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Bisher hatten Heidrich/Vergé-Dépré in der laufenden Saison noch nicht wirklich geglänzt. Zwei Achtelfinal-Einzüge waren das höchste der Gefühle für die Europameisterinnen des letzten Jahres. Das lag primär an einer Corona-Erkrankung von Heidrich. Doch nun haben die Zürcherin und die Bernerin die fehlende Wettkampf-Praxis wettgemacht und ihre Form offensichtlich gefunden.
Im alten Industrie-Quartier von Ostrava wurden Heidrich/Vergé-Dépré erst im Final gestoppt. Als Spielverderberinnen erwiesen sich erneut die Amerikanerinnen Kelly Claes/Sarah Sponcil, die den Final deutlich mit 21:18, 21:15 für sich entschieden. Vor einer Woche in Sotschi hatte mit Nina Betschart/Tanja Hüberli bereits das andere Schweizer Topteam den Final gegen das formstarke US-Duo verloren.
Ihr Meisterstück hatten Heidrich/Vergé-Dépré am Samstag in den Halbfinals abgeliefert, als sie die Weltmeisterinnen und Weltranglisten-Ersten Sarah Pavan/Melissa Humana-Paredes aus Kanada in zwei Sätzen bezwangen.
Das Turnier in Ostrava war das letzte, das noch zur Olympia-Qualifikation gezählt hat. Ihre Quotenplätze für die Olympischen Spiele hatten Heidrich/Vergé-Dépré und Betschart/Hüberli aber bereits zuvor auf sicher. Das nächste und letzte Turnier vor Tokio findet in einem Monat in Gstaad statt. Zuvor werden die Schweizer Männer am Continental Cup versuchen, doch noch ein Olympia-Ticket zu ergattern.
Die letzten beiden Turniere zeigten, dass die Schweizerinnen für die Saison-Höhepunkte im Berner Oberland und in Japan bereit sind. Betschart/Hüberli stiessen eine Woche nach ihrem 2. Rang erneut in die Viertelfinals vor und Heidrich/Vergé-Dépré erbrachten bei letzter Gelegenheit den Beweis, dass sie doch der internationalen Elite angehören.