Ressource-Modelle. Hettich, Erwin (Günter Müller-Stewens): Collaborating and Competing in Multipartner Initiatives: A Study on the Emergence, Evolution and Dynamics of Interorganizational Strategy Die vorliegende Dissertation untersucht den interorganisationalen Strategieprozess, der in einer komplexen, vernetzten und dynamischen Unternehmensumwelt zunehmend an Bedeutung gewinnt. Wie entstehen und wie entwickeln sich interorganisationale Strategien? Was sind die spezifischen Dynamiken, wenn Strategien organisationale Grenzen überschreiten, und warum sind einige Multipartner Initiativen erfolgreicher als andere? Diese übergeordneten Fragen leiten die nachfolgende Untersuchung. Diese Forschungsarbeit basiert auf einer Datenbasis aus Fallstudien, Interviews, sowie Umfragen. Darüber hinaus wird auf eine umfangreiche Datenbank aus Sekundärdaten zurückgegriffen. Die Untersuchungen erfolgen im empirischen Forschungskontext des sich gegenwärtig formierenden Elektromobilitätssektors. Schwenke, Markus (Markus Schwaninger): Management Tools for Strategizing: Opportunities and Challenges for Accepting and Implementing Dynamic Tools Managementwerkzeuge werden häufig in Unternehmen eingesetzt um Entscheidungen zu unterstützen. Hat eine Organisation den Einsatz eines bestimmten Werkzeugs entschieden, kommt es gewöhnlich zu Herausforderungen bei der Implementierung. Bisherige Forschungsansätze liefern ein nur unvollständiges Bild über die Prozesse die zu einer erfolgreichen Implementierung oder einer Ablehnung führen. Darüber hinaus werden von der Forschung nur sehr selten komplexere, dynamische Managementwerkzeuge berücksichtigt. Diese Dissertation adressiert zahlreiche Lücken in der Management- und Strategieforschung. In dieser Dissertation wird zuerst ein Grundgerüst für verschiedene Konzeptualisierungen des Begriffs "Dynamik" geschaffen. Die Konzeptualisierungen berücksichtigen Beiträge aus der Strategieforschung und betrachtet dabei Daten aus verschiedenen Quellen, z. B. aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen, qualitativen Interviews und gemeinschaftlichen Workshops. 2015 Müller, Johanna (Günter Müller-Stewens): A Dynamic Approach to Strategic Change Die Dissertation untersucht strategischen Wandel aus einer dynamischen Perspektive. Sie besteht aus drei eigenständigen, aber zusammenhängenden und sich ergänzenden Studien. In der ersten Studie wird die bestehende SW-Forschung systematisch analysiert und zusammengefasst. Eine wesentliche Erkenntnis ist, dass das Zeit-Konzept in den bisherigen Studien fast nie explizite Berücksichtigung fand. Basierend auf dieser Erkenntnis wird in der zweiten Studie die Rolle von Zeit in SW-Studien aus einer konzeptionellen Sicht genauer beleuchtet. Sie zeigt die vielfältigen Interdependenzen des Zeit-Konzepts und der SW-Forschung. Darauf aufbauend werden auch Hinweise für zukünftige temporale SW-Untersuchungen entwickelt. In der dritten Studie wird anhand eines induktiven Ansatzes SW über einen longitudinalen Zeitraum analysiert. Dabei liegt der Fokus auf dem Zusammenspiel von Veränderungen in Unternehmensstrategie und -struktur diversifizierter Unternehmen. Die empirischen Analysen basieren auf einem europäischen Datensatz im Zeitraum von 2000 bis 2010. Die Ergebnisse zeigen, dass strategische und strukturelle Veränderungen nicht als isolierte Ereignisse, sondern vielmehr als Teil einer Sequenz betrachtet werden sollten. Oh, Lyndon J. (Tomi Laamanen): Complexity Attributes and Economic Shocks: An Activity System Perspective Forscher haben begonnen, die Strategie und Struktur eines Unternehmens als komplexe Systeme interdependenter Geschäftsaktivitäten - sogenannte "Activity Systems" - zu konzeptualisieren. Manager müssen eine Reihe von Entscheidungen treffen, welche einen zentralen Einfluss auf die Anzahl und das Ausmass von Interdependenzen im Unternehmen haben und damit eine häufige Ursache für Unternehmenserfolg darstellen. Trotz des möglichen Einflusses solcher Entscheidungen auf den Wettbewerbsvorteil wissen wir wenig über Implikationen, den solche Activity System-Charakteristika auf den Unternehmenserfolg haben, wenn radikale Veränderungen in der Umwelt auftreten. Zudem wissen wir relativ wenig über "Umwelt-Schocks" als ein eigenständiges Phänomen, dem Organisationen ausgesetzt sein können. Die vorliegende Dissertation adressiert diese Forschungslücken in drei Studien. Die zentrale Aussage dieser Dissertation ist, dass Komplexitätscharakteristika die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens in Zeiten von Umweltschocks sowohl begünstigen als auch verringern können, je nach Art und Zeitspanne des Schocks. Reuter Emmanuelle (Günter Müller-Stewens): Overcoming Cognitive Constraints to Strategic Adaptation: Exploring three perspectives Bisherige Studien haben herausgefunden, dass kognitive Einschränkungen Entscheidungsträger daran hindern können sich strategisch an eine veränderte Umwelt anzupassen. Mit