Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03653.jsonl.gz/2575

Heini Walter’s Vater brachte ihn dazu, in den Autorennsport einzusteigen und wurde damit sein grosser Förderer und Rennleiter, der ihn immer wieder tatkräftig unterstützte. 1947, drei Tage vor dem ACS-Sektionsbergrennen am Gempen (Kanton BL), besuchten Vater und Sohn einen Ausstellungsraum in Basel, in welchem ein 2-Liter Bugatti mit Spezialkarosserie neben einem Alfa Romeo aus den dreissiger Jahren stand. Weil der Bugatti den Jahrgang von Heini Walter besass und er ihm auch optisch besser gefiel, wurde kurzerhand entschieden, dieses Fahrzeug für damalige stolze CHF 12'000 zu kaufen. Um am Bergrennen Gempen starten zu können, musste der Junior noch rasch ACS-Mitglied werden und das doppelte Startgeld bezahlen. Sein Debüt schloss Heini Walter mit diesem doch schon zwanzigjährigen Fahrzeug erfolgreich auf dem 2. Platz ab.
In den folgenden Jahren bis 1952, in denen er auch am Vue-des-Alpes Bergrennen seinen ersten Klassensieg auf einem inzwischen gekauften Bugatti 35B feierte, nahm er nur sporadisch an Rennen teil. Der Aufbau der elterlichen Betriebe nahm dafür zu viel Zeit in Anspruch. 1953 und 1954 fuhr Walter auf BMW 328 und Talbot 4500 auch einige Platzierungen an Rennen zur Schweizermeisterschaft heraus. 1954 kaufte er von Hans Stuck den AFM Monoposto. Bei der Firma Fridolin in Freiburg (Deutschland) liess er eine schöne Sportwagenkarosserie auf das AFM-Chassis bauen und startete mit diesem Fahrzeug - leider ohne grossen Erfolg - an einigen Rennen.