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Entscheidest du mit Angst oder mit Liebe?
Wir treffen jeden Tag eine Fülle an Entscheidungen. Viele unbewusst, einige ganz bewusst. Darunter sind grössere Entscheidungen, wie zum Beispiel ob ich mit einem bestimmten Menschen mein Leben verbringen will, welchen Job ich machen möchte, ob ich eine lange und teure Weiterbildung mache oder ob ich Wohneigentum erwerben möchte. Triffst du deine Entscheidungen mit Angst oder mit Liebe?
Und es gibt Entscheidungen mit weniger Tragweite, z.B. wo ich die nächsten Ferien verbringen will, was ich heute anziehe und was ich am Abend essen möchte. Die Frage kannst du auch hier stellen: Triffst du diese Entscheidungen mit Angst oder mit Liebe?
Bei diesen Entscheidungen, die wir bewusst treffen, wägen wir oftmals ab, zeichnen vielleicht einen Entscheidungsbaum, vergeben Punkte. Oder vielleicht hören wir auch einfach nur auf unser Bauchgefühl.
Und dann gibt es eine Kategorie von Entscheiden, die wir oft ganz automatisch treffen. Wohin setzt du dich in Bus, Tram oder Zug? Nimmst du Löffel oder Gabel, um die Suppe zu essen? Schläfst du im Bett näher bei der Tür oder weiter entfernt von ihr?
Bei dieser Art von Entscheidungen nehmen wir oft gar nicht wahr, dass wir sie überhaupt treffen. Weil wir uns ganz automatisch im öV irgendwo hinsetzen. Weil wir wie selbstverständlich zum Löffel greifen, wenn die Suppe vor uns steht. Weil es in jedem Hotelzimmer für uns sofort klar ist, wo wir schlafen. Wenn du aber nachforschen würdest, würdest du sicher Gründe finden, warum du dich für die eine oder andere Variante entschieden hast.
Entscheidest du aus Angst oder aus Liebe?
Um auf meine Eingangsfrage zurückzukommen: Wie merkst du nun, ob bei einer Entscheidung Angst oder Liebe im Spiel war?
Ich gebe dir ein paar Beispiele, um dir zu zeigen, was ich meine.
- Ein Kind hat die Lieblingsvase der Mutter im Spiel kaputt gemacht. Es behauptet, die kleine Schwester ist es gewesen. – Vielleicht hat es Angst vor der Strafe der Mutter.
- Du machst bei einem Gesellschaftsspiel nicht mit, weil du es öde findest. – Vielleicht hast du Angst nicht gut genug zu sein und im Spiel zu verlieren.
- Du gehst nicht zum Arzt, obwohl du Schmerzen hast. – Vielleicht willst du nicht hören, was der Arzt dazu zu sagen hat, weil du Angst hast, es könnte etwas Schlimmes sein.
- Dein Chef bittet dich an der nächsten Teamsitzung einen Vortrag zu halten. Obwohl du fachlich dazu absolut in der Lage bist, lehnst du ab. – Vielleicht denkst du, dass du es nicht schaffen kannst; du möchtest dich nicht blamieren. Du hast möglicherweise Angst, dass du nicht gut genug bist.
- Du kannst die Leistungen eines Arbeitskollegen nicht würdigen und schmälerst sie sogar noch, weil du selber gut dastehen möchtest. – Vielleicht hast du den Eindruck, du könntest selber dadurch als weniger kompetent wirken. Du hast möglicherweise Angst, nicht gut genug zu sein im Vergleich mit dem Kollegen.
- Du beendest eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung, weil du dich nur auf deinen eigenen Erfolg konzentrieren möchtest. – Vielleicht denkst du, die Kollegen könnten dich bremsen. Und du hast möglicherweise Angst, sie könnten dir etwas wegnehmen, was deiner Meinung nach dir gehört.
- Du hast einen tollen Menschen kennen gelernt, möchtest aber keine engere Beziehung eingehen. – Vielleicht befürchtest du deine Unabhängigkeit zu verlieren.
