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Ein Wels hat in einem Walliser Gewässer eine badende Frau attackiert, weil er sie vermutlich mit einer Beute verwechselte. Sie wurde in den Bauch gebissen und trug einen gehörigen Schrecken davon, wie der Kantonsbiologe Yvon Crettenand am Donnerstag einen Bericht von Radio Rhône bestätigte. Der Fall sei ungewöhnlich, der Wels stelle normalerweise keine Gefahr für den Menschen dar.
Der Vorfall ereignete sich laut dem Radiobericht am vergangenen Dienstagabend in einem der Weiher der "Iles de Sion". Auf einem Foto auf der Homepage des Radios ist bei der Badenden eine deutliche Bisswunde auf dem Bauch zu sehen.
Der Wels kommt laut dem Kantonsbiologen im Wallis eigentlich kaum vor, anders als im Murten- oder dem Genfersee. Es gebe aber einige Gewässer bei Sitten, wo der Raubfisch, der sich ausschliesslich von anderen Fischarten ernährt und bis zu zwei Metern lang und bis zu 50 Kilogramm schwer werden kann, ein paar Mal gesichtet worden sei.
Mit dem Schrecken davon gekommen
Die Frau habe vielleicht ein Geräusch provoziert, das den Wels dazu veranlasst habe, sie für eine Beute zu halten, sagte Crettenand weiter. Der Raubfisch schnappte nach der Frau und hinterliess auf ihrem Bauch eine deutliche rote Markierung von einigen Zentimetern Durchmessern.
Die Frau sei aber mit dem Schrecken davongekommen, denn die Zähne eines Wels' seien zu klein, um sich tief ins Fleisch zu bohren. Der Wels wurde laut Crettenand illegal eingeführt und ist in Walliser Gewässern nicht erwünscht, weil er einheimische Arten konkurrenziert.
SDA-ATS