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Die Regenwälder Madagaskar sind stark bedroht. Insbesondere die Wälder in tieferen Lagen sind grösstenteils abgeholzt und abgebrannt, um dem Reisanbau Platz zu machen. Das rund einen Quadratkilometer grosse Waldstück von Ambodiriana, im Tiefland im Nordosten Madagaskars gelegen, gilt bei den Einheimischen als heilig. Eine Tabuzone, die nie landwirtschaftlich genutzt wurde und so im natürlichen Zustand erhalten blieb. Wie nun ein laufendes Forschungsprojekt ergeben hat, leben in diesem wertvollen Wald mindestens 35 verschiedene Froscharten, darunter auch welche, die vom Aussterben bedroht sind.
Ziel des laufenden Forschungs- und Schutzprojekte ist es, die in Ambodiriana lebenden Froscharten zu bestimmen und mehr über deren Verhalten, deren Bedürfnisse an den Lebensraum und über deren Fortpflanzungsbiologie zu erfahren. Dies auch im Hinblick von möglichen Nachzuchten in Zuchtstationen und Zoos, um die seltenen Froscharten langfristig erhalten zu können.
Ein weiteres Ziel des Projektes ist es, die Lokalbevölkerung zu informieren und sie für den langfristigen Erhalt des Waldstücks zu gewinnen und zu motivieren, beim Schutz mitzuhelfen. Für 2018 ist vorgesehen, bei den Behörden einen offiziellen rechtsgültigen Schutzstatus für das Gebiet zu erhalten.
Das Projekt wurde von zooschweiz im Jahre 2017 mit Fr. 5‘000.– unterstützt. Projektpartner vor Ort ist die Thoiry-Peaugres Conservation, eine Nicht-Regierungsorganisation gegründet durch die beiden französischen Zoos von Thoiry und Peaugres. Ein weiterer Projektpartner ist die Stiftung Artenschutz mit Sitz in Münster, Deutschland.