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input-de172.021Bundesgesetzüber das Verwaltungsverfahren(Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG)vom 20. Dezember 1968 (Stand am 1. Juli 2022) Abkürzung eingefügt durch Anhang Ziff. II 3 des Strafbehördenorganisationsgesetzes vom  19. März 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 3267; BBl 2008 8125).Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,gestützt auf Artikel 103 der Bundesverfassung, nach Einsicht in eine Botschaft des Bundesrates vom 24. September 1965,beschliesst:[BS 1 3]. Dieser Bestimmung entsprechen die Art. 177 Abs. 3 und 187 Abs. 1 Bst. d der BV vom 18. April 1999 (SR 101). Fassung gemäss Anhang Ziff. 2 des BG vom 6. Okt. 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).BBl 1965 II 1348Erster Abschnitt:  Geltungsbereich und BegriffeA.  GeltungsbereichI.  GrundsatzArt. 1 Dieses Gesetz findet Anwendung auf das Verfahren in Verwaltungssachen, die durch Verfügungen von Bundesverwaltungsbehörden in erster Instanz oder auf Beschwerde zu erledigen sind. Als Behörden im Sinne von Absatz 1 gelten:a. der Bundesrat, seine Departemente, die Bundeskanzlei und die ihnen unterstellten Dienstabteilungen, Betriebe, Anstalten und anderen Amtsstellen der Bundesverwaltung;b. Organe der Bundesversammlung und der eidgenössischen Gerichte für erstinstanzliche Verfügungen und Beschwerdeentscheide nach Beamtengesetz vom 30. Juni 1927;c. die autonomen eidgenössischen Anstalten oder Betriebe;c. das Bundesverwaltungsgericht;d. die eidgenössischen Kommissionen;e. andere Instanzen oder Organisationen ausserhalb der Bundesverwaltung, soweit sie in Erfüllung ihnen übertragener öffentlich-rechtlicher Aufgaben des Bundes verfügen. Auf das Verfahren letzter kantonaler Instanzen, die gestützt auf öffentliches Recht des Bundes nicht endgültig verfügen, finden lediglich Anwendung die Artikel 34−38 und 61 Absätze 2 und 3 über die Eröffnung von Verfügungen und Artikel 55 Absätze 2 und 4 über den Entzug der aufschiebenden Wirkung. Vorbehalten bleibt Artikel 97 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung betreffend den Entzug der aufschiebenden Wirkung von Beschwerden gegen Verfügungen der Ausgleichskassen. Fassung gemäss Ziff. II des BG vom 28. Juni 1972 betreffend Änderung des BG über das Dienstverhältnis der Bundesbeamten, in Kraft seit 1. Jan. 1973 (AS 1972 2435;  BBl 1971 II 1914).Fassung gemäss Anhang Ziff. 4 des BG vom 8. Okt. 1999, in Kraft seit 1. Jan. 2000  (AS 2000 273; BBl 1999 4809 5979). [BS 1 489; AS 1958 1413 Art. 27 Bst. c, 1997 2465 Anhang Ziff. 4, 2000 411 Ziff. II 1853, 2001 894 Art. 39 Abs. 1 2197 Art. 2 3292 Art. 2. AS 2008 3437 Ziff. I 1]. Heute: das Bundespersonalgesetz vom 24. März 2000 (SR 172.220.1). Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).SR 831.10Fassung des Satzes gemäss Anhang Ziff. 2 des BG vom 6. Okt. 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523). Fassung gemäss Ziff. II 7 des BG vom 24. Juni 1977 (9. AHV-Revision), in Kraft seit  1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).II.  Ausnahmen1.  Teilweise AnwendbarkeitArt. 2 Auf das Steuerverfahren finden die Artikel 12–19 und 30–33 keine Anwendung. Auf das Verfahren der Abnahme von Berufs-, Fach- und anderen Fähigkeitsprüfungen finden die Artikel 4–6, 10, 34, 35, 37 und 38 Anwendung. Das Verfahren bei Enteignungen richtet sich nach diesem Gesetz, soweit das Bundesgesetz vom 20. Juni 1930 über die Enteignung nicht davon abweicht. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach diesem Gesetz, soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 nicht davon abweicht. SR 711 Fassung gemäss Anhang Ziff. 2 des BG vom 19. Juni 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021  (AS 2020 4085; BBl 2018 4713). SR 173.32 Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).2.  UnanwendbarkeitArt. 3Dieses Gesetz findet keine Anwendung auf:a. das Verfahren von Behörden im Sinne von Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe e, soweit gegen ihre Verfügungen die Beschwerde unmittelbar an eine Bundesbehörde unzulässig ist;b. das erstinstanzliche Verfahren der erstmaligen Begründung des Dienstverhältnisses von Bundespersonal, der Beförderung von Bundespersonal, der dienstlichen Anordnungen an das Bundespersonal und das Verfahren der Ermächtigung zur Strafverfolgung gegen Bundespersonal;c. das erstinstanzliche Verwaltungsstrafverfahren und das gerichtspolizeiliche Ermittlungsverfahren;d. das Verfahren der Militärstrafrechtspflege einschliesslich der Militärdisziplinarrechtspflege, das Verfahren in militärischen Kommandosachen nach Artikel 37 sowie Verfahren nach den Artikeln 38 und 39 des Militärgesetzes vom 3. Februar 1995, ...;d. das Verfahren in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts anwendbar ist;e. das Verfahren der Zollveranlagung;e. ...f. das erstinstanzliche Verfahren in anderen Verwaltungssachen, wenn deren Natur die Erledigung auf der Stelle durch sofort vollstreckbare Verfügung erfordert.Satzteil gemäss Ziff. 2 des Anhangs zum BG vom 19. Dez. 1986, in Kraft seit 1. Juli 1987 (AS 1987 932; BBl 1986 II 313).Fassung gemäss Anhang Ziff. 1 des BG vom 22. Juni 1990, in Kraft seit 1. Jan. 1991  (AS 1990 1882; BBl 1989 II 1194).SR 510.10Fassung gemäss Anhang Ziff. 1 des Militärgesetzes vom 3. Febr. 1995, in Kraft seit  1. Jan. 1996 (AS 1995 4093; BBl 1993 IV 1).Drittes Lemma aufgehoben durch Anhang Ziff. 1 des BG vom 4. Okt. 2002, mit Wirkung seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 3957; BBl 2002 858).Eingefügt durch Anhang Ziff. 2 des BG vom 6. Okt. 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523). SR 830.1 Fassung gemäss Anhang Ziff. 1 des Zollgesetzes vom 18. März 2005, in Kraft seit  1. Mai 2007 (AS 2007 1411; BBl 2004 567).Eingefügt durch Art. 26 des BB vom 7. Okt. 1983 über die unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (AS 1984 153; BBl 1981 III 105). Aufgehoben durch Anhang Ziff. II 1 des BG vom 24. März 2006 über Radio und Fernsehen, mit Wirkung seit  1. April 2007 (AS 2007 737; BBl 2003 1569).III.  Ergänzende BestimmungenArt. 4Bestimmungen des Bundesrechts, die ein Verfahren eingehender regeln, finden Anwendung, soweit sie den Bestimmungen dieses Gesetzes nicht widersprechen.B.  BegriffeI.  VerfügungenArt. 5 Als Verfügungen gelten Anordnungen der Behörden im Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen und zum Gegenstand haben:a. Begründung, Änderung oder Aufhebung von Rechten oder Pflichten;b. Feststellung des Bestehens, Nichtbestehens oder Umfanges von Rechten oder Pflichten;c. Abweisung von Begehren auf Begründung, Änderung, Aufhebung oder Feststellung von Rechten oder Pflichten oder Nichteintreten auf solche Begehren. Als Verfügungen gelten auch Vollstreckungsverfügungen (Art. 41 Abs. 1 Bst. a und b), Zwischenverfügungen (Art. 45 und 46), Einspracheentscheide (Art. 30 Abs. 2 Bst. b und 74), Beschwerdeentscheide (Art. 61), Entscheide im Rahmen einer Revision (Art. 68) und die Erläuterung (Art. 69). Erklärungen von Behörden über Ablehnung oder Erhebung von Ansprüchen, die auf dem Klageweg zu verfolgen sind, gelten nicht als Verfügungen. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).II.  ParteienArt. 6Als Parteien gelten Personen, deren Rechte oder Pflichten die Verfügung berühren soll, und andere Personen, Organisationen oder Behörden, denen ein Rechtsmittel gegen die Verfügung zusteht.Zweiter Abschnitt:  Allgemeine VerfahrensgrundsätzeA.  ZuständigkeitI.  PrüfungArt. 7 Die Behörde prüft ihre Zuständigkeit von Amtes wegen. Die Begründung einer Zuständigkeit durch Einverständnis zwischen Behörde und Partei ist ausgeschlossen.II.  Überweisung und MeinungsaustauschArt. 8 Die Behörde, die sich als unzuständig erachtet, überweist die Sache ohne Verzug der zuständigen Behörde. Erachtet die Behörde ihre Zuständigkeit als zweifelhaft, so pflegt sie darüber ohne Verzug einen Meinungsaustausch mit der Behörde, deren Zuständigkeit in Frage kommt.III.  StreitigkeitenArt. 9 Die Behörde, die sich als zuständig erachtet, stellt dies durch Verfügung fest, wenn eine Partei die Zuständigkeit bestreitet. Die Behörde, die sich als unzuständig erachtet, tritt durch Verfügung auf die Sache nicht ein, wenn eine Partei die Zuständigkeit behauptet. Kompetenzkonflikte zwischen Behörden, ausgenommen Kompetenzkonflikte mit dem Bundesgericht, dem Bundesverwaltungsgericht oder mit kantonalen Behörden, beurteilt die gemeinsame Aufsichtsbehörde oder, wenn eine solche fehlt, der Bundesrat. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).B.  AusstandArt. 10 Personen, die eine Verfügung zu treffen oder diese vorzubereiten haben, treten in Ausstand, wenn sie:a. in der Sache ein persönliches Interesse haben;b. mit einer Partei durch Ehe oder eingetragene Partnerschaft verbunden sind oder mit ihr eine faktische Lebensgemeinschaft führen;b. mit einer Partei in gerader Linie oder bis zum dritten Grade in der Seitenlinie verwandt oder verschwägert sind;c. Vertreter einer Partei sind oder für eine Partei in der gleichen Sache tätig waren;d. aus anderen Gründen in der Sache befangen sein könnten. Ist der Ausstand streitig, so entscheidet darüber die Aufsichtsbehörde oder, wenn es sich um den Ausstand eines Mitgliedes einer Kollegialbehörde handelt, diese Behörde unter Ausschluss des betreffenden Mitgliedes. Fassung gemäss Anhang Ziff. 5 des Partnerschaftsgesetzes vom 18. Juni 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2005 5685; BBl 2003 1288). Eingefügt durch Anhang Ziff. 5 des Partnerschaftsgesetzes vom 18. Juni 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2005 5685; BBl 2003 1288).C.  Vertretung und VerbeiständungI.  Im AllgemeinenFassung gemäss Anhang Ziff. 3 des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 15. Febr. 1992  (AS 1992 288 337 Art. 2 Abs. 1 Bst. b; BBl 1991 II 465).Art. 11 Auf jeder Stufe des Verfahrens kann die Partei sich, wenn sie nicht persönlich zu handeln hat, vertreten oder, soweit die Dringlichkeit einer amtlichen Untersuchung es nicht ausschliesst, verbeiständen lassen. Die Behörde kann den Vertreter auffordern, sich durch schriftliche Vollmacht auszuweisen. Solange die Partei die Vollmacht nicht widerruft, macht die Behörde ihre Mitteilungen an den Vertreter. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).II.  Obligatorische VertretungArt. 11a Treten in einer Sache mehr als 20 Parteien mit kollektiven oder individuellen Eingaben auf, um gleiche Interessen wahrzunehmen, so kann die Behörde verlangen, dass sie für das Verfahren einen oder mehrere Vertreter bestellen. Kommen sie dieser Aufforderung nicht innert angemessener Frist nach, so bezeichnet die Behörde einen oder mehrere Vertreter. Die Bestimmungen über die Parteientschädigung im Beschwerdeverfahren sind auf die Kosten der Vertretung sinngemäss anwendbar. Die Partei, gegen deren Vorhaben sich die Eingaben richten, hat auf Anordnung der Behörde die Kosten der amtlichen Vertretung vorzuschiessen.Eingefügt durch Anhang Ziff. 3 des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 15. Febr. 1992  (AS 1992 288 337 Art. 2 Abs. 1 Bst. b; BBl 1991 II 465).III.  ZustellungsdomizilArt. 11b Parteien, die in einem Verfahren Begehren stellen, haben der Behörde ihren Wohnsitz oder Sitz anzugeben. Wenn sie im Ausland wohnen, haben sie in der Schweiz ein Zustellungsdomizil zu bezeichnen, es sei denn, das Völkerrecht oder die zuständige ausländische Stelle gestatte der Behörde, Schriftstücke im betreffenden Staat direkt zuzustellen. Die Parteien können überdies eine elektronische Zustelladresse angeben und ihr Einverständnis erklären, dass Zustellungen auf dem elektronischen Weg erfolgen. Der Bundesrat kann vorsehen, dass für elektronische Zustellungen weitere Angaben der Parteien notwendig sind. Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Fassung des zweiten Satzes gemäss Anhang Ziff. 1 des BB vom 28. Sept. 2018 über die Genehmigung und die Umsetzung des Übereinkommens Nr. 94 des Europarates über die Zustellung von Schriftstücken in Verwaltungssachen im Ausland, in Kraft seit  1. April 2019 (AS 2019 975; BBl 2017 5947).D.  Feststellung des SachverhaltesI.  GrundsatzArt. 12Die Behörde stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest und bedient sich nötigenfalls folgender Beweismittel:a. Urkunden;b. Auskünfte der Parteien;c. Auskünfte oder Zeugnis von Drittpersonen;d. Augenschein;e. Gutachten von Sachverständigen.II.  Mitwirkung der ParteienArt. 13 Die Parteien sind verpflichtet, an der Feststellung des Sachverhaltes mitzuwirken:a. in einem Verfahren, das sie durch ihr Begehren einleiten;b. in einem anderen Verfahren, soweit sie darin selbständige Begehren stellen;c. soweit ihnen nach einem anderen Bundesgesetz eine weitergehende Auskunfts- oder Offenbarungspflicht obliegt. Die Mitwirkungspflicht erstreckt sich nicht auf die Herausgabe von Gegenständen und Unterlagen aus dem Verkehr einer Partei mit ihrem Anwalt, wenn dieser nach dem Anwaltsgesetz vom 23. Juni 2000 zur Vertretung vor schweizerischen Gerichten berechtigt ist. Die Behörde braucht auf Begehren im Sinne von Absatz 1 Buchstabe a oder b nicht einzutreten, wenn die Parteien die notwendige und zumutbare Mitwirkung verweigern. SR 935.61 Eingefügt durch Ziff. I 2 des BG vom 28. Sept. 2012 über die Anpassung von verfahrens-rechtlichen Bestimmungen zum anwaltlichen Berufsgeheimnis, in Kraft seit 1. Mai 2013 (AS 2013 847; BBl 2011 8181).III.  Zeugeneinvernahme1.  ZuständigkeitArt. 14 Lässt sich ein Sachverhalt auf andere Weise nicht hinreichend abklären, so können folgende Behörden die Einvernahme von Zeugen anordnen:a. der Bundesrat und seine Departemente;b. das Bundesamt für Justiz des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements;c. das Bundesverwaltungsgericht;d. die Wettbewerbsbehörden im Sinne des Kartellgesetzes vom 6. Oktober 1995;e. die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht;f. die Eidgenössische Revisionsaufsichtsbehörde;g. die Eidgenössische Steuerverwaltung;h. die Eidgenössische Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten. Die Behörden im Sinne von Absatz 1 Buchstaben a, b, d–f und h beauftragen mit der Zeugeneinvernahme einen dafür geeigneten Angestellten. Die Behörden im Sinne von Absatz 1 Buchstabe a können Personen ausserhalb einer Behörde, die mit einer amtlichen Untersuchung beauftragt sind, zur Zeugeneinvernahme ermächtigen. Bezeichnung gemäss nicht veröffentlichtem BRB vom 19. Dez. 1997. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Eingefügt durch Anhang Ziff. 2 des Kartellgesetzes vom 6. Okt. 1995, in Kraft seit  1. Juli 1996 (AS 1996 546; BBl 1995 I 468).SR 251 Eingefügt durch Anhang Ziff. 2 des Finanzmarktaufsichtsgesetzes vom 22. Juni 2007,  in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207; BBl 2006 2829). Eingefügt durch Anhang Ziff. 1 des BG vom 20. Juni 2014 (Bündelung der Aufsicht über Revisionsunternehmen und Prüfgesellschaften), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073;  BBl 2013 6857). Eingefügt durch Anhang Ziff. 1 des BG vom 30. Sept. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2018  (AS 2017 3575; BBl 2015 2615). Eingefügt durch Anhang Ziff. 1 des BG vom 27. Sept. 2019, in Kraft seit 1. April 2020  (AS 2020 1003; BBl 2018 591). Fassung gemäss Anhang Ziff. 1 des BG vom 27. Sept. 2019, in Kraft seit 1. April 2020  (AS 2020 1003; BBl 2018 591).2.  ZeugnispflichtArt. 15Jedermann ist zur Ablegung des Zeugnisses verpflichtet.3.  ZeugnisverweigerungsrechtArt. 