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Auf Eisen basierende Legierungen haben eine über 300 Jahre alte medizinische Geschichte. Erstmals 1666 hat Fabricius den Gebrauch von Drahtschlaufen zum Verschließen von Wunden beschrieben. 1886 wurde berichtet, dass Stahlplatten benutzt wurden, um Knochenbrüche zu fixieren. 1916 schließlich wurde korrosionsresistenter und rostfreier Stahl entwickelt mit einem Minimum von 10,5% Chrom.1947 empfiehlt das „American College of surgeons“ den Einsatz von rostfreiem Stahl für biomedizinische Implantationen. In der Medizin wird heute rostfreier Chirurgenstahl (316L) vielfach eingesetzt, z.B. als Knochenfixierungsschrauben, Nadeln, Knochenplatten, Ganzgelangprothesen, Knochennägel, Drähte, mandibulare Maschendrahtprothesen, Nähte, Klammern, neurochirurgisch und microvaskulär, und als Herzschrittmacherelektroden. Rostfrei wird der Stahl durch eine nicht sichtbare, an der Oberfläche haftenden, mit Chrom angereicherten, Oxid-Schicht. Basierend auf seiner Zusammensetzung wird rostfreier Stahl in vier generelle Klassen kategorisiert: Stahl der 200er Serien enthält Chrom, Nickel und Mangan, Stahl der 300er Serie enthält Chrom und Nickel, 400er Serien Stahl enthalten Chrom und Stahl der 500er Serien nur einen geringen Anteil an Chrom. Die meisten korrosionsresistenten Stahle gehören zu den 300er Serien und sind folglich auch in der medizinischen Implantation und im Körperschmuck sehr populär. Doch nicht alle Stahle der 300er Serien sind geeignet für den Einsatz als Piercings. Wir benutzen drei Chirurgenstahle für unseren Schmuck: Komposition D Implantatstahl, 316L Chirurgenstahl und 316LVM Chirurgenstahl. Die Normen ASTM 138-F und ISO 5832-1 werden erfüllt. Obwohl alle Nickel enthalten, geben sie diesen jedoch nicht als Nickelsalze an den Körper ab, oder verursachen „Nickelkontakt-Dermatitis“. Uns liegen Ergebnisse von unabhängigen Laboren vor, die zeigen, dass die Nickelabsonderung unter 0.01 ug/cm2/Woche liegt. Alle unsere ausgelieferten Stahle erfüllen die anerkannten Kriterien der EU Nickel Direktive und können zeitlich unbegrenzt wieder weltweit als Piercing Ersteinsatz benutzt werden. Vorsicht ist geboten: Einige Anbieter verkaufen aus 303 rostfreiem Stahl (ein hochschwefelhaltiger, leichter zu verarbeitender Stahl) hergestellten Körperschmuck. 303er Stahl ruft erhebliche negative Reaktionen bei nickelsensitiven Personen (14% in Teststudien) hervor und sollte unter allen Umständen gemieden werden. Der auf dem Markt erhältliche Billigimport aus diesem Material schädigt den Träger permanent und der gesamten Piercing Branche. Alle Wildcat-Stahle sind stabile und legale Legierungen. Unser Implantatstahl ist 20mal teurer als gewöhnlicher 316er Stahl. Wichtig ist das der verwendete Stahl die ASTM 138-F oder ISO 5832-1 erfüllt und nach DIN Norm EN 1811 geprüft wurde! Wir empfehlen zum Ersteinsatz Titan Highline® 6AI 4V Eli (siehe hierzu Materialkunde Wildcat Titan G 23). Optimale Materialeigenschaften und beste Oberflächengüte – nachgewiesen durch wissenschaftliche Test.