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Der Prattler Arnold Gjergjaj hat seinen ersten Kampf nach einer langen Pause verloren. Im Grand Casino Basel unterlag der knapp zwei Meter grosse Gjergjaj einen als Aufbaukampf gedachten Fight gegen den zwanzig Zentimeter kleineren Iren Sean Turner durch K.o. in der 8. und letzten Runde.
Gjergjajs Karrierenende?
Der unterlegene Schwergewichts-Profiboxer aus Pratteln dürfte nach dieser zweiten Niederlage im Profilager sämtliche Ambitionen für einen grösseren Titelkampf ad acta legen müssen. Zu seiner Zukunft wollte er sich noch nicht äussern.
Gjergjajs bislang grösster Erfolg als Profi war der Gewinn des «EM»-Titels der Nicht-EU-Staaten. In seinem ersten Fight gegen einen Weltklasse-Gegner blieb Gjergjaj aber dann chancenlos. Im Mai 2016 unterlag Gjergjaj in London dem ehemaligen WBA-Schwergewichts-Weltmeister David Haye aus England durch K.o. in der 2. Runde.
Gefährliche Gehirnerschütterungen
Für Neurologe Thierry Ettlin ist es erwiesen, dass bei Schwergewichtsboxern über all die Jahre sich das Gehirn verändern kann. Eine Gehirnerschütterung heile zwar aus, erhält ein Boxer jedoch während des Heilungsprozesses den nächsten Schlag, dann kann dies unter anderem zu chemischen Veränderungen des Gehirns führen. Die Erkrankung sei mit Alzheimer vergleichbar.
Sportgast Thierry Ettlin
Thierry Ettlin ist Chefartzt und Medizinischer Direktor der REHA Rheinfelden. Als Neurologe hat er sich auch mit den Gefahren des Boxsportes auseinandergesetzt. Neben der Arbeit in der REHA unterrichtet Therry Ettlin noch am Institut für Spezielle Pädagogik ISP der Fachhochschule NWCH und an der medizinischen Fakultät der Universität Basel.