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Das Italienische Parlament hat acht von neun Durchführungsprotokollen der Alpenkonvention per 5. Mai 2012 ratifiziert; es fehlt nur noch das Verkehrsprotokoll. Italien, mit mehr als vier Millionen Einwohnern der bevölkerungsmässig grösste Alpenstaat, ist somit bereits die siebte Nation, welches die Protokolle ratifiziert – nun fehlt nur noch die Schweiz.
Damit stünden endlich auch auf der Südabdachung des Alpenbogens die auf internationaler Ebene angenommen Instrumente der nachhaltigen Entwicklung vollwertig zur Verfügung, lässt sich der Generalsekretär der Alpenkonvention in der Pressemitteilung zitieren. „Dies ist ein sehr positives Signal im Hinblick auf den kommenden italienischen Vorsitz der Konvention. Es ist allerdings zu wünschen, dass die neue Gesetzesvorlage, die auf die Ratifikation des Verkehrsprotokolls abzielt, rasch das parlamentarische Verfahren durchläuft“.
Die Alpenkonvention ist ein internationales Abkommen, welches die Alpenstaaten Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Monaco, Österreich, Schweiz und Slowenien sowie die EU verbindet. Die ökologische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Fragen regelnden Protokolle zielen dabei auf die nachhaltige Entwicklung des Alpenraums und den Schutz der Interessen der dort ansässigen Bevölkerung ab.
Bild: Gitidi (Wikimedia Commons)