Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03503.jsonl.gz/1535

Was in vielen Sportarten bereits im Einsatz ist, soll in Zukunft auch im Tennis an der Tagesordnung sein: der VAR, also der «Video Assistent Referee», der den Schiedsrichter bei seiner Entscheidung unterstützen soll. Am US Open in New York kam die Technik nun zum ersten Mal zum Einsatz, sie sorgte aber nicht für die erhoffte Klarheit.
In der 1. Runde traf Andy Murray am Dienstagabend (Schweizer Zeit) auf den Franzosen Corentin Moutet. Routinier Murray lag mit zwei Sätzen vorne und war kurz davor, die Partie für sich zu entscheiden, als Moutet nach einem vermeintlichen Doppelschlag Murrays den VAR verlangte.
Absolute weird scenes in Andy Murrays match in US Open.— Brett Mendoza💙 (@BrettMendoza_) August 29, 2023
Umpire called double bounce on Moutet. Moutet said he hit it fairly.
Went to VAR, after 3 mins of reviewing footage, umpire said VAR not working and can't over turn decision.
So double bounce stood and Murray won point pic.twitter.com/QXAL77VVVr
Die Überprüfung des Punktes per Videoassistent stellte sich aber als schwieriger heraus, als im Vorfeld erhofft. Die schwedische Schiedsrichterin versuchte erfolglos, die umstrittene Szene auf ihrem Tablet abzuspielen, und gab nach einem längeren Unterbruch bekannt: «Die Videoanalyse funktioniert leider nicht, was ihr hier seht, sind die TV-Bilder. Die ursprüngliche Entscheidung bleibt bestehen.»
Murray meinte an der Pressekonferenz nach dem Spiel zum Versagen der Technik: «Ich bin dafür, dass man Technologie verwendet, um die richtigen Entscheidungen zu treffen – aber es muss funktionieren. Wenn es so läuft wie heute, verkommt das Ganze zu einer Farce.»
Für Andy Murray war der Erfolg über Moutet gleichbedeutend mit dem 200. Einzel-Sieg an einem Grand-Slam-Turnier. In New York gewann er 2012 den Titel, es war sein erster von drei Major-Triumphen. 2013 und 2016 triumphierte Murray in Wimbledon. Aktuell ist er die Nummer 37 der Weltrangliste. (kat)
Roman Josi performt weiter auf Höchstniveau. Das 1:1 erzielte der Schweizer Verteidiger mit einem Slapshot von der blauen Linie, beim 6:2 bewies er seine technischen Fähigkeiten und spielte den Goalie aus.