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Beteiligte aus der Branche, die dezentralen Behörden, gemeinnützige Verbände und die Öffentlichkeit wurden aufgerufen, Stellungnahmen darüber abzugeben, wie die Regierung generell Tierschutzstandards beim Transport nach dem EU-Austritt Grossbritanniens erhöhen könnte.
Nach Angaben von Landwirtschaftsminister Michael Gove werden dabei alle Optionen geprüft, einschliesslich eines möglichen Verbots des Lebendexports von Schlachtvieh. Verbesserungen beim Lebendtransport seien ein Teil des Reformprogramms der Regierung, um die Position als weltweiter Führer im Bereich Tierschutz nach einem „grünen Brexit“ zu festigen.
England mit höchsten Tierschutznormen
„Wir haben einige der höchsten Tierschutznormen der Welt, die wir weiter stärken“, erklärte Gove. Er verwies auf die kürzlich eingeführte Videoüberwachung in Schlachthöfen und die Heraufsetzung der Höchststrafen für Tierquälerei auf fünf Jahre.
Nach Angaben des Ministeriums werden jährlich mehr als 4'000 Schafe aus Grossbritannien nach Kontinentaleuropa zur Schlachtung transportiert. Der Präsident des britischen Veterinärverbandes (BVA), John Fishwick, erklärte: „Wir sind der Meinung, dass Nutztiere möglichst nahe am Ort der Produktion geschlachtet werden sollen. Die Tiere sollen als Fleisch und nicht lebend transportiert werden.“
Tierschutzstandarts beibehalten
Es sei äusserst wichtig, die hohen Tierschutzstandards des Vereinigten Königreichs nach dem Brexit beizubehalten und nach Möglichkeiten zu suchen, diese zu verbessern, betonte Fishwick.
Nordirlands Chefveterinär Robert Huey appellierte an die Industrie, auf die Überprüfung der Standards von Lebendvieh zu reagieren. „Da die Landwirtschaft in Nordirland an der Beförderung grosser Mengen lebender Tiere nach Grossbritannien, Irland und in andere europäische Mitgliedstaaten beteiligt ist, ermutige ich alle wichtigen Interessengruppen, sich Gehör zu verschaffen“, so Huey.