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Am 17. Februar diesen Jahres hat sich das Leben der niederländischen Königsfamilie für immer verändert. Prinz Johan Friso wurde an diesem Tag im österreichischen Lech beim Skifahren von einer Lawine verschüttet und lag 25 Minuten unter den Schneemassen begraben. Die Rettungskräfte brauchten 50 Minuten, um den Prinzen zu reanimieren. Zu lange: Friso erlitt massive Hirnschäden und liegt seither im Koma.
«Sechs Monate sind eine kritische Grenze», sagt der medizinische Ethiker am Erasmuskrankenhaus der Universität Rotterdam, Erwin Kompanje, nun im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. «Bis dahin hofft man noch auf eine Besserung.» In den Niederlanden wird nach einem halben Jahr von Ärzten und Angehörigen erwogen, die Behandlung abzubrechen. Aber der Prinz liege in einer Londoner Klinik, betont Kompanje, der die niederländischen Richtlinien für die Behandlung von Komapatienten mitentwickelt hat. «Die königliche Familie wird vor schweren Entscheidungen stehen.»
Das zeichnete sich schon eine Woche nach dem Unglück ab. Der Chefarzt der Traumabteilung des Landeskrankenhauses Innsbruck, Wolfgang Koller, sagte damals: «Es kann derzeit nicht gesagt werden, ob er jemals wieder das Bewusstsein erlangen wird.» Die Familie hingegen, allen voran Frisos Ehefrau Mabel, 44, seine Töchter Luana, 7, und Zaria, 6, blieb weiterhin zuversichtlich. Noch im Juli meinte Frisos Bruder, Kronprinz Willem-Alexander, 45: «Ich hoffe, dass wir in Zukunft mit einem positiven Bericht kommen können.» Diese Hoffnung müssen sie wohl allmählich begraben.