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Hoch über Sachseln befindet sich auf 700 m ü.M. eine kleine Höhle im Laubwald in der offenen, vielfältig strukturierten Landschaft. Die neu inventarisierte Höhle namens Rütibalm ist offensichtlich ein beliebtes Zwischenquartier der seltenen Kleinen Hufeisennasen. Während die Sommerquartiere in Obwalden bereits gut dokumentiert sind, blieben bislang die überlebenswichtigen Winterquartiere unentdeckt. Die Rütibalm scheint ein idealer Aufenthaltsort im Übergang vom Winter zum Sommer zu sein. Es konnten bis zu 18 Individuen gezählt werden.
Wie die Spuren von Feuerstellen zeigen, wird in dieser Höhle immer wieder Feuer entfacht. Solche Störungen und insbesondere die Rauchentwicklung gefährden dieses in der Innerschweiz einzigartige Fledermausquartier.
Weitere Informationen zur Kleinen Hufeisennase sind unter https://fledermausschutz.ch/kleine-hufeisennase zu finden. Sie gilt in der Schweiz gemäss Roter Liste als stark gefährdet. Nationale Priorität: «sehr hohe Priorität». In Obwalden, insbesondere im Raum Sachseln und Giswil, sind relativ grosse Kolonien bekannt. Es gibt zudem Anzeichen, dass sich die Art wieder langsam ausbreitet. Grund für den Populationsrückgang war insbesondere der in Mitteleuropa verbreitete DDT-Einsatz bis Anfang der 1970er-Jahre. Gemäss der Stiftung Fledermausschutz Schweiz gab es 2018 in der Schweiz schätzungsweise wieder 5300 erwachsene Kleine Hufeisennasen. M. Trüssel