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Ein Meer aus geklonten Blumen
Wir präsentieren einen bunten Strauss an neuen Downloads: einen Filter zur geschickten Vervielfältigung in Photoshop, nützliche Scripts für die Teamarbeit in InDesign und Plug-ins für das Spiel mit Licht, Schatten und Kontrasten bei Digitalfotos.
(msc) Polaris ist eine Photoshop-Erweiterung des israelischen Entwicklerhauses AV Bros. Die Erweiterung enthält vier Module zum Hinzufügen und Löschen von Hilfslinien und zum automatischen Kopieren und Verteilen von Objekten.
Die Erweiterung wird als .zpx-Datei ausgeliefert. Die Installation in Photoshop CS 5 und höher erfolgt über den Adobe Extension Manager. Beachten Sie unter Windows die Informationen in Publisher 3-11 im Beitrag «Fehler bei Extension-Installation», zu finden auf Seite 45. Nach der Installation finden Sie die vier Module unter Fenster > Erweiterungen.
Das spannendste Modul ist Array. Es verteilt Kopien von Objekten rasterförmig oder zufällig, und zwar zwischen ein- und 10 000-mal. Objekte können eins zu eins vervielfältigt, oder aber über fünf Parameter modifiziert werden. Es ist möglich, das Objekt zu drehen und zu skalieren, horizontal und/oder vertikal zu spiegeln, in der Farbe zu verändern (über den HSV-Farbraum) und transparenter zu machen.
Die gesetzten Parameter werden zyklisch innerhalb der gewälten Bandbreite verändert. Man kann z.B. für die Rotation wählen, dass diese von –4° bis +10° verändert wird. Die Kopien werden somit nicht immer kleiner oder grösser, sondern schwanken in der gewählten Bandbreite.
Mit diesem Trick kann man ein Einzelobjekt gewissermassen zu einer Schar vervielfältigen: Eine einzelne Münze wird, durch Drehung und durch kleine Farbveränderungen zu einem Haufen Geld mit alten und neueren Geldstücken.
Array multipliziert nicht nur ein einzelnes Objekt, sondern auch mehrere aufs Mal. Dafür müssen die zu verwendenden Bilder freigestellt auf einer eigenen Ebene liegen und zu einer Ebenengruppe hinzugefügt worden sein, damit sie bei der Ausführung nacheinander vervielfältigt werden.
Die Galerie des Herstellers unter avbros.com zeigt einige Anwendungsfälle: So können einzelne Bilder von Geldnoten mittels zufälliger Verteilung und Drehung zu einem Haufen Geld angeordnet werden. Eine einzelne Blase kann durch Veränderung der Grösse, Farbe, Drehung und Transparenz zu einem Blasenmeer werden.
Das Modul Circumscriber umschreibt ein Objekt aus zwei oder drei Ankerpunkten mit einem Kreis. Guider Core umfasst eine Selektion mit vertikalen und/oder horizontalen Hilfslinien oder unterteilt die Selektion horizontal und /oder vertikal in die Zahl der angegebenen Hilfslinien. Die Hilfslinien können horizontal und vertikal verschoben werden.
Guider Template speichert die vorhandenen Hilfslinien als Vorlage, sodass sich diese per Mausklick in eine Bilddatei einfügen lassen.
Polaris ist für 35.95 Franken unter www.avbros.com erhältlich.Photoshop (4 KB)
(msc) Die interaktive Aktion Wappen packt ein Foto auf einen Wappenschild. Während der Ausführung wählt man den Ausschnitt, die Farbe des Randes und des Hintergrunds und gibt einen Schlagschatten vor. Nach der Ausführung kann man die einzelnen Elemente auf separaten Ebenen weiter bearbeiten.Photoshop (179 KB)
(msc) Die Sammlung Ancient Greece enthält 17 Pinsel für Photoshop mit klassischen altgriechischen und mykenischen Mustern. Es gibt quadratische Ornamente, die sich für Rahmen oder Abgrenzungen eignen. Der «Mäander» ist in der Ornamentik ein rechtwinkliges schmückendes Muster, das sich horizontal oder vertikal wiederholen lässt, um einen mändernden Fluss zu symbolisieren. Die Spira stellt eine Spirale dar, die sich nahtlos aneinanderreihen lässt.
Die Pinsel verwendet man laut dem Urheber Panos Efstathiadis am besten, indem man die Pinsel mit gedrückter Umschalttaste vertikal oder horizontal malt. Es gibt beim Mäanderpinsel einen speziellen «Eckstein», der zur Verbindung von horizontalen und vertikalen Linien gedacht ist.InDesign (189 KB)
(msc) Das Script Change Object Shape von Dan Rodney wandelt ein bestehendes Objekt (gleichgültig, ob es sich um einen Textrahmen, ein Rechteck, Kreis oder Polygon handelt) in ein Rechteck, Oval oder Polygon. Einfach das fragliche Element markieren, das Script starten und die gewünschte Zielform auswählen! Der vorhandene Inhalt bleibt natürlich erhalten.InDesign (228 KB)
(msc) Das Script Image Label fügt auf den in InDesign platzierten Bildern den Dateinamen ein. Das «Foto-Etikett» erscheint standardmässig zentriert über dem Bild, aber es gibt zwölf weitere Positionierungsmöglichkeiten, beispielsweise auch in der linken oberen Ecke.
