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Vier Solitäre bilden auf einer Fläche von 6’700 m2 eine in sich schlüssige räumliche Komposition innerhalb des heterogenen Hardturm-Quartiers in Zürich-West. Unweit des Areals wurden seit 1805 Textilien gewoben und Maschinenteile hergestellt. Noch heute zeugen davon grossmasstäbliche Werkgebäude, daneben befinden sich aber auch Siedlungen mit niedriger Körnung wie die Bernoullihäuser. Um eine soziale Durchmischung zu gewährleisten, sollte die Siedlung «Kraftwerk1» verschiedene Wohnungsgrössen anbieten sowie Wohnen und Arbeiten am gleichen Ort ermöglichen. Der Komplex besteht aus dem zentralen Hauptbau «A» aus braunviolettem Klinker und den windmühlenartig darum platzierten, rotorange verputzten Häusern «B1» (Büro und Gewerbe), «B2» (Wohnen) und «B3» (Wohnen und Arbeiten). Im achtgeschossigen Haus «A» ermöglichen zwei sich überlagernde Erschliessungssysteme eine Vielzahl an Wohnungsgrössen und -formen. Zwei Typologien sind prägend: die zweigeschossige «Le Corbusier»-Wohnung, die sich vom Eingang an der inneren Erschliessungstrasse nach oben und unten entwickelt, und das Modell «Loos», das Raumabfolgen mit überhohen Wohnzimmern erlaubt. Genauso grosszügig wie die Wohnungen sind auch die Dienstleistungsangebote und gewerblichen Nutzungen. So ermöglicht die Siedlung Lebensformen, die noch vor kurzem als unrealistisch galten: flexible Raumkonzepte zum einen, Wohnen und Arbeiten im selben Quartier oder Gebäude zum anderen. Neben sozialen und architektonischen Gesichtspunkten haben die ökologischen Aspekte einen hohen Stellenwert. Die Überbauung wurde 2002 mit dem Schweizer Solarpreis ausgezeichnet.
http://www.stuecheli.ch/de/projekte/detail/beschreibung/kraftwerk-1/