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Von Sport profitiert auch, wer ein Leben lang nicht aktiv war und bislang äusserst bewegungsarm gelebt hat. Dies zeigt die Auswertung von Daten aus dem Nationalen Diabetes-Register (NDR) in Schweden. Erfasst wurden 15‘000 Männer und Frauen, die aufgrund ihrer Angaben zur eigenen Bewegungsaktivität in zwei Gruppen eingeteilt wurden.
Die eine Gruppe war praktisch inaktiv, während sich die andere mindestens dreimal wöchentlich bis täglich bewegte. Die Untersucher stellten fest, dass die aktiveren Diabetiker im Vergleich zu ihren bewegungsfaulen Zeitgenossen im Zeitraum von knapp fünf Jahren ein um 16 Prozent niedrigeres Risiko für tödliche und nicht tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein um 29 Prozent niedrigeres Sterberisiko hatten.
Schon zwei Stunden Gehen helfen
Die Studien, die ausgewertet wurden, umfassten Patientendaten über einen Zeitraum von neun bis zwölf Jahren. Dabei zeigte sich, dass auch körperlich bislang inaktive Zuckerkranke die Risiken mit Bewegung spürbar senken konnten: Dasjenige für eine kardiovaskuläre Erkrankung war um 60 Prozent niedriger als bei denen, die inaktiv blieben, das Sterberisiko sank gar um 65 Prozent. Schon zwei Stunden flottes Gehen pro Woche zeigten einen messbaren Effekt.
Sport löst körperlich messbare Veränderungen bei Diabetikern aus. Das bestätigt eine zweite Studie, die im Fachmagazin «Archives of Internal Medicine» erschienen ist. Zusätzlich kommt die Untersuchung zum Schluss, dass sich schon bescheidene Aktivitäten positiv auf die Gesundheit von Diabetikern auswirken: Bereits zwei Stunden Gehen pro Woche verminderten das Risiko für einen vorzeitigen Tod, schreibt die Autorin.