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Nach dem U23-Rennen der Europameisterschaften in Darfo Boario Terme, Italien, jubeln die Gastgeber über einen Doppelsieg. Gioele Bertolini gewinnt sechs Sekunden vor Nadir Colledani und 1:15 Minuten vor dem Dänen Simon Andreassen. Als bester Schweizer überzeugt Filippo Colombo mit einem sechsten Rang (+2:25)
Es ist der U23-Weltcupsieger von Lenzerheide, der Lette Martins Blums, der in den ersten beiden Runden das Tempo diktiert. Es entsteht eine Dreier-Gruppe mit Nadir Colledani und mit Simon Andreassen. Dann erlaubt sich Martins Blums am Drop „The Wall“, der schon häufiger ein Scharfrichter war, einen Fehler und verliert den Kontakt. In der folgenden Runde kann Andreassen im Anstieg dem Tempo des Albstadt-Siegers Nadir Colledani nicht mehr folgen. Der fährt fast zwei Runden alleine an der Spitze, doch aus der Verfolgergruppe hat längst Gioele Bertolini seine Aufholjagd begonnen. Er schließt in der vorletzten Runde auf und übernimmt die Spitze. In der Schlussrunde hängt er seinen Landsmann ab und holt, durchaus überraschend, U23-EM-Gold vor Colledani. Andreassen verteidigt seinen Bronze-Rang gegenüber Martins Blums, der seinen Rhythmus nicht mehr wiederfindet.
Filippo Colombo geht am Anfang das Tempo mit und reiht sich dann an fünfter Stelle ein. Allerdings verliert er gegenüber Position vier mehr und mehr Zeit. In der Schlussrunde verlassen ihn die Kräfte ein wenig, so dass er den Dänen Sebastian Fini Carstensen noch passieren lassen muss. „Ich war einfach kaputt“, bekennt Colombo. „In der letzten Runde habe ich versucht am Anstieg meinen Vorsprung auf Fini auszubauen, aber dann war ich oben so kaputt, dass ich einige Fehler gemacht habe. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen, das war eine Steigerung gegenüber den Weltcups.“
Noah Blöchlinger (+5:51), Joris Ryf (+5:57) und Arnaud Hertling (+6:06) beenden das Rennen auf den Plätzen 21 bis 23. Simon Vitzthum wird 25. (+6:32). Er geht nach seiner Verwicklung in den Startcrash von Lenzerheide „mit ein wenig Respekt“ in die Startphase. „Danach habe ich so halb und halb ins Rennen gefunden. Ab der zweiten, dritten Runde hatte ich meinen Rhythmus. Leider habe ich in der vorletzten Runde noch Platt gefahren“, erklärt Vitzthum, der bis dahin als zweitbester Schweizer unterwegs ist.
Vital Albin liegt etwa an 20. Position, als bei ihm ab der zweiten Runde die elektronische Schaltung nicht mehr funktioniert. In der vorletzten Runde hat er auch noch einen Reifendefekt zu verzeichnen, so dass er aufgibt.