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Abfälle aus Haushalten
Publikationen zu Littering
Wie viel Abfall liegt an Schweizer Gewässern?
Der Swiss Litter Report ist die umfagreichste bisher durchgeführte Erhebung von Littering-Abfällen an den wichtigsten Gewässern der Schweiz. Durchgeführt wird die Studie, die zugleich auch eine Reinigungsaktion ist, von speziell ausgebildeten freiwilligen «Citizen Scientists». Der Report qualifiziert sich als eines der grössten «Citizen Scientist-Projekte» zu diesem Thema in Europa. Studienleiter ist Pascal Blarer - M.Sc. Sustainable Development, mit Publikationen im Bereich Plastikverschmutzung.
Ziel der Studie ist es, verlässliche Daten über die Umweltverschmutzung durch Plastik zu generieren. Das «Citizen Scientist-Projekte» wird von STOPPP durchgeführt, mit der Unterstützung des WWF und Hammerdirt.
Im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) führte die IG Saubere Umwelt (IGSU) in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich Studien zum Thema Raumpatenschaften durch. Mit Raumpatenschaften verpflichten sich beispielsweise Einzelpersonen, Schulen oder Unternehmen, herumliegende Abfälle in einem bestimmten Gebiet einzusammeln.
2015 wurden bestehende Beispiele unter die Lupe genommen wurden. Dafür wurden in einem ersten Schritt erste Voranalysen und Recherchen durchgeführt und auf deren Basis standardisierte Experteninterviews mit Organisatoren bestehender oder geplanter Raumpatenschaften in der Schweiz geführt. In der zweiten Studienphase wurde 2016 untersucht, wie sich Raumpatenschaften auf die Sauberkeit vor Ort auswirken und ob Hinweisschilder zusätzlich helfen, das Littering zu reduzieren und die Bevölkerung für das Littering-Problem zu sensibilisieren.
Aus den Erkenntnissen der Studie wurde einen Leitfaden für die effektive Realisierung von Raumpatenschaften in der Praxis abgeleitet.
Littering kostet - Fraktionsspezifische Reinigungskosten durch Littering in der Schweiz, eine Studie des Bundesamts für Umwelt BAFU (2011). Die Studie zeigt, dass der durch Littering in den Gemeinden und im öffentlichen Verkehr verursachte Reinigungsaufwand im Jahr 2010 rund CHF 192 Mio. Franken beträgt. Hiervon entfallen CHF 144 Mio. Franken auf die Gemeinden (75 %) und knapp CHF 48 Mio. Franken auf den öffentlichen Verkehr (25 %). Mit dieser Kostenstudie beabsichtigte das BAFU, eine verlässliche und von den Akteuren akzeptierte Basis für Verhandlungen in Richtung einer verursacherorientierten und lenkungswirksamen Finanzierung der anfallenden littering-bedingten Reinigungskosten in Schweizer Gemeinden zu schaffen. Denn im Moment tragen die Steuerzahler der betroffenen Gemeinden diese Mehrkosten.
Um das Ausmass und die Auswirkungen des Litterings im Kanton Aargau abschätzen zu können, führte die Abteilung für Umwelt (AfU) im Jahr 2009 eine Umfrage bei den Aargauer Gemeinden durch. Ziel war es einerseits herauszufinden, wie stark die Gemeinden vom Litteringproblem betroffen sind. Andererseits wurden die Gemeinden aufgefordert bereits getroffene und zukünftig geplante Massnahmen gegen Littering zu benennen und deren Wirksamkeit zu beurteilen.
Eine weitere Studie des Institutes für Technologie und nachhaltiges Produktemanagement der Wirtschaftsuniversität Wien sammelte im selben Zeitraum in fünf europäischen Städten (Wien, Brüssel, Frankfurt, Prag, Barcelona) auf 20 Plätzen (Platztypen: Platz, Einkaufsstrasse, Park, Bahnhof) Daten zum Litter-Vorkommen. Damit konnten die in der Schweiz erfassten Daten in einem gesamteuropäischen Vergleich reflektiert werden. Die Vergleichsstudie Schweiz-Europa (Heeb et al. im Auftrag vom BUWAL „Littering – ein Schweizer Problem?“, 2006) zeigte, dass die Wiener-Studie zu ähnlichen Resultaten kam, besonders im Zusammenhang mit dem gelitterten Abfall aus der „fliegenden Verpflegung“.
