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Die Pensionskasse Basel-Stadt veröffentlicht erstmals einen Bericht über die Nachhaltigkeit ihrer Vermögensanlagen. Die Publikation zeigt, wie die PKBS gesellschaftliche und ökologische Verantwortung übernimmt.
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Das bernische Verwaltungsgericht muss sich zum zweiten Mal mit dem Tod eines Mannes im Dezember 2014, seiner Konkubinatspartnerin und seiner Schwester beschäftigen. Und erneut geht es um viel Geld. Der Berner Oberländer schreibt:
Nach dem Tod des Mannes zahlte die Pensionskasse das Todesfallkapital in der Höhe von gut 640’000 Franken seiner Schwester aus. Die Kasse sah es nicht als erwiesen an, dass seine Partnerin mit dem Verstorbenen eine eheähnliche Gemeinschaft geführt hatte. Partnerin zu Unrecht übergangen
Gegen diesen Entscheid klagte die Partnerin vor dem bernischen Verwaltungsgericht. Erfolgreich. Das Gericht sah es im Januar 2019 als erstellt an, dass die beiden während 20 Jahren eine eheähnliche Gemeinschaft gebildet hatten. Viermal länger als die gesetzliche Mindestdauer. Die Partnerin legte dem Gericht Belege über ihre Beziehung vor. Von gemeinsamen Ferien, Hobbys und gegenseitigen Unterstützungen.
Daran änderte nichts, dass der Mann Drittbeziehungen mit anderen Frauen unterhalten haben soll. Diese Behauptungen der Schwester seien im Übrigen auch nicht belegt, hielt das Gericht Anfang 2019 fest. Die Pensionskasse habe damit die langjährige Partnerin zu Unrecht übergangen. Dieser Entscheid wurde weder von der Schwester noch von der Pensionskasse angefochten.
Die Sozialkommission des Standerates hat ein erstes Kernelement der AHV-Reform beschlossen: mit 9 zu 3 Stimmen bei 1 Enthaltung beantragt sie ihrem Rat, das Referenzalter der Frauen an jenes der Männer anzugleichen (65 Jahre), wie es der Bundesrat vorgeschlagen hat. Der Begriff «Rentenalter» wird durch «Referenzalter» ersetzt. Das Referenzalter der Frauen wird in Schritten von drei Monaten pro Jahr über den Zeitraum von vier Jahren nach und nach angehoben. Die erste Anhebung erfolgt ein Jahr nach Inkrafttreten der Revision. Die Kommission wird die Detailberatung nach der Herbstsession fortsetzen und sich insbesondere mit der Frage der Ausgleichsmassnahmen für die Erhöhung des Referenzalters der Frauen und der Flexibilisierung des Rentenbezugs auseinandersetzen.
Die “SP-Frauen*” reagieren ungehalten. In einer Mitteilung schreiben sie:
Die SP Frauen* nehmen mit Bedauern Kenntnis vom Vorschlag der bürgerlichen Mehrheit in der ständerätlichen Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-S), im Rahmen der Reform AHV 21 das Rentenalter der Frauen auf 65 Jahre zu erhöhen. Sie werden sich mit Vehemenz diesem Vorhaben entgegenstellen.
Was tut der OAK leid? Dass sie nicht auch noch für den Klimaschutz zuständig ist und deshalb eine abstruse Forderung von Green Peace leider nicht umsetzen kann. Die Gewerbezeitung schreibt:
Starker Tobak: Eine von der radikallinken Gruppierung Greenpeace beauftragte Rechtsanwältin hat eine rechtliche Eingabe ans Parlament gemacht. Sie will die Oberaufsichtskommission berufliche Vorsorge (OAK BV) zwingen, «den kantonalen Aufsichtsbehörden mittels eines Standards oder einer Weisung vor[zuschreiben], dass sie bei den Vorsorgeeinrichtungen ab 2021 jährlich Berichterstattung über deren direkte und indirekte Treibhausgasemissionen einzufordern und diese zu veröffentlichen haben».
Doch das ist noch nicht alles. Weiter soll die OAK BV «den kantonalen Aufsichtsbehörden in einer Weisung vorschreib[en], dass und wie Klimafinanzrisiken in den Anlagereglementen der Vorsorgeeinrichtungen zu berücksichtigen sind».
Und schliesslich soll die OAK BV «den kantonalen Aufsichtsbehörden mittels eines Standards vorschreib[en], dass die Vorsorgeeinrichtungen ihre Finanzflüsse in Einklang mit mindestens dem ‹deutlich unter 2-Grad-Ziel› zu bringen haben».
