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Der Co-Verwaltungsratspräsident von LafargeHolcim, Wolfgang Reitzle, soll beim deutschen Konzern Linde die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden übernehmen. Er wird der Hauptversammlung am 3. Mai zur Wahl in das Gremium vorgeschlagen.
Abkühlphase vorbei
Ob Reitzle damit sein Amt als LafargeHolcim-VRP aufgibt ist nicht bestätigt. Ein Sprecher von LafargeHolcim wollte die Personalie gegenüber der Nachrichtenagentur AWP nicht kommentieren. Anfang Februar hatte die Süddeutsche Zeitung bereits über einen bevorstehenden Wechsel von Reitzle zu Linde berichtet. In Deutschland gilt eine gesetzlich vorgeschriebene Abkühlphase von zwei Jahren, bevor ein früherer CEO in den Aufsichtsrat des Unternehmens wechseln kann.
Reitzle hatte im April 2014 den Posten des Holcim-VRP von Rolf Soiron übernommen, nur kurz nach der Bekanntgabe der Fusionspläne mit Lafarge. Seit der Fusion der beiden Zementkonzerne amtet er als Co-VRP gemeinsam mit dem früheren Lafarge-CEO Bruno Lafont. Als Statutory Chairman hat er jedoch letztendlich die Leitung des Gremiums inne. Die Generalversammlung von LafargeHolcim ist für den 12. Mai geplant.
Reitzle wird im März 67 Jahre und ist auch Aufsichtsratschef beim Autozulieferer Continental. Mit einem Wechsel an die Sitze des Aufsichtsgremiums von Linde kehrt er zu seinem früheren Arbeitgeber zurück. Reitzle hat das Unternehmen von 2003 bis 2014 als CEO geführt.
Konzern umgekrempelt
Während seiner elfjährigen Amtszeit als Linde-Vorstandschef hatte der promovierte Ingenieur den Konzern umgekrempelt, die Sparten Gabelstapler und Kältetechnik verkauft, den britischen Konkurrenten BOC und den US-Medizingasekonzern Lincare übernommen und den Börsenwert von Linde vervielfacht.
Zuvor hatte der Maschinenbauingenieur und Manager in der Automobilindustrie bei BMW und später bei Ford verschiedene hohe Positionen bekleidet.
(sda/chb)