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UBS, die Schweizer Bankster
Nachdem sie 2008 mit 60 Mrd. SFr Steuergeldern (mehr als der Wert aller Schweizer Im- und Exporte in einem Jahr) gerettet wurde, erklärt die UBS nun, sie habe ihr Investmentgeschäft verkleinert, es wird jedoch vielfach vermutet, dass es nur in einer internen Bad Bank versteckt wird.
Tatsache ist jedenfalls, dass die UBS 2013 den vielleicht höchstbezahlten Investmentbanker der Welt, Andrea Orcel, zum Leiter ihrer Investmentabteilung in London berief. Das tut niemand, der sein Investmentgeschäft verkleinern will.
Als Orcel 2008 für Merrill Lynch in New York tätig war, gehörte er zu den 700 Managern der Bank, die von Justizminister des Staates, Andrew Cuomom, untersucht wurden. Die Manager erhielten insgesamt 3,6 Mrd.$ an Boni, während die Bank im selben Jahr 27 Mrd.$ Verlust machte. Orcels Bonus betrug 44,8 Mio.$.
Super-Boni sind offenbar Orcels Markenzeichen. Beim Eintritt in die UBS erhielt er 26 Mio. SFr. Das löste soviel Empörung aus, dass die Schweizer Jungsozialisten diesen Fall in ihrer «1:12- Initiative» als Negativbeispiel erwähnen. Orcel war ein Hauptbeteiligter an der Betrügerei Santander, Monte dei Paschi (MPS) und Antonveneta. Erst beriet er Santander beim Kauf Antonvenetas von ABN-Amro. Dann beriet er MPS beim Kauf Antonvenetas von Santander. MPS zahlte aber 2,4 Mrd.€ mehr als Santander drei Monate früher und das war für die Bank aus Siena das eigene Todesurteil.
Zur Finanzierung des Geschäfts kaufte die MPS Derivate bei JP Morgan und fälschte ihre Bücher. Mario Draghi, damals Chef der Bank von Italien, drückte beide Augen zu.
Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).
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