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Für die geplante Südwestumfahrung Brugg kauft der Kanton Aargau ein grosses Landstück auf der «Schacheninsle». Weil das Strassenbauprojekt eine Naturschutzfläche am Fuss des Habsburg-Hügels tangiert, muss der Kanton einen ökologischen Ausgleich schaffen.
- Das Land ist 16'104 Quadratmeter gross.
- Es erstreckt sich über Brugg und Villnachern.
- Das ganze Projekt kostet inlusive Landkauf über 46 Millionen Franken.
Das vom Kanton gekaufte Land ist von Wald eingefasst und befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Auen- und Amphibienlaichgebieten von nationaler Bedeutung. Es handelt sich um die alte Badi von Brugg. Diese Fläche wird heute landwirtschaftlich genutzt.
Damit der Verlust der Naturschutzfläche wirklich kompensiert werden kann, wird die Fläche so aufgewertet, dass sie der Artenvielfalt und der Biodiversität dient. Dort, wo heute noch Gras oder Getreide wächst, entsteht eine so genannte Ruderalfläche.
Also Land mit einem kiesigen Untergrund. Darauf wachsen seltene Pflanzen, die Insekten anlocken. Und diese Insekten sind dann die Nahrung für die Amphibien, die sich in den Biotopen ansiedeln sollen, die ebenfalls neu geschaffen werden.
Die Ortsbürgergemeinde Brugg stimmte dem Parzellenverkauf zu, wie das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) am Mittwoch mitteilte. Wann der Bau der Südwestumfahrung beginnt, ist noch unklar. Gegen das Projekt wurden Einwendungen gemacht. Die Aufwertung der bisherigen Landwirtschaftsfläche auf der Schacheninsel würde parallel zur Umfahrung realisiert, heisst es auf Anfrage im BVU.