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Das Wichtigste in Kürze
- Die Formel 1 trauert um Frank Williams.
- Der frühere Teamchef und Mitbesitzer von Williams stirbt im Alter von 79 Jahren.
Der frühere Teamchef und Mitbesitzer des gleichnamigen britischen Traditionsrennstalls starb am Sonntag im Alter von 79 Jahren. Dies teilt seine Familie mit.
Sein Gesundheitszustand hatte sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Am Freitag sei er ins Krankenhaus eingewiesen worden und dort am Sonntagmorgen friedlich gestorben, hiess es in der Mitteilung.
Seine Tochter Claire, stellvertretende Teamchefin, vertrat ihn bereits seit langem an den Grand-Prix-Wochenenden. Nach dem GP von Italien in Monza 2020 zog sich die Familie aus dem an einen US-Investor verkauften Rennstall zurück. Eine Ära ging damit zu Ende.
Seit einem Autounfall 1986 auf der Rückreise von Testfahrten im französischen Le Castellet sass Frank Williams im Rollstuhl. Er musste seitdem immer betreut werden.
Sein Rennstall holte in der Formel 1 siebenmal die Fahrer-Weltmeisterschaft
Für seinen Rennstall fuhren unter anderen Nico Rosberg, Ralf Schumacher, Nick Heidfeld und Nico Hülkenberg. Legenden wie Nelson Piquet, Nigel Mansell und Alain Prost holten Titel im Williams. Insgesamt neunmal gewann Williams die Konstrukteurs-WM und siebenmal die Fahrerwertung, zuletzt beides 1997. 114 Grand-Prix-Siege feierte Williams.
Die schwärzeste Stunde erlebten Frank Williams und der Rennstall, den er 1977 mit Patrick Head gegründet hatte, am 1. Mai 1994. Die brasilianische Formel-1-Ikone Ayrton Senna starb in Imola nach einem Unfall in einem Williams-Wagen.
Der britische Offizierssohn Frank Williams wurde 1999 von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen. Er wurde für seine Verdienste im Motorsport in Zusammenarbeit mit dem französischen Motorenbauer Renault auch von der Ehrenlegion ausgezeichnet.