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Die Ausgangslage vor dem Finale der Darts-WM könnte spannender nicht sein. Der amtierende Weltmeister Gary Anderson (46) fordert die Weltnummer eins Michael van Gerwen (27). Ein Duell zweier Superstars.
Die Statistik liefert vorgängig keinen deutlichen Spitzenreiter. Nach 36 Direkt-Begegnungen hat Van Gerwen 22 Siege auf dem Konto, Anderson deren 13 (ein Remis). Der Holländer ist aufgrund seines Saisonverlaufs (25 Turniersiege auf der Pro-Tour) leicht zu favorisieren.
Und das Match hält, was es verspricht. Ein Beispiel: Im dritten Satz wirft Van Gerwen sieben perfekte Pfeile, gewinnt das Leg aber trotzdem nicht! Die beiden Kontrahenten werfen im Ally Pally einen 180er nach dem anderen. Insgesamt sind es 42 Stück – Rekord!
350'000 Pfund Preisgeld und ein Flitzer
Anderson hat ausgerechnet zu der Zeit, als Van Gerwen so richtig aufdreht, eine Schwächephase. Die holländische «Green Machine» kann mit 5:2 Sätzen davonziehen.
Der «Flying Scotsman» kann sich davon nicht mehr erholen. Van Gerwen erhöht die Kadenz und lässt sich den Titel nicht mehr nehmen. Er entscheidet das WM-Finale 2017 mit 7:3 für sich.
Grosser Aufreger: Kurz vor der Entscheidung stürmt ein Flitzer auf die Bühne und krallt sich den Pokal. Sofort nehmen Sicherheitskräfte den Störefried in Gewahrsam.
Für Van Gerwen ist es der zweite Triumph an der PDC-Weltmeisterschaft nach 2014. Er verhindert Andersons Titel-Hattrick und darf die «Sid-Waddell»-Trophäe stemmen. Zusätzlich winken dem Überflieger 350'000 Pfund Preisgeld.
Taylor beendet Spekulationen um seine Zukunft
Als Phil Taylor am Freitag im Viertelfinal gegen Raymond van Barneveld den Kürzeren zog, begannen die Spekulationen über einen Rücktritt der Darts-Legende (16 WM-Titel). Der 56-jährige Engländer wirkte zuletzt müde, brachte nicht mehr die gewohnte Präsenz auf die Darts-Bühne.
Diesen Gerüchten schiebt «The Power» allerdings nun einen Riegel vor. Gegenüber «pdc.tv» sagt Taylor: «Ich höre nicht auf. Das Out bringt mich dazu, härter zu arbeiten und mich zu verbessern. Ich werde nächstes Jahr zurückkehren und noch einen Versuch wagen.»
Experten in England wollen wissen: Nach der WM 2018 soll dann Schluss sein für Taylor. Er, der diesen Sport entscheidend mitgeprägt hat und massgeblich am Aufschwung von Darts beteiligt war.Publiziert am 02.01.2017 | Aktualisiert am 03.01.2017