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Die US-Notenbank Federal Reserve erhöht zum vierten Mal in Folge die Leitzinsen um 0,75 Prozentpunkte. Damit bewegen sie sich in einer Bandbreite zwischen 3,75 und 4 Prozent. Gestern, 2. November, deutete der Fed-Chef Jerome Powell an, im Dezember oder Januar einen kleineren Zinsschritt zu erwägen. Die starken Zinserhöhungen lösen zum Teil heftige Kritik aus.
Der Fed-Chef betonte, dass sich die Notenbank bei den nächsten Erhöhungen in Zurückhaltung üben werde. Aber das Risiko, die Geldpolitik zu früh zu lockern, sei grösser als das Risiko einer zu straffen Geldpolitik. Denn im ersten Fall könnte die Inflation so stark steigen, dass ihre Bändigung der Teuerung deutlich erschwert werde. Im zweiten Fall einer zu strikten Geldpolitik verfüge die Fed über die nötigen Werkzeuge, um die Wirtschaft zu stimulieren.
Die Anmerkungen sind eine Reaktion des wachsenden Chors der Kritiker, die den Kurs der Fed als zu restriktiv ansehen. Einige Ökonomen verweisen auf die Finanzkonditionen, die sich deutlich verschlechtert haben, speziell auf den Häusermarkt. Denn die Zinsen für Hypothekendarlehen sind auf 7 Prozent gestiegen und haben einen Einbruch bei den Käufen bewirkt.
Das Foto entstand während einer Medienkonferenz am 2. November 2022 in Washington. (Foto: Keystone/AP Photo/Patrick Semansky)