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Ein Schuh sorgt in den Vereinigten Staaten für Aufregung. Grund dafür ist der Entscheid von Sportartikel-Gigant Nike, die für den Montag geplante Lancierung des «Air Max 1 USA» zu stoppen.
Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, soll Ex-NFL-Star Colin Kaepernick, seit vergangenem Jahr ein Gesicht der Nike-Werbekampagne, die Firma darum gebeten haben, die Lancierung zu stoppen. Als Begründung soll Kaepernick die Flagge genannt haben, welche die Ferse des Schuhs ziert. Zu sehen ist die in den USA als «Betsy Ross Flag» bekannte, aus der Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges von 1775 bis 1783 stammende Flagge, mit ihren 13 im Kreis angeordneten Sternen.
Für Kaepernick und andere Kritiker symbolisiert sie die Ära der Sklaverei. Die Flagge wird teilweise von rassistischen und rechtsextremen Organisationen wie dem Ku-Klux-Klan verwendet. Sie ist aber auch auf dem offiziellen Emblem des Veteranenministeriums der USA zu sehen. Kaepernick, der mit seinem politischen Engagement im Rahmen der «Take-a-knee»-Bewegung weltweite Bekanntheit erlangt hatte, äusserte sich gegenüber dem WSJ nicht zur Sache.
Der nun zurückgezogene «Air Max 1 USA» war als Spezialausgabe anlässlich des amerikanischen Unabhängigkeitstags vom 4. Juli geplant gewesen. Gemäss dem «Wall Street Journal» bat Nike die Verkaufsstellen, welche den Schuh bereits geliefert bekommen hatten, ohne Angabe von Gründen um die Rücksendung des «Air Max 1 USA».
Eine Nike-Sprecherin bestätigte den Sachverhalt gegenüber der Zeitung: Nike habe sich entschieden, den Schuh nicht in den Verkauf zu bringen, «weil er eine alte Version der US-Flagge zeigt», so die dürftige Stellungnahme.
Auf den sozialen Medien löste der Entscheid von Nike eine hitzige Debatte aus.
BREAKING:@Nike just pulled a 4th of July themed shoe feat a Betsy Ross American Flag because @Kaepernick7 complained saying it was “offensive”?!?!?!— Graham Allen (@GrahamAllen_1) 2. Juli 2019
Can we just for ONE DAY Attempt to be Americans and be PROUD especially during the 4th of July!
The day we became America?!
The shoes show the flag as it was before the emancipation proclamation was signed. Which means there was still slavery. Which means Nike made a shoe to celebrate America before slavery ended. That is why it is offensive.— Ms. San Diego 🌈 (@heyitscarms_) 2. Juli 2019
Nike made the right choice. Much of US history should not be celebrated, particularly symbols of the period of slavery. This is especially true since sneaker culture is more prevalent in the successor communities of the formerly enslaved.https://t.co/g1udswwxNw— Walter Crist, PhD (@CuseKicks) 2. Juli 2019
Besonders verärgert zeigte sich Doug Ducey, republikanischer Gouverneur des US-Bundesstaats Arizona. Er könne seine Enttäuschung über den schrecklichen Entscheid von Nike nicht in Worte fassen, schrieb der Politiker auf Twitter. Nike habe sich der gegenwärtigen Welle von politischer Korrektheit und Geschichtsrevisionismus gebeugt. US-Firmen sollten stolz auf die Geschichte des Landes sein und dieses nicht im Stich lassen.
Instead of celebrating American history the week of our nation’s independence, Nike has apparently decided that Betsy Ross is unworthy, and has bowed to the current onslaught of political correctness and historical revisionism. 5/— Doug Ducey (@dougducey) 2. Juli 2019
Ducey verkündete auf Twitter, er habe sich entschieden, die finanziellen Anreize zurückzunehmen, welche der Bundesstaat Arizona Nike für eine Investition in der Stadt Goodyear erhalten sollte: «Wir müssen uns nicht bei Firmen einschmeicheln, welche die Geschichte unseres Landes bewusst schlecht reden.»
Nike has made its decision, and now we’re making ours. I’ve ordered the Arizona Commerce Authority to withdraw all financial incentive dollars under their discretion that the State was providing for the company to locate here. 7/— Doug Ducey (@dougducey) 2. Juli 2019
Der Rückzug des «Air Max 1 USA» ist die zweite umstrittene Entscheidung von Nike in jüngster Zeit. Vor Wochenfrist berichtete die Financial Times, dass Nike die in Kooperation mit dem japanischen Label Undercover entstandene Sneaker-Linie vom chinesischen Markt zurückgezogen hatte. Grund dafür war ein Post des Undercover-Chefdesigners Jun Takahashi auf dem offiziellen Instagram-Account von Undercover. Im Post solidarisierte er sich mit den Demonstrierenden in Hongkong, welche gegen ein umstrittenes Auslieferungsgesetz protestieren. (cbe)
Egal ob in Russland, den USA, im Pazifik oder im Atlantik: Überall wird Atommüll gelagert. Es gibt jedoch bis heute kein einziges Endlager für hochradioaktive Abfälle. Weltweit. Viel schlimmer noch: Viele dieser provisorischen Stätten sind tickende Zeitbomben für Mensch und Umwelt.
Früher machte man es sich einfach. Nuklearer Abfall wurde verbuddelt, in Seen geworfen oder im Meer versenkt. Klappe zu, Affe tot.
Die Devise war klar: Bloss weg mit dem Atommüll. Doch wohin? Jedes mögliche Lager stösst verständlicherweise immer, zumindest in dicht besiedelten Ländern wie der Schweiz oder Deutschland, auf massiven Widerstand der Bevölkerung. Wer will schon neben einem atomaren Endlager wohnen?
In der Schweiz wird seit Jahren nach einem Standort gesucht, um die radioaktiven …