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Der 14. Februar ist der Valentinstag. Liebende beschenken sich da vor allem mit Blumen. Wer denkt, das sei wohl eine Idee der Floristen, um das Geschäft anzukurbeln, liegt nicht ganz falsch. Aber auch nicht ganz richtig.
Tatsächlich feierten schon die alten Römer Mitte Februar ein Liebesfest: Im Rahmen des Fruchtbarkeitsfestes Lupercalia gab es auch eine Art Tombola, bei der ledige Frauen und Männer einander zugelost wurden. Im 5. Jahrhundert verbot Papst Gelasius diese Verkuppelung und erklärte den Tag zum Gedenktag des Heiligen Valentin.
Auch in England und Frankreich galt der Valentinstag schon im Mittelalter als Tag der Liebenden. Der englische Dichter Geoffrey Chaucer schuf 1382 das Gedicht «Vogelhochzeit», laut dem sich am Valentinstag die Vögel paaren. Ab dem 17. Jahrhundert wurden in England am 14. Februar Liebes- und Freundschaftskarten verschickt. Mit den Siedlern gelangte dieser Brauch nach Amerika. Und von Amerika kam er dann zu uns: Amerikanische Soldaten brachten ihn im Zweiten Weltkrieg nach Mitteleuropa.
1949 wurde der erste Valentinstag in der Schweiz gefeiert, ein Jahr frührer als in Deutschland. Da hier ja keine amerikanischen Soldaten im Einsatz waren, liegt die Vermutung nahe, dass der Anlass vom Blumenhandel lanciert wurde. Tatsächlich macht Fleurop inzwischen am Valentinstag 10 Prozent des Jahresumsatzes, gleich viel wie am Muttertag.