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Am dritten Saisonmeeting der Internationalen GT Open in Spa-Francorchamps am Samstag, 9. Juni brillierten Norbert Siedler und Mikael Grenier nach einem 70-minütigen Rennen mit einem starken Sieg. Pech hingegen hatten Albert Costa Balboa und Giacomo Altoé, die am Sonntag, 8. Juni mit Bremsproblemen die Führung abgeben mussten. In der Meisterschaftswertung sind die Fahrer auf den Plätzen 2 und 3. In der Teamwertung führt Emil Frey Racing aktuell.
Passend zum Achterbahnkurs von Spa-Francorchamps, lagen bei Emil Frey Racing Freude und Leid beim dritten Saisonmeeting der International GT Open in den belgischen Ardennen dicht beieinander. Nach einem grandiosen Sieg von Norbert Siedler und Mikael Grenier am Samstag, mussten Albert Costa Balboa und Giacomo Altoé in Führung liegend den #63 Lamborghini mit Bremsproblemen am Sonntag Nachmittag frühzeitig abstellen. Nach den Ergebnissen von Spa haben die Fahrer die Führung in der Meisterschaft verloren, liegen aber mit einem respektive drei Punkten noch in Schlagdistanz. In der Teamwertung liegt Emil Frey Racing aktuell auf dem ersten Rang.
Rennen 1: Samstag, 8. Juni 2019, 70 Minuten
Ein gutes Resultat im Zeittraining war ausschlaggebend für ein erfolgreiches Rennen, da auf beide Fahrzeuge eine 15-Sekunde Zeitstrafe aufgrund der Erfolge von Hockenheim wartete. Doch die Fahrer Mikael Grenier und Giacomo Altoé enttäuschten nicht und platzierten die Emil Frey Racing Lamborghini auf den Positionen drei (#14) und fünf (#63).
Aufgrund eines starken Regenschauers, der insbesondere den ersten Streckenabschnitt stark getroffen hatte, wurde das Rennen hinter dem Safety Car gestartet. Von Platz zwei und fünf starteten die Lamborghini Huracán GT3 EVO in der zweiten Runde voll in das Rennen. Die Fahrer Grenier und Altoé behielten kontrolliert ihre Positionen bis zum Boxenstoppfenster.
In der 12. Runde kam Grenier von Platz 2 und einem Rückstand von 2,4 Sekunden auf die Spitze an die Box, kurz darauf übergab Altoé das Schwesterauto an Teamkollege Albert Costa Balboa. Beide Autos mussten jeweils ein 15-Sekunde Handicap absitzen. Nachdem das Feld sich nach den obligatorischen Boxenstopps wieder einsortiert hatte, lagen Siedler im Nummer 14 Auto auf dem fünften Platz und Teamkollege Costa Balboa im Schwesterauto Nummer 63 auf Rang 6. Siedler hatte zu dem Zeitpunkt 8,5 Sekunden Rückstand auf den Führenden.
Während Costa Balboa die bis dato schnellste Rennrunde zeitete, begann auch die Aufholjagd von Siedler. Runde-um-Runde kam der Österreicher seinen Kontrahenten näher, nahm ihnen teilweise eine Sekunde pro Runde ab. Auf Runde 21 nahm er die zweite Position ein und jagte dann den in Führung liegenden Ramos im #10 Mercedes. Eine halbe Runde später übernahm der Emil Frey Pilot dann zur Anfahrt in die La Source Spitzkehre die Rennführung und konnte ab dann seine Pace fahren.
Teamkollege Costa Balboa war ebenso schnell unterwegs und nahm Ramos ebenso gut eine Sekunde pro Runde ab, in der 24. Runde folgte der absolut schnellste erste Sektor. Eine Runde später konnte der Spanier in einem beherzten Manöver am #10 Mercedes vorbeiziehen, doch aufgrund eines sich verschafften Vorteiles während des Vorganges musste er die Position eine Runde später an den Mercedes-Fahrer wieder zurückgeben.
