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Prof. Werner E. Schreiner wurde am 8. Mai 1921 in Zürich geboren. Nach dem Abschluss seines Medizinstudiums in Zürich und Genf war er zunächst am Kantonsspital Glarus tätig. Von 1950 an arbeitete er als Assistent am Pathologischen Institut der UZH, um dann im Herbst 1951 als Assistent in die Universitäts-Frauenklinik überzutreten. 1956 wurde er zum Oberarzt der Universitäts-Frauenklinik ernannt, es folgten mehrere Studienaufenthalte in Deutschland. 1963 habilitierte er sich mit einer Arbeit über «das Fruchtwasser bei der menschlichen Schwangerschaft». Bereits 1959 begann er seine massgeblichen Untersuchungen über die Zusammensetzung des Fruchtwassers bei der menschlichen Schwangerschaft mit dem Ziel, zuverlässige Parameter über den intrauterinen Zustand des Fetus zu gewinnen. Seine damaligen Untersuchungen führten zur Einführung der Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) in die geburtshilfliche Diagnostik. Trotz eines Angebots für eine Forschungsprofessur in Harvard kehrte er 1964 von einem Studienaufenthalt in Boston an die Frauenklinik Zürich zurück, wo er zum Leiter der Polikliniken befördert wurde. 1965 führte er auf dem Kontinent die erste erfolgreiche intrauterine Bluttransfusion an einem Rhesuskind durch – worauf sich die Universitäts-Frauenklinik Zürich zu einem Zentrum für diesen Eingriff in der Schweiz und im näheren Ausland entwickelte.
1968 wurde Werner E. Schreiner zum Extraordinarius für Frauenheilkunde gewählt, 1972 wurde er zum Ordinarius befördert und zum Direktor der Universitäts-Frauenklinik gewählt. Seine rege wissenschaftliche Tätigkeit kam in mehr als 120 Publikationen zum Ausdruck, die sich mit verschiedenen Gebieten der Gynäkologie, Geburtshilfe und Endokrinologie befassen. 1988 trat Werner E. Schreiner altershalber in den Ruhestand.