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Zusammen mit seinen Partnern führt das GCE-HSG Projekte in sozial- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen in der Schwarzmeerregion durch. Die Unterstützung des GCE-HSG umfasst Forschungsprojekte mit hoher gesellschaftlicher Relevanz, akademischen Austausch in Form von Konferenzen, Sommer- und Winterschulen sowie Seminaren und die Verbreitung von Forschungsergebnissen.
Das "Digital History Seminar" ist eine langfristige akademische Initiative, die vom Center for Urban History Lviv und vom GCE-HSG organisiert wird. Die diesjährige Ausgabe des Digital History Seminars des Centers wurde als Veranstaltungsreihe mit dem Titel "Documenting Disasters: Archiving Born-Digital Historical Evidences in Crisis" organisiert, um sich über digitale Archivierungsbemühungen, die als Reaktion auf verschiedene Krisenereignisse in der Ukraine und weltweit entstanden sind, auszutauschen und gemeinsam zu diskutieren. Es bietet auch die Möglichkeit, Erfahrungen anderer Initiativen zur digitalen Archivierung kennenzulernen und über theoretische und methodische Fragen zu sprechen.
Die Dokumentationsinitiative "Telegram Archive of the War in Ukraine" vom Center for Urban History, Lviv dokumentiert die ersten Tage der russischen Invasion in der Ukraine. Sie wurde von Taras Nazaruk, dem Leiter der Digitalen Geschichtsprojekte am Center, ins Leben gerufen. Mit dieser Initiative möchtet das Center eine langfristige Perspektive schaffen, indem ein Archiv der historischen Quellen erstellt und somit Forschenden Zugang für zukünftige Forschung ermöglicht wird.
Das Projekt befasst sich mit Migrationsstrategien und Entscheidungsprozessen von Menschen, die durch den russischen Krieg in der Ukraine vertrieben wurden. Das Hauptziel des Projekts ist die Sammlung von Erzählungen und die Analyse der Entscheidungsprozesse und Argumente, die interne und externe Migranten beim Verlassen ihrer Heimat verfolgen (und konstruieren). Das Projekt identifiziert die wichtigsten Phasen und Auslöser der Entscheidungsprozesse und rekonstruiert die Rationalitäten, wann, wie und wohin sie gehen. Darüber hinaus untersucht das Projekt, wie die Menschen ihre langfristige Perspektive, d. h. die Niederlassung oder die Rückkehr, wahrnehmen, planen und sich vorstellen.
Die Initiative "Ukrainischer Regionalismus" wurde 2012 von der Universität St. Gallen ins Leben gerufen. Das Projekt schlägt einen interdisziplinären und transkulturellen Ansatz zur Frage des Regionalismus in der Ukraine vor und stellt vereinfachende Konzeptualisierungen und Verallgemeinerungen in Frage. Es zeigt auf, wie die Ukraine am besten durch die Brille verschiedener Disziplinen und Methoden verstanden werden kann, indem man über die Perspektive traditioneller politischer Grenzen, Makroregionen und kultureller, wirtschaftlicher, historischer oder religiöser Stereotypen hinausgeht.
"Shadows of Empires" ist ein digitales Kartentool, welches von Expert/innen, politischen Aktivist/innen und nationalen Führungskräften konzipiert wurde, um Vergleich, Suche und Gegenüberstellung von historischen Staatsgrenzen zu ermöglichen. Es zeigt auch territoriale Definitionen verschiedener kurzlebiger selbst ernannter Staaten auf, die in Kriegszeiten und Revolutionen existierten. Es zeigt auch territoriale Definitionen verschiedener kurzlebiger selbst ernannter Staaten auf, die in Kriegszeiten und Revolutionen existierten. Das digitale Projekt ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen dem GCE-HSG und dekoder. Es bietet die Möglichkeit, ab 1650 entweder die sich ändernden politischen Grenzen in Europa zu untersuchen oder die territorialen Veränderungen für bestimmte Länder ausführlicher zu betrachten.
Das Projekt "Territoriality of the Georgian Orthodox Church" untersucht, ob und inwieweit die räumliche Dimension der kirchlichen Vision von Territorialität mit den rechtlichen Grenzen Georgiens übereinstimmt. Durch die Erstellung einer interaktiven Karte wird das Projekt veranschaulichen, wie sich die Diskurse der georgischen Kirche über Territorialität auf die Praxis des Kirchenbaus beziehen. Durch den Einsatz verschiedener qualitativer und quantitativer Methoden wurden die Anzahl der Kirchen und ihre geografische Lage analysiert, um nachzuvollziehen, wann und wie die Diskurse über Territorialität und die tatsächlichen rechtlichen Grenzen des Staates (nicht) übereinstimmen.
