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Die Influenza (Grippe) ist eine akute, hoch ansteckende, meist während der kalten Jahreszeit in Epidemien auftretende, relativ schwere Erkrankung, die von der gewöhnlichen Erkältung bzw. dem grippalen Infekt zu unterscheiden ist.
Die Infektion betrifft vorwiegend die oberen und unteren Luftwege. Die Influenza wird durch Tröpfcheninfektion, d.h. durch Niesen, Husten, Sprechen, sowie direkten Kontakt, z.B. Händegeben oder Küssen, übertragen und kann so relativ einfach weltweit (pandemisch) verbreitet werden.
Es gibt drei verschieden Arten von Influenzaviren:
Die Vogelgrippe (Influenza A (H5N1)), auch Geflügelpest genannt, wird durch einen Subtypen des Influenza A-Virus verursacht. Diese Grippe wird in einem separaten Krankheitsbild behandelt.
Verantwortlich für eine Influenza sind die Influenzaviren des Typs A, B oder C. Typ A kommt häufiger vor und kann sich pandemisch ausbreiten. Typ B und C treten weniger häufig und in milderer Form auf.
Die Zeit von der Infektion bis zum Auftreten erster Symptome (Inkubationszeit) beträgt wenige Stunden bis drei Tage. Der Infizierte kann das Virus schon weitergeben, bevor er Beschwerden hat.
Zur Diagnose der Grippe werden verschiedene Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem:
Zur Vorbeugung wird besonders Personen aus den Risikogruppen die alljährliche Grippeimpfung empfohlen.
Es stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die die Virenvermehrung hemmen und blockieren. Da die Viren sich extrem schnell vermehren (hohe Ansteckungsgefahr!), muss die Therapie innerhalb von 48 Std. nach Krankheitsbeginn begonnen werden. Die Medikamente können die Intensität und die Dauer der Beschwerden sowie die Häufigkeit und Stärke der Komplikationen reduzieren.
Ansonsten können die Beschwerden mit Fieber- und Schmerzmitteln, Husten- und Nasentropfen gemildert werden. Bakterielle Zusatzinfektionen können mit Antibiotika behandelt werden. Anhaltendes, hohes Fieber gehört in ärztliche Kontrolle.
Meist klingt die Grippe nach fünf bis zehn Tagen ab. Solange Beschwerden bestehen, können andere Menschen angesteckt werden.
Normalerweise klingt die Grippe nach 5-10 Tagen wieder ab. Komplikationen entwickeln sich grösstenteils aus den bakteriellen Zusatzinfektionen. So können als Folge eine Lungenentzündung oder sogar ein Lungenabszess entstehen.
Zu den Lungenkomplikationen (Lungenentzündung) können Komplikationen am Herz-Kreislauf-System, wie z.B. Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Lungenödem oder ein Kreislaufschock hinzukommen, die ihrerseits bis zum Tod des Patienten führen können.
Ältere Menschen, chronisch Kranke und Personen aus dem medizinischen Bereich sollten sich impfen lassen. Das Virus ändert sich immer wieder, so dass die Impfung jährlich angepasst und wiederholt werden muss. Nicht in jedem Fall bewahrt die Impfung vor einer Grippe, sie kann aber den Verlauf verkürzen und die Heftigkeit der Symptome mildern.
Neuere Studien zeigten, dass die Grippeimpfung besonders bei älteren Menschen das Risiko für Zusatzerkrankungen (z.B. Lungenentzündungen, Herzerkrankungen, Atemwegserkrankungen) stark reduziert. Ebenso senkt die Impfung die Zahl der Spitaleinweisungen wegen einer Grippe.
Während der Grippezeit sollte der Hygiene grosse Aufmerksamkeit geschenkt werden. Da die Grippeviren stundenlang auf der Hautoberfläche überleben können, senkt häufiges Händewaschen mit Seife die Verbreitung der Viren nachweislich.
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