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In Tschechien ist die zweitägige Präsidentenwahl zu Ende gegangen. Die Wahllokale schlossen am Samstag um 14.00 Uhr. Danach begann die Auszählung. Mit verlässlichen Ergebnissen wurde bis zum Abend gerechnet.
Es gibt keine Hochrechnungen. Als Favorit galt Amtsinhaber Milos Zeman, der sich im Wahlkampf als Zuwanderungsgegner und Kämpfer für die kleinen Leute positionierte.
Mit Spannung wurde erwartet, welcher der acht Herausforderer in die wahrscheinliche Stichwahl in zwei Wochen einzieht. Hohe Chancen räumten Umfragen dem parteilosen Chemieprofessor Jiri Drahos ein, der für «Anständigkeit und Respekt» stehen will.
Es zeichnete sich mit knapp 60 Prozent eine ähnlich hohe Beteiligung der knapp 8,4 Millionen Berechtigten ab wie bei der ersten Volkswahl des Staatsoberhaupts vor fünf Jahren. Der tschechische Präsident repräsentiert das Land im Ausland, ernennt die Verfassungsrichter und spielt eine Rolle bei der Regierungsbildung.
Bis auf einen Zwischenfall verlief die Wahl ohne besondere Vorkommnisse: Eine Aktivistin der ukrainischen Frauengruppe Femen war mit nacktem Oberkörper und dem Ruf «Zeman – Putins Schlampe» auf den amtierenden Präsidenten zugestürzt, als dieser seine Stimme abgeben wollte. Zeman war im November in Russland mit Kremlchef Wladimir Putin zusammengekommen.