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Weshalb der Bau von Gesundheitszentren alleine nicht genügt
Damit Frauen ihre Kinder ohne Komplikationen auf die Welt bringen können, braucht es gut ausgestattete Gebärsäle, Medikamente und geschultes Personal. Der erste Schritt zu einer sicheren Geburt beginnt dabei bereits bei der Vermittlung von Wissen. Lesen Sie hier, wie FAIRMED Mütter im nepalesischen Baglung mit Sensibilisierungskampagnen unterstützt.
«Eines der Hauptziele unseres Projekts im Distrikt Baglung besteht in der Verbesserung der Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern», erklärt Brinda Bhandari, die FAIRMED-Kommunikationsverantwortliche in Nepal.
Mit der Einrichtung von gut ausgestatteten Gebärsälen und dem Einsatz von medizinischen Fachkräften allein kann dieses Ziel aber nicht erreicht werden. Denn den Betroffenen mangelt es laut Bhandari häufig auch an Informationen über die Nutzung von solchen Gesundheitsleistungen. «Die Gemeinschaft setzt zudem bevorzugt auf Dienstleistungen traditioneller Geburtshelferinnen und auf kulturelle, aber potentiell schädliche Praktiken der gesundheitlichen Selbstversorgung, anstatt sich an die lokalen Gesundheitszentren zu wenden», so Bhandari.
Einige konsumieren nach der Geburt Alkohol
Ein Beispiel hierfür sei die Praxis von einigen Müttern, nach der Geburt bis zu 500 Milliliter warmes Senföl zu trinken. Andere würden während den ersten drei bis fünf Tagen nach der Geburt Alkohol konsumieren. «Sie glauben, dass warmes Senföl oder lokaler Alkohol dabei helfen, ihre Energie aufzuladen», sagt Bhandari weiter.
Um bei den Müttern in Bezug auf ihre Gesundheit und die ihrer Kinder eine Verhaltensänderung herbeiführen zu können, müssen gesundheitliche Grundkenntnisse in der Bevölkerung aufgebaut werden. Zudem muss ihr Vertrauen in die Einrichtungen und die lokalen Gesundheitsmitarbeitenden gesteigert werden. FAIRMED führt in Baglung deshalb gross angelegte Sensibilisierungskampagnen durch, um den Müttern die Vorteile einer professionellen Gesundheitsversorgung näher zu bringen.