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das ist ein bekanntes Übel der Transparenzreduzierungs-Funktion in Adobe Acrobat 7 Professional. Alle verflachten Seitenobjekte bekommen das aktuelle CMYK Arbeitsfarbraum-Profil angehängt (das deutet übrigens datrauf hin, dass Sie Ihre Acrobat Farbmanagement-Grundeinstellungen mal korrigieren sollten). Vermeiden läßt sich das problem meines Wissens nicht nur nachträglich beheben. So z.B. mit Hilfe der Acrobat-eigenen "Farben konvertieren" Funktion, indem Sie dem Eintrag "Kalibriertes CMYK" die Funktion "Dekalibrieren" zuweisen und "Profil nicht einbetten" aktivieren. ...
da bei der Ausgabe über PostScript immer eine Transparenzreduzierung stattfindet und Adobe InDesign dabei immer die gesamte Seite in den Transparenzreduzierungs-Farbraum transformiert, welcher nur entweder RGB oder CMYK sein kann, ist Ihr Wunschergebnis tatsächlich unmöglich. Nur bei Einsatz des nativen PDF-Exports im PDF 1.4 Format (oder höher) unterbleibt die Verflachung und eine Ausgabe in gemischten Farbräumen ist möglich. Dann stellt sich aber die Frage mit welchem Tool und an welcher Stelle des Worflows wird verflacht? Acrobat 7 Professional z.B. wandelt bei einer Transparenzredizierung nicht die gesamte Seite in einen "Masterfarbraum", sondern transformiert nur die von der Transparenz betroffenen Seitenobjekte in den laut Blending Color Space definierten Farbraum(und hängt dann das Arbeitsfarbraum-Profil dran). ...
ich habe ein geliefertes PDF vom Kunden. Es ist eine Magazinseite aus InDesign-CS1. Blöderweise als PDF 1.4 mit Transparenzen. Und die Seite wimmelt nur so von Transparenzen wie Schlagschatten, Überblendungen usw. Im Hintergrund ist ein großes A4-Bild platziert, welches eine Auflösung von nur 223 dpi hat.
Wenn ich bei dieser Seite in Acrobat 7 oder 8 die Transparenz reduziere dann passiert folgendes: Das großes A4-Bild wird entsprechend der darüberliegenden Elemente gekachelt. Bereiche, die nicht von transparenten Objekten betroffen sind, behalten ihre ursprüngliche Auflösung von 223 dpi. Bereiche, über denen transparente Objekte liegen, werden neu berechnet und das gekachelte Bildfragment hat dann eine Auflösung von 300 dpi. Leider ist die Neuberechnung ziemlich schlecht. Es sieht dann so aus, als wenn in Photoshop der schlechteste Bildberechnungsmodus ausgewählt wäre und es entstehen deutliche Sägezahneffekte. Die Seite ist nach der Transparenzreduzierung eigentlich nicht mehr zu gebrauchen, da die Verschlechterung des Bildes indiskutabel ist.
Als Anlage mal ein Ausschnitt vor und nach der Transparenzreduzierung. Der screenshot wurde in Acrobat 7 bei 800% Vergrößerung geschossen. Das ist sicherlich sehr stark vergrößert, aber man sieht es auch schon bei 200%.
Ich komme einfach nicht dahinter, wo diese 300 dpi Bildauflösung herkommen. Meine Einstellungen der Transparenzreduzierung: Pixelbilder-Vektoren: 100 Auflösung von Vektorgrafiken und Text: 1200 ppi Auflösung von Verlauf und Gitter: 175 ppi diese Werte kann ich beliebig verändern und auch die darunter stehenden, es ändert sich im Ergebnis nichts (außer natürlich wenn man alles zum Pixelbrei rechnen lässt). Auch wenn ich bei Verlauf und Gitter die 223 dpi einstelle, kommen trotzdem 300 dpi raus nach der Reduzierung.
Wie kann ich das beeinflussen? Gibt es evtl. sogar einen versteckten Trick auf eine bessere Bildneuberechnungsmethode umzuschalten (z.B. bikubisch) ?
Ein Auszug aus InDesignSecrets: One of the most interesting things about this plug-in is that it imports some of Acrobat’s comments/annotations on to a new layer in the document. That can also be very helpful in some cases.
Farben konvertieren in Acrobat 9 ist ja wirklich leistungsfähig geworden, aber auch gefährlich ... mir scheint der Dialog einige Fallen zu enthalten, die Fehler herausfordern.
