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Ilaria Käslin verpasst an den Europameisterschaften in Glasgow im Final am Schwebebalken eine Medaille deutlich. Die 20-jährige Tessinerin klassiert sich mit 12,466 Punkten im 5. Rang.
Am Ende wies Käslin einen Rückstand von sieben Zehntel auf die drittklassierte Französin Marine Boyer auf. Gold holte die Niederländerin Sanne Wevers. Die Olympiasiegerin von 2016 an diesem Gerät zeigte eine nahezu fehlerfreie Vorstellung und steigerte sich im Vergleich zur Qualifikation um mehr als einen halben Punkt. Silber holte die Belgierin Nina Derwael, die Europameisterin am Stufenbarren.
Im Gegensatz zur Qualifikation, die sie als Dritte beendet hatte, gelang Käslin ihre Übung im Final nicht mehr ganz so souverän. Sowohl die Punktzahl für die Ausführung wie auch der Schwierigkeitsgrad waren nicht mehr ganz so hoch wie am Donnerstag. Zudem beendete Käslin wie vor zwei Jahren Bern, als sie als Vierte eine Medaille nur um wenige Tausendstel verpasste hatte, eine Sekunde zu spät. "Ich habe das Maximum gegeben, aber leider war es nicht meine beste Übung", sagte Käslin und fügte an: "Mein Ziel war der Final und den habe ich erreicht."
Den Titel am Boden holte die Französin Melanie de Jesus dos Santos, die am Samstag Frankreich zu Silber mit dem Team geführt hatte. Gold am Sprung gewann Boglarka Devai, die für die erste ungarische EM-Goldmedaille bei den Frauen sorgte. Wie Derwael gewannen auch die Team-Europameisterin Angelina Melnikowa aus Russland und Denisa Golgota aus Rumänien mit je einmal Silber und einmal Bronze zwei Medaillen in den Gerätefinals.