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Schon 600 nach Christus wurde in China Akupunktur in Schulen gelehrt und in Krankenhäusern angewendet. Dazu gehört die Vorstellung, dass der Körper von der Lebensenergie Qi durchströmt wird und das Qi in in genau definierten Leitbahnen (Meridianen) fliesst. Auf den Meridianen befinden sich zahlreiche Punkte, über die das Fliessen des Qi beeinflusst werden kann.
Bei der Akupunktur werden dünne Nadeln in bestimmte Punkte gestochen; diese Stimulation kann eine Blockierung des Qi beseitigen, dessen Fluss stärken oder einen Überfluss ableiten. Der Einstich ist in der Regel schmerzlos. Zusätzliches Drehen, Heben oder Senken der Nadeln kann den jeweiligen Punkt weiter stimulieren.
Zur Moxibustion werden getrocknete und gepresste Pflanzenteile des Beifusses verwendet. Das verbrannte Kraut erzeugt grosse Wärme und regt den Blut- und Qi-Fluss an. Die Moxa-Therapie wird oft mit Akupunktur kombiniert und ebenfalls auf den Akupunkturpunkten angewendet. Diese Therapieform wird vor allem bei sogenannten Kältebefunden eingesetzt und ist auch zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge geeignet.
Bei der Elektro-Akupunktur leitet der Akupunkteur zusätzlich elektrische Impulse über die Nadeln in den Körper, die auch einige Zentimeter um die Einstichstelle herum schmerzbetäubend wirken. Der feine elektrische Strom erspart das Bewegen der Nadeln in der Haut. Nervenerkrankungen und Lähmungen werden mit dieser Form der Akupunktur gerne behandelt.
Als Schröpfen bezeichnet man jenes Heilverfahren, bei dem zur Therapie Glaskugeln eingesetzt werden. Durch Erhitzen wird die Luft im Schröpfkopf entfernt und ein Vakuum erzeugt. Dadurch wird auf der geschröpften Körperstelle eine Reizung hervorgerufen und die Durchblutung stark gefördert.
Bei der Methode des klassischen Schröpfens werden die Schröpfgläser ca. 5-20 Minuten an bestimmten Akupunkturstellen belassen, bis die Stelle gut durchblutet ist. Dabei ist es normal, dass sich für einige Tage ein blauer Fleck bildet.
Diese Form der Akupunktur geht davon aus, dass der menschliche Körper in der Ohrmuschel abgebildet ist. Dabei stellt man sich einen nach unten liegenden Embryo vor. Auf dem Ohrläppchen liegt der Kopf mit dem Augenpunkt – meist die Stelle von Ohrlöchern. Die Wirbelsäule biegt sich entlang der äusseren Knorpelfurche des Ohres hoch. Im oberen Teil des Ohres befinden sich die angewinkelten Beine. Die Organe befinden sich im Inneren der Ohrmuschel.
In der Chinesischen Kräutermedizin werden Pflanzenteile (Wurzeln, Rinden, Blüten, Blättern und Samen) aber auch Mineralien und einige Tierprodukte verwendet um Kräuterrezepturen zu erstellen. Sie haben in über 2000jähriger Anwendung ihre heilende Wirkung erwiesen. Heute wird dabei natürlich dem Artenschutz Rechnung getragen. Selbstverständlich werden geschützte Arten aus der Tier- und Pflanzenwelt nicht mehr verordnet.
Der TCM-Therapeut führt eine Anamnese nach den Kriterien der traditionellen Chinesischen Medizin durch und beurteilt die Symptome und das Befinden des Patienten anhand dieser Theorie. Die Behandlung wird dann individuel genau abgestimmt. Die Rezeptur wird aus mehreren Kräutern zusammengestellt, wobei sich diese in der Wirkung ergänzen und unterstützen, bzw. unerwünschte Wirkungen auffangen; nur selten werden einzelne Kräuter eingesetzt.
Jeder Patient erhälte eine, individuell auf ihn und seine Krankheitssituation abgestimmte Rezeptur. Akute und chronische Krankheiten können mit Chinesischen Kräutern behandelt werden. Es hängt von der Schwere und Länge der Erkrankung ab, wie schnell die Kräutern für den Patienten spürbare Besserung oder Heilung bewirken. Die Behandlung mit Kräutern kann in jedem Lebensalter durchgeführt werden, auch bei Säuglingen und kleinen Kindern. Die Dosierung der Rezeptur wird vom Therapeuten dem Alter des Patienten angepasst. Es ist auch möglich andere Medikamente parallel dazu einzunehmen.
Traditionell werden diese chinesischen Arzneimittel in Form von Tees eingenommen, das heißt, die gemischten Kräuter werden in Wasser 20 Minuten oder länger abgekocht und das Konzentrat getrunken. Es gibt sie auch in Form von Extrakten, Granulaten, Pulvern, Pillen, Tropfen, Tinkturen und zur äußeren Anwendung als Salbe oder Sitzbad.
Der Patient bekommt von seinem Therapeuten detaillierte Anweisungen zur Zubereitung und Einnahme.
Die Kräuter werden täglich eingenommen. Die Einnahme kann von einer Woche bis zu mehreren Monaten, abhängig von der Schwere und Dauer der Erkrankung, erfolgen. Der Patient wird dabei regelmäßig untersucht, um sicherzustellen, dass die gewählte Rezeptur wirksam bleibt. Natürlich wird die Zusammenstellung der Rezeptur dem Gesundungsprozess angepasst.
Tui-Na oder An-Mo ist eine Körpertherapie der traditionellen Chinesischen Medizin. Je nach vorliegendem Beschwerdebild massiert der Therapeut mit sanftem oder stärkerem Druck entlang der Meridiane und bestimmter Druckpunkte. Man unterscheidet zwischenń langsamen, linksdrehenden Bewegungen, die den Zufuhr von Energie dienen und schnellen rechtsdrehenden Bewegungen zur Ableitung überschüssiger Energie.