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Palliative Versorgungsnetzwerke basieren auf dem Zusammenspiel von verschiedenen, voneinander abhängigen Akteuren des Gesundheitswesens. Weder die Zusammenarbeit noch die Koordination innerhalb dieser Netzwerke wurde in der Schweiz bisher untersucht. Um den Zugang zu palliativen Angeboten für die gesamte Bevölkerung zu fördern und unnötige Spitaleinweisungen zu vermeiden, bedarf es gesichertes Wissen zu erfolgreichen Modellen in diesem Bereich.
Ziel der Studie ist es, die Zusammenarbeit und Koordination von Leistungserbringern sowohl innerhalb der palliativen Grundversorgung als auch zwischen diesem Feld und der spezialisierten Palliativversorgung zu analysieren. Zudem sollen erfolgreiche Formen der lokalen/regionalen Versorgung und deren Voraussetzungen identifiziert sowie mit Blick auf die Wirkungen auf Patientinnen und Patienten ermittelt werden.
Basierend auf bestehenden Daten und Dokumenten werden die Rahmenbedingungen von palliativen Versorgungsnetzwerken in vier unterschiedlich organisierten Kantonen der Schweiz analysiert. In diesen Kantonen werden zudem palliative Leistungserbringer interviewt, um förderliche und hinderliche Faktoren für die Zusammenarbeit und Koordination sowie deren Wirkungen auf Patientinnen und Patienten zu eruieren. Überdies wird eine schweizweite Befragung von palliativen Leistungserbringern durchgeführt.
Auf der Basis der Resultate werden Empfehlungen zur Verbesserung der Zusammenarbeit und Koordination in der Palliativversorgung sowie zu erfolgreichen Netzwerk-Modellen formuliert. Die Ergebnisse sollen überdies Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen der Schweiz dazu dienen, die palliative Versorgung zu optimieren.