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Arlevert Tabletten 20 Stück
16.45 Fr.
Was ist Arlevert und wann wird es angewendet?
Arlevert enthält die zwei Wirkstoffe Cinnarizin und Dimenhydrinat. Die beiden Substanzen gehören zu verschiedenen Wirkstoffgruppen. Cinnarizin gehört zur Gruppe der so genannten Calciumantagonisten und Dimenhydrinat zur Gruppe der so genannten Antihistaminika.
Beide Substanzen bewirken eine Reduzierung von Schwindelsymptomen (z.B. Drehgefühl).
Arlevert wird während maximal 4 Wochen zur Behandlung unterschiedlicher Schwindelformen angewendet. Schwindel kann eine Reihe verschiedener Ursachen haben. Die Anwendung von Arlevert kann Sie dabei unterstützen, den täglichen Arbeiten nachzugehen, die beim Vorhandensein von Schwindelbeschwerden Schwierigkeiten bereiten.
Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.
Was sollte dazu beachtet werden?
Nehmen Sie Arlevert nach einer Mahlzeit ein. Arlevert kann Verdauungsbeschwerden verursachen, die durch Einnahme der Tabletten nach den Mahlzeiten vermindert werden können. Trinken Sie während der Einnahme von Arlevert keinen Alkohol, da Sie dies müde oder schläfrig machen kann.
Wann darf Arlevert nicht eingenommen werden?
Wenn Sie jünger als 18 Jahre sind.
Wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Cinnarizin, Dimenhydrinat bzw. Diphenhydramin sind.
Wenn Sie allergisch gegen andere Antihistaminika (z.B. Astemizol, Chlorpheniramin und Terfenadin, die als Mittel gegen Allergien eingesetzt werden) sind. Sie sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen, ausser auf Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin.
Wenn Sie unter einem Engwinkelglaukom (eine spezielle Augenerkrankung) leiden.
Wenn Sie unter Krampfanfällen (Epilepsie) leiden.
Wenn Sie einen erhöhten Druck im Gehirn haben (z.B. aufgrund eines Tumors).
Wenn Sie unter Alkoholmissbrauch leiden.
Wenn Sie Prostatabeschwerden mit Schwierigkeiten beim Wasserlassen haben.
Wenn Sie unter Porphyrie, Leber- oder Nierenversagen leiden.
Wenn Sie Aminoglykosid Antibiotika einnehmen.
Wenn Sie an Parkinson oder unter Störungen im Bewegungsablauf leiden.
Wenn Sie unter Depressionen leiden.
Wenn Sie an schweren Herzstörungen leiden oder Medikamente einnehmen, welche die Herzrhythmik verlängern.
Wenn Sie schwanger sind oder stillen.
Wann ist bei der Einnahme von Arlevert Vorsicht geboten?
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.
Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin bitte auf jeden Fall, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden:
Niedriger oder hoher Blutdruck,
erhöhter Augeninnendruck,
Darmverschluss,
vergrösserte Prostata,
Überfunktion der Schilddrüse,
schwere Herzerkrankung,
Parkinson’sche Krankheit,
Depressionen,
Störungen bei unwillkürlichen Bewegungen oder Störungen der Bewegungskoordination,
wenn Sie schwanger sind oder stillen.
Die Einnahme von Arlevert kann zur Verschlechterung dieser Erkrankungen führen. Arlevert kann trotzdem für Sie geeignet sein, Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin muss jedoch gegebenenfalls diese Umstände berücksichtigen.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.
Arlevert kann mit anderen, gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln wechselwirken.
Arlevert kann Sie müde oder schläfrig machen bei gleichzeitiger Einnahme folgender Arzneimittel:
Barbiturate (Schlafmittel),
zentralwirkende Analgetika (starke Schmerzmittel wie z.B. Morphium),
Tranquilizer (Arzneimittel zur Behandlung von Angst- und Spannungszuständen),
Monoaminooxidase-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und Angstzuständen).
Arlevert kann die Wirkungen der folgenden Arzneimittel verstärken:
Trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und Angstzuständen),
Atropin (Arzneimittel zur Muskelentspannung, oft bei Augenuntersuchungen verwendet),
Ephedrin (kann zur Behandlung von Husten und verstopfter Nase eingesetzt werden),
Procarbazin (Arzneimittel zur Behandlung einiger Arten von Krebserkrankungen),
Arzneimittel zur Blutdrucksenkung.
Arlevert kann die Wirkungen der folgenden Arzneimittel abschwächen:
Glucocorticoide (entzündungshemmende Arzneimittel),
Heparin (Blutgerinnungsmittel),
Phenothiazine (Bestandteil von Arzneimitteln zur Behandlung von Psychosen und allergischen Reaktionen): Die durch Phenothiazine hervorgerufene Störung des Bewegungsablaufs wird abgeschwächt.
Aminoglykoside (bestimmte Antibiotika) können das Innenohr schädigen. Wenn Sie Arlevert einnehmen, kann es sein, dass Sie diese Schädigung nicht bemerken.
Sie sollten Arlevert nicht zusammen mit Arzneimitteln einnehmen, die zur Korrektur von Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden (Antiarrthymika).
Arlevert kann auch die Art, wie Ihre Haut auf Allergietests reagiert, verändern.
