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Das Burnout-Syndrom
Charakteristisch für das Burnout-Syndrom ist ein Zustand psychischer und physischer Erschöpfung, der Leistungsreduktion sowie der Depersonalisierung (Entfremdungsgefühle, Zynismus). Meist werden diese Hauptsymptome von verschiedenen körperlichen Beschwerden (Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, Verspannungen, etc.) begleitet. Oft sind erst letztgenannte körperliche Gesundheitsstörungen Anlass für die Betroffenen, sich in medizinische Behandlung zu begeben. Das Burnout-Syndrom kann als eine mögliche Form von Stressfolgeerkrankungen eingeordnet werden.
Untenstehend werden die Hauptsymptome des Burnout-Syndroms näher beschrieben.
Emotionale und körperliche Erschöpfung
Hauptsymptom ist die anhaltende vitale Erschöpfung. Betroffene fühlen sich ausgelaugt und energielos. Oft berichten Patienten von Müdigkeit, bis hin zu Überforderungsgefühlen und Versagensängsten.
Depersonalisierung
Depersonalisierung im Zusammenhang mit dem Burnout-Syndrom meint ein subjektives Entfremdungsgefühl. Betroffene haben den Eindruck, nicht mehr sie selbst zu sein, erleben sich distanziert oder sogar zynisch. Oft treten Sinnlosigkeitsgefühle und Fragen nach der eigenen Identität und wichtigen inneren Werten auf.
Reduzierte Leistungsfähigkeit
Die Leistungseinbusse beschreibt die Abnahme der subjektiven Leistungsfähigkeit. Häufig sind aufgrund der Erschöpfung auch die Konzentrations- und Gedächtnisfähigkeiten reduziert. Alltägliche Dinge benötigen länger Zeit, in der Arbeit können mehr Fehler auftreten und was früher leicht von der Hand ging, ist plötzlich mit enormem Energieaufwand und Überwindung verbunden.
Woher stammt der Begriff „Burnout“?
Der englische Begriff „burn out“ bedeutet wörtlich übersetzt „ausgebrannt“ und beschreibt damit die anhaltende Erschöpfung und Energielosigkeit. Der Begriff wurde 1974 durch den New Yorker Psychoanalytiker und Arzt Herbert J. Freudenberger geprägt, der die Burnout Symptomatik zunächst bei sich selbst und anderen freiwilligen Helfern in der Suchttherapie beschrieb. Zunächst wurde der Begriff im Bereich der sozialen und helfenden Berufe angewendet, um den Zustand der „erschöpften Helfenden“ zu charakterisieren. Später erlebte der Begriff eine weite Generalisierung, was dessen Definition und trennscharfe Beschreibung zuweilen schwierig macht. Heute verstehen wir das Burnout-Syndrom als Stressfolgeerkrankung, welche sich durch die oben beschriebenen Symptomgruppen emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und Leistungsreduktion charakterisieren lässt.
Frühwarnsignale
Typische Frühwarnsignale, welche auf einen beginnenden oder bereits bestehenden Burnout-Prozess hinweisen können, sind Nervosität, ständige Anspannung, erhöhte Stressanfälligkeit und Entspannungsunfähigkeit. Im Weiteren sind eine verminderte Emotionskontrolle (Weinerlichkeit, Reizbarkeit, Tränenausbrüche) sowie anhaltende Erschöpfung und Müdigkeit, welche auch durch längere Pausen oder Ferien nicht abnehmen, zu nennen. Weiter treten oft Konzentrationsstörungen und vegetative Symptome (vermehrtes Schwitzen, Schlafstörungen) auf.
Lassen Sie sich helfen!
Sollten die obenstehenden Symptome länger als zwei Wochen andauern oder kommen auch noch andere Symptome hinzu, organisieren Sie sich professionelle Hilfe! Gerne stehen wir für Beratungs- und Abklärungsgespräche zu Verfügung. Sie erreichen unsere Klinik unter 081 300 20 30 oder <email-pii>.
Selbsttest
Der vorliegende Selbsttest erlaubt eine kurze Selbsteinschätzung in Bezug auf die wesentlichen Burnout-Komponenten. Keinesfalls ersetzt dieser die fachärztliche oder fachpsychologische Abklärung und Diagnostik. Im Zweifelsfall wenden Sie sich immer an Ihren Hausarzt oder Facharzt.