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die 1970er
Bereits am folgenden Mittwoch, der 23. Dezember 1970, nach dem ersten erfolgreichen Einsatz stand der nächste auf dem Programm. Anlässlich des Abendverkaufes in Affoltern wurden die Kadetten um 19 Uhr auf den Platz gebeten.
Da der Albis zu dieser Zeit noch als Ort zum Skifahren gebraucht wurde und dieser mit einem Auto erreicht wurde, war das Chaos so gross, dass man nach Ordnung strebte. Im Jahr zuvor taten dies die Verkehrskadetten Züricher-Oberland zusammen mit der Polizei aus Langnau a.A. Diese Tatsache war auch der eigentliche Grund, warum sich Hans-Jörg Federer nach Aufforderung von Heiri Guggenbühl, dem Urvater der Verkehrskadetten, an die Gründung machte.
Nach der zweiten Ausbildungsrunde im Jahre 1971 betrug der gesamte Bestand der aktiven Verkehrskadetten 38. Diese beachtliche Zahl war allerdings notwendig, um den vielen Anfragen für Einsätze nachzukommen. Auch die Geldsorgen wurden teilweise gelöst, sei es durch Aufträge oder sonstige Sponsorings in Form von Materialien (z.B. Taschen) oder Geld. Der Affolter-Anzeiger berichtet am 28. Januar 1971 nach der Generalversammlung vom 25. Januar 1972 folgendes: „Als Besucher der GV der VKA durfte ich die Gewissheit mit nach Hause nehmen, dass bei den Verkehrskadetten etwas Schönes und Sinnvolles getan wird. […] Es braucht aber jemand, der sie führt und mitreisst zu guten Taten. Dafür ist Herr Federer genau der richtige Mann. […]“
Und noch im gleichen Jahr wurde das erste gegen das zweite Vereinsfahrzeug ersetzt, die Firma Firestone übernahm die Umspritzung, durfte dafür den Bus als Werbefläche benutzen.
Eine aus der heutigen Sicht etwas befremdende Aktion wurde während 6 Wochen um die Augustzeit durchgeführt: Nach einer Abmachung mit dem Bezirksspitals Affoltern erbrachten Verkehrskadetten ab 16 Jahren eine besondere Leistung. An den Wochenenden halfen sie beim Betten, Aufräumen und Essenausteilen. Weiter lernten sie den Umgang mit Patienten, den sie bei der Anwendung der Ersten Hilfe einsetzen konnten.
Und innovativ ging es auch im folgenden Jahr weiter, als man „Eine realistische Nachtübung“ in Hedingen durchführte. Als Abschluss des Nothelferkurses des Samaritervereines Hedingen wurde eine praktische Übung durchgeführt, die darin bestand, dass zwei Fahrzeuge auf einer Quartierstrassenkreuzung kollidierten und die Kursabgänger spontan reagieren mussten.
Festschrift zum 10-jährigen Jubiläum.