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01 Nov. 2018
In den vergangenen zwei Monaten haben wir uns mit Studien zur Atemwegsgesundheit von Kindern und Erwachsenen, Allergien und Sensibilisierung und der Sterblichkeit beschäftigt.
Atemwegsgesundheit
In einer gemeinsamen Analyse von drei europäischen Kohorten (Cai et al. 2017) war die Prävalenz von Asthma bei Erwachsenen in Abhängigkeit der langfristigen Schadstoffbelastung unabhängig von der Lärmbelastung erhöht. Studien aus den USA, Australien und Frankreich (Pennington et al. 2018, Bowatte et al. 2018, Rancière et al. 2018) fanden Hinweise für die Entwicklung von Asthma und Asthmasymptomen bei Kindern und Erwachsenen in Abhängigkeit der verkehrsbedingten Schadstoffbelastung. Heuschnupfen hing jedoch nicht mit der Schadstoffbelastung in einer grossangelegten, multizentrischen Querschnittstudie mit Kindern aus der ganzen Welt zusammen (Butland et al. 2018).
Sterblichkeit
Laufend erscheinen neue Studien, welche von einem Zusammenhang zwischen der kurz- und langfristigen Schadstoffbelastung und einer erhöhten krankheitsbedingten Sterblichkeit berichten (Lim et al. 2018, Di et al. 2017). Wissenschafter aus Amerika konnten diesen Zusammenhang überzeugend mit der kurz- und langfristigen Feinstaubbelastung auch unterhalb der WHO-Grenzwerte in sehr grossen Studienkollektiven finden (Schwartz et al. 2018, Vodonos et al. 2018). Auch für Afrika wurde der Zusammenhang zwischen Kindersterblichkeit und Feinstaub gefunden. In einer kürzlich publizierten Gesundheitsfolgenabschätzung in Nature berechneten die Autoren für eine Abnahme der Feinstaubbelastung um 5 µg PM2.5/m3 im Jahr 2015 eine Reduktion der Sterblichkeit bei Kindern um 40‘000 Todesfälle (Heft-Neal et al. 2018).
Verschiedenes / In eigener Sache
Soeben hat die Umweltbehörde der USA ihren ersten Entwurf des neuen Integrated Science Assessments zu Feinstäuben veröffentlicht. In diesem sehr ausführlichen und systematischen Bericht wird die Evidenzlage für den Zusammenhang zwischen den krankheitsspezifischen Gesundheitsfolgen und der Feinstaubbelastung PM10, PM2.5 sowie ultrafeine Partikel analysiert. Sie beurteilen die langfristige Wirkung von PM2.5 und ultrafeinen Partikeln auf das Nervensystem als möglicherweise kausal. Letztere allerdings basierend auf toxikologischen Studien.
Den Bericht (19MB) und die oben erwähnten Studien finden Sie wie gewohnt auf unserer Website unter der Rubrik Neue Studien.
https://www.swisstph.ch/de/projects/ludok/
Auskunft: Meltem Kutlar Joss, Leiterin LUDOK, Basel; Tel.: 061 284 88 20; <email-pii> und Ron Kappeler <email-pii> Studien https://www.swisstph.ch/de/projects/ludok/neue-studien/