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Heute wird in Abwesendheit der Friedensnobelpreis an den chinesischen Menchenrechtskämpfer Liu Xiaobo verliehen.
Heute jährt sich auch zum 100. Mal die Friedensnobelpreisverleihung an das damals in Bern am Kanonenweg ansässige Ständige Internationale Friedensbüro. Dieses war während seinen ersten Jahren von Elie Ducommun und nach dessen Tod von Albert Gobat geleitet worden, welche beiden den Friedensnobelpreis bereits 1902 erhalten haben.
In den letzten hundert Jahren haben sich die Kriterien, nach denen der Nobelpreis vergeben wird, stark verändert und zur Zeit läuft in Schweden ein durch den norwegischen Juristen Frederik Heffermehl, selber Mitglied des International Peace Bureaus, angestrengtes ein Gerichtsverfahren, mit dem geklärt werden soll, ob das norwegische Nobelpreiskomitee das Testament von Alfred Nobel überhaupt sinngemäss anwendet. In Nobels Testament heisst es, der Preis stehe «demjenigen oder derjenigen» zu, «der oder die am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker gewirkt hat und für die Abschaffung oder Verminderung der stehenden Heere sowie für die Bildung und Austragung von Friedenskongressen». Trotz seinem vorbildhaften Engagement erfüllt Liu Xiaobo diese Anforderungen wie soviele seiner VorgängerInnen nicht. Der letzte Friedensnobelpreis, der diesen Namen noch verdiente, liegt 13 Jahre zurück: 1997 erhielt die internationale Landminenkampagne den Preis zugesprochen.
Friedensnobelpreis für das Ständige Internationale Friedensbüro in Bern
Heute wird in Abwesendheit der Friedensnobelpreis an den chinesischen Menchenrechtskämpfer Liu Xiaobo verliehen.