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An extremen Steillagen, wie beispielsweise am südexponierten Hang des Feldbachtobels, kann man besonders prächtige Eibenbestände finden.
Eiben-Arten sind immergrüne Sträucher oder kleine bis mittelgroße Bäume. Ihnen wird ein sehr hohes Alter zugeschrieben.
Im Herbst kann man bei den weiblichen Pflanzen rote «Früchte» erkennen.
Die einzigen von Natur aus mehrheitlich waldfreien Flächen der Gemeinde Wattwil sind die Hochmoore, wie man sie auf dem Hüttenbüel, auf dem Salomonstempel und auf dem Ricken findet. Hochmoore entstehen in Gebieten, in denen die Niederschlagsmenge größer ist, als das, was verdunsten oder abfliessen kann. Ausserdem entsteht im Moor mehr Biomasse, als wieder abgebaut werden kann. Das Pflanzenmaterial sammelt sich somit an und wird zu Torf.
Dem extrem durchnässten, sauren, mineral- und sauerstoffarmen Milieu in den Hochmooren sind nur hochspezialisierte Organismen mit angepassten Überlebensstrategien gewachsen. Das Gebiet ist daher sehr artenarm. Auffallend häufig sind auf dem Hüttenbüel die Blumenbinse und die Wenigblütige Segge zu finden.
Intakte Hochmoore sind auf die Dauer nicht bewaldungsfähig,
In höheren Gebirgslagen können Bruch- und Moorwälder ausgebildet sein. Dies sind meist schlechtwüchsige, niedrige, lichte Bestände aus Kiefern oder Birken mit einem strauchreichen Unterwuchs und einer aus Gräsern und Seggen sowie Zwergsträuchern bestehenden Krautschicht aber einer gut ausgebildeten Moosschicht aus vorwiegend Torfmoosen.
Der Salomonstempel gehört zu einer ausgedehnten Wald- und Moorlandschaft auf der Hochebene zwischen Hemberg und Ebnat-Kappel. Sie ist im Bundesinventar der Hoch-, Übergangs-, und Flachmoore von nationaler Bedeutung erfasst. Das Hochmoor Salomonstempel wurde durch den Abbau von Torf, der bis in die Mitte des 20 Jahrhunderts stattgefunden hat, stark beeinträchtigt.
Etwa 20% der rund 760 spontan vorkommenden Farn- und Samenpflanzenarten Wattwils verdanken ihre Anwesenheit dem Menschen.
Beispiele sesshaft gewordener Exoten finden wir entlang der Thur. Hier leuchten im Sommer die gelben Blütenstände der nordamerikanischen Goldrute, und der mastige japanische Staudenknöterich verteidigt auch sein Revier
Beliebt für Neueinwanderer ist auch das Gleis- und Bahnhofsareal, ein Gebiet, das immer wieder für botanische Überraschungen sorgt.
Das Ried der Talsohle in der Brendi ist das einzig verbliebene grossflächige Ried in Wattwil. Durch das austretende mineralstoffhaltige Hangwasser entstanden am Hangfuss artenreiche Kleinseggenriede.
Das Brendiried ist das artenreichste Feuchtgebiet Wattwils. Etwa 20% der Flora Wattwils, also etwa 154 Farn- und Samenpflanzenarten können allein auf diesem Ried gefunden werden.
Kleinseggenriede oder auch Wiesenmoore genannt, zeichnen sich durch moosreiche Pflanzengesellschaften aus. Pflanzen die in diesem Gebiet vorkommen sind unter anderem niedrige Seggen und Binsen.
Kleinseggenriede sind von Natur aus weitgehend gehölzfrei.