16 Das Recht der Zeugnisverweigerung bestimmt sich nach Artikel 42 Absätze 1 und 3 des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess (BZP). Der Mediator ist berechtigt, über Tatsachen, die er bei seiner Tätigkeit nach Artikel 33b wahrgenommen hat, das Zeugnis zu verweigern. Der Träger eines Berufs- oder Geschäftsgeheimnisses im Sinne von Artikel 42 Absatz 2 BZP kann das Zeugnis verweigern, soweit ihn nicht ein anderes Bundesgesetz zum Zeugnis verpflichtet. ...SR 273 Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Aufgehoben durch Ziff. I 1 des BG vom 23. Juni 2000 über die Anpassung der Bundesgesetzgebung an die Gewährleistung des Redaktionsgeheimnisses, mit Wirkung seit  1. Febr. 2001 (AS 2001 118; BBl 1999 7966).4.  Andere Verpflichtungen von ZeugenArt. 17Wer als Zeuge einvernommen werden kann, hat auch an der Erhebung anderer Beweise mitzuwirken; er hat insbesondere die in seinen Händen befindlichen Urkunden vorzulegen. Vorbehalten bleibt Artikel 51a BZP. SR 273 Zweiter Satz eingefügt durch Ziff. I 2 des BG vom 28. Sept. 2012 über die Anpassung von verfahrensrechtlichen Bestimmungen zum anwaltlichen Berufsgeheimnis, in Kraft seit  1. Mai 2013 (AS 2013 847; BBl 2011 8181).5.  Rechte der ParteienArt. 18 Die Parteien haben Anspruch darauf, den Zeugeneinvernahmen beizuwohnen und Ergänzungsfragen zu stellen. Zur Wahrung wesentlicher öffentlicher oder privater Interessen kann die Zeugeneinvernahme in Abwesenheit der Parteien erfolgen und diesen die Einsicht in die Einvernahmeprotokolle verweigert werden. Wird ihnen die Einsicht in die Einvernahmeprotokolle verweigert, so findet Artikel 28 Anwendung.IV.  Ergänzende BestimmungenArt. 19Auf das Beweisverfahren finden ergänzend die Artikel 37, 39–41 und 43–61 BZP sinngemäss Anwendung; an die Stelle der Straffolgen, die die BZP gegen säumige Parteien oder Dritte vorsieht, tritt die Straffolge nach Artikel 60 dieses Gesetzes.SR 273E.  FristenI.  BerechnungArt. 20 Berechnet sich eine Frist nach Tagen und bedarf sie der Mitteilung an die Parteien, so beginnt sie an dem auf ihre Mitteilung folgenden Tage zu laufen. Bedarf sie nicht der Mitteilung an die Parteien, so beginnt sie an dem auf ihre Auslösung folgenden Tage zu laufen. Eine Mitteilung, die nur gegen Unterschrift des Adressaten oder einer anderen berechtigten Person überbracht wird, gilt spätestens am siebenten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt. Ist der letzte Tag der Frist ein Samstag, ein Sonntag oder ein vom Bundesrecht oder vom kantonalen Recht anerkannter Feiertag, so endet sie am nächstfolgenden Werktag. Massgebend ist das Recht des Kantons, in dem die Partei oder ihr Vertreter Wohnsitz oder Sitz hat. Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).II.  Einhaltung1.  Im Allgemeinen Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Art. 21 Schriftliche Eingaben müssen spätestens am letzten Tage der Frist der Behörde eingereicht oder zu deren Handen der schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden. Schriftliche Eingaben an das Eidgenössische Institut für geistiges Eigentum können nicht gültig bei einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung vorgenommen werden. Gelangt die Partei rechtzeitig an eine unzuständige Behörde, so gilt die Frist als gewahrt. Die Frist für die Zahlung eines Vorschusses ist gewahrt, wenn der Betrag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der Schweizerischen Post übergeben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist. Heute: der Schweizerischen Post (Post) Bezeichnung gemäss nicht veröffentlichtem BRB vom 19. Dez. 1997. Diese Änd. ist im ganzen Erlass berücksichtigt.Eingefügt durch Ziff. II des BG vom 17. Dez. 1976 über die Änderung des BG betreffend die Erfindungspatente, in Kraft seit 1. Jan. 1978 (AS 1977 1997; BBl 1976 II 1). Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).2.  Bei elektronischer ZustellungArt. 21a Eingaben können bei der Behörde elektronisch eingereicht werden. Die Eingabe ist von der Partei oder ihrem Vertreter mit einer qualifizierten elektronischen Signatur gemäss Bundesgesetz vom 18. März 2016 über die elektronische Signatur zu versehen. Für die Wahrung einer Frist ist der Zeitpunkt massgebend, in dem die Quittung ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die auf der Seite der Partei oder ihres Vertreters für die Übermittlung notwendig sind. Der Bundesrat regelt:a. das Format der Eingabe und ihrer Beilagen;b. die Art und Weise der Übermittlung;c. die Voraussetzungen, unter denen bei technischen Problemen die Nachreichung von Dokumenten auf Papier verlangt werden kann. Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (AS 2006 2197; BBl 2001 4202). Fassung gemäss Anhang Ziff. II 1 des BG vom  18. März 2016 über die elektronische Signatur, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4651; BBl 2014 1001). SR 943.03III.  ErstreckungArt. 22 Eine gesetzliche Frist kann nicht erstreckt werden. Eine behördlich angesetzte Frist kann aus zureichenden Gründen erstreckt werden, wenn die Partei vor Ablauf der Frist darum nachsucht.IIIa.  Stillstand der FristenArt. 22a Gesetzliche oder behördliche Fristen, die nach Tagen bestimmt sind, stehen still:a. vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern;b. vom 15. Juli bis und mit 15. August;c. vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar. Absatz 1 gilt nicht in Verfahren betreffend:a. die aufschiebende Wirkung und andere vorsorgliche Massnahmen;b. die öffentlichen Beschaffungen.Eingefügt durch Anhang Ziff. 3 des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 15. Febr. 1992  (AS 1992 288 337 Art. 2 Abs. 1 Bst. b; BBl 1991 II 465). Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Fassung gemäss Anhang 7 Ziff. II 1 des BG vom 21. Juni 2019 über das öffentliche Beschaffungswesen, in Kraft seit 1. Jan. 2021  (AS 2020 641; BBl 2017 1851).IV.  SäumnisfolgenArt. 23Die Behörde, die eine Frist ansetzt, droht gleichzeitig die Folgen der Versäumnis an; im Versäumnisfalle treten nur die angedrohten Folgen ein.V.  WiederherstellungArt. 24 Ist der Gesuchsteller oder sein Vertreter unverschuldeterweise abgehalten worden, binnen Frist zu handeln, so wird diese wieder hergestellt, sofern er unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechtshandlung nachholt; vorbehalten bleibt Artikel 32 Absatz 2. Absatz 1 ist nicht anwendbar auf Fristen, die in Patentsachen gegenüber dem Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum zu wahren sind. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Eingefügt durch Ziff. II des BG vom 17. Dez. 1976 über die Änderung des BG betreffend die Erfindungspatente, in Kraft seit 1. Jan. 1978 (AS 1977 1997; BBl 1976 II 1).F.  FeststellungsverfahrenArt. 25 Die in der Sache zuständige Behörde kann über den Bestand, den Nichtbestand oder den Umfang öffentlichrechtlicher Rechte oder Pflichten von Amtes wegen oder auf Begehren eine Feststellungsverfügung treffen. Dem Begehren um eine Feststellungsverfügung ist zu entsprechen, wenn der Gesuchsteller ein schutzwürdiges Interesse nachweist. Keiner Partei dürfen daraus Nachteile erwachsen, dass sie im berechtigten Vertrauen auf eine Feststellungsverfügung gehandelt hat.F.  Verfügung über RealakteArt. 25a Wer ein schutzwürdiges Interesse hat, kann von der Behörde, die für Handlungen zuständig ist, welche sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen und Rechte oder Pflichten berühren, verlangen, dass sie:a. widerrechtliche Handlungen unterlässt, einstellt oder widerruft;b. die Folgen widerrechtlicher Handlungen beseitigt;c. die Widerrechtlichkeit von Handlungen feststellt. Die Behörde entscheidet durch Verfügung. Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).G.  AkteneinsichtI.  GrundsatzArt. 26 Die Partei oder ihr Vertreter hat Anspruch darauf, in ihrer Sache folgende Akten am Sitze der verfügenden oder einer durch diese zu bezeichnenden kantonalen Behörde einzusehen:a. Eingaben von Parteien und Vernehmlassungen von Behörden;b. alle als Beweismittel dienenden Aktenstücke;c. Niederschriften eröffneter Verfügungen. Die Behörde kann die Aktenstücke auf elektronischem Weg zur Einsichtnahme zustellen, wenn die Partei oder ihr Vertreter damit einverstanden ist. Die verfügende Behörde kann eine Gebühr für die Einsichtnahme in die Akten einer erledigten Sache beziehen; der Bundesrat regelt die Bemessung der Gebühr. Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).II.  AusnahmenArt. 27 Die Behörde darf die Einsichtnahme in die Akten nur verweigern, wenn:a. wesentliche öffentliche Interessen des Bundes oder der Kantone, insbesondere die innere oder äussere Sicherheit der Eidgenossenschaft, die Geheimhaltung erfordern;b. wesentliche private Interessen, insbesondere von Gegenparteien, die Geheimhaltung erfordern;c. das Interesse einer noch nicht abgeschlossenen amtlichen Untersuchung es erfordert. Die Verweigerung der Einsichtnahme darf sich nur auf die Aktenstücke erstrecken, für die Geheimhaltungsgründe bestehen. Die Einsichtnahme in eigene Eingaben der Partei, ihre als Beweismittel eingereichten Urkunden und ihr eröffnete Verfügungen darf nicht, die Einsichtnahme in Protokolle über eigene Aussagen der Partei nur bis zum Abschluss der Untersuchung verweigert werden.III.  Massgeblichkeit geheimer AktenArt. 28Wird einer Partei die Einsichtnahme in ein Aktenstück verweigert, so darf auf dieses zum Nachteil der Partei nur abgestellt werden, wenn ihr die Behörde von seinem für die Sache wesentlichen Inhalt mündlich oder schriftlich Kenntnis und ihr ausserdem Gelegenheit gegeben hat, sich zu äussern und Gegenbeweismittel zu bezeichnen.H.  Rechtliches GehörI.  GrundsatzArt. 29Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör.II.  Vorgängige Anhörung1.  Im AllgemeinenFassung gemäss Anhang Ziff. 3 des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 15. Febr. 1992  (AS 1992 288 337 Art. 2 Abs. 1 Bst. b; BBl 1991 II 465).Art. 30 Die Behörde hört die Parteien an, bevor sie verfügt. Sie braucht die Parteien nicht anzuhören vor:a. Zwischenverfügungen, die nicht selbständig durch Beschwerde anfechtbar sind;b. Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind;c. Verfügungen, in denen die Behörde den Begehren der Parteien voll entspricht;d. Vollstreckungsverfügungen;e. anderen Verfügungen in einem erstinstanzlichen Verfahren, wenn Gefahr im Verzuge ist, den Parteien die Beschwerde gegen die Verfügung zusteht und ihnen keine andere Bestimmung des Bundesrechts einen Anspruch auf vorgängige Anhörung gewährleistet.2.  Besondere EinwendungsverfahrenArt. 30a Sind von einer Verfügung wahrscheinlich zahlreiche Personen berührt oder lassen sich die Parteien ohne unverhältnismässigen Aufwand nicht vollzählig bestimmen, so kann die Behörde vor ihrer Verfügung das Gesuch oder die beabsichtigte Verfügung ohne Begründung in einem amtlichen Blatt veröffentlichen, gleichzeitig das Gesuch oder die beabsichtigte Verfügung mit Begründung öffentlich auflegen und den Ort der Auflage bekanntmachen. Sie hört die Parteien an, indem sie ihnen eine angemessene Frist für Einwendungen setzt. Die Behörde macht in ihrer Veröffentlichung auf die Verpflichtung der Parteien aufmerksam, gegebenenfalls eine Vertretung zu bestellen und Verfahrenskosten sowie Parteientschädigung zu zahlen.Eingefügt durch Anhang Ziff. 3 des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 15. Febr. 1992  (AS 1992 288 337 Art. 2 Abs. 1 Bst. b; BBl 1991 II 465).III.  Anhören der GegenparteiArt. 31In einer Sache mit widerstreitenden Interessen mehrerer Parteien hört die Behörde jede Partei zu Vorbringen einer Gegenpartei an, die erheblich erscheinen und nicht ausschliesslich zugunsten der anderen lauten.IV.  Prüfung der ParteivorbringenArt. 32 Die Behörde würdigt, bevor sie verfügt, alle erheblichen und rechtzeitigen Vorbringen der Parteien. Verspätete Parteivorbringen, die ausschlaggebend erscheinen, kann sie trotz der Verspätung berücksichtigen.V.  BeweisanerbietenArt. 33 Die Behörde nimmt die ihr angebotenen Beweise ab, wenn diese zur Abklärung des Sachverhaltes tauglich erscheinen. Ist ihre Abnahme mit verhältnismässig hohen Kosten verbunden und ist die Partei für den Fall einer ihr ungünstigen Verfügung kostenpflichtig, so kann die Behörde die Abnahme der Beweise davon abhängig machen, dass die Partei innert Frist die ihr zumutbaren Kosten vorschiesst; eine bedürftige Partei ist von der Vorschusspflicht befreit.H.  VerfahrensspracheArt. 33a Das Verfahren wird in einer der vier Amtssprachen geführt, in der Regel in der Sprache, in der die Parteien ihre Begehren gestellt haben oder stellen würden. Im Beschwerdeverfahren ist die Sprache des angefochtenen Entscheids massgebend. Verwenden die Parteien eine andere Amtssprache, so kann das Verfahren in dieser Sprache geführt werden. Reicht eine Partei Urkunden ein, die nicht in einer Amtssprache verfasst sind, so kann die Behörde mit dem Einverständnis der anderen Parteien darauf verzichten, eine Übersetzung zu verlangen. Im Übrigen ordnet die Behörde eine Übersetzung an, wo dies nötig ist. Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).H.  Gütliche Einigung und MediationArt. 33b Die Behörde kann das Verfahren im Einverständnis mit den Parteien sistieren, damit sich diese über den Inhalt der Verfügung einigen können. Die Einigung soll einschliessen, dass die Parteien auf Rechtsmittel verzichten und wie sie die Kosten verteilen. Zur Förderung der Einigung kann die Behörde eine neutrale und fachkundige natürliche Person als Mediator einsetzen. Der Mediator ist nur an das Gesetz und den Auftrag der Behörde gebunden. Er kann Beweise abnehmen; für Augenscheine, Gutachten von Sachverständigen und Zeugeneinvernahmen braucht er eine vorgängige Ermächtigung der Behörde. Die Behörde macht die Einigung zum Inhalt ihrer Verfügung, es sei denn, die Einigung leide an einem Mangel im Sinne von Artikel 49. Soweit die Einigung zustande kommt, erhebt die Behörde keine Verfahrenskosten. Misslingt die Einigung, so kann die Behörde davon absehen, die Auslagen für die Mediation den Parteien aufzuerlegen, sofern die Interessenlage dies rechtfertigt. Eine Partei kann jederzeit verlangen, dass die Sistierung des Verfahrens aufgehoben wird. Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).J.  EröffnungI.  Schriftlichkeit1.  GrundsatzArt. 34 Die Behörde eröffnet Verfügungen den Parteien schriftlich. Mit dem Einverständnis der Partei können Verfügungen elektronisch eröffnet werden. Sie sind mit einer elektronischen Signatur gemäss Bundesgesetz vom 18. März 2016 über die elektronische Signatur zu versehen. Der Bundesrat regelt:a. die zu verwendende Signatur;b. das Format der Verfügung und ihrer Beilagen;c. die Art und Weise der Übermittlung;d. den Zeitpunkt, zu dem die Verfügung als eröffnet gilt. Zwischenverfügungen kann die Behörde anwesenden Parteien mündlich eröffnen, muss sie aber schriftlich bestätigen, wenn eine Partei dies auf der Stelle verlangt; eine Rechtsmittelfrist beginnt in diesem Fall erst von der schriftlichen Bestätigung an zu laufen. SR 943.03 Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  (AS 2006 2197; BBl 2001 4202). Fassung gemäss Anhang Ziff. II 1 des BG vom  18. März 2016 über die elektronische Signatur, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4651; BBl 2014 1001). Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).2.  Begründung und RechtsmittelbelehrungArt. 35 Schriftliche Verfügungen sind, auch wenn die Behörde sie in Briefform eröffnet, als solche zu bezeichnen, zu begründen und mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen. Die Rechtsmittelbelehrung muss das zulässige ordentliche Rechtsmittel, die Rechtsmittelinstanz und die Rechtsmittelfrist nennen. Die Behörde kann auf Begründung und Rechtsmittelbelehrung verzichten, wenn sie den Begehren der Parteien voll entspricht und keine Partei eine Begründung verlangt.II.  