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Es ist das Ende einer 30-jährigen Ära für das britische Versorgungsschiff und Eisbrecher RRS «James Clark Ross», welcher auf der letzten Tour zur Versorgung der Forschungsstationen in der Antarktis unterwegs war und jetzt auf dem Weg zurück nach England ist. British Antarctic Survey (BAS) gab bekannt, dass das Polarforschungsschiff Ende der Antarktis-Saison 2020/2021 verkauft und durch das neu gebaute RRS «Sir David Attenborough» ersetzt wird.
RRS «James Clark Ross», benannt nach dem britischen Offizier der Royal Navy und Polarforscher des 19. Jahrhunderts, wurde von Swan Hunter Shipbuilders in Wallsend, Großbritannien, gebaut und 1990 in Betrieb genommen. In den letzten drei Jahrzehnten war das 99 Meter lange Schiff eine schwimmende Plattform für biologische, ozeanographische und geophysikalische Forschung. Sie enthielt einige der modernsten Einrichtungen Großbritanniens für die ozeanographische Forschung sowohl in der Antarktis als auch in der Arktis.
Die Falklandinseln sind die letzte Station der fünfeinhalbmonatigen Mission des Schiffes, wissenschaftliches und operatives Personal in die Antarktis zu liefern und die britischen Stationen in der Antarktis für ein weiteres Jahr wieder zu versorgen. Die letzte Saison von RRS «James Clark Ross» war wegen COVID-19 eine außergewöhnliche betriebliche Herausforderung.
Der Gouverneur der Falklandinseln, Nigel Phillips, sagte zum Abschied der RRS «James Clarc Ross»: „Die British Antarctic Survey hat einen weltweiten Ruf für seine führende Polarforschung und -entdeckung. Seit seiner Gründung im Jahr 1962 hat die BAS eine permanente Präsenz auf den Falklandinseln, sowie auf der Antarktischen Halbinsel und liefert solide wissenschaftliche Beweise, auf denen Entscheidungen auf die ökologische Nachhaltigkeit unserer Aktivitäten gestützt werden können. Die Inbetriebnahme der RRS «Sir David Attenborough» ist eine Fortsetzung dieser Verpflichtung, geht jedoch mit dem Abschied eines alten Freundes einher. Die RRS «James Clark Ross» geht zwar in den Ruhestand, aber in ihren drei Jahrzehnten im Dienst hat sie einige außergewöhnliche Erfolge erzielt, wie zum Beispiel die erste Kartierung des tiefsten Teils des South Sandwich Grabens. Unvergesslich ist auch der Start des autonomen Unterwasserfahrzeugs «Boaty McBoatface». Als Seefahrernation weiß ich, dass Falkländer es gewohnt sind, Schiffe kommen und gehen zu sehen, aber diejenigen, die Polarexpeditionen unternehmen, sind an diesen Ufern ein besonders willkommener Anblick.“
Heiner Kubny, PolarJournal