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Abschaltung TreffenlisteVor 10 Jahren übernahm ich die Pflege der polyamory.ch Webseite, über die Zeit hatte ich viele gute Kontakte mit Menschen aus aller Welt, besuchte selbst viele der Stammtische und Treffen.
Es wurden immer mehr Treffen, immer weniger erfuhr ich davon, fand auch selbst neben Job und eigenem Leben Zeit, mich mit der notwendigen Musse um die Seite zu kümmern. Unterstuetzung war da, jedoch nicht in einem Masse, die eine umfassende Liste der Deutschsprachigen Treffen benötigen würde.
Ich habe mich dazu entschlossen, die Liste der Treffen und den Kalender per Ende Juni 2018 einzustellen und zukünftig auf polyamory.de zu verweisen. Der Rest dieser Site bleibt bestehen, sei es als Inspirationsquelle von Besuchern, sei es als Archiv der jungen Polykultur im Deutschsprachigen Raum um die Jahrtausendwende.
Beat Rubischon <<email-pii>>
Credits: Bei diesem Dokument handelt es sich um eine veränderte und übersetzte Version der FAQ der Newsgroup news://alt.polyamory http://www.faqs.org/faqs/polyamory/faq/.
Polyamory heisst „mehr als eine/n lieben“. Diese Liebe kann körperlich sein, emotional, spirituell oder irgendeine Kombination davon, entsprechend den Wünschen und Vereinbarungen der Beteiligten, aber es geht dabei nicht darum, krampfhaft Möglichkeiten zu finden, wie etwa eine Vorliebe für Apfelkuchen oder eine Passion für den örtlichen Fussballclub zusammenpassen könnten. „Polyamorous“, rsp. „polyamurös“ wird auch verwendet als beschreibender Begriff für Leute, die offen sind für mehr als eine Beziehung, selbst wenn sie momentan nicht mehr als eine leben (Mensch, viele leben sogar weniger als eine!). Manche Leute denken, die Definition sei etwas wackelig, aber sie muss auch ziemlich geräumig sein, um all die verschiedenen poly-Arrangements da draussen einzuschliessen.
Nein. - Oh, Du wolltest eine längere Antwort. Okay, gemäss Lexikon kommt betrügen von Schwindel, Betrug, Fälschung, Täuschung. Es gibt ein nettes Zitat von 1532: „The first … ground of Chetinge is … a studdy to seme to be, and not to be in deede.“ Mit anderen Worten, betrügen ist durch gezieltes Handeln den Eindruck zu erwecken, man sei von einer bestimmten Natur, während man tatsächlich etwas ganz anderes ist. Bezüglich polyamory hiesst das, dass polyamuröse Leute ihren Partner/innen, Lovers oder potentiellen Mitgliedern dieser Gruppen nicht erzählen, sie seien monogam, wenn sie das nicht auch sind - noch lassen sie zu, dass diese Leute annehmen, sie seien monogam, und dies ungeachtet der persönlichen Vorteile, die so eine Annahme mit sich bringen könnten. Die Wörter „ehrlich“, „aushandeln“, „Kommunikation“ und „out sein“ tauchen häufig auf in Diskussionen darüber, wie polyamory üblicherweise funktioniert.
So drückt es Stef aus: „Ich denke, der Schlüssel zur Definition von polyamory ist Offenheit, das heisst, mehrere Beziehungen zu haben mit dem Wissen und Einverständnis des/der Partner/innen, im Gegensatz zum Betrügen. (Wie viel Offenheit, wieviele Details erzählt werden, variiert natürlich stark.) Sehr viele Leute haben heimliche Affären während sie in einer vorgeblich monogamen Beziehung sind. Ich denke, diese Leute haben das Potential, polyamurös zu sein, aber ich denke nicht, dass sie polyamory praktizieren. Ein anderer Schlüssel bei der Definition von polyamory ist meiner Meinung nach, dass Sex dazu keine notwendige Komponente ist (obwohl es oft vorkommt)“.
Generell kann man sagen, wenn jemand offen mehr als eine Liebe lebt und sich selber polyamurös nennt, dann ist er/sie es wahrscheinlich; wenn sie mehr als eine Liebe leben und sich monogam nennen, muss nicht der Empfänger justiert werden: das Problem liegt nicht am Empfänger.
