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Abflussmengen und Wassertemperaturen sind Grundlagendaten der Wasserwirtschaft. Sie dokumentieren das langfristige Verhalten des Gewässers. Die kontinuierlichen Messdaten unterstützen uns bei Entscheidungen im Wasserbau, bei der Wassernutzung und im Gewässerschutz.
Der Pegel des Wassers, auch Wasserstand genannt, lässt sich physikalisch gut messen. Beim Abfluss, auch Durchfluss genannt, ist eine kontinuierliche Messung schon komplexer. Deshalb setzten wir die automatisch gemessenen Pegelständen mithilfe von Eichkurven mit dem Abfluss in Beziehung.
Der Abfluss gibt an, welche Wassermenge einen Flussquerschnitt pro Sekunde durchfliesst. Mit Flügelmessungen nehmen wir das Flussquerprofil und die Fliessgeschwindigkeiten bei unterschiedlichen Wasserständen detailliert auf.
Weitere Messethoden sind Tracermessungen, Ultraschall-, Radar- oder magnetisch-induktive Messungen. Da sich die Gewässersohle durch Geschiebe oder Ablagerungen laufend verändert, müssen die Abflussmessungen periodisch wiederholt und die Eichkurven bei Änderungen angepasst werden.
Bei uns sind kontinuierlich messende Sensoren im Gewässer installiert. Zweimal stündlich kommen die aufgezeichneten Daten über das Handynetz zu uns und als Rohdaten direkt ins Internet.
Regelmässig werden die gemessenen Temperaturen anhand von Feldbeobachtungen kontrolliert.