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Aus einem einzelnen Vektordatensatz können x-beliebige Kartendarstellungen erstellt werden, wie beispielsweise auf die Frage: «Wo ist die Bevölkerungsdichte im Kanton Basel-Stadt am höchsten?» Mit dem Datensatz ‹Bevölkerungsdichte› im Basler Atlas lässt sich das rasch eruieren: Mit 256.5 Personen pro Hektar liegt das Matthäus-Quartier an der Spitze.
Wie könnte nun die entsprechende Karte zur Bevölkerungsdichte aussehen? Je nach Farbwahl und insbesondere Klassifizierung können den Betrachtenden sehr unterschiedliche Interpretationen nahe gelegt werden:
Die erste Karte in Blautönen weist zwei Wohnviertel (Matthäus und Clara) auf Kleinbasler Seite mit sehr hohen Bevölkerungsdichten aus (Methode: Natürliche Klassengrenzen).
Im Gegensatz dazu gibt es bei der Karte in Rottönen (Methode: Quantile) mehrere Wohnviertel (zusätzlich Iselin, Gotthelf, Gundeldingen und Breite), welche die höchste Bevölkerungsdichte aufweisen. Zudem befinden sich diese Wohnviertel sowohl auf Gross- und Kleinbasler Seite. Für eine emotionale Diskussion rund um Dichtestress wäre dementsprechend die zweite Karte deutlich geeigneter als die erste.
Beiden Karten liegen jedoch die genau gleichen Daten zugrunde. In meiner Erfahrung zeigt sich zudem, dass geographische Karten deutlich weniger kritisch hinterfragt werden als Diagramme, obwohl mit ihnen relativ einfach unterschiedliche Assoziationen hervorgerufen werden können.