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Seit dem Beginn der Industrialisierung nahm die Belastung des Rheins durch Schadstoffe immer stärker zu. Deshalb wurde im Jahr 1950 die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) gegen Verunreinigungen gegründet. Aufgrund des langsam erwachenden Umweltbewusstseins fällte der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft im Jahr 1968 einen Grundsatzentscheid zum Bau einer Anlage für die Reinigung von kommunalen und industriellen Abwässern.
Der Standortentscheid fiel 1972 auf das «Steinhölzli»-Gebiet in Pratteln. Es entwickelte sich eine mustergültige Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Basel-Landschaft und der chemischen Industrie bei der gemeinschaftlich betriebenen Abwasserreinigung. Drei Jahre später konnte die ARA Rhein ihren Betrieb aufnehmen. Nach fünf Betriebsjahren wurde die Anlage zusätzlich mit Bauwerksabdeckungen und einer Abluftreinigungsanlage versehen. 1990 wurde die gesamte Anlage erneuert, damit sie den gesteigerten Anforderungen gerecht werden konnte. Dabei wurde auch das gesamte Abluftkonzept überarbeitet: seither wird die hochbelastete Abluft in der Schlammverbrennungsanlage verbrannt und die restliche Abluft im Biofilter gereinigt.
Im Jahr 2001 wurde die ARA Rhein schliesslich zur eigenständigen Aktiengesellschaft, nachdem sie von der Novartis ausgegliedert worden war.