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Auf dem Hüger ob dem Reidbach – im heutigen Gemeindegebiet von Richterswil – besassen die Freiherren von Wädenswil
seit etwa 1200 einen Wohnturm. 1287 kam die Burg samt Grundbesitz und Rechten in der Herrschaft Wädenswil an den Johanniterorden
. Dieser liess um 1450 den alten Kernbau um ein geräumiges Ordenshaus erweitern und die ganze Anlage ausserhalb der alten Gräben mit einer Ringmauer umgeben. 1549 verkaufte der Orden Burg und Herrschaft Wädenswil an die Stadt Zürich. Nach dem Bezug des Landvogteischlosses in Dorfnähe wurde die Johanniterburg 1557 gemäss Beschluss der Eidgenössischen Tagsatzung durch Teilabbruch unbewohnbar gemacht.
Die Ruinen gehören seit 1900 einer Stiftung, die deren Unterhalt besorgt und in den Jahren 1900 bis 1904, 1938 bis 1941 sowie 1983 archäologische Untersuchungen
durchführen liess. Über deren Resultate sowie über die Geschichte der Burg und ihrer Bewohner orientiert ausführlich die Broschüre «Burgruine Wädenswil», die 1986 in dieser Schriftenreihe erscheinen ist. {pzi]