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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00689 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Lienhard Urteil vom 4. März 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch lic. iur. Y.___ Rechtsdienst Inclusion Handicap Grütlistrasse 20, 8002 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1976, gelernter Koch ( Urk. 12/34/15), war zuletzt bis Oktober 2016 bei de r Z.___ im erlernten Beruf tätig ( Urk. 12/43). Am 2 4. August 2016 meldete er sich wegen einer psychischen Erkrankung und verschiedenen körperlichen Beschwerden bei der Invalidenver sicherung an ( Urk. 12/35). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und zog die Akten der Taggeldversicherung bei ( Urk. 12/40/1-15 ; Urk. 12/57/1-46 ). Mit Schreiben vom 7. August 2017 ( Urk. 12/64) auferlegte sie dem Versicherten eine Mitwirkungs pflicht in Form von Suchmittelabstinenz und Therapien und erliess gleichentags den Vorbescheid ( Urk. 12/65). Innerhalb der Einwandfrist beantragte der Versi cherte am 9. August 2017 berufliche Massnahmen ( Urk. 12/66). Die IV-Stelle erteilte am 1 4. Mai 2018 Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining ( Urk. 12/93) und am 6. September 2018 für ein Aufbautraining ( Urk. 12/105). Am 1 8. März 2019 gewährte sie Kostengutsprache für eine berufspraktische Vorberei tung ( Urk. 12/113) und am 2 7. August 2019 für einen Arbeitsversuch ( Urk. 12/131). Die beruflichen Massnahmen wurden am 1 0. März 2020 abge schlossen ( Urk. 12/143). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 12/151-155) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. September 2020 einen Rentenanspruch des Versi cherten ( Urk. 12/157 = Urk. 2). 2. Am 7. Oktober 2020 erhob der Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. September 2020 ( Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung sowie die Zusprache einer Rente ( Urk. 1 S. 2). Weiter reichte er am 1 4. Oktober 2020 ( Urk. 7) eine Telefonnotiz ( Urk. 8) zu den Akten. Mit Beschwerdeantwort vom 1 6. November 2020 ( Urk. 11) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwer de, was dem Beschwerdeführer am 1 4. Dezember 2020 ( Urk. 13) zur Kenntnis ge bracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Berufsberatung ist Aufgabe der IV-Stelle und nicht des begutachtenden Arztes oder der Ärztin. Zwischen diesen und den Fachleuten der Berufsberatung ist aber eine enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit erforderlich (BGE 107 V 17 E. 2b; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 mit weiterem Hinweis). Nach der Recht spre chung ist die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (Urteile des Bundesgerichts 9C_396/2014 vom 15. April 2015 E. 5.4 und 9C_401/2014 vom 26. November 2014 E. 4.2.2; je mit Hinweis). Hingegen ist für die Evaluation von konkreten geeigneten Tätigkeiten die Verwaltung zuständig, die dazu allenfalls Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung beizuziehen hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_545/2012 vom 25. Januar 2013 E. 3.2.1, nicht publiziert in BGE 139 V 28; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2). Der Arzt oder die Ärztin sagen somit, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen respektive geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist, wobei es als selbst verständlich gilt, dass sie sich vor allem zu jenen Funktionen äussern, welche für die nach ihrer Lebenserfahrung im Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person wesentlich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in geheizten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben und tragen kann). Die Fachleute der Berufsberatung dagegen sagen, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten aufgrund der ärztlichen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten der versicherten Person in Frage kommen, wobei unter Umständen entsprechende Rückfragen beim Arzt oder der Ärztin erforderlich sind (BGE 107 V 17 E. 2b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27 E. 1 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 8C_119/2008 vom 22. September 2008 E. 6.2 und I 588/05 vom 27. April 2006 E. 3). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) wie folgt: Dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente» folgend sei ein Rentenanspruch ab März 2020 zu prüfen. Die bisherige Tätigkeit als Koch sei dem Beschwer de führer seit 1 0. Mai 2016 gesundheitsbedingt nicht mehr zumutbar (S. 1). Er habe im Rahmen der beruflichen Massnahmen seine Belastbarkeit soweit steigern können, dass er zuletzt fünf Tage pro Woche jeweils fünf Stunden in einem Ersatzteillager habe arbeiten können. Dies entspreche einem Pensum von 60 %. Eine Steigerung sei gesundheitsbedingt nicht möglich, aber er habe gute Leis tungen erbringen können. Eine Tätigkeit mit wenig Druck und klaren Abläufen in einem wohlwollenden ruhigen Umfeld sei deshalb zu maximal 60 % zumutbar. Der Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 38 % ; ein Abzug vom Tabellenlohn sei nicht geschuldet (S. 2). Weiter sei es grundsätzlich Aufgabe des Arztes, die Funktionseinschränkungen einer Person zu beurteilen, weshalb der Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes eine erhöhte Beweiskraft zuzumessen sei ( Urk. 11). 2.2 Der Beschwerdeführer machte geltend ( Urk. 1), er sei gemäss Einschätzung der Eingliederungspersonen maximal 5 Stunden täglich arbeitsfähig, im Schnitt aber nur zu 50 bis 60 %. In der freien Wirtschaft, in welcher höhere Anforderungen gestellt würden, sei er lediglich zu 50 % arbeitsfähig. Selbst wenn man nicht darauf abstelle, sei vom Durchschnitt und somit von einer Arbeitsfähigkeit von 55 % auszugehen (S. 7). Weiter sei aus näher dargelegten Gründen ein Abzug von 10 % vom Tabellenlohn zu gewähren, womit sich ein Invaliditätsgrad von 53.5 % beziehungsweise 43.2 % ergebe (S. 7-8). 2.3 Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers. 3. 3.1 Die Ärztinnen der i ntegrierten Psychiatrie A.___ stellten in ihrem Bericht vom 3 0. Mai 2016 ( Urk. 12/40/5-7) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2): - mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) - Verdacht auf Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) In der angestammten Tätigkeit als Koch sei der Beschwerdeführer seit Juni 2016 bis auf Weiteres zu 100 % arbeitsunfähig (S. 3 oben). 3.2 In ihrem Bericht vom 2 2. März 2016 (richtig: Februar 2017; Urk. 12/49 S. 1 ) diag nostizierten die Ärzte der A.___ eine mittel- bis schwergradige depressive Episode (ICD-10 F32.1/F32.2), bestehend seit April 2016 ( Ziff. 1.1). Der Beschwerdeführer rauche alle 2 bis 3 Tage einen Joint (S. 3 oben). Zum Zeitpunkt der Entlassung aus der Tagesklinik (Behandlung vom 6. September bis 2. Dezember 2016) habe ke ine Arbeitsfähigkeit bestanden (S. 3 Mitte). Die Arbeit als Koch sei nicht mehr zumutbar ( Ziff. 1.7). Die Einschränkungen liessen sich durch medizinische Mass nahmen vermindern ( Ziff. 1.8). 3.3 Die Ärztinnen der A.___ nahmen am 1 4. März 2017 ( Urk. 12/50) erneut Stellung und stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1): - mittelgradige bis schwere depressive Episode (ICD-10 F32.1), bestehend seit mindestens 2015 - Nicht- ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI) Die Diagnose P sychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide (ICD-10 F12.1) habe keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Empfohlen werde eine Reintegration in eine Tätigkeit in einer kleineren Gruppe mit wenig Stress und regulierten Arbeitszeiten (S. 4 Mitte). 3.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete am 2 5. Februar 2017 zuhanden der Taggeldversicherung ein psychiatrisches Gut achten ( Urk. 12/57/10-28) und diagnostizierte eine im Mai 2016 klinisch manifest gewordene, ursächlich auf eine subjektive und objektive Überforderungssituation am Arbeitsplatz zurückzuführende, damals von den Behandlern als mittelschwere bis schwere depressive Episode (ICD-10 F32.1/ 2 ) gedeutete, zum jetzigen Zeit punkt jedoch aufgrund der objektiv beobachtbaren psychischen Symptomatik als weitgehend abgeheilt zu bezeichnende kombinierte Anpassungsstörung (ICD-10 F43.28), welche vom Beschwerdeführer als von somatoformer (diffus generali sierte Schmerzen) und neurasthenischer Ausrichtung beschrieben werde (S. 18). Der psychiatrisch diagnostizierten Störung sei in ihrem jetzt zu beobachtenden Ausprägungsgrad ab Untersuchungszeitpunkt keine Arbeitsunfähigkeit, auch ke ine partielle, mehr zuzuschreiben. Unter geeigneten Arbeitsbedingungen bestehe keine Veranlassung, hinsichtlich der Tätigkeit als Koch mittel- bis längerfristig nicht von einer günstigen Prognose auszugehen (S. 17). 3.5 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte mit Bericht vom 2 8. März 2017 ( Urk. 12/53) folgende Diagnosen: - mittelschwere Depression - ängstlich-vermeidende Persönlichkeit - Status nach unklarer transienter peripherer Ophtalmoparese und Vigilanz störung 2011 - koronare 3-Gefäss Erkrankung mit Status nach NSTEMI 2016 - Urolithiasis links Februar 2017 mit Verdacht auf Fornixruptur - Nephrolithiasis rechts 1 mm - mittelgradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Zur Zeit wäre der Beschwerdeführer von seiner körperlichen Situation her sicher wieder arbeitsfähig. Limitierend sei die psychiatrische Erkrankung mit einer stark reduzierten Belastbarkeit. Im normalen Arbeitsmarkt sei er nicht vermittlungs fähig, sondern er brauche eine Arbeitsstelle in einem geschützten Rahmen, wo akzeptiert werde, wenn er bei Überforderung für längere Zeit ausfalle. 3.6 Pract. med. D.___, Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), hielt am 1 6. Juni 2017 ( Urk. 12/63/4-5) fest, es sei gestützt auf die Beurteilung durch Dr. B.___ aus psychiatrischer Sicht nicht mehr von einer Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Aufgrund der somatischen Grund erkrankung sei es aus arbeitsmedizinischer Sicht nachvollziehbar, dass eine Tätig keit als Koch m it Stressbelastung in der Küche und unregelmässigen Arbeits-, Pausen- und Essenszeiten nicht ideal geeignet sei, auch wenn der Hausarzt dies nicht ausweise. Eine an die Einschränkungen angepasste Tätigkeit mit wenig Stressbelastung und geregelten Arbeitszeiten sei spätestens ab Februar 2017 zu 100 % zumutbar. Ob in einer Tätigkeit als Koch die Einschränkungen berück sichtigt werden könnten, sei medizinisch nicht beurteilbar. Weiter erscheine es bei einer im Rahmen der psychiatrischen Behandlung diagnostizierten Psychische und Verhaltensstörung durch Cannabinoide aus versicherungsmedizinischer Sicht als angezeigt, im Rahmen einer beruflichen Reintegration den Suchtmittel ge brauch einzustellen. Auch auf Alkohol sei bei den vorhandenen Diagnosen wei testgehend zu verzichten. 3.7 Die Ärztinnen der A.___ stellten mit Bericht vom 6. Februar 2018 ( Urk. 12/83) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2): - mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) - chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) - psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Schädlicher Gebrauch, aktuell abstinent (ICD-10 F12.1) - NSTEMI bei koronarer Dreigefässkrankheit, Erstdiagnose 1 8. Dezember 2016 - mittelgradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei stationär mit Tendenz zur Verbesserung ( Ziff. 1.1). Als Koch bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Aktuell arbeite er zu 20 % als Mitarbeiter in einem Grill-Betrieb. Eine angepasste Tätigkeit in einem kleinen Umfeld mit wenig Stress und regulierten Arbeitszeiten sei zu 20 % bis 30 % zumutbar ( Ziff. 2.1). Im Laufe des Jahres 2017 habe sich beim Patienten vor dem Hintergrund des Herzinfarktes eine chronische psychoso matische Symptomatik in Form von Rücken-, Gelenks- und Brustkorbschmerzen entwickelt. Diese tendierten zur Verschlechterung, davon sei der Beschwerde führer zusätzlich belastet, so dass er weniger Zugang zu eigenen Ressourcen habe. Er sei alkohol- und cannabisabstinent ( Ziff. 3.1). Die Arbeitsfähigkeit könne durch regelmässige integriert-psychiatrische Behandlung verbessert werden ( Ziff. 4.1). Eine Integrationsmassnahme sei dringend zu empfehlen ( Ziff. 4.2). 3.8 Im Schlussbericht vom 2 4. August 2018 ( Urk. 12/100) wurde bezüglich des vom 1 1. Juni bis 9. September 2018 absolvierten Belastbarkeitstrainings festgehalten, der Beschwerdeführer sei motiviert und kooperativ gestartet und habe im krea tiven Bereich motiviert und ausdauernd arbeiten können. Trotz seiner Schmerzen habe er gekämpft, nach Unterstützung und Lösungen gesucht und habe nur eine Absenz zu verzeichnen gehabt. Im Moment äussere er, an seine Belastungs grenzen zu stossen. Er zeige für weitere Massnahmen grosse Bereitschaft ( Ziff. 6). Er habe sein Pensum von vier Stunden pro Tag im dritten Monat stabil erreicht ( Ziff. 2). 