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Diskussionsforum
"Man kann sagen, dass der gesamte sozial-ökonomische Fortschritt auf dem technischen Fortschritt beruht. Wenn wir uns also mit der Zukunft beschäftigen wollen, müssen wir uns in erster Linie mit dem technologischen Fortschritt beschäftigen bzw. von hier aus eine Extrapolation machen."
"Der technische bringt den wirtschaftlichen und der wirtschaftliche mit Notwendigkeit den sozialen Fortschritt."
"Wenn Du Dich da nur nicht täuschst!""
"Die Hauptfrage lautet: Bestimmen wir die technische Entwicklung oder werden wir von der technischen Entwicklung bestimmt? Letzteres ist bei uns der Fall. Dasselbe trifft für die Wirtschaft zu: nicht wir bestimmen die Wirtschaft, sondern die Wirtschaft bestimmt uns."
"Der technische Fortschritt führt zu gewaltigen, noch nie dagewesenen Produktionssteigerungen. Computer und Roboter nehmen in der Industrie den Menschen immer mehr Arbeit ab. Die Frage ist: Was soll mit den wegrationalisierten Leuten geschehen? Der Dienstleistungssektor wird auch irgendwann gesättigt sein. - Wird dann z.B. eine generelle 10- oder 20-Stunden-Woche als Folge kommen? Ich weiss, dass eine solche Frage in der heutigen Zeit noch absurd klingen mag, aber wenn eines Tages - ob wir wollen oder nicht - ein Grossteil der industriellen Produktion vollautomatisch verrichtet wird, was soll dann mit den Menschen geschehen?"
"Mit dem rasanten technischen Fortschritt findet auch ein Monopolisierungsprozess in der Industrie statt. Kleine und mittlere Betriebe werden von den Grossen geschluckt. Die Reichen werden immer reicher, der Mittelstand fällt weg. - Läuft das wirklich so ab? Falls ja, was kann dagegen getan werden? Kann überhaupt etwas dagegen unternommen werden?"
"Ich glaube, dass bei uns ein solcher Monopolisierungsprozess nicht oder dann nur in abgeschwächter Form stattfinden kann bzw. wird. Ausserdem ist es branchenabhängig. Als gefährdet erscheinen mir Industriebetriebe - mittelständische Handwerks- und auch Handelsbetriebe betrachte ich als eher resistent."
"Seit jeher ist es der Wunschtraum des Menschen, dass ihm die Technik sein Leben bequemer, freier und schöner macht. Aber ist es tatsächlich so? Sind wir heute glücklicher als früher? Sind wir nicht zu Sklaven der Technik und der Wirtschaft geworden?"
"Das Problem ist nicht die Technik an sich, und auch nicht die wirtschaftliche Entwicklung, sondern der Mensch, der in seiner Struktur (in seinem Fühlen und Denken) der ökonomisch-technischen Entwicklung hinterherhinkt."
"Also, ich freue mich ob all den technischen Errungenschaften. Ich möchte heute um keinen Preis auf den Fernsehapparat, den Videorecorder, das Radio, den Computer, das Telefon, die Waschmaschine, die elektrische Heizung oder das elektrische Licht verzichten!"
"Technik an und für sich ist neutral. Die Frage ist, was der Mensch daraus macht, ob er sie zum Guten oder zum Bösen einsetzt."
"Der technologische Fortschritt ist auch den kleinen und mittleren Betrieben zugute gekommen. Mit Hilfe der Technik kann heute ein einziger Mann das 5- oder gar 10fache an Produktivität leisten. Wer daran zweifelt, der gehe z.B. einmal in eine kleine, aber modern ausgerüstete Schreinerei."
"Da liegt doch aber genau wieder das Problem, mitmachen zu müssen. Wer nicht in einen Maschinenpark investiert, ist weg vom Fenster."
"Der technische Fortschritt hielt nicht nur in Industrie und Gewerbe Einzug - auch in der Landwirtschaft. Wo früher viele Mägde und Knechte zur Ernte nötig waren, stehen heute ein paar Maschinen im Einsatz. Alles geht einfacher und schneller."
"Ich stelle immer wieder fest, dass es Naturwissenschafter gibt, die auf ihrem Gebiet Hervorragendes leisten. Dieselben Wissenschafter aber sind - als 'Fachidioten' - oft unfähig, wenn es darum geht, die Auswirkungen oder Risiken ihrer Entdeckungen/Erfindungen abzuschätzen. Man könnte sagen: es mangelt ihnen ganz einfach an gesundem Menschenverstand. Doch überall dort, wo gesunder Menschenverstand fehlt, passieren Fehlentwicklungen."
"Manche Computer-Spezialisten werden selber zu Maschinen. Bei allem Fortschritt aber ist es eine heilige Pflicht, dass der Mensch Mensch bleibt."
"Echter Fortschritt bedeutet nicht, alles zu tun, was möglich ist, sondern das zu tun, was nützlich und gut ist."