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(ergänzt um Angaben zu den einzelnen Geschäftsbreichen)
Zürich (awp) - Die UBS setzt ihre Erholung fort. Nach dem Abschlussquartal des vergangenen Jahres wurde auch im ersten Quartal 2010 wie erwartet ein Konzerngewinn erzielt: In der Vorjahresperiode hatte das Institut noch einen Verlust ausweisen müssen. Die publizierten Zahlen lagen auf Stufe Konzern am oberen Ende der Erwartungen der Analysten. Allerdings hatte die Bank die Anleger bereits Mitte April mit vorläufigen Zahlen auf ein gutes Ergebnis vorbereitet.
Vor Steuern erzielte die UBS einen Gewinn von 2'811 Mio CHF nach 888 Mio CHF im vierten Quartal 2009. Im Vorfeld der Generalversammlung hatte die Bank einen Vorsteuergewinn von mindestens 2,5 Mrd CHF in Aussicht gestellt. Der Unterschied zu den eigenen Prognosen erklärt sich insbesondere damit, dass das Resultat einen Gewinn von 231 Mio CHF aus der Neubewertung der Option von UBS, das Eigenkapital des SNB StabFund zu kaufen, enthält. Unter dem Strich verblieb ein Konzerngewinn von 2'202 (VQ 1'205) Mio CHF, wie die UBS am Dienstag mitteilte.
Die UBS übertraf mit ihrem Konzernergebnis damit zum ersten Mal seit längerer Zeit auch wieder Rivalin Credit Suisse, welche für das erste Quartal 2'055 Mio CHF Gewinn auswies.
Die Konsenserwartungen übertroffen hat die UBS auch in der Division Wealth Management & Swiss Bank. Diese erzielte einen Gewinn vor Steuern von 1'161 (1'109) Mio CHF. Der Vorsteuergewinn des Unternehmensbereichs Wealth Management nahm dabei auf 696 (674) Mio CHF zu. Die annualisierte Bruttomarge im Wealth-Management-Bereich erhöhte sich auf 93 (88) Basispunkte. Der Vorsteuergewinn von Retail & Corporate stieg auf 465 (435) Mio CHF, hauptsächlich wegen aufgelöster Wertberichtigungen für Kreditrisiken.
Nur im Rahmen der Erwartungen fiel das Resultate im Investment Banking aus, das einen Vorsteuergewinn von 1'190 (297) Mio CHF erzielte. Für die Steigerung gegenüber dem Vorquartal war wie erwartet die Einheit Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC) verantwortlich. FICC steigerte die Erträge um 496 Mio auf 2'165 Mio CHF, wobei gemäss UBS alle FICC-Geschäfte, insbesondere der Kreditbereich, ihre Performance steigerten.
Wealth Management Americas erwirtschaftete einen Vorsteuergewinn von 15 Mio CHF nach 178 Mio im Vorquartal. Im Ergebnis sei eine Erhöhung des aufgeschobenen Vergütungsbestandteils sowie die Einführung eines neuen Vergütungsprogramms für Finanzberater enthalten.
Per Ende März verwaltete die Bank Vermögen von 2'267 Mrd CHF nach 2'233 Mrd CHF Ende 2009.
Das Institut verzeichnete im ersten Quartal konzernweit einen Neugeldabfluss von netto 18,0 (VQ -56,2) Mrd CHF, was den bereits vorläufig veröffentlichten Daten entspricht. Dabei flossen im Wealth Management & Swiss Bank (wie angekündigt) Kundengelder im Umfang von 8,2 (32,9) Mrd CHF und im Wealth Management Americas von 7,2 (-12,0) Mrd CHF ab. Im Global Asset Management zogen Kunden Gelder in der Höhe von 2,6 (-11,0) Mrd CHF ab.
Die UBS weist per Ende März eine Tier-1-Ratio von 16,0% verglichen mit 15,4% per Ende Dezember aus. Die Bilanzsumme belief sich auf 1'356 (VQ 1'341) Mrd CHF und die gesamten risikogewichteten Aktiven gemäss Basel II auf 209 (206,5) Mrd CHF.
Die UBS ist laut CEO Oswald Grübel auf gutem Weg, ihre mittelfristigen Ziele zu erreichen. Die Bank rechnet mit einer stetigen Verbesserung des Ergebnisses im Wealth Management und Asset Management, abhängig von den Marktbedingungen. Mit Blick auf das laufende zweite Quartal erwartet die Bank ein etwa gleiches Umfeld für den Wertpapierhandel wie im ersten Quartal. Dies obwohl die Staatsverschuldung in manchen europäischen Staaten zu Unsicherheit im Markt führe. Die Erholung der Finanzmärkte werde jedoch voraussichtlich anhalten, wovon das eigene Kredit- und Finanzberatungsgeschäft profitieren werde.
Die Nettoneugeldabflüsse dürften sich auf kurze Sicht auf einem relativ moderaten Niveau bewegen. Die Bank zeigt sich jedoch nach wie vor überzeugt, dass die ergriffenen Massnahmen zur Bekämpfung der Ursachen der Nettoabflüsse Wirkung zeigen werden. Die verwalteten Vermögen, die sich direkter auf die Erträge auswirken, seien abhängig von den Marktbewegungen, werden aber insgesamt stabil erwartet.
Die UBS hat im ersten Quartal 2010 weitere Stellen gestrichen. Insgesamt hat das Institut den Personalbestand um 940 reduziert, wie den Präsentationsunterlagen für das Geschäftsergebnis des ersten Quartals 2010 zu entnehmen ist. Für das Gesamtjahr rechnet die Bank allerdings mit einer stabilen Anzahl der Mitarbeiter.
sig/gab
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