Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03115.jsonl.gz/2770

Das britische Parlament hat am Mittwoch nach Alternativen für das umstrittene Brexit-Abkommen gesucht. Parlamentspräsident John Bercow wählte dafür acht von 16 Optionen zur Abstimmung aus. Den Abgeordneten lag eine Liste vor, auf der sie jede der Optionen entweder annehmen oder ablehnen konnten.
Und nun rate mal, wie die Parlamentarier gewählt haben. Ein Schnelldurchlauf durch die acht Optionen:
Ok, dann vielleicht so:
Hmmm, also gut. Nächster Versuch:
Dann vielleicht mit einem Teilaspekt:
Auch nicht. Dann vielleicht der Plan der Opposition?
Hmmm. Aber was, wenn sich das Parlament nicht einigen kann?
Uff. Dann vielleicht ein Referendum?
Ja, aber. Hmm. Dann noch ein letzter Versuch:
Ach … (mlu)
Resultat #indicative votes:— Steffen Lüdke (@stluedke) March 27, 2019
1. No für alle 8 Optionen, Parlament weiß nur, was es nicht will.
2. Zweite Volksabstimmung, um den Brexit-Deal zu bestätigen, (Confirmatory Vote) ist die populärste Variante.
Updates @SPIEGEL_Politik:https://t.co/IjnkYJkfJJ pic.twitter.com/MJxFZbfUnp
Sir Nicholas Soames ist ein in der Wolle gefärbter Konservativer. Doch weil er sich gegen Boris Johnons No-Deal-Brexit stellte, warfen ihn die Tories aus der Partei. Nun findet der Enkel des legendären Kriegspremiers Winston Churchill deutliche Worte.
Der 71-Jährige galt als graue Eminenz der Konservativen Partei: Seit 37 Jahren vertrat Nicholas Soames die Tories im britischen Unterhaus. Er hat die Eliteschule Eton absolviert, diente in der Armee und war in den neunziger Jahren Staatssekretär im Verteidigungsministerium.
Doch weil er und 20 andere Tory-Abgeordnete am vergangenen Dienstag gemeinsam mit der Opposition für ein Gesetz gestimmt hatten, das Premierminister Boris Johnson einen No-Deal-Brexit verbietet, entzog ihm die Parteileitung …