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Bereits Ende 2015 hatten Sanofi und Boehringer angekündigt, über den Tausch der beiden Sparten zu verhandeln. Sobald die Transaktion vollzogen ist, sollen die neuen Geschäfte integriert werden. Für beide Konzerne ist dieser Tausch ein Schritt zu einer stärkeren Spezialisierung. Nach eigenen Angaben hätten sie so die Möglichkeit, Weltmarktführer mit den jeweiligen Sparten zu werden. Boehringer gehört zu den grössten Pharmakonzernen Deutschlands und beschäftigt weltweit mehr als 47 000 Mitarbeiter.
Zur Boehringer-Sparte Consumer Healthcare gehören Mittel wie die Kopfschmerztabletten Thomapyrin, der Hustensaft Mucosolvan und das Bauchschmerzmittel Buscopan. Das China-Geschäft der Sparte will Boehringer allerdings behalten, weil die Geschäfte mit rezeptfreien und rezeptpflichtigen Mitteln in dem Land eng miteinander verwoben seien. Die Sparte mit rezeptfreien Mitteln, die an Sanofi gehen soll, bewerten beide Unternehmen mit 6,7 Milliarden Euro. 4,7 Milliarden Euro muss Boehringer noch draufpacken. Sanofis Tiermedizinsparte wird in dem Geschäft mit 11,4 Milliarden Euro taxiert.
Boehringer würde früheren Unternehmensangaben zufolge durch die Übernahme zur Nummer zwei im weltweiten Geschäft mit Tiermedizinprodukten werden und könnte die Weltspitze angreifen. Zusammen hätten die beiden Tiermedizin-Sparten 2015 rechnerisch einen Umsatz von mehr als 3,8 Milliarden Euro erzielt. Damit würde Boehringer seinen Umsatz in dieser Sparte mehr als verdoppeln, hiess es weiter./mne/fri/fbr
(AWP)