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Marius Schaller wurde am 13. August 1954 als drittes von vier Kindern in Düdingen geboren. Dort hatten seine Eltern Franz und Martha Schaller-Marchon ein Eigenheim, wo sein Vater ein Schneideratelier führte. Marius erlebte mit seinen drei Schwestern glückliche Kinderjahre. Als er acht Jahre alt war, verstarb seine Mutter unerwartet. Dies war für die Familie ein schwerer Schlag. Für die vier Kinder und den Vater begann eine schwierige Zeit. Da der Vater seinen Beruf weitgehend daheim ausübte, konnte er sich fürsorglich um die Kinder kümmern. Doch der Tod der Mutter hinterliess eine grosse Lücke.
In Düdingen besuchte Marius Schaller die Primar- und Sekundarschule. Danach absolvierte er in der Polygraphischen Gesellschaft in Laupen eine vierjährige Lehre als Offset-Drucker. Nach der Rekrutenschule arbeitete er während zwei Jahren in Arbon. Danach fand er im Raum Bern seine Arbeitsstellen. Er liebte seinen Beruf und war stolz auf seine Arbeit, die er mit grossem Engagement und Fachkenntnis ausführte.
1979 lernte er seine spätere Ehefrau Irène Jungo aus Bösingen kennen. Sie heirateten 1983. Das Paar wohnte zunächst an der Alfons-Aeby-Strasse in Düdingen. 1984 kam Tochter Olivia zur Welt. Die Freude über die Geburt war gross. Für die Eltern war es nicht einfach, als sich nach und nach herausstellte, dass Olivia mit einer Behinderung geboren worden war. Olivia wurde der Sonnenschein der Familie und Marius hatte ein inniges Verhältnis zu seiner Tochter. 1987 zog die Familie in das Eigenheim nach Grünenburg in Kleinbösingen. Marius hat das neue Zuhause selbst entworfen. Er hatte ein grosses handwerkliches Geschick. Auch in den späteren Jahren hat er immer wieder am Haus gearbeitet und es ausgebaut. Er liebte sein Zuhause und den Garten. Vor allem in den letzten Jahren verbrachte er dort viel Zeit, da sich seine gesundheitlichen Probleme immer mehr verstärkten. Bereits 1996 wurde Diabetes diagnostiziert. Zehn Jahre später erkrankte er an einer Lungenfibrose. Diese Krankheit erlaubte es ihm nicht mehr, seinem Beruf nachzugehen. Zu gross war die körperliche Anstrengung. So hat er sich, soweit es ihm gesundheitlich erlaubt war, dem Haus und dem Garten gewidmet. Er lernte auch kochen und backen und verwöhnte seine Familie mit Köstlichkeiten. Wenn er beim «Bräzzele» die Eisen in der Hand hielt, wurden die Brezeln perfekt. Niemand ahnte, dass er am 23. August 2015 zum letzten Mal beim «Bräzzele» mitgeholfen hat.
Marius Schaller unternahm mit seiner Familie immer wieder Reisen und Ausflüge und machte gerne lange Spaziergänge. Diese wurden in den letzten Jahren wegen seiner Beschwerden kürzer. Er hat jedoch immer wieder gegen seine Krankheit gekämpft, obwohl er einige gesundheitliche Rückschläge erleben musste. Mit seinem Flyer konnte er seit letztem Sommer wieder Velotouren unternehmen; er trainierte im Fitnesscenter, um seine Lunge zu stärken. Dies machte ihm wieder Mut. So war es für ihn, für seine Familie und seine Angehörigen unfassbar, als im September dieses Jahres zwei Lungentumore diagnostiziert wurden. Er musste sich am 11. November einer schweren Lungenoperation unterziehen. Doch für seine geschwächte Lunge war dies zu viel. Er kämpfte auch in den letzten Tagen seines Lebens für seine Genesung; doch seine Kraft reichte nicht mehr. Am 26. November 2015 musste er aufgeben und er verstarb im Alter von erst 61 Jahren im Lindenhofspital in Bern. Eing.