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Schweden: Abfall im Lande entsorgen
Drei von vier Schwedinnen und Schweden sind der Ansicht, die heutige Generation solle für die Langzeitlagerung der bestrahlten Brennelemente aus den Kernkraftwerken des Landes sorgen, vorausgesetzt die Lagertechnik erfüllt die Sicherheitsanforderungen der Behörden. Eine noch deutlichere Mehrheit - nämlich 82% - meint, die Entsorgung habe im eigenen Land zu erfolgen.
Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer nationalen Meinungsumfrage, die das Marktforschungsinstitut Temo AB im Auftrag des Entsorgungsunternehmens Svensk Kärnbränslehantering AB (SKB) im zweiten Quartal 2005 bei 1000 Personen im Alter von 16 und mehr Jahren durchführte. Wie die Umfrage weiter zeigt, wissen nur zwei von acht Schwedinnen und Schweden, dass es in Oskarshamn für bestrahlte Brennelemente bereits ein zentrales Zwischenlager gibt. Auch kennen nur zwei von acht die Namen der beiden Gemeinden, wo die SKB Standortuntersuchungen für ein geologisches Langzeitlager durchführt. Für die SKB besteht somit dringend Informationsbedarf.
Besser im Bild sind die Einwohnerinnen und Einwohner der beiden möglichen Standortgemeinden für ein Langzeitlager, Oskarshamn und Östhammar. Dort befragte die Temo zusätzlich je 800 Personen. Unter ihnen wären über 70% zu einem Langzeitlager in ihrer Gemeinde positiv eingestellt, während sich auf nationaler Ebene 51 % gegen ein solches Projekt in ihrer Wohngemeinde aussprechen würden. Die lokalen Umfragen bestätigen das Ergebnis der Befragungen vor einem Jahr, als in Oskarshamn 72% und in Östhammar 69% ihre Unterstützung für ein Langzeitlager in ihrer Wohngemeinde bestätigten. Auch bei den anderen Fragen schnitten die Befragten in den beiden Gemeinden deutlich besser ab als der nationale Durchschnitt. Die SKB interpretiert das Ergebnis als Vertrauensbeweis in die von ihr geleistete Arbeit.
Quelle
P.B. nach SKB, Pressemitteilung, 18. Mai 2005