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Nach »Schneewittchen und die sieben Zwerge« – erschienen im Jahr 1937 -, »Pinocchio« und »Fantasia« – beide erschienen im Jahr 1940 – sowie »Dumbo« – erschienen im Jahr 1941 -, wurde im Jahr 1942 der fünfte abendfüllende Zeichentrickfilm mit dem Titel »Bambi« aus den Studios von Walt Disney, nachdem er am 8. August in London uraufgeführt wurde, am 13. August in der in den 1920-er Jahren erbauten »Radio City Music Hall« in Manhattan erstmals in den USA gezeigt.
Wenn Sie auf das obenstehende Bild klicken, können Sie den Zeichentrickfilm von Walt Disney – in deutscher Sprache – in voller Länge geniessen.
Die Rechte für die Verfilmung des im Jahr 1923 erschienen, vom österreichischen Schriftsteller Felix Salten (* 6. September 1869 in Budapest; † 8. Oktober 1945 in Zürich) verfassten Buches mit dem Titel »Bambi – Eine Lebensgeschichte aus dem Walde« erwarb Sidney Franklin – einer der profiliertesten Regisseure und Produzenten seiner Zeit – in der Absicht, aus der Geschichte einen Realfilm zu drehen. Er stellte jedoch bereits kurz nach Beginn der Dreharbeiten fest, dass die damalige Technik nicht genügte, um die Romanvorlage auf diese Weise umzusetzen und wandte sich an Walt Disney. Beide – in bester und nachhaltiger Freundschaft – arbeiteten, zusammen mit dem Disney-Produktionsteam, sieben Jahre an der Erstellung des Trickfilms.
In der obenstehenden Bild-Montage schauen sich – weil Einzelbilder – die beiden Herren, Walt Disney(* 5. Dezember 1901; † 15. Dezember 1966) und Sidney Franklin (* 21. März 1893; † 18. Mai 1972) nicht in die Augen. In Wirklichkeit schlossen die beiden einen Vertrag zur Zusammenarbeit für das Projekt »Bambi« über dreieinhalb Jahre. Die Arbeiten zogen sich jedoch über sieben Jahre hin, in der sie in Freundschaft die Aufgabe gemeinsam anpackten und mit grossem Erfolg abschlossen.
Der Film, der 2004 von der Firma »Lowry Digital Images« – seit 2005 umfirmiert zu »DTS Digital Images«, einer der weltweiten Marktführer im Bereich Film-Restaurierung – aufwendig in Stand gesetzt und modernisiert wurde, zeichnet sich nicht allein durch die realistisch und dreidimensional wirkenden Kamerafahrten in Zeichentricklandschaften sowie die von Edward Holcomb Plumb komponierte klassisch-orchestralen Musik, sondern auch durch die in der Geschichte des Zeichentrickfilms erstmalig lebensechte Darstellung im Aussehen und Verhalten der Tiere aus.
Im Auftrag von Walt Disney komponierte der US-amerikanische Filmkomponist Edward Holcomb Plumb (* 6. Juni 1907; † 18. April 1958) die Musik zu mehreren Walt-Disney-Produktionen. Im Zeichentrickfilm »Bambi« nimmt die Musik, die während des Films nur zweimal für jeweils etwa 20 Sekunden unterbrochen wird, eine besondere Stellung ein, denn die Dialoge im Werk umfassen lediglich 1000 Worte.
Alle mit »Bambi« im Zusammenhang stehenden Persönlichkeiten und Unternehmungen wurden, wie auch das Buch und der Trickfilm selbst, berühmt und weltbekannt. Wir von buchplanet.ch – der Online-Shop für Gebrauchte Bücher – können drei Varianten der Geschichte vorstellen. Als erstes ist das Buch zu erwähnen, welches im Jahr 1950 im Paul Zsolnay Verlag, Wien, erschienen ist. Als »neu«, durfte diese Ausgabe ausschliesslich in Österreich verkauft werden.
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Das im unter »Micky’s Junior-Buchclub« 1985 im Egmont Verlag AG, Zollikon erschienene Buch erzählt die Geschichte von Bambi in einer Kurzfassung. Der Text wird aber mit schwarz-weissen und farbigen Zeichnungen unterstützt.
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Und im Jahr 1999 erschien »Bambi« auch im Egmont Franz Schneider-Verlag, München. Der Text in diesem Buch ist knapp gehalten; umso mehr überrascht die Ausgabe mit durchwegs farbigen und zudem doppelseitigen Zeichnungen.
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Der Autor von »Bambi – Eine Lebensgeschichte aus dem Walde« hat es sich nicht genommen eine Fortsetzung mit dem Titel »Bambis Kinder« zu schreiben. Und auch dieses, als Lizenzausgabe in der »Neue Schweizer Bibliothek« herausgegebene Buch ist bei uns verfügbar. Es enthält 18 ganzseitige Federzeichnungen von Hans Bertle.
Eine der 18 von Hans (Johann) Bertle geschaffenen Federzeichnungen mit dem Untertitel: Bambi hielt dem Fuchs die starke Krone entgegen.
Buch und Trickfilm mögen sich in einigen – vielleicht auch in manchen – Stellen unterscheiden und vor allem die Einstellung der Tiere zum Menschen sich in anderen Auffassungen zeigen – beide Medien aber, egal in welcher Fassung die Geschichte erzählt wird: Toll!
Bild-Quellen:
Bild A: Video-Standbild
Bild B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia
Bild D: Buchdeckel
Bild E: Buchdeckel
Bild F: Buchdeckel
Bild G: Zeichnung aus dem Buch »Bambis Kinder«