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- Die Regierung der USA will binnen fünf Jahren wieder Astronauten auf den Mond bringen.
- Dies sagte Vizepräsident Mike Pence am Dienstag in einer Rede im US-Bundesstaat Alabama.
- Zugleich übte Pence scharfe Kritik an der US-Raumfahrtbehörde Nasa, der er «bürokratische Schwerfälligkeit» vorwarf.
Die «offizielle Politik» von US-Präsident Donald Trump sieht demnach vor, dass die erste Frau sowie der nächste Mann auf dem Mond US-Astronauten sein sollen. Die nächsten Menschen auf dem Mond würden mit US-Raketen von den USA aus zum Erdtrabanten starten, sagte Pence.
Zuletzt waren im Jahr 1972 Menschen auf dem Mond gelandet. Die nächste bemannte Mission war ursprünglich für das Jahr 2028 geplant. Die Entwicklung der neuen Trägerrakete SLS hatte sich aber verzögert, der erste Testflug wurde jüngst auf das Jahr 2021 verschoben. Pence warf der Nasa in seiner Rede eine «Paralyse durch Analyse» vor, die zu Verzögerungen bei der SLS-Rakete geführt hätten.
Notfalls mit privaten Raketen
Pence forderte eine «neue Mentalität» bei der Raumfahrtbehörde. Andernfalls drohte er, für die nächste Mondmission auf private Raumfahrtunternehmen zurückzugreifen: «Wenn kommerzielle Raketen der einzige Weg sind, amerikanische Astronauten in den nächsten fünf Jahren zum Mond zu bringen, dann werden es kommerzielle Raketen sein.»
Pence mahnte in seiner Rede zur Eile. Ein Scheitern des Fünf-Jahres-Ziels sei «keine Option». Er verwies dabei auf die Konkurrenz Chinas in der Raumfahrt und die Landung eines chinesischen Roboters auf der Rückseite des Monds. Wie während der 60er-Jahre befänden sich die Vereinigten Staaten in einem «Wettlauf», nur dass die Herausforderungen heute grösser seien.
«Herausforderung angenommen»
«Der nächste grosse Schritt ist es, innerhalb der nächsten fünf Jahre amerikanische Astronauten mit allen erforderlichen Mitteln zurück zum Mond zu schicken und eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond zu etablieren und sich darauf vorzubereiten, amerikanische Astronauten auf den Mars zu bringen», sagte Pence.
Damit dies erreicht werden könne, müsse die Nasa schlanker und agiler werden. Die Raumfahrtbehörde bestätigte, dass Pence tatsächlich eine Landung auf dem Mond meinte, und nicht etwa nur eine Rückkehr in den Mondorbit. Auf Twitter schrieb sie: «Herausforderung angenommen. Jetzt lasst uns an die Arbeit gehen.»
Space-Shuttle-Programm vor acht Jahren eingestellt
- Washington hatte sein Space-Shuttle-Programm im Jahr 2011 eingestellt.
- Zur Internationalen Weltraumstation ISS konnten US-Astronauten seitdem nur noch mit russischen Sojus-Raketen gelangen.
- Der Vertrag mit Russland läuft im November 2019 aus.