Vier Minuten vor Rennende fing es im Bereich Stavelot stark zu regnen an. Unter schwierigen Bedingungen kämpften die Piloten auf Slicks gegen die widrigen Streckenverhältnisse bis das Safety Car 90 Sekunden vor Rennende zum Einsatz kam. Norbert Siedler hatte bis dato einen beachtlichen Vorsprung von 11,6 Sekunden herausgefahren und wurde im Ziel hinter dem Safety Car als Sieger abgewunken. Nicht nur feierten das Duo Siedler/Grenier ihren zweiten Sieg in Folge, das Team sicherte sich zudem den vierten Rennsieg im fünften Rennen – eine beeindruckende Leistung, wenn man die Zeithandicaps betrachtet. Teamkollege Albert Costa Balboa kam als Vierter im Schwesterauto ins Ziel.
Rennen 2: Sonntag, 9. Juni 2019, 60 Minuten:
Das zweite Qualifying wurde nach einem schweren Unfall für über eine Stunde unterbrochen und dann auf zehn Minuten gekürzt. Die Emil Frey Fahrer lieferten dennoch eine starke Leistung ab: Albert Costa Balboa erzielte Platz zwei im #63 Lamborghini Huracán GT3 EVO, dicht gefolgt von Teamkollegen Norbert Siedler im Nummer 14 Boliden, der sich auf dem dritten Rang qualifizierte.
Die Emil Frey Racing Lamborghini starteten gut in das 60-minütige Rennen in trockenen Bedingungen, Siedler verlor lediglich eine Position gegen den #16 McLaren. Folglich eines heftigen Einschlags des #5 Mercedes in Le Combes kam nach 15 Minuten das Safety Car auf die Strecke.
Damit war der gute Vorsprung, den sich die Nummer 14 bis zu dem Zeitpunkt herausfahren konnte, wieder zunichte. Costa Balboa konnte bis zum Boxenstoppfenster Zeit auf den führenden Onslow-Cole im #20 Mercedes gut machen. Als erster kam Siedler in Runde 10 an die Box und nach dem obligatorischem Reifen- sowie Fahrerwechsel sowie dem Handicap von 30 Sekunden, ordnete sich Grenier an Rang 19 ein. Zwei Runden später kam Costa Balboa an die Box und Altoé übernahm die Spitze des Rennfeldes. Doch nur ein paar Kurven später machten sich Bremsprobleme am #63 Lamborghini Huracán GT3 EVO bemerkbar. Altoé verpasste zur Anfahrt in die Bus-Stop-Schikane die Einfahrt und kam daraufhin in die Box, wo er schliesslich das Auto auf dem Weg zu einem erneuten Rennsieg mit einem Bremsdefekt abstellen musste. Währenddessen machte Grenier im letzten verbliebenen Emil Frey Racer Boden gut und beendete das Rennen in einem soliden neunten Platz.
Nach den zwei Rennen in Spa-Francorchamps mussten die Fahrer die Führung in der Fahrermeisterschaft abgeben, liegen aber mit nur einem Punkt Rückstand auf dem zweiten Platz (Siedler/Grenier) respektive auf dem dritten Rang mit drei Punkten in guter Schlagdistanz.
Die nächsten zwei Rennen finden vom 13. bis 14. Juli 2019 am Red Bull Ring in Zeltweg (Österreich) statt.
pd
Lorenz Frey-Hilti, Team Principal Emil Frey Racing:
«Spa hat mal wieder all seine Facetten gezeigt. Unser Wetterradar war ziemlich genau so dass wir den Einsatz mit den Slicks gut planen konnten. Wir passten unsere Strategie entsprechend unserem Handicap im ersten Rennen an und waren dann auch von der Performance da wo wir es erhofft hatten. Dank einer starken Pace konnten wir das Rennen am Samstag gewinnen und hatten den #63 auf dem vierten Platz ins Ziel gebracht, da wir dort schon zwei Handicaps hatten und sonst die allgemeine Zusatzzeit für das Rennen am Sonntag zu lang geworden wäre. Am Sonntag erlebten wir dann einen bitteren Rückschlag. Die Pace war super und dann fielen wir mit dem #63 auf dem Weg zu einem potentiellen Sieg wegen Bremsproblemen aus. Sehr schade, dass wir heute einen Dämpfer erlebt haben und wichtige Punkte im Hinblick auf die Meisterschaft liegen gelassen haben.»