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L., alte Pflanzengattung, unter welcher früher fast alle
Flechten
[* 2] begriffen wurden;
Lichenes, die
Klasse der
Flechten (s. d.).
Lichen islandicus,
isländisches Moos;
Lichen islandicus ab amaritie liberatus, entbittertes
isländisches Moos.
(lat.,
Schwindflechte), eine Hautflechte, welche sich durch chronischen Verlauf und durch eine Knötchenbildung
auszeichnet, welche nicht in höhere
Grade der
Entzündung übergeht.
Hebra unterscheidet
Lichen scrophulosorum,
der sich in Form flacher, roter bis bräunlicher, zu thalergroßen
Gruppen angeordneter
Knötchen darstellt, und
Lichen ruber
(rote
Schwindflechte), eine sehr eigentümliche, zuweilen den ganzen
Körper befallende Ausschlagkrankheit, aus harten, rauhen, fast
stachlichten, roten
Knötchen bestehend, welche so hartnäckig ist, daß sie durch Erschöpfung zum
Tod
führen kann.
Die
Krankheit hat ihren Sitz um die Haarfollikel; sie wird vielfach mit syphilitischen
Ausschlägen verwechselt. Das souveräne
Mittel gegen ist der
Arsenik in Form der
Fowlerschen
Lösung.
Lichen tropicus
(roter Hund), eine stark juckende, in kreisförmigen,
stark geröteten
Flecken an den bedeckten Körperstellen unter dem Einfluß der Tropenhitze auftretende
Hautaffektion, welche besonders die neu angekommenen
Europäer plagt, ist ohne weitere Bedeutung.