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Bis Ende des Jahres soll das spanische Bankensystem saniert sein. Das dürfte rund 50 Milliarden Euro kosten. Dies sieht eine Finanzreform vor, die Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Donnerstag in Madrid vorstellte.
Danach sollen die spanischen Geldinstitute ihre Bilanzen bis Ende Dezember von faulen Immobilienkrediten bereinigen. Allerdings soll den Banken, die Fusionen eingehen, mehr Zeit eingeräumt werden. Die geplanten Zusammenschlüsse müssten aber bis Ende Mai angemeldet werden.
Nach Angaben des Ministers dürfte die Sanierung die Unternehmen etwa 50 Milliarden Euro kosten. Für das Vorhaben sollten keine Steuergelder aufgewandt werden.
Die Geldinstitute könnten aber Darlehen vom staatlichen Hilfsfonds zur Umstrukturierung den Bankensektors (FROB) in Anspruch nehmen. Die Mittel des Fonds sollten von 9 auf 15 Milliarden Euro aufgestockt werden. Die Reform soll voraussichtlich an diesem Freitag vom Kabinett verabschiedet werden.
Sie sieht nach den Worten des Ministers ausserdem vor, dass die Banken künftig bei der Gewährung von Krediten für Immobiliengeschäfte oder Bauvorhaben erheblich strengere Massstäbe anlegen müssen. Die Darlehen müssten mit deutlich höheren Beträgen abgesichert werden.
Die Immobilienkredite sind das grosse Problem der spanischen Banken. Die Geldinstitute hatten während des Baubooms grosszügig Darlehen gewährt. Nach dem Beginn der Krise und dem Platzen der «Immobilienblase» können viele Spanier die Kredite nicht zurückzahlen. Nach Schätzungen gelten Darlehen in einem Gesamtwert von 175 Milliarden Euro als problematisch.
(laf/awp)