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Die Alte Zügenstrasse
Die Linienführung und das Projekt „Alte Zügenstrasse“ zwischen Lenz und Davos worden von Friedrich von Salis, damals Oberingenieur des Kanton Graubünden, ausgearbeitet. 1874 wurde die Strasse mit einer Gesamtlänge von 33,7 km und einer Ausbaubreite von 3,6 bis 4,2 m nach nur zweijähriger Bauzeit eröffnet. Die Kosten betrugen eine halbe Million Schweizer Franken.
Prunkstück der Alten Zügenstrasse ist der Abschnitt zwischen der Brücke über dem Sägentobel und dem Schmelzboden. Die Strasse wurde hier direkt durch die imposante Zügenschlucht geführt. Dabei mussten die über Jahrhunderte als unüberwindbar geltenden Felsbarrieren entweder abgetragen, geschnitten oder mit kurzen Tunnels durchstossen werden.
Kühne, zum Teil sehr hohe Stützmauern wurden errichtet, um die Strasse zu tragen. Die Bruchsteine dafür wurden vor Ort gewonnen und bearbeitet. Viele der Mauern lagern auf winzigen Felsvorsprüngen und wirken, als würden sie an den Felswänden kleben. Mittels zwei3r eindrücklichen Bogenbrücken aus Bruchsteinen werden der Sägenbach vor Wiesen und das Landwasser beim Teufzügji überquert.
Die alte Zügenstrasse war bis im Jahre 1974 für den Strassenverkehr in Betrieb. Während hundert Jahre führte sämtlicher Verkehr zwischen dem Albulatal und der Landschaft Davos über diese Strasenverbindung. Vom Pferdefuhrwerk über das Automobil bis hin zum Lastwagen und Bus.
Nach der Eröffnung des Landwassertunnels am 14.12.1974 zählte man immer mehr Fussgänger und Biker auf der Alten Zügenstrasse. Heute gehrt die Strasse durch die Zügen zu den bekannten Wander- und Fahrradwegen in der Region. Sie ist von Mai bis November geffnet und wird in dieser Zeit vom technischen Dienst Davos Tourismus unterhalten.
Entlang der Alten Zügenstrasse trifft man auf Kunstbauten aller Art: Stützmauern, Brüstungen, Durchlässe, Bodenbrücken, Lehnenbrücken, Tunnels und eine Galerie. Die meisten wurden beim Bau der Strasse 1872 bis 1874 errichtet.
Im Rahmen von Wartungsarbeiten wurden seit Inbetriebnahme der Strasse viele der mit Bruchsteinen erstellten Kunstbauten repariert. Einige mussten infolge von Felsabbrüchen oder Zerstörungen durch Naturereignisse sogar komplett neu erstellt weerden.Ähnliches geschah, als die Strasse in den 50iger und 60iger Jahren infolge des zunehmennden Autoverkehrs laufend verbreitert worde. Stützmauern undLehnenbrücken aus Beton sowie tiefe Felseinschnitte zeugen von dieser Zeit.
Heute dokumentiert die Alte Zügenstrasse hundert Jahre Strassenbaukunst unter sehr schwierigen Geländeverhältnissen.
Dauer: ca 2 Std Weglänge ca 5 km
Startpunkt:Haltestelle Schmelzboden (Postauto) oder Davos-Monstein mit der RhB
Ziel: Bahnhof Wiesen/Wiesner Viadukt
Kondition: für Familien geeignet geringe Höhenunterschiede
Höhenunterschiede: Schmelzboden 1339 m – Bärentritt 1251 m Wiesen Bahnhof 1196 m
Weg: ehemaliege Strasse bis Bärentritt, ab da gut begehbarer Bergweg bis Bahnhof Wiesen. Bei Unwettergefahr bitte meiden (Steinschlag, Murenabgänge)
Panorama:
Atemberaubende Blicke in die Zügenschlucht, kühne Kunstbauwerke (Bogenbrücken Tunnels). Berühmter Fotopunkt am Bärentritt.
Restaurant:
Zügenbeizli am Bahnhof Wiesen offen 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Trittsicherheit: leicht zu begehen
Kinder/Familie: Kinderwagen geeignet, trotzdem Vorsicht
Die Wanderung in Bildern:
Wanderungen Bereich Wiesen
- Nr. 26 Monstein – Jenisberg – Bahnhof Wiesen – Wiesener Viadukt
- Nr. 47 Schmelzboden – Zügenschlucht – Wiesen Bhf. – Wiesner Viadukt
- Nr. 74 Monstein – Inneralp – Büelenhorn – Stulsergrat – Muchetta- Jenisberg – Wiesen Bahnhof
- Nr. 78 Wiesen Ortsmitte – Wiesner Alp – Valbellafurgga – Sandhubel – Wiesner Alp – Wiesen Ortsmitte
- Nr. 79 Wiesen Ortsmitte – Wiesner Alp
- Nr. 51 Wiesner Alp – Schmittner Alp – Wiesner Alp