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Als Abkürzungszeichen steht B lat. für
Balbus und
Brutus, b für bene, bixit (= vixit), bonus und (auf christl.
Inschriften
u. s. w.) für beatus
(d. i. selig, verstorben). Als chem. Zeichen steht B für
Bor; als pharmaceutisches auf ältern
Rezepten
für
Balneum und für
Balsamum. Bei Aräometerangaben bezeichnet B dieSkala von
Baumé. Auf Kurszetteln
steht B oder B für
Brief (s. d.), b. oder
bez. für bezahlt (s.
bez.). Auf preuß. Münzen
[* 2] bezeichnet B von 1750 bis 1822 die
Münzstätte
Breslau,
[* 3] seit 1866, sowie seit 1872 auf deutschen Reichsmünzen, Hannover;
[* 4] auf österr. Münzen bedeutet B Kremnitz,
auf französischen Rouen,
[* 5] BB oder Bb
Straßburg.
[* 6] In der
Logik bezeichnet B das
Prädikat, A das
Subjekt.
In England steht B. für
Bachelor.
Bei Gelegenheit der Kölner
[* 12] Wirren sprach er sich gegen den kirchlichen Absolutismus in schneidender
Weise aus,
weshalb ihm 1838 unter dem Ministerium
Abel untersagt wurde, über
Religionsphilosophie zu lesen. Er starb zu
München.
Baader schrieb u. a.: «Vom Wärmestoff»
(Wien 1786),
«Beiträge zur dynamischen
Philosophie» (Berl. 1809). Eine
Ausgabe seiner «Sämtlichen Werke» (16 Bde.,
Lpz. 1851-60),
mit
Biographie und Einleitungen, wurde von
Franz
Hoffmann, Hamberger, Lutterbeck, von
Osten u. a. veranstaltet;
die Einleitung von Hoffmann erschien besonders u. d. T.
«Acht philos.
Abhandlungen über und seine
Lehre»
[* 13] (ebd. 1857). Die Principien,
aus denen Baader alles ableitet, sind: der Urwille, der zugleich als Urbewußtsein Urgeist und
Urpersönlichkeit ist, und dessen
Attribute: die ewige Idee und die ewige Natur. Die Idee ist als
Grund der Form, die Natur
dagegen als die
Quelle
[* 14] des
Stoffs anzusehen.
Vom Willen aber wird das Verhältnis bestimmt, in welchem jene beiden zueinander stehen. Der theosophische Charakter seines
Denkens zeigt sich vor allem darin, daß er einen
Parallelismus zwischen der ewigen Selbsterzeugung
Gottes
und der zeitlichen Geschichte des sündigen und erlöst werdenden
Menschen darstellen will. In diesem mystischen
Sinne erklärt
er sich für die
Identität des
Wissens und des
Glaubens als des wahren «Innewohnens» der Gottheit im
Menschen, und er hat dadurch
eine höhere Bedeutung gewonnen, daß er in die starre Scholastik des
Katholicismus eine Anzahl fruchtbarer, freilich von
diesem selbst dogmatisch zurückgewiesener
Gedanken hineingeworfen hat. Der bedeutendste
Schüler B.s ist
Franz Hoffmann (s. d.).
(d. h. Herr einer Sache,Besitzer oder Inhaber einer Sache), in
Verbindung mit einem im Genetiv
folgenden Ortsnamen oder mit dem
Artikel bei Phöniziern, Israeliten, Kanaanitern, Aramäern und Babyloniern, in vorhistor.
Zeit vielleicht auch bei
Arabern, die Bezeichnung männlicher Lokalgottheiten, die dadurch als Herren der betreffenden Ortschaft
oder Örtlichkeit bezeichnet werden. Wird die Gottheit weiblich gedacht, so steht das Feminin
Baalat oder
Astarte (s. d.). Baal ist also kein Eigenname. Ebensowenig besteht
der Dienst eines
Gottes Baal. Dieser ist eine theoretische
Spekulation, abgeleitet aus den einzelnen örtlichen Bealim.
