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Abgesehen vom Forestay, dem es gelungen ist, in den Lavaux-Hang auf Höhe des Dorfes Chexbres einen Durchbruch zu graben, wird die Region an ihrem Ost- und Westende durch zwei aus dem Hinterland kommende Fliessgewässer begrenzt: Veveyse und Lutrive.
Am restlichen Lavaux-Abhang haben die sehr kurze Entfernung zwischen dem See und dem Gebirgskamm (zwei bis drei Kilometer) und das starke Gefälle viele kleine Bäche hervorgebracht, die wenig Wasser führen: je nach Jahreszeit fallen sie sogar trocken, können aber bei starken Regenfällen zu Sturzbächen werden, wovon Namen wie Rio-d’Enfer (Teufelsfluss) künden.
Erosion verhindern
Diese kleinen Bäche wie beispielsweise Châtelard, Champaflon oder Salenche, haben es jedoch geschafft, Betten zu graben, die tief genug sind, dass sie die Gegend strukturieren und kennzeichnen.
Bei der Einrichtung der Weinbergterrassen und den sukzessiven Flurverbesserungen wurden Systeme zum Auffangen des Niederschlagswassers eingerichtet, mit dem Zweck, die Bodenerosion zu verhindern. Oberhalb der Stützmauern der Terrassen wird das Wasser gestaut und zu einem System aus senkrechten Rinnen geleitet, die es durch den Weinberg zu einem Gewässer und dem See befördern.
Unterirdisches Netz
Dieses sehr alte Rinnensystem wurde durch ein Netz aus unterirdischen Schächten und Rohren ergänzt, die entlang der Wege eingerichtet wurden, die den motorisierten Zugang zu den Weinbergen ermöglicht haben. Bei starken Regenfällen senken Wege aus Hartmaterial und Rohre das Risiko der Bodenerosion, indem das Wasser zu Gewässern und zum See transportiert wird und ein Überlaufen der Rinnen verhindert wird.
Seit zwei Jahrzehnten ermöglicht die Ausrichtung der Weinstöcke in Richtung der Höhenlinien an manchen Stellen eine Verringerung der Erosion, was der in ständiger Weiterentwicklung befindlichen Interaktion von Mensch und Natur ein neues Element hinzufügt.
Bibliografie: Bureau GEA Vallotton et Chanard SA, Architectes-urbanistes (Igor REINHARDT, collaborateur), « Hydrologie », in Lavaux, Vignoble en terrasses face au lac et aux Alpes, Dossier de candidature de Lavaux au patrimoine mondial de l’UNESCO, Cully, Janvier 2006, pp. 53-56.