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Die Wahlbeteiligung lag auch wegen eines Boykottaufrufs der Opposition bei knapp 23 Prozent der 2,3 Millionen Wahlberechtigten. Nach Auszählung von 99 Prozent der abgegebenen Stimmen stimmten 97,2 Prozent für die Umwandlung in einen US-Staat. Den Wählern stand auch die Unabhängigkeit als weitere Option offen, doch gab es dafür lediglich 1,5 Prozent der Stimmen. Für die Beibehaltung des Status als assoziierter Freistaat votierten 1,32 Prozent der Stimmberechtigten.
Es ist schon das fünfte Plebiszit über die Zukunft der östlich der Dominikanischen Republik gelegenen spanischsprachigen Insel mit rund 3,4 Millionen Einwohnern. Bisher hatte der Status quo dreimal gesiegt, beim Plebiszit vor fünf Jahren hatte sich eine knappe Mehrheit für eine Zukunft als US-Staat ausgesprochen. Doch blieb die Entscheidung des US-Kongresses aus.
Die Puertoricaner sind US-Bürger, aber sie dürfen nicht an der Präsidentenwahl teilnehmen, und ihre Delegierten im US-Kongress haben kein Stimmrecht. Kritiker sprechen von einem kolonialen System, das die regierende Neue Progressive Partei (PNP) nun ändern will.
Es geht auch um Geld: Puerto Rico ist praktisch pleite. Als US-Bundesstaat könnte sich die Insel nach US-Insolvenzrecht für zahlungsunfähig erklären, wie es etwa die Stadt Detroit getan hat./go/DP/zb
(AWP)