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Die Entlaubung der Rebstöcke besteht in einer mehr oder weniger intensiven Entfernung der Blätter in der Traubenzone. Es handelt sich dabei um eine altbewährte Methode, die im aktuellen Kontext der verringerten Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln wieder stärker in den Blickpunkt gerückt ist. Vordringlich ist die Wahl für den Zeitpunkt der Entlaubung. Er muss sorgfältig auf die gewünschten Ergebnisse abgestimmt werden. Die Entfernung ausgewachsener Blätter, die sich in voller Photosyntheseaktivität befinden, verringert die Kohlenstoffaufnahme in Richtung der Blütenstände oder der Traubenrispen zu einem Zeitpunkt, der für die ausgewogene Ernährung des Rebstocks und die gute Reifung der Trauben entscheidend sein könnte.
Die Versuche
Agroscope Changins führte Entlaubungsversuche mit fünf Rebsorten durch: Chasselas, Doral, Pinot noir, Gamay und Merlot. Drei Versuchsstandorte befinden sich in der Region des Genfer Sees, einer im Kanton Tessin. Es wurden drei Entlaubungszeitpunkte getestet: das phänologische BBCH-Stadium 57 (Einzelblüten spreizen sich), Stadium 67 (Ende der Blüte) und Stadium 77 (Traubenschluss). Als ...
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