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Eine akute Hepatitis-B-Infektion heilt in 90 Prozent der Fälle von selbst aus. Medikamente zur Behandlung der akuten Infektion gibt es keine. Eine chronische Infektion muss behandelt werden, wenn sie voranschreitet: Die Behandlung erfolgt in der Regel mit antiviralen Medikamenten (Nukleosid- und Nukleotidanaloga) oder mit pegyliertem Interferon.
Ziel ist, die Viren langfristig zu unterdrücken und die Leberwerte im Blut zu reduzieren. Die Therapie dauert je nach Verlauf zwischen sechs bis zwölf Monaten (Interferon) und mehreren Jahren (Nukleotid-/Nukleosidanaloga). Bei einem milden Verlauf reichen regelmässige Kontrollen durch den Arzt.
Das Ziel der Behandlung ist die Heilung. Damit sollen Folgeerkrankungen, insbesondere HCV-assoziierte Lebererkrankungen und schwere extrahepatische Manifestationen, verhindert werden. Die neuen Direct-Acting Antiviral Agents (DAAs), die ohne Interferon auskommen, werden seit dem 1. Oktober 2017 alle von der Krankenkasse vergütet. Nur Hepatologen, Gastroenterologen, Infektiologen und einige Suchtmediziner, die Erfahrung in der Behandlung von Hepatitis C haben (Liste hier), können diese teuren Medikamente verschreiben. Eine Behandlung dauert 8, 12 oder 24 Wochen. Kostenpunkt rund 30’000 Franken.
App:
Der HCV-Advisor unterstützt bei der Behandlung von Hepatitis C. Aufgrund von Informationen über den Patienten und den Virus gibt die App Behandlungsoptionen an. Diese basieren auf den SASL/SSI-Guidelines.
Zum HCV-Advisor.