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Die kantonale Sektion der Grünen hat gestern Abend in Villars-sur-Glâne Bruno Marmier zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Der 41-Jährige sitzt seit 2012 im Gemeinderat von Villars-sur-Glâne und ist auch Mitglied des Agglorates. Er war zudem bereits Vorstandsmitglied der Grünen Freiburg.
Er freue sich über das Vertrauen, das die Partei ihm schenke, sagte Marmier an der Generalversammlung. «In diesem Jahr sind die kantonalen Wahlen die grösste Herausforderung», sagte er. Nur mit einer guten Vertretung könne die Partei ihre Ideen durchbringen.
Affäre Bardet
Bruno Marmier war der einzige Kandidat, der sich für den Posten zur Verfügung stellte, nachdem der bisherige Präsident Luc Bardet sein Amt Anfang März per sofort niedergelegt hatte. Bei den Gemeinderatswahlen in Romont Ende Februar war seine Frau, Nicole Bardet, in den Gemeinderat gewählt worden. Sie erklärte zwei Tage nach der Wahl, dass sie das Amt aus beruflichen Gründen nicht antreten könne. Luc Bardet rückte als Zweitplatzierter auf der Liste nach. Dieses Manöver sorgte nicht nur für Kritik ausserhalb der Partei, auch innerhalb gab es Druck auf das Paar, so dass Bardet das Präsidium abgab.
Auch Vizepräsident Gerhard Andrey hat den Vorstand verlassen, da er seit April Vizepräsident der Grünen Schweiz ist. Die Generalversammlung hat Oliver Collaud und Mathieu Gauss neu in den Vorstand gewählt und Collaud zum zweiten Vizepräsidenten neben Paola Ghielmini Krayenbuhl bestimmt.
Gegen die Zersiedelung
Ebenfalls Thema an der gestrigen Generalversammlung der Freiburger Grünen war die Zersiedelungsinitiative der Jungen Grünen. Diese fordern darin, dass die Bauzonen strikt eingeschränkt und nachhaltige Quartiere geschaffen werden. So wollen sie die Zersiedelung der Schweiz stoppen und die Landschaft schützen. Die Jungpartei hat bis im Oktober Zeit, Unterschriften zu sammeln.