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In der Nacht der Philosophie steht das Erkennen mit Hilfe von Modellen im Zentrum. Dabei werden exemplarisch die Bedingungen menschlicher Erkenntnisse (Erkenntnistheorie) und der Einfluss verschiedener Vorgehensweisen auf die Untersuchungsergebnisse (Methodologie) fokussiert. Das heisst: Welches sind die Voraussetzungen von Wissen und wie verändern unterschiedliche Systematisierungsmöglichkeiten die Erkenntnis?
Das Reflexionswissen lässt die Lernenden erkennen, was Modelle vermögen: Wissenschaftliche Modelle bedienen sich einer bestimmten Sprache (Begriffsbildung) und einer spezifischen Struktur. Welche Modelle implizieren welche Ziele und Kriterien der Wissenschaftlichkeit und haben welchen Geltungsanspruch?
Die Nacht der Philosophie, "Denken in Modellen" nimmt Impulse von EVAMAR II* und HSGYM** auf: die Stärkung von überfachlichen Kompetenzen. Das fachübergreifend orientierte Lernarrangement "Denken in Modellen" vermag die Lernenden zu irritieren. Denn in ihrer unsicheren Lebenswelt der Adoleszenz verlangen sie geradezu nach Gewissheiten, die nicht garantiert werden können.
* EVAMAR II: Evaluation der Schweizer Maturitätsreform.
** HSGYM: Hochschule-Gymnasium - Bericht einer Zürcher Arbeitsgruppe mit Analysen und Empfehlungen zum Übertritt vom Gymnasium an die Hochschule.