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Sperrstelle Murten-Mont Vully FR
Der Mont Vully dominiert den Schlüsselraum Murten, die rund 30 km breite Passage zwischen Neuenburgersee und Saane, die immer schon eine entscheidende Rolle als Verkehrsverbindung und in kriegerischen Aktionen spielte.
Heute führen durch dieses Gebiet drei Autobahnen, zwei nationale Zugsverbindungen, Hochspannungs- und Erdgasleitungen sowie die Ölpipeline nach Cressier. Als Sperrstelle ist der Traum dadurch noch wichtiger gewinnen, auch wenn die verankerten Waffen liquidiert sind.
Wegen der kritischen Situation vor und im Ersten Weltkrieg zwischen Deutschland und Frankreich (mögliche Umgehungsaktionen beider Länder durch die Schweiz), wurde Ende des 19. Jahrhunderts die Planung fürBefestigungen auf dem Jolimont und dem Mont Vully vorantrieben. So konnte schon kurz nach Beginn des 1. WK neben der Fortifikation Hauenstein auch die Festung Murten in Auftrag gegeben werden, um so einen allfälligen Durchbruch ins Mittelland zu sperren oder einen Flankenstoss der Schweizer Armee zu unterstützen.
Die Fortifikation Murten überlebte den 1. WK. Sie war jedoch im Zweiten Weltkrieg nicht mehr brauchbar, da sich Waffen und Taktik stark weiterentwickelt hatten. Der Schlüsselraum Murten wurde weiterhin als vorgeschobene Stellung des Reduit von einer Division belegt und mit zusätzlichen Verstärkungen aufgerüstet. Später waren Verbände der Gz Br 2 sowie der Leichten Br 1 im Raum Murten stationiert. Im Kalten Krieg war vorgesehen, dass das Mot Inf Rgt 2 der Mech Div 1 den Inf Sperrriegel zwischen seinen beiden Pz Rgt belegte. Mit der Armee 95 wurden die Werke ausgemustert.
Besuchertipps: Wegweiser und Hinweistafeln ermöglichen ab Plan Chatel den Besuch dieser interessanten militärischen Schlüsselstellung.