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Versicherte Personen > Geringfügiger Lohn / Privathaushalte / Künstler / Sackgeldjobs
Beitragsbefreiung
Art. 14 Abs. 5 AHVG
Der Bundesrat kann bestimmen, dass auf einem jährlichen massgebenden Lohn bis zum Betrag der maximalen monatlichen Altersrente keine Beiträge entrichtet werden müssen; er kann diese Möglichkeit für bestimmte Tätigkeiten ausschliessen. Der Arbeitnehmer kann jedoch in jedem Fall verlangen, dass der Arbeitgeber die Beiträge entrichtet.
Geringfügiger Lohn
Art. 34d AHVV
1 Vom massgebenden Lohn, der je Arbeitgeber den Betrag von 2300 Franken im Kalenderjahr nicht übersteigt, werden die Beiträge nur auf Verlangen des Versicherten erhoben.
2 In jedem Fall entrichtet werden müssen die Beiträge:
a. auf dem massgebenden Lohn der in Privathaushalten beschäftigten Personen; ausgenommen ist, sofern die Versicherten nicht die Beitragsentrichtung verlangen, der Lohn:
- den Personen bis zum 31. Dezember des Jahres erzielen, in dem sie das 25. Altersjahr vollenden, und
- der je Arbeitgeber den Betrag von 750 Franken im Kalenderjahr nicht übersteigt;
b. auf dem massgebenden Lohn der Personen, die von Tanz- und Theaterproduzenten, Orchestern, Phono- und Audiovisionsproduzenten, Radio und Fernsehen sowie von Schulen im künstlerischen Bereich beschäftigt werden.
3 Akzeptiert der Arbeitnehmer die ungekürzte Lohnzahlung, so kann er nachträglich nicht mehr verlangen, dass die Beiträge erhoben werden.
4 Absatz 1 ist nicht anwendbar auf Soldleistungen für Kernaufgaben der Feuerwehr, die über den nach Artikel 6 Absatz 2 Buchstabe a befreiten Betrag hinausgehen.
UVG-Deckung bei geringfügigem Lohn
Ausschliesslich Arbeitnehmende mit einem jährlichen Entgelt bis zum Betrag von Fr. 2'300.00
Bei einem Unfall für Arbeitnehmende eines Betriebes gemäss Art. 68 UVG ist die Ersatzkasse UVG für die Fallbehandlung zuständig.
Ist ein Leistungsfall eingetreten, welcher durch die Ersatzkasse UVG erledigt wird, schuldet der Arbeitgeber der Ersatzkasse UVG Ersatzprämien für maximal die letzten fünf Jahre.
Alle anderen Betriebe: Mindestens ein Arbeitnehmer mit einem jährlichen Entgelt über den Betrag von Fr. 2'300.00
Alle Löhne gelten als prämienpflichtiges Einkommen; auch diejenigen jährlichen Entgelte von unter Fr. 2'300.00.
Der Arbeitgeber hat bei der Suva oder bei einem Versicherer gemäss Art. 68 UVG eine Police abzuschliessen. Alle Arbeitnehmer/innen sind über diese Police gedeckt.
UVG-Deckung in Privathaushalten und bei Arbeitgebern im künstlerischen Bereich
Alle Löhne ab dem ersten Franken gelten als prämienpflichtiges Einkommen. Der Arbeitgeber hat bei einem Versicherer gemäss Art. 68 UVG eine UVG-Police abzuschliessen.
Gestützt auf Art. 34d Abs. 2 lit. 2 AHVV sind Personen, welche in einem Privathaushalt arbeiten bis zur Vollendung des 25. Altersjahres von der Prämienpflicht befreit, sofern pro Arbeitgeber der Jahreslohn von Fr. 750.00 nicht überschritten wird.
Bei einem versicherten Unfall während eines Sackgeldjobs ist gemäss Art. 95 Abs. 1bis UVG die Ersatzkasse UVG für die Fallbehandlung zuständig. Ist ein Leistungsfall eingetreten, welcher durch die Ersatzkasse UVG erledigt wird, schuldet der Arbeitgeber der Ersatzkasse UVG Ersatzprämien für maximal die letzten fünf Jahre.
