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Ob Gesichtsmasken gesundheitliche Nebenwirkungen haben, untersuchte ein Ärzteteam um die Notfallmediziner Dr. Kai Kisielinski (Düsseldorf) und Dr. Paul Giboni (Hamburg). Ihre Meta-Studie wertete 44 einzelne Studien zum Thema aus. Die Ergebnisse wurden im International Journal of Environmental Research and Public Health veröffentlicht.
Die Studienautoren konnten anhand der ihnen vorliegenden Daten zeigen, dass die OP- und FFP2-Masken die Gesundheit beeinflussen: Zum einen erschwert die Maske die Atmung, sodass der hierfür benötigte Energieaufwand gesteigert ist. Zum anderen verändern sich die Blutgaswerte durch das Tragen der Maske. So zeigten 67 Prozent der Studien einen Abfall des Blutsauerstoffs an. In 82 Prozent der Analysen wurde eine erhöhte Kohlenstoffdioxidkonzentration ermittelt.
Im Zuge der Corona-Pandemie gehört das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in vielen Ländern zu den gängigen Schutzkonzepten. Sowohl der konkrete medizinische Nutzen als auch die gesundheitlichen Begleiterscheinungen stehen seither auf dem Prüfstand. Eine unumstrittene Beurteilung gibt es nicht. Das liegt auch daran, dass die Forscher die Auswirkungen der Maske meist entweder an wenigen Personen oder über einen nur kurzen Zeitraum untersuchen. So wertete beispielsweise der israelische Rambam Health Care Campus für seine Studie lediglich 16 männliche Sportler aus, die mit Maske für durchschnittlich 18,5 Minuten trainierten. Ähnlich steht es um Studien der französischen Universität Lorraine (44 Teilnehmer für sechs Minuten untersucht), des deutschen Universitätsklinikums Leipzig (zwölf Teilnehmer, Untersuchungsdauer nicht angegeben) und der TU München (15 Teilnehmer für 30 Minuten untersucht). Sie alle kommen zu dem Ergebnis, dass die Maske ohne gesundheitliche Beeinträchtigung getragen werden kann.
Auch die nun vorgelegte Meta-Studie weist nicht aus, ab welcher Tragezeit die Nebenwirkungen auftreten. Dies wäre vor allem für Personen, die aus beruflichen Gründen längerfristig zum Tragen der Maske verpflichtet sind, relevant.