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In Betrieben der Lebensmittelindustrie fallen organische Stoffe an, die nicht verwertet, aber aufgrund ihres hohen Wassergehaltes auch nicht verbrannt werden können. Für derartige Abfälle ist die biologische Abfallbehandlung eine sinnvolle Verarbeitung. In einem kontrollierten Faulprozess wird Biogas gewonnen, das als Energieträger benutzt wird.
Oder im Detail: Die Abfallprodukte der Lebensmittelindustrie (biogene Abfälle, Gastroabfälle, überlagerte Lebensmittel, Retouren aus dem Detailhandel oder Fehlproduktionen) werden in die Co-Substratannahmestelle angeliefert, wo sie mittels Hammermühlen zerkleinert und Verpackungs- und Fremdstoffe ausgesiebt werden. Über einen Vorlagebehälter werden die Stoffe in den Vorfaulraum verbracht. Schon dort erzeugen sie Abwärme, die mittels Wärmerückgewinnung als Energie genutzt wird. Im Nachfaulraum schliesslich entsteht Biogas, das über eine Gasreinigung in den Gasometer geleitet und in einem Blockheizkraftwerk verarbeitet wird. Die Gasverwertung erfolgt durch Blockheizkraftwerke, die - um das Wärmerückgewinnungspotenzial maximal auszunutzen - mit zusätzlichen Luft/Wasser-Wärmepumpe ausgerüstet sind. Das anfallende Biogas wird im Blockheizkraftwerk verstromt. Die entstehende Abwärme wird als Prozesswärme in der Schlammfaulung und Schlammtrocknung vollumfänglich genutzt.
Die bestehende Co-Substratannahmestelle des AVA Altenrheins wird umgebaut und mit einer zweiten Linie erweitert. Es handelt sich bei dieser Anlage im Wesentlichen um eine Maschine im Format eines Gebäudes. Die zu schützenden Maschinen und die technischen Bedingungen - etwa die Kipphöhe eines Lastwagens - führt zu einer skulpturalen Volumetrie, die mittels einer Holzfassade gegliedert und gestaltet und so ins architektonische Gesamtkonzept der AVA Altenrhein integriert wird.
Situationsplan - die Cosubstratannahme ist mit der Zahl 4 bezeichnet