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Erythromycin und Risperidon beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Erythromycin ist ein moderater Hemmer von CYP3A4, Risperidon wird hauptsächlich durch CYP2D6 und in geringerem Umfang durch CYP3A4 zu seinem ebenfalls aktiven Metaboliten verstoffwechselt. In Kombination sind Konzentrationserhöhungen denkbar.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Gemäss Schweizer Fachinformation bewirkt die gleichzeitige Gabe mit Erythromycin keine Veränderung der Pharmakokinetik von Risperidon und der aktiven antipsychotischen Fraktion. In einem Fallbericht führte die Gabe von Erythromycin an einen Patienten, welcher mit Risperidon und Clomipramin vortherapiert war, zu Verhaltensauffälligkeiten [Fisman S, 1996].
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018