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Am 24. März 2017 unterzeichneten Australiens Premierminister Malcom Turnbull und sein chinesischer Amtskollege Li Keqiang eine gemeinsame „Erklärung zur Verbesserung der Zusammenarbeit bei Inspektion und Quarantäne“, was die Lebensmittelsicherheit verbessern und den Handel erleichtern soll.
Insbesondere die Fleischwirtschaft Australiens verspricht sich davon einen spürbaren Abbau der bürokratischen und nicht tarifären Handelshemmnisse. Landwirtschaftsminister Barnaby Joyce bezifferte den Wert des Abkommens auf jährlichmehr als 400 Mio. AUD (305 Mio. Fr.), weil damit mehr Unternehmen Fleisch und lebende Tiere in die Volksrepublik liefern könnten. Bisher sind zwar insgesamt 47 Unternehmen für den Chinaexport zugelassen, doch dürfen nur elf davon gekühltes Rindfleisch liefern, lediglich ein Betrieb Schaffleisch.
Nun soll allen 47 Unternehmen die Ausfuhr der gekühlten Ware erlaubt werden. Zudem sollen 23 weitere Kühlhäuser ein Exportzertifikat erhalten. Für die nähere Zukunft ist zudem geplant, 23 zusätzliche Fleischexporteure nach einem beschleunigten Auditverfahren in den Kreis der Exportberechtigten aufzunehmen, so dass die Zahl von derzeit elf auf 93 Unternehmen steigen könnte. Ausserdem wurde vereinbart, dass sich auch der Marktzugang für Schlachtnebenerzeugnisse von Rind, Schaf und Ziege sowie für Eselfleisch verbessert.
Mit einem Handelsvolumen von 240 Mio AUD (180 Mio. Fr.) im vergangenen Jahr ist China bereits der wichtigste Abnehmer von australischem Schaffleisch. Die Rindfleischexporte haben sich seit 2011 mehr als versechsfacht und beliefen sich zuletzt auf gut 600 Mio. AUD (458 Mio. Fr.). Die australische Rindfleischbranche sprach von einem „historischen Abkommen“, dass insbesondere den Absatz des hochwertigen und am besten gekühlt zu vermarktenden Wagyu-Fleischs ankurbeln könnte. Sie vermissten allerdings klare Angaben, wann die Regelungen in Kraft treten sollen und äußerten die Sorge, dass es aufgrund der Neuzertifizierungen von Unternehmen zu Verzögerungen kommen könnte.