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broc «Höchstwahrscheinlich befindet sich gegenwärtig ein Wolf in unserem Bezirk.» Dies hat Oberamtmann Maurice Ropraz am Samstag an der Versammlung der Jäger in Broc bekannt gegeben. Nachweislich hat das Raubtier zwischen dem 5. und 13. März in der Gegend des Dent de Broc und Dent de Chamois drei Hirschkälber gerissen. Ob es sich beim Täter um dasselbe Tier handelt, werden die ausstehenden DNA-Analysen noch zeigen.
Unter den meisten Jägern herrscht die Meinung vor, dass es sich nicht um ein in der Wildnis lebendes Tier handelt, sondern um eines, dass in Gefangenschaft aufgezogen wurde und jetzt freikam. Oberamtmann Ropraz, der auch Präsident der kantonalen Koordinationskommission «Wolf» ist, machte geltend, dass im nahen Italien 1000 und auf der iberischen Halbinsel 2000 Wölfe leben. Einwanderungen seien deshalb zu erwarten. Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz rund zehn Wölfe festgestellt.
Um die Vermutung der Jäger zu entkräften oder allenfalls zu bestätigen, hat die kantonale Kommission vom Buval verlangt, dass eine Liste der Wölfe erstellt wird, die in Gefangenschaft leben. Es wurde auch gewünscht, dass diese Tiere mit einer elektronischen Marke ausgerüstet werden.
Erstmals 2007
Nach 170 Jahren Abwesenheit hatte sich der Wolf 2007 im Kanton zurückgemeldet. Im Oktober hatte er in Jaun Schafe gerissen und zwei Monate später bei Estavannens einen Hirsch und ein Reh. 2008 gab es keine Meldung.
La Liberté/FN