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Marktbeobachter begründeten die fallenden Ölpreise weiterhin mit der jüngsten Nachfrageprognose der Internationalen Energieagentur (IEA). Die Agentur, in der sich zahlreiche Industrieländer als Interessenvertretung zusammengeschlossen haben, hatte am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass weniger Öl aus den Ländern der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) benötigt werde als zuvor gedacht.
Am Nachmittag sorgten Meldungen aus dem wichtigen Förderland Libyen zeitweise für Bewegung bei den Ölpreisen. Auf einem der grössten Ölfelder des Opec-Landes wurde die Produktion nach einem Sicherheitsalarm zurückgefahren. Dies habe für kurze Zeit zu einem Anstieg der Ölpreise geführt, hiess es von Marktbeobachtern. Zuvor gab es wegen der Unruhen in Libyen mehrfach Förderprobleme, die Auswirkungen auf den Ölpreis hatten.
Dauerthema am Markt bleiben die Produktionskürzungen des Ölkartells Opec, das zusammen mit anderen grossen Fördernationen das Angebot verknappen und damit die Weltmarktpreise heben will. Bislang ist das Vorhaben allenfalls zeitweise von Erfolg gekrönt. Grösster Gegenspieler sind die amerikanischen Schieferölproduzenten, die aufgrund ihrer flexiblen Fördertechnologie die Strategie der Opec erschweren./jkr/jsl/he
(AWP)