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"Die Leitzinsen sollten in einem Tempo angehoben werden, das die Finanzierungsbedingungen nur allmählich strafft, damit die Konjunkturerholung nicht gefährdet wird", schrieb die Organisation für wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Länderbericht. Die Fed hat ihre nächste Zinserhöhung auf die Zeit nach dem britischen Votum am 23. Juni über einen EU-Ausstieg verschoben. Derzeit liegt der Leitzins in der Spanne von 0,25 und 0,5 Prozent.
Die OECD rät den USA außerdem zu verstärkten staatlichen Investitionen in Erhalt und Ausbau der Infrastruktur. Deren häufig schlechter Zustand drücke die Produktivität, trage zur Luftverschmutzung bei und sorge für viele Staus. Insgesamt sieht die Organisation die weltgrößte Volkswirtschaft aber in einem guten Zustand. "Sieben Jahre nach der Finanzkrise hat sich die US-Konjunktur erholt", schreibt sie. Die Leistung liege mittlerweise um zehn Prozent über dem Vorkrisenniveau, die Arbeitslosigkeit sei merklich zurückgegangen. Allerdings sei der Reichtum nach wie vor ungleich verteilt. Frauen verdienen demnach weniger als Männer und Kinder aus ärmeren Familien haben geringere Aufstiegschancen.
Für dieses Jahr rechnet die OECD mit einem US-Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent. 2017 sollen es 2,2 Prozent sein. Zum Vergleich: 2014 und 2015 waren es laut OECD jeweils 2,4 Prozent.
(Reuters)