Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03595.jsonl.gz/2291

Der Schweizer Unternehmer Michael Sarp ist tot. Er verstarb vergangene Woche überraschend im Alter von 65 Jahren.
Der Schweizer Unternehmer Michael P. Sarp ist am 17. Oktober im Alter von 65 Jahren verstorben. Das teilte die Uhrenmanufaktur Armin Strohm mit. Der Verstorbene übernahm 2010 das Amt des Verwaltungsratspräsidenten der Bieler Uhrenfirma.
Im Schweizer Wirtschaftskosmos war Sarp wohlbekannt: Der 1948 in Oldenburg geborene Sarp führte von Anfang 1997 bis 2001 als Vorsitzender der Geschäftsleitung die Uhrenmanufaktur IWC. Im März 2002 übernahm er die Geschäftsleitung der Swatch Group in Deutschland. Danach folgten erfolgreiche Jahre bei der Nordeck-Gruppe, der er bis Juni 2012 als CEO vorstand. Sarp positionierte das Unternehmen nach einer strategischen Neuausrichtung erfolgreich neu.
Berufsübergreifend engagierte sich Sarp viele Jahre als Vorstandsmitglied des deutschen Weinexportverbandes in Bonn, und von 1986 bis 1996 als Präsident des deutschen Duty-Free-Verbandes in Hamburg sowie als Vorstandsmitglied des Europäischen Duty-Free-Verbandes in Brüssel. Nicht zuletzt nahm Michael P. Sarp mehrere Verwaltungsratsmandate bei profilierten Marken-Unternehmen wahr. Von 2006 bis 2008 war er im Vorstand der Biscosuisse.
«Mit 'beaucoup d’amour' geht für mich alles viel leichter»
Sarp als Genussmensch und leidenschaftlicher Sammler - oft von ganzen Firmen. So kaufte der Marketingprofi als Nordeck-Chef 2011 unter anderem den Möbelhersteller Horgenglarus. Nach seinem Lebensmotto gefragt, antwortete Sarp in einem Interview einmal: «Mit 'beaucoup d’amour' geht für mich alles viel leichter.»
Wie sehr die Schweizer Unternehmer Sarp schätzten und liebten, zeigte sich unter anderem in diesem Frühjahr: Im Mai wählte die Unternehmerplattform Alphazirkel Schweiz Sarp zu ihrem Präsidenten. Erst im August wurde er Chefberater des amerikanischen Beteiligungsunternehmens Riverside.
(moh/aho)