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Die aus eozänen Sandsteinen und Schiefern aufgebauten
Abhänge fallen mit steiler, gleichförmiger Böschung gegen die
Thäler ab;
sie sind von vielen Runsenzügen durchfurcht
und in den untern Teilen mit Tannenwald, oben mit Grashalden bedeckt.
Der oberste Teil des
Berges stellt
eine über das Eozän hinweggeschobene, leicht nach NW. geneigte Kalktafel dar, die mit 50-150 m hohen Felswänden gegen
N., W. und S. abfällt und aus Lias, Dogger, Malm und Kreide besteht.
Die Gesteine dieser merkwürdigen Kalktafel sind in
hohem Grade mechanisch deformiert und bilden zwei nach NW. überliegende, dünn ausgewalzte Falten.
Man erreicht
den Saasberg von
Rüti aus über den
W.-Hang oder von
Diesbach aus durch das
Diesthal in 4 Stunden und geniesst
auf ihm eine sehr schöne Aussicht, namentlich auf die
Glärnisch-, die
Ortstock- und die Claridenkette.
1898 m. Passübergang im s. Teil der Fluhbergkette und zwischen dem
Fläschberg (2074
m) und dem Lauiberg (2062 m);
verbindet das westl.
Klönthal mit dem obersten Thal der
Sihl.
Der Fussweg
steigt von der über dem N.-Ufer der
Richisauer Klön und 2,5 km w.
Richisau gelegenen, schönen Saasalp (1501 m) im Zickzack
über die Neocombänke des steilen
Hanges bis zur Passhöhe hinauf, die durch ein weithin sichtbares Holzkreuz
markiert ist, und senkt sich gegen W. über das
Sihlseeli (1825 m) und die Ober
Sihlalp zur
Sohle des
Sihlthales.
Kurze und bequeme
Verbindung zwischen
Klön- und
Sihlthal und daher ziemlich häufig begangen.
Die Verbindung zwischen beiden Thälern wird nur durch wenige, sehr hoch gelegene und schwer zu begehende Pässe vermittelt,
wie
Schwarzberg Weissthor (3512 m),
Adlerpass (3798 m),Allalinpass (3570 m), Alphubeljoch (3802 m),
Mischabeljoch
und
Galenpass, n. von welchem sich die Kette mit bewaldeten Steilhängen gegen
Stalden zu senkt. Im O. trennt eine ebenfalls
lange aber etwas niedrigere Kette das Saasthal vom italienischen Antronathal, mit dem es über den
Ofenthalpass oder Passo
d'Antigine (2838 m), den Antronapass (2844 m) und mehrere andere, wenig bekannte und gefährliche Pässe
in Verbindung steht. Diese Kette reicht vom
Latelhorn (oder
Punta di Saas; 3219 m) bis zum
Portjengrat (3660 m), nördl. unter
welchem der
Zwischbergenpass (3272 m) vom
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Fee mit dem bedeutenden Kurort Saas Fee, im kleinen Thälchen von Fee, das sich 1 km oberhalb
Im Grund von links zum Hauptthal öffnet;
Almagell (1679 m), das oberste Thal und seine Verzweigungen (Furggthal und Thal der
Almagellalp) umfassend.
Zusammen rund 1600 Ew. Das Thal erreicht zwischen dem Täschhorn und dem Portjengrat
mit 14 km seine grösste Breite und ist in der Gegend von Eisten zwischen dem obersten Punkt der Hännigalp und dem Weissengrat
mit 5 km am engsten.
Es bildet bis Eisten hinauf eine dem Menschen nahezu unzugängliche Mündungsschlucht. Von Stalden her überschreitet man
auf der kühnen, einbogigen steinernen Kinnbrücke zunächst die ZermatterVisp, worauf man hoch über dem linken Ufer der
Saaser Visp bis zur leuchtenden weissen Kirche von Eisten ansteigt. Am Thaleingang bemerkt man gegenüber dem Weg am rechten
Ufer der Saaser Visp und an den tiefern Gehängen von Staldenried noch einen Weinberg. Von Eisten an wird
der Thalboden sanfter geböscht, steigt aber bis zur Brücke von Im Boden immer noch merklich an. Es folgen die frischgrünen
Böden von Fellmatten und Balen, worauf sich das Thal über Im Grund bis Almagell hin stetig weitet.
