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Datum: Freitag, 7. Dezember 2018
Zeit: 20.00 Uhr
Ort: Museum Zofingen
Referent: Markus Hofmann
Der motorisierte öffentliche Verkehr begann in der Region Zofingen am 10. Juni 1905 mit der Aufnahme von Probefahrten auf der Strecke Aarburg-Zofingen-Brittnau. Bereits am 5. April 1906 fand die Gründungsversammlung der Automobilgesellschaft Zofingen statt und am 5. Mai startete der Betrieb mit 6 Kursen täglich. Im Ersten Weltkrieg wurden in Zofingen militärische Einquartierungen mit Armeefahrzeugen vorgenommen – so z.B. 1918, als auf dem Thut-Platz ein Saurer-A-Wagen-Fahrzeugpark entstand (siehe Bild).
In der Zwischenkriegszeit entwickelte sich die Motorisierung raschen Schrittes weiter. 1929 schaffte z.B. die Feuerwehr Zofingen ihr erstes Fahrzeug an und in der Folge wurden immer mehr Bereiche der städtischen Betriebe motorisiert (Kehrichtabfuhr, Schneeräumung etc.). Auch die Industriebetriebe in der Region Zofingen schafften sich einen Fuhrpark an. Dies wurde möglich, da ab den 1930er-Jahren immer mehr Strassen asphaltiert wurden und eine Infrastruktur mit Tankstellen und Werkstätten sowie Fahrschulen für den motorisierten Verkehr entstanden. Ab Ende der 1960er-Jahre kann von einer Vollmotorisierung der Region gesprochen werden. Der Vortrag gibt einen reich bebilderten Überblick über die Motorisierung in und um Zofingen von den Anfängen bis heute.
Der Referent Markus Hofmann ist Automobilhistoriker, Buchautor und Reiseleiter für Automobilfachreisen. Zeitlebens war und ist der in Zofingen geborene und heute in Vordemwald wohnhafte Hofmann mit Autos verbunden: Er war Fahrlehrer, Verkaufsleiter für Automotive Schmierstoffe und Motorfahrer in der Armee. Heute im Ruhestand ist er weiterhin aktiv an der Automobilentwicklung interessiert und verfasst Beiträge in Fachzeitschriften vorwiegend im Bereich Militärfahrzeuge und Autobusse.