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Die Lebensgeschichte der rumänischen Zirkusartistin Josefina Tanasa, geboren 1940, liest sich wie ein Abenteuerroman. Als Kind einer Arbeiterfamilie kam sie zum Zirkus und heiratete einen Clown. Verfolgt von der Diktatur in Rumänien gelang der Familie 1966 mit Hilfe von Rolf Knie senior die Flucht in die Schweiz, wo sie eine international gefeierte Artistin wurde.
Josefina Tanasa war eine der berühmtesten Zirkusartistinnen der
Welt. Bekannt wurde sie für ihren Zopfhang: «Miss Josephine» liess
sich an den Haaren unter die Zirkuskuppel ziehen, um in luftiger
Höhe zu jonglieren.
Dem Rorschacher Autor Richard Lehner hat die heute 79-Jährige ihre Lebensgeschichte erzählt. Dabei wusste er lange nicht, dass in seiner Nähe ein Weltstar lebt. Herausgefunden hat er es durch Zufall. Als sie sich um die Jahrtausendwende zur Ruhe setzte, liess sich Josefina Tanasa erst in Altenrhein, später in Rorschach nieder. Seit Kurzem lebt sie in einem St. Galler Altersheim.
Bei seinen Recherchen konnte der Autor aus dem Vollen schöpfen. Die rumänische Artistin hat alles über sich, ihre Familie und ihre Karriere gesammelt und behalten. Josefina Tanasa wurde 1940 in Rumänien als Kind von Arbeitern geboren.
Früh kamen sie und ihre Geschwister mit dem Zirkus in Kontakt und fanden dort einen Broterwerb. Im rumänischen Staatszirkus lernte sie ihren Mann, den Clown Tandarica Veteranyi, kennen, der eine Tochter in die Ehe brachte. 1962 kam die gemeinsame Tochter Monica zur Welt, die später als Aglaja Veteranyi mit ihrem Roman «Warum das Kind in der Polenta kocht» bekannt wurde.
SRF1, Regionaljournal Ostschweiz, 17:30 Uhr; zuers