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Allmählicher Wetterumschwung
Während sich der Wetterumschwung auf der Alpennordseite erst gegen Abend langsam bemerkbar machte, wurden mit der südwestlichen Höhenströmung bereits am Vormittag zunehmend dichtere Wolkenfelder zur Alpensüdseite und zum Alpenhauptkamm geführt. Im Tagesverlauf setzten südlich des Alpenhauptkamms die ersten Niederschläge ein.
Im Tagesverlauf gelangte die Schweiz auf die Vorderseite eines Höhentroges, der sich von den Britischen Inseln Richtung Frankreich ausdehnte. Mit einer zunehmenden südwestlichen Höhenströmung wurde labil geschichtete und besonders in der zweiten Tageshälfte in den mittleren und oberen Luftschichten etwas feuchtere Luft zur Alpennordseite geführt. Im Süden begann sich bereits in der ersten Tageshälfte die feuchte Luft an den Alpen zu stauen. Um die Mittagszeit bildeten sich dem Alpenhauptkamm entlang aus Süden erste Niederschläge.
Mit der Annäherung des Höhentroges, der Drehung der Höhenströmung auf Südwest sowie Druckfall auf der Alpennordseite kam im Laufe des Vormittags in den Alpentälern Föhn auf. Aufgrund der aus Süden übergreifenden Bewölkung war die Sonnenscheindauer in den Alpen eingeschränkt. Es wurden je nach Region noch 1 bis 4 Sonnenstunden registriert. Der Föhn erreichte bis Redaktionsschluss in den Alpentälern Böenspitzen von 55 bis 65 km/h. Dies dürfte jedoch in den Föhnregionen, die sich andere Windspitzen gewohnt sind, eher als „laues Lüftchen“ wahrgenommen worden sein.
Nördlich der Alpen war es besonders am frühen Morgen im Mittelland ziemlich dunstig. Im Laufe des Vormittags löste sich der Dunst auf und in der Folge war es meist sonnig. Am Nachmittag bildeten sich besonders über dem Jura einige Quellwolken sowie einzelne Schauer. Im Flachland zogen im Laufe des Nachmittags aus Westen vermehrt dichtere hohe und mittelhohe Wolkenfelder auf und schränkten die Sonnenscheindauer zeitweise ein. Dennoch wurden nördlich der Alpen noch 6 bis 8 Sonnenstunden registriert und dabei Temperaturhöchstwerte um 21 Grad gemessen.
Beim Blick auf das Satellitenbild über Europa fällt auf, dass die Kaltfront, die den Alpenraum morgen im Tagesverlauf erreichen wird, sich heute von der Biskaya über die Bretagne und die Normandie erstreckte. Im Vorfeld dieser Kaltfront ist jedoch noch ein weiteres Niederschlagsband zu sehen. Dies ist eine Präfrontale Linie, die vermutlich durch einen Randtrog und eine Zone mit Höhenkaltluft ausgelöst wurde. Durch die Höhenkaltluft wurde die Atmosphäre zusätzlich labilisiert und es konnten sich einige Gewitter bilden.
Mit der starken südlichen Höhenströmung wird von Dienstagabend bis Donnerstagabend sehr feuchte und zeitweise labile Luft zum Alpensüdhang geführt. Dabei werden am Alpensüdhang sowie in den nördlich angrenzenden Regionen ergiebige Niederschläge erwartet, was uns veranlasste eine Stufe 4 Warnung für ergiebigen Schneefall auszugeben. Die aktuellen Informationen zu unseren Warnungen finden Sie auf unserer Gefahrenkarte und im Naturgefahrenbulletin.