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Zumindest in naher Zukunft wird sich diese im Entstehen begriffene Sprache, die sich durch das Radio, den Rap und auf der Gasse ungemein schnell verbreitet, kaum standardisieren lassen. Unlängst hat der in Mexiko geborene, jiddisch ausgebildete und am Amhurst College lehrende Ulan Stavans mit dem «Diccionario del Spanglish» eine erste lexikalische Zwischenbilanz vorgelegt. Wenn sich manchen Sprachpuristen dabei die Haare sträuben, vergessen sie, dass auch die zahllosen arabischen und französischen Lehnwörter der Reinheit der Silbenstruktur des Spanischen, seinem einfachen phonetischen System und der perfekt daran angepassten Orthographie - all den Charakteristika mithin, die es auszeichnen und nebenbei zu einer der am leichtesten erlernbaren Sprachen überhaupt machen - nichts anhaben konnten.
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Jakob, Markus
Zwar mischt auch die spanische Rechtschreibung munter etymologische und phonetische Kriterien; verglichen mit andern Sprachen, erscheint sie aber so logisch und so einfach, dass sie seit 1815 lediglich einiger geringfügiger Retuschen bedurfte. Dabei wird es auch diesmal bleiben — allenfalls zum Verdruss von Gabriel García Márquez, der letztes Jahr mit dem leichthin geäusserten Vorschlag für Aufregung sorgte, die Rechtschreiberegeln, diesen «Terror des Menschen von der Wiege bis zur Bahre», tunlichst in den Ruhestand zu versetzen.
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