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Am letzten Verkaufstag der 2,5 Milliarden Dollar schweren Transaktion waren aktuellen Börsendaten vom Dienstag zufolge 85 Prozent der Aktien gezeichnet. Über das Wochenende und bis Montag führte Adanis Firma ausführliche Gespräche mit Investmentbankern und institutionellen Anlegern, um Zeichnungsanträge zu erhalten, wie zwei Insider mit direkter Kenntnis der Gespräche berichteten. Der Aktienverkauf muss zu mindestens 90 Prozent gezeichnet sein, um umgesetzt werden zu können.
Ein erfolgloser Aktienverkauf wäre ein herber Rückschlag für den Konzern, der in den letzten Tagen immer wieder erklärt hat, dass die Investoren an seiner Seite stünden und das Aktienangebot zustande kommen werde. Nach dem Vorwurf der Marktmanipulation durch den US-Leerverkäufer Hindenburg Research haben die Firmen des indischen Konglomerats Adani Group insgesamt 65 Milliarden Dollar an Wert verloren. Adani selbst ist auf der Forbes-Liste der Super-Reichen von Platz drei auf Platz acht gerutscht.
Adani hat die Betrugsvorwürfe wiederholt zurückgewiesen und einem Medienbericht zufolge eine Untersuchung der Bilanzen durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer in Aussicht gestellt. Eine erfolgreiche Umsetzung der 2,5 Milliarden Dollar schweren Aktienplatzierung würde von Investoren als Vertrauensbeweis gewertet. "Institutionen scheinen die Gelegenheit zu nutzen, um in grossen Mengen ausserhalb des offenen Marktes zu kaufen", sagte Dipan Mehta, Gründungsdirektor der Investmentgesellschaft Elixir Equities. Die Nachfrage von Kleinanlegern blieb dagegen verhalten, wie aus Börsendaten hervorging.
(Reuters)