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Was ist eine GFA ?
Die Gesundheitsfolgenabschätzung (Health Impact Assessment - HIA) ist eine Kombination aus verschiedenen Instrumenten und Methoden zur Unterstützung sektorübergreifender Entscheidungsprozesse. Sie wird angewandt, um potenzielle gesundheitsbezogene Auswirkungen von Programmen und Projekten abzuschätzen Die gewonnenen Informationen können in den Entscheidungsprozess zurückgeführt werden.
Gothenburg Consensus Paper, 1999
Die GFA prüft also mögliche Auswirkungen von Entscheidungen und Programmen aus unterschiedlichen Sektoren auf die Gesundheit der Bevölkerung. [1]
Was ist das Ziel einer GFA ?
Ziel ist es, die potenziellen negativen und positiven Auswirkungen einer Entscheidung zu identifizieren . So werden die potentiellen Gesundheitsauswirkungen von verschiedenen Handlungsmöglichkeiten abgeschätzt und den Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt. Die Entscheide sollen dadurch besser fundiert werden und darauf abzielen, negative Auswirkungen zu verringern und positive zu fördern.
Warum soll eine GFA gemacht ?
Die verfügbaren Daten zeigen eine progressive Zunahme der Gesundheitsungleichheiten sowohl zwischen den Industrieländern, als auch zwischen verschiedenen sozioökonomischen Schichten, obwohl der Zugang zum Gesundheitsdienst formell garantiert wird. Zudem steigen die Gesamtausgaben für das Gesundheitswesen (in % vom BIP) weiterhin stark an. Um zu garantieren, dass die Gesundheit als allgemeines Ziel betrachtet wird muss eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Gesundheitssektor und anderen Sektoren garantiert werden. Diese sollen gemeinsam die Verantwortung für das Wohlbefinden der Bevölkerung tragen.
Welche GFA- Typen gibt es ?
Eine GFA kann vor, während und nach einer Projektumsetzung durchgeführt werden und kann zukunftorientiert, gegenwärtig oder retrospektiv sein. Unabhängig davon kann eine GFA nach Umfang und Mittel angepasst werden (Finanzen, Personal, Informationen und Zeitressourcen).
Welches sind die Vorteile einer GFA ?
Eine GFA hilft Entscheidungsträgern, die Objektivität ihrer Entscheidungsfindung zu optimieren und mit Schlüsselinformationen und punktuellen Empfehlungen zu ergänzen.
Zudem fördert eine GFA eine interdepartementale Zusammenarbeit und ermöglicht weitere Beteiligte (Stakeholders) in den Prozess zu integrieren.
Welches sind die Grundsätze einer GFA ?
Ein Gesundheitsmodell, das sich auf ein sozio-ökologisches Umweltkonzept stützt
Gesundheitliche Ungleichheiten abbauen
Ein multidisziplinäres, multisektorales und partizipatives Konzept
Eine Bewertung die auf quantitativen und/oder qualitativen Elementen basiert
Eine ausdrückliche Verpflichtung an die Demokratie, die Gerechtigkeit, die Nachhaltigkeit, der ethische vertretbaren Umgang mit Informationen und für die Gesamttransparenz gegenüber der Öffentlichkeit
Auf welchen theoretischen Grundlagen stützt sich eine GFA ?
Die GFA basiert sich auf der Theorie der Gesundheitdeterminanten, nach denen der Gesundheitszustand der Individuen nicht nur durch das individuelle Verhalten und das Gesundheitssystem, sondern auch durch komplexe Wechselwirkungen zwischen wirtschaftlichen Faktoren (Beschäftigung, Einkommen usw.) und sozialen Faktoren (Erziehung, soziale Verbindung usw.), sowie den Umweltfaktoren (Qualität von Luft und Wassers, Lärms usw.) bestimmt.
Ist eine GFA eine Wischenschaft ?
Eine GFA ist streng genommen keine Wissenschaft, obwohl sie dazu neigt, sich so stark wie möglich auf quantitativ oder qualitativ erhobenen Daten zu stützen. Ebenso verfügt eine GFA über keine starre Methodik, sondern stellt eher einen flexiblen und schöpferischen Vorgang dar, der verschiedene Werkzeuge verwendet, die aus den medizinischen (Epidemiologie), sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Disziplinen stammen und orientiert sich an der Interdisziplinarität mit multisektoraler Persepektive.
Der Ablauf einer GFA ?
Der Ablauf einer GFA kann in einigen wesentlichen Phasen zusammengefasst werden :
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