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Wettbewerb für neue Chormusik
Die SGNM lanciert unter der Schirmherrschaft der ISCM mit weiteren ISCM-Sektionen einen internationalen Kompositionswettbewerb für neue Chormusik. Eingabefrist ist der 30. Juni 2021.
Die Internationale Gesellschaft für Neue Musik (International Society for Contemporary Music ISCM) feiert 2022 ihr 100-jähriges Bestehen. Im Rahmen der «ISCM Collaborative Series» schreiben verschiedene ISCM-Sektionen einen internationalen Chor-Kompositionswettbewerb in verschiedenen Kategorien aus mit dem Ziel, die in Corona-Zeiten stark leidende Chorszene mit neuen Impulsen fürs zeitgenössische Chorschaffen zu motivieren. Die Schweizer ISCM-Sektion (Schweizerische Gesellschaft für Neue Musik SGNM), die 2022 ebenfalls 100 Jahre alt wird, macht den Anfang und schreibt einen Wettbewerb in der Kategorie für gleichstimmige Chorwerke aus. Die prämierten Stücke sollen im Frühjahr 2022 an zwei Chorkonzerten uraufgeführt werden: Im Stadtcasino Basel von den Männerstimmen Basel unter der Leitung des US-amerikanischen Komponisten Eric Whitacre sowie in Andelfingen vom Jugendchor Zürich unter Marco Amherd. Über die Uraufführungen hinaus sind die Publikation der prämierten Werke aller Wettbewerbskategorien sowie weitere Aufführungen an den Weltmusiktagen der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (ISCM World Music Days) geplant. Teilnahmeberechtigt sind Komponistinnen und Komponisten jeglichen Alters und jeglicher Nationalität. Eingabefrist ist der 30. Juni 2021.
Die ISCM ist die älteste internationale Dachorganisation zur Förderung der Neuen Musik. Sie gilt als eine der bedeutendsten musikkulturellen Gesellschaften der Welt. Eine zentrale Aufgabe ist die Veranstaltung der Weltmusiktage (World New Music Days), die seit 1923 jährlich in einem wechselnden Land stattfinden. 2021 wird das Festival voraussichtlich in Shanghai und Nanning stattfinden. Die aktuelle ISCM-Präsidentin ist die Neuseeländerin Glenda Keam. Die SGNM (Schweizerische Gesellschaft für Neue Musik) ist die ebenfalls 1922 gegründete Schweizer Sektion der ISCM. Zusammen mit ihren Mitgliedern war sie in den letzten 100 Jahren sechsmal für die Austragung der ISCM-Weltmusiktage in der Schweiz besorgt: 1926 (Zürich), 1929 (Genf), 1957 (Zürich), 1970 (Basel), 1991 (Zürich) und 2004 (schweizweit). Mit den Weltmusiktagen in der Schweiz sind mehrere musikgeschichtlich bedeutende Uraufführungen verbunden, darunter die Uraufführung von Anton Weberns 5 Orchesterstücke op.10 unter seiner Leitung 1926 in Zürich und die szenische Uraufführung von Arnold Schönbergs Opernfragment Moses und Aron 1957 am Zürcher Opernhaus. 1929 in Genf traten mit Henriette Bosmans und Emmy Wegener die ersten Komponistinnen in der Geschichte der Weltmusiktage auf. Und 1957 wurde in Zürich im Konzert des wegweisenden Studio di Fonologia della RAI mit Werken von Henri Pousseur, Luciano Berio und Bruno Maderna zum ersten Mal an den ISCM World Music Days elektronische Musik aufgeführt. Im aktuellen SGNM-Vorstand walten Arturo Corrales, Antoine Fachard, David Rossel und Javier Hagen (Präsident).