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Expeditionen von Frankreich
Frankreich (durchgehend von 1956 bis heute)
- 1949 : Versuch das Adélie-Land zu erreichen. Besuch der Balleny-Inseln und von Macquarie.
- 1950 : Einrichtung einer wissenschaftlichen Station in Port Martin, Adélie-Land im Januar1950 : Erforschung von Adélie-Land begonnen. Erst nach Auslaufen des Expeditionsschiffes Comandant Charcot wurde bekannt, dass die zu errichtende Station über ein Postamt ve
- 1951 : Ablösung der Station Port Martin, Erforschung der Küste westlich der Station, Besuch von Macquarie.
- 1952 : Mario Marret- Tottan Die norwegische Tottan hatte am 11.10.1951 den Hafen von Brest verlassen, um die französische Antarktisexpedition von 1951-1952 zur Station Port Martin zu bringen. Gleichzeitig war geplant, eine zweite Forschungsstation in der Nähe de
- 1953 : Marret Tottan Evakuierung von Port Martin. Neue Ausweichstation auf Pte Geologie.
- 1956 : Französische IGY-Expedition. Errichtung der Station Dumont d Urville im Januar 1956 Mitte Oktober 1955 läuft die Norsel von Brest aus, um unter der Leitung von R.Guillard die französische Station auf Adélieland vorzubereiten.
- 1957 : Fortsetzung der französischen IGY-Expedition. Errichtung der französischen Inlandstation Charcot im Januar 1957
- 1958 : Ablösung der Stationen Dumont d’Urville und Charcot. Seismische Traverse in Adélieland bis 70°47’S.
- 1959 : Ablösung der Stationen
- 1960 : Ablösung der französischen Stationen. Charcot wurde aufgegeben.
- 1961 : Ablösung der Station Dumont d’Urville.
- 1962 : Glaziologische Arbeiten, topographische Aufnahme zwischen Port Martin und Janet-Felsen.
- 1963 : Erweiterung der Station Dumont d’Urville
- 1964 : Jean Morin Thala Dan Glaziologische und biologische Arbeiten.
- 1965 : P.E.Victor, P.Rolland Thala Dan Ausbau von Dumont d’Urville. Arbeiten in der Umgebung der Station.
- 1966 : P.E.Victor, René Merle Inlandeistraverse. Routinearbeiten, besonders Geophysik. Ausbau der Stationen.
- 1967:
- 1968 :
- 1969 :
- 1970 :
- 1971 : Gallieni besucht Heard : M/S GALLIENI besucht zum 1.Mal die HEARD Insel Das französische Schiff GALLIENI der Messageries Maritimes wurde zur Versorgung der in französischem Besitz befindlichen subantarktischen Inseln Kerguelen, Crozet, St. Paul und Neu-Amsterdam eingesetzt . Zu Beginn dieses Jahres fand nun zum ersten Mal eine Reise zur in australischem Besitz befindlichen Insel HEARD statt, die ionosphärischen, biologischen und glaziologischen Studien auf der Insel diente. Neben französichen Wissenschaftlern waren auch australische Forscher an Bord. Neben den wissenschaftlichen Arbeiten wurden auch die auf der Insel befindlichen Königspinguine und Pelzrobben gezählt, um Anhaltspunkte für deren Vermehrung im Laufe der Jahre zu bekommen. Die Postaufgabe erfolgte nach Rückkehr der Expedition vom Postamt auf der Insel Kerguelen, da die Heard-Insel ja unbewohnt ist.
