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An den Schweizermeisterschaften im Geräteturnen erkämpften sich Franca Tramonti (K5) und Lilian Gisler (K7) die begehrte Auszeichnung. Wegen dem neuen Modus durfte leider eine der besten Urner Turnerinnen, nämlich Livia Zgraggen (K7), nicht teilnehmen.
Am Wochenende fanden die Schweizermeisterschaften im Geräteturnen Einzel in Dietikon statt. Aus dem Kanton Uri waren Lilian Gisler (K7), Nora Schillig (K6) und Franca Tramonti (K5) am Start.
Uri erhielt nur einen Startplatz pro Kategorie
Dem Kanton Uri wurde aufgrund der Anzahl Turnerinnen lediglich ein Startplatz pro Kategorie zugesprochen. Dies ist ärgerlich, denn so konnte in diesem Jahr Livia Zgraggen, eine der besten Turnerinnen im K7 an den Schweizermeisterschaften nicht starten. Die Anzahl Turnerinnen des Kontingentes werden einerseits aus den eigenen Verbandsmeisterschaften abgeleitet, anderseits werden auch die Platzierungen des Vorjahres an den Schweizer Meisterschaften in die Kontingentierung eingerechnet. Somit ergibt sich in den Kategorien 5, 6 und 7 eine Teilnehmeranzahl an den Meisterschaften zwischen 70 und 75 Turnerinnen.
In der Kategorie 6 war von Getu Bürglen Nora Schillig startberechtigt. Wegen einer frischen Fussverletzung war sie gezwungen, insbesondere die Bodenübung, anpassen. Aus diesem Grund konnte sie keine attraktive Tempobahn zeigen und wegen leichten Unsicherheiten und Standfehlern gab es nur die Note 8,50. An den Schaukelringen ging es besser. Sie turnte souverän bis zum sicheren Stand, Note 9,15. Für den gebückten Salto am Sprung erhielt sie von den Wertungsrichtern 9,15 Punkte gutgeschrieben. Am Reck zeigte Schillig eine schwierige Übung mit ein paar leichten Unsicherheiten und erhielt trotzdem noch die gute Note 9,15.
Das Fazit von Trainerin Karin Gisler: «Ich bin sehr stolz auf die Leistung von Nora Schillig, denn ich wusste lange nicht, ob sie wegen den hohen Abgängen und Landungen überhaupt starten konnte und ich wäre gespannt gewesen, welchen Auftritt sie ohne die Verletzungshexe gezeigt hätte».
Auszeichnung für Lilian Gisler und Franca Tramonti
In der Königsklasse war aus dem Kanton Uri Lilian Gisler am Start. Sie startete am Sprung mit einem sehr hohen gehechteten gebückten Salto mit halber Drehung und durfte sich nach diesem perfekten Auftritt die Note 9,50 schreiben lassen. Am Reck turnte sie eine sehr schwierige Übung mit Riesenfelge, an der sie das ganze Jahr gefeilt hatte. Leider kam sie nach der Riesenfelge in eine leichte Vorlage und stürzte ab. Als Konsequenz gab es dafür die bittere Note 8,65 und weg war die Chance auf einen Spitzenplatz. Einmal mehr konnte Gisler nach diesem ärgerlichen Fehler sich dank ihrer mentalen Stärke neu motivieren und erhielt für die souveräne Bodenübung 9,55 Punkte. Am letzten Gerät, den Ringen, konnte sie ihre Vorstellung sauber abrufen, 9,25. Schlussendlich kam sie auf 37,05 Punkte und damit auf den auszeichnungsberechtigten 19. Platz. «Klar war dieser Sturz für mich sehr schmerzlich, jedoch war ich stolz, wie sich Lilian Gisler am nächsten Gerät wieder voll steigern konnte», meinte Betreuerin Karin Gisler.
Franca Tramonti starte in der Kategorie 5. Trotz dem Handicap einer Verletzung am Ellbogen, konnte sie an den Meisterschaften eine starke Leistung zeigen. Tramonti startete am Reck gut und ruhig. Bei der eleganten Bodenübung hat sie die Elemente sehr schön ausgeturnt und an den Ringen brillierte sie mit einem sauberen Stand. Am letzten Gerät, dem Sprung, zeigte Tramonti einen gebückten Salto zum sicheren Stand. Die 35,95 Punkte reichten bei der Siegerehrung zum 27. Rang und dafür erhielt sie die begehrte Auszeichnung. Das Fazit der Trainerin Lilian Gisler: «Nach dieser turbulenten Woche aufgrund der Verletzung, war Tramonti im Wettkampf mental sehr stark und ich bin stolz auf die Leistung und das erturnte Resultat».