Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/224732

<h2>SubmittedText<h2><p>Das BAFU hat in Aussicht gestellt, eine europäische Konferenz zur Analysemethode der DNA von Wölfen und zur Erkennung von Wolfs-Hund-Hybriden zu organisieren.</p><p>Da in den verschiedenen europäischen Ländern unterschiedliche Analyseverfahren zur Bestimmung der Wölfe zur Anwendung kommen, ist ein Erfahrungsaustausch unter Experten und eine allfällige Harmonisierung der Daten für das europäische Wolfsmonitoring gewinnbringend.</p><p>Diesbezüglich stellen sich folgende Fragen:</p><p>Wie weit sind die Vorbereitungen einer solchen Konferenz vorangeschritten? </p><p>Wie wird die Teilnahme von staatlich unabhängigen Organisationen gewährleistet?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat 2019 eine Konferenz vorgeschlagen, weil ein privates Labor aus Hamburg (D) vor einigen Jahren begonnen hatte, von wolfskritischen Kreisen eingesandte Proben genetisch zu analysieren. Dabei unterschieden sich die Resultate von den Ergebnissen der von den zuständigen Ämtern in Italien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz beauftragten universitären Labors.</p><p>Die von den Ländern beauftragten Labors stehen in regelmässigem Austausch, um Methoden und Resultate sowie wissenschaftliche Publikationen zu besprechen. In diesen Analysen werden auch allfällige Wolf-Hunde-Mischlinge identifiziert. Ein spezieller, durch die Schweiz organisierter Austausch ist für diese Labors nicht nötig. Das private Labor dagegen arbeitet normalerweise im Bereich von forensischen und rechtsmedizinischen Fragestellungen und ist nicht in die wissenschaftliche Diskussion unter Populationsgenetikerinnen und -genetiker integriert.</p><p>Das BAFU hat deshalb das Labor angefragt, ob Interesse an einem wissenschaftlichen Austausch im Rahmen einer Konferenz bestünde. Eine Antwort aus Hamburg steht bis heute aus. Sollte eine Konferenz mit dem privaten Labor doch noch zustande kommen, wird das BAFU diese für alle interessierten Organisationen öffnen.</p>  Antwort des Bundesrates.