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Zum Tod von Hansruedi Jent (1928-2008)
Am 7. März fuhren viele Freunde und Nachbarn aus der Altstadt ins Aargauische, um sich von Hansruedi Jent zu verabschieden, der im heimatlichen Safenwil beerdigt wurde.
Dieses Jahr wäre er 80 geworden. Wer hätte dem dunkelhaarigen, unternehmungslustigen Mann dieses Alter gegeben?
Hansruedi Jents Eltern lernten sich in Safenwil kennen. Der Vater arbeitete bei Bally, die Mutter war eine italienische Emigrantin. Sie heirateten jung, hatten zwei Töchter und den Nachzügler Hansruedi. Es waren einfache, geborgene Verhältnisse, geprägt von der warmherzigen und grosszügigen Mutter. Nach einer Schriftsetzerlehre arbeitete Hansruedi Jent bei Zeitungen und Verlagen in Schweden und Holland. In Schweden lernte er, klassische Lampenschirme herzustellen und wechselte den Beruf. Er mietete in Basel einen winzigen Laden und handelte nebst Lampenschirmen auch mit Antiquitäten. Bis zuletzt blieb er ein passionierter Brocanteur und reiste für den Einkauf weit herum. Seine charmante und offene Art bescherte ihm viele Freunde.
Er blieb sein Leben lang mit Basel verbunden, auch wenn er 1974 in Zürich an der Spiegelgasse 26 ein Antiquitätengeschäft übernahm und lange im gleichen Haus wohnte. 1995 übergab er das Geschäft an seinen Lebenspartner Udo Rennhofer und zog sich nach Safenwil zurück, ins Elternhaus mit Satteldach und grossem Garten. Ende März musste ihn Udo Rennhofer wegen akuter Herzbeschwerden ins Spital Aarau einliefern. Unerwartete Komplikationen führten zu einem abrupten, schmerzlichen Abschied.