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Die Familiengeschichte hält der britische Ernest Edwin Stahlschmidt, ein Enkel von Georg Friedrich Kasimir, in seinen Aufzeichnungen fest. Diese Arbeit wird später von Ernest Edwins Neffe Walter John South aktualisiert und befindet sich auf dieser Seite im Unterkapitel “Family Jottings”.
Conrad Christian Friedrich, der am 31.8.1754 geborene älteste Sohn von Georg Friedrich Kasimir studiert in Halle und siedelt nach England über, nachdem er für die britische Regierung im Rahmen des Vertrages vom 15. Januar 1776 arbeitet, aufgrund dessen Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel (1760-1785) seinem Schwager König Georg III. von England 12.000 Mann für den Krieg gegen die revoltierenden amerikanischen Kolonien zur Verfügung stellt. CCF baut in London eine Versicherungsagentur für Schiffsladungen auf, und so betrifft ein Geschäftsabschluss den 3’500 Jahre alten Heliopolis Obelisken, der von Alexandria nach London verschifft und später an der Themse aufgestellt wird. Conrad Christian Friedrich heiratet in erster Ehe Wilhelmina Seelmeyer und 1786 in zweiter Ehe, nach seiner Niederlassung in London, Anne Miller, deren Mueller-Vorfahren aus der Schweiz stammen sollen. Aus der Ehe mit Anne Miller gehen vierzehn Kinder hervor. Das nachfolgende Miniaturportrait in Wasserfarbe auf Elfenbein aus der “English School” des 19. JH zeigt den vorerwähnten Conrad Christian Friedrich. Ein erneuter Dank geht an seine Urenkelin in dritter Generation, Esme Packer, für diesen Fund!
Sohn James Edwin bleibt unverehelicht, arbeitet zunächst im Bergbau in Cornwall, dient danach beim Adjutant General’s Office Horse Guards und wird schliesslich Herausgeber der United Service Gazette. Die deutsche Ausgabe des von James Edwin verfassten Buches “Wanderungen Im Norden Von England. Drei Und Siebenzig Ansichten Der Landsee- Und Gebirgs-Gegenden in Den Grafschaften Westmoreland, Cumberland, Durham Und Northumberland. Mit Historischen Und Topographischen Beschreibungen” wird antiquarisch zu Preisen zwischen Euro 350 und 400 angeboten.
Am 5. Mai 1856 verfasst James Edwin sein Testament, in dem er seinem Neffen und Patenkind Ernest Edwin Stahlschmidt, dem Verfasser der “Family Jottings” u.a. seine silberne Schnupftabakdose und seine Manuskripte vermacht.
Tochter Sophia vermählt sich 1817 mit ihrem Vetter Friedrich Ludwig Christoph Stahlschmidt aus Hannover, der 1813 wegen der französischen Besatzung durch Napoleons Truppen nach London übersiedelt. Das Paar setzt ebenfalls vierzehn Kinder in die Welt, darunter den oben erwähnten Ernest Edwin Stahlschmidt.
Die Nachfahren von Conrad Christian Friedrich Stahlschmidt müssen 1915 wegen des ersten Weltkrieges, wie alle anderen dortigen deutschen Namensträger, einen englischen Namen annehmen. Ein Teil der englischen Stahlschmidt-Nachfahren heisst seit diesem Zeitpunkt Steele, andere South und Steelsmith.
An dieser Stelle herzlichen Dank an Buchautor Philip Steele, zu dessen Werdegang mehr Informationen unter “Links” zu finden sind, und an Esme Packer für die zur Verfügung gestellten Daten und Unterlagen, darunter James Edwins Testatment. Esme’s Urgrossvater Thomas Lett Stahlschmidt hat eine Zeitlang als Handelsmann in Victoria, Vancouver Island, Kanada, gelebt, wo er es zu grossem Ansehen gebracht hat (siehe hier: http://www.canadianmysteries.ca/sites/robinson/murder/castofcharacters/1719en.html)