dem Ziel, die bisherige Forschung zu erweitern, befasst sich die vorliegende Dissertation damit, wie soziale Einflussmechanismen strategische Entscheidungsträger dabei unterstützen können, ihre kognitiven Einschränkungen zu überwinden und strategische Anpassungen vorzunehmen. Die Arbeit verfolgt damit zwei übergeordnete Ziele: Zum einen werden die dynamischen Prozesse konzeptionalisiert, durch welche strategische Entscheidungsträger deren kognitive Einschränkungen überwinden können. Zum anderen wird die besondere Rolle von sozialen Einflussmechanismen (soziale Konfliktprozesse, Team- sowie Investorenstrukturen) aus dem internen und externen Organisationskontext auf diese Dynamiken hervorgehoben. Mit diesem Fokus analysiert eine qualitative empirische Analyse den Umgang mit dem steigenden internationalen Druck auf das Schweizer Bankkundengeheimnis. Scheef Christine (Günter Müller-Stewens): Essays on Top Management Teams and Chief Strategy Officers Aus einer „Upper Echelons“-Perspektive ist es von zentraler Bedeutung, das Verhalten des Top Management Teams (TMT) und dessen Top Manager zu untersuchen, um zu verstehen, warum Unternehmen in einer bestimmten Weise agieren und unterschiedliche Gewinne erzielen. Während das Wissen über TMTs bereits erheblich ist, zeigt diese Arbeit drei Bereiche auf, die noch weitere Forschung benötigen. Jeder Artikel dieser Dissertation hat das Ziel, die Kenntnisse in den folgenden Forschungszweigen weiterzuentwickeln: (1) die sozialen und kognitiven Prozesse innerhalb des TMTs, (2) die Struktur des TMTs und die Machtverhältnisse zwischen Top Managern sowie (3) das Verhalten des Chefstrategen (CSO). Insgesamt stärkt diese Arbeit das Verständnis ü̈ber das Verhalten innerhalb des TMTs und des CSOs. Die Dissertation trägt signifikant dazu bei, realistischere Annahmen ü̈ber die Kognition von Top Managern und deren sozialem Verhalten zu entwickeln und die Aussagekraft von TMT-Charakteristika zu erhöhen. Schlussendlich stellt diese Dissertation neue Hebel für den CEO bereit, um TMT-Prozesse zu steuern und die Rolle des CSOs innerhalb des TMTs zu entwickeln. 2014 Boppel Michael (Christoph Lechner): Strategic Initiative Portfolios. Theory and Empirical Evidence Die Dissertation untersucht Portfolios von strategischen Initiativen. Viele Unternehmen haben mehrere strategische Initiativen, um außerhalb bestehender Organisationstrukturen wichtige strategische Fragestellungen zu adressieren. Obwohl ein Effekt über die Summe der einzelnen Initiativen hinaus bestehen kann, hat bestehende Literatur bisher Faktoren untersucht, die den Erfolg einzelner Initiativen beeinflussen. Aus einer Komplexitäts- und Koordinationssicht betrachtet diese Dissertation zum einen die Auswirkungen mehrerer Design-Prinzipien von Portfolios auf den Unternehmenserfolg großer, diversifizierter Konzerne. Zum anderen beleuchtet diese Dissertation das Phänomen von Konzernprogrammen als eine wesentliche Managemententscheidung hinsichtlich der Organisation von Portfolios von Initiativen. Dabei werden Faktoren, welche Firmen veranlassen Konzernprogramme einzurichten, analysiert. Die empirischen Analysen beruhen auf einen Datensatz in der europäischen Finanzindustrie. Johannes Luger (Peter Gomez): A Longitudinal Perspective on Organizational Ambidexterity This dissertation takes a longitudinal perspective on organizational ambidexterity, that is, firms’ ability to balance exploration and exploitation. In particular, the dissertation consists of five papers, each of which stresses time’s role in ambidexterity from a different perspective. For example, Paper 1 investigates how firms’ exploration-exploitation balance changes over time, whereas Paper 4 draws a comparison between the simultaneous and sequential pursuit of exploration and exploitation. The papers adopt different levels of analysis (firm, project, and individual-level) and apply distinct methodologies (qualitative and quantitative). Important implications include the introduction of a novel concept—dynamic ambidexterity—which provides a longitudinal perspective on how firms adjust their simultaneous exploration-exploitation balance over time. Johannes was awarded with the prestigious best Ph.D. Award by the Strategic Management Society twice in 2011 and 2012. Anja Schuster (Björn Ambos): From a Distance: Essays on the Concept of Psychic Distance in International Management Das Konzept der psychischen Distanz ist von zentraler Bedeutung für die International Management-Forschung. Es beschreibt, wie nah oder ähnlich wir uns fremden Nationen und deren Bewohnern fühlen oder auch wie stark wir uns von ihnen unterscheiden, ob in realen oder nur subjektiv wahrgenommenen Unterschieden. Psychische Distanz bewirkt, dass wir uns schwerer tun, mit Menschen aus fremden Ländern zu kommunizieren, zusammenzuarbeiten oder zu verhandeln. Das etwas unscharfe Konzept besitzt ungenutztes Potential. In dieser Dissertation beschäftigt sich die Autorin mit einigen bisher wenig beachteten Aspekten der psychischen Distanz. Dana Zumr (Markus Schwaninger): Stärkung der organisationalen Identität: Anregungen zum Identitätsmanagement von Genossenschaften Die Dissertation untersucht, welche Prozesse die organisationale Identität beeinflussen und stärken. Die Arbeit basiert auf einer Einzelfallstudie bei der „Genossenschaft Wogeno Zürich – Wohngenossenschaft selbstverwalteter Hausgemeinschaften“. Organisationale Identität sucht eine Antwort auf die Frage „Wer sind wir als Organisation?