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Der Name Safran stammt aus dem Arabischen «za‘farān» und bedeutet «das Gelbe». Die Safranpflanze ist eine Krokusart, die im Herbst blüht und in den glockenförmigen, violett gestreiften Blüten drei rote Fäden (Narben) bildet. Diese sind es auch, die wir als Gewürz oder in der Naturheilkunde verwenden. Die mit Safran gewürzten Speisen erhalten eine intensive gelbe Farbe und einen leicht bitteren und aromatischen Geschmack – er sollte daher eher vorsichtig dosiert werden.
Für ein Kilogramm Safranfäden benötigt man bis zu 180'000 Blüten, die in den frühen Morgenstunden von Hand geerntet werden. 60 bis 80 Gramm kommen so pro Tag und Person zusammen. Der Aufwand der Ernte ist also enorm, daher zählt der Safran zu den teuersten Gewürzen weltweit: 1 Kilogramm kostet etwa 15'000 Franken.
Safran wurde schon im alten Orient kultiviert und als Gewürz oder als Heilmittel eingesetzt. In der Schweiz ist vor allem ein Dorf für den Safran bekannt: In Mund, oberhalb von Naters im Wallis, wird dieses Gewürz seit dem 14. Jahrhundert angebaut. Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Safranäcker während der Industrialisierung des Wallis nur noch wenig bewirtschaftet, bis Idealisten aus dem Unterland und dem Wallis im Jahr 1970 neue Impulse zur Wiederbelebung des alten Kulturguts gaben.
Mit der Gründung der Safranzunft 1979 bekam der Anbau der kostbaren Zwiebeln einen neuen Aufschwung, der bis heute anhält. Pro Jahr werden in Mund ein bis vier Kilogramm Safran geerntet.
Auch in der Medizin erlebt der Safran einen Aufschwung. Neueste Studien deuten darauf hin, dass Safran eine stimmungsaufhellende Wirkung hat. Er wird bei Stimmungsschwankungen, Melancholie und leichten Depressionen eingesetzt.