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Der eindeutige Nachweis fehle aber noch, teilte die Justizdirektion am Freitag, 29. Juli 2022, mit. Der Bau einer Fernwärmeleitung durch den östlichen Teil des historischen Kerns von Altdorf wurde im Frühling archäologisch begleitet. Im Leitungsgraben seien Scherben aus der römischen Zeit des 1. bis 3. Jahrhunderts nach Christus gefunden worden, hiess es in der Mitteilung.
Eine Scherbe gehörte zur Wand einer Keramikschüssel, die auch figürlich dekoriert war. Sie sei ein Hinweis auf eine römische Siedlung, etwa einen Landwirtschaftsbetrieb, teilte die Justizdirektion mit. Damit verdichteten sich Hinweise darauf, dass es im Urner Gebiet, zumindest im unteren Reusstal, römerzeitliche Siedlungen gegeben habe.
Der eindeutige Nachweis für eine Römersiedlung fehlt aber noch. Für diesen müssten römische Mauern gefunden werden. Hinweise auf römische Siedlungen hatten die Archäologen bereits in Schattdorf und Attinghausen gefunden.
Gefunden wurden in Altdorf zudem Pflästerungen, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen, eine zu einer Schmiede gehörende Feuerstelle aus dem 15. Jahrhundert sowie eine 700 Jahre alte Goldmünze aus Genua. Es handelt sich dabei um einen um 1360 geprägten Genovino d'oro, ein Hinweis auf den prosperierenden Handel, der über den Gotthard betrieben worden war.