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Der Komplexität der Aufgabe wird eine einheitliche Struktur entgegengesetzt. Innerhalb dieses festen strukturellen Rahmens, bieten differenzierte Erschliessungs- und Wohnungstypen Räume für eine breite Nutzungsvielfalt. Im Hof und im Atrium entstehen durch das informelle Treffen von Aufenthalt und Erschliessung gemeinschaftliche Orte der Zusammenkunft.
Das Haus wird als schlanke Randbebauung konzipiert. Das Volumen bezieht sich auf die Höhen der Stadt - 14 Meter in der Strassenflucht der Elsässerstrasse und 24 Meter in der Nachbarschaft der Industriebauten der Voltastrasse. Die Verbreiterung des Strassenprofils im Bereich der Tramhaltestelle ermöglicht einen schleichenden Übergang zwischen hohen und tiefen Gebäudeteilen. Auf dem Voltaplatz tritt das Volumen des Hauses vor und stärkt die vorhandenen Aufenthaltsräume der Gasstrasse und der Voltamatte.
Der zweigeschossige Sockel beherbergt alle Nutzungen mit Publikumsverkehr - das Restaurant am Platz, die Läden und Ateliers entlang der Elsässerstrasse und das zweigeschossige Tagesheim entlang der Voltastrasse. Das Atrium im Kopfbereich erschliesst direkt und indirekt mehr als die Hälfte aller Wohnflächen. Beginnend im ersten Obergeschoss bietet das Atrium Aufenthaltsmöglichkeiten für den Coworking space, sowie alle damit verbundenen Ateliernutzungen entlang der Elsässerstrasse. Ab dem zweiten Obergeschosse werden die Sozialwohnungen und alle Studentenzimmer erschlossen. Die Anordnung von grossen Wohnungen und Studenten-WGs im Flügel an der Voltastrasse, sowie die Südausrichtung zur ruhigen Hofseite, bieten die Möglichkeit die Laubengänge als lebendige und nutzbare Räume zu konzipieren, und gleichwohl die Privatheit der Wohnungen zu gewährleisten. Trotz knapp bemessener Dimensionen können die 3 und 4 Zi.- Sozialwohnungen entlang der Elsässerstrasse dank einer Dreispännererschliessung und einer moderaten Gebäudetiefe (14m) gut proportioniert werden.
Eine gleichmässige, mineralische Rahmenfassade bildet die Kulisse des Strassenraums. Der zweigeschossige Sockel bildet einen angemessenen Bodenabschluss im Verhältnis zur Fassadenhöhe. Die Nutzungsdichte und die Gebäudeausrichtung bedingen eine Lösung des Lärmschutzes über die Fassadenkonstruktion. Auf der Strassenseite werden die raumhohen Fenster innenseitig bündig platziert. Der tief gelegte Lüftungsflügel ermöglicht eine natürliche Belüftung mit Lärmreduktionen zwischen 2 und 6 dB. Zu den Obergeschossen hin, nimmt die Lärmbelastung ab und der Lärmeinfallswinkel wird steiler. Dieses Verhältnis wird durch die abnehmende Höhe der massiven Brüstungsteile in der Fassade abgebildet.
Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel
Mitarbeit: Hervé Doutaz, Luca Chanteau, Tilman Glatz, Daniela Bürki, Jennifer Fink
Bauphysik: ZPF Ingenieure, Basel
Kalt+Halbeisen, Basel
Landschaftsarchitektur: Bechtold Lenzin, Liestal