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Magier Vincent Raven über seinen Einzug ins Dschungelcamp, die Verbindung zu seinen Raben und dass er einen Papagei mitgenommen hätte.
Warum sind Sie im Dschungelcamp dabei?
Vincent Raven: «Es ist für mich eine Herausforderung und eine Art Experiment, das mich an das Pfadfinder sein erinnert.»
Werden Sie einen speziellen Kontakt zu den Tieren im Dschungel haben?
«Ich verfüttere manchmal ein paar Insekten an meine Raben. Ich respektiere alle Tiere, bin Tierschützer und möchte keine Tiere töten. Ich versuche alle Prüfungen, so weit es mir möglich ist, zu bestehen. Ich möchte aber nicht behaupten, dass ich mit den Insekten im Dschungel einen ähnlichen Kontakt herstellen kann, wie mit meinen Raben.»
Würden Sie Insekten, Spinnen oder Würmer im Dschungel essen?
«Das sind Menüs der australischen Ureinwohner, die wir Europäer nicht gewohnt sind. Ich habe sie noch nie probiert. Wenn ich diese Tiere essen müsste, damit die Kandidaten im Camp mehr Speisen bekommen, dann würde ich es versuchen.»
Glauben Sie, dass Sie als Mentalist und Seelenredner den anderen Kandidaten überlegen sind?
«Nein, jeder Mensch hat gute und schlechte Eigenschaften. Den sechsten Sinn und das Bauchgefühl hat jeder Mensch. Der eine mehr, der andere weniger. Vielleicht habe ich in diesem Bereich ein bisschen mehr Erfahrung, das kann sein.»
Können Sie im Dschungelcamp die Gedanken Ihrer Mitstreiter lesen?
«Das ist kein Gedankenlesen. Das sind Gefühle, Inspirationen, die man versucht zu vermitteln. Das ist alles. Wie gesagt, jeder hat dieses Bauchgefühl. Nur haben die meisten Menschen verlernt danach zu reagieren oder zu handeln.»
Kann man das wieder lernen?
«Ja, das kann man wieder erlernen.»
Können Sie es den anderen Kandidaten beibringen?
«Das kann ich versuchen. Jeder hat diese innere Magie.»
Wann haben Sie gemerkt, dass Sie anders sind und diese Fähigkeiten besitzen?
«Als anders möchte ich mich nicht bezeichnen. Vielleicht etwas sensibler. Schon als Kind hatte ich zu den Tieren einen sehr engen Kontakt. Meine erste tiefe Begegnung hatte ich mit einer verstorbenen Person, als ich fünf Jahre alt war. Diese Person wurde auf einem Bauernhof drei Tage lang aufgebahrt. Die Frau von der ich erzähle hat Weihnachten für uns Kinder immer Weihnachtsgebäck gebacken. Sie ist dann verstorben und ich habe sie in diesem Sarg liegen sehen. Sie sah fröhlich aus. Dann habe ich sie auf einmal neben mir stehen sehen. Das war mein erstes Erlebnis. Sie legte ihre linke Hand auf meine Schulter und sagte, dass ich keine Angst haben brauche, das Weihnachtsgebäck gibt es weiterhin. In diesem Moment habe ich mein erstes Wärmegefühl erlebt. Und so ging es dann weiter, mit den Tieren und den Raben.»
Was werden Sie im Dschungelcamp vermissen?
«Zu den Raben habe ich immer einen mentalen Kontakt, zum Beispiel in meinen Träumen. Wir sind auch nicht völlig abgeschnitten. Das werde ich schon überstehen.»
Die Raben bleiben also zu Hause?
«Leider. Raben sind keine tropischen Vögel. Einen Papagei hätte ich natürlich mitgenommen. Meine Raben würden das Klima aber nicht ertragen. Auch für mich werden die Tropen eine große Herausforderung. Mit der Hitze habe ich ein Problem.»
Wer kümmert sich in der Zwischenzeit um Ihre Raben?
«Das sind mir gegenüber zwei sehr nahestehende Personen, zu denen ich großes Vertrauen habe. Sie werden die Raben abwechselnd füttern. Für die Vögel wird gut gesorgt, sonst würde ich nicht in den Dschungel gehen.»
Sie haben erwähnt, dass Sie in dem Dschungel Kontakt zu ihren Raben aufnehmen werden. Können Ihnen die Raben mental helfen, falls es Ihnen im Camp schlecht gehen sollte?
«Gedanklich auf jeden Fall. Vielleicht hilft mir mental auch ein anderes Experiment, dass ich spontan im Camp durchführen werde. Ich darf ja zwei Gegenstände mit in den Dschungel nehmen, die für mich eine besondere Bedeutung haben.»
Sie wirken sehr ausgeglichen. Können Sie auch mal laut werden?
«Ich bin schon eher der ruhige Typ. Jeder Mensch kann aber auch mal ausflippen. Das hat jeder in sich, das ist menschlich. Es kommt immer darauf an inwieweit und weswegen man ausflippt. Ich stelle mir dann immer die Frage, wieso es überhaupt zu der Situation gekommen ist und wie man sie am besten lösen kann. Man sollte versuchen immer Ruhe zu bewahren.»
Sie kommen aus dem Südtirol. Sind sie ein Naturmensch?
«Campen tue ich nicht so gerne. Ich bin aber ein Naturmensch. Ich bin oft im Wald oder Gebirge. Der Dschungel ist aber etwas ganz anderes. Ich kann im Moment noch nicht sagen, ob der Dschungel für mich ein Problem ist.»
Können Sie sich im Dschungel gegenüber den anderen Kandidaten öffnen?
«Die Raben behalten auch ihre Geheimnisse für sich. Wir werden sehen, wie ich mich im Dschungelcamp verhalten werde. Es kommt auf die Situation drauf an.»
Glauben Sie, dass Sie im Dschungel neue Erkenntnisse über sich selbst gewinnen werden?
«Es gibt im Dschungelcamp tropisches Klima. Ich weiß, wie ich mich in Europa verhalte, wenn es zu heiß ist. Wie ich mich im Dschungel verhalten werde, kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich werde sicherlich viele neue Erfahrungen sammeln. Vor den Prüfungen habe ich aber keine Angst.»
Könnten Sie sich im Dschungelcamp verlieben?
« Dafür sind mir die 16 Tage zu kurz. Vielleicht kann sich dort aus einem guten Gespräch eine Freundschaft entwickeln. Mehr aber nicht.»
Brauchen Sie keinen Körperkontakt?
«Das habe ich nicht gesagt. Ich bin ein spiritueller Typ und bin der Meinung, dass man das nicht in den Vordergrund stellen sollte.»
Wie werden Sie als Raucher damit umgehen, dass Sie im Dschungelcamp nur fünf Zigaretten am Tag zur Verfügung haben?
«Ich weiß, dass wenn ich nicht rauchen darf, ich auch nicht rauchen werde. Und ich weiß auch, dass wenn ich die Chance habe zu rauchen, ich dies auch tun werde."
Sie werden im Camp also nicht zum Nichtraucher?
«Das kann ich nicht beantworten. Als ich einen Hirnschlag hatte und ins Krankenhaus eingeliefert wurde, habe ich aufgehört zu rauchen. Wir werden es sehen.» (zeb)