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Pigmént
(lat.), s. v. w. Farbstoff (s. Farbstoffe), ¶
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besonders in der Anatomie, bez. Physiologie gebraucht. Einige Körperteile haben eine durch bestimmte Farbstoffe bewirkte Färbung,
welche von der der übrigen Körperteile abweicht. So hat die Regenbogenhaut des Auges bald eine blaue, bald eine graue, bald
eine braune Färbung; die Aderhaut des Auges sowie die Haut
[* 3] der Neger ist schwarz gefärbt, Sommersprossen
und gewisse Hautflecke haben eine bräunliche Farbe etc. Diese Färbungen sind abhängig von einem
Pigmént, welches in feinkörniger
Gestalt in den Zellen der betreffenden Organe (bei der äußern Haut in den Zellen der Malpighischen Schleimschicht) abgelagert
ist.
Auch unter krankhaften Verhältnissen findet sich in vielen Geweben des menschlichen Körpers eine
Pigmentierung,
die von dem lichtesten Gelb durch alle Schattierungen des Orange, Braun und Grün bis zu dem tiefsten Schwarz variieren kann, und
zwar entweder in Form einer mehr gleichmäßigen Färbung oder einer herdweisen Ablagerung. Nur in Ausnahmefällen stammt
das
Pigmént von außen; so sind es bei der allgemein verbreiteten
Pigmentierung der Lungen wesentlich die aus
der atmosphärischen Luft eingeatmeten Kohlenpartikelchen, bei den Tättowierflecken der äußerlich angewandte Farbstoff.
In der Regel aber rührt das
Pigmént direkt oder indirekt von dem Blutfarbstoff her. Es ist in die Gewebe
[* 4] eingelagert entweder in der
Art einer gleichmäßigen Durchtränkung oder als körnige oder kristallinische Masse (Hämatoidin-, Bilirubinkristalle).
Von den pathologischen Geweben sind regelmäßig gewisse Krebse und Sarkome stark mit
Pigmént durchsetzt (
Pigmentkrebse, Melanosarkome).