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Ein Mann, der zusammen mit einem Komplizen in Bosnien-Herzegowina eine Familie getötet hatte, lebte offenbar während Jahren unerkannt in einer Gemeinde im Kanton Luzern. Dies Berichtet die Online-Plattform 20 Minuten. Nun wurde er ausgeliefert.
1993 soll der Mann gemeinsam mit einem Komplizen eine sechsköpfige Familie getötet und Geld und Wertsachen der Opfer gestohlen haben. Der Mann wurde zu 12 Jahren und 10 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach seiner Verurteilung floh er aus dem Gefängnis in Bosnien-Herzegowina und lebte jahrelang unbehelligt in der Schweiz vom Sozialamt, wie die Online-Plattform 20 Minuten berichtet.
Der Mann wehrte sich gegen seine Auslieferung, die das Bundesamt für Justiz bewilligt hatte. Sowohl das Bundesstrafgericht als auch das Bundesgericht stützten aber den Auslieferungsentscheid. Am Dienstag, 21. Oktober wurde er den Behörden in Bosnien-Herzegowina übergeben.
Name seines Bruders angenommen
Der Mann wurde laut Berichten lokaler Medien nach jahrelangen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Republika Srpska, eines Teils von Bosnien-Herzegowina, in der Schweiz aufgespürt. Wie 20 Minuten berichtet, lebte der Mann unter dem Namen seines Bruders in einer Gemeinde im Kanton Luzern.
1998 heiratete er eine Schweizer Staatsangehörige. Er nahm ihren Nachnamen an. Der Mann hat zwei erwachsene Töchter und einen 17-jährigen Sohn.