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Nach Jahren mit eher mässigem Erfolg hat die vierte Staffel der royalen Geschichtsserie «The Crown» bei den Emmy Awards in Los Angeles doch noch gross abgeräumt.
Die Serie über das Leben von Elizabeth II. hat neben Auszeichnungen für Drehbuch, Regie sowie in allen vier Schauspieler-Kategorien auch den Hauptpreis als beste Dramaserie des Jahres gewonnen. Es war der erste Sieg für den Streaminganbieter Netflix in dieser Kategorie überhaupt.
Als beste Drama-Schauspielerin wurde Olivia Colman für ihre Darstellung der Queen mit einem Emmy geehrt. Ihr Co-Star Josh O’Connor, der in der Serie Prinz Charles verkörpert, erhielt den Emmy als bester männlicher Darsteller in einer Drama-Serie. «Die Dreharbeiten zu ‚The Crown‘ waren die lohnendsten zwei Jahre meines Lebens», sagte O’Connor bei der Verleihung.
Insgesamt kam «The Crown» zusammen mit Preisen in Nebenkategorien beim wichtigsten TV-Wettbewerb der Welt auf elf von über 110 vergebenen Auszeichnungen. Die meisten davon nahm das Team per Videoschalte auf einer eigenen Party am frühen Montagmorgen (Ortszeit) in London entgegen.
In den Comedy-Kategorien war der ebenfalls in England spielende Publikumsliebling «Ted Lasso» der zweite Gewinner des Abends. Die bei Apple TV+ laufende Serie über einen US-Football-Trainer, der sich mit viel Herz im britischen Profifussball durchsetzt, gewann die Auszeichnung als beste Comedyserie. Jason Sudeikis erhielt zudem einen Emmy für seine Leistung in der Titel-Hauptrolle, genauso wie Hannah Waddingham und Brett Goldstein in den Nebenrollen.
Bei Regie, Drehbuch und bei der besten weiblichen Hauptrolle fiel der insgesamt siebenfach ausgezeichnete «Ted Lasso» aber hinter die HBO-Max-Serie «Hacks» zurück.
«Hacks» zählte am Sonntag zu den wenigen eher kleineren Produktionen, die mit Auszeichnungen bedacht wurden. Auch mit «Das Damengambit» hat noch einmal eine der Grossproduktionen mehrere Preise gewonnen.
Das im Vorfeld prominent geforderte Zeichen «für mehr Gleichberechtigung von Minderheiten in Hollywood» blieb allerdings auch in diesem Jahr aus. Alle zwölf Emmys für Haupt- und Nebenrollen gingen ausnahmslos an Weisse. Schwarze, Latino-Stars und Indigene standen bei der Gala vor allem zum Übergeben der Preise auf der Bühne.
Immerhin wurde mit Debbie Allen die erste schwarze Frau für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die Produzentin, Schauspielerin und Choreografin startete als Tanzlehrerin Lydia Grant in «Fame – Der Weg zum Ruhm». Ein Titel, der sich offensichtlich auch auf ihre eigene Karriere auswirken konnte.