- 1972 : Versuchte Expedition nach der Station Wostok: Schlechtes Wetter und der Absturz einer amerikanischen Transportmaschine haben den Fortgang der französischen Expedition zur russischen Station Wostok verzögert. Zuerst mussten die Expeditionsmitglieder, unter ihnen auch Paul-Emile Victor, der Leiter derExpeditions Polaires Françaises, wegen schlechten Wetters im Gebiet von Carrefour, der Ausgangsbasis, zehn Tage auf der McMurdo Station warten, bevor sie ein VXE-6 Flugzeug nach Carrefour bringen konnte. Dieser Flug fand am 1. November 1971 statt. Am 4. Dezember trat eine weitere Maschine den Flug zu den inzwischen 200 km entfernten Forschern an und brachte neuen Treibstoff für die Motorschlitten. Beim Abflug brachen zwei Behälter aus ihren Verankerungen und zerstörten einen Propeller und beschädigten einen zweiten. Eine Ersatzmaschine traf erst am 7. Dezember ein. Die Besatzungen errichteten Notzelte unter der verunglückten Maschine und bauten Schutzwälle gegen den Wind. Die französische Expedition hofft, den ersten Teil ihrer Reise bis Ende Februar abschliessen zu können und wird den restlichen Weg bis zur Station Wostok in der nächsten Saison bewältigen.
Auf der Station Dumont d’Urville werden in dieser Saison ein Fernmeldegebäude und ein Lagerhaus errichtet werden. Ausserdem soll ein 60.000 1 fassender Benzintank installiert werden. Auch für den Start von Wetterballons soll eine besondere Plattform errichtet werden. Insgesamt werden31 Forscher nach Abschluss der Sommersaison in der Antarktis bleiben.
- 1973 : Die im vergangenen Jahr begonnene Expedition im Rahmen des InternationalenAntarktischen Glaziologischen Projekts soll in dieser Saison zu Ende geführtwerden, dazu werden die Teilnehmer voraussichtlich schon im Oktober mit Maschinen der amerikanischen VXE-6 Staffel zum Ausgangspunkt geflogen werden, um dann die restliche Strecke bis zur russischen Station Wostok zurückzulegen.
Die Expedition zur russischen Station Wostok wegen schlechter Wetterbedingungen am 16. Dezember 1972 abgebrochen werden. Auch die Rückkehr zur Ausgangsbasis Carrefour wurde durch die schlechten Wetterverhältnisse erschwert. Am 29. Dezember brachte ein amerikanisches Transportflugzeug nochmals Nachschubgüter, die mit Fallschirmen abgeworfen wurden. Mitte Februar war die Expedition noch etwa fünfzig Kilometer von Carrefour entfernt. Leiter dieser zehn Mann starken Expedition war übrigens der schon von zahlreichen früheren Antarktiseinsätzen bekannte Franzose Robert Guillard. In Zusammenarbeit mit den anderen in der Antarktis tätigen Nationen hat die französische Weltraumforschungsbehörde in dieser Saison ein besonderes Experiment durchgeführt. Es wurden zehn Sender an diese Nationen verteilt, die dann auf Eisbergen installiert wurden. Mit Hilfe des französischen Forschungssatelliten EOLE-l, der 1971 gestartet wurde, kann die Drift der Eisberge verfolgt werden. Dadurch wiederum können wichtige Erkenntnisse über die Strömungsverhältnisse in diesem Gebiet gewonnen werden. Das Experiment soll bis zum 30. Juni dieses Jahres dauern, wird aber unter Umständen auch noch bis zum nächsten Jahr ausgedehnt. Ende Februar dieses Jahres fuhr das neue französische Forschungsschiff „Marion-Dufresne“ zum ersten Mal in die antarktischen Gewässer. Es wird nun regelmässig den Nachschub zu den drei Inselgruppen Crozet, Kerguelen und St. Paul-Amsterdam bringen. Für die Monate April bis Juli sind ozeanographische Forschungen im Indischen Ozean und im Kanal von Mocambique vorgesehen.
- 1974 : Zukünftige Pläne sehen den Bau einer Start- und Landebahn für Transportflugzeuge in der Nähe der Station Dumont d’Urville vor. Man erwägt auf diese Weise die Nachschubprobleme besser lösen zu können, weil die Schiffe durch die Eisverhältnisse oft behindert werden. So könnte man über Christchurch und die McMurdo Station nach Terre Adelie fliegen.Der Transport der Mannschaften erfolgte, wie schon früher angekündigt, mit den beiden Schiffen Marion Dufresne (für die drei subantarktischen Stationen) und Thala Dan (für Terre Adelie).
