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Unwetter im Rückblick
"Xynthia" sorgte für Chaos
Böen bis 180 Stundenkilometer
Das Orkantief "Xynthia" hat in der Südwesthälfte Deutschlands für Chaos gesorgt und mindestens 7 Menschenleben gefordert. Der Sturm knickte reihenweise Bäume um, zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden. In einigen Ortschaften fiel der Strom aus. Große Probleme bei der Bahn: In Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen wurde der Zugverkehr über Stunden komplett eingestellt. Tausende Reisende saßen auf den Bahnhöfen fest. Am Flughafen Frankfurt wurden etwa 250 Starts und Landungen abgesagt.
Zahlreiche Bäume stürzten um
Die stärkste Böe im Flachland wurde in Berus im Saarland registriert, dort fegte der Sturm mit 133 Kilometer pro Stunde in voller Orkanstärke. Viele Stationen meldeten schwere bis orkanartige Sturmböen. Am heftigsten stürmte es generell auf den Bergen. Auf der Wasserkuppe wurden 140, auf dem Weinbiet im Pfälzer Wald 166 und auf dem Brocken im Harz sogar 180 Kilometer pro Stunde gemessen. Der Kern des Orkantiefs zog von den Niederlanden zur Ostsee. Der Luftdruck lag teilweise unter 975 Hektopascal.
Die Spitzenböen von Sturm "Xynthia"
Noch schwerer wurde bereits zuvor Frankreich von dem Sturm getroffen. Mit Orkanböen von bis zu 150 Stundenkilometer und sintflutartigen Regenfällen war "Xynthia" nach Behördenangaben eines der schwersten Unwetter seit dem Orkan "Lothar" an Weihnachten 1999. Das Sturmtief forderte 47 Menschenleben. In den westlichen Departements Vendée und Charente-Maritime brachen mehrere Deiche, wodurch ganze Landstriche unter Wasser standen. Die Menschen mussten sich auf die Dächer ihrer Häuser retten. Eine Million Franzosen verbrachten die Nacht ohne Strom.