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Die Basler Chemische Industrie (bci) verfolgt bei der Sanierung der Sondermüll-Deponie Bonfol (JU) die Möglichkeit einer Verglasung der Abfälle vor Ort nicht mehr weiter.
Eingestellt werde die Evaluation der Verglasungs-Variante nun "aus Sorge über das gute Einvernehmen mit den Behörden und um gegenseitige Blockaden zu vermeiden", teilte die bci am Dienstag mit. Die bci bedaure, dass es nicht möglich gewesen sei, mehrere Varianten seriös zu prüfen.
Negative Stellungnahmen
Der Kanton habe vergangene Woche in einem Brief verlangt, unter den Umständen auf die moderne Verglasung zu verzichten. Das BUWAL erachtete die Verglasung zwar als interessant aber zu risikoreich, um diese bei einer komplexen und politisch brisanten Altlast wie der Deponie Bonfol erstmals einzusetzen.
Damit konzentriert sich die bci auf eine konventionelle Sanierung, also ein Aushebung und Verbrennung der Abfälle. Sie weist allerdings darauf hin, dass auch bei dieser Variante noch verschiedene Fragen offen sind, wie etwa jene nach der Export-Bewilligung für die Abfälle oder nach der Ökobilanz.
114'000 Tonnen Industrieabfall
In der Deponie Bonfol, die Anfang der 60er Jahre eröffnet worden war, lagern 114'000 Tonnen Industrieabfall hauptsächlich der Basler Chemie. Die Deponie war 1976 geschlossen und dann abgedeckt worden.
Im Oktober 2000 hatten Kanton und die Basler Chemische Industrie (bci) eine Vereinbarung über eine Totalsanierung unterzeichnet. Die Sanierungs-Kosten werden auf 200 Mio. Franken geschätzt. Eine im Mai vorgestellte Studie hatte die Varianten auf die Verbrennung und die Verglasung eingeengt.
swissinfo und Agenturen