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«Als Herodes sah, dass er von den Magiern hintergangen war, wurde er sehr zornig, schickte hin und liess in Bethlehem und in seiner ganzen Umgebung alle Knäblein von zwei Jahren und darunter ermorden, entsprechend der Zeit, die er von den Magiern genau erfragt hatte.» Mt 2,16
In unserem Kloster werden seit Beginn des 17. Jahrhunderts die Unschuldigen Kinder verehrt, die nach der Geburt Jesu auf Befehl des Königs Herodes ermordet worden sind. 1602 schenkte die Witwe Margarete vom Stain aus Jettingen unserem Kloster Reliquien dieser kleinen Märtyrer. Ihr waren die Gebeine von ihrem Sohn übergeben worden, der sie aus dem Türkenkrieg mitgebracht haben soll. Aufgrund eines Traums, in dem ihr das Kloster Au erschienen sei, vermachte sie diese Reliquien den Schwestern in der Au. Die Witwe, die nach dem Tod ihres Mannes in Einsiedeln lebte, hatte die kleinen Gebeine in sechs Knabenstatuen gefasst. Jedes Jahr am 28. Dezember, dem Gedenktag der Unschuldigen Kinder, werden sie im Altarraum unserer Klosterkirche neben der Weihnachtskrippe zur Verehrung aufgestellt.