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Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit des hochverschuldeten Euro-Landes Portugal in den sogenannten Ramsch-Bereich gesenkt. Die Bonität sinkt um eine Note von «BBB-» auf «BB+», wie die Agentur mitteilte. Der Ausblick für das Rating ist «negativ», was eine weitere Herabstufung in der mittleren Frist möglich macht.
Damit ist Standard & Poor's (S&P) die letzte der grossen Agenturen, die portugiesische Staatsanleihen noch nicht als Ramsch bewertet. Die dritte grosse Agentur Moody's hatte die Bonität Portugals bereits im Sommer in diesen Bereich gesenkt, mit dem riskante Anlagen gekennzeichnet werden.
Fitch begründet die jüngste Herabstufung mit der hohen Staatsverschuldung Portugals, die bis Ende 2011 auf rund 110 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen dürfte. Zudem verweist die Agentur auf hohe Wachstumsrisiken.
Fitch erwartet, dass die portugiesische Wirtschaft im kommenden Jahr um 3 Prozent schrumpfen wird. Angestossene Reformen dürften sich nur langfristig auswirken. Indes dürfte die angestrebt Konsolidierung der Staatsfinanzen durch die Wachstumsrisiken erschwert werden.
Portugal hat sich wie Irland schon vor langer Zeit unter den europäischen Rettungsschirm EFSF gerettet. Der jüngste Schritt von Fitch hat damit keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Kassenlage Portugals. Da das Land Hilfsgelder erhält, ist es zurzeit nicht am Kapitalmarkt aktiv.
(tno/rcv/sda/awp)