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Die Bauarbeiten der Drei-Schluchten-Staumauer sind beendet.
Anfang der 80-iger Jahre besuchten wir die im Bau befindlichen Gezhouba-Staumauer. Diese ist mit rund 2,6 km fast 300 Meter länger, aber «nur» ein Fünftel so hoch. Das war eindrücklich und schon damals wurde über die Vor- und Nachteile beim Bau einer Talsperre gesprochen. Rund 40 Kilometer flussaufwärts zieht der Sānxiá Dàbà, der Drei-Schluchten-Staudamm noch viel mehr gegensätzliche Meinungen an. Im ersten Link sind diese relativ neutral geschildert (Mitte Dokument).
Die anschliessende Fahrt auf dem Jangtsekiang (Yangtse) durch die drei Schluchten war eindrücklich. Wir hatten Hochwasser. Und hier heisst das, dass der Fluss um mehr als 100 Meter angestiegen ist! Eine Leiche haben wir im Fluss treiben sehen. Aber deswegen umkehren und den Toten bergen, dafür hat man keine Zeit und das war nicht die Aufgabe des chinesischen Kapitäns.
Jeder hat seine eigene Sichtweise. Aber man erwartet dank der neuen Staumauer weniger Überschwemmungen und wesentlich weniger Tote. 1870 waren es, nur an diesem Fluss, 240’000 Tote, 1954 30’000 und 1998 immer noch 1526 Tote und über 50’000 Obdachlose.
Ob jemand für oder gegen den Bau eines solchen Grossprojektes ist, muss jeder selbst entscheiden. Meist hört man nur von den Nachteilen. Noch ein Vorteil – es müssen so rund 20 Kernkraftwerke weniger gebaut werden.