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Ōsaka ist der Wahnsinn. Ich kenne es noch gar nicht gut; die paar Bilder, die ich gemachte habe und die Zeilen, die ich hier schreibe, sind wenig mehr als erste Eindrücke.
So weit ich es bisher überblicke, sind es zwei Städte: im Norden („Kita“), um den Bahnhof Umeda, eine gewaltige Stadt, mit moderner Skyline. In diesem Jahr war ich da noch gar nicht, bisher nur im Süden („Minami“) um den Bahnhof Namba.
Hier steht seit kurzem das höchste Gebäude Japans und befindet sich die „teure Strasse“, breit, mit Tiffany und Apple-Store. Aber sonst ist der Süden viel roher & wilder: vielleicht 3, 4 Quadratkilometers davon sind vollgestopft mit Geschäften, Restaurants, Arkaden. Unterhöhlt von grossen Bahnhöfen und zwei fast einen Kilometer langen, unterirdischen Fussgängerzonen, auch die voller Geschäfte, Restaurants.
Es hat hier viele Touristen, fast alles Chinesen. Seit einiger Zeit können Ausländer sehr einfach in Japan steuerfrei einkaufen: man muss einzig einen ausländischen Pass beim Zahlen zeigen. Interessanterweise scheinen Drogerien bei den chinesischen Touristen sehr beliebt.
Dieser Teil der Stadt ist nicht schön, aber dicht, verwinkelt, ein Erlebnis. In jeder einzelnen Strasse, in jedem Gässchen, ja manchmal in einem einzelnen Gebäude, könnte man wohl Stunden zubringen, ohne alle Winkel ganz entdeckt zu haben. Im Keller eines Hauses befinden sich vielleicht zwei Restaurants, im Erdgeschoss eine Drogerie, darüber ein Reisebüro, in den nächsten Stockwerken lauter kleine Bars, jede einzelne kaum grösser als ein Wohnzimmer. Ganz oben ein Hotel, oder Ateliers, oder ein Zahnarzt, oder eine Schnellstrasse, oder gar alles zusammen. Und weit unter all dem eine U-Bahn-Station, auch die voller Leben.
Im Süden finden sich noch andere, kleinere Quartiere: das Koreanische Viertel etwa, oder Amerikamura („amerikanisches Dorf“) mit vielen jungen Leuten und Kleidergeschäften. Oder „Den Den Town“, die „Elektrostadt“.