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«Mayday, Mayday! Triebwerk ist ausgefallen!» Das sind die letzten bekannten Worte von Liao Chien-tsung. Dann stürzt der Pilot mit seiner TransAsia-Maschine in Taipei in einen Fluss. Mindestens 31 Menschen verlieren ihr Leben, unter ihnen Liao. Dieser wird nun als Held gefeiert, weil er offenbar verhinderte, dass das Flugzeug auf das dicht besiedelte Stadtzentrum mit vielen Hochhäusern zusteuerte und so eine schlimmere Katastrophe verhinderte.
«Wenn ein Flugzeug abstürzt, versuchen die Piloten, die Maschine in ein offenes Gebiet zu steuern, um weniger Schaden anzurichten», sagt David Learmount vom Magazin «Flightglobal» zum Telegraph.
Ein weiterer Anwohner schreibt:
Auch in China ist man voll der Dankbarkeit für Liao, denn fast die Hälfte der Fluggäste stammen von dort. Auf Weibo, dem chinesischen Twitter, zeigen sie ihre Anteilnahme mit Icons von Kerzen und gefalteten Händen. Einer schreibt:
Liao Chien-tsung, der 41 Jahre alt wurde, war Vater eines neunjährigen Jungen und stammt aus einer armen Familie im Zentrum Taiwans. Als Kind half er seinen Eltern, Kleider auf dem Nachtmarkt zu verkaufen. Liao studierte mehrere Jahre für seine Pilotenlizenz und begann seine Karriere als Militärpilot. Danach arbeitete er für Taiwans grösste Fluggesellschaft China Airlines und wechselte schliesslich zu TransAsia. Insgesamt hat er 4900 Flugstunden absolviert. (rey)