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Die Karnaliregion im abgelegenen Nordwesten Nepals ist seit Jahrzehnten gezeichnet von Hunger, fehlender Gesundheitsversorgung, mangelnden Bildungsmöglichkeiten und schwacher Infrastruktur. In den letzten Jahren hat das vom Fastenopfer unterstützte Netzwerk Karnali Food and Agriculture begonnen, die Probleme und Potentiale der Region Karnali in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und die Region als vom übrigen Nepal verschiedene agro-ökologische Zone (arid/semi-arid) zu positionieren.
Es dürfte allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die Entscheidungsträger sowohl in den Gemeinden und Distrikten des Karnali, als auch in Kathmandu, verinnerlichen, dass sie der abgelegenen Region und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern mehr Aufmerksamkeit schenken müssen. Mit den neu erarbeiteten Plänen zur landwirtschaftlichen Entwicklung in den Distrikten Jumla, Bajura und Mugu, welche die Eigenheiten der Region berücksichtigen, sind jedoch bereits erste Schritte gemacht worden. In der öffentlichen Diskussion geht es neu darum, welches die weiteren Potentiale der Region sind: Indigene Getreidesorten mit medizinischem Wert und beste klimatische Voraussetzungen für Apfelgärten, Nussbaum-Plantagen und Olivenhaine…
Bessere und nachhaltige Ernährung
Fastenopfer und seine Partner engagieren sich auf zwei Ebenen für die Verbesserung der Ernährungssituation im Karnali: Zum einen durch ganz konkrete Projektarbeit für eine nachhaltig diversifizierte Produktion vor Ort, zum anderen, um auf politischer Ebene Alternativen zum „fliegenden Reis“ (Reisimport) aufzuzeigen, indem man in die lokale Produktion traditioneller Lebensmittel wie Amaranth, Buchweizen und verschiedene Hirsesorten investiert. Die beharrliche Lobbyarbeit der Fastenopfer Partner zahlt sich aus. Die Regierung der letztes Jahr gebildeten Provinz Karnali hat beschlossen, den Anbau in der ganzen Provinz auf agro-ökologische Methoden umzustellen. Nepal als Ganzes soll bis in 10 Jahren folgen. Fastenopfer-Partnerorganisationen stossen Feldprojekte in fünf Karnalidistrikten an. Lobbying und Feldarbeit unterstützen und verstärken sich wechselseitig.