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Was ist Cellulite?
Cellulite: typisch weiblich
Ja, es ist so: Cellulite ist ein Phänomen, das (fast) nur bei Frauen auftritt. Männer sind selten davon betroffen. Zurückzuführen ist diese Tatsache auf den niedrigen Androgenspiegel bei Frauen und auf den Bau der weiblichen Unterhaut.
Die Hormone
Die weiblichen Sexualhormone, die Östrogene, sorgen für ein weiches, dehnbares Bindegewebe. Das muss so sein, weil Frauen schwanger werden können. Die Östrogene fördern aber auch die Bildung von Fettzellen und Wassereinlagerungen und damit auch die Cellulite.
Beim Mann führen die Testosterone dagegen zu einer strafferen Bindegewebestruktur und einer eingeschränkten Bildung von Fettzellen in der Unterhaut.
Die Haut
Die Haut besteht aus mehreren Schichten, die aufeinander gelagert sind:
- Die Oberhaut (lat. Epidermis) ist die oberste Schicht, die Sie berühren können. Sie spielt bei der Cellulite keine Rolle.
- Dann kommt die Lederhaut (lat. Dermis). In der Lederhaut befinden sich vor allem straffe Kollagenfasern. Diese sorgen für die Festigkeit und die Dichte des Gewebes.
- Darunter finden wir die Unterhaut (lat. Subcutis). Die Unterhaut besteht fast nur aus Fettzellen. Das gilt für alle Menschen: dicke und dünne, junge und weniger junge, Frauen und Männer. Dieses Fett ist in kleinen wabenartigen Kammern angeordnet.
Die Unterhaut
Schauen wir uns die Unterhaut noch etwas genauer an, denn genau in dieser Schicht kann Cellulite entstehen.
Wir haben also gesehen, dass die Unterhaut hauptsächlich aus Fettzellen besteht. Die Fettzellen schwimmen nicht einfach einzeln herum, sondern bilden Gruppen, deren Formen sich mit kleinen Säcken vergleichen lassen. Dünne Fasern im Bindegewebe, die Septen, trennen diese Säcklein.
Das Fettgewebe der Unterhaut dient in erster Linie als Schutzpolster gegen Kälte und gegen Druck und Schläge von aussen. Es ist auch ein Energiespeicher. Frauen haben von Natur aus mehr von diesem Unterhaut- Fettgewebe. Darum sind die weiblichen Proportionen auch sanfter und runder, als bei Männern. Warum ist das so? Ja, genau: Frauen haben mehr Fettgewebe, damit sie über genügend Energiereserven verfügen, wenn sie schwanger werden.
Die weibliche Haut hat noch eine weitere Besonderheit. Sie ist zwar dünner als die des Mannes, aber die Fettkammern sind grösser.
Zudem verlaufen die Septen der weiblichen Unterhaut etwas anders als bei Männern. Bei Frauen sind sie eher parallel angeordnet. Das macht auch Sinn: Ist eine Frau schwanger, können sich die Fasern leicht dehnen und sich an die neue Situation anpassen. Die Haut kann sich also ausdehnen. Drückt man die Haut einer Frau zwischen zwei Fingern zusammen, zeichnet sich die Bauweise des Unterhautfettgewebes durch die Haut ab.
Das Unterhautfettgewebe von Männern hingegen ist anders angelegt. Die dünnen Fasern liegen nicht parallel, sondern sind vernetzt. Sie verlaufen kreuz und quer und wie Seile stabilisieren sie das Fettgewebe. Dank diesem Gerüst wellt sich die Haut selbst bei übergewichtigen Männern kaum.
Es geht noch weiter: Bei Frauen können sich die Fettzellen bis zum Zehnfachen ihres Volumens aufblähen. Da das weibliche Bindegewebe nur locker vernetzt ist (wie schon gesagt, um eine Dehnung während einer Schwangerschaft zu ermöglichen), können sich diese Fettkammern bis nach aussen hin sichtbar durchdrücken.
Fassen wir kurz zusammen:
- Die weiblichen Hormone begünstigen im Gewebe die Speicherung von Fett und die Einlagerung von Wasser.
- Die weibliche Haut ist dünn, locker vernetzt und dehnbar.
Nun wird klar, warum fast nur Frauen Cellulite bekommen, oder?
So entsteht Cellulite
Wenn sich die Fettzellhaufen prall füllen, drücken sie auf die Blutgefässe und Lymphbahnen. Die Sauerstoffversorgung leidet, der Stoffwechsel läuft nicht mehr optimal und Flüssigkeit staut sich im Gewebe.
Die Septen, welche die Fettlappen trennen, verlieren ihre Elastizität: Sie werden härter und ziehen sich zusammen. Dadurch treten die Fettlappen durch die Haut hervor: Die typische Orangenhaut ist sichtbar. Es entsteht das typisch genoppte Hautbild der Cellulite.
Bei den unschönen Dellen – sie können im fortgeschrittenen Stadium auch schmerzhaft sein – handelt es sich also um eine lokale mehr oder weniger starke Veränderung des Bindegewebes und des Unterhautfettgewebes.
Faktoren, die Cellulite fördern
Laut Statistik sind 80% bis 90 % der Frauen mehr oder weniger von Cellulite betroffen. Ob Sie zu den 10% Glücklichen gehören, die keine Cellulite haben, oder zu der grossen Mehrheit mit Dellen, ist Schicksal.
Haben Sie eine Neigung zu Cellulite, beachten Sie die Faktoren, welche die Cellulite begünstigen.
– Es gilt als gesichert, dass hormonelle Veränderungen (Pubertät, Schwangerschaft, Menopause) die Cellulite beeinflussen. Das gilt auch für Hormone die von aussen zugeführt werden, wie die Anti-Baby Pille.
– Bewegungsmangel führt zu einer schlechten Durchblutung des Gewebes. Es steht zu wenig Sauerstoff für die Fettverbrennung zur Verfügung. Zudem gibt Bewegungsmangel schlaffe Muskeln, was nicht wirklich attraktiv aussieht.
– Eine schlechte Durchblutung (Krampfadern, Rauchen, Alkohol) führt zu Wasseransammlungen in den Zellzwischenräumen. Dadurch wird der Stoffwechsel beeinträchtigt, was die Neigung zur Cellulite noch verstärkt.
– Die modernen Ernährungsgewohnheiten sind noch zu erwähnen: Fast Food, süsse Getränke, Energydrinks (PH-Wert 2,5 bis 3!) um nur einige zu nennen, bringen die Cellulite zum Erblühen 🙂
Wissen Sie, dass Cellulite nicht einfach Cellulite ist? Die Profis unterscheiden vier verschiedene Stufen, aber auch drei verschiedene Formen der Orangenhaut. Diese Unterscheidung ist sehr wichtig und entscheidend, um gezielt die geeigneten Massnahmen gegen IHRE Celluite zu definieren. Mehr dazu im Teil 3 nächste Woche!
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