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Die Produktion von Foie Gras beinhaltet die Geburt von 80 Millionen Entenküken und 800 000 Gänseküken pro Jahr. Die Zwangstopfung ist für die Produktion von Foie Gras per se erforderlich (Art. L. 654-27-1 des französischen « code rural »). Entenküken und Gänseküken sind in einer Brutanstalt geboren: Die Eier werden auf Karren in großen Schränken zur Inkubation gebracht.
Bei den Enten werden nur die Männchen gestopft, die Verwendung von Weibchen ist verboten. Die Küken werden nach Geschlecht sortiert, sowie sie das Ei verlassen. Die weiblichen Enten werden generell nach der Geburt umgebracht (durch Zerkleinerung).
An einem einzigen Tag werden die Enten in einen Zuchtbetrieb befördert, die sie von der Phase der Zwangsstopfung bis in das Alter von ungefähr 80 Tagen führt.
Die Zwangsstopfung besteht darin, Lebensmittel in großer, energiehaltiger und unausgeglichener Menge auf brutale Weise durch einen Schlauch über den Hals in den Magen des Tieres zu führen. Dieser Vorgang dauert mit der traditionellen Methode ca. 45 bis 60 Sekunden. Mit dem industriellen (weitgehend vorherrschenden) Verfahren der hydraulischen oder pneumatischen Booster-Pumpe dauert es nur 2 bis 3 Sekunden. Die Vögel werden zweimal täglich zwangsgestopft.
In Frankreich werden 75% der Enten in Legebatterien gehalten, in denen sie weder stehen, noch sich umdrehen oder ihre Flügel ausbreiten können. Die Empfehlung von 1999 verbietet die Verwendung einzelner Käfige (Frankreich macht von dieser Empfehlung keinen Gebrauch). Als Alternative zu einzelnen Käfigen gibt es Gruppenkäfige, die aber nicht den in der Empfehlung aufgeführten Bedingungen entsprechen. Andere sind in Parks eingesperrt, welche ebenfalls für Gänse verwendet werden.
Nach dem Schock der Zwangsernährung ist leidet das Tier unter Durchfall und schnappt nach Luft. Die Funktion der Leber ist gestört, das Tier hat Schwierigkeiten mit der Regelung der Körpertemperatur und entwickelt eine so genannte Fettleber. Die Dimension seiner vergrösserten Leber, die fast das 10-fache seiner normalen Größe erreicht hat, erschwert ausserdem die Atmung und bringt schmerzhafte Bewegungen mit sich. Die Lungenbeutel werden komprimiert, und das Schwerkraftzentrum des Tieres ist verschoben.
In Zeiten der Fütterung werden die Enten auf harten Oberflächen gehalten (Gitter, Rost, etc.), und es entwickeln sich als Konsequenz Infektionen an den Beinen, die Dermatitis genannt werden. Neben der langen Liste der Krankheiten, Störungen und der grundsätzlichen Not bei zwangsgestopften und eingesperrten Tieren geben die Statistiken zu der Sterblichkeitsrate Aufschluss über den Gesundheitszustand der überfütterten Tiere. Der 1998 nach einem Mandat der Europäischen Kommission erschienene Bericht des wissenschaftlichen Veterinärausschusses erwähnt sogar Prozentsätze, die in der Zwangsstopfung 10 bis 20 mal höher sind als bei der Aufzucht von Nutztieren.
Nach ungefähr einem Dutzend Tage der Zwangsfütterung werden die Tiere dann zusammengepfercht in Kisten zum Schlachthof gebracht. Sie werden durch eine Elektro-Narkose betäubt und ausgeblutet. Oftmals wachen die Vögel vor oder während der Ausblutung auf. Sie werden dann gerupft, ausgenommen und entleert, und ihre Leber wird zum Konsum entnommen.
Auf die menschliche Spezies übertragen würde die Zwangsstopfung darin bestehen, uns mit Hilfe eines Rohrs vom Rachen aus in den Magen dazu zu zwingen, täglich zweimal 10 kg Polenta in wenigen Sekunden herunterzuschlucken. Und wenn man auf den Menschen die Gewichtszunahme einer Ente übertrüge?
Ein Mensch von 60 kg hätte in zwei Wochen 90 kg, jeder kann sich vorstellen, was dies für den Organismus darstellt.Jacques Merminod, Office vétérinaire Fédéral . ABE teste le foie gras : les derniers jours du canard gavé, TSR
Um zu sehen, was die Vögel wirklich ertragen müssen, können Sie sich auch diesen Film aus dem Jahr 2004 oder diese Bilder aus dem Jahr 2008 aus einer Halle zur Zwangsstopfung in Frankreich ansehen.
Für weitere Informationen besuchen Sie die Webseite Stop Gavage.