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Die weibliche Brust
Die weibliche Brust (lat. mamma) liegt auf dem grossen Brustmuskel in Höhe der dritten bis sechsten Rippe. Sie selbst hat keine Muskeln, sondern besteht aus Drüsen-, Fett- und Bindegewebe.
Die Blutversorgung der Brust erfolgt über Blutgefässe von der Achselhöhle und vom Brustbein. Die Blutgefässe durchziehen die Brust wie ein Netz und verzweigen sich in ihrem Inneren immer feiner. Über die Blutgefässe wird die Brust mit Sauerstoff, Nährstoffen und Hormonen versorgt.
Neben den Blutgefässen spielt das Lymphsystem eine wichtige Rolle. In den feinen Lymphgefässen fliesst eine hellgelbe Flüssigkeit. Mit Hilfe dieser Lymphe werden Abbauprodukte von Zellen und Krankheitserreger aus den Körpergeweben abtransportiert.
Die Lymphgefässe führen zu den Lymphknoten. Diese linsengrossen, weichen Gewebestrukturen enthalten Abwehrzellen (weisse Blutkörperchen), die körperfremde Substanzen angreifen. Die für die Brust wichtigsten Lymphknotenstationen liegen in der Achselhöhle, an den Seiten des Brustbeins und am Schlüsselbein.
Bei Gesunden sind die Lymphknoten nicht tastbar. Bei entzündlichen Veränderungen oder bösartigen Erkrankungen schwellen sie an, werden druckempfindlich und können sogar schmerzen.
Untersuchungsmethoden
Mammographie
Was ist eine Mammographie?
Die Mammographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust. "Mamma" ist der lateinische Name für die weibliche Brust. "Graphie" kommt aus dem Griechischen und kann mit Aufzeichnung oder auch Darstellungsverfahren übersetzt werden.
Wie funktioniert eine Mammographie?
Bei einer Mammographie produziert eine Röntgenröhre Röntgenstrahlen. Die Röntgenröhre besteht aus einer Glühkathode und einer Anode. Durch Anlegen einer Spannung zwischen Kathode und Anode werden
die aus der Glühkathode austretenden Elektronen in Richtung Anode beschleunigt. Die Elektronen prallen nun auf die Anode auf. Dabei entsteht Röntgenstrahlung. Das zu untersuchende Gewebe, in
diesem Fall die Brust, wird zwischen Röntgenröhre und Röntgenfilm positioniert. Die Röntgenstrahlung, die durch das Gewebe durchtritt, schwärzt nun den Röntgenfilm. Damit erhält der Arzt das
Röntgenbild.
Bei der Mammographie wird eine Molybdän-Anode benutzt, mit welcher Weichteilstrahlung erzeugt wird. Mit dieser wird das Brustdrüsengewebe besonders gut sichtbar gemacht. Der Arzt kann auf diese Weise feine Unterschiede in der Dichte und Zusammensetzung des Gewebes erkennen. Selbst winzige Verkalkungen (Mikrokalk), die häufig ein erster Hinweis für Brustkrebs sind, können nachgewiesen werden.
Wozu dient die Mammographie?
Die Mammographie dient der Brustkrebs-Früherkennung. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Um das 40. Lebensjahr sollte erstmals eine Mammographie, die Basismammographie durchgeführt werden. Hier beurteilt der Arzt das Brustdrüsengewebe und erkennt eventuelle Risikofaktoren.
In folgenden Fällen wird eine Mammographie erstellt:
- Bei einem Knoten in der Brust
- Bei einer Verhärtung der Brust oder von Teilen der Brust
- Bei tastbar vergrösserten Lymphknoten in der Achselhöhle
- Bei erhöhtem Risiko für Brustkrebs, dieses besteht zum Beispiel bei eigener Krebserkrankung, Krebsvorstufen oder Brustkrebs in der Familie.
Wie läuft die Mammographie ab?
Die Brust wird zwischen Röntgenröhre und Filmtisch gelegt und vorsichtig zusammengedrückt. Dabei ist die Bildqualität umso besser und die Strahlenbelastung um so geringer, je mehr die Brust komprimiert wird.
Von jeder Brust werden in der Regel zwei Bilder angefertigt. Bei unklaren Veränderungen können mehr Bilder nötig sein.
