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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2017.00281 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Hartmann Urteil vom 2 2. Oktober 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Yolanda Schweri Kasernenstrasse 15, Postfach, 8021 Zürich gegen VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG Avenue de Cour 41, 1007 Lausanne Beschwerdegegnerin Zustelladresse: VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG Place de Milan, Case postale 120, 1001 Lausanne Sachverhalt: 1. X.___, geboren 19 81, war seit September 2005 als Violinistin bei der Y.___ angestellt und damit bei der VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG, gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit versichert. Laut Unfallmeldung vom 2 7. Juni 2013 fühlten sich nach dem Konzert im grossen Saal der Z.___ vom 8. Juni 2013, an dem sie als Musikerin mitgewirkt habe, ihre beiden Ohren verstopft an und sie fühlte auf diesen seitdem ei ne n starken Druck (Urk. 9/80 ). Die Erstbe handlung fand am 1 0. Juni 2013 bei Dr. med. A.___, Fachärztin für Oto - Rhino -Laryngologie, statt, die eine Hyperakusis nach Lärmbe lastung nach dem Konzert vom 9. Juni 2013 diagnostizierte ( Urk. 9/57/14, Urk. 9/79/ 52, Urk. 9/79/73, Urk. 9/79/ 83). Die Vaudoise klärte ihre Leistungspflicht ab und holte unter ande rem den Bericht von Dr. med. B.___, Fachärztin für Oto - Rhino -Laryngologie, Schwerpunkt Hals- und Gesichtschirurgie, Abteilung Arbeitsmedizin der Suva, vom 21. Januar 2015 ein (Urk. 9/57/1-4), welcher die technische Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung des Suva - Arbeits hygieniker s / - Akustiker s, Bereich Physik - Team Akustik, vom 1 0. Dezember 2014 ( Urk. 9/57/5-15) vorlag. Hierzu nahm die Versicherte mit Schreiben vom 19. Mai 2015 Stellung (Urk. 9/51). In der Folge holte die Vaudoise den Be richt von Dr. B.___ vom 27. August 2015 ein (Urk. 9/37/1-4). Mit Verfügung vom 1 1. November 2015 verneinte die Vaudoise den Anspruch auf Versicherungs leistungen, da die Voraussetzungen für die Annahme eines Unfalles, einer unfallähnlichen Körperschädigung oder einer Berufskrankheit nicht gegeben seien (Urk. 9/31/1-2). Dagegen erhob die Versi cherte mit Schreiben vom 1 4. Dezember 2015, ergänzt mit Schreiben vom 1 0. Oktober 2016, Einsprache ( Urk. 9/28, Urk. 9/22 ). Die Vaudoise holte darauf den Bericht von Dr. A.___ vom 6. Juni 2017 ein ( Urk. 9/13). Mit Einspracheent scheid vom 2. November 20 17 wies die Vaudoise die Einsprache der Versicherten ab (Urk. 2 ). 2. Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 6. Dezember 2017 Beschwerde und beantragte, es seien der Einspracheentscheid vom 2. November 2017 respek tive die Verfügung vom 11. November 2015 aufzuheben und die Beschwerde gegnerin sei zu verpflichten, die Leistungen nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) zu erbringen ; eventualiter sei die Beschwerde gegnerin zu verpflichten, vorübergehend (bis mindesten s ein Jahr nach dem Ereignis vom 8. Juni 2013) die Leistungen nac h UVG zu erbringen; sub eventualiter sei eine ergänzende medizinische Beurteilung bei einer mit musik-medizinischen Frage stellungen vertrauten Fachperson zu veranlassen ( Urk. 1 S. 2). Die Beschwerde gegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 1. März 2018 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8 S. 3 ). Mit Replik vom 25. Juni 2018 hielt die Beschwerde führerin an ihren Anträgen fest (Urk. 15 S. 3) und reichte den Bericht von Dr. A.___ vom 22. Mai 2018 ein (Urk. 16). Mit Duplik vom 2 6. September 2018 hielt auch die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag fest (Urk. 2 0 S. 2), wovon der Beschwerdeführerin am 2 8. September 2018 Kenntnis gegeben wurde ( Urk. 21). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des UVG und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten. Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Sep tember 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen). Hier ist der Sachverhalt ab dem Ereignis vom 8. Juni 2013 zu beurteilen, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden. 2. 2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten Versicherungsleistungen gewährt. 2.2 Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1). Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäg lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Unge wöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis). 2.3 Nach Art. 9 Abs. 1 UVG gelten als Berufskrankheiten Krankheiten ( Art. 3 ATSG), die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädi gende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt die Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen. Gestützt auf diese Delegationsnorm und Art. 14 UVV hat er in Anhang I zur UVV eine Liste der schädigenden Stoffe und der arbeitsbedingten Erkrankungen erstellt. Nach der Rechtsprechung ist eine vorwiegende Verursa chung von Krankheiten durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten nur dann gegeben, wenn diese mehr wiegen als alle andern mitbeteiligten Ursachen, mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50 % ausmachen. Ausschliessli che Verursachung hingegen meint praktisch 100 % des ursächlichen Anteils der schädigenden Stoffe oder bestimmten Arbeiten an der Berufskrankheit (BGE 119 V 200 E. 2a mit Hinweis). Als Berufskrankheiten gelten nach Art. 9 Abs. 2 UVG auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. Diese Generalklausel bezweckt, allfällige Lücken zu schliessen, die dadurch ent stehen könnten, dass die bundesrätliche Liste gemä ss An hang I zur UVV entweder einen schädigenden Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder eine Krankheit nicht aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde (BGE 119 V 200 E. 2b mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung ist die Voraussetzung des ausschliesslichen oder stark über wiegenden Zusammenhangs gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG erfüllt, wenn die Berufs krankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verur sacht worden ist (BGE 126 V 183 E. 2b, 119 V 200 E. 2b mit Hinweis; RKUV 2000 Nr. U 408 S. 407). Soweit nichts anderes bestimmt ist, sind gemäss Art. 9 Abs. 3 UVG Berufskrank heiten von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausgebrochen, sobald die betroffene Person erstmals ärztlicher Behandlung bedarf oder arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) ist. 2.4 2.4.1 Für den so qualifizierten Kausalzusammenhang trägt die versicherte Person die Beweislast, wenn ein solcher Zusammenhang trotz pflichtgemässer Abklärung des Sachverhalts ( Art. 43 Abs. 1 ATSG) nicht bewiesen werden kann (vgl. RKUV 1988 Nr. U 61 S. 450 f. E. 1b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts U 557/06 vom 4. Oktober 2007 E. 2 ; zum im Sozialversicherungsprozess geltenden Unter suchungsgrundsatz vgl. auch Art. 61 lit. c ATSG; BGE 138 V 218 E. 6 mit Hin weisen ). Es gilt der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 35 3 E. 5b mit Hinweisen ; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3; vgl. auch Urteil des Bundes gerichts 8C_420/2007 vom 2 9. Januar 2008 E. 5 und E. 5.3). 2.4.2 Eine Umkehr der Beweislast tritt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur ausnahmsweise dann ein, wenn eine Partei einen Beweis aus Gründen nicht erbringen kann, welche nicht von ihr, sondern von der Behörde zu verantworten sind (BGE 92 I 253 E. 3, 138 V 218 E. 8.1.1 mit Hinweisen). 3. 3.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefoch tenen Einspracheentscheid (Urk. 2) gestützt auf die Bericht e der Suva vom 2 1. Januar 2015 ( Urk. 9/57/1-4) und vom 1 0. Dezember 2014 ( Urk. 9/57/5-7) auf den Standpunkt, es werde weder das Vorliegen eines Unfallereignisses noch einer unfallähnlichen Körperschädi gung noch einer Berufskrankheit anerkannt. D ie nach dem Konzert C.___ v om 8. Juni 2013 gemeldeten Hörbeschwerden der Beschwerdeführe rin seien nicht die Folge eines ungewöhnlichen äusseren Faktors und damit nicht unfallbedingt. Auch sei das Vorliegen einer Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 UVG auszuschliessen, da keine bleibenden strukturellen Veränderungen am Innenohr und keine erhebliche Schädigung des Gehörs (Schwerhörigkeit) nach gewiesen worden seien. So habe anlässlich der Untersuchung vom 1 0. Dezember 2014 keine Hörverminderung mehr bestanden und gemäss dem Bericht der behandelnden Ärztin Dr. A.___ vom 6. Juni 2017 ( Urk. 9/ 13 ) habe sich das Gehör während des letzten Jahres stark stabilisiert, namentlich habe die Hyperakusis abgenommen. Auch seien die Voraussetzungen für eine Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG nicht erfüllt. Und zwar sei nach den massgeblichen Kriterien der ausschliessliche oder stark überwiegende Kausalzusammenhang zwischen den Gehörsschädigungen der Beschwerdeführerin und ihrer beru flichen Tätigkeit nicht gegeben. Denn ihre Gehörsschädigungen könnten nicht als typische Folge der beruflichen Tätigkeit oder als der beruflichen Tätigkeit inhär ente Diagnose betrachtet werden; Musiker würden nicht vier Mal mehr von Gehörs s chädigungen betroffen als die Bevölkerung im Durchschnitt ( Urk. 2 S. 7 ff.). 3.2 Die Beschw erdeführerin wendet dagegen ein, in medizinischer Hinsicht sei davon auszugehen, dass sie infolge jahrelanger Arbeit im gehörgefährdenden Lärm anlässlich einer besonders lauten Orchesterprobe und dem nachfolgenden Konzert am 8. Juni 2013 eine Innenohrverletzung mit einhergehender senso rineuraler Schwerhörigkeit vor allem im Hochfrequenzbereich erlitten ha be und seither an einer Hyperakusis leide. Alle Risikofaktoren für dieses Leiden ausser der Lärmeinwirkung könnten aufgrund ihres jungen Alters ausgeschlossen werden. A uf die medizinische und technische Beurteilung der Suva - Fachleute vom 2 1. Januar 2015 und vom 1 0. Dezember 2014 könne nicht abgestellt werden. So sei die technische Beurteilung von falschen Annahmen ausgegangen und habe der Platzierung im Orchester, der Schallexposition während der Probe und der berufsbedingte n andauernden Vorbelastung der Innenohre nicht ausreichend Rechnung getragen. Die Suva-Ärztin habe auf den technischen Bericht ab ge stell t ; sie habe fälschlicherweise darauf geschlossen, dass eine Berufs krankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVG ausgeschlossen werden könne, da keine erhebliche Schädigung des Gehörs strukturell mehr objektivierbar sei und auch die behan delnde Ohrenärztin bestätigt habe, dass sie die Hyperakusis nicht als berufsbe dingte Lärmschädigung einschätze. Dies werde indes bestritten. Die behandelnde Ohrenärztin habe vielmehr in all ihren Berichten stets bestätigt, dass die Gehör probleme nach einem Lärmtrauma auf der Bühne entstanden seien. Indem die Suva-Ärztin davon ausgegangen sei, dass sich die strukturellen Schädigungen wieder zurückgebildet hätten, habe auch sie bestätig t, dass initial Schädigungen vorgelegen hätten. Ausserde m habe die Suva-Ärztin verkannt, dass eine Hyperakusis nicht notwendigerweise mit bleibenden Innen ohr schädigungen verbunden sein müsse und diese gleichwohl berufsbedingt sein könne. In ihrer zweiten Beurteilung vom 27. August 2015 habe die Suva-Ärztin zudem ausgeführt, dass zumindest eine vorübergehende kochleäre Überlastung aufgrund passagere r Hör schwellenveränderungen angenommen werden müsse. Diese Einschätzung decke sich mit der Beurteilung von Prof. Dr. med. D.___, Facharzt für Oto - Rhino -Laryngologie ( im Bericht der E.___ des F.___ vom 2 6. November 2013, Urk. 3/ 3 ), der einige Monate nach dem Ereignis noch eine beidseitige Hochton-Sc hwer hörigkeit festgestellt habe; auch stimme sie mit der Beurteilung von Frau G.___ vom H.___ -Institut (Urk. 9/64/2-3) überein, wonach das Innenohr aufgrund einer beidseitigen Mittelohrdysfunktion mit Funktionsstörungen zuerst mit Lärmeinwirkung belastet werde und sich nicht ausreichend schützen könne. Die von der Suva-Ärztin schliesslich festgehaltene überlagernde Anpassung sstörung, wogegen indes der Heilverlauf spreche, wäre ausserdem fachärztlich festzustellen. Des Weiteren treffe es nicht zu, dass das Gesetz für die Leistungspflicht infolge einer Berufskrankheit eine bleibende, erhebliche Gehö rschädigung mit Schwer hörigkeit voraussetze. Auch sei es unzutreffend, dass Berufsmusiker keiner im Vergleich zur Normalbevölkerung rund viermal erhöhten Gefahr von Lärmschä digungen ausgesetzt seien. Aus zahlreichen Untersuchungen und auch aus den für Berufsmusiker strengeren Gehörschutzmassnahmen der Suva ergebe sich ein entsprechend erhöhtes Risiko. Zudem sei n ach der bundesgerichtlichen Recht sprechung eine Anerkennung als Berufskrankheit dann im Einzelfall ausge schlossen, wenn wissenschaftlich erwiesen sei, dass eine bestimmte Berufsgruppe nicht viermal häufiger von einer Krankheit betroffe n sei als die Normalbevölke rung; und d e r Beweis auf qualifizierte Ursächlichkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG sei dann ausgeschlossen, wenn aufgrund medizinischer Forschungs ergebnisse ein Erfahrungswert dafür bestehe, dass eine berufsbedingte Genes e eines bestimmten Leidens von seiner Natur her nicht nachgewiesen werden könne. Bislang sei wissenschaftlich indes gerade nicht nachgewiesen, dass bei Berufsmusikern keine Häufung von Schädigungen wie Hyperakusis und Tinnitus vorliege; vielmehr würden zahlreiche Feststellungen von medizinische Experten und Untersuchungen, auch seitens der Suva, für eine solche Häufung sprechen. Deshalb sei in ihrem Fall zu prüfen, ob die berufliche Belastung verantwortlich für die gesundheitliche Schädigung sei oder gewesen sei. Es seien bei ihr ausser ihrer Arbeit im gehörgefährdenden Lärm und der schliesslich gehörschädigenden stundenlangen überlauten Generalprobe sowie eines noch lauteren Konzerts am gleichen Abend jedoch keine anderen gesundheitlichen Faktoren oder private lärmintensive Aktivitäten auszumachen, welche für die Gehörschädigung ursächlich sein könnten. Das Vorliegen einer (vorübergehenden) Berufskrankheit und die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin seien daher zu bejahen. Daran ändere nichts, dass die aktuellsten Untersuchungsbefunde mittlerweile alle wieder im Normalbereich liegen würden und wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für eine Orchestertätigkeit habe attestiert werden können ( Urk. 1 S. 5 ff., Urk. 15 ). 3.3 3.3.1 Es ist unstrittig ausgewiesen, dass die Beschwerdeführerin, nachdem sie als Violinistin an der Orchesterprobe und am 8. Juni 2013 an der Konzert aufführung von C.___ von I.___ teilgenommen hat te, unter Ohr beschwerden mit Verstopfungs - und Druckgefühl beidseits litt ( Urk. 9/79/87, Urk. 9/80), welche von Dr. A.___ diagnostisch als Hyperakusis nach Lärmbelastung eingeordnet wurde n ( Urk. 9 /79/83). 3.3.2 Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Entscheid sowohl ver n eint, dass der Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG erfüllt sei ( Urk. 2 S. 7), als auch, dass eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 UVV oder eine Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 oder Abs. 2 UVG vorliege. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin dagegen beziehen sich nicht auf den Unfallbegriff und bestreiten nicht die von der Beschwerdegegnerin hierzu gemachten Erwägungen (Urk. 1, Urk. 15), weshalb davon auszugehen ist, dass der Entscheid insofern nicht strittig ist. Der Beschwerdegegnerin ist denn auch beizupflichten, dass der äussere Faktor des lauten Musizieren s eines Orchesters während einer Probe und/oder eine s Konzert s, im Rahmen derer auch ein möglicherweise eher laute s Musikstück wie C.___ von Strawinsky ohne ansonsten aussergewöhnliche Vorkommnisse intensiv geübt und gespielt wurde, für eine daran mitwirkende Berufsviolinistin nicht als ungewöhnlich gemäss Art. 4 ATSG zu beurteilen ist (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 2.4). Das Vorliegen eines Unfallereignisses im Sinne von Art. 4 ATSG in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 UVG ist mithin zu verneinen. Unbestrittenermassen sind auch die Voraussetzungen für die Annahme einer unfallähnlichen Körperschädigung nicht erfüllt. 3.3.3 Streitig und zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin für die hiervor beschriebenen Ohrbeschwerden, welche unstrittig den Krankheitsbegriff nach Art. 3 ATSG erfüllen, unter dem Titel Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 oder Abs. 2 UVG Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung beanspruchen kann. 4. 4.1 4.1.1 Die erstbehandelnde Ärztin Dr. A.___ führte in ihren Berichten vom 9. Juli, 28. Oktober 2013 und 1 0. Juni 2014 ( ohne Anamnese und Befunde ) die Diagnose einer Hyperakusis nach Lärmbelastung auf und stellte fest, es sei der Beschwer deführerin aufgrund der erhöhte n Lärmempfindlichkeit nicht möglich, in ihrem Beruf als Orchesterviolinistin zu arbeiten (Urk. 9/79/73, Urk. 9/79/81, Urk. 9/83). Zu den Untersuchungen von Dr. A.___ vom 11., 2 0. und 2 8. Juni 2013, vom 2 9. August sowie vom 2 2. September 2014 liegen ausserdem (nicht kommen tierte) Ton- und Sprachaudiogramme vor (Urk. 9/79/57-61). Gemäss dem Bericht des F.___ vom 2 6. November 2013 waren aufgrund der Kon sultation vom 2 5. November 2013 die Diagnosen Status nach akuter Lärmbe lastung nach Orchesterkonzert im Juni 2013 mit in der Folge Entwicklung eines beidseitigen Ohrdruckgefühls mit Hyperakusis und einer sensorineuralen Schwer hörigkeit im Hochfrequenzbereich beidseits gestellt worden. Die Beschwerde führerin habe angegeben, sie habe im Juni 2013 als Orchestermusikerin an einem lauten Konzert teilgenommen. Trotz einer Absicherung mittels Elastin Ohren stöpseln habe sie direkt im Anschluss an das Konzert einen deutlichen Druck auf beiden Ohren verspürt, der sich auch an den Folgetagen nicht verring ert habe. Während des Konzertes habe sie auf der Bühne vor den Blechinstrumenten und dem Schlagwerk gesessen. Beim Ohrenarzt wenige Tage nach dem Ereignis habe sich ein fraglicher « Hörsturz » in den hohen Frequenzen gezeigt. Nach der Sommerpause habe sie wieder begonnen, Geige zu spielen und zu unterrichten, was keinerlei Probleme mit sich gebracht habe. Nach den ersten Orchesterproben sei es allerdings wieder zu einem deutlichen Rückfall gekommen. Sie habe wieder den Eindruck, deutlich lärmempfindlicher zu sein, auch der Druck sei wieder deutlich stärker geworden. Daraufhin sei sie erneut krankgeschrieben worden, mittlerweile sei die Lärmempfindlichkeit wieder etwas besser geworden. In der Untersuchung mittels Reintonaudiometrie habe sich eine sensorineurale Schwer hörigkeit beginnend ab einer Frequenz von etwa 6 Kilohertz ( kHz ) gefunden. Hier habe sich ein Steilabfall linksbetont mit einem maximalen Hörverlust von etwa 40 Dezibel (dB) bei 8 kHz gezeigt, bei den Frequenzen zwischen 9 und 11 kHz eine Erholung der Hörfunktion und zwischen den Frequenzen 12 und 14 kHz ein erneuter Steilabfall mit einem maximalen Hörverlust von 60 dB rechts beziehungsweise 45 dB links. Insgesamt lasse sich anhand der Hörkurve eine gewisse Beeinträchtigung des Gehörs nachvollziehen. Diese stehe in möglichem Zusammenhang mit dem im Rahmen der Orchesteraufführungen erlittenen Lärm schädigungen. Letztlich sei allerdings der Hauptsprachbereich nicht betroffen. Da steilabfallende Hörkurven zwischen zwei Frequenzen bisweilen eine filterartige Wirkung hätten, könnte dadurch das Druckgefühl im Bereich beider Ohren erklärt werden (Urk. 3/3). D em Bericht vom 2 6. Juni 2014 von G.___, die Audio-Psycho-Phonologi sche-(APP-)Behandlungen - eine komplementärmedizinische Methode nach Dr. med. J.___ - durchführt, ist zu entnehmen, die Abklärung der Beschwer deführerin vom 2 9. April 2014 habe eine gute Hörschwelle und eine beidseitige Mittelohrdysfunktion ergeben; letzteres habe sich durch eine gut sichtbare Inver sion Knochen-Luftleitung dargestellt. Auf dem linken Ohr zeige sich diese Funk tionsstörung bei 750 Hz und 1000 Hz sowie bei 3000 und 4000 Hz. Auf dem rechten Ohr sei der Bereich von 250 Hz bis 1500 Hz sowie eine Frequenz im Hochtonbereich bei 3000 Hz davon betroffen. Die erhöhte Lärmempfindlichkeit sei auf die Inversion Knochen-Luftleitung zurückzuführen, die dazu führen würde, dass der Hörnerv sich nicht schützen könne. Das Trommelfell, welches mit dem gesamten Mittelohr eine Art Stossdämpferfunktion ausüben sollte, spanne und entspanne sich zu langsam, so dass das Innenohr zuerst reagiere. Bei der Beschwerdeführerin sei die oben beschriebene Inversion Knochen-Luftleitung die direkte Folge des Lärmtraumas, das sie sich vor zehn Monaten zugezogen habe. Mit dieser Problematik sei es sehr schwierig, Stimuli verbaler oder auch akusti scher Art zu verarbeiten und das Ausblenden von Nebengeräuschen werde nahezu unmöglich. Das vegetative Nervensystem sei komplett überreizt, was wiederum negative Auswirkungen auf den Gesamtzustand der Beschwerdeführe rin habe ( Urk. 9/64/2). Laut der E-Mail von Dr. A.___ an die Beschwerdegegnerin vom 2 9. September 2014 nahm die Lärmempfindlichkeit in der Zeit der Messungen von Mitte Juni (2013) bis am 2 2. September (2014) stark ab. Auf der linken Seite sei eine hohe Empfindlichkeit bei 250 Hz geblieben. Die Beschwerdeführerin könne inzwischen wieder Geigenunterricht geben. Ein Wiedereinstieg in die Orchestertätigkeit sollte schrittweise erfolgen, um keinen Rückfall zu provozieren, was (bei Arbeits versu chen) bereits zwei Mal vorgekommen sei. Eine berufsbedingte Lärm schädigung im Sinne der Suva liege hier nicht vor. Es handle sich um eine Hyperakusis ( Urk. 9/79/52). 4.1.2 Laut dem Bericht der Suva, Bereich Physik, Akustik, vom 1 0. Dezember 2014 zur technischen Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung habe die Beschwerde führerin bei der telefonischen Befragung angegeben, e s habe sich beim Konzert vom 8. Juni 2013 um zwei Aufführungen von C.___ von I.___ direkt nacheinander gehandelt. Sie habe damals im Bereich der zwei ten Geige n etwa in der Mitte gespielt, welche links im Orchester zwischen d en ersten Geige n und den Bratschen platziert gewesen sei en. Soweit erinnerlich, sei das Schlagzeug nicht sehr nahe bei ihr gewesen, sondern die Hörner seien näher gewesen. Im gespielten Musikstück habe das Schlagwerk aber eine bedeutende Rolle und es würden auch sonst vergleichsweise hohe Schallpegel herrschen. Sie habe damals Elacin -Gehörschutz mit einem 15er-Filter getragen. Inzwischen habe sie sich neue Elacin-Otoplasten anpassen lassen, mit denen sie sich besser geschützt fühle. Gestützt auf diese Angaben könne ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin in der letzten Reihe der zweiten Geigen und damit direkt vor den Hörnern oder gar dem Schlagzeug gesessen habe. Eine Überschreitung des Arbeitsplatz-Grenzwertes für Impulslärm (Spitzenschallpegel) von 135 dB (C) und mehr sowie eines Schallexpositionspegels von 120 dB(A) könne damit mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin für die Anpassung neuer Gehörschutz- Otoplastiken dreimal beim Hörgeräte-Akustiker gewesen sei und sie sich mit diesen deutlich besser geschützt fühle, lege nahe, dass die Anpassung der im Juni 2013 verwendeten Gehörschutz- Otoplastiken nicht optimal gewesen sei und die Schutzwirkung nicht die vom Hersteller deklarierten Werte erreicht habe (Urk. 9/57/5-7). Im Suva-Bericht vom 2 1. Januar 2015 führte Dr. B.___ zu den Audiogrammen von Dr. A.___ (Urk. 9/79/57-61) aus, bei der Erstuntersuchung v om 1 1. Juni 2013 habe sich eine minimale beidseitige Hochtoninnenohrsenke bei 6000 Hz von 25 bis 30 dB beidseits sowie eine leichtgradige angedeutete Hörminderung im Mitteltonfrequenzbereich bei 1000 Hz von 10 bis 15 dB gezeigt. Im Vergleich zu ihrer gehörschadenprophylaktischen Erstuntersuchung im Audiomobil vom 20. September 2011 ( Urk. 9/57/9) seien diese kleinen Hörabnahmen, welche sich auch in den Verlaufskontrollen in den darauffolgenden Wochen nach dem Konzertauftritt immer noch hätten manifestieren lassen, als mit grosser Wahr scheinlichkeit doch hinweisend für eine funktionelle transiente Überlastung des Corti Organs zu beurteilen. Aufgrund der ein Jahr später durchgeführten Ver laufsaudiogramme zeige sich messtechnisch eine Erholung der Hörschwelle mit kongruente m und gleichem Kurvenverlauf wie bei der Audiometrie von 2011 mithin zwei Jahre vor der betreffenden Konzertaufführung -, sodass zum heuti gen Zeitpunkt keine bleibenden strukturellen Veränderungen im Innenohr beid seits nachweisbar seien und die heutige Hörku r ve der Beschwerdeführerin der Altersnormkurve soweit entspreche. Die Beschwerdeführerin beklage auch keine Hörminderung mehr und sie habe auch kein Tinnitus-Leiden durchgemacht. Sie habe in der schri ftlichen Befragung vom 2 2. November 2014 ( Urk. 9/57/12-15) ein Ohrensausen-Leiden verneint; ihre Gehörüberempfindlichkeit werde dort nicht weiter beschrieben, ausser dass sie im privaten und beruflichen sich dies bezüglich massiv eingeschränkt fühle; daher sei die berufliche Tätigkeit bis im Herbst 2014 noch nicht wiederaufgenommen worden. Aufgrund der fachlich-technischen Beurteilung vom 10. Dezember 2014, wonach von einer chronischen beruflichen Lärmbelastung von gesamthaft 14 Jahren bei einem durchschnittli chen Belastungspegel von 90 dB im gehörgefährdenden Bereich auszugehen sei, und der dort beschriebenen protektiven Massnahmen sowie aufgrund der verglei chenden Hörkurven beidseits könne somit eine chronisch berufliche Gehör schädigung im Sinne einer Ber ufskrankheit gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG in Verbin dung mit Art. 14 UVV und Ziff. 2 lit. a Anhang I zu UVV ausgeschlossen werden. Denn es sei heute in struktureller Hinsicht keine erhebliche Schädigung des Gehörs mehr objektivierbar und es könne auch keine andere Krankheit nachge wiesen werden, welche die Geräusche über empfindlichkeit der Beschwerdeführe rin ausschliesslich oder stark überwiegend durch die berufliche Tätigkeit verursacht haben könnte. Nicht unerwähnt zu lassen sei, dass die Geräuscheüber empfindlichkeit eine stark subjektiv überlagerte Symptomatik sei und keine eigentliche Grundkrankheit darstelle. Sie sei stark von der Tagesdisposition und dem allgemeinen Wohlbefinden (Stress, Ausgeruhtheit, psychische Belastungen und Faktoren, welche die Kreislaufsituation zusätzlich beeinflussen) abhängig. Offensichtlich sei sich die Beschwerdeführerin dieser Co-Faktoren bewusst und auch Dr. A.___ habe im E-Mail-Kontakt vom 2 9. September 2014 bestätigt, dass die Hyperakusis ihrer Patientin von ihr nicht als berufsbedingte Lärmschädigung ein geschätzt werde (Urk. 9/57/1-3). 4.1.3 Im Bericht vom 1 1. Juni 2015 erklärte Dr. A.___, die Beschwerdeführerin habe nach dem Konzert vom 9. (richtig: 8.) Juni 2013 einen Druck auf beiden Ohren beklagt und erklärt, das Gehör sei gedämpft und sie vertrage keinerlei Lärm. Die G ehörs kurve sei damals bei 6000 Hz beidseitig gesenkt gewesen, im Mitteltonbereich ebenso. Es habe sich zudem eine massive Einschränkung der Unbehaglichkeits schwelle gezeigt. Bis April 2014 sei es zu einer recht guten Verbesserung der Situation gekommen, bei Arbeitsversuchen sei es jedoch zu massiven Rückfällen gekommen. Es sei seither möglich gewesen, bei einem von drei Musikstücken bei Kammermusikabenden mitzuwirken. Es sei nicht absehbar, dass sie wieder in das Orchester integriert werden könne. Es werde eine Umschulung empfohlen (Urk. 9/50). 4.1.4 Aus dem zweiten Suva-Bericht von Dr. B.