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Premier League, Klub-WM, Champions League, Community Shield und UEFA Super Cup: Liverpool tanzt(e) in dieser Saison auf vielen Hochzeiten. Nur selten dabei war Xherdan Shaqiri.
Das Beste an Xherdan Shaqiris Situation ist, dass er bei den Reds noch einen bis Sommer 2023 datierten Vertrag besitzt. Ansonsten sieht es düster aus.
In all den Wettbewerben kam Shaqiri in dieser Saison nur in zehn Spielen zum Einsatz, insgesamt stand er während 256 Minuten auf dem Platz. Zum Vergleich: Abwehrboss Virgil van Dijk kommt auf 42 Einsätze und 3870 Spielminuten, Mo Salah hat auch schon 3’423 Minuten in den Beinen und Sadio Mané deren 3’139. Es zeigt, was möglich wäre.
Selbst ein kerngesunder Shaqiri würde wohl nicht annähernd so oft spielen wie die genannten Liverpool-Stars, denn die Konkurrenz ist riesig. Shaqiris Problem: Er ist nur selten über längere Zeit kerngesund. Jahr für Jahr wird er in unregelmässigen Abständen von Verletzungen ausgebremst, meist zwickt es in einem Muskel, meist in der Wade.
So kommt es, dass Shaqiri in der laufenden Saison nur zwei Mal in der Startelf stand. Am 4. Dezember reihte er sich bei seinem Startelf-Debüt beim 5:2-Sieg über Everton prompt unter die Torschützen ein. Es sollte sein (bislang) einziger Skorerpunkt in der Saison 2019/20 bleiben. Zehn Tage später durfte er noch einmal von Beginn an ran, nach 70 Minuten musste er raus. Danach kam er nur noch einmal zum Einsatz, am 11. Januar spielte er gegen Tottenham eine Minute.
Klopp gibt Auskunft über Shaqiri
Seither stand er nie mehr im Kader. Auch beim Re-Start gegen Everton (0:0) figuriert der Name des Schweizer Nationalspielers, der in der gesamten EM-Quali nie zum Einsatz kam, nicht auf dem Mannschaftsblatt.
Dabei müssten die muskulären Probleme nach der Corona-Pause doch eigentlich auskuriert sein. Oder etwa nicht? Trainer Jürgen Klopp sagt darauf angesprochen: «Er ist noch nicht bereit.» Er rechne aber damit, dass Shaqiri bald zurückkehren werde, so der Deutsche. «Er ist auf gutem Weg. Shaqiri hat trainiert, aber oftmals nicht mit dem Rest des Teams. Er wird aber nicht mehr lange ausfallen.»
Die Wahrheit ist aber auch, dass der Schweizer in Liverpool nicht schmerzlich vermisst wird. Die Mannschaft steht kurz davor sich ein Denkmal zu setzen, in dem sie den ersten Meistertitel seit 30 Jahren gewinnt. Es wird ein unvergesslicher Moment sein für all die Fans, die sich auch noch in 30 Jahren an Van Dijk, Mané, Salah und Meistermacher Klopp erinnern werden. An Shaqiri wohl eher nicht.