“. Als Resultat wird ein Modell zum Identitätsmanagement einer Genossenschaft vorgeschlagen. Organisation und Identität werden als Ergebnis vielfältiger sozialer Konstruktionsprozesse verstanden. Im Zentrum stehen soziale Beziehungen, welche in kontinuierlichen Prozessen gepflegt werden müssen. Beziehungsorientierte Führung bedeutet, auf die dynamischen selbstentwicklungsfähigen Einheiten innerhalb der Organisation zu vertrauen und basiert auf dem Prinzip der multiplen Führung, wonach Führungskompetenzen in der Organisation breit gestreut sind. Die demokratisch gewählte Führung hat die Aufgabe, Energien nicht zu blockieren, damit Mitglieder ihre Eigeninitiative ausleben, als Sinnauslegerin und Sinngeberin zu wirken sowie auftretende Differenzen möglichst im Sinne von Gewinn-Gewinn-Lösungen zu vereinigen. Im Frühjahr 2014 konnte Markus Menz seine Habilitation zum Thema Contemporary Strategic Leadership erfolgreich abschliessen. Ihm wurde der akademische Grad Privatdozent mit der venia legendi in „Betriebswirtschaftslehre mit besonderer Berücksichtigung des Strategischen Managements“ verliehen. 2013 Deepali Sinha (Markus Schwaninger): Diffusion, Obsolescence and Disposal of End-of-Life Consumer Durables: Models for Forecasting Waste Flows Consumer durables have become ever more accessible, affordable and available worldwide. The corollary to this widespread diffusion is more products reaching the waste stream. The dissertation tackles the question of estimation and forecasting of end-of-life consumer durables. Through three papers, the research identifies the advantages and limitations of two modeling approaches and suggests improvements to enable better forecasts and provide insights into consumer disposal behavior. In the first paper, a societal stock and flow model is presented which includes multiple-unit diffusion as also technological substitution. In the second, a reverse diffusion model is presented and empirically validated. And finally, in the third paper both these modeling approaches are compared and critiqued. Camillo Freiherr von Müller (Peter Gomez): Public Value und Finanzinstitutionen In my dissertation I discuss the societal nature (public value) of financial institutions. The dissertation is composed of six independent papers that can be read as complementary elements. The core argument of the dissertation rests on empirical observations: In chapter 3 I show how managers of a leading stock exchange company legitimize their firm in societal terms by referring to its functional qualities. Chapter 4 offers a quantitative view on how investors evaluate societal aspects of financial institutions through the example of subnational bond markets in Germany. The two chapters are preceded by discussions on normative aspects of management and their historic foundations while the last two chapters of the dissertation discuss managerial and regulatory consequences that follow from the societal nature of capital allocating financial institutions such as banks and (electronic) financial markets. Florian Überbacher (Claus D. Jacobs): Exploring Legitimation Strategies of New Ventures Diese Dissertation befasst sich mit der Rolle von Legitimität für sogenannte ‚New Ventures‘ – ein Thema von anhaltender Relevanz in den Forschungsrichtungen Organisationstheorie und Strategie, Unternehmertum, und Soziologie. New Ventures sind definiert als Organisationen – entweder unabhängige Organisationen oder Tochtergesellschaften – in den ersten Jahren nach Gründung und Markteintritt. Legitimität – das Urteil von aktuellen und zukünftigen Anspruchsgruppen (z.B. von Konsumenten, Investoren, Partnern, oder öffentlichen Ämtern) über die Akzeptanz, Angemessenheit und Wünschbarkeit eines New Ventures – ist besonders wichtig für New Ventures, da es ihnen den Zutritt zu den Ressourcen ihrer Anspruchsgruppen erleichtert und damit ihr Überleben ermöglicht. Martin Rajes (Christoph Lechner): A Behavioral Theory of Strategic Renewal: the Impact of Performance Feedback and Organizational learning on Strategic Renewal Actions The dissertation complements previous research on the behavioral theory of the firm and strategic renewal by analyzing the effects of performance feedback and momentum on strategic renewal. I develop theoretical hypotheses which suggest how performance feedback and organizational learning reflected by momentum affect the