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Theorien zum Pyramidenbau widerlegt
Verwendung von Maschinen zum Bau der
Pyramiden
Die verschiedensten Maschinen werden vorgeschlagen, um die Steinblöcke
die Pyramide hochzutransportieren. Die meisten scheitern praktisch sofort,
entweder verwenden sie keine zeitgemässen Techniken oder sie vernachlässigen
die einfachsten physikalischen Gesetze. Und - es braucht keine komplizierte
Maschinen, sondern es geht auch mit einem ganz einfachen Gerät -
dem Seilrollenbock!
Schritt für Schritt vom Steinbruch
bis zur Pyramide (Übersicht)
Löhners Seilrollenbock (Umlenkbock)
Die Bauphasen auf der
Pyramiden-Baustelle
Herodot zum Thema Pyramidenbau
Herodot schreib (2000 Jahre später), dass die Verkleidungssteine
mit Hebewerken (in englischen Texten simpel als Maschinen übersetzt)
von Stufe zu Stufe hinauftransportiert wurden.
"Nachdem sie das Unterste gelegt hatten, hoben sie die weiteren
Steine mit Hebewerken, die aus kurzen Balken gebaut waren, und so hoben
sie die vom Boden auf den ersten Absatz der Stufenfolge. Und wenn ein
Stein dann auf ihm war, wurde er auf ein weiteres Hebewerk gelegt, das
auf der ersten Stufe stand, und von dieser Stufe wurde der Stein, mit
dem weiteren Hebewerk, auf die zweite Stufe gehoben. Denn soviel Stufen
es waren, soviel Hebewerke waren es auch; oder es war auch dasselbe Hebewerk,
ein einziges nur und leicht zu transportieren, und das schafften sie von
Stufe zu Stufe, nachdem sie den Stein von ihm weggenommen hatten."[1]
Aufgund dieses Textes wurden immer wieder verschiedene Maschinen vorgeschlagen.
Leider kein Rad, keine Ochsen und keine Pferde!
Bei diesem Thema muss der Forderung nach einer zeit- und kulturgemässen
Technik besonders stark Beachtung geschenkt werden. Die Ägypter bauten
nämlich die Pyramiden ohne eine Vorstellung des Rads zu besitzen,
es war zur Zeit des Baus der Cheops-Pyramide noch nicht erfunden. Auch
Pferde wurden erst später, vermutlich um 1700 v. Chr. durch die Invasion
der Hyksos nach Ägypten gebracht.
Zur Zeit der Pyramiden mussten sich die Ägypter rein auf die Muskelkraft
der Menschen verlassen. Schleppmannschaften zogen die tonnenschweren Steinblöcke
mit Hilfe eines Schlittens.
Damit fällt auch etwas so hilfsreiches wie der Ochsenkarren
oder Schubkarren aus der Liste der Optionen. Abbildungen
von mit Ochsen gezogenen Schlitten findet man erst 1000 Jahre nach dem
Bau der Pyramide - eine davon befindet sich auf einer Stele aus den Tura-Steinbrüchen.
Steintransport
mit Schlitten auf Geleisen
Schlichte Hebegeräte und Kräne
Das einfachste Gerät, das vorgeschlagen wird ist der Hebel,
damit lassen sich aber die Millionen von Steinen nicht schnell genug auf
die gewünschte Höhe hieven. Folgendes Vorgehen wäre möglich:
ein Hebel wird auf der einen Seite unter den Stein geschoben und der Stein
leicht angehoben. Nun wird ein Brett darunter geschoben. Anschliessend
wird die nächste Seite angehoben und wiederum ein Brett untergeschoben.
Langsam werden so immer mehr Bretter untergeschoben, bis der Stein auf
die gewünschte Höhe gehoben wird. Dieser Prozess ist sehr langsam
und ausserdem fängt der Stein an zu wackeln, falls die Bretter nicht
absolut genau plaziert werden. Es wurde ausgerechnet, dass ein einzelner
Stein, der auf die Spitze der Cheops-Pyramide gehievt werden müsste
mit dieser Methode über 1500 mal gehebelt werden müsste und
dazu noch etwa 80 mal in der Horizontale verschoben werden müsste
[4] - eindeutig eine zu zeitaufwendige Methode!
