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Nach einem über zwei Jahre dauernden Auswahlverfahren vergab das SCK•CEN den Auftrag für die technische Vorplanung (Front End Engineering Design, FEED) des Myrrha einem internationalen Konsortium aus der französischen Areva TA SA, der italienischen Ansaldo Nucleare S.p.A und der spanischen Empresarios Agrupados AIE. Die belgische Niederlassung der Grontmij N.V. wird Teile des Auftrages als Unterlieferantin der Areva TA ausführen.
Laut SCK•CEN entwickelten eigene Spezialisten die Auslegung des Reaktors. Der Auftrag im Wert von EUR 24 Mio. (CHF 30 Mio.) umfasse alles, was dieses Team nicht selber ausführen konnte – das heisst die technische Auslegung der Gebäude, der Kühlsysteme sowie der Leittechnik für den Reaktor und den Teilchenbeschleuniger.
Sobald der Auftrag vollendet sei, könnten die ersten Aufträge für die Realisierung der verschiedenen Komponenten von Myrrha erteilt werden.
Der Forschungsreaktor Myrrha ist ein multidisziplinärer Forschungsreaktor. Sein Einsatz umfasst die Transmutationsforschung, die Kernspaltungs- und Fusionsmaterialforschung sowie nukleare Grundlagenforschung. Zudem dient er der Herstellung von Radioisotopen und dotiertem Silizium. Myrrha erfordert eine Investition von rund EUR 960 Mio. (CHF 1180 Mio.). Die belgische Regierung hatte Anfang März 2010 dem Bau in Mol zugestimmt und übernimmt 40% der Finanzierung. Den Rest soll 2014 ein internationales Konsortium aufbringen. Die Inbetriebnahme von Myrrha ist für 2024–2025 geplant.
Quelle
M.A. nach SCK•CEN, Medienmitteilung, 9. Oktober 2013