Document ID: /entscheidsuche_html/filtered/documents_0431.jsonl.gz/213

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2022.00640 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Slavik Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Langone Urteil vom 21. Juli 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Anjushka Früh KSPartner Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1962, gelernter Elektronik-Techniker, arbeitete bis 2000 als Informatiker und geht seither keiner geregelten Erwerbstätigkeit mehr nach (Urk. 7/ 82 und Urk. 7/87). Er meldete sich erstmals am 3. Mai 2006 unter Hinweis auf ein Burnout und psychotische Störungen bei der Invaliden versicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und verneinte mit Verfügung vom 2 6. März 2007 einen Leistungsanspruch ( Urk. 7/18). Am 2 8. März 2008 meldete sich der Versicherte wieder zum Leistungs bezug an ( Urk. 7/20). Nach erneuten Abklärungen verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. Oktober 2011 aufgrund von verweigerter Mitwir kung einen Rentenanspruch ( Urk. 7/79). Der Versicherte meldete sich am 3. September 2019 unter Angabe einer rezidi vierenden depressiven Störung und von Rückenschmerzen erneut zum Leistungs bezug an ( Urk. 7/84). Die IV-Stelle holte ein polydisziplinäres Gutachten in den Disziplinen Psychiatrie, Neurologie, Neuropsychologie, Rheumatologie und innere Medizin ein, das am 1 4. Juli 2021 erstattet wurde ( Urk. 7/120). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/122; 7/123) und anschliessenden Rückfragen an die Gutachter ( Urk. 7/134) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 8. November 2022 einen Rentenanspruch ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob der Versicherte am 8. Dezember 2022 Beschwerde und beantragte, diese sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten - allenfalls nach Durchführung weiterer Abklärungen - die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, insbesondere Rentenleistungen. Es sei ihm die unentgeltliche Prozess führung zu gewähren und die unterzeichnende Rechtsanwältin als unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen ( Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 2 7. Januar 2023 ( Urk. 6) um Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Gerichtsverfügung vom 2. Februar 2023 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangs bestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Vorweg ist festzuhalten, dass der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 2 6. März 2007 (Urk. 7/18) mit der Begründung verneint wurde, dass ein allfälliger Leistungsanspruch erst nach Abschluss von medizinischen Massnahmen (Suchtmittelabstinenz) geprüft werden könne. Die Abweisung des Leistungsbegehrens mit Verfügung vom 7. Oktober 2011 (Urk. 7/79) begründete die Beschwerdegegnern damit, dass sich der Gesundheitszustand und dessen all fälligen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nur anhand einer medizinischen Abklärung beurteil en liessen, der Beschwerdeführer aber an den zumutbaren Abklärungen nicht teilgenommen habe. Damit liegt im Zeitpunkt der dritten Anmeldung zum Leistungsbezug am 3. September 2019 keine frühere rechts kräftige Verfügung vor, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und gegebenen falls Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4), so dass diese dritte Anmeldung wie eine Erstanmeldung - und nicht unter dem Gesichtspunkt einer Rentenrevision gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG - zu behan deln ist. 1.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1. 4 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1. 5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründet e die angefochtene Verfügung ( Urk. 2) damit, dass in keinem der gutachterlich abgeklärten Fachbereiche eine Diagnose festge stellt worden sei, welche eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur F olge habe. Die Ausführungen der P sychiatrischen Universitätsklinik Y.___ seien den Gutachtern der Z.___ AG zur Stellungnahme weitergeleitet wor den. Diese führten zu keinen weiteren Erkenntnissen. Die Z.___ AG habe dazu bereits ausführlich Stellung genommen und plausibel dargelegt, dass sie an ihrer gutachterlichen Beurteilung festh alte, weshalb die Voraussetzungen für einen Anspruch auf eine Rente weiterhin nicht gegeben seien (S. 2). 2.2 Demgegenüber machte der Beschwerdeführer gelten d ( Urk. 1), er sei mit der Beurteilung der Beschwerdegegnerin nicht einverstanden. In rheumatologischer Hinsicht seien vom Gutachter sehr ausgeprägte und deutliche Befunde berichtet worden. Weshalb aus der funktionellen Optik angeblich dennoch keine «alltags relevanten Einschränkungen» bestehen sollen, könne nicht nachvollzogen wer den und sei auch nicht weiter begründet worden (S. 4-5). Er müsse aufgrund der starken Rückenbeschwerden bis zu 500mg MST (Morphium/Opioid) einnehmen, um die Schmerzen einigermassen im Griff zu haben. Die Aufrechterhaltung dieser starken Medikation sei auf Dauer nicht zumutbar (S. 5). Aus psychiatrischer Sicht ständen sich die diametral unterschiedliche n Beurteilung en gegenüber, ob eine Persönlichkeitsstörung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu diagnosti zieren sei oder nicht (S. 5-6). Die gutachter l iche Sc h lussfolgerung beruhe insbeson dere auf einer unvollständigen und aktenwidrigen Anamnese, weshalb der gutachterlichen Beurteilung kein Beweiswert zu komme. Vielmehr sei auf grund der langjährigen Behandler der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen (S. 6). Die behandelnden Ärzte diagnostizierten eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden und narzisstischen Anteilen (S. 6). Das Z.___ Gutachten habe sich mit der Diagnose nicht vertieft auseinander gesetzt. Eine Auseinandersetzung mit den Diagnosekriterien fehle gänzlich (S. 8). Der Gutachter gehe von einer unvollständigen Anamnese aus. Seine Annahme einer unauffälligen Kindheit/Jugend sei absolut aktenwidrig und entspreche nicht dem tatsächlichen Sachverhalt und Werdegang des Beschwerdeführers. Dies führe dazu, dass die gesamte gutach t erliche Beurteilung au f einer komplett falschen Grundlage erstattet worden sei und ihr deshalb kein Beweiswert zukommen könne (S. 9). Mit den offensichtlich bestehenden krassen Diskrepanzen in der Anamnese, welche Einfluss auf die Stellung der Diagnose einer Persönlichkeits störung und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hätten, hätte der psychiatrische Gutachter im Gutachten im Rahmen der notwendigen Auseinandersetzung mit den Vorakten eingehen sollen (S. 10). Das Z.___ -Gutachten entspreche weder den bundesgerichtlichen Anforderungen an medizinische Gutachten noch habe es sich eingehend mit den Vorakten und Divergenzen auseinandergesetzt, wes halb darauf nicht abgestellt werden könne (S. 11). Auch betreffend die Diagnose des ADHS zeige sich, dass der Gutachter von diesen eben aktenwidrigen und nicht dem tatsächlichen Sachverhalt entsprechenden falschen Annahmen ausgehe. Auch hier lasse der Gutachter die ihm bekannten und offensichtlichen Schwierig keiten zu Schul- und Ausbildungszeiten völlig unberücksichtigt (S. 11-12). Weiter stelle der psychiatrische Gutachter diverse Diagnosen im Zusammenhang mit der vorliegenden Abhängigkeitsproblematik. Eine Begründung, weshalb diese Diag nosen keine Relevanz für die Arbeitsfähigkeit haben soll t en, werde nicht ange geben. Eine Indikatorenprüfung sei im Gutachten nicht enthalten (S. 13). In die Indikatorenprüfung müsse insbesondere der bestehende soziale Rückzug einflies sen. Es beständen nur sehr wenige und zudem konfliktgeladene Beziehungen zu engen Familienmitgliedern. Es beständen, bis auf Zeit vor dem Fernse her/Computer, zudem auch kaum Freizeitaktivitäten. Der Beschwerdeführer habe ein en äusserst unregelmässige n Tagesablauf / Rhythmus, was zu berücksichtigen sei, genauso wie die diversen somatischen Komorbiditäten (S. 14). Sollte eine Restarbeitsfähigkeit bestehen, so sei diese im vorliegenden Fall aber auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht verwertbar. Der Beschwerde führer sei keinem Arbeitgeber zumutbar. Das Finden einer entsprechenden Stelle sei von vornherein ausgeschlossen (S. 14). 3. 3.1 Dr. A.___, Fachärztin für allgemeine Innere Medizin FMH mit Fähigkeitsausweis Abhängigkeitserkrankungen, von der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ stellte in ihrem Arztbericht vom 2 9. April 2020 ( Urk. 7/94) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit (S. 5) : - Verdacht auf Persönlichkeitsstörung nicht näher bezeichnet F60.9 - Differentialdiagnose : andauernde Persönlichkeitsänderung nach psy chischer Krankheit F62.1, kombinierte und andere Persönlichkeitsstö rung (mit narzi s stischen Anteilen ) F61 - Verdacht auf Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätssyndrom, ED 2019 (F90.0) - Status nach paranoider Episode 2005 - Differentialdiagnostisch im Rahmen der Persönlichkeitsstörung - Chronischer, dekompensierter Tinnitus: Tinnitus Handicap Inventory 72/100 Punkte (schwere Beeinträchtigung), USZ 09/2019 - Chronisches cervikothorakales Schmerzsyndrom seit ca. 08/17 - Bei degenerativen HWS-Veränderungen mit leichter Wurzelaffektion C4, 5, 7 rechts (MRI 03/2018) - Chronisches L u m bovertebralsyndrom - Migräne - Chronische venöse Insuffizienz bei Varikosis der Unterschenkel b eidseits - Opioidabhängigkeit, substituiert Für den Beschwerdeführer ständen derzeit die verschiedenen körperlichen Symp tome im Vordergrund, insbesondere das paravertebrale Schmerzsyndrom und der Tinnitus ; mitunter seien aber auch das rechte Knie und die Schulter in das Schmerzgeschehen einbezogen. Ferner betreibe er viel Aufwand, dieser Beschwer den Herr zu werden. Durch die ihm eigene Kompliziertheit und D esorganisiertheit verzettle er sich dabei (und auch bei vielen anderen Dingen) immer wieder. Er könne basalen alltäglichen Verpflichtungen mitunter nicht nachkommen (Post öffnen, Rechnungen zahlen). Im interpersonellen Bereich dominiere die ausge prägte Logorrhö des Beschwerdeführers verbunden mit einer höchstgradig weit schweifigen Berichterstattung. Das F ühren einer strukturierten Unterhaltung (z.B. zwecks Anamneseerhebung für diesen Bericht) sei kaum möglich, er verliere sich in Details, habe dabei ein hohes Erzähltempo und könne Wesentliches nicht von Unwesentlichem trennen. Kritik oder Zurechtweisungen w ü rden meistens durch Abwertung des Gegenübers und Betonung der eigenen Vorzüge überwunden (S. 4). Es sei keine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt möglich. Die Persönlichkeits struktur und der Interaktionsstil des Beschwerdeführer s ständen einer Eingliederung im Weg. Er habe Probleme, Autoritäten anzuerkennen und sich unterzuordnen (S. 8). 3.2 3.2.1 In der polydisziplinären medizinischen Expertise der Z.___ AG vom 1 4. Juli 2021 ( Urk. 7/120) stellten die Gutachter keine Diagnose n mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 6). Eine Krankheitsent it ät mit aktueller Relevanz für die Arbeitsfähigkeit habe im Rahmen der hiesigen Begutachtung fachübergreifend nicht verifiziert werden können. Dementsprechend ergäben sich auch keinerlei funktionelle Auswirkungen der Befunde. Hinweise auf eine Persönlichkeits störung im Sinne der diesbezüglich seitens der ICD-10 definierten Kriterien hätten sich nicht offenbart, wohl aber auf eine Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver und partiell narzisstischer Komponente (S. 8). Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in leidensangepassten Tätigkeiten liege bei 100 %. Seit Januar 2019 sei die komplexe Suchtproblematik relativ stabilisiert. Ausserhalb etwaig stattgehabter Hospitalisations - und Rekonvaleszenzphasen sei seither sowohl für die bisherige wie auch für leidensangepasste Tätigkeiten von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 9). 3.2. 2 Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in sein em Teilgutachten ( Urk. 7/120/21-36) keine psychiatrische n und neurologische n Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnose ohne Relevanz für die Arbeit s fähigkeit führte er folgende auf (S. 29) : - Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (ICD-10: Z73) im Sinne einer Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver und partiell narzisstischer Komponente - Minimale neuropsychologische Störung (Frei et al., 2016) - Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F12.1) - Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Abhängigkeits syndrom - Teilremission (ICD-10: F10.201) - Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioi d e, Abhängigkeitssyn drom, gegenwärtig Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatzdrogen programm (ICD-10: F11.22 ) - Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak, Abhängigkeits syndrom - ständiger Substanzgebrauch (ICD-10: F17.25) - Status nach p sychischen Verhaltensstörungen durch andere Stimulanzien einschliesslich Koffein, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F15.1) - Status nach psychischen Verhaltensstörungen durch Kokain, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F14.1) - Status nach akuter vorübergehender psychotischer Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10: F23.9), Verdacht auf. drogeninduzierte Genese - Aktenanamnestisch: Status nach Problemen mit Bezug auf Schwierig keiten bei der Lebensbewältigung (ICD-10: Z73) im Sinne eines Ausgebrannt seins (Burnout) Im Rahmen der aktuell erhobenen Befunde, eigenanamnestischer Angaben sowie der zum Untersuchungszeitpunkt verfügbaren Aktenlage habe sich keine psychi sche Störung einer Krankheitsentität des psychiatrischen Fachgebietes mit derzei tiger Relevanz für die Arbeitsfähigkeit verifizieren lassen können. Diesbezüglich seien keine der im entsprechenden Katalog festgelegten Kriterienkonstellationen in ausreichender Form erfüllt. Zudem hätten anhand der neuropsychologischen Testverfahren Defizite des kognitiven Leistungsprofils im Sinne einer minimalen neuropsychologischen Störung nachgewiesen werden können, welche sich aller dings nicht limitierend auf die Arbeitsfähigkeit auswirke (S. 28). Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung im Sinne der diesbezüglich seitens der ICD-10 definierten Kriterien hätten sich nicht offenbart, wohl aber auf eine Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver und partiell narzissti sche r Komponente (S. 26). Im Rahmen der aktuellen Begutachtung hätten vor dem Hintergrund des nunmehr erweiterten Kenntnisstandes einige der im anamnes tischen Verlauf aufgeführten differentialdiagnostischen Bewertungen nicht bestätigt werden können (S. 31). Dies betreffe beispielsweise die in verschie denen Berichten zur Darstellung gebrachte Entität einer Persönlichkeitsstörung, welche ein entsprechend pathologisches Niveau nicht erreiche und vielmehr im Sinne einer Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver sowie parti ell narzisstischer Komponente zu interpretieren sei. Die wiederholt beschriebenen depressiven Stimmungszustände seien wiederrum in den Kontext einer von neuro tischen Einflüssen geprägten Persönlichkeitsstruktur bei parallel vielfälti gem Konsum psychotroper Substanzen zu integrieren, nicht jedoch als eigenstän dige Entitäten zu gewichten. Der erhobene Verdacht auf eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung des Erwachsenenalters (ADHS) habe ausgeschlossen werden können, zumal eine derartige Störungsspezifität im Kindesalter nicht vorgelegen habe (S. 32). In der bisherigen Tätigkeit und in einer angepassten Tätigkeit liege seit der offensichtlich ab Januar 2019 aufgetretenen relativen Stabilisierung der komple xen Suchtproblematik eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vor (S. 33-34). 