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10 Jahre Fanfare
10 Jahre Jubiläum der «Fanfare» auf dem Areal des Gymnasiums Langenthal
Die 40 Jahre lang vor dem Zürcher Kunsthaus stehende Betonskulptur «Fanfare» erhielt vor genau 10 Jahren in Langenthal einen neuen Standort – in jener Stadt also, die sich vor 40 Jahren noch vehement gegen das Kunstwerk gewehrt hatte.
Ursprünglich war geplant, die «Fanfare» des Schweizer Bildhauers Robert Müller als Teil eines Kunst am Bau- Konzeptes vor dem Neubau des Gymnasiums Oberaargau aufzustellen. Das Vorhaben wurde dann aber wegen starkem Widerstand aus der Bevölkerung fallengelassen und führte zum so genannten «Langenthaler Kunststreit».
Der Schweizer Bildhauer Robert Müller (1920-2003) ging als «Eisen- Müller» in die Kunstgeschichte ein. Zusammen mit Bernhard Luginbühl und Jean Tinguely gilt er als einer der Erschaffer der modernen Eisenplastik.
Vielen, auch Mitgliedern des damaligen Lehrerkollegiums erschien das Kunstwerk damals als zu modern und zu wenig gegenständlich; man hatte Angst, die Plastik beinhalte etwas Zweideutiges, sie verderbe die Jugend. Anstelle der „Fanfare“ wurde dann die Bronzeplastik „Doris“, ein Frauenakt von Karl Geiser aus dem Jahre 1943 angekauft und aufgestellt.
Die „Fanfare“ wurde in den Siebzigerjahren dann doch noch realisiert. Statt nach Langenthal kam die Plastik nach Zürich, wo sie den Eingangsbereich des Kunsthauses prägen sollte. Wegen der geplanten Erweiterung des Kunsthauses und der Sanierung des Heimplatzes verlor die «Fanfare» aber 2010 ihren Standort und wurde von der Stadt Zürich der Stadt Langenthal geschenkt.
Die „Fanfare“ steht also heute an genau dem Ort, für den sie in den Sechzigerjahren vom Künstler konzipiert wurde. Die „Doris“ musste weichen und steht seit 2010 vor der Aula.