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09.02.2018
Das Einleiten von Öl, ölhaltigen Gemischen, Ballastwasserchemikalien, Abwasser und Müll ist nach dem Polar Code verboten und streng kontrolliert. Dieser empfiehlt den Schiffseignern/Betreibern gegenwärtig, die Verwendung von umweltverträglichen Schmierstoffen (EALs) in Erwägung zu ziehen.
Der Polar Code besagt, dass kalte Temperaturen die Wirksamkeit zahlreicher Komponenten des Schiffes beeinträchtigen können, von Decksmaschinen und Notausrüstungen bis hin zu Absauganlagen. Wenn Eis vorhanden ist, kann dies zusätzliche Lasten auf den Rumpf, das Antriebssystem und Aggregate erzeugen.
Gerade bei diesen Ausrüstungen ist die Auswahl der richtigen Schmierstoffe, die sowohl leistungsfähig als auch umweltverträglich sind, entscheidend für den korrekten Betrieb von Antriebs-, Lenk- und Stabilitätssystemen wie Bugstrahlruder, Ruder und Stabilisatoren - und Sicherheitssystemen wie Rettungsbootkräne.
Sowohl aus Sicht der Schiffsleistung als auch aus Sicht der Umwelt, der Abgeschiedenheit und der sehr niedrigen Temperaturen in den Polarregionen, der geschlossenen, nicht wellenförmigen Schadstoffausbreitung der polaren Meere und der Meerestiere, die nicht der Ölverschmutzung ausgesetzt sind, ist die Wahl der Schmierstoffe wesentlich kritischer.
Die IMO zögert, spezifische Vorschriften anzuwenden, die für Schiffseigner eine Belastung darstellen würden, und es werden derzeit keine Normen für Umweltschmierstoffe für Polargebiete in Erwägung gezogen und keine spezifischen Produkte empfolhlen. Die IMO wird jedoch prüfen, ob die im Rahmen des Polarcodes erzielten Fortschritte für die Eindämmung der Umweltverschmutzung akzeptabel sind oder ob eine zwingende Notwendigkeit besteht, die Massnahmen zur Eindämmung der Umweltverschmutzung auszuweiten.
Derzeit gibt es fünf Basisölsorten, die "allgemein" als biologisch abbaubar anerkannt sind: Triglyceride (Öle auf Pflanzen-/Saatbasis), Polyglykol (PAG), zwei Arten synthetischer Ester und synthetischer Kohlenwasserstoff (Polyalphaolefine - PAO). Die Auswahl des Schmierstofftyps, der für bestimmte Ausrüstungsgegenstände in der Arktis verwendet werden soll, sollte sorgfältig geprüft werden.
Aus ökologischer Sicht ist synthetisches Kohlenwasserstoff-Basisöl nicht in der U.S. Environmental Protection Agency 2013 Vessel General Permit (VGP) für EALs (EALs müssen in US-Gewässern verwendet werden) aufgeführt, da es nur in sehr niedrigen Viskositäten biologisch abbaubar ist. Polyglykole (gelobt, weil sie keinen Schimmer hinterlassen) sind schwerer als Wasser und sinken (ausser Sichtweite, aus dem Sinn) und können eine erhöhte Toxizität aufweisen, wie auch im VGP kommentiert wird.
Leistungsmässig weisen Triglyceride eine schlechte Leistung bei niedrigen und hohen Temperaturen auf, so dass sie aus technischer Sicht nicht gut geeignet sind. Polyglykole haben gute Tieftemperatur-Eigenschaften, werden aber in Frage gestellt bezüglich Toxizität und Korrosionsfällen von Metallen aufgrund ihrer Hygroskopie - das Phänomen, Wassermoleküle aus der Umgebung anzuziehen und zu halten.
PAOs benötigen Viskositätsverbesserer, um Schmierstoffe mit höherer Viskosität, wie z.B. Getriebeöle, bereitzustellen. Diese Additive können unter Scherbedingungen abgebaut werden, wodurch die Viskosität verringert wird, die Leistung und Lebensdauer der Geräte beeinträchtigt wird und eine regelmässige Überwachung erforderlich ist, um Öl zu ersetzen, wenn die Viskosität sinkt.
Übrig bleiben die Ester. "Ungesättigte" Ester sind anfällig für thermische Oxidation, was zu Polymerisation und Viskositätserhöhung führt. Unter thermischer Beanspruchung kann ein Schmierstoff als Öl in ein Maschinenteil eingebracht werden und sich in ein Fett verwandeln! Auch hier ist eine regelmässige Überwachung der Viskosität ungesättigter Ester erforderlich.
In Partnerschaft mit der Basisöltechnologie ist die richtige Auswahl der Additive. Additive wie Stockpunktabsenkungsmittel (Reduzierung der Temperatur, bei der das Öl nicht mehr fliesst), Extremdruckadditive für Getriebeanwendungen und Reibungsmodifikatoren für "nasse" Kupplungen erhöhen die Leistungsfähigkeit des Grundöls. Unter kalten Bedingungen weisen bestimmte Basisschmierstoffe jedoch eine schlechte "Additivlöslichkeit" auf, was zu einer Trennung (Kristallisation) von Additiven führt, die die Leistung der Anlagen beeinträchtigt und möglicherweise zu einem Ausfall führt.
Die Hersteller von Antriebssystemen nehmen die extremen Meeresbedingungen in den Polarregionen sehr ernst und entwickeln ihre Anlagen, um mit den grundlegenden Unterschieden zwischen den polaren und den niedrigen Breitengraden fertig zu werden. Dazu gehören auch gezielte Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit von Schmierstoffen. Hochwertige, vollständig "gesättigte" synthetische Schmiermittel auf Esterbasis, wie Panolin, weisen eine sehr gute thermische Oxidationsbeständigkeit und Scherstabilität auf, verfügen über eine ausgezeichnete Löslichkeit des Additivs und eine gute Pourpoint-Performance bei niedrigen Temperaturen und erfüllen alle aktuellen Umweltanforderungen. Die gesättigten synthetischen Ester von Panolin mit ihrer langen Lebensdauer und gleichbleibenden Eigenschaften senken die Betriebskosten, indem sie die Wartungsanforderungen reduzieren und die Leistung und Lebensdauer der Anlagen erhöhen. Sie stellen sicher, dass kritische Teile der Sicherheitsausrüstung im schlimmsten Fall unter den schlimmsten Bedingungen voll einsatzfähig sind.
Quelle: The Maritime Executive, März 2017
Autor: Phil Cumberlidge ist Business Development Manager für die GreenMarine Schmierstofe von Panolin
Photos: Navalimpianti Spa.
Übersetzung: PANOLIN
Die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen sind die des Autors und nicht notwendigerweise die des Maritime Exekutive.
Dieser Eintrag wurde zu Informationszwecken erstellt.