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- Oh mein Gott! Wenn ich im Gebet Dir mein Herz nicht vollständig widmen kann, zähle ich dieses Gebet nicht als ein Gebet!
- Ich habe mein Gesicht um Deiner Liebe Willen zur Kaaba gewandt! Denn was soll ich sonst mit Gebet und Kaaba, deren ich ohne Dich überdrüssig würde?
- Ich schäme mich so für dieses heuchlerische Gebet, vor Scham kann ich nicht in mein Herz eindringen, ich finde Dich nicht!
- Im Grunde genommen müsste derjenige, der das wahre Gebet verrichtet, die Eigenschaften eines Engels haben, von untadeligem Charakter wie ein Engel sein. Ich jedoch füge mich immer noch der Nafs und habe die Veranlagung eines wilden, reissenden Tieres.
- Wenn jemand sein Kleid, das er trägt, von einem Hund berühren lässt, darf er das Gebet nicht verrichten, bevor er diese Stelle gesäubert hat! Ich jedoch trage den Nafs-Hund unter meiner Achselhöhle; wer kann mein Gebet akzeptieren?
- Dies ist meine Absicht das Gebet zu verrichten: Im Gebet will ich Dich in meinem Herzen finden, ich will so nah mit Dir zusammen sein, dass ich nie mehr über den Kummer der Trennung zu sprechen brauche.
- Wie könnte dieses Gebet sonst sein? Ich sitze mit Dir zusammen, mein Gesicht zur Gebetsnische gerichtet, mein Herz auf dem Markt und im Basar!
Hz. Mevlana, Divan-i Kebir
Band 2, Gedicht Nr. 855
Übersetzung ins Türkische von Şefik Can