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Die Alzheimer-Krankheit (Alzheimer’s disease, AD) ist eine neurodegenerative Erkrankung, die für das Gesundheitswesen auf der ganzen Welt ein grosses medizinisches Problem und eine finanzielle Belastung darstellt. Da die Krankheit nicht geheilt werden kann, besteht die Priorität für die Volksgesundheit darin, die kognitiven Leistungen im Alter zu verbessern und, soweit möglich, einen kognitiven Abbau zu verhindern.
Im Laufe der Jahre hat sich bei verschiedenen Nutrazeutika gezeigt, dass sie die Fähigkeit oder ein grosses Potenzial besitzen, eine kognitive Verschlechterung zu verhindern. Dazu zählen Aurapten und Naringenin, zwei natürliche bioaktive Wirkstoffe, die aus den Schalen von Zitrusfrüchten gewonnen werden. Sie haben in vorklinischen Studien eine antiinflammatorische, antioxidative und neuroprotektive Wirkung, bei AD-Mausmodellen eine Verbesserung der Gedächtnisleistung sowie bei gesunden älteren Menschen eine Erhaltung der kognitiven Fähigkeiten gezeigt und stellen daher eine attraktive Strategie zur Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten dar. Das bedeutet, dass eine Population aus schwächeren älteren Menschen mit subjektivem kognitivem Abbau (Subjective Cognitive Decline, SCD) – was mit einem höheren AD-Erkrankungsrisiko verbunden ist – das ideale Ziel für frühe Interventionsstudien darstellt.
In dieser randomisierten, kontrollierten Pilotstudie werden die klinischen und biologischen Effekte von Zitrus-Phytochemikalien bei 60 Personen mit SCD untersucht. Die Teilnehmer werden randomisiert und erhalten während 9 Monaten entweder Zitrus-Phytochemikalien, standardisiert in Form von Aurapten und Naringenin, oder aber Placebo. Vor Behandlungsbeginn und nach Behandlungsende werden zur Ergebnismessung Kognitionstests durchgeführt und biologische Marker im Blut ermittelt.