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Dort in Barcelona feierte er mit dem Pokalsieg 1983 nur einen wichtigen Titelgewinn. Von Krankheiten und Verletzungen geplagt, musste er
den Verein nach nur zwei Jahren wegen zahlreicher Skandale wieder verlassen. Daraufhin schloss er sich erneut für eine Rekordablösesumme der SSC Neapel an. Mit
dem Underdog aus Kampanien, der vor seiner Ankunft dem Abstieg nahe war, feierte er zwischen 1984 und 1991 die größten Erfolge seiner Vereinskarriere, darunter 1987 und 1990 die
bis heute einzigen Meistertitel der Vereinsgeschichte und den Gewinn des UEFA-Cups 1989.
Der Juniorenweltmeister von 1979 führte die argentinische
Nationalmannschaft 1986 in Mexiko als Mannschaftskapitän zum Gewinn ihrer zweiten Weltmeisterschaft nach 1978. Dabei erzielte der 25-Jährige
beim 2:1-Sieg gegen England im Viertelfinale innerhalb von vier Minuten zwei der berühmtesten Tore der Fußballgeschichte, als er zunächst einen hohen Ball mit der Hand,
der „Hand Gottes“, regelwidrig ins Tor beförderte und anschließend nach einem Dribbling über etwa 60 Meter das WM-Tor des Jahrhunderts erzielte. Insgesamt nahm
Maradona an vier WM-Turnieren (1982, 1986, 1990, 1994) teil und erzielte in 91 Länderspielen 34 Tore.
In den 1990er Jahren geriet Maradona wegen Drogenproblemen und Doping in die Schlagzeilen und bekam vom
Fußballweltverband FIFA zweimal eine 15-monatige Sperre auferlegt. Nach seiner aktiven Karriere war Maradona als Trainer tätig, hatte aber immer wieder gesundheitliche Schwierigkeiten.
Von Oktober 2008 bis Juli 2010 war er Nationaltrainer seines Heimatlandes.
"Die Hand Gottes."
Maradonas wohl erfolgreichstes Spiel und legendär!
Die Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko prägte Maradona wie wohl kein anderer Spieler eine WM zuvor oder danach. Als
neuer Kapitän der Nationalmannschaft führte er die argentinische Elf zunächst zum Gruppensieg. Dabei bereitete er beim 3:1-Auftakterfolg gegen Südkorea alle argentinischen
Tore vor und traf im zweiten Gruppenspiel gegen Titelverteidiger Italien selbst zum 1:1-Endstand. Im letzten Gruppenspiel gegen Bulgarien (2:0) steuerte er eine weitere Torvorlage bei.
In der anschließenden K.-o.-Phase erreichte Maradona Topform. Im Viertelfinale gegen England erzielte er zwei seiner bekanntesten Tore. Beim Führungstor beförderte er den Ball
regelwidrig mit seiner Hand über den englischen Torhüter Peter Shilton hinweg ins Netz, wobei er im Anschluss an das Spiel in diesem Zusammenhang von der „Hand Gottes“ sprach („Es war
der Kopf Maradonas und die Hand Gottes“).
"Maradona-WM-Highlights 1986 in Mexiko."
Argentinien - England / Viertelfinal.
Drei Minuten später traf er nach einem Dribbling über das halbe Spielfeld, bei dem er die gesamte englische Abwehr ausspielte, zum 2:0.
Dieser Treffer wurde 2002 von der FIFA zum „WM-Tor des Jahrhunderts“ gekürt. Beim 2:0-Halbfinalsieg gegen die Überraschungsmannschaft Belgien schoss Maradona erneut beide
Tore. Das Tor zum 2:0, dem erneut ein Dribbling vorausging, landete bei der Wahl zum WM-Tor des Jahrhunderts auf dem vierten Platz. Im Finale gegen Deutschland wurde Maradona teilweise
von zwei Spielern manngedeckt (Lothar Matthäus und Karlheinz Förster). Er kam nicht so zur Entfaltung wie im bisherigen Turnier, schaffte aber mehr Räume für seine Mitspieler (v.
a. Jorge Valdano und Jorge Burruchaga). Fünf Minuten vor Spielende gab er den entscheidenden Steilpass auf Burruchaga, der zum 3:2-Siegtreffer vollendete. Argentinien war
zum zweiten Mal Weltmeister und hatte diesen Titel zum Großteil Maradona zu verdanken (5 Tore und 5 Torvorlagen), der als bester Spieler der WM ausgezeichnet wurde. Zudem erhielt er zum vierten
Mal die Auszeichnung zum Fußballer des Jahres in Argentinien und Südamerika.
Ausschnitte aus "Maradona-2019."
Diego - Eine Legende für die Ewigkeit."
"Diego Maradona-Kinofilm 2019."
Diego Maradona ist ein von Asif Kapadia inszenierter britischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 2019 über die Karriere
des Fußballspielers Diego Maradona. Die Filmpremiere fand am 19. Mai 2019 bei den Filmfestspielen von Cannes statt. Deutscher Kinostart war am 5. September 2019.
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