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Erst der Halbfinal bedeutete für Laura Stähli Endstation. In der Vorschlussrunde unterlag die 25-jährige Baslerin der Weltnummer 1 Mara Navarria aus Italien mit 8:15. Beide Halbfinalverliererinnen gewannen Bronze.
«Ich bin natürlich super happy, wie es gelaufen ist», resümierte die Schweizerin nach dem Wettkampf gegenüber SRF.
Zuvor hatte die Schweizerin im Viertelfinal sensationell die 25-jährige ungarische Olympiasiegerin Emese Szasz-Kovacs mit 14:13 in der Verlängerung besiegt.
Stähli sorgte für den grössten Schweizer Erfolg im Degenfechten der Frauen seit Tiffany Géroudets EM-Titel 2011. Die Schweiz stellte im Degenfechten erst einmal den Weltmeister: 1989 holte die Bernerin Anja Straub in Denver die Goldmedaille.
Unerwarteter Coup
Stählis Erfolg erfolgte wie ein Blitz aus heiterem Himmel. An der EM scheiterte die Baslerin in den Sechzehntelfinals, an Weltcupturnieren resultierten zuletzt bloss noch die Plätze 37 (Cali), 32 (Dubai), 32 (Budapest), 205 (Barcelona) und 100 (Havanna). Im letzten Herbst in Tallinn hatte sich Stähli letztmals für die Viertelfinals qualifiziert.
Trotz allem schien Stähli nach dem 3. Platz nicht wirklich überrascht ab dem tollen Resultat: «Wenn ich nicht damit gerechnet hätte, wäre ich gar nicht erst angetreten. Aber es ist natürlich schön, wenn alles zusammenpasst und es gut läuft», so die Bronzegewinnerin.