Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03189.jsonl.gz/2691

Durch eine verbesserte Hörfähigkeit gelingt es dem Kind, sich auf Höreindrücke leichter zu konzentrieren. Es kann die gehörte Sprache besser verstehen, sich längere Sätze besser merken, Laute sicherer voneinander unterscheiden. Dies führt zu einem erfolgreicheren Spracherwerb und zu einem gelingenderen Lese- und Schreibprozess. Daher ist das Johansen-Hörtrainings-Programm nicht nur bei Legasthenie sinnvoll, sondern auch bei Zentral Auditiven Verarbeitungsstörungen und Sprachentwicklungsstörungen.
Zunächst wird eine detaillierte Untersuchung des Gehörs und der auditiven Wahrnehmungsfähigkeit des Kindes durchgeführt und ein Audiogramm erstellt. Den Ergebnissen dieser Hörprüfung entsprechend wird individuell für dieses Kind eine CD mit Musik und/oder Geräuschen erstellt, die es täglich 10 bzw. 15 Minuten anhört. Auf diese Art werden die Frequenzen stimuliert, die von der optimalen Hörkurve (nach Tomatis) nach oben oder nach unten abweichen. Gleichzeitig wird bei den meisten Kindern das rechte Ohr stärker stimuliert als das linke, um die Dominanz für das rechte Ohr zu stärken.
Nach ca. 8 Wochen wird eine neue Hörüberprüfung vorgenommen und in der Regel eine neue CD erstellt. Diese CDs sind mit speziell komponierter Musik bespielt, die das gesamte Klangspektrum abdecken. Sie sind in einer Weise für das Kind individualisiert, dass ausschließlich dieses Kind/diese Person sie hören darf. Ein durchschnittliches Hörtraining dauert neun Monate. Das Hörtraining ist auch für Erwachsene gut geeignet.
© hoertraining-ias.de (2008) Bearbeitung: Bernhard Prechter