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Stephen C. Meyer hält ein Ph.D. in Wissenschaftsphilosophie und leitet das Discovery Institute’s Center for Science and Culture in Seattle (https://www.discovery.org/id/). Er ist eine führende Persönlichkeit in der Intelligent Design Bewegung und hat diesbezüglich unter anderen eine Trilogie von Büchern geschrieben:• The Signature in the Cell• Darwin’s Doubt• Return of the God HypothesisDas kürzlich erschienene Buch «Return of the God Hypothesis» ist eine anspruchsvolle, aber lohnenswerte Lektüre. Auf der Webseite des Buches erhält der Leser einige Zusatzinformationen und insbesondere Debatten mit Kritikern: https://returnofthegodhypothesis.com/).Im nachfolgenden möchte ich nur auf ein paar wichtige Themen hinweisen, welche Meyer in seinem Buch detailliert ausführt.Zu Beginn rollt er nochmals die geschichtlichen Fakten auf, welche klar aufzeigen, dass die moderne Wissenschaft auf jüdisch-christlicher Denkweise basiert. Die ersten und viele andere grosse Wissenschaftler waren Menschen, welche einen tiefen und echten Glauben an den in der Bibel geoffenbarten Gott hatten.Dann zeigt er gekonnt auf, wie die materialistische naturalistische Sichtweise immer mehr die Oberhand erhielt und heute einer leider weit verbreiteten Ansicht entspricht. Die Philosophie mit der Möglichkeit einer metaphysischen Sicht wird als nicht wissenschaftlich ausgeklammert. Das menschliche Denken muss aber letztendlich diese Gesamtsichtweise inkludieren, woraus dann grundsätzlich 3 Hauptmuster ergeben:• Atheistische Sichtweise: Es gibt nur dieses, sichtbare, wissenschaftlich erforschbare Universum• Pantheistische Sichtweise: Gott durchringt alles oder alles ist Gott• Theistische Sichtweise: Es gibt einen vom erschaffenen Universum unabhängigen GottDie letzte Sichtweise bietet noch zwei Subvarianten:• der klassische Theismus: Gott wirkt auch nach der Schöpfung weiter direkt hinein• Deismus: Gott interveniert nach der Schöpfung nicht mehr; hier legt Meyer in seinem Buch klar dar, dass es notwendig war, dass Gott nach dem ersten Schöpfungsschritt eingegriffen hat. Eine konkrete Auseinandersetzung findet mit der Big Bang Theorie statt. Heute akzeptieren die meisten Wissenschaftler diese Theorie. Dies impliziert aber einen Anfang des sichtbaren Universums. Somit wurden die vorherigen Überlegungen, dass die Materie ewig ist, obsolet. Wer hat aber den Anfang gemacht? Woher kommt die Energie, die Ordnung, der offensichtliche Design im gesamten Universum, vom Makrokosmos bis hin zum Mikrokosmos. Es gibt keine vernünftige wissenschaftliche Erklärung, weshalb dieses Universum mit all den genau aufeinander abgestimmten Eigenschaften so existiert. Weiter gibt es auch keine Antwort, weshalb überhaupt etwas da istt und nicht einfach nichts ist. Die einzige vernünftige Erklärung ist, dass ein intelligentes Wesen mit der nötigen Macht den Anfang gemacht hat.Ein weiteres lang diskutiertes Thema ist das Fine Tuning des Universums, das «Goldilocks Universe» Siehe dazu den Enzyklopädie Eintrag der Stanford University: https://plato.stanford.edu/entries/fine-tuning/. Das Ausweichen auf die Multiverse-Theorie (siehe dazu den Wikipedia-Eintrag: https://en.wikipedia.org/wiki/Multiverse) produziert weitere offene Fragen. Woher soll denn die «universumproduzierende Maschine» herkommen? Weshalb kann man die anderen Universen oder den Entstehungsprozesses eines Universum nicht beobachten? Stephen Meyer arbeitet mit der Abduktion (siehe dazu https://de.wikipedia.org/wiki/Abduktion). Diese gibt uns beim Vergleich von unterschiedlichen Hypothesen die Möglichkeit, aufgrund gewisser Parameter die Wahrscheinlichkeit darzulegen. Ihm gelingt es in seinem Buch, klar darzulegen, dass die Erschaffung des aktuell beobachtbaren Universums schlussendlich wahrscheinlicher ist als alle anderen atheistischen, naturalistischen Theorien.Ein weiteres Untersuchungsfeld ist die Existenz der DNA-Informationen in allen Lebewesen. Woher kommt diese? Die Informationstheorie besagt klar, dass es für die Codierung von digitaler Information (es wird in der DNA mit einem quaternären Code gearbeitet) eine geistige Entität für deren Entstehung braucht. Der Nachweis, dass es sich um codierte Information handelt, ist schon längst erbracht. Dieser Code wird gespeichert, kopiert, transportiert und angewendet z.B. in der Erstellung von Proteinen durch die Ribosomen. Weiter ergibt sich aus der kambrischen Explosion die Frage, woher nun mit einem Male diese Zusatzinformation der vielen Tierarten gekommen sind? Die Beobachtung ist klar, wenn zufälligerweise Code verändert wird, dann wird die Information in ein paar wenigen Schritten zerstört. Nie hat man etwas anderes beobachten können, ausser man erstellt ein eigenes Simulationsprogramm, welches bereits eine Zielsequenz vorgibt, was ja in der biologischen Realität nicht der Fall wäre. Gerade das DNA-Enigma scheint auch m.E. der Todesstoss für die Evolution und den Atheismus zu sein. Meyer beschäftigt sich weiter mit der Quantum Cosmology von Stephen Hawking. Diesen Ausführungen zu folgen ist dann jedoch nicht ganz so einfach. Was aber meistens in solchen Theorien passiert ist eine Verlagerung des Problems auf eine andere Ebene. Als schönes Beispiel sei das In-Betracht-Ziehen von Aliens, welche Intelligenz von aussen gebracht hätten. Dann wäre einfach die nächste Frage, woher haben denn die Aliens ihre Intelligenz und Existenz? Ich empfehle jedem, die Evidenzen unvoreingenommen zu prüfen und gegeneinander abzuwägen. Nach vielen Jahren der intensiven intellektuellen Beschäftigung mit der Informatik und der Theologie bin ich zutiefst überzeug, dass die einzige vernünftige Erklärung der in der Bibel präsentierte Schöpfergott ist, der nebst seiner immensen Grösse und Macht auch ein persönliches Interesse an dir hat und dich liebt, was Er in Jesus Christus klar gezeigt hat.
Am 25.10.2021 habe ich über den Zusammenhang zwischen DNA und der modernen Informatik referiert. Dabei sind die Parallelen verblüffend und es bleibt nur noch eine Feststellung: unser Schöpfergott ist der grösste Informatiker.