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Der in Japan festgenommene Automanager Carlos Ghosn musste gestern erstmals vor Gericht Rede und Antwort stehen, unter anderem ging es um die Untersuchungshaft seit Mitte November, die sich schon recht lange hinzieht. Er hat beteuert, dass er keinen Grund für seine Verhaftung sieht und unschuldig ist.
Der frühere Verwaltungsratschef des Renault-Partners Nissan wurde am 19. November bei der Ankunft in Japan verhaftet. Seit damals sitzt er in Untersuchungshaft und ihm werden Vergehen gegen die Börsengesetze und andere Vergehen wie Steuerbetrug vorgeworfen. Goshn beteuerte vor Gericht, dass er immer legal und ehrenhaft gehandelt hat.
Er beteuerte vor Gericht auch, dass er wissen will, weshalb er verhaftet wurde und bislang der Durchblick fehlt. Goshn beteuerte vor Gericht, dass er „zwei Jahrzehnte des Lebens“ der Firma Nissan und dem Wiederaufbau des japanischen Unternehmens gewidmet hat.
Offiziell wirft man dem Manager vor, seinen Lohn nicht sauber deklariert zu haben, in Japan ist das Betrug und kann lange Gefängnisstrafen nach sich ziehen. Der Vorsitzende Richter Yuichi Tada hat die Untersuchungshaft verlängert und darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit eines Schadens für Nissan gegeben ist. Die Untersuchungshaft sei notwendig, da Beweise vernichtet werden könnten und Ghosn aus Japan fliehen könnte.