Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03545.jsonl.gz/822

Der CS-Verwaltungsrat hatte am Morgen seine Erkenntnisse zur Affäre um die Beschattung des früheren CS- und neuen UBS-Topmanagers Iqbal Khan vorgelegt und dabei den CEO Tidjane Thiam entlastet. Dagegen muss der COO Pierre-Olivier Bouée den Hut nehmen.
Die Aktien der Credit Suisse liegen gegen 9.25 Uhr um 0,41 Prozent im Plus auf 12,29 Franken. Die Titel der Konkurrentin UBS legen gleichzeitig etwas stärker zu (+0,9 Prozent). Der Leitindex SMI notiert derweil unverändert bei 10'078,09 Punkten.
Vontobel-Analyst Andreas Venditti begrüsst in einem Kommentar den "relativ raschen" Abschluss der Affäre durch die Credit Suisse: Auch der Verwaltungsrat selbst spreche von einem "schweren Schaden" für die Reputation der CS, schreibt er. Der nun zurückgetretene COO Bouée gelte allerdings als einer der Architekten des "erfolgreichen Kostensenkungsprogramms" der letzten Jahre, schreibt er. Vontobel bleibt für die CS-Aktie beim Rating "Hold".
Auch ZKB-Experte Javier Lodeiro sieht einen Reputationsschaden für die Bank durch die Überwachung von Khan. Dagegen scheine CEO Thiam aus der Affäre keinen Schaden zu nehmen. Für das derzeitige Rating "Übergewichten" der ZKB sei Thiam äusserst wichtig, so der ZKB-Analyst.
Er sei verantwortlich für die strategische Neupositionierung und die Umsetzung des Kostensenkungsprogrammes: "Die CS Group ohne Tidjane Thiam wäre heute eine ganz andere Bank, die wesentlich schlechter für die Zukunft gerüstet wäre."
(AWP)