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Viele Bürger sind der Auffassung, dass die demokratischen Systeme in mehreren großen europäischen Ländern seit einigen Jahrzehnten nicht mehr in der Lage sind, ihre Ziele zu verwirklichen. Das dürfte weitgehend darin liegen, daß die Funktionsweise der demokratischen Systeme nicht pari passu dem tiefgreifenden Wandel von Wirtschaft, Technik, Gesellschaft und Demographie angepasst wurde. Auch das Erziehungs- und Informationssystem entspricht nicht mehr den veränderten Bedürfnissen der heutigen Gesellschaft. Viele Bürger beklagen, dass sie wesentliche Zusammenhänge des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens nicht mehr verstehen können und fühlen sich außerstande darüber zu urteilen oder zu entscheiden. Auch das Vertrauen der Bürger in die Klasse der Politiker ist erschüttert.
Viele sind der Auffassung, dass diese Fehlentwicklungen bedrohliche Ausmaße erreicht haben. Wenn nicht bald tiefe Reformen unser Verhalten sowie unsere Institutionen und Prozeduren verbessern, könnten die Funktionsmaengel noch stärker zutage treten und zu noch viel unheilvolleren Umwälzungen führen, die schließlich unsere freiheitliche demokratische Grundordnung gefährden (siehe Weimarer Republik).
Trotz dieser Mängel und Gefahren können die heutigen Demokratien in den Augen vieler Bürger das Bündel westlicher Wertvorstellungen, wie allgemeines Wohlergehen, Toleranz, persönliche und religiöse Freiheit immer noch besser verwirklichen als andere Staatsformen. Das wird jedoch in anderen Teilen der Welt nicht so gesehen. Die westlichen demokratischen Systeme könnten im internationalen Wettbewerb der politischen und religiösen Systeme erst dann wieder attraktiver werden, wenn sie an Effizienz gewinnen.
Allerdings ist bisher weitgehend ungeklärt, welches die wesentlichen Bedingungen einer effizienten Demokratie sind. Wenn die folgenden Ausführungen eine Klärung dieser Bedingungen anstoßen, haben sie ihren Zweck erreicht.