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Die in Berlin lebende Bildhauerin, die sich auch mit Fotografien und Installationen hervorgetan hat, nahm die Auszeichnung in der historischen Goslarer Kaiserpfalz entgegen. "Das macht sehr glücklich", sagte Genzken, als Oberbürgermeister Oliver Junk ihr den Ring über den Finger streifte, und ergänzte: "Das ist ein schöner Preis: passt gut."
Die Jury würdigte Genzken, weil sie seit mehr als 30 Jahren "den internationalen Diskurs der Bildhauerei" mit anführe. In ihren Skulpturen, aber auch in Fotografien und Installationen zeige sie "Umbrüche, Gegensätze, Gewalt und Brutalitäten unserer Gesellschaften" und ermögliche es dem Betrachter, "der Wahrheit ein Stück näher zu kommen".
Genzken wurde 1948 in Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein geboren. Sie studierte Malerei, Kunstgeschichte, Philosophie, Fotografie und Grafik. In mehr als 40 Jahren hat sie ein umfangreiches Werk geschaffen, das viele Medien umfasst.
Zahlreiche Museen zeigten ihre Arbeiten, unter anderem in Amsterdam, New York und Wien. Dreimal hat sie an der Documenta in Kassel teilgenommen, 2007 vertrat sie Deutschland bei der Biennale in Venedig.
Der Kaiserring, ein Goldring mit dem Bildnis des im Jahr 1050 in Goslar geborenen Kaisers Heinrich IV., wird seit 1975 jährlich vergeben. Frühere Träger sind unter anderem Max Ernst, Joseph Beuys, Georg Baselitz, Christo, Gerhard Richter, Anselm Kiefer, Cindy Sherman, Wiebke Siem und zuletzt Jimmie Durham.
(SDA)