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Eine Seele
In den letzten Tage hörte man oft die Aussage, Exekutivpolitiker hätten ein öffentliches und ein privates Leben. Das Erste sei von öffentlichem Interesse und die Presse hätte das Recht vermutete Verfehlungen zu veröffentlichen. Das Privatleben sei privat und gehöre nicht an die Öffentlichkeit.
Unweigerlich kommt mir dabei die Geschichte über Dr. Jekyll und Mr. Hyde vom Schottischen Schriftsteller Robert Stevenson in den Sinn. Der gutherzige Arzt Dr. Jekyll ist hoch angesehen und erfolgreich. In seinem Labor hat er einen Trank entwickelt, der ihn zunächst nachts in den gewissenlose Mr. Hyde verwandelt. In einem Brief zu seinem Freund schreibt Dr. Jekyll, dass es ihm mit seinem Experiment gelungen ist, das Böse vom Guten in der menschlichen Seele zu trennen.
Wie bitte? Gott hat uns als Mensch nach Seinem Vorbild mit einem Leib und einer Seele geschaffen. Nirgends in der Schöpfungsgeschichte erkenne ich eine öffentliche und eine private Seele.
An Ende seiner Geschichte geht Mr. Hyde den Gegentrank aus und damit verschwindet Dr. Jekyll endgültig. Und Hyde weiss nicht ob er hingerichtet wird oder sich selber umbringen soll.
Die öffentlich ausgetragene Doppeldeutung gibt mir sehr zu denken. Eine Rückbesinnung ist dringend nötig.
AutorIn: Francis Kuhlen
Gesendet am 1. September 2014
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Aufgeschaltet am 1. September 2014
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