rate of strategic renewal actions. Thereby, I consider different dimensions of strategic renewal in terms of content (explorative vs. exploitative actions) and context (external vs. internal actions). I test these predictions together with further hypotheses related to slack, widening-sequence-of-search, and momentum. The analytical method is event-history analysis based on data from over 550 actions of a global insurance firm between 1997 and 2010. Findings of the study are discussed together with its contributions, limitations and possible directions for future research. Daniel Albert (Christoph Lechner): Strategic Renewal of Activity Systems: An Interdependency Perspective A firm’s strategy can be described as a system of interdependent activity choices. Interdependencies among activity choices influence firms’ ability to undergo continuous strategic renewal. I revisit the extant literature on activity systems and strategic renewal with a particular focus on interdependency to address these gaps. I explore the constituting elements of an activity system and identify their influence on the overall interdependency design. The broader theoretical framework of my dissertation attempts to reconcile paradox findings of the relationship between interdependency and strategic renewal. Analyzing the European banking industry between the years 2000 and 2011 further supports the central claim of this thesis that interdependencies can enable and inhibit strategic renewal dependent upon the distribution of interdependencies and the set of rules they follow. Luzia Stähli (Günter Müller-Stewens): Strategic Effectiveness: How Corporate – Strategists Create Value Die meisten Grossunternehmen verfügen heute über eine mehr oder weniger aufwändig dotierte Strategieabteilung. Ihr Beitrag an der Wertschöpfung ist aber unzureichend erforscht und kaum messbar. Als typische zentrale Unternehmensfunktion muss die Strategieabteilung nachweisen können, welchen Wertbeitrag sie für das Unternehmen leistet. Der Nachweis eines entsprechenden Beitrages zur Wertschöpfung stellt eine unanfechtbare Legitimation für das Festhalten an der Strategieabteilung dar. In der Forschung sind Fragen nach dem effektiven Wertbeitrag der Strategieabteilung und wie dieser greifbar und messbar gemacht werden kann, weitgehend unerforscht. Die vorliegende Dissertation hat zum Ziel, diese Forschungslücken zu verringern. Die Effektivität der Strategieabteilung wird in der Literatur unzureichend beschrieben. In dieser Arbeit wird der effektive Wertbeitrag der Strategen in einer eingehenden Einzelfallstudie erforscht. Basierend auf der Annahme, dass die Stakeholder der Strategieabteilung geeignete Gutachter sind, um den Wertbeitrag der Strategen zu beurteilen, beschreibt und erklärt diese Arbeit wie Strategen einen Wertbeitrag für das Unternehmen leisten. Sven Kunisch (Günter Müller-Stewens): A Dynamic Perspecive on the Strategic Apex: Antecedents, Processes and Outcomes of Changes at Corporate Headquarters Die Dissertation untersucht Wandel in Konzernzentralen. Sie besteht aus vier Kernteilen, die jeweils in sich geschlossene Studien darstellen: Im ersten Kernteil werden die Begrifflichkeiten geklärt und die bestehende Forschung zu Veränderungen in Konzernzentralen systematisch zusammengefasst. In zwei weiteren Teilen werden spezifische Phänomene empirisch untersucht: So werden CEO-Wechsel als Auslöser von strukturellen Veränderungen in Konzernzentralen aus der Upper Echelons-Sicht untersucht. Ausserdem werden Auslöser und Konsequenzen von strukturellen Veränderungen in Konzernzentralen aus Sicht der Kontingenztheorie untersucht. Im vierten Teil werden die Dynamiken von Zentralfunktionen (Stabsfunktionen) beleuchtet. Der wesentliche Beitrag zur Corporate Strategy-Forschung ist in der dynamischen Perspektive auf Konzernzentralen zu sehen. Die Ergebnisse sind zudem für Manager, Aufsichtsräte und diejenigen, die diversifizierte Unternehmen beraten (z.B. Strategieberater), hilfreich. 2012 Elisabeth Bauer (Markus Schwaninger): Zwischen Anpassung und Widerstand: Strategische Verhaltensmuster von privaten Organisationen in institutionell hoch entwickeltem Umfeld: eine vergleichende Fallstudie Private Organisationen in institutionell hoch entwickeltem Umfeld stehen vor der strategischen Herausforderung, sich trotz Anpassungsdruck und Ressourcenabhängigkeit den notwendigen Entscheidungsspielraum zu sichern, um den angestrebten Nutzen schaffen zu können. Nach wie vor ist jedoch unklar, wie sie die erwähnte Herausforderung in der Praxis meistern.Die vorliegende Dissertation nimmt sich der Forschungslücke im Feld der politischen Strategien an und leistet einen Beitrag zum besseren Verständnis der strategischen Verhaltensmuster. Bei der Nutzenschaffung spielen die organisationalen Motive Legitimität und Autonomie eine zentrale Rolle. Deshalb werden im Rahmen einer vergleichenden Fallstudie die Wechselwirkungen zwischen dem