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Teilsieg der Waadtländer und Freiburger Milchproduzenten: Nach einer Blockade der Migros-Milchzentrale in Estavayer und zähen Verhandlungen erhalten sie 2 Rappen mehr pro Kilogramm Milch. Gefordert hatten sie 3 Rappen.
Mehr als 400 Freiburger und Waadtländer Milchproduzenten hatten am Dienstagmorgen (06.03.) in Estavayer-le-Lac im Kanton Fribourg die drei Zugänge zur Estavayer-Lait SA (Elsa) blockiert.
Sie forderten 3 Rappen mehr pro Kilo Milch. Nach mehrstündigen Verhandlungen mit Elsa-Direktor Oswald Kessler akzeptierten die Bauern eine Anhebung um 2 Rp.
Es sei zwar kein grosser Sieg, doch müsse man diesen Kompromiss akzeptieren, sagte Georges Godel, Präsident des Freiburger Milchproduzenten-Verbandes. Noch keine Einigung sei in Bezug auf qualitäts-bezogene Preisdifferenzen gefunden worden.
Besserer Preis für bessere Qualität
Für Kessler "kommt es nicht in Frage, dass wir zu einem System zurückkehren, das einen von der Qualität unabhängigen Milchpreis garantiert".
Bisher erhielt die Mehrheit der Elsa-Milchproduzenten im Durchschnitt 79,6 Rappen pro Kilo Milch - das sind 2,6 Rappen über dem Zielpreis des Regierung. Produzenten, die in guter Qualität und in grossen Megen lieferten, erhielten bisher zwischen 80 und 85 Rappen.
Lediglich ein Viertel der Vertragspartner erhielt wegen einer minderen Qualität (den Fett- und Proteingehalt betreffend) und geringeren Liefermengen weniger als 77 Rp. pro Kilo.
swissinfo und Agenturen