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Sanotussin wirkt dem Hustenreiz bei akutem Husten ohne Auswurf (unproduktiver Husten) entgegen und erweitert die Bronchien. Sanotussin enthält die Wirkstoffe Ephedrin, Codein und Thymianextrakt.
Rauchen trägt zum Auftreten von Schleim in den Atemwegen und von Husten («Raucherhusten») bei. Wenn Sie rauchen, können Sie durch Verzicht darauf die Wirkung von Sanotussin, Filmtabletten unterstützen.
Bei schweren Erkrankungen der Atmungsorgane (Ateminsuffizienz, Atemdepression) akutem Asthmaanfall, Koma, nahender Geburt, drohender Frühgeburt, Schilddrüsen-Erkrankungen, bei Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe und bei Abhängigkeit von Codein und ähnlichen Substanzen.
Bei einer Behandlung mit gewissen Arzneimitteln gegen Depressionen (sogenannte Mono-Amino-Oxidasehemmer, MAO-Hemmer) darf Sanotussin nicht angewendet werden.
Sanotussin Filmtabletten sind für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet.
Chronischer Husten kann ein Frühsymptom eines Asthma bronchiale sein, daher soll Sanotussin zur Dämpfung dieses Hustens ? insbesondere bei Kindern ? nicht angewendet werden. Suchen Sie in diesen Fällen Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf.
Husten ist ein Abwehrmechanismus des Körpers, der bestimmte Ursachen hat. Bei hartnäckiger Schleimabsonderung und dem damit einhergehenden Husten sollte der Arzt oder die Ärztin zu Beginn der Behandlung die Ursache des Hustens abklären und gegebenenfalls eine spezifische Behandlung einleiten.
Wenn sie unter chronischer Darmverstopfung leiden, kann diese durch Codein verstärkt werden. Bei Patienten mit Myasthenia gravis kann es zu vermehrter Muskelspannung kommen. Bei Zuständen mit erhöhtem Hirndruck, vermindertem Blutvolumen (z.B. durch starke Blutverluste) und bei Bewusstseinsstörungen soll Sanotussin nur mit Vorsicht eingenommen werden.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird die Vorsichtsmassnahmen erklären, die in diesen Fällen zu beachten sind.
Die gleichzeitige Einnahme anderer Arzneimittel, die wie Sanotussin auf das zentrale Nervensystem wirken, können die durch Codein verursachte Müdigkeit und Dämpfung der Atmung verstärken. Dazu zählen gewisse Arzneimittel gegen Schlafstörungen, Erregungszustände oder Depressionen sowie gewisse Mittel gegen Allergien. Auch wenn Sie Arzneimittel gegen gewisse Herzkrankheiten und zur Behandlung von Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma oder «Raucherlunge») oder Erkrankungen der Leber einnehmen, ist Vorsicht geboten. Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wird Ihnen erklären, bei welchen Arzneimitteln das der Fall ist und was zu beachten ist, wenn eine gleichzeitige Einnahme notwendig ist.
Bei Einnahme über längere Zeit kann Gewöhnung und Abhängigkeit eintreten.
Wenn sie an einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden, oder wenn sich zeigen sollte, dass bei Ihnen aufgrund einer erblichen Veranlagung der Wirkstoff Codein langsamer als bei den meisten anderen Personen ausgeschieden wird, sollten Sie Sanotussin Filmtabletten vorsichtshalber nur während weniger Tage ohne ärztliche Verordnung einnehmen.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Dies gilt in verstärktem Masse bei gleichzeitiger Einnahme alkoholischer Getränke.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen!
Sanotussin Filmtabletten dürfen während der Schwangerschaft (insbesondere in den ersten drei Monaten) nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin und einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung eingenommen werden.
Bei nahender Geburt oder drohender Frühgeburt darf Sanotussin nicht eingenommen werden.
Während der Stillzeit dürfen Sanotussin Filmtabletten nicht eingenommen werden, da der Wirkstoff Ephedrin in die Muttermilch übergeht.
Nehmen Sie bis zu 4 mal täglich eine Filmtablette unzerkaut mit etwas Flüssigkeit ein.
Wenn der Husten über 2 Wochen lang anhält, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren, damit der Grund abgeklärt werden kann.
Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit (bis zum Erbrechen, insbesondere bei Therapiebeginn) und Verstopfung, sowie leichte Kopfschmerzen und leichte Schläfrigkeit. Gelegentlich können Schlafstörungen, Atemprobleme, Mundtrockenheit und allergische Reaktionen auf der Haut (Ausschläge, selten schwer, sog. Stevens-Johnson-Syndrom) auftreten. Selten kann es bei Patienten mit Prostatabeschwerden zu Schwierigkeiten beim Harnlassen kommen. Bei höheren Dosen und besonders empfindlichen Patienten können Euphorie, eine Beeinträchtigung des Sehvermögens, Blutdruckabfall oder Lungenfunktionsstörungen auftreten.
Ausserdem können nervöse Symptome (z.B. Spannungsgefühle, Unruhe Reizbarkeit, Schwächezustände u.a.), Herzrhythmusstörungen (bei Patienten, die Herzglykoside bekommen oder an organischen Herzerkrankungen leiden, kann es selten zu gefährlichen Arrhythmien kommen), Bluthochdruck und Lungenödeme (bei Patienten mit Lungenfunktionsstörungen) auftreten.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Bei Raumtemperatur (15?25 °C) und für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
1 Filmtablette enthält: 15 mg Ephedrinhydrochlorid, 20 mg Codeinphosphat, 50 mg Thymian Trockenextrakt (DEV 7?13:1, Auszugsmittel:Wasser).
Farbstoffe: Chinolingelb (E 104), Erythrosin (E 127); weitere Hilfsstoffe.
41919 (Swissmedic).
In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.
Packungen zu 20 Filmtabletten.
Dr. Heinz Welti AG, Gebenstorf.
Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2010 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.