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Cestum Veneris gehört zur Ordnung der Rippenquallen und verfügt über einen ausgeklügelten Mechanismus, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Schicht um Schicht wickelt es sich um das empfindliche Zentrum. Das Team um den Meeresbiologen und Unterwasserfotografen Alexander Semenov entdeckte den leuchtenden Organismus bei einem Tauchgang im Weissen Meer vor der Nordwestküste Russlands. Die Meeresbiologen, die sich in der Biologischen Station des Weissen Meeres aufhielten, setzten ihre eingehenden Untersuchungen des gelatinösen Wesens fort. Die winterlichen Bedingungen waren dunkel und kalt, aber es hatte sich noch kein Eis gebildet, als sie den Tauchgang begannen.
Alexander Semenov berichtete: «Wenn Cestum Veneris gestört wird, versucht es, mit seinen wellenförmigen Kräften von der potenziellen Bedrohung wegzuschwimmen, aber wenn das nicht funktioniert, bleibt das Wesen irgendwann stehen und rollt sich zu einer Doppelhelix zusammen, die das ‹Flugkontrollzentrum› mit mehreren Schichten von Geleeflügeln umgibt.» Der Meeresbewohner gibt den Wissenschaftlern viele Rätsel auf, so etwa, wie die Farbänderungen und das kaleidoskopartige Leuchten genau zu erklären sind. Auch ist unklar, waum die Leuchtquallen ihr Aussehen ändern.
Meldung aus factum 03/2022