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Als am Wochenende Wladimir Putin dem Westen mit Atomwaffen drohte, dürfte das auch auf eine Sanktionsmassnahme des Westens zurückgehen, deren Bedeutung möglicherweise nicht leicht zu verstehen ist: die Blockierung der Reserven der russischen Zentralbank im Umfang von umgerechnet 630 Milliarden Dollar. Zu einer vergleichbaren Massnahme gegen ein derart grosses Land ist es bisher noch nie gekommen.
Diese Reserven bilden einen wesentlichen Teil des finanziellen Rückgrats von Russland. Die Notenbank hat sie aus Exportüberschüssen über viele Jahre angehäuft, die vor allem auf die Verkäufe von Erdöl zurückgingen. Ein Zweck war, durch Käufe von Währungen anderer Länder die Landeswährung Rubel schwach genug zu halten, um so russischen exportorientierten Unternehmen bessere Wettbewerbschancen zu verschaffen.