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Forschung
Eine wenn nicht die Kernfrage der Mikroökonomik ist, wie das Verhalten von Menschen durch Anreize gesteuert werden kann.
Für ein Verständnis der Funktionslogik von Wirtschaft und Gesellschaft sowie ihrer Gestaltung durch Institutionen sind Antworten auf die Frage, wie Menschen sich innerhalb eines institutionellen Rahmens verhalten und welche Spielräume Gesellschaften bei der Gestaltung von Institutionen haben, von grosser Wichtigkeit. Am Lehrstuhl für Angewandte Mikroökonomik wird zu diesem Themenbereich derzeit zu den folgenden Fragen Grundlagenforschung betrieben.
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Perfekte Institutionen gibt es nicht, jede Institution erzeugt mehr oder weniger grosse, für sie typische Transaktionskosten. Die ökonomische Theorie der Konflikte und Wettkämpfe bietet ein ausgezeichnetes Instrument, um zu verstehen, welche Transaktionskosten entstehen, wenn Institutionen wie Eigentumsrechte (und damit Märkte) von den betroffenen Menschen unter Aufwendung von Ressourcen durchgesetzt werden müssen. Darüber hinaus erlaubt die Konflikt- und Wettkampftheorie ein besseres Verständnis der Funktionslogik von Konflikten zwischen Individuen und Gruppen von Individuen. Wir entwickeln spieltheoretische Modelle, die unterschiedliche Aspekte der oben umrissenen Themenkreise behandeln.
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Für das Verhalten von Menschen sind neben ökonomischen Vor- und Nachteilen im engeren Sinn auch ihre Eingebundenheit in gesellschaftliche Strukturen und ihre wahrgenommene Identität wichtig. Identität erzeugt einen Sinnzusammenhang, der Menschen erst handlungsfähig macht, der aber auch durch Kategorien wie Zugehörigkeit und Nichtzugehörigkeit wichtige Folgen für das Verhalten von Menschen hat. Beispiele sind Identitätskategorien wie Nation, Geschlecht, soziale Klasse, etc. In diesem Forschungsprojekt werden Modelle zum besseren Verständnis der Rolle von Identitäten und zu den Entstehungsbedingungen für bestimmte Identitätsmuster entwickelt. Eine zentrale Forschungsfrage ist, wie Migration sich auf Identitäten auswirkt, und welche ökonomischen und politischen Folgen dies hat.
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Für das Verhalten von Menschen ist auch ihre Wahrnehmung der Folgen ihres Handelns für zukünftige Generationen wichtig. Da diese heute nicht mitentscheiden können, müssen die Interessen zukünftiger Generationen über normative Vorstellungen über intergenerative Gerechtigkeit der heutigen Generationen mit einbezogen werden. Mit den daraus resultierenden Fragen nach der «richtigen» Einbeziehung der Interessen zukünftiger Generationen beschäftigen sich Theorien intergenerativer Gerechtigkeit, die auf der Schnittstelle zwischen Praktischer Philosophie und Ökonomik angesiedelt sind. Wir entwickeln entscheidungstheoretische Modelle, die insbesondere mit einem zentralen Problem in Bezug auf die zukünftigen Konsequenzen unseres Verhaltens haben, dem des unvollständigen Wissens.