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Luchs Talo wurde am 2. Januar 2015 Opfer eines Kollision mit einem Auto im Süden von Savoyen, wie das Department für Umwelt, Transport und Landwirtschaft des Kantons Genf mitteilte. Talos Geschichte zeigt, wie wichtig Wildierkorridore für den Schutz von Tierarten sind, die ein grosses Territorium benötigen.
Das Leben des Luchses war ungewöhnlich: Er wurde als Jungtier extrem geschwächt im Kanton Waadt aufgefunden. Nachdem er von Spezialisten gepflegt worden war, konnte er 2013 in den Genfern Wäldern wieder in die Freiheit entlassen werden. Entgegen allen Voraussagen bewegte er sich von dort aus in langen Wanderungen den Alpen entgegen und überquerte dabei erfolgreich alle Hauptverkehrsachsen – bevorzugt auf Wildtierkorridoren. Während fast zwei Jahren hielt er sich im gebirgigen Gebiet westlich des Mont Blancs auf und trug zur Vitalität der lokalen Luchspopulation bei.
Die Wanderung Talos zeigt die Wichtigkeit eines natürlichen Wegnetzes, das den Tieren die lebensnotwendige Fortbewegung ermöglicht. Wildtierkorridore müssen auch über Landesgrenzen hinaus die unterbrochenen Wanderrouten der Tiere wiederherstellen und so den Schutz von Tierarten wie dem Luchs, die ein grosses Territorium benötigen, ermöglichen. Gleichzeitig erhöhen die Korridore die Sicherheit der Autofahrer_innen, indem sie das Risiko eines Unfalls vermindern.