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Die Schweiz verfolgt ihre Aussenwirtschaftspolitik im Dienstleistungsbereich über die multilaterale, die europäische sowie über die plurilaterale oder bilaterale Ebene mit Drittländern. Dies entspricht den allgemeinen internationalen Handelsbeziehungen der Schweiz.
Auf der multilateralen Ebene werden die Handelsbeziehungen hauptsächlich über internationale Abkommen im Rahmen der Welthandelsorganisation (World Trade Organization - WTO) geregelt. So werden im Dienstleistungsbereich die Rechte und Pflichten im Hinblick auf den Marktzugang und die Inländerbehandlung über das WTO-Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (General Agreement on Trade in Services - GATS) festgelegt. In der Regulierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen sind auch andere internationale Organisationen tätig, wobei sich diese insbesondere mit spezifischen Dienstleistungsbranchen befassen.
In Kapitel 1 finden Sie Informationen über das Allgemeine Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (GATS) und dessen Inhalt. In diesem Kapitel werden ebenfalls Informationen über die laufende Doha-Verhandlungsrunde (Doha Round), den Verlauf der Doha-Runde, die schweizerische spezifische Verpflichtungsliste, die Offerten und Begehren der Schweiz sowie die diesbezüglichen Tätigkeiten des Parlaments (Motionen, Postulate und parlamentarische Interpellationen) bereitgestellt.
Link zu Kapitel 1: Das Allgemeine Abkommen über den Dienstleistungshandel (GATS)
Kapitel 2 befasst sich mit der Integrationspolitik der Schweiz gegenüber der Europäischen Gemeinschaft, die auf bilaterale Abkommen basiert. Dieser Teil enthält Informationen über die Schweiz und die europäische Union und den bilateralen Handel mit Dienstleistungen, dessen Grundlage die sog. Bilateralen I und Bilateralen II sind. Für den Zugriff zum zweiten Kapitel klicken Sie bitte auf untenstehende Verbindung:
Link zu Kapitel 2: Bilaterale Beziehungen Schweiz - Europäische Union
Die Handelsbeziehungen der Schweiz mit Drittländern sind unterschiedlich. Zunächst muss hervorgehoben werden, dass die Schweiz mit Island, Liechtenstein und Norwegen über die Konvention der EFTA (European Free Trade Association) auch im Dienstleistungsbereich enge vertragliche Handelsbeziehungen unterhält. Im Rahmen von umfassenden EFTA-Freihandelsabkommen pflegt die Schweiz darüber hinaus auch im Dienstleistungsbereich vertragliche Beziehungen mit Drittstaaten. Über diese Freihandelsabkommen (FHA) wird eine Verbesserung des Marktzuganges für Schweizer Dienstleistungserbringer auf den wichtigsten Exportmärkten angestrebt, womöglich über das GATS-Niveau hinaus. Bisher hat die Schweiz im Rahmen der EFTA umfassende Freihandelsabkommen, die den Dienstleistungsbereich beinhalten, mit Mexiko, Singapur, Chile, Südkorea, Kolumbien, Golf-Kooperationsrat (GCC: Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Bahrein, Oman, Katar und Kuwait), Ukraine, Hong Kong, sowie Costa Rica und Panama abgeschlossen. Andere EFTA-Freihandelsabkommen wiederum sehen über Entwicklungsklauseln Verhandlungen über Dienstleistung zu einem späteren Zeitpunkt vor (so beispielsweise die Abkommen mit der Türkei, Jordanien, Marokko oder Kanada). Einige der bestehenden Abkommen befinden sich gegenwärtig in Revision, zum Beispiel die Türkei und Singapur. Zur Zeit verhandelt die Schweiz im Rahmen von umfassenden EFTA-Freihandelsabkommen über den Handel mit Dienstleistungen mit Indien, Indonesien, Malaysia, Vietnam und der Zollunion Belarus-Kasachstan-Russland. Schliesslich hat die Schweiz mit Japan und China je ein bilaterales Abkommen abgeschlossen.
Link zu Kapitel 3: Regionale und bilaterale Freihandelsabkommen (FHA)
Das vierte Kapitel ist den Verhandlungen zum Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (TISA - Trade in Services Agreement) gewidmet. Die 8. Ministerkonferenz der WTO brachte die Erkenntnis, dass ein gleichzeitiger Abschluss sämtlicher Verhandlungsthemen des Doha-Mandats in absehbarer Zeit nicht realistisch ist und neue Wege gesucht werden müssen, um die Verhandlungen wenigstens in einzelnen Bereiche voranzubringen.
Link zu Kapitel 4: Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen
In einem fünften Kapitel werden spezifische Themen des Handels mit Dienstleistungen diskutiert. Dieses Kapitel beinhaltet u.a. einen Überblick über die weltweit im Dienstleistungsbereich abgeschlossenen Freihandelsabkommen, Dokumente zur EU-Dienstleistungsrichtlinie, sowie Studien über die Finanzsektoren in China und Taiwan.
Link zu Kapitel 5: Spezifische Themen über Dienstleistungen
Der Sektor der Dienstleistungen umfasst u.a. freie Berufe (Ärzte, Anwälte und andere Rechtsdienstleistungen, Architekten, Ingenieure), Unternehmungsdienstleistungen wie Marketing, Werbung oder Beratung, Post und Telekommunikation, Handel und Maklerdienste, Finanzdienstleistungen (Banken, Versicherungen, Börsen und Wertschriften), Tourismus (Hotels, Restaurants, Fremdenführer), Verkehr, audiovisuelle Dienstleistungen und Kulturdienstleistungen, Gesundheit, Bildung, Bau, Energie und Umwelt sowie andere Aktivitäten, die nicht zum Bereich der Produktion oder Transformation in Industrie, Landwirtschaft und Bergbau gehören.
