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Hier sind einige Überreste aus römischer Zeit zu sehen (Villa, Tempel). Im Aniene Tal liegen zudem die Überreste von insgesamt acht Aquädukten, welche Rom mit Wasser versorgten und weitere Villen.
Bekannt ist dieser Ort jedoch vor allem wegen der Hadriansvilla, welche nach Publius Aelius Hadrianus benannt wurde.
Aufgrund der nur schon heute bekannten Grösse dieser Anlage muss man eigentlich nicht von einer Villa sondern von einem Regierungsviertel sprechen. Abgesehen von den Thermen - und auch hier wird darüber gestritten, wer diese benutzte - werden die einzelnen Objekte je nach Archäologe und Zeitpunkt der Deutung verschiedenen Verwendungszwecken zugeordnet. Deshalb sind nachstehend die offiziellen Bezeichnungen und die wichtigsten vermuteten Bestimmungen aufgeführt. Antike Quellen erwähnen, dass der Kaiser Bauten aus Griechenland und Ägypten wiedergeben wollte, welche ihn beeindruckten. Vermutlich dienten diese jedoch nur als Anstoss, hier sollte eine eigene Idee wiedergegeben werden. Dennoch wurde bei den archäologischen Untersuchungen versucht - somit wohl irrtümlich -, das griechische oder ägyptische Vorbild zu erkennen und den Bau so zu benennen. Im weiteren ist zu beachten, dass bis heute offensichtlich erst ein Fünftel der Anlage erforscht wurde.
Als erstes wird der Poecil betreten. Eine langes Wasserbecken welches von einem Wandelgang umgeben ist. Daran grenzt das Gebäude mit den drei Exedren an. Hier wird in der Mitte ein Speisesaal vermutet. Der Bau führt in das sogenannte Stadion über.
Weiter südlich liegen die kleinen und grossen Thermen, welche durch ein Vestibulum getrennt sind. Die Hangsstützmauer zwischen Poecil und Vestibulum wurde für die Unterbringung vieler Wohnungen benutzt, die Cento Camerelle. Vermutlich war hier das Dienstpersonal untergebracht.
Etwas oberhalb der grossen Thermen liegt das Praetorium. Die dunklen Räume wurden jedoch eher als Magazine benutzt.
Südlich folgt der Canopus. Ein mit Säulen umgebenes Wasserbecken. Die Anlage wird durch einen Saal abgeschlossen, welcher nur bis zur Hälfte überwölbt war, vermutlich ein Triclinium.
Noch weiter im Süden liegt die Akademie, ein weiterer Gebäudekomplex. Im Westen ist der Turm von Roccabruna zu sehen. Eventuell hat dieser astrologischen Beobachtungen gedient.
Geht man zum Poecil zurück, folgt östlich des Stadions der Fischteich. Aufgrund der Ausstattung mit einem prächtigen Mosaik könnte auch dieser Teil anderen Zwecken gedient haben. Unter dem Teich befindet sich ein Cryptoporticus.
Nördlich liegt der Heliocaminus. Diesen Thermen wurden irrtümlicherweise so benannt, der entsprechende Saal wurde mit einer Warmluftheizung beheizt.
Hier liegen auch der Philosophensaal und das Teatro Marittimo. Die Insel im runden Teich wiess eine kleine Villa auf.
Östlich liegt das vermutete Zentrum der Anlage. Mit verschiedenen Plätzen und Räumen. Hier befinden sich auch Räume des Vorgängerbaus - einer Villa aus republikanischer Zeit.
Der Hof der Bibliotheken ist von sogenannten griechischen und lateinischen Bibliotheken umgeben. Es handelt sich jedoch um Triclinien. In der anschliessenden Hospitalita waren vermutlich die Prätorianer untergebracht.
Weiter nördlich folgt der Venustempel. In der Nähe des heutigen Eingangs liegt das griechische Theater.