Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03444.jsonl.gz/1303

Titel
Jäger,
1) Friedrich Wilhelm Johannes, Maler des landwirtschaftlichen Tiergenres, geb. zu Schlitz im Großherzogtum Hessen, wollte sich anfangs dem Forstfach widmen, studierte dann Chemie, trat 1850 bei einem Apotheker in die Lehre, studierte in Gießen die Pharmaceutik und blieb bei diesem Fach bis 1865, wo er sich entschloß, Maler zu werden. Er trat in die Akademie zu München und wurde hier durch Karl Raupp und den verstorbenen Tiermaler Klein sehr gefördert. Die Vorwürfe seiner Bilder, deren erstes er 1867 ausstellte, entlehnt er vorzugsweise aus dem bayrischen Hochland oder auch aus der Umgegend Wiens, wo er sich längere Zeit aufhielt. Das bedeutendste ist der vom Kölner Dombauverein erworbene Morgen an einem oberbayrischen See mit reicher Tierstaffage.
2) Karl, Historienmaler, geb. 1838 zu Nürnberg, bildete sich anfangs dort unter Reindel und Kreling, später auf der Akademie in München aus. Außer den Historienbildern von Pirkheimers und Dürers Haus in Nürnberg (Nürnbergs Blütezeit und Dürers Geburt) und dem sehr gelungenen Bild: Schön Rothtraut mit dem jungen Königssohn nach Mörikes Gedicht (1877) lieferte er bis jetzt zahlreiche sehr geistvolle Illustrationen zu Schillers «Glocke», zu Bruckmanns Schiller-Gallerie und für denselben Verleger zwölf Porträte deutscher Fürsten. Er ist Professor an der Kunstschule seiner Vaterstadt.