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Trauer um Lotti Reist-Gerber: Die Witwe des Lilienberg-Gründers ist 95-jährig gestorben
Lotti Reist verbrachte ihre Jugendjahre in Schlatt TG, wo ihre Eltern Jakob und Marie Gerber eine Käserei betrieben. Diese Zeit war geprägt vom Zweiten Weltkrieg, als viele Männer im Aktivdienst waren und Frauen Männerarbeit übernehmen mussten.
Auch Lotti Reist packte in der Käserei mit an. Sie betätigte sich vor allem als Fahrerin des Lieferwagens ihres Vaters. In diesen Jahren lernte sie auch ihren künftigen Ehemann Walter Reist kennen, der im gleichen Dorf wohnte. Nach dem Krieg absolvierte sie eine Ausbildung als Krankenpflegerin und arbeitete mehrere Jahre im Davoser Lungenzentrum. Nachdem sie 1953 Walter Reist geheiratet hatte, kamen Tochter Susanne und ein Jahr später Sohn Andreas auf die Welt.
Als sich die einige Jahre zuvor gegründete Firma Ferag 1963 in Hinwil niederliess, übersiedelte die Familie von Wallisellen nach Hinwil. Lotti Reist war eine «Vollblut-Familienfrau» und unterstützte ihren Mann in allen Belangen. Sie kümmerte sich vor allem um die Familie und pflegte die Beziehungen zu den Verwandten. Ihre grosse Zuneigung galt ihren vier Enkelkindern. Viel Freude bereiteten ihr der Garten und die Natur, dann aber auch ganz besonders die Porzellanmalerei. Dazu besuchte sie verschiedene Kurse und brachte ihre Kunst zur Perfektion. Zurück bleiben schöne Erinnerungen an einen warmherzigen und liebenswürdigen Menschen.