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Papst legt Gedenktag für Hildegard von Bingen weltweit fest
Die Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen (um 1098–1179) erhält im weltweiten liturgischen Kalender der römisch-katholischen Kirche einen eigenen Gedenktag. Wie der Vatikan am 2. Februar bekanntgab, wird Hildegards Todestag, der 17. September, «nicht gebotener Gedenktag» im Römischen Generalkalender. Die Benediktinerin, Äbtissin, Wissenschaftlerin und Künstlerin aus dem deutschen Rheinland wurde über Jahrhunderte ohne kirchliche Heiligsprechung verehrt. 2012 wurde sie von Papst Benedikt XVI. zur Kirchenlehrerin erklärt. Ihre Nonnenkrone befindet sich in der Abegg-Stiftung Riggisberg bei Bern.
Eine Aufnahme in den Generalkalender verfügte Papst Franziskus auch für die Heiligen Gregor von Narek (951–1005) am 27. Februar sowie Johannes von Avila (1499–1569) am 10. Mai. Beide hatte Franziskus ebenfalls zu Kirchenlehrern erhoben. Mit einem zweiten Dekret verfügte der Papst, dass die biblischen Geschwister Martha, Maria und Lazarus mit dem Gedenktag am 29. Juli in den Generalkalender aufgenommen werden. Bisher wurde am 29. Juli allein Marthas gedacht. Das Lukasevangelium berichtet über Besuche und Gespräche von Jesus im Haus der drei in Bethanien. Das Johannesevangelium erzählt davon, wie Jesus Lazarus von den Toten auferweckte und dabei mit Maria einen längeren Dialog führt. Die Unsicherheit, um welche Maria es sich in diesen Erzählungen handelt, sei inzwischen gelöst worden, heisst es in dem vatikanischen Dekret. Daher könne nun am 29. Juli «der Heiligen Martha, Maria und Lazarus» gedacht werden.
kath.ch