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Mitte August 2014 kontrollierte die Grenzwacht in St-Gingolph einen in Grossbritannien immatrikulierten Geländewagen mit zwei Männern an Bord bei der Einreise in die Schweiz, wie die Eidgenössische Zollverwaltung schreibt. Aufgrund der Aussagen der beiden Männer sowie der bei der Kontrolle aufgefundenen Dokumente wurde die Sektion Zollfahndung eingeschaltet. Diese eröffnete ein Verwaltungsstrafverfahren.
Waadt, Wallis, Freiburg und Zürich
Die Strafuntersuchung brachte zu Tage, dass die Arbeiter seit Anfang Sommer mit unverzollten Fahrzeugen auf zahlreichen Baustellen in den Kantonen Waadt, Freiburg und Wallis sowie in der Deutschschweiz, namentlich in der Region Zürich, unterwegs waren. Ausgeführt wurden die Arbeiten in privaten Anwesen oder landwirtschaftlichen Betrieben.
Das Vorgehen war gut eingespielt: Einer der Beteiligten suchte zunächst den Eigentümer auf, um dem Kunden Asphalt-Arbeiten zu einem günstigen Preis anzubieten. Nach Abschluss der Bauarbeiten erfolgte die Bezahlung meistens in bar. Auf den verrechneten Beträgen wurde keine Mehrwertsteuer entrichtet, womit es sich laut Zollverwaltung um einen klaren Fall von unlauterem Wettbewerb gegenüber den einheimischen Unternehmen handelt.
Schlechte Qualität bemängelt
Ein Grossteil der Kunden habe sich über die schlechte Qualität der erbrachten Leistungen sowie über die aufdringliche und zum Teil sogar einschüchternde Art der Firmen beklagt.
Die Verantwortlichen müssen mit einer Busse rechnen. Ausserdem wurde eine Kaution in Höhe von mehreren Zehntausend Franken erhoben, um die Fahrzeuge freizugeben und die Zollabgaben sicherzustellen.