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Fr, 13. Juli 2018
Landschaftstheater Ballenberg
Der Schriftsteller und Maler Albert J. Welti (1894-1965) schrieb das Stück „Steibruch“ für die schweizerische Landesausstellung 1939 in Zürich, wo das Mundartdrama äusserst erfolgreich uraufgeführt wurde. Das Stück gewann nicht nur den Landi-Preis als bestes Dialekttheater, sondern wurde auch wenige Jahre später verfilmt. Sowohl auf der Bühne als auch im Film spielte der legendäre Heinrich Gretler die Hauptrolle. „Steibruch“ war zudem das Filmdebut von Maria Schell, die in den 1950er und 1960er Jahren zu den Stars des deutschsprachigen Films zählte.
Der bekannte Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart, der die Hauptrolle des Arnold Murer spielt, hat das Stück intensiv bearbeitet und eine berndeutsche Fassung für rund 35 Rollen inklusive Chor verfasst. Das Stück spielt im fiktiven Friedlichwil in den 1950er Jahren. Der letzte Nachkomme der Steinhauerfamilie Murer flüchtete vor längerer Zeit aus dunklen Gründen nach Amerika. In der Heimat verbreitete sich das Gerücht, er sei dort in einen Mordfall verwickelt.
Wieder zurückgekehrt, lebt Murer verschlossen und zurückgezogen im aufgelassenen Steinbruch in einer Hütte. Er wird regelmässig von einem jungen Mädchen und einem geistig beschränkten Knaben besucht. Angestachelt vom Lehrer will die dörfliche Gemeinschaft die beiden Kinder, die sich scheinbar grundlos zum knorrigen Murer hingezogen fühlen, dazu zwingen, sich nicht mehr bei dem gefährlichen Sonderling aufzuhalten. Da kommt die Wahrheit an den Tag...
Ein Stück universeller Dorfgeschichte um Vorverurteilung und geistige Enge, und um die Rehabilitierung eines Schuldlosen.