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Der weltberühmte Schriftsteller und Philosoph erzählt hier mit der Ironie eines Mannes, der alle Lügen seines Zeitalters und alle Illusionen, auch die eigenen, durchschaut hat, die Geschichte seiner Jugend. Eine faszinierende Studie über die kindliche Psyche, ein brillant geschriebenes Selbstbekenntnis, das die Tradition der großen französischen Moralisten für unsere Zeit erneuert.
Sartre beginnt seine Autobiografie mit der Geschichte seiner Urgroßeltern,
Großeltern und Eltern. Er wurde als Kind der 22-jährigen Anne-Marie und
des 29-jährigen Jean-Baptiste Sartre geboren. Der Vater starb, als er neun
Monate alt war. Die Mutter suchte auch aus finanziellen Gründen Zuflucht
im Haus ihrer Eltern, von denen ständige Autorität ausging. Jean-Paul,
genannt Poulou, lernte in der Bibliothek des Großvaters die Welt der Bücher
kennen. Er verschlang buchstäblich alles, dessen er habhaft werden konnte.
Bald begann Sartre selbst zu schreiben - ein Vorgang, der für ihn immer
bestimmender und zu einer Art Ersatzreligion wurde. Die Schilderung der
Kindheit endet mit dem Jahr 1917. Sartres Autobiografie setzt erst wieder
mit Überlegungen zu Der Ekel (1938) ein und endet mit Reflexionen der Situation
des Schriftstellers und der Literatur 1963.