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Die im französischen Baskenland geborenen Schwestern Katia und Marielle Labèque wurden zunächst von ihrer Mutter, der italienischen Pianistin Ada Cecchi, unterrichtet, die selbst eine Schülerin der mit Ravel befreundeten Virtuosin Marguerite Long war. Am Pariser Conservatoire studierten sie dann bei Lucette Descaves sowie Jean Hubeau und bildeten bald ein Klavierduo, das sich dem klassischen Repertoire von Bach bis Brahms ebenso wie der Musik von Gershwin und Bernstein oder zeitgenössischen Werken und sparten-übergreifenden Projekten widmet. Prägend für ihr musikalisches Verständnis war die Begegnung mit Luciano Berio, der sie dazu ermutigte, sämtlichen Stilen und Epochen gegenüber aufgeschlossen zu sein. Ihre Laufbahn führte Katia und Marielle Labèque mit den Wiener und den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig und der Staatskapelle Dresden, dem London Philharmonic und dem London Symphony Orchestra sowie den bedeutendsten amerikanischen Klangkörpern zusammen. Katia und Marielle Labèque musizierten dabei unter der Leitung von Semyon Bychkov, Colin Davis, Zubin Mehta, Seiji Ozawa, Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen und Michael Tilson Thomas. Zudem sind sie auch mit Spezialensembles der historisch informierten Aufführungspraxis wie den English Baroque Soloists, der Musica Antiqua Köln, dem Orchestra of the Age of Enlightenment und Il Giardino Armonico aufgetreten. Eine ihrer ersten Platteneinspielungen mit Gershwins Rhapsody in Blue wurde sogleich mehr als eine halbe Million Mal verkauft; mittlerweile haben die beiden Pianistinnen ihr eigenes Label «KML Records» gegründet. Im Jahr 2005 riefen sie überdies die «Fondazione Katia & Marielle Labèque» ins Leben, die sich der Erforschung und Förderung der Klavierduo-Literatur und einer Vernetzung der verschiedenen Künste widmet.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 21. November 1998 mit Werken von Brahms, Schubert, Debussy und Tschaikowsky.
November 2012