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Bereiten Sie die Stellensuche gut vor. Entscheiden Sie sich Schritt für Schritt vorzugehen. Ihr Ziel ist, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden und den Job zu bekommen.
- Das Anforderungsprofil mit dem Hinweis auf die gewünschten Qualifikationen und Erfahrungen stellt einen wesentlichen Teil des Inserates dar. Lesen Sie das Inserat genau durch und entscheiden Sie, ob Ihre Fähigkeiten den Anforderungen der Stelle gerecht werden.
- Halten Sie fest, in welcher Zeitung oder Zeitschrift und an welchem Datum das Inserat erschienen ist. Ist eine Abgabefrist einzuhalten?
- Unterstreichen Sie die wichtigsten Begriffe im Inserat. Oft beginnt ein Inserat mit Angaben über die Firma, deren Grösse, das Domizil, Produkte und Marktstellung. Im Allgemeinen folgt dann eine Umschreibung des Verantwortungsbereichs und eine Aufzählung der Hauptaufgaben der ausgeschriebenen Stelle.
- Machen Sie sich ein genaues Bild über die Firma. An Informationen gelangen Sie zum Beispiel im Internet oder über das Firmenverzeichnis beim Handelsregister. Wichtig kann sein: die finanzielle Situation, ein fortschrittliches Management, eine innovative Produktpalette sowie der Ruf der Firma.
- Konkret und objektiv prüfen. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und notieren Sie auf der linken Seite Ihre Qualifikationen und Ihre Erfahrungen, auf der rechten Seite die im Inserat verlangten Qualifikationen und Erfahrungen.
- Nehmen Sie Ihre Selbstanalyse und Ihren Lebenslauf zur Hand und schreiben Sie Ihre Erfolge und Stärken auf. Vergleichen Sie diese mit denjenigen,die im Inserat angesprochen werden oder die Ihnen für die beschriebene Tätigkeit wichtig erscheinen.
- Rufen Sie die im Inserat genannte Kontaktperson an, wenn Sie konkrete Fragen zum Inserat resp. zur Stelle haben. Dies gibt Ihnen einerseits die Möglichkeit, mehr über die Firma zu erfahren, und anderseits das Bewerbungsschreiben noch zielgerichteter zu verfassen.
- Schreiben Sie den Bewerbungsbrief. Nutzen Sie dazu Ihre Überlegungen, Notizen und Tabellen der Punkte 1–7. Sie müssen sich selber als «Produkt» verkaufen! Formulieren Sie Ihre Ziele und Vorstellungen in Bezug auf Ihre weitere Berufstätigkeit und die Erweiterung Ihrer Kenntnisse.
- Wenn Sie keinen Brief, worin der Erhalt der Bewerbung bestätigt wird, erhalten haben, rufen Sie nach einigen Tagen an. Erkundigen Sie sich, ob die Bewerbung eingetroffen ist oder Sie weitere Unterlagen nachreichen sollen. Verdeutlichen Sie, dass Sie wirklich an der Stelle interessiert sind. Verzichten Sie auf nichtssagende Fragen wie: Läuft das Auswahlverfahren noch?
Faustregel
Erfüllen Sie 80 Prozent der Anforderungen, ist eine Bewerbung sinnvoll.
Es enthält immer
– Bewerbungsschreiben(Begleitbrief)
– Tabellarischer Lebenslauf
– Kopien sämtlicherArbeitszeugnisse
– Kopie des Berufs-oder Studienabschlusses
– Kopien von Diplomen/Weiterbildungszeugnissen
Weitere Unterlagen können nach Ermessen – oder müssen auf Verlangen – beigelegt werden, zum Beispiel
– Kopien der Schul-und Ausbildungszeugnisse inklusive Abschlussnoten (wichtig bei Bewerbungen direkt nach der Berufsausbildung oder nach dem Studium)
– Kopien von Qualifikationen und Beförderungsschreiben
Nur auf Verlangen sind beizulegen
– Leumundszeugnis (zu beziehen auf der Gemeindeverwaltung Ihres Wohnortes)
– Auszug aus dem Zentralstrafregister (eidgenössisch oder kantonal), erhältlich bei der Kantonspolizei
– Handschriftenprobe: eine A4-Seite auf unliniertem Papier, versehen mit Ihrer Unterschrift
Einzelne Inhaltspunkte
Der Lebenslauf soll ein authentisches und realistisches Gesamtbild ermöglichen. Dennoch gibt es einige Gepflogenheiten zu den einzelnen Themenbereichen und der Darstellung.
