Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03301.jsonl.gz/904

M.Sc. in Economics der Universität Lausanne, Praktikant bei iconomix.
Die Pole schmelzen. Die Temperaturen steigen weltweit. Die Signale der Natur scheinen eindeutig zu sein. Trotzdem tun sich die Politiker, die sich jährlich an den Klimagipfeln treffen, schwer, eine globale Lösung gegen die Klimaerwärmung zu finden.
Angesichts dieser Aussichten haben zivilgesellschaftliche Gruppen und Regierungen begonnen, Massnahmen zu ergreifen, die ihre Verwundbarkeit gegenüber dem Klimawandel verringern sollen. Der IMF Blog stellt drei Erfolgsgeschichten vor:
- Soziale Sicherheitsnetze gegen Ernährungsunsicherheit in Äthiopien
Im Jahr 2006 rief die äthiopische Regierung das Programm «Productive Safety Net» ins Leben. Das Programm stellt finanzielle Hilfe und Lebensmittel für diejenigen Familien zur Verfügung, die durch Dürreperioden bzw. Überschwemmungen existenzbedrohende Ernteeinbussen erleiden. Wer von diesem Sicherheitsnetz profitieren will, muss im Gegenzug an lokalen Aktivitäten teilnehmen, die sich für eine widerstandsfähigere Gesellschaft einsetzen. Zu solchen Aktivitäten gehören Arbeiten zur Wiederherstellung von Land- und Wasserressourcen infolge von Naturkatastrophen sowie die Verbesserung der lokalen Infrastruktur.
Dank dem Programm verbesserte sich die Wasserversorgung und es entstanden durchschnittlich 25 Prozent weniger Nahrungsmitteleinbussen nach Dürreperioden.
- Klimasmarte Infrastruktur in Malaysia
In Kuala Lumpur wurde 2007 ein dreistöckiger Strassentunnel fertiggestellt, der einerseits den Verkehr abwickelt und andererseits das Regenwasser bei heftigem Niederschlag auffängt und umleitet. Vom sogenannten SMART-Tunnel versprechen sich die Ingenieure deutliche Einsparungen für Hochwasserschäden und eine Senkung der Kosten für Verkehrsstaus. Das folgende englischsprachige Video veranschaulicht die Funktionsweise des multifunktionalen SMART-Tunnels.
- Zentrale Kühlsysteme in Indien
In Gujarat, Indien, entsteht derzeit eine Stadt, die sich zu einem gewichtigen Finanzzentrum Indiens entwickeln soll: die sogenannte GIFT-Stadt. Um den Energieverbrauch der Stadt einzuschränken, errichtete die Regierung von Gujarat ein Fernkälte-Netzwerk, das zentral gekühltes Wasser über unterirdische Leitungen an die Verbraucher weitergibt und mit dem sich Arbeitsplätze kühlen lassen. Dadurch kann auch bei hohen Aussentemperaturen innerhalb der Gebäude gearbeitet werden. Die zentralisierten Kühlsysteme sind kostengünstiger und klimaverträglicher als die herkömmlichen Luftkühlgeräte. Mehr dazu im englischsprachigen Video.
Der IMF Blog gewährt Einblicke und Analysen zu Themen im Bereich Wirtschaft und Finanzen.
Zum Thema
- IMF Blog. Adapting to Climate Change—Three Success Stories (20.03.2018)