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Jüdische Lehre
Jede religiöse Zeremonie lässt sich im Museum anhand eines Ausstellungsgegenstands erklären. Hier einige Beispiele, die ausschliesslich im jüdischen Kult Verwendung finden:
Grundlage des Judentums ist die Tora, die fünf Bücher Moses. Im Verlauf des Gottesdienstes am Schabbat und an zwei Werktagen wird ein Abschnitt aus der von Hand geschriebenen Tora in einer traditionellen Melodie auf hebräisch vorgetragen.
Torazeiger
Weil der Text der Torarolle nicht mit blossen Händen berührt werden darf, benützt der Toravorleser einen besonderen Zeiger mit Hand und ausgestrecktem Zeigefinger.
Der Torazeiger (Detail oben) stammt aus Lengnau, einem der beiden Dörfer, in welchen sich die Juden in der Schweiz nach 1670 mit grossen Einschränkungen niederlassen durften.
Toramantel
Nach der Toravorlesung wird das Pergament eingerollt und mit einem Torawimpel umwickelt. Die Torarolle wird nun mit einem bestickten Mantel überzogen und einem Toraschild, zwei Toraaufsätzen (Rimonim) oder einer Krone geschmückt.
Der Toramantel wurde laut seiner Inschrift anlässlich der Einweihung der Synagoge in Basel im Jahre 1868 gestiftet.