Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03613.jsonl.gz/2896

Quelle: ART, Oktober 2010
Die Anzahl der Betriebe, die sich entschieden haben, Direktverkauf in grösserem Stil (mehr als CHF 10'000.- Umsatz) zu betreiben, ist trotz Zunahme im Laufe der Jahre mit rund 5% gering. Auch im Vergleich zu anderweitig verkauften landwirtschaftlichen Produkten hat der Direktverkauf eine eher kleine Bedeutung. Bezüglich des Erfolgs zeigt sich, dass die Verkehrsmilch- und Mutterkuhbetriebe
mit Direktverkauf keinen Einkommensvorteil gegenüber ihren Kolleginnen und Kollegen erreichen können. Die Verkehrsmilchbetriebe erzielen im Mittel zwar eine höhere Rohleistung, sie haben auf der anderen Seite aber auch höhere Fremdkosten. Dies ist mit einem grösseren Einsatz an Angestellten und weiteren Inputs erklärbar.
Aus der Untersuchung folgt, dass eine generelle Empfehlung für oder gegen den Direktverkauf nicht ausgesprochen werden kann. Sind jedoch die Voraussetzungen für den Einstieg in den Direktverkauf gegeben (Kundennähe, Fähigkeit und Neigung der Betriebsleiterfamilie, unternehmerisches
Denken und Handeln), so ist dieser Betriebszweig durchaus eine gute Möglichkeit, den Betrieb weiterzuentwickeln.