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Eine artgerechte Ernährung bildet den Grundstein für ein gesundes, glückliches und langes Katzenleben. Aber wie fütterst du deine Katze richtig und welches Futter ist für deine Seidenpfote das beste? Wir zeigen dir, auf welche Grundlagen du bei einer ausgewogenen Katzenernährung achten solltest.
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Gesundheitliche Risiken
Etwa ein Drittel aller in Haushalten gehaltenen Katzen ist übergewichtig. Übergewicht ist ein grosses Gesundheitsrisiko und geht mit einem stark erhöhten Risiko für verschiedene Krankheiten einher, wie zum Beispiel Diabetes, chronische Verstopfungen oder Tumoren. Schlussendlich führt Übergewicht so zu einer reduzierten Lebenserwartung. Je nach Schweregrad des Übergewichts geht es mit bestimmten Verhaltenseinschränkungen einher, wie zum Beispiel vermindertes Springen,Jagen, Erkunden oder Spielen. Die Unfähigkeit diese Verhaltensweisen auszuleben, erhöht die Frustration und führt nicht selten zu Verhaltensauffälligkeiten.
Damit es gar nicht erst so weit kommt, findest du in diesem Beitrag die wichtigsten Grundlagen für eine ausgewogene Katzenernährung.
Was sollte im Essen meiner Katze enthalten sein?
Um zu verstehen, wie du deine Katze richtig fütterst, solltest du wissen, welche Nährstoffe sie für eine ausgewogene Ernährung braucht. Katzen gehören zur Ordnung der Raubtiere und sind sogenannte Carnivoren, also Fleischfresser. Deine Katze ist problemlos in der Lage, einen Grossteil ihrer Energie aus Proteinen zu gewinnen. Ihre Nahrung sollte daher hauptsächlich aus Proteinen bestehen. Dazu kommen ein moderater Fettanteil und ein minimaler bis vernachlässigbarer Anteil an Kohlenhydraten und Ballaststoffen. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören ausserdem eine Reihe an Vitaminen und Mineralstoffen wie z. B.:
Kalzium
Phosphor
Magnesium
Natrium
Kalium
Trocken, nass oder doch lieber BARF?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, deine Katze gesund zu ernähren. Am häufigsten werden Katzen entweder mit einem Trocken- oder Nassfutter gefüttert. Auch eine Mischfütterung ist möglich. Bei beiden Futterarten handelt es sich um konservierte Katzennahrung, die aus verschiedenem Fleisch oder Fisch sowie unterschiedlichen Gemüsesorten besteht.
Der wesentliche Unterschied zwischen Trocken- und Nassfutter liegt im Wassergehalt. Nassfutter weist einen Feuchtigkeitsanteil von ca. 80 % auf. Durch den hohen Wasseranteil ist es geschmackvoller und wird von vielen Katzen bevorzugt. Der Feuchtigkeitsgehalt kommt auch dem Wasserhaushalt deiner Katze zugute, erhöht die Harnmenge und kann so einer Harnsteinbildung vorbeugen.
Trockenfutter hingegen hat einen Wasseranteil von ungefähr 14 %, was zu einer längeren Haltbarkeit führt. Da die Katzennahrung in kleine Pellets gepresst wird, sind diese insgesamt gehaltvoller als Nassfutter, sodass eine Katze weniger davon benötigt. Willst du deine Katze nur mit Trockenfutter ernähren, solltest du auf ihre Flüssigkeitsaufnahme achten, da nicht alle Katzen den geringen Feuchtigkeitsgehalt des Trockenfutters durch die Wasseraufnahme kompensieren.
