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Die LAKA befasste sich – neben den statutarischen Aufgaben – an vier Sitzungen mit folgenden Themen:
- Weiterentwicklung Agrarpolitik
- Situation auf den Märkten
- Finanzielle Belange
- Verabschiedung zahlreicher Stellungnahmen, Positionen und Parolen
Sitzung vom 21. Februar 2018
Die Hauptthemen zu Beginn des Jahres waren das weitere Vorgehen und die Massnahmen zur Gesamtschau zur Agrarpolitik, der Projektstand der bevorstehenden Volksinitiativen «Fair-Food», «Ernährungssouveränität» und «Hornkuh» sowie der Fahrplan zur Initiative für sauberes Trinkwasser. Weiter wurde das Budget 2018 sowie der Finanzplan vorgestellt und von der LAKA gutgeheissen.
Sitzung vom 25. April 2018
Die Rechnungen des SBV und der Basiskommunikation 2017 wurden genehmigt und der Entwurf des Jahresberichts 2017 zuhanden der DV verabschiedet. Die LAKA äusserte sich zum aktuellen Verordnungspaket zur Agrarpolitik, erhielt weitere Informationen zur bundesrätlichen Gesamtschau, beschloss Stimmfreigabe zu den Initiativen «Fair-Food» und «Ernährungssouveränität» und lehnt die «Initiative für sauberes Trinkwasser» sowie einen Gegenvorschlag ab.
Sitzung vom 21. September 2018
Die LAKA genehmigte das Tätigkeitsprogramm und die Schwerpunkte 2019 des SBV zuhanden der DV und bereitete deren Geschäfte vor. Sie fasste Stimmfreigabe bezüglich der Hornkuh-Initiative, beschloss die Nein-Parole zur Zersiedelungsinitiative und lehnte die «Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» (Future 3.0) bei gleichzeitigem Verzicht auf einen Gegenvorschlag ab. Zudem wurden über den Stand zur Bekämpfung der «Initiative für sauberes Trinkwasser» sowie die Auswirkungen und Massnahmen zur Trockenheit informiert.
Sitzung vom 18. Oktober 2018
Hirofumi Kobayashi, General Manager des japanischen Bauernverbandes, stellte die aktuellen Herausforderungen seines Landes vor und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Schweiz. Die LAKA erhielt eine Analyse zu den beiden bevorstehenden Volksabstimmungen «Fair-Food» sowie «Ernährungssouveränität», verabschiedete die Resolution zur AP 22+ zuhanden der DV und beschloss nach der Anhörung von Pro- und Kontra-Referenten die Stimmfreigabe
zur Selbstbestimmungsinitiative. Der Geschäftsführer der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) referierte zu Ursachen und Massnahmen der zahlreichen schweren Unfälle 2018.
Delegiertenversammlung vom 22. November 2018
Im Zentrum der 86. Delegiertenversammlung (DV) des SBV standen die vom Bundesrat veröffentlichte Botschaft zur AP22+, die dieses Jahr eingereichten Initiativen gegen Pflanzenschutzmittel sowie die Ehrung der Gewinner der SwissSkills 2018 und der Medienpreise.
Aus Sicht der Versammlung bringt die erneute Gesetzesreform der Agrarpolitik ab 2022 zu wenig Mehrwert, um die damit verbundenen langen Diskussionen in Parlament und Öffentlichkeit sowie die internen Verteilkämpfe zu rechtfertigten. Die nötigen Änderungen liessen sich auch auf Verordnungsebene umsetzen. Besonders störend ist, dass der erteilte Volksauftrag nach der klaren Annahme des Artikels 104a zur Ernährungssicherheit immer noch nicht beim Bundesrat angekommen ist. Ebenso stösst er sich an den wiederum grossen Änderungen im Direktzahlungssystem und dem Fehlen einer administrativen Vereinfachung. Die fehlende Stabilität der Rahmenbedingungen binden unnötig unternehmerische Ressourcen auf den Betrieben. Die nun in die Vernehmlassung befindliche Botschaft erfüllte diese Ziele der Bauernfamilien nicht. Die Versammlung verabschiedete deshalb eine Resolution mit den entsprechenden Forderungen.
Grosse Sorgen bereiteten den Delegierten die eingereichten Initiativen rund um die Pflanzenschutzmittel. Die mit dem Titel suggerierten Ziele liessen sich durch die reine Ausrichtung auf die Landwirtschaft und die praxisfremden Forderungen nicht erreichen, so die Überzeugung der Betroffenen. Problematisch ist einerseits das Verbot jeglicher Pflanzenschutzmittel, das sogar natürliche und im Biolandbau zugelassene Mittel umfasst. Andererseits ist die Forderung, dass die Nutztiere ausschliesslich betriebseigenes Futter erhalten müssen, nicht durchdacht. Zusammenarbeit zwischen den Betrieben wäre nicht mehr möglich und Schweine oder Geflügel könnten nur noch in Ackerbaugebieten gehalten werden. Ebenfalls auf den Pflanzenschutz zielt die zweite dieses Jahr eingereichte Volksinitiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide. Der SBV und seine Mitgliedorganisationen planen die Bevölkerung besser zu informieren, Hintergründe darzulegen und aufzuzeigen, wie sie die nötigen Verbesserungen auf anderen Wegen angehen.
Die DV ehrte auch die Podestplatz-Gewinnerinnen und Gewinner in den landwirtschaftlichen Berufen an den SwissSkills 2018: Landwirt/-in, Winzer/-in, Gemüsegärtner/-in, Weintechnologen/-innen und Pferdefachleute.
Die Medienpreise 2018 gingen für die Deutschschweiz an Beat Bieri, SRF für den Film «Der Wildheuer – Senkrecht über dem Urnersee» und für die Westschweiz an Philippe Huwiler, Radio Fribourg für seinen Beitrag «Dernière désalpe de Gérard Morard, 73 ans». Zum ersten Mal wurde er auch an die italienische Schweiz ausgerichtet – und zwar an Valeria Bruni von RSI für ihren Filmbeitrag «Agricoltura e transumanza».
Die Delegierten informierten sich weiter über den Stand Umsetzung bei der Neuregelung der produktbezogenen Beiträge an den SBV und hiessen die Beiträge für 2019 gut. Sie genehmigten auch eine Präzisierung der Statuten: Der Rücktritt nach Erreichen des 65. Altersjahrs muss neu auf Ende der ordentlichen Amtszeit erfolgten. Die übrigen Traktanden der Versammlung verliefen ohne besondere Vorkommnisse: Die Delegierten genehmigten das letztjährige Protokoll, den Jahresbericht 2017 und das Tätigkeitsprogramm 2019.
Ergänzungs- und Ersatzwahlen für die Amtsperiode 2016-2020
Einstimmig wählten die Delegierten die Ersatzmitglieder in die LAKA. Neu vertreten im Parlament des SBV sind: Lüscher Markus (BE), Baumann Andreas (UR), Pape Nicolas (JU), Rickenbacher Thomas (ZG), Vetterli Daniel (SMP), Iseli Jürg (SMP), Mottiez Steve (SMP), Nüssli Edith (GalloSuisse), Grünenfelder Reto (ASR), Gerber Markus (ASR) und Kohler Hans (SAV).