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Kathrin Stirnemann wurde Zwölfte, Corina Gantenbein belegte Platz 17. Gold ging erstmals an die Dänin Annika Langvad.
“Ich habe alles gegeben, das war das Maximum, was heute dringelegen ist. Ich bin froh, dass ich bis ins Ziel durchgehalten habe”, sagte Neff, die von starken Rückenschmerzen zurückgebunden wurde. “Die spüre ich schon länger. Manchmal sind sie schlimmer, manchmal weniger. Heute wusste ich, dass sie irgendwann kommen würden.”
Am Start deutete nach aussen hin noch nichts auf den Einbruch hin, den Neff auf der zweiten von fünf Runden erlitt. Die 23-jährige Ostschweizerin legte energisch los und setzte sich sogleich an die Spitze. Nachdem sie die zweite Schlaufe mit der Spitzengruppe in Angriff genommen hatte, wurde sie plötzlich nach hinten durchgereicht. Innerhalb weniger Kilometer büsste sie über eineinhalb Minuten auf Annika Langvad ein, die sich auch von Rest der Spitzengruppe absetzte. Immerhin konnte sie sich in der Schlussphase von ausserhalb der Top 10 noch auf Platz 8 nach vorne schieben.
Die zweifache Gewinnerin des Gesamtweltcups und amtierende Europameisterin muss sich damit weiter auf ihren ersten WM-Titel bei der Elite gedulden. Schon an den letzten Titelkämpfen in Andorra, bei ihrer ersten Start im Elite-Feld, war Neff als Neunte nicht auf Touren gekommen.
Neffs Scheitern an der Teilnahme an der Marathon-WM vor Wochenfrist in Südfrankreich festzumachen, wäre falsch. In Laissac war auch Langvad am Start, die nun überlegen ihren ersten WM-Titel im Cross Country einfuhr. “Ich denke nicht, dass meine Probleme mit der Marathon-WM zu tun haben. Die anderen sind ein starkes Rennen gefahren und ich gratuliere ihnen”, so Neff.
Zweite hinter der dreifachen Marathon-Weltmeisterin, die in der laufenden Saison zwei der drei Weltcuprennen im Cross Country gewonnen hat, wurde überraschend die US-Amerikanerin Lea Davison. Die 33-Jährige profitierte auf der letzten Runde von platten Reifen der Polin Maja Wloszczowska und der Deutschen Sabine Spitz, die es als 44-Jährige beinahe auf das WM-Podest geschafft hätte, durch den Defekt aber auf den 9. Platz zurückgeworfen wurde.
Bronze in dem von Stürzen und Defekten geprägten Rennen ging an Emily Batty. Die Kanadierin blieb im Sprint hauchdünn vor Wloszczowska, die sich auf den letzten Metern noch einmal herangekämpft hatte. Die norwegische Altmeisterin Gunn-Rita Dahle Flesja, die französische Vorjahressiegerin Pauline Ferrand-Prévot und die Ukrainerin Jana Belomoina schieden durch Stürze oder Aufgabe (Belomoina) früh aus dem Kampf um die Medaillen aus.
Bei den U23-Männern sicherte sich Marcel Guerrini die Bronzemedaille. Der 21-jährige St. Galler erreichte das Ziel dank einer geschickten Taktik mit 1:04 Minuten Rückstand auf den Neuseeländer Sam Gaze und 17 Sekunden hinter dem zweitplatzierten Franzosen Victor Koretzky.
Guerrini konnte in der vorletzten Runde dem Angriff von Gaze nicht folgen. Jedoch hatte er seine Kräfte besser eingeteilt als sein letzter verbliebener Kontrahent um Platz 3, den Franzosen Titouan Carod, den er auf der Schlussrunde hinter sich liess.
(SDA)