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Phnom Penh - Im Prozess gegen den ehemaligen Folterchef der Roten Khmer in Kambodscha hat die Anklage 40 Jahre Haft gegen den Angeklagten gefordert.
Zu Gunsten von Kaing Guek Eav alias Duch könne geltend gemacht werden, dass dieser mit dem Gericht zusammengearbeitet, seine Taten teilweise gestanden und Reue gezeigt habe, sagte Staatsanwalt Bill Smith vor dem Sondertribunal in Phnom Penh bei seinem Schlussplädoyer. Ansonsten wäre eine 45-jährige Haftstrafe für den 67-Jährigen angemessen gewesen, sagte Smith.
Das Anfang des Jahres begonnene Verfahren gegen Duch ist der erste Prozess gegen einen ranghohen Vertreter der Roten Khmer. Das von der UNO unterstützte Sondertribunal wirft ihm Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen, Folter und Mord vor.
Duch leitete das berüchtigte Gefängnis Tuol Sleng (S-21) in Phnom Penh, in dem zwischen 1975 und 1979 rund 15'000 Insassen gefoltert und hingerichtet worden waren. Im März hatte der Angeklagte die Überlebenden und die Angehörigen der Opfer um Vergebung gebeten.
Er bekannte sich in zwei Fällen zur Folter, will aber niemanden getötet haben. Mit einem Urteil wird für kommenden März gerechnet. Die Höchststrafe, die das Gericht verhängen kann, ist lebenslängliche Haft.
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