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BLS verzichtet auf Seepegel-Gesuch
Die BLS hat die Anliegen der Anwohner, Gemeinden und Umweltverbände zum geplanten Gesuch bezüglich des Thunerseepegels geprüft. Das Unternehmen hat entschieden, kein Gesuch um Ausdehnung des Rhythmus der ausserordentlichen Seeabsenkung einzureichen.
Damit die Schiffe im Winter in die Werft einfahren und auf dem Thunersee verkehren können, braucht es einen konstanten Seepegel. Deswegen hatte die BLS drei Varianten eines Gesuches zur Änderung des Regulierreglements des Sees geprüft. Zur Diskussion standen zuerst zwei Varianten: Die generelle Erhöhung des Pegels oder der Verzicht auf ausserordentliche Seeabsenkungen. Nach einem ersten Mitwirkungsverfahren prüfte die BLS schliesslich eine dritte Variante. Diese beabsichtigte, den Rhythmus der ausserordentlichen Seeabsenkung von vier auf fünf Jahre auszudehnen.
Umweltschutz steht über wirtschaftlichen Interessen
Auch diese dritte Variante hat die BLS mit allen Beteiligten eingehend diskutiert. Es zeigte sich, dass sich nicht voraussagen lässt, wie sich eine Änderung des Seepegels auf Tiere und Pflanzen auswirken würde. Die BLS nimmt das ernst und hat deshalb entschieden, kein Gesuch einzureichen. Weiter hat zum Entscheid beigetragen, dass die Periodizität der Seeabsenkung des Thunersees auf diejenige des Brienzersees abgestimmt ist. Hätte die BLS also die Regulierung des Thunersees ändern wollen, so wäre auch beim Brienzersee eine Prüfung des Umwelteinflusses nötig gewesen.