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Der vielseitig begabte österreichische Geiger Christoph Koncz zählt zu den herausragenden Musikern seiner Generation. Seine Einspielung sämtlicher Violinkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart ist im Oktober 2020 unter dem Titel Mozart’s Violin bei Sony Classical erschienen und sorgte als erste Aufnahme dieser berühmten Werke auf der originalen Barockgeige des Komponisten weltweit für Aufsehen.
Auch als Dirigent hat sich Christoph Koncz bereits international etabliert. Er steht regelmäßig am Pult renommierter Klangkörper wie dem Orchestre de la Suisse Romande, Philharmonia Orchestra London, Orchestre Métropolitain de Montréal und Hong Kong Philharmonic. In der laufenden Spielzeit dirigiert er erstmals das London Symphony Orchestra, Mahler Chamber Orchestra und Swedish Radio Symphony Orchestra sowie am Nationaltheater Prag, Opernhaus Zürich und an der Wiener Staatsoper. Seit 2019 ist Christoph Koncz Chefdirigent der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein, zudem wurde er zum Ersten Gastdirigenten des französischen Originalklang-Ensembles Les Musiciens du Louvre ernannt. Ab September 2023 ist Christoph Koncz Musikdirektor des Orchestre symphonique de Mulhouse.
1987 als jüngster Sohn einer österreichisch-ungarischen Musikerfamilie in Konstanz geboren, erhielt Christoph Koncz im Alter von vier Jahren seinen ersten Violinunterricht. Schon zwei Jahre später wurde er von Eugenia Polatschek an die Wiener Musikuniversität aufgenommen. Anschließend setzte er sein Studium bei Josef Hell, Igor Ozim und Boris Kuschnir in Wien, Salzburg und Graz fort. Ein Dirigierstudium bei Mark Stringer in Wien sowie Meisterkurse bei Daniel Barenboim und Daniel Harding ergänzten seine künstlerische Ausbildung. International bekannt wurde Christoph Koncz bereits als Neunjähriger durch seine Rolle als Wunderkind Kaspar Weiss im kanadischen Kinofilm The Red Violin, dessen Filmmusik mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.
Seit seinem Nordamerika-Debüt als Zwölfjähriger mit dem Montreal Symphony Orchestra unter Charles Dutoit arbeitet Christoph Koncz als Solist mit Dirigenten wie Sir Neville Marriner, Dmitry Sitkovetsky, Gábor Takács-Nagy oder Marc Minkowski zusammen. Als gefragter Kammermusiker zählen Leonidas Kavakos, Renaud Capuçon, Joshua Bell, Vilde Frang, Antoine Tamestit, Clemens Hagen, Gautier Capuçon, Andreas Ottensamer und Rudolf Buchbinder zu seinen musikalischen Partnern. Seine Konzerttätigkeit führt ihn in zahlreiche Länder Europas sowie in den Nahen Osten, nach Asien, Australien, Nord- und Südamerika.
2008 wurde Christoph Koncz im Alter von nur zwanzig Jahren Stimmführer der 2. Violinen bei den Wiener Philharmonikern. Er spielt auf einer Violine von Antonio Stradivari (1707, ex Brüstlein), die ihm von der Österreichischen Nationalbank zur Verfügung gestellt wird.
Bildnachweis: Caroline Doutre