Wegleitung über den Bezug der Beiträge (WBB)
Löhne von in Privathaushalten sowie von gewissen Arbeitgebern im künstlerischen Bereich beschäftigten Personen und Sold für Kernaufgaben der Milizfeuerwehr:
2128 (1/15): Auf dem massgebenden Lohn der im privaten Haushalt des oder der Arbeitgebenden beschäftigten Personen müssen die Beiträge grundsätzlich - ungeachtet der Einkommenshöhe - entrichtet werden (Art. 34d Abs. 2 Bst. a AHVV). Dies gilt jedoch nicht für den Lohn, den Personen bis zum 31. Dezember des Jahres erzielen, in welchem sie das 25. Altersjahr vollenden und der je Arbeitgeber den Betrag von 750 Franken im Kalenderjahr nicht übersteigt. Die Versicherten können die Beitragsentrichtung jedoch verlangen (vgl. Rz 2125 ff.).
2128.1 (1/16): Als Privathaushalt gelten sämtliche Räume, die privat zu Wohnzwecken genutzt werden, namentlich die Wohnung / das Einfamilienhaus sowie privat genutzte Nebenräume (z.B. Estrich, Keller, Garage, usw.) und Garten.
2128.2 (1/16): Nicht zum Privathaushalt gehören hingegen namentlich gemeinsame bzw. gemeinschaftlich genutzte Räume, Treppenhaus und Umschwung in Mehrfamilienhäusern, gewerbsmässig vermietete Ferienwohnungen sowie Zimmer in einem Heim.
2128.3 (1/16): Die Tätigkeit für einen Privathaushalt kann auch Nebenhandlungen ausserhalb der eigenen Wände beinhalten, welche als Bestandteil der Tätigkeit im Haushalt zu behandeln sind (z.B. ein Babysitter, der mit den Kindern draussen spielt oder eine Betreuungsperson, welche Einkäufe tätigt etc.).
2128.4 (1/16): Auf dem massgebenden Lohn der Personen, die von Tanz- und Theaterproduzenten, Orchestern, Phono- und Audiovisionsproduzenten, Radio und Fernsehen sowie von Schulen im künstlerischen Bereich beschäftigt werden, müssen die Beiträge in jedem Fall - ungeachtet der Einkommenshöhe - entrichtet werden (Art. 34d Abs. 2 Bst. b AHVV). Die Liste der betroffenen Arbeitgeber ist abschliessend.
2128.5 (1/16): Nicht als Theater-, Phono- oder Audiovisionsproduzenten gelten namentlich: Festival- oder Happeningveranstalter, Nightclubs und Jugendzentren. Nicht als Orchester gelten namentlich Kirchen, Kulturzentren und Vereine deren Aufgaben gemäss Statuten über das blosse Betreiben eines Orchesters oder Chors hinausgehen (zum Beispiel Förderung der Volksmusik).
2128.6 (1/16): Als Schulen im künstlerischen Bereich gelten alle öffentlichen und privaten Bildungsinstitutionen, deren Hauptzweck in der Aus- und Weiterbildung in musischen Fächern liegt. Beispiele dafür sind Kunsthochschulen, Kunstschulen, Kunstakademien, Musik-, Tanz- und Theaterschulen, Video- und Filmschulen, Literaturakademien. Nicht als solche gelten hingegen z.B. Freizeit- oder Jugendzentren, welche nebst vielen anderen Aktivitäten Kunstkurse anbieten oder Grund- und Mittelschulen für ihren Musik- oder gestalterischen Unterricht.
2128.7 (1/16): Ebenfalls in jedem Fall Beiträge zu entrichten sind auf den Soldleistungen für Kernaufgaben der Feuerwehr, die über den nach Art. 6 Abs. 2 Bst. a AHVV befreiten Betrag hin-ausgehen, d.h. für 5‘000.-- Franken übersteigende Ent-schädigungen (Art. 34d Abs. 4 AHVV).
2129 (1/18): aufgehoben