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007_Bond
: Bravo Bayer - voll in die Falle gegangen!
Krebs durch Glyphosat? US-Prozess gegen Monsanto beginnt
Am Montag begann in San Francisco der erste Prozess - viele weitere könnten folgen. Zunächst geht es um die Klage des 46-jährigen Dewayne Johnson, bei dem 2014 Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert wurde. Er macht Monsantos Roundup für sein tödliches Leiden verantwortlich und wirft dem nun zu Bayer gehörenden US-Unternehmen vor, die Gefahren des weltweit stark verbreiteten Produkts verschwiegen zu haben.
007_Bond
: Klar, bestimmt handelt es sich dabei um die WHO?!
Oder an wen genau hast Du hier konkret gedacht? Allerdings kann ich Deine Empfindlichkeiten durchaus verstehen, wenn Du gerade Bayer-Aktien im Depot haben solltest .... ;-)
Schau Dir einmal die Entwicklung in Argentinien an ... die kennen Glyphosat schon ein paar Jahre ...
"Eine in San Salvador, der Hauptstadt der nördlichsten Provinz Jujuy durchgeführte Studie indiziert einen signifikanten Zuwachs an Krebsneuerkrankungen seit 2010 ? nicht ohne Grund wird die Stadt auch "ciudad del cáncer" genannt, die Stadt des Krebses. Dem Arzt Avila Vazquez zufolge sterben dort eine von zwei Personen an onkologischen Erkrankungen. "An manchen Tagen, wenn gespritzt wird, muss ich mich zu Hause einschließen. Ich kann nicht mehr in den Hof hinausgehen wegen des unglaublichen Gestanks. Früher haben die Leute Kürbisse und Zucchini gepflanzt ? heute ist das unmöglich, da die Spritzmittel alles abtöten", sagt eine Einwohnerin der Stadt."
EU-Behörde muss Studien veröffentlichen Umstrittene Studien zum Krebsrisiko durch den Unkrautvernichter Glyphosat müssen nach einem Urteil des EU-Gerichts veröffentlicht werden. Die Entscheidung der EU-Lebensmittelbehörde EFSA, entsprechende Untersuchungen geheim zu halten, sei "nichtig".
In ihrem Antrag wiesen die Kläger darauf hin, dass das Internationale Krebsforschungszentrum (CIRC) im März 2015 zu der Erkenntnis gelangt sei, dass Glyphosat potenziell krebserregend sei, der Peer-Review der EFSA im November 2015 aber gleichwohl zum Ergebnis gehabt habe, dass Glyphosat für den Menschen wahrscheinlich nicht krebserregend sei. In beiden Rechtssachen verweigerte die EFSA den Zugang und begründete ihre Entscheidung u.a. wie folgt:
Die Verbreitung dieser Informationen könne ernsthaft die geschäftlichen und finanziellen Interessen der Unternehmen beeinträchtigen ...
Das muss man sich einmal auf der "Zunge" zergehen lassen!
dass das überhaupt so lange gedauert hat. Und die EU hat das Mittel europaweit zugelassen - trotz vorhandener Bedenken wegen der Krebsgefahr. Und gerade das ist echt pervers! Wir halten fest: Unternehmensprofite stehen in Europa also vor der Gesundheitsgefährdungen von Menschen! Armseliger geht es wohl kaum noch!
Investoren sind gnadenlos. Panisch verkauften Aktionäre an diesem Mittwoch die Aktie des deutschen Agro- und Pharmakonzerns Bayer, nachdem die jüngste Entscheidung im Fall Monsanto die Runde gemacht hatte. Geschworene eines US-Gerichts entschieden in der Nacht zu Mittwoch, dass der Unkrautvernichter Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat "erheblich" zur Krebserkrankung des Klägers Edwin Hardeman beigetragen hat. Es ist die erste Phase in einem zweigeteilten Prozess. In der ersten sollte erörtert werden, ob es einen Zusammenhang zwischen Glyphosat und der Krebserkrankung gibt. Gibt es!, meint die Jury.
Zum zweiten Mal haben amerikanische Gerichte nun krebskranken Klägern hohe Millionensummen an Schadenersatz zugesprochen. Und der nächste Prozess steht schon an, nur wenige Kilometer von San Francisco entfernt, in Oakland. Dort geht es um die Erkrankungen eines Ehepaars, die beide an Lymphdrüsenkrebs leiden.
Welche Auswirkungen haben diese juristischen Entscheidungen auf den Bayer-Konzern? Ganz offensichtlich ist der Aktienkurs massiv unter Druck geraten. Bayer ist jetzt weniger wert als vor der Fusion mit Monsanto. Der Kaufpreis von 63 Milliarden Dollar hat sich quasi in Luft aufgelöst.