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Aso betreffend Haftung ist eigentlich alles sehr klar geregelt. In der Luftfahrt gilt die schärfste Form der Haftung, die das Schweizer Recht kennt, eine sogenannte "scharfe Kausalhaftung ohne Exculpation". Diese besonders strenge Form der Haftung gibt es sonst nur bei Kernenergieanlagen (AKWs). Selbst für den Betrieb einer Sprengstofffabrik gelten weniger strenge Haftungsvorschriften als für den Betrieb einer Drohne!
Die Haftung der Luftfahrt wird für alle Luftfahrzeuge gleich geregelt, das bedeutet egal ob A380, Luftballon oder Drohne, die Haftungsvorschriften sind immer die selben, nämlich Artikel 64 bis 79 des Luftfahrtgesetztes (LFG). Im allgemeinen muss zwischen Schäden am Boden (Drohne fällt jemandem auf den Kopf) und Schäden in der Luft (Drohne kracht in Heli) unterschieden werden.
Schäden am Boden
Für Personen- und Sachschäden am Boden haftet immer und ohne Ausnahme der Halter der Drohne. Die Haftung ist völlig unabhängig davon, ob ein Berechtigter ein Unberechtigter (z.B. ein Dieb) oder die Drohne autonom fliegt oder weiss ich was los ist (LFG Art. 64). Genau das ist nämlich die Idee deiner "Scharfen Kausalhaftung ohne Exculpation".
Wenn allerdings ein Unberechtigter fliegt, die Drohne also beispielsweise geklaut wurde, liegt eine sogenannte Schwarzfliegerei vor (LFG Art, 65). In diesem falle haften die Unberechtigte und der Halter solidarisch und unbeschränkt für die Schäden am Boden. D.h. der Dieb haftet zusätzlich zum Halter auch noch.
Schäden in der Luft
Für Schäden in der Luft ist die Haftungsfrage auch sehr klar geregelt, es haftet immer der Pilot für den entstandenen Schaden, sofern ihn ein Verschulden trifft (LFG Art 79 und OR 41).
Bedeutet im Klartext, fliegt jemand eine Drohne in der 5km Zone eines Flugplatztes und stösst mit einem Heli zusammen, muss der Drohnenpilot die Schäden am Heli ersetzen. Findet der Zusammenstoss jedoch abseits jeglicher Verbotszonen statt und der Helikopterpilot fliegt unerlaubterweise nur 50 Meter hoch und es kommt zu einem Crash, haftet nicht der Drohnenpilot (denn ihn trifft keine Schuld am Unfall), sondern der Pilot des Helis (in trifft ein Verschulden, er flog ja viel zu tief).
Bei autonom fliegenden Drohnen wird das natürlich schwierig, denn dort gibt es ja keinen "Piloten". Allerdings darf eine autonom fliegende Drohne nicht ohne Bewilligung des BAZLs betrieben werden (VLK Art. 17 Abs. 1) und ich gehe mal stark davon aus, das das BAZL in der Bewilligung regelt, wer in solchen Fällen haftet.
Ich hoffe die Sache mit der Haftung ist jetzt für alle ein bisschen klarer geworden.