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Das muslimische Indonesien will in den nächsten drei Jahren die noch im Land verbliebenen 100 Rotlichtbezirke schliessen. Das kündigte der Direktor für Rehabilitationsprogramme im Sozialministerium, Sonny Manalu, am Mittwoch an.
«Wir machen uns nichts vor und gehen nicht davon aus, dass wir die Prostitution abschaffen können. Aber das Vorhandensein von Rotlichtdistrikten hat schlechten Einfluss auf die jüngere Generation», sagte er.
Indonesien in Südostasien hat mehr als 250 Millionen Einwohner und ist das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. In der Hauptstadt Jakarta wehren sich gerade Anwohner gegen die geplante Räumung eines Rotlichtviertels. Die Stadt will in der Gegend einen Park anlegen.
2014 kam es in der Nähe der Stadt Surabaya zu wochenlangen Protesten, weil die Behörden sämtliche Bordelle in dem Viertel Dolly schlossen. Es galt mit tausenden Prostituierten als grösster Rotlichtbezirk Südostasiens.
Prostituierte gelten nach indonesischem Gesetz als Opfer, Zuhälter und Bordellbesitzer können dagegen mit eineinhalb Jahren Gefängnis bestraft werden. (whr/sda/dpa)