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In zwei Grabungen zu beiden Seiten der Mittelstrasse erforschte die Kantonsarchäologie in den Jahren 2010 und 2011 ein Eisengewerbeviertel des 5.-10. Jahrhunderts n.Chr. In dieser rund 2000 m2 grossen Handwerkersiedlung wurde vor allem Eisen verarbeitet. Von der Eisenerzverhüttung zeugen mehrere Tonnen Schlacken und die Reste eines Verhüttungsofens, eines sogenannten Rennofens. Zwei weitere Rennöfen sind aufgrund der Schlackenzusammensetzung ausserhalb der Grabungsfläche zu vermuten. Eine Schmiedeesse, ein Ambossstein und verschiedene Eisenobjekte, wie Messer und Ahlen, deuten darauf hin, dass das Eisen vor Ort zu fertigen Werkzeugen weiterverarbeitet wurde.
Ausserdem kamen 24 sogenannte Grubenhäuser sowie mehrere Feuerstellen und Hinweise auf Pfostenbauten zum Vorschein. Die in den Boden eingetieften Grubenhäuser dienten als Werkstätten oder als Vorratskeller. Webgewichte aus gebranntem Ton und aus Stein deuten darauf hin, dass in einzelnen Grubenhäusern Webstühle standen. In mehreren Grubenhäusern wurden zudem grössere Fragmente von Keramikgefässen gefunden.
Insgesamt geben uns die archäologischen Funde und Befunde einen einmaligen Einblick in die Entwicklung des frühen Eisenhandwerks im Solothurner Jura.