Da der Begriff der Dienstleistung sehr verschiedene Tätigkeiten abdeckt, kann er schwerlich in einer einheitlichen Definition gefasst werden. Individuelle Dienstleister, Grosskonzerne sowie der grösste Teil der kleinen und mittleren Unternehmungen (KMU) prägen die vielfältige Welt der Dienstleistungen.
Im Bereich der Dienstleistungen sind in Europa und weltweit die grösste Dynamik und das stärkste Wirtschaftswachstum zu verzeichnen.
Auch für die Schweiz ist der Dienstleistungssektor ein zentraler Wirtschaftsfaktor: Drei von vier Unternehmen in der Schweiz sind im Dienstleistungssektor tätig, und vier von fünf neu gegründeten Unternehmen sind Dienstleistungsunternehmen.
Der Dienstleistungssektor trägt in der Schweiz mit deutlich mehr als 70 % zur Bruttowertschöpfung bei. Am bedeutendsten sind dabei Finanzdienstleistungen von Banken und Versicherungen, gefolgt von Dienstleistungen des Gross- und Detailhandels. Sieben von zehn Erwerbstätigen arbeiten in der Schweiz im tertiären Sektor und acht von zehn neu geschaffenen Stellen gehen auf das Konto des Dienstleistungssektors.
Die Schweiz verfügt im internationalen Vergleich über einen der offensten Dienstleistungsmärkte. Die Dichte der in der Schweiz niedergelassenen ausländischen Unternehmen ist eine der höchsten weltweit. Die Handelspolitik der Schweiz (und Liechtenstein) wird alle vier Jahre von der Welthandelsorganisation (WTO) überprüft. Die letzte Überprüfung wurde im April 2013 abgeschlossen. Untenstehend finden Sie einen Auszug zum Dienstleistungssektor (Kapitel 4.4) des diesbezüglichen Berichtes des WTO-Sekretariats. Er beinhaltet folgende Unterkapitel: 4.4.1 Bank-, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, 4.4.2 Telekommunikationsdienstleistungen, 4.4.3 Transportdienstleistungen, 4.4.1 Andere Dienstleistungen: <ip-pii> Postdienstleistungen, <ip-pii> Vertriebsdienstleistungen und <ip-pii> Tourismusdienstleistungen. Im Weiteren finden Sie unten einen Auszug zum Dienstleistungssektor der Berichte des WTO-Sekretariates aus den Jahren 2013, 2008 und 2004.
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) erarbeitet die Position der Schweiz und vertritt diese im Rahmen der internationalen Verhandlungen über Dienstleistungen. Dabei wird untersucht, welche Massnahmen die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Schweiz für ausländische Investoren weiter steigern könnten.
Dadurch können Risikokapital, ausländische Investitionen und Know-how in die Schweiz gebracht werden, die der Schweiz sehr nützlich sein können, wie es die Wirtschaftsförderung des Bundes und der Kantone anstrebt. Eine Verbesserung der Niederlassungsbedingungen für ausländische Unternehmen in gewissen Sektoren (bspw. Anzahl der Banklizenzen) hat zum Beispiel positive Auswirkungen auf die Investitionstätigkeit und folglich auf die Beschäftigung und den Wohlstand in der Schweiz. Bessere Bedingungen für den befristeten Aufenthalt hochqualifizierter Arbeitskräfte in gewissen Sektoren werden dazu führen, dass sich ausländische Unternehmen vermehrt in der Schweiz niederlassen, denn diese Firmen wollen ausländische Kaderleute und Spezialisten beschäftigen können. Damit wird auch Know-how in die Schweiz importiert, das sich in der gesamten Wirtschaft verbreiten kann.
Gleichzeitig sollen Schweizer Dienstleister für den Export ihrer Dienstleistungen günstige Bedingungen vorfinden, insbesondere in Bereichen mit hoher Wertschöpfung und in den Spitzentechnologien, die die wesentlichen Stärken der Schweiz darstellen. Dazu identifiziert das SECO die komparativen Vorteile der Schweizer Dienstleistungsindustrie und die international wettbewerbsfähigsten Exportbranchen des schweizerischen Dienstleistungssektors. Ebenso evaluiert das SECO die wichtigsten Exportmärkte der Schweizer Wirtschaft sowie die Marktzugangsbedingungen und ökonomischen Rahmenbedingungen der Exportländer.
Das SECO ist bestrebt, auf dieser Internetseite die bereitgestellten Dokumente sowohl auf Deutsch, Französisch, Italienisch als auch auf Englisch zu veröffentlichen. Eine Vielzahl der Dokumente ist jedoch nicht in allen vier Sprachen erhältlich. Um dem Leser den Zugang zu den fremdsprachigen Dokumenten zu vereinfachen, hat das SECO untenstehendes Wörterbuch zu Begriffen, die spezifisch sind zum Handel mit Dienstleistungen verfasst, insb. zum GATS, zur WTO, zum internationalen Handelsrecht, zur Handelspolitik, zur Erbringung von Dienstleistungen sowie zu spezifischen Dienstleistungssektoren.
Für weitere Auskunft : 031 325 45 45
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