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|Abt Werinhar (1083-1086)

Abt Werinhar
Werinhar, 1083-1086. Im Jahre 1083 ließ der Gegenkönig Hermann von Salm den von König Rudolf von Schwaben eingesetzten Abt Lutold fallen und bestimmte als dessen Nachfolger Werinhar, einen Mönch des Klosters Reichenau. Abt Ekkehart von Reichenau bemühte sich in langwierigen Kämpfen, seinen Mönch in St. Gallen einzusetzen. Für kurze Zeit ist ihm dies auch gelungen. Wahrscheinlich um 1086, als Ulrich von Eppenstein zum Patriarchen von Aquileja ernannt wurde und dorthin abreiste. Die Besatzung, die Ulrich auf der Rachinstein zurückgelassen hatte, setzte dem neuen Abt jedoch dermaßen zu, daß er noch im gleichen Jahr St. Gallen freiwillig verließ. Nach seinem Rücktritt verschwindet Werinhar spurlos aus den Quellen. Weder im Necrologium von St. Gallen noch in demjenigen von der Reichenau ist er faßbar. Auch die Äbtelisten enthalten ihn nicht.
(Duft, Johannes; Die Abtei St.Gallen, St. Gallen 1986)