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Mitte des vergangenen Jahrhunderts war das Eistockschiessen eine beliebte Freizeitbeschäftigung der gehobeneren Gesellschaft in den noblen Wintersportorten. Ursprünglich waren die Eisstöcke aus Holz gefertigt, hatten einen Eisenring und der Boden wurde für das optimale Gleiten mit Skiwachs bearbeitet. 1951 fanden in Garmisch-Partenkirchen die ersten Europmeisterschaften statt, 32 Jahre später in Frankfurt die ersten Weltmeisterschaften. Das Eisstockschiessen war an den Olympischen Winterspielen in Garmisch und in Innsbruck als Gastdisziplin vertreten, konnte sich aber nicht durchsetzen.
Eisstockschiessen ist heute eine immer beliebter werdende gesellschaftliche Aktivität, die man im Freundes- und Familienkreis betreibt. In kalten Wintern kann der zugefrorene See oder Teich als Bahn dienen oder es werden extra Eisbahnen angelegt. 40 Meter lang sollten sie sein und im Idealfall aus Eis – aber immer öfter sind es auch Kunststoffbahnen. Während beim Boccia die kleine Kugel geworfen wird und man die grossen Kugeln möglichst nahe platzieren muss, so ist es beim Eisstockschiessen die Daube, ein 10x10cm grosser Holzwürfel mit abgeschrägten Ecken. Die Eisstöcke müssen sodann möglichst nah an die Daube platziert werden. Man spielt in 2 Teams mit je 6 Stöcke und 4 bis 6 Durchgänge bringen die Gewinnermannschaft hervor.
Die Regeln beim Eisstockschiessen
- Es stehen sich immer zwei Teams gegenüber. Die Stärke der Teams sollte vier bis fünf Spieler gross sein. Jeder Spieler hat einen Wurf.
- Auf dem Spielfeld wird die sogenannte Daube platziert. Diese Daube ist das Ziel und wird in einem Abstand von 15 bis 20 Metern Entfernung auf dem Eis platziert.
- Ein Spiel dauert in der Regel ungefähr 30 Minuten.
- Der Kerngedanke und das Ziel des Spiels ist es, die Eisstöcke möglichst nahe an die Daube zu «legen».
- Ein Match besteht aus vier sogenannten Kehren. Eine Kehre bezeichnet einen Durchgang eines Spiels. Dabei spielt man zwei Mal in die eine Richtung und anschliessend zwei Mal in die entgegengesetzte Richtung.
- Auf und hinter der Grundlinie - diese wird durch den Trittstand festgelegt – dürfen sich die Spieler links und rechts frei positionieren, wenn sie dabei die Linie nicht überschreiten.
- Abwechselnd werfen die Spieler der Mannschaften den Eisstock. Jedem werfenden Spieler ist es erlaubt, die schon geworfenen Stöcke oder die Daube so zu verschieben. Bringt der Spieler sich und sein Team damit in eine daubennähere Position, umso besser. Alternativ muss immer die Mannschaft werfen, deren Stock nicht am nächsten an der Daube liegt.
- Schiesst ein Eisstock dabei über die Endzone, ist der Eisstock nicht mehr im Spiel.
- Haben beide Teams jeweils vier Mal geworfen, ist eine Kehre beendet.
- Das Team, das seinen Eisstock am nächsten an die Daube platziert, bekommt einen Punkt. Gehört der zweitnächste Eisstock dem gleichen Team, erhält dieses dafür einen weiteren Punkt. Diese Regel gilt ebenfalls für den dritten und vierten Eisstock. Liegt jedoch ein Eisstock des gegnerischen Teams dazwischen, fällt diese zusätzliche Bewertung grundsätzlich weg.
- Die Punkte eines Durchgangs werden aufgeschrieben und der nächste Durchgang kann beginnen.
- Nach vier vollendeten Durchgängen werden die Punkte der einzelnen Kehren zusammengezählt. Gewonnen hat das Team mit der höheren Punktzahl.
In Zürich laden verschiedene Bahnen zum vergnüglichen Sport ein. Wer grössere Ambitionen hat, tritt gleich dem Eisstock-Club Züri-Leu bei. Die Bahnen können meist ab 6 bis 8 Personen reserviert werden. Nachmittags sind die Miettarife günstiger als Abends.
Das sind unsere Top-Adressen für Eisstockschiessen:
Dolder Sports
Adlisbergstrasse 36, 8044 Zürich
044 267 70 80
www.doldersports.com
Sportanlagen Wallisellen/ Kunsteisbahn
Zielackerstrasse 26, 8304 Wallisellen
044 830 36 11
www.sportanlagen-wallisellen.ch
Milandia Sport- und Erlebnispark
Im Grossriet 1
8606 Greifensee
058 568 06 33
www.milandia.ch
Unser Zürich-Experte Peter Bührer stellt spannende Themen, Geheimtipps und Neuentdeckungen aus der Limmatstadt vor. Ob Menschen, Plätze, Geschichten oder Produkte: Wir reden darüber.
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