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Und wie funktioniert Bildung außerhalb Deutschlands und Finnlands?
Je nachdem welchen Ort auf dieser Welt man sein Zuhause nennt, kann Bildung in Form der schulischen Laufbahn sehr unterschiedlich ausfallen.
Das chinesische Schulsystem beispielsweise baut stark auf Belohnungen auf: Wer gute Noten schreibt, kommt auf eine gute Schule, wer schlechte Noten schreibt, auf eine schlechte. Und weil man in China noch Schuluniformen trägt, und somit schon von weitem erkennt welcher Schüler welche Schule besucht, hängt auch das soziale Ansehen von den Noten ab.
Wie in anderen asiatischen Schulen auch, so werden die Schulferien zum Lernen genutzt, ebenso wie die Freizeit nach der Schule. Viele Kinder besuchen „Nachhilfeunterricht“, der ihre Leistungen verbessern soll, egal wie gut diese sind.
In Äthiopien muss jede Schule viel mehr Schüler fassen, als wir es in Europa gewohnt sind. Während es bei uns drei, manchmal vier Klassen einer Stufe mit bis zu 32 Schülern pro Klasse gibt, sind es im Nordosten Afrikas auch schon mal zehn.
Außerdem haben nicht alle Kinder in etwa dasselbe Alter. Da die Kinder in Äthiopien eher eingeschult werden „wenn es gerade geht“, können sogar fünf Jahre Altersunterschied zwischen den Schülern einer Stufe bestehen.
Für die wenigen Schulen, die es gibt, sind einige Kinder pro Weg zum Teil drei Stunden unterwegs.
Einen noch weiteren Weg müsste man wohl nur im australischen Outback zurücklegen, denn oftmals liegt die nächste Möglichkeit, andere Menschen zu treffen, mehrere hundert Kilometer entfernt.
Deshalb ist der Unterricht dort durch und über Medien deshalb schon lange zur Normalität geworden.
Vor Jahren noch fand der Schulunterricht übers Radio statt und einmal wöchentlich wurden den Schülern ihre Lernpakete mit dem Postflugzeug zugeschickt. Das Radio wurde dann durch E-Mails und die Kommunikationssoftware „Skype“ abgelöst.