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Bereits im Jahre 1790 entwickelte der Belgier Jean-Joseph-Merlin einen Schlittschuh mit zwei Metallrädern an den Kufen, was eine Frühform heutiger Inlineskates darstellt. Diese Grundidee wurde in der Folge durch weitere Rollen und Bremsen immer mehr verfeinert und verbessert. Im Jahr 1823 war es dann der Engländer Robert John Tyers, welcher das Patent für ein Modell zugesprochen bekam, indem vier Stahlrollen an einem Schlittschuh hintereinanderstanden.
Allerdings blieb dieser frühen Form von Inlineskates der Durchbruch noch verwehrt, vor allem aufgrund der schlechten Straßen, die häufig aus Kopfsteinpflaster bestanden.
Im Jahre 1863 entwickelte der Amerikaner James Leonard Plimpton dann die einstmals sehr beliebten Rollschuhe, die zwei nebeneinander angebrachte Rollen besaßen und sich durch einen verbesserten Halt auszeichneten. Zudem ließen sich diese Rollschuhe auch weitaus besser gesteuert als die frühen Modelle von Inlineskates. Deshalb wurden diese von Den Rollschuhen auch vorübergehend fast vollständig vom Markt verdrängt und waren über viele Jahre fast gar nicht erhältlich.
Ab den 60er Jahren wurden in der DDR und der Sowjetunion erstmals wieder Inlineskates als Schlittschuhersatz verwendet, die jedoch öffentlich nicht vermarktet wurden.
Der Durchbruch gelang den Inlineskates erst im Jahre 1979, als der Eishockey-Spieler Scott Olson die Firma Rollerblade gründete und es diesem, unter der Eigentümerschaft von Benetton, gelang seine Marke zu etablieren und zudem auch die Rollschuhe zu verdrängen.
Allein im Jahr 1995 wurden in Deutschland 3,5 Millionen Inlineskates verkauft und im selben Jahr auch die ersten Lehrer hierzulande für den Einsatz von Inlineskates von der „International Inline Skating Association“ ausgebildet. Damit wurde in Deutschland der Grundstein für den Siegeszug der Inlineskates gelegt, allerdings stabilisierten sich die Verkaufszahlen nach dem Boom zu Anfang der 2000er Jahre wieder.
Heute sieht man besonders in den Großstädten hierzulande die Menschen im Sommer mit ihren Inlineskates durch die Stadt fahren, da diese sich somit zum einen sportlich betätigen und zum anderen das warme Sommerwetter genießen können.
Neben den klassischen Inlineskate-Modellen existieren heutzutage zudem auch solche Modelle, deren Rollen sich danach abnehmen lassen, sodass man seinen Weg bei Bedarf ganz einfach zu Fuß fortsetzen kann. Und das ist ein großer Vorteil zu früher, wo man stets noch Ersatzschuhe dabei haben musste, um beispielsweise ein Geschäft betreten zu dürfen, in welches man mit Inlineskates nicht rein durfte.
Somit haben sich die Inlineskates seit 1995 zu einer großen Beliebtheit gebracht und die ehemals beliebten Rollschuhe wieder komplett verdrängt.