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Die Regierung von Québec wird Nunavik 3,5 Millionen kanadische Dollar zur Verfügung stellen, um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen und seine Auswirkungen abzumildern. Dieser Zuschuss ist Teil eines größeren Plans zur Unterstützung der indigenen Gemeinschaften in Québec bei der Bewältigung dieses Problems.
Am 3. August kündigte Benoit Charette, Umweltminister von Québec, eine Zahlung von insgesamt 10 Millionen kanadischen Dollar (6,7 Millionen Euro) an. Diese Mittel sind Teil der Aktion „Unterstützung von indigenen Gemeinschaften im Umgang mit dem Klimawandel“ im Rahmen des Plans für eine grüne Wirtschaft 2030. Der Plan umfasst eine Gesamtinvestition von 23,5 Millionen Dollar über fünf Jahre.
Der Zuschuss in Höhe von 10 Millionen Dollar wurde dem Institut für nachhaltige Entwicklung der First Nations von Québec (6,3 Millionen kanadische Dollar), der Regionalregierung von Kativik (3,5 Millionen kanadische Dollar) und der Naskapi Nation von Kawawachikamach (210.000 kanadische Dollar) gewährt. Ziel dieser Finanzierung ist es, die First Nations und Inuit in die Lage zu versetzen, Gemeinschaftsprojekte durchzuführen, die sich mit den Auswirkungen des Klimawandels befassen und dazu beitragen, diese abzuschwächen, wie es in der Pressemitteilung der Regierung von Québec heißt.
Die 3,5 Millionen Dollar, die der Regionalregierung von Kativik (KRG) bewilligt wurden – rund 2,3 Millionen Euro – sollen Projekte der Nunavik-Gemeinden unterstützen und einen Verbindungsbeamten umfassen. „Die Auswirkungen des Klimawandels bedrohen jeden Aspekt des Lebens der Nunavik-Inuit, von der lebenswichtigen Infrastruktur unserer Gemeinden über unsere Sicherheit bei der traditionellen Jagd auf Wildtiere bis hin zur Ernährungssicherheit unserer Familien“, sagte KRG-Präsidentin Hilda Snowball in einer Erklärung. „Nunavimmiut (die Einwohner Nunaviks, Anm. d. Red.) müssen in der Lage sein, an der Entwicklung und Umsetzung von Lösungen für diese Probleme mitzuwirken“, fügte sie hinzu.
Die KRG konnte nicht kontaktiert werden, um uns mitzuteilen, wie sie diese Mittel investieren würde. In Nunavik, das wie der Rest der Arktis besonders stark von der globalen Erwärmung betroffen ist, sollte es jedoch nicht an Umweltinitiativen mangeln. Die Region ist mit einer Reihe spezifischer Probleme konfrontiert, wie z. B. auftauender Permafrost, der die Siedlungsstrukturen destabilisiert, schwindendes Meereis, das die Jäger gefährdet, Küstenerosion und zunehmend unvorhersehbare Wetterbedingungen. Angesichts dieser Veränderungen brauchen auch die Inuit-Gemeinschaften Lösungen, die an ihre spezifischen Bedingungen angepasst sind und ihre sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Besonderheiten berücksichtigen.
Im Jahr 2019 veröffentlichte Inuit Tapiriit Kanatami (ITK), die nationale Vertretungsorganisation der 65.000 Inuit in Kanada, einen Bericht zur „Nationalen Inuit-Klimastrategie“. Als Ergebnis der einjährigen Arbeit wurden darin fünf prioritäre klimabezogene Bereiche für das gesamte Inuit Nunangat definiert. Ziel war es, die Nutzung der Fähigkeiten und des Wissens der Inuit bei der Entscheidungsfindung im Klimabereich zu fördern. Dies würde es ermöglichen, die spezifischen Bedürfnisse der Inuit im Kampf gegen die globale Erwärmung zu berücksichtigen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Der Plan für eine grüne Wirtschaft ist eine Rahmenpolitik für die Elektrifizierung und den Kampf gegen den Klimawandel. Er wurde 2020 von der Regierung von Québec vorgestellt und zielt darauf ab, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und sich innerhalb dieses Jahrzehnts an den Klimawandel anzupassen.
Mirjana Binggeli, PolarJournal