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FHNW
Der Kontext für die geplante FHNW ist dominiert durch die gewerbliche und logistische Präsenz der Baurechtsträger. Die starke Ost-West Ausrichtung der Parzellen und die schmalen gassenartigen Zufahrten bilden auch hier die für den Dreispitz so typischen parallelen Abfolgen von Räumen. Die Asymmetrie der Zwischenräume erlaubt es, die Strassen unterschiedlich zu nutzen.
Wir schlagen einen gestaffelten Baukörper vor, der im Norden nah an der Parzellengrenze steht und durch seine Position den bestehenden Strassenraum südlich etwas zu erweitern vermag. Der schmalere, nördliche Zwischenraum soll in ihrer Dimensionierung v.a. die logistischen Bedingungen der Anlieferung und Versorgung aufnehmen. Im Süden entsteht ein erweiterter Aufenthaltsraum und leistet damit einen Beitrag zur knappen Aussenraumversorgung.
Die neue Schule soll einen intensiven Austausch von Innen (Foyer) und Aussen (Gasse) schaffen. Neben zwei Hauptzugängen bei den Kopfsituationen erhält die HSW auch einen für das Dreispitzareal so typischen schmalen, aber belebten Aussenraum, der die Raumordnung der Gassen thematisiert.
Der Baukörper ist gestaffelt und nimmt dabei auf die unterschiedlichen Traufhöhen der Nachbarschaft im Norden und Süden Rücksicht. Der zurückspringende, aufsteigende und schmale Baukörper erreicht mit rund 27m eine neue Gebäudehöhe und integriert sich in den parallelen Raumschichten des Bestandes.
Die volumetrische Staffelung ermöglicht einen einfachen Umgang mit dem Programm. Die daraus resultierenden unterschiedlichen Raumtiefen ergeben eine selbsterklärende Disposition der Nutzungen. Grosse Personenansammlungen (Aula, grosse Halle, Restauration) werden mit einer maximalen Raumtiefe optimal im Erdgeschoss integriert. In den beiden folgenden Geschossen sind Lehr- und Unterrichtsräume und im schlanken 3. und 4. Obergeschoss die Dienstleistungsflächen angeordnet.
Alle Geschosse werden über die beiden Treppenkernanlagen erschlossen. Grosszügige einläufige Treppen verbinden dabei das öffentliche Erdgeschoss mit den beiden Unterrichtsgeschossen. Eine dreiläufige Treppe führt von dort in die Verwaltungs- und Institutsbereiche. Es werden so verschiedene überhohe Raumsituationen geschaffen, die Querbezüge zwischen den Geschossen erlauben und den öffentlichen Charakter des Gebäudes unterstreichen.
Die Überführung von kleinteiligen Raumgrössen hin zu Unterrichts-, Versammlungs- und grösseren Ausstellungsräumen bedingt eine Struktur, die zum einen unterschiedliche Spannweiten generieren kann und zum anderen eine Brücke zum industriellen und gewerblichen Charakter zur übergeordneten Situation schlägt. Dies lässt sich mit der vorgeschlagenen, vorgefertigten Betonstruktur optimal umsetzen. Die industrielle Anmutung der Räume leistet atmosphärisch offene und gut bespielbare Räume für die Lehre. Sie bildet einen Werkstattcharakter, der dem Veränderungs- und Innovationsgedanken einer modernen Bildungsinstitution angemessen steht.
FHNW
Reinacherstrasse 111
4053 Basel
Switzerland
Total Contractor: Allreal Generalunternehmung AG, Zürich
Structural Engineering: Jauslin Stebler AG, Muttenz
Building Services: Polke Ziege von Moos AG
Building Physics: Jauslin Stebler AG, Muttenz
Electrical Engineering: Hefti.Hess.Martignoni
Façade Engineering: Feroplan AG, Zurich
Landsape Architecture: Raymond Vogel Landschaften, Zurich