Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03167.jsonl.gz/2842

Chelseas Antonio Conte hat einen tiefen Einblick in sein Seelenleben gewährt und dabei über das zwiespältige Verhältnis zu seinem Trainer-Job gesprochen.
„Ich habe immer gespürt, dass ich das tun werde, dass das mein Leben sein wird. Aber manchmal hasse ich es. Manchmal hasse ich den Job, weil man manchmal sein Leben verliert“, sagte Conte im Interview mit dem britischen „GQ“-Magazin: „Wenn man diesen Job machen möchte, ein guter Coach sein will, muss man sein Leben opfern und manchmal hasse ich das.“
Mit 14 Jahren trainierte der Italiener seine erste Mannschaft, damals noch ein paar Schulkinder. Danach startete er zunächst als Profi von Juventus Turin eine Weltkarriere, wurde Champions-League-Sieger, fünfmaliger italienischer Meister, Vize-Weltmeister. Ehe er auch als Trainer durchstartete. Mit Juve holte der 48-Jährige dreimal in Folge die Meisterschaft, im letzten Jahr gewann er mit dem FC Chelsea die Premier League. Doch für diese Erfolge sind immer wieder Opfer notwendig.
„Ich denke 18 Stunden am Tag an Fußball. Ich liebe es und ich hasse es. Es ist beides“, sagte der Coach: „Ich schlafe vier oder fünf Stunden vielleicht. Wenn ich zu Bett gehe, denke ich an Fußball. Dann schlafe ich und es ist schwer für mich, zu träumen. Wenn ich aufwache um fünf oder sechs Uhr morgens, starte ich sofort. Ich denke an Fußball sobald sich meine Augen öffnen – viele meiner besten Ideen habe ich zu dieser Zeit, wenn ich noch nicht mal aus dem Bett bin.“
Kein Tag vergehe, an dem er nicht an Fußball denke. „Einen ganzen Tag ohne Fußball ist unmöglich“, verriet Conte und gab zu, dass er „besessen“ von dem Sport sei: „Fußball ist mein Leben. Ich wurde quasi schon mit einem Ball geboren.“