Das digitale Projekt zielt darauf ab, Kartierungen mit digitalen Mechanismen zum Geschichtenerzählen zu kombinieren, um die Geschichte und Kultur der Ukraine als multiethnischen Vielvölkerstaats zu präsentieren. Ziel ist es, einen Überblick über die ethnische Vielfalt in den Ländern der Ukraine durch verfügbare Daten zu ethnischen Gruppierungen und ihren kulturellen Rechten aus historischer Sicht zu ermöglichen. Dieses Projekt wurde von ukrainischen Wissenschaftler/innen durchgeführt, die direkt vom Krieg betroffen sind, entweder durch Flucht oder Verbleib in der Ukraine. Das Projekt wird von Olena Palko (Universität Basel) und Albert Venger (Dnipro National University) koordiniert.
Die Schwarzmeer- und Südkaukasusregion war im 21. Jahrhundert Schauplatz von drei militärischen Konflikten: dem Russland-Georgien-Konflikt im Jahr 2008, dem seit 2014 andauernden russisch-ukrainischen Krieg und dem aserbaidschanisch-armenischen Konflikt um Berg-Karabach im Jahr 2020. Welche möglichen religiösen Hintergründe haben diese Kriege beeinflusst? Wie haben religiöse Organisationen diese Konflikte teleologisch und theologisch wahrgenommen und interpretiert? Inwieweit können Religionen eine Rolle bei der Friedenskonsolidierung spielen? Mit diesem Projekt "Religion and the Wars of the 21st Century: Mapping the Narratives, Examining the Causal Factors, Understanding Teleology" sollen diese kritischen, aber in der vorhandenen soziologischen und theologischen Literatur noch nicht ausreichend untersuchten Fragen beantwortet werden. Zu diesem Zweck soll eine frei zugängliche Datenbank erstellt werden, die Materialien aus armenischen, aserbaidschanischen, türkischen, russischen, ukrainischen und georgischen Quellen enthält. Das Projekt wird zu einer innovativen, frei zugänglichen Datenbank mit Datenvisualisierung führen.
Seit 2012 organisiert das GCE-HSG seine Jahreskonferenz, die jedes Jahr an einem anderen Ort im Schwarzmeerraum stattfindet. Die Konferenz ist interdisziplinär ausgerichtet und ermöglicht Vortragenden, neue theoretische und methodologische Ansätze in Bezug auf viele Themen zu diskutieren. Die Jahreskonferenz richtet sich an Wissenschaftler/innen und Expert/innen aus verschiedenen Ländern, die sich mit Schwarzmeerraum, seiner komplexen Geschichte, Kultur, Sprache und Literatur sowie seiner politischen und ökonomischen Entwicklung beschäftigen.
Die Sommerschule "Borderlands Studies in East Central Europe and the Black Sea Region" ist ein hochwertiges, intensives, interdisziplinäres Training, das sich an fortgeschrittene Student/innen, Nachwuchswissenschaftler/innen und Praktiker/innen richtet, die ein starkes Interesse an den Grenzgebieten Mittel- und Osteuropas und der Schwarzmeerregion haben. Die Sommerschule konzentriert sich auf die Auswirkungen von staatlicher Politik, Nationalismus, Bevölkerungsbewegungen und geopolitischen Veränderungen aus der lokalen Perspektive von "flüchtigen Grenzgebieten", die eine komplizierte Geschichte von Zugehörigkeit und Identität, Konflikten und Koexistenz haben.
Die Arbeitsgruppe vereint Anthropolog/innen, Soziolog/innen, Historiker/innen und andere Wissenschaftler/innen, die sich mit Religion in Osteuropa und Eurasien beschäftigen. Der Fokus auf gelebte Religion geht über die institutionalisierten Formen der Religion und die transnationalen und globalen Verbindungen, die sie bieten, hinaus und berücksichtigt auch die Verbindungen, die durch zeitgenössische Formen der volkstümlichen Religiosität und die damit verbundenen Erfahrungen des Heiligen geschaffen werden. Das Ziel ist es, aufschlussreiche und einflussreiche Publikationen aus einer Vielzahl von disziplinären Perspektiven zu der Frage anzuregen, wie Religion das zeitgenössische soziale und politische Leben in Osteuropa und Eurasien beeinflusst.
