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Die Klage beim «Ontario Human Rights Tribunal» in Toronto (Kanada) richtet sich gegen den Fussball-Weltverband (Fifa) und gegen den kanadischen Fussballverband. Ein vom Gericht vorgeschlagenes Mediationsverfahren hat der kanadische Verband kürzlich abgelehnt.
Diskriminierung der Frauen
Die Fussballerinnen begründen die Diskriminierung damit, dass die Fifa die kommenden Weltmeisterschaften für Männer auf Naturrasen spielen lässt, weil diese Kunstrasen ablehnen. Eine Umfrage der Fifa unter Fussballerinnen hat letztes Jahr ergeben, dass auch Frauen für ein grösseres Turnier mehrheitlich Naturrasen bevorzugen. Mit der Frauenfussball-Weltmeisterschaft 2015 werde erstmals eine Weltmeisterschaft für A-Nationalmannschaften auf dem «zweitklassigen» und verletzungsanfälligeren Kunstrasen ausgetragen. Damit verstosse die Fifa gegen Rechtsnormen wie das Diskriminierungsverbot in der kanadischen Verfassung und im Ontario Human Rights Code.
Topspielerinnen von Fifa enttäuscht
Zu den Klägerinnen gehören die Weltfussballerinnen Nadine Angerer (Deutschland) und Abby Wambach (USA). US-Nationalspielerin Alex Morgan sagte gegenüber der Online-Plattform «Equalizer», für die Spielerinnen sei die Klage der letzte Versuch, die Fifa dazu zu bringen, sich mit den Bedenken der Spielerinnen auseinanderzusetzen. «Es ist sehr enttäuschend, dass die Fifa auf unser Anliegen bisher nicht reagiert hat.» Zuletzt hatten die Spielerinnen im Sommer einen Brief an die Fifa geschrieben.
Klima und Preis
Das zuständige Fifa-Organisationskomitee und der kanadische Fussballverband begründen den Verzicht auf Naturrasen mit schwierigen klimatischen Bedingungen in Kanada. Kunstrasen zu verlegen und zu pflegen sei zudem billiger und die Rasenfläche von gleichmässigerer Qualität.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
keine