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Foto: SAIBABA YADAV MALLELA / shutterstock
Der Weg zur Erleuchtung
Die Bezeichnung "Buddha
" dürfte dem/der ein oder anderen sicher schon mal über den Weg gelaufen sein. Dabei handelt es sich weniger um eine Namensbezeichnung, sondern eher um eine Art Titel. Buddha stammt aus dem Glauben des Buddhismus und wird nur Buddhisten verliehen, die die wahre Erleuchtung
erhalten haben. Wer diese vollständige Erleuchtung erlebt hat, ist von Leid und dem unendlichen Kreis der Wiedergeburt verschont. So heisst es nach dem buddhistischen Glauben, dass Buddha das ewige Glück
im Nirwana finden wird. Nirwana bedeutet so viel wie: Zustand der Vollkommenheit nach dem Tod.
Als erster Buddha wurde Siddhartha Gautama
ernannt. Der sozusagen erste Buddha hat vor etwa 2.500 Jahren im Himalaya Gebirge gelebt. Seit jeher wird er vor allem von Buddhisten verehrt. Im buddhistischen Glauben wird er als erstes Juwel von dreien angesehen. Diese drei "Juwelen" werden als Säulen des Buddhismus betrachtet.
Geht man vom Glauben der Mahayana Buddhisten aus, trägt jeder Mensch das Potenzial zu Buddha in sich. Jeder hat nach ihrer Auffassung die Möglichkeit, ein Buddha zu werden, wenn er/sie sich vorbildlich verhält.
Über Siddhartha Gautama
Wie oben bereits erwähnt, bezeichnet der Begriff "Buddha
" eine erwachte und erleuchtete Person. Auf der Lehre von Siddhartha Gautama, die erste als Buddha bezeichnete Person, beruht der Grund des Buddhismus.
Man geht davon aus, dass er etwa von 563 v. Chr. bis 483 n. Chr. in Indien gelebt hat. Es heisst weiterhin, dass er sein gesamtes Leben dem Buddhismus gewidmet hat. Geboren soll er in Lumbini, Nepal sein. Lumbini ist heutzutage für viele Menschen ein beliebter Pilgerort und UNESCO Weltkulturerbe.
Siddhartha Gautama wuchs behütet und beschützt auf und führte ein unbeschwertes Leben. Als er als Jugendlicher erstmals Wanderungen unternahm und in die Welt hinausging, sah er zum ersten Mal das Leid der Menschen. Dies führte dazu, dass er erkannte, dass reich zu sein nicht die Lösung aller Probleme ist. Er machte sich auf die Suche für einen Ausweg der Menschen aus dem Leid. Von dort an verliess er seine Familie und lebte ein bescheidenes und enthaltsames Leben. Nachdem er sich lange Zeit mit den verschiedensten Religionen beschäftigte, stellte er fest, dass er dadurch keine Lösung für das Leid finden würde. Er begann zu meditieren. Im Alter von 35 Jahren erlebte er einen Moment der Erleuchtung
.
Die Erleuchtung: Vollkommenheit erlangen
Im Buddhismus wird die Erleuchtung
als einen Moment des Vollkommenen beschrieben. Geist und Seele sind rein und man verspürt ein Mitgefühl für alle Lebewesen der Erde. Man erlangt unendliche Weisheit. Siddhartha verbrachte eine lange Zeit seines Lebens damit, durch Indien zu reisen und seine Lehren des Buddhismus zu verbreiten. Dies tat er bis zu seinem Ableben im Alter von 80 Jahren.
Buddhismus: Wissenswertes über den Glauben
Der buddhistische Glauben besteht aus den sogenannten "vier edlen Wahrheiten":
1. Edle Wahrheit: Das Leben ist von Leid überschattet.
2. Edle Wahrheit: Leid entsteht beispielsweise durch Hass und Gier.
3. Edle Wahrheit: Wer die Ursachen von Leid vermeidet, kann auch das Leid selbst vermeiden.
4. Edle Wahrheit: Glück wird erlangt, wer den Weg aus dem Leiden geht. Dazu gehört: Achtsamkeit
, Meditation
, Übung, Erkenntnis, Handeln, Rede, Absicht, Lebenserfahrung.
Weiterhin heisst es in der buddhistischen Lehre, dass jedes Lebewesen, das nicht den Weg zur Erleuchtung geht und diese auch nicht erhält, in einem unendlichen Kreislauf von Wiedergeburt und Geburt gefangen ist. Nur wer Mitgefühl für alle Lebewesen der Erde hat und im Laufe seines Lebens vollkommene Weisheit erlangt, kann dem Kreislauf von Leid entkommen. Buddha
selbst hat sich auch nicht als Gottheit angesehen und wollte auch keine göttliche Lehre überbringen. Er wollte eher die Botschaft überbringen, dass jeder Mensch zur Erkenntnis kommt, in dem er/sie seine eigene Kraft nutzt. Im Buddhismus hat jede/jeder Einzelne Zugang zur Erleuchtung und es gibt keinen alleinigen oder allmächtigen Gott. Dabei muss man nicht strikt einem bestimmten Weg folgen. Dabei wird auf die Selbstverantwortung des Menschen vertraut. Dieser Prozess wurde von Buddha als "Weg der Mitte" bezeichnet.
Buddha und Karma
Die Lehre von Karma
bedeutet: Wirken oder Tat. Karma bezieht sich auf alles, was wir tun, wie wir denken und wie wir fühlen. "Schlechtes" oder "gutes" Karma entsteht dann, wenn Ursache und Wirkung im Wechsel stattfinden. Dieses Karma führt zur Wiedergeburt. Zwar wird immer gesagt, dass man gutes Karma anstreben soll, die Buddhisten jedoch versuchen, den unendlichen Kreislauf von Tod und Wiedergeburt zu durchbrechen, indem sie für neutrales Karma sorgen. Nur wenn sie das erreichen, erreichen sie auch den Nirwana-Zustand. Das ultimative Lebensziel: ein Zustand absoluter Ruhe.
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