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Autor: arthur zurkinden
düdingen Bereits im Jahr 2005 ist Escor aus ihrem ursprünglichen Stammgeschäft, dem Aufstellen von Geldspielautomaten in Gaststätten und Spielsalons, ausgestiegen, da dort nur noch unattraktive Geschicklichkeitsautomaten hingestellt werden dürfen. Der Ausstieg beeinflusste noch das Ergebnis 2006. Am Dienstag konnte aber Verwaltungsratspräsident Christian Vollmer den Aktionären eine Jahresrechnung 2007 präsentieren, die voll die Neuausrichtung des Unternehmens – Beteiligungen an Casinos und Handelsvertretungen für Casinoautomaten – widerspiegelt.
Reingewinn von 2,55 Millionen Franken
So konnte Escor den Aktionären ein Ergebnis 2007 unterbreiten, das mit einem Reingewinn von 2,55 Mio. Franken (Vorjahr = 1,95 Mio.) schliesst. Dieses erlaubte die Ausschüttung einer Dividende von zehn Prozent. Zudem stimmte die Versammlung einer Herabsetzung des Aktienkapitals um zehn Prozent von 12,375 auf 11,137 Mio. Franken zu. Dabei werden die 1,237 Mio. den Aktionären ausbezahlt – steuerfrei.
Lohnende Beteiligung am Casino Locarno
Als besonders attraktiv erweist sich für Escor die Beteiligung am Casino Locarno. Escor besitzt 36,5 Prozent der ABE Casinos AG, der alleinigen Eigentümerin der Casino Locarno SA und der Casino Zürich AG. Die ABE Casinos AG erwirtschaftete im Jahre 2007 einen Gewinn vor Steuern von 8,2 Mio. Franken, was der Escor einen anteilmässigen Reingewinn von 2,3 Mio. Franken eintrug.
Der Bundesrat wird im Jahre 2009/10 darüber entscheiden, ob er neue Casinos bewilligen will. Dabei kann sich die Stadt Zürich, die in der ersten Runde leer ausgegangen ist, berechtigte Hoffnungen machen, eine Casino-Konzession zu erhalten. Die Casino Zürich AG hat Räumlichkeiten in der Alten Börse in der Nähe des Paradeplatzes gemietet und möchte dort ein Casino eröffnen.
Wiedereinstieg ins Aufstellgeschäft?
Escor kann sich vorstellen, unter gewissen Voraussetzungen wieder Geldspielautomaten in Gaststätten aufzustellen. Laut Christian Vollmer müsste aber der Grundsatz akzeptiert sein, dass der Automatenbetreiber einen Anspruch auf eine Entschädigung für das Aufstellen der Geräte hat. Und diese Entschädigung müsste von den Automateneinnahmen abgezogen werden können. Der Rest sollte dann als Gewinnverteilung an die Spieler gehen.
Ein Team von Ingenieuren ist deshalb daran, attraktive Geschicklichkeitsautomaten zu entwickeln. Es werde allerdings noch mehrere Generationen von Prototypen benötigen, bis ein Gerät marktreif sei und von einer breiteren Masse von Spielern akzeptiert werde. «Escor ist aber bereit, in einem begrenzten finanziellen Rahmen in dieses aussichtsreiche Segment zu investieren», sagt Christian Vollmer.
Er kann sich auch einen Einstieg ins virtuelle Spielfeld des Internets vorstellen, sobald dieses in der Schweiz erlaubt wird.