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Der Vorstand des Schweizer Bauernverbands (SBV) hat heute den indirekten Gegenvorschlag zur «Fair-Preis-Initiative» diskutiert. Darin will der Bundesrat das Konzept der «relativen Marktmacht» im Kartellgesetz verankern. Dies jedoch nur in bei der Nachfrage von Waren und Leistungen im Ausland. Der SBV erachtet das als unzureichend: Er will das Konzept der relativen Marktmacht grundsätzlich im Kartellgesetz verankern. Die Landwirtschaft befindet sich insbesondere als Anbieterin von Waren oft relativ marktmächtigen Schweizer Partnern ausgesetzt. Der starke Konzentrationsprozess in der Agro-Food-Branche hat dieses Problem verschärft. Die Entwicklungen auf dem Milch- und Schweinemarkt in den letzten Wochen haben das bestätigt. Ohne die erwähnten Anpassungen des Gegenvorschlags erwägt der SBV, der zuständigen Landwirtschaftskammer die Ja-Parole zur Fair-Preis-Initiative vorzuschlagen.
Branchenbekenntnis
Die Mitglieder des Vorstands haben im Hinblick auf die Behandlung der beiden Initiativen «Für sauberes Trinkwasser» und «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» im Parlament ein «Greenpaper Landwirtschaft» diskutiert und gutgeheissen. In sechs Bekenntnissen verpflichtet sich die Branche darin zu weiteren Verbesserungen zum Schutz der Umwelt, der Gewässer, des Klimas und des Tierwohls. Um die breite Unterstützung innerhalb der Landwirtschaft und das gemeinsame Engagement zu unterstreichen, wird das «Greenpaper» im September von den Mitgliedern der Landwirtschaftskammer final verabschiedet.