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12 Schuljahre für alle – Auswahl für Universitäten
Jedes Kind sollte ein Anrecht auf 12 Schuljahre bekommen. Die Zulassung zu einer Universität soll sich aufgrund von Leistungen in zwei Fächern beschränken, wobei eine Fächerauswahl möglich sein muss. Ein mathematisches Fach, d.h. Mathematik oder Physik und zusätzlich ein nicht-mathematisches Fach wie eine Sprache oder Geschichte. Die Leistungsvorgaben können von den Universitäten bestimmt werden und denjenigen Schüler, welche ein Studium aufnehmen wollen, soll in den letzten beiden Schuljahren die Möglichkeit geboten werden, spezielle Kurse an den Schulen zu besuchen, wo das geforderte Leistungsniveau angeboten wird. Die Universitäten sollten auch direkten Einfluss auf diejenigen Lehrer haben, welche die Vorbereitungskurse auf die Universitäten leiten.
Französische Primarschule
Obwohl ca. 15% der Zürcher Bevölkerung französischsprachig ist, gibt es in Zürich keine Primarschule auf französisch. Auch angesichts der Vielsprachigkeit in der Schweiz sollte zumindest in einer Schule ein erster Klassenzug auf französisch als Versuch eingerichtet werden.
Sprachreglemente
Die Sprachreglemente der Zürcher Gymnasien schreiben eine Note von 4.75 vor, um ohne Wiederholung einen halbjährigen Sprachaufenthalt machen zu dürfen. Diese Regelung dient einzig der Disziplinierung von Schülern und ist genau das Gegenteil eines humanistischen Bildungsideals. Die Mittelschulleiter schieben als Erklärung vor, dass nur so der Schulerfolg gewährleistet werden kann. Dass diese Erklärung scheinheilig ist, ist daran erkennbar, dass die Schüler einfach in dieselbe Klasse zurückkehren könnten und erst falls die Klasse dann nicht bestanden wird, die Repetition immer noch möglich ist.
Das verlorene Halbjahr -> Handwerker für die Schulen
Da sich immer mehr Schüler auf die Gymiprüfung vorbereiten wird die zweite Hälfte der 6. Primarklasse immer mehr zum verlorenen Halbjahr. Alle, die sich auf die Gymiprüfung vorbereiten haben, haben bereits so viel vorgelernt, dass sie bereits das Niveau für das Gymnasium erreicht haben.
Zweitens, gibt es in den Klassen nach Mitteilung der Ergebnisse der Gymiprüfung eine Trennung in zwei Gruppen: Gymi und Sek. Die Folge ist, dass in diesem Halbjahr der Unterricht belanglos wird.
Der Vorschlag ist also dieses Halbjahr sinnvoller zu nutzen. Gymi und Sek könnten bereits direkt nach der Gymiprüfung anfangen. Das gewonnene Halbjahr liesse sich für einen Sprachaufenthalt, für Praktika im Handwerk gerade
auch der Gymischüler, für die Vorbereitung auf die Gymiprüfung nach der zweiten Sek für die Sek-Schüler, für ein etwas langsameres Tempo beim Start ins Gymi usw. nutzen.
Gymi ohne Negativauslese
Der Kanton Zürich beschränkt die Schüler mithilfe der Zulassungprüfung auf ca. 20% der Schüler. In Zollikon macht fast jeder zweite das Gymnasium, während in Höri nur jeder 20. auf das Gymnasium kommt.
Prof. Elsbeth Stern von der ETH Zürich hat festgestellt, dass ein Drittel der Gymischüler nicht zu den 20% der Intelligentesten in der Bevölkerung gehören. Umgekehrt heisst dies, dass dieses Drittel auf die Sek geht. Frau Stern schlägt daher einen IQ-Test als Auswahlkriterium für das Gymnasium vor. Der Vorteil hiervon wäre, dass die Auswahl unabhängig vom Elternhaus ist. Dies ist aber genau der Grund, warum sich so etwas politisch schwer durchsetzen lässt. Ein weiterer Grund ist, dass intelligente Kinder weniger gut zu kontrollieren sind. Aus diesem Grunde wollen die Mittelschulleiter das bisherige Auswahlsystem beibehalten. Vereinfacht gesagt, geht es also darum, den Privilegierten und Angepassten aber weniger intelligenten Kindern das Gymnasium zu ermöglichen.
Die zukünftigen Herausforderungen erlauben aber keine derartige Negativauslese mehr, zumal die Anzahl Kinder nur aufgrund der Bevölkerungszunahme aus dem Ausland zunimmt.
Bildung anstelle Preussischer Infantrie
Das Schweizer Bildungswesen hat seinen Ursprung in Preussen. Ziel des preussischen Bildungssystems war es, folgsame Soldaten für den Krieg auszubilden. Das Ziel heute sind angepasste Arbeitnehmer für den Arbeitsmarkt.
