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Diese Abteilung soll einerseits zum Kennenlernen der einheimischen Flora anregen, andererseits aber auch zeigen, wie vielfältig die Pflanzenwelt Europas in den verschiedenen Klimazonen vom Mittelmeergebiet bis zu den Tundren des Nordens und von den atlantisch beeinflussten Gebieten im Westen bis zu den kontinentalen Steppengebieten des Ostens ist. Eine Grobgliederung unterscheidet Wald-, Heide- und Wiesenpflanzen.
Ohne menschliche Eingriffe wären grosse Teile Europas von Wald bedeckt. Mit einer Vielzahl von Gehölzen und Waldpflanzen im unteren Teil der Abteilung soll daran erinnert werden. Als dominierende Bäume kamen Arten aus dem Alpen-Südfuss zum Zuge, wie Blumen-Esche (Fraxinus ornus), Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia), Zürgelbaum (Celtis australis) und Echte Mispel (Mespilus germanica).
Die meisten Pflanzen sind nicht in der Lage, Moorflächen zu besiedeln. Diesen Umstand nutzen spezialisierte Arten aus, um dem Konkurrenzdruck der Heerscharen pflanzlicher Bewohner auf neutralen bis kalkhaltigen Böden mit guter Nährstoffversorgung auszuweichen. Viele dieser Hochmoorpflanzen wie die Rosmarinheide (Andromeda polifolia), die Zwerg-Birke (Betula nana), die Wanderheide (Erica vagans) und die Heidelbeerblättrige Weide (Salix myrtilloides) gehören zu den grossen Seltenheiten der einheimischen Flora.
In den terrassenförmig angelegten Beeten geniessen gesamthaft rund 80 Magerrasen-Arten beste Standortvoraussetzungen. Höherwüchsige Arten leben am Fuss der unteren Natursteinmauer. Die beiden mittleren Beete werden von niederwüchsigen Arten in Beschlag genommen, während im obersten eine Gruppe klein- bis mittelwüchsiger Gehölze auf sich aufmerksam macht.