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Vertebroplastik bei osteoporotischer Kompressionsfraktur effektiv
Die perkutane Vertebroplastik wird bei Osteoporose-bedingter Fraktur zunehmend propagiert, obwohl die Evidenz bezüglich Effektivität und Sicherheit der Intervention bescheiden ist. Die Autoren einer im Lancet publizierten, randomisierten Studie haben die Vertebroplastik mit der optimalen Schmerztherapie verglichen.
In 6 klinischen Zentren in den Niederlanden und Belgien wurden 431 Patienten mit einer akuten Kompressionsfraktur eines Wirbelkörpers unterhalb Th 5 bei Osteoporose identifiziert. Die Teilnehmer waren über 50-jährig, hatten seit maximal 6 Wochen Rückenschmerzen und hatten auf einer analogen, visualisierten Schmerzskala (VAS) von 0 bis 10 mindestens einen Wert von 5. Bei 202 Patienten, welche keine spontane Schmerzlinderung erfuhren, erfolgte entweder eine konservative Therapie mit optimaler Analgesie oder eine perkutane Vertebroplastik. Primärer Endpunkt war der Schmerzscore auf der VAS nach einem Monat und nach einem Jahr.
Patienten in der Vertebroplastikgruppe berichteten in der VAS über eine deutlich stärkere Schmerzlinderung als Patienten in der konservativ behandelten Gruppe (-5.2 versus -2.7 Punkte nach einem Monat und -5.7 versus -3.7 Punkte nach einem Jahr). Diese Unterschiede von 2.5 respektive 2.0 Punkten auf der VAS waren zu beiden Zeitpunkten statistisch hoch signifikant (p<0.0001). Schwere Nebenwirkungen traten keine auf.
Konklusion der Autoren: Bei Patienten mit einer akuten osteoporotischen Kompressionsfraktur ist die Vertebroplastik eine effektive und sichere Therapie. Die Schmerzlinderung nach Vertebroplastik setzt rasch ein, hält über mindestens ein Jahr an und ist signifikant grösser als durch eine optimierte Schmerztherapie.
Lancet 2010;376:1085-1092 - Klazen CA et al
29.09.2010 - dde