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Fast vier Jahre nach dem finanziellen Kollaps hat sich Griechenland erstmals wieder Kapital bei privaten Investoren beschafft. Dabei sammelte das krisengeplagte Land am Donnerstag nach Angaben des Athener Finanzministeriums drei Milliarden Euro ein, rund eine halbe Milliarde Euro mehr als angepeilt.
«Unsere Erwartungen wurden übertroffen», sagte Regierungschef Antonis Samaras in Athen. «Das Vertrauen in unser Land wurde durch den objektivsten Richter bestätigt: die Märkte.» Künftig könnten wieder grössere Summen zu günstigen Konditionen geliehen werden.
Etwa 90 Prozent der Papiere gingen an institutionelle Investoren im Ausland. Nach früheren Angaben aus Finanzkreisen soll die Rendite bei ungefähr fünf Prozent liegen. Diese ergibt sich bei Anleihen aus dem Zinssatz, dem sogenannten Kupon, und dem Ausgabekurs der Anleihe.
Es ist die erste Ausgabe einer länger laufenden Staatsanleihe, seitdem das Land 2010 mit milliardenschweren Krediten vor der Pleite bewahrt wurde. Der letzte Versuch verlief traumatisch: Athen wollte sich im April 2010 eine Milliarde Euro für 20 Jahre leihen. Es kamen aber nur Angebote für lediglich 390 Millionen Euro zusammen. Wenige Tage später richtete Athen einen Hilferuf an die Euro-Partner. (jas/sda)