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Massenmethoden,
die Methoden der Waldertragsregelung, die den jährlichen Hiebssatz (s. d.)
der
Abtriebsnutzungen lediglich aus der
Masse des Holzvorrates und Zuwachses ermitteln. Der Flächenhiebssatz
ist also Folge des vorher bestimmten Massenhiebssatzes. Die älteste
Massenmethode ist ein von
Beckmann (1759 und 1766) empfohlenes
Verfahren, nach dem nicht die Schlagflächen, sondern die Holzerträge ausgeglichen werden sollten. Wirklich
begründet
und weiter entwickelt wurde diese
Massenmethode jedoch hauptsächlich von G. L. Hartig (seit 1795), dessen
Verfahren später
Massenfachwerk genannt wurde. In seiner ursprünglichen Form wird das
Massenfachwerk nicht mehr angewendet;
es hat aber zur
Entwicklung des kombinierten Fachwerks (s.
Kombinierte Methoden) beigetragen.
Eine zweite Gruppe der
Massenmethoden bilden die sog. Normalvorratsmethoden, die den
Hiebssatz der
Abtriebsnutzungen aus dem Verhältnis zwischen dem Vorrat und dem Zuwachs entwickeln. Da
sie bei der Berechnung des Hiebssatzes gewisse mathem. Formeln anwenden, hat man sie auch Formelmethoden genannt. Die älteste,
die mehr oder weniger allen spätern zur Grundlage gedient hat, ist die österr. Kameraltaxe (Hofkammerdekret von 1788).
Sie berechnet den jährlichen Hiebssatz der
Abtriebsnutzungen (e) als
Summe aus dem jährlichen Gesamtzuwachs
(Z) und dem Quotienten aus der Umtriebszeit
(u) in die positive oder negative Differenz zwischen dem wirklichen (Vw) und dein
normalen Vorrate (Vn). Die Ertragsformel lautet sonach e=Z+Vw–Vn/u. Sämtliche
Größen werden mit Hilfe des wirklichen
Haubarkeits-Durchschnittszuwachses (s. Zuwachs) berechnet. Die
Bildung von
Betriebsklassen ist
Voraussetzung,
weitere Waldeinteilung kennt das
Verfahren nicht.
Den wichtigen Grundgedanken der Kameraltaxe, die Vorratsdifferenz arithmetisch auszugleichen, nahm 1838 Karl auf und verbesserte das Verfahren dadurch, daß er der Rechnung anstatt des durchschnittlichen den laufenden Zuwachs zu Grunde legte, ferner dadurch, daß er als Ausgleichungszeitraum nicht den Umtrieb, sondern eine nach Maßgabe der Verhältnisse zu bemessende Zeit wählte.
Die Normalvorratsmethoden überhaupt haben sich in der Praxis keiner Beliebtheit zu erfreuen gehabt, diese wandte sich lieber dem kombinierten Fachwerk [* 3] zu. Litteratur s. Forsteinrichtung.