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Im Rahmen der TIMSS 1999 Video-Studie wurden in jedem teilnehmenden Land annähernd 100 Mathematiklektionen in der 8. Klasse gefilmt. In den sieben beteiligten Ländern wurden insgesamt 638 Schulstunden auf Video aufgezeichnet.
Internationale Stichprobe
Die untenstehende Tabelle 1 zeigt die Teilnehmerländer mit der jeweiligen Anzahl der teilnehmenden Schulen. Pro Schule wurde eine Klasse ausgewählt und gefilmt. Die japanischen Videodaten waren anlässlich der TIMSS 1995 Video-Studie gesammelt worden und wurden im Rahmen der vorliegenden Video-Studie reanalysiert.
Schweizerische Stichprobe
Zu Beginn des Projekts hatten sich zunächst nur die Deutschschweiz und das Tessin für die Teilnahme an der TIMSS 1999 Video-Studie entschieden. Mit dem nachträglichen Eintritt der Westschweiz in das Forschungsprojekt kamen 39 zusätzliche Schulen zur Stichprobe hinzu, so dass die schweizerische Stichprobe nun 140 gefilmte Lektionen umfasst. Damit ergab sich die Möglichkeit einer gesamtschweizerischen Untersuchung zum Mathematikunterricht in den drei grossen Sprachregionen.
Im Rahmen der schweizerischen Video-Studie wurde die Stichprobe der Deutschschweiz um 16 gezielt ausgewählte Klassen erweitert, von denen bekannt war, dass bei ihnen im Fach Mathematik regelmässig mit erweiterten Lehr- und Lernformen (ELF) gearbeitet wird. Diese zusätzlichen Klassen gehören nicht zur Stichprobe der TIMSS 1999 Video-Studie. Die Tabelle 2 zeigt die Zusammensetzung der in der Schweiz beteiligten Schulen pro Sprachregion und Schultyp.
Methode der Stichprobenziehung
Für die drei Regionen wurde je eine Zufallsstichprobe gezogen, welche die Verteilung der Schultypen und der Schulgrössen in der Grundgesamtheit systematisch repräsentiert. Im Anschluss an die Stichprobenziehung wurden im ersten Schritt die Schulen, im zweiten Schritt die Lehrpersonen um Teilnahme an der Studie angefragt. Pro Schule kam nur eine zufällig ausgewählte Lehrperson zur Teilnahme an der Studie in Frage. Im Falle einer Absage wurde die zum Voraus bestimmte Ersatzschule kontaktiert.
Bei der Auswahl der zusätzlichen 16 ELF-Klassen wurde bewusst das Kriterium der Repräsentativität verletzt. Auswahlkriterium war vielmehr der regelmässige Einsatz von erweiterten Lehr- und Lernformen. Bei der Datenauswertung müssen diese Klassen von Analysen ausgeschlossen werden, bei denen es um die Wiedergabe eines repräsentativen Bildes des schweizerischen Mathematikunterrichts geht.