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Könnten Sie mir einen Ratschlag geben wie man diesen Laus-Befall am besten bekämpfen kann.
Die Spindelstrauch-Deckelschildlaus ist bei uns mittlerweile tatsächlich ein lästiger Schädling. Dies gilt insbesondere für den Japanischen Spindelstrauch (Euonymus japonicus), der bevorzugten Wirtspflanze. Besonders stark befallen werden dabei Pflanzen in Kübeln überdachten resp. geschützten Plätzen und an trockenen, warmen Standorten.
Als erste Schadsymptome sind kleine, helle Punkte auf der Blattoberseite zu verzeichnen, rasch werden aber unter günstigen Vermehrungsbedingungen Zweige, Äste und Blätter von den Schilden der Tiere bedeckt.
Die befruchteten Weibchen überwintern und legen im Frühjahr viele Eier unter ihrem Schild im Mai/Juni ab. Im Juni schlüpfen die beweglichen, mikroskopisch kleinen, orange-gelb gefärbten Larven (Crawler) und breiten sich auf den Pflanzen und im Bestand aus. Die Saugtätigkeit der Larven (und später der erwachsenen Tiere) an den Blättern, Ästen und Zweigen schädigt die Pflanzen.
Ich rate Ihnen die am ärgsten befallenen Pflanzenteile mechanisch zu entfernen resp. weg zuschneiden. Zusätzlich sollten mit einer passenden Bürste (z. B. alte Zahnbürste) jene Triebe „gereinigt“ werden, welche nicht weg geschnitten werden können. Anschliessend empfehle ich eine Behandlungsserie mit dem Pflanzenschutzmittel 'Spruzit' von Neudorff oder 'Schildlaus-Stop' von Compo/Gesal: Zuerst 3 Behandlungen im Abstand von 2 Tagen; anschliessend 1 weiter Behandlung nach 14 Tagen und die letzte Behandlung 1 Monat später. Bester Behandlungszeitpunkt ist jeweils im Frühsommer (Juni).
Um einen Neubefall zu reduzieren, empfiehlt sich ein Standortwechsel an einen freien Standort. Auch sollten natürliche Feinde wie Marienkäfer oder Florfliegenlarven gefördert werden.
Juni 2019