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Der russische Verband verlangt, dass die am Fretagabend abgebrochene EM-Qualifikationspartie in Montenegro mit einem Forfait-Sieg für Russland gewertet wird.
Schon nach etwas mehr als 20 Sekunden hatte die Partie in der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica ein erstes Mal unterbrochen werden müssen. Akinfejew wurde von einem Feuerwerkskörper am Kopf getroffen und musste vom Feld getragen werden. Nach 35-minütiger Unterbrechung wurde das Spiel fortgesetzt. Als montenegrinische Fans in der zweiten Halbzeit erneut Gegenstände aufs Spielfeld warfen, brach der deutsche Schiedsrichter Deniz Aytekin die Begegnung aber ab.
"Das Spiel hätte nicht fortgesetzt werden dürfen, nachdem Akinfejew von dem Feuerwerkskörper getroffen wurde", kritisierte Russlands Nationaltrainer Fabio Capello. Die Russen spielten danach unter Protest weiter, wie Verbandspräsident Nikolai Tolstych mitteilte. Akinfejew liess sich in dieser Zeit im Spital untersuchen. Er kam relativ glimpflich davon, mit leichten Verbrennungen, einer Nackenverletzung und einer Gehirnerschütterung. Über die Verbands-Homepage teilte der Goalie mit, es gehe ihm schon wieder gut.
Der russische Verband wird nach den Vorfällen in Podgorica eine Beschwerde bei der UEFA einreichen. Nebst Akinfejew wurden auch dessen Teamkollegen Dimitri Kombarow und Alan Dzagojew von Gegenständen getroffen. Für Tolstych ist klar, dass die Partie mit einem Forfait-Sieg Russlands gewertet werden muss. Die UEFA teilte mit, sie werde die Rapporte der Delegierten und des Schiedsrichters abwarten, ehe ein disziplinarisches Verfahren eröffnet wird.
SDA-ATS