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1915-1996, geboren in Luzern, gestorben in Ascona
Aus „Otto Bachmann“ von Peter Riesterer: „Otto Bachmann (Karl Otto, von Freunden genannt Otti), stammt aus bürgerlichem Elternhaus, das eine Schwäche für nichtbürgerliche Gäste hatte, und kam so früh in Kontakt mit Schauspielern, Leuten von Theater und Zirkus. Sagte, ohne elterliche Anleitung schon als Junge ein aussergewöhnliches Gefühl für Qualität in Sachen Musik, bildende Kunst und Literatur gehabt zu haben. Besuchte die Kunstgewerbeschule in Luzern ... Konnte sich mit seinem Beruf als Gebrauchsgraphiker in einem Zürcher Werbebüro nicht abfinden und reiste mit einem kleinen Zirkusunternehmen drei Jahre lang kreuz und quer durch Europa. Liess sich 1936 als „freier Künstler“ in Zürich nieder, wo kaum einer Geld hatte und trotzdem lebte.“ 1943 gelang Bachmann mit einer Ausstellung seiner Zeichnungen an der Eidgenössischen Technischen Hochschule, ETH, der Durchbruch. Ab 1944 lebte er in Ascona, wo er malte und Zeichenunterricht gab. Er war unter anderem befreundet mit Henry Jäger, Horst Lemke, Peter Riesterer, Wladimir Rosenbaum, Egon Schöneberg, Jack Trommer und Carl Weidemeyer. Riesterer: „Otto Bachmann sass oft im „Centrale“ im Kreise der Maler bei einem Glas Wein, bei einem Espresso. Im „Schiff“ an der Piazza spielte er in der illustren Gesellschaft um den Antikenhändler Wladimir Rosenbaum Schach. Er warf, von einer Eingebung angeregt, Illustrationen gekonnt und elegant auf Papier, was den Schriftsteller Walter Mehring, der von seinem Tisch aus über die Brillengläser hinweg die Szene beobachtete, Jahrzehnte später zum Ausruf bewog: 'Dieser Otto Bachmann ist ein genialer Meister! Mit ein paar Strichen macht er ein Kunstwerk'.“ Bachmanns Grab befindet sich auf dem Friedhof von Ascona. "Mit seinem malerischen Schaffen, in welchem er eine hohe Meisterschaft erreicht hat, und als genialer Zeichner und Illustrator, war er über die Landesgrenze hinaus als einer der bedeutendsten Schweizer Künstler bekannt." E. Müller, Einrahmungen, Baar. Das "Ferien-Journal" Nr. 101/7 von September 1966, Bachmann schrieb selbst verschiedene Artikel für dieses Blatt, widmete ihm unter "Asconeser Künstler" einen zweiseitigen Beitrag.