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Am 22. September 1994 flimmerte die erste Folge «Friends» über die Bildschirme. 25 Jahre nach dem Start der Kultserie werfen wir einen Blick darauf, was aus den Darstellern wurde.
«Friends» feiert den 25. Geburtstag. Die Serie, die die Weichen für den Erfolg von Serien wie «How I Met Your Mother» stellte, begeisterte die Zuschauer über 236 Folgen lang (verpackt in 10 Staffeln) bis 2004. Danach wurde die Serie eingestellt und die sechs Freunde gingen wieder getrennte Wege. Doch was wurde aus ihnen?
P.S.: Du findest alle Easter Eggs, wenn du die sechs Namen der Figuren oder den Begriff «Friends Glossary» googelst. Die ersten sechs sind Icons, die visuelle Effekte auslösen, letzteres sind zufällig ausgewählte Begriffe, die durch die Sendung berühmt wurden.
Joey, der unzähmbare Playboy mit liebenswürdiger Einfachheit und unüberlegter Zunge, wurde von Matt LeBlanc verkörpert.
Der Schauspieler war zuvor aus Werbespots für Levi's, Coca Cola und Heinz Ketchup bekannt. Auf die zehn Jahre als Joey Tribbiani folgte karrieremässig eine durchzogene Zeit.
LeBlanc blieb der Schauspielerei vorerst treu. Im «Friends»-Spin-Off «Joey» (2004-2006) verkörperte er weitere zwei Staffeln lang seine kultige Serienfigur weiter. Die Einschaltquoten liessen zu wünschen übrig und so musste LeBlanc endgültig Abschied von seiner Figur nehmen.
Für ihn bedeutete dies auch direkt den Abschied von der Schauspielerei – für fünf Jahre. Danach folgten von 2011 bis 2017 fünf Staffeln der TV-Serie «Episodes», in der LeBlanc eine fiktionale Version seiner selbst verkörpert. 2012 brachte ihm diese Rolle gar einen Golden Globe ein.
Zwischen 2016 und 2018 war er zudem Host der BBC-Show «Top Gear». Aufgrund des Reise- und Zeitaufwands beschloss er sich im Mai 2018 jedoch, den Job aufzugeben.
LeBlanc hat eine 15-jährige Tochter, ist einmal geschieden und datete 2018 eine Produzentin von «Hot Gear».
Naiv, gut aussehend und verwöhnt – Rachel Green war gewissermassen das Epizentrum der Serie, was der Karriere von Jennifer Aniston sicherlich nicht geschadet hat.
Vor der Rolle als Rachel war Aniston mit zahlreichen und wenig schmeichelhaften kleineren Rollen beschäftigt. Jegliche Serien- und TV-Projekte wurden aufgrund des ausbleibenden Erfolgs ziemlich schnell wieder eingestampft.
Neben dem Fakt, dass Aniston nicht zu altern scheint, ist bei dieser Entwicklung nicht viel Überraschendes dabei. Ihr Leben seit «Friends» fand gefühlt ausschliesslich in der Öffentlichkeit statt. Hauptsächlich mit schmissigen RomComs beschäftigt, taucht sie regelmässig auf den Listen der bestbezahlten Schauspielerinnen auf.
Zu ihrem Privatleben gibt es auch nicht viel Überraschendes. Zwei Hochzeiten und zwei Scheidungen später ist sie immer noch überall zu sehen. Zum Beispiel in Netflix-Komödien. Mit Adam Sandler.
Die reinliche, kompetitive und teils etwas zwanghafte jüngere Schwester von Ross wurde von Courteney Cox gespielt.
Was du vielleicht noch nicht wusstest: Bevor Courteney zu Monica wurde, stand sie mit dem Boss Bruce Springsteen für dessen Musikvideo zu «Dancing in the Dark» vor der Linse.
Nach diesem Auftritt, weiteren Gastauftritten in Sitcoms und einigen grösseren Filmprojekten (und dem Angebot, Rachel zu spielen) wurde Cox schliesslich zu Monica Geller.
Bereits währenddem «Friends» noch lief, war Cox in den «Scream»-Filmen zu sehen (1996, 1997, 2000). Nach «Friends» wurde ihr eine Rolle bei Desperate Housewives angeboten, die sie aber aufgrund ihrer damaligen Schwangerschaft ablehnen musste (Teri Hatcher beerbte sie).
