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Sie werden auf dieser Seite unsere Presserundschau, die internet ist und andere Massenmedien auf dem Thema des Grundeinkommens finden.
Das Grundeinkommen sorgt jenseits des Atlantik immer weiter für Schlagzeilen. Am 12. November 2013 stellt die New York Times die Schweizer Initiative für ein Grundeinkommen vor und befasst sich mit Überzeugung mit der Möglichkeit, ein solches Modell in den USA anzuwenden.
Die Wirtschaftsjournalistin Annie Lowrey erklärt uns so die positiven Auswirkungen des Experiments „Mincome“, das in der kanadischen Stadt Dauphin geführt wurde, wo die Einwohner mehrere Jahre lang ein Grundeinkommen erhalten hatten:
Evelyne Forget, Gesundheitsökonomin bei der University of Manitoba, führte eine umfassende Forschung über die Ergebnisse des Experiments. Gewisse Resultate, wie die Eliminierung der Armut, waren erwartet. Andere hingegen sorgten für Überraschung, wie die Zunahme der Abschlussquoten oder die Verminderung der Krankenhauseinweisungen. « Mit einem sozialen Programm wie jenes, erklärt Forget, beginnen sich die inneren Werte der Gemeinschaft selbst zu verändern ».
Das Grundeinkommen ist keineswegs ein neues und utopisches Thema. Es wurde damals von Präsident Nixon vorgeschlagen, und ist wieder zu einem Diskussionsthema geworden. Die Wirtschaftsjournalistin der New York Times erklärt uns diese Tendenz:
« In den USA sagt man uns gewöhnlich, dass die Armut ein sehr kompliziertes Problem ist, dessen Lösung Dutzende von Reformen in sehr verschiedenen Bereichen wie Bildung, Ausbildung, Ehe verlangt. Das stimmt aber nicht. Ein wichtiger Teil der Armut kann auf politischer Ebene ganz einfach gelöst werden. Wie? Indem man den Armen Geld gibt. »
Soziales Lebensmittelgeschäft (Reuters)
« Diese Idee wird auch von einer ganzen Reihe von Politikern unterstützt. Diejenigen, die das Konzept eines Grundeinkommens befürworten, befinden sich nämlich im ganzen politischen Spektrum, vom linken Flügel mit denjenigen, die für die Einkommensverteilung sind wie Martin Luther King, bis zu den Konservativen wie F. A. Hayek, Milton Friedman und Charles Murray. »
« Diese Sicherheit sollte nicht nur die Leute vor Armut schützen. Dank dem Grundeinkommen könnten die Arbeiter bessere Löhne und Arbeitsbedingungen verlangen, weil sie wissen, dass sie immer eine Sicherheitsbasis haben. Mit anderen Worten könnte es für 99 Prozent der Benachteiligten eine gerechte Situation bringen. »
Dieser Artikel ist am 29. Oktober in "The Atlantic" (Millionen von monatlichen Besuchern) erschienen. Er zeigt, dass die Einführung eines Grundeinkommens in den USA wirtschaftlich machbar ist.
Originaltitel: How to Cut the Poverty Rate in Half (It's Easy) (in englischer Sprache).
« Wie immer, wenn Sie an ein grosses makroökonomisches Programm denken, tun Sie es, indem Sie sowohl die Kosten als auch das Geld ignorieren. Die Hauptwirkung des Grundeinkommens ist, die Verteilung des Profits bei der realen Produktion zu verändern. Ein Grundeinkommen einzuführen bedeutet, dass ein (netto) produzierter Reichtum Teil der Einkommensverteilung wird. Das ist alles, was geschieht. Die Gewinnverteilung der Produktion wird modifiziert, um gerechter zu werden. »
« Wenn ein Staat ein Grundeinkommen einführt, bewirtschaftet er nicht wirklich echte Ressourcen. Es ist nicht wie beim Bau einer Strasse. Das Bauen dieser Strasse entzieht dem privaten Nutzen Ressourcen, um sie diesem Zweck zuzuteilen. Hier (mit dem Grundeinkommen), verschiebt der Staat nur die Ressourcen. Er verändert nur ihre Verteilung. Er verwaltet ihre Benutzung nicht. »
« Abgesehen von den Verwaltungskosten sowie den Auswirkungen auf die Arbeit, kostet das Grundeinkommen wirklich nichts. Beim Grundeinkommen sprechen wir von Umverteilung von Einkommen, nicht wie beim Bau einer Strasse, die reale Ressourcen benötigt. »
Dieser Artikel präsentiert einen interessanten Standpunkt über die Art, wie man ein Grundeinkommen finanzieren kann.
Bemerkung: Der Autor schlägt einen interessanten Kalkulator für Betrag/Kosten des Grundeinkommens für die USA for.
Originalartikel von Matt Bruenig: What Would a Basic Income Actually Cost? (in englischer Sprache)
Hier ist ein einfacher und wirksamer Artikel über das Grundeinkommen. Er ist am 12. November in Business Insider (in englischer Sprache) erschienen und wurde vom politischen Journalisten David Vinik verfasst. 2009 lanciert, hat sich Business Insider in den USA als Referenzwebsite im Bereich Business und Tech-Information durchgesetzt.
In den USA leben 15% der Bevölkerung unter dem Existenzminimum, die Löhne stagnieren und die Einkommensunterschiede werden immer grösser.
