Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03416.jsonl.gz/2280

Oleander (Nerium oleander)
Der Oleander, auch Nerium oleander genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Hundsgiftgewächse und eine der anspruchslosesten und beliebtesten Pflanzen, die es gibt. Der Oleander hat steifliche, graugrüne, längliche Blätter und schöne, außergewöhnlich geformte Blüten (diese werden auch als „fünfzählig“ bezeichnet) an langen Zweigen. Die Pflanze ist reich verzweigt, sehr buschig und wird im Topf oder Kübel maximal rund 2 Meter hoch. Interessantes Detail: Das Wort „Oleander“ setzt sich aus den Wörtern „Olea“, das „Olive“ bedeutet, und „Andreios“, das „männlich“ und „kräftig“ bedeutet, zusammen.
Oleander
Der Oleander kann in warmen Regionen im Garten eingepflanzt werden. Im Allgemeinen empfiehlt es sich jedoch, ihn in einem Topf, Kübel oder Pflanzkasten zu pflanzen, weil er nicht winterhart ist. Er blüht sehr lang: von Sommeranfang bis in den Spätherbst. Die Blüten haben verschiedene kräftige Farben, etwa Rosa, Rosarot, Rot, Weiß und Gelblich. Es gibt Sorten mit Einzel- und Doppelblüten. Vorsicht ist bei Kindern und Haustieren geboten. Alle Teile des Oleanders sind giftig. Der Verzehr von Samen und Blüten kann für Kleinkinder oder Haustieren tödlich enden. Der Saft der Pflanze kann Hautreizungen verursachen. Beim Schneiden sollten Sie daher gute Handschuhe tragen. Reinigen Sie zudem nach dem Schneiden die Gartenwerkzeuge gründlich mit Wasser und Seife.
Woher stammt der Nerium oleander?
Der Oleander stammt aus dem Mittelmeerraum und liebt Wärme und viel Sonne. Die Pflanzen wachsen oft an Stellen, in deren Nähe sich Wasser befindet oder früher einmal befunden hat. Im Garten gibt man dem Oleander im Sommer daher am besten einen Standort an einem Teich oder Wasserlauf, sofern das möglich ist. Er bevorzugt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Der Oleander zeigt an, ob er sich wohlfühlt. Dann wachsen an der Pflanze schöne, dunkelgrüne Blätter. Fühlt er sich nicht wohl, werden die Blätter hellgrün oder gelb. Das sieht dann viel weniger schön aus.
Weshalb sollten Sie sich für einen Oleander entscheiden?
- Der Nerium oleander bietet einen attraktiven Anblick. Er ist ein wahrer Blickfang in Ihrem Garten.
- Er blüht sehr reichlich und lang. Die Bildung der schönen Blüten scheint kein Ende zu nehmen.
- Der Nerium oleander verbreitet exotisches Flair in Ihrem Garten und erinnert an schöne Urlaube im Süden.
- Die Pflanze benötigt nur wenig Pflege.
- Schneiden ist im Prinzip nicht nötig. Einfach ideal!
Wann ist die beste Zeit, um einen Nerium oleander zu pflanzen?
Der Nerium oleander kann zu jeder beliebigen Zeit gepflanzt werden. Wann immer Sie wollen. Der Oleander ist nicht winterhart. Im Winter muss er daher an einen geschützten Standort gebracht werden. Deshalb ist es egal, wann Sie ihn in Kübel, Topf oder Pflanzkasten pflanzen.
Wie pflanzt man einen Oleander?
Als Kübelpflanze
- Wählen Sie einen geeigneten Standort in Ihrem Garten, auf Ihrer Terrasse oder Ihrem Balkon für Ihren Nerium oleander aus.
- Kaufen Sie einen weiten Topf, Kübel oder Pflanzkasten. Die Pflanze und auch die Wurzeln müssen genug Platz zum Wachsen haben. Sie können das Gefäß innen rundum mit Luftpolsterfolie isolieren. Bohren Sie zudem einige Löcher in den Boden des Topfes oder Pflanzkastens.
- Füllen Sie den Topf oder Kübel mit einer dicken Schicht Hydrogranulat und spezieller mediterraner Erde.
- Entfernen Sie den Kunststofftopf des Oleanders und tauchen Sie den Wurzelballen in Wasser. Setzen Sie die Pflanze danach ein.
- Die Oberseite des Wurzelballens sollte sich auf Höhe der obersten Erdschicht befinden.
- Füllen Sie das Gefäß mit mediterraner Pflanzerde auf und drücken Sie diese gut fest.
- Gießen Sie den Oleander in den ersten Wochen großzügig, besonders bei wenig Niederschlag. So kommen die Wurzeln gut in Kontakt mit der Erde. Sorgen Sie aber dafür, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann, indem Sie Löcher in den Boden von Topf, Kübel oder Pflanzkasten bohren.
Tipps
Stellen Sie die Pflanze bei Frost an einen hellen, geschützten Standort. Dieser Standort sollte auch ein wenig beheizt sein, aber es darf auch nicht zu warm sein, maximal 10 °C.
Wenn Sie den Oleander oder Nerium oleander umstellen, ist darauf zu achten, dass der Temperaturunterschied nicht sofort zu groß ist. Wenn die Pflanze von draußen hereingeholt wird, muss sie sich erst an die wärmere Umgebung gewöhnen können. Gleiches gilt auch im umgekehrten Fall – vom warmen und geschützten Standort nach draußen.
Standort
- Oleander bevorzugen einen sonnigen Standort. Bei angenehmen Temperaturen werden Sie mit einer besonders reichlichen Blüte belohnt.
