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In einer schriftlichen Stellungnahme des Ministers hiess es, er verstehe die Bedenken in Bezug auf die Transparenz. «Und ich erkenne an, dass ich bessere Arbeit hätte leisten können, um die Öffentlichkeit angemessen zu informieren.» Er verpflichte sich, dies künftig besser zu machen. Austin betonte zugleich, es sei sein medizinischer Eingriff, «und ich übernehme die volle Verantwortung für meine Entscheidungen über die Offenlegung».
Das Pentagon hatte nicht nur sehr verspätet über Austins Klinikaufenthalt informiert, sondern auch sehr spärlich. Das Ministerium machte keine Angaben dazu, was für ein Eingriff Komplikationen ausgelöst hatte und welche Behandlung nötig war. Es machte auch keine Angaben zu den Details, wer zu welchem Zeitpunkt das Sagen im Pentagon hatte. In der Mitteilung von Freitag hiess es lediglich, die stellvertretende Verteidigungsministerin habe jederzeit bereitgestanden, um falls erforderlich im Namen des Ressortchefs zu handeln und dessen Befugnisse auszuüben.
Mehrere US-Medien, darunter der Sender NBC, berichteten unter Berufung auf Regierungskreise, Austins Stellvertreterin Kathleen Hicks sei aus dem Urlaub in Puerto Rico eingesprungen und habe von dort aus einige Aufgaben übernommen. Austin habe mehrere Tage auf der Intensivstation verbracht. Auch das Weisse Haus und Präsident Joe Biden seien erst mit mehreren Tagen Verzögerung darüber informiert worden, dass Austin im Krankenhaus sei.
Der frühere US-Vizepräsident Mike Pence kritisierte Austins Vorgehen als «inakzeptabel». Dem Sender CNN sagte Pence am Sonntag, die Amerikaner hätten ein Recht darauf, über den Gesundheitszustand des Ministers informiert zu werden - insbesondere wenn der Pentagon-Chef für mehrere Tage ausser Gefecht gesetzt sei «zu einer Zeit, in der sich unsere Verbündeten in Osteuropa und in Israel im Krieg befinden». Dass er noch dazu den Präsidenten nicht informiert habe, sei eine «Pflichtverletzung».