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Miguel da Silva begann in sehr jungen Jahren sein Studium am Conservatoire National de Région in seiner Heimatstadt in Reims, bevor er das Pariser Konservatorium (CNSM) als Schüler von Serge Collot besuchte. Dort erhielt er den Ersten Preis für Kammermusik und jenen für Alto (Viola), letzteren einstimmig mittels einem Sondervotum der Jury.
1985 gewann er – in Sonatenformation – den Ersten Grossen Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb von Paris und wurde Mitglied des Orchesters der Pariser Oper.
Seit seiner Jugendzeit ist Miguel da Silva ein leidenschaftlicher Anhänger von Streichquartetten. 1987 verliess er die Pariser Oper und gründete mit drei Freunden das Ysaÿe Quartett. Miguel da Silva begab sich auch nach Köln, um mit dem Amadeus-Quartett zu arbeiten.
Zahlreiche internationale Wettbewerbe (Portsmouth, Evian), bei denen das Ysaÿe-Quartett mit ersten Preisen ausgezeichnet wurde, bahnten dem Quartett den Weg zu einer internationalen Karriere. So hatte es Erfolge in Japan und in den Vereinigten Staaten (Carnegie Hall, Metropolitan Museum in New York), aber auch in Israel und Europa (Théâtre des Champs-Elysées in Paris, Wigmore Hall in London, Berlin sowie bei den Festspielen in Lockenhaus, Stresa und Salzburg…). Diese brillante Karriere endete Anfang 2014, als das Quartett seine Tätigkeit einstellte und seine Mitglieder sich ihren individuellen Karrieren widmeten.
In der Kammermusik sind Miguel da Silvas Partner keine anderen als Michel Portal, Jean-Claude Pennetier, Paul Meyer, Leonidas Kavakos, Pierre Amoyal, Nikita Boriso-Glebsky, Antonio Meneses, Augustin Dumay, Henri Demarquette, Truls Mork, Gary Hoffmann, Pascal Rogé, Emmanuel Pahud, Jean-François Heisser, Christophe Coin…
Miguel da Silva war ausserdem Gastsolist des Pariser Kammerorchesters, des Polnischen Kammerorchesters, des Kammerorchesters von Auvergne, des Franz-Liszt-Orchesters in Budapest, der Sinfonia Varsovia, des Orchesters von Montpellier, des Orchesters von Pamplona, unter der Führung von Dirigenten wie Peter Csaba, Jean-Jacques Kantorow, Arie van Beck oder François Xavier Roth.
Neben diesen musikalischen Aktivitäten verspürte Miguel da Silva das Bedürfnis, auch als Pädagoge aktiv zu sein. 1993 überzeugte Miguel da Silva seine Freunde vom Ysaÿe Quartett am Conservatoire National de Région de Paris (heute Conservatoire à Rayonnement Régional) eine spezifische Streichquartettklasse zu gründen. Dies war eine Premiere in Frankreich.
Zeitgleich neben dieser Klasse von CRR-Quartetten, für welche er die Hauptverantwortung trägt, leitet Miguel da Silva auch fortgeschrittene Klassen der Akademien von Villecroze, und Aldeburgh, sowie an der Maurice Ravel Academy of Saint Jean de Luz in Banff (Kanada), aber auch in Savonnlina (Finnland) und an der Universität South California in Los Angeles. Er ist der künstlerische Berater der musikalischen Akademie von Villecroze.
Nachdem Miguel da Silva während zwei Saisons, als Nachfolger von Walter Levine, an der Hochschule von Lübeck Viola und Kammermusik unterrichtet hatte wurde er 2009 als Professor für Viola an die Musikhochschule in Genf (Haute École de Musique de Genève) berufen. Er unterrichtet zudem regelmäßig bei der ECMA (European Chamber Music Association) und an der Sommerakademie der Universität für Musik in Wien (ISA).
Quintette et œuvres rares pour quatuor à cordes
Ysaÿe Records
2005
Beethoven Quintette et œuvres rares pour quatuor à cordes
La Nuit transfigurée
Ysaÿe Records
2011
BRAHMS et SCHOENBERG