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Blattmangold Grüner
Beta vulgaris var. cicla
Blattmangold wurde unseren einheimischen Gärten weitgehend von Spinat verdrängt. Dabei ist er einfacher zu kultivieren und schiesst auch in heissen Sommern nicht in Blüte (er ist zweijährig), nicht wie Spinat es tut, der keine Sommerhitze verträgt. In der Küche wird er wie Spinat verwendet oder zu Köstlichkeiten wie zum Beispiel Capuns verarbeitet.
Die Aussaat erfolgt im April direkt aufs Gartenbeet. Um grosse Blätter zu erhalten, kann man etwas ausdünnen. Die Blätter werden einzeln geerntet, ohne das Herz der Pflanze zu verletzen, so wachsen immer neue Blätter nach. So kann man den ganzen Sommer über bis weit in den Herbst hinein frisches Grün ernten. Die Wurzel kann über den Winter im Boden bleiben, und wenn man das Glück hat, keine Wühlmäuse im Garten zu haben, kann man im zeitigen nächsten Frühling nochmals ernten.
Falls man Satgut ernten möchte, lässt man die überwinterten Pflanzen im Jahr darauf in Blüte schiessen. Es entwickeln sich riesige Blütenstände (eone Stütze ist von Vorteil) mit unscheinbaren Blüten, die durch den Wind bestäubt werden. Vorsicht: Mangold kann sich über grosse Distanzen hinweg mit Randen, Futter- und Zuckerrüben verkreuzen. Die Samen können an den Samenständen ausreifen und werden nach dem Trocknen mit den Händen abgerebelt. Die Samenknäuel bestehen aus 3-5 Einzelsamen (polygermes Saatgut), werden aber für die Aussaat nicht auseinandergebrochen. Meist entwickelt sich aus einem solchen Knäuel nur eine Pflanze.