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1994 – Hat die traditionelle Familie ausgedient? Das UNO-Jahr der Familie
von MB (Kommentare: 0)
Ein Blick zurück in die Anfänge
Vor 23 Jahren stellten wir uns folgende Fragen: Was ist die traditionelle Familie? Ist es die Einheit von Vater, Mutter und Kind? Wie ist es, wenn die Kinder aus verschiedenen Häusern kommen, von verschiedenen Vätern und Müttern, die sich in der 2. und 3. Ehe befinden? Ist eine solche Patchwork-Familie ebenfalls als traditionelle Familie zu betrachten?
In den 90ern wurden Stimmen laut, die gleiche Rechte für gleichgeschlechtliche Paare verlangten. Sie sollen sich ebenso wie traditionelle Ehepaare trauen lassen und eine Familie gründen können. Um dies zu erreichen wurde eine Petition lanciert.
Um einen Gegenpol zu diesen Stimmen zu bilden, nahm sich cft dieser Fragen im Rahmen des von der UNO deklarierten Jahres der Familie an. An Ständen in Zürich, Bern und Basel wurde zu einem Gespräch bei Kaffee und Kuchen eingeladen, um mit Passanten über dieses Thema zu reden. Als Hilfe war ein Puzzle entworfen worden, das aus 4 Teilen bestand: Vater, Mutter, Kind und Gott, wobei Gott das Mittelstück bildete. Nimmt man nun Gott aus der Mitte, fällt das ganze Gebilde zusammen, das heisst, die Familie kann nur Bestand haben, wenn Gott im Zentrum ist. Die Reaktionen und Kommentare der Passanten, die stoppten, waren gemischt, doch es war ermutigend immer wieder Zustimmung von Christen und anderen zu erhalten.
Das war 1994, doch das Thema ist noch genauso im Zentrum unserer politischen Debatten wie vor 23 Jahren. Erst kürzlich scheiterte eine Initiative der CVP, die versuchte, die traditionelle Familie mit (heterosexuellen) Eltern in der Verfassung zu verankern. Dies ist besonders bemerkenswert im Hinblick auf die aktuellen Bemühungen der LGBT-Bewegung. Die eingetragene Partnerschaft ist bereits seit 2007 möglich und der Ehe rechtlich zwar ähnlich, doch nicht ganz gleich gestellt. Eine Einschränkung ist die Adoption von nicht leiblichen Kindern. Erst letztes Jahr wurde dieses Gesetz jedoch gelockert und erlaubt nun die Stiefkindadoption leiblicher Kinder durch den Partner. LGBT-Aktivisten versuchen nun, das unumschränkte Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare zu erwirken.
Der Erhalt der traditionellen Familie, als eine der wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft, muss uns als Christen eines der grössten Anliegen bleiben. In den letzten 23 Jahren haben wir auf der politischen Ebene viele Rückschläge erlitten, doch dies soll uns auf keinen Fall davon abhalten, weiter für die Familieneinheit von Vater, Mutter, Kind und Gott einzustehen. (MB)