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Wozu dient ein Informatiknetz?
Ein Informatiknetzwerk gewährleistet den Zugriff auf die zentralen Dienste und eine rasche Kommunikation zwischen den Arbeitsstationen. In der heutigen Welt des Internets geht alles sehr schnell. Ständig erscheinen neue Softwareversionen und Computer sind rasch veraltet. Eine Internetverbindung ist in den meisten Einrichtungen unerlässlich. Die Installation eines Informatiknetzwerks gilt unterdessen wie der Stromanschluss als normale Ausrüstung eines Gebäudes.
Was ist ein Netzwerk?
Ein Netzwerk ist ein Pool von Computern und Geräten, einschliesslich Peripheriegeräten, die über Kommunikationskanäle (in der Regel Kabel oder Wireless) untereinander verbunden sind. So können Daten zwischen den Geräten ausgetauscht werden. Zu Beginn der Informatik arbeiteten die Computer unabhängig. Heute sind die meisten Computer an ein oder mehrere Netzwerke angebunden.
Ein Netzwerk erlaubt also den Austausch von Informationen zwischen den Computern der verschiedenen Arbeitsstationen, ohne dass dazu CDs, DVDs oder USB-Sticks benutzt werden müssen. Ein Netzwerk ermöglicht es aber auch, die gleichen Dateien oder Drucker zu nutzen, Dateien zentral abzuspeichern oder zu sichern und einen globalen Internetzugang anzubieten. Ohne Netzwerk kann der Zugang zum Internet für alle Computer in einem Gebäude nicht gewährleistet werden.
Das Aufkommen neuer Online-Dienste in der Art einer Cloud unterstreicht die wachsende Bedeutung eines Netzwerks in Schulen.
Netzwerke sorgfältig planen und gestalten
Die Funktion eines Netzwerks ist ähnlich wie diejenige von Sauerstoff: Ohne ein leistungsfähiges Netzwerk kann die Ausrüstung nicht optimal funktionieren. Dies gilt insbesondere für mobile Geräte wie etwa Tablets. Ein Tablet braucht eine viel leistungsstärkere Internetverbindung als ein Computer, weil es über Applikationen, den Browser und ein Cloud-System ständig mit dem Internet verbunden ist. Ausserdem werden Programme transparent aktualisiert, wo eine hohe Bandbreite erforderlich ist.
Vier Faktoren sind für ein Netzwerk von entscheidender Bedeutung: die Internetverbindung, das lokale Netzwerk, das drahtlose Netzwerk (WiFi) und die Sicherheit.
Internetverbindung
Die standardmässige asymmetrische Internetverbindung (mit einer 10 Mal tieferen Upload- als Download-Geschwindigkeit) wird immer mehr durch die breite Nutzung der Cloud-Technologien belastet. Soweit dies möglich ist, sollten deshalb Schulen in Erwägung ziehen, eine symmetrische Internetverbindung (mit der gleichen Upload- und Download-Geschwindigkeit) mit einer ausreichenden Leistung installieren zu lassen, beispielsweise 10/10 Mbit/s für eine kleine, 30/30 Mbit/s für eine mittelgrosse und 50/50 Mbit/s für eine grosse Schule.
Ausführlichere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite der Swisscom zur Initiative „Schulen ans Internet”.
Lokales Netzwerk
Das ideale lokale Netzwerk stützt sich auf ein Gigabit-Ethernet. Die Switches sind mit GB-Ports verbunden, welche die PoE+-Technologie unterstützen (Power over Ethernet mit einer Leistung von 31W). Mit dieser Technologie können die Antennen des drahtlosen Netzwerks über die Ethernet-Verbindung ferngespiesen werden, so dass keine zusätzlichen Steckdosen neben den Antennen installiert werden müssen, was wiederum Kosten spart.
Netzwerkschränke werden über Glasfaserkabel verbunden, um die Leistung zu optimieren. Im Leitfaden Verkabelung und Vernetzung von Schulen ist das lokale Netzwerk ausführlicher beschrieben.
Drahtloses Netzwerk
Das drahtlose Netzwerk umfasst genügend Antennen, um das gesamte Schulgebäude abzudecken. Die Antennen werden zentral verwaltet und es sind mehrere Arten von Netzwerkverbindungen möglich. Weitere Informationen zum Thema drahtlose Netzwerke und Gesundheit finden Sie hier. Zusätzliche technische Informationen sind ausserdem im Leitfaden Empfohlene Informatikausrüstung für Primarschulen bzw. Empfohlene Informatikausrüstung für Orientierungsschulen enthalten.
Sicherheit
Im Kanton Freiburg ist eine Inhaltsfilterung obligatorisch und diese Technologie ist in den Internetanschlüssen, die im Rahmen der Swisscom-Initiative „Schulen ans Internet” angeboten werden, auch enthalten. Schulen, welche die Dienste eines anderen Anbieters in Anspruch nehmen, müssen einen Inhaltsfilter installieren lassen. Weitere Angaben dazu finden Sie im Leitfaden zur Inhaltsfilterung.