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Venenbeschwerden
Venenbeschwerden, Krampfadern und Besenreiser
Der Volksmund bezeichnet mit Adern einfach alle Blutgefässe. Die Bezeichnung Adern unterscheidet dabei nicht zwischen dem sauerstoffreichen Blut, das in den Arterien fliesst, und dem sauerstoffarmen Blut, das in den Venen fliesst. Der Blutkreislauf besteht neben der eigentlichen Blutpumpe (dem Herzen) aus den Arterien, die Blut vom Herzen weg befördern (sauerstoff- und nährstoffreiches Blut) und den Venen, die Blut zum Herzen hin befördern (sauerstoff- und nährstoffarmes Blut). Im kleinen Blutkreislauf (vom Herzen zur Lunge und von der Lunge zurück zum Herzen) ist es gerade umgekehrt, d.h. die Arterien transportieren sauerstoffarmes Blut, das in der Lunge wieder mit Sauerstoff angereichert wird und über die Venen wieder zum Herzen gelangt. Beim Sitzen, Stehen und Gehen muss das Blut in den Bein-Venen "bergauf" fliessen. Dieses Transportproblem wird von gesunden Venen auf zwei Arten bewältigt: Venenklappen verhindern das Zurückfliessen von Blut bergab" und zusätzlich liefert die Wadenmuskulatur als Pumpe Unterstützung für den Bluttransport Richtung Becken und Bauchraum. Bei kranken Venen kommt es jedoch zur Stauung in den Beinen.
Krampfadern
Normalerweise verhindern die Venenklappen, dass venöses Blut in das Bein zurückfliesst. Schwache oder sogenannt insuffiziente (nicht mehr vollständig schliessende) Klappen können den Rückfluss des Blutes nicht mehr verhindern. Dann fliesst das venöse Blut aus den tiefer liegenden Venen, die ja unter höherem Druck stehen als die oberflächlichen Venen, in das oberflächliche Venensystem. Die Fliessrichtung des Blutes kehrt sich um. Dadurch werden weitere Venenklappen angegriffen und zerstört. Es bilden sich erweiterte, geschlängelte und verlängerte Venen (=Krampfadern) und auch leichte Beinödeme (geschwollene Beine). Die Klappeninsuffizienz ist eine der Ursachen für einen chronisch-erhöhten Druck in den Venen, der zur venösen Stauung führt. Zu Beginn sind nur die kleinen Hautvenen betroffen, die als Besenreiser bezeichnet werden. Nach und nach können auch grössere Beinvenen betroffen sein. Spätestens hier kann eine Venenoperation notwendig werden.
Besenreiser
Besenreiser sind winzige fleck-, ast- oder sternförmig zusammenlaufende Gefässchen in der Haut. Sie gelten als die ersten Zeichen von belasteten Venen. Besenreiser sind nichts anderes als Veränderungen der winzigen Hautvenen, die ähnlich wie die Krampfadern einen Grossteil ihrer Spannkraft eingebüsst haben und sich erweitern. Die Folgen sind oft weithin sichtbar im Bereich beider Füsse und Beine. Diese Gefässveränderungen verursachen zwar nur selten Schmerzen, stellen aber für den Patienten vielfach ein kosmetisches Problem dar und sind nicht zuletzt ein Hinweis auf Störungen der Beinvenen.
Prinzipiell können sich alle Venen zu Krampfadern entwickeln, am häufigsten kommen sie jedoch in den Beinen vor. Als Beispiele für weitere "Krampfadern" sind Hämorrhoiden oder die Krampfadern der Speiseröhre, wie sie bei Lebererkrankungen vorkommen, zu nennen. Die Klappeninsuffizienz ist die häufigste Ursache für eine venöse Stauung in den Beinen, die zu Krampfadern führt. Es besteht eine gewisse erbliche Belastung. Besonders Frauen bekommen Krampfadern, oft im Rahmen einer Schwangerschaft. Aber auch sitzende und stehende Berufe fördern die Bildung von Krampfadern. Statistisch gesehen erkrankt in der zweiten Lebenshälfte etwa jede zweite Frau und jeder vierte Mann an Krampfadern.
Therapie:
Ausschluss der Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Nikotinkonsum. Bei einer Veranlagung zu Krampfadern sollten extreme Hitze wie Sonne oder Sauna gemieden werden. Wechselduschen hingegen verbessern die Blutzirkulation und damit die Durchblutung des Gewebes. Regelmässiger Ausdauersport wie Laufen, Schwimmen, Radfahren beugt Krampfadern vor. Langes Sitzen und Stehen sollte unbedingt vermieden oder regelmässig durch Bewegung oder hochlagern der Beine unterbrochen werden. Das Tragen von Stützstrümpfen hilft gegen die Stauung in den Beinen. Unsere Venenemulsion enthält über 50% pflanzliche Wirkstoffe, wird zwei- bis viermal täglich aufgetragen und fördert den venösen Rückfluss, stärkt die Venen und das Bindegewebe und lindert die Schmerzen. Innerlich gibt es verschiedene gute Möglichkeiten, die Tätigkeit der Venen zu unterstützen (Spagyrik, Pygenol, Rosskastanie, Weinlaub...)
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