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Bemerkung:
Herbert Ihering (1888- 1977), deutscher Dramaturg, Regisseur, Journalist und Theaterkritiker. Von 1922 bis 1933 entwickelte sich Ihering am Berliner Börsen-Courier, der von Emil Faktor geleitet wurde, zu einem der wichtigsten Theater- und Filmkritiker der Weimarer Republik. Ihering „pflegte einen ganz anderen Stil als die übrigen Großkritiker der Zeit, viel sachlicher, doch mit Mission. In seinen Artikeln, Kritiken und Kampfschriften argumentiert er massiv und sprachlich manchmal recht sperrig. [...] Seine Artikel richteten sich an die Intendanten, von denen er einen konsistenten, vielseitigen und ideell durchdachten Spielplan verlangte, an Regisseure, Dramaturgen, Bühnenbildner und Dramatiker, die er zur inhaltlich und formal – für ihn – sinnhaften Zusammenarbeit bewegen wollte. 1922 schlug Ihering als Vertrauensmann der Kleist-Stiftung den jungen Bertolt Brecht für den Kleist-Preis vor.Die Volksbühne wurde 1913-14 nach dem Entwurf Oskar Kaufmanns auf dem (heutigen) Rosa-Luxemburg-Platz in der Mitte Berlins erbaut. „Die Kunst dem Volke“ war dem Gebäude ursprünglich auf die Stirn gemeißelt: Ein Theater für das Volk, für die Arbeiter der Stadt, das bezahlbar ist und durch einen zeitgemäßen und politischen Spielplan besticht. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Volksbühne fast vollständig zerstört, und der Architekt Hans Richter entwarf den 1950-54 erfolgten Wiederaufbau, in dem er das Äußere stark vereinfachte.