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Hüttenstatistik 2008 Viertbestes Hüttenjahr der Geschichte
Die 324 000 Übernachtungen in den 151 SAC-Hütten 1 im vergangenen Jahr bedeuten das viertbeste Ergebnis in der Geschichte des SAC. Der Rückgang der Übernachtungen um 2,4% gegenüber dem Vorjahr hängt mit den teilweise prekären Schnee- und damit Tourenverhältnissen während der Wintersaison zusammen.
Ausschlaggebend für den leichten Rückgang war vor allem eine überaus schlechte Wintersaison, in der im Vergleich zum Vorjahr fast 15 000 Übernachtungen weniger zu verzeichnen waren. Der Sommer mit knapp 7000 zusätzlichen Übernachtungen vermochte diese Rückgänge nicht auszugleichen. In der Liste der bestbesuchten Hütten hat die Cabane des Dix mit einer Steigerung der Übernachtungen um 1,2% zum ersten Mal die Britannia- und Konkordiahütte an der Spitze abgelöst.
Um die «nackten» Jahreszahlen etwas aussagekräftiger darzustellen, erscheint die Übernachtungsstatistik 2008 erstmals im Vergleich mit den Zahlen der vier vorangegangenen Jahre und dem Fünfjahresdurchschnitt. Dies erlaubt es besser, die allgemeine Entwicklung in den einzelnen Hütten aufzuzeigen.
So lässt sich beispielsweise feststellen, dass die Gesamtübernachtungszahl für 2008 um 2,8% über dem Durchschnitt der Betrachtungsperiode liegt. Nur gerade die Hütten im Tessin liegen – allerdings deutlich mit –10,3 unter diesem Durchschnitt. Bei den bewarteten Hütten schwingen die umgebaute Legler- und die neue Spitzmeilenhütte oben aus.
2006/07 herrschten in den meisten Regionen der Schweiz ausgezeichnete Verhältnisse für Ski- und Schneeschuhtouren. Anders sah es in der darauffolgenden Periode aus. Und so kam es gesamtschweizerisch in der Wintersaison von November 2007 bis Mai 2008 zu dem erwähnten Rückgang der Übernachtungen von fast 17% gegenüber dem Vorjahr auf knapp 72 00O. Betroffen waren fast alle Regionen, eine Ausnahme bildeten die Hütten in den Glarner und St. Galler Alpen. Alle übrigen Regionen der Schweiz verzeichneten Rückgänge.
Sehr erfreulich präsentieren sich die Zahlen für das Sommerhalbjahr 2008: Mit insgesamt über 252 000 Übernachtungen wurde das Vorjahresergebnis um 2,6% übertroffen und damit nach dem Rekordsommer 2003 das zweitbeste je registrierte Sommerergebnis erzielt. Nach wie vor werden im Sommer über drei Viertel der Hüttenübernachtungen registriert. Von wesentlich mehr Sommergästen profitierten nebst den Hütten im Berner Oberland (+11,3%) insbesondere diejenigen der Glarner und St. Galler Alpen (+28%). Der Aufschwung in der Ostschweiz hängt mit dem Umbau in der Legler- und der Spitzmeilenhütte zusammen, die im Vorjahr praktisch keine Gäste beherbergen konnten.
Die Betrachtung nach Regionen ergibt für das Hüttenjahr 2008 folgendes Bild: Aus den erwähnten Gründen hat die Region Glarner und St. Galler Alpen die Übernachtungen um mehr als 26% auf über 20 000 steigern können. Ebenfalls positiv schliessen die Hütten der Bündner Alpen (+2,1% auf 72 800) ab. Einbussen hinnehmen mussten die Hütten im Tessin mit –15,2% und jene im Wallis mit –4,1%.
Zum zweiten Mal erhob der SAC 2008 die Umsatzzahlen seiner 153 Hütten. Der leichte Rückgang bei den Übernachtungszahlen beeinflusste auch den damit erzielten Umsatz; er lag bei ungefähr 6,9 Mio. Franken, was einem Minus von 2,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Erfreulicherweise nahm der Umsatz bei den Konsumationen um ca. 1,5% auf insgesamt rund 17,2 Mio. Franken zu. Dem zentralen Hüttenfonds fliessen insgesamt rund 1,46 Mio. Franken zu.