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Die drei ??? folgen einem Unbekannten in eine eingestürzte Grotte. Doch sie finden dort nur einen wertvollen Fisch in einem Beutel... und einen neuen Fall!
Die Drei Fragezeichen
Fall 209
Und Die Schweigende Grotte
Christoph Dittert
Hardcover - 2020.03
ISBN: 9783440160480
eBook - 2020.03
ISBN: 97 83440160534
Verlag: Kosmos
Seiten: 144
Kapitel
01. Ein Mann verschwindet
02. Der Tausend-Dollar-Fisch
03. Zum Forschungszentrum
04. Die Bucht
05. Delfine und begeisterte Fans
06. Der verfolgte Verfolger
07. Unkonventionelle Wege
08. Meeresgetierdiebstahlmöglickeiten
09. Eine knifflige Falle
10. Gefangen!
11. Im Zwielicht
12. Visite bei der Privatärztin
13. En neues Licht
14. Unerwartetes Zusammentreffen
15. Ein bizarres Verbrechen
16. Der Zugang zur Vergangenheit
17. Weshalb man seinen Ruin plant
Ein Mann verschwindet
Ein Ast zerbrach krachend unter Peter Shaws Fuss. Der Lärm schreckte einen Vogel auf, der einige Meter entfernt krächzend von seinem Ruheplatz in Richtung Felswand flatterte. Das Tier flog dicht an Bob Andrews vorbei, der ganz vorne ging. Der Detektiv zuckte zusammen.
"Mensch, Peter, pass doch auf!"
Justus Jonas hielt seine Kamera in der Hand und versuchte, den davonfliegenden Vogel vor dem Hintergrund der alten, dicht überwucherten Mauer zu erwischen. Der Schnappschuss gelang, was Justus zufrieden grinsen liess. "Du hast unserem Projekt einen grossen Dienst erwiesen, Zweiter. Das Bild ist hervorragend geworden."
"Wenigstens einer, der meinen raffinierten Plan zu würdigen weiss", sagte Peter würdevoll, der natürlich überhaupt nichts geplant hatte, sondern rein zufällig auf den morschen Ast getreten war.
Die drei ??? waren auf einer kleinen Insel vor Long Beach unterwegs. Sie befand sich so nah an der Festlandküste, dass man sie über eine Brücke erreichen konnte. Den Grossteil der Insel nahm ein Naturschutzgebiet ein, durch das ein paar Wanderwege führten.
Auf dem übrigen Gebiet stand die Ruine eines sehr exklusiven Sanatoriums, in dem sich bis vor zwanzig Jahren Menschen mit genug Geld von ihren Krankheiten hatten erholen können. Seit einer Katastrophe, die das Gebäude unbewohnbar gemacht hatte, stand es leer und zerfiel immer mehr. Eine grosse Grotte unter dem Bauwerk war damals bei einem Erdbeben eingestürzt - nur durch ein Wunder war nicht das ganze Sanatorium in die Tiefe gesackt.
Ein hoher Maschendrahtzaun schützte das Gelände vor unbefugten Eindringlingen. Es gab darin ein Tor, doch das war mit einer dicken Kette und einem grossen Sicherheitsschloss gesichert. Teilweise verlief der Zaun ziemlich nah an der einst noblen, stuckverzierten Fassade und den Säulen entlang, die kleine Vordächer über Seiteneingängen stützten. Efeu rankte an den Säulen empor und an schattigen Stellen wuchsen Moosteppiche.
Diese verwunschene Atmosphäre bot ideale Bedingungen für das Fotoprojekt, um das sich die drei ??? momentan kümmerten. Die Aufgabenstellung der Schule lautete: Fotografiert ein historisches Bauwerk und stellt durch die Aufnahmen die Besonderheit der Geschichte dieses Objektes heraus.
Die Freunde hatten lange überlegt, welches Gebäude sie auswählen sollten, bis sich Peter an eine Klettertour erinnerte, die er voriges Jahr in den Klippen gegenüber der kleinen Insel unternommen hatte. Von da aus hatte er gesehen, wie das zerfallene Sanatorium auf der Anhöhe thronte, und geplant, dort irgendwann auf Besichtigungstour zu gehen.
Seine Freunde waren sofort begeistert gewesen von ihrem "Objekt". Leider wurde eine eingehende Besichtigung von dem hohen Zaun verhindert. Ausserdem warnten etliche Schilder vor Einsturzgefahr, manche sogar mit einem drastischen: Betreten strengstens verboten - Lebensgefahr!
Peter ging weiter. Sie wollten die Ruine einmal komplett umrunden. Momentan konnten sie auf den ehemaligen Haupteingang schauen. Seitlich davon war zwischen den Felsen das Meer zu sehen - und als der Zweite Detektiv in diese Richtung blickte, weil sie dort ihren Weg fortsetzen wollten, fiel ihm etwas auf. "Schaut mal, dort vorne."
"Das Boot der Küstenwache?", fragte Justus.
"Das habe ich auch schon gesehen. Ob die hier routinemässig patrouillieren? Oder glaubt ihr, die suchen etwas Bestimmtes?"
Bob grinste. "Wahrscheinlich lauern sie auf drei Jungs, die auf der Suche nach dem perfekten Schnappschuss am Ende doch noch über den Zaun klettern."
"Das Boot meinte ich gar nicht", erklärte Peter...