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Die Suizidraten in der Schweiz sind traditionell hoch. Blickt man ins 19. Jahrhundert zurück, so findet man hohe Raten insbesondere bei Männern und zwar vor allem in reformierten Kantonen. Katholische Kantone sowie Frauen weisen hingegen leicht ansteigende Trends auf. Das Geschlechtsverhältnis hat sich von 6:1 auf 2,5:1 verringert. In den Raten spiegeln sich verschiedene historische Ereignisse (z.B. der Erste Weltkrieg) wie auch langen ökonomische Wellen. Seit dem Peak um 1980 herum haben sich die Suizidraten in einer Grössenordnung von ca. 30% zurückgebildet. Dieser Effekt ist noch ausgeprägter, wenn der Anteil der EXIT-Suizide und anderer Todesfälle nach Freitodbegleitung berücksichtigt wird.
Zeitreihen 1881-2010: rohe Raten, 3-jährige gleitende Mittelwerte, nach Geschlecht
Datenquelle: Bundesamt für Statistik, Neuenburg