___ vom 27. August 2015 geht her vor, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen einer persönlich en Befragung und U ntersuch ung angegeben habe, seit dem Konzert vom 8. Juni 2013 an einem Druckgefühl in beiden Ohren zu leiden. Dieses sei kaum beeinflussbar und nehme nach einer 45-minütigen Probe subjektiv zu, weshalb sie bis jetzt auch keine regelmässige Orchestertätigkeit habe aufnehmen können. Bezüglich ihrer Hör funktion fühle sie sich nicht eingeschränkt, im Gegenteil höre sie sehr gut, habe kein Ohrgeräusch und leide nur unter der übermässigen Geräuschempfindlichkeit. Bei der Untersuchung der alten, anlässlich des Konzerts vom 8. Juni 2013 ver wendeten Otoplasten habe sich herausgestellt, dass diese einen ungenügenden Dämmwert von 15 dB aufgewiesen hätten. Mit den neuen Gehörschutzmitteln, welche in ihren Messungen eine Dämmung von 25 respektive 30 dB linear im gesamten Frequenzbereich aufgewiesen hätten, nehme die Beschwerdeführerin ein gutes Dämmgefühl und einen satten Sitz war. Es müsse somit davon ausge gangen werden, dass die Beschwerdeführerin bei der Konzertaufführung vom 8. Juni 2013 auf dem rechten Gehör wahrscheinlich bereits nicht mehr optimal geschützt gewesen sei, während auf dem linken Ohr bei einer durchschnittlichen Dämmung von 15 dB keine nachhaltige akustische Traumatisierung habe auftre ten können. In diesem Zusammenhang sei eine erneute Reintonaudiometrie mit Knochenleitung durchgeführt worden, welche über alle Frequenzen eine beidseits absolut normale altersentsprechende und mit den Messungen von 2011 identi sche Hörschwelle gezeigt habe. Dabei falle auf, dass die Beschwerdeführerin eine ganz geringe Schal l leitungskomponente in den Mittelfrequenzbereichen aufweise und eine angedeutete Carhart-Senke des Innenohres beidseits, welche auf eine mögliche sklerotische feinste Veränderung im Bereich der Gehörknöchelchenkette hinweisen könne. Bei der Tympanometrie und Testung des Stapediusreflexes zum Ausschluss einer otosklerotisch vorhandenen früheren Veränderung und zur Beurteilung der Schutzmechanismen des Innenohrs hätten sich eine absolut nor male Trommelfellcompliance und gute Mittelohrbelüftung gezeigt. Das Druckge fühl der Beschwerdeführerin sei daher nicht auf eine organische Belüftungs störung im Mittelohrbereich zurückzuführen. Die Stapediusreflexe hätten im normalen überschwelligen Bereich, auf der rechten Seite bei 90 dB (bei 500 Hz ipsilateral ) und links bei 85 dB (bei 2000 Hz), ausgelöst werden können, was Schutzmechanismen des afferenten und efferenten auditiven Systems im norma len Bereich nachweise. D ie Prüfung der otoakustischen Emissionen de r Haarzellen im Innenohrbereich beidseits sei ebenfalls normal ausgefallen. Hiermit seien die morphologischen und strukturellen organischen Veränderungen im Innenohr bereich als gut funktionsfähig und unauffällig zu bestätigen. Aus diesem Blick winkel sei eine unfallursächliche oder durch eine Berufskrankheit entstandene Verletzung im Innenohrbereich der Beschwerdeführerin heute auszuschliessen. Auf die Frage der Beschwerdeführerin, wie denn ihre jetzigen subjektiven Druck gefühle im Gehör respektive das Wattegefühl zu erklären seien, sei nach so einem langen Zeitintervall seit dem akustisch belastenden Moment von vor über zwei Jahren von einer psychosomatisch im Vordergrund stehenden, funktionellen sub jektiven Verarbeitungsstörung auszugehen. Es sei somit, wie schon in der Beur teilung vom 2 5. Januar 2015 festgestellt worden sei, festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin heute nicht an einer Berufskrankheit leide und auch kein Hinweis darauf bestehe, dass organisch-strukturell durch das Konzert vom 8. Juni 2013 ein bleibender Gehörschaden resultiert habe. Es werde indes empfohlen, die diagnostischen und therapeutischen Heilkosten administrativ zu übernehmen, da eine vorübergehende kochleäre Überlastung aufgrund der passageren Hörschwel lenveränderungen initial angenommen werden müsse ( Urk. 9/37/1-4). 4.1.5 Im Bericht vom 6. Juni 2017 teilte D r. A.___ der Beschwerdegegnerin mit, dass sich das Gehör der Beschwerdeführerin nach deren Angaben und gemäss den neuen Messungen deutlich stabilisiert sowie die Hyperakusis deutlich abgenommen habe. Das Reintonaudi o gramm sei nach wie vor im Normbereich, in den ganz hohen Frequenzen sei das Ergebnis etwas schlechter als vor einem Jahr. Die Unbehaglichkeitsschwelle liege zwischen 75 und 85 dB und sei somit für ein Spielen im Orchester genügend. Sie ertrage auch wieder die Lärmbelastung im Orchester. Es werde daher die Aufnahme der Erwerbstätigkeit in einem 50%igen Pensum empfohlen und die Durchführung einer Zwischenkontrolle nach zwei Monaten, um zu überprüfen, ob die Beschwerdeführerin einer solchen Belastung standhalte ( Urk. 9/13/1). Im Bericht vom 2 2. Mai 2018 erklärte Dr. A.___ zur Konsultation vom 5. April 2018, die Beschwerdeführerin erfülle inzwischen seit Oktober 2017 als Zuzügerin ein fast volles Pensum im Y.___ Orchester mit freier Platzwahl. Das Reinton audiogramm sei unverändert im Normalbereich, bis auf 6000 Hz rechts, wo die Hörschwelle bei 25 dB liege. Alle anderen Frequenzen seien besser als 20 dB. Die Unbehaglichkeitsschwelle liege bei mindestens 85 bis 100 dB und damit mit einem Beruf im Orchester verträglich. Es sei angesichts dieser Befunde unter Belastung ein volles Arbeitspensum zu befürworten ( Urk. 16). 4.2 4.2.1 Die vorliegenden ärztlichen Beurteilungen der geklagten Ohren- und Gehörbe schwerden der Beschwerdeführerin mit Ohrdruck- und Wattegefühl beidseits stimmen insofern überein, als alle Fachärzte eine Hyperakusis (übermässige Geräuscheempfindlichkeit ) und für die Monate nach dem Konzert vom 8. Juni 2013 eine (im Vergleich zur Alterskurve) geringfügige Hörminderung im Mittel tonbereich und im Bereich ab der Frequenz 6 kHz feststellten ; dabei steht ausser dem fest, dass w eder ein Tinnitus noch andere Ohrgeräusche bestanden und sich spätestens ab September 2014 eine (weiter zunehmende) Besserung der Hyper akusis und eine Erholung der Hörminderung auf den Stand zwei Jahre vor dem Konzert ein stellte n ( Urk. 3/3, Urk. 9/13/1, Urk. 9/37/2-3, Urk. 9/50, Urk. 9/57/1-3, Urk. 9/57/11, Urk. 9/79/52, Urk. 9/79/61). Insofern stimmen namentlich die Feststellungen in den Suva-Berichten von Dr. B.___ mit der übrigen Akten lage überein. 4.2.2 Die Ausführungen in den Suva-Berichten von Dr. B.___ zur Beeinträchtigung des Gehörs ( Urk. 9/ 37/1-4, Urk. 9/57/1-3) sind insbesondere auch mit dem (erst im Gerichtsverfahren vorgelegten) F.___ -Bericht, visiert von Prof. Dr. D.___, vom 2 6. November 2013 vereinbar. Denn auch im F.___ -Bericht wurde ein Abfall der Hörlinie im Reintonaudiogramm ab der Frequenz von etwa 6 kHz linksbetont bis 8 kHz beschrieben, was dem von Dr. B.___ nachvollziehbar kommentierten Bild zum Tonaudiogramm von Dr. A.___ vom 11. Juni 2013 ( Urk. 9/79/61) entspricht. Ein Unterschied zu den Tonaudio gramm en von Dr. A.___ und Dr. B.___ besteht lediglich darin, dass im F.___ zusätzlich die Frequenzen über 8 kHz getestet wurden und dadurch zusätzlich der Abfall der Hörlinie zwischen den Frequenzen 12 bis 14 kHz festgestellt werden konnte (Urk. 3/3 ). Dieser wurde indes nicht in Beziehung zum damaligen Alter der Beschwerde führerin von 32 Jahren gesetzt, so dass nicht erwiesen ist, dass es sich hierbei um einen relevanten pathologischen Hörverlust im Höchsttonbereich (für das betreffende Alter) handelt, zumal die obere Hörgrenze mit zunehmendem Alter und in den höchsten Frequenzen zuerst abnimmt (vgl. Suva-Broschüre «Gehör gefährdender Lärm am Arbeitsplatz», Juni 2018, S. 24; www.suva.ch/44057.d ). Die im F.___ -Bericht aufgeführte Diagnose einer sensorineuralen und damit unwider ruflichen Schwerhörigkeit hat sich sodann insofern als falsch her ausge stellt, als die Beschwerdeführerin nachweislich im Mittel- und Hochton bereich bis 8 kHz keinen andauernden Hörverlust erlitten hat; ihre ( Ge -)Hör funktion war - bis auf ein initiales Dämpfungs - und Druck gefühl - auch aus subjektiver Wahrnehmung nicht eingeschränkt, vielmehr war die Ver träg lichkeit von Geräuschen beeinträchtigt ( Urk. 9/37/2, Urk. 9/57/14). Auch die behandelnde Ärztin stellte lediglich eine vorübergehende minime Senkung bei 6 kHz und im Mitteltonbereich beidseits fest und betonte, dass keine Schwerhö rigkeit, sondern eine Hyperakusis vorgelegen habe (Urk. 9/50). Nicht massgeblich zur Beurteilung, ob eine Berufskrankheit vorlag, sind ferner die Feststellungen von G.___ vom 26. Juni 2014 ( Urk. 9/64/2), da sie keine Ärztin ist und auch sonst über keine wissenschaftlich anerkannte Fachausbildung verfügt. 5. 5.1 Ob die beschriebene gesundheitliche Beeinträchtigung eine arbeitsbeding te Erkrankung darstellt, ist zunächst anhand von Art. 9 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 14 UVV und Ziff. 2 Anhang 1 zur UVV zu prüfen. Von den in Ziff. 2 Anhang 1 zur UVV aufgeführten Erkrankungen komm en hierzu allein die unter lit. a ( Erkrankungen durch physikalische Einwirkungen) dieser Liste aufgeführten « erhebliche Schädigungen des Gehörs » durch « Arbeiten im Lärm » in Frage. Rechtsprechungsgemäss ist d i e Schwere der Beeinträchtigung aus praktischen Gründen in Prozenten des Hörverlusts zu umschreiben, wobei die Frage, ab wel cher prozentualen Grenze ein Hörverlust als erheblich im Sinne der genannten Bestimmung zu qualifizieren ist, sich nicht nach abstrakten medizinischen Krite rien beantworten lässt; vielmehr kommt es darauf an, ob sich der Gehör schaden praktisch in erheblicher Weise auswirkt, indem er zu einer anspruchsbegründen den Erwerbs- oder I ntegritätseinbusse führt (Urteile des Bun des gerichts U 362/05 vom 6. März 2006 E. 2.1 und U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 3.2; Rumo-Jungo /Holzer, Re chtsprechung des Bundes gerichts, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Auflage 2012, S. 95 ). Als massgebliche Erheblichkeitsgrenze für eine Integritätsentschädigung wurde von der Schweizerischen ORL-Gesellschaft eine Limite von 70 % Hörverlust auf 200 % Gesamtgehör festgelegt ( Rumo-Jungo /Holzer, a.a.O., S. 95 ; vgl. auch Suva- Tabelle 12 - Integritätsschaden bei Schädigung des Gehörs ). Im Urteil U 473/00 vom 2 0. November 2001 bestätigte das Bundesgericht etwa die Vernei nung der für die Anerkennung einer arbeitsbedingten Erkrankung gemäss Ziff. 2 lit. a des Anhangs 1 zur UVV vorausgesetzte Erheblichkeit des Gehörschadens in Bezug auf eine diagnostizierte Hochton-Innenohrschwerhörigkeit mit Hörverlust recht s von 16,3 % und links von 28,4 % ( E. 2b a m E nde ). 5. 2 Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin, welche sich nach dem Konzert vom 8. Juni 2013 vorübergehend eingestellt haben, stellen keine erhebliche Schädigung des Gehörs dar. Hierzu fehlt es einerseits am andau ernden Hörverlust an sich und andererseits auch an der Erheblichkeit des Verlustes. Denn es wurde lediglich eine geringe Hör minderung festgestellt, die sich überdies wieder entscheidend zurückbildete (Urk. 16). Auch die zunächst als erheblich beschriebene Geräuschempfindlichkeit ( Hyperakusis ) heilte wieder mass geblich (Urk. 16). Hinzu kommt, dass gemäss den Ausführungen von Dr. B.___, welche sich auf entsprechende Untersuchungsergebnisse abstützen und nachvollziehbar begründet sind, keine erheblichen strukturell- organischen Veränderunge n im Innenohrbereich, sondern lediglich Hinweise auf eine vorübergehende kochleäre Überlastung respektive eine init i al funktionelle transiente Überlastung des Corti Organs bestanden, so dass eine organische Schädigung im Innenohrbereich ausgeschlossen werden konnte (Urk. 9/37/2-3, Urk. 9/57/1-3 ). Auch in den Berichten von Dr. A.___ ( Urk. 9/13/1, Urk. 9/50, Urk. 9 / 79/52, Urk. 9 /79/81, Urk. 9 /79/73, Urk. 9 /83, Urk. 16) und Prof. Dr. D.___ vom F.___ ( Urk. 3/3) sind keine solchen erheblichen organi schen Schäden im Innenohrbereich aufgeführt. Damit sind die vor ausgesetzte Art und Schwere der in Ziff. 2 lit. a Anhang 1 zur UVV aufgeführten Erkrankung nicht erfüllt ; eine erhebliche Schädigung des Gehörs durch Arbeiten im Lärm im Sinne dieser Bestimmung ist somit auszuschliessen. 5.3 Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 9 Abs. 1 UVG scheidet somit aus, weil die Beschwerdeführerin unter keiner der in Ziff. 2 Anhang I zur UVV genannten ar beitsbedingten Erkrankungen leidet. Zu prüfen bleibt daher das Vorliegen einer Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG. 6. 6.1 Gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG gelten als Berufskrankheiten auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. Die Voraussetzung des aus schliesslichen oder stark überwiegenden Zusammenhangs gemäss dieser Bestimmung ist nach ständiger Rechtsprechung erfüllt, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist. Die Anerkennung von Beschwerden im Rahmen dieser von der Gerichtspraxis als « Generalklausel » bezeichneten Anspruchsgrundlage ist - entsprech end der in BGE 114 V 109 (E. 3c ) aufgrund der Materialien eingehend dargelegten legisla to rischen Absicht, die Grenze zwischen krankenversicherungsrechtlicher Krank heit und unfallversicherungsrechtlicher Berufskrankheit nicht zu verwässern - an relativ strenge Beweisanforderungen gebunden. Verlangt wird, dass die versi cherte Person für eine gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist (BGE 126 V 183 E. 2b). Im Rahmen von Art. 9 Abs. 2 UVG ist grundsätzlich in jedem Einzelfall darüber Beweis zu führen, ob die geforderte stark überwiegende (m ehr als 75%i ge) bis ausschliessliche berufliche Verursachun g vorliegt (BGE 126 V 183 E. 4b ). Angesichts des empirischen Charakters der medizinischen Wissen schaft (BGE 126 V 183 E. 4c) spielt es indessen für den Beweis im Einzelfall eine entscheidende Rolle, ob und inwieweit die Medizin, je nach ihrem Wissensstand in der fraglichen Disziplin, über die Genese einer Krankheit im Allgemeinen Aus kunft zu geben oder (noch) nicht zu geben vermag. Wenn aufgrund medizinischer Forschungsergebnisse ein Erfahrungswert dafür besteht, dass eine berufsbedingte Entstehung eines bestimmten Leidens von seiner Natur her nicht nachgewiesen werden kann, dann schliesst dies den (positiven) Beweis auf qualifizierte Ursäch lichkeit im Einzelfall aus. Oder mit andern Worten: Sofern der Nachweis eines qualifizierten (zumindest stark überwiegenden [Anteil von mindestens 75 % ]) Kausalzusammenhanges nach der medizinischen Empirie allgemein nicht geleistet werden kann, scheidet die Anerkennung im Einzelfall aus. Dies ist bei spielsweise der Fall, wenn es wegen der weiten Verbreitung einer Krankheit in der Gesamtbevölkerung, ausgeschlossen ist, dass eine Person, welche eine bestimmte versi cherte Berufstätigkeit ausübt, zumindest vier Mal häufiger von einem Leiden betroffen ist als die Bevölkerung im Dur chschnitt. Sind anderseits die allgemeinen medizinischen Erkenntnisse mit dem gesetzlichen Erfordernis einer stark überwiegenden (bis ausschliesslichen) Verursachung des Leidens durch eine (bestimmte) berufliche Tätigkeit vereinbar, besteht Raum für nähere Abklä rungen zwecks Nachweises des qualifizierten Kausal zusammen hanges im Einzel fall (BGE 126 V 183 E. 4c.; Urteil des Bundesgericht s 8C_746/2012 vom 2 9. Oktober 2012 E. 5 ; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_507/2015 vom 6. Januar 2016 E. 2.2 ). In Bezug auf Art. 9 Abs. 2 UVG muss das relative Erkrankungsrisiko ( das heisst im Verhältnis zu nicht in den betreffenden Berufen tätige Personen) aufgrund der massgeblichen Formel « relatives Risiko - 1 / relatives Risiko = ätiologischer Anteil » mindestens 4 betragen (4 - 1 : 4 = 0,75 oder 75 %; vgl. Urteil des Bun des gerichts U 293/99 vom 11. Mai 2000 E. 4b ). 6. 2 6.2.1 Soweit die Beschwerdegegnerin mit ihren Ausführungen in der Duplik, die vier jährige Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin sei nicht berufsbedingt gewesen und eine lange Arbeitsunfähigkeit könne nicht als vorübergehende Berufskrankheit anerkannt werden, da sonst die UVG-Versicherer für alle Arbei ter, die eine Pause in ihrem Beruf brauchen würden, aufkommen müssten ( Urk. 20 S. 2), den Standpunkt vertritt, eine nur vorübergehende Erkrankung könne grund sätzlich keine Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 UVG sein, kann ihr nicht gefolgt werden. Denn Art. 9 UVG verlangt nicht, dass die Krankheit die Berufs ausübung ganz und anhaltend verunmöglicht, sondern nur, dass ein (wie hiervor beschriebener qualifizierter) Kausalzusammenhang zwischen dem verursachen den Stoff/der verursachenden Arbeit respektive der verursachenden beruflichen Tätigkeit und der betreffenden Krankheit besteht. So kann recht sprechungsge mäss auch etwa die temporäre Verschlimmerung einer vor bestehenden Krankheit die Leistungspflicht des Versicherers bis zum voll ständigen Abklingen der Ver schlimmerung begründen (in casu Ekzembefall ); und bei einem Schubleiden trifft den Unfallversicherer die Leistungspflicht jeweils, wenn und soweit durch eine bei ihm versicherte Tätigkeit neu ein Krank heitsschub verursacht wird (RKUV 1994 Nr. U 202 S. 274 E. 2c; Rumo-Jung o /Holzer, a.a.O, S. 93). Der Umstand, dass die Gehörbeschwerden der Beschwerdeführerin zusehends wieder abklangen und die se ihre berufliche Tätigkeit als Orchesterviolinistin ab Oktober 2017 wieder aufnehmen konnte (Ur k. 16), schliesst somit deren Qualifikation als Berufskrank heit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG nicht bereits aus, weshalb dies gleichwohl zu prüfen ist. 6.2.2 Vor der Beweisprüfung der qualifizierten Kausalität im Einzelfall ist zunächst zu klären, ob nach medizinischen Forschungsergebnissen Erfahrungswerte bestehen, welche eine berufsbedingte Ent stehung der diagnostizierten Hyperakusis und festgestellten geringfügige n Hörminderung im Mitteltonbereich und im Bereich ab der Frequenz 6 kHz durch die berufliche Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Violinistin in einem Orchester im Sinne einer qualifizierten Ver ursachung (aus schliesslich oder stark überwiegende; ≥ 75 %) ausschliessen. 6.3 6.3.1 Der Suva-Bericht zur technischen Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung vom 1 0. Dezember 2014 hält fest, dass die Beschwerdeführerin in den Jahren seit Beginn ihres Studiums als Violinistin einem durchschnittlichen Jahres- Lärmexpositionspegel (L EX, 2000 h ) von 90 dB(A) ausgesetzt war; dies gilt auch in Bezug auf die (hier massgebliche) Zeit der beruflichen Tätigkeit im Y.___ -Orchester. Dabei ergebe sich der L EX aus den jeweiligen äquivalenten Mittelungspegeln L eq und den jeweiligen zeitlichen Expositionen einzelner Tätigkei ten ( Urk. 9/57/5-7). Auch wenn es sich dabei nicht um eine allgemein-wissenschaftliche Studie, sondern letztlich um eine Einzelfallanalyse handelt, steht damit fest, dass es sich bei der beruflichen Tätigkeit der Beschwerdeführerin, einer Orchesterviolinistin, um eine solche handelt, bei der grundsätzlich ein gehörgefährdender Dauerlärm besteht (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 3.6 ). D enn derselbe Wert von L EX 90 dB(A) ist auch der Schallpegeltabelle der Suva, Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Bereich Physik, für Geiger als Orchestermusiker und den Lärmpegel am Arbeits platz von Violinen-Musiker n im Sinfonie-Orchester (Konzert, Oper, Proben) zu entnehmen. Gemäss dem im Suva-Bericht vom 1 0. Dezember 2014 zitierten For mular Akustische Grenz- und Richtwerte ( 86048.d - 08.2019 ) beträgt der Grenz wert am Arbeitsplatz für Dauerlärm zudem 85 dB(A), ab welchem Wert eine Pflicht zum Tragen von Gehörschutzmitteln besteht, welche der Arbeitgeber durchsetzen muss ( www.suva.ch/waswo/86048.d ; vgl. Art. 82 UVG, Art. 22 der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz, ArGV 3 ). Als gehörgefährdend gilt dabei eine Belastung von L eq 88 dB (A) und mehr, während 85 - 87 dB im Grenzbereich der Gehörgefährdung liegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 3.2). Dieser Grenzbereich wird im Beruf einer Orchester violinistin überschritten. Mit dem Suva-Bericht vom 10. Dezember 2014 ist ferner belegt, dass die Beschwerdeführerin für eine bestimmte Dauer - im Rahmen ihrer Anstellung im Y.___ -Orchester von rund 8 Jahren ( Urk. 9/57/5-7) - dem insofern typischen Berufsrisiko ausgesetzt war (vgl. BGE 126 V 183 E. 2b). Allerdings ist damit noch nicht gesagt, worin dieses typische Berufsrisiko in Bezug auf die Gesundheit im Einzelnen besteht und ob namentlich eine ( temporäre ) Hyperakusis mit ge ringer Hörminderung im Mittel - und Hochtonbereich qualifiziert (mindestens zu 75 % ) durch eine solche Orchestertätigkeit verursacht werden kann. 6. 3.2 In den medizinischen Suva-Bericht en von Dr. B.___ ( Urk. 9/37/1-4, Urk. 9/57/1-3) finden sich keine Angaben zum Vorliegen von epidemiologischen Studien und zu allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n zu dieser Frage. Dr. B.___ nahm darin in erster Linie zur Frage der Ber ufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 UVG Stellung. Bezüglich Art. 9 Abs. 2 UVG erklärte sie im Bericht vom 21. Januar 2015 ohne Weiteres, dass k eine andere Krankheit nachgewiesen wer den könne, welche ausschliesslich oder stark überwiegend durch die berufliche Tätigkeit die Geräusche über empfindlichkeit der Beschwerdeführerin verursacht haben könnte. Dabei stellte si e sich auf den Standpunkt, dass die Geräuscheüber empfindlichkeit keine eigentliche Grunderkrankung darstelle und eine stark sub jektiv überlagerte Symptomatik sei, die stark von der Tagesdisposition und dem allgemeinen Wohlbefinden abhängig sei (Urk. 9/57/3). Damit ist indes nicht bereits nach allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n ausgeschlossen, dass im Einzelfall die qualifizierte Kausalität der vorübergehenden geringen Hörminde rung und der Hyperakusis durch die berufliche Tätigkeit als Orchestermusikerin nachgewiesen werden kann, zumal Dr. B.___ nicht weiter erläuterte, was sie mit « eigentlicher Grunderkrankung » meinte und weshalb sie der Hyperakusis mit vorübergehenden Hörminderung diese Eigenschaft absprach. Auch im Bericht vom 2 7. August 2015 ( Urk. 9/37/1-4) schloss Dr. B.___ in erster Linie eine (berufsbedingte) organische Verletzung im Innenohrbereich aus und machte keine Angaben zum Vorliegen oder Fehlen von epidemiologischen Studien sowie allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n zum Vorkommen der Hyperakusis mi t vorübergehender Hörminderung in der Gesamtbevölkerung und bei Berufsmusikern. Als Erklärung für das (weiter vorhandene) Druck- und Wattegefühl im Gehör verwies sie lediglich mangels objektivierbarer andauernder Schädigung des Gehörs auf eine psychosomatisch bedingte, funktionelle subjek tive Verarbeitungsstörung, dies jedoch ohne eine fachliche Abklärung der kon kreten Umstände und allfälliger psychosozialer Belastungsfaktoren der Beschwer deführerin in der Zeit des Konzerts vom 8. Juni 2013 und danach vornehmen zu lassen (Urk. 9/37/3). Andererseits stellte sie fest, dass eine vorübergehende koch leäre Überlastung respektive eine funktionelle transiente Überlastung des Corti Organs aufgrund der passageren Hörschwellenveränderung initial angenommen werden müsse ( Urk. 9/37/3, Urk. 9/57/2 ). Damit räumte sie jedoch selbst ein, dass die Gehörbeschwerden der Beschwerdeführerin nicht ausschliesslich psychoso matisch bedingt waren, wobei sie zur Gewichtung der beruflichen Faktoren einerseits und allfälliger übriger Faktoren andererseits mit Bezug auf die qualifi zierte Kausalität keine nachvollziehbare Begründung abgab. Damit ist weder ausgeschlossen, dass nach allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n eine Hyperakusis mit vorübergehender Hörminderung aus schliess lich oder stark überwiegend eine Folge des beruflichen Dauerlärms bei einer Berufsviolinistin sein kann, noch, dass im Einzelfall unter Berücksichtigung der konkreten Umstände (wie Dauer und Umfang der Tätigkeit als Berufs musikerin, [nicht ideal sitzender] Ohrschutz, allfällige psychosoziale Belastungs faktoren, psychische Verfassung) ein qualifizierter Kausalzusammenhang bestand. Beide Berichte von Dr. B.___ genügen damit zur Klärung der nach Art. 9 Abs. 2 UVG massgeblichen Fragen nicht. Auch den übrigen vorliegenden medi zinischen Berichten sind hierzu keine ausreichende n Angaben zu entnehmen. 6. 4 6.4.1 Im Urteil des Sozialversicherungsgericht UV. 2005.00145 vom 2 3. Februar 2006 wurde in einem teilweise vergleichbaren Fall einer Cellistin, welche nach lauten Proben und Konzerten wiederholt an nicht objektivierbaren Ohrenschmerzen und Hyperakusis mit vegetativer Entgleisung ohne Hörminderung litt, festgehalten, die Tatsache, dass bei der Versicherten kein eigentlicher Hörverlust vorliege, spreche nicht gegen das Vorliegen einer Hyperakusis. Nach Nelting könne eine Hyperakusis mit verschiedenen anderen definierten Krankheiten, jedoch auch als eigenes Krankheitsbild auftreten ( vgl. Manfred Nelting, Hyperakusis, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York 2003, S. 6 ff. ). Des Weiteren sei das Krank heitsbild von den Fachärzten als Hyperakusis erkannt worden, es sei behandlung bedürftig gewesen und habe einen Arbeitsausfall bewirkt (E. 5.4.1). Wie sich aus der aufgeführten medizinischen Literatur ergebe, sei nach dem heutigen Wissens stand eine Hyperakusis auf einen Gesamtprozess verschiedener Komponenten zurückzuführen, die interagieren würden, darunter zusammengefasst somatische, psychofunktionelle und umweltbedingte Faktoren ( Nelting, a.a.O., S. 9). Nach den Angaben des (dort vom Unfallversicherer beauftragten Gutachters) würden bis lang keine gesicherten epidemiologischen Angaben zum Vorkommen der Hyper akusis, weder bezogen auf die Gesamtbevölkerung, noch auf die Gruppe der pro fessionellen Orchestermusiker bestehen. Das Sozialversicherungsgericht schloss daraus, dass damit aber auch keine medizinischen Erhebungen existieren würden, die den Nachweis eines qualifizierten Kausalzusammenhanges zwischen der Berufsgattung Orchestermusiker und der Hyperakusis und damit eine Aner kennung im Einzelfall ausschliessen würden (BGE 116 V 136 E. 5c). Der Gutachter habe festgehalten, dass sich die meisten Tinnitus-Fachleute über ein gehäuftes Vorkommen des fraglichen Leidens bei Musikern einig seien. Damit habe er aus seinem reichen Fundus als Facharzt solcher Leiden auf eine medizinische Erfahrung hingewiesen, die mit einer stark überwiegenden Verursachung des Leidens durch eine berufliche Tätigkeit vereinbar sei, so dass nach der Rechtspre chung Raum für nähere Abklärungen zum Nachweis des qualifizierten Kausalzu sammenhanges im Einzelfall bleibe (BGE 126 V 18 3 E. 4c). Dass ohne eine Statistik, die den Beweis eines viermal häufigeren Vorkommens der Hyperakusis bei Orchestermusikern im Vergleic h zur Normalbevölkerung erbringe, der quali fizierte Kausalzusammenhang im Einzelfall zum v ornherein nicht erstellt werden könne, werde dabei nicht verlangt und könne nicht entscheidend sein (E. 5.4.2). Aufgrund des auf medizinischer Erfahrung beruhenden Hinweises des Gutachters auf eine stark überwiegende Verursachung des Leidens durch die berufliche Tätigkeit bestehe Anlass für nähere Abklärungen zum Nachweis des qualifizierten Kausalzusammenhangs im Einzelfall. Angesichts der multifaktoriellen Genese der Hyperakusis und des Fehlens von Erhebungen zu den weiteren Aspekten, insbe sondere allfälliger ps ychosozialer Belastungsfaktoren, wies das Sozialver siche rung sgericht die Sache schliesslich an den Unfallversicherer zur umfassenden psychosomatisch en und otologisch -audiologisch en Abklärung unter Mitberück sichtigung der von der Suva erhobenen Messungen von Schall belastungen von Orchestermusikern zurück (E. 5.4.3; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts U 189/06 vom 2 6. Februar 2007, mit welchem die Beschwerde gegen das zitierte kantonale Urteil abgewiesen wurde.). 6.4.2 Diese Erwägungen im Urteil UV.2005.00145 vom 2 3. Februar 2006 sind im Ergebnis auch richtungsweisend für den vorliegenden Fall, bei welchem ebenfalls die fachärztlich diagnostizierte Hyperakusis (hier sogar mit ausgewiesener mehr monatiger Hörminderung) zur Behandlungsbedürftigkeit und zur Arbeitsunfähig keit geführt hat und ebenfalls eine berufliche Tätigkeit als Orchestermusikerin massgeblich ist, bei welcher die Langzeitschallbelastung als grundsätzlich gehör gefährdend gilt. S oweit ersichtlich liegt zudem noch immer keine Studie vor, wel che eine qualifiziert e Verursachung der Hyperakusis durch den Beruf als Orchester violinistin ausschliesst. Ferner weisen auch die Ausführungen von Dr. B.___ auf die multifaktorielle Genese der Hyperakusis hin, wobei hier nicht geklärt ist, ob die beruflichen Faktoren im Verhältnis zu den übrigen in Frage kommenden Faktoren ausschliesslich oder stark überwiegend ins Gewicht fallen. Hier fehlt es mithin zum einen an einer nachvollziehbar begründeten fachärztli chen Aussage dazu, ob mittlerweile eine allgemeine medizinische Erkenntnis zur qualifizierte n Verursachung einer (vorübergehenden, aber mehrjährigen ) Hyper akusis mit vorübergehender mehrmonatige r Hörminderung ( ohne bleibenden Gehörschaden) durch die Tätigkeit als Berufsmusiker in, namentlich Orchester violinistin, vorliegt. Zum anderen - sofern eine solche, die Leistungspflicht gege benenfalls ausschliessende Erkenntnis nach wie vor fehlt - ist zu klären, ob und inwiefern im Einzelfall die beruflichen und/oder die übrigen denkbaren Faktoren (namentlich Dauer und Umfang der Tätigkeit als Violinistin, [nicht ideal sitzen der] Ohrschutz, allfällige psychosoziale Belastungsfaktoren, beruflich e s und familiäre s Umfeld, psychische Verfassung, je spätestens ab Juni 2013 ) qualifiziert ins Gewicht fallen. 6.5 Nach dem Gesagten kann die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin bezüglich der Ohr- und Gehörbeschwerden der Beschwerdeführerin ab dem 8. Juni 2013 und insbesondere die Frage, ob eine Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG vor liegt, nicht abschliessend beurteilt werden. Die Sache ist an die Beschwerde gegnerin zur umfassenden fachspezifischen psychosomatischen und otologisch -audiologischen Abklärung zurückzuweisen. Dabei sind auch die erwähnten, von der Suva erhobenen Schallbelastungen von Orchestermusikern und Berufs violinisten zu berücksichtigen. Die Beschwerde ist folglich in dem Sinne gutzuheissen, dass der Ein sprache ent scheid vom 2. November 2017 aufzuheben und die Sache zur ergänzenden Abklärung im Sinne der Erwägungen und erneutem Entscheid über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin bezüglich der gesundheitlichen Beein trächtigungen der Ohren und des Gehörs a b dem 8. Juni 2013 zurückzu weisen ist. 7. Der Beschwerdeführer in steht ausgangsgemäss eine Prozessentschädigu ng zu, welche nach Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeu tung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitauf wand und den Barauslagen auf Fr. 3'000. -- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 2. November 2017 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück ge wiesen wird, damit sie über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin nach den ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 3'000.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Yolanda Schweri - VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG - Bundesamt für Gesundheit 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin FehrHartmann

