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Geschichte
Einleitung zur Eidgenössischen Eisenbahngeschichte
Die Schweiz gilt in Europa das Bahnland Nummer eins und gilt in mancher Hinsicht als Vorbild. Das war nicht immer so, den die Schweiz galt im 19. Jahrhundert als rückständig. Es drohe sogar das die Schweiz den Bahnanschluss verpassen würde.
Die Schweiz war ein armes Land, lebte zu grossen Teil von der Landwirtschaft. Der Zentralstaat Helvetische Republik ist gescheitert. Jeder Kanton machte wieder sein Ding. Der Moderne Bundesstaat entstand erst 1848 und brachte der Schweiz die Überfälligen Reformen.
Anfänglich waren Private Unternehmen für den Bau und Betrieb von Eisenbahnlinien verantwortlich. Die Eisenbahn war immer mehr zum Spekulationsobjekt geworden, der Konkurrenzkampf unter den Eisenbahngesellschaften wurde immer härter ausgetragen, bis sie in Zahlungsschwierigkeiten gerieten. Der Bund musste die Bahnen stärker beaufsichtigen, so führte er einheitliche Rechnungsführung, durchgehende Tarifierung bei den Schweizer Eisenbahngesellschaften ein. Die Stimmung in der Öffentlichkeit kippte, es wurde immer lauter nach Verstaatlichung der Eisenbahnen gefordert.
Am 20.Februar 1898 stimmten die Schweizer Männer (Frauenstimmrecht gab es noch lange nicht) dem Bundesgesetz betreffend Erwerbung und Betrieb von Eisenbahnen auf Rechnung des Bundes und die Organisation der Verwaltung der Schweizerischen Bundesbahnen deutlich zu.
Die Schweizerischen Bundesbahnen übernahm grosse Teile des Schweizer Eisenbahnnetzt. Die SBB «erbten» nicht nur die Hauptlinien, sondern zahlreiche unrentable Nebenlinien. Von der Jura Simplon Bahn übernahmen sie sogar die Meterspurige Zahnradbahn über den Brünig-Pass. Die profitable Gotthardbahnkonnte die Eidgenossenschaft erst nach zähen Verhandlungen mit Deutschland und Italien verstaatlichen.
Auch nach Gründung der SBB entstanden weit Privatbahnen, so entstand zum Beispiel 1910 die Bodensee-Toggenburg-Bahn. Aber auch die Berner Alpenbahngesellschaft Bern Lötschberg Simplon, besser bekannt unter BLS.
Ab 1899 verkehrte die Burgdorf Thun Bahn als erste Vollbahn von Europa elektrisch. Auf schmaler Spur verkehrte schon ein paar Jahre früher, im Jahr 1888 die Tramway Vevey–Montreux–Chillon elektrisch. Die Elektrifizierung nach dem ersten Weltkrieg, war nicht einfach nur eine Modernisierung, sondern es entstand aus der Not, als die Kohle Lieferungen während des Kriegs ausblieben.
Die Schweizer Rollmaterial Industrie entwickelte in den 20er Jahren, die legendäre Lokomotive Krokodil, die für die Gotthardlinie der SBB gebaut wurde.
Auch als die Kohle, für weniger «Kohle» zu haben war, elektrifizierte die Schweiz ihre Bahnen weiter. Während des Zweiten Weltkrieg wurde weitere Linien hauptsächlich Nebenlinien elektrifiziert. Die letzte grosse Bahnlinie, die elektrifiziert wurde, ist die Strecke von Wil SG nach Kreuzlingen der einstigen Mittelthurgaubahn im Jahr 1965. In der Nordostschweiz erhielten einige Strecken erst sehr spät einen Fahrdraht. Im Jahr 2012 wurde im Kanton Schaffhausen der letzte Abschnitt der Deutschen Bahn elektrifiziert.
Die Modernisierung der Bahnanlagen drängte sich neben Rationalisierung des Betriebes auch die in der Hochkonjunktur fehlenden Mitarbeiter auf.
Nach der Öl-Krise fand ein Umdenken in der Verkehrspolitik statt. Man erkannte das nicht jeder mit seinem eigenen Auto in die Stadt fahren kann. In den 80er Jahren wurden die beiden Landesflughäfen an das Schweizer Bahnnetzt angeschlossen. Es gibt auch Bestrebungen den Flughafen Basel Mullhausen ans Bahnnetzt anzuschliessen, was eine Koordination mit Frankreich erforderlich ist. Denn der Flughafen liegt auf französischem Gebiet.
Ein grosser und wichtiger Schritt im öffentlichen Verkehr war die Einführung des Taktfahrplans und der Bahn 2000.
Mit der neuen Alpentransversalen NEAT mit einen Basistunnel am Lötschberg und am Gotthard sind wichtige Bauwerke für ganz Europa.
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- Blauer Verkehrsbanner: Panimoni/Shutterstock.com