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Im Massenstart der Frauen am Schlusstag der Titelkämpfe in Pokljuka gelang Lena Häcki mit Platz 15 und zwei Minuten Rückstand das Schweizer Bestresultat. Die Engelbergerin lief allerdings nie in einer Top-Ten-Position. Dies im Gegensatz zu Elisa und Selina Gasparin, die nach dem ersten Schiessen im 1. und 3. Zwischenrang gestoppt wurden.
Aber wie schon in der Staffel am Samstag schossen die Schweizerinnen zu ungenau. Mit drei Fehlern (Lena Häcki und Elisa Gasparin) beziehungsweise vier schwarzen Scheiben (Selina Gasparin) kam eine Spitzenklassierung nie in Frage, zumal einzig die Olympia-Zweite Selina Gasparin in der Loipe mit der neuntbesten Zeit weniger als eine Minute auf die schnellste Athletin einbüsste.
Allerdings ist es als Erfolg zu werten, dass drei Schweizer Frauen den Sprung in den Massenstart der Top 30 schafften. Für das Feld in der Königsdisziplin sind bloss die besten 15 des Gesamtweltcups sowie allenfalls WM-Podestläuferinnen, die nicht diesem Kreis angehören, gesetzt. Der Rest wird anhand der Resultate aus Sprint, Verfolgung und Einzel rekrutiert. Mit den Klassierungen 7, 12, 12 und nun 15 zahlte sich Lena Häckis verzögerter Formaufbau aus.
Vor Jahresfrist hatte sie nach einem glanzvollen Einstieg in den Winter stark nachgelassen. Diese Saison nun war die 25-Jährige in den 15 Rennen vor den Titelkämpfen auf der Hochebene in Slowenien bloss einmal in die Top 15 gelaufen - eine so schwache Serie war allerdings auch nicht geplant gewesen. Auch Selina Gasparin verfügt mit den Rängen 15, 15, 6 und 18 über die Basis, um günstige Rennkonstellationen für einen Exploit zu nutzen.
Das Gold in der Königsdisziplin holte sich die Österreicherin Lisa Theresa Hauser mit 20 Treffern. Die Aufsteigerin der Saison durchbrach die Phalanx der Norwegerinnen auf den Positionen 2 bis 4.
Für den Massenstart der Männer mit Sieger Sturla Holm Laegreid hatte sich kein Schweizer qualifiziert. Benjamin Weger, als Overall-16. angereist, hatte seine vorzügliche Ausgangslage mit einem miserablen Sprint vergeben. Er verpasste sogar die Verfolgung, rutschte im Gesamtweltcup weiter zurück und verlor die Selbstsicherheit, die ihn zuvor durch die Saison getragen hatte. Ausgerechnet bei den Weltmeisterschaften lieferte er die schlechtesten Leistungen des Winters ab.
Ähnliches gilt für den grossen Favoriten Johannes Thingnes Bö. Der Norweger gewann in den Solowettkämpfen einzig Bronze in der Verfolgung. Zum Star avancierte dagegen sein Landsmann Laegreid, der beim WM-Debüt gleich Gold im Einzel und Massenstart abholte.
(sda)