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Landschaften und Naturdenkmäler in der Schweiz die einzigartig sind werden besonders geschützt. So auch der Burgäschisee und das dazugehörige Chlepfibeerimoos. Der Burgäschisee ist seit dem 15. Mai 1956 aufgrund der natürlichen Vielfalt und der Funde aus verschiedenen Epochen unter Naturschutz gestellt. 1984 hat der Bundesrat die ganze Umgebung des Sees zur Landschaft von nationaler Bedeutung erklärt.
Zur Gletscherzeit lag im Chlepfibeerimoos ein Gletscherlappen des Rhonegletschers. Durch das Wegschmelzen des Gletschereises, das wahrscheinlich durch Toteis lange erhalten blieb, entstand über Jahrhunderte eine Wasserfläche. Diese ist aber heute ganz verlandet. Die Wanne des Burgmooses ist mit einer undurchlässigen Lehmschicht ausgekleidet, so dass sie ein hydrologisch abgeschlossenes System darstellt.
Vor der Absenkung 1943 war dies noch nicht so. Bei starken Niederschlägen oder im Frühjahr, zur Zeit der Schneeschmelze, war das Moor vom See her oft ganz überschwemmt. Die Überreste absterbender Pflanzen, die sich in dem feuchten Boden nicht ganz zersetzen konnten, bildeten über Jahrhunderte die zwei bis vier Meter dicke Torfschicht.
Das ungefähr 2 Hektaren grosse Chlepfibeerimoos wurde aus Kostengründen nicht entwässert, ein Glücksfall für die Natur.
Besondere Pflanzenarten wachsen dort, weil es einen nährstoffarmen Boden hat, der die spezielle Vegetation ermöglicht. Beispiele der seltenen Pflanzen sind die Prachtnelke, der Fieberklee, das Blutauge oder der rundblättrige Sonnentau. Insgesamt kann man 85 Pflanzenarten im Chlepfibeerimoos finden, darunter über 20 Arten, die nur im Kanton Solothurn vorkommen.
Eine bedeutende Pflanze ist die Moosbeere/ Chlepfibeere (Oxycoccus quadripetalus), die dem Moos den Namen "Chlepfibeerimoos" gegeben hat.
Das Chlepfibeerimoos wurde 1949 unter Schutz gestellt. Es gehört dem Schweizerischen Bund für Naturschutz (SNB). Seit 1991 wird es noch zusätzlich geschützt durch die Hochmoorverordnung.
Das Seeufer setzt sich heute zum grössten Teil aus Schilfgürtel, Rohrkolben, Sumpf, Seggen und Weidengebüsch zusammen. Der Schilfgürtel ist sehr wichtig für die Tiere und den See. Das Schilf reinigt das Wasser. Daher werden regelmässig Bäume und Sträucher gerodet, damit die Wasserpflanzen besser wachsen können. Die eigentliche Reinigung wird durch die im Schilf und im Seeboden enthaltenen Mikroorganismen und Wurzelgeflechte durchgeführt. Diese "Kläranlage" eignet sich vor allem für wenig belastete Seen. Der Schilfgürtel hat unter anderem die Verlandung des Sees gestoppt und bietet Schutz für Tiere, wie den seltenen Teichrohrsänger.
(Quelle: Textauszug Maturaarbeit Sina Grossenbacher, 2012)
Seit einigen Jahre werden Bemühungen unternommen, den Tieren im und am See gezielt einen attraktiven Lebensraum zu bieten.
So hat der mittlerweile fast durchgängige Schilfgürtel nicht nur einen positiven Einfluss auf die Wasserqualität, sondern bietet verschiedenen Fischarten willkommen Laichplätze.
Das Material der Uferflächen welche jedes Jahr gemäht werden um eine Verwaldung zu verhindern wird nicht abtransportiert sondern zu grossen Haufen aufgeschichtet. In diesen Haufen finden Ringelnattern ein Zuhause.
Ebenfalls werden seit einigen Jahren mit Schulkindern der Gemeinden Seeberg und Grasswil verschiedene Projekte realisiert. Dazu werden grosse Steine zu Steinhaufen zusammengetragen, welche Eidechsen und Kleinsäugern Unterschlupf bieten.
"Der Burgäschisee ist ein zuhause vieler Tierarten und vieler Pflanzenarten. Der Burgaeschisee ist vom Wald umgeben und das macht ein grossteil der Tier-und Pflanzenarten aus. Aber auch im und auf dem See hat es viele Arten. Im Wasser hat es viele verschiedene Fische. Im Wasser hat es auch den Edelkrebs. Auf dem See gibt es auch viele Arten wie zum Beispiel Enten. An Land hat es auch viele Vogelarten was für Vogelinteressierte super ist. Darum sollten alle zum See Sorge tragen."
Eindrücke eines 5.Klässlers, 2022