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Am 15. August 1971 hielt der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Richard Nixon, eine 18-minütige Rede an die Nation, deren Auswirkungen die ganze Welt erschütterten. Unter anderem kündigte er das Ende der Dollar-Gold-Parität an, was ein Schock war.
Zunächst einmal bedeutete diese Entscheidung das Ende des Währungssystems von Bretton Woods, ohne dass gesagt wurde, was an seine Stelle treten würde. Diese Tatsache bedeutete eine abrupte Veränderung der internationalen Wirtschaftsordnung. Zweitens untergrub Nixons Initiative die wirtschaftlichen Entwicklungsstrategien, die seit 1947, dem Beginn des Kalten Krieges, angewandt wurden.
Diese Strategien hießen „Entwicklung auf Einladung“ in den zentralen Ländern und „nationaler Developmentalismus“ in den dezentralen Ländern. Drittens verstärkte die Entscheidung die Angriffe auf den Dollar als Hauptwährung in der Welt, wodurch die internationale Währungshierarchie seither noch mehr unter Druck geriet. Schließlich hat in der Geschichte der Währungsstandards der Verzicht auf Edelmetalle als Wertmaßstab die „Charta-Natur“ des Geldes zum Nachteil des metallistischen Geldes offenbart.
In den Debatten über das Bretton-Wood-System, von seiner Entstehung und Entwicklung bis hin zu seiner Krise und Implosion, scheint sich ein bestimmtes Narrativ durchzusetzen. Diese Mainstream-Interpretation führt die Ursprünge des Systems auf die Traumata der großen sozialökonomischen Krise in den dreißiger Jahren zurück. Neben der Sparpolitik und den automatischen rezessiven Anpassungen war der Kern der liberalen Wirtschaftsordnung der zwanziger Jahre die Freiheit