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Bereits 2014 hatte Wawrinka im Gegensatz zu Federer ein Grand-Slam-Turnier gewonnen. Dennoch wählten die Sportler, Medien und das TV-Publikum im letzten Jahr Federer zum Sportler des Jahres. Dieses Mal wendete sich das Blatt. In der Endausmarchung schwang der favorisierte Gewinner der French Open mit 38,91 Prozent aller Stimmen klar obenauf. Federer kam als Zweitklassierter auf 22,81 Prozent. Platz 3 (14,34 Prozent) ging an Abfahrts-Weltmeister Patrick Küng.
“Ich bin stolz darauf”
Wawrinka ist erst der zweite Tennisspieler nach dem sechsfachen Triumphator Federer, der als Sportler des Jahres ausgezeichnet worden ist. “Dieser Award berührt mich sehr. Ich bin stolz darauf, ein Teil dieses erneut grossartigen Schweizer Sportjahrs zu sein”, kommentierte Wawrinka die Wahl. Der Lausanner widerlegte auch die Theorie, dass Westschweizer oder Tessiner Sportler in der Wahl benachteiligt sind.
Bei den Frauen hatten die Vertreterinnen von Swiss Tennis um Timea Bacsinszky (3.), Belinda Bencic (5.) und Martina Hingis (7.) dagegen keine Chance. Ironman-Weltmeisterin Ryf hatte das Ranking bereits nach den zu zwei Dritteln zählenden Vorwahlen knapp vor Kunstturn-Europameisterin Steingruber angeführt. Am Ende kam Ryf auf 26,57 Prozent der Stimmen, Steingruber auf 25,14 Prozent.
Hug Behindertensportler des Jahres
“Es war für mich ein Jahr wie im Märchen”, kommentierte die Solothurnerin ihre Wahl, “all die Arbeit der Jahre davor zahlte sich aus.” Ryf ist die vierte Triathletin nach Natascha Badmann (1998 und 2002), Brigitte McMahon (2000) und Nicola Spirig (2015), die Sportlerin des Jahres geworden ist.
Die weiteren Awards an der TV-Gala in den Studios von Schweizer Radio und Fernsehen gingen an die Ruderer des Leichtgewichts-Vierers (Team des Jahres), Marcel Koller (Trainer des Jahres), Marcel Hug (Behindertensportler des Jahres) und Breel Embolo (Newcomer des Jahres).
Koller, der Österreich souverän an die Fussball-EM führte, war in den vergangenen Wochen bereits in Österreich mit Auszeichnungen überhäuft worden. Nun triumphierte der Zürcher auch in seiner Heimat. Er liess Arno De Curto, die Trainerlegende des HC Davos, und Severin Lüthi, den Captain des Schweizer Davis-Cup-Teams, hinter sich.
Oft Grund zum Jubeln hatte in den vergangenen Monaten auch der Leichtgewichts-Vierer. Simon Schürch, Simon Niepmann, Lucas Tramèr und Mario Gyr gewannen die Goldmedaille an den Europa- und Weltmeisterschaften sowie den Gesamtweltcup. Bei den Awards behielten sie die Oberhand gegenüber dem Rad-Bahnvierer und dem Kunstturn-Nationalteam der Männer.(SI)