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Vereinsgeschichte
Der Grundstein für den Aikido Club Appenzell, wurde in Herisau gelegt. Als Erster hatte Hans Müller aus Herisau die Idee einen Judo-Club zu gründen. Genau am 06. Juni 1957 fand im Hotel Rebstock, in Herisau, die Gründungsversammlung des Judo-Club-Herisau statt.Hans Müller war auch Mitglied in der „Organisation zur Gründung eines Judoclubs in Herisau“.
Es wurde ein provisorischer Vorstand ins Leben gerufen, der schliesslich auch gewählt wurde. Er bestand aus: Kurt Schlotterbeck (Präsident), Hans Müller (Aktuar), Willi Knöpfel (Kassier) und Dr. Leo Senn (Beisitzer). Sie hatten etliche Anfangsprobleme zu überwinden, denn es musste ein geeignetes Trainingslokal gefunden werden und die finanziellen Mittel für die Beschaffung der Matten und Kimonos gesichert werden. Allein die nötige Blache zur Abdeckung der Matten kostete damals mehr als Fr. 800.-, was damals ziemliche Schwierigkeiten bereitete. Auch das Gesuch um einen Toto-Beitrag beim Turn- und Sportverein wurde zu Beginn abgelehnt. Ebenso erfolglos blieb das Vorhaben der Sportkommission in Herisau, die ein geeignetes Lokal finden sollte. Schliesslich fand man eine Garage, in der die ersten Trainings abgehalten wurden. Bereits am 1. September 1958 wurde das Trainingslokal gekündigt und in den Westflügel des Heinrichbadareals umgezogen. Was hat nun aber Judo mit Aikido zu tun? Nun, in diesen Jahren war Judo sehr viel bekannter als Aikido. So wurde in den ersten Jahren Aikido vor allem in den Dojos der Judoclubs trainiert. Aikido findet erstmals Erwähnung im Jahresbericht (Hauptversammlung, 29. April 1965) des damaligen Präsidenten des Judo-Club-Herisau, Willi Frischknecht. Er erwähnte in seinem Jahresbericht unter anderem: „… Und nun ein neues Wort: Ai-ki-do, die verfeinerte Kunst des Judo. Nicht mehr als Kampfsport betrieben, sondern als Naturphilosophie erklärt. Ehrlich gesagt, kann ich persönlich mit dem Wort Naturphilosophie nicht viel anfangen. Hoffentlich ist es in diesem Bericht wenigstens richtig geschrieben. Hingegen eines weiss ich: Ai-ki-do ist eine phantastisch schöne Sache.
Es war Werner Fisch und mir vergönnt, erst einen von dem jungen japanischen Meister Tamura (eingeladen durch Fredy Jacot) geleiteten Kurs in Parthenay zu besuchen. Und letzte Woche hatten wir ja einen noch grösseren Meister aus der direkten Schule des sagenhaften Meisters Ueshiba hier in Herisau. Ich glaube nicht zuviel zu sagen, wenn ich behaupte, dass einigen von uns die Augen aufgegangen sind. Es war das Erleben jahrtausendealter Geisteskunst übertragen in körperliche Übungen.
Besser als Meister Nakazono hätte uns wohl kaum jemand in die neue Kunst einführen können. Es gibt auf der ganzen Welt 14 Menschen seines, oder eines noch höheren Ranges. Dass Meister Nakazono als Weltbekannten Judo-Champion im Range eines 5. Dan diese Kunst erlernte, sagt wohl mehr für das Ai-ki-do als ich dies mit vielen Worten könnte.
Diese für uns neue, von Felix Erb erstmals zu uns gebrachte Richtung wird bestimmt in kurzer Zeit viele neue Freunde finden.“
Willi Frischknecht war sozusagen der Gründungsvater des Aikido Club Appenzell. Somit ist es nicht verwunderlich, dass er an der Gründungsversammlung unseres Clubs anwesend war.
Gründungsversammlung des Aikido Club Appenzell
Die Statuten des Aikido Club Appenzell wurden an der Gründungsversammlung am 15. April 1968 angenommen. Damit wurde ein neuer Verein unter der Bezeichnung „Nakazono Dojo Appenzell“ gegründet. An dieser Gründungsversammlung waren unter anderen anwesend: Josef Enzler (Präsident), Hansuli Forrer (Aktuar), Albert Fässler (Kassier).
In den ersten Jahren des Aikido Club Appenzell, war es vor allem Willi Frischknecht, der die Trainings leitete. Später übernahm Albert Fässler die Trainingsleitung. Er war 1972 erstmals als Kassier im Vorstand. Von 1974 bis zur Hauptversammlung 1989 war er Präsident des Aikido Club Appenzell und trug massgeblich zur Entwicklung unseres Vereins bei. Er ist auch heute noch ein aktives Mitglied und Trainigsleiter.
An der Hauptversammlung 1989 nahm Urs Goldener das Amt als Präsidenten an. Er setzte mit Erfolg starkes Gewicht auf den Nachwuchs.
Willi Frischknecht kann somit unter vielen anderen als Schlüsselfigur betrachtet werden, vor allem was die Anfänge des Aikido in der Schweiz anbelangt. Bei ihm, damals in Herisau fand die Gründungsversammlung der ACSA statt.
Gründung der ACSA
Am 21. September 1969 wurde bei Willi Frischknecht, in Herisau die ACSA (Assocation Culturelle Suisse d’Aikido) gegründet. Diese Kulturelle Vereinigung der Schweiz für Aikido hatte und hat zum Ziel:
– die Verbreitung des Aikido in der Schweiz
– die Sicherstellung der Qualität im Aikido
– die Ausbildung der Dojo-Verantwortlichen
– die Regelung der Kyu- und Dan-Prüfungen
– usw.
Anwesend waren: Meister Tamura, die Herren Micky Schaaning, Willi Frischknecht, Corlo Wernli und Freddy Jacot, die Damen Susi Meier und Jacqueline Thomann sowie einige Mitglieder der Aikido-Clubs Swissair und Herisau, die dem historischen Ereignis beiwohnen wollten.
Zu diesem Zeitpunkt waren erst drei Clubs Mitglied in der ACSA, nämlich: Aikido-Club Herisau, Aikido-Club Appenzell und die Sektion Aikido Swissair.
Die ACSA beschloss 1977 einen Delegierten (Shihan) des Hombu-Dojo in die Schweiz zu holen. Es war Sensei Masatomi Ikeda. Er brachte eine klare Linie in die verschiedenen Techniken und in den Trainingsaufbau. Aus gesundheitlichen Gründen kann er seit einigen Jahren diese Aufgaben leider nicht mehr übernehmen. Es wurde nun eine Technische Kommission gegründet, welche diese Aufgaben übernommen hat.