3.2.3 Im Teilgutachten ( Urk. 7/120/37-46) von Dr. med. C.___, Fachärztin für Neurologie, wurden keine neurologischen Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit a n geführt (S. 42). In den Berichten in den Akten sei mehrmals eine Migräne unter Diagnosen aufgeführt worden. Sei t langem sei der Beschwerde führer diesbezüglich jedoch beschwerdefrei. A usserdem sei im März 2018 ein MRI der HWS durchgeführt worden ; es hätten sich Spondylarthrosen C2 bis thorakal 1 mit Aktivierung C3/4 rechts sowie radiologisch eine leichte Wurzel affektion C4/5 und 7 rechts gezeigt. Aus den Akten ergäben sich jedoch keine Hinweise für ein Vorliegen einer radikulären Reiz- bzw. Ausfallsymptomatik. Auch aufgrund der heutigen Befragung und Untersuchung ergäben sich keine Anhaltspunkte diesbezüglich (S. 41). Der Beschwerdeführer könne aus neurologi scher Sicht sämtliche Arbeiten verrichten (S. 42). Aus neurologischen Gründen sei der Beschwerdeführer nie arbeitsunfähig gewesen (S. 43). 3.2.4 Dr. med. D.___, Facharzt für Rheumatologie und für Allgemeine Innere Medizin, stellte in seinem Teilgutachten ( Urk. 7/47-60) keine rheumatologische n Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (S. 55). Es beständen aber leicht gradige, den Alltag nicht wesentlich beeinträchtigende Schmerzsyndrome an Hals- und Lendenwirbelsäule (S. 55). Aktuell beständen keine wesentlichen funktionel le n Bewegungse inschränkung en an der Halswirbelsäule, es beständen keine Hinweise auf ein radikuläres Schmerzsyndrom ; ebenso wenig bestehe ein Hinweis auf ein Syndrom eines engen Spinalkanals. Die Magnettomographie befunde vom 6. März 2018 seien demzufolge ohne klinische Relevanz. Auch an der Lendenwi r belsäule dürfte zumindest aus klinischer Optik kein radikuläres Schmerzsyndrom bestehen. Seitens der rheumatologischen Einschätzung ergebe sich keine arbeitsrelevante Einschränkung der zumutbaren Belastbarkeit des Bewegungsapparates für die bisherige Tätigkeit. Auch für eine dem Leiden ange passte Tätigkeit dürfte aus rein rheumatologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit bestehe n. Diese Einschätzung habe seit jeher Gültigkeit. Selbstverständlich müsse bemerkt werden, dass der Beschwerdeführer 500mg MS T einnehme und man davon ausgehen müsse, dass sich die Rückenbeschwerden ohne MST-Einnahme möglicherweise stärker manifestieren würden. Dies habe keine Auswirkung auf die aktuelle Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit (S. 55). 3.2.5 Prof. Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte in sei nem Teilgutachten ( Urk. 7/120/61-73) keine internistischen Diagnosen mit Rele vanz für die Arbeitsfähigkeit (S. 69). Es lägen eine Reihe von Diagnosen vor, die teilweise als «Metabolisches Syndrom» zusammengefasst werden könnten ; aber auch in der Summe resultiere hieraus keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 68). 3.2.6 L ic. phil. F.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie, führte im neuropsycho logischen Teilgutachten aus ( Urk. 7/120/74-79), dass sich beim Beschwerdeführer minimale Auffälligkeiten im Bereich der Aufmerksamkeit und der exekutiven Funktionen gezeigt hätten (S. 78). Die minimalen kognitiven Leistungs beeinträchtigungen seien am ehesten auf den erhöhten Konsum psycho troper Substanzen zurückzuführen. Grundsätzlich seien die objektivierten kogni tiven Beeinträchtigungen jedoch gering, so dass eine Auswirkung auf den beruflichen und privaten Alltag aktuell nicht zu erwarten sei. Aus rein neuropsycholo gischer Sicht bestehe somit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 78). 3. 3 Im Bericht von Dr. A.___ und Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, von der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ vom 1 9. Januar 2022 ( Urk. 7/129) wurde ausge führt, dass sie mit der Einschätzung des psychiatrischen Gutachtens von Dr. B.___ nicht einverstanden seien. Der Beschwerdeführer befinde sich seit über 16 Jahren bei ihnen im Zentrum H.___ in Behandlung. Nach ihrer Einschätzung ständen genügend objektive Befund e zur Verfügung, um eine kombinierte Persönlichkei tsstörung nach ICD-10 zu diagnostizieren (mit paranoiden und narzisstischen Anteilen). Die allgemeinen Kriterien sähen sie als erfüllt (S. 5). Da die Merkmale keinem klar vorherrschenden Symptombild zuzu ordnen seien, ergebe sich eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden und narzisstischen Anteilen. Ausserdem werde an der ADHS Diagnose festge halten (S. 6). 3.4 In der Stellungnahme vom 2 7. Juni 2022 ( Urk. 7/134) führ t en die Z.___ Gutach ter aus, dass eine die Arbeitsfähigkeit limitierende aktive Krankheitsentität des psychiatrischen Fachgebietes nicht habe verifiziert werden können (S. 1). Die Ein schätzung der behandelnden Ärzte einer postuliert ausreichenden Verfügbarkeit objektiver Befunde für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nach ICD-10 könne nicht geteilt werden. Gemäss den als authentisch erachteten sowie derge stalt auch testpsychologisch verifizierten eigenanamnestischen Angaben hätten während der gesamten Kindheit und Jugend des Versicherten niemals relevante psychische Probleme bestanden, womit das obligate allgemeine diagnostische Kriterium G4 des Unterkapitels F6 (Persönlichkeits- und Verhaltensstörung) der ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen klar nicht erfüllt sei. Entsprechende Begebenheiten würden hingegen familiäre Schwierigkeiten (z.B. anhaltende Streitig keiten mit dem überaus strengen Vater) in jener Lebensphase, mutmasslich damit assoziierte schulische Unregelmässigkeiten bzw. wiederkehrende (zwischen menschliche) Konflikte zu der späteren Zeit des Ausbildungs- und Berufsgeschehens natürlich nicht aus schliessen. Diese erklärten sich aber völlig hinreichend im Gesamtkontext einer von neurotischen Einflüssen geprägten Persönlichkeits struktur bei parallel phasenhaft vielfältigem Konsum psychotropi scher Substanzen. Völlig unabhängig davon umfassten die anteilig identischen Symptomkonstellationen der verifizierten Persönlichkeitsakzentuierung aus gut achterlicher Beurteilungsperspektive nicht den pathologischen Schweregrad einer entsprechenden Persönlichkeitsstörung. Darüber hinaus löse das seitens Behand ler abschliessend nicht weiter begründete Festhalten an der ADHS-Diagnose Irritati onen aus. Definitionsgemäss sei für die Feststellung einer solchen Erkran kung im Erwachsenenalter das gesicherte Bestehen einer entsprechenden Entität im Kindsalter unabdingbare Voraussetzung (S. 2). Korrelierend hätten in der testpsycho logischen Untersuchung keinerlei typische, auf ADHS hinweisende Befunde erhoben werden können (S. 3). 3.5 Dr. A.___ und Dr. G.___ führten demgegenüber in ihrem Bericht vom 22. September 2022 aus ( Urk. 7/139), dass die Bewertung des Gutachter s auf de m primären Fehler beruhe, wonach die erhobene n anamnestischen Angaben ober flächlich und unvollständig seien; ohne Zuzug der Aktenlage oder Einholung einer Fremdanamnese. Ein sekundärer Fehler ergebe sich, in dem die Prüfung der ICD-10 Kriterien aus der unvollständigen Anamnese erfolge. Der Beschwerde führer sei aus der Sekundarschule rausgeflogen und auch in der Realschule habe es Probleme mit seinem Verhalten gegeben. Dies sei nicht vereinbar mit der gut achterlichen Bewertung einer völlig unauffälligen Schulentwicklung. Sowohl die Herleitung der Persönlichkeitskriterien wie auch des ADHS beruh t en auf objektiv unwahren Angaben (S. 1). Eine kritische Auseinandersetzung mit den Vorbefun den sowie eine Fremdanamnese sei deshalb notwendig und indiziert (S. 1-2). Bei des hätten die Gutachter nicht gemacht (S. 2). Sie sähen unter Berücksichtigung de r vollständigen Anamnese die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung als gege ben an (S. 3). Bezüglich ADHS seien zwei diagnostische Tests durchgeführt wor den, welche hinreichende Belege für die Diagnose einer ADHS ergeben hätten und eine Therapie entsprechend rechtfertigten (S. 3). In der Gesamtschau ergebe sich das Bild einer ADHS (im Erwachsenenalter fortbestehend) leichter bis mittel schwerer Ausprägung, mit Fokus auf die Impulsivitätsdomäne (S. 4). 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin hat einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers gestützt auf das polydisziplinäre Z.___ -Gutachten (E. 3.2) verneint. Das Gutach ten erfüllt zwar die formalen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise im Sinne der Rechtsprechung (E. 1.6), es weist aber, insbesondere was das psychiat rische Teilgutachten anbelangt, erhebliche inhaltliche Mängel auf. Der psychiatrische Gutachter diagnostizierte psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide, Alkohol und Opioide. Aktenkundig ist in diesem Zusammen hang, dass der Beschwerdeführer regelmässig psychotrope Substanzen konsumiert. So hat er im Rahmen der internistischen Begutachtung angegeben, dass er täglich eine halbe Flasche Whisky trinke und dreimal täglich MST Conti nus zu sich nehme. Die angegebene Menge entspricht etwa 500mg Morphin täg lich (Urk. 7/120/64). Der Beschwerdeführer befindet sich zudem seit über 16 Jahren im Zentrum H.___ in Behandlung (Urk. 7/129/1) und hat mehrere Entzüge von Heroin und Alkohol hinter sich (Urk. 7/129 /2). Der psychiatrische Gutachter diagnostizierte zwar multiple Suchterkrankung en, mass ihnen aber keinerlei Relevanz für die Arbeitsfähigkeit bei, was ohne eine entsprechende Begründung nicht nachvollziehbar ist. Insbeson dere stützte sich der Gutachter bei seiner Einschätzung lediglich auf eine oberflächliche Anamnese, eine sehr knappe Befunderhebung und eine wenig differen zierte Auseinandersetzung mit den rechtsprechungsgemäss massgebli chen Standardindikatoren. Ferner setzte er sich weder im psychiatrischen Teil gutachten noch in seiner Stellungnahme vom 2 7. Juni 2022 (Urk. 7/134) einläss lich mit den ausführlichen Berichten der behandelnden Y.___ -Ärzte auseinande r, was angesichts der 16jährigen Behandlungsdauer unabdingbar gewesen wäre. Der Gutachter begründete in diesem Zusammenhang einzig, weshalb er die von den Y.___ -Ärzten gestellte Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung als nicht gegeben ansah. Er erachtete ferner die Mini-ICF-Kriterien als komplett unauffällig, ohne sich zu den einzelnen Fähigkeiten und Defiziten zu äussern und ohne sich mit den aktenkundigen Auffälligkeiten auseinander zu setzen. So ergibt sich beispielsweise aus der neuropsychologischen Untersuchung, dass der Beschwerdeführer bereits nach einer Stunde Ermüdungserscheinungen zeigte, Ritalin einnehmen musste und es im weiteren Verlauf der Untersuchung zu motorischer Unruhe gekommen ist, was Neuropsychologin F.___ als mög liche Entzugssymptomatik deutete (Urk. 120/78). Dieser Umstand wurde durch den psychiatrischen Gutachter hinsichtlich funktioneller Leistungsfähigkeit nicht thematisiert. Ebenso wenig liess er seine eigenen Feststellungen aus seinem Untersuchungsbefund in die Beurteilung gemäss Mini-ICF einfliessen (Zuspät kommen, Urk. 7/120/25; reduzierter Pflegezustand, Urk. 7/120/26 oben; weit schweifige und umständliche Verlautbarungen bei allgemein logorrhoischem Sprachfluss, Urk. 7/120/26 Mitte). Und schliesslich setzte er diese Beobachtungen auch nicht in den Kontext der fremdanamnestischen, sich auf eine 16jährige Behandlungsdauer stützenden Angaben durch die Y.___ -Ärzte. Daher und unter Berücksichtigung der übrigen medizinischen Akten ist die Einschätzung des psychiat rischen Gutachters nicht ohne Weiteres nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer in jeglichen für ihn in Frage kommenden Tätigkeiten uneinge schränkt zu 100 % arbeitsfähig ist. Das Z.___ -Gutachten erfüllt aufgrund der genannten inhaltlichen Mängel die rechtsprechungsgemässen Anforderungen nicht, so dass die Beschwerdegegnerin für die Beurteilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers n icht darauf hätte abstellen dürfen. 4.2 Ebenso wenig lässt sich die vorliegende Streitfrage gestützt auf die Berichte der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ -Ärzte beantworten. Diese leiteten zwar ausführlich her, weshalb sie die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung (mit paranoiden und nar zisstischen Anteilen) als gegeben erachten, stellten aber hinsichtlich Suchterkran kung keine Diagnose. Sie zeigten innerhalb des Mini-ICF verschiedene Beein trächtigungen auf und attestierten dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, ohne aber diese Einschätzung mit der von ihnen gestellten Diagnose und den festgestellten funktionellen Einschränkungen zu verknüpfen und diese dementsprechend zu begründen. Ein Bezug zu den höchstrichterlich für alle psychischen Erkrankungen (und damit auch für Abhä ngigkeitssyndrome bzw. Substanzkonsumstörungen, BGE 145 V 215 ) erforderlichen Standardindikatoren fehlt gänzlich. Zur Arbeitsfähigkeit gaben sie lediglich an, dass der Beschwerde führer einem Arbeitgeber nicht zumutbar sei; auch sei dem Beschwerdeführer krankheitsbedingt keine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zumutbar (Urk. 7/129/6 unten). Damit bilden auch die Berichte der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ -Ärzte keine genü gende Entscheid grundlage nach den rechtsprechungsgemässen Vorgaben. 4.3 Aufgrund der sich widersprechenden Diagnostik in den medizinischen Akten und mangels rechtsgenüglicher Feststellungen zu den arbeitsrelevanten funktionellen Einschränkungen lässt sich der Rentenanspruch des Beschwerdeführers nicht beurteilen. Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, unter anderem wenn der Sachverhalt ungenügend fest gestellt wurde (§ 26 Abs. 1 GSVGer ). Vorliegend erweist sich der Sachverhalt wie ausgeführt in einem wesentlichen Punkt als nicht genügend abgeklärt, weshalb die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese den Gesundheitszustand und die funktionelle Leistungsfähigkeit des Beschwerde führers umfassend abkläre und hernach über seinen Anspruch auf eine Invaliden rente neu entscheide. 5. 5.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver fahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 5.2 Die Rückweisung der Sache kommt einem Obsiegen des Beschwerdeführers gleich. Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin demnach zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen. Rechtsanwältin Anjushka Früh hat einen Aufwand von insgesamt 11.3 Stunden und Barauslagen von Fr. 101.70 geltend gemacht ( Urk. 9), was gerechtfertigt erscheint. Unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- resultiert daraus eine Entschädigung von Fr. 2'786.95 (inklusive Bar auslagen und Mehrwertsteuer). 5.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird das Gesuch um Gewährung der unent geltlichen Rechtspflege und unentgeltlichen Rechtsvertretung gegenstandslos. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die Verfügung vom 8. November 2022 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre und her nach über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2'786.95 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Anjushka Früh - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubLangone

