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Homöopathie
1790 übersetzte Samuel Hahnemann die „Abhandlung über die Materia Medica“ (Sammlung von Arzneimittelbildern) von William Cullen aus dem Englischen. Cullen behauptete in seinem Werk, dass die Chinarinde (Pflanze) aufgrund ihrer magenstärkenden Wirkung wirksam gegen Malaria eingesetzt werden kann. Hahnemann, selber an Malaria erkrankt, zweifelte jedoch an der Richtigkeit dieser These, und machte einen Selbstversuch.
Er nahm Chinarinde in hoher Dosierung und in wiederholten Gaben ein. Aber er erreichte nicht die Wirkung der Rinde, sondern es stellten sich ganz bestimmte, für Malaria typische Krankheitssymptome ein. Hahnemann sah den Zusammenhang vom Wesen der Chinarinde und den Krankheitssymptome der Malaria und erkannte damit auch das Prinzip der Aehnlichkeit.
02
Sechs Jahre lang forschte
und experimentierte Samuel
Hahnemann und erkannte:
03
Aehnliches wird durch
Aehnliches geheilt:
Die homöopathische Arznei
entspricht den Krankheitssymptomen
des Patienten, d.h. das Krankheitsbild
wiederspiegelt sich in der Arznei.
04
Die Anamnese ist der erste Schritt
der Behandlung. Der Patient erzählt
seine Beschwerden so wie er sie erlebt.
Danach fragt die Homöopathin wo nötig nach.
Die Anamnese ist das Herzstück
der Behandlung und benötigt die meiste Zeit.
05
Als ganzheitliches Heilsystem erfasst
die Homöopathie sowohl körperliche
als auch psychische Symptome.
06
Die Homöopathie unterscheidet
zwischen akuten Krankheiten
(z.B. Grippe, Erkältungen) und
chronischen Leiden (Rheuma)
Beides lässt sich mit der
Homöopathie behandeln.
07
Ein zentraler Begriff in der Homöopathie
ist die Lebenskraft. Was meinte Samuel
Hahnemann damit?
Im gesunden Zustand des Menschen wirkt
die Lebenskraft (Dynamis) uneingeschränkt.
Als Dynamis erfüllt sie den Organismus
mit Leben und hält alle seine Teile in
harmonischem Gange. Bei physischer und
psychischer Krankheit ist die Lebenskraft
im Ungleichgewicht.