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In einem vor allem im ersten Satz hochklassigen und spektakulären Halbfinal-Duell behielt der Weltranglisten-Dritte Zverev die Nerven und setzte sich in 2:28 Stunden 7:6 (7:4), 4:6, 6:3 durch.
Bei Djokovic schlichen sich jedoch immer mehr Fehler ein, so zum Beispiel ein folgenschwerer Doppelfehler im Tiebreak oder auch im dritten Satz beim entscheidenden Break zum 1:3. Zverev konnte sich auf dem schnellen Hallenbelag hingegen ausser beim einzigen Aufschlagverlust zum 4:5 im zweiten Durchgang auf seinen starken Service verlassen.
Die Weltnummer 1 verpasst damit die Chance, mit einem sechsten Masters-Titel zu Roger Federer aufzuschliessen. Schon im Olympia-Halbfinal war ihm Zverev vor der Sonne gestanden. Die beiden wechselten sich in diesem Jahr mit Siegen ab - der Serbe am Australian und am US Open, der Deutsche in Tokio und Turin.
Äusserst überzeugend zog Titelverteidiger Daniil Medwedew in den Final ein. Der Russe bekundete mit dem norwegischen Masters-Neuling Casper Ruud (ATP 8) keine Probleme und setzte sich souverän 6:4, 6:2 durch. Er gewann seine neunte Partie in Folge beim Jahresend-Turnier der besten acht - nach deren fünf vor einem Jahr in London nun auch schon wieder drei in Turin.
Am Sonntag streben bei der ersten Austragung im Pala Alpitour in der norditalienischen Metropole sowohl Medwedew als auch Zverev (nach 2018) ihren zweiten Titel bei den ATP Finals an. Somit ist auch klar, dass es erstmals seit 2015 am Masters keinen Premierensieger geben wird. Die beiden trafen bereits in der Vorrunde aufeinander, als der Russe im Tiebreak des dritten Satzes gewann.