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Nadal gewinnt French-Open-Hauptprobe gegen Djokovic
Rafael Nadal gewinnt mit einem 7:5, 1:6, 6:3-Finalsieg gegen Novak Djokovic zum zehnten Mal das Masters-1000-Turnier in Rom.
Am Ende reichte Djokovics Kraft nur noch für zweieinhalb Sätze; bis zu einem veritablen Penalty für ein Break zum 3:2 im dritten Satz. Danach kippte die Partie vor 2500 Fans im zu einem Viertel gefüllten Foro Italico zugunsten von Nadal. Er gewann den Abnützungskampf nach über zweidreiviertel Stunden, und das hatte seine Logik.
Die Voraussetzungen waren sehr ungleich, geradezu unfair. Am Samstag hatte die Weltnummer 1 aus Serbien sagenhafte 4:56 Stunden auf dem Platz gestanden, weil er erst noch seinen wegen Regens abgebrochenen Viertelfinal beendet musste. Nadal: lockere eineinhalb Stunden. Da der bald 35-jährige Mallorquiner die Vorteile auf Sand ohnehin auf seiner Seite hat, ist der Sieg keine Überraschung. Djokovic konnte gegen Nadal auf dessen bevorzugter Spielwiese seit dem Rom-Final 2016 nicht mehr gewinnen, insgesamt steht es nun in den Direktbegegnungen noch 29:28 für den ein Jahr jüngeren Serben.
Djokovic lieferte wie gewohnt einen grandiosen Kampf, und sein Gegner agierte nicht immer stilsicher. In Paris führt der Weg in zwei Wochen aber - trotz für seine Verhältnisse nicht überragender Sandsaison - wie immer über Rafael Nadal, der mit seinem 21. Grand-Slam-Titel (dem 14. in Paris) vor Roger Federer alleiniger Rekordhalter werden könnte.
Swiatek gewinnt mit der Höchststrafe
Wesentlich kürzer war der Frauenfinal: Der polnische Teenager Iga Swiatek (WTA 15) gewann nach dem French Open im letzten Oktober auch das Masters-1000-Turnier in Rom - mit einem 6:0, 6:0 im Final gegen die ehemalige Weltnummer 1 Karolina Pliskova. Die Tschechin stand zum dritten Mal in Folge im Rom-Final, entschied in 45 Minuten aber nur gerade 13 Punkte für sich.
Der Aufstieg von Swiatek ist eindrücklich. Sie sicherte sich zwei Wochen vor ihrem 20. Geburtstag bereits ihren dritten Turniersieg nach Roland Garros und Adelaide im Februar (im Final gegen Belinda Bencic). Einzig ihren ersten WTA-Final hat sie verloren - 2019 in Lugano. In dieser Form gehört sie am French Open zu den Topfavoritinnen.