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Tiefengeothermie
Mit der Tiefe nimmt die Temperatur des Untergrundes um etwa 3 Grad Celsius (°C) je 100 Meter zu. Ab einer Tiefe von 400 Metern und einer Temperatur von über 20°C spricht man von tiefer Geothermie.
Nutzbarmachung
Die Nutzbarmachung von tiefer Geothermie ist im Vergleich zur Erschliessung der untiefen Erdwärme wesentlich aufwendiger und damit kostenintensiver. Zusätzlich ist sie auch mit Risiken behaftet (Fündigkeit, induzierte Seismizität). Das Potenzial der Geothermienutzung nimmt jedoch mit wachsender Tiefe signifikant zu. Die Gewinnung von tiefer Erdwärme kann entweder über «hydrothermale Systeme» oder über «petrothermale Systeme» erfolgen.
Gesuch einreichen
Gesuche für Tiefbohrungen zur Nutzung von tiefer Geothermie werden in einem separaten Verfahren gestützt auf eine umfassende Risikoanalyse geprüft. Konzessionen können nur erteilt werden, wenn allfällige Risiken für die Umwelt und Dritte tragbar sind. Für Grossanlagen mit einer thermischen Leistung von mehr als fünf Megawatt ist zudem eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich.
Voranfrage
Es wird empfohlen, Vorhaben der tiefen Geothermie frühzeitig gestützt auf erste Projektskizzen mit dem Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, Abteilung Gewässerschutz, zu erörtern (Voranfrage).