So wirklich ins Rollen kam ihre Karriere danach nicht mehr, auch wenn sie für ihre Rolle in Cougar Town (2009-2012) noch für einen Golden Globe nominiert wurde. Danach kamen mehrheitlich Beteiligungen in kleineren Filmprojekten.
Sie hat eine 15-jährige Tochter, die Jennifer Aniston zur Gotte hat, hat sich vom Kindsvater aber 2013 scheiden lassen und war daraufhin mit «Snow Patrol»-Frontmann Johnny McDaid liiert.
Mit kindlicher Intelligenz, einer gesunden Portion Charme und einem Mass an Unsicherheit, das zwangsläufig Empathie auslöst, spielte sich David Schwimmer als Ross Geller in die Herzen des TV-Publikums.
Wie seine Kollegen auch (mit der Ausnahme von Courteney Cox), so war Schwimmer vor Friends lediglich in kleineren TV-Produktionen zu sehen.
Währenddem Friends immer erfolgreicher wurde, nahm Schwimmer diverse Rollen in Kinofilmen an – ohne dabei zur filmischen Übergrösse zu avancieren, was teils auch auf ein wenig Pech zurückzuführen ist. So wurde ihm zum Beispiel die Rolle neben Tommy Lee Jones in «Men in Black» angeboten, die er zugunsten seiner ersten Regie-Arbeit ablehnte. Will Smith lässt an dieser Stelle sicherlich danken.
Nach «Friends» zog es Schwimmer immer mehr hinter die Kamera und an den Broadway. Erst 2014 kam die Rückkehr zum TV, als er Robert Kardashian in der ersten Staffel von «American Crime Story» spielte (The People vs. O.J. Simpson). Diese Rolle brachte Schwimmer einen Primetime Emmy Award ein. Seither ist auch er mit eher kleineren Projekten beschäftigt.
Eine dem Wahnsinn vertraute, unberechenbare und teils jenseits verträumte Phoebe war für so manch unerwarteten Lacher zuständig. Das alles war Lisa Kudrows Werk.
Wie es sich für «Friends»-Darsteller zu gehören scheint, war auch sie vorher mit kleineren Brötchen beschäftigt, allerdings eher in den Bereichen Improvisationstheater und Live-Comedy.
Nach «Friends» hiess es für Lisa Kudrow back to the roots. Sie widmete sich wieder vermehrt Projekten im Bereich Impro-Comedy. Zudem spielte sie (wie Cox) bei «Cougar Town» mit und ergatterte sich Rollen in grösseren Kinofilmen wie «Bad Neighbors» (2014) oder dem von der Kritik gelobten Thriller «Girl on the Train» (2016).
Sie hat einen 21-jährigen Sohn und ist mit dessen Vater, dem französischen Werbemanager Michel Stern, seit 1998 verheiratet.
Als zynischer Grummelbär war Chandler eigentlich nichts anderes als ein avantgardistischer Hipster und machte Schauspieler Matthew Perry so zur festen TV-Grösse der 1990er-Jahre.
Wir kennen es: Vor «Friends» kleinere Projekte, beinahe die Rolle nicht bekommen – Zufall, Zufall, Zufall – Rolle doch bekommen, Erfolg.
Schauspielerisch folgte eine interessante Laufbahn, stets zwischen blödeligem Spass-Kram und überraschend differenzierten Drama-Auftritten. Dazu noch zwei Theaterstücke und einige kleine Regie-Projekte, was immer wieder zu Nominationen bei prestigeträchtigen Awards führte.
Viel aufsehenerregender ist jedoch sein Privatleben, das von Medikament- und Alkoholabhängigkeiten geprägt war. Bereits während der Dreharbeiten für die vierte «Friends»-Staffel geriet Perry in einen Suchtstrudel, der mehrere Aufenthalte in diversen Entzugskliniken zur Folge hatte. 2013 eröffnete er im Zuge seiner eigenen Erfahrungen das «Perry House», ein Ort für Menschen, die ein Leben ohne Alkohol anstreben.
(jdk)