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Der Jäger und Sammler hatte eine dunkle Haut- und Haarfarbe, und seine Augen waren blau. Das fanden spanische Wissenschafter anhand seines Erbguts. Die Publikation im Fachmagazin «Nature» ist laut dem Paläontologen Christoph Zollikofer von der Universität Zürich «wirklich sehr interessant».
Die dunkle Haut im eiszeitlichen Nordspanien sei tatsächlich etwas, so Zollikofer, was es heute in den dortigen Populationen nicht mehr gibt. «Die Autoren interpretieren das sehr plausibel als ein Merkmal der Vorfahren des Menschen aus Afrika», erklärt er.
Gut erhalten – dank der Kälte
Gefunden wurden die Knochen 2006 in einer Höhle bei Léon. Durch die kalten und konstanten Temperaturen waren die Knochen und Zähne gut erhalten. Anhand einer Zahnprobe konnten die Forscher vom Institut de Biologia Evolutiva in Barcelona das Erbgut entschlüsseln. Es ist das erste vollständige Genom eines Europäers aus der Zeit vor der Einführung der Landwirtschaft.
Überraschend war: Der Ur-Spanier hatte ein Immunsystem, dass ihn gegenüber Tier-Erregern weniger anfällig machte. Bislang dachte man, dass sich dieses resistentere Immunsystem erst mit der Einführung der Viehzucht gebildet hatte. Ferner fand das Forscherteam, dass der Jäger mit Menschen verwandt war, die sich in ganz Europa bis hin zum Baikalsee verbreitet hatten.