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Seine Heiligkeit, der 16. Gyalwa Karmapa,
Rangjung Rigpe Dorje
Der 16. Gyalwa Karmapa Rangjung Rigpe Dorje (1924–1981) gilt heute noch als der „König der Yogis von Tibet“. Er beauftragte 1972 seine Schüler Hannah und Lama Ole Nydahl den Diamantweg-Buddhismus in den Westen zu bringen und ist die Quelle für alle Meditationen, die in den Diamantweg-Zentren gelehrt und praktiziert werden.
Der 16. Gyalwa Karmapa Rangjung Rigpe Dorje wurde 1924 in Tibet geboren und lebte nach seiner Inthronisation in Tsurpu, Tibet. Nach der Besetzung Tibets durch China verließ Rangjung Rigpe Dorje 1959 das Land zusammen mit Dilgo Khyentse Rinpoche und mehr als 100 weiteren Lamas in Richtung Bhutan. Von Bhutan aus ging der 16. Karmapa nach Rumtek in Sikkim und brachte so wertvolle Reliquien der Karma Kagyü Linie in Sicherheit.
Dort befand sich das verfallene Kloster, das zur Zeit des 9. Karmapa errichtet worden war. Ab 1962 liess der 16. Karmapa das Gebäude als Hauptsitz der Karma Kagyü Linie neu errichten.
Auf Ihrer Hochzeitsreise im Jahr 1969 begegneten Hannah und Ole Nydahl dem 16. Karmapa am Swayambhu-Stupa in Kathmandu, Nepal. Beide wurden seine engen Schüler und mehrere Jahre von ihm persönlich sowie von hohen Kagyü-Lamas unter seiner Leitung geschult.
1972 schickte der 16. Karmapa Hannah und Lama Ole Nydahl zurück nach Europa – mit dem Auftrag, in seinem Namen zu lehren und Zentren für Diamantweg-Buddhismus zu gründen.
Hannah und Lama Ole begleiteten den 16. Karmapa 1974 und 75 auf seiner ersten Reise in die USA sowie nach Kanada und durch Europa. Dabei fuhren die beiden den Karmapa in einem alten VW-Bus durch Skandinavien und Deutschland.
1975 brachte Lama Ole den 16. Karmapa unter anderem in das Buddhistische Haus der Stille in Roseburg bei Hamburg sowie nach Lübeck und Kiel. Weiter ging es nach Holland, Frankreich, Italien und in die Schweiz.
1976 und 77 wurde der 16. Karmapa von Lama Ole auf seiner zweiten Reise in den Westen begleitet. Nach einem Besuch in den USA besuchte er Frankfurt, Berlin- Kreuzberg, Hamburg und München sowie Österreich, Frankreich, die Schweiz, Belgien, Großbritannien und Irland.
1981 verstarb der 16. Karmapa im Alter von 56 Jahren in der Nähe von Chicago. Sein Körper wurde nach Rumtek gebracht und dort bei einer rituellen, mehrtägigen Zeremonie verbrannt, zu der auch Lama Ole mit seinen Schülern eingeladen war. Die Reliquien des 16. Karmapas und seine Schwarze Krone sollen sich bis heute in Rumtek befinden.