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Zu Beginn war ich auf einer Maschine mit roten Kettfäden. Ich versuchte verschiedene Farbmischungen mit vielen Silberfäden zu machen. Der Stoff wirkte am Ende eher orientalisch statt „fischig“, was mich etwas frustrierte und nicht befriedigte. Nach einem Versuch den Stoff in eine Fischform zu bringen, indem ich ihn zerschnitt und vernähte, war ich auch nicht zufrieden mit meinem Zwischenstand. Das Gewebe verlor an Charme und der Fisch kam wie ein Kissen daher.
Einen zweiten Anlauf wagte ich an einer neuen Maschine mit braunen Kettfäden. Zu Beginn waren mir die Ergebnisse viel zu dumpf und düster. Nach Absprache mit einer Dozentin, versuchte ich nochmals meine farbigen Fäden mit kupferfarbenen, glitzernden Fäden zu mischen und die Ergebnisse überzeugten mich. Ich war nahezu begeistert von der Farbwelt, die ich kreieren konnte. Ich mischte oft bis zu sechs verschiedene farbige Fäden miteinander um sie dann zu verweben. Auch wendete ich eine Technik an, die mit zwei Webschiffen von beiden Seiten miteinander verschlungen wurden, so konnte ich Musterungen machen, welche auf einer Schusslinie zwei verschiedene Kombinationen von Fäden zuliess. Ich konnte mich nicht mehr von dieser Maschine lösen, experimentierte mit Farbverläufen, Farbmischungen und Musterungen. Am meisten fasziniert mich die Technik nur mit reinen Fäden zu mischen, statt mit Farbe wie in der Malerei. Diese schöne Erfahrung werde ich sicher in die Malerei mitnehmen, inwieweit sie meine Malerei beeinflusst, kann ich noch nicht sagen, aber das wird sie bestimmt.
An der Präsentation brachte ich das Gewebe zusammen mit Angelhaken in einer Installation zusammen. Das Gewebe hing an einer Stellwand und die Angelhaken verliefen an Nylonfäden über und neben dem Gewebe. Ich wollte so Assoziationen offen lassen und doch den Betrachter etwas leiten. Ich wollte, dass er die Brücke zu Fischhaut schneller machen konnte. Dazu zeigte ich Bilder, die einzelne Fäden zeigten und wo sie sich im Gewebe befanden, um zu verdeutlichen wie sich die Farben mischten.
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