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Mit dir spielt die Musik
Werde ein Team mit deinem Hund. Aber, wie kannst du das erreichen? Versuche in einem ersten Schritt die Aufmerksamkeit deines Hundes zu bekommen. Genau, der Hund soll auf dich aufmerksam werden und dich wahrnehmen. Nicht die Scheibe!
Du kennst das Spiel aus der Hundeschule. Nimm ein Leckerli in die Hand und strecke deinen Arm vom Körper ab. Sobald dein Hund dir in die Augen schaut, bekommt er das Leckerli.
Statt dem Leckerli nimmst du die Scheibe. Du kannst es schwieriger machen, indem du in jede Hand eine Scheibe nimmst. Noch schwieriger, indem du die Scheiben bewegst.
Sobald der Hund dir die Aufmerksamkeit schenkt und in deine Augen schaut, wirfst oder rollst du die Scheibe. Dies ist die Belohnung.
Die Länge des Augenkontakts langsam erweitern. Also immer ein bisschen länger warten, bis die Scheibe als Belohnung kommt.
Dein Hund muss verstehen, dass der Spass zusammen mit dir stattfindet und er dazu mit dir kommunizieren muss. Ignoriert er dich, gibt es keine Frisbee und somit keinen Spass.
Die Aufmerksamkeit deines Hundes auf dich ist ein wichtiger Schritt zu einer wertvollen Teamarbeit!
Konzentriere deinen Hund auf dich; gemeinsam habt ihr Spass!
Körperkontakt erwünscht
Bei einem Vault (Körperabsprung) nutzt dein Hund dich als Sprungbrett. Er muss sich an deinem Körper abstossen um die Scheibe zu erreichen. Vielen Hunden wird das Anspringen eines Menschen von früh auf abgewöhnt. Jetzt wird es schwierig!
Mache den Aufbau langsam. Setzt dich auf den Boden und locke deinen Hund so, dass er auf deinen ausgestreckten Beinen stehen kann. Oder du stehst auf allen Vieren und jemand lockt den Hund auf deinen Rücken.
Der Hund lernt, dass es ok ist deinen Körper zu berühren und dass er auf deinem Körper stehen kann. Ganz ohne Bodenkontakt.
Körperkontakt soll für deinen Hund positiv und selbstverständlich sein!
Mehr Kraft beim Absprung von deinem Körper
Beim vorgängig genannten Vault ist es wichtig, dass der Hund sich an deinem Körper abstosst. Macht er das zaghaft oder gar nicht, kann er keinen schönen Sprung ausüben.
Er springt eher von deinem Körper runter statt diesen als Sprungbrett zu nutzen um in die Höhe und nach Vorne zu kommen.
Zeige deinem Hund einen Vault an, mach statt eines Wurfes ein Roller. Der Hund wird sich schnell umorientieren um an die Scheibe zu kommen. Dabei stösst er sich kräftig an deinem Körper ab.
Ist das Abstossen wieder kräftig genug, kann der Roller durch einen Heber ersetzt werden.
Mit dem Roller stärkst du das Abstossen an deinem Körper!
Übersprung statt Absprung
Hast du einen Hund, der lieber Vaults macht statt Overs? Egal wie du die Frisbee hältst, egal wie hoch oder wie tief dein Bein ist. Dein Hund springt immer von deinem Bein ab statt darüber zu springen?
Hier hilft dir ein eine Stange.
Am besten ist es, du setzt dich hinter eine Hürde oder du sagst jemandem, dass er eine Stange halten soll. Setz dich mit ausgestrecktem Bein hin und halte die Stange davor. Beginne tief. Nun motiviere mit der Scheibe deinen Hund zu einem Sprung über dein Bein – und die Stange.
Durch die Stange wird dein Hund zum Sprung ansetzen, da er jetzt keine Möglichkeit mehr hat von deinem Bein abzustossen.
Achte darauf, dass du die Scheibe nie unterhalb der Stange hältst. Dein Hund soll nicht auf die Idee kommen, unter der Stange durchzukommen.
Nun kannst du dein Bein langsam höher nehmen und auch die Stange. Baue diese Übung Schritt für Schritt auf, bis du die Stange weglassen kannst.
Achte auf die Position der Scheibe. Diese darf nicht zu weit weg vom zu überspringenden Körperteil sein. Die Frisbee sollte über dem Hindernis oder leicht dahinter platziert werden. Der Hund springt dadurch früh genug ab und kommt nicht auf die Idee, sich am Bein abzustossen, um an die Scheibe zu kommen.
Achtung, wenn du die Position änderst (von Sprung über Bein zu Sprung über Rücken), musst du von vorne anfangen.
Mit einer Stange als Hürde motivierst du deinen Hund zu einem Übersprüng!
Nein danke, ich nehme lieber die nächste Frisbee
Es gibt Hunde, welche es langweilig finden gewisse Scheiben zu fangen. Sie machen sich nicht die Mühe dieser hinterher zu rennen und fokussieren sich lieber auf die nächste Scheibe.
Teilweise so, dass sie nicht einmal die Scheibe nehmen, welche direkt vor ihrer Schnauze fliegt.
Hier ist es wichtig, dass du gut beobachtest und mit deinem Hund strikt bist. Wenn du eine Scheibe für deinen Hund wirfst, erwarte von ihm, dass er diese fokussiert. Ob er die Frisbee zu dir zurück bringen muss ist eine Philosophie-Sache. Wir sind der Meinung ja.
Zumindest sollte dein Hund aber klar zeigen, dass er die Scheibe fokussiert, versucht zu fangen und auch ein Stück in deine Richtung trägt.
