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Innerhalb weniger Tage hat US-Präsident Barack Obama sowohl die Erdölindustrie wie auch die Umweltschutzgruppen erfreut und erbost.
Einerseits verbietet er Tiefseebohrungen in Gewässern der Meere Beaufort und Chukchi bei Alaska. Er will damit ein arktisches Wildschutzgebiet, in dem seltene Walfische schwimmen, vor Ölkatastrophen bewahren. Das erfreut Umweltschutzkreise.
Praktisch gleichzeitig legt Obama aber einen Plan auf, um Ölbohr-Lizenzen neu vor der Küste von Virginia bis Georgia im atlantischen Ozean zu erteilen. Dort schlummern laut Schätzungen 80 Prozent der Erdölreserven der USA. Dieser Entscheid freut die Vertreter der Erdölindustrie.
Ausbalancieren der Interessen
Der Widerspruch ist bezeichnend für die Energiestrategie Obamas: Erdölförderung ja, aber nicht überall und mit Regeln. Die gleiche Politik betreibt er auch beim Fracking, der umstrittenen Erdöl- und Gasgewinnung aus Schiefergestein.
Es ist ein Ausbalancieren der Interessen: Obama versucht weder die mächtige Erdöl-Lobby noch seine grünen Wähler zu verärgern – riskiert aber beides zu tun.