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Geld und mehr
Nobelpreis: Deaton sei Dank
Zugegeben, bis am Montag habe ich nicht einmal den Namen des neuen Ökonomie-Nobelpreisträgers gekannt. Jetzt weiss ich, dass ich einer seiner treuesten Anhänger bin. Angus Deaton (69) ist vor allem dafür geehrt worden, dass er die Ökonomenzunft auf den Unterschied zwischen den finanziellen und den physischen Einkommen (Verbrauch) hinweisen wollte. Richtig. Damit kann man sogar die Finanzkrise verstehen. Vergleicht man die Verteilung der finanziellen mit denen der physischen Einkommen, sieht man, dass das reichste Fünftel in praktisch allen Industrieländern seit Jahrzehnten pro Kopf «nur» gut zweimal so viel konsumiert wie das ärmste Fünftel. Die finanziellen Einkommen hingegen driften fast überall immer weiter auseinander. In vielen Ländern schon um den Faktor 6. Das geht nur auf, wenn die Reichen aus ihren Überschüssen den Armen immer mehr Kredit geben, und weil diese nicht kreditwürdig sind, muss sich an ihrer Stelle der Staat bei den Notenbanken verschulden. Fragen Sie Mario Draghi. Für die Leser dieser Kolumne ist das alter Kaffee – der dank Deaton jetzt nobelpreiswürdig ist.