In der NZZ schreibt Hansueli Schöchli zur Motion Silberschmidt:
Der Vorstoss hat in der Regierung eine Kontroverse ausgelöst. Sozialminister Alain Berset wollte dem Vernehmen nach die Forderung nach einer ausgeglichenen Rechnung 2050 trocken ablehnen. Eines der Argumente: Die Altersvorsorge sei in Form des Pakets «AHV 21» zurzeit ohnehin Gegenstand von Diskussionen im Parlament. Zudem liege 2050 zu weit in der Zukunft, um zuverlässige Prognosen zu erlauben. Dass man Letzteres auch hinsichtlich der Klimapolitik oder der Energiestrategie sagen könnte, liess das Innendepartement nicht gelten.
Aufgrund von Interventionen aus anderen Departementen musste Berset zurückbuchstabieren. Diesen Mittwoch hat die Regierung eine modifizierte Stellungnahme verabschiedet. Demnach teilt sie «die Zielsetzung der Motion, wonach die AHV nachhaltig und generationengerecht finanziert werden muss». Die Vorlage «AHV 21» sichere das Gleichgewicht bis 2030, und die Zielsetzung solle «auch für die folgenden Jahrzehnte gelten».
Was «generationengerecht» heisst, ist aber Ansichtssache. Der Bundesrat scheint gemessen an seinen bisherigen Vorschlägen die Generationengerechtigkeit als erfüllt anzusehen, wenn vor allem die Jungen die Lasten tragen. Je stärker die Politik das Ungleichgewicht in der AHV vor allem durch Mehreinnahmen korrigiert, desto grösser sind die Lasten für die Jüngeren. Bei einem Anstieg der Lohnbeiträge wird zum Beispiel ein 60-Jähriger im Mittel nur noch etwa fünf Jahre lang zusätzlich belastet, ein 30-Jähriger dagegen sieben Mal so lange und ein Rentner überhaupt nicht. Bei einer Erhöhung der Mehrwertsteuer zahlen wenigstens die Rentner mit.
Eingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt, die Zielsetzung zu beschliessen und umzusetzen, wonach die AHV bis ins Jahr 2050 nachhaltig und generationengerecht finanziert werden muss (kein Umlagedefizit im Jahr 2050). Dieses Ziel soll mit ausgaben- und einnahmenseitig zu gleichen Teilen ausgewogenen Massnahmen umgesetzt werden.
Begründung: Das kumulierte Defizit in der AHV beträgt gemäss Bundesamt für Sozialversicherungen bis ins Jahr 2050 über 260 Milliarden Schweizer Franken. Einen Teil davon (60 Mrd. CHF) wurde mit der STAF durch eine Erhöhung der Lohnbeiträge gedeckt. Mit der Reform AHV21 soll ein weiterer Teil durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie die Angleichung des Rentenalters von Frau und Mann abgedeckt werden. Das kumulierte Defizit ist damit aber nach wie vor im dreistelligen Milliardenbereich und wird sich in absehbarer Zeit insbesondere aufgrund der bevorstehenden Pensionierung der Babyboomer-Generation nicht verbessern (im Gegenteil, auch die Folgen der COVID-Wirtschaftskrise und die weiter steigende Langlebigkeit werden die Situation weiter verschärfen). (…)
Stellungnahme des Bundesrates: (…) Allerdings wird erst eine nächste Reform die Herausforderungen über das Jahr 2030 hinaus auffangen können. Demgegenüber schränkt die Forderung, wonach die Zielsetzung mit ausgaben- und einnahmenseitig zu gleichen Teilen ausgewogenen Massnahmen erreicht werden soll, den Handlungsspielraum zu stark ein. Bereits die im Parlament zur Diskussion stehende Reform AHV21 würde mit dieser Zielsetzung relativiert, da entweder die Kompensationsmassnahmen zugunsten der Frauen, die Mehrwertsteuer oder das Rentenalter generell umgestaltet werden müssten.
