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Der als Rohstoffbulle bekannte Investor Jim Rogers teilte heute mit, dass sich sein Name nicht auf der Liste renommierter Investoren wie Warren Buffett befinde, die behaupten, dass jetzt die beste Zeit für Investitionen in die Aktienmärkte gekommen sei. Anleger sollten jedoch eher nicht davon ausgehen, dass die US-Wirtschaft und die breiten Aktienmärkte im Jahr 2012 in einen Sturzflug übergehen werden, da die Präsidentenwahlen in den USA im November anstünden. Brenzlig werde es wahrscheinlich ab 2013, wohingegen es im Jahr 2014 zu einer Marktpanik kommen könnte.
Jim Rogers zieht Investitionen in Rohstoffe auch weiterhin den Aktienmärkten vor
Selbst unter Berücksichtigung, dass der Dow Jones Industrial Average Index in den letzten Tagen die Marke von 13.000 Punkten übertroffen hatte und der S&P 500 Index auf seinem höchsten Niveau in den letzten Jahren notiere, bleibt Jim Rogers Investitionen in den Rohstoffsektor treu. Trotz in den letzten Monaten erfolgten Korrekturen in diesem Marktsegment wird sich an der langfristig ausgerichteten Anlagestrategie von Rogers nichts ändern. Wenn man sich anschaue, was mit dem Goldpreis geschehe, sei es bemerkenswert, dass der Ölpreis äußerst stabil sei und sehr wahrscheinlich weiter durch die Decke gehen werde, so Rogers in einem Interview gegenüber cnbc.com. Die viel zu lockere Geldpolitik der Zentralbanken rund um die Welt, die Kritiker einer hemmungslosen Gelddruckerei bezichtigen, werde den Rohstoffsektor auch in der Zukunft attraktiv für viele Investoren machen, wie Rogers ausführte. Die inflationären Nebeneffekte der verfolgten Strategien der Zentralbanken hätten eine anhaltende Flucht der Marktteilnehmer in Sachwerte zur Folge. Allgemein stünde an den Finanzmärkten auch weiterhin eine zu hohe Liquidität zur Verfügung, die Zentralbanken elektronisch erzeugten, um das globale Bankensystem vor einem Kollaps zu bewahren.
Anstatt in Aktien zu investieren, gäbe es laut Rogers andere Wege, sich in diesem Marktumfeld zu positionieren. Die Zentralbanken erzeugten eine ganze Menge Kapital. Wenn Kapital gedruckt werde, sei es die Pflicht eines jeden Investors, sich gegen die damit verbundenen Auswirkungen entsprechend abzusichern. Die Anleger sollten eher nicht davon ausgehen, dass die Aktienmärkte oder die breite US-Wirtschaft im Jahr 2012 in einen Sturzflug übergehen werden, weil sich die Vereinigten Staaten in einem Präsidentenwahljahr befinden. Obwohl sich momentan sowohl die Inflations- als auch die Schuldenentwicklung als rückläufig erweisen, würden beide Plagegeister spätestens in zwei Jahren zurückkehren, um das Land abermals einzuholen. Diese Situation werde den gesamten Rohstoffsektor erstrahlen lassen. Rogers zeigte sich besorgt über die ökonomische Entwicklung im Jahr 2013. Panisch werde die Lage jedoch wohl erst im Jahr 2014. In diesem Jahr werde es dagegen zu einem relativ guten Newsflow kommen. Andere Beobachter stimmen darin überein, dass der wirtschaftliche Ausblick in den USA für 2012 nicht unbedingt schlecht aussieht. Vor zwei Monaten habe jedermann noch seine Besorgnis über eine Double-dip Rezession geäußert, was sich rückwirkend betrachtet als nicht nachhaltig erwiesen habe.