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Zürich (awp/sda) - Amerikanische und japanische Behörden gehen der Frage nach, ob die UBS versucht hat, den Referenzzinssatz Libor zu manipulieren. Sie haben die Grossbank aufgefordert, Informationen zu liefern.
Die London Interbank Offered Rate, kurz Libor, wird täglich von den wichtigsten international tätigen Banken festgelegt und dient als Referenz, zu welchem Zinssatz Banken sich untereinander Geld ausleihen. Der Libor ist auch der Referenzzinssatz der Schweizerischen Nationalbank.
Die Untersuchung publik gemacht hat die UBS selbst. Am Dienstag hat sie sie im Geschäftsbericht unter Rückstellungen und Eventualverpflichtungen aufgeführt.
Aufgrund der Vorladungen führe sie nun interne Abklärungen, schreibt die UBS in ihrem Geschäftsbericht und verweist darauf, dass sie mit den Behörden kooperiere. Der Verdacht, dass Banken mit beschönigten Angaben den Libor beeinflusst haben sollen, wurde vor gut drei Jahren laut.
In ihren Erläuterungen zu Rückstellungen und Eventualverpflichtungen listet die UBS noch eine ganze Reihe weiterer Fälle auf, welche finanzielle Konsequenzen für den Konzern haben könnten. Aufgeführt sind etwa zahlreiche Aufforderungen von ausländischen Behörden, Angaben zu grenzüberschreitenden Vermögensverwaltungsdienstleistungen zu machen.
Aber auch Untersuchungen und Klagen in Zusammenhang mit Wertpapieren der inzwischen Pleite gegangenen US-Investmentbank Lehman Brothers, mit amerikanischen Anleihen oder mit in Madoff-Papiere investierten Anlagefonds werden erwähnt.
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