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2017.00281 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Hartmann Urteil vom 2 2. Oktober 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Yolanda Schweri Kasernenstrasse 15, Postfach, 8021 Zürich gegen VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG Avenue de Cour 41, 1007 Lausanne Beschwerdegegnerin Zustelladresse: VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG Place de Milan, Case postale 120, 1001 Lausanne Sachverhalt: 1. X.___, geboren 19 81, war seit September 2005 als Violinistin bei der Y.___ angestellt und damit bei der VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG, gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit versichert. Laut Unfallmeldung vom 2 7. Juni 2013 fühlten sich nach dem Konzert im grossen Saal der Z.___ vom 8. Juni 2013, an dem sie als Musikerin mitgewirkt habe, ihre beiden Ohren verstopft an und sie fühlte auf diesen seitdem ei ne n starken Druck (Urk. 9/80 ). Die Erstbe handlung fand am 1 0. Juni 2013 bei Dr. med. A.___, Fachärztin für Oto - Rhino -Laryngologie, statt, die eine Hyperakusis nach Lärmbe lastung nach dem Konzert vom 9. Juni 2013 diagnostizierte ( Urk. 9/57/14, Urk. 9/79/ 52, Urk. 9/79/73, Urk. 9/79/ 83). Die Vaudoise klärte ihre Leistungspflicht ab und holte unter ande rem den Bericht von Dr. med. B.___, Fachärztin für Oto - Rhino -Laryngologie, Schwerpunkt Hals- und Gesichtschirurgie, Abteilung Arbeitsmedizin der Suva, vom 21. Januar 2015 ein (Urk. 9/57/1-4), welcher die technische Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung des Suva - Arbeits hygieniker s / - Akustiker s, Bereich Physik - Team Akustik, vom 1 0. Dezember 2014 ( Urk. 9/57/5-15) vorlag. Hierzu nahm die Versicherte mit Schreiben vom 19. Mai 2015 Stellung (Urk. 9/51). In der Folge holte die Vaudoise den Be richt von Dr. B.___ vom 27. August 2015 ein (Urk. 9/37/1-4). Mit Verfügung vom 1 1. November 2015 verneinte die Vaudoise den Anspruch auf Versicherungs leistungen, da die Voraussetzungen für die Annahme eines Unfalles, einer unfallähnlichen Körperschädigung oder einer Berufskrankheit nicht gegeben seien (Urk. 9/31/1-2). Dagegen erhob die Versi cherte mit Schreiben vom 1 4. Dezember 2015, ergänzt mit Schreiben vom 1 0. Oktober 2016, Einsprache ( Urk. 9/28, Urk. 9/22 ). Die Vaudoise holte darauf den Bericht von Dr. A.___ vom 6. Juni 2017 ein ( Urk. 9/13). Mit Einspracheent scheid vom 2. November 20 17 wies die Vaudoise die Einsprache der Versicherten ab (Urk. 2 ). 2. Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 6. Dezember 2017 Beschwerde und beantragte, es seien der Einspracheentscheid vom 2. November 2017 respek tive die Verfügung vom 11. November 2015 aufzuheben und die Beschwerde gegnerin sei zu verpflichten, die Leistungen nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) zu erbringen ; eventualiter sei die Beschwerde gegnerin zu verpflichten, vorübergehend (bis mindesten s ein Jahr nach dem Ereignis vom 8. Juni 2013) die Leistungen nac h UVG zu erbringen; sub eventualiter sei eine ergänzende medizinische Beurteilung bei einer mit musik-medizinischen Frage stellungen vertrauten Fachperson zu veranlassen ( Urk. 1 S. 2). Die Beschwerde gegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 1. März 2018 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8 S. 3 ). Mit Replik vom 25. Juni 2018 hielt die Beschwerde führerin an ihren Anträgen fest (Urk. 15 S. 3) und reichte den Bericht von Dr. A.___ vom 22. Mai 2018 ein (Urk. 16). Mit Duplik vom 2 6. September 2018 hielt auch die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag fest (Urk. 2 0 S. 2), wovon der Beschwerdeführerin am 2 8. September 2018 Kenntnis gegeben wurde ( Urk. 21). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des UVG und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten. Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Sep tember 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen). Hier ist der Sachverhalt ab dem Ereignis vom 8. Juni 2013 zu beurteilen, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden. 2. 2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten Versicherungsleistungen gewährt. 2.2 Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1). Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäg lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Unge wöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis). 2.3 Nach Art. 9 Abs. 1 UVG gelten als Berufskrankheiten Krankheiten ( Art. 3 ATSG), die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädi gende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt die Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen. Gestützt auf diese Delegationsnorm und Art. 14 UVV hat er in Anhang I zur UVV eine Liste der schädigenden Stoffe und der arbeitsbedingten Erkrankungen erstellt. Nach der Rechtsprechung ist eine vorwiegende Verursa chung von Krankheiten durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten nur dann gegeben, wenn diese mehr wiegen als alle andern mitbeteiligten Ursachen, mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50 % ausmachen. Ausschliessli che Verursachung hingegen meint praktisch 100 % des ursächlichen Anteils der schädigenden Stoffe oder bestimmten Arbeiten an der Berufskrankheit (BGE 119 V 200 E. 2a mit Hinweis). Als Berufskrankheiten gelten nach Art. 9 Abs. 2 UVG auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. Diese Generalklausel bezweckt, allfällige Lücken zu schliessen, die dadurch ent stehen könnten, dass die bundesrätliche Liste gemä ss An hang I zur UVV entweder einen schädigenden Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder eine Krankheit nicht aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde (BGE 119 V 200 E. 2b mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung ist die Voraussetzung des ausschliesslichen oder stark über wiegenden Zusammenhangs gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG erfüllt, wenn die Berufs krankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verur sacht worden ist (BGE 126 V 183 E. 2b, 119 V 200 E. 2b mit Hinweis; RKUV 2000 Nr. U 408 S. 407). Soweit nichts anderes bestimmt ist, sind gemäss Art. 9 Abs. 3 UVG Berufskrank heiten von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausgebrochen, sobald die betroffene Person erstmals ärztlicher Behandlung bedarf oder arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) ist. 2.4 2.4.1 Für den so qualifizierten Kausalzusammenhang trägt die versicherte Person die Beweislast, wenn ein solcher Zusammenhang trotz pflichtgemässer Abklärung des Sachverhalts ( Art. 43 Abs. 1 ATSG) nicht bewiesen werden kann (vgl. RKUV 1988 Nr. U 61 S. 450 f. E. 1b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts U 557/06 vom 4. Oktober 2007 E. 2 ; zum im Sozialversicherungsprozess geltenden Unter suchungsgrundsatz vgl. auch Art. 61 lit. c ATSG; BGE 138 V 218 E. 6 mit Hin weisen ). Es gilt der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 35 3 E. 5b mit Hinweisen ; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3; vgl. auch Urteil des Bundes gerichts 8C_420/2007 vom 2 9. Januar 2008 E. 5 und E. 5.3). 2.4.2 Eine Umkehr der Beweislast tritt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur ausnahmsweise dann ein, wenn eine Partei einen Beweis aus Gründen nicht erbringen kann, welche nicht von ihr, sondern von der Behörde zu verantworten sind (BGE 92 I 253 E. 3, 138 V 218 E. 8.1.1 mit Hinweisen). 3. 3.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefoch tenen Einspracheentscheid (Urk. 2) gestützt auf die Bericht e der Suva vom 2 1. Januar 2015 ( Urk. 9/57/1-4) und vom 1 0. Dezember 2014 ( Urk. 9/57/5-7) auf den Standpunkt, es werde weder das Vorliegen eines Unfallereignisses noch einer unfallähnlichen Körperschädi gung noch einer Berufskrankheit anerkannt. D ie nach dem Konzert C.___ v om 8. Juni 2013 gemeldeten Hörbeschwerden der Beschwerdeführe rin seien nicht die Folge eines ungewöhnlichen äusseren Faktors und damit nicht unfallbedingt. Auch sei das Vorliegen einer Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 UVG auszuschliessen, da keine bleibenden strukturellen Veränderungen am Innenohr und keine erhebliche Schädigung des Gehörs (Schwerhörigkeit) nach gewiesen worden seien. So habe anlässlich der Untersuchung vom 1 0. Dezember 2014 keine Hörverminderung mehr bestanden und gemäss dem Bericht der behandelnden Ärztin Dr. A.___ vom 6. Juni 2017 ( Urk. 9/ 13 ) habe sich das Gehör während des letzten Jahres stark stabilisiert, namentlich habe die Hyperakusis abgenommen. Auch seien die Voraussetzungen für eine Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG nicht erfüllt. Und zwar sei nach den massgeblichen Kriterien der ausschliessliche oder stark überwiegende Kausalzusammenhang zwischen den Gehörsschädigungen der Beschwerdeführerin und ihrer beru flichen Tätigkeit nicht gegeben. Denn ihre Gehörsschädigungen könnten nicht als typische Folge der beruflichen Tätigkeit oder als der beruflichen Tätigkeit inhär ente Diagnose betrachtet werden; Musiker würden nicht vier Mal mehr von Gehörs s chädigungen betroffen als die Bevölkerung im Durchschnitt ( Urk. 2 S. 7 ff.). 3.2 Die Beschw erdeführerin wendet dagegen ein, in medizinischer Hinsicht sei davon auszugehen, dass sie infolge jahrelanger Arbeit im gehörgefährdenden Lärm anlässlich einer besonders lauten Orchesterprobe und dem nachfolgenden Konzert am 8. Juni 2013 eine Innenohrverletzung mit einhergehender senso rineuraler Schwerhörigkeit vor allem im Hochfrequenzbereich erlitten ha be und seither an einer Hyperakusis leide. Alle Risikofaktoren für dieses Leiden ausser der Lärmeinwirkung könnten aufgrund ihres jungen Alters ausgeschlossen werden. A uf die medizinische und technische Beurteilung der Suva - Fachleute vom 2 1. Januar 2015 und vom 1 0. Dezember 2014 könne nicht abgestellt werden. So sei die technische Beurteilung von falschen Annahmen ausgegangen und habe der Platzierung im Orchester, der Schallexposition während der Probe und der berufsbedingte n andauernden Vorbelastung der Innenohre nicht ausreichend Rechnung getragen. Die Suva-Ärztin habe auf den technischen Bericht ab ge stell t ; sie habe fälschlicherweise darauf geschlossen, dass eine Berufs krankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVG ausgeschlossen werden könne, da keine erhebliche Schädigung des Gehörs strukturell mehr objektivierbar sei und auch die behan delnde Ohrenärztin bestätigt habe, dass sie die Hyperakusis nicht als berufsbe dingte Lärmschädigung einschätze. Dies werde indes bestritten. Die behandelnde Ohrenärztin habe vielmehr in all ihren Berichten stets bestätigt, dass die Gehör probleme nach einem Lärmtrauma auf der Bühne entstanden seien. Indem die Suva-Ärztin davon ausgegangen sei, dass sich die strukturellen Schädigungen wieder zurückgebildet hätten, habe auch sie bestätig t, dass initial Schädigungen vorgelegen hätten. Ausserde m habe die Suva-Ärztin verkannt, dass eine Hyperakusis nicht notwendigerweise mit bleibenden Innen ohr schädigungen verbunden sein müsse und diese gleichwohl berufsbedingt sein könne. In ihrer zweiten Beurteilung vom 27. August 2015 habe die Suva-Ärztin zudem ausgeführt, dass zumindest eine vorübergehende kochleäre Überlastung aufgrund passagere r Hör schwellenveränderungen angenommen werden müsse. Diese Einschätzung decke sich mit der Beurteilung von Prof. Dr. med. D.___, Facharzt für Oto - Rhino -Laryngologie ( im Bericht der E.___ des F.___ vom 2 6. November 2013, Urk. 3/ 3 ), der einige Monate nach dem Ereignis noch eine beidseitige Hochton-Sc hwer hörigkeit festgestellt habe; auch stimme sie mit der Beurteilung von Frau G.___ vom H.___ -Institut (Urk. 9/64/2-3) überein, wonach das Innenohr aufgrund einer beidseitigen Mittelohrdysfunktion mit Funktionsstörungen zuerst mit Lärmeinwirkung belastet werde und sich nicht ausreichend schützen könne. Die von der Suva-Ärztin schliesslich festgehaltene überlagernde Anpassung sstörung, wogegen indes der Heilverlauf spreche, wäre ausserdem fachärztlich festzustellen. Des Weiteren treffe es nicht zu, dass das Gesetz für die Leistungspflicht infolge einer Berufskrankheit eine bleibende, erhebliche Gehö rschädigung mit Schwer hörigkeit voraussetze. Auch sei es unzutreffend, dass Berufsmusiker keiner im Vergleich zur Normalbevölkerung rund viermal erhöhten Gefahr von Lärmschä digungen ausgesetzt seien. Aus zahlreichen Untersuchungen und auch aus den für Berufsmusiker strengeren Gehörschutzmassnahmen der Suva ergebe sich ein entsprechend erhöhtes Risiko. Zudem sei n ach der bundesgerichtlichen Recht sprechung eine Anerkennung als Berufskrankheit dann im Einzelfall ausge schlossen, wenn wissenschaftlich erwiesen sei, dass eine bestimmte Berufsgruppe nicht viermal häufiger von einer Krankheit betroffe n sei als die Normalbevölke rung; und d e r Beweis auf qualifizierte Ursächlichkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG sei dann ausgeschlossen, wenn aufgrund medizinischer Forschungs ergebnisse ein Erfahrungswert dafür bestehe, dass eine berufsbedingte Genes e eines bestimmten Leidens von seiner Natur her nicht nachgewiesen werden könne. Bislang sei wissenschaftlich indes gerade nicht nachgewiesen, dass bei Berufsmusikern keine Häufung von Schädigungen wie Hyperakusis und Tinnitus vorliege; vielmehr würden zahlreiche Feststellungen von medizinische Experten und Untersuchungen, auch seitens der Suva, für eine solche Häufung sprechen. Deshalb sei in ihrem Fall zu prüfen, ob die berufliche Belastung verantwortlich für die gesundheitliche Schädigung sei oder gewesen sei. Es seien bei ihr ausser ihrer Arbeit im gehörgefährdenden Lärm und der schliesslich gehörschädigenden stundenlangen überlauten Generalprobe sowie eines noch lauteren Konzerts am gleichen Abend jedoch keine anderen gesundheitlichen Faktoren oder private lärmintensive Aktivitäten auszumachen, welche für die Gehörschädigung ursächlich sein könnten. Das Vorliegen einer (vorübergehenden) Berufskrankheit und die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin seien daher zu bejahen. Daran ändere nichts, dass die aktuellsten Untersuchungsbefunde mittlerweile alle wieder im Normalbereich liegen würden und wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für eine Orchestertätigkeit habe attestiert werden können ( Urk. 1 S. 5 ff., Urk. 15 ). 3.3 3.3.1 Es ist unstrittig ausgewiesen, dass die Beschwerdeführerin, nachdem sie als Violinistin an der Orchesterprobe und am 8. Juni 2013 an der Konzert aufführung von C.___ von I.___ teilgenommen hat te, unter Ohr beschwerden mit Verstopfungs - und Druckgefühl beidseits litt ( Urk. 9/79/87, Urk. 9/80), welche von Dr. A.___ diagnostisch als Hyperakusis nach Lärmbelastung eingeordnet wurde n ( Urk. 9 /79/83). 3.3.2 Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Entscheid sowohl ver n eint, dass der Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG erfüllt sei ( Urk. 2 S. 7), als auch, dass eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 UVV oder eine Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 oder Abs. 2 UVG vorliege. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin dagegen beziehen sich nicht auf den Unfallbegriff und bestreiten nicht die von der Beschwerdegegnerin hierzu gemachten Erwägungen (Urk. 1, Urk. 15), weshalb davon auszugehen ist, dass der Entscheid insofern nicht strittig ist. Der Beschwerdegegnerin ist denn auch beizupflichten, dass der äussere Faktor des lauten Musizieren s eines Orchesters während einer Probe und/oder eine s Konzert s, im Rahmen derer auch ein möglicherweise eher laute s Musikstück wie C.___ von Strawinsky ohne ansonsten aussergewöhnliche Vorkommnisse intensiv geübt und gespielt wurde, für eine daran mitwirkende Berufsviolinistin nicht als ungewöhnlich gemäss Art. 4 ATSG zu beurteilen ist (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 2.4). Das Vorliegen eines Unfallereignisses im Sinne von Art. 4 ATSG in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 UVG ist mithin zu verneinen. Unbestrittenermassen sind auch die Voraussetzungen für die Annahme einer unfallähnlichen Körperschädigung nicht erfüllt. 3.3.3 Streitig und zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin für die hiervor beschriebenen Ohrbeschwerden, welche unstrittig den Krankheitsbegriff nach Art. 3 ATSG erfüllen, unter dem Titel Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 oder Abs. 2 UVG Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung beanspruchen kann. 4. 4.1 4.1.1 Die erstbehandelnde Ärztin Dr. A.___ führte in ihren Berichten vom 9. Juli, 28. Oktober 2013 und 1 0. Juni 2014 ( ohne Anamnese und Befunde ) die Diagnose einer Hyperakusis nach Lärmbelastung auf und stellte fest, es sei der Beschwer deführerin aufgrund der erhöhte n Lärmempfindlichkeit nicht möglich, in ihrem Beruf als Orchesterviolinistin zu arbeiten (Urk. 9/79/73, Urk. 9/79/81, Urk. 9/83). Zu den Untersuchungen von Dr. A.___ vom 11., 2 0. und 2 8. Juni 2013, vom 2 9. August sowie vom 2 2. September 2014 liegen ausserdem (nicht kommen tierte) Ton- und Sprachaudiogramme vor (Urk. 9/79/57-61). Gemäss dem Bericht des F.___ vom 2 6. November 2013 waren aufgrund der Kon sultation vom 2 5. November 2013 die Diagnosen Status nach akuter Lärmbe lastung nach Orchesterkonzert im Juni 2013 mit in der Folge Entwicklung eines beidseitigen Ohrdruckgefühls mit Hyperakusis und einer sensorineuralen Schwer hörigkeit im Hochfrequenzbereich beidseits gestellt worden. Die Beschwerde führerin habe angegeben, sie habe im Juni 2013 als Orchestermusikerin an einem lauten Konzert teilgenommen. Trotz einer Absicherung mittels Elastin Ohren stöpseln habe sie direkt im Anschluss an das Konzert einen deutlichen Druck auf beiden Ohren verspürt, der sich auch an den Folgetagen nicht verring ert habe. Während des Konzertes habe sie auf der Bühne vor den Blechinstrumenten und dem Schlagwerk gesessen. Beim Ohrenarzt wenige Tage nach dem Ereignis habe sich ein fraglicher « Hörsturz » in den hohen Frequenzen gezeigt. Nach der Sommerpause habe sie wieder begonnen, Geige zu spielen und zu unterrichten, was keinerlei Probleme mit sich gebracht habe. Nach den ersten Orchesterproben sei es allerdings wieder zu einem deutlichen Rückfall gekommen. Sie habe wieder den Eindruck, deutlich lärmempfindlicher zu sein, auch der Druck sei wieder deutlich stärker geworden. Daraufhin sei sie erneut krankgeschrieben worden, mittlerweile sei die Lärmempfindlichkeit wieder etwas besser geworden. In der Untersuchung mittels Reintonaudiometrie habe sich eine sensorineurale Schwer hörigkeit beginnend ab einer Frequenz von etwa 6 Kilohertz ( kHz ) gefunden. Hier habe sich ein Steilabfall linksbetont mit einem maximalen Hörverlust von etwa 40 Dezibel (dB) bei 8 kHz gezeigt, bei den Frequenzen zwischen 9 und 11 kHz eine Erholung der Hörfunktion und zwischen den Frequenzen 12 und 14 kHz ein erneuter Steilabfall mit einem maximalen Hörverlust von 60 dB rechts beziehungsweise 45 dB links. Insgesamt lasse sich anhand der Hörkurve eine gewisse Beeinträchtigung des Gehörs nachvollziehen. Diese stehe in möglichem Zusammenhang mit dem im Rahmen der Orchesteraufführungen erlittenen Lärm schädigungen. Letztlich sei allerdings der Hauptsprachbereich nicht betroffen. Da steilabfallende Hörkurven zwischen zwei Frequenzen bisweilen eine filterartige Wirkung hätten, könnte dadurch das Druckgefühl im Bereich beider Ohren erklärt werden (Urk. 3/3). D em Bericht vom 2 6. Juni 2014 von G.___, die Audio-Psycho-Phonologi sche-(APP-)Behandlungen - eine komplementärmedizinische Methode nach Dr. med. J.___ - durchführt, ist zu entnehmen, die Abklärung der Beschwer deführerin vom 2 9. April 2014 habe eine gute Hörschwelle und eine beidseitige Mittelohrdysfunktion ergeben; letzteres habe sich durch eine gut sichtbare Inver sion Knochen-Luftleitung dargestellt. Auf dem linken Ohr zeige sich diese Funk tionsstörung bei 750 Hz und 1000 Hz sowie bei 3000 und 4000 Hz. Auf dem rechten Ohr sei der Bereich von 250 Hz bis 1500 Hz sowie eine Frequenz im Hochtonbereich bei 3000 Hz davon betroffen. Die erhöhte Lärmempfindlichkeit sei auf die Inversion Knochen-Luftleitung zurückzuführen, die dazu führen würde, dass der Hörnerv sich nicht schützen könne. Das Trommelfell, welches mit dem gesamten Mittelohr eine Art Stossdämpferfunktion ausüben sollte, spanne und entspanne sich zu langsam, so dass das Innenohr zuerst reagiere. Bei der Beschwerdeführerin sei die oben beschriebene Inversion Knochen-Luftleitung die direkte Folge des Lärmtraumas, das sie sich vor zehn Monaten zugezogen habe. Mit dieser Problematik sei es sehr schwierig, Stimuli verbaler oder auch akusti scher Art zu verarbeiten und das Ausblenden von Nebengeräuschen werde nahezu unmöglich. Das vegetative Nervensystem sei komplett überreizt, was wiederum negative Auswirkungen auf den Gesamtzustand der Beschwerdeführe rin habe ( Urk. 9/64/2). Laut der E-Mail von Dr. A.___ an die Beschwerdegegnerin vom 2 9. September 2014 nahm die Lärmempfindlichkeit in der Zeit der Messungen von Mitte Juni (2013) bis am 2 2. September (2014) stark ab. Auf der linken Seite sei eine hohe Empfindlichkeit bei 250 Hz geblieben. Die Beschwerdeführerin könne inzwischen wieder Geigenunterricht geben. Ein Wiedereinstieg in die Orchestertätigkeit sollte schrittweise erfolgen, um keinen Rückfall zu provozieren, was (bei Arbeits versu chen) bereits zwei Mal vorgekommen sei. Eine berufsbedingte Lärm schädigung im Sinne der Suva liege hier nicht vor. Es handle sich um eine Hyperakusis ( Urk. 9/79/52). 4.1.2 Laut dem Bericht der Suva, Bereich Physik, Akustik, vom 1 0. Dezember 2014 zur technischen Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung habe die Beschwerde führerin bei der telefonischen Befragung angegeben, e s habe sich beim Konzert vom 8. Juni 2013 um zwei Aufführungen von C.___ von I.___ direkt nacheinander gehandelt. Sie habe damals im Bereich der zwei ten Geige n etwa in der Mitte gespielt, welche links im Orchester zwischen d en ersten Geige n und den Bratschen platziert gewesen sei en. Soweit erinnerlich, sei das Schlagzeug nicht sehr nahe bei ihr gewesen, sondern die Hörner seien näher gewesen. Im gespielten Musikstück habe das Schlagwerk aber eine bedeutende Rolle und es würden auch sonst vergleichsweise hohe Schallpegel herrschen. Sie habe damals Elacin -Gehörschutz mit einem 15er-Filter getragen. Inzwischen habe sie sich neue Elacin-Otoplasten anpassen lassen, mit denen sie sich besser geschützt fühle. Gestützt auf diese Angaben könne ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin in der letzten Reihe der zweiten Geigen und damit direkt vor den Hörnern oder gar dem Schlagzeug gesessen habe. Eine Überschreitung des Arbeitsplatz-Grenzwertes für Impulslärm (Spitzenschallpegel) von 135 dB (C) und mehr sowie eines Schallexpositionspegels von 120 dB(A) könne damit mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin für die Anpassung neuer Gehörschutz- Otoplastiken dreimal beim Hörgeräte-Akustiker gewesen sei und sie sich mit diesen deutlich besser geschützt fühle, lege nahe, dass die Anpassung der im Juni 2013 verwendeten Gehörschutz- Otoplastiken nicht optimal gewesen sei und die Schutzwirkung nicht die vom Hersteller deklarierten Werte erreicht habe (Urk. 9/57/5-7). Im Suva-Bericht vom 2 1. Januar 2015 führte Dr. B.___ zu den Audiogrammen von Dr. A.___ (Urk. 9/79/57-61) aus, bei der Erstuntersuchung v om 1 1. Juni 2013 habe sich eine minimale beidseitige Hochtoninnenohrsenke bei 6000 Hz von 25 bis 30 dB beidseits sowie eine leichtgradige angedeutete Hörminderung im Mitteltonfrequenzbereich bei 1000 Hz von 10 bis 15 dB gezeigt. Im Vergleich zu ihrer gehörschadenprophylaktischen Erstuntersuchung im Audiomobil vom 20. September 2011 ( Urk. 9/57/9) seien diese kleinen Hörabnahmen, welche sich auch in den Verlaufskontrollen in den darauffolgenden Wochen nach dem Konzertauftritt immer noch hätten manifestieren lassen, als mit grosser Wahr scheinlichkeit doch hinweisend für eine funktionelle transiente Überlastung des Corti Organs zu beurteilen. Aufgrund der ein Jahr später durchgeführten Ver laufsaudiogramme zeige sich messtechnisch eine Erholung der Hörschwelle mit kongruente m und gleichem Kurvenverlauf wie bei der Audiometrie von 2011 mithin zwei Jahre vor der betreffenden Konzertaufführung -, sodass zum heuti gen Zeitpunkt keine bleibenden strukturellen Veränderungen im Innenohr beid seits nachweisbar seien und die heutige Hörku r ve der Beschwerdeführerin der Altersnormkurve soweit entspreche. Die Beschwerdeführerin beklage auch keine Hörminderung mehr und sie habe auch kein Tinnitus-Leiden durchgemacht. Sie habe in der schri ftlichen Befragung vom 2 2. November 2014 ( Urk. 9/57/12-15) ein Ohrensausen-Leiden verneint; ihre Gehörüberempfindlichkeit werde dort nicht weiter beschrieben, ausser dass sie im privaten und beruflichen sich dies bezüglich massiv eingeschränkt fühle; daher sei die berufliche Tätigkeit bis im Herbst 2014 noch nicht wiederaufgenommen worden. Aufgrund der fachlich-technischen Beurteilung vom 10. Dezember 2014, wonach von einer chronischen beruflichen Lärmbelastung von gesamthaft 14 Jahren bei einem durchschnittli chen Belastungspegel von 90 dB im gehörgefährdenden Bereich auszugehen sei, und der dort beschriebenen protektiven Massnahmen sowie aufgrund der verglei chenden Hörkurven beidseits könne somit eine chronisch berufliche Gehör schädigung im Sinne einer Ber ufskrankheit gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG in Verbin dung mit Art. 14 UVV und Ziff. 2 lit. a Anhang I zu UVV ausgeschlossen werden. Denn es sei heute in struktureller Hinsicht keine erhebliche Schädigung des Gehörs mehr objektivierbar und es könne auch keine andere Krankheit nachge wiesen werden, welche die Geräusche über empfindlichkeit der Beschwerdeführe rin ausschliesslich oder stark überwiegend durch die berufliche Tätigkeit verursacht haben könnte. Nicht unerwähnt zu lassen sei, dass die Geräuscheüber empfindlichkeit eine stark subjektiv überlagerte Symptomatik sei und keine eigentliche Grundkrankheit darstelle. Sie sei stark von der Tagesdisposition und dem allgemeinen Wohlbefinden (Stress, Ausgeruhtheit, psychische Belastungen und Faktoren, welche die Kreislaufsituation zusätzlich beeinflussen) abhängig. Offensichtlich sei sich die Beschwerdeführerin dieser Co-Faktoren bewusst und auch Dr. A.___ habe im E-Mail-Kontakt vom 2 9. September 2014 bestätigt, dass die Hyperakusis ihrer Patientin von ihr nicht als berufsbedingte Lärmschädigung ein geschätzt werde (Urk. 9/57/1-3). 4.1.3 Im Bericht vom 1 1. Juni 2015 erklärte Dr. A.___, die Beschwerdeführerin habe nach dem Konzert vom 9. (richtig: 8.) Juni 2013 einen Druck auf beiden Ohren beklagt und erklärt, das Gehör sei gedämpft und sie vertrage keinerlei Lärm. Die G ehörs kurve sei damals bei 6000 Hz beidseitig gesenkt gewesen, im Mitteltonbereich ebenso. Es habe sich zudem eine massive Einschränkung der Unbehaglichkeits schwelle gezeigt. Bis April 2014 sei es zu einer recht guten Verbesserung der Situation gekommen, bei Arbeitsversuchen sei es jedoch zu massiven Rückfällen gekommen. Es sei seither möglich gewesen, bei einem von drei Musikstücken bei Kammermusikabenden mitzuwirken. Es sei nicht absehbar, dass sie wieder in das Orchester integriert werden könne. Es werde eine Umschulung empfohlen (Urk. 9/50). 4.1.4 Aus dem zweiten Suva-Bericht von Dr. B.___ vom 27. August 2015 geht her vor, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen einer persönlich en Befragung und U ntersuch ung angegeben habe, seit dem Konzert vom 8. Juni 2013 an einem Druckgefühl in beiden Ohren zu leiden. Dieses sei kaum beeinflussbar und nehme nach einer 45-minütigen Probe subjektiv zu, weshalb sie bis jetzt auch keine regelmässige Orchestertätigkeit habe aufnehmen können. Bezüglich ihrer Hör funktion fühle sie sich nicht eingeschränkt, im Gegenteil höre sie sehr gut, habe kein Ohrgeräusch und leide nur unter der übermässigen Geräuschempfindlichkeit. Bei der Untersuchung der alten, anlässlich des Konzerts vom 8. Juni 2013 ver wendeten Otoplasten habe sich herausgestellt, dass diese einen ungenügenden Dämmwert von 15 dB aufgewiesen hätten. Mit den neuen Gehörschutzmitteln, welche in ihren Messungen eine Dämmung von 25 respektive 30 dB linear im gesamten Frequenzbereich aufgewiesen hätten, nehme die Beschwerdeführerin ein gutes Dämmgefühl und einen satten Sitz war. Es müsse somit davon ausge gangen werden, dass die Beschwerdeführerin bei der Konzertaufführung vom 8. Juni 2013 auf dem rechten Gehör wahrscheinlich bereits nicht mehr optimal geschützt gewesen sei, während auf dem linken Ohr bei einer durchschnittlichen Dämmung von 15 dB keine nachhaltige akustische Traumatisierung habe auftre ten können. In diesem Zusammenhang sei eine erneute Reintonaudiometrie mit Knochenleitung durchgeführt worden, welche über alle Frequenzen eine beidseits absolut normale altersentsprechende und mit den Messungen von 2011 identi sche Hörschwelle gezeigt habe. Dabei falle auf, dass die Beschwerdeführerin eine ganz geringe Schal l leitungskomponente in den Mittelfrequenzbereichen aufweise und eine angedeutete Carhart-Senke des Innenohres beidseits, welche auf eine mögliche sklerotische feinste Veränderung im Bereich der Gehörknöchelchenkette hinweisen könne. Bei der Tympanometrie und Testung des Stapediusreflexes zum Ausschluss einer otosklerotisch vorhandenen früheren Veränderung und zur Beurteilung der Schutzmechanismen des Innenohrs hätten sich eine absolut nor male Trommelfellcompliance und gute Mittelohrbelüftung gezeigt. Das Druckge fühl der Beschwerdeführerin sei daher nicht auf eine organische Belüftungs störung im Mittelohrbereich zurückzuführen. Die Stapediusreflexe hätten im normalen überschwelligen Bereich, auf der rechten Seite bei 90 dB (bei 500 Hz ipsilateral ) und links bei 85 dB (bei 2000 Hz), ausgelöst werden können, was Schutzmechanismen des afferenten und efferenten auditiven Systems im norma len Bereich nachweise. D ie Prüfung der otoakustischen Emissionen de r Haarzellen im Innenohrbereich beidseits sei ebenfalls normal ausgefallen. Hiermit seien die morphologischen und strukturellen organischen Veränderungen im Innenohr bereich als gut funktionsfähig und unauffällig zu bestätigen. Aus diesem Blick winkel sei eine unfallursächliche oder durch eine Berufskrankheit entstandene Verletzung im Innenohrbereich der Beschwerdeführerin heute auszuschliessen. Auf die Frage der Beschwerdeführerin, wie denn ihre jetzigen subjektiven Druck gefühle im Gehör respektive das Wattegefühl zu erklären seien, sei nach so einem langen Zeitintervall seit dem akustisch belastenden Moment von vor über zwei Jahren von einer psychosomatisch im Vordergrund stehenden, funktionellen sub jektiven Verarbeitungsstörung auszugehen. Es sei somit, wie schon in der Beur teilung vom 2 5. Januar 2015 festgestellt worden sei, festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin heute nicht an einer Berufskrankheit leide und auch kein Hinweis darauf bestehe, dass organisch-strukturell durch das Konzert vom 8. Juni 2013 ein bleibender Gehörschaden resultiert habe. Es werde indes empfohlen, die diagnostischen und therapeutischen Heilkosten administrativ zu übernehmen, da eine vorübergehende kochleäre Überlastung aufgrund der passageren Hörschwel lenveränderungen initial angenommen werden müsse ( Urk. 9/37/1-4). 4.1.5 Im Bericht vom 6. Juni 2017 teilte D r. A.___ der Beschwerdegegnerin mit, dass sich das Gehör der Beschwerdeführerin nach deren Angaben und gemäss den neuen Messungen deutlich stabilisiert sowie die Hyperakusis deutlich abgenommen habe. Das Reintonaudi o gramm sei nach wie vor im Normbereich, in den ganz hohen Frequenzen sei das Ergebnis etwas schlechter als vor einem Jahr. Die Unbehaglichkeitsschwelle liege zwischen 75 und 85 dB und sei somit für ein Spielen im Orchester genügend. Sie ertrage auch wieder die Lärmbelastung im Orchester. Es werde daher die Aufnahme der Erwerbstätigkeit in einem 50%igen Pensum empfohlen und die Durchführung einer Zwischenkontrolle nach zwei Monaten, um zu überprüfen, ob die Beschwerdeführerin einer solchen Belastung standhalte ( Urk. 9/13/1). Im Bericht vom 2 2. Mai 2018 erklärte Dr. A.___ zur Konsultation vom 5. April 2018, die Beschwerdeführerin erfülle inzwischen seit Oktober 2017 als Zuzügerin ein fast volles Pensum im Y.___ Orchester mit freier Platzwahl. Das Reinton audiogramm sei unverändert im Normalbereich, bis auf 6000 Hz rechts, wo die Hörschwelle bei 25 dB liege. Alle anderen Frequenzen seien besser als 20 dB. Die Unbehaglichkeitsschwelle liege bei mindestens 85 bis 100 dB und damit mit einem Beruf im Orchester verträglich. Es sei angesichts dieser Befunde unter Belastung ein volles Arbeitspensum zu befürworten ( Urk. 16). 4.2 4.2.1 Die vorliegenden ärztlichen Beurteilungen der geklagten Ohren- und Gehörbe schwerden der Beschwerdeführerin mit Ohrdruck- und Wattegefühl beidseits stimmen insofern überein, als alle Fachärzte eine Hyperakusis (übermässige Geräuscheempfindlichkeit ) und für die Monate nach dem Konzert vom 8. Juni 2013 eine (im Vergleich zur Alterskurve) geringfügige Hörminderung im Mittel tonbereich und im Bereich ab der Frequenz 6 kHz feststellten ; dabei steht ausser dem fest, dass w eder ein Tinnitus noch andere Ohrgeräusche bestanden und sich spätestens ab September 2014 eine (weiter zunehmende) Besserung der Hyper akusis und eine Erholung der Hörminderung auf den Stand zwei Jahre vor dem Konzert ein stellte n ( Urk. 3/3, Urk. 9/13/1, Urk. 9/37/2-3, Urk. 9/50, Urk. 9/57/1-3, Urk. 9/57/11, Urk. 9/79/52, Urk. 9/79/61). Insofern stimmen namentlich die Feststellungen in den Suva-Berichten von Dr. B.___ mit der übrigen Akten lage überein. 4.2.2 Die Ausführungen in den Suva-Berichten von Dr. B.___ zur Beeinträchtigung des Gehörs ( Urk. 9/ 37/1-4, Urk. 9/57/1-3) sind insbesondere auch mit dem (erst im Gerichtsverfahren vorgelegten) F.___ -Bericht, visiert von Prof. Dr. D.___, vom 2 6. November 2013 vereinbar. Denn auch im F.___ -Bericht wurde ein Abfall der Hörlinie im Reintonaudiogramm ab der Frequenz von etwa 6 kHz linksbetont bis 8 kHz beschrieben, was dem von Dr. B.___ nachvollziehbar kommentierten Bild zum Tonaudiogramm von Dr. A.___ vom 11. Juni 2013 ( Urk. 9/79/61) entspricht. Ein Unterschied zu den Tonaudio gramm en von Dr. A.___ und Dr. B.___ besteht lediglich darin, dass im F.___ zusätzlich die Frequenzen über 8 kHz getestet wurden und dadurch zusätzlich der Abfall der Hörlinie zwischen den Frequenzen 12 bis 14 kHz festgestellt werden konnte (Urk. 3/3 ). Dieser wurde indes nicht in Beziehung zum damaligen Alter der Beschwerde führerin von 32 Jahren gesetzt, so dass nicht erwiesen ist, dass es sich hierbei um einen relevanten pathologischen Hörverlust im Höchsttonbereich (für das betreffende Alter) handelt, zumal die obere Hörgrenze mit zunehmendem Alter und in den höchsten Frequenzen zuerst abnimmt (vgl. Suva-Broschüre «Gehör gefährdender Lärm am Arbeitsplatz», Juni 2018, S. 24; www.suva.ch/44057.d ). Die im F.___ -Bericht aufgeführte Diagnose einer sensorineuralen und damit unwider ruflichen Schwerhörigkeit hat sich sodann insofern als falsch her ausge stellt, als die Beschwerdeführerin nachweislich im Mittel- und Hochton bereich bis 8 kHz keinen andauernden Hörverlust erlitten hat; ihre ( Ge -)Hör funktion war - bis auf ein initiales Dämpfungs - und Druck gefühl - auch aus subjektiver Wahrnehmung nicht eingeschränkt, vielmehr war die Ver träg lichkeit von Geräuschen beeinträchtigt ( Urk. 9/37/2, Urk. 9/57/14). Auch die behandelnde Ärztin stellte lediglich eine vorübergehende minime Senkung bei 6 kHz und im Mitteltonbereich beidseits fest und betonte, dass keine Schwerhö rigkeit, sondern eine Hyperakusis vorgelegen habe (Urk. 9/50). Nicht massgeblich zur Beurteilung, ob eine Berufskrankheit vorlag, sind ferner die Feststellungen von G.___ vom 26. Juni 2014 ( Urk. 9/64/2), da sie keine Ärztin ist und auch sonst über keine wissenschaftlich anerkannte Fachausbildung verfügt. 5. 5.1 Ob die beschriebene gesundheitliche Beeinträchtigung eine arbeitsbeding te Erkrankung darstellt, ist zunächst anhand von Art. 9 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 14 UVV und Ziff. 2 Anhang 1 zur UVV zu prüfen. Von den in Ziff. 2 Anhang 1 zur UVV aufgeführten Erkrankungen komm en hierzu allein die unter lit. a ( Erkrankungen durch physikalische Einwirkungen) dieser Liste aufgeführten « erhebliche Schädigungen des Gehörs » durch « Arbeiten im Lärm » in Frage. Rechtsprechungsgemäss ist d i e Schwere der Beeinträchtigung aus praktischen Gründen in Prozenten des Hörverlusts zu umschreiben, wobei die Frage, ab wel cher prozentualen Grenze ein Hörverlust als erheblich im Sinne der genannten Bestimmung zu qualifizieren ist, sich nicht nach abstrakten medizinischen Krite rien beantworten lässt; vielmehr kommt es darauf an, ob sich der Gehör schaden praktisch in erheblicher Weise auswirkt, indem er zu einer anspruchsbegründen den Erwerbs- oder I ntegritätseinbusse führt (Urteile des Bun des gerichts U 362/05 vom 6. März 2006 E. 2.1 und U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 3.2; Rumo-Jungo /Holzer, Re chtsprechung des Bundes gerichts, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Auflage 2012, S. 95 ). Als massgebliche Erheblichkeitsgrenze für eine Integritätsentschädigung wurde von der Schweizerischen ORL-Gesellschaft eine Limite von 70 % Hörverlust auf 200 % Gesamtgehör festgelegt ( Rumo-Jungo /Holzer, a.a.O., S. 95 ; vgl. auch Suva- Tabelle 12 - Integritätsschaden bei Schädigung des Gehörs ). Im Urteil U 473/00 vom 2 0. November 2001 bestätigte das Bundesgericht etwa die Vernei nung der für die Anerkennung einer arbeitsbedingten Erkrankung gemäss Ziff. 2 lit. a des Anhangs 1 zur UVV vorausgesetzte Erheblichkeit des Gehörschadens in Bezug auf eine diagnostizierte Hochton-Innenohrschwerhörigkeit mit Hörverlust recht s von 16,3 % und links von 28,4 % ( E. 2b a m E nde ). 5. 2 Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin, welche sich nach dem Konzert vom 8. Juni 2013 vorübergehend eingestellt haben, stellen keine erhebliche Schädigung des Gehörs dar. Hierzu fehlt es einerseits am andau ernden Hörverlust an sich und andererseits auch an der Erheblichkeit des Verlustes. Denn es wurde lediglich eine geringe Hör minderung festgestellt, die sich überdies wieder entscheidend zurückbildete (Urk. 16). Auch die zunächst als erheblich beschriebene Geräuschempfindlichkeit ( Hyperakusis ) heilte wieder mass geblich (Urk. 16). Hinzu kommt, dass gemäss den Ausführungen von Dr. B.___, welche sich auf entsprechende Untersuchungsergebnisse abstützen und nachvollziehbar begründet sind, keine erheblichen strukturell- organischen Veränderunge n im Innenohrbereich, sondern lediglich Hinweise auf eine vorübergehende kochleäre Überlastung respektive eine init i al funktionelle transiente Überlastung des Corti Organs bestanden, so dass eine organische Schädigung im Innenohrbereich ausgeschlossen werden konnte (Urk. 9/37/2-3, Urk. 9/57/1-3 ). Auch in den Berichten von Dr. A.___ ( Urk. 9/13/1, Urk. 9/50, Urk. 9 / 79/52, Urk. 9 /79/81, Urk. 9 /79/73, Urk. 9 /83, Urk. 16) und Prof. Dr. D.___ vom F.___ ( Urk. 3/3) sind keine solchen erheblichen organi schen Schäden im Innenohrbereich aufgeführt. Damit sind die vor ausgesetzte Art und Schwere der in Ziff. 2 lit. a Anhang 1 zur UVV aufgeführten Erkrankung nicht erfüllt ; eine erhebliche Schädigung des Gehörs durch Arbeiten im Lärm im Sinne dieser Bestimmung ist somit auszuschliessen. 5.3 Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 9 Abs. 1 UVG scheidet somit aus, weil die Beschwerdeführerin unter keiner der in Ziff. 2 Anhang I zur UVV genannten ar beitsbedingten Erkrankungen leidet. Zu prüfen bleibt daher das Vorliegen einer Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG. 6. 6.1 Gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG gelten als Berufskrankheiten auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. Die Voraussetzung des aus schliesslichen oder stark überwiegenden Zusammenhangs gemäss dieser Bestimmung ist nach ständiger Rechtsprechung erfüllt, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist. Die Anerkennung von Beschwerden im Rahmen dieser von der Gerichtspraxis als « Generalklausel » bezeichneten Anspruchsgrundlage ist - entsprech end der in BGE 114 V 109 (E. 3c ) aufgrund der Materialien eingehend dargelegten legisla to rischen Absicht, die Grenze zwischen krankenversicherungsrechtlicher Krank heit und unfallversicherungsrechtlicher Berufskrankheit nicht zu verwässern - an relativ strenge Beweisanforderungen gebunden. Verlangt wird, dass die versi cherte Person für eine gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist (BGE 126 V 183 E. 2b). Im Rahmen von Art. 9 Abs. 2 UVG ist grundsätzlich in jedem Einzelfall darüber Beweis zu führen, ob die geforderte stark überwiegende (m ehr als 75%i ge) bis ausschliessliche berufliche Verursachun g vorliegt (BGE 126 V 183 E. 4b ). Angesichts des empirischen Charakters der medizinischen Wissen schaft (BGE 126 V 183 E. 4c) spielt es indessen für den Beweis im Einzelfall eine entscheidende Rolle, ob und inwieweit die Medizin, je nach ihrem Wissensstand in der fraglichen Disziplin, über die Genese einer Krankheit im Allgemeinen Aus kunft zu geben oder (noch) nicht zu geben vermag. Wenn aufgrund medizinischer Forschungsergebnisse ein Erfahrungswert dafür besteht, dass eine berufsbedingte Entstehung eines bestimmten Leidens von seiner Natur her nicht nachgewiesen werden kann, dann schliesst dies den (positiven) Beweis auf qualifizierte Ursäch lichkeit im Einzelfall aus. Oder mit andern Worten: Sofern der Nachweis eines qualifizierten (zumindest stark überwiegenden [Anteil von mindestens 75 % ]) Kausalzusammenhanges nach der medizinischen Empirie allgemein nicht geleistet werden kann, scheidet die Anerkennung im Einzelfall aus. Dies ist bei spielsweise der Fall, wenn es wegen der weiten Verbreitung einer Krankheit in der Gesamtbevölkerung, ausgeschlossen ist, dass eine Person, welche eine bestimmte versi cherte Berufstätigkeit ausübt, zumindest vier Mal häufiger von einem Leiden betroffen ist als die Bevölkerung im Dur chschnitt. Sind anderseits die allgemeinen medizinischen Erkenntnisse mit dem gesetzlichen Erfordernis einer stark überwiegenden (bis ausschliesslichen) Verursachung des Leidens durch eine (bestimmte) berufliche Tätigkeit vereinbar, besteht Raum für nähere Abklä rungen zwecks Nachweises des qualifizierten Kausal zusammen hanges im Einzel fall (BGE 126 V 183 E. 4c.; Urteil des Bundesgericht s 8C_746/2012 vom 2 9. Oktober 2012 E. 5 ; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_507/2015 vom 6. Januar 2016 E. 2.2 ). In Bezug auf Art. 9 Abs. 2 UVG muss das relative Erkrankungsrisiko ( das heisst im Verhältnis zu nicht in den betreffenden Berufen tätige Personen) aufgrund der massgeblichen Formel « relatives Risiko - 1 / relatives Risiko = ätiologischer Anteil » mindestens 4 betragen (4 - 1 : 4 = 0,75 oder 75 %; vgl. Urteil des Bun des gerichts U 293/99 vom 11. Mai 2000 E. 4b ). 6. 2 6.2.1 Soweit die Beschwerdegegnerin mit ihren Ausführungen in der Duplik, die vier jährige Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin sei nicht berufsbedingt gewesen und eine lange Arbeitsunfähigkeit könne nicht als vorübergehende Berufskrankheit anerkannt werden, da sonst die UVG-Versicherer für alle Arbei ter, die eine Pause in ihrem Beruf brauchen würden, aufkommen müssten ( Urk. 20 S. 2), den Standpunkt vertritt, eine nur vorübergehende Erkrankung könne grund sätzlich keine Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 UVG sein, kann ihr nicht gefolgt werden. Denn Art. 9 UVG verlangt nicht, dass die Krankheit die Berufs ausübung ganz und anhaltend verunmöglicht, sondern nur, dass ein (wie hiervor beschriebener qualifizierter) Kausalzusammenhang zwischen dem verursachen den Stoff/der verursachenden Arbeit respektive der verursachenden beruflichen Tätigkeit und der betreffenden Krankheit besteht. So kann recht sprechungsge mäss auch etwa die temporäre Verschlimmerung einer vor bestehenden Krankheit die Leistungspflicht des Versicherers bis zum voll ständigen Abklingen der Ver schlimmerung begründen (in casu Ekzembefall ); und bei einem Schubleiden trifft den Unfallversicherer die Leistungspflicht jeweils, wenn und soweit durch eine bei ihm versicherte Tätigkeit neu ein Krank heitsschub verursacht wird (RKUV 1994 Nr. U 202 S. 274 E. 2c; Rumo-Jung o /Holzer, a.a.O, S. 93). Der Umstand, dass die Gehörbeschwerden der Beschwerdeführerin zusehends wieder abklangen und die se ihre berufliche Tätigkeit als Orchesterviolinistin ab Oktober 2017 wieder aufnehmen konnte (Ur k. 16), schliesst somit deren Qualifikation als Berufskrank heit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG nicht bereits aus, weshalb dies gleichwohl zu prüfen ist. 6.2.2 Vor der Beweisprüfung der qualifizierten Kausalität im Einzelfall ist zunächst zu klären, ob nach medizinischen Forschungsergebnissen Erfahrungswerte bestehen, welche eine berufsbedingte Ent stehung der diagnostizierten Hyperakusis und festgestellten geringfügige n Hörminderung im Mitteltonbereich und im Bereich ab der Frequenz 6 kHz durch die berufliche Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Violinistin in einem Orchester im Sinne einer qualifizierten Ver ursachung (aus schliesslich oder stark überwiegende; ≥ 75 %) ausschliessen. 6.3 6.3.1 Der Suva-Bericht zur technischen Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung vom 1 0. Dezember 2014 hält fest, dass die Beschwerdeführerin in den Jahren seit Beginn ihres Studiums als Violinistin einem durchschnittlichen Jahres- Lärmexpositionspegel (L EX, 2000 h ) von 90 dB(A) ausgesetzt war; dies gilt auch in Bezug auf die (hier massgebliche) Zeit der beruflichen Tätigkeit im Y.___ -Orchester. Dabei ergebe sich der L EX aus den jeweiligen äquivalenten Mittelungspegeln L eq und den jeweiligen zeitlichen Expositionen einzelner Tätigkei ten ( Urk. 9/57/5-7). Auch wenn es sich dabei nicht um eine allgemein-wissenschaftliche Studie, sondern letztlich um eine Einzelfallanalyse handelt, steht damit fest, dass es sich bei der beruflichen Tätigkeit der Beschwerdeführerin, einer Orchesterviolinistin, um eine solche handelt, bei der grundsätzlich ein gehörgefährdender Dauerlärm besteht (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 3.6 ). D enn derselbe Wert von L EX 90 dB(A) ist auch der Schallpegeltabelle der Suva, Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Bereich Physik, für Geiger als Orchestermusiker und den Lärmpegel am Arbeits platz von Violinen-Musiker n im Sinfonie-Orchester (Konzert, Oper, Proben) zu entnehmen. Gemäss dem im Suva-Bericht vom 1 0. Dezember 2014 zitierten For mular Akustische Grenz- und Richtwerte ( 86048.d - 08.2019 ) beträgt der Grenz wert am Arbeitsplatz für Dauerlärm zudem 85 dB(A), ab welchem Wert eine Pflicht zum Tragen von Gehörschutzmitteln besteht, welche der Arbeitgeber durchsetzen muss ( www.suva.ch/waswo/86048.d ; vgl. Art. 82 UVG, Art. 22 der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz, ArGV 3 ). Als gehörgefährdend gilt dabei eine Belastung von L eq 88 dB (A) und mehr, während 85 - 87 dB im Grenzbereich der Gehörgefährdung liegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 3.2). Dieser Grenzbereich wird im Beruf einer Orchester violinistin überschritten. Mit dem Suva-Bericht vom 10. Dezember 2014 ist ferner belegt, dass die Beschwerdeführerin für eine bestimmte Dauer - im Rahmen ihrer Anstellung im Y.___ -Orchester von rund 8 Jahren ( Urk. 9/57/5-7) - dem insofern typischen Berufsrisiko ausgesetzt war (vgl. BGE 126 V 183 E. 2b). Allerdings ist damit noch nicht gesagt, worin dieses typische Berufsrisiko in Bezug auf die Gesundheit im Einzelnen besteht und ob namentlich eine ( temporäre ) Hyperakusis mit ge ringer Hörminderung im Mittel - und Hochtonbereich qualifiziert (mindestens zu 75 % ) durch eine solche Orchestertätigkeit verursacht werden kann. 6. 3.2 In den medizinischen Suva-Bericht en von Dr. B.___ ( Urk. 9/37/1-4, Urk. 9/57/1-3) finden sich keine Angaben zum Vorliegen von epidemiologischen Studien und zu allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n zu dieser Frage. Dr. B.___ nahm darin in erster Linie zur Frage der Ber ufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 UVG Stellung. Bezüglich Art. 9 Abs. 2 UVG erklärte sie im Bericht vom 21. Januar 2015 ohne Weiteres, dass k eine andere Krankheit nachgewiesen wer den könne, welche ausschliesslich oder stark überwiegend durch die berufliche Tätigkeit die Geräusche über empfindlichkeit der Beschwerdeführerin verursacht haben könnte. Dabei stellte si e sich auf den Standpunkt, dass die Geräuscheüber empfindlichkeit keine eigentliche Grunderkrankung darstelle und eine stark sub jektiv überlagerte Symptomatik sei, die stark von der Tagesdisposition und dem allgemeinen Wohlbefinden abhängig sei (Urk. 9/57/3). Damit ist indes nicht bereits nach allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n ausgeschlossen, dass im Einzelfall die qualifizierte Kausalität der vorübergehenden geringen Hörminde rung und der Hyperakusis durch die berufliche Tätigkeit als Orchestermusikerin nachgewiesen werden kann, zumal Dr. B.___ nicht weiter erläuterte, was sie mit « eigentlicher Grunderkrankung » meinte und weshalb sie der Hyperakusis mit vorübergehenden Hörminderung diese Eigenschaft absprach. Auch im Bericht vom 2 7. August 2015 ( Urk. 9/37/1-4) schloss Dr. B.___ in erster Linie eine (berufsbedingte) organische Verletzung im Innenohrbereich aus und machte keine Angaben zum Vorliegen oder Fehlen von epidemiologischen Studien sowie allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n zum Vorkommen der Hyperakusis mi t vorübergehender Hörminderung in der Gesamtbevölkerung und bei Berufsmusikern. Als Erklärung für das (weiter vorhandene) Druck- und Wattegefühl im Gehör verwies sie lediglich mangels objektivierbarer andauernder Schädigung des Gehörs auf eine psychosomatisch bedingte, funktionelle subjek tive Verarbeitungsstörung, dies jedoch ohne eine fachliche Abklärung der kon kreten Umstände und allfälliger psychosozialer Belastungsfaktoren der Beschwer deführerin in der Zeit des Konzerts vom 8. Juni 2013 und danach vornehmen zu lassen (Urk. 9/37/3). Andererseits stellte sie fest, dass eine vorübergehende koch leäre Überlastung respektive eine funktionelle transiente Überlastung des Corti Organs aufgrund der passageren Hörschwellenveränderung initial angenommen werden müsse ( Urk. 9/37/3, Urk. 9/57/2 ). Damit räumte sie jedoch selbst ein, dass die Gehörbeschwerden der Beschwerdeführerin nicht ausschliesslich psychoso matisch bedingt waren, wobei sie zur Gewichtung der beruflichen Faktoren einerseits und allfälliger übriger Faktoren andererseits mit Bezug auf die qualifi zierte Kausalität keine nachvollziehbare Begründung abgab. Damit ist weder ausgeschlossen, dass nach allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n eine Hyperakusis mit vorübergehender Hörminderung aus schliess lich oder stark überwiegend eine Folge des beruflichen Dauerlärms bei einer Berufsviolinistin sein kann, noch, dass im Einzelfall unter Berücksichtigung der konkreten Umstände (wie Dauer und Umfang der Tätigkeit als Berufs musikerin, [nicht ideal sitzender] Ohrschutz, allfällige psychosoziale Belastungs faktoren, psychische Verfassung) ein qualifizierter Kausalzusammenhang bestand. Beide Berichte von Dr. B.___ genügen damit zur Klärung der nach Art. 9 Abs. 2 UVG massgeblichen Fragen nicht. Auch den übrigen vorliegenden medi zinischen Berichten sind hierzu keine ausreichende n Angaben zu entnehmen. 6. 4 6.4.1 Im Urteil des Sozialversicherungsgericht UV. 2005.00145 vom 2 3. Februar 2006 wurde in einem teilweise vergleichbaren Fall einer Cellistin, welche nach lauten Proben und Konzerten wiederholt an nicht objektivierbaren Ohrenschmerzen und Hyperakusis mit vegetativer Entgleisung ohne Hörminderung litt, festgehalten, die Tatsache, dass bei der Versicherten kein eigentlicher Hörverlust vorliege, spreche nicht gegen das Vorliegen einer Hyperakusis. Nach Nelting könne eine Hyperakusis mit verschiedenen anderen definierten Krankheiten, jedoch auch als eigenes Krankheitsbild auftreten ( vgl. Manfred Nelting, Hyperakusis, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York 2003, S. 6 ff. ). Des Weiteren sei das Krank heitsbild von den Fachärzten als Hyperakusis erkannt worden, es sei behandlung bedürftig gewesen und habe einen Arbeitsausfall bewirkt (E. 5.4.1). Wie sich aus der aufgeführten medizinischen Literatur ergebe, sei nach dem heutigen Wissens stand eine Hyperakusis auf einen Gesamtprozess verschiedener Komponenten zurückzuführen, die interagieren würden, darunter zusammengefasst somatische, psychofunktionelle und umweltbedingte Faktoren ( Nelting, a.a.O., S. 9). Nach den Angaben des (dort vom Unfallversicherer beauftragten Gutachters) würden bis lang keine gesicherten epidemiologischen Angaben zum Vorkommen der Hyper akusis, weder bezogen auf die Gesamtbevölkerung, noch auf die Gruppe der pro fessionellen Orchestermusiker bestehen. Das Sozialversicherungsgericht schloss daraus, dass damit aber auch keine medizinischen Erhebungen existieren würden, die den Nachweis eines qualifizierten Kausalzusammenhanges zwischen der Berufsgattung Orchestermusiker und der Hyperakusis und damit eine Aner kennung im Einzelfall ausschliessen würden (BGE 116 V 136 E. 5c). Der Gutachter habe festgehalten, dass sich die meisten Tinnitus-Fachleute über ein gehäuftes Vorkommen des fraglichen Leidens bei Musikern einig seien. Damit habe er aus seinem reichen Fundus als Facharzt solcher Leiden auf eine medizinische Erfahrung hingewiesen, die mit einer stark überwiegenden Verursachung des Leidens durch eine berufliche Tätigkeit vereinbar sei, so dass nach der Rechtspre chung Raum für nähere Abklärungen zum Nachweis des qualifizierten Kausalzu sammenhanges im Einzelfall bleibe (BGE 126 V 18 3 E. 4c). Dass ohne eine Statistik, die den Beweis eines viermal häufigeren Vorkommens der Hyperakusis bei Orchestermusikern im Vergleic h zur Normalbevölkerung erbringe, der quali fizierte Kausalzusammenhang im Einzelfall zum v ornherein nicht erstellt werden könne, werde dabei nicht verlangt und könne nicht entscheidend sein (E. 5.4.2). Aufgrund des auf medizinischer Erfahrung beruhenden Hinweises des Gutachters auf eine stark überwiegende Verursachung des Leidens durch die berufliche Tätigkeit bestehe Anlass für nähere Abklärungen zum Nachweis des qualifizierten Kausalzusammenhangs im Einzelfall. Angesichts der multifaktoriellen Genese der Hyperakusis und des Fehlens von Erhebungen zu den weiteren Aspekten, insbe sondere allfälliger ps ychosozialer Belastungsfaktoren, wies das Sozialver siche rung sgericht die Sache schliesslich an den Unfallversicherer zur umfassenden psychosomatisch en und otologisch -audiologisch en Abklärung unter Mitberück sichtigung der von der Suva erhobenen Messungen von Schall belastungen von Orchestermusikern zurück (E. 5.4.3; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts U 189/06 vom 2 6. Februar 2007, mit welchem die Beschwerde gegen das zitierte kantonale Urteil abgewiesen wurde.). 6.4.2 Diese Erwägungen im Urteil UV.2005.00145 vom 2 3. Februar 2006 sind im Ergebnis auch richtungsweisend für den vorliegenden Fall, bei welchem ebenfalls die fachärztlich diagnostizierte Hyperakusis (hier sogar mit ausgewiesener mehr monatiger Hörminderung) zur Behandlungsbedürftigkeit und zur Arbeitsunfähig keit geführt hat und ebenfalls eine berufliche Tätigkeit als Orchestermusikerin massgeblich ist, bei welcher die Langzeitschallbelastung als grundsätzlich gehör gefährdend gilt. S oweit ersichtlich liegt zudem noch immer keine Studie vor, wel che eine qualifiziert e Verursachung der Hyperakusis durch den Beruf als Orchester violinistin ausschliesst. Ferner weisen auch die Ausführungen von Dr. B.___ auf die multifaktorielle Genese der Hyperakusis hin, wobei hier nicht geklärt ist, ob die beruflichen Faktoren im Verhältnis zu den übrigen in Frage kommenden Faktoren ausschliesslich oder stark überwiegend ins Gewicht fallen. Hier fehlt es mithin zum einen an einer nachvollziehbar begründeten fachärztli chen Aussage dazu, ob mittlerweile eine allgemeine medizinische Erkenntnis zur qualifizierte n Verursachung einer (vorübergehenden, aber mehrjährigen ) Hyper akusis mit vorübergehender mehrmonatige r Hörminderung ( ohne bleibenden Gehörschaden) durch die Tätigkeit als Berufsmusiker in, namentlich Orchester violinistin, vorliegt. Zum anderen - sofern eine solche, die Leistungspflicht gege benenfalls ausschliessende Erkenntnis nach wie vor fehlt - ist zu klären, ob und inwiefern im Einzelfall die beruflichen und/oder die übrigen denkbaren Faktoren (namentlich Dauer und Umfang der Tätigkeit als Violinistin, [nicht ideal sitzen der] Ohrschutz, allfällige psychosoziale Belastungsfaktoren, beruflich e s und familiäre s Umfeld, psychische Verfassung, je spätestens ab Juni 2013 ) qualifiziert ins Gewicht fallen. 6.5 Nach dem Gesagten kann die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin bezüglich der Ohr- und Gehörbeschwerden der Beschwerdeführerin ab dem 8. Juni 2013 und insbesondere die Frage, ob eine Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG vor liegt, nicht abschliessend beurteilt werden. Die Sache ist an die Beschwerde gegnerin zur umfassenden fachspezifischen psychosomatischen und otologisch -audiologischen Abklärung zurückzuweisen. Dabei sind auch die erwähnten, von der Suva erhobenen Schallbelastungen von Orchestermusikern und Berufs violinisten zu berücksichtigen. Die Beschwerde ist folglich in dem Sinne gutzuheissen, dass der Ein sprache ent scheid vom 2. November 2017 aufzuheben und die Sache zur ergänzenden Abklärung im Sinne der Erwägungen und erneutem Entscheid über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin bezüglich der gesundheitlichen Beein trächtigungen der Ohren und des Gehörs a b dem 8. Juni 2013 zurückzu weisen ist. 7. Der Beschwerdeführer in steht ausgangsgemäss eine Prozessentschädigu ng zu, welche nach Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeu tung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitauf wand und den Barauslagen auf Fr. 3'000. -- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 2. November 2017 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück ge wiesen wird, damit sie über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin nach den ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 3'000.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Yolanda Schweri - VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG - Bundesamt für Gesundheit 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin FehrHartmann

