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Kantate BWV 208 weltliche Kantate, für Sopran I+II, Tenor und Bass, Vokalensemble, Oboe I+II, Traversflöte I+II
Als diensteifrigem Hofmusiker war es auch Bach aufgegeben, mit der Jagdleidenschaft dem verbreitetsten Hobbysport barocker Fürsten die Reverenz zu erweisen. Die 1713 für Herzog Christian von Weissenfels komponierte «Jagdkantate» markiert nicht nur den Beginn von Bachs ergänzender Tätigkeit für diese ambitionierte, jedoch notorisch überschuldete Nebenlinie des sächsischen Herrscherhauses, sondern auch die erstmalige Zusammenarbeit mit dem kongenialen Dichter Salomo Franck. Dessen mit allegorischen Figuren besetztes schmeichelhaftes Libretto setzt Bach mit aller Farbenpracht der barocken Bilderwelt in Töne, wobei er neben dem ländlichen Kolorit von Hörnern, Rohrblättern und Blockflöten einen erheblichen Überschuss an Kompositionskunst mobilisiert. Mit der Sopranarie «Schafe können sicher weiden» gelang ihm zudem ein jeden Zeitstil überdauernder Ohrwurm.