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Türkei
Individuelle, exklusive Reisen Türkei
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Impressionen Türkei
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Geographie
Die Türkei erstreckt sich geographisch über zwei Kontinente. Anatolien, der asiatische Teil des türkischen Staatsgebiets, nimmt etwa 97 % der Fläche ein. Der europäische Teil im Nordwesten (Ostthrakien) umfasst etwa 3 % der Fläche, in der auch der Hauptteil der Metropole Istanbul liegt. Mit einer Küstenlinie von rund 7.200 km Länge grenzt die Türkei im Westen an das Ägäische Meer, im Süden ans Mittelmeer und im Norden ans Schwarze Meer. Das Marmarameer liegt zwischen dem Ägäischen und dem Schwarzen Meer und ist mit diesen jeweils durch eine Meerenge verbunden: im Westen die etwa 65 Kilometer langen Dardanellen, im Osten der Bosporus. Am Bosporus liegt die Millionen-Metropole Istanbul.
Flora und Fauna
Die Flora der Türkei gilt als die vielfältigste und abwechslungsreichste des Nahen Ostens. Mittlerweile wurden mehr als 9.000 Arten aus über 850 Gattungen bestimmt. Etwa ein Drittel dieser Arten ist endemisch. Gründe für diese extrem hohe Endemitenrate sind das Zusammentreffen verschiedener phytogeographischer Regionen, die klimatische Vielfalt und eine gebirgsreiche Landschaft; Faktoren, die eine starke Ausdifferenzierung ermöglichen. Die Gattungen Verbascum und Astragalus haben hier ihren Verbreitungsschwerpunkt. Viele endemische Arten sind jedoch gefährdet. Die zentralen Steppengebiete werden von Dornpolstern und -sträuchern beherrscht, z. B. Disteln, die der jahrhundertelangen Begrasung der Viehnomaden standhielten. Im Norden, vor allem an der Schwarzmeerküste, finden sich ausgedehnte Nadelwälder und wirtschaftlich genutzte Haselnuss-, Mais- und Teeplantagen, im Süden eher Obst- und Baumwollplantagen.
Bevölkerung
Seit der Republikgründung im Jahre 1923 wuchs die Bevölkerung der Türkei schnell an. 1927 lebten in der Türkei knapp 14 Millionen Menschen, 2003 waren es knapp 70 Millionen (siehe Grafik), 2014 waren es 77,7 Millionen. Die Türkei ist gleichzeitig ein Auswanderungs- und Einwanderungsland. Während der 1960er, 1970er und 1980er Jahre verließen Millionen Türken ihr Land als Arbeitsmigranten („Gastarbeiter“) oder politische Flüchtlinge und gingen etwa nach Deutschland, Belgien, Frankreich, Schweden, in die Niederlande, die Schweiz und nach Österreich. Vor allem Minderheiten verließen die Türkei, etwa Aramäer, Aleviten, Armenier, Assyrer, Griechen, Kurden, Juden, Jesiden und Zaza. Auf der anderen Seite kamen aus dem Balkan, Griechenland, dem Nahen Osten, dem Iran, Zentralasien und der Krim nach dem Fall des eisernen Vorhanges Aussiedler in die Republik. 2009 wählten etwa 4.600 Deutsche die Türkei als neue Wahlheimat, von insgesamt rund 155.000 deutschen Auswanderern. Neben dem Klima und schönen Landschaften gelten vor allem die günstigen Lebenshaltungskosten sowie relativ geringe bürokratische Hürden als einwanderungsfördernde Faktoren. 2016 hielten sich in der Türkei 2,8 Millionen Flüchtlinge auf, die meisten davon waren Vertriebene des Syrischen Bürgerkriegs. Die Türkei war damit das Land mit der weltweit höchsten Anzahl an Flüchtlingen. Im Jahre 2017 waren 6 % der Bevölkerung Migranten oder Geflüchtete.
Sprachen
Auf dem Gebiet der heutigen Türkei wurden und werden in Geschichte und Gegenwart insgesamt etwa fünfzig Sprachen aus sechs verschiedenen Sprachfamilien und eine isolierte Sprache (Hattisch) gesprochen. Rund die Hälfte dieser Sprachen ist inzwischen ausgestorben, aber durch Inschriften oder historische Texte überliefert. Heute existieren in der Türkei über zwanzig Sprachen und Ethnien mit zusammen rund 75 Millionen Sprechern. Dies zeigt, dass sowohl der heutige türkische Staat als auch das Territorium der Türkei in allen Phasen der Geschichte von einer großen ethnischen und linguistischen Vielfalt geprägt war und ist. Jüngeren Datums sind Zuwanderungen von kleineren Flüchtlingsgruppen aus Zentralasien oder dem Kaukasus, die Turksprachen oder kaukasische Sprachen sprechen. Diese Sprachen und auch die Sprachen von Ausländerkolonien (zum Beispiel Deutsch, Französisch, Englisch) werden üblicherweise nicht zu den "Sprachen der Türkei" hinzugerechnet, da unter diesem Begriff die Sprachen der längerfristig residenten Ethnien erfasst werden.
Geschichte
Das Gebiet der heutigen Türkei ist seit der Altsteinzeit besiedelt. Sehr früh begann in der Osttürkei das Neolithikum. Zeugnisse davon sind in Göbekli Tepe, Nevali Cori und Çatalhöyük zu sehen. Im dritten und zweiten Jahrtausend v. Chr. waren in Anatolien die Hattier (auch Protohattier) ansässig, in Nordmesopotamien die Hurriter.
Wirtschaft
Die Wirtschaft in der Türkei erbrachte kaufkraftbedingt 2016 die dreizehntgrößte Wirtschaftsleistung der Welt, hat jedoch eines der weltweit höchsten Leistungsbilanzdefizite (in Relation zum Bruttoinlandsprodukt). Istanbul gilt als der größte Markt und Umschlagplatz der Türkei. Das Wirtschaftsleben der Stadt wird dominiert von Börse, Großhandel, Verkehrs-, Bank-, Presse- und Verlagswesen. Es gibt mehrere Basare sowie moderne Geschäftsstraßen im westlichen Stil. Die handwerklichen und industriellen Betriebe produzieren vor allem Textilien und Nahrungsmittel. Auch der Bau von Automobilen, Bussen, Traktoren und Dieselmotoren ist ein bedeutender Wirtschaftszweig.
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