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Die Anlage des Josef Albers Museums mit dem Museum für Ur- und Ortsgeschichte befindet sich inmitten des für die Stadt Bottrop sehr bedeutenden Stadtgartens, auf den sich insbesondere die Bauwerke von Bernhard Küppers beziehen. Offen in die Parklandschaft gestellt, sind die quadratischen Baukörper mit dieser durch vielfältige Blickbeziehungen verknüpft.
Ursprung der Anlage ist die 1913 errichtete Amtsrichtervilla. Das Gebäude verankert die Gebäudegruppe räumlich an der Straße und steht dabei in einem interessanten Kontrast zum streng modernistischen Museumsbau von Bernhard Küppers. Die Villa ist gut in das Ensemble integriert; zur südwestlichen Seite hin besteht jedoch eine Rückseiten- und Anlieferungssituation. Während der Museumskomplex nach Süden, Osten, Norden und Nordwesten ideal seine Umgebung eingebettet ist, hinterlässt er an der südwestlichen Kante daher einen unvollendeten Eindruck.
Das Projekt für die Erweiterung des Museums trägt dieser Situation Rechnung, indem es das städtebauliche Ensemble aus Villa, Quadrat und Josef Albers Museum zum Garten und zur Straße hin durch einen vermittelnden Baustein komplettiert. Der Baukörper spannt sich zwischen Straße, Bestandesbauten und Garten auf, ohne das Zusammenspiel von Josef Albers Museum und Landschaft zu tangieren. Der Eingangshof des Museumskomplexes zur Straße wird somit vervollständigt und städtisch gefasst, zum Park hin wird ein klarer Abschluss geschaffen.
Die Anlage von Bernhard Küppers bleibt damit in ihrem Grundgedanken erhalten. Insbesondere das Josef Albers Museum bleibt als Höhepunkt und Abschluss der Anlage mit seinem Rundumblick in den Garten unberührt. Die aus denkmalpflegerischer Sicht bedeutsame Gebäudehöhe der Küppers-Bauten wird im Erweiterungsbau aufgenommen. Innerhalb des Museums sowie zwischen Museum und Park werden die vielfältigen Blickbeziehungen verfeinert und vervollständigt.