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Neuer Spezialeinsatz für Carla del Ponte?
Carla del Ponte, ehemalige Chefanklägerin des Kriegsverbrechertribunals in Den Haag. (Archiv Keystone)
Mit Menschenrechtsverletzungen kennt sie sich aus, Carla del Ponte. Sie war Chefanklägerin der Kriegsverbrechertribunale für das ehemalige Jugoslawien und Ruanda und Botschafterin in Argentinien. Tilman Renz, der Sprecher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, sagte in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens, die Schweiz schlage del Ponte als Verstärkung der Sonderkommission für Syrien vor.
«Die Schweiz setzt sich stark dafür ein, dass die Menschenrechtsverletzungen in Syrien untersucht und geahndet werden, und sie setzt sich auch deshalb dafür ein, dass das Mandat der Untersuchungskommission verlängert wird», sagte Renz der «Tagesschau».
«In diesem Zusammenhang erachtet es die Schweiz auch als sinnvoll, dass das Mandat verstärkt wird und deshalb schlägt sie auch vor, dass Frau Del Ponte die Arbeit der Kommission unterstützt», sagte Renz.
Die ehemalige Tessiner Staatsanwältin und Bundesanwältin wurde 1999 Chefanklägerin der Uno-Kriegsverbrechertribunale für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag und Ruanda in Kenia. Die Chefanklage beim Ruanda-Tribunal vertrat sie bis 2003, jene beim Jugoslawien-Tribunal bis 2007.
Am 1. Januar 2008 trat sie ihren Posten als Schweizer Botschafterin in Argentinien an. Ende Februar 2011 wurde die heute 65-jährige pensioniert. (lin;wedj)
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