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Blockade des vegetativen Nervensystems
Es gibt eine Reihe von chronischen Schmerzsyndromen, welche vom sympathischen Nervensystem (unwillkürliches Nervensystem) negativ beeinflusst werden.
Beispiele sind neuropathische Schmerzen, CRPS (complex regional pain syndrom), Polyneuropathie, Herpes zoster und Phantomschmerzen. Diese Schmerzsyndrome können durch gezielte, selektive Blockaden des sympathischen Nervensystems positiv beeinflusst werden. Eine weitere mögliche Indikation ist die lumbale Sympathikusblockade bei schwerer PAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit - "Schaufensterkrankheit").
Das sympathische Nervensystem kann je nach Krankheitsbild an 3 Orten blockiert werden:
- Stellatumblockade: Blockade des Ganglion stellatum (Nervengeflecht) im Bereich des Halses bei Schmerzsyndromen der oberen Extremität
- Coeliacusblockade: CT-gesteuerte Blockade bei Bauchspeicheldrüsen- oder anderen Oberbauchtumoren
- Lumbale Sympathikusblockade: Blockade des sympathischen Nervensystems der unteren Extremität unter Röntgen-Bildwandlerkontrolle
Die beste Wirkung wird normalerweise nach einer Behandlungsserie von 5 –10 Sitzungen erreicht.
Das Verfahren wird ambulant durchgeführt. Nach kurzer Überwachungszeit (ca. 1 Stunde) können die Patienten in Begleitung eines Erwachsenen nach Hause entlassen werden.