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1951 in Ferrara geboren, schloss Michele De Lucchi 1975 ein Architekturstudium in Florenz ab.
Während der 1970ern war De Lucchi zudem ein prominentes Mitglied und Mitbegründer der Bewegungen Cavart, Alchymia und Memphis, deren radikale und experimentelle Architekturauffassungen sich gegen das damalige Design-Establishment richtete. Als napoleonischer General verkleidet, hielt der junge Architekturstudent 1973 sogar Wache vor der Institution der Mailänder Triennale und protestierte gegen zu viele überflüssige Produkte. Noch in den 80ern entwarf De Lucchi für die "jungen Wilden" postmoderne Möbel, Wohnaccessoires und Laminate.
1988 gründete er das eigene "Studio De Lucchi", zuvor war er 1979 als Designberater für das Unternehmen Olivetti tätig, bei dem er 1992 zum Chefdesigner ernannt wurde.
1998 gründete er die Firma "amdl", die heute Büros in Mailand und Rom betreibt.
Neben zahlreichen Ausstellungen im Museo Diocesano d’Ivrea, auf der Triennale di Milano, im Permanente di Milano, dem Palazzo delle Esposizioni di Roma oder dem Neuen Museum Berlin, findet man seine Arbeiten auch in der permanenten Sammlung des Centre Georges Pompidou in Paris.
Zu den bekanntesten Design-Entwürfen Michele De Lucchis zählen neben der zeitlosen Tolomeo-Leuchte, die er zusammen mit Giancarlo Fassina im Jahr 1987 für Artemide entwarf, das Sofa Lido und die Leuchte Oceanic (1981 beide für Memphis), die Büro-Utensilien Segmenti für Kartell (1988), das Fax OFX1000 und das Notebook Echos 20 (beide 1995), sowie der Drucker Art Jet 20 (1999) für Olivetti.
Neben Gebäuden für die Deutsche Bank und dem Frankfurter Reisezentrum der Deutschen Bahn entwarf Michele De Lucchi auch Gebäude für einige italienische Banken, deren Corporate Image er damit nachhaltig prägte.
Michele De Lucchi wurde 2001 an der Universität Venedig zum Professor der Fakultät Design und Kunst ernannt und erhielt 2006 für seine Bemühungen um die Lebens- und Wohnqualität, einen Ehrendoktortitel an der Kingston Universität.
Internetseite von Michele De Lucchi