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Für Wladimir Putin wird die Luft immer dicker. Nach der Doku «Putins Spiele», die sich mit der dunklen Seite der Olympischen Spiele beschäftigt, bringt sein Erzfeind Alexej Nawalny weitere Korruptionsfälle ans Licht.
Der russische Oppositionpolitiker und Putin-Kritiker Alexej Nawalny hat eine Internetseite veröffentlicht, die mutmassliche Korruptionsfälle bei der Vorbereitung der Olympischen Spiele in Sotschi (7. bis 23. Februar) dokumentieren soll.
Russland hat demnach fast 46 Milliarden Dollar für Arenen und Infrastruktur ausgegeben. Laut Nawalny kosteten viele Sportstätten doppelt so viel wie nötig. Er listet auf seiner Internetseite auch Fälle auf, in denen bei der Vergabe von Bauaufträgen massive Interessenkonflikte vorliegen sollen.
Die Internetseite enthält eigene Recherchen von Nawalny, Medienberichte und Erkenntnisse anderer Anti-Korruptions-Aktivisten über angebliche Fälle in Sotschi. «Wir sind stolz, dass Sotschi Gastgeber der Olympischen Winterspiele ist. Dies ist ein einmaliges Sportevent für alle. Doch die Offiziellen nutzen die Spiele als eigene Einnahmequelle», heisst es auf der Startseite von Nawalnys Portal.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat jegliche Korruptionsvorwürfe stets bestritten. Ursprünglich hatte er die geplanten Kosten für die Spiele mit zwölf Milliarden Dollar angegeben.
Nach den Parlamentswahlen im Dezember 2011 hatte Nawalny für Aufsehen gesorgt, weil er bei einer Demonstration gegen Wahlbetrug nach einer Rede festgenommen worden war.
Er wurde zu einer 15-tägigen Haftstrafe verurteilt. Im September 2013 trat er bei den Moskauer Bürgermeisterwahlen an und wurde mit 27 Prozent Zweiter hinter dem regierungsnahen Amtsinhaber Sergej Sobjanin. buc (spon)/AP
watson berichtet ausserdem über «Putins Spiele», den Dokfilm von Simone Baumann, der sich mit dem Korruptionssumpf hinter der schönen Fassade der Olympischen Winterspiele beschäftigt.