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Vor einem Jahr verliert Scott Hend am Omega European Masters in Crans-Montana gegen den Schweden Alex Noren das Stechen um den Sieg. Jetzt liegt der Australier nach zwei Runden allein voran.
Hend ist mit Jahrgang 1973 nicht mehr der Jüngste. Die meiste Zeit seiner Karriere spielte er auf der Asien-Tour. Auf dem europäischen Circuit glückten ihm ab 2014 zwei Siege. Den dritten, der vor einem Jahr um ein Haar dazugekommen wäre, könnte er in dieser Woche auf dem Walliser Hochplateau nachholen.
Gewonnen hat Hend indes noch lange nicht. Der Südafrikaner Darren Fichardt liegt nur einen Schlag zurück. Zu den Verfolgern zählt auch der Engländer Matthew Fitzpatrick, einer der hoffnungsvollsten Europäer. Er wurde vor zwei Jahren in Crans-Montana einen Schlag hinter Danny Willett Zweiter. Er verlor damit gleichsam die Stadtmeisterschaft von Sheffield. Willett errang im April 2016 am US Masters in Augusta seinen ersten Majortitel. Dennoch hat die Rangordnung unter den beiden gedreht. Willett enttäuschte in dieser Woche mit dem 137. Rang unter 155 Klassierten, während der 23-jährige Fitzpatrick am zweiten Tag grossartig aufspielte und den Rückstand auf Hend mit fünf Schlägen in erträglichem Rahmen halten konnte.
Der 53-jährige spanische Publikumsliebling Miguel Angel Jimenez, Sieger von 2010, Co-Leader nach dem ersten Tag, fiel mit einer 73er-Runde in den 32. Rang zurück. Der Engländer Lee Westwood schaffte den Cut für die Finalrunden um zwei Schläge, während Westwoods Landsmann Tommy Fleetwood, einer der Favoriten, am Wochenende nicht mehr mitspielen kann.
Ein Schweizer weiter
Der 31-jährige, in Como lebende Luganese Luca Galliano verhinderte, dass sich wie zuletzt 2015 kein Schweizer für die beiden Finalrunden qualifizieren konnte. Der Golfer, der hauptsächlich auf der Pro Golf Tour spielt, einem Circuit der dritten Kategorie, schaffte den Cut exakt mit der erforderlichen Anzahl Schläge. In der 2. Runde unterliefen ihm drei Schlagverluste, die er aber jeweils umgehend mit Birdies korrigierte. Drei übrigen drei Schweizer Profis sowie zwei Schweizer Amateure scheiterten deutlich.
Man muss berücksichtigen, dass zwei der aktuell besten drei Profis nicht am Start waren. Der Thurgauer Joel Girrbach wahrt in dieser Woche auf der Challenge Tour in England seine Chancen auf den Aufstieg in die grosse europäische Tour. Der Zürcher Unterländer Marco Iten will derweil den Aufstieg von der Pro Golf Tour in die Challenge Tour sicherstellen.
SDA-ATS