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Wörtlich übersetzt bedeutet Lucha Libre Freistilkampf, obwohl die Ringerei nicht spontan geschieht, sondern ein choreografiertes Spektakel ist. Es existiert schon seit den 1930igern und ist bis heute, nach Fussball, eine der populärsten Unterhaltungsformen in Mexiko. Der Ursprung liegt im nordamerikanischen Wrestling, wobei die mexikanischen Kämpfer kleiner und wendiger als die amerikanischen Wrestler sind. Ein mexikanischer Geschäftsmann ( Salvador Lutteroth ) sah sich 1929 in El Paso, Texas mehrere Wrestlingkämpfe an und sah in der Verbreitung dieser Schaukämpfe in Mexiko eine Goldgrube. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Widerständen setzte sich diese Art der Unterhaltung bei den Mexikanern durch und Lutteroth versuchte seine Art von Kampfschau von der nordamerikanischen zu unterscheiden, indem er den Kämpfern eine geheime Identität verpasste. Dies erreichte er durch die Verhüllung der Gesichter mit bunten Masken und der Zuschreibung von guten oder bösen Identitäten, sprich Schurke oder Held. So entstand ein spannender Plot zwischen Gut und Böse für die Bühne, der das Publikum in den Bann zog und auch heute noch zieht.
Die Geheimhaltung der Identität nahm vor allem bei einem Luchador besonders krasse Ausmasse an. Der seit den 40iger Jahren beliebte "El Santo", mit bürgerlichem Namen Rodolfo Huerta, gab seine Identität erst nach seinem letzten Kampf im Jahre 1982 im Alter von 65 Jahren bekannt und wurde sogar mit seiner charakteristischen silbernen Maske beerdigt. Seine unzähligen Kämpfe, Fernsehauftritte und Filme machten in zu einer unsterblichen Ikone.
Heutzutage gibt es auch weibliche Ringerinnen, Luchadoras genannt.