Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03459.jsonl.gz/1925

Das Alpenkreuzkraut kommt auf Alpen vorwiegend auf nährstoffreichen Standorten wie z.B. Lägern oder Fettweiden vor. Es bevorzugt eher feuchte und frische, teils auch staunasse Standorte wie z.B. Bachläufe, Quellbereiche oder Waldrändern.
Das Alpenkreuzkraut ist in frischem und getrocknetem Zustand giftig. Alle Pflanzenteile sind giftig, wobei die Blüten am giftigsten sind. Aufgenommenes Gift - auch wenn es über einen längeren Zeitraum aufgenommen wurde - zerstört die Leberzellen der Tiere irreversibel. Das Alpenkreuzkraut ist für alle Sömmerungstiere giftig. In der Literatur ist beschrieben, dass Schafe und Ziegen widerstandsfähiger sind als Rindvieh und Pferde (www.vetpharm.uzh.ch/giftdb/pflanzen/0038_tvm.htm). Auf der Weide wird die Pflanze insbesondere vom Rindvieh eher gemieden. Im Heu und in der Silage wird sie jedoch häufig mitgefressen, weil die Tiere die Giftigkeit im trockenen oder angewelkten Zustand weniger gut wahrnehmen können.
Das Alpenkreuzkraut ist mehrjährig. Es bildet mehrere Tausend flugfähige Samen pro Pflanze und Jahr, die sich mit dem Wind leicht verbreiten. Die Samen bleiben im Boden über 10 Jahre keimfähig und bilden ein grosses keimfähiges Samendepot im Boden. Die Samen bleiben auch im Mist und Gülle keimfähig. Das Alpenkreuzkraut ist ein Lichtkeimer und keimt deshalb vor allem bei Lücken im Pflanzenbestand.
Das Alpenkreuzkraut besitzt ein kurzes Rhizom mit zahlreichen Seitenwurzeln, das sich direkt unter der Erdoberfläche befindet und der Pflanze als Speicher für Reservestoffe dient. Aus dem Rhizom können sich neue Pflanzen entwickeln. Bei fehlender Regulierung kann sich die Anzahl an Pflanzen, die sich über das Rhizom vermehren jährlich etwa verdoppeln.
Weitere biologische Aspekte zum Alpenkreuzkraut sind unter folgendem Link zu finden: www.infoflora.ch/de/flora/senecio-alpinus.html
Auch die beiden verwandten Kreuzkrautarten „Jakobskreuzkraut“ und „Wasserkreuzkraut“ sind giftig und stellen deswegen ein Problem für die Weidetiere dar. Beide Arten kommen zwar in tieferen Lagen vor als das Alpenkreuzkraut, ihre Verbreitung reicht jedoch auch bis ins Berggebiet. Während sich die Blüten der verschiedenen Kreuzkrautarten recht ähnlich sehen, unterscheiden sich ihre Blätter deutlicher. Weiterführende Informationen zu diesen Kreuzkrautarten sind unter folgendem Link zu finden: www.fr.ch/sites/default/files/contens/iag/_www/files/pdf55/kreuzkrauter.pdf