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Internationale Wasseraktivisten drängen die UN-Vollversammlung, für das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung zu stimmen
New York, July 26, 2010 (ots/PRNewswire) - Was: Tele-Pressekonferenz
Wann: Montag, den 26. Juli um 08:00 -4GMT (New York, EST)
WIE: Kontakt Denise Hughes: <email-pii>, +1-917-549-2621, u. A. w. g. oder vereinbaren Sie einen Gesprächstermin. Konferenzeinwahlnummer: +1-613-234-9374 Kennung - 973949, gefolgt vom Nummernzeichen.
WER: Maude Barlow ist Gründerin der Organisation Blue Planet Project, Vorstandsvorsitzende der Organisation Food & Water Watch und Vorsitzende der Organisation The Council of Canadians. Sie war Chefberaterin des 63. Präsidenten der Vollversammlung der Vereinten Nationen für das Thema Wasser. In ihrem Buch "Blue Covenant: The Global Water Crisis and the Coming Battle for the Right to Water" (Blauer Vertrag - Die weltweite Wasserkrise und der bevorstehende Kampf um das Recht auf Wasser) vertritt sie die These, dass die Wasserkrise zusammen mit dem Klimawandel eine der gravierendsten Bedrohungen der Menschheit darstellt.
Vandana Shiva ist eine weltbekannte Umweltaktivistin.Sie ist Direktorin der Research Foundation for Science, Technology and Ecology und Autorin des Buches: "Water Wars: Privatization, Pollution and Profit" (deutscher Titel: "Der Kampf um das blaue Gold. Ursachen und Folgen der Wasserverknappung"). In "Der Kampf um das blaue Gold" analysiert sie den allmählichen Verlust der kommunalen Wasserrechte in der Vergangenheit und zeigt die Zerstörung der Erde und die Entmündigung der Armen dieser Welt auf. Sie zeigt ebenfalls, dass es bei vielen der bedeutendsten Kämpfe unserer Zeit um Wasser geht.
Pablo Solón Romero ist der Botschafter Boliviens bei den Vereinten Nationen. Vorher war er der Botschafter Boliviens für Integrations- und Handelsfragen. Er war, als Bolivien den Vorsitz dieser Organisation innehatte, Sekretär der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) und vertrat Präsident Evo Morales im Strategic Reflection Committee for South American Integration (2006). Botschafter Solón ist Sozialaktivist gewesen und hat sich mehrere Jahre mit Menschenrechtsfragen beschäftigt.
Hintergrund
Am 28. Juli wird die UN-Vollversammlung zum ersten Mal über eine historische Resolution debattieren und abstimmen, die das Recht auf "sicheres und sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung" unterstützt. Sie wurde am 17. Juni vom bolivianischen Botschafter bei der UNO, Pablo Solón, eingebracht und wird von mindestens 30 Ländern unterstützt.
Diese Resolution würde das Versäumnis, das Recht auf Wasser als Menschenrecht in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufzunehmen, wieder gutmachen.
Die USA, das Vereinigte Königreich und Kanada wenden sich gegen die Resolution und versuchen, andere auf ihre Seite zu ziehen. Es besteht die Gefahr, dass die Weltorganisation in einen nördlichen und südlichen Teil gespalten wird.
Maude Barlow ist darüber besorgt:" Die USA, Kanada und einige europäische Länder versuchen alles, um einen Strich durch die Rechnung zu machen. Obwohl ihre eigenen Bürger diese Rechte geniessen, wollen sie sie anderen in schamloser Weise vorenthalten. Sie schieben verfahrenstechnische Probleme vor, um eine Frage, bei der es um Leben und Tod geht, zu blockieren und zeigen weder Rücksicht noch Mitleid mit denen, die unter dem Mangel von Wasser und Sanitärversorgung schrecklich leiden."
Warum eine UN-Resolution?
Wasser ist lebenswichtig. Jeden Tag sterben 4000 Kinder an Krankheiten, bei denen das Wasser eine Rolle spielt. Die Vereinten Nationen schätzen, dass fast 1,2 Milliarden Menschen kein sauberes Wasser und 2,6 Milliarden keine richtige Sanitärversorgung haben.
Die Verabschiedung dieser Resolution ist der erste Schritt, den die internationale Gemeinschaft in Richtung einer nachhaltigen Wasserversorgung tun kann. Sie wird die Aufmerksamkeit auf die grundlegende Bedeutung des Wassers und der Sanitärversorgung lenken. Die Resolution wird ebenfalls die rechtlichen Grundlagen für ein faires Verteilungssystem legen und der Anfang eines längeren Prozesses sein, bei dem es darum geht, die Rolle des Staates bei der Gewährleistung sauberen und erschwinglichen Wassers für alle zu klären. Zukünftige Rechtsinstrumente könnten auch Wasserrechte für die Erde schaffen und die dringende Notwendigkeit behandeln, verschmutzte Gewässer zu reinigen und die zerstörerischen Praktiken in Bezug auf die Wasserquellen der Welt zu beenden.
Das Thema Wasser muss bei der Umsetzung der Millenium-Entwicklungsziele und der Klimarahmenkonvention sowie bei Rio +20 an oberster Stelle stehen. Im International Herald Tribune erklärte Michail Gorbatschow: "Wenn mehr Menschen Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung bekommen, wird das viele andere Entwicklungsengpässe beseitigen... Da Bevölkerungswachstum und Klimawandel den Nachfragedruck nach Wasser und Nahrungsmitteln erhöhen, wird Wasser immer mehr zu einer Sicherheitsfrage."
Ohne die Anerkennung des Rechts auf Wasser als Menschenrecht wird sich die Entscheidungsfindung in Bezug auf die Wasserpolitik weiterhin von der UNO und den Regierungen weg auf Institutionen verlagern, die private Wassergesellschaften und die Kommerzialisierung von Wasser begünstigen. Angesichts der Verschlimmerung der weltweiten Wasserkrise müssen die UN-Mitgliedstaaten erklären, ob Wasser ein Menschenrecht oder eine Handelsware ist.
"Der Zugang zu sauberem Wasser ist lebenswichtig; das Recht auf Wasser zu verweigern ist das Gleiche, wie das Recht auf Leben zu verweigern", meint Maude Barlow. "Wir müssen die Gelegenheit nutzen, um solide Gesetze und Massnahmen auf nationaler und internationaler Ebene zu erlassen - wobei die Abstimmung der UN-Vollversammlung am Mittwoch den Anfang macht."
Für weitere Informationen: Denise Hughes, <email-pii>, +1-917-549-2621, u. A. w. g. oder vereinbaren Sie einen Gesprächstermin.
ots Originaltext: Blue Planet Project
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