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Mal gute News vom Flugzeugbauer Boeing: Der im Januar verhängte Produktionsstopp des Problemflugzeugs B737MAX - eigentlich ein Verkaufsschlager, der aber nach zwei Abstürzen mit total 346 Todesopfern und andauernden Softwareproblemen im März 2019 behördlich aus dem Verkehr gezogen wurde - ist beendet. Konkret wird die Produktion im Werk Renton (USA) wieder aufgenommen. Dies erfolgt allerdings «sachte»; Boeing nennt diesbezüglich auch keine Produktionsraten.
Laut dem Flugzeugbauer wurden die letzten Monate ohne Produktion dazu verwendet, gemeinsam mit den Mechanikern und Ingenieuren die Arbeitsprozesse entlang der ganzen 737-Produktionskette zu verfeinern und standardisieren. Seit über einem Jahr kämpft Boeing darum, eine Reihe technischer Änderungen beim Flugzeug anzubringen und damit von der US-Luftfahrtbehörde wieder die Flugerlaubnis zu erhalten; da immer wieder neue Probleme auftauchten (zuletzt im April), war dies bislang nicht der Fall. Dennoch hofft Boeing, dass die FAA noch im Spätsommer 2020 die Erlaubnis erteilt, wodurch dann auch wieder Flugzeuge ausgeliefert werden können.
Das wäre auch dringend nötig: Als die Produktion im Januar eingestellt wurde, hatte Boeing bereits 400 fertig gebaute Jets an diversen Standorten in den USA herumstehen. Weitere 300 Jets, die bereits an die Airlines ausgeliefert waren, stehen an Flughäfen weltweit gegroundet herum. Boeing wurde aufgrund der Probleme auch mit zahlreichen Bestellungs-Annullierungen konfrontiert.