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Die Hunderasse Samojede gehört, wie auch der Malamute zu der Kategorie Schlittenhunde. Ihr Erscheinungsbild ist dagegen ein anderes. Sie sehen den typischen Huskys nicht besonders ähnlich. Man kann sie liebevoll auch kleine süsse, weisse Wollknäule nennen. Sie sind nicht besonders gross, strahlen aber ihre innere Grösse aus, denn man nennt sie auch die „Lachenden Hunde“. Dies liegt daran, dass die Stellung der Augen und die der Lefzen, eine bestimmte Kurve ergeben, die für uns so aussieht, als ob dieses Tier lachen würde.
Was ist die Herkunft des Samojeden?
Der Samojede hat seinen Ursprung im Westen Sibiriens. Dort lebte er mit dem Volk der „Nenzen „ zusammen, nachdem er ebenfalls benannt wurde. Er diente dem Volk als treuer Begleiter. Diese Nomaden hatten ausser ihren geliebten Hunden und den lebensnotwendigen Rentieren, nichts was sie hätten besonders gebrauchen können. Diese Hunde waren für sie das aller Wichtigste, denn sie passten auf die Hütten auf, hüteten die Herden und wenn es nötig war, passten sie als „ Babysitter“ und als „Wärmeflasche“ auf die Kinder der Nomaden auf. Diese Hunderasse eignete sich ebenfalls als Arbeitshund, Schlittenhund und Hüttenhund. Man merkte aber sehr schnell, dass dieses Tier sich nicht eignete als Wachhund. Samojede sind viel zu freundlich und zu offenherzlich zu Fremden und würden kaum die Familie vor Angreifern beschützen. Doch eine Sache taten sie, weshalb man sie auch Hüttenhunde nannte. Sie beschützten die Hütten vor wilden und sehr aggressiven Bären und vor Wölfen.
Da sie als Schlittenhunde sehr ausdauernd waren, benutzte man sie für Forschungszwecke und Expeditionen an den Polen. Sie waren sehr treu und konnten auf grosse Distanzen hin sehr lange durchhalten.
Wer brachte die Samojeden nach Europa und züchtete sie?
Die Samojeden sind sehr treue und liebevolle Wesen. Sie eignen sich sehr gut für das Schlittenrennen, wenn es auf grosse Distanzen ankommt und würden niemals aufgeben. Auch dies erkannte der Zoologe Ernst Kilburn-Scott. Er war so fasziniert von den wunderschönen Tieren, dass er sie kurzerhand 1894 nach England brachte. Kurz darauf begann er diese Rasse weiter zu züchten und so gelang es ihm zum Glück, dass die Hunderasse 1913 vom FCI anerkannt wurde.
Die Unterteilung der Samojede:
Doch dem Zoologe Kilburn-Scott war eins sehr wichtig. Er wollte eine klare Unterteilung dieser fabelhaften Tiere. Er teilte sie in zwei Kategorien auf. Die erste Kategorie beschrieb er als einen Hund, der sehr hochbeinig und sehr eleganter ist und bei man sehr viel Wert auf das weisse Fell legt. Die zweite Unterteilung entspricht fast dem Gegenteil. Diese zweite Kategorie ist etwas robuster, kräftiger und weniger elegant. Man nennt dies auch die bärenhaftere Samojeden Art, da sie auch kein absolut weisses Haarkleid trägt.
Wie ist ein Samojede zu pflegen?
Die Pflege eines Samojeden ist nicht besonderes komplex. Auch wenn er durch sein üppiges Fell den Eindruck hinterlässt, dass man ihn stundenlang bürsten und pflegen muss, ist dies Gott sei Dank nicht der Fall. Denn das Haar des Tieres verfilzt nicht. Nur im Welpen alter kann es dazu kommen, dass eine Verfilzung das Deckhaar beeinträchtigt. Daher sollten Welpen besser und intensiver gebürstet werden.
Perfekt wäre, wenn der Samojede ein bis zweimal wöchentlich gebürstet wird. Wichtig ist, dass man einen Hundekamm besitzt und ebenfalls ein Trimmmesser.
Wer seinen Liebling baden möchte sollte hier aufpassen. Die Haut des Hundes ist voll mit Talgdrüsen, die stetig Fett an die Hautoberfläche bringt. Dieses Fell dient für den Hund, wie eine Schutzmantel gegen die Kälte. Wer sich dies nicht vorstellen kann, sollte mal auf seine Haare achten, falls sie täglich gewaschen werden. Das Haar fettet viel schneller nach und man ist ständig am Nachwaschen, um bloss das fettige Haar los zu werden. Und schon ist man in einen Teufelskreis hinein geraten. Wer aus diesem Kreislauf wieder hinaus möchte sollte einerseits dem Haar einige Tage Ruhe gönnen und diese nicht waschen; andererseits sollte man sich mildes und rückfettendes Shampoo kaufen. Und genau dies sollte einem Hund nicht passieren.
Die Pfoten des Samojeden werden genauso gepflegt wie die Füsschen aller anderen Hunderassen. Im Winter wird stark gestreut und daher ist es wichtig, dass der Hund in dieser Zeit Hundeschuhe trägt oder man ihm die Pfoten abwäscht und mit Fett eincremt.
Eine prophylaktische Zahnkontrolle sollte vom eigenem Tierarzt des Vertrauens jährlich durchgeführt werden. Aber man kann auch mit Futter gegen das Problem des Zahnsteins vorgehen.
Wie ist das Wesen des Samojeden?
Der Samojede wird in unserer jetzigen Zeit als Familien und Haushund verwendet. Er ist sehr kinderlieb und braucht zum Glücklich sein eigentlich nur den Menschen. Schon früher lebte er treu mit dem Menschen zusammen und übernahm das „Kinderhüten.“ Daher ist diese Rasse perfekt für eine Familie mit Kind geeignet. Sie reagieren ebenfalls niemals aggressiv oder würden grundlos los bellen.
Auch wird er sehr gerne an Schönheitswettbewerben vorgestellt und bei verschiedenen Sportarten eingesetzt. Er wird bei Agility und bei den Hundeschlittenrennen erfolgreich gezeigt, da er zwar nicht so schnell ist, wie seine Mitstreiter, dafür aber umso ausdauernder.
Zum Schluss ist noch zu sagen, dass er sehr offenherzig und neugierig ist. Wer also einen Familienhund sucht, welcher auch im Sport volle Leistung erzielt kann, sollte sich für den wunderschönen und gutmütigen Samojeden entscheiden.