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Der Umschaltdruck bzw. Umschaltpunkt setzt den Beginn der durch das Bremsdruckventil bewirkten Druckverlaufänderung in der Bremsleitung zu den Hinterradbremsen fest. Der Umschaltpunkt der druck- und verzögerungsabhängigen Bremsdruckventile ist vom Hersteller fest eingestellt worden und darf nicht verändert werden. Oft ist der eingestellte Druck der druckabhängigen Ventile auf dem Ventilgehäuse angegeben (eingeschlagene Zahl). Die Umschaltdrücke der lastabhängigen Bremsdruckventile müssen nach den Werkvorschriften eingestellt bzw. kontrolliert werden.
Siehe Bremskraftverstärker!
Siehe Bremskraftverstärker!
Das Vakuumrückschlagventil sorgt für die Speicherung des Vakuums im Bremskraftverstärker. Es verhindert zudem das Eindringen von Benzindämpfen (HC-Dämpfe) in den Bremskraftverstärker.
Die Bremsflüssigkeit ist ein Gemisch von verschiedenen Substanzen mit unterschiedlichen Siedepunkten. Die Temperatur, bei welcher derjenige Bestandteil mit dem niedrigsten Siedepunkt zu sieden beginnt, bezeichnet man mit Vapor lock point (Dampfblasenbildungspunkt). Er ist nicht identisch mit dem in den SAE- bzw. DOT-Normen definierten Siedepunkt für die ganze Flüssigkeit. Das Charakteristische am Vapor lock point ist, dass er im Anlieferungszustand der Bremsflüssigkeit merklich tiefer liegt als der Siedepunkt der ganzen Flüssigkeit. Dem nach können sich in Wirklichkeit in einer Bremsflüssigkeit früher Dampfblasen bilden, als aufgrund der SAE- bzw. DOT-Siedepunkte-Angaben angenommen wurde.
Unter Verglasen versteht man die Bildung einer Glasur an den Reibflächen. Diese Oberflächenumwandlung hat vielfach eine Reibwert bzw. Bremswirkungsveränderung zur Folge. Oft entstehen auch Bremsgeräusche. Die Ursache der Verglasung kann eine Unterbeanspruchung der Bremse sein. Sie ist vor allem die Folge von Bremsbetätigungen mit vorwiegend geringen Drücken, die Bremsbeläge werden dabei gewissermassen poliert.
In ihm wird der Umschaltdruck in Abhängigkeit von der Bremsverzögerung und der Hinterachsbelastung geregelt . Je nach Ventilausführung wird der hydraulische Druck zu den Hinterradbremsen begrenzt oder vermindert.
Zweikreis-Bremsanlage die an der Vorder- und Hinterachse mit Vierzylinder-Bremszangen ausgerüstet ist. Bei Ausfall eines Bremskreises werden trotzdem alle vier Räder gebremst. Das Kurzzeichen nach DIN-Norm 7400 ist das HH.
Zweikreis Bremsanlage in welcher die Vorderrad bremsen Vierzylinder bzw. Doppelbremszangen aufweisen. Die Zylinder der Vorderachse werden auf zwei Kreise verteilt, wobei mit einem Kreis noch die Hinterachse gebremst wird. Fällt der auf vier Räder wirkende Bremskreis aus, so kann nur noch 50% der Bremswirkung der Vorderachse erzeugt werden, die Hinterachse wird nicht gebremst. Bei Ausfall des anderen Kreises gehen nur 50% Bremswirkung der Vorderachse verloren. Das Kurzzeichen nach DIN-Norm 7400 ist das HT.
Siehe Bodenventil!
Prüfung des Vordruckes im hydraulischen Bremssystem das mit einem Vordruck- oder Bodenventil ausgerüstet ist. Der Vordruck stellt sich nach der Entlastung des Bremspedals am Niederdruckmanometer ein; er sollte 0 5-1,5 bar (in Sonderfallen 1,7 bar) betragen. Während einer Prüfdauer von 10 Minuten darf der Druck nicht unter 0, 5 bar fallen.
Vordruckventile erfüllen die gleiche Aufgabe wie die in den Hauptzylinderbohrungen eingebauten Bodenventile. Sie sind jedoch als separate Ventileinheiten aussen am Hauptzylinder oder in der Bremsleitung zu den Trommelbremsen angeordnet. Sie sind nur für Trommelbremskreise bestimmt. Bei Scheibenbremskreisen gibt es Vordruckventile mit einer kleinen Drosselbohrung, die den restlosen Druckabbau ermöglicht. Man bezeichnet diese Ventile mit (Spezialvordruckventile oder Spezialbodenventile).