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Mbelime
Mbelime
57 000
SIL Togo-Benin
Animismus und Christentum
In einer entlegenen Gegend im Norden von Benin leben die Bebelibe, hauptsächlich von der Landwirtschaft und Kleintierhaltung. Mais hat während den letzten Jahrzehnten die Hirse als Hauptnahrungsmittel verdrängt. Viele Bebelibe bauen auch Baumwolle an, um etwas Geld verdienen zu können. Zahlreiche Bebelibe wohnen in Benins Städten, sowie in Ghana, Togo und Nigeria.
Sie glauben an einen Schöpfergott und möchten ihn mit ihren Handlungen und Entscheidungen ehren. 10-20% der Bebelibe nehmen mehr oder weniger regelmässig an Gottesdiensten teil. In Cobly, dem Bezirkshauptort, gibt es viele grössere und kleinere Kirchen und zahlreiche Menschen finden zum christlichen Glauben. Doch die biblischen Texte verstehen und überhaupt Zugang zu ihnen zu haben, das ist etwas ganz anderes.
Ein Übersetzungsprojekt begann 2012 als eine lokale Initiative aller Kirchen. Leider konnte das Interesse nicht beibehalten werden und ausserdem begannen sich verschiedene Probleme abzuzeichnen. Als dann 2016 die wichtigste Finanzquelle versiegte, wurde das Übersetzungsprojekt vorläufig suspendiert, bis die Finanzierung wieder gewährleistet ist.
Grundlegende Spracharbeit wird allerdings weiterhin betrieben und zwar in Vorbereitung einer möglichen Wiederaufnahme des Übersetzungsprojektes. In den kommenden Jahren ist eine Reform der komplizierten Rechtschreibung geplant und das Wörterbuch Mbelime-Französisch macht gute Fortschritte. Die Alphabetisierung stösst immer noch auf Interesse und hilft Menschen, das mittlerweile publizierte Lukasevangelium zu lesen.
Nachdem das 1. Buch Mose und das Lukasevangelium übersetzt und für den Film über das 1. Buch Mose und den Jesus-Film aufgenommen worden sind, geht die Arbeit weiter.