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Johann Heinrich Pestalozzi
Johann Heinrich Pestalozzi (Lithographie nach einer Zeichnung von G.A. Hippius, Pestalozzianum Zürich 1818)
Pestalozzi, geb. 1746 in Zürich, gest. 1827 in Brugg, ist einer der weltweit bekanntesten Schweizer. Sein literarischer Nachlass ist heute verfügbar in 31 Werk- und 14 Briefbänden. Diese Fülle von Schriften weist den Autor aus als tiefgründigen Philosophen, als engagierten Humanisten, als originellen Sozialreformer, als kundigen Politologen, als Volksschriftsteller und als menschenfreundlichen, aber illusionslosen Pädagogen.
Grundlage seiner Pädagogik ist seine Forderung, dass sich Erziehung und Bildung den Gesetzmässigkeiten der menschlichen Natur zu unterwerfen haben. Dies geschieht nur dann, wenn das Kind in seiner Ganzheit gefördert wird. Hauptaufgabe aller Erziehungs- und Bildungsinstitutionen ist die allseitige und harmonische Entwicklung der kindlichen Kräfte und Anlagen, die Entfaltung der Kräfte «des Kopfs», «des Herzens» und «der Hand».
Pestalozzi ist überzeugt, dass diese Forderung keinesfalls zeitbedingt, sondern für die Erziehung und Bildung insgesamt gültig ist, wo und wann auch immer.