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich UV.2017.00281 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Hartmann Urteil vom 2 2. Oktober 2019

UV.2017.00281

UV.2017.00281

UV.2017.00281 I. Kammer

I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Hartmann

Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Hartmann

Urteil vom 2 2. Oktober 2019

Urteil vom 2 2. Oktober 2019 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Yolanda Schweri

vertreten durch Rechtsanwältin Yolanda Schweri Kasernenstrasse 15, Postfach, 8021 Zürich

Kasernenstrasse 15, Postfach, 8021 Zürich gegen

gegen VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG

VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG Avenue de Cour 41, 1007 Lausanne

Avenue de Cour 41, 1007 Lausanne Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Zustelladresse: VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG

Zustelladresse: VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG Place de Milan, Case postale 120, 1001 Lausanne

Place de Milan, Case postale 120, 1001 Lausanne Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 19 81, war seit September 2005 als Violinistin bei der Y.___ angestellt und damit bei der VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG, gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit versichert. Laut Unfallmeldung vom 2 7. Juni 2013 fühlten sich nach dem Konzert im grossen Saal der Z.___ vom 8. Juni 2013, an dem sie als Musikerin mitgewirkt habe, ihre beiden Ohren verstopft an und sie fühlte auf diesen seitdem ei ne n starken Druck (Urk. 9/80 ). Die Erstbe handlung fand am 1 0. Juni 2013 bei Dr. med. A.___, Fachärztin für Oto - Rhino -Laryngologie, statt, die eine Hyperakusis nach Lärmbe lastung nach dem Konzert vom 9. Juni 2013 diagnostizierte ( Urk. 9/57/14, Urk. 9/79/ 52, Urk. 9/79/73, Urk. 9/79/ 83). Die Vaudoise klärte ihre Leistungspflicht ab und holte unter ande rem den Bericht von Dr. med. B.___, Fachärztin für Oto - Rhino -Laryngologie, Schwerpunkt Hals- und Gesichtschirurgie, Abteilung Arbeitsmedizin der Suva, vom 21. Januar 2015 ein (Urk. 9/57/1-4), welcher die technische Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung des Suva - Arbeits hygieniker s / - Akustiker s, Bereich Physik - Team Akustik, vom 1 0. Dezember 2014 ( Urk. 9/57/5-15) vorlag. Hierzu nahm die Versicherte mit Schreiben vom 19. Mai 2015 Stellung (Urk. 9/51). In der Folge holte die Vaudoise den Be richt von Dr. B.___ vom 27. August 2015 ein (Urk. 9/37/1-4). Mit Verfügung vom 1 1. November 2015 verneinte die Vaudoise den Anspruch auf Versicherungs leistungen, da die Voraussetzungen für die Annahme eines Unfalles, einer unfallähnlichen Körperschädigung oder einer Berufskrankheit nicht gegeben seien (Urk. 9/31/1-2). Dagegen erhob die Versi cherte mit Schreiben vom 1 4. Dezember 2015, ergänzt mit Schreiben vom 1 0. Oktober 2016, Einsprache ( Urk. 9/28, Urk. 9/22 ). Die Vaudoise holte darauf den Bericht von Dr. A.___ vom 6. Juni 2017 ein ( Urk. 9/13). Mit Einspracheent scheid vom 2. November 20 17 wies die Vaudoise die Einsprache der Versicherten ab (Urk. 2 ).

