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Kontrollen durch Gefahrgutbeauftragte
Die Verordnung über Gefahrgutbeauftragte für die Beförderung gefährlicher Güter auf Strasse, Schiene und Gewässern (Gefahrgutbeauftragtenverordnung, GGBV) regelt alle Formalien, die ein Gefahrgutbeauftragter erfüllen muss. Dazu zählen neben der Ernennung des Gefahrgutbeauftragten auch dessen Aufgaben, die Ausbildung und die Prüfung desjenigen, welcher für die Verminderung von Gefahren zuständig ist.
Die Gefahren können sich dabei laut GGBV aus dem Verpacken, dem Einfüllen, dem Versenden, dem Laden, dem Befördern oder dem Entladen gefährlicher Güter ergeben. Der oder die Gefahrgutbeauftragten müssen von Unternehmen ernannt werden, die gefährliche Güter auf der Strasse, auf der Schiene oder auf Gewässern befördern und diese zum Transport vorbereiten. Die Gefahrgutbeauftragten haben folgende Aufgaben:
- Sie müssen die Einhaltung der Vorschriften über die Beförderung gefährlicher Güter überwachen
- Sie müssen die Unternehmung bei deren Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Beförderung gefährlicher Güter beraten
- Sie müssen jährliche Berichte zu Händen der Unternehmungsleitung über die Tätigkeiten der Unternehmung bezüglich der Beförderung gefährlicher Güter erstellen
Da ein Gefahrgutbeauftragter eine grosse Verantwortung in seinem Aufgabenbereich erhält, muss er eine spezielle Ausbildung vorweisen können. In dieser Ausbildung werden ausreichende Kenntnisse über die Gefahren bei der Beförderung gefährlicher Güter und den damit zusammenhängenden Tätigkeiten vermittelt. Ebenso beinhaltet die Ausbildung die für die Tätigkeiten geltenden Vorschriften sowie die Aufgaben des Gefahrgutbeauftragen.
Kontrollen von Gefahrguttransporten auf den Strassen
Fahrzeuge, die Gefahrgut geladen haben, unterliegen laut dem ADR einer Kennzeichnungspflicht. Das macht es anderen Verkehrsteilnehmer (und auch der Polizei im Fall einer Kontrolle) einfacher, die Fahrzeuge mit Gefahrgutladung auch als solche zu erkennen. Eine Kennzeichnung von Gefahrgut muss immer dann erfolgen, wenn gefährliche Güter befördert werden, und ist bei der Binnenschifffahrt ebenso Pflicht wie bei einem Transport per Bahn oder auf der Strasse.
Diese Kennzeichnung kann, je nach Art des Gefahrgutes und der beförderten Menge jedoch unterschiedlich sein. Bei sehr kleinen oder freien Mengen reicht es meist, wenn sich Aufkleber oder Symbole mit Hinweisen auf den Inhalt des Paketes auf den jeweiligen Gütern befinden. Beim Transport von Stückgut mit einem LKW oder per Container sind jedoch zwingend Warntafeln anzubringen. Diese sind meist orange und manchmal zusätzlich durch Zahlen gekennzeichnet.