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Autun, das alte Augustodunum, als Hauptstadt der Äduer früher Bibracte genannt, dessen Stätte von manchen aber nicht
in Autun selbst, sondern auf dem nahen MontBeuvray (s. d.) gesucht wird, war eine der größten und volkreichsten Städte im lugdunensischen
Gallien und hatte eine Mauer von 6 km Umfang mit 220 Türmen und zwei Stadtthoren (s. oben). Zur Gallierzeit Sitz einer Druidenschule,
war es unter den Römern berühmt als Sitz der Gelehrsamkeit und hatte eine berühmte Rhetorenschule.
Nach siebenmonatlicher Belagerung wurde Autun 270 n. Chr. von Tetricus, der unter Gallienus den Kaisertitel für Gallien und Britannien
annahm, völlig zerstört. Von Konstantin d. Gr. wieder aufgebaut, wurde es 355 von den Alemannen belagert und von Julian entsetzt, 451 von
Attila, 523 von den Burgundern, 731 von den Arabern und 888 von den Normannen geplündert und verwüstet.
Später hatte es eigne Grafen, die Karl der Einfältige 888 zu Herzögen von Burgund erhob. Im J. 1379 ward es von
den Engländern
eingeäschert. Unter den Konzilen, die hier gehalten wurden, ist das von 1094 merkwürdig, weil es den
König Philipp I. von Frankreich wegen Verstoßung seiner GattinBertha exkommunizierte. Die Gegend um Autun hieß von dieser ihrer
Hauptstadt Autunois.