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Der Indikator Bildungsausgaben zeigt den Anteil des nationalen Vermögens und der öffentlichen Gesamtausgaben, den Bund, Kantone und Gemeinden für die Bildung in der Schweiz aufwenden. Es ist ein Indikator für die Priorität, die der Bildung auf gesellschaftlicher Ebene beigemessen wird.
Hauptergebnisse
- Mit 5,7% des BIP und 17,6% der gesamten öffentlichen Ausgaben sind die Ausgaben für Bildung proportional gesehen auf dem höchsten Niveau seit 1990.
- Mit 8,3% des kantonalen BIP und 34,6% der gesamten öffentlichen Ausgaben hat Freiburg im kantonalen Vergleich die höchsten Anteile.
Seit 1990 ist sowohl der Anteil der Bildungsausgaben in Prozent des BIP als auch der Anteil an den gesamten öffentlichen Ausgaben tendenziell gestiegen. Beide sind jetzt auf ihrem höchsten Niveau.
Die Ausgaben für Bildung können ein Fünftel bis ein Drittel der gesamten öffentlichen Ausgaben der Kantone und ihrer Gemeinden ausmachen. In Bezug auf das kantonale BIP variieren die Quoten zwischen 3% und über 8% in den einzelnen Kantonen. Freiburg hat in beiden Fällen die höchsten Werte: 8,3% des BIP und 34,6% der gesamten öffentlichen Ausgaben.
Tabellen
Methodologie
Berechnungsmethode
Dieser Indikator gibt Auskunft über die finanziellen Investitionen des Staates in die Bildung. Dazu werden zwei Indizes verwendet:
- Die öffentlichen Bildungsausgaben in Prozent des Bruttoinlandprodukts zeigen den Anteil, den die Bildungsausgaben an der Summe aller in einer Volkswirtschaft produzierten und zu Marktpreisen bewerteten Waren und Dienstleistungen haben.
- Der Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben am Total der öffentlichen Ausgaben informiert über die Priorität, welche der Bildung im Vergleich zu anderen Aufgaben der öffentlichen Hand beigemessen wird.
Die öffentlichen Bildungsausgaben werden in Prozent des Bruttoinlandprodukts und in Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben des Referenzjahres ausgewiesen. Die öffentlichen Ausgaben für Forschung sind Teil der öffentlichen Bildungsausgaben.
Definitionen
Andere Eigenschaften des Indikators
Die Daten der öffentlichen Bildungsausgaben werden von der Eidgenössischen Finanzverwaltung als Teil der öffentlichen Finanzstatistik extrahiert und jährlich dem Bundesamt für Statistik (BFS) für weitere Analysen zugestellt.
Die präsentierten Ergebnisse sind konsolidiert, d.h. die Rechnungen der einzelnen Haushalte wurden zu einem aggregierten Gesamtabschluss zusammengezogen indem die „internen“ Transfers zwischen den zu konsolidierenden Einheiten abgezogen wurden. Werden beispielsweise die Gemeinden eines Kantons als eine Einheit ausgewiesen, werden alle Transfers zwischen diesen Gemeinden abgezogen. Damit wird sichergestellt, dass die konsolidierten Ausgaben nicht um diese „internen“ Transfers (sog. Doppelzählungen) zu hoch ausgewiesen werden.
Die ausserordentlichen Ausgaben wurden von den öffentlichen Bildungs- und Gesamtausgaben abgezogen.
Die BIP-Daten von 1990 bis 1994 kommen vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO).
Bruch der Zeitreihen
1995: BIP-Revision
Periodizität
Jährlich
Nächste Aktualisierung
Januar 2021
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Quellen
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