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Für einen kurzen Moment herrschte in der Frühlingssonne von Veysonnaz im Kampf um den Gesamtweltcupsieg bei den Männern Konfusion. Terence Tchiknavorian, Regez' einzig verbliebener Konkurrent, stürzte im Achtelfinal und schied damit vermeintlich aus dem Duell um die grosse Kugel aus. Doch wegen eines Jury-Entscheides tauchte der Name Tchiknavorian plötzlich doch in den Vierterfinal-Heats auf.
Wenig später gab es an Regez' zweitem Grosserfolg in diesem Winter nichts mehr zu rütteln. Während der Berner Oberländer in die Halbfinals einzog, schwang Tchiknavorian in seinem Lauf kurz nach dem Start ab. Damit entschied Regez wie sein heutiger Trainer Mike Schmid vor zwölf Jahren wenige Wochen nach dem Olympiarennen auch den Kampf um den Gewinn des Gesamtweltcups für sich.
Bester Schweizer war wie bei der Walliser Derniere im Vorjahr Jonas Lenherr. Der St. Galler, der die erste Saisonhälfte nach seinem 2. Platz im Gesamtweltcup des Vorwinters wegen den Nachwirkungen eines Kreuzbandrisses verpasst hatte und nicht für die Olympischen Spiele aufgeboten wurde, verfehlte das Podest auf der böse aufgeweichten Piste als Vierter um zwei Hundertstel.
Alex Fiva noch nicht am Ende
Den Sieg holte sich der Schwede David Mobärg, der zuletzt auch in Arosa zweimal triumphiert hatte. Er verwies er den Italiener Simone Deromedis und den Kanadier Brady Leman auf die weiteren Plätze.
Alex Fiva, in Peking Olympiazweiter hinter Regez, blieb bereits in den Achtelfinals hängen. Die Frage über einen möglichen Rücktritt beantwortete der 36-jährige Bündner Familienvater, der nach wie vor Teilzeit als Informatiker arbeitet, indes ziemlich eindeutig: «Ich bin immer noch ziemlich motiviert und sehr happy. Die Familie sagt, sie unterstütze mich noch einmal.»
Fivas Kantonskollege Armin Niederer, der es nicht in die K.o.-Duelle schaffte, bestritt derweil in einem Retro-Outfit seine Abschiedsfahrt. Der 35-Jährige tritt 15 Jahre nach seinem Weltcup-Debüt mit drei Weltcupsiegen und 14 Podestplätzen im Gepäck ab.
Smiths glückliche Dritte
Fanny Smith schaffte es nach aufreibenden Wochen und Monaten mit Nachwirkungen einer Corona-Erkrankung beim Saisonstart, einem schmerzhaften schweren Sturz kurz vor den Olympischen Spielen und dem erfolgreichen juristischen Hickhack um die Bronzemedaille von Peking noch einmal auf das Podest. Die Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison wurde Dritte hinter Sandra Näslund und Marielle Thompson. Die schwedische Dominatorin und Olympiasiegerin Näslund feierte ihren elften Sieg im zwölften Saisonrennen. «Sie war in dieser Saison immer top, machte kaum einen Fehler», anerkannte Smith.
Selbst mobilisierte Smith mit der nahenden Pause vor Augen ihre letzten Kräfte. Das aus im Halbfinal wendete sie mit einem starken Finish gerade noch ab, im Final kämpfte sie sich noch vom 4. auf den 3. Platz. «Ich bin froh, ist die Saison jetzt vorbei. Es war eine schwierige Saison für mich, dank der Olympia-Medaille und dem 2. Platz im Gesamtweltcup war es aber trotzdem eine schöne», sagte die 29-jährige Waadtländerin.