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Die von den Deutschen organisierte Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) hat sich in ein globales Forum der Minister für auswärtige Angelegenheiten und der Verteidigung verwandelt. Jeder wollte die politische Entwicklung der aktuellen Situation antizipieren, während die Organisatoren versuchten, ihre Causa der Aufrüstung voranzutreiben. Auch wenn die Standpunkte der Einen und der Anderen klarer geworden sind, bleibt letztlich die Frage nach den neuen Regeln des Spiels noch offen.
Die Münchner Sicherheitskonferenz ist im Laufe der Zeit die wichtigste internationale Zusammenkunft der Welt zum Thema geworden. Im Rahmen des Kalten Krieges geschaffen von einem ehrenwerten Ultrakonservativen, einem Widerstandshelden gegen den Nationalsozialismus, Ewald-Heinrich von Kleist-Schmenzin, hatte sie immer schon eine atlantische und anti-kommunistische Richtung. Sie ist nichtsdestoweniger ein deutsches Ereignis und keine amerikanische Initiative.
Im Jahre 1963 gegründet, führte sie damals ca. 60 Persönlichkeiten zusammen. Henry Kissinger, der damals nur ein Spion und Akademiker war, und Helmut Schmidt, der nur einfacher Bundestagsabgeordneter war, nahmen daran teil. Seit 2009, unter der Leitung des neuen Präsidenten, des Diplomaten Wolfgang…..