- Wenn Sie den Oleander im Winter an einem geschützten Ort überwintern lassen, sollten Sie einen sehr hellen Standort am Fenster wählen. Die Pflanze wird es Ihnen danken.
- Sie können die Pflanze ab April oder Mai wieder ins Freie stellen, es sollte aber zu keinem Nachtfrost mehr kommen. Das verträgt die Pflanze nicht.
Empfehlungen & Pflege
Gießen
Ist es im Sommer sehr heiß oder regnet es nicht oder kaum, muss die Pflanze großzügig bewässert werden. Große Oleander verbrauchen bei Hitze rund zehn Liter Wasser pro Tag. Gießen Sie den Oleander vorzugsweise morgens und abends. Am besten verwenden Sie dazu kein eiskaltes, sondern lauwarmes Wasser. Sorgen Sie dafür, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann. Bohren Sie Löcher in den Boden des Topfes, Kübels oder Pflanzkastens.
An nassen und regnerischen Tagen verdunstet der Oleander selbstverständlich weniger Wasser als an heißen Tagen. Auch dann ist es gut, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann. Sind die Wurzeln ununterbrochen nass, besteht die Gefahr, dass sie zu faulen beginnen oder die Pflanze die Blätter abwirft.
Der Nerium oleander benötigt im Winter wenig Wasser. Es muss aber darauf geachtet werden, dass der Wurzelballen nicht völlig austrocknet.
Schnitt
Schneiden ist im Prinzip nicht nötig. Im Frühjahr können Sie die Pflanze eventuell ein wenig ausdünnen. Sie können auch die Zweige zurückschneiden, bevor Sie die Pflanze an einem geschützten Standort überwintern lassen.
Düngung
Oleander benötigen keine großen Mengen an Dünger. Im Winter benötigen sie keinen Dünger.
Bekannte Krankheiten bei Nerium oleander
Läuse oder Spinnmilben
Der Nerium oleander kann gelegentlich von Blattläusen, Schildläusen und roten Spinnmilben befallen werden. Ist dies der Fall? Sie können etwas dagegen unternehmen. Kaufen Sie ein biologisches Pflanzenschutzmittel und bekämpfen Sie Läuse und Spinnmilben.
Pilz Ascochyta
Die Pflanze kann in nassen Sommern vom Pilz Ascochyta befallen werden. Woran erkennt man das? Es entstehen braune Flecken in den Blattachseln und auf dem Blatt. Jungtriebe verwelken. Es ist gut, zu wissen, dass sich der Pilz über Wassertropfen ausbreitet. Stellen Sie den Oleander also an einen trockenen Standort, wo ihn kein Regen erreicht. Entfernen Sie dann alle befallenen Teile der Pflanze. Desinfizieren Sie Ihre Gartenschere danach sorgfältig. Nun sollte der Pilz nicht mehr zurückkehren.
Oleanderkrebs
Ihr Oleander kann auch von einer noch unangenehmeren Krankheit befallen werden: dem Oleanderkrebs. Dabei handelt es sich um warzenartige, dunkelbraune Wucherungen an den Trieben. Zudem erscheinen manchmal helle, wässrige Flecken auf den Blättern. Ausgelöst wird die Krankheit durch Pseudomonas-Bakterien. Diese Bakterien sind oft bereits in der Gärtnerei vorhanden und schlagen zu, wenn sich die Pflanze in einem weniger guten Zustand befindet. Auch hier sollten Sie die befallenen Teile entfernen. Vergessen Sie nicht, Ihre Gartenschere danach gründlich zu desinfizieren. Leider verschwindet Oleanderkrebs nicht. Er schlummert in der Pflanze und bricht wieder aus, wenn die Gesundheit der Pflanze zu wünschen übrig lässt. Selbstverständlich setzen wir alles daran, Ihren Oleander ohne Krankheiten zu Ihnen nach Hause zu liefern.
Vor- und Nachteile des Oleanders
Vorteile
- Die Pflanze kann in jeder Bodenart gepflanzt werden. Bevorzugt steht sie in mediterraner Pflanzerde.
- Der Nerium oleander ist anspruchslos und pflegeleicht.
- Ein Schnitt ist nicht unbedingt notwendig.
- Er blüht sehr lang, von Sommeranfang bis in den Spätherbst.
Nachteile
- Die Pflanze verträgt nur wenig Frost. Junge Oleanderpflanzen vertragen gar keinen Frost. Ältere und robustere Pflanzen vertragen einige Grad unter null.
- Der Nerium oleander steht nicht gern in zu nasser Erde. Geben Sie ihm ausreichend, aber nicht zu viel Wasser.
- Er stammt ursprünglich aus warmen Regionen, der Topf oder Kübel sollte im Winter also an einem warmen, geschützten Standort stehen. Sie müssen die Pflanze daher zweimal im Jahr umstellen, was schwer sein kann.
- Der Nerium oleander kann von Blattläusen, Schildläusen und roter Spinnmilbe befallen werden.
- Außerdem kann die Pflanze von Pilzen oder Oleanderkrebs befallen werden.
Fazit
Der Oleander oder Nerium oleander stellt eine Bereicherung für jeden Garten dar. Stellen Sie sich nur einmal vor, wie schön die Pflanze mit ihren graugrünen Blättern und ihren besonderen Blumen in einer schönen Farbe aussieht. Es ist eine attraktive, exotische Pflanze, genau das, wonach Sie suchen.
Bestellen Sie diesen schönen Oleander daher noch heute. Sie werden es nicht bereuen.
Haben Sie noch Fragen? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne in Ihrer Sprache.