1. X.___, geboren 19 81, war seit September 2005 als Violinistin bei der Y.___ angestellt und damit bei der VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG, gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit versichert. Laut Unfallmeldung vom 2 7. Juni 2013 fühlten sich nach dem Konzert im grossen Saal der Z.___ vom 8. Juni 2013, an dem sie als Musikerin mitgewirkt habe, ihre beiden Ohren verstopft an und sie fühlte auf diesen seitdem ei ne n starken Druck (Urk. 9/80 ). Die Erstbe handlung fand am 1 0. Juni 2013 bei Dr. med. A.___, Fachärztin für Oto Rhino -Laryngologie, statt, die eine Hyperakusis nach Lärmbe lastung nach dem Konzert vom 9. Juni 2013 diagnostizierte ( Urk. 9/57/14, Urk. 9/79/ 52, Urk. 9/79/73, Urk. 9/79/ 83). Die Vaudoise klärte ihre Leistungspflicht ab und holte unter ande rem den Bericht von Dr. med. B.___, Fachärztin für Oto Rhino -Laryngologie, Schwerpunkt Hals- und Gesichtschirurgie, Abteilung Arbeitsmedizin der Suva, vom 21. Januar 2015 ein (Urk. 9/57/1-4), welcher die technische Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung des Suva Arbeits hygieniker s Akustiker s, Bereich Physik Team Akustik, vom 1 0. Dezember 2014 ( Urk. 9/57/5-15) vorlag. Hierzu nahm die Versicherte mit Schreiben vom 19. Mai 2015 Stellung (Urk. 9/51). In der Folge holte die Vaudoise den Be richt von Dr. B.___ vom 27. August 2015 ein (Urk. 9/37/1-4). Mit Verfügung vom 1 1. November 2015 verneinte die Vaudoise den Anspruch auf Versicherungs leistungen, da die Voraussetzungen für die Annahme eines Unfalles, einer unfallähnlichen Körperschädigung oder einer Berufskrankheit nicht gegeben seien (Urk. 9/31/1-2). Dagegen erhob die Versi cherte mit Schreiben vom 1 4. Dezember 2015, ergänzt mit Schreiben vom 1 0. Oktober 2016, Einsprache ( Urk. 9/28, Urk. 9/22 ). Die Vaudoise holte darauf den Bericht von Dr. A.___ vom 6. Juni 2017 ein ( Urk. 9/13). Mit Einspracheent scheid vom 2. November 20 17 wies die Vaudoise die Einsprache der Versicherten ab (Urk. 2 ). 2. Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 6. Dezember 2017 Beschwerde und beantragte, es seien der Einspracheentscheid vom 2. November 2017 respek tive die Verfügung vom 11. November 2015 aufzuheben und die Beschwerde gegnerin sei zu verpflichten, die Leistungen nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) zu erbringen ; eventualiter sei die Beschwerde gegnerin zu verpflichten, vorübergehend (bis mindesten s ein Jahr nach dem Ereignis vom 8. Juni 2013) die Leistungen nac h UVG zu erbringen; sub eventualiter sei eine ergänzende medizinische Beurteilung bei einer mit musik-medizinischen Frage stellungen vertrauten Fachperson zu veranlassen ( Urk. 1 S. 2). Die Beschwerde gegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 1. März 2018 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8 S. 3 ). Mit Replik vom 25. Juni 2018 hielt die Beschwerde führerin an ihren Anträgen fest (Urk. 15 S. 3) und reichte den Bericht von Dr. A.___ vom 22. Mai 2018 ein (Urk. 16). Mit Duplik vom 2 6. September 2018 hielt auch die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag fest (Urk. 2 0 S. 2), wovon der Beschwerdeführerin am 2 8. September 2018 Kenntnis gegeben wurde ( Urk. 21).

2. Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 6. Dezember 2017 Beschwerde und beantragte, es seien der Einspracheentscheid vom 2. November 2017 respek tive die Verfügung vom 11. November 2015 aufzuheben und die Beschwerde gegnerin sei zu verpflichten, die Leistungen nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) zu erbringen ; eventualiter sei die Beschwerde gegnerin zu verpflichten, vorübergehend (bis mindesten s ein Jahr nach dem Ereignis vom 8. Juni 2013) die Leistungen nac h UVG zu erbringen; sub eventualiter sei eine ergänzende medizinische Beurteilung bei einer mit musik-medizinischen Frage stellungen vertrauten Fachperson zu veranlassen ( Urk. 1 S. 2). Die Beschwerde gegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 1. März 2018 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8 S. 3 ). Mit Replik vom 25. Juni 2018 hielt die Beschwerde führerin an ihren Anträgen fest (Urk. 15 S. 3) und reichte den Bericht von Dr. A.___ vom 22. Mai 2018 ein (Urk. 16). Mit Duplik vom 2 6. September 2018 hielt auch die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag fest (Urk. 2 0 S. 2), wovon der Beschwerdeführerin am 2 8. September 2018 Kenntnis gegeben wurde ( Urk. 21). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1. Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des UVG und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.

1. Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des UVG und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten. Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Sep tember 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).

Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Sep tember 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen). Hier ist der Sachverhalt ab dem Ereignis vom 8. Juni 2013 zu beurteilen, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

Hier ist der Sachverhalt ab dem Ereignis vom 8. Juni 2013 zu beurteilen, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden. 2.

2. 2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten Versicherungsleistungen gewährt.

2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten Versicherungsleistungen gewährt. 2.2 Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1).

2.2 Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1). Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäg lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Unge wöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis).

Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäg lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Unge wöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis). 2.3 Nach Art. 9 Abs. 1 UVG gelten als Berufskrankheiten Krankheiten ( Art. 3 ATSG), die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädi gende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt die Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen. Gestützt auf diese Delegationsnorm und Art. 14 UVV hat er in Anhang I zur UVV eine Liste der schädigenden Stoffe und der arbeitsbedingten Erkrankungen erstellt. Nach der Rechtsprechung ist eine vorwiegende Verursa chung von Krankheiten durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten nur dann gegeben, wenn diese mehr wiegen als alle andern mitbeteiligten Ursachen, mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50 % ausmachen. Ausschliessli che Verursachung hingegen meint praktisch 100 % des ursächlichen Anteils der schädigenden Stoffe oder bestimmten Arbeiten an der Berufskrankheit (BGE 119 V 200 E. 2a mit Hinweis).

2.3 Nach Art. 9 Abs. 1 UVG gelten als Berufskrankheiten Krankheiten ( Art. 3 ATSG), die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädi gende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt die Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen. Gestützt auf diese Delegationsnorm und Art. 14 UVV hat er in Anhang I zur UVV eine Liste der schädigenden Stoffe und der arbeitsbedingten Erkrankungen erstellt. Nach der Rechtsprechung ist eine vorwiegende Verursa chung von Krankheiten durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten nur dann gegeben, wenn diese mehr wiegen als alle andern mitbeteiligten Ursachen, mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50 % ausmachen. Ausschliessli che Verursachung hingegen meint praktisch 100 % des ursächlichen Anteils der schädigenden Stoffe oder bestimmten Arbeiten an der Berufskrankheit (BGE 119 V 200 E. 2a mit Hinweis). Als Berufskrankheiten gelten nach Art. 9 Abs. 2 UVG auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. Diese Generalklausel bezweckt, allfällige Lücken zu schliessen, die dadurch ent stehen könnten, dass die bundesrätliche Liste gemä ss An hang I zur UVV entweder einen schädigenden Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder eine Krankheit nicht aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde (BGE 119 V 200 E. 2b mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung ist die Voraussetzung des ausschliesslichen oder stark über wiegenden Zusammenhangs gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG erfüllt, wenn die Berufs krankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verur sacht worden ist (BGE 126 V 183 E. 2b, 119 V 200 E. 2b mit Hinweis; RKUV 2000 Nr. U 408 S. 407).

Als Berufskrankheiten gelten nach Art. 9 Abs. 2 UVG auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. Diese Generalklausel bezweckt, allfällige Lücken zu schliessen, die dadurch ent stehen könnten, dass die bundesrätliche Liste gemä ss An hang I zur UVV entweder einen schädigenden Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder eine Krankheit nicht aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde (BGE 119 V 200 E. 2b mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung ist die Voraussetzung des ausschliesslichen oder stark über wiegenden Zusammenhangs gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG erfüllt, wenn die Berufs krankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verur sacht worden ist (BGE 126 V 183 E. 2b, 119 V 200 E. 2b mit Hinweis; RKUV 2000 Nr. U 408 S. 407). Soweit nichts anderes bestimmt ist, sind gemäss Art. 9 Abs. 3 UVG Berufskrank heiten von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausgebrochen, sobald die betroffene Person erstmals ärztlicher Behandlung bedarf oder arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) ist.

Soweit nichts anderes bestimmt ist, sind gemäss Art. 9 Abs. 3 UVG Berufskrank heiten von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausgebrochen, sobald die betroffene Person erstmals ärztlicher Behandlung bedarf oder arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) ist. 2.4

2.4 2.4.1 Für den so qualifizierten Kausalzusammenhang trägt die versicherte Person die Beweislast, wenn ein solcher Zusammenhang trotz pflichtgemässer Abklärung des Sachverhalts ( Art. 43 Abs. 1 ATSG) nicht bewiesen werden kann (vgl. RKUV 1988 Nr. U 61 S. 450 f. E. 1b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts U 557/06 vom 4. Oktober 2007 E. 2 ; zum im Sozialversicherungsprozess geltenden Unter suchungsgrundsatz vgl. auch Art. 61 lit. c ATSG; BGE 138 V 218 E. 6 mit Hin weisen ).

2.4.1 Für den so qualifizierten Kausalzusammenhang trägt die versicherte Person die Beweislast, wenn ein solcher Zusammenhang trotz pflichtgemässer Abklärung des Sachverhalts ( Art. 43 Abs. 1 ATSG) nicht bewiesen werden kann (vgl. RKUV 1988 Nr. U 61 S. 450 f. E. 1b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts U 557/06 vom 4. Oktober 2007 E. 2 ; zum im Sozialversicherungsprozess geltenden Unter suchungsgrundsatz vgl. auch Art. 61 lit. c ATSG; BGE 138 V 218 E. 6 mit Hin weisen ). Es gilt der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 35 3 E. 5b mit Hinweisen ; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3; vgl. auch Urteil des Bundes gerichts 8C_420/2007 vom 2 9. Januar 2008 E. 5 und E. 5.3).

Es gilt der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 35 3 E. 5b mit Hinweisen ; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3; vgl. auch Urteil des Bundes gerichts 8C_420/2007 vom 2 9. Januar 2008 E. 5 und E. 5.3). 2.4.2 Eine Umkehr der Beweislast tritt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur ausnahmsweise dann ein, wenn eine Partei einen Beweis aus Gründen nicht erbringen kann, welche nicht von ihr, sondern von der Behörde zu verantworten sind (BGE 92 I 253 E. 3, 138 V 218 E. 8.1.1 mit Hinweisen).

2.4.2 Eine Umkehr der Beweislast tritt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur ausnahmsweise dann ein, wenn eine Partei einen Beweis aus Gründen nicht erbringen kann, welche nicht von ihr, sondern von der Behörde zu verantworten sind (BGE 92 I 253 E. 3, 138 V 218 E. 8.1.1 mit Hinweisen). 3.

3. 3.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefoch tenen Einspracheentscheid (Urk. 2) gestützt auf die Bericht e der Suva vom 2 1. Januar 2015 ( Urk. 9/57/1-4) und vom 1 0. Dezember 2014 ( Urk. 9/57/5-7) auf den Standpunkt, es werde weder das Vorliegen eines Unfallereignisses noch einer unfallähnlichen Körperschädi gung noch einer Berufskrankheit anerkannt. D ie nach dem Konzert C.___ v om 8. Juni 2013 gemeldeten Hörbeschwerden der Beschwerdeführe rin seien nicht die Folge eines ungewöhnlichen äusseren Faktors und damit nicht unfallbedingt. Auch sei das Vorliegen einer Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 UVG auszuschliessen, da keine bleibenden strukturellen Veränderungen am Innenohr und keine erhebliche Schädigung des Gehörs (Schwerhörigkeit) nach gewiesen worden seien. So habe anlässlich der Untersuchung vom 1 0. Dezember 2014 keine Hörverminderung mehr bestanden und gemäss dem Bericht der behandelnden Ärztin Dr. A.___ vom 6. Juni 2017 ( Urk. 9/ 13 ) habe sich das Gehör während des letzten Jahres stark stabilisiert, namentlich habe die Hyperakusis abgenommen. Auch seien die Voraussetzungen für eine Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG nicht erfüllt. Und zwar sei nach den massgeblichen Kriterien der ausschliessliche oder stark überwiegende Kausalzusammenhang zwischen den Gehörsschädigungen der Beschwerdeführerin und ihrer beru flichen Tätigkeit nicht gegeben. Denn ihre Gehörsschädigungen könnten nicht als typische Folge der beruflichen Tätigkeit oder als der beruflichen Tätigkeit inhär ente Diagnose betrachtet werden; Musiker würden nicht vier Mal mehr von Gehörs s chädigungen betroffen als die Bevölkerung im Durchschnitt ( Urk. 2 S. 7 ff.).

3.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefoch tenen Einspracheentscheid (Urk. 2) gestützt auf die Bericht e der Suva vom 2 1. Januar 2015 ( Urk. 9/57/1-4) und vom 1 0. Dezember 2014 ( Urk. 9/57/5-7) auf den Standpunkt, es werde weder das Vorliegen eines Unfallereignisses noch einer unfallähnlichen Körperschädi gung noch einer Berufskrankheit anerkannt. D ie nach dem Konzert C.___ v om 8. Juni 2013 gemeldeten Hörbeschwerden der Beschwerdeführe rin seien nicht die Folge eines ungewöhnlichen äusseren Faktors und damit nicht unfallbedingt. Auch sei das Vorliegen einer Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 UVG auszuschliessen, da keine bleibenden strukturellen Veränderungen am Innenohr und keine erhebliche Schädigung des Gehörs (Schwerhörigkeit) nach gewiesen worden seien. So habe anlässlich der Untersuchung vom 1 0. Dezember 2014 keine Hörverminderung mehr bestanden und gemäss dem Bericht der behandelnden Ärztin Dr. A.___ vom 6. Juni 2017 ( Urk. 9/ 13 ) habe sich das Gehör während des letzten Jahres stark stabilisiert, namentlich habe die Hyperakusis abgenommen. Auch seien die Voraussetzungen für eine Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG nicht erfüllt. Und zwar sei nach den massgeblichen Kriterien der ausschliessliche oder stark überwiegende Kausalzusammenhang zwischen den Gehörsschädigungen der Beschwerdeführerin und ihrer beru flichen Tätigkeit nicht gegeben. Denn ihre Gehörsschädigungen könnten nicht als typische Folge der beruflichen Tätigkeit oder als der beruflichen Tätigkeit inhär ente Diagnose betrachtet werden; Musiker würden nicht vier Mal mehr von Gehörs s chädigungen betroffen als die Bevölkerung im Durchschnitt ( Urk. 2 S. 7 ff.). 3.2 Die Beschw erdeführerin wendet dagegen ein, in medizinischer Hinsicht sei davon auszugehen, dass sie infolge jahrelanger Arbeit im gehörgefährdenden Lärm anlässlich einer besonders lauten Orchesterprobe und dem nachfolgenden Konzert am 8. Juni 2013 eine Innenohrverletzung mit einhergehender senso rineuraler Schwerhörigkeit vor allem im Hochfrequenzbereich erlitten ha be und seither an einer Hyperakusis leide. Alle Risikofaktoren für dieses Leiden ausser der Lärmeinwirkung könnten aufgrund ihres jungen Alters ausgeschlossen werden. A uf die medizinische und technische Beurteilung der Suva - Fachleute vom 2 1. Januar 2015 und vom 1 0. Dezember 2014 könne nicht abgestellt werden. So sei die technische Beurteilung von falschen Annahmen ausgegangen und habe der Platzierung im Orchester, der Schallexposition während der Probe und der berufsbedingte n andauernden Vorbelastung der Innenohre nicht ausreichend Rechnung getragen. Die Suva-Ärztin habe auf den technischen Bericht ab ge stell t ; sie habe fälschlicherweise darauf geschlossen, dass eine Berufs krankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVG ausgeschlossen werden könne, da keine erhebliche Schädigung des Gehörs strukturell mehr objektivierbar sei und auch die behan delnde Ohrenärztin bestätigt habe, dass sie die Hyperakusis nicht als berufsbe dingte Lärmschädigung einschätze. Dies werde indes bestritten. Die behandelnde Ohrenärztin habe vielmehr in all ihren Berichten stets bestätigt, dass die Gehör probleme nach einem Lärmtrauma auf der Bühne entstanden seien. Indem die Suva-Ärztin davon ausgegangen sei, dass sich die strukturellen Schädigungen wieder zurückgebildet hätten, habe auch sie bestätig t, dass initial Schädigungen vorgelegen hätten. Ausserde m habe die Suva-Ärztin verkannt, dass eine Hyperakusis nicht notwendigerweise mit bleibenden Innen ohr schädigungen verbunden sein müsse und diese gleichwohl berufsbedingt sein könne. In ihrer zweiten Beurteilung vom 27. August 2015 habe die Suva-Ärztin zudem ausgeführt, dass zumindest eine vorübergehende kochleäre Überlastung aufgrund passagere r Hör schwellenveränderungen angenommen werden müsse. Diese Einschätzung decke sich mit der Beurteilung von Prof. Dr. med. D.___, Facharzt für Oto - Rhino -Laryngologie ( im Bericht der E.___ des F.___ vom 2 6. November 2013, Urk. 3/ 3 ), der einige Monate nach dem Ereignis noch eine beidseitige Hochton-Sc hwer hörigkeit festgestellt habe; auch stimme sie mit der Beurteilung von Frau G.___ vom H.___ -Institut (Urk. 9/64/2-3) überein, wonach das Innenohr aufgrund einer beidseitigen Mittelohrdysfunktion mit Funktionsstörungen zuerst mit Lärmeinwirkung belastet werde und sich nicht ausreichend schützen könne. Die von der Suva-Ärztin schliesslich festgehaltene überlagernde Anpassung sstörung, wogegen indes der Heilverlauf spreche, wäre ausserdem fachärztlich festzustellen.

3.2 Die Beschw erdeführerin wendet dagegen ein, in medizinischer Hinsicht sei davon auszugehen, dass sie infolge jahrelanger Arbeit im gehörgefährdenden Lärm anlässlich einer besonders lauten Orchesterprobe und dem nachfolgenden Konzert am 8. Juni 2013 eine Innenohrverletzung mit einhergehender senso rineuraler Schwerhörigkeit vor allem im Hochfrequenzbereich erlitten ha be und seither an einer Hyperakusis leide. Alle Risikofaktoren für dieses Leiden ausser der Lärmeinwirkung könnten aufgrund ihres jungen Alters ausgeschlossen werden. A uf die medizinische und technische Beurteilung der Suva Fachleute vom 2 1. Januar 2015 und vom 1 0. Dezember 2014 könne nicht abgestellt werden. So sei die technische Beurteilung von falschen Annahmen ausgegangen und habe der Platzierung im Orchester, der Schallexposition während der Probe und der berufsbedingte n andauernden Vorbelastung der Innenohre nicht ausreichend Rechnung getragen. Die Suva-Ärztin habe auf den technischen Bericht ab ge stell t ; sie habe fälschlicherweise darauf geschlossen, dass eine Berufs krankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVG ausgeschlossen werden könne, da keine erhebliche Schädigung des Gehörs strukturell mehr objektivierbar sei und auch die behan delnde Ohrenärztin bestätigt habe, dass sie die Hyperakusis nicht als berufsbe dingte Lärmschädigung einschätze. Dies werde indes bestritten. Die behandelnde Ohrenärztin habe vielmehr in all ihren Berichten stets bestätigt, dass die Gehör probleme nach einem Lärmtrauma auf der Bühne entstanden seien. Indem die Suva-Ärztin davon ausgegangen sei, dass sich die strukturellen Schädigungen wieder zurückgebildet hätten, habe auch sie bestätig t, dass initial Schädigungen vorgelegen hätten. Ausserde m habe die Suva-Ärztin verkannt, dass eine Hyperakusis nicht notwendigerweise mit bleibenden Innen ohr schädigungen verbunden sein müsse und diese gleichwohl berufsbedingt sein könne. In ihrer zweiten Beurteilung vom 27. August 2015 habe die Suva-Ärztin zudem ausgeführt, dass zumindest eine vorübergehende kochleäre Überlastung aufgrund passagere r Hör schwellenveränderungen angenommen werden müsse. Diese Einschätzung decke sich mit der Beurteilung von Prof. Dr. med. D.___, Facharzt für Oto Rhino -Laryngologie ( im Bericht der E.___ des F.___ vom 2 6. November 2013, Urk. 3/ 3 ), der einige Monate nach dem Ereignis noch eine beidseitige Hochton-Sc hwer hörigkeit festgestellt habe; auch stimme sie mit der Beurteilung von Frau G.___ vom H.___ -Institut (Urk. 9/64/2-3) überein, wonach das Innenohr aufgrund einer beidseitigen Mittelohrdysfunktion mit Funktionsstörungen zuerst mit Lärmeinwirkung belastet werde und sich nicht ausreichend schützen könne. Die von der Suva-Ärztin schliesslich festgehaltene überlagernde Anpassung sstörung, wogegen indes der Heilverlauf spreche, wäre ausserdem fachärztlich festzustellen. Des Weiteren treffe es nicht zu, dass das Gesetz für die Leistungspflicht infolge einer Berufskrankheit eine bleibende, erhebliche Gehö rschädigung mit Schwer hörigkeit voraussetze. Auch sei es unzutreffend, dass Berufsmusiker keiner im Vergleich zur Normalbevölkerung rund viermal erhöhten Gefahr von Lärmschä digungen ausgesetzt seien. Aus zahlreichen Untersuchungen und auch aus den für Berufsmusiker strengeren Gehörschutzmassnahmen der Suva ergebe sich ein entsprechend erhöhtes Risiko. Zudem sei n ach der bundesgerichtlichen Recht sprechung eine Anerkennung als Berufskrankheit dann im Einzelfall ausge schlossen, wenn wissenschaftlich erwiesen sei, dass eine bestimmte Berufsgruppe nicht viermal häufiger von einer Krankheit betroffe n sei als die Normalbevölke rung; und d e r Beweis auf qualifizierte Ursächlichkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG sei dann ausgeschlossen, wenn aufgrund medizinischer Forschungs ergebnisse ein Erfahrungswert dafür bestehe, dass eine berufsbedingte Genes e eines bestimmten Leidens von seiner Natur her nicht nachgewiesen werden könne. Bislang sei wissenschaftlich indes gerade nicht nachgewiesen, dass bei Berufsmusikern keine Häufung von Schädigungen wie Hyperakusis und Tinnitus vorliege; vielmehr würden zahlreiche Feststellungen von medizinische Experten und Untersuchungen, auch seitens der Suva, für eine solche Häufung sprechen. Deshalb sei in ihrem Fall zu prüfen, ob die berufliche Belastung verantwortlich für die gesundheitliche Schädigung sei oder gewesen sei. Es seien bei ihr ausser ihrer Arbeit im gehörgefährdenden Lärm und der schliesslich gehörschädigenden stundenlangen überlauten Generalprobe sowie eines noch lauteren Konzerts am gleichen Abend jedoch keine anderen gesundheitlichen Faktoren oder private lärmintensive Aktivitäten auszumachen, welche für die Gehörschädigung ursächlich sein könnten. Das Vorliegen einer (vorübergehenden) Berufskrankheit und die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin seien daher zu bejahen. Daran ändere nichts, dass die aktuellsten Untersuchungsbefunde mittlerweile alle wieder im Normalbereich liegen würden und wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für eine Orchestertätigkeit habe attestiert werden können ( Urk. 1 S. 5 ff., Urk. 15 ).

Des Weiteren treffe es nicht zu, dass das Gesetz für die Leistungspflicht infolge einer Berufskrankheit eine bleibende, erhebliche Gehö rschädigung mit Schwer hörigkeit voraussetze. Auch sei es unzutreffend, dass Berufsmusiker keiner im Vergleich zur Normalbevölkerung rund viermal erhöhten Gefahr von Lärmschä digungen ausgesetzt seien. Aus zahlreichen Untersuchungen und auch aus den für Berufsmusiker strengeren Gehörschutzmassnahmen der Suva ergebe sich ein entsprechend erhöhtes Risiko. Zudem sei n ach der bundesgerichtlichen Recht sprechung eine Anerkennung als Berufskrankheit dann im Einzelfall ausge schlossen, wenn wissenschaftlich erwiesen sei, dass eine bestimmte Berufsgruppe nicht viermal häufiger von einer Krankheit betroffe n sei als die Normalbevölke rung; und d e r Beweis auf qualifizierte Ursächlichkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG sei dann ausgeschlossen, wenn aufgrund medizinischer Forschungs ergebnisse ein Erfahrungswert dafür bestehe, dass eine berufsbedingte Genes e eines bestimmten Leidens von seiner Natur her nicht nachgewiesen werden könne. Bislang sei wissenschaftlich indes gerade nicht nachgewiesen, dass bei Berufsmusikern keine Häufung von Schädigungen wie Hyperakusis und Tinnitus vorliege; vielmehr würden zahlreiche Feststellungen von medizinische Experten und Untersuchungen, auch seitens der Suva, für eine solche Häufung sprechen. Deshalb sei in ihrem Fall zu prüfen, ob die berufliche Belastung verantwortlich für die gesundheitliche Schädigung sei oder gewesen sei. Es seien bei ihr ausser ihrer Arbeit im gehörgefährdenden Lärm und der schliesslich gehörschädigenden stundenlangen überlauten Generalprobe sowie eines noch lauteren Konzerts am gleichen Abend jedoch keine anderen gesundheitlichen Faktoren oder private lärmintensive Aktivitäten auszumachen, welche für die Gehörschädigung ursächlich sein könnten. Das Vorliegen einer (vorübergehenden) Berufskrankheit und die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin seien daher zu bejahen. Daran ändere nichts, dass die aktuellsten Untersuchungsbefunde mittlerweile alle wieder im Normalbereich liegen würden und wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für eine Orchestertätigkeit habe attestiert werden können ( Urk. 1 S. 5 ff., Urk. 15 ). 3.3

3.3 3.3.1 Es ist unstrittig ausgewiesen, dass die Beschwerdeführerin, nachdem sie als Violinistin an der Orchesterprobe und am 8. Juni 2013 an der Konzert aufführung von C.___ von I.___ teilgenommen hat te, unter Ohr beschwerden mit Verstopfungs - und Druckgefühl beidseits litt ( Urk. 9/79/87, Urk. 9/80), welche von Dr. A.___ diagnostisch als Hyperakusis nach Lärmbelastung eingeordnet wurde n ( Urk. 9 /79/83).

3.3.1 Es ist unstrittig ausgewiesen, dass die Beschwerdeführerin, nachdem sie als Violinistin an der Orchesterprobe und am 8. Juni 2013 an der Konzert aufführung von C.___ von I.___ teilgenommen hat te, unter Ohr beschwerden mit Verstopfungs - und Druckgefühl beidseits litt ( Urk. 9/79/87, Urk. 9/80), welche von Dr. A.___ diagnostisch als Hyperakusis nach Lärmbelastung eingeordnet wurde n ( Urk. 9 /79/83). 3.3.2 Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Entscheid sowohl ver n eint, dass der Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG erfüllt sei ( Urk. 2 S. 7), als auch, dass eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 UVV oder eine Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 oder Abs. 2 UVG vorliege.

3.3.2 Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Entscheid sowohl ver n eint, dass der Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG erfüllt sei ( Urk. 2 S. 7), als auch, dass eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 UVV oder eine Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 oder Abs. 2 UVG vorliege. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin dagegen beziehen sich nicht auf den Unfallbegriff und bestreiten nicht die von der Beschwerdegegnerin hierzu gemachten Erwägungen (Urk. 1, Urk. 15), weshalb davon auszugehen ist, dass der Entscheid insofern nicht strittig ist. Der Beschwerdegegnerin ist denn auch beizupflichten, dass der äussere Faktor des lauten Musizieren s eines Orchesters während einer Probe und/oder eine s Konzert s, im Rahmen derer auch ein möglicherweise eher laute s Musikstück wie C.___ von Strawinsky ohne ansonsten aussergewöhnliche Vorkommnisse intensiv geübt und gespielt wurde, für eine daran mitwirkende Berufsviolinistin nicht als ungewöhnlich gemäss Art. 4 ATSG zu beurteilen ist (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 2.4). Das Vorliegen eines Unfallereignisses im Sinne von Art. 4 ATSG in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 UVG ist mithin zu verneinen. Unbestrittenermassen sind auch die Voraussetzungen für die Annahme einer unfallähnlichen Körperschädigung nicht erfüllt.

