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Die Netzhaut, auf die die Lichtstrahlen projiziert werden, enthält etwa 130 Millionen lichtempfindliche Sinneszellen. Diese Fotorezeptoren (Empfänger von Reizen) verteilen sich auf zwei unterschiedliche Zellentypen: Etwa 95% von ihnen sind die helligkeitsempfindlichen Stäbchen (120 Millionen) und die restlichen 5% (6 Millionen) entfallen auf die farbempfindlichen Zapfen.
Die Zapfen liegen dabei mehr zentral, die Stäbchen mehr in der Peripherie.
Aufgrund ihrer unterschiedlichen Sensibilisierung für Licht bestimmter Wellenlängen werden die Zapfen noch einmal in drei unterschiedliche Typen unterteilt: „Es gibt rot-, grün- und blauempfindliche Zapfen. Die Stäbchen hingegen registrieren nur die Helligkeitswerte, wobei ihre Empfindlichkeit etwa 1‘000 Mal höher als die der Zapfen ist und ihr Empfindlichkeitsmaximum bei etwa 500nm (blaugrün) liegt.
Interessant ist auch die Verteilung von Stäbchen und Zapfen auf der Netzhaut; sie ist keinesfalls gleichmässig. Gegenüber der Linse in unmittelbarer Nähe der optischen Achse liegt auf der Netzhaut die so genannte Sehgrube oder Fovea. Sie enthält ausschliesslich Zapfen in sehr hoher Dichte und stellt die Stelle schärfsten Sehens auf der Netzhaut dar. Von hier nimmt der Anteil der Zapfen rapide ab, bis am Rande der Netzhaut nur noch Stäbchen existieren.
Lichtsignale aus der Umwelt werden durch das Stäbchen- und Zapfensystem aufgenommen und in ein für das Gehirn verwertbares Signal umgewandelt. Die Stäbchen sind hauptsächlich für das Sehen in der Dämmerung und bei Nacht wichtig, Zapfen für die Farbwahrnehmung und das Formen-Sehen.