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2022.00640 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Slavik Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Langone Urteil vom 21. Juli 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Anjushka Früh KSPartner Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1962, gelernter Elektronik-Techniker, arbeitete bis 2000 als Informatiker und geht seither keiner geregelten Erwerbstätigkeit mehr nach (Urk. 7/ 82 und Urk. 7/87). Er meldete sich erstmals am 3. Mai 2006 unter Hinweis auf ein Burnout und psychotische Störungen bei der Invaliden versicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und verneinte mit Verfügung vom 2 6. März 2007 einen Leistungsanspruch ( Urk. 7/18). Am 2 8. März 2008 meldete sich der Versicherte wieder zum Leistungs bezug an ( Urk. 7/20). Nach erneuten Abklärungen verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. Oktober 2011 aufgrund von verweigerter Mitwir kung einen Rentenanspruch ( Urk. 7/79). Der Versicherte meldete sich am 3. September 2019 unter Angabe einer rezidi vierenden depressiven Störung und von Rückenschmerzen erneut zum Leistungs bezug an ( Urk. 7/84). Die IV-Stelle holte ein polydisziplinäres Gutachten in den Disziplinen Psychiatrie, Neurologie, Neuropsychologie, Rheumatologie und innere Medizin ein, das am 1 4. Juli 2021 erstattet wurde ( Urk. 7/120). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/122; 7/123) und anschliessenden Rückfragen an die Gutachter ( Urk. 7/134) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 8. November 2022 einen Rentenanspruch ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob der Versicherte am 8. Dezember 2022 Beschwerde und beantragte, diese sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten - allenfalls nach Durchführung weiterer Abklärungen - die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, insbesondere Rentenleistungen. Es sei ihm die unentgeltliche Prozess führung zu gewähren und die unterzeichnende Rechtsanwältin als unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen ( Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 2 7. Januar 2023 ( Urk. 6) um Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Gerichtsverfügung vom 2. Februar 2023 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangs bestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Vorweg ist festzuhalten, dass der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 2 6. März 2007 (Urk. 7/18) mit der Begründung verneint wurde, dass ein allfälliger Leistungsanspruch erst nach Abschluss von medizinischen Massnahmen (Suchtmittelabstinenz) geprüft werden könne. Die Abweisung des Leistungsbegehrens mit Verfügung vom 7. Oktober 2011 (Urk. 7/79) begründete die Beschwerdegegnern damit, dass sich der Gesundheitszustand und dessen all fälligen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nur anhand einer medizinischen Abklärung beurteil en liessen, der Beschwerdeführer aber an den zumutbaren Abklärungen nicht teilgenommen habe. Damit liegt im Zeitpunkt der dritten Anmeldung zum Leistungsbezug am 3. September 2019 keine frühere rechts kräftige Verfügung vor, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und gegebenen falls Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4), so dass diese dritte Anmeldung wie eine Erstanmeldung - und nicht unter dem Gesichtspunkt einer Rentenrevision gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG - zu behan deln ist. 1.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1. 4 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1. 5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründet e die angefochtene Verfügung ( Urk. 2) damit, dass in keinem der gutachterlich abgeklärten Fachbereiche eine Diagnose festge stellt worden sei, welche eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur F olge habe. Die Ausführungen der P sychiatrischen Universitätsklinik Y.___ seien den Gutachtern der Z.___ AG zur Stellungnahme weitergeleitet wor den. Diese führten zu keinen weiteren Erkenntnissen. Die Z.___ AG habe dazu bereits ausführlich Stellung genommen und plausibel dargelegt, dass sie an ihrer gutachterlichen Beurteilung festh alte, weshalb die Voraussetzungen für einen Anspruch auf eine Rente weiterhin nicht gegeben seien (S. 2). 2.2 Demgegenüber machte der Beschwerdeführer gelten d ( Urk. 1), er sei mit der Beurteilung der Beschwerdegegnerin nicht einverstanden. In rheumatologischer Hinsicht seien vom Gutachter sehr ausgeprägte und deutliche Befunde berichtet worden. Weshalb aus der funktionellen Optik angeblich dennoch keine «alltags relevanten Einschränkungen» bestehen sollen, könne nicht nachvollzogen wer den und sei auch nicht weiter begründet worden (S. 4-5). Er müsse aufgrund der starken Rückenbeschwerden bis zu 500mg MST (Morphium/Opioid) einnehmen, um die Schmerzen einigermassen im Griff zu haben. Die Aufrechterhaltung dieser starken Medikation sei auf Dauer nicht zumutbar (S. 5). Aus psychiatrischer Sicht ständen sich die diametral unterschiedliche n Beurteilung en gegenüber, ob eine Persönlichkeitsstörung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu diagnosti zieren sei oder nicht (S. 5-6). Die gutachter l iche Sc h lussfolgerung beruhe insbeson dere auf einer unvollständigen und aktenwidrigen Anamnese, weshalb der gutachterlichen Beurteilung kein Beweiswert zu komme. Vielmehr sei auf grund der langjährigen Behandler der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen (S. 6). Die behandelnden Ärzte diagnostizierten eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden und narzisstischen Anteilen (S. 6). Das Z.___ Gutachten habe sich mit der Diagnose nicht vertieft auseinander gesetzt. Eine Auseinandersetzung mit den Diagnosekriterien fehle gänzlich (S. 8). Der Gutachter gehe von einer unvollständigen Anamnese aus. Seine Annahme einer unauffälligen Kindheit/Jugend sei absolut aktenwidrig und entspreche nicht dem tatsächlichen Sachverhalt und Werdegang des Beschwerdeführers. Dies führe dazu, dass die gesamte gutach t erliche Beurteilung au f einer komplett falschen Grundlage erstattet worden sei und ihr deshalb kein Beweiswert zukommen könne (S. 9). Mit den offensichtlich bestehenden krassen Diskrepanzen in der Anamnese, welche Einfluss auf die Stellung der Diagnose einer Persönlichkeits störung und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hätten, hätte der psychiatrische Gutachter im Gutachten im Rahmen der notwendigen Auseinandersetzung mit den Vorakten eingehen sollen (S. 10). Das Z.___ -Gutachten entspreche weder den bundesgerichtlichen Anforderungen an medizinische Gutachten noch habe es sich eingehend mit den Vorakten und Divergenzen auseinandergesetzt, wes halb darauf nicht abgestellt werden könne (S. 11). Auch betreffend die Diagnose des ADHS zeige sich, dass der Gutachter von diesen eben aktenwidrigen und nicht dem tatsächlichen Sachverhalt entsprechenden falschen Annahmen ausgehe. Auch hier lasse der Gutachter die ihm bekannten und offensichtlichen Schwierig keiten zu Schul- und Ausbildungszeiten völlig unberücksichtigt (S. 11-12). Weiter stelle der psychiatrische Gutachter diverse Diagnosen im Zusammenhang mit der vorliegenden Abhängigkeitsproblematik. Eine Begründung, weshalb diese Diag nosen keine Relevanz für die Arbeitsfähigkeit haben soll t en, werde nicht ange geben. Eine Indikatorenprüfung sei im Gutachten nicht enthalten (S. 13). In die Indikatorenprüfung müsse insbesondere der bestehende soziale Rückzug einflies sen. Es beständen nur sehr wenige und zudem konfliktgeladene Beziehungen zu engen Familienmitgliedern. Es beständen, bis auf Zeit vor dem Fernse her/Computer, zudem auch kaum Freizeitaktivitäten. Der Beschwerdeführer habe ein en äusserst unregelmässige n Tagesablauf / Rhythmus, was zu berücksichtigen sei, genauso wie die diversen somatischen Komorbiditäten (S. 14). Sollte eine Restarbeitsfähigkeit bestehen, so sei diese im vorliegenden Fall aber auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht verwertbar. Der Beschwerde führer sei keinem Arbeitgeber zumutbar. Das Finden einer entsprechenden Stelle sei von vornherein ausgeschlossen (S. 14). 3. 3.1 Dr. A.___, Fachärztin für allgemeine Innere Medizin FMH mit Fähigkeitsausweis Abhängigkeitserkrankungen, von der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ stellte in ihrem Arztbericht vom 2 9. April 2020 ( Urk. 7/94) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit (S. 5) : - Verdacht auf Persönlichkeitsstörung nicht näher bezeichnet F60.9 - Differentialdiagnose : andauernde Persönlichkeitsänderung nach psy chischer Krankheit F62.1, kombinierte und andere Persönlichkeitsstö rung (mit narzi s stischen Anteilen ) F61 - Verdacht auf Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätssyndrom, ED 2019 (F90.0) - Status nach paranoider Episode 2005 - Differentialdiagnostisch im Rahmen der Persönlichkeitsstörung - Chronischer, dekompensierter Tinnitus: Tinnitus Handicap Inventory 72/100 Punkte (schwere Beeinträchtigung), USZ 09/2019 - Chronisches cervikothorakales Schmerzsyndrom seit ca. 08/17 - Bei degenerativen HWS-Veränderungen mit leichter Wurzelaffektion C4, 5, 7 rechts (MRI 03/2018) - Chronisches L u m bovertebralsyndrom - Migräne - Chronische venöse Insuffizienz bei Varikosis der Unterschenkel b eidseits - Opioidabhängigkeit, substituiert Für den Beschwerdeführer ständen derzeit die verschiedenen körperlichen Symp tome im Vordergrund, insbesondere das paravertebrale Schmerzsyndrom und der Tinnitus ; mitunter seien aber auch das rechte Knie und die Schulter in das Schmerzgeschehen einbezogen. Ferner betreibe er viel Aufwand, dieser Beschwer den Herr zu werden. Durch die ihm eigene Kompliziertheit und D esorganisiertheit verzettle er sich dabei (und auch bei vielen anderen Dingen) immer wieder. Er könne basalen alltäglichen Verpflichtungen mitunter nicht nachkommen (Post öffnen, Rechnungen zahlen). Im interpersonellen Bereich dominiere die ausge prägte Logorrhö des Beschwerdeführers verbunden mit einer höchstgradig weit schweifigen Berichterstattung. Das F ühren einer strukturierten Unterhaltung (z.B. zwecks Anamneseerhebung für diesen Bericht) sei kaum möglich, er verliere sich in Details, habe dabei ein hohes Erzähltempo und könne Wesentliches nicht von Unwesentlichem trennen. Kritik oder Zurechtweisungen w ü rden meistens durch Abwertung des Gegenübers und Betonung der eigenen Vorzüge überwunden (S. 4). Es sei keine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt möglich. Die Persönlichkeits struktur und der Interaktionsstil des Beschwerdeführer s ständen einer Eingliederung im Weg. Er habe Probleme, Autoritäten anzuerkennen und sich unterzuordnen (S. 8). 3.2 3.2.1 In der polydisziplinären medizinischen Expertise der Z.___ AG vom 1 4. Juli 2021 ( Urk. 7/120) stellten die Gutachter keine Diagnose n mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 6). Eine Krankheitsent it ät mit aktueller Relevanz für die Arbeitsfähigkeit habe im Rahmen der hiesigen Begutachtung fachübergreifend nicht verifiziert werden können. Dementsprechend ergäben sich auch keinerlei funktionelle Auswirkungen der Befunde. Hinweise auf eine Persönlichkeits störung im Sinne der diesbezüglich seitens der ICD-10 definierten Kriterien hätten sich nicht offenbart, wohl aber auf eine Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver und partiell narzisstischer Komponente (S. 8). Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in leidensangepassten Tätigkeiten liege bei 100 %. Seit Januar 2019 sei die komplexe Suchtproblematik relativ stabilisiert. Ausserhalb etwaig stattgehabter Hospitalisations - und Rekonvaleszenzphasen sei seither sowohl für die bisherige wie auch für leidensangepasste Tätigkeiten von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 9). 3.2. 2 Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in sein em Teilgutachten ( Urk. 7/120/21-36) keine psychiatrische n und neurologische n Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnose ohne Relevanz für die Arbeit s fähigkeit führte er folgende auf (S. 29) : - Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (ICD-10: Z73) im Sinne einer Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver und partiell narzisstischer Komponente - Minimale neuropsychologische Störung (Frei et al., 2016) - Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F12.1) - Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Abhängigkeits syndrom - Teilremission (ICD-10: F10.201) - Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioi d e, Abhängigkeitssyn drom, gegenwärtig Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatzdrogen programm (ICD-10: F11.22 ) - Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak, Abhängigkeits syndrom - ständiger Substanzgebrauch (ICD-10: F17.25) - Status nach p sychischen Verhaltensstörungen durch andere Stimulanzien einschliesslich Koffein, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F15.1) - Status nach psychischen Verhaltensstörungen durch Kokain, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F14.1) - Status nach akuter vorübergehender psychotischer Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10: F23.9), Verdacht auf. drogeninduzierte Genese - Aktenanamnestisch: Status nach Problemen mit Bezug auf Schwierig keiten bei der Lebensbewältigung (ICD-10: Z73) im Sinne eines Ausgebrannt seins (Burnout) Im Rahmen der aktuell erhobenen Befunde, eigenanamnestischer Angaben sowie der zum Untersuchungszeitpunkt verfügbaren Aktenlage habe sich keine psychi sche Störung einer Krankheitsentität des psychiatrischen Fachgebietes mit derzei tiger Relevanz für die Arbeitsfähigkeit verifizieren lassen können. Diesbezüglich seien keine der im entsprechenden Katalog festgelegten Kriterienkonstellationen in ausreichender Form erfüllt. Zudem hätten anhand der neuropsychologischen Testverfahren Defizite des kognitiven Leistungsprofils im Sinne einer minimalen neuropsychologischen Störung nachgewiesen werden können, welche sich aller dings nicht limitierend auf die Arbeitsfähigkeit auswirke (S. 28). Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung im Sinne der diesbezüglich seitens der ICD-10 definierten Kriterien hätten sich nicht offenbart, wohl aber auf eine Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver und partiell narzissti sche r Komponente (S. 26). Im Rahmen der aktuellen Begutachtung hätten vor dem Hintergrund des nunmehr erweiterten Kenntnisstandes einige der im anamnes tischen Verlauf aufgeführten differentialdiagnostischen Bewertungen nicht bestätigt werden können (S. 31). Dies betreffe beispielsweise die in verschie denen Berichten zur Darstellung gebrachte Entität einer Persönlichkeitsstörung, welche ein entsprechend pathologisches Niveau nicht erreiche und vielmehr im Sinne einer Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver sowie parti ell narzisstischer Komponente zu interpretieren sei. Die wiederholt beschriebenen depressiven Stimmungszustände seien wiederrum in den Kontext einer von neuro tischen Einflüssen geprägten Persönlichkeitsstruktur bei parallel vielfälti gem Konsum psychotroper Substanzen zu integrieren, nicht jedoch als eigenstän dige Entitäten zu gewichten. Der erhobene Verdacht auf eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung des Erwachsenenalters (ADHS) habe ausgeschlossen werden können, zumal eine derartige Störungsspezifität im Kindesalter nicht vorgelegen habe (S. 32). In der bisherigen Tätigkeit und in einer angepassten Tätigkeit liege seit der offensichtlich ab Januar 2019 aufgetretenen relativen Stabilisierung der komple xen Suchtproblematik eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vor (S. 33-34). 