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Seide ist eine feine Textilfaser tierischen Ursprungs.
Der Seidenspinner (Maulbeerseidenspinner und Eichenseidenspinner, auch Tussa Seidenspinner genannt) ist ein Falter. Seine Raupe produziert einen sehr dünnen Faden, in welchen sie sich zur Verpuppung einwickelt. Diese Hülle, Cocon (Kokon) genannt, besteht aus einem einzigen Endlos-Faden mit hervorragenden Eigenschaften, die sich der Mensch seit Jahrhunderten zu Nutzen gemacht hat. Aus diesem Endlos-Faden wird die Seide hergestellt.
„Seide kommt ursprünglich vermutlich aus China und war eine wichtige Handelsware, die über die Seidenstrasse nach Europa transportiert wurde. Neben China, wo auch heute noch der Hauptanteil produziert wird, sind Japan und Indien weitere wichtige Erzeugerländer, in denen der Seidenbau betrieben wird.“ Wikipedia, Jan. 2011
Man kann die Seidenproduktion bis ca. 2800 vor Christus zurückverfolgen.
Im normalen Seidenherstellungsprozess wird der Cocon mit der lebenden Raupe ins kochende Wasser geworfen, sodass die Raupe darin abstirbt. Auf diese Weise bleibt der Cocon unbeschädigt und man kann den Faden an einem Stück abwickeln.
Ahimsa Seide oder Peace Silk stammt vom Maulbeerseidenspinner.
Ahimsa heisst Gewaltlosigkeit. Im Gegensatz zur herkömmlichen Seidenherstellung lässt man für die Produktion von Ahimsa Seide die Raupen ihr Puppenstadium beenden und als Falter ausfliegen. Zurück bleibt der Cocon, der nun allerdings durch das Flugloch beschädigt wurde. Der Seidenfaden kann nun nicht mehr an einem Stück abgewickelt werden. Bei der Produktion von Ahimsa Seide wird die Seide also gerissen, dann zum Faden gesponnen und nachher auf dem Handwebstuhl gewebt.
Tussa Seide stammt vom Tussa Seidenspinner (auch Eichenseidenspinner genannt). Dieser Seidenspinner kommt in China, Japan und Indien vor.
Auch Tussa Seide ist Ahimsa oder Peace Silk: die Cocons werden in freier Wildbahn gesammelt nachdem die Falter geschlüpft sind.
Tussa Seide ist kräftiger im Griff als die Seide vom Maulbeerbaumseidenspinner und erhält eine dunklere, glänzende Farbe.