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Osteuropa ist Teil der sich globalisierenden Welt und die dortigen Entwicklungen sind für Europa und die Schweiz von grosser Bedeutung. Der Transformationsprozess von Kommunismus und Planwirtschaft hin zu Demokratie und Marktwirtschaft ist in vielen Staaten oft nicht so verlaufen, wie dies nach der Euphorie am Ende des Kalten Krieges erhofft worden war. Namentlich in Russland, im kaukasischen Raum und in Zentralasien lässt sich seit einigen Jahren eine starke Tendenz Richtung Autoritarismus, Nationalismus und Militarismus feststellen. Spätestens die russische Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim im März 2014 und der von Russland verdeckt geführte Krieg in der Ostukraine haben drastisch vor Augen geführt, was eine solche Entwicklung für den Frieden und die Stabilität Europas bedeuten kann.
Nicht zuletzt als Reaktion auf diese jüngsten Ereignisse lässt sich beobachten, dass auch in der Schweiz der Bedarf nach Expertise seitens der Medien, der Politik, der Wirtschaft und einer interessierten Öffentlichkeit an den Entwicklungen im östlichen Europa stark zugenommen hat. Diesem Umstand möchte die Universität Zürich mit der Schaffung eines Osteuropa-Zentrums Rechnung tragen und ist bestrebt, ihre Forschung und Lehre zu dieser Region zu verstärken. Dazu soll die bestehende Osteuropakompetenz an der Universität Zürich ausgebaut werden, damit fundiertes Wissen über aktuelle Entwicklung in Osteuropa auf längere Sicht bereitgestellt und institutionell verankert werden kann.