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Warum Toiletten wirklich verkalken
Für uns alle sichtbar ist die WC-Schüssel. Dahinter befindet sich ein komplexes Spülsystem, beginnend mit der Entleerung des Spülkastens über die Abreinigung der Toilettenschüssel bis hin zum Ausspülen der Ablaufleitungen in der Liegenschaft.
Warum verkalken WCs?
Eine schwache Spülleistung und Verstopfungen der Ablaufsysteme haben ihren Ursprung meist in nicht sichtbaren Kalkablagerungen. Der Hauptgrund für die Verkalkung ist nicht die Wasserhärte, sondern das Zusammenspiel verschiedener Faktoren.
1) Raumtemperatur
Nach Betätigung der Spülung fliesst frisches Wasser in den Spülkasten. Der Temperaturunterschied zwischen dem einlaufenden Wasser (+/−12°) und der Raumtemperatur (21° – 24°) ist für die Verkalkung der wasserführenden Kanäle hauptverantwortlich.
2) Luftfeuchtigkeit
Beim Baden oder Duschen entsteht erhöhte Luftfeuchtigkeit, was die Verkalkung der Toilette zusätzlich fördert.
3) Heizsystem
Wandhängende Toiletten, unter denen die Bodenheizung verläuft, werden zwangsläufig mehr aufgeheizt und verkalken daher stärker als Badezimmer mit Wandradiatoren.
4) Spülkadenz
Wie oft und in welchen Zeitabständen wird gespült? Eine Restauranttoilette wird alle 10 bis 40 Minuten benutzt und stehendes Restwasser kann nicht austrocknen. In der Schule werden die Toiletten in den Pausen benutzt. Dazwischen bleibt genug Zeit, damit stehendes Restwasser austrocknen kann.
5) Wasserhärte
Erst an fünfter Stelle ist die Wasserhärte massgebend. Die grossen regionalen Unterschiede der Wasserhärte haben dabei sehr wenig Einfluss.
6) Spülkasten
Weitere Faktoren sind defekte Füllventile oder verkalkte Dichtungen und Spülrohre. Der Spülkasten sollte regelmässig auf Dichtheit kontrolliert werden.
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