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Nach Beat Feuz hat auch Corinne Suter in der Königsdisziplin Abfahrt Olympiagold gewonnen. Die 27-jährige Schwyzerin siegte mit 16 Hundertsteln Vorsprung vor der Saison-Dominatorin Sofia Goggia, der Abfahrts-Olympiasiegerin von 2018. Bei der letzten Zwischenzeit lag die Italienerin, die nach ihrer vor drei Wochen erlittenen Knieverletzung ein Wunder-Comeback hinlegte, noch um 18 Hundertstel vor Suter. Dank Nadia Delago ging auch Bronze nach Italien.
Nach jeweils zwei Medaillen an den Weltmeisterschaften 2019 in Are und 2021 in Cortina, wo sie sich ebenfalls die Abfahrts-Goldmedaille gesichert hatte, lieferte Suter in China ihr Meisterstück ab. Die 27-Jährige krönte sich zur ersten Schweizer Abfahrts-Olympiasiegerin seit Dominique Gisin, die 2014 in Sotschi triumphiert hatte.
Suters Abfahrtsgold war bereits die vierte Alpin-Goldmedaille an diesen Spielen – das hat es zuvor bei Olympia noch nie gegeben. Allerdings werden heutzutage auch mehr Disziplinen gefahren. Den Super-G gibt es beispielsweise erst seit 1988. Doch die Schweizer Ausbeute kann sich dennoch sehen lassen – und in der Frauen-Kombi, im Männer-Slalom und im Teamwettkampf könnten die Alpinen gar noch einen drauflegen.
Die erste Schweizer Goldmedaille des Tages sicherte sich die Freestylerin Mathilde Gremaud. Die 22-jährige Freiburgerin siegte im Slopestyle-Final vor Postergirl Eileen Gu aus China und Kelly Sildaru aus Estland. Gremaud krönte sich dank eines überragenden zweiten Runs zur Nachfolgerin von Landsfrau Sarah Höfflin, die 2018 triumphiert hatte.
In Pyeongchang hatte Gremaud hinter ihrer Teamkollegin Höfflin Silber geholt. Für Gremaud, die in der Qualifikation als Zwölfte und Letzte den Einzug in den Final geschafft hat, ist es die zweite Medaille an diesen Spielen. Im erstmals ausgetragenen Big-Air-Event hatte sie Bronze gewonnen. Mit Gold ist ihr olympischer Medaillensatz nun komplett.
Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft der Männer steht nach dem Stotterstart in den Viertelfinals des Olympia-Turniers. Das zuvor noch sieglose Team von Trainer Patrick Fischer bezwang im Achtelfinal Tschechien mit 4:2. Nach einem frühen 0:1-Rückstand drehten Andres Ambühl und Killian Mottet die Partie noch im Startdrittel innerhalb von nur 13 Sekunden. Noch in der Vorrunde hatten die Schweizer gegen Tschechien 1:2 nach Penaltyschiessen verloren.
Mit dem Einzug in die Viertelfinals macht die Schweiz auch die enttäuschenden Olympia-Turniere von 2014 und 2018 wieder gut, als jeweils die Achtelfinals Endstation bedeutet hatten. Nun wartet Finnland bereits am Mittwochmorgen als nächster Gegner auf die «Eisgenossen». Der Weltmeister von 2019 ist zwar Favorit, das letzte K.o.-Duell an der WM 2018 ging allerdings an die Schweiz.
Michael Vogt verpasste in der Zweierbob-Konkurrenz eine Medaille nur knapp. Als Vierter muss er sich nur den drei deutschen Schlitten geschlagen geben. Vogt verbesserte sich mit seinem Anschieber Sandro Michel am zweiten Tag mit zwei hervorragenden Fahrten noch vom 5. in den 4. Rang. Zum Podest fehlten dem 24-jährigen Schwyzer am Ende aber doch 25 Hundertstel.
Eiskunstlauf-Wunderkind Kamila Valieva hielt dem Druck bei ihrem ersten Auftritt seit Bekanntwerden ihres positiven Dopingtests im letzten Dezember stand. Nach dem Kurzprogramm liegt die 15-jährige Russin im Einzelwettbewerb mit 82,16 Punkten an der Spitze des Klassements. Einzig beim Dreifach-Axel zeigte sie einen kleinen Wackler. Nach ihrem Auftritt konnte sie ihre Tränen jedoch nicht zurückhalten, so gross war die Erleichterung.
Dicht hinter Valieva liegt ihre Landsfrau und Weltmeisterin Anna Schtscherbakowa mit 80,20 Punkten, gefolgt von der Japanerin Kaori Sakamoto (79,84). Die Schweizer Eiskunstläuferin Alexia Paganini hat sich als 19. ebenfalls für die Kür der besten 24 qualifiziert.
Die Schweizer Freestyler überzeugten in der Slopestyle-Qualifikation und rehabilitierten sich damit für den enttäuschenden Auftritt im Big Air-Wettkampf. Andri Ragettli schloss diese mit 85,08 Punkten als Erster ab, auch Kim Gubser und Fabian Bösch erreichten als Achter bzw. Zehnter den Final der Top 12 vom Mittwoch.
