Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03417.jsonl.gz/675

Geschichtliches
Hier entdecken Sie einige geschichtliche Aspekte über die Insel Ogoz.
Unsere Bootskapitäne hinterlassen Ihnen eine Vielfalt an geschichtlichen Eindrücken von diesem einzigartigen Ort !
- „Ogoz – de la Cité à l’île“, von Bernard Gasser, 2014 von der AIO herausgegeben, ist ein reich dokumentiertes und leicht leserliches Werk, welches dem Leser erlaubt, mehr über die Insel zu erfahren.
Einige Quellen, welche für die Redaktion von „Ogoz – de la Cité à l’île“ benutzt wurden, können Ihnen zur Verfügung gestellt werden : die 4 wichtigsten Untertitel des Buches werden weiter unten übernommen und zahlreiche interessante Dokumente sind dort aufgelistet.
Zahlreiche Forscher interessieren sich an der Entstehung der Saaneschlucht und vergleichen ihre geologischen und archäologischen Daten. Die Wissenschaftler arbeiten ständig in der Eile: sie graben einzig nach den archäologischen Ueberresten, welche im Laufe der modernen Erbauungen (Strassen, Kiesgruben, Gebäude) zum Vorschein gekommen sind. Alles nicht Ausgegrabene wird der Natur zum Schutz überlassen.
Dank den Wissenschaftlern können wir uns die von über 1000 m Eis überdeckte Meeresschicht vorstellen, oder die Region überschwemmt von den vorhergehenden Greyerzer Seen. Sie vermögen zu beweisen, dass sich der Mensch seit dem Mesolithikum (9’000 bis 5’000 vor Christus) auf der Insel Ogoz aufgehalten hat !
Extrait CAF-6_2004_Paléolac de la Gruyère, netterweise vom Archäologischen Dienst des Kantons Freiburg zur Verfügung gestellt.
Andere Aquarelle von Mireille Mercanton, von Herrn André Pugin zur Verfügung gestellt.
In Pont befand sich eine der Furten, welche es ermöglichten, zu den römischen Zubringerwegen zu gelangen, welche sich entlang der beiden Saaneufer erstreckten. Bezeugt ist, dass sich voraussichtlich an der Stelle des mittelalterlichen Schlosses ein Wachturm befand. Es scheint, dass das Herrschaftsgut im 13. Jahrhundert zu seinem Namen (Pont) kam, als die Furte durch Brücken ersetzt wurde. Eine erste Brücke wurde oberhalb der heutigen Ruinen unter dem Flurnamen „Vieux-Châtel“ errichtet. Eine zweite Brücke wurde am äussersten Ende der Halbinsel erstellt. Die Brücken befanden sich jedoch zu tief am Flusslauf und wurden von den Fluten der Saane bedroht. Sie wurden auf einer Anhöhe von 200 Metern durch eine dritte Brücke ersetzt, welche zuerst aus Holz gebaut war und ab 1544 aus Tuffstein: die Thusybrücke. Diese ist heute noch unversehrt unter dem Seespiegel erhalten.
Die Ruinen der Insel Ogoz sind die ersichtlichsten Ueberreste der mittelalterlichen Stätte Pont-en-Ogoz. Diese war auf einer abgerundeten Halbinsel erbaut worden, welche aus einer Schleife der Saane entstanden war. Vor dem Jahr 1231 wurde dort im Schutze der Felsen ein kleiner Ort gegründet. Die heutigen Ruinen sind die Überbleibsel der Festung, welche den Eingang des Ortes landwärts verteidigte.
Die Zwillingstürme der Insel Ogoz, sowie die anliegenden Bauten, bildeten zwei unterschiedliche Burgen, welche Sitz von Lehnherren waren. Jede Burg war mit einem bewohnbaren Hauptturm und mit Wohnungen ausgestattet. Die Kapelle stammt ebenfalls aus dem Mittelalter.
Am Anfang des 15. Jahrhunderts wird die Stätte Ogoz verlassen. Die Stadt Freiburg elaubt sogar die Wiederverwertung der Bausteine.
Geburt einer Insel
Während des Krieges beschliesst der Kanton Freiburg den Staudamm von Rossens zu bauen. Der Schleifflügel, an dem die Stätte Ogoz angehängt ist, ist von nun an eine Insel.
Eine Erlebnisinsel
Die Zeitung genehmigt netterweise die Publikation einer Folge, welche anlässlich des 50. Jahrestages des Greyerzer Sees herausgegeben wurde. Hier die entsprechenden Seiten:
- a_08.07.08-Mag-24
- b_12.07.08-Mag-20
- c_17.07.08-Mag-24
- d_22.07.08-Mag-20
- e_26.07.08-Mag-20
- f_31.07.08-Mag-24
- g_05.08.08-Mag-20
- h_09.08.08-Mag-20
- i_14.08.08-Mag-24
- j_19.08.08-Mag-24
- k_23.08.08-Mag-20
- l_28.08.08-Mag-32
Bibliographie
- Tobie de Raemy, in Annales Fribourgeoises, Bd. 18/1930, S. 102-116.
- Heribert Reiners, Pont-en-Ogoz, in Burgen und Schlösser der Schweiz, Bd. XIII/XIV, Basel 1937, S. 38-42.
- Bernard de Vevey, Fribourg 1978, S. 263-273, Pont-en-Ogoz, in Archives de la Société d’Histoire du Canton de Fribourg, Bd. XXIV, Fribourg 1978, S. 263-273.
- Roland Flückiger, in Nachrichten des Schweizerischen Burgenvereins 54, 1981, Nr. 4, S. 26-32.
- Marc Bouyer, in Histoire et Archéologie, Les dossiers, No 62, avril 1982, S. 42-47
- Gilles Bourgarel, Cahier archéologique du canton de Fribourg