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Fluconazol und Ivabradin beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhte Gefahr für Bradykardien und QT-Zeit-Verlängerungen
Mechanismus
Die Metabolisierung von Ivabradin erfolgt ausschliesslich über das CYP3A4-Isoenzym. In Kombination mit CYP3A4-Inhibitoren wie Fluconazol [Niwa T, 2014] kann der Abbau von Ivabradin vermindert werden und erhöhte Plasmakonzentrationen des Arzneistoffes treten auf.
Effekt
Unter erhöhten Ivabradin-Konzentrationen kann es zu schweren Bradykardien kommen. Fluconazol hat ein bekanntes Potential bzgl. einer QT-Verlängerung [McMahon JH, 2008]. Unter Senkung der Herzfrequenz durch Ivabradin kann eine QT-Verlängerung verstärkt werden. Gemäss Schweizer Fachinformation ist die Gabe von CYP3A4-Substraten, welche das QT-Intervall verlängern können und Fluconazol kontraindiziert.
Empfehlung
Die Kombination von Ivabradin mit Fluconazol kann bei einer Ruheherzfrequenz von über 70 Schlägen pro Minute und unter sorgfältiger Überwachung der Herzfrequenz eingesetzt werden. Die Anfangsdosierung von Ivabradin sollte 2,5 mg zweimal täglich nicht überschreiten. EKG-Kontrollen der QTc-Zeit sollten engmaschig durchgeführt werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018