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Das geht aus einer Umfrage des landwirtschaftlichen Barometers Terre-net BVA hervor, das im Auftrag des Getreideerzeugerverbandes (AGPB) durchgeführt wurde. Wie dieser am Dienstag vergangener Woche mitteilte, würden im Einzelnen 21 % der befragten Landwirte den Anbau von Wintergerste «etwas reduzieren», 24 % würden ihn «stark einschränken» und 14 % würden diesen sogar «ganz einstellen».
Laut der jüngsten Schätzung des Statistischen Dienstes vom Pariser Landwirtschaftsministerium (Agreste) von Anfang Mai wurden in diesem Jahr knapp 1,37 Mio ha Wintergerste ausgesät, nach 1,30 Mio ha im Vorjahr. Auf die Frage, ob es auch «effektive Alternativen» gebe, antworteten laut AGPB insgesamt 67 % der Wintergerstenanbauer, dass dies nicht der Fall sei. 19 % der Befragten hätten angegeben, nichts davon zu wissen, während 14 % von ihnen der Meinung seien, das andere Pflanzenschutzmittelwirkstoffe höhere Risiken für die Umwelt hätten.
AGPB-Präsident Philippe Pinta sieht die französische Position in der globalen Gerstenproduktion in Gefahr. Ein Komplettverbot der neonikotinoiden Wirkstoffe würde den Gerstenanbau in Frankreich, dem zweitgrößten Braugersten- und dem größten Malzexporteur weltweit in Frage stellen, so Pinta. Er verwies auf ein weiteres Umfrageergebnis, wonach in den letzten drei Anbaujahren 86 % der Erzeuger Gerstensaatgut verwendet haben, das mit neonikotinoiden Mitteln gebeizt wurde. Hintergrund der Umfrage ist das Gesetz zum Erhalt der Biodiversität der Pariser Regierung, in das die Nationalversammlung in ihrer Zweiten Lesung Ende März ein Totalverbot neonikotinoider Wirkstoffe aufgenommen hatte.
Am vergangenen Donnerstag nahm der Senat in seiner Zweiten Lesung die von ihm wiederum geänderte Fassung des Biodiversitätsgesetzes an. Demnach kommt offenbar kein Totalverbot der neonikotinoiden Wirkstoffe; deren Einsatz soll aber offenbar schrittweise verringert werden. In welcher Größenordnung und in welchem Zeitrahmen dies geschehen soll, war noch nicht bekannt. Das Gesetz geht durch die vom Senat vorgenommenen Änderungen nun in den Vermittlungsausschuss; das abschließende Votum liegt bei der Nationalversammlung.