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(Kt.,Amtsbez. und Gem. Bern).
484 m. Gruppe von 7
Häusern, am linken Ufer der
Aare und am N.-Rand des
Bremgartenwaldes, 3 km
nnö. vom Bahnhof Bern.
Postablage, Telephon; Postwagen
Bern-Dettlingen. 44 reform. Ew. Ein 1810 erbauter Gasthof
mit grossem
Garten, beliebtes Ausflugsziel. Ueber die
Aare führt hier eine 1560-1570 erstellte gedeckte Holzbrücke mit Steinpfeilern,
über die einst ein bedeutender Verkehr zwischen Bern
und Neuenburg
einerseits und Bern
und Basel
andererseits flutete. Im Bauernkrieg 1653 wollten
die Aufständischen einst des Nachts sich der
Brücke bemächtigen, wurden aber von Studierenden, die
sich maskiert und mit weissen Hemden verkleidet hatten, mühelos verjagt. In der Nähe der
Brücke befand sich früher auch
eine
Fähre. Der hier sprudelnde Herrenbrunnen hat seinen Namen von den Festlichkeiten erhalten, die die
Grafen von Nassau
und Hanau 1353 unter Beteiligung der Frauen und Mädchen von Bern
in seiner Nähe veranstalteten. Vergl. die
von E. Stierlin und J. R. Wyss besorgte Ausgabe von Konrad Justinger's
BernerChronik.(Bern
1819. S. 154).
601 m. Burgruine, auf einer
Anhöhe über dem linken Ufer des
Rhein und 1,5 km sö.
Untervaz. In dieser aus dem 9. oder 10. Jahrhundert stammenden Burg
wurde Pfalzgraf Hugo von Tübingen,
Graf von Bregenz und
Rätien, 1164 vom Herzog Welf dem
Jungen von Baiern
während 6 Monaten gefangen gehalten.
Seit 1315 gehörte die Burg den Thummen
von Neuburg (oder Neuenburg),
die in der Geschichte
Bündens ihrerzeit eine gewisse
Rolle gespielt haben. Das
Schloss ist zu Beginn des 16. Jahrhunderts
zerstört worden.
(Kt. Thurgau,
Bez. und Gem. Steckborn).
430 und 520 m. Gruppe von 5
Häusern und Burgruine, 2 km ö. der Station
Mammern der Linie
Konstanz-Etzwilen-Schaffhausen. Die malerische Ruine steht am steilen Hang des
Seerückens über der Häusergruppe
gleichen Namens. 15 reform. und kathol. Ew. Kirchgemeinden
Mammern. Obst- und etwas Weinbau.
Wald. Eine Ziegelei.
Von der Burg sieht man noch den ziemlich hohen quadratischen
Turm mit seinen an der Basis 2,5 m dicken Mauern und Ueberreste
der ehemaligen Umfassungsmauer. Sie muss mit ihrem 4 stöckigen
Turm einst ein ziemlich bedeutendes Bauwerk gewesen sein.
Von der von
Mammern aus oft besuchten Ruine hat man eine schöne Aussicht auf den
Untersee. Es ist nicht
sicher festgestellt, ob die Burg von den um 1260 erloschenen Edeln von Manbüron
(Mammern) oder von einem seit 1270 hier sitzenden
Zweig der Freiherren von
Klingen erbaut worden ist.
Sie wurde als
Lehen der Abtei St. Gallen
1270-1290 von
Ulrich vonKlingen bewohnt, ging dann 1290 durch Kauf an die
Brüder von Kastell über, gehörte 1413-1463 den Edeln von Ulm aus Konstanz, 1463-1522 zusammen mit
Mammern den Freiherren
von Hohenlandenberg und 1550-1620 dem rätischen Edelgeschlecht derer von Thumb oder Thumm und zerfiel von da an allmählig
in Trümmer. 1621 kam dieHerrschaft Neuburg und
Mammern durch Kauf an die
Brüder von
Roll aus Uri
und 1687 an
das Kloster
Rheinau. Die Steine der Umfassungsmauer wurden zum Bau
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mehr
der Schlosskapelle Mammern und anderer Bauten verwendet. Vergl. Meyer, J. Burgen undSchlösseramUntersee (in den Beiträgendes thurg. histor. Vereins zur vaterländ. Geschichte. 31).