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Sechs Wochen nach der US-Präsidentschaftswahl ist Donald Trump Medienberichten zufolge vom Wahlleutekollegium als künftiger Staatschef bestätigt worden. Trump habe die Hürde von 270 nötigen Stimmen genommen, berichteten übereinstimmend mehrere Medien am Montag.
Der Milliardär soll am 20. Januar Präsident Barack Obama im Amt ablösen. Die Wahlleute hatten am Montagmorgen in ihren jeweiligen Bundesstaaten mit ihrer Stimmabgabe begonnen.
Sie waren zwar nicht zwingend an das Wahlergebnis vom 8. November gebunden, es galt aber als sicher, dass das «Electoral College» Trump zum US-Präsidenten wählt. Dafür waren mindestens 270 der 538 Stimmen nötig – diese habe der 70-Jährige erhalten, berichteten übereinstimmend mehrere US-Medien.
Die Medien beriefen sich auf eigene Zählungen. Offiziell ausgezählt werden sollen die Stimmen erst am 6. Januar bei einer gemeinsamen Sitzung von Repräsentantenhaus und Senat in Washington.
Trump feierte in einer Erklärung einen «historischen Schritt» und er versprach: «Ich werde hart arbeiten, um unser Land zu einen und der Präsident aller Amerikaner zu sein.»
Trump wird neuer Präsident, obwohl seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton landesweit mindestens 2,8 Millionen mehr Stimmen gewann als er.
Sie verlor die Wahl, weil laut US-Wahlsystem die Ergebnisse in den einzelnen Bundesstaaten entscheidend sind. Die Staaten stellen die Mitglieder im sogenannten Electoral College. Und in fast allen Staaten gilt das Alles-oder-nichts-Prinzip: Sämtliche Wahlleute eines Staates gehen an jenen Kandidaten, der dort die Mehrheit errungen hat. (sda/dpa)