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Orthorexie
Bei der Behandlung einer Orthorexie müssen Fachpersonen verschiedener Berufsdisziplinen zusammen arbeiten: Hausärzte/innen, Kinder- und Jugendärzte/innen, Psychiater/innen, Psychotherapeuten/innen, dipl. Ernährungsberater/innen HF/FH. Die Familie sollte ebenfalls in die Therapie einbezogen werden, wenn sie mit betroffen ist.
Bei einer schweren Orthorexie ist meistens eine psychotherapeutische Behandlung nötig. Zusammen mit dem/r Psychotherapeuten/in lernt der/die Betroffene, was es heisst, wieder normal zu essen und zu trinken.
Ziel der Behandlung einer Orthorexie ist es, dass der/die Betroffene lernt:
- Essen wieder zu geniessen und die Lust an ehemals „verbotenen“ Nahrungsmitteln wieder zu entdecken
- „verbotene“ oder als schädlich vermutete Nahrungsmittel in kleinen Mengen wieder zu sich zu nehmen
- mit seinen/ihren Ängsten rund ums Essen umzugehen
- sich gut zu fühlen, auch ohne dass er/sie einem rigiden Speiseplan folgt
- zu erkennen, dass er/sie sein/ihr Essverhalten dazu verwendet, seine/ihre Gefühle und Gedanken „im Griff zu haben“
- seine/ihre Freundschaften wieder zu beleben und zu pflegen
- Aktivitäten wieder aufzunehmen, die er/sie wegen seiner/ihrer Krankheit vernachlässigt oder ganz aufgegeben hat