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Die Feste und Festzeiten im Kirchenjahr erinnern entweder an biblische Ereignisse oder sind durch meist jahrhundertealten Traditionen entstanden. Die meisten Feiertage im Kirchenjahr erinnern an das Leben von Jesus Christus. An Weihnachten (25. Dezember) wird seiner Geburt, an Karfreitag (dem Freitag vor Ostern) seines Todes am Kreuz, an Ostern (Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling) seiner Auferstehung und an Auffahrt (40. Tag nach Ostern) seiner Rückkehr zum Vater gedacht. Pfingsten (50. Tag nach Ostern) hat erinnert an die Begabung der Apostel durch den Heiligen Geist (Apostelgeschichte 2,1–13). Die beiden Hauptfeste Weihnachten und Ostern strukturieren zwei «Festkreise», die die beiden Säulen des Kirchenjahres darstellen. Der dritte Festkreis ist der Trinitatisfestkreis und feiert den dreieinigen Gott.
Auch die Woche fängt nach christlicher Zählung nicht mit dem ersten Arbeitstag (am Montag) an, sondern mit dem sonntäglichen Ruhetag. Im Gegensatz zur ökonomischen Logik «Erst die Arbeit, dann das Vergnügen» spiegelt sich in der biblisch-christlichen Zeitstruktur Gottes menschenfreundliche Heilsordnung wider.