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London und New York waren 2019 erneut die meistbesuchten Städte europäischer Geschäftsreisender. Bei einem reifen Geschäftsreisemarkt wie Europa überrascht es nicht, dass sich die Zusammensetzung und Rangfolge der Top 10 der meistfrequentierten europäischen Städte kaum verändert hat. London, Amsterdam, Wien, Barcelona, Kopenhagen, Madrid und Mailand haben 2019 ihre Vorjahresränge gehalten.
Es gab lediglich zwei Positionsänderungen: Paris und Zürich tauschen die Plätze im Ranking des BCD Travel 2019 Cities & Trends Report. Die französische Hauptstadt fällt auf Platz 5 zurück. Die Schweizer Metropole rückt auf Platz 4 vor. Die durch die Gelbwestenproteste in Frankreich verursachten Beeinträchtigungen könnten ein Grund für diese Entwicklung sein. Darüber hinaus verliert Frankfurt seinen Platz in den Top 10 an Stockholm. Das steht möglicherweise im Zusammenhang mit dem verlangsamten Wirtschaftswachstum in Deutschland.
Bei den interkontinentalen Reisezielen gab es etwas mehr Bewegung, obwohl die Städte, die es in die Top-10-Rangliste geschafft haben, dieselben wie im Vorjahr sind. New York und Shanghai belegen erneut die ersten beiden Ränge. Drei Städte rücken nach oben: San Francisco (+2), Chicago (+1), Tokio (+1). Abwärts geht es für Beijing (-2), Dubai (-1) und Singapur (-1).
San Francisco rückt vom 5. auf den 3. Platz vor und drängt Singapur und Dubai dabei um jeweils einen Rang nach unten. Die Kapazität der Fluggesellschaften kann eine der Ursachen sein: Im letzten Jahr stieg die Anzahl der verfügbaren Direktflüge zwischen EMEA (hauptsächlich Europa) und San Francisco um 8%, die verfügbaren Plätze um 9%.
Beijing verliert zwei Plätze und rutscht von 6 auf 8. Dies könnte auf die Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums und den Handelskonflikt zwischen den USA und China zurückzuführen sein, die negative Auswirkungen auf Geschäftsreisen von US-Unternehmen hatten, die von EMEA aus operieren.
Das Vereinigte Königreich blieb auch 2019 das beliebteste Zielland für europäische Geschäftsreisende, gefolgt von Deutschland und Spanien. Die USA, China und Indien konnten ihre Spitzenplätze als meistbesuchte interkontinentale Ziele ebenfalls halten, was wiederum die starken Handelsbeziehungen zwischen Europa und der Volkswirtschaft China ebenso wie Indien verdeutlichen. (TI)