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Wir stehen auf Energie!
Geothermische Energie ist im Untergrund gespeicherte Wärme. Die Wärme stammt aus dem Zerfall natürlicher Radioisotope im Gestein der Erdkruste und aus dem Wärmeaustausch mit dem tieferen Erdinnern. Der Begriff «Geothermie» setzt sich aus dem griechischen «geo» (Erde) und «thermos» (warm) zusammen. Über 99 % der Erde sind heisser als 1’000° C. Nur ein Tausendstel der Erdmasse – die obersten 3 km – ist kühler als 100° C.
Unterschiedliche Typen von Geothermie
Je nach Tiefe wird von untiefer, mitteltiefer und tiefer Geothermie gesprochen. In einer Tiefe von 10 – 20 Metern liegt die Erdtemperatur in Mitteleuropa bei ca. 12° C. Bis zu dieser Tiefe beeinflusst das Klima die Temperatur. In tieferen Schichten wirken geothermische Gesetzmässigkeiten, d.h. alle 33 Meter steigt die Temperatur im Schnitt um ca. 1° C an.
Die hydrothermale Geothermie nutzt das in Erdschichten bereits vorhandene warme Wasser. Bei der petrothermalen Geothermie hingegen wird kaltes Wasser in den tiefen Untergrund gepumpt. Um dort für das Wasser einen Durchlauf zu schaffen, wird das heisse, kompakte Gestein stimuliert. Das heisst: Es werden kleine Risse erzeugt. Das durch diese Risse fliessende Wasser erwärmt sich und kann genutzt werden.
Geothermie für alle
Weltweit nimmt die Nutzung geothermischer Energie rasant zu. Die mit Wasser oder Dampf nach oben transportierte Erdwärme lässt sich einsetzen:
- als sanitäres Warmwasser
- zum Heizen von Gebäuden und ganzen Quartieren (Fernwärmenetz),
- zum Kühlen von Gebäuden, wenn die Raumtemperatur höher ist als die Temperatur im untiefen Untergrund,
- als Prozesswärme für Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie
- zur Stromproduktion.
4 gute Gründe für Geothermie
1. Klimafreundlich
Geothermie produziert kaum klimaschädigendes CO2. Wärme und Strom aus Geothermie sind klimafreundlich.
2. Erneuerbar
Das theoretische Potenzial der Erdwärme ist nach menschlichem Ermessen unerschöpflich. Die Erde wird durch die punktuelle Nutzung nicht kalt.
3. Kontinuierlich
Strom und Wärme aus Geothermie wird rund um die Uhr wetterunabhängig produziert (Grundlast). Da steuerbar, kann geothermischer Strom dennoch Schwankungen ausgleichen und das Netz stabilisieren.
4. Unabhängig
Geothermiekraftwerke benötigen keine Energierohstoffe aus dem Ausland. Sie tragen zu einer unabhängigen Energieversorgung der Schweiz bei.
Daher: Die Zukunft heisst Geothermie. Um diese Zukunft zu gestalten und rasch Realität werden zu lassen, braucht es bessere Rahmenbedingungen – finanziell und politisch.