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Von Lucie Girardier
Ein Team mit über Jahre gesammeltem Wissen ist auf der Suche nach einer Methode, dieses festzuhalten und für andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugänglich und erfahrbar zu machen.
Die Fragestellung ist: „Wie können wir User Experience Methoden beschreiben und effektiv an andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitervermitteln, für sie zugänglich und erfahrbar machen und sie zur Nutzung motivieren?“.
Von der Idee bis zum ersten Prototyp wurden unter anderem folgende Methoden eingesetzt: Interview, Brainstorming, Konkurrenzanalyse, Kopfkino Screening und Prototyping. Das Resultat dieser Vorgehensweise dient als Basis für den ersten Probelauf des Methodensets.
Wie können wir User Experience Methoden beschreiben und effektiv an andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitervermitteln, für sie zugänglich und erfahrbar machen und sie zur Nutzung motivieren?
Während mehreren Jahren konnte das User Experience Team viele Erfahrungen sammeln. Es kamen Projekte mit Problemstellungen, welche unterschiedliche Expertisen brauchten, auf das Team zu. Aus diesen Projekten wurde die Idee zum “Methodenset“ hervorgebracht. Das Ziel dieses Methodensets ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Überblick über erprobte und einfach anwendbare User Experience Methoden zu geben und sie zu befähigen, diese anzuwenden. Damit will das Team User Experience Ansätze im Unternehmen verankern und breiter skalieren.
Wissen sammeln
Als Inspiration wurden im Rahmen eines Brainstormings die Methoden-Erfahrungen vom Team gesammelt, um den Überblick über das Potential für eine Wissens-Vermittlung zu verschaffen. Zudem wurden Interviews mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt, um mehr über die Bedürfnisse und den Wissensstand zu erfahren. Eine Marktanalyse von digitalen und analogen Lösungen für die Beschreibung, Darstellung und Vermittlungsform der Methoden rundete die Analyse ab.
Analysieren
Aus dieser ersten Phase konnten Erkenntnisse synthetisiert werden. Das Team konnte den Fokus für das erste Methodenset setzen, die Granularität für die Beschreibung der Methoden ableiten sowie Ideen für die Vermittlung der Methoden sammeln. Dass man die Methode selber erlebt, wurde als wichtiger Erfolgsfaktor genannt. So entsteht Selbstsicherheit, um die Methode selber anwenden zu können.
Prototypen erstellen
Nach der Analyse wurden Papier Prototypen vom Methodenset erstellt. In einem Workshop wurden die Ideen für die Vermittlung des Methodensets gesammelt. Fünf ausgewählte Ideen wurden in einem “Kopfkino Screening” vertieft. Für jede Idee wurden Punkte von folgenden vier Kategorien aufgelistet: Schmerz (Pain), Gewinn (Gain), Interaktion und Umgebung. Der Vergleich der Ideen war hilfreich, um die Komplementarität ans Licht zu bringen. Nach einem Vergleich wurde entschieden, welche Ideen weiterverfolgt werden. Das ausgefüllte Template gab einen guten Überblick, um die Anforderungen und Massnahmen für diesen ersten Probelauf zu definieren.
Als Ergebnis wurden nun zehn Methoden beschrieben und ein erster Workshop zu deren Vermittlung durchgeführt. Herausfordernd war und bleibt die richtige Balance zu finden, um das Thema voranzutreiben sowie die richtigen Anreize zu finden um sicherzustellen, dass das Methodenset nicht für die Schublade ist. Bei der Vermittlung der Methoden ist es wichtig, einen Transfer für die spätere Nutzung zu ermöglichen. Die Mitarbeiterinnen und die Mitarbeiter können somit selber die Initiative ergreifen und die Methoden im Alltag nutzen. Dies ist nötig, um die Skalierbarkeit sicherzustellen.