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Die fischereirelevanten Rechtsgrundlagen des Bundes regeln den Schutz und die Nutzung der Fischbestände und der Gewässerlebensräume. Für einige Tätigkeiten zur Verbesserung der Fischbestände können Subventionen angefordert werden. Angler, Fischereiaufseher, Berufsfischer und Fischzüchter benötigen eine Aus- oder Weiterbildung für die Ausübung ihres Hobbies oder Berufs.
Rechtliche Grundlagen
Die Vorschriften über den Schutz und die Nutzung der Fisch- und Krebsbestände sind im Bundesgesetz über die Fischerei und in dessen Ausführungsverordnung festgehalten.
Die natürliche Artenvielfalt und die Bestände einheimischer Fische, Krebse und Fischnährtiere sowie deren Lebensräume sind zu erhalten, zu verbessern oder nach Möglichkeit wiederherzustellen.
Schutz und Nutzung der Fischbestände müssen sowohl fischbiologische als auch fischereiwirtschaftliche Aspekte berücksichtigen.
Weitere wichtige gesetzliche Erlasse für die Schweizer Fischerei sind das Gewässerschutzgesetz und die dazugehörige Gewässerschutzverordnung sowie das Tierschutzgesetz und die Tierschutzverordnung.
Schutz und Nutzung der Fischbestände in den Binnengewässern
Der Bund legt die Grundsätze für die fischereiliche Bewirtschaftung fest (Fangmindestmasse, minimale Dauer der Schonzeit,Prinzipien der nachhaltigen Bewirtschaftung).
Der Kanton fixiert Beginn und Ende der Schonzeit, legt das Schonmass fest und fördert eine nachhaltige Bewirtschaftung im Rahmen der Vorgaben des Bundes.
Bei den Bewirtschaftungsverfügungen sind auch verschiedene Umweltaspekte zu berücksichtigen, insbesondere ist der Vollzug im Bereich Gewässerschutz zu unterstützen.
Schutz und Nutzung der Fischbestände in den Grenzgewässern
Zur grenzüberschreitenden Harmonisierung der fischereilichen Bewirtschaftung und der Schutzmassnahmen in den Grenzgewässern bestehen internationale Fischereiabkommen. Der Bundesrat regelt in der Fischereiverordnung, wie die verschiedenen Entscheidgremien der Fischereikommissionen besetzt werden.
Subventionen
Der Bund unterstützt mit Finanzhilfen (Art. 12 des Fischereigesetzes) Projekte, die national oder für eine ganze Sprachregion von Bedeutung sind und folgende Bereiche betreffen:
- Punktuelle Massnahmen zur Wiederherstellung und Verbesserung von aquatischen Lebensräumen von Fischen und Krebsen
- Angewandte Forschungsarbeiten über die Artenvielfalt, den Bestand und die Lebensräume der Fische, Krebse und Fischnährtiere
- Information der Bevölkerung über die Pflanzen- und Tierwelt in Gewässern
Die Finanzhilfen des Bundes betragen zwischen 25 und 40 %.
Fischereiliche Aus- und Weiterbildung
Angler, Fischereiaufseher, Berufsfischer und Fischzüchter brauchen eine Aus- oder Weiterbildung für die Ausübung ihres Hobbies oder Berufs. Das Freiangelrecht und das Angeln mit Kurzzeitpatenten sind von der Pflicht zum Sachkundenachweis ausgenommen.
Angelfischerei:
Die revidierte Verordnung zum Bundesgesetz über die Fischerei verlangt von den Fischenden eine minimale Ausbildung. Dies ist insbesondere zur Umsetzung der tierschutzrelevanten Auflagen notwendig.
Fischereiaufseher und Berufsfischer:
Anstelle einer formellen Berufslehre, die mit dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis abschliesst, können die Berufsverbände eine Berufsprüfung mit eidgenössischem Fachausweis (Weiterbildung für Fischereiaufseher und Berufsfischer) durchführen.
Fischzüchter:
An der Bayerischen Landesanstalt für Fischerei Starnberg und der Berufsschule Starnberg können Personen aus der Schweiz einen EU anerkannten Abschluss als Fischwirt erwerben.
Anmeldung zur Schlussprüfung (PDF, 30 kB, 29.03.2010)Zusammenstellung der zur Anmeldung erforderlichen Dokumente. Die Anmeldung muss über das BAFU erfolgen.
Weiterführende Informationen
Links
Dokumente
Zusammenstellung der Fischereifachstellen (PDF, 14 kB, 17.05.2017)Post und E-Mail-Adressen der Fischereifachstellen der Kantone und des Bundes
Recht
Daten
Letzte Änderung 10.05.2019