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Neue Etappe für Bahnhofausbau in Lausanne
Mit dem Ausbau des Bahnhofs Lausanne will die SBB im Jahr 2017 eines der grössten Bahnprojekte im städtischen Raum der Schweiz in Angriff nehmen. Die öffentliche Auflage des Projekts und die Einsprachefrist beginnen am 14. April. Für den Ausbau müssen 54 Wohnungen abgerissen werden.
Die SBB rechnet auf dieser Strecke bis 2030 mit einer Verdoppelung der Reisenden auf 100.000 pro Tag. Wegen der zusätzlichen Züge und dem künftigen Rollmaterial müssen auch die Bahnhöfe Lausanne und Genf angepasst werden: Die Perrons werden verlängert, damit sie für 400 Meter lange Doppelstockzüge geeignet sind, die mehr Sitzplätze offerieren. Ausserdem sind in Lausanne eine dritte Unterführung, ein zweites Geschoss und eine Umgestaltung des Bahnhofplatzes geplant.
Hand in Hand mit dem Bahnhofausbau soll der Ausbau der Metroline und des S-Bahnnetzes gehen, wie die zuständige Waadtländer Regierungsrätin Nuria Gorrite sagte. Um das Angebot im öffentlichen Regionalverkehr zu verbessern, hat der Grosse Rat kürzlich einen Planungskredit in der Höhe von 14.5 Millionen Franken freigegeben.
54 Wohnungen müssen weichen
Die Kosten für die Bahnhofserweiterung ohne Ausbau des Regionalverkehrs werden auf 1.2 Milliarden Franken geschätzt. Wenn alles nach Plan geht, sollen die Bauarbeiten 2017 beginnen und 2025 zum Abschluss kommen. Die SBB will die Arbeiten so staffeln, dass die Zahl der Züge während der ganzen Umbauzeit nicht eingeschränkt werden muss.
Für einige Anwohner hat das Projekt auch eine Schattenseite: Um Platz für die Gleiserweiterung zu schaffen, werden auf der Südseite des Bahnhofs 54 Wohnungen abgerissen. Rund die Hälfte der Mieter konnte nach Angaben der SBB bisher anderweitig untergebracht werden.