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News
Aufklärung rund um die Titel-Vielfalt
- 22. Oktober 2018
- Posted by: BildungsCluster
- Category: Allgemein
Das Titel -Gewirr, das durch den Bologna Prozess ausgelöst wurde, ist teilweise schwer zu verstehen. „Früher war es in Österreich mit den akademischen Graden relativ einfach: Magister beziehungsweise Diplom-Ingenieure waren Absolventen von 4- bis 5-jährigen Diplomstudien. Doktoranten bauten mit der Doktorarbeit darauf auf.“, heißt es in einem Bericht des Magazins Training zu den Unterschieden zwischen dem Undergraduate-, Graduate- und Postgraduate–Studium.
Ein MBA-Titel war der Abschluss einer postgradualen, wirtschaftlichen Ausbildung für Hochschulabsolventen. International war der MBA bekannt und anerkannt, während die Kürzel „Mag.“ oder „DI“ oft für Verwirrung im Ausland sorgten.
Im Jahr 1999 einigten sich 29 europäische Bildungsminister in Bologna darauf, einen einheitlichen Europäischen Hochschulraum bis Ende 2010 zu schaffen. Hauptziel des Bologna-Prozesses ist es, ein System zu schaffen, das leicht verständlich ist und Studienabschlüsse international vergleichbar macht.
Neue Titel
Dazu wurde das Studium in Undergraduate (= Bachelor) und Graduate (= Master) eingeteilt. Ein Studium schließt so, je nach Studienrichtung, zum Beispiel mit dem Master of Science (MSc), dem Master of Arts (MA) oder dem Master of Law (LLM) ab. Nach absolviertem Masterstudium kann dann der Doktor, auch PhD genannt, gemacht werden.
So gibt es seit ein paar Jahren nur mehr wenige Magister- und Diplomstudiengänge. Der Arbeitsaufwand für die einzelnen Studien wird durch die international anerkannten ECTS-Punkte bemessen. Das European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) soll sicherstellen, dass die Leistungen von Studierenden an Hochschulen des Europäischen Hochschulraumes vergleichbar sind. Ebenso sind bei einem Wechsel von einer Hochschule zur anderen die Studien besser anrechenbar. Ein Leistungspunkt (LP) bzw. Credit Point (CP) entspricht einem Arbeitsaufwand von 25 bis 30 Arbeitsstunden.
In Österreich wird das Bologna-System durch Privathochschulen und andere private Bildungseinrichtungen ergänzt.
Bei einem Master of Science (MSc) und einem Master of Business Adminstration (MBA) ist der Titel als „Master“ zwar gleich, das vermittelte Wissen jedoch ein anderes. Einer der großen Unterschiede liegt darin, dass der Master in einem Grundstudium (wie beim MSc) oder postgradual (also nach dem Grundstudium, wie etwa beim MBA) absolviert wurde.
So kann sich ein Absolvent nach dem Abschluss seines Master-Studiums und einigen Jahren Berufserfahrung mit Hilfe eines MBAs praxisnah weiterbilden.
Der Unterschied zwischen einem MSc und einem MBA ist dementsprechend groß, da die Zielgruppen völlig andere Bedürfnisse aufweisen. Ein postgraduales MBA Studium richtet sich an Interessenten mit Berufserfahrung. Im Vordergrund steht die Vermittlung neuer Erkenntnisse der wirtschaftlichen Forschung kombiniert mit dem Austausch praktischer Erfahrung. Ziel ist es, die Absolventen mit theoretischem Hintergrund auf die aktuellen Anforderungen der Unternehmenspraxis auszubilden.