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Porträt Lise de la Salle
Als hätte das Klavier sie gesucht – und gefunden
Lise de la Salles Urgroßvater stellte Aktgemälde aus und sie spürt die natürliche Schönheit in der Musik auf.
© Philippe Porter
Wenn Lise de la Salle nicht Pianistin geworden wäre, hätte sie sich vielleicht der Malerei zugewandt. Mit ihrer Affinität zur bildenden Kunst und ihrem Urgroßvater, der Galerist von Modigliani war, waren die Voraussetzungen gut. Doch diese Frage stellte sich Lise de la Salle nicht, denn nicht sie habe sich für das Klavier entschieden, sondern das Klavier habe sie ausgesucht. Mit dem Instrument kam die 1988 in Cherbourg geborene und in Paris aufgewachsene Pianistin dank des Klaviers ihrer Großmutter schon früh in Berührung. Schnell keimte der Berufswunsch auf, Pianistin zu werden. Dass die Musik in ihrem Elternhaus stets präsent war und ihre Urgroßmutter mit keinem Geringeren als Tschaikowsky musizierte, tat vermutlich ein Übriges.
Veröffentlichte bereits mit 14 ihre erste CD: Lise de la Salle
So überrascht es nicht, dass Lise de la Salle mit gerade einmal neun Jahren ihr erstes Konzert gab, das von Radio France übertragen wurde. Zwei Jahre später studierte sie am renommierten Pariser Konservatorium, brachte mit 14 ihre erste CD heraus und machte im Alter von 18 Jahren neben ihrem Schulabschluss auch gleich ihren Hochschulabschluss. Seitdem ist das blonde Wunderkind mit dem klaren und virtuosen Spiel ein gern gesehener Gast in den Konzerthäusern weltweit.
Album-Tipp
Paris-Moscou
Christian-Pierre La Marca (Violoncello), Lise de la Salle (Klavier)