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Einzig Servette und Lugano dürfen neben Meister YB noch darauf hoffen, nächste Saison in der Champions League teilzunehmen. Der Zweitplatzierte der Super League wird in der 2. Runde in die Qualifikation zur «Königsklasse» eingreifen und muss damit drei Hürden überstehen, um in der Gruppenphase des höchsten europäischen Wettbewerbs zu stehen. Mit einem Sieg in einer von drei Runden steht der Klub immerhin in der Conference League, bei zweimaligem Weiterkommen ist die Teilnahme an der Europa League gesichert.
Dahinter wird es etwas undurchsichtig. Gewinnt YB den Cupfinal gegen Lugano, erbt der Drittplatzierte den Platz des Cupsiegers in den Playoffs zur Europa League. Dann könnte Luzern doch noch auf den zweithöchsten europäischen Klubwettbewerb hoffen. Der FCL liegt nämlich vier Punkte hinter Lugano und könnte theoretisch noch auf Platz 3 springen. Gewinnen die Tessiner jedoch den Cup und werden höchstens Dritte in der Super League, gehört der Platz in den Europa-League-Playoffs definitiv ihnen.
Für die letzten zwei Europacup-Plätze sind neben Luzern noch vier weitere Teams in der Ausmarchung: Basel, die Grasshoppers, St. Gallen und Zürich. Während Luzern die beste Ausgangslage hat und aus den verbleibenden Partien gegen Sion und Servette nur noch einen Punkt braucht, um nächste Saison europäisch zu spielen, geht es dahinter enger zu und her. Auf Platz 5 steht derzeit der FC Basel, dem ein Trio eng im Nacken sitzt und der am Donnerstag bei Servette nebst Trainer Heiko Vogel auf die ebenfalls gesperrten Taulant Xhaka, Kasim Adams und Riccardo Calafiori verzichten muss.
Sechs Punkte liegen zwischen Luzern auf Platz 4 und dem FC Zürich auf Platz 8, zwei Zähler trennen den FCZ vom FC Basel, der aktuell den 5. Rang belegt und sich damit als letzte Mannschaft für das europäische Geschäft qualifizieren würde. Sowohl der Vierte als auch der Fünfte der Schlussrangliste werden voraussichtlich in der 2. Runde der Qualifikation ins Geschehen eingreifen und drei K.o.-Duelle überstehen müssen, um es in die Gruppenphase zu schaffen. Dies gilt dann, wenn Lugano Dritter wird oder den Cupfinal verliert.
Im Tabellenkeller liefern sich Winterthur und Sion ein Fernduell gegen den letzten Platz, der im Zuge der Liga-Erweiterung auf die nächste Saison den Gang in die Auf-/Abstiegsbarrage gegen den Dritten der Challenge League bedeutet.
Für Sion geht es am Donnerstag gegen Luzern auch mit Blick auf die drohende Barrage darum, die Heim-Misere abzustreifen. Die Walliser, die nach dem dritten Trainerwechsel wieder mit Paolo Tramezzani auf den Turnaround hoffen, sind zuhause seit dem 15. Oktober ohne Sieg. Von 17 Heimspielen gewannen sie in der laufenden Meisterschaft lediglich zweimal. Winterthur hat dafür auswärts acht Punkte weniger gesammelt als der Kontrahent im Abstiegskampf und nur dreimal gewonnen.
Mehr Klarheit herrscht an der Tabellenspitze. Wobei ganz so einfach ist es doch nicht. Als Meister müssten die Young Boys eigentlich ungeachtet des Ausgangs im Cupfinal gegen Lugano (am 4. Juni in Bern) in der 3. Runde der Qualifikation zur Champions League antreten. Zwei Hürden müssten die Berner dann überstehen, um es in die Gruppenphase der Champions League zu schaffen. Verlieren sie in diesem Fall zweimal, stehen sie dennoch in der Gruppenphase der Conference League.
Qualifiziert sich jedoch der Champions-League-Sieger auch über die Liga für die «Königsklasse» müsste YB erst in den Playoffs in die Qualifikation einsteigen und wäre dann selbst bei einer Niederlage in der Europa League. Von den Finalisten ist Manchester City bereits sicher auf einem Champions-League-Platz, Inter Mailand braucht aus den zwei verbleibenden Spielen noch zwei Punkte, um YB einen Gefallen zu tun. (nih/sda)
Die ZSC Lions haben derzeit das beste Team auf Schweizer Eis, vielleicht das beste, das es in der Playoff-Zeit je gab. Von hinten bis vorne, von der ersten bis zur vierten Linie jagen praktisch nur hochkarätige Spieler dem Puck nach - und angesichts des Starensembles auch erstaunlich viele dem ersten Meistertitel.