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Der Begriff Struma, im Volksmund auch Kropf genannt, kennzeichnet eine Schilddrüsenvergrösserung. Die Schilddrüse liegt schmetterlingsförmig unterhalb des Kehlkopfs am Hals und bildet die Schilddrüsenhormone.
Die Schilddrüse kann vergrössert sein, ohne dass die Produktion der Schilddrüsenhormone verändert ist (euthyreote Struma), dies ist meistens der Fall. Produziert die vergrösserte Schilddrüse mehr Hormone, spricht man von einer hyperthyreoten Struma (Hyperthyreose = Schilddrüsenüberfunktion). Bildet die Schilddrüse zu wenig Hormone, handelt es sich um eine hypothyreote Struma (Hypothyreose = Schilddrüsenunterfunktion).
Die Schilddrüse kann diffus oder knotig vergrössert sein: Struma diffusa und Struma nodosa oder – bei vielen Knötchen – Struma multinodosa.
Je nachdem, wie stark der sogenannte Kropf ausgebildet ist, unterscheidet man folgende Struma-Grade:
Eine Schilddrüsenvergrößerung kann verschiedene Ursachen haben. Die häufigste Ursache einer Struma ist ein Jodmangel. Aber auch Erkrankungen wie Morbus Basedow (eine Autoimmunerkrankung) oder Schilddrüsenentzündungen können einen Kropf hervorrufen. Schilddrüsenkrebs ist dagegen eher selten die Ursache.
Die Therapie einer Struma richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Bei Jodmangel verschreibt der Arzt Jod-Tabletten und empfiehlt eine jodreiche Ernährung. Fisch und jodiertes Speisesalz sind zum Beispiel gute Jodquellen. Manchmal müssen Betroffene mit einem Kropf zusätzlich Schilddrüsenhormone einnehmen. Seltener ist eine Operation notwendig, bei der ein Arzt Teile der Schilddrüse oder das ganze Organ entnimmt.
Bei einer Struma (Kropf, Schilddrüsenvergrösserung) können verschiedene Ursachen zu der vergrösserten Schilddrüse geführt haben – die häufigste Ursache ist dabei ein Jodmangel: Die Schilddrüse benötigt Jod, um die Schilddrüsenhormone T3 (Tri-Jod-Thyronin) und T4 (Tetra-Jod-Thyronin) zu bilden. Die sogenannte Jodmangel-Struma entsteht vor allem, wenn nicht genügend Jod über die Nahrung aufgenommen wird. Bei der Jodmangel-Struma ist die Funktion der Schilddrüse in der Regel nicht verändert (euthyreote Schilddrüsenvergrösserung).
Andere Struma-Ursachen sind Schilddrüsenentzündungen. Sie gehen häufig mit einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) einher. Eine bekannte, durch autoimmune Prozesse ausgelöste Form der Schilddrüsenüberfunktion und Struma ist der Morbus Basedow (basedowsche Krankheit).
Schilddrüsenkrebs ist eine weitere mögliche Ursache für den sogenannten Kropf. Bösartige Tumoren der Schilddrüse sind jedoch recht selten und haben, je nach Art und Stadium des Tumors, meist eine gute Prognose.
Relativ häufig sind dagegen Knoten in der Schilddrüse. Ist die Schilddrüse knotig vergrössert, bezeichnen Ärzte dies als Struma nodosa. Sind viele Knoten vorhanden, wird dies medizinisch Struma multinodosa genannt.
In der Schilddrüse können verschiedene Arten von gutartigen Knoten auftreten und zu einer Struma nodosa beziehungsweise Struma multinodosa führen:
Der Arzt kann durch eine Szintigraphie der Schilddrüse feststellen, ob kalte Knoten oder heiße Knoten vorliegen. Dabei spritzt der Arzt radioaktiv markiertes Jod, um die Struktur der Schilddrüse besser sichtbar zu machen. Heiße Knoten in der Schilddrüse speichern das radioaktive Kontrastmittel bei der Untersuchung, kalte Knoten dagegen nicht.
