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Die Nymphomanin Joe (Charlotte Gainsbourg) beichtet ihrem asexuellen Retter Seligman (Stellan Skarsgård) die Geschichte ihres von Sexualität dominierten Lebens. Dieser kann mit ihr rational über das Erlebte diskutieren, weil er als Jungfrau keinen von den eigenen Vorlieben verzogenen Blick auf sie richtet.
Joe erzählt Seligman von der grössten Krise ihres Lebens: Nachdem sie keinen Orgasmus mehr erleben konnte, suchte sie nach immer härteren Sexualpraktiken. Sie wollte den Weg zurück finden zu ihrem ersten Orgasmus mit zwölf Jahren - ein beinahe religiöses Erlebnis.
Um diese Erfahrung erneut zu finden, suchte Joe das Extreme: Sie hatte Gruppensex mit zwei Männern, mit denen sie nicht kommunizieren konnte. Als dies nicht das gewünschte Ergebnis brachte, begab sie sich in die Obhut des Sadisten K (Jamie Bell). Von ihm liess sie sich tagelang foltern. Doch auch das war noch nicht genug.
Über die Produktion
In einer Vorabkampagne lancierte Kultregisseur Lars von Trier zahlreiche Gerüchte um Hardcore-Sex-Szenen, die seine beiden «Nymphomaniac»-Filme fortan wie ein schmutziges Geheimnis umflorten. Was die Sex-Szenen betrifft, ist «Nymphomaniac - Teil 1» nicht besonders gewagt. Dafür aber ist von Triers Film die verstörende Charakterstudie einer Frau, die bei einem Rationalisten nach Erlösung sucht, und dabei immer wieder auf die pure Lust zurückgeworfen wird.
Zu den beiden von-Trier-Regulars Charlotte Gainsbourg und Stellan Skarsgard gesellen sich zusätzlich die Stars Shia LaBeouf und Uma Thurman. SRF 1 zeigt den zweiten Teil von «Nymphomaniac» exklusiv in Zweikanalton deutsch/englisch.
Sendeplatz
Donnerstagnacht um 00:05 Uhr auf SRF 1.