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Basel, 4. Viertel 18. Jh.
Zeichner: Daniel Burckhardt-Wildt (1752-1819)
Feder und Aquarell über Bleistift auf Papier
H. 34,2 cm, B. 47,7 cm
Inv. 2009.292.
Der Zeichner hat sorgsam festgehalten, was er täglich aus seinem eigenen Fenster sehen konnte: den Basler Petersplatz. Von leicht erhöhtem Standpunkt, wahrscheinlich aus den westlichen Erdgeschossfenstern des Wildt‘schen Hauses am Petersplatz Nr. 13, geht der Blick durch die winterkahlen Bäume auf die gegenüberliegende Platzseite. Zu sehen sind von links die Häuser am Petersgraben, das Zeughaus, das 1937 dem Neubau des Kollegiengebäudes weichen musste, das vom Spalentor überragte Stachelschützenhaus und die alte Stadtmauer. In der Mitte des Platzes steht, um eine Linde herum gebaut, das längst verschwundene Etagen-Baumhaus. Ansatzweise ist das 1778 neu angelegte symmetrische Muster der Baumbepflanzung und der Wege zu erkennen. Die untergehende Sonne wirft bereits lange Schatten. Farbe kommt allein durch das Ziegeldach des Schützenhauses und die Kleider einiger Spaziergänger ins Bild.
Im Vordergrund, genauer vor dem eigenen Hauseingang, wartet eine Kutsche. Der Vergleich mit anderen Zeichnungen bestätigt die Zuweisung des Blattes an den Seidenbandfabrikanten Daniel Burckhardt-Wildt (1752-1819), der 1778 in das prächtige Haus seiner Gattin Margarethe gezogen war. Der Kunst- und Antikensammler war auch ein begabter Zeichner, der sein Umfeld akkurat in zahlreichen Blättern festhielt. Einzig in den gegenüber der umgebenden Bebauung winzigen Passanten hat er sich in der Petersplatzansicht eine kleine Ungenauigkeit erlaubt.