Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03257.jsonl.gz/1707

Zürich, 07.06.2017
In der Elektromobilität klaffen Wunsch und Wirklichkeit immer noch weit auseinander. 2016 verdoppelte sich zwar die Zahl der elektrisch betriebenen Fahrzeuge weltweit auf zwei Millionen und erreichte damit ein Rekordniveau, wie die Internationale Energie Agentur (IEA) am Mittwoch mitteilte.
Doch sei man mit einem Anteil von 0,2 Prozent am gesamten Auto-Bestand noch weit davon entfernt, durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen die Klimaerwärmung einzudämmen. "Um die Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts zu erreichen, müsste die Zahl der Elektroautos bis 2040 auf 600 Millionen steigen", erklärte die IEA.
Die Experten sehen allerdings "gute Chancen", die Zahl der E-Autos bis 2020 auf neun bis 20 Millionen zu erhöhen und bis 2025 auf 40 bis 70 Millionen. Hemmschuh der Entwicklung sind aber immer noch die hohen Kosten für E-Autos im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren sowie die Batterien mit einer häufig noch zu geringen Reichweite.
Grösster Abnehmer von E-Autos ist IEA-Angaben zufolge China, gefolgt von den USA, Japan, Kanada, Norwegen, Grossbritannien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Schweden.
In der Schweiz waren laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) im vergangenen Jahr 10'700 Elektro-Autos unterwegs sowie 57'000 Hybrid-Autos - gegenüber 3,1 Millionen benzinbetriebenen Fahrzeugen und 1,3 Millionen Diesel-Autos.