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Vischer,
August, Historien- u. Genremaler, geboren 1822 zu Angelbach in der badischen Pfalz, wurde im Lyceum und im Polytechnikum zu Karlsruhe unterrichtet, bestimmte sich anfangs zum Lithographen und brachte als solcher Raffaels Spasimo di Sicilia und das Abendmahl Leonardo da Vincis. Dann ging er nach München, studierte dort kurze Zeit unter Cornelius und Schnorr und bald nachher (1847), angeregt durch die Bilder von Gallait und Bièfve, auf die Akademie in Antwerpen, wo er unter Wappers und nachher unter dem Genremaler de Block sich ausbildete. Nachdem er wider seinen Willen 1849 am badischen Aufstand teilgenommen, ließ er sich in München nieder, wo seine Genre- und noch mehr seine Historienbilder sehr bald Beifall fanden, z. B.: Freischaren aus dem badischen Aufstand, denen die Nachricht von einer Niederlage gemeldet wird, Diane von Poitiers vor Franz I., das entschieden ¶
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historische Bild: Coligny von den Spaniern in St. Quentin überrascht und die noch bedeutendere Gefangennehmung des Oldenbarneveld. Nachdem er dann wieder einige Genrebilder gebracht und sich 1853 und 1854 in Paris aufgehalten hatte, erschien seine trefflich komponierte Gefangennehmung Franz' I. nach der Schlacht bei Pavia, der wieder mehrere Genrebilder verschiedenen Inhalts folgten. Zum badischen Hofmaler ernannt, vollendete er 1864 eins seiner Hauptbilder: Berthold von Zähringen schlägt die Mailänder an der Adda (Museum in Karlsruhe), ausgezeichnet durch Reichtum der Erfindung, treffliche Charakteristik und meisterhafte Verteilung des Lichts. Dann folgten zwei minder bedeutende Wandbilder im bayrischen Nationalmuseum und 1875 noch die Erstürmung Roms durch die Deutschen. Unter seinen übrigen Genrebildern sind noch zu erwähnen: der kleine Pistolenschütze, der Kürassier auf Urlaub, die Alpenrose, der politisierende Schuster und der Kirchweihtanz. 1870 wurde er Professor am Polytechnikum in Karlsruhe.