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Dass Bern Sorge zur Altstadt tragen solle, stehe ausser Frage, erklärten die Antragsteller der Fraktionen FDP/JF, GLP/JGLP und GFL/EVP. Entsprechend solle sich die Stadt darum bemühen, den Status als Unesco-Weltkulturerbe behalten zu dürfen.
Das gehe aber auch günstiger. Bereits existierten etliche Strategien, Konzepte und Grundlagenpapiere für die Altstadt, die bei der Erarbeitung des Managementplans verwendet werden könnten. Mit 65 zu 0 Stimmen stellte sich der Stadtrat hinter den Kürzungsantrag.
Mehrere Rednerinnen und Redner riefen in Erinnerung, dass sich das Parlament neulich in der Budgetdebatte sogar für eine Halbierung des Beitrags ausgesprochen habe. Die Kürzung sei demnach ein fairer Kompromiss. Stadtpräsident Alec von Graffenried konnte damit leben, wie er im Rat erklärte.
Laut der Berner Stadtregierung hat der Bund die Stadt Bern im Aktionsplan 2016-2023 für das Unesco-Welterbe Schweiz dazu aufgefordert, einen Managementplan für die Berner Altstadt zu erstellen. Ein solcher Plan bilde die Voraussetzung zur Sicherung des Unesco-Labels. Bis 2025 muss der Plan fertig sein.
Die Schweiz ratifizierte 1972 die Unesco-Welterbekonvention und verpflichtete sich damit, die auf ihrem Gebiet liegenden Kulturgüter von universellem Wert zu identifizieren und zu schützen. Die Altstadt von Bern befindet sich seit dem Jahr 1983 auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes.