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Im August 2001 hat die Stadt Schaffhausen die 500-jährige Zugehörigkeit zur Eidgenossenschaft mit dem Fest "SH500" gefeiert. Dabei stand die Rheinuferstrasse der Bevölkerung tagelang zum Flanieren und Feiern zur Verfügung, da der Verkehr umgeleitet worden war. Dies zeigte auf, welches Potential in der südlichen Altstadt und am Rheinufer besteht. Es kam danach auch vermehrt der öffentliche Wunsch auf, den Rhein und das Rheinufer für die Bevölkerung besser zugänglich zu machen. Im Dezember 2004 reichten Initianten eine Volksinitiative zur Aufwertung des Rheinufers mit 1'500 Unterschriften ein. Nach dem Rückzug der Initiative überwiesen einige Grossstadträte eine Motion zum selben Thema. Daraus folgte die Lancierung des öffentlichen Mitwirkungsprozesses zur Gestaltung des Rheinufers im Jahr 2008 durch den Stadtrat. Dieser war breit abgestützt: Jung und Alt, Verbände und Parteien sowie Schulen nahmen daran teil und entwickelten Ideen, wie das Rheinufer grössere Attraktivität gewinnen kann. Die Begleitgruppe wertete die Ergebnisse danach aus und fasste sie in einem Masterplan zusammen. Der Masterplan Gestaltung Rheinufer formuliert allgemeine Leitsätze, definiert die Projektorganisation, die Projektierung und die Umsetzung. Er zeigt die einzelnen Massnahmen auf einen Blick. In den Massnahmeblättern werden neun Projekte genauer umschrieben, deren Ziele aufgelistet und das jeweilige Vorgehen definiert. In seinen Legislaturzielen 2009-2012 führt der Stadtrat die Gestaltung des Rheinufers als eine der Hauptmassnahmen auf.
Am 3. September 2013 verabschiedete der Stadtrat den Zwischenbericht zum Masterplan Rheinufer. Dieser zeigt für die einzelnen Teilprojekte die veschiedenen Massnahmen und den Stand per Juli 2013 auf. Ebenfalls wurden die Teilprojekte neu priosisiert.
In einem nächsten Schritt werden an der Rheinuferstrasse Änderungen zur Aufwertungen und besseren Anbindung der Stadt an das Rheinufer umgesetzt. Derzeit wird die Altstadt durch die Rheinuferstrasse vom Rhein getrennt. Sowohl die Zugänglichkeit von der Altstadt zum Rhein, als auch die Gestaltung des Rheinufers sind unbefriedigend. Eine direkte Anbindung des Stadtzentrums zur gegenüberliegenden "grünen Seite" des Rheinufers ist nicht vorhanden. Das soll sich ändern. Dennoch muss die Funktion der Rheinuferstrasse als wichtige regionale Verkehrsverbindung gewährleitet bleiben. Die notwendigen Sanierungsmassnahmen beinhalten die zwingend vorzunehmende Erneuerung des Strassenbelages und der Uferkragplatte. Mit der Aufwertung des Rheinufers soll der Langsamverkehr gefördert werden und eine Promenade entlang des Rheins entstehen. Die Rheinuferkante soll attraktiv gestaltet und es sollen damit die Aufenthaltsmöglichkeiten entscheidend verbessert werden. Zusätzliche Fussgängerübergänge sollen die Verbindung des Rheinufers mit der Altstadt erleichtern. Der Stadtrat hat zudem entschieden, dass die Diskussion über die Zukunft des Kammgarnareals das nächste zu bearbeitende Teilprojekt sein soll.