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1420 begründeten die Wattasiden (Beni Ouattas), einst die engsten Verbündeten der Meriniden, eine neue, allerdings sehr schwache Dynastie. 1492 eroberten die Christen unter den "Katholischen Königen" Ferdinand II. von Aragón und seiner Gemahlin Isabella 1. von Kastilien und León die Stadt Granada, den letzten maurischen Besitz in Spanien, und beendeten damit die "Reconquista". Ein Strom von Muslimen (Moros) und Juden ergoss sich nach Marokko, dessen Fürstentümer den Flüchtlingen Asyl gewährten. Die Wattasiden mussten den Portugiesen gestatten, an mehreren Stellen der Atlantikküste Handelsniederlassungen einzurichten, die die Portugiesen später zu befestigten Hafenstädten ausbauten: Tanger, Azemmour, Mazagdo (El Jadida), Safi und Agadir. Die Machtlosigkeit der Wattasiden gegenüber den christlichen Kolonisatoren führte schliesslich zum Sturz ihrer Dynastie.