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Gut zu wissen - Die Bescheidenheitsfalle
"Bescheidenheit ist eine Zier, aber es geht auch ohne Ihr."
Dieses Sprichwort lässt alle Deutschlehrer erschaudern, wurde doch die korrekte Grammatik einem bescheidenen Reim geopfert.
Doch was bedeutet das Wort Bescheidenheit? Abgeleitet vom Althochdeutschen bisceidan steht es in Zusammenhang mit einer richterlichen Entscheidung, namentlich Bescheid geben. Ursprünglich hatte es demzufolge mit dem akzeptieren eines Urteils bzw. einer Tatsache zu tun.
Wenn es bei der Bescheidenheit darum geht, zu akzeptieren, was unabänderlich ist, kann sie durchaus als Tugend bezeichnet werden. Problematisch wird es, wenn eine grundsätzliche Abwertung des eigenen Wertes und der eigenen Fähigkeiten erfolgt. In diesem Fall verwandelt sich die Bescheidenheit zum Unwert Geringschätzung. Dann führt der Weg aus der Bescheidenheitsfalle über das Bewusstsein des eigenen Wertes.
Die Antwort auf folgende drei Fragen führt uns zurück zu uns selbst, zum Selbst-Bewusstsein. Bei aller Bescheidenheit…
1. Was ist mir in meinem Leben gelungen?
2. Was kann ich gut / sehr gut?
3. Welche Ziele möchte ich erreichen?