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Was ist nur los mit dir?
Eben noch schien dir alles so easy und du wolltest die ganze Welt umarmen. Du warst zufrieden mit dir und deinen Freundinnen und Freunden. Und jetzt bist du schlecht gelaunt, hast auf nichts Lust und möchtest dich am liebsten in deinem Zimmer verkriechen und in Ruhe gelassen werden.
Im Alter zwischen 10 bis 16 Jahren beginnt bei Mädchen und Jungs die Pubertät – eine Zeit, in welcher sich dein Körper, aber auch deine Interessen und Einstellungen sehr stark verändern. Während die einen die körperlichen und seelischen Veränderungen ganz gelassen hinnehmen, erleben andere diese Zeit als verunsichernd oder chaotisch. Dies hat damit zu tun, dass die Pubertät bei allen ganz unterschiedlich verläuft.
Hier erfährst du einige Details, was in der Pubertät beim Mädchen und beim Jungen passiert
Eine erste Veränderung, die du in der Pubertät bemerken kannst, ist das Wachstum der Achsel- und Intimbehaarung.
Als Mädchen erkennst du, dass deine Brüste grösser werden und dein Körper langsam weibliche Formen annimmt. Bald wird auch die monatliche Blutung (Menstruation, Periode) einsetzen. Wenn diese anfänglich noch unregelmässig ist oder sogar wieder einige Monate ausbleibt, ist das ganz normal, weil der Körper sich zuerst noch an die hormonelle Umstellung gewöhnen muss.
Du musst ausprobieren, ob es dir lieber ist, wenn das Blut ausserhalb der Scheide (Vagina) durch eine Binde aufgesogen wird oder ob du einen Tampon benützen willst, den du in die Vagina einführst.
Du kannst während der Menstruation alles unternehmen, worauf du Lust hast (Turnen, Schwimmen usw.). Solltest du Bauchschmerzen haben während diesen Tagen, hilft oft eine Wärmflasche und/oder Tee.
Auch als Junge verändert sich einiges während der Pubertät. Dein Penis und die Hoden werden grösser. Übrigens sieht kein Penis gleich aus wie der andere. Wenn der Penis steif ist (man spricht dann von einer Erektion), kann er steil nach oben oder eher waagrecht stehen oder leicht nach unten gekrümmt sein.
Deine Hoden produzieren ab der Pubertät täglich Millionen von Samenzellen. Beim Samenerguss spritzen diese vermischt mit Samenflüssigkeit aus dem Penis. Dies kann übrigens manchmal auch im Schlaf passieren – das nennt man „feuchte“ Träume. Mit der Bezeichnung „Morgenlatte“ meint man den steifen (erigierten) Penis, mit welchem Jungs manchmal aufwachen. Dies kann damit zusammenhängen, dass die Blase voll ist und der steife Penis verhindert, dass im Schlaf Urin abgeht.
Die körperlichen Veränderungen regen dich sicher auch an, dich und deine Sexualität zu erkunden. Es ist wichtig und spannend herauszufinden, was du gerne magst und wie dein Körper reagiert.
Willst du noch mehr erfahren zur Pubertät? Hier sind einige Links für dich:
Das „erste Mal“: Soll ich oder soll ich nicht?
Endlich hast du die grosse Liebe gefunden – du bist sicher, das ist das Mädchen oder der Junge, mit dem du immer zusammen bleiben willst. Alles an diesem Menschen ist spannend, was sie/er zu erzählen weiss, ihre/seine Blicke, ihre/seine Berührungen, die Küsse und …
Hier erfährst du einige Details zum ersten Mal und zur Verhütung
Es gibt viele «erste Male», so beim Verlieben, beim Küssen, beim Kuscheln, bei der Selbstbefriedigung etc. Vor allem stellst du dir aber wahrscheinlich die Frage, wann der richtige Zeitpunkt für den ersten Geschlechtsverkehr ist.
Wenn du dich mit jemandem wohl fühlst, wenn du Lust auf die körperliche Nähe hast und diese Person dich nicht zu etwas drängt, das du nicht möchtest, sind schon einige gute Voraussetzungen für den richtigen Zeitpunkt für das erste Mal erfüllt.
Sich richtig schützen
Beim ersten Geschlechtsverkehr wie bei allen sexuellen Kontakten ist es wichtig, dass beide Verantwortung übernehmen, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhüten und sich vor Infektionen zu schützen.
Zum Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten benutzt ihr am besten das Kondom. Es gibt mittlerweile viele Geschäfte, die Kondome (auch Präservativ genannt) verkaufen. Wichtig ist, dass du als Junge die richtige Grösse des Kondoms für deinen Penis wählst (nicht etwa die Länge, sondern der Umfang des steifen Penis ist entscheidend!). Zudem musst du üben, das Kondom richtig überzuziehen. Mehr dazu erfährst du unter www.mysize.ch.
Für Mädchen gibt es einige hormonelle Verhütungsmittel. Diese unterdrücken den Eisprung und verdicken den Schleim beim Gebärmuttereingang, so dass die Samenzellen des Mannes nur erschwert durchkommen. Alle hormonellen Verhütungsmittel müssen jedoch von einer Frauenärztin/einem Frauenarzt verordnet werden.
Petting
Petting ist eine Form der Sexualität, bei der zwei Menschen sich mit oder ohne Kleider am ganzen Körper berühren, küssen und aneinander reiben. Dabei empfinden beide grosse Lust und oftmals auch einen Orgasmus. Beim Petting dringt der Junge jedoch nicht mit seinem Penis in die Scheide des Mädchens ein. Diese Art der Sexualität hilft sehr, einander noch besser kennenzulernen und herauszufinden, was der andere mag.
In Filmen und Erzählungen wird das erste Mal Geschlechtsverkehr oft als schönster Augenblick des Lebens dargestellt. Dadurch hast du vielleicht sehr hohe Erwartungen an das Glücksgefühl und die Empfindungen, die du erleben möchtest. Bei der Sexualität können aber viele „Pannen“ passieren (Penis wird beim Überziehen des Kondoms wieder schlapp, das Mädchen verkrampft sich, weil sie unsicher ist, ob die Verhütung wirklich sicher ist, etc.). Vielen Menschen gefällt darum das zweite, dritte, vierte Mal besser, weil sie dann mehr Übung haben und den eigenen Körper besser kennen. Eigentlich ist das nur logisch, denn auch für die Sexualität brauchst du Übung – du weisst ja, nur Übung macht die Meisterin/den Meister!