Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03202.jsonl.gz/1451

Wintersport – von den Anfängen bis zur Selfrangaschanze
Skis wurden hier in Klosters zum ersten Mal um die Jahrhundertwende gesichtet, berichteten Zeitzeugen. Nachdem im Grand Hotel Vereina in allen Zimmern eine Zentralheizung eingebaut worden war, wagten die Klosterser, im Jahre 1904, erstmals die Wintersaison zu eröffnen. Ein Jahr später wurde dann der Ski Club Klosters gegründet und noch im selben Winter wurden Skikurse organisiert. Am 7. Juli 1906 wurde erstmals ein Sommerskirennen auf dem Silvrettagletscher durchgeführt. Alles war bestens geplant, vom Empfang der Teilnehmer und dem Abholdienst für die Skier am Bahnhof bis zu den Markierungen der Abfahrt. Für Speis und Trank war auch gesorgt. Die Strecke führte vom Silvrettapass zur Silvrettahütte: Rote Flagge bedeutete Rennstrecke, die schwarze Flagge kennzeichnete die Gletscherspalten. Bis Mitternacht waren insgesamt 100 Personen in der Silvrettahütte eingetroffen, welche am nächsten Tag alle das Skirennen bestritten. Die Rangverkündigung wurde schliesslich in Sardasca, inmitten der blühenden Alpenrosen, abgehalten. Das erste Sommerrennen, an welchem sogar einige Damen mitfuhren, war ein riesiger Erfolg.
1911 wurde eine Schanze etwas unterhalb des Graggenegg auf Selfranga errichtet, da Schanzenspringen eine besondere Attraktion war. Doch die Schanze war zu klein, was unbefriedigend war. So wurde kurze Zeit später eine Schanze in der Nähe des heutigen Selfrangaliftes gebaut. Am 27. Dezember 1913 fand das erste Konkurrenzspringen auf der neu erbauten Schanze statt. Der 1937 in Betrieb genommene Selfrangalift ist übrigens der zweitälteste Bügellift Europas.