Darf Arlevert während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Sie dürfen Arlevert während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit nicht einnehmen.
Wie verwenden Sie Arlevert?
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Die übliche Dosis ist: 3-mal täglich 1 Tablette mit etwas Flüssigkeit nach den Mahlzeiten. Schlucken Sie die Tablette als Ganzes, ohne zu kauen.
Sie werden Arlevert bis zu maximal 4 Wochen lang einnehmen.
Die Anwendung und Sicherheit von Arlevert bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist bisher nicht geprüft worden.
Wenn Sie eine grössere Menge von Arlevert eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben, oder wenn Arlevert von einem Kind eingenommen wurde, sollten Sie dringend ärztlichen Rat einholen.
Wenn Sie zu viel Arlevert einnehmen, kann es zu starker Müdigkeit, Schwindel und Zittern, aber auch zu Unruhe und Erregungszuständen kommen. Ihre Pupillen könnten sich erweitern und Sie könnten nicht in der Lage sein, Wasser zu lassen. Es können Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Blutdruckveränderungen, Gesichtsrötung, beschleunigter Herzschlag, Fieber, Schwitzen und Kopfschmerzen auftreten.
Wenn Sie eine hohe Überdosis Arlevert eingenommen haben, kann dies zu Krämpfen, Halluzinationen, hohem Blutdruck, einem Gefühl des Schwankens, Erregungserscheinungen und Schwierigkeiten beim Atmen führen. Es könnte zum Koma kommen.
Wenn Sie die Einnahme von Arlevert vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme einer Arlevert-Tablette vergessen haben, lassen Sie diese Tablette einfach aus. Nehmen Sie die folgende Tablette zum nächsten Zeitpunkt ein, an dem Sie diese normalerweise einnehmen würden. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, um die verpasste Einnahme der Tablette nachzuholen.
Wenn Sie die Einnahme von Arlevert abbrechen
Beenden Sie nicht die Einnahme von Arlevert ohne vorherige Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin. Sie werden wahrscheinlich wieder Schwindelbeschwerden (z.B. «Drehgefühl») bekommen, falls Sie mit der Behandlung zu früh aufhören.
Welche Nebenwirkungen kann Arlevert haben?
Die in klinischen Studien am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit, Müdigkeit, Erschöpfung und/oder Benommenheit bei ca. 8% und Mundtrockenheit bei ca. 5% der Patienten bzw. Patientinnen. Diese Symptome haben in der Regel eine milde Ausprägung und klingen bei fortgesetzter Behandlung innerhalb weniger Tage ab.
Nebenwirkungen, die häufig auftreten können (bei weniger als 1 von 10 behandelten Patienten bzw. Patientinnen):
Schläfrigkeit, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Magenschmerzen.
Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 100 behandelten Patienten bzw. Patientinnen):
Schwitzen, Hautrötungen, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, Durchfall, Nervosität, Krämpfe, Vergesslichkeit, Tinnitus (Ohrgeräusche), Missempfindungen (Kribbeln in den Händen oder Füssen), Zittern.
Selten auftretende Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 1’000 behandelten Patienten bzw. Patientinnen):
Sehstörungen, allergische Reaktionen (z.B. Hautreaktionen), Lichtempfindlichkeit, Schwierigkeiten beim Wasserlassen.
Sehr selten (bei weniger als 1 von 10’000 behandelten Patienten bzw. Patientinnen) kann die Zahl der weissen Blutkörperchen und der Blutplättchen erniedrigt sein und es kann zu einer starken Abnahme der roten Blutkörperchen kommen, was zu Schwächegefühl, Hauteinblutungen oder einer Zunahme von Infektionen führen kann.
Im Falle von Infektionen mit Fieber und ernsthafter Verschlechterung Ihres Allgemeinzustandes suchen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf und informieren Sie ihn/sie über die Einnahme dieses Arzneimittels.
Weitere mögliche Nebenwirkungen, die bei dieser Gruppe von Arzneimitteln auftreten können:
Gewichtszunahme, Verstopfung, Herzenge, Gelbsucht (Gelbverfärbung der Haut oder des weissen Teils der Augen, verursacht durch Leber- oder Blutprobleme), Verschlechterung eines Engwinkelglaukoms (Augenerkrankung mit erhöhtem Augeninnendruck), Störungen der unwillkürlichen Bewegungen, ungewöhnliche Erregungserscheinungen und Ruhelosigkeit (besonders bei Kindern), schwere Hautreaktionen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Blister mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Aufbewahrung/Lagerung
Bewahren Sie Arlevert in der verschlossenen Originalpackung bei Raumtemperatur (15–25 °C) und für Kinder unzugänglich auf.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Arlevert enthalten?
Wirkstoffe: 1 Tablette enthält 20 mg Cinnarizin und 40 mg Dimenhydrinat.
Hilfsstoffe: Hilfsstoffe zur Herstellung einer Tablette.
Zulassungsnummer
59285 (Swissmedic)
Wo erhalten Sie Arlevert? Welche Packungen sind erhältlich?
Sie erhalten Arlevert in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
In Packungen mit 20, 50 und 100 Tabletten.
Zulassungsinhaberin
Zambon Schweiz AG, 6814 Cadempino
Herstellerin
Hennig Arzneimittel GmbH & Co. KG, DE-65439 Flörsheim am Main
Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2009 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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