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Besonders ungünstig entwickeln sich die physischen Belastungen. Gegenüber 2005 nahmen schmerzhafte Körperhaltungen und stets gleiche Hand- oder Armbewegungen im zweistelligen Prozentbereich zu, wie aus der 6. Europäischen Erhebung über die Arbeitsbedingungen hervorgeht, welche das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Montag präsentiert hat. Im europäischen Vergleich hat die Schweiz damit ihren Spitzenplatz aus dem Jahr 2005 verloren.
Mehr als 60 Prozent der Erwerbstätigen geben an, mindestens ein Viertel der Zeit mit hohem Arbeitstempo oder unter Termindruck zu arbeiten. Im Vergleich zu 2005 hat dieser Anteil jedoch abgenommen. Die Schweiz liegt hier im europäischen Durchschnitt.
Flexible Arbeitszeiten
Gut schneidet die Schweiz punkto Arbeitszeiten und Flexibilität ab. Beschäftigte könnten hierzulande flexibler und selbstbestimmter arbeiten als die Arbeitnehmenden in den EU-Ländern, heisst es in der Studie. Immer mehr Menschen in der Schweiz gaben aber an, dass ihre Arbeit eintönige Aufgaben beinhalten.
Fast neun von zehn Erwerbstätigen in der Schweiz fühlen sich gesund: 89 Prozent gaben in der Umfrage ihren allgemeinen Gesundheitszustand mit sehr gut oder gut an. Damit liegt die Schweiz rund zehn Prozentpunkte über dem europäischen Durchschnitt.
Trotzdem erklärten relativ viele Erwerbstätige, dass sie im letzten Jahr an mindestens einem Gesundheitsproblem gelitten hätten. Als Gesundheitsbeschwerden, die mit der Arbeit zusammenhängen könnten, nannten sie am häufigsten Rückenschmerzen (36 Prozent), Kopf- und Augenschmerzen (34 Prozent) und Muskelschmerzen in den Schultern und im Nacken (32 Prozent).
Die Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen untersucht seit 1990 alle fünf Jahre die Arbeitsbedingungen der Erwerbsbevölkerung in der EU und in einigen weiteren europäischen Staaten.
Für die nun veröffentlichte Studie wurden in der gesamten Schweiz im Jahr 2015 rund 1000 Beschäftigte befragt. Die Schweiz hatte 2005 zum ersten Mal an der europäischen Erhebung teilgenommen.
(SDA)