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Bei vielen Menschen prägen sie das Bild von Afrika: Millionen wandernde Gnus, Zebras und Gazellen, die auf der Suche nach Wasser und Nahrung durch Serengeti und Masai Mara streifen. Doch das Paradies im Osten Afrikas ist extrem bedroht, warnen Forscher.
Serengeti und Masai Mara bilden ein einmaliges Ökosystem für ostafrikanische Tiere. Die Gebiete in Tansania und dem angrenzenden Kenia sind streng geschützt - doch der Druck menschlicher Siedlungen bedroht das Ökosystem fundamental. Die am Rande der Schutzgebiete lebende Bevölkerung sei zwischen 1999 und 2012 im Mittel jährlich um 2.4 Prozent gewachsen, berichten Forscher im Fachjournal «Science». Es gebe mehr Ackerland, auch die Zahl der Nutztiere sei in die Höhe geschnellt.
Die Wissenschaftler um Michiel Veldhuis von der Universität Groningen (Niederlande) hatten Daten aus den vergangenen vier Jahrzehnten analysiert. In einigen Regionen an den Grenzen der Schutzgebiete wuchs die Bevölkerungszahl demnach allein im letzten Jahrzehnt um das Vierfache. Zugleich seien die Bestände grosser Wildtiere in für den Naturschutz besonders relevanten Gebieten der Masai Mara um mehr als 75 Prozent geschwunden.
Viehhirten zögen auf der Suche nach knapper werdendem Weideland für ihre Schafe, Ziegen und Rinder immer tiefer in die Schutzgebiete hinein, immer mehr Menschen bauten in den Pufferzonen rund um die Kernbereiche Häuser, erklären die Forscher. Die Wildtiere würden in die Kerngebiete verdrängt, ihnen bleibe immer weniger Raum zum Grasen. Zudem würden die Zugrouten von Gnus, Zebras und Gazellen unterbrochen.
http://dpaq.de/IyZMF (sda/dpa)
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