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Das Wichtigste in Kürze
- Die Regierung in Argentinien muss eine starke Schlappe zum Haushaltsentwurf wegstecken.
- Nach 20 Stunden Diskussionen wurde der Vorschlag am Freitag trotzdem abgelehnt.
Inmitten der Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über die massive Schuldenlast hat die argentinische Regierung eine schwere Niederlage kassiert. Nach einer über 20 Stunden langen Debatte lehnte die Abgeordnetenkammer den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr am Freitag ab.
Eigentlich wollte die Regierung mit einem gemeinsam mit der Opposition verabschiedeten Haushalt Geschlossenheit demonstrieren. Und gestärkt in die Verhandlungen mit dem IWF über ein neues Kreditabkommen gehen. «Wenn der Haushalt abgelehnt wird, scheitert das Abkommen mit dem IWF», warnte Präsident Alberto Fernández.
Argentinien steht beim IWF mit etwa 44 Milliarden US-Dollar in der Kreide. Im kommenden Jahr müssten rund 19 Milliarden Dollar getilgt werden. Angesichts der schleppenden Konjunktur und der hohen Inflation kann das Land das nicht stemmen. Derzeit verhandelt die Regierung mit dem Währungsfonds über eine Änderung des Abkommens, beispielsweise eine längere Laufzeit.