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19.06.2023
Der Weltverband FIS will mit den FIS-Games einen neuen Grossanlass des Wintersports kreieren und Swiss Ski möchte allenfalls die erste Austragung – geplant für das Jahr 2028 – in die Schweiz, genauer ins Engadin und nach St. Moritz, holen.
Swiss-Ski ist daran interessiert, in engem Austausch mit dem Internationalen Ski- und Snowboard-Verband FIS eine Kandidatur für die erstmalige Durchführung der FIS Games im Jahr 2028 zu prüfen und ein entsprechendes Konzept mit der Destination St. Moritz/Engadin als Hauptaustragungsort und allfälligen weiteren Wettkampfstandorten zu erarbeiten. Diese Absicht hat der Schweizerische Skiverband heute (19. Juni) mit einer Medienmitteilung kund getan.
In einem „Letter of Intent“ habe Swiss-Ski der FIS mitgeteilt, dass der Dachverband des Schweizer Schneesports gemeinsam mit St. Moritz/Engadin sehr daran interessiert sei, die erhaltenen Unterlagen betreffend die FIS Games 2028 zu prüfen und dabei zu evaluieren, ob eine Schweizer Kandidatur für die Durchführung dieses neuen Schneesport-Grossanlasses eine Option sein könnte. Ziel von Swiss-Ski und St. Moritz/Engadin sei es, ein „neues, innovatives Veranstaltungskonzept zu entwickeln, in welchem alle drei Elemente der Nachhaltigkeit (ökonomisch, ökologisch und sozial) zum Tragen kommen und glaubhaft umgesetzt werden können“, heisst es in der Medienmitteilung.
Bei den geplanten FIS Games handelt es sich um Titelkämpfe, die künftig alle vier Jahre durchgeführt werden sollen – und zwar in jenen Wintern, wenn keine Olympischen Spiele oder Weltmeisterschaften stattfinden. Wettkämpfe sind dabei grundsätzlich in den klassischen FIS-Sportarten Ski Alpin, Langlauf, Nordische Kombination, Skispringen, Snowboard, Skicross, Freeski, Aerials und Moguls vorgesehen. Ebenfalls sollen Telemark, der Para-Sport sowie Speedski und Freeriden in die FIS Games integriert werden.
1928 fanden in St. Moritz die ersten Olympischen Spiele in der Schweiz statt. Exakt 100 Jahre später würde gleichenorts bei einer allfälligen erfolgreichen Kandidatur die Premiere der neuen FIS Games, einer Art «Mini-Winter-Olympia» über die Bühne gehen. Die Anzahl Disziplinen und Wettkämpfe, die anders als bei Olympischen Spielen allesamt Outdoor-Events wären, sind dabei ebenso Gegenstand des zu entwickelnden Konzepts wie die Prüfung weiterer möglicher Wettkampfstandorte innerhalb und ausserhalb des Kantons Graubünden. Noch nicht abgeschätzt werden können die Kosten allfälliger FIS Games; sie sind ebenfalls Gegenstand eines gemeinsam mit der FIS zu entwickelnden Konzepts.
Als eine der führenden Schneesport-Destinationen der Schweiz verfüge St. Moritz/Engadin über ein grosses Knowhow und viel Erfahrung betreffend die erfolgreiche Durchführung von grossen Wintersportveranstaltungen, schreibt Swiss Ski. Man sei überzeugt, dass St. Moritz und die umliegenden Regionen die Vielfalt aller Schneesportarten abdecken könnten. Deshalb sei der Dachverband des Schweizer Schneesports bestrebt, gemeinsam mit dem Weltverband FIS zu evaluieren, ob und wenn ja mit welchem Ansatz sich eine mögliche Kandidatur zur Durchführung nachhaltiger FIS Games im Jahr 2028 am besten eignen würde.
Quelle: Swiss Ski