Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03522.jsonl.gz/2539

Die CO2-Abgabe muss beim Import von Erdgas auf Grund der tatsächlich an der Grenze gemessenen Werte mit der Oberzolldirektion rückwirkend abgerechnet werden. Sie basiert auf den gemessenen Gaseigenschaften.
Weil die Gaseigenschaften nicht absolut konstant sind, sondern sich in gewissen Bandbreiten bewegen, kann auch die CO2-Abgabe pro kWh leicht variieren.
Die per 1.1.2014 berechnete erhöhte CO2-Abgabe basiert auf den Import-Zahlen des ersten Halbjahres 2013 und den für diesen Zeitraum von der Oberzolldirektion erhobenen CO2-Abgaben, multipliziert mit dem Erhöhungsfaktor für 2014.
Sie sind Hier
Unternavigation
Inhalt - FAQ CO2 Haushalte
FAQ - Häufig gestellte Fragen über die CO2-Abgabe für Haushalte
- Wie berechnet sich die CO2-Abgabe für Erdgas von 1,093 Rappen pro Kilowattstunde Ho ab 1.1.2014?
-
Die CO2-Abgabe muss beim Import von Erdgas auf Grund der tatsächlich an der Grenze gemessenen Werte mit der Oberzolldirektion rückwirkend abgerechnet werden. Sie basiert auf den gemessenen Gaseigenschaften.
- Warum überhaupt eine CO2-Abgabe?
-
Zur CO2-Reduktion haben Parlament und Bund als Lenkungsabgabe die Einführung der so genannten CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe beschlossen. Sie soll zum sparsameren Einsatz dieser Energien beitragen. Treibstoffe unterliegen nicht der CO2-Abgabe. Im Verkehrsbereich kommen andere Massnahmen zur Anwendung.
- Worauf stützt sich die Abgabe (rechtliche Grundlage)?
-
Grundlage sind das CO2-Gesetz vom 23. Dezember 2011 sowie die Verordnung über die Reduktion der CO2-Emissionen.
Auslöser für die Einführung der CO2-Abgabe im Jahre 2008 war, dass die effektiven CO2-Emissionen der Brennstoffe 2006 über dem vom Bund definierten Zielpfad lagen.
- Kann ich mich der CO2-Abgabe entziehen?
-
Nein. Alle fossilen Brennstoffe werden bei der Einfuhr in die Schweiz mit der CO2-Abgabe belastet. Ein Drittel des Abgabeertrags, höchstens aber 300 Mio. CHF pro Jahr, wird zweckgebunden für Massnahmen zur Verminderung der CO2-Emissionen bei Gebäuden verwendet. Der Rest wird für Rückerstattungen und Rückverteilung nach folgenden Vorgaben verwendet:
Der verbleibende Abgabeertrag minus Rückerstattungen und Administrativaufwand wird je etwa zur Hälfte an die Bevölkerung (via obligatorische Krankenkasse) und an die Wirtschaft (via AHV-Ausgleichskassen) zurückverteilt. Rückerstattungen erhalten Unternehmen, die im Emissionshandelssystem (EHS) integriert sind, Unternehmen bestimmter Wirtschaftszweige mit Reduktionsverpflichtungen sowie fossil-thermische Kraftwerke.
- Warum belastet der Erdgas-Versorger den Kunden die CO2-Abgabe?
-
Bereits beim Erdgas-Import wird die CO2-Abgabe erhoben. Diese wird 1:1 dem Kunden weiterbelastet. Damit soll nach Auffassung des Bundes beim Verbrauch ein Lenkungseffekt erzielt werden.
- Sind in den von den lokalen Erdgas-Versorgern publizierten Preisen für Erdgas die CO2-Abgaben enthalten?
-
Üblicherweise ja. Dies ist dann meistens auch in den Preisangaben erwähnt. Auf der Rechnung muss mindestens ein Vermerk angebracht sein, wonach der Preis die CO2-Abgabe beinhaltet. Die meisten Versorger weisen die CO2-Abgabe auf der Rechnung separat aus.
- Kann ich mich auch weigern, die CO2-Abgabe zu zahlen?
-
Nein, denn sie wird direkt mit der Erdgas-Rechnung belastet.
- Wenn Erdgas gemäss Werbung so sauber ist, warum muss ich denn eine CO2-Abgabe bezahlen?
-
Erdgas hat von allen fossilen Energien den geringsten Kohlenstoff-Anteil und dementsprechend die geringsten CO2-Emissionen. Dass Erdgas auch bezüglich Luftschadstoffen und Feinstaub viel besser dasteht, wird bei der CO2-Abgabe nicht berücksichtigt.
- Wie kann ich berechnen, wie hoch meine CO2-Abgabe 2010 sein wird?
-
Ab 1.1.2014 werden pro bezogene Kilowattstunde (kWh) Erdgas Ho 1,093 Rappen CO2-Abgabe erhoben. Also Erdgas-Verbrauch in Kilowattstunden mal 1,093 Rappen. Bei einem Einfamilienhaus mit einem Verbrauch von 20'000 kWh beläuft sich die Abgabe auf rund CHF 219.-- . Mit Heizöl wären es rund CHF 300. Voraussichtlich ab Anfang 2016 und 2018 wird die Abgabe weiter erhöht, sofern die in der Verordnung definierten Schwellenwerte der CO2-Emissionen von Brennstoffen überschritten werden.
- Wie hoch ist die Belastung durch die CO2-Abgabe in verrechneten Kubikmetern Erdgas?
-
Umgerechnet auf den Normkubikmeter Erdgas beträgt der Abgabesatz 12,29 Rappen.
- Wie verteuert die CO2-Abgabe Erdgas?
-
Der prozentuale Anteil ist gering, bei Haushalten etwa 10%.
Bei Grossverbrauchern und so genannten Zweistoffkunden mit niedrigeren Tarifen ist der Anteil höher.
- Ich nutze Erdgas lediglich zum Kochen. Wird mir auch die CO2-Abgabe belastet?
-
Es handelt sich ebenfalls um eine energetische Anwendung, die gemäss Gesetz der CO2-Abgabe unterliegt.
- Für welche Heizsysteme wird keine CO2-Abgabe erhoben?
-
Für alle Heizsysteme mit erneuerbaren Energien (wie Holz und Sonnenwärme) sowie solche mit Strom (wie Wärmepumpen, Elektro-Heizungen), selbst wenn sie im Winter mit importiertem Kohle-Strom und entsprechend hohen CO2-Emissionen betrieben werden.
Unter www.erdgas.ch/erdgas/preise/kosten-vergleich werden die verschiedenen Heizsysteme und ihre Kosten verglichen.
- Wird die CO2-Abgabe auch auf Biogas erhoben?
-
Nein, denn Biogas ist eine erneuerbare, nicht fossile Energie.
- Könnte ich die CO2-Abgabe umgehen, indem ich Biogas beziehen?
-
Ja, da Biogas eine erneuerbare, nicht fossile Energie ist. Verschiedene lokale Erdgas-Versorger bieten nun auch Biogas als Heizenergie an. Der Kunde kann wählen, ob er 5, 20 oder 100% Biogas beziehen will.
- Gibt es neben Erdgas und Heizöl noch andere Energien, die mit der CO2-Abgabe belastet werden?
-
Belastet werden alle fossilen Brennstoffe. Das ist neben Heizöl und Erdgas die heute in der Schweiz kaum mehr verwendete Kohle (ebenso Koks).