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Rehe gehören zur Familie der Hirsche als kleinste Hirschart. Auch beim Reh trägt nur der Bock (Männchen) ein Geweih, welches jeden Herbst abgeworfen und bis zum nächsten Frühling wieder aufgebaut wird.
Lebensraum/Lebensweise Rehe sind ziemlich standorttreu, aber auch sehr anpassungsfähig. Sie bewohnen hauptsächlich Wälder mit Boden- und Jungbewuchs. Zum Äsen kommen sie meist auf Wiesen an Waldrändern, wo sie schnell Deckung finden. Im Frühjahr zieht es sie stark auf Lichtungen und Wiesen.
Als reine Pflanzenfresser ist das frische Gras für sie eine grosse Verlockung.
Rehe sind Fluchttiere: durch die seitliche Augenstellung besitzen sie ein relativ grosses Sehfeld und können Bewegungen sehr schnell und gut wahrnehmen. Die Hinterläufe sind länger als die vorderen, was eine schnelle Flucht in weiten Sätzen ermöglicht.
Zweimal jährlich wird das Fell gewechselt: April - Juni ins rötliche Sommerfell, September/Oktober ins graubraune Winterfell.
Fortpflanzung Die Brunft der Rehe findet im Juli/August statt. Die Geiss hat eine ungewöhnlich lange Tragzeit. Nach der Brunft werden die Kitze erst im Mai-Juni des nächsten Jahres geboren. Dies ergibt sich, weil die Keime erstmals frei beweglich in der Gebärmutter verbleiben und sich erst im Dezember/Januar in die Gebärmutterwand einnisten (Keimruhe). Vermutlich ist dies eine Anpassung an die Jahreszeiten.
Nach der Geburt bleiben die Kitze etwa 3-4 Wochen in geschützter Deckung, und zwar meist in eingerollter Lage am Boden bei reichem Unterwuchs. Die Geiss entfernt sich immer wieder um zu äsen.