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Auf dem Roche-Areal im Wettsteinquartier wird derzeit an vielen Stellen gebaut. Nebst dem zweiten Roche-Turm, der langsam in die Höhe wächst, klafft einige hundert Meter weiter eine tiefe Baugrube. In dieser Grube finden derzeit mehrmals pro Woche Sprengungen statt um so die Betonfundamente des alten Gebäudes zu lockern.
Der Betonblock, der gesprengt wird, ist mit vielen Gummimatten bedeckt, die Sprengung ist nur als dumpfer Ton zu hören. Karsten Kleine, Sprecher von Roche sagt, man habe bewusst Sprengungen als Methode zur Lockerung der Betonblöcke gewählt: «Die Sprengungen sind im Vergleich zu den Alternativen am Verträglichsten.» Eine Alternative wäre gewesen, die Betonblöcke mit einem Spitzbagger zu zertrümmern, dies hätte allerdings noch länger gedauert und deutlich mehr Lärm verursacht.
Einige Meter von der Baugrube entfernt befinden sich die ersten Wohnhäuser. Dort spürt man die Sprengungen stark, sagt Anwohner René Kontic:«Jedes Mal wenn gesprengt wird, schüttelt unser Haus.» Kontic ist Kassier des Vereins HEAW in dem sich Anwohner zusammengeschlossen haben.
Bereits vor Baubeginn erhielten die Anwohner von Roche Schallschutzfenster finanziert, dazu bezahlt Roche einen Teil der Miete. «Man spürt, dass sich Roche um eine gute Nachbarschaft bemüht, trotzdem ist die Baustelle störend», sagt René Kontic. Die Anwohner konnten die Roche auch dazu bewegen, per SMS anzukündigen, wann genau Sprengungen stattfinden.
Angst vor Schäden an bestehenden Häusern
Die Anwohner befürchteten, dass die Sprengungen ihre Häuser beschädigen könnten. Deshalb wurden vor Baubeginn Rissprotokolle angefertigt. Falls nach Abschluss der Sprengungen neue Risse festgestellt werden, kommt Roche für die Kosten der Reparaturen auf. Ob es tatsächlich derartige Schäden gibt, zeigt sich im Mai, dann sollten die Sprengungen vorüber sein.