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So, hier kommt der zweite Beitrag vom vergangenen Wochenende.
Indiana grenzt am Norden an den Lake Michigan, einer der grossen Seen. Nach etwa 3 Stunden Fahrt von Indianapolis her kommt man nach Chesterton. Dort befinden sich die Indiana Dunes. Das sind grosse Sanddünen, die sich entlang des Lake Michigan erstrecken. Die höchst Düne, die ich bestieg war 56 Meter (184ft) hoch. Teilweise sind die Dünen völlig bewaldet und es gibt wunderschöne Wanderwege dort durch. Am Sonntag war ich also dort und wanderte etwa vier Stunden durch den Sand, die Wälder und am See entlang und das alles barfuss. Danach schmerzten zwar meine Füsse, aber es hat sich gelohnt. Es war einfach wunderschön und da man das andere Ufer nicht sieht kam ein richtiges Meer-Feeling auf.
Das war der schönste Naturpark, den ich in den USA bisher gesehen habe.
Am Abend fuhr ich dann ins benachbarten Michigan City, ein kleines Städtchen in Indiana, welches aber gleich an den Bundesstaat Michigan grenzt. Dort übernachtete ich in einem Motel. Zuvor ging ich aber nochmals zum Seeufer und fand dort einen Leuchtturm. Es entstanden einige sehr schöne Bilder vom Sonnenuntergang. Schaut sie euch an und wenn ihr genau schaut, erkennt ihr auf einigen Fotos ganz winzig am Horizont sogar die Skyline von Chicago.
Nach der Übernachtung fuhr ich am nächsten Morgen früh zurück zu den Dünen. Dort hat es auch ein Bahnhof, wo ein Zug einem direkt in die Innenstadt von Chicago bringt. Der Zug war natürlich nicht zu vergleichen mit den SBB, er fuhr relativ langsam und es holpert ziemlich. Trotzdem ist der Zug dem Auto vorzuziehen: Erstens hat es in Richtung Chicago viel Verkehr und ausserdem müsste man einen grossen Umweg machen, um die südlichen südlichen Stadtgebiete zu umfahren. Der Grund ist ganz einfach: Dort ist es zu (lebens)gefährlich. Mit dem Zug war die Durchfahrt durch die Gebiete aber kein Problem. Durch das Fenster sah ich Nachbarschaften, in denen ich aber definitv nie wohnen möchte.
Die Häuser wurden wieder schöner und grösser, und grösser und grösser. Nach 1,5 Stunden Fahrt kam man dann in der Innenstadt bei den Hochhäusern an. Ich habe noch nie eine solche Grossstadt wie Chicago mit sovielen Hochhäusern gesehen. Es war ziemlich eindrücklich. Ausserdem ist die Stadt sehr schön. Die Innenstadt grenzt direkt an das Ufer des Lake Michigan. Und es führt auch noch der Chicago River an den Hochhäusern vorbei. Alles in allem also viel Wasser.
Ich schlenderte durch Parks, durch die Hochhäuser und kam am Navy Pier vorbei. Der Navy Pier ist ein Vergnügungspark auf einem Pier. Schlussendlich besuchte ich auch noch den Sears Tower, das höchste Gebäude Chicagos. Allerdings ging ich nicht auf die Aussichtsplatform, weil es gerade anfing zu regnen und ich lieber mal bei schönem Wetter hochgehe. Am Abend war dann die Rückfahrt mit dem Zug nach Chesterton und die anschliessende dreistündige Autofahrt zurück nach Indy angesagt.
Chicago ist wirklich eine krass schöne Stadt. Hätte ich nicht so erwartet. Ein Tagesausflug war aber zu kurz, ich gehe definitv nochmals dorthin. Es gibt noch einige spannende Sachen, zum Beispiel eben die Aussichtsplatform des Sears Towers, ein grosses Aquarium mit Delphinshows, Restaurants mit der einheimischen Spezialität „Deep Dish Pizza“ und einiges mehr.
PS: Jetzt ist ja bereits schon wieder Wochenende. Nächste Woche werde ich nur Montags und Dienstags arbeiten und dann gehts mit dem Flugi nach Las Vegas und San Francisco, wo ich einen Kollegen besuche. Geiloooooo 🙂