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Entsprechende Pläne für eine „abschreckende Besteuerung“ des Weines hatte kürzlich eine Kommission des Senats zur Kontrolle der sozialen Sicherheit unter Vorsitz des Sozialisten Yves Daudigny vorgeschlagen.
Solch einen Plan habe er nie erhalten und sein Agrarressort verfolge solche Absichten auch nicht, stellte der Minister am Montag vergangener Woche vor Journalisten in Bordeaux klar. Möglicherweise werde es zwar noch zu einer Diskussion in der Nationalversammlung kommen. Im Moment bestehe jedoch keine Gefahr einer Steuererhöhung, so Le Foll.
Ihre kategorische Ablehnung des Senats-Vorhabens bekräftigten auch der französische Bauernverband (FNSEA) und die Organisation der Junglandwirte (JA). Solch eine Politik unter dem Deckmantel der öffentlichen Gesundheit würde dramatische Folgen für das Image des Weins haben, warnten sie in einer Pressemitteilung. Anstelle einer Erziehungssteuer wollen die Produzenten lieber den verantwortungsvollen Weg der Prävention und Aufklärung gegen Alkoholmissbrauch fortsetzen.
Selbst bei vielen sozialistischen Senatoren stossen die Steuerpläne des Parteikollegen Daudigny Presseberichten zufolge auf Widerstand, weil sie das Kulturgut Wein mit gesundheitsgefährdendem Alkoholismus gleichsetzten, der Verbrauch sowieso seit Jahren rückläufig sei und solch eine Massnahme den Exporterfolg mit einem Handelsbilanzüberschuss von jährlich rund 8 Mrd. Euro gefährde.