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Das tabling hat selbstverständlich eine Geschichte. Die aktuelle Form verdankt es dem Free Speech Movement (FSM) und das kam so: Seit 1930 waren politische Aktivitäten auf dem Campus verboten. Die Studierenden stellten deshalb ihre tables VOR den Toren der university auf. Das war zunächst kein Problem, weil das Sather Gate die Grenze zwischen Campus und öffentlichem Grund war. Als die Universität jedoch bis zur Bancroft Avenue expandierte, wurde es ein Problem, weil kein Platz mehr für das tabling vorhanden war.
Spitzfindig wurde ein Teil des Trottoirs als öffentlicher Platz deklariert, der sogenannte Hyde Park Corner. Von da an fand das Tabling auf diesem Teil statt. Es wurde jedoch nie geklärt, wem dieser Platz gehört. Uni oder der Stadt Berkeley? Eine Klage des Zeitungsverlegers William Knowland, dass das Tabling auf dem Trottoir illegal sei, brachte 1964 den Stein ins Rollen. Tatsächlich gehörte diese Ecke zur Universität und das Tabling wurde verboten. Studierende verschiedenster Organisationen stellten ihre tables trotzdem vor der Sproul Hall auf.
Am 1. Oktober 1964 weigerte sich Jack Weinberg, seinen illegal table aufzugeben. Er wurde von der Polizei festgenommen und in einen Polizeiwagen gesetzt. Mehr als 100 Studierende kreisten den Polizeiwagen ein und Weinberg blieb 32 Stunden lang im Auto bis eine Lösung gefunden werden konnte.
Mario Savio – speaker of the FSM – gelang es die Wogen zu glätten. Er kletterte auf das Dach des Polizeiautos und bat die Demonstrierenden aufzustehen und nach Hause zu gehen. Doch die Universität hob das tabling-Verbot on campus nicht auf, was zu weiteren Protesten der FSM-Aktivistinnen und Aktivisten führte. Zum Lied „You shall overcome“ – gesungen von Joan Baez – drangen mehr als 1000 Studierende am 2. Dezember 1964 in die Sproul Hall ein. Governor Pat Brown ordnete die Räumung der Sproul Hall an und liess die Demonstrierenden ins Santa Rita County Jail abtransportieren. Die nicht festgenommenen FSM-Aktivistinnen und Aktivisten riefen nach dieser Aktion zum Streik auf, dem auch viele ProfessorInnen und teaching assistants folgten. Der akademische Rat gab klein bei und hob die Beschränkungen auf.
Diese und weitere politische Aktionen wurden im TV zu bester Zeit gezeigt und festigten die Reputation Berkeley’s:
„The city’s reputation as ‚the People’s Republic of Berserkeley‘ derives from this period and probably best expresses the common popular understanding of the experience and heritage of Berkeley in the sixties.“ (Wollenberg 2008, 135)
Dass „Berserkeley“ weiterhin lebendig ist, zeigt die von students neugegründete „Defend Affirmative Action Party (DAAP)“, die sich als „the voice of the new movement“ bezeichnet.
Auch der Hyde Park Corner wird rege genutzt, z.B. jeden Freitag von den „Women in Black“