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Als 1522 der osmanische Herrscher Süleiman I. (der Prächtige) die Insel eroberte, waren die Ritter zunächst heimatlos, bis sie 1530 Karl V. mit der Insel Malta belehnte.
Nun nannten sich die Ordensmitglieder Malteserritter und verteidigten 1565 die Insel erfolgreich gegen den Ansturm der osmanischen Flotte.
Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein spielte der Malteserorden in der europäischen Geschichte eine bedeutende Rolle.
Während der Reformation verloren die Malteser ihre englischen, deutschen und während der Französischen Revolution ihre französischen Besitzungen.
Die Russen boten sich als Schutzmacht an, dennoch konnte das napoleonische Heer die Insel einnehmen.
1798 verlagerte sich der Konvent nach Triest.
1834 siedelte er nach Rom über.
Zu diesem Zeitpunkt hatten die Russen bereits sämtliche Güter der Ritter innerhalb ihrer Territorien konfisziert.
Die Malteser bilden heute eine religiöse Gemeinschaft und einen Ritterorden.
der Orden unterteilt sich in fünf große Priorate und eine Anzahl nationaler Versammlungen, die diplomatische Verbindungen zum Vatikan und verschiedenen Ländern pflegen.
Die Brüder unterhalten Versorgungseinrichtungen für Kriegsopfer und Flüchtlinge, Unfallambulanzen sowie Krankenhäuser.
Sie tragen schwarze Mäntel mit dem weißen, achtspitzigen Malteserkreuz.
Der Rang des als Eminenz angeredeten Großmeisters entspricht dem eines Kardinals.
Der Orden unterhielt 1997 auf Botschafterebene diplomatische Beziehungen mit 78 Staaten.
In anderen Staaten wie der Schweiz ist er durch Vertreter akkreditiert.
Seit 1994 besitzt er Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen.
In New York, Paris, Rom, Genf und Wien unterhält er ständige Vertretungen bei der UNO.