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Kann eine schutzbedürftige Person nicht ausreichend durch das private Umfeld, gemeinnützige Organisationen oder öffentliche Dienste unterstützt werden, kann sie zu ihrem Schutz von der KESB unter Beistandschaft gestellt werden.
Erweist sich eine Beistandschaft als nötig, so ist diese an die individuellen Umstände und Bedürfnisse der betroffenen Person anzupassen.
Das Selbstbestimmungsrecht der hilfebedürftigen Person soll durch den Aufgabenbereich der Beistandsperson nur so weit als zu ihrem Schutz nötig eingeschränkt werden.
Das Gesetz sieht vier Arten von Beistandschaften vor, wobei die Begleit-, die Vertretungs- und die Mitwirkungsbeistandschaft miteinander kombiniert werden können.
Eine Begleitbeistandschaft wird errichtet, wenn eine hilfebedürftige Person in gewissen Bereichen begleitende Unterstützung braucht. Diese Art der Beistandschaft schränkt die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person nicht ein und ist nur möglich, wenn diese der Beistandschaft zustimmt.
Eine Vertretungsbeistandschaft wird errichtet, wenn eine hilfebedürftige Person gewisse Angelegenheiten nicht selbst erledigen kann und für diese eine Vertretung braucht. Die hilfebedürftige Person muss sich sodann die entsprechenden Handlungen der Beiständin oder des Beistandes gefallen lassen und kann allenfalls in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt werden.
Eine Mitwirkungsbeistandschaft wird errichtet, wenn eine hilfebedürftige Person weiterhin selbständig handeln will und kann. Zu ihrem eigenen Schutz bedarf sie aber für die Besorgung bestimmter Angelegenheiten der Zustimmung ihrer Beiständin oder ihres Beistandes, das heisst die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person wird in diesen Fällen eingeschränkt.
Als ultima ratio kann die KESB eine Person bei besonderer Hilfebedürftigkeit unter umfassende Beistandschaft stellen. Besondere Hilfebedürftigkeit ist vor allem in Fällen dauernder Urteilsunfähigkeit zu bejahen. Personen unter umfassender Beistandschaft sind von Gesetzes wegen nicht mehr handlungsfähig.
Die unter Beistandschaft stehende Person muss die Mandatsperson grundsätzlich selbst bezahlen, sofern sie nicht bedürftig ist. Diese Bedürftigkeit wird daran gemessen, ob die betreffende Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege hätte.
Informationen zur Entschädigung finden Sie hier.