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Der 22-Jährige aus Gambarogno gewann als erster Schweizer drei Gold- und eine Silbermedaille an den gleichen Titelkämpfen. Vorher holte kein Schweizer Schwimmer mehr als zwei Medaillen an Titelkämpfen. Und als erster Europäer überhaupt gewann er an Europameisterschaften im kleinen Becken über alle Delfin-Strecken: 50 m, 100 m und 200 m. «Ich bin sehr stolz, als Erster ein derartiges Triple geschafft zu haben.»
Ponti, der am Sonntag zum Abschluss völlig unerwartet auch noch Silber über 100 m Lagen gewonnen hat, wird sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Er gönnt sich lediglich eine dreitägige Weihnachtspause während seiner Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele in Paris. Diese Vorbereitung beinhaltet Trainingslager in St. Moritz und auf Lanzarote.
«Meine Leistungen in Otopeni unterstreichen, dass ich auf dem richtigen Weg bin», freut sich der Tessiner. «Die Arbeit der letzten Jahre hat sich wirklich ausgezahlt. Die Leistungen geben mir ausserdem sehr viel Selbstvertrauen. Sie vervielfachen auch meine Motivation im Training.»
Ponti hat schon im November angekündigt, im Februar nicht an den Weltmeisterschaften in Doha teilzunehmen. «Ich bin bereits für die Sommerspiele in Paris qualifiziert. Ich muss nicht noch mehr Wettkämpfe bestreiten», sagte er. Stattdessen wird er im Frühjahr an den Schweizer Meisterschaften teilnehmen, bevor er sich auf die Zielgerade nach Paris begibt. Sein Ziel wird sein, wie 2021 in Tokio bei den Spielen in Paris zu glänzen. In Japans Hauptstadt hat er Bronze über 100 m Delfin geholt.
In Otopeni setzte Noè Ponti mit einem Europarekord über 100 m Delfin auf jeden Fall ein Zeichen. Er bewies in Rumänien, dass er aus seinen Misserfolgen an den letzten Weltmeisterschaften in Fukuoka die richtigen Schlüsse gezogen hat. In Japan hatte Ponti als Siebter über 100 m Delfin nicht ganz mithalten können. Er arbeitete seither im Training verstärkt an den anderen drei Schwimmarten, um sein Register zu erweitern. Diese neue Ausrichtung erwies sich am Sonntag, als er über die 100 m Lagen eine vierte Medaille holte, als äusserst vorteilhaft.