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Bis vor wenigen Jahrzehnten war es üblich, dass in Gemeinden der Kehricht und andere Abfälle an Orten wie ehemaligen Kiesgruben, Geländemulden oder in einem Bachtobel deponiert wurden. So auch in Flawil. Das Lehmtobel wurde während mehrerer Jahrzehnte, etwa von 1910 bis 1960, als Ablagerungsplatz und Kehrichtdeponie genutzt. Dabei wurden der Bach eingedolt und das Tobel teilweise aufgefüllt. Weil das Sickerwasser mit Schadstoffen aus der Deponie belastet war, musste diese saniert werden.
Spatenstich im Dezember 2018
Im Frühjahr 2010 hat die Bürgerschaft für die Sanierung der Deponie Lehmtobel und für den Ausbau des Lehmtobelbachs einen Bruttokredit von 2,57 Millionen Franken gesprochen. Das Baudepartement des Kantons St.Gallen genehmigte das Projekt im März 2016. Erkenntnisse aus der Detailprojektierung machten im Jahr 2018 einen Nachtragskredit von 781'000 Franken notwendig. Unter Berücksichtigung der Subventionen von Bund und Kanton sowie Beiträgen von Dritten sollten der Gemeinde Flawil Nettokosten von 1,792 Millionen Franken verbleiben. Ab Dezember 2018 konnte das Projekt umgesetzt werden. Die Bauarbeiten sind wie geplant verlaufen. Die Altlastensanierung darf als geglückt bezeichnet werden. Und auch der Ausbau des Lehmtobelbachs ist sehr gut gelungen.
Kredit um acht Prozent unterschritten
Mittlerweile liegt die Kreditabrechnung vor. Die Nettokosten betragen nach Abzug aller Beiträge 1'648'414 Franken. Damit wurde der bewilligte Nettokredit um 143'586 Franken oder acht Prozent unterschritten.