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Die Rahmenbedingungen, welcher der Kanton Aargau den Spitälern vorgibt, verunmöglichen eine angemessene Lohnrunde für die Spitalangestellten.
Die Forderung des Kernteams, dem Zusammenschluss der vertragsschliessenden Verbände SBK, SHV, SYNA, VMTP, VPOD, VSAO sowie der Vertretungen der Personalkommissionen der drei Aargauer Kantonsspitäler KSA, KSB sowie PDAG, für die Lohnrunde 2022 lautete 2 Prozent Lohnerhöhung, aufgeteilt in eine individuelle und generelle Komponente.
Im Verlauf der Lohnverhandlungen senkte der Zusammenschluss von Gewerkschaften und Verbänden seine Forderung auf das Minimum gemäss den vom GAV vorgegebenen Parameter. So lautete die Mindestforderung 1 Prozent für die individuelle (gemäss GAV) plus 0.7 Prozent generelle Lohnerhöhung aufgrund der Entwicklung des Landesindex der Konsumentenpreise (Stand August 2021).
Nach Jahren ungenügender Lohnentwicklung in den drei Aargauer Spitälern war ein weiteres Weichen der Personalverbände nicht möglich, auch weil in den letzten Jahren immer wieder die Bestimmungen des GAV betreffend Lohnentwicklung nicht umgesetzt werden konnten, wobei die Personalverbände und Gewerkschaften aufgrund der Situation der Kantonsspitäler immer wieder Konzessionen gemacht haben. Die Arbeitgeberseite lehnte unsere diesjährige Forderung ab und sah sich aus rein finanziellen Gründen nicht im Stande, die Vorgaben des GAV einzuhalten. Die Personalverbände und Gewerkschaften, die das Spitalpersonal vertreten, sind nicht länger bereit, dies hinzunehmen. Die Lohnverhandlungen sind deshalb gescheitert.
Das Kernteam ist über dieses Ergebnis sehr enttäuscht. Das Personal hätte gerade jetzt ein starkes Zeichen ihrer Arbeitgeber gebraucht. Die Personalsituation ist zunehmend angespannt und die Kündigungswelle in den Spitälern reisst nicht ab. Die Angestellten sind frustriert und unzufrieden, was die Fluktuation begünstigt.
Das Marktumfeld, in dem sich die Aar-gauer Spitäler befinden, hätte nach einer substantiellen Verbesserung der Arbeitssituation verlangt. Das Kernteam anerkennt zwar die Bemühungen der Kantonsspitäler, den Angestellten gute Arbeitsbedingungen zu ermöglichen, aber dazu gehört auch eine faire Lohnentwicklung und die Einhaltung des GAV.
Das Kernteam bedauert, dass die Rahmenbedingungen, welche der Kanton Aargau den Spitälern vorgibt, eine Einigung bei den Lohnverhandlungen verunmöglicht haben. Diese kantonalen Rahmenbedingungen müssen sich dringend ändern, wenn wir die Zukunft der Spitäler sicherstellen wollen. Das Scheitern der Lohnrunde ist, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, ein nachhaltig negatives Zeichen für die Spitalangestellten. Hier ist nun die Politik gefordert.
|Downloads|
|10.02.2022||10.02.2022, Lohnverhandlungen mit den Kantonsspitälern gescheitert: Verbände und Gewerkschaften fordern vom Kanton bessere Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen||PDF (147 kB)|