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Schulhaus Kollegium
Adresse
8855 Nuolen
SZ
Architektur
Adelbert Stähli gehört zu den Pionieren der Betonarchitektur im Kanton Schwyz um 1970. Die feine Gliederung und die Materialisierung mit Waschbetonplatten zwischen Betonstützen am Schulhaus Kollegium in Nuolen zeigt eine interessante Weiterentwicklung seines architektonischen Werks. Wie frühere Bauten Stählis lässt sich das Schulhaus dem Brutalismus zuordnen.
Chronologie
Das Schulhaus Kollegium ist Teil der Kantonsschule Ausserschwyz und wurde 1982 nach Plänen Adelbert Stählis erbaut. Das Schulhaus ist seitdem der Haupttrakt der Schulanlage. Es ergänzt das historische Christ-König-Kollegium an der angrenzenden Bruggholzstrasse 2, in dem sich heute nur noch wenige Schulräume und die Kantine befinden. Baulich ist das Stähli-Schulhaus in gutem Zustand, es erfuhr 2005 eine Pinselrenovation. Ebenfalls von Adelbert Stähli stammt die Turnhalle der Kantonsschule Ausserschwyz, die 1967 entstand.
Lage
Die Schulanlage befindet sich im Norden des kleinen, zur Gemeinde Wangen gehörenden Dorfs Nuolen. Es liegt an der ruhigen Seestrasse, direkt am Zürichsee. Nördlich des Schulhauses mündet der Nuolenbach in den Zürichsee. Die Schule ist an ein Wohnquartier angebunden und von ufernahen Grünflächen umgeben. Die Strassenfront bilden die Turnhalle und das Christ-König-Kollegium an der Seestrasse, die beiden Gebäude fassen zugleich einen dreieckigen Pausenplatz. Der Neubau ist im Nordwesten an die Turnhalle angefügt, gefolgt von Aussensportanlagen.
Beschreibung
Die Längsseiten des viergeschossigen, flach gedeckten Schulhauses weisen jeweils einen Versatz in der Fassadenflucht auf. Die Schulzimmer, die Spezialräume und die Bibliothek sind an den Längsseiten des Quaders sowie an der zum alten Teil des Schulkomplexes hin orientierten Südfassade angeordnet. Hier ist ausserdem ein weitgehend geschlossener Treppenturm platziert. Die Nordfassade ist geschlossen. Sämtliche Fassaden sind mit Waschbetonplatten verkleidet, die Schulzimmer mit rechteckigen Fenstern mit asymmetrischer Teilung gerastert. Rote Rollläden bringen einen Farbkontrast. Vorstehende, schmale Betonlisenen gliedern den Bau und betonen die Vertikalen. Am Erschliessungsturm wirken diese wie Lamellen.
Die Geschosse sind identisch aufgeteilt. Glatte Steinböden und Holzdecken setzen einen Kontrast zur rauen Fassadengestalt.
Literatur
Regierungsrat des Kantons Schwyz (Hg.). Kantonsschule Nuolen, Sanierungs- und Unterhaltsmassnahmen. Schwyz 2004. – Stähli, Adelbert. Der neue Klassentrakt des Kollegiums in Nuolen, in: Schweizer Journal – Der öffentliche Bau, Stäfa 1983, S. 42.