Also, dein Hund hat entschieden die geworfene Frisbee zu ignorieren. Du wirfst jetzt bitte keine weitere Scheibe, sonst wird er belohnt. Stopp dein Spiel und motiviere deinen Hund die geworfene Scheibe aufzuheben und in deine Richtung zu bringen.
Dann gibts Party – du hast den geilsten Hund auf der Welt!
Jetzt kann das Spiel weitergehen. Dies musst du bei erneutem Ignorieren der Frisbee wiederholen.
Motiviere deinen Hund jede geworfene Frisbee spannend zu finden!
In der Ruhe liegt die Kraft – und der Spass
Genau, gehe ruhig mit deinem Hund frisbeespielen. Sieh das Spiel als Entspannung für dich und deinen Hund. Es soll euch beiden Spass machen. Hier haben harsche Worte nichts verloren.
Ich weiss, es ist nicht einfach die Ruhe zu bewahren. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Ich bin beim Frisbeewerfen noch so mit mir beschäftigt, dass ich leicht gestresst werde.
Wenn jetzt der Hund dauernd bellt oder hektisch um mich rum rennt, macht mir das keinen Spass mehr und fordert mich echt raus.
Das ist mein Problem als Spieler. Der Hund macht alles richtig.
Sag dir, dass du ruhig sein willst und diese Ruhe auf den Hund überträgst. Versuch dich zu entspannen und nimm es als Spiel und nicht als Kampf. Geniess es, dass dein Hund solche Freude und Erwartung zeigt.
Achte auf deine Schultern. Sind diese angespannt? Lass locker, atme tief durch und geh es ganz entspannt an. Wer sagt, dass du in zwei Minuten 30 Würfe raushauen musst?
Das Geheimnis überhaupt…
LÄCHELN!
Entspanne dich, lass die Schultern locker und geniess das Spiel mit deinem Hund!
Kurze Stopps unterbrechen den Flow nicht
Dein Hund kommt aus einer gewissen Distanz und soll einen Backvault machen. Entweder rennt er an dir vorbei oder er zeigt einen schlechten Sprung?
Hier hilft ein kurzer Stopp. Bring deinen Hund dazu, vor einem solchen Sprung kurz anzuhalten und dann zum Sprung anzusetzen. So kann er die Vorwärtsbewegung in eine Auf- / Vorwärtsbewegung umsetzen.
Der Stopp hilft dir, dich und deinen Hund richtig zu positionieren. Ebenfalls kannst du die Konzentration deines Hundes auf dich lenken. Und, du nimmst die Geschwindigkeit aus dem Spiel. Beim Sprung ist eine saubere Ausführung und nicht die Geschwindigkeit entscheidend.
Trainiere deinem Hund das Stopp-Kommando und sag ihm das früh genug während des Spiels. Es ist schade, wenn du das Signal zu dem Zeitpunkt sagst, in welchem dein Hund schon zum Sprung angesetzt hat.
Dies gilt nicht nur für den Backvault. Stell dir vor, dein Hund läuft zwischen deinen Beinen durch und soll einen Sprung über dein Bein oder einen Flip machen. Auch hier hilft dir das Stopp-Signal!
Kurze Stopps helfen beim Positioniern und lenken die Aufmerksamkeit auf dich!
Es wird viel von dir verlangt
Jeder weiss es und trotzdem fällt es uns schwer. Die Würfe sind nicht einfach und diese musst du immer und immer wieder üben und trainieren. Filme dich beim Werfen, analysiere und versuche die Würfe aus verschiedenen Positionen heraus.
Ja, dein Hund bleibt zu Hause. Ich weiss, das hörst du nicht gerne. Aber, DiscDogging verlangt viel von dir als Spieler. Beherrsche die Frisbee. Je mehr Würfe du zeigen kannst und diese sauber sitzen, umso besser wird dein Spiel mit dem Hund.
Nimm alle Frisbee die du hast, stelle dich in den Park oder auf eine Wiese und wirf. Stell dir vor, wo die Scheibe landen soll und überlege dir einen Wurf. Feile an deiner Technik.
Zielwerfen kannst du als Abwechslung nehmen. Versuche eine Gegenstand zu treffen. Je mehr du die Scheibe verstehst, umso einfacher wird es diese zu kontrollieren.
Werfen, analysieren und wieder werfen; die Würfen müssen dir ins Blut gehen.
Abwechslung bringt’s
Einige der hier geschriebenen Inputs kannst du sicherlich alleine anwenden. Es ist jedoch hilfreich, wenn du Leute hast, welche ein Auge auf dein Spiel werfen und dich begleiten.
Besuch weitere Seminare, auch bei verschiedenen Seminarleitern. Jeder hat einen anderen Ansatz und von jedem kannst du das für dich rausnehmen was stimmig ist.
Geh zu einem Frisbee-Treff und trainiere in der Gruppe. Die einzelnen Treffs und Trainer, wie auch die Seminare findest du auf www.hundefrisbee.ch.
Rückmeldung der Teilnehmenden
„Das Seminar ist einfach cool gewesen. Es macht Spass, dass Adrian spezifisch auf das Hund-Mensch-Team eingeht und kein Blatt vor den Mund nimmt. Auch mit Kritik wird nicht zurück gehalten – was an solchen Anlässen eher der Fall ist, weil die meisten Leute Kritik nicht vertragen. Ich habe viel gelernt und es hat mir auch gezeigt, dass ich auf dem letzten Seminar schon viel gelernt habe und es (langsam) umsetzen kann.“
Weiterlesen:
- DiscDog-Leitfaden – aus dem Seminar mit Adrian Stoica [Teil 1]
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- Hundefrisbee lernen – finde den richtigen Seminarleiter
- Ich habe eine Hundefrisbee – und nun? In 9 Schritten zum Ziel (Teil 1)
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