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Das Skifahren wurde als Snobsport vor über hundert Jahren erfunden und später in den Alpenländern zum Volkssport ausgebaut, um bis dahin wirtschaftlich schwachen Randgebieten unter die Arme zu greifen, insbesondere durch Einführung der Sportferien. Familien wurden in einfachen Unterkünften zwischengelagert, lieblos bekocht und bei Wind und Wetter die Hänge hochgeschleift, von denen hinunterzufahren im besten Fall erfreulich, im schlechteren eine Plage war. Die stetigen Infrastrukturinvestitionen schlugen sich im Preis des Aufenthalts nieder, der immer höher stieg, ganz wie der Schnee, der längst nicht mehr alle Skigebiete erreichte. So wurden diese bald rückgebaut, und das Skifahren wurde wieder den Snobs überlassen.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. 2019 ist sein letzter Köbi-Krimi, «Pöschwies», im Bilgerverlag erschienen. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» sowie «Mordgarten» und «Pöschwies» sind im WOZ-Shop www.woz.ch/shop als Buch erhältlich.