Da es viele verschiedene Arten gibt, Beziehungen zu organisieren (oder auch nicht zu organisieren, wenn man von der Göttin des Chaos gesegnet ist, eine Ader für glückliche Anarchie hat oder prinzipiell für Gleichberechtigung ist), ist es folgerichtig, dass es Wege gibt, diese verschiedenen Arrangements zu beschreiben. Dieser Poly-Jargon hat sich im Laufe der Zeit herausgebildet, und die Wörter sind lediglich beschreibend. Es ist also weder Billigung noch Missbilligung beabsichtigt oder impliziert.
Primary - Das Wort wird oft gebraucht in hierarchischen Multipersonen-Beziehungen, um die Person zu bezeichnen, mit der man am stärksten verbunden ist. In einigen Fällen nimmt diese Verbindung die Form einer legalen Heirat an. Da Bigamie nicht legal ist, besteht die Option von zwei (oder mehreren) legal verheirateten primaries nicht, aussergesetzliche Zeremonien jedoch werden mit Sicherheit durchgeführt. In einigen Fällen bezeichnet „primary“ den/die Liebhaber/in mit dem höchsten „Dienstalter“.
Secondary - Ergibt sich aus „Primary“ in einer hierarchischen Beziehung, bezeichnet eine Person, mit der man involviert ist ohne die emotionalen, gesetzlichen oder wirtschaftlichen Komplexitäten und Verpflichtungen einer primary-Verbindung.
Ja, einige Leute sprechen über „Tertiaries“ und so weiter. Manche Leute hingegen mögen die Begriffe „Primary“ und „Secondary“ und die dahinterstehenden Konzepte nicht und ziehen es vor, „einen Kreis von Gleichen“ zu haben, wie es eine poly-Person nennt. Stef brachte den Begriff „nichthierarchisches polyamory“ für diese Art von Arrangement ein.
Triads - Drei Leute auf irgendeine Weise involviert. Oft in einem ziemlich verbindlichen Sinne gebraucht, in einigen Fällen mit Verpflichtungszeremonien, wird aber auch einfach verwendet für „drei Leute, die verbunden sind“. Beispiel: „Jodine, Mischa und Mickey sind eine FMM triad, die in Excelsior leben.“
Vee - Drei Leute in einer Struktur mit einer Person als Grund, als „Scharnier“ oder Dreh-/Angelpunkt. In einer Vee sind die beiden „Ast“-Partner sich im allgemeinen nicht so nah wie jede/r es ist zum Angelpunkt.
Triangle (oder gleichseitiges Dreieck): Konstellation, bei der drei Leute je mit beiden anderen involviert ist, manchmal auch triad genannt.
Line Marriage - Ein Begriff aus den Werken von Robert A. Heinlein, science fiction-Schriftsteller, der eine Heirat meint, bei der von Zeit zu Zeit jüngere Mitglieder hinzukommen, schliesslich ein Gleichgewicht in der Population etablierend (gleichviele Lebensgefährt/innen sterben weg wie neue dazukommen). Das ist eine andere Form der familiären Unsterblichkeit als die traditionelle mit einanderfolgenden Generationen von Kindern. (Die Definition wurde von M. Schafer beigetragen, und ja, es gibt Leute in solchen Situationen, die den Begriff für ihre Familie benutzen.)
Polyfidelity - Beziehungskonstellation, in der mehr als zwei Leute beteiligt sind, welche eine Verpflichtung eingegangen sind, die sexuellen Aktivitäten auf die Gruppe zu beschränken und keine Aussenbeziehungen zu haben. (Gerüchte sagen, dass dieser Begriff von der Gruppe Kerista geschaffen wurde.)
Quads, pentacles, sextets and more: Es gibt poly-Leute, die in mehreren Arrangements mit mehr als drei Mitgliedern leben. Geometrie kann kompliziert werden, und kreative Fachbegriffe sind zahlreich. Wie in jedem anderen Aspekt von polyamory variieren die genauen Verbindungen von Gruppe zu Gruppe und von Mitglied zu Mitglied innerhalb der Gruppen.
