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Nach der “Dendê-Küste” schliesst sich weiter südlich die Costa do Cacau oder “Kakao-Küste“ an, so genannt wegen der zahlreichen Kakao-Plantagen, die durch ihre Produktion im Hinterland einst den Weltmarkt bestimmten, dann durch einen Schädlingsbefall ihre Spitzenposition einbüssten, aber immer noch über den Hafen “Ilhéus“ ins Ausland exportieren.
Dieser Küstenabschnitt Bahias, zwischen den Munizipien von “Itacaré“ und “Canavieiras“, beherbergt wahre ökologische Heiligtümer: Kilometer um Kilometer lange Strände – einige davon vollkommen verlassen und einsam – von dichten Palmenhainen begrenzt, die sich abwechseln mit nativem Atlantischem Regenwald und riesigen Mangrove-Dschungeln. Dazwischen die schönen Kakao-Plantagen, in denen schon viele Szenen für TV-Novelas gedreht wurden.
Ein Ritt am Strand entlang, eine Bootsfahrt durch das Delta von “Ilhéus“ oder an der “Barra do Rio Pardo“, ein Besuch des Naturschutz-Projekts zur Erhaltung der Löwenäffchen oder ein Stressabbau im monazithaltigen Sand von “Canavieiras“, sind Inhalte zahlreicher Tour-Programme in dieser Region. Der Tourismus an der “Kakao-Küste“ entwickelt sich in grossen Schritten – mit Investitionen nationaler und internationaler Unternehmen, besonders aus der Schweiz und aus Frankreich – und durch Steuererleichterungen der munizipalen Behörden für die Investoren. In den letzten Jahren haben die Infrastruktur und der Dienstleistungssektor entsprechend der Nachfrage in der Hochsaison (zwischen November und Februar) kräftig zugelegt. An der Spitze das Transamerica-Resort auf der “Ilha de Comandatuba“, das grösste seiner Kategorie in Südamerika – jedoch gibt es Optionen für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel.
Canavieiras
Sieben Meeresinseln, darunter die “Atalaia”, und diverse Flussinseln, siebzehn Kilometer Strände, Palmenhaine, Reserven von Atlantischem Regenwald und Mangroven, in denen Reiher, Papageien, Sittiche, Möwen und Schwalben zwischen einer seltenen, vielgestaltigen wilden Fauna nisten, bilden die szenische Schönheit von “Canavieiras“. Auf der Insel “Atalaia“ und bestimmten Abschnitten der Küste kann man sich im monazithaltigen Sand erholen, der therapeutische Eigenschaften haben soll. Fachpublikationen bezeichnen “Canavieiras“ als besten Platz in Brasilien für den an “Robalos“ (Barsch-Typ) interessierten Sportangler. Die Vielfalt an Fischen, Meeresfrüchten und Krustentieren der verschiedensten Arten, hat “Canavieiras“ auch zu einem gastronomischen Paradies gemacht.
Itacaré
Seine geografische Lage bringt es mit sich, dass vor seiner Küste die höchsten Wellen Bahias entstehen – und die sind auch “von guter Qualität“, wenn man die Surfer hört, die den Ort als “Surf-City“ bezeichnen. “Area de Proteção Ambiental“ (APA) bedeutet “Naturschutzgebiet“, und die “APA-Serra Grande“ umfasst einen grossen Teil des Distrikts – kleine, hufeisenförmige Strände, die Mündung des “Rio de Contas“, das ökologische Reservat “Prainha“, die Mangroven und der Atlantische Regenwald, sind alle besonders geschützte Biotope dieses Munizips. Die Strände im Norden, auf der linken Mündungsseite des “Rio de Contas“, kann man nur per Boot erreichen. Die Fahrzeuge vom Typ “off-road“, welche auf den zahlreichen Pisten des Munizips verkehren, überqueren Bäche, lange Strände und Waldgebiete und bringen Besucher in direkten Kontakt mit herrlichen Landschaften dieses ökologischen Paradieses.