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Nur in Freiheit kann das Kind sein Potenzial entfalten. Aus diesem Grund unternimmt die Delta Schule alles, damit die in jedem Menschen schlummernden Fähigkeiten – die Potenziale – in Freiheit geweckt werden. Auch ist es wissenschaftlich belegt, dass der Entwicklungsstand bei Gleichaltrigen um mehrere Jahre vom Mittelwert abweichen kann. Ein 4. Klässler kann z. B. in Mathematik in der 1. Oberstufe, im Deutsch in der 2. Klasse und im Sport in der 3. Oberstufe sein. Deshalb arbeiten die Schüler an der Delta Schule in gemischten Altersgruppen. Es werden Schüler von der 1. bis zur 9. Klasse aufgenommen.
Um die Freiheit im Lernen, die Gleichheit unter Menschen und die Sozialität beim Zusammenleben zu ermöglichen, ist die Delta Schule folgendermassen strukturiert:
Ein Hirntraining, das sich positiv auf den ganzen Menschen auswirkt, ist ein wichtiger Teil der Delta Pädagogik.
So lernen sich alle Schüler besser konzentrieren und erbringen optimalere Leistungen. Sogar Kinder mit Syndromen wie ADHS können integriert werden.
Die Gemeinschaft der Lehrpersonen wird unter anderem in der wöchentlich gemeinsamen Arbeitszeit gefördert. Die Delta Schule ist ein permanent lernender Organismus.
Die Kinder haben so verschiedene Voraussetzungen, dass die Delta Pädagogik in zwei unterschiedlichen Gruppen angewendet wird. In beiden Gruppen werden mit differenzierten Schwerpunkten die Methoden und die unterschiedlichsten Formen der Delta Pädagogik gepflegt.
Eine Schule mit zwei Gruppen
Cinta-Gruppe:
Die Cinta-Gruppe besteht aus einer Gruppe von maximal 12 Schülern pro Lehrer.
Unabhängig von der Schülerzahl ist immer eine Primar- und eine Oberstufenlehrkraft anwesend.
In gewissen Abschnitten wird nur Englisch oder Französisch gesprochen und so die englische/französische Sprache täglich in lebensechten Situationen angewendet.
Die Schülerinnen und Schüler sind oft selbstmotiviert – intrinsisch motiviert. Daher können die Lehrer die Schüler meistens coachen. In den Inputs jedoch unterrichten die Leiter lehrerorientierter. Auch werden in kurzen Phasen im Lernatelier und in gewissen Kursen gemeinsam verschiedene Ziele angestrebt: z. B. bei Ritualen, geführten Gruppenaktivitäten, Festen, Gesprächen, Besuchen von Ausstellungen usw.
Jamaa-Gruppe:
Es gibt die Jamaa-Gruppe, in der die Schüler und Schülerinnen in verschiedenen Kleinklassen mit höchstens 8 Schülern unterrichtet werden.
Da die Freiheit im Lernen bei vielen Kindern noch nicht möglich ist, unterrichten die Lehrer in längeren Phasen lehrerorientiert. Sie geben die Aufgaben jedoch immer individuell vor. Mit ihren pädagogischen Massnahmen helfen sie den Schülerinnen und Schülern die Ziele auf ihre Art zu erreichen. Wenn sich der Schüler aus Freiheit – aus eigenem Wunsch – gewisse Ziele stecken will, unterstützt ihn der Lehrer dabei in mehr schülerzentrierten Phasen. Er coacht ihn und tritt als Stoffvermittler zurück.
«Den Kindern und Jugendlichen wird in beiden Gruppen, d. h. in der ganzen Delta Schule, eine ihnen entsprechende Lernumgebung bereitet. In diesem Lernumfeld kann ein für die heutigen Forderungen entsprechendes Bewusstsein altersgemäss und differenziert entwickelt werden. Auch sind die Leistungen auf diese Arten optimal.»
Zentrierung der Schüler
«Ein zentraler Punkt in der Delta Methodik ist die Zentrierung der Schüler und Schülerinnen. Dazu muss die Lehrperson aufmerksam und dadurch ein Vorbild für die Schüler sein.»
