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Alexander
(Alexander Heimbürger)
Der bedeutendste deutsche Zauberkünstler des Neunzehnten Jahrhunderts, der in Westfalen geborene Alexander Heimbürger, interessierte sich schon als Kind für Zauberei. Als er eine Vorstellung von Döbler sah, träumt er davon, selbst als Zauberkünstler auf der Bühne zu stehen. Nach einer Lehre in einem lithografischen Institut, die er wegen einer Erkrankung bald aufgeben musste, arbeite er kurze Zeit beim Landratsamt und danach als Sekretär eines Rechtsanwaltes. In dieser Zeit erwarb er einige Zauberbücher und verbrachte seine ganze Freizeit mit dem Studium der Zauberkunst.
1838 nachdem er eine Vorstellung des Budenzauberers Friedrich Becker gesehen hatte, bewarb er sich bei diesem als Sekretär. Becker liess ihn nach Leipzig kommen, reiste aber vor dem Eintreffen von Alexander nach Rostock weiter. Dieser schaffte es, ihm praktisch mittellos nachzureisen, nur um festzustellen, dass Becker bereits nach Kopenhagen abgereist war. Aber auch dorthin folgte ihm Alexander und Becker nahm ihn auf. 1840 Trennte sich Alexander von Becker und versuchte sich mit einem Partner zusammen erfolglos als Zauberkünstler. Darauf schloss er sich einer Schaustellerfamilie an, mit der er in Hamburg endlich Erfolg hatte und von da an bekannt und schliesslich berühmt wurde.
Ab 1842 bereiste er während 10 Jahren Amerika, wo er sich zunächst durchsetzen musste, danach aber grösste Erfolge feierte. So trat er mehrere Male im Weissen Haus vor dem Präsidenten auf und wurde auf dessen Empfehlung auch nach Westindien eingeladen. Als er von New York abreiste wurde ihm eine von der staatlichen Münze geprägte Medaille mit der Inschrift "Herrn Alexander als ein Zeichen der Wertschätzung von seinen Freunden verehrt" überreicht. Mit 35 Jahren nach Deutschland zurückgekehrt konnte er es sich leisten, eine Villa zu kaufen und sich bis zu seinem Lebensende seinen Liebhabereien zu widmen. Nur zu Wohltätigkeitszwecken trat er gelegentlich noch auf und verstarb im hohen Alter von 90 Jahren.