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Jathisya Rathnarajah ist in einem Flüchtlingscamp aufgewachsen. Mit der Flucht verlor die Fischerfamilie alles – auch ihre Lebensgrundlage. Die junge Frau träumt davon, auf das Land ihrer Eltern zurückzukehren.
„Auf dem eigenen Stück Land hatte unsere Familie ein schönes Leben und konnte vom Fischverkauf leben“, sagt die 28-jährige Jathisya Rathnarajah. Obwohl sie diesen Flecken Boden nur aus Erzählungen kennt, möchte die junge Frau eines Tages nach Thayiddi zurückkehren.
Jathisya Rathnarajah war gerade zwei Jahre alt, als die sri-lankische Luftwaffe die Region um Thayiddi angriff, im Norden auf der Jaffna-Halbinsel. „Alle Bewohner mussten das Land verlassen, und bis heute gehört die Region zur militärischen Hochsicherheitszone“, sagt Jathisya bitter. Seither wohnt die Familie im Konatpulam-Camp für Binnenflüchtlinge. Dort ist der Lebensstandard prekär. Es fehlt an Infrastruktur, an Einkommensmöglichkeiten, an Wasser und Elektrizität. Jathisya Rathnarajah lebt getrennt von ihrem Mann und muss ihren Sohn allein erziehen. Sie arbeitet als Putzfrau in einer Bank auf der Jaffna-Halbinsel. „Weil mein Gehalt überhaupt nicht ausreicht, muss ich oft Geld von Verwandten und Freunden leihen“, erzählt die junge Mutter. Zusätzlich muss sie ihren Vater unterstützen, der an Herzproblemen leidet und nicht mehr arbeiten kann. „Ich möchte endlich auf das Land meiner Eltern zurückkehren“, sagt Jathisya sehnsüchtig. „Ich kenne es nur aus Geschichten meiner Eltern.“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker macht in ihrem neuen Bericht „Schatten des Militärs“ auch auf die Situation in den Camps für Binnenvertriebene aufmerksam: