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Alles hat mit dem Absturz eines Kleinflugzeuges in einem abgelegenen Ort in Nebraska angefangen. Im Flugzeug befand sich die Familie eines Chirurgen aus der Region.
Die Frau starb beim Absturz, der Vater und die vier Kinder erlitten schwere Verletzungen.
Da es keine professionelle Rettung gab, entschied sich der Vater nach Stunden, selbst zu handeln. Er lief einen Kilometer bis zur nächsten Hauptstrasse und schaffte es, einen Pkw anzuhalten. Mit dem Auto wurden die Kinder ins nächstgelegene Krankenhaus transportiert. Der Vater, selbst Arzt, informierte einen Arbeitskollegen über den Absturz, dieser organisierte den Transport der Familie nach Lincoln.
Da das Behandlungsteam des kleinen Krankenhauses mit der Anzahl Patienten sowie deren Verletzungsgrad überfordert waren, wurde dem Vater klar, dass das Behandlungssystem eine Veränderung braucht. Zwei Jahre später entstand im Jahr 1978 das Kurssystem des Advanced Trauma Life Support.
Mit grosser Unterstützung wurde ein Pilotkurs organisiert und an der Universität von Nebraska dem American College of Surgeons / Comittee on Trauma präsentiert.
Seit dem ersten Kurs in Auburn ist viel Zeit vergangen. Das Kursformat ist stark gewachsen und hat sich stark entwickelt. 2018 wurde die bereits 10. Edition von ATLS eingeführt.
Als präklinische Ergänzung von ATLS wurde das PHTLS®-Konzept gemeinsam von der National Association of Emergency Medical Technichians (NAEMT) und dem Committee on Trauma (CoT) entwickelt. Im Rahmen der 7. Edition wurde das System erstmals auch an das europäische System adaptiert und hat sich hier ebenfalls zu einem Qualitätsstandard entwickelt. Durch die weite Verbreitung der „PHTLS“-Sprache konnte das System zur Standardisierung der Traumaversorgung und damit nachweislich zu verbessertem Überleben von Traumapatienten beitragen.