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Die Vapeur Val-de-Travers ist ein schweizerisches Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Sitz in St.Sulpice. Der VVT setzt sich für die Erhaltung von normalspurigen, historischen Bahnfahrzeugen ein. Die Website des VVT ist www.vvt.ch.
Wegen dem 100-Jahr Jubiläums des „Chemin de fer Régional du Val-de-Travers“ (heute TRN) entstand die Idee im Val de Travers Dampfzüge fahren zu lassen. In Zusammenarbeit mit dem RVT gelang es Eisenbahnfreunden, einen vom Verein „Dampfbahn Bern“ gemieteten Dampfzug verkehren zu lassen. Deshalb kam dann auch der Wunsch, eigene Dampfzüge fahren zu lassen.
Im Frühjahr 1984 trafen sich die Eisenbahnfreunde (welche sich im neuen Verein „L’Eclisse“ zusammengefunden haben) mit Alphonse Roussy, dem Direktor der Elektrizitätswerke. Die Begeisterung war gross, als er vom Ankauf einer Dampflokomotive erzählte. Am 9. Mai 1984 traf die kleine Cockerill-Kastenlok im Val de Travers ein und die Revisionsarbeiten wurden umgehend an die Hand genommen.
Die Gründung des Vapeur Val-de-Travers ging schliesslich aus einer Zusammenarbeit des L‘Eclisse, RVT, der Handelskammer Neuenburg und Alphonse Roussy zurück. Die ersten Statuten wurden am 16. Oktober 1984 genehmigt. Bereits im Frühling des folgenden Jahres konnte in Österreich passendes Wagenmaterial gefunden werden. Drei der vier so genannten Spantenwagen kamen – zu Beginn noch in ihren Originalfarben Blau / Creme – schon 1985 und 1986 zum Einsatz, zusammen mit dem erneut angemieteten und frisch revidierten Tigerli E 3/3 8522 der Dampfbahn Bern.
Da die Cockerill-Lok absehbar zu leistungsschwach war, suchte man eine grössere Dampflok. Ebenfalls in Österreich fand man eine Dreikuppler-Werkslok von Krauss-Maffei. Sehnlichst erwartet trug sie in den ersten paar Jahren beim VVT den Übernamen Desirée. Mit der Revision fand auch gleichzeitig die Errichtung des ersten Depots statt – mit zwei Gleisen à 40 Metern Länge, eines davon mit Arbeitsgrube. Ebenfalls in diese Zeit zurück geht der Umbau eines ehemaligen dreiachsigen SBB-Gepäckwagens in die Traclet-Bar (D3 362). Wenig später wurde auch ein früherer 3.-Klasse-Holzkastenwagen der SBB, der als Rottenwagen überlebt hatte, zum Speisewagen mit Küche umfunktioniert (WR 361). Damit einher gingen auch der Aufbau einer Restaurationsgruppe und natürlich die Ausbildung von Zugbegleitern.
Für einen zuverlässigen Dampfbetrieb suchte der VVT eine Lok, um die Desirée im Schadenfall ersetzen zu können. In Genf fand man beim dortigen Gaswerk ein Tigerli als geeignete Reservelok. Weil die Lok bereits seit Jahren ungenutzt unter Dach abgestellt war, wurde sie dem VVT im Jahre 1987 leihweise übergeben. In Anerkennung der geleisteten Revisionsarbeit wurde das Tigerli dem VVT später geschenkt. In den folgenden Jahren wuchs der Lokbestand des VVT. Als Geschenke bekam der VVT die E 2/2 der Papierfabrik Cham sowie die E 2/2 2 (ex Werklok bei Sulzer Winterthur). Ebenfalls in diese Zeit gehört die leihweise Übernahme der Ex Jura-Simplon E 3/3 855. Von Interesse für den Verein war diese Lok deshalb, weil sie für fast 20 Jahre im Val de Travers verkehrte.