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Entspannungstechniken
PMR nutzt das An- und Entspannen der Muskeln, um den entspannten Zustand des Nervensystems (Parasympathikus) zu erreichen.
Das autogene Training ist eine anerkannte Methode, in einen entspannten und erholsamen Zustand zu gelangen und das vegetative Nervensystem zu regulieren. Es kann dadurch bei psychosomatischen Beschwerden (wie Schlafstörungen, Anspannung, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Störungen des Verdauungstraktes etc.) hilfreich sein. Das vegetative Nervensystem wird nicht über das Grosshirn geregelt. Deshalb kann es nicht willentlich beeinflusst werden, nur indirekt über Körperempfindungen. Der Sympathikus-Modus des vegetativen Nervensystems kommt bei Gefahr und Stress zum Einsatz. Für den Körper bedeutet eine Gefahr (oder ein Stressor jeglicher Art) immer noch Lebensgefahr, sprich, dass ein Bär oder ein Löwe ihn bedroht. Im Sympathikus-Modus wird deshalb der Körper auf Flucht oder Kampf vorbereitet. Das bedeutet, dass sich z.B. die Muskeln anspannen, die Atemfrequenz beschleunigt und das Herz durchblutet wird, das Immunsystem und die Verdauungskapazität unterdrückt werden etc. Im Parasympathikus-Modus hingegen stellt sich der Körper auf Erholung und Regeneration ein. Im autogenen Training dient folglich die Vorstellung der Schwere dazu, dass sich die Muskeln lockern. Dies signalisiert dem vegetativen Nervensystem, dass die äussere Gefahr vorüber sein muss und die Zeit der Regeneration nun gekommen ist (Parasympathikus). Die Autosuggestion der Wärme bewirkt, dass nicht mehr nur das Herz, sondern nun vor allem die äusseren Glieder wie Hände und Füsse durchblutet werden. Dadurch weiss der Körper, dass er nun in Sicherheit ist und schaltet noch deutlicher in den erholsamen Parasympathikus-Modus. Die bewusste Verlangsamung des Atems bewirkt dasselbe. Das Gehirn schaltet überdies in den sogenannten Alpha-Zustand, in dem die Gehirnwellen nach EEGMessungen zwischen 8 und 13 Hertz schwingen. Dies ist ein Stadium zwischen Schlafen und Wachen. In diesem Zustand können wir uns besonders gut regenerieren. Auch das Denken beruhigt sich, was uns nach dem autogenen Training helfen kann, bewusster zu reflektieren und schneller zu Lösungen zu kommen.