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Die «Methode», welche das Autorenteam Concita Filippini und Daniel Barth propagiert, ist relativ schnell erklärt, braucht aber für den Einsatz in der Praxis viel Übung. Erstens muss man nach dem Bedürfnis forschen, das hinter einem unerwünschten Verhalten steckt. Was ist der Grund, dass Uran mit fantastischen Geschichten auftrumpfen muss, wie etwa jener vom Hecht in der Badewanne? Zweitens muss man versuchen, die Situation in Schule, Freizeit oder Familie so zu verändern, dass eine Schülerin oder ein Schüler dieses Bedürfnis befriedigen kann, ohne ein normabweichendes Verhalten zeigen zu müssen. Urans Fischergeschichten zum Beispiel könnten zunächst gesammelt und aufgeschrieben werden. Danach dienten sie als Ausgangspunkt für Erkundungen in der Welt der Fische. Damit erhielte er die soziale Anerkennung, nach der er sich so sehnt.
«Im Umgang mit Verhaltensproblemen gibt es keine einfachen Rezepte», relativiert Daniel Barth, «denn Verhalten hängt nicht nur mit dem «schwierigen» Schüler zusammen, sondern genauso mit der Umwelt: Familie, Freunde, Klasse und Lehrpersonen.» Und diese Erkenntnis stelle sich bei Lehrpersonen nicht automatisch ein, sondern müsse trainiert werden, ist Barth überzeugt.