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Die Ringvorlesung bietet internationale und interdisziplinäre Perspektiven auf das Thema «menschliche Fortpflanzung». Die zunehmende Technologisierung und die Fortschritte in der Medizin im Bereich Reproduktion werfen neue Fragen auf, während alte Fragen umso brisanter erscheinen: Welchen Einfluss etwa übt der Staat bei Fragen rund um die Reproduktion aus? Wie definieren verschiedene Traditionen und Milieus den «Beginn des Lebens»? Wie verändern neu aufkommende Möglichkeiten wie künstliche Befruchtung, Eizellspende oder Leihmutterschaft diskursive und individuelle Verständnisse dessen, was «Natürlichkeit» oder «Menschlichkeit» bedeutet? Wie hängen reproduktive Autonomie und Fortpflanzungsmedizin zusammen? Welchen Einfluss haben religiöse Gruppierungen auf die rechtliche Situation in verschiedenen Kontexten weltweit?
Die Referate vereinen Expertise aus Medizin, Anthropologie, Theologie, Gender Studies, Kunstgeschichte, Politikwissenschaft, Erziehungswissenschaft, Religionswissenschaft, Wirtschaftsgeschichte, Geographie und Rechtswissenschaft. Konkrete Fallbeispiele befassen sich mit Verhältnissen in Nord- und Südamerika, Ost- und Westeuropa, in der Levante, in Westafrika und in Indien.