Streben nach Legitimität und Autonomie einerseits und der Nutzenschaffung andererseits untersucht. Astrid Erbsen (Markus Schwaninger): Krankheit im Zentrum – Gestaltung von krankheitsorientierten Spitalstrukturen aus kybernetisch-konstruktivistischer Sicht Die Arbeit entwickelt ein Strukturmodell von krankheitsorientierten Zentren an Universitätsspitälern. Das Modell basiert auf einer kybernetisch-konstruktivistischen Sichtweise sowie den Erkenntnissen aus umfangreichen Einzelfallstudien in Eusoma-akkreditierten universitären Brustzentren. Das Modell zeigt, welche Strukturen ein idealtypisches Zentrum zum Zweck der optimalen Patientenversorgung aufweisen sollte, sowie welches die wesentlichen Herausforderungen im Veränderungsprozess sind. Hinsichtlich der Soll-Strukturen sind für ein kompatibles Verständnis von der gemeinsamen Arbeit die Rollen, Prozesse, Methoden und Konventionen der Interaktion insichtlich aller Managementfunktionen in einem Zentrum festzulegen und zu leben. Wesentliche Herausforderungen im Veränderungsprozess sind der Wandel des ärztlichen Professionsverständnisses sowie die Neuordnung der ärztlichen Zeiteinteilung. Stefan N. Groesser (Markus Schwaninger): Co-evolution of standards in innovation systems: the dynamics of voluntary and legal standards Mitigating climate change is one of the most profound challenges facing humankind. In industrialized countries, the residential housing sector produces roughly one-fourth of the greenhouse gas emissions. One solution to reduce these emissions is the availability of building codes that require high levels of energy efficiency. Given the current scientific knowledge, more research is needed to gain a proper systemic understanding of the underlying socio-economic system. Such an understanding is crucial for developing high energy-efficiency standards. This dissertation creates a feedback-rich simulation model for analyzing the effects of administrative policies on energy demand, on energy efficiency, and on reductions in the greenhouse gas emissions. The dynamic model can contribute substantially to the discourse on energy policies and guide effective administrative interventions. Matthias Otto Müller (Markus Schwaninger): How can the Diffusion of Energy-Efficient Renovations of Buildings be Accelerated? In my doctoral thesis, I analyzed how the diffusion of energy-efficient renovations of buildings might be accelerated, so that Switzerland's CO2 emissions are reduced. In particular, I analyzed the context, within which the diffusion of energy-efficient renovations takes place. I developed a simulation model of Switzerland’s stock of buildings. I described the main actors in the societal problem situation and I described the main causal processes driving the diffusion process. Eventually, I synthesized these four analytical perspectives into a larger System Dynamics model of the diffusion process and used it to identify interventions for public policy. Key results include two regulations that would decarbonize the stock of buildings by 2050 and an outline of a business model in support of building owners without professional know-how. Nicole A. Rosenkranz (Peter Gomez): Connecting the Dots: Studies on Boundary-spanning Ambidexterity at the Individual, Project, Firm, and Alliance Level My research examines a firm’s innovation system, defined as the set of external partners that a firm engages with in the development of technological innovation. To understand the dynamics and performance effects of this system, I analyze the multi-level nature of learning mechanisms (individual, project, firm and alliance level) to determine, what direct implications the integration of external knowledge sources hold for the management of innovations, specifically exploitation and exploration. My dissertation addresses this field of research through a theory-building paper, a multiple-case study in technology driven industries, a longitudinal panel data analysis in the biopharmaceutical industry, and a review article on ambidexterity in alliance settings. Markus Schimmer (Günter Müller-Stewens): Essays on Competitive Dynamics: Strategic Groups, Competitive Moves, and Performance within the Global Insurance Industry Markus’ dissertation extends extant knowledge about the causes and consequences of interfirm rivalry. It consists of three empirical studies that relate to scholarly discussions central to competitive dynamics research. Specifically, the dissertation challenges existing answers to the following fundamental questions: (1) When and why do firms change their strategic positioning? (2) How do market shocks impact the mechanisms governing interfirm rivalry? (3) How do different types of relationships between competitive moves impact the competitive moves’ performance implications? Answering these questions sets the dissertation’s scope and makes it revisit research on strategic group dynamics, patterns of