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Sie besteht aus der
Altstadt, mit engen u. winkeligen
Straßen, und der
Neustadt,
[* 11] welche durch das großherzogliche
Schloß und
den Paradeplatz voneinander getrennt werden. Die
Neustadt besteht aus breiten, schönen
Straßen, welche zum Teil mit
Alleen
bepflanzt sind sowie zahlreiche mit hübschen
Anlagen geschmückte freie
Plätze und mehrere große, parkähnliche
Gärten umschließen.
Sechs Eisenbahnlinien laufen in Darmstadt zusammen, welche in zwei Hauptbahnhöfe einmünden (s.
unten).
Betritt man von den
Bahnhöfen, denen gegenüber das 1875 erbaute Bankgebäude u. vor welchen die Bronzebüste
des in Darmstadt gebornen Chemikers Justus v.
Liebig steht, die Stadt, so gelangt
man in die wichtigste
Straße
derselben, die Rheinstraße, die auf den schönsten Platz der Stadt, den achteckigen Luisenplatz, und zum großherzoglichen
Schloß führt. An dem Luisenplatz liegen das 1881 erbaute schöne Postgebäude, das Kollegiengebäude (seit 1780), das
Ständehaus und das
AltePalais; auf dem Platz erhebt sich das Ludwigsmonument, eine 43 m hohe Sandsteinsäule
mit dem 7 m hohen, nach
SchwanthalersEntwurf von Stiglmayr aus
Erz gegossenen Standbild
Ludwigs I., des ersten
Großherzogs von
Hessen.
Vom Luisenplatz nach O. schreitend, gelangt man zum großherzoglichen
Schloß, einem aus verschiedenen
Jahrhunderten stammenden
Komplex von Bauten, der von einem tiefen, jetzt in
Gartenanlagen verwandelten
Graben umgeben ist. Die ältesten Teile gehören
noch der
Katzenelnbogener Zeit an, so der Hofkonditoreibau im Schloßkirchenhof. Die andern diesen
Hof
[* 13] umgebenden Bauten entstammen in der Hauptanlage der
Regierung des Begründers der hessen-darmstädtischen
Linie,
Georgs I. (1567-96).
Der Glockenspielbau wurde von
Ludwig VI. (gest. 1678), die großen
Massen der neuern Schloßteile mit ihren vier
Pavillons sind
von 1717 an durch
LandgrafErnst Ludwig errichtet.
welches die von
Friedrich d. Gr.
gestiftete Marmorurne mit der
Inschrift:
»Femina sexu, ingenio vir« trägt. Auf der andern Seite des
Schlosses liegt der Marktplatz
mit dem aus dem 16. Jahrh. stammenden
Rathaus, unweit davon die Stadtkirche aus dem 15. Jahrh., im 17. Jahrh.
umgebaut, mit dem Renaissancegrabmal