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Eine der grössten und ältesten Wehranlagen der Schweiz steht auf einem Felsrücken oberhalb von Bellinzona im sonnigen Tessin. Seit 2000 gehört sie zum Welterbe der UNESCO.
1500 unterwarf sich Bellinzona der Herrschaft der Eidgenossen. Die Stände Uri, Schwyz und Nidwalden teilten 1506 die drei Burgen unter sich auf. 1803 gingen die Burgen in den Besitz des neu gegründeten Kantons Tessin über.
Castelgrande, Schloss Uri
Die Burg liegt bei 277 m ü. M. auf einem mächtigen Felsrücken über der Altstadt.
Auf der Siedlung auf dem Felsrücken, die wahrscheinlich bis zur Römerzeit laufend weiterentwickelt wurde, erbaute man im 4. Jahrhundert n. Chr. die erste Festung. Mehrmals wechselten sich Como und das Herzogtum Mailand als Besitzer ab, bis Bellinzona im Jahr 1340 an die Visconti aus Mailand fiel.
Im 14. und 15. Jahrhundert wurde sie als Castello vecchio (alte Burg) bezeichnet.
Zur Abwehr von Angriffen der Eidgenossen liessen die Mailänder Herzöge das Castelgrande in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts markant ausbauen. Die heutige Gestalt der Burg ist überwiegend auf diese Zeit zurückzuführen.
Ab 1506 hiess die Burg Castello d’Uri (Schloss Uri), abgeleitet nach ihrem Besitzer, dem eidgenössischen Stand Uri. Ab 1818 war auch die Bezeichnung Castello San Michele geläufig.
Montebello, Schloss Schwyz
Die Burg liegt bei 313 m ü. M. auf einem felsigen Vorsprung östlich der Altstadt und ist mit der Stadtmauer verbunden.
Für diese Burg sind verschiedene Bezeichnungen überliefert. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde sie wahlweise Castello piccolo (kleine Burg), Castello nuovo (neue Burg) oder Castello di mezzo (mittlere Burg) genannt.
Ab 1506 hiess sie Castello di Svitto (Schloss Schwyz), abgeleitet nach ihrem Besitzer, dem eidgenössischen Stand Schwyz. Ab 1818 war auch die Bezeichnung Castello San Martino geläufig.
Sasso Corbaro, Schloss Unterwalden
Die Burg liegt bei 458 m ü. M. auf einem felsigen Vorsprung rund 600 Meter östlich der Altstadt.
Die Burg hat ebenfalls verschiedene Bezeichnungen. Ab 1506 hiess sie Castello di Unterwalden (Schloss Unterwalden), abgeleitet nach ihrem Besitzer, dem eidgenössischen Stand Nidwalden. Ab 1818 war auch die Bezeichnung Castello Santa Barbara geläufig.