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Frag uns nicht, wer wir sind ist ein einstündiges Performance-Konzert-Hybrid, das auf der biblischen Geschichte der Heiligen Drei Könige basiert. Das Projekt war einer der Gewinnervorschläge für die weit&-Initiative, bei der der ausgewählte Künstler den Raum einer katholischen Kirche in Zürich (in meinem Fall: die Dreikönigenkirche) erkunden muss. Die Hauptthemen des Projekts sind Kommunikation, Identität und Verbundenheit und es wurde so konzipiert, dass es sowohl eine künstlerische als auch eine spirituelle Dimension hat. Der Stoff, aus dem es besteht, basiert auf den ausgewählten Texten, der Musik, der Bewegung (sowohl live als auch virtuell) und dem Licht. Die Live-Bewegung wird von einem Zeremonienmeister ausgeführt, der Rolle, die Meinrad Furrer, Theologe und Koordinator von weit& übernimmt. Durch seine Handlungen - die eher Ritualen ähneln - wird versucht, die Illusion zu erzeugen, Stimmen aus den Lautsprechern zu beschwören, die sich nach und nach als eine Art von Wesenheiten entpuppen, die mit den drei Weisen in Verbindung stehen. Zeitlich gesehen ist die Herangehensweise sparsam: die menschliche Stimme überwiegt, und es kommen nur drei rituelle Instrumente hinzu: die Klangschale, der Weihrauch und die rituelle Trommel, die meist live vom Zeremonienmeister eingesetzt werden. Trotz dieser Tatsache werden sowohl Strenge als auch Extravaganz kompositorisch eingesetzt, was auf die Konzepte zurückzuführen ist, die ich aus meiner Analyse des Themas abgeleitet habe. Von der Form her ist die Makrostruktur dem Haupttext nachempfunden, aber ihr Rückgrat ist in der Gestaltung der christlichen Liturgie (sei sie nun katholisch oder orthodox) verwurzelt.