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Der skandalumwitterte italienische Unternehmer Giampaolo Tarantini ist in der Nacht auf Dienstag aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Er war vor einem Monat wegen des Vorwurfs festgenommen worden, Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi erpresst zu haben.
Ein Richter in Neapel beschloss die Freilassung des 34-Jährigen, der sich in der neapolitanischen Strafanstalt Poggioreale in Untersuchungshaft befand. Freigelassen wurde auch Tarantinis Ehefrau Angela Devenuto, die in Rom unter Hausarrest stand.
Tarantini und seine Frau sollen laut den Ermittlern Berlusconi um 850'000 Euro erpresst haben. Damit soll sich Berlusconi ihr Schweigen über die Callgirls erkauft haben, die Tarantini dem Regierungschef für seine ausschweifende Partys vermittelte.
Die neapolitanischen Staatsanwälte vermuten, dass der Premier Tarantini mit dem Geld zu Falschaussagen vor der Justiz bewogen habe, um die Ermittlungen in die Irre zu führen. Sollte der Verdacht bestätigt werden, droht Berlusconi eine weitere Untersuchung, verlautete es aus Justizkreisen in Neapel.
Die Ermittler vermuten, dass sich Tarantini mit der Vermittlung attraktiver Frauen politische Begünstigungen für seine Geschäfte im Gesundheitsbereich sichern wollte. Tarantini war Inhaber einer Gesellschaft, die auf Dienstleistungen im Gesundheitswesen spezialisiert ist.