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Bei der Betriebseröffnung anno 1887 standen der Birsigthalbahn AG (BTB) die beiden Dampflokomotiven G3 1 «Basel» und 2 «Blauen» zur Verfügung. 1888, 1890 und 1896 folgten die Loks 3 «Birsig», 4 «Landskron» und 5 «Blochmont» 1). Lieferantin war stets die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik AG in Winterthur. Sie konnte über 200 Exemplare bauähnliche Lokomotiven als Standardmodell an in- und ausländische Betriebe liefern. Die ersten drei Lokomotiven entsprachen denn auch weitgehend den in Genf und Bern tätigen Maschinen, während die Nummern 4 und 5 etwas stärker ausgeführt worden waren.
Bei den im Volksmund «Glettyseli» (Bügeleisen) genannten, ab 1902 als G 3/3 bezeichneten Fahrzeugen handelte es sich um sogenannte «Tramwaylokomotiven» bzw. «Kastenlokomotiven». Diese zeichneten sich durch ihre gedrungene Bauart und einen für eine gute Kurvengängigkeit extrem kurzen Gesamtradsatzabstand aus. Eine Verkleidung aller beweglichen Teile sollte andere Verkehrsteilnehmer wie Pferde vor schweren Verletzungen bei Unfällen schützen.
Die Lokomotiven waren als Balancier-Maschinen nach dem Patent Brown ausgeführt. Die Antriebskraft der obenliegenden Zylinder wurde über einen vorne liegenden Doppelhebel und Hallsche Kurbeln auf die Achsen geführt. Gegengewichte in den Rädern waren so nicht erforderlich. Die Brownsche Steuerung gestattete ferner eine sofortige Umsteuerung mit geringem Kraftaufwand.
Regulator, Umsteuerung, Handbremse, Vakuumbremse und Sander konnten von beiden Führerständen aus bedient werden. Der Wasserstandsanzeiger befand sich in Kesselmitte. Der Wasservorrat wurde zwischen dem Rahmen, der Kohlevorrat in einem separaten Behälter mitgeführt. Ein im Kamin eingesetztes Sieb verhinderte Funkenflug.
Die wartungsgünstigen Lokomotiven bewältigten den Betrieb der Bahn bis 1905, als sie von der elektrischen Traktion abgelöst wurden. Anschliessend dienten sie als Reserveloks und dürften noch für Dienstzüge Verwendung gefunden haben.
Zwischen 1907 und 1911 fand die Birsigthalbahn AG schliesslich für alle fünf Maschinen einen Käufer.