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Der Vergleich mit den USA könnte die Credit Suisse teurer zu stehen kommen als die Ablasszahlung der UBS im Jahr 2009.
Die Preismarke dürfte die 800-Millionen-Dollar-Grenze übersteigen: Dies meldet das «Wall Street Journal» unter Berufung auf «people familiar with the situation».
Es sei wahrscheinlich, dass die zweitgrösste Schweizer Bank zur Bereinigung amerikanischer Steuervorwürfe tiefer in die Tasche greifen müsse als die UBS, so die Quellen. Die UBS hatte sich bekanntlich vor fünf Jahren, im Februar 2009, mit dem US-Justizdepartement darauf einigen müssen, 780 Millionen Dollar zu leisten und Kundendaten auszuliefern. Bei der UBS sollen amerikanische Steuerbürger Guthaben von 18 Milliarden Dollar vor dem Fiskus versteckt haben, so der Vorwurf aus Washington.
Im Gegensatz zum Fall UBS ist den amerikanischen Ermittlern aber weniger klar, wie gross das Ausmass war, in dem sich die Credit Suisse zur Steuerhinterziehung benutzen liess.
Entscheid in den nächsten Monaten
Die Verhandlungen seien zwar immer noch «in einem frühen Stadium», ein Entscheid sollte aber noch im ersten Halbjahr fallen, so jetzt das «Wall Street Journal».
Die Credit Suisse hat bislang Rückstellungen für knapp 300 Millionen Franken für das Verfahren ausgewiesen.
Dass der Preis für die Credit Suisse im Rahmen von einer Milliarde Dollar liegen könnte, war auch in der Schweiz schon erwartet worden (siehe etwa hier, hier und hier). Experten rechnen auch damit, dass im jetzt laufenden Verfahren die Credit Suisse als erste Bank der sogenannten Liste 1 zu einem Abschluss kommen muss, gefolgt von Julius Bär. Die «Kategorie 1» umfasst 15 Schweizer Banken, gegen welche die Amerikaner bereits ein Strafermittlungsverfahren wegen der Beihilfe zum Steuerbetrug eingeleitet haben.