Antrag des Bundesrates: Ablehnung der Motion
Der Bundesrat hat die Anfrage von Andri Silberschmidt bezüglich “Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf die Bundesfinanzen und Sozialwerke beantwortet. Bezüglich Sozialwerke heisst es dazu:
Die Auswirkungen der Covid-19-Krise auf die Finanzperspektiven der Sozial-werke hängen stark von der Dauer und der Art der wirtschaftlichen Erholung ab. Das BSV geht bei der Berechnung der Finanzperspektiven bis 2030 davon aus, dass die Folgen der Pandemie auf die Schweizer Wirtschaft und auf den inländischen Arbeitsmarkt vorübergehender Natur sein werden und sie die Finanzen der Sozialversicherungen nur kurzfristig beeinträchtigen dürften. Einbussen erwartet das BSV insbesondere in den Jahren 2020–2024.Allerdings können sich auch kleine Veränderungen bei den Einnahmen und Ausgaben in den Folgejahren dauerhaft auf die Niveaus der Fonds auswirken. Eine Übersicht über die aktuellen Finanzperspektiven der einzelnen Sozialversicherungshaushalte hat das BSV am2. Juli 2020 veröffentlicht (https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/publikationen-und-service/medieninformationen/nsb-anzeigeseite.msg-id-79694.html).
Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Groupe Mutuel zeigt: Herr und Frau Schweizer fordern mehr Mitspracherecht und Wahlfreiheit in der Altersvorsorge. Gleichzeitig lehnen 74% die Erhöhung des Rentenalters ab, auch die Senkung des Umwandlungssatzes findet keine Mehrheit. Drei von vier Personen rechnen heute damit, ihren Lebensstandard nach der Pensionierung senken zu müssen.
Auch in der neusten Umfrage der Groupe Mutuel zeigt sich die Schweizer Bevölkerung skeptisch gegenüber den gängigsten Reformvorschlägen. Während Änderungen der AHV in den nächsten 20 Jahren von der Mehrheit erwartet werden, lehnen 74% der Befragten eine Erhöhung des Rentenalters ab.
Etwas mehr als die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer spricht sich ausserdem gegen eine Senkung des Umwandlungssatzes im BVG aus. Stattdessen werden einheitliche Beitragssätze für alle Altersklassen (von 57%) sowie die freie Wahl der Pensionskasse (von 74%) und mehr Möglichkeiten, das BVG-Guthaben vor der Pension einzusetzen (von 61%), gefordert.
Die Schweizer Grossbank polt alle Vorsorgefonds der Zweiten und Dritten Säule auf Nachhaltigkeit um. Damit sind bei der UBS fast eine halbe Billion Franken nach diesen Gesichtspunkten investiert, schreibt Finews.
Die UBS stellt alle ihre Schweizer Vorsorgefonds auf nachhaltige Anlagestrategien um. Wie die grösste Schweizer Bank am Dienstag mitteilte, werden konkret die Vitainvest-Anlagefonds ab dem (heutigen) 1. September 2020 nach ESG-Kriterien (Environment, Social and Governance) ausgerichtet. Die Veränderung betrifft Fondsvermögen von 8,4 Milliarden Franken.
Was Nachhaltigkeit in diesem Fall genau bedeutet, definiert die UBS. So sollen die Fonds etwa dem Ziel genügen, ein besseres Nachhaltigkeits-Profil aufzuweisen als der jeweilige Referenz-Index. Die Grossbank verspricht ausserdem, dass Verwaltungsgebühren und das Risiko-Rendite-Profil bleiben unverändert bleiben. ESG-etikettierte Fonds sind oft teurer für die Anleger.
Les 1272 personnes interrogées par M.I.S Trend pour «Le Temps» entre le 18 et le 26 juin ont répondu à 29 questions. Analyse des dix principales.
Les trois quarts des Suisses estiment qu’ils devront se serrer la ceinture en vieillissant. La prévoyance vieillesse est l’une de leurs plus grandes préoccupations. Mais ils sont aussi 74% à rejeter une hausse de l’âge de la retraite.
Un peu plus de la moitié des Helvètes rejettent également une baisse du taux de conversion en matière de prévoyance, indique un sondage publié mardi par l’assureur maladie Groupe Mutuel et le quotidien «Le Temps». Bien que 63% des Suisses disent avoir confiance dans le système des trois piliers, ils sont 60% à juger leur prévoyance insuffisante.
Le système des trois piliers (AVS, caisses de pension et épargne) est inscrit depuis 1972 dans la Constitution fédérale. En raison de l’évolution démographique, il y a toujours moins d’actifs et toujours plus de retraités. Des projets de réforme du système ont échoué à plusieurs reprises en votation.
Les Suisses sont en revanche 57% à exiger des taux de cotisation uniformes pour toutes les classes d’âge. Les trois quarts (74%) veulent pouvoir choisir librement leur caisse de pension et 61% demandent plus de possibilités de pouvoir utiliser l’argent du deuxième pilier avant l’âge de la retraite.