Amtliche PublikationArt. 36Die Behörde kann ihre Verfügungen durch Veröffentlichung in einem amtlichen Blatt eröffnen:a. gegenüber einer Partei, die unbekannten Aufenthaltes ist und keinen erreichbaren Vertreter hat;b. gegenüber einer Partei, die sich im Ausland aufhält und keinen erreichbaren Vertreter hat, wenn die Zustellung an ihren Aufenthaltsort unmöglich ist oder wenn die Partei entgegen Artikel 11b Absatz 1 kein Zustellungsdomizil in der Schweiz bezeichnet hat;c. in einer Sache mit zahlreichen Parteien;d. in einer Sache, in der sich die Parteien ohne unverhältnismässigen Aufwand nicht vollzählig bestimmen lassen.Fassung gemäss Anhang Ziff. 3 des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 15. Febr. 1992  (AS 1992 288 337 Art. 2 Abs. 1 Bst. b; BBl 1991 II 465). Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Fassung gemäss Anhang Ziff. 3 des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 15. Febr. 1992  (AS 1992 288 337 Art. 2 Abs. 1 Bst. b; BBl 1991 II 465).Eingefügt durch Anhang Ziff. 3 des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 15. Febr. 1992  (AS 1992 288 337 Art. 2 Abs. 1 Bst. b; BBl 1991 II 465).III.  ...Art. 37 Aufgehoben durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, mit Wirkung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).IV.  Mangelhafte EröffnungArt. 38Aus mangelhafter Eröffnung darf den Parteien kein Nachteil erwachsen.K.  VollstreckungI.  VoraussetzungenArt. 39Die Behörde kann ihre Verfügungen vollstrecken, wenn:a. die Verfügung nicht mehr durch Rechtsmittel angefochten werden kann;b. die Verfügung zwar noch angefochten werden kann, das zulässige Rechtsmittel aber keine aufschiebende Wirkung hat;c. die einem Rechtsmittel zukommende aufschiebende Wirkung entzogen wird.II.  Zwangsmittel1.  SchuldbetreibungArt. 40Verfügungen auf Geldzahlung oder Sicherheitsleistung sind auf dem Wege der Schuldbetreibung nach dem Bundesgesetz vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung und Konkurs zu vollstrecken.Fassung gemäss Anhang Ziff. 1 des BG vom 16. Dez. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1997  (AS 1995 1227; BBl 1991 III 1).SR 281.12.  Andere ZwangsmittelArt. 41 Um andere Verfügungen zu vollstrecken, ergreift die Behörde folgende Massnahmen:a. Ersatzvornahme durch die verfügende Behörde selbst oder durch einen beauftragten Dritten auf Kosten des Verpflichteten; die Kosten sind durch besondere Verfügung festzusetzen;b. unmittelbaren Zwang gegen die Person des Verpflichteten oder an seinen Sachen;c. Strafverfolgung, soweit ein anderes Bundesgesetz die Strafe vorsieht;d. Strafverfolgung wegen Ungehorsams nach Artikel 292 des Strafgesetzbuches, soweit keine andere Strafbestimmung zutrifft. Bevor die Behörde zu einem Zwangsmittel greift, droht sie es dem Verpflichteten an und räumt ihm eine angemessene Erfüllungsfrist ein, im Falle von Absatz 1 Buchstaben c und d unter Hinweis auf die gesetzliche Strafdrohung. Im Falle von Absatz 1 Buchstaben a und b kann sie auf die Androhung des Zwangsmittels und die Einräumung einer Erfüllungsfrist verzichten, wenn Gefahr im Verzuge ist.SR 311.03.  VerhältnismässigkeitArt. 42Die Behörde darf sich keines schärferen Zwangsmittels bedienen, als es die Verhältnisse erfordern.III.  RechtshilfeArt. 43Die Kantone leisten den Bundesbehörden in der Vollstreckung Rechtshilfe.Dritter Abschnitt:  Das Beschwerdeverfahren im AllgemeinenA.  Grundsatz Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Art. 44Die Verfügung unterliegt der Beschwerde.B.  Beschwerde gegen ZwischenverfügungenI.  Zwischenverfügungen über die Zuständigkeit und den AusstandArt. 45 Gegen selbständig eröffnete Zwischenverfügungen über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren ist die Beschwerde zulässig. Diese Verfügungen können später nicht mehr angefochten werden. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).II.  Andere ZwischenverfügungenArt. 46 Gegen andere selbständig eröffnete Zwischenverfügungen ist die Beschwerde zulässig:a. wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können; oderb. wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde. Ist die Beschwerde nach Absatz 1 nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so sind die betreffenden Zwischenverfügungen durch Beschwerde gegen die Endverfügung anfechtbar, soweit sie sich auf den Inhalt der Endverfügung auswirken. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).B.  Rechtsverweigerung und RechtsverzögerungArt. 46aGegen das unrechtmässige Verweigern oder Verzögern einer anfechtbaren Verfügung kann Beschwerde geführt werden. Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).C.  BeschwerdeinstanzArt. 47 Beschwerdeinstanzen sind:a. der Bundesrat nach den Artikeln 72 ff.;b. das Bundesverwaltungsgericht nach den Artikeln 31–34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005;c. andere Instanzen, die ein Bundesgesetz als Beschwerdeinstanzen bezeichnet;d. die Aufsichtsbehörde, wenn die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht unzulässig ist und das Bundesrecht keine andere Beschwerdeinstanz bezeichnet. Hat eine nicht endgültig entscheidende Beschwerdeinstanz im Einzelfalle eine Weisung erteilt, dass oder wie eine Vorinstanz verfügen soll, so ist die Verfügung unmittelbar an die nächsthöhere Beschwerdeinstanz weiterzuziehen; in der Rechtsmittelbelehrung ist darauf aufmerksam zu machen. ... Weisungen, die eine Beschwerdeinstanz erteilt, wenn sie in der Sache entscheidet und diese an die Vorinstanz zurückweist, gelten nicht als Weisungen im Sinne von Absatz 2. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). SR 173.32 Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Fassung gemäss Art. 67 des Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 19. Sept. 1978,  in Kraft seit 1. Juni 1979 (AS 1979 114 679; BBl 1975 I 1453). Aufgehoben durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  mit Wirkung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Art. 47aEingefügt durch Anhang Ziff. 1 des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 21. März 1997 (AS 1997 2022; BBl 1996 V 1). Aufgehoben durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, mit Wirkung seit 1. Jan. 2007  (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).D.  BeschwerdelegitimationArt. 48 Zur Beschwerde ist berechtigt, wer:a. vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat;b. durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist; undc. ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Zur Beschwerde berechtigt sind ferner Personen, Organisationen und Behörden, denen ein anderes Bundesgesetz dieses Recht einräumt. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).E.  BeschwerdegründeArt. 49Der Beschwerdeführer kann mit der Beschwerde rügen:a. Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens;b. unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes;c. Unangemessenheit; die Rüge der Unangemessenheit ist unzulässig, wenn eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat.F.  BeschwerdefristArt. 50 Die Beschwerde ist innerhalb von 30 Tagen nach Eröffnung der Verfügung einzureichen. Gegen das unrechtmässige Verweigern oder Verzögern einer Verfügung kann jederzeit Beschwerde geführt werden. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).G.  BeschwerdeschriftI.  ...Art. 51 Aufgehoben durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  mit Wirkung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).II.  Inhalt und FormArt. 52 Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung der angefochtenen Verfügung und die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit der Beschwerdeführer sie in Händen hat. Genügt die Beschwerde diesen Anforderungen nicht oder lassen die Begehren des Beschwerdeführers oder deren Begründung die nötige Klarheit vermissen und stellt sich die Beschwerde nicht als offensichtlich unzulässig heraus, so räumt die Beschwerdeinstanz dem Beschwerdeführer eine kurze Nachfrist zur Verbesserung ein. Sie verbindet diese Nachfrist mit der Androhung, nach unbenutztem Fristablauf auf Grund der Akten zu entscheiden oder, wenn Begehren, Begründung oder Unterschrift fehlen, auf die Beschwerde nicht einzutreten.III.  Ergänzende BeschwerdeschriftArt. 53Erfordert es der aussergewöhnliche Umfang oder die besondere Schwierigkeit einer Beschwerdesache, so gestattet die Beschwerdeinstanz dem Beschwerdeführer, der darum in seiner sonst ordnungsgemäss eingereichten Beschwerde nachsucht, deren Begründung innert einer angemessenen Nachfrist zu ergänzen; in diesem Falle findet Artikel 32 Absatz 2 keine Anwendung.H.  Übriges Verfahren bis zum BeschwerdeentscheidI.  GrundsatzArt. 54Die Behandlung der Sache, die Gegenstand der mit Beschwerde angefochtenen Verfügung bildet, geht mit Einreichung der Beschwerde auf die Beschwerdeinstanz über.II.  Vorsorgliche Massnahmen1.  Aufschiebende WirkungArt. 55 Die Beschwerde hat aufschiebende Wirkung. Hat die Verfügung nicht eine Geldleistung zum Gegenstand, so kann die Vorinstanz darin einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entziehen; dieselbe Befugnis steht der Beschwerdeinstanz, ihrem Vorsitzenden oder dem Instruktionsrichter nach Einreichung der Beschwerde zu. Die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter kann die von der Vorinstanz entzogene aufschiebende Wirkung wiederherstellen; über ein Begehren um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ist ohne Verzug zu entscheiden. Wird die aufschiebende Wirkung willkürlich entzogen oder einem Begehren um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung willkürlich nicht oder verspätet entsprochen, so haftet für den daraus erwachsenden Schaden die Körperschaft oder autonome Anstalt, in deren Namen die Behörde verfügt hat. Vorbehalten bleiben die Bestimmungen anderer Bundesgesetze, nach denen eine Beschwerde keine aufschiebende Wirkung hat. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Eingefügt durch Anhang Ziff. 5 des Versicherungsaufsichtsgesetzes vom 23. Juni 1978,  in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 1836; BBl 1976 II 873).2.  Andere MassnahmenArt. 56Nach Einreichung der Beschwerde kann die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter von Amtes wegen oder auf Begehren einer Partei andere vorsorgliche Massnahmen treffen, um den bestehenden Zustand zu erhalten oder bedrohte Interessen einstweilen sicherzustellen. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).III.  SchriftenwechselArt. 57 Die Beschwerdeinstanz bringt eine nicht zum vornherein unzulässige oder unbegründete Beschwerde ohne Verzug der Vorinstanz und allfälligen Gegenparteien des Beschwerdeführers oder anderen Beteiligten zur Kenntnis, setzt ihnen Frist zur Vernehmlassung an und fordert gleichzeitig die Vorinstanz zur Vorlage ihrer Akten auf. Sie kann die Parteien auf jeder Stufe des Verfahrens zu einem weiteren Schriftenwechsel einladen oder eine mündliche Verhandlung mit ihnen anberaumen. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).IV.  Neue VerfügungArt. 58 Die Vorinstanz kann bis zu ihrer Vernehmlassung die angefochtene Verfügung in Wiedererwägung ziehen. Sie eröffnet eine neue Verfügung ohne Verzug den Parteien und bringt sie der Beschwerdeinstanz zur Kenntnis. Die Beschwerdeinstanz setzt die Behandlung der Beschwerde fort, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos geworden ist; Artikel 57 findet Anwendung, wenn die neue Verfügung auf einem erheblich veränderten Sachverhalt beruht oder eine erheblich veränderte Rechtslage schafft.V.  AusstandArt. 59Die Beschwerdeinstanz darf mit der Behandlung der Beschwerdesache weder Personen im Dienste der Vorinstanz noch andere Personen betrauen, die sich an der Vorbereitung der angefochtenen Verfügung beteiligt haben; beruht die angefochtene Verfügung auf einer Weisung der Beschwerdeinstanz, so findet ausserdem Artikel 47 Absätze 2–4 Anwendung.VI.  VerfahrensdisziplinArt. 60 Die Beschwerdeinstanz kann Parteien oder deren Vertreter, die den Anstand verletzen oder den Geschäftsgang stören, mit Verweis oder mit Ordnungsbusse bis zu 500 Franken bestrafen. Im Falle böswilliger oder mutwilliger Prozessführung können die Partei und ihr Vertreter mit einer Ordnungsbusse bis zu 1000 Franken und bei Rückfall bis zu 3000 Franken bestraft werden. Der Vorsitzende einer Verhandlung kann Personen, die sich seinen Anweisungen nicht unterziehen, aus dem Sitzungssaal wegweisen und mit einer Ordnungsbusse bis zu 500 Franken bestrafen. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).J.  BeschwerdeentscheidI.  Inhalt und FormArt. 61 Die Beschwerdeinstanz entscheidet in der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurück. Der Beschwerdeentscheid enthält die Zusammenfassung des erheblichen Sachverhalts, die Begründung (Erwägungen) und die Entscheidungsformel (Dispositiv). Er ist den Parteien und der Vorinstanz zu eröffnen.II.  Änderung der angefochtenen VerfügungArt. 62 Die Beschwerdeinstanz kann die angefochtene Verfügung zugunsten einer Partei ändern. Zuungunsten einer Partei kann sie die angefochtene Verfügung ändern, soweit diese Bundesrecht verletzt oder auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des Sachverhaltes beruht; wegen Unangemessenheit darf die angefochtene Verfügung nicht zuungunsten einer Partei geändert werden, ausser im Falle der Änderung zugunsten einer Gegenpartei. Beabsichtigt die Beschwerdeinstanz, die angefochtene Verfügung zuungunsten einer Partei zu ändern, so bringt sie der Partei diese Absicht zur Kenntnis und räumt ihr Gelegenheit zur Gegenäusserung ein. Die Begründung der Begehren bindet die Beschwerdeinstanz in keinem Falle.III.  VerfahrenskostenArt. 63 Die Beschwerdeinstanz auferlegt in der Entscheidungsformel die Verfahrenskosten, bestehend aus Spruchgebühr, Schreibgebühren und Barauslagen, in der Regel der unterliegenden Partei. Unterliegt diese nur teilweise, so werden die Verfahrenskosten ermässigt. Ausnahmsweise können sie ihr erlassen werden. Keine Verfahrenskosten werden Vorinstanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bundesbehörden auferlegt; anderen als Bundesbehörden, die Beschwerde führen und unterliegen, werden Verfahrenskosten auferlegt, soweit sich der Streit um vermögensrechtliche Interessen von Körperschaften oder autonomen Anstalten dreht. Einer obsiegenden Partei dürfen nur Verfahrenskosten auferlegt werden, die sie durch Verletzung von Verfahrenspflichten verursacht hat. Die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter erhebt vom Beschwerdeführer einen Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten. Zu dessen Leistung ist dem Beschwerdeführer eine angemessene Frist anzusetzen unter Androhung des Nichteintretens. Wenn besondere Gründe vorliegen, kann auf die Erhebung des Kostenvorschusses ganz oder teilweise verzichtet werden. Die Spruchgebühr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien. Sie beträgt:a. in Streitigkeiten ohne Vermögensinteresse 100–5000 Franken;b. in den übrigen Streitigkeiten 100–50 000 Franken. Der Bundesrat regelt die Bemessung der Gebühren im Einzelnen. Vorbehalten bleiben Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 und Artikel 73 des Strafbehördenorganisationsgesetzes vom 19. März 2010. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). SR 173.32 SR 173.71 Fassung des zweiten Satzes gemäss Anhang Ziff. II 3 des Strafbehördenorganisationsgesetzes vom 19. März 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 3267; BBl 2008 8125).IV.  