Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/155629

<h2>SubmittedText<h2><p>Am 9. Februar 2014 haben Volk und Stände den Bundesbeschluss über die Finanzierung und den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur (Fabi) angenommen und damit einer Verfassungsänderung zugestimmt. Am 21. Juni 2013 hat das Parlament den Bundesbeschluss über den Ausbauschritt 2025 der Eisenbahninfrastruktur verabschiedet. Dieser Beschluss sieht in Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe d einen Kapazitätsausbau zwischen Ligerz und Twann durch einen Tunnel mit Doppelspur vor. Die gesetzliche Grundlage für die Umsetzung dieses Projekts ist somit geschaffen.</p><p>Ich möchte nun vom Bundesrat wissen, ob es einen Zeitplan für die Verwirklichung dieses Projekts gibt. Wenn dies der Fall ist, bitte ich ihn, die wichtigsten Verfahrensschritte und technischen Etappen aufzuzeigen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mit der Realisierung des Ligerztunnels soll der letzte Einspurabschnitt auf der Jurasüdfusslinie beseitigt und damit deren Kapazität erhöht werden. Damit dies möglichst rasch realisiert werden kann, wurden die Planungsarbeiten bereits aufgenommen. Ende 2014 wurde die Objektstudie durch die SBB abgeschlossen. In dieser wurde die technische Machbarkeit vertieft abgeklärt und wurden verschiedene Varianten insbesondere im Bereich der Portale geprüft. Sowohl der Kanton Bern als auch die lokalen Behörden sind über die "Konferenz linkes Bielerseeufer" aktiv in die Arbeiten mit einbezogen.</p><p>Die derzeit diskutierten Varianten unterscheiden sich insbesondere bezüglich der Standorte der Portale auf der Ostseite. Je nach Standortwahl ist eine Abhängigkeit von der geplanten Verlängerung des Strassentunnels (Umfahrung Twann) gegeben oder ein Eingriff im Bereich des Seeufers erforderlich. Damit der Variantenentscheid zu den Portalen gefällt werden kann, sind zusätzliche Abklärungen nötig. Dabei stehen in dieser sensiblen Gegend - dem BLN-Gebiet 1001 - insbesondere Aspekte des Ortsbild- und Landschaftsschutzes, des Gewässerschutzes und der Archäologie (Pfahlbauten in Unesco-Schutzzone) im Vordergrund. Aus heutiger Sicht ist gemäss Studie der SBB im besten Fall eine Inbetriebnahme Ende 2025 möglich.</p><p>Der Terminplan sieht bei optimalem Verlauf wie folgt aus:</p><p>2015 Zusatzabklärungen und Variantenentscheid</p><p>2015 bis 2017 Erarbeitung Vorprojekt</p><p>2018 bis Mitte 2020 Bauprojekt und Auflageverfahren</p><p>Mitte 2020 bis Ende 2025 Realisierung und Inbetriebnahme</p><p>2026 Abschlussarbeiten</p><p>Allfällige Verzögerungen im Bewilligungsverfahren durch Beschwerden an das Bundesverwaltungs- bzw. an das Bundesgericht könnten den Realisierungstermin des Projektes hinausschieben.</p>  Antwort des Bundesrates.