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Die Entdeckung, dass Ähnliches durch Ähnliches geheilt werden kann, war nicht neu. Schon Hippokrates hatte das gewusst, aber Hahnemann‘s Verdienst ist es, diese Methode systematisch ausgebaut zu haben. Er sammelte dazu zunächst alle bekannten toxikologischen Daten der verwendeten Arzneimittel seiner Zeit und führte überdies systematisch Arzneimittelprüfungen an Gesunden, zunächst an seinen Familienangehörigen, später an seinen Schülern, meist im einfachen Blindversuch, durch.
Dabei wurden alle auftretenden subjektiven und objektiven Befindensänderungen sorgfältig registriert. Aus den so gewonnenen Daten, den Beobachtungen bei Vergiftungen und bei Kranken bildeten sich schliesslich für jede Arznei typische Symptomenkomplexe. Diese sogenannten Arzneimittelbilder werden in den homöopathischen Arzneimittellehren beschrieben. Der Arzt vergleicht sie mit der bei seinem Patienten beobachteten Symptomatik und wählt danach das Arzneimittel mit den ähnlichsten Erscheinungen.
Diese Ähnlichkeitsregel („Similia similibus curentur") ist zum Fundament der Homöopathie geworden. Die sogenannte „klassische Homöopathie" arbeitet noch heute nach den Richtlinien von Hahnemann.
Homöopathie ist eine Erfahrungsmedizin, sie hat sich in der Praxis bewährt.