3.9 Gemäss Schlussbericht vom 7. März 2019 ( Urk. 12/110) über das Aufbautraining vom 1 0. September 2018 bis 1 0. März 2019 habe der Beschwerdeführer nach sechs Monaten 6 Stunden Präsenz pro Tag stabil erreicht, ohne unbegründete Fehlzeiten. Nach sechs Monaten habe er eine Arbeitsfähigkeit von stabil 50 % erreicht ( Ziff. 2). Es sei ab dem 1 3. November 2018 eine Präsenzzeit von 5 Stunden täglich erprobt worden. Dabei sei der Beschwerdeführer an seine Grenzen gekommen. Am Nachmittag sei er durch die zusätzliche Stunde sehr erschöpft gewesen mit deutlich reduzierter Arbeitsleistung. Daraufhin sei die Präsenzzeit wieder auf 4 Stunden reduziert worden. Ab dem 7. Januar 2019 habe er eine Präsenzzeit von 5 Stunden täglich wieder aufgebaut und stabil gehalten. Seine Belastbarkeit und das Arbeitstempo seien nach dem Mittag aber weiterhin reduziert gewesen, weshalb eine weitere Steigerung des Pensums nicht möglich gewesen sei ( Ziff. 4.3). Beim aktuellen Arbeitspensum von 5 Stunden bestehe eine Leistungsfähigkeit von 70 bis 80 %. Die körperliche Belastbarkeit und das Arbeitstempo seien eingeschränkt. Eine verwertbare Leistung im ersten Arbeits markt sei aktuell fraglich ( Ziff. 5.5). Sein Arbeitsverhalten, die sozialen Kompe tenzen sowie die Fachkompetenzen präsentierten sich verbessert mit weiterem Verbesserungspotential ( Ziff. 7). Es werde eine Verlängerung des Aufbautrainings oder eine berufspraktische Vorbereitung für die Zielerreichung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit empfohlen. Im Verlauf solle an schliessend ein externer Arbeitsversuch oder Trainingsarbeitsplatz gefunden werd en für eine Erprobung der Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt ( Ziff. 8). 3.10 Vom 1 1. März bis 8. September 2019 absolvierte der Beschwerdeführer eine be rufspraktische Vorbereitung in zwei Betrieben. Im Bericht vom 1 0. September 201 9 ( Urk. 12/135) wurde festgehalten, die Leistungsfähigkeit betrage 100 % bei einem halbtägigen Pensum von 50 %. Die Fachkompetenzen hätten den Erwartungen im neuen Arbeitsbereich (Mitarbeiter Lager) entsprochen. Er habe sich schnell die nötigen fachlichen Kompetenzen aneignen können. Wenn er länger als 5 Stunden gearbeitet habe, habe seine Konzentrationsfähigkeit nachgelassen. Bei einem externen Coaching Arbeitsversuch sei voraussichtlich eine Leistungsfähigkeit von 100 % bei einem Pensum von 50 bis 60 % zu erreichen (S. 2). Er habe zunächst im Gate Catering täglich 5 Stunden gearbeitet. Eine Steigerung auf 6 Stunden sei aufgrund erhöhter Schmerzen und Erschöpfung nach zwei Tagen wieder auf täg lich 5 Stunden reduziert worden. Mit diesem Pensum habe der Beschwerdeführer gut an seinem Prozess arbeiten und seine Leistungsfähigkeit steigern können. Diesen Prozess habe er auch ab dem 2. Mai 2019 bei der Arbeit in einem Ersatzteillager fortsetzen können. Auch mit den körperlichen Schwierigkeiten einer notwendig gewordenen Daumenoperation sowie eines Rippenbruchs habe er seine Leistungsfähigkeit steigern können. Dies auch aufgrund einer Verbesse rung der persönlichen Kompetenzen, indem er seine Arbeitszeiten besser einge halten habe und sich besser habe abgrenzen können. Mit dieser Entwicklung habe am Schluss der Massnahme eine Arbeitsfähigkeit von 50 % erreicht werden können (S. 3). 3.11 Im Abschlussbericht Coaching vom 1 2. März 2020 ( Urk. 12/145) wurde festge halten, dass eine Steigerung des Pensums zu keiner Zeit möglich gewesen sei. Das erreichte und stabilisierte Pensum von 50 bis 60 % bei täglich 5 Stunden sei die Limite. Im Rahmen seines Pensums habe der Beschwerdeführer eine volle Leis tungsfähigkeit erreicht. Somit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 bis 60 %. Eine Anstellung habe nicht erreicht werden können (S. 1 Ziff. 4). Sein Arbeitsverhalten sei vorausschauend und sein Verantwortungsbewusstsein sei gross gewesen. Bei Bedarf habe er mehr als seine Präsenzzeit gearbeitet und damit seinen Arbeitgeber sehr unterstützt. Aufgrund seiner gesundheitlichen Situation sei eine längere als fünfstündige Arbeitszeit täglich nicht empfohlen. Er sei ein geschätzter Mitarbei ter, seine Arbeitsmotivation und Flexibilität seien positiv erwähnt worden, sein Engagement und sein Einsatz würden hervorgehoben. Er habe sich einordnen können und sei ein akzeptiertes Teammitglied gewesen. Er sei proaktiv und habe sich Informationen geholt. Gegenüber anderen zeige er sich tolerant, gegenüber sich selbst sei er immer noch sehr streng. Er habe sich dank seiner raschen Auf fassungsgabe gut in das neue Aufgabengebiet eingearbeitet und insgesamt sehr gute Arbeitsergebnisse erreicht. Nach Absolvierung eines ganztägigen Stapler kurses habe sich seine reduzierte Belastbarkeit gezeigt. Er habe sich die Woche darauf krankmelden müssen und damit seine Grenze überschritten (S. 2 Ziff. 6). 3.12 Die Ärzte der A.___ stellten mit Bericht vom 6. April 2020 ( Urk. 12/146) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit chronifiziertem Verlauf (ICD-10 F33.1) - chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) - psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Schädlicher Ge brauch, aktuell abstinent (ICD-10 F12.1) - NSTEMI bei koronarer Dreigefässkrankheit, Erstdiagnose 1 8. Dezember 2016 - mittelgradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Die letzte Kontrolle habe am 3 1. März 2020 stattgefunden ( Ziff. 3.1). Als Koch bestehe weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Aus psychiatrischer Sicht seien dabei wenig Druck, klare Abläufe, ein wohlwollendes und ruhiges Umfeld und ein verständnisvoller Arbeitgeber erforderlich ( Ziff. 2.1). Es sei zu einer Chronifizierung der depressiven und Schmerzsymptomatik trotz regelmässiger und intensiver ambulanter Behandlung gekommen. Eine vollstän dige Remission der Symptomatik sowie das Erreichen einer vollen Arbeits fähig keit in den nächsten Jahren sei unwahrscheinlich ( Ziff. 3.3). 3.13 Mit Stellungnahme vom 1 2. Mai 2020 ( Urk. 12/149/4-5) führte. pract. med D.___, RAD, aus, eine Arbeitsfähigkeit von 5 Stunden täglich ohne weitere Leis tungseinbusse entspreche eigentlich einer Arbeitsfähigkeit von rund 60 %. Ge stützt auf das Gutachten von Dr. B.___ sei spätestens ab dem Untersuchungs zeit punkt von keiner Arbeitsunfähigkeit auszugehen gewesen und es hätten deutliche Zeichen von Aggravation vorgelegen (S. 4 unten). Nur unter Berücksichtigung der beruflichen Massnahmen bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 60 %, die Behand ler gingen von 50 % aus. Es bestehe eine deutliche Diskrepanz zum Gutachten von Dr. B.___. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei an der Einschätzung vom 1 6. Juni 2017 (vgl. vorstehend E. 3.6) festzuhalten; bei der Einschätzung durch die Ärzte der A.___ handle es sich um eine andere Beurteilung eines letztlich unveränderten medizinischen Sachverhaltes (S. 5). 4. 4.1 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1 4. April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die ge samthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom 7. März 20 18 E. 4.2.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesund heit lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrschein lich keit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell be weis belastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). 4.2 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). 4.3 Über die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Durchführung der beruf lichen Massnahmen im März 2020 liegen - wie auch für den Zeitraum vorher - keine verlässlichen Arztberichte vor. Die Ärzte der A.___ gingen im April 2020 von einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, mit chronifiziertem Verlauf sowie von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren aus. Sie attestierten eine volle Arbeits unfähigkeit im angestammten Beruf als Koch und eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Eine vollständige Remission und das Erreichen einer vollen Arbeitsfähigkeit sei unwahrscheinlich (vorstehend E. 3.12). Demge genüber zeigte RAD-Arzt pract. med. D.___ gestützt auf die Ergebnisse der beruflichen Abklärungen auf, dass eine Arbeitsfähigkeit von 5 Stunden täglich einer Arbeitsfähigkeit von 60 % und nicht 50 % entspreche, wies aber auf eine deutliche Diskrepanz zum Gutachten von Dr. B.___ hin, der eine volle Arbeits fähigkeit auch in der angestammten Tätigkeit attestiert hatte (vorstehend E. 3.4). Deshalb verwies pract. med. D.___ auf seine Einschätzung aus dem Jahr 2017, wo er zwar die Tätigkeit als Koch als nicht mehr, eine angepasste Tätigkeit aber als zu 100 % zumutbar beurteilte. Bei der Beurteilung durch die A.___ handle es sich um eine andere Einschätzung des unveränderten Sachverhalts (vorstehend E. 3.6 und 3.13). Pract. med. D.___ ist nicht Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, wes halb seiner Einschätzung kein genügender Beweiswert zukommt. Zudem handelt es sich bei seinen Angaben um eine reine Aktenbeurteilung, die der vorliegenden Situation nicht Genüge tut. Sein Verweis auf Dr. B.___ vermag nicht zu über zeugen, da dieses Gutachten bereits einige Jahre zurückliegt und dessen Aussage kraft deshalb für den relevanten Zeitpunkt gering ist. Bei der Einschätzung durch die Ärzte der A.___ ist nicht nachvollziehbar, weshalb sie - trotz Belastungserprobung im Rahmen der beruflichen Massnahmen mit dem Resultat einer höheren Arbeitsfähigkeit - lediglich von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in angepassten Tätigkeiten ausgingen und zudem eine vollständige Remis sion der Symptomatik als unwahrscheinlich erachteten. Weiter ist unklar, ob ihnen die Berichte über die beruflichen Massnahmen bekannt waren. 4.4 Insbesondere aber fehlt es den genannten medizinischen Berichten - wie auch den übrigen vorhandenen fachärztlichen Beurteilungen, in denen eine Arbeits unfähigkeit attestiert wu rd e - an den erforderlichen Angaben zu den Stand ard indikatoren. Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsanwendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechts an wendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die nor mativ vorgegebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beein trächtigungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Ein schätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beur teilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere da raufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des struk turierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang an dau ernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleis tet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Ein schränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeits unfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ). 4.5 Die vorhandenen Berichte über die Eingliederungsmassnahmen vermögen zwar wichtige Hinweise auf die Fähigkeiten des Beschwerdeführers im Arbeitsleben zu vermitteln, ersetzen aber die genaue medizinische Beurteilung und das darauf basierende strukturierte Beweisverfahren nicht (vgl. vorstehend E. 1.3). Die vom Beschwerdeführer eingereichte Telefonnotiz ( Urk. 8) hat deshalb keine entscheid wesentliche Bedeutung. Die Abklärung ist vorliegend unvollständig erfolgt, weshalb die Frage der verbleibenden Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Abschluss der beruflichen Massnahmen noch nicht beantwortet werden kann. 5. 5.1 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrele vante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 5.2 Nach dem Gesagten wurde der Sachverhalt zu wenig abgeklärt. Die angefochtene Verfü gung ist deshalb aufzuheben und die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers psychia trisch und somatisch abkläre und hernach über seinen Rentenanspruch erneut verfüge. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 6. 6.1 Die Gerichtskosten nach Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen ( § 34 Abs. 3 GSVGer ) und ist beim praxisge mässen Stundenansatz von Fr. 185.-- (ohne MWSt ) erm essensweise auf Fr. 1 ’ 8 00.-- (inkl. MWSt und Auslagenersatz) festzusetzen. Das Gericht erkennt : 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 7. September 2020 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schädigung von Fr. 1’800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - lic. iur. Y.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannLienhard

