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Der Name Dino ist eine Hommage an Enzo Ferraris Sohn Alfredo. Durch eine durch Wettbewerbe auferlegte Dringlichkeit entstand eine Vereinbarung zwischen Ferrari und Fiat für die Produktion eines Spiders und eines Coupés, die von zwei großen Turiner Karosseriebauern entworfen und montiert wurden.
Mitte der 1960er-Jahre musste Ferrari dringend einen Motor für einen einsitzigen Formel-2-Rennwagen homologieren: Danach wurde mit Fiat ein Industrievertrag über die Lieferung der 6-Zylinder „Dino“ V-Motoren, zu Ehren des früh verstorbenen Sohnes von Enzo Ferrari so benannt, geschlossen, was zu ihrem Design beigetragen hatte.
Mit dem neuen raffinierten Zweiliter-V6-Motor entschied sich Fiat zur Produktion von zwei Sportwagen. 1966 fiel Pininfarina die Aufgabe zu den Spider zu entwerfen, während im darauf folgenden Jahr Bertone das Coupé entwarf, das im Gegensatz zum Spider mit verlängertem Radstand zu einem Viersitzer wurde: länger und damit etwas schwerer und weniger schnell, aber ein Auto, das auf Anhieb auf mehr Gegenliebe gestoßen ist, als der faszinierende Spider.
Bei dem herkömmlichen Schema war der Sechszylindermotor des Modells in V-Form angelegt und verfügte über ein Fünfganggetriebe. Der Antrieb befand sich hinten und nutzte ein sportliches Selbstsperrdifferenzial. Einzelradaufhängung auf Schraubenfedern vorn, während am Hinterrad eine Starrachse an Blattfedern verbaut worden ist. Sowohl beim Spider auch beim Coupé wurde mit vier Scheibenbremsen gebremst.
Der Erfolg, mehr des Coupés, als des Spiders, wuchs unaufhörlich, so dass 1969 die zweite Serie mit dem neuen 2,4-Liter-Motor auf den Markt kam.
Mit dem neuen Motor wuchs die Leistung: Der V6-Motor mit 65-Grad-Zylinderwinkel jetzt mit einem Hubraum von 2418 cm³ setzt für damalige Verhältnisse beachtliche 180 PS bei 6600 U/min frei. Der Dino 2400 Coupé erreicht eine Höchstgeschwindigkeit 205 km/h. Neben dem neuen Motor profitierte die zweite Dino Baureihe von einer neuen Einzelradaufhängung vorn, wie sie im Flaggschiff Fiat 130 verbaut war und das Kurvenverhalten deutlich verbessert. Von 1967 bis 1972 wurden mit den beiden Motorisierungen insgesamt 7577 Einheiten des Fiat Dino Coupé produziert. Beim Joint Venture von Ferrari, Fiat, Lancia und Bertone baute der Turiner Karosseriebauer in den 70er Jahren den vielseitigen Lancia Stratos um den gleichen Motor herum. Das zur FCA Heritage-Sammlung gehörende Exemplar in der Farbe Metallic-Silber mit schwarzer Innenausstattung gehört zur zweiten Serie. Es hat einen 2,4-Liter-Motor und wird im Centro Storico Fiat (dt. Historisches Zentrum von Fiat) in Turin ausgestellt.