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This is a text translated from German to Rumantsch Grischun.
Der neue kantonale Richtplan ist von der Regierung beschlossen

Die Regierung hat Mitte November den neuen kantonalen Richtplan erlassen. Damit steht nun für Graubünden ein modernes raumordnungspolitisches Führungsinstrument zur Verfügung, das alle wichtigen räumlichen Bereiche thematisiert. Während rund drei Jahren hat eine spezielle Projektorganisation von Verwaltung, Regionen und Verbänden daran gearbeitet.

Im Februar 1999 hat die Regierung dem Departement des Innern und der Volkswirtschaft den Auftrag zur Überarbeitung des kantonalen Richtplans (Projekt RIP GR 2000) erteilt. Nach einer Vorvernehmlassung im Sommer 2000, dem Auflageverfahren vom Sommer 2001 und der Bereinigung im Sommer 2002 hat nun die Regierung den kantonalen Richtplan erlassen. Damit steht das Projekt RIP GR 2000 fahrplangemäss vor dem Genehmigungsverfahren.

Richtplan nun beim Bund

Beim neuen kantonalen Richtplan handelt es sich um einen gesamthaft überarbeiteten Richtplan nach Art. 9 Abs. 3 des Eidgenössischen Raumplanungsgesetzes. Richtpläne werden durch den Bund genehmigt und sind dann für die Behörden gesamtschweizerisch verbindlich. Das Genehmigungsverfahren beim Bund wird voraussichtlich ein halbes Jahr dauern. Dabei werden auch einige Punkte diskutiert werden müssen, bei welchen sich die kantonale Raumordnungspolitik gegenüber dem Bund klar positioniert. Kann der Bundesrat Teile des Richtplans nicht genehmigen, wird eine Einigungsverhandlung durchgeführt.

Umgang mit den Einwendungen aus dem Auflageverfahren

Insgesamt gingen im Rahmen des Auflageverfahrens rund1500 Stellungnahmen mit rund 3600 Anträgen ein. Ungefähr zwei Drittel aller eingegangen Anträge beziehen sich auf konkrete räumliche Festlegungen (Objekte). Rund die Hälfte aller Anträge sind Sammelanträge, die in materieller Hinsicht jeweils gleich lautende Anliegen beinhalten. Ein nicht unbeachtlicher Teil von Einwendungen besteht aus Missverständnissen sowie Anträgen, die nicht die Richtplanung betreffen (rund 850 Anträge). Im Verlauf der ersten Jahreshälfte wurden die Einwände thematisch und räumlich zusammengestellt. Anhand dieser Zusammenstellung erfolgten mit den Verwaltungsstellen und den Regionen Gesprächsrunden (Runde Tische) zur Klärung von Differenzen und zur Erarbeitung eines gemeinsamen Verständnisses.

Zum Richtplan wurden zwei Petitionen eingereicht. Die darin formulierten Anliegen sind auch im Rahmen des Auflageverfahrens eingebracht worden. Die Anliegen der Petitionen konnten somit im Rahmen der ordentlichen Behandlung der Einwendungen aus dem Auflageverfahren in die Gesamtinteressenabwägung einbezogen werden.

Bericht über die nicht berücksichtigten Einwände

Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht alle Einwände berücksichtigt werden können. Vorwiegend vier Gründe oder eine Kombination derselben führen zu einer Nichtberücksichtigung:

- Eine Berücksichtigung des Einwandes würde gegen geltende Gesetze verstossen.

- Der Einwand steht im Widerspruch zu rechtskräftigen Planungen und Konzepten (Ortsplanungen, regionale Richtpläne, Sachpläne und Konzepte des Bundes und des Kantons), ohne dass neue Gesichtspunkte vorliegen, die eine Anpassung dieser Planungen und Konzepte zu rechtfertigen vermögen.

- Der Einwand betrifft gar nicht die Richtplanung.

- Der Einwand steht in der Sache nicht im Einklang mit der kantonalen Raumordnungspolitik.

Über die nicht berücksichtigten Einwände liegt ein zusammenfassender Bericht vor. Die Zusammenfassung ist durch Verweise (Nummern) zu einzelnen Einwendungen nachvollziehbar (Transparenz). Die einzelnen Einwände sowie der Umgang mit ihnen sind in einer Arbeits-Datenbank erfasst und unter www.richtplan.gr.ch einsehbar. Es handelt sich dabei um ein Arbeitsinstrument, das auch in Zukunft bei der Bearbeitung von räumlich relevanten Planungen und Konzepten eingesetzt werden soll.

Die Regionalplanung wird gestärkt

Die regionale Richtplanung wird auch weiterhin eine grosse Bedeutung haben. Bei den Bereinigungsgesprächen mit den Regionen wurde klar, dass die Regionen willens und bereit sind, die Verantwortung für die räumliche Entwicklung und für die Koordination in der Region wahrzunehmen. Die Zusammenarbeit zwischen Kanton und Region führt zur "Verbundaufgabe Richtplanung". Diese Stossrichtung wird unter dem Stichwort "Vision Regionalplan 2006" weiter konkretisiert. Der Regionalplanung stehen alle Themen offen. Dabei wird - falls dies zu Anpassungen des kantonalen Richtplans führt - ein gemeinsames Auflageverfahren angestrebt.

