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Die Vielfalt der Mhoba Rums ist erstaunlich: Im Sortiment befinden sich High Ester Rums, mit Aromen versetzte Rums, in amerikanischen Fässern gereifte Rums, in französischen Fässern gereifte Rums, in Glasbehältnissen (!) gelagerte Rums, weisse Rums sowie karamellbraune Rums. Was sie alle gemein haben, ist die Small-Batch Produktion in Pot Stills aus frischem Zuckerrohrsaft. In den meisten Fällen stammt der Ausgangsrohstoff auch noch von der eigenen Zuckerrohrfarm im südafrikanischen Malalane. Und die Lage könnte nicht spannender sein, denn nur wenige Hundert Meter entfernt verläuft der "Krokodilfluss" als natürliche Grenze des Krüger Nationalparks. Die Ernte des Zuckerrohrs findet hier nach althergebrachter Weise per Hand statt. Auch die Schreddermaschine wird manuell betrieben. In einer hydraulischen Presse, die von MHOBA-Gründer Robert Greaves selbst entworfen wurde, extrahiert man schliesslich zwischen 1000 und 4000 Liter Zuckerrohrsaft pro Tag. Nachdem der Saft die Gärbottiche verlassen hat, erledigen die massgefertigten Destillen ihre Arbeit. Die Destillation erfolgt diskontinuierlich in Chargen von 20 bis 25 Litern. Heraus kommt ein hoch konzentrierter Rum, der zunächst analysiert und verkostet wird, bevor man eine Entscheidung über die weitere Vorgehensweise trifft. Die Abfüllung des fertigen Produkts erfolgt dann - wenig überraschend - zu 100% von Hand.
Doch wieso nimmt man all diese Mühe auf sich? Man könnte schlichtweg sagen, Robert Greaves liebt Perfektion, Details und Spielereien. Er selbst bezeichnet sich als Fanatiker, der von dem Thema der Rumproduktion ganz und gar besessen ist. Schon in den 1980er Jahren baute die Greaves-Familie in dem heissen Tal südlich des Krüger Nationalparks Zuckerrohr an. Robert verliess die Farm als junger Mann, um einer Karriere als Maschinenbau-Ingenieur nachzugehen. Während der Wirtschaftskrise 2007/2008 sah er sich jedoch dazu gezwungen, zurückzukehren und seine Optionen abzuwägen. Über die Jahre hinweg entwickelte er dann die Idee, dem vor Ort angebauten Zuckerrohr einen Mehrwert abzugewinnen. 2013 floss schliesslich der erste Tropfen aus der selbstgebauten Destille. Der Ingenieur liess es sich natürlich nicht nehmen, sämtliche Maschinen und Gerätschaften in der Brennerei selbst zu entwerfen - stolz verkündet Robert Greaves, dass nichts hinzugekauft wurde. 2015 besorgte sich der Unternehmer eine Lizenz für die kommerzielle Herstellung von Rum und die südafrikanische Marke MHOBA war geboren. Ohne künstliche Aromen, ohne Farbstoffe und ohne Zucker kommen die Rums in den Handel.
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