Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03125.jsonl.gz/495

Am 21. November 1926 kommt Marguerite Droux als achtes von zwölf Kindern ihrer Eltern Adrien und Henriette Droux in La Joux zur Welt. Die Schule besucht sie in Prayoud. Nach der Schulzeit beginnt sie 1941 als Küchenhilfe im Spital St. Joseph in Châtel-St-Denis. 1942 kehrt sie nach Hause zurück und hilft auf dem Hof. 1945 beginnt sie in Bulle als Haushalthilfe und Babysitter. Im gleichen Jahr geht sie nach Laufenburg, um Deutsch zu lernen. Drei Jahre später tritt sie eine Arbeitsstelle in Romont an. 1950 geht Marguerite für ein Jahr nach Biasca. Danach zieht sie nach Laupen und beginnt als Haushalthilfe bei der Familie Heger und arbeitet später in der Polygrafischen Gesellschaft. Dort lernt sie Felix Käser kennen und lieben. 1955 verliert sie bei einem Arbeitsunfall ihren rechten Arm. Im Mai 1956 heiraten Marguerite und Felix. Ihr Haus in der Haala in Bösingen ist zu der Zeit fast fertiggestellt. Das Glück ist komplett, als 1958 Töchterchen Angèle das Licht der Welt erblickt. Ein Jahr später folgt Marianne. Im März 1963 kommen die Zwillinge Stefan und Thérèse zur Welt. Bereits ein halbes Jahr später stirbt der geliebte Ehemann. Mit viel Lebensmut und unvorstellbarer Energie sorgt Marguerite für ihre Kinder, die stets das Wichtigste im Leben von Marguerite war.
In der Haala fühlte sie sich geborgen und pflegte liebevoll und leidenschaftlich ihren Biogarten und ihr Biotop. Der Nachbarschaft lieferte sie Eier von ihren Hühnern. Sie genoss die Kontakte und Begegnungen im Turnverein Bösingen, wo sie zeitweise Gruppenpräsidentin war. Mit 62 Jahren nahm sie zum ersten Mal und voller Stolz am Bösinger Waldlauf teil. Später entdeckte sie die Leidenschaft für Badminton und fand in einer ProSenectute-Badmintongruppe neue Sportsfreunde und machte jahrelang mit Freude im Seniorenturnen mit. Auch Jassen, Lottospielen und Baden im Thermalbad Yverdon brachten Abwechslung in den Alltag. Der regelmässige Besuch des Gottesdienstes lag ihr sehr am Herzen. Auch als ihre Krankheit ihre Lebenssituation veränderte und die Selbstständigkeit einschränkte, fand sie in den Messebesuchen Momente der Ruhe, der Geborgenheit und eine Art Seelenfrieden. Unterstützt durch Spitex und Mahlzeitendienst und mit der Hilfe ihrer Kinder konnte ihr Herzenswunsch erfüllt werden, bis zuletzt daheim in der Haala zu bleiben. So durfte Marguerite Käser-Droux in der Nacht vom 6. Mai 2017 in ihrem geliebten Zuhause ihre Augen für immer schliessen.