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Folgende Bergbaugebiete sind im mittleren Albulatal bekannt:
Tieftobel Schmitten
Die alten Stollen wurden 1978 bei Arbeiten an der Landwasserstrasse zwischen Schmitten und Wiesen angefahren. Es handelt sich um ein Kupfer- und Bleivorkommen.
Bergbauperiode: Die Gruben sind im Verzeichnis von Christian Gadmer (Bergrichter von 1588-1618) aufgeführt. In neuerer Zeit wurde kein Abbau mehr betrieben. , BK 82, BK 83
Blei-Bergwerk, Schmittner Blyberg
Der relativ grosse Abbau befindet auf 2546 m ü. M., direkt unter dem Grat, welcher den Guggernell mit dem Tiaunhorn verbindet. Neben dem Stollen sind noch die Reste der einstigen Gebäulichkeiten zu erkennen. Abgebaut wurden Bleiglanz- und Zinkblende-Erze. Die erste urkundliche Erwähnung geht ins Ende des 14. Jh. zurück. Das Bergwerk wurde Mitte des 19. Jh. stillgelegt. Besichtigungen: Erzgruben Schmitten; BK 12, BK 35, BK 105
Fahlerz-Bergwerk Surmin, Filisur/Falein,
Das Kupfervorkommen liegt weit oberhalb der RhB-Albulalinie (Achtung: das Betreten des Bahnkörpers ist verboten!), unterhalb Falein, in einer steilen Felspartie unter Surmin. Geschrämmte Stollen sind erkennbar.
Bergbauperiode: keine gesicherten Daten vorhanden.
BK 13
Marienkrone, Filisur/Foppas
Auf der linken Talseite der Albula bei Filisur in den steilen Felsen unterhalb Foppas befindet sich das Kupfervorkommen. Zwei Stollen sind bekannt.
Bergbauperiode: keine gesicherten Daten vorhanden.
Bärenbüel /Botta digl Uors, Filisur/Botta digl Uors
Die Blei-Zink-Lagerstätte befindet sich SW oberhalb Filisur auf einem bewaldeten Hügel. Schürflöcher und Abraumhalden sind erkennbar.
Bergbauperiode: keine gesicherten Daten vorhanden.
St. Johann, ausserhalb Alvaneu Bad
Die Abbaustelle liegt zwischen Surava und Alvaneu Bad oberhalb der Bahnlinie.
Achtung: das Betreten des Bahnkörpers ist verboten!
Abbau auf Bleiglanz, eine Abbauzeit kann nicht zuverlässig bestimmt werden.
Der Hauptstollen wurde beim Bahnbau angefahren und durch die Dammschüttung zugedeckt. Der heute befahrbare Stollen im Dolomitgestein ist ca. 40 m tief (Bohrlöcher sichtbar), eine Pinge einige Meter daneben ist verschüttet. BK 31
Kalkwerk Surava
Die Abbauten sowie der Kalkofen befinden sich an der Kantonsstrasse am östlichen Dorfausgang von Surava. Der Ofen ist gut erhalten. Der Kalkstein wurde direkt hinter dem Ofen in den dortigen Felsen im Tagebau und in kurzen Stollen abgebaut. Das Werkgelände befindet sich in Privatbesitz und darf nicht betreten werden.
Bergbauperiode: In Surava wurde schon in früheren Zeiten Kalkstein abgebaut und Kalk gebrannt. 1920 wurde eine neue Abbaukonzession vergeben. Das Werk stand bis zum Brand von 1948 in Betrieb. In der letzten Zeit wurden Versuche mit Steinwolle gemacht.
Tgant Ladrung, Tiefencastel
Im Wald oberhalb der Kantonsstrasse zwischen Tiefenkastel und Savognin gelegen.
Abbau von Magnetit und Pyrit im 19. und anfangs des 20. Jh.
Tagebau als Halde im Wald. Die angelegten Stollen sind verschüttet.
Am Alpweg noch überwachsene Ruinen.
Gips-Bergwerk, Alvaschein:
Anlässlich der Grenzziehung zwischen den Gemeinden Alvaschein und Tiefencastel im Jahre 1697 wird das Gipslager als einer der Grenzpunkte genannt. Bis 1853 fand kein grösserer Abbau statt. Beim Bau des Bades Alvaneu wurde Gips von Alvaschein abgebaut und verwendet.
Zwischen 1903 bis 1906 wurde weiter Gips abgebaut. Nach einem Brand wurden die bergmännischen Arbeiten eingestellt. 1927 entstand eine neue Gipsfabrik. Diese wurde von der Gipsunion AG übernommen. Der Bergbau dauerte noch bis 1967. Dann wurde das Bergwerk stillgelegt. Links: Gemeinde Alvaschein, BK 63, weitere Bilder von der FBG-Versammlung
Bilder: Peter Kuhn