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Vielleicht fühlen Sie sich beobachtet und ungewohnt klein. Fast einschüchternd wirkt der Blick der Statue. Aber Sie konzentrieren sich auf die Leichtigkeit der enormen Gewänder, die nicht aus Gips, sondern aus leichtem Stoff zu scheinen seien. Der Betrachter spürt quasi den Wind auf der Haut, der die Tücher dieses Riesen flattern lässt. Der Gesichtsausdruck beeindruckt Sie, ebenso wie die Details der Hände und die Erhabenheit in den Augen dieser Männer, die Italien prägten.
Vincenzo Vela: Der Name war Ihnen nicht neu und Sie erinnern sich: In einem römischen Museum haben sie einmal eine Skulptur von ihm gesehen und waren überrascht, wie viel Platz einem Tessiner Künstler dort eingeräumt wurde. Das ist in einer kulturell so reichen Nation nicht selbstverständlich. Doch Vincenzo Vela hat es geschafft. Von Ligornetto aus ging der Bildhauer für seine Ausbildung nach Mailand und Venedig, beteiligte sich als Freiweilliger am Sonderbundskrieg und fand schliesslich Reichtum und Ruhm in Turin. Ab 1862 liess er sich die Villa in Ligornetto errichten, die so konzipiert wurde, dass sie Platz für die wichtigsten Kunstwerke bot.
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