ParteientschädigungArt. 64 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen. Die Entschädigung wird in der Entscheidungsformel beziffert und der Körperschaft oder autonomen Anstalt auferlegt, in deren Namen die Vorinstanz verfügt hat, soweit sie nicht einer unterliegenden Gegenpartei auferlegt werden kann. Einer unterliegenden Gegenpartei kann sie je nach deren Leistungsfähigkeit auferlegt werden, wenn sich die Partei mit selbständigen Begehren am Verfahren beteiligt hat. Die Körperschaft oder autonome Anstalt, in deren Namen die Vorinstanz verfügt hat, haftet für die einer unterliegenden Gegenpartei auferlegte Entschädigung, soweit sich diese als uneinbringlich herausstellt. Der Bundesrat regelt die Bemessung der Entschädigung. Vorbehalten bleiben Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 und Artikel 73 des Strafbehördenorganisationsgesetzes vom 19. März 2010. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). SR 173.32 SR 173.71 Fassung des zweiten Satzes gemäss Anhang Ziff. II 3 des Strafbehördenorganisationsgesetzes vom 19. März 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 3267; BBl 2008 8125).V.  Unentgeltliche RechtspflegeArt. 65 Die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter befreit nach Einreichung der Beschwerde eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint. Wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, bestellt die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter der Partei einen Anwalt. Die Haftung für Kosten und Honorar des Anwalts bestimmt sich nach Artikel 64 Absätze 2–4. Gelangt die bedürftige Partei später zu hinreichenden Mitteln, so ist sie verpflichtet, Honorar und Kosten des Anwalts an die Körperschaft oder autonome Anstalt zu vergüten, die sie bezahlt hat. Der Bundesrat regelt die Bemessung von Honorar und Kosten. Vorbehalten bleiben Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 und Artikel 73 des Strafbehördenorganisationsgesetzes vom 19. März 2010. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). SR 173.32 SR 173.71 Fassung des Satzes gemäss Anhang Ziff. II 3 des Strafbehördenorganisationsgesetzes vom 19. März 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 3267; BBl 2008 8125).K.  RevisionI.  GründeArt. 66 Die Beschwerdeinstanz zieht ihren Entscheid von Amtes wegen oder auf Begehren einer Partei in Revision, wenn ihn ein Verbrechen oder Vergehen beeinflusst hat. Ausserdem zieht sie ihn auf Begehren einer Partei in Revision, wenn:a. die Partei neue erhebliche Tatsachen oder Beweismittel vorbringt;b. die Partei nachweist, dass die Beschwerdeinstanz aktenkundige erhebliche Tatsachen oder bestimmte Begehren übersehen hat;c. die Partei nachweist, dass die Beschwerdeinstanz die Bestimmungen der Artikel 10, 59 oder 76 über den Ausstand, der Artikel 26–28 über die Akteneinsicht oder der Artikel 29–33 über das rechtliche Gehör verletzt hat; oderd. der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einem endgültigen Urteil festgestellt hat, dass die Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) oder die Protokolle dazu verletzt worden sind, oder den Fall durch eine gütliche Einigung (Art. 39 EMRK) abgeschlossen hat, sofern eine Entschädigung nicht geeignet ist, die Folgen der Verletzung auszugleichen, und die Revision notwendig ist, um die Verletzung zu beseitigen. Gründe im Sinne von Absatz 2 Buchstaben a–c gelten nicht als Revisionsgründe, wenn die Partei sie im Rahmen des Verfahrens, das dem Beschwerdeentscheid voranging, oder auf dem Wege einer Beschwerde, die ihr gegen den Beschwerdeentscheid zustand, geltend machen konnte. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Fassung gemäss Anhang Ziff. 1 des BG vom 1. Okt. 2021, in Kraft seit 1. Juli 2022  (AS 2022 289; BBl 2021 300, 889). SR 0.101II.  BegehrenArt. 67 Das Revisionsbegehren ist der Beschwerdeinstanz innert 90 Tagen nach Entdeckung des Revisionsgrundes, spätestens aber innert 10 Jahren nach Eröffnung des Beschwerdeentscheides schriftlich einzureichen. Im Fall von Artikel 66 Absatz 2 Buchstabe d ist das Revisionsbegehren innert 90 Tagen einzureichen, nachdem das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nach Artikel 44 der Europäischen Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 endgültig geworden ist. Nach Ablauf von 10 Jahren seit Eröffnung des Beschwerdeentscheides ist ein Revisionsbegehren nur aus dem Grunde von Artikel 66 Absatz 1 zulässig. Auf Inhalt, Form, Verbesserung und Ergänzung des Revisionsbegehrens finden die Artikel 52 und 53 Anwendung; die Begründung hat insbesondere den Revisionsgrund und die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens darzutun. Dieses hat auch die Begehren für den Fall eines neuen Beschwerdeentscheides zu enthalten. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). SR 0.101 Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).III.  EntscheidArt. 68 Tritt die Beschwerdeinstanz auf das Revisionsbegehren ein und erachtet sie es als begründet, so hebt sie den Beschwerdeentscheid auf und entscheidet neu. Im übrigen finden auf die Behandlung des Revisionsbegehrens die Artikel 56, 57 und 59–65 Anwendung.L.  ErläuterungArt. 69 Die Beschwerdeinstanz erläutert auf Begehren einer Partei den Beschwerdeentscheid, der unter Unklarheiten oder Widersprüchen in seiner Entscheidungsformel oder zwischen dieser und der Begründung leidet. Eine Rechtsmittelfrist beginnt mit der Erläuterung neu zu laufen. Redaktions- oder Rechnungsfehler oder Kanzleiversehen, die keinen Einfluss auf die Entscheidungsformel oder auf den erheblichen Inhalt der Begründung ausüben, kann die Beschwerdeinstanz jederzeit berichtigen.M.  Besondere BeschwerdeartenI.  ...Art. 70 Aufgehoben durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  mit Wirkung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).II.  AufsichtsbeschwerdeArt. 71 Jedermann kann jederzeit Tatsachen, die im öffentlichen Interesse ein Einschreiten gegen eine Behörde von Amtes wegen erfordern, der Aufsichtsbehörde anzeigen. Der Anzeiger hat nicht die Rechte einer Partei.Vierter Abschnitt:  Besondere BehördenFassung gemäss Anhang Ziff. 3 des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1994  (AS 1992 288, 1993 877 Art. 2 Abs. 1; BBl 1991 II 465).A.  ...Art. 71a–71dEingefügt durch Anhang Ziff. 3 des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1992 288, 1993 877 Art. 2  Abs. 1; BBl 1991 II 465). Aufgehoben durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, mit Wirkung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069;  BBl 2001 4202).B.  BundesratI.  Als Beschwerdeinstanz1.  Zulässigkeit der Beschwerde a.  SachgebieteArt. 72Die Beschwerde an den Bundesrat ist zulässig gegen:a. Verfügungen auf dem Gebiet der inneren und äusseren Sicherheit des Landes, der Neutralität, des diplomatischen Schutzes und der übrigen auswärtigen Angelegenheiten, soweit das Völkerrecht nicht einen Anspruch auf gerichtliche Beurteilung einräumt;b. erstinstanzliche Verfügungen über leistungsabhängige Lohnanteile des Bundespersonals. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).b.  VorinstanzenArt. 73Die Beschwerde an den Bundesrat ist zulässig gegen Verfügungen:a. der Departemente und der Bundeskanzlei;b. letzter Instanzen autonomer Anstalten und Betriebe des Bundes;c. letzter kantonaler Instanzen. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).c.  SubsidiaritätArt. 74Die Beschwerde an den Bundesrat ist unzulässig gegen Verfügungen, die durch Beschwerde an eine andere Bundesbehörde oder durch Einsprache anfechtbar sind. Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).2.  Instruktion der Beschwerde Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Art. 75 Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement besorgt die Instruktion der Beschwerde. Der Bundesrat betraut mit der Instruktion von Beschwerden, die sich gegen das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement richten, ein anderes Departement. Das instruierende Departement stellt dem Bundesrat Antrag und übt bis zum Entscheid die dem Bundesrat als Beschwerdeinstanz zustehenden Befugnisse aus.3.  Ausstand Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Art. 76 Das Mitglied des Bundesrates, gegen dessen Departement sich die Beschwerde richtet, tritt für den Entscheid des Bundesrates in den Ausstand. Sein Departement kann sich am Verfahren des Bundesrates wie ein Beschwerdeführer und ausserdem im Rahmen des Mitberichtsverfahrens nach Artikel 54 des Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 19. September 1978 beteiligen. Führt es im Mitberichtsverfahren neue tatsächliche oder rechtliche Vorbringen an, so sind der Beschwerdeführer, allfällige Gegenparteien oder andere Beteiligte zu diesen Vorbringen anzuhören.Fassung gemäss Anhang Ziff. 3 des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 15. Febr. 1992  (AS 1992 288 337 Art. 2 Abs. 1 Bst. b; BBl 1991 II 465).[AS 1979 114, 1983 170 931 Art. 59 Ziff. 2, 1985 699, 1987 226 Ziff. II 2 808,  1989 2116, 1990 3 Art. 1 1530 Ziff. II 1 1587 Art. 1, 1991 362 Ziff. I, 1992 2 Art. 1 288 Anhang Ziff. 2 510 581 Anhang Ziff. 2, 1993 1770, 1995 978 4093 Anhang Ziff. 2 4362 Art. 1 5050 Anhang Ziff. 1, 1996 546 Anhang Ziff. 1 1486 1498 Anhang Ziff. 1.  AS 1997 2022 Art. 63]. Siehe heute das Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetz vom 21. März 1997 (SR 172.010).4.  Ergänzende Verfahrensbestimmungen Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Art. 77Im Übrigen finden die Artikel 45–70 Anwendung.II.  Als einzige oder erste InstanzFassung gemäss Anhang Ziff. 3 des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1994  (AS 1992 288, 1993 877 Art. 2 Abs. 1; BBl 1991 II 465).Art. 78 Verfügt der Bundesrat als einzige oder als erste Instanz, so stellt ihm das in der Sache zuständige Departement Antrag. Es übt die Befugnisse aus, die dem Bundesrat bis zur Verfügung zustehen. Im Übrigen finden die Artikel 7–43 Anwendung.C.  BundesversammlungFassung gemäss Anhang Ziff. 3 des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1994  (AS 1992 288, 1993 877 Art. 2 Abs. 1; BBl 1991 II 465).Art. 79 Gegen Beschwerdeentscheide und Verfügungen ist die Beschwerde an die Bundesversammlung zulässig, wenn ein Bundesgesetz dies vorsieht. Die Beschwerde ist der Bundesversammlung innert 30 Tagen seit Eröffnung des Beschwerdeentscheides oder der Verfügung einzureichen. Die Beschwerde hat ohne entsprechende vorsorgliche Verfügung des Bundesrates keine aufschiebende Wirkung. Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 8. Okt. 1999 über prozessuale Anpassungen an die neue BV, in Kraft seit 1. März 2000 (AS 2000 416; BBl 1999 7922).Fünfter Abschnitt:  Schluss- und ÜbergangsbestimmungenA.  Aufhebung und Anpassung von BestimmungenArt. 80Mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes sind aufgehoben:a. Artikel 23 des Bundesgesetzes vom 26. März 1914 über die Organisation der Bundesverwaltung;b. die Artikel 124–134, 158 und 164 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943;c. widersprechende Bestimmungen des Bundesrechts; vorbehalten bleiben ergänzende Bestimmungen im Sinne von Artikel 4.[BS 1 261. AS 1979 114 Art. 72 Bst. a][BS 3 531; AS 1948 485 Art. 86; 1955 871 Art. 118; 1959 902; 1969 767; 1977 237  Ziff. II 3, 862 Art. 52 Ziff. 2, 1323 Ziff. III; 1978 688 Art. 88 Ziff. 3, 1450; 1979 42;  1980 31 Ziff. IV, 1718 Art. 52 Ziff. 2, 1819 Art. 12 Abs. 1; 1982 1676 Anhang Ziff. 13; 1983 1886 Art. 36 Ziff. 1; 1986 926 Art. 59 Ziff. 1; 1987 226 Ziff. II 1, 1665 Ziff. II;  1988 1776 Anhang Ziff. II 1; 1989 504 Art. 33 Bst. a; 1990 938 Ziff. III Abs. 5; 1992 288; 1993 274 Art. 75 Ziff. 1, 1945 Anhang Ziff. 1; 1995 1227 Anhang Ziff. 3, 4093 Anhang Ziff. 4; 1996 508 Art. 36, 750 Art. 17, 1445 Anhang Ziff. 2, 1498 Anhang Ziff. 2;  1997 1155 Anhang Ziff. 6, 2465 Anhang Ziff. 5; 1998 2847 Anhang Ziff. 3, 3033 Anhang Ziff. 2; 1999 1118 Anhang Ziff. 1, 3071 Ziff. I 2; 2000 273 Anhang Ziff. 6, 416 Ziff. I 2, 505 Ziff. I 1, 2355 Anhang Ziff. 1, 2719; 2001 114 Ziff. I 4, 894 Art. 40 Ziff. 3, 1029  Art. 11 Abs. 2; 2002 863 Art. 35, 1904 Art. 36 Ziff. 1, 2767 Ziff. II, 3988 Anhang Ziff. 1;  2003 2133 Anhang Ziff. 7, 3543 Anhang Ziff. II 4 Bst. a, 4557 Anhang Ziff. II 1;  2004 1985 Anhang Ziff. II 1, 4719 Anhang Ziff. II 1; 2005 5685 Anhang Ziff. 7.  AS 2006 1205 Art. 131 Abs. 1]B.  ÜbergangsbestimmungArt. 81Dieses Gesetz findet keine Anwendung auf die im Zeitpunkt seines Inkrafttretens vor Behörden der Verwaltungsrechtspflege hängigen Streitigkeiten und auf Beschwerden oder Einsprachen gegen vor diesem Zeitpunkt getroffene Verfügungen; in diesem Falle bleiben die früheren Verfahrens- und Zuständigkeitsbestimmungen anwendbar.C.  InkrafttretenArt. 82Der Bundesrat bestimmt den Zeitpunkt, in dem dieses Gesetz in Kraft tritt.Datum des Inkrafttretens: 1. Oktober 1969BRB vom 10. Sept. 1969Schlussbestimmung der Änderung vom 18. März 1994AS 1994 1634 Ziff. I 8.2; BBl 1993 IV 293Das neue Recht findet auf alle Beschwerden Anwendung, die nach dem Inkrafttreten der Änderung vom 18. März 1994 der Beschwerdeinstanz eingereicht werden.Schlussbestimmung zur Änderung vom 17. Juni 2005 AS 2006 2197 Anhang Ziff. 10; BBl 2001 4202Der Bundesrat kann während zehn Jahren nach dem Inkrafttreten der Änderung vom 17. Juni 2005 die Möglichkeit, Eingaben den Behörden elektronisch zuzustellen, auf Verfahren vor bestimmten Behörden beschränken.

