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Angesichts der Porträts spricht der amerikanische Schriftsteller William S. Burroughs denn auch von ihrer Fähigkeit, "dem Betrachter zu zeigen, was er weiss, von dem er aber nicht weiss, dass er es weiss ." Die meisten derjenigen, die Helnwein neben Burroughs porträtiert hat, gehören zu den tausendfach abgelichteten Protagonisten der Medienwelt. Ihr individuelles Abbild hat sich längst in ein Image verwandelt - Keith Richards, Mick jagger, Andy Warhol, Willy Brandt, Norman Mailer und Michael Jackson. Doch in Helnweins Bildnissen, die er als "Faces" apostrophiert, erscheinen sie, als wären sie zum ersten mal fotografiert worden. Für einen Moment blitzt auf, was Walter Benjamin "Aura" nannte. Die empfindung der Simultanität von Nah und fern. Alles was ein fotografisches Bild festhält, rückt unweigerlich in die Distanz, eine räumliche wie eine zeitliche, doch durch technisch perfekte Abzüge und vergrösserungen der fotografischen Negative sowie besonderer Präsentation hinter Glas in bleifarbenen mächtigen Rahmen "organisiert" der Künstler förmlich ein Cross-over der Medien, dessen anschauliche Folge der auratische Charakter der meisten seiner Bilder ist. Sie machen etwas von dem Phänomen der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen sichtbar.