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Jahrzehntelang galt die Wasserversorgung als wichtige Staatsaufgabe. Erst in den 1990er Jahren privatisierten viele Länder die Versorgung mit dem lebensnotwendigen Nass.
Heute beherrschen eine Reihe multinationaler Konzerne die globalen Wassermärkte, angefangen bei der Produktion der nötigen Anlagen für die Wasserproduktion über Abfüllanlagen für Flaschenwasser bis hin zu privaten Wasserversorgern und Großhändlern.
Wasser ist nicht nur Grundlage allen Lebens, sondern besitzt auch große Bedeutung für die Industrie. Im 20. Jahrhundert wurden Kriege um Erdöl geführt, im 21. Jahrhundert könnten uns Kriege ums Wasser drohen.
Es ergibt sich eine geradezu paradoxe Situation: Auf der einen Seite Großkonzerne wie Nestlé, die in Ländern wie Brasilien, Pakistan oder Südafrika die sauberen Trinkwasserquellen anzapfen. Und auf der anderen Seite die Menschen die dort leben, ohne eigenen Zugang zu frischem Wasser und dafür mit abgepackten Flaschen in den Läden, die sie sich nicht leisten können. Stattdessen bleibt ihnen nur, kilometerweit zu den verbliebenden öffentlichen Quellen zu laufen oder das schmutzige Wasser vor Ort zu nehmen, das mit Chemikalien und Bakterien vergiftet ist. Doch langsam regt sich Widerstand gegen die großen Wasserkonzerne.
Die Sendung folgt den Spuren der Milliardengeschäfte mit dem Wasser rund um den Globus. Nestlé hat die Strategie für diese Geschäfte vorgegeben. Der frühere Konzernchef Helmut Maucher forderte: “Wasser wird weltweit immer knapper, deshalb wollen wir die Hand auf die Quellen halten”.
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