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Die Geschichte der Bauernaufstände ist so alt, wie die Historie selbst. Obwohl dem Bauernstand das Image des Konservatismus und der Rückständigkeit anhaftet, waren es gerade die Bauern, die immer wieder Motor revolutionärer Erhebungen und grosser politischer Umwälzungen waren.
Von den Kleinbauernaufständen im alten Rom, über die Bauernkriege in Mitteleuropa, der französischen, mexikanischen, sowjetischen, chinesischen, vietnamesischen oder nicaraguanischen Revolution bis hin zu den sozialen Bewegungen und Erhebungen im heutigen Lateinamerika waren und sind Kleinbauern und Landlose treibende Kraft des gesellschaftlichen Fortschritts.
Da die Bauern bis in die Neuzeit in aller Regel des Lesen und Schreibens unkundig waren, stehen uns zu früheren Erhebungen nur recht schwammige und einseitige Quellen zur Verfügung. Mit der Verbreitung des Drucks, der Flug- und Schmähschriften und der aktiven Teilnahme auch gebildeter Menschen, zum Beispiel progressive Kleriker wie Thomas Müntzer, gibt es seit der frühen Neuzeit auch Dokumente des rebellischen Bauernstandes selbst, Begründungen und Argumente für ihre Revolten. Agrarinfo beleuchtet in loser Folge die Geschichte und Wirkung alter und neuer Bauernrevolten und -bewegungen.
Unsere Artikelserie über Bauernrevolten:
Der grosse Bauernkrieg in Deutschland, wurde – wie alle Erhebungen, blutig niedergeschlagen – aber die Politik war nachhaltig beeinflusst.
Quasi zeitgleich mit dem grossen deutschen Bauernkrieg und inspiriert von der Reformation erhoben sich die Schweizer Bauern.
Die Digger-Bewegung entstand 1649 nach der republikanischen Revolution in England als erste libertär/kommunistische Landkommune der frühen Neuzeit: Ihr Aufstand wirkt bis zum heutigen Tag nach.