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Andere Namen: hochdeutsch: Lutern, älter Luternbach
Hydrologie: Die Luteren entspringt auf der Wideralp, nahe der Schwägalp und dem Risipass auf 1342 m.ü.M., verläuft ausschliesslich auf dem Gemeindegebiet von Nesslau, Toggenburg, und hat eine Länge von 10.4 km, ein Einzugsgebiet von 29.17 km² und mündet auf 745 m.ü.M. in die Thur. Sie hat eine Wasserführung von 1.5 m³ pro Sekunde.
Etymologie: Der Name ist mittelhochdeutsch und wurde 1905 von Attinger als lauter Bach gedeutet. Diese Deutung stammt noch aus Studers Zeiten und wird heute nicht mehr gebraucht und als volksetymologisch betrachtet. Die Toggenburger Luteren hat mit der Luthern im Kanton Luzern eine Zwillingsschwester, deren Namensdeutung auf mhd. lûter = hell, rein, klar, lauter basiert. Früher gab es auch einen Luterbach im Kanton Solothurn, welcher heute Dorfbach heisst. Der Name Luterbach ging sekundär auf das Dorf am Bach über, welches heute noch so heisst. Das LSG deutet diesen Namen ebenfalls mit ahd. hlûttar = hell, lauter, rein. Das Wort lûter geht auf germ. *hlutra zurück. Man denke aber auch an das ältere zürichdeutsche Wort verlüttered = verspritzt oder an das humoristische Wort für Mineralwasser = Luuterbächler im Sinne von Brunnenwasser. Im Senslerdeutsch (Kanton FR) ist das Wort Lutter für Wasser ebenfalls erhalten geblieben. Diese Beispiele zeigen, dass der Zusammenhang eindeutig ist, indem Lutter oder Luuter eben auch Wasser bedeutet.
Flussnamentyp: Die Toggenburger Luteren gehört zum Typ der alemannischen Namen. Eine keltische Deutung mit *lus-/*lut kann nicht ganz ausgeschlossen werden, scheint aber doch eher unwahrscheinlich zu sein.
Geologie:
Flussgeschichte:
Quellen: GLS Bd.3, S. 217, Wikipedia, Greule S. 302, LSG 2005, Seite 554. Zürichdeutsches Wörterbuch, 1968, Seite 138.