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Biografie
DJ ACE, privater Übername Sugi, wurde am 27. Dezember 1972 in Baar Kanton Zug um 14.15Uhr geboren.
Mein Interesse zur Musik entwickelte sich wahrscheinlich schon vor meiner Geburt, da meine Mutter mich schon in Ihrem Bauch wohl so manche wohlklingende Stunde Musik wahrnehmen liess.
Mein Grossvater spielte mich nach meiner Geburt in meinen jüngsten Lebensjahren manchmal mit seiner Violine in den Schlaf. Mein Vater spielt Akkordeon, "Schwyzerörgeli, (Heimat-Kompressor)" und Synthesizer.
Im Alter von 9 Jahren erlernte ich ansatzweise das Tambour- und Schlagzeugspielen. Mit 11 Jahren lernte ich bei Bruno Linggi Flöte zu spielen (in der Schule obligatorisch bei Bruno Linggi).
12 jährig lernte ich das Vinyl und die TECHNICS Mk`s kennen und lieben. Da mein älterer Bruder in einer örtlichen Disco (Legendäre DISCO DUCK) als DJ tätig war, konnte ich mich schon so früh mit gutem Mixing Equipment auseinandersetzen und nutzen, was mir in diesem Alter finanziell sonst sicherlich nicht möglich gewesen wäre.
DANKE URS (DJ SUGI)
Mit 14 kam ich zum ersten mal mit einer Roland TR-505, einem Bit 01 Yamaha DX-7
und einem ATARI 520 ST in Kontakt. Ich erinnere mich daran, wie ich
unzählige Stunden mit Vaters Midi-Setup und Steinberg`s Twenty-Four
Sequencer erste Expeditionen in die Musik Pruduktionswelt unternahm. Die dabei
entstandenen Drumsequenzen und Synthesizer Tone`s vermochten allerdings aus
meiner Familie ausser mir niemanden so richtig zu fesseln. (Ich hatte trotzdem
unendlich viel Spass dabei.
Ha Ha Ha)
1987 hatte ich mein ultimatives TECHNOkratisches Schlüsselerlebniss.
DJ Sugi besuchte einen DMC DJ-Mixing contest in London und brachte diverse Schallplatten mit nach Hause. Chicago House war uns in der Schweiz damals ja schon seit ca. einem Jahr bekannt, aber was ich da neues zu hören bekam war etwas vollständig neues..........ACID HOUSE.
Ich hörte mir den Track "Acid Trax" von Phuture (Bass Line war von DJ Pierre), "We call it acieed" von D-MOB und diverse andere neue Tracks aus London an.
An diesem Tag durften meine Ohren zum ersten mal eine ROLAND
TB-303 BASS LINE geniessen. Beim anhören von einem Track von STP wusste ich dann nach kurzer Zeit das dies DER KLANG ist, den ich schon immer in meinem Leben vermisste. Leider kann ich Dir nicht genau sagen was mich zu diesem inneren Gefühl verleitet hat.
Ich denke der eigenartige Klang der ROLAND TB-303 und die neue Art, Musik ohne "Anfang und Ziel" und ohne Refrains zu spielen war wirklich revolutionär. Nach längerem zuhören entfaltete sich eine mystischen Art in mir, die sich erst, und nur durch die Monotonität des Tracks mit frequenzmodulierter TB-303 mit der Zeit in wahre trance wandelte.
Zwischen 1987 und 1993 verbrachte ich meine Zeit damit gelegentlich an diverse Acid-House- und später Techno-Parties zu gehen. (Mein älterer Bruder (DJ Sugi) war leider zu Hause ausgezogen und ich hatte zwischenzeitlich kein Mixing-Equipment mehr zur Verfügung.
Richtig zu mixen (Beat-Mixing) begann ich 1993 als ich mir dann endlich mein eigenes Equipment geleistet habe. (2X Technics Mk2 + Gemini PM 15-A Mixer). Im Jugendtreffpunkt Steinhausen konnte ich dann schon bald zum ersten mal öffentlich auflegen. Wir veranstalteten in dieser Zeit diverse Techno Parties im Jugi. Vielen kommerziell orientierten Leuten war die Musik aber zu hart und Techno orientierte Raver besuchten eher die gösseren Clubs in Zürich ,Das Etzel oder das OXA, wir stellten daraufhin den Party-Betrieb im Jugi Steinhausen nach ein paar Versuchen wieder ein, und ich mixte meine Sounds nur noch in unserem Übungsraum, währenddessen besuchte ich regelmässig den RAVEGARDEN in Volketswil ZH.
Ungefähr 8 Monate nach meinen ersten Beat-Mixing versuchen wurde ich dann von einem Security-Man auf der legendären Treppe unseres geliebten Ravegarden`s entdeckt.
