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- Mittwoch 19:20 Uhr
Eine Flugreise ist sicherer als eine Autofahrt. Doch wenn im Jet dann doch etwas passiert, können die Folgen katastrophal sein. „Mayday“ gewährt neue Einblicke in die Sicherheitsrisiken der Luftfahrt. Jede Folge widmet sich einem spezifischen Problem der modernen Flugsicherheit. Es geht um Flugzeugentführungen, Wartungsfehler und Kollisionen in der Luft. Auch die Auswirkungen der zunehmenden Automatisierung werden kritisch unter die Lupe genommen.
April 1975. Das Ende des Vietnamkriegs steht kurz bevor. Rund um die südvietnamesische Hauptstadt Saigon überschlagen sich die Ereignisse. Hunderttausende sind auf der Flucht vor den nahenden Truppen des Vietcong. Da ordnet der amerikanische Präsident Gerald Ford eine dringende Rettungsaktion an: die „Operation Babylift“. Es geht darum, vietnamesische Waisenkinder aus dem Chaos des Krieges herauszuholen und in die sicheren USA zu bringen. Insgesamt 3.000 Kinder gelangen so in die USA, nach Kanada oder Europa. Doch gleich der erste Rettungsflug gerät zur Katastrophe.
Am 28. November 1987 bricht auf Reiseflughöhe über dem Indischen Ozean im Frachtraum einer Boeing 747 Combi ein Feuer aus. Bald darauf verliert die Flugsicherung den Kontakt mit der Crew. Die Brandursache im Frachtraum ist ungeklärt. Dies ist die Geschichte des South-African-Airways-Flug 295.
Ein kleines Passagierflugzeug startet voll besetzt mit Jobpendlern zu einem Routineflug. Wenige Momente nach dem Start wird die Nase des Fliegers plötzlich nach oben gerissen. Die Maschine taumelt, zieht nach links – und stürzt schliesslich in einen Hangar. Alle Menschen an Bord sterben. Bei ihren Untersuchungen stossen die Ermittler auf einen ebenso winzigen wie verheerenden Fehler.
4. April 1997: Eine DC10 der Southern Airways ist auf dem Rückflug von Huntsville, Alabama, nach Atlanta, Georgia, als sich plötzlich ein heftiger Sturm ankündigt. Die Piloten halten Kurs, steuern durch das Unwetter und geraten in einen teuflischen Hagelsturm. Der Hagel peitscht so heftig, dass er die Frontscheibe der Maschine beschädigt. Wenig später fallen wichtige Instrumente aus. Die Piloten entschieden sich zu einem riskanten Manöver: Sie wollen auf einem Highway notlanden. Doch bei dem Unterfangen finden 62 Passagiere und acht Menschen am Boden den Tod.
Am 6. August 2005 ist eine Maschine der Fluggesellschaft Tuninter auf dem Weg zu der tunesischen Ferieninsel Djerba. Hoch über dem Mittelmeer fällt plötzlich der rechte Motor aus. Die Piloten leiten sofort eine Notlandung ein, doch dann kommt es noch schlimmer: Auch der zweite Motor arbeitet nicht mehr. Das Flugzeug stürzt ab. Während des Sturzes versucht die Crew immer wieder, die Motoren neu zu starten - vergeblich. Die letzte Chance ist eine Landung auf dem Meer. 20 Menschen überleben das Manöver.
Am 1. Januar 2007 startet Flug 574 der Adam Air vom indonesischen Flughafen Suribaya. Das Ziel, die zwei Flugstunden entfernte Stadt Manado, wird die Boeing 747 niemals erreichen: Über der Javasee gerät der Airliner plötzlich in Turbulenzen und kommt hunderte Kilometer von seiner vorgesehenen Route ab. Fluglotsen nehmen Kontakt mit der verirrten Maschine auf und versuchen, sie zurück auf Kurs zu bringen – doch die Navigationsinstrumente an Bord versagen den Dienst. Kurz darauf verschwindet die Maschine von den Radarschirmen.
31. Oktober 1994. Halloween. Es ist Nacht in Chicago. Der Himmel über der Stadt am Michigansee wurde für Flugzeuge gesperrt – das Wetter ist einfach zu schlecht. Dutzende von Flügen verspäten sich. Unter ihnen eine American Eagle 41–84. Plötzlich gerät die Maschine ins Schlingern. Verzweifelt versuchen die Piloten, das Flugzeug in den Griff zu bekommen. Vergeblich. Die American Eagle stürzt in ein Maisfeld. Alle 68 Menschen an Bord sind sofort tot. Die nachfolgenden Untersuchungen ergeben, dass ein äusserst seltenes Wetterphänomen den Absturz verursachte.
Die Kommunikation spielt beim Fliegen eine essentielle Rolle. Findet keine Verständigung zwischen Tower und Cockpit statt, kann es schnell zu verheerenden Katastrophen kommen. Im ersten Teil dieses Specials rekonstruiert Mayday – Alarm im Cockpit fünf tragische Flugzeugunglücke und zeigt, welche Veränderungen sie für die Fluglotsen mit sich brachten.
Am 31. Oktober 1999 stürzt ein Passagierflugzeug der Egyptair mit der Flugnummer 990 auf dem Weg von New York nach Kairo über dem Atlantik ab. Alle 217 Insassen kommen ums Leben. Maschinenschaden, menschliches Versagen oder Terrorakt? Bis heute ist die Absturzursache offiziell nicht restlos geklärt - weil die Maschine sich im Sturzflug befunden hatte und vergeblich wieder hochgezogen wurde.