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AKWS | Nummern 20 / 32 / 58 / 60
Feld-Thymian
(Thymus serpyllum s. l.)
Der Feld-Thymian wächst vor allem an trockenen und steinigen Stellen der Alpweide. Er blüht zwischen Juni und September und besitzt purpurne bis rote, zylindrische Blütenstände von wenigen Zentimetern Länge. Beim Verreiben der Blüten und Blätter entsteht der bekannte aromatische Geruch des nah verwandten Echten Thymians. Auch der Feld-Thymian besitzt ätherische Öle und andere Stoffe, die krampflösend und desinfizierend sind.
Schaft-Kugelblume
(Globularia nudicaulis)
Die Schaft-Kugelblume treffen wir in steinigen Rasen und an Kalkfelsen an. Wie ihr lateinischer Name andeutet, tragen die «nackten» Blütenstengel nur zwei bis drei winzige, kahle Blättchen. Im Gegensatz zur Herzblättrigen Kugelblume ist die Pflanze krautig. Ihre zartblauen Blütenköpfe erblühen im zeitigen Frühjahr, noch bevor sich das neue hellgrüne Laub an der Rosette der überwinternden Blätter des Vorjahres zeigt. Schmetterlingen und Hummeln ist diese Frühjahrsblume ein willkommener Nektarspender zu einer Zeit, in der ihr Tisch noch spärlich gedeckt ist.
Schwarzgefleckter Bläuling
(Maculinea arion)
Der Schwarzgefleckte Bläuling besitzt einen aussergewöhnlichen Entwicklungszyklus. Der Falter legt seine Eier auf dem Feldthymian ab, der den frisch geschlüpften Raupen auch als Futterpflanze dient. Nach einiger Zeit werden die Raupen von Ameisen in ihr Nest gebracht und verbringen dort den restlichen Teil ihrer Entwicklung. Die Raupen scheiden im Ameisennest zuckerhaltige Sekrete aus, welche die Wirtsameisen gerne aufnehmen, ernähren sich aber selber von der Ameisenbrut. Ein gefährlicher Moment kommt für die Falter, wenn sie nach der Verpuppung als frisch geschlüpfter Falter aus dem Ameisennest kriechen müssen.
Erkenntlich ist der Schwarzgefleckte Bläuling an seiner blauen Bestäubung der Vorderflügel, die zusätzlich dicke schwarze Punkte und eine breite dunkle Randbinde aufweisen.
Zwerg-Bläuling
(Cupido minimus)
Dem Zwerg-Bläuling kann der Wanderer auf den Bergwiesen von Juni bis August begegnen. Mit einer Flügelspannweite von nur 18 bis 22 Millimetern ist er der kleinste Tagfalter Mitteleuropas und daher leicht zu erkennen. Das Weibchen legt seine Eier auf die aufgeblasenen Blütenkelche des Alpen-Wundklees ab. Die Raupe lebt ausschliesslich vom Fruchtknoten oder den unreifen Früchten der Futterpflanze. Gelegentlich versammeln sich die kleinen Schmetterlinge auch auf Wanderwegen, wo sie zusammen mit anderen Tagfaltern Wasser und Nährstoffe saugen.