Verschiedene Hebgeräte und Hubsysteme wurden ebenfalls schon an
Stelle der Rampen vorgeschlagen. Da sie jedoch Scheiben mit einer Achse,
Zahnräder, Winden und zum Teil Stahlhaken verlangen - Dinge die es
im alten Ägypten wohl nicht gab - müssen sie abgelehnt werden.
Aus denselben Gründen wurde auch der Bockkran und
der Flaschenzug von den Ägyptologen zurückgewiesen,
da beide die Kenntnis des Rades voraussetzen.
Wikipedia zum Bockkran
/ Flaschenzug
/ Abbildung Flaschenzug
Auch
mit Hilfe von Gangspills (eine schlichte Seilwinde) auf
Transportbühnen liesse sich dieses Volumen nicht bewältigen.
Der Gangspill ist eine drehbare Vorrichtung zum Einholen von Seilen oder
der Ankerkette und kann auch zum Heben von schweren Lasten verwendet werden.
Hier handelt es sich jedoch um eine Welle oder Trommel, die sich um einen
zentralen Schaft dreht. Da dies schon das Prinzip des Rads (mit Achse)
einsetzt gilt es als nicht zeitgemäss zu den Pyramiden. Räderschöpfwerke
(Sakije), welche ähnlich aussehen und wo Ochsen eingesetzt wurden,
stammen wahrscheinlich aus der Spätzeit [5].
Wikipedia zum Gangspill
Ebenfalls
nicht mit dem Seilrollenbock zu verwechseln ist die Seilwinde.
Sie wird auf Schiffen verwendet, um den Anker zu hieven (= Ankerwinde)
oder bei Brunnen, um Wasser aus der Tiefe zu holen. Das Seil wird auf
einer zylindrischen Trommel aufgewickelt.
Ab welchem Zeitpunkt die Ägypter die Seilwinde kannten ist nicht
bekannt. Vermutlich aber erst, als sie auch das Rad kannten. Wie das Rad
dreht sich auch die Ankerwinde um eine zentrale Achse. Solche Achsen sind
nicht sehr stark und brechen schnell. Im Gegensatz dazu hat Löhners
Seilrolle einen Durchmesser von 14cm. Vor allem ist von der Rolle
eigentlich nur ein ca. 10cm kurzes Stück zu sehen, nämlich dort,
wo das Seil herumgeführt wird. Eine kurze aber dicke Rolle ist viel
stabiler als eine dünne und lange Achse.
Wikipedia zur Seilwinde
Im alten Ägypten wurde Wasser mit einem Schaduf
[2] geschöpft, einer senkrechten Stange die
an einem Querbaum beweglich befestigt ist und am kürzeren Ende mit
einem Gewicht versehen ist. Am anderen Ende hängt der Wasserbehälter.
Ein portables Schaduf wurde ebenfalls für den Bau der Pyramide vorgeschlagen.
Zwei Gründe müssen angeführt werden, dass dies nicht funktionieren
würde. Einerseits ist es fraglich, ob der Querbaum überhaupt
das Gewicht eines 2.5-Tonnen schweren Blockes aushalten würde, andererseits
können die 500 Steine pro Tag damit nicht bewältigt werden.
Wikipedia zum Schaduf
/ Abbildung
auf einem Fries / Abbildung
Anwendung auf der Pyramidenflanke / Foto
Sogar ein Schrägaufzug von 12m Höhe, bei dem
mit Hilfe einer Walze von 1.5m Durchmesser und einem Förderkorb die
Steine bewegt wurden wurde schon vorgeschlagen [3].
Es müssten jedoch 17 solcher Schrägaufzüge hintereinander
aufgebaut werden, um bis zur Spitze der Pyramide zu gelangen - ein Vorschlag,
der ebenfalls als nicht praktikabel abgelehnt werden muss.
