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Räbers Leistung sei eine "Heldentat", meinte SP-Ständerätin und Jury-Präsidentin Pascale Bruderer Wyss in ihrer Laudatio. Sie legte dabei die Betonung auf den zweiten Wortteil - auf die Tat. Oft denke man, man sollte, könnte oder müsste doch etwas tun. "Michael Räber hat es getan. Und er tut es noch."
Michael Räber wollte eigentlich im Sommer 2015 in Griechenland nur seine Ferien verbringen und sich erholen. In Athen traf er jedoch auf Flüchtlinge, die in menschenunwürdigen Verhältnissen lebten. Zwei Tage darauf hatte Räber mit seiner Frau gesprochen, seinen Job als IT-Spezialist in der Schweiz gekündigt und mit einem Bekannten das Minihilfswerk "schwizerchrüz.ch" lanciert.
Seither hat er - auch mit Unterstützung von bislang über 100 Freiwilligen - an verschiedenen Orten Flüchtenden geholfen. So kochte er in Athen für obdachlose Flüchtlinge. Auf Lesbos half er mit seinen Mitstreitern bei Rettungen von Bootsflüchtlingen. In Idomeni verteilte er rund 14'000 Paar Schuhe an Flüchtende.
"Wir treffen alle Entscheide konsequent aus Sicht der Flüchtenden und nicht nach administrativen Gesichtspunkten", hält Räber auf seiner Homepage fest. Deshalb seien sie schnell, effektiv und wirkungsvoll. Seinen Einsatz begründet der diesjährige "Prix Courage"-Träger mit den Worten: "Wenn ich Ungerechtigkeiten sehe, dann muss ich handeln."
Michael Räber sei ein besonders leuchtendes Beispiel für zivilcouragiertes Handeln, wird "Beobachter"-Chefredaktor Andres Büchi in einer Medienmitteilung zitiert. Er verweist auf Räbers Konsequenz, "mit der er seiner inneren Stimme gefolgt ist und mit der er sein eigenes Leben umgestellt hat, um anderen zu helfen".
(SDA)