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Aargauer Schul- und Lehrkräftestatistik
Seit 2010 steigt die Zahl der Lernenden und der Lehrpersonen in der Volksschule. In diesem Zeitraum hat die Zahl der Schülerinnen und Schüler um 6'080 oder 8,6 Prozent zugenommen und lag im Schuljahr 2019/20 (Stichtag: 15. September 2019) bei einem Bestand von 76'728 Kindern und Jugendlichen. Die Anzahl Lehrpersonen lag bei 8'838 und hat sich im selben Zeitraum um 978 Personen erhöht. Die unterrichteten Vollzeitäquivalente (Vollzeitstellen) sind um 391 auf 5'603 gestiegen.
Insgesamt werden im Schuljahr 2019/20 in der Aargauer Volkschule 76'728 Schülerinnen und Schüler von 8'838 Lehrpersonen unterrichtet. Die Zahl der Primarschülerinnen und Primarschüler stieg in den letzten zehn Jahren von 29'547 auf 41'369 an. Ein Grund hierfür war die Umstellung auf das Schulsystem 6/3 im Schuljahr 2014/15 und die damit verbundene Verlängerung der Primarschule von fünf auf sechs Jahre beziehungsweise die Verkürzung der Oberstufe von vier auf drei Jahre. Seither stieg der Bestand weiter um rund 5'000 Lernende oder 14 Prozent. Im aktuellen Schuljahr setzt sich diese Zunahme nun erstmals auch in der Sekundarstufe I fort.
Primarschulstruktur ist heterogen
Im Schuljahr 2019/20 (Stichtag: 15. September 2019) führten 200 der damals 211 Gemeinden des Kantons Aargau eine Primarschule. An diesen Schulen, die teilweise in Verbänden organisiert sind, wurden in 2‘125 Abteilungen zwischen 19 und 1‘205 Lernende pro Gemeinde unterrichtet. 80 Primarschulen umfassten weniger als 100 Lernende, 27 Schulen mehr als 400 Lernende. Die kleinen Schulen mit weniger als 100 Lernenden machten 40 Prozent aller Primarschulen aus. An ihnen wurden rund 12 Prozent aller Primarschülerinnen und -schüler unterrichtet. An den 27 grossen Schulen wurden 41,7 Prozent aller Schülerinnen und Schüler dieser Schulstufe unterrichtet.
Die Mehrheit absolviert eine Berufslehre nach der Grundschule
Die nachobligatorischen Schulen der Sekundarstufe II zählen insgesamt 22'158 Lernende. Im Schuljahr 2019/20 streben insgesamt 1'288 Lernende einen Abschluss der beruflichen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) an. 15'251 Berufslernende besuchen eine Berufsausbildung, die mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) abschliesst; davon absolvieren 2'222 gleichzeitig die Berufsmatur. Weiter besuchten am Stichtag total 4‘298 Schülerinnen und Schüler ein Aargauisches Gymnasium und 1'321 Lernende die Wirtschafts-, Informatik- oder Fachmittelschule. Nach einer stabilen Phase nahm die Zahl der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten an den sechs Aargauischen Mittelschulen im aktuellen Schuljahr erstmals leicht zu.
Lehrkräftestatistik: Lehrerinnen bis zum Alter von 35 Jahren arbeiten vermehrt Vollzeit
Im Schuljahr 2019/20 arbeiten an der Aargauer Volksschule 8'838 Lehrpersonen in 5'603 Vollzeitstellen (Vollzeitäquivalente). Der Anteil an Männern, die Vollzeit unterrichten, ist über alle Altersklassen etwa gleich gross. Frauen unterrichten dagegen nur bis zu einem Alter von etwa 35 Jahren vermehrt Vollzeit.
An den Aargauer Mittelschulen sind 822 Personen angestellt, die insgesamt 505 Vollzeitäquivalente unterrichten. Knapp die Hälfte aller Mittelschullehrpersonen ist weiblich. Zwei Drittel der Frauen und Männer sind langjährige Lehrpersonen und hatten bereits im Schuljahr 2010 oder früher eine Anstellung an einer Mittelschule im Kanton Aargau.
An den Aargauer Berufsfachschulen und berufsvorbereitenden Schulen arbeiten 968 Lehrpersonen in 584 Vollzeitstellen. Die stetige Abnahme an Vollzeitstellen seit dem Jahr 2013 an den kaufmännischen und gewerblichen Berufsfachschulen (ohne kantonale Berufsfachschulen) setzte sich in diesem Jahr nicht fort.