Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03136.jsonl.gz/2726

Auf Anregung von Bundesrat und Wirtschaftsminister Johann Schneider Amann sollen Sondierungsgespräche für ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz (EFTA) und Brasilien (Mercosur) stattfinden.
Es ist davon auszugehen dass ein solches Abkommen Auswirkungen auf den Schweizer Agrar- und Lebensmittelsektor hätte. Darum hat SALS- Schweiz bei der Hochschule für Wirtschaft (FHNW) in Olten eine Diplomarbeit zu diesem Thema in Auftrag gegeben.
Aufgrund dieser Studie, hält SALS- Schweiz fest:
-
Ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz (EFTA) und Brasilien (Mercosur) ist nicht auszuschliessen.
-
Brasilien ist zu einer der weltweit führenden Agrarmächte, sowohl in der Produktion als auch im Export, aufgestiegen. Kommt es zu Verhandlungen, sind von Brasilien und den Mercosur Mitgliedsstaaten, Maximalforderungen im Agrarbereich zu erwarten.
-
Eine Analyse der Handelsbilanzen zeigt dass die Schweiz vorwiegend zuvor importierte und veredelte, oder verarbeitete Agrarprodukte nach Brasilien exportiert, wie zum Beispiel Nespresso oder Red Bull. Typische Schweizer Spezialitäten, wie beispielsweise Käse, machen nur einen marginalen Teil der Agrarexporte aus.
-
Kommt es zu einem Abkommen, ist es nicht wahrscheinlich dass der Export von Spezialitätenprodukten in den Mercosur derart zunehmen könnte, dass die zu erwartenden Verluste mit niedrigpreisigen Produkte abgefedert werden könnten. Somit dominieren für den Schweizer Agrar- und Lebensmittelsektor die Risiken.