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Die Publikation "Wetter, Schneedecke und Lawinengefahr in den Schweizer Alpen" fasst die wichtigsten Zahlen und Fakten aus dem hydrologischen Jahr 2014/15 zu Schnee und Lawinen zusammen.
- Allgemein war eine schwache Schneedecke inneralpin aber zeitweise auch am Alpennordhang verzeichnet worden.
- Durch den schlechten Schneedeckenaufbau gab es eine hohe Nassschneelawinenaktivität im Frühling. In den inneralpinen Regionen des Wallis und Graubündens und am Alpennordhang gingen Anfangs und Ende März sowie im April und Mai viele Nassschneelawinen ab: Besonders an Nordhängen oberhalb von rund 2400 m waren sie Anfangs Mai zahlreich und auch gross.
- Am Alpensüdhang war die Schneedecke weitgehend günstig aufgebaut. Die Schneehöhen waren zwar nicht so extrem wie im Winter 2013/14. Trotzdem konnte sich vom Simplongebiet über das südliche Goms bis zum zentralen Alpensüdhang eine stabile Schneedecke bilden.
- Die Schneehöhen des Winters 2014/15 waren am Alpennordhang nur gerade oberhalb von rund 2200 m durchschnittlich. Unterhalb 2000 m waren die Schneehöhen dagegen wegen des zu warmen Winters schweizweit klar unterdurchschnittlich, auch wenn in einigen Regionen kurzzeitig normale Werte erreicht wurden.
- Es wurden deutlich mehr Lawinenopfer als im langjährigen Mittel verzeichnet. Die Gesamtopferzahl liegt bis Ende Mai mit 33 Todesopfern – alle im freien Gelände – deutlich über dem langjährigen Mittelwert. Seit dem Winter 1990/91 kamen nie mehr so viele Leute im freien Gelände in Lawinen ums Leben.
Source: Zweifel B. (2015): Wetter, Schneedecke und Lawinengefahr in den Schweizer Alpen. Hydrologisches Jahr 2014/15. Davos: WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF.