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Die gefährlichen Abenteuer von Rogelio und seinen Freundinnen
Der Gnadenhof Equidad der Fondation Franz Weber in Argentinien ist und bleibt ein Zufluchtsort und ein Ort der Hoffnung für gerettete Tiere, deren Leben von Leid und Ausbeutung gezeichnet ist. Heute erzählen wir die Geschichte von Rogelio, einem roten Angus-Ochsen. Sie zeigt unter anderem, welche Probleme defekte Zäune verursachen können.
Mitte 2016, im Alter von nur drei Monaten, wurde Rogelio von Aktivisten am Strassenrand in Colón, Provinz Buenos Aires, gefunden. Eines Nachts, während sie auf der Strasse unterwegs waren, sahen sie etwas, das wie ein schwer verletzter Hund aussah. Als sie näherkamen, erkannten sie, dass es sich um ein kleines Kalb mit rotem Fell handelte. Wegen der Farbe nannten sie ihn Rogelio, angelehnt an «rojo» für rot.
Glück im Unglück Rogelio war desorientiert und hatte schwere Verletzungen, die von Hundeangriffen stammten. Aber an diesem Tag hatte Rogelio Glück. Nachdem sich seine Retter in ihrem Zuhause um ihn gekümmert hatten, kontaktierten sie das Team des Gnadenhofs Equidad, um ihn nach Córdoba zu bringen.
So wuchs Rogelio auf dem Gnadenhof Equidad auf. Und nicht als eine Zahl in der Statistik der Fleischindustrie, wo jedes Kilogramm seines Körpers als wirtschaftlicher Gewinn angesehen wird, sondern als ein fühlendes Wesen, das es verdient, in Respekt, Liebe und Gerechtigkeit zusammen mit seinen Freunden zu leben.
Anfangs war Rogelio noch misstrauisch, aber im Laufe der Zeit und dank der Pflege und Liebe seiner Betreuer lernte er, den Menschen zu vertrauen und ohne ständige Angst zu leben. Er entdeckte, dass er durch die Wiesen der Sierras von Córdoba rennen und die Sonne geniessen durfte. Auf Equidad freundete er sich mit anderen Tieren an, einschliesslich anderen Kälbern, die einem ähnlichen Schicksal entkommen waren. Zu ihnen gehören Muriel und Flor, mittlerweile unzertrennliche Freunde von Rogelio.
Gefährliches Abenteuer Ende August dieses Jahres wagten sich die drei Freunde über die Zäune hinaus und überquerten die angrenzenden Felder, auf denen Viehzucht für die Fleischindustrie betrieben wird. Als das Team des Gnadenhofs bemerkte, dass sie verschwunden waren, herrschte grosse Besorgnis, denn es bestand die Gefahr, dass unsere drei Ausreisser auch im Schlachthof enden könnten.
Mehr als vierundzwanzig beängstigende Stunden durchsuchten wir die weiten, von dornigen Pflanzen und schmalen Wegen geprägten Gebiete der typischen Wildnis der Sierras von Córdoba. Die dichte Vegetation in Verbindung mit der weiten Fläche machte die Suche zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Mit jeder verstrichenen Minute wuchs die Sorge um die Sicherheit der drei Ausreisser, die in ihrer Unschuld in dieses gefährliche Abenteuer geraten waren.
Schliesslich haben wir Muriel, Flor und Rogelio sicher und unversehrt auf einem benachbarten Grundstück gefunden. Die Erleichterung, die zu diesem Zeitpunkt Equidad erfüllte, war unbeschreiblich, und die Freude über ihre Rückkehr wurde von allen geteilt.
Diese Erfahrung war eine beunruhigende, aber notwendige Erinnerung daran, warum wir unsere Zäune regelmässig kontrollieren, reparieren und verstärken müssen. Nach einem solchen Schock entschied sich das gesamte Team dafür, den Zustand der Zäune umfassend zu prüfen und stellte dabei eine grosse Anzahl von Löchern fest. Da der Zaun bereits sehr alt ist, über 35 Jahre, ist eine vollständige Restaurierung dringend erforderlich.
Bitte unterstützen Sie uns bei der Verbesserung der Zäune von Equidad! Ihre Spende gewährleistet die Vermeidung solcher Vorfälle, sodass unsere Schützlinge in Frieden und Sicherheit leben können und Equidad ein Leuchtfeuer der Gerechtigkeit in einer oft kaltherzigen Welt bleiben kann.