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Am 9. Mai 2021 jährt sich der Geburtstag der in Forchtenberg geborenen mutigen Frau zum hundertsten Mal. Sophie Scholl engagierte sich als junge Studentin zusammen mit ihrem Bruder Hans in der Widerstandsgruppe «Weisse Rose».
Sie wurde am18. Februar 1943 beim Verteilen von subversiven Flugblättern verhaftet und kurz darauf wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung, Vorbereitung zum Hochverrat und Wehrkraftzersetzung“ 1943 zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Denkort Glarus
Im Rahmen der von der Deutschen Künstlerin Renate S. Deck initiierten Aktion «100 Weisse Rosen – 100 DenkOrte für Sophie Scholl» beteiligt sich das Anna Göldi Museum als DenkOrt Glarus an den Erinnerungsveranstaltungen. Der in Glarus aufgewachsene Autor Peter Rudolf wird an diesem Gedenkanlass seinen Gedichtband «100 Kurzgedichte in japanischen Formen zu Sophie Scholl» erstmals vorstellen.
Prof. Dr. Mario Andreotti, Sprach- und Literaturwissenschaftler, Dozent für Neuere deutsche Literatur (ebenfalls mit Glarner Wurzeln), wird in seinem Vortrag aufzeigen, warum der deutsche Widerstand, der grösser war, als gemeinhin angenommen wird, insgesamt erfolglos war und welche bedeutende Rolle Sophie Scholl darin gespielt hat.
Der virtuose Geiger Ronny Spiegel, der in verschiedenen Ensembles tätig ist, wird den Anlass passend – mit einer im dritten Reich entarteten, sprich verbotenen, Musik – bereichern.