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Instrumentenkunde: Der Chapman Stick
Von Ralph Hofbauer | 11. Juli 2014 | 0 Kommentare
Wer sich nicht zwischen Gitarre und Klavier entscheiden kann, sollte es einmal mit dem Chapman Stick versuchen.
Jimmie Webster war der erste Gitarrist, der erkannte, dass sich mit einer E-Gitarre nicht nur einstimmige Melodien und Akkorde spielen lassen, sondern dass durch das Antippen der Saiten mit beiden Händen zwei Tonfolgen auf einmal erzeugt werden können. In den 50er-Jahren entwickelte der Jazz-Gitarrist seine „Touch System“-Technik, die es ihm erlaubte – ähnlich wie auf einem Klavier – Melodie und Basslauf gleichzeitig auszuführen.
Mit derselben Spielweise wie Webster experimentierte Emmett Chapman in den späten 60er-Jahren. Um das Potenzial seiner polyphonen Technik auszureizen, machte sich der Amerikaner an die Entwicklung eines neuartigen Instruments. Der Chapman Stick ist zwar ein Saiteninstrument, wird aber wie ein Tasteninstrument mit zwei tonangebenden Händen gespielt. Der Hybrid aus Gitarre und Bass vereint gewissermassen eine Double-Neck-Gitarre auf einem Griffbrett und bringt es mit seinen zehn Seiten je nach Tuning auf einen Tonumfang von vier bis fünf Oktaven.
In der TV-Show „What’s My Line?“ präsentierte Chapman seinen Stick 1974 erstmals der Öffentlichkeit. Nach einem heiteren Rätselraten um seine Erfindung demonstrierte er mit einem Cover von „Yesterday“ auf seinem innovativen Instrument seine sogenannte „Free Hands“-Technik:
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