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Adelboden: Pistenchef nach tödlichem Skiunfall vor Gericht
Im Februar 2015 starb ein 13-jähriges Mädchen aus dem Kanton Schwyz nach einem Skiunfall in Adelboden BE. Nun steht der Pistenchef der Bergbahnen Adelboden vor dem Regionalgericht Berner Oberland in Thun.
Eine Berner Staatsanwältin wirft ihm fahrlässige Tötung vor. Wie aus der Anklageschrift hervorgeht, war das Mädchen Teil einer Skiklasse. Diese war vor dem Unfall auf der Piste Luegli-Geils oberhalb von Adelboden unterwegs.
Als das Mädchen als zweithinterste Fahrerin der Gruppe über einen kleinen Hügel fuhr, kam es leicht von der Piste ab und stürzte anschliessend kopfüber in einen 2,7 Meter tiefen Graben. Die Staatsanwältin schreibt, dieser quer zur Piste verlaufende Graben sei für das Mädchen nicht sichtbar gewesen.
Zwar sei der Graben längs der Piste mithilfe von Wimpelseilen gekennzeichnet gewesen, welche an drei gelb-schwarzen Markierungsstangen fixiert waren. Der angeklagte Pistenchef hätte aber die vom Graben ausgehende Gefahr entweder durch Zuschütten wirksam beseitigen müssen. Oder aber er hätte quer zur Piste mit Stangen und Seilen den Graben gut sichtbar machen müssen.
Eine Einzelrichterin führt das Verfahren am Regionalgericht Berner Oberland. Die Richterin will das Urteil gemäss Verhandlungsprogramm am (morgigen) Mittwoch bekanntgeben.