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die Reste von noch gegenwärtig den See bevölkernden Arten darstellen. Die Wassertemperatur beträgt von etwa 30 m an abwärts 4° C. und kann gegen Ende des Sommers an der Oberfläche die Lufttemperatur noch um etwas übertreffen. Die Wasserfläche wird fast lückenlos von einem Kranz von Schilf und Binsen (Phragmites communis und Scirpus lacustris) umrahmt. Die Flora der untergetauchten Wasserpflanzen zeigt eine ausserordentlich grosse Armut an Arten. Ausgedehnte Strecken sind mit dem Tausendblatt (Myriophyllum spicatum) bewachsen. An einzelnen geschützten Stellen breiten sich die grossen und flachen Blätter der Seerose (Nymphaea alba) aus.
Von den sonst überall vorkommenden und allgemein verbreiteten Laichkräutern (Potamogeton) fand dagegen Prof. Heuscher anlässlich seiner Untersuchung des Sempachersees nicht ein Stück. Ueber die auf oder am See sich aufhaltende Vogelfauna lässt sich bemerken, dass nur wenige Arten (Eisvogel, Wasserhuhn, Wild-, Knäck- und Krickente, sowie der Kibitz und die Lachmöve) sich sowohl im Sommer als auch im Winter zeigen. Zahlreicher sind die eigentlichen Zug- oder Nistvögel, die nur im Sommer bei uns leben und dann auch brüten, so von Raubvögeln der Fischadler, die Sumpfweihe und die Sumpfeule; dann verschiedene Rohrsänger, die Rohrdrossel, die Rohrammer und der Baumpieper, das Blaukehlchen, der Wachtelkönig, zwei Sumpfhühner, die Wachtel, der Zwerg- und der graue Reiher, sechs Taucher, verschiedene Enten, zahlreiche Sumpfvögel und einige Möven.
Nur kurzen Aufenthalt pflegen zu nehmen die Graugans, Saatgans und zwei Brachvögel. Seltene Vorkommnisse sind der Sandregenpfeifer, die Silbermöve, die Eisente, der schwarze Storch, die Zwergtrappe und der dunkelfarbige Sichler. An Krustazeen (Krebstieren) ist der Sempachersee so reich wie andere Seen. Der Fischbestand rekrutiert sich aus folgenden 16 Arten: Aal, Hecht, Rötel, Seeforelle, Ballen oder Balchen, Alet, Hasel, Rottele, Brittele oder Blicke, Grundeli oder Kröscher, Barbe, Schleihe, Karpfen, Trüsche, Groppe, Egli oder Barsch.
Der Aal wird selten gefangen, während sich der früher ebenfalls seltene Hecht stark vermehrt hat, seitdem 1889-1903 im ganzen über 900000 Stück in den See eingesetzt worden sind. Der Rötel spielt seiner Seltenheit wegen keine Rolle, und auch Seeforelle und Alet zählen nicht zu den häufigen Seebewohnern, während dagegen der Hasel der häufigste Fisch im Sempachersee ist und jährlich in einer Menge von bis zu 500 kg Gewicht gefangen wird. Ebenfalls zahlreich sind Rotauge (oder Rottele), Blicke und Kröscher. Keine bedeutende Rolle spielen Barbe und Schleihe. Der Karpfen wird selten gefangen, doch kommen ansehnliche Stücke von 2-6 kg vor. Die Trüsche soll nicht häufig sein, und fast bedeutungslos ist die Groppe. Dagegen erscheint der ¶