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dann abermals, vom
Kleinthal, einem in gerader Richtung vom
Urirotstock herabsteigenden Seitenthal des
Isenthales, durchbrochen
und schmiegt sich endlich im Scharti bei
Isleten eng an den Gitschenstock, den östl. Ausläufer der Brunnistockkette an.
Der Raum zwischen den beschriebenen Randketten wird erfüllt von einem Hochplateau, welches durch die Querrippen desWissigstocks
oder
Schlossstocks in drei Becken gegliedert wird. Dieser bedeutenden Massenerhebung und der Geschlossenheit ihrer Randketten
verdankt die Urirotstockgruppe trotz der relativ mässigen Gipfelhöhen einen reichen Firn- und Gletscherschmuck. Am bedeutendsten
sind der vom
Wissigstock nach W. gegen das
Griessenthal herabsteigende, plateauförmige
Griessengletscher und der herrliche
Blümlisalpfirn zwischen
Schlossstock,
Blackenstock und
Urirotstock, der seine Eismassen über eine 200 m
hohe Felswand hoch über dem
Hintergrund des
Grossthals hinausschiebt, sodass sie in mächtigen Blöcken abstürzen, um unterhalb
der Abbruchstelle wieder zu einer zusammenhängenden Gletscherzunge zu verschmelzen. Endlich über dem grandiosen Felsenzirkus
des
Kleinthals der
Kleinthalfirn, dessen schimmernder Glanz sich in den Wellen des
Urnersees spiegelt.
zieht sich von der
Rigihochfluh (1699 m)
auf eine Länge von 6 km nach NO., um westl. gegenüber Schwyz
mit der Zinggelenfluh (1104 m) steil
zum DorfSeewen (437 m) abzufallen.
Hinter
der Zinggelenfluh senkt sich der
Kamm mit dem
Renggloch bis auf 926 m, um dann mit zwei Aesten, deren
einer zur
Stockfluh (1116 m) und deren andrer zum
Gotthard (1399 m) zieht, die hohe Mulde des Brunnibergs (1031 m) einzuschliessen.
Der
Ast des
Gotthard senkt sich an der "Egg" neuerdings auf 1287 m, steigt dann wieder in die
Höhe und
verschmilzt endlich mit der
Rigihochfluh.
Von dem den Sporn des Urmibergs einst umflutenden diluvialen Reussgletscher stammen
die zahlreichen erratischen Gotthardgranitblöcke her, die sich am
S.-Hang bis 1399 m und an der N.-Flanke (bei
Bühlen südl.
ob dem
Lowerzersee) bis 1000 m
Höhe häufig vorfinden.
Die zu
Seewen in der Gemeinde
Schwyz gehörenden 14
Häuser
von Urmiberg zählen zusammen 74 kathol. Ew.
Das steile, bis in den
Hintergrund bewaldete Thälchen des Wildwassers
liegt auf
Bergüner Gebiet, ist rund 2,6 km lang und hat ein Gefälle von über 37%. Zu beiden
Seiten liegen die Waldungen
Urmina und Arzetta, in welche von
Bergün her
Wege hinaufleiten.
Entsteht aus der Vereinigung mehrerer Quellarme auf
der
Schwägalp an der NW.-Flanke des
Säntis, fliesst zunächst 2,5 km weit westwärts, biegt dann nordwärts ab und erhält
nach 8 km langem
Lauf unter dem Dorf Urnäsch in 800 m von rechts den
Kronbach, sowie 3 km weiter unten von links den Flurbach.
Zwischen den Mündungen dieser beiden Nebenadern beginnt sich die Urnäsch tiefer einzuschneiden, worauf
sie im Unterlauf eine romantische
Schlucht bildet, um dann nach 20 km langem
Lauf in nördl. Richtung zwischen
Bruggen und
Herisau
sich mit der
Sitter zu vereinigen.
Unterhalb
Hundwil zweigt sich von der Urnäsch ein Zuleitungskanal zum Elektrizitätswerk
Kubel ab.
Dorf: 64 Häuser, 434 Ew. Viehzucht und Milchwirtschaft.
Stickerei. Ausgangspunkt für die sehr häufige Besteigung des Säntis
über Rossfall-Krätzerli-Thierwies. Das Dorf Urnäsch hatte schon 1345 seinen Ammann und eigenes Panner. Es bildete in den
Freiheitskriegen der Appenzeller die erste äussere Rode. Seit 1417 als eigene Pfarrei von Herisau losgelöst.
Hier wurde an einem Patronatsfest 1489 die Einäscherung des Klosters zu Rorschach beschlossen (Rorschacher Klosterbruch), worauf 1523 die
Einführung der Reformation kam. Eine Feuersbrunst legte das Dorf 1648 vollständig in Asche.