input-rm172.021Rumantsch è ina lingua naziunala, ma ina lingua parzialmain uffiziala da la Confederaziun, numnadamain en la correspundenza cun persunas da lingua rumantscha. La translaziun d’in decret federal serva a l’infurmaziun, n’ha dentant nagina validitad legala.Lescha federaladavart la procedura administrativa(LFPA)dals 20 da december 1968 (versiun dal 1. da fanadur 2022) Abreviaziun integrada tras la cifra II 3 da l’agiunta da la LF dals 19 da mars 2010 davart l’organisaziun da las autoritads penalas, en vigur dapi il 1. da schan. 2011 (AS 2010 3267; BBl 2008 8125).L’Assamblea federala da la Confederaziun svizra,sa basond sin l’artitgel 103 da la Constituziun federala,suenter avair gì invista da la missiva dal Cussegl federal dals 24 da settember 1965,concluda:[BS 1 3]. A questa disp. correspundan ils art. 177 al. 3 e 187 al. 1 lit. d Cst. dals 18 d’avr. 1999 (SR 101). Versiun tenor la cifra 2 da l’agiunta da la LF dals 6 d’oct. 2000 davart la part generala dal dretg d’assicuranza sociala, en vigur dapi il 1. da schan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).BBl 1965 II 1348Emprim chapitel:  Champ d’applicaziun e noziunsA.  Champ d’applicaziunI.  PrincipArt. 1 Questa lescha vegn applitgada per la procedura en fatgs administrativs, ils quals ston vegnir liquidads en emprima instanza u sin basa d’in recurs tras disposiziuns d’autoritads administrativas federalas. Sco autoritads en il senn da l’alinea 1 valan:a. il Cussegl federal, ses departaments, la Chanzlia federala sco er las divisiuns, ils manaschis, ils instituts ed auters servetschs da l’administraziun federala subordinads;b. ils organs da l’Assamblea federala e dals Tribunals federals per disposiziuns d’emprima instanza e decisiuns da recurs tenor la Lescha dals 30 da zercladur 1927 davart las funcziunarias ed ils funcziunaris;c. ils instituts u ils manaschis federals autonoms;c. il Tribunal administrativ federal;d. las cumissiuns federalas;e. autras instanzas u organisaziuns independentas da l’administraziun federala, uschenavant che quellas disponan ademplind incumbensas da dretg public che las èn vegnidas delegadas da la Confederaziun. Per la procedura da las autoritads chantunalas d’ultima instanza che na disponan betg definitivamain sin basa dal dretg public federal vegnan applitgads mo ils artitgels 34−38 e 61 alineas 2 e 3 davart la communicaziun da disposiziuns e l’artitgel 55 alineas 2 e 4 davart la privaziun da l’effect suspensiv. Resalvà resta l’artitgel 97 da Lescha federala dals 20 da december 1946 davart l’assicuranza da vegls e survivents concernent la privaziun da l’effect suspensiv da recurs cunter disposiziuns da las cassas da cumpensaziun. Versiun tenor la cifra II da la LF dals 28 da zer. 1972 concernent la midada da la LF davart la relaziun da lavur dals funcziunaris federals, en vigur dapi il 1. da schan. 1973 (AS 1972 2435; BBl 1971 II 1914).Versiun tenor la cifra 4 da l’agiunta da la LF dals 8 d’oct. 1999, en vigur dapi il 1. da schan. 2000 (AS 2000 273; BBl 1999 4809 5979). [BS 1 489; AS 1958 1413 art. 27 lit. c, 1997 2465 agiunta cifra 4, 2000 411 cifra II 1853, 2001 894 art. 39 al. 1 2197 art. 2 3292 art. 2. AS 2008 3437 cifra I 1]. Ussa: Lescha davart il persunal da la Confederaziun dals 24 da mars 2000 (SR 172.220.1). Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).SR 831.10Versiun da la frasa tenor la cifra 2 da l’agiunta da la LF dals 6 d’oct. 2000 davart la part generala dal dretg d’assicuranza sociala, en vigur dapi il 1. da schan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523). Versiun tenor la cifra II 7 da la LF dals 24 da zer. 1977 (9avla revisiun da la AVS), en vigur dapi il 1. da schan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).II.  Excepziuns1.  Applitgabladad parzialaArt. 2 Per la procedura fiscala na vegnan betg applitgads ils artitgels 12–19 e 30–33. Per la procedura da prender giu examens professiunals, examens spezialisads ed auters examens da qualificaziun vegnan applitgads ils artitgels 4–6, 10, 34, 35, 37 e 38. En cas d’expropriaziuns sa drizza la procedura tenor questa lescha, uschenavant che la Lescha federala dals 20 da zercladur 1930 davart l’expropriaziun na divergescha betg da quella. La procedura davant il Tribunal administrativ federal sa drizza tenor questa lescha, uschenavant che la Lescha federala dals 17 da zercladur 2005 davart il Tribunal administrativ federal na divergescha betg da quella. SR 711 Versiun tenor la cifra 2 da l’agiunta da la LF dals 19 da zer. 2020, en vigur dapi il 1. da schan. 2021 (AS 2020 4085; BBl 2018 4713). SR 173.32 Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).2.  InapplitgabladadArt. 3Questa lescha na vegn betg applitgada per:a. la procedura d’autoritads en il senn da l’artitgel 1 alinea 2 litera e, uschenavant ch’igl è inadmissibel da far recurs cunter disposiziuns da quellas directamain ad in’autoritad federala;b. la procedura d’emprima instanza concernent la constituziun iniziala da la relaziun da servetsch da persunal federal, da la promoziun da persunal federal, da las ordinaziuns uffizialas al persunal federal e la procedura concernent l’autorisaziun da far ina persecuziun penala cunter persunal federal;c. la procedura penala administrativa d’emprima instanza e la procedura da retschertga da la polizia giudiziala;d. la procedura penala militara inclusiv la procedura dal dretg disciplinar militar, la procedura en fatgs da commando militars tenor l’artitgel 37 sco er proceduras tenor ils artitgels 38 e 39 da la Lescha federala dals 3 da favrer 1995 davart l’armada e l’administraziun militara, ...;d. la procedura en fatgs da l’assicuranza sociala, uschenavant che la Lescha federala dals 6 d’october 2000 davart la part generala dal dretg d’assicuranza sociala è applitgabla;e. la procedura da la taxaziun da duana;e. ...f. la procedura d’emprima instanza en auters fatgs administrativs, sche la natira da quels pretenda la liquidaziun immediata tras ina disposiziun ch’è exequibla ladinamain.Formulaziun da la part da la frasa tenor la cifra 2 da l’agiunta da la LF dals 19 da dec. 1986, en vigur dapi il 1. da fan. 1987 (AS 1987 932; BBl 1986 II 313).Versiun tenor la cifra 1 da l’agiunta da la LF dals 22 da zer. 1990, en vigur dapi il 1. da schan. 1991 (AS 1990 1882; BBl 1989 II 1194).SR 510.10Versiun tenor la cifra 1 da l’agiunta da la LF dals 3 da favr. 1995 davart l’armada e l’administraziun militara, en vigur dapi il 1. da schan. 1996 (AS 1995 4093; BBl 1993 IV 1).Terz lemma abolì tras la cifra 1 da l’agiunta da la LF dals 4 d’oct. 2002, cun effect dapi il 1. da schan. 2004 (AS 2003 3957; BBl 2002 858).Integrà tras la cifra 2 da l’agiunta da la LF dals 6 d’oct. 2000 davart la part generala dal dretg d’assicuranza sociala, en vigur dapi il 1. da schan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523). SR 830.1 Versiun tenor la cifra 1 da l’agiunta da la LF dals 18 da mars 2005 davart la duana ed ils dazis, en vigur dapi il 1. da matg 2007 (AS 2007 1411; BBl 2004 567).Integrà tras l’art. 26 dal COF dals 7 d’oct. 1983 davart l’Autoritad independenta da recurs davart radio e televisiun (AS 1984 153; BBl 1981 III 105). Abolì tras la cifra II 1 da l’agiunta da la LF dals 24 da mars 2006 davart radio e televisiun, cun effect dapi il 1. d’avr. 2007 (AS 2007 737; BBl 2003 1569).III.  Disposiziuns cumplementarasArt. 4Disposiziuns dal dretg federal che reglan pli detagliadamain ina procedura vegnan applitgadas, sch’ellas na cuntrafan betg a las disposiziuns da questa lescha.B.  NoziunsI.  DisposiziunsArt. 5 Sco disposiziuns valan ordinaziuns da las autoritads en il cas singul che sa basan sin dretg public federal e che tractan:a. la constituziun, la midada u l’aboliziun da dretgs u d’obligaziuns;b. la constataziun da l’existenza, da l’inexistenza u da la dimensiun da dretgs u d’obligaziuns;c. la refusa da pretensiuns da constituir, da midar, d’abolir u da constatar dretgs u obligaziuns, ubain la decisiun da betg entrar sin talas pretensiuns. Sco disposiziuns valan er disposiziuns d’execuziun (art. 41 al. 1 lit. a e b), disposiziuns intermediaras (art. 45 e 46), decisiuns da protesta (art. 30 al. 2 lit. b ed art. 74), decisiuns da recurs (art. 61), decisiuns en il rom d’ina revisiun (art. 68) e l’interpretaziun (art. 69). La decleraziun d’ina autoritad che refusa u che fa pretensiuns, las qualas ston vegnir fatgas valair cun in plant, na vala betg sco disposiziun. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).II.  PartidasArt. 6Sco partidas valan las persunas, da las qualas ils dretgs e las obligaziuns duain vegnir tangadas da la disposiziun, ed autras persunas, organisaziuns u autoritads che han il dretg da far valair in med legal cunter la disposiziun.Segund chapitel:  Princips generals da proceduraA.  CumpetenzaI.  ExaminaziunArt. 7 L’autoritad examinescha d’uffizi, sch’ella è cumpetenta. La cumpetenza na po betg vegnir constituida tras in consentiment tranter l’autoritad e la partida.II.  Surdada e barat d’opiniunsArt. 8 L’autoritad che chatta, ch’ella na saja betg cumpetenta, surdat la chaussa senza retardar a l’autoritad cumpetenta. Sche l’autoritad è intscherta dad esser cumpetenta, organisescha ella senza retardar in barat d’opiniuns en chaussa cun l’autoritad che po esser cumpetenta.III.  DispitasArt. 9 L’autoritad che chatta, ch’ella saja cumpetenta, constatescha quai cun ina disposiziun, sch’ina partida contesta la cumpetenza. L’autoritad che chatta, ch’ella na saja betg cumpetenta, decida cun ina disposiziun da betg entrar en chaussa, sch’ina partida pretenda ch’ella saja cumpetenta. Davart conflicts da cumpetenza tranter autoritads, cun resalva da conflicts da cumpetenza cun il Tribunal federal, cun il Tribunal administrativ federal u cun autoritads chantunalas, giuditgescha l’autoritad da surveglianza cuminaivla ubain, sch’ina tala manca, il Cussegl federal. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).B.  RecusaziunArt. 10 Persunas che ston prender u preparar ina disposiziun, prendan recusaziun, sch’ellas:a. han in interess persunal en la chaussa;b. èn colliadas cun ina partida tras lètg u tras partenadi registrà ubain mainan facticamain ina communitad da vita cun ina partida;b. èn parentas u quinadas en lingia directa u en lingia laterala fin al terz grad cun la partida;c. represchentan ina partida ubain èn stadas activas per ina partida en la medema chaussa;d. pudessan esser implitgadas per auters motivs en la chaussa. Sche la recusaziun è dispitaivla, decida l’autoritad da surveglianza en chaussa, sch’i sa tracta da la recusaziun d’in commember d’ina autoritad colleghiala, decida questa autoritad cun exclusiun dal commember pertutgà. Versiun tenor la cifra 5 da l’agiunta da la LF dals 18 da zer. 2004 davart il partenadi registrà da pèrs da la medema schlattaina, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2005 5685; BBl 2003 1288). Integrà tras la cifra 5 da l’agiunta da la LF dals 18 da zer. 2004 davart il partenadi registrà da pèrs da la medema schlattaina, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2005 5685; BBl 2003 1288).C.  Represchentanza ed assistenza giudizialaI.  En generalVersiun tenor la cifra 3 da l’agiunta da la LF dals 4 d’oct. 1991, en vigur dapi ils 15 da favr. 1992 (AS 1992 288 337 art. 2 al. 1 lit. b; BBl 1991 II 465).Art. 11 Sch’ella na sto betg agir persunalmain, po la partida – en mintga fasa da la procedura – sa laschar represchentar, ubain, uschenavant che l’urgenza d’ina inquisiziun uffiziala n’excluda betg quai, sa laschar assister. L’autoritad po pretender dal represchentant da preschentar in plainpudair en scrit. Uscheditg che la partida na revochescha betg il plainpudair, trametta l’autoritad sias communicaziuns al represchentant. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).II.  Represchentanza obligatoricaArt. 11a Sche passa 20 partidas fan inoltraziuns collectivas u individualas en ina chaussa per defender ils medems interess, po l’autoritad pretender ch’ellas designeschan in u plirs represchentants per la procedura. Sch’ellas n’adempleschan betg questa pretensiun entaifer in termin adequat, designescha l’autoritad in u plirs represchentants. Las disposiziuns davart l’indemnisaziun da las partidas en la procedura da recurs èn applitgablas tenor il senn per ils custs da la represchentanza. La partida, cunter la quala sa drizzan las inoltraziuns, sto pajar ordavant ils custs da la represchentanza uffiziala, e quai sin ordinaziun da l’autoritad.Integrà tras la cifra 3 da l’agiunta da la LF dals 4 d’oct. 1991, en vigur dapi ils 15 da favr. 1992 (AS 1992 288 337 art. 2 al. 1 lit. b; BBl 1991 II 465).III.  Domicil da consegnaArt. 11b Las partidas che fan pretensiuns en ina procedura ston annunziar a l’autoritad lur domicil u lur sedia. Sch’ellas abitan a l’exteriur, ston ellas designar in domicil da consegna en Svizra, nun ch’il dretg internaziunal u il post ester cumpetent permettia a l’autoritad da trametter documents directamain en il stadi respectiv. Las partidas pon ultra da quai annunziar in’adressa da consegna electronica e dar lur consentiment da trametter communicaziuns sin via electronica. Il Cussegl federal po prevair che las partidas furneschan ulteriuras indicaziuns per consegnas electronicas. Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Versiun da la segunda frasa tenor la cifra 1 da l’agiunta dal COF dals 28 da sett. 2018 davart l’approvaziun e la realisaziun da la Convenziun nr. 94 dal Cussegl da l’Europa davart la consegna da documents en chaussas administrativas a l’exteriur, en vigur dapi il 1. d’avr. 2019 (AS 2019 975; BBl 2017 5947).D.  Constataziun dals fatgsI.  PrincipArt. 12L’autoritad constatescha d’uffizi ils fatgs e sa serva en cas da basegn dals suandants meds da cumprova:a. documents;b. infurmaziuns da las partidas;c. infurmaziuns u perditgas da terzas persunas;d. inspecziun;e. expertisas.II.  Cooperaziun da las partidasArt. 13 Las partidas èn obligadas da cooperar tar la constataziun dals fatgs:a. en ina procedura ch’ellas inizieschan tras lur pretensiun;b. en in’autra procedura, uschenavant ch’ellas fan pretensiuns autonomas en quella;c. uschenavant ch’ellas han in’ulteriura obligaziun da dar infurmaziuns u in’ulteriura obligaziun da procurar per transparenza sin basa d’ina autra lescha federala. L’obligaziun da cooperar na pertutga betg la consegna d’objects e da documents dal contact tranter ina partida e ses advocat, sche quel è autorisà da represchentar partidas davant dretgiras svizras tenor la Lescha dals 23 da zercladur 2000 davart las advocatas ed ils advocats. L’autoritad na sto betg entrar sin pretensiuns en il senn da l’alinea 1 litera a u b, sche las partidas refusan la cooperaziun necessaria e pretendibla. SR 935.61 Integrà tras la cifra I 2 da la LF dals 28 da sett. 2012 davart l’adattaziun da disposiziuns da procedura concernent il secret professiunal dals advocats, en vigur dapi il 1. da matg 2013 (AS 2013 847; BBl 2011 8181).III.  Interrogaziun da perditgas1.  CumpetenzaArt. 14 Sch’ils fatgs na sa laschan betg eruir suffizientamain en in’autra moda e maniera, pon las suandantas autoritads ordinar l’interrogaziun da perditgas:a. il Cussegl federal e ses departaments;b. l’Uffizi federal da giustia dal Departament federal da giustia e polizia;c. il Tribunal administrativ federal;d. las autoritads da concurrenza en il senn da la Lescha da cartels dals 6 d’october 1995;e. lʼAutoritad federala per la surveglianza dals martgads da finanzas;f. lʼAutoritad federala da surveglianza en chaussas da revisiun;g. l’Administraziun federala da taglia;h. la Cumissiun arbitradra federala per la gestiun da dretgs d’autur e da dretgs parents. Las autoritads en il senn da l’alinea 1 literas a, b, d–f e h incumbenseschan in emploià adattà cun l’interrogaziun da perditgas. Las autoritads en il senn da l’alinea 1 litera a pon autorisar persunas ordaifer in’autoritad ch’èn incumbensadas cun ina retschertga uffiziala d’interrogar perditgas. Designaziun tenor il COCF betg publitgà dals 19 da dec. 1997. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Integrà tras la cifra 2 da l’agiunta da la LF dals 6 d’oct. 1995 davart ils cartels ed autras restricziuns da la concurrenza, en vigur dapi il 1. da fan. 1996 (AS 1996 546; BBl 1995 I 468).SR 251 Integrà tras la cifra 2 da lʼagiunta da la LF dals 22 da zer. 2007 davart la surveglianza dals martgads da finanzas, en vigur dapi il 1. da schan. 2009 (AS 2008 5207; BBl 2006 2829). Integrà tras la cifra 1 da lʼagiunta da la LF dals 20 da zer. 2014 (concentraziun da la surveglianza da las interpresas da revisiun e da las societads da controlla), en vigur dapi il 1. da schan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857). Integrà tras la cifra 1 da l’agiunta da la LF dals 30 da sett. 2016, en vigur dapi il 1. da schan. 2018 (AS 2017 3575; BBl 2015 2615). Integrà tras la cifra 1 da l’agiunta da la LF dals 27 da sett. 2019, en vigur dapi il 1. d’avr. 2020 (AS 2020 1003; BBl 2018 591). Versiun tenor la cifra 1 da l’agiunta da la LF dals 27 da sett. 2019, en vigur dapi il 1. d’avr. 2020 (AS 2020 1003; BBl 2018 591).2.  Obligaziun da dar perditgaArt. 15Mintgin è obligà da dar perditga.3.  Dretg da refusar da dar perditgaArt. 16 Il dretg da refusar da dar perditga sa drizza tenor l’artitgel 42 alineas 1 e 3 da la Lescha federala dals 4 da december 1947 davart la procedura civila (PC). Il mediatur ha il dretg da refusar da dar perditga davart fatgs ch’el ha percepì durant sia activitad tenor l’artitgel 33b. Il purtader d’in secret professiunal u d’in secret da fatschenta en il senn da l’artitgel 42 alinea 2 PC po refusar da dar perditga, nun ch’ina autra lescha federala l’obligheschia da dar perditga. ...SR 273 Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Abolì tras la cifra I 1 da la LF dals 23 da zer. 2000 davart l’adattaziun da la legislaziun federala a la garanzia dal secret da redacziun, cun effect dapi il 1. favr. 2001 (AS 2001 118; BBl 1999 7966).4.  