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Der Bausatz ist sauber ausgearbeitet, der Spritzguss hat praktisch keine lästigen Grate, welche entfernt werden müssen. Die Blechstösse sind vertieft, je nach Bedarf ist also ein Washing möglich. Einzig die aufstehenden Nieten scheinen etwas zu gross/hoch geraten zu sein. Zur Auswahl standen zwei Versionen des Army Air Corps (Version Transport oder mit MG-Bewaffnung) und eine der Royal Navy Air Service (mit TOW- Raketen bewaffnet). Ich entschied mich für die Version mit den TOW-Raketen sowie den ausgeklappten Rotorblätter. Der Bausatz enthält auch die Teile für zusammengeklappte Rotorblätter. Ferner wählte ich die Anordnung der Sitzbänke längs zum Rumpf weil dies aus meiner Sicht logischer erscheint.
Die Bauanleitung ist sehr strukturiert und kompakt, mit den verschiedenen Versionen so aber doch etwas unübersichtlich. Ich habe sie deshalb vorgängig entsprechend bearbeitet, um die Gefahr, plötzlich Teile anderer Versionen einzubauen, zu minimieren.
Als ersten Schritt bohrte ich gemäss Bauanleitung die Löcher für die Halterungen der Sitzbänke (längs zum Rumpf) in den Cockpiboden. So quasi zum "Einwärmen" erfolgte dann der vorgezogene Zusammenbau des Heckauslegers mit Stabilisator/Flosse, aber noch ohne Rotor. Danach erfolgte der Zusammenbau in der Reihenfolge der Bauanleitung, beginnend mit den Sitzen mit dem Zubehör von Eduard. Dies beinhaltete vor allem die Sockel der Sitze sowie die Gurten.
Cockpit und Zelle allgemein waren relativ schnell eingerichtet und ausgestattet. Da wegen dem Zubehör von Eduard immer etwas voraus zu denken ist, habe ich entgegen der Bauanleitung die Instrumentenpanels vor dem Einbau der Sitze, Pitchhebel und Steuerknüppel angebracht. Die Zugänglichkeit und der notwendige Platz dafür waren so viel besser. Ich empfehle dieses Vorgehen auch dann, wenn "nur" die im Bausatz vorhandenen Decals für das Cockpit verwendet werden. Ferner ist bei Verwendung des Eduard-Zubehörs zu beachten, dass diese aufgeklebt werden und eine gewisse Stärke haben. Da die Passgenauigkeit sehr gut ist (praktisch keine Spielräume) müssen die Sockel der beiden Pitchhebel um ca. 0.5 mm (Noppen für Platzierung wegschneiden) oder aber mindestens die Seiten der Sitze entsprechend abgeschliffen werden. Ansonsten können die Sitze fast nicht mehr eingebaut werden.
Als nächsten Schritt wurden die beiden Rumpfhälften für den Einbau von Cockpit/Zelle vorbereitet. Je nach Version sind verschiedene Löcher und Aussparungen anzubringen. Vor dem Einbau der beiden Fenster im Fussbereich des Cockpits habe ich die Rumpfaussenseite rund um die Aussparung bereits mit der entsprechenden Farbe versehen. Dies erleichtert das Abdecken mit einer Maske für die übrige Aussenbemalung. Mit den beiden Schiebetüren bin ich gleich verfahren. Diese habe ich innen und aussen vor dem Einkleben der Fenster komplett bemalt und fertig erstellt. Cockpit/Zelle passen sehr genau in die beiden Rumpfhälften. Es empfiehlt sich jedoch, vor dem Zusammenleimen der Rumpfhälften dies genau zu prüfen und allenfalls die Rumpfspanten etwas abzuschleifen. Dies gibt etwas Spielraum und der Zusammenbau geht dadurch leichter. Ferner sollten bei Verwendung des Eduard-Zubehörs Nr. 49 628 Interior die Rahmen-verkleidungen der Schiebetüröffnungen (Teile Nr. 45 - 48) entgegen der Anleitung erst nach dem Zusammenbau der beiden Rumpfhälften aufgeklebt werden. Dies ermöglicht das Ausbessern von allfällig entstandenen Spalten zwischen Cockpit/Zelle und Rumpfaussenwand. Klebt man diese vorher auf, ist diese Korrektur praktisch unmöglich.
