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Informationen zur Erkrankung
Informationen zur Erkrankung
Coronaviren bestehen aus einer grossen Virenfamilie, die gewöhnliche Erkältungskrankheiten verursachen, aber in manchen Fällen auch zu schweren Erkrankungen, z.B. dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) und dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS), führen können.
Ansteckung
Die Ansteckung erfolgt nach aktuellem Kenntnisstand auf dem gleichen Weg wie eine Grippe, über kleine Tröpfchen, die bei Husten und Niesen ausgestossen werden, sowie über den direkten Kontakt mit kontaminierten Flächen. Coronaviren können bei engem und längerem Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden (Kontakt mit einer Dauer von mehr als 15 Minuten und weniger als zwei Meter Abstand).
Symptome
Die Symptome ähneln einer normalen Erkältungskrankheit mit Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schnupfen, Husten, Atemproblemen wie Kurzatmigkeit, im schlimmsten Fall Lungenentzündung. Bei gesunden Personen ist von einer baldigen Genesung auszugehen, jüngere Infizierte sind oft nur sehr leicht krank. Ältere und geschwächte Personen können eine sehr starke Lungenentzündung erleiden, die lebensgefährlich sein kann und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann.
Vorgehen bei begründeten Symptomen
Durch den starken Anstieg der Erkrankungsfälle mit dem neuen Coronavirus in der Schweiz und auch in Basel ist jetzt die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich eine Person mit einer akuten Atemwegserkrankung mit dem neuen Coronavirus angesteckt hat. Daher hat das Bundesamt für Gesundheit die Empfehlungen für Selbstisolation und Quarantäne so anpasst, dass das Vorgehen nun mit und ohne positivem Testnachweis gleich ist:
Für Personen ohne Vorerkrankung (jünger als 65 Jahre)
Jede ansonsten gesunde Person mit einer akuten Atemwegserkrankung (z.B. Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit) mit oder ohne Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen, ob getestet oder nicht, bleibt während mindestens 10 Tagen zu Hause. Da eine Erkrankung mit dem neuen Coronavirus bei den meisten Personen unkompliziert verläuft und es keine spezifische Behandlung gibt, wird in der Regel auch kein Test auf Coronavirus durchgeführt. Für die Selbst-Isolation bei einer akuten Atemwegserkrankung gibt es ein Merkblatt Selbst-Isolation vom Bundesamt für Gesundheit. Kranke Personen sollten sich erst dann telefonisch an einen Arzt oder eine Ärztin wenden, wenn sich die Symptome so verschlimmern, dass sie medizinische Unterstützung benötigen. Gehen Sie nicht ohne Anweisung in eine Arztpraxis oder in die Notfallstation eines Spitals.
Für Personen mit Vorerkrankungen oder über 65 Jahre
Anders ist das Vorgehen für Personen über 65 Jahre und Personen mit Vorerkrankungen (Chronische Atemwegserkrankungen, behandelter oder therapiebedürftiger Bluthochdruck, Diabetes, Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs). Diese sollten bei Erkrankung umgehend Kontakt zu ihrem Arzt / ihrer Ärztin oder der Medizinischen Notfallzentrale (Tel. 061 261 15 15) aufnehmen, mitteilen, dass sie ein erhöhtes Krankheitsrisiko haben und ihre Symptome berichten. Der Arzt wird dann das weitere Vorgehen mit ihnen besprechen.
Wird ein Test angeordnet, erfolgt die Entnahme von Proben im Kanton Basel-Stadt in der Regel im Universitätsspital Basel (Aussenstelle in der Predigerkirche), bei Kindern im Universitätskinderspital beider Basel. Gehen Sie in diesem Fall nicht mit dem öffentlichen Verkehr ins Spital. Vermeiden Sie den Kontakt mit anderen Menschen und benutzen Sie wenn möglich einen Mundschutz.
Kontaktpersonen zu Erkrankten Personen
Personen, die engen Kontakt mit einer Person hatten, die an einer akuten Atemwegserkrankung erkrankt sind, egal ob getestet oder nicht, begeben sich in eine mindestens zehntägige Selbstquarantäne. Enge Kontaktpersonen sind Personen, die im gleichen Haushalt leben und Personen mit Intimkontakten. Für diese Personen hat das Bundesamt für Gesundheit ebenfalls ein Merkblatt Selbst-Quarantäne mit Handlungsweisungen erstellt.
Behandlung
Die Behandlung besteht in der Linderung von Symptomen. Es gibt keine spezifische Behandlung gegen das Virus.
Impfung
Da es eine neue Erkrankung ist, existiert derzeit noch keine Impfung.
Meldekriterien (Für Ärzte und Labors)
Diagnostizierende Laboratorien melden alle mittels PCR nachgewiesenen positiven Befunde an das Kantonsarztamt (via <email-pii>) und das BAG innerhalb von 24 Stunden sowie die negativen Befunde als tägliches Total in aggregierter Form täglich ans BAG.
Spitäler, bzw. Ärztinnen und Ärzte melden an das Kantonsarztamt (via <email-pii>) und das BAG innerhalb von 24 Stunden alle klinische Befunde von hospitalisierten, mittels PCR laborbestätigten COVID-19-Fällen sowie klinische Befunde nach Todesfall von mittels PCR laborbestätigten COVID-19-Fällen.