Der hypothekarische Referenzzinssatz verbleibt auf dem Stand von 1,25 Prozent. Auf diesen rekordtiefen Wert war der Satz diesen März gefallen. Der dem Referenzzinssatz zugrundliegende Durchschnittszinssatz ist gegenüber der letzten Publikation des hypothekarischen Referenzzinssatzes auf 1,33 von 1,35 Prozent gesunken.
Eine Änderung des momentan geltenden Zinssatzes ist erst angezeigt, wenn der von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) berechnete Durchschnittszinssatz auf unter 1,13 Prozent sinkt oder auf über 1,37 Prozent steigt. Grundlage der Berechnung sind die Zinssätze aller inländischer Hypothekarforderungen von Schweizer Banken.
Die allgemeinen Ergebnisse zur Lohnsituation in der Schweiz im Jahr 2018 sind ab sofort in Form einer Taschenstatistik verfügbar. Die wichtigsten Themen, z.B. die Löhne nach Wirtschaftszweig, Geschlecht, beruflicher Stellung oder Herkunft (Schweiz/Ausland) werden mit Grafiken, Tabelle oder Karte präsentiert. Die Schweizerische Lohnstrukturerhebung wird alle zwei Jahre durchgeführt.
Wo fühlen sich die Menschen in der Schweiz sicher, wo sehen sie Risiken: Die im Juni 2020 erhobenen Daten des dritten SVV Sicherheitsmonitors zeigen, dass drei Viertel der Schweizer Bevölkerung sinkende Renten erwarten. Damit ist die Besorgnis über den Zustand der Altersvorsorge im Vergleich mit dem Vorjahr weiter angestiegen. Auch punkto Klimawandel geben sich die Schweizerinnen und Schweizer besorgt. 80 Prozent der Bevölkerung schätzt die Auswirkungen des Klimawandels als grosses Risiko ein.
Ein Viertel der Schweizerinnen und Schweizer möchte, dass Versicherer und Pensionskassen ihr Kapital in jedem Fall nachhaltig anlegen, selbst wenn dies eine geringere Rendite zur Folge hätte. Weitere 46 Prozent stimmen dieser Zielsetzung zumindest teilweise zu. Dagegen sehen 19 Prozent den Fokus klar auf der Rendite. Diese Ergebnisse stammen aus dem SVV Sicherheitsmonitor 2020. Zum dritten Mal hat die Forschungsstelle sotomo zusammen mit der Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich im Auftrag des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV die Bevölkerung zu Sicherheit und Stabilität der Gesellschaft befragt.
Trotz der vom Volk gutgeheissenen und anfangs 2020 in Kraft getretenen AHV-Steuervorlage (STAF) ist die Besorgnis der Bevölkerung über den Zustand der Altersvorsorge weiter gestiegen. Drei von vier Befragten erwarten sinkende Renten. Als Ursache sehen 68 Prozent eine Finanzierungslücke in der AHV. Gar 77 Prozent befürchten, dass die Pensionskassen ihre Leistung nicht erbringen können. Ginge es nach der Mehrheit, sollte die Last zur Behebung des Finanzlochs auf die ganze Bevölkerung – und nicht allein auf die arbeitende Bevölkerung – verteilt werden. Michael Hermann sagt:
Vor hundert Jahren gründete die Gebrüder Sulzer AG in Winterthur eine Pensionskasse für die Angestellten und eine Pensionskasse für die Arbeiter. 1985 fusionierte Sulzer die beiden nun paritätischen Kassen. Heute ist die Sulzer Vorsorgeeinrichtung (SVE) eine Gemeinschaftsstiftung, die auch Drittfirmen offensteht.
Sie versichert 34 Unternehmen mit 12’600 Destinatären und verwaltet ein Vermögen von rund 4 Milliarden Franken. Seit hundert Jahren gehört die SVE zu den leistungsstarken Pensionskassen der Schweiz. Sie zeichnet sich unter anderem durch Generationenfairness, flexible Vorsorgemodelle, eine breit diversifizierte Anlagestrategie, überdurchschnittliche Verzinsung der Altersguthaben und einem hohen Deckungsgrad aus.
Zum 100-jährigen Bestehen hat die SVE vom Wirtschaftshistoriker Adrian Knoepfli die Geschichte der Pensionskasse aufarbeiten lassen und in einem mit Bildern und Grafiken illustrierten Buch publiziert. Dieses hätte am geplanten Jubiläumsanlass in diesem Jahr lanciert werden sollen. Corona bedingt musste das Jubiläumsfest leider verschoben werden. Vorgesehen ist nun, den Jubiläumsanlass für die Rentnerinnen und Rentner am 30. September 2021 und für die Versicherten am 1. Oktober 2021 durchzuführen.