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Johannes Brahms (1833 – 1897)
Ein deutsches Requiem (1865/66 und 1868)
Mitwirkende
Maya Boog, Sopran
Martin Bruns, Bariton
Studienchor Leimental, Leitung Sebastian Goll
Philharmonisches Orchester Basel, Leitung Jonathan Brett Harrison
Ein deutsches Requiem
Erschüttert über die Krankheit und den Tod seines Freundes und Gönners Robert Schumann begann Brahms 1856 das Deutsche Requiem zu komponieren. Den Text hatte er selbst aus diversen Bibelstellen zusammengesetzt. Er widmete das Werk „den Menschen, die Leid tragen“. Dann liess er es allerdings längere Zeit liegen. Als seine Mutter 1865 starb, nahm er es wieder hervor. 1866 überarbeitete er es bei einem Aufenthalt in der Schweiz. Er konnte auf dieser Schweizerreise auch mehrere Teile daraus aufführen lassen. Die lange Kompositionszeit ist typisch für Brahms. Er arbeitete äusserst sorgfältig. Seine Werke reiften nur langsam, denn er liess sie immer mal wieder ruhen und feilte lange daran.
1868 fand die erste Uraufführung des Deutschen Requiems in Bremen statt. Brahms dirigierte das Werk selbst und die 2500 Zuhörer waren hingerissen. Nach dieser Aufführung fügte der Komponist den 5. Satz zum Andenken an seine Mutter dem Requiem bei und so erlebte es eine zweite Uraufführung 1869 in Leipzig.
2010
Johannes Brahms
"Ein deutsches Requiem"
21.11.2010
Stadtcasino Basel