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Top-down:
Beim Top-down Prozess erhalten die Lernenden die Lösung des Problem ganz oder ansatzweise und haben nun die Möglichkeit, anhand dieser Lösung den Prozess, die Strategie, den Lernweg zu diesem Ergebnis zu konstruieren. Man kann sich das wie beim Puzzlespielen vorstellen. Der Rahmen des Puzzles ist schon da, aber der Inhalt muss noch erarbeitet werden. Wenn die SuS einen fremdsprachigen Text erhalten, kann die LP ihnen dazu die entsprechende Bildergeschichte geben. Nun können die SuS mit ihrem Vorwissen, Lernstrategien und der Bildergeschichte versuchen herauszufinden, was die einzelnen Sätze oder gar Wörter im Text bedeuten könnten.
Bottom-up:
Beim Bottom-up Prozess erhalten die Lernenden wenig bis gar keine Hilfestellung. Im Vergleich mit einem Puzzle wären vielleicht zwei bis drei Teile zusammengesetzt, der Rest müsste aber selbst konstruiert werden, anders als bei Top-down, wo der rahmen bereits existiert. Ein konkretes Beispiel wäre, dass die Lehrperson den SuS wieder einen Text gibt, anstatt aber diesen mit einer Bildergeschichte zu untermalen, wählt sie nun den Auftrag, dass die Lernenden nach Wörtern suchen sollten, welche sie verstehen.
In der Primarschule hat wohl der Top-down Ansatz mehr Erfolg. Die Kinder können zwischen der Aufgabenstellung und dem Lösungsansatz Verbindungen herstellen und ihre Strategien anwenden. Beim Bottom-up Ansatz verstehen sie unter Umständen nur wenige Wörter und kommen danach nicht mehr weiter. Der Top-down Ansatz gibt ihnen einen Input, worum es gehen könnte und lässt sie unter Anwendung von Sprachstrategien mehr vom Text herausfinden.