Geht man beim Bau strikte nach Bauanleitung vor, sind im Schritt 71/72 die Halterungen (Teile Nr. 31B und 32B) links und rechts hinter den Schiebetüren zu montieren. Diese sollten jedoch erst nach Anbringen der Decals Nr. 39, 40, 41 und 48 montiert werden, da sonst die Decals fast nicht mehr angebracht werden können (kommen teilweise unter die Teile zu liegen!). Ein No Go sind für mich Propeller und Rotoren, die nicht drehbar gebaut werden sollen. Dies ist bei diesem Modell der Fall. So habe ich für den Hauptrotor aus Alu-Röhrchen eine Hohlwelle und eine Hülse dafür erstellt. So ist der Hauptrotor drehbar, kann für Transportzwecke entfernt und leicht wieder eingesteckt werden. Analog habe ich auch den Heckrotor umgebaut, wobei dieser etwas heikler war (sehr kleine Dimensionen) und letztendlich auch nicht demontierbar ist. Dies spielt aber keine Rolle (auch bei Transporten).
Ansonsten bot der Bau des Modells keine grösseren und nennenswerte Probleme ausser evtl. bei den TOW-Raketensets. Die Raketenbehälter sollten vor dem Zusammenbau bemalt und mit den Decals versehen werden. Sonst ist das Anbringen der Decals auf den inneren Behältern (gegen den Rumpf) nicht mehr möglich. Ferner darf auch die Farbe (wenn gepinselt) nicht zu dick aufgetragen werden, sonst passen die Teile nicht mehr richtig zusammen (wenn nicht nach dem Zusammenbau coloriert wird).
Die Farbangaben des Bausatzes beziehen sich logischerweise auf Humbrol. Da ich nicht auf eine Marke speziell fixiert bin, habe ich für die Bemalung die teilweise vorhandenen Humbrol-Farben verwendet. Die Fehlenden habe ich gemäss Conversions Charts aus dem umfangreichen vorhandenen Farbsortiment von Revell/Tamiya ergänzt.
Der Zusammenbau und die Bemalung (ausnahmsweise mit dem Pinsel) bot sonst keine weiteren nennenswerte Probleme.
Die Decals der Firma Cartograf sind von hervorragender Qualität. Sehr dünner Film, matt und auch auf dunklem Untergrund sehr gut deckend. Einziger Wermutstropfen: Die Streifendecals der Heckrotorblätter sind zu schmal und decken nicht die ganze Blattbreite ab. Gleiches gilt analog für die Streifen der hinteren Kufenstreben. Ferner war das gleichmässige Anbringen der Streifen an den Vorderkanten der Hauptrotorblätter schon eine kleine Herausforderung.
Als "Endmontage" nach dem Anbringen der Decals folgten die drehbaren Haupt- und Heckrotoren, Scheibenwischer, seitlichen Schiebe- sowie die Cockpittüren. Bei letzteren war ich froh, diese nicht schon früher eingesetzt zu haben. Das Anbringen der inneren Decals wäre nicht mehr möglich gewesen.
Als Finish erfolgte dann noch ein Überzug des ganzen Modells mit einer Mischung 50% Seidenglanz und 50% Matt mit Acryllack der Firma Lascaux.
Und zu guter letzt, folgen noch ein paar Bilder vom fertigen Modell............. 😄
Hier gibt's nichts zu sehen
Auch wenn das eine oder andere Detail nicht ganz wunschgemäss gelungen ist (keines ist wirklich von Bedeutung), bin ich im Grossen und Ganzen zufrieden mit dem Resultat und auch dieses Modell macht sich sehr gut in der Vitrine.