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Dieser Synthesebericht eine der Grundlagen für kommende Klimaverhandlungen, deshalb haben Regierungen klare Interessen, was sie darin betont sehen wollen und was nicht. Es handelt sich um das Abschlussdokument des 6. Sachstandszyklus des Weltklimarats (IPCC). In dem Zyklus sind seit 2018 sechs Einzelberichte erschienen. Es soll alle Erkenntnisse zusammenfassen und pointiert präsentieren. Die nächsten IPCC-Berichte sind in fünf bis sieben Jahren zu erwarten.
Die Kernaussagen sind bereits klar: der Klimawandel schreitet rascher voran als erwartet und die bisherigen Klimaschutzmassnahmen reichen bei Weitem nicht aus, um die Erwärmung auf 1,5 oder zumindest auf weniger als 2 Grad über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Ärmere Länder brauchen viel mehr finanzielle Unterstützung, um klimaschädliche Emissionen zu vermeiden und sich für die bereits stark gestiegenen Risiken von Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen zu wappnen.
"Was darin steht, ist wissenschaftlich gesetzt, das wird nicht mehr in Frage gestellt", sagte Jochem Marotzke, der Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, der Deutschen Presse-Agentur. "Was daraus gemacht wird, ist eine andere Frage." Marotzke hat an mehreren Berichten des Weltklimarats mitgewirkt, ist aber an diesem Bericht nicht beteiligt. Er ist nach eigenen Angaben pessimistisch, dass die Regierungen nun tun, was dringend nötig ist: die Emissionen schnellstens massiv senken. "Die Haltung ist oft: warum soll ich mich anstrengen, wenn andere es nicht tun?" Das sei aber fatal. "Das ist ein extrem schweres Kooperationsproblem."
Der Weltklimarat (IPCC) ist eine zwischenstaatliche Einrichtung mit Vertretern der 195 Mitgliedsländer. Er beauftragt die Wissenschaft, etwa alle sieben Jahre sämtliche Erkenntnisse zum Klimawandel zusammenzutragen. Der nächste Zyklus beginnt im Sommer./oe/DP/zb
(AWP)