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Verträge
Die schweizerischen Verwertungsgesellschaften sind eingebunden in ein grosses weltweites Netzwerk und vertreten auch die Rechte ausländischer Kulturschaffender.
Gegenseitigkeitsverträge
Das Geschäft mit den Rechten an künstlerischen Werken ist grenzüberschreitend. Um in der Schweiz Musik, Filme, Literatur oder dramatische Werke von ausländischen Autoren und Verlagen anbieten zu können, braucht es die entsprechenden Rechte. Es wäre für Schweizer Bühnen, Kinos oder Radiosender mit einem riesigen Aufwand verbunden, diese Rechte direkt bei den Urhebern einzuholen. Die Schweizer Verwertungsgesellschaften haben deshalb Gegenseitigkeitsverträge mit Hunderten von ausländischen Gesellschaften abgeschlossen.
Lizenzen für das Weltrepertoire
Das weltweite Vertragsnetzwerk der Schweizer Verwertungsgesellschaften macht es möglich, ausländisches Repertoire für Nutzungen in der Schweiz bei einem einzigen Anbieter zu lizenzieren. So bietet z.B. die SUISA das Weltrepertoire an Musik aus einer Hand an, ohne dass ihre Kunden bei einer weiteren Gesellschaft eine Lizenz einholen müssen. Die internationale Anbindung der Verwertungsgesellschaften ermöglicht also erst die massenhafte Nutzung ausländischer Filme, Literatur, Zeitungen, Musik oder Bilder in der Schweiz und Liechtenstein.
Geldfluss von und nach der Schweiz
Da bei uns viel ausländisches Repertoire gespielt und aufgeführt wird, fliesst ein bedeutender Anteil der Lizenzeinnahmen aus der Schweiz via die ausländischen Gesellschaften zurück an deren Mitglieder. Umgekehrt erhalten Schweizer Kunstschaffende und Verleger ebenfalls Geld, wenn ihre Werke im Ausland aufgeführt, gesendet oder auf andere Weise genutzt werden. Die Arbeit der Verwertungsgesellschaften erfolgt also stets in einem internationalen Kontext.