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| Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)

29. Vortrag.
7.
Durch diesen Satz wird die sabellianische Häresie widerlegt. Denn die Sabellianer wagten zu behaupten, der Sohn sei derselbe wie der Vater; es seien zwei Namen, aber nur eine Sache. Wenn es zwei Namen wären und eine Sache, so würde es nicht heißen: „Meine Lehre ist nicht die meine“. Gewiß wenn Deine Lehre nicht die Deine ist, o Herr, wessen Lehre ist sie, wenn nicht ein anderer ist, dessen Lehre sie ist? Was Du gesagt hast, verstehen die Sabellianer nicht; denn sie erkannten nicht die Trinität, sondern folgten dem Irrtum ihres Herzens. Wir, die Verehrer der Dreiheit und Einheit des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und eines Gottes, wollen die Lehre Christi so verstehen, daß sie nicht die seine ist. Und deshalb hat er gesagt, daß er nicht von sich selbst rede, weil Christus der Sohn des Vaters ist, und der Vater [S. 483] der Vater Christi ist, und der Sohn von Gott dem Vater Gott ist, der Vater aber Gott ist, jedoch nicht von Gott dem Sohne Gott ist.