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Bei schweren Unwettern sind im Osten Chinas nach offiziellen Angaben 78 Menschen ums Leben gekommen. Ein Tornado, Hagelschauer und heftige Niederschläge haben die Stadt Yancheng in der Provinz Jiangsu heimgesucht. Mehrere Menschen sind noch vermisst, wie viele genau, ist noch unbekannt.
Laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua seien Dutzende Menschen verletzt worden. Auch die Zeitung «People's Daily» (Parteiblatt) berichtete auf Twitter, dass die Zahl der Todesopfer auf 78 gestiegen sei. Mehr als 500 Menschen wurden verletzt, 200 von ihnen schwer.
Die Region im Osten Chinas ist dicht besiedelt, dazu kommen viele Bauernhöfe und Fabriken am Stadtrand von Yancheng mit rund acht Millionen Einwohnern.
Schwere Sturmschäden
Extreme Wetterbedingungen wurden besonders in den Gemeinden Funing und Sheyang vor den Toren der Stadt Yancheng beobachtet. In Funing hätten am frühen Nachmittag Windböen Geschwindigkeiten von 125 Kilometer pro Stunde erreicht, in Sheyang bis zu 100 Stundenkilometer, berichtete die Agentur Xinhua.
Autos wurden vom Sturm weggeschleudert, Dächer abgedeckt und Trümmer flogen umher. Dadurch sind auch Strassen blockiert. Die Stromversorgung ist in weiten Teilen der Region zusammengebrochen.
Rettungsbemühungen sind angelaufen. Verletzte wurden in Spitälern und vorübergehenden Unterkünften in öffentlichen Gebäuden untergebracht. Kliniken seien überfüllt mit Verletzten, berichtete das Staatsfernsehen, in dem gar von mehreren Tornados die Rede war.
Chemielager zerstört
Im Vorort Funing sei auch eine 40'000 Quadratmeter grosse Fabrik mit einem Lager gefährlicher Chemikalien zerstört worden, berichtete das Staatsfernsehen. Auch dort werde nach Vermissten gesucht. Mehr als 300 Rettungskräfte seien nach den schweren Unwettern am frühen Nachmittag auf dem Gelände der Fabrik im Einsatz.
Tornados streifen gelegentlich den Süden Chinas während den Sommermonaten, ohne aber grosse Zerstörungen anzurichten.