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Als Lipödem (Lipohyperplasia dolorosa) bezeichnet man eine schmerzhafte Fettgewebsvermehrung unter der Unterhaut hauptsächlich an den Beinen, selten auch an den Armen, die vornehmlich bei Frauen auftritt.
Symptome
Man unterscheidet eine Fettgewebsvermehrung infolge von Übergewicht (Adipositas) von einer Fettgewebsvermehrung infolge eines Lipödems. Eine Lipödempatientin kann normalgewichtig sein. Dies ist aber eher die Ausnahme. Die grosse Mehrheit der Lipödempatientinnen ist auch übergewichtig. Erst das Übergewicht macht das Lipödem symptomatisch.Folgende Charakteristika lassen auf ein Lipödem schliessen:
Disproportionale Fettgewebsvermehrung an Beinen und/oder den Armen, die Füsse sind dabei nicht betroffen. Es zeigt sich ein Schweregefühl und ggf. auch Schmerzhaftigkeit der betroffenen Extremitäten. Es besteht eine Neigung zu blauen Flecken. Die Beschwerden nehmen im Tagesverlauf zu.
Ursache
Die Ursache des Lipödems ist bis heute unklar. Es kommt in Familien gehäuft vor, so dass eine genetische Veranlagung vermutet wird.
Das Lipödem tritt meist in Kombination mit Übergewicht auf. Es kommt zur Vergrösserung der Fettgewebszellen, nicht zur Vermehrung von Fettgewebszellen.
Der Begriff Lipödem ist irreführend. Ödeme sind per definitionem Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe. Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe können aber bei Lipödempatienten nicht nachgewiesen werden. Deshalb ist eine regelmässige Lymphdrainage beim Lipödem auch nicht sinnvoll.Es gibt Hinweise darauf, dass eine chronische Entzündung die Schmerzen bewirkt. Diese chronische Entzündung wird durch zu viel Kohlehydrate (Zucker) verursacht und unterhalten. Zu viele Kohlehydrate bewirken eine vermehrte Insulinausschüttung. Dies führt zur Hemmung des Fettabbaus, zur Zunahme des Bauchfetts und zur Bildung von entzündungsfördernden Zellhormonen.
Therapie
Daraus ergibt sich Folgendes:
Eine nachhaltige Gewichtsabnahme führt zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden. Um die Insulinausschüttung zu vermindern ist eine kohlehydratarme (zuckerarme) und proteinreiche (eiweisreiche) Ernährung notwendig.
In Bezug auf die Ernährung ist sowohl deren Zusammensetzung von Bedeutung, noch wichtiger ist aber die Reduktion der Mahlzeitenhäufigkeiten. So scheinen eine Ausdehnung der nächtlichen Fastenphasen oder das Einlegen von einzelnen Fastentagen (intermittierendes oder periodisches Fasten, oft auch "Intervalfasten" genannt) nicht nur das Gewicht und die Insulinsensitivität günstig zu beeinflussen, sondern auch antiinflammatorische (entzündungshemmende) Effekte zu haben.
Bewegungstherapie (Ausdauertraining) fördert die Fettverbrennung.