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1953 wagte Walter Hermann den Schritt in die Selbständigkeit. Als Radioelektriker machte er Reparaturen für den ehemaligen Arbeitgeber der Telefonrundspruchgesellschaft. Der erste Grossauftrag von Contraves, Fertigung einer Flugbahnsteuerung, gab ihm das nötige Kapital für den Einstieg in den Eisenbahnmodellbau.
Zu Beginn der Sechzigerjahre beschäftigte ihn die Tatsache, dass es keine vorbildgetreuen SBB-Personenwagen in Spur 0 gab. Walter Hermann nahm diese Herausforderung an und baute eine erste Serie, für den privaten Gebrauch, von zehn „Einheitswagen I „ der SBB.
1962 beschloss er, den Eisenbahnmodellbau professionell zu betreiben. Die ersten Abschlüsse erfolgten über die bestehenden Geschäftsbeziehungen mit Alois Keiser in Zug. So bestellte A. Keiser 40 Personenwagen zum weiterverkaufen, im Gegenzug lieferte A. Keiser wiederum Puffer und Radsätze. Mit jeder neuen Serie wurden die Wagen verbessert und verfeinert. Das ursprüngliche Holzdach wurde ersetzt durch ein Aluminiumprofil, die Glasscheiben durch eine Kunststofffolie und die Puffer und Radsätze von A. Keiser wichen massstäblichen Eigenkonstruktionen. Ein grosser Schritt war auch die Einführung von vorbildgerechten Faltenbalgen. Aus Platznot wurde der Produktionsstandort 1965 von Wallisellen nach Dällikon verlegt.
1964 / 65 stellte er den ersten Prototyp und Vorserie des Triebzug RBe 4/4 vor. Die Zugkraft der Vorserie mit Keiser-Motoren (Blumer-Motoren) war zu schwach, deshalb war es unumgänglich einen eigenen Motor zu entwickeln.
Der erste 4achsige Güterwagen M9 mit Federpuffer wurden 1965 aus Teilen der 1958 in Konkurs gegangenen Firma Bucherer (Buco) in Diepoldsau gefertigt.
Aufgrund einer fehlenden Lokomotive wurde kurzerhand die Re 4/4 I, die seinerseits bei Spiewa, Seiler, Keiser, Hag im Sortiment waren, wieder produziert.
Die Wege mit Alois Keiser kreuzten sich im Jahre 1968 wiederum. Beide entwickelten einen 4achsigen Personenwagen mit offenen Plattformen (Typ Seetaler). Beim Modell von Keiser waren die Wagenkasten aus Stahlblech und das Dach aus Holz mit Messing-Lüftern. Das Keiser-Projekt blieb auf dem Prototypstatus stehen. In Absprache mit Walter Hermann wurde das Wagenprojekt von Keiser gestoppt. Da die Kleinteile wie Dachlüfter und Plattformtreppen bereits fabriziert waren, übernahm die Firma Hermann diese Einzelteile. Zugleich wurden in verschiedenen Versionen der Güterwagen K4 als Fertigmodell und als Bausatz angeboten.
1969 war die erste Zusammenarbeit mit der Firma Fulgurex. Eine Zugskomposition des Triebzug RBe 4/4 WM (Wohlen-Meisterschwanden-Bahn) wurde lanciert.
So war der Grundstein gelegt für die weiteren sehr schönen Modellen, die im Laufe der Zeit und bis heute produziert werden.
1996 verstarb Walter Hermann unerwartet, Im Herbst 1998 übernahmen dann die ehemaligen Mitarbeiter Thomas Brechbühl und Hans Meier die Firma Hermann.
Erste 10er Kleinserie des Personenwagen EW I. Teilsweise wurden Halbfabrikate von Kraft, Keiser und Leuthold eingekauft.
Die ersten Kleininserate in der MIBA und im Eisenbahn-Amateur wurden lanciert.
1964 / 1965 Prototyp und Vorserie des Triebzug RBe 4/4.
Aus Platznot wurde der Standort von Wallisellen nach Dällikon verlegt.
Die Zugkraft der Vorserie RBe 4/4 war mit dem Keiser-Motor zu schwach. Eine Motoren Eigenkonstruktion wurde unumgänglich.
Aus Buco Teilen wurde der erste Güterwagen M9 mit Federpuffern gefertigt.
Durch eine fehlende Lokomotive wurde kurzerhand die seinerseits von Spiewa und Hag lancierte Re 4/4 I ins Sortiment aufgenommen. Der erste Katalog Nr.1 in A5 erscheint.
Diese Firma, die auf den Wagenbau in Spur 0 spezialisiert ist, hat eine Preisliste für Wagen und Lok-Einzelteile für diesen Massstab herausgegeben. Da diese Sachen im Handel kaum mehr erhältlich sind, bildet dieses Sortiment für Freunde der grossen Spur eine unschätzbar wertvolle Quelle.
Hermann bringt neuen Einheits-AB der BLS zu Fr. 155.- für Spur 0 in massstäblicher Länge oder gekürzt. Neu gibt es einen Faltenbalg statt Gummiwulst wie bei der ersten SBB-Serien.
Der Triebzug RBe4/4 ging mit dem Neuentwickelten Hermann Motor in Serie. Katalog Nr.2 wurde mit den neuen Produkten ergänzt. Die Seetaler Wagen wurden in verschiedenen Varianten gebaut.
Die Güterwagen K4 wurden in verschiedenen Versionen produziert: SBB, DB, SNCF und Aproz von Migros. Diese Wagen konnte man auch als Bausatz kaufen.
Erste Ausstellung in Schaffhausen.
Zusammenarbeit mit Fulgurex Triebzug RBe 4/4 WM. Katalog Nr. 3 erscheint 2-farbiges Deckbild, 20 Seiten
Aufbau der Spur 0 Schauanlage in Dällikon.
Auslieferung der ersten Re 4/4 II ist ein absoluter Renner.
Re 4/4 II in verschiedenen Varianten
Ausführungen: SBB grün, SBB rot, Swiss Express, TEE créme rot, EBT, MThB, SOB grün und rot, Bourret
1975 Eb 3/5 Habersack
1976 RAe TEE
Ab 1978 Re 6/6 (Gotthard Lok) mit 7 verschiedenen Wappen
Ausführungen: SBB grün, SBB rot, SBB Cargo, mit geteilten Wagenkasten
1979 2-achser Personenwagen F2, C2, BC2 zu Eb 3/5 und Ae 3/5
1982 Ae 3/5
1985 Ae 6/6 Städtelok und Kantonslok mit 17 verschiedenen Wappen
1989 Erweiterung der Produktionsräume
1992 Ae 4/7 in verschiedenen Versionen
SBB BBC mit Dachwiderstand, SBB Sécheron MFO mit Dachwiderstand, SBB Nr. 11801 SAAS
1993 Jubiläum 40 Jahre Walter Hermann
Ab 1993 Re 460 Werbelokomotiven
Danzas, Miele, Zugkraft Aargau, Chem Oil, Ciba, Baublatt, SBB rot, BLS blau
Nach dem Tod von Walter Hermann im Jahre 1996 wurde das Unternehmen von seiner Frau und den Mitarbeitern bis 1998 weitergeführt. Im Herbst 1998 übernehmen dann die ehemaligen Mitarbeiter Thomas Brechbühl und Hans Meier die Firma Hermann.
Die Zusammenfassung der Schweizerischen Spielzeugeisenbahnen entstanden aus folgenden verschiedenen Quellen: