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Ammoniak (NH3) ist ein stickstoffhaltiger Luftschadstoff, der in Gülle und Mist entsteht. Eine hohe Ammoniakkonzentration bedeutet, dass Stickstoff weit über dem erträglichen Mass in die Wälder eingetragen wird. Die Folge sind die Versauerung des Bodens, eine erhöhte Anfälligkeit der Bäume auf Windwurf und Schädlingsbefall sowie die Auswaschung von Nitrat ins Grundwasser. Der hohe Stickstoffeintrag führt auch zu einem Artenverlust in empfindlichen Ökosystemen, wie es Magerwiesen und Moore sind.
Die Ammoniak-Emissionen im Kanton Luzern sind im schweizerischen Vergleich sehr hoch. Der Kanton Luzern ist stark bäuerlich geprägt; von seiner Gesamtfläche werden über 54% landwirtschaftlich genutzt. Die rund 6 300 Luzerner Bauernbetriebe halten etwa ein Viertel des schweizerischen Schweinebestandes und den zweitgrössten Rinderbestand.
Seit dem Jahr 2000 nimmt der Tierbestand im Kanton Luzern wieder zu. Viele Landwirte und Landwirtinnen haben auch vom Anbind- zum Laufstall gewechselt oder die Auslaufhaltung eingeführt. Aus diesen Gründen nehmen bei uns die Ammoniak-Emissionen zu.
In den Jahren 2000 bis 2009 wurde an verschiedenen Standorten im Kanton Luzern die Ammoniakkonzentration gemessen. Zum einen entwickelte man dabei die Messtechnik weiter, zum andern bestätigten die Messergebnisse die bisherigen Modellberechnungen: Die Ammoniak-Emissionen im Kanton Luzern sind viel zu hoch.