Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/158757

<h2>SubmittedText<h2><p>In den letzten fünfzehn Jahren ereigneten sich auf der A13 bei Sufers insgesamt 30 Unfälle mit sieben Toten und 62 Verletzten. Nach dem schweren Unfall Anfang Juni 2015 und in der Zwischenzeit beobachteten Fast-Unfällen, fordert die Gemeinde ein Überholverbot und eine Geschwindigkeitsreduktion auf 80 Stundenkilometer auf dem Teilstück Sufers vom Traversatunnel bis zum Anschluss Sufers. Diese Massnahmen würden in kurzer Zeit zu erheblich mehr Sicherheit auf dem unzumutbar gefährlichen Strassenabschnitt führen. Zudem fordert die Bevölkerung in einer Petition zuhanden der zuständigen kantonalen und eidgenössischen Behörden rasch umsetzbare Sicherheitsmassnahmen an sämtlichen gefährlichen Stellen der A13.</p><p>In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie beurteilt er die von der Gemeinde Sufers und der Bevölkerung geforderten Massnahmen? </p><p>2. Gibt es neben dem obengenannten Teilstück Sufers noch weitere Unfallschwerpunkte entlang der A13? Wo befinden sich diese Teilstücke?</p><p>3. Wie gedenkt er diese mit kurzfristig, mittelfristig und langfristig wirkenden Massnahmen zu entschärfen und die Situation für die lokale Bevölkerung signifikant zu verbessern? </p><p>4. Sind vom Astra für das Teilstück Sufers oder andere Teilstücke der A13 weitere Sicherheitsmassnahmen vorgesehen?</p><p>5. Welche Möglichkeiten bestehen, das Verkehrsaufkommen durch eine Beschränkung des Transitverkehrs analog der Phase Rot des sogenannten Ampelsystems zu reduzieren und so die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen?</p><p>6. Wie kann gewährleistet werden, dass bei hohem Verkehrsaufkommen die parallel geführte Kantonsstrasse nicht durch Umwegverkehr verstopft wird und dadurch der öffentliche Verkehr, die Feuerwehr und Sanitätsfahrzeuge für die lokale Bevölkerung nicht behindert oder gar verunmöglicht werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Obwohl das Teilstück Sufers der A13 nach den bestehenden Analysen der Unfallstatistiken (2014) keinen Unfallschwerpunkt darstellt, wurde nach dem Unfall vom 7. Juni 2015 entschieden, eine Studie zur Überprüfung der effektiven Sicherheit dieser Strecke zu veranlassen. Diese Studie wird durch die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) durchgeführt. Sobald die Ergebnisse der Studie vorliegen, werden die Gesuche der Gemeinde Sufers und der Bevölkerung beurteilt.</p><p>2. Der einzige bis heute bekannte Unfallschwerpunkt auf der A13 im Kanton Graubünden befindet sich beim Anschluss Chur Süd. Dieser Unfallschwerpunkt wird mit dem Bau eines neuen Kreisels, welcher im Herbst 2015 in Betrieb genommen wird, eliminiert.</p><p>3. Die möglichen Massnahmen werden im Rahmen der genannten Studie (vgl. Ziff. 1) definiert. Zudem plant das zuständige Bundesamt für Strassen (Astra) zwischen Sufers und dem Traversatunnel ein Sanierungsprojekt der A13. In diesem Bereich ist in Richtung Nord-Süd eine Kriechspur vorgesehen, um in Zukunft ein sicheres Überholen zu ermöglichen.</p><p>4. Der Zustand der Nationalstrassen wird ständig überwacht. Auf der A13 wurden bereits Sicherheitsmassnahmen getroffen, so z. B. in Mesocco, wo eine Mittelleitplanke eingebaut wurde. Zudem wird das Astra in den nächsten Jahren im Rahmen der Erhöhung der Tunnelsicherheit auf der A13 Sicherheitsstollen in den Viamala-, den Rofla-, den Bärenburg- und den Crapteigtunnel bauen.</p><p>5. Eine vorübergehende Beschränkung des (Transit-)Verkehrs kann nur aus Sicherheitsgründen bei speziellen Vorkommnissen (z. B. schwere Unfälle oder Naturereignisse) durch die Polizei angeordnet werden. In solchen Fällen werden Lastwagenfahrverbote oder andere Beschränkungen angeordnet.</p><p>6. Es liegt in der Zuständigkeit der Polizei, den Verkehrsfluss im Ereignisfall zu bewirtschaften und zu steuern, damit der Einsatz von Notfallfahrzeugen gewährleistet werden kann.</p>  Antwort des Bundesrates.