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Die russische Adelsfamilie wurde 1613 zur herrschenden Zarenfamilie Russlands. 1721 gründeten sie das russische Kaiserreich und waren ab da bis 1917 die Kaiserfamilie Russlands. Das russische Kaiserreich war auf seinem Höhepunkt das drittgrösste Reich der Weltgeschichte und machte fast ein Sechstel der Landmasse der Erdoberfläche aus. Der letzte russische Kaiser Nikolaus Alexandrowitsch Romanow (Nikolaus II.) gilt als einer der reichsten Männer aller Zeiten und der heutige Wert seines Vermögens wird auf bis 300 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).
Der erste Kaiser Peter der Grosse verheiratete seine Tochter mit dem Herzog Karl Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf. So entstand die Linie Romanow-Holstein-Gottorp. Mit dem Tod der russischen Kaiserin Elisabeth 1762 starb die Hauptlinie der Romanows aus. Ab da stellte die Familie Romanow-Holstein-Gottorp die russischen Kaiser. Der Gründer der neuen Romanow-Dynastie, Herzog Karl Friedrich, kam aus der Familie Schleswig-Holstein-Gottorf, eine Nebenlinie des deutschen Uradelsgeschlechts Oldenburg. Mütterlicherseits gehörte er zum schwedischen Königshaus. Damals stellte das deutsche Uradelsgeschlecht Wittelsbach die Königsfamilie von Schweden. Oldenburg und Wittelsbach, die zu den wichtigsten Hochadelsfamilien gehören, sind somit Vorfahren der heutigen Romanows.
In ihrer Zeit als Herrscherfamilie Russlands (1613-1917) heirateten sie in folgende Hochadelsgeschlechter (in die meisten davon mehrfach): Sachsen-Coburg und Gotha, Nassau, Glücksburg, Habsburg, Bernadotte, Hohenzollern, Braunschweig, Sachsen-Weimar-Eisenach, Oldenburg, Hessen, Karađorđević, Württemberg, Sachsen-Altenburg, Petrović-Njegoš und Baden. (Quelle: 1 und 2) Dadurch waren und sind sie mit vielen europäischen Königsfamilien verwandt.
Romanow und die Freimaurerei
Der erste russische Kaiser Peter der Grosse (1672-1725) war der Legende nach auch der erste russische Freimaurer, was aber nicht bewiesen ist (Quelle). Die Freimaurerei wurde von Briten nach Russland gebracht. Einer der ersten Grossmeister der russischen Freimaurer war James Francis Edward Keith, der Sohn eines britischen Grafen aus dem schottischen Keith Clan. Er war ein Cousin des schottischen Grafen John Keith (circa 1699-1758). Dieser war Grossmeister der englischen und schottischen Freimaurer. (Quelle) Zu dieser Zeit wurden Familienzweige der schottischen Clans Bruce, Armstrong und Barclay, die von Schottland nach Russland emigrierten, in den russischen Adel aufgenommen (Quelle). Gustav Otto Douglas, aus dem schottischen Douglas Clan, fand ebenfalls Anschluss an die russische Elite. Der schottische Einwanderer Patrick Gordon, der aus dem Gordon Clan stammte, wurde ein Freund von Peter dem Grossen. Es gibt die bisher unbewiesene These, dass Gordon den Kaiser mit der Freimaurerei bekannt machte.
Der russische Kaiser Peter III. (1728-1762) soll Freimaurer gewesen sein. Er war zumindest Protektor der russischen Freimaurer, die somit unter seinem königlichen Schutz standen (Quelle).
Der russische Kaiser Paul I. (1754-1801) trat den Freimaurern bei und interessierte sich für die Rosenkreuzer (Quelle). 1791 erliess er jedoch ein Freimaurerverbot. Das liegt vermutlich daran, dass er dem Vatikan nahe stand, der damals der Erzfeind der Freimaurer war. Zu seiner Zeit konnte der Jesuitenorden, der im Dienste des Papstes steht, seinen Einfluss in Russland ausweiten. (Quelle) Kaiser Paul I. war von 1799 bis 1801 Grossmeister des Malteserordens, ein alter Vatikanorden, der sich im 11. Jahrhundert bildete (Quelle).
