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Das Programm beinhaltet den Austausch von Komponenten des Primärkreislaufs, womit bereits während der Revision dieses Jahres begonnen werden soll. Der Direktor von Barsebäck, Leif Öst, ist sicher, dass der Reaktorblock noch lange Strom produzieren wird.
In Schweden steht der Kernenergie-Ausstieg seit 1980 auf dem politischen Fahrplan. Mit der Festlegung von Restlaufzeiten Mitte März dieses Jahres wurde indirekt der mittlerweile völlig unrealistische Ausstiegstermin 2010 - Schweden produziert heute 44% seines Stroms nuklear - aus dem Fahrplan gestrichen. Als Bauernopfer dieser Politik und Konzession an Dänemark wurde jedoch das KKW Barsebäck-1 - es ist von Kopenhagen aus sichtbar - am 30. November 1999 abgeschaltet. Um die Versorgungslücke zu schliessen, importiert Schweden seither vermehrt dänischen Kohlestrom. Die vorzeitige Stilllegung des zweiten Barsebäck-Blocks knüpften Regierung und Parlament an Umweltauflagen: Der fehlende Strom muss eingespart oder mit nichtfossilen Quellen produziert werden. Angesichts der energiepolitischen Realitäten wurde es in der Folge still um Barsebäck-2. Der schwedische Premierminister Goran Persson will am Schliessungsplan festhalten, jedoch nur unter den oben genannten Umweltauflagen. Diese sind alles andere als erfüllt.
Quelle
D.S. nach NucNet vom 2. Mai 2002