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Len Lye
24.10.2018 - 01.2019
Len Lye (1901 - 1980), geboren in Christchurch (NZ), ist einer der wichtigsten Experimentalfilmer der 1930er bis 1950er Jahre. In seinen späteren schuf er Jahren ein faszinierendes, alle künstlerischen Disziplinen umfassendes Werk, das es in weiten Teilen noch zu entdecken gilt. Früh entwickelte er einen autodidaktischen und ausgesprochen individuellen Zugang zur Kunst. Mit seinem frühen Film "Tusalava" (1929) übersetzt er abstrakte Bildwelten in radikale Film-Experimente, während er in "A Color Box" (1935) erstmals seine bahnbrechende Technik des "direct film" präsentiert. Von 1944 bis zu seinem Tod 1980 lebt Len Lye in New York City. Ende der Fünfziger Jahre wendet er sich ganz der kinetischen Skulptur zu und entwirft eine Serie von Plastiken, die er bis zu seinem Tod immer wieder variiert, in Grösse, Material und Einsatz. Sie sind sowohl für einen Museumskontext als auch für Freizeitparks gedacht, kulturelle Schranken existierten für Lye nicht. Neben den Skulpturen und Filmen entstanden Gemälde, Photogramme, Zeichnungen, Fotografien, Tonaufnahmen, Vorträge und Texte. In der Ausstellung wird das Werk von Len Lye in seiner ganzen Breite gezeigt, mit einem besonderen Augenmerk auf den Beziehungen zwischen den verschiedenen Medien.