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Neuer Treffpunkt an der Riviera
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24. April 2020
09:00
Wer vom Titel her eher einen Ballettfilm zu Schwelgen erwartet, wird nicht auf seine Kosten kommen. Die Verfilmung kommt vielmehr als spannender Politthriller daher, der die damalige angespannte Lage zwischen Ost und West anfangs der 60er-Jahre porträtiert, auch wenn er den exzentrischen und hoch talentierten sowjetischen Balletttänzer Rudolf Nurejew ins Zentrum der Handlung stellt.
Es herrscht Kalter Krieg, als die Sowjets das Kirow-Ballett mit seinem Startänzer Rudolf Nurejew zu einem Gastspiel nach Paris schicken. Sein Auftritt im Palais Garnier macht ihn auf einen Schlag berühmt. In Begleitung der Chilenin Clara Saint lernt er in den Museen und Jazz-Clubs von Paris ganz neue Freiheiten kennen, was aber auch sofort die Spitzel des KGB auf den Plan ruft, die jeglichen Kontakt mit dem Westen unterbinden möchten. Nurejews Versuch, sich in den Westen abzusetzen und in Frankreich Asyl zu verlangen, wird vom KGB um ein Haar vereitelt. Am Flughafen von Le Bourget wollen sie den Tänzer nach Moskau zurückschicken, was wohl das Ende seiner Karriere bedeutet hätte. Nur mit dem beherzten Eingreifen von Clara Saint und der französischen Polizei gelingt der Absprung in den Westen in letzter Sekunde.
Der Film rückt eine kurze Zeitspanne im Nurejews Leben in den Vordergrund, der Erzählfaden wird immer wieder durch Rückblenden auf Nurejews Kindheit in Armut und Kälte unterbrochen, die ihn aber nicht davon abhielt, zielstrebig und kompromisslos seine tänzerische Karriere voranzutreiben.