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In seldschukischer Zeit war Konya Schnittpunkt der grossen Karawanenstrassen gewesen. Damals wurden entlang dieser Handelsstrassen Herbergen errichtet, in welchen die Händler mit ihren Tieren Unterkunft fanden – zahlreiche Karawansereien entstanden. Seldschukische Kaufleute waren übrigens die ersten Kaufleute in der Geschichte des Handels, die Händler beim Verlust ihrer Waren entschädigten.
Die grösste Karawanserei in Anatolien ist Sultanhane und liegt zwischen Konya und der Stadt Aksaray. Sie wurde 1229 unter Sultan Keykubad I. von einem syrischen Architekten aus Damaskus im Stil einer syrischen Wüstenfestung errichtet. Man betritt die von einer massiven Mauer umgebene Karawanserei durch ein kunstvoll gestaltetes Stalaktitentor und gelangt in einen grossen Hof, in dessen Mitte sich ein quadratischer Bau mit nicht eindeutig geklärter Funktion befindet – er könnte eine Moschee gewesen sein, aber auch ein Gebetshaus, in welchem die Reisenden ihre Andachten verrichten konnten. Unter den Arkaden auf der rechten Seite des Hofes wurden die Lasttiere untergebracht, die Räume auf der linken Seite dienten als Wohn- und Schlafräume für die Karawanenführer. Im riesigen Gewölbesaal am Ende des Hofes wurden Handelsgüter gelagert.