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In diesem Post geht es um die Frage, welche Kantone den grössten, direkten Einfluss auf Abstimmungen haben. Gibt es Kantone, die Abstimmungsresultate kippen können? Und wie häufig passiert das?
Dazu habe ich die Abstimmungsresultate genommen und berechnet wie oft die das Resultat für die Gesamtschweiz anders ausgefallen wäre, wenn ein bestimmter Kanton gar nicht abgestimmt hätte. Wenn das Resultat anders ausfällt hat also im Prinzip ein einzelner Kanton die Abstimmung zu seinen Gunsten entschieden. (Standesstimmen und Standesmehr berücksichtige ich hier nicht.) Berücksichtigt werden alle Abstimmungen sein 1866.
Der folgende Plot zeigt wie oft ein Kanton ein gesamtschweizerisches Resultat entscheiden kann:
Wie erwartet kann ein grosser Kanton am meisten Abstimmungen direkt beeinflussen: Zürich. Trotzdem ist das ziemlich selten. Gerade mal 13 Mal aus 623 Abstimmungen hätte der Kanton Zürich das Resultat ändern können. Es ist also sehr selten, dass ein einzelner Kanton direkt ein Resultat kippen kann.
Eher überraschend ist Luzern zusammen mit Waadt auf Rang zwei zu finden. 6 Kantone konnten noch gar nie eine Abstimmung entscheiden.
Kantonsgrösse und Einfluss
Im Allgemeinen würde man annehmen, dass grössere Kantone eher Abstimmungen kippen können als kleinere. Der folgende Plot zeigt das Verhältnis zwischen Kantonsgrösse und Anzahl entschiedener Abstimmungen:
Die Grösse eines Kantons ist also klar mit der Anzahl beeinflusster Abstimmungen korreliert. Trotzdem gibt es ein paar kleinere Kantone die ziemlich oft Entscheidungen herbeiführen: Luzern (10), Wallis (7), Freiburg (6) und Schwyz (5).