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Veranstaltungen - 05.11.2010 - 00:00
4. November 2010. Afghanistan wird berechtigterweise als der «Friedhof der Weltreiche» bezeichnet. Während die ge-birgsreiche Landschaft und eine durch ethnische Gruppierungen und Clanzugehörigkeiten zerrissene Bevölkerung die Verwaltung des Landes erschweren, liefert der Islam ein einheitsstiftendes Glaubens-system, welches fähig ist, die afghanische Bevölkerung gegen ausländische Eindringlinge zu mobili-sieren.
Unter diesen Bedingungen versagten in der Vergangenheit sowohl das britische als auch das sowjetische Weltreich darin, das Land zu «befrieden». Angesichts dieser zwei Präzedenzfälle stellt sich die Frage, ob überhaupt eine ausländische Macht in der Lage ist, eine existenzfähige Regierung in Afghanistan einzusetzen. Bereits über 2000 NATO Soldaten haben in diesem Einsatz ihr Leben gelassen, verglichen mit 213 Peacekeepern während des Bosnienkrieges.
Militärische Allianz vor grossen Herausforderungen
Gelingt es der NATO, Afghanistan zu stabilisieren? Was soll die Allianz bezüglich der Karzai Regierung unternehmen, welche auf der einen Seite ein unverzichtbarer Verbündeter im Kampf gegen die Taliban, dafür jedoch korrupt und unpopulär ist? Wie lange werden die NATO-Staaten bereit sein, diesen Kampf zu unterstützen, oder werden sie bald dem Beispiel des nieder-ländischen Rückzugs folgen?
Podiumsdiskussion über NATO Einsatz
In der C SET Podiumsdiskussion setzen sich die Teilnehmer kritisch mit diesen Fragen auseinander. Um ein umfassendes Bild des Afghanistankrieg zu vermitteln, repräsentieren sie einerseits die drei grössten ISAF-Beitragsstaaten (Vereinigte Staaten von Amerika, Grossbritannien und Deutschland), und andererseits vertreten sie auch die ausgeprägten taktischen, strategischen und poli-tischen Perspektiven. Zu Gast sind der britische Brigadier Timothy Radford und General a. D. Dr. h.c. Klaus Naumann der Deutschen Bundeswehr.