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Die Regel, Menstruation, die Tage, Periode etc., es gibt viele Namen für die Monatsblutung, doch wissen Sie wirklich alles über dieses natürliche Phänomen, das bei Frauen von der Pubertät bis zur Menopause monatlich wiederkehrt? Die Periode war lange ein Tabuthema. Heute gehen wir etwas offener damit um, insbesondere mit den Menstruationsschmerzen, die teilweise ausgesprochen kräftezehrend sein können. Wie können diese Schmerzen gelindert werden? Wann zum Arzt? Was passiert im Körper einer Frau (und, vor allem, warum sollte man sie in dieser Zeit in Ruhe lassen;))? Wir erklären es Ihnen.
Die Regel: wozu?
Lange Zeit wurde die Menstruation in der Werbung blau dargestellt und in Gegenwart von Männern wurde oft geflüstert oder sie wurde gar verschwiegen. Die Periode ist für die meisten Frauen eine störende und unangenehme Realität. Auch wenn wir auf die damit verbundenen Schmerzen und Stimmungsschwankungen verzichten könnten (um nur einige der Unannehmlichkeiten zu nennen), ist die Menstruation weitaus nützlicher, als es den Anschein hat. Die Menstruation ist für die gesamte Menschheit notwendig (ja wirklich!), da es ohne sie keine weibliche Fruchtbarkeit und somit keine Möglichkeit für menschliches Leben gäbe. Etwas vereinfacht gesagt ist die Menstruation der Beginn des weiblichen Menstruationszyklus, ein gut funktionierender Mechanismus, der den Eisprung und die Einnistung eines möglichen Embryos ermöglicht, wenn dieser durch ein Spermium befruchtet wird.
Die Menstruation ermöglicht es Frauen mit Kinderwunsch also, ein Kind zu gebären. Neben dieser «Superkraft» spielt der Menstruationszyklus auch eine Rolle bei der Produktion weiblicher Hormone (Östrogen und Progesteron), die für die allgemeine Gesundheit der Frau notwendig sind. Ja, die Tage zu haben ist manchmal unangenehm, aber es ist auch nützlich.
Was passiert im Körper einer Frau?
Die Periode dauert allgemein zwischen drei und sieben Tagen und fängt zu Beginn des Menstruationszyklus mit Scheidenblutungen an. Ein natürlicher Zyklus dauert normalerweise zwischen 25 und 35 Tagen (durchschnittlich 28 Tage). Der erste Tag des Zyklus entspricht dem ersten Tag der Regel. Der Zyklus ist in vier unterschiedliche Phasen unterteilt.
- Die präovulatorische oder follikuläre Phase: In dieser Phase vor dem Eisprung wachsen die Follikel in den Eierstöcken langsam an. Der Östrogenspiegel steigt, und die Frau beginnt allmählich, fruchtbar zu werden. Östrogen hat eine positive Wirkung auf das Gehirn und die Stimmung, da es die Produktion von Serotonin ermöglicht. Daher berichten Frauen, dass sie sich in dieser Zeit optimistischer fühlen und mehr Energie haben.
- Ovulation: Durch das luteinisierende Hormon (LH) wird eine Eizelle durch einen der Eileiter ausgestossen, um von einem möglichen Spermium befruchtet zu werden. Die Eizelle lebt durchschnittlich 24 Stunden, und die Fruchtbarkeit ist dann am höchsten. Bei manchen Frauen tritt während der Freisetzung der Eizelle «Mittelschmerz», oder «Eisprungschmerzen», auf.
- Postovulatorische oder Lutealphase: In dieser Phase verdickt sich unter der Wirkung von Progesteron die Gebärmutterschleimhaut, um eine mögliche Schwangerschaft zu unterstützen. Dieses Hormon steigt weiter an, während das Östrogen stabil bleibt. Die Frau ist nicht mehr fruchtbar und ihr Energielevel sinkt allmählich.