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00689 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Lienhard Urteil vom 4. März 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch lic. iur. Y.___ Rechtsdienst Inclusion Handicap Grütlistrasse 20, 8002 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1976, gelernter Koch ( Urk. 12/34/15), war zuletzt bis Oktober 2016 bei de r Z.___ im erlernten Beruf tätig ( Urk. 12/43). Am 2 4. August 2016 meldete er sich wegen einer psychischen Erkrankung und verschiedenen körperlichen Beschwerden bei der Invalidenver sicherung an ( Urk. 12/35). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und zog die Akten der Taggeldversicherung bei ( Urk. 12/40/1-15 ; Urk. 12/57/1-46 ). Mit Schreiben vom 7. August 2017 ( Urk. 12/64) auferlegte sie dem Versicherten eine Mitwirkungs pflicht in Form von Suchmittelabstinenz und Therapien und erliess gleichentags den Vorbescheid ( Urk. 12/65). Innerhalb der Einwandfrist beantragte der Versi cherte am 9. August 2017 berufliche Massnahmen ( Urk. 12/66). Die IV-Stelle erteilte am 1 4. Mai 2018 Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining ( Urk. 12/93) und am 6. September 2018 für ein Aufbautraining ( Urk. 12/105). Am 1 8. März 2019 gewährte sie Kostengutsprache für eine berufspraktische Vorberei tung ( Urk. 12/113) und am 2 7. August 2019 für einen Arbeitsversuch ( Urk. 12/131). Die beruflichen Massnahmen wurden am 1 0. März 2020 abge schlossen ( Urk. 12/143). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 12/151-155) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. September 2020 einen Rentenanspruch des Versi cherten ( Urk. 12/157 = Urk. 2). 2. Am 7. Oktober 2020 erhob der Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. September 2020 ( Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung sowie die Zusprache einer Rente ( Urk. 1 S. 2). Weiter reichte er am 1 4. Oktober 2020 ( Urk. 7) eine Telefonnotiz ( Urk. 8) zu den Akten. Mit Beschwerdeantwort vom 1 6. November 2020 ( Urk. 11) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwer de, was dem Beschwerdeführer am 1 4. Dezember 2020 ( Urk. 13) zur Kenntnis ge bracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Berufsberatung ist Aufgabe der IV-Stelle und nicht des begutachtenden Arztes oder der Ärztin. Zwischen diesen und den Fachleuten der Berufsberatung ist aber eine enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit erforderlich (BGE 107 V 17 E. 2b; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 mit weiterem Hinweis). Nach der Recht spre chung ist die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (Urteile des Bundesgerichts 9C_396/2014 vom 15. April 2015 E. 5.4 und 9C_401/2014 vom 26. November 2014 E. 4.2.2; je mit Hinweis). Hingegen ist für die Evaluation von konkreten geeigneten Tätigkeiten die Verwaltung zuständig, die dazu allenfalls Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung beizuziehen hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_545/2012 vom 25. Januar 2013 E. 3.2.1, nicht publiziert in BGE 139 V 28; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2). Der Arzt oder die Ärztin sagen somit, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen respektive geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist, wobei es als selbst verständlich gilt, dass sie sich vor allem zu jenen Funktionen äussern, welche für die nach ihrer Lebenserfahrung im Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person wesentlich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in geheizten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben und tragen kann). Die Fachleute der Berufsberatung dagegen sagen, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten aufgrund der ärztlichen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten der versicherten Person in Frage kommen, wobei unter Umständen entsprechende Rückfragen beim Arzt oder der Ärztin erforderlich sind (BGE 107 V 17 E. 2b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27 E. 1 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 8C_119/2008 vom 22. September 2008 E. 6.2 und I 588/05 vom 27. April 2006 E. 3). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) wie folgt: Dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente» folgend sei ein Rentenanspruch ab März 2020 zu prüfen. Die bisherige Tätigkeit als Koch sei dem Beschwer de führer seit 1 0. Mai 2016 gesundheitsbedingt nicht mehr zumutbar (S. 1). Er habe im Rahmen der beruflichen Massnahmen seine Belastbarkeit soweit steigern können, dass er zuletzt fünf Tage pro Woche jeweils fünf Stunden in einem Ersatzteillager habe arbeiten können. Dies entspreche einem Pensum von 60 %. Eine Steigerung sei gesundheitsbedingt nicht möglich, aber er habe gute Leis tungen erbringen können. Eine Tätigkeit mit wenig Druck und klaren Abläufen in einem wohlwollenden ruhigen Umfeld sei deshalb zu maximal 60 % zumutbar. Der Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 38 % ; ein Abzug vom Tabellenlohn sei nicht geschuldet (S. 2). Weiter sei es grundsätzlich Aufgabe des Arztes, die Funktionseinschränkungen einer Person zu beurteilen, weshalb der Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes eine erhöhte Beweiskraft zuzumessen sei ( Urk. 11). 2.2 Der Beschwerdeführer machte geltend ( Urk. 1), er sei gemäss Einschätzung der Eingliederungspersonen maximal 5 Stunden täglich arbeitsfähig, im Schnitt aber nur zu 50 bis 60 %. In der freien Wirtschaft, in welcher höhere Anforderungen gestellt würden, sei er lediglich zu 50 % arbeitsfähig. Selbst wenn man nicht darauf abstelle, sei vom Durchschnitt und somit von einer Arbeitsfähigkeit von 55 % auszugehen (S. 7). Weiter sei aus näher dargelegten Gründen ein Abzug von 10 % vom Tabellenlohn zu gewähren, womit sich ein Invaliditätsgrad von 53.5 % beziehungsweise 43.2 % ergebe (S. 7-8). 2.3 Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers. 3. 3.1 Die Ärztinnen der i ntegrierten Psychiatrie A.___ stellten in ihrem Bericht vom 3 0. Mai 2016 ( Urk. 12/40/5-7) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2): - mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) - Verdacht auf Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) In der angestammten Tätigkeit als Koch sei der Beschwerdeführer seit Juni 2016 bis auf Weiteres zu 100 % arbeitsunfähig (S. 3 oben). 3.2 In ihrem Bericht vom 2 2. März 2016 (richtig: Februar 2017; Urk. 12/49 S. 1 ) diag nostizierten die Ärzte der A.___ eine mittel- bis schwergradige depressive Episode (ICD-10 F32.1/F32.2), bestehend seit April 2016 ( Ziff. 1.1). Der Beschwerdeführer rauche alle 2 bis 3 Tage einen Joint (S. 3 oben). Zum Zeitpunkt der Entlassung aus der Tagesklinik (Behandlung vom 6. September bis 2. Dezember 2016) habe ke ine Arbeitsfähigkeit bestanden (S. 3 Mitte). Die Arbeit als Koch sei nicht mehr zumutbar ( Ziff. 1.7). Die Einschränkungen liessen sich durch medizinische Mass nahmen vermindern ( Ziff. 1.8). 3.3 Die Ärztinnen der A.___ nahmen am 1 4. März 2017 ( Urk. 12/50) erneut Stellung und stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1): - mittelgradige bis schwere depressive Episode (ICD-10 F32.1), bestehend seit mindestens 2015 - Nicht- ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI) Die Diagnose P sychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide (ICD-10 F12.1) habe keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Empfohlen werde eine Reintegration in eine Tätigkeit in einer kleineren Gruppe mit wenig Stress und regulierten Arbeitszeiten (S. 4 Mitte). 3.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete am 2 5. Februar 2017 zuhanden der Taggeldversicherung ein psychiatrisches Gut achten ( Urk. 12/57/10-28) und diagnostizierte eine im Mai 2016 klinisch manifest gewordene, ursächlich auf eine subjektive und objektive Überforderungssituation am Arbeitsplatz zurückzuführende, damals von den Behandlern als mittelschwere bis schwere depressive Episode (ICD-10 F32.1/ 2 ) gedeutete, zum jetzigen Zeit punkt jedoch aufgrund der objektiv beobachtbaren psychischen Symptomatik als weitgehend abgeheilt zu bezeichnende kombinierte Anpassungsstörung (ICD-10 F43.28), welche vom Beschwerdeführer als von somatoformer (diffus generali sierte Schmerzen) und neurasthenischer Ausrichtung beschrieben werde (S. 18). Der psychiatrisch diagnostizierten Störung sei in ihrem jetzt zu beobachtenden Ausprägungsgrad ab Untersuchungszeitpunkt keine Arbeitsunfähigkeit, auch ke ine partielle, mehr zuzuschreiben. Unter geeigneten Arbeitsbedingungen bestehe keine Veranlassung, hinsichtlich der Tätigkeit als Koch mittel- bis längerfristig nicht von einer günstigen Prognose auszugehen (S. 17). 3.5 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte mit Bericht vom 2 8. März 2017 ( Urk. 12/53) folgende Diagnosen: - mittelschwere Depression - ängstlich-vermeidende Persönlichkeit - Status nach unklarer transienter peripherer Ophtalmoparese und Vigilanz störung 2011 - koronare 3-Gefäss Erkrankung mit Status nach NSTEMI 2016 - Urolithiasis links Februar 2017 mit Verdacht auf Fornixruptur - Nephrolithiasis rechts 1 mm - mittelgradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Zur Zeit wäre der Beschwerdeführer von seiner körperlichen Situation her sicher wieder arbeitsfähig. Limitierend sei die psychiatrische Erkrankung mit einer stark reduzierten Belastbarkeit. Im normalen Arbeitsmarkt sei er nicht vermittlungs fähig, sondern er brauche eine Arbeitsstelle in einem geschützten Rahmen, wo akzeptiert werde, wenn er bei Überforderung für längere Zeit ausfalle. 3.6 Pract. med. D.___, Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), hielt am 1 6. Juni 2017 ( Urk. 12/63/4-5) fest, es sei gestützt auf die Beurteilung durch Dr. B.___ aus psychiatrischer Sicht nicht mehr von einer Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Aufgrund der somatischen Grund erkrankung sei es aus arbeitsmedizinischer Sicht nachvollziehbar, dass eine Tätig keit als Koch m it Stressbelastung in der Küche und unregelmässigen Arbeits-, Pausen- und Essenszeiten nicht ideal geeignet sei, auch wenn der Hausarzt dies nicht ausweise. Eine an die Einschränkungen angepasste Tätigkeit mit wenig Stressbelastung und geregelten Arbeitszeiten sei spätestens ab Februar 2017 zu 100 % zumutbar. Ob in einer Tätigkeit als Koch die Einschränkungen berück sichtigt werden könnten, sei medizinisch nicht beurteilbar. Weiter erscheine es bei einer im Rahmen der psychiatrischen Behandlung diagnostizierten Psychische und Verhaltensstörung durch Cannabinoide aus versicherungsmedizinischer Sicht als angezeigt, im Rahmen einer beruflichen Reintegration den Suchtmittel ge brauch einzustellen. Auch auf Alkohol sei bei den vorhandenen Diagnosen wei testgehend zu verzichten. 3.7 Die Ärztinnen der A.___ stellten mit Bericht vom 6. Februar 2018 ( Urk. 12/83) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2): - mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) - chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) - psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Schädlicher Gebrauch, aktuell abstinent (ICD-10 F12.1) - NSTEMI bei koronarer Dreigefässkrankheit, Erstdiagnose 1 8. Dezember 2016 - mittelgradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei stationär mit Tendenz zur Verbesserung ( Ziff. 1.1). Als Koch bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Aktuell arbeite er zu 20 % als Mitarbeiter in einem Grill-Betrieb. Eine angepasste Tätigkeit in einem kleinen Umfeld mit wenig Stress und regulierten Arbeitszeiten sei zu 20 % bis 30 % zumutbar ( Ziff. 2.1). Im Laufe des Jahres 2017 habe sich beim Patienten vor dem Hintergrund des Herzinfarktes eine chronische psychoso matische Symptomatik in Form von Rücken-, Gelenks- und Brustkorbschmerzen entwickelt. Diese tendierten zur Verschlechterung, davon sei der Beschwerde führer zusätzlich belastet, so dass er weniger Zugang zu eigenen Ressourcen habe. Er sei alkohol- und cannabisabstinent ( Ziff. 3.1). Die Arbeitsfähigkeit könne durch regelmässige integriert-psychiatrische Behandlung verbessert werden ( Ziff. 4.1). Eine Integrationsmassnahme sei dringend zu empfehlen ( Ziff. 4.2). 3.8 Im Schlussbericht vom 2 4. August 2018 ( Urk. 12/100) wurde bezüglich des vom 1 1. Juni bis 9. September 2018 absolvierten Belastbarkeitstrainings festgehalten, der Beschwerdeführer sei motiviert und kooperativ gestartet und habe im krea tiven Bereich motiviert und ausdauernd arbeiten können. Trotz seiner Schmerzen habe er gekämpft, nach Unterstützung und Lösungen gesucht und habe nur eine Absenz zu verzeichnen gehabt. Im Moment äussere er, an seine Belastungs grenzen zu stossen. Er zeige für weitere Massnahmen grosse Bereitschaft ( Ziff. 6). Er habe sein Pensum von vier Stunden pro Tag im dritten Monat stabil erreicht ( Ziff. 2). 3.9 Gemäss Schlussbericht vom 7. März 2019 ( Urk. 12/110) über das Aufbautraining vom 1 0. September 2018 bis 1 0. März 2019 habe der Beschwerdeführer nach sechs Monaten 6 Stunden Präsenz pro Tag stabil erreicht, ohne unbegründete Fehlzeiten. Nach sechs Monaten habe er eine Arbeitsfähigkeit von stabil 50 % erreicht ( Ziff. 2). Es sei ab dem 1 3. November 2018 eine Präsenzzeit von 5 Stunden täglich erprobt worden. Dabei sei der Beschwerdeführer an seine Grenzen gekommen. Am Nachmittag sei er durch die zusätzliche Stunde sehr erschöpft gewesen mit deutlich reduzierter Arbeitsleistung. Daraufhin sei die Präsenzzeit wieder auf 4 Stunden reduziert worden. Ab dem 7. Januar 2019 habe er eine Präsenzzeit von 5 Stunden täglich wieder aufgebaut und stabil gehalten. Seine Belastbarkeit und das Arbeitstempo seien nach dem Mittag aber weiterhin reduziert gewesen, weshalb eine weitere Steigerung des Pensums nicht möglich gewesen sei ( Ziff. 4.3). Beim aktuellen Arbeitspensum von 5 Stunden bestehe eine Leistungsfähigkeit von 70 bis 80 %. Die körperliche Belastbarkeit und das Arbeitstempo seien eingeschränkt. Eine verwertbare Leistung im ersten Arbeits markt sei aktuell fraglich ( Ziff. 5.5). Sein Arbeitsverhalten, die sozialen Kompe tenzen sowie die Fachkompetenzen präsentierten sich verbessert mit weiterem Verbesserungspotential ( Ziff. 7). Es werde eine Verlängerung des Aufbautrainings oder eine berufspraktische Vorbereitung für die Zielerreichung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit empfohlen. Im Verlauf solle an schliessend ein externer Arbeitsversuch oder Trainingsarbeitsplatz gefunden werd en für eine Erprobung der Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt ( Ziff. 8). 3.10 Vom 1 1. März bis 8. September 2019 absolvierte der Beschwerdeführer eine be rufspraktische Vorbereitung in zwei Betrieben. Im Bericht vom 1 0. September 201 9 ( Urk. 12/135) wurde festgehalten, die Leistungsfähigkeit betrage 100 % bei einem halbtägigen Pensum von 50 %. Die Fachkompetenzen hätten den Erwartungen im neuen Arbeitsbereich (Mitarbeiter Lager) entsprochen. Er habe sich schnell die nötigen fachlichen Kompetenzen aneignen können. Wenn er länger als 5 Stunden gearbeitet habe, habe seine Konzentrationsfähigkeit nachgelassen. Bei einem externen Coaching Arbeitsversuch sei voraussichtlich eine Leistungsfähigkeit von 100 % bei einem Pensum von 50 bis 60 % zu erreichen (S. 2). Er habe zunächst im Gate Catering täglich 5 Stunden gearbeitet. Eine Steigerung auf 6 Stunden sei aufgrund erhöhter Schmerzen und Erschöpfung nach zwei Tagen wieder auf täg lich 5 Stunden reduziert worden. Mit diesem Pensum habe der Beschwerdeführer gut an seinem Prozess arbeiten und seine Leistungsfähigkeit steigern können. Diesen Prozess habe er auch ab dem 2. Mai 2019 bei der Arbeit in einem Ersatzteillager fortsetzen können. Auch mit den körperlichen Schwierigkeiten einer notwendig gewordenen Daumenoperation sowie eines Rippenbruchs habe er seine Leistungsfähigkeit steigern können. Dies auch aufgrund einer Verbesse rung der persönlichen Kompetenzen, indem er seine Arbeitszeiten besser einge halten habe und sich besser habe abgrenzen können. Mit dieser Entwicklung habe am Schluss der Massnahme eine Arbeitsfähigkeit von 50 % erreicht werden können (S. 3). 3.11 Im Abschlussbericht Coaching vom 1 2. März 2020 ( Urk. 12/145) wurde festge halten, dass eine Steigerung des Pensums zu keiner Zeit möglich gewesen sei. Das erreichte und stabilisierte Pensum von 50 bis 60 % bei täglich 5 Stunden sei die Limite. Im Rahmen seines Pensums habe der Beschwerdeführer eine volle Leis tungsfähigkeit erreicht. Somit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 bis 60 %. Eine Anstellung habe nicht erreicht werden können (S. 1 Ziff. 4). Sein Arbeitsverhalten sei vorausschauend und sein Verantwortungsbewusstsein sei gross gewesen. Bei Bedarf habe er mehr als seine Präsenzzeit gearbeitet und damit seinen Arbeitgeber sehr unterstützt. Aufgrund seiner gesundheitlichen Situation sei eine längere als fünfstündige Arbeitszeit täglich nicht empfohlen. Er sei ein geschätzter Mitarbei ter, seine Arbeitsmotivation und Flexibilität seien positiv erwähnt worden, sein Engagement und sein Einsatz würden hervorgehoben. Er habe sich einordnen können und sei ein akzeptiertes Teammitglied gewesen. Er sei proaktiv und habe sich Informationen geholt. Gegenüber anderen zeige er sich tolerant, gegenüber sich selbst sei er immer noch sehr streng. Er habe sich dank seiner raschen Auf fassungsgabe gut in das neue Aufgabengebiet eingearbeitet und insgesamt sehr gute Arbeitsergebnisse erreicht. Nach Absolvierung eines ganztägigen Stapler kurses habe sich seine reduzierte Belastbarkeit gezeigt. Er habe sich die Woche darauf krankmelden müssen und damit seine Grenze überschritten (S. 2 Ziff. 6). 3.12 Die Ärzte der A.___ stellten mit Bericht vom 6. April 2020 ( Urk. 12/146) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit chronifiziertem Verlauf (ICD-10 F33.1) - chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) - psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Schädlicher Ge brauch, aktuell abstinent (ICD-10 F12.1) - NSTEMI bei koronarer Dreigefässkrankheit, Erstdiagnose 1 8. Dezember 2016 - mittelgradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Die letzte Kontrolle habe am 3 1. März 2020 stattgefunden ( Ziff. 3.1). Als Koch bestehe weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Aus psychiatrischer Sicht seien dabei wenig Druck, klare Abläufe, ein wohlwollendes und ruhiges Umfeld und ein verständnisvoller Arbeitgeber erforderlich ( Ziff. 2.1). Es sei zu einer Chronifizierung der depressiven und Schmerzsymptomatik trotz regelmässiger und intensiver ambulanter Behandlung gekommen. Eine vollstän dige Remission der Symptomatik sowie das Erreichen einer vollen Arbeits fähig keit in den nächsten Jahren sei unwahrscheinlich ( Ziff. 3.3). 3.13 Mit Stellungnahme vom 1 2. Mai 2020 ( Urk. 12/149/4-5) führte. pract. med D.___, RAD, aus, eine Arbeitsfähigkeit von 5 Stunden täglich ohne weitere Leis tungseinbusse entspreche eigentlich einer Arbeitsfähigkeit von rund 60 %. Ge stützt auf das Gutachten von Dr. B.___ sei spätestens ab dem Untersuchungs zeit punkt von keiner Arbeitsunfähigkeit auszugehen gewesen und es hätten deutliche Zeichen von Aggravation vorgelegen (S. 4 unten). Nur unter Berücksichtigung der beruflichen Massnahmen bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 60 %, die Behand ler gingen von 50 % aus. Es bestehe eine deutliche Diskrepanz zum Gutachten von Dr. B.___. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei an der Einschätzung vom 1 6. Juni 2017 (vgl. vorstehend E. 3.6) festzuhalten; bei der Einschätzung durch die Ärzte der A.___ handle es sich um eine andere Beurteilung eines letztlich unveränderten medizinischen Sachverhaltes (S. 5). 4. 4.1 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1 4. April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die ge samthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom 7. März 20 18 E. 4.2.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesund heit lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrschein lich keit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell be weis belastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). 4.2 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). 4.3 Über die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Durchführung der beruf lichen Massnahmen im März 2020 liegen - wie auch für den Zeitraum vorher - keine verlässlichen Arztberichte vor. Die Ärzte der A.___ gingen im April 2020 von einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, mit chronifiziertem Verlauf sowie von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren aus. Sie attestierten eine volle Arbeits unfähigkeit im angestammten Beruf als Koch und eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Eine vollständige Remission und das Erreichen einer vollen Arbeitsfähigkeit sei unwahrscheinlich (vorstehend E. 3.12). Demge genüber zeigte RAD-Arzt pract. med. D.___ gestützt auf die Ergebnisse der beruflichen Abklärungen auf, dass eine Arbeitsfähigkeit von 5 Stunden täglich einer Arbeitsfähigkeit von 60 % und nicht 50 % entspreche, wies aber auf eine deutliche Diskrepanz zum Gutachten von Dr. B.___ hin, der eine volle Arbeits fähigkeit auch in der angestammten Tätigkeit attestiert hatte (vorstehend E. 3.4). Deshalb verwies pract. med. D.___ auf seine Einschätzung aus dem Jahr 2017, wo er zwar die Tätigkeit als Koch als nicht mehr, eine angepasste Tätigkeit aber als zu 100 % zumutbar beurteilte. Bei der Beurteilung durch die A.___ handle es sich um eine andere Einschätzung des unveränderten Sachverhalts (vorstehend E. 3.6 und 3.13). Pract. med. D.___ ist nicht Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, wes halb seiner Einschätzung kein genügender Beweiswert zukommt. Zudem handelt es sich bei seinen Angaben um eine reine Aktenbeurteilung, die der vorliegenden Situation nicht Genüge tut. Sein Verweis auf Dr. B.___ vermag nicht zu über zeugen, da dieses Gutachten bereits einige Jahre zurückliegt und dessen Aussage kraft deshalb für den relevanten Zeitpunkt gering ist. Bei der Einschätzung durch die Ärzte der A.___ ist nicht nachvollziehbar, weshalb sie - trotz Belastungserprobung im Rahmen der beruflichen Massnahmen mit dem Resultat einer höheren Arbeitsfähigkeit - lediglich von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in angepassten Tätigkeiten ausgingen und zudem eine vollständige Remis sion der Symptomatik als unwahrscheinlich erachteten. Weiter ist unklar, ob ihnen die Berichte über die beruflichen Massnahmen bekannt waren. 4.4 Insbesondere aber fehlt es den genannten medizinischen Berichten - wie auch den übrigen vorhandenen fachärztlichen Beurteilungen, in denen eine Arbeits unfähigkeit attestiert wu rd e - an den erforderlichen Angaben zu den Stand ard indikatoren. Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsanwendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechts an wendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die nor mativ vorgegebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beein trächtigungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Ein schätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beur teilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere da raufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des struk turierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang an dau ernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleis tet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Ein schränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeits unfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ). 4.5 Die vorhandenen Berichte über die Eingliederungsmassnahmen vermögen zwar wichtige Hinweise auf die Fähigkeiten des Beschwerdeführers im Arbeitsleben zu vermitteln, ersetzen aber die genaue medizinische Beurteilung und das darauf basierende strukturierte Beweisverfahren nicht (vgl. vorstehend E. 1.3). Die vom Beschwerdeführer eingereichte Telefonnotiz ( Urk. 8) hat deshalb keine entscheid wesentliche Bedeutung. Die Abklärung ist vorliegend unvollständig erfolgt, weshalb die Frage der verbleibenden Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Abschluss der beruflichen Massnahmen noch nicht beantwortet werden kann. 5. 5.1 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrele vante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 5.2 Nach dem Gesagten wurde der Sachverhalt zu wenig abgeklärt. Die angefochtene Verfü gung ist deshalb aufzuheben und die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers psychia trisch und somatisch abkläre und hernach über seinen Rentenanspruch erneut verfüge. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 6. 6.1 Die Gerichtskosten nach Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen ( § 34 Abs. 3 GSVGer ) und ist beim praxisge mässen Stundenansatz von Fr. 185.-- (ohne MWSt ) erm essensweise auf Fr. 1 ’ 8 00.-- (inkl. MWSt und Auslagenersatz) festzusetzen. Das Gericht erkennt : 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 7. September 2020 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schädigung von Fr. 1’800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - lic. iur. Y.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannLienhard

