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In der Absicht, den Raum Schwyz künftig flächendeckend mit Energie zu versorgen, lancierten die Initianten nicht nur die Gründung einer Elektrizitätsgesellschaft. Sie leiteten gleich auch noch die ersten Schritte zur Stromproduktion in die Wege, was als erster Akt für eine weitreichende Energieversorgung unabdingbar war. Karl Hürlimann, einer der Gründerväter, leistete wertvolle Vorarbeit, indem er schon ab 1890 den kräftigen Muotafluss genau studierte und dessen Wasserstand systematisch aufzeichnete. Die Messungen und Planungsarbeiten ergaben, dass die Erstellung und Inbetriebnahme eines Wasserkraftwerkes im Bereich Schlattli, Muotathal, gewinnbringend sein müssten.
Gründerväter von EWS planen Wasserkraftwerk
Sofort bemühte man sich beim Bezirk um die Berechtigung für den Betrieb eines Wasserkraftwerks an der Muota. Noch vor der rechtskräftigen Gründung der Elektrizitätswerk Schwyz AG 1896 hatte die Interessengemeinschaft um Karl Hürlimann mit den wichtigsten Vorarbeiten für den Kraftwerkbau begonnen, so etwa mit dem Landerwerb oder der Aushandlung und Sicherung diverser Berechtigungen (Nutzungsrechte, Durchleitungsrechte und anderes mehr). Gebaut wurde in Wernisberg, Gemeinde Muotathal.
Die Herren Büeler, Hürlimann und Loser liessen sich bezüglich des Kraftwerkbaus seriös beraten. Sie holten Ingenieurwissen erster Güte ein und liessen die Verwirklichung der Anlage bei Wernisberg durch ausgewiesene Fachleute, zum Beispiel durch den wasserbautechnisch bewanderten Prof. C. Zschokke aus Aarau, beaufsichtigen. Nach und nach entstand die Anlage mit ihren wichtigsten Komponenten: Wasserfassung, Stollen und Kanäle, Reservoir, Druckleitung und Turbinenhaus. Am 23. Juli 1897 ging das Kraftwerk Wernisberg in Betrieb.
Stromnachfrage steigt und steigt
Ausgestattet war «Wernisberg» anfänglich mit drei Maschinengruppen, also mit drei Turbinen, die ihrerseits mit je einem Generator in Verbindung standen. Was für eine feudale Ausgangslage! Man meinte, die Stromproduktion würde für längste Zeit den Ansprüchen genügen. Tat sie – eine Weile. Doch eher, weil die Stromversorgung vor 1900 noch nicht so verbreitet und in den Anfängen als „Luxus“ nur wenigen vorbehalten war. Die Energie-Pioniere hatten beinahe Bedenken, man würde den produzierten Strom nicht an die breite Bürgerschaft bringen. Das waren Anfangssorgen. Binnen weniger Jahre wendete sich das Blatt, und wohl alle Zeitgenossen wollten zu gerne, möglichst schnell, viele strombedingte Annehmlichkeiten auch im eigenen Alltag haben, sofern mach- und zahlbar.