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Zwei Kilo schwerer und Deepa kann wieder lachen
Deepa ist ein strahlendes kleines Mädchen voller Energie. Das war jedoch nicht immer so. Als sie 2014 in Bagchaur, Nepal, zur Welt gekommen ist, litt sie schon bald unter Mangelernährung. Mit 20 Monaten wog sie erst 6,3 Kilo, obwohl das durchschnittliche Gewicht eines Kindes in diesem Alter 11 Kilo beträgt.
Als Sozialarbeiter, die durch Partner von Terre des hommes geschult wurden, bei den Kindern im Dorf eine Wachstumskontrolle durchführen, stossen sie auf Deepa. Die in Zusammenarbeit mit dem nepalesischen Gesundheitsministerium organisierten Untersuchungen richten sich an Kinder unter fünf Jahren in Begleitung ihrer Mütter. Die Sozialarbeiter wiegen die Kinder und messen ihren Armumfang, um einen allfälligen Wachstumsrückstand festzustellen und ihnen dann eine Betreuung und eine geeignete Behandlung anzubieten.
Um Deepa zu helfen, wieder gesund zu werden, wurde ihre Familie für die Bedeutung einer gesunden und ausreichenden Ernährung sensibilisiert. Die Eltern erhielten Ratschläge zum richtigen Hygieneverhalten und eine finanzielle Unterstützung, um ihre Tochter im nächstgelegenen Ernährungszentrum behandeln zu lassen. Wir halfen Deepas Eltern auch, eine Geburtsurkunde für sie zu beschaffen. Sie hatten noch keine, da sie glaubten, diese sei nur für den Erhalt der Staatsbürgerschaft notwendig.
Deepa und ihre Mutter.
Anderthalb Jahre später wiegt Deepa bereits 8,2 Kilo. Wie vom Ernährungszentrum empfohlen wird sie noch gestillt, erhält aber auch Beikost, die jetzt in ihre Ernährung eingeführt wird. Die Kleine weiss auch, dass man sich vor jedem Essen die Hände waschen und die Schuhe anziehen muss, bevor man zur Toilette geht. Deepa wird noch regelmässig nachbetreut, lebt aber jetzt wieder mit ihrer Mutter, ihren beiden älteren Schwestern und ihrem kleinen Bruder. Der Vater arbeitet im Ausland, um für den Unterhalt der Familie aufzukommen.
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In Nepal arbeiten wir eng mit der Regierung und den Gemeinschaften zusammen, um der Mangelernährung von Kindern vorzubeugen und diese zu bekämpfen. 2016 betreuten und behandelten wir mehr als 450 Kinder. In Ergänzung zu den Bemühungen von Gesundheitseinrichtungen organisieren wir Sensibilisierungsaktivitäten und Informationsveranstaltungen für einzelne Gemeinschaften. Mehr als 10'000 Eltern erhielten so Ratschläge zu Themen wie Ernährung, Stillen, Hygiene und Kinderschutz.
Bildnachweis: ©Tdh