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Das vielfältige Werk der britischen Künstlerin Bonnie Camplin (*1970, lebt und arbeitet in London) umfasst Zeichnung, Grafik, Film, Text, Performance und Musik. In diesen verschiedenen Medien umkreist Bonnie Camplin universelle und komplexe Themen, die grundsätzliche Fragen des Menschseins (und des Künstlerseins) betreffen. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit Bewusstseins- und Realitätsbegriffen. Bonnie Camplin erforscht, wie wir mit unserer materiellen, menschlichen und nicht-menschlichen, übersinnlichen Umwelt in Verbindung stehen und diese wahrnehmen. In den letzten Jahren entstand ein geheimnisvoller, fantastischer und gleichzeitig formelhafter Bildkosmos. Dieser widerspiegelt die subjektive Durchdringung von konstruierten Realitäten, wie sie etwa durch experimentelle semiotische und syntaktische Systeme bestimmt werden. Bonnie Camplin befragt diese Konsenrealitäten im Zusammenhang individueller Erfahrung und Wahrnehmung. Die Künstlerin bezieht sich gleichermassen auf Ausschnitte aus Theorie, und Texten aus verschiedenen Wissenssystemen, wie auch auf ihre persönlichen (Glaubens-) Erfahrungen, wobei diese Referenzen für den Betrachter oftmals fragmentarisch und kryptisch bleiben. Bonnie Camplins Schaffen reflektiert auch den Prozess des Kunstmachens an sich. Kunst ist eine mögliche Strategie, auf bestimmtes Wissen zuzugreifen. 2015 wurde Bonnie Camplin mit der Ausstellung "The Military Industrial Complex" für den Turner Prize nominiert. Erstmals zeigte sie in dieser Ausstellung ihre Recherchen zur subjektiven Wahrnehmung von Realität in Form einer Quellensammlung von Texten zu Philosophie, Psychologie, Hexerei, Quantentheorie und Kriegsführung, welche Erzählungen metaphysischer Erlebnisse gegenübergestellt werden.
Die Ausstellung "EPIC TIME" ist eine imaginäre Erkundung in verschiedene Richtungen. Einzelne Werke setzen sich wie in einem Puzzle zu einem grossen Ganzen zusammen. Es bildet sich ein komplexes Netz aus inhaltlichen und visuellen Bezügen. Dieses inhaltliche System erschliesst sich über verschiedene "Zugangspunkte", die wiederum jeweils eine Verbindung zu allen anderen (Zugangs-)punkten – oder Werken – dieser Anordnung ermöglichen. Es ergibt sich eine Struktur, ähnlich einem neuronalen Netzwerk, die verschiedene Realitäten und Figuren verbindet. Bonnie Camplins Ausstellung im Kunsthaus Glarus ist ihre erste institutionelle Einzelausstellung ausserhalb Grossbritanniens und umfasst ältere Arbeiten wie auch einen eigens für die Ausstellung erschaffenen Werkkomplex.
Bonnie Camplin zeigte ihre Arbeit in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, u.a. im Camden Arts Centre, London, Michael Benevento, Los Angeles (2016); Tramway, Glasgow (2015); Cabinet, Tate Britain, London (2013); Tate Modern, London (2008); Portikus, Frankfurt a.M. (2007).
Es findet keine Pressekonferenz statt. Für einen persönlichen Termin zu einem Rundgang können Sie sich jederzeit gerne mit <email-pii> in Verbindung setzen.
Rahmenprogramm und Vermittlung Kunsthaus Glarus
Donnerstag, 21.06.2018, 18:00 Uhr:
Öffentliche Führung mit Wanda Seiler
Mittwoch, 27.06.2018, 14:00 Uhr:
Kunst-Geschichten für Kinder mit Ursula Helg
Donnerstag, 16.08.2018, 18:00 Uhr:
Öffentliche Führung mit Judith Welter
Samstag, 18.08.2018, 17:00 Uhr:
Rundgang durch die Ausstellung mit Bonnie Camplin und Judith Welter
ab 18:00 Uhr: Sommerfest mit Grill und Bar
Anlässlich des Ausstellungsendes und der Schliessung des Kunsthaus Glarus aufgrund der anstehenden Sanierung feiern wir ein letztes Mal das alte Kunsthaus
Sonntag, 19.08.2018, 14:00 Uhr:
Kunst-Geschichten für Familien und Erwachsene mit Ursula Helg
47.0383147, 9.0712825000001
Im Volksgarten
8750 Glarus
Schweiz