Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03124.jsonl.gz/1888

Zum 25-jährigen Jubiläum hat sich das Theater Einhorn etwas ganz Spezielles einfallen lassen. Vom 22. Juni bis 15. Juli 2012 wurde beim Schützenhaus Werlen in Dübendorf der Filmklassiker «Hinter den sieben Gleisen» als Freilichttheater gespielt. Obwohl uns das Wetter nicht immer wohlgesonnen war und wir von Sturm, Hagel und Überschwemmung überrascht wurden, mussten insgesamt nur zwei Vorstellungen abgesagt werden.
«Hinter den sieben Gleisen», das schweizerische Kleinbürger-Drama von Kurt Früh aus dem Jahr 1959 spielt in den 50er-Jahren und handelt von drei älteren, arbeitsscheuen Clochards, die einer jungen Frau, Anna, in ihrem Schuppen am Bahnhof zu helfen versuchen. Anna, ein Dienstmädchen, bringt ihr Kind – das vom Sohn ihres bisherigen Arbeitgebers, eines reichen Papierfabrikanten, stammt – direkt im Schuppen der drei Clochards zur Welt. Diese helfen der jungen Mutter nicht nur materiell, sondern machen auch den Vater des Kindes ausfindig und versuchen, die drei wieder zusammenzubringen. Doch zum Mann nimmt die junge Mutter, den Lokomotivführer, der ihr das Leben gerettet hat.
Dank dem 25-jährigen Jubiläum und kurzfristig auch durch die Sturmschäden in der Nacht vor der Première fand das Theater Einhorn in den lokalen Medien grosse Beachtung. Lesen, hören und schauen Sie die verschiedenen Medienberichte aus Zeitungen, Radio und Fernsehen.
Regie
Rafael Iten, 1963 in Steinhausen ZG geboren, studierte nach 4-jähriger Tätigkeit als Primarlehrer in Hefenhofen TG Theaterpädagogik an der Schauspiel Akademie Zürich (jetzige HMT).
Seit 1994 arbeitet er als freischaffender Regisseur bei professionellen Gruppen wie auch Amateurtheatergruppen. Er inszeniert mit Leidenschaft Chöre und a-capella-Formationen.
Zudem spielte Rafael Iten auch in verschiedenen freien Theatergruppen und ist als Theateranimator bei vielen Schulprojekten tätig.
Autor
Der Schweizer Filmregisseur Kurt Früh (1915-1979) lebte ab 1926 in Zürich, wo er 1933 an die Zürcher Volksbühne ging, um als Schauspieler, Autor, Regisseur und Leiter zu arbeiten. Er war gleichzeitig für zahlreiche Kabarette tätig (Cornichon, Pfeffermühle). Nach rund sechs Jahren begann er, Kurz- und Werbefilme zu drehen.
Mit „Polizischt Wäckerli“ kam 1955 sein erster Spielfilm in die Kinos. Danach folgten der melodramatische Film „Oberstadtgass“ und der grosse Publikumserfolg „Bäckerei Zürrer“. Frühs Handschrift in seinen Filmen war eine detailgetreue Darstellungsweise. Der Film „Hinter den sieben Gleisen“ erschien 1959 nach einem Drehbuch in Zusammenarbeit mit Hans Hausmann und wurde zu einem Grosserfolg. Nur ein Jahr später brachte Früh eine Fortsetzung mit dem Titel „Der Teufel hat gut lachen“ in die Kinos, welche allerdings längst nicht so erfolgreich wie „Hinter den sieben Gleisen“ war. Nach einigen Jahren beim Fernsehen gelang ihm im Jahr 1970 ein fulminantes Comeback mit dem Film „Dällebach Kari“ mit Walo Lüönd in der Hauptrolle. Kurt
Früh war verheiratet mit der Schauspielerin Eva Langraf. Er starb 1979. 2005 wurde in Zürich-Seebach der Kurt-Früh-Weg nach ihm benannt.
Spieler:innen
Barbarossa – Tom Fink
Barbarossa ist ein überzeugter Vagabund und schon in einem etwas fortgeschrittenen Alter. Am liebsten möchte er in Ruhe gelassen werden und wehrt sich aus Prinzip dagegen, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Er wird wegen seines grossen roten Bartes Barbarossa genannt, heisst in Wirklichkeit aber Karl Kessler.
