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Film
DEUX – Über die Kraft der Liebe
Nina (Barbara Sukowa) und Madeleine (Martine Chevallier) wohnen seit Jahrzehnten im obersten Stockwerk Tür an Tür. Sie kommen und gehen zwischen den beiden Wohnungen, teilen und geniessen die Freuden des Alltags, bis ein unvorhergesehenes Ereignis ihre Beziehung auf den Kopf stellt. Dieses Ereignis bringt Madeleines Tochter (Léa Drucker) dazu, nach und nach die Wahrheit über das Liebespaar zu enthüllen.
Ein Krimi der Sitten
«Ein Melodram zu machen, das wie ein Krimi inszeniert ist, ein Krimi der Sitten», das war Filippo Meneghettis Ziel, als er am Film DEUX zu arbeiten begann. Der Drehbuchautor und Regisseur hat Interesse an allem, was von der Norm abweicht. Und so stellt er zwei weibliche Figuren, die seit Jahren in heimlicher Liebe sind, ins Zentrum. Die Anekdote eines Freundes hatte ihn dazu inspiriert. Der Film wirft Themen auf, mit denen sich jede*r – egal ob heterosexuell oder homosexuell – identifizieren kann. Die Frage: «Wie kann man sich selbst akzeptieren, sich selbst annehmen?», ist essentiell.
So findet zwischen den Hauptfiguren Nina und Madeleine ein Spiel mit Fassaden und Spiegeln statt, in das auch die Nebenfiguren, die Pflegerin Muriel oder Madeleines Tochter Anne, hineingewickelt werden. Die Freude, welche die beiden Frauen an diesen Spielchen zeigen, ist ansteckend und führt zu einem unterhaltsamen Kinoerlebnis.
Spielfilmdebüt mit Festivalprestige
Die Hauptdarstellerinnen, Barbara Sukowa (Nina) und Martine Chevallier (Madeleine), überzeugen in ihren sehr gegensätzlichen Rollen wie auch Léa Drucker (Anne) mit ihrer dramatischen Intensität. Filippo Meneghettis Spielfilmdebüt DEUX wurde beim Golden Globe 2021 als «Bester Fremdsprachiger Film» nominiert und stand bei den Academy Awards 2021 auf der Shortlist für «Bester Internationaler Spielfilm». Er gewann den Cèsar 2021 für «Bester Erstlingsfilm» und «Originaldrehbuch» sowie den Lumières 2021 für «Bester Erstlingsfilm».
Martine Chévallier der Comédie Française (Madeleine) und Barbara Sukowa (Nina) wurden für ihre Darbietungen ebenfalls für den César 2021 als «Beste Schauspielerin» nominiert und mit dem Lumières als «Beste Schauspielerin» ausgezeichnet.