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Arbeit
Ursprünglich waren die Bewohner hauptsächlich in der Landwirtschaft tätig und jedes noch so kleine Stück Land wurde genutzt. Die Familien ernährten sich vor allem von ihren eigenen Landwirtschaftserzeugnissen (Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Rebbau) und von der Viehzucht. Ein Teil der Ernte wurde zu Fuss nach Lugano hinunter getragen und dort auf dem Markt verkauft. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts zählte man in der Gegend von Brè und Aldesago über vierhundert Ziegen und hundertfünfzig Rinder.
Vor dem Bau der Wasserleitung im Jahre 1910 war man in Brè für Haushalt und Stall generell auf das Wasser aus dem Sassello-Brunnen oder auf Regenwasser angewiesen. Noch heute ist in den alten Häusern im Keller der Brunnen zu sehen, aus dem man damals das Trinkwasser schöpfte. Heute, nach dem Bau eines neuen Leitungsnetzes der Trinkwasserversorgung, bezieht auch Brè sein Wasser aus dem Luganersee.
Bis 1912 waren die Dörfer Brè und Aldesago isoliert und nur zu Fuss oder zu Pferd auf dem Saumpfad erreichbar. Der fast gleichzeitige Bau von Standseilbahn (Cassarate-Suvigliana: 1908; Suvigliana-Monte Brè: 1912) und Fahrstrasse (Ruvigliana-Aldesago: 1910; Aldesago-Brè: 1912) war ein einschneidendes Ereignis und gleichzeitig Beginn der Entwicklung von Hotellerie und Tourismus mit neuen Arbeits-und Verdienstmöglichkeiten der lokalen Bevölkerung.