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Altstädter Ring und Jan Hus
Das historische Rathaus, die Hussitenkirche, die Teynkirche und andere sehenswerte Gebäude umgeben den Altstädter Ring, den zentralen Marktplatz der Prager Altstadt. Die um den Platz stehenden Häuser sind in verschiedenen Baustilen (Renaissance, Barock, Rokoko) gebaut, in den Kellern befinden sich romanische und gotische Grundmauern. Inmitten des Platzes befindet sich das Denkmal von Jan Hus.
Jan Hus war im 14./15. Jahrhundert ein böhmisch Theologe, Prediger und Reformator. Er gilt als Nationalheiliger, da er seine kritische Sicht gegenüber der Kirche öffentlich vertrat und so das Volk aufwühlte. Am 6.Juli 1415 wurde er nach der Verurteilung des Konzils im Dom auf dem Scheiterhaufen verbrannt und heute gilt dieser Tag als der tschechische Staatsfeiertag.
Sara Keller und Lilian Erni F3a
Die Karlsbrücke
Nachdem die erste Steinbrücke über die Moldau (Judithbrücke) durch Hochwasser beschädigt wurde, veranlasste Kaiser Karl IV. 1342 den Bau der heutigen Karlsbrücke. Auf Grund deren enormen Dimensionen (über 500m lang, 10m breit und 16 Bögen) dauerte die Vollendung bis ins 15. Jahrhundert an. Die beiden Endtürme der Brücke dienten lange der Verteidigung der Stadt. Bis 1836 war die Karlsbrücke die einzige Überführung über die Moldau. Bis heute ist sie eine der ältesten erhaltenen Steinbrücken der Welt.
Melanie Brasser, Anja Yehia F3a
Alter Jüdischer Friedhof
Der bekannteste Friedhof Prags befindet sich im Jüdischen Viertel und wurde im frühen 15. Jahrhundert angelegt. Das besondere befindet sich unter der Erde, wo über vier Jahrhunderte mehrere Schichten von Menschen begraben wurden. Vermutlich liegen dort die Gebeine von etwa 100’000 Menschen. Der Friedhof erstreckt sich nur über einen Hektar, wobei sich auf dieser verhältnismässig kleinen Fläche 12’000 Grabsteine befinden.
Eine der berühmtesten Grabmäler gehört zu Judah Löw, einem der bekanntesten Rabbiner des 16. Jahrhunderts. Der Legende nach, ist er der Erschaffer des Golems. Darunter versteht man eine Menschengestalt aus Lehm, welche alle Wünsche der Juden erfüllen soll.
(Aus Respektgründen gegenüber dem Friedhof haben wir unser Selfie ausgelassen.)
Olivia Tanner, Noemi Merkofer, Valérie Fischer F3a
St. Niklaus-Kirche
Die St. Nikolaus Kirche ist das bedeutendste architektonische Denkmal des Prager Barocks. Der Bau wurde im Jahr 1703 begonnen und verlief in mehreren Phasen unter der Anleitung führender Prager Architekten. Der Bau der Kirche dauerte ca. 100 Jahre und an dem Projekt arbeiteten drei Generationen von den Architekten Dientzenhofer.
Die Kirche ist 40m breit und das Kirchenschiff hat eine Breite von 30m. Die Länge der Kirche ohne die Treppen beträgt 60m. Der Innenraum der Kirche wird beherrscht von einem Deckenfresko mit Motiven aus dem Leben des Heiligen St. Nikolaus, die von Johannes Lukas Kracher stammt. Das Deckenbild ist mit 1500m2 eines der grössten Deckenbilder in Europa.
An der Ausschmückung der Kirche waren die bedeutendsten Meister des Barock beteiligt. Die Orgel stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie wurde unter anderem auch von Wolfgang Amadeus Mozart während eines Aufenthalts in Prag gespielt.
Im Chorraum stehen vier Kolossalstatuen, die die vier Kardinaltugenden Stärke, Klugheit, Gerechtigkeit und Mässigung symbolisieren. Die Kirche wurde im Zuge der Gegenreformation erbaut und sollte die Tschechen auf prunkvolle und doch volkstümliche Weise wieder zum Katholizismus zurückführen, was allerdings misslang.
Rahel Tschamper, Céline Müller F3a
Obecní dům
Das berühmte Prager Gemeindehaus respektive Repräsentationshaus wurde zwischen 1906 und 1912 auf dem Platz der Republik erbaut. Viele bekannte Künstler der Jahrhundertwende trugen zur Inneneinrichtung im Historismus und Jugendstil bei.
Auch geschichtlich ist das „Obecní dům“ von Bedeutung. Am 28. Oktober 1918 wurde die Gründung der tschechischen Republik im Gemeindehaus ausgerufen.
Das Zentrum des ersten Stockwerkes bildet der Smetana-Saal, benannt nach dem Musiker Bedřich Smetana. Bedřich Smetana wurde am 2. März 1824 als Friedrich Smetana geboren und starb am 12. Mai 1884 in Prag. Im Jahre 1874 schuf der tschechische Komponist der Romantik sein bekanntestes Werk „Die Moldau (Vltava)“ aus dem sinfonischen Zyklus „Mein Vaterland (Má vlast)“.
Nebst dem bekannten Café und Restaurant können im Gemeindehaus Konzerte, Ausstellungen und Veranstaltungen besucht werden.
