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Die Lichtbrechung ist eine optische Eigenschaft, bei der Lichtwellen beim Passieren eines Objektes am Randbereich gebeugt werden. Ende der 90er Jahre hatten Canon Ingenieure die Idee, dies gezielt zur Behebung der chromatischen Aberration zu nutzen.
Ein Einfachbeugungsglied-Linsensystem DO hat Beugungsgitter – feine parallele Rillen auf der Oberfläche –, die eine Richtungsänderung des Lichts bewirken. Es wird gebrochenes Licht, das für die Fotografie nicht vorteilhaft ist und Lichtreflexe zur Folge haben kann, erzeugt.
Der Einsatz eines Mehrfachbeugungsglied-Linsensystems DO ermöglicht die nahezu vollständige Verwendung des durchgelassenen Lichts für die Fotografie. Canon Objektive mit Mehrfachbeugungsglied-Linsensystem DO enthalten verschiedene DO-Linsen mit einander gegenüberliegenden Beugungsgittern. Diese Anordnung in Kombination mit einer brechenden Konvexlinse eliminiert nahezu vollständig chromatische Aberrationen; zudem können die Linsen viel dichter im Objektivtubus platziert werden. Das steigert die Leistung und ermöglicht eine bedeutend kürzere und leichtere Konstruktion im Vergleich zu traditionellen Objektiven, die auf Lichtbrechung basieren. So ist beispielsweise das Canon Objektiv EF 400mm 1:4 DO IS USM ungefähr 27 % kleiner und 31 % leichter als ein herkömmliches 400mm 1:4 Objektiv.
DO-Objektive erleichtern – im wörtlichen und im übertragenen Sinn – den Einsatz hochwertiger Teleobjektive. Sicher auch ein Grund, weshalb sie sich zunehmender Beliebtheit unter Sport- und Nachrichtenfotografen erfreuen.