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Am Samstag, 8. September gingen in Thessaloniki anlässlich der Eröffnung der Internationalen Messe durch Ministerpräsident Samaras mehrere Zehntausend Menschen auf die Strasse, um gegen eine neue Kürzungswelle und gegen das Krisenprogramm der Troika zu demonstrieren.
Es gab vier verschiedene Demonstrationen in der nordgriechischen Stadt, aufgerufen dazu hatten die verschiedenen Gewerkschaftsdachverbände und verschiedene linke Organisationen. Am Wochenende begannen in Athen neue Gespräche zwischen der griechischen Regierung und den Vertretern der Troika (EU,EZB, IWF).
72 Massnahmen zur Abwälzung der Krisenlasten auf die Masse der Bevölkerung umfasst das neue Krisenprogramm, das die griechische Regierung bis Ende September im Auftrag der «Troika» durchs Parlament bringen will. Den Rentnern will sie unter anderem die monatlichen Bezüge um 10 Prozent kürzen und das Urlaubs- und Weihnachtsgeld streichen. Die Löhne und Gehälter der Staatsbediensteten sollen erneut um insgesamt 1,3 Milliarden Euro gekürzt werden, die der Polizisten zum Beispiel um durchschnittlich 12 Prozent. Die Ausgaben für das Gesundheitswesen will die Regierung um weitere 1,4 Milliarden reduzieren.Dies alles damit die Gläubiger Griechenlands, sprich die grossen Finanzkonzerne und Hedgefonds, das Geld für die Kredite zurückbekommen. Geld, das sie dem griechischen Staat oder anderen Auftraggebern vor einiger Zeit mit dem Ziel prächtiger Zinsgewinne geliehen, ja teilweise gar regelrecht aufgedrängt haben.