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Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) hat alle zehn Bewerber zur Versteigerung der vier landesweiten UMTS-Konzessionen zugelassen. Darunter befinden sich Swisscom, Sunrise, Orange und eine Schwesterfirma von diAx.Dieser Inhalt wurde am 29. August 2000 - 15:44 publiziert
Die Versteigerung über Internet beginnt am 13. November.
Die ComCom lässt sämtliche zehn Kandidaten zur Auktion für die dritte Mobilfunkgeneration zu, die sich um die Beteiligung beworben hatten. Dazu gehören Swisscom AG und deren Konkurrenten Sunrise Communications SA,
dSpeed (eine Schwestergesellschaft von diAx AG) und Orange Communications SA, wie die ComCom am Dienstag (29.08.) mitteilte.
Ebenfalls unter den Bietern sind Cablecom Management AG, die Team 3G (Telefonica, Sonera, One.Tel), die Teldotcom AG, Hutchison 3G Europe S.a.r.l., die Telenor Mobile Communications AS und die T-Mobile International AG. Diese zehn hätten die gesetzlichen Konzessionsvoraussetzungen und weitere Kriterien erfüllt. Der Mindestpreis für eine Konzession beträgt 50 Mio. Franken. Es wird mit einer Auktionsdauer von zwei bis vier Wochen gerechnet.
Maximaler Ertrag nicht im Vordergrund
Laut ComCom stehen die ökonomisch effiziente Vergabe der Frequenzen und die Fairness im Vordergrund, nicht jedoch die Maximierung der Erträge. Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) hatte vor vier Wochen den Ertrag auf drei bis sechs Mrd. Franken geschätzt und damit frühere Erwartungen von bis zu zehn Mrd. Franken zurückgeschraubt.
Das Geld soll in die Bundeskasse fliessen. Die Auktion besteht aus einer simultan aufsteigenden Versteigerung, welche dezentral übers Internet durchgeführt wird. Dies ermögliche der Bewerbern eine interne Rücksprache. In den ersten Tagen wird das BAKOM wenige Runden pro Tag durchführen, später mehr.
Ziel ist, dass alle vier Lizenzen zu einem ähnlichen Preis vergeben werden. Leitung und Kontrolle der Auktion stehen unter der Kontrolle des BAKOM. Technisch wird sie von der Firma Charles River Associates betreut. Die Auktionsserver befinden sich in Boston.
Die Konzessionen beginnen Anfang 2002 und haben eine Gültigkeit von 15 Jahren. Ein nationales UMTS-Netz ermöglicht die gesamte Dienstpalette der Mobiltelefonie, den schnellen Internetzugang von unterwegs, die Bildtelefonie per Handy oder die Fernsteuerung von Heizung, Sicherheitseinrichtungen und anderer Geräte im drahtlos vernetzten Haus.
Auf die Vergabe strenger Versorgungspflichten wurde verzichtet. Die Konzessionäre unterstehen einer minimalen Versorgungspflicht von 50 Prozent der Bevölkerung, die bis Ende 2004 zu erreichen ist. Eine weitergehende Versorgung kann durch den Netzausbau oder mittels Roamingverträgen erreicht werden. So haben die Betreiber laut ComCom die Möglichkeit, ihre Netze dort auszubauen, wo die Dienste nachgefragt werden.
Da durch die Vergabe der vier Konzessionen mindestens ein neuer Betreiber dazukommt, der auf keine Infrastruktur der zweiten Mobilfunkgeneration GSM zurückgreifen kann, müssen die bestehenden Betreiber ihr GSM-Netz dem oder den Neuen mittels National Roaming zur Verfügung stellen. Dies allerdings nur, wenn sie eine UMTS-Lizenz erhalten.
Mit der Verpflichtung verfügen auch die neuen Betreiber beim Start über eine gute Flächendeckung. Zudem erwartet die ComCom eine weitere Belebung des Mobilkommunikationsmarktes.
swissinfo und Agenturen
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