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Komödie
Japan 2010
Alternative Titel Shisaido moteru; シーサイドモーテル
Regie
Kentaro Moriya
Drehbuch Kentaro Moriya, Ryu Kakinomoto nach dem Manga von Yukio Okada
Darsteller Toma Ikuta, Kumiko Aso, Takayuki Yamada, Tetsuji Tamayama, Riko Narumi,
Arata Furuta, Yoichi Nukumizu, Hijiri Kojima, Tetsuhiro Ikeda, Tokio Emoto, Mami Yamasaki
Länge 103 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 12
|Humor||Spannung||Action||Gefühl||Anspruch||Erotik|
©
Text Marco, molodezhnaja 13.12.10
© Bilder J Storm, Screenshots molodezhnaja
STORY
Das "Seaside Motel" liegt nicht am Meer, wie der Name suggerieren würde, sondern in den Bergen Japans. Die Aussicht ist nichts wert, aber immerhin sorgt die bunte Innenausstattung dafür, dass die Kunden nicht das Weite suchen. In den vier Zimmern des Etablissements hausen illustre Persönlichkeiten: Der junge Crème-Verkäufer Masayuki (Toma Ikuta), der nicht abreisen darf, bevor er nicht sein Soll verkauft hat. Die Prostituierte Candy (Kumiko Aso), die sich in sein Zimmer verirrt hat, lockert seine Stimmung etwas auf. Candy hätte zum Hotelbesucher weiter oben gehen sollen - dem Ladenbesitzer Katsutoshi (Arata Furuta). Der kriegt stattdessen Besuch von seiner Gattin (Hijiri Kojima), die ihn zur Strafe in Frauenklamotten steckt. Den Spieler Yosuke (Takayuki Yamada) erwischt es noch schlimmer, als Yakuzas ihn und seine Freundin (Riko Narumi) im Zimmer überfallen. Die Bande besteht aus Yosukes Jugendfreund Toshio (Tetsuji Tamayama) und dessen tumbem Handlanger (Tokio Emoto). Im letzten Zimmer versucht der Playboy Tatsuya (Tetsuhiro Ikeda) die Nachtclubtänzerin Marin (Mami Yamasaki) davon zu überreden, mit ihm durchzubrennen.
REVIEW
Man stelle sich vor, was Koki Mitani (The Wow-Choten Hotel, Welcome Back Mr. McDonald) mit so einem Stoff gemacht hätte: skurrile Figuren, ein kurioses Setting, komödiantische Episoden - genau Mitanis Terrain. Und der Film wäre gut. Bei Kentaro Moriya ("School Daze") sieht es etwas anders aus. Er nimmt für "The Seaside Motel" zwar eine interessante Ausgangsidee, weiss aber spätestens ab der Filmmitte nicht mehr weiter. In seinen Händen wird die Manga-Vorlage von Yukio Okada zum halbamüsanten, aber nie voll ausgeschöpften Werk.
Aber trotz einer absinkenden Energiekurve gibts doch immer wieder sehenswerte Momente. Dazu gehören alleine schon die Einführungsszenen aller Figuren. Moriya beginnt jede Episode etwa ähnlich, zeigt das psychedelisch ausgestattete Zimmer und bringt uns die Neurosen und Probleme der Charaktere näher. All das mit Schalk und einer Portion schwarzem Humor. Dass die Mädels in der Show verdammt sexy sind und auch Mädchenschwarm Toma Ikuta was fürs Auge bietet, macht die Sache sicherlich auch nicht schlechter.
Später im Film, wenn die guten Momente seltener und seltener werden, lässt doch immer wieder ein kurzer Einfall Schmunzeln, lässt ein schräger Kamerawinkel Staunen, macht ein Witz Hoffnung auf mehr. Es bleibt beim leeren Versprechen, denn anders als Mitani, der aus skurrilen Ideen das Maximum herausholt und seine Akteure durch stets bizarrer werdende Verwicklungen manövriert, steuert Moriya eben ins Nichts. Im Falle von Arata Furuta ist das sogar wortwörtlich zu verstehen, denn nachdem er in Frauenkleidern ein paar Szenen absolviert hat, verschwindet er einfach aus dem Film.
Die Szenen mit Tetsuhiro Ikeda und Mami Yamasaki geben weniger her - und halten nur darum bei Laune, weil Sexmodel Mami ihren Körper in allen möglichen Stellungen dehnt. Diese Elastizität! Und bei Takayuki Yamada, wo es deutlich am brutalsten zu und hergeht, lassen einen die Personen kalt. Dafür gibts immerhin ein paar Fiesheiten. Die Last ruht damit auf den Schultern von Toma Ikuta und Kumiko Aso - zuviel Last, wie sich herausstellt, denn was die beiden schönen jungen Leute an Schlau- und Bösartigkeiten austauschen, hat auf Dauer wenig wert.
Das alles soll nicht zu negativ klingen, denn "The Seaside Motel" ist skurril, bunt und kurzweilig genug, um selten zu langweilen. Man schaut den Darstellern gerne zu, beäugt genussvoll die Dekors, lauscht dem dargebotenen Dialogwitz. Nur beschleicht einen zu rasch das Gefühl, dass mehr herauszuholen gewesen wäre. Angesichts dieser Verschwendung bleibt ein leises Frustgefühl, das im Verlauf des Films immer lauter brummt und durchaus zum Grummeln anwachsen kann. Einmal angucken mit tiefer gesetzen Erwartungen - dann ist alles noch halbwegs ok. Bloss kein Ensemblestück à la Koki Mitani erwarten.
MEINE
DVD
Japan, Code 2, NTSC
Bild: Anamorphic Widescreen
Ton: Japanisch 5.1 mit englischen und japanischen Untertiteln.
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Yesasia (Liefert aus HK)
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SCREENSHOTS
Screenshots der DVD mit TotalMedia Theatre 3, verkleinert und leicht geschärft mit CorelPaint
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