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- 06.02.2014
- Medienmitteilungen
Das Spendenergebnis der Sammlung der Glückskette zugunsten der Opfer des Taifuns Haiyan beläuft sich bis heute auf 41,8 Millionen Franken. Es handelt sich somit um die siebtgrösste Sammlung der Glückskette nach dem Tsunami 2004 in Südostasien, den Überschwemmungen in der Schweiz von 2000 und 2005, dem Erdbeben in Haiti 2010, der Unterstützung der Vertriebenen aus dem Kosovo im Jahr 1999 und den Überschwemmungen in Pakistan von 2010.
Drei Monate nach der Katastrophe ist die Soforthilfephase zur Deckung der dringendsten Bedürfnisse abgeschlossen. Die Glückskette hat während dieser ersten Zeit neun Projekte von ihren Partnerhilfswerken ADRA, Caritas Schweiz (zwei Projekte), HEKS, Medair, Schweizerisches Rotes Kreuz (zwei Projekte), Solidar Suisse und Terres des hommes – Kinderhilfe unterstützt. In dieser Phase konnte insgesamt 40’950 Familien oder 211’000 Menschen mit lebenswichtigen Gütern geholfen werden, insbesondere mit Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln, Decken und Planen. Die meisten dieser Familien erhielten in einer zweiten Notphase ein Kit mit Werkzeugen und Material zum Bau von provisorischen Unterkünften.
Priorität hat der Wiederaufbau von Wohnhäusern
Ernst Lüber, Leiter der Projektabteilung bei der Glückskette, begab sich Mitte Januar auf die Philippinen, um die Voraussetzungen für die zu unterstützenden Projekte der Wiederaufbauphase zu ermitteln, welche in den kommenden Wochen beginnt. Dabei hat die Glückskette die Hauptbedürfnisse im Wiederaufbau von Wohnhäusern identifiziert. Soweit möglich haben viele Opfer ihre Häuser mit dem verfügbaren Material bereits provisorisch repariert. Um erneuten Taifunen auf den Philippinen besser standzuhalten, sollten diese Häuser jedoch unter Einhaltung der örtlichen Sitten und Bauweise – leicht und aus Holz – verstärkt oder umgebaut werden. Der Wiederaufbau von Schulen und die Unterstützung von wirtschaftlichen Aktivitäten (Fischerei, Holz, Landwirtschaft) sind weitere Bereiche, welche die Glückskette zu unterstützen erwägt. Diese Prioritäten werden mit den im Land aktiven Partnern der Glückskette diskutiert und anschliessend in klaren Richtlinien zum Wiederaufbau festgehalten.