Die Ausführungen der Beschwerdeführerin dagegen beziehen sich nicht auf den Unfallbegriff und bestreiten nicht die von der Beschwerdegegnerin hierzu gemachten Erwägungen (Urk. 1, Urk. 15), weshalb davon auszugehen ist, dass der Entscheid insofern nicht strittig ist. Der Beschwerdegegnerin ist denn auch beizupflichten, dass der äussere Faktor des lauten Musizieren s eines Orchesters während einer Probe und/oder eine s Konzert s, im Rahmen derer auch ein möglicherweise eher laute s Musikstück wie C.___ von Strawinsky ohne ansonsten aussergewöhnliche Vorkommnisse intensiv geübt und gespielt wurde, für eine daran mitwirkende Berufsviolinistin nicht als ungewöhnlich gemäss Art. 4 ATSG zu beurteilen ist (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 2.4). Das Vorliegen eines Unfallereignisses im Sinne von Art. 4 ATSG in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 UVG ist mithin zu verneinen. Unbestrittenermassen sind auch die Voraussetzungen für die Annahme einer unfallähnlichen Körperschädigung nicht erfüllt. 3.3.3 Streitig und zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin für die hiervor beschriebenen Ohrbeschwerden, welche unstrittig den Krankheitsbegriff nach Art. 3 ATSG erfüllen, unter dem Titel Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 oder Abs. 2 UVG Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung beanspruchen kann.

3.3.3 Streitig und zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin für die hiervor beschriebenen Ohrbeschwerden, welche unstrittig den Krankheitsbegriff nach Art. 3 ATSG erfüllen, unter dem Titel Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 oder Abs. 2 UVG Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung beanspruchen kann. 4.

4. 4.1

4.1 4.1.1 Die erstbehandelnde Ärztin Dr. A.___ führte in ihren Berichten vom 9. Juli, 28. Oktober 2013 und 1 0. Juni 2014 ( ohne Anamnese und Befunde ) die Diagnose einer Hyperakusis nach Lärmbelastung auf und stellte fest, es sei der Beschwer deführerin aufgrund der erhöhte n Lärmempfindlichkeit nicht möglich, in ihrem Beruf als Orchesterviolinistin zu arbeiten (Urk. 9/79/73, Urk. 9/79/81, Urk. 9/83). Zu den Untersuchungen von Dr. A.___ vom 11., 2 0. und 2 8. Juni 2013, vom 2 9. August sowie vom 2 2. September 2014 liegen ausserdem (nicht kommen tierte) Ton- und Sprachaudiogramme vor (Urk. 9/79/57-61).

4.1.1 Die erstbehandelnde Ärztin Dr. A.___ führte in ihren Berichten vom 9. Juli, 28. Oktober 2013 und 1 0. Juni 2014 ( ohne Anamnese und Befunde ) die Diagnose einer Hyperakusis nach Lärmbelastung auf und stellte fest, es sei der Beschwer deführerin aufgrund der erhöhte n Lärmempfindlichkeit nicht möglich, in ihrem Beruf als Orchesterviolinistin zu arbeiten (Urk. 9/79/73, Urk. 9/79/81, Urk. 9/83). Zu den Untersuchungen von Dr. A.___ vom 11., 2 0. und 2 8. Juni 2013, vom 2 9. August sowie vom 2 2. September 2014 liegen ausserdem (nicht kommen tierte) Ton- und Sprachaudiogramme vor (Urk. 9/79/57-61). Gemäss dem Bericht des F.___ vom 2 6. November 2013 waren aufgrund der Kon sultation vom 2 5. November 2013 die Diagnosen Status nach akuter Lärmbe lastung nach Orchesterkonzert im Juni 2013 mit in der Folge Entwicklung eines beidseitigen Ohrdruckgefühls mit Hyperakusis und einer sensorineuralen Schwer hörigkeit im Hochfrequenzbereich beidseits gestellt worden. Die Beschwerde führerin habe angegeben, sie habe im Juni 2013 als Orchestermusikerin an einem lauten Konzert teilgenommen. Trotz einer Absicherung mittels Elastin Ohren stöpseln habe sie direkt im Anschluss an das Konzert einen deutlichen Druck auf beiden Ohren verspürt, der sich auch an den Folgetagen nicht verring ert habe. Während des Konzertes habe sie auf der Bühne vor den Blechinstrumenten und dem Schlagwerk gesessen. Beim Ohrenarzt wenige Tage nach dem Ereignis habe sich ein fraglicher « Hörsturz » in den hohen Frequenzen gezeigt. Nach der Sommerpause habe sie wieder begonnen, Geige zu spielen und zu unterrichten, was keinerlei Probleme mit sich gebracht habe. Nach den ersten Orchesterproben sei es allerdings wieder zu einem deutlichen Rückfall gekommen. Sie habe wieder den Eindruck, deutlich lärmempfindlicher zu sein, auch der Druck sei wieder deutlich stärker geworden. Daraufhin sei sie erneut krankgeschrieben worden, mittlerweile sei die Lärmempfindlichkeit wieder etwas besser geworden. In der Untersuchung mittels Reintonaudiometrie habe sich eine sensorineurale Schwer hörigkeit beginnend ab einer Frequenz von etwa 6 Kilohertz ( kHz ) gefunden. Hier habe sich ein Steilabfall linksbetont mit einem maximalen Hörverlust von etwa 40 Dezibel (dB) bei 8 kHz gezeigt, bei den Frequenzen zwischen 9 und 11 kHz eine Erholung der Hörfunktion und zwischen den Frequenzen 12 und 14 kHz ein erneuter Steilabfall mit einem maximalen Hörverlust von 60 dB rechts beziehungsweise 45 dB links. Insgesamt lasse sich anhand der Hörkurve eine gewisse Beeinträchtigung des Gehörs nachvollziehen. Diese stehe in möglichem Zusammenhang mit dem im Rahmen der Orchesteraufführungen erlittenen Lärm schädigungen. Letztlich sei allerdings der Hauptsprachbereich nicht betroffen. Da steilabfallende Hörkurven zwischen zwei Frequenzen bisweilen eine filterartige Wirkung hätten, könnte dadurch das Druckgefühl im Bereich beider Ohren erklärt werden (Urk. 3/3).

Gemäss dem Bericht des F.___ vom 2 6. November 2013 waren aufgrund der Kon sultation vom 2 5. November 2013 die Diagnosen Status nach akuter Lärmbe lastung nach Orchesterkonzert im Juni 2013 mit in der Folge Entwicklung eines beidseitigen Ohrdruckgefühls mit Hyperakusis und einer sensorineuralen Schwer hörigkeit im Hochfrequenzbereich beidseits gestellt worden. Die Beschwerde führerin habe angegeben, sie habe im Juni 2013 als Orchestermusikerin an einem lauten Konzert teilgenommen. Trotz einer Absicherung mittels Elastin Ohren stöpseln habe sie direkt im Anschluss an das Konzert einen deutlichen Druck auf beiden Ohren verspürt, der sich auch an den Folgetagen nicht verring ert habe. Während des Konzertes habe sie auf der Bühne vor den Blechinstrumenten und dem Schlagwerk gesessen. Beim Ohrenarzt wenige Tage nach dem Ereignis habe sich ein fraglicher « Hörsturz » in den hohen Frequenzen gezeigt. Nach der Sommerpause habe sie wieder begonnen, Geige zu spielen und zu unterrichten, was keinerlei Probleme mit sich gebracht habe. Nach den ersten Orchesterproben sei es allerdings wieder zu einem deutlichen Rückfall gekommen. Sie habe wieder den Eindruck, deutlich lärmempfindlicher zu sein, auch der Druck sei wieder deutlich stärker geworden. Daraufhin sei sie erneut krankgeschrieben worden, mittlerweile sei die Lärmempfindlichkeit wieder etwas besser geworden. In der Untersuchung mittels Reintonaudiometrie habe sich eine sensorineurale Schwer hörigkeit beginnend ab einer Frequenz von etwa 6 Kilohertz ( kHz ) gefunden. Hier habe sich ein Steilabfall linksbetont mit einem maximalen Hörverlust von etwa 40 Dezibel (dB) bei 8 kHz gezeigt, bei den Frequenzen zwischen 9 und 11 kHz eine Erholung der Hörfunktion und zwischen den Frequenzen 12 und 14 kHz ein erneuter Steilabfall mit einem maximalen Hörverlust von 60 dB rechts beziehungsweise 45 dB links. Insgesamt lasse sich anhand der Hörkurve eine gewisse Beeinträchtigung des Gehörs nachvollziehen. Diese stehe in möglichem Zusammenhang mit dem im Rahmen der Orchesteraufführungen erlittenen Lärm schädigungen. Letztlich sei allerdings der Hauptsprachbereich nicht betroffen. Da steilabfallende Hörkurven zwischen zwei Frequenzen bisweilen eine filterartige Wirkung hätten, könnte dadurch das Druckgefühl im Bereich beider Ohren erklärt werden (Urk. 3/3). D em Bericht vom 2 6. Juni 2014 von G.___, die Audio-Psycho-Phonologi sche-(APP-)Behandlungen - eine komplementärmedizinische Methode nach Dr. med. J.___ - durchführt, ist zu entnehmen, die Abklärung der Beschwer deführerin vom 2 9. April 2014 habe eine gute Hörschwelle und eine beidseitige Mittelohrdysfunktion ergeben; letzteres habe sich durch eine gut sichtbare Inver sion Knochen-Luftleitung dargestellt. Auf dem linken Ohr zeige sich diese Funk tionsstörung bei 750 Hz und 1000 Hz sowie bei 3000 und 4000 Hz. Auf dem rechten Ohr sei der Bereich von 250 Hz bis 1500 Hz sowie eine Frequenz im Hochtonbereich bei 3000 Hz davon betroffen. Die erhöhte Lärmempfindlichkeit sei auf die Inversion Knochen-Luftleitung zurückzuführen, die dazu führen würde, dass der Hörnerv sich nicht schützen könne. Das Trommelfell, welches mit dem gesamten Mittelohr eine Art Stossdämpferfunktion ausüben sollte, spanne und entspanne sich zu langsam, so dass das Innenohr zuerst reagiere. Bei der Beschwerdeführerin sei die oben beschriebene Inversion Knochen-Luftleitung die direkte Folge des Lärmtraumas, das sie sich vor zehn Monaten zugezogen habe. Mit dieser Problematik sei es sehr schwierig, Stimuli verbaler oder auch akusti scher Art zu verarbeiten und das Ausblenden von Nebengeräuschen werde nahezu unmöglich. Das vegetative Nervensystem sei komplett überreizt, was wiederum negative Auswirkungen auf den Gesamtzustand der Beschwerdeführe rin habe ( Urk. 9/64/2).

D em Bericht vom 2 6. Juni 2014 von G.___, die Audio-Psycho-Phonologi sche-(APP-)Behandlungen - eine komplementärmedizinische Methode nach Dr. med. J.___ - durchführt, ist zu entnehmen, die Abklärung der Beschwer deführerin vom 2 9. April 2014 habe eine gute Hörschwelle und eine beidseitige Mittelohrdysfunktion ergeben; letzteres habe sich durch eine gut sichtbare Inver sion Knochen-Luftleitung dargestellt. Auf dem linken Ohr zeige sich diese Funk tionsstörung bei 750 Hz und 1000 Hz sowie bei 3000 und 4000 Hz. Auf dem rechten Ohr sei der Bereich von 250 Hz bis 1500 Hz sowie eine Frequenz im Hochtonbereich bei 3000 Hz davon betroffen. Die erhöhte Lärmempfindlichkeit sei auf die Inversion Knochen-Luftleitung zurückzuführen, die dazu führen würde, dass der Hörnerv sich nicht schützen könne. Das Trommelfell, welches mit dem gesamten Mittelohr eine Art Stossdämpferfunktion ausüben sollte, spanne und entspanne sich zu langsam, so dass das Innenohr zuerst reagiere. Bei der Beschwerdeführerin sei die oben beschriebene Inversion Knochen-Luftleitung die direkte Folge des Lärmtraumas, das sie sich vor zehn Monaten zugezogen habe. Mit dieser Problematik sei es sehr schwierig, Stimuli verbaler oder auch akusti scher Art zu verarbeiten und das Ausblenden von Nebengeräuschen werde nahezu unmöglich. Das vegetative Nervensystem sei komplett überreizt, was wiederum negative Auswirkungen auf den Gesamtzustand der Beschwerdeführe rin habe ( Urk. 9/64/2). Laut der E-Mail von Dr. A.___ an die Beschwerdegegnerin vom 2 9. September 2014 nahm die Lärmempfindlichkeit in der Zeit der Messungen von Mitte Juni (2013) bis am 2 2. September (2014) stark ab. Auf der linken Seite sei eine hohe Empfindlichkeit bei 250 Hz geblieben. Die Beschwerdeführerin könne inzwischen wieder Geigenunterricht geben. Ein Wiedereinstieg in die Orchestertätigkeit sollte schrittweise erfolgen, um keinen Rückfall zu provozieren, was (bei Arbeits versu chen) bereits zwei Mal vorgekommen sei. Eine berufsbedingte Lärm schädigung im Sinne der Suva liege hier nicht vor. Es handle sich um eine Hyperakusis ( Urk. 9/79/52).

Laut der E-Mail von Dr. A.___ an die Beschwerdegegnerin vom 2 9. September 2014 nahm die Lärmempfindlichkeit in der Zeit der Messungen von Mitte Juni (2013) bis am 2 2. September (2014) stark ab. Auf der linken Seite sei eine hohe Empfindlichkeit bei 250 Hz geblieben. Die Beschwerdeführerin könne inzwischen wieder Geigenunterricht geben. Ein Wiedereinstieg in die Orchestertätigkeit sollte schrittweise erfolgen, um keinen Rückfall zu provozieren, was (bei Arbeits versu chen) bereits zwei Mal vorgekommen sei. Eine berufsbedingte Lärm schädigung im Sinne der Suva liege hier nicht vor. Es handle sich um eine Hyperakusis ( Urk. 9/79/52). 4.1.2 Laut dem Bericht der Suva, Bereich Physik, Akustik, vom 1 0. Dezember 2014 zur technischen Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung habe die Beschwerde führerin bei der telefonischen Befragung angegeben, e s habe sich beim Konzert vom 8. Juni 2013 um zwei Aufführungen von C.___ von I.___ direkt nacheinander gehandelt. Sie habe damals im Bereich der zwei ten Geige n etwa in der Mitte gespielt, welche links im Orchester zwischen d en ersten Geige n und den Bratschen platziert gewesen sei en. Soweit erinnerlich, sei das Schlagzeug nicht sehr nahe bei ihr gewesen, sondern die Hörner seien näher gewesen. Im gespielten Musikstück habe das Schlagwerk aber eine bedeutende Rolle und es würden auch sonst vergleichsweise hohe Schallpegel herrschen. Sie habe damals Elacin -Gehörschutz mit einem 15er-Filter getragen. Inzwischen habe sie sich neue Elacin-Otoplasten anpassen lassen, mit denen sie sich besser geschützt fühle. Gestützt auf diese Angaben könne ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin in der letzten Reihe der zweiten Geigen und damit direkt vor den Hörnern oder gar dem Schlagzeug gesessen habe. Eine Überschreitung des Arbeitsplatz-Grenzwertes für Impulslärm (Spitzenschallpegel) von 135 dB (C) und mehr sowie eines Schallexpositionspegels von 120 dB(A) könne damit mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin für die Anpassung neuer Gehörschutz- Otoplastiken dreimal beim Hörgeräte-Akustiker gewesen sei und sie sich mit diesen deutlich besser geschützt fühle, lege nahe, dass die Anpassung der im Juni 2013 verwendeten Gehörschutz- Otoplastiken nicht optimal gewesen sei und die Schutzwirkung nicht die vom Hersteller deklarierten Werte erreicht habe (Urk. 9/57/5-7).

4.1.2 Laut dem Bericht der Suva, Bereich Physik, Akustik, vom 1 0. Dezember 2014 zur technischen Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung habe die Beschwerde führerin bei der telefonischen Befragung angegeben, e s habe sich beim Konzert vom 8. Juni 2013 um zwei Aufführungen von C.___ von I.___ direkt nacheinander gehandelt. Sie habe damals im Bereich der zwei ten Geige n etwa in der Mitte gespielt, welche links im Orchester zwischen d en ersten Geige n und den Bratschen platziert gewesen sei en. Soweit erinnerlich, sei das Schlagzeug nicht sehr nahe bei ihr gewesen, sondern die Hörner seien näher gewesen. Im gespielten Musikstück habe das Schlagwerk aber eine bedeutende Rolle und es würden auch sonst vergleichsweise hohe Schallpegel herrschen. Sie habe damals Elacin -Gehörschutz mit einem 15er-Filter getragen. Inzwischen habe sie sich neue Elacin-Otoplasten anpassen lassen, mit denen sie sich besser geschützt fühle. Gestützt auf diese Angaben könne ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin in der letzten Reihe der zweiten Geigen und damit direkt vor den Hörnern oder gar dem Schlagzeug gesessen habe. Eine Überschreitung des Arbeitsplatz-Grenzwertes für Impulslärm (Spitzenschallpegel) von 135 dB (C) und mehr sowie eines Schallexpositionspegels von 120 dB(A) könne damit mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin für die Anpassung neuer Gehörschutz- Otoplastiken dreimal beim Hörgeräte-Akustiker gewesen sei und sie sich mit diesen deutlich besser geschützt fühle, lege nahe, dass die Anpassung der im Juni 2013 verwendeten Gehörschutz- Otoplastiken nicht optimal gewesen sei und die Schutzwirkung nicht die vom Hersteller deklarierten Werte erreicht habe (Urk. 9/57/5-7). Im Suva-Bericht vom 2 1. Januar 2015 führte Dr. B.___ zu den Audiogrammen von Dr. A.___ (Urk. 9/79/57-61) aus, bei der Erstuntersuchung v om 1 1. Juni 2013 habe sich eine minimale beidseitige Hochtoninnenohrsenke bei 6000 Hz von 25 bis 30 dB beidseits sowie eine leichtgradige angedeutete Hörminderung im Mitteltonfrequenzbereich bei 1000 Hz von 10 bis 15 dB gezeigt. Im Vergleich zu ihrer gehörschadenprophylaktischen Erstuntersuchung im Audiomobil vom 20. September 2011 ( Urk. 9/57/9) seien diese kleinen Hörabnahmen, welche sich auch in den Verlaufskontrollen in den darauffolgenden Wochen nach dem Konzertauftritt immer noch hätten manifestieren lassen, als mit grosser Wahr scheinlichkeit doch hinweisend für eine funktionelle transiente Überlastung des Corti Organs zu beurteilen. Aufgrund der ein Jahr später durchgeführten Ver laufsaudiogramme zeige sich messtechnisch eine Erholung der Hörschwelle mit kongruente m und gleichem Kurvenverlauf wie bei der Audiometrie von 2011 mithin zwei Jahre vor der betreffenden Konzertaufführung -, sodass zum heuti gen Zeitpunkt keine bleibenden strukturellen Veränderungen im Innenohr beid seits nachweisbar seien und die heutige Hörku r ve der Beschwerdeführerin der Altersnormkurve soweit entspreche. Die Beschwerdeführerin beklage auch keine Hörminderung mehr und sie habe auch kein Tinnitus-Leiden durchgemacht. Sie habe in der schri ftlichen Befragung vom 2 2. November 2014 ( Urk. 9/57/12-15) ein Ohrensausen-Leiden verneint; ihre Gehörüberempfindlichkeit werde dort nicht weiter beschrieben, ausser dass sie im privaten und beruflichen sich dies bezüglich massiv eingeschränkt fühle; daher sei die berufliche Tätigkeit bis im Herbst 2014 noch nicht wiederaufgenommen worden. Aufgrund der fachlich-technischen Beurteilung vom 10. Dezember 2014, wonach von einer chronischen beruflichen Lärmbelastung von gesamthaft 14 Jahren bei einem durchschnittli chen Belastungspegel von 90 dB im gehörgefährdenden Bereich auszugehen sei, und der dort beschriebenen protektiven Massnahmen sowie aufgrund der verglei chenden Hörkurven beidseits könne somit eine chronisch berufliche Gehör schädigung im Sinne einer Ber ufskrankheit gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG in Verbin dung mit Art. 14 UVV und Ziff. 2 lit. a Anhang I zu UVV ausgeschlossen werden. Denn es sei heute in struktureller Hinsicht keine erhebliche Schädigung des Gehörs mehr objektivierbar und es könne auch keine andere Krankheit nachge wiesen werden, welche die Geräusche über empfindlichkeit der Beschwerdeführe rin ausschliesslich oder stark überwiegend durch die berufliche Tätigkeit verursacht haben könnte. Nicht unerwähnt zu lassen sei, dass die Geräuscheüber empfindlichkeit eine stark subjektiv überlagerte Symptomatik sei und keine eigentliche Grundkrankheit darstelle. Sie sei stark von der Tagesdisposition und dem allgemeinen Wohlbefinden (Stress, Ausgeruhtheit, psychische Belastungen und Faktoren, welche die Kreislaufsituation zusätzlich beeinflussen) abhängig. Offensichtlich sei sich die Beschwerdeführerin dieser Co-Faktoren bewusst und auch Dr. A.___ habe im E-Mail-Kontakt vom 2 9. September 2014 bestätigt, dass die Hyperakusis ihrer Patientin von ihr nicht als berufsbedingte Lärmschädigung ein geschätzt werde (Urk. 9/57/1-3).

Im Suva-Bericht vom 2 1. Januar 2015 führte Dr. B.___ zu den Audiogrammen von Dr. A.___ (Urk. 9/79/57-61) aus, bei der Erstuntersuchung v om 1 1. Juni 2013 habe sich eine minimale beidseitige Hochtoninnenohrsenke bei 6000 Hz von 25 bis 30 dB beidseits sowie eine leichtgradige angedeutete Hörminderung im Mitteltonfrequenzbereich bei 1000 Hz von 10 bis 15 dB gezeigt. Im Vergleich zu ihrer gehörschadenprophylaktischen Erstuntersuchung im Audiomobil vom 20. September 2011 ( Urk. 9/57/9) seien diese kleinen Hörabnahmen, welche sich auch in den Verlaufskontrollen in den darauffolgenden Wochen nach dem Konzertauftritt immer noch hätten manifestieren lassen, als mit grosser Wahr scheinlichkeit doch hinweisend für eine funktionelle transiente Überlastung des Corti Organs zu beurteilen. Aufgrund der ein Jahr später durchgeführten Ver laufsaudiogramme zeige sich messtechnisch eine Erholung der Hörschwelle mit kongruente m und gleichem Kurvenverlauf wie bei der Audiometrie von 2011 mithin zwei Jahre vor der betreffenden Konzertaufführung, sodass zum heuti gen Zeitpunkt keine bleibenden strukturellen Veränderungen im Innenohr beid seits nachweisbar seien und die heutige Hörku r ve der Beschwerdeführerin der Altersnormkurve soweit entspreche. Die Beschwerdeführerin beklage auch keine Hörminderung mehr und sie habe auch kein Tinnitus-Leiden durchgemacht. Sie habe in der schri ftlichen Befragung vom 2 2. November 2014 ( Urk. 9/57/12-15) ein Ohrensausen-Leiden verneint; ihre Gehörüberempfindlichkeit werde dort nicht weiter beschrieben, ausser dass sie im privaten und beruflichen sich dies bezüglich massiv eingeschränkt fühle; daher sei die berufliche Tätigkeit bis im Herbst 2014 noch nicht wiederaufgenommen worden. Aufgrund der fachlich-technischen Beurteilung vom 10. Dezember 2014, wonach von einer chronischen beruflichen Lärmbelastung von gesamthaft 14 Jahren bei einem durchschnittli chen Belastungspegel von 90 dB im gehörgefährdenden Bereich auszugehen sei, und der dort beschriebenen protektiven Massnahmen sowie aufgrund der verglei chenden Hörkurven beidseits könne somit eine chronisch berufliche Gehör schädigung im Sinne einer Ber ufskrankheit gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG in Verbin dung mit Art. 14 UVV und Ziff. 2 lit. a Anhang I zu UVV ausgeschlossen werden. Denn es sei heute in struktureller Hinsicht keine erhebliche Schädigung des Gehörs mehr objektivierbar und es könne auch keine andere Krankheit nachge wiesen werden, welche die Geräusche über empfindlichkeit der Beschwerdeführe rin ausschliesslich oder stark überwiegend durch die berufliche Tätigkeit verursacht haben könnte. Nicht unerwähnt zu lassen sei, dass die Geräuscheüber empfindlichkeit eine stark subjektiv überlagerte Symptomatik sei und keine eigentliche Grundkrankheit darstelle. Sie sei stark von der Tagesdisposition und dem allgemeinen Wohlbefinden (Stress, Ausgeruhtheit, psychische Belastungen und Faktoren, welche die Kreislaufsituation zusätzlich beeinflussen) abhängig. Offensichtlich sei sich die Beschwerdeführerin dieser Co-Faktoren bewusst und auch Dr. A.___ habe im E-Mail-Kontakt vom 2 9. September 2014 bestätigt, dass die Hyperakusis ihrer Patientin von ihr nicht als berufsbedingte Lärmschädigung ein geschätzt werde (Urk. 9/57/1-3). 4.1.3 Im Bericht vom 1 1. Juni 2015 erklärte Dr. A.___, die Beschwerdeführerin habe nach dem Konzert vom 9. (richtig: 8.) Juni 2013 einen Druck auf beiden Ohren beklagt und erklärt, das Gehör sei gedämpft und sie vertrage keinerlei Lärm. Die G ehörs kurve sei damals bei 6000 Hz beidseitig gesenkt gewesen, im Mitteltonbereich ebenso. Es habe sich zudem eine massive Einschränkung der Unbehaglichkeits schwelle gezeigt. Bis April 2014 sei es zu einer recht guten Verbesserung der Situation gekommen, bei Arbeitsversuchen sei es jedoch zu massiven Rückfällen gekommen. Es sei seither möglich gewesen, bei einem von drei Musikstücken bei Kammermusikabenden mitzuwirken. Es sei nicht absehbar, dass sie wieder in das Orchester integriert werden könne. Es werde eine Umschulung empfohlen (Urk. 9/50).

4.1.3 Im Bericht vom 1 1. Juni 2015 erklärte Dr. A.___, die Beschwerdeführerin habe nach dem Konzert vom 9. (richtig: 8.) Juni 2013 einen Druck auf beiden Ohren beklagt und erklärt, das Gehör sei gedämpft und sie vertrage keinerlei Lärm. Die G ehörs kurve sei damals bei 6000 Hz beidseitig gesenkt gewesen, im Mitteltonbereich ebenso. Es habe sich zudem eine massive Einschränkung der Unbehaglichkeits schwelle gezeigt. Bis April 2014 sei es zu einer recht guten Verbesserung der Situation gekommen, bei Arbeitsversuchen sei es jedoch zu massiven Rückfällen gekommen. Es sei seither möglich gewesen, bei einem von drei Musikstücken bei Kammermusikabenden mitzuwirken. Es sei nicht absehbar, dass sie wieder in das Orchester integriert werden könne. Es werde eine Umschulung empfohlen (Urk. 9/50). 4.1.4 Aus dem zweiten Suva-Bericht von Dr. B.___ vom 27. August 2015 geht her vor, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen einer persönlich en Befragung und U ntersuch ung angegeben habe, seit dem Konzert vom 8. Juni 2013 an einem Druckgefühl in beiden Ohren zu leiden. Dieses sei kaum beeinflussbar und nehme nach einer 45-minütigen Probe subjektiv zu, weshalb sie bis jetzt auch keine regelmässige Orchestertätigkeit habe aufnehmen können. Bezüglich ihrer Hör funktion fühle sie sich nicht eingeschränkt, im Gegenteil höre sie sehr gut, habe kein Ohrgeräusch und leide nur unter der übermässigen Geräuschempfindlichkeit. Bei der Untersuchung der alten, anlässlich des Konzerts vom 8. Juni 2013 ver wendeten Otoplasten habe sich herausgestellt, dass diese einen ungenügenden Dämmwert von 15 dB aufgewiesen hätten. Mit den neuen Gehörschutzmitteln, welche in ihren Messungen eine Dämmung von 25 respektive 30 dB linear im gesamten Frequenzbereich aufgewiesen hätten, nehme die Beschwerdeführerin ein gutes Dämmgefühl und einen satten Sitz war. Es müsse somit davon ausge gangen werden, dass die Beschwerdeführerin bei der Konzertaufführung vom 8. Juni 2013 auf dem rechten Gehör wahrscheinlich bereits nicht mehr optimal geschützt gewesen sei, während auf dem linken Ohr bei einer durchschnittlichen Dämmung von 15 dB keine nachhaltige akustische Traumatisierung habe auftre ten können. In diesem Zusammenhang sei eine erneute Reintonaudiometrie mit Knochenleitung durchgeführt worden, welche über alle Frequenzen eine beidseits absolut normale altersentsprechende und mit den Messungen von 2011 identi sche Hörschwelle gezeigt habe. Dabei falle auf, dass die Beschwerdeführerin eine ganz geringe Schal l leitungskomponente in den Mittelfrequenzbereichen aufweise und eine angedeutete Carhart-Senke des Innenohres beidseits, welche auf eine mögliche sklerotische feinste Veränderung im Bereich der Gehörknöchelchenkette hinweisen könne. Bei der Tympanometrie und Testung des Stapediusreflexes zum Ausschluss einer otosklerotisch vorhandenen früheren Veränderung und zur Beurteilung der Schutzmechanismen des Innenohrs hätten sich eine absolut nor male Trommelfellcompliance und gute Mittelohrbelüftung gezeigt. Das Druckge fühl der Beschwerdeführerin sei daher nicht auf eine organische Belüftungs störung im Mittelohrbereich zurückzuführen. Die Stapediusreflexe hätten im normalen überschwelligen Bereich, auf der rechten Seite bei 90 dB (bei 500 Hz ipsilateral ) und links bei 85 dB (bei 2000 Hz), ausgelöst werden können, was Schutzmechanismen des afferenten und efferenten auditiven Systems im norma len Bereich nachweise. D ie Prüfung der otoakustischen Emissionen de r Haarzellen im Innenohrbereich beidseits sei ebenfalls normal ausgefallen. Hiermit seien die morphologischen und strukturellen organischen Veränderungen im Innenohr bereich als gut funktionsfähig und unauffällig zu bestätigen. Aus diesem Blick winkel sei eine unfallursächliche oder durch eine Berufskrankheit entstandene Verletzung im Innenohrbereich der Beschwerdeführerin heute auszuschliessen. Auf die Frage der Beschwerdeführerin, wie denn ihre jetzigen subjektiven Druck gefühle im Gehör respektive das Wattegefühl zu erklären seien, sei nach so einem langen Zeitintervall seit dem akustisch belastenden Moment von vor über zwei Jahren von einer psychosomatisch im Vordergrund stehenden, funktionellen sub jektiven Verarbeitungsstörung auszugehen. Es sei somit, wie schon in der Beur teilung vom 2 5. Januar 2015 festgestellt worden sei, festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin heute nicht an einer Berufskrankheit leide und auch kein Hinweis darauf bestehe, dass organisch-strukturell durch das Konzert vom 8. Juni 2013 ein bleibender Gehörschaden resultiert habe. Es werde indes empfohlen, die diagnostischen und therapeutischen Heilkosten administrativ zu übernehmen, da eine vorübergehende kochleäre Überlastung aufgrund der passageren Hörschwel lenveränderungen initial angenommen werden müsse ( Urk. 9/37/1-4).

