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Geschichte 1905 – 2005
Gemäss Aufzeichnungen im Protokoll der Gründungsversammlung stand dem Schwingklub die Reithalle in Rüti monatlich je einmal zur Verfügung, wobei jedes Mal ca. 15 bis 20 Mann an den Übungen teilnahmen. Diese Zahl bezieht sich natürlich auf die warme Jahreszeit. Weitere Übungslokale konnten in Uster und Pfäffikon gefunden werden (selbstverständlich ohne ‘Badegelegenheit’). Im Jahre 1906 wurde erstmals ein Jahresschwinget durchgeführt, und zwar auf dem Rosenberg in Rüti.
Am 29. August 1909 wurde durch Karl Attinger und Andreas Hefti erstmals ein Schwingeranlass auf dem Oberländer Hausberg, dem Bachtel, organisiert: Die Schwingklubs Zürich und Zürcher Oberland hielten zusammen eine Schwingübung ab. Im Jahre 1910 wurde der Zürcher Kantonale Schwingerverband gegründet, wobei auch hier Attinger und Hefti die Initianten waren. Man darf deshalb annehmen, dass diese Schwingübung bzw. der Bachtel auch ein Meilenstein in der Geschichte des Zürcher Kantonal-Schwingerverbandes bedeutet.
Während des ersten Weltkrieges, d.h. in den Jahren von 1914 bis 1916, erreichte die schwingerische Tätigkeit wegen den ‘militärischen Einberufungen’ einen bedrohlichen Tiefstand. Ab 1917 besserte sich dieser unhaltbare Zustand aber wieder.
Klubschwinget
Im Jahre 1957 trafen sich die Aktivschwinger zum Abschluss der Saison erstmals zu einem klubinternen Schlussschwinget. In bescheidenem, familiären Rahmen traf man sich, um den ‘Oberländer Schwingerkönig’ zu erküren. Der Klubschwinget, wie er heute heisst, wird meistens bei einem ehemaligen Aktivschwinger durchgeführt. Seit 1973 machen jeweils am selben Anlass auch die Buebe- und Jungschwinger die Oberländer Krone unter sich aus. Seit einigen Jahren wird der Klubschwinget zusammen mit dem Schwingklub Zürichsee Rechtes Ufer abwechselnd organisiert.
Buebeschwinget
1975 wurde erstmals ein Buebeschwinget für 10- bis 15-jährige durchgeführt. Unsere Jüngsten erhielten so die Möglichkeit, ihr Können auch anlässlich eines ‘Heimspiels’ unter Beweis zu stellen. Seither sind die Buebeschwinget – mit Teilnehmern aus dem Kanton Zürich und angrenzende Klubs – immer sehr gut besucht.
Andere Anlässe
Nebst den oben erwähnten Anlässen organisierte der Schwingklub Zürcher Oberland auch verschiedene grössere Anlässe. Turnusgemäss wird alle acht Jahre der Zürcher Kantonal-Schwingertag durchgeführt, letztmals im Jahre 2003 in Fehraltorf.
Auch das Nordostschweizer Schwingfest wurde mehrmals ‘bewältigt’. In bester Erinnerung ist das 104. Nordostschweizer Schwingfest 1999 in Hinwil, wo sich – nebst 240 Aktiven – ca. 5’100 Zuschauer auf dem Festplatz einfanden. Zuvor war dieser Anlass bereits vier Mal vom SKZO, nämlich 1918 in Uster, 1939 in Wetzikon, 1960 in Hinwil und 1976 in Uster organisiert und durchgeführt worden.
Bachtelschwinget auf dem Bachtel Kulm
An der Generalversammlung der Jahre 1925 und 1926 wurde von jungen Schwingern der Antrag gestellt, den jährlichen Klubschwinget in Zukunft auf dem Bachtel abzuhalten. Weil dieser Beschluss gegen den Willen des Vorstandes gefasst wurde, fand infolge ‘Mangel an Energie und Elan’ im Jahre 1927 überhaupt kein Schwinget statt.
Ein neuer Vorstand organisierte dann 1928 ein Schwingfest auf dem Bachtel. Seither wird alljährlich der Bachtelschwinget organisiert. Schon nach dem zweiten Schwinget zeigte sich, dass der Schwingplatz zu klein war und musste deshalb so vergrössert werden, dass drei Schwingplätze nebeneinander hergerichtet werden konnten. Anlässlich des 25-jährigen Klubjubiläums wurden diese Arbeiten in Frondienst ausgeführt und rechtzeitig fertiggestellt. Die Sitzgelegenheiten für die Zuschauer konnten am steilen Hang oberhalb des Schwingplatzes ebenfalls nicht befriedigen. 1955 wurde deshalb eine permanente Tribünenanlage – ebenfalls in Fronarbeit – erstellt und wird auch heute noch unverändert benützt.
Wegen des zweiten Weltkrieges konnte in den Jahren 1939 und 1940 kein Bachtelschwinget abgehalten werden. 1939 wäre dies ohnehin nicht möglich gewesen, da alle Anfahrtswege wegen einer Überschwemmungskatastrophe unterbrochen waren. 1998 fiel der Anlass ebenfalls dem schlechten Wetter zum Opfer.
Auch unzählige Vorstandssitzungen wurden auf unserem Hausberg abgehalten, wobei sich die Behandlung der Traktanden öfters in den anderen Tag erstreckt haben. So soll es auch üblich gewesen sein, sich bereits am Samstag vor dem Bachtelschwinget auf dem Bachtel Kulm zu treffen. Wenn dabei bereits feststand, dass der Bachtelschwinget infolge strömendem Regen verschoben werden musste, fielen diese Zusammenkünfte sehr dauerhaft aus…
Im Jahre 1965 wurde am Bachtelschwinget erstmals ein Wettkampf im Steinstossen durchgeführt. Die Rekordweite mit dem 49 Kilogramm schweren Bachtelstein datiert aus dem Jahre 1992. Roland Stählin aus Lachen/SZ wuchtete den Brocken damals auf 4.43 Meter. Es ist allerdings schon öfters vorgekommen, dass ein Teilnehmer den Stein nicht mal vom Boden hochheben konnte…
‘Hausherr’ auf dem Bachtel Kulm ist die ‘Genossenschaft Bachtel Kulm’ des SAC Sektion Bachtel (Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterzur Website). Die Genossenschaft bezweckt die Erhaltung des Aussichtspunktes für die Öffentlichkeit. Weitere Infos erhalten Sie auf deren Website.
Veteranengruppe Zürcher Oberland
Am 6. Dezember 1942 wurde, initiiert von Rudolf Gloor, die Gründungsversammlung abgehalten. Insgesamt nahmen von eingeladenen 28 ehemaligen Schwingern deren 14 an der Versammlung teil. Mit Rudolf Gloor als Obmann, Fritz Maurer als Schryber und Richard Schellenberg wurde die Veteranengruppe Zürcher Oberland gegründet. Ziel ist, die Tradition zu erhalten und den ‘Jungen’ mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ebenfalls wurde beschlossen, alljährlich vor dem Bachtelschwinget einen ‘Veteranen-Frühschoppentreffen’ abzuhalten.
Heute besteht die Zürcher Oberländer Veteranengruppe aus ca. 185 Veteranen und wird von Hansruedi Tobler, Wetzikon, präsidiert.