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Weltweit werden immer mehr Menschen innerhalb ihres eigenen Landes durch Konflikte oder Gewalt vertrieben. Gemäss einer norwegischen Studie waren im vergangenen Jahr 27,5 Millionen Menschen vertrieben worden. Dies ist die höchste Zahl seit einem Jahrzehnt.
Fast drei Millionen Menschen in 20 Staaten seien 2010 hinzugekommen, 1,2 Millionen davon in Afrika, heisst es in dem Bericht, den der Norwegische Flüchtlingsrat am Mittwoch in New York vorstellte. Besonders betroffenen seien Kolumbien, Sudan, Irak, Kongo, Somalia und Pakistan.
In Mexiko sei die Zahl zuletzt wegen der Drogenkriminalität angestiegen, sagte die Generalsekretärin des Flüchtlingsrats, Elisabeth Rasmusson. Die Zahlen dort seien sogar höher als im selben Zeitraum in Afghanistan. Im Nahen Osten habe sich die Zahl im vergangenen Jahrzehnt auf knapp vier Millionen fast verdreifacht.
12,2 Millionen Kinder auf der Flucht
Während die Zahl der intern Vertriebenen von 17 Millionen 1997 auf 27,5 Millionen im vergangenen Jahr gestiegen sei, habe die Zahl der offiziell anerkannten Flüchtlinge im selben Zeitraum zwischen 13 Millionen und 16 Millionen geschwankt.
Die UNO-Sondergesandte für Kinder in bewaffneten Konflikten, Radhika Coomaraswamy, sagte, 12,2 Millionen der 2010 Vertriebenen seien Kinder.
Flüchtlinge, die über eine internationale Grenze fliehen, können sich auf die Genfer Flüchtlingskonventionen aus dem Jahr 1951 berufen. Für intern Vertriebene gibt es keinerlei internationales Regelwerk.
SDA-ATS