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Bei Männern unter 40 Jahren kommt es immer häufiger zu einem Schlaganfall. Auch das Risiko für eine Herzinsuffizienz nimmt in dieser Bevölkerungsgruppe zu. Das geht aus einer Studie der schwedischen Sahlgrenska Uniklinik hervor, die Daten von Wehrdienstleistenden von 1971 bis 1995 untersuchte.
Demnach hat die Häufigkeit von Schlaganfällen unter den Rekruten, die zwischen 1991 und 1995 gemustert wurden, um 45 Prozent zugenommen im Vergleich zu den Rekruten von 1971 bis 1975. Die Zahl der Herzinsuffizienzen nahm sogar um 84 Prozent zu.
Hintergrund ist die abnehmende Fitness junger Männer und das steigende Körpergewicht. So wiesen die schwedischen Forscher nach, dass sich der Anteil von übergewichtigen 18-jährigen Männern im Beobachtungszeitraum von 6,6 Prozent auf 11,2 Prozent fast verdoppelt hatte. Die bei der Musterung erforderlichen Top-Fitnessleistungen konnten in den neunziger Jahren nur noch 26,3 Prozent erreichen. In den Siebzigern waren es noch 45,1 Prozent.
Die Studie belegt, dass das Körpergewicht ein entscheidender Risikofaktor für zahlreiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Dass zugleich das Risiko für einen Herzinfarkt um 37 Prozent gesunken ist, erklären die Forscher damit, dass Rauchen unpopulärer geworden ist und sich die Behandlung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck verbessert hat.