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Die Entlassung des ehemaligen Basler Forschungsreaktors des Typs AGN-211-P durch das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) aus der Kernenergiegesetzgebung ist der letzte Schritt bei der Stilllegung der Anlage. Einzig die Dokumentation über Betrieb und Stilllegung muss dem Ensi noch übergeben werden.
In seiner Verfügung vom 23. November 2021 stellte das Uvek fest, dass der ehemalige Reaktor keine radiologische Gefahrenquelle mehr darstellt und es sich nicht mehr um eine Kernanlage im Sinne des Kernenergiegesetzes handelt. Damit untersteht die Anlage nicht mehr der Aufsicht des Bundes. Der Rückbau des Forschungsreaktors war Anfang Juni 2021 planmässig und ohne Zwischenfälle abgeschlossen worden.
Der Basler Forschungsreaktor
1958 kaufte die Universität Basel den an der Weltausstellung in Brüssel unter dem Atomium gezeigten Forschungsreaktor AGN-211-P und baute die Anlage im ehemaligen Kohlekeller des Physikalischen Instituts an der Klingelbergstrasse in Basel ein. Ein Jahr später wurde der Reaktor in Betrieb genommen.
Durch seine offene Bauart eignete sich der Poolreaktor mit einer maximalen Nennleistung von 2 kW für die Ausbildung von Studierenden. Während seiner Betriebszeit von 1959 bis 2013 sind über 1000 Studentinnen und Studenten der Physik und der Chemie in der Anwendung und Handhabung von Radioaktivität ausgebildet worden. Daneben wurde der Poolreaktor aber auch vom Kantonalen Laboratorium für Bestrahlungsversuche benutzt.
Der letzte Ausbildungsreaktor in der Schweiz wird an der EPF Lausanne betrieben.
Quelle
M.A. nach Ensi, Medienmitteilung, 16. Dezember 2021