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Die Europäische Kommission will fast 6,4 Milliarden Euro in Forschung und Innovation investieren, wie sie gestern in Brüssel bekannt gab. Es handelt sich um das bislang grösste Investitionspaket der EU. Mit den Geldern sollen – so die EU in einer Mitteilung unbescheiden – "wissenschaftliche Grenzen überwunden, die Wettbewerbsfähigkeit Europas verbessert und gesellschaftliche Herausforderungen bewältigt werden, darunter der Klimawandel, Energieversorgungs- und Ernährungssicherheit sowie Gesundheit und Bevölkerungsalterung."
Die Mittel gehen an Forschungsorganisationen, Universitäten, Industrieunternehmen und KMU. Die Zuschüsse sollen im Rahmen so genannter "Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen" (Ausschreibungen) vergeben werden, die in den kommenden 14 Monaten durchgeführt und ausgewertet werden. Mehrere dieser Ausschreibungen sind gestern veröffentlicht worden.
Von den 6,4 Milliarden Euro fliessen 1,2 Milliarden in den ICT-Bereich. Mit dem Geld werde die Forschung in Informations- und Kommunikationstechnologien vorangetrieben und dazu beigetragen, dass die in der "Digitalen Agenda für Europa"
getroffene Zusage der Kommission, das ICT-Budget jedes Jahr aufzustocken, eingehalten werden könne, heisst es in der Mitteilung.
Rund 600 Millionen Euro sind für Netz- und Dienstinfrastrukturen der nächsten Generation, Robotersysteme, Elektronik- und Photonik-Bausteine sowie für Technologien zur Nutzung digitaler Inhalte vorgesehen. Über 400 Millionen Euro fliessen in die Forschung darüber, wie mit Hilfe der ICT Herausforderungen wie eine CO2-ärmere Wirtschaft, die Alterung der Bevölkerung oder flexible und nachhaltige Fabriken bewältigt werden können. Weitere 90 Millionen Euro sind 2011 für die öffentlich-private Partnerschaft für das Internet der Zukunft
bestimmt, um europäische Schlüsselinfrastrukturen "intelligenter" zu machen. (mim)