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Warum ein Corgi ?
Für mich und meine Familie sollte ein Hund folgende Eigenschaften haben:
Mein Wunsch: ein kleiner Hund.
Der Wunsch meines Partners: es soll ein "richtiger" Hund sein.
Der Wunsch des damals 8-jährigen Sohnes: er soll unsterblich sein (wir hatten vor kurzem den Hund einer anderen Rasse verloren).
Die Rasse, welche schliesslich unseren Wünschen am besten entsprach, war der Pembroke Welsh Corgi. Damals gab es noch keine Cardigan Corgis in Schweden, aber ein schwanzloser Hund war unserer Meinung nach vorzuziehen, denn wir hatten gerade mitbekommen, wie der Schwanz eines Hundes in einer Autotür abgehackt wurde!
Und was nun sind die anderen Eigenschaften des Corgis? Seine Grösse ist praktisch, aber ein Corgi ist bestimmt kein Schosshund. Dazu ist er viel zu selbständig. Sein Hintergrund als Arbeitshund während Jahrhunderten verleiht ihm Selbstvertrauen und Aufmerksamkeit. Sein Stolz, zusammen mit seinem Führer, eine Arbeit auszuführen, die Geschicklichkeit und Ausdauer verlangt, darf nie hinterfragt oder gebrochen werden.
Die Meinung, dass der Corgi "scharf" ist, ist nicht länger begründet dank der Einfuhr in den letzten Jahren von Corgis mit ausgezeichnetem Wesen, welches sie auch an ihre Nachkommen weitergaben. Wer heute mit seinem Corgi nicht zurechtkommt, sollte zuerst sein eigenes Talent für den Umgang mit einem Hund hinterfragen. Der Corgi ist ein ausgezeichneter Wächter und eignet sich daher vorzüglich für jemanden, der in einem Einfamilienhaus oder abseits wohnt.
Der Corgi ist lebhaft und aktiv und wer sich für Obedience oder andere Arbeit interessiert, wird einen Begleiter mit einer bemerkenswerten Bereitschaft bekommen. In Schweden sind ziemlich viele Corgibesitzer an Hütearbeit recht gross und sie befürchten, dass der Hüteinstinkt weggezüchtet wird. Aber ich würde behaupten, dass das nicht der Fall ist. Es gibt einfach nur mehr oder weniger motivierte Corgis and gemäss Thelma Gray, in ihrem Artikel in der Zeitschrift Australian National Dog, zeigten Nachkommen von Corgis, die während Generationen noch nie eine Kuh gesehen hatten und zu einer Farmerfamilie kamen, ein eindeutiges Talent, die Kühe schnell und geschickt einzukreisen und von der Weide zu führen.
Was uns heute dagegen Sorge bereitet, sind nicht wenige Corgis mit schlechtem Bewegungsablauf. Das war in frühen Jahren nicht der Fall. Es war selbstverständlich, dass man dafür sorgte, nur bewegliche und ausdauernde Hunde zu züchten. Um gleich in ein Wespennest zu treten, möchte ich behaupten, dass die meisten Richter, die wir heute für die Rasse haben, sich nicht genug dafür interessieren.
Aber die Hauptverantwortung liegt bei den Züchtern, die nie vergessen dürfen, dass es sich um einen kleinen Gebrauchshund handelt. Wir haben das Glück, dass wir eine Rasse mit keinen speziellen gesundheitlichen Problemen* haben und Corgis, die 14-15 Jahre alt wurden, war früher ganz normal, aber ich vermute, dass wir alle mehr oder weniger Opfer unserer Umgebung sind, genau wie die Hunde.
Gunvor Lundberg
SSD bladet, nr. 3/1980
*) Heute ist das grösste Problem leider DM (Degenerative Myelopathy).