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Die Brücke wird in Stahlbetonverbundbauweise erstellt und überspannt die Aare als Durchlaufträger mit Spannweiten von 24.5 / 44 / 23.5 m. Die Aufteilung in drei Felder erfolgt aus ästhetischen und bautechnischen Gesichtspunkten. Die grosse Spannweite im Mittelfeld gibt der Brücke eine Grosszügigkeit und vermittelt Leichtigkeit, die durch die schlanke Konstruktionsweise und der leicht gekrümmten Nivelette zusätzlich an Spannung gewinnt. Fünf geschlossene, lufdicht verschweisste Stahlhohlkästen bilden zusammen mit der Fahrbahnplatte aus Beton den eigentlichen Brückenquerschnitt. In Längsrichtung sind in den Hohlkästen ca. alle 5 m Querschotten zur Aussteifung vorgesehen. Bei den Widerlagern und den Pfeilern sind Querträger zwischen den Hohlkasten angeordnet.
Das Portalbauwerk wird bestimmt durch einen Kranz aus Beton, der den Übergang zur Tunnelstrecke aufnimmt sowie durch den in den Flussraum hinausgeführten Faltenbalg. Der Balg ist statisch gesehen ein verkleidetes Raumfachwerk aus Stahlprofilen. Die Lagerung des Fachwerks erfolgt über zwei einfache Stahlgalgen. Durch die Wahl eines Raumfachwerkes als aufgelöste, effiziente Tragkonstruktion für die Fassadenpaneele wird der Balg in seiner Transparenz und Leichtigkeit unterstützt.
Der Bauablauf gliedert sich in die vier Hauptphasen Unterbau mit Widerlagern samt Betonteile Portal und Pfeiler, Überbau, Portal mit Faltenbalg, Umgebung mit Umlegung Aareuferweg. Für die Erstellung der Tiefenfundation (Bohrpfähle) und der Baugrubenabschlüsse (Spundwand) der Pfeiler sind Pontons vorgesehen. Der Bau der Pfeiler erfolgt innerhalb der Baugrube in konventioneller Weise. Die Stahlkonstruktion des Überbaus wird vom Ostufer aus eingeschoben. Der Einschub erfolgt in mehreren Etappen und mit einem Vorschubschnabel. Es sind keine zusätzlichen Hilfsjoche notwendig. Um die entstehenden Verformungen unter Eigenlasten und Auflasten aufzuheben, werden die Stahlträger nach oben vorgekrümmt. Die Betonplatte wird unter zu Hilfenahme eines Schalwagens betoniert.
Die eingesetzten Werkstoffe sind zur Hauptsache Stahl und Beton für die Brücken- und Portalkonstruktion. Daneben sind handelsübliche Schallschutzkassetten sowie halbtransparente Fassadenelemente aus Scobalit für die Umhüllung des Faltenbalgs vorgesehen.
Das gewählte Lärmschutzkonzept beinhaltet die zwei Hauptelemente Lärmschutzwand auf der Brücke und Schallschutzpaneele beim Faltenbalg. Dank dem Vorziehen des Balgs werden die Vorgaben erfüllt.
|Bauherrschaft||

Tiefbauamt des Kantons Solothurn
|Zusammenarbeit|
|Aufgabe||

Neubau
|Stand||

Wettbewerb 2003, 2. Runde