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Nanobeschichtung bezeichnet das Aufbringen von Nanostrukturen auf Oberflächen. Diese Oberflächen werden dadurch superhydrophob (Flüssigkeiten die auf die Oberfläche gelangen, bilden Perlen und laufen ab) oder superhydrophil (Flüssigkeiten die auf die Oberfläche gelangen, bilden einen Flüssigkeitsfilm und laufen gegebenenfalls ab). Das heißt, die Oberflächen sind versiegelt und damit wasserabweisend. Dies erlaubt eine leichte Reinigung. Es gibt auch Spray-Beschichtungen, die solche Nano-Strukturen ausbilden. Werden diese Beschichtungen auf bereits entsprechend mikrostrukturierte Oberflächen aufgebracht, kann ein Lotuseffekt erzielt werden. Derartig behandelte Flächen weisen auch Fette, Öle und Säuren ab und sind chemisch beständig.
Nachdem die entsprechende Nanosubstanz auf dem gesäuberten Werkstoff aufgebracht wurde, organisieren sich die Nanoteilchen zu der gewünschten Struktur. Beschichtbar sind Metalle, Glas, Textilien, Kunststoffe und Mineralien. Der Vorteil bei Textilien (zum Beispiel Teppichen) gegenüber einer normalen Imprägnierung liegt in der hohen mechanischen Belastbarkeit, beispielsweise bei maschineller Reinigung.
Einsetzbar ist eine Nanobeschichtung beispielsweise im Sanitärbereich, bei Implantaten, als Anti-Fingerprint-Beschichtung auf Bildschirmen, als selbstreinigende Hausfassade oder als Lackschutz für Autos.
Mit den Begriffen „Nano“ und „Nanobeschichtung“ wird derzeit massiv Werbung gemacht. Einige Anbieter versuchen damit, herkömmliche Beschichtungssysteme im Hochpreis-Segment zu verkaufen, andere behaupten, nur ihr Patent sei wirklich Nanotechnologie.