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Pakistan erteilt Staatsauftrag für Internetzensur!
Wie die Electronic Frontier Foundation berichtet, sucht Pakistans Regierung neue Wege, um das Internet zu zensieren.
Pakistan sucht Menschen oder Institutionen, die «ein System entwickeln und unterhalten können, das auf einem nationalen Level URL Filtering und ein Blocking System betreibt», heisst es im offiziellen Regierungsauftrag. Technische Voraussetzung ist unter anderem, dass das Filtersystem «in der Lage sein muss, eine Blocklist von 50 Millionen URLs mit einer Verzögerung von weniger als einer Millisekunde zu bewältigen», berichtet die Electronic Frontier Foundation. Wer sich für den Auftrag interessiert, erfährt noch diverse weitere Dinge über die Systemvoraussetzungen, wie er sich bewerben kann und wie die Evaluation verläuft.
Das offizielle Ziel des National ICT R&D Funds, der zum Technologiedepartement der pakistanischen Regierung gehört und den Auftrag ausgeschrieben hat, ist «Pakistans Wirtschaft in eine durch das Zusammenspiel von Industrie und Akademie wissensbasierende, nachhaltige und effektive Wirtschaft zu verwandeln». Klingt angesichts der Tatsache, dass dafür das Internet zensiert werden soll, irgendwie ironisch.
Momentan werden in Pakistan zwar bereits Internet-Zensuren durchgeführt, allerdings sind diese manuell und dadurch inkonsistent, wie die Opennet Inititative (ONI) schreibt, die sich für freies Internet einsetzt. Geht es nach der Regierung, soll dies nicht mehr lange so bleiben.