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(29.04.2020) Es ist zu befürchten, dass die Folgen der COVID-19-Krise mit einer gesalzenen Rechnung zu Buche schlagen. Laut der Konjunkturforschungsstelle KOF könnten sich die Kosten der Pandemie für die Wirtschaft in der Schweiz zwischen März und Juni auf CHF 35 Milliarden belaufen. Diese Kosten sind auf die globale Wirtschaftslage zurückzuführen.
Angesichts der Tatsache, dass die Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben in der Schweiz zum Erliegen gekommen sind, hat die KOF vier Szenarien erstellt, um das Ausmass der Wirtschaftskrise, die das Land durchzieht, einzuschätzen. Die Forschungsstelle prognostiziert je nach Szenario einen Verlust der Wertschöpfung zwischen CHF 22 Milliarden bei der optimistischsten und CHF 35 Milliarden bei der pessimistischsten Variante.
Geht man von einem positiven Szenario aus, beläuft sich der relative Verlust auf 9%, gemessen an der normalen Wirtschaftsproduktion im selben Zeitraum. Dieser Verlust könnte auf 15% steigen, wenn man von schlechteren Entwicklungen ausgeht: eingefrorene Märkte über zwei Monate hinweg und ein Einbruch der internationalen Wirtschaftsproduktion um 17%. Bei einem solchen Szenario würde der Lockdown die Schweiz CHF 1,2 Milliarden pro Woche kosten.
Allerdings hängt die Situation hierzulande hauptsächlich von den internationalen Entwicklungen der Krise ab. So schätzen die Experten der KOF, dass sich zwischen 44 und 71% der Kosten für die Volkswirtschaft aus dem internationalen Umfeld ergeben. Zum Vergleich: Die in der Schweiz beschlossenen Massnahmen machen je nach Schätzung 19 bis 45% der Kosten aus.
Obwohl alle Wirtschaftszweige betroffen zu sein scheinen, leiden der Handel, der Verkehrssektor und das Gastgewerbe besonders. In diesem Bereich könnte die COVID-19-Pandemie zu einem Verlust der Wertschöpfung zwischen 15 und 25% führen.
Letzte Änderung 29.04.2020