Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03588.jsonl.gz/1213

Die hugenottische Familie Roger stammte ursprünglich aus Gex und floh 1686. Der Urenker Urbain Roger war als Händler in Nyon und Genf tätig und wurde 1757 Bürger von Genf. Er war als Finanzberater des dänischen Königs tätig. 1760 vermittelte Urbain Roger dem dänischen König Frederik V einen Kredit von 1'500'000 Pfund. Dieses Geld stammte aus Investitionen von mehreren Genfer und weiteren Schweizer Bürger. Mit diesem Geld erwarb sich der dänische Staat die Antillischen Inseln St. Thomas, St. John und St. Croix, wobei St. Thomas besonders durch seinen Sklavenmarkt bekannt war. 1780 stellte Urbain Roger Dänemark einen zweiten Kredit aus, dieses Mal mit hauptsächlich Berner und Zürcher als Geldgeber. Dieses Geld investierte Dänemark in seine Seeflotte um seinen Handelsschiffen, darunter auch Sklavenschiffen, Schutz zu gewähren.
Herbert Lüthy, la Banque Protestante en France. Zürich 2005