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Die Schweizerinnen zeigten gegen das vermeintlich übermächtige Schweden eine über weite Strecken gute Leistung und hätten nach 27 Minuten in Führung gehen können, ja müssen. Michelle Wiki vergab aber alleine vor Schwedens Torhüterin Sara Hjorting das 2:1, und Augenblicke später jubelten die Schwedinnen zweimal in kurzer Abfolge. Nach einem weiteren Doppelschlag zu Beginn des Schlussdrittels zum 6:2 war der Schweizer Widerstand gebrochen.
Letztlich erwies sich der im Mittelabschnitt eingehandelte Zweitore-Rückstand als zu grosse Hypothek gegen den Gegner, den die Schweiz in nunmehr 38 Duellen erst einmal und an einer WM noch nie bezwingen konnte.
Im Spiel um Bronze trifft die Schweiz am Samstagvormittag (11.30 Uhr) auf Tschechien. Die Osteuropäerinnen verpassten gegen Finnland eine faustdicke Überraschung nur ganz knapp: Sie führten nach zwei Dritteln 2:1, im Schlussdrittel glichen sie 19 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit zum 3:3 aus. Drei Sekunden vor der Sirene jedoch lenkte die tschechische Torhüterin einen von der Bande zurück springenden Ball ins eigene Tor.
Der Schweiz dürfte dieser Ausgang entgegenkommen. Gegen Tschechien verlor sie von 43 Duellen bloss deren vier.
(SI)