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Was ist ein CI?
Kinder, die von einem herkömmlichen Hörgerät nicht in genügender Weise profitieren, können heute mit einem CI versorgt werden. Beim CI wird das akustische Signal durch ein Richtmikrofon aufgenommen und zum Sprachprozessor geleitet. Dort werden die für das Verstehen von Sprache wichtigen Anteile codiert. Diese elektrischen Signale werden zur Sendespule und induktiv zum Empfänger unter der Haut geleitet. Der Empfänger enthält einen integrierten Schaltkreis, der den Code in spezifische Signale umformt und diese zum Elektrodenbündel (12 - 22 Einzeldrähte) in der Cochlea sendet. Jede dieser Elektroden wird einzeln programmiert, so dass sie Signale unterschiedlicher Lautstärke und Tonhöhe überträgt. Die Elektroden stimulieren die entsprechenden Fasern des Hörnervs; diese Informationen werden ans Gehirn geleitet.
Das CI kann nicht in allen Fällen angewandt werden. Bestimmte Selektionskriterien wie Intaktheit der Hörnerven bei beidseitiger Taubheit etc. sind unabdingbare Voraussetzungen.
CI wurden lange nur bei postlingual ertaubten Menschen eingesetzt. Heute entscheiden sich Elternpaare, ihr Kleinkind bereits mit CI versorgen zu lassen. Das Hörtraining mit CI unterscheidet sich nicht grundsätzlich von jenem mit Hörgeräten. Rund um den Einsatz von CI ist eine heftige Kontroverse entbrannt, auf die hier nicht eingegangen werden kann.
Woraus besteht das CI?
Das gesamte Gerät besteht aus folgenden Teilen:
(A) und (B), die aussen getragen werden und
(C) und (D), die operativ eingesetzt werden.
Die Teile und ihre Funktion:
(A) Der Sprachprozessor (kompakt - wie ein HdO zu tragen) wählt und codiert die zum Sprachverständnis wichtigsten Laute.
(B) Das Richtungsmikrofon mit Sendespule. Das Mikrofon empfängt die Laute, die Sendespule überträgt codierte Signale an den Empfänger.
(C) Der Empfänger/Stimulator (durch eine Standardoperation in den Knochen hinter dem Ohr eingepflanzt) decodiert und sendet elektrische Signale zu den Elektroden.
(D) Das 12- bis 22-kanalige Elektrodenbündel (operativ in das Innenohr eingesetzt) besteht aus 16 bis 22 elektrischen Kontakten, die die noch vorhandenen Nervenfasern reizen.
CI können für Personen sinnvoll sein, welche an einer beidseitigen Taubheit oder an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit leiden. Cochlea Implantationen werden bei Kindern ca. ab dem 6. Lebensmonat und bei Erwachsenen bis ins hohe Alter erfolgreich durchgeführt.
Es ist für Personen mit hochgradiger Innenohrschwerhörigkeit (sensorineural) geeignet (nur hohe und mittlere Töne).