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Chemins de fer de la Suisse Occidentale du Simplon (SOS)
Geschichte
Wurde als Betriebsgemeinschaft der Westschweizer Bahnen unter dem Namen Chemins de fer de la Suisse Occidentale zum 1.Januar 1865 gegründet. Die drei Westschweizer Bahnen Ouest Suisse (SO), Franco-Suisse (FS) und Chemin de fer Lausanne–Fribourg–Berne (LFB) Stellten ihre Eisenbahnstrecken, Rollmaterial und Mobiliar der Betriebsgemeinschaft SO zur Verfügung. Die Einnahmen wurden durch einen Verteilschlüssel auf die einzelnen Bahngesellschaften verteilt. Der Betrieb der Betriebsgemeinschaft Suisse Occidentale wurde nicht durch diese Selbst erbracht. Sie schloss mit der Firma Laurent-Bergeron et Comp. Einen Vertrag zur Übertragung des Betriebs ab, sie erhielt pro Jahr und Kilometer 8’000Franken.
Die einzelnen Gesellschaften waren weiterhin für den Bau ihrer angefangenen Bahnstrecken selbst verantwortlich. Durch die Bildung der Betriebsgemeinschaft, wurde die Finanzielle Lage der drei Angeschlagenen Bahngesellschaften allmählich besser und die Betriebsgemeinschaft konnte sogar eine kleine Dividende ausschütten.
Der Erfolg der Betriebsgemeinschaft trug Früchte, die drei Bahnen beabsichtigen 1871 die Zusammenarbeit zu vertiefen. Zum 1.Januar 1872 fusionierten die drei Bahnen zur Suisse-Occidentale (SO). Das neue Unternehmen konnte ihr Streckennetzt durch Zukäufe ausbauen. 1881 kaufte die SO die Compagnie du Simplon (Simplon-Bahn) für 13.2Mio. Fr. und nannte sich fortan Chemins de fer de la Suisse Occidentale et du Simplon (SOS).
Compagnie de l’Ouest des chemins de fer Suisse (OS)
Die Compagnie de l’Ouest des chemins de fer Suisse, hatte den Plan die Westschweiz mit der Deutschschweiz zu verbinden. Die Westschweizer Eisenbahngesellschaft erhielt 1852 die Konzession für eine Eisenbahnlinie von Solothurn Richtung Aarau zu bauen. Sie verzichtete auf die Konzession, dadurch war der Weg frei für die Schweizerische Centralbahn die Strecke zu bauen.
Auch ihr Westschweizer Bahnbau Projekt konnte sie nicht bauen wie geplant. Die OS plante eine Bahnlinie von Lausanne über Yverdon, Payerne, Murten nach Bern. Die Betroffenen Kantone waren sich für eine Eisenbahnlinie von Bern nach Lausanne überhaupt nicht einig. Wegen dem Konflikt über die Roten Wahl baute die OS erst einmal die Strecke zwischen Lausanne und Yverdon.
Das Netz der OS breitete sich am Genfersee laufend aus. Eine Linie bis nach Genf zu bauen und damit Anschluss an das französische Eisenbahnnetz zu erhalten, wurde ihr verwehrt. Das kurze Stück von auf Genfer Kantonsgebiet wurde an die Genf-Lyoner-Bahn die Konzession vergeben, die für die Kurze Bahnstrecke eine eigene Gesellschaft gründete.
So entstand die äusserst unbefriedigende Tatsache das auf der Strecke von Genf nach Neuenburg drei Eisenbahngesellschaften involviert waren.
Die einzelnen Westschweizer Bahnen waren nicht besonders ertragsreich. Darum suchten die sich konkurrenzierenden Bahnunternehmen im weg einer gemeinsamen Betriebsgesellschaft.
Strecken der OS
|Yverdon-Bussigny||7.Mai 1855|
|Bussigny-Renens-Morges||1Juli 1855|
|Renens-Lausanne||5.Mai 1856|
|Morges-Bussigny||5.Mai 1856|
|Villeneuve-Bex||16.Juni 1857|
|Morges-Coppet||14.April 1858|
|Coppet-Versoix||21.April 1858|
|Yverdon-Vaumarcus||7.November 1859|
|Bex-St.Maurice||1.November 1860|
|Lausanne-Villeneuve||2.April 1861|
Compagnie Franco-Suisse (FS)
Im Jahr 1852 verfolgte ein Komitee das Ziel eine Eisenbahn von Neuenburg ins Französische Dole zu bauen. Die Linie sollte dann später bis Zürich verlängert werden. Der Kanton Neuenburg wehrte sich gegen diese erfolgreich. Er Konzessionierte am 16.Dezember 1853 eine Eisenbahnlinie von Les Verrières über Neuchâtel bis zur Kantonsgrenze zum Kanton Bern bei La Neuveville. Sowie eine Strecke bis zur Grenze zum Kanton Waadt bei Vaumarcus.
Die Bahnstrecken wurden jeweils bis zur Kantons- beziehungsweise Landesgrenze gebaut. Der Anschluss bis zur nächsten Station wurde jeweils von der angrenzenden Bahngesellschaft gebaut. Im Fall von La Neuveille wurde eine Provisorische Station in Frisenberg ganz an der Kantonsgrenze auf Neuenburger Territorium gebaut. Dort mussten die Passagiere ihre Fahrt mit dem Schiff nach Nidau fortsetzten.
