Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03379.jsonl.gz/3127

Cuntegn
Naturgefahrenbulletin des Bundes
Ausgabedatum: Mittwoch, 21. August 2019 11:00 Uhr
Nächste Information: letzte Information
Aufhebung Hochwasserwarnung
Wetter (Stand: 21.08.2019, 03:00 Uhr)
Aktuelle Situation
Der Alpenraum lag in den vergangenen zwei Tagen im Bereich einer langgestreckten Luftmassengrenze. In Kombination mit einem Höhentief, das am Dienstag die Schweiz von West nach Ost überquerte, wurden kräftige Niederschläge ausgelöst.
Zwischen Montagabend und Mittwochmorgen wurden in den zentralen und östlichen Alpen, vom Gotthardgebiet bis Mittelbünden und stellenweise im Unterwallis 40 bis 60 mm, lokal bis rund 85 mm Regen gemessen. In den nördlich angrenzenden Voralpengebieten sowie zum Teil in den westlichen Voralpen wurden noch 30 bis 50 mm, lokal bis 70 mm registriert. In den übrigen Alpengebieten und auf der Alpennordseite sind 15 bis 30 mm Regen gefallen.
Auf der Alpensüdseite gab es 50 bis 70 mm, lokal 100 mm Niederschlag.
Die Schneefallgrenze lag während des Niederschlagsereignisses zwischen 3300 und 3600 Metern Höhe, am Dienstagabend sank sie im Norden dann auf 2800 bis 3000 Meter ab.
Prognose
Aus Westen weitet sich heute Mittwoch das Azorenhoch zum Alpenraum aus. Die Niederschläge haben nachgelassen. Die Warnungen für intensiven Dauerregen wurden somit aufgehoben.
Fliessgewässer und Seen (Stand: 21.08.2019, 11:00 Uhr)
Aktuelle Situation
Die Regenfälle am Montag und Dienstag, verbunden mit einer hohen Schneefallgrenze, führten zu teilweise markanten Pegelanstiegen. Der Alpenrhein erreichte knapp die Gefahrenstufe 2. Hier und in dessen Zuflüssen fielen die Niederschlagsmengen und damit auch die Abflussspitzen allerdings niedriger aus als prognostiziert. Andernorts wurde die Gefahrenstufe 2 ebenfalls erreicht wie beispielsweise an der Thur, der Linth und der Lütschine. Im Weiteren erreichten auch Kander und Simme knapp die Gefahrenstufe 2. Dies führte zu einem kontinuierlichen Pegelanstieg am Thunersee. Er erreichte am Mittwochmorgen die Schwelle zur Gefahrenstufe 2. Auch der Pegel vom Walensee stieg um mehr als 50 cm innert 12 Stunden aber aufgrund des niedrigen Seepegels vor Beginn der Niederschläge wurde die Gefahrenstufe 2 nicht erreicht.
Prognose
Da in den nächsten Tagen keine grösseren Niederschläge vorhergesagt sind ist mit einer durchgreifenden Entspannung zu rechnen. Die Flusspegel sinken und befinden sich bereits überall unterhalb der Gefahrenstufe 2. Die Alpenrandseen erreichen den höchsten Wasserstand im Laufe vom Mittwoch, verbleiben aber mit Ausnahme vom Thunersee unterhalb der Gefahrenstufe 2. Der Thunersee wird bis am Donnerstag die Schwelle zu Gefahrenstufe 2 auch wieder unterschreiten. In den Folgetagen sinken die Pegel weiter.