Es gibt Leute, die scheinen Eifersucht nicht zu kennen; es ist als hätten sie das Teil bei der „Herstellung“ nicht installiert erhalten. Andere, einige langjährige Polyamoristen eingeschlossen, kennen Eifersucht und nehmen sie als Zeichen, dass etwas der Untersuchung und Pflege bedarf, ganz wie sie es auch mit Depression oder Schmerz machen würden. Eifersucht ist weder eine Beweis von Liebe (und das ist es, was polyamory von possessiver oder instabiler Monogamie unterscheidet) noch ein moralisches Scheitern (und das ist es, was polyamory davon unterscheidet, seine/n Partner/in emotional in Beziehungen zu manipulieren, für die er/sie nicht bereit ist).
Niemand hat eine Schutzmarke oder ein Copyright, wie es gemacht werden muss. Das Beste was man machen kann, ist zu sagen, wie es für einen selber funktioniert, und wie bei den meisten Dingen, YMMV. (Das heisst „Your Mileage May Vary“, etwa: „Deine Einschätzung mag anders sein.“)
Einige Leute haben „Faustregeln“. Elise: „Seit einer bestimmen 'Lernerfahrung' fühle ich stark, dass ich nie zulassen sollte, dass eine neue Beziehung zu einem Werkzeug wird, um die Auseinandersetzung mit einer 'zerbrochenen' anderen Beziehung zu vermeiden. Eines der Dinge, die ich am sorgfältigsten beachte, ist „emotionaler Überfluss“; Ich folge der Regel, nicht intensiv Zeit mit anderen Lieben zu verbringen, wenn etwas mit einer Liebe ausser Balance ist. Das führt natürlich dazu, dass die Geschwindigkeit erhöht wird, mit der die Verhandlungen über die Schwierigkeiten eröffnet werden. Ich finde es unfair gegenüber meinen Lieben, die mit ihnen verbrachte Zeit als Linderung zu benutzen, wenn es andernorts Probleme gibt; es hält mich von der Arbeit ab, die ich tun muss, die Arbeit, die zu tun ich mich einverstanden erklärte, als ich die Beziehung einging.“
Wenn Du Faustregeln brauchst, wirst Du sie Dir selber machen müssen. Da ist keine Garantie ausgedrückt oder impliziert, und kontrolliere laufend die Instrumente während dem Flug.
Das ist die am meisten gestellte Frage bei Podiumsdiskussionen über polyamory, was einigen polyamuröse Leute Anlass gibt, sich darüber zu wundern, warum Sex interessanter ist als die emotionalen Aspekte und andere Intimitäten des polyamurösen Lebens. Die Antwort ist, dass die beteiligten Personen entscheiden, und sie entscheiden auch, wie sie entscheiden. Einige Leute haben Konferenzen und teilen sich die Woche auf, manche stapeln sich glücklich alle in einem grossen Bett, und wie ich weiss drehen manche Leute jeden Abend ein grosses Rad mit blinkenden Lichtern… und einige Leute können sich gegenseitig lieben, keinen Sex haben, und sich entscheiden, an verschiedenen Orten zu leben, wenn ihnen das am komfortabelsten erscheint. Die Antwort ergibt sich meist aus Diskussion, Einfühlungsvermögen und Praxis, was es gutem Liebemachen sehr ähnlich macht.
Wie Jack sagt: „Was man nicht vergessen darf ist, dass die Sexualität nicht den wichtigsten Aspekt einer Beziehung ausmacht. Das Beste, was ich für eine/n von meine/n Partner/innen machen kann, ist sie an der Tür mit einem Biskuit und einem Lächeln zu empfangen.“
Nein. Es gibt viele polyamuröse Leute, die auch bisexuell sind, und viele mehr die monosexuell sind (d.h. bezüglich sexuellen oder Liebespartner/innen lediglich an einem Geschlecht interessiert; hetero- oder homosexuell). Es gibt auch viele Leute, die keine Etiketten brauchen für sexuelle Präferenzen oder Orientierungen. Man weiss nicht immer, bevor man fragt, wie bei so vielen anderen Dingen. Das Vermeiden von Annahmen lohnt sich meist.
Einige tun es, andere nicht, genau wie jede andere Form von Beziehung. Manche Leute sind seit vielen Jahren zusammen; einige besitzen Häuser und haben Kinder zusammen. Polyamurös zu sein ist keine Garantie, dass Beziehungen einfacher werden, obwohl es die Vorteile von geteilter Freude und geteiltem Leid haben kann, wie das alte Sprichwort sagt.
