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Bekannt wurde der Verein aus der Nachbarsstadt von St. Gallen vor allem durch den internationalen Wettskandal aus dem Jahre 2009, in den auch mehrere Gossau-Akteure verwickelt gewesen sein sollten. Aber auch sportlich hat der FCG in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt. In den Jahren 2007-2010 spielte man in der zweithöchsten Spielklasse mit, schlussendlich stieg man dann aber freiwillig ab, wobei einem durch den Abstieg zweier Mannschaften in der Vorsaison der Platz in der zweiten Liga geschenkt wurde. Seither spielt man in der vierthöchsten Spielklasse, der 1. Liga Classic, wo man jeweils auf verhältnismässig „kleine“ Vereine wie zum Beispiel den FC Muri oder den Sportclub aus Cham trifft. Einzige Möglichkeit, um sich auch mit Spitzenteams zu messen, bleibt der Cup. Und in genau dessen Qualifikation treffen die Gossauer heute auf den ebenfalls viertklassigen FC Baden. Mit einem Sieg wäre man für die Cup-Hauptrunde qualifiziert.
Die Partie beginnt gleich mit einem Paukenschlag oder besser gesagt mit einem Kopfballtor von Christian Böhi in der 5. Minute. Dem Führungstor war ein Eckball vorausgegangen. Drei Minuten später wieder Eckball für Gossau und wieder ein Kopfballtor, diesmal traf Ifraim Alija zum 2:0 für das Heimteam. Der FC Baden, obschon der beiden erhaltenen Gegentore, versteckte sich nicht und kam in der 17. Minute darum folgerichtig zum 2:1 Anschlusstor. Roman Herger verwertete eine hohe Hereingabe seines Mitspielers. Der FC Baden, der nun Lunte gerochen hatte, war in der Folge die etwas aktivere Mannschaft und hatte in der 25. Minute ein „Wembley-Tor“ zu beklagen, das jedoch ganz im Gegensatz zum Original (zurecht) nicht gezählt wurde. Die Gossauer Führung währte trotzdem nicht mehr lange, denn Marco Thaler erzielte in der 29. Minute das 2:2. Und wieder erwies sich der Eckball als Torgarant.
Es war aber noch lange nicht Pause an diesem kalten Märzabend und so traf nach einem Standard erneut Roman Herger in der 39. Minute zur erstmaligen 2:3 Gästeführung. Gossau blieb jedoch keine Antwort schuldig und erzielte in Person von Ifraim Alija das 3:3 in der 41. Minute. Und drei mal darf geratet werden, wie das Tor zustande kam: Genau, es war einmal mehr ein Eckball, der den Weg zum Kopf eines Spielers und von da in das Badener Tor gefunden hatte. Eine erste Halbzeit mit sechs Toren ging zu Ende, fünf davon nach Standards, vier davon Eckbälle, und ebenfalls vier davon mit dem Kopf erzielt. Ein richtig spannendes Cupspiel! In der zweiten Halbzeit waren es jedoch erst einmal die Badener Anhänger, die durch primitive Gesänge auffielen, bis sich langsam wieder etwas Nennenswertes auf dem Spielfeld tat. Diese Szene aus der 67. Minute hatte es jedoch in sich, denn Roman Herger traf per Kopf zum 3:4. Auch persönlich ein Erfolg, er hatte hiermit einen Hattrick zu verzeichnen. Während der Schlussphase fehlte dem Heimteam irgendwie die zündende Idee und vielleicht auch die Kraft, um sich noch einmal gegen das drohende Cup-Aus zu stemmen. Mit dem 3:5 in der 94. Minute setzte Aaron Burkhardt einen Schlusspunkt in dieser spannenden und hart umkämpften Partie, die sicherlich auch den 200 Zuschauer trotz Regen gefallen hat.
Gespielt wurde auf der Sportanlage Buechenwald, die unweit gelegen vom Bahnhof mit einer charmanten Holztribüne zu gefallen weiss. Für allfällige Gästefans, wie dies heute einmal ausnahmsweise der Fall war, ist eine fünfstufige ungedeckte Rampe errichtet worden, die auch auf einer Hälfte der Querseite wieder zum Einsatz kommt. Auf der anderen Hintertorseite gibt es keinen Ausbau, sondern lediglich ein Gitter mit farbigem Sichtschutz gegen aussen. Für die Heimfans gibt es einen kleinen gedeckten Stehbereich unter der einzigen gedeckten Tribüne. Eng wird es wohl trotzdem nie, denn heute konnten gerade mal fünf mehr oder weniger aktive Supporter des Heimteams ausgemacht werden. Im ganzen Stadion Platz finden würden 3’000 Zuschauer.