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In der Fachschaft Bildnerisches Gestalten der Kantonsschule Zug wurde 2009 das Drei-Phasenprinzip entwickelt. Entstanden ist das Modell aus dem Vorgehen der Abschlussarbeiten, die den Abschluss der SuS im Fach BG darstellen. Das Modell dient den SuS als Werkzeug und Ratgeber, das sie dabei unterstützt eine selbständige Arbeit zu organisieren und ihnen aufzeigt, wie sie selber zu gestalterischen Ergebnissen kommen können. Im Drei-Phasenprinzip steht das prozessorientierte Arbeiten im Vordergrund. Ein weiteres Anliegen ist es, den SuS bewusst zu machen, wie Ideen in gestalterischen kreativen Prozessen bearbeitet werden können.
Seit 2 Jahren wird diese Struktur vermehrt über andere Jahrgänge gelegt und auf den gesamten Stoffplan ausgeweitet. Das Prinzip wird aber nicht absolut a priori angewandt. Durch das Erproben des Drei-Phasenprinzips im BG Unterricht mit jüngeren SuS kann diese Arbeitsmethode bereits zu Beginn vertraut gemacht und diese so schrittweise auf das Semesterprojekt des Abschlussjahres vorbereitet werden.
Das Team der Fachschaft arbeitet eng zusammen, steht in regelmässigem Austausch und entwickelt gemeinsam diverse Aufgabenstellungen und Unterrichtseinheiten in diesem Modell. Die einzelnen Phasen müssen in ihrer Struktur nicht dogmatisch verfolgt werden. Es kann beispielsweise ein Thema nur in einer Phase behandelt und das Modell anschliessend wieder verlassen werden.
Phase I Rekonstruktion > Recherchieren, Analysieren, Wiedergeben
Phase II Dekonstruktion > Zerlegen und Zusammenführen
Phase III Konstruktion > Auswählen, Erweitern, Verdichten
An einem Beispiel soll das beschriebene Modell veranschaulicht werden:
In einer ersten Phase wurden Origami Objekte aus Papier gefaltet, zeichnerisch analysiert und linear untersucht. In der zweiten Phase galt es einzelne Formen aus Zeichnungen zu extrahieren, kopieren, herauszuschneiden (Scherenschnitt) und diese zu überlagen, fragmentieren und vervielfachen. In der dritten Phase wurde ein Entwurf oder Motiv aus Phase II gewählt und weiterentwickelt. Verdichtungen und Variationen wurden nach einer Einführung in die Drucktechnik mit dem Tiefdruckverfahren auf Tetrapacks übertragen.
Das Modell wurde in der Fachschaft der Kantonsschule Zug entwickelt und von Martina Caviezel eingereicht. Sie arbeitet als Lehrperson Bildnerisches Gestalten Sek II.
Kontakt: <email-pii>