Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03189.jsonl.gz/1795

|3. Juni 2002

Urteil des Thurgauer Obergerichtes im "Neonazi-Prozess" gegen die Zeitung "Der Bund"
Das Obergericht hat das Urteil des Bezirksgerichtes M�nchwilen aufgehoben, die Berufung von Erwin Kessler gutgeheissen und festgestellt, dass die Behauptung, Erwin Kessler habe nachweislich Kontakte zur Neonazi-Szene unterhalten, unwahr ist.
Das heute eingetroffene Urteil des Obergerichtes des Kantons Thurgau im Wortlaut:
Zusammenfassung der Urteilsbegr�ndung:
Die Vorinstanz, das Bezirksgericht M�nchwilen, ging unter anderem davon aus, dass der Durchschnittsleser nicht zwischen Revisionisten, Neonazis, Rassisten und Rechtsextremen unterscheide. Da Erwin Kessler wegen Rassismus verurteilt sei (Sch�cht-Prozess), werde er durch die Behauptung, er habe Kontakte zu Neonazis unterhalten, nicht in ein falsches Licht gestellt. Das Obergericht ist hier klar anderer Meinung.
Erwin Kessler bestreitet im �brigen auch (ideologische) Kontakte zur Revisionistenszene. Diese Frage war aber nicht gegenstand des vorliegend Verfahrens, hingegen ist sie einer der Streitpunkte im h�ngigen Verfahren gegen den Buchautor Pascal Krauthammer.
F�r das nun aufgehobene
Willk�rurteil des Bezirksgerichts M�nchwilen - ein Racheakt der Agromafia,
welche im Gericht die Mehrheit hatte - sind verantwortlich:
*
�ffentliche Klarstellung von Erwin Kessler: Keine Sympathie f�r Neonazis"