4.1.4 Aus dem zweiten Suva-Bericht von Dr. B.___ vom 27. August 2015 geht her vor, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen einer persönlich en Befragung und U ntersuch ung angegeben habe, seit dem Konzert vom 8. Juni 2013 an einem Druckgefühl in beiden Ohren zu leiden. Dieses sei kaum beeinflussbar und nehme nach einer 45-minütigen Probe subjektiv zu, weshalb sie bis jetzt auch keine regelmässige Orchestertätigkeit habe aufnehmen können. Bezüglich ihrer Hör funktion fühle sie sich nicht eingeschränkt, im Gegenteil höre sie sehr gut, habe kein Ohrgeräusch und leide nur unter der übermässigen Geräuschempfindlichkeit. Bei der Untersuchung der alten, anlässlich des Konzerts vom 8. Juni 2013 ver wendeten Otoplasten habe sich herausgestellt, dass diese einen ungenügenden Dämmwert von 15 dB aufgewiesen hätten. Mit den neuen Gehörschutzmitteln, welche in ihren Messungen eine Dämmung von 25 respektive 30 dB linear im gesamten Frequenzbereich aufgewiesen hätten, nehme die Beschwerdeführerin ein gutes Dämmgefühl und einen satten Sitz war. Es müsse somit davon ausge gangen werden, dass die Beschwerdeführerin bei der Konzertaufführung vom 8. Juni 2013 auf dem rechten Gehör wahrscheinlich bereits nicht mehr optimal geschützt gewesen sei, während auf dem linken Ohr bei einer durchschnittlichen Dämmung von 15 dB keine nachhaltige akustische Traumatisierung habe auftre ten können. In diesem Zusammenhang sei eine erneute Reintonaudiometrie mit Knochenleitung durchgeführt worden, welche über alle Frequenzen eine beidseits absolut normale altersentsprechende und mit den Messungen von 2011 identi sche Hörschwelle gezeigt habe. Dabei falle auf, dass die Beschwerdeführerin eine ganz geringe Schal l leitungskomponente in den Mittelfrequenzbereichen aufweise und eine angedeutete Carhart-Senke des Innenohres beidseits, welche auf eine mögliche sklerotische feinste Veränderung im Bereich der Gehörknöchelchenkette hinweisen könne. Bei der Tympanometrie und Testung des Stapediusreflexes zum Ausschluss einer otosklerotisch vorhandenen früheren Veränderung und zur Beurteilung der Schutzmechanismen des Innenohrs hätten sich eine absolut nor male Trommelfellcompliance und gute Mittelohrbelüftung gezeigt. Das Druckge fühl der Beschwerdeführerin sei daher nicht auf eine organische Belüftungs störung im Mittelohrbereich zurückzuführen. Die Stapediusreflexe hätten im normalen überschwelligen Bereich, auf der rechten Seite bei 90 dB (bei 500 Hz ipsilateral ) und links bei 85 dB (bei 2000 Hz), ausgelöst werden können, was Schutzmechanismen des afferenten und efferenten auditiven Systems im norma len Bereich nachweise. D ie Prüfung der otoakustischen Emissionen de r Haarzellen im Innenohrbereich beidseits sei ebenfalls normal ausgefallen. Hiermit seien die morphologischen und strukturellen organischen Veränderungen im Innenohr bereich als gut funktionsfähig und unauffällig zu bestätigen. Aus diesem Blick winkel sei eine unfallursächliche oder durch eine Berufskrankheit entstandene Verletzung im Innenohrbereich der Beschwerdeführerin heute auszuschliessen. Auf die Frage der Beschwerdeführerin, wie denn ihre jetzigen subjektiven Druck gefühle im Gehör respektive das Wattegefühl zu erklären seien, sei nach so einem langen Zeitintervall seit dem akustisch belastenden Moment von vor über zwei Jahren von einer psychosomatisch im Vordergrund stehenden, funktionellen sub jektiven Verarbeitungsstörung auszugehen. Es sei somit, wie schon in der Beur teilung vom 2 5. Januar 2015 festgestellt worden sei, festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin heute nicht an einer Berufskrankheit leide und auch kein Hinweis darauf bestehe, dass organisch-strukturell durch das Konzert vom 8. Juni 2013 ein bleibender Gehörschaden resultiert habe. Es werde indes empfohlen, die diagnostischen und therapeutischen Heilkosten administrativ zu übernehmen, da eine vorübergehende kochleäre Überlastung aufgrund der passageren Hörschwel lenveränderungen initial angenommen werden müsse ( Urk. 9/37/1-4). 4.1.5 Im Bericht vom 6. Juni 2017 teilte D r. A.___ der Beschwerdegegnerin mit, dass sich das Gehör der Beschwerdeführerin nach deren Angaben und gemäss den neuen Messungen deutlich stabilisiert sowie die Hyperakusis deutlich abgenommen habe. Das Reintonaudi o gramm sei nach wie vor im Normbereich, in den ganz hohen Frequenzen sei das Ergebnis etwas schlechter als vor einem Jahr. Die Unbehaglichkeitsschwelle liege zwischen 75 und 85 dB und sei somit für ein Spielen im Orchester genügend. Sie ertrage auch wieder die Lärmbelastung im Orchester. Es werde daher die Aufnahme der Erwerbstätigkeit in einem 50%igen Pensum empfohlen und die Durchführung einer Zwischenkontrolle nach zwei Monaten, um zu überprüfen, ob die Beschwerdeführerin einer solchen Belastung standhalte ( Urk. 9/13/1).

4.1.5 Im Bericht vom 6. Juni 2017 teilte D r. A.___ der Beschwerdegegnerin mit, dass sich das Gehör der Beschwerdeführerin nach deren Angaben und gemäss den neuen Messungen deutlich stabilisiert sowie die Hyperakusis deutlich abgenommen habe. Das Reintonaudi o gramm sei nach wie vor im Normbereich, in den ganz hohen Frequenzen sei das Ergebnis etwas schlechter als vor einem Jahr. Die Unbehaglichkeitsschwelle liege zwischen 75 und 85 dB und sei somit für ein Spielen im Orchester genügend. Sie ertrage auch wieder die Lärmbelastung im Orchester. Es werde daher die Aufnahme der Erwerbstätigkeit in einem 50%igen Pensum empfohlen und die Durchführung einer Zwischenkontrolle nach zwei Monaten, um zu überprüfen, ob die Beschwerdeführerin einer solchen Belastung standhalte ( Urk. 9/13/1). Im Bericht vom 2 2. Mai 2018 erklärte Dr. A.___ zur Konsultation vom 5. April 2018, die Beschwerdeführerin erfülle inzwischen seit Oktober 2017 als Zuzügerin ein fast volles Pensum im Y.___ Orchester mit freier Platzwahl. Das Reinton audiogramm sei unverändert im Normalbereich, bis auf 6000 Hz rechts, wo die Hörschwelle bei 25 dB liege. Alle anderen Frequenzen seien besser als 20 dB. Die Unbehaglichkeitsschwelle liege bei mindestens 85 bis 100 dB und damit mit einem Beruf im Orchester verträglich. Es sei angesichts dieser Befunde unter Belastung ein volles Arbeitspensum zu befürworten ( Urk. 16).

Im Bericht vom 2 2. Mai 2018 erklärte Dr. A.___ zur Konsultation vom 5. April 2018, die Beschwerdeführerin erfülle inzwischen seit Oktober 2017 als Zuzügerin ein fast volles Pensum im Y.___ Orchester mit freier Platzwahl. Das Reinton audiogramm sei unverändert im Normalbereich, bis auf 6000 Hz rechts, wo die Hörschwelle bei 25 dB liege. Alle anderen Frequenzen seien besser als 20 dB. Die Unbehaglichkeitsschwelle liege bei mindestens 85 bis 100 dB und damit mit einem Beruf im Orchester verträglich. Es sei angesichts dieser Befunde unter Belastung ein volles Arbeitspensum zu befürworten ( Urk. 16). 4.2

4.2 4.2.1 Die vorliegenden ärztlichen Beurteilungen der geklagten Ohren- und Gehörbe schwerden der Beschwerdeführerin mit Ohrdruck- und Wattegefühl beidseits stimmen insofern überein, als alle Fachärzte eine Hyperakusis (übermässige Geräuscheempfindlichkeit ) und für die Monate nach dem Konzert vom 8. Juni 2013 eine (im Vergleich zur Alterskurve) geringfügige Hörminderung im Mittel tonbereich und im Bereich ab der Frequenz 6 kHz feststellten ; dabei steht ausser dem fest, dass w eder ein Tinnitus noch andere Ohrgeräusche bestanden und sich spätestens ab September 2014 eine (weiter zunehmende) Besserung der Hyper akusis und eine Erholung der Hörminderung auf den Stand zwei Jahre vor dem Konzert ein stellte n ( Urk. 3/3, Urk. 9/13/1, Urk. 9/37/2-3, Urk. 9/50, Urk. 9/57/1-3, Urk. 9/57/11, Urk. 9/79/52, Urk. 9/79/61). Insofern stimmen namentlich die Feststellungen in den Suva-Berichten von Dr. B.___ mit der übrigen Akten lage überein.

4.2.1 Die vorliegenden ärztlichen Beurteilungen der geklagten Ohren- und Gehörbe schwerden der Beschwerdeführerin mit Ohrdruck- und Wattegefühl beidseits stimmen insofern überein, als alle Fachärzte eine Hyperakusis (übermässige Geräuscheempfindlichkeit ) und für die Monate nach dem Konzert vom 8. Juni 2013 eine (im Vergleich zur Alterskurve) geringfügige Hörminderung im Mittel tonbereich und im Bereich ab der Frequenz 6 kHz feststellten ; dabei steht ausser dem fest, dass w eder ein Tinnitus noch andere Ohrgeräusche bestanden und sich spätestens ab September 2014 eine (weiter zunehmende) Besserung der Hyper akusis und eine Erholung der Hörminderung auf den Stand zwei Jahre vor dem Konzert ein stellte n ( Urk. 3/3, Urk. 9/13/1, Urk. 9/37/2-3, Urk. 9/50, Urk. 9/57/1-3, Urk. 9/57/11, Urk. 9/79/52, Urk. 9/79/61). Insofern stimmen namentlich die Feststellungen in den Suva-Berichten von Dr. B.___ mit der übrigen Akten lage überein. 4.2.2 Die Ausführungen in den Suva-Berichten von Dr. B.___ zur Beeinträchtigung des Gehörs ( Urk. 9/ 37/1-4, Urk. 9/57/1-3) sind insbesondere auch mit dem (erst im Gerichtsverfahren vorgelegten) F.___ -Bericht, visiert von Prof. Dr. D.___, vom 2 6. November 2013 vereinbar. Denn auch im F.___ -Bericht wurde ein Abfall der Hörlinie im Reintonaudiogramm ab der Frequenz von etwa 6 kHz linksbetont bis 8 kHz beschrieben, was dem von Dr. B.___ nachvollziehbar kommentierten Bild zum Tonaudiogramm von Dr. A.___ vom 11. Juni 2013 ( Urk. 9/79/61) entspricht. Ein Unterschied zu den Tonaudio gramm en von Dr. A.___ und Dr. B.___ besteht lediglich darin, dass im F.___ zusätzlich die Frequenzen über 8 kHz getestet wurden und dadurch zusätzlich der Abfall der Hörlinie zwischen den Frequenzen 12 bis 14 kHz festgestellt werden konnte (Urk. 3/3 ). Dieser wurde indes nicht in Beziehung zum damaligen Alter der Beschwerde führerin von 32 Jahren gesetzt, so dass nicht erwiesen ist, dass es sich hierbei um einen relevanten pathologischen Hörverlust im Höchsttonbereich (für das betreffende Alter) handelt, zumal die obere Hörgrenze mit zunehmendem Alter und in den höchsten Frequenzen zuerst abnimmt (vgl. Suva-Broschüre «Gehör gefährdender Lärm am Arbeitsplatz», Juni 2018, S. 24; www.suva.ch/44057.d ).

4.2.2 Die Ausführungen in den Suva-Berichten von Dr. B.___ zur Beeinträchtigung des Gehörs ( Urk. 9/ 37/1-4, Urk. 9/57/1-3) sind insbesondere auch mit dem (erst im Gerichtsverfahren vorgelegten) F.___ -Bericht, visiert von Prof. Dr. D.___, vom 2 6. November 2013 vereinbar. Denn auch im F.___ -Bericht wurde ein Abfall der Hörlinie im Reintonaudiogramm ab der Frequenz von etwa 6 kHz linksbetont bis 8 kHz beschrieben, was dem von Dr. B.___ nachvollziehbar kommentierten Bild zum Tonaudiogramm von Dr. A.___ vom 11. Juni 2013 ( Urk. 9/79/61) entspricht. Ein Unterschied zu den Tonaudio gramm en von Dr. A.___ und Dr. B.___ besteht lediglich darin, dass im F.___ zusätzlich die Frequenzen über 8 kHz getestet wurden und dadurch zusätzlich der Abfall der Hörlinie zwischen den Frequenzen 12 bis 14 kHz festgestellt werden konnte (Urk. 3/3 ). Dieser wurde indes nicht in Beziehung zum damaligen Alter der Beschwerde führerin von 32 Jahren gesetzt, so dass nicht erwiesen ist, dass es sich hierbei um einen relevanten pathologischen Hörverlust im Höchsttonbereich (für das betreffende Alter) handelt, zumal die obere Hörgrenze mit zunehmendem Alter und in den höchsten Frequenzen zuerst abnimmt (vgl. Suva-Broschüre «Gehör gefährdender Lärm am Arbeitsplatz», Juni 2018, S. 24; www.suva.ch/44057.d ). Die im F.___ -Bericht aufgeführte Diagnose einer sensorineuralen und damit unwider ruflichen Schwerhörigkeit hat sich sodann insofern als falsch her ausge stellt, als die Beschwerdeführerin nachweislich im Mittel- und Hochton bereich bis 8 kHz keinen andauernden Hörverlust erlitten hat; ihre ( Ge -)Hör funktion war - bis auf ein initiales Dämpfungs - und Druck gefühl - auch aus subjektiver Wahrnehmung nicht eingeschränkt, vielmehr war die Ver träg lichkeit von Geräuschen beeinträchtigt ( Urk. 9/37/2, Urk. 9/57/14). Auch die behandelnde Ärztin stellte lediglich eine vorübergehende minime Senkung bei 6 kHz und im Mitteltonbereich beidseits fest und betonte, dass keine Schwerhö rigkeit, sondern eine Hyperakusis vorgelegen habe (Urk. 9/50).

Die im F.___ -Bericht aufgeführte Diagnose einer sensorineuralen und damit unwider ruflichen Schwerhörigkeit hat sich sodann insofern als falsch her ausge stellt, als die Beschwerdeführerin nachweislich im Mittel- und Hochton bereich bis 8 kHz keinen andauernden Hörverlust erlitten hat; ihre ( Ge -)Hör funktion war - bis auf ein initiales Dämpfungs - und Druck gefühl - auch aus subjektiver Wahrnehmung nicht eingeschränkt, vielmehr war die Ver träg lichkeit von Geräuschen beeinträchtigt ( Urk. 9/37/2, Urk. 9/57/14). Auch die behandelnde Ärztin stellte lediglich eine vorübergehende minime Senkung bei 6 kHz und im Mitteltonbereich beidseits fest und betonte, dass keine Schwerhö rigkeit, sondern eine Hyperakusis vorgelegen habe (Urk. 9/50). Nicht massgeblich zur Beurteilung, ob eine Berufskrankheit vorlag, sind ferner die Feststellungen von G.___ vom 26. Juni 2014 ( Urk. 9/64/2), da sie keine Ärztin ist und auch sonst über keine wissenschaftlich anerkannte Fachausbildung verfügt.

Nicht massgeblich zur Beurteilung, ob eine Berufskrankheit vorlag, sind ferner die Feststellungen von G.___ vom 26. Juni 2014 ( Urk. 9/64/2), da sie keine Ärztin ist und auch sonst über keine wissenschaftlich anerkannte Fachausbildung verfügt. 5.

5. 5.1 Ob die beschriebene gesundheitliche Beeinträchtigung eine arbeitsbeding te Erkrankung darstellt, ist zunächst anhand von Art. 9 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 14 UVV und Ziff. 2 Anhang 1 zur UVV zu prüfen. Von den in Ziff. 2 Anhang 1 zur UVV aufgeführten Erkrankungen komm en hierzu allein die unter lit. a ( Erkrankungen durch physikalische Einwirkungen) dieser Liste aufgeführten « erhebliche Schädigungen des Gehörs » durch « Arbeiten im Lärm » in Frage.

5.1 Ob die beschriebene gesundheitliche Beeinträchtigung eine arbeitsbeding te Erkrankung darstellt, ist zunächst anhand von Art. 9 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 14 UVV und Ziff. 2 Anhang 1 zur UVV zu prüfen. Von den in Ziff. 2 Anhang 1 zur UVV aufgeführten Erkrankungen komm en hierzu allein die unter lit. a ( Erkrankungen durch physikalische Einwirkungen) dieser Liste aufgeführten « erhebliche Schädigungen des Gehörs » durch « Arbeiten im Lärm » in Frage. Rechtsprechungsgemäss ist d i e Schwere der Beeinträchtigung aus praktischen Gründen in Prozenten des Hörverlusts zu umschreiben, wobei die Frage, ab wel cher prozentualen Grenze ein Hörverlust als erheblich im Sinne der genannten Bestimmung zu qualifizieren ist, sich nicht nach abstrakten medizinischen Krite rien beantworten lässt; vielmehr kommt es darauf an, ob sich der Gehör schaden praktisch in erheblicher Weise auswirkt, indem er zu einer anspruchsbegründen den Erwerbs- oder I ntegritätseinbusse führt (Urteile des Bun des gerichts U 362/05 vom 6. März 2006 E. 2.1 und U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 3.2; Rumo-Jungo /Holzer, Re chtsprechung des Bundes gerichts, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Auflage 2012, S. 95 ).

Rechtsprechungsgemäss ist d i e Schwere der Beeinträchtigung aus praktischen Gründen in Prozenten des Hörverlusts zu umschreiben, wobei die Frage, ab wel cher prozentualen Grenze ein Hörverlust als erheblich im Sinne der genannten Bestimmung zu qualifizieren ist, sich nicht nach abstrakten medizinischen Krite rien beantworten lässt; vielmehr kommt es darauf an, ob sich der Gehör schaden praktisch in erheblicher Weise auswirkt, indem er zu einer anspruchsbegründen den Erwerbs- oder I ntegritätseinbusse führt (Urteile des Bun des gerichts U 362/05 vom 6. März 2006 E. 2.1 und U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 3.2; Rumo-Jungo /Holzer, Re chtsprechung des Bundes gerichts, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Auflage 2012, S. 95 ). Als massgebliche Erheblichkeitsgrenze für eine Integritätsentschädigung wurde von der Schweizerischen ORL-Gesellschaft eine Limite von 70 % Hörverlust auf 200 % Gesamtgehör festgelegt ( Rumo-Jungo /Holzer, a.a.O., S. 95 ; vgl. auch Suva- Tabelle 12 - Integritätsschaden bei Schädigung des Gehörs ). Im Urteil U 473/00 vom 2 0. November 2001 bestätigte das Bundesgericht etwa die Vernei nung der für die Anerkennung einer arbeitsbedingten Erkrankung gemäss Ziff. 2 lit. a des Anhangs 1 zur UVV vorausgesetzte Erheblichkeit des Gehörschadens in Bezug auf eine diagnostizierte Hochton-Innenohrschwerhörigkeit mit Hörverlust recht s von 16,3 % und links von 28,4 % ( E. 2b a m E nde ).

Als massgebliche Erheblichkeitsgrenze für eine Integritätsentschädigung wurde von der Schweizerischen ORL-Gesellschaft eine Limite von 70 % Hörverlust auf 200 % Gesamtgehör festgelegt ( Rumo-Jungo /Holzer, a.a.O., S. 95 ; vgl. auch Suva- Tabelle 12 - Integritätsschaden bei Schädigung des Gehörs ). Im Urteil U 473/00 vom 2 0. November 2001 bestätigte das Bundesgericht etwa die Vernei nung der für die Anerkennung einer arbeitsbedingten Erkrankung gemäss Ziff. 2 lit. a des Anhangs 1 zur UVV vorausgesetzte Erheblichkeit des Gehörschadens in Bezug auf eine diagnostizierte Hochton-Innenohrschwerhörigkeit mit Hörverlust recht s von 16,3 % und links von 28,4 % ( E. 2b a m E nde ). 5. 2 Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin, welche sich nach dem Konzert vom 8. Juni 2013 vorübergehend eingestellt haben, stellen keine erhebliche Schädigung des Gehörs dar. Hierzu fehlt es einerseits am andau ernden Hörverlust an sich und andererseits auch an der Erheblichkeit des Verlustes. Denn es wurde lediglich eine geringe Hör minderung festgestellt, die sich überdies wieder entscheidend zurückbildete (Urk. 16). Auch die zunächst als erheblich beschriebene Geräuschempfindlichkeit ( Hyperakusis ) heilte wieder mass geblich (Urk. 16). Hinzu kommt, dass gemäss den Ausführungen von Dr. B.___, welche sich auf entsprechende Untersuchungsergebnisse abstützen und nachvollziehbar begründet sind, keine erheblichen strukturell- organischen Veränderunge n im Innenohrbereich, sondern lediglich Hinweise auf eine vorübergehende kochleäre Überlastung respektive eine init i al funktionelle transiente Überlastung des Corti Organs bestanden, so dass eine organische Schädigung im Innenohrbereich ausgeschlossen werden konnte (Urk. 9/37/2-3, Urk. 9/57/1-3 ). Auch in den Berichten von Dr. A.___ ( Urk. 9/13/1, Urk. 9/50, Urk. 9 / 79/52, Urk. 9 /79/81, Urk. 9 /79/73, Urk. 9 /83, Urk. 16) und Prof. Dr. D.___ vom F.___ ( Urk. 3/3) sind keine solchen erheblichen organi schen Schäden im Innenohrbereich aufgeführt. Damit sind die vor ausgesetzte Art und Schwere der in Ziff. 2 lit. a Anhang 1 zur UVV aufgeführten Erkrankung nicht erfüllt ; eine erhebliche Schädigung des Gehörs durch Arbeiten im Lärm im Sinne dieser Bestimmung ist somit auszuschliessen.

5. 2 Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin, welche sich nach dem Konzert vom 8. Juni 2013 vorübergehend eingestellt haben, stellen keine erhebliche Schädigung des Gehörs dar. Hierzu fehlt es einerseits am andau ernden Hörverlust an sich und andererseits auch an der Erheblichkeit des Verlustes. Denn es wurde lediglich eine geringe Hör minderung festgestellt, die sich überdies wieder entscheidend zurückbildete (Urk. 16). Auch die zunächst als erheblich beschriebene Geräuschempfindlichkeit ( Hyperakusis ) heilte wieder mass geblich (Urk. 16). Hinzu kommt, dass gemäss den Ausführungen von Dr. B.___, welche sich auf entsprechende Untersuchungsergebnisse abstützen und nachvollziehbar begründet sind, keine erheblichen strukturell- organischen Veränderunge n im Innenohrbereich, sondern lediglich Hinweise auf eine vorübergehende kochleäre Überlastung respektive eine init i al funktionelle transiente Überlastung des Corti Organs bestanden, so dass eine organische Schädigung im Innenohrbereich ausgeschlossen werden konnte (Urk. 9/37/2-3, Urk. 9/57/1-3 ). Auch in den Berichten von Dr. A.___ ( Urk. 9/13/1, Urk. 9/50, Urk. 9 79/52, Urk. 9 /79/81, Urk. 9 /79/73, Urk. 9 /83, Urk. 16) und Prof. Dr. D.___ vom F.___ ( Urk. 3/3) sind keine solchen erheblichen organi schen Schäden im Innenohrbereich aufgeführt. Damit sind die vor ausgesetzte Art und Schwere der in Ziff. 2 lit. a Anhang 1 zur UVV aufgeführten Erkrankung nicht erfüllt ; eine erhebliche Schädigung des Gehörs durch Arbeiten im Lärm im Sinne dieser Bestimmung ist somit auszuschliessen. 5.3 Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 9 Abs. 1 UVG scheidet somit aus, weil die Beschwerdeführerin unter keiner der in Ziff. 2 Anhang I zur UVV genannten ar beitsbedingten Erkrankungen leidet.

5.3 Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 9 Abs. 1 UVG scheidet somit aus, weil die Beschwerdeführerin unter keiner der in Ziff. 2 Anhang I zur UVV genannten ar beitsbedingten Erkrankungen leidet. Zu prüfen bleibt daher das Vorliegen einer Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG.

Zu prüfen bleibt daher das Vorliegen einer Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG. 6.

6. 6.1 Gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG gelten als Berufskrankheiten auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. Die Voraussetzung des aus schliesslichen oder stark überwiegenden Zusammenhangs gemäss dieser Bestimmung ist nach ständiger Rechtsprechung erfüllt, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist. Die Anerkennung von Beschwerden im Rahmen dieser von der Gerichtspraxis als « Generalklausel » bezeichneten Anspruchsgrundlage ist - entsprech end der in BGE 114 V 109 (E. 3c ) aufgrund der Materialien eingehend dargelegten legisla to rischen Absicht, die Grenze zwischen krankenversicherungsrechtlicher Krank heit und unfallversicherungsrechtlicher Berufskrankheit nicht zu verwässern - an relativ strenge Beweisanforderungen gebunden. Verlangt wird, dass die versi cherte Person für eine gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist (BGE 126 V 183 E. 2b). Im Rahmen von Art. 9 Abs. 2 UVG ist grundsätzlich in jedem Einzelfall darüber Beweis zu führen, ob die geforderte stark überwiegende (m ehr als 75%i ge) bis ausschliessliche berufliche Verursachun g vorliegt (BGE 126 V 183 E. 4b ). Angesichts des empirischen Charakters der medizinischen Wissen schaft (BGE 126 V 183 E. 4c) spielt es indessen für den Beweis im Einzelfall eine entscheidende Rolle, ob und inwieweit die Medizin, je nach ihrem Wissensstand in der fraglichen Disziplin, über die Genese einer Krankheit im Allgemeinen Aus kunft zu geben oder (noch) nicht zu geben vermag. Wenn aufgrund medizinischer Forschungsergebnisse ein Erfahrungswert dafür besteht, dass eine berufsbedingte Entstehung eines bestimmten Leidens von seiner Natur her nicht nachgewiesen werden kann, dann schliesst dies den (positiven) Beweis auf qualifizierte Ursäch lichkeit im Einzelfall aus. Oder mit andern Worten: Sofern der Nachweis eines qualifizierten (zumindest stark überwiegenden [Anteil von mindestens 75 % ]) Kausalzusammenhanges nach der medizinischen Empirie allgemein nicht geleistet werden kann, scheidet die Anerkennung im Einzelfall aus. Dies ist bei spielsweise der Fall, wenn es wegen der weiten Verbreitung einer Krankheit in der Gesamtbevölkerung, ausgeschlossen ist, dass eine Person, welche eine bestimmte versi cherte Berufstätigkeit ausübt, zumindest vier Mal häufiger von einem Leiden betroffen ist als die Bevölkerung im Dur chschnitt. Sind anderseits die allgemeinen medizinischen Erkenntnisse mit dem gesetzlichen Erfordernis einer stark überwiegenden (bis ausschliesslichen) Verursachung des Leidens durch eine (bestimmte) berufliche Tätigkeit vereinbar, besteht Raum für nähere Abklä rungen zwecks Nachweises des qualifizierten Kausal zusammen hanges im Einzel fall (BGE 126 V 183 E. 4c.; Urteil des Bundesgericht s 8C_746/2012 vom 2 9. Oktober 2012 E. 5 ; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_507/2015 vom 6. Januar 2016 E. 2.2 ).

6.1 Gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG gelten als Berufskrankheiten auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. Die Voraussetzung des aus schliesslichen oder stark überwiegenden Zusammenhangs gemäss dieser Bestimmung ist nach ständiger Rechtsprechung erfüllt, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist. Die Anerkennung von Beschwerden im Rahmen dieser von der Gerichtspraxis als « Generalklausel » bezeichneten Anspruchsgrundlage ist - entsprech end der in BGE 114 V 109 (E. 3c ) aufgrund der Materialien eingehend dargelegten legisla to rischen Absicht, die Grenze zwischen krankenversicherungsrechtlicher Krank heit und unfallversicherungsrechtlicher Berufskrankheit nicht zu verwässern - an relativ strenge Beweisanforderungen gebunden. Verlangt wird, dass die versi cherte Person für eine gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist (BGE 126 V 183 E. 2b). Im Rahmen von Art. 9 Abs. 2 UVG ist grundsätzlich in jedem Einzelfall darüber Beweis zu führen, ob die geforderte stark überwiegende (m ehr als 75%i ge) bis ausschliessliche berufliche Verursachun g vorliegt (BGE 126 V 183 E. 4b ). Angesichts des empirischen Charakters der medizinischen Wissen schaft (BGE 126 V 183 E. 4c) spielt es indessen für den Beweis im Einzelfall eine entscheidende Rolle, ob und inwieweit die Medizin, je nach ihrem Wissensstand in der fraglichen Disziplin, über die Genese einer Krankheit im Allgemeinen Aus kunft zu geben oder (noch) nicht zu geben vermag. Wenn aufgrund medizinischer Forschungsergebnisse ein Erfahrungswert dafür besteht, dass eine berufsbedingte Entstehung eines bestimmten Leidens von seiner Natur her nicht nachgewiesen werden kann, dann schliesst dies den (positiven) Beweis auf qualifizierte Ursäch lichkeit im Einzelfall aus. Oder mit andern Worten: Sofern der Nachweis eines qualifizierten (zumindest stark überwiegenden [Anteil von mindestens 75 % ]) Kausalzusammenhanges nach der medizinischen Empirie allgemein nicht geleistet werden kann, scheidet die Anerkennung im Einzelfall aus. Dies ist bei spielsweise der Fall, wenn es wegen der weiten Verbreitung einer Krankheit in der Gesamtbevölkerung, ausgeschlossen ist, dass eine Person, welche eine bestimmte versi cherte Berufstätigkeit ausübt, zumindest vier Mal häufiger von einem Leiden betroffen ist als die Bevölkerung im Dur chschnitt. Sind anderseits die allgemeinen medizinischen Erkenntnisse mit dem gesetzlichen Erfordernis einer stark überwiegenden (bis ausschliesslichen) Verursachung des Leidens durch eine (bestimmte) berufliche Tätigkeit vereinbar, besteht Raum für nähere Abklä rungen zwecks Nachweises des qualifizierten Kausal zusammen hanges im Einzel fall (BGE 126 V 183 E. 4c.; Urteil des Bundesgericht s 8C_746/2012 vom 2 9. Oktober 2012 E. 5 ; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_507/2015 vom 6. Januar 2016 E. 2.2 ). In Bezug auf Art. 9 Abs. 2 UVG muss das relative Erkrankungsrisiko ( das heisst im Verhältnis zu nicht in den betreffenden Berufen tätige Personen) aufgrund der massgeblichen Formel « relatives Risiko - 1 / relatives Risiko = ätiologischer Anteil » mindestens 4 betragen (4 - 1 : 4 = 0,75 oder 75 %; vgl. Urteil des Bun des gerichts U 293/99 vom 11. Mai 2000 E. 4b ).

In Bezug auf Art. 9 Abs. 2 UVG muss das relative Erkrankungsrisiko ( das heisst im Verhältnis zu nicht in den betreffenden Berufen tätige Personen) aufgrund der massgeblichen Formel « relatives Risiko - 1 / relatives Risiko = ätiologischer Anteil » mindestens 4 betragen (4 1 : 4 = 0,75 oder 75 %; vgl. Urteil des Bun des gerichts U 293/99 vom 11. Mai 2000 E. 4b ). 6. 2

6. 2 6.2.1 Soweit die Beschwerdegegnerin mit ihren Ausführungen in der Duplik, die vier jährige Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin sei nicht berufsbedingt gewesen und eine lange Arbeitsunfähigkeit könne nicht als vorübergehende Berufskrankheit anerkannt werden, da sonst die UVG-Versicherer für alle Arbei ter, die eine Pause in ihrem Beruf brauchen würden, aufkommen müssten ( Urk. 20 S. 2), den Standpunkt vertritt, eine nur vorübergehende Erkrankung könne grund sätzlich keine Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 UVG sein, kann ihr nicht gefolgt werden. Denn Art. 9 UVG verlangt nicht, dass die Krankheit die Berufs ausübung ganz und anhaltend verunmöglicht, sondern nur, dass ein (wie hiervor beschriebener qualifizierter) Kausalzusammenhang zwischen dem verursachen den Stoff/der verursachenden Arbeit respektive der verursachenden beruflichen Tätigkeit und der betreffenden Krankheit besteht. So kann recht sprechungsge mäss auch etwa die temporäre Verschlimmerung einer vor bestehenden Krankheit die Leistungspflicht des Versicherers bis zum voll ständigen Abklingen der Ver schlimmerung begründen (in casu Ekzembefall ); und bei einem Schubleiden trifft den Unfallversicherer die Leistungspflicht jeweils, wenn und soweit durch eine bei ihm versicherte Tätigkeit neu ein Krank heitsschub verursacht wird (RKUV 1994 Nr. U 202 S. 274 E. 2c; Rumo-Jung o /Holzer, a.a.O, S. 93). Der Umstand, dass die Gehörbeschwerden der Beschwerdeführerin zusehends wieder abklangen und die se ihre berufliche Tätigkeit als Orchesterviolinistin ab Oktober 2017 wieder aufnehmen konnte (Ur k. 16), schliesst somit deren Qualifikation als Berufskrank heit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG nicht bereits aus, weshalb dies gleichwohl zu prüfen ist.

