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- Zehntausende Menschen sind in Barcelona auf die Strasse gegangen, um für die Einheit Spaniens zu demonstrieren. Die Organisatoren sprechen von «mehr als einer Million Teilnehmer».
- Bei ihrem Marsch durch das Zentrum der katalanischen Hauptstadt skandierten sie unter anderem «Viva España», «Ich bin Spanier» oder «Barcelona gehört zu Spanien».
- Sie forderten auch die Festnahme des von der spanischen Zentralregierung abgesetzten separatistischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont.
Zu der Kundgebung hatte die prospanische Sociedad Civil Catalana (SCC) unter dem Motto «Wir sind alle Katalonien!» aufgerufen. In einer Mitteilung teilte die Organisation mit, man wolle dafür arbeiten, dass es zu einer Versöhnung zwischen Unionisten und Separatisten komme und in der Region im Nordosten Spaniens künftig Besonnenheit und ein friedliches Zusammenleben herrschten.
Viele Demonstranten forderten die Festnahme von Regionalpräsident Carles Puigdemont. Man wolle dafür arbeiten, dass es zu einer Versöhnung zwischen Unionisten und Separatisten kommt und in der Region im Nordosten Spaniens künftig Besonnenheit und ein friedliches Zusammenleben herrschen, teilte die SCC mit.
Madrid hatte die autonome Gemeinschaft Katalonien am Samstag unter Zwangsverwaltung gestellt, nachdem das Regionalparlament in Barcelona am Freitag einen Unabhängigkeitsbeschluss verabschiedet hatte. Ministerpräsident Mariano Rajoy beauftragte nach Medienberichten seine Vize Soraya Sáenz de Santamaría mit der Übernahme der täglichen Amtsgeschäfte in der Region.
Separatisten fallen in Wählergunst zurück
Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte zudem für den 21. Dezember Neuwahlen für Katalonien angekündigt. Bei der Neuwahl müssen die Separatisten Kataloniens nach einer Umfrage mit einem Verlust der Mehrheit im Regionalparlament in Barcelona rechnen.
Bei einem Urnengang zum jetzigen Zeitpunkt würden die drei nach Unabhängigkeit der spanischen Region strebenden Parteien zusammen auf höchstens 42,5 Prozent der Stimmen und damit 65 Sitze kommen, wie aus der jüngsten Umfrage des angesehenen Forschungsinstituts Sigma Dos im Auftrag der Madrider Zeitung «El Mundo» hervorgeht. Für die absolute Mehrheit sind mindestens 68 Sitze nötig.