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Die Dazhangshan organic tea farmer association (DOTFA)
Ziel der Kleinbauernorganisation DOFTA war es von Anfang an, die Arbeitsbedingungen ihrer Mitglieder zu verbessern, die Qualität und Effizienz der Ernten zu steigern und die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern der Region in neuen Methoden des ökologischen Landbaus zu schulen. Da die Bäuerinnen und Bauern seit jeher auf ökologischen Landbau setzen, fiel es ihnen leicht, im Jahr 1997 die Standards für die Bio-Zertifizierung zu erfüllen, denn Kunstdünger und Pestizide kamen in ihren Teegärten niemals zum Einsatz.
Von April bis September ernten die Bauernfamilien etwa 460.000 Kilo verschiedene Schwarztee- und Grünteesorten und Jasmintee, die durch die Dazhangshan Organic Food Company vertrieben werden. Alle Familien stammen aus den acht Gemeinden, die um Dazhangshan herum liegen und welche aus jeweils 20 bis 30 Dörfern bestehen. Die Teegärten der Bäuerinnen und Bauern liegen verstreut in den Hügeln der direkten Umgebung.
Fair geht's besserIm Jahr 2007 wurde die Dazhangshan organic tea farmer association als eine der ersten Produzentenorganisationen Chinas Fairtrade-zertifiziert. Seit der Zertifizierung konnte die Organisation ihre Anbaumethoden verbessern und ihre Exporte steigern. Zudem erhalten die Bauern und Bäuerinnen nun einen besseren Preis für ihren hochwertigen Tee. Die Gelder aus der Fairtrade-Prämie hat die DOFTA vor allem genutzt, um die Arbeitsbedingungen der Teebäuerinnen und -bauern zu verbessern und ihren Kindern bessere Bildungschancen zu ermöglichen.
Im September 2007 wurde die neu errichtete Grundschule mit eigenem Schlafsaal eingeweiht. Zwei Jahre später erhielt die Tuocan Mittelschule einen neuen Schlafsaal für ihre Schüler. Die Investitionen in Bildung sind vor allem für Mädchen wichtig - denn wenn einer Familie nur wenig Geld zu Verfügung steht, erhalten zuerst Jungen die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen.
Ein weiteres Thema, das der Dazhangshan organic tea farmer association sehr am Herzen liegt, ist der Umweltschutz. Deshalb bietet die Organisation ihren Mitgliedern technische Hilfen und Trainingsprogramme an, um das Wissen über biologische Anbaumethoden zu verbreiten. Zudem werden alle Kleinbäuerinnen und Kleinbauern darin unterstützt, auf ökologischen Anbau umzustellen: Diese Maßnahme dient dem Umweltschutz und der Gesundheit der Menschen in der Region.
Besonders stolz ist die Organisation auf ihr neues Mikrokreditprogramm, das über ein Budget von 50.000 US-Dollar verfügt. Von diesem Geld können Kleinkredite an Familienangehörige von Mitgliedern der Organisation vergeben werden, die so die Gelegenheit erhalten, ein eigenes Gewerbe aufzubauen.
Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.
Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.
Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.
Rechte stärken, Lebensalltag verbessern
Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.
Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.
Prämie und politische Teilhabe
Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.
Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.
Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.