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Die Betreiberin von Davis-Besse, die FirstEnergy Nuclear Operating Company (Fenoc), gab bekannt, sie werde unverzüglich das Anfahren des 873-MW-Druckwasserreaktorblocks einleiten.
Am 8. März 2002 war während der Jahresrevision anlässlich der Überprüfung einer Deckeldurchführung von Davis-Besse-1 ein rund 15 cm tiefes Loch entdeckt worden. Die NRC klassierte den Vorfall auf Stufe 3 der siebenstufigen Internationalen Störfall-Bewertungsskala für Kernanlagen (Ines). Die Ursachenanalyse ergab, dass es sich um eine Korrosion von Kohlenstoff stahl durch Borsäure am Druckbehälterdeckel handelte. Die NRC stellte zudem massive Betriebsführungsdefizite im Kernkraftwerk fest. Sie verfügte eine Abschaltung bis zur Abklärung der Ursache für die Nachlässigkeiten, die zu einer so späten Entdeckung der Korrosion am Deckel geführt hatten: Grünes Licht für die Wiederinbetriebnahme werde sie erst erteilen, wenn die verlangten Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheitskultur und der Personalführung umgesetzt seien.
Die Überprüfung der Reaktordruckbehälter-Deckeldurchführungen in allen amerikanischen Kernkraftwerken mit Druckwasserreaktor bestätigte, dass der Korrosionsschaden von Davis-Besse-1 ein Einzelfall war. Die NRC hat als Folge des Vorfalls die Inspektionsvorschriften für Druckwasserreaktoren verschärft und das gesamte Programm zur Überwachung der Borsäurekorrosion verbessert.
Quelle
D.S. nach NRC und Fenoc, beide 8. März 2004