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Salz, was ist das eigentlich?
Festes Salz ist die kristalline Verbindung elektrisch geladener Teilchen im so genannten Ionen-Gitter. Salzlösungen leiten den elektrischen Strom. Im Kochsalz, chemisch Natriumchlorid (NaCl), verbindet sich das Leichtmetall Natrium mit dem Gas Chlor und kristallisiert als Würfel. Das schneeweisse Kochsalz erinnert im Aussehen nicht mehr an seine beiden Ursprungsstoffe (Foto).
Wie kommt das Salz ins Meer?
Die Wissenschaft ist sich uneinig, eine endgültige Antwort bleibt noch aus. Angenommen wird, dass das Salz schon bei der Abkühlung des glühenden Erdballs durch Vulkanismus und Erosionswasser in die Urmeere kam und die Ozeane seit ihrer Entstehung einen gewissen Anteil an Salzen gehabt haben müssen.
Wie viel Salz hat es im Meer?
Die Menge ist unvorstellbar, beinahe unerschöpflich, nämlich rund 50 Billiarden Tonnen. Und dies ist eine Zahl mit nicht weniger als 16 Nullen. Man stelle sich diese Menge als kompakten Salzwürfel vor. Der hätte dann 283 km lange Kanten, was der Strecke Basel–Lugano entspricht!
Warum schmeckt Salz salzig?
Es ist das Natrium-Ion, welches die Geschmacksqualität ausmacht. Kochsalz (Natriumchlorid) schmeckt uns besser als Kalium- oder Magnesiumchlorid. Die Zunge lässt sich nicht betrügen, denn nur Salz schmeckt wie Salz. Nebst «salzig» kennen wir noch «süss», «sauer», «bitter» und «umami» (glutamatähnlich) als elementare Geschmacksempfindungen (Grafik).
Wie unterscheiden sich Stein-, Siede- und Meersalz?
Chemisch gesehen gar nicht. Es ist die Art der Gewinnung. Steinsalz aus erdgeschichtlichen Urmeeren wird trocken und direkt im Bergbau gewonnen. Wird es mit Wasser ausgelaugt, als Sole gefördert und durch Sieden kristallisiert heisst es Siedesalz. Durch Verdunsten aus dem Meerwasser gewonnenes Salz heisst Meersalz.
Wie viel Salz wird weltweit jährlich gewonnen?
Es handelt sich um die stolze Zahl von 200 Millionen Tonnen, inklusive Meersalz und Salz aus Sole.
Wie viel Salz wird in der Schweiz jährlich gewonnen?
Bei den Schweizer Rheinsalinen sind es im Durchschnitt etwa 400’000 Tonnen pro Jahr. Dies entspricht einem Würfel aus festem Steinsalz mit 57 m Kantenlänge (Grafik).
Wo gibt es Steinsalzschichten in der Schweiz?
Die Vorräte erstrecken sich vom zentralen Mittelland bis in die Westschweiz und unter dem Juragebirge vom Rhein bis Neuenburg. Die Lager sind im Norden 100–300 m und im Westen bis maximal bis 3’000 m unter der Erdoberfläche. Das urzeitliche Trias-Meer hat gut vorgesorgt. Die Vorräte reichen noch für Jahrhunderte (Grafik).
Wie viel Salz braucht der Mensch?
Er braucht nicht viel, dafür aber täglich. Im Durchschnitt benötigt eine erwachsene Person von 70 kg ca. 4–6 g, je nach körperlicher Aktivität. Im Jahr macht dies 2 kg JURA-SEL® für günstige zwei Franken, Jod und Fluor inklusive.
Und die Tiere, wie viel Salz brauchen die?
Natürlich sehr unterschiedliche Mengen, je nach erwünschter Leistung. Der Tagesbedarf für Nutztiere sieht wie folgt aus: Pferd 50 g, Milchkuh 90 g, Rind 25–40 g, Kalb 15 g, Schwein 20 g, Schaf 5–7 g, Geflügel 4 g und Ziege 2–5 g. Das Salz wird dem Futter beigemischt oder als Salz-Leckstein angeboten. Pflanzen fressende Wildtiere suchen sich bei Mangel ihr zusätzliches Salz selbst, in mineralhaltigem Gestein und an mineralreichen oder salzhaltigen Quellen. Fleisch fressende Wildtiere erhalten genügend Salz mit der Beute.