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Der weltweit grösste Chip-Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) werde die Preise um bis zu 20% erhöhen. Dies berichtet das 'Wall Street Journal' mit Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die Preise der fortschrittlichsten Chips werden demnach um etwa 10% steigen. Chips, die von Automobilherstellern verwendet werden, sollen gar 20% teuer werden.
Dem Bericht zufolge werden die Preisanstiege Ende 2021 oder Anfang 2022 in Kraft treten. Auf Anfrage der US-Zeitung wollte TSMC den Bericht nicht kommentieren. Das Unternehmen sagte aber, eng mit den Kunden zusammenzuarbeiten.
Schon jetzt hat die Chip-Knappheit die Preise für Laptops in die Höhe getrieben, die aufgrund der vermehrten Arbeit im Homeoffice sehr gefragt sind. Beispielsweise hat Apple, einer der grössten TSMC-Kunden, laut 'Wall Street Journal' zuletzt gewarnt, dass die Knappheit die iPhone-Produktion beeinträchtigen werde.
Gemäss 'Nikkei Asia' haben TSMC und auch weitere Halbleiterunternehmen ihre Preise zwischen letztem Herbst und diesem Frühjahr bereits um mehr als 10% erhöht. Da die starke Nachfrage jedoch das Angebot weiterhin übersteige, habe TSMC beschlossen, die Preise erneut drastisch zu erhöhen, so das Medium.
Hinter der Preiserhöhung stecke auch die Sorge um eine geringere Rentabilität. Denn TSMC habe angekündigt, in den nächsten 3 Jahren Investitionen in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar tätigen zu wollen, heisst es bei 'Nikkei' weiter. Der Fertiger will seine internationalen Tätigkeiten ausbauen und baut derzeit eine Halbleiterfabrik in Arizona. Auch erwäge TSMC die Eröffnung einer ersten Chipfabrik in Japan. Es werde "sehr kostspielig, in den USA oder Japan zu produzieren", wird ein TSMC-Manager zitiert.