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Bei einem Erdrutsch in Indonesien sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Fast 100 Menschen würden noch vermisst, sagte ein Behördenvertreter am Samstag auf der Insel Java.
Der durch heftigen Regen ausgelöste Erdrutsch begrub in der Ortschaft Jemblung im Zentrum der Insel nahezu alle Häuser unter sich - nur zwei Häuser blieben verschont, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete.
«Bislang haben wir zwölf Leichen geborgen, und wir suchen nach 96 weiteren Menschen», sagte der Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho. Es sei unklar, ob die Vermissten sich unter dem Schlamm befänden oder geflohen seien.
Nach Angaben eines weiteren Mitarbeiters der Behörde beteiligten sich 200 amtliche Helfer und 500 Freiwillige an dem Rettungseinsatz. Sie gruben zwischen Schlamm und Schutt nach den Vermissten. «Die Bedingungen vor Ort sind ziemlich schwierig», sagte Sprecher Nugroho. Es würden schwere Maschinen eingesetzt, um eine Strasse freizuräumen. In dem Unglücksgebiet funktionierten die Telefonverbindungen nicht.
In Indonesien hat vor kurzem die Regenzeit begonnen. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde lebt etwa die Hälfte der 250 Millionen Einwohner des südostasiatischen Landes in Gegenden, die bei starkem Niederschlag von Erdrutschen bedroht sind. (sda/afp)