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Erstmals am Rathausfest in Bern vom 9./10. September 2017 trat unsere Beginen-Gemeinschaft auf! Die "Schwestern an der Brügg" hatten bei der Leutkirche (Münsterplatz) die Armen versorgt. Kleinere und grössere Gebresten wussten sie mit Salben und Wickeln zu lindern. Auch Gebet und Gesang kamen nicht zu kurz.
Wer waren die Beginen? Es waren Laienschwestern. Sie lebten nicht in Klausur, sondern in der Welt in sogenannten Beginenhäusern in den aufkommenden Städten des Mittelalters. Sie lebten in Keuschheit, waren aber nicht besitzlos. Sie engagierten sich stark in der Armen- und Krankenpflege. Auch begleiteten sie Sterbende, übernahmen Totendienste und waren für das Begehen von Jahrzeiten verantwortlich. Viele Beginen übernahmen die Drittordensregel der Franziskaner. Aufgrund ihrer grauen Kleidung nannten sie sich auch „graue Schwestern“.
In Bern 1417 lebten an der Herrengasse die „Schwestern an der Brügg“. Es waren „graue Schwestern“, welche nach den Regeln der Barfüsser (Franziskaner) lebten und von diesen geistlich betreut wurden. Sie unterstanden dem Rat und dem städtischen Gericht. Ihr Vogt war der Schultheiss.
Weitere Informationen: Historisches Lexikon der Schweiz