Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03104.jsonl.gz/1377

Der Streik der Frauen gegen den Krieg der Männer. Die Frauen halten zusammen und sich zurück, bis es die Männer nicht mehr aushalten. Die Komödie „Lysistrate“ von Aristophanes (411 v. u. Z.) wurde im 20. Jahrhundert vielfach bearbeitet. Neben verschiedenen Theaterstücken liegen Singspiele und Verfilmungen des Stoffes vor. Der Comic „Lysistrata“ von Ralf König (1987) gehört zu den neuesten Bearbeitungen; er wurde auch Grundlage einer erfolgreichen Theaterinszenierung und einer Verfilmung. Das Seminar vergleicht verschiedene „Lysistrata“-Versionen im Hinblick auf ihre dramaturgische Konzeption, d. h. Fabel und Fabeldrehpunkte, Ausgangssituation und Schluss, Figurenkonstellation und Grundgestus, und untersucht, in welcher Weise die Bearbeitungen auf Aristophanes zurückgreifen und welche Veränderungen sie vornehmen. Im Zentrum stehen darüber hinaus der Umgang mit Komik und der jeweilige gesellschaftliche Bezug sowie die Spezifik der unterschiedlichen Gattungen und Medien, in denen der Lysistrata-Stoff realisiert worden ist.
Aristophanes: Lysistrate. Leipzig 2009. Kotte, Andreas: Dramaturgie. In: ders.: Theaterwissenschaft. Eine Einführung. Köln 2005, S. 202–222.