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Wird Vitamin D zu häufig verschrieben?
|Autor(in): Urspeter Masche|
|Datum: 28. November 2016|
In einer im «British Medical Journal» erschienenen Übersicht wird anhand der vorhandenen Daten diskutiert, ob die Empfehlungen gerechtfertigt sind, dass alle erwachsene Personen täglich 400 E Vitamin D – in der Regel in ergänzender Form – einzunehmen hätten.
In zahlreichen randomisierten Studien und daraus produzierten Metaanalysen sei es nicht zu zeigen gelungen, dass zusätzlich eingenommenes Vitamin D eine klare positive Wirkung auf muskuloskelettale und andere Ereignisse hat. Am ehesten verspricht sich ein Nutzen bei Leuten mit sehr tiefen Vitamin-D-Spiegeln (unter 25 nmol/l) – eine Population, die in den Studien aber praktisch nicht untersucht worden ist. Vitamin D soll man deshalb höchstens auf einer individuellen Basis verschreiben, das heisst, wenn das Risiko eines bedeutsamen Vitamin-D-Mangels als erheblich eingestuft wird; gefährdet sind namentlich Leute, die sich nicht oder nur sehr wenig dem Sonnenlicht aussetzen oder die an einer Malabsorption leiden. Die Messung des Vitamin-D-Spiegels wird als selten nötig bezeichnet.
Volltext aus dem BMJ: Should adults take vitamin D supplements to prevent disease?
Wird Vitamin D zu häufig verschrieben? (28. November 2016)
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