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Hydrolate werden durch die Dampf- oder Hydro-Destillierung von Pflanzenmaterial für aromatherapeutische Zwecke gewonnen, und sind somit ein Co-Produkt zum ebenfalls durch diesen Vorgang entstehenden Öl. Die Wasserdampfdestillierung kann so beschrieben werden: Wasserdampf bewegt sich durch das zu destillierende Pflanzenmaterial, kühlt ab und kehrt in den flüssigen Zustand zurück.
Zurück bleibt am Ende des Destillierungsprozesses eine wässrige Lösung mit ätherischem Öl. Das ätherische Öl schwimmt an der Oberfläche und kann abgeschöpft werden – zurückbleibt das Hydrolat. Hydrolat ist also Wasser, in Form von Dampf durch eine Blütenschicht gewandert ist, dann wieder abkühlte und schliesslich in flüssiger Form zurückbleibt. Das Endprodukt enthält einen kleinen Anteil des ätherischen Öls sowie andere Pflanzenbestandteile.
Bereits die Ägypter, Griechen und Römer benutzten Hydrolate dank ihrer heilenden und ästhetischen Eigenschaften, denn Hydrolate wirken wie ätherische Öle, nur in weniger konzentrierter Form. Das destillierte Pflanzenmaterial verleiht dem Hydrolat einen intensiven Duft und enthält aktive Elemente aus dem Pflanzenmaterial und kleine Mengen des ätherischen Öls.
Hydrolate können so intensiv auf die Haut wirken, wie Öle und Cremen. Manche Pflanzen werden alleine für die Gewinnung des Hydrolats destilliert, denn im Gegensatz zu einfach in Wasser verdünnten ätherischen Ölen enthalten Hydrolate alle Nährstoffkomponente des destillierten Pflanzenmaterials. Hydrolate können als Tonic, als Erfrischungsspray, zur aromatherapeutischen Anwendung, als Badezusätze und sogar beim Kochen verwendet werden.
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