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Weitere Fastentage: Wie lange du fasten willst, entscheidest du selbst. Gut bewährt hat sich eine Fastenzeit von 3-10 Tagen. An diesen Tagen fährst du weiter mit Wasser, Tee, Smoothies und Gemüseauszug. Alle zwei Tage machst du einen Einlauf, um Reste aus dem Darm zu entfernen. Allerdings nimmst du kein Glaubersalz mehr wie am ersten Tag. Wenn du Kreislaufprobleme hast, kannst du zum Tee auch ein Löffelchen Honig nehmen.Es kann auch sein, dass du verschiedene Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, frühere Krankheitssymptome, etc. als Entgiftungsreaktion deines Körpers erfährst. Sei achtsam zu dir und ruhe dich aus, meditiere, mach sanftes Yoga oder geh spazieren. Achte auf dich und deine Bedürfnisse. Durch das Entgiften können auch alte Gedanken und Gefühle wieder hochkommen. Sei auch hier achtsam zu dir, lass sie aufkommen und geh in eine beobachtende, nicht wertende Haltung. Wenn es dir hilft, kannst du ein Tagebuch führen, um deine Gedanken und Gefühle zu verarbeiten.Fastenbrechen: Das Fasten brichst du am besten am späteren Vormittag mit einem Apfel oder einer geschwellten Kartoffel. Iss jeden Bissen sehr achtsam, kaue jeden Bissen mindestens 30 – 60 Mal und achte auf dein Sättigungsgefühl. Hör auf zu essen, wenn du nicht mehr magst.
Aufbautage: Nach dem Fasten solltest du mindestens 3 Aufbautage machen. Wenn du längere Zeit gefastet hast, sollten die Aufbautage mindestens 1/3 der Fastentage betragen. An diesen Tagen beginnst du wieder feste Nahrung zu dir zu nehmen. Fang an mit gekochtem Gemüse, und Kohlenhydraten wie Kartoffeln und Reis. Proteine solltest du frühestens ab dem dritten Aufbautag wieder einsetzen.
Intervallfasten
Es gibt verschiedene Formen des Intervallfastens. Hier fastet man nicht mehrere Tage am Stück, sondern in kürzeren Intervallen. Am bekanntesten sind das 16/8 und das 5/2 Intervallfasten.
16/8 Intervallfasten
Das 16/8 Intervallfasten ist eine sehr sanfte Methode. Sie ist aus meiner Sicht mehr eine Ernährungsumstellung als ein blosses Fasten. Der Name sagt eigentlich schon aus, worum es geht: während 8 Stunden am Tag darfst du normal essen und während 16 Stunden wird gefastet. Diese Fastenzeit verlagerst du am besten in die Nacht hinein. Wenn du eher ein Frühstücks-Mensch bist, kannst du z.B. von 9 – 17 Uhr essen und den Rest des Tages fasten oder wenn du lieber kein Frühstück magst, kannst du von 12 – 20 Uhr essen oder halt so, wie es am besten zu dir passt. Während der Fastenzeit verzichtest du auf feste Nahrung und trinkst viel stilles Wasser und ungesüssten Tee. Wenig schwarzen Kaffee ist auch erlaubt.
Warum sind die 16 Stunden Pause so wichtig?
Studien haben gezeigt, dass nach ca. 14 – 16 Stunden der Prozess der bereits oben erwähnten Autophagie eingeleitet wird. Autophagie heisst so viel wie „sich selbst verdauend“. In diesem Prozess schaltet der Körper von der Kohlenhydratverbrennung auf die Fettverbrennung um. Wenn die Zellen nicht dauernd Nachschub an Nahrung bekommen, haben sie Zeit, ihren Haushalt auszumisten. Unerwünschte Gäste werden entsorgt und ausgeschieden. Dieser Prozess ist elementar für die Zellerneuerung und -reparatur. Das biologische Zellalter kann auf diese Weise verjüngt werden und deine Zellen werden wieder fit und vital.
5/2 Intervallfasten
Bei dieser Art des Intervallfastens wird an 2 Tagen der Woche ein Fastentag eingelegt, an den anderen Tagen kann normal gegessen werden. Die Regeln sind dieselben, wie beim 16/8 Intervallfasten. Ziel ist auch hier dem Körper die Möglichkeit zur Regeneration durch die Autophagie zu geben.
Basenfasten
Beim Basenfasten werden vor allem basenhaltige Lebensmittel konsumiert. Wie der Fastenpapst Dr. Rüdiger Dahlke es treffend erklärt, ist die Begrifflichkeit verwirrend, denn Fasten heisst auf etwas zu verzichten. Korrekterweise müsste es eigentlich Säurefasten heissen, denn man verzichtet auf säureproduzierende Lebensmittel wie Weizen, Fleisch, Milchprodukte, etc. und ernährt sich von basischen Lebensmitteln wie Kartoffeln, Gemüse, etc.