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Mustafa ist ohne seine Angehörigen nach Griechenland geflüchtet. Nach seiner Ankunft kam der Jugendliche im Oinofyta-Camp unter. Es liegt 60 Kilometer von Athen und somit vom Sozialzentrum entfernt, in dem Caritas Griechenland Flüchtlingen Unterstützung, Beratung und Bildung bietet. Da im Camp kein Griechisch-Unterricht angeboten wurde, schrieb sich Mustafa in einer Klasse im Sozialzentrum ein. Die International Organisation for Migration (IOM) unterhielt eine Buslinie zwischen Oinofyta und der Hauptstadt. Zum Glück konnte Mustafa dort mitfahren, und die Busverbindungen passten gut zu seinem Stundenplan.
Zu Beginn getraute sich Mustafa kaum, im Unterricht zu sprechen. Es war ihm unangenehm, weil er sich kaum ausdrücken konnte. Nichtsdestotrotz war er wild entschlossen, die Sprache zu lernen. Auch als die IOM die Busverbindung stoppte, hielt das Mustafa nicht davon ab, weiterhin den Unterricht zu besuchen - und so fuhr er fortan mit dem Zug nach Athen. Da er sich jedoch kein Ticket leisten konnte, wurde er regelmässig vom Kontrolleur vor die Türe gesetzt und musste den langen Weg zum Camp zu Fuss zurücklegen. Irgendwann konnte er glücklicherweise in eine Unterkunft in Athen verlegt werden.
Mittlerweile beherrscht Mustafa die Landessprache so gut, dass die Angestellten der Unterkunft ihn bei Krankentransporten als Übersetzer mitnehmen. Bei der Vergabe der Abschlusszeugnisse bedankte er sich in einer mitreissenden Rede auf Griechisch bei Caritas Griechenland für die Chance, «in dem Land, das ihn beherbergt, nicht taub und blind sein zu müssen».
Text: Caritas Griechenland, überarbeitet von Caritas Schweiz
Bild: Caritas Griechenland
Sie möchten mehr erfahren? Weitere Informationen zum Programm von Caritas Schweiz für Menschen auf der Flucht in Griechenland finden Sie unter www.caritas.ch/griechenland.