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Im Fokus
- 800 m Frauen
Beim ersten Diamond-League-Meeting ist vor allem der Auftritt von Caster Semenya mit Spannung erwartet worden. Die 28-jährige Südafrikanerin war am Mittwoch vor dem Internationalen Sportgerichtshof mit ihrer Klage gegen die Regel eines Testosteron-Limits abgeblitzt. Ab dem 8. Mai wird sie eine Obergrenze einhalten müssen, um weiterhin an Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen. Sie muss dafür ihren Testosteron-Spiegel künstlich senken.
Trotz dieser Niederlage vor Gericht entschied sich Semenya für einen Start in Doha, wo ab dem 27. September dieses Jahres die WM stattfinden wird. Und die zweifache Olympiasiegerin feierte in 1:54,98 Minuten mit Meeting-Rekord einen ungefährdeten Sieg. Ob Doha Semenyas letztes Rennen auf Top-Niveau war, bleibt abzuwarten.
Das erste Rennen der Saison ist immer hart, deshalb war der Sieg wundervoll heute. Meine Überzeugung ist es, dass es für alles einen Ausweg gibt. Wenn vor mir eine Mauer steht, springe ich drüber. Ich werde weiter trainieren und laufen. Für mich ist nichts unmöglich.
Die einzige Schweizerin im Einsatz
- In einem hochkarätigen Teilnehmerfeld war Sarah Atcho ohne Chance. Die 23-Jährige blieb bei ihrer ersten Teilnahme an einem Diamond-League-Meeting ausserhalb der Schweiz in 23,89 über eine Sekunde über ihrer persönlichen Bestleistung. Für Atcho bedeutete dies der letzte Rang. Die Britin Dina Asher-Smith liess alle stehen und feierte in 22,26 Sekunden einen überlegenen Sieg. Jamile Samuel (Ho) auf Rang 2 wies einen Rückstand von 76 Hundertstelsekunden auf.
Im Oval
- Stabhochsprung Männer
Das Duell Weltmeister gegen Olympiasieger ging an den Weltmeister. Der US-Amerikaner Sam Kendricks übersprang im 2. Versuch 5,80 Meter – Thiago Braz (Br) scheiterte an dieser Höhe dreimal und musste sich mit 5,71 m zufriedengeben.
- Diskus Männer
Mit 70,56 Meter überbot Daniel Stahl den bisherigen Diamond-League-Rekord des Polen Piotr Malachowski (69,83) deutlich. Der schwedische Vizeweltmeister warf dreimal über 70 m und feierte einen überlegenen Sieg. Stahl ist erst der 3. Athlet, der an einem internationalen Meeting dreimal über 70 m geworfen hat.
Auf der Bahn
- 100 m Hürden Frauen
Danielle Williams (Jam), die Weltmeisterin von 2015 in Peking, setzte sich in 12,66 Sekunden vor Tobi Amusan aus Nigeria durch. Zu den Geschlagenen gehörte die Olympiasiegerin und Diamond-League-Championne von 2018 Brianna McNeal. Die US-Amerikanerin kam bei ihrem Saisondebüt in 12,94 Sekunden nicht über den 7. und damit drittletzten Rang hinaus.
- 400 m Hürden Frauen
Dalilah Muhammad (USA) gab den Tarif durch. Die Olympiasiegerin umrundete die Bahn in 53,61 Sekunden. Hinter der Amerikanerin Ashley Spencer wurde Anna Ryschikowa Dritte (54,82 Sekunden).
- 200 m Männer
Die halbe Bahnrunde wurde zur Beute von Welt- und Europameister Ramil Guliyev. Der Türke mit aserbaidschanischer Herkunft durchbrach die Marke von 20 Sekunden (19,99).
Sendebezug: srf.ch/sport, Web-Only-Livestream, 03.05.2019 18:00 Uhr