Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03270.jsonl.gz/1689

Wie vertrauenswürdig Mendels Ergebnisse sind
Mendels Ergebnisse stimmen zu genau. Dies wurde durch verschiedene Kritiker festgestellt. Wie weit er abweichende Daten einfach weggelassen hat, oder ob ein Assistent von ihm diese Beschönigungen vorgenommen hat, ist heute kaum mehr herauszufinden. Fakt ist, dass die Ergebnisse zu genau sind, als ob er schon vorher wusste, was herauskommen muss.
Seine Bedeutung ist aber dadurch nicht geschmälert, denn seine Untersuchungen waren bahnbrechend und begründeten die Genetik selbst.
Trotzdem muss noch folgendes angefügt werden: Es ist merkwürdig, dass Mendel bei den sieben von ihm untersuchten Merkmalspaaren nicht auf das Phänomen der Genkopplung stiess, obwohl die Erbse nur sieben Chromosomenpaare besitzt und bei sieben zufällig ausgewählten Merkmalspaaren mit grosser Wahrscheinlichkeit einige Fälle von Koppelung hätten auftreten müssen.
Es muss angenommen werden, dass er bei seinen umfangreichen Vorversuchen Merkmale ausschied, die nicht seinen Erwartungen entsprachen.
Die Gene für die sieben Merkmale, die er auswählte, liegen zwar auf nur vier der sieben Chromosomen, jedoch liegen sie dort jeweils so weit auseinander, dass sie aufgrund des Crossing-overs praktisch ungekoppelt vererbt werden. Die Chromosomen und ihre Rolle bei der Vererbung waren 1866 noch nicht bekannt.
Rund um die Versuche von Johann Gregor Mendel
- Einleitung zu den Mendelschen Experimenten
- Biografie von Johann Gregor Mendel
- Die Uniformitätsregel (Kreuzung von Mäusen)
- Die Spaltungsregel (Kreuzung von Mäusen)
- Intermediärer Erbgang (Kreuzung von Mirabilis jalapa)
- Dihybrider Erbgang (Kreuzung mit mehr als einem Merkmalspaar)
- Die Unabhängigkeitsregel (Kreuzung von Erbsen)
- Die drei mendelschen Regeln
- Methode der Rückkreuzung
- Hat Mendel seine Daten manipuliert?