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Schlussgangfilmer Jakob Niederberger gab mir irgendwann im April den Input, doch etwas zum Schwyzer Kantonalen Schwingfest im Muotathal zu schreiben. Er meinte lachend, das Fest findet so quasi vor deiner Haustür statt, da liegt es doch fast auf der Hand. Ich gab ihm (auch lachend) zur Antwort, dass er Recht habe.
Darauf brütete ich ein paar Stunden über diesem „Input“. Plötzlich kristallisierte sich in meinem Kopf eine Frage: „Was erwartet Kilian Wenger beim Schwyzer Kantonalen Schwingfest im Muotathal?“
Diese Frage wollte ich unmöglich für mich alleine beantworten. Deshalb hatte ich die Idee, verschiedene Persönlichkeiten rund um den Schwyzer Schwingsport zu befragen. Ich machte mir eine Liste von 11 Namen, und begann sie ohne gross zu überlegen nach und nach „durchzutelefonieren“. Ich war in der Folge auch positiv überrascht, wie einfach und unkompliziert das ging, und wie bereitwillig mir Auskunft gegeben wurde.
Die meisten unter den Befragten kannten meinen Blog nicht, zeigten sich aber erfreut, dass ich etwas über das Schwingfest im Muotathal mache. Zudem war mein Entscheid, nur eine Frage zu stellen, goldrichtig. Teilweise sprudelte es nur so aus dem Telefonhörer, und ich mochte kaum mit schreiben nach. Ich meinte jeweils, dass das Beherrschen von „Steno“ nicht so schlecht wäre…
Jakob gab ich den Auftrag, Kilian Wenger ein „Statement“ zu entlocken. Wörtlich schrieb ich ihm in einer Email:
„Du kannst Kilian sagen, dass ich an einem Vorbericht zum Schwyzer Kantonalen schreibe, in welchem ich 11 Persönlichkeiten rund um den Schwingsport und dem Muotathal diese eine Frage gestellt habe:
„Was meinst du, was erwartet Kilian Wenger im Muotathal?“
Kilian Wenger wäre dann zur Abrundung so quasi die 12. Person. Stelle Kilian als 12. Person doch bitte die Frage:
„Was meinst du, was erwartet dich im Muotathal?“
Zudem wäre es schön, wenn es die Zeit erlaubt, wenn du Kilian nach etwas Persönlichem von ihm im Zusammenhang zum Muotathal fragen könntest:
„Gibt es eine persönliche Geschichte, Erlebnis oder ein paar Gedanken, welche Kilian in Bezug mit dem Muotathal bringen kann?“
Hier nun die einzelnen Antworten:
René Schelbert, Präsident vom Schwingklub Muotathal und Vize-OKP des Schwyzer Kantonalen:
„Kilian Wenger erwartet viele Leute, tolles Publikum und gute Stimmung. Ihn erwartet aber auch, so hoffen wir zumindest, bestes Festwetter. Kilian wird es als Gast mit harten Gegnern zu tun haben. Ihm wird nichts geschenkt.“
Ich fragte René zudem, wie es zu Stande kam, dass Kilian Wenger nun im Muotathal am Schwyzer Kantonalen teilnehmen kann.
René erklärte mir: „Heinz Suter hatte während seiner Aktivzeit drei bis vier Fans beim Schwingklub Niedersimmental. Auch gab er dort ein oder zwei Schwingkurse. Im Jahr 2004 war der Schwingklub Muotathal Gast beim Oberländischen Gaufest in Wimmis. Ein Jahr später fand im Muotathal ein Jungschwingertag statt, an welchem Kilian Wenger teilnahm. Kilian erreichte damals den Rang 5b. So blieb immer eine Verbindung zum Schwingklub Niedersimmental.
Vor dem 75 Jahr-Jubiläum unseres Schwingklubs hat Heinz Suter den Kontakt zu den Niedersimmentaler Schwingern wieder gesucht, und zwar über Beat Wampfler. Wir wollten etwas Spezielles bieten und hatten deshalb vor, den Schwingklub Niedersimmental mit dem damaligen Schwingerkönig Kilian Wenger einzuladen. Wir stellten ein Gesuch an den Präsidenten des Schwingklubs, welches vom Schwyzer Verband, dem Innerschweizerischen Verband und schlussendlich vom Eidgenössischen Schwingerverband abgesegnet wurde. Dies ist im Übrigen das normale Prozedere, wenn man einen Klub einlädt. Das Gesuch wurde, wie gesagt, von oberster Stelle bewilligt und kam so zu Stande.
