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Was machen eigentlich unsere Blechkameraden auf dem Feld? Die Leute von Boston Dynamics schrauben immer noch an ihrem Big Dog herum. Ursprünglich wog der artifizielle Packesel noch 75kg, mittlerweile ist er mit einer Höhe von 1m und einer Länge von 1,1m 109kg schwer und kann mit einer Maximalgeschwindigkeit von 8 km/h aufwarten. Bereits bastelt Boston Dynamics unterstützt durch 32 Millionen US-Dollar der DARPA und des US Marine Corps an einem verbesserten Nachfolger: dem Legged Squad Support System (LS3). Gemäss Marc Raibert, ehemaliger MIT Professor, Gründer und Präsident von Boston Dynamics kann Big Dog rund 155kg in flachem Gelände bzw. 45-55kg in schwierigem Gelände bis zu 20km weit tragen. Demgegenüber soll LS3 in schwierigem Gelände über 180kg bis zu 32km weit tragen können. Diese Leistungssteigerung hat jedoch auch negative Konsequenzen auf das Eigengewicht des LS3, welches mit rund 270kg über das Doppelte des Big Dog betragen wird. Man scheint sich bei Boston Dynamics noch uneinig zu sein, ob der LS3 wie sein Vorgänger durch einen Verbrennungsmotor oder durch eine Brennstoffzelle angetrieben werden soll. Ein erster Einsatz des LS3 ist für 2012 vorgesehen.
Der PETMAN ist ein anderes Projekt von Boston Dynamics zum Testen chemischer Schutzanzüge der US Army (genau ;-)), welches ich bereits vor einem Jahr kurz vorgestellt habe. Ein neueres Video von Boston Dynamics zeigt nun, wie man sich diesen Roboter vorstellen kann:
Zukünftig sollen Roboter noch stärker bei der Entminung eingesetzt werden. So wird der iRobot 710 Warrior in Kombination mit einem Anti-Personnel Obstacle Breaching System (APOBS) getestet. Beim APOBS handelt es sich um einen seilartig angeordneten Sprengsatz von rund 45 Meter Länge, welcher mit einer kleinen Rakete rund 75m weit abgeschossen wird. Mit der Explosion werden Splittergranaten verteilt, welche die Minen unterhalb und seitlich der Sprengladung detonieren lassen und so einen 0,6-1,0m breiten Durchgang bilden. Das APOBS hat ein Gewicht von 57kg, wird vom US Marine Corps sowie der US Army eingesetzt und kann auch zur Beseitigung von Stacheldrahtsperren eingesetzt werden. Mit dem Einsatz eines Roboters wird nicht nur der Transport des APOBS erträglicher, die Soldaten sind beim Einsatz auch nicht mehr dem gegnerischen Feuer ausgesetzt. Ein schon beinahe als künstlerisch zu wertendes Video verdeutlicht den Einsatz: