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Der Internationalen Sportgerichtshofs CAS lehnt die Klage von 45 russischen Sportlern und zwei Betreuern gegen ihren Ausschluss von den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang ab.
Die dreiköpfige Ad-hoc-Kommission mit dem Schweizer Bernhard Welten, der ehemaligen australischen Skifahrerin Zali Steggall und der Kanadierin Carol Roberts wies nach zweitägiger Anhörung die zu Beginn der Woche eingereichten Klagen der insgesamt 45 russischen Athleten und zwei Funktionäre gegen den Entscheid des Internationalen Olympischen Komitees wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier der 23. Olympischen Winterspiele in Pyeongchang zurück. Die Nichtberücksichtigung sei nicht als Sanktion, sondern lediglich als Entscheid über eine Teilnahmeberechtigung zu werten, begründete die Kommission ihr Urteil. Das IOC habe das Recht, einen solchen Prozess durchzuführen.
Unter den Klägern waren unter anderen die Olympiasieger Viktor Ahn (Shorttrack), Alexander Legkow (Langlauf), Anton Schipulin (Biathlon), Alexander Tretjakow (Skeleton) und Xenia Stolbowa (Eiskunstlauf). Besonders bitter ist der Ausschluss für Ahn. Der gebürtige Südkoreaner hatte 2006 dreimal Gold für sein Heimatland geholt. Nach einem Streit mit dem südkoreanischen Verband hatte er die russische Staatsbürgerschaft angenommen und in Sotschi drei weitere Goldmedaillen gewonnen.
Damit bleibt es bei 168 Sportlern aus Russland, die vom Internationalen Olympischen Komitee für die Winterspiele zugelassen sind. Diese Sportler starten unter neutraler Flagge und ohne Hymne als Olympische Athleten aus Russland. Im Biathlon wird es bis auf den Mixed-Wettbewerb erstmals keine russischen Staffeln bei den Männern und Frauen geben.
Das IOC hatte in einem aufwendigen Prüfverfahren eine Selektion für russische Sportler getroffen. Aufgrund der Belege für organisierte Dopingmanipulationen an den Winterspielen in Sotschi 2014 hatte das IOC im Dezember vergangenen Jahres das Nationale Olympische Komitee Russlands gesperrt. Demnach konnten russische Sportler nur per IOC-Einladung zu den Spielen nach Pyeongchang gelangen.
Das IOC und die Welt-Anti-Doping-Agentur nahmen das Urteil mit Erleichterung zur Kenntnis, nachdem der CAS vor gut einer Woche die lebenslangen Olympia-Sperren gegen 28 russische Sportler aufgehoben hatte. "Der Entscheid stärkt den Kampf gegen Doping und bringt Klarheit für alle Athleten", hiess es in einer Mitteilung des IOC. Laut dem russischen Vizeregierungschef Witali Mutko ist der Entscheid "verständlich, aber enttäuschend", wie die Agentur "Interfax" meldete. "Es ist schwierig gewesen für den CAS, einen Entscheid zu fällen, nachdem er so unter Druck gesetzt worden ist", so Mutko.