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Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) hat ihren Ursprung in China und hat sich von dort aus über Japan nach Korea und Südostasien ausgebreitet. Mittlerweile wird sie auch in Teilen Europas und Nordamerikas praktiziert (Focks C, Hillenbrand N 1995, Daiker I, Kirschbaum B 2002).
Die traditionelle chinesische Medizin basiert auf einer Jahrtausende langen Entwicklung. Bereits viele Jahrhunderte vor Christi Geburt wurden erste Behandlungen mit nadelähnlichen Instrumenten aus Steinen oder Knochensplittern durchgeführt. Die erste Anwendung in Form von angezündeten Kräutern, die auf schmerzhafte Körperstellen gelegt werden – die sogenannte Moxibustion – scheint noch weiter zurück zu liegen.
Über viele Jahrhunderte hinweg wurden die Erfahrungen in Akupunktur und Moxibustion (Wärmeanwendung an bestimmten Akupunkturpunkten) schriftlich festgehalten und über Generationen hinweg weitergegeben.
Zwischen 500 und 2000 vor Christus entstand das älteste, noch heute existierende Buch Huang Di Nei Jing, Klassiker des Gelben Kaisers für Innere Medizin, das die ersten theoretischen Grundlagen der chinesischen Medizin beinhaltet und noch heute als Grundlagenlehrmittel verwendet wird (Schmidt W 1993). Erste Niederschriften dieses Buches gehen bis 2000 vor Christus zurück.
Die traditionelle chinesische Medizin hat sich bis in die heutige Zeit stets weiterentwickelt und macht heute etwa einen Drittel der medizinischen Versorgung in China aus. Nebst eigentlichen TCM-Krankenhäusern gibt es an vielen westlich ausgerichteten Spitälern eine Abteilung für traditionelle chinesische Medizin, was eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Richtungen ermöglicht.