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Gezeugt wurde das Kind 2011 durch eine Eizellenspende und das Sperma von einem der beiden Männer. Ausgetragen wurde das Kind von einer Frau in den USA, die nicht identisch ist mit der Eizellenspenderin. Die beiden Männer leben in St.Gallen in einer eingetragenen Partnerschaft.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hält in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil fest, dass es keine Konventionsverletzung gegenüber den beiden Männern gegeben hat, weil die Leihmutterschaft in der Schweiz verboten ist und gegen den Ordre Public verstösst. Nur der biologische Vater wurde im Schweizer Personenstandsregister eingetragen.
«Die Gutheissung der Beschwerde ist für das Paar nach einem langen Verfahren von sieben Jahren eine grosse Genugtuung. In Bezug auf andere Fälle bedeutet dies, dass die Schweiz er ermöglichen muss, dass das Kindesverhältnis zu den Wunscheltern rasch und effizient hergestellt werden kann», teilt die Anwältin der Väter gegenüber TVO mit.
In Bezug auf das Kind verurteilt der EGMR hingegen, dass es keine Möglichkeit gab, zwei rechtliche Elternteile einzutragen. Zu jenem Zeitpunkt war es gleichgeschlechtlichen Paaren mit eingetragener Partnerschaft nicht möglich, das Kind des Partners zu adoptieren.
Das EGMR entscheidet, dass das unterdessen 11-jährige Kind eine Entschädigung von 35'000 Euro bekommen soll.