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Eine kurze Geschichte zum Neufeld
Die Dufourkarte zeigt Sursee und Umgebung 1861, also nur 11 Jahre später. Der grosse Unterschied zeigt sich als schwarze Linie – genau, die Eisenbahnlinie. Und natürlich auch der Bahnhof.
Zu Beginn des Jahrhunderts war die Hochstrasse von Basel nach Luzern ausgebaut worden und Sursee profitierte von seiner idealen Lage am Strassennetz. Mehrmals täglich hielt im Städtchen die Postkutsche. Die 18 Wirte der teilweise bekannten Gasthäuser, die Fuhrhalter, Hufschmiede und Wagner waren deshalb an einer Verkehrsentwicklung und der aufkommenden Eisenbahndiskussion nach 1850 wenig interessiert. Als die Linie und die Gebäude ausgesteckt waren, beklagte der Stadtrat die «an Sursee vorbei» führende Linie und das zu weit vom Städtchen entfernt geplante Stationsgebäude.
Abgesehen von der Bahnlinie selbst und der Station sind auf der Karte von 1861 die daraus resultierenden Veränderungen noch nicht sichtbar: Wir sehen nach wie vor die Altstadt mit einigen Gebäuden in den Vorstädten, noch immer umgeben von Landwirtschaftsgebiet. Wie sich dies nun nach und nach ändert, wird am Beispiel des Quartiers Neufeld gezeigt.