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Abidjan - Die Vermittlungsmission in der Elfenbeinküste hat offenbar einen ersten Erfolg erzielt. Staatschef Laurent Gbagbo sagte zu, ohne jede Vorbedingung an Gesprächen mit seinem Rivalen Alassane Ouattara zur friedlichen Beilegung der Krise teilzunehmen, wie die afrikanischen Vermittler am Dienstag mitteilten.
Wie die Vermittlungsmission der Afrikanischen Union (AU) und der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) zudem erklärte, versprach Gbagbo auch die umgehende Aufhebung der Blockade des Hotels, das seinem international als Wahlsieger anerkannten Rivalen als vorübergehender Regierungssitz dient.
Weiter hiess es in der Erklärung, Ouattara sei bereit, Gbagbo einen "würdigen Abgang" zu ermöglichen, wenn dieser die Wahlergebnisse der unabhängigen Wahlkommission anerkenne. Diese hatte Ouattara zum Sieger erklärt, was von Gbagbo nicht anerkannt wurde.
Der Kommissionspräsident der Ecowas, James Victor Gbeho, betonte, die militärische Intervention bleibe auf dem Plan, sollte es nicht gelingen, einen friedlichen Ausweg aus der Krise zu finden.
Der kenianische Regierungschef Raila Odinga sowie die Präsidenten Benins, Sierra Leones und der Kapverden waren am Montag nach Abidjan gereist, um mit Gbagbo und Ouattara zu sprechen.
Anschliessend waren sie in die nigerianische Hauptstadt Abuja weitergereist, um Nigerias Staatschef Goodluck Jonathan, der derzeit den Vorsitz der Ecowas führt, über die Gespräche zu informieren. In Abuja wurde die gemeinsame Erklärung veröffentlicht.
Outtara lehnt Treffen ab
Odinga sagte in Abuja, Gbagbo und Ouattara hätten beide unter "bestimmten Bedingungen" einem persönlichen Gespräch zugestimmt. Ein Berater Ouattaras wies die Angaben Odingas jedoch umgehend zurück: Diese seien "vollkommen falsch", sagte Ali Coulibaly der Nachrichtenagentur AFP.
Odinga habe den Vorschlag für ein Treffen gemacht, dieser sei aber von Ouattaras Seite "entschieden abgelehnt" worden. Ouattara habe seine Haltung nicht geändert, dass er der rechtmässige Präsident sei und Gbagbo "gehen" müsse. Ouattara hatte bereits am Montagabend erklärte, die Zeit für Gespräche sei beendet.
SDA-ATS