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Das Wichtigste in Kürze
- Queen soll Prinz Andrew seine militärischen Titel entziehen.
- Diese Ansicht äussern mehr als 150 Veteranen in einem Brief.
- Andrew habe die für Offiziere geltenden Standards nicht erfüllt, schreiben sie.
Mehr als 150 militärische Veteranen haben Queen Elizabeth II. (95) aufgefordert, Prinz Andrew seine militärischen Titel abzuerkennen.
«Offiziere des britischen Militärs sind den höchsten Standards an Redlichkeit, Ehrlichkeit und ehrenhaftem Verhalten verpflichtet.» Das schrieben die ehemals ranghohen Vertreter der Royal Navy und der britischen Armee sowie Kampfpiloten in einem Brief.
Prinz Andrew (61), der sich wegen Missbrauchsvorwürfen in den USA einer Zivilklage gegenüber sieht, habe diese Standards nicht erfüllt.
In dem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben hiess es weiter: «Wäre dies irgendein anderer ranghoher Militäroffizier, wäre es indiskutabel, dass er noch im Amt wäre.» Man fordere Queen Elizabeth daher auf, ihrem zweitältesten Sohn alle verbleibenden militärischen Titel und Ränge zu entziehen.
Prinz Andrew legte öffentliche Aufgaben als Royal nieder
«Wir verstehen, dass er Ihr Sohn ist, aber wir schreiben Ihnen als Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaberin der Streitkräfte.» Diese Schritte hätten schon vor langer Zeit passieren können, sollten nun aber nicht länger aufgeschoben werden.
Ein Prozess gegen Prinz Andrew ist mit der Entscheidung eines Gerichts in New York am Mittwoch ein Stück näher gerückt: Der Richter lehnte die Einwände von Andrews Anwälten ab, die die Klage im Keim ersticken wollten. Die US-Amerikanerin Virgina Giuffre (38) wirft dem Prinzen vor, sie als 17-Jährige mehrfach sexuell missbraucht zu haben.
Demnach wurde sie vom mittlerweile gestorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein vermittelt. Andrew weist die Vorwürfe kategorisch zurück. Seine öffentlichen Aufgaben als Mitglied der Royal Family hat der Queen-Sohn schon seit Bekanntwerden der Vorwürfe niedergelegt. Die militärischen Titel hat er aber bislang behalten.