Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03208.jsonl.gz/1423

An der Mobilität fasziniert Sandra Herren die Vielfalt und der Wandel, der gerade stattfindet. Seit zehn Jahren ist sie beim TCS ganz vorn dran als Direktorin des Geschäftsbereichs Mobilität & Freizeit.
Die Betriebswirtin Sandra Herren hat in verschiedenen Branchen gearbeitet, von der Industrie bis zum Bankwesen, bevor sie sich für die Automobilbranche entschied, die ihr am meisten zusagte. Sie arbeitete zwölf Jahre bei Emil Frey, zuerst als wissenschaftliche Assistentin, dann als Managerin für drei Länder Tschechien, Polen und Ungarn. Sandra Herren kennt sich mit den Marken und Eigenschaften von Fahrzeugen bestens aus und ist ein grosser Fan von schönen Autos: «Für mich bedeutet das Auto Unabhängigkeit. Ich erinnere mich, wie ich mich auf meinen Führerschein gefreut habe, als ich achtzehn Jahre alt wurde. Seitdem bin ich immer gern Auto gefahren.»
Nach mehr als einem Jahrzehnt bei Emil Frey suchte Sandra Herren eine neue berufliche Herausforderung und wechselte zu einem wichtigen Akteur im Bereich Mobilität: dem TCS. Seit 2012 leitet sie den Geschäftsbereich Mobilität & Freizeit, der TCS Camping, Training & Events, die Mobilitätsakademie und TCS Reisen umfasst.
In der achtköpfigen TCS-Geschäftsleitung sind zwei Frauen vertreten: Chloé Duriez, die das Shared Services Center leitet, und Sandra Herren. Sie freut sich, dass ihr Unternehmen die Frauen in der Welt der Mobilität, die nach wie vor eine Männerbastion ist, fördert: «Heute beschäftigt unser Club mehr als 42 Prozent Frauen, aber dieser Prozentsatz variiert stark von einem Bereich zum anderen. Bei der Pannenhilfe ist es zum Beispiel immer noch schwierig, Frauen dafür zu gewinnen. Im Gegensatz dazu ist unsere Reiseabteilung vollständig in weiblicher Hand.» Sandra Herren vermutet, dass die technische Seite einiger Berufe für die Frauen eine Hemmschwelle ist. Sie vertritt jedoch die Ansicht, dass in den Organisationen und Unternehmen mehr Frauen benötigt werden, um deren Interessen und Bedürfnisse besser vertreten zu können. «Etwa, um daran zu denken, dass ein Leihtrottinett, das an einem schlecht beleuchteten Ort oder in der Nähe eines Fussballstadions abgestellt ist, kaum von einer Frau genutzt werden wird», sagt sie. «Bei der Ansprache von Akteuren und Nutzern ist es entscheidend, gemischte Teams zu haben, die mit den Bedürfnissen dieser Zielgruppen vertraut sind», weiss die Direktorin.
Auf die Frage nach ihrem Interesse an der Mobilität erklärt Sandra Herren, dass sie die Vielfalt und die Tatsache schätzt, dass sich dieser Sektor derzeit im Wandel befindet: «Ich brauche Neues und Herausforderungen in meiner täglichen Arbeit.» Und es stimmt, dass sie Monotonie kaum kennt, da sich in ihrem Bereich an vielen Fronten stets etwas tut. Als Beispiel nennt sie die kürzlich erfolgte Gründung der Swiss Alliance for Collaborative Mobility (CHACOMO). Dieser Verband, der von der Mobilitätsakademie des TCS geleitet wird, soll es den Anbietern von Car-, Ride-, Bike- und Trottinettsharing-Angeboten sowie anderen Betreibern von Co-Mobilitätsplattformen ermöglichen, ihre Interessen mit einer Stimme zu vertreten, insbesondere in politischen Debatten. Bis anhin wurde der klassische private Individualverkehr dem kollektiven und öffentlichen Verkehr gegenübergestellt. Doch die kollaborative Mobilität zielt darauf ab, eine Verbindung zwischen diesen beiden Polen herzustellen. «Das wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit, die Sättigung des städtischen Raums und der Mangel an Infrastruktur wird zu einer verstärkten Entwicklung der gemeinsamen Mobilität führen», erläutert sie. Während die Innovationen jedoch stark zunehmen würden, könne der gesetzliche Rahmen nicht immer Schritt halten, stellt Sandra Herren fest. «In diesem grossen Bereich der Mobilität warten noch viele Herausforderungen auf uns. Der TCS trägt zu dieser stetigen Suche nach Lösungen bei, um diese facettenreiche Mobilität bestmöglich zu begleiten», betont sie.
Während sie jeden Tag die Zukunft der Mobilität entwirft, rät Sandra Herren Frauen, die eine Führungsposition übernehmen möchten, immer authentisch zu sein: «Es ist wichtig, seinen Werten treu zu bleiben. Man muss sich trauen, eine eigene Meinung zu haben und zu vertreten, auch wenn man in der Minderheit ist.» Und während manche glauben, dass Emotionen im Job fehl am Platz sind, ist sie der Ansicht, dass sie eine Quelle der Motivation und Inspiration sein können. Doch müsse jede einzelne Person das für sie passende Rezpet finden.
Text: Pascale Stehlin
Fotos: TCS
Sandra Herren
Nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität St. Gallen arbeitete Sandra Herren zwölf Jahre lang bei Emil Frey. Seit 2012 ist sie Direktorin des Geschäftsbereichs Mobilität & Freizeit und Mitglied der Geschäftsleitung beim Touring Club Schweiz. Sandra Herren ist 52 Jahre alt und lebt in Bremgarten (AG).
Wie unsere Velowege sicherer werden
Kantone und Gemeinden haben bis 2042 Zeit, um Konzepte für die Sicherheit von Radfahrern zu entwickeln und umzusetzen.
Im Holzhäuschen am Forellensee
Wer sich im Winter eine kleine Auszeit gönnen will und Natur mag, könnte sich ein Wochenende am See in Zweisimmen gönnen. Am ...
Fahrbericht BMW M2 Coupé
Fahrbericht des BMW M2 Coupé. Hinterradantrieb, Sechzsylinder. 460 PS, Sprintprinz und Kurvenkönig. Wohl der letzte M nur mit Verbrennungsmotor.
Innovativ
Neues und Visionen aus der Welt des Reisens.