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Witze, Redensarten und ähnliches sind oft sprachgebunden und können gar nicht so einfach übersetzt werden. Das stört die deutschen Film-Übersetzer überhaupt nicht. Sie versuchen gar nicht erst, sich an die Original-Vorlage zu halten.
Der Klassiker aus dem Jahr 1980 hat den Weg für Leslie Nielsen geebnet. Der deutsche Titel stimmt zwar mit der Handlung überein, trotzdem kommt er etwas hölzern rüber. Der Originaltitel der Komödie lautet ganz einfach nur «Airplane!».
Der letzte Teil von Sergio Leones Dollar-Trilogie gilt als der Western überhaupt. Der Originaltitel auf Italienisch lautet: «Il buono, il brutto, il cattivo» oder auf Englisch: «The Good, the Bad and the Ugly». Die deutschen Übersetzer konnten wohl nicht richtig mitzählen.
Wie in den meisten Filmen von Sergio Leone komponierte Ennio Morricone die Filmmusik. Diese schien den deutschen Übersetzern so gefallen zu haben, dass sie sie gleich zum Hauptthema des Films machten. Der Originaltitel lautet auf Italienisch: «C'era una volta il West», oder auf Englisch: «Once Upon a Time in the West» (Es war einmal im Westen).
Oft werden kurze Filmtitel übersetzt, weil die englischen Ausdrücke im Deutschen möglicherweise nicht verstanden werden könnten. Was sich die Übersetzer jedoch bei diesem Titel überlegten, bleibt ein Geheimnis. Denn «L.A. Crash» heisst im Original einfach nur «Crash».
Der Originaltitel des Klassikers von John Carpenter lautet simpel «Escape from New York». Man hätte ihn also problemlos «Flucht aus New York» nennen können. Aus irgendwelchen Gründen entschieden sich die Deutschen jedoch für den Titel «Die Klapperschlange», obwohl der Protagonist nur «Snake» und nicht «Rattlesnake» heisst. Der zweite Teil des Films «Escape from L.A.» heisst im Deutschen wiederum «Flucht aus L.A.».
Das intelligente Drama vom französischen Regisseur Michel Gondry wird gleich auf zweierlei Ebenen verunglimpft. Im Film wünscht sich der Protagonist, gespielt von Jim Carrey, dass die Erinnerungen an seine Ex-Freundin gelöscht werden. Während des Lösch-Prozesses realisiert er jedoch, dass er sie nicht vergessen will, auch wenn sie ihm das Herz gebrochen hat. Die Handlung des Films ist komplex und hat philosophische Aspekte, das Poster erinnert jedoch viel eher an eine romantische Komödie. Ähnlich komplex wie die Handlung ist auch der Originaltitel: «Eternal Sunshine of the Spotless Mind», was auf Deutsch grob mit «Ewiger Sonnenschein des makellosen Geistes» übersetzt werden kann. Die deutschen Übersetzer beschlossen wohl, den Titel dem romantischen Poster anzupassen und nannten den Film einfach «Vergiss mein nicht!»
In den 60ern und 70ern wurden Filme sehr frei übersetzt. So zählen die alten Filme mit Bud Spencer und Terence Hill wie auch die Komödien von Louis de Funès heute zu Klassikern, eben weil die deutsche Übersetzung sich grosse Freiheiten erlaubt hat. Trotzdem ist die Wandlung dieses Titels sehr merkwürdig. Man kennt zwar die Redensart «Aus einer Fliege einen Elefanten machen», aber nicht «Aus einem Bulldozer eine Mücke machen». Der Originaltitel lautet «Lo chiamavano Bulldozer» oder auf Englisch «They call him Bulldozer».
Im Original heisst der erste Film des Comedy Kollektivs «Monty Python and the Holy Grail». Schön, dass die deutschen Übersetzer es bei den Kokosnuss-Rittern ruhen liessen und den Film nicht «Moritz Natter und der Heilige Gral» nannten. Obwohl das irgendwie genau so lustig gewesen wäre.
Diese Eigenkreation der deutschen Übersetzer ist derart abstrus, dass der Titel sofort verbannt wurde. Wer hätte gedacht, dass es sich hierbei um «Singin’ In The Rain» handelt?
Wie bei «L.A. Crash» standen die Übersetzer vor dem grossen Problem, ein englisches Wort als Titel zu übersetzen. Im Original heisst der Aktion-Film mit Liam Neeson «Taken». Um Verwirrungen über den englischen Begriff vorzubeugen, hat man dem Film besonnen einen anderen englischen Titel gegeben «96 hours».