Kurz darauf konnte ich an der VIRTUALITY III in der einmaligen Turbinenhalle in Zürich Oerlikon vor ca. 3500 Ravern auflegen. Niemals zuvor habe ich an einer Party vor so viel Publikum gespielt. Die ganze Zeit vor meinem Auftritt hatte ich das Gefühl, das ich wirklich relaxed war, als es dann aber soweit war, und ich dann wirklich hinter den Turntabels vor so vielen Leuten stand, merkte ich das sich die Nervosität die sich die ganze Nacht unbemerkbar in mir aufgestaut hatte, sich in genau dem Moment entladen hat als ich mit dem Auflegen begonnen habe. Ich habe so gezittert das ich wirklich unfähig war das Pick-Up am Anfang des Tracks zu plazieren. Vor lauter zittern habe ich den Tonabnehmer bis in die Mitte des Plattentellers geworfen.
Nach zahlreichen Versuchen das Pick-Up doch noch plazieren zu können, gab ich dann genervt auf. Ich habe die Nadel so genau wie möglich am Anfang des Tracks hinzuzittern versucht, gelandet ist sie dann doch erst in der Mitte des Tracks. Von dort aus habe ich die Schallplatte dann einfach zurückgedreht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist mir mein erstes Set sehr gut gelungen, und selbst DJ GIZMO hat auf sein zweites, folgendes Set verzichtet weil Ihm mein Sound und meine Mixtechnik so gut gefallen hatte. Nach gut 2 Stunden auflegen musste ich dann leider aufhören, und ich bin heute noch stolz darauf der lezte DJ zu sein, der in der legendären Turbinenhalle aufgelegt hat bevor sie abgerissen wurde.
Von diesem Zeitpunkt an durfte ich für mich einen fast kometenartigen Aufstieg in der Technoszene erleben.
Nach diversen Gig`s bei, Ravegarden After Hour`s Club, Dreamscape, Timewarp, Magic Kingdom II+III, Navigator, Global, Virtuality III+IV, als Resident DJ im Plutonium, im Casino de la rotonde und nicht zuletzt an der Futurescope 13 , um nur die gösseren Anlässe zu nennen, konnte ich auf eine recht gosse Fangemeinde zählen.
Nach der Futurescope 13 hatte ich leider einen relativ schweren Autounfall, der es mir in dieser Zeit verunmöglichte weiter als DJ tätig zu sein.
In der Zwischenzeit begann ich zu Hause alleine mit wenig Equipment Techno zu
produzieren. Später entschloss sich Martin Gretener, mein bester Freund,
auch mit einzusteigen. Heute produzieren wir unter dem Pseudonym
"LIQUID TROLL'S", zusammen neue Tracks.
Ich investiere bis heute mit Martin viel Zeit, Geld und Leidenschaft in unser eigenes kleines Home Studio. Bis jetzt konnten wir leider nichts veröffentlichen, was sicher auch daran liegt das wir relativ harte Acid-Sounds produzieren. Vielleicht wird sich dies in Zukunft ändern weil ich Kontakt zu Lawrie Immersion aus London habe, der London Acid City und Routemaster Records sein eigen nennt. Die Chance in England etwas zu veröffentlichen, ist für uns sicherlich grösser, weil auf der Insel vermehrt harte Techno- und Acidsounds gespielt werden.
Nach einer längeren Pause habe ich mich Ende des Jahres 1999 entschlossen
wieder mit dem Auflegen zu beginnen. Dies vorallem desshalb weil ich ein immenses
Feedback auf diverse Tape`s von mir erhielt, meistens mit der Frage verbunden ob
ich nicht in nächster Zeit irgendwo an einer Party auflegen
würde.
Nach so langer Zeit als DJ wieder in der Partyszene Fuss zu fassen bedeutet praktisch ein Neuanfang als DJ, unter Anderem weil viele Leute DJ ACE nicht mehr kennen, da sie längst keine Techno-Parties mehr besuchen.
Zum Glück durfte ich aber das Vertrauen vom Paradox Team geniessen, (Thanks, Benny, Erdal, Goran, Hakan und Jannis), die mich immer wieder an Ihren MINDREVOLUTION- oder REINCARNATION-Partys spielen liessen.
Ganz speziell möchte ich Arnold Meyer für das Vertrauen danken, weil er es mir ermöglicht, nach langer Wartezeit bei der FUTURESCOPE 25 wieder aufzulegen.
Ich denke die Weichen für die Zukunft sind gestellt, und diejenigen, die meinen Sound und meinen Mixstil mögen, dürfen sich wahrscheindlich darauf freuen, mich in Zukunft vermehrt an Parties zu hören.................... .
Ja jetzt, 2008 sehe ich, der Wiedereinstieg war kurz ein Traum, den ich geträumt habe. Ich mochte nicht in die aufgeblasenen Ärscher von Veranstaltern kriechen und auch die "neue" Art von Techno hat mir nicht mehr so gefallen.
Heute spiele ich noch, wenn man mich anfragt. Ich spiele Remember, Acid und Elektro.
See you there and watch out for some different grooving sounds,
I love you
DJ Ace