Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03307.jsonl.gz/352

Nach Ausschreitungen in der iranischen Stadt Arak, südlich der Hauptstadt Teheran, sind Medienberichten zufolge rund 100 Demonstranten festgenommen worden. Auch am Sonntag gingen die Proteste im Land weiter.
Der Gouverneur Araks, Ali Aghasadeh, sagte dem Nachrichtenportal Aftabnews am Sonntag, dass bei den Krawallen am Vortag auch zwölf Polizisten verletzt worden seien. Das Gouverneursamt hoffe, über die festgenommenen Demonstranten Informationen über weitere geplante Aktionen zu erhalten, so Aghasadeh.
Seit Donnerstag war es in einigen Städten Irans zu Protesten gekommen. Die Kundgebungen richteten sich zunächst gegen die Wirtschafts- und Aussenpolitik der Regierung von Präsident Hassan Ruhani, wurden aber zunehmend systemkritisch.
Am Samstag griffen die Proteste, die zuvor in mindestens neun iranischen Städten stattgefunden hatten, auch auf die Hauptstadt Teheran über. In der Provinz Lorestan im Westiran wurden zwei Demonstranten getötet und sechs weitere verletzt.
Nach Angaben des Gouverneursamts Teheran wurden bereits am Samstag etwa 200 Demonstranten in der Hauptstadt festgenommen, einige von ihnen aber wieder freigelassen. Auch am Sonntag soll es Proteste gegeben haben, aber in einem kleineren Rahmen als am Vortag. (sda/dpa)