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Zahlenmässig kommt den Erkrankungen im Venensystem eine noch grössere Bedeutung zu als den Erkrankungen des arteriellen Systems. Ca. 15 % der Bevölkerung leiden an einer symptomatischen Varikosis (Krampfadern) und 1% an einem offenen Bein (Ulcus cruris).
Die Krampfadern sind Ursache für müde, schwere und geschwollene Beine, oberflächliche Venenentzündungen, Thrombosen und offene Beine. Chirurgisch können die Krampfadern konventionell mittels Stripping der Stammvarizen und heraushäkeln der Nebenäste angegangen werden. Daneben gibt es noch neuere Methoden der Thermoobliteration (VENUS) wie auch die Lasertherapie, bei welchen die V. saphena magna über einen eingeführten Katheter mittels Wärmeentwicklung zum Veröden gebracht wird.
Bei schweren Thrombosen im Becken- und Beinbereich ist in speziellen Fällen ein chirurgisches Entfernen der Blutgerinnsel sinnvoll.
Das offene Bein (Ulcus cruris)
Bei einem offenen Bein muss in erster Linie die Ursache herausgefunden werden. Meistens liegt dem offenen Bein eine venöse- oder arterielle Durchblutungsstörung zu Grunde, welche neben der speziellen Wundbehandlung angegangen werden sollte.
Diabetischer Fuss
Jeder 10. bis 15. Diabetiker erleidet eine Amputation. Von allen durchgeführten Amputationen ist der Anteil der Diabetiker zwischen 50 und 70%. Beim diabetischen Fusssyndrom besteht eine Störung der kleinsten Blutgefässe (Angiopathie), welche zu einer Neuropathie (Sensibilitätsstörung) führen kann. Bei jedem diabetischen Fusssyndrom sollte die Durchblutungssituation beurteilt werden.