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Der Drink schmeckt ungefähr, als würde man auf einer Wolke aus Bitterschokolade in den Himmel schweben. Und im Gegensatz zum Negroni wird man niemals mehr als zwei davon trinken wollen, weil der Boulevardier seine ungestüme Power nicht hinter einem weinigen Trinkfluss verbirgt.
Wie in einer Story auf Mixology zu lesen ist, war er «Neffe des Eisenbahn-Tycoons Alfred Gwynne Vanderbilt und lebte als amerikanischer Schriftsteller in Paris. Zwischen 1927 und 1932 gab er dort das monatlich erscheinende literarische Magazin „The Boulevardier“ heraus.» Die flaneurmässige Attitüde, die schon der Name ausstrahlt, macht den Drink und seine Geschichte nochmal um einige Längen reizvoller.
Der Name bezieht sich natürlich auf den Seventies-Hit der Band America, und beim Horse, von dem die Rede ist, handelt es sich um Heroin. Man mag es leicht umsubtil finden, einen Schnaps nach einem Song über Heroin zu benennen, aber hey, seien wir ehrlich; Schmerzmittel ist Schmerzmittel und Sucht ist Sucht. Und ein geiler Drink mit dem Weltschmerz eines überzeugten Flaneurs in der DNS* ist und bleibt ein geiler Drink.