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Mit seiner "Philosophie des Geldes" hat der Soziologe Georg Simmel am Beginn des 20. Jahrhunderts eine der scharfsinnigsten Untersuchungen der modernen Gesellschaft vorgelegt. Seine streitbare Diagnose: Geld ist als Tauschmittel unersetzbar, doch die negativen Folgen der Geldwirtschaft sind beträchtlich, soziale Vereinzelung und kulturelle Entfremdung sind das Resultat. Simmels weitsichtige Analysen setzten Massstäbe in der Philosophie und Soziologie der folgenden Jahrzehnte und machten ihn zu einem der wichtigsten Denker der Moderne.
Portrait
Georg Simmel (1858 - 1918), Philosoph und Soziologe. Promotion und Habilitation in Berlin, ab 1914 Professur in Strassburg. Einer der bedeutendsten Begründer der Soziologie als eigenständige, auf dem Zusammenspiel von Theorie und Empirie beruhende Wissenschaft. Er war Mitbegründer der formalen Soziologie und schaffte durch seine vielfältigen Forschungsinteressen Grundlagen für Spezialsoziologien (u.a. Konflikt- und Stadtsoziologie). 1909 begründete er zusammen mit Max Weber, Ferdinand Tönnies und Werner Sombart die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS). Simmel war ausserdem Mitherausgeber der 1910 gegründeten Zeitschrift "Logos. Internationale Zeitschrift für Philosophie der Kultur".