Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03161.jsonl.gz/705

Schwere Schäden durch Super-Taifun «Rai»
Letzten Donnerstag traf der Taifun «Rai» im Zentrum der Philippinen auf Land und verursachte erhebliche materielle Schäden. Eines unserer Teams ist vor Ort, um die dringendsten Bedürfnisse zu ermitteln.
Zerstörung auf der Insel Bohol nach dem Durchzug des Taifuns «Rai». | © A. Dumduma / HI
Weniger als 48 Stunden nachdem der Taifun «Rai» auf die Zentralphilippinen traf, konnte eines unserer Teams auf die Insel Bohol reisen, eine der am stärksten von den Stürmen und Überschwemmungen betroffenen Inseln. Die Aufgabe des Teams besteht darin, das Ausmass der Schäden zu erfassen und die dringendsten Bedürfnisse zu ermitteln.
Nach Angaben der Behörden sollen 375 Menschen infolge des Taifuns ums Leben gekommen sein. Das ist jedoch erst eine vorläufige Bilanz, da aufgrund der Zerstörungen und des schwierigen Zugangs (u. a. aufgrund der zerstörten Strassen) noch keine vollständigen Informationen über die Lage vorliegen. Die letzten Informationen, die wir erhalten haben, gehen von insgesamt 780'800 betroffenen Menschen aus. 279'623 Menschen haben in über 2000 Evakuierungszentren in den Regionen V, VI, VII, VIII, X, MIMAROPA und Caraga Zuflucht gefunden, und fast 30'000 weitere sind bei Verwandten untergekommen.
«Bei unserer Ankunft in Bohol mussten wir feststellen, dass 90 bis 95 Prozent der Häuser überschwemmt worden waren», erklärt Alvin, unser Projektverantwortlicher auf den Philippinen. «Und die Häuser aus leichten Materialien wie Holz oder Blech sind völlig zerstört oder weggespült worden. Die Menschen sind dringend auf sauberes Wasser, Nahrung, Kleidung und Medikamente angewiesen», sagt Alvin weiter.
Durch die heftigen Stürme, die die Zentralphilippinen heimgesucht haben, haben viele Familien alles verloren.
Der wichtigste Wirtschaftszweig dieser Region, der Tourismus, war bereits vorher durch die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Covid 19-Pandemie stark geschwächt. Die Folgen des Taifuns werden die Situation wahrscheinlich noch weiter verschärfen. Unsere Teams werden ihre Bedürfnisabklärung diesen Montag fortsetzen und dann entscheiden, welche Hilfe für besonders schutzbedürftige Menschen bereitgestellt werden soll.