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Projektstart: 2004
Projektende: Frühjahr 2008
Projektorganisation
Projektleitung: Bruno Schmid, Leiter Unesco Biosphäre Entlebuch (UBE)
Projektrat: Je ein Vertreter aus den Gemeinderäten der 8 Gemeinden.
Verlauf
Im Juni 2008 luden die Gemeindepräsidenten von Entlebuch, Flühli, Halse und Schüpfheim die Gemeinderäte und Kantonsräte ihrer Gemeinden zu einer Kadertagung ein. Ziel war es, weitere Entwicklungsschritte für die Entlebucher Gemeinden zu definieren. Zur Diskussionen standen das Beibehalten der Eigenständigkeit, mehrere kleinere Fusionen sowie ein Zusammenschluss über alle Entlebucher Gemeinden.
Die Gemeindepräsidenten machten den Vorschlag, den Entwicklungsprozess zu viert in Richtung Fusionsabklärungen zu führen. Die anwesenden Behördemitglieder folgten diesem Vorschlag im Grundsatz. Bis zum März 2007 wurden die drei Varianten in acht Teilprojekten (Politische Strukturen, Finanzen, Verwaltung, Recht, Raumplanung, Bildung, Gesellschaft und Zukunft Entlebuch) auf Chancen und Stärken, aber auch Schwächen und Gefahren, untersucht. Die meisten Teilprojekte kommen zum Schluss, dass die heutigen UBE-Gemeinden mit einer Grossfusion am meisten Synergien nutzen können.
Nach Vorliegen des Berichts favorisierten die Gemeinden Entlebuch, Flühli, Hasle und Schüpfheim die Vereinigung zur Talgemeinde. Doppleschwand, Romoos, Marbach und Escholzmatt stellten sich eher auf Distanz. An einem Treffen des Projektrats mit der Kantonsregierung machte der Regierungsrat deutlich, dass er Fusionsprojekte finanziell unterstützen will, hinter denen die Verantwortlichen stehen. Aus Erfahrung seien diese Vorhaben am erfolgversprechendsten. Obwohl die Regierung das Projekt "Talgemeinde" als grosse Chance für das Entelbuch erachte, sei sie auch gewillt, den langsameren - aber sichereren - Weg zu gehen und kleinere Fusionen ebenfalls finanziell zu unterstützen .
Im Frühling 2008 zogen sich Doppleschwand, Escholzmatt, Marbach und Romoos aus dem Projekt zurück. Das bedeute das Ende der Vision einer Gemeinde für die gesamte Talschaft. Entlebuch, Flühli, Hasle und Schüpfheim indes wollten das Projekt einer Talgemeinde weiter verfolgen. Im Oktober 2008 lancierten sie das Projekt Entlebuch G4.
Vorgeschichte
Das Projekt "Vogelschau" kam 2004 mit einem "Thesenpapier zu den externen und internen Potenzialen des Entlebuchs" der HSW Luzern ins Rollen. Der Nationale Finanzausgleich des Bundes sowie die Neuausrichtung der Regionalpolitik fordern das Amt Entlebuch besonders. Das gab den Anstoss für das Projekt "Vogelschau Entlebuch". Mit Blick auf die raumordnungspolitische Perspektive wurden 2004 drei Szenarien entwickelt:
2006 haben die Gemeinderäte und die Bevölkerung mit grosser Mehrheit beschlossen, die drei Varianten vertieft zu prügen und erteilten der Projektleitung den konkreten Auftrag dazu. Aufgrund der Beschlüsse an den Gemeindeversammlungen wurde eine mehrjährige Finanzplanung erstellt.