Ob Gubser in diesem allerdings antreten kann, ist noch nicht sicher. Der 21-Jährige aus Davos verzichtete auf seinen zweiten Run, nachdem er sich im ersten Lauf eine Muskelverletzung im Bein zugezogen hatte. Als einziger Schweizer auf der Strecke blieb Colin Wili.
Die Schweizer Skiakrobaten Noé Roth und Pirmin Werner schafften den Einzug in den Aerials-Final der Top 12 vom Mittwoch. Nebst Nicolas Gygax blieb in der Qualifikation überraschend auch der russische Saison-Dominator und Weltmeister Maxim Burow auf der Strecke. In der Endabrechung schlossen Werner und Roth die Qualifikation auf den Rängen 4 und 5 ab. Damit dürfen sie sich im Final am Mittwochmittag Schweizer Zeit berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen.
Die Schweizer Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni sind dem Olympia-Medaillengewinn einen grossen Schritt näher gekommen. Sie stehen so gut wie sicher in den Halbfinals. Die zweifachen Weltmeisterinnen Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz besiegten die USA nach einem 4:6-Rückstand mit 9:6.
Sie liegen mit sechs Siegen und einer Niederlage allein an der Spitze. Dass sie noch in den 5. Rang zurückfallen könnten, ist nur noch mathematisch möglich. Es bräuchte dafür eine ganze Reihe bestimmter Ergebnisse in den letzten drei Runden. Zudem müssten die Schweizerinnen die ausstehenden Spiele gegen Japan und Südkorea verlieren.
Für die Männer um Skip Peter De Cruz sind die Hoffnungen auf eine neuerliche Olympia-Medaille dagegen stark gesunken. Die Genfer mussten mit einem 4:7 gegen Olympiasieger USA die vierte Niederlage hinnehmen. Aus eigener Kraft können Valentin Tanner, Peter De Cruz, Sven Michel und Benoît Schwarz selbst mit Siegen in den verbleibenden Round-Robin-Partien gegen China und die Topfavoriten aus Schweden nicht mehr in die Halbfinals vorstossen.
Die Österreicherin Anna Gasser krönte sich erneut zur Olympiasiegerin im Big Air. Die 30-Jährige aus Kärnten wiederholte in Peking ihren Triumph von 2018 in Pyeongchang. Gasser setzte sich mit ihrem letzten Sprung, einem Cab Double Cork 1200, den sie erstmals in einem Wettkampf zeigte, vor der favorisierten Slopestyle-Olympiasiegerin Zoi Sadowski Synnott aus Neuseeland durch. Bronze sicherte sich die Japanerin Kokomo Murase.
Dem nach dem Springen von der Grossschanze als Führender gestarteten Topfavoriten Jarl Magnus Riiber aus Norwegen bringen die Einzel-Wettkämpfe in Peking kein Glück. Der Kombinierer verlief sich zu Beginn des Rennens. Er bog falsch ab und verlor dadurch entscheidend Zeit. Am Ende wurde er nur Achter mit 40 Sekunden Rückstand.
Den Wettkampf von der kleinen Schanze hatte er wegen positiver Tests auf das Coronavirus verpasst. Nun bleibt Riiber noch der Team-Wettkampf, um eine Goldmedaille zu holen. «Durch meinen Fehler habe ich 30 Sekunden verschenkt, aber ich habe mich auch nicht gut gefühlt und schon nach fünf Kilometern eine Schwäche gespürt», erklärte der 24-Jährige, der 2018 zweimal Olympia-Vierter geworden war. Gold und Silber gingen dennoch an Norwegen. Jörgen Graabak siegte vor seinem Landsmann Jens Luraas Oftebro. Dritter wurde Akito Watabe aus Japan.
Die Niederländerin Ireen Wüst ist in der Rangliste der erfolgreichsten Medaillensammler bei Winterspielen mit dem Norweger Ole Einar Björndalen gleichgezogen. Gemeinsam mit Irene Schouten und Marijke Groenewoud gewann die erfolgreichste Eisschnellläuferin aller Zeiten hinter Kanada und Japan die bronzene Auszeichnung in der Team-Verfolgung.
Damit kommt Wüst, die in Peking bereits Olympiasiegerin über 1500 m geworden war, wie der frühere Spitzen-Biathlet auf nunmehr 13 Olympia-Medaillen. Einzig die norwegische Langläuferin Marit Björgen ist bislang an Winterspielen öfter – nämlich 15 Mal – auf dem Podest gestanden.
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(pre/sda)
Nostalgie pur. Da kommt nach dem Spiel ein verschwitzter Goalie mit der Nummer 26 (wie einst Martin Gerber) und spricht breitestes Emmentaler-Berndeutsch (wie einst Martin Gerber), um über sein Abenteuer zu berichten. Martin Gerber hat für die Schweiz 46 WM-Partien (inkl. den Final von 2013) bestritten und ist in der NHL Stanley-Cup-Sieger und Dollar-Millionär geworden.