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Alzheimer: Intrazerebrales Blutungsrisiko scheint unter Aspirin erhöht zu sein
In einer randomisierten Studie wurde bei Patienten mit Alzheimer ein erhöhtes Risiko für intrazerebrale Blutungen festgestellt. Nun haben Thoonsen und Kollegen die medizinische Literatur nach Hinweisen für einen Zusammenhang zwischen intrazerebralen Blutungen und Aspirinexposition bei Alzheimer durchsucht.
Die Autoren haben in einer systematischen Review nach Studien gesucht, welche über Blutungsereignisse bei Patienten mit Alzheimer unter Aspirin und einer Kontrollgruppe berichteten. Aus den gepoolten Daten berechneten sie dann das Risiko für eine Blutung bei den Alzheimer-Patienten.
Für die Analyse qualifizierten 2 randomisierte Studien (Evaluation of Vascular Care in Alzheimer’s Disease (EVA) trial; Aspirin in Alzheimer’s Disease (AD2000) trial). In der EVA-Studie trat bei 4.6% (3 von 65) der Alzheimer-Patienten und bei 0% (0 von 58) der Kontrollpersonen unter Aspirin eine intrazerebrale Blutung auf. In der AD2000-Studie lagen die entsprechenden Raten bei 2.6% (4 von 156 Alzheimer-Patienten) respektive 0% (0 von 212 Kontrollpersonen). Die gepoolten Blutungsraten betrugen 3.2% bei Alzheimer und 0% ohne Alzheimer (Hazard Ratio 7.63, p=0.09).
Konklusion der Autoren: Die absoluten Zahlen waren zwar gering, die Resultate lassen jedoch vermuten, dass Aspirin das Risiko für eine intrazerebrale Blutung bei Alzheimer-Patienten erhöht. Bei eindeutiger kardiovaskulärer Indikation sollte Aspirin einem Alzheimer-Betroffenen jedoch nicht vorenthalten werden, so die Autoren.