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1845 schon setzte Richard Wagner sich mit der Gralslegende auseinander, 1877 verfasste er das Textbuch, danach begann er mit der Komposition, die er als sein "Opus ultimum" bezeichnete. 1882 wurde das Bühnenweihfestspiel in Bayreuth uraufgeführt. Das Textbuch folgt der Erstausgabe, eigenhändige Korrekturen von Wagner sind berücksichtigt, die Varianten der Partitur entstammen der kritischen Richard-Wagner-Ausgabe. Mit Literaturhinweisen und Vorwort.
Rezension
"Mit dem Bändchen zu ′Parsifal′ hat Egon Voss, der exzellente Wagner-Kenner und langjährige Leiter der Wagner-Gesamtausgabe, seine verdienstvolle Reihe der Textbücher mit Varianten der Partitur abgeschlossen. Damit liegen nun alle Libretti vom ′Fliegenden Holländer′ bis zum ′Parsifal′ erstmals in philologisch zuverlässigen und authentischen Ausgaben vor. (...) Ein Genuss für sich ist Voss′ schnörkelloses klar formuliertes, instruktives Nachwort." -- Neue Zürcher Zeitung
Portrait
Wilhelm Richard Wagner wurde 1813 in Leipzig als neuntes Kind des Polizeiaktuarius Carl Friedrich Wagner und der Bäckerstochter Johanna Rosine Wagner geboren und starb 1883 in Venedig, im Palazzo Vendramin-Calergi. Er war war Komponist, Dramatiker, Philosoph, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent. Mit seinen Musikdramen gilt er als einer der bedeutendsten Erneuerer der europäischen Musik im 19. Jahrhundert. Er veränderte die Ausdrucksfähigkeit romantischer Musik und die theoretischen und praktischen Grundlagen der Oper, indem er dramatische Handlungen als Gesamtkunstwerk gestaltete und dazu Text, Musik und Regieanweisungen schrieb. Als erster Komponist gründete er Festspiele in dem von ihm geplanten Bayreuther Festspielhaus. Seine Neuerungen in der Harmonik beeinflussten die Entwicklung der Musik bis in die Moderne. Mit seiner Schrift "Das Judenthum" in der Musik gehört er geistesgeschichtlich zu den Verfechtern des Antisemitismus.