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© Ruedi Aeschlimann
Im Gegensatz zu den Langstreckenziehern überwintern die Kurzstreckenzieher in einer Klimazone, die jener ähnlich ist, in der sie brüten.
In Europa sind dies für viele Arten das südliche Mitteleuropa und der Mittelmeerraum. Natürlich gibt es viele Übergänge zwischen Kurz und Langstreckenziehern; so sind in Asien viele Arten Langstreckenzieher, die in Europa nur bis nach Südfrankreich ziehen. Viele Kurzstreckenzieher gehören auch zu den Teilziehern. Die meisten Kurzstreckenzieher wandern nach Südwesten in milde, vom Golfstrom beeinflusste Gebiete. Andere, wie der Hausrotschwanz und die Mönchsgrasmücke, suchen Winterquartiere sowohl im Südwesten als auch im Südosten auf. Viele Arten ziehen am Morgen, wie z.B. die Finken, andere, wie Rotkehlchen und Singdrossel, vornehmlich nachts oder, wie die Feldlerche, tags und nachts. In der Regel brechen die Kurzstreckenzieher im Herbst später nach Süden auf und kehren im Frühling früher zurück als die Langstreckenzieher. Manche Arten ziehen sogar erst dann weg, wenn sie durch Schnee dazu gezwungen werden.
© Schweizerische Vogelwarte Sempach
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