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US-Präsident Barack Obama hat mit der Antrittsrede zu seiner zweiten Amtszeit die Verfechter von Homosexuellen-Rechten begeistert. Als erster Präsident überhaupt benutzte Obama bei seiner Vereidigungszeremonie das Wort "schwul".
Der US-Präsident forderte, allen Menschen in den USA die gleichen Chancen zu gewähren. "Unsere Reise wird nicht vollendet sein, bis unsere homosexuellen Brüder und Schwestern rechtlich wie alle anderen behandelt werden", sagte er.
"Präsident Barack Obama hat heute Geschichte geschrieben", erklärte Chad Griffin von der Bürgerrechtsorganisation Human Rights Campaign. Obamas Unterstützung für die Homo-Ehe sei ein "Fanfarenstoss, den alle Amerikaner jubelnd annehmen sollten".
Die National Gay and Lesbian Task Force nannte Obama den US-Präsidenten, der sich in der Geschichte am stärksten für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen einsetze. "Die nächsten vier Jahre sind voller Versprechen für weiteren Fortschritt", sagte die Leiterin der Lobbygruppe, Rea Carey.
Bei der Vereidigungszemeronie trat auch erstmals ein offen schwuler Dichter auf, der kubanischstämmige Richard Blanco. Der 44-Jährige trug das traditionelle Gedicht zur Inauguration vor, das er selbst verfasst hatte.
Homo-Ehe vor Gerichten
Die Rechte von Homosexuellen gehören zu den heikelsten gesellschaftlichen Themen in den USA. Der Oberste Gerichtshof will sich in diesem Jahr mit der Frage der Zulässigkeit homosexueller Ehen befassen. Zudem müssen die Richter des höchsten US-Gerichts über die Homo-Ehe in Kalifornien befinden.
Die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare ist in neun US-Bundesstaaten und in der Hauptstadt Washington zulässig, in 31 Bundesstaaten ist sie verboten. In den übrigen Bundesstaaten gibt es keine ausdrückliche gesetzliche Festlegung. Die Beratungen am Supreme Court sollen im März beginnen und in eine Entscheidung im Juni münden.
SDA-ATS