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Calfaree
Wie die Ortschaft Ca del Feree oder auch Ca dal faree bei Arogno nach einem Erdbeben so benannt wurde (Ca' - casa (Haus), Feree - ferro (Eisen Schmied).
Die Erzählung stammt von Rino Cometta und ist im Band
3
von "il meraviglioso" - Leggende e fiabe ticinesi - Verlag Armando Dadò; ISBN:
88-85115-45-4 erschienen.
Rino Cometta 05.09.2002
Zusammenfassung: 1)
An der westlichen Flanke des Monte Sighignola trifft man
vor [Sant'Evasio]
2) auf eine Schlucht der - Vallone - fast immer trocken.
Im Februar des Jahres 1528 regnete und schneite es während zwei Wochen ununterbrochen, die Niederschläge waren so ausgiebig, dass sich der Vallone furchterregend präsentierte. Danach kam die milde Märzsonne zum Vorschein, die Schneeschmelze setzte ein und zusätzliches Wasser gelangte in die Schlucht - der Vallone war ein Inferno.
Dann, in der Nacht, ein Donnerschlag weckte die Einwohner von Arogno von ihrem friedlichen Schlaf auf. Die mutigsten gingen an die Fenster und schauten unglaublich gegen den klaren Sternenhimmel empor. Die Fenster schlossen sich nach und nach, die Aufgebrachten gingen wieder zu Bett. Anderentags wachten die Bewohner spät auf so gerade richtig um den Hornruf des Hirten nicht zu verpassen.
Die Ziegen aus dem ganzen Dorf kamen aus ihren Ställen und besammelten sich auf dem [Platz Dala Froo], heute Piazza Dr.V.Massa. Während sich der Hirt mit seinen Tieren bereitstellte in Richtung Val Mara aufzubrechen war das Ereignis der vergangenen Nacht das Hauptgesprächsthema. Nach einem kurzen Wegstück stellte sich der Herde ein Hindernis entgegen sie konnte nicht weiterziehen. Der Hirt bei den vordersten Ziegen angelangt stellte fest, dass der Weg durch einen Bach, dessen reichliches Wasser aus dem Fels sprudelte, abgeschnitten war [Die Stelle]. Eiligst rannte er ins Dorf um den Vorfall auszurufen. Die Leute kamen und begriffen, dass der Donnerschlag der vergangenen Nacht von den brachialen Felsveränderungen im Berginneren herkam. Der Bach fand einen neuen Weg ohne Schaden anzurichten und als Zeichen der Dankbarkeit beschlossen die Anwohner eine Kapelle zur Ehre der [Heiligen Mutter des Rosenkranzes] zu errichten.
In dieser denkwürdigen Märznacht 3) des Jahres 1528 versiegte das Wasser des Vallone, vielleicht ein Erdbeben war die Ursache für diese Umleitung, um dann an der östlichen Flanke des Monte Sighignola bei Calfaree munter aus dem Fels zu sprudeln. Calfaree so wurde dieser Ortsteil später benannt weil ein cleverer Schmied (Feree) das Wasser für den Antrieb seines Hammerwerkes zu nutzen machte.
Mit der Einführung der Elektrizität nutzte man erneut
die hydrische Kraft, diesmal um Turbinen von Uhrenfabriken anzutreiben. Diese
gaben von 1873 bis 1987 - 114 Jahre - den Leuten in der Region Arbeit. Die Industrialisierung
fasste in einem armen Bergtal Fuss, eine unternehmerische Pionierleistung!
Eine von diesen Fabriken steht, seit die Turbinen still stehen (1987), immer noch unbenutzt da ... und wartet auf einen Unternehmer. [Fabrik]
Quo Vadis Fortschritt?
1) Veröffentlichung vom Verlag
Armando Dadò genehmigt
2) Sant'Evasio Kloster aus der Zeit von Totone (600-700 n.Christi)
3) Andere Quellen weisen auf die Nacht des 19.-20.Mai 1528
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