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Der durch einen gigantischen Erdrutsch verursachte Stausee in Nepal bedroht weiterhin die talabwärts gelegenen Ortschaften. Tausende Menschen verbrachten nach Angaben örtlicher Medien die Nacht zum Sonntag in höher gelegenen Gegenden.
Sie hielten sich dabei entweder in Häusern von Freunden oder in Camps der Lokalregierung auf. Bei dem Erdrutsch etwa 90 Kilometer östlich der Hauptstadt Kathmandu waren am Samstag 8 Menschen getötet und 40 Menschen verletzt worden.
Wie viele Menschen in dem Himalaya-Tal vermisst werden, war zunächst weiter unklar. Der TV-Sender Kantipur Television berichtete, Regierungsvertreter gingen von mehr als 100 Vermissten aus. Ein Überlebender berichtete, dass 19 seiner Angehörigen unter den Massen aus Erde und Steine lägen.
Die Armee hatte am Samstag drei kleine Sprengungen durchgeführt, um Wasser abzulassen. Das Pegel sei aber über Nacht nicht zurückgegangen, schrieb der Bewohner Kapil Dhital auf Twitter. Es fliesse nur so viel raus, wie der Fluss Sunkoshi hereinbringe.
Dhital sitzt wie viele oberhalb des mehrere Kilometer langen Sees fest, der sich durch den 90 Meter hohen Damm gebildet hat. Ein lokales Sicherheitskomitee berät nun, wie weiter vorgegangen werden soll. (aeg/sda/dpa)