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Die Heimat der wilden Tomate erstreckt sich von Mexiko über Mittelamerika bis an den Fuss der Anden. Spanische Eroberer brachten die Pflanze im 16. Jahrhundert nach Europa, wo man sie lange Zeit als reine Zierpflanze betrachtete und die Früchte für giftig hielt. Tatsächlich enthalten unreife Früchte, aber auch Blätter und Stile das giftige Alkaloid Solanin. Ihren eigentlichen Siegeszug als Kulturpflanze trat sie erst im 20. Jahrhundert an. In der Schweiz führt die Tomate, gemessen an der konsumierten Menge, die Gemüsehitliste vor den Karotten an.
Die Tomate ist eine Frucht von strauchartigen Pflanzen. In den Tropen kann sie als zweijährige Pflanze angebaut werden. Bei uns hingegen werden nur einjährige Pflanzen gezogen. Botanisch gesehen ist die Frucht der Tomate eine Beere, die je nach Sorte so klein wie eine Kirsche (Cherry-Tomate) oder bis zu einem Durchmesser von 13 cm gross werden kann. Es gibt heute eine Vielfalt von gezüchteten Tomatensorten, die sowohl bezüglich Farbe als auch bezüglich Geschmack voneinander abweichen. Die Formen reichen von rund über birnenförmig und oval bis sogar quadratisch!
Heute stammen Tomaten aus unseren Breiten oft aus sogenannten Hors-sol-Kulturen. Die Pflanzen wachsen dabei nicht in der Erde sondern auf Steinwolle und werden über ein ausgeklügeltes System mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Diese Anbaumethode bringt den Vorteil, dass die Pflanzen optimale Anbaubedingungen haben und eine bessere Haltbarkeit besitzen, als Tomaten aus Erdkulturen.
Einige Sorten bleiben auch im reifen Zustand grün. Normalerweise verfärben sich die Früchte während der Reifung aber von grün nach rot, rosa, orange oder gelb.
Die Tomate wird in der Küche vielseitig verwendet. Sie kann roh als Salat, gekocht als Gemüse, püriert als Suppe oder Sauce oder auch gepresst als Saft konsumiert werden. Sie zeichnet sich durch einen angenehmen Geschmack aus und enthält zudem Vitamin C, Karotin und Fruchtsäuren, aber auch Zucker und Mineralstoffe.