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Die typischen bekannten Symptome der Schilddrüsenunterfunktion sind Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Gewichtszunahme. Häufig melden sich deshalb Patienten in unserer Praxis mit dem Wunsch, die Schilddrüsenwerte zu kontrollieren. Nicht selten liegen die Patienten mit ihrer Vermutung auch richtig.
Allgemeines
Die Schilddrüse hat eine schmetterlingsartige Form und liegt auf der Luftröhre direkt unterhalb des Kehlkopfes. Sie bildet als Hormondrüse unter anderem die iodhaltigen Hormone Triiodthyronin und Thyroxin. Die Funktion dieser beiden Hormone ist vielfältig. Dementsprechend sind auch die Auswirkungen bei deren Fehlen ebenso vielfältig.
Grundsätzlich wird mit den beiden Hormonen der Stoffwechsel des Körpers gesteuert. Vor allem beim Kind wird durch die Hormone in allen Organen der Stoffwechsel angeregt, so dass die Körperzellen vermehrt arbeiten und auch Energie umsetzen.
Bei der Unterfunktion der Schilddrüse werden zu wenig von diesen Hormonen produziert.
Angeborene Schilddrüsenunterfunktion
Die angeborene Form der Schilddrüsenunterfunktion führt unbehandelt zum Bild des Kretinismus. Die körperliche und geistige Entwicklung ist stark eingeschränkt. Mittels eines Screenings von allen Neugeborenen in der Schweiz direkt nach der Geburt, kann diese Erkrankung früh erkannt und auch behandelt werden. Insgesamt ist doch eines von 3500 Neugeborenen von dieser Krankheit betroffen.
Schilddrüsenunterfunktion beim Erwachsenen
Die Schilddrüsenunterfunktion beim Erwachsenen ist eine sehr häufige Erkrankung. Gemäss einer kürzlich erschienenen Publikation in England, liegt die Verschreibung der Schilddrüsenpräparate in Grossbritannien immerhin an dritter Stelle, nach Cholesterintabletten und Blutverdünnung mit Aspirin.
Es gibt verschiedene Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion. Meistens ist die Schilddrüse selber für die Unterfunktion verantwortlich. Es ist jedoch beispielsweise auch ein Problem in der Steuerzentrale, der Hypophyse, möglich.
Die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion in der Schweiz ist eine chronische autoimmune Entzündung der Schilddrüse (Hashimoto Thyreoiditis). Frauen sind deutlich häufiger betroffen. Meist hat diese Erkrankung einen langsamen Verlauf mit stetiger Abnahme der Schilddrüsenhormone. Eine weitere Ursache ist beispielsweise der Jodmangel mit Kropfbildung (Struma). Dies war früher ein häufiges Bild in der Schweiz. Erst in den 1920er Jahren wurde in der Schweiz Jod ins Kochsalz gemischt, so dass diese Krankheit mehrheitlich verschwand. Weitere Ursachen können Operationen, Bestrahlung, Medikamente oder seltenere Erkrankungen sein.
SymptomederSchilddrüsenunterfunktion
Wie oben beschrieben ist die Liste der Symptome lang. Die folgende Liste ist darum unvollständig und enthält nur die wichtigsten Punkte:
Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel
Antriebslosigkeit, Depression, Abfall der Leistungsfähigkeit
Gewichtszunahme
Verstopfung
Kälteempfindlichkeit, trockene Haut,
Demenz
Herzschwäche, Bluthochdruck, hohes Cholesterin, verlangsamter Puls
Muskelbeschwerden
Haarausfall
Unerfüllter Kinderwunsch, Erektionsstörungen
Diagnose
Die Schilddrüsenfunktion kann einfach im Blut getestet werden. Bei Auftreten der oben genannten Symptome wird darum oft direkt im Blut nach einer Schilddrüsenunterfunktion gesucht.
Therapie
Bei Fehlen der Schilddrüsenhormone müssen diese von aussen mit Tabletten zugeführt werden. Meist muss am Anfang die optimale Dosierung gesucht werden, dies klappt aber im Verlauf sehr gut. Sobald die Dosierung gut eingestellt ist, muss der Schilddrüsenwert nur noch gelegentlich gemessen werden.
Nützliches:
Sprechstundenvereinbarung 044 950 40 70
Ärztehotline täglich von 13.30-14.00 Uhr auf die Nummer 044 950 40 90