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Ich verstehe, dass diese Prämienverbilligungen ein sehr teuer Brocken für den Kanton sind. Aber hier zu sparen kann ich moralisch und ethisch nicht unterstützen. Das meiste Geld von diesen Prämienverbilligungen geht heute leider nicht dorthin, wo es wirklich sollte, sondern es wird aufgebraucht für EL-Bezüger und Sozialbezüger. Die Menschen, die es eigentlich bekommen sollten, die es nötig haben, kriegen jetzt schon fast nichts mehr.
Wo wird gespart, wenn wir diese Massnahme gutgeheissen wird? Bei denen, die schon jetzt am Existenzminium leben und schauen müssen, dass ihr Einkommen ausreicht. Dabei spreche ich nicht mal von Menschen, die den Mindestlohn beziehen. Eine alleinstehende Verkäuferin mit dem Mindestlohn von 3000 Franken, erhält beispielsweise keine Prämienverbilligung. Eine Familie (Vater, Mutter, Kleinkind) mit einem Bruttolohn von 4200 Franken erhält lediglich 35 Franken im Monat. Diese Familie hat unter dem Stich weniger Geld für den Lebensunterhalt zur Verfügung, als die gleiche Familie, die Sozialbezüge erhält.
Eine gleiche Familie (Vater, Mutter, Kleinkind) erhält nämlich nach KOS-Richtlinien 1818 Franken. Zudem werden Wohnungsmiete und Krankenkassenprämie bezahlt.
Familie A, welche erwerbstätig ist, hat wenn sie Steuern, Krankenkasse und Mietwohnung (für die Wohnung nota bene nur 1400 Franken gerechnet) und Nebenkosten bezahlt hat, für ihre Lebenserhaltungskosten noch ca. 1600 Franken zur Verfügung. Also etwa 218 Franken weniger als die Familie mit Sozialbezug. Wie soll man diesem Familienvater erklären, warum er überhaupt noch arbeiten gehen soll? Und wie soll ihm erklärt werden, dass er die 35.00 Fr. Prämienverbilligung im Monat, die er wirklich gut gebrauchen könnte, nicht mehr erhält?
Hier wird am falschen Ort gespart. Die Prämienverbilligungen sollen nicht jenen Leuten weggenommen werden, für die sie ursprünglich gedacht war.