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Auswirkungen und Spätfolgen von Trockenheit auf die Invasibilität von Grasland
Nach heutigem Wissensstand hängt die biotische Widerstandsfähigkeit einer Pflanzengemeinschaft gegen Invasionen wesentlich von der Konkurrenz zwischen den bereits vorhandenen und den neu-eindringenden Pflanzen um Ressourcen ab. Die Empfindlichkeit eines Lebensraumes von neu-eindringenden Arten besetzt zu werden (Invasibilität), kann durch kurzfristige Licht- und Nährstoffpulse erhöht werden. Nach Sommerdürren, die das Wachstum der vorhandenen bremsen, könnte die Invasibilität erhöht sein. Da Trockenperioden in der Schweiz und in weiten Teilen der Erde häufiger oder intensiver werden, könnte dies für Ökosysteme ungeahnte Folgen haben. Unsere bisherigen Feldexperimente mit simulierter Trockenheit deuten darauf hin, dass auch andere biotische Interaktionen als die Konkurrenz die Invasibilität in Grasland-Ökosystemen wesentlich beeinflussen könnten.
In der Fortsetzung des Projektes Invasibility of Swiss grasslands planen wir Feld- und Topfexperimente um die unterschiedlichen und verzögerten Auswirkungen der Trockenheit besser zu erfassen. Wir untersuchen, wie der Etablierungserfolg von Pflanzen in Abhängigkeit von Niederschlag, Produktivität und biotischen Interaktionen verändert wird und interessieren uns speziell für Interaktionen zwischen Pflanzen und Bodenmikroben und ihre wechselnden Rollen als Konkurrenten um Licht und Nährstoffe, als Nährstoff-Lieferanten via Pflanzen-Micorrhiza-Netzwerke und als Mutualisten oder Pathogene.