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Der schwedische Gripen-Hersteller Saab meldet Fortschritte bei den Kompensationsgeschäften: Seit Anfang Jahr hat Saab 37 Verträge über 54 Millionen Franken mit Schweizer Unternehmen abgeschlossen. Zwölf Aufträge davon gehen in die Westschweiz.
Saab hat sich vertraglich dazu verpflichtet, Aufträge über 2,5 Milliarden Franken an Schweizer Unternehmen zu vergeben, sollte der Kauf der Gripen-Kampfjets zustande kommen. Bis Ende 2012 hatte die Firma laut eigenen Angaben Aufträge über 250 Millionen Franken an 102 Schweizer Unternehmen vergeben.
Ein Viertel der Aufträge ging in die Westschweiz. Mit den zwölf neuen Verträgen steigt der Anteil der Westschweizer auf 30 Prozent, bestätigte Saab-Sprecher Mike Helmy am Freitag einen Artikel der Zeitung "Le Matin".
Der Anteil am Gesamtvolumen liegt für das Westschweizer Gewerbe allerdings nur bei 15 Prozent. Saab hat einen Anteil von 30 Prozent oder 750 Millionen Franken versprochen. "Wir haben dieses Ziel noch nicht erreicht, aber die Situation verbessert sich sehr schnell", sagte Helmy.
Verträge bleiben gültig
Der Vertrag zwischen Saab und der Rüstungsbeschafferin armasuisse soll nach einer allfälligen Referendumsabstimmung über den Kauf der Kampfjets unterzeichnet werden. "Bis dahin sollten wir die vorgesehenen Kompensationsgeschäfte von 300 Millionen erreicht haben", sagte Helmy.
Stimmt das Volk dem Kampfjetkauf zu, bleiben Saab zehn Jahre für die restlichen Kompensationsgeschäfte von 2,2 Milliarden Franken. Wird der Kauf abgelehnt, bleiben laut Saab die bereits geschlossenen Verträge zwischen der Schwedischen und Schweizer Firmen gültig.
Der Beschaffungspreis für die 22 Gripen-Kampfflugzeuge liegt bei 3,1 Milliarden Franken. Das Geschäft kommt frühestens im Herbst in den Nationalrat.
SDA-ATS