Anschliessend beurteilt der Arzt die Bilder.
Welche anderen Untersuchungsmöglichkeiten gibt es?
Wichtig ist die regelmässige Selbstuntersuchung - das Abtasten - der Brust. Auch bei der gynäkologischen Untersuchung tastet der Arzt die Brust auf verdächtige Veränderungen ab.
Eine weitere Methode zur Brustuntersuchung bietet die Ultraschall-Untersuchung (Sonographie). Sie ist praktisch gefahrlos, ist aber nicht geeignet zur alleinigen Früherkennung von Brustkrebs, sondern ergänzend zur Mammographie.
Die Kernspintomographie (MRT, Magnet-Resonanz-Tomographie) ist zum Erkennen von gut- oder bösartigen Tumoren geeignet. Sie ist allerdings eher eine Zusatzuntersuchung zur Mammographie, da sich die Mammographie bei der Früherkennung besser bewährt hat.
Ausserdem kann eine Feinnadelbiopsie durchgeführt werden. Dabei punktiert der Arzt eine tastbare Veränderung mit einer dünnen Hohlnadel. Durch vorsichtige Bewegung der Nadel werden Zellen im Bereich des verdächtigen Brustgewebes entnommen und untersucht. Wird eine dickere Nadel dazu benutzt, so gewinnt der Arzt einen Gewebezylinder. Man spricht dann von einer Stanzbiopsie.
Die sonographisch (Ultraschall) gesteuerte Stanzbiopsie ist eine hervorragende Methode zur feingeweblichen Abklärung von tastbaren und nicht tastbaren Veränderungen in der Brust. Sie hat die früher häufig durchgeführte Feinnadelbiopsie aufgrund besserer Ergebnisse abgelöst. Bei der Stanzbiopsie handelt es sich um ein Verfahren, dass ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird.
Mit Hilfe der Vakuumbiopsie können Veränderungen wie Mikroverkalkungen, die nur mammographisch sichtbar sind, ebenfalls ambulant und unter örtlicher Betäubung durch Entnahme mehrerer Gewebszylinder abgeklärt werden.
Veränderungen der Brust
Mikroverkalkungen
Mikroverkalkungen entstehen z.B. wenn abgestorbene Zellen nicht resorbiert werden, sie verkalken und lagern sich im Gewebe ab. Kalk an sich ist nichts Böses, Kalkablagerungen können aber in wenigen Fällen einen Hinweis auf Krebsvorstufen geben, aus denen, wenn man sie nicht behandelt, mit hoher Wahrscheinlichkeit ein richtiger Krebs wird.
Hinter Mikroverkalkungen kann sich also, muss sich aber nicht, ein Brustkrebs im Frühstadium verbergen. Einzel stehender Mikrokalk ist in der Regel nicht verdächtig. Bei Mikroverkalkungen, die gruppiert stehen, besteht Grund für weitere Abklärungen. Zunehmende Mikroverkalkungen sind ebenfalls als krebsvorstufenverdächtig anzusehen und engmaschig zu kontrollieren.
Etwa jede 7. verdächtige Mikroverkalkung geht mit einem Brustkrebs einher. Aber nicht jeder Tumor hat Kalkeinschlüsse. Solche Tumoren heben sich darum im Röntgenbild nur schwer vom gesunden Gewebe ab. Mikroverkalkungen und Mikrokalkveränderungen sind desshalb am besten über die Mammographie erfassbar.
Knotige Brustdrüsenveränderung (Mastopathie)
Die Mastopathie ist die häufigste gutartige Veränderung der weiblichen Brust. Mehr als die Hälfte aller Frauen ist im Lauf ihres Lebens mehr oder weniger stark von dieser Schwellung oder Verhärtung des Brustdrüsengewebes betroffen. Bei ausgeprägten Formen einer Mastopathie machen sich viele Frauen Sorgen wegen eines erhöhten Brustkrebsrisikos. In den meisten Fällen gibt es jedoch keinen Anlass zu grosser Beunruhigung. Die Mastopathie ist meist auf hormonellen Schwankungen zurückzuführen. Der Begriff Mastopathie stammt aus dem Griechischen: mastos = Brust, pathie = Erkrankung.
