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11. Februar 1992: Alarmierende Zerstörung der Ozonschicht
Trotz weniger FCKW: Im Jahr 2000 war auch über dem Südpol ein riesiges Ozonloch auszumachen. (Reuters)
Angesichts der Ausdünnung der Ozonschicht auch über der Nordhalbkugel der Erde ruft die Umweltorganisation Greenpeace in einem Communiqué vom 11. Februar 1992 den Bundesrat auf, sich weltweit für ein Produktionsverbot von FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) stark zu machen.
Der Bundesrat soll alle Mitgliedstaaten des Montrealer Protokolls zu einer Dringlichkeitssitzung einladen. Das Protokoll von 1987 sieht zwar einen stufenweisen Ausstieg aus der Herstellung und Verwendung von FCKW bis ins Jahr 2000 vor. Dieser soll nach Meinung von Greenpeace jedoch schon bis 1997 stattfinden.
In der Schweiz werden Produktion und Gebrauch von FCKW bis 1995 schrittweise verboten. Bis zum Jahr 2000 will der Bundesrat ferner sogenannte teilhalogenierte FCKW verboten haben.
FCKW-Ausstoss dank Protokoll vermindert
Im November 1992 wurde das Montrealer Protokoll mit einem Folgeabkommen ergänzt. Viele Staaten stiegen vorzeitig auf Ersatzstoffe um. Das Protokoll zeigte messbare Erfolge: Nach Uno-Angaben wurde der Gesamtverbrauch von FCKW von 1,1 Millionen Tonnen im Jahr 1986 auf 156'000 Tonnen im Jahr 1998 reduziert.
Das Problem der schwindenden Ozonschicht ist jedoch nicht gelöst. Die FCKW-Stoffe haben einerseits eine sehr lange Lebensdauer, andererseits spielt auch das Klima eine Rolle.
So fanden Wissenschaftler im Oktober 2011 ein Ozonloch über der Arktis, das fünfmal so gross ist wie Deutschland; die Ursache für den Rückgang dieser Ozonschicht war gemäss Wissenschaft die Kälte. (sda, theb)
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