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Im März 2022 wurden Bund und Kantone mit einer völlig neuen Situation konfrontiert: der Unterbringung von Tausenden von Geflüchteten aus der Ukraine, wie die Staatskanzlei des Kantons Graubünden ausführt.
Seit dem 12. März 2022 wurden in Graubünden 854 Schutzsuchende aufgenommen. Das seien deutlich mehr, als in der Kosovokrise (1998/1999) oder in der Flüchtlingswelle im Jahr 2015. Die Dimension der Fluchtbewegung aus der Ukraine stellt den Kanton vor zusätzliche Herausforderungen.
Er prüft deshalb laufend, die Kapazitäten in Kollektivunterkünften auszubauen.In den vergangenen sechs Wochen habe der Kanton Graubünden 854 Schutzsuchende mit bestätigtem Status «S» aufgenommen. Zudem registriert das Amt für Migration und Zivilrecht (AFM) weitere 150 Asylsuchende seit Anfang Jahr.
Das seien deutlich mehr, als in der Kosovokrise in den Jahren 1998 und 1999 (1028, beziehungsweise 1155 Asylsuchende pro Jahr) oder in der Flüchtlingswelle im Jahr 2015 mit 1124 Asylsuchenden pro Jahr.30 Mal mehr Zuweisungen durch den Bund Die Alltagsstrukturen des AFM seien für 250 bis 400 Zuweisungen durch den Bund ausgerichtet. Dies entspreche rund 30 Zuweisungen pro Monat.
Aufgrund des Ukrainekriegs seien es heute allerdings rund 30 Zuweisungen pro Tag.Von den Schutzsuchenden aus der Ukraine finden derzeit 142 Personen Zuflucht in den kantonalen Kollektivstrukturen. 712 Personen seien bei Privaten oder bei Gastfamilien untergebracht.
Aktuell weisen die Kollektivstrukturen rund 186 freie Betten aus. Aus diesem Grund plant das AFM die Kapazitäten zu erhöhen: Im Sommer sollen 1700 Betten in Kollektivunterkünften und rund 500 Wohneinheiten für die Individualunterbringung zur Verfügung stehen.Personen mit Schutzstatus «S», welche in Mietwohnungen oder in Gastfamilien untergebracht sind, werden durch die regionalen Sozialdienste beraten und unterstützt.
Im Grundsatz gilt:Angebote zur Förderung des Spracherwerbs Noch sei schwierig abzuschätzen, wie lange ukrainische Geflüchtete in der Schweiz bleiben werden. Es sei von unterschiedlichen Szenarien auszugehen (Weiterreise, temporärer Aufenthalt und Verbleib in der Schweiz).
Unabhängig davon solle den Personen mit Status «S» im Kanton Graubünden rasch und unkompliziert Unterstützungsmassnahmen zur Alltagsbewältigung angeboten werden. In einer ersten Phase steht dabei der Spracherwerb im Vordergrund, für den auf die bestehenden Strukturen der Fachstelle Integration zurückgegriffen werden kann.Personen mit dem Schutzstatus «S» erhalten die Möglichkeit, einen finanzierten Deutschkurs zu besuchen.
Die zuständigen Stellen werden in den nächsten Tagen registrierte Schutzsuchende persönlich anschreiben und sie über Informationsveranstaltungen und Möglichkeiten informieren. Nach einem sprachlichen Einstufungstest seien erste Angebote zur Förderung des Spracherwerbs für erwachsene Personen ab Mitte Mai 2022 geplant.
Weitere Informationen zur Sprachförderung von Personen mit Status «S» sowie häufige Fragen und Antworten werden laufend auf der Webseite www.gr.ch/ukraine publiziert..
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