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Der Ankauf von Gemälden aus der Zeit zwischen der Mitte des 19. und der Mitte des 20. Jahrhunderts ist nicht nur für Amateursammler voller Risiken sondern sogar für Professionnelle des Kunstmarktes. Bei zahlreichen Fälschungsskandalen der letzten Jahre waren es naturwissenschaftliche Untersuchungen, die zur Aufdeckung führten. Oft maltechnisch weniger komplex als die „alten Meister“ sind Gemälde der Moderne Opfer einer veritablen Fälschungsindustrie geworden, von der „Aufwertung“ von Gemälden unbekannter Künstler durch Hinzufügen einer prestigeträchtigen Signatur bis hin zur vollständigen Neuherstellung falscher künstlich gealterter Gemälde einschliesslich gefälschter Provenienz. Achtung beim Kauf!
Naturwissenschaftliche Untersuchungen verfügen über eine Vielzahl an Methoden und Techniken mit denen sich Fälschungen nachweisen lassen. Mit der Radiocarbondatierung können anachronistische Bildträger identifiziert werden. Die Untersuchung des Craquelées mit dem Stereomikroskop zeigt ob eine Signatur original ist oder zu einem späteren Zeitpunkt hinzugefügt wurde. Die Einführung vieler neuer synthetischer organischer und anorganischer Pigmente im 19. und während des gesamten 20. Jahrhunderts bietet wichtige Anhaltspunkte für die Datierung eines Werkes. Gleichzeitig kann eine naturwissenschaftliche Untersuchung auch Zweifel an einem Werk beseitigen und einen potentiellen Käufer ermutigen indem sie nachweist, dass die verwendeten Materialien und Techniken vollständig den Erwartungen entsprechen.
Bei Rechtsstreitigkeiten können wir die Rolle des naturwissenschaftlichen Experten übernehmen.