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Gebietsfremde Arten bezeichnet man als Neobiota. Dabei unterscheidet man zwischen Neophyten (Pflanzen) und Neozoen (Tiere). Breiten sich diese ungehindert aus, können sie eine Bedrohung für Pflanzen, Tiere und Menschen darstellen.
Der zunehmende weltweite Personen- und Güterverkehr bringt vermehrt Pflanzen und Tiere in die Schweiz, die hier natürlicherweise nicht vorkommen. Die so eingeschleppten Organismen nennt man Neobiota. Man unterscheidet zwischen Neophyten (Pflanzen) und Neozoen (Tiere). Breiten sich diese massiv und ungehindert aus, werden sie als invasiv bezeichnet.
Aktuelles
Asiatische Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke wird mit dem internationalen Verkehr verbreitet und ist eine potenzielle Überträgerin diverser Krankheiten.
Informationen zur Tigermücke
Quagga-Muscheln
Die Quagga-Muscheln breiten sich invasiv in hiesigen Seen und Flüssen aus. Die Muscheln und deren Larven können sich an Rümpfen von Schiffen festsetzen und werden so in Gewässer transportiert. Die Quagga-Muscheln können zu beträchtlichen Schäden an Wasserinfrastrukturen und Ökosystemen führen. Im Kanton Bern wurde die Quagga-Muschel bisher im Bielersee und in der unterliegenden Aare nachgewiesen.
Merkblatt für Bootsbesitzer
Schnelle Ausbreitung der Quaggamuschel im Bielersee
Ein Team aus Biologinnen und Biologen hat im Auftrag des Fischereiinspektorats die Situation der einheimischen Grossmuscheln und der invasiven Kleinmuschelarten im Bieler- und Thunersee überprüft. Die Populationen der einheimischen Grossmuscheln sind in den beiden Seen besorgniserregend klein. Dafür hat sich im Bielersee in wenigen Jahren die Quaggamuschel in einem atemberaubenden Tempo ausgebreitet und dominiert bereits gegenüber der ebenfalls nicht einheimischen Zebramuschel und der asiatischen Körbchenmuschel.
Schlussbericht Muschelmonitoring Bieler- und Thunersee
Schwarzmeer-Grundeln
Verschiedene Grundel-Arten machen sich vermehrt in Schweizer Gewässern breit und bedrohen einheimische Fischarten. In den Gewässern des Kantons Bern wurden bisher noch keine Schwarzmeer-Grundeln festgestellt.
Invasive Grundeln erobern den Rhein
Kantonale Ansprechstellen
- Verantwortliche Stelle (Leitbehörde):
Kantonales Laboratorium, Abteilung Umweltsicherheit
Je nach Fragestellung zu Neobiota sind zudem folgende Ämter zuständig:
- Bauvorhaben:
Amt für Landwirtschaft und Natur, Fachstelle Boden
Bodenschutz beim Bauen
- Pflanzenschutz in der Landwirtschaft:
Amt für Landwirtschaft und Natur, Fachstelle Pflanzenschutz
Schadorganismen melden
- Arten- und Biotopschutz:
Amt für Landwirtschaft und Natur, Abteilung Naturförderung
Artenschutz und -förderung
- Schadorganismen im Wald:
Amt für Wald und Naturgefahren
Schadorganismus im Wald melden
- Invasive Fische und Flusskrebse:
Amt für Landwirtschaft und Natur, Fischereiinspektorat