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Ausländische Luftfahrzeuge der Sonderkategorien (entsprechen den Lufttüchtigkeitsanforderungen gemäss ICAO Annex 8 nicht oder nur teilweise, oder zeitweilig nicht) bedürfen zum Einflug und Verkehr in der Schweiz grundsätzlich einer Sonderbewilligung zur Benutzung des schweizerischen Luftraumes. Der Antrag muss spätestens zwei volle Werktage vor Beginn des beabsichtigten Fluges beim BAZL eingegangen sein.
Dem Antrag per Email sind folgende Unterlagen in deutscher, französicher, italienischer oder englischer Sprache beizufügen:
- Lufttüchtigkeitszeugnis einschließlich der Einschränkungen oder;
- Flugzulassung einschließlich der Auflagen;
- Lärmzeugnis, wenn anwendbar;
- Eintragungszeugnis;
- Instandhaltungsnachweis, inkl. annual inspection;
- Dritthaftpflichtversicherung.
Für Sonderbewilligungen, welche in der Regel für die Dauer eines Jahres beantragt werden (insbesondere für in der Schweiz stationierte Luftfahrzeuge) ist mit einer längeren Bearbeitungszeit des Gesuches zu rechnen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt kann bei Bedarf zusätzliche Nachweise oder Dokumente verlangen und behält sich ferner das Recht vor, die dauernd in der Schweiz stationierten Luftfahrzeuge der Sonderkategorie* vor der Ausstellung einer Bewilligung zur Benutzung des Schweizer Luftraumes einer Prüfung zu unterziehen.
*Hinweis: Bei längerer Stationierung in der Schweiz ist ebenfalls die Zustimmung der Zollbehörden und des Flugplatzes einzuholen.
Eine Einflug- resp. Sonderbewilligung für die Benützung des schweizerischen Luftraums ist nicht erforderlich für im europäischen Wirtschaftsraum registrierte Luftfahrzeuge, die eine Fluggenehmigung (Permit to Fly) mit folgender Formulierung mit sich führen: «Diese Fluggenehmigung ist gemäß Verordnung (EG) Nr. 216/2008 Artikel 5 Absatz 4 Buchstabe a ausgestellt und bescheinigt, dass das Luftfahrzeug im Rahmen der nachstehenden Flugzwecke und unter den nachstehenden Bedingungen gefahrlos fliegen kann; sie gilt in allen Mitgliedstaaten».
Ferner ist in Anwendung der ECAC-Empfehlung INT S/11-1 vom Juni 1980, für die Erteilung einer Einflugbewilligung für Eigenbauluftfahrzeuge, welche in Staaten der ECAC eingetragen sind, keine Genehmigung erforderlich. Dieser Grundsatz umfasst hingegen nicht automatisch auch die jeweilge Einsatzart des Luftfahrzeuges. So sind ausländische Eigenbauluftfahrzeuge in der Schweiz nicht zur Durchführung von Flügen nach VFR-Night und IFR berechtigt, sofern diese nicht den jeweiligen schweizerischen Anforderungen entsprechen.
Für Luftfahrzeuge der Kategorie „Antik/Historisch“ gemäss ECAC Empfehlung ECAC/35-1, die in einem ECAC-Staat eingetragen sind, sind von der Pflicht einer Bewilligung zur Benützung des schweizerischen Luftraumes entbunden. Die ECAC Empfehlung, die am 18. May 2016 in Kraft getreten ist, ist von der Schweiz übernommen worden. Nur für original werkgebaute Luftfahrzeuge, die früher über ein ICAO-konformes Lufttüchtigkeitszeugnis verfügten, ist eine Sonderbewilligung nicht erforderlich.
Bestimmte Ultraleichtflugzeuge sind ohne weiteres zum Verkehr in der Schweiz berechtigt. Die einflugberechtigten Flugzeugmuster können der Liste unten (siehe weiterführende Informationen > Dokumente) entnommen werden. Wichtig: Einflugberechtigte Ultraleichtflugzeuge dürfen nur gelegentlich den Schweizerischen Luftraum benutzen. Eine dauernde Stationierung ist nicht erlaubt. Ultraleichtflugzeuge (Muster), welche nicht auf der Liste der einflugberechtigten Ultraleichtflugzeuge aufgeführt sind, benötigen eine Sonderbewilligung! So insbesondere Tragschrauber/Gyrocopter.
Antrag einer Einflug- resp. Sonderbewilligung
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Weiterführende Informationen