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Zwischen Macht und Machtkritik
Wie politisch soll Soziale Arbeit heute sein?
Die Soziale Arbeit ist seit einigen Jahrzehnten in das System der staatlichen Sozialen Sicherung eingebunden und befindet sich diesbezüglich in einer Sandwich-Position. Einerseits soll sie die Interessen ihrer Klientel vertreten; andererseits müssen politische und gesellschaftliche Vorgaben erfüllt werden. Dies führt zur Frage, inwiefern sich die Sozialarbeitenden politisch engagieren sollen, wenn sie mit den herrschenden Verhältnissen nicht einverstanden sind. Dadurch würden sie aber ihre Auftraggebenden kritisieren.
Nach einem kurzen Blick in die Geschichte wird in der vorliegenden Arbeit zuerst der Fachdiskus auf theoretischer Ebene nachgezeichnet, der sich mit der Frage beschäftigt, ob Soziale Arbeit ein politisches Mandat wahrnehmen darf. Im Anschluss daran werden die praktischen Konsequenzen dargelegt und die unterschiedlichen Szenarien konkretisiert. Gestützt auf die erfolgte Auslegeordnung soll zum Schluss die Ausgangsfrage beantwortet werden.