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Wawrinka reichte auf der zweitgrössten Anlage der Arena im Stadtteil Queens eine durchzogene Leistung, um auch im fünften Duell mit dem 27-jährigen Linkshänder aus Barcelona den Platz als Sieger zu verlassen. In allen drei Sätzen hatte der French-Open-Sieger mit einem Break im Rückstand gelegen, im dritten Durchgang schlug der Spanier beim Stand von 6:5 sogar zum Satzgewinn auf. Dass Wawrinka aber dennoch ohne Satzverlust über die Runden kam, spricht für die Klasse der Weltnummer 5.
Symptomatisch für die Leistung Wawrinkas war das Tiebreak, in dem sich Höhen und Tiefen im Spiel des Romands von Ballwechsel zu Ballwechsel abwechselten. Nach einem Doppelfehler zum 5:4 - sein zweiter Aufschlag flog weit ins Aus - konnte sich selbst der Romand ein Schmunzeln nicht verkneifen. Wawrinka führte 4:1 und 6:4, benötigte aber bei seinem dritten Matchball ein Fehler des Gegners, um das Spiel nach 2:15 Stunden zu beenden. 45 unerzwungene Fehler wies die Statistik am Ende für den zweifachen Major-Champion aus.
Wawrinka erreichte damit bereits zum zehnten Mal in Flushing Meadows die 2. Runde. Die einzige Startniederlage hatte er 2009 gegen Nicolas Lapentti erlitten. 2013 hatte er in New York seinen ersten Grand-Slam-Halbfinal erreicht, im vergangenen Jahr scheiterte in den Viertelfinals am späteren Finalisten Kei Nishikori.
Der nächste Gegner Wawrinkas am Donnerstag ist der Südkoreaner Chung Hyeon. Der Teenager aus Suwon kam beim 6:3, 6:1, 6:2 gegen den Australier James Duckworth zum ersten Sieg im Haupttableau eines Grand-Slam-Turniers. Der Wimbledon-Finalist bei den Junioren von 2013 sammelte seine Punkte für die Weltrangliste, in der er die Position 69 belegt, in erste Linie an Challenger-Turnieren. Gegen Wawrinka hat der 1,85 m grosse Rechtshänder noch nie gespielt.
Der Weltranglistendritte Andy Murray, Wawrinkas möglicher Gegner im Viertelfinal, bestand seinen ersten Test mit Bravour. Der US-Open-Sieger von 2012 bezwang in der Night-Session den Australier Nick Kyrgios 7:5, 6:3, 4:6, 6:1.