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Eine bronzezeitliche Siedlung befand sich zwar auf dem Hügel Chastlatsch über dem heutigen Hotel Castell. Bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung zu Beginn des 9. Jahrhunderts lag Zuoz aber bereits am heutigen Ort.
1499 brannten die Einwohner das Dorf vollständig nieder und verschanzten sich mit ihrem Hab und Gut in den Bergen, um das österreichisch-kaiserliche Heer zum Rückzug zu bewegen. Da das Dorf seither von Feuer verschont geblieben ist, weist es überdurchschnittlich viele historische Bauten auf und wurde zum «Dorfbild von nationaler Bedeutung» erklärt.
Sein stattliches Aussehen mit den imposanten, zum Teil palastähnlichen Häusern zeugt von der führenden Stellung, die es auf politischem und kulturellem Gebiet bis ins 19. Jahrhundert eingenommen hat. Der imposante Platz in der Dorfmitte entstand im 16. Jahrhundert; hier wurde bis vor 100 Jahren die Oberengadiner Landsgemeinde abgehalten.
An der Stelle des heutigen Hotels Crusch Alva soll übrigens die königliche Sust gestanden haben - ein Zeugnis dafür, wie wichtig die alte transalpine Nord-Südverbindung über den Julier und den Malojapass sowie deren Verzweigung durch das Engadin nach dem Vinschgau hin gewesen war.