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2020.00689 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Lienhard Urteil vom 4. März 2021

IV.2020.00689

IV.2020.00689

IV.2020.00689 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Lienhard

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Lienhard

Urteil vom 4. März 2021

Urteil vom 4. März 2021 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch lic. iur. Y.___

vertreten durch lic. iur. Y.___ Rechtsdienst Inclusion Handicap

Rechtsdienst Inclusion Handicap Grütlistrasse 20, 8002 Zürich

Grütlistrasse 20, 8002 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1976, gelernter Koch ( Urk. 12/34/15), war zuletzt bis Oktober 2016 bei de r Z.___ im erlernten Beruf tätig ( Urk. 12/43). Am 2 4. August 2016 meldete er sich wegen einer psychischen Erkrankung und verschiedenen körperlichen Beschwerden bei der Invalidenver sicherung an ( Urk. 12/35). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und zog die Akten der Taggeldversicherung bei ( Urk. 12/40/1-15 ; Urk. 12/57/1-46 ). Mit Schreiben vom 7. August 2017 ( Urk. 12/64) auferlegte sie dem Versicherten eine Mitwirkungs pflicht in Form von Suchmittelabstinenz und Therapien und erliess gleichentags den Vorbescheid ( Urk. 12/65). Innerhalb der Einwandfrist beantragte der Versi cherte am 9. August 2017 berufliche Massnahmen ( Urk. 12/66). Die IV-Stelle erteilte am 1 4. Mai 2018 Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining ( Urk. 12/93) und am 6. September 2018 für ein Aufbautraining ( Urk. 12/105). Am 1 8. März 2019 gewährte sie Kostengutsprache für eine berufspraktische Vorberei tung ( Urk. 12/113) und am 2 7. August 2019 für einen Arbeitsversuch ( Urk. 12/131). Die beruflichen Massnahmen wurden am 1 0. März 2020 abge schlossen ( Urk. 12/143).

