Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/62908

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Änderung des Obligationenrechtes (Aktienrecht) zu unterbreiten, mit der die Wählbarkeit von Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräten insbesondere folgendermassen begrenzt wird:</p><p>- eine Person kann nicht mehr als fünf Verwaltungsmandate von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen (Publikumsgesellschaften, Grossunternehmen usw.) innehaben;</p><p>- die Dauer der Verwaltungsratsmandate einer Person, die keine bedeutende Beteiligung an Unternehmen innehat (z. B. in der Grössenordnung von 20 Prozent) ist begrenzt, beispielsweise auf sechs Jahre.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Unabhängigkeit der Verwaltungsratsmitglieder kann für die gute Führung und Kontrolle einer Gesellschaft von grosser Bedeutung sein. Die vorgeschlagene Regelung erscheint jedoch zu starr und erlaubt es nicht, die Umstände des Einzelfalls hinreichend zu berücksichtigen. Der Aufwand, der mit einem Verwaltungsratsmandat verbunden ist, fällt selbst bei grossen Gesellschaften sehr unterschiedlich aus.</p><p>Eine feste Maximaldauer sowie eine Beschränkung der Anzahl von Mandaten können unerwünschte und sogar kontraproduktive Folgen nach sich ziehen. Die Gesellschaften würden in ihrer Organisationsfreiheit beeinträchtigt, was den Grundsätzen der Corporate Governance entgegenstehen könnte. Beide vorgeschlagenen Massnahmen bieten daher keine zufriedenstellende Lösung.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.