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Die Geschwindigkeit von Blockgletschern gibt Hinweise auf die thermischen Verhältnisse im Untergrund und ist auch im Zusammenhang mit dem Sedimenttransport von grosser Bedeutung.
Um die Kriechgeschwindigkeit zu bestimmen, werden auf den Blockgletschern mindestens einmal jährlich zum möglichst gleichen Zeitpunkt etwa 20 festgelegte Punkte mit GNSS-Geräten oder Tachymeter eingemessen. Mit den gemessenen Positionen wird die Geschwindigkeit an der Blockgletscheroberfläche in einem Jahr ermittelt. Um die Messqualität zu überprüfen, werden auch Kontrollpunkte vermessen, die sich auf festem Grund (z.B. Fels) befinden. Dadurch können Abweichungen ausgeglichen und die Genauigkeit erreicht einen Wert im Bereich von Millimetern bis Zentimeter. Die meisten dieser Messreihen umfassen etwa 15 Jahre. Auf einigen Blockgletschern sind zusätzlich permanente GNSS-Systeme installiert, welche auch saisonale Schwankungen der Blockgletschergeschwindigkeit aufzeichnen können.
Mit Hilfe von Luftbildern können die historischen Bewegungsraten von vielen Blockgletschern bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurückverfolgt werden. Solche Luftbildflüge sind Teil der Schweizer Kryosphärenbeobachtung.