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Wasser-Kreuzkraut (Senecio aquaticus Hill) wird zunehmend im landwirtschaftlichen Grasland festgestellt; die Art ist für Nutztiere giftig. Zur Regulierung von S. aquaticus wurden in einem Feldexperiment auf fünf Betrieben der Schweiz sechs Verfahren getestet: Neuansaat einer Wiesenmischung nach Pflügen, Neuansaat nach Fräsen, Applikation eines selektiven Herbizides, Ausreissen oder Ausstechen, Extensivierung zu einer jährlichen Mahd und eine unbehandelte Kontrolle. Zudem wurde die Samenbank von S. aquaticus im Boden untersucht. Kurzzeitig hatten Herbizidapplikation und jährlich einmalige Mahd die beste Wirkung und reduzierten die Anzahl Individuen von S. aquaticus um maximal 88 %; für die übrigen Massnahmen wurde keine eindeutige Wirkung festgestellt. Drei Jahre nach der Anwendung wurde jedoch auch mit den erfolgreichsten Massnahmen keine Reduktion von S. aquaticus im Vergleich zur Kontrolle bei Versuchsbeginn erreicht. S. aquaticus bildete grosse Bodensamenbanken mit mehr als 1000 keimfähigen Samen pro Quadratmeter. Diese trugen zum Misserfolg der Regulierungsmassnahmen bei, da alle eliminierten Individuen der Art durch Samenkeimung mit neuen Pflanzen ersetzt wurden. Wir schliessen daraus, dass die Regulierung von grossen Populationen von S. aquaticus eine beträchtliche Herausforderung darstellt. Massnahmen müssen wiederholt und über mehrere Jahre angewandt werden bis die Samenbank erschöpft ist.
Ein später Schnitt der Reben hat einen begrenzten Nutzen für die Laubarbeit im Weinbau. Die Auswirkungen auf das Wachstum der Seitentriebe und die Zusammensetzung des Mostes sind gering.
Pflanzenschutzmittel enthalten Wirkstoffe und sogenannte Beistoffe. Agroscope untersuchte erstmals die Rückstände von Beistoffen auf behandelten Pflanzen und liefert damit Grundlagen für die Beurteilung der Risiken für Konsumentinnen und Konsumenten.
Die Wirksamkeit einer Blattdüngung mit Stickstoff zum Zeitpunkt der Beerenreife hängt vom Stickstoffmangel der Rebe ab, wie eine Studie von Agroscope zeigt. Die Studie bestätigt die Schwellenwerte für einen Mangel an assimilierbarem Stickstoff im Most bei Chardonnay, für Sauvignon Blanc muss dies noch bestätigt werden.