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Buenos Aires, 23. Juli 2011 Durch einen am Ende hoch verdienten Sieg hat sich Peru den Dritten Platz bei der diesjährigen Copa América gesichert. In einer teilweise langweiligen, phasenweise turbulenten Partie bezwang „La Blanquirroja“ die Auswahl Venezuelas mit 4:1 (1:0). Für Peru ist es der grösste Erfolg bei einer Südamerikameisterschaft seit über 25 Jahren.
Held des Abends war zweifelsohne Bundesligist Paolo Guerrero. Der HSV-Stürmer schoss durch einen Hattrick sein Team quasi im Alleingang aufs Treppchen der Copa América. Zudem sicherte er sich dadurch mit insgesamt fünf Treffern vermutlich den Titel des Torschützenkönigs, sollten die Uruguayer Luis Suárez (derzeit 3 Treffer) oder Álvaro Pereira (derzeit 2 Treffer) im Endspiel nicht noch eine Aufholjagd beginnen.
Venezuela, das ohne den rotgesperrten Kapitän Vargas in La Plata auflief, hatte ein mehr als ehrgeiziges Ziel: erstmalig in der Geschichte des Landes eine Medaille bei der Copa América zu erringen. Nach einem 5. Platz 1967 war bis 2004 immer in der Vorrunde Schluss gewesen, bei der letzten Ausgabe im eigenen Land kam man zumindest ins Viertelfinale. Damit war alleine das Erreichen der Spiels um Platz 3 der grösste Erfolg der „Vino Tintos“. Nach einem eher verhalten Start beider Mannschaften war sogar Venezuela gewesen, welches die erste Torchance auf sich verbuchen konnte.
Fast über die ganze erste Halbzeit waren die Kicker aus dem bolivarischen Land dem Führungstreffer näher, doch Peru erzielte ihn. In der 42. Minute konnte Chiroque nach einem Doppelpass mit Guerrero den 1:0 Pausenstand erzielen, der Venezuela jedoch nach dem Wiederanpfiff umso energischer auf den Ausgleich drängen liess. So energisch, dass in der 60. Minute Rincon – ebenfalls in Hamburg unter Vertrag – Rot sah und „La Vino Tinto“ mit einem Mann weniger auf dem Feld stand.
Nun war die Stunde des Paolo Guerrero gekommen. In der 65. Minute erhöhte er zunächst auf 2:0, bevor Venezuela durch Arango in der 78. Minute auf 2:1 verkürzen konnte. Peru spielte nun keinesfalls auf Zeit sondern nutzte die Überzahl und immer häufigere Konterchancen gnadenlos aus. In der 89. Minute markierte Guerrero dadurch die 3:1 – Vorentscheidung, in der Nachspielzeit setzte er seinem Auftritt durch das 4:1 noch ein Sahnehäubchen obendrauf.
Im Finale am Sonntag (21 Uhr MESZ) treffen im Estadio Monumental in Buenos Aires Uruguay und Paraguay aufeinander. Während die „Celeste“ vom 15. Titel und dem damit verbundenen Copa-Rekord träumt, will die „Albirroja“ erstmalig seit 1979 den Pokal wieder ins eigene Land holen.
Foto: CA2011/Handout/Internet