Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03343.jsonl.gz/1638

Die Schweiz ist Gründungsmitglied der WHO und beherbergt deren Sitz in Genf. Sie engagiert sich für das Ziel der WHO, für die Menschen eine bessere und gesündere Zukunft zu schaffen. Zudem setzt sie sich dafür ein, dass die Stellung Genfs als internationale Gesundheitshauptstadt gestärkt wird.
Normative Rolle
Die WHO ist innerhalb der Vereinten Nationen die leitende multilaterale Behörde im Gesundheitsbereich. In dieser Funktion legt sie Standards und Kriterien in Bezug auf die öffentliche Gesundheit fest. Diese Standards werden von den Mitgliedstaaten in ihre Gesetzgebung übernommen. Ausserdem definiert die WHO globale Forschungsprogramme, auf die sie sich bei ihren gesundheitspolitischen Empfehlungen stützt. Diese normativen Grundlagen führen zur Verankerung einheitlicher Regelungen, welche für die Schweiz von zentraler Bedeutung sind.
Unterstützende Rolle
Die WHO wurde 1948 nach dem Zweiten Weltkrieg im Zuge der Bestrebungen zur Bildung des Gesamtsystems der Vereinten Nationen gegründet. Ihre Verfassung strebt nach dem Ideal, «allen Völkern zur Erreichung des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu verhelfen», wobei die Gesundheit verstanden wird als «ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur als das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen». Im Einklang mit diesem Anspruch unterstützt die WHO ihre Mitgliedstaaten bei der Förderung der Gesundheit ihrer Bevölkerung und der Entwicklung ihrer Gesundheitssysteme.
Die Schweiz setzt sich für Genf als internationale Gesundheitshauptstadt ein
Die Schweiz unterstützt die Präsenz der WHO in Genf. Sie hat der Organisation namentlich ein günstiges Darlehen für einen Neubau sowie die Sanierung des bestehenden Hauptgebäudes gewährt.
Das WHO-Regionalbüro für Europa
Das WHO-Regionalbüro für Europa ist eines von sechs WHO-Regionalbüros in der ganzen Welt und betreut die Europäische Region der WHO, der 53 Länder angehören. Sie unterstützt ihre Mitgliedstaaten und arbeitet mit einer Reihe von Partnern zusammen, um das Wohlbefinden und den Gesundheitszustand von fast 900 Millionen Bürgern in der Region zu verbessern.
Das Regionalkomitee für Europa ist das Entscheidungsgremium der WHO in der Europäischen Region und hat eine ähnliche Rolle wie die Weltgesundheitsversammlung (WHA). Die Vertreter der
Mitgliedstaaten der Region kommen jährlich zusammen, um die Regionalpolitik festzulegen, das Tätigkeitsprogramm des WHO-Regionalbüros für Europa zu beraten, seine Umsetzung zu überwachen und den Haushalt zu verabschieden.
Der Ständige Ausschuss des Regionalkomitees (SCRC) ist ein Unterkomitee des WHO-Regionalkomitees für Europa. Er vertritt das Regionalkomitee und handelt im Namen des Regionalkomitees und stellt sicher, dass die Entscheidungen und Politiken des Komitees umgesetzt werden. Er setzt sich aus Vertretern aus 12 Ländern zusammen. Jedes Mitglied wird vom Regionalkomitee für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt. Die Schweiz ist für den Zeitraum 2019-2022 Mitglied des SCRC des
WHO-Regionalbüros für Europa. Durch ihre Mitwirkung im Ständigen Ausschuss setzt sich die Schweiz besonders dafür ein, die Arbeit in den Bereichen universelle Gesundheitsversorgung, Gesundheitssicherheit, Lösungen für Herausforderungen im Zusammenhang mit der Resistenz gegen antimikrobielle Mittel, Transparenz der Arzneimittelpreise, Patientensicherheit, Stärkung der Gesundheitskompetenz und wirksame globale Gesundheitspolitik voranzubringen.
Letzte Änderung 11.05.2020