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Das wohl bekannteste Zitat der deutschsprachigen Literatur findet man im 3. Akt von Johann Wolfgang von Goethes Drama Götz von Berlichingen: „Er aber, sags’s ihm, er kann mich am [oder im] Arsch lecken.“ (Die drei letzen Wörter werden oft unterdrückt.) Heinz-Eugen Schramm untersucht in L. m. i. A. – Götz von Berlichingens denkwürdige Fensterrede die einmalige Karriere dieses Zitats.
„…da schrie ich wieder zu ihm hinauf, er sollte mich hinten lecken…“ So steht es in den Memoiren des historischen Götz. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Goethe den fraglichen Kraftausdruck schon in seiner Kindheit gekannt haben dürfte; woher, das wird wohl immer ungeklärt bleiben. Im Laufe der Zeit entstanden dann unzählige Variationen und Umschreibungen von Du kannst mir… oder Du kannst mich... (Ich behaupte, hochgeschätztes Publikum, das jeder und jede von Ihnen einige davon kennt – LMAA zum Beispiel oder LMA²). Übrigens war der Herr Geheime Rat aus Weimar nicht der einzige Klassiker, der das A-Wort kannte und benutzte. Auch Leute wie Mozart oder Luther konnten sich recht deftig ausdrücken.
Das Buch enthält auch einen Sprachführer, in dem aufgelistet ist, wie das „Grosse Goethe-Wort“ in anderen Sprachen lautet. Zum Beispiel auf Lateinisch: Lambe mihi podicem! Oder auf Schweizerdeutsch: Bloos mir is Füdli!