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Dies gab die federführende Gesellschaft für den Bau, die Kedo (Korean Peninsula Energy Development Organisation), bekannt. Als Grund nannte sie die Tatsache, Nordkorea habe die notwendigen Bedingungen für den Weiterbau des Projekts nicht eingehalten. Über die weitere Zukunft des Projekts soll vor Ablauf der einjährigen Frist entschieden werden.
Die Kedo war 1994 als Ergebnis internationaler Verhandlungen in der Folge einer militärischen Krise gegründet worden, als die Volksrepublik Nordkorea den Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) den Zutritt zu bestimmten Kernanlagen verweigerte. Als sich Nordkorea bereit erklärte, den graphitmoderierten Reaktor von Yongbyon stillzulegen, die Arbeiten an anderen Reaktorprojekten einzustellen und umfassende Kontrollen der IAEO zuzulassen, wurde im Gegenzug der Bau des Kernkraftwerks Kumho (zwei 1000-MW-Druckwasserblöcke) zugesagt. Ferner erklärten sich die USA bereit, die jährliche Lieferung von 500'000 t Schweröl zu finanzieren, bis Kumho den Betrieb aufnehmen könne.
Quelle
H.R. nach NucNet, 24. November 2003