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Die ersten schriftlichen Nachrichten über die Einsiedelei finden sich erst im 15. Jahrhundert: 1426 wird die Martinskapelle erwähnt, und eine Notiz aus dem Jahre 1458 berichtet vom hohen Alter und dem baufälligen Zustand der Verenakapelle.
Im 18. Jahrhundert verlor die Einsiedelei St. Verena ihre Bedeutung als Kultstätte, was sich im Besonderen darin zeigte, dass als Hüter der beiden Kapellen keine Ordensleute mehr eingesetzt wurden, sondern Laien. Dieser Posten scheint jedoch recht beliebt gewesen zu sein, denn die meisten „Waldbrüder“ waren Stadtsolothurner, bei deren Tod es regelmässig zu Wettbewerben zwischen den Anwärtern kam. Die mit der Aufklärung erwachende Schwärmerei für romantische Naturschönheiten verschaffte der Einsiedelei eine neue Bedeutung als vielbesuchte Sehenswürdigkeit für den wachsenden Tourismus. Als erster machte der Basler Zeichner Emanuel Büchel die Reize der Verenaschlucht der breiten Öffentlichkeit bekannt. Besondere Förderung erfuhr sie durch den französischen Emigranten Baron Louis Auguste de Breteuil, der 1791 den Weg entlang dem Bach anlegen liess. 1813 liessen patriotische Solothurner auf der Höhe westlich des Südausgangs der Schlucht einen Gedenkstein zu Ehren der Belagerung von 1318 und des Schultheissen Niklaus Wengi anbringen. Im Laufe des 19. Jh. entstand allmählich, durch Gedenksteine und Tafeln, entlang dem Weg durch die Schlucht, eine Art Ehrengalerie verdienter Solothurner.
Die Einsiedelei befindet sich weitgehend auf dem Gebiet von Rüttenen, aber der Wald, die Bauten und die Wege sind Eigentum der Bürgergemeinde Solothurn.
Quelle: Region Solothurn Tourismus