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Letzteres ward (30. Ventôse XII) als Code civil publiziert und erhielt, nachdem Napoleon den Kaisertitel angenommen
hatte, die Bezeichnung »CodeNapoléon«. Dasselbe besteht aus einem titre préliminaire und drei Büchern, von denen das erste
vom Personen- und Familienrecht (des personnes), das zweite vom Sachenrecht (des biens et des différentes
modifications de la propriété) und das dritte vom Rechtserwerb durch Erbschaft und Singularsuccession mit Einschluß des
Obligationenrechts (des différentes manières dont on acquiert la propriété) handelt.
Was den Wert des Code anbelangt, so ist ihm deutscherseits oft Mangel an Wissenschaftlichkeit
sowie Unvollständigkeit vorgeworfen, ja von Savigny ist der Code sogar als eine politische Krankheit bezeichnet worden. Gleichwohl
hat der Code, besonders wegen seiner einheitlichen Darstellung und Abgeschlossenheit, in den preußischen, bayrischen und hessischen
Rheinlanden die unter der französischen Herrschaft erlangte Geltung bis jetzt behauptet; auch in Baden
[* 3] gilt derselbe als badisches Landrecht mit einigen Modifikationen in offizieller Übersetzung.