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Sensationen gibt es im Volleyball nur äussert selten. Und genau eine solche hätten die Schweizerinnen gebraucht, um doch noch in die K.o.-Phase einzuziehen. Auch ohne ihre angeschlagene Teamleaderin Maja Storck schlug sich das Team von Trainerin Saskia van Hintum achtbar, blieb im Duell zwischen Europas Nummern 2 und 24 und beim 17:25, 18:25, 25:27 aber weit von der Überraschung entfernt.
Im letzten Satz kamen die tapfer kämpfenden Schweizerinnen beim Stand von 25:24 gar zu einem Satzball. Italien, das sich den Gruppensieg bereits vor der Partie gegen die Schweiz gesichert hatte und dementsprechend nicht in Bestbesetzung antrat, beantwortete die unerwartete Schweizer Chance dann aber mit drei Punkten in Folge. Captain Laura Künzler avancierte auf Schweizer Seite in Abwesenheit von Storck mit 12 Punkten zur besten Skorerin.
Die Schweizerinnen beenden die Gruppe C damit mit zwei Punkten im 6. und letzten Rang. Wie vor zwei Jahren gewann die junge Auswahl von Swiss Volley eine Partie (gegen Ungarn). Auch wenn das Resultat letztlich dasselbe war, leistungsmässig zeigten sich die Schweizerinnen im Vergleich zur EM 2019 verbessert.
Ausser gegen die Topteams aus Italien und Kroatien besassen die Schweizerinnen stets eine Chance zum Sieg. Im hinteren Teil der Gruppe C lagen die Teams eng beieinander. So erreichten zum Beispiel die Ungarinnen, die sich im zweiten Spiel der Schweiz in fünf Sätzen geschlagen geben mussten, die Achtelfinals.
Den als Aussenseiterinnen angetretenen Schweizerinnen fehlte es primär an Konstanz. Zu viele schwächere Phasen zog die Equipe ein. Dies rächte sich in insbesondere in den Partien gegen Belarus und die Slowakei. Insofern wäre die Schweiz, um den nächsten Schritt vorwärts zu machen, nicht zuletzt auf mehr Spielerinnen angewiesen, die sich Partien auf hohem Niveau gewohnt sind. Es ist kein Zufall, dass sich mit Maja Storck und Laura Künzler die beiden Auslandprofis die besten Noten an dieser EM verdienten.