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Vergangene Woche erhielten die Anwohnerinnen und Anwohner der Rührbergerstrasse die Ankündigung, dass in diesem Sommer, vom 1. Juli bis am 13. August, ein sogenannter «Summeregge» eingerichtet wird. Es werden 4 Parkplätze aufgehoben und ein sogenanntes «Parklett» aufgestellt.
Begründet wird diese Massnahme unter anderem damit, dass es «diverse politische Vorstösse aus der Bevölkerung» gibt, die «verkehrsberuhigte und begrünte Strassen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität» fordern. Darunter wird auch unsere Petition «Charta für ein zukunftsfähiges Wettstein-Quartier», die wir letzten Juni an Regierungspräsident Beat Jans überreicht haben, genannt.
Dazu möchten wir festhalten:
- Wir begrüssen grundsätzlich jede «Massnahme», die darauf abzielt, den öffentlichen Raum für Begegnung, Langsamverkehr und Begrünung zu nutzen.
- Allerdings möchten wir festhalten, dass das Projekt «Summeregge», entgegen dem Schreiben von Präsidialdepartement und BVD, nichts mit der «Charta für ein zukunftsfähiges Wettstein-Quartier» zu tun hat. Weder der Verein wettstein21 noch das Quartierlabor wurden vorgängig informiert, konsultiert, geschweige denn in die Planung des «Summeregge» mit einbezogen.
- Vielmehr haben wir im Rahmen des Quartierlabors bei der Eingabe unserer Petition «Charta für ein zukunftsfähiges Wettstein-Quartier» im vergangenen Juni Regierungspräsident Beat Jans persönlich einen Antrag überreicht, um im Sommer 2023 versuchsweise und temporär im Wettsteinquartier einen oder zwei «Superblocks» zu realisieren; «Superblocks» sind verkehrsberuhigte, begrünte, umgestaltete Zonen, die sich über mehrere Blöcke erstrecken. Dies mit dem Ziel, die Qualität und die Vorzüge einer solchen Massnahme erlebbar zu machen und den Versuch anschliessend zu evaluieren.
- Vor diesem Hintergrund sind wir ausgesprochen enttäuscht, dass Präsidialdepartement und das Bau- und Verkehrsdepartement stattdessen einzig diesen «Summeregge» realisiert.
- Ausserdem halten wir fest, dass aufgrund der «Erfahrungen» bei der Nutzung des «Summeregges» keine Schlüsse gezogen werden können für die Akzeptanz des deutlich umfangreicheren Konzepts der «Superblocks» und der Umgestaltung der Basler Quartiere in Richtung mehr Grün, mehr Klimaresilienz und mehr Begegnung.
Gerne regen wir an, dass Sie sich auf www.quartierlabor.ch über unsere «Charta» und unsere Vorschläge informieren. Wir werden an der Begehung an der Rührbergerstrasse am Samstag, 18. März, um 11.00 Uhr zugegen sein und stehen für Fragen gerne zur Verfügung.