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Wir halten bei uns Lamas. Als Vergleich und der Vollständigkeit halber werden wir nachfolgend über beide Gattungen schreiben.
Lamas und Alpakas sind domestiziert. Die Wildform des Alpaka ist das Vikunja, als Wildform des Lama wird das Guanako benannt.
Sie wurden bereits bei den Inkas als Haustiere gehalten und gezüchtet und gehören zur Gattung der Neuweltkameliden. In den kühlen, trockenen Hochebenen der Anden waren und sind sie wichtige Lieferanten von Fleisch, Wolle und Häuten und dienen noch heute als Tragtiere, insbesondere die Lamas. Sie werden in vielen Ländern wegen ihres neugierigen, sanften Wesens gern als Hobbytiere gehalten und wegen ihrer Genügsamkeit zur Landpflege geschätzt. Hierzu eignen sie sich wegen ihrer vorsichtigen Futteraufnahme und ihrem schonenden Tritt auch in steilem Gelände bestens.
Lamas sind ruhige, neugierige, dem Menschen durchaus zugewandte Tiere. Sie lernen schnell und sind in der Lage das Gelernte umzusetzen. Dennoch sind sie keine Kuscheltiere; je nach Charakter des Tieres ist ein Berühren oder sogar ein Umarmen möglich oder eben nicht gewünscht.
Wanderungen, tiergestützte Aktivitäten und Therapien und somit das Arbeiten mit älteren Menschen, Kindern oder behinderten Menschen können mit diesen Tieren sehr erfolgreich durchgeführt werden.
Neuweltkameliden sind Herdentiere mit ausgeprägter Rangordnung, weshalb Auseinandersetzungen selten vorkommen. Allerdings sind geschlechtsreife Hengste untereinander in Gegenwart von Stuten unverträglich. Sie können aber mit Junghengsten und Wallachen (kastrierten Hengsten) zusammen gehalten werden. Den üblichen Herden, gebildet aus Stuten und ihren Jungtieren, können auch Wallache zugesellt werden. Neue Tiere lassen sich in der Regel gut in bestehende Herden eingliedern.
Neuweltkameliden sind Schwielensohler. Sie betreiben keine gegenseitige Fellpflege, wälzen und scheuern sich aber sehr gern. Sie legen sich getrennte Kot-, Liege- und Wälzplätze an.
Neuweltkameliden weiden tagsüber während 8-12 Stunden. Sie haben ein Magensystem mit drei Kompartimenten, das funktionell mit demjenigen echter Wiederkäuer vergleichbar ist. Zur vollständigen Verdauung ihrer Nahrung kauen Neuweltkameliden nachts während etwa sechs Stunden wieder.
Lamastuten haben eine Tragzeit von 331-368 Tagen, Alpakastuten von 320-340 Tagen, nach der sie ein Junges zur Welt bringen. Lamas und Alpakas können 15-25 Jahre alt werden.
Lamas werden in die beiden Typen Ccara-Sullo- (= "Classic Lama"... das sind unsere:-)) und Wooly-Lamas, Alpakas in die Typen Huacaya und Suri unterteilt. Kreuzungstiere aus Lama und Alpaka werden Huarizo genannt.
Die verschiedenen Typen unterscheiden sich voneinander vor allem im Vlies, in ihrem hauptsächlichen Verwendungszweck sowie in der Körpergrösse; Lamas sind wesentlich grösser als Alpakas.
Lamas wurden von verschiedenen Andenvölkern als Göttertiere verehrt. Von den Inkas wurden insbesondere die weißen Lamas verehrt, da sie in deren Glauben nach als direkte Nachkommen von „Napa“, dem Lebewesen, welches als erstes nach der Sintflut auf die Erde zurück kam, gesehen wurden.
Quellen: "Haltung von Lamas und Alpakas", Bundesamt für Veterinärwesen, Kamelhof.ch und Wikipedia
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