3.2.3 Im Teilgutachten ( Urk. 7/120/37-46) von Dr. med. C.___, Fachärztin für Neurologie, wurden keine neurologischen Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit a n geführt (S. 42). In den Berichten in den Akten sei mehrmals eine Migräne unter Diagnosen aufgeführt worden. Sei t langem sei der Beschwerde führer diesbezüglich jedoch beschwerdefrei. A usserdem sei im März 2018 ein MRI der HWS durchgeführt worden ; es hätten sich Spondylarthrosen C2 bis thorakal 1 mit Aktivierung C3/4 rechts sowie radiologisch eine leichte Wurzel affektion C4/5 und 7 rechts gezeigt. Aus den Akten ergäben sich jedoch keine Hinweise für ein Vorliegen einer radikulären Reiz- bzw. Ausfallsymptomatik. Auch aufgrund der heutigen Befragung und Untersuchung ergäben sich keine Anhaltspunkte diesbezüglich (S. 41). Der Beschwerdeführer könne aus neurologi scher Sicht sämtliche Arbeiten verrichten (S. 42). Aus neurologischen Gründen sei der Beschwerdeführer nie arbeitsunfähig gewesen (S. 43). 3.2.4 Dr. med. D.___, Facharzt für Rheumatologie und für Allgemeine Innere Medizin, stellte in seinem Teilgutachten ( Urk. 7/47-60) keine rheumatologische n Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (S. 55). Es beständen aber leicht gradige, den Alltag nicht wesentlich beeinträchtigende Schmerzsyndrome an Hals- und Lendenwirbelsäule (S. 55). Aktuell beständen keine wesentlichen funktionel le n Bewegungse inschränkung en an der Halswirbelsäule, es beständen keine Hinweise auf ein radikuläres Schmerzsyndrom ; ebenso wenig bestehe ein Hinweis auf ein Syndrom eines engen Spinalkanals. Die Magnettomographie befunde vom 6. März 2018 seien demzufolge ohne klinische Relevanz. Auch an der Lendenwi r belsäule dürfte zumindest aus klinischer Optik kein radikuläres Schmerzsyndrom bestehen. Seitens der rheumatologischen Einschätzung ergebe sich keine arbeitsrelevante Einschränkung der zumutbaren Belastbarkeit des Bewegungsapparates für die bisherige Tätigkeit. Auch für eine dem Leiden ange passte Tätigkeit dürfte aus rein rheumatologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit bestehe n. Diese Einschätzung habe seit jeher Gültigkeit. Selbstverständlich müsse bemerkt werden, dass der Beschwerdeführer 500mg MS T einnehme und man davon ausgehen müsse, dass sich die Rückenbeschwerden ohne MST-Einnahme möglicherweise stärker manifestieren würden. Dies habe keine Auswirkung auf die aktuelle Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit (S. 55). 3.2.5 Prof. Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte in sei nem Teilgutachten ( Urk. 7/120/61-73) keine internistischen Diagnosen mit Rele vanz für die Arbeitsfähigkeit (S. 69). Es lägen eine Reihe von Diagnosen vor, die teilweise als «Metabolisches Syndrom» zusammengefasst werden könnten ; aber auch in der Summe resultiere hieraus keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 68). 3.2.6 L ic. phil. F.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie, führte im neuropsycho logischen Teilgutachten aus ( Urk. 7/120/74-79), dass sich beim Beschwerdeführer minimale Auffälligkeiten im Bereich der Aufmerksamkeit und der exekutiven Funktionen gezeigt hätten (S. 78). Die minimalen kognitiven Leistungs beeinträchtigungen seien am ehesten auf den erhöhten Konsum psycho troper Substanzen zurückzuführen. Grundsätzlich seien die objektivierten kogni tiven Beeinträchtigungen jedoch gering, so dass eine Auswirkung auf den beruflichen und privaten Alltag aktuell nicht zu erwarten sei. Aus rein neuropsycholo gischer Sicht bestehe somit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 78). 3. 3 Im Bericht von Dr. A.___ und Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, von der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ vom 1 9. Januar 2022 ( Urk. 7/129) wurde ausge führt, dass sie mit der Einschätzung des psychiatrischen Gutachtens von Dr. B.___ nicht einverstanden seien. Der Beschwerdeführer befinde sich seit über 16 Jahren bei ihnen im Zentrum H.___ in Behandlung. Nach ihrer Einschätzung ständen genügend objektive Befund e zur Verfügung, um eine kombinierte Persönlichkei tsstörung nach ICD-10 zu diagnostizieren (mit paranoiden und narzisstischen Anteilen). Die allgemeinen Kriterien sähen sie als erfüllt (S. 5). Da die Merkmale keinem klar vorherrschenden Symptombild zuzu ordnen seien, ergebe sich eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden und narzisstischen Anteilen. Ausserdem werde an der ADHS Diagnose festge halten (S. 6). 3.4 In der Stellungnahme vom 2 7. Juni 2022 ( Urk. 7/134) führ t en die Z.___ Gutach ter aus, dass eine die Arbeitsfähigkeit limitierende aktive Krankheitsentität des psychiatrischen Fachgebietes nicht habe verifiziert werden können (S. 1). Die Ein schätzung der behandelnden Ärzte einer postuliert ausreichenden Verfügbarkeit objektiver Befunde für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nach ICD-10 könne nicht geteilt werden. Gemäss den als authentisch erachteten sowie derge stalt auch testpsychologisch verifizierten eigenanamnestischen Angaben hätten während der gesamten Kindheit und Jugend des Versicherten niemals relevante psychische Probleme bestanden, womit das obligate allgemeine diagnostische Kriterium G4 des Unterkapitels F6 (Persönlichkeits- und Verhaltensstörung) der ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen klar nicht erfüllt sei. Entsprechende Begebenheiten würden hingegen familiäre Schwierigkeiten (z.B. anhaltende Streitig keiten mit dem überaus strengen Vater) in jener Lebensphase, mutmasslich damit assoziierte schulische Unregelmässigkeiten bzw. wiederkehrende (zwischen menschliche) Konflikte zu der späteren Zeit des Ausbildungs- und Berufsgeschehens natürlich nicht aus schliessen. Diese erklärten sich aber völlig hinreichend im Gesamtkontext einer von neurotischen Einflüssen geprägten Persönlichkeits struktur bei parallel phasenhaft vielfältigem Konsum psychotropi scher Substanzen. Völlig unabhängig davon umfassten die anteilig identischen Symptomkonstellationen der verifizierten Persönlichkeitsakzentuierung aus gut achterlicher Beurteilungsperspektive nicht den pathologischen Schweregrad einer entsprechenden Persönlichkeitsstörung. Darüber hinaus löse das seitens Behand ler abschliessend nicht weiter begründete Festhalten an der ADHS-Diagnose Irritati onen aus. Definitionsgemäss sei für die Feststellung einer solchen Erkran kung im Erwachsenenalter das gesicherte Bestehen einer entsprechenden Entität im Kindsalter unabdingbare Voraussetzung (S. 2). Korrelierend hätten in der testpsycho logischen Untersuchung keinerlei typische, auf ADHS hinweisende Befunde erhoben werden können (S. 3). 3.5 Dr. A.___ und Dr. G.___ führten demgegenüber in ihrem Bericht vom 22. September 2022 aus ( Urk. 7/139), dass die Bewertung des Gutachter s auf de m primären Fehler beruhe, wonach die erhobene n anamnestischen Angaben ober flächlich und unvollständig seien; ohne Zuzug der Aktenlage oder Einholung einer Fremdanamnese. Ein sekundärer Fehler ergebe sich, in dem die Prüfung der ICD-10 Kriterien aus der unvollständigen Anamnese erfolge. Der Beschwerde führer sei aus der Sekundarschule rausgeflogen und auch in der Realschule habe es Probleme mit seinem Verhalten gegeben. Dies sei nicht vereinbar mit der gut achterlichen Bewertung einer völlig unauffälligen Schulentwicklung. Sowohl die Herleitung der Persönlichkeitskriterien wie auch des ADHS beruh t en auf objektiv unwahren Angaben (S. 1). Eine kritische Auseinandersetzung mit den Vorbefun den sowie eine Fremdanamnese sei deshalb notwendig und indiziert (S. 1-2). Bei des hätten die Gutachter nicht gemacht (S. 2). Sie sähen unter Berücksichtigung de r vollständigen Anamnese die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung als gege ben an (S. 3). Bezüglich ADHS seien zwei diagnostische Tests durchgeführt wor den, welche hinreichende Belege für die Diagnose einer ADHS ergeben hätten und eine Therapie entsprechend rechtfertigten (S. 3). In der Gesamtschau ergebe sich das Bild einer ADHS (im Erwachsenenalter fortbestehend) leichter bis mittel schwerer Ausprägung, mit Fokus auf die Impulsivitätsdomäne (S. 4). 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin hat einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers gestützt auf das polydisziplinäre Z.___ -Gutachten (E. 3.2) verneint. Das Gutach ten erfüllt zwar die formalen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise im Sinne der Rechtsprechung (E. 1.6), es weist aber, insbesondere was das psychiat rische Teilgutachten anbelangt, erhebliche inhaltliche Mängel auf. Der psychiatrische Gutachter diagnostizierte psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide, Alkohol und Opioide. Aktenkundig ist in diesem Zusammen hang, dass der Beschwerdeführer regelmässig psychotrope Substanzen konsumiert. So hat er im Rahmen der internistischen Begutachtung angegeben, dass er täglich eine halbe Flasche Whisky trinke und dreimal täglich MST Conti nus zu sich nehme. Die angegebene Menge entspricht etwa 500mg Morphin täg lich (Urk. 7/120/64). Der Beschwerdeführer befindet sich zudem seit über 16 Jahren im Zentrum H.___ in Behandlung (Urk. 7/129/1) und hat mehrere Entzüge von Heroin und Alkohol hinter sich (Urk. 7/129 /2). Der psychiatrische Gutachter diagnostizierte zwar multiple Suchterkrankung en, mass ihnen aber keinerlei Relevanz für die Arbeitsfähigkeit bei, was ohne eine entsprechende Begründung nicht nachvollziehbar ist. Insbeson dere stützte sich der Gutachter bei seiner Einschätzung lediglich auf eine oberflächliche Anamnese, eine sehr knappe Befunderhebung und eine wenig differen zierte Auseinandersetzung mit den rechtsprechungsgemäss massgebli chen Standardindikatoren. Ferner setzte er sich weder im psychiatrischen Teil gutachten noch in seiner Stellungnahme vom 2 7. Juni 2022 (Urk. 7/134) einläss lich mit den ausführlichen Berichten der behandelnden Y.___ -Ärzte auseinande r, was angesichts der 16jährigen Behandlungsdauer unabdingbar gewesen wäre. Der Gutachter begründete in diesem Zusammenhang einzig, weshalb er die von den Y.___ -Ärzten gestellte Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung als nicht gegeben ansah. Er erachtete ferner die Mini-ICF-Kriterien als komplett unauffällig, ohne sich zu den einzelnen Fähigkeiten und Defiziten zu äussern und ohne sich mit den aktenkundigen Auffälligkeiten auseinander zu setzen. So ergibt sich beispielsweise aus der neuropsychologischen Untersuchung, dass der Beschwerdeführer bereits nach einer Stunde Ermüdungserscheinungen zeigte, Ritalin einnehmen musste und es im weiteren Verlauf der Untersuchung zu motorischer Unruhe gekommen ist, was Neuropsychologin F.___ als mög liche Entzugssymptomatik deutete (Urk. 120/78). Dieser Umstand wurde durch den psychiatrischen Gutachter hinsichtlich funktioneller Leistungsfähigkeit nicht thematisiert. Ebenso wenig liess er seine eigenen Feststellungen aus seinem Untersuchungsbefund in die Beurteilung gemäss Mini-ICF einfliessen (Zuspät kommen, Urk. 7/120/25; reduzierter Pflegezustand, Urk. 7/120/26 oben; weit schweifige und umständliche Verlautbarungen bei allgemein logorrhoischem Sprachfluss, Urk. 7/120/26 Mitte). Und schliesslich setzte er diese Beobachtungen auch nicht in den Kontext der fremdanamnestischen, sich auf eine 16jährige Behandlungsdauer stützenden Angaben durch die Y.___ -Ärzte. Daher und unter Berücksichtigung der übrigen medizinischen Akten ist die Einschätzung des psychiat rischen Gutachters nicht ohne Weiteres nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer in jeglichen für ihn in Frage kommenden Tätigkeiten uneinge schränkt zu 100 % arbeitsfähig ist. Das Z.___ -Gutachten erfüllt aufgrund der genannten inhaltlichen Mängel die rechtsprechungsgemässen Anforderungen nicht, so dass die Beschwerdegegnerin für die Beurteilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers n icht darauf hätte abstellen dürfen. 4.2 Ebenso wenig lässt sich die vorliegende Streitfrage gestützt auf die Berichte der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ -Ärzte beantworten. Diese leiteten zwar ausführlich her, weshalb sie die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung (mit paranoiden und nar zisstischen Anteilen) als gegeben erachten, stellten aber hinsichtlich Suchterkran kung keine Diagnose. Sie zeigten innerhalb des Mini-ICF verschiedene Beein trächtigungen auf und attestierten dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, ohne aber diese Einschätzung mit der von ihnen gestellten Diagnose und den festgestellten funktionellen Einschränkungen zu verknüpfen und diese dementsprechend zu begründen. Ein Bezug zu den höchstrichterlich für alle psychischen Erkrankungen (und damit auch für Abhä ngigkeitssyndrome bzw. Substanzkonsumstörungen, BGE 145 V 215 ) erforderlichen Standardindikatoren fehlt gänzlich. Zur Arbeitsfähigkeit gaben sie lediglich an, dass der Beschwerde führer einem Arbeitgeber nicht zumutbar sei; auch sei dem Beschwerdeführer krankheitsbedingt keine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zumutbar (Urk. 7/129/6 unten). Damit bilden auch die Berichte der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ -Ärzte keine genü gende Entscheid grundlage nach den rechtsprechungsgemässen Vorgaben. 4.3 Aufgrund der sich widersprechenden Diagnostik in den medizinischen Akten und mangels rechtsgenüglicher Feststellungen zu den arbeitsrelevanten funktionellen Einschränkungen lässt sich der Rentenanspruch des Beschwerdeführers nicht beurteilen. Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, unter anderem wenn der Sachverhalt ungenügend fest gestellt wurde (§ 26 Abs. 1 GSVGer ). Vorliegend erweist sich der Sachverhalt wie ausgeführt in einem wesentlichen Punkt als nicht genügend abgeklärt, weshalb die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese den Gesundheitszustand und die funktionelle Leistungsfähigkeit des Beschwerde führers umfassend abkläre und hernach über seinen Anspruch auf eine Invaliden rente neu entscheide. 5. 5.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver fahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 5.2 Die Rückweisung der Sache kommt einem Obsiegen des Beschwerdeführers gleich. Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin demnach zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen. Rechtsanwältin Anjushka Früh hat einen Aufwand von insgesamt 11.3 Stunden und Barauslagen von Fr. 101.70 geltend gemacht ( Urk. 9), was gerechtfertigt erscheint. Unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- resultiert daraus eine Entschädigung von Fr. 2'786.95 (inklusive Bar auslagen und Mehrwertsteuer). 5.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird das Gesuch um Gewährung der unent geltlichen Rechtspflege und unentgeltlichen Rechtsvertretung gegenstandslos. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die Verfügung vom 8. November 2022 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre und her nach über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2'786.95 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Anjushka Früh - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubLangone

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2022.00640 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Slavik Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Langone Urteil vom 21. Juli 2023

IV.2022.00640

IV.2022.00640

IV.2022.00640 III. Kammer

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Slavik Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Langone

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Slavik Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Langone

Urteil vom 21. Juli 2023

Urteil vom 21. Juli 2023 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Anjushka Früh

vertreten durch Rechtsanwältin Anjushka Früh KSPartner

KSPartner Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich

Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1962, gelernter Elektronik-Techniker, arbeitete bis 2000 als Informatiker und geht seither keiner geregelten Erwerbstätigkeit mehr nach (Urk. 7/ 82 und Urk. 7/87). Er meldete sich erstmals am 3. Mai 2006 unter Hinweis auf ein Burnout und psychotische Störungen bei der Invaliden versicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und verneinte mit Verfügung vom 2 6. März 2007 einen Leistungsanspruch ( Urk. 7/18). Am 2 8. März 2008 meldete sich der Versicherte wieder zum Leistungs bezug an ( Urk. 7/20). Nach erneuten Abklärungen verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. Oktober 2011 aufgrund von verweigerter Mitwir kung einen Rentenanspruch ( Urk. 7/79).

1. X.___, geboren 1962, gelernter Elektronik-Techniker, arbeitete bis 2000 als Informatiker und geht seither keiner geregelten Erwerbstätigkeit mehr nach (Urk. 7/ 82 und Urk. 7/87). Er meldete sich erstmals am 3. Mai 2006 unter Hinweis auf ein Burnout und psychotische Störungen bei der Invaliden versicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und verneinte mit Verfügung vom 2 6. März 2007 einen Leistungsanspruch ( Urk. 7/18). Am 2 8. März 2008 meldete sich der Versicherte wieder zum Leistungs bezug an ( Urk. 7/20). Nach erneuten Abklärungen verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. Oktober 2011 aufgrund von verweigerter Mitwir kung einen Rentenanspruch ( Urk. 7/79). Der Versicherte meldete sich am 3. September 2019 unter Angabe einer rezidi vierenden depressiven Störung und von Rückenschmerzen erneut zum Leistungs bezug an ( Urk. 7/84). Die IV-Stelle holte ein polydisziplinäres Gutachten in den Disziplinen Psychiatrie, Neurologie, Neuropsychologie, Rheumatologie und innere Medizin ein, das am 1 4. Juli 2021 erstattet wurde ( Urk. 7/120). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/122; 7/123) und anschliessenden Rückfragen an die Gutachter ( Urk. 7/134) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 8. November 2022 einen Rentenanspruch ( Urk. 2).

Der Versicherte meldete sich am 3. September 2019 unter Angabe einer rezidi vierenden depressiven Störung und von Rückenschmerzen erneut zum Leistungs bezug an ( Urk. 7/84). Die IV-Stelle holte ein polydisziplinäres Gutachten in den Disziplinen Psychiatrie, Neurologie, Neuropsychologie, Rheumatologie und innere Medizin ein, das am 1 4. Juli 2021 erstattet wurde ( Urk. 7/120). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7/122; 7/123) und anschliessenden Rückfragen an die Gutachter ( Urk. 7/134) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 8. November 2022 einen Rentenanspruch ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob der Versicherte am 8. Dezember 2022 Beschwerde und beantragte, diese sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten - allenfalls nach Durchführung weiterer Abklärungen - die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, insbesondere Rentenleistungen. Es sei ihm die unentgeltliche Prozess führung zu gewähren und die unterzeichnende Rechtsanwältin als unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen ( Urk. 1 S. 2).

2. Dagegen erhob der Versicherte am 8. Dezember 2022 Beschwerde und beantragte, diese sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten - allenfalls nach Durchführung weiterer Abklärungen - die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, insbesondere Rentenleistungen. Es sei ihm die unentgeltliche Prozess führung zu gewähren und die unterzeichnende Rechtsanwältin als unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen ( Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 2 7. Januar 2023 ( Urk. 6) um Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Gerichtsverfügung vom 2. Februar 2023 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 8).

Die IV-Stelle ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 2 7. Januar 2023 ( Urk. 6) um Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Gerichtsverfügung vom 2. Februar 2023 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangs bestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022).

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangs bestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.

Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202 2. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 Vorweg ist festzuhalten, dass der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 2 6. März 2007 (Urk. 7/18) mit der Begründung verneint wurde, dass ein allfälliger Leistungsanspruch erst nach Abschluss von medizinischen Massnahmen (Suchtmittelabstinenz) geprüft werden könne. Die Abweisung des Leistungsbegehrens mit Verfügung vom 7. Oktober 2011 (Urk. 7/79) begründete die Beschwerdegegnern damit, dass sich der Gesundheitszustand und dessen all fälligen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nur anhand einer medizinischen Abklärung beurteil en liessen, der Beschwerdeführer aber an den zumutbaren Abklärungen nicht teilgenommen habe. Damit liegt im Zeitpunkt der dritten Anmeldung zum Leistungsbezug am 3. September 2019 keine frühere rechts kräftige Verfügung vor, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und gegebenen falls Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4), so dass diese dritte Anmeldung wie eine Erstanmeldung - und nicht unter dem Gesichtspunkt einer Rentenrevision gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG - zu behan deln ist.

1.2 Vorweg ist festzuhalten, dass der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 2 6. März 2007 (Urk. 7/18) mit der Begründung verneint wurde, dass ein allfälliger Leistungsanspruch erst nach Abschluss von medizinischen Massnahmen (Suchtmittelabstinenz) geprüft werden könne. Die Abweisung des Leistungsbegehrens mit Verfügung vom 7. Oktober 2011 (Urk. 7/79) begründete die Beschwerdegegnern damit, dass sich der Gesundheitszustand und dessen all fälligen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nur anhand einer medizinischen Abklärung beurteil en liessen, der Beschwerdeführer aber an den zumutbaren Abklärungen nicht teilgenommen habe. Damit liegt im Zeitpunkt der dritten Anmeldung zum Leistungsbezug am 3. September 2019 keine frühere rechts kräftige Verfügung vor, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und gegebenen falls Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4), so dass diese dritte Anmeldung wie eine Erstanmeldung und nicht unter dem Gesichtspunkt einer Rentenrevision gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG zu behan deln ist. 1.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1. 4 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1. 4 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1. 5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).

1. 5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründet e die angefochtene Verfügung ( Urk. 2) damit, dass in keinem der gutachterlich abgeklärten Fachbereiche eine Diagnose festge stellt worden sei, welche eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur F olge habe. Die Ausführungen der P sychiatrischen Universitätsklinik Y.___ seien den Gutachtern der Z.___ AG zur Stellungnahme weitergeleitet wor den. Diese führten zu keinen weiteren Erkenntnissen. Die Z.___ AG habe dazu bereits ausführlich Stellung genommen und plausibel dargelegt, dass sie an ihrer gutachterlichen Beurteilung festh alte, weshalb die Voraussetzungen für einen Anspruch auf eine Rente weiterhin nicht gegeben seien (S. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründet e die angefochtene Verfügung ( Urk. 2) damit, dass in keinem der gutachterlich abgeklärten Fachbereiche eine Diagnose festge stellt worden sei, welche eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur F olge habe. Die Ausführungen der P sychiatrischen Universitätsklinik Y.___ seien den Gutachtern der Z.___ AG zur Stellungnahme weitergeleitet wor den. Diese führten zu keinen weiteren Erkenntnissen. Die Z.___ AG habe dazu bereits ausführlich Stellung genommen und plausibel dargelegt, dass sie an ihrer gutachterlichen Beurteilung festh alte, weshalb die Voraussetzungen für einen Anspruch auf eine Rente weiterhin nicht gegeben seien (S. 2). 2.2 Demgegenüber machte der Beschwerdeführer gelten d ( Urk. 1), er sei mit der Beurteilung der Beschwerdegegnerin nicht einverstanden. In rheumatologischer Hinsicht seien vom Gutachter sehr ausgeprägte und deutliche Befunde berichtet worden. Weshalb aus der funktionellen Optik angeblich dennoch keine «alltags relevanten Einschränkungen» bestehen sollen, könne nicht nachvollzogen wer den und sei auch nicht weiter begründet worden (S. 4-5). Er müsse aufgrund der starken Rückenbeschwerden bis zu 500mg MST (Morphium/Opioid) einnehmen, um die Schmerzen einigermassen im Griff zu haben. Die Aufrechterhaltung dieser starken Medikation sei auf Dauer nicht zumutbar (S. 5). Aus psychiatrischer Sicht ständen sich die diametral unterschiedliche n Beurteilung en gegenüber, ob eine Persönlichkeitsstörung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu diagnosti zieren sei oder nicht (S. 5-6). Die gutachter l iche Sc h lussfolgerung beruhe insbeson dere auf einer unvollständigen und aktenwidrigen Anamnese, weshalb der gutachterlichen Beurteilung kein Beweiswert zu komme. Vielmehr sei auf grund der langjährigen Behandler der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen (S. 6). Die behandelnden Ärzte diagnostizierten eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden und narzisstischen Anteilen (S. 6). Das Z.___ Gutachten habe sich mit der Diagnose nicht vertieft auseinander gesetzt. Eine Auseinandersetzung mit den Diagnosekriterien fehle gänzlich (S. 8). Der Gutachter gehe von einer unvollständigen Anamnese aus. Seine Annahme einer unauffälligen Kindheit/Jugend sei absolut aktenwidrig und entspreche nicht dem tatsächlichen Sachverhalt und Werdegang des Beschwerdeführers. Dies führe dazu, dass die gesamte gutach t erliche Beurteilung au f einer komplett falschen Grundlage erstattet worden sei und ihr deshalb kein Beweiswert zukommen könne (S. 9). Mit den offensichtlich bestehenden krassen Diskrepanzen in der Anamnese, welche Einfluss auf die Stellung der Diagnose einer Persönlichkeits störung und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hätten, hätte der psychiatrische Gutachter im Gutachten im Rahmen der notwendigen Auseinandersetzung mit den Vorakten eingehen sollen (S. 10). Das Z.___ -Gutachten entspreche weder den bundesgerichtlichen Anforderungen an medizinische Gutachten noch habe es sich eingehend mit den Vorakten und Divergenzen auseinandergesetzt, wes halb darauf nicht abgestellt werden könne (S. 11). Auch betreffend die Diagnose des ADHS zeige sich, dass der Gutachter von diesen eben aktenwidrigen und nicht dem tatsächlichen Sachverhalt entsprechenden falschen Annahmen ausgehe. Auch hier lasse der Gutachter die ihm bekannten und offensichtlichen Schwierig keiten zu Schul- und Ausbildungszeiten völlig unberücksichtigt (S. 11-12). Weiter stelle der psychiatrische Gutachter diverse Diagnosen im Zusammenhang mit der vorliegenden Abhängigkeitsproblematik. Eine Begründung, weshalb diese Diag nosen keine Relevanz für die Arbeitsfähigkeit haben soll t en, werde nicht ange geben. Eine Indikatorenprüfung sei im Gutachten nicht enthalten (S. 13). In die Indikatorenprüfung müsse insbesondere der bestehende soziale Rückzug einflies sen. Es beständen nur sehr wenige und zudem konfliktgeladene Beziehungen zu engen Familienmitgliedern. Es beständen, bis auf Zeit vor dem Fernse her/Computer, zudem auch kaum Freizeitaktivitäten. Der Beschwerdeführer habe ein en äusserst unregelmässige n Tagesablauf / Rhythmus, was zu berücksichtigen sei, genauso wie die diversen somatischen Komorbiditäten (S. 14).

2.2 Demgegenüber machte der Beschwerdeführer gelten d ( Urk. 1), er sei mit der Beurteilung der Beschwerdegegnerin nicht einverstanden. In rheumatologischer Hinsicht seien vom Gutachter sehr ausgeprägte und deutliche Befunde berichtet worden. Weshalb aus der funktionellen Optik angeblich dennoch keine «alltags relevanten Einschränkungen» bestehen sollen, könne nicht nachvollzogen wer den und sei auch nicht weiter begründet worden (S. 4-5). Er müsse aufgrund der starken Rückenbeschwerden bis zu 500mg MST (Morphium/Opioid) einnehmen, um die Schmerzen einigermassen im Griff zu haben. Die Aufrechterhaltung dieser starken Medikation sei auf Dauer nicht zumutbar (S. 5). Aus psychiatrischer Sicht ständen sich die diametral unterschiedliche n Beurteilung en gegenüber, ob eine Persönlichkeitsstörung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu diagnosti zieren sei oder nicht (S. 5-6). Die gutachter l iche Sc h lussfolgerung beruhe insbeson dere auf einer unvollständigen und aktenwidrigen Anamnese, weshalb der gutachterlichen Beurteilung kein Beweiswert zu komme. Vielmehr sei auf grund der langjährigen Behandler der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen (S. 6). Die behandelnden Ärzte diagnostizierten eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden und narzisstischen Anteilen (S. 6). Das Z.___ Gutachten habe sich mit der Diagnose nicht vertieft auseinander gesetzt. Eine Auseinandersetzung mit den Diagnosekriterien fehle gänzlich (S. 8). Der Gutachter gehe von einer unvollständigen Anamnese aus. Seine Annahme einer unauffälligen Kindheit/Jugend sei absolut aktenwidrig und entspreche nicht dem tatsächlichen Sachverhalt und Werdegang des Beschwerdeführers. Dies führe dazu, dass die gesamte gutach t erliche Beurteilung au f einer komplett falschen Grundlage erstattet worden sei und ihr deshalb kein Beweiswert zukommen könne (S. 9). Mit den offensichtlich bestehenden krassen Diskrepanzen in der Anamnese, welche Einfluss auf die Stellung der Diagnose einer Persönlichkeits störung und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hätten, hätte der psychiatrische Gutachter im Gutachten im Rahmen der notwendigen Auseinandersetzung mit den Vorakten eingehen sollen (S. 10). Das Z.___ -Gutachten entspreche weder den bundesgerichtlichen Anforderungen an medizinische Gutachten noch habe es sich eingehend mit den Vorakten und Divergenzen auseinandergesetzt, wes halb darauf nicht abgestellt werden könne (S. 11). Auch betreffend die Diagnose des ADHS zeige sich, dass der Gutachter von diesen eben aktenwidrigen und nicht dem tatsächlichen Sachverhalt entsprechenden falschen Annahmen ausgehe. Auch hier lasse der Gutachter die ihm bekannten und offensichtlichen Schwierig keiten zu Schul- und Ausbildungszeiten völlig unberücksichtigt (S. 11-12). Weiter stelle der psychiatrische Gutachter diverse Diagnosen im Zusammenhang mit der vorliegenden Abhängigkeitsproblematik. Eine Begründung, weshalb diese Diag nosen keine Relevanz für die Arbeitsfähigkeit haben soll t en, werde nicht ange geben. Eine Indikatorenprüfung sei im Gutachten nicht enthalten (S. 13). In die Indikatorenprüfung müsse insbesondere der bestehende soziale Rückzug einflies sen. Es beständen nur sehr wenige und zudem konfliktgeladene Beziehungen zu engen Familienmitgliedern. Es beständen, bis auf Zeit vor dem Fernse her/Computer, zudem auch kaum Freizeitaktivitäten. Der Beschwerdeführer habe ein en äusserst unregelmässige n Tagesablauf / Rhythmus, was zu berücksichtigen sei, genauso wie die diversen somatischen Komorbiditäten (S. 14). Sollte eine Restarbeitsfähigkeit bestehen, so sei diese im vorliegenden Fall aber auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht verwertbar. Der Beschwerde führer sei keinem Arbeitgeber zumutbar. Das Finden einer entsprechenden Stelle sei von vornherein ausgeschlossen (S. 14).

