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Die früheste Erwähnung der «Schüpﬁ ze Herdiberg» an der Grenze zu Erlenbach stammt aus dem Jahre 1398. Seither wird hier Wein gekeltert. Namhafte Besitzer sind die Familien Werdmüller (1582–1723) und Escher (1723–1859).
Das prächtig gelegene Weingut ist eine Perle der zürcherischen Landsitze und seit 1875 im Besitz der Familie von Meyenburg. Die «Schipf» besteht aus dem seeseitigen Werdmüllerschen Sommerhaus (1617) und dem von Hans Conrad Escher erstellten Gebäude (1732) mit Rokoko-Festsaal sowie dem Stallgebäude an der Seestrasse und dem hübschen Gartenpavillon. Seeseitig beﬁnden sich die Reste des barocken Seegartens mit den zwei markanten Türmchen und der historischen Bootshaab. Berühmte Gäste sind u.a. Goethe (1797) und Churchill (1946). Die beiden Schipfsäle sind mit phantasievollen Stuckdecken ausgestattet, welche die Zeitepoche der Régence repräsentieren. Unter dem grossen Saal ist der hochgewölbte Weinkeller, in dem die Schipfweine gekeltert werden. Das Landgut steht im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz.
Der Weinberg des Schipfgutes ist das grösste zusammenhängende Rebgebiet der Gemeinde. Die traditionelle Gastfreundschaft der Schipf geniessen Weinkunden bei Besuchen in den Reben, im Weinkeller und bei den Sommerkonzerten im grossen Saal.