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Filmkritik: Glückseligkeit zum LebensabendLocarno 2017
Der 90-jährige Lucky (Harry Dean Stanton) verbringt glücklich und zufrieden seinen Lebensabend im Südwesten der USA. Seine morgentliche Routine beinhaltet ein paar Yoga-Übungen, ein Glas Milch zu trinken und den Scheitel akurat zu richten. Auch der Rest seines Tages ist immer gleich: Milchkaffee bei den freundlichen Geistern im Diner, ein paar Spaziergänge und der abendliche Besuch einer Bar mit einer Bloody Mary vor der Nase. Doch eines Tages kippt er zuhause um und bleibt ohnmächtig liegen.
Beim Arztbesuch attestiert Dr. Kneedler (Ed Begley Jr.) dem Senior beste Gesundheit. Sogar die Glimmstengel solle er beibehalen - das Unterbrechen des Kettenrauchens würde Luckys Körper nur verunsichern. Mit dieser Diagnose versucht Lucky weiterzuleben. Doch die Gameshow und Besuche bei der Mexikanerin im Supermarkt, mit denen er die Zeit totschlägt, sind nicht mehr dieselben. Angst vor dem Sterben macht sich bei Lucky breit, und damit muss er sich zuerst einmal abfinden.