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In den letzten Tagen hatte die US-Währung stark unter Druck gestanden. Auslöser waren immer neue Vorwürfe gegen den amerikanischen Präsidenten Donald Trump gewesen. Zuletzt wurde ihm vorgehalten, möglicherweise FBI-Ermittlungen behindert zu haben. Anleger zweifeln deshalb immer mehr an der wirtschaftspolitischen Handlungsfähigkeit der nur wenige Monate alten Regierung.
Unter erheblichem Druck standen am Donnerstag die Währungen zahlreicher Schwellenländer, angeführt vom brasilianischen Real. Die Währung der grössten Volkswirtschaft Südamerikas brach gegenüber dem US-Dollar um bis zu 8% ein. Die Währungen Indiens, Russlands, Südafrikas und der Türkei standen ebenfalls unter erhöhtem Druck. Auslöser der Turbulenzen waren Vorwürfe gegen den brasilianischen Staatspräsidenten Michel Temer. Er soll geholfen haben, Mitwisser in einem riesigen landesweiten Korruptionsskandal gegen Geld zum Schweigen zu bringen.
Brasilien ist eines der grössten Schwellenländer der Welt und gehört zu den sogenannten Brics-Staaten, bestehend aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Nach einer langen Flaute hatte sich die Wirtschaftslage in vielen Schwellenländern zuletzt stabilisiert oder sogar verbessert. Anleger hatten diese Entwicklung goutiert, indem sie wieder mehr Kapital dort anlegten. Am Donnerstag war die Stimmung jedoch sehr schlecht.
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(AWP)