Sollte eine Restarbeitsfähigkeit bestehen, so sei diese im vorliegenden Fall aber auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht verwertbar. Der Beschwerde führer sei keinem Arbeitgeber zumutbar. Das Finden einer entsprechenden Stelle sei von vornherein ausgeschlossen (S. 14). 3.

3. 3.1 Dr. A.___, Fachärztin für allgemeine Innere Medizin FMH mit Fähigkeitsausweis Abhängigkeitserkrankungen, von der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ stellte in ihrem Arztbericht vom 2 9. April 2020 ( Urk. 7/94) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit (S. 5) :

3.1 Dr. A.___, Fachärztin für allgemeine Innere Medizin FMH mit Fähigkeitsausweis Abhängigkeitserkrankungen, von der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ stellte in ihrem Arztbericht vom 2 9. April 2020 ( Urk. 7/94) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit (S. 5) : - Verdacht auf Persönlichkeitsstörung nicht näher bezeichnet F60.9

Verdacht auf Persönlichkeitsstörung nicht näher bezeichnet F60.9 - Differentialdiagnose : andauernde Persönlichkeitsänderung nach psy chischer Krankheit F62.1, kombinierte und andere Persönlichkeitsstö rung (mit narzi s stischen Anteilen ) F61

Differentialdiagnose : andauernde Persönlichkeitsänderung nach psy chischer Krankheit F62.1, kombinierte und andere Persönlichkeitsstö rung (mit narzi s stischen Anteilen ) F61 - Verdacht auf Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätssyndrom, ED 2019 (F90.0)

Verdacht auf Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätssyndrom, ED 2019 (F90.0) - Status nach paranoider Episode 2005

Status nach paranoider Episode 2005 - Differentialdiagnostisch im Rahmen der Persönlichkeitsstörung

Differentialdiagnostisch im Rahmen der Persönlichkeitsstörung - Chronischer, dekompensierter Tinnitus: Tinnitus Handicap Inventory 72/100 Punkte (schwere Beeinträchtigung), USZ 09/2019

Chronischer, dekompensierter Tinnitus: Tinnitus Handicap Inventory 72/100 Punkte (schwere Beeinträchtigung), USZ 09/2019 - Chronisches cervikothorakales Schmerzsyndrom seit ca. 08/17

Chronisches cervikothorakales Schmerzsyndrom seit ca. 08/17 - Bei degenerativen HWS-Veränderungen mit leichter Wurzelaffektion C4, 5, 7 rechts (MRI 03/2018)

Bei degenerativen HWS-Veränderungen mit leichter Wurzelaffektion C4, 5, 7 rechts (MRI 03/2018) - Chronisches L u m bovertebralsyndrom

Chronisches L u m bovertebralsyndrom - Migräne

Migräne - Chronische venöse Insuffizienz bei Varikosis der Unterschenkel b eidseits

Chronische venöse Insuffizienz bei Varikosis der Unterschenkel b eidseits - Opioidabhängigkeit, substituiert

Opioidabhängigkeit, substituiert Für den Beschwerdeführer ständen derzeit die verschiedenen körperlichen Symp tome im Vordergrund, insbesondere das paravertebrale Schmerzsyndrom und der Tinnitus ; mitunter seien aber auch das rechte Knie und die Schulter in das Schmerzgeschehen einbezogen. Ferner betreibe er viel Aufwand, dieser Beschwer den Herr zu werden. Durch die ihm eigene Kompliziertheit und D esorganisiertheit verzettle er sich dabei (und auch bei vielen anderen Dingen) immer wieder. Er könne basalen alltäglichen Verpflichtungen mitunter nicht nachkommen (Post öffnen, Rechnungen zahlen). Im interpersonellen Bereich dominiere die ausge prägte Logorrhö des Beschwerdeführers verbunden mit einer höchstgradig weit schweifigen Berichterstattung. Das F ühren einer strukturierten Unterhaltung (z.B. zwecks Anamneseerhebung für diesen Bericht) sei kaum möglich, er verliere sich in Details, habe dabei ein hohes Erzähltempo und könne Wesentliches nicht von Unwesentlichem trennen. Kritik oder Zurechtweisungen w ü rden meistens durch Abwertung des Gegenübers und Betonung der eigenen Vorzüge überwunden (S. 4). Es sei keine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt möglich. Die Persönlichkeits struktur und der Interaktionsstil des Beschwerdeführer s ständen einer Eingliederung im Weg. Er habe Probleme, Autoritäten anzuerkennen und sich unterzuordnen (S. 8).

Für den Beschwerdeführer ständen derzeit die verschiedenen körperlichen Symp tome im Vordergrund, insbesondere das paravertebrale Schmerzsyndrom und der Tinnitus ; mitunter seien aber auch das rechte Knie und die Schulter in das Schmerzgeschehen einbezogen. Ferner betreibe er viel Aufwand, dieser Beschwer den Herr zu werden. Durch die ihm eigene Kompliziertheit und D esorganisiertheit verzettle er sich dabei (und auch bei vielen anderen Dingen) immer wieder. Er könne basalen alltäglichen Verpflichtungen mitunter nicht nachkommen (Post öffnen, Rechnungen zahlen). Im interpersonellen Bereich dominiere die ausge prägte Logorrhö des Beschwerdeführers verbunden mit einer höchstgradig weit schweifigen Berichterstattung. Das F ühren einer strukturierten Unterhaltung (z.B. zwecks Anamneseerhebung für diesen Bericht) sei kaum möglich, er verliere sich in Details, habe dabei ein hohes Erzähltempo und könne Wesentliches nicht von Unwesentlichem trennen. Kritik oder Zurechtweisungen w ü rden meistens durch Abwertung des Gegenübers und Betonung der eigenen Vorzüge überwunden (S. 4). Es sei keine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt möglich. Die Persönlichkeits struktur und der Interaktionsstil des Beschwerdeführer s ständen einer Eingliederung im Weg. Er habe Probleme, Autoritäten anzuerkennen und sich unterzuordnen (S. 8). 3.2

3.2 3.2.1 In der polydisziplinären medizinischen Expertise der Z.___ AG vom 1 4. Juli 2021 ( Urk. 7/120) stellten die Gutachter keine Diagnose n mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 6). Eine Krankheitsent it ät mit aktueller Relevanz für die Arbeitsfähigkeit habe im Rahmen der hiesigen Begutachtung fachübergreifend nicht verifiziert werden können. Dementsprechend ergäben sich auch keinerlei funktionelle Auswirkungen der Befunde. Hinweise auf eine Persönlichkeits störung im Sinne der diesbezüglich seitens der ICD-10 definierten Kriterien hätten sich nicht offenbart, wohl aber auf eine Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver und partiell narzisstischer Komponente (S. 8). Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in leidensangepassten Tätigkeiten liege bei 100 %. Seit Januar 2019 sei die komplexe Suchtproblematik relativ stabilisiert. Ausserhalb etwaig stattgehabter Hospitalisations - und Rekonvaleszenzphasen sei seither sowohl für die bisherige wie auch für leidensangepasste Tätigkeiten von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 9).

3.2.1 In der polydisziplinären medizinischen Expertise der Z.___ AG vom 1 4. Juli 2021 ( Urk. 7/120) stellten die Gutachter keine Diagnose n mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 6). Eine Krankheitsent it ät mit aktueller Relevanz für die Arbeitsfähigkeit habe im Rahmen der hiesigen Begutachtung fachübergreifend nicht verifiziert werden können. Dementsprechend ergäben sich auch keinerlei funktionelle Auswirkungen der Befunde. Hinweise auf eine Persönlichkeits störung im Sinne der diesbezüglich seitens der ICD-10 definierten Kriterien hätten sich nicht offenbart, wohl aber auf eine Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver und partiell narzisstischer Komponente (S. 8). Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in leidensangepassten Tätigkeiten liege bei 100 %. Seit Januar 2019 sei die komplexe Suchtproblematik relativ stabilisiert. Ausserhalb etwaig stattgehabter Hospitalisations - und Rekonvaleszenzphasen sei seither sowohl für die bisherige wie auch für leidensangepasste Tätigkeiten von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 9). 3.2. 2 Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in sein em Teilgutachten ( Urk. 7/120/21-36) keine psychiatrische n und neurologische n Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnose ohne Relevanz für die Arbeit s fähigkeit führte er folgende auf (S. 29) :

3.2. 2 Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in sein em Teilgutachten ( Urk. 7/120/21-36) keine psychiatrische n und neurologische n Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnose ohne Relevanz für die Arbeit s fähigkeit führte er folgende auf (S. 29) : - Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (ICD-10: Z73) im Sinne einer Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver und partiell narzisstischer Komponente

Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (ICD-10: Z73) im Sinne einer Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver und partiell narzisstischer Komponente - Minimale neuropsychologische Störung (Frei et al., 2016)

Minimale neuropsychologische Störung (Frei et al., 2016) - Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F12.1)

Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F12.1) - Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Abhängigkeits syndrom - Teilremission (ICD-10: F10.201)

Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Abhängigkeits syndrom - Teilremission (ICD-10: F10.201) - Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioi d e, Abhängigkeitssyn drom, gegenwärtig Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatzdrogen programm (ICD-10: F11.22 )

Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioi d e, Abhängigkeitssyn drom, gegenwärtig Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatzdrogen programm (ICD-10: F11.22 ) - Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak, Abhängigkeits syndrom - ständiger Substanzgebrauch (ICD-10: F17.25)

Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak, Abhängigkeits syndrom - ständiger Substanzgebrauch (ICD-10: F17.25) - Status nach p sychischen Verhaltensstörungen durch andere Stimulanzien einschliesslich Koffein, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F15.1)

Status nach p sychischen Verhaltensstörungen durch andere Stimulanzien einschliesslich Koffein, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F15.1) - Status nach psychischen Verhaltensstörungen durch Kokain, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F14.1)

Status nach psychischen Verhaltensstörungen durch Kokain, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F14.1) - Status nach akuter vorübergehender psychotischer Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10: F23.9), Verdacht auf. drogeninduzierte Genese

Status nach akuter vorübergehender psychotischer Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10: F23.9), Verdacht auf. drogeninduzierte Genese - Aktenanamnestisch: Status nach Problemen mit Bezug auf Schwierig keiten bei der Lebensbewältigung (ICD-10: Z73) im Sinne eines Ausgebrannt seins (Burnout)

Aktenanamnestisch: Status nach Problemen mit Bezug auf Schwierig keiten bei der Lebensbewältigung (ICD-10: Z73) im Sinne eines Ausgebrannt seins (Burnout) Im Rahmen der aktuell erhobenen Befunde, eigenanamnestischer Angaben sowie der zum Untersuchungszeitpunkt verfügbaren Aktenlage habe sich keine psychi sche Störung einer Krankheitsentität des psychiatrischen Fachgebietes mit derzei tiger Relevanz für die Arbeitsfähigkeit verifizieren lassen können. Diesbezüglich seien keine der im entsprechenden Katalog festgelegten Kriterienkonstellationen in ausreichender Form erfüllt. Zudem hätten anhand der neuropsychologischen Testverfahren Defizite des kognitiven Leistungsprofils im Sinne einer minimalen neuropsychologischen Störung nachgewiesen werden können, welche sich aller dings nicht limitierend auf die Arbeitsfähigkeit auswirke (S. 28).

Im Rahmen der aktuell erhobenen Befunde, eigenanamnestischer Angaben sowie der zum Untersuchungszeitpunkt verfügbaren Aktenlage habe sich keine psychi sche Störung einer Krankheitsentität des psychiatrischen Fachgebietes mit derzei tiger Relevanz für die Arbeitsfähigkeit verifizieren lassen können. Diesbezüglich seien keine der im entsprechenden Katalog festgelegten Kriterienkonstellationen in ausreichender Form erfüllt. Zudem hätten anhand der neuropsychologischen Testverfahren Defizite des kognitiven Leistungsprofils im Sinne einer minimalen neuropsychologischen Störung nachgewiesen werden können, welche sich aller dings nicht limitierend auf die Arbeitsfähigkeit auswirke (S. 28). Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung im Sinne der diesbezüglich seitens der ICD-10 definierten Kriterien hätten sich nicht offenbart, wohl aber auf eine Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver und partiell narzissti sche r Komponente (S. 26). Im Rahmen der aktuellen Begutachtung hätten vor dem Hintergrund des nunmehr erweiterten Kenntnisstandes einige der im anamnes tischen Verlauf aufgeführten differentialdiagnostischen Bewertungen nicht bestätigt werden können (S. 31). Dies betreffe beispielsweise die in verschie denen Berichten zur Darstellung gebrachte Entität einer Persönlichkeitsstörung, welche ein entsprechend pathologisches Niveau nicht erreiche und vielmehr im Sinne einer Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver sowie parti ell narzisstischer Komponente zu interpretieren sei. Die wiederholt beschriebenen depressiven Stimmungszustände seien wiederrum in den Kontext einer von neuro tischen Einflüssen geprägten Persönlichkeitsstruktur bei parallel vielfälti gem Konsum psychotroper Substanzen zu integrieren, nicht jedoch als eigenstän dige Entitäten zu gewichten. Der erhobene Verdacht auf eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung des Erwachsenenalters (ADHS) habe ausgeschlossen werden können, zumal eine derartige Störungsspezifität im Kindesalter nicht vorgelegen habe (S. 32).

Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung im Sinne der diesbezüglich seitens der ICD-10 definierten Kriterien hätten sich nicht offenbart, wohl aber auf eine Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver und partiell narzissti sche r Komponente (S. 26). Im Rahmen der aktuellen Begutachtung hätten vor dem Hintergrund des nunmehr erweiterten Kenntnisstandes einige der im anamnes tischen Verlauf aufgeführten differentialdiagnostischen Bewertungen nicht bestätigt werden können (S. 31). Dies betreffe beispielsweise die in verschie denen Berichten zur Darstellung gebrachte Entität einer Persönlichkeitsstörung, welche ein entsprechend pathologisches Niveau nicht erreiche und vielmehr im Sinne einer Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiver sowie parti ell narzisstischer Komponente zu interpretieren sei. Die wiederholt beschriebenen depressiven Stimmungszustände seien wiederrum in den Kontext einer von neuro tischen Einflüssen geprägten Persönlichkeitsstruktur bei parallel vielfälti gem Konsum psychotroper Substanzen zu integrieren, nicht jedoch als eigenstän dige Entitäten zu gewichten. Der erhobene Verdacht auf eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung des Erwachsenenalters (ADHS) habe ausgeschlossen werden können, zumal eine derartige Störungsspezifität im Kindesalter nicht vorgelegen habe (S. 32). In der bisherigen Tätigkeit und in einer angepassten Tätigkeit liege seit der offensichtlich ab Januar 2019 aufgetretenen relativen Stabilisierung der komple xen Suchtproblematik eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vor (S. 33-34).