Der Druck auf die Kinder wird permanent erhöht. Die Folge ist, dass praktisch alle Schüler nach der Matura ein Zwischenjahr einlegen, Französisch wird als Fach bezeichnet, dass man grundsätzlich “hasst” und anstatt dass sich die Schüler für ein Fach begeistern, wird bei jeder Prüfung die Note ausgerechnet, welche notwendig ist, das Halbjahr zu bestehen. Bereits die Notengebung mit mehr negativen Noten als positiven ist dazu da, Druck zu erzeugen. Dasselbe Ziel verfolgt die Doppelzählung von Negativnoten. Offiziell vorgeschoben wird, dass Schüler nicht mit einfachen Fächer die schwierigeren Fächer wie z.B. Mathematik kompensieren können sollen. Gymnasiasten arbeiten wegen Hausaufgaben und Prüfungsvorbereitung grundsätzlich mehr als die meisten Arbeitnehmer mit einer 42-h Woche. Dies ist ebenfalls gewollt, damit weniger Zeit zum Nachdenken bleibt. Um innovativ zu sein, muss man aber einige Stunden auf einer Blümchenwiese verträumen. Als unschönen Nebenwirkungen sieht man auf Maturafeiern übergewichtige Maturandinnen (leider betrifft es eher Mädchen), sofern sie nicht bereits vorher in der Psychiatrie gelandet sind. Jungs gelingt es offensichtlich besser, sich diesem Druck zu entziehen. Auf der anderen Seite haben die SEK-Schüler oft Langeweile.
Der Druck lastet aber nicht nur auf den Schülern, sondern wird auch gerne zwischen Lehrern und Eltern hin- und hergeschoben, ohne die Ursache zu beseitigen.
Spracherwerb durch Handwerk an die Schulen
Ein Ansatz ist die Reduktion der Stundenzahlen am Gymnasium vor allem in Fächern, die sogenannte Zeitfresser sind, ohne wesentlich zur Bildung beizutragen. Latein mit 4 bis 5 Wochenstunden soll zum freiwilligen Fach werden. Englisch und Französisch kann auf 2 Wochenstunden Grammatikunterricht reduziert werden. Der Spracherwerb muss durch Anwendung gelernt werden, d.h. Geschichte, Biologie & Mathematik sollen auf Englisch oder Französisch unterrichtet werden. Genau so, wie man diese Sprachen auch später benötigt. Die freiwerdenden Stunden sollen durch praktische Tätigkeiten ersetzt werden, welche keine Hausaufgaben oder Prüfungsvorbereitungen erzeugen. Beispiele sind hier: Schweisskurse, Schreinerarbeiten, Husi, usw. Diese Kurse sollten in Fremdsprachen wie z.B. Französisch geboten werden.
Recht und Ordnung auch für die Mittelschulen
Das Ergebnis der preussischen Dressur sieht man in der Bildungsdirektion. Fast alle Rekurse (ca. 95%) werden durch die Bildungsdirektion abgelehnt. Als Grund wird angegeben, dass vermeintlich überergeizige Eltern auf diese Art unberechtigte Vorteile für ihren Nachwuchs erlangen wollten. Nur wieso sollten derart viele Eltern so sein? Wer als normaler Bürger das Risiko eines Rekurses eingeht, ist überzeugt, dass Unrecht geschieht. Die hohe Ablehnungsquote der Bildungsdirektion ist daher eher einem totalitären Weltbild geschuldet. Die juristische Leitung der Bildungsdirektion orientiert sich beispielsweise auch nicht am Zürcher Gesetz, sondern am “Ehernen Schulgesetz” (s.u.).
Artikel § 18 der Mittelschulverordnung lautet: “Der Klassenkonvent entscheidet insbesondere über Aufnahmen am Ende der Probezeit sowie über Promotionen. Stimmberechtigt sind diejenigen Lehrpersonen, die die betreffende Schülerin oder den betreffenden Schüler unterrichten. Bei Entscheiden über Promotionen und Aufnahmen am Ende der Probezeit sind sie zur Stimmabgabe verpflichtet. Beschlüsse werden mit Zustimmung der Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Lehrpersonen gefasst. Bei Stimmengleichheit hat die oder der Vorsitzende den Stichentscheid. ”
Rämibühl
Am Rämibühl (LG, RG, MNG) gibt es aber keinen einzigen Mittelschulleiter, der diese Verordnung kennt, geschweige denn anwendet. Anstelle einer Abstimmung werden auf Klassenkonventen die Noten schlicht gefälscht.
Ehemalige Staatsanwältin Dr. Silvia Steiner als Vorsteherin der Bildungdirektion
Zuständig für die Bildungsdirektion ist die ehemalige Staatsanwältin Silvia Steiner. Als Juristin, Unrecht zu tolerieren, ist eine Zumutung für die Steuerzahler.
Ehernes Schulgesetz
§ 1 Die Bildungsdirektion hat immer Recht. § 2 Sollte die Bildungsdirektion einmal nicht Recht haben, tritt automatisch § 1 in Kraft.
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