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Modalitäten des Darlehens
Entscheidet der Stiftungsrat, ein Darlehen zu gewähren, wird dem Gesuchsteller von der Stiftung der Darlehensvertrag zugestellt. Der Darlehensvertrag sollte in der Regel 3 Monate nach dem positiven Entscheid des Stiftungsrates von beiden Seiten unterschrieben sein. Ohne einen unterschriebenen Darlehensvertrag wird kein Darlehen ausbezahlt.
Verpflichtungen des Darlehensnehmers
Die von der Stiftung unterstützten Unternehmen haben die folgenden Pflichten, welche im Darlehensvertrag festgehalten sind, gegenüber der Stiftung wahrzunehmen:
- Abschluss eines Darlehens- bzw. Investitionsvertrags mit der Stiftung und die Einhaltung der Vertragsbestimmungen.
- Das Geld nur für die im Darlehensgesuch/Darlehensvertrag aufgelisteten Zwecke zu verwenden.
- Eine getreue Geschäftsführung. Bei einer Änderung des Geschäftszwecks muss die Stiftung informiert werden.
- Eine proaktive Berichterstattung an die Stiftung. Die Form der Berichterstattung wird im Darlehensvertrag geregelt.
- Die Rückzahlung des Darlehens gemäss den Vertragsbestimmungen und eine Informationspflicht gegenüber der Stiftung, falls die fristgerechte Rückzahlung nicht möglich sein sollte.
- Erwähnung der Unterstützung durch die Stiftung in Kommunikationsmitteln des Unternehmens (z.B. Vorträge, Publikationen, Website).
- Das unterstützte Unternehmen hat gegenüber der Stiftung eine Verpflichtung, im Falle eines späteren kommerziellen Erfolgs, erfolgreichen Exits oder signifikant höherer Bewertung eine Entschädigung für das von der Stiftung eingegangene Risiko zu entrichten. Diese Entschädigungspflicht wird im Darlehensvertrag genau festgehalten.
Dies sind materiell die relevantesten Verpflichtungen. Es bestehen noch einige weitere, etwas weniger bedeutungsvolle Verpflichtungen, die einzuhalten wären.
Verwendung des Darlehens
Das gewährte Darlehen soll dem Start-up dazu dienen, die erforderlichen Aufwendungen abzudecken, die beim Bestreben, ein «Proof of Concept» zu erbringen, anfallen. Es soll eine Basis gelegt werden, um eine erste Kapitalrunde mit Investoren erfolgreich abschliessen zu können.
Solche Aufwendungen können z. B. sein: Die Bezahlung von Gründungskosten, Bezahlung von Kosten zur Sicherung des IPs oder Patentrecherchen, Anschaffung von Betriebs- und Prüfmitteln, Bau von Funktionsmustern/Prototypen, Besuch von Konferenzen/Ausstellungen, Beschaffung von Marktinformationen u.Ä (Auflistung nicht abschliessend). Das Darlehen darf zu Finanzierungszwecken von KTI-Projekten verwendet werden.
Das Darlehen soll nicht für die Bezahlung von Salären verwendet werden. Unser Darlehen soll nicht den Charakter eines Betriebskredits annehmen.
Im Darlehensvertrag wird die Verwendung der Geldmittel durch das Unternehmen verbindlich festgehalten.
Darlehenskonditionen
Die Stiftung arbeitet nicht gewinnorientiert. Wir wollen das Darlehen innerhalb einer bestimmten Frist zurückerhalten, damit wir das Geld zur Unterstützung des nächsten Start-ups mit einem Darlehen verwenden können. Die Gewährung von Darlehen an Start-ups, die sich noch in der frühen Phase ihrer Entwicklung befinden, ist mit signifikanten Risiken verbunden. Ein Totalverlust kann nicht ausgeschlossen werden und muss von Zeit zu Zeit durch die Stiftung hingenommen werden. Um die Risiken der Ausfälle zu beschränken, hat jedes unterstützte Unternehmen im Erfolgsfalle die Verpflichtung, der Stiftung eine Entschädigung zu bezahlen.
Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, in einen Darlehnsvertrag mit der Stiftung einzutreten, welcher die Bedingungen des Darlehens regelt. Die Standard-Darlehenskonditionen sind wie folgt:
- Das Darlehen wird nur an eine juristische Person (GmbH, AG) ausbezahlt.
- Die gewährte Darlehenssumme wird festgehalten. Maximal CHF 150’000.–. Zurzeit ist der Betrag auf maximal CHF 100’000.– beschränkt.
- Das Darlehen wird für eine Periode von 24 Monaten ab Bezug einer ersten Tranche des Darlehens zinslos gewährt.
- Sollte das Darlehen nach Ablauf der 24 Monate noch nicht an die Stiftung zurückgeführt worden sein, wird ein Verzugszins von 8% p.a. (als einfacher Zins gerechnet) auf den jeweils ausstehenden Darlehensbetrag fällig.
- Die erste Tranche des Darlehens muss innerhalb von 12 Monaten nach Vertragsunterzeichnung bezogen werden, sonst verfällt das Darlehen vollständig.
- Die Entschädigungssumme im Erfolgsfall beträgt CHF 30’000.–
Definition des Erfolgsfalls
Der Erfolgsfall wird wie folgt definiert:
Es findet innerhalb von 10 Jahren nach vollständiger Rückzahlung des Darlehens ein teilweiser oder vollständiger Exit in Form eines Börsengangs, Trade Sales oder Secondary Offerings statt.
Erfüllt das Unternehmen innerhalb von 10 Jahren nach vollständiger Rückzahlung des Darlehens das obige Kriterium nicht, dann erlischt die vertragliche Entschädigungspflicht an die Stiftung. Eine moralische Verpflichtung des Unternehmens, zu einem späteren Zeitpunkt die Stiftung für ihre Risikobereitschaft zu entschädigen, bleibt bestehen.
Bezug des Darlehens
Sieben Tage nach der gegenseitigen Vertrags-unterzeichnung kann erstmals über das Darlehen verfügt werden. Der genaue Vorgang des Darlehensbezugs wird in einem Merkblatt geregelt, das nach abgeschlossenem Darlehensvertrag dem Darlehensnehmer zugestellt wird.