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Die Herzklappen-Division geht für 116 Mio. Dollar an die Firma Snia. Centerpulse hat damit aus seinem Devestitions-Programm rund 381 Millionen Dollar gelöst.Dieser Inhalt wurde am 27. November 2002 - 14:53 publiziert
Das Geld wird zur Schuldentilgung aus dem Hüftgelenk-Vergleich verwendet.
Centerpulse, ehemals Sulzer medica, verkauft die beiden Töchter Carbomedics und Mitroflow an Snia S.p.A. mit Sitz in Mailand. Insgesamt hat der Deal einen Wert von 144 Mio. Dollar (über 214 Mio. Franken).
Der Preis setze sich aus 80 Mio. Dollar in bar und einer nachrangigen Schuldverpflichtung in der Höhe von 36 Mio. Dollar zusammen, teilte Centerpulse am Mittwoch in einem Communiqué mit.
Zusätzlich kann Centerpulse nun anstelle von Carbomedics 28 Mio. Dollar von der amerikanischen ATS Medical einfordern.
Carbomedics stellt mit 600 Mitarbeitern Herzklappen und deren Reparaturprodukte her. Das Unternehmen mit Sitz im texanischen Austin erzielte im ersten Halbjahr 2002 einen Umsatz von 70 Mio. Franken.
Mitroflow beschäftigt 136 Angestellte und setzte in den ersten neun Monaten 8,5 Mio. Franken um, wie Centerpulse-Sprecher Erwin Scherrer sagte.
Mitarbeiter werden übernommen
Alle Angestellten würden zum neuen Besitzer wechseln. Über Ertragszahlen könne er nichts sagen, so Scherrer weiter. Mit der Übernahme stärke Snia seine Position im amerikanischen Markt und baue den Umsatz im Bereich Medizinaltechnik auf jährlich über 750 Mio. Dollar aus.
Der Verkauf soll bis im ersten Quartal 2003 abgeschlossen sein. Dies sei der dritte und letzte Schritt von Centerpulse, die Herz- und Gefässaktivitäten zu veräussern, hiess es weiter. Erst in der letzten Woche hatte die Firma die Kreislaufimplantate-Hersteller Vascutek und IntraTherapeutics für 265 Mio. Dollar verkauft.
Über 400 Mio. Dollar eingenommen
Centerpulse hatte bereits im letzten Juni bekannt gegeben, sich in Zukunft auf Knie- und Hüftgelenke, Wirbelsäulen- sowie Zahnimplantate konzentrieren zu wollen.
Durch den Ausstieg aus dem Herz- und Kreislaufgeschäft habe Centerpulse 409 Mio. Dollar eingenommen, sagte Sprecherin Beatrice Tschanz. Damit seien Analysten-Prognosen übertroffen worden, die zwischen 300 Mio. und 350 Mio. Dollar erwartet hätten.
Das Geld soll für den Vergleich in Höhe von 725 Mio. Dollar verwendet werden, den das Unternehmen mit den Opfern verschmutzter Hüft- und Kniegelenke in den USA geschlossen hat.
swissinfo und Agenturen
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