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Lektion 31: Nikolaus von Myra
Nikolaus von Myra war in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts Bischof von Myra. Nikolaus gilt als Ursprung moderner Nikolausbräuche, wozu auch der alljährliche Besuch des Samichlaus gehört. Der Brauch, dass der Samichlaus jeweils Geschenke mitbringt, geht auf die Legende der Mitgiftspende zurück:
„Ein verarmter Mann beabsichtigt, seine drei Töchter zu Prostituierten zu machen, weil er sie mangels Mitgift nicht standesgemäß verheiraten kann. Nikolaus, noch nicht Bischof und gerade durch ein Erbe mit einem größeren Vermögen ausgestattet, erfährt von der Notlage und wirft in drei aufeinander folgenden Nächten je einen großen Goldklumpen durch das Fenster des Zimmers der drei Jungfrauen. In der dritten Nacht gelingt es dem Vater, ihn zu entdecken, ihn nach seinem Namen zu fragen und ihm dafür zu danken, dass nun die Mitgift für jede der Töchter gesichert ist. Aus dieser Legende entspringt die häufige ikonografische Darstellung mit drei goldenen Kugeln oder Äpfeln.“
Der Schmutzli geht übrigens auf den so genannten Krampusbrauch zurück. Der Krampus stellt eine Schreckgestalt dar, welche den Nikolaus begleitet und dabei die Aufgabe hat, die Unartigen zu bestrafen. Dies geschieht hauptsächlich durch den Einsatz von langen Ruten. Ursprünglich ähnelte der Krampus dem Teufel oder mystischen Tiergestalten.
So, genug für heute. Fuxt schön weiter, schönen Samichlaustag und bis zur nächsten Lektion.
PS: Zur Repetition des Lernstoffes und als Vorbereitung zur Prüfung empfehlen Dir die Lehrbeauftragten von nordagenda.ch folgende Quellen: