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Lässt sich gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen durch politische Rahmenbedingungen beeinflussen?
Barbara Haering sprach am Verwaltungsratsforum 2018 (29. November 2018) des Europainstituts der Universität Zürich zum Thema der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen und inwiefern sich diese durch politische Rahmenbedingungen beeinflussen lässt.
Dazu führte sie die Zuhörenden zuerst in die beiden verschwägerten Konzepte der «Corporate Governance» (CG) und der «Corporate Social Responsibility» (CSR) und in deren nationale und internationale rechtliche Grundlagen und Standards ein. Dabei ging sie auch auf die Unterschiede in Bezug auf Regulierung und Eigenverantwortung auf. Schliesslich illustrierte sie die Trends zur Stärkung und Schwächung der CSR anhand dreier Beispiele aus der Praxis: econcept AG, Ernst Schweizer AG und die Konzernverantwortungsinitiative (KoVI). Anhand der Analyse dieser drei Beispiele, schloss sie ihr Referat mit dem Fazit, dass (1) sowohl CG als auch CSR seit der Finanzkrise 2008 und mit zunehmender Forderung nach Transparenz für die Unternehmensführung und Investitionsentscheide immer relevanter werden; dass (2) CSR in einer Eignerstrategie oder -struktur explizit als Ziel verankert sein muss, wobei die langfristige Gültigkeit zentral ist und dass (3) der Staat eine subsidiäre Funktion hat. Staatliche Regulierungen werden getroffen, wenn die Selbstregulierung des Marktes wesentliche gesellschaftliche Werte nicht mehr umsetzen kann.