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Das Ansinnen sei nicht einfach, sagte ein Aktienhändler aus Mailand. "Es kann eigentlich nur gelingen, wenn ein weisser Ritter bereitsteht, der in die Bank investiert." Er bezweifele dies, da Monte dei Paschi monatelang erfolglos versucht habe, Investoren zu finden. Die gebeutelte Aktie stieg am Nachmittag angesichts des Hoffnungsschimmers.
Im Sommer war ein Rettungsplan für Monte dei Paschi ausgearbeitet worden, um die von platzenden Krediten ausgehöhlte Kapitalbasis der Bank zu stärken. Kern des Plans ist die Beschaffung von 5 Milliarden Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte der italienischen Krisenbank am Vortag einen Aufschub für die Erfüllung ihres Rettungsplans verwehrt.
Monte dei Paschi ist das älteste Geldhaus der Welt, steckt aber seit Jahren in der Krise. In europaweiten Stresstests schnitt sie stets mit am schlechtesten ab. Um die Bank wieder auf die Beine zu bringen, sollen 28 Milliarden Euro an faulen Krediten an den Rettungsfonds Atlante ausgelagert werden. Die dabei anfallenden Verluste sollen durch die Erlöse aus der Kapitalerhöhung aufgefangen werden. 65 Prozent der neuen Aktien sollen direkt an Profiinvestoren verkauft werden und der Rest am freien Markt.
Scheitert die Kapitalerhöhung, hält sich die Bank offen, um Staatshilfe zu bitten - was jedoch mit EU-Regeln schwer zu vereinbaren ist. Denn diese sehen vor, dass zunächst Eigentümer und Gläubiger von Banken zur Kasse gebeten werden./das/jha/
(AWP)