Bei den
Phöniziern finden sich Baal-Lebanon und
¶
mehr
Baal-Markod, zwei Berggötter. Ihnen entspricht in Moab der Baal-Peor, d. h. der Gott, der auf dem Berge Peor haust. Der moabitische
Ortsname Baal-Meon ist, wie der phöniz. Baal-Hermon und die israel. Baal-Chazor, Baal-Perazim u. s. w.,
wahrscheinlich von dem dort verehrten Baal abgeleitet. Der Baal von Tyrus, d. h. Melkart (s. d.), wurde in der
Zeit der Dynastie Omris in Israel und Juda verehrt, während die an den alten Kultstätten des Landes bei
der Einwanderung Israels von den Ureinwohnern verehrten Bealim wahrscheinlich bei Übergang dieser Kultstätten an Israel
sich mit dem Volksgotte Jahwe verschmolzen haben. So mag es sich erklären, daß Hosea diese örtlichen Jahwes
die Bealim nennt.
Eine Spur eines solchen lokalen Baal ist der Baal-Berit oder El-Berit, welcher Richter 9 als Gott der von Kanaanitern und Israeliten
gemeinsam bewohnten Stadt Sichem erwähnt wird und wahrscheinlich den Eidwächter des von beiden beschworenen Bundes vorstellt.
Später wird dort nur Jahwe verehrt. Auch der Gott der Kultstätte der kanaanit. Stadt Gibeon ist nach
2 Sam. 21. bereits
zu Davids Zeit Jahwe. Alte Eigennamen aus Sauls und Davids Zeit aber beweisen, daß man damals Jahwe als den Baal (d.h. Herrn)Israels
bezeichnet hat.
Der Gott der philistäischen Stadt Ekron führte den NamenBaal-Sebub. In der hellenistischen Zeit kommt
an mehrern Stellen in Phönizien wie Afrika
[* 21] ein Kult des Baalsamem, d. h. des Himmelsbaal, vor. Dieser entspricht dem griech.
Zeus,
[* 22] und wahrscheinlich haben hierbei griech. Einwirkungen stattgefunden. Baalchamman ist der Name eines Gottes, der namentlich
in Afrika verehrt worden zu sein scheint. Da Chamman bei den alttestamentlichen Propheten die Bezeichnung
eines Malsteines ist, so ist wahrscheinlich ursprünglich an den in einem solchen hausenden Baal gedacht. - In Babylonien entspricht
die Form Bel dem phönizischen Baal. Auch hier ist zunächst an einzelne, voneinander verschiedene Lokalgötter zu denken.
Als Bel wird der Stadtgott von Babylon, wie der von Nippur bezeichnet. Doch scheint die mytholog. Spekulation
schon frühe diese lokalen Gestalten zu einem GotteBel verschmolzen zu haben. - BaalatGebal, d.h. die Herrin von Gebal, heißt
die Stadtgöttin von Byblos, wie Baal Zor der Stadtgott von Tyrus und Baal Tars auf aramäischen Münzen der Perserzeit der
Stadtgott von Tarsus.
Auf Münzen der griech. Zeit ist eine Abbildung ihres Heiligtumes, ferner
ist eine ihr gewidmete Inschrift des Königs Jechavmelech von Byblos in phöniz. Sprache
[* 23] erhalten. Die Göttin selbst, auch
auf Münzen abgebildet, ist auf der Inschrift in ägypt. Kostüm
[* 24] dargestellt. Von den betreffenden als Baalat des Ortes aufgefaßten
Gottheiten baben wahrscheinlich die judäischen Orte Baala, Baalat und Baalat-Beer ihren Namen. Es ist daher
eigentlich falsch, von einer Göttin Baalat oder (nach griech. Aussprache) Beltis zu reden. Aus Kultmischungen dürfte es zu
erklären sein, daß sich in Zusammensetzungen mit andern Gottesnamen findet. - Die Bezeichnungen Baalsdienst und Baalspfaffe
für abgöttische und abergläubische Kulte und Priester gehen auf den alttestamentlichen Sprachgebrauch
zurück. Die Propheten seit Hosea gebrauchen den Ausdruck: dem Baal dienen, oder ihm opfern, für Abgötterei jeder Art.