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Bei der Turtle-Grafik handelt es sich eigentlich um eine Bildbeschreibungssprache: Ein Roboter (die «Turtle» – echt oder virtuell) trägt einen Stift übers Papier. Der Stift kann angehoben und gesenkt werden, so dass er das Papier nicht mehr resp. wieder berührt. Mit einfachen Befehlen wie «vorwärts», «rückwärts», «drehen links» und «drehen rechts» wird der Roboter bewegt und zeichnet so aufs Papier.
Die Turtle-Grafik wurde in den späten 1960er Jahren berühmt, als Seymour Papert die Programmiersprache LOGO mit Turtle-Support ausstattet. Dabei konnte ein echter Turtle-Roboter gesteuert werden.
Turtle-Roboter gab es aber bereits in den 1940er Jahren: William Grey Walter, ein Wissenschaftler der sich mit Neurophysiologie und Robotik befasste, konstruierte dreirädrige autonome Roboter. Diese zeichneten zwar noch nicht, sie bewegten sich aber sehr langsam und wurden deshalb «Tortoises» genannt.
Für alle gängigen Programmiersprachen existieren heute Turtle-Grafik-Implementationen. Gerade beim Erlernen der Grundkenntnisse des Programmierens haben die Turtles viele Vorteile und sind beliebt: Einerseits lassen sich an Hand der Turtle alle grundlegenden Programmier-Strukturen erlernen. Andererseits bieten die Turtles dem Programmierer eine visuelle Rückmeldung indem sie eben auf Papier oder am Bildschirm spuren hinterlassen.