Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03390.jsonl.gz/2912

Nahezu 800 Millionen Dollar an Strafzahlungen musste der Pharmakonzern in den vergangenen zwei Jahrzehnten hinnehmen. 260 Millionen Dollar davon musste das Unternehmen nach Urteilen und Vergleichen allein in der Zeit zwischen November 2010 und Juli 2012 bezahlen, wie die «Handelszeitung» in ihrer neuesten Ausgabe berichtet. Damit gehört das Schweizer Unternehmen zu den acht globalen Firmen, die mit den höchsten Bussen und Strafzahlungen belegt wurden.
Die Zahlen gehen aus einer Studie der US-Nichtregierungsorganisation Public Citizen hervor. Sie wurde kürzlich auszugsweise in der medizinischen Fachzeitschrift «British Medical Journal» publiziert. Auch Konkurrent Roche taucht in der Untersuchung auf, allerdings als vergleichsweise kleiner Fisch. Das Unternehmen musste wegen Fehlverhaltens in einem Fall 20 Millionen Dollar an die US-Behörden überweisen. Zum Vergleich: Die 800 Millionen Dollar von Novartis stammen aus 12 Fällen.
GlaxoSmithKline ganz an der Spitze
Angeführt wird die unrühmliche Liste der Pharmabranche von der britischen GlaxoSmithKline sowie den US-Unternehmen Johnson & Johnson und Pfizer.
Beim untersuchten Fehlverhalten der Pharmaindustrie ging es in gut drei Vierteln der Fälle um überhöhte Preise zulasten der staatlichen Krankenversicherung, illegales Marketing sowie um Rückver-gütungszahlungen (Kickbacks).