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Am 29. November 1934 wurde mit Zustimmung des Bischof von Chur und der Pallottinergeneralleitung in Rom die Liegenschaft „Riedmatt“ in Morschach gekauft. Am 14. September 1935 konnten der erste Rektor, P. Franz Xaver Kloos und der erste Novizenmeister, P. Max Volk die Hauskapelle im umgebauten Haus einweihen und mit den ersten sieben Novizen das Schweizer Noviziat der Pallottiner in Morschach eröffnen. Am 7. Mai 1939 wurde die Marienkapelle durch P. Generalrektor C. Hoffmann auf den Titel „Maria, Königin der Apostel“ geweiht. Sie wurde 2014 auf das 75 jährige Jubiläum renoviert und neugestaltet.
Diese Kapelle wurde im Stile einer MTA (Mater ter admirabilis) gebaut und sollte der Zentralpunkt und schweizerische Filiale des Schönstattwerkes und der Schönstattbewegung werden.
Die Pallottiner wollten in Morschach ein Bildungshaus errichten. Neben dem Noviziat sollte hier das Zentrum der Bewegung entstehen. Doch die Einwände und Bedenken der Pfarrei und der Diözese verhinderten dies. Aber auch das Noviziat wuchs und Platzmangel war ständig ein Thema.
So baute man 1942 über dem festen Fundament der Remise ein einstöckiges Holzhaus, das 1954 mit einem 2. Stockwerk ergänzt wurde. Dieses Haus trug den Namen „Arche“ und war später, als die Ingenbohler Schwestern das grosse Haus für ihre Zwecke gemietet hatten, das Wohnheim der Pallottiner. 2012 wurde es – im baufälligen Zustand – abgerissen und durch die heutige, moderne Arche ersetzt.
Wegen der Trennung Schönstatt - Pallottiner war das Noviziat auf einen Schlag leer (die letzten Novizen verliessen am 29. August 1966 das Haus). Hausgemeinschaft und Provinzleitung hatten den Mut, mit einem Neubau auch ein neues Konzept auszuarbeiten: Morschach sollte künftig zu einem geistigen Zentrum für den Nachwuchs werden (Postulat, Ferienwochen, Berufungspastoral, Wohnort der Fratres etc.). Auch als Ort der Erholung sollte Morschach dienen. Am 19. Januar 1970 beschloss die Provinzleitung den Neubau und der Bischof von Chur gab sein Einverständnis und bereits 1971 konnte das neue Haus mit einigen Postulanten bezogen werden.
1985 wurde das Haus an die Ingenbohlerschwestern vermietet. Es diente als Heim für ältere Schwestern und bot Gelegenheit für Besinnungstage, Erholung und Ferien. 2016 verliessen die Schwestern das Haus und zogen sich nach Ingenbohl zurück.
Die Schweizer Pallottiner entschlossen sich, das Haus zu renovieren und umzubauen, so dass es heute wieder als Wohnheim für die Gemeinschaft dient und zusätzlich die Möglichkeit als Ort der Besinnung, der Weiterbildung und als Gästehaus offensteht.
Der römischer Weltpriester Vinzenz Pallotti (1795-1850) gründete vor über 160 Jahren die Gesellschaft des Katholischen Apostolates (Pallottiner). Seine Überlegung: «Alle – ob alt oder jung, gesund oder krank, allein oder in Gemeinschaft – können auf dem Platz, den ihnen Gott im Leben zugewiesen hat, in irgendeiner Weise und mit Verdienst an den apostolischen Aufgaben Jesu Christi teilnehmen.»
Als gebürtiger Römer wirkte er in der Ewigen Stadt. Sein Engagement reichte von der akademischen Arbeit an der Universität bis hin zur konkreten pastoralen Verantwortung als Beichtvater, Jugend-, Kranken-, Militär- und Gefan-genenseelsorger.
Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Laien und Priester, liessen sich überzeugen von Pallottis Traum von einer lebendigen Kirche, die Sauerteig und Salz für die Welt sein soll. Die Spiritualität Pallottis und seiner Gleichgesinnten versucht Gebet und Tat, Mystik und Politik zu verbinden. Pallotti wollte die Türen der Kirche öffnen, um hinauszugehen in die Welt, den Menschen die Frohbotschaft zu bringen.