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Gewitterarten und Gewitterphänomene
Wie entstehen Gewitter? Welche Gewitterarten gibt es und was steckt hinter dem Gewitterduft Petrichor.
Gewitterarten
Wärmegewitter
Wärmegewitter sind ein häufiges, lokal auftretendes Wetterphänomen in den heissen Sommermonaten. Diese Gewitter entstehen meist nachmittags bis zum Abend hin. Im Wetterbericht ist dann oft von einer labilen Luftschichtung die Rede, dies gilt es bei der Planung zu beachten. Das Wärmegewitter entsteht, indem die Luft in Bodennähe durch die Sonneneinstrahlung erhitzt wird. Die Temperatur in der Höhe bleibt dabei mehrheitlich konstant. Die erwärmte Luft beginnt ab einer gewissen Temperatur in Form einer Warmluftblase zu steigen. Je höher diese Blase steigt, desto mehr kühlt sie sich ab und beginnt zu kondensieren. Dabei bilden sich Tröpfchen und es entstehen Wolken. Die Tröpfchen beginnen sich in der Wolke auf und ab zu bewegen und erzeugen eine Spannung. Diese entladen sich in einem Gewitter. Ein Wärmegewitter kann an den Haufenwolken erkannt werden, die rasch beginnen in die Höhe zu quellen. Spätestens bei hohen Wolkentürmen sollte man sich nach einem geschützten Ort umsehen.
Wintergewitter
Ein Wintergewitter ist im Vergleich zum Wärmegewitter seltener. Die Entstehung des Gewitters verläuft dabei gleich. Jedoch ist im Winter nicht die erhitze Luft durch die Sonne hauptverantwortlich für das Aufsteigen der Warmluft, sondern die kühle Luft oberhalb. Dies geschieht mit der Zufuhr von Kaltluft, welche meistens ihren Ursprung an den Polaren hat. Aufgrund dieser Kaltluft entsteht wiederum ein Temperaturunterschied, der zur Wolken- und Gewitterbildung, analog dem Wärmegewitter, führt. Wintergewitter führen dabei zu Graupel oder starken Schneeschauern. Diese Gewitter sind eher selten und weniger intensiv als Wärmegewitter.
Frontgewitter
Diese entstehen ganzjährig bei einem raschen Wetterumschwung in Folge eines Aufkommens einer Kaltfront und beenden häufig eine Schönwetterperiode. Unmittelbar vor der Annäherung einer Kaltfront ist es oft noch besonders schön und wolkenlos. Sie sind aus diesem Grund unberechenbar: Ein Frontgewitter kann sehr rasch auftauchen und ist vom Wolkenbild her nicht einfach zu erkennen. Eine Kaltfront schiebt dabei die kalte Luft unter die vorhandene feuchtwarme Luft, wodurch diese steigt. In der Höhe beginnt sie zu kondensieren und es bilden sich Quellwolken, die zu Gewitterwolken anwachsen. Eine Kaltfront lässt die Temperatur sehr rasch abfallen. So kann es auch vorkommen, dass es im Hochgebirge auch im Hochsommer schneit – und eine Gefahr der Unterkühlung vorhanden ist.
Orographische Gewitter
Diese Gewitterart kann insbesondere in den Bergen vorkommen. Ein orographisches Gewitter entsteht durch die geographische Erhebung der Berge. Die heranströmende Luft weht über die Berge und steigt damit automatisch auf. In der Höhe kühlt sie ab und kondensiert, dabei können Gewitterwolken entstehen.
Gewitterphänomene
Abkühlung durchs Sommergewitter
Im Sommer herrschen Temperaturen von über 30° C, da kommt ein kühlendes Gewitter doch gerade richtig, oder? Nach einem Gewitter ist die Luft jedoch nicht zwingend kühler als vorher. Im Gegenteil, anstelle eines abkühlenden Effektes wird die gefühlte Temperatur durch die gestiegene Luftfeuchtigkeit noch höher. Es wird drückend und schwül, insbesondere wenn sich die Sonne nach dem Gewitter wieder zeigt. Ein Frontgewitter kann im Sommer für die gewünschte Abkühlung sorgen. Findet jedoch kein grosser Luftmassenwechsel statt, ist die Abkühlung allerdings nur von kurzer Dauer.
Petrichor: Wenn es nach Gewitter riecht
Wenn es im Sommer regnet, kann man einen gewissen Duft riechen. Viele bezeichnen diesen Duft als «Regenduft», dabei handelt es sich um das Petrichor. Wenn es nach einer längeren Trockenzeit wieder regnet, wirbelt das Wasser des Regens Staubpartikel am Boden auf. Diese beinhalten auch das Aroma eines Öls, welches von Pflanzen in trockenen Zeiten produziert wird. Dieses Petrichor steigt auf und verteilt sich über den Wind bis wir es als «Regenduft» wahrnehmen. Durch den Wind kann dabei bereits vor dem ersten Regen der «Regenduft» gerochen werden.
Gewitterwarnungen in der App
Die Wetter-Alarm App liefert neben spezifischen Gewitterwarnungen für Ihre gespeicherten Standorte auch Karten zur Einschätzung der Gefahrensituation. Mit dem Blitzradar sowie dem Niederschlagsradar kann die Anzahl registrierte Blitze überprüft beziehungsweise eine Niederschlagsprognose konsultiert werden.
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