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Update: 03.02.2005
Public Eye Awards für unverantwortliches Konzernverhalten
Am Eröffnungstag des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos haben Pro Natura und die Erklärung von Bern erstmals die Public Eye Awards verliehen. Auszeichnungen für unverantwortliches Konzernverhalten gingen an The Dow Chemical Company, Royal Dutch/Shell Group, Wal-Mart Stores Inc. und KPMG International. Nestlé SA erhielt den Publikumspreis, über den per Internet abgestimmt wurde.
Die «ausgezeichneten» Konzerne stünden exemplarisch für all jene Konzerne, die durch ihr sozial und ökologisch unverantwortliches Verhalten besonders aufgefallen seien. Dies schreiben die Trägerschaft in einer Medienmitteilung.
In der Kategorie Menschenrechte ging der Preis an den US-Chemiekonzern The Dow Chemical Company. Dieser Konzern war von Greenpeace Schweiz und der International Campaign for Justice in Bhopal nominiert worden, weil er sich weigert die Verantwortung für die Folgen der weltweit schwersten Chemiekatastrophe im indischen Bhopal im Jahre 1984 zu übernehmen.
Die Royal Dutch/Shell Group holte sich den Preis in der Kategorie Umwelt, wegen verschiedener Verschmutzungen in Nigeria und im Nigerdelta. Zu den weiteren ruhmlosen Preisträgern gehören in der Kategorie Arbeitsrechte der US-Detailhandelsriese Wal-Mart Stores (nominiert von der Clean Clothes Campaign) und in der Kategorie Steuern die KPMG International. Den Publikumspreis hat sich der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé wegen Arbeitskonflikten in Kolumbien und wegen der aggressiven Vermarktung von Babynahrung geholt.
- Menschenteppich gegen Dow Chemical in Davos
Medienmitteilung von Grennpeace vom 27. Januar 2005
- Medienmitteilung der Erklärung von Bern vom 26. Januar 2005
- Public Eye on Davos mit weitergehenden Informationen
- Die WEF-Harmonie stören
Artikel in «Der Bund» vom 12. Januar 2005