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Bis am Donnerstag findet in Genf das Treffen des Komitees über radioaktive Substanzen RSC statt. Ziel des RSC ist, dass die Vertragsparteien des OSPAR-Übereinkommens über den Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks die Abgaben von radioaktiven Stoffen bis 2020 so verringern, dass sie in Proben aus der Nordsee und dem Nordostatlantik nicht mehr nachweisbar sind (close to zero). Organisiert wird das diesjährige Treffen durch das Bundesamt für Umwelt BAFU und das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI.
Das RSC ist Teil des OSPAR-Übereinkommens über den Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks. Seit der Mitgliedschaft in der OSPAR hat die Schweiz die flüssigen Abgaben von radioaktiven Stoffen (ohne Tritium) aus den Kernkraftwerken in Aare beziehungsweise Rhein deutlich verringert.
Das ENSI verwendet beim internationalen Vergleich die von der OSPAR-Kommission ermittelten Daten. Abgeleitet vom OSPAR-Abkommen gibt das ENSI den Kernkraftwerken in der Schweiz den Zielwert von einem Giga-Becquerel pro Jahr vor, den es im Rahmen der Verhältnismässigkeit einzuhalten gilt. Details sind in den Jahresberichten zu finden.
Das nach den beiden Vorläufer-Verträgen – der OSLO-Konvention (OSCOM) von 1972 und der Paris-Konvention (PARCOM) von 1974 – benannte OSPAR-Übereinkommen wurde 1992 in Paris abgeschlossen und trat am 25. März 1998 nach der Ratifikation durch alle Mitgliedsländer in Kraft.
Die Vertragsparteien Schweiz, Belgien, Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Irland, Island, Luxemburg, Norwegen, Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden sowie die Europäische Union verpflichten sich, die Meeresverschmutzung als Folge menschlicher Aktivitäten zu bekämpfen. Beispielsweise verbietet das Übereinkommen die Abfallversenkung sowie die Verbrennung von Abfällen auf See.
Das RSC trifft sich jedes Jahr, um sich über die Einhaltung der Strategie und die Abgaben des letzten Jahres auszutauschen. Wie bereits in letzten Jahren besprechen Vertreter der 16 Vertragsparteien am diesjährigen Treffen des Weiteren, wie die Auswertung von Umweltdaten weiter optimiert werden kann. Zudem soll bei diesem Treffen auch insbesondere die Frage diskutiert werden, wie die periodische Berichterstattung in Zukunft effizienter gestaltet werden könnte.