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Mit der Miniserie «The Witcher: Blood Origin» präsentiert der Streamingdienst Netflix die erste Spin-off-Show zur beliebten Fantasy-Serie «The Witcher». Rund 1200 Jahre vor den Ereignissen um Geralt von Riva angesiedelt, geht es in der Prequel-Serie tief in die Vergangenheit des Kontinents, jener Landmasse, auf der sich die Hexer-Geschichten aus den Vorlagenromanen des polnischen Fantasy-Autors Andrzej Sapkowski (74) abspielen. Die Serie «Blood Origin» erhielt vor dem Start keine sonderlich guten Kritiken, bietet aber dennoch mit vier Episoden von rund 45 Minuten Länge einen kurzweiligen Spass für «The Witcher»- und Fantasy-Fans.
Darum geht es in «The Witcher: Blood Origin»
Die neue Netflix-Serie erzählt eine Vorgeschichte zu «The Witcher» und spielt in einer Zeit, als die Menschen noch gar nicht in der Fantasy-Welt angekommen waren. Alle Protagonisten in «Blood Origin» sind daher entweder Elfen oder Zwerge. Das auch in «The Witcher» prominent vorkommende Königreich Cintra, aus dem Hauptfigur Ciri (Freya Allan, 21) ursprünglich stammt, heisst noch Xin'trea und wird von Elfen regiert.
Vor diesem Hintergrund schliesst sich eine Gruppe von sieben Aussenseitern zusammen, um einer fürchterlichen Gefahr zu begegnen, die die Existenz des gesamten Kontinents bedroht. Die Gruppe wird angeführt von der kampfstarken Bardin Éile (Sophia Brown) und dem Krieger Fjall (Laurence O'Fuarain). Gemeinsam versuchen sie, die sogenannte Konjunktion der Sphären zu verhindern, ein Ereignis, durch das erst furchteinflössende Monster in die Welt von «The Witcher» kommen. Zu diesem Zweck erschaffen sie den ersten Prototyp eines Hexers.
Die Darsteller und ihre Rollen
Neben den bereits erwähnten Hauptdarstellern Brown und O'Fuarain wirkt in «The Witcher: Blood Origin» auch Kino-Legende Michelle Yeoh («Everything Everywhere All at Once», 60) vor der Kamera mit. Sie verkörpert die Schwertmeisterin Scian, eine formidable Kämpferin. Der aus Amazons Fantasy-Serie «Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht» bekannte britische Darsteller Lenny Henry (64) spielt in der Netflix-Serie den schurkischen Magier Balor.
In einer Rahmenhandlung zu Beginn und zum Ende von «Blood Origin» taucht ausserdem der aus der Mutterserie «The Witcher» bekannte Joey Batey (33) als Barde Rittersporn auf, und eine Abspannszene bringt in der finalen Episode noch ein Wiedersehen mit einem weiteren beliebten «The Witcher»-Star.
«The Witcher: Blood Origin»: Was kann die neue Netflix-Serie?
Auf der Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes steht «The Witcher: Blood Origin» bei einer ziemlich desaströsen Bewertung von nur 35 Prozent positiver Kritiken (Stand: 25. Dezember). Unter den Heldinnen und Helden der neuen Netflix-Serie sticht dann auch niemand so wirklich als Identifikationsfigur heraus. Keiner der Darsteller kommt auch nur annähernd an das Charisma eines Henry Cavills (39) heran.
Daneben zeigt die neue Netflix-Miniserie jedoch einige interessante Aspekte der von Vorlagenautor Sapkowski erschaffenen Hexer-Lore. Eine andere Frage ist, ob es wirklich klug und geboten ist, Ereignisse ausführlich zu zeigen, die in der Buchvorlage lediglich angerissen werden. Denn dadurch werden die für die Hexer-Geschichten grundlegenden Legenden und Sagen auch ein Stück weit entmystifiziert.
Die Actionsequenzen überzeugen in «The Witcher: Blood Origin» jedoch allemal. Da es sich zudem um eine Miniserie handelt, ist die Handlung nach nur vier flott erzählten Episoden auch tatsächlich abgeschlossen und es bleiben keine weiteren Fragen oder Cliffhanger offen. Alle Fans von «The Witcher» dürften daher - trotz der erwähnten Kritikpunkte - durchaus ihren Spass an «Blood Origin» haben.
Die dritte Staffel der Mutterserie «The Witcher» wird übrigens im Sommer 2023 auf Netflix erwartet. Sie wird dann die letzte mit Superstar Henry Cavill als Hexer Geralt von Riva sein.