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Allgemein erregt die Schweizer Flagge Aufmerksamkeit. Die quadratische Fahne, welche ein weißes Kreuz auf rotem Grund mit exakt definierten Proportionen zeigt, sorgt immer wieder für Interesse und Leidenschaft. Tauchen Sie ein in die Welt aus Symbolen sowie in eine Vergangenheit, welche vielfältiger ist als gedacht.
Obgleich die Schweizer Fahne scheinbar ideal zu den Besonderheiten des Landes mit vier Sprachen passt, ist diese das Resultat eines puren Zufalls. In den vergangenen sieben Jahrzehnten hat die weltbekannte Landesfahne eine bewegte Geschichte hinter sich. 1848 wurde die Schweizer Fahne offiziell zu einem Hoheitszeichen der Schweiz erklärt. Jedoch war sie bereits seit 1339 bedeutsam, als auf rotem Grund das weiße Kreuz bei der Schlacht in Laupen das Zusammengehen der entsprechenden Waldstätte (Luzern, Unterwalden, Schwyz und Uri) und des Berner Kantons symbolisierte.
Ein militärisches Symbol
Also wurde das Schweizer Kreuz im Krieg eingesetzt, sodass sich auf dem Schlachtfeld die Kämpfer erkannten. In den späteren Jahren 1800 und 1815 hatte Niklaus Franz von Bachmann für seine Truppen auf rotem Grund das weiße Kreuz als Feldzeichen verwendet. Das Bundessiegel bestand ab 1815 aus einem gleichschenkligen, freischwebenden, aufrechten und weißen Kreuz, welches von den Kantonswappen einer eidgenössischen Tagsatzung auf dem roten Grund umgeben ist.
1810 wurde auf das Betreiben von Guillaume-Henri Dufours erstmalig eine gesamtschweizerische Truppenflagge geschaffen. Der Bundesrat präzisierte 1889, dass die vier gleich langen Kreuzarme um ein Sechstel verlängert als breit sein müssten. Napoleon Bonaparte verordnete während der Helvetischen Republik eine Trikolore in grün, rot und gelb der Schweiz, welche gleich nach seinem Sturz erneut aufgegeben wurde.
Aus der Schweiz zu dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes
Zwischen diesem Emblem des Roten Kreuzes und der Schweizer Fahne gibt es eine besonders große Ähnlichkeit, was kein Zufall ist: 1863 war neben Henry Dunant ebenso General Guillaume-Henri Dufour einer der Gründer des internationalen Komitees des Roten Kreuzes. Die visuelle Beziehung zwischen diesem Emblem der humanitären Organisation und der Schweizer Flagge ist daher besonders stark. Dem Land hat General Dufour noch weitere prägende Erbschaften hinterlassen, wie etwa beim höchsten Gipfel den Namen, die Dufourspitze. Diese ist 4.364 hoch und liegt gleich neben der Dunantspitze.
Stolz des gesamten Landes
In der Schweiz ist es schwierig, sich zu bewegen, ohne dabei auf die Landesfahne zu stoßen. Stolz flattert sie über dem Berner Bundeshaus, grüßt jedoch ebenso von Berghütten, Flugzeugen und ländlichen Balkonen. Außerdem findet sich das Schweizer Kreuz auch auf Fahrzeugkennzeichen. Damit erinnert es an die Verbindung zwischen allen vier Landesteilen. Es symbolisiert den Pluralismus und die Kraft der Tradition der Schweiz.
Swiss Made mit einem Plus
Oft wird das Schweizer Kreuz für Produkte als Herkunftsangabe eingesetzt. Seine Verwendung hat den Ansprüchen für die Nutzung der Bezeichnung Swiss Made zu entsprechen. Mit dem Phänomen hat sich die Universität Sankt Gallen befasst. Laut ihrer Studie zeigt sich, dass für die Swiss Made-Produkte die Swissness-Prämie mit dem Schweizer Kreuz im Inland und Ausland enorm ist.
Sonderfälle
Die quadratische Form der Flagge und die Proportionen beim weißen Kreuz legt das Gesetz genau vor. Trotzdem gibt es unterschiedliche Fahnenformen, wie etwa die Flagge der Schweizer Handelsmarine zur See. Sie entstand 1941. Seit 1953 ist sie als rechteckig definiert. Selbst im Sport defilieren bei den Olympischen Spielen die Athletinnen und Athleten unter einem rechteckigen Banner. Die Luftwaffe hingegen führt eine Kokarde mit weißem Kreuz auf rotem Grund.
Fazit
Sie hat nicht nur eine bewegende Vergangenheit, sondern ist auch in Zukunft attraktiv. Daher lohnt sich das Schweizer Flagge kaufen.