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Der US-Medienkonzern Time Warner hat im ersten Quartal einen Gewinnrückgang von zehn Prozent verzeichnet. Der Gewinn sank auf 651 Millionen Dollar (562,5 Millionen Franken) Das entspricht einem Gewinn je Aktie von 59 Cent. Händler hatten im Schnitt mit 56 Cent gerechnet.
Der Umsatz kletterte um sechs Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar (circa 5,8 Milliarden Franken). Warner-Chef Jeff Bewkes sprach von einem soliden Start ins Jahr.
Es fehlen die Blockbuster
Als Grund für den Rückgang nannte das Medienunternehemen vor allem ihr Hollywood Studio Warner Bros. Kassenschlager wie "Sherlock Holmes" oder "The Blind Side" blieben im vergangenen Quartal aus, was den Umsatz um drei Prozent drückte.
Das seit Jahren mit Schwierigkeiten kämpfende Print-Geschäft schlug sich zu Jahresbeginn gut. Nun setzt Warner auf ein neues Abo-Paket mit Apple für Kunden des "Time"-Magazins und von Blättern wie "Sports Illustrated" und "People".
Die Fernsehsparte legte dank guter Werbeeinnahmen mit 18 Prozent eindeutig zu. Zum Medienkonzern gehören unter anderem der TV-Nachrichtensender CNN sowie die beliebten Spielfilm- und Serienkanäle von HBO. Lediglich hohe Lizenzgebühren für Basketball-Übertragungen machten dem Warner zu schaffen.
Die Medienkonzerne profitierten weltweit von der Konjunkturerholung. Time Warner rechnet fürs Gesamtjahr weiterhin mit einem Wachstum beim bereinigten Gewinn im niedrigen zweistelligen Bereich.
(kgh/laf/sda/awp)