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Der China-Raum
Die von Alfred Baur zusammengetragene Sammlung von etwa 756 Stücken chinesischer Keramik ist ein Ensemble, das heute weltberühmt ist. Diese Stücke, die aufgrund ihrer Perfektion und der Harmonie der Formen mit den Dekoren ausgewählt wurden und auf zwei Etagen des Museums ausgestellt sind, zeigen in groben Zügen die Geschichte der chinesischen Keramik von der Tang-Dynastie (618–907) bis zur Qing-Dynastie (1644–1911). Einen besonderen Platz nehmen die von A. Baur besonders geschätzten monochromen Keramiken der Song-Dynastie (960–1279) sowie die Produktionen der kaiserlichen Manufakturen von Jingdezhen in der Qing-Zeit unter den Kaisern Kangxi, Yongzheng und Qianlong (1662–1795) ein.
Alfred Baur sammelte auch über 500 chinesische Tabakflaschen, die eine aussergewöhnliche Vielfalt an Materialien aufweisen: „Overlay“- oder bemaltes Glas, Bergkristall, Jade, Achat, Chalcedon, Porzellan, Perlmutt, Lack, Elfenbein, Emaille ... Die Gründlichkeit und Perfektion der Arbeit an diesen Miniaturen muss ihn ebenso fasziniert haben wie die technische Virtuosität, die für die Bearbeitung von harten Steinen und Jade erforderlich war, die er bis zum Ende seines Lebens suchte.
Die 137 Stücke seiner Jade-Sammlung, die aus Vasen, Parfümbrennern, Schalen und Schüsseln besteht, wurden zwischen dem 18. und dem frühen 20. Jahrhundert angefertigt. A. Baur bewunderte vor allem die sogenannten „Mogul“-Jaden, deren lichtdurchlässige Wände mit einem leichten Relief aus indischen Stilelementen in Kombination mit Themen aus dem tibetischen Buddhismus geschnitzt sind.
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