1. X.___, geboren 1976, gelernter Koch ( Urk. 12/34/15), war zuletzt bis Oktober 2016 bei de r Z.___ im erlernten Beruf tätig ( Urk. 12/43). Am 2 4. August 2016 meldete er sich wegen einer psychischen Erkrankung und verschiedenen körperlichen Beschwerden bei der Invalidenver sicherung an ( Urk. 12/35). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und zog die Akten der Taggeldversicherung bei ( Urk. 12/40/1-15 ; Urk. 12/57/1-46 ). Mit Schreiben vom 7. August 2017 ( Urk. 12/64) auferlegte sie dem Versicherten eine Mitwirkungs pflicht in Form von Suchmittelabstinenz und Therapien und erliess gleichentags den Vorbescheid ( Urk. 12/65). Innerhalb der Einwandfrist beantragte der Versi cherte am 9. August 2017 berufliche Massnahmen ( Urk. 12/66). Die IV-Stelle erteilte am 1 4. Mai 2018 Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining ( Urk. 12/93) und am 6. September 2018 für ein Aufbautraining ( Urk. 12/105). Am 1 8. März 2019 gewährte sie Kostengutsprache für eine berufspraktische Vorberei tung ( Urk. 12/113) und am 2 7. August 2019 für einen Arbeitsversuch ( Urk. 12/131). Die beruflichen Massnahmen wurden am 1 0. März 2020 abge schlossen ( Urk. 12/143). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 12/151-155) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. September 2020 einen Rentenanspruch des Versi cherten ( Urk. 12/157 = Urk. 2).

Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 12/151-155) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. September 2020 einen Rentenanspruch des Versi cherten ( Urk. 12/157 = Urk. 2). 2. Am 7. Oktober 2020 erhob der Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. September 2020 ( Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung sowie die Zusprache einer Rente ( Urk. 1 S. 2). Weiter reichte er am 1 4. Oktober 2020 ( Urk. 7) eine Telefonnotiz ( Urk. 8) zu den Akten. Mit Beschwerdeantwort vom 1 6. November 2020 ( Urk. 11) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwer de, was dem Beschwerdeführer am 1 4. Dezember 2020 ( Urk. 13) zur Kenntnis ge bracht wurde.

2. Am 7. Oktober 2020 erhob der Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. September 2020 ( Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung sowie die Zusprache einer Rente ( Urk. 1 S. 2). Weiter reichte er am 1 4. Oktober 2020 ( Urk. 7) eine Telefonnotiz ( Urk. 8) zu den Akten. Mit Beschwerdeantwort vom 1 6. November 2020 ( Urk. 11) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwer de, was dem Beschwerdeführer am 1 4. Dezember 2020 ( Urk. 13) zur Kenntnis ge bracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) Versicherte, die:

1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Berufsberatung ist Aufgabe der IV-Stelle und nicht des begutachtenden Arztes oder der Ärztin. Zwischen diesen und den Fachleuten der Berufsberatung ist aber eine enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit erforderlich (BGE 107 V 17 E. 2b; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 mit weiterem Hinweis). Nach der Recht spre chung ist die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (Urteile des Bundesgerichts 9C_396/2014 vom 15. April 2015 E. 5.4 und 9C_401/2014 vom 26. November 2014 E. 4.2.2; je mit Hinweis). Hingegen ist für die Evaluation von konkreten geeigneten Tätigkeiten die Verwaltung zuständig, die dazu allenfalls Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung beizuziehen hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_545/2012 vom 25. Januar 2013 E. 3.2.1, nicht publiziert in BGE 139 V 28; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2). Der Arzt oder die Ärztin sagen somit, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen respektive geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist, wobei es als selbst verständlich gilt, dass sie sich vor allem zu jenen Funktionen äussern, welche für die nach ihrer Lebenserfahrung im Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person wesentlich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in geheizten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben und tragen kann). Die Fachleute der Berufsberatung dagegen sagen, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten aufgrund der ärztlichen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten der versicherten Person in Frage kommen, wobei unter Umständen entsprechende Rückfragen beim Arzt oder der Ärztin erforderlich sind (BGE 107 V 17 E. 2b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27 E. 1 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 8C_119/2008 vom 22. September 2008 E. 6.2 und I 588/05 vom 27. April 2006 E. 3).

1.3 Berufsberatung ist Aufgabe der IV-Stelle und nicht des begutachtenden Arztes oder der Ärztin. Zwischen diesen und den Fachleuten der Berufsberatung ist aber eine enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit erforderlich (BGE 107 V 17 E. 2b; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 mit weiterem Hinweis). Nach der Recht spre chung ist die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (Urteile des Bundesgerichts 9C_396/2014 vom 15. April 2015 E. 5.4 und 9C_401/2014 vom 26. November 2014 E. 4.2.2; je mit Hinweis). Hingegen ist für die Evaluation von konkreten geeigneten Tätigkeiten die Verwaltung zuständig, die dazu allenfalls Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung beizuziehen hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_545/2012 vom 25. Januar 2013 E. 3.2.1, nicht publiziert in BGE 139 V 28; vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2). Der Arzt oder die Ärztin sagen somit, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen respektive geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist, wobei es als selbst verständlich gilt, dass sie sich vor allem zu jenen Funktionen äussern, welche für die nach ihrer Lebenserfahrung im Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person wesentlich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in geheizten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben und tragen kann). Die Fachleute der Berufsberatung dagegen sagen, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten aufgrund der ärztlichen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten der versicherten Person in Frage kommen, wobei unter Umständen entsprechende Rückfragen beim Arzt oder der Ärztin erforderlich sind (BGE 107 V 17 E. 2b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27 E. 1 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 8C_119/2008 vom 22. September 2008 E. 6.2 und I 588/05 vom 27. April 2006 E. 3). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) wie folgt: Dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente» folgend sei ein Rentenanspruch ab März 2020 zu prüfen. Die bisherige Tätigkeit als Koch sei dem Beschwer de führer seit 1 0. Mai 2016 gesundheitsbedingt nicht mehr zumutbar (S. 1). Er habe im Rahmen der beruflichen Massnahmen seine Belastbarkeit soweit steigern können, dass er zuletzt fünf Tage pro Woche jeweils fünf Stunden in einem Ersatzteillager habe arbeiten können. Dies entspreche einem Pensum von 60 %. Eine Steigerung sei gesundheitsbedingt nicht möglich, aber er habe gute Leis tungen erbringen können. Eine Tätigkeit mit wenig Druck und klaren Abläufen in einem wohlwollenden ruhigen Umfeld sei deshalb zu maximal 60 % zumutbar. Der Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 38 % ; ein Abzug vom Tabellenlohn sei nicht geschuldet (S. 2). Weiter sei es grundsätzlich Aufgabe des Arztes, die Funktionseinschränkungen einer Person zu beurteilen, weshalb der Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes eine erhöhte Beweiskraft zuzumessen sei ( Urk. 11).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) wie folgt: Dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente» folgend sei ein Rentenanspruch ab März 2020 zu prüfen. Die bisherige Tätigkeit als Koch sei dem Beschwer de führer seit 1 0. Mai 2016 gesundheitsbedingt nicht mehr zumutbar (S. 1). Er habe im Rahmen der beruflichen Massnahmen seine Belastbarkeit soweit steigern können, dass er zuletzt fünf Tage pro Woche jeweils fünf Stunden in einem Ersatzteillager habe arbeiten können. Dies entspreche einem Pensum von 60 %. Eine Steigerung sei gesundheitsbedingt nicht möglich, aber er habe gute Leis tungen erbringen können. Eine Tätigkeit mit wenig Druck und klaren Abläufen in einem wohlwollenden ruhigen Umfeld sei deshalb zu maximal 60 % zumutbar. Der Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 38 % ; ein Abzug vom Tabellenlohn sei nicht geschuldet (S. 2). Weiter sei es grundsätzlich Aufgabe des Arztes, die Funktionseinschränkungen einer Person zu beurteilen, weshalb der Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes eine erhöhte Beweiskraft zuzumessen sei ( Urk. 11). 2.2 Der Beschwerdeführer machte geltend ( Urk. 1), er sei gemäss Einschätzung der Eingliederungspersonen maximal 5 Stunden täglich arbeitsfähig, im Schnitt aber nur zu 50 bis 60 %. In der freien Wirtschaft, in welcher höhere Anforderungen gestellt würden, sei er lediglich zu 50 % arbeitsfähig. Selbst wenn man nicht darauf abstelle, sei vom Durchschnitt und somit von einer Arbeitsfähigkeit von 55 % auszugehen (S. 7). Weiter sei aus näher dargelegten Gründen ein Abzug von 10 % vom Tabellenlohn zu gewähren, womit sich ein Invaliditätsgrad von 53.5 % beziehungsweise 43.2 % ergebe (S. 7-8).

2.2 Der Beschwerdeführer machte geltend ( Urk. 1), er sei gemäss Einschätzung der Eingliederungspersonen maximal 5 Stunden täglich arbeitsfähig, im Schnitt aber nur zu 50 bis 60 %. In der freien Wirtschaft, in welcher höhere Anforderungen gestellt würden, sei er lediglich zu 50 % arbeitsfähig. Selbst wenn man nicht darauf abstelle, sei vom Durchschnitt und somit von einer Arbeitsfähigkeit von 55 % auszugehen (S. 7). Weiter sei aus näher dargelegten Gründen ein Abzug von 10 % vom Tabellenlohn zu gewähren, womit sich ein Invaliditätsgrad von 53.5 % beziehungsweise 43.2 % ergebe (S. 7-8). 2.3 Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers.

2.3 Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers. 3.

3. 3.1 Die Ärztinnen der i ntegrierten Psychiatrie A.___ stellten in ihrem Bericht vom 3 0. Mai 2016 ( Urk. 12/40/5-7) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2):

3.1 Die Ärztinnen der i ntegrierten Psychiatrie A.___ stellten in ihrem Bericht vom 3 0. Mai 2016 ( Urk. 12/40/5-7) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2): - mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)

mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) - Verdacht auf Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0)

Verdacht auf Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) In der angestammten Tätigkeit als Koch sei der Beschwerdeführer seit Juni 2016 bis auf Weiteres zu 100 % arbeitsunfähig (S. 3 oben).

In der angestammten Tätigkeit als Koch sei der Beschwerdeführer seit Juni 2016 bis auf Weiteres zu 100 % arbeitsunfähig (S. 3 oben). 3.2 In ihrem Bericht vom 2 2. März 2016 (richtig: Februar 2017; Urk. 12/49 S. 1 ) diag nostizierten die Ärzte der A.___ eine mittel- bis schwergradige depressive Episode (ICD-10 F32.1/F32.2), bestehend seit April 2016 ( Ziff. 1.1). Der Beschwerdeführer rauche alle 2 bis 3 Tage einen Joint (S. 3 oben). Zum Zeitpunkt der Entlassung aus der Tagesklinik (Behandlung vom 6. September bis 2. Dezember 2016) habe ke ine Arbeitsfähigkeit bestanden (S. 3 Mitte). Die Arbeit als Koch sei nicht mehr zumutbar ( Ziff. 1.7). Die Einschränkungen liessen sich durch medizinische Mass nahmen vermindern ( Ziff. 1.8).

