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Dank der Fussball-WM dürfen (eigentlich müssen alle) Kinder in der Tagesschule unserer Schule die Fussball-WM gucken.
Die Kinder vor dem Fernseher abstellen, könnten Eltern eigentlich genauso gut. Dafür brauchts keine gutbezahlten Lehrer, die während ihres Lehrerpensums noch die Tagesschulbetreuung übernehmen.
Und damit Tagesschule nicht zu teuer wird, wurden die Pflichtlektionen eines Kindergärtners von 16 auf 24 Stunden innerhalb eines Jahres erhöht.
Kinder in unserer Tagesschule kommen von 8.00 Uhr morgens bis 18.00 Uhr abends ausser 15 Minunten in der Morgen- und 10 Min. in der Nachmittagspause nie aus dem Schulgebäude raus.
Sind das die Massnahmen der Schule gegen Bewegungsarmut und Übergewicht bei Kindern (an denen die Schule auch nur während des offiziellen Unterrichts eine erhebliche Mitverantwortung trägt)? Wo bleibt zB. die Entwicklung der grobmotorischen Fertigkeiten?
Wieso wissen sich Teenies nicht zu benehmen, wenn sie endlich mal ohne Kontrolle durch Erwachsene in den Ausgang resp. Freizeit verbringen dürfen?
Welches Kind würde freiwillig zu hause vor dem Fernseher sitzen und Fussball schauen, während es sieht, dass andere Kinder draussen auf der Strasse miteinander am Spielen sind.
Hauptsache Papi bringt die neue Wii nach der Arbeit nach hause, Mami hat noch während ihrer Büropause die USA-Sommerferien gebucht, Eltern können durch ihr Mehreinkommen materiellen Ersatz für das Fernbleiben von den Kindern schaffen?
Lernen Kinder, dass man mit Materiellem alle fehlenden Bedürfnisse befriedigen kann?
Letzendlich profitiert der Staat, der dank Mehreinnahmen die Defizite von Kindern finanzieren kann.