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Zwischen dem 14. und 16. Oktober ist in Lupsingen im Kanton-Basellandschaft der Tagesverbrauch von Wasser auf rätselhafte Weise um über 60 Prozent gestiegen. 330 000 Liter Wasser haben das Leitungsnetz zusätzlich verlassen, ohne dass der Brunnenmeister einen Leitungsbruch feststellen konnte. Nun rätselt die Gemeinde über die Gründe.
Die Gemeinde Lupsingen liegt am Südrand des Tafeljura, und dieser ist - wie der Name es ausdrückt - durch mehr oder weniger flache, tafelartige Hügelzüge charakterisiert. Zwei dieser zum Teil noch bewaldeten Kuppen beherrschen das Landschaftsbild der Gemeinde, nämlich der bis auf knapp 550 Meter über Meer aufsteigende Chleckenberg im Osten und der etwa parallel dazu verlaufende Remischberg im Westen, der allerdings nur knapp 500 Meter hoch ist.
Zwischen diesen Bergrücken und ihren Verlängerungen breitet sich eine flache Mulde aus, die allerdings mit Ausnahme des Abflusses ins Oristal gegen Seltisberg über einen Rücken wieder ansteigt. Im Zentrum der Mulde liegt das Dorf Lupsingen, umgeben von fruchtbaren Äckern und Wiesen. Das Dorf zählt nur wenige auswärts liegende Einzelhöfe. Das Dorf ist zudem von sechs Nachbargemeinden umgeben, drei dem Kanton Basellandschaft, drei weitere dem Kanton Solothurn zugehörig.
Die Oberflächenentwässerung des Gemeindebannes erfolgt fast ausschliesslich von Süden nach Norden durch das Oristal. Einerseits ist dies das in der Schneematt entspringende Bächlein im Ruestel, andererseits der bis zur Kläranlage eingedolte Dorfbach, der auch als Regenentlastungswerk dient. Gegen Südosten werden die Abhänge des Chleckenbergs gegen Ziefen und diejenigen des Chapfs und Stocken durch das Riedbächli in die Hintere Frenke entwässert.
Nun rätselt Lupsingen seit Mitte Oktober über den Verlust von rund 330 000 Litern Wasser: Wie mehrere Medien wie die «Volkstimme» in Sissach oder die «Basler Zeitung» vermelden, ist der Wasserverbrauch in der Gemeinde innerhalb weniger Tage um über 60 Prozent angestiegen. Der durchschnittliche Tagesverbrauch erhöhte sich während dreier Tage von 190 auf 290 bis 320 Kubikmeter, wie die Gemeinde mitteilte. Die Gründe bleiben nach wie vor schleierhaft. Deshalb wendet sich der Gemeinderat nun an die Bevölkerung und bittet um allfällige Hinweise, wo das Wasser wohl abgeblieben sein könnte.
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