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Es ist unausweichlich, dass der Klimawandel einen dauerhaften Einfluss auf unser Leben und das zukünftiger Generationen hat. Seit 1850 ist die durchschnittliche weltweite Temperatur um 1,1 Grad Celsius gestiegen, was hauptsächlich auf unsere Treibhausgasemissionen zurückzuführen ist, die durch die Verbrennung von Erdöl, Erdgas, Steinkohle und Braunkohle zur Gewinnung von Wärmeenergie und Treibstoffen entstehen.
Es leiden die Ärmsten
In der Sahelzone, wo SWISSAID im Tschad und im Niger tätig ist, spielt das Klima verrückt. Diamnda Merci Memhodjim, SWISSAID Projektverantwortliche im Tschad, schildert die Situation:
«Die globale Erwärmung wirkt sich stark auf den Tschad aus. Vor Ort äussert sich dies in einem gefährlichen, tückischen Klima: Die Dürre dehnt sich aus, die Winde sind stärker und die Regenfälle kurz und heftig, was zu Überschwemmungen führt, die Häuser beschädigt und die angebaute Nahrung und das Futter vernichtet. Die Obstbäume tragen nicht mehr genug Früchte, um den Bedarf an Nährstoffen zu decken.»
Die Folgen sind schwerwiegend, führt Diamnda Merci Memhodjim weiter aus:
«Auf dem Land ist die Situation besonders kritisch. Es gibt oft nur eine Mahlzeit pro Tag und nicht drei wie in der Schweiz. Immer öfter müssen auch Tage ohne Essen überstanden werden. Die Frauen verzichten zuerst und überlassen das Essen den Männern und Kindern. Die Menschen, die von der Viehzucht leben, legen längere Strecken zurück, um in Gebiete zu gelangen, wo es noch Futter gibt. Dort brodelt ein Kampf um Land und Wasser, Menschen kommen um oder müssen immer weiter wegziehen».
Wir müssen unbedingt unsere Anstrengungen verstärken, um den weltweiten Temperaturanstieg auf unter 1,5° zu begrenzen. Unter dem Klimawandel leidet der gesamte Planet.
Diamnda Merci Memhodjim, SWISSAID Projektverantwortliche im Tschad
Lebensmittelverschwendung heizt die Treibhausgase an
Was oft vergessen geht: Ein Drittel der Treibhausgase entsteht ausserdem durch unsere Ernährungsweise: Fleischkonsum und tierische Lebensmittel fallen bei der Klimabilanz spürbar ins Gewicht. Wie?
In der landwirtschaftlichen Produktion entstehen die besonders schädlichen Treibhausgase Methan und Lachgas durch die Lagerung von Hofdünger und bei der Düngung der Felder. Grosse Mengen Methan entstehen im Verdauungsprozess von Rindern und Kühen. Äusserst problematisch ist zudem die Rodung von Wäldern und die Urbarmachung von Land, was in vielen Ländern zugunsten der Gewinnung landwirtschaftlicher Flächen geschieht. Dabei entweichen Treibhausgase, die bis anhin in den Wäldern und Böden gespeichert waren, in die Atmosphäre.
In Europa verursachen die Nahrungsmittelverschwendung, sowie die Verarbeitung, Lagerung und Verpackung von Lebensmitteln mehr Treibhausgasemissionen, als die Landwirtschaft und Tierhaltung (Quelle: UNO, 2022).
Klimaresistentes Saatgut
Klimaretterin: Ökologische Landwirtschaft
Unsere Lebens- und Ernährungsweise heizt den Klimawandel an. Wer von der Hand in den Mund lebt, wie viele unserer Partner:innen in den Ländern des Südens, leidet vor allem unter den Folgen der globalen Erwärmung. Sie bringt die Regen und Trockenzeiten durcheinander, verursacht Klimakatastrophen und erschwert den Anbau von dringend benötigter Nahrung. Mit der Agrarökologie, die das Ökosystem in seinen Funktionen unterstützt und den Familien eine ausgewogene Ernährung bringt, machen wir gute Erfahrungen.
Das agrarökologische Ernährungssystem ist ein Teil der Lösung, statt des Problems. Auch in der Schweiz ist es wichtig, auf Agrarökologie zu setzen, Überkonsum bei Nahrungsmitteln einzuschränken, kurze Verarbeitungswege zu fördern und auf eine ausgewogene, vor allem pflanzliche Ernährung, zu bauen.
Klimawissen - unsere Themen und Aktionen im Überblick
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Den Auftakt bildet das Thema „Ernährungsysteme“: Wir zeigen auf, wie es um die globalen Ernährungssystem steht und warum die Ärmsten am meisten leiden. Begleitend spannen wir dazu mit dem Velokurierdienst «Schnellerteller» zusammen. Wir zeigen auf, dass gesund essen und sich klimafreundlich ernähren Hand in Hand geht. Bestellen Sie hier Ihren «Grünen Teller».