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In Luzern geriet Volley Amriswil nach zwei klar gewonnenen Sätzen gegen Spielende doch noch ins Straucheln. Erst nach fünf abgewehrten Satzbällen brachten die Thurgauer den dritten Satz und damit den 3:0-Sieg ins Trockene.
(Bernahrd Windler) Wenn ein Team zwei aufeinanderfolgende Sätze mit 25:12 gewinnt, muss man sich fragen: Spielen die beiden Mannschaften in der gleichen Liga? Ist das eine Team so überragend? Das andere so schlecht? Oder im Falle des letzten Samstags: Wollten die Luzerner möglichst schnell an die Fastnacht gehen? Nach dem Spiel war man sich sicher, dass Amriswil einen perfekten Start hingelegt hatte und dass beide Teams definitiv derselben Liga angehören müssen. Die Leistung der Pavlicevic-Truppe war in den ersten beiden Sätzen schlicht überragend; ja, sie war so gut, dass nach dem zweiten Satz drei Spieler mit einer 100%- Angriffsleistung zu Buch standen. Und auch im dritten Satz deutete anfänglich nichts auf eine spannende Schlussphase hin. Von Beginn weg führte Amriswil immer mit zwei Punkten und nach dem ersten technischen Timeout mit drei Zählern. Beim Stande von 9:12 musste Luzern einen starken Service von Sébastien Steigmeier entschärfen und anschliessend drei Angriffsbälle mirakulös abwehren, ehe Noah Eichenberger der vielbejubelte Punkt gelang. Als dann beim nächsten Ball Adrien Prével erstmals im ganzen Spiel geblockt wurde, ging ein Ruck durch das Luzerner Team. Wohl führte der Schweizer Meister noch mit 14:18 und 18:21, doch bei 23:22 lag Luzern erstmals in Front. Einen Punkt später kam mit Josh Howatson ein sicherer Aufschläger zum Service, und bei 23:24 schlug er auch zum Sieg auf. Nach einem Luzerner Passeursmash bei der zweiten Ballberührung dann die grosse Aufregung: Hatte der Libero den Hochpass innerhalb der 3-Meter-Linie gespielt? Die Schiedsrichter sahen das nicht so, und nach einem Servicewinner lag Luzern vorne, vergab aber insgesamt fünf Satzbälle. Beim Stande von 30:30 kam nach einer ganzen Servicerochade wieder Josh Howatson zum Aufschlag, und diesmal liess er sich nicht bitten: 30:32.
Matchtelegramm
Volley Top Luzern – Volley Amriswil 0:3 (12:25, 12:25, 30:32) Bahnhofhalle, Luzern; 200 Zuschauer, Schiedsrichter: 1. Michael Wiederkehr, 2. Stephan Grieder. Startformation Volley Amriswil: J. Fellay, Th. Brändli, S. Steigmeier, A. Prével, L. van Berkel, J. Howatson, C. Daniel. Best Player Luzern: Noah Eichenberger; Best Player Amriswil: Adrien Prével