Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03613.jsonl.gz/1483

Die Generalversammlung der Züblin Immobilien Holding hat Iosif Bakaleynik als Präsident des Verwaltungsrats für ein weiteres Jahr im Amt bestätigt, teilte Züblin am Mittwoch mit. Auf dieses Mandant will er sich künftig konzentrieren.
Seine Funktion als CEO gibt er ab. Damit endet eine zweijährige Phase, in der Bakaleynik im Doppelmandet als Verwaltungsratspräsident und CEO amtete. Er ist ein Gefolgsmann des russischen Oligarchen Viktor Vekselberg, der 2014 die Kontrolle bei Züblin übernommen hat.
Vekselbergs Anlagegesellschaft Lamesa hatte Bakaleynik im Frühsommer 2014 als Präsident portiert, und im Herbst wurde dieser zudem CEO. Die damalige Führungsspitze hatte auf den wachsenden Einfluss von Vekselberg bei Züblin kritisch reagiert.
Präsident und Konzernchef waren deshalb zurückgetreten. Sie wollten die Schweizer Vermögenswerte verkaufen und sich auf die Märkte in Frankreich und Deutschland konzentrieren. Dagegen setzte sich Lamesa erfolgreich zur Wehr. Mit einem Anteil von 37,38 Prozent ist Lamesa die grösste Aktionärin von Züblin.
Jetzt will Züblin bis Ende des dritten Quartals einen neuen Chef suchen. Solange wird Bakaleynik seine CEO-Funktion weiter wahrnehmen. Verantwortlich für den Nachfolgeprozess sei der Vergütungsausschuss, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch weiter. Als eines von drei Mitgliedern des Vergütungsausschusses hat die Generalversammlung Bakaleynik gewählt.
In der Mitteilung zur GV lässt sich Bakaleynik zitieren, dass der Turnaround der Züblin “erfolgreich vollzogen” sei. Dies erlaube es die Umsetzung bestehender Corporate Governance Praktiken und die Trennung des bisherigen Doppelmandats.
Der russische Investor Vekselberg zog im Dezember 2004 nach Zürich. Sein erstes Engagement in der Schweiz galt Züblin, wo er noch im selben Jahr mit einem Anteil von zunächst 9,41 Prozent Grossaktionär wurde.
Es folgten Engagements beim Technologiekonzern Oerlikon, beim Industriekonzern Sulzer und beim Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach, die jeweils gekennzeichnet waren von Strategiewechsels und vor allem bei Sulzer und Oerlikon durch massive Stellenreduktionen. Um Schmolz+Bickenbach tobte ein monatelanger Machtkampf, nachdem der unterlegenen Verwaltungsrat beinahe in Globo zurücktrat.
Bei OC Oerlikon hält Vekselbergs Renova Gruppe per Ende 2015 einen Anteil von 43,4 Prozent. Bei Sulzer wird Vekselberg im Oktober 2015 Mehrheitsaktionär mit einem Anteil von 62,86 Prozent. Und an Schmolz+Bickenbach hält Vekselberg indirekt 40,89 Prozent.
(SDA)