Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03166.jsonl.gz/2767

Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) veröffentlichte heute eine Studie, die sich mit der medialen Berichterstattung über Muslime in der Schweiz befasst.
“Die vom Forschungsinstitut fög der Universität Zürich durchgeführte Studie «Qualität der Berichterstattung über Muslime in der Schweiz» analysiert den Inhalt einer Stichprobe von Zeitungsartikeln, die zwischen 2009 und Mitte 2017 in 18 Printmedientiteln der drei grossen Sprachregionen publiziert wurden. […]
Die Studie zeigt unter anderem eine starke Zunahme von Beiträgen, die Distanz gegenüber Muslimen in der Schweiz erzeugen.
Zwischen 2009 und 2017 steigt ihr Anteil von 22 % auf 69 %. Dies ist teilweise mit der Konzentration auf die Themen Radikalisierung und Terrorismus erklärbar. Patrik Ettinger betont, dass diese Distanz erzeugende Berichterstattung vor allem dann problematisch ist, wenn sie mit Pauschalisierungen verbunden wird.
Zwar steigt im Gegensatz zu früheren Jahren die Zahl der pauschalisierenden Beiträge nicht mehr, doch in 8 % der Beiträge werden pauschalisierende und Distanz erzeugende Aussagen verknüpft.
Zudem bleiben Muslime in der Schweiz vor allem Objekt der Berichterstattung.
In 55 % der Beiträge wird über sie berichtet, ohne dass sie selbst zu Wort kommen. Zu Wort kommen zudem vor allem jene Muslime, die polarisierende Positionen vertreten. […]”
Quelle: Medienmitteilung von admin.ch vom 03.09.2018
Bildquelle: Screenshot von ekr.admin.ch vom 03.09.2018