Sein Sohn, der russische Kaiser Alexander I. (1777-1825), hielt das Freimaurerverbot zunächst aufrecht. 1803 hob er das Verbot auf und wurde Mitglied des Bundes. 1822 erneuerte er das Verbot. (Quelle: 1 und 2).
Alexanders Bruder, Prinz Konstantin Pawlowitsch Romanow (1779-1831), war Freimaurer (Quelle). Er heiratete Juliane von Sachsen-Coburg-Saalfeld. Ihr Bruder Leopold I. war Freimaurer und wurde der erste König Belgiens (Quelle). Ihre Schwester Victoire heiratete den britischen Prinzen Edward/Eduard Augustus (1767-1820) aus dem Haus Hannover, der Freimaurer war (Quelle). Victoires Tochter war die britische Queen Victoria.
Alexanders Schwester Maria Romanow (1786-1859) heiratete in die deutsche Hochadelsfamilie Sachsen-Weimar-Eisenach. Der Vater ihres Ehemannes, Carl August (1757-1828), war Freimaurer und Illuminat (Quelle). Marias Tochter Augusta (1811-1890) heiratete den deutschen Kaiser Wilhelm I., der Freimaurer war (Quelle).
Marias Schwester Anna Pawlowna Romanow (1795-1865) heiratete den niederländischen König Wilhelm II., der Freimaurer war (Quelle). Sein Bruder Wilhelm Friedrich war 60 Jahre lang Grossmeister der niederländischen Freimaurer (Quelle).
Sie heirateten mehrfach in die Hochadelsfamilien Hessen-Darmstadt, Hohenzollern und Württemberg sowie in Familienzweige der Wettiner. Dadurch waren sie mit vielen Freimaurern verwandt, da diese Adelsdynastien viele Freimaurer hervorbrachten.
Russische Revolution
1917 wurde die Kaiserfamilie von russischen Aufständischen gestürzt (Februarrevolution). Daraufhin übernahm ein Parlament die Macht, das eine Übergangsregierung bildete. Einer der wichtigsten Politiker darin war Alexander Kerenski. Er schloss sich 1912 der Freimaurerei an und stieg zum Generalsekretär des Grossen Rates der russischen Freimaurergrossloge auf. Die Mehrzahl der Mitglieder der Grossloge waren in der russischen Politik. Pawel Miljukow, ein hochrangiger russischer Politiker, behauptete, dass Kerenski unter dem Einfluss des britischen Diplomaten George Buchanan stand. (Quelle) George Buchanan war der Sohn eines Barons aus dem schottischen Buchanan Clan. Beide gehörten zum Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.
Im selben Jahr kamen die Bolschewiki mit Gewalt an die Macht und beseitigten das Parlament (Oktoberrevolution). Es kam zu einem mehrjährigen brutalen Bürgerkrieg, aus dem die Bolschewiki als Sieger hervorgingen und schliesslich eine kommunistische Diktatur gründeten. In dieser wurde die Freimaurerei verboten. Erst seit Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 sind die Freimaurer wieder offiziell in Russland aktiv. Seitdem sind auch die russischen Adligen wieder in Russland aktiv. Auch die Russisch-Orthodoxe-Kirche kam wieder zu grossem Einfluss und ist das führende Gotteshaus in Russland. Der osteuropäische Adel ist bis heute mit der Christlich-Orthodoxen-Kirche verbunden, darunter auch die Romanows.
Romanow in den letzten 100 Jahren
Die Romanows verliessen Russland (einige Familienmitglieder wurden auch von den Bolschewiki ermordet). Seither lebten die Familienmitglieder in Spanien, USA, Grossbritannien, Frankreich und zeitweise auch in Italien und Ägypten.
