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Globale Erwärmung
Seit ca. 40 Jahren wird eine unnatürliche Erwärmung der Erdatmosphäre beobachtet. In den vergangenen 1000 Jahren hat die globale Durchschnittstemperatur nur um etwa 1°C variiert. Während mind. 800'000 Jahren bewegte sich die CO2-Konzentration in der Atmosphäre in einer Bandbreite von 180 bis 300 ppmv (Anzahl Moleküle pro Million in einem bestimmten Volumen). Die CO2-Emissionen der Menschheit haben jedoch zu einem massiven Anstieg dieser Konzentration geführt. Heute liegt die CO2-Konzentration bereits über 380 ppmv.
Durch die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung kommt es heute und in Zukunft also zu einem raschen Temperaturanstieg. Die Zunahme wird zu einem grossen Teil durch den Ausstoss von Treibhausgasen (THG) und Waldrodungen verursacht. In den letzten 100 Jahren nahm die globale Durchschnittstemperatur um durchschnittlich 0.74°C zu. Die Wärmeenergie verteilt sich ungleich über die Erde. Landoberflächen erwärmen sich schneller als Ozeane und es gibt regionale Verstärkungsprozesse (z.B. durch Gletscherrückgänge). Deshalb lag der Temperaturanstieg von 1.5°C in der Schweiz, über den gleichen Zeitraum gemessen, deutlich über dem globalen Durchschnitt.(Nähere Infos zum Treibhauseffekt: siehe Glossar!)
Auswirkungen auf die Schweiz
Klimamodelle lassen erwarten, dass sich der Klimawandel im Alpenraum auch in Zukunft stärker auswirken wird, als im globalen Mittel. Eine Szenarienanalyse hat ergeben, dass die Schweiz bis im Jahr 2050 mit einem Temperaturanstieg von durchschnittlich 1.1 bis 3.7, in den Sommermonaten sogar bis zu 5 Grad Celsius rechnen muss. Im Frühjahr und Herbst sind keine wesentlichen Veränderungen zu erwarten, jedoch dürften die Niederschläge im Winter um ca. 10% zunehmen, wobei es sich im Mittelland vor allem um Regen handeln wird, da die Schneefallgrenze ansteigt und grössere Schneemengen nur noch in höheren Lagen fallen. Im Sommer dürften die Niederschläge um ca. 20% abnehmen und die Schneeschmelze früher einsetzen. Damit verändert sich auch der Wasserhaushalt der Flüsse. Sie werden im Winter und Frühling eher mehr, im Sommer und Herbst hingegen deutlich weniger Wasser führen. Hoch- und Niedrigwasserperioden dürften demnach häufiger auftreten. Generell wird eine Zunahme von Extremereignissen vorhergesagt. Intensive Niederschläge, damit verbundene Stürme und Hochwasser, ungewohnt heisse Sommer und milde Winter werden langfristig sehr wahrscheinlich zur Regel.
Extreme Wetterverhältnisse sorgen für die grössten und teuersten Schadenereignisse in unserem Land – die Schweiz beteiligt sich also aus gutem Grund an diversen nationalen und internationalen Klimaforschungsprogrammen. Ausserdem unterstützt der Bund die Umwelt mit nachhaltig schonenden Bauvorhaben mittels Förderbeiträgen. Es lohnt sich aber auch für jeden einzelnen, sich Gedanken über die Umwelt zu machen und zu versuchen, sich aktiv an der Erhaltung der Natur zu beteiligen. - Wir haben nur diese eine Welt!