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Nokia wolle sein Netzwerkgeschäft noch stärker in den Mittelpunkt rücken und deshalb die Kartensparte Here verkaufen. Das berichtet jedenfalls 'Bloomberg'
, wo man anmerkt, dass die Finnen mit dem Verkaufserlös ausserdem ihr Schuldenrating verbessern wollen. Interesse sollen der Fahrdienstvermittler Uber und diverse Private-Equity-Firmen sowie eine Gruppe deutscher Autohersteller geäussert haben. Gebote für Here seien noch in diesem Monat zu erwarten. Konkrete Stellungnahmen der möglichen Käufer konnte 'Bloomberg' allerdings nicht vorlegen. Here liefere derzeit Daten an Amazon, Microsoft, Yahoo sowie vier von fünf Auto-Navigationssystemen und soll für 2015 steigende Umsätze für seine Karten und Patente erwarten, schreibt 'Bloomberg' weiter.
Zitiert wird in dem Bericht ein französischer Analyst, der davon ausgeht, dass die Gelder aus dem Verkauf Nokia in die Lage versetzen könnte, seine Position gegenüber dem Netzwerkkonkurrenten Alcatel-Lucent zu stärken und Teile aus dessen Geschäft zu kaufen. Unklar ist allerdings zu welchem Preis Here den Besitzer wechseln soll. 'Bloomberg' geht von einem aktuell bilanzierten Wert von rund zwei Milliarden Euro für den 2008 von der amerikanischen Navteq für 8,1 Milliarden Dollar zugekauften Mapping-Geschäftsbereich aus. Zuletzt habe die Here-Sparte 2014 rund 970 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet und unter anderem aufgrund von einmaligen Wertberichtigungen einen operativen Verlust von 1,24 Milliarden Euro ausgewiesen. Laut dem Bericht hat Nokia einen Finanzberater engagiert, kann sich aber gegen einen Verkauf entscheiden, wenn der Preis als nicht ausreichend erachtet wird. (vri)