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DMZ - GESELLSCHAFT / LEBEN ¦
Matthias Walter ¦
#mittellaendische ¦
Auch Demokratie ist wohl Definitionssache. Beziehungsweise Auslegungssache. Es gibt nicht die Demokratie. Demokratie hat sich mit der Zeit gewandelt. Selbst die attische Demokratie - die Geburt der Demokratie - hatte ihre - frappierenden - Defizite. Und Demokratie war auch immer etwas "Nebelkerze" (Fassadendemokratie). Bei Demokratie spielt natürlich auch immer die Größe der "Zelle", des Raums eine erhebliche Rolle (Problem der Skalierung).
Das Modell von Joseph Schumpeter: Die sogenannte #Konkurrenzdemokratie (kommt der Realität wohl sehr nahe). Ich denke jedoch, dass er komplexere Strukturen übersah oder übersehen wollte (man denke an die Gedanken von Kalergi).
Nach Schumpeter gibt es kein eindeutig bestimmtes Gemeinwohl, das Volk ist sich nicht einig (wie auch...). Die klassische Demokratie (die blanke Herrschaft das Volkes) überschätze den Verstand der "normalen Menschen" aufs Äußerste (kindisch, verantwortungslos, aus dem Affekt heraus etcetera).
Die Masse könne über vieles gar nicht urteilen, da bestimmte Sachverhalte viel zu schwierig zu interpretieren seien.
Die Demokratie sei nur dann zu retten, wenn man sie als #Methode #reduziert.
Es brauche eine bestimmte institutionelle Ordnung, um Entscheidungsprozesse zu finalisieren.
Die Demokratie bedeute letztlich nur, dass das Volk die Möglichkeit hat, die Leute, die es beherrschen soll, zu akzeptieren oder abzulehnen.
Die Führungsanwärter stehen im Wettbewerb um die Stimmen der Wähler.
Es wird eine staatliche Ordnung erstellt. Und diese Struktur ist in den Händen #konkurrierender #Eliten. Durch den Wahlakt werden diese eingesetzt oder abgelöst.
Ich glaube auch mittlerweile, dass man nicht einfach so sagen kann: Die da oben gegen die da unten. Oder: Die Finanzelite gegen den Rest. Die globalisierte Welt ist kompliziert und verflochten. Mit diversen Schichten internationalisiert. Jede Entscheidung hätte Verschiebungen von diversen "Platten" zur Folge. Es ist leider so viel komplizierter als es Populisten oftmals darzustellen versuchen. Es existieren zu viele Einzelinteressen - und somit gibt es auch keine einfachen Antworten, schon gar nicht auf komplizierte Fragen.
Und wenn man die großen Philosophen liest, dann weiß man erstmal, wie viel Schwachsinn zahlreiche Politiker und Selbstdarsteller von sich geben. Häufig reine Manipulation, immer im eigenen Interesse auch (der Geldbeutel, die Kamerazeit und so weiter).
Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass das Beste wäre, wenn wir gar nicht hier wären :D Aber jetzt sind wir nun mal da. Müssen wir wohl versuchen, das Optimum rauszuholen. Das größtmögliche Glück für die größtmögliche Zahl?