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COPD: Langzeitantibiose reduziert Exazerbationen
Makrolide haben antientzündliche Eigenschaften, welche einen günstigen Effekt auf die Langzeitprognose von COPD-Patienten haben könnten. Die Autoren einer randomisierten Studie haben die Konsequenzen einer Verabreichung von Erythromycin über ein Jahr bezüglich Exazerbationsrisiko geprüft.
109 durchschnittlich 67-jährige Personen mit einer COPD (mittleres FEV1 zwischen 30% und 70% des Solls) nahmen über 12 Monate zweimal täglich entweder 250 mg Erythromycin oder Placebo ein. 35% erlitten im Jahr vor der Studienrekrutierung drei oder mehr Exazerbationen. Primärer Studienendpunkt war die Anzahl moderater oder schwerer COPD-Exazerbationen (Hospitalisation, systemische Therapie mit Steroiden oder Antibiotika).
Insgesamt verzeichneten die Autoren 206 moderate bis schwere Exazerbationen, wovon 125 in der Placebogruppe auftraten. Die Patienten unter Erythromycin hatten ein signifikant geringeres Exazerbationsrisiko (Rate Ratio 0.65, p=0.003) und eine kürzere Dauer der Exazerbationen. Bezüglich FEV1 und Therapieabbrüche zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen.
Konklusion der Autoren: Eine Langzeit-Makrolidtherapie scheint das Exzerbationsrisiko bei COPD-Patienten signifikant zu senken.
Link zur Studie
Am J Respir Crit Care Med 2008;178: 1139-1147 - Seemungal TA et al
26.11.2008 - dde