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1815 Bundesvertrag: Noch mehr Kompetenzen für die Kantone
Nach der Niederlage Napoleons gegin die europäische Koalition nimmt die Eidgenossenschaft ihre Verbindungen zum Wallis, zu Neuenburg und zu Genf wieder auf. Die Eidgenossenschaft besteht nun aus 22 Kantonen. Der Bundesvertrag von 1815 überträgt Kompetenzen des Bundes an die Kantone. Der Bund bleibt für die Sicherheitspolitik zuständig.
1815 Wiener Kongress: Festsetzung der Landesgrenzen
1815 werden die Neutralität der Schweiz und die Unverletzlichkeit ires Gebiets international anerkannt. Die heute gültigen Landesgrenzen sowie die Kantonsgrenzen werden im Wesentlichen festgelegt
1847-48 Sonderbundkrieg: Bürgerkrieg um die Bundesreform
Seit 1822 werden die Kantone liberaler und radikaler. Bei der Frage nach der Ausgestaltung des Bundes kommt es zu Auseinandersetzungen mit den reformwilligen Kantonen Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Freiburg und Wallis. Die Bildung eines Sonderbunds zwischen diesen sieben katholisch-konservativen Kantonen führt 1847 zum Krieg.
1848 Bundesverfassung: Bundesstaat mit demokratischen Rechten
mit der Annahme der Bundesverfassung durch das Volk wird der moderne Bundestaat geschaffen. Sie gewährt den meisten Bürgern - Männern - verschiedene Rechte und Freiheiten, z.B. das Stimm- und Wahlrecht, die Presse- und die Religionsfreiheit. Auf Bundesebene wird, nach amerikanischem Vorbild, das Zweikammersystem eingeführt, mit einem National- und einem Ständerat, welche den Bundesrat wählen. Einige Bereiche werden zentralisiert. Die Schweiz beginnt sich zum einheitlichen Recht. und Wirtschaftsraum zu wandeln.
1874 Totalrevision der Bundesverfassung: Ausbua der volkrechte
Die 1874 revidierte Bundesverfassung weitet die Aufgabenbereiche des Bundes und die demokratischen Rechte aus. Sie gibt den Schweizer Bürgern zwei zusätzliche Instrumente, um die Politik auf Bundesebene zu beeinflussen: 1874 wird das Referendum eingeführt, 1891 die Voksinitiative. 1891 wird mit Josef Zemp zum ersten Mal ein Vertreter der Katholisch Konservativen (heute CVP) in den Bundesrat gewählt: Ein erster Schritt Richtung Konsensdemokratie ist getan.
Ende 19. Jahrhundert: Gründung politischer Parteien
Die politischen Strömungen organisieren sich als Parteien: 1888 Gründung Sozialdemokratische PArtei SP, 1894 Freisinnig-Demokratische Partei FDP, 1912 Katholisch Konservative Volkspartei CVP, 1917/18 Bauern-, Gewerbe-, und Bürgerpartei SVP
1914-18 Erster Weltkrieg, Russische Revolution: Boden für sozialistische Ideen
Während des Ersten Weltkriegs verschlechtert sich die Situation breiter Bevölkerungsschichten. Armut und Arbeitslosigkeit sowie die sozialistische Ideen der Russischen Revolution führen 1918 zum landesweiten Generalstreik. 1919 wird der Nationalrat erstmals im Proporzverfahren gewählt, was weitere Schritte Richtung Konsensdemokratie nach sich zieht.
1939-45 Zweiter Weltkrieg: Mehr Macht für den Bundesrat
Im Zweiten Weltkrieg bleibt die Schweiz militärisch verschont und gehört zu den wenigen noch funktionierenden Demokratien auf dem Kontinent. Das Parlament überträgt dem Bundesrat Befugnisse, die normalerweise nur dem Parlament zustehen. 1943 wählt es den ersten Sozialdemokraten in die Landesregierung.