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Die Schweizer Alpbetriebe stehen vor einer doppelten Herausforderung, nämlich die zunehmende Verwaldung und die sinnvolle Verwertung der bei der Alpkäsefabrikation anfallenden Molke. Fleischrinder können dazu beitragen, das langfristige Überleben der Alpbetriebe zu sichern, indem der Weidedruck erhöht wird und die Molke umweltverträglich direkt vor Ort verwertet wird. In diesem Artikel geht es darum, die zugrunde liegende Problematik zu umschreiben und die gewählte Vorgehensweise sowie die Versuchsbedingungen der wissenschaftlichen Stossrichtungen des Projektes zu erläutern. Diese Aspekte werden in drei Artikeln in der Januarausgabe 2016 der Agrarforschung Schweiz aufgegriffen. Ein betriebswirtschaftlicher und ein marktwirtschaftlicher Artikel zur Einschätzung des Vermarktungspotenzials dieser Nischenproduktion ergänzen den systemischen Ansatz des Gesamtprojektes.
Nutztiere sind in der Lage, Grasland und Nebenprodukte in wertvolle Lebensmittel umzuwandeln. Doch wie viele Tiere braucht die Schweiz noch, wenn die Ackerflächen statt für Futtermittel primär für die Produktion von Lebensmitteln genutzt würden?
Welche Akteure der Milchwirtschaft haben Einfluss auf die Nutzungsdauer von Milchkühen? Forschungsergebnisse von FiBL und Agroscope legen nahe, dass es eine breit abgestützte Kooperation braucht, um Strukturen für eine längere Nutzungsdauer zu schaffen.
Die Landwirtschaft hat zum Ziel, Treibhausgas- und Ammoniakemissionen zu reduzieren. Agroscope zeigte für Milchviehställe, dass für diese Emissionen neben Wind und Temperatur auch die Zusammensetzung des Futters eine Rolle spielt.