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Die Position des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz wird durch die Angelegenheit um seinen ehemaligen Vizekanzler Heinz-Cristian Strache erschüttert, nachdem die Parlamentarier einen Misstrauensantrag gestellt haben. Straches FPÖ könnte für den Antrag stimmen und eine Mehrheit für den erzwungenen Rücktritt von Kurz erzielen.
Kurz, Führer der konservativen ÖVP, brach mit der FPÖ ab, nachdem ein Video veröffentlicht worden war, in dem sich Strache der Korruption schuldig gemacht zu haben schien. Vor seiner Wahl versprach er in einem Gespräch auf Ibiza einer russischen Frau die Vergabe öffentlicher Aufträge im Austausch für Wahlunterstützung. Strache ist am Samstag zurückgetreten. Später fiel der Schrank auseinander.
Der frühere Regierungspartner FPÖ ist verärgert über den Stand der Dinge und kann daher den Misstrauensantrag unterstützen. Andere Parteien kritisieren besonders den konservativen Kurs von Kurz. Zum ersten Mal musste ein Bundeskanzler in Österreich zurücktreten.