Das Einladen eines Klubs wird bei einem Rangschwinget eher bewilligt, als bei einem Kranzfest. Die Beziehungen müssen in einem Gesuch begründet sind, denn es werden längst nicht alle Gesuche bewilligt. Begründete Beziehungen können über Klubs, Technische Leiter, über Schwinger und auch ehemalige Schwinger sein.
Vor dem nun stattfindenden Schwyzer Kantonalen haben wir uns wieder entschieden, den Schwingklub Niedersimmental mit Wenger einzuladen. Mit den oben begründeten Beziehungen zu jenem Berner Oberländer Schwingklub wurde uns dieses Gesuch glücklicherweise wieder bewilligt.
Zudem luden wir für das Schwyzer Kantonale im Thal auch den Schwingklub Sumiswald ein. Die Statuten sehen vor, dass man entweder einen Klub mit sechs Schwingern oder zwei Klubs mit je drei Schwingern einladen kann. Mit dem Schwingklub Sumiswald besteht auch ein guter gegenseitiger Kontakt.“
Heinz Suter, ehemaliger Spitzenschwinger und ebenfalls im OK des Schwyzer Kantonalen im Muotathal:
„Ich bin überzeugt, dass Kilian im Muotathal ein schönes und gut organisiertes Schwingfest erwartet. Ihn erwartet auch starke Konkurrenz. Dies ist ihm aber bewusst. Wenger wird es sicher nicht leicht haben. Wir freuen uns, dass er kommt.“
Philipp Laimbacher, Spitzenschwinger vom Schwingerverband am Mythen und Teilnehmer bei meinem Schwingprojekt 2014:
„Kilian Wenger erwartet im Muotathal ein gutes Fest. Viele Leute werden kommen. Im Thal sind die Feste jeweils immer gut organisiert, ja sogar perfekt. Man darf nämlich auch das Gute erwähnen, nicht nur das Schlechte.
Es wird hart für Kilian. Aber: Wenn wir irgendwo als Gäste antreten, ist es auch nicht anders.“
Geni Hasler, ehemaliger Spitzenschwinger und zurückgetretener TK-Chef des Innerschweizerischen Schwingerverbandes:
„Ihn erwartet im Muotathal ein Haufen begeistertes Schwingervolk. Die Muotathaler waren schon immer grosse Schwingerfreunde. Man wird im Thal sehr interessiertes und faires Publikum antreffen.
Weiter erwartet Wenger eine starke Gegnerschaft. Kilian hat gute Chancen zum Sieg, denn er ist nach wie vor ein starker und vielseitiger Schwinger. Die Schwyzer Schwinger werden es ihm aber sicher nicht einfach machen.
Die Saison ist noch jung, und man wird sehen, wie es beim Schwyzer Kantonalen abläuft.“
Ralf Schelbert, grosses Nachwuchstalent aus dem Bisisthal, zur Zeit leider verletzt:
„Das ist gut für’s Muotathal, dass Kilian Wenger kommt. Sowohl vom Tourismus her gesehen als auch vom Schwingsport. Er zieht sicher viele Fans an. Ich bin überzeugt, dass viele Schwingerfreunde am 18. Mai Wenger sehen wollen. Für die Jungschwinger ist sein Kommen ebenfalls sehr gut. Denn dies hebt die Motivation für das Training. Zudem macht das beim zukünftigen Schwingnachwuchs Eindruck, wenn so ein prominenter und starker Schwinger bei uns schwingt.“
Fidel Schorno, Technischer Leiter der Schwyzer Schwinger:
„Ihn erwartet fairer Schwingsport, aber ein harter Wettkampf. Denn der Kanton Schwyz hat immer noch sehr gute Schwinger. Es wird eine faire Einteilung erwartet, und der Sport wird an jenem Fest massgebend sein. Wenn Wenger gewinnt, dann hat er es sicher verdient. Aber geschenkt wird ihm sicher nichts. Kilian hat schon als Jungschwinger im Thal geschwungen, und vor zwei Jahren das Jubiläumsschwingfest gewonnen. Jetzt möchte er sicher nachdoppeln und auch das Kranzfest gewinnen.“
Simon Gerber, Journalist und Schwingberichtverfasser (u.a. für den Bote der Urschweiz):
„Es wartet auf ihn eine schwierige Aufgabe gegen die Schwyzer Elite. Der Sieg vor zwei Jahren am Jubiläumsschwingfest könnte ein gutes Omen für Wenger sein. Er möchte sicher nachdoppeln, was nicht unmöglich ist.