- Du bleibst mit einem Partner zusammen, obwohl eure Beziehung nicht mehr stimmt. – Vielleicht glaubst du, du würdest sonst alleine bleiben und hast möglicherweise Angst vor der Einsamkeit.
Meist ist es die Angst zu leiden. Oder die Angst nicht gut genug zu sein. Oder die Angst nicht geliebt zu werden, die diesen Entscheidungen im Kern zugrunde liegt.
Und die Entscheidungen, die wir treffen, können wir in den meisten Fällen ganz rational begründen – und das klingt dann sehr gut und nachvollziehbar. Wer könnte uns da unterstellen, dass wir aus Angst entscheiden?
Gründe für eine Entscheidung
Wir finden gute und logisch nachvollziehbare Gründe, um eine Entscheidung zu erklären. Oftmals liegen aber unangenehme Erfahrungen aus der Vergangenheit zu Grunde. Und jedes Mal, wenn sich eine Situation ähnlich anfühlt wie die bereits erlebte und als unangenehm empfundene Erfahrung, wird dein interner Aufpasser aktiviert. Damit entscheidest du blitzschnell und oft unbewusst, dass du dich nicht noch einmal so fühlen möchtest. Und die Entscheidung ist klar:
- Das Kind traut sich nicht die Wahrheit zu sagen, weil es die Strafe der Mutter bereits einmal erlebt hat.
- Du hältst den Vortrag im Team nicht, weil du vielleicht in der Schule bei einem Vortrag ausgelacht wurdest.
- Du möchtest gar nicht wissen, welche Diagnose der Arzt stellt, weil du vielleicht erlebt hast, wie eine nahe Verwandte sehr lange und schwer krank war und gelitten hat.
Ein dünner Grad
Es ist oft ein dünner Grad zwischen einer Entscheidung aus Liebe oder aus Angst. Um das zu verdeutlichen, nutze ich die Frage: Lässt du dein Kind impfen?
Lässt du dein Kind impfen, weil du Angst hast, es könnte eine der Krankheiten bekommen? Oder weil du der Überzeugung bist, das es mit den Impfungen eine gute Grundlage für sein zukünftiges Leben hat?
Lässt du dein Kind nicht impfen, weil du Angst hast vor den Impfschäden? Oder weil du überzeugt bist, dass es viele der Impfungen in dem jungen Alter gar nicht benötigt? Oder weil du willst, dass sich sein Immunsystem erst einmal entwickeln kann, bevor du es impfen lässt?
Gerade in dieser Diskussion zeigt sich immer wieder, wie auf beiden Seiten Ängste geschürt werden – oder anders gesagt, wie vorhandene Ängste angesprochen werden. Nämlich die Grundangst von allen jungen Eltern, ihr Kind könnte leiden, ernsthaft krank werden oder gar sterben.
Was ist das Schlimmste daran?
Bist du neugierig geworden, was deine Motivation für die eine oder andere Entscheidung ist? Um das herauszufinden, kannst du dich fragen:
„Was ist das Schlimmste daran?“
Immer wenn du eine Antwort gibst, fragst du dich wieder:
„Und was ist daran das Schlimmste?“
Am Beispiel des Vortrags vor dem Team zeige ich dir, wie das aussehen könnte:
Dein Chef bittet dich, einen Vortrag zu halten und du möchtest das nicht.
Frage dich: Was ist das Schlimmste an diesem Vortrag vor dem Team?
Alle sehen mich an.
Was ist das Schlimmste daran?
Sie erwarten eine Meisterleistung von mir.
Und was ist daran das Schlimmste?
Ich bringe keine Meisterleistung zustande.
Was ist das Schlimmste daran?
Die anderen wären enttäuscht von mir
Was ist Schlimmste daran?
Sie respektieren mich nicht mehr
Was ist daran das Schlimmste?
Sie wollen nichts mehr mit mir zu tun haben und achten mich nicht mehr.
Was ist daran das Schlimmste?
Ich bin allein und keiner liebt mich mehr.
