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Chris Cornell, der Sänger der Band Soundgarden, ist im Alter von 52 Jahren in Detroit (US-Bundesstaat Michigan) gestorben, wie sein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag bestätigte.
Seine Frau Vicky und die Familie seien geschockt von seinem «plötzlichen und unerwarteten Ableben» und werden eng mit dem Gerichtsmediziner zusammenarbeiten, um die Ursache zu finden, so sein Sprecher Brian Bumbery. Cornell gehörte zu den Mitbegründern der Grunge-Bewegung in der 1990er Jahren.
Noch am Mittwochabend hatte Cornell mit seiner Band Soundgarden ein Konzert in Detroit gegeben. Vor dem Auftritt hatte der Musiker seinen letzten Tweet abgesetzt: Ein Bild vom Auftrittsort, dem «Fox Theatre» und die Worte «#Detroit - endlich zurück in Rock City!!!».
Ebenso wie Nirvana-Frontmann Kurt Cobain stammte Cornell aus Seattle, wo der Grunge geboren wurde. In seiner Jugend begann Cornell als Schlagzeuger, schmiss die High School und arbeitete als Koch, bevor er seine Gruppe Soundgarden gründete, wie die Musik-Website «allmusic.com» in der Biografie des Sängers verzeichnet.
Wiedervereinigung 2010
Mitte der 80er Jahre bis zu ihrer vorläufigen Auflösung 1997 war Soundgarden eine der erfolgreichsten US-Bands im Bereich Grunge und Alternative Rock. Ihr grösster Hit war «Black Hole Sun». Danach war Cornell zunächst vor allem solo unterwegs; einem breiteren Publikum bekannt wurde er mit dem Song «You Know My Name» aus dem James-Bond-Film «Casino Royale».
Ausserdem war Cornell Frontmann der Alternative-Rock-Formation Audioslave, die aus ihm sowie den Musikern der Band Rage Against the Machine bestand - ohne den Rage-Sänger Zack de la Rocha. 2010 kam es zur Wiedervereinigung von Soundgarden, doch an die früheren Erfolge konnte die Band nicht mehr anknüpfen. (sda/dpa)