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Hans Castorp, Hauptfigur in Thomas Manns Roman "Der Zauberberg", ist eigentlich kerngesund. Er besucht in einem Davoser Sanatorium seinen Vetter, der wegen Anzeichen von Tuberkulose sicherheitshalber von den Ärzten in Davos behalten wird. Castorp - fasziniert vom Leben im Sanatorium - definiert das Bild des kranken Menschen für sich ganz neu. Die Krankheit veredle den Menschen, meint er. Gesunde Menschen hingegen seien lediglich einfältig. Das Leben im Sanatorium wird für Castorp zum Mass aller Dinge...
Der Roman "Der Zauberberg" wurde zur Weltliteratur. Die Inspiration zur Geschichte bekam Thomas Mann von seinem eigenen Aufenthalt in Davos. Seine Frau Katia erkrankte an Tuberkulose und reiste zur Liegekur ins Waldsanatorium Davos. Das bot Thomas Mann fundierte Berichte über das Leben im Sanatorium aus erster Hand. Fünf Jahre nach der Veröffentlichung des Romans erhielt der Schriftsteller den Literatur-Nobelpreis in Schweden, was sein Gesamtwerk unsterblich machte. So, wie es sich Thomas Mann in seiner Rede zum 50. Geburtstag vermutlich vorgestellt hatte: "Wenn ich einen Wunsch für den Nachruhm meines Werkes habe, so ist es der, man möge davon sagen, dass es lebensfreundlich ist, obwohl es vom Tode weiss."
Auf der Schatzalp, wo die Leser des Thomas-Mann-Bestsellers den Zauberberg angesiedelt sehen, ist das Ambiente, das Lebensgefühl inmitten purer Jugendstil-Architektur fast noch wie vor 100 Jahren. Die Architektur des Sanatoriums ist erhalten geblieben. Die Terrassen, wo einst die Sanatoriums-Patienten ihre Tuberkulose auskuriert haben, dienen heute dem Sonnenbad der Hotel-Gäste. Zum Gedenken an Thomas Mann ist ein nach ihm benannter Weg realisiert worden, der vom Waldhotel Davos bis auf die Schatzalp führt.
Das Waldhotel Davos wurde bis 1957 als Waldsanatorium geführt. Katia Mann gehörte zu den ersten Patientinnen des 1911 eröffneten Waldsanatoriums. Sie kurierte hier ihren Lungenspitzenkatarrh aus. Als ihr Gatte Thomas Mann sie im Frühling 1912 besuchte, wurde er zu seinem berühmten Roman "Der Zauberberg" inspiriert. Aufgrund seiner Eindrücke und anhand von Briefen, die seine Frau ihm aus dem Sanatorium schrieb, entstand sein Roman, an dem er zwischen 1913 und 1915 arbeitete, und den er 1924 nach einer mehrjährigen Pause fertig stellte.
Ich heisse Bea und bin ein Chatbot. Manche sagen auch digitale Assistentin. Ich bin die erste, die eigens für den Tourismus entwickelt wurde. Ich befinde mich noch in der sogenannten Beta-Phase, was bedeutet, dass ich noch am Lernen bin.