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Shetland Sheepdog (Sheltie)
FCI Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ohne Arbeitsprüfung)
Ursprüngliche Aufgabe
Hüten von Schafen, Bewachen von Haus und Hof.
Herkunft
Grossbritannien, Shetlandinseln, nördlich von Schottland. In dieser rauen Gegend wurden kleine, genügsame, leistungsfähige und ausdauernde Hunde zum Hüten der Schafe eingesetzt. Nordische Rassen, verschiedene Spitze sowie Hütehunde bilden den Ursprung dieser Rasse, denn die Shetlandinseln gehörten früher zu Norwegen. Die karge Landschaft, kahl und felsenreich, veranlasste die Inselbewohner zur Zucht von Zwergschafen, Zwergrindern und Shetland-Ponys, die zum Überleben keine üppige Vegetation brauchten. Zum Hüten dieser Kleinrassen brauchte es keine grossen, schwerfälligen, sondern kleine, flinke Hunde.
Arbeitsweise
Shelties arbeiteten als Hütehunde neben den Schafen, in Zusammenarbeit mit dem Hirten. Sie trieben und hielten die Herden zusammen. Sie wurden aber auch mit einer Schafherde auf unbewohnte Inseln gebracht, wo sie ganz auf sich allein gestellt tagelang verblieben. Die Hunde passten auf die Zwergschafe auf, dass sie an den Klippen nicht abstürzten und mussten hierfür auch mal über den Rücken der Schafe springen. Als erfahrene Mäuse- und Kaninchenjäger besorgten sie ihr Futter selbst. Da sie in ihrer Heimat auch Schafe von den kleinen Häusern (= toons) der Einheimischen fernhalten mussten, wurden sie auch toony-dogs genannt.
Aussehen
Der Sheltie ist ein kleiner, langhaariger, gut proportionierter und schöner Arbeitshund. Seine Widerristhöhe liegt bei max. 37 cm, das Gewicht bei max. 9 Kilogramm. Lefzen, Lidränder und Nasenschwamm sind schwarz, das dichte Fell erscheint in den anerkannten Farben: Zobelfarben, Dreifarbig, Blue Merle, Schwarz-Weiss oder Schwarz mit Loh. Die Unterwolle ist weich, kurz und dicht, das Deckhaar ist lang, hart und gerade.
Charakter
Der Sheltie ist ein intelligenter, temperamentvoller, lebhafter und lernfreudiger Hund. Gegenüber Fremden ist er reserviert und misstrauisch. Durch seine Wachsamkeit neigt er zum Bellen.
Gesundheit
Mögliche Probleme: MDR1-Defekt, Dermatomyositis, CEA, PRA, HD, Von Willebrand Disease, Hypothyreose, Distichiasis, PL, Merle-Syndrom, DM
Spezielles
In den 1920er-Jahren begann man, die Shelties mit Collies zu kreuzen. Der moderne Sheltie gilt als Showlinie. Es wird behauptet, dass Hunde aus diesen Linien wenig Arbeitstrieb haben sollen, was Insider nicht bestätigen können. Neben dem englischen gibt es auch den amerikanischen Typ.
FCI Gruppe 1
(ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
Sektion 1: Schäferhunde
Belgischer Schäferhund, Deutscher Schäferhund, Kelpie, Beauceron, Bearded Collie, Border Collie, Tschechoslowakischer Wolfshund, Australian Shepherd, Collie Rough, Welsh Corgi, Shetland Sheepdog, Berger des Pyrénées etc.