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Covid-19: Hinweise für Flugpassagiere
Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Flugpassagiere und Fluggesellschaften können verschiedenartiger Natur sein. Das BAZL gibt folgende Empfehlungen ab:
Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Flugpassagiere und Fluggesellschaften können verschiedenartiger Natur sein. Das BAZL gibt folgende Empfehlungen ab:
Der Bundesrat hat Änderungen für die Flüge mit Reiseziel Schweiz beschlossen, welche ab 26. Juni 2021 gelten.
Sie basieren auf den folgenden drei Pflichten, abgemildert durch eine Reihe von Ausnahmen (z.B. für Geimpfte, Kinder,...), die in der folgenden Tabelle zusammengefasst und in den Fragen & Antworten erläutert werden.
a. Kontaktdatenerfassung für Einreisende mit dem Flugzeug
b. Testpflicht (PCR- oder Schnelltest) vor dem Abflug für Einreisende mit dem Flugzeug
c. Quarantänepflicht für Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten
Zusätzliche Informationen sind auf der BAG Webseite erhältlich
Nein. Nur Flugpassagiere, die ein negatives Testergebnis vorweisen können, werden von der Fluggesellschaft auf den Flug zugelassen. Die Ausnahmen werden in diesen Q&As erläutert und in dieser Übersicht dargestellt (PDF, 97 kB, 25.06.2021).
Bitte beachten Sie, dass je nach Fluggesellschaft hiervon abweichende Regelungen gelten können, z.B. gibt es Fluggesellschaften, die nur Personen mit negativen Testresultaten auf den Flug zulassen ohne die untenstehenden Ausnahmen zu berücksichtigen. Erkundigen Sie sich in jedem Fall vor dem Flug bei Ihrer Fluggesellschaft.
Wenn sie nicht unter eine der Ausnahmen dieser Tabelle fallen, müssen die Passgiere beim Boarding entweder einen negativen PCR-Test vorweisen (molekularbiologische Analyse auf Sars CoV-2), welcher nicht vor mehr als 72 Stunden durchgeführt wurde oder einen immunologischen Sars-CoV-2 Schnelltest, der nicht vor mehr als 48 Stunden durchgeführt wurde.
Das vorzuweisende Dokument muss folgende Angaben enthalten:
a. Name, Vorname und Geburtsdatum der getesteten Person;
b. Datum und Zeit der Probeentnahme;
c. die Art der Testung (molekularbiologische Analyse auf Sars CoV-2 oder immunologische Sars-CoV-2 Schnelltest);
d. das Testergebnis selber.
Kinder unter 16 Jahren benötigen keinen negativen Test.
Ja, ausser wenn Sie einreisen aus einem Staat oder Gebiet mit einer besorgniserregenden Virusvariante, die immunevasiv ist oder von der noch nicht klar ist, ob sie immunevasiv ist (Anhang 1, Ziffer 1 der Verordnung). Eine vollständige Impfung mit einem in der Schweiz oder durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassenen Impfstoff ist nötig. Gemäss dem «WHO Emergency use listing» zugelassene Impfstoffe sind auch erlaubt.
Bei all diesen Impfungen gilt, dass die Ausnahme nur dann zur Anwendung gelangt, wenn der Impfstoff vollständig verimpft worden ist, wobei beispielsweise bei den mRNA-Impfstoffen zwei Impfungen notwendig sind.
Geimpfte Personen können sich ab dem Tag der vollständig erfolgten Impfung auf diese Ausnahme berufen, wobei diese anschliessend für die Dauer von 12 Monaten gilt.
Personen, die den Nachweis erbringen, dass sie sich innerhalb der letzten sechs Monate vor der Einreise in die Schweiz mit Sars-CoV-2 angesteckt haben und dass sie als geheilt gelten, dürfen von der Fluggesellschaft ohne Test befördert werden, ausser wenn sie einreisen aus einem Staat oder Gebiet mit einer besorgniserregenden Virusvariante, die immunevasiv ist oder von der noch nicht klar ist, ob sie immunevasiv ist (Anhang 1 Ziffer 1 der Verordnung).
