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Seit dem 1. Januar 2019 gelten in der Schweiz neue Bedingungen für die Einbürgerung.
Gemäss Art. 6 der Schweizerischen Bürgerrechtsverordnung muss jede Person, die die Staatsbürgerschaft erlangen will, mündliche Sprachkenntnisse in mindestens einer der Schweizer Landessprachen der Niveaustufe B1 und schriftliche Sprachkenntnisse der Niveaustufe A2 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen nachweisen.
Der Schweizerische Bund setzt nur die Mindestbedingungen im Rahmen des ordentlichen Einbürgerungsverfahrens fest. Die kantonalen Behörden können zusätzliche Voraussetzungen für die Einbürgerung schaffen und daher ein höheres Sprachniveau verlangen.
Für die Einbürgerung nicht ausreichend sind Zertifikate, die lediglich die Teilnahme an einem Sprachkurs und abgeschlossene Online-Tests bestätigen.
Für die Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligung ist am 1. Januar 2019 ein neues Gesetz in Kraft getreten. Das Bundesgesetz verlangt, dass Kandidaten für die Aufenthaltsbewilligung C das Niveau A1 für die Kompetenz Schreiben und das Niveau A2 für die Kompetenz Sprechen in einer der Landessprachen nachweisen müssen. Für die Aufenthaltsbewilligung B ist für die Kompetenz Sprechen das Niveau A1 die Mindestanforderung.
In den vorgenannten Fällen können übergangsweise noch bis zum 31.12.2019 Sprachkurs-Teilnahmebestätigungen oder Sprachzeugnisse akzeptiert werden.