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Funktionsweise der Biogas-Anlage
Die Schweinezucht besteht aus etwa 500 Säuen.
So werden jährlich etwa 4'500 Tonnen Gülle erzeugt und in der Biogas-Anlage verwertet. Pro Jahr werden 3'800 Tonnen andere Abfälle und organische Nebenprodukte, die als Kosubstrate bezeichnet werden, ebenfalls in die Methanisierungsanlage gegeben.
Die Co-Vergärung
Die Einbringung von landwirtschaftsfremden Kosubstraten in die Methanisierung ermöglicht eine Steigerung der Biogas-Erzeugung, da diese Stoffe ein höheres methanogenes Potenzial besitzen. Diese Praxis ist nicht nur in energetischer Hinsicht interessant, sondern sie bietet auch eine Möglichkeit für die lokale Verwertung von Nahrungsmittelnebenprodukten. Die Biogas-Anlage besteht aus einer Hygienisierungseinheit, in der die Substrate wärmebehandelt werden, bevor sie in den Gärbehälter mit tierischen Nebenprodukten wie Nahrungsmittelabfällen aus der Küche gegeben werden. Diese Vorbehandlung ermöglicht die Gewährleistung eines Substrats, das kein Gesundheitsrisiko aufweist.
Für die Lagerung der Kosubstrate wurde am Standort eine Halle errichtet. Die Kosubstrate und die Schweinegülle gelangen mittels einer Vorgrube in den Gärbehälter. Am Ausgang des Gärbehälters wird die Biomasse bis zur Verteilung in einen Nachgärer transferiert, der ebenfalls mit einem Gasometer ausgerüstet ist. Die beiden Reaktoren haben jeweils ein Volumen von 12'000 m³.
Unsere Kraft-Wärme-Kopplungsanlage von MAN hat eine Leistung von 190 kWel und 240 kWth. Nach einigen Monaten Betriebsdauer wurde eine zweite Kraft-Wärme-Kopplungsanlage mit 254 kWel und 302 kWth hinzugefügt.
Der Strom wird ins Netz eingespeist, und die Wärme wird zu 85 % am Standort selbst genutzt, und zwar für
- das Heizen des Gärbehälters und des Nachgärers
- die Deckung des Bedarfs der Hygienisierungseinheit
- das Kochen der Kartoffelabfälle für das Schweinefutter
- das Heizen der umliegenden Gebäude
Die Biogas-Anlage wurde von der Firma Axpo Genesys AG gebaut. Dieser Konstrukteur arbeitete mit Unternehmen aus der Region zusammen, die sich um den Bau der Halle für die Kosubstrate kümmerten und die Arbeiten für die Rohbauten (Mauerwerk) und den Innenausbau (Heizung, Sanitär) ausführten.