Kilian hat in dieser Saison bisher noch nicht restlos überzeugt, und gewann noch kein Fest. Er gehört im Muotathal trotzdem zu den Kronfavoriten. Der Fokus wird auf ihn gerichtet sein, und seine Gegner wollen ihm gestellte Gänge anhängen.
Wenger wird ein Zuschauermagnet sein. Zudem werden einige Berner ins Muotathal reisen, wie schon vor zwei Jahren.
Übrigens: Es waren gar schon zwei Schwingerkönige mit Forrer und Abderhalden an einem Schwyzer Kantonalen. Damals gewann Jörg Abderhalden.“
Dani von Euw, ehemaliger Spitzenschwinger und nun Schwingkommentator beim Radio Central:
„Kilian Wenger erwartet im Muotathal viel Sympathie und eine grosse Fangemeinde. Auch wegen seiner Teilnahme und dem Sieg beim Jubiläumsschwingfest 2012. Kilian wird gern gesehen im Thal, und wertet das Schwingfest mit seiner Art natürlich auf.
Auf ihn wartet eine harte Aufgabe mit schweren Brocken. Alle Augen werden auf Wenger gerichtet sein.
Wenn man denkt, dass beim Schwingfest vor zwei Jahren himmeltrauriges Wetter am Morgen vorherrschte, und die Zuschauer sind trotzdem zahlreich erschienen. Dies hat Kilian damals sicher riesig gefreut.
Ich freue mich irrsinnig auf diesen Anlass und erwarte ein Bombenfest mit einem herrlichen Wettkampf.“
Peter Föhn, Ständerat vom Muotathal und grosser Schwingerfreund:
„Ich habe eine Riesenfreude, dass er kommt, und bin auch stolz darauf. Kilian ist ein kompletter Schwinger, und führt seine Schwünge wie aus dem Lehrbuch durch. Für’s Muotathal ist das natürlich super, dass er kommt.
Ihn erwartet ein faires Publikum, die Muotathaler unterstützen ihn.
Einige Thaler haben ihm den Königstitel in Frauenfeld vorausgesagt, ich (leider) nicht.
Wenger wird auf Gegenwehr treffen und auf harte Brocken aus dem Schwyzer Lager. Es könnte keinen spannenderen Gang als Kilian Wenger – Andreas Ulrich geben. Denn Ulrich hat ihn während der Königszeit bezwungen.
Auch die Gebrüder Nötzli, Laimbacher und Schuler werden harte Brocken sein und Kilian fordern, ebenso Martin Grab.
Kilian muss jedoch Königsformat an den Tag legen und eine Klasse besser sein, wenn er das Fest gewinnen will. Die Schwyzer haben nämlich Supertechniker.
Ich hoffe auf zähe Gegenwehr aus unserem Lager, würde mich aber freuen, wenn er gewinnen würde. Ja, ich wäre sogar stolz fürs Muotathal.
1‘500 bis 2‘000 Zuschauer mehr als sonst erwarte ich für das Schwyzer Kantonale. Wir Muotathaler sind stolz, dass er kommt!“
Franz Föhn, Gemeindepräsident von Muotathal und Wirt in der Schwingerbeiz Alpenrösli:
„Ich beginne nicht mit dem sportlichen (lacht). Kilian Wenger erwartet bei uns im Muotathal eine der schönsten Sportanlagen im alten Ortsteil. Diese Anlage kennt er bereits und hinterlässt sicher einen Eindruck bei ihm. Sportlich wird er sich die Zähne an den Schwyzer Schwingern ausbeissen. Gewisse Athleten wie Christian Schuler und Andreas Ulrich liegen Kilian nicht so, und die beiden könnten durchaus mit ihm stellen. Weiter ist Wenger natürlich auch ein Anziehungspunkt für die Frauen, denn nebst guter Schwingerarbeit sieht er auch noch gut aus.“
Bruno Schelbert, Schwingerfreund, Velohändler und am Schwyzer Kantonalen im Rechnungsbüro beschäftigt:
„Kilian erwartet im Muotathal eine schöne Kulisse, ein schönes Fest, eine schöne Atmosphäre und einen schönen Gabentempel. Diesbezüglich hat der Schwingklub Muotathal keine Mühen gescheut. Auf Kilian warten im Thal aber auch gute Gegner.“
And last but not least: Kilian Wenger höchst persönlich
Jakob Niederberger war letzten Sonntag am Emmentalischen in Schüpbach, und stellte Kilian meine beiden Fragen (siehe weiter oben). Die Antworten und Aussagen von Wenger zeichnete der Schlussgangfilmer, immer bestens ausgerüstet mit Filmkamera und Fotoapparat, auf. Er stellte mir das Tondokument in einer Email mit den Worten zu: „Nach dem Duschen erwischte ich ihn vor der Garderobe. Im Hintergrund hörst du die Emmentaler unter der Dusche, könnte ein Jodlerklub sein. P.S.: Er hat sofort gewusst, wer der feldwaldwiesenblogger ist.“
Hier also nun Kilians Aussagen.
Zur ersten Frage: „Also, was ich erwarte und mir vorstellen kann, ist ein tipptopp organisiertes Fest, mit wunderbar vielen Zuschauern sowie eine einmalige Atmosphäre im Muotathal.“
Zur zweiten Frage: „Ich war schon mal als Nachwuchsschwinger im Muotathal, schwang damals aber nicht unbedingt gut. Wenn ich mich recht entsinne, hatte ich dannzumal nur etwa drei gewonnene Gänge. Vor zwei Jahren waren wir am Frühjahrsschwinget, welches zugleich das Muotathaler Jubiläumsschwingfest war, eingeladen. Dieses Schwingfest durfte ich gewinnen. Im Schlussgang gewann ich gegen Andreas Ulrich, mit welchem ich im dritten Gang noch stellte. Deshalb habe ich einen positiven Eindruck vom Muotathal.“
Wenn man sich die verschiedenen Antworten zu Gemüte führt, erkennt man, wie ich meine, einen roten Faden. Das faire und kundige Publikum im Muotathal wird mehrfach angesprochen sowie die tadellose Organisation, wenn der Schwingklub Muotathal ein Fest durchführt. Zudem ist die Vorfreude auf Kilian Wenger im Thal und bei den Befragten gross.
Wie wir aus einigen Antworten auch entnehmen konnten, besuchte Kilian bei uns bereits zwei Anlässe. Das eine war ein Jungschwingertag im Jahre 2005, an welchem er den Rang 5b belegte. Das andere war das Jubiläumsschwingfest, welches am 22. April 2012 durchgeführt wurde. Der Schwingklub Muotathal feierte im Jahr 2012 sein 75-jähriges Jubiläum, und organisierte dazu ein königliches Fest, welches allen Teilnehmern und Zuschauern in bester Erinnerung bleiben wird. Auch ich war vor Ort, und widmete dem Fest einen Blogbeitrag: Eindrücke vom Jubiläumsschwingfest im Muotathal
Der angesprochene Jungschwingertag brachte mich auf die Idee, mir für „unser Muotithaler Kantonales“ auch etwas Spezielles, so quasi ein „Zückerchen“, einfallen zu lassen: Nach Fotos von dem besagten Jungschwingertag zu suchen.
Von diesem Anlass, welcher im Jahre 2005 stattfand, konnte ich schliesslich sogar zwei Bilder vom Jungschwinger Kilian Wenger auftreiben. Diese bekam ich von Andreas Mathys, dem Verbandsfotografen des Berner Kantonalen Schwingerverbandes (BKSV). Herzlichen Dank!
Der wertvolle Tipp mit Mathys gab mir der umsichtige Präsident des Muotathaler Schwingklubes, René Schelbert.
Kilian beim Gang gegen Thomi Pascal:
… und mit Zweig:
Der Schlussgangfilmer stellte mir der Vollständigkeit halber auch den Schlussgang vom Jubiläumsschwingfest zu:
Wenger bodigte im Schlussgang den Gersauer Andreas Ulrich, und gewann souverän mit fünf Siegen und einem gestellten Gang das Fest.