Dieser Artikel präsentiert eine eher positive Analyse der Auswirkung, die das Grundeinkommen auf die Sozialsicherheit und die Wirtschaft in den USA haben könnte. Er erklärt auch, dass das Hindernis zu dessen Einführung nicht wirtschaftlicher Art ist, sondern dass der politische Wille dazu fehlt.
Originaltitel: Everyone's Talking About This Simple Solution To Ending Poverty By Just Giving People Free Money (Business Insider - Artikel in englischer Sprache).
Am 17. November 2012 publizierte der «Corriere del Ticino» einen Artikel von Angelo Geninazzi, Verantwortlicher von economiesuisse für den Kanton Tessin, in dem dieser sich gegen das bedingungslose Grundeinkommen aussprach. Am 4. Dezember 2012 erschien die Antwort unseres Präsidenten Albert Jörimann.
Seit kurzer Zeit ist unter http://bge-interaktiv.de eine Reihe von Videobeiträgen zugänglich, welche unterschiedlichste Fragen rund um das bedingungslose Grundeinkommen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten, meistens in kurzen Statements von bekannten oder weniger bekannten Anhänger/innen oder Gegner/innen des Grundeinkommens. Das Spektrum reicht vom Clip zur Frage «Was ist das bedingungslose Grundeinkommen?» über «Was ist Arbeit?» bis zu «Ist das bGE in nur einem Land einführbar?»; gegenwärtig kann man 45 einzelne Clips anklicken und ansehen.
Nachfolgend veröffentlichen wir einen Artikel von Nicklas Boden, der 1m 6. Januar 2012 im Cercle «Les Echos» erschienen ist (http://lecercle.lesechos.fr):
Kann das «Grundeinkommen» einen Ausweg aus der Krise zeigen?
Hier können Sie eine Reportage über das Grundeinkommenexperiment in Namibien nachlesen, die das deutsche Magazin "der Spiegel" am 10 august 2009 veröffentlicht hat.
ARMUT
Im Dorf der Zukunft
Von Krahe, Dialika
Eine Idee zieht um die Welt: Gegen Hunger und Armut soll ein Grundeinkommen helfen, gezahlt an jeden Bürger, bedingungslos. Gutmenschentum? Kommunismus? Utopie? In einem Dorf in Namibia wird das Konzept seit über einem Jahr ausprobiert.
Vor dem Wohnzimmerfenster geht die namibische Sonne unter, reich und rot, die Arbeiter ziehen sich zurück in ihre Wellblechverschläge, als Siggi von Lüttwitz mit der flachen Hand auf seinen Holztisch schlägt, um zu erklären, warum der Versuch nicht funktionieren kann. "Die saufen ja alle", sagt er, raucht an seiner Filterlosen, "und wenn du denen jetzt 100 Dollar gibst, dann saufen die noch mehr." Mit "die" meint Lüttwitz die Menschen von Otjivero, einer Siedlung, die direkt an sein Farmland grenzt; mit "die" meint er Menschen, die arm sind und schwarz. Lüttwitz ist Farmer, Deutsch-Namibier, er sitzt an seinem Esstisch, wachsdeckenbezogen, an der Wand ein Kalender mit den schönsten Zuchtbullen, er sagt: "Stehlen, Kinderkriegen, so sieht das hier aus."
Wochenzeitung - Ausgabe vom 2 Juli2009 – Wirtschaft
Artikel im Format PDF downloaden
|GRUNDEINKOMMEN||Steht bald ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Genfer Verfassung? Eine Begegnung mit den InitiantInnen beim «Antikrisenmenü».

Dein Wert entsteht doch nicht aus deiner Arbeit !
Von Helen Brügger
Treffpunkt ist bei der alten Post in Vandoeuvres. Der Abbau des Service public und die Krise haben auch vor dieser vermögenden Genfer Landgemeinde nicht halt gemacht: Aus der abgewickelten Post ist ein Bistrot geworden, das zu Mittag ein «Antikrisenmenü» für zwölf Franken anbietet. Zu dritt kommen die VertreterInnen des Vereins Bien-CH (Basic Income Earth Network Switzerland) zum Rendez-vous: Bernard Kundig, 64, Industrie-Soziologe und ehemaliger Universitätsprofessor, Ralph Kundig, 55, Pianist und Webmaster, Anne Béatrice Duparc, 31, im Sozialbereich tätig und Administratorin der Bien-Facebook-Gruppe.
Medienmitteliung der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS):
Der Konjunkturrückgang dürfte sich mit Verzögerung in einer deutlichen Verschlechterung der Arbeitsmarktlage im Verlauf des nächsten Jahres niederschlagen (rückläufige Beschäftigung und steigende Arbeitslosigkeit). Erst im späteren Verlauf von 2010 rechnen die offiziellen Konjunkturprognosen mit einer allmählichen Erholung der Beschäftigung. Im Jahresdurchschnitt wird für 2009 mit einer Arbeitslosenquote von 3,3 % und für 2010 mit einer Quote von 4,3 % gerechnet. Dies entspricht einer Zahl von rund 140'000 Arbeitslosen Ende 2009 und 160'000 Arbeitslosen im Folgejahr. Letztmals sind die Arbeitslosenzahlen in den Jahren 2002 bis 2004 in dieser Weise angestiegen.