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Rittergasse 18 Basel,
2. Hälfte 17. Jh.
Eichenholz
H. 96, B. 72, T. 53 cm
Inv. 1886.134.
"Guggehyrli" wurden in Basel aus Eichenholz geschnitzte Fenstererker genannt, die im 17. und 18. Jahrhundert an zahlreichen Hausfassaden angebracht waren und das Strassenbild bereicherten. Reiseberichte des 18. Jahrhunderts bestätigen die Vielzahl der "Guggehyrli" in Basel, doch sind lediglich drei Exemplare im Besitz des Historischen Museums erhalten geblieben. Diese hölzernen, mit Blumen- und Blattwerk verzierten Fensterausbauten sind an ihren drei Aussenseiten mit je einem Guckloch versehen. Die Form entsprach der Gepflogenheit, vornehmlich der Baslerinnen, im Verborgenen und zugleich vor Wind und Regen geschützt das Treiben auf der Strasse zu beobachten. Das "Guggehyrli" der Liegenschaft Rittergasse 18 stellt einen älteren Typus dar; im Gegensatz zu den späteren Beispielen sind seine Gucklöcher unverglast und die Wandflächen gitterartig durchbrochen. Eine kleine Öffnung im Bodenbrett ermöglichte den Blick senkrecht nach unten, diente wohl aber hauptsächlich auch dazu, dem Bettler ein Almosen hinab-zuwerfen.