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Haben Sie den Eindruck, Sie hätten im Berufsleben als Frau das Nachsehen, müssten bei den Aufstiegsmöglichkeiten hinten anstehen und würden unter Ihrem Wert bezahlt. Die fünf folgenden Tipps zeigen wie Sie sich im Beruf sprachlich besser präsentieren und durchsetzen. Denn am Anfang steht das Wort.
Das Problem ist an der Wurzel zu packen, durch Arbeit an den sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten. Die typisch weibliche Art und Weise, wie sich Frauen artikulieren, wird von männlichen Ohren häufig als Indiz für Schwäche und Inkompetenz gewertet.
Wie die amerikanische Unternehmensberaterin und Sprach- und Kommunikations-Wissenschaftlerin Prof. Dr. Phyllis Mindell in ihrem Buch „How to say it for Women“ festhielt, handelt es sich im Wesentlichen um fünf sprachliche Regeln, die Sie beachten sollten, um sich nicht selbst den Weg nach oben zu blockieren:
1) Kommunizieren Sie sachlich und nicht emotional – so demonstrieren Sie Professionalität. Lassen Sie jene Ausdrucksweise, die Sie in Ihrem persönlichen, privaten Rahmen pflegen, zu Hause und nehmen Sie sie nicht mit ins Büro – artikulieren Sie sich stattdessen gewählt, aber gut verständlich.
2) Überwinden Sie Ihre unbegründeten Bedenken, sich möglicherweise zu direkt, zu selbstbewusst und daher wie ein Mann auszudrücken. Vergleichen Sie sich nicht mit starken Männern – sondern sprechen Sie wie eine starke Frau. Vermeiden Sie daher Satzanfänge wie „Ich denke…“, „Meiner Meinung nach…“, „ So weit ich informiert bin…“ und Konditionalformen wie zum Beispiel „Ich würde sagen…“ – damit vermitteln Sie den Eindruck, dass Sie sich sicherheitshalber den „Rückweg freihalten“ wollen, sabotieren sich selbst und untergraben Ihre Position. Machen Sie stattdessen klare Statements, mit denen Sie sich als sicher und wissend, souverän und entscheidungsfähig demonstrieren.
3) Verbannen Sie Passivstrukturen aus Ihrem beruflichen Code. „Mit dieser Strategie wurde unser Ziel erreicht.“ klingt blass und ohne Power – „Diese Strategie führte uns zum Ziel.“ jedoch steckt voller Aktion und Energie. So wird Ihre Aussage klarer und direkter, lebendiger und stärker. Üben Sie sich also in der Verwendung kraftvoller Verben, die für Aktivität stehen und präzise Inhalte in sich bergen.
4) Weg mit Satzreihungen, Adjektiven und Adverben, die ein Statement nicht klarer, sondern nur langatmig machen. Das ist unnötiger sprachlicher Ballast, der Sie als eine Frau darstellt, die sich in Redundanzen ergeht und nicht in der Lage ist, sich auf das Wesentliche zu beschränken – und damit nur bedingt ernst zu nehmen ist.
5) Sie sollten lebendige und kreative Metaphern nutzen. Greifen Sie dafür nicht auf die typisch männlichen Bereiche „Sport“ und „Krieg“ zurück, sondern bedienen sich ganz unbefangen in Ihrem Lebensumfeld, etwa bei den Themen „Erziehung“ oder „Beauty“, welche kreative und humorvolle Metaphern bieten.
Und auch hier gilt: Übung macht die Meisterin. Trainieren Sie regelmässig entsprechend der oben stehenden Regeln, nutzen Sie jedes Gespräch, jeden Auftritt, um mindestens einem dieser Punkte besondere Beachtung zu schenken…damit man schon bald Ihnen mehr Beachtung schenkt.