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Valle Calchaqui: Weinbau in luftigen Höhen
Im Valle Calchaqui liegen die höchsten Anbaugebiete nicht nur Argentiniens, sondern der ganzen Welt. 450 Weingüter nutzen das einmalige Terroir der Region für die Kultivierung erlesener Weißweine und vor allem Rotweine.
Lage und Gliederung des Valle Calchaqui
Die Weinregion Valle Calchaqui liegt im Nordwesten Argentiniens am Osthang der Anden. Sie umfasst Weinbaugebiete in den drei Provinzen Salta, Tucumán und Catamarca. Streng genommen handelt es sich beim Valle Calchaqui nicht um ein einzelnes Tal, sondern um eine zusammenhängende Kette von kleineren Tälern in einem größeren Doppeltal.
Deshalb ist auch der Name im Plural, Valles Calchaquíes, gebräuchlich. Das Doppeltal wurde durch die Flüsse Río Calchaquí und Río Santa Maria gebildet, die in den Río Guachipas münden. Die Region umfasst sieben Subregionen, in denen Valle Calchaqui Wein angebaut wird:
- Cachi, Molinos, San Carlos und Cafayate in der Provinz Salta
- Amaicha del Valle und Colalao in der Provinz Tucumán
- Santa Maria in der Provinz Catamarca
Das Departamentos Cafayate rund um die gleichnamige Stadt gilt als das Zentrum des Weinbaus im Valle Calchaqui. Rund die Hälfte des Weins in der Region entfällt auf dieses Gebiet. Auch die Qualität der Weine aus Cafayate gilt als besonders hochwertig.
Das Terroir im Valle Calchaqui
Der Boden in der Weinbauregion ist felsig und von nährstoffarmem, sehr gut drainiertem Sand geprägt, was ein tiefes Wurzelwachstum der Weinstöcke zur Folge hat. Aufgrund der Lage im Regenschatten der Anden fällt mit 186 mm pro Jahr nur äußerst wenig Regen, der sich außerdem auf wenige Sommermonate konzentriert. Weinbau ist deshalb nur mit künstlicher Bewässerung möglich.
Die Tagestemperaturen liegen im Durchschnitt bei 27 °C und die Nachttemperaturen bei durchschnittlich 15°C. Die vergleichsweise kühlen Nächte verlangsamen den Säureabbau in den Weinbeeren, was wesentlich zur Frische und Fruchtigkeit von Valle Calchaqui Wein beiträgt. Am Tag spielt die Kombination aus viel Sonnenschein und Höhenlagen zwischen 1.500 und mehr als 3.000 Metern ihre Stärke aus.
Die in solcher Höhe bestehende Frostgefahr umgehen die Winzer, indem sie das frostfreie Zeitfenster von Oktober bis April für den Weinbau nutzen. Um Sonnenbrand der Weinbeeren vorzubeugen, nutzen viele Weingüter den Schattenverlauf der umgebenden Berge geschickt aus. Die Weinstöcke werden so gepflanzt, dass sie vom Morgen bis zum frühen Nachmittag in der vollen Sonne stehen. In der heißesten Zeit des Tages am späten Nachmittag sind sie durch Bergschatten aber vor unmittelbarer Sonneneinstrahlung geschützt.

Was ist das Valle Calchaqui?
Das Valle Calchaqui ist eine Weinbauregion in Argentinien. Obwohl die Region nur etwa 2 Prozent der gesamten argentinischen Rebfläche stellt, ist sie überproportional stark unter den prämierten argentinischen Weinen vertreten. Die Anbaubedingungen sind optimal für fruchtige Weine geeignet. Zu den beliebtesten Rebsorten in der Region gehören der rote Malbec und der weiße Torrontés.
Weine aus dem Valle Calchaqui bei VINELLO
Wenn sie gleich mit einem globalen Superlativ in die Weinregion Valle Calchaqui einsteigen möchten, bieten sich die Erzeugnisse von der Bodega Colomé an. Hier, im Weinbaugebiet Molinos in Salta, wachsen die Reben in einer Höhe bis zu 3.111 m - höher als in jedem anderen Weingut der Welt. Versuchen Sie zum Beispiel den Malbec Valle Calchaquí. Die Malbec-Weinbeeren wachsen an bis zu 150 Jahre alten Weinstöcken. Cabernet Sauvignon, Syrah, Petit Verdot und Tannat runden die üppige mineralische Struktur des Weins fruchtig und vielschichtig ab.
Einen argentinischen Rotwein aus Cafayate, dem Herzen des Valle Calchaqui, bestellen Sie mit dem Amalaya Tinto der Bodega Amalaya. Das Weingut wird wie die Bodega Colomé von der Familie Hess aus der Schweiz betrieben und bringt ausdrucksstarke Weine mit intensiver Aromatik hervor.
Welche roten Rebsorten werden im Valle Calchaqui angebaut?
Zu den am häufigsten angebauten roten Sorten im Valle Calchaqui gehören Malbec, Cabernet Sauvignon und Tannat sowie Merlot, Syrah und Bonarda.
Welche weißen Rebsorten werden im Valle Calchaqui angebaut?
Die dominierende weiße Rebsorten der Weinbauregion ist Torrontés. Daneben werden auch Cereza sowie Moscatel (Muskateller) in größeren Mengen kultiviert.
Wie groß ist die Rebfläche im Valle Calchaqui?
Die Rebfläche im Valle Calchaqui umfasst 4.191 Hektar. Davon entfallen 3.370 Hektar auf Gebiete in Salta, 708 Hektar auf Gebiete in Tucumán und 113 Hektar auf Gebiete in Catamarca.
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