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Lampe an! Lichttherapie an düsteren Wintertagen
In unseren Breitengraden ist jeder Fünfte im Winter verstimmt. Man schätzt, dass ca. 6% der Bevölkerung an einer schweren Form der Winterdepression leiden, der sogenannten saisonal abhängigen Depression (SAD), die alle Kennzeichen einer klassischen Depression erfüllt. Bis zu 14% der Menschen leiden an einer milderen Form, der sogenannten Winterdepression.
Wissenschaftler erklären das so: Wenn Licht ins Auge fällt, gelangt es auf die Netzhaut. Dort sitzen Sensoren, die mit dem Zwischenhirn in Verbindung stehen, Gibt es genügend Tageslicht, so produziert das Zwischenhirn unter anderem das Serotonin, einem Glückshormon. Dieses sorgt dafür, dass sich Menschen ausgeschlafen fühlen, es fördert die Konzentration, zügelt den Appetit und wirkt allein euphorisierend. In der dunklen Jahreszeit, wenn die Tage kürzer werden und Tageslicht Mangelware ist, sinkt auch der Serotoninspiegel mit den entsprechenden Folgen: Traurigkeit, Antriebsarmut, Schlafstörungen, es kommt einem vieles sinnloser vor.
Mit einer Dosis Licht kann dem entgegen gewirkt werden. Ärzte empfehlen heute die Behandlung mit mindestens 2.500 Lux. Zum Vergleich: An einem trüben Wintertag findet man draussen 500 bis 1.000 Lux vor.
Inzwischen gibt es günstige Lichtlampen, die von der Industrie angeboten werden und mit 10.000 Lux für 30 Minuten und/oder 2.500 Lux für 2 Stunden für Lichtausgleich und zur Besserung der durch Lichtmangel bedingten Symptome beitragen können.
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