Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03130.jsonl.gz/1691

Im Rahmen unseres Winteraufenthaltes in Südafrika hatten wir im "Pinnacle Point Beach and Golf Resort" ein Golfarrangement — 2 Übernachtungen mit Frühstück, 2 x 18 Loch Golf mit Cart — gebucht. Das Resort ist sehr großflächig und liegt am Rande von Mossel Bay an einem Hang, der als Steilküste zum Meer abfällt — sehr spektakulär! Auf dem mehrfach eingezäunten und stark bewachten Gelände befinden sich das Spielkasino mit dazugehörigem Hotel, kleinere Häusersiedlungen, größere Einzelhäuser, die Golfanlage mit Clubhaus, ein Außenpool und der Rezeptionspavillion der "Three Cities" Hotelgruppe. Die "Three Cities" Hotelgruppe vermietet auf der Anlage "Golf Villen" und "–Lodges". Unsere Lodge lag in der Nähe des Casinos, oberhalb des Pools, und war sehr geräumig: 2 Schlafzimmer, 2 Bäder mit sep. Dusche, Wohnzimmer mit Kamin und offener Küche, Terrasse ohne Möbel, alles auf drei Ebenen verteilt. Durch die große Deckenhöhe und die spartanische Einrichtung des Wohnbereichs wirkte alles ein wenig ungemütlich. Leider sahen wir auf dem Nachtschrank Gläserringe, der gewaschene Duschvorleger hatte Flecke, die Mechanik der Jalousie vor dem Badfenster war abgerissen und auf dem Weg zur Haustür, im Vorgarten, lag zerknülltes Papier und eine leere Bierflasche unter den Büschen — auch noch, als wir abreisten! Das Frühstück wurde im Clubhaus serviert. Frühstück, Restaurant, Bar, Lounge —alles in einem Raum! Es waren und wurden keine Tische eingedeckt, es gab kein Buffet. Man suchte sich aus der kleinen Frühstückskarte etwas aus, die Preise blieben jedoch unbeachtet, allerdings wurde uns der Orangensaft und die zweite Tasse Kaffee extra berechnet! Froh waren wir, als wir das Casinorestaurant entdeckt hatten, so mussten wir nicht auch noch in diesem lieblosen Ambiente zu Abend essen. Dieses Restaurant bot nur Buffetessen an (übrigens auch mittags), das außerordentlich vielfältig, schmackhaft, sehr sauber präsentiert und preisgünstig war. Das Servicepersonal hat uns freundlich umsorgt. Auch am zweiten Abend haben wir dort gerne gegessen.
Wir fanden eine Golfanlage in einem hervorragend gepflegten Zustand und in ihrer Lage und Anordnung einfach grandiosen Eigenart vor! Allerdings sollte man geübter Golfspieler sein, um diesen Platz richtig genießen zu können. Die Benutzung eines Golfcarts war Pflicht, der Proshop hochpreisig und gut sortiert. Allerdings war das, in Südafrika übliche, "Halfway-House" eine unerwartete Enttäuschung – es entpuppte sich als einfacher Kiosk! Softdrinks in Dosen und Müsliriegel wurden durch ein offenes Fenster, als "Wegzehrung", verkauft! Unerfreulicher Weise wurde man genötigt, dort etwas zu kaufen.Das Konzept des Resorts, keine Gäste-PKWs auf der Anlage zuzulassen, mag für die Besitzer der Häuser und Wohnungen sehr vorteilhaft sein. Als Besucher des Golfplatzes, den man nur spielen kann, wenn man auch dort eine Übernachtung gebucht hat, ist diese Regelung schlichtweg ein Ärgernis. Die Wege zwischen Rezeption, Clubhaus, Lodge oder Villa und Casino sind sehr weit und teilweise enorm steil — man kann sie nicht zu Fuß bewältigen und ist auf den (kostenlosen) Shuttledienst angewiesen. Dieser wurde per Telefon geordert und dann wartet man . . . — unsere längste Wartezeit betrug 35 Min. um vom Clubhaus zur Lodge gefahren zu werden! Wir freuen uns sehr, daß wir diesen herrlichen Golfplatz spielen konnten, werden aber mit Sicherheit, wg. der Umstände rund um unseren Aufenthalt, nicht wiederkommen.