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Wegen UPC-Übernahme 22.08.2019, 07:57 Uhr
Sunrise geht auf Konfrontationskurs mit Freenet
Sunrise geht auf Konfrontationskurs mit Hauptaktionär Freenet, da dieser sich gegen die UPC-Übernahme sträubt.
Der Verwaltungsrat des Telekomkonzerns Sunrise geht auf Konfrontationskurs mit seinem Hauptaktionär Freenet. Letzterer stemmt sich gegen die 6,3 Milliarden Franken schwere Übernahme der Kabelnetzbetreiberin UPC Schweiz.
Der Sunrise-Verwaltungsrat sei zum Schluss gekommen, dass die von Freenet vorgebrachten Bedenken weder gerechtfertigt noch im besten Interesse aller Aktionäre seien, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Vielmehr - so die deutlichen Worte - sei Freenet von «eigennützigen Zielen» geleitet, die nun auf Kosten der anderen Aktionäre erreicht werden sollten.
So habe Sunrise seinem Hauptaktionär die Bereitschaft signalisiert, die Finanzierung der Transaktion zu ändern. Die Kapitalerhöhung sollte geringer als ursprünglich geplant ausfallen und stattdessen die Verschuldung erhöht werden. Freenet habe aber auch diese Option abgelehnt.
Man sei daher zum Schluss gekommen, dass die Freenet-Vertreter im Verwaltungsrat von Sunrise unter einem Interessenkonflikt litten. Der Sunrise-Verwaltungsrat schliesse nun die Freenet-Vertreter von den zukünftigen Beratungen über die UPC-Transaktion aus.