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Personal mobilisiert gegen Entlassungen bei Richemont
Über 700 Personen haben sich heute an den Personalversammlungen der Uhrenunternehmen Piaget und Vacheron Constantin beteiligt. Die Tochterunternehmen der Richemont-Gruppe haben angekündigt, 91 (Piaget) bzw. 120 (Vacheron Constantin) Stellen zu streichen. Betroffen wären die Produktionsstandorte in Genf, La Côte-aux-Fées (NE) und im Vallée de Joux (VD).
Entlassungswelle trotz hoher Gewinne
Die Restrukturierung erfolgt nur wenige Monate nach der letzten Entlassungswelle von 300 Personen bei Richemont. Da die Gruppe über eine halbe Milliarde Franken Gewinn ausweist, bezweckt diese Massnahme ganz offensichtlich, die Aktionärs-Dividenden zu erhöhen.
Beschäftigte wehren sich
Das Personal fordert in einer Resolution, dass der Restrukturierungsplan zurückgezogen wird. Die Beschäftigten haben die Unia beauftragt, über Alternativen zu den Entlassungen zu verhandeln. Sie verlangen von den Behörden der betroffenen Kantone Genf, Waadt und Neuenburg, alles zu unternehmen, um den Stellenabbau in der für die Regionen wichtigen Industriebranche zu vermeiden.