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Der Publizist Thomas Rietzschel hat mit „Die Stunde der Dilettanten“ eine scharfzüngige Zeit- und Gesellschaftsdiagnose vorgelegt: ein Weckruf für ein saturiertes Bürgertum. […] Rietzschel: […] Vor Jahren gab es einen hessischen Bildungsminister, Ludwig von Friedeburg, der die Rechtschreibung abschaffen wollte, weil durch ihre Geltung jene diskriminiert würden, die sie nicht beherrschen. Was damals vielen noch zum Lachen absurd vorkam, wurde dann später, wenigstens teilweise, mit dem Bubenstück der Rechtschreibreform politisch durchgesetzt. Denn auch dabei ging es um nichts als eine Niveauabsenkung zum scheinbaren Vorteil der Schwächeren. Bildungsabbau wird unter dem Deckmantel der Sozialpolitik betrieben. Nivellierung statt Leistungsförderung. Jeder soll glauben, alles zu können. Ein probates Mittel der Politik, um die Massen für sich zu gewinnen - bildungsverarmte Massen, die sich von den Dilettanten der Macht leichter verschaukeln lassen.
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Mitlöhner, Rudolf
Wie kann es weitergehen? Es könnte 2002/03 so etwas wie eine "Reform der Reform" kommen. Das werde dann, so Glück, sicher nicht so bezeichnet werden — aber dazu führen, daß vor allem bei der GZS "die größten Hämmer" zurückgenommen werden.
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