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Davos löst Zürich bei der Bündner Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2010 als Host City ab. Die Promotoren der Olympia-Bewerbung reagieren damit auf die Vorgaben des Schweizerischen Olympischen Verbandes (SOV).
Die Bündner Kandidatur trägt neu den Titel "Olympische Winterspiele Davos 2010" sowie den Anhang "Graubünden - Zürich - Schwyz", wie die Task Force Olympia unter der Leitung der Bündner Regierungsräte Klaus Huber und Claudio Lardi am Montag (05.03.) in Chur bekannt gab.
Zürich als Stadt des Eishockeys
Das mit dem SOV abgesprochene Grundkonzept sieht vor, dass in Davos die Eröffnungs- und Schlussfeier stattfinden und unter Einbezug der Region Klosters ein Grossteil der Wettbewerbe ausgetragen werden. Zudem ist das Olympische Dorf in Davos geplant.
In Zürich sind die Eishockeyturniere für Männer und Frauen vorgesehen, eventuell auch der Kongress des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Austragungsort der Damen-Spiele soll Bülach sein.
Ex-Bobfahrer wird Olympia-Chef
In St. Moritz sollen die Bob- und Schlittel-Wettkämpfe durchgeführt werden sowie die alpinen Skiwettbewerbe. Für die Skirennen sollen die Pisten der alpinen Ski-WM 2003 benutzt werden.
Geprüft wird weiter der Einbezug von Lenzerheide mit Biathlon und Curling. Einsiedeln SZ ist nach wie vor für das Skispringen und die Nordische Kombination gesetzt.
Die Task Force Olympia wird sich in Zukunft auf die strategischen Aspekte der Kandidatur konzentrieren. Um die operativen Belange der Bewerbung kümmert sich ein Kandidaturkomitee unter der Leitung des Ex-Bobfahrers und Präsidenten des Bündner Grossen Rates, Hansjörg Trachsel aus Celerina. Trachsel ist auch Vizepräsident des Internationalen Bobverbandes.
Entscheid im Juni
Bis Ende Juni soll das Olympia-Dossier bereit sein für die Eingabe an den SOV. Am 5. September entscheidet das Sportparlament des SOV, mit welcher Kandidatur die Schweiz im internationalen Wettbewerb mitmischen wird. Neben der Bündner Bewerbung ist die Kandidatur Bern/Montreux im Rennen.
swissinfo und Agenturen