Die Sommerschule "Spotlight" zur Filmproduktion in den Sozialwissenschaften wird von Karina Gaibulina, Ágnes Erőss, Joanna Janikowska und Clara Kleininger-Wanik organisiert. Die einwöchige Sommerschule beschäftigte sich mit den Möglichkeiten der Filmproduktion in den Sozialwissenschaften als Forschungsmethode und Instrument zur Präsentation von Forschungsergebnissen. Sie bietet den Teilnehmenden innovatives, praxisorientiertes Wissen und Fertigkeiten, die für die spätere Forschung oder die Präsentation dieser genutzt werden können. Die Spotlight-Sommerschule ermöglicht den Teilnehmer/innen den Erwerb neuer Fähigkeiten und stellt auch heraus, wie die Sozialwissenschaften die Audiovisualität als Forschungsmethode anwenden können.
The Centre for Advanced Study Sofia is an independent institution with strong international and interdisciplinary orientation, promoting freedom of research, scholarly excellence, education and intellectual creativity in the humanities and the social sciences. CAS attracts young talents and outstanding senior scholars by offering institutional conditions conducive to free pursuit of knowledge and dialogue in the framework of individual research fellowships or collaborative multi-disciplinary and cross-cultural enquiries. In partnership with other Institutes for Advanced Study, universities, scholarly and cultural associations, it works to re-establish the tradition of intellectual communities and to facilitate open critical debate and exchange of people and ideas on national and trans-national levels. With its transparent, lean and flexible management, CAS has been, since its inception in 2000, a reliable partner for donors and scholars alike.
The NGO “Center for Interethnic Relations Research in Eastern Europe” was founded in Kharkiv in 2011 by a group of young scholars. The Centre organizes academic and public events, summer schools, exhibitions, as well as research, archival, educational, and cultural projects. The main focus of our work is on interethnic relations in Ukraine and Eastern Europe, research and preservation of historical and cultural heritage. For instance, we promote academic and community practices and initiatives aimed at rethinking and representing the multicultural past and present of Kharkiv and Ukraine. The Center creates links and exchange of knowledge among universities, research centers and cultural institutions in Ukraine and internationally. Our projects contribute to the European integration of Ukraine in the academic, educational and cultural spheres.
The Center for Urban History is an independent research institution working across several areas: urban history research, digital humanities and archiving, and public history. The Center was born on April 16, 2004 in Vienna when Dr. Harald Binder established a private foundation with the intent to create an institutional framework for urban history research in Ukraine. One of the main aims for the Center was and remains developing an infrastructure that would support innovative research endeavors along with public outreach. Our name presents the two semantic components of who we are and what we do. “Center” stands for an independent academic entity. Independence remains our reality, our credo and our chief asset. “Urban” stands for our area of proficiency. Our primary focus is the city. “History” at the Center is interdisciplinary, crosses borders and explores new themes and approaches in research, teaching and discourse. Together these words signal our mission to explore and engage with the multitude of questions and experiences embedded in the complexity of urban societies throughout history.
Indigo is a reflection on events and reality, a medium seeking new authors, exciting views, and ideas for the future. Indigo studies trends, takes an avid interest in literature and arts as an interpretation of contemporary history. It focuses on those studying and changing the world. People, environment and culture, the city, travel, everyday rituals and global issues, the new age and its human crises—Indigo keeps an eye on and describes everything that happens around us, what amazes, attracts, scares, or inspires us. Indigo was established in 2015 by Nino Japiashvili, Nino Lomadze, Tamar Babuadze, Tina Osepashvili, Tornike Lortkipanidze, and Bakur Sulakauri’s Publishing House, rolling out the first issue in October of the same year.
New Europe College is an independent Romanian Institute for Advanced Study in the humanities and social sciences founded in 1994 by Professor Andrei Pleșu (philosopher, art historian, writer, Romanian Minister of Culture, 1990–1991, Romanian Minister of Foreign Affairs, 1997–1999) within the framework of the New Europe Foundation, established in 1994 as a private foundation subject to Romanian law. Focused primarily on individual research at an advanced level, NEC offers to young Romanian scholars and academics in the fields of humanities and social sciences, and to the foreign scholars invited as fellows appropriate working conditions, and provides an institutional framework with strong international links, acting as a stimulating environment for interdisciplinary dialogue and critical debates.