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Nach der Verweigerung der Überflugrechte für seine Maschine erwägt der bolivianische Präsident Evo Morales die Schliessung der US-Botschaft in La Paz. «Wenn nötig» werde die Schliessung der US-Botschaft in Bolivien geprüft.
«Wir brauchen keine US-Botschaft», sagte Morales am Rande eines Treffens mit lateinamerikanischen Kollegen in Cochabamba an der auch die Präsidenten Ecuadors und Venezuelas, Rafael Correa und Nicolás Maduro, teilnahmen.
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«Ohne die USA stehen wir politisch und demokratisch besser da, ohne die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds geht es uns wirtschaftlich besser, deshalb brauchen wir sie nicht», sagte Morales. Lateinamerika, China, Russland und einige europäische Staaten seien die neuen Alliierten Boliviens.
Entschuldigung gefordert
Maduro, Correa und die Präsidenten Argentiniens und Uruguays, Cristina Fernández de Kirchner und José Mujica, forderten nach einem Treffen mit Morales von Frankreich, Italien, Portugal und Spanien eine Erklärung zu den Überflugverboten und eine öffentlich Entschuldigung.
Kolumbiens Staatschef Juan Manuel Santos erklärte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa in Lausanne ebenfalls mit seinen südamerikanischen Kollegen solidarisch. Zugleich warnte er jedoch davor, den Vorfall zu einer diplomatische Krise zwischen Lateinamerika und Europa ausarten zu lassen.
Druck der USA
Morales' Flugzeug hatte am Dienstag aus Moskau kommend 13 Stunden in Wien festgesteckt - angeblich, weil der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter und «Prism»-Enthüller Edward Snowden an Bord vermutet wurde.
Bolivien wirft Frankreich, Italien, Spanien und Portugal vor, ihren Luftraum zeitweise für seine Maschine gesperrt zu haben. Dies geschah nach seiner Überzeugung auf Druck der USA, die die Auslieferung Snowdens fordern.
(sda/tke)