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Erst kürzlich wurde gewarnt, dass es wegen der Corona-Pandemie zu einem Mangel an Schutzhandschuhen kommen könne. Die Warnung kam aus Malaysia, dem Land, das die meisten Schutzhandschuhe weltweit liefert. Und wie sieht die Situation in der Schweiz insbesondere bei Nitrilhandschuhen aus, die in Reinräumen und im medizinischen Bereich verwendet werden?
Der Malaysische Verband der Gummihandschuhhersteller MARGMA (Malaysian Rubber Glove Manufacturers Association) hatte Anfang Juni 2020 davor gewarnt, dass Betrüger vorgegeben hätten, auf dem Markt existierende Handschuhhersteller zu vertreten, und Gummihandschuhe zu «lächerlichen» Preisen sowie kurzen Lieferfristen angeboten hätten.
In diesem Zusammenhang hiess es seitens MARGMA: «Die Käufer werden daran erinnert, dass die Preise für Handschuhe in die Höhe geschnellt sind und die Nachfrage extrem hoch ist, während das Angebotsvolumen der Industrie bis Anfang nächsten Jahres ausverkauft ist. In einer solchen Situation kann niemand, ausser den echten Herstellern, ein Angebot an Handschuhen in begrenzter Menge bereitstellen.»
Der MARGMA-Verband macht deutlich, dass man auf der Hut vor Betrügern sein solle, die man daran erkenne, dass sie unbegrenzte Mengen zu tiefen Preisen anbieten würden.
MARGMA teilt ausserdem mit, dass im 1. Quartal 2020 bereits circa 53 Milliarden Stück Handschuhe von Malaysia aus exportiert worden seien. Im gesamten Jahr 2019 seien insgesamt 187 Milliarden Handschuhe exportiert worden, bei einem geschätzten weltweiten Verbrauch von 296 Milliarden Stück.
Der Verband schätze, dass sich der Handschuh-Verbrauch im Jahr 2020 auf 330 Milliarden Handschuhe belaufen werde, was eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um circa 11 Prozent sei. Der Anteil der aus Malaysia gelieferten Handschuhe werde vermutlich 220 Milliarden Stück betragen.
Angesichts der enormen Nachfrage schätze MARGMA, dass es in 2020 zu einem hohen Handschuh-Mangel kommen werde. Dieser halte vermutlich bis weit in das Jahr 2021 an. Aktuell sprechen verschiedene Quellen davon, dass der Bedarf an Einmalhandschuhen weltweit 5-fach höher ist als vor Corona.
Das Marktforschungsunternehmen «VynZ Research» teilt mit, dass der Weltmarkt für Einweghandschuhe im Jahr 2019 auf 7,6 Milliarden US-Dollar geschätzt worden sei. Im Jahr 2025 werde er voraussichtlich einen Umfang von 11,8 Milliarden US-Dollar erreichen. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für den Zeitraum vom Jahr 2020 bis zum Jahr 2025 werde auf 7,7 Prozent geschätzt. Der Grund für das Wachstum des Einweghandschuh-Marktes wird in der Infektionsbekämpfung und dem Auftreten von Pandemien gesehen.
Aber auch die erhöhte Nachfrage aus verschiedenen Branchen würde das Marktwachstum antreiben. Zu diesen Branchen gehöre die pharmazeutische und chemische Industrie, das Gesundheitswesen, die Öl- und Gasindustrie sowie die Automobil-Endbearbeitung.
Auf der Marktforschungswebsite «ReportLinker» ist ein Bericht zu finden, in dem sogar eine jährliche Wachstumsrate in Höhe von 15 Prozent im Zeitraum 2019 bis 2025 in Bezug auf den Markt für medizinische Handschuhe geschätzt wird. Das Wachstum wird auf die gesteigerte Nachfrage im medizinischen Bereich zurückgeführt, wo es um die Vermeidung von Verunreinigungen und Ansteckungen geht, insbesondere bei chirurgischen Eingriffen.
In dem Bericht hält man aber generell eine stärkere Fokussierung auf Sicherheits- und Hygienestandards für wahrscheinlich sowie eine fortschreitende Bemühung um strenge Gesundheitsvorschriften. Beides wären ebenfalls wahrscheinliche Wachstumstreiber in Bezug auf den Handschuhmarkt. Aber auch Pandemien wie COVID-19 würden dieses Wachstum antreiben.
Der Trend würde zum nicht-gepuderten medizinischen Handschuh gehen. Das könnte daran liegen, dass laut «ReportLinker» mehrere Studien festgestellt hätten, puderfreie Handschuhe würden im Vergleich zu gepuderten als sauberer angesehen werden.
In dem Marktforschungsbericht auf «ReportLinker» heisst es ausserdem, dass Nitrilhandschuhe vermehrt nachgefragt würden. Zum einen sei bei ihnen das Auftreten von Allergien geringer. Zum anderen würden Nitrilhandschuhe stichfester sein und eine höhere Chemikalienbeständigkeit aufweisen als andere Handschuhe. Generell sei zu beobachten, dass die Umstellung von Latex auf Nitril fortschreite. Die Hersteller würden ausserdem weiter am Komfort von Nitrilhandschuhen arbeiten und neue Modelle entwickeln, welche noch weniger Chemikalien enthalten und stärker seien im Vergleich zu den herkömmlichen Nitrilhandschuhen.
Der Schutzhandschuhhersteller Ansell geht davon aus, dass die Kosten für Nitrilhandschuhe um 30 bis 50 Prozent steigen werden, denn beim Rohstoff Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR, Nitrile Butadiene Rubber) bestehe eine Lieferknappheit. NBR würde für die Produktion der Nitrilhandschuhe genutzt. Ansell gehe im Übrigen von einer Verdreifachung der Nachfrage nach Einmalhandschuhen aus. Der Grund läge unter anderem am Bedarf für das medizinische Personal, das gegen COVID-19 im Einsatz ist. Ausserdem würden Regierungs- und Gesundheitsorganisationen Lagerbestände anlegen, um für eine weitere COVID-19-Welle vorbereitet zu sein.
Unseren Kunden können wir unter anderem den Nitrilhandschuh «CELOS Glove 1.10» anbieten. Dieser Reinraumhandschuh hat eine Länge von 30 cm und eignet sich für die Reinraumklassen ISO 4-9 beziehungsweise GMP C-D. Der Handschuh ist latexfrei. Ausserdem enthält er weniger chemische Zusatzstoffe im Vergleich zu anderen Reinraumhandschuhen. Dadurch ist das Risiko allergischer Reaktionen geringer. Der Einmalhandschuh ist beidhändig tragbar und ermöglicht durch seine einzigartige Passform, den texturierten Fingerspitzen und dem angenehm dünnen Material ein exzellentes Fingerspitzengefühl und Tastempfinden.
Wenn Sie zu diesen Nitrilhandschuhen oder einem anderen Nitrilhandschuh aus unserem Sortiment Fragen haben, nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf. Sie können Nitrilhandschuhe auch bequem über unseren Onlineshop bestellen und dabei aus verschiedenen Modellen mit unterschiedlichen Eigenschaften, Grössen und Farben auswählen.