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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die landwirtschaftliche Forschung von Agroscope für eine moderne Bewirtschaftung von Weiden im Berg- und Sömmerungsgebiet wesentlich auszubauen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Schweizer Forschung hat sich in den letzten 20 Jahren in diversen disziplinären Projekten und interdisziplinären Forschungsprogrammen mit Fragen der Berglandwirtschaft und Alpwirtschaft befasst. Schwerpunkte der Programme waren die Ausrichtung auf eine nachhaltige Entwicklung, der Umgang mit den natürlichen, klimatischen und topografischen Standortnachteilen sowie mit Herausforderungen wie dem Klimawandel, der strukturellen Entwicklung oder der Aktivierung von Wertschöpfungspotenzialen. </p><p>Im Arbeitsprogramm 2018-2021 befasst sich Agroscope in verschiedenen Projekten mit Fragen zur Berglandwirtschaft und Alpwirtschaft. Ein Fokus liegt auf der Erarbeitung von Strategien für eine nachhaltige Flächennutzung und Fütterung sowie auf der Erfassung und Förderung von Ökosystemleistungen auf Grasland im Berggebiet unter Berücksichtigung von Klima- und Strukturwandel. Eng verbunden mit der Grünlandnutzung ist die Förderung und Nutzung der Arten und Lebensräume der Agrarlandschaft sowie die Förderung der Tiergesundheit im Kontext der Milchverarbeitung und Alpkäseproduktion sowie des Anbaus von für das Berggebiet geeigneten Spezialkulturen. </p><p>Zurzeit laufen die Vorarbeiten zur inhaltlichen Ausrichtung von Agroscope für das nächste Arbeitsprogramm 2022-2025. Kern ist die Festlegung der künftigen strategischen Forschungsfelder von Agroscope. Sie sind Teil des Forschungskonzepts Land- und Ernährungswirtschaft 2021-2024, welches dem Parlament als Anhang zur BFI-Botschaft unterbreitet wird. Der mit Personen aus der Praxis, Forschung und Bundesverwaltung erweiterte Agroscope-Rat wird sich mit der strategischen Ausrichtung der Forschung von Agroscope im Sommer 2019 befassen. Im Rahmen der darauf aufbauenden Erarbeitung des Arbeitsprogramms werden Forschungslücken zur Thematik Berglandwirtschaft und Alpwirtschaft erkannt und daraus der Forschungsbedarf abgeleitet. </p><p>Die neue Standortstrategie von Agroscope, welche der Bundesrat am 30. November 2018 im Grundsatz verabschiedet hat, sieht dezentrale Versuchsstationen vor. An diesen Versuchsstationen sollen anwendungs- und praxisorientierte Forschungsfragen im jeweiligen geografischen und klimatischen Kontext beantwortet werden, dies in enger Verbindung zu Partnern aus dem Bereich Wissensaustausch sowie der Praxis. Verschiedene Kantone haben Vorschläge zur Zusammenarbeit mit Agroscope in Versuchsstationen eingebracht. Ein mehrfach vorgeschlagener Schwerpunkt ist die Berglandwirtschaft und die Alpwirtschaft. Dies zeigt, dass mehrere Kantone am Aufbau einer Versuchsstation zum Thema Bergland- und Alpwirtschaft interessiert sind. Agroscope wird die entsprechenden Vorschläge im laufenden Jahr mit den Kantonen vertiefen und das Ziel, eine Versuchsstation zur Berglandwirtschaft und Alpwirtschaft im Rahmen der gesprochenen Gesamtbudgetmittel aufzubauen, weiterverfolgen. </p><p>Grundsätzlich anerkennt der Bundesrat den Bedarf, die für die Berglandwirtschaft und Alpwirtschaft relevanten Forschungsaktivitäten zu stärken. Es ist jedoch die Aufgabe des vom Departementsvorsteher WBF eingesetzten erweiterten Agroscope-Rates, die mittel- und langfristige Ausrichtung von Agroscope aus strategischer Sicht im Kontext der verfügbaren Mittel zu definieren.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.