Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03220.jsonl.gz/2023

Hast du dich schon mal gefragt, wo die Grenzen des guten Geschmacks bei der Namensgebung von Kindern liegen? Die folgenden Beispiele haben sie überschritten.
Namen bieten ein gewisses Mass an Faszination. Es gibt einfach Leute, die wie ein Markus aussehen und auch so heissen. Zudem gibt es Namen, die einen unweigerlich zum Schmunzeln bringen, aus welchen Gründen auch immer.
Aber man soll es nicht so übertreiben wie die folgenden Beispiele verbotener Namen.
Was auch immer Eltern dazu bewegt, ihr Kind «Atomfried» taufen zu wollen ... ohne politische Diskussionen anheizen zu wollen, sei an dieser Stelle dennoch erwähnt, dass der Name «Solarfried» genehmigt wurde. Kein Witz. Tatort: Deutschland.
Wahrscheinlich lieben die meisten von uns den letzten Arbeitstag der Woche; Freitag oder eben «Venerdi» auf italienisch. Warum also nicht ein Kind danach taufen? Die Behörden in Italien sahen im Namen «Venerdi» einen Bezug zur Figur des Freitag aus dem Roman «Robinson Crusoe», welche als Symbol der Unterwürfigkeit interpretiert werden kann. Der Name wurde abgelehnt.
Die Eltern reagierten äusserst reif. Jetzt heisst das Kind «Mercoledi», also Mittwoch.
Angeblich wollte ein Paar in der USA ihre Tochter «Gastritis» taufen lassen, was die medizinische Bezeichnung für eine Magenschleimhautentzündung ist. Des Weiteren sollten die beiden Schwestern des Mädchens «Meningitis» (Hirnhautentzündung) und «Pneumonitis» (entzündliche Veränderung der Lunge) heissen.
Obacht, Neuseeland weist ein gut dokumentiertes und äusserst verstörendes Sammelsurium an Namens-Kuriositäten auf. So auch dieser, der glücklicherweise verboten wurde.
Weitere vorgeschlagene, aber verbotene Namen in Neuseeland:
Beinahe noch verstörender sind die zugelassenen Namen in Neuseeland:
Es bedarf einer besonderen agrikulturellen Affinität, um diesen Namen als adäquat für seine Tochter zu erachten. So aber tatsächlich geschehen in Münster, Deutschland, und zu Recht als unzulässig erklärt.
Auch gerne in der schnittigen Kurzform «FMGADJC» oder als Spitzname «Friedi». Mh, wieso wohl wurde dieser Name in Deutschland bloss abgelehnt?
Erlaubt ist hingegen der Name «Fürchtegott». Nicht zu verwechseln mit «Früchtegott» ...
Hehehe. Hehe. He. Sorry.
Ebenfalls in Deutschland wurde dieser Name von einem Standesamt verboten. Man stelle sich die unzähligen, ach so tollen Witze im Auto vor ...
Wunderbarer Name für einen Sci-Fi-Helden in einem schlechten B-Movie. Oder einfach für den Auto-Bösewicht in «Transformers – Teil 2792». Aber als Name für einen kleinen Wonneproppen? Na ja, dachten sich da die australischen Behörden und liessen den Namen verbieten.
In Marokko ist der Name «Sarah» untersagt. Zumindest in dieser hebräisch verankerten Schreibweise. So ist der Name «Sara» beispielsweise völlig okay.
Du liest richtig. Und betont wird der Name gemäss den Eltern übrigens «Albin». Logischerweise haben die zuständigen Ämter in Schweden diesem Vorhaben einen Riegel vorgeschoben. Das war 1982 (angeblich aus Protest gegen die Gesetze der Namensgebung) und zählt wohl bis in alle Ewigkeit zu den dämlichsten Namensvorschlägen aller Zeiten.
Jaja, hat uns Pippi Langstrumpf – oder Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf, wie sie mit vollem Namen heisst – nicht alle irgendwie beeinflusst? Leider lebt diese in einer anderen Welt. Und dieser Name gehört definitiv in ebendiese Fantasie-Welt.
Der Name an sich klingt ja kultig, dem Kind wird damit aber kein Gefallen getan. Vermutlich auch deshalb wurde dieses Gesuch für einen Vornamen (!) abgeschmettert.
Angeblich wollte ein
verbitterter Schweizer Vater seine Tochter in Anlehnung an die nicht gewollte Schwangerschaft so taufen. Die Schweizer Behörden haben dies durchschaut und ihr Veto eingelegt.
Wirklich? Wow. Überraschenderweise wurde auch dieser schmucke Name abgelehnt.
Ein Paar aus Zürich wollte die Ur-Grosseltern (Josef und Johanna) ihrer Tochter in ihrem zweiten Namen verewigen und scheiterte damit an den Behörden. Gemäss dem Urteil wäre die Abkürzung «Jo» bereits in Ordnung gewesen.