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Ein (USB-)Kabel, um sie alle zu verbinden23. September 2014 um 03:32
Ende des Kabelwirrwarrs? "Type-C"-USB-Anschlüsse könnten nicht nur die Vielzahl der heutigen USB-Varianten sondern auch HDMI-, DVI- und VGA-Ports ersetzen.
Ende des Kabelwirrwarrs? "Type-C"-USB-Anschlüsse könnten nicht nur die Vielzahl der heutigen USB-Varianten sondern auch HDMI-, DVI- und VGA-Ports ersetzen.
Mitte August hat sich das USB Implementors Forum (USB-IF) auf eine Spezifikation für eine neue Art von USB-Stecker geeinigt. Die neuen "Type-C"-Anschlüsse sollen wahrscheinlich im Laufe des nächsten Jahres auf den Markt kommen, und das Potential haben, die Vielzahl der heute vorhandenen Mini- und Mikro-USB-Steckervarianten abzulösen und zu standardisieren.
Nun hat die Video Electronics Standards Association (VESA) einen Standard nachgereicht, der es auch möglich machen wird, Audio/Videodaten im DisplayPort-Format über Type-C-Kabel und -Stecker zu übertragen. Damit wird man Type-C-Kabel auch zur Übertragung von hochaufgelösten Videos (4K und darüber hinaus) verwenden können.
Das "Standardisierungspotential" von Type-C-USB wird dadurch noch einmal deutlich erhöht. Type-C-Anschlüsse könnten so auch sämtliche HDMI-, DVI-, VGA- und DisplayPort-Anschlüsse von PCs, Dockingstationen, Monitoren, Fernsehgeräten und anderen Unterhaltungselektronik-Produkten ersetzen. Die Verwendung des DisplayPort-Formats sorgt dabei auch für eine gewisse Rückwärtskompatibilität: Mittels Übergangskabel kann man ein Type-C-Kabel auch an Geräte mit HDMI-, DVI- oder VGA-Ports anschliessen.
Version versus Type
Zum Schluss noch etwas Hintergrund: Bei USB muss man zwischen der Version (1.0, 2.0, 3.0, 3.1) und dem "Type" unterscheiden. Die Version spezifiziert die maximale Datenübertragungsrate und wieviel Strom gleichzeitig übertragen werden kann. Die neuste Version 3.1 ("SuperSpeed") soll bis zu 10 Gbit/s Bandbreite und die gleichzeitige Übertragung von 100 Watt Stromleistung ermöglichen.
Mit dem "Type" werden verschiedene Steckerformen und -Grössen festgelegt. "Type A" sind die schon seit der ersten USB-Version bekannten, rechteckigen USB-Stecker und -Buchsen. Unter der "Type-B"-Familie wird eine Vielzahl von anderen Steckervarianten zusammengefasst. Man findet sie meist an dem Ende eines USB-Kabels, an dem ein Peripheriegerät, zum Beispiel eine externe Festplatte, oder Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets angeschlossen werden.
Für Type-C-Anschlüsse sollen dagegen in allen Arten von Geräten die gleichen USB-Buchsen verwendet werden können, so dass die Kabel im Normalfall auch auf beiden Seiten die gleichen Stecker aufweisen. Ausserdem sind die Type-C-Stecker so gebaut, dass man sie auch "blind" einstecken kann: Es gibt kein links und rechts beziehungsweise oben oder unten mehr. (hjm)
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