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Gaioz Nigalidze ist ein 25-jähriger professioneller Schachspieler aus Georgien. Sein Aufstieg begann 2007, im gleichen Jahr ist das erste iPhone auf den Markt gekommen. Zufall? Offenbar nicht.
Am 11. April fand zum 17. Mal das jährliche Dubai Open Chess Tournament statt. Dort traf Nigalidze auf den Armenischen Grossmeister Tigran Petrosian. Dieser wurde misstrauisch, als sein Gegner mehrmals die Toilette aufsuchte.
Petrosian hat sich anschliessend bei den Offiziellen beschwert. Die Kabine wurde untersucht und darin ein in WC-Papier eingewickeltes iPhone gefunden. Nigalidze stritt ab, dass das Smartphone ihm gehörte, doch war sein Profil noch in einem Sozialen Netzwerk eingeloggt. Die Offiziellen haben zusätzlich noch die Schach-App, mit der das Spiel analysiert wurde, auf dem iPhone gefunden.
Nigalidze wurde vom Turnier disqualifiziert. Die Karriere des Georgiers wird nun genaustens untersucht, seine zwei nationalen Titel stehen ebenfalls unter Betrugsverdacht. Da vor kurzem die Betrugsregeln verschärft worden sind, droht Nigalidze nun eine Sperre von bis zu 15 Jahren.
Der erste Automat, der angeblich Schach spielen konnte, war der «Schachtürke», 1769 von Wolfgang Kempelen erbaut. Der Apparat konnte jedoch nicht selbständig Schach spielen, vielmehr war ein Mensch im Inneren versteckt, der die Züge ausführte. Einige der besten Schachmeister dieser Zeit bedienten den Türken, bis 1883 die aktive Laufbahn der Maschine endete.
Das Finale der Schachweltmeisterschaft von 1978 wurde zwischen dem russisch-stämmigen Schweizer Viktor Kortschnoi und dem damals der Sowjetunion angehörigen Anatoli Karpow ausgetragen.
Das Spiel war an Kuriosität kaum zu übertreffen. So wurde es mehrmals unterbrochen, weil Karpow sich während der Spiele Joghurt servieren liess. Ausserdem hatte die Sowjetunion einen Parapsychologen damit beauftragt, Kortschnoi von den Zuschauerreihen aus anzustarren und damit seine Konzentration zu stören. Kortschnoi trug anschliessend als Schutz eine verspiegelte Brille. Diese wiederum störte Karpow, sodass dieser Protest einreichte. Ab der 19. Partie befanden sich zwei Mitglieder von Ananda Marga im Speisesaal, die Kortschnoi durch Meditation unterstützen sollten.
Das Finale wurde schlussendlich 6:5 von Karpow gewonnen.
Ob Bobby Fischer der beste Schachspieler aller Zeiten ist, da scheiden sich die Geister. Er ist aber unbestritten der bekannteste. Der jüdisch-amerikanische Exzentriker machte neben dem Schach insbesondere mit seinen antiamerikanischen und antisemitischen Aussagen auf sich aufmerksam. Er verstarb 2008 in Island.
Via Washington Post