Maria Wladimirowna Romanowa (*1953) ist das derzeitige Familienoberhaupt. Sie studierte an der Oxford Universität in England (besteht seit über 900 Jahren), wie viele Mitglieder der international vernetzten Königshäuser. Sie besucht Russland regelmässig. Sie hat das Wohlwollen des Patriarchen Kyrill I. (Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche). (Quelle) Seit dem Fall der Sowjetunion ist die orthodoxe Kirche wieder zu grossem Einfluss in Russland gekommen. Der Patriarch hat ein gutes Verhältnis zu Präsident Putin. (Quelle) Kyrill und sein Vorgänger Patriarch Alexius II. arbeiteten früher für den sowjetischen Geheimdienst KGB (Quelle).
Maria erhielt Orden von der orthodoxen Kirche in Russland sowie Orden der orthodoxen Kirchen aus den Ländern Ukraine, Moldau/Moldawien und den USA. Diese unterstehen der Russisch-Orthodoxen Kirche und werden vermutlich von dieser kontrolliert. Maria und ihr Vater wurden vom Malteserorden geehrt, ein alter Vatikanorden. Das russische Kaiserhaus unterhält seit mehr als zwei Jahrhunderten freundschaftliche Beziehungen zum Malteserorden, die bis heute bestehen. Wie anfangs erwähnt, war der russische Kaiser Paul I. (1754-1801) Grossmeister des Ordens. (Quelle)
Im Jahr 2010 traf sich Maria in der Türkei mit Mitgliedern der Osman-Dynastie. Sie konnte auch ein Barthaar des Propheten Mohammed bestaunen, dass sich im Topkapı-Palast befindet, der früheren Residenz der osmanischen Herrscherfamilie. (Quelle) Die Osman-Dynastie gründete Ende des 13. Jahrhunderts das Osmanische Reich, über das sie bis 1922 herrschte. Nach ihrer Absetzung lebten sie im Exil. 1991 wurde die Verbannung offiziell aufgehoben. Auf Initiative des heutigen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wurde 2004 dem Oberhaupt der Osmans die türkische Staatsangehörigkeit verliehen. Erdogan führt die türkische Partei AKP. Die Partei und Erdogan verfolgen eine neoosmanische Politik. Der Aufstieg von Erdogan und der AKP in den letzten Jahren wird vermutlich dazu beitragen, dass die Osman-Dynastie sich wieder in der politischen Elite der Türkei etablieren kann.
Marias Sohn George Mikhailovich Romanov (*1981) war als Berater und Lobbyist für den russischen Bergbaukonzern Norilsk Nickel (Nornickel) tätig. Dieser gehört zu den grössten russischen Unternehmen und war in den letzten Jahren der zweitgrösste Nickelproduzent der Welt. Nornickel wird derzeit von Vladimir Potanin kontrolliert, der 2020 als der reichste Russe galt und ein gutes Verhältnis zum russischen Präsidenten Putin hat. Auch der russische Milliardär Oleg Deripaska (Freund von Nathaniel Rothschild) ist Grossaktionär von Nornickel. George Mikhailovich Romanov arbeitete im EU-Parlament und für die Europäische Kommission. Er gründete in Brüssel eine eigene PR-Beratungsfirma, die russische und osteuropäische Unternehmen in der Europäischen Union vertritt. Er traf den ehemaligen russischen Patriarchen Alexius II.. Er studierte wie seine Mutter an der Oxford Universität. Bei seiner Taufe waren das spanische und das bulgarische Königspaar anwesend. Sein Pate war der griechische König. 1997 ging er mit seiner Familie auf eine Pilgerreise ins Heilige Land nach Jerusalem. Dort legte er in Anwesenheit von Diodoros einen Eid ab, der ihm auch seinen Segen gab. Diodoros war von 1980 bis 2000 der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem. (Quelle)
Dimitri Romanow (1926-2016) war ein enger Freund des ehemaligen bulgarischen Ministerpräsidenten Simeon von Sachsen-Coburg-Gotha. Simeons Familie war früher die Königsfamilie von Bulgarien. Die beiden trafen auch Patriarch Maxim, das Oberhaupt der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche. (Quelle) Die Bulgarisch-Orthodoxe Kirche ist das führende Gotteshaus in Bulgarien. Dimitri traf den russischen Präsidenten Putin (Quelle).
