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Mit einiger Verzögerung hat auf Malta die Beweisaufnahme im Prozess um die Ermordung der Journalistin Daphne Caruana Galizia begonnen. Bereits 13 Stunden vor dem Attentat war ein verdächtiger Gegenstand in der Nähe ihres Hauses aktiviert worden.
Das berichtete der Leiter der Mordkommission, Keith Arnaud, dem Gericht am Dienstag. Am Nachmittag des 16. Oktobers starb die 53-Jährige dann, als eine Bombe ihr Auto in die Luft sprengte.
Der Beginn des Verfahrens hatte sich verzögert, weil sich zwei Untersuchungsrichterinnen wegen Befangenheit zurückgezogen hatten. Drei Männer müssen sich in dem Fall verantworten. Unklar ist, ob die Angeklagten die Auftraggeber des Mordes waren oder ihn nur ausgeführt haben.
Kriminalinspektor Arnaud gab an, dass das Telefon eines der drei Verdächtigen bereits zum Zeitpunkt des Attentats abgehört wurde. Die Auswertung von Mobilfunkdaten habe ausserdem ergeben, dass die SMS, mit der die Bombe ausgelöst wurde, von einem Boot auf dem Meer aus gesendet wurde. Am Mittwoch soll die Beweisaufnahme weitergehen. (sda/dpa)