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Unruhe im Westschweizer Bistum
Im Bistum Lausanne, Genf und Freiburg ist das Original eines Protokoll zu einem Gespräch von 2001 verschwunden, in dem es um die Vorwürfe eines Mannes ging, er sei 1998 als 17-Jähriger Opfer eines sexuellen Übergriffs durch einen Priester der Diözese geworden. Dieses Untersuchungsergebnis teilte Diözesanbischof Charles Morerod an einer Medienkonferenz am 15. Juli mit. Er selbst sei wiederholt, aber nur in allgemeiner Weise über den Fall informiert worden, sagte der Bischof. Der beschuldigte Priester habe ihn angelogen. Der Priester, ein Domherr und Pfarrer der Kathedrale von Freiburg, ist Ende Juni von diesen Ämtern zurückgetreten. Sein Dossier wurde vom Bistum an die Glaubenskongregation in Rom weitergeleitet, die über seinen Verbleib im Priesterstand befinden wird.
Am Tag der Medienkonferenz machte die Westschweizer Zeitschrift «L’Illustré» bekannt, dass der am 6. Juli vom Bischof ernannte Nachfolger als Dompfarrer von Freiburg Fotos von sich auf einer Dating-Plattform für Homosexuelle publiziert hatte. Dieser Priester wird das Amt nicht antreten, Bischof Morerod empfahl ihm eine Auszeit in einem Kloster.
kath.ch/kh