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Gemälde, Heerlager/Feldlager der Zuger Milizen
Das Bild zeigt das Feldlager der Truppen des Inneren Amtes (Stadt Zug und städtische Vogteien) von 1781 auf der Schützenmatt westlich der damaligen Stadt Zug. Die Bildszene zeigt die Paradeaufstellung anlässlich des Besuches des in Zivil gekleideten Kriegsrates, der von der linken Bildecke den Lagerplatz betritt und die ihn begleitende Ehrenkompanie beim Eingang zurückgelassen hat. Ausserhalb des Zauns sieht man Schaulustige und im Hintergrund sind der See mit der Stadt Zug und dem langgezogenen Zugerberg sowie die Rigi zu sehen. Unten rechts auf der Holztafel steht die Inschrift «Vorstellung der Mannschaft der Stadt Zug, so 1781 den elf und zwölf May bereit war auf Freyburg zu reissen» und darunter die Künstlersignatur «Speck gemalt».
Die Mannschaft war am 9. Mai 1781 auf der Schützenmatt besammelt worden, um der Stadt Freiburg zu Hilfe zu eilen, die sich durch eine bewaffnete Revolte der Landschaft bedroht fühlte. Nachdem der Aufstand – er ging als Chenaux-Handel in die Geschichte ein, benannt nach dem Anführer Pierre-Nicolas Chenaux (um 1740–04./05.05.1781) - mit Hilfe von Berner Truppen niedergeschlagen worden und aus Freiburg eine «Entwarnung» eingegangen war, wurde das Lager am 10. oder 11. Mai 1781 aufgelöst. Die Datierung unten rechts auf der Holztafel ist daher nicht korrekt.