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Vor seinen 3 Matchbällen bei eigenem Aufschlag prellte Matteo Berrettini den Ball wie gewohnt mit der Hand auf den Boden – und hielt dann kurz inne und zeigte auf sein Gegenüber. Die Geste sollte den aufbrandenden Applaus im Louis-Armstrong-Stadium in Richtung Oscar Otte dirigieren.
Auch nach dem verwerteten Matchball zum 4-Satz-Sieg wurde der Italiener nicht müde, in Richtung Otte zu zeigen, anerkennend zu nicken, zu applaudieren. Manche mögen das als zu viel des Guten empfinden, doch Tatsache ist: Berrettini erwies dem deutschen Qualifikanten so den Respekt, der ihm gebührte.
Vergebens durchgebissen
Otte hatte sich im 4. Satz bei einem Sturz an der Schlaghand verletzt. Unter starken Schmerzen konnte er in der Folge sein Spiel nicht mehr richtig durchziehen. Der 28-Jährige biss aber auf die Zähne und hielt tapfer durch, konnte die 4:6, 6:3, 3:6, 2:6-Niederlage aber nicht mehr abwenden.
Auch wenn Otte, die Nummer 144 der Welt, gegen Berrettini (ATP 8) die grosse Überraschung verpasste, darf er mit dem Achtelfinal-Vorstoss und seinem bislang besten Abschneiden an einem Grand-Slam-Turnier zufrieden sein. Mit einem Sieg wäre er der am niedrigsten eingestufte Spieler in der Runde der letzten Acht in New York seit Jimmy Connors 1991 gewesen.
Berrettini trifft im Viertelfinal nun auf den Weltranglistenersten Novak Djokovic, der sich gegen den aufmüpfigen Aussenseiter Jenson Brooksby aus den USA durchgesetzt hat.