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839 Seiten umfasst die von Johannes Willms verfasste Napoleon-Biographie, die ebenfalls beim C.H.Beck Verlag erschienen ist. Die vorliegende Kurzfassung für den Alltagsgebrauch widmet sich seinem Aufstieg, der Höhe seines Triumphes ("An der Macht") sowie dem "Europa Napoleons". Der "gestiefelte Messias", den Robespierre in einer Rede im Jakobiner-Club schon 1797 als Schlusspunkt der Revolution vorhergesehen hatte, wollte eben hoch hinaus. Sogar über Europa hinaus, wie Johannes Willms glaubwürdig darlegt.
Krieg und Frieden
Sein Aufstieg begann mit dem Oberbefehl der Italienarmee, dessen Kriegsschauplatz für das in Paris regierende Direktorium eigentlich nur ein Nebenkriegsschauplatz gewesen sei. Dass Napoleon gegen Piemont und Österreich erfolgreich sein würde, hatte ihm eigentlich niemand zugetraut und umso bereitwilliger jubelte man ihm zu, brachte er doch auch eine Menge Kohle in die Staatskasse. Die Lombardei wurde sogar mit einer Kontribution von 20 Millionen Francs provoziert und verschachert noch bevor sie richtig erobert war. Venedig wurde dann im Frieden von Leoben (18. April 1797) mit Belgien und der Lombardei mit Österreich eingetauscht, so geschwächt waren die Habsburger schon. Der "18 Brumaire" des Napoleon Bonaparte machte ihn zum Ersten Konsul und beseitigte die letzte Hürde zur Macht, das Direktorium. Jetzt wollte Napoleon die ganze Welt.
Weltmacht Frankreich
Im Frieden von Ildefonso (1. Oktober 1800) übernahm Napoleon die überseeischen Gebiete Spaniens in den USA, Louisiana, ein Territorium, das sich – anders als heute – vom Mississippi bis zu den Rocky Mountains erstreckte. Mit der Übernahme Louisianas wollte Napoleon die britische Herrschaft über die Weltmeere mittels eines französischen Kolonialreiches von der Karibik bis in den mittleren Westen Nordamerikas durchbrechen. Aber durch die haitianische Aufstandsbewegung (1804) sei der Traum Bonapartes von einem großen französischen Kolonialreich in der westlichen Hemisphäre erloschen. Er verkaufte die französischen Gebiete in den USA für den lächerlichen Betrag von 80 Millionen Francs an die USA. Johannes Willms kann unwidersprochen als Napoloen-Kenner bezeichnet werden, der in der hier vorliegenden Kurzfassung seines Buches Geschmack auf mehr macht.
Aber wie hatte es Chateaubriand schon so treffend ausgedrückt: "vivant, il a manqué le monde, mort il le possède".