Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03472.jsonl.gz/2388

Das Gebiet ist vulkanischen Ursprungs - deshalb findet man am Mono Lake viel Bimsstein. Auch die Säulen (rechts) die aus dem Wasser ragen bestehen aus ihm.
Der 200 qkm grosse Salzsee an der Ostflanke der Sierra Nevada nur 20 km vom (im Winter geschlossenen) Osteingang des Yosemite Nationalparks mutet an, wie in einer Märchenwelt: Bizarre Kalktuffgebilde ragen aus ihm heraus wie surrealistische Plastiken. Doch die Schönheit hat einen traurigen Hintergrund. Die jahrtausendealten natürlichen Kunstwerke traten erst vor wenigen Jahren an die Oberfläche, weil der Wasserspiegel sinkt. Um Los Angeles mit Wasser zu versorgen, leitete man die Zuflüsse des Sees um - die Existenz vieler Zugvögel und der kalifornischen Möwen, die am Mono Lake ihre Nistplätze haben ist bedroht. Seit einigen Jahren hat man nun aber das Problem erkannt und trifft Massnahmen gegen ein weiteres Absinken des Seespiegels. So sollte sich der Zustand nun langsam wieder normalisieren und die mächtigen Säulen werden wohl eines Tages wieder im See versinken.
Neben dem Mono Lake befindet sich noch der Kegel eines sehr alten, erloschenen Vulkankraters. Dort findet man interessante Steine (glasierter Bimsstein, Feuersteine etc.). Ein Besuch dieses Ortes lohnt sich auf jeden Fall - der Fussmarsch ab dem Parkplatz ist nicht sehr weit. Wer allerdings Steine sammeln will, ist dort fehl am Platz. Gemäss den Schutzvorschriften dürfen keine Steine aus dem Gelände entfernt werden. Dies ist auch gut so, denn so können sich auch zukünftige Besucher noch an ihnen erfreuen...