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“Pierre hat mich immer gelehrt, loszulassen – mich von Dingen zu trennen und sie mit anderen zu teilen”, sagt seine 66-jährige Witwe Hella Brice. In einer riesigen Industriehalle in der Prärie nördlich von Berlin sind zur Vorbesichtigung 1547 Erinnerungsstücke des Schauspielers ausgestellt, feinsäuberlich beschriftet und mit Nummern versehen.
Glanzstück ist die legendäre Silberbüchse, die er sich nach dem Filmoriginal aus den 60er-Jahren aus einem Winchesterstutzen fertigen liess und mit silbernen Nägeln mit dem Buchstaben “W” verzierte. Sie war auf allen Karl-May-Festspielen von 1976 bis 1998 sein treuer Begleiter.
Um ein Indianerzelt in der Nähe stehen zwischen Zaumzeug, Federschmuck und Friedenspfeifen Winnetous aus Pappe, daneben lebensgrosse Figuren mit von Brice selbst entworfenen und bemalten Lederkostümen, Mokassins und Stulpenstiefeln. Ein besonders reich mit Perlen besticktes Oberteil stammt aus dem ZDF-Zweiteiler “Winnetous Rückkehr” (1978).
Die Schmauchspuren einer Gewehrkugel direkt am Herz erinnern daran, dass der grosse Häuptling einst in den Armen seines Blutsbruders Old Shatterhand (Lex Barker) gestorben war, nach Proteststürmen der Fans aber wieder auf die Leinwand zurückkehren durfte.
(SDA)