competitive actions and responses, and work on the performance implications of competitive actions sequences. Lukas Schmid (Markus Schwaninger): Erfolgsdynamik – Ein Konzept für die Erstellung systemdynamischer Modelle zur Entscheidungsunterstützung im strategischen Management Erfolgreiches unternehmerisches Handeln beruht auf einer umfassenden Berücksichtigung der relevanten Ursache-Wirkungsbeziehungen. Systemdynamische Modelle bilden dabei im Zusammenspiel mit den mentalen Modellen der Entscheidungsträger und als Ergänzung zu den statischen Instrumenten der Unternehmensführung eine wertvolle Unterstützung. Um solche Simulationsmodelle insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen zugänglich zu machen, wurde auf Basis von vier Fallstudien ein praxisorientierte Konzept entwickelt. Dieses beschreibt, wie im Modellierungsprozess von der Strukturierung der mentalen Modelle über die quantitative Modellbildung bis zur Analyse von Szenarien vorzugehen ist. Im Zentrum des Konzepts stehen generische Modellbausteine, die zu einer Basisstruktur zusammengesetzt wurden, um den Einstieg in die Modellierung zu erleichtern und zu beschleunigen. Rebekka Skubinn (-Sputtek) (Steven Floyd):Opening the Black Box Rebekka Skubinn sheds light upon the question of how the personality and emotional traits of executives influence their decision making and leadership behavior. While recent strategic management research has started to recognize the relevance of an executive's personality traits as antecedents of organizational outcomes, this stream has called for a more fine-grained clarification of the psychological processes underlying executive decision making. In order to contribute to the understanding of these processes, a holistic model integrating the role of an expedient set of personality variables and anger in executive’s decision making comprehensiveness as well as authenticity of transformational leadership is developed. Carola Wolf (Steven W. Floyd): The influence of strategic planning on middle manager’s role in strategy This thesis explores the role of middle managers in strategic planning. Despite the acknowledged role of middle managers as crucial strategic thinkers for strategic advancement and organizational development, research has still not fully explored how middle managers can be supported by top management and organizational structures such as planning processes in order that they might live up to their strategic role. Therefore, this thesis sheds light on the following questions: How do strategic planning processes empower middle managers and how is this empowerment sustained over time? 2011 Eric Schulze: Der Beitrag zum Gemeinwohl: Public Values definieren und legitimieren – eine Untersuchung am Beispiel des Goethe-Instituts e.V. (Peter Gomez) «„Welche Einfluss hat die Verwaltung neben einer ordentlichen Ausführung (Effizienz) auch auf die Art der Wertschöpfung (Effektivität), die sie erbringt?“ Aus der Perspektive des Public Value-Ansatzes wird sich diesem Grenzgebiet zwischen managerieller und politischer Rationalität im öffentlichen Sektor angenähert. Anhand eines Fallstudienansatzes wird die Forschungsfrage untersucht: Wie können Organisationen im Öffentlichen Sektor ihre Wertschöpfung (Ziel-Public Values) definieren und legitimieren? Die Untersuchung legt dar, dass die politische Zielvorgabe der jeweiligen Organisation zwangsläufig Freiheitsgrade bei der Ausgestaltung des Auftrags lässt, die in der Verwaltung traditionell mit dem Konstrukt der Ermessensentscheidung im Sinne des Gemeinwohls geschlossen werden. Der geschickte Einbezug gesellschaftlicher Unterstützung hilft der politischen Legitimation der Veränderungen.» Frank Haupenthal: Steuerung Strategischer Konzernprogramme (Günter Müller-Stewens) «Strategische Programme sind ein wichtiges Instrument des Corporate Managements. Obwohl sie eine hohe Aufmerksamkeit erfahren, weiß man nur sehr wenig über deren Steuerung und „Wirksam werden“. In einer empirischen Studie über die strategischen Konzernprogramme eines führenden Luftfahrtunternehmens wird untersucht, wie die Topmanager in der Zentrale von Mehrgeschäftsunternehmen über die Steuerung strategischer Programme durch formelle Managementkontrollsysteme tatsächlich Mehrwert auf der Unternehmensebene schaffen. Gestützt auf den Levers of Control-Bezugsrahmen von Robert Simons wird gezeigt, welche unterschiedlichen Rollen das Topmanagement einnimmt und sowohl Statik als auch Dynamik der Prozesse, Strukturen und Werkzeuge aktiv beeinflusst. Die Ergebnisse belegen, dass – und wie – das integrative Steuern strategischer Programme zu einer dynamischen Fähigkeit der Unternehmenszentrale wird.» Veronika Lochbrunner: Patterns of Corporate Change: How Multi-Business Firms align Strategy and Structure (Günter Müller-Stewens) «Multi-business firms need to adjust their corporate strategy and structure to changing environments and consequently to each