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Der Komponist Max Richter, der 1966 in Deutschland geboren wurde, in Grossbritannien aufwuchs und heute in Berlin lebt, studierte Komposition und Klavier an der University of Edinburgh und der Royal Academy of Music in London. Kurse führten ihn nach Florenz zu Luciano Berio. Nach der Ausbildung gründete er zunächst das aus sechs Pianisten bestehende Ensemble Piano Circus, mit dem er Musik von Arvo Pärt, Brian Eno, Philip Glass und Steve Reich zur Aufführung brachte. Als Komponist sucht er den Brückenschlag von der traditionellen Instrumentalmusik zu Genres wie Techno oder Ambient und verbindet Live-Klänge mit Samples. Max Richters Œuvre umfasst Werke für den Konzertsaal und die Opernbühne, er schrieb Ballett- und Filmmusik. So schuf er den Soundtrack zu Ari Folmans Animationsfilm Waltz with Bashir, für den ihm 2008 der Europäische Filmpreis überreicht wurde; für die Musik zu Feo Aladags Die Fremde wurde er 2010 mit dem Preis der deutschen Filmkritik ausgezeichnet, für Lore (Regie: Cate Shortland) erhielt er 2012 den Bayerischen Filmpreis. Richters Kompositionen für das Tanztheater wurden vom Londoner Royal Ballet, vom Ballet du Rhin, vom American Ballet Theatre, vom Nederlands Dans Theater, an der Dresdner Semperoper, vom Geoffrey Ballet und vom Dutch National Ballet aufgeführt. Musikalisch-literarische Projekte brachten ihn mit den Schauspielern Tilda Swinton und Robert Wyatt zusammen. 2012 «rekomponierte» Max Richter für den Geiger Daniel Hope Antonio Vivaldis Le quattro stagioni, indem er Originalklänge des italienischen Barockkomponisten sampelt und über minimalistische und postmoderne Ansätze neu zusammenschneidet. Gemeinsam mit dem Konzerthausorchester Berlin unter André de Ridder haben Richter und Hope dieses Werk auf CD eingespielt und präsentieren es derzeit bei weltweiten Auftritten.
Mai 2013