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Montreux, Schweiz, 04. Juni 2016 - Die Yellow Tigers aus Belgien haben am Samstagnachmittag Serbien in einem über zwei Stunden dauernden Marathonmatch mit 3:2 (25-22, 27-25, 21-25, 17-25, 15-8) bezwungen und sich am Montreux Volley Masters 2016 Rang fünf gesichert. Serbien beendet das Turnier als Siebter. Wichtigste Punktesammlerinnen für Belgien waren die junge Britt Herbots und Mittelblockerin Laura Heyrman mit je 18 Punkten. Ana Bjelica zeichnete sich mit 29 Zählern als überragende Spielerin für Serbien aus.
Serbien, das ohne seine Topskorerin Sanja Malagurski begann, erwischte den besseren Start in die Partie und lag bis Satzmitte des ersten Umgangs stets knapp in Führung. Im Team der Belgierinnen war es wie gewohnt Lise Van Hecke, welche für viel Druck sorgte. Wie in den letzten Partien vermochten die Yellow Tigers ihre Schwächen am Pass und im Defensivspiel allerdings nicht zu kaschieren. In der entscheidenden Phase des Auftaktssatzes wussten die Belgierinnen dann aber doch noch zu gefallen: mit sechs Punkten in Folge machten die Westeuropäerinnen aus einem 16:18-Rückstand eine 22:18-Führung und sicherten sich Satz eins am Ende mit drei Punkten Vorsprung.
Auch im zweiten Satz schenkten sich die beiden Teams wenig. Bis zum 15-15 bei Satzmitte konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Serbien erarbeitete sich in der Folge eine Dreipunkteführung, musste allerdings umgehend zuschauen, wie ihre Gegnerinnen aus Belgien wieder an ihnen vorbeizogen. Die erst 16-jährige Britt Herbots hatte dabei entscheidenden Einfluss auf die Führung der Belgierinnen. Schliesslich nutzte Van Ecke den dritten Satzball der Yellow Tigers zum äusserst knappen 27:25-Satzerfolg.
Wie bereits im Spiel gegen die Niederlanden am Freitag steigerten sich die Serbinnen im dritten Umgang. Angeführt von einer überragenden Ana Bjelica (9 Punkte im dritten Satz) und einem Wechsel auf der Zuspielposition (Radenkovic für Mirkovic) gaben die Osteuropäerinnen ihren Vorsprung diesmal nie aus der Hand und verkürzten den Rückstand auf Belgien auf einen Satz (25-21). Und weil die Serbinnen das Momentum auch im vierten Satz auf ihrer Seite behielten (25-18) und den Belgierinnen zunehmend die Kraft ausging, musste ein fünfter Satz die Entscheidung bringen.
Während Belgien zu Beginn des fünften Umgangs vor allem durch die Mitte skorte, lag die Verantwortung auf der serbischen Seite wieder hauptsächlich bei Diagonalangreiferin Ana Bjelica. Die Yellow Tigers zeigten im Entscheidungssatz einmal mehr ihr riesiges Kämpferherz und führten zu Satzmitte bereits mit 10-6. Obwohl die Serbinnen nie aufgaben, reichte es nicht zu einem erneutem Comeback. Heyrman beendete die serbischen Träume nach knapp zweieinhalb Stunden mit einem sehenswerten Schnellangriff über rechts.