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Cisco hat Probleme mit Server-Blades seiner Modellreihen UCS B440 M1 und M2. Anscheinend kann sich ein Transistor auf dem Board überhitzen und den Geist aufgeben, was zu einem kompletten Systemausfall führen kann. In extremen Fällen könnten sogar benachbarte Blades in Mitleidenschaft gezogen werden, so Cisco.
Cisco hat das Problem schon Mitte des letzten Jahres erkannt, und zuerst versucht, es mit einem Firmware-Upgrade zu beheben. Dieses konnte anscheinend einige Ausfälle verhindern. Trotz Software-Upgrade habe aber mittlerweile bei mindestens einem Kunden ein weiteres "thermisches Ereignis" stattgefunden, wie Cisco dies ausdrückt. Der Netzwerkriese hat sich daher dazu entschlossen, die Hardware der B440-Modelle zu modifizieren und ein Austauschprogramm für bestehende Kunden lanciert, wie er diesen Kunden am 26. Januar
mitgeteilt hat.
Um wie viele Server es dabei geht, beziehungsweise wie viele Unternehmen die betroffenen Blades im Einsatz haben, ist nicht bekannt. Auch ob es Schweizer UCS-Kunden gibt, die B440-Blades verwenden, konnten wir vor der Veröffentlichung dieses Artikels nicht in Erfahrung bringen.
Andere Cisco-Blades oder Rack-Server sind nicht betroffen. Die B440-M1-Blades wurden im Frühling 2010, die M2-Versionen im Frühling 2011 lanciert. Beides sind High-end-Blades mit vier CPU-Sockeln für acht- oder zehn-Kern-Xeons von Intel. (hjm)
(Update 8.2.2012: Laut einem Statement von Cisco gab es seit Mai 2010, als die betroffenen Serverblades eingeführt wurden, nur zwei Vorfälle bei Kunden, die mit dem erwähnten Transistorproblem zusammenhingen. Man habe alle Anwender von B440-Blades kontaktiert und diskutiere mit ihnen die verfügbaren Optionen.)