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Drei Tage lagen zwischen den ersten Weltcuprennen in Palmerston North/Wellington und Mittel Prolog/Jagstart bei Napier. Neben einem Trainingswettkampf auf halber Strecke nach Napier und dem Modelevent am Tag vor dem Rennen stand sehr wenig auf dem Programm. Somit war es fast unmöglich, nicht in Ferienstimmung zu kommen. Das Wetter lockte zum Baden und die Trainings liefen super.
Am Modelevent* zeigte sich ein super schnell belaufbares, offenes Gelände, bei extrem heissen Temperaturen. Ich machte mich auf ein hartes und schnelles Rennen gefasst, besonders weil noch heissere Temperaturen (38°C) zu erwarten waren.
Die Jagdstartquali verlangte schon alles von mir. Physisch extrem am Limit, konnte ich aber die Fehlerquote in Grenzen halten und war mit meinem Lauf und dem neunten Qualirang zufrieden. Etwas schade war der hohe Zeitverlust gegen vorne, da die ersten 12 der Resultatliste vom Morgen noch zusätzlich Bonussekunden erhielten.
Somit startete ich am Nachmittag mit knapp vier Minuten Rückstand ins Rennen (Jagdstart bedeutet, dass die Beste von der Qualifikation als Erste, mit dem Vorsprung von der Quali startet. Wer als erstes im Ziel ist hat gewonnen). Leider machte ich schon zum zweiten Posten einen grösseren Fehler und verlor so die Chance gegen vorne aufzulaufen. Dafür wurde ich von den drei hinter mir startenden Läuferinnen eingeholt. Im weiteren Rennverlauf übernahm ich oft den Lead der Verfolgergruppe. Zwischenzeitlich liefen wir in einem „Neunertram“ (wenn neun Läuferinnen hintereinander laufen), schliesslich spurtete ich physisch völlig kaputt auf den zehnten Platz. Jagdstartrennen sind nicht gerade meine Favoriten. Umso mehr bin ich zufrieden, dass ich ein weiteres Top Ten Ergebnis erreichen konnte.
Zwei Tage später nahmen Gabriel und ich an zwei Etappen des legendären Sprint the Bay teil. Die Wettkampfserie wird durch die zwei Brüder Morrissons organisiert und beinhaltet sechs Sprintwettkämpfe in drei Tagen.
Die erste Etappe fand in eng zusammenliegenden Gebäudekomplexen und hügeligem Parkgebiet statt. Ich lief ein sehr kontrolliertes und fokussiertes Rennen und konnte mit 40 Sekunden vor Lena Eliasson gewinnen.
Die zweite Etappe fand im „Water Park“ von Hastings statt. Eine super Bahn und viele Posten forderten mich bis ins Ziel. Trotz kleinen Unsicherheiten und einem Fehler konnte ich den zweiten Sieg des Tages erlaufen. Zweite wurde Venla Niemi mit 43 Sekunden Rückstand.
Mittlerweile sind wir in Takaka an der Nordwestküste der Südinsel angekommen. Bis am 10. Februar geniessen wir noch die schönsten Orte der Südinsel und reisen dann mit unserem Camper Van noch durch die Nordinsel. Das Wetter war die letzten drei Tage wunderschön und wir konnten grosse Wandertouren und Gestern sogar eine grosse Biketour unternehmen.
Bis bald!!
*Ein Modelevent ist dafür da, das Gelände genauer kennen zu lernen. Das heisst, wir dürfen uns auf einem Kartenausschnitt in der Nähe des Wettkampfgeländes aufhalten und dort ein Training absolvieren. Ziel ist es für mich jeweils, dass ich den Typ Gelände erkenne und verstehe. Ich will am nächsten Tag am Start wissen, wie gut ich quer rennen kann und was mir besonders gut zum Orientieren hilft.