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In diesem Umfeld hat Warteck Invest im Geschäftsjahr 2022 ein gutes Ergebnis erwirtschaftet. Die Leerstände konnten weiter reduziert werden auf eine Quote von 2,0 % und der Erfolg aus Vermietung stieg um 1,7 %. Der Konzerngewinn betrug CHF 21,8 Mio. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 20,7 % ist zur Hauptsache begründet im tieferen Bewertungserfolg. Dieser lag bei CHF 5,0 Mio., im Gegensatz zu CHF 13,0 Mio. im Vorjahr. Ohne den Effekt aus der Neubewertung lag das operative Ergebnis 2,0 % über Vorjahr, was vor allem auf den höheren Mietertrag und eine tiefere Steuerbelastung zurückzuführen ist. Im Berichtsjahr wurde wegen der anhaltend hohen Transaktionspreise keine Liegenschaft erworben. Der Marktwert des Portfolios erhöhte sich aber durch Investitionen in die laufenden Projekte und die Aufwertung um 3,0 % auf CHF 900,4 Mio.
Die laufenden Projekte konnten im Berichtsjahr mehrheitlich planmässig vorangetrieben werden. Die Arbeiten am Neubau des Wohn- und Geschäftshauses «Syd» in Basel sind gut vorangekommen, sodass das Gebäude Ende März des laufenden Jahres fertiggestellt werden kann. Bereits sind die Geschäftsflächen im Erdgeschoss und ein Grossteil der 48 Wohnungen in den 5. bis 11. Obergeschossen vermietet. Auch die Planung und die Erarbeitung des Quartierplans zur Erneuerung und Nachverdichtung des Areals «Weiherweg» in Allschwil sind vorangekommen. Insbesondere das Vorgehen in Etappen ist bei den betroffenen Mietern gut angekommen. Neben dieser und zwei weiteren Arealentwicklungen in Muttenz und Buchs AG wurde im Berichtsjahr mit der Totalsanierung von 86 Wohnungen in Suhr begonnen, und die Sanierung von 45 Wohnungen in Basel wurde so vorbereitet, dass sie im laufenden Jahr umgesetzt werden kann. Zusammen mit diesen Projekten besteht eine gut gefüllte Pipeline von Projekten im Umfang von rund CHF 270 Mio. für die kommenden fünf bis sieben Jahre.
Die Nachfrage nach Wohnraum ist intakt und dürfte mittelfristig noch steigen. Sie wird getrieben von gesellschaftlichen Trends wie etwa die Bildung von kleineren Haushalten und durch die anhaltende Zuwanderung. Die Nachfrage nach Büroflächen ist entgegen den ersten Erwartungen wegen Homeoffice nicht spürbar zurückgegangen. Homeoffice scheint das Büro zu ergänzen, nicht abzulösen. Die Nachfrage nach Büros wird gestützt durch die gute konjunkturelle Entwicklung. Die Nachfrage nach Verkaufsflächen wird nach wie vor durch den Onlinehandel gedämpft.
Die Liegenschaften von Warteck Invest befinden sich an guten Lagen und verfügen über eine hohe Objektqualität und eine hohe Flexibilität zur Anpassung an ändernde Bedürfnisse. Durch die Bewirtschaftung in eigener Regie mit eigenem Fachpersonal kann nahe am Markt agiert und schnell reagiert werden. Damit ist Warteck Invest gut gerüstet für die Herausforderungen am Markt.
Die Namenaktien von Warteck Invest haben im Jahr 2022 dem allgemeinen Markttrend folgend etwas nachgegeben und zum Jahresende mit einem Minus von 4,6 % bei CHF 2 270 geschlossen. Zusammen mit der im Mai 2022 ausgeschütteten Dividende von CHF 70 erreichten die Titel damit eine Gesamtrendite von –1,7 %, während der Immobilienaktienmarkt gesamthaft eine Performance von –9,2 % aufwies. Der Verwaltungsrat beantragt der kommenden Generalversammlung vom 10. Mai 2023 unter Würdigung des Jahresergebnisses und aufgrund der intakten Ertragsaussichten eine gegenüber dem Vorjahr konstant hohe Ausschüttung von CHF 70 pro Aktie.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Kundinnen und Kunden sowie Geschäftspartnerinnen und Partner, wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen in unsere Gesellschaft sowie deren Management und Mitarbeitende und wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.
Dr. Marcel Rohner
Präsident des Verwaltungsrats