Die THALA DAN verliess Le Havre wie im Vorjahr am 12. Oktober und soll am 15. Dezember in Terre Adelie eintreffen. Sie ist dann am 5.1.74 in Melbourne zu erreichen und fährt noch einmal nach Terre Adelie. Rückkehr nach Melbourne am 15.2.74 und anschliessend noch eine dritte Fahrt nach Terre Adelie. In dieser Saison werden keine Tätigkeiten im Rahmen des Internationalen Glaziologischen Projekts durchgeführt.
- 1975 :Ob in der kommenden Saison die 1971 begonnene Traverse im Rahmen des International Antarctic Glaciological Projects fortgesetzt wird, ist noch nicht entschieden. Entsprechende Unterredungen fanden auf der McMurdo Station zwischen Vertretern Frankreichs und den U.S.A. statt.
Die Versorgung der Station Dumont d’Urville erfolgte wieder durch das dänische Schiff „Thala Dan“. Das Schiff wird am 15.2.75 wieder in Melbourne erwartet und fährt dann nochmals in die Antarktis. Die Rückkehr nach Hobart ist für den 7.3.75 vorgesehen.
Die Expeditions Polaires führten im Rahmen des Internationalen Antarktischen Glaziologischen Projekts (IAGP) eine Expedition auf das Inlandeis südlich der Station Dumont d’Urville durch und errichteten am sogenannten „Dome C“ eine Station. Die Teilnehmer wurden durch Flugzeuge der amerikanischen VXE-6- Staffel in das betreffende Gebiet gebracht.
- 1976 : Die Versorgung der Station Dumont d’Urville nimmt wieder die „Thala Dan“ vor, die Le Havre bereits am 5.10.75 verlassen hat und am 15.12.75 auf der Station erwartet wird. Das Schiff wird danach wieder nach Melbourne zurückkehren und anschliessend eine zweite Fahrt durchführen, wobei es am 22.2.76 auf der Station eintreffen soll. Wie immer, hängen die Ankunftszeiten wesentlich von den Eisverhältnissen ab.
- 1977 :
- 1978 :
- 1979 :
- 1980 :
- 1981 :
- 1982 :
- 1983 :
- 1984 :
- 1985 :
- 1986 :
1987 :
- 1988 : Die „Polarbjörn“ übernahm auch für die Saison 1987/88 wieder die Versorgung. Von Hobart aus wird das Adélieland fünfmal angelaufen. Hobart ab : 4.12.87, 22.12.87, 9.1.88, 19.2.88 und 4.3.88. Am 28.4.88 wird die „Polarbjörn“ in Ie Havre zurückerwlartet. Nach vorliegenden Informationen sind auf Terre Adélie acht Forschungsvorhaben geplant. Die wissenschaftlichen Untersuchungen umfassen die Gebiete Medizin, Physiologie, Biologie der Populationen, Meteorologie, Chemie der Atmosphäre, magnetische und seismographische Forschungen sowie weitere Untersuchungen. Die meisten Programme laufen :im Bereich der Station Dumont d‘ Urville. Ein glaziologisches Forschungsprogramm wird auf dem Antarktischen Plateau in 1560 m Höhe verwirklicht. In diesem Gebiet sollen auch kosmische Forschungen durchgeführt werden. Zum Einsatz kommen in dieser Saison auch wieder Helikopter der bekannten Staffel „ADELICOP“ zur Unterstützung der Forscher.
