Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/141880

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat hat im Dezember 2009 den Bericht "Strategische Stossrichtungen für die Finanzmarktpolitik der Schweiz" verabschiedet und darin grosses Gewicht auf Integrität und Reputation gelegt. Es dürfte allgemein bekannt sein, dass der schweizerische Finanzplatz aufgrund der unversteuerten ausländischen Vermögen einen riesigen Reputationsschaden erlitten hat. So wird Schweizer Banken vorgeworfen, dass sie mit Grundnahrungsmitteln spekulieren und so die Preise in die Höhe treiben.</p><p>Besteht dadurch ein weiteres Reputationsrisiko?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Für den Bundesrat ist die Integrität des Schweizer Finanzplatzes essenziell. Dementsprechend ist die Integrität, neben der Stabilität und der Qualität, eine zentrale Zielsetzung der Schweizer Finanzmarktpolitik. Die Rolle von Finanzakteuren - darunter auch einzelner grosser Investmentbanken - in den Rohstoffmärkten wird auf internationaler Ebene in der Tat kontrovers diskutiert. Dabei steht jedoch nicht primär der Finanzplatz Schweiz im Fokus, wo auch keine bedeutende Rohstoffbörse angesiedelt ist. Die Schweiz ist hingegen ein bedeutender Standort für den Rohstoffhandel, bei welchem Banken eine wichtige Rolle bei der Handelsfinanzierung und der Absicherung von Risiken spielen. Der Bundesrat veröffentlichte im März 2013 einen Rohstoffbericht und verabschiedete dabei eine Reihe von Empfehlungen, um neben der Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit auch die Integrität des Rohstoffhandelsplatzes zu stärken und allfälligen Reputationsrisiken entgegenzutreten.</p>