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Im Unterschied zu den Eisheiligen (12. bis 15. Mai) oder den Hundstagen (23. Juli bis 23. August) gibt es für den Altweibersommer keinen festen Termin. Je nach Definition beginnt der Altweibersommer Mitte September, am 20. September oder gar erst am 25. September.
Der Altweibersommer und die Spinnennetze
Gemäss den meisten Publikationen endet der Altweibersommer mit dem Ende der ersten Oktoberdekade oder Mitte Oktober. Danach sind immer noch sonnige und warme Tage möglich. Dann spricht man aber meist vom «goldenen Oktober» wegen der goldenen Farbe des Laubs. Auch zu Beginn des Monats November gibt es noch markante Warmphasen, wenn auch auf bedeutend tieferem Temperaturniveau. Man spricht dann vom Martinisommer, auch wenn der Martinstag erst auf den 11. November fällt.
Der Begriff Altweibersommer hat keinen Bezug zu alten Weibern. Er entspringt dem Altdeutschen «weiben», was heute weben heisst. Das geht auf die zahlreichen Spinnnetze zurück, die in der herbstlichen Beleuchtung sehr gut zu sehen sind. Alt hat in diesem Sinne mit spät zu tun.
Eigentliche Singularität erst im Oktober
Tritt zu einem bestimmten Termin ein typisches Wetter auf, so spricht man in der Meteorologie von einer Singularität. Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie hat die Schönwettertage von 1901 bis 2007 im September und Oktober untersucht und herausgefunden, dass statistisch die grösste Häufung von Schönwettertagen zwischen dem 12. und 17. Oktober auftritt.
Die Untersuchung basiert allerdings auf den Daten der Station Davos, entsprechend werden die zahlreichen Hochnebellagen im Mittelland nicht berücksichtigt. Ebenso fliessen die Temperaturen nicht in diese Statistik mit ein. Im Verständnis der meisten Bürger drückt sich der «Altweibersommer» aber auch über die Temperatur aus.
SRF Meteo
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Das Hoch über Osteuropa
Grundlage für den Altweibersommer, den Goldenen Oktober und den Martinisommer, ist ein Hoch über Mittel- oder Osteuropa. Auf seiner westlichen Flanke führt es milde Luft aus dem Mittelmeerraum nach Mitteleuropa. In Tälern verhindert Nebel oder Hochnebel manchmal eine vollständige Erwärmung. Auf den Bergen ist es aber äusserst mild.