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Mit einem Gruselkabinett zurück ins 20. Jahrhundert
Seine aktuellen Ernennungen der Umweltschutzbehörde EPA, des Aussen- und Energieministeriums zeigen nun aber, dass Donald Trump im letzten Jahrhundert stecken geblieben ist.
Den Bock zum Gärtner macht der 'President Elect' mit der Ernennung von Scott Priutt, ein Verbündeter der Öl- und Kohleindstrie. Priutt wird Chef der Umweltschutzagentur EPA. Als Chefankläger des Bundesstaates Oklahoma kämpfte dieser gegen Obamas "Clean Power Plan". Damit wollte Obama für sauberere Kraftwerke sorgen. Pruitt bezeichnete den Plan hingegen als "Krieg gegen die Kohle"
Rex Tillerson, Chef des grössten amerikanischen Ölkonzerns Exxon wird Aussenminister. Tillerson steht seit 2006 als Vorstandsvorsitzender an der Spitze von ExxonMobil. Das Unternehmen ist in 70 Ländern, u.a. Russland aktiv und macht einen Umsatz von etwa 300 Milliarden Dollar. Wegen des Verdachts auf Falschangaben zum Klimawandel ist ExxonMobil ins Visier der New Yorker Staatsanwaltschaft geraten. Seit den 70er Jahren sollen die Klimaforschung und die Öffentlichkeit beeinflusst und Investoren über den Klimawandel getäuscht worden sein. In den USA laufen Ermittlungen gegen den weltgrößten Ölkonzern.
Rick Perry, ehemals Gouverneur von Texas soll lt. Medienangaben Energieminister werden. Rick Perry sitzt unter anderem im Verwaltungsrat der Dakota Access LLC, jenes texanischen Unternehmens, das den Bau der umstrittenen Dakota Access Pipeline vorantreibt.
Diese Entscheidungen erinnern an einen Alkoholiker, der statt auf Entzug geht die nächste grosse Party organisiert. Der Kater wird mächtig sein, denn dem Patienten geht es schon lange nicht mehr gut.