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Bilanz zur Nachjagd auf den Rothirsch
Vom 23. November bis zum 4. Dezember 2018 fand in insgesamt acht Zonen im Ober- und Unterwallis eine Nachjagd auf den Rothirsch statt. Während dieser Zeitspanne konnten 225 Rothirsche durch die Jägerschaft erlegt werden. Damit wurden in vier Zonen die anvisierten Ziele erreicht. In vier weiteren Zonen sind noch Zusatzabschüsse durch die Wildhut nötig um die ausgeglichene Erhaltung der Artenvielfalt sicherzustellen.
Während der ordentlichen Hochjagd im September konnte die geplante Abschusszahl beim Rothirsch nicht in allen Hirschregionen erreicht werden. Deshalb hat die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) innerhalb dieser Regionen acht Zonen ausgeschieden, in welchen während maximal zehn Tagen eine Nachjagd auf den Rothirsch durchgeführt wurde. Im Oberwallis befanden sich drei Zonen in der Hirschregion Goms-Aletsch. Die fünf weiteren Zonen waren verteilt in den Unterwalliser Hirschregionen Derborence, Entremont, Trient und Illiez. Das Ziel der Nachjagd war in erster Linie das Erreichen der geplanten Abschusszahlen beim weiblichen Anteil, damit der Bestand nachhaltig reguliert werden kann. Dies ist einerseits für die Erhaltung der Artenvielfalt und andererseits für eine ausgeglichene Wald-Wild-Situation erforderlich.
Für die Nachjagd in den acht Zonen haben sich 439 Jäger angemeldet. Die Nachjagd in den jeweiligen Zonen wurde beendet, sobald das geplante Soll an weiblichen Rothirschen erlegt wurde. In den drei Zonen im Oberwallis sollten mindestens 140 und in den fünf Zonen im Unterwallis mindestens 90 weibliche Rothirsche erlegt werden. Männliche Rothirsche wie Stierkälber und geringe Spiesser durften ebenfalls erlegt werden, diese zählten jedoch nicht zum Abschusskontingent. In den im Oberwallis ausgeschiedenen Zonen konnten die Jäger 147 weibliche und 21 männliche Rothirsche erlegen. In den im Unterwallis ausgeschiedenen Zonen wurden 48 weibliche und neun männliche Rothirsche erlegt. In vier Zonen wurden die Abschussvorgaben zum Teil erreicht (Derborence, Trient, Entremont, Illiez). Um die fehlende Anzahl an weiblichen Rothirschen in diesen Zonen zu erreichen, wird die Wildhut die noch fehlenden Abschüsse tätigen.
Die DJFW wird die Daten der diesjährigen Jagdsaison im weiteren Verlauf noch detaillierter analysieren und die Resultate wie üblich im nächsten Frühjahr im Rahmen der Jagdstatistik publizieren. Das Erreichen der hohen Abschussvorgaben der Jagd 2018, insbesondere in der Hirschregion Goms-Aletsch, sollte insbesondere zu einer Verbesserung der aktuellen Wald-Wild-Situation führen. Die Umsetzung der zusätzlichen im Wald-Wild-Konzept Östlich-Raron-Goms vorgesehenen Massnahmen, welche 2015 definiert wurden, sollte zu einer weiteren Verbesserung der Situation beitragen.Tweet