Apropos Gegner Andreas Ulrich: Dieser Gang drängt sich ja fast zum Anschwingen am 18. Mai auf, wie Peter Föhn fachkundig bemerkte.
Wer schlussendlich am Abend des Schwyzer Kantonalen die Nase vorne hat und den Muni Max heimnehmen darf, wird sich zeigen. Ich bin aber überzeugt, dass das Fest vor allem über drei Schwinger laufen wird: Einerseits über den Rothenthurmer Christian Schuler, den Sieger am Zuger Kantonalen. Andererseits über den Gersauer Andreas Ulrich, welcher ebenfalls wie Schuler in einer Topform ist. Und natürlich auch über unseren Top-Gast, Kilian Wenger. Der Berner Oberländer muss aber über sich hinauswachsen, und „Königsformat“ an den Tag legen, wenn er das Fest gewinnen will.
Ich bin überzeugt, dass unsere Gäste zwar nicht geschont, aber auch nicht unfair behandelt werden. Meiner Ansicht nach herrscht im Muotathal ein noch grösserer „Ehrenkodex“ in Sachen Fairness als in anderen Regionen der Schweiz. Mit Stolz behaupte ich dies, weil mir das auch mit in die Wiege gelegt wurde und ich nach dieser Tugend erzogen worden bin.
Diese Fairness, welche unser Thal nicht nur im Schwingsport ausmacht, sondern auch im normalen Leben, hat schon viele Auswärtige beeindruckt.
Nebst dieser wichtigen Eigenschaft wird uns im Muotathal auch eine gewisse Eigenwilligkeit, Bodenständigkeit aber auch Gastfreundschaft nachgesagt. So wurde anno 2006 ein tolles Innerschweizerisches Schwing- und Älplerfest organisiert, notabene das 100.
Damals zählten wir 8300 Besucher. Im Schlussgang gewann der Nordwestschweizer Gast Mario Thürig gegen Christian Schuler. Martin Grab klassierte sich im Rang 1b.
Diesmal erwartet das OK zwar nicht grad 8000 Zuschauer. Aber mit gut 4000 Festbesuchern wird gerechnet. Dies bestätigte mir René Schelbert bei einem Telefonat am letzten Samstag. Ich fragte ihn nach den Kapazitäten betreffs Sitzplätzen: „Wir können 2900 Zuschauern einen Sitzplatz bieten, je nach Wetter können diese aber bei den Rasensitzplätzen noch ausgebaut werden.“ Weiter fragte ich ihn wegen einer Zusatztribüne betreffs des Publikumsmagneten Wenger: „Wir werden keine Zusatztribüne aufbauen, nur schon wegen den Kosten“, meinte René realistisch. „Weitere Rasensitzplätze können wir während dem Fest jederzeit herrichten und kosten uns eigentlich nichts“, sagte er mir zum Schluss unseres Gespräches.
Ich erinnere mich, dass am Zuger Kantonalen im Jahre 2011, als Kilian in Cham Gast war, eine Zusatztribüne aufgestellt wurde. Damals war er aber auch der aktuelle Schwingerkönig und es reisten viele Fans aus dem Bernbiet an. Kilian konnte damals aber wegen einer Verletzung nicht schwingen, und war nur als Zuschauer anwesend.
Zum Schluss meiner Vorschau möchte ich alle Schwingerfreunde im Namen des Organisators, dem Schwingklub Muotathal, recht herzlich einladen, am 18. Mai ins Muotathal zu reisen, und ein paar unbeschwerte Stunden mit uns zu verbringen. Das OK hat nämlich nicht nur eine schöne Infrastruktur, eine genussvolle Festwirtschaft, mit Kilian Wenger einen Publikumsmagneten, einen sehenswerten Gabentempel und einfach ein herrliches Fest organisiert. Via Martin Horat, dem Wettermissionar aus Rothenthurm, wurde zudem bei Petrus auch prächtiges Wetter bestellt. Damit aus einem gewöhnlichen Schwingfest ein absolutes Bombenfest wird. Am kommenden Sonntag wird im Muotathal gefeiert!
Nicht umsonst heisst es, wo gefeiert wird, da lass dich nieder. In diesem Sinne:
Chömid zuänis, is Muotithal!
feldwaldwiesenblogger