3.2 In ihrem Bericht vom 2 2. März 2016 (richtig: Februar 2017; Urk. 12/49 S. 1 ) diag nostizierten die Ärzte der A.___ eine mittel- bis schwergradige depressive Episode (ICD-10 F32.1/F32.2), bestehend seit April 2016 ( Ziff. 1.1). Der Beschwerdeführer rauche alle 2 bis 3 Tage einen Joint (S. 3 oben). Zum Zeitpunkt der Entlassung aus der Tagesklinik (Behandlung vom 6. September bis 2. Dezember 2016) habe ke ine Arbeitsfähigkeit bestanden (S. 3 Mitte). Die Arbeit als Koch sei nicht mehr zumutbar ( Ziff. 1.7). Die Einschränkungen liessen sich durch medizinische Mass nahmen vermindern ( Ziff. 1.8). 3.3 Die Ärztinnen der A.___ nahmen am 1 4. März 2017 ( Urk. 12/50) erneut Stellung und stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1):

3.3 Die Ärztinnen der A.___ nahmen am 1 4. März 2017 ( Urk. 12/50) erneut Stellung und stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1): - mittelgradige bis schwere depressive Episode (ICD-10 F32.1), bestehend seit mindestens 2015

mittelgradige bis schwere depressive Episode (ICD-10 F32.1), bestehend seit mindestens 2015 - Nicht- ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI)

Nicht- ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI) Die Diagnose P sychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide (ICD-10 F12.1) habe keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Empfohlen werde eine Reintegration in eine Tätigkeit in einer kleineren Gruppe mit wenig Stress und regulierten Arbeitszeiten (S. 4 Mitte).

Die Diagnose P sychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide (ICD-10 F12.1) habe keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Empfohlen werde eine Reintegration in eine Tätigkeit in einer kleineren Gruppe mit wenig Stress und regulierten Arbeitszeiten (S. 4 Mitte). 3.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete am 2 5. Februar 2017 zuhanden der Taggeldversicherung ein psychiatrisches Gut achten ( Urk. 12/57/10-28) und diagnostizierte eine im Mai 2016 klinisch manifest gewordene, ursächlich auf eine subjektive und objektive Überforderungssituation am Arbeitsplatz zurückzuführende, damals von den Behandlern als mittelschwere bis schwere depressive Episode (ICD-10 F32.1/ 2 ) gedeutete, zum jetzigen Zeit punkt jedoch aufgrund der objektiv beobachtbaren psychischen Symptomatik als weitgehend abgeheilt zu bezeichnende kombinierte Anpassungsstörung (ICD-10 F43.28), welche vom Beschwerdeführer als von somatoformer (diffus generali sierte Schmerzen) und neurasthenischer Ausrichtung beschrieben werde (S. 18). Der psychiatrisch diagnostizierten Störung sei in ihrem jetzt zu beobachtenden Ausprägungsgrad ab Untersuchungszeitpunkt keine Arbeitsunfähigkeit, auch ke ine partielle, mehr zuzuschreiben. Unter geeigneten Arbeitsbedingungen bestehe keine Veranlassung, hinsichtlich der Tätigkeit als Koch mittel- bis längerfristig nicht von einer günstigen Prognose auszugehen (S. 17).

3.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete am 2 5. Februar 2017 zuhanden der Taggeldversicherung ein psychiatrisches Gut achten ( Urk. 12/57/10-28) und diagnostizierte eine im Mai 2016 klinisch manifest gewordene, ursächlich auf eine subjektive und objektive Überforderungssituation am Arbeitsplatz zurückzuführende, damals von den Behandlern als mittelschwere bis schwere depressive Episode (ICD-10 F32.1/ 2 ) gedeutete, zum jetzigen Zeit punkt jedoch aufgrund der objektiv beobachtbaren psychischen Symptomatik als weitgehend abgeheilt zu bezeichnende kombinierte Anpassungsstörung (ICD-10 F43.28), welche vom Beschwerdeführer als von somatoformer (diffus generali sierte Schmerzen) und neurasthenischer Ausrichtung beschrieben werde (S. 18). Der psychiatrisch diagnostizierten Störung sei in ihrem jetzt zu beobachtenden Ausprägungsgrad ab Untersuchungszeitpunkt keine Arbeitsunfähigkeit, auch ke ine partielle, mehr zuzuschreiben. Unter geeigneten Arbeitsbedingungen bestehe keine Veranlassung, hinsichtlich der Tätigkeit als Koch mittel- bis längerfristig nicht von einer günstigen Prognose auszugehen (S. 17). 3.5 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte mit Bericht vom 2 8. März 2017 ( Urk. 12/53) folgende Diagnosen:

3.5 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte mit Bericht vom 2 8. März 2017 ( Urk. 12/53) folgende Diagnosen: - mittelschwere Depression

mittelschwere Depression - ängstlich-vermeidende Persönlichkeit

ängstlich-vermeidende Persönlichkeit - Status nach unklarer transienter peripherer Ophtalmoparese und Vigilanz störung 2011

Status nach unklarer transienter peripherer Ophtalmoparese und Vigilanz störung 2011 - koronare 3-Gefäss Erkrankung mit Status nach NSTEMI 2016

koronare 3-Gefäss Erkrankung mit Status nach NSTEMI 2016 - Urolithiasis links Februar 2017 mit Verdacht auf Fornixruptur

Urolithiasis links Februar 2017 mit Verdacht auf Fornixruptur - Nephrolithiasis rechts 1 mm

Nephrolithiasis rechts 1 mm - mittelgradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom

mittelgradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Zur Zeit wäre der Beschwerdeführer von seiner körperlichen Situation her sicher wieder arbeitsfähig. Limitierend sei die psychiatrische Erkrankung mit einer stark reduzierten Belastbarkeit. Im normalen Arbeitsmarkt sei er nicht vermittlungs fähig, sondern er brauche eine Arbeitsstelle in einem geschützten Rahmen, wo akzeptiert werde, wenn er bei Überforderung für längere Zeit ausfalle.

Zur Zeit wäre der Beschwerdeführer von seiner körperlichen Situation her sicher wieder arbeitsfähig. Limitierend sei die psychiatrische Erkrankung mit einer stark reduzierten Belastbarkeit. Im normalen Arbeitsmarkt sei er nicht vermittlungs fähig, sondern er brauche eine Arbeitsstelle in einem geschützten Rahmen, wo akzeptiert werde, wenn er bei Überforderung für längere Zeit ausfalle. 3.6 Pract. med. D.___, Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), hielt am 1 6. Juni 2017 ( Urk. 12/63/4-5) fest, es sei gestützt auf die Beurteilung durch Dr. B.___ aus psychiatrischer Sicht nicht mehr von einer Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Aufgrund der somatischen Grund erkrankung sei es aus arbeitsmedizinischer Sicht nachvollziehbar, dass eine Tätig keit als Koch m it Stressbelastung in der Küche und unregelmässigen Arbeits-, Pausen- und Essenszeiten nicht ideal geeignet sei, auch wenn der Hausarzt dies nicht ausweise. Eine an die Einschränkungen angepasste Tätigkeit mit wenig Stressbelastung und geregelten Arbeitszeiten sei spätestens ab Februar 2017 zu 100 % zumutbar. Ob in einer Tätigkeit als Koch die Einschränkungen berück sichtigt werden könnten, sei medizinisch nicht beurteilbar. Weiter erscheine es bei einer im Rahmen der psychiatrischen Behandlung diagnostizierten Psychische und Verhaltensstörung durch Cannabinoide aus versicherungsmedizinischer Sicht als angezeigt, im Rahmen einer beruflichen Reintegration den Suchtmittel ge brauch einzustellen. Auch auf Alkohol sei bei den vorhandenen Diagnosen wei testgehend zu verzichten.

3.6 Pract. med. D.___, Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), hielt am 1 6. Juni 2017 ( Urk. 12/63/4-5) fest, es sei gestützt auf die Beurteilung durch Dr. B.___ aus psychiatrischer Sicht nicht mehr von einer Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Aufgrund der somatischen Grund erkrankung sei es aus arbeitsmedizinischer Sicht nachvollziehbar, dass eine Tätig keit als Koch m it Stressbelastung in der Küche und unregelmässigen Arbeits-, Pausen- und Essenszeiten nicht ideal geeignet sei, auch wenn der Hausarzt dies nicht ausweise. Eine an die Einschränkungen angepasste Tätigkeit mit wenig Stressbelastung und geregelten Arbeitszeiten sei spätestens ab Februar 2017 zu 100 % zumutbar. Ob in einer Tätigkeit als Koch die Einschränkungen berück sichtigt werden könnten, sei medizinisch nicht beurteilbar. Weiter erscheine es bei einer im Rahmen der psychiatrischen Behandlung diagnostizierten Psychische und Verhaltensstörung durch Cannabinoide aus versicherungsmedizinischer Sicht als angezeigt, im Rahmen einer beruflichen Reintegration den Suchtmittel ge brauch einzustellen. Auch auf Alkohol sei bei den vorhandenen Diagnosen wei testgehend zu verzichten. 3.7 Die Ärztinnen der A.___ stellten mit Bericht vom 6. Februar 2018 ( Urk. 12/83) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2):

3.7 Die Ärztinnen der A.___ stellten mit Bericht vom 6. Februar 2018 ( Urk. 12/83) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2): - mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)

mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) - chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)

chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) - psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Schädlicher Gebrauch, aktuell abstinent (ICD-10 F12.1)

psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Schädlicher Gebrauch, aktuell abstinent (ICD-10 F12.1) - NSTEMI bei koronarer Dreigefässkrankheit, Erstdiagnose 1 8. Dezember 2016

NSTEMI bei koronarer Dreigefässkrankheit, Erstdiagnose 1 8. Dezember 2016 - mittelgradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom

mittelgradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei stationär mit Tendenz zur Verbesserung ( Ziff. 1.1). Als Koch bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Aktuell arbeite er zu 20 % als Mitarbeiter in einem Grill-Betrieb. Eine angepasste Tätigkeit in einem kleinen Umfeld mit wenig Stress und regulierten Arbeitszeiten sei zu 20 % bis 30 % zumutbar ( Ziff. 2.1). Im Laufe des Jahres 2017 habe sich beim Patienten vor dem Hintergrund des Herzinfarktes eine chronische psychoso matische Symptomatik in Form von Rücken-, Gelenks- und Brustkorbschmerzen entwickelt. Diese tendierten zur Verschlechterung, davon sei der Beschwerde führer zusätzlich belastet, so dass er weniger Zugang zu eigenen Ressourcen habe. Er sei alkohol- und cannabisabstinent ( Ziff. 3.1). Die Arbeitsfähigkeit könne durch regelmässige integriert-psychiatrische Behandlung verbessert werden ( Ziff. 4.1). Eine Integrationsmassnahme sei dringend zu empfehlen ( Ziff. 4.2).

Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei stationär mit Tendenz zur Verbesserung ( Ziff. 1.1). Als Koch bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Aktuell arbeite er zu 20 % als Mitarbeiter in einem Grill-Betrieb. Eine angepasste Tätigkeit in einem kleinen Umfeld mit wenig Stress und regulierten Arbeitszeiten sei zu 20 % bis 30 % zumutbar ( Ziff. 2.1). Im Laufe des Jahres 2017 habe sich beim Patienten vor dem Hintergrund des Herzinfarktes eine chronische psychoso matische Symptomatik in Form von Rücken-, Gelenks- und Brustkorbschmerzen entwickelt. Diese tendierten zur Verschlechterung, davon sei der Beschwerde führer zusätzlich belastet, so dass er weniger Zugang zu eigenen Ressourcen habe. Er sei alkohol- und cannabisabstinent ( Ziff. 3.1). Die Arbeitsfähigkeit könne durch regelmässige integriert-psychiatrische Behandlung verbessert werden ( Ziff. 4.1). Eine Integrationsmassnahme sei dringend zu empfehlen ( Ziff. 4.2). 3.8 Im Schlussbericht vom 2 4. August 2018 ( Urk. 12/100) wurde bezüglich des vom 1 1. Juni bis 9. September 2018 absolvierten Belastbarkeitstrainings festgehalten, der Beschwerdeführer sei motiviert und kooperativ gestartet und habe im krea tiven Bereich motiviert und ausdauernd arbeiten können. Trotz seiner Schmerzen habe er gekämpft, nach Unterstützung und Lösungen gesucht und habe nur eine Absenz zu verzeichnen gehabt. Im Moment äussere er, an seine Belastungs grenzen zu stossen. Er zeige für weitere Massnahmen grosse Bereitschaft ( Ziff. 6). Er habe sein Pensum von vier Stunden pro Tag im dritten Monat stabil erreicht ( Ziff. 2).

