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54 Prozent der Österreicher glauben, dass der Islam eine „Bedrohung für den Westen ist", das ergibt eine aktuelle Studie des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS, berichtet die österreichische Tageszeitung „Die Presse“. Die Studie, die der Tageszeitung exklusiv vorliege, zeige, dass zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung eine grosse Kluft bestehe. Denn die Befragten gaben an, dass sie zunehmend das Gefühl hätten, über ihre Ansichten nicht offen reden zu können.
Die Studie zum Thema „Religion und Freiheit", die im Auftrag des Internationalen Instituts für Liberale Politik herausgegeben wurde, zeige weiterhin, dass es nur vier Prozent der Befragten recht wäre, wenn ein enges Familienmitglied einen Moslem heiraten würde. Auch hier sehe die Realität anders aus, denn inzwischen seien bereits drei Prozent der Befragten betroffen, wenn es darum geht, dass ein enges Familienmitglied mit einem Moslem verheiratet ist. 72 Prozent kritisierten zudem die mangelnde Anpassungsbereitschaft der in Österreich lebenden Moslems.
Bei der Akzeptanz von Minaretten in Österreich sehe es ähnlich aus wie in der Schweiz: 59 Prozent seien „eher dagegen", 51 Prozent fänden, dass der Bau von Moscheen und das Tragen islamischer Kopftücher überhaupt verboten sein sollte (in der Schweiz stimmten im letzten Herbst 57,5 Prozent für ein Bauverbot von Minaretten).
Weiterhin ergebe die Studie, dass eine grosse Mehrheit von 71 Prozent glaube, dass der Islam mit westlichen Vorstellungen von Demokratie, Freiheit und Toleranz nicht zu vereinbaren sei. Erich Reiter, Studienauftraggeber und Chef des Instituts für Liberale Politik, weist darauf hin, dass nicht nur gläubige Menschen, sondern auch Menschen mit Glaubenszweifeln die Unterschiede zwischen Christentum und Islam ähnlich einschätzen. Laut „Die Presse“ meint er mahnend „Aus einer liberalen Perspektive wird daher der Islam durchaus als eine Bedrohung für unsere Gesellschaft gesehen. Die Politik sollte das ernst nehmen und darauf reagieren".