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Nach der schmerzlichen Cup-Niederlage vom Donnerstag spürte man von Anfang an eine positive Reaktion auf dem Platz. Wädenswil war bemüht, den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren zu lassen und sehr kompakt zu stehen. Den Gegner liess man nicht in Ruhe aufbauen und ein solches schnelles Umschalten nach Ballverlust führte nach 5 Minuten zum 1:0. Nach Balleroberung sprintete Conte in die Tiefe und dessen Flanke verwertete Moreira sicher. Wettswil seinerseits verpasste in der 10. Minute den Ausgleich, als Voit Eckert’s Hereingabe nur knapp verpasste. Wädenswil suchte weiterhin den zweiten Treffer. In der 12. Minute fasste sich Pereira aus 18 Metern in Herz, doch seine Volleyabnahme verfehlte das Gehäuse nur um Haaresbreite. Zwei Minuten später war der gegnerische Torwart nach Steilpass von Pereira auf Conte einen Tick früher am Ball. Wenn Wettswil-Bonstetten gefährlich war, dann meist mit schnellem Umschaltspiel über die rechte Seite. So in der 27. Minute, als Buchmann’s Kopfball knapp neben das Tor flog. Das Gastteam versuchte nun, Wädenswil früher unter Druck zu setzen. Aus dieser Umklammerung löste sich Wädenswil in der 30. Minute mit einem Konter auf Conte. Pereira brachte aber dessen Zuspiel nicht im Tor unter. Drei Minuten später, nach Corner der Gäste, wehrte Mühlemann einen Schuss aus 20 Metern reflexartig ab. In der 36. Minute kam Wädenswil zu einem Eckball durch Santos. Chassanidis stieg am vorderen Pfosten am höchsten, sein Kopfball flog jedoch knapp über das Tor. Die nächste hervorragende Chance verpasste Conte nach Steilzuspiel von Chassanidis alleine vor dem Torhüter. Zwei Minuten vor der Pause konnte sich dann Wädenswil nicht beschweren, als die Pfeife des Schiedsrichters nach einem Eingreifen von Marcello im Sechzehner stumm blieb.
Nach der Pause stand Wettswil-Bonstetten noch einmal höher und setzte das Heimteam unter Dauerdruck. Ab der 60. Minute gelang es dem FC Wädenswil kaum mehr, den Ball in den eigenen Reihen zu halten, die Ordnung und die Ruhe ging zusehends verloren. Da war wohl die Müdigkeit nach dem Cup-Spiel zu spüren. Trotzdem hatte Wädenswil nach 64. Minuten die erste klare Chance, als Conte aus halblinks und langem Abschlag von Mühlemann das Tor nur knapp verfehlte. Obwohl das Heimteam das Mittelfeld aus der Hand geben musste, kamen die Gäste kaum zu Chancen. Trotzdem tauchte dann Eckert in der 81. Minute alleine vor dem Tor auf und erzielte den Ausgleichstreffer. Aufschnaufen in der 88. Minute, als das vermeintliche 1:2 wegen Abseits richtigerweise nicht gegeben wurde. Eine Minute später klärte Mühlemann einen Flachschuss von Eckert mirakulös zur Ecke. Bei der anschliessenden Ecke brachte Wädenswil zweimal den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Plötzlich lag der Ball vor den Füssen von Buchmann, der die Gästeführung erzielte.
Ein Unentschieden wäre sicherlich gerecht gewesen. So blieben Wädenswil nach einem sehr starken Auftritt über 60 Minuten zum Schluss leider keine Punkte. Aber ganz sicherlich die Erkenntnis, dass man mit einem beherzten, engagierten und disziplinierten Auftritt als Team viel erreichen kann.