Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03161.jsonl.gz/1371

Das menschliche Kraftfeld
Uralte Keilschriften der Sumerer belegen, dass schon 4000 Jahre v. Chr. besonders ausgebildete Priester Hypnose benutzt haben.
500 v. Chr. praktizierten die Ägypter den Tempelschlaf. Kranke wurden von Priestern in einen mehrere Tage dauernden „magnetischen“ Schlaf versetzt. Die Griechen und Römer waren überzeugt, dass physische sowie emotionale Gesundheit sich gegenseitig bewirken. Sie begründeten den heute omnipräsenten Glaubenssatz, dass ein gesunder Geist zu einem gesunden Körper führt. Paracelsus erkannte im 16. Jahrhundert die heilende Wirkung von positiven Suggestionen und bezog diesen „inneren Arzt“ in die Hypnose mit ein.
Die Hypnose wurde im 18. Jahrhundert von Franz Anton Mesmer wiederentdeckt. Für ihn war eine ungünstige Verteilung des magnetischen Kraftfelds im Körper Ursache vieler Krankheiten. Mit Streichbewegungen fuhr er mit den Händen entlang der Körper der Kranken und brachte so das natürliche Gleichgewicht des menschlichen Kraftfeldes wieder in Fluss. Im 19. Jahrhundert erforschte John Elliotson den Zusammenhang von Hypnose und Schmerzkontrolle. James Esdaile vollzog erfolgreich mehr als 1000 Operationen mit hypnotischer Anästhesie. Durch James Braid hat sich der Begriff „Hypnose“ dann fest etabliert. Er verwendete die Hypnose hauptsächlich zur Anästhesie.
Wissenschaftliche Akzeptanz
Fasziniert von James Braids Buch „Neurypnology“ therapierte Ambroise A. Liébault Ende des 19. Jahrhunderts funktionelle und organische Störungen mit Hypnose und wandte mehrere Tiefen dieses Zustandes an. Sigmund Freud praktizierte die Hypnose selbst. Später wandte er sich von der Therapie ab und ersetzte sie durch die Technik der „freien Assoziation“, eine Methode der Psychoanalyse. Papst Pius XII anerkannte in den 50er Jahren die Hypnose als probates Mittel für eine schmerzfreie Geburt. Kurze Zeit später ankerkannten die britische und die amerikanische Ärztegemeinschaft die Hypnose als wirksame Therapie.
Milton Erickson war schliesslich einer der Vorreiter im Bestreben um die offizielle Anerkennung der Hypnose als Therapieform. Er war vor allem bekannt für seine „zudeckende Hypnose“, die ein energieladendes Erzählen von Geschichten und Metaphern beinhaltet. Parallel zu Erickson entwickelte Dave Elman die heute meist angewandte Methode der Hypnose. Ihm verdanken wir, dass die Hypnosetherapie dermassen zielführend und effizient wurde. Elman erkannte richtig, dass jedes menschliche Problem, respektive Symptom eine lokalisierbare Ursache im Körper hat. Die Hypnose zielt darauf, diese Ursache im Unterbewusstsein zu lokalisieren und zu heilen. Sein erster Schüler, Jerry Klein entwickelte die moderne Methode auf den heutigen Wissensstand weiter.