Clown – Pete Frei
Clown wird so genannt, weil er einmal im Zirkus gearbeitet hat. Er ist der Jüngste des Trios und nie um einen Scherz verlegen. Bananen sind seine Lieblingsspeise. Er sorgt sich am meisten um das Wohl des fremden Dienstmädchens, das bei ihnen im Schopf auftaucht.
Dürst – Heinz Peter
Dürst ist ein wenig jünger als Barbarossa und war einmal verheiratet. Nachdem seine Frau ihn verlassen hatte, geriet seine Welt aus den Fugen und er landete auf der Strasse. Sein wertvollster Besitz ist eine goldene Uhr, die er geerbt hat. Er hütet sie wie einen Schatz und versteht sie als eine Art Versicherung.
Frau Colona – Gerda Mock-Swinnen
Aus Italien eingewandert betreibt Frau Colona zusammen mit ihrem Mann unweit des Schopfs ein Bananengeschäft. Sie ist meist gut gelaunt und fröhlich, dennoch sehr fleissig und auch ein wenig misstrauisch. Sie ist überzeugt, dass sie regelmässig bestohlen wird und passt stets auf, dass ihre Bananen nicht weg kommen.
Herr Colona – Cani Albert Vanal
Das Bananengeschäft, das er mit seiner Frau betreibt, läuft ganz gut. Der gebürtige Italiener liebt seine Arbeit. Da ihm schon einige Male Bananen gestohlen wurden, ist er vor möglichen Dieben auf der Hut und überlegt sich, die Polizei vermehrt einzuschalten.
Anna Bieri – Elena Ibello
Das junge Dienstmädchen wurde vom Sohn ihres Arbeitgebers schwanger und findet sich nun in einer scheinbar ausweglosen Situation. Beim Arbeitgeber, einem reichen Papierfabrikanten, kann sie nicht bleiben. Aber nach Hause zu ihren Eltern will sie partout auch nicht. So stösst sie – inzwischen hochschwanger – auf ihrem Irrweg durch die Gegend auf den Schopf der drei Clochards, wo sie hofft, vorübergehend bleiben zu können.
Lokomotivführer Hartmann – André Fischer
Hartmann rettet Anna das Leben. Er macht sich auf die Suche nach der jungen Frau. Schliesslich entdeckt er sie zusammen mit dem inzwischen geborenen Kind ausgerechnet im heruntergekommenen Schopf der drei Clochards. Dort will er sie auf keinen Fall bleiben lassen. Doch aus lauter Fürsorge treibt er sie ausgerechnet in die Arme des reichen Fabrikantensohnes Paul Eberhard.
Frau Herzog – Susanne Paternolli
Frau Herzog ist Barrierenwärterin und hilft Anna bei der Geburt. Sie ist etwas älter und hat selber mehrere Kinder zur Welt gebracht. Die Clochards kennt sie schon lange. Nun, da ein Kind im Schopf lebt, treibt sie die drei immer wieder dazu an, für Anna und ihren Sohn zu sorgen. Regelmässig schaut sie nach dem Rechten.
Meier 12 – Loni Brot
Man kennt die Polizistin im Quartier und die drei Clochards haben sich mit ihr gutgestellt. Meier 12 muss immer wieder die verdächtigen Clochards überprüfen und ist durchaus ein wenig misstrauisch, glaubt jedoch an deren Gutmütigkeit. Sie beneidet sie sogar ein wenig, weil sie scheinbar immer so gut gelaunt und vor allem nie alleine sind. Meier 12 liebt die Fischerei und mag Gesellschaft.
Paul Eberhard – Silvan Schmid
Der Student und Sohn der reichen Papierfabrikanten Eberhard kommt aus anständigem Hause. Es heisst, er habe schon mehrere Affären gehabt. So auch mit Anna, die nun von ihm einen Sohn erwartet. Um sein Gesicht nicht zu verlieren, will er Anna heiraten – auch gegen den Willen seiner Eltern.
Vater Eberhard – André Zuber
Der reiche Mann ist entsetzt über die Tatsache, dass sein Sohn eine Affäre mit einem Dienstmädchen gehabt haben soll und will erst einmal überprüfen, ob dieses Dienstmädchen wirklich die Wahrheit sagt. Ausserdem ist er überzeugt, dass man dieses «Problem» auch mit Geld aus der Welt schaffen und so einer nicht stammesgerechten Hochzeit ausweichen kann.
