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Yale, Oxford, Harvard – für seine akademische Laufbahn hat Ashton Carter sich stets Elite-Universitäten ausgesucht. Dass der nun 60-Jährige eines Tages an der Spitze des US-Verteidigungsministeriums stehen könnte, hätte er bei seinem Universitätsabschluss («summa com laude») in Physik und Geschichte im Jahr 1976 vermutlich nicht gedacht.
Doch nachdem er 1993 unter dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton einen führenden Posten im Verteidigungsministerium übernommen hatte, ist Carter die Karriereleiter in der Regierung stetig hinaufgeklettert. Zum Abschluss war er von Oktober 2011 bis Dezember 2013 stellvertretender Verteidigungsminister. Danach trat er einen Lehrauftrag an der Universität Stanford an.
Carter ist bestens mit dem Pentagon vertraut
«Hit the ground running» (frei übersetzt: «voll durchstarten») soll Carter nun. Sowohl demokratische als auch republikanische Senatoren respektieren ihn. Doch ihm dürfte es trotz seines Insider-Wissens nicht leicht fallen, in den Krieg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einzusteigen – der dürfte nach den Worten Obamas noch Jahre dauern.
Anders als sein Vorgänger Chuck Hagel kennt sich Carter in der riesigen Behörde Pentagon, dem US-Verteidigungsministerium, bestens aus. Wichtige Erfahrungen sammelte er beispielsweise als Staatssekretär im Verteidigungsministerium bei Waffenbeschaffungen, in der Logistik sowie auf dem Gebiet neuer Technologien.
Es ist auch sein Vorwissen in Sachen Budgetmanagement, dass Carter helfen dürfte, den bürokratischen Koloss Pentagon angesichts von Einsparungsrunden zu steuern.
(sda/ise)