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Marienstadt par excellence
Wasser für alle Hoffnungen
Mit gegen 6 Millionen Pilgern jedes Jahr steht Lourdes an dritter Stelle der katholischen Wallfahrtsorte, nach dem Vatikan in Rom und der Basilika Notre-Dame in Mexiko. Die französische Gemeinde Lourdes liegt in den Hautes-Pyrénées und verdankt ihren Ruhm Bernadette Soubirous, die 1858 in der Grotte Massabielle Zeugin von 18 Marienerscheinungen wurde. Der Überlieferung gemäss sah sie eine Frau, welche «einen weissen Rock, ein weisses Kopftuch, einen blauen Gurt und je eine gelbe Rose auf ihren Füssen trug».
Im selben Jahr ereignete sich die erste Heilung. Eine Familienmutter namens Catherine ging mitten in der Nacht zu Fuss nach Lourdes. Die kniete nahe des Felsens nieder, um die Jungfrau zu verehren und tauchte dann ihre rechte Hand, die von einem umstürzenden Baum gelähmt worden war, in den dünnen Wasserstrahl, der aus dem Heiligtum floss. Sofort stellte sich das Gefühl wieder ein in der Hand, die sie schliesslich wieder normal bewegen konnte.
Seit damals wurden gegen 7'000 Heilungen verzeichnet, 67 davon wurden als Wunder von der Kirche anerkannt. In einigen Fällen heilte das Marienwasser Symptome von schweren Krankheiten wie Tuberkulose und multiple Sklerose, insbesondere bei eucharistischen Feiern oder Segnungen.