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Die Leichtathletik-Wettkämpfe vom Donnerstag
Das passierte am siebenten Tag der Olympischen Spiele in Tokio in der Leichtathletik
National:
4x400 m, Frauen, Vorlauf: Die Schweizer 4x400-m-Staffel lieferte an den Olympischen Spielen in Tokio eine Topleistung ab. In 3:25,90 Minuten brachen Lea Sprunger, Silke Lemmens, Rachel Pellaud und Yasmin Giger den 28 Jahre alten Schweizer Rekord (3:28,52) um fast drei Sekunden. In einem starken Vorlauf reichte diese Leistung für das Schweizer Quartett zu einem 6. Rang, für einen Startplatz im Final dagegen als Gesamt-12. erwartungsgemäss nicht.
4x100 m, Frauen, Vorlauf: Die Schweizer 4x100-m-Staffel der Frauen überzeugte im Vorlauf mit der Schweizer Rekordzeit von 42,05 Sekunden - trotz auf Sicherheit bedachter Wechsel. Riccarda Dietsche, Ajla Del Ponte, Mujinga Kambundji und Salomé Kora verbesserten den Schweizer Rekord von 2019, aufgestellt an den Weltmeisterschaften in Doha, um 13 Hundertstel. Das Quartett erzielte die viertbeste Zeit, unmittelbar vor der Ersatz-Equipe von Jamaika (42,15). Ausser Reichweite lag Grossbritannien (41,55). Die USA in 41,90 Sekunden und eher überraschend Deutschland (42,00) waren ebenfalls vor der Schweiz klassiert.
Hochsprung Frauen, Qualifikation: Die 23-jährige Salome Lang scheiterte auf der Höhe von 1,90 m, nachdem sie 1,82 m und 1,86 m jeweils im ersten Versuch gemeistert hatte. Die Schweizer Rekordhalterin (1,97) konnte den harten Belag nicht optimal umsetzen. «Ich sprang zu weit nach hinten», sagte sie. Das Finalticket ging für 1,95 m über den Tisch.
International:
Zehnkampf: Damian Warner bescherte Kanada Olympia-Gold im Zehnkampf. Der 31-Jährige beliess es jedoch nicht nur bei Edelmetall, mit 9018 Punkten durchbrach er erstmals in seiner Karriere die magische 9000er Marke. Damit sorgte er gar für einen olympischen Rekord. Silber im Zehnkampf sicherte sich mit gebührendem Abstand von fast 300 Punkten der Franzose Kevin Mayer (8726), Bronze ging an Ashley Moloney (8649) aus Australien. Weltmeister Niklas Kaul aus Deutschland musste seinen Wettkampf wegen einer Fussverletzung, die er sich im Hochsprung zugezogen hatte, inmitten des 400-m-Laufs beenden und wurde im Rollstuhl abtransportiert.
Siebenkampf: Trotz des Ausfalls der britischen Weltmeisterin von Doha 2019, Katarina Jonson-Thompson, wurde der Siebenkampf der Frauen zur europäischen Angelegenheit. Die ersten vier Plätze bei den Frauen gingen ausschliesslich an Athletinnen aus Belgien, respektive den Niederlanden. Nach 2016 in Rio sicherte sich die Belgierin Nafissatou «Nafi» Thiam mit 6791 Punkten ihr zweites Olympia-Gold. Sie verwies das niederländische Duo Anouk Vetter, die mit 6689 einen Landesrekord aufstellte, und Emma Oosterwegel (6590) auf die Silber- und Bronze-Plätze.
400 m, Männer: Der Weltmeister über 400 m gewinnt auch in Tokio. Steven Gardiner von den Bahamas sicherte sich mit Saisonbestleistung von 43,85 Sekunden über die volle Bahnrunde Olympia-Gold vor dem Kolumbianer Anthony Zambrano (44,08) und Kirani James (44,19) aus Grenada, der mit Bronze seinen persönlichen Olympia-Medaillensatz komplettierte. Der 28-Jährige hatte 2016 in London Gold gewonnen und vier Jahre später in Rio Silber. Eine Enttäuschung setzte es für das US-Team ab, das durch Michael Cherry und Michael Norman knapp am Podest vorbeilief. Mit James und Zambrano standen zwei Athleten aus der Halbfinal-Serie mit dem Schweizer Ricky Petrucciani (25./im Halbfinal ausgeschieden) auf dem Podest.
Stab, Frauen: Ekaterini Stefanidi blieb erstmals seit ihrem Olympiasieg vor fünf Jahren in Rio an einem Grossanlass ohne Podestplatz. Die 31-jährige Griechin beendete den Wettkampf mit übersprungenen 4,80 m im undankbaren 4. Rang. Gold ging an die bereits 30-jährige Amerikanerin Katie Nageotte (4,90 m), die auf diese Saison hin den Anschluss an die Stabhochsprung-Spitze bewerkstelligt hat und an den US-Trials - unter anderen gegen die WM-Zweite Sandi Morris - wie auch an ihren beiden Diamond-League-Teilnahmen ungeschlagen geblieben war. Silber in Tokio sicherte sich Weltmeisterin Anschelika Sidorowa vor der Britin Holly Bradshaw. Nebst Morris, die sich in der Qualifikation bei einem Stabbruch an der Hüfte verletzt hatte, verpasste auch die Schweizerin Angelica Moser den Final der Top 15.
110 m Hürden: Der Jamaikaner Hansle Parchment gewann überraschend Olympia-Gold. Der 31-Jährige fing auf den letzten Metern in 13,04 Sekunden Weltmeister Grant Holloway aus den USA ab (13,09). Parchments Landsmann Ronald Levy holte in 13,10 Sekunden Bronze. Vor fünf Jahren in Rio de Janeiro hatte der Jamaikaner Omar McLeod Gold gewonnen. Parchment wiederum war 2012 in London zu Bronze gesprintet. Bloss sechs Finalisten unterboten den Schweizer Rekord von Jason Joseph (13,29), der im Vorlauf mit 13,31 überzeugt hatte, dann aber im Halbfinal unter Wert geschlagen wurde.
Kugel, Männer: Ryan Crouser kam bis auf sieben Zentimeter an seinen Weltrekord heran. Der Amerikaner gewann mit 23,30 m vor Landsmann Joe Kovacs (22,65) und dem Neuseeländer Tomas Walsh (22,47) seine zweite Goldmedaille in Folge. Der 28-Jährige hatte heuer in Eugene den 31 Jahre alten Weltrekord seines Landsmanns Randy Barnes von 23,12 auf 23,37 verbessert. Der Schweizer Rekord von Werner Günthör liegt bei 22,75 m.
Dreisprung, Männer: Hugues Fabrice Zango bescherte Burkina Faso die erste olympische Medaille. Der 28-Jährige holte mit einer Weite von 17,47 m Bronze für das westafrikanische Land. Zum Olympiasieger in Abwesenheit des verletzten Amerikaners Christian Taylor, 2012 und 2016 jeweils Gewinner von Gold, krönte sich der Portugiese Pedro Pichardo (17,98) vor Zhu Yaming aus China (17,57).
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