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Huawei spürt weiter den Druck der US-Sanktionen. Nun fährt der Konzern die Produktion von Smartphones zurück. Einem Bericht der 'South China Morning Post' zufolge hat der taiwanische Zulieferer Foxconn in den vergangenen Tagen mehrere Produktionslinien für Huawei-Handys abgeschaltet, weil Huawei weniger Geräte bestellt hat.
Noch zu Beginn des Jahres habe sich Foxconn darauf vorbereitet, die Produktionskapazität für Huawei-Handys aufzustocken. Huawei nahm zuletzt mit einem Marktanteil von 19 Prozent Platz 2 der Smartphone-Hersteller ein, zwischen Marktführer Samsung und Apple.
Huawei Technologies verkauft auch den grössten Teil seiner globalen Unterwasserkabelsparte und verlässt das Geschäft mit der Verlegung von Unterwasserleitungen für das Internet. Laut 'Bloomberg' verkauft der Konzern seinen 51-Prozent-Anteil der Huawei Marine Networks an Hengtong Optic-Electric, einen chinesischen Hersteller von optischen Kabeln.
Huawei-Gründer will keinen Anruf von Trump
In einem Interview mit 'Bloomberg'
äusserte sich Huawei-Gründer Ren Zhengfei zu den US-Sanktionen. Für ihn sind sie beste Werbung: "Ich bin begeistert, dass wir so viel Aufmerksamkeit haben, aber ich denke, sie übertreiben unsere Rolle in der Welt." Man werde die bestehende Lieferkette beibehalten und weiterhin Aufträge an US-Unternehmen vergeben. "Aber wenn sie uns nicht mehr beliefern können, wird der Anteil unserer Eigenprodukte steigen."
Über US-Päsident Donald Trump sagte Zhengfei: "Die USA haben noch nie Produkte von uns gekauft, also wie können sie mit uns verhandeln? Ich werde Trump ignorieren, mit wem kann er dann verhandeln? Wenn er mich anruft, antworte ich vielleicht nicht. Aber er hat nicht mal meine Nummer."
Für Huawei gab es aber auch eine gute Nachricht: Das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) hat sein zwischenzeitliches Verbot für Huawei-Mitarbeiter, sich an wissenschaftlichen Arbeiten zu beteiligen, aufgehoben. Sie können wieder an allen IEEE-Aktivitäten teilnehmen. (paz)