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BA307 Check your privilege – Kategorien sozialer Ungleichheit und Soziale Arbeit
Modul 307 des Bachelor of Arts in Sozialer Arbeit
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Welche Position habe ich in der Gesellschaft und inwiefern beeinflusst das meine Tätigkeit als Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter? Wie können wir uns mit Rassismus, Kolonialismus und Diskriminierung und der eigenen Verstrickung darin auseinandersetzen, ohne Opfer-Täter-Perspektiven festzuschreiben? Wie können Angebote der Sozialen Arbeit so ausgestaltet sein, dass sie Stereotypen und Ausgrenzungen nicht verfestigen?
Fragen wie diesen wird im Modul vorrangig mit Bezug zum Thema Rassismus nachgegangen. Ziel ist es, eine Sensibilität für Rassismus sowie für Privilegien bzw. Diskriminierungen aufgrund von sozialen Kategorien wie Ethnizität, Klasse, Nationalität, Geschlecht, Sexualität usw. zu entwickeln. Dies kann dabei unterstützen, andere Positionierungen und damit gesellschaftliche Ungleichheiten zu verstehen und die eigene professionelle Haltung weiterzuentwickeln.
Das Modul richtet sich an Studierende der Sozialen Arbeit, die eine eigene rassismuskritische Haltung entwickeln möchten. Ausgehend von theoretischen Ansätzen werden verschiedene Aspekte rassismuskritischen Denkens und Handelns diskutiert und bezogen auf die eigene Praxis reflektiert. Die Bereitschaft zur Lektüre von mehreren Fachtexten wird daher vorausgesetzt.
Theorien zu Race, Gender, Intersektionalität, Kolonialismus und Diversität bieten Instrumente, um gesellschaftliche Macht- und Ungleichheitsverhältnisse sichtbar zu machen. Die verschiedenen Kategorien sozialer Ungleichheit werden im Modul in ihrer Verknüpfung und Überkreuzung betrachtet. Anhand von Texten zu aktuellen Debatten diskutieren die Studierenden die Rolle der Sozialen Arbeit und reflektieren die eigene biografische Positionierung.
Ziel ist, Konventionen und Normvorstellungen, etwa zu Geschlechterrollen, als historisch gewachsene und politisch-diskursive Gegenstände zu erkennen und zu reflektieren und insbesondere Geschlecht und Ethnizität als Analysekategorien nutzen und in das eigene professionelle Handeln einbeziehen zu können.
Literatur
- Hasters, Alice (2019): Was weisse Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten. Berlin: Carl Hanser.
- McIntosh, Peggy (1988): White Privilege and Male Privilege: A Personal Account of Coming to See. Working Paper 189, Wellesley Centers for Women. [Englisch: https://bit.ly/2IIV82B, Deutsch: https://bit.ly/3nvCrOW]
- Tupoka, Ogette (2017): exit Racism. Rassismuskritisch denken lernen. Münster: Unrast.
Lizenz: Open Access
Sammlungen: Studium