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Schweizer Preis für Phänologie und Saisonalität 2012 verliehen
Ein neues Modell für die phänologische Forschung
Zum zweiten Mal wurde der «Schweizer Preis für Phänologie und Saisonalität» für ausgezeichnete Forschungsarbeit verliehen. In diesem Jahr ging der Preis an Nicolas Strebel für seine Masterarbeit am Zoologischen Institut der Universität Basel.
Um phänologische Merkmale wie die Ankunft von Zugvögeln über mehrere Jahre zu vergleichen, wurden bisher meist Erstbeobachtungsdaten verwendet. Erstbeobachtungsdaten lassen aber nur bedingt Rückschlüsse auf das mittlere Datum eines phänologischen Merkmals zu, denn Erstbeobachtungsdaten sind beeinflusst von verschiedenen Faktoren wie etwa von Populationsgrösse oder Beobachtungsaufwand.
Nicolas Strebel entwickelte ein Modell, welches das mittlere Datum eines phänologischen Merkmals, sowie die Varianz zwischen Individuen einer Population schätzt. Der geschätzte Wert ist weitgehend unbeeinflusst von Populationsgrösse und Beobachtungsaufwand. Anhand einer Fallstudie konnte Herr Strebel zeigen, dass sich das Modell einfach anwenden lässt: Er schätzte die Veränderung der mittleren Ankunftszeit verschiedener Zugvögel. Dazu verwendete er Daten, die im Rahmen eines Biodiversitäts-Monitorings gesammelt wurden.