Im Auftrag des Schweizerischen Städteverbandes, mehrerer Schweizer Städte und des Bundesamts für Umwelt BAFU erfasste das Programm für Mensch, Gesellschaft und Umwelt (MGU) der Universität Basel im Sommer 2003 auf insgesamt 16 stark frequentierten Plätzen in 5 Schweizer Städten (Basel, Bern, Zürich, Lausanne, Illnau-Effretikon) Daten zum Littering und zu Litteringsituationen (Litter-Menge, spezifische Zusammensetzung, etc.).
Nachschlage-Liste von weiterführenden Referenzen zu Litteringstudien, etc., die das Handbuch Littering der seecon GmbH für die Erstellung ihrer Inhalte konsultiert hat.
Das «Handbuch Littering: Eine Praxishilfe zur Entwicklung von Massnahmen gegen Littering» (seecon GmbH, 2008) ist ein neueres umfassendes Werk zum Thema «Littering», gespickt mit vielen Hintergrundinformationen (inkl. Littering-Fakten), Praxisbeispielen und einer breiten Übersicht zu Ursachen und möglichen Anti-Littering-Massnahmen. Dabei fixiert sich der Blickwinkel nicht nur auf die Schweiz, sondern streift auch das Ausland. Zudem wird ein Handlungsleitfaden für eine lösungsorientierte Litteringbekämpfung aufgezeigt. Dabei wird ein Ansatz verfolgt, der Littering als Teilproblem verschiedener gesellschaftlicher Prozesse betrachtet.
«Thema Umwelt», die Fach- und Mitgliederzeitschrift von Pusch (Praktischer Umweltschutz Schweiz), informiert vier Mal pro Jahr vertieft über ein aktuelles Umweltthema. Sie befasst sich regelmässig mit rechtlichen und planerischen Aspekten des Umweltschutzes und unterstützt mit Leitartikeln und Stellungnahmen die Meinungsbildung. Sie enthält praxisnahe Tipps und Handlungshilfen für die tägliche Arbeit in Behörden, Verwaltung und Wirtschaft.
Die Zeitschrift kann bei Pusch abonniert oder Einzelexemplare für CHF 15.- bestellt werden.
Ein Katalog der Kommunalen Infrastruktur (KI) zur Beurteilung der Sauberkeit in Städten und Gemeinden (2010). Diese Publikation ist zu bestellen bei der KI, z.B. über den Web-Shop unter dem Bereich «Reinigung, Strassen und Fahrzeuge»
«Nutzungsmanagement im öffentlichen Raum - Strategien und Instrumente für den Umgang mit Nutzungskonflikten im öffentlichen Raum» ist ein Projekt der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit. Projektpartnerinnen sind die Städte Basel, Luzern, Schaffhausen, St. Gallen, Winterthur und Zürich. Im Rahmen des Projektes entwickelt die Hochschule Luzern gemeinsam mit den beteiligten Städten Strategien, welche einerseits zu kurzfristigen Verbesserungs-massnahmen, andererseits zu einer längerfristigen Veränderung im Umgang mit dem öffentlichen Raum führen. Erfahrungen werden zugänglich und austauschbar gemacht und neue Instrumente im Bewilligungsverfahren, Strategien und Herangehensweisen zu Raumaneignungs-prozessen und Konfliktbearbeitung entwickelt. Zentral ist die Frage, welche Funktion und Bedeutung der urbane öffentliche Raum heute hat und was sich für die zukünftige Nutzung und Gestaltung angesichts des gesellschaftlichen Wandels ableiten lässt.
Das vorliegende «Sauberbuch» des Bundesamts für Umwelt (BAFU) fasst Erfahrungen aus der Schweiz und Deutschland zusammen und gibt den Behörden von Städten und Gemeinden Anregungen für eigene Aktivitäten. Es ist Teil der nationalen Kampagne «trash ist kultur», mit der die Probleme des Litterings öffentlich bekannt gemacht werden. (Stand: 2001)