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bern entnommen werden. Die im Auftrag der SRG erarbeitete Studie basiert auf einer Befragung von 1017 Personen am letzten Sonntag.
Bei den Männern sowie bei den 18- bis 39-Jährigen war die SVP vor der FDP die führende Partei. Bei den Frauen, den 40- bis 64- sowie den über 65-Jährigen stand die SP hinter der SVP an zweiter Stelle.
In Landgemeinden sowie in kleineren, mittleren und grossen Agglomerationen wurden am ehesten SVP-Vertreter gewählt. Nur die Kernstädte blieben in SP-Hand. Die SP war bei den höheren Bildungsschichten die stärkste Partei, die SVP bei den mittleren und tiefen Bildungsschichten.
Bei den SVP-Wählenden waren aktuelle Probleme, Weltanschauung und Personenbindungen die wichtigsten Entscheidungsgründe. Es folgten der politische Stil und die Stärkung der Partei für die Bundesratswahlen.
Bei der SP war das weltanschauliche Element wichtiger. Es folgten die Kandidatinnen und Kandidaten, die aktuellen Positionsbezüge und die Interessenvertretung für Gesellschaftsgruppen. Der Stil war als Entscheidungsgrund dagegen unwichtig, die Bundesratswahlen blieben es weitgehend auch.
Die FDP wurde vor allem wegen der liberalen Position, die als zentrales Element der Weltanschauung fungiert, gewählt. Dahinter spielten Personen, Themen und der politische Stil der Partei eine Rolle bei dem Entscheid für diese Partei.
Das CVP-Profil wurde von der Personenorientierung bestimmt, erst mit deutlichem Abstand folgte die Weltanschauung. Nochmals deutlich dahinter folgten fast gleichauf der politische Stil der Partei, die Stärkung für die Bundesratswahl und die Themenorientierung. Letzteres ist bei der CVP aber so gering wie bei keiner anderen Partei.
Panaschierkönigin ist neu die GLP, gefolgt von den Grünen. Beide Parteien rangieren neu vor der SP, die in diesem Bereich bisher vorne lag. Bei der GLP panaschierten zwei Drittel der Wählenden. Bei den Grünen betrug der Anteil 62 Prozent, bei der CVP und bei der SP 56 Prozent.
Das Gegenteil war die BDP, wo 61 Prozent eine Liste mit nur eigenen KandidatInnen einlegten. Bei der SVP war dies in 54 von 100 Fällen der Fall.
Gesamthaft blieb der Anteil jener Wähler, die sich erst nach Erhalt des Wahlmaterials definitiv entschieden haben, konstant. Er beträgt etwas mehr als die Hälfte. Der Zeitpunkt des definitiven Parteientscheids nach Parteiwählerschaften variierte jedoch erheblich.
Bei der SVP finden sich überdurchschnittlich viele früh Entschiedene, bei der GLP dagegen ebenso überdurchschnittlich viele last-decider. Wählende ohne feste Parteipräferenz entschieden sich ebenfalls spät.
Wer sich in den letzten drei Wochen definitiv festlegte, wie dies 56 der Wählenden tat, stützte sich bei der Information primär auf klassische Medienkanäle, auf Zeitungs- und Zeitschriftenartikel sowie Wahlsendungen im TV und Radio. Beides rangiert vor den amtlichen Wahlunterlagen.
Für die Umfrage wurden im Auftrag der SRG 1017 Wählende am Wahlsonntag zwischen 12 und 18 Uhr telefonisch befragt.
(SDA)