Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03514.jsonl.gz/291

Der entscheidende Impuls für den Handel am Ölmarkt erfolgte am Nachmittag mit der Veröffentlichung der wöchentlichen Daten zu den amerikanischen Lagerbeständen. Nach Angaben der US-Regierung waren die Ölreserven in der vergangenen Woche zwar um 1,8 Millionen Barrel auf 422,1 Millionen Barrel gestiegen. Analysten hatten im Schnitt aber einen deutlich stärkeren Anstieg um 2,7 Millionen Barrel erwartet. In kurzer Zeit stiegen die Ölpreise von einem Tagestief auf Tageshöchststände.
Hauptthema am Ölmarkt bleibt die stetig steigende Erdölförderung in den USA, die zu einer Gefahr für die Strategie der Opec wird. Zusammen mit Russland und anderen grossen Förderländern versucht das Ölkartell, die Erdölpreise mit einer Fördergrenze anzuheben. Steigende Lagerbestände in den USA zeigen aber, dass die Opec-Strategie der Angebotsverknappung ins Leere zu laufen droht.
Ausserdem wird in den USA immer mehr Rohöl gefördert. Wie die Regierung in Washington weiter mitteilte, hatte die Fördermenge in der Vorwoche ein neues Rekordhoch bei durchschnittlich 10,27 Millionen Barrel pro Tag erreicht./jkr/jsl/he
(AWP)