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Mick Schumacher gilt als grosses Talent in der Formel-1-Rennszene. Wird er schon bald wie sein Vater im Ferrari durchstarten? Noch nicht, aber wenn er die Kriterien von Mattia Binotto erfüllt, dürfte er schon bald im roten Boliden zu sehen sein.
Mick Schumacher fährt von der kommenden Saison an für den US-Rennstall Haas. Der 21-Jährige feiert seine Premiere beim Rennen in Melbourne, falls der Grand Prix trotz der Corona-Krise am 21. März durchgeführt wird. Wird der Sohn des Rekordweltmeisters Michael Schumacher gleich von Beginn weg durchstarten?
«Ich glaube, dass es für ihn zu Beginn sehr schwierig werden wird», wird Ferraris Teamchef Mattia Binotto von motorsport-total.com zitiert. «Wenn man auf die Formel 2 und die Formel 3 schaut, dann zeigt er sein Bestes normalerweise in seiner zweiten Saison, nicht in der ersten.» Sein neuer Rennstall Haas bekundete auch in der letzten Saison immer wieder Probleme mit seinen Boliden – was für einen Newcomer kaum zum Vorteil werden könnte.
Im Gegensatz zu Charles Leclerc konnte Schumacher noch nie eine Meisterschaft gleich für sich entscheiden. «Mick lernt in seiner ersten Saison und zu Beginn der zweiten eine Menge. Und in der zweiten Hälfte der zweiten Saison wird er dann sehr stark», so Binotto. «Darum glaube ich, dass zwei Saisons sehr wichtig für ihn sein werden. Aber schon im zweiten Jahr erwarte ich Fortschritte von ihm.»
Klare Kriterien für Ferrari-Cockpit
Das langfristige Ziel für Mick Schumacher ist die Scuderia. Dass der Deutsche einen Zwischenstopp bei einem anderen Team einlegen muss, sei ganz normal. «Wenn du aus der Formel 2 in die Formel 1 kommst, kannst du nicht im ersten Jahr direkt in einem roten Auto sitzen. Das wäre eine zu grosse Verantwortung», so Binotto.
Schumacher ist unter steter Beobachtung, denn auch Ferrari will den Sohn ihrer Legende unbedingt in ihr Team zurückholen. Deshalb gibt es auch Kriterien, die der 21-Jährige erfüllen muss. «Ich erwarte, dass er zeigt, wie schnell er in der Formel 1 ist – sowohl im Qualifying als auch im Rennen», sagt Binotto. «Und er muss zeigen, dass er eine starke Rennpace hat und das Auto konstant auf einer guten Position ins Ziel bringt.»