Autras obligaziuns da perditgasArt. 17La persuna che po vegnir interrogada sco perditga sto er cooperar tar la registraziun d’autras cumprovas; ella sto en spezial preschentar ils documents ch’ella posseda. Resalvà resta l’artitgel 51a PC. SR 273 Integrà la segunda frasa tras la cifra I 2 da la LF dals 28 da sett. 2012 davart l’adattaziun da disposiziuns da procedura concernent il secret professiunal dals advocats, en vigur dapi il 1. da matg 2013 (AS 2013 847; BBl 2011 8181).5.  Dretgs da las partidasArt. 18 Las partidas han il dretg d’assister a las interrogaziuns da perditgas e da far dumondas cumplementaras. Per defender interess publics u privats essenzials pon las perditgas vegnir interrogadas en absenza da las partidas ed i po vegnir refusada a quellas l’invista dals protocols d’interrogaziun. Sche l’invista dals protocols d’interrogaziun las vegn refusada, vegn applitgà l’artitgel 28.IV.  Disposiziuns cumplementarasArt. 19Per la procedura da cumprova vegnan applitgads cumplementarmain tenor il senn ils artitgels 37, 39–41 e 43–61 PC; empè da las consequenzas penalas che la PC prevesa per partidas e terzas persunas negligentas, vegn applitgada la consequenza penala tenor l’artitgel 60 da questa lescha.SR 273E.  TerminsI.  CalculaziunArt. 20 Sch’in termin vegn calculà en dis e sch’el sto vegnir communitgà a las partidas, cumenza el il di suenter la communicaziun. Sch’il termin na sto betg vegnir communitgà a las partidas, cumenza el il di suenter l’eveniment che l’ha inizià. Ina communicaziun, che vegn mo surdada cunter la suttascripziun da l’adressat u d’ina autra persuna autorisada, vala sco fatga il pli tard il 7. di suenter l’emprima emprova da consegna senza success. Sche l’ultim di dal termin è ina sonda, ina dumengia u in firà ch’è renconuschì tras il dretg federal u chantunal, finescha il termin il proxim lavurdi. Decisiv è il dretg dal chantun, nua che la partida u sia represchentanza ha ses domicil u sia sedia. Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).II.  Observaziun1.  En general Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Art. 21 Inoltraziuns en scrit ston vegnir fatgas il pli tard l’ultim di dal termin a l’autoritad ubain surdadas per mauns da quella a la posta svizra u ad ina represchentanza diplomatica u consulara svizra. Inoltraziuns en scrit a l’Institut federal da proprietad intellectuala na pon betg vegnir surdadas en moda valaivla ad ina represchentanza diplomatica u consulara svizra. Sche la partida fa l’inoltraziun a temp ad in’autoritad che n’è betg cumpetenta, vala il termin sco observà. Il termin per in pajament anticipà è observà, sche l’import è vegnì surdà a temp a la Posta svizra u pajà sin in conto da posta u da banca en Svizra a favur da l’autoritad. Ussa: Posta svizra (Posta) Designaziun tenor il COCF betg publitgà dals 19 da dec. 1997. Questa midada è resguardada en l’entir decret.Integrà tras la cifra II da la LF dals 17 da dec. 1976 concernent la midada da la LF davart las patentas d’invenziun, en vigur dapi il 1. da schan. 1978 (AS 1977 1997; BBl 1976 II 1). Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).2.  En cas d’ina consegna electronicaArt. 21a Las inoltraziuns pon vegnir consegnadas a l’autoritad sin via electronica. L’inoltraziun sto vegnir munida da la partida u da ses represchentant cun ina signatura electronica qualifitgada tenor la Lescha federala dals 18 da mars 2016 davart la signatura electronica. Per l’observaziun d’in termin è decisiv il mument, il qual vegn emessa la quittanza che conferma che la partida u ses represchentant ha terminà tut ils pass ch’èn necessaris per la transmissiun. Il Cussegl federal regla:a. il format da l’inoltraziun e da sias agiuntas;b. la moda e maniera da la transmissiun;c. las premissas, sut las qualas i po vegnir pretendì ch’ils documents vegnian anc tramess sin palpiri en cas da problems tecnics. Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF (AS 2006 2197; BBl 2001 4202). Versiun tenor la cifra II 1 da l’agiunta da la LF dals 18 da mars 2016 davart la signatura electronica, en vigur dapi il 1. da schan. 2017 (AS 2016 4651; BBl 2014 1001). SR 943.03III.  ProlungaziunArt. 22 In termin legal na po betg vegnir prolungà. In termin fixà d’ina autoritad po vegnir prolungà, sch’i dat motivs suffizients e sche la partida fa la dumonda da prolungaziun avant la scadenza dal termin.IIIa.  Suspensiun dals terminsArt. 22a Ils termins legals u ils termins fixads d’ina autoritad, che vegnan calculads en dis, vegnan suspendids:a. dal 7. di avant Pasca fin e cun il 7. di suenter Pasca;b. dals 15 da fanadur fin e cun ils 15 d’avust;c. dals 18 da december fin e cun ils 2 da schaner. L’alinea 1 na vala betg per proceduras concernent:a. l’effect suspensiv ed autras mesiras preventivas;b. las acquisiziuns publicas.Integrà tras la cifra 3 da l’agiunta da la LF dals 4 d’oct. 1991, en vigur dapi ils 15 da favr. 1992 (AS 1992 288 337 art. 2 al. 1 lit. b; BBl 1991 II 465). Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Versiun tenor la cifra II 1 da l’agiunta 7 da la LF dals 21 da zer. 2019 davart las acquisiziuns publicas, en vigur dapi il 1. da schan. 2021 (AS 2020 641; BBl 2017 1851).IV.  Consequenzas da l’inobservanzaArt. 23L’autoritad che fixescha in termin, smanatscha a medem temp cun las consequenzas che l’inobservanza dal termin ha; en cas ch’il termin na vegn betg observà, vegnan applitgadas mo las consequenzas smanatschadas.V.  RestituziunArt. 24 En cas ch’il petent u ses represchentant è vegnì impedì senza culpa d’agir entaifer il termin, vegn il termin restituì, sch’il petent u ses represchentant fa ina dumonda correspundenta, inditgond il motiv, e prenda suenter l’act giuridic tralaschà, e quai entaifer 30 dis suenter che l’impediment è scrudà. Resalvà resta l’artitgel 32 alinea 2. L’alinea 1 n’è betg applitgabel per termins che ston vegnir observads en fatgs da patentas envers l’Institut federal da proprietad intellectuala. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Integrà tras la cifra II da la LF dals 17 da dec. 1976 concernent la midada da la LF davart las patentas d’invenziun, en vigur dapi il 1. da schan. 1978 (AS 1977 1997; BBl 1976 II 1).F.  Procedura da constataziunArt. 25 L’autoritad ch’è cumpetenta en chaussa po prender d’uffizi u sin dumonda ina disposiziun da constataziun davart l’existenza, l’inexistenza u la dimensiun da dretgs u d’obligaziuns da dretg public. La pretensiun d’ina disposiziun da constataziun sto vegnir approvada, sch’il petent cumprova in interess ch’è degn da vegnir protegì. Per naginas partidas na dastgan resultar dischavantatgs tras il fatg, ch’ellas han agì sa fidond giustifitgadamain d’ina disposiziun da constataziun.F.  Disposiziun davart acts realsArt. 25a Tgi che ha in interess degn da vegnir protegì, po pretender da l’autoritad ch’è cumpetenta per acts che sa basan sin dretg public federal e che tangheschan dretgs u obligaziuns, ch’ella:a. tralaschia, suspendia u revocheschia acts illegals;b. elimineschia las consequenzas d’acts illegals;c. constateschia l’illegalitad d’acts. L’autoritad decida tras ina disposiziun. Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).G.  Invista da las actasI.  PrincipArt. 26 La partida u ses represchentant ha il dretg da prender invista – en sia chaussa – da las suandantas actas a la sedia da l’autoritad disponenta u d’ina autoritad chantunala che quella sto designar:a. inoltraziuns da partidas e consultaziuns d’autoritads;b. tut las actas che servan sco meds da cumprova;c. protocols da disposiziuns communitgadas. L’autoritad po trametter las actas sin via electronica per prender invista, sche la partida u ses represchentant va d’accord cun quai. L’autoritad disponenta po pretender ina taxa per prender invista da las actas d’ina chaussa liquidada; il Cussegl federal regla la fixaziun da la taxa. Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).II.  ExcepziunsArt. 27 L’autoritad dastga refusar da prender invista da las actas mo, sche:a. interess publics essenzials da la Confederaziun u dals chantuns, en spezial la segirezza interna u externa da la Confederaziun svizra, pretendan la secretezza;b. interess privats essenzials, en spezial da cuntrapartidas, pretendan la secretezza;c. l’interess d’ina retschertga uffiziala anc betg terminada pretenda quai. La refusa da prender invista da las actas dastga vegnir applitgada mo per actas, per las qualas èn avant maun motivs da refusa. L’invista d’atgnas inoltraziuns da la partida, dals documents ch’ella ha inoltrà sco meds da cumprova e da las disposiziuns che l’èn vegnidas communitgadas na dastga betg vegnir refusada, l’invista da protocols davart atgnas decleraziuns da la partida dastga vegnir refusada mo fin che la retschertga è terminada.III.  Relevanza d’actas secretasArt. 28Sch’i vegn refusà ad ina partida da prender invista d’ina acta, dastga vegnir sa basà sin questa acta a disfavur da la partida mo, sche l’autoritad l’ha infurmà en scrit u a bucca davart il cuntegn essenzial per ils fatgs e sche l’autoritad ha dà a la partida la pussaivladad da s’exprimer en chaussa e d’inditgar cuntraprovas.H.  Attenziun giuridicaI.  PrincipArt. 29Las partidas han il dretg sin attenziun giuridica.II.  Audiziun precedenta1.  En generalVersiun tenor la cifra 3 da l’agiunta da la LF dals 4 d’oct. 1991, en vigur dapi ils 15 da favr. 1992 (AS 1992 288 337 art. 2 al. 1 lit. b; BBl 1991 II 465).Art. 30 L’autoritad lascha vegnir a pled las partidas avant ch’ella dispona. Ella na sto betg laschar vegnir a pled las partidas avant che prender:a. ina disposiziun intermediara che na po betg vegnir contestada independentamain cun in recurs;b. ina disposiziun che po vegnir contestada cun ina protesta;c. ina disposiziun, cun la quala l’autoritad approvescha dal tuttafatg las pretensiuns da las partidas;d. disposiziuns d’execuziun;e. autras disposiziuns en ina procedura d’emprima instanza, sch’i resulta in privel dal retard, sche las partidas èn autorisadas da far recurs cunter la disposiziun e sche naginas autras disposiziuns dal dretg federal na garanteschan a las partidas da vegnir tadladas ordavant.2.  Proceduras d’objecziun spezialasArt. 30a Sch’igl èn pertutgadas d’ina disposiziun probablamain numerusas persunas u sch’i n’è betg pussaivel da determinar tut las partidas senza custs sproporziunads, po l’autoritad publitgar la dumonda u la disposiziun intenziunada senza motivaziun en in fegl uffizial avant ch’ella prenda la disposiziun, exponer a medem temp publicamain la dumonda u la disposiziun intenziunada cun motivaziun e render enconuschent il lieu da l’exposiziun. Ella taidla las partidas, fixond in termin adequat per far objecziuns. En sia publicaziun fa l’autoritad attent las partidas a lur eventuala obligaziun da nominar ina represchentanza e da pajar ils custs da procedura sco er las indemnisaziuns da partidas.Integrà tras la cifra 3 da l’agiunta da la LF dals 4 d’oct. 1991, en vigur dapi ils 15 da favr. 1992 (AS 1992 288 337 art. 2 al. 1 lit. b; BBl 1991 II 465).III.  Audiziun da la cuntrapartidaArt. 31En ina chaussa cun interess cuntrastants da pliras partidas taidla l’autoritad mintga partida concernent ils arguments da las cuntrapartidas, ils quals paran dad esser relevants ed ils quals n’èn betg exclusivamain a favur da las autras partidas.IV.  Examinaziun dals arguments da las partidasArt. 32 Avant che disponer tegna l’autoritad quint da tut ils arguments relevants che las partidas han inoltrà a temp. Arguments che las partidas han inoltrà memia tard e che paran dad esser decisivs po ella resguardar, malgrà il retard.V.  Offerta da cumprovasArt. 33 L’autoritad examinescha las cumprovas che la vegnan offridas, sche quellas paran dad esser adattadas per sclerir ils fatgs. Sche l’examinaziun da las cumprovas è colliada cun custs relativamain gronds, e sche la partida è obligada da surpigliar ils custs en cas d’ina disposiziun disfavuraivla per ella, po l’autoritad far dependenta l’examinaziun da las cumprovas da la cundiziun che la partida paja ordavant ils custs pretendibels entaifer il termin fixà; ina partida basegnusa è deliberada da l’obligaziun da pajar ina cauziun.H.  Lingua da proceduraArt. 33a La procedura vegn manada en ina da las quatter linguas uffizialas, per regla en la lingua, en la quala las partidas han fatg u faschessan lur pretensiuns. En la procedura da recurs è decisiva la lingua da la decisiun contestada. Sche las partidas dovran in’autra lingua uffiziala, po la procedura vegnir manada en questa lingua. Sch’ina partida inoltrescha in document che n’è betg redigì en ina lingua uffiziala, po l’autoritad desister – cun il consentiment da las autras partidas – da pretender ina translaziun. Dal rest ordinescha l’autoritad ina translaziun, sch’igl è necessari. Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).H.  Cunvegna amicabla e mediaziunArt. 33b L’autoritad po sistir la procedura cun il consentiment da las partidas, per che quellas possian sa cunvegnir davart il cuntegn da la disposiziun. La cunvegna duai includer che las partidas desistan da meds legals e co ch’ellas repartan ils custs. Per promover la cunvegna po l’autoritad nominar ina persuna natirala cumpetenta e neutrala sco mediatur. Il mediatur è lià sulettamain a la lescha ed al mandat da l’autoritad. El po examinar cumprovas; per inspecziuns, per expertisas e per interrogaziuns da perditgas dovra el ordavant in’autorisaziun da l’autoritad. L’autoritad declera la cunvegna sco cuntegn da sia disposiziun, nun che la cunvegna haja ina mancanza en il senn da l’artitgel 49. Sche la cunvegna reussescha, n’incassescha l’autoritad nagins custs da procedura. En cas che la cunvegna na reussescha betg, po l’autoritad desister d’adossar las expensas per la mediaziun a las partidas, sche la situaziun d’interess giustifitgescha quai. Ina partida po pretender da tut temp che la sistida da la procedura vegnia abolida. Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).J.  CommunicaziunI.  En scrit1.  PrincipArt. 34 L’autoritad communitgescha disposiziuns en scrit a las partidas. Cun il consentiment da la partida pon disposiziuns vegnir communitgadas sin via electronica. Ellas ston vegnir munidas cun ina signatura electronica tenor la Lescha federala dals 18 da mars 2016 davart la signatura electronica. Il Cussegl federal regla:a. la signatura che sto vegnir utilisada;b. il format da la disposiziun e da sias agiuntas;c. la moda e maniera da la transmissiun;d. il mument, il qual la disposiziun vala sco communitgada. L’autoritad po communitgar las disposiziuns intermediaras a bucca a partidas preschentas, las sto dentant confermar en scrit, sch’ina partida pretenda quai immediatamain. Il termin da recurs cumenza en quest cas pir cun la conferma en scrit. SR 943.03 Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF (AS 2006 2197; BBl 2001 4202). Versiun tenor la cifra II 1 da l’agiunta da la LF dals 18 da mars 2016 davart la signatura electronica, en vigur dapi il 1. da schan. 2017 (AS 2016 4651; BBl 2014 1001). Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).2.  Motivaziun ed indicaziun dals meds legalsArt. 35 Las disposiziuns en scrit ston, er sche l’autoritad las communitgescha en furma d’ina brev, vegnir designadas sco talas, vegnir motivadas e cuntegnair ina indicaziun dals meds legals. L’indicaziun dals meds legals sto numnar il med legal ordinari ch’è permess, l’instanza cumpetenta ed il termin per l’inoltrar. L’autoritad po desister d’ina motivaziun e da l’indicaziun dals meds legals, sch’ella approvescha dal tuttafatg las pretensiuns da las partidas e sche nagina partida na pretenda ina motivaziun.II.  