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Das elektronische Tasteninstrument Ondes Martenot wurde 1928 vom französischen Musikpädagogen und Radioamateur Maurice Martenot erfunden und war in gewisser Hinsicht eines der frühesten elektronischen Instrumente und eine Cousine des Synthesizers.
Das Instrument wird mit der rechten Hand über ein Manual oder mittels eines Ringes gespielt, während gleichzeitig mit der linken Hand Dynamik und Klangfarbe gesteuert werden können. Die Seitwärtsbewegung des Rings entlang eines Drahtes mit der rechten Hand erzeugt die für die Ondes Martenot typischen Glissandi. Die Schwester von Maurice Martenot, Ginette Martenot, entwickelte beim Spiel der Ondes angeblich ein grosses Talent für die Imitation von Tieren.
Candid Lang: Maurice Martenot an seinen Ondes Martenot, Internationale Tagung für elektronische und konkrete Musik im Studio Basel, Mai 1955 (Com_M04-0135-0001-0001)
Candid Lang: Maurice Martenot und seine Schwester Ginette an den Ondes Martenot, Internationale Tagung für elektronische und konkrete Musik im Studio Basel, Mai 1955 (Com_M04-0135-0001-0012)
Die Ondes Martenot wurden weltweit von Komponisten eingesetzt, so zum Beispiel von Olivier Messiaen in seiner Oper Saint François d’Assise, von Arthur Honegger in Jeanne d’Arc au bûcher oder von Charles Uzor in Nri/mimicri. In letzterem werden die Ondes auch für die Imitation von Vogelstimmen verwendet. Aufgrund der Fähigkeit, zu imitieren und unheimliche Stimmungen zu erzeugen, fanden die Ondes auch in der Filmmusik weite Verbreitung. In der Rockmusik wurde das Instrument in jüngster Zeit etwa von der britischen Band Radiohead oder von Bryan Ferry verwendet.
Literatur:
Links:
Ondes Martenot auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ondes_Martenot
Auf Youtube gibt es unzählige Videos über die Ondes Martenot, zum Beispiel Cynthia Millar: Guide to the ondes Martenot