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Eine Erkältung bzw. ein grippaler Infekt ist eine Infektionskrankheit, welche die Schleimhäute der Nase, der Nasennebenhöhlen, des Rachenraums und der Atemwege befällt.
Auslöser sind zumeist Rhinoviren (abgeleitet vom griechischen Wort “rhinos” für Nase), von denen es mehr als 100 Untertypen gibt. Grippale Infekte treten gehäuft und oft mehrmals im Winter oder Frühjahr auf. Im Gegensatz dazu steht die echte Grippe (Influenza), welche wesentlich seltener auftritt.
Ursachen
Eine Erkältung wird meist durch Viren, seltener auch durch Bakterien verursacht. Kaltes Wetter, Wind und starke Temperaturschwankungen sind oft Ursache für grippale Infekte. Das liegt daran, dass die Immunabwehr durch Abkühlung des Körpers geschwächt wird. Daneben sind die Schleimhäute, beispielsweise die der Nase, bei Kälte schlechter durchblutet und bilden weniger Schleim. Hinzu kommt trockene Heizungsluft in den Wohnungen, welche die Nasenschleimhaut zusätzlich austrocknet. Ohne den schützenden Schleim gelangen Erreger von Erkältungskrankheiten leichter in unseren Körper und vermehren sich dort. Es kommt zu einer Erkältung. Erkältungen werden vornehmlich über Sekrete infizierter Personen übertragen. Gereizte Schleimhäute sind jedoch auch anfälliger für den Befall mit Bakterien. Oft reicht ein Händeschütteln schon aus, um die Krankheitserreger von einer zur anderen Person zu transportieren. Weniger häufig erfolgt die Ansteckung über infizierte Tröpfchen, die von Erkrankten durch die Luft gehustet und geniest werden.
Symptome
Ein bis drei Tage nach der Ansteckung treten die ersten Symptome eines grippalen Infekts auf. Beschwerden in Nase, Bronchien und Rachen folgen Niesen und eine laufende Nase. In den meisten Fällen werden die Symptome nicht von Fieber begleitet. Nach einigen Tagen werden die Nasensekrete dickflüssiger, trübe und gelbgrün. Oft kommt zusätzlich noch ein Husten hinzu der mehrere Wochen andaueren kann, während die Symptome der Erkältung nach etwa 7-10 Tagen abgeklungen sind.
Diagnose
Zur Diagnose einer Erkältung reichen die typischen Symptome aus. Treten jedoch plötzlich hohes Fieber, starke Kopfschmerzen oder Ausschlag auf und klagt der Betroffene über Atembeschwerden und Brustschmerzen, handelt es sich nicht um einen einfachen grippalen Infekt. Bluttests und Röntgenuntersuchungen geben Aufschluss über mögliche Komplikationen.
Therapie
Da eine Erkältung von Viren verursacht wird, bringen Antibiotika keine Besserung.
Eine Erkältung wird am besten durch (Bett-)Ruhe, leichte Kost und viel Flüssigkeit therapiert. Inhalationen mit Kamilledämpfen oder spezielle Erkältungsbäder lindern Entzündungen und helfen dabei, den Schleim wieder zu verflüssigen. Um die Beschwerden eines grippalen Infekts zu lindern, werden auch Medikamente angeboten. Sie sollen die Schleimhäute abschwellen lassen (Sinupret, Nasenspray), Schmerzen lindern (Dafalgan, Ibuprofen), Schleim leichter abhusten lassen (Acetylcystein) und den Husten mildern (Hustensirup).
Verlauf
Erkältungen klingen in der Regel nach 7-10 Tagen wieder ab. Zu Komplikationen kann es kommen, wenn die Rhinoviren bei Asthmatikern einen Asthmaanfall auslösen. Die Erkrankung kann sich auch verlängern, wenn die Erkältung eine Mittelohrentzündung oder Nebenhöhlenentzündung nach sich zieht. Grund hierfür ist, dass sich krankheitserregende Bakterien ungehindert vermehren, wenn die Nase wegen einer Verstopfung nicht gereinigt werden kann.
Vorbeugen
Ob und wie häufig sich Menschen “eine Erkältung einfangen” ist von ihrer individuellen Veranlagung und der körperlichen Verfassung abhängig. Für Menschen, die sich häufiger erkälten , sind verschiedene Maßnahmen gut geeignet, um die eigenen Abwehrkräfte zu unterstützen und Erkältungen vorzubeugen. Dazu gehören:
• regelmäßige sportliche Aktivitäten
• Saunabesuche
• Wechselduschen (abwechselnd warm und kalt abbrausen)
• ausreichende Mengen an Vitaminen (insbesondere Vitamin C) am besten durch frische Kost zu sich nehmen
• den Kontakt mit erkrankten Menschen, den Aufenthalt in der Kälte und Zugluft vermeiden
• der Witterung angepasste Bekleidung tragen