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Die Abtreibung mit der Pille, auch chemische Abtreibungsmethode oder medikamentöser Schwangerschaftsabbruch genannt, wird in der Schweiz an vielen Orten ambulant durchgeführt. Die Frau muss dazu schriftlich ihren Willen bei einem Beratungsgespräch bekunden. Eine Wartezeit zwischen Beratung und der Einnahme der Abtreibungspille ist nicht erforderlich, jedoch sehr zu empfehlen, da es auch hier wie bei jeder Abtreibung um eine Entscheidung von grosser Tragweite geht.
Bei dieser Abtreibungsmethode wird hauptsächlich ein kombiniertes Verfahren von Mifegyne und Cytotec angewendet. Der Wirkstoff Mifepriston (im Handel «Mifegyne») ist ein Progesteronantagonist, das heisst, es wirkt dem Progesteron, das für den Erhalt der Schwangerschaft wirkt, entgegen. Die abortive Wirkung der Abtreibungspille besteht in der Verdrängung von Progesteron aus Bindungen an den Progesteron-Rezeptoren.
Die zusätzliche Einnahme von Cytotec (Prostaglandinhormon) erhöht die Wirksamkeit, denn Cytotec zerstört den Gelbkörper und löst Wehen aus.
Immer mehr Frauen bereuen es bereits nach der Einnahme der Mifegyne-Tablette, diesen Schritt getan zu haben. Amerikanische Ärzte haben ein Verfahren entwickelt, mit welchem unter Einnahme von Progesteron-Hormonen (z.B. Utrogestan) die Wirkung von Mifegyne wieder aufgehoben werden kann. Das Kind wird dadurch nicht geschädigt. Dieses Verfahren ersetzt den zweiten und dritten Schritt. Das Team von Prodonna gibt dazu gerne Auskunft.