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Kürzlich wurde der von Prinz William ins Leben gerufene Earthshot Preis vergeben. Die Stadt Mailand hat dabei in der Kategorie «Eine abfallfreie Welt aufbauen» gewonnen.
Was hat die Stadt Mailand gemacht und was hat das mit Food zu tun?
Ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel landet im Müll. Jedes weggeworfene Lebensmittel verbraucht wertvolle Ressourcen und setzt die Landwirtschaft unter Druck. Insgesamt verursacht das globale Lebensmittelsystem zwischen 25 und 30 % der weltweiten Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig leiden Millionen von Menschen unter Ernährungsunsicherheit.
Die Food Waste Hubs der Stadt Mailand gehen zwei Probleme gleichzeitig an. Sie wurden 2019 mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Menge der Lebensmittelabfälle bis zum Jahr 2030 zu halbieren. Die Zentren sammeln vor allem Lebensmittel aus Supermärkten und Kantinen ein und geben sie an *NRO's weiter, die sie dann an die bedürftigsten Bürger verteilen.
Mailand ist die erste Grossstadt, die eine stadtweite Lebensmittelabfallpolitik durchsetzt, die öffentliche Einrichtungen, Lebensmitteltafeln, Wohlfahrtsverbände, NRO's, Universitäten und Privatunternehmen umfasst. Und es funktioniert. Heute verfügt die Stadt über drei Food Waste Hubs, die jeweils etwa 130 Tonnen Lebensmittel pro Jahr retten − oder 350 kg pro Tag, was schätzungsweise 260'000 Mahlzeiten entspricht.
Mailand hat eine Blaupause geschaffen, die weltweit angewandt werden kann, und wenn das Beispiel von Mailand Schule macht, könnten Städte zu den grössten Helfern auf dem Weg zu einer abfallfreien Welt werden.
Mehr Informationen findest du unter: Milan's Food Policy
*NRO: NichtRegierungsOrganisation (Englisch: NGO für „non-governmental organisation)