Eine Erfahrung
Wenn du diese Frage so tief führst und dir ehrliche Antworten gibst, kommst du auf den Kern deiner Entscheidung. Und die beruht, wie weiter oben gesagt, oft auf einem Erlebnis.
Möglicherweise fällt dir plötzlich ein, …
Aus dieser Geschichte hast du die Erinnerung mitgenommen, dass es nicht gut kommt, wenn du einen Vortrag hältst. Weil es sich nicht gut anfühlt, wenn die anderen dich auslachen. Und wenn du am Ende alleine dastehst.
… dass du in der Schule einmal einen kleinen Vortrag halten musstest. Alle haben dich angesehen und du hast plötzlich den Faden verloren. Dann hast du dich verheddert und dein Vortrag war nicht gut. Die Klassenkameraden haben angefangen zu lachen. Dann hat dir die Lehrerin vor der ganzen Klasse gesagt, du solltest dich das nächste Mal besser vorbereiten. Und in der Pause haben dich die Freunde damit aufgezogen. Das Schlimmste für dich war, dass sogar dein bester Freund mit den anderen mitgelacht hat. Und auf dem Pausenhof warst du allein und hattest das Gefühl, dass dein Freund dich nicht mehr mag, weil dein Vortrag nicht gut war.
Emotionale Freiheit
Mit EFT-Klopfakupressur kannst du diese Geschichte bearbeiten. Damit löst du die Erfahrung auf, die für dich darin liegt. Dadurch belastet sie dich heute nicht mehr. Und wenn dein Chef ein anderes Mal dich bittet, einen Vortrag vor dem Team zu halten, kannst du dich freuen und einfach „Ja, mache ich gerne“ sagen. Denn jetzt ist in deinem Kopf nur noch der Gedanke präsent, dass du dich über die Wertschätzung freust. Und du weisst, dass du das nötige Wissen und die entsprechende Kompetenz dazu hast.
EFT Emotional Freedom Techniques = Techniken zur emotionalen Freiheit.
Emotionale Freiheit bedeutet, frei zu sein von den belastenden Geschichten, die wir erlebt haben. Und frei zu sein von den einschränkenden Überzeugungen, die wir aus diesen Geschichten gewonnen haben.
Emotionale Freiheit bedeutet, in der Wahl der Varianten wirklich frei zu sein, wenn es um eine Entscheidung geht.
Der Unterschied
Was macht den Unterschied, ob du aus Angst oder Liebe entscheidest?
Es ist das, was du dabei fühlst. Die Botschaft, die du deinem Körper und deiner Umwelt damit weitergibst. Wenn du dich aus Angst für oder gegen etwas entscheidest, musst du immer auf der Hut sein, du bist angespannt, brauchst Kontrolle, musst dich abgrenzen. In dir und in deinem Energiefeld wird es eng. Entscheidungen, die aus Liebe triffst, geben dir ein Gefühl von Stärke, Sicherheit, Ruhe, Geerdet-Sein. Auf diese Entscheidungen angesprochen musst du dich nicht rechtfertigen oder sie verteidigen, denn du hast sie mit Kraft und Sicherheit und aus ganzem Herzen getroffen. Sie lassen dich leicht, weit und sicher fühlen.
EFT ist ein wunderbares Werkzeug, das dir hilft, Schmerz, Trauer, Wut, Hilflosigkeit, usw. aus Erlebnissen der Vergangenheit zu lösen.
Du kannst diesen Erlebnissen die Kraft nehmen, die sie noch heute für deine Entscheidungen haben. Damit bist du frei. Damit hast du die Wahl. Und auf diese Weise kannst du dein volles Potenzial nutzen.
Wenn du EFT noch nicht kennst, findest du hier eine kleine Einführung
Wenn du EFT lernen möchtest, freue ich mich, dich in einem meiner Seminare zu begrüssen.
Oder nutze die Möglichkeit zur direkten Zusammenarbeit mit mir. Im Coaching lösen wir gemeinsam die Erlebnisse auf, die dich in deiner Handlungsfähigkeit heute einschränken.