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Für die erste Schweizer Olympia-Teilnehmerin im Wasserspringen seit 17 Jahren wurde der Halbfinal zur Zitterpartie. Nach dem ersten von fünf Sprüngen lag Heimberg lediglich im 17. Rang, den letzten nahm sie von der 15. Position aus in Angriff.
Mit einem formidablen letzten Sprung erledigte Heimberg im entscheidenden Moment ihren Teil für den nicht erwarteten Vorstoss in den Final. Sie profitierte aber auch davon, dass die Kanadierin Pamela Ware zum Abschluss einen Nuller einzog und unverhofft zurückfiel. Nach drei Sprüngen hatte Ware noch an 3. Stelle gelegen.
Mit 289,80 Punkten wiederholte Heimberg ihre Leistung aus der Qualifikation ziemlich präzise. Beim 11. Platz hatte die EM-Dritte von 2017 tags zuvor 289,95 Punkte totalisiert in dem Modus, der keine grossen Ausrutscher verzeiht, weil sämtliche fünf Sprünge in die Wertung gehen.
«Der letzte Sprung war entscheidend. Die ersten vier waren recht durchschnittlich», sagte Heimberg im SRF-Interview. Obwohl sie nichts zu verlieren gehabt habe, sei sie den ganzen Tag über nicht in einen richtigen Flow gekommen: «Die Gedanken schwirrten den ganzen Tag in meinem Kopf herum.»
In Final vom Sonntag (8.00 Uhr) kann Heimberg ihre Olympia-Feuertaufe nun krönen. Mit der Qualifikation für die Halbfinals hatte sie ihr Ziel bereits erreicht.