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hänssler Classic präsentiert Ihnen zum Mozartjahr 2006 eine Weltpremiere, die bereits jetzt von der Presse gefeiert wird und an der kein Musikfreund vorbeikommt. Die Messe von Wolfgang Amadeus Mozart in c-Moll, die aufgrund ihres Umfangs auch „Grosse Messe in c-Moll“ genannt wird. Zum einen stammt das Stück aus Mozarts Zeit als freier Komponist, inder nur wenig Kirchenmusik entstand. Deshalb darf man es auch als ein persönliches Bekenntnis werten. Zum anderen ist die Messe stark durch seine Beschäftigung mit Bach und Händel geprägt. Und schliesslich ist das Werk unvollendet geblieben – was naturgemäss einen gewissen Nimbus verbreitet, wie beim Requiem. Mozart komponierte die c-Moll-Messe 1782/83. Er schrieb aber vollständige Sätze nur zu Kyrie, Gloria und Benedictus. Zum Credo ist nur ein fragmentarischer Entwurf erhalten, ebenso vom Sanctus. Nach Mozarts Tod verstreuten sich die Handschriften und Stimmender Messe und gingen zum Teil verloren. Im 19. und im 20. Jahrhundert hat es mehrere Versuche zu Vervollständigungen gegeben. Für die Internationale Bachakademie Stuttgart hat der Musikforscher Robert Levin nun eine vervollständigte sensationelle Neufassung erarbeitet, die dieser Aufnahme zugrunde liegt und die zum ersten Mal in der New Yorker Carnegie Hall erklang. Helmuth Rilling und seine bewährte Gächinger Kantorei, das Bach-Collegium Stuttgart und als Solisten Diana Damrau, Juliane Banse, Lothar Odinius und Markus Marquardt können diesem neuen alten Werk eine Atmosphäre geben, dass man glaubt, man höre es zum ersten Mal – und das stimmt ja auch in gewissem Mass.
Portrait
Wolfgang Amadeus Mozart wurde als Sohn von Leopold Mozart in Salzburg geboren. Er unternahm bereits in jungen Jahren mit seinem Vater und seiner Schwester Konzertreisen durch ganz Europa und wurde dadurch als Wunderkind berühmt. 1769 trat er in den Dienst des Erzbischofs in Salzburg ein. Ab 1781 lebte Mozart in Wien, wo er seine grössten Erfolge als Opernkomponist feiern konnte. Helmuth Rilling, geboren 1933 in Stuttgart, in eine Musikerfamilie; Studium von Orgel, Chorleitung und Komposition an der Hochschule für Musik in Stuttgart (bis 1955); 1953 Die Gächinger Kantorei entsteht als Ensemble gelegentlich miteinander musizierender Freunde; Repertoire: Lechner, Schütz und andere ältere Komponisten; im weiteren Verlauf starkes Interesse des Ensembles für zeitgenössische Musik, zahlreiche Uraufführungen. Parallel Studium bei Fernando Germani in Rom und Siena; 1957 Organist und Kantor der Stuttgarter Gedächtniskirche; 1963 Unterrichtstätigkeit an der Kirchenmusikschule in Berlin Spandau 1965 Gründer und Leiter des Bach-Collegium Stuttgart,1966 Dozent für Chorleitung an der Frankfurter Musikhochschule;1969 Professor in Frankfurt; Leiter der Frankfurter Kantorei; 1972 Beginn der Gesamteinspielung der Kantaten J.S. Bachs; 1974 Unterrichtstätigkeit an der Universität Bloomington; 1981 Gründung der Bach-Akademie Stuttgart; Bach-Akademien genannte Workshops finden in der Folge überall auf der Welt statt. Helmuth Rilling ist einer der bedeutendsten Bach-Interpreten unserer Zeit. In Meisterkursen und Bachakademien studiert er mit jungen Musikerinnen und Musikern das Werk Bachs und gibt seine Erfahrungen weiter; in Gesprächkonzerten lässt er die grossen Komponisten der Vergangenheit mit dem Publikum von heute kommunizieren. Das Repertoire des Bach-Experten umfasst die Alte Musik, die Klassik und Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik. Die internationale Anerkennung seiner Arbeit findet Ausdruck in zahlreichen Auszeichnungen, darunter der Grammy 2000 für K. Pendereckis "Credo".