Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03096.jsonl.gz/2437

"Am siebten Tage sollst du ruhen"
In der Tora wird das sogenannte Sabbatjahr "Schmittah" genannt. Es handelt sich um das jeweils siebte Jahr. Sechs Jahre kann Land bearbeitet und Ackerbau betrieben werden, im siebten Jahr allerdings sollen die Felder brach liegen und der Mensch ruhen. Alles was im siebten Jahr wächst soll der Besitzer nicht ernten, sondern stattdessen den Armen und Tieren überlassen. Die Interpretation begrenzt sich jedoch nicht nur auf die Landwirtschaft. Viel mehr gilt das siebte Jahr allgemein als ein "Erlassjahr", in welchem alle noch bestehenden Schulden erlassen werden sollen. Aktuell haben wir mit 2015 wieder ein Schmittah-Jahr. Es begann am 25. September 2014 und wird am 13. September 2015 enden. In den Erlassjahren geschehen regelmäßig außergewöhnliche Ereignisse. Manche davon sind sehr offensichtlich, wie der taggenaue Börsen-Crash im Jahr 2008 oder die Terror-Anschläge vom 11. September im Jahr 2001 mit anschließendem Börsenbeben. Auch die Ölkrise 1973, bzw. 1980 lässt sich ziemlich exakt mit der Schmittah in Verbindung bringen. Andere Schmittah-Jahre waren ruhiger, es lassen sich aber immer Ereignisse oder Hinweise für größere Veränderungen finden. Der Erlass spielt dabei eine ganz besondere Rolle. Direkt zu Beginn des aktuellen Schmittah-Jahres am 25. September 2014, ereignete sich in Deutschland die größte Massenentlassung in der Geschichte der Republik. Die Firma Kaufland kündigte 55.000 Propekt-Austrägern. Zufall? Vielleicht. Millionen von Menschen verließen in diesem Schmittah-Jahr ihre Heimat, ihr Haus, ihren Beruf und vielleicht sogar ihre Familie. Könnte man dies auch als Erlass (Verlass) interpretieren?
Die Analyse von bleibende-werte.ch
Unser Analysemodell hat uns KEINE Hinweise auf außergewöhnliche Marktveränderungen in den nächsten 14 Tagen gegeben. Wir werden aber weiterhin eine hohe Volatilität an den Märkten haben und nähern uns jetzt diversen Trendwechseln (Edelmetalle, Öl, etc.). Unser Modell ist in der Lage die Entwicklung der Märkte relativ präzise vorherzusagen (siehe unsere letzten Marktkommentare). Wir wollen nicht ausschließen, dass wir am kommenden Wochenende ein sehr seltenes internationales Großereignis haben, unser Modell ist allerdings nicht fähig ein solches in irgendeiner Art und Weise "vorherzusehen". Wir möchten in unserer aktuellen Analyse aber ein Szenario vorstellen, dessen Ausmaß damit in Verbindung gebracht werden könnte.
DAX und Dow Jones
In unserem letzten Marktkommentar schrieben wir:
Wir gehen aktuell davon aus, dass wir das bisherige Hoch (Schlusskurs) dieser Erholung bereits gesehen haben. Ein weiteres Intraday-Hoch bei 10.500 Punkten wollen wir nicht ausschließen.
Bleibt der Schlusskurs jedoch darunter (und unter 10.400 Punkten), gehen wir von einer Fortsetzung des Abverkaufs aus.
Der DAX bewegte sich in der vergangenen Woche munter um die 10.000er-Marke und stürmte noch einmal Richtung 10.400. Allerdings konnte kein neues Zwischenhoch generiert werden, sodass unsere Einschätzung bis jetzt korrekt ist. Wir gehen auch aktuell davon aus, dass wir mittelfristig kein neues Hoch mehr sehen werden. Ein letztes Anlaufen der 10.500-Punkte-Marke ist damit auch weitgehend vom Tisch. Am Freitagabend brach der DAX nachbörslich erneut stark ein. Zwischenzeitlich notierte er wieder unter 10.000 Punkten. Es sieht im Moment alles danach aus, dass wir in den nächsten Wochen den Abverkauf fortsetzen um die Marken 9600, 9300, 9000 und schließlich 8400 zu erreichen. Dies kann sich zwar unter starken Schwankungen und über einen Zeitraum von mehreren Wochen ereignen, die Richtung ist allerdings klar. In Bezug zur Schmittah wäre auch ein "Durchbruch-Szenario" von knapp 9900 Punkten auf 8400 denkbar (10% Wahrscheinlichkeit).
