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Charles Rossier, Charly genannt, kam als zweites Kind der Eltern Julien und Clara Rossier-Schneuwly am 28. Mai 1936 zu Welt. Er besuchte in Düdingen die Primarschule und in Freiburg die Sekundarschule und erlernte dann den Herren-Coiffeur-Beruf im Geschäft seines Vaters. Danach fügte er noch ein Jahr in Lausanne hinzu, um auch im Damenfach erfolgreich abzuschliessen. 1964 legte er die Meisterprüfung im Herrenfach ab und im Jahr darauf die Meisterprüfung im Damenbereich. Charly Rossier war Coiffeur mit Leib und Seele. Er war denn auch sehr glücklich, wenn er zufriedene, hübsch frisierte Frauen von dannen ziehen sah.
Er trat 1965 der Vereinigung der «Haute Coiffure Paris und der Schweiz» bei, der er an die 30 Jahre treu blieb. Es war im gleichen Jahr, als er Schulkommissionsmitglied und Prüfungsexperte der Coiffeure wurde. Diesen hielt er 38 Jahre lang die Treue. Um 1980 lockte es ihn an verschiedene Stellen in der ganzen Schweiz; dabei nahm er auch an schweizerischen und internationalen Preis-Frisieren teil. Sehr gefiel ihm da die Arbeit als Meisterprüfungsexperte im Damen- und Herrenfach, wo er als Einziger in Deutsch und Französisch das Amt innehatte. Charly Rossier hat 44 Lehrtöchter ausgebildet. Nebenbei leitete er die Einführungskurse für die angehenden Lehrtöchter in Deutsch und Französisch.
Nach der Heirat mit Marie-Antoinette Boschung kamen die Kinder Claudia, Pascal und Gerald zur Welt. Ihnen war er ein besorgter Vater und seiner Frau ein edler Gatte. Der Tod seines jüngsten Sohnes machte ihm sehr zu schaffen, doch seine positive Einstellung half ihm, auch diese schwere Zeit zu überbrücken.
Frühzeitig merkte Charly Rossier dann, dass er sein Geschäft in andere Hände legen musste. Und so übergab er das Damen-Fachgeschäft seiner letzten Lehrtochter Carmen Vonlanthen.
Bald danach fing er zu kränkeln an. Das Herz wollte nicht mehr so recht mitmachen, und die Kraft in seinen Beinen liess nach. Noch einmal verbrachte er zehn Tage im Kantonsspital und im Home de la Providence, bevor ihn der Herrgott zu sich holte. Charly Rossier ahnte das Heimgehen zu Gott, an den er sein Leben lang glaubte und von dem er auch immer wieder Hilfe erhoffte. In diesem Glauben ist er am 23. Dezember 2012 friedlich eingeschlafen. Eing.