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Mit Katzen auskommen
Hunde an Katzen gewöhnen
Wenn Sie in Ihrem Haushalt, zu dem bereits eine Katze gehört, einen neuen Hund aufnehmen, braucht Ihre Katze etwas Zeit, um in der Umgebung des Neuankömmlings Selbstvertrauen aufzubauen. Das gilt selbst dann, wenn Sie sich für eine Hunderasse entschieden haben, die dafür bekannt ist, mit Katzen relativ gut auszukommen. Beide Tiere benötigen stets ihren eigenen Raum, wobei speziell die Katze einen für den Hund unzugänglichen Bereich braucht, der mit einem Futter- und Wassernapf sowie mit einem Katzenklo ausgestattet ist.
Die Eingewöhnung
Normalerweise wird eine Katze beim Kontakt mit einem Hund fauchen oder mit ihren Pfoten ausschlagen und zu fliehen versuchen, indem sie wegläuft oder sich versteckt. Ausserdem können Katzen „ihr" Territorium durch Urin kennzeichnen. Mit der Zeit und etwas Geduld sollte sich aber durchaus eine harmonische Beziehung zwischen Katze und Hund aufbauen lassen. Lassen Sie Ihre Haustiere jedoch nie unbeaufsichtigt, ehe Sie sich nicht absolut sicher sind, dass sich Ihre Haustiere gut benehmen.
- Behalten Sie beide Haustiere nach Möglichkeit im Auge. Oft reichen allein Ihr Auftreten und die Beaufsichtigung dazu aus, dass sich keine schwerwiegenden Rivalitäten oder Feindseligkeiten entwickeln.
- Bringen Sie Ihre Katze in ein Zimmer mit nach oben verlaufendem Fluchtweg wie beispielsweise einem hohen Katzen-Kratzbaum, eine Fensterbank, ein Regal oder die Rückseite eines Sofas. Bei diesem Zimmer sollte es sich keinesfalls um das „Lieblingszimmer" Ihrer Katze oder um das Zimmer handeln, in dem sich das Bett der Katze befindet. Suchen Sie sich einen neutralen Bereich ausserhalb des „Territoriums" Ihrer Katze aus und schliessen Sie die Fenster und Türen, so dass die Katze nicht weglaufen kann – Ihre Katze sollte am besten so schnell wie möglich mit ihren Ängsten konfrontiert werden!
- Bringen Sie nun den Hund herein. Wahrscheinlich wird sich Ihre Katze durch einen Sprung in Sicherheit bringen.
- Nach etwa fünf Minuten führen Sie den Hund heraus und lassen Ihre Katze ebenfalls den Raum verlassen.
- Wiederholen Sie diese kurzen Zusammenkünfte. Letztlich wird die Neugier Ihrer Katze dazu führen, sich den Hund aus nächster Nähe anzuschauen.
- Katzen gehen keine Beziehung mit Hunden ein, die ihnen wehtun. Sollten Sie vermuten, dass Ihr Hund sich entsprechend verhält, rufen Sie ihn herbei und sagen entschlossen „NEIN", wenn er sich nicht benimmt oder der Katze nachsetzt.
- Sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze ausreichend Möglichkeiten hat, sich auch an Dinge heranzupirschen und darüber herzufallen, als die Rute Ihres Hundes.
- Sollten Sie einen besonders ausgelassenen Hundewelpen mitgebracht haben, setzen Sie ihn in eine Welpen-Box, damit sich Ihre Katze alles in Ruhe anschauen kann. Halten Sie die Zusammenkünfte kurz, wiederholen Sie sie aber oft.
- Probieren Sie es damit, Ihrer Katze Leckerbissen zu geben, damit Ihre Katze die Anwesenheit des Hundes mit einer leckeren Belohnung assoziiert.
- Lassen Sie Katze und Hund getrennt fressen, damit beide beim Fressen ihre Ruhe haben und nicht in Versuchung geraten, den Napfinhalt des anderen zu untersuchen. Katzennahrung ist für Hunde ungeeignet und umgekehrt.
- Sorgen Sie dafür, dass das Katzenklo für Ihren Hund unzugänglich aufgestellt ist. Früher oder später könnte der Hund den Inhalt des Katzenklos zu fressen versuchen!
Kätzchen
In der Regel mögen Kätzchen Hunde, und die erachten ihrerseits die kleinen Katzen für nicht bedrohlich. Aber ebenso wie erwachsene Tiere müssen auch Kätzchen sich an den Neuankömmling gewöhnen. Stellen Sie die Tiere allmählich einander vor und lassen Sie sie nicht unbeaufsichtigt, ehe diese nicht eine gute Beziehung aufgebaut haben. Es kommt vor, dass manche erwachsenen Hunde Kätzchen herumtragen und die kleine Katze sich diesen Umgang gefallen lassen. Vielleicht sollten Sie aber zur Vermeidung von Verletzungen dem Hund das Kätzchen doch lieber wegnehmen. Der Biss eines erwachsenen Hundes kann tödlich sein.
Machen Sie sich keine Sorgen, wenn sich die Tiere niemals vertragen. Katzen sind von Natur aus unabhängig und können durchaus auch ohne einen Freund auskommen. Solange jedes Ihrer Haustiere seinen eigenen Bereich hat, wird es keine Probleme geben.