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Südkorea hat die weltweit fortschrittlichste Infrastruktur zur Entsorgung von Lebensmittelabfällen entwickelt. Die Entsorgung von Lebensmittelabfällen kann eine Belastung für die Wirtschaft darstellen, produziert aber auch Futtermittel, Dünger und Biogas für die Beheizung Tausender Haushalte.
In der südkoreanischen Küche fallen viele Essensreste an, da die Hauptgerichte oft viele Beilagen wie Tofu, Kimchi und Sojasprossen enthalten. Diese würden normalerweise auf der Mülldeponie landen, wenn dies nicht illegal wäre. Im Jahr 2015 beschloss die Regierung, diese Praxis zu verbieten, da das Land aufgrund seines bergigen Geländes nicht für den Bau von Deponien geeignet ist.
Aufkleber für Sonderbehälter können von Restranteuren bei den Kommunen erworben werden. Sobald diese voll sind, werden sie eingesammelt und zu spezialisierten Sammelstellen gebracht. 90 % dieser Abfälle fallen an.
Den Lebensmitteln, die in den Recyclinganlagen landen, wird die Feuchtigkeit entzogen und sortiert, dann getrocknet und zu einem schwarzen, schmutzähnlichen Material gebacken, das sogar nach Schmutz riecht. Dies ist ein protein- und ballaststoffreiches Futter für monogastrische Tiere wie Hühner oder Enten.
Der Kreislauf setzt sich fort, indem das aus dieser Nahrung zurückgehaltene Wasser dann in einem chemischen Prozess verwendet wird, um eine Mischung aus CO₂ und Methan zum Heizen von Häusern herzustellen. 3.000 Häuser in einem Vorort von Seoul – Goyang – werden mit dieser Methode beheizt. Das verbleibende Material wird als Dünger verwendet und an Bauernhöfe verschifft. Der Wasserinhalt wird zu Reinigungsanlagen geleitet, wo er in Wasserversorgung oder Bäche eingeleitet wird.
Dieser gesamte Prozess kostet das Land jährlich rund 600 Millionen US-Dollar. Städte wie New York City möchten in Zukunft ein ähnliches System einführen.