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Kampagne für eine nachhaltige Anlagepolitik
Einen ersten Erfolg erzielte die Kampagne im Dezember 2020, als die SNB bekannt gab, alle Aktien von Unternehmen, die hauptsächlich Kohle fördern, zu verkaufen. Diese Massnahme ist jedoch nur ein erster Schritt, denn diese Unternehmen betrugen nur 0.1% aller SNB-Investitionen in fossilen Energien. Ziel der Kampagne ist es, die SNB dazu zu bewegen, dass sämtliche Anlagen mit dem 2-Grad-Ziel des Pariser Abkommens kompatibel sind.
Im April 2021 übergaben HEKS und Fastenaktion der Bank eine von 14’000 Personen unterzeichnete Petition, welche die SNB zum Ausstieg aus Investitionen in fossile Energien aufforderte. Die SNB teilte mit, dass sie dem Pariser Abkommen nicht unterstellt sei und dass das Schweizer CO2-Gesetz keine Vorschriften für ihre Anlagen beinhalte. Weiter betonte sie, dass sie eine breite Diversifizierung der Anlagen anstrebe.
So bleibt die SNB im Rückstand im Vergleich zu anderen Zentralbanken, die aus Klima- und Risikogründen Investitionen in fossile Energien abstossen – etwa die Banque de France und die Schwedische Bank, die vollständig aus Kohle, Erdöl und Erdgas aussteigen. Eine von der NGO «Positive Money» publizierte Studie bestätigt den Rückstand der SNB in Sachen Klimaschutz. Die Schweiz liegt im Rating deutlich hinter den Zentralbanken ihrer Nachbarländer.
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