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Clarithromycin und Amiodaron beeinflussen sich gegenseitig
Kontraindiziert
Risiko
Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
In Kombination von Makrolidantibiotika und Arzneistoffen, die die QT-Zeit im EKG verlängern, kann es zu additiven Effekten kommen. Das Risiko für kardiale Arrhythmien vom Typ Torsades de pointes kann erhöht sein. Amiodaron wird massgeblich über CYP3A4 metabolisiert und ist gleichzeitig ein potenter Inhibitor mehrerer CYP-Isoenzyme (u.a. CYP3A4) [Yamreudeewong W, 2003]. Erythromycin und Clarithromycin inhibieren CYP3A4, sodass es zu einer erhöhten Amiodaronexposition kommen kann. Da auch Erythromycin bzw. Clarithromycin über CYP3A4 verstoffwechselt werden, sind daneben, jedoch vermutlich klinisch nicht relevante, Konzentrationserhöhungen von Erythromycin bzw. Clarithromycin nicht auszuschliessen.
Effekt
Gemäss Schweizer Fachinformation für Amiodaron ist die Kombination mit Arzneistoffen, die TdP verursachen können, wie Clarithromycin oder Erythromycin kontraindiziert. Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich das Risiko für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand, insbesondere unter möglicherweise erhöhten Amiodaronkonzentrationen.
Empfehlung
Die Kombination ist kontraindiziert.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018