Publicaziun uffizialaArt. 36L’autoritad po communitgar sias disposiziuns tras ina publicaziun en in fegl uffizial:a. ad ina partida cun ina dimora nunenconuschenta e senza ina represchentanza cuntanschibla;b. ad ina partida che sa trategna a l’exteriur senza ina represchentanza cuntanschibla, sche la consegna a ses lieu da dimora è nunpussaivel u sche la partida n’ha betg designà – cuntrari a l’artitgel 11b alinea 1 – in domicil da consegna en Svizra;c. en ina chaussa cun numerusas partidas;d. en ina chaussa, nua ch’i n’è betg pussaivel da determinar tut las partidas senza custs sproporziunads.Versiun tenor la cifra 3 da l’agiunta da la LF dals 4 d’oct. 1991, en vigur dapi ils 15 da favr. 1992 (AS 1992 288 337 art. 2 al. 1 lit. b; BBl 1991 II 465). Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Versiun tenor la cifra 3 da l’agiunta da la LF dals 4 d’oct. 1991, en vigur dapi ils 15 da favr. 1992 (AS 1992 288 337 art. 2 al. 1 lit. b; BBl 1991 II 465).Integrà tras la cifra 3 da l’agiunta da la LF dals 4 d’oct. 1991, en vigur dapi ils 15 da favr. 1992 (AS 1992 288 337 art. 2 al. 1 lit. b; BBl 1991 II 465).III.  ...Art. 37 Abolì tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, cun effect dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).IV.  Communicaziun manglusaArt. 38D’ina communicaziun manglusa na dastgan betg resultar dischavantatgs per las partidas.K.  ExecuziunI.  PremissasArt. 39L’autoritad po exequir sias disposiziuns, sche:a. la disposiziun na po betg pli vegnir contestada cun meds legals;b. la disposiziun po bain vegnir contestada, il med legal n’ha dentant betg in effect suspensiv;c. l’effect suspensiv che pervegn d’in med legal vegn retratg.II.  Meds repressivs1.  ScussiunArt. 40Disposiziuns davart pajaments en daners u prestaziuns da segirezza ston vegnir exequidas sin la via da la scussiun tenor la Lescha federala dals 11 d’avrigl 1889 davart la scussiun ed il concurs.Versiun tenor la cifra 1 da l’agiunta da la LF dals 16 da dec. 1994, en vigur dapi il 1. da schan. 1997 (AS 1995 1227; BBl 1991 III 1).SR 281.12.  Auters meds repressivsArt. 41 Per exequir autras disposiziuns, prenda l’autoritad las suandantas mesiras:a. execuziun d’uffizi tras l’autoritad disponenta sezza u tras ina terza persuna incumbensada sin donn e cust da la persuna obligada; ils custs ston vegnir fixads tras ina disposiziun speziala;b. execuziun directa cunter la persuna obligada u cunter ses bains;c. persecuziun penala, uschenavant ch’ina autra lescha federala prevesa il chasti;d. persecuziun penala pervia da malobedientscha tenor l’artitgel 292 dal Cudesch penal svizzer, uschenavant ch’i manca in’autra disposiziun penala. Avant che l’autoritad applitgescha in med repressiv, avertescha ella la persuna obligada e la dat in termin d’adempliment adequat, – en cas da l’alinea 1 literas c e d – inditgond la smanatscha da chasti legala. En cas da l’alinea 1 literas a e b po ella desister d’avertir e da conceder in termin d’adempliment, sch’in privel resulta dal retard.SR 311.03.  ProporziunalitadArt. 42L’autoritad na dastga betg sa servir d’in med repressiv pli rigurus che las relaziuns pretendan.III.  Assistenza giudizialaArt. 43Ils chantuns prestan a las autoritads federalas assistenza giudiziala tar l’execuziun.Terz chapitel:  La procedura da recurs en generalA.  Princip Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Art. 44La disposiziun è suttamessa al recurs.B.  Recurs cunter disposiziuns intermediarasI.  Disposiziuns intermediaras davart la cumpetenza e davart la recusaziunArt. 45 Cunter disposiziuns intermediaras ch’èn vegnidas communitgadas independentamain e che pertutgan la cumpetenza e dumondas da recusaziun èsi admissibel da far recurs. Questas disposiziuns na pon betg pli vegnir contestadas pli tard. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).II.  Autras disposiziuns intermediarasArt. 46 Cunter autras disposiziuns intermediaras ch’èn vegnidas communitgadas independentamain èsi admissibel da far recurs:a. sch’ellas pon chaschunar in dischavantatg irreparabel; ub. sche l’approvaziun dal recurs manass immediatamain ad ina decisiun finala che permetta da realisar in respargn considerabel da temp u da custs per ina vasta procedura da cumprova. Sch’il recurs tenor l’alinea 1 è inadmissibel u sch’i na vegn betg fatg diever d’el, pon las disposiziuns intermediaras respectivas vegnir contestadas cun in recurs cunter la disposiziun finala, uschenavant ch’ellas influenzeschan il cuntegn da la disposiziun finala. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).B.  Snegaziun da dretg e retardada da dretgArt. 46aCunter la snegaziun u la retardada illegala d’ina disposiziun contestabla poi vegnir fatg recurs. Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).C.  Instanza da recursArt. 47 Las instanzas da recurs èn:a. il Cussegl federal tenor ils artitgels 72 ss.;b. il Tribunal administrativ federal tenor ils artitgels 31–34 da la Lescha dals 17 da zercladur 2005 davart il Tribunal administrativ federal;c. autras instanzas ch’ina lescha federala numna sco instanzas da recurs;d. l’autoritad da surveglianza, sch’il recurs al Tribunal administrativ federal è inadmissibel ed il dretg federal na numna nagina autra instanza da recurs. Sch’ina instanza da recurs che na decida betg definitivamain ha, en il cas singul, prescrit ad ina instanza precedenta da prender ina disposiziun u ha dà a tala instrucziuns davart il cuntegn da la disposiziun, stoi directamain vegnir fatg recurs cunter la disposiziun a la proxima instanza da recurs; en l’indicaziun dals meds legals stoi vegnir rendì attent a quest fatg. ... Directivas ch’ina instanza da recurs dat, sch’ella decida en chaussa e returna quella a l’instanza precedenta, na valan betg sco directivas en il senn da l’alinea 2. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). SR 173.32 Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Versiun tenor l’art. 67 da la LF dals 19 da sett. 1978 davart l’organisaziun da l’administraziun, en vigur dapi il 1. da zer. 1979 (AS 1979 114 679; BBl 1975 I 1453). Abolì tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, cun effect dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Art. 47aIntegrà tras la cifra 1 da l’agiunta da la LF dals 21 da mars 1997 davart l’organisaziun da la regenza e da l’administraziun (AS 1997 2022; BBl 1996 V 1). Abolì tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, cun effect dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).D.  Legitimaziun da far recursArt. 48 Il dretg da far recurs ha, tgi che:a. è sa participà a la procedura davant l’instanza precedenta u n’ha survegnì nagina pussaivladad da sa participar;b. è pertutgà spezialmain da la disposiziun contestada; ec. ha in interess degn da vegnir protegì che la disposiziun vegnia abolida u midada. Il dretg da far recurs han plinavant persunas, organisaziuns ed autoritads, a las qualas in’autra lescha federala conceda quest dretg. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).E.  Motivs da recursArt. 49Cun il recurs po il recurrent contestar:a. la violaziun da dretg federal inclusiv il surpassament u l’abus dal liber appreziar;b. la constataziun faussa u incumpletta dals fatgs giuridicamain relevants;c. l’inadequatezza; la contestaziun da l’inadequatezza è inadmissibla, sch’ina autoritad chantunala ha decidì sco instanza da recurs.F.  Termin da recursArt. 50 In recurs sto vegnir inoltrà entaifer 30 dis suenter la communicaziun da la disposiziun. Cunter la snegaziun u la retardada illegala d’ina disposiziun poi vegnir fatg recurs da tut temp. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).G.  Acta da recursI.  ...Art. 51 Abolì tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, cun effect dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).II.  Cuntegn e furmaArt. 52 L’acta da recurs sto cuntegnair las pretensiuns, lur motivaziuns cun l’indicaziun dals meds da cumprova e cun la suttascripziun dal recurrent u da ses represchentant; l’exemplar original da la disposiziun contestada ed ils documents che vegnan citads sco meds da cumprova ston vegnir agiuntads, uschenavant ch’il recurrent als ha a disposiziun. Sch’il recurs na satisfa betg a questas pretensiuns u sche las pretensiuns dal recurrent u lur motivaziuns n’han betg la clerezza necessaria e sch’il recurs n’è evidentamain betg inadmissibel, conceda l’instanza da recurs al recurrent ina curta prolungaziun dal termin per curreger il recurs. Ella collia questa prolungaziun dal termin cun la smanatscha da decider sin basa da las actas, sche la prolungaziun saja scadida, senza ch’i saja vegnì fatg diever d’ella, ubain da betg entrar sin il recurs, sche las pretensiuns, lur motivaziuns u la suttascripziun mancan.III.  Acta da recurs cumplementaraArt. 53Sche la dimensiun extraordinaria u la difficultad speziala d’ina chaussa da recurs pretenda quai, permetta l’instanza da recurs al recurrent che dumonda quai en ses recurs, ch’el ha uschiglio inoltrà tenor l’urden, da cumplettar la motivaziun da la chaussa da recurs en dumonda entaifer in termin ch’è vegnì prolungà adequatamain; en quest cas na vegn betg applitgà l’artitgel 32 alinea 2.H.  Ulteriura procedura fin a la decisiun da recursI.  PrincipArt. 54Cun l’inoltraziun dal recurs passa il tractament da la chaussa, ch’è l’object da la disposiziun contestada, a l’instanza da recurs.II.  Mesiras preventivas1.  Effect suspensivArt. 55 Il recurs ha in effect suspensiv. En ina disposiziun, che n’ha betg per object ina prestaziun en daners, po l’instanza precedenta retrair l’effect suspensiv d’in eventual recurs; l’instanza da recurs, ses president u il derschader d’instrucziun han il medem dretg suenter ch’il recurs è vegnì inoltrà. L’instanza da recurs, ses president u il derschader d’instrucziun po restabilir l’effect suspensiv d’in recurs ch’è vegnì retratg da l’instanza precedenta; davart ina dumonda da restabilir l’effect suspensiv sto vegnir decidì senza retardar. Sche l’effect suspensiv d’in recurs vegn retratg en moda arbitrara u sch’ina dumonda da restabilir l’effect suspensiv vegn arbitrarmain refusada u resguardada cun retard, sto la corporaziun u l’institut autonom, en il num da la quala u dal qual l’autoritad ha disponì, star bun per il donn che resulta da quai. Resalvadas restan las disposiziuns d’autras leschas federalas, tenor las qualas in recurs n’ha betg in effect suspensiv. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Integrà tras la cifra 5 da l’agiunta da la LF dals 23 da zer. 1978 davart la surveglianza da las assicuranzas, en vigur dapi il 1. da schan. 1979 (AS 1978 1836; BBl 1976 II 873).2.  Autras mesirasArt. 56Sch’il recurs è inoltrà, po l’instanza da recurs, ses president u il derschader d’instrucziun prender – d’uffizi u sin dumonda d’ina partida – autras mesiras preventivas per mantegnair il stadi existent u per garantir per entant interess periclitads. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).III.  CorrespundenzaArt. 57 L’instanza da recurs suttametta in recurs che n’è betg a priori inadmissibel u nunmotivà, senza retardar a l’instanza precedenta ed ad eventualas cuntrapartidas dal recurrent u ad auters participads per prender enconuschientscha, fixescha per els in termin per prender posiziun ed envida il medem mument l’instanza precedenta da preschentar sias actas. Ella po envidar las partidas en mintga stadi da la procedura ad in’ulteriura correspundenza u po fixar ina tractativa a bucca cun els. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).IV.  Nova disposiziunArt. 58 L’instanza precedenta po ponderar la disposiziun contestada fin al mument ch’ella communitgescha sia posiziun. Ella communitgescha senza retardar ina nova disposiziun a las partidas e la renda enconuschenta a l’instanza da recurs. L’instanza da recurs cuntinuescha cun il tractament dal recurs, uschenavant che quel n’ha betg pers ses object tras la nova disposiziun da l’instanza precedenta; l’artitgel 57 vegn applitgà, sche la nova disposiziun sa basa sin fatgs ch’èn sa midads considerablamain u stgaffescha ina situaziun giuridica ch’è sa midada considerablamain.V.  RecusaziunArt. 59L’instanza da recurs na dastga incumbensar cun il tractament da la chaussa da recurs ni persunas en il servetsch da l’instanza precedenta ni autras persunas ch’èn sa participadas a la preparaziun da la disposiziun contestada; sche la disposiziun contestada sa basa sin ina directiva da l’instanza da recurs, vegn applitgà ultra da quai l’artitgel 47 alineas 2–4.VI.  Disciplina en la proceduraArt. 60 L’instanza da recurs po chastiar partidas u lur represchentants che violeschan las reglas da maniera u che disturban l’andament da las fatschentas cun ina reprimanda u cun ina multa disciplinara fin a 500 francs. En cas da process che vegnan manads da mala fai u da levsenn pon la partida e ses represchentant vegnir chastiads cun ina multa disciplinara fin a 1000 francs ed en cas da repetiziun fin a 3000 francs. Il parsura d’ina tractativa po spedir persunas, che na sa suttamettan betg a sias ordinaziuns, or da la sala da sesida e chastiar cun ina multa disciplinara fin a 500 francs. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).J.  Decisiun da recursI.  Cuntegn e furmaArt. 61 L’instanza da recurs decida en la chaussa sezza u returna tala – excepziunalmain cun directivas liantas – a l’instanza precedenta. La decisiun da recurs cuntegna la resumaziun dals fatgs relevants, la motivaziun (consideraziuns) e la furmla da decisiun (dispositiv). Ella sto vegnir communitgada a las partidas ed a l’instanza precedenta.II.  Midada da la disposiziun contestadaArt. 62 L’instanza da recurs po midar la disposiziun contestada a favur d’ina partida. A disfavur d’ina partida po ella midar la disposiziun contestada, uschenavant che quella violescha dretg federal u sa basa sin ina constataziun faussa u incumpletta dals fatgs; pervia d’inadequatezza na dastga la disposiziun contestada betg vegnir midada a disfavur d’ina partida, cun excepziun da la midada a favur d’ina cuntrapartida. Sche l’instanza da recurs ha l’intenziun da midar la disposiziun contestada a disfavur d’ina partida, infurmescha ella la partida davart questa intenziun e la conceda la pussaivladad da far ina replica. La motivaziun da las pretensiuns n’impegna en nagin cas l’instanza da recurs.III.  Custs da proceduraArt. 63 L’instanza da recurs adossescha en la furmla da decisiun per regla a la partida perdenta ils custs da procedura che consistan da la taxa da sentenzia, da las taxas da scriver e da las expensas en daner blut. Sche quella perda mo per part, vegnan ils custs da procedura reducids. Excepziunalmain pon els vegnir relaschads dal tut. Ad instanzas precedentas u ad autoritads federalas recurrentas e perdentas na vegnan adossads nagins custs da procedura; sche l’autoritad recurrenta e perdenta n’è betg in’autoritad federala, la vegnan adossads ils custs da procedura, uschenavant che la dispita sa tracta d’interess da dretg da facultad da corporaziuns u d’instituts autonoms. Ad ina partida gudagnanta dastgan vegnir adossads mo custs da procedura ch’ella ha chaschunà cun violar obligaziuns da procedura. L’instanza da recurs, ses president u il derschader d’instrucziun incassescha dal recurrent in pajament anticipà en l’autezza dals custs da procedura probabels. Per ch’il recurrent possia reglar quest pajament anticipà sto vegnir fixà in termin adequat, smanatschond da betg entrar sin il recurs, sch’il pajament anticipà na vegn betg prestà. Sch’i èn avant maun motivs spezials, poi vegnir desistì dal tuttafatg u per part d’in pajament anticipà. La taxa da sentenzia sa drizza tenor la dimensiun e la difficultad da la chaussa en dispita, tenor la moda da manar il process e tenor la situaziun finanziala da las partidas. Ella importa:a. en dispitas senza interess da facultad 100–5000 francs;b. en las ulteriuras dispitas 100–50 000 francs. Il Cussegl federal regla ils detagls da la fixaziun da las taxas. Resalvads restan l’artitgel 16 alinea 1 litera a da la Lescha dals 17 da zercladur 2005 davart il Tribunal administrativ federal e l’artitgel 73 da la Lescha dals 19 da mars 2010 davart l’organisaziun da las autoritads penalas. