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<h2>SubmittedText<h2><p>Fussball-Weltmeisterschaft 2014, Karneval von Rio 2015, Olympische Spiele 2016: Die Schweiz ist an allen Anlässen vertreten. Gemäss Medienberichten hat die Eidgenossenschaft via Präsenz Schweiz (PRS) eine Sambaschule mit 700 000 Franken gesponsert. An den Sportanlässen wird ein House of Switzerland betrieben.</p><p>- Wie viel kosten die drei Engagements bei einer Vollkostenrechnung, aufgeteilt nach Anlass?</p><p>- Wie beurteilt der Bundesrat die Wirkung dieser Massnahmen im Vergleich mit anderen Aktivitäten von PRS?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Brasilien ist Mitglied der G-20 und der Brics-Staaten und gehört gemäss der Aussenpolitischen Strategie 2012-2015 des Bundesrates zu den strategischen Partnern der Schweiz. Das Land ist der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Lateinamerika, gehört zu den Schwerpunktländern des Staatssekretariates für Bildung, Forschung und Innovation und ist für Schweiz Tourismus einer von sechs strategischen Wachstumsmärkten. Am 7. Juni 2013 hat der Bundesrat für das Programm Landeskommunikation Brasilien 2014-2016, inklusive Olympischer Spiele mit einem House of Switzerland 2016 in Rio, einen Kredit in der Höhe von 6,5 Millionen Franken gesprochen. Mit gleichem Beschluss hat der Bundesrat Präsenz Schweiz ermächtigt, innerhalb des ordentlichen Budgets von Präsenz Schweiz 1 Million Franken für ein House of Switzerland 2014 an der Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien einzustellen. Kosten der drei Engagements bei Vollkostenrechnung:</p><p>a. Fussball-Weltmeisterschaft 2014 (1 Million Franken): 2014 wurde mit 1 Million Franken das House of Switzerland an der Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien betrieben.</p><p>b. Programm Landeskommunikation Brasilien 2014-2016 (1,5 Millionen Franken): 700 000 Franken wurden für den Auftritt der Schweiz am Karneval in Rio 2015 ausgegeben. Die Verwendung des restlichen Budgets bis zu den Olympischen Spielen 2016 ist gegenwärtig Gegenstand der Planung in Koordination mit den Schweizer Vertretungen und institutionellen Partnern in Brasilien.</p><p>c. Olympische Spiele 2016 in Rio: 5 Millionen Franken sind für den Aufbau und den Betrieb des House of Switzerland an den Olympischen Spielen in Rio 2016 und für kommunikative Begleitmassnahmen budgetiert.</p><p>2. Der Bundesrat erachtet die Auftritte der Schweiz an Grossveranstaltungen als wichtiges und nützliches Element im Massnahmenspektrum der Landeskommunikation. Internationale Grossveranstaltungen sind öffentlichkeits- und medienwirksame Plattformen. Sie sind speziell wirksam, um ein breites Publikum anzusprechen und gemäss dem im Bundesgesetz über die Pflege des schweizerischen Erscheinungsbildes im Ausland enthaltenen Auftrag die Schweiz in ihrer Vielfalt und Attraktivität zu präsentieren. Dies gelingt, wie die bisherigen Erfahrungen zeigen: Die Auftritte der Schweiz generieren regelmässig hohe Besucherzahlen und zahlreiche Medienberichte. So beispielsweise im Zusammenhang mit dem Auftritt des House of Switzerland an der Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien: Um in den brasilianischen Medien die gleiche Visibilität zu erreichen wie mit diesem Auftritt, hätten mehr als 7 Millionen Franken für kommerzielle Werbung ausgegeben werden müssen. Zudem wird in sozialen Netzwerken ebenfalls eine grosse Resonanz erreicht. Auch das Interesse von Schweizer Wirtschaftsunternehmen, sich an den Auftritten der offiziellen Schweiz zu beteiligen, belegt die Attraktivität und die Wirksamkeit solcher Auftritte. Im Vergleich dazu eignen sich andere Aktivitäten wie die Unterstützung der Durchführung von Projekten im Aussennetz oder die Einladung von Delegationen in die Schweiz vor allem, um spezifischere Zielgruppen wie Meinungsführende aus Politik, Wirtschaft und Medien anzusprechen. Entscheidend für die Wirksamkeit ist somit die Kombination verschiedener Massnahmen, die es erlaubt, alle anvisierten Zielgruppen der Landeskommunikation zu erreichen.</p>