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Unwetter im Rückblick
Atlantik: Aktive Sturmsaison
19 Tropenstürme beobachtet
Die Tropensturmsaison auf dem Atlantik war in diesem Jahr mit 19 tropischen Stürmen die aktivste seit der Rekordsaison von 2005. Die diesjährige Saison wird vor allem durch den verheerenden Hurrikan "Sandy" in Erinnerung bleiben, der Anfang November zuerst in der Karibik eine Spur der Verwüstung zog und schließlich als gewaltiges Sturmsystem an der US-Ostküste schwere Schäden und Überflutungen anrichtete. Dennoch weist die atlantische Hurrikansaison 2012 noch einige weitere ungewöhnliche Facetten auf.
"Sandy" richtete Verwüstungen an
Den Bewohnern der Region um New Orleans wird vor allem Hurrikan "Isaac" im Gedächtnis bleiben. Der Sturm entstand im August in der Karibik und zog via Kuba und Südflorida in den Golf von Mexiko, wo er sich kurz vor dem Auftreffen auf die Küste zu einem Hurrikan verstärken konnte. Die Schäden hielten sich im Stadtgebiet zwar in Grenzen, da ein neues Dammsystem die Fluten zurückhielt. Im Umland gab es jedoch massive Überschwemmungen, mehrere Menschen starben.
Hurrikan "Isaac" vor New Orleans
Der ungewöhnlichste Tropensturm der Saison war jedoch "Nadine", der am 11. September mitten auf dem Atlantik aus einer Zone tropischer Gewitter entstand. "Nadine" war der weltweit langlebigste Tropensturm dieses Jahres. Mit einer Dauer von 21,75 Tagen irrte der Sturm als (sub)tropisches Tiefdruckgebiet über den Atlantik und nimmt damit den fünften Platz auf der "Ewigen Liste" der weltweit langlebigsten Tropenstürme ein. Außerdem hatte "Nadine" an 21,25 Tagen Tropensturm- oder Hurrikanstärke, nur ein Sturm auf dem Atlantik hatte je mehr.
Rastloser Tropensturm "Nadine"
Die Hurrikansaison auf dem Atlantik begann schon früh, bereits im Mai wurden mit "Alberto" und "Beryl" zwei Tropenstürme beobachtet. Nur einmal, im Jahre 1887, wurden laut den Daten des National Hurricane Centers auf dem Atlantik ebenfalls zwei Tropenstürme in einem Mai registriert. Mit Hurrikan "Chris" und "Debby" Anfang Juni gab es sogar einen neuen Rekord: Noch nie wurden bereits im Juni vier tropische Stürme auf dem Atlantik registriert. Auffallend viele Stürme blieben 2012 auf dem offenen Meer, nur sieben erreichten das Festland.