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- Die regierende Sozialistische Partei (PS) hat die Parlamentswahl in Albanien gewonnen.
- Die Formation von Ministerpräsident Edi Rama gewann 74 der 140 Parlamentssitze, wie die Wahlkommission in Tirana nach Auszählung von 98 Prozent der Stimmen mitteilte.
- Bei der Wahl am Sonntag vereinte die PS 49 Prozent der Wähler auf sich. Rama sieht damit seiner dritten Amtszeit in Folge entgegen.
Zweitstärkste Kraft wurde die oppositionelle Demokratische Partei (PD), die als Mitte-rechts gilt. Sie kam auf 39 Prozent der Stimmen und 59 Mandate, die mit ihr verbündete Sozialistische Bewegung für Integration (LSI) auf sieben Prozent der Stimmen und vier Mandate. Ins neue Parlament schaffte es ausserdem noch die Sozialdemokratische Partei (PSD) des umstrittenen Geschäftsmanns Tom Doshi. Mit zwei Prozent der Stimmen errang sie drei Mandate.
Ramas linke Regierungspartei konnte im Vergleich zur Wahl 2017 sowohl ihren Stimmanteil als auch ihre Mandatszahl halten. Die national-konservative PD steigerte ihren Stimmanteil um zehn Prozentpunkte und die Zahl ihrer Mandate um 16.
Klarer Verlierer der Wahl ist die LSI, an deren Spitze die Präsidentengattin Monika Kryemadhi steht. Ihr Stimmanteil halbierte sich, im Parlament verliert sie zwölf Sitze. Die PSD profitierte von den regionalen Unausgewogenheiten des Wahlsystems und ihrer relativen Stärke in der nördlichen Stadt Shkoder. Im letzten Parlament hatte sie nur ein Mandat.
Der Wahltag war im Gegensatz zu früheren Abstimmungen friedlich verlaufen. Die in der Vergangenheit üblichen Vorwürfe in Hinblick auf Wahlbetrug und Stimmkauf blieben zunächst aus. Die Wahlbeteiligung lag mit 48 Prozent um drei Prozentpunkte über der von 2017. Diese hatte damals den historischen Tiefpunkt des Wählerinteresses markiert.