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Viele Gletscher schmelzen und ziehen sich bedingt durch wärmere Temperaturen zurück. Der rasante Rückzug des unteren Grindelwaldgletschers hatte zur Folge, dass die Hangpartien aus Moränenmaterial oberhalb der ehemaligen Eismassen in einen instabilen Zustand gerieten, da sie an der Basis nicht mehr durch den Gletscher gestützt werden.
Die Moränen bewegen sich nun durch unzählige Rutschungen Stück für Stück ins Tal. Die Stieregghütte, welche einst am Fuss des unteren Grindelwaldgletschers auf dessen Seitenmoräne stand, drohte abzugleiten und musste als Folge dieser Hangbewegungen aufgegeben werden.
Neben den instabilen Hängen birgt auch der Gletschersee, welcher sich durch die schmelzenden Eismassen stark vergrösserte, Gefahren. Da dieser keinen natürlichen oberirdischen Abfluss hat und von Toteismassen gegen die Gletscherschlucht hin abgedämmt wird, bestand die Möglichkeit von plötzlichen, schwallartigen Entleerungen der Wassermassen in Richtung Tal. Aus diesem Grund wurde das Seebecken mit einem künstlichen Entwässerungsstollen versehen.