Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03325.jsonl.gz/589

Die Betreiber des Schweizer Filehosters Rapidshare wurden freigesprochen. Angeklagt waren das Eigentümerehepaar.
Rapidshare war ein Anbieter von Online-Diensten mit Sitz im schweizerischen Baar, der sich auf die Speicherung, die Verwaltung und den einfachen Austausch von insbesondere grösseren Dateien spezialisiert hatte. Er finanzierte sich durch kostenpflichtige Premium-Zugänge. Nach eigenen Angaben (Februar 2010) war Rapidshare mit über 160 Millionen hochgeladenen Dateien und täglich 42 Millionen Besuchern der weltweit grösste Filehoster. Die Gesamt-Festplattenkapazität der Rapidshare-Server betrug 2011 nach eigenen Angaben ca. 10 Petabyte (10.000 Terabyte), angebunden waren die Server mit einer Datenübertragungsrate von ca. 920 Gigabit pro Sekunde.
Das Unternehmen erzielte mit seinen rund 60 Mitarbeitern (September 2010) einen geschätzten Umsatz von fünf Millionen Euro im Monat. Laut dem Datenauswertungsunternehmen Alexa Internet lag Rapidshare im Oktober 2011 im Dreimonatsdurchschnitt auf Platz 180 der am meisten aufgerufenen Webseiten der Welt. Zuvor lag die Website über Monate hinweg unter den ersten 20 mit Platz 10 Mitte 2008 als bisherige Höchstplatzierung.
Auf dem Filehoster konnten Nutzer schnell Dateien hochladen und zum einfachen Download zur Verfügung stellen. Zahlreiche Inhalte auf Rapidshare waren offensichtlich urheberrechtlich geschützt und wurden widerrechtlich hochgeladen. Dafür wollte die Staatsanwaltschaft die Betreiber verantwortlich machen, es ist unbekannt, ob das Urteil noch angefochten wird.