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Die Schweiz hat im vergangenen Jahr 12,7 Terawattstunden Strom im Wert von rund 619 Millionen Euro aus Deutschland importiert. Das ist deutlich weniger als im Jahr zuvor, als es noch 14,2 Terawattstunden im Wert von etwa 636 Millionen Euro waren. Dies geht aus heute veröffentlichten Daten des deutschen Statistischen Bundesamtes vor.
Die Schweizer Stromexporte ins nördliche Nachbarland stiegen: 2012 gingen 3,2 Terawattstunden Strom im Wert von 162 Millionen Euro nach Deutschland - nach 2,7 im Wert von 135 Millonen im Wert im Jahr 2011.
Trotz der Stilllegung von acht Atomkraftwerken Mitte 2011 exportierte Deutschland 2012 gesamthaft 66,6 Terawattstunden Strom ins Ausland - so viel wie zuletzt vor fünf Jahren. Zugleich führte das Land 43,8 Terawattstunden ein. Der sich ergebende Überschuss war mit 22,8 Terawattstunden fast viermal so hoch wie noch 2011 und entspricht der Jahresproduktion von mehr als zwei Kernkraftwerken.
Grund für den Überschuss ist die Energiewende mit der Zunahme von Solar- und Windstrom - der Anteil alternativer Energien kletterte 2012 in Deutschland auf 23 Prozent. Da aber die Produktion in Wind- und Solarparks stark schwankt, kommt es immer wieder zu hohen Überschüssen. Dieses zeitweise Überangebot lässt seit Monaten die Einkaufspreise an der deutschen Strombörse fallen.
(tno/vst/awp)