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Die Schweizer Behörden online
Arbeitende und Angestellte haben Anrecht auf eine Pause. Dies ab einer gewissen täglichen Arbeitszeit. Pausen gelten in der Regel nicht als bezahlte Arbeitszeit. Alles zur Pausenregelung.
Das Arbeitsgesetz bestimmt: Die Arbeit ist ab einer gewissen täglichen Arbeitszeit durch Pausen zu unterbrechen. Es gibt dabei die Mindestdauer der Pausen vor:
Pausen von mehr als 30 Minuten können aufgeteilt werden.
Das Arbeitsgesetz regelt das Minimum. Arbeitgeber können natürlich längere Pausen einräumen. Sie können Pausen auch als bezahlte Arbeitszeit gelten lassen.
Haben Sie flexible Arbeitszeiten? Liegt die tägliche Arbeitszeit zwischen weniger als 7 und mehr als 9 Stunden? Dann gilt für die Bemessung der Hauptpause die durchschnittliche tägliche Sollarbeitszeit.
Pausen zählen gemäss Gesetz nicht zur Arbeitszeit. Sie müssen daher auch nicht bezahlt werden.
Es gibt eine Ausnahme: Wenn Sie den Arbeitsplatz für die Pause nicht verlassen dürfen, dann zählt die Pause zur Arbeitszeit. Als Arbeitsplatz gilt jeder Ort im Betrieb oder ausserhalb des Betriebs, an dem Sie arbeiten müssen.
Alle Arbeitsunterbrüche gelten als Pause, wenn Sie sich in dieser Zeit verpflegen und erholen können. Nicht als Pausen gelten hingegen technisch bedingte Arbeitsunterbrüche, die es nicht zulassen, sich auszuruhen.
Können Sie den Arbeitsplatz aufgrund der Arbeitsprozesse nicht verlassen (wenn beispielsweise ein jederzeitiges Eingreifen möglich sein muss)? Dann gilt die Pause trotzdem als gewährt. Aber Sie müssen sich unter vertretbaren hygienischen Bedingungen ausruhen und verpflegen können. Die Pause muss in diesem Fall bezahlt werden.
Rauchpausen gelten ebenfalls als Arbeitsunterbrüche. Raucherinnen und Raucher haben keinen Anspruch auf regelmässige Zigarettenpausen.
Die Unternehmung kann eine Pausenregelung erlassen. Der Arbeitgeber kann darin verlangen, dass Sie Ihre Mittagspause im Pausenraum des Betriebs verbringen. Er kann auch die Pausenzeiten anordnen. Dies beispielsweise, wenn es in der Mensa zu wenig Platz hat und die Mittagspause gestaffelt werden muss.
Pausen finden in der Regel zur Mitte der täglichen Arbeitszeit statt. Kann ich durcharbeiten und dafür früher nach Hause gehen? Nein. Das gesetzlich vorgeschriebene Pausenminimum ist zwingend einzuhalten; ein „Durcharbeiten“ ist nicht erlaubt, denn dies kann zu Fehlern und Unfällen führen.
Eine Arbeitspause dient der Erholung und Verpflegung während des Arbeitstages. Etwas anderes ist die tägliche Ruhezeit: Nach einem Arbeitstag haben Sie Anrecht auf mindestens elf Stunden Ruhezeit. Die Ruhezeit beginnt bei Feierabend und hört bei Arbeitsbeginn auf. Auch diese ist gesetzlich vorgeschrieben.
Ihr Arbeitgeber kann die Ruhezeit einmal in der Woche bis auf acht Stunden herabsetzen. Dies gilt aber nur für Erwachsene. Und bedingt, dass die Dauer von elf Stunden im Durchschnitt von zwei Wochen eingehalten wird. Für Jugendliche beträgt die tägliche Ruhezeit in jedem Fall 12 Stunden.