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Dantons Tod
Schauspiel
Stückinfo
«Ich würde mich schämen, dreissig Jahre lang mit der nämlichen Moralphysiognomie zwischen Himmel und Erde herumzulaufen, bloss um des elenden Vergnügens willen, andre schlechter zu finden als mich.»
(Danton)
Frankreich während der Revolution: Mitverantwortlich für die Greuelexzesse plädiert Danton aus moralischen Gründen für das Ende des Tötens. Für Robespierre dagegen ist die soziale Revolution noch nicht abgeschlossen. Es kommt zum Bruch zwischen den ehemaligen Weggefährten und ihren Anhängern, den Genuss huldigenden Dantonisten und den radikalen Tugendwächtern der Partei Robespierres.
In der Figur des Danton hat Büchner ein Lebensgefühl vorausgezeichnet, das bis heute viele Intellektuelle kennzeichnet: den Lebensüberdruss, der aus der Unmöglichkeit erwächst, das eigene Handeln als sinnerfüllt zu erleben. Moralisch zwar geläutert, ist Danton weder in der Lage, sein Leben und das seiner Freunde zu retten, noch vermag er das von ihm erkannte Übel, den kleinbürgerlichen Dogmatismus, aufzuhalten.
Nach Sartres »Die Schmutzigen Hände« untersucht der Regisseur Nicolas Stemann anhand von Büchners »Dantons Tod« die oppositionellen Vorstellungen von Idealismus und Nihilismus.
- Regie - Nicolas Stemann
- Bühne - Katrin Nottrodt
- Kostüme - Esther Bialas
- Musik - Arvild Baud
- Video - Bert Zander
- Dramaturgie - Matthias Günther
- Regieassistenz - Katrin Reiling
- Bühnenbildassistenz - Regina Lorenz
- Kostümassistenz - Melanie Rolfes
- Inspizienz - Peter Keller
- Souffleuse - Ulla von Frankenberg
- Regiehospitanz - Regina Zarneggin