In der bisherigen Tätigkeit und in einer angepassten Tätigkeit liege seit der offensichtlich ab Januar 2019 aufgetretenen relativen Stabilisierung der komple xen Suchtproblematik eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vor (S. 33-34). 3.2.3 Im Teilgutachten ( Urk. 7/120/37-46) von Dr. med. C.___, Fachärztin für Neurologie, wurden keine neurologischen Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit a n geführt (S. 42). In den Berichten in den Akten sei mehrmals eine Migräne unter Diagnosen aufgeführt worden. Sei t langem sei der Beschwerde führer diesbezüglich jedoch beschwerdefrei. A usserdem sei im März 2018 ein MRI der HWS durchgeführt worden ; es hätten sich Spondylarthrosen C2 bis thorakal 1 mit Aktivierung C3/4 rechts sowie radiologisch eine leichte Wurzel affektion C4/5 und 7 rechts gezeigt. Aus den Akten ergäben sich jedoch keine Hinweise für ein Vorliegen einer radikulären Reiz- bzw. Ausfallsymptomatik. Auch aufgrund der heutigen Befragung und Untersuchung ergäben sich keine Anhaltspunkte diesbezüglich (S. 41). Der Beschwerdeführer könne aus neurologi scher Sicht sämtliche Arbeiten verrichten (S. 42). Aus neurologischen Gründen sei der Beschwerdeführer nie arbeitsunfähig gewesen (S. 43).

3.2.3 Im Teilgutachten ( Urk. 7/120/37-46) von Dr. med. C.___, Fachärztin für Neurologie, wurden keine neurologischen Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit a n geführt (S. 42). In den Berichten in den Akten sei mehrmals eine Migräne unter Diagnosen aufgeführt worden. Sei t langem sei der Beschwerde führer diesbezüglich jedoch beschwerdefrei. A usserdem sei im März 2018 ein MRI der HWS durchgeführt worden ; es hätten sich Spondylarthrosen C2 bis thorakal 1 mit Aktivierung C3/4 rechts sowie radiologisch eine leichte Wurzel affektion C4/5 und 7 rechts gezeigt. Aus den Akten ergäben sich jedoch keine Hinweise für ein Vorliegen einer radikulären Reiz- bzw. Ausfallsymptomatik. Auch aufgrund der heutigen Befragung und Untersuchung ergäben sich keine Anhaltspunkte diesbezüglich (S. 41). Der Beschwerdeführer könne aus neurologi scher Sicht sämtliche Arbeiten verrichten (S. 42). Aus neurologischen Gründen sei der Beschwerdeführer nie arbeitsunfähig gewesen (S. 43). 3.2.4 Dr. med. D.___, Facharzt für Rheumatologie und für Allgemeine Innere Medizin, stellte in seinem Teilgutachten ( Urk. 7/47-60) keine rheumatologische n Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (S. 55). Es beständen aber leicht gradige, den Alltag nicht wesentlich beeinträchtigende Schmerzsyndrome an Hals- und Lendenwirbelsäule (S. 55). Aktuell beständen keine wesentlichen funktionel le n Bewegungse inschränkung en an der Halswirbelsäule, es beständen keine Hinweise auf ein radikuläres Schmerzsyndrom ; ebenso wenig bestehe ein Hinweis auf ein Syndrom eines engen Spinalkanals. Die Magnettomographie befunde vom 6. März 2018 seien demzufolge ohne klinische Relevanz. Auch an der Lendenwi r belsäule dürfte zumindest aus klinischer Optik kein radikuläres Schmerzsyndrom bestehen. Seitens der rheumatologischen Einschätzung ergebe sich keine arbeitsrelevante Einschränkung der zumutbaren Belastbarkeit des Bewegungsapparates für die bisherige Tätigkeit. Auch für eine dem Leiden ange passte Tätigkeit dürfte aus rein rheumatologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit bestehe n. Diese Einschätzung habe seit jeher Gültigkeit. Selbstverständlich müsse bemerkt werden, dass der Beschwerdeführer 500mg MS T einnehme und man davon ausgehen müsse, dass sich die Rückenbeschwerden ohne MST-Einnahme möglicherweise stärker manifestieren würden. Dies habe keine Auswirkung auf die aktuelle Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit (S. 55).

3.2.4 Dr. med. D.___, Facharzt für Rheumatologie und für Allgemeine Innere Medizin, stellte in seinem Teilgutachten ( Urk. 7/47-60) keine rheumatologische n Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (S. 55). Es beständen aber leicht gradige, den Alltag nicht wesentlich beeinträchtigende Schmerzsyndrome an Hals- und Lendenwirbelsäule (S. 55). Aktuell beständen keine wesentlichen funktionel le n Bewegungse inschränkung en an der Halswirbelsäule, es beständen keine Hinweise auf ein radikuläres Schmerzsyndrom ; ebenso wenig bestehe ein Hinweis auf ein Syndrom eines engen Spinalkanals. Die Magnettomographie befunde vom 6. März 2018 seien demzufolge ohne klinische Relevanz. Auch an der Lendenwi r belsäule dürfte zumindest aus klinischer Optik kein radikuläres Schmerzsyndrom bestehen. Seitens der rheumatologischen Einschätzung ergebe sich keine arbeitsrelevante Einschränkung der zumutbaren Belastbarkeit des Bewegungsapparates für die bisherige Tätigkeit. Auch für eine dem Leiden ange passte Tätigkeit dürfte aus rein rheumatologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit bestehe n. Diese Einschätzung habe seit jeher Gültigkeit. Selbstverständlich müsse bemerkt werden, dass der Beschwerdeführer 500mg MS T einnehme und man davon ausgehen müsse, dass sich die Rückenbeschwerden ohne MST-Einnahme möglicherweise stärker manifestieren würden. Dies habe keine Auswirkung auf die aktuelle Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit (S. 55). 3.2.5 Prof. Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte in sei nem Teilgutachten ( Urk. 7/120/61-73) keine internistischen Diagnosen mit Rele vanz für die Arbeitsfähigkeit (S. 69). Es lägen eine Reihe von Diagnosen vor, die teilweise als «Metabolisches Syndrom» zusammengefasst werden könnten ; aber auch in der Summe resultiere hieraus keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 68).

3.2.5 Prof. Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte in sei nem Teilgutachten ( Urk. 7/120/61-73) keine internistischen Diagnosen mit Rele vanz für die Arbeitsfähigkeit (S. 69). Es lägen eine Reihe von Diagnosen vor, die teilweise als «Metabolisches Syndrom» zusammengefasst werden könnten ; aber auch in der Summe resultiere hieraus keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 68). 3.2.6 L ic. phil. F.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie, führte im neuropsycho logischen Teilgutachten aus ( Urk. 7/120/74-79), dass sich beim Beschwerdeführer minimale Auffälligkeiten im Bereich der Aufmerksamkeit und der exekutiven Funktionen gezeigt hätten (S. 78). Die minimalen kognitiven Leistungs beeinträchtigungen seien am ehesten auf den erhöhten Konsum psycho troper Substanzen zurückzuführen. Grundsätzlich seien die objektivierten kogni tiven Beeinträchtigungen jedoch gering, so dass eine Auswirkung auf den beruflichen und privaten Alltag aktuell nicht zu erwarten sei. Aus rein neuropsycholo gischer Sicht bestehe somit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 78).

3.2.6 L ic. phil. F.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie, führte im neuropsycho logischen Teilgutachten aus ( Urk. 7/120/74-79), dass sich beim Beschwerdeführer minimale Auffälligkeiten im Bereich der Aufmerksamkeit und der exekutiven Funktionen gezeigt hätten (S. 78). Die minimalen kognitiven Leistungs beeinträchtigungen seien am ehesten auf den erhöhten Konsum psycho troper Substanzen zurückzuführen. Grundsätzlich seien die objektivierten kogni tiven Beeinträchtigungen jedoch gering, so dass eine Auswirkung auf den beruflichen und privaten Alltag aktuell nicht zu erwarten sei. Aus rein neuropsycholo gischer Sicht bestehe somit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 78). 3. 3 Im Bericht von Dr. A.___ und Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, von der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ vom 1 9. Januar 2022 ( Urk. 7/129) wurde ausge führt, dass sie mit der Einschätzung des psychiatrischen Gutachtens von Dr. B.___ nicht einverstanden seien. Der Beschwerdeführer befinde sich seit über 16 Jahren bei ihnen im Zentrum H.___ in Behandlung. Nach ihrer Einschätzung ständen genügend objektive Befund e zur Verfügung, um eine kombinierte Persönlichkei tsstörung nach ICD-10 zu diagnostizieren (mit paranoiden und narzisstischen Anteilen). Die allgemeinen Kriterien sähen sie als erfüllt (S. 5). Da die Merkmale keinem klar vorherrschenden Symptombild zuzu ordnen seien, ergebe sich eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden und narzisstischen Anteilen. Ausserdem werde an der ADHS Diagnose festge halten (S. 6).

3. 3 Im Bericht von Dr. A.___ und Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, von der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ vom 1 9. Januar 2022 ( Urk. 7/129) wurde ausge führt, dass sie mit der Einschätzung des psychiatrischen Gutachtens von Dr. B.___ nicht einverstanden seien. Der Beschwerdeführer befinde sich seit über 16 Jahren bei ihnen im Zentrum H.___ in Behandlung. Nach ihrer Einschätzung ständen genügend objektive Befund e zur Verfügung, um eine kombinierte Persönlichkei tsstörung nach ICD-10 zu diagnostizieren (mit paranoiden und narzisstischen Anteilen). Die allgemeinen Kriterien sähen sie als erfüllt (S. 5). Da die Merkmale keinem klar vorherrschenden Symptombild zuzu ordnen seien, ergebe sich eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden und narzisstischen Anteilen. Ausserdem werde an der ADHS Diagnose festge halten (S. 6). 3.4 In der Stellungnahme vom 2 7. Juni 2022 ( Urk. 7/134) führ t en die Z.___ Gutach ter aus, dass eine die Arbeitsfähigkeit limitierende aktive Krankheitsentität des psychiatrischen Fachgebietes nicht habe verifiziert werden können (S. 1). Die Ein schätzung der behandelnden Ärzte einer postuliert ausreichenden Verfügbarkeit objektiver Befunde für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nach ICD-10 könne nicht geteilt werden. Gemäss den als authentisch erachteten sowie derge stalt auch testpsychologisch verifizierten eigenanamnestischen Angaben hätten während der gesamten Kindheit und Jugend des Versicherten niemals relevante psychische Probleme bestanden, womit das obligate allgemeine diagnostische Kriterium G4 des Unterkapitels F6 (Persönlichkeits- und Verhaltensstörung) der ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen klar nicht erfüllt sei. Entsprechende Begebenheiten würden hingegen familiäre Schwierigkeiten (z.B. anhaltende Streitig keiten mit dem überaus strengen Vater) in jener Lebensphase, mutmasslich damit assoziierte schulische Unregelmässigkeiten bzw. wiederkehrende (zwischen menschliche) Konflikte zu der späteren Zeit des Ausbildungs- und Berufsgeschehens natürlich nicht aus schliessen. Diese erklärten sich aber völlig hinreichend im Gesamtkontext einer von neurotischen Einflüssen geprägten Persönlichkeits struktur bei parallel phasenhaft vielfältigem Konsum psychotropi scher Substanzen. Völlig unabhängig davon umfassten die anteilig identischen Symptomkonstellationen der verifizierten Persönlichkeitsakzentuierung aus gut achterlicher Beurteilungsperspektive nicht den pathologischen Schweregrad einer entsprechenden Persönlichkeitsstörung. Darüber hinaus löse das seitens Behand ler abschliessend nicht weiter begründete Festhalten an der ADHS-Diagnose Irritati onen aus. Definitionsgemäss sei für die Feststellung einer solchen Erkran kung im Erwachsenenalter das gesicherte Bestehen einer entsprechenden Entität im Kindsalter unabdingbare Voraussetzung (S. 2). Korrelierend hätten in der testpsycho logischen Untersuchung keinerlei typische, auf ADHS hinweisende Befunde erhoben werden können (S. 3).

3.4 In der Stellungnahme vom 2 7. Juni 2022 ( Urk. 7/134) führ t en die Z.___ Gutach ter aus, dass eine die Arbeitsfähigkeit limitierende aktive Krankheitsentität des psychiatrischen Fachgebietes nicht habe verifiziert werden können (S. 1). Die Ein schätzung der behandelnden Ärzte einer postuliert ausreichenden Verfügbarkeit objektiver Befunde für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nach ICD-10 könne nicht geteilt werden. Gemäss den als authentisch erachteten sowie derge stalt auch testpsychologisch verifizierten eigenanamnestischen Angaben hätten während der gesamten Kindheit und Jugend des Versicherten niemals relevante psychische Probleme bestanden, womit das obligate allgemeine diagnostische Kriterium G4 des Unterkapitels F6 (Persönlichkeits- und Verhaltensstörung) der ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen klar nicht erfüllt sei. Entsprechende Begebenheiten würden hingegen familiäre Schwierigkeiten (z.B. anhaltende Streitig keiten mit dem überaus strengen Vater) in jener Lebensphase, mutmasslich damit assoziierte schulische Unregelmässigkeiten bzw. wiederkehrende (zwischen menschliche) Konflikte zu der späteren Zeit des Ausbildungs- und Berufsgeschehens natürlich nicht aus schliessen. Diese erklärten sich aber völlig hinreichend im Gesamtkontext einer von neurotischen Einflüssen geprägten Persönlichkeits struktur bei parallel phasenhaft vielfältigem Konsum psychotropi scher Substanzen. Völlig unabhängig davon umfassten die anteilig identischen Symptomkonstellationen der verifizierten Persönlichkeitsakzentuierung aus gut achterlicher Beurteilungsperspektive nicht den pathologischen Schweregrad einer entsprechenden Persönlichkeitsstörung. Darüber hinaus löse das seitens Behand ler abschliessend nicht weiter begründete Festhalten an der ADHS-Diagnose Irritati onen aus. Definitionsgemäss sei für die Feststellung einer solchen Erkran kung im Erwachsenenalter das gesicherte Bestehen einer entsprechenden Entität im Kindsalter unabdingbare Voraussetzung (S. 2). Korrelierend hätten in der testpsycho logischen Untersuchung keinerlei typische, auf ADHS hinweisende Befunde erhoben werden können (S. 3). 3.5 Dr. A.___ und Dr. G.___ führten demgegenüber in ihrem Bericht vom 22. September 2022 aus ( Urk. 7/139), dass die Bewertung des Gutachter s auf de m primären Fehler beruhe, wonach die erhobene n anamnestischen Angaben ober flächlich und unvollständig seien; ohne Zuzug der Aktenlage oder Einholung einer Fremdanamnese. Ein sekundärer Fehler ergebe sich, in dem die Prüfung der ICD-10 Kriterien aus der unvollständigen Anamnese erfolge. Der Beschwerde führer sei aus der Sekundarschule rausgeflogen und auch in der Realschule habe es Probleme mit seinem Verhalten gegeben. Dies sei nicht vereinbar mit der gut achterlichen Bewertung einer völlig unauffälligen Schulentwicklung. Sowohl die Herleitung der Persönlichkeitskriterien wie auch des ADHS beruh t en auf objektiv unwahren Angaben (S. 1). Eine kritische Auseinandersetzung mit den Vorbefun den sowie eine Fremdanamnese sei deshalb notwendig und indiziert (S. 1-2). Bei des hätten die Gutachter nicht gemacht (S. 2). Sie sähen unter Berücksichtigung de r vollständigen Anamnese die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung als gege ben an (S. 3). Bezüglich ADHS seien zwei diagnostische Tests durchgeführt wor den, welche hinreichende Belege für die Diagnose einer ADHS ergeben hätten und eine Therapie entsprechend rechtfertigten (S. 3). In der Gesamtschau ergebe sich das Bild einer ADHS (im Erwachsenenalter fortbestehend) leichter bis mittel schwerer Ausprägung, mit Fokus auf die Impulsivitätsdomäne (S. 4).