Der Schaukelaufzug, Wippe oder Kippschlitten
von A. Choisy und G. Legrain: Ein Stein wird auf einem halbrunden Holzgerät
festgezurrt. Diese Modell kommt nicht in Frage, da der Querbalken jedes
weitere Hochschaukeln verhindert. Kann jedoch allenfalls gebraucht werden,
um einen Stein zu kehren. Abbildung
Ausgefallene Theorien
Vorschläge, die vom Ausgefallenen zum Phantastischen und zum (Pyram)Idiotischen
reichen: vom Arbeitstunnels im Innern der Pyramide, riesigen Lenkdrachen
um die Steine zu heben und gegossenen Pyramidensteinen kommt alles in
der Literatur und auf dem Internet vor. Die damit verbundenen praktischen
Probleme werden jedoch immer gefliesstlich übersehen!
Links zu ausgefallenen Theorien zum
Pyramidenbau
Franz Löhners Seilrollenbock (Umlenkrolle)
Auf dieser Webseite wird vorgeschlagen, die Steine mit Hilfe einer sogenannten
Seilrolle auf der Pyramidenflanke hinaufzuziehen. Gemäss Definition
werden Maschinen von Menschen als Arbeits- bzw. Hilfsmittel vor allem
für mechanische Einwirkung verwendet. Meist werden von ihnen eine
Verstärkung der eigenen Kräfte und Fähigkeiten, ein gezielter
Krafteinsatz und die bequemere Erledigung von Routinearbeiten erwartet.
In diesem Sinne könnte man auch die Seilrolle (Umlenkrolle) als
Maschine bezeichnen. Sie hilft auf jeden Fall, die Zugkraft der Schlepper
gezielter einzusetzen und ermöglicht dadurch, dass die grossen Steine
sogar auf der steilen Pyramidenflanke hochgezogen werden können.

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Anstatt Rampen zu bauen wird eine Gleisanlage
direkt an der Pyramidenflanke an den äusseren Tura-Steinen
verankert. Alle 30-37m stehen links und rechts der Schienen zwei
Seilrollenböcke (= Umlenkböcke).
Die riesigen Steinquader werden auf Schlitten befestigt. An den
Schlitten sind Seile befestigt, die zum Seilrollenbock hochführen,
dort von der Seilrolle umgelenkt werden und an
denen dann eine Schleppmannschaft (von 48 Mann) zieht.
Die Schlepper ziehen, indem sie auf Leiterwegen neben den Geleisen
nach unten laufen. Der Schlitten mit dem Stein
wird direkt die Pyramidenflanke hochgezogen.
Dank der umlenkenden Seilrolle ist es möglich sogar diese
Steigung (52° = 46.6%) zu überwinden, denn die Schleppmannschaften
ziehen auf der schiefen Ebene vor allem unter Einsatz ihres Körpergewichts,
zusätzlich zu ihrer Kraft, die Last hinauf - indem sie hinabmarschieren!
Gleisanlage
mit Seilrollenstation auf der Pyramidenflanke
Löhners Seilrollenbock (Umlenkbock)
Steintransport
mit Schlitten auf Geleisen

Seilrollenbock
Bücher zum Thema Rampenbau und Maschinen
In den folgenden Büchern findet man ausführliche Argumente
für und gegen die Verwendung von Rampen und verschiedenen Maschinen:
D. Arnold Building Egypt (Kapitel
Transport of Stone, Pyramid Ramps)
G. Goyon Die Cheops-Pyramide.
Geheimnis und Geschichte (Kapitel 2 Die wichtigsten Theorien der modernen
Autoren - Dastellung und Widerlegung)
H.
Illig und F. Löhner Der Bau der Cheops-Pyramide
(Kapitel Rampen und Maschinen)
O.
Riedl Die Maschinen des Herodots (inkl. Themen wie Vermessungskontrolle,
Stabilität der Rampen, Verwendung von Wasser und Lehm)
Quellen
[1] Herodots
Text
[2] L. Croon Lastentransport
beim Bau der Pyramiden /
Abbildung des schaduffähnlichen Hebekrans
[3] F. Abitz Der Bau der grossen
Pyramide mit einem Schrägaufzug
[4] J.F. Edwards Building
the Great Pyramid
[5] O. Riedl Die Maschinen des
Herodots