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<h2>SubmittedText<h2><p>1. Das Swissnex-Netzwerk gründet auf dem Konzept einer öffentlich-rechtlichen Partnerschaft, was an und für sich begrüssenswert ist. Ein Drittel seiner Tätigkeiten wird vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation finanziert.</p><p>Die anderen zwei Drittel werden anderweitig finanziert. Wie hoch sind die Anteile von:</p><p>- anderen Einheiten des Bundes (z. B. Switzerland Global Enterprise, Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit)?</p><p>- Anfragen aus den Kantonen?</p><p>- der ETH, den Universitäten und den Fachhochschulen?</p><p>- Sponsoren (zu Beginn und heute)?</p><p>- Unternehmen aus dem Privatsektor (ausser Sponsoring)?</p><p>2.1 Wie teilt sich der Aufwand des Swissnex auf zwischen:</p><p>- der Pflege von guten Beziehungen mit den Hochschuleinrichtungen in einem bestimmten Gebiet,</p><p>- der Begleitung spezifischer wissenschaftlicher Projekte,</p><p>- der Unterstützung von schweizerischen Start-ups,</p><p>- anderen Aufgaben?</p><p>2.2 Welche Tätigkeiten des Swissnex sind Teil des Service public, welche richten sich an ein Publikum mit wenigen Ressourcen, und welche haben ein reelles wirtschaftliches Potenzial?</p><p>2.3 In welchen Fällen ziehen es die grossen Unternehmen (die zum Teil die Mittel hätten, um selber direkt aktiv zu werden) vor, über das Swissnex aufzutreten?</p><p>3. Jeder Einheit des Swissnex wird eine recht grosse unternehmerische Freiheit gelassen, was gut ist. Welche Businessmodelle und welche Tätigkeiten sind am erfolgreichsten? Oder umgekehrt gefragt: Welche haben am wenigsten Erfolg? Wie kann die Effizienz des gesamten Gebildes noch verbessert werden?</p><p>4. Welches sind die Entwicklungsperspektiven des Swissnex?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat nimmt zu den Fragen wie folgt Stellung:</p><p>Die Finanzierung der fünf Swissnex-Standorte (Boston, Bangalore, Rio de Janeiro, San Francisco und Shanghai) und der drei Swissnex-Satelliten (Guangzhou, New York und Sao Paulo) gestaltete sich im Jahr 2016 wie folgt: Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) leistete eine Grundfinanzierung von insgesamt 5,7 Millionen Franken. Diese beinhaltete die Aufwendungen für Löhne, Betrieb, Informatik und Gebäudemieten sowie ein Projektbudget von rund 790 000 Franken für gemeinsame Aktivitäten mit Schweizer BFI-Partnern (Hochschulen, Forschungsinstitutionen usw.).</p><p>Ausgehend von dieser Grundfinanzierung haben die Swissnex-Standorte und Swissnex-Satelliten 2016 zusätzliche Einnahmen von insgesamt etwas über 4 Millionen Franken generiert. Davon sind 3,2 Millionen Franken in Form von Bareinlagen eingegangen, und etwas über 800 000 Franken erfolgten in Form von Sachleistungen.</p><p>Von den generierten Zweit- und Drittmitteln stammen rund 29 Prozent von den Schweizer Hochschulen, 23 Prozent von der Privatwirtschaft und 22 Prozent von der zentralen Bundesverwaltung, wobei davon ein Grossteil von der Kommission für Technologie und Innovation zur Förderung der Internationalisierung von Start-up-Unternehmen stammt. Ausserdem haben öffentlich finanzierte Organisationen 11 Prozent, die Kantone 4 Prozent und private, nichtprofitorientierte Institutionen wie Stiftungen rund 3 Prozent beigetragen. Diese Zahlen wurden Mitte Dezember 2016 erhoben und sind noch provisorisch.</p><p>Als Indikator für die Aufteilung der Tätigkeiten der Swissnex können die nach Aktivitätsbereichen eingesetzten Stellenprozente herangezogen werden. Per 30. November 2016 zählte die Swissnex insgesamt 67 vollzeitäquivalente Stellen. Nebst den 5 Leitungspersonen sind rund 16 Personen im Bereich Innovation und Entrepreneurship tätig. 13 Personen sind für die Kommunikation und 11 Personen direkt für die Schweizer Hochschulen zuständig. Im Weiteren sind 15 Personen mit spezifischen Aufgaben betreut wie Event Management oder Betreuung von Vertretern von Partnerorganisationen an den jeweiligen Standorten, sogenannten Residents. Weitere 7 Personen sind für administrative Aufgaben zuständig.</p><p>Die Swissnex-Aktivitäten lassen sich in drei Hauptkategorien unterteilen: Grundleistungen, Kooperationen und Dienstleistungen für private Unternehmen.</p><p>- Die mit dem SBFI-Grundbeitrag finanzierten Grundleistungen umfassen u. a. das Erstellen von Informationsmaterialien wie Newsletters oder Blogs. Weiter zählen dazu die generelle Interessenwahrung und Stärkung der Visibilität des Schweizer Wissensstandortes im Gastland durch Informationsanlässe und Präsentationen.</p><p>- Der weitaus grösste Teil der Aktivitäten sind mit Schweizer BFI-Partnern kofinanzierte Kooperationen wie Öffentlichkeitsanlässe, Workshops oder Ausstellungen.</p><p>- Privaten Unternehmen werden Dienstleistungen mit BFI-Bezug zum kostendeckenden Bundestarif angeboten. Diese Dienstleistungen umfassen z. B. Study Visits zum Thema Fintech oder Trendscouting im Bereich Virtual Reality.</p><p>Die Frage nach den Gründen für die Zusammenarbeit mit der Swissnex hat ein Vertreter einer multinationalen Firma im Rahmen einer Partnerbefragung im Jahr 2015 so beantwortet, dass die Swissnex sehr gut vernetzt sei und insbesondere die für sie wichtige Brücke zwischen der Akademie und der Industrie sehr gut zu schlagen wisse. Im Übrigen empfinden gemäss dieser Umfrage auch die Schweizer Hochschulen die Diversität von Swissnex-Partnern - von Start-up-Unternehmen über Stiftungen bis hin zu multinationalen Unternehmen - als grossen Mehrwert.</p><p>In einer vom SBFI im Jahr 2015 publizierten Roadmap finden sich vertiefte Überlegungen zur Weiterentwicklung des Swissnex-Netzwerkes und zum Geschäftsmodell. Daraus geht hervor, dass die künftige Entwicklung des Netzwerks flexibel und dynamisch gestaltet wird. Auch soll mit neuen Ansätzen experimentiert werden. Ausserdem sollen die zwanzig Wissenschaftsrätinnen und -räte an Schweizer Botschaften, welche den Schweizer BFI-Partnern ebenfalls wertvolle Unterstützung vor Ort anbieten, stärker in die Kommunikation des Swissnex-Netzwerks einbezogen werden. Diesbezüglich hat das SBFI Ende 2016 eine entsprechende Vereinbarung mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten über die Eingliederung der Swissnex ins Aussennetz des Bundes erneuert.</p>  Antwort des Bundesrates.