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Eine Herztransplantation – also die Verpflanzung des gesunden Herzens eines hirntoten Spenders in eine herzkranke (herzinsuffiziente) Person wird erwogen, wenn konservative Herzinsuffizienztherapien (Medikamente, konventionelle Herzoperationen oder Ballondilatation) nicht mehr einsetzbar sind.
Die Herztransplantation spielt für Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz nach wie vor eine sehr wichtige Rolle.
Die Lungentransplantation (LTPL) ist eine Behandlungsform bei fortgeschrittenen Lungenkrankheiten und besteht in der Verpflanzung eines Lungenflügels, beider Lungenflügel oder nur eines oder mehrerer Lungenlappen von einem Organspender in einen Empfänger.
Eine Lebertransplantation (Orthotope Lebertransplantation, OLT) ist die Verpflanzung einer gesunden Leber eines Verstorbenen oder eines Teils einer Leber eines Gesunden in den Körper eines leberkranken Patienten.
Im Gegensatz zur Niere ist eine Ersatztherapie für die Leber heute noch nicht möglich. Somit bedeutet endgültiges Leberversagen ohne Transplantation schnell den Tod des Patienten. Aus diesem Grund können Patienten mit hochakuten Lebererkrankungen auf der Warteliste vorgezogen werden (sogenannt «super urgent»).
Als Nierentransplantation bezeichnet man die operative Übertragung einer Niere in einen Organismus. Wenn mehr als zwei Drittel des gesamten Nierengewebes ausfallen, kann der Körper nicht mehr ausreichend entgiftet werden. Die dann auftretende Niereninsuffizienz kann medikamentös zwar gemildert werden, verlangt in der Regel aber eine Dialyse oder einen Organersatz.
Das Pankreas (die Bauchspeicheldrüse) hat die Aufgabe dem Körper das Hormon Insulin bereitzustellen. Bei einem Typ-I-Diabetes fehlt diese Insulinproduktion. Ein Typ-I-Diabetes ist eine Voraussetzung zur Transplantation.
Bei gegebener Voraussetzung kann einerseits bei der Pankreastransplantation (Bauchspeicheldrüsentransplantation) das Organ als «ganzes» transplantiert werden. Andererseits gibt es als Alternative die weniger invasive Inselzelltransplantation. Hierbei werden die insulinproduzierenden Inselzellen in die Lebergefässe injiziert. Die Erfolgsrate zur Heilung von Diabetes ist bei der zweiten Variante allerdings etwas geringer und die Aufbereitung der Inselzellen aufwendig. Beide erwähnten Eingriffe werden in Genf und Zürich durchgeführt.
Gespendet werden kann der Dünndarm. Da jedoch nur wenige Patienten auf der Warteliste stehen, handelt es sich bei dieser Transplantation um Einzelfälle.
Die Augenhornhaut-Transplantation wird als Therapie bei Hornhautentzündungen, Hornhautgeschwüren, Hornhautvorwölbungen und bei schweren Augenverletzungen mit anschliessender Vernarbung angewendet.
Die Konzepte zur Hornhautspende sind, unabhängig von der Organspende, regional organisiert. Zur Lagerung und Transplantation der Cornea wird vom BAG eine Bewilligung benötigt. Die Rekrutierung und Allokation erfolgt regional. Die Augenhornhaut kann bei Zustimmung der Angehörigen bis 24 Stunden nach dem Tod entnommen und anschliessend bis zu 28 Tagen in einer Hornhautbank gelagert werden.
Innerhalb des Organspende Netzwerks Schweiz-Mitte werden in folgenden Spitälern Hornhäute entnommen:
- Inselspital, Universitätsspital Bern
- Universitätsspital Basel
- Bürgerspital Solothurn
- Kantonsspital Aarau
- Kantonsspital Baselland, Liestal
- Kantonsspital Olten
- Spital Region Oberaargau, Langenthal
Im Anschluss an die Entnahme werden die Hornhäute in einer der folgenden beiden Hornhautbanken gelagert:
- Hornhautbank der Augenklinik des Inselspitals Bern (für Hornhäute des Inselspitals Bern und des Universitätsspitals Basel)
- Hornhautbank der Stiftung Keradonum (für Hornhäute des Bürgerspitals Solothurn; Kantonsspitals Aarau; Kantonsspitals Baselland, Liestal; Kantonsspitals Olten und des Spitals Region Oberaargau, Langenthal)
Als Alternative zu den biologischen Herzklappen bieten sich menschliche Herzklappen an, sog. Homografts, die aus Spenderherzen von toten Organspendern gewonnen wurden. Da bei der Entnahme nicht nur die Klappe, sondern auch der angrenzende Gefässabschnitt entnommen wird, eignen sich die Homografts vor allem zur Rekonstruktion komplizierter angeborener Herzfehler oder bei Herzklappenentzündungen.