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Farnborough - Der US-Flugzeugbauer Boeing und sein europäischer Rivale Airbus heimsen weitere Aufträge auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough ein.
Kauffreudig zeigten sich am Dienstag Fluggesellschaften aus Asien, dem Nahen Osten, Südamerika und Grossbritannien. Den grössten Batzen bekam am Dienstag Airbus ab. Hongkong Airlines entschied sich für 15 Exemplare des neuesten Modells A350 und wandelt dafür einen bestehenden Auftrag um.
Weil sich der Flieger noch in der Entwicklung befindet und die Auslieferung an Hongkong Airlines erst für 2018 erwartet wird, will die Gesellschaft ab dem Jahr 2012 zusätzlich zehn A330 kaufen. Airbus bezifferte den Wert der Absichtserklärung nach Listenpreisen auf 5,7 Mrd. Dollar.
Zudem unterzeichnete die chilenische Fluggesellschaft LAN Airlines eine Absichtserklärung zum Kauf von 50 Airbus-Jets der A320-Familie. Der Auftrag käme damit auf einen Wert von etwa 5 Mrd. Dollar. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen hohe Rabatte üblich.
Airbus vor Boeing
Insgesamt hat Airbus seit Montag damit Festbestellungen und Absichtserklärungen für netto 197 Flugzeuge eingesammelt. Der Gesamtwert der Aufträge liegt bei rund 22 Mrd. Dollar. Boeing kommt auf 154 Flugzeuge und einen Auftragswert von etwa 19 Mrd. Dollar.
Die grösste Order am Dienstag kam für Boeing von dem neu gegründeten Flugzeugfinanzierer ALC. Das Unternehmen von Steven Udvar-Hazy, der zuvor die Flugzeugleasingsparte des US-Versicherers AIG geleitet hatte, unterzeichnete eine vorläufige Bestellung von 60 Boeing 737-800 im Wert von rund 4 Mrd. Dollar, die ab 2012 ausgeliefert werden sollen.
SDA-ATS