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Kartoffelbranche will Acrylamid-Belastung vermindern
Die Schweizer Kartoffelproduzenten werden im Anbaujahr 2004 vermehrt Kartoffelsorten mit niedrigen Zuckerwerten anbauen, um das Acrylamid-Risiko zu vermindern.
Die reduzierenden Zucker in Kartoffeln tragen beim Backen und Braten wesentlich zum Bräunungsprozess bei und führen bei hohen Temperaturen auch zur Bildung von Acrylamid. Der Anbau von Kartoffelsorten, die geringere Zuckerwerte aufweisen soll deshalb die potentielle Bildung von Acrylamid reduzieren. Ausserdem werden Kartoffeln, die zum Braten bestimmt sind, künftig bei höheren Temperaturen eingelagert, wodurch der Zuckergehalt ebenfalls sinkt. Auch der Detailhandel will nötigenfalls reagieren: Das Vermarktungskonzept von Speiskartoffeln wird dahingehend überprüft, dass die Angaben zur Verwendung auf den Verpackungen an die neuesten Erkenntnisse angepasst werden.
Diese Massnahmen sind die Folge des neuen Wissens um die Entstehung von Acrylamid bei der Zubereitung. Das Risiko für den Menschen kann aber noch nicht abschliessend beurteilt werden. Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Acrylamid-Belastung weiter gesenkt werden muss.