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Der Walensee ist ein See in den östlichen Voralpen in der Schweiz und liegt in den Kantonen St. Gallen und Glarus.
Nach der Eroberung durch die Römer um das Jahr 15 v. Chr. lag der Walensee im Grenzbereich der römischen Provinzen Raetia (Rätien) und Germania superior (Obergermanien). Die römischen vici Centum Prata (Kempraten) und Turicum (Zürich) dienten auf dem Wasserweg Walensee–Zürichsee über die Limmat und den Rhein als Knotenpunkte des Warenverkehrs über die Alpenroute.
Verkehrstechnisch war der Walensee seit der Antike eine grosse Herausforderung, da es dort kaum Ebenen gibt. So trassieren die Bahnstrecke Ziegelbrücke-Chur resp. die ehemalige Südostbahn Sargans-Rapperschwyl wie auch die Autobahn A3 den Walensee durch Galerien und Tunnels. Bis zur Eröffnung der Walenseestrasse war auf dem Landweg die Passage zwischen der Linthebene und Walenstadt nur über den Kerenzerberg zwischen Mollis und Quarten möglich.
Bis in die frühe Neuzeit wurde der Warenverkehr zwischen Zürich und Chur deshalb per Schiff auf dem Walensee befördert. Allerdings war die weitverzweigte Linth mit ihrem immer wieder wechselnden Lauf zwischen Walensee und Zürichsee für die Schiffsleute und ihre Ruderschiffe eine Herausforderung.
Seit der Errichtung des Linthkanals konnten Güter wieder besser und schneller mit dem Schiff von Walenstadt nach Zürich gefahren werden. Nur zweimal passierte ein Dampfschiff die Kanalstrecken, in der Regel wurden die Güter in der Sust auf Ledischiffe umgeladen, die vom Ufer aus (von Menschen und Tieren, zuletzt auch mit Hilfe von Traktoren) gezogen wurden, das Treideln hiess in der March Recken.
Die Eisenbahn machte mit der Zeit den Warentransport auf dem Wasser zwischen Zürich und Walensee überflüssig, die Personenschifffahrt ist jedoch zur beliebten Freizeitbeschäftigung geworden, wie auch die dazu gekommene Sportschifffahrt.
1974 wurde in der Linthebene die vierspurige Autobahn A 3 eröffnet. Zwischen Weesen und Mühlehorn wurde aus ihr die zweispurige Walenseestrasse. Sie bestand im Wesentlichen aus der Hauptstrasse durch die Dörfer Mühlehorn, Murg, Unterterzen und Mols. Bei Walenstadt begann die Fortsetzung der N3.
Die Hauptstrasse hatte zwar gewöhnliche Verbindungen und Fussgängerstreifen, war aber dennoch einem hohen Verkehrsaufkommen ausgesetzt. Der Walensee erhielt durch diesen Engpass einen schweizweiten Ruf als Nadelöhr für den Verkehr, da sich bei hohem Verkehrsaufkommen und den damit verbundenen häufigen schweren Verkehrsunfällen jeweils kilometerlange Staus in der Linthebene bildeten.
Jahrelang war die Meldung «Stau am Walensee» in der Ostschweiz so geläufig, dass die Kabarettisten des in den achtziger Jahren populären Trio Eugster dem Walensee den Beinamen Qualensee verlieh. Zur gleichen Zeit wurde die heutige Walenseeautobahn in Arbeitsgemeinschaft verschiedener Bauunternehmungen gebaut. Die Bauleitung übernahm das Bauingenieurbüro Locher & Cie AG in Zürich.
Der beliebte Fuss- und Wanderweg am nördlichen Ufer des Walensees ist nur den Fussgängern vorbehalten und für Fahrräder gesperrt. Die Wanderung ist wegen der Geländetopografie mit einigen Höhendifferenzen verbunden und gilt teilweise als anspruchsvoll. Sie kann jedoch auch in Quinten unterbrochen werden
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Walensee