Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03380.jsonl.gz/4003

"Ich konnte locker laufen", betonte er. Er habe noch Reserven, er fürchte am Donnerstagabend keine Gegner. "Ich freue mich." Mit Wilsons Vorstellung im Halbfinal wäre alles andere als eine Medaille in seiner Paradedisziplin eine Enttäuschung.
Alex Wilson hat immer wieder Sprüche rausgehauen, die nicht ernst genommen werden konnten. Diesmal scheinen es allerdings nicht nur leere Worte zu sein, dass er über 200 m nur schwer zu schlagen sei. Jedenfalls unterstrich er am Mittwochabend eindrücklich, dass er bereit ist. Mit 20,16 Sekunden zeichnete er klar für die beste Zeit aller Halbfinalisten verantwortlich. Den eigenen Schweizer Rekord verpasste er bloss um zwei Hundertstel, nachdem er auf den letzten Metern Tempo weggenommen hatte. Dennoch musste er sich kurz nach dem Rennen übergeben.
"Das war eine Ansage", gab sich Wilson selbstbewusst. "Ich glaubte an mich selber, das ist immer das Wichtigste". Anfang Saison hätten viele gesagt, eine Medaille sei nicht möglich. Er habe jedoch die notwendige Arbeit erledigt, verkrampfe sich nicht mehr nach 150 m wie in den vergangenen Jahren. "Wir trainierten für 210 und nicht für 150 m", stellte er klar. Der Final findet am Donnerstagabend statt.
(sda)