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Die im Oktober 2013 gestartete Operation Mare Nostrum hat 150'000 Migranten auf dem Mittelmeer das Leben gerettet, darunter 18'000 Minderjährigen. Ein Rückblick in Bildern auf diese militärische und humanitäre Mission Italiens, die Ende Oktober 2014 zu Ende ging.
Das Ziel von Mare Nostrum war einfach: Die Migranten auf dem Mittelmeer aufspüren und retten. Sobald die Boote ausfindig gemacht waren, kam der Befehl, die Flüchtlinge zu betreuen. Der Auftrag war vor allem von italienischen Marine-Schiffen und der Küstenwache ausgeführt worden, manchmal aber auch von Handelsschiffen, die sich in der Nähe befanden.
Während der gesamten Dauer der Operation legten in Sizilien fast wöchentlich Schiffe an. In den ersten Oktober-Tagen kamen noch einmal mehr als 1000 Migranten in der sizilianischen Stadt Pozzallo an. Viele waren von der langen Reise erschöpft, barfuss und ausgehungert, andere trugen in der einen Hand einen Koffer, in der anderen ein Natel, um damit das erste Foto von der Ankunft zu machen.
Mare Nostrum war nicht unfehlbar. Laut dem UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge sind allein seit Januar 2014 mehr als 3000 Bootsflüchtlinge umgekommen. Aber mit dem Abbruch der Operation Mare Nostrum und dem Beginn der europäischen Operation Triton, deren vorrangiges Ziel nicht die Rettung, sondern die Überwachung der Grenzen ist, könnte sich die Situation für die Migranten noch verschlimmern.
(Fotos und Text: Stefania Summermatter)