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Die Massnahmen im Bereich der Grundlagenverbesserung fördern und unterstützen eine umweltgerechte und effiziente Nahrungsmittelproduktion und die Erfüllung der multifunktionalen Aufgaben. Angestrebt werden folgende Ziele:
- Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Senkung der Produktionskosten,
- Förderung des ländlichen Raumes,
- moderne Betriebsstrukturen und gut erschlossene land-wirtschaftliche Nutzflächen,
- effiziente und umweltgerechte Produktion,
- ertragsreiche, möglichst resistente Sorten und qualitativ hoch stehende Produkte,
- Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier sowie der Umwelt und
- genetische Vielfalt.
Tabelle 7: Ausgaben Grundlageverbesserung 2002 (in Fr.)
Quelle: BLW, Agrarbericht 2003
Die Beiträge im Bereich Strukturverbesserungen dienen der Verbesserung der Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse im ländlichen Raum. Dabei profitieren vor allem das Berggebiet sowie die Randregionen. Die Landwirtschaft wird durch diese Investitionshilfen in der Entwicklung und der Erhaltung wettbewerbsfähiger Strukturen unterstützt, ohne sich untragbar verschulden zu müssen. Als Investitionshilfen werden die zwei Instrumente Beiträge (à-fonds-perdu) mit Beteiligung der Kantone sowie Investitionskredite in Form von zinslosen Darlehen unterschieden. Insbesondere auch in der EU zählen die Investitionshilfen zu den wichtigsten Massnahmen zur Förderung des ländlichen Raumes. Das BLW genehmigte im Jahr 2002 neue Projekte mit Bundesbeiträgen von insgesamt 77 Mio. Franken. Die Summe der Beiträge für Strukturverbesserungen von
90 Mio. Franken aus Tabelle 7 ist nicht identisch mit dem erwähnten Betrag von 77 Mio. Franken Bundesbeiträge an genehmigte Projekte. Der Grund liegt darin, dass die Zusicherung eines Beitrages und dessen Auszahlung nur ausnahmsweise im gleichen Jahr erfolgen, und vielfach von einem genehmigten Projekt nur eine Kredittranche zugesichert wird. Die Beiträge für Strukturverbesserungen teilen sich wie in Abbildung 36 dargestellt auf die verschiedenen Massnahmen auf. Mit den angesprochenen 77 Mio. Franken wurde ein Investitionsvolumen von 355 Mio. Franken ausgelöst, also ein 4,5-mal grösserer Betrag.
Abbildung 36: Beiträge Strukturverbesserung
Das Berggebiet erhielt mit 59 Prozent den grössten Anteil der Beiträge
für Strukturverbesserungen.
Quelle: BLW, Agrarbericht 2003, S. 225
Mit den Investitionskrediten werden einerseits einzel-betriebliche und anderseits gemeinschaftliche Massnahmen unterstützt. Dabei dienen Kredite für einzelbetriebliche Massnahmen beispielsweise als Starthilfe, für den Neubau, den Umbau oder die Verbesserung von landwirtschaftlichen Wohn- und Ökonomie- oder Alpgebäuden. Bei den gemeinschaftlichen Massnahmen stehen Bodenverbesserungen oder bauliche Massnahmen (Alpgebäude, Gemeinschaftsställe, etc.) im Vordergrund. Im Jahr 2002 wurden 70 Mio. Franken an Bundesmittel zur Gewährung von neuen Investitionskrediten eingesetzt.
Betriebshilfedarlehen sind zinslose Darlehen und stellen eine soziale Begleitmassnahme dar. Diese dient dazu, eine vorübergehende, unverschuldete finanzielle Bedrängnis zu verhindern oder zu beheben. In diesem Bereich wurden den Kantonen insgesamt 9 Mio. Franken zur Verfügung gestellt.
Gemäss Bundesverfassung kann der Bund zur Erfüllung der multifunktionalen Aufgaben der Landwirtschaft die landwirtschaftliche Forschung fördern. Dabei wurden im Jahr 2002 insgesamt 23,737,000 Fr. ausgegeben.
Die Erhaltung einer eigenständigen Tierzucht in der Schweiz ist ein wichtigstes Ziel der staatlichen Unterstützung. Die Wertschöpfung der tierzüchterischen Tätigkeit soll im Inland erfolgen. Der Bund und die Kantone unterstützen die Züchterschaft in ihrem Bestreben für eine wirtschaftliche, qualitativ hochstehende und umweltgerechte Produktion mit einem jährlichen Beitrag von rund 39 Mio. Franken. An erster Stelle stehen die Massnahmen zur Grundlagenverbesserung wie die Herdebuchführung, die Durchführung von Leistungsprüfungen, die Zuchtwertschätzung sowie die Programme zur Erhaltung der einheimischen Rassen. Die Beihilfen werden an die anerkannten Tierzuchtorganisationen ausgerichtet, welche damit ihren Züchtern die für eine erfolgreiche züchterische Tätigkeit notwendigen Dienstleistungen zur Verfügung stellen.
Durch die Zertifizierung von Saat- und Pflanzgut wird der Landwirtschaft Vermehrungsmaterial mit hoher Qualität, erwünschten Sortenmerkmalen und einwandfreiem phytosanitärem Status zur Verfügung gestellt. Mit der Anwendung eines gezielten Vermehrungsschemas sowie der Verwendung von gesundem Ausgangsmaterial wird der Befall durch qualitätsmindernde und phytopathogene Schadorganismen in der Pflanzenproduktion eingedämmt. Im Vordergrund der angesprochenen Zertifizierung stehen die Pflanzenschutzqualität und Sortenechtheit, welche mit Bundesbeiträgen für die Pflanzenzucht unterstützt wird. Weiter werden auch rund 9 Millionen Franken für die Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen aufgewendet.