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Das Musée des beaux-arts in La Chaux-de-Fonds zeigt gegenwärtig unter dem Titel "Le monde en noir et blanc" eine Ausstellung mit Grafiken von Félix Vallotton, Frans Masereel, Alexandre Mairet, Gerd Arntz, Soeurs Bernadette und Clément Moreau. Von Moreau sind 35 Arbeiten aus der Zeit zwischen 1928 und 1933 zu sehen.
Aus Moreaus Zeit in Berlin stammt die Mappe "Deine Schwester", ein Zyklus, der von Prostitution und sozialer Not handelt. Im Tessiner Dorf Fontana Martina, wo sich ab dem Frühjahr 1930 neben Künstlern viele politisch Vefolgte aufhalten, schneidet Clément Moreau für die nach dem Dorf benannte Zeitschrift "Fontana Martina" über 40 Bilder.
1932 arbeitet Moreau in der Genossenschaftsdruckerei in Basel, wo er seine Bilder direkt in die schweren Bleiklötze stemmt. Diese Grafiken thematisieren die Not und den Protest der Arbeitslosen und deren Widerstand gegen die staatlich verordnete Gewalt der Schweizer Behörden.
Nach einem Besuch in Berlin im März 1933 entgeht Clément Moreau auf der Rückreise in die Schweiz an der Grenze bei Basel nur knapp der Verhaftung durch die Gestapo. Danach lebt er als illegaler Emigrant zuerst in Basel und dann in Zürich, wo er im Verborgenen arbeitet. Die Linol- und Bleischnitte aus Cléments Schweizer Zeit sind aufklärerisch und kämpferisch. Im Zentrum steht der einzelne Mensch, welcher der gesellschaftlichen Realität ausgesetzt ist.
Es ist ein besonderes Ereignis, diese Schnitte in La Chaux-de-Fonds im Dialog mit anderen Werken aus dieser Zeit zu sehen!
Die Ausstellung im Musée des beaux-arts in La Chaux-de-Fonds dauert noch bis zum 12. September 2010 und ist jeweils von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.