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Fernando Pérez, 1944 in Havanna geboren, ist einer der bedeutendsten Filmemacher Kubas und bekannt für ein lyrisch-poetisches und auch politisches Kino. Seine Karriere begann er als Autor von Filmkritiken für die Zeitschrift Cine Cubano während seines Sprach- und Literaturstudiums an der Universidad de La Habana. Nach seinem Abschluss 1970 arbeitete er als Regieassistent, von 1974 bis 1984 drehte er über zwanzig Dokumentarfilme und Wochenschauen, u.a. Camilo (1982) über den kubanischen Revolutionär Camilo Cienfuegos und Omara (1983) über die Sängerin Omara Portuondo, sowie 1987 seinen ersten Spielfilm Clandestinos. Mit Hello Hemingway (1990), Madagascar (1994), La vida es silbar (1998) und Suite Habana (2003) feierte Fernando Pérez international Erfolge und wurde einem breiteren Publikum bekannt. Es folgten Madrigal (2007), José Martì, El Ojo del Canario (2010) und sein neuester Spielfilm La pared de las palabras (2014). Neben seiner künstlerischen Arbeit war Fernando Pérez als akademischer Direktor der kubanischen Filmhochschule Escuela Internacional de Cine y Televisión (EICTV) tätig und unterrichtete Filmgeschichte an der Universität de La Habana.
Im Rahmen der Friedrich Dürrenmatt Gastprofessur an der Universität Bern (freie Plätze im Seminar «Hacer cine – En Cuba» stehen auch Nicht-Studierenden offen) spricht Fernando Pérez am 2. April an einer öffentlichen Masterclass im Kino Lichtspiel über seine Filme und diskutiert in einer Table ronde über das Filmemachen zwischen gesellschaftlichem Anspruch und künstlerischem Selbstverständnis (09.30 bis 16.00 Uhr). Am 8. April unterhält er sich am Berner Lesefest «Aprillen» im Theater Schlachthaus über Aspekte des Erzählens, bis Ende April ist er bei Vorführungen seiner Filme in der Retrospektive «Fernando Pérez» im Kino Rex in Bern präsent und am 13. Mai mit einem Vortrag zu Gast im Kulturlokal ONO.