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Obwohl der bewaffnete Konflikt zwischen der von der singhalesisch-buddhistischen Mehrheit dominierten Regierung Sri Lankas und den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) seit 2009 beendet ist, stehen Angehörige der tamilischen Minderheit, die verdächtigt werden, Verbindungen zur LTTE zu haben, weiterhin unter verstärkter und oft einschüchternder staatlicher Überwachung.
Seit dem Amtsantritt von Präsident Gotababya Rajapaksa im November 2019, hat sich die Situation für regierungskritische Personen erheblich verschlechtert. Die Militärpräsenz und Überwachung hat sich im Norden des Landes seither spürbar verstärkt.
Der Druck, sowie Überwachung und Schikane durch Sicherheitskräfte und Geheimdienste gegen zivilgesellschaftliche Organisationen, Menschenrechtsaktivist*innen und Menschen, die Aufklärung über das Schicksal im Konflikt verschwundener Familienangehöriger verlangen, hat in den Jahren 2020 und 2021 zugenommen.
Seit mehreren Jahren zählt Sri Lanka zu den wichtigsten Herkunftsländern von Asylsuchenden in der Schweiz. Im Jahr 2020 stammten von den insgesamt 11'041 Asylgesuchen in der Schweiz 468 Gesuche von Personen aus Sri Lanka. 2019 waren es 721 von insgesamt 14'269 Gesuchen und 2018 652 von insgesamt 15'255 Gesuchen.
Die meisten Personen aus Sri Lanka werden als Flüchtlinge anerkannt oder erhalten eine vorläufige Aufnahme. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 1’169 Fälle aus Sri Lanka entschieden: In 327 Fällen wurde Asyl gewährt, 119 erhielten eine vorläufige Aufnahme. Der Grossteil der restlichen Asylsuchenden erhielt einen Dublin-Nichteintretensentscheid, was bedeutet, dass ein anderer Schengen-Staat für ihr Gesuch zuständig ist.