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Im Rahmen des Projekts Aquaprotect wurde erstmals eine schweizweite Übersicht über die potenzielle Hochwassergefährdung erarbeitet und als Karte dargestellt.
Das 2008 abgeschlossene Projekt Aquaprotect stellt ein Gemeinschaftswerk der Swiss Re in Zürich und dem BAFU dar. Beide Partner waren einerseits interessiert an den Resultaten und andererseits auch bereit, Daten und Wissen zusammenzuführen. Dank dieser Bereitschaft und einer intensiven Zusammenarbeit konnten erstmals schweizweit Flutzonen nach einer einheitlichen Methode ausgeschieden werden.
Überschwemmungsgebiete Aquaprotect für eine Wiederkehrperiode von 100 Jahren.
Web-GIS des BAFU - Weitere Layer zum Thema Aquaprotect und Vollbildversion der Karten unter dem Thema Naturgefahren
Verwendung der Resultate
Für Kantone ohne flächendeckende Gefahrenhinweiskarten können die Flutzonen aus Aquaprotect Hinweise auf mögliche Überflutungsgefährdungen ausserhalb des durch Gefahrenkarten abgedeckten Bereichs liefern, die es genauer zu untersuchen gilt. Sie können jedoch die Gefahrenkarten und Gefahrenhinweiskarten nicht ersetzen.
Methodik
Die Flutzonen aus Aquaprotect stellen die Wahrscheinlichkeit dar, mit der ein bestimmter Punkt überflutet wird.
Die Methode berücksichtigte für einen beliebigen Geländepunkt drei Parameter: die horizontale und vertikale Distanz eines Punktes zum Gewässer sowie die Grösse des Teileinzugsgebietes. Aus diesen Parametern und weiteren Faktoren wurden mittels statistischer Zusammenhänge Flutzonen für die 50, 100, 250 und 500-jährliche Wiederkehrdauer bestimmt. Bereits bestehende Schutzbauten sind dabei nicht berücksichtigt, die Zonen widerspiegeln demzufolge die potenzielle Überschwemmungsfläche, falls vorhandene Schutzbauten versagen sollten.
Die Gesamtheit einer Flutzone (z.B. der 500-jährlichen-Fläche) ist als maximal anzunehmende Überflutungsfläche gemäss dieser statistischen Berechnung zu verstehen.
Letzte Änderung 17.07.2018