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Immer mehr Menschen leben in den Ballungsräumen. Damit steigt der Druck durch Erholungssuchende auf die stadtnahen Wälder, und unter einzelnen Besuchergruppen bahnen sich Konflikte an. So auch im Üetlibergwald bei Zürich, wo sich bis 2005 Wandernde und Mountainbiker zunehmend in die Quere kamen.
Als konfliktlösende Massnahme baute die Stadt Zürich 2005 einen Bike-Trail, um die Biker auf eine separate Strecke zu lenken. Die WSL führte vor und nach dem Bau Umfragen am Üetliberg durch. Die Resultate zeigen, dass der Trail die Konflikte zwischen Wandernden und Bikern entschärfte. Dies bestätigt auch die dritte, 2017 von der WSL durchgeführte Umfrage: Die Zufriedenheit mit dem Waldbesuch war noch grösser als elf Jahre zuvor. Insbesondere Störungen durch Biker wurden seltener genannt, obwohl deren Anzahl zugenommen hatte. Auch die getroffenen Massnahmen wurden weiterhin positiv beurteilt. Nur das Verbot des Velo-Transports auf der Üetlibergbahn schnitt signifikant schlechter ab als 2006. Die Biker gaben ferner an, dass zeitweise zu viele von ihnen den Trail nutzen, fortgeschrittene Biker wünschen sich anspruchsvollere Trails. Zudem konnten die Downhill-Biker nicht befragt werden, weil sie am Üetliberg wegen des Transportverbots nicht mehr unterwegs sind. Die gesamthaft hohe Zufriedenheit der Besucherinnen und Besucher mit der Situation am Üetliberg könnte also auch damit zusammenhängen, dass die Meinung der Downhill-Biker fehlt. Dennoch: Die Evaluation der WSL zeigt, dass die ergriffenen Massnahmen erfolgreich sind. (Reinhard Lässig, Diagonal 1/18)