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Velotour der Hallauer Konfirmanden nach Griessen
Am Samstagnachmittag machten wir uns mit unseren Velos auf den Weg nach Griessen. Wir fuhren über einen schönen Weg dem Bach entlang bis zum Dorfeingang. Bei der Griessener Dorfkirche trafen wir uns mit unserem Referenten Herrn Walter Bernhart. Das Thema hier war das Leben und der Einfluss von Thomas Müntzer auf die Reformation. Denn Thomas Müntzer hat nachweislich während der Bauernerhebungen am Oberrhein in Griessen gepredigt.
Luis Meier,
Um 16.15 Uhr verabschiedeten wir uns von Herr Bernhart. Auf dem Nachhauseweg machten wir noch einen Halt an der Tankstelle in Griessen, und Frau Schäfer spendierte uns dort ein Eis. Wir fuhren beinahe denselben Weg zurück und hatten dabei viel Spass.
Aber wer war eigentlich Thomas Müntzer? Thomas Müntzer war ein deutscher Pfarrer, der 1490 in Stolberg, Thüringen, geboren ist. Er studierte Theologie in Leipzig und Frankfurt. Früh bewunderte er Luther und seine Reformation; 1520 wurde er Prediger in Zwickau. 1521 floh er nach Böhmen und verfasste dort das Prager Manifest, die Grundlage seiner theologischen Vorstellungen: Die Wirkung des Wortes Gottes durch den heiligen Geist und die Umsetzung des Evangeliums vom Reich Gottes auf Erden.
1523/24 war er Pfarrer in Allstedt. Er feierte die erste evangelische Messe in deutscher Sprache und hielt die Fürstenpredigt vor der Obrigkeit; Luther warnte vor Müntzer und bezeichnete ihn als Furie von Allstedt.
Müntzer predigte an vielen verschiedenen Orten, unter anderem in Griessen, und stets auf Seiten der Bauern. Müntzer wurde bei seinem Vorgehen immer radikaler, auch weil er vielmals von den Fürsten verscheucht wurde.
1525 schloss sich Müntzer den Bauernaufständen in Thüringen an. Bei der letzten Schlacht gegen die vereinigten Heere der Fürsten verloren 6000 Bauern ihr Leben, und Müntzer wurde gefangen genommen. Am 27.5.1525 wurde er nahe Mühlhausen hingerichtet.