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Die Theorie, dass der italienische Künstler und Erfinder an einer Nervenlähmung litt, wurde in der britischen Fachzeitschrift «Journal of the Royal Society of Medicine» veröffentlicht.
Bisherige Forschungen gingen davon aus, dass ein Schlaganfall zur Lähmung von Da Vincis rechter Hand geführt hatte. Der Chirurg Lazzeri und der Neurologe Rossi kommen hingegen zu dem Schluss, dass eine sogenannte Ulnarislähmung da Vinci beeinträchtigte.
Sie stützen sich dabei auf eine Kreidezeichnung des lombardischen Künstlers Giovanni Ambrogio Figino, die den Künstler in höherem Alter zeigt. Darauf ragt seine rechte Hand aus der Kleidung hervor, die Finger sind gekrümmt. Nach einem Schlaganfall hätte die Hand aber geballt sein müssen, schreibt Lazzeri in dem Artikel. Die Haltung erinnere eher an eine sogenannte Klauenhand.
Dies könne erklären, warum er in seinen letzten fünf Jahren als Maler «zahlreiche Gemälde unvollendet liess», obwohl er weiterhin unterrichtete und zeichnete, schreiben die Ärzte. Auch sein berühmtestes Werk, die Mona Lisa, blieb unvollendet. Da Vinci war demnach zwar noch in der Lage, mit der linken Hand zu zeichnen, konnte aber seine Malpalette mit der rechten Hand nicht mehr halten.
Einer Studie von Forschern aus Florenz zufolge konnte da Vinci mit beiden Händen gleichermassen schreiben, zeichnen und malen.
Italien und Frankreich haben am Donnerstag gemeinsam die Feierlichkeiten anlässlich des 500. Todestags des Künstlers und Erfinders eingeläutet. Da Vinci war 2. Mai 1519 auf dem französischen Schloss Clos-Luce in Amboise an der Loire gestorben.