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Bendgate November 03 2014
„Bendgate“ ist ein Begriff, der in den letzten Tagen die Medien und sozialen Netzwerke überschwemmt hat. Er entstand nach der Veröffentlichung des Videos, in dem gezeigt wurde, wie ein iPhone 6 plus relativ leicht zu verbiegen ist. Genauer gesagt, die Aufnahme entstand als Antwort auf die Nachricht, dass das iPhone 6 in den Hosentaschen seiner Benutzer verbogen werden kann.
Zusätzliche Kommentare kamen nach der Veröffentlichung eines zweiten Videos, in dem gezeigt wurde, dass das Galaxy Note 3 denselben Test bestanden hat.
Viele Fachleute meinten, dass das Problem an dem Aluminiumgehäuse liegt, da Aluminium ein weiches Material ist, was allerding nicht stimmt. Das Verbiegen des iPhone 6 hat nichts mit Aluminium zu tun, sondern mit der Geometrie.
Falls Sie sich das Video aufmerksam anschauen, können Sie bemerken, dass das Gehäuse im Teil verbogen wird, in welchem sich die Lautstärketasten befinden – und zwar nur auf der Seite, wo sich diese befinden. Das Verbiegen des Gehäuses in genau diesem Punkt liegt daran, dass das Gehäuse an dieser Stelle am schwächsten ist. Dasselbe Problem würde auftreten, auch wenn man ein anderes Material anstatt Aluminium benutzt hätte.
Der Grund dafür, dass das Galaxy Note 3 den Test bestanden hat, steht in keinem Zusammenhang mit dem eingesetzten Material, sondern mit der Weise seiner Ausführung. Das Innengehäuse ist aus Magnesiumlegierung (kein besseres oder stärkeres Material als Aluminium), aber es verfügt über den „I-Beam-Bereich“, der ausgezeichnet gegen das Verbiegen ist und sich zwischen den zwei, in diesem Fall Kunststoff-Verkleidungen befindet. Das Galaxy Note 3 ist in dem Ausmaß verstärkt, dass das Verbiegen des Gerätes durch Menschenkraft unmöglich ist.
Es kann schlussgefolgert werden, dass die Schuld für dieses Problem Apple zuzuschreiben ist. Ihre Besessenheit von der Idee, dass die Geräte immer dünner sein müssen, bedingte bestimmte Kompromisse in Bezug auf die konstruktive Ausführung ihrer Geräte. Sollen wir uns darüber Sorgen machen? Unter Beachtung der Tatsache, dass nur wenige Personen über dieses Problem geklagt haben, lautet die Antwort NEIN (außer wenn Sie Ihr neues Telefon bei der Yogastunde in die Hosentasche stecken wollen). Das Verbiegen des Gerätes bedarf einer starken Kraft, was eigentlich das Risiko der dünnen Abmessungen dieses Mobilgerätes ist.
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