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Ein Ohr muss während des Hörtests vertäubt werden, wenn die Möglichkeit besteht, dass es beim anderen Ohr mithilft und für ein besseres Ergebnis sorgt.
1. Was ist Vertäubung?
Vertäubung bedeutet, dass ein Ohr während des Hörtests mit einem Rauschen daran gehindert wird bei der anderen Seite mitzuhelfen. Hat ein Kunde ein gut hörendes und ein schlecht hörendes Ohr und ist die Differenz gross genug, kann es vorkommen, dass eine Vertäubung nötig wird.
2. Warum muss vertäubt werden?
Wir hören Schall nicht nur über das Ohr sondern auch über unseren Schädelknochen. Wird unser Knochen durch den Schall zum Schwingen gebracht, so kommt diese Schwingung auch im Innenohr an und wir können sie hören. Da unsere Schädelplatten alle miteinander verbunden sind, gelangt der Schall so über den Knochen von einem Ohr auch zum Anderen.
3. Wann wird vertäubt?
Wird bei einem Hörtest festgestellt, dass ein Ohr massiv schlechter ist als das andere, so kann es nötig sein zu vertäuben. Wird bei der Messung auf das schlechtere Ohr nämlich ein sehr lauter Schall abgegeben, dann bringt dieser den Schädelknochen zum Schwingen und der Schall gelangt auf die bessere Seite. So kann es vorkommen, dass der Kunde den zu messenden Ton auf der besseren Seite hört und damit das Messergebnis verfälscht. Um das zu verhindern, vertäubt man das bessere Ohr.
4. Wie wird vertäubt?
Vertäubt wird mit einem Rauschen. Das heisst der Kunde hört während der Messung auf dem besseren Ohr ein Rauschen, um sich nur auf den Ton auf dem schlechteren Ohr konzentrieren zu können. Das Rauschen nämlich sorgt dafür, dass der Ton auf dem besseren Ohr nicht mehr mitgehört wird. So kann der Akustiker die echte Hörschwelle vom schlechteren Ohr messen, ohne die Mithilfe von der besseren Seite. Dies ist nötig um die Hörsysteme richtig einstellen zu können.