Du willst deine Katze möglichst frisch und naturbelassen ernähren? Dann kann BARFen für dich das Richtige sein. Bei der „biologisch artgerechten Rohfütterung“ stellst du die Nahrung selbst aus rohem Fleisch, Innereien, Knochen, Ölen und Supplementen zusammen. Alternativ kannst du auch schon fertig vorbereitete, tiefgefrorene Rezepte benutzen. In jedem Fall solltest du unbedingt die richtige Lagerung des Fleisches bei -20° C und die hygienische Zubereitung berücksichtigen, da deine Katze ansonsten Würmer und andere Krankheitserreger aufnehmen könnte. Selber zusammengestellte Rationen müssen zwingend von einer Fachperson auf ihre Zusammensetzung und die bedarfsgerechte Versorgung deiner Katze überprüft werden. Mängel in der Nährstoffversorgung kommen häufig vor und werden erst spät ersichtlich. Wir empfehlen, die Ration von einer Tierärztin mit entsprechender Weiterbildung (Fähigkeitsausweis zur Ernährung von Hunden und Katzen GST, Dipl. ECVCN oder Dipl. ACVN) überprüfen zu lassen. Der Titel «Ernährungsberater*in» ist in der Schweiz nicht geschützt und kann zu unseriöser Beratung führen.
Hinweis: Je nach Gesundheitszustand deiner Katze kann ein spezielles Futter für sie in Frage kommen. Stoffwechselerkrankungen, Tumore, Übergewicht oder Organerkrankungen sollten immer von tiermedizinischem Fachpersonal begleitet werden. Dieses ermittelt den individuellen Kalorien- und Nährstoffbedarf deiner Katze und stellt einen Diätplan mit Fütterungszeit, -häufigkeit und -menge zusammen.
Was dürfen Katzen nicht fressen?
Es gibt Lebensmittel, die für Katzen ungeeignet sind. Auch wenn Liebe durch den Magen geht, sollte deine Katze z.B. keine Speisereste oder Tischabfälle bekommen. Menschliches Essen ist oftmals salz-, kohlenhydrat- und fettreich, was bei deiner Katze zu Verdauungsproblemen und Übergewicht führen kann.
Milchprodukte können von ausgewachsenen Katzen oft nicht optimal verdaut werden, sodass es zu Durchfall kommt. Während Kätzchen noch in der Lage sind, die Laktose in der Muttermilch zu spalten, können erwachsene Katzen dies nicht mehr. Spezielle Katzenmilch ist hier eine Alternative.
Auch Hundefutter ist nicht für Katzen geeignet. Katzenhaben einen viel höheren Eiweissbedarf als Hunde, sodass die langfristige Fütterung von Hundefutter zu Mangelerscheinungen führen kann.
Darüber hinaus gibt es Nahrungsmittel, die für deine Katze sogar giftig sind und deshalb unbedingt gemieden werden müssen, wie z.B.:
Leber (in grossen Mengen)
Thunfisch (in grossen Mengen)
Trauben
verdorbenes Futter
Schokolade
Kaffee
Kakaoprodukte
Zwiebeln
Knoblauch
Avocado
Steinobst
Die optimale Fütterungszeit und -häufigkeit
Wann und wie oft sollte ich meine Katze überhaupt füttern? Eine erwachsene Wohnungskatze mit ca. 4 kg Körpergewicht hat einen Tagesbedarf von ungefähr 320 kcal. Der Bedarf ist wie bei uns Menschen sehr individuell und stark vom Alter, Gesundheitszustand und Aktivitätslevel abhängig. Die Tagesration sollte sie nicht in einer einzigen Portion bekommen. Gib ihr stattdessen über den Tag verteilt mehrere Rationen.
Nicht immer fressen Katzen alles sofort auf. Viele unserer Samtpfoten zeigen keinen ausgeprägten Tagesrhythmus, was die Futter- und Wasseraufnahme angeht und werden als „Snacker“ bezeichnet. In der Natur nehmen sie in der Regel 10- bis 20-mal pro Tag ein wenig Futter auf. Steht das Futter den Tag über zum freien Zugang bereit, fressen viele Katzen etwa in dieser Frequenz. Achtung: nicht alle Katzen dürfen so gefüttert werden, da manche Katzen die Tendenz haben, jedes bereitgestellte Futter gleich zu fressen, wodurch sie übergewichtig werden.
