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Immer wieder kommt es vor, dass Personen die zu viel getrunken haben, aus Bequemlichkeit trotzdem mit dem Auto nach Hause fahren. Es ist weitläufig bekannt, was dann bei einer allfälligen Polizeikontrolle passiert: Es gibt ein Busse, Geldstrafe oder im schlimmsten Fall eine Freiheitsstrafe und das Strassenverkehrsamt wird über einen Führerausweisentzug entscheiden.
Eine Fahrunfähigkeit liegt aber auch beim Konsum von Drogen und/oder gewissen Medikamenten oder aber auch bei übermässiger Müdigkeit sowie bei vorübergehenden anderen gesundheitlichen Störungen, die die Fahrfähigkeit beeinträchtigen, vor. Wer trotzdem fährt, hat mit ähnlichen Konsequenzen wie beim Fahren unter Alkoholeinfluss zu rechnen.
Nicht bewusst sind sich die Fahrzeugführenden jedoch meistens über eine andere Konsequenz, die das Fahren in fahrunfähigem Zustand haben kann. Liegen nämlich Anzeichen vor, dass jemand unter einer Sucht oder einer anderen Krankheit leidet, wird das Strassenverkehrsamt die Überprüfung der grundsätzlichen Fahrfähigkeit anordnen lassen. Folgende Umstände führen von Gesetzes wegen zu einer Fahreignungsabklärung:
- Fahren in angetrunkenem Zustand mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Gewichtspromille oder mehr;
- Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln oder beim Mitführen von Betäubungsmitteln, die die Fahrfähigkeit stark beeinträchtigen oder ein hohes Abhängigkeitspotenzial aufweisen;
- Meldung einer kantonalen IV-Stelle;
- Meldung eines Arztes, dass eine Person wegen einer körperlichen oder psychischen Krankheit, wegen eines Gebrechens oder wegen einer Sucht Motorfahrzeuge nicht sicher führen kann.
Die Fahreignungsabklärung wird durch das Strassenverkehrsamt angeordnet und von einem Gutachter vorgenommen. Die Kosten von wesentlich mehr als CHF 1‘000.00 hat der Betroffene selber zu tragen. Kommt der Gutachter zum Schluss, dass eine Fahrunfähigkeit vorliegt, folgt darauf in der Regel die Anordnung einer Abstinenz, die regelmässig durch Haar- oder Urinproben kontrolliert werden muss. Auch die Kosten für diese Untersuchungen hat der Betroffene zu tragen. Wenn die Kontrollen positiv sind, erfolgt – natürlich gegen Bezahlung – eine erneute Begutachtung. Kommt der Gutachter dann zum Schluss, dass dem Betroffenen der Führerausweis wieder ausgehändigt werden kann, wird dieser, eventuell mit weiteren Auflagen, dem Betroffenen zurückgegeben.
Das Prozedere der Abklärung der Fahrfähigkeit, eventuell verbunden mit einem Entzug des Führerausweises aus „medizinischen“ Gründen, hat somit regelmässig erheblich grössere Konsequenzen als „nur“ einen Ausweisentzug von drei oder mehr Monaten.
Es empfiehlt sich daher einmal mehr, sich nur ans Steuer zu setzen, wenn man wirklich fahrfähig ist, und ansonsten auf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxis auszuweichen. Die Kosten dafür sind wesentlich tiefer.