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In Senegal in eine Sufi-Familie geboren, kam Babacar Khane schon als Kind mit dem Yoga in Berührung. «Yoga hat im Sufismus einen sehr hohen Stellenwert: Umkehrhaltungen und Pranayama werden dringend empfohlen, um den Praktizierenden bei ihrer spirituellen Suche zu helfen», sagt er. Schon als Kind war der inzwischen 87-Jährige von Indien und Ägypten fasziniert. Als ihm ein Freund eine Monografie von Yogananda auslieh, war er von deren Inhalt überwältigt. «Ich las den Text mehrmals und begann zu meditieren.
Als er 1960 in Dakar zu unterrichten begann, beschränkte er sich zuerst auf den Hatha Yoga. Doch mystische Gründe und der Wunsch, einen therapeutischen Ansatz anzubieten, führten dazu, dass er sich mit den im alten Ägypten dargestellten Körperhaltungen auseinandersetzte und diese in seine Methode aufnahm.
Als er in Aix-Les-Bains Menschen unterrichtete, die an sehr fortgeschrittenem Rheuma litten, entwickelte er eine Therapiemethode, die hauptsächlich auf der ägyptischen Tradition und den inneren Stilen des Kung Fu beruhte. «Mit seinen Drehungen ist der ägyptische Yoga eine Methode zur Rehabilitation der Wirbelsäule und des Bewegungsapparats», betont Babacar Khane.
In der ägyptischen Ikonografie ist die Verdrehung oft mit einer Haltung gekoppelt, bei der der Rücken aufgerichtet wird: der Kerzenhalter-Haltung. Diese sehr einfache Haltung sei ein Geschenk für den Rücken, die Schultern und den Atmungsapparat: «Indem sie den Rücken aufrichtet, ermöglicht sie eine volle Öffnung des Brustkorbs und befreit die Lungenbläschen im oberen Teil der Lunge, die durch unsere Fehlhaltungen oft zusammengedrückt und quasi inaktiv werden. Sie hat auch wichtige Auswirkungen auf die energetische und spirituelle Ebene.»
Mehr zu Babacar Khane finden Sie in der aktuellen Ausgabe 4/22.