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«Mein Name ist Micaël Metry und ich engagiere mich schon seit einigen Jahren für all das Leben auf der Erde. Nach meinem Geographiestudium an der Universität Lausanne und mehreren Reisen nach Europa und Amerika habe ich das Transition Network in der Westschweiz gegründet. Gleichzeitig habe ich "Work That Connects" und andere Workshops rund um den ökologischen Wandel, das Eintauchen in die Wildnis oder Shared Governance moderiert. In jüngerer Zeit habe ich mich bei Extinction Rebellion und dem Klimastreik sowie auf politischer Ebene bei den Jungen Grünen engagiert.
Ich habe unautremonde.ch im Mai 2020 während des Eindämmungsprozesses ins Leben gerufen, um zu zeigen, dass eine andere Welt existiert und dass sie im Kommen ist. Ich glaube, dass die Art und Weise, wie wir die Welt betrachten, entscheidend für unser Engagement für das Leben auf der Erde ist. Nicht alles ist zerstört, im Gegenteil, alles wird neu geschaffen und regeneriert.»
Seit wann engagierst du dich für une autre monde?
Micaël: «Seitdem mir bewusst geworden, dass meine Handlungsfähigkeit viel grösser ist, als ich dachte. Seit ich 2016 meinen ersten Work That Connects-Workshop gemacht habe.»
Was ist Deiner Meinung nach die grösste Herausforderung, vor der wir heute stehen?
Micaël: «Zweifellos die anhaltende ökologische Katastrophe. Die Erde schickt uns den Beweis für unsere gegenseitige Abhängigkeit mit ihr.»
«Was wir der Erde antun, tun wir uns selbst an»
Wie stellst Du dir das Jahr 2030 vor?
Micaël: «Menschen, die sich für das Leben auf der Erde engagieren, haben Millionen von Alternativen geschaffen, die überall gedeihen und blühen, während andere engagierte Menschen, mobilisiert durch soziale Bewegungen en masse, Regierungen auf der ganzen Welt dazu gebracht haben, den ökologischen Notstand auszurufen. Letztere richteten daraufhin Task Forces ein, mit dem Ziel, fossile Brennstoffe massiv zu reduzieren und die CO2-Emissionen drastisch zu senken, um bis 2030 Kohlenstoffneutralität zu erreichen. Weitere Maßnahmen dienen der Regeneration von Ökosystemen und der Artenvielfalt sowie systemischen Phänomenen wie dem Klima.»
Gibt es eine bestimmte politische Figur, die dich im momentan inspiriert?
Micaël: «Gandhi.»
Geht es bei der Zukunft von une autre monde eher um eine möglichst große Vielzahl und Vielfalt von Initiativen auf der Welt? Oder um eine grosse globale und vernetzte Revolution?
Micaël: «Beides, ohne dabei die radikale innere Wandlung des Menschen zu vergessen.»