Catherine Yurievskaya (1878-1959) war eine Tochter des russischen Kaisers Alexander II. und seiner Geliebten. Nach der Russischen Revolution lebte sie in Grossbritannien. Sie heiratete in zweiter Ehe Serge Obolensky. Die Obolensky Familie ist eine russische Adelsfamilie und sind Nachfahren der Rurikiden, eine russische Adelsdynastie, die vom russischen Herrscher Rjurik gegründet wurde (lebte im 9. Jahrhundert). Die Rurik-Dynastie besetzte bereits vor den Romanows den russischen Zarenthron. Daniel von Moskau (1261-1303), der ebenfalls aus dieser Dynastie stammte, wird in der Russisch-Orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt. Serge Obolensky heiratete in zweiter Ehe in die US-amerikanische Astor Familie. Die Astors gehörten zu den reichsten Amerikanern des 19. Jahrhunderts und wurden im 20. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Als Serge in die Astor Familie heiratete, stieg er ins Immobiliengeschäft ein und arbeitete mit seinem Schwager aus der Astor Familie zusammen. Serge wurde stellvertretender Vorsitzender von Hilton Worldwide, eine der grössten Hotelketten der Welt. Er arbeitete für das OSS (der Vorläufer der CIA). Ava Astors und Serges gemeinsame Tochter heiratete einen russischen Prinzen aus der Giray-Dynastie. (Quelle) Die Giray stammen der Überlieferung nach vom mongolischen Herrscher Dschinghis Khan (1162-1227) ab. Khan galt als der mächtigste und reichste Herrscher seiner Zeit. Er gründete das Mongolische Reich, das zweitgrösste Reich in der Weltgeschichte. Nur das britische Kolonialreich war grösser. Ava Astors und Serges gemeinsamer Sohn, Ivan Obolensky, lebte ebenfalls in den USA und war als Finanzanalyst und Verleger tätig. Er war Freimaurer und erreichte den 33. Grad (den höchsten Grad). Er war Meister der Holland Lodge. (Quelle) Die Loge besteht seit 1787 und gilt als eine der führenden Freimaurerlogen der USA (Quelle). Bemerkenswerte Mitglieder der Loge waren US-Präsident Franklin Delano Roosevelt sowie Edward Henry Harriman und John Jacob Astor (Quelle). Ivan Obolensky war Schatzmeister der „Russian Nobility Association in America“, eine russisch-adlige Organisation. Er war Mitglied der Pilgrims Society und US-Prior des Orthodoxen Johanniterorden, ein Orden der Russisch-Orthodoxen-Kirche. Er war Hauptrepräsentant der russischen Freimaurergrossloge von 1996 bis 2014. Er erhielt 2010 eine Auszeichnung von der Grossloge von New York. (Quelle: Seite 11 und 12).
Nicholas Romanovich Romanow (1922-2014) heiratete eine Gräfin aus der italienischen Uradelsfamilie Gherardesca (Quelle: 1 und 2). Die Familie besteht seit 1000 Jahren und gehörte früher zu den führenden Familien der Stadt Pisa. Ugo della Gherardesca (lebte im 16. Jahrhundert) heiratete die Schwester von Papst Leo XI., der aus der berühmten Medici Familie kam. Die Medicis galten im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie und brachten drei Päpste hervor.
