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ZürichSeit kurzem schlagen im Vorzimmer der Dauerausstellung «Geschichte der Schweiz» im Landesmuseum in Zürich 6000 kleine Zinnsoldaten eine alte Schlacht. Die dreidimensionale Miniatur, ein sogenanntes Diorama, zeigt die Szenerie der Schlacht von Murten, die sich am 22. Juni 1476 abspielte. Das Diorama inszeniert den Verlauf der Schlacht in vier Phasen dramatisch verdichtet. Durchs Glas der Vitrine können die Besucher das Schlachtfeld erkunden und mittels Feldstecher auch die kleinsten Details entdecken. Zudem stehen Bilder und Hintergrundinformationen zur Schlacht, zum Diorama und zur Beute aus der Schlacht zur Verfügung.
Gefürchtete Kriegsmacht
In Murten schlugen die Eidgenossen und ihre Verbündeten die zweite Schlacht der sogenannten Burgunderkriege und besiegten das Heer Karls des Kühnen. Mit der Schlacht wurde die Alte Eidgenossenschaft zur gefürchteten Kriegsmacht und machte reiche Beute. Teile dieser Burgunderbeute sind heute im Landesmuseum ausgestellt.
Das Diorama wurde von Curt F. Kollbrunner (1907- 1983), einem Zürcher Ingenieur und passionierten Zinnfigurensammler, zum 500. Jahrestag der Schlacht erstellt. Zum Jubiläum wurde es 1976 in der Ruhmeshalle des Landesmuseums erstmals präsentiert. luk