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Allgemeines: Bei allen Wickeln beobachte man genau ihre Wirkung auf den Kranken. Man lässt einen Wickel nur so lange, als der Kranke sich wohl darin fühlt, auf keinen Fall darf er darin frieren. Auch für kalte Wickel nimmt man gestandenes (temperiertes) Wasser von Zimmertemperatur. (aus Haushaltungsbuch von 1901)
Anleitung (aus Haushaltungsbuch von 1901):
Der Leibwickel reicht vom Nabel bis zu den Füssen. Er wird mit einem breit zusammengelegten Tuch gemacht. Zuerst wird das wollene Tuch ausgebreitet, darauf das ausgewrungene, feuchte, lauwarme Wickeltuch gelegt. Der Patient legt sich darauf. Rasch wird das Wickeltuch über dem Körper übereinandergeschlagen und das wollene Tuch darüber befestigt. Zugedeckt 1-2 Stunden liegen bleiben.
Besonders vorteilhaft ist, wenn das Wickeltuch statt in Wasser in einen Heublumenabsud getaucht wird.
Anwendung: Er wird angewendet, um fieberhafte Krankheiten zu bekämpfen. Durch den Leibwickel wird das Blut kräftig vom Kopfe abgeleitet, die Kopfnerven werden beruhigt, und es stellt sich der Schlaf ein.