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Am Donnerstag wurde im Hotel Savoy am Zürcher Paradeplatz zum zehnten Mal der Medienpreis für Finanzjournalisten vergeben. Gewonnen hat in der Kategorie TV/Radio Hansjürg Zumstein, Redaktor beim Schweizer Fernsehen. In der Kategorie Print setzte sich Mark Dittli, Redaktor bei «Finanz und Wirtschaft», durch. Die Ehrenpreise in den beiden Kategorien gingen an NZZ-Journalistin Zoé Baches (Print) und an den deutschen Journalisten und Dokumentarfilmer Hubert Seipel (TV/Radio).
Zumstein, der bereits vor einem Jahr mit dem Bericht «Die Akte UBS» den Ehrenpreis abräumte, wurde für den Beitrag «Der Euro am Abgrund», der im Rahmen von «DOK» im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt wurde, ausgezeichnet. «Nicht nur die Inhalte und die Dramaturgie stimmen, gelobt wurde auch die technische Qualität der Sendung», sagte Otfried Jarren, Jury-Vorsitzender und Prorektor an der Zürcher Universität, in der Laudatio. «Mit Hilfe von Interviews mit den Zeitzeugen wie den Experten wird die Euro-Krise wieder und wieder und aus ganz unterschiedlichen Perspektiven heraus für die Zuschauerinnen und Zuschauer gut nachvollziehbar reflektiert und interpretiert.»
Den ersten Preis in der Kategorie Print erhielt Mark Dittli für seinen Artikel «Unter Heimatschutz», der im «Magazin» publiziert wurde und sich der Bankenentwicklung inklusive der «too big to fail»-Problematik annimmt. Die Jury lobte den Beitrag wegen seiner Schnörkellosigkeit und dafür, dass es dem Autor gelungen sei, die hochkomplexe Thematik nachvollziehbar darzustellen. «Er hat damit den Grundstein für ein Buch gelegt», meinte Jarren wegen der Länge des Textes, die Dittli zwang, seinen Artikel bei einem anderen Medium als «Finanz und Wirtschaft» zu veröffentlichen.
Zoé Baches erhielt den Ehrenpreis in der Kategorie Print für den Artikel «Die unheilige Allianz», der auf «NZZ Online» veröffentlicht wurde. In ihrem Beitrag beäugt sie die Steuerverfolgung in den USA aufgrund von Kundendaten, welche die UBS den Behörden weitergab, kritisch. Den Ehrenpreis in der Kategorie TV/Radio erhielt Hubert Seipel für den Beitrag «Die Welt des Josef Ackermann», eine nicht-klassische Homestory, «die ein durchaus kritisches Porträt erstellt und Personen, Deutsche Bank und die Finanz- sowie Wirtschaftsgeschichte der jüngsten Zeit gekonnt miteinander verbindet».
Aus den 80 Beiträgen, die für den Medienpreis angemeldet wurden, wurden zehn für den Preis in der Kategorie Print und sechs für den in der Kategorie TV/Radio nominiert. Die Gewinner erhalten jeweils 10 000 Franken, der Ehrenpreis ist mit 1000 Franken dotiert.