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Bei einem besonders schweren Erdbeben im Iran sind nach ersten Angaben mindestens 40 Menschen getötet worden. Dies berichtete das staatliche Fernsehen.
Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens mit 7,8 an. Das Epizentrum habe im Südosten des Landes an der Grenze zu Pakistan gelegen. Die Region ist vergleichsweise dünn besiedelt. «Es handelt sich um das schwerste Erdbeben im Iran seit 40 Jahren», sagte ein Regierungsvertreter.
Erschütterungen von Delhi bis Dubai
Den staatlichen Medien zufolge wurden die Strom- und Telefonverbindungen in den größten Teilen der Provinzen Sistan und Baluchistan unterbrochen. Der russische Erbauer des iranischen Kernkraftwerks in Buschehr, Atomstroyexport, erklärte, an der Anlage sei kein Schaden entstanden.
Die Erschütterungen waren in der ganzen Golfregion und darüber hinaus zu spüren. Augenzeugen zufolge wackelten Gebäude in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi, in Katar und Dubai. Die USGS hatte die Stärke zunächst mit 8,0 angegeben. Die Tiefe lag jüngsten Angaben zufolge bei 15,2 Kilometern.
Atomanlagen im Westen angesiedelt
Es handelt sich um das zweite schwere Beben in diesem Monat im Iran. Am 9. April starben 37 Menschen, als Erdstösse die Region um Buschehr trafen. Die Stärke wurde damals mit 6,3 angegeben. Der Reaktor wurde nach offiziellen Angaben nicht beschädigt.
Die meisten iranischen Atomanlagen sind im Westen des Landes angesiedelt. Die islamische Republik wird regelmässig von schweren Erdbeben erschüttert. Im Jahr 2003 starben 30'000 Menschen, als ein Beben der Stärke 6,6 die Region Bam traf.
(muv/reuters)