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Trotz ihres Namens sind Tintenfische keine Fische, sondern Weichtiere. Das heisst, sie sind verwandt mit Muscheln und Schnecken. Noch immer werden neue Arten entdeckt. Es gibt achtarmige und zehnarmige Tintenfische. Tintenfische haben an ihren Armen hunderte von Saugnäpfen. Mit ihnen können sie Dinge festhalten, aber auch Geschmack wahrnehmen.
Tintenfische lassen sich in achtarmige und zehnarmige Tintenfische unterteilen. Zu den achtarmigen gehören unter anderem die Kraken, zu den zehnarmigen die Sepien und Kalmare.
Je nach Art fressen Tintenfische andere Tintenfische, Fische, Krabben Muscheln, Schnecken und weitere Meerestiere. Sie haben einen harten Schnabel, der wie ein Schneidewerkzeug funktioniert und an einen Papageienschnabel erinnert.
Da die Speiseröhre der Tintenfische sehr dünn ist, können sie ihre Beute nicht verschlucken, sondern müssen sie erst zu einem Brei raspeln. Dazu brauchen sie ihre raue Zunge, die mit winzigen Häkchen besetzt ist.
Die meisten Kraken leben als Einzelgänger, und nur für die Paarung treffen sie sich kurz. Meist sind das nur ein paar Minuten oder Stunden.
Die Männchen und Weibchen mancher Sepien- und Kalmar-Arten leben jedoch für einige Zeit zusammen. Manche sammeln sich in grossen Gruppen zur Paarungszeit.
Bei den meisten Tintenfischen ist ein Arm des Männchens zu einem sogenannten Begattungsarm umfunktioniert. Damit übergibt das Männchen seine Samen an das Weibchen. Das Weibchen speichert die Samen. Sobald es die Eier gelegt hat, befruchtet es sie damit. Die meisten Arten paaren sich mehrmals, auch mit anderen Partnern.
Die Weibchen legen meist Tausende von Eiern, manche sogar Hunderttausende. Bis die Jungen aus dem Ei schlüpfen, dauert es unterschiedlich lange. Bei manchen Arten schlüpfen die Jungen schon innerhalb eines Tages, bei manchen dauert es über ein Jahr.
Bei den meisten Sepien und Kalmaren stirbt das Weibchen, wenn es die Eier gelegt hat. Bei den Kraken pflegt und bewacht das Weibchen oftmals die Eier und stirbt erst, wenn die Jungen geschlüpft sind.
Fast überall werden heute mehr Fische gefangen als natürlich nachwachsen können. Auch einige Tintenfischarten sind bereits von der sogenannten Überfischung betroffen. Weichen die Fischereien zunehmend auf Tintenfische aus, weil es keine Fische mehr gibt, könnte dasselbe passieren wie mit den Fischen.
Das Problem sind vor allem die mächtigen Fischereien, die Fische in Massen aus dem Meer ziehen: Sie benutzen riesige Netze oder lange Leinen, an denen Tausende von Haken befestigt sind. In diese Netze und an diese Haken geraten unabsichtlich Meeresschildkröten, Haie, Meeresvögel oder auch Tintenfische. Man nennt das Beifang.
Der WWF setzt sich für nachhaltige Fischerei ein. Das heisst, man darf nicht mehr Fische fangen, als auf natürliche Weise wieder heranwachsen. So unterstützt der WWF zum Beispiel in den Philippinen einheimische Fischerinnen und Fischer, die auf traditionelle Weise mit Handleinen fischen und jeden Thunfisch einzeln aus dem Wasser ziehen. Zu junge Thunfische lassen sie wieder frei. So können die Thunfische weiterwachsen und sich fortpflanzen.