3.5 Dr. A.___ und Dr. G.___ führten demgegenüber in ihrem Bericht vom 22. September 2022 aus ( Urk. 7/139), dass die Bewertung des Gutachter s auf de m primären Fehler beruhe, wonach die erhobene n anamnestischen Angaben ober flächlich und unvollständig seien; ohne Zuzug der Aktenlage oder Einholung einer Fremdanamnese. Ein sekundärer Fehler ergebe sich, in dem die Prüfung der ICD-10 Kriterien aus der unvollständigen Anamnese erfolge. Der Beschwerde führer sei aus der Sekundarschule rausgeflogen und auch in der Realschule habe es Probleme mit seinem Verhalten gegeben. Dies sei nicht vereinbar mit der gut achterlichen Bewertung einer völlig unauffälligen Schulentwicklung. Sowohl die Herleitung der Persönlichkeitskriterien wie auch des ADHS beruh t en auf objektiv unwahren Angaben (S. 1). Eine kritische Auseinandersetzung mit den Vorbefun den sowie eine Fremdanamnese sei deshalb notwendig und indiziert (S. 1-2). Bei des hätten die Gutachter nicht gemacht (S. 2). Sie sähen unter Berücksichtigung de r vollständigen Anamnese die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung als gege ben an (S. 3). Bezüglich ADHS seien zwei diagnostische Tests durchgeführt wor den, welche hinreichende Belege für die Diagnose einer ADHS ergeben hätten und eine Therapie entsprechend rechtfertigten (S. 3). In der Gesamtschau ergebe sich das Bild einer ADHS (im Erwachsenenalter fortbestehend) leichter bis mittel schwerer Ausprägung, mit Fokus auf die Impulsivitätsdomäne (S. 4). 4.

4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin hat einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers gestützt auf das polydisziplinäre Z.___ -Gutachten (E. 3.2) verneint. Das Gutach ten erfüllt zwar die formalen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise im Sinne der Rechtsprechung (E. 1.6), es weist aber, insbesondere was das psychiat rische Teilgutachten anbelangt, erhebliche inhaltliche Mängel auf. Der psychiatrische Gutachter diagnostizierte psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide, Alkohol und Opioide. Aktenkundig ist in diesem Zusammen hang, dass der Beschwerdeführer regelmässig psychotrope Substanzen konsumiert. So hat er im Rahmen der internistischen Begutachtung angegeben, dass er täglich eine halbe Flasche Whisky trinke und dreimal täglich MST Conti nus zu sich nehme. Die angegebene Menge entspricht etwa 500mg Morphin täg lich (Urk. 7/120/64). Der Beschwerdeführer befindet sich zudem seit über 16 Jahren im Zentrum H.___ in Behandlung (Urk. 7/129/1) und hat mehrere Entzüge von Heroin und Alkohol hinter sich (Urk. 7/129 /2). Der psychiatrische Gutachter diagnostizierte zwar multiple Suchterkrankung en, mass ihnen aber keinerlei Relevanz für die Arbeitsfähigkeit bei, was ohne eine entsprechende Begründung nicht nachvollziehbar ist. Insbeson dere stützte sich der Gutachter bei seiner Einschätzung lediglich auf eine oberflächliche Anamnese, eine sehr knappe Befunderhebung und eine wenig differen zierte Auseinandersetzung mit den rechtsprechungsgemäss massgebli chen Standardindikatoren. Ferner setzte er sich weder im psychiatrischen Teil gutachten noch in seiner Stellungnahme vom 2 7. Juni 2022 (Urk. 7/134) einläss lich mit den ausführlichen Berichten der behandelnden Y.___ -Ärzte auseinande r, was angesichts der 16jährigen Behandlungsdauer unabdingbar gewesen wäre. Der Gutachter begründete in diesem Zusammenhang einzig, weshalb er die von den Y.___ -Ärzten gestellte Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung als nicht gegeben ansah. Er erachtete ferner die Mini-ICF-Kriterien als komplett unauffällig, ohne sich zu den einzelnen Fähigkeiten und Defiziten zu äussern und ohne sich mit den aktenkundigen Auffälligkeiten auseinander zu setzen. So ergibt sich beispielsweise aus der neuropsychologischen Untersuchung, dass der Beschwerdeführer bereits nach einer Stunde Ermüdungserscheinungen zeigte, Ritalin einnehmen musste und es im weiteren Verlauf der Untersuchung zu motorischer Unruhe gekommen ist, was Neuropsychologin F.___ als mög liche Entzugssymptomatik deutete (Urk. 120/78). Dieser Umstand wurde durch den psychiatrischen Gutachter hinsichtlich funktioneller Leistungsfähigkeit nicht thematisiert. Ebenso wenig liess er seine eigenen Feststellungen aus seinem Untersuchungsbefund in die Beurteilung gemäss Mini-ICF einfliessen (Zuspät kommen, Urk. 7/120/25; reduzierter Pflegezustand, Urk. 7/120/26 oben; weit schweifige und umständliche Verlautbarungen bei allgemein logorrhoischem Sprachfluss, Urk. 7/120/26 Mitte). Und schliesslich setzte er diese Beobachtungen auch nicht in den Kontext der fremdanamnestischen, sich auf eine 16jährige Behandlungsdauer stützenden Angaben durch die Y.___ -Ärzte. Daher und unter Berücksichtigung der übrigen medizinischen Akten ist die Einschätzung des psychiat rischen Gutachters nicht ohne Weiteres nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer in jeglichen für ihn in Frage kommenden Tätigkeiten uneinge schränkt zu 100 % arbeitsfähig ist. Das Z.___ -Gutachten erfüllt aufgrund der genannten inhaltlichen Mängel die rechtsprechungsgemässen Anforderungen nicht, so dass die Beschwerdegegnerin für die Beurteilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers n icht darauf hätte abstellen dürfen.

4.1 Die Beschwerdegegnerin hat einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers gestützt auf das polydisziplinäre Z.___ -Gutachten (E. 3.2) verneint. Das Gutach ten erfüllt zwar die formalen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise im Sinne der Rechtsprechung (E. 1.6), es weist aber, insbesondere was das psychiat rische Teilgutachten anbelangt, erhebliche inhaltliche Mängel auf. Der psychiatrische Gutachter diagnostizierte psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide, Alkohol und Opioide. Aktenkundig ist in diesem Zusammen hang, dass der Beschwerdeführer regelmässig psychotrope Substanzen konsumiert. So hat er im Rahmen der internistischen Begutachtung angegeben, dass er täglich eine halbe Flasche Whisky trinke und dreimal täglich MST Conti nus zu sich nehme. Die angegebene Menge entspricht etwa 500mg Morphin täg lich (Urk. 7/120/64). Der Beschwerdeführer befindet sich zudem seit über 16 Jahren im Zentrum H.___ in Behandlung (Urk. 7/129/1) und hat mehrere Entzüge von Heroin und Alkohol hinter sich (Urk. 7/129 /2). Der psychiatrische Gutachter diagnostizierte zwar multiple Suchterkrankung en, mass ihnen aber keinerlei Relevanz für die Arbeitsfähigkeit bei, was ohne eine entsprechende Begründung nicht nachvollziehbar ist. Insbeson dere stützte sich der Gutachter bei seiner Einschätzung lediglich auf eine oberflächliche Anamnese, eine sehr knappe Befunderhebung und eine wenig differen zierte Auseinandersetzung mit den rechtsprechungsgemäss massgebli chen Standardindikatoren. Ferner setzte er sich weder im psychiatrischen Teil gutachten noch in seiner Stellungnahme vom 2 7. Juni 2022 (Urk. 7/134) einläss lich mit den ausführlichen Berichten der behandelnden Y.___ -Ärzte auseinande r, was angesichts der 16jährigen Behandlungsdauer unabdingbar gewesen wäre. Der Gutachter begründete in diesem Zusammenhang einzig, weshalb er die von den Y.___ -Ärzten gestellte Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung als nicht gegeben ansah. Er erachtete ferner die Mini-ICF-Kriterien als komplett unauffällig, ohne sich zu den einzelnen Fähigkeiten und Defiziten zu äussern und ohne sich mit den aktenkundigen Auffälligkeiten auseinander zu setzen. So ergibt sich beispielsweise aus der neuropsychologischen Untersuchung, dass der Beschwerdeführer bereits nach einer Stunde Ermüdungserscheinungen zeigte, Ritalin einnehmen musste und es im weiteren Verlauf der Untersuchung zu motorischer Unruhe gekommen ist, was Neuropsychologin F.___ als mög liche Entzugssymptomatik deutete (Urk. 120/78). Dieser Umstand wurde durch den psychiatrischen Gutachter hinsichtlich funktioneller Leistungsfähigkeit nicht thematisiert. Ebenso wenig liess er seine eigenen Feststellungen aus seinem Untersuchungsbefund in die Beurteilung gemäss Mini-ICF einfliessen (Zuspät kommen, Urk. 7/120/25; reduzierter Pflegezustand, Urk. 7/120/26 oben; weit schweifige und umständliche Verlautbarungen bei allgemein logorrhoischem Sprachfluss, Urk. 7/120/26 Mitte). Und schliesslich setzte er diese Beobachtungen auch nicht in den Kontext der fremdanamnestischen, sich auf eine 16jährige Behandlungsdauer stützenden Angaben durch die Y.___ -Ärzte. Daher und unter Berücksichtigung der übrigen medizinischen Akten ist die Einschätzung des psychiat rischen Gutachters nicht ohne Weiteres nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer in jeglichen für ihn in Frage kommenden Tätigkeiten uneinge schränkt zu 100 % arbeitsfähig ist. Das Z.___ -Gutachten erfüllt aufgrund der genannten inhaltlichen Mängel die rechtsprechungsgemässen Anforderungen nicht, so dass die Beschwerdegegnerin für die Beurteilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers n icht darauf hätte abstellen dürfen. 4.2 Ebenso wenig lässt sich die vorliegende Streitfrage gestützt auf die Berichte der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ -Ärzte beantworten. Diese leiteten zwar ausführlich her, weshalb sie die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung (mit paranoiden und nar zisstischen Anteilen) als gegeben erachten, stellten aber hinsichtlich Suchterkran kung keine Diagnose. Sie zeigten innerhalb des Mini-ICF verschiedene Beein trächtigungen auf und attestierten dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, ohne aber diese Einschätzung mit der von ihnen gestellten Diagnose und den festgestellten funktionellen Einschränkungen zu verknüpfen und diese dementsprechend zu begründen. Ein Bezug zu den höchstrichterlich für alle psychischen Erkrankungen (und damit auch für Abhä ngigkeitssyndrome bzw. Substanzkonsumstörungen, BGE 145 V 215 ) erforderlichen Standardindikatoren fehlt gänzlich. Zur Arbeitsfähigkeit gaben sie lediglich an, dass der Beschwerde führer einem Arbeitgeber nicht zumutbar sei; auch sei dem Beschwerdeführer krankheitsbedingt keine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zumutbar (Urk. 7/129/6 unten). Damit bilden auch die Berichte der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ -Ärzte keine genü gende Entscheid grundlage nach den rechtsprechungsgemässen Vorgaben.

4.2 Ebenso wenig lässt sich die vorliegende Streitfrage gestützt auf die Berichte der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ -Ärzte beantworten. Diese leiteten zwar ausführlich her, weshalb sie die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung (mit paranoiden und nar zisstischen Anteilen) als gegeben erachten, stellten aber hinsichtlich Suchterkran kung keine Diagnose. Sie zeigten innerhalb des Mini-ICF verschiedene Beein trächtigungen auf und attestierten dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, ohne aber diese Einschätzung mit der von ihnen gestellten Diagnose und den festgestellten funktionellen Einschränkungen zu verknüpfen und diese dementsprechend zu begründen. Ein Bezug zu den höchstrichterlich für alle psychischen Erkrankungen (und damit auch für Abhä ngigkeitssyndrome bzw. Substanzkonsumstörungen, BGE 145 V 215 ) erforderlichen Standardindikatoren fehlt gänzlich. Zur Arbeitsfähigkeit gaben sie lediglich an, dass der Beschwerde führer einem Arbeitgeber nicht zumutbar sei; auch sei dem Beschwerdeführer krankheitsbedingt keine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zumutbar (Urk. 7/129/6 unten). Damit bilden auch die Berichte der Psychiatrischen Universitätsklinik Y.___ -Ärzte keine genü gende Entscheid grundlage nach den rechtsprechungsgemässen Vorgaben. 4.3 Aufgrund der sich widersprechenden Diagnostik in den medizinischen Akten und mangels rechtsgenüglicher Feststellungen zu den arbeitsrelevanten funktionellen Einschränkungen lässt sich der Rentenanspruch des Beschwerdeführers nicht beurteilen. Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, unter anderem wenn der Sachverhalt ungenügend fest gestellt wurde (§ 26 Abs. 1 GSVGer ). Vorliegend erweist sich der Sachverhalt wie ausgeführt in einem wesentlichen Punkt als nicht genügend abgeklärt, weshalb die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese den Gesundheitszustand und die funktionelle Leistungsfähigkeit des Beschwerde führers umfassend abkläre und hernach über seinen Anspruch auf eine Invaliden rente neu entscheide.

4.3 Aufgrund der sich widersprechenden Diagnostik in den medizinischen Akten und mangels rechtsgenüglicher Feststellungen zu den arbeitsrelevanten funktionellen Einschränkungen lässt sich der Rentenanspruch des Beschwerdeführers nicht beurteilen. Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, unter anderem wenn der Sachverhalt ungenügend fest gestellt wurde (§ 26 Abs. 1 GSVGer ). Vorliegend erweist sich der Sachverhalt wie ausgeführt in einem wesentlichen Punkt als nicht genügend abgeklärt, weshalb die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese den Gesundheitszustand und die funktionelle Leistungsfähigkeit des Beschwerde führers umfassend abkläre und hernach über seinen Anspruch auf eine Invaliden rente neu entscheide. 5.

5. 5.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver fahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

5.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver fahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 5.2 Die Rückweisung der Sache kommt einem Obsiegen des Beschwerdeführers gleich. Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin demnach zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen. Rechtsanwältin Anjushka Früh hat einen Aufwand von insgesamt 11.3 Stunden und Barauslagen von Fr. 101.70 geltend gemacht ( Urk. 9), was gerechtfertigt erscheint. Unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- resultiert daraus eine Entschädigung von Fr. 2'786.95 (inklusive Bar auslagen und Mehrwertsteuer).

5.2 Die Rückweisung der Sache kommt einem Obsiegen des Beschwerdeführers gleich. Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin demnach zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen. Rechtsanwältin Anjushka Früh hat einen Aufwand von insgesamt 11.3 Stunden und Barauslagen von Fr. 101.70 geltend gemacht ( Urk. 9), was gerechtfertigt erscheint. Unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- resultiert daraus eine Entschädigung von Fr. 2'786.95 (inklusive Bar auslagen und Mehrwertsteuer). 5.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird das Gesuch um Gewährung der unent geltlichen Rechtspflege und unentgeltlichen Rechtsvertretung gegenstandslos.

5.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird das Gesuch um Gewährung der unent geltlichen Rechtspflege und unentgeltlichen Rechtsvertretung gegenstandslos. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die Verfügung vom 8. November 2022 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre und her nach über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente neu verfüge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die Verfügung vom 8. November 2022 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre und her nach über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2'786.95 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 2'786.95 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Anjushka Früh

Rechtsanwältin Anjushka Früh - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse

Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubLangone