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Château Margaux
Das Gut führte ursprünglich den Namen "La Mothe de Margaux". Im Zuge der Hochzeit
im Jahr 1152 zwischen Eleonore von Aquitanien und dem
zukünftigen englischen König Heinrich Plantagenet (als Henry II)
gelangte das Château Margaux bis 1453 unter englische Herrschaft. Es dauerte
jedoch einige Jahre, bis dort mit dem Weinbau begonnen wurde.
Nach mehreren Besitzwechseln übernahm Pierre de Lestonnac im Jahr 1572 das Gut
und baute es innerhalb von 10 Jahren weitgehend zum heutigen Stand mit Gärten
und herrlichen Platanen-Alleen aus. Er führte auch anstelle von Getreide
vermehrt den Weinbau auf einem Teil des Geländes ein.
Im Jahr 1705 wurde erstmals in der "London Gazette" der Bordeaux-Wein "Margoose"
angeboten. Der 1771er Jahrgang war der erste, der von Christie’s dem englischen
Publikum offeriert wurde.
Im Jahre 1802 erwarb es
der Marquis de La Colonilla, der das alte gotische Herrenhaus abreissen und das
heutige Château bauen liess. Nachdem bereits während der grossen Depression in den 30er
Jahren die Inhaber öfter wechselten, führte die bekannte Handels-Familie der Ginestets
aus Bordeaux die Geschicke
des Châteaus bis in die 60er Jahre weiter.
1977 kaufte der in Frankreich eingebürgerte
Grieche André Mentzelopoulos
für etwas über 9 Mio EUR das Weingut dem
Vorbesitzer Pierre Ginestet ab, was bei vielen traditionell eingestellten
Nachbarn im Medoc einen Schock auslöste. Der Neue Eigentümer investierte
allerdings nochmals zumindest die gleiche Summe in einen neuen unterirdischen
Keller, sowie Weinberge, Gärten, Bauten etc. und der bekannte französische Önologe
Émile Peynaud (geb. 1912) wurde als Berater eingestellt.
Mentzelopoulos benötigte nur ein Jahr, um der Welt zu zeigen, wie gut der
Wein des Château Margaux sein kann. Aber er durfte leider die Früchte seiner
Arbeit nicht mehr erleben. Er starb 1978 und danach führten seine Frau Laura und
heute Tochter
Corinne den Betrieb erfolgreich weiter. Sie werden dabei fachmännisch vom
Direktor Paul Pontallier, Kellermeister Jean Grangerou und dem beratenden
Önologen Emile Peynaud unterstützt. Seit etwa 1990 sind die Aktien des Château
Margaux an eine
luxemburgische Firma verkauft worden, bei der die italienische Agnelli-Familie
(FIAT) wesentliche Anteile besitzt. Das bisherige Management wurde übernommen.
Das Weingut liegt in der Gemeinde-Appellation Margaux im Médoc auf dem linken
Ufer der Gironde. Von den heutigen 262ha Landfläche des Château Margaux sind 99
Hektar mit Reben bestockt, davon 87 ha mit roten und 12 ha mit weissen Sorten.
Die Weinberge sind zu 75% mit Cabernet Sauvignon, 20%
Merlot, 3% Petit Verdot und 2% Cabernet Franc bepflanzt. Obwohl der
Rebsortenspiegel einen hohen Cabernet-Anteil aufzeigt, sind die Weine stets von
einer unnahbaren Eleganz und Stilistik geprägt, wie sie nur einem Château
Margaux zu Eigen ist.
Der Boden besteht aus Kies und Stein auf einem
Lehmuntergrund.
Der viele Jahrzehnte lange lagerfähige Rotwein reift
18 bis 24 Monate in neuen Eichen-Fässern. Diesen Wein sollte man erst nach 15
Jahren öffnen. Der Zweitwein nennt sich "Pavillon Rouge du Château Margaux" und hat dieselben Reife-Bedingungen.
Das Châteaux Margaux ist eines der wenigen Bordeaux-Weingüter, das auch ausgezeichnete
Weissweine produziert. Der ”Pavillon Blanc du Châteaux Margaux” wird sortenrein
aus Sauvignon Blanc gekeltert und jährlich in ca. 33.000 Flaschen abgefüllt.
Bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahre 1855 wurde
das Weingut in die Elite der fünf
besten ”Premier Cru Classé” eingereiht.
Mehr über das Château Margaux erfahren Sie
hier...
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