Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03266.jsonl.gz/937

Was versteht man unter Einnistung oder unter dem medizinischen Begriff „Nidation oder Implantation“?
Dieser Vorgang findet immer erst nach dem Eisprung und nach der Befruchtung statt. Die befruchtete Eizelle muss meist einen langen Weg bis zur Gebärmutterschleimhaut zurücklegen. Der Weg ist unterschiedlich lang. Je nach dem, ob die Eizelle in der Eileiter oder in der Gebärmutter befruchtet wurde.
Es gibt leider keine Patentlösung, wie du eine Einnistung beeinflussen oder fördern kannst.
Wenn du die Einnistung fördern und schneller schwanger werden möchtest, solltest du auf Rauchen, Alkohol und chronischen Stress verzichten. Achte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und eine gute Lebensführung.
Nimm zusätzliche Vitamine und Folsäure ein.
Sollte es nicht klappen, kann dein Arzt bei einer gründlichen Untersuchung feststellen, welche Ursachen zugrunde liegen und warum es bei dir nicht zu einer Einnistung kommt.
Nach der Befruchtung beginnt sich der Zellkern in neue Zellen zu teilen. Die Zusammensetzung der Chromosomenpaare der Eltern bleibt ab jetzt gleich. Der Prozess der Zellteilung wird beibehalten. Die Zellen teilen sich immer weiter. Erst bilden sich 4 Zellen, dann 8 und immer so weiter.
Die Einnistung der befruchteten Eizelle geschieht frühestens 5 bis 8 Tage nach der Befruchtung. Die befruchtete Eizelle wird durch die Eileiter zur Gebärmutterhöhle transportiert, wo sie sich dann einnistet.
Die kleinen Flimmerfäden der befruchteten Eizelle wandern entweder zuerst durch die Eileiter oder direkt durch die Gebärmutterhöhle. Mit Hilfe von wellenförmigen Kontraktionen gelangen sie zur Gebärmutterschleimhaut, um sich dort einzunisten.
Wenn aus dem Zellkern nach vier Tagen 32 bis 64 neue Zellen entstanden sind, spricht man von einer Blastozyste. Ab jetzt spezialisieren sich die Zellen – somit beginnt die Embryonalanlage.
Jetzt beginnen die äusseren Zellen die Keimlinge zu ernähren. Der medizinische Begriff ist „Trohobe“, also Ernährung. Diese Zellen werden später zu einem Teil des Mutterkuchens: Der Plazenta. Danach heftet sich die Blastozyste an die Gebärmutterschleimhaut, die schon vorher aufgebaut wurde.
Die befruchtete Eizelle benötigt einige Tage Zeit, um sich völlig in die Schleimhaut einzunisten. Erst wenn die Einnistung der befruchteten Eizelle vollkommen vollzogen ist, spricht man von einer Schwangerschaft.
Anhand eines Anstiegs deiner Basaltemperaturkurve, kannst du eine mögliche Schwangerschaft erkennen. Wenn die Temperatur nach deinem Eisprung mehr als 16 Tage 1 bis 3 Grad erhöht ist, deutet das darauf hin, dass du schwanger bist.
In dieser Zeit kann es passieren, dass du im Unterleib und im Beckenbereich Schmerzen oder ein leichtes Ziehen verspürst. Die dehnenden Mutterbänder können sich wie Menstruationsbeschwerden anfühlen.
Doch nicht alle Frauen spüren diesen sogenannten Einnistungsschmerz.
Ausserdem sorgt dieses Hormon für die typischen Schwangerschaftssymptome. Beispielsweise, dass du geruchsempfindlich wirst und an Müdigkeit leidest.
Die ersten, sehr frühen Schwangerschaftsanzeichen treten nicht bei allen Frauen auf.
Die Befruchtung zu spüren, ist nicht möglich. Manche Frauen können hingegen die Einnistung spüren.
Es kann während der Einnistung auch zu leichten Blutungen kommen. Viele Frauen, die sich ein Baby wünschen, kann eine solche Blutung verunsichern.
Wie lässt sich eine Einnistungsblutung von einer Regelblutung unterscheiden?
Die Einnistungsblutung ist ganz anders, als die Regelblutung. Sie ist sehr schwach und dauert meist weniger als 24 Stunden. Zudem ist die Blutung bei der Einnistung dunkler, als die Blutung bei einer Menstruation.
Bei solchen Blutungs-Symptomen ist es besser, einfach abzuwarten und nach einiger Zeit einen Schwangerschaftstest zu machen oder zu einem Arzt gehen, um sich untersuchen zu lassen.
Es kommt vor, dass die Einnistung vom eigenen Körper gebremst wird.
Beispielsweise können Verwachsungen im Eileiter, Infektionen oder Krankheiten wie Gelbkörperschwäche, Schilddrüsenkrankheiten oder eine Zuckerwechselstörung der Einnistung schaden.
Falls du gerne schwanger werden möchtest, aber nicht genau weisst, wann dein Eisprung stattfindet, kannst du dies anhand von einem Fruchtbarkeitsrechner herausfinden. Hierzu sind Angaben erforderlich wie der erste Tag der Menstruation und deine durchschnittliche Zykluslänge.
Der Fruchtbarkeitsrechner rechnet anhand dieser Daten den möglichen Zeitpunkt des Eisprungs, die fruchtbaren Tage und den Start der nächsten Periode aus.
Beachte bitte, dass der Fruchtbarkeitsrechner nur ein ungefähres Ergebnis liefert. Er ist nicht für die Empfängnisverhütung geeignet und gibt auch keine Garantie, dass ein Eisprung wirklich in der errechneten Zeit stattfindet. Ein Fruchtbarkeitsrechner ist gut für Paare, die eine Schwangerschaft planen und für Frauen, die ihren Zyklus sehr gut kennen.