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Gegen die Schweizer Privatbank Julius Bär wird in Frankreich wegen des Verdachts auf Geldwäscherei ermittelt. Das Verfahren im Rahmen des Skandals um einen Grossbetrug im Emissionshandel war im Juni eingeleitet worden. Die Bank werde verdächtigt, auf einem in der Schweiz eröffneten Julius-Bär-Konto Gelder aus diesem Betrugsskandal empfangen zu haben, ohne die nötigen Nachprüfungen anzustellen. Dies meldete die Nachrichtenagentur AFP am Freitag unter Berufung auf übereinstimmende Quellen.
Die Ermittlungen gegen Julius Bär waren vom Untersuchungsrichter Guillaume Daïeff eingeleitet worden. Er betreut das Verfahren «Crépuscule», benannt nach einer Gesellschaft, die im Emissionshandel tätig war.
Die Bank Julius Bär sagte gegenüber AFP, sie kooperiere mit den französischen Behörden, um die Situation zu klären und ihre Interessen zu wahren.
Zu dem Skandal im Emissionshandel laufen in Frankreich mehrere Ermittlungen. Der Skandal wurde auch schon als Jahrhundertbetrug bezeichnet. Der Rechnungshof schätzte 2012, dass der Betrug mit nicht bezahlten Mehrwertsteuern die französischen Steuerbehörden 1,6 Milliarden Euro gekostet haben könnte. Europol ging von einer europaweiten Schadenssumme von fünf Milliarden Euro aus. (sda/afp)