Der deutsche Adlige Karl Emich von Leiningen hatte eine Grossmutter, die aus der russischen Kaiserfamilie kam. Väterlicherseits kommt er aus der Uradelsfamilie Leiningen und mütterlicherseits aus der Uradelsfamilie Oldenburg. Karl Emich und der russische Politiker Anton Bakow haben sich das Ziel gesetzt in Russland die Monarchie wiedereinzuführen mit Karl Emich als König (Quelle). Karl Emich heiratete in die Thyssen Familie, eine der reichsten und mächtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts. Karl Emichs Frau Gabriele heiratete später Karim Aga Khan IV., der derzeit das geistliche Oberhaupt der Nizariten ist (die weltweit zweitgrösste schiitische Glaubensgemeinschaft). (Quelle) Die Khans stammen der Legende nach vom Propheten Mohammed ab, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete. Die Khans sind der Legende nach auch Nachkommen der Fatimiden, eine der mächtigsten Herrscherfamilien des 11. Jahrhunderts. (Quelle)
Rostislav Rostislavich Romanow (1938-1999) heiratete Christia Ipsen. Sie heiratete in zweiter Ehe einen Baron aus dem schottischen Russell Clan. (Quelle) Rostislav war in den USA geboren und war als Bankier in London und Chicago tätig. Er arbeitete für den US-amerikanischen Finanzkonzern Northern Trust, der derzeit über eine Billion US-Dollar verwaltet. Er arbeitete für die Bank der Königsfamilie Lichtensteins. (Quelle)
Paul Romanovsky-Ilyinsky (1928-2004) war Bürgermeister der Stadt Palm Beach in Florida, USA. Er war ein Urenkel des russischen Kaisers Alexander II.. (Quelle)
Die russische Prinzessin Natalia Pawlowna Paley (1905-1981) lebte in den USA und Frankreich. Sie war eine Mode-Ikone und Schauspielerin.
Wladimir Kirillowitsch Romanow (1917-1992) war das Familienoberhaupt. 1948 heiratete er Leonida Bagration von Mukhrani aus der georgischen Hochadelsfamilie Mukhrani (Quelle). Die Mukhrani Familie stammt von der Uradelsdynastie der Bagratiden (Bagrationi) ab, die vom 9. bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts über Georgien herrschte. Der Legende nach zogen die Vorfahren der Bagratiden im 6. Jahrhundert von Palästina in den Kaukasus, wo sie in Herrscherfamilien heirateten und selbst zur georgischen Herrscherfamilie aufstiegen. Sie sind bis heute mit der Führung der Georgisch-Orthodoxen-Kirche verbunden und kennen auch Ilia II., der derzeitige Patriarch der Georgisch-Orthodoxen-Kirche. Patriarch Ilia schlug sogar vor die georgische Monarchie wiederzubeleben mit den Bagratiden als Königsfamilie. Die Georgisch-Orthodoxe-Kirche ist das führende Gotteshaus in Georgien. In ihrer Zeit als Herrscher von Georgien behaupteten die Bagratiden von König David abzustammen. (Quelle)
Anmerkung für Verschwörungstheoretiker: Der mythologische König David soll vor 3000 Jahren gelebt haben und er wird in den heiligen Schriften des Christen- und Judentums sowie im Koran erwähnt. Er war König von Juda, zu dem auch die Heilige Stadt Jerusalem gehörte. Die Dynastie der Davididen soll noch bis ins 6. Jahrhundert vor Christus über Juda geherrscht haben. Davids Sohn König Salomo soll der Erbauer des salomonischen Tempels gewesen sein, der bis zur seiner Zerstörung im 6. Jahrhundert vor Christus auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem stand. Die Freimaurer, die Templer und die Rosenkreuzer führen ihre Ursprünge auf den Tempelbau zurück. Nach Angaben der Evangelien nach Matthäus und Lukas des neuen Testaments war der weltberühmte Jesus Christus ein Nachfahre von König David. Jesus Vater Josef (der vermutlich biologische Vater des angeblichen Gottessohn) soll von den Davididen abstammen. Die Stammlinien in den beiden Evangelien unterscheiden sich, aber beide führen Serubbabel als Vorfahren auf. (Quelle) Dieser soll im 6. Jahrhundert vor Christus den zerstörten Tempel wieder aufgebaut haben (der 600 Jahre später wieder zerstört wurde). Die Symbolik der Zerstörung des Tempels und die