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LouisAlfred, franz. Aquarellmaler und Radierer, geb. zu
Havre, war, in Paris Schüler von Pils, besuchte die École des beaux-arts und das Atelier
Lalannes. Unter seinen sehr ansprechenden
landschaftlichen und architektonischen Aquarellen nennen wir:
Ufer der Seine in Chatou und Harfleur (1867), Landhaus in Charette
sur Doubs, die Kirche St. Vivien in Rouen, der Hof des Hôtel-Dieu in Beaune, perspektivische Ansicht
der Terrassen von St. Germain en
Laye (1872), Ruinen des Palastes der Tuilerien, und unter seinen Radierungen: Ruinen von
Tancarville (1866), Hof des Schlosses St. Germain en
Laye im Jahr 1867, Kapelle des heil.
Ludwig in St.
Germain, Notre Dame in Bourges, ebenso mehrere Radierungen nach Bildern von Canaletto, Albert Cuyp,
Daubigny,
Turner,
Français
u. a.
(spr. brünäh-uáhr),PierreAuguste, franz.
Landschafts- und Tiermaler, geb. 1829 zu St. Maixent (Deux-Sèvres), studierte Jura und war bereits
zwei Jahre lang Aktuar, als er diese Laufbahn aufgab, die Malerei ergriff und Schüler von Couture wurde.
Später machte er Studienreisen nach Italien und ließ sich in der Malerkolonie zu Fontainebleau nieder, um dort besonders
die Jagd zu studieren. Unter seinen namentlich in den Tieren sehr ausdrucksvollen Bildern von ansprechendem Kolorit nennt
man: das Jägerrecht im Schloß von Fontainebleau, das Innere einer Menagerie, den Bärenführer, den
Kleriker in der Bretagne etc.
1)
Hans,
Genre- und Porträtmaler, geb. zu München, besuchte dort bis 1830 die Polytechnische
Schule und 1831 die Akademie unter Cornelius, wo er das Zeichnen nach der Antike und nach der Natur lernte und sich in
der Malerei ohne Lehrer durch Kopieren der Bilder in der königlichen Gallerie ausbildete. 1833 machte er die erste Studienreise
ins bayrische Gebirge und Tirol und hielt sich eine Zeitlang in Venedig auf. Aus Gesundheitsrücksichten verließ er 1840 München
und lebte bis 1865 in Salzburg und dem südlichen Tirol, dann zog er nach Stuttgart und
nahm 1869 seinen
Wohnsitz wieder in München. Unter seinen geschmackvoll komponierten und im Ausdruck der Gestalten recht ansprechenden Genrebildern
nennen wir nur: die Sage vom Untersberg bei Salzburg und Gnomenbilder dieser Sage, Heimkehr von der Jagd, Gondelfahrt (1876)
und Weinprobe (1877). Auch seine vorzugsweise aus den Kreisen der österreichischen
Aristokratie gemalten Porträte sind charaktervoll aufgefaßt und trefflich modelliert.
2) Joseph, Landschaftsmaler, geb. 1826 zu Wien, war anfangsKoch, bis er es durchsetzte, beim Maler Joseph Feid in die Lehre
zu kommen. Nachdem er dann Studienreisen in Deutschland, Italien, der Schweiz und der Walachei gemacht hatte, trat
er mit Landschaften großenteils aus Österreich auf, die meistens von trefflicher Zeichnung und feiner, wirkungsvoller Farbe
sind; z. B.: der schwarze Turm bei Mödling, Hochgebirgssee in Kärnten, Landschaft aus Schlesien,
Föhren im Alpenglühen, Partie an der Traun. Er lebt in Wien.
Ludwig, Bildhauer, geb. zu Lutheran bei Lübz (Mecklenburg-Schwerin),
ergriff, in ländlicher Arbeit aufgewachsen, auf Antrieb des Kunstforschers Fr. Eggers erst mit 23 Jahren den Künstlerberuf,
besuchte die Akademie in Berlin unter verschiedenen Meistern, namentlich unter
Siemering und erhielt 1873 den ehrenvollen
Auftrag für ein Denkmal Moltkes in dessen Vaterstadt Parchim, welche Aufgabe er in sehr befriedigender
Weise löste (errichtet 1876). Nachdem er sich 1874 kurze Zeit in Paris und 1876-77 auch in Italien aufgehalten hatte, bildete
er noch einen Pegasus für das neue Theater in Frankfurt a. M., die Figuren:
Tag und Nacht für den Anhalter Bahnhof in Berlin und mehrere Idealgruppen. In Philadelphia erhielt er 1876 die
große Medaille.
Ferdinand, Genremaler, geb. zu Hamburg, widmete sich anfangs dort der
Lithographie, bis er 1870 auf die Kunstschule in Weimar ging, wo er Schüler von
Pauwels wurde. 1876 nahm er seinen Wohnsitz
in Düsseldorf.
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Von seinen Genrebildern meist heitern Inhalts nennen wir: heimkehrende Wallfahrer, eine Audienz auf der Treppe, Atelierbesuch,
die Macht der Töne, Bittstellerin.