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Das wird wohl nur die Spitze des Eisberges sein
Im November letzten Jahres starb die Schwester des Arztes Robert Honeyman an Corona, so schrieb er auf Twitter. Sein Tweet wurde bis zu 3.000 Mal geteilt und 43.000 Mal geliked. Einen Monat später schrieb Honeyman, dass sein Mann ins Koma gefallen sei, nachdem er mit Corona ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Auch hier drückten zahlreiche Menschen ihr Beileid aus.
Es gab jedoch ein Problem: Honeyman war nicht real. Das Bild in seinem Profil stammt von Depositphotos. Der komatöse Patient, der Arzt Patrick C. Honeyman, war ebenfalls eine Fälschung. Der Mann auf seinem Foto entpuppte sich als Versicherungsfachmann.
Es gibt diesen Bericht – Dr. Robert Honeyman – der sagt, dass seine Schwester im November an Covid gestorben ist und sein Mann jetzt mit Covid im Koma liegt. Ich kann nirgendwo einen Eintrag finden, auch nicht bei einer akademischen Einrichtung. Links ist ein Archivfoto und rechts ist ihr Profilfoto.
There's this account — Dr. Robert Honeyman — who says their sister died of covid in Nov and now their husband is in a coma with covid. I cannot find any record of them anywhere, from any academic institution. On the left is a stock photo and on the right is their profile photo. pic.twitter.com/DFwxVqv9HL— joshua gutterman tranen (@jdgtranen) December 13, 2022
Die beiden gefälschten Ärzte, die vor den Gefahren von Corona warnten, waren Teil eines Netzes von mindestens vier gefälschten Konten. Sie rieten den Menschen, Gesichtsmasken zu tragen, Abstand zu halten und kritisierten Menschen, die die Pandemie nicht ernst nehmen.
Es ist nicht bekannt, wer die beiden Ärzte geschaffen hat. Robert hatte die ukrainische und die Trans-Flagge in seiner Biografie, Patrick eine Regenbogenflagge. Auf einem anderen Konto, das mit der Gruppe Dr. Gerold Fischer in Verbindung gebracht werden könnte, waren die ukrainische, die Trans- und die Regenbogenflagge zu sehen. Ein vierter falscher Arzt, Dr. Steve Ville, nannte sich selbst einen „stolzen Maskenträger“. Die vier Ärzte hatten eines gemeinsam: Sie erstellten ihre Konten während der Pandemie.
„Komm schon China! Hört auf zu protestieren, ich wünschte, wir hätten hier ähnliche Maßnahmen“, schrieb Robert Honeyman am 27. November. Es ist leicht zu erraten, warum diese Konten eingerichtet wurden.
Auf Twitter gab es ein ganzes Netzwerk von angeblichen Notaufnahmeärzten, die sich als Teil der Trans-Gemeinschaft identifizierten, die ständig Patienten an COVID verloren und Tausende von Retweets erhielten. Nur dass es sie nicht gibt. Sicherlich eine COVID-Intelligence-Operation.
On Twitter there existed an entire network of supposed ER doctors who identified as part of the trans community who constantly lost patients to COVID & received thousands of retweets. Except they don’t exist. Surely an COVID intel op. https://t.co/hThJrq2Mxb pic.twitter.com/Kt2ibit8Zp— Jeremy Loffredo (@loffredojeremy) January 5, 2023