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Abfallverbrennung
Je mehr konsumiert wird, desto grösser ist die Abfallmenge, die verbrannt oder wiederverwertet werden muss. Der Energieverbrauch und der Schadstoffausstoss, die mit der Abfallverbrennung verbunden sind, konnten durch hohe Entsorgungsstandards und technische Massnahmen deutlich reduziert werden, zudem wird die Verbrennungswärme zur Energieerzeugung genutzt. Nach wie vor problematisch ist jedoch der grosse Verbrauch von Ressourcen, der mit einer hohen Abfallmenge verbunden ist.
Die Menge der verbrannten Abfälle, die in der Schweiz anfällt, hat sich in den letzten Jahren weitgehend stabilisiert und lag im Jahr 2017 bei rund 3.55 Mio. Tonnen. Der weitaus grösste Teil, nämlich 80%, sind Siedlungsabfälle. Dies sind Abfälle, die aus Haushalten stammen, sowie andere Abfälle vergleichbarer Zusammensetzung aus Industrie und Gewerbe. Der Rest besteht aus Bauabfällen, bestimmten Sonderabfällen und Klärschlamm. Positiv ist dabei zu bewerten, dass heutzutage nahezu alle brennbaren und nicht wiederverwerteten Abfälle auch tatsächlich in Kehrichtverbrennungsanlagen verbrannt werden; die illegale Verbrennung und Deponierung konnte erfolgreich eingedämmt werden. In Bezug auf die Entsorgung stellt die relativ hohe Abfallmenge kein relevantes Problem dar: Der Schadstoffausstoss ist minimal, zudem nutzen alle 30 Schweizer Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) die Verbrennungswärme zur Stromerzeugung oder direkt zur Belieferung von Fernwärmenetzen und Industrieanlagen (siehe auch Indikator «Energetischer Wirkungsgrad von Kehrichtverbrennungsanlagen»). Zur Zeit wird ausserdem daran gearbeitet, Metalle aus den Verbrennungsrückständen zurückzugewinnen, was die Ökobilanz der Verbrennungsanlagen weiter massiv verbessern würde. Die Abfallmenge zeigt allerdings, dass der Ressourcenverbrauch in der Schweiz nach wie vor zu hoch ist. Aus diesem Grund wird der Zustand als unbefriedigend bewertet.
- Verwandte Indikatoren
- Siedlungsabfälle
Wegen unterschiedlicher Zuordnung von Abfallarten (z.B. Ersatzbrennstoffe in Kohlekraftwerken) ist ein direkter Vergleich nicht immer möglich. Generell produziert die Schweiz entsprechend dem hohen Lebensstandard und damit verbundenen Konsum eine hohe Menge an Abfällen.
Zur Erfassung aller brennbaren Abfälle aus dem Inland werden die Liefermengen von Abfall (abzüglich der Importe) in KVA erfasst. Diese beinhalten Siedlungs- und Bauabfälle, zur Verbrennung in KVA zugelassene Sonderabfälle sowie Klärschlamm. Auf Deponien werden nur noch in Ausnahmefällen und nur geringe Mengen von brennbaren Abfällen deponiert. Die in speziellen Anlagen verbrannten Sonderabfälle werden nicht mit diesem Indikator erfasst.
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