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Einzeltierproben
Bei Verdacht einer Euterentzündung werden nach vorgängigem Schalmtest sterile Einzeltierproben gefasst und im Labor bakteriologisch analysiert, um den Leitkeim zu bestimmen. Mit der Methode der Leitkeimbestimmung lässt sich der vorherrschende Keim im Bestand erfassen und für die Bekämpfung spezifische Massnahmen ableiten.
Durch die Entzündung verändert sich die Zusammensetzung der Milch. Dies führt zu Problemen bei der Verarbeitung und zu einer geringeren Ausbeute bei der Käseherstellung. Zudem sinkt die Leistung der betroffenen Kühe.
Milch enthält normalerweise weniger als 100‘000 Zellen pro Milliliter. Die Zellen bestehen aus weissen Blutkörperchen unterschiedlicher Art und Drüsenzellen aus dem Eutergewebe. Gegen Ende der Laktation werden vermehrt Drüsenzellen abgestossen, eine leichtgradige, gleichmässig über die Viertel verteilte Erhöhung der Zellzahl ist zu diesem Zeitpunkt normal. Die Anzahl weisser Blutkörperchen steigt bei einer Entzündung des Euters an. Diese entsteht bei der Infektion mit Erregern (meistens Bakterien) oder bei einer mechanischen oder chemischen Reizung des Euter- und Zitzengewebes (Haltungs-, Melk- oder Melktechnikfehler). Ebenso kann sich die Zellzahl in Stresssituationen (Hitze, Fliegenplage, Fütterungsfehler usw.) oder bei hormonellen Veränderungen (Brunst, Eierstockzysten usw.) erhöhen. Häufig sind verschiedene Faktoren beteiligt.
Mögliche Ursachen
Mögliche Ansätze
Kontrolle Melkanlage, Überprüfung Melkhygiene, Einzeltierproben, Fütterungscheck, Schalmtest, Anleitung Probenahme