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Seefeld
(Kt. Bern, Amtsbez. Interlaken). 1800 m. Ostflanke des mit senkrechten Felsbastionen zum Thal der Zulg abstürzenden Sohlfluhgrates, dessen S.-Gipfel, die Scheibe (1956 m), hinten über dem Justisthal steht.
Das sanft gegen das
Habkernthal
sich senkende
Seefeld bildet ein zerklüftetes Karrenfeld, das einigen magern Gras- und Tannenwuchs zeigt.
Zahlreiche Klüfte, Schächte und Höhlen, wie u. a. die von St. Beatenberg her in 4 Stunden zu erreichende Tropfsteingrotte, die noch nicht vollständig erforscht ist.
Die Legende erzählt, dass auf dem
Seefeld einst eine volksreiche Stadt gestanden habe.
Die Leute der Gegend glauben, dass das oft plötzliche Anschwellen des der St. Beatushöhle entfliessenden
Baches mit einem
merkwürdigen, einem Donnerschlag ähnlichen Geräusch in Zusammenhang stehe, das man hie und da aus der Gegend des
Seefeldes
her zu vernehmen pflegt und besonders auch in
Interlaken und Umgebung deutlich wahrnimmt. Es gilt als
ein Anzeichen kommenden schlechten Wetters und wird im Volksmund die «Musterung
auf
Seefeld» genannt.
Aehnliche akustische Erscheinungen sind das im Berner Seeland bekannte «Murtenschiessen» und das «Seeschiessen» am Bodensee.
Die an das Karrenfeld auf dem
Seefeld angrenzende
Seefeldalp
gehörte im Mittelalter dem Kloster
Interlaken.