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STUMMFILM
|DER
DEUTSCHE

STUMMFILM
|Viktor
Flemming

1886 - 1944
|.

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Der Schauspieler, Sänger und Komponist Viktor Flemming wurde als Victor Fleminger in Wien geboren und er hatte schon bald den Wunsch, Schauspieler zu werden.
Bereits 1903 agierte er auf der Versuchsbüchne des Dilettanten-Vereins Pilsen und im Jahr darauf war am Theater in Pilsen engagiert und erhielt positive Kritiken. Es folgten Tourneen durch zahlreiche österreichische Städte. Mit seiner Rolle in "Die Fledermaus" kam er auch mit der Operette in Kontakt und fühlte sich darin derart wohl, dass er sich in den kommenden Jahren auf dieses Metier konzentrierte.
Als Operettensänger agierte er u.a. über 10 Jahre lang am Theater an der Wien und rund 30 Jahre am Raimundtheater. Dort trat er mit dem Operettenstar Betty Fischer als Traumpaar 25 Jahre auf der Bühne und gehen auch gemeinsam auf Tournee.
Aufgrund seines Erfolges wurde er 1924 auch von Radio Wien für Operettensendungen engagiert.
Daneben entstanden auch eigene Kompositionen und Libretti.
Viktor Flemming agierte auch in einigen Filmen vor der Kamera. Zu diesen Produktionene gehören "Mit dem Schicksal versöhnt" (18), anschliessend "Die brennende Brücke" (22) an der Seite von Nora Gregor, erneut mit Nora Gregor in "Die kleine Sünde" (23) und "Franz Lehar" (29), in welchem der Komponist Lehar persönlich mitwirkte.
Am 12. März 1938 agierte Viktor Flemming an der Volksoper in der Operette "Gruss und Kuss aus der Wachau" an der Seite von Hilde Güden, bereits drei Tage später wird sein Name in Zeitungen und Berichten nicht mehr erwähnt.
Durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich endete seine erfolgreiche Laufbahn abrupt. Er konnte mit seiner Frau nach Luxemburg fliehen und dort bei Betty Fischer unterkommen. Doch bereits 1940 wurden auch die Benelux-Länder von den Nazis erobert und die jüdischen Bewohner zusammengetrieben und deportiert. Viktor Flemming wurde am 6. April 1943 Richtung Deutschland deportiert und ein Jahr später nach Theresienstadt gebracht. Ende Oktober 1944 folgte die Deportation nach Auschwitz, wo sich seine Spuren verlieren.
Seine Ehefrau, die keine Jüdin war, blieb in Luxemburg zurück und verstarb bereits am 29. Februar 1944, also rund 8 Monate vor Viktor Flemming.
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