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In der Regel verspüren wir unser Herz nicht, solange es mit der gewohnten Frequenz im Takt schlägt. Gerät es aus dem Takt oder schlägt zu schnell führt dies zum 'Herzklopfen' was oftmals beängstigend, meist aber ungefährlich ist.
Die meisten Zellen des Herzens, die spezialisierten Zellen des Erregungsleitungssystems aber auch alle Muskelzellen, sind in der Lage den Takt im Herzen anzugeben. Sobald eine Zelle im Herzen elektrisch erregt ist, wird der Strom im gesamten Herzen 'verteilt'. Eine Ausnahme bildet die elektrische Isolation zwischen den Vorhöfen und den Hauptkammern des Herzens. Diese Isolation wird durch einen speziellen Teil der Erregungsleitungssystem, dem Atrio-Ventrikulären Knoten (AV-Knoten) überbrückt. Obwohl millionen von Zellen im Herzen den Takt angeben könnten, gibt in der Regel nur eine Zelle den Takt an, die Zelle, die sich mit der höchsten Frequenz elektrisch entlädt.
In einem gesunden Herzen beginnt die Erregung im Sinusknoten im Dach des rechten Vorhofs und wird von dort zum linken Vorhof geleitet. Wo immer die elektrische Erregung auf Muskelzellen trifft, führt dies zur Muskelkontraktion. Am Boden des rechten Vorhofs liegt der AV-Knoten, der mit einer Verzögerung von ca 1/10 Sekunde die Erregung in die Hauptkammern leitet.
Vom AV-Knoten geht je ein Bündel in die rechte und die linke Hauptkammer (Ventrikel). Am Ende dieser Bündel (dem rechten und linken 'Schenkel') geht die Erregung auf die Purkinje-Faser und von dort auf die Muskelzellen über.
Ist einer der beiden Schenkel unterbrochen, so spricht man vom 'Rechtsschenkelblock' oder vom 'Linksschenkelblock'. Diese benötigen meist keine Therapie, allerdings können sie Ausdruck einer Minderdurchblutung des Herzens sein, dies sollte bei Neuauftreten insbesondere eines Linksschenkelblocks ausgeschlossen werden.
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