Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/142264

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Bodenverdichtung in der Schweiz nimmt zu, das trotz entsprechendem gesetzlichem Schutz der Böden (vgl. u. a. Art. 6 VBBo). Eine Kernaussage des letzten Berichtes der "Gemeinsamen Bodenüberwachung der Zentralschweizer Kantone" vom Juli 2013, Seite 51, lautet: "Es besteht Handlungsbedarf zur Vorbeugung weiterer und zur Sanierung vorhandener bodenphysikalischer Beeinträchtigungen."</p><p>- Wie beurteilt der Bundesrat diese Problematik?</p><p>- Erkennt er Handlungsbedarf?</p><p>- Wenn ja, in welche Richtung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Auffassung, dass die Bodenverdichtung in der Schweiz zunimmt und daher Handlungsbedarf besteht. Artikel 6 der Verordnung über Belastungen des Bodens verpflichtet Personen, die Boden bewirtschaften, Bodenverdichtungen und andere Strukturveränderungen des Bodens zu vermeiden. Dieser Verpflichtung wird aber, sei es aus Unkenntnis oder aus kurzfristigen wirtschaftlichen Überlegungen, oft nicht nachgekommen.</p><p>Für grosse Baustellen hat das Bundesamt für Umwelt daher zusammen mit der Bodenkundlichen Gesellschaft der Schweiz, kantonalen Bodenschutzfachstellen und Baufachkreisen eine "Bodenkundliche Baubegleitung" aufgebaut. Diese hat sich bewährt, und das Instrument ist kürzlich sogar von Deutschland übernommen worden. Für den Bodenschutz in der Landwirtschaft hat das Bundesamt für Umwelt zusammen mit dem Bundesamt für Landwirtschaft dieses Jahr eine Vollzugshilfe veröffentlicht. Diese erläutert die gesetzlichen Grundlagen für die Bereiche Erosion und Bodenverdichtung und konkretisiert Rechtsbegriffe im Hinblick auf die landwirtschaftliche Bewirtschaftung. Darüber hinaus prüft die Bundesverwaltung gegenwärtig Hinweise auf Vollzugsdefizite sowie allfällige Massnahmen zu dessen Stärkung.</p>