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Heinz Frei, Rad/Leichtathletik
Heinz Frei verabschiedete sich in diesem Sommer von der grossen Sportbühne, wie es sich für einen Champion seines Formats gehört: Zum Abschluss seiner aussergewöhnlichen Karriere holte der Solothurner im Alter von 63 Jahren seine 35. Medaille an Paralympischen Spielen. Mit dem Handbike bot Frei in Tokio der jüngeren Konkurrenz im Strassenrennen nochmals eindrücklich die Stirn und gewann Silber.
Den Schwung für seine 16. Paralympics-Teilnahme holte er sich unter anderem an den Europameisterschaften in Österreich, wo er im Strassenrennen und im Zeitfahren ebenfalls Zweiter wurde. Nach dem Ende seiner sportlichen Karriere möchte der 15-fache Paralympics-Sieger und 14-fache Weltmeister seinen grossen Erfahrungsschatz nun der jüngeren Generation weitergeben.
Marcel Hug, Leichtathletik
Eigentlich hätte Marcel Hug seinen silbernen Helm längst gegen einen goldenen tauschen müssen. Der Rollstuhlsportler, auch bekannt als «Silver Bullet», hat in diesem Sommer seine ohnehin schon beeindruckende Karriere weiter vergoldet.
An den Paralympics in Tokio liess sich der 35-jährige Thurgauer bei vier Starts gleich viermal Gold umhängen. Wie bereits 2016 in Rio siegte Hug im Marathon und über 800 Meter; auch über 1500 und 5000 Meter war er nicht zu schlagen.
Mit seinen Siegen in den Städte-Marathons von Berlin, London und Boston stellte der Weltbehindertensportler von 2017 gleich mehrfach seine Klasse als Ausdauer-Athlet unter Beweis. An der Para-Leichtathletik-EM gewann Hug ausserdem die Titel über 800, 1500 und 5000 Meter.
Manuela Schär, Leichtathletik
Mit zwei goldenen und drei silbernen Auszeichnungen war Manuela Schär an den Paralympischen Spielen in Tokio die fleissigste Schweizer Medaillensammlerin. 2021 wurde ihr Traum vom Paralympics-Sieg in Japans Hauptstadt endlich wahr. Die Luzerner Rollstuhlsportlerin triumphierte über 400 und 800 Meter, über 1500 und 5000 Meter sowie im Marathon wurde sie jeweils Zweite. Fünf Medaillen bei fünf Starts – besser geht es kaum.
Damit hat Schär alle Erwartungen übertroffen. Durch harte Arbeit und Disziplin ist die 36-Jährige aus Kriens ganz oben angekommen und zum weiblichen Aushängeschild im Schweizer Parasport aufgestiegen. Mit ihren Marathon-Siegen in Berlin, London und Boston glänzte sie in ihrer Lieblingsdisziplin auch abseits der paralympischen Bühne.
TV-Hinweis:
Die grosse «Sports Awards»-Gala findet am 12. Dezember in den SRF-Studios in Zürich statt und ist ab 20:05 Uhr auf SRF 1 zu sehen. Moderation: Sandra Studer und Rainer M. Salzgeber.