Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03181.jsonl.gz/273

Entwicklung Qualitätsstrategie 2015-2025
Auf einen Blick
Projektleiter/in: Prof. Dr. Elena Wilhelm
Projektteam: Ressorts, Hochschulversammlung, Hochschulentwicklung, Departemente
Projektbeginn: 01.03.2015
Weiterführende Informationen: https://www.zhaw.ch/de/ueber-uns/leitbild-und-strategie/qualitaet/
Kurzdarstellung
Status: Das Projekt ist abgeschlossen.
Ziel des Projektes war die Entwicklung einer zeitgemässen Qualitätsstrategie, die departements- oder fachbereichsspezifisch ergänzt und ausdifferenziert werden kann. Sie sollte insbesondere auch sicherstellen, dass Qualität «gelebt» werden kann und die einzelnen Aktivitäten konsequent auf die Hochschul- und Departementsstrategien ausgerichtet werden können.
Die Qualitätsstrategie der ZHAW muss die Umsetzung der Standards des HFKG gewährleisten und darlegen, was die ZHAW unter Qualität versteht und was sie diesbezüglich erreichen möchte.
Die entwickelte Qualitätsstrategie 2015-2025
› erörtert das Modell (Ziele, Ansatz, Zuständigkeiten und Qualitätsbereiche) der Qualitätssicherung und -entwicklung an der ZHAW (Kapitel 1),
› definiert die von der Hochschulstrategie 2015-2025, von den Standards des Hochschulförder- und Koordinationsgesetztes (HFKG), den Standards des europäischen Hochschulbildungsraums (ESG) sowie dem Qualifikationsrahmen für den schweizerischen Hochschulbereich (nqf.ch-HS) abgeleiteten Qualitätsansprüche und differenziert die Qualitätsansprüche in Qualitätskriterien (Kapitel 2),
› legt fest, mit Hilfe von welchen internen und externen Instrumenten die definierten Qualitätsansprüche erreicht und gesichert werden sollen (Kapitel 3 und 4).
› erörtert die Institutionalisierte Evaluation im Peer Review-Verfahren sowie das Verfahren für die Entwicklung und Bewilligung neuer Studiengänge (Anhänge A und B).
Die ZHAW hat einen Ansatz, der zentrale und dezentrale (hochschul- und departementsspezifische) Elemente miteinander koppelt. Über die in dieser Qualitätsstrategie erörterten Instrumente hinaus ist es den Organen und Einheiten freigestellt, sich zusätzlich durch externe Stellen evaluieren oder akkreditieren zu lassen. Ergebnisse solcher Verfahren können der obligatorischen Evaluation im Informed Peer Review-Verfahren angerechnet werden, soweit sie a) die Ziele der Evaluation im Informed Peer Review-Verfahren erreicht haben, b) alle vorgesehenen Peers integriert worden sind und c) eine Beurteilung der in dieser Qualitätsstrategie erörterten Qualitätsansprüche ermöglichen. Die ZHAW nutzt ausserdem die institutionelle Akkreditierung, um die vorliegende Qualitätsstrategie und deren Umsetzung zu überprüfen und die weitere Entwicklungsrichtung zu bestimmen.
Die Qualitätsansprüche in den drei definierten Qualitätsbereichen «Leistungen», «Governance» und «Ressourcen» der ZHAW sind abgeleitet aus dem Leitbild und der Hoch-schulstrategie 2015-2025 und basieren auf
› den Qualitätsstandards für die institutionelle Akkreditierung des HFKG,
› den Qualitätsstandards für die Programmakkreditierung des HFKG,
› den Qualitätsstandards der «Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area» (ESG),
› dem Qualifikationsrahmen für den schweizerischen Hochschulbereich nqf.ch-HS.
