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abgeschlossen
Natürliche Felsbecken werden zu Wasserreservoirs ausgebaut
Das Projekt hat zum Ziel, die Gesundheit und Lebensumstände der Bevölkerung in fünf Dörfern im Südsudan durch folgende Massnahmen nachhaltig zu verbessern:
- Durch die Nutzung natürlicher Felsformationen zu Wassersammelbecken und dem Bau von Wasserspeichern wird der Zugang zu sauberem Trinkwasser auch während Trockenzeiten verbessert und die Arbeitslast für Frauen und Kinder reduziert.
- Methoden zur Verbesserung der Wasserqualität werden eingeführt.
- Die Siedlungs- und Haushalthygiene wird durch Latrinenbau und Sensibilisierungsarbeit verbessert.
Projektziele und Auswirkungen
Der Südsudan wurde am 9. Juli 2011 offiziell als 54. Staat Afrikas gegründet, nachdem eine grosse Mehrheit der Bevölkerung an der Wahlurne für die Unabhängigkeit vom Rest des Landes stimmte. Die Staatsgründung ist der Höhepunkt eines Friedensprozesses nach dem zwei Jahrzehnte dauernden Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden des Sudan.
Der jüngste Staat der Geschichte steht vor sehr grossen Heraus-forderungen:
Er muss sich als eigener Staat organisieren und versuchen, landesinterne Stammeskonflikte zu überwinden und auch verschiedene noch offene Streitpunkte mit der Regierung im (Nord-) Sudan klären: Die genauen Grenzen müssen festgelegt und wichtige Abkommen zur wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit ausgehandelt werden.
Wegen des Referendums im Januar reisten Tausende im Norden lebende Südsudanesen in die Städte des Südens, um dort ihre Stimme abzugeben. Einige verbanden die Wahl mit einer endgültigen Rückkehr. Dieser plötzliche Bevölkerungszuwachs stellt den Südsudan, wo die Armutssituation an sich schon sehr prekär ist, vor zusätzliche Herausforderungen. Die Nahrungsmittelproduktion im Süden liegt weit unter dem landwirtschaftlichen Potential, Mangelernährung ist weitverbreitet und in schlechten Erntejahren herrscht Hunger.
Der lange Krieg verhinderte bis vor wenigen Jahren jede Art von Entwicklung im Süden. So haben zum Beispiel nur gerade 35 % der Bevölkerung des Südsudans Zugang zu sauberem Trinkwasser. Fehlende Hygiene und mangelhafte Kenntnisse über die Zusammenhänge zwischen verschmutztem Wasser und Krankheiten haben eine der höchsten Kindersterblichkeitsraten zur Folge. Wasser wäre zwar in vielen Gebieten verfügbar, aber die Infrastruktur ist nicht vorhanden, um das insbesondere in der Regenzeit reichlich vorhandene Gut zu speichern und zu nutzen.
Solidarische Gemeinde(n):
- Zell/
Dank dieser Unterstützung konnten wir dieses Projekt erfolgreich finanzieren!
Projektdetails
Anzahl Begünstigte Trinkwasser: 7500 Personen
Anzahl Begünstigte Sanitäre Anlagen: 650 Personen
Projektdauer: 02.2011 – 08.2012
Organisation: Caritas Schweiz
Beantragte Mittel via SES: 532’844 CHF
Gesammelter Solidaritätsbeitrag: 3’000 CHF
Empfehlung durch Aguasan:
Das Projekt wird zur Finanzierung empfohlen. Das Projektgebiet liegt in einer Armutszone und der Zugang zu Trinkwasser sanitären Einrichtungen hat eine hohe Relevanz. Die Erfahrung von Caritas und ihren lokalen Partnern gewährleisten eine gute Projektdurchführung und die Risiken werden als minim eingestuft. Die geplanten Begleitmassnahmen garantieren eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die gebauten Infrastrukturen nachhaltig bewirtschaftet werden und zudem hat die Regierung ihre Unterstütztung für künftige Reparaturen zugesagt.