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Karine Jean-Pierre startet Mitte Mai als Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, wie das Weisse Haus am Donnerstag (Ortszeit) ankündigte. Das sei «fantastisch, weil Repräsentation wichtig ist», sagte Psaki. Die 44-jährige Jean-Pierre wird ausserdem die erste offen lesbische Sprecherin im Weissen Haus. «Dies ist ein historischer Moment, und das ist mir nicht entgangen», sagte Jean-Pierre. Sie ist aktuell noch Psakis Stellvertreterin.
Psaki plant Wechsel zum Fernsehsender MSNBC
Als Sprecherin des Präsidenten stellte sich Psaki seit Bidens Amtsantritt im Januar vergangenen Jahres nahezu täglich im Weissen Haus ausführlich Fragen der Presse. Deshalb gehört sie zu den prominenten Gesichtern der US-Regierung. Dass Psaki ihren Posten aufgibt, ist keine Überraschung: Die 43-Jährige plant nach Medienberichten einen Wechsel zum Fernsehsender MSNBC. Psaki bestätigte die Berichte in der Vergangenheit nicht, bestritt sie jedoch auch nicht. «Ich habe nichts über meine Pläne zu verkünden, ausser, wie ich bereits sagte, zu schlafen und Bücher zu lesen», betonte Psaki nun erneut.
Jean-Pierre arbeitete bereits für die Regierung des früheren Präsidenten Barack Obama und ist eine langjährige Beraterin von Joe Biden. Sie bringe nun die Erfahrung, das Talent und die Integrität mit, die für diese schwierige Aufgabe erforderlich sei, erklärte Biden. Sie wurde im französischen Überseegebiet Martinique geboren und wuchs in New York auf. Dort studierte sie an der Elite-Universität Columbia. Sie sprang bei Pressekonferenzen bereits immer mal wieder für Psaki ein und begleitete Biden regelmässig auf Reisen.
Historische Bedeutung
In den vergangenen Wochen war immer wieder spekuliert worden, wer Psaki auf dem Posten der Sprecherin folgen könnte. Neben Jean-Pierre kursierte zum Beispiel auch der Name des Pentagon-Sprechers John Kirby. Psaki holte Jean-Pierre am Donnerstag bei der täglichen Pressekonferenz im Weissen Haus auf die Bühne und beglückwünschte sie. «Sie bringt jahrzehntelange Erfahrung in diese Aufgabe ein», sagte Psaki. Jean-Pierre werde Vielen eine Stimme geben und zeigen, was möglich sei, wenn man grosse Träume habe. Beide umarmten sich.
«Ich verstehe, wie wichtig es für so viele Menschen da draussen ist», antwortete Jean-Pierre auf die Frage eines Reporters nach der historischen Bedeutung. Sie sagte ausserdem, dass sie keinen Zweifel in ihrem Leben daran gehabt habe, eine solche Position jemals zu bekommen. «Ich habe einfach hart darauf hingearbeitet.» Erst Anfang April war mit Ketanji Brown Jackson die erste schwarze Frau am Obersten US-Gericht bestätigt worden.