other. Strategy-structure fit is vital for corporate-level value creation and thus a multi-business firm’s legitimization and ultimately its survival. This study adopts a new approach based on a configurational perspective to analyze strategy and structural changes at the corporate level of diversified firms. It develops broad conceptualizations of corporate strategy and corporate structure and studies in a longitudinal and inductive manner how strategy-structure configurations change over time. Based on a qualitative content analysis of letters to shareholders from the annual reports of the German Dax30 firms for a ten-year period (2000-2009), this study describes and explains patterns of corporate-level strategy-structure change. The findings imply that it is critical that corporate managers do not view particular decisions for corporate change as isolated events, but instead view them as part of a long-term, coherent change pattern. This study proposes a typology of corporate change which suggests that corporate managers should choose a particular ideal type of corporate change pattern (jumper, runner or strider), and then follow it closely and consistently over a long period of time.» Daniel Broger: Structuration Theory and Organization Research (Markus Schwaninger) Fabian Diefenbach: Entrepreneurial Orientation in the Public Sector: When Middle Managers Create Public Value (Peter Gomez) «Entrepreneurship is often considered one way for public sector organizations to better serve the public. But what are the drivers for entrepreneurship in such organizations? And does entrepreneurship really create value? To answer these questions, Fabian E. Diefenbach develops a research model based on a comprehensive review of the literatures on private sector corporate entrepreneurship, public entrepreneurship, and public value management. The empirical analyses identify five drivers of entrepreneurship and show a positive effect of entrepreneurship on value creation. This book concludes with a detailed discussion of the results and, importantly, their implications for public sector managers.» The dissertation was published: Gabler Research, ISBN 978-3-8349-3085-9. Florian Rehli: Governance of International Nongovernmental Organizations – Internal and External Challenges (Urs Jäger) «This empirical dissertation investigates the governance of INGOs, offering new models on the governance of INGOs and information on how to effectively choose governance actors and institutions given particular internal and external challenges. On an individual level, employing actor-centered institutionalism, we find that a stable power relationship between board chairs and executive directors is characterized by the actors' equal capabilities and complementary preferences. Following resource dependency theory, we furthermore find that board nomination modes and stakeholder representation in INGOs largely depend on different sources of funding and the degree of volunteer involvement. Third, we describe how INGOs, to a large extent, design their boards rationally to acquire relevant expertise, networks, and legitimacy.» 2010 Nicola Gesing: Participation and Involvement across Multi-Partner Alliances: Implications for Benefit Appropriation (Christoph Lechner) «Why are some firms more successful in dealing with multi-partner alliances (MPAs) than other firms? This research question motivates the dissertation that explores the phenomenon of MPAs and investigates factors explaining firm performance heterogeneity in the context of MPAs. A focus is put on the factors of participation and involvement, as these two are guiding decision-making about partnering in MPAs. The results of the negative binomial regression analysis indicate that entering counter-cyclically to MPAs offers higher benefits to new entrants that enter cyclically. Another central finding is that the effectiveness of benefit appropriation from memberships in incumbent MPAs is inhibited by an additional activity in emerging MPAs. Complementing prior research, firm performance across MPAs was found to be contingent on the inter-relationship between the respective MPAs. The empirical analysis builds on a unique dataset of firms in the wireless broadband industry.» Florian Hotz: Organizational Ambidexterity: A Multi-Level Perspective on Organizational Alignment (Peter Gomez) «Ambidexterität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, bestehende Potenziale zu nutzen und gleichzeitig neuartige Möglichkeiten zu erschliessen. Florian Hotz erstellte in seiner Dissertation ein umfassendes Modell zur Identifikation von Ambidexterität und deren Auswirkungen. Dazu untersuchte er die unternehmerischen Entscheidungen in über 75 europäischen Versicherungsunternehmen über einen Zeitraum von 10 Jahren. Die Studie zeigt, dass organisationale Anpassungsmuster zugunsten organisationaler Ambidexterität breite Anwendung finden. Sie werden