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Das Design der «Chucks» ist so simpel wie ikonisch. Es erstaunt also kaum, dass der «All Star» mit über einer Milliarde verkauften Exemplare das erfolgreichste Schuhmodell der Geschichte ist. Als der Converse-
Mitarbeiter Chuck Taylor im frühen zwanzigsten Jahrhundert erstmals in ihnen durch die Basketballhallen dribbelte, war dieser Erfolgszug noch kaum vorstellbar. Doch als die NBA den Schuh in den Sechzigern für sich entdeckte, wuchs die Nachfrage rasant. Heutzutage greifen Basketball-Profis lieber auf andere Marken aus unserer Liste zurück. Von den Strassen sind die «Chucks» aber nicht mehr wegzudenken.
Im Finale von Wimbledon 1972 standen sich Ilie Năstase und Stan Smith gegenüber. Was hatten die beiden Tennisspieler gemeinsam? Sowohl der Rumäne als auch der Amerikaner trugen weisse Lederschuhe mit drei Reihen aus Löchern auf jeder Seite. Ursprünglich war das Modell von Adidas als Signature-Schuh für Robert Haillet gedacht. Als dieser in Tennis-Rente ging, widmete man das Modell stattdessen der damaligen Weltnummer 1 Stan Smith. In den Neunzigern wurde Adidas von der Hip Hop-Szene entdeckt. Daraufhin wurde der «Stan Smith» mit anderen Modellen wie dem «Superstar» unter dem Namen «Adidas Originals» neu aufgelegt.
1977 brachten die Gebrüder Van Doren (Van Doren, Vans … get it?) einen Schuh mit dem Namen «Style 36» auf den Markt. Um ihrer Zielgruppe beim Skaten mehr Stabilität zu bieten, brachten sie einen geschwungenen Streifen aus Leder an der Seite ihrer Kreation an. In der Szene wurde das Modell schnell zur Standardausrüstung. Das simple Design bot gute Möglichkeiten zur Personifizierung. Dadurch wurde Vans zur Marke für Kreativität und Individualität. Jahrzehnte später zehrt die Brand noch immer von diesem Image, obgleich mittlerweile jeder Zweite ein Paar der neubenannten «Old Skools» im Schuhregal stehen hat.
Anfang der Achtziger experimentierte Nike mit der «Air-Technologie». Bei dieser wird ein Edelgasgemisch in die Schuhsohle integriert, um den Aufprall der Füsse beim Rennen oder Springen zu dämpfen. Der «Air Force 1» war das Ergebnis des Versuchs, dieses Prinzip auf die Bedürfnisse von Basketballern zuzuschneiden. Als der Schuh einschlug wie eine Bombe, entstanden auch Versionen ohne den hohen Schaft, der die Knöchel der Profisportler schützen sollte. Damit war der Weg geebnet für die unzähligen Editionen, die es heute gibt. Der unumstrittene Klassiker in dieser Reihe ist und bleibt aber der «white-on-white Air Force 1».
Michael Jordan steht für Basketball wie kaum ein Anderer. Da passt es gut, dass auch sein Signature-Schuh die Szene geprägt hat. Die Welt der Sneaker wäre heute bestimmt nicht die gleiche, hätte Nike nicht 1984 dieses Modell für den Star der Chicago Bulls entworfen. Dem ersten Design folgten unzählige Nachfolger. Doch die Ikone der Jordan Brand ist noch immer der Schuh, mit dem alles begann: Der «Nike Air Jordan 1».