Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/64609

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, darzulegen, inwieweit ein Zusammenhang zwischen den verheerenden Unwetterschäden vom August 2005 und der zunehmenden Versiegelung des Bodens besteht. Dabei ist auch aufzuzeigen, inwieweit Vorschriften zur örtlichen Versickerung des anfallenden Meteorwassers zur Schadensminderung beitragen könnten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Einfluss der Versiegelung nur bei kleinen Gebieten mit hoher Bebauungsdichte für Gewitterniederschläge mit hohen Intensitäten nachweisbar ist. Das Ereignis vom 21./22. August 2005 war gekennzeichnet durch lang dauernde grossflächige Niederschläge, sodass aufgrund der Art des Niederschlages nur ein geringer Einfluss anzunehmen ist. Zudem erfolgte die Abflussbildung vor allem in Gebieten ohne nennenswerte Versiegelung, sodass für dieses Ereignis ein Einfluss der Versiegelung zu verneinen ist. Vorschriften zur örtlichen Versickerung des anfallenden Wassers hätten demnach bei diesem Ereignis kaum zur Schadensminderung beitragen können.</p><p>In diesem Sinn ist dieses Postulat als erfüllt zu betrachten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.