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Arno Schmidt bereicherte mit seinen Romanen und Erzählungen die Literatur des 20. Jahrhunderts um ebenso originäre wie originelle Schreibweisen, deren Modernität er paradoxerweise vornehmlich aus dem Weiterdenken literarischer Ansätze aus dem 18. und 19. Jahrhundert gewann. Die deutsche Literatur seines eigenen Jahrhunderts interessierte ihn damit verglichen wenig, doch gibt es Ausnahmen, deren wichtigste in den vier Beiträgen dieses Bandes analysiert werden.
Im ersten Aufsatz werden "Schmidts aktuellste Literaturschätze vor und nach 1945" vorgestellt, die sich erstaunlich wenig vom verbreiteten Kanon unterscheiden; primär zu nennen ist Alfred Döblin. Es folgt zunächst eine "Materialsichtung zu Arno Schmidts Expressionismus-Rezeption", anschließend ein "Chronologischer Abriß der Tucholsky-Rezeption Arno Schmidts". Den Abschluß bildet eine Notiz zu Äußerungen Schmidts aus dem Jahr 1957 über den einstmals geschätzten, inzwischen aber in Ungnade gefallenen Hermann Hesse.