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Am 7. März 2021 votierten 51,2 Prozent der Schweizer Stimmenden
für ein Verbot der Gesichtsverhüllung im öffentlichen Raum –
nachdem politische Kreise und Medien das Thema 15 Jahre lang
bearbeitet hatten. Zwei Monate vor der Abstimmung erschien das
Buch «Verhüllung – Die Burka-Debatte in der Schweiz». Die Medien
nahmen daraus nur die Angaben über Nikabträgerinnen auf, nicht
jedoch die Analyse des von ihnen selbst zuvor geprägten Diskurses.
Den führten sie im selben Stil weiter: ohne Sachkenntnis, ohne die
Stimme von Nikabträgerinnen, ohne kritische Selbstreflexion. Zu
Wort kamen dafür jede Menge selbstberufener Interpretinnen und
Interpreten. Und wo steht der Diskurs ein Jahr später?