Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03378.jsonl.gz/152

Google hat gemäss einem Bericht der "Financial Times" im vergangenen Jahr 8,8 Milliarden Euro seiner Lizenzeinnahmen auf die Bermudas verschoben, um damit kräftig Steuern zu sparen. Die Rede ist von einem Betrag in Milliardenhöhe.
Konkret soll Google dazu gleich zwei legale Steuertricks nutzen, nämlich "Double Irish" und "Dutch Sandwich". Man verbucht die internationalen Einnahmen in einem Tochterunternehmen in Irland. Dieses wiederum zahlt hohe Gebühren an ein anderes Tochterunternehmen in Irland, das aber seinen Sitz auf den Bermudas hat und damit in Irland nicht steuerpflichtig ist. Dabei soll das Geld über eine weitere Tochtergesellschaft in den Niederlanden weitergeleitet werden.
Durch diese Tricks soll der Internetriese seinen durchschnittlichen Auslandssteuersatz auf ungefähr fünf Prozent reduzieren können und damit noch einmal rund die Hälfte weniger zahlen als es in Irland sonst müsste.
KommentareMontag, 14. Oktober 2013 Markus Meier
Tja, da traut sich das DoJ offensichtlich nicht ran. Genauso wenig wie an Steueroasen im eigenen Land. Ziemlich abgekartetes Spiel...