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Massive Quader aus Granit bilden den vierzig Meter hoch aufragenden Sockel des bekanntesten Denkmals Südafrikas, das in Pretoria steht. Nicht weniger kolossal sind die Ausmasse der vier Heerführerstatuen, die mit grimmig-entschlossenem Gesichtsausdruck und Gewehr bei Fuss die quadratische Heldenhalle bewachen. Das Nationalheiligtum des afrikaanssprachigen Bevölkerungsteils verklärt nicht nur den Sieg der Buren über ein Zulu-Heer in der Schlacht am Blood River 1838.
Es steht für die rund zehntausend weissen «Voortrekker» (Afrikaans und Holländisch für «Vorausziehende»), die damals ihre Familien in der Kapregion verliessen und beim grossen Treck mit ihren Wagenburgen weit in den Norden und Osten des heutigen Südafrika vorstiessen und Land in Besitz nahmen. Ihr Sendungsbewusstsein und die felsenfeste Überzeugung, dass sie der Allmächtige als Volk auserkoren hatte, um auch in die abgelegensten Teile Afrikas das Licht des Evangeliums und der Zivilisation zu bringen, hatten die Erbauer des 1949 eingeweihten Voortrekkerdenkmals alleine schon durch die gigantischen Abmessungen dieser düster wirkenden Zwingburg verdeutlicht.
Dabei hatte alles ganz friedlich begonnen. Rund 1500 Kilometer weiter südwestlich, am Kap der Guten Hoffnung, brachten die ersten Siedler aus den Niederlanden seit Mitte des 17. Jahrhunderts auch ihren reformierten Glauben mit. Damals gab es nur eine Kirche, die Nederduits Gereformeerde Kerk (NGK), die anfangs eng mit der Mutterkirche in Holland verbunden blieb.
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