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Kambundji wurde in ihrem Vorlauf hinter Shelly-Ann Fraser-Pryce, der jamaikanischen Olympiasiegerin von 2008 und 2012, die als Einzige im Vorlauf unter elf Sekunden blieb (10,96), und der Ivorerin Marie-Josée Ta Lou in 11,19 Sekunden Dritte und qualifizierte sich mit der insgesamt zehntbesten Zeit für die Halbfinals, die ebenso wie der Final in der Nacht auf Sonntag über die Bühne gehen werden.
Von der starken Konkurrenz in ihrer Serie liess sich Kambundji nicht beeindrucken. Sie zeigte eine der besten Leistungen in diesem Jahr und blieb mit 11,19 Sekunden nur fünf Hundertstel über ihrer Saisonbestzeit. “Es hat sich sehr gut angefühlt”, sagte die EM-Dritte von Amsterdam. “Auch hinten raus bin ich locker gelaufen.”
Noch nie in ihrer Karriere sei sie so spät zu einem Rennen angetreten, sagte Kambundji. Um 23 Uhr Ortszeit und damit rund fünf Stunden nach Sonnenuntergang stand sie im Einsatz. Trotzdem zeigte sich die WM-Zwölfte von Peking hellwach und legte einen ausgezeichneten Start hin. “Zum Glück hatte ich am Morgen bis um 11.30 Uhr geschlafen.”
Kambundji deutete an, dass ihre Form beim Saisonhöhepunkt stimmt. Ihr Trainer Valerij Bauer hat seine Athletin im Training noch nie so schnell erlebt wie in den letzten Tagen. Kambundjis eigener Schweizer Rekord liegt bei 11,07 Sekunden. Um sich den Traum vom Final-Einzug zu erfüllen, muss sie diesen am Samstag wohl unterbieten. Ihr Motto für den Halbfinal ist daher simpel: “Vollgas geben.”
(SDA)