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Sebastian Vettel gewinnt für Ferrari in souveräner Manier sein zweites Rennen in dieser Saison. Sein Teamkollege Kimi Räikkönen musste das Rennen aufgrund eines Motorenproblems aufgeben, ansonsten wäre ein erstmaliger Doppelsieg für Ferrari möglich gewesen.
Von B.Fleckenstein
Ungewöhnlich sollte das Rennen für alle Beteiligten werden und es begann damit, dass die Fahrer auf eine zweite Einführungsrunde geschickt wurden. Nach Erlöschen der roten Ampeln hatte Hamilton auf der Pole nicht den besten Start, Sebastian Vettel zog links an ihm vorbei und übernahm noch vor der ersten Kurve die Führung. Nico Rosberg überholte mit seinem Silberpfeil seinen Teamkollegen auf der rechten Seite. Kimi Räikkönen war ebenfalls schneller als Hamilton und zog bei der zweiten Kurve innen und konnte so Rosberg ausbremsen und das hiess Doppelführung für die Ferrari Crew. Sebastian Vettel legte eine um die andere schnellste Runde hin und vergrösserte kontinuierlich seinen Abstand zu seinen Verfolgern. Lewis Hamilton fuhr in Runde 3 ins Kiesbett und das kostete ihn sechs Plätze. In Runde 20 war es die Zeit der ersten Reifenwechsel, doch an der Führung der Ferarris änderte sich nichts. Vettel führte vor Räikkönen (+5 Sek.), Rosberg (+11 Sek.), Ricciardo (+30 Sek.) und Hamilton (+37 Sek.). In Runde 41 funkte Räikkönen seinem Team und sagte, er höre Geräusche aus dem Motor und er verlor an Geschwindigkeit, was ihn ein paar Plätze kostete trotz des 15 Sekunden Vorsprungs auf seinen ersten Verfolger Rosberg. Es schien ein Problem mit dem Elektromotor, der die Bremsenergie umwandelt, zu sein.
Hülkenbergs Crash veränderte die komfortable Situation Vettels
Zwei Runden später löste sich bei Nico Hülkenbergs Force India der Frontflügel, den er selbst gleich überfuhr und schoss fast ungebremst geradeaus in den Reifenstapel. Das Safetycar wurde auf die Strecke geschickt, währenddessen fuhren die Fahrer zum letzten Reifenwechsel an die Box. Ferrari und Mercedes wechselten auf Prime, die härtere Mischung. Daniel Ricciardo ging mit den schnelleren Soft Reifen wieder ins Rennen. In Runde 49 kam es zum fliegenden Start. Vettel vermochte gleich Abstand zu gewinnen, doch Räikkönen wurde umgehend von Rosberg einkassiert. Hamilton verlor wie schon beim ersten Start viele Plätze und Bottas erlitt im Gedränge des „zweiten Starts“ einen Reifenschaden. Räikkönen fuhr in Runde 53 zur Box und dort ging der Motor einfach aus. Die Probleme konnten nicht gelöst werden, weshalb er vier Runden später seinen Ferrari in die Garage schieben liess. Schade nach 40 Runde Doppelführung!
Diese unglücklichen Umstände, welche für Räikkönen das Aus bedeuteten, Bottas und Hamilton auf die hinteren Plätze verwies, brachten anderen Fahrern erfolgreiche Platzierungen ein. So überraschte Fernando Alonso auf seinem McLaren-Honda mit Platz sechs in Runde 58 viele Zuschauer. Auch Teamkollege Jenson Button fuhr auf Platz neun innerhalb der Punkte.
Ricciardo und Rosberg schossen sich im Kampf um den Podestplatz gegenseitig ab
In Runde 64, also fünf Runden vor Schluss, war Vettel immer noch in Führung, etwas über eine Sekunde vor Rosberg und Ricciardo folgte Rosberg mit etwa einer halben Sekunde Abstand. Der Red Bull Pilot versuchte nach der langen Gerade spät in die Kurve zu bremsen, um Rosberg auszubremsen, doch der fuhr wiederum an Ricciardo vorbei und versuchte sich genau vor ihn zu setzen, doch er schien sich dabei zu verkalkulieren, denn sein linker Hinterreifen touchierte Ricciardos Frontflügel. Das führte zu einem Platten für Rosberg und Ricciardo musste auch an die Box. Lachender Dritter des Zweikampfes war Daniil Kvyat, der den zweiten Platz von Rosberg erbte. Ricciardo vermochte trotz des Boxenstopps, bei welchem er sich eine neuen Frontflügel montieren liess, seinen dritten Platz behalten.
Nach 69 Runden beendete Sebastian Vettel das Rennen als verdienter Sieger gefolgt von den Red Bull Piloten Daniil Kvjat und Daniel Ricciardo. Fernando Alonso erreichte mit Platz fünf sein bestes Ergebnis für Mclaren.
Resultate GP Ungarn 2015
1 Sebastian Vettel Scuderia Ferrari 69 1:46:09.985
2 Daniil Kvyat Infiniti Red Bull Racing 69 1:46:25.733
3 Daniel Ricciardo Infiniti Red Bull Racing 69 1:46:35.069
4 Max Verstappen Scuderia Toro Rosso 69 1:46:54.236
5 Fernando Alonso McLaren Honda 69 1:46:59.064
6 Lewis Hamilton Mercedes AMG Petronas F1 Team 69 1:47:02.010
7 Romain Grosjean Lotus F1 Team 69 1:47:08.563
8 Nico Rosberg Mercedes AMG Petronas F1 Team 69 1:47:08.861
9 Jenson Button McLaren Honda 69 1:47:17.013
10 Marcus Ericsson Sauber F1 Team 69 1:47:19.115
11 Felipe Nasr Sauber F1 Team 69 1:47:23.443
12 Felipe Massa Williams Martini Racing 69 1:47:24.263
13 Valtteri Bottas Williams Martini Racing 69 1:47:30.213
14 Pastor Maldonado Lotus F1 Team 69 1:47:35.127
15 Roberto Merhi Muntan Manor Marussia F1 Team 67 1:46:38.057
16 Will Stevens Manor Marussia F1 Team 65 1:44:34.574
17 Carlos Sainz Jr. Scuderia Toro Rosso 60 1:34:16.415
18 Kimi Raikkonen Scuderia Ferrari 55 1:27:11.025
19 Sergio Perez Sahara Force India F1 Team 53 1:23:50.142
20 Nico Hulkenberg Sahara Force India F1 Team 41 1:01:59.574