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Als Papille bezeichnet man die gemeinsame Mündung des Gallengangs und des Pankreasgangs im Duodenum. Nebst den beiden Gängen besteht die Papille aus einem Schliessmuskel, der verhindert, dass Duodenalsaft in den Gallengang oder den Pankreasgang gepresst wird. Im Papillenbereich können sich Adenome (Polypen) entwickeln und aus diesen Papillenkarzinome. Ein Adenom oder ein Karzinom verursachen fast immer recht früh eine Behinderung des Abfluss der Galle und des Pankreassaft. Dies zeigt sich in bestimmten Laborveränderungen und im Ultraschall oder CT in einer Erweiterung des Gallengangs und des Pankreasgangs. Die Galleabflussstörung verursacht zunächst Juckreiz und später eine Gelbsucht (Ikterus). Adenome die noch nicht sehr gross sind, können endoskopisch reseziert werden. Grössere Adenome und Karzinome müssen chirurgisch entfernt werden. Im Gegensatz zum Pankreaskarzinom (siehe unten) ist die Prognose des Papillenkarzinoms deutlich besser. Wegen dem frühen Auftreten einer Gelbsucht werden oft frühe Karzinomstadien erfasst.