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Die Antarktische Halbinsel mit der ihr unmittelbar vorgelagerten Inseln zählt zu den am häufigsten besuchten Gebiete der Antarktis. Auf die Bezeichnung Antarktische Halbinsel einigten sich 1963 Grossbritannien, die USA, Australien und Neuseeland. Zuvor wurde sie in den Vereinigten Staaten als Palmer Peninsula und in Grossbritannien als Grahamland bezeichnet. Argentinien spricht noch heute von Tierra San Martin und Chile von Tierra O’Higgins.
Geografie
Die Antarktische Halbinsel ist etwa 1.500 km lang und erstreckt sich von Prime Head im Norden bis Cape Adams im Süden. Die 110 km breite und 360 km lange Bransfield Strait, benannt im Jahre 1825 von James Weddell nach dem Kapitän Edward Bransfield, der die Nordwestküste der Antarktischen Halbinsel entdeckte, trennt die Süd-Shetland-Inseln von der Antarktischen Halbinsel. Östlich der Halbinsel liegt das Weddellmeer, westlich die Bellinghausen-See. Geografisch zur Halbinsel zählen auch die direkt vorgelagerten Inseln wie z.B. der Palmer Achipel. Nur die Westseite der Antarktischen Halbinsel und ein kleiner Bereich im äussersten Norden sind im Südsommer zugänglich.
Die Halbinsel ist gebirgig, Erhebungen von 2.000 bis 3.000 Meter sind keine Seltenheit. Geologisch ist sie eine Fortsetzung der Andenkette und des Südantillen-Rückens. Das gesamte Gebiet ist mit Ausnahme der stark zerklüfteten Küste vergletschert.
Klima
Zwar ist die Antarktis der kälteste und trockenste Kontinent, dessen zentrale Hochebene ein Jahrestemperaturmittel zwischen -50º Cel. und -60º Cel. aufweist, doch die niedrigeren Küstenregionen sind erheblich wärmer. Das Klima der Antarktischen Halbinsel ist vom Einfluss des Südpolarmeeres geprägt und ist das mildeste der gesamten Antarktis. Im Sommer herrschen an der Küste Temperaturen zwischen 0º Cel. und 3º Cel, im Winter -10º Cel. bis -20º Cel. Wissenschaftler des «British Antarctic Survey» haben im Jahre 2005 berichtet, dass die Temperatur in den letzten 50 Jahren um 2,5º Cel. gestiegen sind. Im Verhältnis zum Landesinnern des Kontinents ist es ausserdem feuchter. Während der Sommermonate kommt es im Norden der Halbinsel gelegentlich zu Regenfällen. Es kann hier im Januar und Februar milder und angenehmer sein als während des Winters in Europa.
Geschichte
Die Entdeckungsgeschichte der Antarktischen Halbinsel ist eng mit dem Namen dreier Männer verbunden: des deutschen Kapitäns Eduard Dallmann, der 1873/74 erste Kartierungen in dem Gebiet vornahm, des Belgiers Adrien de Gerlach, der 1897-99 eine ausführliche Erkundung des Gebiets an Bord der «Belgica» vornahm, und des Franzosen Jean-Baptiste Charcot, der zwischen 1903 und 1905 sowie zwischen 1908 und 1010 weitere Kartierungen durchführte. Fast alle geografischen Namen in diesem Gebiet wurde von einer der drei Expeditionen vergeben und entsprechen herrschen deutsche und französische/belgische Namen vor.
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