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Enge Beziehungen der Schweiz zu Kosovo
Schon wenige Tage, nachdem sich Kosovo im Februar 2008 für unabhängig erklärte, anerkannte der Bundesrat die einstige serbische Provinz als eigenständigen Staat. Dieser Schritt war nicht unumstritten.
Die Schweiz hatte sich als eines der ersten Länder überhaupt schon 2005 für eine Unabhängigkeit Kosovos von Serbien ausgesprochen.
Swisscoy in Kosovo
Seit 1999 ist die Schweiz mit Swisscoy-Soldaten an der internationalen Truppe in Kosovo (Kfor) beteiligt. Anfang 2010 hatte die Kfor noch rund 10'000 Einsatzkräfte, darunter 200 Swisscoy-Soldaten, in Kosovo stationiert. Die Zahl soll aufgrund der in den meisten Teilen des Landes stabilen Situation reduziert werden.
Die Swisscoy-Soldaten sind im Süden des Landes stationiert und sollen dort bis Ende 2011 bleiben.
Schweiz an EUlex beteiligt
Die Schweiz beteiligt sich auch an der EU-Mission (EUlex), welche die derzeitige Uno-Verwaltung (Unmik) ablöst. Spezialisten sollen mithelfen, rechtsstaatliche Strukturen in Kosovo aufzubauen. Dazu werden Polizisten, Richter, Staatsanwälte, Zollbeamte und Verwaltungsfachleute eingesetzt. Es ist der bisher grösste zivile Einsatz in der Geschichte der EU.
Schweiz gibt Geld
Die Schweiz gehört ausserdem zu den wichtigsten Geberländern Kosovos. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) stellte 2008 7,38 Millionen Franken und 2009 10,90 Millionen Franken zur Unterstützung des jungen Balkanstaates zur Verfügung.
Kosovaren in der Schweiz
Laut dem Aussendepartement leben derzeit ungefähr 170'000 Personen kosovarischer Herkunft in der Schweiz. 1999 während des Krieges waren es mehr als 200'000, gegen zehn Prozent der Bevölkerung Kosovos. (luek/acd)
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