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Der Schweizer Leichtathlet Viktor Röthlin läuft in Barcelona zu EM-Gold.
Schweizer Fernsehen:
Der Schweizer spielte in der katalanischen Hauptstadt mit seinen
Gegnern. Röthlin zeigte in seinem 19. Marathon ein äusserst
aktives Rennen. Er lief vom Start weg immer in den vordersten Positionen
und schloss die Lücken im schnell kleiner werdenden Feld. Immer
mehr Athleten zollten dem Steigerungslauf Tribut.
Wurden die ersten Kilometer noch mit knapp 3:20 angegangen, lief
die Spitze nach Rennhälfte auf dem Niveau von 3:08. Zwischen
km 27 und 33 vermochte der Schweizer das Tempo noch einigermassen zu
halten, während die letzten Verfolger stark nachgaben. Innert einer
Viertelstunde wuchs der Vorsprung auf weit über eine Minute an. Bloss
ein totaler Einbruch hätte Röthlin noch stoppen können.
Der Erfolg ist in Anbetracht seiner Vorgeschichte nicht hoch genug
einzuschätzen. Nach zwei Lungenembolien mit Aufenthalt in der
Intensivstation und einer Fersenoperation knüpfte er nahtlos an seine
Erfolgsserie an, die an der EM 2006 mit Silber begonnen hatte. Danach
folgten WM-Bronze in Osaka 2007, der hochkarätige Schweizer Rekord
in Tokio (2:07:23) im März 2008 und das Olympiadiplom in Peking.
Röthlin ist der insgesamt vierte Schweizer
Leichtathletik-Europameister und gleichzeitig der erste seit
Kugelstösser Werner Günthör, der 1986 in Stuttgart
triumphiert hatte. Die anderen zwei heissen Philippe Clerc (1969 in Athen
über 200 m) und Fritz Schwab (1950 in Brüssel im 10 km Gehen).
Viktor Röthlin ist nicht nur ein gute Sportler, sondern auch ein
vorbildlicher Medienrhetoriker. Er kommt im Abschnitt "Fassbar argumentieren"
im
Vereinfachen Artikel vor.