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Herr Jürg Walter hat vor einigen Tagen hier einen Artikel publiziert, welcher einer amtierenden Bundesrätin vorwirft, mit verschiedenen "Problemfällen" in ihrem Departement überfordert zu sein.
https://www.vimentis.ch/d/dialog/readarticle/bundesraetin-doris-leuthard-ist-ueberfordert/
Dies hat er als treuer Parteisoldat der SVP als Kopie eines Textes des SVP-Nationalrates Ulrich Giezendanner veröffentlicht mit einem kleinen eigenen Kommentar im Sinne von "Diese Bundesrätin ist untragbar für die Schweiz". Sinnigerweise hat er zu diesem Artikel die Kommentar-Funktion deaktiviert.
Wer mit solchen Vorwürfen um sich wirft, sollte zuerst einmal schauen, dass in seinem eigenen Garten alles zum Besten bestellt ist.
Es grüssen hier die "Problemfälle" BodLuv, die dauernden "Neuausrichtungen" der Schweizer Armee, die verlorenen Abstimmungen zu Gripen und Unternehmenssteuerreform - oder als jüngstes Beispiel, die schwerwiegenden Fälle bei der RUAG, welche die Souveränität und Unabhängigkeit der Schweiz weit mehr belasten als die von Giezendanner angeprangerten sogenannten "Missstände" bei Frau Leuthard - welche übrigens seit 2006 in Volksabstimmungen nur zwei mal das Volk NICHT hinter sich wusste.
Die SVP und deren Bundesräte haben hier meines Wissens eine wesentlich schlechtere Bilanz, obwohl diese Partei immer so tut als ob sie die einzige legitime Vertretung des Volkes wäre...!
Wenn also der SVP-Slogan "Aufdecken, Anpacken und Ausmisten, damit die Schweiz Schweiz bleibt!" zur Realität werden soll, dann darf die SVP gerne bei sich selber zuvorderst anpacken.