Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03149.jsonl.gz/2154

Login to your statistics area.
Not registered yet?
Der Begriff Verlagswesen stammt aus dem 14. Jahrhundert. Zu dieser Zeit war das Verlagswesen sozusagen eine Übergangsform eines gewerblichen Betriebes, wie dem Handwerk hin zur Industrie. Das heißt, dass ein Verleger für die Produktion und den Verkauf einer Ware verantwortlich war. Diese Ware wiederum wurde jedoch nicht vom Verleger selbst, sondern von einem Handwerksbetrieb oder von einer Einzelperson in der Werkstatt oder in Heimarbeit hergestellt.
Dabei gab es unterschiedliche Formen des Verlagswesens. Bei dem Lohnwerk stellte der Verleger die Produktionsmaterialien zur Verfügung und der verarbeitende Betrieb bzw. die Einzelperson wurde nach Anzahl der fertiggestellten Produkte bezahlt.
Bei dem Preiswerk stellte hingegen der Betrieb die Materialien, also Rohstoffe, Werkzeuge und Arbeitskraft. Der Verleger nahm die dann auf diese Art gefertigte Ware zu einem bestimmten Preis ab.
Das Wort Verlag wurde von Vorlage abgeleitet, da der Verleger entweder mit Geldern oder Materialien zur Produktion in diese entsprechende Vorlage ging. Die Betriebe wurden Verlegte genannt, da es sich um eine dezentrale Produktion handelte.
Heutzutage bezieht sich das Verlagswesen im Grunde “nur noch“ auf einen Wirtschaftssektor von Medienunternehmen, die – grob umrissen – Zeitungen, Zeitschriften und Bücher vertreiben. Das Verlagssystem wurde in der Art der dezentralen Produktion beibehalten.
Das Verlagswesen ist in weiterer Folge auch eine Erfindung, die sich durch den Buchdruck um 1450 entwickelte. Im Laufe der Zeit entstanden verschieden ausgerichtete Verlagsarten, wie z.B. für Text- und Bildmedien (Zeitungen, Zeitschriften), Spezialverlage (wissenschaftliche Publikationen, Bücher für Schulen etc.) und auch die Verlage für Filmverleih, Spiele usw.
Die Verlage nutzen natürlich mittlerweile auch die Möglichkeiten, Ihre Produkte in Form von u.a. eBooks über das Internet zu vertreiben. Sei es mit eigenen Online-Shops oder über entsprechende Händler. Je nach Auslegung (digital oder physische Ware, wie ein Buch), ist die sogenannte Buchpreisbindung bei Neuware zu beachten.
Eine Besonderheit ist, dass rein digitale Publikationen über telefonie-basierte Zahlungssysteme, wie Call2Pay oder HandyPay abgerechnet werden können. In manchen Online-Shops finden sich dann dazu auch, je nach Produktklasse, die unterschiedlichen Zahlungsarten wie Lastschrift oder Kreditkarte usw.