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<h2>SubmittedText<h2><p>Von der Förderung des Jugendaustauschs profitieren nicht nur die jungen Leute, sondern die gesamte Gesellschaft und Wirtschaft. Somit sollten die Letzteren ein Interesse daran haben, diese Förderung zu unterstützen. Aus diesen Gründen stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Ist er mit dieser Aussage einverstanden?</p><p>2. Welche Schritte hat der Bund bis heute unternommen, um den ausserschulischen Jugendaustausch zu ermöglichen?</p><p>3. Welche Möglichkeiten sieht er, um die Programme für den ausserschulischen Jugendaustausch zu fördern, und welche Fördermassnahmen ist er bereit, in diesem Bereich zu treffen?</p><p>4. Welche Bedeutung misst der Bundesrat Jugendaustauschprogrammen im Rahmen des Programms Erasmus plus bei?</p><p>5. Wie bemüht sich der Bund, den ausserschulischen Austausch allen Jugendlichen zugänglich zu machen, unabhängig von ihrer Sprache, Herkunft und Ausbildung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1./2. Der Bundesrat misst der Förderung des schulischen und ausserschulischen Austauschs sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene grosse Bedeutung bei, denn er anerkennt die zahlreichen Vorteile für die Schweizer Gesellschaft und Wirtschaft. Die Austausche ermöglichen das Eintauchen in die benachbarten Kulturen und tragen wesentlich zu einem guten Verhältnis zwischen den Sprachgemeinschaften bei. Ausserschulische Jugendaustausche werden gegenwärtig unterstützt über Finanzhilfen, die an Betriebsstrukturen und für regelmässige Aktivitäten auf der Grundlage des Kinder- und Jugendförderungsgesetzes (KJFG, SR 446.1) ausgerichtet werden. Zudem unterstützt der Bund seit mehreren Jahren die Jugendaustausche, namentlich über die nationalen Austauschprogramme, die Leistungsvereinbarung mit der CH-Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit, die Beteiligung am EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport (Erasmus plus 2014-2020) und die meisten früheren Programme der EU.</p><p>3. Aufgrund des im Januar 2013 in Kraft getreten KJFG wurde der Kredit der Finanzhilfen für die Kinder- und Jugendförderung um 3,3 Millionen Franken erhöht. Der Bund kann somit mehr Mittel für die Förderung ausserschulischer Aktivitäten und den Jugendaustausch zur Verfügung stellen. Dachorganisationen wie Intermundo, aber auch kleinere, national tätige Organisationen profitieren direkt davon. Eine Evaluation des KJFG ist für 2018 vorgesehen.</p><p>4. Der Austausch von praktischem Können und Wissen zwischen schweizerischen und europäischen Jugendlichen ist für die Schweiz ein grosser Vorteil. Die Jugendlichen erwerben dabei wichtige Kompetenzen für ihre Zukunft und ein besseres Verständnis für die komplexe europäische Gesellschaft. Die Assoziierung der Schweiz an Erasmus plus bleibt das Ziel des Bundesrates, auch wenn die diesbezüglichen Verhandlungen in der Folge der Annahme der Zuwanderungs-Initiative sistiert wurden. Der Bundesrat hat deshalb am 16. April 2014 eine Übergangslösung für Erasmus plus im Jahr 2014 verabschiedet, welche sich in groben Zügen an dessen Vorgaben orientiert. Die Aktivitäten im ausserschulischen Jugendaustausch werden auch im Rahmen dieser Übergangslösung gebührend berücksichtigt.</p><p>5. Der Bund unterstützt Programme, die es den Jugendlichen ermöglichen, sich freiwillig in anderen Sprachregionen der Schweiz oder im Ausland zu engagieren und erste Erfahrungen in der Arbeitswelt als Au-pair, in der Landwirtschaft oder im sozialen Bereich zu machen. Jugendliche können sich auch in internationalen Camps engagieren oder an Uno- und internationalen Konferenzen teilnehmen und dort die Schweizer Jugend vertreten (Youth Rep, No Hate Speech Movement, Europarat). Grossen Wert legt der Bundesrat ferner auf Projekte für Jugendliche, die besonderer Förderung bedürfen, und er entwickelt in diesem Bereich aktiv ein Angebot im Rahmen des KJFG.</p>  Antwort des Bundesrates.