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Dmitrij Gawrisch, 1982 in Kiew geboren, schreibt Prosa, Theaterstücke, Hörspiele und literarische Reportagen. Er wuchs in Bern auf und studierte zunächst Betriebs- und Volkswirtschaft an der Universität Bern. Im Anschluss absolvierte er den Dramenprozessor am Theater Winkelwiese sowie ein journalistisches Volontariat bei der Handelszeitung, beides in Zürich. Gleich mit seinem ersten Theaterstück Brachland wurde Gawrisch 2011 zum Stückemarkt beim Berliner Theatertreffen eingeladen. Es folgten weitere Stücke, darunter Mal was Afrika, Wird schon werden oder Lessons of Leaking (mit machina eX), die auf zahlreichen Bühnen im In- und Ausland aufgeführt wurden. Gawrisch gewann den Open Mike und war Stadtschreiber in Jena und Rottweil. Für die Arbeit an seinem Roman Die geblieben sind hat er ein Grenzgänger-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung sowie des Literarischen Colloquiums Berlin erhalten. Gawrisch ist getrennterziehender Vater eines siebenjährigen Sohnes, arbeitet in Teilzeit als Redakteur bei der Zeitschrift REPORTAGEN und pendelt zwischen Bern und Berlin.
Maurin Baumann wurde 1995 in Bern geboren, wo er noch immer lebt. Er studiert Kulturpublizistik an der Zürcher Hochschule der Künste. Zuvor absolvierte er das Literaturinstitut in Biel und schrieb im Rahmen eines Praktikums für die Tageszeitung «Der Bund».
Projekt
«Was genau willst du von mir?», fragt der Text und spottet: «Ich bin ein paar Kilobytes auf deinem Computer. Antworten musst du dir selbst geben.»
Und ich denke: Das ist doch alles lächerlich! Der ist doch irgendwie aus mir erwachsen, aber ich blicke null durch.
Irgendwie etwas Bedeutendes machen. Etwas Echtes. Einfach keine Geschichte erzählen – ja kein Storytelling. Das war doch mal der Anspruch. Nicht können und trotzdem machen.
«Du bist doch nichts als ein grosses Trotzdem», schreie ich zurück. Auch formlos und wirr.
«Ich stehe für deine eigenen Wirrungen», zischt der Text. «Denkst du, das macht mir Freude – diese Existenz als verstaubter Fundus an Fehlschlägen?!»
Reiss dich zusammen. Ich habe geschrieben, weil man mir sagte, du kannst das. Ich habe geschrieben in einer Zeit tiefster Dunkelheit und Schmerzes. Nun schreibe ich ein Buch – und Dmitrij hilft mir dabei.