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Nach dem Bau eines Schiffes werden bei der Seeerprobung die allgemeine Leistungsfähigkeit des Schiffes, seine elektrischen und energetischen Systeme, seine Kommunikations- und Navigationssysteme sowie physische Systeme wie Kräne und der Hubschrauberlandeplatz geprüft. Die Ural wurde in der Werft Baltic Shipyard in Sankt Petersburg gebaut und hat diese Tests im Finnischen Meerbusen absolviert.
Der Erfolg der Seeerprobung deutet darauf hin, dass die Ural im Grossen und Ganzen auf dem besten Weg ist, bis Ende dieses Jahres an ihren Eigner, Atomflot, ausgeliefert zu werden, wie es die Baltic Shipyard zuvor angekündigt hatte.
Die Ural ist der dritte Eisbrecher des Projekts 22220, die für ihre RITM-200-Zwillingsreaktoren bekannt sind. Ihre Aufgabe ist es, die Befahrbarkeit des Nördlichen Seewegs aufrechtzuerhalten, was eine kürzere Route für den Frachtverkehr zwischen Nordeuropa und Ostasien darstellt. Sie sind 173 Meter lang und können mit bis zu 2 Knoten durch 2,8 Meter dickes Eis brechen. Die Breite von 33 Metern an der Wasserlinie ist auf die 70’000-Tonnen-Schiffe abgestimmt, denen sie den Weg frei machen sollen.
Die Arktika war das erste Schiff des Projekts 22220, die folgenden werden als Serienschiffe bezeichnet. Die Sibir wurde im Januar 2022 in Betrieb genommen. Zwei weitere Schiffe befinden sich in Bau: die Jakutija und die Tschukotka, die 2024 bzw. 2026 in Betrieb genommen werden sollen.
Quelle
A.D. nach WNN, 3. November 2022