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Massnahmen, welche die Integration einer neu eingestellten Person in ihrem Arbeitsbereich vereinfachen und sie mit ihren Vorgesetzten und ihrem Team vertraut machen.
2.1
Das bestehende Team für potenzielle Formen der Geschlechterdiskriminierung von neu eingestellten Frauen und Männern sensibilisieren
Integration der folgenden Punkte in die Einführungscheckliste:
Das bestehende Personal kann Angst vor den Veränderungen haben, die der Eintritt einer Frau in ein «männliches» Umfeld oder eines Mannes in ein «weibliches» Umfeld mit sich bringt. Dies gilt auch angesichts der immer wichtiger werdenden, ausgewogenen Geschlechterverteilungen, insbesondere in bestimmten Berufen, aber auch in Arbeitsorganisationen im Allgemeinen. Es kann Misstrauen entstehen und der Versuch, ein «Territorium» zu verteidigen, aus Angst, Errungenschaften oder Einfluss zu verlieren. Deshalb kann ein diskriminierendes Verhalten gegenüber der neu eingestellten Person gezeigt werden: dies z. B. indem sie/er als Anfänger/in angesehen wird, undankbare Aufgaben zugeteilt werden oder signalisiert wird höher zu stehen als die/der neue Kollegin/Kollege (Äusserungen aus den Gesprächen vor Ort).
Ob man das «Aussehen für die Stelle» hat oder nicht, spielt ebenfalls eine Rolle bei der Akzeptanz von neu eingestellten Personen durch das Arbeitsteam. Beispielsweise können es jünger wirkende Frauen in einer Führungsposition schwieriger als Männer reiferen Alters haben, akzeptiert zu werden, insbesondere in einem männerdominierten Umfeld. Männer, deren Aussehen als ehrfurchtgebietend angesehen werden könnte, können es schwieriger haben, als Grundschullehrer akzeptiert zu werden, als eine Frau, die als «ansprechend» beurteilt wird.
Ich bin gekommen, ich war 24 und ich war eine Frau: doppeltes Handicap! Ich musste mich stärker beweisen. Man weiss, dass man besser als die Männer sein muss, man muss mehr unter Beweis stellen. Und ich musste mich sehr aufreiben. Am Anfang waren da welche, die mir die Aufgaben gaben, auf die sie keine Lust hatten - sie benahmen sich, als wenn ich eine Lernende oder eine Praktikantin gewesen wäre.
2.2
Sicherstellen, dass die neu eingestellte Person Informationen zum Thema Gleichstellung von Frauen und Männern erhält
2.3
Sicherstellen, dass die unmittelbar Verantwortlichen die Integration ihrer neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in das Unternehmen erleichtern
2.4
Entwicklung eines Buddysystems (Gotti-/Götti-System), um die Integration von neuem Personal ins Arbeitsumfeld zu erleichtern
Dieses System besteht darin, die neu eingestellten Personen mit bereits vorhandenen Mitarbeitenden in Verbindung zu bringen. Diese haben im Allgemeinen eine höhere Funktion in der Hierarchie des Unternehmens inne und wurden schon in Bezug auf die Gleichstellung von Frauen und Männern sensibilisiert.
Der/die Buddy (Gotti oder Götti) hat zum Ziel, die neu eingestellte Person über die internen Abläufe des Unternehmens, die bestehenden informellen Netzwerke und die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten zu informieren.
Ein derartiges System stützt sich auf den Einfluss von Buddies (Gotti/Götti) innerhalb des Unternehmens sowie auf deren Netzwerk. Es ist besonders empfehlenswert, um die Integration einer neuen Person in ein Unternehmen/ein Team zu fördern, das vorrangig aus Personen des anderen Geschlechts besteht.