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FLT3 ITD (internal tandem duplications) sind Verdoppelungen eines Genstücks von variabler Grösse (3–400 Basenpaare) in den Exonen 14 und 15 des FLT3-Gens. Sie liegen bei 25–30% der erwachsenen Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) vor und sind damit neben den NPM1-Mutationen die häufigsten Genveränderungen bei AML. Häufig sind es sekundäre Aberrationen, die oft mit sehr hohen Leukozytenzahlen einhergehen. FLT3-ITD+ Klone oder Subklone können im Verlauf der Krankheit verschwinden oder neu auftreten. FLT3 ITD sind mit einer ungünstigen Prognose und einer hohen Rezidivrate assoziiert; dies gilt auch in Gegenwart der häufig gleichzeitig vorliegenden prognostisch günstigen NPM1-Mutation. Bei FLT3 TKD Mutationen handelt es sich um verschiedene Mutationen der Tyrosinkinase-Domäne direkt am aktiven Zentrum (Aspartat an Position 835) oder in dessen unmittelbarer Nähe, z.B. die Deletion des Codon 1836. Bei ca. 5 – 7 % der erwachsenen AML-Patienten liegen FLT3 TKD Mutationen vor. Die klinische Relevanz ist hoch, da FLT3 TKD Mutationen zu Resistenzen gegenüber FLT3 PTK Inhibitoren führen. Die prognostische Auswirkung ist allerdings weniger klar als für FLT3 ITD Mutationen.