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80'000 Franken für eine Oscar-Kampagne
Der Schweizer Film «Eldorado» befindet sich im Rennen um die Oscar-Nominierung. Mitverantwortlich dafür ist der Kameramann und Dozent der HTW Chur, Peter Indergand. Wir haben bei ihm nachgefragt, wie die Vorbereitungen laufen und was von diesem Film erwartet werden kann.
«Eldorado» des Schweizer Filmemachers Markus Imhoof bewirbt sich in der Kategorie «Fremdsprachiger Film» um einen Oscar. Im August wurde bekannt, dass das Bundesamt für Kultur den Film bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood eingereicht hat. Mitbeteiligt am Film ist auch ein Dozent der HTW Chur. Peter Indegrand stand hinter der Kamera und ist für den grössten Teil des Films verantwortlich.
Filminhalt als Widerspruch der Glamournacht
Der Film behandle die Flüchtlingsthematik und kombiniere aktuelle Ereignisse mit der persönlichen Geschichte Imhoofs, dessen Eltern während des Zweiten Weltkrieges ein Flüchtlingsmädchen bei sich aufgenommen hatten, erklärt Kameramann Indergand. Wie Imhoof gegenüber Indergand sagte, fühlt sich eine solche Oscar-Kampagne wie ein Hunderennen an, wo man sich frage, ob man nun der Hund oder der Hase sei. Auf jeden Fall könne nur einer gewinnen.
Imhoof sei sich bewusst, dass es einen Widerspruch gibt zwischen dem Glamour der Oscars und dem Inhalt seines Films. Aber er sehe die Oscar-Kampagne als Chance, um auf das Thema aufmerksam zu machen, und die Menschen zu sensibilisieren für eine menschliche Sicht auf die Flüchtlingsthematik.
Ziel der Kampagne ist es, die Mitglieder der Academy of Motion Pictures vom neuesten Film «Eldorado» zu überzeugen. Da sich Imhoof aufgrund dieser Kampagne bereits in den USA befindet, hatte er sich vergangene Woche für die Weltfilmtage in Thusis abgemeldet.