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Giordano Bruno (Nola 1548 – Roma 1600), der Humanist und Märtyrer, der Luca Maurizios Kabarett inspirierte, war ein Vorreiter seiner Zeit. Als einer der ersten Verfechter der Wissenschaft und des freien Denkens nahm er die Aufklärung und - mit seinem pantheistischen Konzept – in gewisser Weise auch die moderne Ökologie vorweg. Seine wissenschaftlich begründeten Theorien, die den kirchlichen Dogmen der damaligen Zeit widersprachen und daher als Fake News galten, kosteten ihn das Leben.
Ist Angela Merkel ein reptiloider Alien? Erzeugt die Coronaimpfung erektile Dysfunktionen? Hat die Sonnenindustrie aus marktstrategischen Gründen die Klimaerwärmung verursacht? Ist die früher breit praktizierte Quecksilbertherapie der Beweis der Unzuverlässlichkeit der Wissenschaft?
«Wem kann ich noch glauben?» fragt sich der verunsicherte Bürger, die verunsicherte Bürgerin und meint eigentlich: «Wem will ich noch glauben?». Das Vertrauen in die Herde ist geschrumpft, man ist ja selbstkritisch erzogen worden, man ist ja einzigartig, niemand will jetzt als dummes, folgsames Schaf dastehen.
Aber ob es uns passt oder nicht: Über Jahrtausende hat die Natur für Yaks, Wölfe, Delfine, Ameisen und Menschen das Erfolgsmodell der Herde ausgewählt.
Luca Maurizio, als Kind auch als Kuh- und Schafhirt tätig, inszeniert mit raffiniertem Humor seine Herdenkenntnisse und skizziert bizarre, von weltprägenden Bündner Persönlichkeiten konzipierte Visionen, die die Herdenrichtung ändern und das Vertrauen in den Schwarm wieder herstellen sollen. www.lucamaurizio.ch