Themenbereiche
– Personalien
– Berufliche Tätigkeiten – Schulen / Ausbildung – Weiterbildung (wenn nicht vorhanden, weglassen)
– Sprachkenntnisse
– EDV-Kenntnisse (wenn nicht vorhanden, weglassen)
– Weitere Kenntnisse
Die Kurzbewerbung unterscheidet sich von der üblichen Bewerbung, wie schon der Name sagt, durch ihre Kürze. Und das hat zwei wichtige Gründe: Zum einen scheuen sich viele Bewerbende bei Chiffreinseraten (völlig zu Recht), ihre kompletten Bewerbungsunterlagen zu versenden. Zum ande- ren bewerben sich viele Menschen aus gesicherter Position heraus erst einmal mit einer Kurzbewerbung, um «die Lage zu sondieren». Dennoch sollten Sie keine Standardbriefe verwenden und eine zielgerichtete Bewerbung verfassen.
Richten Sie sich namentlich an den/die Abteilungsleiter/in, der/die am besten erkennt, ob Ihre Bewerbung von Interesse ist. Zögern Sie nicht, bei der Telefonzentrale der Firma anzurufen, um den entsprechenden Namen zu erfahren.
Im Rahmen der Stellenlosigkeit sind Spontanbewerbungen ein sehr gutes Mittel, um den beruflichen Zielen etwas näher zu kommen.
Organisatorische Vorbereitung
- Haben Sie den Vorstellungstermin sofort schriftlich oder telefonisch bestätigt? Wissen Sie, was Sie anziehen möchten? Ist alles sauber und gebügelt?
- Haben Sie eine Kopie Ihres Bewerbungsschreibens und Lebenslaufs sowie das Einladungsschreiben und evtl. weitere Unterlagen (Zeugnisse, Referenzen u.a.) eingepackt?
- Kennen Sie den Weg zum Unternehmen und wissen Sie, wie lange Sie für die Anfahrt benötigen, ohne in Zeitnot zu geraten (Berufsverkehr berücksichtigen).
- Wurde in der Einladung der Ansprechpartner genannt? Haben Sie sich diesen Namen gemerkt?
Inhaltliche Vorbereitung
- Haben Sie sich Ihren Lebenslauf und Ihr Anschreiben nochmals selber durchgelesen, insbesondere unter dem Aspekt, was Sie von anderen Bewerbern unterscheidet?
- Haben Sie alle verfügbaren und wichtigen Informationen über das Unternehmen eingeholt?
- Haben Sie sich Stichpunkte zu Ihren bisherigen beruflichen Erfolgen und Niederlagen bzw. persönlichen Stärken und Schwächen gemacht?
- Haben Sie sich im Vorfeld bereits mögliche Fragen von Ihnen an das Unternehmen überlegt?
Verhalten während des Gesprächs
- Treten Sie freundlich lächelnd und selbstbewusst auf. Nehmen Sie eine offene Körperhaltung.
Reden Sie laut und deutlich.
Hören Sie aufmerksam zu.
- Vermeiden Sie lange Monologe und fallen Sie Ihrem Gesprächspartner nicht ins Wort.
- Vergessen Sie nicht, dass Sie dies ein Jobinterview ist. Auch bei lockerer Atmosphäre dürfen Sie sich nicht „gehen lassen“ oder über zu viel Privates oder Betriebsgeheimnisse plaudern.
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