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Gesundheitskosten der Luftverschmutzung
Die Verminderung oder Behebung von Schäden, die durch Luftbelastung entstehen, verursachen hohe Kosten, beispielsweise im Gesundheitswesen oder bei der Gebäudesanierung. Sie führen auch zu Wertverlust von Liegenschaften, Ernteausfällen in der Landwirtschaft und Belastungen von Ökosystemen. Da diese Kosten und Werteverluste nicht vom Verursacher, sondern von der Allgemeinheit getragen werden, spricht man von externen Kosten. Die externen Kosten infolge der Luftverschmutzung entstehen vor allem im Gesundheitswesen, gefolgt von den Kosten, die durch Ernteausfälle und durch Schäden an Gebäuden und Materialien verursacht werden. Die externen Kosten infolge der Luftverschmutzung entstehen vor allem im Gesundheitswesen, gefolgt von den Kosten, die durch Ernteausfälle und durch Schäden an Gebäuden und Materialien verursacht werden.
Dieser Indikator zeigt die Kosten, die die Luftverschmutzung im Gesundheitswesen verursacht.
Die Luftverschmutzung verursacht in der Schweiz jährlich ungedeckte Kosten in Milliardenhöhe. Diese externen, nicht vom Verursacher getragenen Kosten entstehen vor allem im Gesundheitswesen, wobei die «Umrechnung» der verlorenen Lebensjahre in Geldeinheiten den weitaus grössten Kostenfaktor der Luftverschmutzung darstellt. Jährlich ist sie mitverantwortlich für den vorzeitigen Tod von 2’300 Personen. Zudem ist sie der Grund für eine grosse Zahl von Krankheitsfällen. Dazu gehören unter anderem Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen bedingt durch Feinstaub. Damit stellt die Luftbelastung trotz der zahlreichen Massnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in den letzten Jahren weiterhin ein Problem dar.
Die "Umrechnung" der verlorenen Lebensjahre in Geldeinheiten stellt den weitaus grössten Kostenfaktor der Luftverschmutzung dar.
- Verwandte Indikatoren
- Gesundheitsschäden durch Luftverschmutzung
Für die Berechnung der externen Kosten werden aus der bestehenden Belastungssituation die daraus resultierenden Effekte bzw. Schäden ermittelt. Schliesslich werden die Schäden in Geldeinheiten quantifiziert. Dazu werden je nach Kostenbereich spezifische Kostensätze ermittelt.
Für die vorliegende Berechnung (Infras, Ecoplan (2018)) der externen Effekte wurde der Value of Statistical Life (VOSL) auf die Schweiz angepasst und auf das Jahr 2018 fortgeschrieben (internationale Methodik gemäss OECD 2012 bzw. Ecoplan 2016). Bei der Umrechnung musste gegenüber Ecoplan 2016 eine Anpassung vorgenommen werden, da die Daten zur Kaufkraftparität von OECD und Weltbank rückwirkend auf 2005 angepasst wurden.
|Angestrebte Entwicklung||Anfangswert||Endwert||Veränderung in %||Beobachtete Entwicklung||Beurteilung|
|Abnahme||2010||2018||-1.37%||Stabilisierung||unbefriedigend|
|Bei der Interpretation der Zahlen müssen Faktoren wie die gestiegene Lebenserwartung, das Bevölkerungunswachstum sowie der Anstieg des BIP und der Preise einbezogen werden. Diese Faktoren relativieren die Stabilisierung der Gesundheitskosten, so dass die Entwicklung dennoch als positiv betrachtet werden kann.|
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