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XVI. Tusquets Romanverlegerpreis 2020
Ein Roman von verstörender Schreibweise und ein hervorragendes Generationenporträt mit einem unerwarteten Ende.
Obwohl Virginia nie ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater hatte, fühlt sie sich verpflichtet, ihn jeden Tag zu besuchen und ihm Gesellschaft zu leisten, wenn er schwer krank in einer Klinik in Valencia liegt. Für sie, die von ihren Leiden besessen ist, sind die Symptome aufrichtiger als Worte. In diesem Krankenhauszimmer werden ihre Bindungen zu ihrer Mutter und Schwester getestet, genau in einem kritischen Moment im Leben Virginias, für die die Mutterschaft zu einem Notfall wird. Ein neuer Patient, ein rätselhafter und nicht unattraktiver Mann, nimmt dann das nächste Bett ein. Zuerst überquert Virginia kaum ein paar höfliche Worte mit ihm, doch nach und nach verstricken sich die beiden in eine Komplizenschaft, die nichts mit der Asepsis des Krankenhauses zu tun hat, und schaffen schließlich einen kleinen gemeinsamen Raum, einen Ort, an dem sie sich verstecken können. Und in dem vielleicht, wenn alles verloren ist, etwas Unerwartetes und Authentisches auftaucht.