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Das Therma Gerätearchiv
Electrolux schenkt 2015 der Stiftung Pro Schwanden und Umgebung eine einmalige Sammlung von historisch wertvollen Therma Haushaltgeräten. Die Sammlung dokumentiert 100 Jahre Entwicklungsgeschichte elektrischer Haushaltgeräte und repräsentiert ein bedeutendes Stück Schweizer Wirtschafts- und Designgeschichte.
Die Stiftung Pro Schwanden erstellt in Zusammenarbeit mit dem Glarner Wirtschaftsarchiv ein Inventar der wertvollen Geräte.
Der Verein gukum übernimmt die Aufgabe, mit der Unterstützung ehemaliger Therma-Mitarbeiter, als erstes ein Schaulager und mittelfristig eine Ausstellung mit dieser einmaligen Sammlung zu gestalten.
Zur Geschichte der Therma AG Schwanden
1907 gründete Samuel Blumer, ein technisch versierter Autodidakt im Umgang mit der aufkommenden Elektrizität, zusammen mit Niklaus Zweifel die Therma AG in Schwanden. Hergestellt wurden von Beginn weg vor allem elektrische Bügeleisen, Kleinkochgeräte und Zimmerheizöfen. Später kamen Kochherde, grössere Zimmerheizöfen und Heizkörper in Eisenbahnwagen dazu, ab 1912 zudem elektrische Heisswasserspeicher.
Der erste Weltkrieg führte zu einer Verknappung von fossilen Brennstoffen und beflügelte die Nachfrage nach elektrischen Alternativen. In der Folge wurden die Fabrikationsanlagen bedeutend erweitert.
Nach dem zweiten Weltkrieg beschäftigte die Therma AG über 1000 Angestellte am Werkplatz Schwanden. Seit 1978 gehört die Fabrikation in Schwanden zur Electrolux-Gruppe, seit 2003 unter dem Namen Electrolux Schwanden AG. Bei den Haushaltgeräten verschwand 2006 der Markenname Therma. Die Produktion im Werk Schwanden wird im Sommer 2015 eingestellt.