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Umwelt im Kanton St.Gallen
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Umweltglossar
W
Wärmeschutz
Der Wärmeschutz im Bauwesen als Teilbereich der Bauphysik kann in die Bereiche Winterlicher Wärmeschutz und Sommerlicher Wärmeschutz aufgeteilt werden.
1. Winterlicher Wärmeschutz:
Der Winterliche Wärmeschutz hat den Zweck, während der Heizperiode an den Innenoberflächen der Bauteile eine ausreichend hohe Oberflächentemperatur zu gewährleisten und damit Oberflächenkondensat bei in Wohnräumen üblichem Raumklima auszuschließen. Oberflächenkondensat entsteht, wenn dieTemperatur der Wandoberfläche unter der Taupunkttemperatur liegt. Weiter dient der Winterliche Wärmeschutz dazu, Bauteilkonstruktionen zu definieren, die den Wärmeverlust begrenzen, welcher durch den Wärmedurchgangskoeffizienten, den sogenannten U-Wert (früher k-Wert) in W/m²K beschrieben wird.
2. Sommerlicher Wärmeschutz:
Der Sommerliche Wärmeschutz dient dazu, die durch Sonneneinstrahlung verursachte Aufheizung von Räumen, die in der Regel im wesentlichen auf eine Einstrahlung durch die Fenster zurückzuführen ist, so weit zu begrenzen, daß ein behagliches Raumklima gewährleistet wird. Hierbei soll nach Möglichkeit auf den Einsatz von Klimatisierung verzichtet werden. Der sommerliche Wärmeschutz wird beeinflusst durch die Abmessungen des Raumes, die Orientierung der Fenster, die Art der Verglasung und der Sonnenschutzeinrichtung, interne Wärmequellen (z. B. Personenwärme, Abwärme von Computern oder Beleuchtung) sowie die im Raum vorhandenen Speichermassen der Bauteile.
Wahrscheinlichkeit
Die Wahrscheinlichkeit (oft auch: Eintretenswahrscheinlichkeit) gibt im Zusammenhang mit dem Risiko an, wie häufig mit einem bestimm-ten Störfallszenario gerechnet werden muss.
Die in Risikoermittlungen verwendeten Wahrscheinlichkeitswerte werden entweder mithilfe regionaler oder globaler Branchenstatistiken abgeschätzt oder aber anhand der von den Herstellern angegebenen Versagenswahrscheinlichkeiten der Anlagekomponenten rechne-risch ermittelt.
Für Betriebe wird die Wahrscheinlichkeit in Ereignis pro Jahr (1/Jahr) angegeben, für Verkehrswege erfolgt die Angabe in Ereignis pro Jahr und 100 m Verkehrsweg (1/Jahr * 100 m).
Wahrscheinlichkeits-Ausmass-Diagramm
Das W-A-Diagramm (www.bafu.admin.ch) wird durch eine logarithmische Wahrscheinlichkeitachse und eine ebenfalls logarithmische Schadensausmassachse aufgespannt. In diesem Diagramm wird das Gesamtrisiko eines Betriebes oder eines Streckensegmentes bei einem Verkehrsweg als Profil (Risikosummenkurve) dargestellt. Das Diagramm ist in vier Bereiche unterteilt, die für die Risikobeurteilung massgebend sind:
- Bereich des Risikos, das nicht mit einer schweren Schädigung verbunden ist
- Bereich des trotz möglicher schwerer Schädigung akzeptierten Risikos
- Übergangsbereich des bedingt akzeptierbaren Risikos (hier hat die Vollzugsbehörde abzuwägen zwischen dem privaten und öffentlichen Interesse an einem Betrieb oder an einem Verkehrsweg und dem Schutzbedürfnis der Bevölkerung und der Umwelt)
- Bereich des nicht akzeptierbaren Risikos
Wasserhärte
Kalk ist oft nicht nur als Gestein in der Natur vorhanden, sondern auch in gelöster Form im Wasser. Dies wird als Wasserhärte bezeichnet. Je kalkhaltiger das Wasser, desto härter ist es. Die Wasserhärte wird in französischen Härtegraden (ºfH ) gemessen.
Wiederverwendung
Erneuter Gebrauch von Gütern im Sinne der Abfallverminderung.
Wirbelbettanlage
Bei diesem Verfahren sitzt die aktive Biomasse auf einem Trägermaterial, das frei im Belebungsbecken schwebt. Durch den Einsatz dieses Trägermaterials wird die Reinigungsoberfläche vergrössert, ohne dass die Bausubstanz geändert werden muss.