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Youtube will nun auch Videos von kleinen Kanälen durch Werbung monetarisieren. Das Problem dabei? Creator werden an diesen Werbeeinnahmen nicht beteiligt.
User von YouTube können viel Geld verdienen, wenn die Reichweite des Kanals stimmt. Dann können sie ins YouTube Partnerprogramm aufgenommen werden und Werbeanzeigen rund um die Clips schalten lassen. An diesen riesigen Werbeeinnahmen von YouTube werden diese User mit einem kleinen Prozentsatz beteiligt. So funktioniert Werbung auf YouTube seit Jahren, Veränderungen an diesem System waren nur marginal. Kleine Kanäle mit kleiner Reichweite, oder Kanäle die sich gegen das Partnerprogramm entschieden haben, hatten werbefreie Videos und gingen dementsprechend auch finanziell leer aus.
Am letzten Donnerstag liess YouTube in einem Blogpost eine Bombe platzen. Man habe einen neuen Abschnitt zu den Nutzungsbedingungen hinzugefügt: Das Unternehmen werde Werbung auf Videos von Kanälen zu schalten, die nicht Teil des YouTube-Partnerprogramms sind. Somit kann YouTube auch diese Videos monetarisieren. Bisher hat YouTube Werbung auf Videos von Kanälen, die die Kriterien für das Partnerprogramm nicht erfüllen, nur unter besonderen Umständen geschaltet, beispielsweise wenn der Kanal zuvor Mitglied des Programms war oder wenn er von einem Plattenlabel unter einem Urheberrechtsanspruch monetarisiert wurde.
Der Aufschrei der Netzgemeinde ist gross, erstens weil es in Zukunft wohl kaum noch werbefreie Videos auf der Plattform geben wird, hauptsächlich aber, weil Google die Werbeeinnahmen komplett für sich einstreicht. Überraschend kommt die Neuerung nicht wirklich, denn Google will mehr Geld mit seinen Plattformen verdienen, auch im Hinblick auf potenziell tiefere Werbeinnahmen durch die Suchmaschine, falls das Kartellverfahren gegen das Unternehmen erfolgreich ist.