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Für die Reisebüros und zugegebenermassen auch für die Airlines selber ist die aktuelle Situation alles andere als erfreulich: Pläne werden infolge von Regierungsentscheiden immer wieder über den Haufen geworfen, was die Arbeit jener, die Personen aus aller Welt «nach Hause holen» müssen, zu einem komplizierten Unterfangen macht.
Jüngstes Beispiel: Die Übergangs-Flugpläne von Emirates und auch Etihad Airways wurden anfangs der Woche zunichte gemacht, als die Vereinigten Arabischen Emirate (V.A.E.) entschieden, die Flughäfen des Landes komplett zu schliessen. Es hiess, ab dem heutigen 25. März würde alles für zwei Wochen dicht gemacht. Wer aber am gestrigen Dienstag auf einer dieser Airlines gebucht hatte, erhielt dann doch eine Annullation. Grund: Am Dienstag teilten die V.A.E. mit, dass das Flugverbot per sofort gelte, womit sämtliche Transitmöglichkeiten via Abu Dhabi oder Dubai bereits per 23. März verunmöglicht wurden.
Bereits zuvor hatten Hongkong, Singapur und Taipeh dicht gemacht, konnten also nicht mehr als Transit-Hubs genutzt werden. Die letzten Flüge mit Cathay Pacific ab Hongkong nach Europa, welche Transitpassagiere aufnehmen können, werden heute (25. März) durchgeführt; es handelt sich um die Flüge CX219 nach Manchester, CX255 nach London-Heathrow und CX289 nach Frankfurt. Es gibt aber noch zusätzliche Flüge für die Repatriierung:
- CX382/3 fliegt zwischen Hongkong und Zürich am 26. März und 31. März.
- CX289/8 fliegt zwischen Hongkong und Frankfurt am 25. März und 31. März sowie am 4. April 2020.
- CX257/238 zwischen Hongkong und London Heathrow werden vom 30. März bis zum 7. April annulliert. Andere Flugdienste von und nach Heathrow werden beibehalten.
Danach wird Cathay Pacific, wie bereits angekündigt, bis Ende Mai dreimal wöchentlich ausschliesslich von und nach London Heathrow verkehren.
Und inzwischen steht fest, dass sich auch Umsteigerverbindungen via Muskat mit Oman Air bald erledigt haben: Ab dem kommenden 29. März suspendiert Oman Air sämtliche internationalen Flugbewegungen mit Ausnahme einiger Domesticflüge sowie der Cargoflüge.
Qatar Airways fliegt noch
Als eine der wenigen Airlines, die noch Hubverkehr via ihrem Heimflughafen bieten, scheint sich derzeit Qatar Airways herauszukristallisieren. Mit Stand vom 24. März 2020 bietet Qatar Airways täglich noch 150 Flüge an, in total über 70 Städte weltweit, und überprüfe den laufenden Betrieb kontinuierlich, um Anstiege bei der Nachfrage zu identifizieren. «Wo immer möglich, setzen wir grössere Flugzeuge ein oder führen zusätzliche Flüge durch», lässt die Airlines in einem offiziellen Statement verlauten. Transitflüge dürften noch für längere Zeit - die Rede ist bis Mitte April, aber das kann sich jederzeit ändern - die Rede. Darüber hinaus führt auch Qatar Airways wie andere Airlines auch weiterhin Frachtflüge durch. Dem Vernehmen nach verteuern sich die Flüge allerdings mit der immer grösseren Knappheit der verfügbaren Plätze.
Dass auch Qatar Airways urplötzlich ihre Haltung ändert, ist nicht auszuschliessen. Allerdings sieht deren CEO Akbar Al Baker die ganze Sache um das Coronavirus auch etwas anders als andere Airline-CEOs, vor einigen Tagen hatte er die Wissenschaft rund um das Coronavirus in Frage gestellt. Möglicherweise hat sich seine Sicht der Dinge inzwischen aber auch geändert.
Gute News übrigens auch noch aus Thailand: Seit dem gestrigen 24. März und bis zum 31. März ist die Regelung ausser Kraft gesetzt, wonach ausländische Transitpassagiere ein höchstens 72 Stunden altes «Health Certificate» sowie eine Versicherungsgarantie über 100'000 Dollar vorweisen müssen. Diese Ausnahme gilt lediglich für Transitpassagiere, die sich nicht mehr als 24 Stunden in einem thailändischen Flughafen aufhalten. Ein «Fit to Fly»-Zertifikat, also eine Selbsterklärung zur Gesundheit, wird weiterhin verlangt. Will heissen: Flüge via Thailand sind bis Ende Monat noch möglich. Danach wird voraussichtlich bis Ende Mai nicht mehr geflogen - wobei dies noch offiziell bestätigt werden muss. Klar ist lediglich, dass Thailand ab dem 26. März seine Grenzen für Ausländer schliesst.
Mit anderen Lösungen wird es eng, weil sehr viele grosse Carrier (darunter auch Lufthansa, Swiss, United, American, Singapore Airlines, KLM und mehr) ihren Betrieb auf einen Bruchteil des vorherigen Angebots heruntergefahren haben. Auch Turkish Airlines wird ab dem 29. März nur noch Flüge zu fünf Zielen anbieten. Wer also jetzt noch nicht zurück in der Schweiz ist, muss wohl auf Rückführungsflüge hoffen oder sich auf einen längeren Aufenthalt in der Fremde einstellen - etwas, was offenbar bei gewissen Personen (in der Regel gut situierte Pensionäre) durchaus auch eine Option ist.