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Die Karriere von Ljuba Manz hört sich an wie eine Geschichte der Brüder Grimm. Die heutige Verwaltungsratspräsidentin der Manz Privacy Hotels Switzerland ist in grosser Armut in der Ukraine geboren. Wie viele Familien in dieser Zeit war das Geld und das Essen knapp: «Mein Vater, der kaum noch 49 Kilo wog, gab uns Kinder das letzte Stück Brot», erzählt die Unternehmerin beim Interview mit Glam. Im Alter von 12 Jahren zog Ljuba mit ihrer Familie nach Wien. Nach der Matur besuchte sie die Akademie der bildenden Künste und lernte das Professionelle Tanzen.
Erste Frau an der HWV Basel
So kam die Unternehmerin in die Schweiz: «Die einzige Möglichkeit in dieser Zeit in die Schweiz zu kommen, war als Tänzerin», so Manz zu Glam. Doch Tänzerin blieb sie nicht lange. 1964 meldete sich Ljuba Manz an der Höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschule in Basel für den Studiengang Betriebsökonomie an und wurde aufgenommen. Nach eigenen Angaben zufolge als allererste Frau überhaupt: «Die verantwortlichen Männer haben meinen Namen falsch gelesen und dachten, ich sei ein Mann.»
Mit High Heels und Mini-Jupe zum Erfolg
Die Überraschung an der Schule war gross als Ljuba in Mini-Jupe und High Heels an der Schule auftauchte. «Die Männer dort dachten zuerst, ich hätte mich im Raum geirrt und schickten mich raus. Nach langem Hin und Her nahmen sie mich dann auf und mussten so diese Ausbildung allen Frauen zugänglich machen.»
Auf die Frage, ob sie stolz auf ihre Karriere sei, antwortet Manz bescheiden: «Nein, nicht stolz, sondern dem Herrgott sehr, sehr dankbar, dass er mir dieses Leben gegeben hat.»