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(22.03.2023) Die Schweizer Exporte stagnierten 2022 und werden in diesem Jahr wahrscheinlich ebenfalls moderat bleiben. Der Allianz Trade Export Forecast lag im Februar 2023 bei 1,26 Punkten, was einen Anstieg um 0,14 Punkte gegenüber der letzten Erfassung vom November 2022 bedeutet.
Über das Gesamtjahr 2022 blieben die realen Exportwerte unverändert. Trotz einer etwas günstigeren Konjunktur zum Beginn des Jahres 2023, die insbesondere der besseren Situation der Lieferketten und dem Ende der "Null-Covid"-Politik in China zu verdanken ist, rechnen die Experten der Allianz für die kommenden sechs bis zwölf Monate mit einem Rückgang der Schweizer Exporte.
Im 2022 hatte der Aussenhandel nominal deutlich zugelegt, sodass die Exporte sogar ein "Allzeithoch" von CHF 278,6 Milliarden erreichten und die Importe ein Plus von 16,8% aufwiesen. Dieses aussergewöhnliche Wachstum wurde jedoch im Wesentlichen durch die Preissteigerungen angetrieben. Inflationsbereinigt betrug das Wachstum der Exporte im 2022 nur noch 0,1% und das der Importe 0,7%, sodass es sich eher um eine Stagnation handelt als um einen kräftigen Anstieg.
Laut den Prognosen von Allianz Trade wird das reale Wirtschaftswachstum 2023 auf 0,6% begrenzt sein. Der Aussenhandel wird sich auf einem unterdurchschnittlichen Niveau halten und "aufgrund weiterhin anhaltender globaler Unsicherheiten vielleicht sogar leicht zurückgehen", meint Andreas Jobst, Leiter Makro- und Kapitalmarktresearch der Allianz.
Ein weiterer Faktor, der diese getrübten Aussichten untermauert: Das Auftragsvolumen nahm im Januar 2023 um 7,4 Punkte ab, was eine Verlangsamung der Produktion und folglich einen Rückgang des Aussenhandels erwarten lässt.
Letzte Änderung 22.03.2023