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Bis Ende 2014 mussten die Kantone im Rahmen kantonaler Planungen den Zustand der Gewässer untersuchen. Sie ermittelten, welche Gewässer durch Wasserkraftanlagen so beeinflusst sind, dass die dort lebenden Tiere und Pflanzen wesentlich beeinträchtigt sind.
Insgesamt wurde der Geschiebehaushalt der Gewässer auf einer Länge von etwa 5’500 Kilometer untersucht. Ob in diesen Gewässern eine wesentliche Beeinträchtigung von Tieren, Pflanzen und deren Lebensräumen vorliegt, ist nicht immer eindeutig zu erkennen. Ein wichtiges Kriterium ist, ob flusstypische morphologische Strukturen vorhanden sind, zum Beispiel Kiesbänke, und ob die typische Dynamik, also die Veränderung der Flusssohle, möglich ist. Für die Bewertung dieser Kriterien haben die Kantone verschiedene Methoden herangezogen, darunter Expertenbeurteilungen im Gelände, Analysen historischer Karten, bis hin zu hydraulischen Modellierungen, mit denen der aktuelle Geschiebetransport abgeschätzt werden kann.
Neben den Wasserkraftanlagen (WK) gibt es auch hunderte Anlagen, wie Geschiebesammler und Kiesentnahmen, die nicht mit Wasserkraftwerken in Verbindung stehen und dennoch einen Einfluss auf den Geschiebehaushalt ausüben können. Diese Nicht-Wasserkraftanlagen (NWK) müssen nach Gewässerschutzgesetz ebenfalls verpflichtend saniert werden, wenn sie eine wesentliche Beeinträchtigung verursachen.
Die NWK findet man vor allem in kleinen und mittelgrossen Bächen und Flüssen, weniger in den grossen Mittellandflüssen. Schweizweit wurden etwa 3500 Anlagen untersucht (1’000 WK + 2’500 NWK). Davon sind insgesamt 493 Anlagen sanierungspflichtig (134 WK+ 359 NWK). Bei weiteren 370 Anlagen (62 WK + 308 NWK) konnte noch nicht abschliessend festgestellt werden, ob sie sanierungspflichtig sind – entsprechende Abklärungen laufen momentan. 205 Anlagen wurden von der Sanierungspflicht entbunden (18 WK + 187 NWK), da eine Sanierung nicht machbar oder offensichtlich unverhältnismässig wäre.
Eine Übersicht mit den Links zu den öffentlich verfügbaren kantonalen strategischen Planungen finden Sie hier!
In einem Bericht hat das BAFU die Resultate der strategischen Planungen zusammengefasst.