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Je nach Land verwenden 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung künstliche Süssstoffe, um ihr Gewicht zu kontrollieren oder abzunehmen. Jetzt zeigt eine Studie aus San Francisco, dass Zuckerersatzstoffe vor allem bei Frauen und übergewichtigen Menschen das Appetitzentrum im Gehirn anregen.
Längeres Hungergefühl
Die Forscher gaben den Probanden Getränke, die entweder mit Haushaltzucker oder mit künstlichen Stoffen gesüsst waren. Danach legten sie sich in einen Kernspintomografen, um die Durchblutung des Appetitzentrums zu messen. Wurden den Versuchspersonen Hamburger präsentiert, stieg die Durchblutung, und zwar am stärksten nach dem Genuss eines künstlich gesüssten Getränks. Und das Hungergefühl dauerte länger an.
Das Scheitern der Diäten
Das Experiment bestätigt, was man schon lange vermutet, dass nämlich Zuckerersatzstoffe dazu verleiten, mehr zu essen als je zuvor. Das zeigte sich auch beim Buffet. Vor allem die Frauen griffen stärker zu den Köstlichkeiten. Im Endeffekt nahmen sie mehr Kalorien zu sich als jene Versuchspersonen, die ihre Getränke mit normalem Haushaltzucker gesüsst hatten. Kein Wunder, dass so viele Diäten scheitern.