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Hydrologie: Die Printze entspringt oberhalb des Stausees Lac de Cleuson an einem Firn des Rosablanche, ist 14.8 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 72 km². Sie führt bei der Mündung 2 m³ Wasser pro Sekunde.
Urkundlich überlieferte Namen: Printse und Prinze um 1900. Da der Flussname wahrscheinlich vom Dorfnamen Aproz stammt, wo die Printze in die Rhone mündet, können auch die alten urkundlichen Namen von Aproz zur Deutung des Flussnamens herangezogen werden. Es steht zurzeit erst einer zur Verfügung: Aspro 1100.
Namensentwicklung: vermutlich *Asperentia
Etymologie:
1. Delamarre deutet den Flussnamen mit einer keltischen Gottheit und postuliert eine *Brigantia = die Hoheit. Krahe kommt ebenfalls auf eine *Brigantia, deutet sie allerdings sachlicher als Berg- oder Höhenbach, im übertragenen Sinn als 'Fluss, der von den Bergen kommt'. Zu bemerken ist auch, dass es im Welschland viele weitere Fliessgewässer gibt, welche auf -tse/-tze enden wie etwa die Ogentze . Diese Endung weist ganz offensichtlich auf eine frühere Form *-entia hin und verrät die keltische oder gallorömische Abkunft. Das Wallis war von 700 v. Chr. bis um 15 v. Chr. keltisch besiedelt und danach römisch.
2. Nach Gex liegt beim Fluddnamen eine Deglutination vor und zwar von *l'Aprintze, einem Namen der aus dem Ortsnamen Aproz (Nendaz) mit einem Suffix -entia gebildet wurde.
3. Jaccard deutet den alten, überlieferten Ortsnamen von Aproz als ein Verschliff aus dem lateinischen asperum = was 'rauhes steiniges Gelände' bedeutet. Daraus kann geschlossen werden, dass der Fluss seinen Namen vermutlich sekundär vom Ort erhalten hat. Im französischen Wort 'âpre' = rauh ist die Bedeutung des lateinischen Ausgangsworten immer noch erhalten, gut zu erkennbar am Zirkumflex, der das 'verlorene' s anzeigt.
Flussnamentyp: Der Flussname hat eine gallorömische Abkunft.
Geologie: Die Printze hat sich in ihrem Lauf gegen das Rhonetal zu immer stärker in das dortige Gestein eingefressen und zuletzt eine kleine steile Mündungsschlucht gebildet. Das Gesteinsmaterial bildet bei der Einmündung in die Ebene des Rhonetals einen grossen Schuttkegel von 2 km Breite, der bis zu 600 m ins Tal hinaus ragt, eine Höhe vom max. 20 m aufweist und die Rhone zwingt, in einem grossen Bogen um den Schuttkegel herum zu fliessen.
Flussgeschichte: In Erinnerung geblieben ist vor allem die grosse Überschwemung von 1902, bei welcher das Dorf Aproz stark verwüstet wurde.