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Krankheiten wie Parkinson oder Alzheimer stellen seit langem ein besonderes Problem für Medikamenten-Hersteller dar, denn sie haben keine klare Zielstruktur, die man wie bei anderen Beschwerden angreifen kann. Stattdessen verhindert eine sogenannte amyloidartige Degeneration - Anreicherungen von abnorm veränderten Proteinen im Zwischenzellraum - eine schnelle und effektive Behandlung.
Die Forscher haben jetzt herausgefunden, dass sich die Antibiotikaresistenz nutzen lässt, um Chemikalien zu finden, welche die Amyloid-Bildung stoppen.
Es wurden neue Medikamente aufgrund der Antibiotikaresistenz entwickelt. /
«Unsere Studie zeigt einen Weg auf, bei dem man um die Probleme mit der amyloidartigen Degeneration herumkommt. Das funktioniert, indem wir Amyloid-empfängliche Sequenzen in Enzyme einpflanzen, die Antibiotika zerstören», erklärt Professor Sheena Radford, FRS-Direktor des Astbury Centre for Structural Molecular Biology.
Antibakterieller Widerstand
«Während unserer Forschungsarbeit erwies sich ein alter Feind, nämlich antibakterieller Widerstand, als unser bester Freund. Wenn wir Bakterienwachstum erkennen, wissen wir nun auch, dass wir über Chemikalien verfügen, welche die Bildung von Amyloid behindern», so Janet Saunders, die an der aktuellen Studie mitwirkte.
Die aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen wurden unter anderem vom Biotechnology and Biological Sciences Research Council und der Avacta Group finanziert. Auf Anfrage stellt die University of Leeds die ausführlichen Ergebnisse ihrer Arbeit bereit.