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(Choreasancti Viti, C. minor), eine Nervenaffektion, welche durch das Auftreten fortwährender unzweckmäßiger
Zuckungen von Muskelgruppen charakterisiert ist; diese Zuckungen treten entweder selbständig auf, oder
sie sind bei beabsichtigten Bewegungen in Form sogen. Mitbewegungen vorhanden. Das Bewußtsein ist nicht beeinträchtigt, doch
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Meist beginnt die Krankheit sehr allmählich und wird längere Zeit hindurch gar nicht bemerkt. Höchstens fällt es auf,
daß das kranke Kind manche Dinge zerbricht und aus der Hand
[* 6] fallen läßt, daß es nicht stillsitzt etc.
Die Muskelunruhe wird allmählich auffallender, die Ungeschicklichkeiten häufen sich und werden gröber, das Kind zeigt fast
fortwährend grimassenhafte Verzerrungen des Gesichts. Beim ausgebildeten Veitstanz folgen sich die verschiedensten Bewegungen des
Gesichts, des Kopfes, der Arme und Beine, des Rumpfes in der mannigfachsten und oft barocksten Weise.
Bei den höhern Graden des Veitstanzes vermögen die Kranken nicht ruhig auf dem Stuhl zu sitzen. Auch das Sprechen wird undeutlich.
Feinere Beschäftigungen mit den Händen sind selbst in leichtern Fällen unausführbar. Die krankhafte Beweglichkeit wächst
an Heftigkeit und Ausdehnung,
[* 7] wenn die Kranken auf sich achten, und noch mehr, wenn sie sich beobachtet
wissen. Die Kranken schlafen wegen der fortwährend bestehenden Bewegungen schwer ein; gelingt es ihnen aber endlich, einzuschlafen,
so hört die Muskelunruhe auf.