Eine Person gilt nach einer durchgemachten Erkrankung ab dem 11. Tag nach der Bestätigung der Ansteckung für 6 Monate als genesen.
Der erforderliche Nachweis kann beispielsweise mit folgenden Dokumenten erbracht werden: Bescheinigung der Teststelle, ein ärztliches Attest, eine Bescheinigung einer Apotheke, ein Laborergebnis oder ein amtliches Dokument der zuständigen kantonalen Behörden.
Personen, die mit einem ärztlichen Attest den Nachweis erbringen, dass sie aus medizinischen Gründen dringend in die Schweiz transportiert werden müssen, dürfen von der Fluggesellschaft ohne negativen Test befördert werden.
Ausnahmsweise darf die Fluggesellschaft Personen befördern, die das Schweizer Bürgerrecht oder einen von der Schweiz ausgestellten Aufenthaltstitel besitzen besitzen und keine Möglichkeit haben, sich innert nützlicher Frist oder mit vernünftigem Aufwand auf Sars-CoV-2 testen zu lassen; die fehlende Möglichkeit muss mit einer Selbstdeklaration bestätigt werden. Die Selbstdeklaration muss wahrheitsgetreu ausgefüllt werden muss. Wenn die Angaben nicht der Wahrheit entsprechen, wird ein Strafverfahren nach dem Epidemiengesetz riskiert.
Diese Ausnahme greift jedoch nur, wenn das geforderte negative Testergebnis nicht innert nützlicher Frist oder mit vernünftigem Aufwand organisiert werden kann. Dies wäre u.a. der Fall, wenn für die Durchführung des Tests eine mehrstündige Reise angetreten werden müsste oder die Testanstalten vor Ort für die Ausstellung des Testergebnisses mehrere Tage brauchen, so dass es gar nicht möglich ist, einen Test innerhalb der erforderlichen Frist beizubringen.
Als von der Schweiz ausgestellte Aufenthaltstitel gelten Niederlassungs-, Aufenthalts und Kurzaufenthaltsbewilligungen sowie die Grenzgängerbewilligung und die vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ausgestellten Legitimationskarten.
Passagiere, die während des Transits das Flugzeug in der Schweiz nicht verlassen, müssen weder Kontaktdaten angeben noch ein negatives Testergebnis vorweisen.
Personen, die auf der Durchreise einen schweizerischen Flughafen nutzen, ohne diesen vor der Weiterreise zu verlassen, müssen ihre Kontaktdaten erfassen, benötigen jedoch kein negatives Testergebnis.
Personen, die lediglich zur Durchreise in die Schweiz einreisen, mit der Absicht und der Möglichkeit, direkt in ein anderes Land weiterzureisen müssen ihre Kontaktdaten erfassen und ein negatives Testergebnis vorweisen. Sie sind jedoch von der Quarantänepflicht ausgenommen.
Personen, die mit einem ärztlichen Attest den Nachweis erbringen, dass sie aus medizinischen Gründen keinen für einen Sars-CoV-2-Test notwendigen Nasen-Rachen-Abstrich machen können, können ohne test befördert werden.
Die Verordnung gilt für Flüge ab 26. Juni und bis auf weiteres. Die Geltungsdauer ist nicht befristet.
Aufgrund der sich ständig verändernden Pandemie-Situation ist es wichtig, dass Sie sich vor einer Reise vergewissern, ob Sie die notwendigen Vorkehrungen getroffen haben. Bitte beachten Sie die Informationen und Empfehlungen für Reisende des Bundesamtes für Gesundheit BAG.
Die auf den nationalen Flughäfen geltenden Bestimmungen können hinsichtlich der einzuhaltenden Maßnahmen voneinander abweichen. Die Websites der Schweizer Flughäfen bieten weitere Informationen zu diesem Thema :
Situation im Ausland und Empfehlungen
Bitte beachten Sie die aktuellen Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für Auswärtige Angelegenheiten (EDA): Reisehinweise & Vertretungen EDA
Aufgrund der Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) wurden in vielen betroffenen Ländern besondere Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen verhängt.
Die International Air Transport Association (IATA) hat auf ihrer Website eine zusammenfassende Interactive Coronavirus (Covid-19) Travel Regulations Map erstellt, die aktuelle Informationen enthält.
Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Flug bei der Fluggesellschaft. Aufgrund der Massnahmen empfehlen wir Ihnen, sich frühzeitig am Flughafen einzufinden.
Die Verordnung (EG) Nr. 261/2004 gibt dem Passagier die Möglichkeit, bei annulliertem Flug eine Ticketkostenrückerstattung zu verlangen. Aufgrund der durch Covid-19 verursachten aussergewöhnlichen Situation bieten die Fluggesellschaften als weitere Option Fluggutscheine an. Der Passagier kann sich für diese Option entscheiden.
Bitte kontaktieren Sie zuerst die Fluggesellschaft, um die Wahlmöglichkeiten zu prüfen. Aufgrund der besonderen Situation gehen zurzeit ausserordentlich viele Anfragen bei den Fluggesellschaften ein, weshalb die Bearbeitungsdauer länger als üblicherweise sein kann. Falls Sie mit dem Angebot der Fluggesellschaft nicht zufrieden sind oder innerhalb von 2 Monaten keine Antwort von der Fluggesellschaft erhalten, können Sie das BAZL-Meldeformular ausfüllen.
Falls Sie von sich aus Ihren gebuchten Flug nicht mehr antreten wollen, empfiehlt das BAZL, sich an Ihren Reiseanbieter oder an die Fluggesellschaft zu wenden. Das BAZL ist nicht zuständig für den Fall, dass der Passagier seinen Flug freiwillig nicht antreten will. Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der entsprechenden Fluggesellschaft. Eine Ticketkostenrückerstattung wird (abgesehen von Flughafengebühren) normalerweise ausgeschlossen. Einige Fluggesellschaften bieten aufgrund der aussergewöhnlichen Situation aus Kulanzgründen weitreichende und kostenfreie Umbuchungs- und Rückerstattungsmöglichkeiten an.
Im Fall von Flugannullierungen durch die Fluggesellschaft, grossen Verspätungen oder Nichtbeförderung ist das BAZL zuständige Durchsetzungsstelle in der Schweiz für die Fluggastrechteverordnung (EG) Nr .261/2004.
Wird ein Flug annulliert, sind die Fluggesellschaften verpflichtet, den Flugpassagieren folgendes anzubieten:
Nach Wahl des Passagiers entweder:
Die Luftfahrtunternehmen müssen betroffene Fluggäste außerdem in angemessenem Verhältnis zur Wartezeit betreuen. Dies kann auch eine Hotelunterbringung mit einschliessen, wenn eine solche notwendig ist. Die Betreuungsleistungen entfallen, wenn sich die Fluggäste mit der vollständigen Rückerstattung der Flugscheinkosten einverstanden erklärt haben. Gleiches gilt auch, wenn sich die Fluggäste auf eigenen Wunsch für eine Ersatzbeförderung zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.
Passagiere, die über die Annullierung mindestens zwei Wochen vor der planmässigen Abflugzeit unterrichtet werden, haben keinen Anspruch auf Ausgleichszahlungen. Ein Ausgleichsanspruch besteht auch nicht, wenn die Annullierung aufgrund aussergewöhnlicher Umstände erfolgt ist, welche sich nicht hätten vermeiden lassen.
Die Europäische Kommission hat Auslegungsleitlinien zu den EU-Verordnungen über Passagierrechte vor dem Hintergrund der Situation im Zusammenhang mit Covid-19 veröffentlicht, die auch Aussagen zur Bewertung der aktuellen Ereignisse mit Bezug auf den Anspruch auf Ausgleichszahlung enthalten.
Falls Sie glauben, einen Anspruch zu haben, und die Fluggesellschaft Ihnen diesen verweigert, können Sie das Formular auf unserer Webseite ausfüllen:
Letzte Änderung 08.07.2021
Passagierrechte
3003 Bern
Aufgrund der hohen Belastung der Infrastruktur sind wir zurzeit telefonisch eingeschränkt zu erreichen.
Falls Sie uns telefonisch nicht erreichen kontaktieren Sie uns bitte per Mail.
+41 58 465 95 96
(Werktags von 14 bis 16 Uhr)