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Der erbittert um die Macht kämpfende irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki verliert die Unterstützung seiner Dawa-Partei. Die Partei forderte alle politischen Blöcke des irakischen Parlaments auf, den designierten Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi zu unterstützen.
Dies berichtete die unabhängige Nachrichtenseite Al-Sumaria News am Donnerstag unter Berufung auf eine am Mittwochabend veröffentlichten Erklärung der Partei.
Haidar al-Abadi, ebenfalls ein Mitglied von Al-Malikis Dawa-Partei, ist von Staatspräsident Fuad Massum mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Es sei wichtig, alle Kräfte zu bündeln und politische Differenzen im Parlament beizulegen, heisst es in der Stellungnahme der Dawa-Partei. Die «Einheit des Irak» könne nur durch eine rasche Regierungsbildung erhalten bleiben. Al-Maliki hält dennoch an seinem Ziel, eine dritte Amtszeit zu übernehmen, fest. (rar/sda/dpa)
Im Irak haben Hunderte Menschen gegen das Ergebnis der Parlamentswahl protestiert. Auslöser waren deutliche Verluste proiranischer Gruppen. Deren Unterstützer versammelten sich am Sonntag in der Hauptstadt Bagdad sowie in Basra im Süden und zündeten im Protest Autoreifen an, wie Augenzeugen berichteten. Andere blockierten eine Strasse zwischen Bagdad und Basra.