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zum stellvertretenden Gouverneur des Kaplandes ernannt und übernahm beim Ausbruch des Zulukriegs das Kommando über die britische
Armee gegen die Kaffern. Indessen entsprach Chelmsford nicht den Erwartungen, zu denen seine indische Vergangenheit berechtigte.
Seine Unentschlossenheit und Planlosigkeit hemmten die Fortschritte der englischen Waffen
[* 5] außerordentlich, und die mangelhafte
Organisation des Sicherheitsdienstes, für die er verantwortlich war, trug wesentlich dazu bei, den Engländern
die Schlappe von Isandula zuzuziehen.
Schon nach dieser Niederlage griff die Opposition im UnterhausLordChelmsford auf das heftigste an; das Ministerium verteidigte zwar den
General, mußte sich aber im Frühjahr 1879, als Chelmsford, der bereits im Februar seine Entlassung nachgesucht
hatte, durch die erlittenen Niederlagen nur ängstlicher gemacht, sich immer noch zu keinen entschiedenen Angriffsoperationen
entschließen konnte, dazu verstehen, ihm das Oberkommando zu entziehen, das auf den im Juni 1879 in Südafrika
[* 6] eingetroffenen
Sir Garnet Wolseley überging. Doch behielt Chelmsford unter Wolseley die Führung des Hauptkorps und erfocht mit
demselben 3. Juli einen vollständigen Sieg über Cetewayo, der die Anknüpfung ernsthafter Friedensverhandlungen ermöglichte.
Nach England zurückgekehrt (Ende August), wurde er hier mit großen Ehren empfangen. - Sein jüngerer Bruder, AlfredHenryThesiger,
geb. wurde 1877 zum Lord Justice of Appeal ernannt und galt für einen der namhaftesten jüngern
JuristenEnglands, starb aber schon