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Wasserversorgung
In Davos wird das Trinkwasser zu 100 Prozent aus Quellen gewonnen. Ein 132 km langes, fein verzweigtes Rohrnetzsystem im Untergrund transportiert das Trinkwasser zu den Abnahmestellen.
Davos verfügt über ein Reservoirvolumen von 5'635 m³. In den Reservoirs wird das Trinkwasser über kurze Zeit gespeichert und dann bei Bedarf an die Haushalte abgegeben. Mit der Höhendifferenz zu den Haushalten wird ein konstanter Druck aufgebaut: Das Trinkwasser fliesst ohne zusätzliche Energie aus dem Wasserhahn. Mit den 13 vorhandenen Reservoirs können auch die Verbraucherspitzen gedeckt werden.
Weil das Versorgungsgebiet grosse Höhenunterschiede aufweist, sind verschiedene Druckzonen notwendig, da sonst der Leitungsdruck zu gross würde. Sämtliche Anlagen müssen gut gewartet, gepflegt und erneuert werden. Die Wasserversorgung sorgt auch für die Löschbereitschaft. In den Reservoirs sind dafür über 2'710 m³ Wasser als Reserve gespeichert. 465 Hydranten stehen der Feuerwehr zur Verfügung.
Durchschnittlich werden heute pro Person und Tag über 140 Liter Wasser im Privathaushalt verbraucht. Nur wenige Liter sind nötig zum Trinken und Kochen. Der Wasserverbrauch verteilt sich wie folgt: Baden und Duschen 20 %, Toilette 31 %, Wasch- und Spültisch 28 %, Waschmaschinen 19 %.
Für die Anforderungen an die Trinkwasserqualität gilt das eidgenössische Lebensmittelgesetz. Das Trinkwasser muss einwandfrei bezüglich Geschmack, Geruch und Aussehen sein und darf keine Krankheitskeime und schädliche Substanzen enthalten. Die Wasserversorgung kontrolliert regelmässig die Qualität des Trinkwassers.
Kalk ist oft nicht nur als Gestein in der Natur vorhanden, sondern auch in gelöster Form im Wasser. Je kalkhaltiger das Wasser, desto härter ist es. Das Davoser Wasser ist durchwegs weich. Die Gesamthärte liegt zwischen 3 und 10 französischen Härtegraden (ºfH). In Davos Wiesen und Laret beträgt die Wasserhärte 19 ºfH.
Die Rechnung der Wasserversorgung wird als Spezialfinanzierung geführt ohne Verwendung von Steuergeldern. Das vom Wasserhahn bezogene Wasser kostet jede Person pro Tag etwa 20 Rappen.
Trinkwasser
Wasser das Lebensmittel Nr. 1
Das täglich konsumierte Trinkwasser unterliegt den strengen Vorschriften des Lebensmittelgesetzes des Bundes. In mehreren Verordnungen (Lebensmittel-, Hygiene-, Fremd- und Inhaltsstoffverordnung) ist die detaillierte Handhabung klar geregelt. Öffentliche und Private Wasserversorgungen werden darin nicht unterschieden.
Der Betreiber wird zur Selbstkontrolle betreffend Wasserqualität und deren Rückverfolgbarkeit mittels eines Qualitätssicherungskonzeptes verpflichtet. Der Umfang des Konzeptes orientiert sich an der Betreibergrösse.
Die jährlich vorgeschriebene Informationspflicht betrifft hauptsächlich die Herkunft, die Aufbereitung, die chemischen Inhaltsstoffe, sowie die bakteriologische Beschaffenheit des abgegebenen Trinkwassers.
Quellwasser (100 %)
Das abgegebene Trinkwasser stammt zu 100 % aus den Quellgebieten Laret, Parsenn, Hochflüela, Flüela, Bedra, Tobelmühle, Sertig, Rüchiwald, Chaltenbrunnen und Chalchtschuggen.
Wasseraufbereitung
Das natürlich gefasste Quellwasser bedarf keiner Aufbereitung durch chemische Zusätze. Lediglich das Wasser aus den Quellgebieten Parsenn, Flüela, Bedra, sowie das an die Fraktionen Frauenkirch , Glaris und Wiesen abgegebene Trinkwasser werden präventiv mittels UV-Bestrahlung hygienisiert. Die geschmacksneutrale Bestrahlung mit UV-Licht entspricht dem heutigen Stand der Technik, und wird als präventive Vorsorgemassnahme vielerorts eingesetzt.
|Davos Laret||15 - 25° fH||mittelhart|
|Davos Dorf||5 - 15° fH||weich|
|Davos Platz||5 - 15° fH||weich|
|Davos Frauenkirch||5 - 15° fH||weich|
|Davos Glaris||5 - 15° fH||weich|
|Davos Wiesen||15 - 25° fH||mittelhart|
Zugehörige Objekte
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