Ich bin nicht sicher; nur Du weisst es, und entsprechend der Philosophie einiger Leute, sind Menschen nicht polyamurös, nur das Verhalten kann es sein. Manche Leute finden diesen Zugang nützlich, und andere ziehen es vor, von „polyamurösen Leuten“ zu denken.
Manche poly-Leute tendieren dazu, sich selber in den Beschreibungen zu erkennen, und können nur mühsam davon abgehalten werden, auf und ab zu springen und zu kreischen: „Siehst Du! Ich *wusste*, dass ich nicht alleine bin. Hurra!“ Wenn Du nicht sicher bist, ob Du poly bist, ist die beste Praxis wahrscheinlich, freundlich und verantwortungsvoll zu handeln, so klar wie möglich zu kommunizieren; dabei fällt mir ein, das ist sowieso die beste Praxis für poly-Leute, also wirst Du sowieso irgendwie dazugehören. Ausserdem ist polyamurös zu sein nicht inhärent „besser“ als monogam zu sein, man braucht sich also nicht einer Art Treue zu verpflichten oder so etwas.
Eine weitere Überlegung wert ist die Tatsache, dass das Wort „polyamory“ , wie alle Bezeichnungen, nichts weiter ist als ein Werkzeug. Was Du machst und wie Du die Leute behandelst, die Du liebst ist wahrscheinlich langfristig wichtiger für sie, als in einen bestimmten beschreibenden Begriff zu passen, also zerbrich Dir nicht den Kopf darüber, okay? Und passt gut aufeinander auf.
Ein anderer Standpunkt: „Es gibt keine polyamurösen und monogamen Leute; es gibt polyamuröse und monogame Beziehungen. Dieselbe Person kann zu verschiedenen Zeiten ihres Lebens glücklich sein sowohl in monogamen wie auch in polyamurösen Beziehungen. Was richtig ist hängt von Dir und Deinen Gefühlen ab, und den Gefühlen von denen, mit denen Du in Beziehung stehst. Du kannst zu bestimmten Zeiten in einer Beziehung sein, die monogam ist, und das kann das Richtige sein für die Leute in dieser Beziehung; zu anderen Zeiten kannst Du in einer Beziehung sein, die besser funktioniert als Teil eines polyamurösen Beziehungsnetzwerkes. Was auf jeden Fall wichtig ist, ist freundlich und verantwortungsvoll zu handeln und mit intimen Partner/innen und potentiellen Partner/innen klar über all diese Dinge zu kommunizieren. Verleugne nicht Deine Gefühle oder diejenigen derer, die Dir wichtig sind. Sei wachsam gegenüber dem, was Du und die Leute, die Du liebst, wirklich fühlen. Es muss nicht das sein, was die Gesellschaft meint, noch das, was Du denkst wäre logisch zu fühlen, und auch nicht was erzählt wird darüber, wie polyamuröse (oder monogame) Leute fühlen würden. Dann verhalte Dich in einer Weise, die ehrlich ist und die Dich und die Leute, die Dir wichtig sind, und die Leute, die ihnen wichtig sind, mit Glück und Freude erfüllen. Wenn das dazu führt, dass Du mehr als eine intime Beziehung hast, oder dass Du in einer Beziehung mit mehr als zwei Leuten bist, dann werden Dich diejenigen mit einer Vorliebe für Bezeichnungen als „poly-Person“ bezeichnen.“
Gute Frage. Stelle sie; es gibt viele, viele Szenarien. Von Zusammenleben über kommunalem Leben über Gruppenheirat bis zu ungeahnten gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Entwirf eine neue und schau, wie's funktioniert. Verlerne Annahmen über ein altes Arrangement. Stelle Fragen und praktiziere Einfühlungsvermögen.
Vor allem scheint polyamory davon zu handeln, neue Beziehungskonfigurationen zu bilden, statt Leute zu tauschen und zu handeln wie Baseball-Karten.
