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- Veröffentlicht: 22. August 2012
|Herkunft des Trinkwassers im Jahr 2010|
|82.66% Rheingrundwasser||(Auweg / Obere-Hard)|
|17.11% Birsgrundwasser||(Birsland / Schanz)|
|00.23% Fremdbezug||(Regionenverbund)|
Quelle: www.muttenz.ch
Die Wasserversorgung Muttenz stellt ein kompliziertes und komplexes Netzwerk dar. Das gesamte Netzwerk steuert und reguliert sich vollautomatisch und wird per Computer überwacht. Alle zwei Wochen werden zur Qualitätssicherung des Trinkwassers chemische und bakterielle Wasseruntersuchungen durchgeführt.
Die Pumpwerke Obere Hard, Auweg (zusammen 70 % des gesamten Wasserbedarfs), Schanz und Birsland (zusammen 30 % des gesamten Wasserbedarfs) pumpen in der Nacht Wasser in die drei Geispel-Reservoire. Diese dürfen aus Sicherheitsgründen nie ganz geleert werden.
aus: Geologisches Institut der Universität Basel (2010): Grundwassermodell Unteres Birstal - Rhein - Muttenz, Evaluation der Zuströmbereiche der Trinkwasserfassungen Muttenz und Hardwasser AG, Technischer Bericht/
Ausserdem wird Wasser zur Absicherung direkt in gewisse Industriezonen gepumpt (SFChem, Novartis, Clariant, SBB, Auhafen). Die Industrie bezieht das Industriewasser (= nicht als Trinkwasser geeignetes Wasser) normalerweise eigenständig aus Brunnen in der Hard.
Das Industrieabwasser wird in die speziell dafür gebaute ARA Pratteln gepumpt. Das Abwasser der Haushalte hingegen fliesst in die ARA Birs.
Vom Geispel-Reservoir wird das Wasser am Tag in das Trinkwassersystem Niederzone (flaches Siedlungsgebiet) eingespeist und versorgt die Haushalte mit Trinkwasser.
Von der Niederzone wird ein Teil des Wassers ins Reservoir Hochzone (Wartenberg) hinaufgepumpt und gelangt von dort ins Trinkwassersystem Hochzone am Hang des
Wartenbergs.
Die Quellen werden nur als Notwasserversorgung benutzt, da sie keine Schutzzonen aufweisen und die Wasserqualität dadurch nicht gewährleistet ist. Durch die fehlenden Schutzzonen, besonders in den vorhandenen Karstgebieten, könnten die Quellen vorwiegend durch die Landwirtschaft verunreinigt werden, was eine Trinkwasserverschmutzung zur Folge haben könnte.
Das Wasserversorgungsnetz von Muttenz ist mit den Netzen von Birsfelden, Pratteln, der Hardwasser AG und der IWB verbunden. Somit kann wenn nötig Trinkwasser abgegeben
oder eingespeist werden. Das Gebiet Freuler ist über die Fussgängerbrücke mit einer Wasserleitung verbunden und das Gebiet Hardacker bezieht das Wasser aus dem Brunnen der SBB.
Modell Grundwasserströme
aus: Geologisches Institut der Universität Basel (2010): Grundwassermodell Unteres Birstal - Rhein - Muttenz, Evaluation der Zuströmbereiche der Trinkwasserfassungen Muttenz und Hardwasser AG, Technischer Bericht/
Quelle: Heimatkunde Muttenz 2009, S.15