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Der Fall des seit zwei Jahren in der Türkei wegen Terrorvorwürfen festgehaltenen amerikanischen Pastors belastet die Beziehungen zwischen Ankara und Washington schwer. Sanktionen und Strafzölle, die die USA verhängt hatte, um Brunson freizubekommen, hatten die Türkei in eine anhaltende Währungskrise gestürzt.
Jüngst gab es aber Anhaltspunkte, dass Brunson beim heutigen Termin freigesprochen oder zumindest aus dem Hausarrest entlassen werden könnte. In der Nacht berichtete der US-Sender NBC von einer geheimen Einigung, die den Weg für die Rückkehr von Brunson in die USA ebne. Die Einzelheiten der Vereinbarung seien unklar. Mit dem Fall vertraute Personen sagten aber, sie beinhalte eine Zusage der USA, wirtschaftlichen Druck von der Türkei zu nehmen.
Auch Aussenminister Mike Pompeo hatte mehrmals angedeutet, dass Brunson bald wieder daheim sein werde. Die Sprecherin des US-Aussenministeriums, Heather Nauert, hatte in der Nacht gesagt, dass man den Fall am Freitag "sehr genau" beobachten werde.
Es seien für den Tag sieben Zeugenbefragungen vorgesehen, sagte Halavurt. Zwei Zeugen habe die Anklage eingeladen, fünf Zeugen die Verteidigung.
(SDA)