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Science-Fiction-Bücher sind nicht gerade der Dauerbrenner im Feuilleton und den Literatursendungen. Die Vorurteile gegenüber dem Genre sind zahlreich und die Fans werden gerne als 'nerdige' Spinner betrachtet. Das Werk der US-amerikanischen Autorin Octavia E. Butler zeigt jedoch, dass Sci-Fi seinen Platz im Feuilleton mehr als verdient hätte.
Zeitlose und politische Themen
Die Schriftstellerin Octavia E. Butler wurde 1947 in den USA geboren. Ihre Romane und Kurzgeschichten sind stark geprägt von ihren eigenen Erfahrungen als woman of color. Viele ihrer Geschichten beschäftigen sich kritisch mit Rassismus und Sexismus. Der Roman "Kindred-Verbunden" ist hierfür ein Paradebeispiel:
Der Roman erzählt die Geschichte von Dana, die in den USA der 1970er Jahren lebt. Eine Zeitreise reisst sie jedoch aus ihrem Alltag hinaus und katapultiert sie in das Jahr 1815. Am eigenen Leib erfährt Dana, was es bedeutet als woman of color auf einer Plantage in den Südstaaten zu leben. Dana muss nicht nur herausfinden, warum sie in diese Zeit zurückversetzt wurde und wie sie wieder zurück gelangen kann, sondern sie muss auch lernen in diesem von Gewalt geprägten Alltag zu überleben.
In "Kindred - Verbunden" hinterfragt Octavia E. Butler kritisch die Verbindung zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Butler zeigt, wie unser Leben massgeblich von den Entscheidungen in der Vergangenheit geprägt ist: