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"Boccaccios »Decameron« (wörtlich: Zehn-Tage-Werk), um 1350 entstanden, ist eines der bedeutendsten und meistgelesenen Werke der italienischen Literatur. Die Novellensammlung wurde zum Vorbild für spätere Autoren wie Chaucer, Cervantes, Rabelais, einzelne Stoffe wurden etwa von Shakespeare und Lessing aufgenommen.
Die vorliegende Auswahl enthält, neben Boccaccios Vorwort, insgesamt 15 Novellen, die die Vielfalt der Themen und der Erzählstile widerspiegeln. Die in der Roten Reihe gewohnten Worterklärungen und zusätzlich eine Einführung in sprachliche Besonderheiten ermöglichen Italienischlernenden den Einstieg in die Lektüre dieses faszinierenden Originaltextes.
Mit Übersetzungen schwieriger Wörter am Fuss jeder Seite, Nachwort und Literaturhinweisen."
Portrait
Giovanni Boccaccio, geb. 1313 als unehelicher Sohn eines Kaufmanns und einer Französin in Florenz, absolvierte in Neapel Kaufmannslehre und Studium. 1349 kehrte er nach Florenz zurück. 1350 lernte er Petrarca kennen; die beiden Wegbereiter der Renaissancekultur blieben eng befreundet und führten bis zum Tode Petrarcas eine anregende Korrespondenz. Neben seiner schriftstellerischen Arbeit war Boccaccio Botschafter des stadtstaates Florenz und humanistischer Gelehrter. Er starb 1375 auf seinem Landgut in Certaldo (Toskana).