Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03543.jsonl.gz/1391

(rsn/dpa)-Unglücklicher konnte Fabian Cancellaras Versuch, die Flandern-Rundfahrt zum zweiten Mal nach 2010 zu gewinnen, nicht enden: 61 Kilometer vor dem Zielstrich kam „Spartakus" in der Verpflegungszone zu Fall und zog sich einen vierfachen Bruch des rechten Schlüsselbeins zu. Das Rennen war damit für ihn natürlich zu Ende. Und auch der Rest der Klassiker-Saison ist gelaufen.
„Wenn Fabian diesen Sturz nicht gehabt hätte, bin ich sicher, dass wir im Finale bei den Favoriten dabei gewesen wären. Er hatte eine gute Chance zu gewinnen. Aber das ist alles `wenn und hätte'", sagte Johann Bruyneel, Team-Manager von RadioShack, nach dem Rennen. „Das ist natürlich eine große Enttäuschung für ihn und das gesamte Klassiker-Team. Sie haben alle den ganzen Winter über für diese Klassiker hart gearbeitet und das ist jetzt vorbei", so der Belgier.
Der Schweizer Gregory Rast war am Ende des Rennens auf Rang elf bestplatzierter Fahrer des Teams und litt mit seinem Landsmann mit. „Das war sehr hart für uns, aber unser Sportlicher Leiter hat uns nach Fabians Ausscheiden gut motiviert", sagte Rast. „Wir waren hier, um das Rennen zu gewinnen und nicht, um vielleicht eine Top-Ten Platzierung zu erzielen. Für Fabian wäre es einfach gewesen, im Finale die Attacke mitzufahren, für uns war es das nicht. Aber wir werden jetzt nicht aufgeben", so Rast.
Daran denkt auch Bruyneel nicht. „Es ist glücklicherweise nur ein gebrochenes Schlüsselbein, das wird schnell heilen und [Fabian] kann sich neue Ziele für die Saison setzen", so Bruyneel.
Der vierfache Zeitfahrweltmeister wurde bereits Montag Morgen in einer Klinik in Basel operiert. Der eineinhalbstündige Eingriff sei erfolgreich verlaufen, sagte Cancellaras Teamarzt Andreas Gösele im Schweizer Fernsehen. „Je nachdem, wie es sein Gesundheitszustand zulässt, werden wir am Dienstag versuchen, zumindest indoor mit dem Training zu beginnen", erklärte Gösele. Wann Cancellara wieder Rennen fahren kann, ist noch unklar. Seine Teilnahme an den Olympischen Spielen in London (27. Juli bis 12. August) sei unter normalen Umständen jedoch nicht in Gefahr, sagte der Arzt.