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Grosse Ehre für Ingo Albrecht: Der Reise- und Dokumentarfotograf muss sich mit seinen Burma-Fotografien im Finale für den Titel «European Professional Photographer of the Year» (kurz FEP) gegen neun Kollegen durchsetzen. FEP ist eine Dachorganisation von Fotografenverbänden aus 29 Ländern, die über 50'000 Fotografen betreut.
Der Schweizer ist für den Award in der Kategorie «Reportage» nominiert. Als studierter Historiker ist er nicht nur an der authentischen Dokumentation von Menschen und Orten interessiert, sondern auch an den geschichtlichen Hintergründen seiner Sujets. Albrecht dokumentiert den Alltag der Kinder in den verschiedenen Schulen des Landes.
Arbeiten für Hilfsorganisationen führten den Fotografen und seine Frau 2013 in die Metropole Rangun sowie nach Kyauktan, in ein typisches burmesisches Dorf: Hier ist Strom rar und die Menschen fahren mit Ochsenwagen zu ihren Zielen.
Burma alias Myanmar wurde in den Jahren 1962 - 2011 von einer korrupten Militärjunta regiert und hinkt noch heute vor allem im Bereich der Bildung und Medizin der Entwicklung hinterher. Neben Hilfsorganisationen setzen sich vor allem die buddhistischen Mönche für die Benachteiligten ein.
Der Tropensturm Nargis, der im Jahr 2008 über die 51 Millionen Einwohner fegte, kostete nach UNO-Schätzungen 63'000 bis 101'000 Menschen das Leben, und machte rund eine Million Burmesen obdachlos. Weite Teile des Landes wurden durch den mächtigen Zyklon zerstört, was die Situation für die Landbevölkerung noch verschlimmerte: Die hatte sowieso schon mit Unterernährung und fehlender Schulbildung zu kämpfen. Ausländische Helfer wurden nicht ins Land gelassen, die Militärs beschlagnahmten Hilfsgüterlieferungen an der Grenze.
(rof)