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Ernst Lichtenhahn, der Familie des eidgenössischen Generalstabsoberst Ernst Ludwig Lichtenhahn entstammend, wurde am 4. Januar 1934 als jüngerer Bruder des Schauspielers Fritz Lichtenhahn in Arosa geboren. Sein Vater Fritz Lichtenhahn war Arzt und leitete ein Kinder-Kurhaus.
Ab 1956 studierte Ernst Lichtenhahn an der Musik-Akademie Basel sowie an der Universität Basel Musikwissenschaft, deutsche Literaturwissenschaft und Geschichte. 1966 wurde er mit einer Arbeit über die Bedeutung des Dichterischen im Werk Robert Schumanns promoviert. Drei Jahre später erfolgte seine Ernennung zum ausserordentlichen Professor an der Université de Neuchâtel. 1974 habilitierte er sich in Basel mit einer Arbeit über die romantische Auffassung der Kirchenmusik. 1982 erfolgte seine Berufung zum ausserordentlichen Professor für Musikwissenschaft an der Universität Zürich, wo er 1985 zum Ordinarius befördert wurde. Er beschäftigte sich insbesondere mit der Musik und der Musikanschauung des 18. bis 20. Jahrhunderts und entwickelte während seiner Zürcher Jahre einen Forschungsschwerpunkt zur Musikethnologie, insbesondere mit Feldforschungen zur Kultur der Tuareg und der Hausa.
Ernst Lichtenhahn war unter anderem von 1974 bis 1996 Zentralpräsident der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft und für einige Jahre Präsident der Musikkommission der Stadt Zürich. Nach seiner Emeritierung 1999 blieb er der Universität noch für einige Zeit durch die Arbeit in dem von ihm aufgebauten musikethnologischen Archiv (heute Teil des Völkerkundemuseums) verbunden.
Nach schwerer Krankheit ist Ernst Lichtenhahn am 29. April 2019, in seinem 86. Altersjahr, in Basel verstorben.