Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03353.jsonl.gz/2287

Die bautechnische Machbarkeit der Tiefenlager-Zugangsvarianten Schacht und Rampe oder einer Kombination der beiden Möglichkeiten ist grundsätzlich gegeben. Für die Etappe 3 verlangt das ENSI eine Vertiefung der bereits in der Etappe 2 des Sachplans geologische Tiefenlager durchgeführten bautechnischen Risikoanalysen.
Anfang September 2021 präsentierte das ENSI an der 48. Sitzung des Technischen Forums Sicherheit (TFS) seine Antwort auf die Teilfrage 157 a). Diese zeigt auf, wie das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI die Optionen Schacht, Rampe oder eine Kombination der beiden Möglichkeiten als Zugangsbauwerke zu einem geologischen Tiefenlager für radioaktive Abfälle beurteilt.
Es liegen derzeit keine zwingenden bautechnischen Argumente gegen eine der möglichen Zugangsvarianten vor. Sowohl die bautechnische Machbarkeit der Zugangsvarianten Schacht und Rampe als auch einer Kombination der beiden Möglichkeiten wird vom ENSI als grundsätzlich gegeben angesehen. Langzeitexperimente zeigen, dass die für die Langzeitsicherheit eines geologischen Tiefenlagers notwendigen Versiegelungen nach heutigem Kenntnisstand mit vorhandenen Materialien und Techniken grundsätzlich so errichtet werden können, dass zum Beispiel die Gefahr von Wassereinbrüchen oder Vermischungen mit dem Grundwasser minimiert werden können.
Das ENSI wird auch in der letzten und dritten Etappe des Sachplans geologische Tiefenlager (SGT) überprüfen und neu bewerten, ob der vorgeschlagene Zugang zum Tiefenlager die Sicherheitsanforderungen erfüllt und sicher verschlossen werden kann. Das ENSI kann sich dabei auch auf die unabhängige Beurteilung der Expertengruppe Geologische Tiefenlagerung EGT abstützen.
Vorgaben zur bautechnischen Eignung weiter präzisiert
Das ENSI hat im Hinblick auf die Etappe 3 des SGT seine Vorgaben zur bautechnischen Eignung (Kriteriengruppe 4) weiter präzisiert. Die Präzisierungen betreffen die Vorgaben für Baugrundmodelle, welche die möglichen Gefährdungen aus dem Baugrund und dem Gebirge (u. a. Niederbrüche und Wassereinbrüche) während des Baus und Betriebs analysieren und bewerten. Ziel ist es, die Gefährdungen durch geeignete Massnahmen zu beherrschen oder auf ein akzeptierbar kleines Mass zu beschränken. Daher werden die bautechnischen Risikoanalysen für das Lagerprojekt aus der Etappe 2 vertieft. Dabei ist das gesamte untertägige Lagerbauwerk (inklusive Zugangsbauwerke) zu berücksichtigen.
Die nächste TFS-Sitzung findet am Dienstag, 23. November 2021, statt.