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Die Carrefour SA, Paris, muss nach einer Gerichtsentscheidung ein Angebot für die vollständige Übernahme der Hyparlo SA vorlegen. Man habe von der Entscheidung erfahren und prüfe nun die nächsten Schritte, teilte die nach der Wal-Mart Inc umsatzstärkste Supermarktkette der Welt am Dienstag mit. Am Morgen hatte ein Berufungsgericht entschieden, dass Carrefour ein Angebot zur vollständigen Übernahme von Hyparlo machen muss, und damit der Klage der Minderheitsaktionärsgruppe ADAM statt gegeben. Hyparlo betreibt als Franchisepartner der Supermarktkette zwölf Supermärkte in Südfrankreich unter der Flagge von Carrefour. Vertreter von Hyparlo waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Carrefour hält bereits direkt 20 Prozent an Hyparlo und hat sich im Januar mit 50 Prozent an der Holdinggesellschaft der Familie Arlaud beteiligt, die Mehrheitsaktionär bei Hyparlo ist. Die Minderheitsaktionäre hatten argumentiert, damit kontrolliere Carrefour effektiv 48,9 Prozent an Hyparlo. Dies liege über der Schwelle von 33 Prozent, die in Frankreich automatisch die Verpflichtung eines Angebots zur vollständigen Übernahme auslöst. Das Berufungsgericht hatte sich dieser Interpretation angeschlossen und damit der französischen Börsenaufsicht AMF widersprochen, die das Vorgehen von Carrefour ohne Abgabe eines entsprechenden Angebots genehmigt hatte. Laut einem Unternehmenssprecher will die Supermarktkette sich nun mit Mitgliedern der Arlaud-Familie und mit ADAM zusammensetzen.
Ein Analyst, der anonym bleiben will, erwartet den Preis für eine vollständigen Übernahme von Hyparlo bei etwas über 300 Millionen Euro. Die Martkkapitalisierung liegt allerdings bei 528 Millionen Euro
(dj)