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Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Chinas ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6.8 Prozent zurückgegangen. Es ist das erste Mal seit mehreren Jahrzehnten, dass die chinesische Wirtschaft schrumpft.
Die schlechten Zahlen kommen wenig überraschend. Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, führte die chinesische Regierung ab Ende Januar drastische Massnahmen ein: Ganze Regionen wurden von der Aussenwelt abgeriegelt; Schulen, Parks, Restaurants und Geschäfte mussten schliessen.
Finanzhilfen in China viel geringer
Auch Chinas Zentralbank unterstützt in der Krise die Volkswirtschaft. Doch der Umfang der chinesischen Hilfen ist bislang nicht so gross wie die Hilfspakete, die etwa die USA oder europäische Staaten auf den Weg gebracht haben. Allerdings werden auch in China Forderungen nach mehr Ausgaben laut.
Welche weiteren Hilfen ausgerichtet werden, dürfte klarer werden, wenn Chinas Volkskongress zu seiner Jahrestagung zusammenkommt. Nach der Absage wegen der Corona-Pandemie Anfang März wird vermutet, dass das wichtigste politische Treffen des Jahres im Mai oder Juni stattfinden könnte. Eine offizielle Bestätigung für den Termin gibt es aber noch nicht.
Das soziale Leben und die Wirtschaft in China kamen praktisch zum Stillstand. Besonders hart getroffen wurde die Tourismusindustrie, die Gastronomie, aber auch der Detailhandel. Inzwischen haben viele Unternehmen ihren Betrieb wieder aufgenommen.
Die Menschen gehen zurück zur Arbeit. Das Schlimmste dürfte überstanden sein. Wie rasch sich die chinesische Wirtschaft aber erholen wird, ist noch nicht klar und hängt nicht zuletzt auch davon ab, wie schnell der Rest der Welt die Corona-Krise meistern wird.