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Die Annahme des Partnerschaftsgesetzes 2005 war ein erster Meilenstein für die rechtliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Seitdem ist die Gesellschaft progressiver geworden. Das Gros der Schweizer Bevölkerung steht der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare offen gegenüber. Diesem Wandel gilt es Rechnung zu tragen, sprich die bestehende Ungleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren auf Gesetzesebene muss angepasst werden.
Daher fordert RADIGAL einerseits die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare, andererseits die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare inklusive Adoptionsrecht.
«Schwul» zählt an Schweizer Schulen noch immer zu einem der am häufigsten verwendeten Schimpfwörter. Zurzeit gibt es in der Schweiz ein Diskriminierungsverbot sowohl auf Verfassungs- als auch Gesetzesstufe. Allerdings richtet sich das Verbot nicht explizit gegen Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung. Auch diskriminierende Äusserungen gegenüber Homosexuellen als Gruppe sind nicht verboten.
Deshalb fordert RADIGAL ein Verbot von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung auf Gesetzesstufe.
Blutspenden ist ein zentraler Bestandteil des Schweizer Gesundheitswesens. Viele Menschen können Tag für Tag dank Blutspenden gerettet werden. Leider gehen in der Schweiz nach wie vor zu wenige Menschen regelmässig zur Blutspende. Es gilt also, möglichst viele Leute als Spender zu gewinnen. Jedoch wird ein Teil der potentiellen Spender pauschal ausgeschlossen, namentlich schwule Männer.
Deshalb fordert RADIGAL einerseits die Abschaffung des gegenwärtigen Blutspendeverbots, andererseits die Einführung einer nichtdiskriminierenden Risikoanalyse.