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Nach dem Hochwasser im Jahre 2005 wurden viele Massnahmen umgesetzt, um eine vergleichbar schädliche Hochwassersituation zu verhindern. Viele dieser Massnahmen zeigten dieses Jahr Wirkung. Nicht so aber das Reusswehr in Luzern, das trotz teurer Sanierung vor 10 Jahren diesen Juli nur gerade 1.5% mehr Wasser abfliessen liess als im Katastrophenjahr 2005.
Vier Fragen an die Regierung
«Die öffentlich zugänglichen Messungen auf www.siloweb.ch zeigten, dass bei gleich hohem Wasserstand der Abfluss 2021 ähnlich hoch war wie 2005», sagt René Baggenstos, alt Kantonsratspräsident (FDP Ingenbohl-Brunnen). Auf der Grafik sei zudem ersichtlich, dass das 2021er Hochwasser viel langsamer entstand und so die Vermutung nahe liegt, dass mit einem optimalen Wehrreglement viel Schaden hätte vermieden werden können.Dass ein 2011 in Betrieb genommenes, über 20 Millionen Franken teures Wehr kaum merkbare Verbesserungen gegenüber dem 1861 erbauten Werk zulässt, ist weder vorstell- noch akzeptierbar. Mit einem Postulat fordert René Baggenstos die Schwyzer Regierung auf, einen Bericht zu erstellen, in welchem klar aufgezeigt wird, warum das neue Reusswehr nicht deutlich höhere Abflussmengen zulässt. In der damaligen Abstimmungs-Botschaft des Kantons Luzern wurde nämlich eine 30%ige Erhöhung versprochen. Weiter will René Baggenstos wissen, wie das Wehrreglement dahingehend optimiert werden könnte, um Hochwasserschäden im Kanton Schwyz zu vermeiden und wie die technischen Voraussetzungen beim jetzigen Wehr gegeben sind, damit dieses bei starkem Pegelanstieg schnell genug vollständig geöffnet werden kann. «Und letztendlich interessiert es mich ganz einfach, was bezüglich Regulierung des Vierwaldstättersees allenfalls noch getan werden muss, um Schäden wie in den Jahren 1999, 2005 und 2021 zu vermeiden.»
Text: Roger Bürgler