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Elia Blülle (27) konnte das nicht, was er am liebsten tat: lesen und schreiben. Er besuchte als Primarschüler die Sonderklasse mit der Diagnose Schreib- und Leseschwäche, weil er verkehrt schrieb – von rechts nach links wie im Arabischen. Journalist wurde er trotzdem. Zuerst für das Tagebuch, dann als Chefredaktor einer Aargauer Schülerzeitung und später als freier Autor für Magazine und Tageszeitungen. Er studiert Philosophie und Politikwissenschaften, gründete das Netzwerk Junge Journalisten Schweiz, kuratierte Veranstaltungen im Zürcher Debattierhaus Karl der Grosse, lernte in New York, wie man investigativ recherchiert – und arbeitet seit 2018 bei der Republik. In der Kategorie Nachwuchs wurde er 2019 zum «Schweizer Journalisten des Jahres» gewählt.