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Die Lawinengefahrenkarten sind im Internet abrufbar. Sie unterscheiden vier Gefahrenstufen, die durch verschiedene Farben gekennzeichnet werden: rot, blau, gelb und weiss. Die Gefährdung bemisst sich nach der Häufigkeit und der Intensität einer Lawine.
Rote Gefahrenzone
Stark gefährdete Gebietsflächen werden rot markiert. In diesen Geländeabschnitten ist mit Folgendem zu rechnen:
Lawinen mit einer Druckeinwirkung von 30kN/m2 oder mehr, deren Wiederkehrperiode bis zu 300 Jahre betragen kann;
Lawinen mit schwächerer Druckeinwirkung, deren Wiederkehrperiode aber bei 30 Jahren oder darunter liegt.
Blaue Gefahrenzone
Geländeabschnitte, wo seltene Lawinennur mit einer schwachen Intensität bewirken, werden blau markiert. Es kann sich Folgendes ereignen:
Lawinen mit einer Druckeinwirkung unter 30kN/m2, deren Wiederkehrperiode zwischen 30 und etwa 300 Jahren liegt;
Staublawinen mit 3kN/m2, deren Wiederkehrperiode bei unter 30 Jahren liegt.
Gelbe Gefahrenzone
Gebiete mit geringer Gefährdung werden der Gefahrenstufe gelb zugeordnet. Dies gilt für Geländeabschnitte, die:
sich in der Sturzbahn einer Staublawine befinden, welche eine Druckeinwirkung von 3kN/m2 oder weniger und eine Wiederkehrperiode von über 30 Jahren aufweist.;
von Fliesslawinen heimgesucht werden können, welche theoretisch nicht auszuschliessen aber äusserst selten sind (Wiederkehrperiode über 300 Jahre) und von der Statistik nicht erfasst werden.
Weisse Zone
In der weissen Zone einer Lawinengefahrenkarte ist, soweit sich dies beurteilen lässt, mit keinem Lawinenereignis zu rechnen (wenn keine gelbe Zone eingezeichnet worden ist, gilt die Restgefährdung für den Grenzbereich der weissen Zone).