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Neben dem Bau der Fertigungsanlage im Grossraum Santiago de Chile sei ein Forschungszentrum in Antofagasta im Norden des Landes geplant, teilte das chilenische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. «Heute ist ein wichtiger Tag für Chile, weil wir die Produktion von Impfstoffen wieder aufnehmen werden», sagte Gesundheitsminister Enrique Paris. Das südamerikanische Land hatte die Herstellung von Impfstoffen zwar bereits 1867 begonnen, sie vor etwa 20 Jahren aber mit der Schliessung des Instituts für öffentliche Gesundheit eingestellt.
Die ersten Impfstoffdosen sollen die Fabrik im März kommenden Jahres verlassen. Die Anlage wird Medienberichten zufolge Kapazitäten für die Herstellung von 60 Millionen Dosen pro Jahr haben. Damit wird die Fabrik das Operationszentrum von Sinovac in Lateinamerika. Zunächst soll der Impfstoff in der Fabrik lediglich fertiggestellt und abgefüllt werden, später könnten nach Angaben von Sinovac auch weitere Produktionsschritte nach Chile verlagert werden.
Chile gehört zu den führenden Ländern bei der Impfung gegen das Coronavirus. 80 Prozent der Bevölkerung sind nach Regierungsangaben bereits vollständig geimpft. Sinovacs Corona-Impfstoff Coronavac war dabei mit weitem Abstand das am häufigsten verwendete Vakzin.