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Die berufliche Vorsorge ermöglicht zusammen mit der Alters-, Hinterlassenen- und der Invalidenversicherung die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise (Art. 113 Abs. 2 lit. a Bundesverfassung).
Die Leistungen der 1. und der 2. Säule sollten zusammen 60% des letzten Lohnes abdecken.
Die berufliche Vorsorge ist für Arbeitnehmede obligatorisch. Selbstständigerwerbende können sich freiwillig bei einer Vorsorgeeinrichtung versichern.
Dem BVG-Obligatorium unterstellt sind Personen mit arbeitsvertraglicher Anstellung, welche
- bei der AHV/IV versichert sind,
- das 17. Altersjahr vollendet haben,
- einen Jahreslohn über dem Mindestlohn beziehen (2013/14: CHF 21'060),
- eine unbefristete oder auf länger als drei Monate befristete Anstellung eingegangen sind,
- die Anstellung nicht nur nebenberuflich ausüben und im Hauptberuf versichert sind,
- zu weniger als 70% invalid sind und
- das Pensionierungsalter (64/65) noch nicht erreicht haben.
Die steuerbefreite berufliche Vorsorge hat nach den Grundsätzen der Angemessenheit, der Kollektivität, der Gleichbehandlung, der Planmässigkeit sowie des Versicherungsprinzips zu funktionieren (Art. 1 Abs. 3 BVG).
Für eine angemessene Vorsorge dürfen die reglementarischen Leistungen 70% des letzten Einkommens nicht übersteigen oder die reglementarischen Beiträge nicht mehr als 25% aller versicherbaren AHV-pflichtigen Jahreslöhne des Arbeitgebers betragen.
Der Grundsatz der Kollektivität ist eingehalten, wenn die Vorsorgeeinrichtung oder das Vorsorgewerk in ihrem Reglement eines oder mehrere Kollektive von Versicherten vorsehen. Die Zugehörigkeit zu einem Kollektiv muss sich nach objektiven Kriterien richten wie insbesondere nach der Anzahl der Dienstjahre, der ausgeübten Funktion, der hierarchischen Stellung im Betrieb, dem Alter oder der Lohnhöhe.
Der Grundsatz der Gleichbehandlung ist eingehalten, wenn für alle Versicherten eines Kollektivs die gleichen reglementarischen Bedingungen im Vorsorgeplan gelten.
Der Grundsatz der Planmäßigkeit ist eingehalten, wenn die Vorsorgeeinrichtung in ihrem Reglement die verschiedenen Leistungen, die Art ihrer Finanzierung und die Anspruchsvoraussetzungen, die Vorsorgepläne sowie die verschiedenen Versichertenkollektive, für welche unterschiedliche Pläne gelten, genau festlegt. Der Vorsorgeplan muss sich auf Parameter stützen, die nach fachlich anerkannten Grundsätzen festgelegt werden.
Das Versicherungsprinzip ist eingehalten, wenn mindestens 6% aller Beiträge zur Finanzierung der Leistungen für die Risiken Tod und Invalidität bestimmt sind; massgebend für die Berechnung dieses Mindestanteils ist die Gesamtheit der Beiträge für alle Kollektive und Pläne eines angeschlossenen Arbeitgebers in einer Vorsorgeeinrichtung.