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In einer kurzweiligen Präsentation konnten die Anwesenden die Geschichte von den Anfängen bis heute noch einmal Revue passieren lassen. Die ersten Berichte stammen von 1923, als die Glarner Leichtathleten damals noch ausser Konkurrenz am Fahnenlauf anlässlich des Turnfestes in Mühlehorn teilnahmen und die schnellste Zeit erreichten. Der damalige Fahnenlauf war sowohl ein Vorreiter des heutigen Staffellaufs als auch des im Turnverband beliebten Pendellaufs. Zwölf Männer starteten jeweils über 120 Meter. Der Ursprung dazu stammte aus den Wettkämpfen der Feuerwehrleute aus den USA um 1890.
1938 wurde dann mit dem Kantonalen Turnverband (KTV) eine Vereinbarung getroffen und der GLAV als Kollektivmitglied aufgenommen. Mitglieder des GLAV mussten zwingend auch Mitglied des KTV sein. Für die gemeinsam organisierten Kurse übernahmen sie die Kosten für Reise, Unterkunft und Verpflegung gemeinsam, ausgenommen waren die Getränke.
Der Präsident konnte die Originalstatuten von 1945 zeigen, die erst 1974 revidiert und nach der Aufteilung von Verband GLAV und Verein LAV Glarus 1989 neu geschrieben wurden. Durch die Genderdiskussion und die neue Ethik-Charta von Swiss Olympic müssen sie zeitnah wieder revidiert werden.
In den 50er- und 60er-Jahren waren vor allem herausragende Turner, die in den Turnvereinen auch Leichtathletik betrieben, Aushängeschilder. So haben die Turnvereine in Mollis, Näfels und Glarus immer wieder herausragende Leichtathleten herausgebracht.
Als in den frühen 70er-Jahren Fritz (Jimi) Trümpi fast zwangsweise das Präsidium übernahm, nahm die Breite und Qualität der Leichtathletik massiv zu. Als ausgebildeter ETH-Turnlehrer und Zehnkämpfer brachte er neben Führungsgeschick auch die neuesten Erkenntnisse der Trainingslehre ins Glarnerland. Einige Rekorde aus dieser Zeit sind heute noch gültig und erst Liana Trümpi hat es geschafft, diese teilweise fast 50-jährigen Rekorde zu verbessern. Dieter Elmer und Ekkehard Fasser legten den Grundstein ihrer Erfolge in dieser Zeit. Beide waren zeitgleich auch im Vorstand tätig – Dieter Elmer sogar 35 Jahre Kassier.
1989 folgte dann die Trennung in Verband und Verein. Der GLAV als Verband wurde zum Ereignis und unzählige Veranstaltungen dienten dazu, die Leichtathletik im Kanton populärer und bekannter zu machen, in der Folge sich dann auch Sponsoren verpflichten liessen. Sportlerabende im Citykeller Glarus oder das Internationale Stabmeeting in der Innenstadt 1991 sind sicher einigen noch in bester Erinnerung. Urs Schönbächler hat es damals geschafft, mit viel Spektakel den GLAV zum Ereignis werden zu lassen. Gesunde Finanzen und sogar eine neue Stabhochsprunganlage waren das Ergebnis.
Nach der Jahrhundertwende wurde es ruhiger und heute betreiben vor allem der Leichtathletikverein Glarus (LAV) und die Mitgliedervereine des Verbandes (LAV Glarus, TV Netstal, TV Näfels, TV Mollis, TV Ennenda, Läufergruppe Glarus und der Verein Stadtlauf Glarus) aktiv diesen Sport.
2016 hat sich der Verband zusammen mit dem LAV Glarus aktiv für ein neues Zeitmesserhaus auf den Sportanlagen im Buchholz eingesetzt. Die Gemeinde Glarus hat dann diesen Wunsch im Zuge der Sanierung der Sportanlagen im Buchholz umgesetzt. Heute verfügen die Gemeinde Glarus und die Leichtathletikvereine hervorragende Anlagen im Buchholz. Auswärtige Athleten schwärmen über die schönste Anlage in der Schweiz.
Der heutige Vorstand führt alljährlich die Delegiertenversammlung durch, vergibt Wettkämpfe, stellt die Verbindung mit swiss athletics her und fördert die Leichtathletik weiterhin im Kanton. 2025 wird dann die Delegiertenversammlung von swiss athletics bei uns im Kanton Glarus stattfinden.
Der Gemeindepräsident Peter Aebli dankte allen Anwesenden für ihren Einsatz rund um die Leichtathletik im Kanton. Peter Aebli ist auch Präsident des Volleyballclubs Raiffeisen Glaronia und in dieser Funktion hatte er auch Erfahrungen mit Personen, die in der Leichtathletik (GLAV) auffielen und dann auch im Volleyball Erfolge feiern konnten.
Zum abschliessenden, ausgezeichneten Nachtessen konnte die Festgesellschaft Fotos aus vergangenen Zeiten bestaunen und manch einer sah sich wieder in Aktion – die Bewegungsabläufe noch im Kopf – doch die Muskeln machen nicht mehr mit.