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«Unmittelbar oberhalb des Dörfchens Sool, eine starke Viertelstunde von Schwanden entfernt, lehnt sich ein kegelförmiger, ganz mit Bäumen und Buschwerk überwachsener Hügel, der noch gegenwärtig unter dem Namen Schlosshügel bekannt ist, an den Soolstock an. Auf der Spitze dieses Hügels, der eine malerische Aussicht auf das tiefer liegende Talgelände und die majestätischen Hochgebirge gewährt, stand die Burg Sola, von der aber alles Mauerwerk gänzlich verschwunden ist, während von dem Burggraben auf der Ost- und Südseite noch einige Überreste geblieben sind. Auf dieser Burg sassen Edelknechte, deren Wappen ein Thor mit einer Sonne war. Das Seckinger Urbar sagt, sie sei durch Absterben Knecht Konrads von Sole, des Letzten des Stammes, wieder an das Gotteshaus gefallen, und darauf habe man sie abgehen lassen. Nach Aegidius Tschudi (Chronicon) dagegen fiel sie, als Besitzthum der Freiherren von Schwanden, mit der Burg zu Benzingen im Jahre 1298 durch Österreich.» So schreibt Oswald Heer im Jahre 1846 über die Burg Sola.
In den Jahren 1927–29 liess der Besitzer, der Historische Verein des Kantons Glarus, auf dem Sooler Burghügel umfangreiche Grabungen vornehmen. Die Anstrengungen lohnten sich. Unter dem Schutt stiess man auf das stattliche Fundament eines Turmes im Ausmass von 15 auf 24 Meter. Die zwei Meter dicken Aussenmauern umfassten fünf Räume. Sola gehörte zur Art mittelalterlicher Anlagen, bei denen Bergfried und Palas in einem Gebäude vereinigt waren. Den Wohnturm umgab wahrscheinlich eine Ringmauer mit Wehrgang. Auf der südlichen und der westlichen Seite war die Anlage durch einen Burggraben geschützt, während ein natürlicher Geländeeinschnitt den Zugang von Osten erschwerte. In den Mauerüberresten machte man einige Funde: Ofenkacheln aus dem 13. Jahrhundert, ein Truhenschlüsselchen, ein Hufeisenstück, eine 25 cm lange Eisennadel, Teile eines Dolchmessers und Bruchstücke von Kochtöpfen. Sie werden heute im Freulerpalast aufbewahrt.
Über die Bewohner der Burg lässt sich nichts mit Sicherheit sagen, war doch die Burg zu Zeiten bewohnt, aus denen nur sehr spärliche schriftliche Berichte vorhanden sind. Sicher ist, dass die Burg am Ende des 13. Jahrhunderts endgültig verlassen wurde und von da an zerfiel. Als 1715 eine grosse Feuersbrunst einen Teil des Dorfes Sool vernichtete, verwendete man einen beträchtlichen Teil des Steinmaterials der Burg für den Wiederaufbau. So stehen heute noch etliche Sooler Häuser auf Fundamenten, deren Steine vor über 800 Jahren zum Bau der Burg Sola gedient hatten (Quelle: Glarner Heimatbuch, Text von Fridolin Baumgartner).
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