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Das der Föhn nicht nur aus Süden kommt, hat sich inzwischen herumgesprochen. Der Nordföhn im Tessin ist allen geläufig. Es gibt viele andere lokale Winde mit Föhneffekt. Typische Merkmale für Föhn: Klare Sicht, angenehme Wärme, trockene Luft, zügiger bis starker Wind, teilweise sehr böig.
Das Prinzip thermodynamisch gesehen:
Was es zu wissen gilt:
Feuchte Luft wird an ein Gebirge gedrängt oder vom Gebirge abgesogen. Das Ei oder das Huhn zuerst? Bei der Überwindung des Hindernisses kühlt sich die aufsteigende Luft mit 1°/100 m ab. Das Volumen verringert sich. Die relative Feuchtigkeit nimmt zu. Erreicht sie 100%, scheidet sie auf der Luvseite Wasser aus (Regen). Die Luft steigt weiter auf und kühlt sich noch mit etwa 0,5°/100 m ab. Ab dem Kulminationspunkt sinkt die Luft ab und erwärmt sich über die ganze Höhe mit 1°/100 m. Dadurch kommt die Luft am Punkt „D“ (z.B. Altdorf) wärmer, aber trockener an, als sie beim Ausgangspunkt „A“, z.B. Locarno-Magadino war.
Rothorn- – Pilatusföhn: 1: feuchte Luft gelangt an ein Hindernis. 2: Sie scheidet Feuchtigket aus, 3: die Luft kommt, erleichtert um einen Teil der Feuchtigkeit trocken und warm an. –
Ähnlich gibt es in Luzern den Pilatusföhn oder im Sarneraatal der Rothornföhn. Sowohl der Rothorn- als auch der Pilatusföhn sind selten so stark ausgeprägt wie etwa der Südföhn, bei dem Druckunterschiede zwischen Altorf und Locarno um die 10, maximal 15 hPa auftreten können.
In der vierten Klasse lernten wir von Lehrer Pius Reichlin, dass sich der Föhn wegen der Reibung an den Talflanken erwärme.
Als ich meine Erfahrungen aus Mitfahrten auf Onkels Töff, einem Trimph Tiger 100, mein Sitz war der blosseTank, einbrachte und feststellte, dass es einem fast die Ohren abfror, meinte der Dünkel von einem Volksbildhauer: „Dumme Ansichten könnten auch mit einer schlechten Kinderstube zusammenhängen…!“ Der eingebildete „Totsch“ wähnte sich sicher, weil er sich zur „Crème de la Crème“ in der Gemeinde zählte. Ausser, dass er ein hervorragender Organist war, kenne ich von ihm keine nachahmenswerte Eigenschaften! Nichts gegen die Gilde der Volksbildhauer. Mir sind in meinem Leben einige hervorragende Persönlichkeiten begegnet, denen es gelang, Wissen hinüber zu bringen denen es gelang, Werkzeuge in die Hand zu geben, mit denen man selbst weiter kam! Sie alle haben in der Gesitigen Welt eine Ehernplatz auf der Empore oder eine Loge, wenn sie möchten! Die Negativbeispiele werden schonend nicht erwähnt!
Selbst das Föhnfenster zeigte sich über längere Zeit (> als 2 Stunden)
Die allgemeine Wetterlage
Die allgemeine Wetterlage wollen wir auch noch in die Betrachtung einbeziehen: Das Hoch über dem Atlantik steuert maritime Luft aus NW Richtung Schweiz. Im Golf von Genua ist ein kleiner Störefried am Werkeln. Das Genuatief macht die Situation in unserer Gegend immer etwas unberechenbar. Aus den Isobaren 1015, 1010 und 1005 über Frankreich, da wo die kleine Front (blau) eingezeichnet ist zeigen die Drucklinien klar NW-Wind. Da aber der Wind aus dem Hoch heraus dreht (Divergenz), kommt der Wind tatsächlich eher von WNW.
Um festzustellen ob wir tatsächlich einen Föhneffekt hatten, müssen weitere Werte herhalten. Einige Wetterdaten:
Die Wetterdaten zeigen, was in der Natur beobachtet werden konnte: Giswil, Luzern und Cham haben tieferen Luftdruck als etwa Koppigen, Tierachern und Bern (Der Luftdruck ist auf Meereshöhe reduziert!). Somit lässt sich eine leichte Stausituation, ausgelöst durch die Gebirge (Napf-Brienzerrothorn, Giswilerstock, Jänzigrat und Pilatus) herauslesen. Überwältigend ist es nicht, aber immerhin!
Es ist eine Tatsache, dass der nördliche Teil Teneriffas grün und fruchtbar ist, während der Süden öd, ausgetrocknet ist und weit hinauf kaum etwas aus dem Boden heraus wächst. Es hat damit zu tun, dass die Winde aus nordwestlicher Richtung die Luft vor dem Hindernis, dem Gebirge stauen lässt, wo Feuchtigkeit ausgeschieden wird. Die trockene Luft fliesst in den Süden, oft, so wie hier auf dem Bild, um das Hindernis herum – dem Weg des geringsten Widerstandes folgend. Interessant ist, dass die Vegetation unter der Krete des Südens ein Stück weit hinab auch noch fruchtbar ist. Es kommt daher, weil bei stärkeren Winden der Stau so stark ist, dass die Luftmasse über den Kamm gepresst wird. So regnen die Wolken auch noch über den Kamm hinaus ab. Feuchtigkeit gelangt über den Kamm. Die Südflanke wird im oberen Bereich begrünt!
Von Föhn ist hier aber nicht die Rede! In allen Vorgängen in der Natur, bei denen das in einer bestimmten Luftmasse enthaltene Wasser kondensiert (Bildung von Wolken, Nebel und Tau), ist dies auf das Absinken der Temepratur zurück zu führen. Beim oben genannten Beispiel wird eine Luftmasse mit hoher Feuchtigkeit angeschwemmt. Durch mechanische Hebung nimmt die Temperatur ab bis zur Sättigung, dann bilden sich Wassertröpfchen. Der Aggregatzustand ändert sich durch Kondensation von gasförmig zu flüssig. Überquert die feuchte, gesättigte Luft eine Krete und sinkt die Luftmasse danach ab, ändert sich der Aggregatzustand sofor. Die flüssige Masse wird sofort gasförmig. Ist man auf der Krete, kann man den Vorgang beobachten!