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). SR 173.32 SR 173.71 Versiun da la segunda frasa tenor la cifra II 3 da l’agiunta da la LF dals 19 da mars 2010 davart l’organisaziun da las autoritads penalas, en vigur dapi il 1. da schan. 2011 (AS 2010 3267; BBl 2008 8125).IV.  Indemnisaziun da las partidasArt. 64 L’instanza da recurs po conceder – d’uffizi u sin dumonda – a la partida, che ha gudagnà dal tuttafatg u per part, ina indemnisaziun per ils custs necessaris e relativamain gronds ch’èn resultads per ella. L’indemnisaziun vegn inditgada en la furmla da decisiun ed adossada a la corporaziun u a l’institut autonom, en il num da la quala u dal qual l’instanza precedenta ha disponì, uschenavant che l’indemnisaziun na po betg vegnir adossada ad ina cuntrapartida perdenta. Ad ina cuntrapartida perdenta po l’indemnisaziun vegnir adossada tut tenor sia capacitad finanziala, sche questa partida è sa participada a la procedura cun pretensiuns independentas. La corporaziun u l’institut autonom, en il num da la quala u dal qual l’instanza precedenta ha disponì, stat bun per l’indemnisaziun adossada a la cuntrapartida perdenta, uschenavant che questa indemnisaziun sa demussa dad esser nunincassabla. Il Cussegl federal regla la fixaziun da l’indemnisaziun. Resalvads restan l’artitgel 16 alinea 1 litera a da la Lescha dals 17 da zercladur 2005 davart il Tribunal administrativ federal e l’artitgel 73 da la Lescha dals 19 da mars 2010 davart l’organisaziun da las autoritads penalas. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). SR 173.32 SR 173.71 Versiun da la segunda frasa tenor la cifra II 3 da l’agiunta da la LF dals 19 da mars 2010 davart l’organisaziun da las autoritads penalas, en vigur dapi il 1. da schan. 2011 (AS 2010 3267; BBl 2008 8125).V.  Giurisdicziun gratuitaArt. 65 L’instanza da recurs, ses president u il derschader d’instrucziun deliberescha – suenter l’inoltraziun dal recurs – ina partida, che na dispona betg dals meds finanzials necessaris, sin dumonda, da pajar ils custs da procedura, sche sia pretensiun na para betg d’esser invana. Sche quai è necessari per defender ils dretgs da la partida, procura l’instanza da recurs, ses president u il derschader d’instrucziun in advocat per la partida. La responsabladad per ils custs e per l’onurari da l’advocat sa drizza tenor l’artitgel 64 alineas 2–4. Sche la partida basegnusa dispona pli tard da meds finanzials suffizients, è ella obligada d’indemnisar l’onurari ed ils custs da l’advocat a la corporaziun u a l’institut autonom che ha pajà quests custs. Il Cussegl federal regla la fixaziun da l’onurari e dals custs. Resalvads restan l’artitgel 16 alinea 1 litera a da la Lescha dals 17 da zercladur 2005 davart il Tribunal administrativ federal e l’artitgel 73 da la Lescha dals 19 da mars 2010 davart l’organisaziun da las autoritads penalas. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). SR 173.32 SR 173.71 Versiun da la frasa tenor la cifra II 3 da l’agiunta da la LF dals 19 da mars 2010 davart l’organisaziun da las autoritads penalas, en vigur dapi il 1. da schan. 2011 (AS 2010 3267; BBl 2008 8125).K.  RevisiunI.  MotivsArt. 66 L’instanza da recurs proceda d’uffizi u sin dumonda d’ina partida a la revisiun da sia decisiun, sche quella è vegnida influenzada d’in crim u d’in delict. Ultra da quai proceda ella a la revisiun sin dumonda d’ina partida, sche:a. la partida preschenta novs fatgs relevants u meds da cumprova;b. la partida cumprova che l’instanza da recurs ha survesì fatgs relevants u tschertas pretensiuns che las actas cuntegnan;c. la partida cumprova che l’instanza da recurs ha violà las disposiziuns dals artitgels 10, 59 u 76 davart la recusaziun, dals artitgels 26–28 davart l’invista da las actas u dals artitgels 29–33 davart l’attenziun giuridica; ud. il Tribunal europeic dals dretgs umans ha constatà en ina sentenzia definitiva che la Convenziun dals 4 da november 1950 per la protecziun dals dretgs umans e da las libertads fundamentalas (CEDU) u ses protocols sajan vegnids violads, u ha terminà il cas tras ina cunvegna amicabla (art. 39 CEDU), uschenavant ch’ina indemnisaziun n’è betg adattada per gulivar las consequenzas da la violaziun e la revisiun è necessaria per eliminar la violaziun. Ils motivs en il senn da l’alinea 2 literas a–c na valan betg sco motivs da revisiun, sche la partida als ha pudì far valair en il rom da la procedura, che ha precedì la decisiun da recurs, u sin la via d’in recurs, il qual ella ha pudì far cun dretg cunter questa decisiun da recurs. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Versiun tenor la cifra 1 da l’agiunta da la LF dal 1. d’oct. 2021, en vigur dapi il 1. da fan. 2022 (AS 2022 289; BBl 2021 300, 889). SR 0.101II.  DumondasArt. 67 La dumonda da revisiun sto vegnir inoltrada en scrit a l’instanza da recurs entaifer 90 dis dapi la scuverta dal motiv da revisiun, il pli tard dentant entaifer 10 onns suenter la communicaziun da la decisiun da recurs. En cas da l’artitgel 66 alinea 2 litera d sto la dumonda da revisiun vegnir inoltrada entaifer 90 dis, suenter che la sentenzia dal Tribunal europeic dals dretgs umans tenor l’artitgel 44 da la Convenziun per la protecziun dals dretgs umans e da las libertads fundamentalas dals 4 da november 1950 è daventada definitiva. Sche 10 onns èn passads dapi la communicaziun da la decisiun da recurs, èsi admissibel da far ina dumonda da revisiun mo pli per il motiv da l’artitgel 66 alinea 1. Concernent il cuntegn, la furma, la correctura e l’amplificaziun da la dumonda da revisiun vegnan applitgads ils artitgels 52 e 53; la motivaziun sto explitgar oravant tut il motiv da revisiun e la punctualitad da la dumonda da revisiun. Quella sto er cuntegnair las pretensiuns per il cas ch’i dettia ina nova decisiun da recurs. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). SR 0.101 Integrà tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).III.  DecisiunArt. 68 Sche l’instanza da recurs entra sin la dumonda da recurs e sch’ella resguarda tala sco motivada, abolescha ella la decisiun da recurs e decida da nov. Dal rest vegnan applitgads ils artitgels 56, 57 e 59–65 per tractar la dumonda da revisiun.L.  InterpretaziunArt. 69 Sin dumonda d’ina partida interpretescha l’instanza da recurs la decisiun da recurs, sch’ella cuntegna intschertezzas u cuntradicziuns en sia furmla da decisiun ubain tranter quella e la motivaziun. In termin per meds legals cumenza a currer danovamain cun l’interpretaziun. Sbagls da redacziun u da calculaziun ubain svistas da la chanzlia che n’han nagina influenza sin la furmla da decisiun u sin il cuntegn relevant da la motivaziun po l’instanza da recurs rectifitgar da tut temp.M.  Recurs spezialsI.  ...Art. 70 Abolì tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, cun effect dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).II.  Recurs da surveglianzaArt. 71 Mintgin po denunziar da tut temp a l’autoritad da surveglianza fatgs che pretendan – en l’interess public – ina intervenziun d’uffizi cunter in’autoritad. Il denunziader n’ha betg ils dretgs d’ina partida.Quart chapitel:  Autoritads spezialasVersiun tenor la cifra 3 da l’agiunta da la LF dals 4 d’oct. 1991, en vigur dapi il 1. da schan. 1994 (AS 1992 288, 1993 877 art. 2 al. 1; BBl 1991 II 465).A.  ...Art. 71a–71dIntegrà tras la cifra 3 da l’agiunta da la LF dals 4 d’oct. 1991 (AS 1992 288, 1993 877 art. 2 al. 1; BBl 1991 II 465). Abolì tras la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, cun effect dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).B.  Cussegl federalI.  Sco instanza da recurs1.  Admissibladad dal recurs a.  DomenasArt. 72Il recurs al Cussegl federal è admissibel cunter:a. disposiziuns sin il sectur da la segirezza interna ed externa da la Svizra, da la neutralitad, da la protecziun diplomatica e dals ulteriurs affars exteriurs, uschenavant ch’il dretg internaziunal na conceda betg in dretg sin in giudicament giudizial;b. disposiziuns d’emprima instanza davart las parts dal salari dal persunal federal che dependan da las prestaziuns. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).b.  Instanzas precedentasArt. 73Il recurs al Cussegl federal è admissibel cunter disposiziuns:a. dals departaments e da la Chanzlia federala;b. dals organs d’ultima instanza d’instituts e da manaschis autonoms da la Confederaziun;c. da las autoritads chantunalas d’ultima instanza. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).c.  SubsidiaritadArt. 74Il recurs al Cussegl federal è inadmissibel cunter disposiziuns ch’èn contestablas cun in recurs ad in’autra autoritad federala u cun ina protesta. Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).2.  Instrucziun dal recurs Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Art. 75 Il Departament federal da giustia e polizia procura per l’instrucziun dal recurs. Il Cussegl federal incarica in auter departament cun l’instrucziun dals recurs che sa drizzan cunter il Departament federal da giustia e polizia. Il departament incaricà cun l’instrucziun preschenta al Cussegl federal ina proposta da decisiun ed exequescha fin a la decisiun las cumpetenzas ch’il Cussegl federal ha sco instanza da recurs.3.  Recusaziun Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Art. 76 Il commember dal Cussegl federal, cunter il departament dal qual sa drizza il recurs, prenda recusaziun fin ch’il Cussegl federal ha prendì la decisiun. Ses departament po sa participar a la procedura dal Cussegl federal sco in recurrent e po ultra da quai prender part da la procedura da cunrapport tenor l’artitgel 54 da la Lescha dals 19 da settember 1978 davart l’organisaziun da l’administraziun. Sch’i vegnan fatgs valair novs arguments effectivs u giuridics en la procedura da cunrapport, ston il recurrent, eventualas cuntrapartidas u auters participads vegnir tadlads davart quests arguments.Versiun tenor la cifra 3 da l’agiunta da la LF dals 4 d’oct. 1991, en vigur dapi ils 15 da favr. 1992 (AS 1992 288 337 art. 2 al. 1 lit. b; BBl 1991 II 465).[AS 1979 114, 1983 170 931 art. 59 cifra 2, 1985 699, 1987 226 cifra II 2 808, 1989 2116, 1990 3 art. 1 1530 cifra II 1 1587 art. 1, 1991 362 cifra I, 1992 2 art. 1 288 agiunta cifra 2 510 581 agiunta cifra 2, 1993 1770, 1995 978 4093 agiunta cifra 2 4362 art. 1 5050 agiunta cifra 1, 1996 546 agiunta cifra 1 1486 1498 agiunta cifra 1. AS 1997 2022 art. 63]. Guardar ussa la LF dals 21 da mars 1997 davart l’organisaziun da la regenza e da l’administraziun (SR 172.010).4.  Disposiziuns da procedura cumplementaras Versiun tenor la cifra 10 da l’agiunta da la LF dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).Art. 77Dal rest vegnan applitgads ils artitgels 45–70.II.  Sco giurisdicziun unica u d’emprima instanzaVersiun tenor la cifra 3 da l’agiunta da la LF dals 4 d’oct. 1991, en vigur dapi il 1. da schan. 1994 (AS 1992 288, 1993 877 art. 2 al. 1; BBl 1991 II 465).Art. 78 Sch’il Cussegl federal decida sco unica u sco emprima instanza, al preschenta il departament ch’è cumpetent per la materia ina proposta da decisiun. Quest departament exequescha fin a la decisiun las cumpetenzas dal Cussegl federal. Dal rest vegnan applitgads ils artitgels 7–43.C.  Assamblea federalaVersiun tenor la cifra 3 da l’agiunta da la LF dals 4 d’oct. 1991, en vigur dapi il 1. da schan. 1994 (AS 1992 288, 1993 877 art. 2 al. 1; BBl 1991 II 465).Art. 79 Cunter decisiuns da recurs e cunter disposiziuns èsi admissibel da far recurs a l’Assamblea federala, sch’ina lescha federala prevesa quai. Il recurs sto vegnir inoltrà a l’Assamblea federala entaifer 30 dis dapi la communicaziun da la decisiun da recurs u da la disposiziun. Senza ina disposiziun preventiva correspundenta dal Cussegl federal n’ha il recurs nagin effect suspensiv. Versiun tenor la cifra I 1 da la LF dals 8 d’oct. 1999 davart las adattaziuns processualas a la nova Constituziun federala, en vigur dapi il 1. da mars 2000 (AS 2000 416; BBl 1999 7922).Tschintgavel chapitel:  Disposiziuns finalas e transitoricasA.  Aboliziun ed adattaziun da disposiziunsArt. 80Cun l’entrada en vigur da questa lescha èn abolids:a. l’artitgel 23 da la Lescha federala dals 26 da mars 1914 davart l’organisaziun da l’administraziun federala;b. ils artitgels 124–134, 158 e 164 da la Lescha federala dals 16 december 1943 davart l’organisaziun giudiziala (OG);c. disposiziuns cuntradictoricas dal dretg federal; resalvadas restan disposiziuns cumplementaras en il senn da l’artitgel 4.[BS 1 261. AS 1979 114 art. 72 lit. a][BS 3 531; AS 1948 485 art. 86; 1955 871 art. 118; 1959 902; 1969 767; 1977 237 cifra II 3, 862 art. 52 cifra 2, 1323 cifra III; 1978 688 art. 88 cifra 3, 1450; 1979 42; 1980 31 cifra IV, 1718 art. 52 cifra 2, 1819 art. 12 al. 1; 1982 1676 agiunta cifra 13; 1983 1886 art. 36 cifra 1; 1986 926 art. 59 cifra 1; 1987 226 cifra II 1, 1665 cifra II; 1988 1776 agiunta cifra II 1; 1989 504 art. 33 lit. a; 1990 938 cifra III al. 5; 1992 288; 1993 274 art. 75 cifra 1, 1945 agiunta cifra 1; 1995 1227 agiunta cifra 3, 4093 agiunta cifra 4; 1996 508 art. 36, 750 art. 17, 1445 agiunta cifra 2, 1498 agiunta cifra 2; 1997 1155 agiunta cifra 6, 2465 agiunta cifra 5; 1998 2847 agiunta cifra 3, 3033 agiunta cifra 2; 1999 1118 agiunta cifra 1, 3071 cifra I 2; 2000 273 agiunta cifra 6, 416 cifra I 2, 505 cifra I 1, 2355 agiunta cifra 1, 2719; 2001 114 cifra I 4, 894 art. 40 cifra 3, 1029 art. 11 al. 2; 2002 863 art. 35, 1904 art. 36 cifra 1, 2767 cifra II, 3988 agiunta cifra 1; 2003 2133 agiunta cifra 7, 3543 agiunta cifra II 4 lit. a, 4557 agiunta cifra II 1; 2004 1985 agiunta cifra II 1, 4719 agiunta cifra II 1; 2005 5685 agiunta cifra 7. AS 2006 1205 art. 131 al. 1]B.  Disposiziun transitoricaArt. 81Questa lescha na vegn betg applitgada per dispitas ch’èn pendentas davant autoritads da la giurisdicziun administrativa il mument ch’ella entra en vigur e per recurs u protestas cunter disposiziuns ch’èn vegnidas prendidas avant quest termin; en quest cas restan applitgablas las anteriuras disposiziuns davart la procedura e davart la cumpetenza.C.  Entrada en vigurArt. 82Il Cussegl federal fixescha il termin che questa lescha entra en vigur.Data da l’entrada en vigur: 1. d’october 1969COCF dals 10 da sett. 1969.Disposiziun finala da la midada dals 18 da mars 1994AS 1994 1634 cifra I 8.2; BBl 1993 IV 293Il dretg nov vegn applitgà per tut ils recurs che vegnan inoltrads a l’instanza da recurs suenter l’entrada en vigur da la midada dals 18 da mars 1994.Disposiziun finala da la midada dals 17 da zercladur 2005 AS 2006 2197 agiunta cifra 10; BBl 2001 4202Durant 10 onns suenter l’entrada en vigur da la midada dals 17 da zercladur 2005 po il Cussegl federal limitar a proceduras davant tschertas autoritads la pussaivladad da transferir a las autoritads inoltraziuns sin via electronica.