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Beat Schweizer, Vizedirektor der Generaldirektion des IKRK, des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, behandelte in seiner überzeugenden Eröffnungsrede Themen wie Neutralitätspolitik, Schweizer Hilfswerke und die Humanitäre Nothilfe. Grossen Wert legte er dabei auf die Frage: „Was kann die neutrale Schweiz bei bewaffneten Konflikten im Ausland bewirken?“
Dass Neutralität nicht mit Gleichgültigkeit zu verwechseln sei, hielt der IKRK-Vertreter gleich zu Beginn fest. Viel eher könne man die Position der Schweiz mit einem Schiedsrichter vergleichen, der Dank seiner neutralen und unabhängigen Haltung von jeweils beiden Parteien Respekt erntete. Dieser wertvolle strategische Vorteil ermögliche den Delegierten des IKRK den Zugang zu Konfliktgebieten, um direkte humanitäre Hilfe zu leisten.
Im Anschluss an seine Rede stellten einige interessierte Jugendliche Fragen über die Wirksamkeit des IKRK. Was tun, bei den teilweise aussichtslosen Krisensituationen in Darfur, Kongo, Irak und Somalia? Obwohl wir die Welt, wie Schweizer sagt, nicht grundlegend verändern können, kann jeder zu einer Verbesserung der humanitären Situation in einzelnen Krisengebiete beitragen. Schweizer zitierte Nelson Mandela: „Es ist nicht wirklich das Gute das ihr (IKRK ) tut, sondern das Böse, das ihr verhindert.“