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Im Jura ist bis Mitte des 21. Jahrhunderts mit einer Erwärmung um 2-3°C gegenüber heute zu rechnen, falls die globalen Treibhausgasemissionen ungebremst weiter ansteigen. Auch ist zu erwarten, dass die Sommermonate trockener werden, während die Niederschläge im Winter zunehmen.
Temperatur
Seit Messbeginn 1864 sind die Temperaturen im Jura deutlich angestiegen. Wie stark und schnell die Erwärmung fortschreitet, hängt davon ab, wie sich die Menge der Treibhausgase in der Atmosphäre entwickelt. Steigt der Treibhausgasausstoss ungebremst weiter (Emissionsszenario RCP8.5), ist im Jura mit einer Zunahme der Jahresmitteltemperatur bis Mitte dieses Jahrhunderts um weitere 2,0-3,1°C zu rechnen. Im Sommer ist die Erwärmung dabei grösser als im Winter. Gelingt hingegen eine rasche und weltweite Senkung des Treibhausgasausstosses (Emissionsszenario RCP2.6), kann die zusätzliche Erwärmung im Jahresmittel auf wahrscheinlich 0,7-1,9°C begrenzt werden.
Niederschlag
Der Sommerniederschlag im Jura veränderte sich im 20. Jahrhundert kaum. Hingegen stiegen die Niederschlagsmengen im Winter deutlich an. Ohne wirksamen Klimaschutz (RCP8.5) werden die Niederschläge in Zukunft in der kalten Jahreszeit wahrscheinlich noch weiter zunehmen: Klimamodelle zeigen bis Mitte dieses Jahrhunderts einen Anstieg von 5-28% über die Monate Dezember bis Februar. Im Sommer wird hingegen wahrscheinlich weniger Regen fallen: Die Modellrechnungen bewegen sich in einem Bereich zwischen 0 und -28%. Klimaschutzmassnahmen würden auch diese Entwicklungen deutlich abschwächen. Trotz sinkender Niederschlagssummen nehmen Starkregenereignisse wahrscheinlich in Häufigkeit und Intensität zu – auch in den übrigen Jahreszeiten. Generell ist die Unsicherheit bei Niederschlagsänderungen grösser als bei Temperaturänderungen.
Was bedeutet RCP2.6 und RCP8.5? Die Erklärung der Emissionsszenarien finden Sie hier.
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Letzte Änderung 06.11.2018