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Senken Statine bei Pneumonie die Mortalität?
Die antientzündlichen Eigenschaften von Statinen scheinen auf den Verlauf von schweren Infektionen einen günstigen Einfluss zu haben, wie erste klinische Studien vermuten lassen. Nun wurde an einer Kohorte von fast 30'000 Patienten untersucht, ob eine Statineinnahme die Mortalität und Komplikationsrate bei Pneumonie beeinflusst.
Die Dänischen Studienautoren untersuchten die medizinischen Daten von 29'900 Patienten, welche zwischen 1997 und 2004 zum ersten mal aufgrund einer Pneumonie hospitalisiert wurden. Endpunkte waren die Mortalität nach 30 und 90 Tagen, das relative Risiko für eine Bakteriämie sowie pulmonale Komplikationen nach Hospitalisation in Abhängigkeit davon, ob Statine eingenommen wurden oder nicht.
4.6% der Pneumoniepatienten nahmen zur Zeit der Pneumonie Statine ein. Die Mortalität war bei den Statinkonsumenten deutlich geringer als bei den Kontrollindividuen: 10.3% vs 15.7% nach 30 Tagen (31%ige Risikoreduktion) und 16.8% vs 22.4% nach 90 Tagen (25%ige Risikoreduktion). Nicht beeinflusst wurde die Mortalität durch eine ehemalige Einnahme von Statinen oder durch andere kardiovaskulär protektive Medikamente. Das relative Risiko für eine Bakteriämie betrug unter Statinen 1.07 und dasjenige für pulmonale Komplikationen 0.69.
Konklusion der Autoren: Die Einnahme von Statinen ist bei Hospitalisation wegen einer Pneumonie mit einer Reduktion der Mortalität assoziiert.
Link zur Studie
Arch Intern Med 2008;168:2081-2087 - Thomsen RW et al
29.10.2008 - dde