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Vier Tipps für deine Abschlussarbeit
Fühlst du dich mit deiner Abschlussarbeit alleine gelassen? Dann können dir diese vier Ratschläge weiterhelfen.
Nicht nur in überlasteten Studiengängen kommt es vor, dass der Betreuer eine Abschlussarbeit zwar kritisiert, aber keine konstruktiven Verbesserungsvorschläge liefert. Das belastet das Betreuungsverhältnis zu den Studierenden und kann den Fortschritt der Arbeit behindern. Der Zeitdruck, mit dem Professoren kämpfen, dürfte ein Grund dafür sein. An der Universität Basel gibt es heute beispielsweise doppelt so viele Studierende pro Lehrstuhl als noch in den 1960er Jahren. Die Absolventen in spe fühlen sich häufig alleine gelassen und wissen nicht, wie es mit der Arbeit weitergehen soll. Diese vier Tipps helfen dir, die Abschlussarbeit trotzdem erfolgreich zu meistern.
1. Tipp: Organisiere dein Betreuungsverhältnis
Als erstes gilt es zwei Dinge zu Organisieren: den Inhalt deiner Arbeit und den Zeitplan bis zu ihrer Abgabe. Inhaltlich erfordert eine wissenschaftliche Arbeit zuallererst Recherche. Zudem solltest du Klarheit schaffen, welche Methode du anwenden willst. Einfach drauf los zu schreiben hätte zur Folge, dass du die bereits geschriebenen Teile immer wieder überarbeiten und anpassen musst. Es ist also besser schon vorher zu wissen, welche Aussagen, Informationen und Überlegungen du in welchem Kapitel der Arbeit unterbringen willst. Auch die Ergebnisse sollten dir im Wesentlichen schon bekannt sein, bevor du dich tatsächlich an das Schreiben machst. Es empfiehlt sich, deinem Betreuer einen Themenvorschlag inklusive Hypothese, Methode und möglichen Quellen zu präsentieren. Im Idealfall beinhaltet dieses erste Outline schon eine Übersicht der einzelnen Kapitel der Arbeit inklusive einer ungefähren Angabe zur Seitenzahl. Diese Details sorgen dafür, dass dein Professor die Struktur deiner Arbeit später nicht mehr umwerfen kann, und sie helfen dir, deine Rechercheergebnisse besser zu sortieren.
Ein Zeitplan mit Meilensteinen, den du gemeinsam mit dem Themenvorschlag beim Professor einreichst und mit ihm abstimmst, kann ebenfalls zur Verbesserung des Betreuungsverhältnisses beitragen. Ein klar definierter Zeitraum für Feedbackschleifen hindert den Betreuer, sich bei der Begutachtung allzu viel Zeit zu lassen, und hilft dir, deine Schreibphasen besser mit anderen Aufgaben zu koordinieren.
2. Tipp: Finde Gleichgesinnte
Auch wenn du den Eindruck hast, dass dein Prof mit brauchbarem Input geizt: metaphorisches Händchenhalten zählt nicht zu seinen Aufgaben. Ihn zu oft zu Details zu deiner Arbeit zu befragen, kann das Betreuungsverhältnis belasten. Trotzdem ist es wichtig, Unsicherheiten bezüglich deiner Arbeit so schnell es geht aus dem Weg zu räumen. Such dir Gleichgesinnte, die gerade in derselben oder einer ähnlichen Studienrichtung ihre Abschlussarbeit schreiben. Sich regelmäßig auszutauschen und von den Methoden der anderen zu lernen schafft Sicherheit und Bestätigung für alle Beteiligten. Stellt euch gegenseitig Fragen wie zum Beispiel „Wie formuliert ihr eure Hypothese?“, „Wie habt ihr euch für eine Methodik entschieden?“, oder „Wie habt ihr die richtigen Quellen gefunden?“. Auch der Austausch über Fachliteratur kann einen großen Mehrwert darstellen. Deine Kommilitoninnen könnten genau den Artikel gelesen haben, der dir für deine Arbeit fehlt.
3. Tipp: Beteilige dich am wissenschaftlichen Diskurs
Für jeden wissenschaftlichen Fachbereich gibt es eine wissenschaftliche Fachzeitschrift. Hol dir über deine Bibliothek Zugang zu den wichtigsten Journalen für dein Arbeitsthema. Die darin veröffentlichten Studien zeigen dir nicht nur, wie fertige Akademiker aus deiner Studienrichtung eine wissenschaftliche Arbeit schreiben. Du wirst auch viele nützliche Ideen und Quellen für deine eigene Arbeit sammeln können.
Informiere dich zusätzlich zu Konferenzen und Kongressen, die die Thematik deiner Arbeit aufgreifen. Dort gibt es viele Möglichkeiten, dein eignes Thema zu präsentieren. Auch wenn – oder gerade weil – es sich dabei um Work in Progress handelt, kann das Feedback von fachkundigen Menschen zur großen Bereicherung werden. Scheu dich nicht, über deine These zu reden und kritisiert zu werden. Nur so kannst du die Umsetzung optimieren.
4. Tipp: Such dir den passenden Lektor
Ein wissenschaftliches Lektorat kann nicht nur formale Fehler ausschließen. Es bestätigt auch die Stringenz deiner Argumentation und schafft somit Selbstbewusstsein. Außerdem verbessert es den Eindruck bei deinem Professor, wenn die eingereichten Entwürfe keine Grammatik- oder Rechtschreibfehler mehr beinhalten. Selbst geschriebene Texte sprachlich Korrektur zu lesen gelingt nur den wenigsten. Es empfiehlt sich also, diese Aufgabe an einen Lektor auszulagern. Professionelle akademische Lektoratsdienste bieten eine Möglichkeit dazu. Aber auch ein Peer-Review durch Kommilitoninnen kann ausreichen. Biete anderen Studierenden an, eure Arbeiten gegenseitig zu korrigieren. Oft erhältst du dadurch auch fachliche Anregungen, die dir bei deiner eigenen Arbeit weiterhelfen.