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Mit der Übernahme des Privatbankengeschäfts von Lombard Odier in Gibraltar sowie der Bank Hapoalim in der Schweiz und in Luxemburg hat die Familie Safra ihr Bankenportfolio deutlich erweitert. Sowieso läuft das Geschäft rund: Alleine die Privatbank J. Safra Sarasin vermochte 2018 ihren Gewinn um zehn Prozent auf rund 350 Millionen Franken zu steigern. Das hat Joseph Safra – er verschob vor einigen Jahren seinen Wohnsitz von Brasilien nach Crans-Montana VS – noch reicher gemacht. Dazu gesellen sich Banken in Brasilien und den USA, ein umfangreiches Immobilienportfolio sowie die 50-Prozent-Beteiligung am Bananenkonzern Chiquita.
Ungeachtet des guten Geschäftsgangs ist es in der Familie Safra zu einem heftigen Zwist gekommen. Der brasilianische Banco Safra wurde von den Söhnen Alberto (40) und David Safra (35) geführt. Nun sind sich die Brüder wegen Differenzen über die Strategie in die Haare geraten. Alberto Safra ist jüngst per sofort aus dem Verwaltungsrat ausgetreten.
In London hegt der 81-jährige Clanchef im Immobiliengeschäft grosse Ausbaupläne. So ist Joseph Safra bereits Eigentümer des markanten Hochhauses 30 St Mary Axe, das von den Londonern als Gherkin Tower – als «Gurkenturm» – verlachte Gebäude, das er vor fünf Jahren für eine Milliarde Franken erstand. Nun möchte der Bankier auch noch den 305 Meter hohen Tulip Tower errichten lassen. Mit der Konzeption des Turms, der 2025 fertiggestellt sein soll, hat Safra den renommierten Architekten Lord Norman Foster (84) beauftragt. Doch Londons Bürgermeister Sadiq Khan (49) hat sein Veto gegen die Tulpe eingelegt.
(Stand: November 2019)