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Heute erzähle ich euch von den Führübungen die ich zur Zeit mit Lucino einübe. In meinem Artikel Erste "Führübungen" auf der Weide habe
ich euch schon einen kleinen Einblick in meine Bodenarbeit gegeben. Diese Übungen erarbeite ich natürlich jetzt auch noch mit Halfter und Strick.
Tempovariation
Mir ist es sehr wichtig, dass Lucino auf meine Körpersprache reagiert. Wenn ich langsamer laufe, soll er auch langsamer laufen. Wenn ich schneller laufe, soll er auch schneller laufen. Ich varieren mein Tempo oft, um so auch seine Aufmerksamkeit zu sichern. Wenn ich schneller laufe und er nicht reagiert, so tippe ich ihn an der Schenkellage mit der Gerte leich an. Wenn ich langsamer laufe und er reagiert nicht, dann wippe ich mit der Gerte vor seinem Kopf auf und ab, so wird es dann langsamer. Da er aber sehr gut reagiert, muss ich die Gerte selten mehr einsetzen.
Anhalten und still stehen
Das Anhalten macht er mittlerweile recht gut. Er reagiert prompt auf meine Körpersprache, das heisst, wenn ich anhalte, hält er auch an. Manchmal dreht er sich noch zu mir hin, daher übe ich momentan noch mit Bande, so fällt es ihm leichter zu verstehen, dass er gerade stehen bleiben soll.
Siehe auch meinen Blogartikel Anhalten und Still stehen
Still stehen auf Distanz
Da mir Lucino nachläuft wie ein Hund, soll er jetzt auch lernen, auf seinem Platz zu warten, wenn ich mich entferne. Dies übe ich so:
Ich stehe vor ihm und gebe ihm das Kommando zum Stehen bleiben, dies ist bei mir "Steh". Ich mache einen Schritt rückwärts und halte wieder an. Ich warte anfangs eine Sekunde. Wenn er brav still gestanden ist, gehe ich wieder zu ihm hin und lobe ihn. So kann ich die Distanz und die Zeit immer mehr verlängern. Wichtig ist, dass dies in langsamer Schritten voran geht. Wenn er also auf einen Meter eine Sekunde still steht, dann verlängere ich dies z.B. auf 5 Sekunden, dann auf 10 Sekunden usw. Wenn dies klappt, kann die Distanz vergrössert werden.
Wie gehe ich jedoch vor, wenn er mir folgt? Dann stelle ich ihn wieder rückwärts auf seinen Platz, gebe wieder das Kommando zum Stehen bleiben, mache einen Schritt rückwärts und wenn er nicht mit kommt, dann lobe ich ihn gleich. So kann ich langsam wieder die Distanz aufbauen.
Rückwärtsrichten
Durch das Führtraining auf der Weide, reagiert Lucino bereits nur auf das Kommando "Retour" und mein "frontal auf ihn zugehen". So brauche ich nur noch sehr selten, den Druck auf der Brust mit meiner Hand.
Mit mir mitlaufen / von mir weg laufen in der Volte
Lucino soll ebenfalls lernen in einer Volte mir zu folgen und von mir weg zu laufen. Damit meine ich, dass ich in der Volte aussen stehe.
Das Mitlaufen habe ich auf der Weide schon so oft geübt, dass ich dies mit dem Strick einfach übernehmen konnte. Das von mir weg, macht ihm aber etwas Schwierigkeiten.
Ich gehe gerade aus, ich stehe auf Kopfhöhe von Lucino. Ich möchte nun eine Volte nach links laufen. Ich nehme die Gerte in meiner rechten Hand und halte Sie nach links zeigend. So möchte ich Lucino zeigen, dass es nicht mehr geradeaus weiter geht, sondern nach links. Ich laufe dann ebenfalls meine kleine Volte nach links, immer auf Kopfhöhe.
Momentan drängelt er noch immer wieder geradeaus. Ich halte ihn dann an, positioniere mich schon so, dass ich nach links laufen kann und versuche beim anlaufen bereits nach links zu wenden. Wenn er bereits nur die Tendenz hat, nach links zu gehen, ober auch nur einen Schritt, dann lobe ich ihn gleich, so versteht er dann schnell, was ich genau von ihm will.