Besonders bei Wohnungskatzen empfiehlt sich das sogenannte «activity feeding» (z.B. mit einem Futterturm, «Pipolino» oder selbst gebastelten Alternativen), bei dem die Katze sich den Zugang zum Trockenfutter erarbeiten muss. Dies befriedigt den angeborenen Jagdtrieb, fördert die Aktivität und kann dabei helfen, Langeweile und Trägheit zu vermindern.
Die richtige Futtermenge
Die richtige Futtermenge hängt stark vom Aktivitätslevel ab. Katzen mit Freigang haben oftmals einen deutlich höheren Tagesbedarf als Wohnungskatzen. Sie streunen in der Nachbarschaft umher, jagen und toben, was zusätzliche Kalorien verbraucht.
Auch das Alter deiner Katze beeinflusst die richtige Futtermenge. Während junge Katzen mehr Energie für ihr Wachstum brauchen, haben Senioren häufig einen geringen Kalorien bedarf, da sie im hohen Alter gemütlich werden. Nicht zu vergessen sind die gesundheitlichen Voraussetzungen deines Stubentigers. Katzen mit Stoffwechselerkrankungen, Übergewicht, Tumorerkrankungen, etc. benötigen individuelle Fütterungsmengen, die spezifisch vom Tierarzt ermittelt werden.
Ist deine Katze normalgewichtig und gesund, kannst du dich an der Fütterungsempfehlung des Herstellers orientieren, die meist auf der Rückseite der Verpackung zu finden ist. Jedoch gibt es auch hier Katzen, die weniger oder mehr als die empfohlene Futtermenge brauchen.
Als Faustregel gilt: wenn deine Katze ihr Idealgewicht hält, regelmässig festen Kot absetzt, das Futter nicht erbricht und ein schönes Fellkleid hat, stimmen mit grosser Wahrscheinlichkeit sowohl die Futtermenge als auch die Futterart.
Was soll ich tun, wenn meine Katze nicht frisst?
Dass deine Katze nicht frisst, kann unterschiedliche psychische und körperliche Ursachen haben. Bei einem Futterwechsel z.B. kommt es im ersten Moment häufig zur Ablehnung des neuen Futters. Da sich der Stoffwechsel deines Tieres an dieses Futter gewöhnen muss, solltest du seine Nahrung nicht allzu oft und nur schrittweise umstellen. Häufige Gründe für die Nahrungsverweigerung sind:
Übersättigung
verdorbenes (nicht mehr frisches) Futter
Futtermittelunverträglichkeit
Schmerzen
Fieber
Verstopfung
hohes Alter
Wenn deine Katze für 1-2 Tage kein Essen mehr zu sich nimmt, solltest du mit deiner Katze zum Tierarzt gehen. Wenn deine Katze übergewichtig ist, kann es zu einer lebensbedrohlichen Leberverfettung kommen, wenn sie nicht frisst. Übergewichtige Katzen sollten maximal einen Tag nicht fressen, sonst melde dich bei deinem Tierarzt.
Futterumstellung
Eine Futterumstellung kann aus unterschiedlichen Gründen sinnvoll sein, beispielsweise wenn deine Katze unter einer Futtermittelallergie leidet, ihr das herkömmliche Futter nicht mehr schmeckt, sie älter wird oder sich an ein höherwertiges Futter gewöhnen soll. Da Katzen neues Futter häufig mit Skepsis und Ablehnung betrachten, solltest du dir genügend Zeit für die Umstellung nehmen. Mische das neue Futter mit dem alten und erhöhe schrittweise den Anteil des neuen Futters. Das könnte dann zum Beispiel so aussehen:
1. Tag 1-3: 25 % neues Futter, 75 % altes Futter
2. Tag 3-6: 50 % neues Futter, 50 % altes Futter
3. Tag 6-10: 75 % neues Futter, 25 % altes Futter
4. ab Tag 10: 100 % neues Futter
Je nachdem, wie deine Katze auf das beigemischte Futter reagiert, kann die Anzahl der Tage variieren. Diese Tipps können helfen, ihr das neue Futter schmackhafter zu machen:
Bevor du damit beginnst, neues und altes Futter zu mischen, kannst du einen Napf mit neuem Futter neben das bekannte Futter stellen, um die Katze an den unbekannten Geruch zu gewöhnen.