Die Schüler lernen immer besser, frei zu wählen, was sie wirklich lernen wollen. Damit die Freiheit immer besser ermöglicht wird, sind die Lehrer bemüht, die Schüler zu sich zu führen, d. h. sie zu zentrieren. Erst in diesem Zustand sind die Schüler von einer tiefen Zufriedenheit erfüllt, haben Freude und sind nicht gestresst. Daher dürfen die Schüler und Schülerinnen nie erleben, dass in der Schule ihre negativen Triebe und von aussen bestimmte, aufflackernden Wünsche ausgelebt werden können.
- Es gibt auch Schüler, denen ein genauer Rahmen (Regeln, Fächerverteilung, Stoffplan, gemeinsame Phasen usw.) gegeben werden muss, damit sie zu sich kommen können und nicht überfordert sind.
- Zur Zentrierung werden die Gefühle und der Wille ebenso gepflegt wie die gedankliche Durchdringung des Schulstoffs, d. h. der IQ (Intelligenzquotient), der EQ (Emotionalquotient) und der SQ (Sozialquotient) werden ernstgenommen. Die Aufmerksamkeit ist zentral.
- Rhythmen sind wesentlich, um zu sich zu kommen. So ist die Zeiteinteilung beim Gestalten des Tags – wann wird gelernt, wann gegessen und ausgeruht, wann gespielt, wann nach draussen gegangen usw. - sehr wichtig.
- Pädagogisch unterscheiden die Lehrpersonen beim Entwicklungstand in der Volksschulzeit immer zwischen drei Phasen: Kleines Schulkind, Vorpubertät und Pubertät.
Die Schüler werden „gemittet“, wenn sie altersgemäss ernst genommen werden.
«In der Delta Methodik werden bei jedem Alter die Grundsätze der früheren Phase berücksichtigt. Wenn sie fehlen, werden die fehlenden Fähigkeiten so gut wie möglich noch nachgeholt.»
«Jedes Kind sollte dort abgeholt werden, wo es entwicklungsmässig steht.»
Folgende Formen werden eingesetzt: Lernatelier, Inputs, Kurse, Projekte, Lager, Mittagstisch und Mittagsbeschäftigungen.
Lernatelier
Das Lernatelier ist der Ort für den sehr individuellen Unterricht. Der Schüler kann unter Mitsprache der Lehrer selbst bestimmen, was, mit wem und wie lange er lernt. Seine Motivation ist da, weil er in einer positiven Stimmung lernen kann und in sich ruht. So lernt er viel schneller und besser. Eigene Ideen des Schülers werden ermöglicht.
Bei fehlender Eigenmotivation – vor allem in der Jamaa-Gruppe -, wenn der Schüler abgelenkt und nicht zentriert ist, bestimmt der Lehrer, was der Schüler (z. B. individueller Plan) machen soll. Der Lehrer versucht immer den Schüler zu mitten oder zu zentrieren, damit er frei wählen lernt, was zu tun ist.
Inputs
Zur gemeinsamen Stoffvermittlung, zur Sammlung und Zentrierung gibt es in der Jamaa-Gruppe häufig Inputs, die der Lehrer plant und durchführt. So wird in den Inputs der Schulstoff den entsprechenden Schülern gemeinsam erklärt.
In der Cinta-Gruppe finden Inputs statt, wenn sie von einzelnen Schülern oder einem Lehrer gewünscht werden. Sie bilden ein Angebot, das von den Schülern ergriffen wird, wenn sie es auf ihrem Lernweg brauchen.
Kurse
Die Kurse finden am Nachmittag statt. Die Kursleiter und die Themen wechseln nach einer bestimmten Zeit.
Einige Themen: Theater, Malen, Holzspielzeuge, mechanische Experimente, der 2. Weltkrieg, Entdeckungen in der Stadt Zürich, Bauernhof, chemische Experimente und Erklärungen, Naturbilder, Garten, Sprechen auf Englisch/Französisch, Sport in der Halle, Schwimmen, Erste Hilfe usw.
Projekte
Gewisse Themen werden von den Schülern bearbeitet. Sie können experimentieren, etwas herstellen, ein Praktikum machen, etwas beschreiben usw.
Lager
An unterschiedlichen Orten und in unserem eigenen Lagerhaus in der französischen Schweiz können die Schüler viel erleben. Das Soziale wird unter anderem gepflegt, weil Schüler und Lehrer im Lager 24 Stunden pro Tag zusammen leben müssen.
«Durch die verschiedenen Lernformen werden die Ziele des Lehrplans - entsprechend der individuellen Fähigkeiten - erfüllt.»