Idee eines geistigen Wiederaufbaus ist eine Komponente der schottischen Hochgrade in der Freimaurerei (Quelle). Im 11. Jahrhundert besetzten die Kreuzfahrer Jerusalem und gründeten dort die heutigen Vatikanorden sowie den Templerorden (möglicher Vorläufer der Freimaurerei). Unter den Kreuzfahrern sollen einer Legende zufolge vier Altmeister aus Schottland gewesen sein, die über altes Wissen verfügten. Sie suchten und fanden etwas in den Überresten des Tempels. Die Legende hatte Einfluss auf die Entwicklung der okkultistischen und alchemistischen Strömungen der Freimaurerei (Quelle). Nach den beiden Evangelien ist Abraham der Vorfahre der Davididen sowie Vorfahre von Jesus. Abraham ist nach den heiligen Schriften der Stammvater der Araber und der Juden. Zu seinen Nachkommen soll der Prophet Mohammed gehören, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete. (Quelle) Aus der Blutlinie Mohammeds sollen der Legende nach die heutigen Königsfamilien von Marokko und Jordanien sowie die Aga Khan Familie hervorgegangen sein (letztere kennt auch Rothschild, Rockefeller, Dassault, Thyssen und noch weitere). Auch die britische Königsfamilie hat womöglich Blut des Propheten Mohammed in sich (Quelle). Der Stammvater Abraham soll vom Archebauer Noah abstammen, zu dessen mythologischen Nachfahren wiederum Fénius Farsaid gehört, der das hebräische, griechische und lateinische Alphabet sowie das Ogham-Alphabet erfunden haben soll. Farsaids Enkel Goídel Glas kam mütterlicherseits aus einer ägyptischen Pharaonenfamilie. Der Legende nach soll seine Mutter Scota den Stein von Scone von Ägypten auf die britische Insel gebracht haben. Der Stein war spätestens ab dem 9. Jahrhundert Teil des schottischen Königsrituals und wurde auch 1953 bei der Krönung der heutigen Queen Elisabeth II. verwendet. Goídel Glas soll ein Vorfahre von Breogán gewesen sein. Dieser gilt als der Stammvater der alten irischen Könige, die in der Zeit vor Christus herrschten und mit den Druiden verbunden waren. Sie sind die mythologischen Vorfahren mehrerer schottischer Clans und irischer Adelsfamilien, die heute Teil des britischen Adels sind. Auch Teile der Verwandtschaft des schottischen Königs Kenneth MacAlpin (lebte im 9. Jahrhundert) sollen aus dieser Blutlinie stammen. MacAlpin war der erste König des damals gegründeten Schottlands. Er war zugleich der erste König, der auf dem Stein von Scone gekrönt wurde. Nach Angaben eines Mitglieds des schottischen MacKinnnon Clans gibt es Legenden, dass der Stein von Scone ursprünglich aus Jerusalem kam und Teil des Throns von König David war (oben bereits erwähnt) (Quelle). Der Stein ist eng mit der Geschichte und Tradition der Freimaurer verbunden. Nach Angaben eines Freimaurers sollen schon die alten irischen Könige vor MacAlpin auf dem Stein gekrönt worden sein und er sei schon der Krönungsstein für die jüdischen Könige (Davididen) in Jerusalem gewesen (Quelle). Anderen Legenden nach war der irische Krönungsstein ein Menhir, der noch heute auf dem Tara-Hügel in Irland steht. Auf dem heiligen Hügel befinden sich zahlreiche alte Monumente. Die Menhire gehören zu den Megalithen, von denen manche älter als die Pyramiden sind. Die Megalithen werden mit den Druiden in Verbindung gebracht, die im ersten Jahrtausend vor Christus zur keltischen Elite gehörten, wie die irischen Aristokraten. Die Megalithen befinden sich auf der britischen Insel und der Bretagne (das ehemalige Territorium der Druiden- und Keltenelite). Der heutige Druidenorden in Grossbritannien (Ancient Order of Druids) untersteht der Freimaurergrossloge Englands, die traditionell von der britischen Königsfamilie geführt wird (Quelle). Der mögliche ehemalige Krönungsstein auf dem Tara-Hügel soll Legenden zufolge aus Skandinavien stammen.(Quelle) Die schwedischen (skandinavischen) Könige benutzten noch bis zum 15. Jahrhundert heilige Steine bei Königsritualen (Quelle).