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RF ist ein Wechselstrom mit einer Frequenz in medizinischen Anwendungen, wie sie in Radios verwendet werden, etwa 420.000 pro Sekunde. Die Magnetfelder, die während der RF erzeugt werden, sind vernachlässigbar. HF-Strom wurde schon seit 1960 zur Behandlung von chronischen Schmerzsyndromen und in der Kardiologie verwendet. Wenn eine Nadel mit einer HF-Stromquelle verbunden ist, wird Wärme erzeugt. Daher wurde das Verfahren hauptsächlich verwendet, um Gewebe zu verbrennen zum Beispiel ein Trakt, der schädliche Stimuli im Herzen leitet oder ein kleiner Nerv, der Reize leitet und die Schmerzen verursacht.
Pulsierte Radiofrequenz (PRF) wurde 1996 von Prof Dr. med. M. Sluijter entwickelt. Während der PRF wird der Strom nicht kontinuierlich, sondern in kurzen Impulsen angelegt, was zu einer sehr geringen Wärmeproduktion führt, während das Gewebe elektrischen Feldern gleicher Stärke ausgesetzt ist. Es hat im Allgemeinen eine zufriedenstellende klinische Wirkung, mit dem großen Vorteil, dass es keine Gewebezerstörung gibt. Anfänglich wurde PRF nur als eine Alternative für RF bei der Behandlung von Nerven, die schädliche Stimuli ausführen, verwendet.
Im Jahr 2006 wurde beobachtet, dass die PRF auch in schmerzhaften Gelenken wirksam ist, wenn die Nadel innerhalb des Gelenks platziert wird. Da die Nadel dann von Nerven weit entfernt ist, ist die wahrscheinlichste Erklärung eine Wirkung auf das Immunsystem, die durch Bluttests vor und nach der Behandlung bestätigt werden konnte.
Bei der gepulsten Radiofrequenz wird der Strom nicht kontinuierlich abgegeben, sondern in kurzen Intervallen von etwa 20 Millisekunden verabreicht. Durch die Pulsation wird eine Erhitzung vermieden, die Gewebestrukturen werden nicht zerstört, sondern bleiben vollständig erhalten. Dennoch kommt es zu einer ausgeprägten Schmerzlinderung bzw. einem völligen Verschwinden der Schmerzen. Die Nerven reagieren nämlich auf die gepulste Elektrizität mit einer Verhaltensänderung, das heißt, sie geben einfach keine Schmerzimpulse mehr weiter. Sie werden gewissermaßen lahmgelegt. Es kann eine langanhaltende Schmerzfreiheit von Monaten bis zu mehreren Jahren erreicht werden. Sollten die Schmerzen wieder auftreten, ist eine Wiederholung der meist ambulant durchgeführten Behandlung ohne weiteres möglich.
Entscheidend für den Behandlungserfolg ist natürlich, dass auch wirklich der beschwerdeauslösende Nerv getroffen wird.
Um dies festzustellen, bedient man sich der sogenannten diagnostischen Blockade, das heißt, es wird eine kleine Menge eines örtlichen Betäubungsmittels an den vermeintlich schmerzleitenden Nerv gespritzt. Wenn Schmerzfreiheit eintritt, ist das der Beweis, dass der richtige Nerv getroffen wurde. Allerdings hält die Schmerzfreiheit nach der Injektion nur für einige Stunden an, ebenso wie die manchmal damit verbundenen Nebenwirkungen in Form von Taubheitsgefühl oder Schwäche im entsprechenden Nervenversorgungsgebiet.
Ganz wesentlich in dieser Phase ist die Mitarbeit der Patienten, denn nur sie können beurteilen, wie die Schmerzen sich bei verschiedenen Bewegungen und Belastungen ändern.