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Eine Kolonne von 28 Lastwagen hat am Dienstag Zement aus Israel in den vom Krieg zerstörten Gazastreifen gebracht. Seit dem Ende des mehrwöchigen israelischen Militäroffensive am 26. August war dies erst die zweite Lieferung von Baumaterial für die Reparatur beschädigter Privatwohnungen in dem Küstengebiet.
Wie Raed Fatuh, der Koordinator der Palästinensischen Autonomiebehörde für die Gütereinfuhr, weiter mitteilte hatte jeder Lastwagen 40 Tonnen Zement geladen. Dies sei aber nur "eine winzige Menge dessen, was für den Wiederaufbau benötigt wird".
Zuvor waren am 14. Oktober 75 Lastwagen mit Zement, Kies und Stahlbewehrungen für private Baumassnahmen in den Gazastreifen gelangt. Weil sich die Verwendung hinschleppt und die rein zivile Nutzung schwer zu kontrollieren ist, zögert Israel, weitere Lieferungen zuzulassen.
"Die meisten Leute hier, deren Wohnungen teils zerstört wurden, benötigen Finanzhilfen der UNO oder der Regierung, um die zusätzlich benötigten Baustoffe kaufen zu können", erklärte Fatuh. Zudem hat Ägypten die Grenze zum Gazastreifen vor einem Monat nach einem schweren Anschlag ganz geschlossen.
Am Freitag hatte der UNO-Nahostbeauftragte Robert Serry angekündigt, die Lieferungen würden jetzt in einem Umfang aufgenommen, der die Reparatur von 25'000 Wohnungen ermögliche. Fatuh merkte dazu an, es sei völlig unklar, wann weitere Baustoffe ankommen und ob auch anderes Material als Zement darunter sei.
Nach palästinensischen Angaben werden täglich hundert Lastwagenladungen mit Konstruktionsmaterial benötigt, um die Kriegsschäden im Gazastreifen zu beseitigen. Die UNO hat dort 85'000 Wohnungen registriert, die beschädigt wurden; davon sind 15'000 komplett zerstört oder derzeit unbewohnbar.