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Bruno Schaffner
Ausfahrten mit Bugatti oder Ferrari gehörten in Bruno Schaffners Kindheit zum Alltag. Am Wochenende frühmorgens über den Gotthard zu driften und in Ascona einen Kaffee zu trinken, war für Brunos Vater völlig normal. Für klein Bruno waren diese Ausfahrten die erste Bekanntschaft mit dem Racing-Feeling, denn es wurde wirklich flüssig gefahren. Damals war das noch möglich.
Auch an Wochentagen waren Luxus Sportwagen immer ein Thema, führte doch Schaffners Schulweg an der Garage Foitek vorbei. Die Geschichte ist legendär: eines Tages stand da plötzlich ein kleines, wunderschönes weisses Sportcoupé im Schaufenster. Der Bub war so fasziniert, konnte an nichts anderes mehr denken.
Täglich stand er vor diesem Schaufenster, bis er all seinen Mut zusammennahm und hinein ging. Scheu fragte er den Verkäufer: «Gibt es über dieses schöne Auto einen Prospekt?» - «Ja junger Mann, weisst du denn überhaupt, was das für ein Auto ist?» - «Hmmm, nein.» - «Das ist ein Lotus Elite Climax aus England» sagte der Verkäufer «und dieser Name «Lotus» musst du dir merken, davon wirst du in Zukunft noch viel hören…». Der Verkäufer, kein geringerer als Karl Foitek (ja, der Ferrari-Foitek), sollte recht behalten:
- Jim Clark wurde ein Jahr später Weltmeister auf einem Lotus 25 Formel 1
- den Prospekt besitzt Bruno Schaffner heute noch
Karl Foitek besass später einen orange-farbenen Racing Elan 26R, welcher nun nach vielen Jahrzehnten in den USA und England zurück in der Schweiz ist und wieder bei Rennen eingesetzt wird. Betreut von Schaffner Racing.
Die damalige Begegnung mit Karl Foitek war der Startschuss zu Bruno Schaffners Leidenschaft, seinem Hobby und später seiner Firma Schaffner Racing. 2009 verkauft er die Firma an Bruno Weibel und im Frühjahr 2018 zieht er sich mit 70 Jahren vom offiziellen Geschäftsleben zurück. Im Jahr 2020 schrieb er das reich bebilderte Buch "Limit".
Fährt selbst: Lotus Elan SE S3 Coupe (1966), Lotus Elan 26R (wir derzeit von ihm restauriert), Lotus Exige Serie 1 (2002), Ginetta G4 IRS