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|Geschichte

Erste Dokumente über eine Gastwirtschaft in Hopferen stammen aus dem 16. Jahrhundert, obwohl ihre Geschichte vermutlich viel weiter zurück reicht. 1569 wird erstmals ein Felix Müller erwähnt, der hier als Bader gewirtet hat. Um 1600 war es dann ein Hans Egloff, der als konzessionierter Pintenschenk den Betrieb mit Badstube führte. 1626 hiess der Bader zu Hopferen Heinrich Egloff. Ab 1630 wirtet ein Daniel Steck, der 1639 ein Gesuch an die Obrigkeit richtet, man möge ihm den Weinausschank gestatten, damit er seine Familie besser durchbringen könne. Vermutlich hat die Familie Steck, deren Spur sich danach verliert, über längere Zeit so erfolgreich gewirkt, dass das Haus, das gemäss einem Verzeichnis von 1684 das einzige Pintenschenkhaus im Dürgraben war, späternach ihrem Namen benannt wurde. Erst 1752 wird die Wirtschaft, nun Steckshaus genannt, wieder aktenkundig. Zu dieser Zeit heisst der Wirt Caspar Reist. Später führt seine Schwiegertochter Katharina Reist-Schärer den Betrieb weiter und erwirkt 1805 ein Beherbungsrecht, womit vermutlich der Herbergsbetrieb beginnt. 1819 wird die Besitzung an einen Peter Eggimann verkauft. Dieser erweiterte in den folgenden Jahren das Heimwesen um bedeutende angrenzende Ländereien. 1820 kaufte er das später Käppel genannte Heimwesen und 1827 ein weiteres in Hopfern dazu. 1838 verkauft Eggimann seinen Besitz seinem Sohn Andreas und dieser übergibt ihn 1843 seinem Schwager und Wirt Ulrich Wiedmer. In der Zeit seiner grässten Ausdehnung und Blüte erleidet Steckshaus einen Schicksalsschlag: Ein Brand zerstört das Haus am 11. April 1845 vollständig. Der Neubau wurde unverzüglich und grosszügig an die Hand genommen und fertig gestellt und ist in fast unveränderter Form bis in unsere Tage erhalten geblieben. Allerdings standen dem Betrieb zunächst schwierige Zeiten bevor. 1847 geht Steckshaus an Widmers Frau Marie, geb. Eggimann über. 1849 kommt es zu einer gerichtlichen Steigerung, in der die hier erstmals so bezeichnete Tavernenwirtschaft zum Bären mitsamt dem Käppel von der Privatsparkasse Sumiswald übernommen wird. Nachdem 1856 der Käppel in einem Teilverkauf abgetrennt worden ist, wird Steckshaus selber 1858 durch Johann Obrecht erworben, der es bereits ein Jahr später dem Friedrich Haldimann weiter verkauft. 1863 erwirbt es Mathias Wüthrich von Eggiwil. Der Geschäftsgang ist nicht rosig und nach seinem Tod 1886 kkommt er erneut zur Steigerung. Der mit Mathias nicht verwandte Schwiegersohn Ulrich Wüthrich von Trub kauft das Heimwesen zurück und bringt unter grossen Anstrengungen den Betrieb wieder in Fahrt. Während der folgenden 77 Jahren blieb das Steckshaus im Besitz dieser Familie Wüthrich bis Ulrichs Sohn Hans es 1963 verkaufte. Nachdem in den Achtziger Jahren das Haus renoviert und der Bühne (Oekonemieteil) zu einem Stall und einer Wohnung umgebaut wurden, ist das Steckshaus seit 2000 im Besitz von Thomas und Marlies Germann.
Autor: Waldmar Eichenberger, 3012 Bern
Landgasthof Bären - Familie Th. & M. Germann - Steckshaus - 3453 Heimisbach - <email-pii>