Bilanz und Ausblick

Die Raumordnungspolitik ist Sache der Kantone - so ist es in der Bundesverfassung festgehalten. Mit dem neuen Richtplan liegt erstmals eine Gesamtschau über die räumliche Entwicklung und die räumlichen Potenziale vor. Er ist die Auslegeordnung der kantonalen Raumordnungspolitik. Der Richtplan ist ein Referenzdokument für die Sachplanungen und Konzepte des Bundes. Den Gemeinden und Regionen dient der Richtplan als Informations- und Koordinationsinstrument. Der Richtplan kann auch als Vertragswerk über die räumliche Entwicklung zwischen Bund, Kanton, Regionen und Gemeinden verstanden werden. Die Umsetzung des Richtplans in den Regionen und Gemeinden wird laufend erfolgen.

Im Verlauf des Projekts konnte eine gute, offene und konstruktive Zusammenarbeit mit den Regionen etabliert werden - der Versuch aus dem Jahre 1995 zur Erarbeitung eines kantonalen Richtplans scheiterte nicht zuletzt an der mangelnden Zusammenarbeit.

Mit dem neuen Richtplan ist das Projekt RIP GR 2000, nicht aber die Richtplanung als Prozess abgeschlossen. Richtplanung ist eine Daueraufgabe (rollende Planung). In den kommenden Jahren werden Änderungen des Richtplans erfolgen: Um die Bearbeitungstiefe bei einzelnen Themen zu verbessern, wenn sich neue Aufgaben stellen, wenn sich die Verhältnisse ändern oder wenn gesamthaft bessere Lösungen möglich sind.

Richtplan im Internet

Der Richtplan ist auf dem Internet für jedermann einsehbar (

www.richtplan.gr.ch

). Die Website ist interaktiv. Wird ein Symbol des Richtplans angeklickt, wird die entsprechende Objektinformation und der dazugehörige Sachbereich angezeigt. Es ist aber auch eine thematische Suche möglich, bei welcher das ausgewählte Objekt grafisch auf einer Karte dargestellt wird. Es können auch einzelne Gemeinden und Regionen angewählt werden. Neben dem Richtplantext und der Richtplankarte sind auch die Synthesekarten (detailliertere Zusatzinformation) auf dem Internet einsehbar.

Gremium: Amt für Raumplanung

Quelle: dt Amt für Raumplanung

Data: 04.12.2002

Il nov plan directiv chantunal è concludì da la regenza

La mesadad da november ha la regenza decretà il nov plan directiv chantunal. Cun quel stat ussa a disposiziun al Grischun in instrument da gestiun modern per la politica da la planificaziun territoriala che tematisescha tut ils secturs impurtants da la planisaziun. Ina organisaziun da project speziala cun represchentants da l'administraziun, da las regiuns e da las corporaziuns ha lavurà ca. trais onns vi da quest nov plan directiv.

Il favrer 1999 ha la regenza incumbensà il dapartament da l'intern e da l'economia publica da repassar il plan directiv chantunal (project PDChant GR 2000). Suenter ina preconsultaziun la stad 2000, la procedura d'exposiziun la stad 2001 e la verificaziun la stad 2002 ha ussa la regenza decretà il plan directiv chantunal. Uschia vegn il project PDChant GR 2000 a la procedura d'approvaziun tenor urari.

Il plan directiv è ussa tar la confederaziun

Tar il nov plan directiv chantunal sa tracti d'in plan directiv repassà cumplessivamain tenor l'art. 9 al. 3 da la lescha federala davart la planisaziun dal territori. Plans directivs vegnan approvads da la confederaziun ed èn lura obligants per tut las autoritads svizras. La procedura d'approvaziun da la confederaziun vegn probablamain a durar in mez onn. En quest connex vegnan a stuair vegnir discutads er puncts, tar ils quals la politica chantunala da la planificaziun territoriala posiziunescha cleramain cunter la confederaziun. Sch'il cussegl federal na po betg approvar tschertas parts dal plan directiv vegn fatga ina procedura da reconciliaziun.

Deliberar las remartgas da la procedura d'exposiziun

En tut èn vegnidas inoltradas en il rom da la procedura d'exposiziun ca. 1500 opiniuns cun ca. 3600 propostas. Var dus terzs da tut las propostas inoltradas sa refereschan a fixaziuns dal territori concretas (objects). Circa la mesadad da tut las propostas èn propostas collectivas che cuntegnan en reguard material mintgamai las medemas propostas. Ina vaira gronda part da las remartgas consista da malchapientschas sco er da propostas che na pertutgan betg la planisaziun directiva (ca. 850 propostas). Durant l'emprima mesadad da l'onn èn las remartgas vegnidas sortidas tenor tema e tenor territori. A maun da quest assortiment èn succedidas rundas da discussiun cun ils posts d'administraziun e cun las regiuns (maisas radundas) per sclerir las differenzas e per s'accordar communablamain.

