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Der Paradeplatz liegt direkt an der Bahnhofstrasse und beherbergt die beiden grössten Banken der Schweiz – die UBS und die Credit Suisse. Auch in der näheren Umgebung findest du etliche weitere Banken, wodurch der Platz nicht nur zu einem der teuersten Pflaster sondern auch zum grössten Geldumschlagplatz der Schweiz geworden ist. In Zürich munkelt man in langen Nächten, dass sich das Geld nicht nur auf dem Paradeplatz häuft, sondern dass auch darunter kostbare Schätze in dunklen Gängen versteckt liegen.
Der Klugscheisser: David Sprüngli hatte anscheinend einen guten Riecher, als er im Jahr 1859 den Geschäftssitz seiner Zuckerbäckerei von der Marktgasse an den Paradeplatz verlegte. Auch wenn dies nicht immer so schien: Im ersten Moment muss die Enttäuschung wohl gross gewesen sein, als Herr Sprüngli herausfand, dass der damals geplante neue Bahnhof, nicht wie angenommen am heutigen Paradeplatz gebaut wurde. Der Standort zahlte sich aber trotzdem aus: Durch den Bau der Bahnhofstrasse entstand eine direkte Verbindung zwischen dem Paradeplatz und dem Hauptbahnhof. Als die Bahnhofstrasse zunehmend zu einer prachtvollen Einkaufsstrasse anwuchs, erlangte auch der Paradeplatz an Ruhm und Lebendigkeit. Nachdem auch noch die Grossbanken UBS und CreditSuisse ihre Sitze an den Paradeplatz verlegten, liegt die Konditorei Sprüngli zu guter Letzt am „Tor“ zum grössten Geldumschlagplatz der Schweiz
In der Mitte des Platzes, umringt von stark befahrenen Tramlinien, befindet sich ein hoch frequentierter Kiosk, der sowohl Banker mit den wichtigsten Wirtschaftsnachrichten, als auch alte Damen mit dem neusten Klatsch & Tratsch versorgt. Das Bild des Paradeplatzes wird zudem durch das herrschaftliche Hotel Savoy Baur en Ville geprägt. Das erste Fremdenhotel Zürichs bietet wohlbetuchten Touristen und Geschäftsleuten seit 1838 ein Zuhause auf Zeit.
Der Klugscheisser: Im 17. Jahrhundert ging es auf dem Paradeplatz längst nicht so herrschaftlich von statten wie heute – damals wurde auf dem Platz mit Schweinen statt mit Scheinen gehandelt. Regelmässig fanden auf dem heutigen Paradeplatz Tiermärkte statt, woher auch sein damaliger Name „Säumärt“ herrührt. Unter anderem aufgrund des Aufschwungs, welcher die Region Zürich erlebte, wurde der Platz 1819 in „Neumarkt“ umbenannt. Erst circa 50 Jahre später erlangte er, durch seine Nähe zu Zeughaus & Munitionslager der Stadt und die damit verbundenen militärischen Aufzüge & Paraden, seinen heutigen Namen.