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Beim Versuch, sein Velo zwecks Hitzeentfliehung per Eisenbahn bergwärts zu transportieren, geriet Strenz schon während des Einsteigens in heftige Konflikte mit Mitreisenden und Zugpersonal, da die Platzzuteilung derart berechnet war, dass nur Frühaufsteher und Ellenbögler eine Chance hatten, einen der begehrten Haken zu ergattern, an denen das Fahrzeug vorschriftsgemäss transportiert werden konnte. Wer wie Strenz in letzter Minute auf den Zug rannte, wurde eingekeilt, stand quer und im Weg, ein Verhalten, für das die Toleranzgrenze in dem von Rentnern und Wanderern frequentierten Zug bedenklich tief lag. Bis in Sargans ein Platz frei wurde, waren Mensch und Maschine bereits irreparabel lädiert.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Die WOZ hat eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» als Buch herausgegeben, das unter www.woz.ch/shop/woz-buecher erhältlich ist. Sein Krimi «Mordgarten» ist unter www.woz.ch/shop/buecher zu haben.