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Mindestens 12.3 Million Menschen werden gemäss einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO/ILO) weltweit zu Zwangsarbeit gezwungen oder sind aufgrund sozialer Zustände genötigt, Zwangsarbeit zu verrichten. Davon werden 9,8 Millionen von privaten Akteuren ausgebeutet, unter ihnen mehr als 2,4 Millionen in Zwangsarbeit als Folge des Menschenhandels. Weitere 2,5 Millionen werden vom Staat oder von rebellierenden Militärgruppen zur Arbeit gezwungen. Dies belegt eine Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO/ILO). ILO Generaldirektor Juan Somavia nannte Zwangsarbeit «ein Sozialübel, das keinen Platz in der modernen Welt hat».
Der ausführliche Bericht liefert die erste globale Schätzung der Profite, die jedes Jahr durch Menschenhandel zum Zweck der Zwangsarbeit (Ausnutzung von Frauen, Kindern und Männer) gemacht werden - 32 Milliarden US$ oder im Durchschnitt 13'000 US$ durch jede einzelne zwecks Zwangsarbeit «gehandelte» Person.
Durch Zwangsarbeit werden den betroffenen Menschen fundamentalste Grundrechte und ihre Würde verweigert, so Juan Somavia.
Der Bericht ist die bisher vollständigste Analyse, die je durch eine zwischenstaatliche Organisation erstellt wurde; im Wesentlichen beinhaltet er eine Zusammenstellung von harten Fakten und der zugrunde liegenden Ursachen von Zwangsarbeit. Er wurde als Fortsetzung zur von der ILO 1998 angenommenen «Erklärung der grundlegenden Grundregeln und Rechte bei der Arbeit» erarbeitet und wird bei der jährlichen internationalen Arbeitskonferenz im Juni 2005 diskutiert.