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Der Kanton Glarus sah sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor grosse Herausforderungen gestellt: unzählige Körperschaften, eine komplizierte Verwaltungsstruktur und 25 Gemeinden mit insgesamt bloss 38'000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Viele der Gemeinden litten unter Bevölkerungsrückgang, waren stark verschuldet, stagnierten wirtschaftlich und befanden sich zudem in einer Steuerkonkurrenz. Das Milizsystem in vielen Gemeinden war überlastet, die Qualität des Service Public verschlechterte sich. Der politische Handlungsbedarf war also dringlich. An der Landsgemeinde vom 7. Mai 2006 ging das Glarner Volk aber einen Schritt weiter als erwartet: Es beschloss, aus den bestehenden 25 Gemeinden nicht zehn Gemeinden zu machen, wie Regierungsrat und Landrat vorgeschlagen hatten, sondern die Zahl der Gemeinden auf drei zu reduzieren und so die Strukturen radikal zu vereinfachen. Dieser Entwurf stiess auch auf Kritik. An der zweiten, diesmal ausserordentlichen, Landsgemeinde vom 20. November 2007 bestätigte sich aber der Wille der Glarnerinnen und Glarner zur Gemeindefusion. Zwei Drittel der Anwesenden sprachen sich für die Reform aus.