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Das schweizerische Gesundheitssystem ist stark vom Föderalismus geprägt. Die Kosten sind in den letzten Jahren ständig angestiegen.
Gesundheitssystem
In der Schweiz verfügen die Kantone über weitgehende Kompetenzen im Gesundheitswesen (z.B. in der Spitalversorgung, der Spitzenmedizin, der Zulassung zur Berufsausübung und der Prävention). Der Bund seinerseits ist zuständig für die obligatorische Krankenversicherung, für die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten und für die Fortpflanzungs- und Transplantationsmedizin.
Alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz sind verpflichtet, eine Grundversicherung gegen Krankheit abzuschliessen; die Wahl des Versicherers ist frei. Die Höhe der monatlichen Prämien ist abhängig von der Wohngemeinde, vom Geschlecht, vom Alter und von der gewählten Höhe des jährlichen Selbstbehalts zwischen 300 und 2500 Franken für Erwachsene. Im Jahr 2017 belief sich die durchschnittliche Monatsprämie für die obligatorische Grundversicherung (inkl. Unfalldeckung) auf 447 Franken. Zusätzlich zur Grundversicherung kann jeder Versicherte fakultative Zusatzversicherungen abschliessen.
Die Gesundheitsausgaben machen in der Schweiz 11,7% des BIP aus. Sie beliefen sich im Jahr 2014 auf 71,2 Milliarden Franken gegenüber 51,7 Milliarden im Jahr 2004. Bezüglich der Kosten für das Gesundheitswesen pro Kopf der Bevölkerung liegt die Schweiz an zweiter Stelle der OECD-Länder mit den höchsten Gesundheitsausgaben, hinter den USA.
Der Anstieg der Gesundheitskosten ist auf die älter werdende Bevölkerung, auf Fortschritte in der Medizin und auf steigende Ansprüche der Bevölkerung auf Medizinalleistungen zurückzuführen. Mit einer Reihe von Massnahmen wird versucht, die Gesundheitskosten zu begrenzen. Dazu gehören die Förderung von Managed-Care-Modellen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung, die Neue Spitalfinanzierung mit einem fixen Preis pro erbrachte Leistung und die Strategie «eHealth».
In der Schweiz standen im Jahr 2014 4,6 Spitalbetten pro 1000 Einwohner zur Verfügung, in Österreich waren es 7,6, in Deutschland 8,2 und in Frankreich 6,2 Betten. In den vergangenen Jahren haben mehrere Kantone ihr Spitalwesen reorganisiert, einzelne Spezialbereiche der Medizin wurden an einem einzigen Ort zusammengefasst und wenig benutzte Einrichtungen geschlossen.