Hier oben öffnen sich einige Seitenthälchen, so von links dasjenige von Fee mit seinem imposanten Gletscher-
und Felsabschluss und von rechts das Hochthal der Almagellalp. Von Zermeiggern an, dem obersten Weiler der Gemeinde Almagell,
wo von rechts her das kleine Furggthal mündet, wird das Saasthal enger und steiler und schliessen sich die beiderseitigen
Bergketten näher zusammen.
Im Zickzack steigen wir empor, gehen an einigen Hütten und der zerfallenen
Kapelle«Im Lerch» vorbei und erreichen über Geröll und magere Weiden die weit ins Thal vorgeschobene Stirn des Allalingletschers,
unter dessen Eis sich die Saaser Visp ihren Weg hindurchgebahnt hat.
Kurz nachher stehen wir am düstern Mattmarksee (2100 m), dessen Ausbrüche schon so oft dem Thal und
seinen Bewohnern Verderben gebracht haben und hinter dem sich eine von der Visp in zahlreichen Armen durchzogene, sandige
und steinige Ebene ausbreitet. Hier liegt nahe beim Hotel Mattmark der bemerkenswerte sog. BlaueStein, ein erratischer Block
von 658 m3 Inhalt, der vom Schwarzenberggletscher hierher transportiert worden ist. (Vergl. die Art.
Mattmark und Mattmarksee).
Weiter hinten erreicht man über immer rauher werdendes Terrain die Distelalp und damit die obersten Siedelungen im Saasthal,
von wo aus man endlich zum Mondelli- und Monte Moropass hinauf gelangt. Ueber den allgemeinen landschaftlichen Charakter des
Thales sagt Dr. Dübi: «Der Weg durch das Saasthal hinauf
ist durchaus nicht, wie in einigen Reisehandbüchern steht, etwas eintönig, sondern voller malerischer Reize und Abwechslung,
die man umso besser geniesst, weil man auf einem ordentlichen, aber nicht fahrbaren Wege zu Fuss oder zu Maultier gehen muss.
Von der fast südlichen Vegetation bei Stalden, wo die Rebe, die Kastanie, der Nussbaum und verschiedene
Obstarten in üppiger Fülle gedeihen, bis hinauf nach Mattmark, wo auch Tanne und Lärche zurückgeblieben sind, durchschreiten
wir alle Stufen pflanzlicher Entwicklung und sehen an unserm und dem gegenüberliegenden Berghang alle möglichen Arten von
Bodenbedeckung vom ungebrochenen Hochwald bis zur vegetationslosen Trümmerhalde. Ackerland, Wiese, Weide
und Gemüsepflanzung sind auf dem engen Raume zusammengedrängt und wechseln nicht nach Höhe und Tiefe der Lage, sondern wie
das Bedürfnis es gibt, miteinander. Neben den geringen braunen Hütten von Zenschmieden, Balen und Im Grund zeigen sich stattliche
Kirchen und Kapellen von teilweise origineller Bauweise, wie die Rotunde von Balen und die Säulenvorhalle
von Horlauinen. Wenn man beim einwärtswandern sich umwendet, erblickt man oftmals die gewaltige Pyramide des Bietschhorns
oder das schimmernde Nesthorn und ein Stück des Aletschgletschers, und 20 Minuten vor dem Hauptort überrascht den aus dem
dunklen Walde auf einen sonnigen Boden Hinaustretenden der Anblick des eisgepanzerten Thalhintergrundes.
Mannigfache Bäche, einige mit sehr schönen Wasserfällen, kreuzen den Weg,
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