- 1989 :
- 1990 : MS. „Marion Dufresne“ : Der 7. Februar 1988 ist für die Fahrten der „Marion Dufresne“ ein interessantes Datum. Dank günstiger meteorologischer Bedingungen und Eisverhältn1sse konnte das nicht für spezielle Eisfahrten gerüstete Schiff bis zur französischen Antarktisstation Dumont d‘ Urville gelangen. In der Nacht vom 21.zum 22.Mai 1989 brach im Maschinenraum der „Marion Dufresne“ ein Brand aus, der das Schiff beschädigte. Es befand sich auf der Fahrt von Marseille nach Réunion zur Operation 89/4. Das Schiff musste über Ajaccio (Korsika) nach Marseille geschleppt werden, wo die Reparatur erfolgte. Während der erneuten Fahrt nach Réunion gab es am 25.September 1989 auf der „M.D.“ einen weiteren Brand, der erst nach 14 Stunden gelöscht werden konnte. Das Schiff wurde so in Mitleidenschaft gezogen, dass es erneut nach Marseille in die Werft musste. MV,“Astrolabe“: Dieses Schiff führte wieder die Versorgungsfahrten nach Dumont d’Urville durch. Am 10.10.1989 verliess die „Astrolabe“ den Hafen von Le Havre. Vom australischen Hobart aus erfolgten fünf Versorgungsfahrten zum Adélieland. Es waren folgende Abfahrtzeiten geplant :3.12.89, 20.12.89, 6.1.90, 7.2.90 und 23.2.90 (jeweils ab Hobart). Die Überfahrt nach Dumont d’Urville dauert in der Regel fünf Tage. 40.Saison auf Dumont d’Urville :31 Wissenschaftler und Techniker arbeiteten an Forschungsprogrammen aus den Bereichen Meteorologie, Chemie der Atmosphäre, Erdmagnetismus und Kältemedizin. Es gab dazu eine Reihe internationaler Expeditionen : französisch-kanadische Expedition zum Studium antarktischer Eisberge, französisch-belgische Expedition zur Meteoritensuche am Cape Prud’homme, französisch- amerikanische- sowjetische Expedition mit Schlittenzug zur Station Wostok und eine Gruppe zum Abbau der Bohrstation beim Punkt D 47.
- 1991 :
- 1992 :
- 1993 :
- 1994 ; Auf der 3250 m hohen „Dome C“ (Kuppe C),etwa 1000 km von der Base Dumont d’Urville entfernt im australischen Antarktissektor liegend, will Frankreich die dritte kontinentale Antarktisstation nach „Amun dsen-Scott“ (USA) und „Wostok“ (UdSSR) bis Ende 1993 errichten. Dieser aussergewöhnliche Standort wurde gewählt, weil er direkt unter dem sogenannten antarktischen „Ozonloch“ liegt. Die Kuppe C scheint besonders geeignet für die physikalische und chemische Erforschung der polaren Erdatmosphäre, weil dort praktisch keine Einflüsse durch den Ozean wirksam sind. Die Astronomen wollen die saubere Atmosphäre zur Beobachtung des Südhimmels nutzen. Wie der französische Forschungsminister bekanntgab, hat der Ministerrat 35 Millionen Francs für das Projekt bewilligt. Die neue französische Inlandstation soll später mit einer ständigen Besatzung von 15 Mann besetzt sein. Ein besonderes Problem stellt die Abfallbeseitigung dar. Die französische Regierung hat ein Polar-Umweltkomitee einberufen ,das alle polaren Forschungsprojekte auf ihre Umweltverträglichkeit prüfen soll.
- 1995 :
- 1997 :
- 1998 :
- 2000 :Die Postangestellte der Saison 1999-2000 auf „Dumont d’Urville“ Zur 50. Mission auf der Station Dumont d ‚Urville erledigte Madame Jocelyne le Bret die Postgeschäfte.. Am 20. Januar 2000 waren es 50 Jahre her, dass der erster Postangestellter im Adelieland seine Arbeit begann. Während der 50. Mission konnten erstmals Frauen auf der Station Dumont d’Urville überwintern.