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Ergotamine, nicht jedoch Triptane mit Ischämien assoziiert
Die häufige Einnahme von spezifischen Medikamenten gegen Migräne könnte gemäss epidemiologischen Daten mit vermehrten Ischämien assoziiert sein. Eine im Neurology publizierte Studie ist diesem Zusammenhang für Ergotamine und Triptane einzeln nachgegangen.
17'439 Patienten mit mindestens einer Verschreibung von Triptanen oder Ergotaminen wurden in dieser retrospektiven Fallkontrollstudie untersucht. Fälle waren definiert als Patienten, welche wegen einer ischämischen Komplikation ins Spital eingewiesen wurden. Personen ohne Ischämien dienten als Kontrollindividuen. Die Autoren evaluierten den Konsum von Triptanen und Ergotaminen im Jahr vor dem Ereignis. Überkonsum war definiert als Einnahme von mehr als 90 Einzeldosen im Jahr vor dem Ereignis.
Von diesen 17’439 Personen wurden 188 Fälle und 689 Kontrollindividuen identifiziert. Der Überkonsum von Triptanen war nicht mit einem erhöhten Ischämierisiko assoziiert (Odds Ratio 0.96), auch nicht, wenn zusätzlich kardiovaskuläre Medikamente eingenommen wurden. Der Überkonsum von Ergotaminen hingegen zeigte sich als Risikofaktor für eine ischämische Komplikation (OR 2.55). Dieses Risiko war noch wesentlich höher bei zusätzlicher Einnahme kardiovaskulärer Medikamente (OR 8.52).
Konklusion der Autoren: Triptan-Überkonsum scheint kein Risikofaktor für ischämische Komplikationen zu sein. Ergotamine hingegen scheinen das Risiko für Ischämien zu erhöhen, insbesondere bei zusätzlicher kardiovaskulärer Medikation.
Link zur Studie
Neurology 2006;67:1128-1134 - Wammes-van der Heijden EA et al
27.10.2006 - dde