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|MUSEUM Fahrleitungsmast Furka-Bergstrecke

Foto Till Puetz 04.10.2007
Elektrischer Betrieb an der Furka-Bergstrecke 1942-1981:
In der Geschichte des Eisenbahnbetriebs an der Furka-Bergstrecke war die elektrische Traktion eine bedeutungsvolle und verhältnissmässige lange dauernde Epoche. Nach der Elektrifizierung der Bahnstrecke über den Oberalppass stellt die Furka-Oberalp Bahn in einem zweiten Schritt auch die Strecke Brig - Andermatt auf elektrischen Betrieb um. Mit Rücksicht auf die Nachbarbahnen RhB (Rhätische Bahn) und BVZ (Brig-Visp Zermatt Bahn) gelangte das System mit Einphasenwechselstrom 16 2/3 Hertz 11500 Volt zur Anwendung. Im Unterschied zum Test des Abschnittes wurde auf der Furka-Bergstrecke Oberwald-Realp eine sehr einfache Anlage gebaut. Hauptsächlich wurden
Holzmasten an eingegrabenen Betonsockeln befestigt und an die "Tramaufhängung" wurde ein einfacher Kupferdraht von 70mm² montiert. Der elektrische Betrieb dauerte vom 1. Juli 1942 bis zum Ende der FO-Ära an der Furka-Bergstrecke am 11. November 1981.
Die Einspeisung der elektrischen Energie für die Furka-Oberalp Bahn erfolgte von Anbeginn durch die SBB-Unterwerke Brig und Göschenen.
Ein grosser Teil der Fahrleitung musste jeweils aufgrund der winterlichen Bedrohung durch Lawinen nach Saisonschluss abgebaut und nach dem Schneebruch wieder montiert werden. Der Fahrdraht überwinterte auf einigen Abschnitten gut geschützt zwischen den beidenZahnstangenlamellen, der grösste Teil wurde auf Bobinen aufgerollt in den Depot Realp und Gletsch gelagert. Bei diesen Arbeiten waren ca. 10 Arbeiter 2 Wochen lang beschäftigt.
Die verbliebenen Fahrleitungsanlagen an der Furka-Bergstrecke wurden von der DFB ab 1987 aus Sicherheitsgründen entfernt.