Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03337.jsonl.gz/707

Bern–Worb
|Kürzel||BWB|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1907-07-01|
|Mutiert||Ab 1927-01-01 Vereinigte Bern–Worb-Bahnen|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1898 eröffnete BWB gehörte einer Aktiengesellschaft und hiess ursprünglich Bern–Muri–Gümligen–Worb-Bahn (BMGWB), ab 1907 dann BWB. Den Betrieb besorgten anfangs auf Rechnung die Städtischen Strassenbahnen Bern (SSB), später die BWB selbst.
Finanziell sah es in den ersten Geschäftsjahren nicht erfreulich aus. Die BWB war defizitär und der Passivsaldo stieg an. Durch einen Personalabbau konnten jedoch 1904 die Betriebsausgaben gesenkt und der Negativtrend gestoppt werden. Die stetig angewachsenen schwebenden Schulden wandelte die BWB 1905 in Anleihen um. 1910 wurde die Linie elektrifiziert (Gleichstrom) und zu diesem Zweck neues Kapital beschafft. Zugleich, im Jahr 1909, reduzierte die BWB den Nominalwert der Aktien um 20 Prozent, wodurch Mittel von 110'000 Franken zur Verfügung standen, die man zur Verlusttilgung (Passivsaldo) und Reservenbildung verwendete.
Bei der BWB handelte es sich zunächst um eine typische, fast ausschliesslich auf den Personen- bzw. Pendlerverkehr ausgerichtete Vorortsbahn zur städtischen Naherschliessung. Ab 1907 setzte die schmalspurige BWB Rollschemel ein. In der Folge zog der Gütertransport an, erreichte aber ertragsmässig bei Weitem nicht das Niveau des Reiseverkehrs. Der Kriegsausbruch 1914 beeinträchtigte das Geschäft der BWB nicht. Im Gegenteil verdreifachten sich die Erträge sowohl aus dem Personen- wie aus dem Güterverkehr bis ins Jahr 1920. 1917 konnte die BWB erstmals eine Dividende ausschütten, 1919 schrieb sie mit einem Überschuss von fast 115'000 Franken das bislang beste Betriebsergebnis.
1927 fusionierte die BWB mit der Worblentalbahn (WT), die sich mit 90'000 Franken an der BWB beteiligt hatte, zu den Vereinigten Bern–Worb-Bahnen (VBW). Sie fiel somit als eigenständiges Unternehmen aus der Statistik.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: