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Die St. Remigius-Kirche wurde unter der Leitung von Abt Placidus Ackermann 1819-1821 erbaut. Als Ersatz für die alte Kirche im Chilweg ca. 600 m ausserhalb des Dorfes Richtung Burg. Heute steht dort ein Wegkreuz. Der Stil der heutigen Kirche ist klassizistisch, mit Ausnahme des Barock-Giebels. Der Turm hatte anfänglich eine Haube, die mit dem geschweiften Giebel harmonierte. Durch eine Unachtsamkeit brach in der Nacht vom 1. auf den 2. November 1878 Feuer aus. Der Chor und der Turm brannten aus. Nach dem Brand erhielt der Turm den heutigen Spitzhelm.Der Unterhalt der Kirche ist eine dauernde Aufgabe der Kirchgemeinde Metzerlen-Mariastein. 1920 wurde eine Turmuhr angeschafft von der Turmuhrenfabrik Baer in Sumiswald und 1922 eine neue Orgel von der Firma Goll in Luzern. 1962-1964 war eine Aussenrenovation und 1974-1975 eine Innenrenovation. 1997 wurde die Heizung der Kirche an die Holzschnitzelheizung der Einwohnergemeinde angeschlossen. Seit 1945 steht die Kirche unter kantonalem Denkmalschutz. Hier einige Zahlen zur St. Remigius-Kirche:
- 1301 erstmals erwähnt.
- 1643 Bau der zweiten Kirche (ausserhalb des Dorfes).
- 1819 Bau der heutigen Kirche
- 1878 Brand der Kirche
- 1978 Restaurierung der Kirche
Das Fest des Heiligen Remigius von Reims wird am 1. Oktober gefeiert.
Geboren wurde Remigius um 436 bei Läon in Frankreich. Im Alter von 22 Jahren wurde er zum Bischof von Reims ernannt. Unermüdlich wirkte der junge Kirchenmann in den folgenden Jahren für die Ausbreitung des Christentums in Gallien.
Ein herzliches Verhältnis entwickelte sich zwischen ihm und dem Frankenkönig Chlodwig sowie dessen Gattin Chlothilde. Am Weihnachtsfest des Jahres 496 erreichte Bischof Remigius, dass sich Chlodwig l. taufen liess und mit ihm 3‘000 Menschen den christlichen Glauben annahmen. So war die Grundlage geschaffen für eine abendländisch-christliche Kultur und Tradition in Europa. Er gründete verschiedene Bistümer in Frankreich.
Remigius starb nach einem erfüllten Leben im Alter von 96 Jahren. Er liegt begraben in der Kathedrale Saint Remi in Reims.
Später wurde er von der katholischen Kirche heiliggesprochen. Zwischen dem 6. und 11. Jahrhundert, wurde ihm eine Vielzahl von Kirchen geweiht, die bis heute den Namen St. Remigius tragen, wie auch die Kirche von Metzerlen.
Die Innenausstattung besorgte der letzte Bregenzer Wälder Architekt Jodok Friedrich Wilhelm. Der Hochaltar wiederholt die Mischung von Louis XVI und Klassizismus der Wanddekorationen, während die Seitenaltäre und die Kanzel eher dem Empire zugezählt werden können. Die Altarbilder stammen von Paul Deschwanden und die prächtigen Deckengemälde vom Hofstetter Maler Josef Haberthür.