Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03259.jsonl.gz/512

Ein interessanter Artikel von bloomberg beleuchtet die kritische Situation von Elektronikherstellern wie Sony, Canon, Fujitsu und Nikon. „Alle hofften, die Produktion schnell wieder aufnehmen zu können, … die Nachbeben bringen erneute Unterbrüche, was weitere negative Auswirkungen auf die Zulieferkette haben wird. So wird vielleicht nicht die Produktion von Kameras selber verzögert (aber wahrscheinlich doch), sondern deren Auslieferung weil vielleicht Akkus eines Zulieferers nicht vorrätig sind.
Nikon musste in zwei Fabriken im Bezirk Miyagi, dem am Epizentrum des Bebens am nächsten liegenden auf dem japanischen Festland, die Produktion wegen Schäden schliessen.
Auch für die Produktion von hochwertigen Objektiven beleuchtet ein Artikel von Reuters News die Liefersituation von hochwertigem Glas für Linsen als Teile von Objektiven. Das Erdbeben verursacht auch hier Engpässe. Japanische Glasmanufakturen kontrollieren etwa 2/3 des gesamten weltweiten Marktes für optisches Glass für die Verwendung in High-End Spiegelreflex-Objektiven.
Ohara Inc als auch Hoya Corp sind in der Produktion stark eingeschränkt, u.a. weil konstante Stromversorgung durch Tokyo Electric nicht gewährleistet ist. Es gäbe keinen Zeithorizont für ein ‚zurück zur Normalität‘, mein Ohara-Sprecher Kyohei Yonekura. Die Produktion von Silikon Wavers bedingt kontinuierliche Stromzufuhr, ein Unterbruch ergibt eine Fehlproduktion -Ausschuss kommt teuer zu stehen.
Ein Wechsel der grossen Kamerahersteller auf andere Zulieferer, z.B. CDGM Glass Company Ltd. und Hubei New Huaguang aus China, scheint trotzdem unwahrscheinlich. Nicht zuletzt, weil die Qualität nicht auf dem selben, hohen Niveau ist, wie das japanische Glas.
Eine Knappheit an hochwertigem Glas zum jetzigen Zeitpunkt hat vor allem darum Folgen, weil der Spiegelreflexmarkt über enormes Wachstumpotential verfügt. Die Nachfrage wird also grösser sein als die Versorgung.