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Rom - Jean-Daniel Pitteloud, der Vizekommandant der Schweizergarde, kehrt der päpstlichen Schutztruppe nach elf Dienstjahren den Rücken. Der 45-jährige Walliser wird ab dem 1. September beim Interpol-Generalsekretariat in Lyon arbeiten.
Wer ihn als Nummer zwei in der Schweizergarde beerben wird, steht noch nicht fest, wie die Schweizergarde am Mittwoch in einem Communiqué mitteilte.
Pitteloud, ein studierter Jurist, war 1999 als erster französischsprachiger Offizier in die Schweizergarde eingetreten. Seine Berufung ins Führungskader erfolgte im Rahmen einer Neuordnung der Truppe nach der Ermordung des Kommandanten Alois Estermann und dessen Frau am 4. Mai 1998.
Die Massnahme sollte Spannungen zwischen den Sprachgruppen entgegenwirken, wie die Katholische Internationale Presseagentur (Kipa) auf ihrer Homepage schreibt.
Gemeinsam mit Pitteloud war seinerzeit Oberstleutnant Elmar Mäder vereidigt worden. Mäder stieg später vom Rang des stellvertretenden Kommandanten zum Gardechef auf.
Bei dessen Rücktritt im Jahre 2008 galt Pitteloud als ein möglicher Kandidat für die Nachfolge. Statt seiner wurde aber der sieben Jahre jüngere Deutschschweizer Daniel Rudolf Arnig aus St. Gallen zum 34. Kommandanten der kleinsten Armee der Welt ernannt.
Die Schweizergarde ist seit 1506 für den Schutz der Päpste und die Überwachung der Eingänge zum Vatikanstaat, insbesondere zum Apostolischen Palast, zuständig.
Berühmt ist die jährliche Vereidigung der neuen Soldaten am 6. Mai, dem Jahrestag des "Sacco di Roma" von 1527, bei dem 147 Schweizergardisten bei der Verteidigung des Papstes fielen.
SDA-ATS