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Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit von Argentinien auf das Niveau eines «teilweisen Zahlungsausfalls» herabgestuft. Mit der auf seiner Website vorgenommenen Einstufung reagierte S&P am Mittwoch auf das Versäumnis von Buenos Aires, rund 540 Millionen Dollar an Staatsschulden bei internationalen Gläubigern fristgerecht zu tilgen.
Hinter dem Zahlungsausfall steht ein Streit zwischen Argentinien und zwei US-Hedgefonds, die einen Schuldenschnitt für das südamerikanische Land nicht mittragen und den Nennwert ihrer argentinischen Staatsanleihen verlangen.
Der argentinische Wirtschaftsminister Axel Kicillof verhandelte in New York mit den Hedgefonds NML Capital und Aurelius, der Ausgang der Gespräche war unklar. Ein US-Bundesrichter hatte angeordnet, dass Argentinien erst 1,3 Milliarden Dollar an die beiden Fonds zahlen muss, ehe es die Forderungen der anderen Gläubiger begleichen darf.
Buenos Aires verweigert aber die Zahlung an NML Capital und Aurelius, die argentinische Schulden nach der Staatspleite Ende 2001 billig aufgekauft hatten und nun den vollen Wert geltend machen. (sda/afp)