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Zumindest einen Workaround bietet pdfToolbox 4: mit der Korrektur "TrueType-Schriften nach CID umwandeln" wird aus der einfachen TrueType-Schrift (die für PDF/X-4 unerlaubt mehr als cmap-Encoding enthält) eine CID-kodierte TrueType-Schrift (die auch für PDF/X-4 zwei oder mehr cmaps enthalten darf, weil ein eindeutiges Encoding auf anderem Wege sichergestellt ist).
Für den Moment müsste man sich also diese Korrektur zu den vorhandenen PDF/X-4-Konvertierungsprofilen hinzufügen.
Ich gehe dvon aus, dass in einer künftigen Version von pdfToolbox 4 auch eine direktere Korrektur möglich sein wird, weiss aber noch nicht, wann.
ein Aspekt, der gerne untergeht: zunächst mal sind Fonts komplett Plattform-agnostisch. Ein Type 1-Font oder ein TrueType-Font hat mit keiner Plattform irgendetwas zu tun. Fonts werden ja auch in den unterschiedlichsten Zusammenhängen eingesetzt: in Druckern/Ausgabesystemen, auf (natürlich plattform-spezifischen) Rechnern, als 'private' Fontbereiche von Applikationen (z.B. Adobe-Programme) usw.
Letztlich muss ein Font aber auf dem verwendeten System (oder in einer Datei, wenn er dort eingebettet ist) in einer bestimmten Weise als eine Folge von Bytes kodiert sein, und er muss sich an Konventionen und Spielregeln auf der betreffenden Plattform halten.
Hier kommen nun in der Tat Plattform-Unterschiede zum Tragen (die allerdings dabei sind, weniger zu werden): - auf Mac OS 9 und früher braucht(e) man zusätzlich zum eigentlichen Font noch einen Bildschirmfont (nur bei Type 1) sowie zusätzliche Info über den Font; bei Type 1-Fonts war dies in einer eigenen Datei untergebracht, bei TrueType war das mit dem eigentlichen Font in derselben Datei untergebracht (die auch mehrere TrueType-Fonts auf einmal enthalten kann, z.B. für normalen, kursiven und fetten Schriftschnitt - die Printer-Fonts für Type 1 auf Mac OS 9 hingegen enthalten immer nur einen Schnitt, wohingegen der Screen-Font Infos für mehrere Type 1-Printer-Fonts enthalten kann) - auf Unix/Linux/X11-Umgebungen oder z.B. für TeX-Umgebungen gelten wieder ganz andere Spielregeln - Windows unterstützt eigentlich keine Type 1-Fonts und erfordert ATM; hier findet man dann .PFB-Dateien (printer font binary - enthält den eigentlichen Font) und .AFM-Dateien bzw. .PFM-Dateien (Adobe Font Metrics/Printer Font Metrics - enthält u.a. Infos zu den Zeichenbreiten); TrueType-Fonts hingegen 'leben' in einer Datei mit der Endung .TTF (TrueType font); eine .TTC-Datei kann mehrere TrueType-Fonts auf einmal enthalten (TrueType collection) - Mac OS X kann inzwischen .TTF oder .TTC wie auf Windows üblich genausogut verwenden wie nach klassischer Mac OS 9 Manier kodierte TrueType-Fonts (Windows hingegen kann mit Mac OS 9 kodierten TrueType-Fonts bzw. PostScript Type Screen/Printer-Fonst nichts anfangen, was aber 'nur' am Mac-spezifischen zweiteiligen Dateiformat - mit Data Fork und Resource Fork - liegt) - OpenType-Fonts entspannen die Lage noch weitergehend: sie können ohne weiteres auf Mac und Windows eingesetzt werden, aber: es gibt zwei Varianten von OpenType: TrueType-basierend und Type 1-basierend. Der Support für letztere ist auf Windows nicht gegeben. ABER: - wenn man z.B. Adobe's Creative Suite einsetzt, wird OpenType/Type 1 ohne wenn und aber auch auf Windows unterstützt.
Übrigens: - wenn man mit der Creative Suite arbeitet (gilt wahrscheinlich auch für QuarkXPress 7, weiss ich aber nicht genau...), würde man heutzutage einfach OpenType-Fonts kaufen (Plattform per definitionem egal) - wenn man TrueType-Fonts kauft und mit Mac OS X und/oder Windows arbeitet, kauft man die PC-Version des TrueType-Fonts - wenn man mit Mac OS 9 arbeitet, sollte man sowieso schleunigst auf Mac OS X updaten - wenn man Type 1-Fonts kauft/kaufen muss, nimmt man die Plattform, auf der man arbeitet (es gibt Konverter von Mac nach PC und umgekehrt; wenn man beim Konvertieren nicht auch noch von Type 1 nach TrueType oder umgekehrt konvertiert sonder z.B. von Type 1/Mac nach Type 1/Windows, ist das Risko gering dass etwas schief geht - es bleibt letztlich derselbe Font, nur ander eingepackt; eine Konvertierung von Type 1 nach TrueType oder umgekehrt kann gut funktionieren, muss aber nicht, und im Problemfall ist dies nicht unbedingt die Schuld des Konvertierungsprogramms, sondern kann einfach am betreffenden Font liegen).