Beim Dow Jones sieht es wieder mal ganz ähnlich aus. Es ist davon auszugehen, dass 15.690 evtl. nochmals unterschritten wird. Brenzlig wird es wenn der Index nachhaltig unter 15.600 fällt. Dies könnte einen direkten Durchmarsch zu unserem Maximalziel bei 14.000 Punkten (Schmittah?) zur Folge haben. Die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt allerdings auch nur im Bereich von 10%. Wir möchten Ihnen dieses Szenario aus aktuellem Anlass aber nicht vorenthalten. Ansonsten hat unsere restliche Einschätzung von letzter Woche Bestand.
Aus Gold- und Silberland
Es sind schier unvorstellbare Qualen, welche die Edelmetallinvestoren seit 2011 erleben. Nachdem die Kurse über eine Dekade lang nur gestiegen sind, begann die aktuell noch andauernde Korrektur. Jedes Jahr, jeden Monat haben diverse Analysten das Ende dieser Korrektur ausgerufen. Sie alle lagen bis heute daneben. Die Kurse von Gold und Silber haben sich exakt so entwickelt wie wir es jede Woche in unseren kostenlosen Marktkommentaren prognostiziert hatten. Doch den vielen Edelmetallinvestoren möchten wir jetzt sagen: Wir sehen ein Licht am Ende des Tunnels und es ist NICHT ein entgegenkommender Zug. Wir sind keine 10 Monate mehr vom Ende dieser Korrektur entfernt. Gold und Silber werden schon bald ihren Boden finden um anschließend nach oben zu drehen. Wie Sie am besten davon profitieren können erfahren Sie in Kürze in einem neuen Spezialreport.
Aktuell ist allerdings noch Geduld gefragt. Unsere Einschätzung behalten wir bei: Wir sahen bisher keine neuen "Korrekturhochs" und der Abverkauf setzte sich vergangene Woche weiter fort. Wir gehen aktuell von weiteren Kursrückgänge auf die Tiefs der vorherigen Wochen aus. Anschließend folgen neue Tiefs.
Öl
Die kräftige Erholung scheint schon wieder abgewürgt. Im Moment ist es unwahrscheinlich, dass die oberen Korrekturziele von 55 und 58 USD (WTI) noch abgearbeitet werden. Vielmehr sollte Öl jetzt gemeinsam mit den Edelmetallen und dem Euro weiter abfallen. Idealerweise fällt daher bereits in den nächsten Tagen die 45 USD-Marke. Starke Ausschläge nach oben sollten genau beobachtet werden und evtl. als (aktuell unwahrscheinliche) Fortsetzung der Erholung interpretiert werden.
Euro
Im letzten Marktkommentar nahmen wir Bezug auf die Abarbeitung unseres Maximalziels 1,17 USD (Korrektur):
Der Euro hat exakt unser Maximalziel auf der Oberseite bei 1,1714 USD (Intraday-Hoch) abgearbeitet. Kurz danach ging ihm die Puste aus um in den Tagen danach wieder in einen Sinkflug unter
die Marke von 1,12 überzugehen.
Seither läuft der von uns erwartete Abverkauf. Im Laufe der letzten Woche fiel der Euro gemäß unserer Analyse wieder auf unter 1,12 USD zurück und erlebte weiteren Verkaufsdruck auf knapp unter 1,11 USD. Gegen Ende der Woche konnte er sich im Bereich 1,1150 USD wieder stabilisieren. Bei einem starken DAX-Einbruch in den nächsten Tagen, könnte es nochmal zu einem letzten Anstieg in den Bereich 1,15 USD kommen. Ohne diesen Umweg gehen wir von weiterhin fallenden Kursen bis in den Bereich von 1,10 USD aus. Wird diese Marke endlich wieder unterschritten, sollte es relativ schnell Richtung Parität und darunter gehen.
Wir wünschen Ihnen eine ruhige Woche.
*Die Veröffentlichungen auf dieser Seite stellen
keine individuelle Wertpapier-, Vermögens- und Anlageberatung und auch keine Empfehlung zum Erwerb, Kauf bzw. zur Zeichnung des betreffenden Wertpapiers oder sonstiger Finanzinstrumente
dar.