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Transskription
(lat.), Umschreibung; in der
Musik Tonsätze, die auf bekannten Themen (Liedern, Opernmelodien) beruhen.
Am beliebtesten ist die in der Klaviermusik, wo sie häufig in der Form der
Phantasie und
Variation auftritt.
Thalberg,
Liszt, Henselt sind die am meisten genannten Verfasser solcher dem Salongebrauch zugedachten
Arbeiten. In der Orchestermusik
fällt die
Transskription sehr häufig mit dem
Potpourri zusammen. In der franz. Rechtssprache heißt
Transskription das vom
Hypothekenbewahrer (s. d.) bewirkte Abschreiben (in der Pfalz und in Elsaß-Lothringen
[* 3] Überschreiben genannt) einer
Urkunde in ein dazu bestimmtes
Register
(Transskriptionsregister).
Die
Transskription, welche nach dem
Code civil nur beschränkte Anwendung fand, ist nach dem franz. Gesetze vom notwendig,
um dem durch Rechtsgeschäft unter Lebenden erfolgten Erwerb von Eigentum an Immobilien oder von Grundgerechtigkeiten oder
Nutzungsrechten, den Mietsverträgen von mehr als 18jähriger
Dauer, Vorauszahlungen von Mietszins u.s.w.
Dritten gegenüber, welche ihrerseits
Rechte an dem Grundstück erworben und dieselben vorschriftsmäßig gewahrt haben, Wirksamkeit
zu verleihen, sowie um der weitern Einschreibung etwaiger vom Veräußerer bestellter oder gegen ihn bestehender gerichtlicher
Hypotheken vorzubeugen.
Die
Transskription, welche hiernach nur von relativer Bedeutung ist, führt zu einer Art von doppeltem
Eigentum und damit zu einer gewissen Rechtsunsicherheit. Dies, sowie die Unübersichtlichkeit der
Transskriptionsregister
und die
Thatsache, daß die
Transskription von Privaturkunden vielfach unterbleibt, sind, von dem Hypothekenrecht und
den vielfachen Fällen der Revokabilität (s. Revokabel) des Eigentums abgesehen, die Hauptmängel
des franz. Immobiliarsachenrechts gegenüber dem deutschen Grundbuchsystem.