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Diamond League in ParisEin Abend der Weltrekorde – und Ehammer fliegt wieder
Der Appenzeller wird im Weitsprung mit 8,11 m Zweiter, Kipyegon und Girma brillieren mit ihren Bestleistungen. Und Jason Joseph enttäuscht sich selbst.
Drei Sprünge über acht Meter: Simon Ehammer glänzt in Paris.
Foto: Christophe Petit Tesson (EPA)
Es ist in den vergangenen Jahren kaum einmal vorgekommen, dass gleich zwei Schweizer an einem Meeting der Diamond League im Ausland starteten. Gestern war es in Paris so weit. Hürdensprinter Jason Joseph trat mit neu geordnetem Haar an, und Simon Ehammer wollte den Dämpfer der drei Weitsprung-Nuller am Mehrkampfmeeting in Götzis vergessen machen. Das gelang dem WM-Bronzegewinner von 2022 vorzüglich: Ehammer zeigte sechs gültige, weite Sprünge, drei davon über 8 Meter. Mit 8,11 m flog er aufs Podest und wurde hinter Olympiasieger Tentoglou (8,13 m) Zweiter. Er habe sein Ziel, zu alter Sicherheit zu finden, für den Moment erreicht, sagte er hernach gegenüber SRF.
Joseph hingegen enttäuschte sich selber. Der Hürden-Rekordhalter hatte gesagt, es sei wichtig, dass er zwei schnelle Läufe zeigen könne – eine Art Simulation für die WM mit Halbfinal und Final. Nach einem mässigen ersten Durchgang in 13,36 Sekunden und nach miserablem Start stand er zwar im Final – und verpasste dort den Start erneut. Er ging als Letzter aus den Startblöcken und fand nie ins Rennen. In 13,29 wurde er Siebter. Das Rennen gewann wenig überraschend US-Dominator Grant Holloway. In 12,98 blieb er als Erster in diesem Jahr unter der 13er-Marke, die fünf schnellsten Zeiten 2023 ist er gelaufen.
Schon wieder Kipyegon
Die verblüffendsten Leistungen des Abends gelangen der Kenianerin Faith Kipyegon und dem Äthiopier Lamecha Girma. Kipyegon rauschte nur eine Woche nach ihrem Weltrekord über 1500 m in Florenz zur nächsten Bestmarke: In 14:05,19 Minuten über 5000 m unterbot sie den alten Weltrekord um fast eineinhalb Sekunden und mochte kaum glauben, was sie erreicht hatte. Das ging wohl auch Girma so, der über 3000 m Steeple in 7:52,11 mit rund 17 Sekunden Vorsprung gewann und Saif Saaeed Shaheen (QAT) als Weltrekordler ablöste.
Nicht zu schlagen: Faith Kipyegon, nachdem sie erneut einen Weltrekord aufgstellt hat.
Foto: Jeff Pachoud (AFP)
Dass die Britin Keely Hodgkinson (21) zuvor in 1:55;77 eine Jahresweltbestleistung und britischen Rekord über 800 m gelaufen war, verblasste an diesem Abend der Weltrekorde fast. Denn noch bevor die Hauptrennen im Stade Charléty begonnen hatten, war auch Norwegens Jungstar Jakob Ingebrigtsen auf den sehr selten gelaufenen 2 Meilen zu einer Allzeit-Bestleistung gesprintet. In 7:54,10 Minuten tilgte er die Marke des Kenianers Daniel Komen von 1997, er war um viereinhalb Sekunden schneller.
mro
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