- Menstruation: Wenn keine Eizelle befruchtet wurde, lösen sich die vaskularisierten (viele Blutgefässe enthaltenden) Schichten der Gebärmutterschleimhaut, die sich auf die Aufnahme eines potenziellen Embryos vorbereitet haben. Dabei kommt es zu den Menstruationsblutungen. Zu diesem Zeitpunkt fallen beide Hormone auf einmal ab, weshalb Frauen während ihrer Periode oft emotional, depressiv oder reizbar sind. Manche Frauen erleben einige Tage vor ihrer Periode auch Stimmungsschwankungen oder Schmerzen, was als prämenstruelles Syndrom (PMS) bezeichnet wird.
Bei einer Schwangerschaft bleiben die weiblichen Hormone neun Monate lang erhöht, weshalb Frauen während der Schwangerschaft ihre Periode nicht mehr bekommen.
Und was passiert mit der Menstruation bei hormoneller Empfängnisverhütung?
All dies sind natürliche Vorgänge, die jeden Monat im Körper einer Frau stattfinden. Aber ist das auch so, wenn sie die Pille nimmt? Nicht ganz! Denn einige Verhütungsmittel verändern die Rolle der Hormone während des Zyklus. Zu den verschiedenen Arten der Empfängnisverhütung gehören:
- Hormonelle Verhütung = Pille, Pflaster, Implantat, Vaginalring, Hormonspirale.
- Nicht-hormonelle Verhütung = Kupferspirale, Portiokappe, Diaphragma oder das klassische Kondom (für Frauen oder Männer).
- Natürliche Verhütungsmethoden = weniger zuverlässig als die vorgenannten Methoden. Sie erfordern eine genaue Untersuchung des natürlichen Zyklus (jede Frau ist anders) und eine gute Kenntnis des Körpers und der Signale, die er sendet.
Schon gewusst? Die Groupe Mutuel ist der erste Versicherer, der über die Zusatzversicherung Premium die Kosten für Verhütungsmittel für Frauen übernimmt, z. B. die Pille oder die Spirale.
Wie bereits erwähnt, tritt die Menstruation auf natürliche Weise zyklisch als Reaktion auf den Eisprung auf, der normalerweise jeden Monat stattfindet. Bei einer hormonellen Verhütung wird der Eisprung jedoch blockiert, da das Ziel der Verhütung darin besteht, das Zusammentreffen von Eizellen und Spermien zu verhindern, und der natürliche Zyklus wird ausgesetzt. Mit bestimmten Spiralen oder der Implantatmethode wird die Menstruation vollständig unterdrückt. Ärzte bieten Frauen, die besonders schmerzhafte Menstruationsblutungen haben, kontinuierliche Verhütungsmittel an, insbesondere bei Endometriose. Man spricht dann von therapeutischer Amenorrhoe (Ausbleiben der Menstruation).
Frauen, die die Pille einnehmen, haben weiterhin künstliche Menstruationsblutungen, da sie nach 21 Tagen Einnahme der Pille eine siebentägige Pause einlegen. Diese «unechte Menstruation» verursacht ebenfalls Menstruationsschmerzen und ist aus gesundheitlicher Sicht nicht unbedingt notwendig, aber sie gibt den Frauen die Sicherheit, dass sie nicht schwanger geworden sind (falls die Pille vergessen wurde oder andere Zweifel bestehen).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass jede Verhütungsmethode ihre Vor- und Nachteile hat und jede Frau frei entscheiden kann, welche Methode für sie am besten geeignet ist. Sprechen Sie bei Bedarf unbedingt mit Ihrem Gynäkologen!
Wie können Menstruationsschmerzen gelindert werden?
Da jede Frau einzigartig und jeder Körper anders ist, variiert die Intensität der Menstruationsschmerzen von Frau zu Frau. Einige haben keine Schmerzen, für andere sind sie eine echte Qual! Eine kürzlich von der Groupe Mutuel durchgeführte Umfrage ergab, dass eine von fünf Frauen einen Schmerzgrad von mehr als 8 (auf einer Skala von 1 bis 10) empfindet. Die gute Nachricht ist, dass die Schmerzen mit zunehmendem Alter nachlassen. Junge Frauen im Alter von 18–34 Jahren berichten über einen signifikanten Anstieg der Schmerzen (durchschnittlich 5,7 gegenüber 5,1) im Vergleich zu älteren Frauen. Menstruationsschmerzen werden durch Prostaglandine verursacht, Moleküle, durch die sich die Gebärmuttermuskeln zusammenziehen, um die Gebärmutterschleimhaut zu entfernen. Zu den häufigsten Symptomen gehören: Muskelkrämpfe in Bauch und Rücken, Brustspannen, Kopfschmerzen, Blähungen, Stimmungsschwankungen, Übelkeit, Verdauungsstörungen und Akneausbrüche. Diese Symptome sind völlig normal, aber es gibt einfache Mittel, um sie zu lindern.
