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Trotz ihrer Niederlage im Final von Montreal am Montag gehört die Schweizerin wieder zu den zehn besten Tennisspielerinnen der Welt. Das letzte Mal war Hingis im Jahr 2002 in den Top Ten.
Hingis hat im WTA-Klassement drei Plätze gewonnen. Damit hat Hingis das grösste sportliche Comeback des Jahres geschafft.
Nach lediglich 15 Turnieren hat Martina Hingis die Rückkehr in die Weltelite des Tennis geschafft. Sie rückte von der 349. Position auf den 9. Platz vor.
Im offiziellen Klassement der WTA, welches immer noch von der Französin Amélie Mauresmo und den Belgierinnen Kim Clijsters und Justine Henin-Hardenne dominiert wird, positioniert sich Hingis nun einen Rang hinter ihrer Schweizer Kollegin Patty Schnyder.
Der Sportjournalist des Zürcher Tages Anzeigers, René Stauffer, zeigt sich über das Comebach nicht erstaunt. "Sie befindet sich in Topform und bleibt trotz ihrer kleinen Statur eine ausgezeichnete Spielerin. Sie spielt heute besser, als vor ihrem Rücktritt."
Die Ex-Nummer 1 musste im Oktober 2002 wegen einer Knöchel-Operation zurücktreten, nachdem sie 40 Turniere gewonnen hatte.
"Wenn sie will, kann sie wieder die Nummer eins werden", urteilt Stauffer. "Was jetzt aber zählt, sind die Grand Slam Titel, denn sie zählen in ihren Augen mehr, als ein Platz an der Spitze des WTA-Klassements."
Kurs auf das US-Open
Hingis visiert nun für das New Yorker Turnier in Flushing Meadows, das in einer Woche stattfindet, ihren sechsten Grand Slam Titel an. Den ersten seit dem Australien Open im Jahr 1999.
Nach ihrer Niederlage in Montreal gegen die Serbin Ana Ivanovic (2:6, 3:6 in 59 Minuten), gilt Hingis jedoch nicht als Favoritin für das US-Open. Dies, obschon Kim Clijsters wegen einer Handverletzung nicht antreten kann und Justine Henin-Hardenne sowie Amélie Mauresmo schlecht vorbereitet antreten müssen.
Hingis, die Gewinnerin von Flushing Meadows im Jahr 1997, hatte im vergangenen November ihre Rückkehr angekündet. Im Februar 2005 hatte sie in Pattaya gegen die Deutsche Marlene Weingartner verloren und damit ein erstes Comeback verpasst.
Im Mai 2006 konnte Hingis das Turnier von Rom für sich entscheiden und kehrte damit in die Top 15 zurück.
swissinfo
In Kürze
Die 1980 geborene Martina Hingis feierte in ihrer bisherigen Karriere 40 Turniersiege, darunter 5 Grand Slams.
Dazu kommen 36 Siege im Doppel.
Im März 1997 wurde sie mit erst 16 Jahren die Nummer 1 im Frauentennis.
Sie blieb 5 Jahre lang die Nummer 1.
Verletzungen am Fuss zwangen Martina Hingis 2002 zum Rücktritt.
Im Januar 2006 gab sie ihr Comeback an einem Vorbereitungsturnier in Australien.
Im Mai 2006 gewann sie in Rom das erste Turnier ihrer "zweiten Karriere".