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Die Primarschule von Gerra, welche vom Architekten Augusto Jäggli am Anfang der sechziger Jahre gebaut wurde, wird von Schülern der nahen und der weiteren Umgebung besucht. Die Erweiterung der Schulanlage umfasst vier Klassenzimmer, vier Spezialklassenzimmer und einer neuen Turnhalle.
Das Projekt Aquilone respektiert die bestehende Bausubstanz und ordnet sich zurückhaltend in die Gesamtanlage ein. Es entsteht eine Ordnung von Räumen unterschiedlicher Öffentlickeit und die südliche Parkanlage wird freigespielt. Der Baukörper mit den, auf zwei Geschossen angelegten Klassenzimmern, wird durch den Luftraum der Turnahlle vom öffentlichen Platz abgehoben. Die bergseitige, L-förmige Abschlusswand wird in den Baukörper eingewoben. Die Baustruktur wird Teil der Gesamtanlage. Die selbstbewusste Erweiterung ergänzt das Bestehende und verleiht der Schule eine verstärkte Sicht in die anspruchsvolle Zukunft.
Das Gebäude mit angemessenen Räumlichkeiten ist ein Gefäss für ein gemeinschaftliches Leben, in dem der Ideen- und Wissensaustausch gefördert wird, ohne die individuellen Besonderheiten des Einzelnen zu vernachlässigen. Die ausgewogenen Räumlichkeiten bieten Platz für kreative Arbeit, Konzentration und aktive Erholung.