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Fische bedroht: Weniger Sauerstoff macht Tieren zu schaffen
Um mehr als zwei Prozent ist der Sauerstoffgehalt in den Ozeanen weltweit seit 1960 zurückgegangen. Vor allem grosse Fische schränkt das in ihrem Lebensraum deutlich ein. Das könnte auch Folgen für die Fischerei haben.
In den vergangenen Jahren hat sich das Oberflächenwasser in den Ozeanen stetig erwärmt, wie eine Studie des Forschungszentrums GEOMAR in Kiel aufzeigt. Mitverantwortlich dafür sei die Erderwärmung. Diese heizt laut den Forschern die Wasseroberfläche auf.
Das wärmere Oberflächenwasser kann jedoch weniger Sauerstoff aufnehmen. Und es vermischt sich schlechter mit dem Wasser aus tieferen Schichten. In der Folge gelangt deutlich weniger Sauerstoff von der Oberfläche in die Tiefen des Meeres.
Doch dieser Sauerstoff ist eine wichtige Grundlage für das Leben im Meer. «Da insbesondere grosse Fische Gebiete mit geringem Sauerstoffgehalt meiden beziehungsweise dort nicht überleben, können diese Veränderungen weitreichende biologische Folgen haben», erklärt Dr. Schmidtko, der Erstautor der Studie, in einer Pressemitteilung des GEOMAR-Instituts.
Setzt sich die Entwicklung fort, würde sich somit der Lebensraum vieler Arten weiter verkleinern. Das könnte auch die Fischerei beeinflussen, beispielsweise wenn aus sonst fischreichen Regionen die Tiere verschwinden würden.
Die Forschergruppe des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel nutzte für ihre Studie alle vorhandenen Sauerstoffdaten weltweit und ergänzte diese mit aktuellen Messungen.
Weitere Infos: Hier können Sie die Studie im Detail ansehen.
Text: Maximilian Comtesse, Quellen: GEOMAR, www.nature.com, 17. Februar 2017