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Prekäre Sicherheit
Zu allen Zeiten hat die Rhone die Ebene, die sie durchquert, bevor sie in den Genfersee mündet, überschwemmt und verwüstet. Zu Beginn dieses 3. Jahrtausends sind ihre Hochwasser trotz zwei Korrektionen immer noch eine Bedrohung für die Anwohner, die Siedlungen und Infrastrukturen, die in ihrer unmittelbaren Umgebung errichtet wurden. Deshalb ist es wesentlich, bei der Entwicklung der Ebene die plötzlichen Hochwasser des Flusses optimal miteinzubeziehen.
Warum eine dritte Korrektion?
Bereits vor dem 19. Jahrhundert hatte man beträchtliche Anstrengungen unternommen, um die Ebene vor den Überschwemmungen der Rhone zu schützen. In den meisten Fällen machte jedoch das Fehlen eines Gesamtplans die schlecht koordinierten Arbeiten der Menschen wirkungslos. Ab Beginn des 19. Jahrhunderts wurde den Behörden klar, dass ein abgesprochenes Vorgehen notwendig war, um ihre Bemühungen besser zu organisieren.
Die 1. Rhonekorrektion (1863-1893) legte den Verlauf des Flusses fest,stellte eine gewisse Sicherheit in der Ebene her und gestattete derenSanierung. Sie führte jedoch nicht zu den erwarteten Ergebnissen: Es stellte sich heraus, dass die korrigierte Rhone nicht in der Lage war, die Millionen Kubikmeter Kies, die ihr von ihren Nebenflüssen zugeführt wurden, bis zum See zu transportieren, und das Flussbett wurde, trotz der Ausbaggerungen, immer höher. Die Lage wurde alarmierend.
Die 2. Rhonekorrektion (1930-1960) sollte die Geschiebetransport-kapazität des Flusses erhöhen. Dazu wurde sein Lauf durch einen kontinuierlichen Längsverbau eingeengt. Die Dämme wurden verstärkt und erhöht. Später wurde das Problem des Geschiebetransports durch den Ausbau der Kiesgruben in unmittelbarer Nähe des Flusses weitgehend behoben.Informationsblatt N°1 (2008)