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Die Pionierinnenzeit – Von Tschernobyl bis Baubiologie
Der Bericht von Carola Hillman und Brigitta Ruoss
Als die Ferien für Kinder keinen Anklang mehr fanden, beschloss das SAH im Jahr 1986, eine Ausschreibung zu machen und ein Zweierteam zu suchen, welches das Haus als Kurszentrum führt. Carola Hillman und Brigitta Ruoss bewarben sich, bekamen den Zuschlag und arbeiteten unter der Auflage, das Haus kostendeckend zu führen.
Start unter schwierigen Umständen
Die zwei Frauen waren in vielerlei Hinsicht Pionierinnen in dieser Zeit. Sie starteten unter schwierigen Umständen: Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl ereignete sich gleich einen Monat nach ihrem Beginn. Es wurde bald klar, dass der radioaktive Niederschlag gegen Norden (Skandinavien) und dann auch Westen getrieben wurde. Die Milch war als erstes sehr betroffen, weil das Gras direkt von den Kühen von der Wiese gefressen wurde. Die Skandinavier publizierten als erste die massive Verstrahlung.
Deshalb stellten die Betriebsleiterinnen ihre Ernährung auf vegan um und boten dies auch den Gästen an. Ein schon gebuchtes Hochzeitsfest mit 60 Gästen wollte kurzfristig vegan essen, und so erfand Brigitta eine wunderbare Tofuterrine im Biovollkornblätterteig, begleitet von einem grossen Salatbuffet, umrahmt von einem Suppen- und Dessertbuffet. Es war legendär, und die Gäste waren begeistert. So etablierte sich das Lindenbühl 1986 als vegi/veganes Seminarhaus und zog immer mehr solche Kundschaft an.
Baubiologischer Umbau
Sehr wichtig für das Haus waren die baubiologischen Umbauarbeiten, welche unter der Bauleitung von Carola Hillmann durchgeführt wurden: Der Saal, Dachstock, Malerarbeiten und alle Fenster im Haus wurden saniert. Der Saal war wichtig für das Beherbergen von Gruppen, denn früher waren der heutige Saal und das Foyer in drei Teile unterteilt und der Dachstock war für viele Kurse zu niedrig. Durch das Entfernen einer Wand wurde der Saal gleich viel geräumiger, und so ergab sich ein geeigneter Kursraum für grössere Gruppen.
Rauchfrei
Carola und Brigitta wagten lange vor allen anderen einen damals undenkbaren Schritt und machten das ganze Haus rauchfrei. Stattdessen richteten sie ein Raucher-Stübli im Keller ein.
Das letzte Leitungspaar
Brigitta und Carola wohnten als letztes Leitungspaar im Haus, Brigitta für 5 Jahre und Carola während 7 Jahren.