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Irland galt als strahlende «Insel der Heiligen und Gelehrten». Während ägyptische Mönche in die Wüste zogen, um dort zu meditieren, gründeten die Iren Klöster, die zu Zentren der Kultur wurden. Bücher waren ihnen heilig. Sie zelebrierten die Dichtung und die Musik. Es war ein besonders beseeltes Christentum.
Ihre vielen gegründeten Klöster waren friedliche Zentren der Entwicklungshilfe. Etwa das Kloster Luxeuil im heutigen Frankreich umfasste Kirchen, Mönchsbehausungen, Schule, Landwirtschaft, Werkstätten, Läden, Armenhäusern und Hospizen. Das Kloster stand in regem Austausch mit der Landbevölkerung, zu deren Entwicklung und Christianisierung es wesentlich beitrug. Die irischen Mönche haben nicht nur materiell, sondern auch geistig zur Entwicklung Europas beigetragen.