3.8 Im Schlussbericht vom 2 4. August 2018 ( Urk. 12/100) wurde bezüglich des vom 1 1. Juni bis 9. September 2018 absolvierten Belastbarkeitstrainings festgehalten, der Beschwerdeführer sei motiviert und kooperativ gestartet und habe im krea tiven Bereich motiviert und ausdauernd arbeiten können. Trotz seiner Schmerzen habe er gekämpft, nach Unterstützung und Lösungen gesucht und habe nur eine Absenz zu verzeichnen gehabt. Im Moment äussere er, an seine Belastungs grenzen zu stossen. Er zeige für weitere Massnahmen grosse Bereitschaft ( Ziff. 6). Er habe sein Pensum von vier Stunden pro Tag im dritten Monat stabil erreicht ( Ziff. 2). 3.9 Gemäss Schlussbericht vom 7. März 2019 ( Urk. 12/110) über das Aufbautraining vom 1 0. September 2018 bis 1 0. März 2019 habe der Beschwerdeführer nach sechs Monaten 6 Stunden Präsenz pro Tag stabil erreicht, ohne unbegründete Fehlzeiten. Nach sechs Monaten habe er eine Arbeitsfähigkeit von stabil 50 % erreicht ( Ziff. 2). Es sei ab dem 1 3. November 2018 eine Präsenzzeit von 5 Stunden täglich erprobt worden. Dabei sei der Beschwerdeführer an seine Grenzen gekommen. Am Nachmittag sei er durch die zusätzliche Stunde sehr erschöpft gewesen mit deutlich reduzierter Arbeitsleistung. Daraufhin sei die Präsenzzeit wieder auf 4 Stunden reduziert worden. Ab dem 7. Januar 2019 habe er eine Präsenzzeit von 5 Stunden täglich wieder aufgebaut und stabil gehalten. Seine Belastbarkeit und das Arbeitstempo seien nach dem Mittag aber weiterhin reduziert gewesen, weshalb eine weitere Steigerung des Pensums nicht möglich gewesen sei ( Ziff. 4.3). Beim aktuellen Arbeitspensum von 5 Stunden bestehe eine Leistungsfähigkeit von 70 bis 80 %. Die körperliche Belastbarkeit und das Arbeitstempo seien eingeschränkt. Eine verwertbare Leistung im ersten Arbeits markt sei aktuell fraglich ( Ziff. 5.5). Sein Arbeitsverhalten, die sozialen Kompe tenzen sowie die Fachkompetenzen präsentierten sich verbessert mit weiterem Verbesserungspotential ( Ziff. 7). Es werde eine Verlängerung des Aufbautrainings oder eine berufspraktische Vorbereitung für die Zielerreichung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit empfohlen. Im Verlauf solle an schliessend ein externer Arbeitsversuch oder Trainingsarbeitsplatz gefunden werd en für eine Erprobung der Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt ( Ziff. 8).

3.9 Gemäss Schlussbericht vom 7. März 2019 ( Urk. 12/110) über das Aufbautraining vom 1 0. September 2018 bis 1 0. März 2019 habe der Beschwerdeführer nach sechs Monaten 6 Stunden Präsenz pro Tag stabil erreicht, ohne unbegründete Fehlzeiten. Nach sechs Monaten habe er eine Arbeitsfähigkeit von stabil 50 % erreicht ( Ziff. 2). Es sei ab dem 1 3. November 2018 eine Präsenzzeit von 5 Stunden täglich erprobt worden. Dabei sei der Beschwerdeführer an seine Grenzen gekommen. Am Nachmittag sei er durch die zusätzliche Stunde sehr erschöpft gewesen mit deutlich reduzierter Arbeitsleistung. Daraufhin sei die Präsenzzeit wieder auf 4 Stunden reduziert worden. Ab dem 7. Januar 2019 habe er eine Präsenzzeit von 5 Stunden täglich wieder aufgebaut und stabil gehalten. Seine Belastbarkeit und das Arbeitstempo seien nach dem Mittag aber weiterhin reduziert gewesen, weshalb eine weitere Steigerung des Pensums nicht möglich gewesen sei ( Ziff. 4.3). Beim aktuellen Arbeitspensum von 5 Stunden bestehe eine Leistungsfähigkeit von 70 bis 80 %. Die körperliche Belastbarkeit und das Arbeitstempo seien eingeschränkt. Eine verwertbare Leistung im ersten Arbeits markt sei aktuell fraglich ( Ziff. 5.5). Sein Arbeitsverhalten, die sozialen Kompe tenzen sowie die Fachkompetenzen präsentierten sich verbessert mit weiterem Verbesserungspotential ( Ziff. 7). Es werde eine Verlängerung des Aufbautrainings oder eine berufspraktische Vorbereitung für die Zielerreichung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit empfohlen. Im Verlauf solle an schliessend ein externer Arbeitsversuch oder Trainingsarbeitsplatz gefunden werd en für eine Erprobung der Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt ( Ziff. 8). 3.10 Vom 1 1. März bis 8. September 2019 absolvierte der Beschwerdeführer eine be rufspraktische Vorbereitung in zwei Betrieben. Im Bericht vom 1 0. September 201 9 ( Urk. 12/135) wurde festgehalten, die Leistungsfähigkeit betrage 100 % bei einem halbtägigen Pensum von 50 %. Die Fachkompetenzen hätten den Erwartungen im neuen Arbeitsbereich (Mitarbeiter Lager) entsprochen. Er habe sich schnell die nötigen fachlichen Kompetenzen aneignen können. Wenn er länger als 5 Stunden gearbeitet habe, habe seine Konzentrationsfähigkeit nachgelassen. Bei einem externen Coaching Arbeitsversuch sei voraussichtlich eine Leistungsfähigkeit von 100 % bei einem Pensum von 50 bis 60 % zu erreichen (S. 2). Er habe zunächst im Gate Catering täglich 5 Stunden gearbeitet. Eine Steigerung auf 6 Stunden sei aufgrund erhöhter Schmerzen und Erschöpfung nach zwei Tagen wieder auf täg lich 5 Stunden reduziert worden. Mit diesem Pensum habe der Beschwerdeführer gut an seinem Prozess arbeiten und seine Leistungsfähigkeit steigern können. Diesen Prozess habe er auch ab dem 2. Mai 2019 bei der Arbeit in einem Ersatzteillager fortsetzen können. Auch mit den körperlichen Schwierigkeiten einer notwendig gewordenen Daumenoperation sowie eines Rippenbruchs habe er seine Leistungsfähigkeit steigern können. Dies auch aufgrund einer Verbesse rung der persönlichen Kompetenzen, indem er seine Arbeitszeiten besser einge halten habe und sich besser habe abgrenzen können. Mit dieser Entwicklung habe am Schluss der Massnahme eine Arbeitsfähigkeit von 50 % erreicht werden können (S. 3).

3.10 Vom 1 1. März bis 8. September 2019 absolvierte der Beschwerdeführer eine be rufspraktische Vorbereitung in zwei Betrieben. Im Bericht vom 1 0. September 201 9 ( Urk. 12/135) wurde festgehalten, die Leistungsfähigkeit betrage 100 % bei einem halbtägigen Pensum von 50 %. Die Fachkompetenzen hätten den Erwartungen im neuen Arbeitsbereich (Mitarbeiter Lager) entsprochen. Er habe sich schnell die nötigen fachlichen Kompetenzen aneignen können. Wenn er länger als 5 Stunden gearbeitet habe, habe seine Konzentrationsfähigkeit nachgelassen. Bei einem externen Coaching Arbeitsversuch sei voraussichtlich eine Leistungsfähigkeit von 100 % bei einem Pensum von 50 bis 60 % zu erreichen (S. 2). Er habe zunächst im Gate Catering täglich 5 Stunden gearbeitet. Eine Steigerung auf 6 Stunden sei aufgrund erhöhter Schmerzen und Erschöpfung nach zwei Tagen wieder auf täg lich 5 Stunden reduziert worden. Mit diesem Pensum habe der Beschwerdeführer gut an seinem Prozess arbeiten und seine Leistungsfähigkeit steigern können. Diesen Prozess habe er auch ab dem 2. Mai 2019 bei der Arbeit in einem Ersatzteillager fortsetzen können. Auch mit den körperlichen Schwierigkeiten einer notwendig gewordenen Daumenoperation sowie eines Rippenbruchs habe er seine Leistungsfähigkeit steigern können. Dies auch aufgrund einer Verbesse rung der persönlichen Kompetenzen, indem er seine Arbeitszeiten besser einge halten habe und sich besser habe abgrenzen können. Mit dieser Entwicklung habe am Schluss der Massnahme eine Arbeitsfähigkeit von 50 % erreicht werden können (S. 3). 3.11 Im Abschlussbericht Coaching vom 1 2. März 2020 ( Urk. 12/145) wurde festge halten, dass eine Steigerung des Pensums zu keiner Zeit möglich gewesen sei. Das erreichte und stabilisierte Pensum von 50 bis 60 % bei täglich 5 Stunden sei die Limite. Im Rahmen seines Pensums habe der Beschwerdeführer eine volle Leis tungsfähigkeit erreicht. Somit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 bis 60 %. Eine Anstellung habe nicht erreicht werden können (S. 1 Ziff. 4). Sein Arbeitsverhalten sei vorausschauend und sein Verantwortungsbewusstsein sei gross gewesen. Bei Bedarf habe er mehr als seine Präsenzzeit gearbeitet und damit seinen Arbeitgeber sehr unterstützt. Aufgrund seiner gesundheitlichen Situation sei eine längere als fünfstündige Arbeitszeit täglich nicht empfohlen. Er sei ein geschätzter Mitarbei ter, seine Arbeitsmotivation und Flexibilität seien positiv erwähnt worden, sein Engagement und sein Einsatz würden hervorgehoben. Er habe sich einordnen können und sei ein akzeptiertes Teammitglied gewesen. Er sei proaktiv und habe sich Informationen geholt. Gegenüber anderen zeige er sich tolerant, gegenüber sich selbst sei er immer noch sehr streng. Er habe sich dank seiner raschen Auf fassungsgabe gut in das neue Aufgabengebiet eingearbeitet und insgesamt sehr gute Arbeitsergebnisse erreicht. Nach Absolvierung eines ganztägigen Stapler kurses habe sich seine reduzierte Belastbarkeit gezeigt. Er habe sich die Woche darauf krankmelden müssen und damit seine Grenze überschritten (S. 2 Ziff. 6).

3.11 Im Abschlussbericht Coaching vom 1 2. März 2020 ( Urk. 12/145) wurde festge halten, dass eine Steigerung des Pensums zu keiner Zeit möglich gewesen sei. Das erreichte und stabilisierte Pensum von 50 bis 60 % bei täglich 5 Stunden sei die Limite. Im Rahmen seines Pensums habe der Beschwerdeführer eine volle Leis tungsfähigkeit erreicht. Somit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 bis 60 %. Eine Anstellung habe nicht erreicht werden können (S. 1 Ziff. 4). Sein Arbeitsverhalten sei vorausschauend und sein Verantwortungsbewusstsein sei gross gewesen. Bei Bedarf habe er mehr als seine Präsenzzeit gearbeitet und damit seinen Arbeitgeber sehr unterstützt. Aufgrund seiner gesundheitlichen Situation sei eine längere als fünfstündige Arbeitszeit täglich nicht empfohlen. Er sei ein geschätzter Mitarbei ter, seine Arbeitsmotivation und Flexibilität seien positiv erwähnt worden, sein Engagement und sein Einsatz würden hervorgehoben. Er habe sich einordnen können und sei ein akzeptiertes Teammitglied gewesen. Er sei proaktiv und habe sich Informationen geholt. Gegenüber anderen zeige er sich tolerant, gegenüber sich selbst sei er immer noch sehr streng. Er habe sich dank seiner raschen Auf fassungsgabe gut in das neue Aufgabengebiet eingearbeitet und insgesamt sehr gute Arbeitsergebnisse erreicht. Nach Absolvierung eines ganztägigen Stapler kurses habe sich seine reduzierte Belastbarkeit gezeigt. Er habe sich die Woche darauf krankmelden müssen und damit seine Grenze überschritten (S. 2 Ziff. 6). 3.12 Die Ärzte der A.___ stellten mit Bericht vom 6. April 2020 ( Urk. 12/146) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2):

3.12 Die Ärzte der A.___ stellten mit Bericht vom 6. April 2020 ( Urk. 12/146) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit chronifiziertem Verlauf (ICD-10 F33.1)

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit chronifiziertem Verlauf (ICD-10 F33.1) - chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)

chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) - psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Schädlicher Ge brauch, aktuell abstinent (ICD-10 F12.1)

psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Schädlicher Ge brauch, aktuell abstinent (ICD-10 F12.1) - NSTEMI bei koronarer Dreigefässkrankheit, Erstdiagnose 1 8. Dezember 2016

NSTEMI bei koronarer Dreigefässkrankheit, Erstdiagnose 1 8. Dezember 2016 - mittelgradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom

mittelgradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Die letzte Kontrolle habe am 3 1. März 2020 stattgefunden ( Ziff. 3.1). Als Koch bestehe weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Aus psychiatrischer Sicht seien dabei wenig Druck, klare Abläufe, ein wohlwollendes und ruhiges Umfeld und ein verständnisvoller Arbeitgeber erforderlich ( Ziff. 2.1).

