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Anbau von Weisshafer für die Produktion von verarbeiteten Haferprodukten
Die fenaco GOF bietet Anbauverträge an und vergütet den aufbereiteten Speisehafer mit einer Prämie von 10 Fr./dt im Vergleich zum Richtpreis. Damit jemand in den Genuss dieser Prämie kommt, muss der Hafer ein Hektorlitergewicht von mindestens 50 kg/HL aufweisen.
In vorliegenden Versuch wurde untersucht, ob das geforderte Hektolitergewicht erreicht wird und wie sich unterschiedliche Saatstärken und Düngungsstrategien darauf auswirken. Unter Berücksichtigung der Anbauverträge wurden auch die Deckungsbeiträge berechnet.
Versuchsaufbau
Der Versuch wurde 2022 auf der Swiss Future Farm durchgeführt. Da es in der Vorkultur mit den Zuckerrüben einen späten Erntezeitpunkt gab, wurde Sommerhafer der Sorte (Husky) gewählt.
- Verfahren 1:
400 Körner/m2 und 75 kgN/ha
- Verfahren 2:
350 Körner/m2 und 45 kgN/ha
- Verfahren 3:
350 Körner/m2 und 75 kgN/ha
Die erste Düngergabe erfolgte unmittelbar vor der Aussaat mit Gülle. Die zweite Gabe wurde nach dem Rispenschieben (Verfahren 1 und 3) gemacht.
Ergebnisse
In allen Versuchsstreifen lag die Anzahl rispentragender Halme pro Quadratmeter unter dem erwarteten Wert. Ein Grund dafür könnte in den kalten Temperaturen anfangs April 2022 und der damit verbundenen schwachen Bestockung des Bestandes liegen.
Der höchste Ertrag wurde mit 75.1 dt/ha in Versuch 3 mit einer Saatstärke von 350 Körner/m2 und einer ausgebrachten Düngergesamtmenge von 75 kgN/ha erzielt. Das Verfahren 2 mit einer um 30 kgN/ha reduzierten Düngergabe liegt mit 61.2 dt/ha ertragsmässig am tiefsten.
Das für den Vertragsanbau vorgeschriebene Hektolitergewicht von 50 kg/HL konnte in allen drei Versuchsstreifen erreicht werden. Als Flächendurchschnitt wurde in der Getreidesammelstelle 54.5 kg/HL gemessen.
Der höchste Deckungsbeitrag mit 942 Fr. wurde im Verfahren 3 mit der Saatstärke von 350 Körnern/m2 und einer Düngermenge von 75 kgN/ha erreicht.
Ein Vergleich der Deckungsbeiträge zeigt, dass die Attraktivität des Haferanbaus durch die Prämien von 10 CHF/dt gesteigert werden kann, aber dennoch unter dem Deckungsbeitrag von Weizen liegt.
Nächsten Schritte
In den kommenden Jahren wird der Versuch im Rahmen des Forum Ackerbaus an verschiedenen Standorten in der Schweiz weitergeführt. Neu werden drei unterschiedliche Saatstärken und je zwei Düngestrategien unterschieden.
Der Anbauversuch wird in den kommenden Jahren im Rahmen des Forum Ackerbaus an verschiedenen Standorten in der Schweiz weitergeführt. Dabei werden neu drei unterschiedliche Saatstärken und je zwei Düngestrategien unterschieden.
Detaillierte Informationen zum Versuch
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