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Sind in einem Leitungssystem Legionellen festgestellt worden, muss das Leitungssystem und die verbauten Komponenten zuerst einmal genau erfasst werden.
- Wo wurden die Legionellen festgestellt?
- Welche Leitungsmaterialien wurden verwendet?
- Wie ist der Zustand der Leitungen? (Korrosion, Kalk etc.)
- Ist eine Zirkulationsleitung oder Begleitheizung vorhanden?
- Wie wird der Boiler aufgeheizt?
- Wie hoch ist die Boilertemperatur?
- Wann wurde der Boiler letztmals fachgerecht entkalkt?
Diese Fragen müssen sorgfältig abgeklärt werden. Danach kann die eigentliche Sanierung in Angriff genommen werden. Oftmals bedeutet dies eine Stilllegung des Systems während der Sanierung über mehrere Tage.
Legionellen Spülung
Ist ein System belastet, stehen drei Möglichkeiten zur Schadensbekämpfung zur Verfügung.
Spülen mit Heisswasser oder Desinfektionsmittel, Einbau einer Chlordioxid-Anlage.
Mit Legionellen verkeimte Leitungssysteme können auf zwei Arten gespült werden. Dabei müssen vorgängig genaue Abklärungen über den Zustand und Aufbau des Leitungssystems gemacht werden.
- Spülen der Anlage durch Heisswasser (mind. 75°C)
Vorteil: keine Chemikalien. Nachteil: vorübergehende Stilllegung der Anlage. Bereitstellung der benötigten Menge an Heisswasser ist meist schwierig zu bewerkstelligen. Zudem ist es ungewiss, ob die Heisswasser-Behandlung den gewünschten Erfolg bringt.
- Spülen der Anlage mit einem Desinfektionsmittel
Vorteil: Garantierte Wirksamkeit der Behandlung. Nachteil: vorübergehende Stilllegung der Anlage. Es muss sichergestellt werden, dass zum Zeitpunkt der Spülung keine Armaturen betätigt werden können.
- Einbau einer Chlordioxid-Anlage
Vorteil: Das System wird nur kurzzeitig für die Installation der Anlage abgestellt.
Nachteil: Dauernde Zugabe geringster Desinfektionsmittel. Bei stark kontaminierten Wassersystemen muss oft vorgängig eine Spülung gemacht werden.