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Asana
20 Jahre lang war dies meine unbeliebteste Stellung. Ich verstand seine Vorteile nicht und fühlte mich völlig unwohl.
Als ich vor ein paar Jahren eine Yogalehrerausbildung machte, lernte ich mehr über Vairagya, ein Sanskrit-Wort, das mit „Loslösung“ oder „Leidenschaftslosigkeit“ übersetzt werden kann. Alles, wovon man sich sehr angezogen oder sehr angewidert fühlt, kann befragt werden: Warum fühle ich mich so leidenschaftlich in Bezug auf diese Sache/Person/diesen Ort? Starke Anziehung oder Ekel gegenüber etwas kann ein Zeichen von Ungleichgewicht sein, ein Ort der Untersuchung. Indem wir Extreme in unseren Emotionen neu kalibrieren, können wir uns von einigen Leiden befreien, die wir in dieser materiellen Welt erfahren. Aber in diesem Fall finde ich die Frage interessanter als die Antwort.
Indem ich meine Meinung und Gefühle über die Hasenstellung hinterfragte, lernte ich viel über mich selbst. Ich fragte andere Yogis, wie ich diese Asana besser praktizieren und wertschätzen könnte.
Dabei erfuhr ich, dass ich energetisch extrem ungeerdet war (das war keine Überraschung) und dass mein Körper, als ich in eine so geerdete Stellung kam, nervös war vor dem neuen Territorium.
Ich erfuhr auch, dass ich Angst hatte, dass meine Kehle in der Asana geschlossen wird. Und damit habe ich es weiter hinterfragt: Ich habe eine tiefe Angst, nicht gehört zu werden oder meinen Worten nicht mit Respekt begegnet zu werden. Dieses Verhör dauerte ungefähr ein Jahr.
Als ich gelernt hatte, wie man die Asana richtig übt und dass ich Entscheidungsfreiheit hatte (ich konnte meine Kehle schützen, indem ich mein Kinn nicht an meine Brust brachte), fing ich an, die Asana zu mögen.
Ein Jahr später genieße ich diese Position jetzt!
Das Tier: der Hase
Ich habe Ruhe und Bodenhaftung gespürt, indem ich buchstäblich Zeit mit Kaninchen verbracht habe. Als Kind hatte ich Kaninchen, und wir haben jetzt Kaninchen in Mulin Sura. Wenn ich sie besuche – zwischen ihrem künstlichen Haus und dem „Ferienhaus“, das sie unterirdisch gebaut haben, spüre ich einen tiefen inneren und äusseren Frieden, den ich bei meinen anderen Tieren nicht spüre.
Ich versuche, etwas von Tieren zu lernen, weil sie schon so viel länger auf der Erde sind als wir. Ich versuche, alle subtilen Hinweise von ihnen aufzunehmen. Wenn ich Zeit mit Kaninchen verbringe, habe ich nicht nur das Gefühl, dass alles in Ordnung ist. Ich weiss tief in meinen Knochen, dass alles in Ordnung ist.
Die hier im Bild gezeigten Hasen sind Flecki und Gypsy. Beide sind kürzlich verstorben, aber wir haben die letzten fünf Jahre mit ihnen sehr genossen. Sie waren beide über acht Jahre alt.
Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Beitragsserie mit dem Titel: April ist für Anima. Für jeden Tag im April wird eine Karte sowohl persönlich als auch praktisch reflektiert.