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Wetter bestimmen
Bauernregeln - Aberglaube oder phänologische Forschung?
Bauern sind seit jeher dem Wetter ausgesetzt. Zur richtigen Zeit die richtige Arbeit auf dem Feld zu verrichten oder es eben sein zu lassen ist und war für Bauern schon immer von substantieller Wichtigkeit.
Heufuhr im Engadin um 1900. Foto: Unbekannt, Wikimedia Commons.
Insbesondere früher, als es noch keine Wetterprognosen gab, wurde das Wetter folglich genau beobachtet. Die sogenannten Bauernregeln basieren auf langjährig gesammelten Beobachtungen von Bauern über das Wetter. Die beobachteten Gesetzmässigkeiten in Wetterabläufen und in der Entwicklung von Obst, Gemüsen und Getreide wurde in Form von Reimen festgehalten. Einige der Regeln mögen Aberglaube sein, andere dagegen bilden präzise naturwissenschaftliche Gesetzmässigkeiten ab.
"Regnet's am Siebenschläfertag, es sieben Wochen regnen mag."
Tatsächlich gibt es atmosphärische Vorgänge, die das Wetter über Monate hinweg vorbestimmen können. Die Siebenschläfer-Regel zum Beispiel stimmt in den allermeisten Fällen für den Alpenraum. Allerdings hat die Kalenderreform von 1582 den Siebenschläfertag vom 27. Juni auf den 7. Juli verschoben. Ausserdem ist die Zahl 7 nicht wörtlich, sondern symbolisch zu verstehen. [weiter]