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Geheimnisvolle LichtstrahlenAuf den 2 folgenden Bildern sind "Fata Morgana"-Erscheinungen beim Bahnhof Walenstadt zu sehen (Die Strasse ist staubtrocken!):
Zuerst spiegeln sich 3 Töffs (Scheinwerfer ein) in der heissen Luft über der Strasse. Die Lichtstrahlen "berühren" die Strasse nicht! Auf dem zweiten Bild dieselbe Erscheinung mit einem Auto.
In diesem Zusammenhang entsteht ein Phantomschiff (z. B. der berühmte "Fliegende Holländer") durch die verzerrte Abbildung eines realen Schiffes in einer Luftspiegelung. Durch eine solche Luftspiegelung an einer Grenzfläche kalter und warmer Luft kann das Abbild eines tatsächlich weit hinter dem Horizont befindlichen Schiffes in der Nähe erscheinen, dazu noch phantastisch verzerrt. Bei einem Segelschiff etwa könnten die Segel zerfetzt und die Gestalt des Schiffes in dauernder, wallender Umformung befindlich erscheinen. In dem Augenblick, in dem sich die Ausformung der Grenzfläche vielleicht nur um ein Weniges ändert, würde das Phantomschiff verschwinden, sich scheinbar buchstäblich in Luft auflösen (nach Wikipedia).
Im folgenden Bild ist eine Luftspiegelung (auch hier Lichtstrahlbeugung) über Wasser zu sehen:
Das Boot scheint zu schweben:
So illustrierte Frank Richard Stockton (1834 – 1902) das Phänomen.
Dass Luftspiegelungen besonders gehäuft auf See dort auftreten, wo kalte auf warme Meeresströmungen treffen (und damit kalte auf warme Luftmassen), und dass diese Bedingungen am Kap der Guten Hoffnung ideal erfüllt sind, passt in das Bild.
Lichtbrechung in Luft kann auch bei Fernfotografie beobachtet werden. Im folgenden Bild wurden die St. Galler Alpen (im Mittelfeld die Churfirsten!) von der Hornisgrinde (östlich von Strasbourg) über eine Distanz von fast 200 km bei Sonnenaufgang fotografiert. Beachte, dass durch unterschiedliche Brechung die Gebirge in der Höhe etwas "auseinandergezogen" sind:
Diese Erscheinung wurde gemäss Edward Whymper (E. Whymper: "The Ascent oft the Matterhorn", 1871) von den überlebenden Matterhorn-Erstbesteigern Edward Whymper (also ihm selbst), sowie Vater und Sohn Taugwalder am 14. Juli 1865 beobachtet, nachdem 4 Seilkollegen auf dem Abstieg abgestürzt waren und dabei um's Leben kamen: