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2. Für meine Arbeit habe ich die Regenbogenforelle in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet in Nordamerika ausgewählt. Denn diese Fische eignen sich besonders weil sie eine von zwei unterschiedlichen Lebensweisen auswählen: Entweder sie bleiben ihr Leben lang im Süsswasser oder sie wandern als Jungfische ins Meer, um erst für die Paarung wieder zu ihrem Ursprungsfluss zurück zu kehren. Dies führt zu physiologischen, morphologischen und verhaltenstypischen Unterschieden, welche ein spannendes System darstellen, um die Bedeutung von Bakterien für ihren Träger zu studieren. Überdies sind mit Regenbogenforellen gezielte Experimente im Labor möglich. Dort kann die Interaktion zwischen dem Träger und seinen Bakterien manipuliert werden und störende Umweltfaktoren sind ausgeschlossen. In diesem Projekt werde ich aufzeigen, wie Bakterien an Nachkommen weitergegeben werden und dabei helfen, sich an verschiedene Lebensbedingungen anzupassen.
3. Dieses Projekt befasst sich mit Grundlagenforschung. Wir werden die Verteilung und Funktion von Bakterien in einem natürlichen Ökosystem beschreiben. Informationen aus dieser Arbeit werden es uns erlauben, die Gemeinschaft von Bakterien und Forellen besser zu verstehen und mit der Lebensgeschichte der Regenbogenforelle in Verbindung zu bringen. Erkenntnisse aus diesem Projekt können nach meiner Rückkehr in die Schweiz auch auf heimische Forellenpopulationen angewendet werden und deren Schutz und Erhaltung stärken.