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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht zu prüfen, ob das obligatorische Berufsschulturnen heute noch zeitgemäss ist oder ob diese Lektionen nicht besser in die Kernfächer und Fachausbildung investiert würden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Bedingt durch das veränderte wirtschaftliche und soziale Umfeld haben sich die Anforderungen in der Berufsbildung in den letzten Jahren stark erhöht. Die Vermittlung von Sozial- und Methodenkompetenzen hat - nebst den Fachkompetenzen - mehr Gewicht erhalten. Von den Lernenden wird heute erwartet, in Teams zu arbeiten, an Beispielen zu lernen und sich ständig neues Wissen anzueignen. Das im Jahr 2004 in Kraft getretene neue Berufsbildungsgesetz bietet als flexibles Rahmengesetz die Möglichkeit, sich diesen Herausforderungen zu stellen: Verstärkte Kooperation unter den Lernorten, Lehr-Lern-Arrangements oder neue Formen der Ausbildung wie Projektarbeiten sind die Antworten.</p><p>Um mit den beruflichen Anforderungen Schritt halten zu können, braucht es einen Ausgleich zwischen Körper und Geist. Der heutige Sportunterricht an den Berufsfachschulen geht über die traditionelle körperliche Ertüchtigung hinaus. Die Gestaltung des Sportunterrichtes erlaubt es, den Erwerb von Schlüsselqualifikationen wie Teamgeist und Konfliktfähigkeit zu fördern. Zudem ist es im Sinne einer langfristigen Gesundheitsvorsorge notwendig, den Jugendlichen die Vorteile einer aktiven Lebenshaltung aufzuzeigen.</p><p>Der Berufsfachschulsport kann nicht an den Vereinssport delegiert werden. Um fachliche oder schulische Defizite zu beheben, sind deshalb andere Wege zu suchen. Diese Gelegenheit bietet sich im Rahmen der Anpassung sämtlicher Lehrberufe an das neue Berufsbildungsgesetz. Beispielsweise können die Bildungsinhalte in den einzelnen Fächern neu beurteilt und gewichtet werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Bildungsinhalte mittels anderer Lehrformen effizienter zu vermitteln.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.