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Seit 1991 hat die indigene Bevölkerung Brasilien um 205 Prozent zugenommen, wie das Brasilianische Institut für Geographie und Statistik IBGE (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística) in einer Studie herausgefunden hat.
In Brasilien leben rund 200 Millionen Menschen, davon sind knapp 900.00 Menschen Mitglieder der indigenen Bevölkerung. Dies entspricht einem Anteil von 0,5 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Sie verteilen sich auf 305 Ethnien und sprechen 274 Sprachen. 63,8 Prozent und somit Zweidrittel leben im ländlichen Raum, was eine Veränderung gegenüber dem Jahr 2000 darstellt. Seinerzeit lebten mehr als 50 Prozent der Indigenen in den Städten Brasiliens.
Mehrheit der Indigenen spricht Portugiesisch
57,7 Prozent der Indigenen lebten zum Stichtag 31. Dezember 2010 in 505 von der Regierung anerkannten Gebieten. Mit einer Landfläche von 8,5 Millionen km² ist Brasilien der fünftgrösste Staat der Erde, die anerkannten Gebiete machen 12,5 Prozent dieser Gesamtfläche aus. Überwiegend befinden sich diese Regionen im Norden des Landes, wo mit 342.000 auch die meisten indigenen Menschen leben.
In der Region Südost mit den Metropolen São Paulo und Rio de Janeiro leben 99.000 Indigene, davon jedoch 84 Prozent ausserhalb der Stammesgebiete. Der Studie zufolge sprechen 37,4 Prozent der über Fünfjährigen indigene Sprachen, auch wenn sie langjährig keinen Kontakt mit Indigenen hatte. Auch nur rund 120.000 Indigene, also ca. 13 Prozent sprechen kein Portugiesisch. Indigene, die in der Isolation leben, wurden nicht befragt, daher geben die Daten darüber keinen Aufschluss.