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Der niederländischstämmige Maler und Lithograf Jan Wendel Gerstenhauer Zimmermann (1816-1887) zeichnet hier eine dramatische Szene: Eine als Trauernde gekleidete Mutter besucht ihren Sohn im Gefängnis. Dieser kniet flehend vor ihr, mit gefalteten Händen um Vergebung bittend. Sie blickt nach oben, wohl eine Geste Richtung Gott, auf dass er ihm wohlgesinnt sein möge.
Der Zellenwärter wartet mit Schlüsselbund in der geöffneten Tür. Er hat vermutlich eben darauf hingewiesen, dass die Besuchszeit zuende ist. Auf dem Holzblock sind eine Karaffe mit Wasser und ein Buch, wohl die Bibel. Das Licht fällt auf den Gefangenen und auf das Gesicht der Mutter, der Rest der Szene rückt in den dunkleren Hintergrund.
Die wahrlich meisterhaft ausgeführte Sepia-Tusche-Zeichnung ist unten links auf dem Holzblock mit einem ligierten "WGZ" monogrammiert und mit 1843 datiert. Auf dem Trägerblatt sind von alter Hand der Künstler und die Szene bezeichnet sowie die Technik vermerkt.
Über den mit Sicherheit akademisch hochgebildeten Maler und Lithograf Jan Wendel Gerstenhauer Zimmermann ist biografisch leider nur wenig erfasst. Er ist 1816 in Monnickendam geboren und 1887 in Rotterdam gestorben. Sein Werk umfasst hauptsächlich Genremalerei. Es sind auch einige Tierporträts bekannt.
Masse Zeichnung: 27x25cm
Masse total: 48x34
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