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Die Schweizer Landschaftsmalerin Blanche Berthoud stellte 1900 eines ihrer Breithorn-Gemälde an der Weltausstellung in Paris aus und sicherte sich damit internationale Anerkennung.
Die berühmte Alpen-Malerin Blanche Berthoud kam 1864 in Interlaken als Tochter des Landschaftsmalers Auguste-Henri Berthoud zur Welt. Ihr Vater unterrichtete sie schon früh in verschiedenen Mal- und Zeichentechniken. Als Erwachsene studierte sie an der Pariser Académie Julian bei Benjamin Constant und Jules-Joseph Lefebvre Kunstmalerei.
Vom Porträt zur Landschaft
Zu Beginn ihrer Karriere konzentrierte sich Berthoud auf die Porträtmalerei. Bereits ab 1888 stellte sie ihre Werke im Salon Champs-Élysées in Paris aus.
1896 heiratete sie und zog nach Vaumarcus im Kanton Neuenburg. Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz interessierte sie sich immer mehr für die Natur und beschäftigte sich vorwiegend mit der alpinen Landschaftsmalerei und mit Blumenstilleben.
Eine Ausnahme: Frauen in der Bergmalerei
Am neuen Wohnort trat sie auch der «Société romande des femmes peintres» (Gesellschaft für Malerinnen in der Romandie) bei. Die Vereinigung förderte mit der Bergmalerei von Frauen ein Themengebiet, dem sich damals vorwiegend Männer widmeten.
Breithorn an der Weltausstellung in Paris
Als Landschaftsmalerin hielt sie sich oft in Zermatt und in der Region Riffelberg-Gornergrat auf. Dort entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Breithorn, das sie in mehreren Studien malte und das zu einem ihrer Hauptwerke werden sollte. Ein Gemälde des Breithorns mit den beeindruckenden Massen 167 cm x 100 cm stellte sie vor 123 Jahren an der Weltausstellung von Paris aus. Von der Jury wurde es mit einem Ehrendiplom ausgezeichnet.