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26.01.2016
Die Alzheimer-Krankheit ist charakterisiert durch eine fortschreitende Demenz und Ablagerungen im Gehirn ("Plaques", bestehend aus dem Aβ-Protein). Die gängige Meinung lautet, dass die Alzheimer-Krankheit nicht übertragbar ist. Hinweisend für eine Übertragbarkeit wurde jedoch wiederholt gezeigt, dass Plaques, welche aus Hirnen von Alzheimerpatientien extrahiert und in Labormäuse gespritzt wurden, die Entstehung von neuen Plaques fördern können.
Ein heute in der Zeitschrift Swiss Medical Weekly publizierter Artikel von Karl Frontzek und Mitarbeitern der Universität Zürich und der Medizinischen Universität Wien berichtet über Untersuchungen an Patienten, welche Hirnhauttransplantate im Rahmen von Hirnoperationen erhielten. Die Hirnhaut (lat. "dura mater"; durus = hart, mater = Mutter) ist eine lederartige Membran, welche das Hirn und Rückenmark umhüllt. Hirnhauttransplantationen waren nötig, um den Heilungsprozess des Gehirns nach Operationen zu ermöglichen. Wie sich tragischerweise herausstellte, waren einige Hirnhautspender mit Prionen infiziert (die Erreger der tödlichen Creutzfeldt-Jakob Erkrankung), wodurch die Erkrankung durch Transplantation auf ihre Empfänger übertragen wurde.
Frontzek und Mitarbeiter berichten in ihren Untersuchungen vom Auftreten von Aβ-Plaques in 5 von 7 Hirnen in relativ jungen Empfängern von Hirnhauttransplantaten, welche zusätzlich an einer Creutzfeldt-Jakob Erkrankung litten. Das Vorkommen von Aβ-Plaques war deutlich häufiger als in Hirnen von Patienten, welche keine Hirnhauttransplantate erhielten. Aβ-Plaques sind in jüngeren Patienten sehr ungewöhnlich und könnten durch die Hirnhauttransplantate verursacht worden sein. Diese Studie verstärkt die Hinweise darauf, dass die fundamentalen Merkmale der Alzheimererkrankung unter bestimmten Voraussetzungen übertragbar sein können und lenkt die Aufmerksamkeit auf einen unerwarteten, potentiell sehr ernstzunehmenden Aspekt der Transplantationsmedizin.
Frontzek K, Lutz MI, Aguzzi A, Kovacs GG, Budka H. Amyloid-β pathology and cerebral amyloid angiopathy are frequent in iatrogenic Creutzfeldt-Jakob disease after dural grafting. Swiss Med Wkly. 2016;146:w14287. doi:10.4414/smw.2016.14287
14.04.2016
«Swiss Archives of Neurology and Psychiatry» wird in Form von zwei Nachfolgezeitschriften weitergeführt. Die frühere psychiatrische Redaktion führt ihre Arbeit im Rahmen des neuen Titels «Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy» seit Jahresbeginn 2016 in Print und Online weiter. Die andere Nachfolgezeitschrift ist als neues Online-Journal «Swiss Archives of Clinical Neuroscience» geplant.
Das im Verlag EMH erscheinende «Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy» wird die Breite der Fächer weiterhin abbilden. Die methodische und inhaltliche Vielfalt macht nach wie vor das Profil der Zeitschrift aus und unterscheidet sie von vergleichbaren wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Das wird so bleiben. Die klinischen Neurowissenschaften oder die Psychopathologie werden genauso ihren Platz haben wie die Psychotherapien und die soziale und präventive Psychiatrie, die psychiatrische Ethik, die wissenschaftstheoretischen Grundlagen des Faches und die Geschichte des Faches Psychiatrie, um nur einige wichtige Bereiche stellvertretend zu benennen.
Die Redaktion der «Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy» besteht aus: Prof. Dr. Joachim Küchenhoff, Liestal, und Prof. Dr. Jacques Besson, Lausanne (Chefredaktoren); Prof. Dr. Silke Bachmann, Littenheid; Prof. Dr. Philippe Conus, Prilly; Prof. Dr. Marc Graf, Basel; Prof. Dr. Daniel Hell (senior editor), Meilen; Dr. Dora Knauer, Genf; Dr. Bernhard Küchenhoff, Zürich; Dr. Karl Studer, Münsterlingen; Dr. Thomas von Salis, Zürich; Prof. Dr. Egemen Savaskan, Zürich; Prof. Dr. Andreas Steck, Epalinges.
