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Alternativer Standort für Energiezentrale in Zürich
Das beliebte Kraftwerk Selnau könnte zukünftig von hunderttausenden Menschen genutzt werden, anstatt nur als Energiezentrale zu dienen: Eine Studie von angesehenen Experten zeigt auf, dass es sinnvolle alternative Standorte im Untergrund gibt, um die Energiezentrale in Zürich zu platzieren. Wenn die Energiezentrale unter dem Hochschulquartier errichtet würde, könnten sogar die CO2-Emissionen auf Null reduziert werden.
Die Machbarkeitsstudie vom Swiss Center of Applied Underground Technologies in Zusammenarbeit mit der Amberg Engineering AG, der Rapp AG, sowie Experten der ETH Zürich und der Hochschule Luzern hat bestätigt, dass es in Zürich unterirdische Standorte gibt, die sich für eine Energiezentrale eignen. Besonders im Fokus steht der Bau einer Kaverne unterhalb des ETH-Maschinenlaboratoriums. Der stillgelegte Lettentunnel könnte als Zugangsschacht genutzt werden, um eine Erschliessung ohne gravierende Emissionen zu gewährleisten.
Darüber hinaus wäre es möglich, den Lettentunnel als Standort für einen Wärmespeicher zu nutzen. Laut den Experten der HSLU könnten auf diese Weise sämtliche CO2-Emissionen von CoolCity vermieden werden. Dies würde es der Stadt ermöglichen, ihre Klimaziele besser zu erreichen als mit dem Standort Selnau, wo die Verbrennung von Gas zur Kompensation von Spitzenlasten vorgesehen ist und überschüssige Wärme in die Limmat abgeführt werden müsste.
Ein Untergrundstandort hat auch Vorteile bezüglich schneller Realisierbarkeit und Kosten. Der Standort unter der ETH erfordert im Gegensatz zum Standort Selnau keine Genehmigungen vom Denkmalschutz und reduziert die Belastung des Grundwassers auf ein Minimum. Die zusätzlichen Kosten für den Bau einer Energiezentrale schätzen die Ingenieure des SCAUT im Vergleich zum Unterwerk Selnau auf 15 bis 30 Millionen Franken, zuzüglich etwa 20 Millionen Franken für einen Wärmespeicher. Dem gegenüber stehen jedoch die Vorteile eines grossen oberirdischen Gebäudes, das über Jahrzehnte hinweg genutzt werden kann, sowie die klima- und umwelttechnischen Pluspunkte eines unterirdischen Baus.