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Im Januar 1921 bestellte Viktor Luthiger, Inhaber einer Drogerie in Zug, bei der Yachtwerft Faul in Horgen ein Steh- und Sitzruderboot. Johann Faul offerierte am 31. Januar 1921 ein Boot mit diesen Spezifikationen:
Länge: 5.20m, Breite: 1.30m, Tragkraft 3-4 Personen. Kiel, Steven, Spanten und Bodenwrangen aus Eiche. Oberste Planke Mahagony, die übrigen Planken in Lärche mit den Spanten auf Kupferscheiben vernietet. Fussboden aus Fichtenholz.
„Das Boot nach vorstehender Spezifikation auf das Sorgfältigste gebaut & ausgerüstet ab Werft zu dem Preis v. Frs. 1550.- (fünfzehnhundertfünfzig).“
Am 4. Februar 1921 teilte Johann Faul Herrn Luthiger mit, dass man seinem Wunsche gerne entgegenkommen und die Dimension von 5.20m auf 5.50m erhöhe und die Breite auf 1.35m.
Mit Anzahlung der Hälfte des Kaufpreises am 8. Februar 1921 wurde die Bestellung definitiv und Victor gebaut und im Frühling 1921 ausgeliefert. Das Boot wurde entgegen der Skizze mit der Nummer 267 weder mit Pinne noch mit Steckschwert und wie erwähnt leicht verlängert gebaut.
Das Boot blieb bis in den 80iger Jahren im Besitz der Familie Luthiger und wurde auf dem Zugersee zum Fischen verwendet. Es wurde dann dem Fischereimuseum Zug verschenkt, mit der Auflage, das Boot im Museum auszustellen. Da das Museum aber nicht über den nötigen Platz verfügte, wurde das Boot in eine Scheune gehängt. Dort hing das Boot fast 2 Jahrzehnte. Der Museumswart hörte, dass ein Zuger Bootsbauer sich für alte Holzboote interessierte und sie wieder flott machen kann. So kam es, dass Ivan Picinonno das Boot in schlechtem Zustand kaufte, und es in seiner Scheune für eine spätere Restauration aufbewahrte. Ivan Piccinonno kannte Franz Luthiger persönlich, da er dessen Segelboot restauriert hatte und es später auch übernahm. Herr Luthiger händigte darauf hin alle Originaldokumente aus und freute sich sehr, dass sein Boot nun in guten Händen war.
Im Winter 20120/11 restaurierte Ivan Picinonno das Boot für den neuen Eigner und lieferte es im Frühling an den Zürichsee aus. Der neue Eigner nutzte das Boot bis Ende Saison 2017 und schenkte es 2018 der Stiftung HZB.