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Bresso/IT (awp) - Die italienische Newron Pharmaceuticals S.p.A. weist für das erste Semester 2010 einen erhöhten Reinverlust 12,9 (VJ 8,4) Mio EUR aus. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen auf 9,7 (6,5) Mio EUR. Die Lizenzeinnahmen erreichten 0,4 (0,5) Mio EUR, wie das Pharmaunternehmen am Freitag mitteilte. An übrigen Erträgen fielen 0,02 (1,6) Mio EUR an.
Die liquiden Mittel und kurzfristigen Finanzanlagen werden per Mitte 2010 mit 13,1 (Ende 2009: 24,3) Mio EUR ausgewiesen. Der betriebliche Netto-Cash-Abfluss belief sich in der Berichtsperiode auf 11,7 (11,7) Mio EUR.
Mit dem heute präsentierten Zahlenset hat Newron die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt. Im Mittel (AWP-Konsens) hatten die Analysten einen Umsatz von 1,2 Mio und ein Reinergebnis von -10,2 Mio EUR erwartet.
Das Management bezeichnet die Liquiditätslage in der Mitteilung als "solide". Die Liquiditätsreserven und weitere bis zu 27,5 Mio CHF aus der Eigenkapitallinie von Yorkville würden ungeachtet Lizenzerlöse "für mindestens 12 weitere Monate bis weit in das Jahr 2011 hinein" reichen.
Erste Priorität habe derzeit der Abschluss der klinischen Versuche mit Safinamide, um die Zulassung des Wirkstoffes für die Indikation Parkinson beantragen zu können, heisst es weiter. Zudem soll in den kommenden Monaten ein IND-Antrag für die Entwicklung von NW-3509 bei Schizophrenie eingereicht werden. "Die Produktentwicklung bildet das wichtigste übergeordnete Ziel gemeinsam mit der Strategie, Partnerschaften und geeignete M&A-Möglichkeiten zu verfolgen. Newron arbeitet auf allen Ebenen intensiv daran, den Wertverlust in Folge des Misserfolgs der SERENA-Studie wieder aufzuholen", heisst es weiter.
Anfang Mai ist Newron mit Ralfinamide bei neuropathischen Schmerzen im unteren Rückenbereich in einer Phase-IIb/III-Studie gescheitert. Der Produktkandidat hat sich in zwei Dosierungen nicht signifikant wirksamer als ein Placebo erwiesen. Zwischenzeitlich habe ein wissenschaftliches Beratungsgremium getagt und empfohlen, die Entwicklung von Ralfinamide für eine andere Indikation fortzusetzen. Newron hat unterdessen den Personalbestand angepasst.
Der zweite, am weitesten entwickelte Produktkandidat Safinamide als Zusatztherapie bei der Parkinson-Krankheit wurde 2006 an Merck Serono auslizenziert. Vom Entwicklungspartner sollen 2010/2011 Meilensteinzahlungen aus Phase-III-Studien fliessen. Von den insgesamt 187,5 Mio USD an zulassungs- sowie umsatzbedingten Zahlungen und Lizenzeinnahmen für Safinamide bei Parkinson und weiteren Erkrankungen entfallen rund zwei Drittel auf zulassungsrelevante Meilensteine, sagte CEO Luca Benatti Anfang März bei der Präsentation des Jahresabschlusses.
rt/ra
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