Mutter Eberhard – Martina Diezi
Die Mutter ist überzeugt, dass ihr Sohn Paul erstens eine gute Partie ist und zweitens alles nur richtig machen möchte. Sie bemüht sich darum auch, einen Streit möglichst abzuwenden und will sich nicht partout gegen eine Ehe zwischen Paul und Anna aussprechen. Sie versucht stets, ihren besorgten Mann zu beruhigen.
Backstage Team
Roman Rocklin
Musik
Lisa Hediger, Claudia Herzog-Cherella
Produktionsleitung
Janina Bleicken
Regieassistenz
Dani Schnider, André Fischer
Video
Ueli Naef
Bühnenbild, Bühnenmalerei
Walter Holz, Nicole Kostet
Bühnenbau
Rose Haechler Galle
Kostüme und Requisiten
Martha Mauchle und Team
Maske
Christoph Misteli und Team
Technik
Claudia Herzog und Team
Inspizienz
Fabio Treichler
Fotos
Gastroteam Theater Einhorn
Gastronomie
Sylvia Zanni
Grafik
Elena Ibello
Kommunikation
Dani Schnider
Webseite
Alexa Landolt und Team
Kasse
Ticketville, ESPAS
Vorverkauf
André Fischer
Finanzen
Bruno Blog und Team
Theaterfrühstück
Und viele andere fleissige Helferinnen und Helfer vor und hinter der Bühne!
Presse
Medienbeiträge zum Stück
«Ein Freilichttheater zum 25-Jahr-Jubiläum
Von Marcel Vollenweider, Zürcher Oberländer/Anzeiger von Uster, 4. Juni 2012
Ein Kleinbürgerdrama zum Jubiläum
Von Werner Gubser, Zürcher Oberländer/Anzeiger von Uster, 21. Juni 2012
Hinter den sieben Gleisen
Von Flavia Sutter, Glattaler, 22. Juni 2012
Zittern vor der Premiere beim Theater «Einhorn»
Von Christoph Brunner, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, Radio DRS, 22. Juni 2012
Im Interview mit Pierre Haldimann (Gründer des Theaters Einhorn) und Elena Ibello (sie spielt im aktuellen Stück die Rolle von Anna Bieri) erfahren Sie Wissenswertes über die Gründung des Theaters Einhorn, über die Freilichtproduktion zum 25-jährigen Jubiläum sowie über die Sturmschäden vor der Première.
Nach dem Sturm kam der Erfolg
Von Thomas Bacher, Zürcher Oberländer/Anzeiger von Uster, 17. Juli 2012
Theater Einhorn: Nur zwei Absagen
Von Manuela Moser, Glattaler, 20. Juli 2012
Medienberichte zu den Sturmschäden
Dübendorfer Freilicht-Theater-Première findet statt
Radio TOP Online, 22. Juni 2012
Das starke Gewitter von gestern Abend richtete am Bühnenbild des Freilicht-Theaters Dübendorf schwere Schäden an. Lange Zeit war unsicher, ob die Première heute Abend stattfinden kann. Am Mittag dann die Erleichterung: Der Première steht nichts mehr im Wege.
Sturmschäden in Dübendorf
Radio Zürisee, 22. Juni 2012
Im Mittagsinfo von Radio Zürisee wurde über die Sturmschäden auf der Freilichtbühne vom Theater Einhorn berichtet. Tom Fink, Präsident des Theaters Einhorn, gibt Auskunft über das Ausmass der Schäden und die Wiederaufbauarbeiten vor der Première.
Sturm gefährdet Freilichtspiel in Dübendorf
TOP News, TELE TOP, 22. Juni 2012
Der erste Beitrag der TOP News von TELE TOP befasst sich ausführlich mit den Sturmschäden auf dem Freilichtgelände vom Theater Einhorn. Bilder der Wiederaufbauarbeiten und Interviews mit Präsident Tom Fink und Pressesprecherin Elena Ibello geben einen Eindruck der Stimmung vor der Première.
Gewittersturm im Kanton Zürich
ZüriNews/ZüriWetter, Tele Züri, 22. Juni 2012
Tele Züri berichtet über den Gewittersturm im Kanton Zürich. Ein Teil des Beitrags befasst sich auch mit den Aufräumarbeiten beim Theater Einhorn.
Grosseinsatz nach Rekordsturm
Von Thomas Bacher, Zürcher Oberländer/Anzeiger von Uster, 23. Juni 2012
Wollen Sie mehr über das Theater Einhorn erfahren? Hier gibt es alle Informationen für Medienschaffende