Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03253.jsonl.gz/1025

Beim Absturz der spanischen Swiftair-Maschine, die für Air Algérie geflogen ist, sind in Mali 118 Menschen ums Leben gekommen. Es gab keine Überlebenden. Dies teilte die Fluggesellschaft Air Algérie unter Berufung auf die Suchmannschaften in Mali mit. Auch Frankreichs Präsident François Hollande bestätigte inzwischen, dass es keine Überlebende gebe.
Nach Angaben der Behörden von Burkina Faso standen auf der Passagierliste 51 Franzosen und vier Deutsche, 27 Bürger von Burkina Faso, acht Libanesen, sechs Algerier, fünf Kanadier, zwei Luxemburger und je eine Person aus Belgien, Kamerun, Ägypten, der Ukraine, Nigeria und Mali. An Bord befand sich auch eine Schweizerin aus der Romandie, wie das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte.
Französische Soldaten sollen Absturzstelle sichern
Das Wrack der Maschine ist nach staatlichen französischen Angaben klar identifiziert worden. Die Trümmer befänden sich im Norden Malis in der Region Gossi nahe der Grenze zu Burkina Faso, teilte der Elysée-Palast mit.
Er bestätigte damit frühere Angaben aus Burkina Faso und kündigte zugleich an, dass französische Soldaten zur Absturzstelle unterwegs seien, um das Gebiet abzusichern und erste Informationen zu sammeln. Der Flugdatenschreiber habe bereits geborgen werden können.
Funkkontakt verloren
Das Flugzeug war in der Nacht zum Donnerstag vom Radarschirm verschwunden. Die Maschine befand sich auf dem Weg von der Hauptstadt Burkina Fasos, Ouagadougou, nach Algier, als rund 50 Minuten nach dem Start der Funkkontakt abriss.
Schlechtes Wetter als Absturzursache
Als Absturzursache vermutet die französische Regierung schlechtes Wetter. Die meteorologischen Bedingungen seien «die wahrscheinlichste Hypothese». Das Wetter in der Region sei zum Zeitpunkt des Absturzes «extrem schlecht» gewesen.
Das abgestürzte zweistrahlige Flugzeug vom Typ McDonnell Douglas MD-83 gehörte der spanischen Chartergesellschaft Swiftair. Die sechs Besatzungsmitglieder stammten laut der spanischen Pilotengewerkschaft Sepla alle aus Spanien.