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Gestern habe ich den Satz aus dem alten Testament “macht euch die Erde untertan” erwähnt. Der hatte nicht nur Folgen für den Planeten, sondern vor allem für uns, den Homo sapiens.
Unser Dasein als Sammler und Jäger hatte nach 290’000 Jahren des Müssiggangs ein Ende. Seither müssen wir ran an den Acker.
Heute im übertragenen Sinn.
Versieht man den Satz mit einem Ausrufezeichen, wird er zum Befehl, zu dem also, als was er die letzten tausend Jahre verstanden wurde.
Wo wären wir denn hingekommen, wenn sich alle mit dem bedingungslosen Grundeinkommen aus der Natur begnügt hätten.
Nirgendwohin.
Dabei spielt es keine Rolle, wenn “die Kirche” sich mit dem Hinweis aus der Verantwortung stiehlt, es handle sich da um eine fehlerhafte Übersetzung. Es gehe um Ackerland, das man in Besitz nehmen müsse, um zu sähen und zu ernten.
Wen interessiert das schon.
“Macht euch die Erde untertan!” hat was von “Make America great again!”, ein Kampfruf für die Anhänger, sich um den Chef zu sammeln.
Das ganze Programm lautet so:
Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft sie und waltet über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die auf der Erde kriechen! (1.Mose 1,28)
Angesichts unserer Probleme dreieinhalbtausend Jahre später, kommt man nicht umhin, festzustellen: Gott, das war grosse Scheisse, die du da gesagt hast.
Weil sich die Aufforderung “macht euch die Erde untertan” als grösster Irrtum der Menschheitsgeschichte herausstellt.