Domenica Müller, Larissa Murer F3a
Prager Burg
Die Prager Burg ist seit über tausend Jahren ein bedeutendes Symbol des tschechischen Staates. Sie wurde im 9. Jahrhundert gegründet und von den tschechischen Herrschern und zuletzt auch von den Präsidenten bewohnt. Die Burg setzt sich aus Palästen, Amts-, Kirchen- und Fortifikationsgebäuden, aus Gärten und malerischen Ecken zusammen. Die Fläche beträgt 45 Hektar.
Das Goldene Gässchen
Das Goldene Gässchen ist eine enge Straße mit kleinen farbenfrohen Häuschen. Es befindet sich am östlichen Ende des Prager Burg, nahe der äußeren Mauer. Die kleinen Häuser wurden im 16. Jahrhundert ursprünglich für die Schlosswachen von König Rudolf II. angelegt. Zu dieser Zeit war die Straße noch als Bogen-Gässchen bekannt. Später wurde es aufgrund der Goldschmiede, die im 17. Jahrhundert in diese Häuschen einzogen, in “Goldenes Gässchen” umbenannt.
Die Straße ist mittlerweile größtenteils von Souvenir- und Buchläden besetzt. Apropos Bücher, mehrere bekannte Schriftsteller lebten hier in den kleinen Häusern. Der wohl bekannteste unter ihnen ist Franz Kafka, der hier von 1916 bis 1917 bei seiner Schwester lebte.
Königsgarten
Viele Gärten zieren die Prager Burg. Der grösste und wertvollste ist der Königsgarten. Er wurde 1534 von Ferdinand I von Habsburg angelegt. Er liess sich von italienischen Vorbilder inspirieren. Die ersten Tulpen von Europa wurden dort gezüchtet. Der Garten wurde erst 1990 für die Öffentlichkeit zugängig, da früher tschechischen Präsidenten dort lebten.
Gemäldegalerie:
Die Galerie beinhaltet Werke aus berühmten Sammlungen des Kaisers Rudolf II, der ein leidenschaftlicher Kunstsammler war. Sie ist die älteste existierende Bildersammlung in Tschechien. Von den insgesamt 4000 Gemälde sind 100 in der Galerie ausgestellt.
In den 60er Jahren wurde sie eröffnet, aber als das Bild «verliebter Greis» von Lucas Cranach gestohlen wurde, schloss es wieder und öffnete erst 1997 wieder.
Rahel Ruppen, Seraina Brunner F3a
Der Veitsdom
Der Veitsdom ist eines der schönsten Gebäude in Prag. Er befindet sich auf dem Gelände der Prager Burg und ist die grösste Kirche in Tschechien. Der Veitsdom ist architektonisch und stilistisch wegweisend für die weitere Entwicklung der Spätgotik. Er ist 124 Meter lang und der höchste Turm ist 99 Meter hoch. Die grösste der sieben Glocken ist die 17 Tonnen schwere Sigismund. Karl der IV veranlasste den Bau im Jahr 1344, vollendet wurde der Bau im Jahr 1929. Das Innere des Veitsdoms ist prunkvoll ausgestattet. Sehr sehenswert ist die mit Halbedelsteinen und mit vergoldetem Stuck ausgekleidete erbauten Wenzelskapelle.
Nadja Kress, Fabienne Leuba F3a
Waldsteinpalais
Das grösste Palais und gleichzeitig der Sitz des Senats von Tschechien, liegt auf der Prager Kleinseite. In den Jahren 1623 bis 1630 wurde der Palast im Stil des italienischen Barocks erbaut. Der Architekt Giovanni Pieroni war ein Schüler von Galileo Galilei. Der Auftraggeber seines Palastes, Albrecht von Waldstein, war ein einflussreicher und vermögender Feldherr im Dreissigjährigen Krieg. Da der damalige Kaiser Ferdinand II. sich durch den gewaltigen Reichtum Waldsteins bedroht fühlte, liess er den Herzog ermorden. Die Familie Waldstein blieb noch lange in Besitz des Palastes. 1992 wurde er zum Besitz des Staates und ist heute Sitz des tschechischen Senats.
Der weitläufige Garten ist von vielen Statuen geschmückt. Jedoch sind diese Statuen alles Nachbildungen, da sie gegen Ende des Dreissigjährigen Krieges von den Schweden geklaut wurden.
Olivia Tanner, Noemi Merkofer, Valérie Fischer F3a
Der Wenzelsplatz
Mitten in Prag findet sich ein sehr grosser und lang gezogener Platz, der Wenzelsplatz. Auf ihm ein grosses Denkmal. Der Wenzelsplatz bildete im Mittelalter den Mittelpunkt der Neustadt und wurde seither immer als Schauplatz von grösseren Ereignissen wie politischen Demonstrationen genutzt. Erst 1848 bekam er seinen heutigen Namen, benannt nach dem heiligen Wenzel.
Das Wenzelsdenkmal wurde im Jahr 1912 geschaffen und symbolisiert die 4 Landespatronen: der heiligen Agnes, Adalbert, Prokop und Ludmila. Wenzel wurde als Schutzpatron in Rüstung dargestellt.
Heute ist der Wenzelsplatz in einem Barock und Jugendstil gehalten und ist sehr beliebt. Die Besucher können hier essen gehen sowie verschiedene Bars und Hotels besuchen.
Gizem Gökcen, Jasmin Nussbaum F3a