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Heiri Strub war ein bekannter Basler Grafiker und Kunstmaler.
Heiri Strub wuchs in einem innerhalb der Linken politisch aktiven Elternhaus in Riehen auf. Bereits sein Grossvater August Strub war Mitglied des Grossen Rats des Kantons Basel-Stadt und des Gemeinderats Riehen.
Nach der Primarschule in Riehen besuchte er das Mathematisch-Naturwissenschaftliche Gymnasium (MNG) in Basel. Als Elfjähriger wechselte er 1927 an die Rudolf Steiner Schule in Basel. Er wurde Mitglied des Arbeiterkinder-Verbands der Kommunistischen Partei der Schweiz (KPS). 1929 wechselte er wieder zurück ans MNG. 1932, nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit, brach Strub das Gymnasium ab. Er arbeitete als Handlanger in einem Larvenatelier, machte eine Vorlehre als Schreiner und besuchte von 1933 bis 1934 den einjährigen Vorkurs an der Kunstgewerbeschule Basel. Von 1934 bis 1938 absolvierte Heiri Strub eine Schriftsetzerlehre bei der Buchdruckerei Strobel in Basel. Daneben war er politisch aktiv: 1937 trat er in die KPS ein. Ab 1939 besuchte er die Grafik- und Malfachklasse an der Kunstgewerbeschule Basel, unterbrochen von Einsätzen im Aktivdienst.
1943 heirateten Heiri Strub und Lotti Arnold. Strub arbeitete bei der Basler National-Zeitung als Setzer und bei der Basler Druck und Verlag AG als Plakatgestalter. 1944 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Partei der Arbeit in Basel, der Nachfolgepartei der seit November 1940 verbotenen KPS.
1945 eröffnete Strub sein eigenes Grafikatelier ‹Nase›. Neben grafischen Arbeiten gestaltete er hier auch zahlreiche Fasnachtslarven. In der Zeit des Kalten Krieges wurde es für den Kommunisten Strub zunehmend schwierig, in der Schweiz genügend Aufträge zu erhalten. Deshalb zog er 1957 mit Frau und Tochter in die DDR nach Ostberlin. Hier arbeitete Strub als Grafiker und Buchillustrator.
1971 kehrte er in die Schweiz zurück. Strub und seine Frau wohnten in Allschwil (BL). Er arbeitete als Redaktor der linken Wochenzeitung ‹Vorwärts›, nach 1981 auch als freier Kunstmaler. 2009 zog das Ehepaar Strub in ein Altersheim nach Basel.
Heiri Strub starb am 22. April 2014 in Basel.
Autorin / Autor: Franziska Schürch | Zuletzt aktualisiert am 15.5.2022
Strub hinterliess ein umfangreiches Werk in ganz verschiedenen Techniken: Malerei, Zeichnung, Holz- und Linolschnitt ebenso wie Fasnachtslarven, Wandbilder und Fotomontagen. Er illustrierte während seiner Zeit in der DDR auch verschiedene Kinderbücher, darunter Märchen der Gebrüder Grimm. Teile seines Werkes befinden sich heute unter anderem im Historischen Museum Basel, in der Basler Plakatsammlung und beim staatlichen Kunstkredit Basel-Stadt.
Die Gemeinde Riehen ist im Besitz eines Kunstwerks von Heiri Strub:
Angeli d’oro. 2001.
Sammlung Strub, Heiri (1916–2014): NL 363.
Monteil, Annemarie: Heiri Strub. 80 Jahre Intensität. In: Jahrbuch z’Rieche 1995. S. 110–121.
Lanfranchi, Corinna: Strub, Heiri. In: SIKART. Lexikon zur Kunst in der Schweiz. URL: www.sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4004184 (12.08.2019).
Lanfranchi, Corinna: Unbeirrt. Heiri Strub – ein Leben zwischen Kunst und Politik. Basel 2008.