Wie es Amanda R. Clark sagt: „Poly heisst offen sein für die Gelegenheit, wenn sie daherkommt, Verpflichtungen nicht zurückzuweisen, weil etwas besseres kommen könnte.“
Martin Schafer: „Wenn Du nicht denkst, dass Du etwas Falsches machst, und wenn Du das ehrlich erklären kannst, werden sie wahrscheinlich denken, es sei ziemlich toll. Für einige von uns ist es ein grosser praktischer Vorteil, mehrere Leute an der Kindererziehung beteiligt zu haben. Die Details, wie das funktioniert, sind ein fruchtbares Thema für Diskussionen unter allen Beteiligten.“
Vorweg, es gibt keine Regeln. Niemand besitzt das Copyright auf polyamory. Du wirst Deine eigenen machen müssen, die für Dich und Deine Liebsten passen. Etwas, das in jeder Diskussion über polyamory aufkommt, ist Kommunikation. Wenn es einen Grundstock gibt, ist es vermutlich das. Wenn Du über Deine Hoffnungen sprechen kannst, bist Du auf dem Weg, sie zu realisieren. Wenn Du schon in einer Beziehung bist und noch nicht darüber geredet hast, was Du fühlst und was Du willst, und Du die Frage stellst: „Wie fange ich mit diesem poly-Zeugs an?“, dann wirst Du vermutlich ein paar Bedenken haben, mit Deinem/r Partner/in darüber zu reden. Was Du tust, wird bestimmt sein von Deiner eigenen Ethik und Deiner eigenen Situation. Viele poly-Leute werden empfehlen, die Sache mit dem/der Partner/in durchzusprechen, und darauf hinweisen, dass - auch wenn ihr Beide nicht beschliesst, polyamurös zu leben - der Intimitätsgrad in Eurer monogamen Beziehung durch die Diskussion erhöht werden wird.
Einerseits kann alles scheitern, und das ist es auch, warum viele zögern. Andererseits, nichts gewagt, nichts gewonnen. Und drittens könnte es nützlich sein, den Intimitätsgrad in der bestehenden Beziehung zu erhöhen, indem alle ausstehenden schwierigen Themen in der Beziehung besprochen werden, bevor diese spezielle Diskussion geführt wird.
Joe Avins glaubt, es sei keine gute Idee, eine Beziehung in ein Modell zu zwingen, das einem attraktiv erscheint. Er favorisiert die Haltung „entspannen, offen sein und sehen, was passiert“ und zititert Pete Seeger: „Take it easy, but take it.“
Wenn Du schon in mehr als einer Beziehung bist und das noch nicht enthüllt hast, wirst Du Leute finden, die ähnliches erlebt haben - von allen drei Seiten - und bereit sind, ihre Empfindungen zu diskutieren und die Schritte, die sie unternahmen.
David Rostcheck sagt: „Du brauchst Dich überhaupt nicht zu erklären, oder jemandem zu antworten. Du bist glücklich. Deine Gefühle erfordern keine Rechtfertigung. Es ist ein Fehler zu versuchen, das was Du fühlst in Einklang zu bringen mit sozialer Klassifikation, denn die Klassifikation passt möglicherweise nicht zu Dir. Du beginnst mit Deinen Gefühlen, verstehst sie und fühlst Dich wohl mit ihnen. Du, Deine Gefühle und Deine Liebsten sind die wichtigen Dinge. Du kommst in diese unnatürliche Position, Dich selber erklären zu müssen. Du brauchst Dich selber nicht der ganzen Welt zu erklären. Du bist einfach, und Deine Beziehung ist einfach. Wenn andere Leute das verstehen wollen, versuchst Du ihnen in grundlegenden Begriffen zu erklären, was Du fühlst, und dass Du glücklich bist.
So gehe ich mit spezifischen Fragen um:
Triffst Du Dich mit meiner Tochter oder dieser anderen Frau? Ich treffe mich mit beiden.
Also betrügst Du sie? Nein. Beide wissen es; wir sind alle Freunde und glücklich so.
Gut, welche liebst Du? Ich liebe beide.
Welche liebst Du mehr? Ich verstehe Deine Frage nicht. Sie sind verschiedene Leute. Wie willst Du das messen?
Warum verpflichtest Du Dich nicht einer von beiden? Warum kann ich mich nicht beiden verpflichten?
Siehst Du? Du brauchst Dich nicht zu verbiegen, um Dich in ihren Begriffen auszudrücken. Sie werden Deine Begriffe lernen müssen, um dich zu verstehen. Du bist nicht der, der nicht versteht; sie werden einen Effort leisten müssen, umd Dich zu begreifen. Vergiss nicht, Eure Gruppe ist etwas, das natürlich ist und sich richtig anfühlt für Euch; ob das andere Leute verstehen oder nicht, ist zweitrangig. So lang Du tust, was Du willst, wirst Du glücklich sein.“