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Paul Tillichs (1886-1965) Abhandlung Der Mut zum Sein ist eine seiner einflussreichsten Schriften, welche ihn einem breiten Lesepublikum bekannt machte. Das schmale Bändchen geht auf seine 'Dwight Harrington Terry Foundation Lectures on Religion in the Light of Science and Philosophy' zurück, welche er vom 30. Oktober bis 2. November 1950 an der Yale University gehalten hatte. In Der Mut zum Sein fasst Tillich zentrale Gedanken seines theologischen Gesamtwerkes brennpunktartig in seiner Reformulierung des Glaubensbegriffs als Mut zum Sein vor dem Hintergrund einer Deutung der modernen Gesellschaft zusammen. Werkgeschichtlich gehört die Schrift in die Spätphase seines Denkens, wie es in der Systematischen Theologie vorliegt, deren erster Band im Jahre 1951 erschien. Der klar geschriebene und mit einer Einleitung in das Denken Tillichs versehene Band führt prägnant in grundlegende Motive seiner Theologie und Religionsphilosophie ein.
Portrait
Paul Tillich, geb. 1886 in Starzeddel im Kreis Guben, war evangelischer Theologe und Philosoph. Er lehrte von 1919-33 an verschiedenen deutschen Universitäten. Wegen seiner führenden Rolle beim 'Bund religiöser Sozialisten' wurde er 1933 suspendiert und emigrierte in die USA, wo er 1940 die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm. Nachdem er zunächst am Union Theological Seminary in New York unterrichtet hatte, wechselte er 1955 an die Harvard University und war seit 1962 Professor an der Universität Chicago. Ebenfalls 1962 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Er starb 1965 in Chicago. Christian Danz, geb. 1962, hat einen Lehrstuhl für Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien inne und ist Vorsitzender der Paul-Tillich-Gesellschaft. Zahlreiche Publikationen zur Theologie und Philosophie.