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Die Zirkusprinzessin
Im Mai 2017 wurde im Aeschimoos das Zirkuszelt vom Circus Monti aufgebaut. Die Spielstätte war Programm und bildete die Bühne für die Zirkusprinzessin von Julius Brammer und Alfred Grünwald mit Musik von Emmerich Kálmán.
Handlung
Ein Zirkuszelt, ein Prinzen-Palais, eine Kapelle und ein Wiener Hotel sind die Schauplätze der Zirkusprinzessin. Die Handlung lebt genau von jenen Themen und Personen, die eine gute Operette ausmachen: Liebe, Intrige, Verstellung und schliesslich doch ein Happy End zwischen lebensfrohem Zirkusvolk, russischem und französischem Adel und Wiener Hotelpersonal.
Wie bei Franz Lehár ist auch Kálmáns Fürstin Fedora Palinska solange eine lustige Witwe, bis sich der Staat um ihre nicht unerhebliche Erbschaft zu kümmern beginnt. Dabei ist sie die einzige, die sich in der sie umgebenden Welt des Scheins nicht versteckt, sondern auf ihrer Position beharrt, während der geheimnisvolle Mister X gar kein Zirkusartist, Miss Mabel keine Engländerin, Prinz Sergius kein freundschaftlicher Berater, Toni Schlumberger kein Adliger und seine Mama Carla keine böse Schwiegermutter ist.
Emmerich Kálmán (1882-1953)
Emmerich Kálmán wuchs am ungarischen Plattensee auf und wurde im Jahr 1897 in der Budapester Zeitung
als musikalisches Wunderkind gefeiert. Wegen einer Nervenerkrankung an der rechten Hand musste er seine geplante Pianistenlaufbahn aufgeben. Er studierte Rechtswissenschaften, Komposition und Musiktheorie. Neben seinem Beruf als Musikkritiker komponierte er anfänglich Lieder, Klavierstücke und Sinfonien. Nach seiner ersten Operette Tatarjaras (1908) übersiedelte er nach Wien. Schon bald feierte er grosse Erfolge mit seinen Werken, von denen besonders Die Csardasfürstin (1915), Gräfi n Mariza (1924) und Die Zirkusprinzessin (1926) zu nennen sind.
Kálmáns Komposition der Zirkusprinzessin besitzt einen aussergewöhnlichen musikalischen Reichtum. Er schuf darin Musiknummern, welche einem Zirkusprogramm gleichen. Jedes Stück entführt uns in eine neue Welt voller Zauber und Emotionen. Der Bogen wird von bunt schillernder Zirkusmusik über den Wiener Walzer, den Csárdás bis hin zum modernen Foxtrott gespannt.