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Die Verpflichtung der Unternehmen zur Überprüfung der Lohngleichheit sei ungenügend, heisst es in der Mitteilung. Ziel zweier Motionen sei deshalb die Abschaffung der so genannten Toleranzschwelle, die bei der Analyse der Lohngleichheit zur Anwendung komme. Diese Schwelle sei vor etwa 20 Jahren eingeführt worden, um den Kinderkrankheiten des führenden Tools Rechnung zu tragen und habe heute keinerlei Berechtigung mehr.
Die Toleranzschwelle vermittele den Eindruck, dass eine unerklärte Lohnungleichheit akzeptabel sei. Das sei jedoch nicht tolerierbar, denn selbst hinter einem vergleichsweise tiefen Durchschnittswert könne sich eine wesentlich höhere individuelle Diskriminierung verbergen, so die Mitteilung.
Nachdem sich der Ständerat vergangenes Jahr gegen die Ratifizierung eines Übereinkommens der Internationalen Arbeitsorganisation ausgesprochen habe, erhalte er nun die Möglichkeit, diesen Entscheid zu korrigieren, so Travail Suisse weiter.
Das Übereinkommen enthalte die erste international anerkannte Definition von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt und stelle einen bedeutenden Meilenstein für die Zukunft der Arbeit dar. Der Verband messe der Ratifizierung des Abkommens grosse Bedeutung zu, nicht zuletzt aufgrund der Signalwirkugn, die eine Nicht-Ratifizierung an andere Staaten aussenden würde.