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Die menschliche Stimme kann sowohl die Naturtonreihe als auch die Töne der chromatischen Skala wiedergeben. Das Zusammenspiel von Alphorn und Gesang wäre bereits beim Aufkommen der ersten Alphörner einfach gewesen. Es ist möglich, dass solche spontanen Konzerte zwischen Hirten auch stattfanden, nur sind sie nirgends überliefert. In Abbildungen, Beschreibungen oder Notenblättern ist das Alphorn lange Zeit ein reines Soloinstrument.
Eine Ausnahme bildet das 1835 vom Luzerner Franz Xaver Schnyder von Wartensee komponierte Stück "Alpenlied auf Rigi-Scheideck" für Männerchor und Alphorn.
Zu Beginn der 1970er Jahre, als die Folk-Musik in der Schweiz auch die Alphornszene belebte, liess die Berner Schauspielerin Christine Lauterburg ihre experimentellen Jodler von Büchelklängen begleiten. Der Jazztrompeter Hans Kennel, der sowohl Alphorn als auch Büchel spielt, erweiterte das Zusammenspiel. Er trat 2002 am Festival "Alpentöne" in Altdorf (Kanton Uri) mit dem Jodlerquartett Schönbächler auf.
In den 1990er Jahren wurde das Ensemble "Stimmhorn" gegründet, dessen Aufnahmen viel Aufmerksamkeit erhielten. Der Sänger Christian Zehnder und der Blasmusiker Balthasar Streiff erfanden neue Instrumente wie das "doppelte Alphorn" (zwei Rohre münden in ein einziges Mundstück, man kann also 2 Alphörner gleichzeitig spielen) oder das "Alpophon" (eine Kombination zwischen Alphorn und Saxophon). Auch eine Melkmaschine diente als Blasinstrument. In jüngster Zeit begann Hans Ott, Poplieder mit Alphorn zu begleiten.