Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03616.jsonl.gz/368

1999 fand in La Cumbre, Argentinien ein Gleitschirm-Weltcup statt. Als Assistentin des Teamleiters betreute sie die Schweizer Wettkämpfer und kam dadurch zu vielen Kontakten mit den lokalen Veranstaltern und den Leuten von La Cumbre. Das Land und vor allem die Gauchos und die Art wie sie mit ihren Pferden umgingen faszinierten sie sehr.
Zurück in der Schweiz liess sie der Gedanke an Argentinien nicht los. Schon bald besuchte sie das Land wieder und dort reifte der Gedanke, in Argentinien eine zweite Heimat aufzubauen. Was lag näher als ihre Passion für Land, Leute und Pferde ihren Kollegen näher zu bringen?
Zuerst konnte sie Gleitschirmflieger für eine Reise nach La Cumbre begeistern. Dann erweiterte sie das Programm für Reiter und Golfspieler.
Die Idee eines Reisunternehmens zu gründen wurde 2001 real. Der Aufbau eines Reiseunternehmens in Argentinien ist nicht einfach. Immer wieder musste sie das Reisprogramm neu gestalten, da die lange Krise in Argentinien viele Geschäfte, Restaurants und Hotels zum Aufgeben zwang.
Um sich finanziell abzusichern, arbeitet und lebt sie jeweils ein halbes Jahr in der Schweiz und verbringt den Sommer in Argentinien.
Bei den Gauchos lernte sie das Reiten und liess sich als Gaucho ausbilden. Heute hat sie eigene Pferde und kann wilde Pferde zureiten.
Argentinien ist das Land der Staubstrassen. Ein Eldorado für 4x4 und Motorradfahrer. Wer dort unterwegs ist, lernt automatisch das Fahren im Gelände. Als 2002 die ersten Quads in La Cumbre auftauchten, war die Neugier gross ein solches Gefährt auszuprobieren. Die Quads waren noch nicht so ausgereift. Aber der Fahrspass auf den Naturstrassen war trotzdem gross. In der nächsten Saison gab es schon bessere Modelle, mit denen man etwas grössere Touren wagen konnte.
2004 kaufte sie in der Schweiz ihr erstes Quad eine kleine feine Barossa Cheetah 250, die im nächsten Jahr einer DS 650 Baja weichen musste. In Argentinien lockte sie 2006 das Auto Rallye Fieber. «Es war zwar nur eine Provinzrallye, das Auto gemietet, aber das Gefühl war unglaublich. Auch das erste Mal eine Rennlizenz zu lösen, den medizinischen Check zu machen, da wo andere richtige Rallyegrössen ihre Lizenzen lösen, das ist auf Wolke 7 schweben. Glücklich sein, einen ganzen Tag lang. Und wenn man dann nach 5 Primes noch auf dem obersten Treppchen steht, dann ist das einfach perfekt.»
2009 kaufte sie sich in Argentinien ein Yamaha Raptor 350 und fuhr dort mit ihrem Partner in der Provinz Cordoba weite Touren auf den Strassen, die auch die WRC und die Dakar be-nutzte. Das Quadfieber hat sie nicht mehr losgelassen und ein Traum wurde geboren …