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Tarzan lebt stilgerecht wie im Dschungelwald. Dort hört er täglich eine Stunde lang im Radio, wie der Papst — eine Frau — seine Zuhörer über die bestmöglichen Formen des Küssens belehrt. Tarzan ist davon begeistert. Zufälligerweise trifft er Jane; die beiden verlieben sich. Jane will allerdings mehr als Küssen. So suchen sie die Königin der Liebe auf; vorher müssen allerdings ganze Armeen von Bösewichten ausgeschaltet werden.
Dieser in mancherlei Hinsicht farbige Film ist der längste einer Reihe von Kurzfilmen, in denen auf unterschiedlichste Weise zeitgemässe Beziehungsformen durchgespielt und reflektiert werden. Erwähnt seien Zeitläufe (Danielle Giuliani/Suzanne Hartman), Pati et Gabor (Tina Theubet-Meirelles), Game over (Daniel Calderon), Untag (Sabine Burri/Catherine Gauchat/Katrim Furler/Dominique Freiburghaus), Das Ende der Sehnsucht ist auch erreicht (Ralph Schmid), How can I Love? (Anne-Marie Mie- ville) oder „K & K“ Kafe und Kuchen (Alex Brunner); nur gerade der letztgenannte Film widmet sich einem familiären Zusammentreffen.
Die Problematik neuer Formen des Zusammenlebens wird in diesen Filmen mit verschiedenen Mitteln angegangen. Ein tiefes Misstrauen gegen gewöhnliche, narrative Bildergeschichten durchzieht sie alle; dokumentarische Momentaufnahmen werden vermischt mit surrealen Einschüben und ironischen Stilbrüchen. Viel weniger gezähmt als in den Langfilmen der etablierten Autoren ist in diesen zum Teil höchst raffinierten und originellen Collagen die optische Experimentierlust.