Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03515.jsonl.gz/1179

Der Bundesrat hat die ausserparlamentarischen Kommissionen des Bundes für die neue Amtsperiode 2020 bis 2023 bestellt. Michel Bohren wurde in seiner Funktion als Vorsitzender der CRB-Geschäftsleitung als Mitglied in die eidgenössische Kommission für Bauprodukte BauPK gewählt.
Ausserparlamentarische Kommissionen des Bundes sind Milizorgane zur Ergänzung der Bundesverwaltung in Bereichen, in denen ihr die speziellen Kenntnisse fehlen. Auf diese Weise wird die Vergrösserung des Verwaltungsapparats oder die Beschaffung von Expertisen über kostspielige Expertenaufträge vermieden. Die Kommissionen haben zum Ziel, den Sachverstand von Fachpersonen für die Allgemeinheit zu nutzen.
Neben dieser fachlichen Funktion sind ausserparlamentarische Kommissionen auch ein wirksames Instrument zur Interessenvertretung von Organisationen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie haben so die Möglichkeit, mehr oder weniger direkten Einfluss auf die Tätigkeit der Verwaltung zu nehmen. Dabei steht die Mitwirkung am Zustandekommen von Kompromissen, die über eine reine Interessenvertretung hinausgehen, im Fokus. Die Kommissionen können somit als Instrument einer partizipativen Demokratie betrachtet werden.
BauPK
Die Eidgenössische Kommission für Bauprodukte berät den Bundesrat und die Bundesverwaltung (Bundesamt für Bauten und Logistik BBL) bei der Gesetzgebung und bei Vollzugsaufgaben im Bereich der Bauprodukte. Zu ihren Aufgaben gehören vor allem die Beratung der zuständigen Behörden und Organe hinsichtlich der Voraussetzungen für das Inverkehrbringen und die Bereitstellung von Bauprodukten auf dem Markt sowie hinsichtlich der Marktüberwachung und der Produkteinformation. Die Bauprodukteerlasse des Bundes (Bauproduktegesetz BauPG und Bauprodukteverordnung BauPV) regeln das Inverkehrbringen und die Bereitstellung von Bauprodukten auf dem Schweizer Markt. Sie dienen zugleich als schweizerische Referenzgesetzgebung für den Einbezug des Bauproduktesektors in das bilaterale Abkommen mit der EU über die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungen (Mutual Recognition Agreement MRA) und zielen auf den Abbau und die Vermeidung technischer Handelshemmnisse in diesem Sektor.
Standardisierte Produkteinformationen
Mit der Standardisierung der Beschreibung von Bauteilen beschäftigt sich CRB national und international direkt mit Konzepten, wie Produkteinformationen der Bauindustrie in Zukunft bereitgestellt werden. Neben der Standardisierung der Struktur und Terminologie für die Publikation von Produkteinformationen in Form sogenannter «Product Data Templates PDT» unterhält CRB auch eine eigene Bauprodukte-Plattform prd.crb.ch, welche Daten zu konkreten Bauprodukten bereitstellt. Der regulierte Baumarkt stellt hohe Anforderungen, wie in digital unterstützten Prozessen Informationen publiziert und weitergereicht werden müssen. Die Digitalisierung bietet aber auch grosse Chancen zur Reduktion von Handelshemmnissen bei der Inverkehrsetzung und Bereitstellung von Bauprodukten. Hier kann CRB Wissen und Erfahrung aus vergangener und aktueller Arbeit in die Bundesverwaltung einbringen und sich dafür einsetzen, dass in der Gesetzgebung und im Vollzug aktuellen und künftigen Entwicklungen gebührend Rechnung getragen wird. Als «Not for Profit»-Organisation im Auftrag der Schweizer Bauindustrie sieht sich CRB auch in der Pflicht, die Möglichkeiten der partizipativen Demokratie aktiv zu nutzen und sich einzubringen.