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Das Asien-Europa-Treffen (ASEM) ist ein zwischenstaatliches Forum, dem Länder beider Kontinente angehören. Ziel ist es, sich über politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Themen von gemeinsamem Interesse auszutauschen und die Beziehungen zwischen Asien und Europa zu vertiefen. Mit der Gründung des ASEM im Jahr 1996 wollte man ein Gesprächsforum für die beiden Weltregionen schaffen. Dem Forum gehören 51 Staaten und zwei Organisationen, die EU und das ASEAN-Sekretariat, an. Es fördert die Beziehungen zwischen den Mitgliedstaaten und erleichtert den multilateralen Dialog. Die Mitgliedsstaaten vereinen 60% der Weltbevölkerung und rund 60% des weltweiten Bruttoinlandprodukts auf sich.
Die Schweiz ist seit 2012 Mitglied des Forums und nimmt regelmässig an den ASEM-Treffen und -Konferenzen teil. Die Treffen sind eine wichtige Plattform für den Dialog mit den verschiedenen asiatischen Ländern und bieten einen Überblick über die Beziehungen zwischen Asien und Europa. Die Schweiz wirkt an konkreten Initiativen und Projekten mit, die mit ihren aussenpolitischen Schwerpunkten übereinstimmen.
Das «Model ASEM» ist eine politische Simulation eines ASEM-Gipfels, bei der die Teilnehmenden in die Rolle der Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Mitgliedstaaten schlüpfen, Positionen vertreten, verhandeln und sich am Ende auf ein gemeinsames Schlussdokument einigen. Dieses wird anschliessend den ASEM-Mitgliedstaaten überreicht. Die darin enthaltenen Empfehlungen sollen die Diskussion über die Zukunft der Beziehungen zwischen Asien und Europa inspirieren. Die Tagung vom 1. März 2017 an der ETH Lausanne endete mit einem runden Tisch mit offiziellen Vertreterinnen und Vertretern aus Indonesien, der Europäischen Union, der Asien-Europa-Stiftung und der Schweiz.
Die Verhandlungssimulationen sollen Einblick in die Funktionsweise des ASEM und die Themen geben, die für beide Kontinente von Interesse sind. Die Studierenden lernen, wie die internationalen Verhandlungen in multilateralen Gremien funktionieren. Von den Studierenden werden verschiedene Fähigkeiten gefordert: vor Publikum sprechen, Ideen erläutern und verteidigen, in Teams arbeiten und Leadership zeigen. Und natürlich müssen sich die Studierenden gut vorbereiten, so dass sie Diskussionsthemen und die Positionen der Länder kennen, die sie an der eintägigen Simulation vertreten.
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