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Tradition
Das Chlauschlöpfen ist vor langer Zeit entstanden, als dem Samichlaus ein böser Bubenstreich gespielt wurde und er sich danach im Gofi eingeschlossen hatte. Die Chlaus-Chlöpfer schwingen daher jedes Jahr die Geiseln, damit der Samichlaus geweckt wird. Da es länger dauert bis er seine Höhle am Gofi verlässt, besucht er die Kinder im Bezirk Lenzburg nicht am 6. Dezember, sondern erst am zweiten Donnerstag im Dezember.
Chlausgeisel
Bei den Geiseln unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Ausführungen. Es gibt das Lenzburger (auch Lüthi-Geisel genannt) und das Innerschweizer Modell. Der Unterschied der Modelle liegt in der Herstellung. Beide Ausführungen der Geiseln werden aus Jutefäden und Flachs hergestellt. Jede einzelne Chlausgeisel wird in 100-prozentiger Handarbeit und mit viel Erfahrung zusammen-gestellt. Der Erfinder der Lenzburger Geiseln ist Ernst Lüthi aus Lenzburg. Angesichts seines hohen Alters werden die Geiseln heute von Robert und Daniel Werren aus Egliswil hergestellt.
Die Geisel selbst ist nicht für den Knall verantwortlich. Dafür wird am Ende der Geisel der sogenannte Zwick befestigt. Ein Zwick besteht meistens aus Nylon oder Polypropylen. Beim Schwingen der Chlausgeisel muss der Zwick für einen kurzen Moment eine Geschwindigkeit erreichen, die grösser als die Schallgeschwindigkeit ist. Sobald dies erreicht ist, entsteht der bekannte Knall beim Chlöpfen.