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Der Schweiz ist im Viertelfinal gegen Frankreich das grösste Wunder in ihrer Daviscup-Geschichte nicht gelungen. George Bastl verlor in Neuenburg das entscheidende Einzel gegen Nicolas Escudé 6:1, 5:7, 7:6 (7:3), 4:6, 6:8.Dieser Inhalt wurde am 08. April 2001 - 22:15 publiziert
Bei 6:5 vergab Bastl dabei einen Matchball, der die zweite Halbfinal-Qualifikation nach 1992 bedeutet hätte.
Beim Matchball setzte Bastl, der als Ersatzspieler für Marc Rosset nachgerückt war, eine Vorhand ins Aus, wurde dabei aber auch von einem Zuschauer gestört, der in den Ballwechsel hineinrief. Im nächsten Game führte der Waadtländer bei eigenem Aufschlag 40:0, musste dann aber nach dem siebten Breakball den entscheidenden Serviceverlust hinnehmen.
Alles hing an diesem letzten entscheidenden Spiel: Zuvor hatte Roger Federer sein zweites Einzel gewonnen und auf 2:2 ausgeglichen. Am Samstag hatten Federer/Lorenzo Manta das Doppel gegen Cédric Pioline/Fabrice Santoro nach viereinhalb Stunden 5:7, 6:3, 7:6 (7:4), 6:7 (3:7), 9:7 gewonnen und damit die Aufholjagd lanciert.
Bastl ist damit die tragische Figur der jüngeren Schweizer Daviscup-Geschichte. Bereits vor etwas mehr als einem Jahr hatte er im Schluss-Einzel mit 2:1 Sätzen geführt, damals aber gegen Mark Philippoussis auch noch verloren.
Fulminante Aufholjagd, doch es reichte nicht
Nach über 20 Stunden Spielzeit trennten die Schweiz und Frankreich nur gerade drei Games, Frankreich entschied diese Wertung mit 139:136 für sich. Dies war aber ebenso ein schwacher Trost wie die Tatsache, dass die Schweiz im 44. Anlauf erstmals ein 0:2 aufholte, die Niederlage hinterlässt einen schalen Nachgeschmack. Die Schweizer werden allen drei verlorenen Partien wohl noch lange nachtrauern, speziell aber auch den Ereignissen des Starttages.
Marc Rosset war bei seinem Marathon gegen Arnaud Clément nur zwei Punkte vom Sieg entfernt und Roger Federer verlor anschliessend gegen Roger Federer mit einer Leistung, bei der es ihm am unbedingten Siegeswillen fehlte.
Im September stehen sich nun also in den Halbfinals die Niederlande (4:1 gegen Deutschland) und Frankreich (3:2 in der Schweiz) sowie Schweden (4:1 gegen Russland) und der 27-fache Daviscup-Gewinner Australien (3:1 in Brasilien nach Spielabbruch) gegenüber.
swissinfo und Agenturen
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