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Die Uhr der Erde
Die etwa 4,55 Milliarden Jahre seit der Entstehung der Erde wären aus astronomisch-geologischer Sicht in vier Äonen zu unterteilen. Weil jedoch der Kreislauf der Gesteine bzw. die Plattentektonik typische Zyklen von 200 Millionen Jahren hat, lassen sich sehr frühe Zustände der Erde nur in ganz wenigen Regionen untersuchen.
Daher kann praktisch nur der letzte Äon, das Phanerozoikum, dessen ältestes Zeitalter, das Paläozoikum, vor 542 Millionen Jahren mit dem Kambrium beginnt, Gegenstand detaillierter Analysen sein. Die Zeit davor (ab der Erstarrung der Erdkruste) fasste man früher einfach unter dem Begriff „Präkambrium“ zusammen, obwohl sie sechs bis acht mal so lang ist wie die nachfolgende Zeit. Heute wird diese Zeitspanne (aufgrund der Befunde auf sehr alten Kratonen) in drei Äonen unterteilt. Das jüngste dieser Äonen ist das Proterozoikum, das mit der Ära des Neoproterozoikums endet. Die letzte Periode dieses Zeitalters vor dem Kambrium wurde im Mai 2004 nach Fossilfunden aus der Ediacara-Fauna in Australien Ediacarium genannt.
- Ära Känozoikum (Erdneuzeitalter, Paläogen und Neogen)
- Ära Mesozoikum (Erdmittelalter, Trias bis Kreide)
- Ära Paläozoikum (Erdaltertum, Kambrium bis Perm)
In der langen Geschichte unserer Erde möchten wir uns lediglich mit den letzten 17 Sekunden auf unserer Tages-Uhr des Planeten Erde befassen. Das Känozoikum oder das Erdneuzeitalter dauerte in Wirklichkeit noch immer 2.6 Million Jahre.
Das Quartär ist der jüngste Zeitabschnitt der Erdgeschichte einschließlich des Holozäns und damit der Gegenwart.
In der Historischen Geologie repräsentiert das Quartär ein chronostratigraphisches System bzw. eine geochronologische Periode. Es beginnt vor etwa 2,6 Millionen Jahren und dauert bis heute an. Es umfasst das gesamte Quartäre Eiszeitalter, in dem sich auch die Hominisation des heutigen Menschen abspielte.
Moskau/Tscheljabinsk, Freitag, 15. Februar 2013, 09.30 Uhr Ortzeit
Meteorit explodiert über Russland – 1000 Verletzte
Freitag, 15. Februar 2013, Bern: 20.24 Uhr
Asteroid schrammt an Erde vorbei
Tunguska/Sibirien, 30. Juli 1908: War es ein Meteorit, ein Astroid oder eine Gasexplosien? Auch nach 100 Jahren ist das meiste noch nicht bewiesen!
Der „Meteor Crater“ ist ein Einschlagskrater eines Meteoriten im Coconino County, Arizona, Vereinigte Staaten. Der Einschlag des Meteoriten fand vor ungefähr 50.000 Jahren statt. Zum Zeitpunkt des Einschlags war das Klima des Colorado-Plateaus kühler und feuchter. Das Gebiet war Grasland mit eingestreuten Wäldern, in dem Wollhaarmammuts, Riesenfaultiere und Kamele beheimatet waren.
Der einschlagende Meteorit hatte einen Durchmesser von etwa 50 Metern – gleich wie der am 15.2.2013 an der Erde vorbei geschrammte Asteroid 2012-DA14, wog etwa 300.000 Tonnen und bestand im Wesentlichen aus Eisen. Er schlug mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 15–30 km/s[1] (~ 55.000–110.000 km/h) ein. Der Einschlag verursachte eine Explosion, die dreimal so stark wie das Tunguska-Ereignis war. Der direkte Aufprall überstieg die Druckfestigkeit des Gesteins und löste eine Druckwelle aus die radial vom Einschlagpunkt fortlief. Seitlich wurde eine Aufwärtsbewegung ausgelöst. Dabei wurden ungefähr 175 Millionen Tonnen Gestein weggeschleudert, darunter auch 30 Meter große Kalksteinblöcke. Am Einschlagpunkt wurde das Material aufgeschmolzen und verdampft, so dass neue Mineralien gebildet wurden, unter anderem Diamanten und Lonsdaleiten. Der Einschlag löste ein Erdbeben aus, dessen Stärke auf 5,5 nach der Momenten-Magnituden-Skala geschätzt wird.