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Wie das E.S.E.-Pad entstand
Die ersten Patente für Kaffee, der wie Tee in Filterpapier verpackt ist, gingen auf das Jahr 1910 zurück und waren längst abgelaufen. Mein Vater benötigte jedoch eine Abpackmaschine, um den gemahlenen Kaffee in diese Papierbeutel zu füllen. Er fand sie bei einem Amerikaner, einem gewissen Cyrus Melikian (1920–2008), der als Erfinder des „Vending“ in die Geschichte eingegangen ist.
Die Maschine kam in die „Fabrik“ (wie sie mein Vater nannte) und wurde durch ihn so lange angepasst, bis sie Kaffeepads erzeugen konnte; dank eines eigenen Patents wurden sie mit der „Rotationspresse“ hergestellt, mit der der Kaffee komprimiert werden konnte, ohne dass er an der Presse selbst festkleben blieb.
Ich erinnere mich gut an jene Zeit, obwohl ich erst fünfzehn war; an Samstagen versuchte mein Vater zu Hause nach dem Mittagessen den Kaffee mit unserer ersten Espressomaschine zuzubereiten, was ihm aber nie gelang, da er das richtige Mahlen nicht beherrschte!
Wir mussten zehn Jahre warten, bis die erste Haushalts-Maschine für E.S.E.-Pads auf den Markt kam: Bereits im September 1978 stellte mein Vater im Globus in Zürich seine erste Pad-Kaffeemaschine vor, die von Turmix produziert wurde. Eine neue Ära war angebrochen!
Während die Nespresso-Kapsel von Eric Favre noch in den Kinderschuhen steckte…
Während Dino Macchi mit seiner Unoper seine erste Kapsel noch entwickelte, die dann zu Lavazza Point wurde…