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Wahlergebnis-Studie zeigt erneut: Zeitungen sind wichtig für die politische Meinunsgbildung
27. Juli 2020
Selects hat eine Studie zur Wahlteilnahme und dem Wahlentscheid der Bevölkerung während der eidgenössischen Wahlen 2019 veröffentlicht. Aus ihr geht klar hervor: Zeitungen sind essentiell für die politische Meinungsbildung und werden rege dafür genutzt.
Bei einem ersten Blick auf die Selects-Studie scheinen sich Medienaktivitäten (Interviews und Pressemitteilungen) bei Kandidaten verglichen mit anderen traditionellen Wahlkampfmitteln mittlerer Beliebtheit zu erfreuen. Der Grund: Vielen fehlt der Zugang dazu. Entweder verfügen die Kandidierenden nicht über die finanziellen Mittel für Inserate oder sie sind nicht bekannt genug, um für Interviews und Reden angefragt zu werden.
Der Schein trügt: Zwar werden kostengünstige Mittel öfter verwendet, werden aber zum Teil als weniger wichtig für den Wahlerfolg erachtet. Medienaktivitäten sind sowohl für Wählende als auch für die Kandidaten essentiell. Fast die Hälfte der Kandidierenden nutzten Medienaktivitäten als Massnahme für den Wahlkampf und insgesamt 31% erachten sie als wichtig. Diese Quote erreicht nebst Zeitungen nur die Massnahmenkategorie "eigene Flugblätter, Plakate und Give-Aways."
Zurecht: Fast die Hälfte der Wählenden nutzte bei den Eidgenössischen Wahlen 2019 die Wahlkampfberichterstattung in der Presse (46%) und jeder Zehnte (13%) stützte sich auf Inserate in den Zeitungen. Nur Gespräche mit Famile/Freunden und Sendungen/Debatten im Fernsehen/Radio (55%) liegen vor der Wahlkampfberichterstattung in der Presse.
Bei den internetbasierten Instrumenten fällt auf, dass sie insgesamt viel weniger relevant waren als die traditionellen Wahlkampfinstrumente, die immer noch klar dominieren. Hier erreichten Facebook (65%), Kurznachrichten wie SMS oder WhatsApp (55%) und persönliche Emails (33%) die höchste Einsatz-Beliebtheit bei en Kandidierenden, weil ihr Netzwerk so direkt und kostengünstig angesprochen werden kann. Als wichtiger erachtet werden aber nach wie vor die traditionellen Wahlkampfmassnahmen.
Die Studie steht hier zum Download, interessante Fakten zu den Medien ab S. 53.