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***** Viele kompositorisch eher unauffällige Titel des Sardou-Albums "Hors format" erhaschen ihre individuelle Note in Form dezenter Background-Spezifitäten. Das vorliegende Werk gehört nicht dazu, da es instrumentalerweise über offensive Auffälligkeiten verfügt. Nach Abschluss des einminütigen Walzer-Teils, der von bodenständigen Country-Gitarren umrahmt wird, lautet die Devise des Taktgebers während rund zwei Minuten "Midtempo-4/4", um zum Schluss nochmals in schmachtiger Weise in die Klangwelt des Intros abzuschweifen. Das Werk über eine Gaststätte im metropolischen Keeseeme ist relaxt und gefällig.
**** Da mein Vorredner die klanglichen Spezialitäten des Werks bereits fundiert ausgeleuchtet hat, kann ich mich auf die Verbalien konzentrieren. Wie wir hören, befindet sich irgendwo in den US-Pampas eine Siedlung namens Keeseeme, in die sich der Darbietende zusammen mit seiner Geliebten verirrt, um nach einer stimmigen Motel-Nacht den örtlichen Priester aufzusuchen, der – nach nachdrücklicher Ermahnung, „qu’un mariage, c’était pour la vie“ – spontan zur Verehelichung schreitet. Die skurrile Darstellung eines Zivilstandsveränderungsvollzugs, eingebettet in tonal ungewohnte Dimensionen, überzeugt mich nur beschränkt. Eine knappe 4.