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Nach tagelangen Kämpfen an der thailändisch-kambodschanischen Grenze wollen die Regierungen in Bangkok und Phnom Penh über eine Waffenruhe verhandeln. Wie die kambodschanische Regierung mitteilte, werden sich die Verteidigungsminister beider Staaten zu Gesprächen treffen.
Das Treffen finde "in sehr naher Zukunft" in Phnom Penh statt, hiess es. Einem entsprechenden Vorschlag des kambodschanischen Verteidigungsministers Prawit Wongsuwan habe sein thailändischer Kollege Tea Banh zugestimmt. Ein genauer Termin wurde nicht genannt. Aus Thailand gab es zunächst keine Stellungnahme zu den kambodschanischen Angaben.
Seit fünf Tagen kommt es im Grenzgebiet zwischen Thailand und Kambodscha immer wieder zu Gefechten, zumeist im Bereich umstrittener Tempelanlagen. Seit Freitag starben dabei mindestens 13 Soldaten, rund 50 wurden verletzt. Auf beiden Seiten wurden zudem jeweils mehr als 20'000 Menschen in die Flucht getrieben. Auch am Dienstag gab es heftige Schusswechsel.
Preah Vihear war 1962 vom internationalen Gerichtshof Kambodscha zugesprochen worden. Der Tempel wurde 2008 von der UNO-Kulturorganisation UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt. Seitdem sind die Spannungen erheblich gestiegen.
USA wollen Eskalation verhindern
US-Aussenministerin Hillary Clinton zeigte sich "tief besorgt" über die andauernden Feuergefechte zwischen thailändischen und kambodschanischen Truppen und rief beide Seiten zur Zurückhaltung auf. Um eine Eskalation zu verhindern, haben die USA mit beiden Seiten direkten Kontakt aufgenommen, wie Clinton weiter sagte.
Ein Grossteil der 798 Kilometer langen Grenze zwischen den beiden Ländern ist umstritten. Im 20. Jahrhundert war die Grenze mit 73 Grenzpfählen markiert worden, von denen die Hälfte verschwunden ist.