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ADS und ADHS
Aufmerksamkeitsdefizit-Störung (ADS) und Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS)
Bei einer ADHS gibt es folgende drei Hauptsymptome:
Tritt die Aufmerksamkeitsdefizitstörung ohne die Hyperaktivität auf, spricht man nicht von ADHS, sondern nur von ADS.
Knaben sind von ADHS 3 bis 4 Mal häufiger betroffen als Mädchen. Bei Mädchen kommt dafür wahrscheinlich das ADS häufiger vor. ADS ist aber viel schwieriger zu diagnostizieren, da diese Kinder im Unterricht nicht stören und viel weniger auffallen.
Mögliche Begleiterscheinungen:
Durch ein Neurofeedback-Training wird die Wahrnehmung verbessert, was dazu führt, dass die Umgebung besser überschaut werden kann. Die Betroffenen lassen sich nicht mehr durch jeden Reiz ablenken. Ausserdem spürt sich der ADHS-Betroffene wieder besser, was zu einer Beruhigung bei Hyperaktivität führt.
Neurofeedback bietet einen nichtmedikamentösen Ansatz ohne Nebenwirkungen. Neurofeedback hat laut Studien die gleich starke Wirkung wie bekannte konzentrationssteigernde und bewegungshemmende Medikamente oder ähnliche Produkte (vgl. von Hodlermann et al. 2004). Der Hauptunterschied liegt darin, dass konzentrationssteigernde Medikamente sofort wirken und man bei der Neurofeedbacktherapie von etlichen Sitzungen ausgehen muss. Dafür kennt Neurofeedback keine Nebenwirkungen. Bei Medikamenten gegen ADHS/ADS treten oft Nebenwirkungen auf wie: Appetitmangel und Schlafstörungen. Ausserdem haben ADHS/ADS-Betroffene durch Medikamente oft das Gefühl, nicht mehr sich selber zu sein.
Vor dem Neurofeedbacktraining konnte der elfjährige Knabe Justin, der unter einem sehr starken ADHS leidet, die Fünferreihe nicht auswendig aufsagen, resp. konnte nicht spontan sagen, was 3 x 5 ergibt. Nach dem Training konnte Justin rasch und richtig die Zeit benennen, d.h. er wusste sogar, dass es Viertel nach Zehn ist, wenn der Minuten-Zeiger der Uhr in meinem Zimmer auf der römischen III stand.
Auffallend ist auch, dass sich Kinder und Jugendliche mit ADHS in den ersten zwei bis drei Sitzungen kaum auf den Film auf dem Bildschirm konzentrieren können. Nach diesen anfänglichen Therapie-Sitzungen sind sie vollständig auf den Film konzentriert.
Der 12 jährige Mario leidet unter einem sehr starken ADS. Er reagiert auf Umgebungs-Einflüsse sehr sensibel. Er macht sich auch über alles Mögliche Sorgen. Er sorgt sich bspw. um seine Eltern und Geschwister oder um seine Leistungen in der Schule, im Sport, in der Musik etc. Mario kann oftmals lange nicht einschlafen oder leidet auch unter starken Kopfschmerzen. Mario war vor dem Training dem Neurofeedback gegenüber sehr kritisch eingestellt. Seine Eltern liessen es ihm auch frei, ob er zu mir kommen wollte oder nicht. Nach zwei Sitzungen vereinbarte Mario selbständig alle weiteren Sitzungen mit mir. Mario sagt übers Neurofeedback, dass es ihm helfe, weniger traurig zu sein. Ferner reagiert er gemäss seinen Eltern nicht mehr so sensibel, sondern hat sich einen „Schutzmantel“ zugelegt. Wenn es Mario wieder schlechter geht, kommt er für ein/zwei Sitzungen zu mir.
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