Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/241076

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die in der Schweiz geltenden Ernährungsempfehlung nach Lebensmittelgesetz Artikel 24 Absatz 2 hinsichtlich Konsum von nachhaltig und regional erzeugtem Fleisch umzusetzen. Dabei sollen Massnahmen in der Gemeinschaftsgastronomie insbesondere in Betrieben der öffentlichen Hand umgesetzt werden, die zu weniger, aber tierfreundlich erzeugtem Schweizer Fleischkonsum führen. Die Absatzförderprogramme für Fleisch sollen systematisch reduziert und auf Produkte aus den Tierwohlprogrammen beschränkt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Schweizer Bevölkerung isst zu viel Fleisch und zu wenig Früchte und Gemüse - das zeigt die erste Nationale Ernährungserhebung menuCH 2014/2015. Für eine ausgewogene und nachhaltige Ernährung gemäss der Schweizer Ernährungsstrategie sollen weniger Fleisch (zwei bis drei Portionen pro Woche), dafür mehr Früchte und Gemüse konsumiert werden.</p><p>Der Bundesrat hat bereits Massnahmen zur Förderung einer ausgewogenen Ernährung ergriffen und zentrale Projekte laufen aktuell, insbesondere die Revision der Schweizer Ernährungsempfehlungen. Zudem wird die Schweizer Ernährungsstrategie überarbeitet. Die Nachhaltigkeit wird in beiden Fällen verstärkt. Die Bevölkerung soll in der Folge aktiv über eine ausgewogene, gesunde und nachhaltige Ernährung informiert werden. Qualitätsstandards zu einer ausgewogenen und nachhaltigen Ernährung in der Gemeinschaftsgastronomie in der Schweiz wurden definiert und vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) und dem Eidgenössischen Personalamt (EPA) kürzlich verschärft. Sie berücksichtigen auch das Kriterium der Nachhaltigkeit und beinhalten Empfehlungen, die zur Erhöhung des Anteils vegetarischer Menüs anregen sollen.</p><p>Diese Qualitätsstandards sind auch ein integraler Teil des Verpflegungskonzepts der Bundesverwaltung, das derzeit überarbeitet wird. Die Bundesverwaltung ist sich ihrer Vorbildrolle bewusst und prüft aktuell, in welchem Umfang Produkte mit Label, wie z. B. Ip Suisse integriert und die vegetarischen Angebote ausgebaut werden können. Diese Massnahmen gehen in die von der Motion angedachte Richtung.</p><p>Ausserdem sind die Instrumente zur Förderung der Marke "Schweizer Fleisch" und deren Abgrenzung von ausländischem Fleisch angemessen, was aus der Stellungnahme zur Motion 20.4192 Munz "Fleischwerbung nur für Produkte der Tierwohlprogramme" hervorgeht. Deshalb sieht der Bundesrat momentan keinen Änderungsbedarf.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.