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Juniorin Jaqueline Schneebeli hat bei den Weltmeisterschaften im kanadischen Mont Sainte Anne für die zweite, respektive dritte Schweizer Goldmedaille gesorgt. Die Europameisterin gewinnt das Rennen klar mit 1:08 Minuten Vorsprung auf die Österreicherin Mona Mitterwallner und 3:11 Minuten vor der Norwegerin Helene Marie Fossesholm. Bei den Junioren fährt Janis Baumann auf Rang sieben.
Bereits in der ersten von vier Runden beginnt eine Lücke zwischen Platz zwei und drei zu klaffen, die bis über eine Minute anwächst. Jaqueline Schneebeli hat die Führung übernommen und ist dann gemeinsam mit Mona Mitterwallner weg gezogen. Hinter ihnen kämpfen die Ungarin Blanka Vas, Helene Marie Fossesholm und die Australierin Zoe Cuthbert um Bronze, nachdem die zu Beginn führende Ronja Blöchlinger in Runde zwei den Anschluss vollends verloren hat.
In derselben Runde stürzt Mitterwallner an erster Position liegend und Schneebeli kann dahinter fahrend nur mit Mühe einen eigenen Sturz vermeiden. «Ich habe es gerade noch geschafft nicht auf einen Baum zu fahren», sagt sie.
Sie muss vom Bike, kommt aber an Mitterwallner vorbei, vergrössert ihren Vorsprung immer mehr und fährt ab da ein Solo zum Sieg. Die Europameisterin fährt souverän ihren Rhythmus und kommt auch sehr gut durch die vielen technisch schwierigen Passagen.
«Ich hatte einen sehr guten Tag. Nach meinem Europameistertitel habe ich mir hier schon eine Medaille vorgenommen, aber dass es jetzt Gold wird, ist der Ober-Hammer», kommentiert Schneebeli ihr Resultat.
Ronja Blöchlinger «parkiert», wie sie selber sagt, ab der zweiten Runde mehr und mehr. Ob sie zu schnell gestartet ist? «Keine Ahnung», zuckt sie mit den Schultern.
Von Position sechs wird sie noch bis auf 13 (+7:38) zurückgereicht.
Junioren: Gold für Briten Aldridge – Baumann auf Rang sieben
Im Weltmeisterschafts-Rennen der Junioren im kanadischen Mont Sainte Anne, sind die Schweizer ohne weitere Medaille geblieben. Der Brite Charlie Aldridge gewinnt in 1:07:31 Stunden mit 11 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen Luca Martin und 20 Sekunden vor dem Italiener Andreas Vittone. Bester Schweizer wird der EM-Zweite Janis Baumann als Siebter (+2:39).
Janis Baumann kann in der Spitzengruppe nie eine Rolle spielen. «Ich hatte nicht wirklich gute Beine», bekennt Baumann. Als sich eine sechsköpfige Spitzengruppe mit den späteren Medaillengewinnern bildet, ist er nicht dabei.
«Schon der Start war nicht optimal», erzählt Baumann. «Es war sehr nervös und man musste sich seinen Weg suchen, das war etwas schwierig für mich.»
Als ihn dann auch noch ein Defekt zurückwirft, ist die Hoffnung auf ein Resultat nahe den Medaillenrängen vorbei. Die Minute, die er dabei in der vorletzten Runde verliert hätte aber auch maximal Rang sechs gebracht.
Luke Wiedmann stürzt bereits in der ersten Runde in einer sandigen Kurve und muss sich danach in der Technischen Zone den Lenker richten lassen. «Ich hatte erst mal auch Schmerzen und Schwierigkeiten meinen Rhythmus wieder zu finden. Irgendwann ging es dann und ich konnte mich Schritt für Schritt nach vorne arbeiten», so Wiedmann, der von Position 13 auf 20 zurückgeworfen wurde. «Unter diesen Umständen bin ich zufrieden mit Platz elf.»
3:58 Minuten Rückstand werden für ihn gemessen.
Im Kampf um den Weltmeistertitel ergreift der Italiener Andreas Vittone in der dritten Runde die Initiative und fährt einen Vorsprung von elf Sekunden heraus. Doch der Brite Charlie Aldridge hat noch Reserven, holt Vittone wieder ein und in der Schlussrunde attackiert Aldridge am Berg.
Vittone hält dagegen, sie berühren sich und der Italiener stürzt. Dabei rutscht die Kette herunter, so dass er auch noch Silber an den Franzosen Luca Martin verliert.