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Serbiens staatliche Nachrichtenagentur Tanjug berichtete am Donnerstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft von entsprechenden Ermittlungen. «Welcher Arbeit jemand nachgeht, macht für die Staatsanwaltschaft keinen Unterschied», zitierte die Agentur eine Sprecherin.
Den Angaben zufolge sollte Jovic nach seiner Einreise nach Serbien zwei Wochen zu Hause bleiben. Er habe seine Wohnung aber mindestens einmal verlassen und dies mit einem Gang zur Apotheke begründet, hiess es weiter. Serbische Boulevardblätter warfen Jovic vor, in der Hauptstadt Belgrad feiern gegangen zu sein. «Hey, Junge! Willst Du uns alle töten?», fragte etwa die Tageszeitung «Kurir».
Zudem erntete Jovic indirekte Kritik von Premierministerin Ana Brnabic. Die Regierungschefin verwies auf nicht näher genannte Fussballer als «Negativbeispiele» in der Krise. Brnabic hatte alle Serben im Ausland aufgerufen, möglichst nicht nach Hause zurückzukehren, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Dennoch sind offiziellen Angaben zufolge mehr als 45'000 Menschen zurückgekehrt. Weil viele Serben freiwillige Massnahmen nicht befolgt hätten, hatten die Behörden am Mittwoch eine allgemeine Ausgangssperre zwischen 20.00 Uhr und 5.00 verhängt.
Real Madrid hatte die Spieler seiner Fussball- und Basketball-Teams in Quarantäne geschickt, weil ein Basketballer positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Jovics Vater sagte der Tageszeitung «Blic», der Fussballer sei mit einer Erlaubnis seines Klubs nach Belgrad gereist, nachdem er negativ getestet worden sei. Den staatlichen Anordnungen zufolge hätte er dennoch auf serbischer Seite zunächst in Quarantäne bleiben müssen.