- Legen Sie eine heisse Bettflasche oder ein Heizkissen auf den schmerzenden Bereich.
- Schlafen Sie genügend. Während der Menstruation ist die Müdigkeit oft stärker, aber manche Frauen leiden in dieser Zeit unter Schlaflosigkeit. Versuchen Sie daher, Ihren Schlaf vorzubereiten, bevor die Menstruation beginnt.
- Gesund essen. Vermeiden Sie zucker- und fettreiche Lebensmittel und erhöhen Sie Ihre Flüssigkeitszufuhr. Reduzieren Sie Kaffee, Tee und alle Arten von Stimulanzien. Achten Sie auch auf Alkohol und Tabak, die einen negativen Einfluss auf die Menstruationsschmerzen haben. Generell sollten Sie es vermeiden, während der Periode zusätzliche Entzündungen zu verursachen.
- Trinken Sie stattdessen Tee aus Schafgarbe, Fenchel oder Kamille, die für ihre krampflösende Wirkung bekannt sind.
- Vermeiden Sie Stress, da dieser die Symptome verstärken kann.
- Wenn diese natürlichen Methoden nicht helfen, nehmen Sie ein entzündungshemmendes Medikament wie Paracetamol oder Ibuprofen.
Wann zum Arzt?
- Wenn die Schmerzen unerträglich sind, z. B. wenn Sie zu Boden sinken oder bei starken stechenden Bauchschmerzen. Es gibt verschiedene Ursachen, wie z. B. Endometriose, aber eine Diagnose kann nur ein Arzt stellen. Frauen wird oft gesagt, dass es normal sei, während der Periode Schmerzen zu haben, aber das ist nicht unbedingt der Fall, vor allem nicht so stark, dass sie lähmend werden. Dasselbe gilt, wenn Sie unter PMS-Schmerzen leiden.
- Wenn Sie eine ungewöhnlich starke Blutung haben, d. h. wenn Sie den Schutz alle ein bis zwei Stunden während eines ganzen Tages wechseln müssen, oder wenn Sie Blutgerinnsel (von mehreren Zentimetern Grösse) bemerken, können Sie davon ausgehen, dass Ihre Periode ungewöhnlich stark ist. Dasselbe gilt, wenn Ihre Blutung länger als eine Woche dauert.
- Wenn Ihr Zyklus unregelmässig ist, kann es hilfreich sein, mit Ihrem Gynäkologen darüber zu sprechen. Der Zyklus gilt als regelmässig, wenn er zwischen 25 und 35 Tagen dauert. Bei weniger als 25 Tagen gilt er als kurz und bei mehr als 35 Tagen als lang. Eine Zyklusschwankung von zwei bis drei Tagen ist völlig normal. Auch nach starkem Stress, einer Reise, Geburt, der Einnahme eines Verhütungsmittels oder anderen psychischen oder physiologischen Veränderungen kann der Zyklus gestört sein. Wenn die Schwankungen jedoch stärker sind oder wenn Sie Blutungen ausserhalb Ihrer Menstruation bemerken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Es kann sich um eine Eierstockzyste, Polypen, Fibrome der Gebärmutter oder das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) handeln.
Auch während der Pubertät ist die Menstruation oft unregelmässig. Später ist ein unregelmässiger Zyklus zudem ein erstes Anzeichen für die Prämenopause.
Wie Sie sehen, ist es zwar wichtig, die allgemeinen Grundsätze des Menstruationszyklus zu kennen, aber Sie sollten auch bedenken, dass jede Frau anders ist und ihre Periode auf ihre eigene Art und Weise erlebt. Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel nicht die Meinung eines Spezialisten und keinesfalls eine medizinische Diagnose ersetzen kann. Zögern Sie nicht, mit Ihrem Gynäkologen zu sprechen, wenn Sie Zweifel oder Fragen haben.