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Das Projekt eines Bahnanschlusses an den Flughafen Basel-Mülhausen ist soweit gediehen, dass die französischen Behörden ein Verfahren zur Gemeinnützigkeit gestartet haben. Noch bis zum 9. November 2021 können die betroffenen Regionen des Dreiland-Flughafens im Rahmen einer öffentlichen Anhörung ihre Meinung dazu abgeben.
Die französischen Behörden würden die Stellungnahmen aus der Schweiz gleichwertig behandeln wie diejenigen aus dem Elsass, sagte Claus Wepler, Generalsekretär des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt des Kantons Basel-Stadt am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Die französischen Verfahrensvorschriften machen diese Anhörung nötig, bevor eine Baueingabe gemacht werden darf. Für die Schweizer Kritikerinnen und Kritiker des Bahnanschlusses könnte dies eine der letzten Möglichkeiten sein, Einfluss auf den Schienenanschluss zu nehmen. Insbesondere Umweltthemen kommen in diesem Verfahren zur Sprache. Aufgrund der eingegangenen Stellungnahmen können die französischen Behörden das Bahnprojekt für «gemeinnützig» erklären.
Gegnerinnen und Gegner eines Bahnanschlusses befürchten, dass der Flugverkehr und der Fluglärm zunehmen würden, wenn der Euroairport ans Schienennetz angeschlossen ist.
Kosten von 338 Millionen Euro
Seit über 20 Jahren plant die französische Eisenbahngesellschaft SNCF zusammen mit dem Flughafen sowie den zuständigen staatlichen Stellen in Frankreich und der Schweiz eine Anbindung des Flughafens Basel-Mülhausen an den Schienenverkehr.
Von der bestehenden Bahnlinie von Basel nach Strassburg soll bei St. Louis (F) ein in sechs Kilometer langer Schienenabschnitt zum Euroairport gebaut werden. Diese Gleise würden auf dem Gebiet der elsässischen Gemeinden Bartenheim, Blotzheim, Hésingue und St. Louis zu liegen kommen.
Gemäss dem Zeitplan soll mit dem Bau des Bahnanschlusses im Jahr 2025 begonnen werden; die Inbetriebnahme würde 2030 erfolgen. Die Kosten für das Grossprojekt werden auf 338 Millionen Euro veranschlagt.