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Am 27. September 1997 begegnen sich die Wagen 908 und 904 (ex BVB 908 und 904) unweit des ausserhalb des Stadtzentrums gelegenen Bahnhofs.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. BG-1997.368)
Die knapp 80’000 Einwohner zählende Stadt Pazardzik (andere deutsche Schreibweisen Pazardzhik bzw. Pasardschik, bulgarisch Пазарджик) im Südosten Bulgariens besitzt seit dem 1. Juni 1993 ein Trolleybussystem. Betreiberin ist die Firma Trolley Transport Pazardzhik AD (TTP).
Rückgrat des Trolleybusbetriebs bildet die Hauptlinie 1/1E von einem Neubaugebiet im Norden durch die Innenstadt zum weit südlich der Stadt gelegenen Bahnhof. Dabei fährt die Expresslinie 1E nach der Überquerung des Flusses Mariza auf direktem Weg zum Bahnhof, während die Linie 1 die zwei Minuten längere Route durch die ul. Dr. Nicola Daniels nimmt und so ein Industriegebiet mitbedient.
In den Hauptverkehrszeiten oder zu Schichtwechselzeiten ergänzen weitere Linien den Betrieb. Sie bedienen teilweise auch eine Stichstrecke zu einem Industriegebiet im Südosten. Die Linienführung und Fahrpläne dieser Einsatzlinien war in der Vergangenheit zahlreichen Änderungen unterworfen. Ausgangspunkt sämtlicher Linien ist die Haltestelle жк”Устрем” (Bezirk Ustrem) auf der ul. Petar Bonev in der Nähe des Trolleybus-Depots im Nordwesten der Stadt.
Bei der Betriebseröffnung standen den TTP 14 gebrauchte Zweiachs-Trolleybusse der Typen Skoda 9Tr (Nrn. 01, 03, 05 bis 08, 10) und Skoda 14Tr (Nrn. 12 bis 17) aus Zlin und Ostrava in Tschechien zur Verfügung. 1996 folgten sechs von den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) übernommene Gelenkwagen aus der Serie 901 bis 910.
Die gegenüber den Trolleybussen aus osteuropäischer Produktion kompliziert aufgebauten Basler Gelenkwagen wurden rasch vom regelmässigen Einsatz in den Reservedienst zurückgedrängt und fanden vor allem bei grossem Fahrgastandrang im Winter oder im Schülerverkehr Verwendung. Nach 2010 standen nur noch die Wagen 904 und 905 im Einsatz. Als Ende 2013 acht neue Zweiachs-Trolleybusse des Fabrikat LAZ aus der Ukraine in Betrieb kamen wurden die letzten Gebrauchtfahrzeuge aus der Schweiz und Tschechien ausgemustert. Alle Basler Gelenkwagen dürften abgebrochen worden sein.