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Geschichte
Der Name Eschenbach
Im 9. Jahrhundert erscheint der Name «Eskinpah» erstmals auf einer Urkunde. Der Name könnte vorschnell gedeutet werden als ein Ort, wo Eschen an einem Bach stehen. Etymologische Untersuchungen lassen aber auch folgende Deutungen zu: Saatfeld auf einem Bergausläufer (ahd. ezisc, ezesch = Saatfeld und ahd. baccho = Bergausläufer).
Die Freiherren von Eschenbach
Diese gehörten neben den Freiherren von Wolhusen und Rothenburg etwa 300 Jahre lang zu den vornehmsten Adeligen unserer Gegend. Kaum eine Familie der deutschen Schweiz hat so eine zentrale Rolle gespielt, wie die Freiherren von Eschenbach. Sie sind in den Ursprüngen nur vage zu fassen. Sie handelten im Raume zwischen Reuss und Aare im Dienste der früheren Habsburger um Muri.
Die Burg der Stadt Eschenbach
Südlich von Eschenbach, im Ausserschachen bei Inwil an der Reuss, nahe beim Zusammenfluss von Rotbach und Reuss, stand die Stammburg der Freiherren von Eschenbach. Die Burg stand auf einem trockenen Sandsteinhügel von etwa 200 m Länge, nach Norden und Osten sanft abfallend, nach Süden aber bedeutend steiler. Der Zugang war überdies durch sumpfiges Gelände erschwert.
Die Burganlage bestand ursprünglich wahrscheinlich aus einem festen, viereckigen Turm mit hölzernem, vorragendem Überbau. Später wurde der Turmaufsatz rund gemauert und der Turm in einen unbewohnten Streit-Turm, einem «Berchfried» (Bergfried) verwandelt. Daneben war die Vorburg. Nach dem Umbau des Turmes stand auch hier der Palas, die Wohnung des Burgherrn. Daran schlossen sich die Häuser für Warenlager und die Wohnungen der Dienstleute an. Das war nun Eschenbach. Die Stadt beherbergte rund 100 Einwohner.
Auf der Nord- und Ostseite umgaben 150 Meter bzw. 48 Meter lange und ca. 85 cm dicke Ringmauern aus unbehauenen Steinen das Städtchen. Im Jahre 1945 wurden diese Mauern auf der heutigen Liegenschaft «Burg» in Inwil ausgegraben und ein grosses Stück davon freigelegt. Dabei entdeckte man noch deutliche Brandspuren. Noch bis vor 200 Jahren waren mehrere Meter hohe Trümmer des Turmes sichtbar. Diese wurden in den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts für den Bau der Pfarrkirche Inwil abgetragen.