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2 Übungen gegen verspannte Kiefer- und Nackenmuskulatur
Entspannung mit einfachen wirkungsvollen Kinesiologie-Übungen.
2 Übungen gegen verspannte Kiefer- und Nackenmuskulatur
Wenn wir gestresst sind, werden viele Muskeln im ganzen Körper angespannt. Oft verspannen wir auch den Kiefer, das Gesicht und den Nacken. Bei dieser Reaktion handelt es sich grundsätzlich um einen körpereigenen Schutz- und Verteidigungsmechanismus (Kampf, Flucht oder Schutz bei einer Bedrohung).
Bei Dauerstress kann diese Reaktion zu Fehlhaltungen, schmerzhaften Verspannungen und Symptomen führen, z.B. Zähneknirschen, Zähneklappern oder nächtliches Kiefermahlen.
Gerne stelle ich Ihnen hier zwei wirkungsvolle Entspannungs-Übungen aus der Kinesiologie vor.
# 1 Gestaute Energie im Kiefergelenk lösen
Öffnen und Schliessen Sie zuerst sanft den Kiefer und ertasten Sie vor und unterhalb des Ohrs das Kiefergelenk.
Legen Sie nun die Hände an den Kiefer und massieren Sie relativ kräftig, während Sie den Mund zum Gähnen öffnen und wieder schliessen. Tun Sie eventuell so, als ob Sie gähnen müssten. Atmen Sie tief aus und lassen Sie Gähn-Laute entstehen.
Wiederholen Sie das Gähnen ein paar Mal.
Fragen zur Vertiefung
- In welcher Situation oder bei wem „beissen Sie auf die Zähne“?
- Sagen Sie sich oft „Sei kein Weichei, halte dies aus, ziehe dies durch, sei stark“?
- Sagen Sie, was Sie denken und empfinden, oder halten Sie zu oft den Mund?
- Wie ist Ihr Gesichtsausruck jetzt gerade? Entspannt, lächelnd oder verspannt, grimmig?
# 2 Den Nacken entspannen
Die Position ist sitzend oder stehend, die Augen sind geschlossen oder offen.
Neigen Sie den Kopf ein wenig nach vorne. Rollen Sie nun den Kopf in einem Halbkreis langsam von einer Schulter zur anderen. Entspannen Sie sich dabei und atmen Sie tief aus. Nehmen Sie die verspannten Stellen wahr und lassen Sie bei jeder Bewegung mehr im Nacken los.
Während Sie so Ihren Nacken entspannen, malt ihr Kinn sanft einen Halbkreis auf Ihre Brust. Wiederholen Sie die Bewegung ein paar Mal.
Fragen zur Vertiefung
- Welche Last tragen Sie auf Ihren Schultern?
- In welcher Situation oder bei welcher Person sollten Sie gerade stehen und sich zeigen?
- Bezüglich was oder wem wäre es besser, Sie sind nicht so kopflastig und hören mehr auf Ihr Herz und Ihr Bauchgefühl?
- Wo ziehen Sie den Kopf ein?
Ich hoffe, die vorgestellten Übungen sind hilfreich und Sie finden eine Möglichkeit, mindestens eine Übung bei Bedarf oder präventiv im Alltag zu integrieren.
Wenden Sie sich bei Fragen an mich (<email-pii>). Ich freue mich auch sehr über Ihre Rückmeldungen.
Quelle: Brain-Gym – mein Weg; Paul E. Dennison
Bilder: Kind ©Ben White/unsplash.com, Löwe ©pixabay.com