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Beschreibung
Vorkommen und Beschreibung
Den Balsamum peruvianum liefert der bis zu 16 m hohe, 2-3 m dicke Baum Myroxylon balsamum, der aufstrebende Äste und bis 17 cm lange, lockere Blütentrauben trägt. Er ist im nördlichen Südamerika und in Zentralamerika bis Mexiko heimisch. Die verschiedenen peruanischen Balsamarten wurden bei der Entdeckung Amerikas von den Spaniern bei den Indianern als Wundmittel im Gebrauche vorgefunden. Heute wird der Balsam meist auf die folgende Weise gewonnen: Die Rinde wird nach Beklopfen am unteren Ende des Stammes abgelöst. Der in kleinen Mengen austretende Balsam wird nach 5 Tagen mit Lappen aufgesaugt. Dann schwelt man die Wundstelle 5 Minuten lang mit Fackeln. Der nun reichlicher austretende Balsam wird ebenfalls durch angeheftete Lappen, die bis dreimal gewechselt werden, aufgesaugt. Durch Ausklopfen und Auspressen dieser Lappen erhält man die Handelsware.
Anwendung der Pflanze
Balsamum peruvianum wird verwendet im Bereich der Wundheilung: äußerlich bei infizierten und schlecht heilenden Wunden, Verbrennungen, Dekubitus, Frostbeulen, Ulcus cruris, Prothesendruckstellen und Hämorrhoiden. Die Präparate dürfen jedoch aufgrund des Allergierisikos maximal 10% Balsamum peruvianum enthalten. Homöopathisch wird Balsamum peruvianum eingesetzt bei chronischen Schleimhautentzündungen der Atemwege und der Harnorgane.
Quelle(n)