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Ruanda ist einer der ärmsten Staaten der Welt und hat entsprechend Mühe, die Grundversorgung der Bevölkerung auch im Bereich der Bildung sicherzustellen. In den öffentlichen Schulen ist der Unterricht zwar kostenfrei, doch müssen die Eltern die Schuluniform selber bezahlen. Auch gilt die Qualität der öffentlichen Schulen in den meisten Fällen als ziemlich schlecht. Wer auch immer kann, versucht die eigenen Kinder in einer Privatschule unterzubringen. Ein weiteres Problem sind die langen Schulwege, die häufig zu Fuss bewältigt werden müssen, und die Absenz von Kindergärten.
Um den Kindern ihrer Gemeinde (Musave) den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen, gründeten Eloi Nsanzimana, Henriette Niyigaba und Aimable Bakundakwita 2016 den Verein „Volunteers in Education“, der den Bau eines Kindergartens zum Ziel hat. Die Idee entstand, als Herr Nsanzimana, der Taxifahrer ist, betroffen die Kinder sah, die regelmäßig sichtlich müde die Strasse entlang liefen, auf der er häufig zur Arbeit und wieder nach Hause fährt. Zusammen mit Henriette Niyigaba hat er fünf Kinder. Er konnte seine Freunde davon überzeugen, den Verein Volunteers in Education zu gründen, dessen Vorstandsvorsitzender er ist. Eloi leistete während des gesamten Baus der Schule bis zu ihrer Fertigstellung die notwendigen Dienste. Zurzeit gibt es in der Nachbarschaft von Musave keinen Kindergarten. Der nächstgelegene befindet sich 5 km von Musave entfernt in “Kwa Nayinzira‘. Die meisten Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren sind daher gezwungen, eine unzumutbare Strecke zu Fuss zurückzulegen, um eine Schule zu erreichen, oder sie besuchen überhaupt keine. Einige dieser Kinder bleiben unbeaufsichtigt zu Hause, während ihre Eltern bei der Arbeit sind.
Die Finanzierung konnte von COERESO, der Schule Mösli in Wallisellen und CAMBIELA (Studierenden-Verein der FHGR zur Unterstützung von Entwicklungsprojekten) sichergestellt werden.
Das Schulhaus ist fertig gestellt und nach einigen Corona bedingten Schwierigkeiten in Betrieb. Die Eltern haben die Schule “Elizabeth Seton” getauft. 51 Kinder gehen in den Kindergarten, 3 Lehrpersonen, 1 Gärtner und 1 Wachmann sind angestellt.
Angestrebt wird der Ausbau hin zu einer Primarschule, damit die Kinder die gesamte erste Schulzeit in der Nähe ihres Wohnorts absolvieren können.
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