23.12.2015
Karl Theiler (1920–2007)
Leben und Werk des Schweizer Mediziners Karl Theiler
Die von Karl Theilers Witwe Rena Theiler-Haag herausgegebene Biographie erzählt die Lebensgeschichte des bedeutenden Schweizer Anatomen, Embryologen und Genetikers. Das reich bebilderte Buch deckt Prof. Dr.med. Karl Theilers gesamtes berufliches und privates Leben ab, von seinen Kindertagen als «Seebub» in Zürich über seine 46-jährige Karriere als Professor und Forscher für Anatomie an der Universität Zürich mit Forschungsaufenthalten in den USA bis hin zu einem Lebensabend zusammen mit seiner zweiten Frau Rena Theiler-Haag. Der angesehene Mediziner, Forscher und Universitätsdozent veröffentlichte während einer akademischen Laufbahn vielbeachtete Standardwerke unter anderem über die Embryologie der Maus – den Atlas über die Hausmaus mit den international bekannten «Theiler-Stages» – und ist Erstbeschreiber des Smith-Theiler-Schachenmann-Syndroms. Mit dieser Biographie wird Karl Theiler ein würdiges Denkmal gesetzt, das gleichzeitig sowohl medizinischen Fachpersonen wie auch einem interessierten nichtmedizinischen Publikum einen spannenden Einblick in die schweizerische Medizingeschichte bietet.
26.01.2016
Am 6. Januar 2016 ist die erste Nummer von Primary and Hospital Care (PHC) erschienen. Die Zeitschrift ist nach der Gründung der neuen Fachgesellschaft für Allgemeine Innere Medizin SGAIM aus PrimaryCare und dem SGIM Bulletin hervorgegangen, ist das offizielle Organ der SGAIM und bildet damit das Forum für die ambulante und die stationäre Allgemeine Innere Medizin. Die SGAIM ist aus dem Zusammenschluss der Schweizerischen Gesellschaft für Innere Medizin SGIM und der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Medizin SGAM entstanden. Lesen Sie dazu auch das Editorial in der ersten Ausgabe: Primary and Hospital Care: Haus- und Spitalärzte Seite an Seite (zur ersten Ausgabe PHC)
Das bleibt gleich:
• Wie die Zeitschrift PrimaryCare ist auch PHC weiterhin das offizielle Organ des Berufsverbandes der Haus- und Kinderärzte Schweiz («Hausärzte Schweiz» MFE), der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie SGP, des Kollegiums für Hausarztmedizin KHM, der Schweizerischen Akademie für Psychosomatische und Psychosoziale Medizin SAPPM sowie der Jungen Hausärztinnen und -ärzte Schweiz JHaS.
• Trotz Auflagenerhöhung bleiben die Inseratepreise unverändertDie Zeitschrift erscheint 14-täglich mit einer deutschen und französischen Ausgabe. Alle weiteren Details finden Sie in den Mediendaten 2016. Link anklicken)
• Auch PHC ist dank seiner Bedeutung innerhalb der Gesellschaften und aufgrund seiner hohen Glaubwürdigkeit wie PrimaryCare die meistgelesene Fachzeitschrift für Hausarztmedizin.
Das ist neu:
• PHC ist das offizielle Organ der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin und eine zentrale Informations-, Fortbildungs- und Kommunikationsplattform der Allgemeininternistinnen und - internisten in Klinik und Praxis.
• Die Auflage steigt von 6‘300 Exemplaren auf 9‘300 Exemplare.
Nutzen Sie den Mehrwert von Primary and Hospital Care für Ihren Kommunikationserfolg und die zielgerichtete Positionierung Ihrer Produkte. Kontaktieren Sie uns für die Bestellung eines persönlichen Exemplars der ersten Ausgabe Primary and Hospital Care (<email-pii>).
Freundliche Grüsse
Ihr EMH Anzeigenteam
10.12.2015
Mut zur Wut
Was die Schweizer Hausärzte zwischen 2006 und 2014 geleistet haben, ist politisch einzigartig. Sie haben nicht nur die Hausarztmedizin und die medizinische Grundversorgung in der Bundesverfassung verankert, sie haben auch das Image und das Selbstverständnis einer ganzen Berufsgruppe von innen heraus fundamental verändert und neu definiert.
