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In einem Grossteil der Städte leben Tausende Kinder auf der Strasse oder in Elendsvierteln und ländlichen Gebieten. Ein verheerender Mangel an Infrastruktur wie Strassen, Krankenhäuser oder auch Schulen verschlechtert ihre Lebensbedingungen weiter.
Trotz eines rasanten Wirtschaftswachstums verzeichnet das 1,2 Milliarden Einwohner starke Indien die weltweit grösste Zahl armer Bürger. Mangelernährung und Zwangsarbeit sind direkte Konsequenzen des Elends, das in dem Land herrscht.
|60% der Menschen in Indien leben mit weniger als 2 US-Dollar pro Tag||43% der Kinder unter 5 Jahren sind Opfer von Mangelernährung||18,3 Millionen moderne Sklaven|
Islamic Relief war 1994 zum ersten Mal in Indien im Einsatz, zunächst im Rahmen von Nothilfe- und später von Entwicklungsprojekten. 2008 öffnete Islamic Relief dann ein permanentes Büro in Indien. Dies ermöglicht uns die Unterstützung von nachhaltigen Entwicklungsprojekten, darunter Berufsausbildungsprogramme für Frauen, das Patenschaftsprogramm für Waisenkinder, Präventionsprogramme gegen die Ausbreitung von Krankheiten in ländlichen Gebieten sowie die Unterstützung von acht Bildungszentren für Kinder eines Vorortes von Mumbai.
Nach dem Wirbelsturm Phailin im Jahr 2013 konnten dank Islamic Relief mehr als 18 000 Menschen Lebensmittelhilfe erhalten. Das Land profitiert zudem von den saisonalen Programmen zu Ramadan und Kurban. Im Jahr 2010 wurde das Projekt zur Schaffung von Bildungsmöglichkeiten für Mädchen durch den UNESCO WENHUI- Preis geehrt.
Durch die Hilfe bei der Errichtung eines Ausbildungszentrums für Witwen sowie das Kleinkreditprogramm hat Islamic Relief Schweiz zur wirtschaftlichen Stabilität beigetragen. Die Organisation konnte weiterhin ein Projekt zur Schaffung von flutresistenter Infrastruktur unterstützen, die Zugang zu Trinkwasser ermöglicht.