Ursachen
Die Mastopathie wird häufig durch einen Progesteronmangel und damit relativen Überschuss an Östrogen ausgelöst. Östrogen hat einen starken Einfluss auf das Brustgewebe und kann die Vermehrung (Proliferation) von Bindegewebe und Epithelien in den Milchgängen und Drüsenläppchen anregen. Bei Frauen mit einer Gelbkörperinsuffizienz und anovulatorischen Zyklen (ohne Eisprung) tritt häufiger eine Mastopathie auf. Ferner steht die Mastopathie in einem Zusammenhang mit einem erhöhten Prolaktinspiegel.
Symptome
Man unterscheidet zwei verschiedene Arten von Mastopathie, wobei sie häufig als Mischform vorkommt. Bei der fibrösen Mastopathie wuchert das Bindegewebe und es entstehen tastbare Knoten, die meist flächenhaft angeordnet sind. Kommen Zysten vor, spricht man von einer zystischen Mastopathie mit tastbaren prallelastischen Knoten. Bei Ruptur einer Zyste kann dabei Flüssigkeit aus der Brustwarze austreten. Die Mastopathie kann besonders gegen Ende des Zyklus mit Mastodynie, also Schmerzen oder Spannungsgefühle der Brust, einhergehen. Die Mastopathie fällt häufig in der Selbstuntersuchung auf. Die getasteten Knoten sollten zum Ausschluss einer bösartigen Erkrankung von dem behandelnden Gynäkologen untersucht werden. Mit Hilfe der Ultraschall-Untersuchung kann eine Mastopathie festgestellt werden. Je nach Befund sollte aber für eine eindeutige Diagnose eine Punktionszytologie, eine Gewebeuntersuchung (Biopsie) oder eine Mammografie erfolgen.
Nach der Menopause tritt die Mastopathie nur noch selten auf, da die körpereigene Östrogenproduktion abnimmt. Auch in der Schwangerschaft, wo genügend Progesteron produziert wird, kommt es zu einer Besserung der Beschwerden.

Info Download: Krebsvorsorge
Auszug:
In der Schweiz erkranken jährlich rund
34 000 Menschen an Krebs. 15 000 Menschen
sterben pro Jahr daran – jeder vierte
Todesfall in unserem Lande wird durch Krebs
verursacht.
Etwa ein Drittel der Erkrankungen könnte
durch Verhaltensänderungen und das Vermeiden
bestimmter Risiken verhindert werden.
Es gibt aber keinen sicheren Schutz vor
Krebs. Einige Risikofaktoren, wie das Alter,
das Geschlecht oder die familiäre Belastung,
lassen sich nicht beeinflussen.
Die Behandlungsmöglichkeiten und die Überlebenschancen
sind umso besser, je früher
die Krankheit entdeckt und behandelt wird.
Die Broschüre gibt Ihnen Anregungen, wie
Sie das Krebsrisiko möglichst gering halten
können. Und sie zeigt auf, bei welchen
körperlichen Veränderungen und andauernden
Beschwerden Sie einen Arzt, eine Ärztin
aufsuchen sollten.
Info Download: Familiäre Krebsrisiken
Auszug:
Häufen sich Krebserkrankungen in
Ihrer Familie, so möchten Sie vielleicht
wissen, ob Sie selbst, Ihre
Kinder, Ihre Geschwister oder andere
Familienmitglieder ebenfalls
gefährdet sind.
Sie fragen sich möglicherweise:
Wie gross ist das Risiko, dass in
meiner Familie eine Krebsveranlagung
weitervererbt wird? Wie
kann ich oder wie kann meine Familie
mit diesem Risiko umgehen?
Wo können wir uns beraten lassen?
Was bringt ein Gentest?
Diese Broschüre greift solche und
ähnliche Fragen auf. Denn häufig
wirft eine Krebserkrankung bei den
andern Familienmitgliedern Fragen
zum eigenen Risiko auf.
Oft sind die Sorgen unbegründet:
Die meisten Verwandten von
Krebspatientinnen und -patienten
müssen, soweit man heute weiss,
nicht mit einem erhöhten Risiko
rechnen, einmal selbst an Krebs
zu erkranken.
Info Download: Brustkrebs - Fragen und Antworten
Themen:
RISIKO BRUSTKREBS
Wie häufig ist Brustkrebs?