Erwärme das neue Futter leicht. Das Erwärmen führt dazu, dass es für die Katze intensiver schmeckt.
Püriere das neue Futter und füttere es aus der Hand.
Schaffe eine angenehme Fütterungsumgebung für deine Katze
Damit deine Katze in Ruhe fressen kann, solltest du eine angenehme Fütterungsumgebung schaffen. Dort darf sie ohne Störungen von aussen ihre Mahlzeit zu sich nehmen. Dabei solltest du auf folgende Punkte achten:
Wähle einen ruhigen Fütterungsort, z. B.in einer Ecke eines ruhigen Zimmers. Flure und Durchgangszimmer eignen sich nicht zur Fütterung deiner Katze.
Stelle frisches und sauberes Wasser in einer möglichst grossen Metall- oder Porzellanschale bereit. Achte darauf, dass diese mindestens 2 Meter vom Futter entfernt steht, damit das Wasser nicht durch Futterreste verunreinigt wird. Deine Katze sollte den ganzen Tag Zugang zu Trinkwasser haben, sodass du gerne mehrere Wasserquellen im Haus verteilen kannst.
Lege einen Fütterungsrhythmus fest und halte dich daran (z.B. 4-mal täglich im Abstand von 4 Stunden).
Reiche deiner Katze Futter mit Raumtemperatur, um Bauchschmerzen vorzubeugen.
Wenn du in einem Mehrkatzenhaushalt lebst, dann weise jedem Stubentiger ihren eigenen Napf zu und achte darauf, dass ein genügend grosser Abstand (je nach Verträglichkeit der Katzen eventuell sogar in unterschiedlichen Zimmern) zwischen den Fressorten besteht.
Frei lebende Katzen fressen Gras, um die Darmbewegung zu fördern und den Körper zu reinigen. Stelle deiner Wohnungskatze Katzengras zur besseren Ausscheidung der verschluckten Haare als Alternative bereit.
Fazit
Egal, ob deine Katze 7 oder nur ein einziges Leben hat– eine ausgewogene Ernährung bildet immer die Basis für ein glückliches, gesundes und langes Katzenleben (oder 7). Jede Katze ist einzigartig und hat ihre Gewohnheiten und Vorlieben, probiere im Rahmen der oben genannten Punkte auf diese einzugehen. Bei Unsicherheiten zur richtigen Fütterung deiner Katze, kannst du immer deinen Tierarzt zu Rate ziehen. Dieser weiss sehr gut, welches Futter in welcher Menge für deine Katze geeignet ist.
Quellen und weitere Informationen
SVK-ASMPA (Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin)
Deine Katze niest öfters und hat zusätzlich auch noch einen leichten Nasenausfluss? Falls dies der Fall ist, dann sollte frühzeitig gehandelt werden, da es sich sehr wahrscheinlich um einen Katzenschnupfen handelt. Der Begriff wirkt an sich harmlos, jedoch handelt es sich um eine sehr gefährliche Erkrankung.
Hunde müssen bei grosser Hitze genauso abkühlen wie wir Menschen, denn in ihrem Körper entsteht schnell ein gefährlicher Wärmestau. Wir möchten dir in diesem Beitrag Tipps mitgeben, wie du deinen Hund bei heissen Sommertagen abkühlen kannst, was die grösste Gefahr bei Hitze darstellt und wie du darauf reagieren solltest.