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Keine Medaille, aber gute Leistungen in Belgien
Die insgeheim erhoffte Schaffhauser Medaille an der Hallenradsport-WM in Lüttich ist ausgeblieben. Dennoch dürfen Nathalie Steinemann/Irina Christinger (4.) und Nathalie Walter (6.) zufrieden sein.
Einmal mehr war es nicht die WM von Nathalie Walter. Die Löhninger Kunstradfahrerin hatte noch das letzte Training überzeugt absolviert, im Wettkampf lief es ihr aber nicht nach Wunsch. Nach einer Minute musste sie einen Sturz in Kauf nehmen, auch der Sprung vom Sattel auf den Lenker misslang, obwohl dieser in den vergangenen Wettkämpfen souverän geklappt hatte. Diesen hatte sie die ganze Saison stehen können, diesmal hatte sie das Rad beim Abspringen leicht auf die Seite geschoben, was sie daran hinderte, beide Füsse sauber auf den Lenkergriffen zu platzieren und ihn zu stehen. In der letzten der fünf zu absolvierenden Minuten stürzte sie nochmals, wodurch nochmals wichtige Punkte abgezogen wurden. Mit der Endpunktzahl von 148,21 verpasste Nathalie Walter den Final der besten vier um 13 Punkte. Für den Final konnte sich indes die zweite Schweizerin, Seraina Waibel (Pfungen), qualifizieren. Diese zeigte nochmals eine ähnlich gute Leistung wie in der Vorrunde, was schliesslich aber doch nicht für eine Medaille reichte. Gewonnen hat die deutsche Iris Schwarzhaupt vor der ebenfalls für Deutschland startenden Milena Slupina und der Österreicherin Adriana Mathis. Nathalie Walter erreichte den guten 6. Schlussrang.
Das Karriereende ist Nathalie somit nicht nach Wunsch gelaufen, sie kann jedoch auf ein äusserst erfolgreiches Jahr zurückblicken, in der sie die EM-Bronzemedaille und den dritten Schweizer-Meister-Titel in Folge gewonnen hat. Zudem stellte sie einen neuen Schweizer Rekord auf.
Nachdem Irina Christinger/Nathalie Steinemann letztes Jahr die Qualifikation zur WM knapp verpasst hatten, durften sie nun zum ersten Mal gemeinsam starten. Der Start am Sonntagmorgen gelang den beiden souverän. Nach knapp zwei Minuten stürzte Nathalie Steinemann, davon liessen sie sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Nach drei Minuten stürzte Steinemann erneut, konnte jedoch die anschliessende Lenkerstanddrehung sicher meistern. Auch nach dem Wechsel auf ein Kunstrad brachte die beiden nichts aus der Ruhe. Sie waren auf Kurs, eine neue Bestleistung zu erreichen, jedoch stürzte Christinger in der zweitletzten Übung, und so verloren sie gut 12 Punkte. Mit 98,78 blieben sie knapp vor dem zweiten Schweizer Duo, qualifizierten sich aber trotzdem fürs Finale. Das erste Ziel war erreicht. Im Final wollten die beiden zufrieden die Fläche verlassen. Und dies erreichten sie souverän. Als erste von vier starteten sie und fuhren nach anfänglicher Nervosität eine schöne Kür mit 110,18 Punkten. Damit blieben sie nur knapp 0,5 Punkte unter ihrer persönlichen Bestleistung und erreichten den 4. Platz.