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Schurter distanzierte nach 1:27:44 Stunden die Franzosen Maxime Marotte um drei und Julien Absalon um 27 Sekunden. Mathias Flückiger und Florian Vogel schafften mit Platz 4 und 5 die Olympia-Limite. Auf den Plätzen 6 bis 8 folgten mit Lars Forster, Matthias Stirnemann und Fabian Giger drei weitere Schweizer.
Für Weltmeister Schurter war es der vierte Weltcup-Sieg in Folge. Mit seinen nunmehr 18 Triumphen im Weltcup schob er sich in der ewigen Bestenliste vor seinen Team-Manager Thomas Frischknecht (17).
Eine Vorentscheidung fiel bereits in der ersten Runde, in welcher Doppel-Olympiasieger Absalon durch einen Defekt am Hinterrad weit zurückgeworfen wurde. Zwar kämpfte sich der Franzose noch einmal zurück, zu Schurter aufschliessen konnte er trotz beeindruckender Aufholjagd von jenseits der Top 30 indes nicht mehr.
“Es war sicher Glück für mich, dass Julien Absalon einen Defekt hatte. Ich war nach der Erkältung nicht ganz bei 100 Prozent, ich war schlagbar. Absalon wäre wohl schwer zu bezwingen gewesen ohne Defekt”, so Schurter.
Linda Indergand musste sich nur der Dänin Annika Langvad um zehn Sekunden geschlagen geben. Die 22-jährige Eliminator-Weltmeisterin erfüllte damit erstmals das Olympia-Kriterium. Die Australierin Rebecca Henderson wurde Dritte, Kathrin Stirnemann aus Gränichen als zweitbeste Schweizerin Achte.
Für Indergand war es der erste Weltcup-Podestplatz bei der Elite. Langvad triumphierte zum zweiten Mal, nachdem sie im Vorjahr das Weltcup-Finale in Val di Sole für sich entschieden hatte.
Indergand ging das Rennen gewohnt offensiv an. Trotz des schwül-heissen Klimas im tropischen Norden Australiens gelang es ihr, die eingeschlagene Pace zu halten. “Heute hat alles gepasst, im Kopf, in den Beinen, die Strecke, der Tag. Ich bin überglücklich”, befand Indergand.
Die dreifache Marathon-Weltmeisterein Langvad übernahm in der zweiten von sechs Runden die Spitzenposition und gab diese nicht mehr her. Der maximale Vorsprung auf Indergand betrug 20 Sekunden. Den letzten Anstieg nahm die Dänin mit sieben Sekunden Vorsprung auf Indergand in Angriff.
Kathrin Stirnemann zeigte nach einem schwierigen Jahr mit Allergie-Problemen eine ansprechende Leistung. Nach zaghaftem Start arbeitete sie sich vom 13. auf den 8. Platz vor. Corina Gantenbein realisierte als Elfte ihr Weltcup-Bestergebnis. Direkt hinter ihr klassierte sich die U23-Fahrerin Alessandra Keller. Für die 20-Jährige wäre wohl noch mehr möglich gewesen, hätte sie in der 2. Runde nicht einen Defekt und später einen Sturz beklagt.
(SDA)