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Es ist eine biologische Tatsache, dass bei allen Frauen Ende 30 ca. 60-70% aller Eizellen genetisch so verändert sind, dass es häufig zu keiner Schwangerschaft, einer biochemischen Schwangerschaft (nach einem positiven Schwangerschaftstest tritt die Periode verspätet ein) oder einer Fehlgeburt kommt. Das erklärt, warum es zum Teil viele Anläufe braucht bis eine Schwangerschaft eintritt und dass einige Paare mit spätem Kinderwunsch kinderlos bleiben. Mittlerweile weiss man auch, dass das Alter des Mannes eine nicht unerhebliche Rolle bei der Fertilität spielt und mit zunehmendem Alter des Mannes die Spermienqualität abnimmt und die Wahrscheinlichkeit leicht ansteigt, ein krankes Kind zu zeugen.
Mit Labor- und Ultraschalluntersuchungen kann man die Menge der in den Eierstöcken befindlichen Eibläschen abschätzen, jedoch keine Aussage über die Qualität der Eibläschen machen. Es ist daher sehr schwierig abzuschätzen, wie fruchtbar eine ältere Frau im Vergleich zu Altersgenossinnen ist. Die Alterung der Eierstöcke ist individuell verschieden. Tatsache ist jedoch, dass die Fruchtbarkeit der Frauen ab 35 Jahren stark abnimmt und mit 43 Jahren in der Regel aufgehoben ist. Dass jenseits dieser Altersgrenze eine Schwangerschaft eintritt ist eine Seltenheit, selbst wenn Methoden wie eine künstliche Befruchtung angewandt werden.
Es ist aus diesen Tatsachen heraus empfehlenswert, die Familienplanung nicht unnötig aufzuschieben und mit Ihrem Partner die biologischen Zusammenhänge zu besprechen. Falls nach einem Jahr keine Schwangerschaft eintritt, sollten Sie sich für eine Abklärung melden und falls Sie älter sind als 35 Jahre bereits nach 6 Monaten sowie wenn Zyklusunregelmässigkeiten oder andere gesundheitliche Probleme vorliegen.