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Am zweiten Ruhetag hatte Dominator Tadej Pogacar gar den Wunsch nach ungewöhnlichen Schmerzen. «Ich hoffe, ich kann so lange schlafen, dass es mir weh tut, weil ich so lange im Bett gelegen habe», sagte der Träger des Gelben Trikots. Wenn ihn schon die Konkurrenz nicht ans Limit bringt, dann doch wenigstens die Matratze im Fürstentum Andorra.
Vor den entscheidenden drei Etappen in den Pyrenäen hat Pogacar mehr als fünf Minuten Vorsprung auf den nächsten Konkurrenten. Und es ist nicht so, als würden sie es nicht versuchen. Der Kolumbianer Rigoberto Uran, der Däne Jonas Vingegaard und Richard Carapaz aus Ecuador - sie alle machten vor dem Ruhetag im Hochgebirge Druck auf Pogacar, allen radelte er leichtfüssig hinterher. «Ich fühle mich gut, das ist Pech für die anderen», sagte Pogacar unbeeindruckt.
Die einzige kleine Schwäche hatte Pogacar letzte Woche am Mont Ventoux gezeigt, als er vom Drittklassierten Vingegaard in Bedrängnis gebracht wurde. «Ich werde es weiter versuchen», so Vingegaard, der bei Jumbo-Visma nach dem Out von Primoz Roglic in die Rolle des Teamcaptains schlüpfte. Es wäre allerdings eine Sensation, würde der 24-jährige Däne Pogacar noch überholen - zumal der Slowene auch als besserer Zeitfahrer gilt.
Den Konkurrenten des Slowenen bleiben noch die Etappe am Dienstag sowie die Bergankünfte am Col du Portet am Mittwoch, in Luz Ardiden am Donnerstag sowie das Einzelzeitfahren nahe Bordeaux am Samstag. Realistisch betrachtet dürfte es aber nur noch um Platz 2 gehen. «Meine grösste Angst vor der Tour war, wie ich mit der Hitze umgehen kann», sagte Pogacar nach dem über 30 Grad heissen Pyrenäen-Auftakt. «Das lief sehr gut. Jetzt habe ich keine Angst mehr.»