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Normalerweise hat ein Monat 30 oder 31 Tage. Du kennst bestimmt den Trick, bei welchem Du an deinen Fingerknochen abzählen kannst, wie viele Tage der aktuelle Monat hat. Ein logisches System, wäre da nicht der Februar, der alles ein wenig durcheinander bringt.
Römischer Kalender als Ursache
Um die Geschichte des Februars zu verstehen, müssen wir einige tausend Jahre zurückreisen – und zwar ins römische Reich. Dort war der Februar der letzte Monat des Jahres. Nicht so wie heute, wo der Dezember das Jahr abschliesst. Das Jahr begann im römischen Reich folglich mit dem März.
Bei den Römern hatte ein Jahr zudem nur 355 Tage, nicht 365 Tage, wie wir es kennen. Da sich die 355 Tage nicht gleichmässig auf das Jahr verteilen liessen, blieben dem Monat Februar nur noch 28 Tage übrig.
Erst mit der Geburt von Julius Cäsar wurde das System geändert. Der julianische Kalender, wie man ihn nennt, brachte dem Jahr 365 Tage und definierte den Januar als ersten Monat des Jahres. Die Tage wurden neu auf die 12 Monate aufgeteilt. Die 28 Tage des Februars wurden aber ohne Änderungen schlichtweg übernommen.
Schaltjahre schaffen Ausgleich
In einem Jahr umrundet die Erde einmal die Sonne. Dabei gibt es allerdings ein kleines Problem: Die Erde braucht für ihre Umdrehung 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden. Die sechs Stunden zu viel sind doch kein Problem, oder?
Auf den ersten Blick nicht. Wenn man aber weiterzählt, so kommen jedes Jahr wieder sechs Stunden dazu. Nach vier Jahren wäre der Kalender schon einen ganzen Tag zu früh. Und nach hundert Jahren fast schon einen Monat. Nach sechshundert Jahren hätten wir im Juli plötzlich tiefsten Winter.
Um dies zu verhindern, hat man eine einfache Lösung erfunden. Man verlängert alle vier Jahre den Februar um einen Tag, damit der Kalender wieder mit der Erdbewegung übereinstimmt. Es entsteht der 29. Februar, das sogenannte Schaltjahr. Im Jahr 2020 hatten wir ein Schaltjahr, das nächste findet 2024 statt.