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Platzgen ist eine Wurfsportart, die einen an Boggia erinnert. Der Wurfkörper, die Platzge, besteht meistens aus gehärtetem Stahl. Der Durchmesser der Platzge darf 18 Zentimeter nicht überschreiten; ansonsten bestehen keine Vorschriften über Form und Gewicht.
Praktisch alle Platzger beziehen ihren Wurfkörper beim gleichen Produzenten, erklärt Otto Meyer vom Platzgerclub Berntor. Die Modelle gleichen sich denn auch stark, variieren beim Gewicht aber zwischen 1 und 3 Kilogramm. Zudem basteln die Platzger an ihrem Wurfkörper herum, schärfen etwa die Kanten. Otto Meyer etwa hat Löcher in die Platzge gebohrt.
Auch wenn es ein Wurfsport sei, «sagen wir nicht werfen, sondern schiessen», führt er aus. «Wir sprechen vom Schiessbüchlein, in das die Resultate eingetragen werden.»
«Geschossen» wird über 17 Meter ins eigentliche Ries, eine Zielfläche mit 1,4 Metern Durchmesser, die aus Lehm besteht. Deshalb auch der Ausdruck «Guet Lätt». Im Zentrum des Ries steht ein Metallstab, Schwirren genannt. Ziel ist es, die Ahornblatt förmige Platzge so nahe an den Schwirren zu werfen, bzw. schiessen, wie möglich.