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Letztlich resultiert aus allen Tauschbeziehungen ein Wertenetz oder, bezogen auf ein bestimmtes Produkt, eine Wertschöpfungskette. Diese ist Ausdruck der modernen, hochgradigen Arbeitsteilung und verdankt ihren Erfolg der Spezialisierung des Wissens und Könnens, ungleichen Ausstattungen an Ressourcen und historischen Zufällen.
Sie profitiert nicht zuletzt von den Grössen- und Verbundvorteilen einer spezialisierten Produktion. Grössenvorteile werden unter Umständen auch Skaleneffekte genannt und bedeuten fallende Durchschnittskosten bei steigendem Produktionsvolumen. Ergeben sich bei der gemeinsamen Produktion mehrerer Produkte oder Produktegruppen gegenüber deren separierter Produktion in getrennten Unternehmen Kosteneinsparungen, dann spricht man von Verbundvorteilen.
Zu beachten ist, dass Spezialisierungs, Grössen und Verbundvorteile oft nicht nur mit horizontaler und vertikaler Integration zu riesigen Konzernen, sondern sogar besser mit hybriden Kooperationsformen zwischen Hierarchie und Markt erreicht werden. Solche Hybride erlauben eine Risikodiversifikation und die Verbindung der Flexibilitätsvorteile kleinerer Unternehmen mit den Grössen und Verbundvorteilen von Netzwerken.
Auszug aus Hostettler M, Saurer M (2007). Kleines ökonomisches Glossar, Schweiz Z Forstwes 158 12: 364 – 367.