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Wie gut schützt die Grippeimpfung?
Jedes Jahr im Februar/März empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach Beobachtung der global kursierenden Influenza-Virusstämme, wie der Grippeimpfstoff auf der Nordhalbkugel für die kommende Saison zusammengesetzt werden sollte. Wie gut die Schutzwirkung ist, hängt davon ab, welche Virusstämme im folgenden Winter kursieren. Das lässt sich nur bedingt vorhersagen. In vier von fünf Jahren ist die Übereinstimmung der Impfung mit den tatsächlich zirkulierenden Grippeviren gemäss dem BAG gut.
Die Grippeimpfung schützt nicht alle Geimpften vollständig vor einer Erkrankung. Bei gesunden Erwachsenen senkt eine Grippeimpfung in den meisten Wintern das Risiko, an Influenza zu erkranken, um 70‒90 %. Tritt dennoch eine Grippe auf, so verläuft diese oft milder, kürzer und seltener mit Komplikationen.
Welche Nebenwirkungen hat die Grippeimpfung?
Heutzutage lassen sich jedes Jahr mehr als 300 Millionen Menschen gegen die saisonale Grippe impfen. Wie jedes wirksame Medikament, kann auch die Grippeimpfung bestimmte Nebenwirkungen haben. Diese Nebenwirkungen sind sehr gut bekannt und sie werden kontinuierlich von unabhängigen Stellen überwacht. Die Nebenwirkungen der Grippeimpfung sind in der Regel viel harmloser als die Komplikationen einer Grippeerkrankung. Bei ca. 5 % der Geimpften treten Impfreaktionen (Reaktion des Immunsystems) mit Symptomen auf, die den Grippesymptomen ähnlich sind. Sie sind in der Regel harmlos und klingen rasch wieder ab.
Ist es möglich von der Impfung die Grippe zu bekommen?
Alle in der Schweiz zugelassenen und erhältlichen Grippeimpfstoffe sind inaktiviert und enthalten deshalb keine krankmachenden Erreger. Es ist daher unmöglich, dass die Grippeimpfung eine Grippe auslöst.
Es kommt vor, dass jemand nach der Impfung zufällig eine Erkältung bekommt. Dafür sind ca. 200 verschiedene „Erkältungsviren“ verantwortlich. Gegen Erkältungen gibt es keine Impfung. Die Grippeimpfung schützt nur vor der Grippe (Influenza) und hat keinen Effekt auf das Auftreten von Erkältungen.
Welche Bestandteile sind im Grippeimpfstoff enthalten?
Die Grippeimpfstoffe enthalten jeweils inaktivierte Bestandteile von drei oder vier Stämmen von Influenzaviren. Die Grippeimpfstoffe sind seit vielen Jahren frei von Quecksilber- und Aluminiumverbindungen. Die in der Schweiz zugelassenen Grippeimpfstoffe enthalten keine wirkungsverstärkenden Zusatzstoffe (Adjuvantien) - mit Ausnahme von speziellen Impfstoffen für Personen ab 65 Jahren - welche das Immunsystem zu einer vermehrten Produktion schützender Antikörper stimulieren.
Wie kann die Übertragung von Grippeviren auf Mitmenschen vermindert werden?
Auch Hygienemassnahmen tragen, zusätzlich zur Impfung, zur Verhinderung von Erkrankungen und Übertragungen bei. Daher ist es sinnvoll, Verhaltensweisen zu praktizieren, die das Infektionsrisiko nachweislich senken. Dazu zählen unter anderem die Hände zu waschen und zu desinfizieren, Abstand zu Erkrankten zu halten sowie in die Ellenbeuge zu niesen oder zu husten. Weiter kann das eigene Immunsystem durch eine gesunde Ernährung und genügend Bewegung fit gehalten werden.
Wie ein effizientes Team bleiben – auch in der Grippesaison?
Wie alle Personen mit einer verantwortungsvollen Tätigkeit neigen auch Gesundheitsfachpersonen dazu, trotz Krankheit weiterzuarbeiten, um ihr Team nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Dabei gehen sie das Risiko ein, ihre Kolleginnen und Kollegen sowie ihre Patientinnen und Patienten anzustecken und so die Arbeitsbelastung noch zusätzlich zu erhöhen. Daher sollte versucht werden, wenigstens die durch eine Impfung verhütbaren Krankheiten zu vermeiden.
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