Es gibt diverse Optionen zu Formatierung und Grösse des Labels und man kann wählen, ob man den Dateinamen, den Dateipfad oder Pfad und Name eingefügt haben möchte.
Die Bilder-Etiketten landen auf einer eigenen Ebene, die man bei Bedarf ein- und für das Drucken auch wieder ausblenden kann.
Image Label ist ein praktisches Script für Anwender, die in ihrem Workflow nachgelagerten Mitarbeitern mitteilen müssen, welche Bilddateien in der Satzdatei verwendet wurden. Es handelt sich um ein AppleScript, das entsprechend nur unter Mac OS X zur Verfügung steht.InDesign (3 KB)
(msc) Das Script Name Document Links II fügt, ähnlich wie das bereits vorgestellte Image Label Bild-Etiketten in das Dokument ein. Da es sich hier um ein JavaScript handelt, kann es unter Windows und Mac OS X ausgeführt werden. Es bietet gegenüber Image Label weniger Möglichkeiten zur Formatierung und Platzierung des Labels.
Umgekehrt können nebst dem Dateinamen und Pfad auch der Verknüpfungsstatus, die Skalierung, die aktuelle und die effektive Auflösung und der Farbraum ausgegeben werden. Die Angabe wird als Overlay auf eine eigene Ebene gelegt, die ein- und ausgeblendet und gelöscht werden kann.Photoshop (1,9 MB)
(msc) Mit dem Photoshop-Plug-in Contrast Master lassen sich beim Steuern des Kontrasts alle Register ziehen. Diese Erweiterung erhöht den Kontrast nicht nur linear, sondern stellt auch die Regler Dynamisch, Adaptiv und Lokal zur Verfügung.
Wird der Kontrast normal erhöht, spreizt man das Histogramm. Das passiert beim dynamischen Kontrast nicht – hier bleiben die Gipfel im Histogramm ungefähr am gleichen Ort, dafür werden die Unterschiede zwischen ähnlich hellen Pixeln erhöht. Das geht natürlich nicht, ohne dass andere Bereiche des Spektrums abgeflacht werden: Aus einem linearen Helligkeitsverlauf wird, überspitzt gesagt, eine Treppe mit flachen und steilen Flanken. Der lokale Kontrast kann einem relativ flauen Bild Drama einhauchen, doch wenn man ihn zu stark aufdreht, werden unscharfe Hintergründe unruhig und unnatürlich texturiert.
Der adaptive Kontrast intensiviert die Kontrastverhältnisse um Kanten und um markante Objekte. Dreht man ihn zu stark auf, erhalten Objekte einen Halo («Heiligenschein»). Der lokale Kontrast arbeitet ähnlich wie der adaptive, wobei er noch etwas subtiler ans Werk geht.
Im Dialog des Plug-ins kann man die drei Algorithmen über Regler separat steuern und im Expertenmodus die einzelnen Modi sogar auf Lichter, die Schatten, Kanten oder Oberflächen (also homogene Flächen) anwenden. In dem besagten Expertenmodus darf man auch die Parameter der einzelnen Kontrastmodi beeinflussen. Beim dynamischen Kontrast regelt man beispielsweise über Detail die Anzahl der erwähnten «Treppenstufen» und über Stärke legt man fest, wie sehr der Kontrast jeweils angehoben wird.
Im Dialog Global hellt man das Bild auf, steuert den Kontrast in den Tiefen und in den Lichtern (S für «Shadow» und L für Light») und dehnt das Histogramm auch. Auch die Sättigung ist im Dialog steuerbar, was Schwarzweiss-Umsetzungen oder gefärbte sowie Farbmaskierungen erlaubt.
Fazit: Contrast Master ist ein hervorragendes Werkzeug, um flaue Bilder aufzuwerten und ihnen mehr Pepp zu verleihen – von natürlichen «Dramatisierungen» bis zu surrealem HDR-Look ist mit diesem Plug-in alles möglich. Es braucht eine gewisse Zeit, bis man die Wirkungsweise der Regler so weit verinnerlicht hat, dass man aus dem Bauch heraus mit ihnen arbeiten kann.
Contrast Master ist für 69.95 US-Dollar auf thepluginsite.com erhältlich.Photoshop (2,2 MB)
(msc) LightMachine ist ein Plug-in für Photoshop, das diverse Beleuchtungs-Funktionen in einem Dialog vereinigt: Im Modus Lichter/Schatten verändert man die Belichtung der Tiefen und der Lichter und versieht im Pro-Modus die 1Lichtbereiche auf Wunsch auch mit einer Farbtonung.
Im Modus Virtuelles Studio platziert man nachträglich Spots in der Aufnahme, die Lichtquellen simulieren. Es ist möglich, mit dem Aufhelllicht unterbelichtete Bereiche zu korrigieren.
Das Plug-in stammt von Harald Heim, der seit 1997 Erweiterungen für Photoshop entwickelt und mit «Harry’s Filters» für einen der populärsten Titel in unserem Downloadbereich verantwortlich zeichnet.
Es ist für 69.95 US-Dollar auf thepluginsite.com zu kaufen.