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Ein Gemälde von Leonardo da Vinci ist am Montag in Lugano TI von der Tessiner Kantonspolizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden. Das Bild befand sich zuvor in einem Schliessfach eines Luganeser Treuhandunternehmens.
Dies teilten die Tessiner Kantonspolizei und die italienische Staatsanwaltschaft in Pesaro am Dienstag unabhängig voneinander mit.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Pesaro soll das Gemälde «Ritratto di Isabella d'Este» von Leonardo da Vinci unrechtmässig ausser Landes geschafft worden sein – von Lugano TI aus sei es im August 2013 über einen Anwalt zum Verkauf angeboten worden. Der Preis soll sich demnach auf 95 Millionen Euro belaufen haben.
Nach Untersuchungen im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung und Betrug habe die Staatsanwaltschaft einen Hinweis auf den Aufenthaltsort des Gemäldes erhalten. Sie stellte daraufhin ein internationales Rechtshilfegesuch an die Tessiner Behörden, welche das Gemälde am Montag in Lugano sicherstellen konnten.
Die Staatsanwaltschaft von Pesaro teilte mit, dass sie nun wegen illegalem Kunstexport und Versicherungsbetrug ermittle. Weder die italienische noch die Tessiner Seite machte Angaben zu den genauen Besitzverhältnissen des Bildes. (aeg/sda)
Das «Ritratto di Isabella d'Este» könnte, falls es denn wirklich echt ist, noch vor Leonardos berühmtesten Gemälde, der Mona Lisa, entstanden sein und damit die Betrachtungen dessen fundamental beeinflussen. Da Vinci hatte Isabella d'Este erwiesenermassen im Jahr 1499 zum ersten Mal getroffen. Erst Jahre später, wohl 1514, sei das Portrait dann vollendet worden.
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