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05.07.2013 Schadensfälle
Auf der Hälfte der Farmen in den USA sind Superunkräuter zu finden. Bild: Food&Water Watch
Mit herbizidresistenten Gentech-Pflanzen haben die Agrochemiekonzerne die Farmer in eine Tretmühle hinein manövriert. So lautet das Fazit einer Studie der amerikanischen Organisation Food&Water Watch. Zwischen 2001 und 2010 stieg in den USA der Verbrauch von Herbiziden um 26 Prozent. Dies geht aus den Zahlen des Landwirtschaftsministeriums hervor. Mit dem zunehmenden Einsatz von Herbiziden hat auch die Zahl der resistenten Unkräuter stark zugenommen. Und mit dem Auftreten solcher Superunkräutern wiederum der Einsatz weiterer, noch giftigerer Herbizide. Die Bekämpfung der Superunkräuter kommt die Farmer teuer zu stehen. Die Studie schätzt die zusätzlich entstehenden Kosten für eine mittlere Farm auf $12'000 bei Mais und $28'000 bei Baumwolle. Die Industrie reagiert auf diese Entwicklung mit teuren PR Kampagnen, der Zucht neuer Pflanzen mit kombinierten Resistenzen und neuen Herbizidmischungen. Doch weitere Errungenschaften aus den Labors der Biotech-Industrie seien nicht die Lösung des Problems, schreibt Food&Water Watch. Die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt seien noch viel zu wenig erforscht. Die Organisation fordert, dass die staatlichen Behörden vermehrt in Ausbildungsprogramme für Farmer investieren. Der Schwerpunkt sollte dabei vor allem auf die Vermeidung von Resistenzen und nachhaltige Anbaumethoden ohne Chemie und Biotechnologie gelegt werden.