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Der britische Schlagzeuger Ginger Baker ist tot. Er starb im Alter von 80 Jahren, wie die Familie auf ihrer Facebook-Seite mitteilte. "Wir sind sehr traurig, mitzuteilen, dass Ginger am Sonntagmorgen nach langer Krankheit friedlich eingeschlafen ist", hiess es auch in einer Mail von Gary Hibbert, Medien-Repräsentant der Familie, an die Deutsche Presse-Agentur.
Geboren wurde der Rotschopf - daher der Spitzname "Ginger" - als Peter Edward Baker am 19. August 1939 in London. Baker trainierte als Teenager, um Profi-Radrennfahrer zu werden - erst ein Unfall brachte ihn zufällig zum Schlagzeug. Er war ein Naturtalent. Der einflussreiche britische Jazz-Schlagzeuger Phil Seamen nahm ihn unter seine Fittiche und bildete ihn aus.
In den frühen 60er Jahren war Baker der am meisten bewunderte Schlagzeuger der britischen R&B-Szene. Mit Eric Clapton und Jack Bruce (1943-2014) gründete er die Band Cream. Bis zur Auflösung 1968 verkaufte das gefeierte Trio mehrere Millionen Platten. An Bakers polyrhythmischen Soli messen sich Schlagzeuger bis heute.
Nach dem Ende von Cream gründete Baker mit Eric Clapton die kurzlebige Superband Blind Faith und das Jazz-Rock-Kollektiv Ginger Baker's Air Force. In dem afrikanischen Superstar Fela Kuti fand er eine verwandte musikalische Seele. 2005 kam Cream in Originalbesetzung nach 37 Jahren wieder zusammen und feierte eine letzte Wiedervereinigung in London und New York.