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Als Abstillen bezeichnet man den Prozess, wo man dem Säugling nach und nach mehr andere Nahrung (z.B. Babynahrung oder Säuglingsmilch) gibt und die Anzahl Muttermilch Rationen stetig verringert. Der richtige Zeitpunkt des Abstillens ist individuell verschieden und muss von jeder Mutter und ihrem Kind selbst bestimmt werden. Für das Abstillen ist es wichtig, dass das Baby weniger häufig an der Brust trinkt oder weniger häufig abgepumpt wird, da sonst die Milchproduktion nach wie vor angeregt wird. Das Abstillen funktioniert individuell unterschiedlich und braucht etwas Zeit. Beim schrittweisen Abstillen sollte nur langsam, über Wochen hinweg, eine Stillmahlzeit nach der anderen durch eine Beikostmahlzeit ersetzt werden.
Ein Baby ist bereit für Beikost, wenn:
- es nicht mehr jegliche festere Nahrung mit der Zunge aus dem Mund stösst
- es sich an Nahrung interessiert zeigt
- es alleine sitzen kann
- es übermässig viel gestillt werden möchte
Zur Unterstützung der Reduktion der Milchbildung bei der Mutter empfiehlt es sich, pro Tag mehrere Tassen Salbeitee oder Pfefferminztee zu trinken. Falls Sie abpumpen, müssen Sie in der Abstillphase zwingend darauf achten, nur ganz wenig zur Entlastung der Brust abzupumpen, da sonst die Milchbildung zu stark angeregt wird.
In speziellen Fällen kann auch ein frühzeitiges, abruptes Abstillen nötig sein. Dies kann z.B. durch ungenügende Sekretion, Entzündungen der Brüste oder allgemein bei Krankheiten oder anderen Beschwerden nötig sein. In solchen Fällen kann das Abstillen mit Medikamenten unterstützt werden.
Achten Sie darauf, Ihre Brust insbesondere während, aber auch nach dem Abstillen regelmässig zu kontrollieren, da es auch noch später zu Entzündungen kommen kann.
Zögern Sie nicht, die Dienste der Stillberaterin in Anspruch zu nehmen, wenn Sie Probleme mit dem Abstillen haben oder unsicher sind.