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* 03.05.1919 in Waldenburg
– † 12.11.1996 in Liestal
Beruf: Sozialpolitikerin, Frauenrechtlerin
Geburtsname: Elsbeth Senn
Konfession: reformiert
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Tochter des Carl Jacques Senn (Pfarrer) und der Lina, geborene Stamm. Heirat 1938 mit Walter Weigum (Lehrer). Zwei Töchter, zwei Söhne.
Elsbeth Senn wuchs in den 1920er- und frühen 1930er-Jahren im Waldenburger Pfarrhaus auf und besuchte die dortige Volks- und Bezirksschule. Walter Weigum, ihr späterer Ehemann, arbeitete damals an derselben Bezirksschule als junger Lehrer. In Basel besuchte sie das Mädchengymnasium. Es folgten Aufenthalte am Institut Montmirail in Neuenburg und in England an der Swiss Mercantile School sowie als Au-pair-Mädchen. Nach ihrer Hochzeit 1938 wäre sie gern Gymnastiklehrerin geworden. Da ihr jüngstes Kind eine geistige Behinderung hatte, blieb jedoch neben der Familie keine Zeit für eine Ausbildung. Weigum-Senn begann, sich für die Anliegen der Behinderten einzusetzen: Zusammen mit Nationalrat Karl Flubacher erreichte sie, dass geistig schwer Behinderte von der Invalidenversicherung anerkannt wurden; Bundesrat Hans Hürlimann nahm das Anliegen auf und setzte um. 1964 war Weigum-Senn Gründungsmitglied von insieme Baselland, einem Verein zur Förderung von Menschen mit einer geistigen und/oder einer anderen Behinderung, und 1965 Gründungs- und Vorstandsmitglied des Elternvereins Sonnenhof Arlesheim. Sie engagierte sich auch für Frauenrechte und Frauenförderung. In ihrem letzten Lebensabschnitt beschäftigte sie sich vor allem mit Kunst.
Autorin: Manuela Nipp
Auskunft von Hanspeter Heckendorn, ehemaliger Aktuar des Vereins Sonnenhof in Arlesheim, 09.10.2014.
Auskunft von Hans Weigum, Waldenburg, 16.10.2014.
Elsbeth Weigum-Senn, Liestal. In: Basellandschaftliche Zeitung, 02.12.1996.
Geschichte insieme Baselland. URL: www.insieme-bl.ch/geschaeftsstelle.htm, Zugriff: 21.10.2014.