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Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Kolumbien sind eng und vielfältig und werden mit regelmässigen politischen Konsultationen und hochrangigen Treffen gepflegt. Kolumbien ist ein Schwerpunktland der Schweiz in den Bereichen wirtschaftliche Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Friedensförderung. Der wirtschaftliche Austausch zwischen den beiden Ländern ist rege.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Kolumbien
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Kolumbien sind eng und vielfältig. Sie reichen von der Förderung des bilateralen Handels über wirtschaftliche Entwicklung sowie kulturelle und multilaterale Zusammenarbeit bis zu humanitärer Hilfe und Friedensförderung.
Die Schweiz und Kolumbien haben Abkommen in den Bereichen Investitionsschutz, Freihandel, Doppelbesteuerung, Rechtshilfe, Luftverkehr, wissenschaftliche Zusammenarbeit und Kulturgüterschutz abgeschlossen.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Im Jahr 2018 importierte die Schweiz Güter im Wert von insgesamt 462 Millionen CHF aus Kolumbien, vor allem Edelsteine und Edelmetalle sowie landwirtschaftliche Produkte. Die Schweizer Exporte nach Kolumbien beliefen sich auf 533 Millionen CHF und betrafen hauptsächlich chemische und pharmazeutische Produkte, Maschinen und Präzisionsinstrumente. Die Schweizer Direktinvestitionen in Kolumbien betrugen 1,2 Milliarden CHF per Ende 2017. Schweizer Firmen im Land beschäftigten rund 12’100 Angestellte.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende aus Argentinien können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben. Die Kolumbianischen Forscher können sich bei der ICETEX und dem COLFUTURO für die Stipendien bewerben.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Seit 2001 konzentriert sich das Programm der humanitären Hilfe auf die Unterstützung und den Schutz der vom Konflikt betroffenen Zivilbevölkerung. Für die Jahre 2017–2020 wurden dafür 35 Millionen CHF budgetiert.
Kolumbien ist seit 2009 ein Schwerpunktland des SECO im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit. Das Programm zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der kolumbianischen Wirtschaft zu stärken und das nachhaltige Wachstum zu fördern. Das im Rahmen der Kooperationsstrategie 2017–2020 vorgesehene Budget beläuft sich auf 55 Millionen CHF.
Kolumbien ist zudem Teil des Andenprogramms der DEZA in den Bereichen Anpassung an den Klimawandel und nachhaltiges Wassermanagement.
Friedensförderung und Menschliche Sicherheit
Kolumbien ist seit 2002 ein Schwerpunktland der Schweizer Friedens- und Menschenrechtspolitik. Das aktuelle Programm konzentriert sich auf die Förderung der Menschenrechte, die Partizipation der Zivilgesellschaft, die Vergangenheitsarbeit und die Transitionsjustiz. Das Jahresbudget beträgt rund 2 Millionen CHF.
Kulturaustausch
Zum Ansehen der Schweiz in Kolumbien tragen zahlreiche Kulturveranstaltungen sowie die Schweizerschule «Colegio Helvetia» in Bogotá bei.
Schweizerinnen und Schweizer in Kolumbien
Ende 2018 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 2420 Schweizerinnen und Schweizer in Kolumbien.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Schweiz unterhält seit dem Ende des 19. Jahrhunderts konsularische und diplomatische Beziehungen zu Kolumbien. Ein 1908 abgeschlossener Freundschafts-, Niederlassungs- und Handelsvertrag verbesserte die Stellung der Schweizerkolonie. 1911 eröffnete die Schweiz in Bogotá ein Konsulat, 1940 eine Gesandtschaft und 1958 eine Botschaft. Seit 1974 besteht in Bogotá die kolumbianisch-schweizerische Handelskammer.
Links
Automatischer Informationsaustausch in Steuersachen (AIA)
Die Schweiz und Kolumbien beabsichtigen, den gegenseitigen automatischen Informationsaustausch in Steuersachen (AIA) einzuführen. Informationen über Konten sollen gemäss dem internationalen AIA-Standard ab 2018 erhoben und ab 2019
ausgetauscht werden. Für weitere Informationen