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Durch das revidierte GmbH-Recht wurde die Gesellschaft mit beschränkter Haftung konsequent als personenbezogene Kapitalgesellschaft ausgestaltet. Diese Konzeption erfordert – zumindest für den Regelfall – eine Treuepflicht der Gesellschafter und ein Konkurrenzverbot der Geschäftsführer.
Ziel der vorliegenden Dissertation ist es, die allgemein gehaltene Regelung des statutarischen Konkurrenzverbots der Gesellschafter nach Art. 803 OR und des gesetzlichen Konkurrenzverbots der Geschäftsführer nach Art. 812 OR konzeptionell im GmbH-Recht einzuordnen und umfassend darzustellen.
Die Arbeit setzt sich zunächst in einem Allgemeinen Teil mit der gesetzgeberischen Entwicklung des GmbH-Rechts, mit dem Thema der Konkurrenz und den unterschiedlichen Erscheinungsformen von Konkurrenzverboten auseinander. Ebenfalls beleuchtet wird das Konkurrenzverbot im deutschen GmbH-Recht, welches für das ursprüngliche schweizerische GmbH-Recht wegweisend war.
Im Besonderen Teil wird neben den Fragen zur Entstehung, Abänderung und Aufhebung des Konkurrenzverbots insbesondere auf den Anwendungsbereich (in persönlicher, sachlicher, räumlicher und zeitlicher Hinsicht), den Inhalt (d.h. die verbotenen konkurrenzierenden Tätigkeiten) und die Schranken sowie auf die Rechtsfolgen bei einer Verletzung des Konkurrenzverbots eingegangen.
Der Abschluss dieser Dissertation bildet die Analyse des Konkurrenzverbots nach Art. 803 OR und Art. 812 OR in Sondersituationen, so namentlich im GmbH-Konzern, bei Umstrukturierungen und bei Konkurrenz mit anderen Konkurrenzverboten (insbesondere dem arbeitsvertraglichen).