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Geschichte
Die Gründung der Feuerwehr Schötz erfolgte am 12. November 1832. Das erste Verhandlungsprotokoll ist von Präsident Martin Muri und Gemeindeschreiber Bucher unterzeichnet. Genau umschrieben waren im damals geltenden Feuer-Polizei-Reglement die Funktionen der einzelnen Teile der Wehr, die einen Anfangsbestand von 80 Mann umfasste. Originelle Bezeichnungen wie Feuerläufer, Leiterträger, Feuerhakenträger, Eimerträger, Feuerreuter (Rondelleträger = Lichtträger) deuten darauf hin, dass die Feuerwehren vor 150 Jahren – der damaligen Zeit entsprechend – noch mit recht einfachen technischen Hilfsmitteln ausgerüstet waren.
Am „23. Hornung 1835“, so ist den Aufzeichnungen zu entnehmen, wurde die „aufgestellte Bedienung“ (Feuerwehr) ergänzt und umorganisiert. Eine der neuen Weisungen lautete: „Der Schlüssel über das Spritzenhaus soll im Wohnhaus des Johann Gut, beim Zehntenspeicher aufbewahrt werden.“ Im Januar 1852 ernannte der hiesige Gemeinderat eine Feuerwehrkommission. Im gleichen Jahr wurde auch eine Spritzenbedienung in Pflicht genommen, eine Brandwache aufgestellt und die Betreuung verunglückter Personen organisiert (Sanität). Sechs Jahre später zählte das Korps insgesamt 149 Offiziere, Unteroffiziere und Feuerwehrleute. In den nachfolgenden Jahren und Jahrzehnten konnte die stets vorbildlich einsatzbereite Feuerwehr – personell und materiell – laufend den jeweiligen Verhältnissen und Anforderungen (schon früh teilweise Motorisierung, später Elektro-Gruppe und Kriegsfeuerwehr) angepasst werden.
Im Zuge einer Neuorganisation der Feuerordnung im Jahre 1899 schuf auch Schötz einen sogenannten Feuerrat, der sich aus dem Gemeinderat und den Hauptverantwortlichen der Wehr zusammensetzte. Im Zeitraum 1900/01 bewerkstelligte die Gemeinde Schötz die Wasserversorgung, die in den folgenden Jahren den Auf- und Ausbau der Hydrantenanlage ermöglichte. Im Monat Oktober 1902 fand eine grosse gemeinsame Übung der Feuerwehren von Nebikon, Alberswil, Egolzwil, Wauwil, Ebersecken und Schötz statt. Aus dem Jahre 1908 datiert der Neubau des Gerätemagazins.
In stetiger Erinnerung bleibt wohl der 13. Juni 1938, als die Schötzer Feuerwehr ausrücken musste, um die gewaltigen Hochwasser der Wigger und ihrer Zuflüsse zu bekämpfen und wieder in die richtigen „Bahnen“ zu lenken. In den vorangehenden und folgenden Jahren und Jahrzehnten hatte die Feuerwehr Schötz bei vielen Brandfällen harte Bewährungsproben zu bestehen. Immerdar erfüllte sie mit Bravour ihre Pflicht. Nachdem das Korps in den ersten Jahrzehnten bloss über eine Schöpferspritze verfügte, wurde diese 1899 durch eine Saugspritze abgelöst. Im Kriegsjahr 1941 erfolgte die Anschaffung der ersten Motorspritze. 1964 erhöhte sich die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr durch die Inbetriebnahme eines schnellen Pikettfahrzeuges. Nur sieben Jahre darauf – im Jahre 1971 – trug man mit der Einführung des zeitgemässen Gasschutzes (heute Atemschutz) den neuen Erfordernissen bei der Brandbekämpfung Rechnung (vielfach starke Rauchentwicklung infolge neuer Baumaterialen).
Das an der 175 Jahr Feier angestrebte Fernziel eines leistungsfähigen Tanklöschfahrzeuges (TLF) ist in der Zwischenzeit Wirklichkeit geworden. Dadurch hat das Feuerwehrkorps eine wesentliche Verstärkung erfahren um seine vielfältigen und anspruchsvollen Aufgaben noch besser erfüllen zu können. Die Feuerwehr Schötz. Wieviel menschliche Hilfs- und Opferbereitschaft, wieviel anerkennenswerte Arbeit und treue Pflichterfüllung im Dienste der Gemeinde und ihrer Bevölkerung liegen hier im Verborgenen!
(Quelle: Jubiläumszeitung 150 Jahre Feuerwehr Schötz).