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Montreux, Schweiz. 5. Juni 2016. Die Türkei und die Niederlande liefern sich einen erbitterten Kampf um die Bronzemedaille am 31. Montreux Volley Masters. Nach vier nervenaufreibenden Sätzen bezwingen die Türkinnen schliesslich ihre Kontrahentinnen 3:2 (25-21, 16-25, 15-25, 22-25).
Das eindrückliche Kräftemessen im ersten Satz liess keine Zweifel darüber, dass sich zwei Weltklasse-Mannschaften gegenüberstanden. Das Spiel der Türkinnen liess jedoch nach den ersten vier Punkten nach, weil sie unter anderem mit schwierigen Abnahmen zu kämpfen hatten. Doch die türkische Mannschaft konnte sich nach dem ersten Timeout sammeln und trickste ihre Gegnerinnen mit langsamen Spielzügen. Dabei verringerten die Damen vom Bosporus den Punkteunterschied, schafften es aber bis in die Hälfte des ersten Satzes nicht, die Holländerinnen aufzuholen. Nach dem zweiten Timeout für die Türkei legten die Schützlinge von Ferhat Akbas noch einen Zacken zu. Der Wechsel im Rhythmus machte sich langsam bezahlt und schliesslich konnte die Türkei 21-22 den niederländischen Vorsprung fast eliminieren, bevor die Holländerinnen nach ihrem ersten Timeout wieder zurückschlugen. Den ersten Satz gewann die Niederlande 21-25.
Im zweiten Satz hatte die türkische Equipe ihr Comeback und landete in den ersten vier Rallies schmerzhafte Treffer gegen ihre Kontrahentinnen. Einen ausgezeichneten Einsatz bewies die Libero-Spielerin Kerstin Knip mit einem waghalsigen Save, doch auch die besten Anstrengungen der Niederländerinnen konnten zunächst keine Erfolge zeitigen. Die Mitteleuropäerinnen waren aber mehrmals kurz davor, den türkischen Vorsprung zu brechen, nur um erneut Treffer zu kassieren. Ab der Mitte des Satzes hatte sich ein klarer Graben gebildet, den die Niederländerinnen bis zum Ende nicht überwinden konnten. Den set point schlug die wing spiker Fatma Yildirim - die Türkei entschied diesen Satz für sich 25-16.
Der dritte Satz begann erneut mit bitteren Rückschlägen für die holländische Mannschaft, denn die Türkinnen konnten rasch einen Fünfpunktevorsprung aufbauen. Mit der richtigen Mischung aus langen Sets und unerwarteten, präzisen Angriffen rannten die Sultaninnen ihren Kontrahentinnen davon. Die Oranjes taten sich dagegen schwer damit, auf die elaborierten türkischen Manöver zu antworten. Nicht nur einmal fand sich nach einem niederländischen Block der Ball auf der falschen Seite wieder. Die Türkei wiederholte den Erfolg des zweiten Satzes und schloss auch den Dritten 25-15.
So schien es zunächst auch für die Niederländerinnen weiterzugehen. Doch die Mannschaft unter der Führung von Trainer Gil Ferrer Cutino schaffte es, das Ruder herumzureissen. Die Abnahmen der Holländerinnen verbesserten sich, die Smashs fanden nun endlich Lücken in der Verteidigung der Türkinnen. Der Satz entwickelte eine unvorhergesehene Dynamik, denn keine der beiden Mannschaften einen nennenswerten Vorsprung erspielen, ohne dass die andere Seite diesen wieder wettmachen konnte. Nachdem die Türkei die Niederlande bei 24-22 zu überflügeln schien, gelangen den Spitzensportlerinnen aus dem Land der Windmühlen, ihre Kontrahentinnen fast einzuholen - doch der letzte türkische Block bewies sich als unüberwindlich, so dass die Türkei den entscheidenden Satz 25-22 für sich entscheiden konnte.