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Während im vergangenen November eine nationale Kampagne gestartet wurde, um das Bewusstsein für Lebensmittelabfälle zu schärfen und diese zu reduzieren, veröffentlichte Greenpeace auch eine Studie über die Nachhaltigkeit von Mahlzeiten in Schweizer Städten. Das Thema nachhaltige Lebensmittel steht in der Tat im Mittelpunkt der Diskussionen. Und das zu Recht, denn der Handlungsspielraum ist sehr groß. In der Schweiz sind 28% der Umweltbelastung durch den Konsum der Haushalte auf die Ernährung zurückzuführen, direkt darauf folgen Wohnen und Mobilität mit 24% bzw. 12%. Was können wir, ausgehend von dieser Beobachtung, tun, um den mit unserer Nahrung verbundenen ökologischen Fußabdruck zu verringern?
Reicht teilweise vegetarisch?
Wenn wir als Verbraucher über Lebensmittel sprechen, sehen wir meist nur das fertige Produkt, das auf unseren Tellern präsentiert wird. Nahrungsmittel sind jedoch in erster Linie Produkte, die angebaut, transportiert, verarbeitet, gehandelt, konsumiert… oder eben weggeworfen werden. Der Lebenszyklus eines Lebensmittels kann sehr lang sein und wirkt sich in jeder Phase auf die Umwelt aus. Die industrielle Produktion von Fleisch, zum Beispiel, hat einen starken Einfluss auf unseren Planeten. Sie benötigt in der Tat eine große Landfläche, eine große Menge an Wasser und Nahrung – einschließlich Soja, das für die Abholzung der Tropenwälder verantwortlich ist. Während ihres gesamten Lebenszyklus hat eine Mahlzeit auf Fleischbasis im Durchschnitt dreimal mehr Auswirkungen auf die Umwelt als eine vegetarische Mahlzeit. Eine Verringerung unseres Fleischkonsums hätte einen erheblichen Einfluss auf die Verringerung der Treibhausgasemissionen und würde gleichzeitig die Waldfläche vergrößern, die mehr CO2 absorbieren würde. Es geht also nicht darum, Fleisch aus unserer Ernährung zu streichen, sondern den Verbrauch zu reduzieren und sich für qualitativ bessere Produkte zu entscheiden, die umweltfreundlicher und damit auch tierfreundlicher sind.
Wie grün ist Gemüse effektiv?
Mehr Gemüse konsumieren? Unbedingt, jedoch nicht unter allen Bedingungen. In diesem Bereich gilt die einfache Regel, dass alle Gemüse und Früchte, die per Flugzeug importiert werden, ihren Kohlenstoff-Fußabdruck explodieren lassen. Deshalb müssen wir Lebensmittel, die per Flugzeug transportiert werden, wenn immer möglich vermeiden.
Zudem kann Gemüse, das in der Schweiz in Gewächshäusern produziert wird, gleiche oder sogar höhere Auswirkungen haben als in den Nachbarländern. Um nachhaltig konsumieren zu können, ist es daher wichtig, saisonale, lokale und wenn möglich, biologische Produkte zu konsumieren. Die ökologische Produktion, zielt darauf ab, die Ökosysteme von denen wir abhängig sind, mit einer gesunden Nahrungsmittelproduktion in Einklang zu bringen und trägt somit stärker zu einem nachhaltigen System bei. Ganz konkret bedeutet das zum Beispiel, dass die biologische Vielfalt dabei erhalten bleibt oder sogar gefördert wird, die Bodenbearbeitung ist respektvoll und es werden robustere Sorten gewählt, um schädlichen Populationen besser zu umgehen und so den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu vermeiden.
Ein Meer aus Müll
Weltweit verursacht der Nahrungsmittelkonsum jedes Jahr 2,8 Millionen Tonnen Abfall. Dies entspricht einem Drittel der gesamten Lebensmittelproduktion. Um dieser Verschwendung entgegenzuwirken und damit unseren Kohlenstoff-Fußabdruck zu verringern, können einige einfache und wirksame Maßnahmen einen Unterschied machen: Es ist wichtig, nur das zu kaufen, was wir brauchen, unsere Lebensmittel richtig zu lagern, Verfallsdaten zu kontrollieren, Reste mitzunehmen und sie kreativ wiederzuverwenden.
Was den Verpackungsabfall betrifft, so ist eine Zero-Waste-Einstellung der beste Weg, ihn zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren. Tatsächlich kann mit Willenskraft und Organisation eine Transformation von Plastiktüten und Einwegverpackungen in Stofftaschen, Behälter, Flaschen und Bienenwachspackungen erreicht werden. Und für Abfälle, dessen Produktion unumgänglich scheint, bleibt die Sortierung und das Recycling. Eine Lösung, die nicht perfekt ist, die aber zumindest eine Wiederverwendung des Materials ermöglicht.
Einige Konsumgüter stellen sich also als sehr viel umweltschädlicher heraus als andere. Deshalb macht es einen beträchtlichen Unterschied zu Gunsten der Natur, wenn wir besonders darauf achten, WAS wir kaufen. Darüber hinaus sind «Öko-Gesten» in Bezug auf den Lebensmittelkonsum für jeden erreichbar, warum also nicht jetzt damit beginnen? Denn es ist noch lange nicht der Bohnen Ende.