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Felix Hoffmanns «Unvollendete»
Wie auf der Seite zur Glasmalerei erwähnt, waren die Fenster in Umiken die letzten Glasmalereien, die Felix Hoffmann gestalten konnte. Entworfen hat er alle drei, aber selber vollenden konnte er nur noch zwei von ihnen: das Jesajafenster und den Ostermorgen, während das dritte Fenster zum Abendmahl vom beteiligten Glashandwerker Konrad Vetter nach dem Entwurf des Künstlers fertiggestellt werden musste.
Felix Hoffmann war ein virtuoser Grafiker und hat seine Glasmalereien mit souveränen Schwarzlotzeichungen versehen. Im Abendmahlsfenster jedoch stammen auch die Schwarzlotaufträge vom Berner Atelier. Die Qualitätsunterschiede sind evident, wie ein Blick auf ein Detail dieses Fensters im Vergleich etwa zum Ausschnitt aus dem Jesajafenster (der Kopf des Jesaja) zeigt. Es ist der Unterschied der Strichführung zwischen dem Künstler und einem Kunsthandwerker: die zwar schwungvolle, aber verhältnismässig grobe Linienführung in der Schwarzlotzeichnung – und die souveräne Technik des Künstlers!
Konsequenterweise fehlt auf diesem Fenster die Signatur des Künstlers. Und somit sind die Fenster in der Kirche Umiken sozusagen Felix Hoffmanns «Unvollendete» geworden.