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Wer soll gegen Pandemie geimpft werden
In einem kürzlich erschienenen Science Artikel gehen Emanuel und Wertheimer einer wichtigen ethischen Frage nach. Solange nicht genügend Imfpstoff zur Verfügung steht, wer soll dann prioritär geimpft werden?
Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Doch wenn die Zeit einmal kommt, dann brauchen wir dringend eine Antwort. Man kann dabei verschiedene Strategien verfolgen:
- rette sich wer kann, oder dä gschnäller isch dä gschwinder
- Rettet so viel Leben wie möglich
- Titanic approach: Frauen und Kinder zuerst
Das US-Vaccine Advisory Committee hat sich für die "Rette so viel leben wie möglich" entschieden. Die Autoren diskutieren dann auch die Strategie: Erhalte am meisten produktive Lebensjahre. Danach müsste man bei den Kleinkindern mit Impfen anfagen. Doch zuletzt entscheiden sich die Autoren für eine Strategie, wonach beides berücksichtigt werden sollte. Diese Strategie (Tabelle, rechte Spalte) schlägt vor, dass vorwiegend Menschen in produktiven Altersabschnitten und Funktionen prioritär geimpft werden sollten. Auch in dieser Strategie werden vorwiegend jüngere Menschen geimpft.
Was keine der Strategien beachtet ist der Einfluss der Impfung auf die Infektiosität. Da vor allem Kinder die Grippe übertragen, wäre dies ein wichtiges Argument, um prioritär Kleinkinder gegen Grippe zu impfen.
Quelle: Science 12.5.06 S. 854-5