Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03480.jsonl.gz/2169

Manchmal liest man während der Buchung eines Hotels oder eines Fluges, dass ein Mindestaufenthalt vorausgesetzt wird. Was damit gemeint ist und warum Hotels und Fluggesellschaften eine Mindestaufenthaltsdauer festlegen, könnt ihr hier nachlesen.
- Was ist ein Mindestaufenthalt im Hotel?
- Warum setzt ein Hotel eine Mindestaufenthaltsdauer fest?
- Was ist ein Mindestaufenthalt bei Flügen?
- Warum legen Fluggesellschaften eine Mindestaufenthaltsdauer fest?
Was ist ein Mindestaufenthalt im Hotel?
Ein Mindestaufenthalt wird zu bestimmten Reisezeiten von Hotels festgesetzt. Er bedeutet, dass der Gast mindestens die festgesetzte Reisedauer buchen muss und nicht weniger. Der Mindestaufenthalt bezieht sich auf die Nächte, die in der Unterkunft verbracht werden. Ein Beispiel: Ein Hotel gibt vor, dass im Reisezeitraum Juli bis August das Hotel nur mit einem Mindestaufenthalt von zwei Übernachtungen gebucht werden kann. In der Regel ist auch die Buchungsmaske so eingestellt, dass die Mindestaufenthaltsdauer sofort angepasst wird. So lässt sich ein kürzerer Aufenthalt als die Mindestvorgabe gar nicht buchen. Besonders in der Hauptsaison, an Feiertagen und zu Ferienzeiten legen Hotels einen Mindestaufenthalt fest.
Warum setzt ein Hotel eine Mindestaufenthaltsdauer fest?
Mit einem festgesetzten Mindestaufenthalt kann das Hotel besser planen. Es kann dafür sorgen, dass die Kapazität komplett ausgeschöpft wird. Legt das Hotel zum Beispiel einen Mindestaufenthalt von vier Übernachtungen fest, hat es die Sicherheit, dass ein Zimmer für mindestens vier Nächte gebucht ist. Damit fängt es einerseits mehr Gewinn ein als mit weniger Übernachtungen und andererseits wird gewährleistet, dass auch innerhalb der Woche die Zimmer gefüllt sind und nicht nur am Wochenende oder anderen freien Tagen. Das ist der Grund weshalb besonders an Feiertagen und in der Hauptsaison Mindestaufenthalte vorgegeben werden. Es soll nicht die Möglichkeit bestehen, dass nur eine Übernachtung übers Wochenende gebucht wird, sodass das Hotel am Wochenende überbucht ist und die komplette Woche leer steht. Mit einem Mindestaufenthalt wird dem vorgebeugt und das Hotel hat eine Planungssicherheit. Ein weiterer Grund für die Festsetzung einer Mindestaufenthaltsdauer ist die kurzfristige Stornierung. Bei der Buchung mehrerer Übernachtungen ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Buchung nicht storniert wird als bei einem kurzen Wochenendtrip.
Was ist ein Mindestaufenthalt bei Flügen?
Bei der Buchung einiger Flugtarife wird ein Mindestaufenthalt am Zielort festgesetzt. International spricht man von „Minimum stay“. Meist ist ein Mindestaufenthalt von einer Nacht festgesetzt, er kann aber auch mehrere Tage beinhalten. Ein Mindestaufenthalt an einem Zielort dient dazu, dass Hin- und Rückflug nicht am selben Tag stattfinden. Mit der Sunday Rule (Sonntagsregel, Wochenendregel) setzen Fluggesellschaften fest, dass der Rückflug nicht vor dem ersten Sonntag nach Ankunft erfolgen darf. Ein eventueller Mindestaufenthalt ist in den Ticketregeln notiert. Ist dort vermerkt „Travel must commence no earlier than the first sun after departure from fare origin“, bedeutet das, zwischen Abflug und Rückflug muss mindestens eine Nacht liegen. Ist in den Ticketregeln „No minimum stay“ geschrieben, kann am selben Tag zurückgeflogen werden. Die Mindestaufenthaltsregeln hängen von den Buchungsklassen ab. Je günstiger ein Flugticket, desto schlechtere Bedingungen erwarten den Kunden. Eine davon ist der Mindestaufenthalt. Ihr habt die Möglichkeit eine höhere Buchungsklasse gegen Aufpreis zu buchen und damit dem Mindestaufenthalt zu entgehen.
Warum legen Fluggesellschaften eine Mindestaufenthaltsdauer fest?
Eine Mindestaufenthaltsdauer wird festgesetzt, damit Geschäftsreisende, die am meisten von Hin- und Rückflügen am selben Tag profitieren, gezwungen sind eine teurere Buchungsklasse zu buchen. Wenn Geschäftsreisende nur für einen Termin in eine Stadt fliegen und am selben Tag ohne Hotelübernachtung wieder zurückfliegen möchten, profitiert die Zielstadt nicht davon. Deshalb muss dieser Aufpreis, der in der ausfallenden Hotelübernachtung eingespart wird, in den Flugpreis investiert werden. Die Fluggesellschaften bieten höhere Buchungsklassen gegen Aufpreis an, die keinen Mindestaufenthalt am Zielort voraussetzen.
Nun wisst ihr, was es mit dem Begriff „Mindestaufenthalt“ auf sich hat. Wenn ihr das nächste Mal ein Hotel oder einen Flug bucht, wisst ihr Bescheid. Ich wünsche euch tolle Reisen!