Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03211.jsonl.gz/804

Aussenminister der USA und Saudi-Arabiens telefonieren erstmals
US-Aussenminister Antony Blinken hat erstmals mit seinem saudische Amtskollegen Faisal bin Farhan telefoniert. Die beiden hätten die historischen und strategischen Beziehungen ihrer Länder diskutiert, berichtete der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtensender Al-Arabija. Prinz Faisal habe Blinken dabei auch zu seiner Ernennung als Chefdiplomat der USA gratuliert. Es war der erste hochrangige Kontakt der Regierungen in Riad und Washington nach der Ankündigung von US-Präsident Joe Biden, im Jemen künftig keine Kampfhandlungen mehr zu unterstützen.
In dem Bürgerkriegsland kämpft ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis gegen die Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. Nach dem Willen Bidens sollen zudem Waffenverkäufe ausgesetzt werden und der neue US-Jemen-Beauftragte Timothy Lenderking soll auf eine friedliche Lösung des Konflikts hinwirken.
Das US-Militär hatte 2015 unter dem damaligen Präsidenten Barack Obama die Angriffe begonnen, bei denen immer wieder Zivilisten starben. Neben Geheimdienstinformationen und logistischer Unterstützung wurden Waffenverkäufe an Riad in Milliardenhöhe genehmigt. Obamas Nachfolger Donald Trump behandelte Saudi-Arabien auch wegen seiner harten Linie gegenüber dem Iran als engen Verbündeten. Einen vom US-Kongress beschlossenen Stopp der Waffenverkäufe verhinderte Trump mit seinem Veto.
Die Huthi-Rebellen reagierten verhalten auf den von Biden angekündigten Kurswechsel. «Es wird keinen wahren Frieden geben vor einem Ende der Aggression und einer Aufhebung der Blockade», schrieb Mohammed Abdel Salam, Chefunterhändler der Huthis, bei Twitter.
Saudi-Arabien bekräftigte die Unterstützung für eine politische Lösung im Jemen. Das Königreich werde mit Lenderking, den Vereinten Nationen und allen am Konflikt beteiligten Parteien an einer Lösung arbeiten, berichtete die Staatsagentur SPA am Samstag. Bei Bombardements im Jemen wurden immer wieder auch zivile Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser getroffen. Nach UN-Angaben starben durch direkte und indirekte Folgen des Konflikts etwa 233 000 Menschen.
Kommentieren
USA verhängen Sanktionen gegen führende Huthi-Rebellen im Jemen
Das US-Finanzministerium hat Sanktionen gegen zwei militärische Anführer der Huthi-Rebellen im Jemen verhängt. Mansur al-Saadi und Ahmed Ali Ahsan al-Hamsi kommandierten Kräfte, die die humanitäre Krise im Jemen verschärft hätten, und seien verantwortlich für die Orchestrierung von Angriffen auf die Zivilbevölkerung, Nachbarstaaten und Handelsschiffe in internationalen Gewässern, erklärte das Finanzministerium in Washington am Dienstag. Unter anderem würden etwaige Vermögenswerte oder Beteiligungen in den USA eingefroren und müssten an die Kontrollbehörde des Finanzministeriums (OFAC) gemeldet werden.
USA: Kronprinz hat Khashoggi-Operation in Istanbul genehmigt
Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman hat die Operation zur Gefangennahme oder Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018 nach Einschätzung der US-Geheimdienste genehmigt. Das geht aus einem Bericht hervor, den das Büro der neuen US-Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines am Freitag in Washington veröffentlichte.
Leise Hoffnung für den Jemen: Saudi-Arabien bietet Waffenruhe an
Saudi-Arabien hat eine sofortige Waffenruhe als Teil einer neuen Friedensinitiative für das Bürgerkriegsland Jemen vorgeschlagen. Die Waffenruhe könnte in Kraft treten, sobald die jemenitischen Huthi-Rebellen ihr zustimmten, sagte der saudische Aussenminister Faisal bin Farhan Al Saud am Montag in Riad.
USA lassen Biontech/Pfizer-Impfstoff für 12- bis 15-Jährige zu
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Corona-Impfstoff des deutschen Impfstoffherstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer auch für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zugelassen.