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Laamu Atoll
Das Laamu Atoll mit seinen 87 Inseln liegt im Süden der Malediven und ist rund 225 Kilometer von Male entfernt. Vor dem Atoll liegt ein 26 Kilometer breiter Kanal, der für seine starken Strömungen bekannt ist. 75 der Inseln sind unbewohnt, 12 bewohnt und im Atoll leben insgesamt rund 8000 Einwohner. Hauptinsel ist Hithadoo, wo es ein grosses Fischereizentrum gibt. Man vermutet, dass das Atoll bereits vor über 2000 Jahren besiedelt wurde, da es auf einigen der Inseln buddhistische Stätten aus vorislamischer Zeit gibt, die von Archäologen zu Beginn des letzten Jahrhunderts entdeckt wurden. Besonders beliebt ist das Atoll bei Tauchern, die sich auf Erkundungen von Schiffswracks spezialisiert haben. Bei der Insel Maavah im Westen des Atolls sank 1873 eine französische Barke aus Bordeaux mit 22 Mann an Bord, die sich auf der Reise von Bourbon nach Kalkutta befand. Vor Isdhoo liegt ein weiteres Wrack eines britischen Frachters, der 1938 mit einer Ladung aus Jutte und Sackleinen auf ein Riff lief. Weil das Laamu Atoll touristisch noch relativ unberührt ist, gibt es hier Orte, an denen Sie weit und breit der einzige Taucher oder Schnorchler sein werden. Bei den kleineren Riffen in den Lagunen sind Papageienfische in Hülle und Fülle zu sehen, während in der rund 70 Meter tiefen Hauptlagune des Atolls eine farbenprächtige Artenvielfalt zu bewundern ist. Das Laamu Atoll beherbergt ausserdem einige tiefe Passagen, in denen Strömungstauchen möglich ist und wo Haie und Rochen auf der Jagd nach Beute den Adrenalinspiegel eines jeden Tauchers steigen lassen. Auch für Surfer ist Laamu ein wahres Paradies, denn die Wellen brechen hier in Perfektion über den Riffen und können ungestört fernab der grossen Massen voll und ganz ausgekostet werden.