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Wohnhäuser Hintere Wühre
Kaustrasse und Riedstrasse, Appenzell
Neubau Wohnungsbau
Ausgeführt 2013 bis 2015
Die landwirtschaftlich genutzte Parzelle wurde vor einigen Jahren Teil der Bauzone W3. 2007 entschied sich die Feuerschaugemeinde Appenzell zusammen mit dem Auftraggeber, eine Testplanung für die Bebauung der Parzelle durchzuführen. Aufgabe des Studienauftrages war es, Bebauungsmuster zu finden mit Bezug zu ortsspezifischen Qualitäten und zur baulichen Tradition Appenzells. Gewonnen hat den Studienauftrag das Büro Koller Koster AG aus Appenzell, mit welchem wir zusammen das Bauprojekt sowie die Ausführungsplanung der Baubereiche A und B1 erstellen konnten.
Das vorliegende Projekt bedient sich zweier grundsätzlicher Muster:
einerseits ergänzen drei Mehrfamilienhäuser die lineare Bebauung entlang der Kaustrasse, andererseits werden vier Gebäudegruppen, die jeweils mit einem befestigten Hof zusammengebunden werden, auf der «Heemed» angeordnet. Die Wiese fliesst durch die Gesamtanlage. Es entstehen grosszügige Freiräume trotz hoher baulicher Dichte. Die Anordnung der Gebäude ermöglicht vielfältige Ausblicke auf die nahe Umgebung und auf den Alpstein, sowohl im Aussenraum wie auch aus den Wohnungen.
Die Architektur der Gebäude mit einfachen Satteldächern und den Holzfassaden bezieht sich auf die lokale Bautradition. Die profilierten Fassaden gliedern die Volumen. Ihr Relief erinnert an die tektonischen Fassaden des traditionellen Appenzellerhauses.
Neben den räumlich architektonischen Absichten ermöglichen die Gebäudegruppierungen eine einfache, klare Etappierung des Bauablaufes. Während die Mehrfamilienhäuser entlang der Kaustrasse (Baubereich A) und die nordwestlich gelegene Gebäudegruppe Baubereich B1) als Mietwohnungen vorgesehen sind, werden in den übrigen Baubereichen Wohnungen im Stockwerkeigentum angeboten.