Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/172177

<h2>SubmittedText<h2><text><p>Die neue Parlaments-Website wurde am 19. Februar aufgeschaltet. Sie ist unübersichtlich und nicht benutzerfreundlich. Die Gestaltung ist zu grossteilig, und die Suchfunktionen funktionieren nur teilweise. Die Arbeit des Parlamentes und aller Mitarbeitenden wird damit enorm erschwert.</p><p>- Wer hat den Auftrag für diesen Relaunch erteilt?</p><p>- Welches Budget steht zur Verfügung?</p><p>- An welche Firma und nach welchen Kriterien wurde der Auftrag vergeben?</p><p>- Welche Schritte sind für eine Verbesserung der Website geplant?</p></text><h2>FederalCouncilResponseText<h2><text><p>Es ist eine der Aufgaben der Parlamentsdienste, die Öffentlichkeit über die Bundesversammlung und ihre Tätigkeiten zu informieren (vgl. Art. 64 Abs. 2 Bst. e ParlG). Ein zentrales Mittel dazu ist heute das Internet.</p><p>Der Internetauftritt des Schweizer Parlamentes steht der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung und richtet sich an unterschiedlichste Zielgruppen. Die Website muss u. a. für Behinderte zugänglich sein und gleichzeitig integral auf allen Endgeräten, insbesondere mobilen Geräten mit kleinen Bildschirmen, verfügbar sein.</p><p>Die alte Website konnte diese Anforderungen nicht erfüllen und hatte das technische Lebensende erreicht. Mit dem Relaunch wurde eine neue, technologisch stabile Basis geschaffen, dank der die neuen Anforderungen weitgehend erfüllt werden; die grossteiligere Gestaltung der neuen Website ist eine Folge davon.</p><p>Der Auftrag zur Realisierung einer neuen Website wurde durch die Geschäftsleitung der Parlamentsdienste erteilt. Der Zuschlag erfolgte im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung nach WTO-Vorgaben. Dabei wurde ein umfangreicher Kriterienkatalog publiziert. Die gesamte Ausschreibung ist auf <a href="http://www.simap.ch">www.simap.ch</a> einsehbar.</p><p>Berücksichtigter Anbieter war die Schweizer Firma itsystems (als Generalunternehmer), mit den Subakkordanten Namics (Konzept und Design) und DTI (Suchmaschine). Die Gesamtkosten beliefen sich auf knapp 2,7 Millionen Franken. Ein Grossteil der Kosten wurde durch die komplette technische Erneuerung der Website, inklusive Datenbankanbindungen, sowie durch die fünf Sprachvarianten generiert.</p><p>Insbesondere für professionelle Nutzerkreise wie Ratsmitglieder hat der neue Internetauftritt, wie üblich bei derartigen Grossprojekten, Optimierungspotenzial. In Zusammenarbeit mit der Gruppe Parlaments-IT der Bundesversammlung (PIT) werden Verbesserungen laufend evaluiert und umgesetzt. Alle Fraktionen sind mit einem Mitglied in der PIT vertreten. Auf die Sommersession 2016 wurden bereits Nachbesserungen realisiert; die Ratsmitglieder wurden zu Beginn der Session mit einer detaillierten Notiz informiert.</p><p>Anfang Juli 2016 werden Anpassungen im Design und Suchoptimierungen zur Verfügung stehen. Später werden weitere Verbesserungen vor allem in den Bereichen Amtliches Bulletin (insbesondere Navigation und Rednerliste), ausgebauter Druckservice für Geschäfts- und Biografieanzeige sowie Zertifizierung für die Barrierefreiheit erfolgen.</p><p>Das Büro ist sich der Problematik des neuen Internetauftritts bewusst und unterstützt die Bestrebungen der Parlamentsdienste zur schrittweisen Optimierung.</p></text>