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Krankenschwester unter Mordverdacht: Polizei durchsucht Wohnung
Die japanische Polizei hat die Wohnung einer Krankenschwester durchsucht, die unter dem Verdacht steht, mindestens zwei Patienten ermordet zu haben.
Die 31-jährige Ayumi Kuboki wurde am Samstag verhaftet; bei der Durchsuchung am Donnerstag in Yokohama sollte Beweismaterial sichergestellt werden. Sie soll schwerkranke Patienten mit einem Desinfektionsmittel getötet haben, das sie in ihre Infusionen spritzte.
Japanische Medien haben berichtet, die Verdächtige habe gestanden, rund 20 schwerkranke Patienten getötet zu haben. Sie habe es so eingerichtet, dass sie beim Eintritt des Todes nicht mehr im Dienst gewesen sei. So habe sie es vermieden, Familienangehörigen die Todesnachricht überbringen und erklären zu müssen. Die beiden ihr von der Staatsanwaltschaft vorgeworfenen Todesfälle ereigneten sich 2016.
Das Krankenhaus hatte in der Zeit, in der die Krankenschwester auf der Station arbeitete, eine hohe Patientensterblichkeit eingeräumt. Bereits vor zwei Jahren sagte ein Anwalt der Nachrichtenagentur AP, vom 1. Juli bis Ende September 2016 habe es 46 Todesfälle gegeben. In dieser Zeit gingen bei der Gesundheitsbehörde von Yokohama E-Mails mit Hinweisen auf ein verdächtiges Verhalten ein.
Am 20. September 2016 wurde festgestellt, dass ein 88-jährige Patient während einer intravenösen Infusion gestorben ist. Es wurde ermittelt, dass die Infusionslösung mit einem Desinfektionsmittel kontaminiert wurde. Gerade noch rechtzeitig vor der Einäscherung eines zwei Tage zuvor verstorbenen Patienten konnte die Polizei eine Autopsie der Leiche erreichen. Sie bestätigte das gleiche Muster.
Die Staatsanwaltschaft hat zwei Wochen Zeit zu entscheiden, ob sie Anklage gegen die Krankenschwester erhebt.Zurück zur Startseite