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Büchel kommt nicht auf Touren
Selina Büchel missglückt der Saisoneinstieg über 800 m gründlich. Die Toggenburgerin läuft beim Diamond-League-Meeting in Eugene nach schwachen 2:03:15 Minuten abgeschlagen als Letzte durchs Ziel.
Büchel war ob dem Tempolauf der Konkurrenz überfordert - sieben Läuferinnen blieben beim Sieg von Caster Semenya in der Jahres-Weltbestzeit von 1:55,92 unter der 2-Minuten-Marke. Bereits nach 200 m lag die Schweizerin am Ende des Feldes und verlor bald den Kontakt zu den Konkurrentinnen. Der 9. Rang mit knapp drei Sekunden Rückstand auf die Vorletzte bedeutete eine herbe Niederlage.
Büchel trat erstmals seit den Hallen-Weltmeisterschaften in Birmingham, wo sie über 800 m den 6. Rang erreichte hatte, in ihrer Paradedisziplin an. Nach den Titelkämpfen trainierte sie im April in Italien und bestritt als Vorbereitung für Eugene Wettkämpfe auf Über- und Unterdistanzen. Büchel war nach Mujinga Kambundji und Kariem Hussein bereits die dritten Schweizerin, die in dieser Saison einen Startplatz in einem Diamond-League-Feld erhielt.
Caster Semenya lief ungefährdet zum Sieg. Die Südafrikanerin kann noch schalten und walten, wie sie will. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF führt erst ab dem 1. November erneut eine Begrenzung für Mittelstreckenläuferinnen mit hohen natürlichen Testosteronwerten ein. Semenya, Francine Niyonsaba aus Burundi (3.) und die Kenianerin Margaret Wambui (6.) sind in der Disziplin von Büchel seit 2015 bevorteilt. An den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro lief das Trio erwartungsgemäss in dieser Reihenfolge aufs Podest.
In einigen Monaten erhalten Frauen das Startrecht für Rennen zwischen 400 Metern und einer Meile nur, wenn der Testosterongehalt von 5 nmol pro Liter Blut nicht überschritten wird. Als Semenya noch zur Hormonkur gezwungen war, hatten sich ihre Zeiten um die 2 Minuten eingependelt.