6.2.1 Soweit die Beschwerdegegnerin mit ihren Ausführungen in der Duplik, die vier jährige Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin sei nicht berufsbedingt gewesen und eine lange Arbeitsunfähigkeit könne nicht als vorübergehende Berufskrankheit anerkannt werden, da sonst die UVG-Versicherer für alle Arbei ter, die eine Pause in ihrem Beruf brauchen würden, aufkommen müssten ( Urk. 20 S. 2), den Standpunkt vertritt, eine nur vorübergehende Erkrankung könne grund sätzlich keine Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 UVG sein, kann ihr nicht gefolgt werden. Denn Art. 9 UVG verlangt nicht, dass die Krankheit die Berufs ausübung ganz und anhaltend verunmöglicht, sondern nur, dass ein (wie hiervor beschriebener qualifizierter) Kausalzusammenhang zwischen dem verursachen den Stoff/der verursachenden Arbeit respektive der verursachenden beruflichen Tätigkeit und der betreffenden Krankheit besteht. So kann recht sprechungsge mäss auch etwa die temporäre Verschlimmerung einer vor bestehenden Krankheit die Leistungspflicht des Versicherers bis zum voll ständigen Abklingen der Ver schlimmerung begründen (in casu Ekzembefall ); und bei einem Schubleiden trifft den Unfallversicherer die Leistungspflicht jeweils, wenn und soweit durch eine bei ihm versicherte Tätigkeit neu ein Krank heitsschub verursacht wird (RKUV 1994 Nr. U 202 S. 274 E. 2c; Rumo-Jung o /Holzer, a.a.O, S. 93). Der Umstand, dass die Gehörbeschwerden der Beschwerdeführerin zusehends wieder abklangen und die se ihre berufliche Tätigkeit als Orchesterviolinistin ab Oktober 2017 wieder aufnehmen konnte (Ur k. 16), schliesst somit deren Qualifikation als Berufskrank heit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG nicht bereits aus, weshalb dies gleichwohl zu prüfen ist. 6.2.2 Vor der Beweisprüfung der qualifizierten Kausalität im Einzelfall ist zunächst zu klären, ob nach medizinischen Forschungsergebnissen Erfahrungswerte bestehen, welche eine berufsbedingte Ent stehung der diagnostizierten Hyperakusis und festgestellten geringfügige n Hörminderung im Mitteltonbereich und im Bereich ab der Frequenz 6 kHz durch die berufliche Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Violinistin in einem Orchester im Sinne einer qualifizierten Ver ursachung (aus schliesslich oder stark überwiegende; ≥ 75 %) ausschliessen.

6.2.2 Vor der Beweisprüfung der qualifizierten Kausalität im Einzelfall ist zunächst zu klären, ob nach medizinischen Forschungsergebnissen Erfahrungswerte bestehen, welche eine berufsbedingte Ent stehung der diagnostizierten Hyperakusis und festgestellten geringfügige n Hörminderung im Mitteltonbereich und im Bereich ab der Frequenz 6 kHz durch die berufliche Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Violinistin in einem Orchester im Sinne einer qualifizierten Ver ursachung (aus schliesslich oder stark überwiegende; ≥ 75 %) ausschliessen. 6.3

6.3 6.3.1 Der Suva-Bericht zur technischen Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung vom 1 0. Dezember 2014 hält fest, dass die Beschwerdeführerin in den Jahren seit Beginn ihres Studiums als Violinistin einem durchschnittlichen Jahres- Lärmexpositionspegel (L EX, 2000 h ) von 90 dB(A) ausgesetzt war; dies gilt auch in Bezug auf die (hier massgebliche) Zeit der beruflichen Tätigkeit im Y.___ -Orchester. Dabei ergebe sich der L EX aus den jeweiligen äquivalenten Mittelungspegeln L eq und den jeweiligen zeitlichen Expositionen einzelner Tätigkei ten ( Urk. 9/57/5-7). Auch wenn es sich dabei nicht um eine allgemein-wissenschaftliche Studie, sondern letztlich um eine Einzelfallanalyse handelt, steht damit fest, dass es sich bei der beruflichen Tätigkeit der Beschwerdeführerin, einer Orchesterviolinistin, um eine solche handelt, bei der grundsätzlich ein gehörgefährdender Dauerlärm besteht (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 3.6 ). D enn derselbe Wert von L EX 90 dB(A) ist auch der Schallpegeltabelle der Suva, Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Bereich Physik, für Geiger als Orchestermusiker und den Lärmpegel am Arbeits platz von Violinen-Musiker n im Sinfonie-Orchester (Konzert, Oper, Proben) zu entnehmen. Gemäss dem im Suva-Bericht vom 1 0. Dezember 2014 zitierten For mular Akustische Grenz- und Richtwerte ( 86048.d - 08.2019 ) beträgt der Grenz wert am Arbeitsplatz für Dauerlärm zudem 85 dB(A), ab welchem Wert eine Pflicht zum Tragen von Gehörschutzmitteln besteht, welche der Arbeitgeber durchsetzen muss ( www.suva.ch/waswo/86048.d ; vgl. Art. 82 UVG, Art. 22 der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz, ArGV 3 ). Als gehörgefährdend gilt dabei eine Belastung von L eq 88 dB (A) und mehr, während 85 - 87 dB im Grenzbereich der Gehörgefährdung liegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 3.2). Dieser Grenzbereich wird im Beruf einer Orchester violinistin überschritten.

6.3.1 Der Suva-Bericht zur technischen Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung vom 1 0. Dezember 2014 hält fest, dass die Beschwerdeführerin in den Jahren seit Beginn ihres Studiums als Violinistin einem durchschnittlichen Jahres- Lärmexpositionspegel (L EX, 2000 h ) von 90 dB(A) ausgesetzt war; dies gilt auch in Bezug auf die (hier massgebliche) Zeit der beruflichen Tätigkeit im Y.___ -Orchester. Dabei ergebe sich der L EX aus den jeweiligen äquivalenten Mittelungspegeln L eq und den jeweiligen zeitlichen Expositionen einzelner Tätigkei ten ( Urk. 9/57/5-7). Auch wenn es sich dabei nicht um eine allgemein-wissenschaftliche Studie, sondern letztlich um eine Einzelfallanalyse handelt, steht damit fest, dass es sich bei der beruflichen Tätigkeit der Beschwerdeführerin, einer Orchesterviolinistin, um eine solche handelt, bei der grundsätzlich ein gehörgefährdender Dauerlärm besteht (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 3.6 ). D enn derselbe Wert von L EX 90 dB(A) ist auch der Schallpegeltabelle der Suva, Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Bereich Physik, für Geiger als Orchestermusiker und den Lärmpegel am Arbeits platz von Violinen-Musiker n im Sinfonie-Orchester (Konzert, Oper, Proben) zu entnehmen. Gemäss dem im Suva-Bericht vom 1 0. Dezember 2014 zitierten For mular Akustische Grenz- und Richtwerte ( 86048.d - 08.2019 ) beträgt der Grenz wert am Arbeitsplatz für Dauerlärm zudem 85 dB(A), ab welchem Wert eine Pflicht zum Tragen von Gehörschutzmitteln besteht, welche der Arbeitgeber durchsetzen muss ( www.suva.ch/waswo/86048.d ; vgl. Art. 82 UVG, Art. 22 der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz, ArGV 3 ). Als gehörgefährdend gilt dabei eine Belastung von L eq 88 dB (A) und mehr, während 85 - 87 dB im Grenzbereich der Gehörgefährdung liegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 3.2). Dieser Grenzbereich wird im Beruf einer Orchester violinistin überschritten. Mit dem Suva-Bericht vom 10. Dezember 2014 ist ferner belegt, dass die Beschwerdeführerin für eine bestimmte Dauer - im Rahmen ihrer Anstellung im Y.___ -Orchester von rund 8 Jahren ( Urk. 9/57/5-7) - dem insofern typischen Berufsrisiko ausgesetzt war (vgl. BGE 126 V 183 E. 2b). Allerdings ist damit noch nicht gesagt, worin dieses typische Berufsrisiko in Bezug auf die Gesundheit im Einzelnen besteht und ob namentlich eine ( temporäre ) Hyperakusis mit ge ringer Hörminderung im Mittel - und Hochtonbereich qualifiziert (mindestens zu 75 % ) durch eine solche Orchestertätigkeit verursacht werden kann.

Mit dem Suva-Bericht vom 10. Dezember 2014 ist ferner belegt, dass die Beschwerdeführerin für eine bestimmte Dauer - im Rahmen ihrer Anstellung im Y.___ -Orchester von rund 8 Jahren ( Urk. 9/57/5-7) - dem insofern typischen Berufsrisiko ausgesetzt war (vgl. BGE 126 V 183 E. 2b). Allerdings ist damit noch nicht gesagt, worin dieses typische Berufsrisiko in Bezug auf die Gesundheit im Einzelnen besteht und ob namentlich eine ( temporäre ) Hyperakusis mit ge ringer Hörminderung im Mittel - und Hochtonbereich qualifiziert (mindestens zu 75 % ) durch eine solche Orchestertätigkeit verursacht werden kann. 6. 3.2 In den medizinischen Suva-Bericht en von Dr. B.___ ( Urk. 9/37/1-4, Urk. 9/57/1-3) finden sich keine Angaben zum Vorliegen von epidemiologischen Studien und zu allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n zu dieser Frage. Dr. B.___ nahm darin in erster Linie zur Frage der Ber ufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 UVG Stellung. Bezüglich Art. 9 Abs. 2 UVG erklärte sie im Bericht vom 21. Januar 2015 ohne Weiteres, dass k eine andere Krankheit nachgewiesen wer den könne, welche ausschliesslich oder stark überwiegend durch die berufliche Tätigkeit die Geräusche über empfindlichkeit der Beschwerdeführerin verursacht haben könnte. Dabei stellte si e sich auf den Standpunkt, dass die Geräuscheüber empfindlichkeit keine eigentliche Grunderkrankung darstelle und eine stark sub jektiv überlagerte Symptomatik sei, die stark von der Tagesdisposition und dem allgemeinen Wohlbefinden abhängig sei (Urk. 9/57/3). Damit ist indes nicht bereits nach allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n ausgeschlossen, dass im Einzelfall die qualifizierte Kausalität der vorübergehenden geringen Hörminde rung und der Hyperakusis durch die berufliche Tätigkeit als Orchestermusikerin nachgewiesen werden kann, zumal Dr. B.___ nicht weiter erläuterte, was sie mit « eigentlicher Grunderkrankung » meinte und weshalb sie der Hyperakusis mit vorübergehenden Hörminderung diese Eigenschaft absprach.

6. 3.2 In den medizinischen Suva-Bericht en von Dr. B.___ ( Urk. 9/37/1-4, Urk. 9/57/1-3) finden sich keine Angaben zum Vorliegen von epidemiologischen Studien und zu allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n zu dieser Frage. Dr. B.___ nahm darin in erster Linie zur Frage der Ber ufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 UVG Stellung. Bezüglich Art. 9 Abs. 2 UVG erklärte sie im Bericht vom 21. Januar 2015 ohne Weiteres, dass k eine andere Krankheit nachgewiesen wer den könne, welche ausschliesslich oder stark überwiegend durch die berufliche Tätigkeit die Geräusche über empfindlichkeit der Beschwerdeführerin verursacht haben könnte. Dabei stellte si e sich auf den Standpunkt, dass die Geräuscheüber empfindlichkeit keine eigentliche Grunderkrankung darstelle und eine stark sub jektiv überlagerte Symptomatik sei, die stark von der Tagesdisposition und dem allgemeinen Wohlbefinden abhängig sei (Urk. 9/57/3). Damit ist indes nicht bereits nach allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n ausgeschlossen, dass im Einzelfall die qualifizierte Kausalität der vorübergehenden geringen Hörminde rung und der Hyperakusis durch die berufliche Tätigkeit als Orchestermusikerin nachgewiesen werden kann, zumal Dr. B.___ nicht weiter erläuterte, was sie mit « eigentlicher Grunderkrankung » meinte und weshalb sie der Hyperakusis mit vorübergehenden Hörminderung diese Eigenschaft absprach. Auch im Bericht vom 2 7. August 2015 ( Urk. 9/37/1-4) schloss Dr. B.___ in erster Linie eine (berufsbedingte) organische Verletzung im Innenohrbereich aus und machte keine Angaben zum Vorliegen oder Fehlen von epidemiologischen Studien sowie allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n zum Vorkommen der Hyperakusis mi t vorübergehender Hörminderung in der Gesamtbevölkerung und bei Berufsmusikern. Als Erklärung für das (weiter vorhandene) Druck- und Wattegefühl im Gehör verwies sie lediglich mangels objektivierbarer andauernder Schädigung des Gehörs auf eine psychosomatisch bedingte, funktionelle subjek tive Verarbeitungsstörung, dies jedoch ohne eine fachliche Abklärung der kon kreten Umstände und allfälliger psychosozialer Belastungsfaktoren der Beschwer deführerin in der Zeit des Konzerts vom 8. Juni 2013 und danach vornehmen zu lassen (Urk. 9/37/3). Andererseits stellte sie fest, dass eine vorübergehende koch leäre Überlastung respektive eine funktionelle transiente Überlastung des Corti Organs aufgrund der passageren Hörschwellenveränderung initial angenommen werden müsse ( Urk. 9/37/3, Urk. 9/57/2 ). Damit räumte sie jedoch selbst ein, dass die Gehörbeschwerden der Beschwerdeführerin nicht ausschliesslich psychoso matisch bedingt waren, wobei sie zur Gewichtung der beruflichen Faktoren einerseits und allfälliger übriger Faktoren andererseits mit Bezug auf die qualifi zierte Kausalität keine nachvollziehbare Begründung abgab.

Auch im Bericht vom 2 7. August 2015 ( Urk. 9/37/1-4) schloss Dr. B.___ in erster Linie eine (berufsbedingte) organische Verletzung im Innenohrbereich aus und machte keine Angaben zum Vorliegen oder Fehlen von epidemiologischen Studien sowie allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n zum Vorkommen der Hyperakusis mi t vorübergehender Hörminderung in der Gesamtbevölkerung und bei Berufsmusikern. Als Erklärung für das (weiter vorhandene) Druck- und Wattegefühl im Gehör verwies sie lediglich mangels objektivierbarer andauernder Schädigung des Gehörs auf eine psychosomatisch bedingte, funktionelle subjek tive Verarbeitungsstörung, dies jedoch ohne eine fachliche Abklärung der kon kreten Umstände und allfälliger psychosozialer Belastungsfaktoren der Beschwer deführerin in der Zeit des Konzerts vom 8. Juni 2013 und danach vornehmen zu lassen (Urk. 9/37/3). Andererseits stellte sie fest, dass eine vorübergehende koch leäre Überlastung respektive eine funktionelle transiente Überlastung des Corti Organs aufgrund der passageren Hörschwellenveränderung initial angenommen werden müsse ( Urk. 9/37/3, Urk. 9/57/2 ). Damit räumte sie jedoch selbst ein, dass die Gehörbeschwerden der Beschwerdeführerin nicht ausschliesslich psychoso matisch bedingt waren, wobei sie zur Gewichtung der beruflichen Faktoren einerseits und allfälliger übriger Faktoren andererseits mit Bezug auf die qualifi zierte Kausalität keine nachvollziehbare Begründung abgab. Damit ist weder ausgeschlossen, dass nach allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n eine Hyperakusis mit vorübergehender Hörminderung aus schliess lich oder stark überwiegend eine Folge des beruflichen Dauerlärms bei einer Berufsviolinistin sein kann, noch, dass im Einzelfall unter Berücksichtigung der konkreten Umstände (wie Dauer und Umfang der Tätigkeit als Berufs musikerin, [nicht ideal sitzender] Ohrschutz, allfällige psychosoziale Belastungs faktoren, psychische Verfassung) ein qualifizierter Kausalzusammenhang bestand.

Damit ist weder ausgeschlossen, dass nach allgemeine n medizinische n Erkenntnisse n eine Hyperakusis mit vorübergehender Hörminderung aus schliess lich oder stark überwiegend eine Folge des beruflichen Dauerlärms bei einer Berufsviolinistin sein kann, noch, dass im Einzelfall unter Berücksichtigung der konkreten Umstände (wie Dauer und Umfang der Tätigkeit als Berufs musikerin, [nicht ideal sitzender] Ohrschutz, allfällige psychosoziale Belastungs faktoren, psychische Verfassung) ein qualifizierter Kausalzusammenhang bestand. Beide Berichte von Dr. B.___ genügen damit zur Klärung der nach Art. 9 Abs. 2 UVG massgeblichen Fragen nicht. Auch den übrigen vorliegenden medi zinischen Berichten sind hierzu keine ausreichende n Angaben zu entnehmen.

Beide Berichte von Dr. B.___ genügen damit zur Klärung der nach Art. 9 Abs. 2 UVG massgeblichen Fragen nicht. Auch den übrigen vorliegenden medi zinischen Berichten sind hierzu keine ausreichende n Angaben zu entnehmen. 6. 4

6. 4 6.4.1 Im Urteil des Sozialversicherungsgericht UV. 2005.00145 vom 2 3. Februar 2006 wurde in einem teilweise vergleichbaren Fall einer Cellistin, welche nach lauten Proben und Konzerten wiederholt an nicht objektivierbaren Ohrenschmerzen und Hyperakusis mit vegetativer Entgleisung ohne Hörminderung litt, festgehalten, die Tatsache, dass bei der Versicherten kein eigentlicher Hörverlust vorliege, spreche nicht gegen das Vorliegen einer Hyperakusis. Nach Nelting könne eine Hyperakusis mit verschiedenen anderen definierten Krankheiten, jedoch auch als eigenes Krankheitsbild auftreten ( vgl. Manfred Nelting, Hyperakusis, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York 2003, S. 6 ff. ). Des Weiteren sei das Krank heitsbild von den Fachärzten als Hyperakusis erkannt worden, es sei behandlung bedürftig gewesen und habe einen Arbeitsausfall bewirkt (E. 5.4.1). Wie sich aus der aufgeführten medizinischen Literatur ergebe, sei nach dem heutigen Wissens stand eine Hyperakusis auf einen Gesamtprozess verschiedener Komponenten zurückzuführen, die interagieren würden, darunter zusammengefasst somatische, psychofunktionelle und umweltbedingte Faktoren ( Nelting, a.a.O., S. 9). Nach den Angaben des (dort vom Unfallversicherer beauftragten Gutachters) würden bis lang keine gesicherten epidemiologischen Angaben zum Vorkommen der Hyper akusis, weder bezogen auf die Gesamtbevölkerung, noch auf die Gruppe der pro fessionellen Orchestermusiker bestehen. Das Sozialversicherungsgericht schloss daraus, dass damit aber auch keine medizinischen Erhebungen existieren würden, die den Nachweis eines qualifizierten Kausalzusammenhanges zwischen der Berufsgattung Orchestermusiker und der Hyperakusis und damit eine Aner kennung im Einzelfall ausschliessen würden (BGE 116 V 136 E. 5c). Der Gutachter habe festgehalten, dass sich die meisten Tinnitus-Fachleute über ein gehäuftes Vorkommen des fraglichen Leidens bei Musikern einig seien. Damit habe er aus seinem reichen Fundus als Facharzt solcher Leiden auf eine medizinische Erfahrung hingewiesen, die mit einer stark überwiegenden Verursachung des Leidens durch eine berufliche Tätigkeit vereinbar sei, so dass nach der Rechtspre chung Raum für nähere Abklärungen zum Nachweis des qualifizierten Kausalzu sammenhanges im Einzelfall bleibe (BGE 126 V 18 3 E. 4c). Dass ohne eine Statistik, die den Beweis eines viermal häufigeren Vorkommens der Hyperakusis bei Orchestermusikern im Vergleic h zur Normalbevölkerung erbringe, der quali fizierte Kausalzusammenhang im Einzelfall zum v ornherein nicht erstellt werden könne, werde dabei nicht verlangt und könne nicht entscheidend sein (E. 5.4.2). Aufgrund des auf medizinischer Erfahrung beruhenden Hinweises des Gutachters auf eine stark überwiegende Verursachung des Leidens durch die berufliche Tätigkeit bestehe Anlass für nähere Abklärungen zum Nachweis des qualifizierten Kausalzusammenhangs im Einzelfall. Angesichts der multifaktoriellen Genese der Hyperakusis und des Fehlens von Erhebungen zu den weiteren Aspekten, insbe sondere allfälliger ps ychosozialer Belastungsfaktoren, wies das Sozialver siche rung sgericht die Sache schliesslich an den Unfallversicherer zur umfassenden psychosomatisch en und otologisch -audiologisch en Abklärung unter Mitberück sichtigung der von der Suva erhobenen Messungen von Schall belastungen von Orchestermusikern zurück (E. 5.4.3; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts U 189/06 vom 2 6. Februar 2007, mit welchem die Beschwerde gegen das zitierte kantonale Urteil abgewiesen wurde.).

6.4.1 Im Urteil des Sozialversicherungsgericht UV. 2005.00145 vom 2 3. Februar 2006 wurde in einem teilweise vergleichbaren Fall einer Cellistin, welche nach lauten Proben und Konzerten wiederholt an nicht objektivierbaren Ohrenschmerzen und Hyperakusis mit vegetativer Entgleisung ohne Hörminderung litt, festgehalten, die Tatsache, dass bei der Versicherten kein eigentlicher Hörverlust vorliege, spreche nicht gegen das Vorliegen einer Hyperakusis. Nach Nelting könne eine Hyperakusis mit verschiedenen anderen definierten Krankheiten, jedoch auch als eigenes Krankheitsbild auftreten ( vgl. Manfred Nelting, Hyperakusis, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York 2003, S. 6 ff. ). Des Weiteren sei das Krank heitsbild von den Fachärzten als Hyperakusis erkannt worden, es sei behandlung bedürftig gewesen und habe einen Arbeitsausfall bewirkt (E. 5.4.1). Wie sich aus der aufgeführten medizinischen Literatur ergebe, sei nach dem heutigen Wissens stand eine Hyperakusis auf einen Gesamtprozess verschiedener Komponenten zurückzuführen, die interagieren würden, darunter zusammengefasst somatische, psychofunktionelle und umweltbedingte Faktoren ( Nelting, a.a.O., S. 9). Nach den Angaben des (dort vom Unfallversicherer beauftragten Gutachters) würden bis lang keine gesicherten epidemiologischen Angaben zum Vorkommen der Hyper akusis, weder bezogen auf die Gesamtbevölkerung, noch auf die Gruppe der pro fessionellen Orchestermusiker bestehen. Das Sozialversicherungsgericht schloss daraus, dass damit aber auch keine medizinischen Erhebungen existieren würden, die den Nachweis eines qualifizierten Kausalzusammenhanges zwischen der Berufsgattung Orchestermusiker und der Hyperakusis und damit eine Aner kennung im Einzelfall ausschliessen würden (BGE 116 V 136 E. 5c). Der Gutachter habe festgehalten, dass sich die meisten Tinnitus-Fachleute über ein gehäuftes Vorkommen des fraglichen Leidens bei Musikern einig seien. Damit habe er aus seinem reichen Fundus als Facharzt solcher Leiden auf eine medizinische Erfahrung hingewiesen, die mit einer stark überwiegenden Verursachung des Leidens durch eine berufliche Tätigkeit vereinbar sei, so dass nach der Rechtspre chung Raum für nähere Abklärungen zum Nachweis des qualifizierten Kausalzu sammenhanges im Einzelfall bleibe (BGE 126 V 18 3 E. 4c). Dass ohne eine Statistik, die den Beweis eines viermal häufigeren Vorkommens der Hyperakusis bei Orchestermusikern im Vergleic h zur Normalbevölkerung erbringe, der quali fizierte Kausalzusammenhang im Einzelfall zum v ornherein nicht erstellt werden könne, werde dabei nicht verlangt und könne nicht entscheidend sein (E. 5.4.2). Aufgrund des auf medizinischer Erfahrung beruhenden Hinweises des Gutachters auf eine stark überwiegende Verursachung des Leidens durch die berufliche Tätigkeit bestehe Anlass für nähere Abklärungen zum Nachweis des qualifizierten Kausalzusammenhangs im Einzelfall. Angesichts der multifaktoriellen Genese der Hyperakusis und des Fehlens von Erhebungen zu den weiteren Aspekten, insbe sondere allfälliger ps ychosozialer Belastungsfaktoren, wies das Sozialver siche rung sgericht die Sache schliesslich an den Unfallversicherer zur umfassenden psychosomatisch en und otologisch -audiologisch en Abklärung unter Mitberück sichtigung der von der Suva erhobenen Messungen von Schall belastungen von Orchestermusikern zurück (E. 5.4.3; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts U 189/06 vom 2 6. Februar 2007, mit welchem die Beschwerde gegen das zitierte kantonale Urteil abgewiesen wurde.). 6.4.2 Diese Erwägungen im Urteil UV.2005.00145 vom 2 3. Februar 2006 sind im Ergebnis auch richtungsweisend für den vorliegenden Fall, bei welchem ebenfalls die fachärztlich diagnostizierte Hyperakusis (hier sogar mit ausgewiesener mehr monatiger Hörminderung) zur Behandlungsbedürftigkeit und zur Arbeitsunfähig keit geführt hat und ebenfalls eine berufliche Tätigkeit als Orchestermusikerin massgeblich ist, bei welcher die Langzeitschallbelastung als grundsätzlich gehör gefährdend gilt. S oweit ersichtlich liegt zudem noch immer keine Studie vor, wel che eine qualifiziert e Verursachung der Hyperakusis durch den Beruf als Orchester violinistin ausschliesst. Ferner weisen auch die Ausführungen von Dr. B.___ auf die multifaktorielle Genese der Hyperakusis hin, wobei hier nicht geklärt ist, ob die beruflichen Faktoren im Verhältnis zu den übrigen in Frage kommenden Faktoren ausschliesslich oder stark überwiegend ins Gewicht fallen.

6.4.2 Diese Erwägungen im Urteil UV.2005.00145 vom 2 3. Februar 2006 sind im Ergebnis auch richtungsweisend für den vorliegenden Fall, bei welchem ebenfalls die fachärztlich diagnostizierte Hyperakusis (hier sogar mit ausgewiesener mehr monatiger Hörminderung) zur Behandlungsbedürftigkeit und zur Arbeitsunfähig keit geführt hat und ebenfalls eine berufliche Tätigkeit als Orchestermusikerin massgeblich ist, bei welcher die Langzeitschallbelastung als grundsätzlich gehör gefährdend gilt. S oweit ersichtlich liegt zudem noch immer keine Studie vor, wel che eine qualifiziert e Verursachung der Hyperakusis durch den Beruf als Orchester violinistin ausschliesst. Ferner weisen auch die Ausführungen von Dr. B.___ auf die multifaktorielle Genese der Hyperakusis hin, wobei hier nicht geklärt ist, ob die beruflichen Faktoren im Verhältnis zu den übrigen in Frage kommenden Faktoren ausschliesslich oder stark überwiegend ins Gewicht fallen. Hier fehlt es mithin zum einen an einer nachvollziehbar begründeten fachärztli chen Aussage dazu, ob mittlerweile eine allgemeine medizinische Erkenntnis zur qualifizierte n Verursachung einer (vorübergehenden, aber mehrjährigen ) Hyper akusis mit vorübergehender mehrmonatige r Hörminderung ( ohne bleibenden Gehörschaden) durch die Tätigkeit als Berufsmusiker in, namentlich Orchester violinistin, vorliegt. Zum anderen - sofern eine solche, die Leistungspflicht gege benenfalls ausschliessende Erkenntnis nach wie vor fehlt - ist zu klären, ob und inwiefern im Einzelfall die beruflichen und/oder die übrigen denkbaren Faktoren (namentlich Dauer und Umfang der Tätigkeit als Violinistin, [nicht ideal sitzen der] Ohrschutz, allfällige psychosoziale Belastungsfaktoren, beruflich e s und familiäre s Umfeld, psychische Verfassung, je spätestens ab Juni 2013 ) qualifiziert ins Gewicht fallen.

Hier fehlt es mithin zum einen an einer nachvollziehbar begründeten fachärztli chen Aussage dazu, ob mittlerweile eine allgemeine medizinische Erkenntnis zur qualifizierte n Verursachung einer (vorübergehenden, aber mehrjährigen ) Hyper akusis mit vorübergehender mehrmonatige r Hörminderung ( ohne bleibenden Gehörschaden) durch die Tätigkeit als Berufsmusiker in, namentlich Orchester violinistin, vorliegt. Zum anderen - sofern eine solche, die Leistungspflicht gege benenfalls ausschliessende Erkenntnis nach wie vor fehlt - ist zu klären, ob und inwiefern im Einzelfall die beruflichen und/oder die übrigen denkbaren Faktoren (namentlich Dauer und Umfang der Tätigkeit als Violinistin, [nicht ideal sitzen der] Ohrschutz, allfällige psychosoziale Belastungsfaktoren, beruflich e s und familiäre s Umfeld, psychische Verfassung, je spätestens ab Juni 2013 ) qualifiziert ins Gewicht fallen. 6.5 Nach dem Gesagten kann die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin bezüglich der Ohr- und Gehörbeschwerden der Beschwerdeführerin ab dem 8. Juni 2013 und insbesondere die Frage, ob eine Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG vor liegt, nicht abschliessend beurteilt werden. Die Sache ist an die Beschwerde gegnerin zur umfassenden fachspezifischen psychosomatischen und otologisch -audiologischen Abklärung zurückzuweisen. Dabei sind auch die erwähnten, von der Suva erhobenen Schallbelastungen von Orchestermusikern und Berufs violinisten zu berücksichtigen.

6.5 Nach dem Gesagten kann die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin bezüglich der Ohr- und Gehörbeschwerden der Beschwerdeführerin ab dem 8. Juni 2013 und insbesondere die Frage, ob eine Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG vor liegt, nicht abschliessend beurteilt werden. Die Sache ist an die Beschwerde gegnerin zur umfassenden fachspezifischen psychosomatischen und otologisch -audiologischen Abklärung zurückzuweisen. Dabei sind auch die erwähnten, von der Suva erhobenen Schallbelastungen von Orchestermusikern und Berufs violinisten zu berücksichtigen. Die Beschwerde ist folglich in dem Sinne gutzuheissen, dass der Ein sprache ent scheid vom 2. November 2017 aufzuheben und die Sache zur ergänzenden Abklärung im Sinne der Erwägungen und erneutem Entscheid über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin bezüglich der gesundheitlichen Beein trächtigungen der Ohren und des Gehörs a b dem 8. Juni 2013 zurückzu weisen ist.

Die Beschwerde ist folglich in dem Sinne gutzuheissen, dass der Ein sprache ent scheid vom 2. November 2017 aufzuheben und die Sache zur ergänzenden Abklärung im Sinne der Erwägungen und erneutem Entscheid über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin bezüglich der gesundheitlichen Beein trächtigungen der Ohren und des Gehörs a b dem 8. Juni 2013 zurückzu weisen ist. 7. Der Beschwerdeführer in steht ausgangsgemäss eine Prozessentschädigu ng zu, welche nach Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeu tung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitauf wand und den Barauslagen auf Fr. 3'000. -- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.

7. Der Beschwerdeführer in steht ausgangsgemäss eine Prozessentschädigu ng zu, welche nach Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeu tung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitauf wand und den Barauslagen auf Fr. 3'000. -- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 2. November 2017 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück ge wiesen wird, damit sie über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin nach den ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 2. November 2017 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück ge wiesen wird, damit sie über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin nach den ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 3'000.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 3'000.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Yolanda Schweri

Rechtsanwältin Yolanda Schweri - VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG

VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG - Bundesamt für Gesundheit

Bundesamt für Gesundheit 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

FehrHartmann