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Im Jahr 1943 geboren, erkrankte ich im Jahr 1949, im Alter von 5 1/2 Jahren, an einer fast unheilbaren Krankheit. Sie wurde durch eine fast dreijährige Fixierung in einem Ganzkörpergips geheilt, und ich erlitt nie einen Rückfall. Diese Krankheit prädestinierte mich, obwohl mir dies jahrelang nicht bewusst war, zum Heiler. Ich beschreibe meine Tätigkeit mit dem englischen Begriff Healing, da dieser in Grossbritannien im Gegensatz zur Situation auf dem europäischen Kontinent einen anerkannten Beruf darstellt, der Hand in Hand mit Schulmedizinern ausgeübt wird.
Bevor ich völlig zufällig – vgl. dazu meine Ausführungen über den sinnvollen Zufall – zum Heiler-Beruf kam, liess ich mich in den Jahren 1975 bis 1981 zum Psychotherapeuten ausbilden. Dabei hatte ich das grosse Glück, von der Jung- Mitarbeiterin Marie-Louise von Franz die Technik der Traumdeutung zu lernen. In meiner Heilertätigkeit verwende ich daher neben der von mir entwickelten Methode der Symptom-Symbol-Transformation die Traumdeutung, und zwar in der vom Schweizer Tiefenpsychologen C.G. Jung eingeführten Art und Weise.
Träume sprechen meist von den unbewussten Problemen eines Menschen. In der Jungschen Deutungsmethode versucht man jedoch weit weniger die Ursache des psychischen oder physischen Leidens zu finden, sondern man fragt sich, wie der Inhalt der Träume einen Ausweg in die Zukunft aufzeigen könnte. So dienen mir die Träume und ihre Deutung also vor allem dazu, mich in meiner Arbeit als Heiler führen und beraten zu lassen. Dies wird möglich infolge des so genannten vorbewussten Wissens des Unbewussten (C.G. Jung). Infolge dieses Wissens wird das so genannte Unbewusste also zu einem übermenschlichen, ja göttlichen Prinzip zu dem man, wie schon der Schweizer Mystiker Niklaus von Flüe mit seiner Transformation des erschreckenden Gottesbildes in sein heute berühmtes Radbild vor mehr als 500 Jahren, eine äusserst individuelle Beziehung aufbauen kann. Healing ist daher in meinem Verständnis auch eine moderne Art der (konfessionsunabhängigen) Mystik (vgl. dazu Spiritualität und Mystik), einer persönlichen Beziehung zum Göttlichen in uns selbst. Diese neue Beziehung heilt auch die von C.G. Jung so genannte „fakultative Neurose“, die Abspaltung der Beziehung zur erlebten inneren Göttin und/oder zum inneren Gott vom Bewusstsein. Dabei ist zu betonen, dass dieses erneuerte Gottesbild nichts mit jenem der überkommenen Religionen zu tun hat, sondern aus den „Grossen Träumen“ und Visionen heraus erkennbar wird.
In der Symptom-Symbol-Transformation, die für somatische, psychosomatische und gewisse psychische Krankheiten eingesetzt werden kann, wird in einem „abgeblendeten Bewusstseinszustand“ (altered consciousness) das zum Symptom der Krankheit parallele Symbol gesucht. Dieses besteht meist in einem inneren Bild, das des öfteren als aus dem eigenen Bauch kommend erfahren wird. In einer der ersten von Niklausens Visionen wird die Notwendigkeit der Befreiung dieser inneren Bilder durch den Engel dargestellt, der ihn in den Bauch sticht.
Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass schon die bewusste Schau dieser „Bilder aus dem Bauchhirn“ aufbauend und heilend wirken kann. Diese aufbauende Wirkung stellt sich sogar auch dann ein, wenn die Bilder nicht gedeutet werden. Heilend wirkt also nicht so sehr das intellektuelle Verständnis, sondern die Erfahrung der Ergriffenheit durch diese zutiefst individuellen inneren Prozesse. Ein weiteres Phänomen der Symptom-Symbol-Transformation zeigt sich im Auftauchen vegetativer Körperempfindungen, die neben den inneren Bildern einen Beweis für das Vorhandensein eines subtle body, des Hauchkörpers, des von Paracelsus so genannten Astralkörpers darstellen. So ist es letztlich die Beschäftigung mit dem eigenen, subjektiv erfahrbaren subtle body, die physische und psychische Krankheiten heilt. Das Motto meiner Heilertätigkeit heisst daher: „Finde die Heilerin in dir selbst!“ Diese Heilerin ist die eigentliche Göttin in uns, und sie entspricht der Schwarzen Madonna von Einsiedeln.
Die auf meiner Homepage abgebildeten Heiler Paracelsus, Niklaus von Flüe und C.G. Jung, sowie die Schwarze Madonna von Einsiedeln sind meiner Vorbilder, und sie begleiten mich beständig auf meinem Weg. Sie helfen mir aus dem Jenseits heraus in meiner Tätigkeit des Healing, und manchmal spüre ich sie beinahe physisch um mich herum. Daneben verdanke ich der Jung-Mitarbeiterin Marie-Louise von Franz (1915-1998) vielfältige tiefenpsychologische Einsichten, die ich in meine Beratungstätigkeit einfliessen lasse.
Bevor ich mit einem Menschen zu arbeiten beginne, führe ich mit ihm/ihr ein Erstgespräch. Dieses klärt, ob wir dieselbe „Wellenlänge“ besitzen, das heisst, ob wir gegenseitig eine Empathie für einander spüren. Sollten Sie Interesse an einem solchen Erstgespräch haben, erfahren Sie alles weitere in der Anmeldung und im Beratungsangebot.
September 2011 Dr. Remo F. Roth