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Die Schweiz liegt nach dem ersten Tag der Davis-Cup-Partie gegen Serbien mit 2:0 in Führung. Sowohl Roger Federer als auch Stanislas Wawrinka können zwar nicht vollends überzeugen, dennoch winkt der erste Viertelfinal seit 10 Jahren.
Nach dem erkrampften Sieg von Roger Federer am Nachmittag (6:4, 7:5, 6:2 gegen Ilja Bozanic) zog Stanislas Wawrinka am frühen Abend mit ebenso viel Mühe nach. Der Australian-Open-Champion muss gegen Dusan Lajovic (ATP 102) einen Satz abgeben, siegt zum Schluss aber nach 2:40 Stunden verdient mit 6:4, 4:6, 6:1 und 7:6.
Wawrinka erwischte nicht seinen besten Tag. Den ersten Satz sicherte er sich, obwohl er zweimal seinen Aufschlag abgeben musste. Durchgang Nummer 2 verlor der Romand, weil Lajovic seinen einzigen Breakball nutzen konnte, er im Gegenzug zwei Chancen zum Service-Durchbruch ungenutzt liess.
Nur knapp konnte Wawrinka im Tiebreak des vierten Satzes eine Verlängerung verhindern. Zwei Satzbälle musste die Weltnummer 3, die auch noch leichte Probleme mit dem Handgelenk hatte, abwehren, bevor er wenig später seinen ersten Matchball verwandelte. «Das war kompliziert. Die Vorbereitung war sicher nicht optimal», so Wawrinka, der das Doppel am Samstag wohl nicht bestreiten wird.
Seine Pflicht erfüllt hatte zuvor auch Roger Federer. Mehr aber nicht. Der Mastro schickt die serbische Weltnummer 268 Ilja Bozanic in Novi Sad mit 6:4, 7:5 und 6:2 als Verlierer aus der Halle. So eindeutig, wie das Resultat klingt, war die Partie aber nicht. Vor allem im zweiten Satz war die Gegenwehr des serbischen Aussenseiters gross.
Nachdem Federer den ersten Durchgang dank einem Break gewonnen hatte, legte Bozanic plötzlich zu, begann Federer unter Druck zu setzen und schaffte schliesslich das Break zum 3:1. Beim Stand von 5:3 und Aufschlag für den Serben musste er sogar einen Satzball abwehren. Doch in unnachahmlicher Manier zog er den Kopf mit zwei Breaks und vier Games in Serie noch aus der Schlinge.
Der Verlauf des dritten Satzes ist schnell erzählt. Gleich zu Beginn nahm Federer Bozanic den Aufschlag ab, nach dem nächsten Break war die Gegenwehr gebrochen. Der 17-fache Grand-Slam-Sieger marschierte ungefährdet zur Schweizer Führung. Nach 1:42 Stunden verwandelte er den ersten Matchball.
«Da ich nur wenig Vorbereitungszeit hatte, bin ich glücklich, wie ich gespielt habe», so Federer nach der Partie. «Das ist natürlich ein guter Start für die Schweiz. Ilja hätte den zweiten Satz gewinnen müssen, zum Glück konnte ich mich noch befreien. Das war der Schlüssel in dieser Partie.» (pre)