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Denkt ihr, im Herbst gehen wir uns deswegen wieder an die Gurgel?
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Haben Faktoren wie Bildung, Einkommen und Geschlecht einen Einfluss auf die Impfbereitschaft? Darüber wurde viel spekuliert, viele von uns hatten ihre Vorurteile. Nun hat eine Studie eine Antwort darauf.
Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat im März 2022 untersucht, welchen Einfluss Faktoren wie der Wohnsitz, Bildung, Einkommen oder das Alter auf die Bereitschaft hatten, sich im letzten Jahr impfen zu lassen.
Die Rahmen des COVID-19 Social Monitors wurden 2'000 Leute unter anderem danach befragt, ob sie sich in den ersten 12 Monaten, in denen eine Impfung verfügbar war, impfen liessen. Der COVID-19 Social Monitor wird regelmässig von der ZHAW in Zusammenarbeit mit den Universitäten Zürich und Bern durchgeführt. Das Ziel des Monitors ist es, die Auswirkungen der Coronakrise auf die Bevölkerung erfassen zu können. Die Studie wurde im «Swiss Medical Weekly» veröffentlicht.
Am tiefsten ist die Impfbereitschaft unter den 30- bis 39-Jährigen (79 %), am höchsten unter den 60- bis 79-Jährigen (94 %). Die restlichen Altersgruppen gleichen sich in der Höhe ihrer Impfbereitschaft.
Unter den Befragten der Studie liessen sich Männer öfter impfen als Frauen. Bei den Männern lag die Impfquote über alle Altersgruppen bei 90 Prozent, bei den Frauen bei 86 Prozent.
Die grössten Unterschiede in Sachen Impfbereitschaft zeigen sich bei der Bildung und beim Einkommen: Befragte mit einem tertiären Schulabschluss sind zu 93 Prozent geimpft, solche mit einem obligatorischen hingegen nur zu 81 Prozent. Bei Befragten mit einem Sekundärabschluss liegt die Impfquote bei 86 Prozent.
Ähnliches zeigt sich beim Einkommen:
Unter den Teilnehmenden mit einem Haushaltseinkommen von über 10'000 Franken liegt die Impfquote bei 94 Prozent. Beträgt das Haushaltseinkommen unter 5'000, liessen sich 81 Prozent impfen.
Menschen, die auf dem Land wohnen, liessen sich zu 83 Prozent impfen. Höher ist die Impfquote bei Stadtbewohnerinnen und -bewohnern, sie liegt bei 89 Prozent.
Bei den Teilnehmenden, die angaben, sich nicht impfen zu lassen, wurde nach den Gründen gefragt. Folgende sind die häufigsten:
Die Studienteilnehmenden geben seit Anfang der Pandemie Auskunft im Rahmen des Covid-19 Social Monitors. Deshalb können auch Veränderungen zum Beispiel im Befinden über die letzten zwei Jahre festgestellt werden.
So zeigt sich im neusten Bericht, dass die jüngste Altersgruppe am stärksten unter psychischer Belastung während der Pandemie gelitten habe. Dieser Anteil hat zwar wieder abgenommen. Auffällig aber ist, dass er im Vergleich zu den anderen Altersgruppen immer noch höher ist als am Anfang der Pandemie.
Dagegen haben Einsamkeitsgefühle in der jüngsten Altersgruppe abgenommen, von 12 Prozent im Dezember 2021 auf 8 Prozent im März 2022.
Im Vergleich zur letzten Befragung hat das Vertrauen der Befragten in Behörden und Medien wieder etwas zugenommen: 69 Prozent gaben an, den Behörden stark zu vertrauen. In Bezug auf die Medien sagten das 61 Prozent. Diese beiden Anteile liegen allerdings tiefer als zu Pandemiebeginn (April 2020: 82 % und 69 %). Im Gegensatz dazu hat der längere Verlauf der Pandemie das Vertrauen in die Wissenschaft wieder gestärkt: 70 Prozent der Befragten haben hohes Vertrauen. Das ist der höchste Wert seit zwei Jahren.
Die 2'000 Teilnehmenden wurden so gewählt, dass die Stichprobe in den relevanten Variablen repräsentativ für die Schweiz ist. Die Studienteilnehmenden waren zwischen 18 und 79 Jahre alt, und insgesamt haben sich bis Dezember 2021 88 Prozent mindestens einmal impfen lassen. Diese Zahl ist weit höher als die offizielle des BAG bezüglich der Gesamtbevölkerung.
Die Autoren geben deshalb eine gewisse Einschränkung zu, die der Selektivität der Stichprobe geschuldet ist. Diese beschränkt sich auf Personen mit Online-Zugang, guten Kenntnissen des Italienischen, Französischen oder Deutschen und den Fähigkeiten sowie der Bereitschaft zur Teilnahme an einer Online-Umfrage zur Gesundheit und anderen Themen im Zusammenhang mit der Pandemie. Allerdings: Die relativen Zahlen dürften trotzdem repräsentativ sein. (lak)
Der 15-jährige Überlebende des kollektiven Suizids in Montreux ist ausser Lebensgefahr. Er hat mehrere Brüche erlitten und befindet sich noch im Spital. Er habe derzeit keine Erinnerung an den Tag der Tragödie und keine Angaben zum Hergang machen können.