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Greenpace schuld am Tod von Hunderttausenden? Mitnichten!
Erinnern Sie sich? Im Mai wurde Greenpeace beschuldigt, durch seinen Widerstand gegen Gentech-Reis am Tod von Hunderttausenden mitschuldig zu sein. Ausgelöst wurde die Kampagne durch einen Meinungsartikel des Gentech-Förderers Matt Ridley in der englischen Zeitung «The Times». Das Ding ging um die Welt, mobilisierte 107 Nobelpreisträger und schaffte es an einigen Orten sogar auf die Frontseiten (es mangelte offenbar gerade an Attentaten). Aber die Beschuldigung war an den Haaren herbeigezogen, wie sich herausstellte. «Die simple Tatsache ist», schreibt Glenn Davis Stone, Professor für Anthropologie und Umweltwissenschaften an der Washington University in St. Louis, «dass der ‹Golden Rice› auch nach 24 Jahren Forschung und Züchtung noch Jahre vor der Freigabe steht.» Zum ausstehenden Erfolg der Forschung hätte die Zerstörung eines Versuchsfeldes (unter vielen!) nichts beigetragen. Stone ist selber ein Befürworter von gentechnisch veränderten Pflanzen. Beim «Golden Rice» wird versucht, die Pflanze gentechnisch zur Produktion von Beta-Karotin anzuregen, um dem in Entwicklungsländern häufigen Vitamin A-Mangel zu bekämpfen.
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