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Schweizer Erstaufführung eines Staempfli-Konzerts
Ein ungewöhnliches Schweizer Programm: Nebst Dvořáks Symphonie «Aus der neuen Welt» präsentiert das Berner Symphonieorchester (BSO) in seinem 13. Symphoniekonzert Schoecks Violinkonzert und die Schweizer Erstaufführung des 1933 entstandenen 2. Klavierkonzerts von Edward Staempfli.
Mit dem BSO (Leitung Mario Venzago) spielt der 1986 in Ostwestfalen geborene Pianist Moritz Ernst das Klavierkonzert, das 80 Jahre auf seine Schweizer Erstaufführung hat warten müssen. Schoecks Violinkonzert wird von Bettina Boller interpretiert.
Dass der Berner Komponist Edward Staempfli in Vergessenheit geraten sei, habe nichts mit der Qualität seiner Werke zu tun, eher gehöre er der falschen Generation an, schreibt das BSO: einerseits zu jung, als dass er sich bei Kriegsausbruch bereits einen Namen gemacht hätte, andererseits zu alt, um nach Kriegsende neu anfangen zu können. Einer seiner späten Entdecker ist der junge Pianist Moritz Ernst.
Der in Bern geborene Edward Staempfli (1908 bis 2002) war vor allem in der Zeit zwischen 1939 bis 1951 national präsent. Seine Ballette wurden in Bern und Basel aufgeführt. An den Festkonzerten des Schweizerischen Tonkünstlervereins standen sie regelmässig auf dem Programm. Uraufführungen waren im Radio zu hören.
Infos:
22. und 23. Juni 2013, Kultur-Casino Bern.
Details: www.konzerttheaterbern.ch