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Umweltfreundliches, stärkeres Heizen verbessert Asthmakontrolle
Kälte sowie Luftverschmutzung durch Dampf, Rauch, Pilze und Feinstaub sind Trigger, welche ein Asthma exazerbieren lassen können. Eine Studie aus Neuseeland hat untersucht, ob sich der verstärkte Einsatz umweltfreundlicher Heizungen im Winter günstig auf den Asthmaverlauf von Kindern auswirkt.
409 Kinder im Alter von 6-12 Jahren und ihre Eltern nahmen an der randomisierten Studie teil. Bei allen Kindern lag ein durch einen Arzt bestätigtes Asthma bronchiale vor. Die Intervention bestand in der Installation einer effektiveren, umweltfreundlichen Heizung der Wohnräume am Anfang des Winters. Die Teilnehmer der Kontrollgruppe erhielten dieselbe Heizungsmöglichkeit am Ende der Studie. Endpunkte waren Veränderungen in der Lungenfunktion, Asthmasymptomatik, Gebrauch von Medikamenten, allgemeiner Gesundheitsstatus und Besuche beim Arzt und Apotheker. Zur Beurteilung der Luftqualität erfolgten Messungen der Raumtemperatur und des Stickoxidgehalts.
Die Verbesserung der Lungenfunktion in der Interventionsgruppe war statistisch nicht signifikant (FEV1: 130.7 ml). Schulabsenzen (-1.8 Tage), Arztkonsultationen (-0.4) und Besuche von Apotheken (-0.25) waren in der Interventionsgruppe seltener als in der Kontrollgruppe. Viel weniger Kinder respektive Eltern in der Interventionsgruppe berichteten über einen schlechten Gesundheitszustand (OR 0.48), Schlafstörungen aufgrund einer pfeifenden Atmung (OR 0.55), Husten nachts (OR 0.52) und respiratorische Symptome (OR 0.77). Die Installation der Heizungen war mit einer durchschnittlichen Temperaturerhöhung von 1.1 Grad im Wohnzimmer und 0.57 Grad im Schlafzimmer sowie einer Reduktion der Stickoxide (8.5 µg/m3 v 15.7 µg/m3 im Wohnzimmer und 7.3 µg/m3 v 10.9 µg/m3 im Schlafzimmer) assoziiert.
Konklusion der Autoren: Ein verstärktes, umweltfreundliches Heizen führt bei Kindern mit Asthma zwar nicht zu einer Verbesserung der Lungenfunktion, jedoch zu einer Verbesserung der Symptomatik sowie zu einer Reduktion von Schulabsenzen und Arzt- sowie Apothekerkonsultationen.
Link zur Studie
BMJ 2008;337:a1411 - Howden-Chapman P et al
10.10.2008 - dde