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Jugendliche aus Plaffeien haben Frédéric Bardy von der Micarna drei Fragen über Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie gestellt.
Frédéric Bardy, welche Ziele strebt die Micarna an, um in der Lebensmittelindustrie mehr Nachhaltigkeit zu garantieren?
Bis zum Jahr 2020 wollen wir mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie 40 Ziele erreichen. Ein wichtiger Bereich ist das Thema Foodwaste: Bis 2020 wollen wir 15 Prozent weniger Foodwaste produzieren. Bis 2040 wollen wir alle unsere Rohstoffe recyceln.
Was geschieht mit dem Fleisch der Tiere, das nicht direkt in der Micarna verarbeitet werden kann?
Wir versuchen, so viele Teile wie möglich als Lebensmittel zu nutzen. Einerseits sind das Fleischprodukte, anderseits gibt es auch Produkte, welche in der Industrie verarbeitet werden, wie beispielsweise Gelatine. Andere Rohstoffe werden etwa für Tierfutter, in der Pharmaindustrie oder in der Energiegewinnung verwendet.
Was empfehlen Sie uns, um die Verschwendung von Lebensmittlen im eigenen Haushalt zu verringern?
Effizientes Einkaufen ist das A und O zur Bekämpfung von Foodwaste. Man sollte nur das einkaufen, was man auch wirklich konsumiert. Wenn das Ablaufdatum bei gewissen Lebensmitteln überschritten ist, heisst das nicht, dass man sie nicht mehr konsumieren kann. Und: Ein Tier besteht aus mehr als nur einem Edelstück. Wir müssten uns vermehrt zutrauen, klassische Produkte zuzubereiten.