Am 2.April 1856 wurde die Compagnie Franco-Suisse mit Hilfe von der Französischen Bahngesellschaft Compagnie des chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée (PLM) gegründet. Die Paris-Lyon-Mittelmeer-Bahn beteiligte sich am Aktienkapital der Compagnie Franco-Suisse mit 40 Prozent.
Die FS wurde anfänglich durch die französische Paris-Lyon-Mittelmeer-Bahn betrieben und später durch die OS-Betriebsgemeinschaft.
Chemin de fer de Lausanne-Fribourg-Berne (LFB)
Die Westschweizer Kantone konnte sich nicht für eine Eisenbahnstrecke von Lausanne nach Bern einigen. Die Freiburger wollten das ihre Kantonshauptstadt auch an die Hauptbahn nach Bern angeschlossen wird. Sie torpedierten das Projekt eine Eisenbahn von Bern über Murten Yverdon nach Lausanne zu bauen mit allen mittel. Die Kantonsregierung gelang es den Eidgenösischenräte zu überzeugen das die direkte strecke über Freiburg besser ist wie die andere Route. Da sich der Kanton Waadt weigerte die Bahn zu Konzessionieren, musste der Bund eine Zwangskonzession vergeben. Freiburg wurde durch den Kanton Genf für den Bau der sogenannten Oron-Bahn unterstützt.
Der Kanton Freiburg erteilte 1856 der französischen Chemin de fer de Lyon à Genève, die Konzession für den bau- und betrieb der Oron-Bahn. Mit dem Vertrag vom 16.April 1858 wurde vereinbart das die Oron-Bahn und die Genf-Versoix-Bahn in ein gemeinsames Unternehmen überführt wird. Zum 1.Juli1858 entstand die Compagnie des Chemin de fer de Lausanne à Fribourg et à la Frontière Bernois et de Genève a Versoix.
Lausanne-Freiburg-Bern
Die Eisenbahnstrecke von Lausanne nach Bern führt durch eine sehr anspruchsvolle Topographie. Das grösste Bauwerk der Bahnstrecke der LFB ist sicherlich das Grandfey-Viadukt das zu den grössten Eisenbahnbrücken der Schweiz gehört. Die heutige Brücke wurde im Zuge der Elektrifizierung der Strecke durch die SBB neu erstellt. Die Brücke hat auch eine sehr grosse Symbolkraft, denn das Viadukt verbindet die Deutschschweiz mit der französisch sprechenden Westschweiz. Die Saane die die Sprachgrenze zwischen deutsch und französisch bildet wird auch als Röstigraben bezeichnet.
Die LFB konnte den ersten Abschnitt Ihrer Linie von Törishaus nach Balliswil am 2.Juli 1860 eröffnen. Das Streckenstück von Bern bis zu dem Bern / Freiburgischen Grenze bei Törishaus wurde durch die Schweizerischen Centralbahn eröffnet. Der westliche Teil der Bahnlinie brauchte noch etwas länger, bis er fertig gestellt war. Der Durchgehender Bahnbetrieb auf der ganzen Strecke konnte am 4.September1862 aufgenommen werden.
LFB im Kanton Genf
Auf den ersten Blick etwas eigenartig erscheinen mag das die Lausanne-Freiburg-Bern-Bahn auch Gleise im Kanton Genf besass. Und die Genfer Strecke sogar älter ist wie ihre eigentliche Stammlinie. Da müssen wir mal einen Blick auf die Konzessionsvergabe schauen und stellen fest das beide Konzessionen an die Genf Lyoner Bahn vergeben wurden. Es scheint so als hätte die Lyoner die Schweizer Strecken in eine eigene Gesellschaft überführt.
Dann macht es irgendwie sinn die Genfer Strecken abschnitte in eine Gesellschaft zusammen zu führen. Die Nachfolge Gesellschaft der Compagnie de Lyon–Genève, wurde die Compagnie des chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée (PLM), die ihre Genfer Eisenbahnstrecke Genf-La Plaine (Grenze) 1913 an die SBB abgeben musste. Es bestand eine weitere Besonderheit im Schienennetz von Genf war, das in der der Genfer Exklave Céligny auch die Strecke der Bahngesellschaft Compagnie des Chemin de fer de Lausanne à Fribourg et à la Frontière Bernois et de Genève a Versoix gehörte. Auf beiden Seiten wurde der Anschluss durch Ouest Suisse sichergestellt.
Das Ende der LFB kommt
Da die LFB schon während des Baus der Eisenbahnstrecke von Lausanne nach Bern Finanz Schwierigkeiten gab, schloss die Gesellschaft am 12.November1863 einen Abtrettungsvertrag mit dem Kanton Freiburg ab. Die anderen von der Bahn erschlossenen Kantone mussten dem Vertrag zustimmen, das dauerte bis ins Jahr 1869.
Die Zeit der LFB war gezählt sie Fusionierte mit den anderen grossen Westschweizerbahnen zur Suisse- Occidentale (SO)