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Das Wichtigste in Kürze
- Es kursieren derzeit Gerüchte über einen möglichen Rücktritt von Premierministerin May.
- Die britische Regierung hat diese Spekulationen zurückgewiesen.
Die britische Regierung hat Spekulationen über einen unmittelbar bevorstehenden Rücktritt der britischen Premierministerin Theresa May am Mittwoch zurückgewiesen. Es werde am Abend keine Erklärung der Premierministerin mehr geben, sagte eine Regierungssprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Der einflussreiche 1922-Ausschuss der regierenden Konservativen Partei hatte am Mittwoch über die Zukunft Mays beraten. Das Gremium ist für die Organisation der Wahl und auch einer Abwahl des Parteichefs zuständig. Spekuliert wurde, der Ausschuss könne die Regeln ändern, um ein baldiges Misstrauensvotum gegen Theresa May zu ermöglichen.
Erstes Misstrauensvotum gescheitert
Bislang kann ein Misstrauensvotum nur einmal in zwölf Monaten stattfinden. Ein erster Versuch war im vergangenen Dezember gescheitert. Laut BBC kam es dazu aber am Mittwoch noch nicht. May werde allerdings am Freitag mit dem Vorsitzenden des einflussreichen 1922-Ausschusses, Graham Brady, zusammentreffen, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA.
Unterdessen sprachen sich weitere Tory-Abgeordnete für einen baldigen Abgang der Regierungschefin aus. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Parlament, Tom Tugendhat, rief May dazu auf, ihren Rücktritt an diesem Donnerstag anzukündigen. Das ist der Zeitpunkt nach der britischen Wahl zum Europaparlament.
«Es gibt noch eine letzte Gelegenheit, es richtig zu machen und in geregelter Weise zu gehen.» Dies schrieb Tugendhat in einem Gastbeitrag für die «Financial Times» (Donnerstag).