Erkranken Männer auch an Brustkrebs?
Können auch junge Frauen Brustkrebs bekommen?
Wie viele Frauen mit Brustkrebs überleben die Krankheit?
Welche Faktoren erhöhen das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken?
Erhöht eine Hormonbehandlung gegen Wechseljahrbeschwerden das Risiko für Brustkrebs?
Wie merkt eine Frau, dass sie vielleicht Brustkrebs hat?
Kann eine Frau Brustkrebs haben, obwohl sie keine Beschwerden hat?
Gibt es Medikamente, mit denen das Brustkrebsrisiko reduziert werden kann?
DIE MAMMOGRAFIE
Was ist eine Mammografie?
Sind die Röntgenstrahlen der Mammografie schädlich?
Was ist Brustkrebsfrüherkennung?
Was bedeutet Mammografie-Screening?
Wo gibt es Programme zur Brustkrebs-Früherkennung?
Wer bezahlt die Früherkennungs-Mammografie?
Gibt es noch andere Methoden zur Früherkennung von Brustkrebs?
Warum sind Massnahmen zur Früherkennung von Brustkrebs so
Info Download: Brustkrebs - Risikofaktoren und Früherkennung
Aus dem Inhalt:
In der Schweiz ist Brustkrebs mit Abstand
die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.
Pro Jahr erfahren mehr als 5200 Frauen
– und auch 30 bis 40 Männer –, dass sie
Brustkrebs haben. Viele Frauen möchten
wissen, welche Faktoren das Brustkrebsrisiko
erhöhen und ob sie ihr individuelles Risiko
senken können. Diese Broschüre erläutert die
wichtigsten Risikofaktoren für Brustkrebs.
Leider lassen sich diejenigen Risikofaktoren,
die am meisten ins Gewicht fallen, nicht
beeinflussen. Dazu gehören das Geschlecht,
das Alter, die Vererbung und der natürliche
Hormonstoffwechsel. Dennoch können Frauen
dem Brustkrebsrisiko aktiv begegnen, zum
Beispiel mit einem gesunden Lebensstil.
Brustkrebs lässt sich nicht verhindern, kann
aber früh erkannt werden. Wird ein Tumor
früh entdeckt, ist die Behandlung oft einfacher
und die Überlebenschancen der betroffenen
Frauen sind im Allgemeinen h
Info Download: Zurück in den Alltag. Leben mit Brustkrebs.
Aus dem Inhalt:
Die Broschüre kann Ihre Krankheit
nicht ungeschehen machen, den
weiteren Verlauf nicht voraussagen
und Ihnen die Heilung nicht garantieren.
Zwischen den Zeilen aber
werden Sie spüren, dass wir Ihren
Schmerz nicht nur teilen, sondern
auch versuchen, Mittel und Wege
zu seiner Bewältigung aufzuzeigen.
Viele Steine, über die Sie vielleicht
noch stolpern, lassen sich
aus dem Weg räumen. Wir möchten
Sie dabei unterstützen, damit
Sie bald wieder festen Boden unter
den Füssen spüren.
Info Download: Brustrekonstruktion
Aus dem Inhalt:
Gibt es wirklich eine neue Brust?
Wie macht man eine Brustrekonstruktion?
Welche Methoden gibt es?
Was dürfen Sie von der Brustrekonstruktion erwarten?
Brustrekonstruktion mit Implantaten
Was ist ein Expander?
Silikon – Risiken und Alternativen
Ist Silikon gefährlich?
Brustrekonstruktion mit dem grossen Rückenmuskel
Brustrekonstruktion mit Eigengewebe vom Unterbauch
Die Rekonstruktion von Brustwarze und -warzenhof
Fragen zur Brustrekonstruktion
Für wen kommt eine Brustrekonstruktion in Frage?
Wann kann man die Rekonstruktion machen lassen?
Wer bezahlt die Wiederherstellung?
Braucht es Nachsorgeuntersuchungen?
Eine gesunde neue Brust?
Lassen Sie sich beraten
Praxis Dr. med. Andreas Guggisberg
Gynäkologie (Frauenmedizin, Frauenarzt)
sowie Akupunktur und Chinesische Medizin (TCM)
Thunstrasse 99
3006 Bern