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Traumatherapie – Was funktioniert tatsächlich?
Wir haben uns mit einer Spezialistin für Traumatherapie in Winterthur unterhalten und wollten herausfinden, welches die besten Therapieformen für Patienten sind, welche unter den negativen Folgen eines Traumas leiden.
1. Desensibilisierung und Verarbeitung von Augenbewegungen
Diese Art der Traumatherapie funktioniert am besten, wenn man ein starkes traumatisches Ereignis hatte, das zu einer posttraumatischen Belastungsstörung und Rückblenden führt. Bei einer komplexen Belastungsstörung, die aus einem anhaltenden Trauma im Laufe der Zeit resultiert, mag es funktionieren – aber es hängt vom Einzelnen ab. Hierbei spricht man über seine traumatischen Erfahrungen, während der Therapeut die Augen dazu bringt, schnelle Bewegungen zu vollziehen. Dies kann das Aufleuchten eines Lichts vor den Augen oder das Bitten, einem Bleistift mit den Augen zu folgen, beinhalten. Es mag seltsam klingen, aber es hat sich in der Forschung als sehr effektiv erwiesen und wird von den zuständigen Therapieverbänden bestätigt.
2. Kognitive Verhaltenstherapie
Die kognitive Verhaltenstherapie konzentriert sich auf die Neustrukturierung des Gehirns – weg von den negativen Gedanken und den kognitiven Störungen. Das Trauma neigt dazu, das Gehirn in genau diesen dramatischen Extremen denken zu lassen.
Ein kognitiver Verhaltenstherapeut kann helfen, die Kontrolle über das Verhalten zu übernehmen und somit aus der Negativspirale auszubrechen.
Zu beachten ist jedoch, dass diese Methode eine Kurzzeittherapie ist. In den ersten Sitzungen werden Sie und der Therapeut festlegen, wie lange Sie zusammenarbeiten werden.
3. Dialektische Verhaltenstherapie
Dies ist eine weitere Form der Therapie, die denen hilft, die sexuellen Missbrauch erlitten haben und jetzt ein komplexes Trauma und/oder eine Borderline-Persönlichkeitsstörung haben. Die Verhaltenstherapie kombiniert Elemente wie Achtsamkeit und Verhaltensinterventionen. Es wird oft in einer Kombination aus Gruppensitzungen und Einzelunterricht durchgeführt.
Wie lange dauert eine Traumatatherapie?
Es gibt keine minimale oder maximale Laufzeit. Man sollte zunächst mit dem Psychologen über das Thema sprechen. Es kann sein, dass es Ihnen bereits nach einigen Therapiesitzungen besser geht. Bei schwerwiegenden Traumata können die Probleme, wenn sie unbehandelt bleiben, als Symptome von posttraumatischem Stress Monate oder Jahre später auftreten. Eine solche Behandlung dauert bedeutend länger, weshalb es keinen genauen Wert gibt, wie lange eine solche Therapie braucht. Es hängt von vielen Dingen ab – von der Schwere des Traumas, ihrem Zugang zur Therapie, ihrem Unterstützungssystem, ihren finanziellen Mitteln, ihrer Energie, der Unterstützung unmittelbar nach dem Trauma und der natürlichen Belastbarkeit der Person. Es gibt einfach zu viele einzelne Variablen, um genau vorherzusagen, wie lange es dauern wird, bis die Therapie abgeschlossen ist. Traumatisierte Patienten können jedoch über viele Jahre hinweg eine Therapie benötigen. Die Chancen einer vollständigen Regeneration sind je nach Persönlichkeit ebenfalls unterschiedlich, sodass sich hierbei auch keinerlei Pauschalantwort eben lässt.