Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/61543

<h2>SubmittedText<h2><p>Wird sich der Bundesrat als Hauptaktionär der Swisscom mittels seiner Vertreter im Verwaltungsrat und an der Generalversammlung dafür einsetzen, dass das Unternehmen auf seine "Abenteuer" im Ausland verzichtet und dass in erster Linie seine Kundinnen und Kunden (Tarifsenkungen, Verbesserung des Netzes usw.) sowie die Schweizer Bevölkerung (Erhöhung der Dividende) von den Gewinnen profitieren?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat steuert Swisscom über die Vorgabe strategischer Ziele. Er verlangt vom Unternehmen bezüglich Kooperationen und Beteiligungen, dass Auslandbeteiligungen nur getätigt werden, wenn sie langfristig zur Steigerung des Unternehmenswertes beitragen, führungsmässig eng betreut werden können und dem Risikoaspekt genügend Rechnung tragen. Die Kompetenz für die Akquisition von Unternehmen liegt beim Verwaltungsrat der Swisscom. Der Bund ist mit einem Staatsvertreter im neunköpfigen Verwaltungsrat vertreten und lässt sich regelmässig über die wichtigsten Geschäfte informieren.</p><p>Swisscom legt ihr Hauptaugenmerk auf den Heimmarkt. Sie will in der Schweiz auch in Zukunft das führende Telekommunikationsunternehmen sein, welches ihren Kunden die gewünschten Dienstleistungen landesweit in ausgezeichneter Qualität und zu guten Konditionen anbietet. Sie investiert denn auch jährlich über 1 Milliarde Franken in Infrastrukturen und Dienste. Es ist aber nicht zu übersehen, dass sie im Inland aufgrund der Wettbewerbssituation und der regulatorischen Auflagen nur sehr beschränkte Wachstumsmöglichkeiten hat. Will das Unternehmen nachhaltig zusätzlichen Wert schaffen - so, wie es auch der Bundesrat als Vertreter des Hauptaktionärs in seinen strategischen Zielen erwartet -, dann dürfen Akquisitionen im Ausland als Wachstumsoption nicht ausgeschlossen werden. Allerdings werden solche Pläne nicht zu jedem Preis umgesetzt, sondern nur dann, wenn tatsächlich auch längerfristig ein Mehrwert zu erwarten ist. Swisscom hat sich selbst strenge Akquisitionskriterien auferlegt. Das Beispiel Cesky Telecom unterstreicht, dass Swisscom nicht bereit ist, jeden Preis zu zahlen, sondern verantwortungsbewusst im Interesse ihrer Aktionäre handelt. Den Zuschlag für die Mehrheitsbeteiligung an Cesky Telecom erhielt die mehr bietende spanische Telefonica.</p>  Antwort des Bundesrates.