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Das Programm des Bettagskonzertes 2019 in Gersau bringt Werke für Orgel und Orchester von vier bedeutenden Schweizer Komponisten des 20. Jahrhunderts zu Gehör. Der bekannteste von ihnen ist ohne Zweifel der aus Brunnen stammende Othmar Schoeck (1886-1957). Seine Opern und Orchesterwerke werden international zur Kenntnis genommen und in seinem Liedschaffen wird er verglichen mit Brahms, Reger und Hugo Wolf. «Sommernacht» op. 58 ist ein stimmungsvolles Pastorale für Streichorchester, entstanden 1945. Auch Benno Ammann (1904-1986) stammt aus der Innerschweiz, aus Gersau. Er wirkte in Basel und Rom und hinterliess ein umfangreiches, breitgefächertes Werk, welches vom einfachen Männerchorlied bis zur avantgardistischen elektronischen Komposition reicht. «Die Stimme des Berges» (1942) ist ein Pendant zu Othmar Schoecks «Sommernacht», eine idyllische Musik für Orgel, Violoncello-Solo und Streichorchester, inspiriert durch den gleichnamigen Roman des Gersauer Dichters Josef Maria Camenzind, und seine «Partita über den Schweizerpsalm» ein fantasievolles Jugendwerk aus dem Jahre 1928. Der aus Solothurn stammende und in Luzern wirkende Stiftskapellmeister Albert Jenny (1912- 1992) gehörte zu den profiliertesten Komponisten der Zentralschweiz. Er hat zahlreiche Musikstudierende am Konservatorium und an der Akademie (heute Musikhochschule Luzern) geprägt und wie Benno Ammann ein reiches kompositorisches Erbe hinterlassen. Seine «Intrada» für Orgel und Streichorchester schrieb er 1964. Schliesslich Paul Huber (1918-2001), von welchem sein grosses Konzert für Orgel, Streichorchester, Pauken und Trompeten (1993) erklingt. Der Toggenburger wirkte in Wil und St. Gallen und ist wohl vielen Musizierenden in Chören und Blasmusiken noch heute gut bekannt. Der Stil seiner unterschiedlichen Werke ist farbig, originell und in seinen konzertanten Stücken höchst virtuos. Das auch auf CD eingespielte Orgelkonzert hat drei Sätze: Moderato - Allegro, Molto tranquillo und Allegro. Es lässt die Liebe des Komponisten zur grossen Domorgel in St. Gallen erahnen und begeistert die Zuhörer durch poetische Melodik, dramatische Kontraste und sprühende Musizierfreude.