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Der Vermehrung der Anstrengung und der Berstung der Krampfadern beugt man am besten durch einen
Gummi- oder Schnürstrumpf vor, der um den ganzen Fuß und Unterschenkel mit mäßigem Druck genau anschließt, oder man wickelt
statt dessen den Fuß in Rollbinden, macht auch wohl Kleisterverbände; auch kalte Douchen und Übergießungen leisten oft
gute Dienste.
[* 6] Blutungen werden in gewöhnlicher Weise behandelt, bei Geschwüren können Operationen, Ätzungen,
Unterbindungen etc. nötig werden; ja, es gibt Chirurgen, die wegen Krampfadergeschwüren,
zumal wenn diese größere Ausdehnung
[* 7] angenommen haben, zur Amputation schreiten, ein Standpunkt, der gewiß gerechtfertigt
ist, wenn man bedenkt, wie schwer diese Geschwüre heilen, wie kurze Zeit sie, falls sie nach oft monatelangem Liegen in absoluter
Ruhe wirklich geheilt sind, in diesem Zustand bleiben. Die geringste Verletzung, ein Stoß oder Fall, oft eine ganz unbedeutende
Anstrengung genügt, das Geschwür von neuem ausbrechen zu lassen und den Kranken von neuem zu monatelanger Unthätigkeit
zu verdammen.