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Die Swatch Group lässt die Lizenzvereinbarung mit dem US-amerikanischen Modelabel Calvin Klein auslaufen.
Der Entscheid sei aufgrund der jüngsten Turbulenzen und Ungewissheiten auf Managementebene von Calvin Klein getroffen worden, hiess es in einer Medienmitteilung des Uhrenkonzerns vom Dienstag.
Zum Zeitpunkt hiess es lediglich, das Ende des Vertrags erfolge per Auslaufdatum „in naher Zukunft“.
Da drängt sich die Frage auf, ist es noch möglich, “Swiss Made”-Uhren für den Einstiegsbereich herzustellen? Aus rechtlicher Sicht: Auf jeden Fall! Aber haben CK-Uhren dieses Label verdient oder gebraucht? Bietet das Swiss Made Gütesiegel einen Wettbewerbsvorteil in dieser Preisklasse? Ja, wenn es wirklich legitim ist.
CK-Uhren hatten ein jährliches Verkaufsvolumen von bis zu 1,2 Millionen Stück pro Jahr. Diese Zahl ging nach Schätzungen von Morgan Stanley auf 600’000 und noch weniger zurück. „Die Marke hat einen Teil ihrer Begehrlichkeit eingebüßt und Swatch Group hat ihr Interesse daran verloren“, analysiert der Branchenberater Olivier R. Müller. Und er fügt hinzu: „Die Swatch Group hat in erster Linie die Aufgabe, ihre industriellen Kapazitäten zu nutzen. Wenn eine lizenzierte Marke unter die Marke von ein paar hunderttausend Stück fällt, wird sie nicht mehr benötigt.“
Der amerikanische Designer Calvin Klein und die Swatch Group hatten 1997 die Uhrenmarke „cK watch“ gegründet. Die Marke bietet laut den Informationen auf der Swatch-Website über 200 verschiedene Modelle in über 60 Ländern an. 2004 wurde zudem eine Schmuckkollektion eingeführt.
Der Modekonzern Calvin Klein gehört seit 2002 zur Phillips Van Heusen Corp (PVH), zu der neben der Stamm-Marke Van Heusen auch Tommy Hilfiger, IZOD oder Arrow gehören.