Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03114.jsonl.gz/3822

Zu Beginn dieses Jahres habe ich hier auf der Website von einem Grossbrand im Mathare-Slum in Nairobi berichtet, wo einige unserer GOA-Projekte stationiert sind: Zwei Kindergärten, ein Jugendprojekt, eine Gemeinde und ein Friedensvermittlungsprogramm. Leider hat sich die Tragödie letzte Woche wiederholt und über 100 Familien haben buchstäblich alles verloren. Dankbar können wir jedoch sein, dass es keine Todesopfer gab und auch unsere Projekte grösstenteils verschont blieben.
Das Feuer wurde von Kindern ausgelöst, die versuchten, ihr Mittagessen zuhause zu wärmen. Viele alleinerziehende Eltern im Slum gehen den ganzen Tag über auf Arbeitsuche und lassen das Essen für die Kinder zurück, welches diese dann wärmen können. Anscheinend konnten die Kinder das Kochfeuer nicht unter Kontrolle halten und das Haus (obwohl man diese aus vier Wellblechwänden zusammengebaute Unterkunft nicht wirklich so nennen kann) fing Feuer. Da in den meisten umliegenden Häusern niemand zur Stelle war um das Feuer zu löschen, da um diese Zeit die meisten am Arbeitsplatz waren, ging das Feuer auf die umliegenden Baracken über und breitete sich schnell aus. Nur wenige waren schnell genug bei ihren Häusern um noch irgendetwas zu retten.
Hier ist der Bericht unseres Projektleiters in Mathare, Ezekiel Aseka: Mathare Bericht
Einige Kinder unserer Kindergärten wie auch einige Gemeindemitglieder hat es hart getroffen. Die letzten paar Tage versuchten wir überall her gebrauchte Kleider, Haushaltsmaterial und Nahrungsmittel zu beschaffen, damit wir am Sonntag die betroffenen Familien besuchen und beschenken können. Ohne solche Hilfe wüssten viele nicht, wie sie wieder neu beginnen sollten. Danke, dass ihr im Gebet mit diesen Familien seid.
Ich wünsche euch einen guten Tag. Aus Kenia,
Rebekka