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Die Schweizer Einsätze
- Mujinga Kambundji
Die Bernerin wollte es im Sprint gleich über beide Distanzen wissen – und musste eine doppelte Enttäuschung hinnehmen. Bei tiefen Temperaturen blieb Kambundji in einem hochdotierten Feld über 100 m besonders auf der zweiten Streckenhälfte chancenlos. Mit einer Zeit von 11,11 s rangierte sie auf Platz 7. Den Sieg holte sich die Jamaikanerin Elaine Thompson-Herah mit einem eindrücklichen Schlussspurt in 10,79 s vor Sha'Carri Richardson (USA) und ihrer Landsfrau Shericka Jackson (je 10,92 s). Auch über 200 m klassierte sich Kambundji in 22,88 Sekunden als Siebte. Mit Shelly-Ann Fraser-Pryce (22,41 s) ging der Sieg auch in der zweiten Königsdistanz im Sprint nach Jamaika.
- Jonas Raess
Zu den Geschlagenen gehörte auch der einzige Schweizer Vertreter am Meeting im US-Bundesstaat Oregon. Der Langstreckenläufer vermochte im 1500-m-Rennen nicht in die Entscheidung um den Tagessieg einzugreifen und klassierte sich als 13. rund acht Sekunden über der Siegerzeit des Neuseeländers Samuel Tanner (3:34,37 Minuten) und fünf Sekunden über seiner eigenen Bestmarke. Das Ergebnis des Rennens floss indes nicht in die Diamond-League-Wertung ein.
Auf der Bahn
- 100 m Männer
Es war ein ungewohntes Bild: Bereits einige Meter vor dem Ziel jubelte Trayvon Bromell über seinen Sieg in der Königsdisziplin. Die spezielle Geste sollte ohne Folgen bleiben, Bromell rettete fünf Hundertstel hinter die Ziellinie und triumphierte in einem Feld mit mitunter sechs weiteren US-Amerikanern vor seinen Landsmännern Fred Kerley (9,98 s) und Christian Coleman (10,04 s).
- 1500 m Frauen
Gleich sieben Läuferinnen sollten im 1500-m-Rennen der Frauen erstmals unter vier Minuten bleiben. Angeführt wurde das äusserst schnelle Feld von der Kenianerin Faith Kipyegon, die in einer Zeit von 3:52,59 Minuten nebst Jahresweltbestzeit auch einen neuen Meeting-Rekord aufstellte. Ihre eigene Bestmarke verpasste die Ostafrikanerin nur um rund zwei Sekunden.
- 5000 m Männer
Nicht weniger spektakulär verlief der Auftritt der Männer über 5000 Meter. Hier überflügelte Berihu Aregawi die Konkurrenz mit einer ansprechenden Zeit von 12:50,05 Minuten gleich um 16 Sekunden und mehr. Besonders angesichts der widrigen Bedingungen ist die Leistung des Äthiopiers hoch einzustufen, der mit seinem Auftritt nebst der Jahresweltbestleistung auch die eigene Bestzeit klar unterbot und zudem für einen Meeting-Rekord sorgte.
Im Oval
- Kugelstossen Männer
Dem spärlich gefüllten Hayward Stadium – wo ab Mitte Juli die WM steigt – am ehesten ein kollektives Raunen zu entlocken, vermochte Kugelstosser Ryan Crouser. Der US-Amerikaner erzielte mit einer Weite von 23,02 Metern eine Jahresweltbestleistung und siegte souverän.