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Simarubarinde
(Ruhrrinde, cortex Simarubae), die stark bittere Wurzelrinde von Arten des Geschlechts Simaruba, hohen Waldbäumen des heißen Amerika und nahen Verwandten der Quassiabäume. Man hat im Handel zwei Sorten: Guiana- und Jamaikarinde, erstere von S. officinalis, letztere von S. medicinalis stammend. Die Guianarinde erscheint, in der Länge nach zusammengelegten, circa 5 cm breiten Streifen, ist leicht, schwammig, biegsam und zähe, nicht zu zerbrechen.
Die stark höckerige Außenseite bedeckt eine schmutziggelbe, dünne, glänzende Korkschicht, die stellenweise fehlt und die braune feste Mittelrinde hervortreten läßt. Die Innenseite bildet eine graugelbliche, grobfaserige, sehr zähe Bastlage. Die Rinde von Jamaika ist unterseits glatter und heller, fast weiß, die Oberseite ist mit kleinern Warzen dicht besetzt. Die sonstige Beschaffenheit der Rinden ist übereinstimmend; der Geruch fehlt, der Geschmack ist intensiv bitter und etwas schleimig; der bittere Stoff ist dem der Quassia sehr ähnlich. Die Rinde wurde früher in Pulver oder Abkochung als ein sehr wirksames Mittel gegen Ruhren, Koliken u. dgl. verordnet, ist aber jetzt fast ganz außer Gebrauch gekommen. - Zollfrei.