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Dubois-
Pigalle
(spr. düboa-pigáll), Paul, franz. Bildhauer, geb. zu Nogent sur Seine (Aube), wurde anfangs für das Studium der Staatswissenschaften bestimmt und studierte in Paris Jura, folgte aber sehr bald seiner Neigung zur Kunst und trat 1856 in das Atelier von Toussaint, um Bildhauer zu werden. Dort blieb er bis 1858 und machte dann auf den Rat seines Lehrers eine Reise nach Italien, wo er in Florenz, Rom und Neapel die Meisterwerke der Plastik, insbesondere Donatello und Michelangelo, studierte und viel von deren naturalistischer Richtung annahm.
Eins seiner ersten Werke war der später in Marmor ausgeführte heil. Johannes als Kind, welcher mit dem florentinischen Sänger des 15. Jahrh. (1865, in versilberter Bronze, oft nachgebildet) ins Museum des Luxembourg kam. In keinem seiner Werke herrscht eine so große bis zur Illusion gehende Naturwahrheit, verbunden mit höchster Naivität und Anmut. Wie mehrere seiner besten Arbeiten eine Zierde der internationalen Ausstellung von 1867 waren, so auch 1878 z. B. die Geburt der Eva (Gips), die Marmorstatue des dem Bad entsteigenden Narcissus, welcher in seiner Energie an Michelangelo erinnert (1874, ebenfalls im Luxembourg), mehrere Porträtbüsten und vor allem das große, für die Kathedrale zu Nantes bestimmte Denkmal des Generals Lamoricière mit seinen vier allegorischen Nebenfiguren, von denen ¶
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besonders die beiden männlichen vortrefflich sind, und den Reliefs am Sockel. Seit mehreren Jahren hat er sich auch in der Zeichnung hervorgethan, namentlich in Kopien nach ältern italienischen Meistern und in Porträten, die er in wunderbarer Lebenswahrheit und meisterhafter Technik ausführt. Nach mehreren Medaillen und Auszeichnungen wurde er 1867 Ritter und 1874 Offizier der Ehrenlegion, 1876 Mitglied der Akademie und 1878 Direktor der École des beaux-arts.