Die letzte Kontrolle habe am 3 1. März 2020 stattgefunden ( Ziff. 3.1). Als Koch bestehe weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Aus psychiatrischer Sicht seien dabei wenig Druck, klare Abläufe, ein wohlwollendes und ruhiges Umfeld und ein verständnisvoller Arbeitgeber erforderlich ( Ziff. 2.1). Es sei zu einer Chronifizierung der depressiven und Schmerzsymptomatik trotz regelmässiger und intensiver ambulanter Behandlung gekommen. Eine vollstän dige Remission der Symptomatik sowie das Erreichen einer vollen Arbeits fähig keit in den nächsten Jahren sei unwahrscheinlich ( Ziff. 3.3).

Es sei zu einer Chronifizierung der depressiven und Schmerzsymptomatik trotz regelmässiger und intensiver ambulanter Behandlung gekommen. Eine vollstän dige Remission der Symptomatik sowie das Erreichen einer vollen Arbeits fähig keit in den nächsten Jahren sei unwahrscheinlich ( Ziff. 3.3). 3.13 Mit Stellungnahme vom 1 2. Mai 2020 ( Urk. 12/149/4-5) führte. pract. med D.___, RAD, aus, eine Arbeitsfähigkeit von 5 Stunden täglich ohne weitere Leis tungseinbusse entspreche eigentlich einer Arbeitsfähigkeit von rund 60 %. Ge stützt auf das Gutachten von Dr. B.___ sei spätestens ab dem Untersuchungs zeit punkt von keiner Arbeitsunfähigkeit auszugehen gewesen und es hätten deutliche Zeichen von Aggravation vorgelegen (S. 4 unten). Nur unter Berücksichtigung der beruflichen Massnahmen bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 60 %, die Behand ler gingen von 50 % aus. Es bestehe eine deutliche Diskrepanz zum Gutachten von Dr. B.___. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei an der Einschätzung vom 1 6. Juni 2017 (vgl. vorstehend E. 3.6) festzuhalten; bei der Einschätzung durch die Ärzte der A.___ handle es sich um eine andere Beurteilung eines letztlich unveränderten medizinischen Sachverhaltes (S. 5).

3.13 Mit Stellungnahme vom 1 2. Mai 2020 ( Urk. 12/149/4-5) führte. pract. med D.___, RAD, aus, eine Arbeitsfähigkeit von 5 Stunden täglich ohne weitere Leis tungseinbusse entspreche eigentlich einer Arbeitsfähigkeit von rund 60 %. Ge stützt auf das Gutachten von Dr. B.___ sei spätestens ab dem Untersuchungs zeit punkt von keiner Arbeitsunfähigkeit auszugehen gewesen und es hätten deutliche Zeichen von Aggravation vorgelegen (S. 4 unten). Nur unter Berücksichtigung der beruflichen Massnahmen bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 60 %, die Behand ler gingen von 50 % aus. Es bestehe eine deutliche Diskrepanz zum Gutachten von Dr. B.___. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei an der Einschätzung vom 1 6. Juni 2017 (vgl. vorstehend E. 3.6) festzuhalten; bei der Einschätzung durch die Ärzte der A.___ handle es sich um eine andere Beurteilung eines letztlich unveränderten medizinischen Sachverhaltes (S. 5). 4.

4. 4.1 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1 4. April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die ge samthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom 7. März 20 18 E. 4.2.1).

4.1 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1 4. April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die ge samthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom 7. März 20 18 E. 4.2.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesund heit lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrschein lich keit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell be weis belastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).

Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesund heit lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrschein lich keit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell be weis belastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).

Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). 4.2 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):

4.2 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)

Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)

Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)

Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)

Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)

Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2)

Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)

Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)

Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)

gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2)

behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4).

Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1 5. März 2018 E. 7.4). 4.3 Über die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Durchführung der beruf lichen Massnahmen im März 2020 liegen - wie auch für den Zeitraum vorher - keine verlässlichen Arztberichte vor. Die Ärzte der A.___ gingen im April 2020 von einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, mit chronifiziertem Verlauf sowie von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren aus. Sie attestierten eine volle Arbeits unfähigkeit im angestammten Beruf als Koch und eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Eine vollständige Remission und das Erreichen einer vollen Arbeitsfähigkeit sei unwahrscheinlich (vorstehend E. 3.12). Demge genüber zeigte RAD-Arzt pract. med. D.___ gestützt auf die Ergebnisse der beruflichen Abklärungen auf, dass eine Arbeitsfähigkeit von 5 Stunden täglich einer Arbeitsfähigkeit von 60 % und nicht 50 % entspreche, wies aber auf eine deutliche Diskrepanz zum Gutachten von Dr. B.___ hin, der eine volle Arbeits fähigkeit auch in der angestammten Tätigkeit attestiert hatte (vorstehend E. 3.4). Deshalb verwies pract. med. D.___ auf seine Einschätzung aus dem Jahr 2017, wo er zwar die Tätigkeit als Koch als nicht mehr, eine angepasste Tätigkeit aber als zu 100 % zumutbar beurteilte. Bei der Beurteilung durch die A.___ handle es sich um eine andere Einschätzung des unveränderten Sachverhalts (vorstehend E. 3.6 und 3.13).

4.3 Über die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Durchführung der beruf lichen Massnahmen im März 2020 liegen - wie auch für den Zeitraum vorher - keine verlässlichen Arztberichte vor. Die Ärzte der A.___ gingen im April 2020 von einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, mit chronifiziertem Verlauf sowie von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren aus. Sie attestierten eine volle Arbeits unfähigkeit im angestammten Beruf als Koch und eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Eine vollständige Remission und das Erreichen einer vollen Arbeitsfähigkeit sei unwahrscheinlich (vorstehend E. 3.12). Demge genüber zeigte RAD-Arzt pract. med. D.___ gestützt auf die Ergebnisse der beruflichen Abklärungen auf, dass eine Arbeitsfähigkeit von 5 Stunden täglich einer Arbeitsfähigkeit von 60 % und nicht 50 % entspreche, wies aber auf eine deutliche Diskrepanz zum Gutachten von Dr. B.___ hin, der eine volle Arbeits fähigkeit auch in der angestammten Tätigkeit attestiert hatte (vorstehend E. 3.4). Deshalb verwies pract. med. D.___ auf seine Einschätzung aus dem Jahr 2017, wo er zwar die Tätigkeit als Koch als nicht mehr, eine angepasste Tätigkeit aber als zu 100 % zumutbar beurteilte. Bei der Beurteilung durch die A.___ handle es sich um eine andere Einschätzung des unveränderten Sachverhalts (vorstehend E. 3.6 und 3.13). Pract. med. D.___ ist nicht Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, wes halb seiner Einschätzung kein genügender Beweiswert zukommt. Zudem handelt es sich bei seinen Angaben um eine reine Aktenbeurteilung, die der vorliegenden Situation nicht Genüge tut. Sein Verweis auf Dr. B.___ vermag nicht zu über zeugen, da dieses Gutachten bereits einige Jahre zurückliegt und dessen Aussage kraft deshalb für den relevanten Zeitpunkt gering ist.

Pract. med. D.___ ist nicht Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, wes halb seiner Einschätzung kein genügender Beweiswert zukommt. Zudem handelt es sich bei seinen Angaben um eine reine Aktenbeurteilung, die der vorliegenden Situation nicht Genüge tut. Sein Verweis auf Dr. B.___ vermag nicht zu über zeugen, da dieses Gutachten bereits einige Jahre zurückliegt und dessen Aussage kraft deshalb für den relevanten Zeitpunkt gering ist. Bei der Einschätzung durch die Ärzte der A.___ ist nicht nachvollziehbar, weshalb sie - trotz Belastungserprobung im Rahmen der beruflichen Massnahmen mit dem Resultat einer höheren Arbeitsfähigkeit - lediglich von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in angepassten Tätigkeiten ausgingen und zudem eine vollständige Remis sion der Symptomatik als unwahrscheinlich erachteten. Weiter ist unklar, ob ihnen die Berichte über die beruflichen Massnahmen bekannt waren.

Bei der Einschätzung durch die Ärzte der A.___ ist nicht nachvollziehbar, weshalb sie - trotz Belastungserprobung im Rahmen der beruflichen Massnahmen mit dem Resultat einer höheren Arbeitsfähigkeit - lediglich von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in angepassten Tätigkeiten ausgingen und zudem eine vollständige Remis sion der Symptomatik als unwahrscheinlich erachteten. Weiter ist unklar, ob ihnen die Berichte über die beruflichen Massnahmen bekannt waren. 4.4 Insbesondere aber fehlt es den genannten medizinischen Berichten - wie auch den übrigen vorhandenen fachärztlichen Beurteilungen, in denen eine Arbeits unfähigkeit attestiert wu rd e - an den erforderlichen Angaben zu den Stand ard indikatoren. Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsanwendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechts an wendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die nor mativ vorgegebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beein trächtigungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Ein schätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beur teilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1).

4.4 Insbesondere aber fehlt es den genannten medizinischen Berichten - wie auch den übrigen vorhandenen fachärztlichen Beurteilungen, in denen eine Arbeits unfähigkeit attestiert wu rd e an den erforderlichen Angaben zu den Stand ard indikatoren. Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsanwendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechts an wendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die nor mativ vorgegebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beein trächtigungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Ein schätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beur teilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere da raufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des struk turierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang an dau ernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleis tet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Ein schränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeits unfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ).

Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere da raufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des struk turierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang an dau ernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleis tet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Ein schränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeits unfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 ). 4.5 Die vorhandenen Berichte über die Eingliederungsmassnahmen vermögen zwar wichtige Hinweise auf die Fähigkeiten des Beschwerdeführers im Arbeitsleben zu vermitteln, ersetzen aber die genaue medizinische Beurteilung und das darauf basierende strukturierte Beweisverfahren nicht (vgl. vorstehend E. 1.3). Die vom Beschwerdeführer eingereichte Telefonnotiz ( Urk. 8) hat deshalb keine entscheid wesentliche Bedeutung. Die Abklärung ist vorliegend unvollständig erfolgt, weshalb die Frage der verbleibenden Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Abschluss der beruflichen Massnahmen noch nicht beantwortet werden kann.

4.5 Die vorhandenen Berichte über die Eingliederungsmassnahmen vermögen zwar wichtige Hinweise auf die Fähigkeiten des Beschwerdeführers im Arbeitsleben zu vermitteln, ersetzen aber die genaue medizinische Beurteilung und das darauf basierende strukturierte Beweisverfahren nicht (vgl. vorstehend E. 1.3). Die vom Beschwerdeführer eingereichte Telefonnotiz ( Urk. 8) hat deshalb keine entscheid wesentliche Bedeutung. Die Abklärung ist vorliegend unvollständig erfolgt, weshalb die Frage der verbleibenden Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Abschluss der beruflichen Massnahmen noch nicht beantwortet werden kann. 5.

5. 5.1 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrele vante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).

5.1 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrele vante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 5.2 Nach dem Gesagten wurde der Sachverhalt zu wenig abgeklärt. Die angefochtene Verfü gung ist deshalb aufzuheben und die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers psychia trisch und somatisch abkläre und hernach über seinen Rentenanspruch erneut verfüge.

5.2 Nach dem Gesagten wurde der Sachverhalt zu wenig abgeklärt. Die angefochtene Verfü gung ist deshalb aufzuheben und die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers psychia trisch und somatisch abkläre und hernach über seinen Rentenanspruch erneut verfüge. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.

In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 6.

6. 6.1 Die Gerichtskosten nach Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

6.1 Die Gerichtskosten nach Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen ( § 34 Abs. 3 GSVGer ) und ist beim praxisge mässen Stundenansatz von Fr. 185.-- (ohne MWSt ) erm essensweise auf Fr. 1 ’ 8 00.-- (inkl. MWSt und Auslagenersatz) festzusetzen.

6.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen ( § 34 Abs. 3 GSVGer ) und ist beim praxisge mässen Stundenansatz von Fr. 185.-- (ohne MWSt ) erm essensweise auf Fr. 1 ’ 8 00.-- (inkl. MWSt und Auslagenersatz) festzusetzen. Das Gericht erkennt :

Das Gericht erkennt : 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 7. September 2020 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 7. September 2020 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schädigung von Fr. 1’800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schädigung von Fr. 1’800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - lic. iur. Y.___

lic. iur. Y.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannLienhard