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Teilte seine Höhle mit einem Bären (St. Ursanne JU)
Ort
St. Ursanne
Gedenktag
24. Juli
Ursicinus lebte Ende des sechsten Jahrhunderts, das Todesjahr ist möglicherweise 620. Er soll aus fränkischem Adel stammen und wurde Mönch in Luxeuil, wo er laut Legende auf Kolumban und Gallus traf. Zusammen mit ihnen machte er sich auf in die Schweiz. In einer Höhle über dem heutigen Ort St. Ursanne lebte er dann in einer Höhle, zusammen mit einem Bären. Historisch belegt ist, dass er zu Beginn des siebten Jahrhunderts in den Tälern des Jura unterwegs war.
Geschichtliches
Über seinem Grab entstand ein Kloster, das 847 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird. Im 11. Jahrhundert wird eine Abtei errichtet und die alte Klosterkirche wird Pfarrkirche. 1139 wird die Ortschaft Sancti Ursicini erstmals erwähnt. Im Jahr 1210 erfolgt die Umwandlung der Abtei in ein Chorherrenstift, das dem Fürstbistum Basel unterstand und zu dem das ganze Gebiet des Clos du Doubs gehörte.
Mit der Eröffnung der Bahnlinie Glovelier – Porrentruy trat Saint-Ursanne 1877 erstmals aus seiner Isolation. Die Industrialisierung begann und neue Häuser wurden ausserhalb der Stadtmauern errichtet.
Auch heute noch ist Saint-Ursanne ein hübsches Städtchen, das zu besuchen sich alleweil lohnt.
Video zu 1400 Jahre St. Ursanne von cath.ch (französisch mit deutschen Untertitel)
Spaziergang durch Saint Ursanne und den Berg hinauf zu Ursicins Höhle. Bilder © Barbara Fleischmann