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Die Legionellen
Die Legionellen, viel gehört und doch nicht erkannt.
Hier nun ein Beitrag damit das Wissen über die
Legionellen endlich Einzug hält.
Ausbruch einer unbekannten KrankheitIm
Jahr 1975 haben sich ca. 4000 Veteranen in Philadelphia/USA
getroffen. Kurz nach Beginn des Treffens erkrankten 221
Personen, die sich im Bellevue-Stratfort-Hotel aufgehalten
haben, an einer Art Lungenentzündung - 34 Teilnehmer starben
unmittelbar. Forscher in Atlanta/USA fanden als Ursache dieser
Krankheit bisher unentdeckt gebliebene Bakterien. Entsprechend ihres "erstmaligen Auftretens" bei
Legionären wurden diese stäbchenförmigen Bakterien Legionellen genannt. Die Krankheit kann als
klassische Legionellose auftreten oder als Pontiac-Fieber.
Legionellen sind eine Gattung stäbchenförmiger Bakterien aus der Familie der Legionellaceae. Sie
sind im Wasser lebende gramnegative nicht sporenbildende Bakterien, die durch eine oder mehrere
polare oder subpolare Flagellen beweglich sind.
Legionellose (Legionärskrankheit)
Erreger und Übertragung
Die Legionellose, auch als Legionärskrankheit bezeichnet, ist eine schwere Lungenentzündung, die
durch bestimmte Bakterien der Gattung Legionella ausgelöst wird. Die Erreger kommen natürlicher-
weise in fast allen wässerigen und feuchten Umgebungen vor und können sich besonders gut in
Wassersystemen vermehren, in denen das Wasser nicht konstant erneuert wird - also in stehendem
Wasser - und sich die Temperatur zwischen 25 °C und 45 °C bewegt (Wasserleitungen,
Wasserhahnen, Duschköpfe, Whirlpools, lüftungstechnische Anlagen etc.). Die Ansteckung erfolgt
beim Einatmen von zerstäubten Wassertröpfchen, die bestimmte Legionellentypen
enthalten(Aerosole). Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist bisher nicht bekannt geworden.
Krankheitsbild
Die ersten Symptome einer Legionellose zeigen sich 2 bis 10 Tage nach der Ansteckung mit Fieber,
Husten, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Appetitverlust. Die Krankheit kann als leichte bis schwere
Lungenentzündung verlaufen, die tödlich enden kann. Im Durchschnitt sterben trotz Antibiotika-
Behandlung 5 bis 10 % der Erkrankten.
Verbreitung und Häufigkeit
Legionellose-Fälle werden weltweit diagnostiziert. In der Schweiz werden dem Bundesamt für
Gesundheit jährlich 190 bis 250 Fälle gemeldet.
Vorbeugung
Personen, die rauchen oder eine geschwächte Immunabwehr haben, sind besonders anfällig für eine
Legionella-Infektion. Die beste Präventivmassnahme, um bei sanitären Installationen eine Legionella-
Vermehrung zu verhindern, besteht darin, eine Heisswassertemperatur von 60 °C am Boilerausgang
bzw. 55 °C im Leitungssystem sicher zu stellen. Weiter sollte die Kaltwassertemperatur unter 20 °C
bleiben. Für alle anderen Anlagen (Klimaanlagen, Sprudelbäder, Luftbefeuchter etc.) gelten die
Empfehlungen der Fachverbände bzw. der Hersteller.