Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03283.jsonl.gz/1557

Das Reitschulkino präsentiert: Wahnsinn und Gesellschaft
|Allie Light, USA, 1993, OV E, 90 Minuten|
Dialogues with Madwomen

Sieben Frauen legen in Dialogues with Madwomen ihre Erfahrungen mit Manischer Depression, Multipler Persönlichkeitsstörung und Schizophrenie, aber auch mit Kreativität und Genesung offen.
Regisseurin Allie Light selbst erzählt von ihrer Depression und ihren Erfahrungen in der Psychiatrie. R. B. stieg nach einer Vergewaltigung aus ihrem Leben aus und wurde obdachlos. Hannah ist manisch-depressiv und glaubt, dass sie dazu auserkoren ist, mit Bob Dylan die Welt zu retten. Dee Dee zeichnet methodisch alles auf, von dem ihr die Katholische Kirche beigebracht hat, dass es gut für sie sei – und sie in die Selbstverstümmelung trieb. Mairi hat durch den Missbrauch, der ihr widerfahren ist, 25 verschiedene Persönlichkeiten ausgebildet. Karen litt Zeit ihres Lebens unter Rassismus und Ausgrenzung.

Die Frauen öffnen sich vor der Kamera, sie reden humorvoll und leidenschaftlich. Es gibt keine sogenannten Experten, die ihre Sicht auf die Dinge einordnen. Unter Verwendung von Homevideos, Archivmaterial und Reenactment zeichnet Allie Light ein komplexes und bewegendes Porträt von Frauen, deren seelische Krankheit mit inspirierender Energie und Kreativität einhergeht.
(frauenfilmfestival.eu)