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Zubin Mehta ist heute in vielen Ländern der Welt zu Hause – in den USA, wo er meistens wohnt, in Indien, wo er geboren wurde, in Israel, wo er eine “Liebesbeziehung” mit dem Israel Philharmonic Orchestra eingegangen ist – und in Deutschland, wo er jahrelang Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper in München war. “Musik ist für mich Liebe”, sagte er vor kurzem. “Das ist es, was mich am Laufen hält”.
Dabei hätte er beinahe einen ganz anderen Weg eingeschlagen: Seine Familie wollte ihn zu einer Mediziner-Karriere drängen. “Meine Familie war gegen die Künstlerlaufbahn, und in Indien sucht die Familie die Berufe für die Kinder aus”, erinnert er sich. “Ich sagte zu meinem Vater: ‘Schau, wenn ihr wollt, studiere ich Medizin, aber es wird mir nicht gefallen. Ich muss Musiker werden.'”
Für Orchester auf der ganzen Welt ist es ein Glück, dass er sich durchgesetzt hat. Kaum jemand ist bei so vielen Orchestern Ehrendirigent wie er. Ein Grund: Er verlangt seinen Musikern zwar stets alles ab, aber er bleibt freundschaftlich dabei. Die kanadische Cellistin Amanda Forsyth sagt: “Er liest Deine Gedanken, bevor Du Deine Phrase spielst.”
Weil Forsyth nicht als einzige so begeistert von ihm ist, feiert Mehta seinen Geburtstag mit Orchestern in Tel Aviv, Mumbai, Florenz, München und Wien.
In Wien begann seine steile Karriere mit einer harten Ausbildung bei Hans Swarowsky. Die Jahre in Österreich prägten ihn und brachten ihm neben Mahler und Bruckner auch Schönberg näher.
Mehta wurde in Montreal und Los Angeles engagiert, bald schon dirigierte er – gerade einmal Mitte 20 – Orchester von Weltrang wie die Berliner und die Wiener Philharmoniker. Er stand bei den Salzburger Festspielen, an der New Yorker Met und an der Mailänder Scala am Pult.
(SDA)