Darüber hinaus dienten weitere Modelle und Konzepte wie beispielsweise das EFQM-Modell (European Foundation for Quality Management), Leitfäden verschiedener Akkreditierungsagenturen sowie Konzepte anderer Hochschulen als Grundlage für einzelne Qualitätsansprüche und -kriterien.
Die Qualitätsansprüche legen dar, wie sich die ZHAW entwickeln will, wobei der derzeitige Entwicklungsstand je nach Organisationseinheit unterschiedlich sein kann. Die aus den Qualitätsansprüchen abgeleiteten Kriterien definieren die Zielvorgaben. Darauf aufbauend entwickeln die Departemente und – soweit betroffen – das Rektorat und Finanzen & Services – spezifische Indikatoren, mit denen überprüft werden kann, ob die Zielvorgaben erreicht worden sind. Dabei berücksichtigen die Departemente sowie Rektorat und F&S ihren derzeitigen Entwicklungsstand und -bedarf, setzen Prioritäten und machen eine Langfristplanung. An diesen Indikatoren sollen sich auch externe Evaluationen orientieren. Die Departemente, das Rektorat sowie Finanzen & Services können darüber hinaus auf der Basis ihrer Strategien weitere Qualitätsansprüche mit dazugehörigen Qualitätskriterien formulieren und mit Hilfe von Indikatoren operationalisieren. Dasselbe gilt für die Instrumente: Über die allgemeingültigen Instrumente hinaus können die Organisationseinheiten eigene Instrumente der Qualitätsentwicklung und -sicherung entwickeln und anwenden.
Die Departemente gestalten ihre langjährige Planung weitgehend selber und entscheiden, auf welche Qualitätsansprüche und -kriterien sie besonderes Gewicht legen.
Die ZHAW stellt im Wesentlichen auf die beiden folgenden Instrumentenkategorien ab: Qualitätsentwicklungsinstrumente (ex ante) sowie interne und externe Qualitätsevaluationsinstrumente (ex post).
Zur Herstellung von Qualität «ex ante» zählt die ZHAW insbesondere:
› ein prägnantes und gelebtes Leitbild, eine langfristig angelegte Hochschulstrategie mit fachhochschulspezifischem (praxisnahem, transformativem) Profil und definiertem Entwicklungsprozess sowie Departements- und Institutsstrategien unter Berücksichtigung professions-, bildungs- und gesellschaftstheoretischer sowie disziplinärer Erkenntnisse und unter Berücksichtigung der internen und externen Anspruchs- und Interessengruppen,
› eine strategie- und kompetenzmodellbasierte Rekrutierung und Entwicklung von hervorragenden Mitarbeitenden in qualitativ hochstehenden Verfahren, die durch Transparenz, kohärente Kriterien und Wahrung der Chancengleichheit gekennzeichnet sind,
› die Förderung von Instrumenten, welche die gegenseitige Unterstützung, die interne kollegiale Beratung und die Problem- und Fehleranalyse unterstützen, und damit ein-hergehend die Förderung und Unterstützung einer Qualitätskultur, welche den Ansprüchen auf Hochschulstufe gerecht wird,
› theoretisch und empirisch fundierte sowie im Dialog mit internen und externen Peers und Anspruchsgruppen entwickelte und validierte Studiengänge und Forschungsschwerpunkte sowie thematisch und personell mit der Lehre und Forschung gekoppelte Dienstleistungen (wie z.B. Ambulatorien, Beratungsstellen, Prüfstellen etc.),
› das Bemühen um die aktive Sicherstellung der benötigten Ressourcen und der notwendigen organisationalen Rahmenbedingungen.
Bei der Qualitätssicherung ex post (durch Evaluationen) achtet die ZHAW darauf, dass sie
› sowohl eine Selbstevaluation als auch die Rückmeldung von externen Peers und Interessensgruppen beinhaltet,
› Entwicklungsziele verfolgt,
› der Optimierung der bestehenden Instrumente dient,
› einen Mehrwert erzeugt und nachhaltige positive Folgen hat.