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Hochrheinschifffahrt - Projekt 1961 - Migrol Tanklager
Der Hochrhein vom Bodensee nach Basel wurde seit langer Zeit als Wasserstrasse genutzt.
Germanen, Römer, Alemannen, nutzten den Rhein als Wasserstrasse. Im Mittelalter wurde Salz, Getreide, Holz, Stein, Tuch und vieles mehr auf dem Fluss transportiert.
Mit der Industrialisierung begann die Verbauung des Rheins mit Begradigungen, Vertiefungen des Flussbettes, Schleusen, Staustufen und Kraftwerken.
1903 fuhr der erste Frachtdampfer von Strassburg nach Basel. Vorreiter für die Vision der Schiffbarmachung des Hochrheins war der Ingenieur Rudolf Gelpke.
Seine Studien waren die Grundlage aller zukünftigen Pläne. Bis zum Projekt 1961 der "Schweizerisch-Deutsche Technische Kommission für die Schiffbarmachung des Hochrheins"
Das Projekt 1961
Für den Hochrhein wurde als Ausbaunorm die Klasse IV festgelegt. Die entspricht Schiffen bis zu 1350 t Tragfähigkeit, einer Länge von 80 m, einer Breite von 9,5 m und einem Tiefgang von 2,5 m. Die Ausbaumasse wurden jedoch so festgelegt, dass ausnahmsweise auch die grössten Schiffe der Klasse V mit einer Tragfähigkeit bis zu 2000 t noch verkehren konnten. Die Wasserstrasse war so dimensioniert, dass sie ganzjährig befahren werden konnte, ausgenommen während durchschnittlich 3 Tagen wegen Hochwasser und während 10 Tagen wegen Niedrigwasser. Von den 12 vorgesehenen Kraftwerken waren 1961 bereits 8 ausgebaut. Von den verbleibenden 4 Kraftwerken befand sich das Kraftwerk Säckingen im Bau; für das Kraftwerk Koblenz war die Konzession bereits verliehen. Die bestehende Kraftwerke Rheinfelden und Schaffhausen sollten durch Neubauten ersetzt werden.
Pläne für Hafenanlagen gab es bis in die sechziger Jahre in Full, Weiach, Flaach /Rüdlingen und eben in Eglisau Tössriedern ein Tanklager mit Verladeanlage.
Migrol Tanklager
Das Tanklager in Tössriedern wurde von Migrol 1959 gebaut.
Die Ausbaupläne am Rhein wurden nicht umgesetzt. Und da nie grosse Frachtschiffe bis Eglisau fuhren, erfolgte der Rohstofftransport über die kleine damals ungeteerte Strasse. Tanklastwagen stauten sich im Dörfchen Tössriedern um Heizöl zu laden oder zu entladen. Anfang der 1970ger Jahre wurde die Anlage geschlossen - sie war undicht! Öl floss in den Rhein, erzählte mir eine Frau aus dem Haus neben dem Lager.
Quellen: