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Biorhythmus ist eine pseudowissenschaftliche Lehre, die besagt, dass man durch einfache Mittel
gute und schlechte Tage von Mensch und Tieren ermitteln kann.
Der Begriff hat nichts mit chronobiologischen Rhythmen zu tun, sondern wird in der Biologie und der Medizin sorgfältig vermieden.
Die Anhänger der Biorhythmus-Lehre glauben, dass das Leben durch drei Rhythmen mit unterschiedlicher Periodendauer bestimmt wird:
Bei der Geburt fangen diese Rhythmen mit ihrer ersten Periode positiv an, überqueren nach der halben Periodenlänge die Null-Linie und gehen dann in die negative Phase. Am Ende der Periode erfolgt wieder ein Umschlag in den positiven Bereich. Alle Übergänge von positiv zu negativ und umgekehrt sind kritische Tage (also potentiell schlechte Tage). Kommt es nun bei allen drei Phasen zu einem Übergang am selben Tag, kann das laut der biorhythmischen Lehre schreckliche Folgen haben, während das Zusammentreffen positiver Tage besonders gute Tage zur Folge hat.
Neben dem grundsätzlichen Zweifel an der Existenz der drei Rhythmen gibt es Zweifel
daran, dass Rhythmen zeitlich derart konstant sein sollen und dass sie aus
dem Lebensalter berechenbar sind.
Der Rhythmus der weiblichen Menstruation etwa unterliegt der hormonellen
Steuerung und zeigt Schwankungen. Daher kann er kaum über mehrere Monate vorhergesagt werden.
Weiter ist es verdächtig, dass die Rhythmen exakt ganzzahlig sein sollen - das passt nicht zu den sonstigen Verhältnissen in der Natur. Eine vernünftige Begründung dafür fehlt.