Bei einer vergrösserten Schilddrüse, einer Struma (Kropf, Schilddrüsenvergrösserung), ist eine genaue Diagnose wichtig. Um herauszufinden, warum die Schilddrüse vergrössert ist, stellt der Arzt zunächst einige Fragen (Anamnese), beispielsweise wann die Schilddrüsenveränderung bemerkt wurde und ob man viel oder wenig Jod zu sich nimmt (z.B. viel Fisch isst, jodiertes Speisesalz verwendet). Der Arzt erkundigt sich zudem, ob noch weitere Beschwerden bestehen (wie Schluckbeschwerden, Atembeschwerden, Abgeschlagenheit) und ob man Vorerkrankungen hat.
Bei der Struma-Diagnose ist auch die körperlichen Untersuchung sehr wichtig. Dabei schaut sich der Arzt den Hals genau an und inspiziert die Halsschwellung. Bei der Tastuntersuchung beurteilt er die Grösse, Konsistenz und Verschieblichkeit der Schilddrüse. Ausserdem überprüft er, ob Knoten vorhanden sind und wie sich die Haut über der Schilddrüse anfühlt. Anschliessend misst der Arzt den Halsumfang. Oft hilft auch ein Ultraschall, um die genaue Grösse, eventuelle Knoten und andere Veränderungen der Schilddrüse zu beurteilen. Sind Knoten vorhanden, eignet sich die Schilddrüsen-Szintigraphie. Mit ihrer Hilfe kann der Arzt feststellen, ob die Knoten "heiss", das heisst hormonaktiv, oder "kalt" (ohne Hormonproduktion) sind.
Zur Diagnose einer Struma untersucht der Arzt auch das Blut. Dabei überprüft er insbesondere die Menge der Schilddrüsenhormone T3 und T4 sowie des Hormons, welches die Bildung der Schilddrüsenhormone stimuliert (TSH). Gegebenenfalls sind weitere Blutuntersuchungen (TRH-Test, Schilddrüsen-Autoantikörper, Calcitonin) sinnvoll. Je nach Befund der vorangegangenen Diagnostik sind bei einer Schilddrüsenvergrösserung zusätzliche Untersuchungen notwendig, wie Röntgenuntersuchungen und eine Computer- oder Kernspintomographie.
Ist ein auffälliger Knoten verantwortlich für die vergrösserte Schilddrüse, entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe (Biopsie) und lässt diese feingeweblich untersuchen. So kann er feststellen, ob der Knoten bösartig ist, also ob es sich um Schilddrüsenkrebs handelt.
Bei einer Struma (Kropf, Schilddrüsenvergrösserung) richtet sich die Therapie nach der zugrunde liegenden Ursache. Verursacht Jodmangel die Schilddrüsenvergrösserung und ist die Menge der Schilddrüsenhormone im Blut normal (euthyreote Jodmangel-Struma), verordnet der Arzt Jodtabletten (Jodid-Therapie). Darüber hinaus empfiehlt sich eine jodreiche Ernährung (Fisch, jodiertes Speisesalz). Reicht die alleinige Jodgabe nicht aus, um die Struma zu behandeln, können zusätzlich eingenommene Schilddrüsenhormone helfen (Thyroxin-Jod-Tabletten). Wichtig bei einer Struma-Behandlung sind regelmässige Kontrollen der Schilddrüsenwerte (Blutuntersuchung) und der Schilddrüsengrösse (Ultraschalluntersuchung).
Bei sehr grossen und knotigen Strumen und beim Verdacht auf Schilddrüsenkrebs kann eine Operation notwendig sein. Dabei entfernt der Chirurg – je nach Befund – Teile der Schilddrüse oder das gesamte Organ. Fehlt die komplette Schilddrüse, müssen die Betroffenen lebenslang Schilddrüsenhormone in Tablettenform einnehmen.
Alternativ zur Operation kommt in manchen Fällen (z.B. bei Schilddrüsen-Überfunktion, Schilddrüsenkrebs) eine Bestrahlung (Radiojodtherapie) in Betracht.