Davart il plan directiv èn vegnidas inoltradas dus petiziuns. Ils interess formulads en quellas èn er vegnids integrads en il rom da la procedura d'exposiziun. Ils interess da las petiziuns pon pia ve-gnir cumpigliads en il rom da la deliberaziun ordinaria da las remartgas che resultan da la procedura d'exposiziun en la confruntaziun dals interess cumplessiva.

Rapport davart las remartgas betg resguardadas

Igl è caracteristic ch'i na pon betg vegnir resguardadas tut las remartgas. Oravant tut quater motivs u ina cumbinaziun da tals na pon betg vegnir resguardads:

- resguardar la remartga fiss agì cunter la lescha vertenta

- la remartga stat en cuntradicziun cun planisaziuns e concepts cun vigur legala (planisaziuns locals, plans directivs regiunals, plans sectorals e concepts federals e chantunals) senza ch'i vegnian preschentads novs puncts da vista che pudessan giustifitgar l'adattaziun da questas planisaziuns e da quests concepts

- la remartga na sa referescha insumma betg a la planisaziun directiva

- la remartga en chaussa na s'accordescha betg cun la politica da la planificaziun territoriala.

Davart las remartgas betg resguardadas datti in rapport resumant. La resumaziun pon ins suandar tenor ils rinviaments (nummers) tar las singulas remartgas (transparenza). Las singulas remartgas sco er la deliberaziun da quellas èn endatadas en ina banca da datas da lavur sut www.richtplan.gr.ch. I sa tracta qua d'in instrument da lavur che duai vegnir duvrà er en l'avegnir per elavurar planisaziuns e concepts relevants dal territori.

La planisaziun regiunala vegn rinforzada

La planisaziun directiva regiunala vegn er en l'avegnir ad esser da grond'impurtanza. Ils discurs da rectificaziun cun las regiuns han mussà che las regiuns vulan ed èn prontas da surpigliar la responsabladad per il svilup dal territori e per la coordinaziun en la regiun. La collavuraziun dal chantun cun las regiuns furma "in'incumbensa communabla planisaziun directiva". Questa direcziun d'attatga vegn concretisada vinavant sut il chavazzin "visiun plan regiunal 2006". La planisaziun regiunala è averta per tut ils temas. I vegn tschertgà - sche quai maina a l'adattaziun dal plan directiv chantunal - ina procedura d'exposiziun communabla.

Bilantsch e perspectiva

La politica da planisaziun è chaussa dals chantuns - uschia statti en la constituziun federala. Cun il nov plan directiv sa preschenta per l'emprima giada ina vista generala davart il svilup ed il potenzial dal territori. El è l'urden da preschentaziun da la politica chantunala da la palanificaziun territoriala. Il plan directiv è in document da referenza per la planisaziun sectorala e per concepts da la confederaziun. A las vischnancas ed a las regiuns serva il plan directiv sco instrument d'infurmaziun e coordinaziun. Il plan directiv po er vegnir chapì sco contract per il svilup dal territori tranter la confederaziun, il chantun, las regiuns e las vischnancas. La realisaziun dal plan directiv en las regiuns ed en las vischnancas vegn a succeder cuntinuadamain.

En il decurs dal project ha pudì stabilir ina buna collavuraziun averta e constructiva cun las regiuns - l'emprova da l'onn 1995 per elavurar in plan directiv chantunal era ida ad aua tranter auter er pervia da la mancanza da collavuraziun.

Cun il nov plan directiv è ì a fin il project PDChant GR 2000, dentant betg la planisaziun directiva sco process. La planisaziun directiva è in'incumbensa permanenta (planisaziun successiva). En ils proxims onns vegni a dar midadas en il plan directiv: per meglierar ed approfundar l'elavuraziun en tscherts temas, sch'i dat novas incumbensas, sche las relaziuns sa midan u sch'i dat en general meglras schliaziuns.

Il plan directiv en l'internet

Dal plan directiv po mintgin prender invista en l'internet (

www.richtplan.gr.ch

). La website è interactiva. Sch'in simbol dal plan directiv vegn selecziunà cun in clic vegn mussda l'infurmaziun davart l'object ed il sectur spezialisà correspundent. Er ina tschertga tenor temas è dentant pussaivla. Tar quella vegn l'object tschertgà mussà graficamain sin ina charta. Ins po er selcziunar singulas vischnancas u regiuns. Sper il text e la charta dal plan directiv pon ins er prender invista en l'internet er da las cartas da sintesa (infurmaziun supplementara detagliada).

Gremi: uffizi da planisaziun

Funtauna: rg uffizi da planisaziun

Data: 04.12.2002