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Die Schulen in Brasilien waren für ein ganzes Jahr geschlossen. Kinder waren 10 Monate ohne Unterricht, nicht einmal online Unterricht. Zum Teil haben die Kinder zuhause nicht einmal einen Tisch, um sich hinsetzen können, geschweige denn einen Computer.
Heidi Caluori erklärt, dass "schulische Armut” schon vor der Pandemie ein grosses Problem war, das sich jetzt aber intensiviert hat. Um ein verlorenes Schuljahr aufzuholen, gibt es in Brasilien viel zu viele Schüler und zu wenig Schulen. Ausserdem besagt das Gesetz in Brasilien, dass niemand die ersten drei Primarklassen wiederholen darf, da es sonst nicht genügend Platz für alle gibt.
Im Februar konnten 120 der 600 Kinder wieder zurück zu Arco. Die weiteren Entwicklungen der Pandemie haben aber dazu geführt, dass anfangs März nur noch 60 Kinder da waren, da alle anderen krank geschrieben waren. Mitte März mussten dann die Schulen auch schon wieder schliessen.
Währenddessen verharrt Brasilien’s Präsident Jair Bolsonaro auf seiner Position: kein Lockdown und keine Impfungen. Wer für einen Lockdown sei, sei ein Weichei - ein Zitat von Bolsonaro.
Heidi Caluori sagt: “Es geht nicht darum, sich zwischen Gesundheit und Wirtschaft entscheiden zu müssen. Klar, niemand will krank werden. Aber die Leute müssen arbeiten gehen, da sie sonst nichts zu essen haben." Zur Armut ist jetzt der Hunger dazugekommen. Arco hat diese Veränderung sehr schnell bemerkt. Seit einem Jahr leistet Arco vorwiegend Sozialhilfe, indem Lebensmittelpakete verteilt werden.