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Dies steht im Vergleich mit den mindestens 2 Millionen Dollar, die normalerweise pro Monat an Miete für ein neues Modell fällig werden. Damit versucht die deutsche Leasingfirma Doric die Nachfrage auf dem Markt für A380 aus zweiter Hand anzutreiben.
Doric führt Gespräche mit mehreren potenziellen Betreibern für das zweistöckige Flugzeug. Dabei geht es um Flieger, die ab 2017 von Singapore Airlines und Emirates nach Abschluss eines 10-jährigen Leasings zurückgegeben werden könnten. Das erklärte Sibylle Pähler, Managing Director bei dem Leasingunternehmen, in einem Interview mit Bloomberg.
Nicht Top-Airlines im Visier
Zu den Interessenten für die gebrauchten Superjumbos zählen Fluggesellschaften aus der zweiten Reihe, die bisher das Modell noch nicht in der Flotte hatten, sowie Charter-Airlines und Unternehmen, die auf so genannte Wet-Lease-Dienste spezialisiert sind. Bei letztgenanntem Modell werden Flieger für eine bestimmte Zeit inklusive Crew vermietet.
"Jeder hat ein unterschiedliches Geschäftsmodell. Daher ist es schwer, präzise Prognosen zur wahrscheinlichsten künftigen Nutzung abzugeben", sagte Pähler. Der grösste Stolperstein sei, dass keiner der erste mit der Ankündigung eines Deals für den Flieger mit 550 Sitzen sein wolle. Die Popularität des Modells auf dem Gebrauchtmarkt müsse erst noch demonstriert werden.
Doric gehören die ersten fünf A380-Flieger, die Singapore Air zurückgeben darf. Angeboten werden die Jets als Gruppe oder in Paketen von zwei und drei Fliegern - denn ein einzelnes Modell würde nicht ausreichen, um eine durchschnittliche Langstrecken-Verbindung zu bedienen.
A380 mit Rabatten verkauft
Leasing-Verträge für fünf Jahre könnten akzeptiert werden, um maximales Interesse zu generieren, sagte Pähler. Normalerweise laufen derartige Deals über einen Zeitraum von zehn Jahren. Sie ergänzte, dass einige Airlines möglicherweise die Flieger nur für einen bestimmten Zeitraum im Jahr brauchen. Das Unternehmen schaue, inwieweit sich diese Wünsche berücksichtigen lassen können.
Zwar hätten einige Airlines einen möglichen Kauf der A380-Modelle angefragt, verriet die Managerin des in Offenbach ansässigen Unternehmens. Doch die Aktiva würden den grösseren Ertrag abwerfen, falls Doric die Flieger selbst behalte, so Pähler.
Ein zehn Jahre alter Superjumbo würde sich möglicherweise für 100 Millionen Dollar verkaufen - verglichen mit einem Listenpreis von 428 Millionen Dollar für ein aktuelles Modell. Allerdings können Käufer neuer Flugzeuge oftmals deutliche Rabatte aushandeln.
Geschäfte mit Singapore Airlines
Die Firma Dr. Peters besitzt den ersten A380, der unter Umständen auf den Markt kommt. Der deutsche Vermögensverwalter hatte 197,3 Millionen Dollar im Jahr 2007 hierfür bezahlt - verglichen mit einem Listenpreis von 304 Millionen Dollar bis 314 Millionen Dollar - im Rahmen einer zehn Jahre laufenden Sale-and-Leaseback-Vereinbarung mit Singapore Air. Die Fluggesellschaft mietete den Jet für 1,71 Millionen Dollar pro Monat. Die Angaben stammen aus Investoren-Dokumenten. Die Airline kann den Unterlagen zufolge das Leasing für zwei Jahre zur selben Rate verlängern.
Airbus-Andeutungen legen nahe, dass der A380 womöglich ein zweites Leben haben kann auf sechs bis acht Stunden dauernden Strecken für Billigflieger aus Asien. Der Hersteller versucht weiter, neue Verkaufskanäle zu ergründen, nachdem die Bestellungen in den jüngsten Jahren an Schwung verloren hatten. Das könnte seine Beteiligung an der Vermarktung gebrauchter Flugzeuge komplizierter machen.
(Bloomberg)