komplementär angewandt, um sich wandelnden Umweltbedingungen anzupassen. Stark ambidextre Unternehmen re-orchestrieren ihre Ressourcen dabei häufiger als ihre einseitig ausgerichteten Konkurrenten. Florian Hotz regt deshalb an, Ambidexterität künftig weniger als statische Kompetenz sondern vielmehr als dynamische Anpassungsfähigkeit zu betrachten.» Torsten Kahlert: Portolio Restructuring: A Decision-Making Perspective (Günter Müller-Stewens) Petra Kroflin: Organisationaler Wandel bei Einführung komplexer Technologien - Entwicklung eines Zugangs auf Basis von Nutzungspraktiken (Johannes Rüegg-Stürm) Jürgen Merz: Integration in pluralistischen Organisationen – die Entwicklung von gemeinschaftlicher Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit in einem Krankenhaus (Johannes Rüegg-Stürm) «Im Kontext zunehmender Ausdifferenzierung stellt sich für pluralistische Organisationen wie Krankenhäuser die Herausforderung, die Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit auf Ebene der Gesamtführung zu entwickeln und zu stabilisieren. Im Zuge einer Einzelfallstudie wurde im Rahmen einer engen Kooperation mit einem Krankenhaus der Maximalversorgung dieser Frage nachgespürt. Die umfassenden empirischen Daten zeigen, welche unterschiedlichen Interaktionsmuster sich zwischen den Akteuren und Aktionen entfalten und wie es durch die Veränderung bestehender Muster gelingt, das eigene Organisieren und Führen in den Blick zu nehmen und die mit der Ausdifferenzierung verbundenen Folgen konstruktiv zu bearbeiten. Elf abgeleitete Thesen ermöglichen letztlich den Praktikern, ihren Alltag zu reflektieren und zeigen, wie über den Aufbau von Eigenbeobachtungs-/ Reflexionsplattformen eine Wiedereinführung der Organisation in die Organisation gelingen kann.» Lars Stein: Managementpraktiken unternehmerischer Nachhaltigkeit. Wie Unternehmen ihren Beitrag zu einer lebenswerten Welt gestalten (Johannes Rüegg) «Fast jede Organisation behauptet von sich, irgendwie nachhaltig zu sein. Markt, Politik und Öffentlichkeit verlangen dies so. Doch was heisst Nachhaltigkeit? Welche Implikationen ergeben sich daraus für Führung und Organisation? Diesen Fragen geht die Arbeit nach. Mittels teilnehmender Beobachtung untersucht Lars Stein, wie Organisationen, die sich zum Ziel gesetzt haben, einen positiven Beitrag für Gesellschaft und Umwelt zu leisten, diesen Anspruch in ihrem alltäglichen Managementhandeln einlösen. Er zeichnet Widersprüche, scheinbar unüberwindbare Sachzwänge und Ungewissheiten nach und zeigt mit zahlreichen Originalzitaten auf, wie das Management in solchen Organisationen die Herausforderungen der Nachhaltigkeit bewältigt.» erschienen bei: Carl-Auer Verlag, ISBN 978-3-89670-938-7 Kai Römmelt: Creating Value with Strategic Management in Buyouts in Dynamic Markets - Empirical Study on the Management of Buyouts (Markus Schwaninger) «Combining different theoretical perspectives as well as empirical insights, this dissertation develops distinct strategic management approaches in buyouts. In this study, the applications of operational design, management style and strategy process as well as the created value are observed. This dissertation addresses the research question of how strategic management applied by buyout firms influences value creation in the holding phase of buyouts. This question was addressed with a multi-case study of buyouts to observe the management approaches of buyout firms in buyouts and the created value. It could be shown that there is no standard approach and philosophy applied by all buyout firms. It was also shown that there does not seem to be a direct link between an applied tool and value creation; rather, it seems to be a combination of the state of the targeted company, the value creation concept, the capabilities of the buyout firm, and the selected management approach which are the key drivers for value creation in a buyout.» Alexander Zimmermann: Organizational Ambidexterity: How to Plan, Design, and Manage Exploratory Initiatives in Incumbent Firms. (Peter Gomez) How can managers design organizations for profitable growth? Prior research has identified organizational ambidexterity–a firm’s ability to simultaneously exploit its current capabilities (to improve profitability) and to explore new capability domains (to secure growth)–as key for sustainable success. However, exploitation and exploration have contradictory requirements with regard to a firm's organizational design. Incumbent firms tend to design mechanistic organizational structures to exploit their position in competitive markets. However, these structures hinder them from identifying and exploring new opportunities when the competitive landscape changes. In order to solve this paradox, the three articles in this dissertation aim at identifying organizational mechanisms to plan, design, and manage exploratory initiatives without jeopardizing exploitative mainstream operations.