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Am Nachmittag kommt Emily zu mir in den Naturwissenschaftsbereich ins Lichtzimmer und wünscht sich nach den Kompostwürmern zu schauen. Während sie diesen Wunsch äussert, befinde ich mich in den Vorbereitungen für ein Schattenspiel mit dem Hellraumprojektor. Emily ist schon seit längerer Zeit sehr von den Würmern fasziniert, worauf hin ich mein Angebot spontan umändere und ich mit Emily auf Entdeckungsreise zu den Würmern gehe.
Damit wir die Würmer auch sehen können, stelle ich den Wurmkomposter in die Mitte des Lichtzimmers und öffne ihn. Emily setzt sich mit mir vor den Wurmkomposter und beobachtet, wie ich den Wurmkomposter öffne und das Gitternetz mit dem Wurmfutter darauf heraus nehme. Unter dem Gitternetz befinden sich die Würmer, welche den Kompost auf dem Gitternetz zu Humus verarbeiten.
Emily beobachtet gespannt, wie sich die Würmer bewegen und fragt mich:“Er cha lose?“ Emily lässt sich einen Wurm auf die Hand geben. Gespannt beobachtet sie den Wurm auf ihrer Hand weiter bis sie ihn in das Becken gibt.
Durch das beobachten der Würmer und indem sie einen auf die Hand nimmt, nimmt Emily wahr, wie sich diese bewegen, wie sich ein Wurm anfühlt und wie ein Wurm aussieht. Während dem Nachspüren und Beobachten erlebt Emily, dass ein Wurm genau wie wir ein Lebewesen ist, welches Nahrung braucht und ein Zuhause hat. Über diese Erkenntnis stellt sich Emily die Frage, ob ein Wurm so wie wir Menschen auch hören kann. Denn durch das Beobachten hat Emily möglicherweise festgestellt, dass ein Wurm ein Lebewesen wie wir ist, aber gar keine Ohren hat.
Verfasserin: Nadina