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Ausgerastet: McEnroes Disqualifikation
1990 kommt es zur ersten Disqualifikation an einem Grand-Slam-Turnier seit fast 30 Jahren. John McEnroe leistet sich gegen Mikael Pernfors eine so lange Serie von Entgleisungen, dass Schiedsrichter Gerry Armstrong keine andere Wahl bleibt. McEnroes lapidarer Kommentar: «Ich schätze, das musste mir irgendwann einmal passieren.»
Grosse Emotionen: Sampras gewinnt unter Tränen
Während des Turniers 1995 erfährt Pete Sampras von der Krebserkrankung seines Coaches Tim Gullikson. Im Viertelfinal gegen Jim Courier kann der als unterkühlt geltende Sampras seine Tränen nicht zurückhalten. Trotz des Angebots von Courier, die Partie zu unterbrechen, will er weiterspielen – und gewinnt in 5 Sätzen. Gullikson verliert den Kampf gegen den Krebs 1996.
Sampras gegen Agassi: Duell auf dem Höhepunkt
Die beiden Landsmänner pflegten seit jeher eine intensive Rivalität. Im Halbfinal 2000 bekämpfen sich die beiden über 5 Sätze auf höchstem Niveau. Die Anspannung ist in diesem Klassiker beiden anzusehen. Andre Agassi gewinnt danach auch den Final.
«Neues Tennis»: Williams gegen Williams
Serena und Venus Williams heben das Frauen-Tennis auf ein neues Niveau. Der Final 2003 gilt für viele als das bis anhin beste Spiel der Geschichte. Schliesslich setzt sich die jüngere Serena im «Sister Act» mit 7:6, 3:6 und 6:4 durch.
Bis zur totalen Erschöpfung: Djokovic gewinnt Marathon
5 Stunden und 53 Minuten dauert der Final zwischen Novak Djokovic und Rafael Nadal 2012. Es ist das längste Grand-Slam-Endspiel der Tennis-Geschichte – und eines der besten. Djokovic setzt sich nach einem 2:4-Rückstand im 5. Satz doch noch mit 5:7, 6:4, 6:2, 6:7, 7:5 durch.
Humorvoll: Nadal lacht über seine «Dummheit»
In einem Spiel gegen Kevin Anderson im Jahr 2015 wird Nadals Trinkflasche von einem Windstoss umgeworfen. Ein Balljunge korrigiert den Missstand sofort und versucht die Flasche à la Nadal auszurichten. Das bringt den Spanier zum Lachen. Nach der Partie gesteht er, dass die Macke eine der «sehr dummen Dinge» sei, die er sich leider angewöhnt habe.