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Gebetswoche für die Einheit der Christen: 18. – 25. Januar
Mindestens einmal im Jahr werden Christinnen und Christen erinnert an das Gebet Jesu für seine Jünger «dass sie alle eins seien […], damit die Welt glaube» (vgl. Joh 17,21).
2024: Burkina Faso
«Du musst den Herrn, deinen Gott, lieben und deinen Nächsten wie dich selbst» (Lk 10,27)
Burkina Faso liegt in der Sahelzone, südlich der Sahara. Das Mossi-Reich beherrschte das Land bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, als es französisches Protektorat und später Kolonie wurde, die Obervolta genannt wurde. Das Land erlangte 1960 seine Unabhängigkeit und erhielt seinen afrikanischen Namen während der Zeit der Militärputsche in den 1980er Jahren. Über 90 Prozent der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig, vor allem in der Subsistenzlandwirtschaft und in der nomadischen Viehzucht. Eine der grössten Bedrohungen für die Wirtschaft ist die immer wiederkehrende Dürre. Viele innovative lokale Gruppen arbeiten mit der Landbevölkerung zusammen, um die Lebensbedingungen zu verbessern. Baumwolle ist das wichtigste Exportprodukt. Der Islam wurde im 18. Jahrhundert in der Region eingeführt, das Christentum kam mit der Kolonisierung. Heute ist mehr als die Hälfte aller Christinnen und Christen römisch-katholisch.
Das Land befindet sich derzeit in einer schweren Sicherheitskrise, von der alle Glaubensgemeinschaften betroffen sind. Christliche Kirchen sind ausdrücklich Ziel bewaffneter Angriffe. Die spezifische Situation in Burkina Faso spiegelt die Notwendigkeit wider, bei der Suche nach Frieden und Versöhnung die Liebe in den Mittelpunkt zu stellen.
Diese Vision der Nächstenliebe, die Jesus uns vor Augen stellt, gerät in der heutigen Welt immer mehr unter Druck. Dennoch wächst eine gewisse Solidarität zwischen den christlichen, muslimischen und traditionellen Religionen. Ihre Leiter bemühen sich, dauerhafte Lösungen für Frieden, sozialen Zusammenhalt und Versöhnung zu finden.
Seit 1966 wird die Gebetswoche für die Einheit der Christen, deren Ursprünge bereits auf das Jahr 1910 zurückgehen, vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen und von der Kommission Glaube und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen vorbereitet. Jedes Jahr werden die Texte von einer anderen Region der Welt verfasst, 2024 von einem ökumenischen Team aus Burkina Faso mit der Unterstützung der örtlichen Gemeinschaft Chemin Neuf.
Dokumente Gebetswoche | 2024
Kollektenvorschläge | 2024
- Projekt 1: Jordanien | Förderung von bildungs- und psychosozialen Kompetenzen von vulnerablen syrischen und jordanischen Kindern und ihren Müttern
- Projekt 2: Burkina Faso | Christen und Muslime gemeinsam gegen den Hunger
- Projekt 3: Belarus | Christliches Engagement für Demokratie und Menschenrechte
- Überweisung der Kollekten
- Ergebnisse Kollekten 2023
Institutionen
Allianzgebetswoche
Vom 14. bis 21. Januar 2024 findet die Allianzgebetswoche zum Thema «Gott lädt ein – Vision for Mission». Die Schweizerische Evangelische Allianz und die AGCK Schweiz schlagen Ihnen ein Gebet vor, um unsere Sehnsucht nach Einheit während der zwei Gebetswochen zu bezeugen.