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Trends und Entwicklungen
Das derzeitige regulatorische Umfeld für Produkte auf Cannabinoid-Basis in der Schweiz ist leider immer noch von einem hohen Maß an Unsicherheit geprägt, was sowohl auf vage gesetzliche Vorgaben als auch auf eine heterogene, manchmal willkürliche Durchsetzung zurückzuführen ist. Mit der Zunahme des öffentlichen Bewusstseins für die allgemeinen Vorteile der Cannabispflanze infolge des Cannabidiol (CBD)-Booms der letzten Jahre sowie durch aktuelle und zunehmende anekdotische Hinweise aus lokalen und liberalisierten Freizeitmärkten wie Kanada, Uruguay und bestimmten Bundesstaaten der USA bieten die jüngsten Entwicklungen in der Gesetzgebung der Schweiz jedoch die Chance, sich als Vorbild für einen innovativen, pragmatischen, sicheren und umfassend regulierten Cannabismarkt zu etablieren.
Recht und Praxis
In der Schweiz werden Produkte, die Hanf oder Cannabis Sativa L. (Cannabis) enthalten, durch eine Reihe von Gesetzen und Verordnungen geregelt, die miteinander verflochten und komplex sind und ein Maß an Rechtsunsicherheit schaffen, das der Gesetzgeber als notwendig erkannt hat. Die wichtigsten Grundsätze im Zusammenhang mit Cannabis sind unter anderem in den Gesetzen und Verordnungen zu Betäubungsmitteln, Heilmitteln, Krankenversicherungen, Lebensmitteln, Chemikalien, Kosmetika, Gebrauchsgegenständen, Tabakersatzstoffen sowie Pflanzensorten und Saatgut geregelt.
Zur Erleichterung wird in diesem Leitfaden nur ein Überblick über die wichtigsten Aspekte der Cannabisgesetze und -verordnungen gegeben und eine Unterscheidung zwischen Cannabisprodukten getroffen:
mit einem Tetrahydrocannabinol (THC)-Gehalt von über 1 %, die nach dem Bundesgesetz über Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe (Betäubungsmittelgesetz, BtMG) als verbotene Betäubungsmittel gelten, und
Produkte mit einem THC-Gehalt von weniger als 1 %, die als „CBD-Produkte“ (d.h. Produkte, die Cannabidiol enthalten) popularisiert und zusammengefasst wurden (in einem etwas untechnischen Fachjargon), die nicht dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen und freier vermarktet werden können.
THC und CBD sind in den letzten Jahren als die bekanntesten Cannabinoide bekannt geworden, aber die Forschung hat gezeigt, dass über 140 Cannabinoide (natürlich vorkommende Verbindungen in der Cannabispflanze) identifiziert werden können.