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Blanc Patrick
Die Beobachtung, dass viele Pflanzenarten in tropischen und gemässigten Zonen auf vertikalen Oberflächen wie Baumstämmen, Kalksteinfelsen oder Höhlenwänden prächtig gedeihen, hat den Botaniker Patrick Blanc dazu verleitet, mit künstlichen Wänden zu experimentieren, auf denen Pflanzen wachsen sollen. Ihm schwebte vor, dass sich damit Städte platzsparend begrünen lassen könnten.
Poren und Spalten an natürlichen Felsen in der Wildnis sorgen dafür, dass Pflanzen mit nährstoffreichem Wasser versorgt werden, so dass sie ohne Boden, resp. Erdreich gedeihen.
Als es Blanc gelang, solche vertikalen Gärten künstlich zu gestalten, hat er seine Erfindung patentieren lassen.
Seine Kunstwände bestehen üblicherweise aus 3 Teilen: einem Metallrahmen, einer PVC Schaumschicht und einer Filzschicht. Die Wurzeln der Pflanzen wachsen im Polyamid –Filz, der nicht fault und gut Wasser leitet.
Zur Bewässerung dieser Pflanzenmauern verwendet man am besten recyceltes Wasser wie z. Bsp. Grauwasser aus Klimaanlagen oder Meteowasser von Dächern, denn im Gegensatz zum Nährstoffarmen Regenwasser enthält solches recyceltes Wasser Schadsstoffe, die im Substrat der Mauer langsam zerfallen und zu Dünger werden.
Das Wand-System wird einer gebauten Gebäudemauer vorgehängt mit einem gewissen Abstand, sodass Luft zirkulieren kann.
Die Schichten aus PVC, Luft, organischem Material und Filz bilden zusammen eine Isolation gegen Lärm und Wärme/Kälte.
Im Laufe des Jahres bewährt sich diese Schicht in vielfältiger Weise:
Sie reinigt die Luft, schützt vor Kälte im Winter und Hitze im Sommer, reduziert den Energieverbrauch und schluckt Lärm.
Nach langer Erfahrung zeigt sich nun, dass es für die Vertikalen Gärten keine Grössen- resp. Höhenbeschränkung gibt. Auch keine Limits bezüglich des Klimas.
Vertikale Gärten können Städte in grüne Oasen verwandeln.
Einige Beispiele dieser wunderbaren Errungenschaft:
Paris. (Pershing Hall)
Riad (gedeiht bei 50 Grad Celsius)
New York
Seoul
Madrid
Sidney
und andere