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Im Auftrag einzelner Bundesstellen wurden – neben den drei Bundesinventaren – weitere Inventare erstellt. Im Gegensatz zu den Bundesinventaren, die einen direkten Schutz bewirken, handelt es sich bei diesen Inventaren um Hinweisinventare. Sie definieren die in einem bestimmten Bereich schützenswerten historischen Bauten und Anlagen. Die Inventare bilden die Grundlage für einen sorgfältigen Umgang mit den darin enthaltenen Objekten und helfen den Bundesbehörden, bei der Erfüllung von Bundesaufgaben die denkmalpflegerische Bedeutung der Inventarobjekte frühzeitig zu erkennen und in die Planung einzubeziehen.
Schweizer Seilbahninventar
Das Schweizer Seilbahninventar ist ein auf Artikel 3 des Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG) basierendes Hinweisinventar des Bundes. Es wurde gemeinsam vom Bundesamt für Kultur (BAK), dem Bundesamt für Verkehr (BAV), der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD), dem Verband Seilbahnen Schweiz (SBS), dem Interkantonalen Konkordat für Seilbahnen und Skilifte (IKSS) sowie der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK) erstellt. Die genannten Organe anerkennen die Einstufungen des Inventars, das die historischen Seilbahnen von nationaler und regionaler Bedeutung verzeichnet.
ADAB: Inventar der erhaltenswerten ehemaligen Kampf- und Führungsbauten
Das ADAB ist ein auf Artikel 3 NHG basierendes departementsinternes Hinweisinventar des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Es verzeichnet die erhaltenswerten ehemaligen Kampf- und Führungsbauten, die Sperrstellen und ausgewählte Objekte der Luftwaffe von nationaler, regionaler und lokaler Bedeutung.
HOBIM: Inventar der militärischen Hochbauten
Das HOBIM ist ein auf Artikel 3 NHG basierendes departementsinternes Hinweisinventar des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Es verzeichnet die militärischen Denkmäler im Besitz des VBS sowie die vom VBS genutzten Bauten in kantonalem Besitz von nationaler, regionaler und lokaler Bedeutung, die vor 1976 erstellt wurden.
KGS: Schweizerisches Inventar der Kulturgüter von nationaler und regionaler Bedeutung
Das KGS-Inventar basiert auf Artikel 5 des Zweiten Protokolls vom 26. März 1999 zum Haager Abkommen von 1954 (ZP; SR 0.520.33). Es verzeichnet die Kulturgüter nationaler (A-Objekte) und die Kulturgüter regionaler (B-Objekte) Bedeutung, die vor den Auswirkungen bewaffneter Konflikte, Naturereignisse und anderer Gefahren vorrangig zu schützen sind. Im Hinblick auf mögliche Restaurierungen oder Rekonstruktionen soll zu jedem Objekt eine Sicherstellungsdokumentation erarbeitet und systematisch ergänzt werden. Im Weiteren müssen Schutzräume für die wichtigsten beweglichen Kulturgüter gebaut werden.
Das KGS-Inventar umfasst 3200 A-Objekte nationaler Bedeutung in den Kategorien Einzelbau, Sammlungen, Archäologie, Spezialfälle. Diese Objekte wurden aufgrund einheitlicher Kriterien bewertet und in einem gesamtschweizerischen Vergleich eingestuft. Die regional eingestuften B-Objekte wurden bei der letzten Revision weder systematisch überprüft noch beurteilt, da dies Sache der Kantone ist.
Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang weiter das Verzeichnis der Zollbauten des Bundesamts für Logistik BBL, das Verzeichnis der historischen Bahnhofsgebäude der SBB und das Verzeichnis der Postbauten für Die Post.
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