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Wortkarg und stilvoll präsentieren sich die dunklen, üppig geschwungenen Flaschen des Champagnerhauses Gosset: Das Etikett, welches wie eine Halskette mit farbigem Amulett anmutet, liefert nämlich nur die allerwichtigsten Informationen. Dass es sich bei Gosset um das älteste Weinhaus in der Champagne handelt, wird aber natürlich erwähnt. Seit 1584 stellte Pierre Gosset nachweislich Rotweine in Aÿ her - lange, bevor die Blubberblasen im Wein populär wurden. Nachdem das Haus über 15 Generationen hinweg in Familienbesitz geblieben war, kaufte die Cointreau-Familie das Unternehmen 1994 auf. Unter der neuen Leitung weitete man das Produktionsvolumen und den Export systematisch aus, doch bis heute hat Gosset den Ruf eines eher kleinen Champagnerhauses inne. Ein besonderes Kennzeichen von Gosset ist der Verzicht auf die malolaktische Gärung, die von anderen Weinherstellern aktiv gefördert wird. In diesem Fall entschied man sich jedoch strikt gegen das Vorgehen des biologischen Säureabbaus (bei dem die strenge Apfelsäure in mildere Milchsäure umgewandelt wird), um die originale Frische und Fruchtigkeit der Champagner bestmöglich zu erhalten.
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