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Das V-Modell ist ein Entwicklungsstandard für die Planung und Durchführung von IT-Systementwicklungsprojekten der öffentlichen Hand in Deutschland. 1988 wurde die erste Version des V-Modells vorgestellt und 1997 schliesslich in jeder deutschen Bundesbehörde eingeführt. Dieser vorläufige Standard, das V-Modell 97, wurde zwischenzeitlich weiterentwickelt, so dass es heute den Namen V-Modell XT trägt. Das Kürzel XT steht hierbei für eXtreme Tailoring. Damit gemeint ist die vereinfachte projektspezifische Anpassung.
Ein Vorgehensmodell
Das V im Namen steht jedoch nicht für „Vorgehen“, sondern visualisiert die Idee, die Dimensionen Spezifikation und Zerlegung den Dimensionen Realisierung und Integration gegenüberzustellen, was in der grafischen Darstellung dem Buchstaben V ähnelt. Zur Anwendung kommt das V-Modell vor allem in Deutschland, zunehmend aber auch in weiteren Ländern (die Grundlagendokumente sind jeweils in Deutsch und in Englisch erhältlich). Zudem wird es neben dem öffentlichen Sektor immer häufiger auch im privaten Sektor im IT-Bereich eingesetzt.
Das V-Modell umfasst das Vorgehensmodell, die Methodenzuordnung und die funktionalen Werkzeuganforderungen. Es soll die Produkt- und Prozessqualität verbessern, indem es konkrete und leicht umsetzbare Handlungsanweisungen für die Durchführung der Aktivitäten und vorgefertigte Dokumentbeschreibungen für die Entwicklungs- und Projektergebnisse bereithält.