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Barbara Honigmann: Alles, alles Liebe
DDR, 1975: Anna Herzfeld, eine junge Theaterreggisseurin und Tochter jüdischer Emigranten, wird von Ostberlin an eine Provinzbühne verpflichtet, um dort ein weltanschaulich korrektes Weihnachtsmärchen zu inszenieren. Die Verhältnisse, die sie dort antrifft, sind äussert beklemmend. In bitter-komischen Briefen berichtet sie ihrem Liebhaber Leon und den anderen in Berlin zurückgebliebenen Freunden, was ihr in der kleinkarierten Welt des real existierenden Sozialismus widerfährt. Souverän greift Barbara Honigmann, die 1984 selber die DDR verliess, auf die klassische Form des Briefromans zurück.