Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/200475

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Aufnahme der Digitalisierung naturwissenschaftlicher Sammlungen in die BFI-Botschaft 2021-2024 zu prüfen. Gemäss Schweizer Roadmap für Forschungsinfrastrukturen 2019 ist dazu ein Betrag von 14 Millionen Schweizerfranken vorzusehen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Akademien der Wissenschaften Schweiz beantragen in ihrem Mehrjahresprogramm 2021-2024 für die Lancierung einer Initiative zur Aufarbeitung, Digitalisierung und Zugänglichmachung von naturwissenschaftlichen Sammlungen für die Forschung knapp 12,4 Millionen Franken. Die Akademien der Wissenschaften Schweiz sind gemäss Forschungs- und Innovationsförderungsgesetz (Fifg) eine Forschungsförderungsinstitution, und deren Mehrjahresprogramm dient als Auslegeordnung und Priorisierungsinstrument für die Vorbereitung der Finanzierungsbeschlüsse in der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation 2021-2024 (BFI-Botschaft 2021-2024). Die Initiative wird auch in der Schweizer Roadmap für Forschungsinfrastrukturen 2019 aufgeführt. Die Roadmap ist ein strategisches Planungsinstrument, in welchem neu geplante nationale Forschungsinfrastrukturen erfasst werden im Hinblick auf die Erstellung der BFI-Botschaft 2021-2024. Sie enthält jedoch weder Finanzierungsbeschlüsse noch Entscheide zur Verteilung allfälliger Bundesmittel. </p><p>Von den im Postulat erwähnten rund 61 Millionen Sammlungsobjekten können gemäss der Inventarliste der Akademien der Wissenschaften Schweiz rund 83 Prozent Museen und 17 Prozent dem Hochschulbereich zugeordnet werden. </p><p>Die Verantwortung für die Sammlungsobjekte, welche das Aufarbeiten und Verfügbarmachen sowie deren Finanzierung einschliesst, liegt bei den Leitungsgremien der Museen und Hochschulen sowie ihren Trägern. Die Träger der Museen sind ausser bei den Museen des Bundes vorwiegend die Kantone und Gemeinwesen. Der Bund verfügt über ein Förderungskonzept für die Unterstützung von Museen, Sammlungen und Netzwerke Dritter, welches in einer Verordnung des Eidgenössischen Departementes des Innern (EDI) konkretisiert ist. Er kann zur Bewahrung des kulturellen Erbes Projektbeiträge an Sammlungen leisten gemäss den in der Verordnung definierten Fördervoraussetzungen und -kriterien. Dieses Fördergefäss des Bundes eignet sich jedoch nicht für die Aufarbeitung und das Verfügbarmachen von naturwissenschaftlichen Sammelobjekten für die Forschung. Zudem sind nicht alle dieser Sammlungsbestände für die Forschung von Bedeutung. Im Bereich der Universitäten und der ETH-Institutionen darf ein Forschungsbezug angenommen werden. Hier liegt die Verantwortung für die Aufarbeitung und Zugänglichmachung der Sammlungsobjekte mittels Digitalisierung bei den Leitungsgremien der Hochschulen. Der Bundesrat erwartet hier, dass die Leitungsorgane der Museen und Hochschulen Priorisierungen bei ihren Aufgaben gemäss ihrer Relevanz und Dringlichkeit innerhalb der bewilligten Finanzierungsrahmen vornehmen. </p><p>Die Finanzierung der Digitalisierung und Zugänglichmachung der naturwissenschaftlichen Sammlungen über die BFI-Botschaft 2021-2024 schliesst der Bundesrat aus, da keine direkte Zuständigkeit des Bundes besteht.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.