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Verwaltung Zentralbahn
Adresse
6362 Stansstad
NW
Architektur
Das neue Verwaltungsgebäude erscheint dynamisch und zukunftsweisend. Die Unit Architekten AG entschied sich, einen radikal modernen Bau an die Schnittstelle des beschaulichen dörflichen Kontexts und der lärmenden Verkehrsachsen zu platzieren. Die gut gelöste Verbindung mit dem Stationsgebäude integriert den «Cubus» in das Bahnhofsareal.
Chronologie
Das neue Verwaltungsgebäude der Zentralbahn wurde in den Jahren 2009/10 vom Hergiswiler Architekturbüro Unit Architekten AG errichtet. Der Bau firmiert unter der Projektbezeichnung «Cubus» und bietet rund 50 Arbeitsplätzen Raum.
Lage
Das Verwaltungsgebäude der Zentralbahn steht parallel zu den Gleisen der Zugstrecke Luzern-Engelberg und der Autobahn A2. Auf der anderen Seite, im Nordosten, grenzt es an die Bahnhofstrasse an. Der Neubau schliesst lateral an das bestehende Stationsgebäude an und wurde so Teil des Bahnhofs wie auch des Busbahnhofs: Das Ensemble fasst heute einen zentralen Platz in Stansstad. Im Norden befinden sich Parkplätze.
Beschreibung
Der «Cubus» ist ein dreigeschossiger Würfel. Die Bodenplatte des ersten Obergeschosses ragt im Südosten weit über den Baukörper hinaus und schafft so eine Verbindung zum Stationsgebäude und eine gedeckte Erschliessung der Gleise – belichtet von einem grosszügigen Oberlicht. Der Bau korrespondiert mit dem Aussenraum, indem das Erdgeschoss auf der nord- und der südöstlichen Seite drei Meter zurückspringt und so den gedeckten Bereich erweitert. Der Haupteingang des Verwaltungsgebäudes liegt auf der Nordostseite. Die Fassadenhülle des «Cubus» ist aus einer äusseren und einer inneren Schicht aufgebaut. Die innere Schicht besteht aus geschosshohen Verglasungen, die zwischen die Geschossdecken gespannt sind. Die äussere Schicht setzt sich aus vertikalen Metalllamellen zusammen, die im gleichen Abstand angebracht sind und sich partiell miteinander verzahnen. Die unterschiedlich langen Lamellen laufen über die Bodenplatten hinweg und verbinden die Geschosse in einer dynamischen Weise. Die gestaltgebende Idee dahinter war die Reihung der Eisenbahnschwellen.
Im Erdgeschoss befindet sich die bahnunterhaltsdienende Nutzung. Die Büroräume der Zentralbahn in den Obergeschossen sind um ein Atrium mit geschosshohen Glaswänden gereiht. Das lichte Atrium birgt die zentrale Treppe, deren Geländer aus gebeiztem Eichenholz besteht, das mit der Fassadengestaltung harmoniert. Die Stufen und die Böden des Foyers sind mit einem hellgrauen Valmalenco-Granit belegt, die Büroböden mit bordeauxrotem Linoleum ausgestattet.
Literatur