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Etwa jeder zweite Patient, der einen schweren Verlauf von Covid-19 überstanden hat, trägt eine Schädigung des Herzmuskels davon. Das geht aus einer Studie des University College London hervor. Untersucht wurden 148 Patienten knapp zwei Monate nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus. Die Hälfte von ihnen wies erhöhte Troponinwerte im Blut auf. Dieses Protein ist Bestandteil des Herzmuskels und wird freigesetzt, wenn Herzzellen untergehen. Mittels kardiovaskulärer Magnetresonanztomografie (CMR) konnte das Ausmass der Herzschäden festgestellt werden. So wiesen 26 Prozent der Patienten Schäden infolge einer Entzündung des Herzmuskels auf. Bei weiteren 22 Prozent war das Herz durch eine vorübergehende Durchblutungsstörung (Ischämie) oder einen Herzinfarkt geschädigt. Sechs Prozent der untersuchten Herzen zeigten Schädigungen durch beide Vorfälle.
Die Untersuchung ergab auch, dass die Pumpleistung der vorgeschädigten Herzen nicht beeinträchtigt war. Fraglich ist allerdings, ob sich die Herzaktivität im weiteren Verlauf verschlechtern könnte.