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Geboren wurde Therese Brülhart in Untersellenried bei St. Antoni; sie wurde den Eltern Katharina und Emil Brülhart-Kaeser am 27. Dezember 1927 in die Wiege gelegt. Die ersten Lebens- und Schuljahre wuchs sie mit ihren zwölf Geschwistern in Untersellenried auf, danach zog die Familie in den Chapf bei Heitenried. Die Kinder- und Jugendzeit war geprägt von Armut. Nach der Schulzeit arbeitete sie in mehreren Familien als Angestellte, um sich das Leben zu finanzieren.1955 glaubte sie, den Mann fürs Leben gefunden zu haben; sie erwartete ihr erstes Kind. Doch alles kam anders.
Am 1. Januar 1956 erblickte Beat das Licht der Welt. Als alleinerziehende Mutter entschied sich Therese, ihr Leben selber in die Hand zu nehmen. Sie zog nach Zürich zu ihrer Schwester Marie. In dieser Zeit lernte sie Alfons Baeriswyl aus Geretsried kennen und lieben. Im Juni 1957 traf das Schicksal die Familien Brülhart und Baeriswyl schwer. Bei einem Autounfall auf der Mühletalstrecke bei Wünnewil starben ihr Bruder Fridolin und dessen Frau Cecil sowie die acht Monate alte Tochter Ruth. Zurück blieben die elternlosen Kinder Alfons, Theres und Martha. Die drei Kinder fanden auf dem elterlichen Bauernhof der Grosseltern Baeriswyl in Geretsried ein neues Zuhause. Bereits ein Jahr danach wurde die Familie erneut hart getroffen. Grossmama Maria Baeriswyl verstarb.
Therese heiratete am 9. Februar 1959 Alfons Baeriswyl aus Geretsried. Gemeinsam mit Beat zogen sie in den Steig bei Wünnewil, wo sie ein einfach eingerichtetes Bauernhaus mieten konnten. Auch Grosspapa Kanis und die drei Kinder fanden bei ihnen ein neues Zuhause. In dieser Zeit galt es zu funktionieren und das Beste aus der Situation zu machen, denn Sozialdienst und psychologische Begleitung kannte man noch nicht. In den darauf folgenden Jahren kamen Franziska, Marius, Bernadette und German zur Welt. Therese hatte alle Hände voll zu tun mit der Rasselbande. Sie war eine aufgestellte, schlagfertige und modern denkende Mutter.
Sie nahm sich trotz ihrer enormen Arbeit in Haushalt und Garten Zeit, mit den Kindern zu spielen. 1974 wurde das Bauernhaus verkauft, und die Familie zog an die Bernstrasse in Flamatt. Nach und nach verliessen die Kinder das Zuhause. Therese Baeriswyl trat bei der Firma Gfeller AG eine Teilzeitstelle an, die sie bis zur Pensionierung ihres Mannes innehatte. Mit ihm konnte sie nun Reisen unternehmen und Ferien geniessen. Insbesondere genoss sie auch die Zeit mit ihren Grosskindern. Im Mai 1992 verstarb Alfons Baeriswyl an Krebs.
Im Alter von erst 50 Jahren starb Sohn Beat 2006 an Krebs. Therese war stark, brauchte aber immer mehr Unterstützung. Dank der Betreuung durch die Spitex und die Familie war es ihr möglich, alleine zu Hause zu leben. Stets war sie dankbar für all die kleinen Dinge, die man für sie erledigte. Im Oktober 2015 musste sie hospitalisiert werden. Ihr Gesundheitszustand liess es nicht mehr zu, in ihre Wohnung zurückzukehren. Nach einem Kurzaufenthalt im Pflegeheim Murten fand sie im Alters- und Pflegeheim St. Martin in Tafers ein neues Zuhause. In dieser kurzen Zeit wurde sie vom Personal liebevoll begleitet. Am 26. Dezember 2015 wurde sie von ihren Altersbeschwerden erlöst. Eing.