1. Die Rubrik "Ausgabebedingung" ist offensichtlich zum Konvertieren von CMYK zu CMYK gedacht; wird sie für die Konvertierung von RGB zu CMYK eingesetzt, so setzt sie die Konvertierungsoption »Schwarz erhalten« ausser Kraft und sorgt bei »Graustufen in CMYK-Schwarz ermöglichen« für Bilder mit maximalem GCR. Wenn man das weiss, kein Problem, aber es steht nirgends, auch nicht in der Hilfe. Dafür erlaubt sie zusammen mit der Konvertierungsoption »CMYK Grundfarben erhalten« eine Konvertierung von CMYK zu CMYK unter Erhalt der leeren CMYK-Kanäle in Text und Vektor. So funktioniert damit eine Konvertierung von ISO coated v2 zu ISO coated v2 (300) bezüglich der Farbkanäle separationserhaltend, ähnlich wie eine Device-Link-Konvertierung.
Leider konvertiert diese Rubrik auch Sonderfarben sowie kalibrierte und unkalibrierte (!) CMYK-Objekte - sogar dann, wenn in den Output-Intent des Dokumentes konvertiert wird - was sie praktisch unbrauchbar macht.
2. Für eine Konvertierung von RGB-Dokumenten muss die obere Rubrik (Kriterien + Konvertierungsattribute) verwendet werden und die Rubrik »Ausgabebedingung« muss ausgeschaltet bleiben. So funktioniert auch Schwarz erhalten. Aber auch hier gibt es ein paar echte Fallen: - die Konvertierungsoption »Graustufen in CMYK Schwarz ausgeben« wirkt auch auf Bilder und führt zu Bilder mit max. GCR - Farbtyp steht automatisch auf beliebige Farbräume und konvertiert so automatisch auch alle anderen Farben in den gewählten CMYK-Farbraum. Und zwar im Gegensatz zu Acrobat 8 auch Grau und vor allem kalibriertes und sogar unkalibriertes CMYK. Lediglich die Sonderfarben bleiben unangetastet.
Das wäre ja prinzipiell alles irgendwie richtig, aber wer rechnet mit derartigen Default-Einstellungen ... Es reicht, den Dialog zu öffnen und auf OK zu klicken und das Dokument wird samt CMYK-Farben konvertiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass unkalibrierte CMYK-Objekte sogar dann konvertiert werden, wenn der Output-Intent des Dokuments dem gewählten Zielfarbraum in »Farben konvertieren« entspricht.
3. Druckfarbenverwaltung: Um Sonderfarben-Aliase einzustellen und fest in die Datei zu schreiben, muss man die Druckfarbenverwaltung öffnen, den Alias einstellen und anschließend in »Farben konvertieren« mit OK die Konvertierung durchführen, sonst wird sie nur bis zum Schließen des PDFs gespeichert. Aber dazu muss vorher bei »Konvertierungsbefehl« auf »Beibehalten« umgestellt werden, sonst wird so nebenbei die gesamte Datei in die Ausgabebedingung konvertiert - siehe Punkt 2. Das schmerzt.
Da zumindest in meinen Tests auch unkalibrierte CMYK-Daten verändert wurden, obwohl direkt in den Output-Intent des Dokuments konvertiert wurde, darf auf keinen Fall die Rubrik »Ausgabebedingung« verwendet werden und bei »Farbtyp« darf nie die Option »Beliebige Farbräume« eingestellt bleiben. Man muss also wirklich Objekttyp für Objektyp und Farbraum für Farbraum nacheinander konvertieren.
Dabei kommt erschwerend hinzu, dass man zwar Befehls-Sets abspeichern kann, in diese aber die Konvertierungsoptionen nicht mit gespeichert werden. Ausserdem stürzt mir Acrobat unter Mac OS X Leopard beim Laden und Ausführen von gespeicherten Sets oft ab.
Sie sind ein Schatz. Das könnte die Lösung sein. Ein erster Test brachte keinen Fehler im Acrobat 9. Es muß tatsächlich ein PS-Font sein. Auf jeden Fall ein fettes Dankeschön. Ich werde das morgen in der Agentur mal auf anderen Rechnern testen, ob das mit echten jobs auch so funktioniert. Dann wäre ja alles in Butter und die ganze Aufregung umsonst. Dann wäre ja auch meine Intention mit der Investition in XPress 8 und der Nutzung des PDF-Exports erfüllt. Ich kann es noch gar nicht glauben. Hoffentlich klappt es so einfach. ...