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Leserbrief von Urs Schmidlin, erschienen am 11. Juli 2013 in der Neuen Luzerner Zeitung. Bezugnehmend auf den Artikel „Lehrerverband droht mir Streik“ vom 7. Juli 2013.
«Lehrerverband droht mit Streik», Ausgabe vom 7. Juli
Beat W. Zemp, Präsident des Schweizer Lehrerdachverbandes LCH, sagt: In den nächsten Jahren werde sich die Situation auf jeden Fall verschärfen, weil Tausende Lehrpersonen in Pension gingen. Streik als letztes Mittel sei nicht ausgeschlossen.
Mein erstes Geld verdiente ich als Primarlehrer im Schuljahr 1973/74 in Küssnacht am Rigi: Für ein 100-Prozent-Pensum zirka 1800 Franken. Was für ein Lohn!
Heute verdiene ich mein Geld als IF-Lehrperson an der Oberstufe in Emmen: Für ein 75-Prozent-Pensum zirka 6000 Franken. Was für ein Lohn! Früher oder heute – noch nie hatte ich das Gefühl, finanziell zu kurz zu kommen.
Nur eben, wahrscheinlich fühle ich mich in meiner Haut wohl, weil ich die Gehälter einiger Kollegen kenne, die handwerklich tätig sind. Käme ich nun aber auf die Idee, meinen Lohn mit demjenigen eines Topmanagers in Verbindung zu setzen, würde ich wohl oder übel gemütskrank werden.
Die Lehrpersonen sollten einen Vergleich nach «unten» in Betracht ziehen, nicht nur immer nach «oben».
Urs Schmidlin