Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03348.jsonl.gz/2388

Siehe auch > Frommer Wunsch an Frankreichs “Force de frappe”
Macron und der rote Knopf
Macron ist als Frankreichs Staatschef zugleich Oberbefehlshaber der Streitkräfte und hat in der Verteidigungspolitik das Sagen. Eines seiner stärksten Druckmittel ist der „rote Knopf“ zum Einsatz der Atomwaffen.
Einzige Atommacht der EU
Seit dem Brexit ist Frankreich die einzige Atommacht in der Europäischen Union. Mit rund 300 Nuklearsprengköpfen ist sie zudem die drittgrößte Atommacht der Welt – mit weitem Abstand hinter Russland und den USA, die nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri über jeweils mehr als 6000 Sprengköpfe verfügen.
Paris hält Atomrüstung aufrecht
Frankreich ist dem Atomwaffensperrvertrag 1992 beigetreten – zeitgleich. Unter Präsident François Mitterrand verpflichtete sich das Land damit auch zur nuklearen Abrüstung. Dennoch hält Frankreich weiter am Prinzip der atomaren Abschreckung fest und trifft keine Anstalten, die Zahl seiner Kernwaffen zu verringern.
U-Boote und Rafale-Jets
Das Atomwaffenarsenal Frankreichs beruht auf zwei Säulen: Vier nuklear bestückten U-Booten, die mit ballistischen Interkontinental-Raketen ausgestattet sind sowie Boden-Luft-Raketen mittlerer Reichweite, die von Rafale-Kampfflugzeugen aus eingesetzt werden können.
Erneuerung des Arsenals bis 2035
Im Januar 2018 hat Präsident Macron die Erneuerung des französischen Kernwaffenarsenals bis zum Jahr 2035 angekündigt. Vorgesehen sind Raketen mit grösserer Reichweite. Für den Unterhalt und die Modernisierung der Waffen sind bis 2025 insgesamt 37 Milliarden Euro eingeplant. Das entspricht gut 12% des Militärbudgets