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Elefantenjagd, Finanzskandal, Affären, Exil: Der ehemalige König Spaniens, Juan Carlos, sorgte während und auch nach seiner Amtszeit immer wieder für Schlagzeilen. Besonders brisant war sein Prozess um mögliche schwere Geldwäsche: So erhielt Juan Carlos im August 2008 – während der Finanzkrise – 100 Millionen Dollar vom damaligen saudischen König auf sein Konto der Bank Mirabaud in Genf.
Genfer Staatsanwaltschaft ermittelte
2012 überwies er davon 65 Millionen an eine enge Vertraute, woraufhin die Genfer Staatsanwaltschaft 2018 ein Verfahren wegen mutmasslicher schwerer Geldwäsche gegen Juan Carlos eröffnete.
2012 sorgte ein Foto von Juan Carlos international für Schlagzeilen: Es zeigte ihn bei der Elefantenjagd. Besonders pikant war, dass Juan Carlos zu dieser Zeit Ehrenpräsident des spanischen WWF war.
Im Juni 2020 leitete der oberste Gerichtshof Spaniens ausserdem ein Ermittlungsverfahren ein, in dem unter anderem ein Korruptionsvorwurf gegen Juan Carlos geprüft wurde. Kurz darauf kündigte Juan Carlos an, dass er Spanien verlasse und ins Ausland, genauer gesagt nach Abu-Dhabi gehen werde.
Wie das spanische Königshaus am Mittwochabend mitteilte, wird Juan Carlos nun am Donnerstag zum ersten Mal seit knapp zwei Jahren wieder nach Spanien kommen. Der 84-Jährige werde dabei vor allem in der Hafenstadt Sanxenxo in Galicien verweilen und eine internationale Regatta besuchen.
Kurz vor seiner Abreise am Montag soll es aber dann einen kurzen Besuch im Königpalast Zarzuela bei Madrid mit seinem Sohn, König Felipe VI. und dem Rest der Familie geben. Danach werde Juan Carlos zurück nach Abu Dhabi reisen, wie das Königshaus weiter schreibt.
König Felipe wollte keine Übernachtung im Königspalast
Spanische Medien vermuten, dass König Felipe Schaden vom Königshaus durch zu grosse Nähe zu Juan Carlos abwenden will. So schreibt «El Mundo», Juan Carlos hätte eigentlich gerne im Palast übernachtet, jedoch wollte Sohn Felipe dies auf keinen Fall gestatten.
(baz)