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Wie nummerierte Paul Klee seine Werke?
Die Bezeichnung in Form eines Buchstabens und einer Zahl in Kombination nannte Klee Schlüsselnummer.
Er führte sie im Jahr 1925 ein und setzte sie fortan auf das Werk zusammen mit der Jahreszahl, z.B. 1925,85 (R 5). In seinem handschriftlichen Oeuvre-Katalog nummerierte er seine Werke weiterhin fortlaufend, notierte aber auch die Schlüsselnummer.
Der Grund dazu war der Wunsch der Kunsthändler, die Anzahl Werke eines Jahres nicht zu offensichtlich zu machen. Klee selber schien an dieser Schlüsselnummer Gefallen zu haben. Er spielte mit dem System. Mal begann er mit dem Buchstaben K, mal auch mit andern Buchstaben. Nach 10 bzw. 20 Nummern kam der folgende Buchstabe.
In einem Interview mit Paul Klees Sohn Felix, erzählte dieser über die Bildnummerierung: «Bis 1924 nummerierte er [Klee] alle seine Arbeiten, jedes Jahr erneut mit 1 beginnend. Von 1925 an bis zu seinem Tod im Jahr 1940 jedoch ersetzte er aus mehreren Gründen diese Zahlen durch eine Kombination von Buchstaben und Ziffern. Sein Galerist in München zu dieser Zeit war Hans Goltz. […] Goltz sagte zu meinem Vater: ›Hören Sie, Herr Klee, auf diese Weise weiss man stets, wie viele Werke Sie im Verlauf eines Jahres gemalt haben. Das macht keinen guten Eindruck, wenn man sie verkaufen will. Wenn ein Maler pro Jahr dreihundert Werke produziert, dann sind sie einfach nicht mehr so viel wert.‹ […] Mein Vater sagte: ›Das Problem ist leicht zu lösen. Ich werde schlicht Buchstaben hinzufügen, dann wird niemand in der Lage sein, es herauszufinden.‹»
Im Jahr 1939 mit 1253 Werken benutzte er zum Teil Doppelbuchstaben, z.B. 1939,735 (MM 15). Man kann von daher nicht auf die laufende Nummer rückschliessen, sondern muss in seinem Oevre-Katalog nachschlagen.