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Inhalt:
Die Voyager zerstört ein kleines Borgschiff. Janeway läßt die Überreste untersuchen. Vielleicht kann man einige Techniken verwenden, um für künftige Borgangriffe besser vorbereitet zu sein. Seven findet in einem Datenspeicher Informationen über Status und Aufenthaltsort mehrerer Borgschiffe im Umkreis von 33 Lichtjahren. Darunter ist auch eine durch einen Ionensturm beschädigte Borgkugel.
Janeway will die Gelegenheit nutzen, eine Transwarpspule zu stehlen. Diese könnte die Heimreise der Voyager um 20 Jahre verkürzen. Seven soll die Daten ihrer Eltern, die man aus der Raven hatte bergen können, untersuchen. Seven erinnert sich, wie ihr Vater nach achtmonatiger Suche endlich auf ein Borgschiff trag. Die Hansons folgten damals dem Schiff durch den Transwarpkanal in den Deltaquadranten.
Das Entern der Borgkugel ist nicht einfach. Auch wenn die Sensoren der Borg deaktiviert werden, bleiben nur zwei Minuten, um den Antrieb zu stehlen. Das ist nicht genug Zeit. Seven berichtet, daß es ihrem Vater gelungen war, mit Hilfe eines Biodämfungsfeld mehrere Stunden unbemerkt in einem Borgschiff aufzuhalten.
Plötzlich nimmt die Borgqueen mit Seven über ihre Implantate Kontakt auf. Die Queen meint, die Borg seien über die Pläne der Voyager informiert. Nur wenn sich Seven dem Kollektiv ausliefert, wolle man die Voyager verschonen.
Alles läuft scheinbar nach Plan. Das Außenteam kann auf die Borgkugel beamen, Kim und Tuvok zerstören den Schildgenerator, und Janeway kann eine Transwarpspule entfernen. Plötzlich weigert sich Seven, Janeway zurück zu begleiten. Da immer mehr Drohnen auf Janeway aufmerksam werden, bleibt ihr nichts anderes übrig, als ohne Seven zu verschwinden. Die Borgkugel fliegt mit Seven davon. Seven trifft auf die Borgqueen, die ihr über die Wange streichelt und meint: "Willkommen zu Hause..."
Kritik:
Für die Februar-Sweeps ließen sich die Produzenten wieder einmal nicht lumpen. Sie inszenierten einen Zweiteiler auf dem von "Star Trek - Voyager" gewohnten Kinoniveau. Diese Folge beginnt gleich sehr originell und aufwendig mit einer Raumschlacht aus der Sichtweise der Borg. Auch sonst herrscht Action und spannender Dialog, eingebettet in eine gruselige Borgatmosphäre. Wie "The Killing Game" wurde auch dieser Zweiteiler in den USA als 90minütiges Special gezeigt und erreicht die besten Einschaltquoten für "Voyager" und UPN seit über einem Jahr.
Besonders schön sind auch die Rückblenden zu den Eltern von Seven, die wie Tierforscher die Borg beobachteten und eines Tages von den "Wölfen" gefressen wurden. Laut Brannon Braga war Seven immer schon als Figur entworfen worden, die einem "Wolfskind" entspricht. Also ein Kind, das von Wölfen erzogen wurde und dann in die Zivilisation zurückkehrt. Die Hanson-Familie (also Annika, Magnus und Erin) wurden in "Dark Frontier" von anderen Schauspielern verkörpert als in den Rückblenden von "Scorpion Part 2" (dt.: Skorpion Teil 2) und "The Raven" (dt.: Der schwarze Vogel).
Die Borgqueen wurde von Susanna Thompson gespielt. Leider stand Alice Kriege, die die Borgqueen im Kinofilm "First Contact" verkörpert hatte, nicht zur Verfügung. Susanna Thompson ist selbst ein großer "Star Trek"-Fan und war schon öfter in "Star Trek" als Gaststar zu sehen. Sie spielte in der TNG-Folge "Frame of Mind" (dt.: Phantasie oder Wahrheit) das Alien Jaya, und in der Episode "The Next Phase" (dt.: So nah und doch so fern) die Figur der Varel. In DS9 verkörperte sie in der Episode "Rejoined" (dt.: Wiedervereinigt) Dr. Lenara Kahn.
Diese Episode beweist, daß es mehr als nur eine Borgqueen gibt. Wahrscheinliche gibt es daher auch nicht nur ein Borgkollektiv, sondern mehrere Kollektive, die sich je nach Bedarf zusammenschließen und erneut teilen können. Als Seven erkennt, daß es diese Borgqueen war, die die Assimilierung ihrer Eltern angeordnet hatte, ist sie überrascht. Es muß also mehr als nur eine Borgqueen geben.
Ebenfalls geklärt ist die Frage, wie es Sevens Eltern mit der Raven bis in den Deltaquadranten geschafft haben. Sie sind einem Borgschiff durch einen Transwarptunnel gefolgt. Das gleiche hatte bereits die Enterprise in der Episode "Descent" (dt.: Angriff der Borg) getan. Die Transwarpspuren waren bereits in "Best of Both Worlds" (dt.: In den Händen der Borg) erwähnt worden.
Die Borg numerieren offenbar die Völker, auf die sie treffen. Im Zweiteiler "Scorpion" gaben sie einer neuen Alienrasse die Nummer 8472. In "Dark Frontier" assimilieren sie die Spezies 10026. Das würde bedeuten, daß die Borg seit dem Zwischenfall mit der Spezies 8472 auf 1554 neue Rassen gestoßen ist.
Shuttle Nr. 15 ist dahin...