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Apium graveolens var. rapaceum
Chamaepsila rosae
Die Möhrenfliege (Chamaepsila rosae, syn. Psila rosae, Musca rosae und Chamaepsila henngi) gehört zu den Fliegen der Familie Nacktfliegen.
Die Fliege legt ihre Eier an die Rübenschulter wo die Larven schlüpfen und sich ins Innere der Karottenwurzel fressen. Während des Reifefrasses nimmt die Larve viel Wurzelfleisch auf und scheidet es im Gang hinter sich wieder aus. Das führt zu rostbraunen Gängen in der Wurzel, die den manuellen Aufwand in der Küche enorm erhöhen.
Anbau von Karotten in windstillen Lagen nahe Naturhecken und Gebüschen wo die Möhrenfliege Schutz findet und feuchte, schattige Lagen.
Sie überwintert als Tönnchenpuppe oder Larve im Boden in Hecken und Büschen. Von dort fliegen sie im April / Mai während 2–3 Tagen wenn die Temperatur des Bodens dauerhaft bei 12–15 °C ist. Nachweislich fliegen sie dann nur am Spätnachmittag ab 17 Uhr bis zur Abenddämmerung auf Möhrenfelder ein. Durch die verlängerte Vegetationszeit entwickeln sich 3 Generationen. Die erste tritt im April / Mai teils Juni, die zweite Juli bis August und eine stark verzettelt auftretende Generation von September bis Oktober auf. Oft geht der Flug der 2. und 3. Generation ineinander über.
Beete zum Anbau von Doldenblütlern direkt nach Aussaat / Pflanzung mit Kulturschutznetzen locker überspannen damit die Pflanzen leicht empor wachsen können. Dabei das Netz am Rand entlang vollständig am Boden schliessend befestigen. Das verhindert Zuflug und Eiablage. Für den Anbau eher trockene windige Lagen nutzen. Eine gewisse abwehrende Wirkung hat auch die Mischkultur mit Zwiebeln. Teilresistente Sorten anbauen.
Da die Fliegen nicht im Feld bleiben ist es wichtig für die Bekämpfung die Tage des Haupteinflugs und die Tage danach zu nutzen wenn die Eier und Junglarven noch an der Rübenschulter und damit durch Mittel, die durch Kontakt und Frass aufgenommen werden erreicht werden können. Eine Wirkung auf die Fliegen ist kaum möglich wenn nicht die späten Nachmittagsstunden zur Behandlung genutzt werden.