Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03402.jsonl.gz/1442

Filter
Geschichte einer afrikanischen Farm
Aus dem Englischen von Elisabeth Schnack
Südafrika 1850. Auf einer kleinen Farm wachsen unter der Obhut der dicken Tant' Sannie drei elternlose Kinder heran: die bodenständige Em, die hübsche Lyndall und der verschlossene Waldo. Als die herangewachsene Em ihren englischen Verlobten an Lyndall verliert, will diese ihn jedoch nicht und verläßt die Farm. Auch Waldo, der Em in treuer Liebe anhängt, geht fort. Doch Lyndall ist es, die als einzige wirklich aus der archaischen Welt der Farm ausbricht, jede Bindung verweigert und schließlich daran zugrunde geht.
Mehr zum Inhalt
Das Werk, von dem Nadine Gordimer sagt, es sei ›der‹ Roman Südafrikas, schildert die Lebensläufe verschiedener Personen; es ist von einer tiefen und modernen Lebensweisheit, die den Leser des über achtzig Jahre alten Buches überrascht. Alle Gestalten sind so lebendig und überzeugend geschildert, dass sie unvergesslich sind. Olive Schreiner reiste im Februar 1881 mit ihrem Manuskript nach England; sie versuchte dort einen Verleger zu finden, doch einer nach dem andern lehnte den Roman ab. Schließlich nahm ihn der Verlag Chapman and Hall an, und zwar auf Empfehlung des damaligen Lektors George Meredith. Die erste Auflage erschien 1883 unter dem Pseudonym Ralph Iron; sie war bald vergriffen. In der Folge wurden noch viele Auflagen herausgebracht; die höchste Auflageziffer erzielte das Buch in Amerika, wo es unglücklicherweise nicht durch Copyright geschützt war. Sir Charles Kilke nannte ›The Story of an African Farm‹ den größten Roman der englischen Sprache und stellte ihn über ›Pilgrim's Progress‹. Gladstone war ›von der Kraft und Intensität des Romans stärker beeindruckt als von jedem Buch, das er seit Jahren gelesen hatte‹. Cecil Rhodes sagte, es habe ihn ›bezaubert‹; soviel Schönheit sei ihm unfassbar, die Schlusskapitel erklärte er für meisterhaft und das Werk selbst für das Werk eines Genies.
»Olive Schreiners Roman erscheint heute als ein ergreifendes Gemisch aus hochmoderner Einsicht und Verstörtheit sowie altväterischen Schurkereien und Empfindsamkeiten.«
Der Spiegel, Hamburg