Voraussetzung dazu war der mit der Grosskundgebung am 1. April 2006 mit rund 12 000 Teilnehmenden vor dem Bundeshaus in Bern begangene Tabubruch: Nie zuvor hatten Ärzte auf der Strasse für ihre Anliegen demonstriert. Das war (nicht nur) ärzteintern absolut verpönt. Für die Hausärzte war es eine Art Befreiungsschlag, nachdem sie jahrzehntelang politisch fremdbestimmt worden waren.
Das war der politische Urknall der neuen Hausarztbewegung, die 2009 zur Lancierung der Volksinitiative «Ja zur Hausarztmedizin» führte. Zusammen mit ihren Patienten, die sich schnell als politische Verbündete entpuppten, ging es für die Hausärzte Schlag auf Schlag: Nach nur 6 Monaten Sammelzeit konnten am 1. April 2010 über 200 000 Unterschriften eingereicht werden. Nachdem Bundesrat und Parlament die Anliegen der Volksinitiative ernst und aufgenommen hatten und den Initianten mit einem direkten Gegenentwurf und dem Masterplan nicht nur weit entgegengekommen waren, sondern auch deren wichtigste Forderungen erfüllt hatten, zogen diese Ende September 2013 ihre Initiative zurück und unterstützten den Gegenentwurf, der in der Volksabstimmung vom 18. Mai 2014 mit 88 Prozent Ja-Stimmen überwältigend deutlich angenommen wurde.
Der Hausarzt Peter Tschudi und der Medienprofi Bernhard Stricker, die sich beide aktiv an vorderster Front engagiert hatten, rollen die Ereignisse zwischen 2006 und 2014 in diesem Buch nochmals im Detail auf und lassen ebenfalls jene Personen zu Wort kommen, die einen wesentlichen Beitrag zu diesem Grosserfolg beigesteuert haben.
Dieses Buch ist Abbild eines politischen Vorgangs, der bisher einzigartig ist, und lässt sich deshalb thematisch weder schubladisieren noch katalogisieren oder kategorisieren. Es ist vielmehr der Spagat zwischen Sachbuch und Belletristik, zwischen politischem Kochbuch und hausärztlichem Tagebuch.
14.11.2015
Die Fachgesellschaften SGAM und SGIM fusionieren im Dezember 2015 zur Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin SGAIM. Die EMH-Verlagszeitschrift "PrimaryCare" wird als "Primary and Hospital Care" offizielles Organ der neuen Fachgesellschaft.
Die erste Ausgabe mit dem neuen Titel erscheint im Januar 2016.
7.11.2015
Das gesunde und das kranke Herz
Der Herzinfarkt ist sprichwörtlich in aller Munde, über Lungenembolien liest man regelmässig in der Zeitung, man hört von Herzschwäche und Thrombose in der Verwandtschaft und Bekanntschaft. Oder man ist selbst von einer Herzerkrankung betroffen. Das vorliegende Buch behandelt in verständlicher Sprache alle wichtigen Herzkreislauferkrankungen, ihre Entstehung und Risikofaktoren sowie die wichtigsten Elemente der Behandlung. Das Buch dient als Ratgeber und Leitfaden für Patienten und ihre Angehörigen, aber auch für Interessierte als Nachschlagewerk – Nicht nur, um entstandene Fragen nach einem Arztbesuch zu erklären, sondern auch, um das wunderbare Organ Herz besser verstehen zu lernen.
4.11.2015
Nutzen Sie das attraktive EMH-Zeitschriftenportfolio für Ihren überdurchschnittlichen Werbeimpakt.
• Als Leitmedien im Schweizer Gesundheitswesen sind die EMH-Zeitschriften redaktionell unabhängig und geniessen in der Ärzteschaft einen ausgezeichneten Ruf. Die hohe Qualität der Inhalte und deren Glaubwürdigkeit führt zu grösster Leserakzeptanz.
• Die Zeitschriften sind offizielle Organe von medizinischen Verbänden und Fachgesellschaften.
• Leserstudien zeigen, dass die Titel die meistgelesenen medizinischen Fachzeitschriften mit den höchsten Leserreichweiten in der Schweiz sind.
Ihre Vorteile
• Reichweitenstärkste medizinische Fachtitel mit vorteilhaftestem Preis-Leistungs-Verhältnis.
• Mit der wachsenden Anzahl der FMH-Mitglieder gestiegene Auflagenzahlen bei stabilen Preisen.
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