Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03538.jsonl.gz/453

Seit 25 Jahren befindet sich auf einer Insel vor den Toren Göteborgs das Mekka für jeden Volvo Enthusiasten.
Auf 7000 Quadratmetern ist im Volvo Museum die komplette Auto-Biographie aus über 90 Jahren ausgestellt. Die Sammlung umfasst hunderte Autos, wovon 100 wechselnd ausgestellt sind, darunter einige besondere Perlen.
Es gibt jedoch weit mehr zu sehen, nämlich alles, was das Volvo Emblem trägt: von Lastwagen und Bussen über landwirtschaftliche Fahrzeugen und Baumaschinen bis hin zu Flugzeugen und Booten.
Es brauchte viele Jahre, um die Schätze der Vergangenheit zusammenzutragen. Viele Fahrzeuge waren lange Zeit verschollen, zum Beispiel in Flugzeug-Hangars, Garagen oder Scheunen. Umso grösser der Stolz auf einige besonders wertvolle Museumsstücke.
Volvo ÖV 4 (1927)
Zu sehen ist nicht nur der erste Volvo «Jakob» aus dem Jahr 1927, sondern auch die weiter entwickelten Varianten wie Pick-ups, Busse oder LKWs.
Volvo PV 36 (1935)
Speziell, weil sehr selten, ist auch der Volvo PV 36 von 1935, dessen Stromlinien-Karosserie inklusive Hinterrad-Abdeckungen komplett aus Stahl waren. Der in Südamerika als «Carioca» verkaufte Volvo war für die meisten jedoch zu teuer. Der letzte Carioca ging 1938 nach Teheran und wurde zum Dienstwagen der schwedischen Botschaft.
Volvo PV 38 (1938)
Der erste Sechszylinder-Motor mit über 3,5 Litern Hubraum war ein grosser Erfolg. Ein solcher wurde auch im ausgestellten PV 38 verbaut, welcher der schwedischen Nationalheldin Selma Lagerlöf gehörte, die für «Nils Holgersson» als erste Frau den Literaturnobelpreis erhielt.
Volvo PV 60 (1946)
Der dunkelblaue PV 60 gehört König Carl XVI. Gustaf. Der Oldtimer wird einmal im Jahr auf die Insel Öland gebracht, wo der blaublütige Autofan mit Startnummer 1 die Königs-Rallye anführt.
Volvo P1800
Berühmt ist auch der Prototyp eines Volvo P1800, wie ihn in den 1960er-Jahren der TV-Serienheld Simon Templar (dargestellt von Roger Moore) fuhr.
Volvo PV 444
Natürlich dürfen auch Klassiker wie der Volvo PV 444 nicht fehlen. Die Zahlen stehen für 4 Zylinder, 4 Sitze und 40 PS. Mit dem «Buckelvolvo» erschufen wir den ersten schwedischen «Volks-Wagen». Zwischen 1947 und 1958 wurden knapp 300’000 Stück gebaut.
«Autos werden von Menschen gefahren. Das Leitmotiv für alles, was wir bei Volvo machen, ist deshalb Sicherheit.» Dieser Grundsatz steht am Beginn des Rundgangs und wurde 1930 formuliert. Ein grosser Teil der Ausstellung ist deshalb auch dem Thema Sicherheit gewidmet, aber auch dem grossen Umweltengagement und vielem mehr.
Bevor man physisch wieder reisen darf, kannst du dir schon einmal ein Bild über das Museum machen. Das Museum bietet zwar keine komplette virtuelle Tour via Google Maps, aber es gibt Ausstellungen, die sich per 360-Grad-Rundumblick erkunden lassen.