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Die Pandemie hat den Menschen die eigene Vergänglichkeit vor Augen geführt. Werden sie deswegen mutiger und risikofreudiger leben? Wohl kaum. Es geht um die Sicherheit – mehr denn je.
Besonders in der Frühphase der Pandemie verbreiteten sich zwei Prognosen. Erstens: Die Menschen in den reichen Industrieländern, die ihre eigene Sterblichkeit verdrängten, lernten jetzt wieder, dass jedes Leben ende. Die Krankheit zwinge sie damit zu einem herzhaften «carpe diem» – und das sei gut so. Gerne folgte der Verweis auf die Spanische Grippe von 1918 bis 1920, welche schliesslich die Roaring Twenties hervorgebracht habe.