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Warum zeigt der Radar Niederschlagssignale an, obwohl dabei kein Tropfen den Boden berührt?
Das dürfte wohl einige irritieren, wenn der Blick auf den Niederschlagsradar eigentlich Signale für Regen anzeigt, es am Boden aber trocken bleibt.
Der Grund: es liegt an einer relativ trockenen Schicht im mittleren Stockwerk der Troposphäre, da nützt dann im Herbst- und Winterhalbjahr auch eine neblig-feuchte Grundschicht nichts.
Der Auslöser: zum einen kann dafür ein abziehendes Hoch mit seinen trockenen Eigenschaften verantwortlich sein, oder aber auch Föhnluft, der mit seinen trockenen Eigenschaften über den schweren Kaltluftsee gleitet.
Fakt ist: regnet es und fällt dieser in die trockene Schicht, so verdunstet dieser, bevor er den Boden erreicht.
Des Radars Arbeit ist aber folgendes: es sendet elektromagnetische Signale in die Atomsphäre aus; trifft es auf Regentropfen, so sendet es Signale zurück – diese sehen wir als „Regen“ auf dem Radarbild. Das aber dieser nie den Boden erreichen wird, kann das Radar nicht unterscheiden.
Meist dauert es eine Weile, bis auch die mittlere Wetterschicht angefeuchtet ist und der Regen seinen Weg durchwegs bis zum Boden absolvieren kann.
Grafik: amriswilerwetter.ch