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In den letzten 20 Jahren konnte die Vereinigung AOP-IGP 27 Sortenorganisationen mit 32 geschützten Spezialitäten motivieren, Mitglied zu werden. Diese 32 traditionellen Produkte werden durch das rot-schwarze AOP-Logo oder das rot-graue IGP-Logo mit dem Schweizer Kreuz gekennzeichnet. Das AOP-Zeichen ist von 55 % und das IGP-Logo von 33 % der Konsumenten bekannt, wobei ein grosser Unterschied zwischen der Westschweiz, woher die Mehrheit der Produkte stammt, und der Deutschschweiz besteht. Die Glaubwürdigkeit beider Qualitätszeichen befindet sich mit 76 % bei AOP und 64 % bei IGP auf einem guten Niveau.
Die Schlüsselzahlen der Schweizer AOP-IGP sehen heute wie folgt aus:
- 22 AOP- und 15 IGP-Spezialitäten registriert
- mehr als 71'000 t AOP- und IGP-Produkte abgesetzt, davon 50 % im Export
- 1.6 Milliarden CHF Umsatz
- 15'000 Arbeitsstellen entlang der Wertschöpfungskette
- 10’000 landwirtschaftliche Betriebe (= 1/5 aller Schweizer Betriebe)
- 1’700 Verarbeitungsbetriebe
Eine Motion für die Verstärkung der Täuschungsbekämpfung
Auf politischer Ebene wurde Anfang des Jahres eine Motion durch die Präsidentin der Vereinigung zu Gunsten von privaten Kontrollbeauftragten eingereicht. Dabei sollen die Sortenorganisationen gegen Betrugsfälle eingreifen können. Das betrifft insbesondere die Zwischenhandelsstufe, die zurzeit meistens durch die Masche des Kontrollsystems der staatlich geschützten Bezeichnungen schlüpft. Die Motion wurde im Ständerat klar angenommen und wird nun noch im Nationalrat behandelt.