Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03563.jsonl.gz/1839

14 km lang windet sich der Rhein durch die Rheinschlucht. Er entspringt am Oberalppass und fliesst von dort über 1324 Kilometer bis nach Rotterdam in den Niederlanden wo er in die Nordsee müdet.
Bis zu 350 Meter ragen sie in die Höhe, die Weissen Steilwände der Rheinschlucht. Ein feines, weissliches Pulver verbindet die Bergsturzmassen und lässt den Komplex wie eine feste Felswand aussehen.
Neben der Rheinschlucht entstanden durch den Flimser Bergsturz drei berühmte Badessen: Der Laaxersee, mitten im Dorf, der Crestasee bei Trin Mulin und der Caumasee in Flims. Dieser wird übrigens unterirdisch mit Wasser vom Tuleritgsee versorgt, der wiederum mit dem Prau Pulté verbunden ist.
Der rätoromanische Name „Ruinaulta“ ist zusammengesetzt aus den Wörtern Ruina (Geröllhalse/Steinbruch) und „aulta“ (hoch). Auf den Wegen in und um der Rheinschlucht erfahren Sie auf zahlreichen Informationstafeln mehr Wissenswertes über die Schlucht.
Die Wälder am Rheinufer bestehen hauptsächlich aus Weisserlen und sind stets von zerstörerischem Hochwasser bedroht. Bleibt dieses länger aus, werden die Erlen durch Fichten, Buchen oder Tannen verdrängt. Zur Landschaft gehören auch Kiesbänke und Inseln. Sie werden bei jedem Hochwasser neu geformt.
Der Erika-Förenwald an den Hängen der Rheinschlucht ist Reich an Orchideen. Diese sind fast alle auf der Roten Liste zu finden und darum gefährdet und geschützt. Die wohl bekannteste Orchidee der Ruinaulta ist der Frauenschuh. Er blüht im Mai und Juni, am häufigsten im Wald um Versam.
Nur noch 80 bis 120 Flussregenpfeifer und Flussuferläufer Paare brüten in der Schweiz. Beide sind in der Ruinalta heimisch. Die Eiablage, Bebrütung und Führung der Jungen findet auf den Kiesbänken am Flussufer statt. Um diese Arten nicht zusätzlich zu gefährden wurden am Vorderrhein vier Naturschutzgebiete eingerichtet .
350 Schmetterlingsarten leben in der Ruinaulta. Die Mehrheit davon Nachtfalter. Das Vorhandensein vieler Schmetterlingsarten zeugt von unberührter und sauberer Umwelt.