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Unsere Pfarrei sammelt in diesem Jahr für ein Projekt in Brasilien:
„Rechte gegen die Profitgier verteidigen“
Nationale und internationale Grossprojekte wie Plantagen, Minen, Strassen und Wasserkraftwerke bedrohen die ländliche Bevölkerung in Brasilien. Fehlende juristische Sicherheit macht sie verwundbar gegenüber den massiven Landansprüchen.
Die Lebensweise der Bewohner im Amazonasgebiet gerät immer mehr unter Druck. Der Erdöl-, Bauxit- und Goldabbau bringt schwerwiegende Gesundheitsschäden und Landenteignungen mit sich. Die fortschreitende Ausdehnung der Monokultur-Plantagen wie Soja und der massive Einsatz von chemischen Pestiziden vertreiben vielerorts Kleinbauernfamilien oder schaffen sklavereiähnliche Arbeitsbedingungen. Korruption bis hin zur Regierungsebene verhindert, dass die Rechte der lokalen Bevölkerung respektiert werden.
Damit betroffene Personen ihre Rechte gegenüber der Regierung und Konzernen verteidigen können, werden sie von Fastenopfer regelmässig beraten und werden unterstützt, sich zu vernetzen. Lokale Universitäten, soziale Organisationen und Gewerkschaften verleihen dem Engagement für einen umweltverträglichen Rohstoffabbau Nachdruck. So fordern sie gemeinsam, dass Abbaulizenzen erst erteilt werden, nachdem die Territorien der Indigenen und anderer traditioneller Bevölkerungen juristisch anerkannt worden sind. Sie erarbeiten Strategien zur Verteidigung ihrer Rechte, betreiben Lobbyarbeit und produzieren Videos, um auf die Missstände hinzuweisen. Bestanden vielerorts bis vor Kurzem kaum Perspektiven für junge Menschen, bringen diese Aktivitäten Hoffnung zurück.
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