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Stiftung Neu-Bechburg
In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts kümmerten sich die damaligen Besitzer des Schlosses Neu-Bechburg nur noch sporadisch um den Unterhalt der Burg. Es schien, als ob man sich des Gebäudes überdrüssig geworden wäre. Vielleicht war es mit ein Grund, dass die Familie Riggenbach ihre Entscheide über die Bechburg mit der Familie Wackernagel teilen musste. Durch Einheirat wurde diese Familie Mitbesitzerin der Burg.
Es wurde auch kein Hehl daraus gemacht, dass man das Anwesen veräussern wollte. Wer aber hatte in jenen Jahren Lust auf ein Gebäude, das unterdessen sehr baufällig geworden war? So fällte auch die Gemeinde Oensingen an einer Versammlung den Entscheid, auf einen Kauf der Burg zu verzichten.
Schliesslich sprang der Oensinger Ehrenbürger Walter Pfluger in die Bresche. Er wohnte allerdings im zürcherischen Thalwil und führte dort ein chemisch-technisches Industrieunternehmen. Er wollte das Schloss jedoch nicht zu seinem Privatbesitz machen.
Im Dezember 1975 wandelte er das Bechburg-Areals in eine Stiftung um. Der Auftrag an die Stiftung lautete, das Gebäude zu renovieren und es der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Das Haus sollte zudem für kulturelle Anlässe genutzt werden.
Walter Pfluger war vorerst selbst der erste Präsident des neu gegründeten Stiftungsrates. Bald trat er jedoch aus dem Stiftungsrat aus und der Niederbuchsiter Fabrikant Urs Hammer übernahm das Präsidium. Dies führte er während 25 Jahre. Im Frühjahr 2001 übernahm der vorgängige Gemeindepräsident Kurt Zimmerli das Amt des Präsidenten.
In dieser Zeit löste eine Bauetappe die andere ab. Vom Dach zur Fassade, von den Gesellschaftsräumen zur Gartenanlage - in bisher 16 Etappen - gab man der Bechburg wiederum ein wohnliches Aussehen.
Dafür wurde eifrig Geld gesammelt, denn die Beiträge aus dem Kantonalen Lotteriefond und dem Bundesamt für Denkmalpflege deckten nur gut die Hälfte der Kosten für die Renovationen und den Unterhalt. Bis heute beträgt der Aufwand den die Stiftung investierte gegen 9 Millionen Schweizer Franken.
Wichtige Mitglieder des Stiftungsrates waren stets auch der Schlossverwalter (Quästor) und der Schlosswart. Das Amt des Schlossverwalters wurde während Jahren von Bruno Rudolf belegt und seit 1998 führt der Bankfachmann René Barrer die finanziellen Geschicke der Stiftung. Als Schlosswart war Heinz Studer ab dem Beginn der Stiftung dabei, bis er 2003 durch Patrick Jakob abgelöst wurde.
Im Stiftungsrat vertreten sind von Amtes wegen die Präsidenten der Einwohner- und der Bürgergemeinde von Oensingen, das Eidgenössische Amt für Denkmalpflege und Heimatschutz, der Verein "Freunde der Bechburg" und die Stifterfamilie.