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Ein steifer Hals entsteht durch unwillentliche Muskelverspannungen und ist in der Regel nicht gefährlich. Dennoch wird er von vielen Menschen gefürchtet. Aus gutem Grund, denn eine Genickstarre ist äusserst schmerzhaft, hält meist mehrere Tage an und schränkt bei Bewegungen und Aktivitäten ein. Hier einige Möglichkeiten, wie Sie die Beschwerden lindern können.
Sie haben eine falsche Bewegung gemacht oder eine ungünstige Schlafhaltung eingenommen. Innerhalb von Sekunden spüren Sie, wie sich Ihr Nacken versteift und Ihr oberer Rücken seine Beweglichkeit verliert. Aufgrund der Schmerzen gelingt es Ihnen nur noch mit Mühe oder gar nicht mehr, den Kopf zu drehen…
Möchten Sie Ihre Genickstarre möglichst rasch wieder loswerden? Leider gibt es kein Wundermittel, aber Sie können beruhigt sein: Die Beschwerden werden nach einigen Tagen von selbst abklingen. Ausserdem können Sie die Schmerzen lindern:
- Massieren Sie Ihren Nacken oder lassen Sie sich von jemandem massieren.
- Stimmen Sie die Halsbewegungen und Ihre Atmung aufeinander ab: Atmen Sie ein und drehen Sie Ihren Kopf beim Ausatmen ganz vorsichtig nach links. Halten Sie den Kopf in dieser Stellung, atmen Sie ein und versuchen Sie, den Kopf beim Ausatmen einige Zentimeter weiter nach links zu drehen. Bringen Sie den Kopf wieder in die Mitte und führen Sie die gleichen Bewegungen nach rechts aus. Sie können diese Übung mehrmals täglich während zwei bis fünf Minuten ausführen. Übertreiben Sie es aber nicht.
- Legen Sie ein warmes Tuch oder eine Wärmflasche auf und wickeln Sie Ihren Hals in einen Schal. Meiden Sie Kälte, da sie Muskelverspannungen tendenziell fördert.
- Verwenden Sie einen Halskragen, um Ihren Kopf abzustützen: Damit ermöglichen Sie Ihren Muskeln loszulassen.
- Nehmen Sie ein Schmerzmittel ein und verwenden Sie ein Muskelentspannungsmittel.
- Ruhen Sie sich so gut als möglich aus und vermeiden Sie ruckartige Bewegungen und schwere körperliche Arbeit!
Falls der Hals nach mehreren Tagen immer noch steif ist und schmerzt…
Normalerweise dauert eine Genickstarre ein bis drei Tage. Hält der Schmerz an und ist er nach 48 Stunden immer noch intensiv, können Sie sich von einem Osteopathen behandeln lassen, der Ihnen Linderung verschaffen kann. Auch eine Akupunktur kann hilfreich sein.
Setzen Sie sich auch mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt in Verbindung, um abzuklären, ob die Genickstarre keine tiefer liegende Ursache hat (Krankheit, Ängste…).
Wenn Sie mehr erfahren möchten, können Sie beim Schweizerischen Roten Kreuz einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen. Diese Ausbildungen werden das ganze Jahr über in allen Kantonen angeboten. Schauen Sie sich doch gleich nach einem Kurs in Ihrer Nähe um!