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Das allerschönste im Leben ist, für etwas zu kämpfen was man liebt.
Über mich
Überraschender Sportartenwechsel und schnelle FortschritteAls Kind war ich sehr polysportiv und übte verschiedene Sportarten aus. Meine Eltern fuhren mit mir Ski, nahmen mich auf Biketouren oder Wanderungen mit und verbrachten viele Sonntage am Rande des Fussballfeldes. Ich entschied mich aber dann für die Sportart Ski Alpin, wo ich nationale und internationale Wettkämpfe bestritt. Schon früh stellte sich heraus, dass ich über sehr gute läuferische Fähigkeiten verfüge und somit waren die Resultate des Sommertrainings erfreulicher als jene auf der Piste. Im Alter von 15 Jahren entschied ich mich dann für den Wechsel zum Langlaufsport, ohne dabei jegliche Verbindung zu diesem Sport gehabt zu haben. In der Zeit, wo ich am Hochalpinen Institut in Ftan das Gymnasium besuchte, konnte ich von optimalen Trainingsbedingungen profitieren und schnell Fortschritte erzielen. Schon bald schaffte ich es in die Auswahl des Bündner Skiverbandes und später den Sprung ins nationale Juniorenkader von Swiss Ski.
Sportliche und berufliche LaufbahnNach einem Jahr mit C-Kader Status folgte der Sprung ins B-Kader und zwei weitere mit C-U24 Kaderstatus. In der Saison 18/19 fehlte mir dann leider die Konstanz, und doch gehörte sie mit einem 2. Platz beim Continental Cup sowie zwei Silbermedaillen bei den Schweizermeisterschaften zu meiner bisher erfolgreichsten. Für die kommende Saison wurde ich nicht mehr fürs nationale Kader berücksichtigt. So begann ich, verschiedene Anpassungen und Umstrukturierungen vorzunehmen um mir optimale Bedingungen schaffen zu können. Ich verlegte meinen Trainigsstandort von Davos ins Engadin und begann mit einem Tourismusstudium an der HFT GR in Samedan. Ich habe mich bewusst dazu entschlossen, auf beruflicher Ebene einen Aufbau zu starten, um mir die nötige Sicherheit zu geben und auch im Kopf eine Balance zu finden. Für das praktikumsbezogene Studium habe ich zudem eine Anstellung am Hochalpinen Institut in Ftan in Angriff genommen. Ich genoss das Wechselspiel zwischen Schule, Arbeit und Sport und mochte die Herausforderung. Obwohl ich meine Aufmerksamkeit auf weitere Bereiche gerichtet habe, war mein Handeln stets dazu bestimmt, für den Sport das optimale herauszuholen. In dieser Zeit konnte ich mich als Mensch stark weiterentwickeln. Ich habe gelernt was es heisst, die Zeit optimal zu nutzen, effizient zu sein und Dinge bewusster wahrzunehmen. Die Saison 19/20 verlief erstaunlich gut, der Plan schien aufzugehen. In dieser Saison konnte ich eine Konstanz erreichen, sowie ich sie zuvor noch nie gefunden hatte. Leider nahm die Saison dann mit zahlreichen Wettkampfabsagen ein abruptes Ende...
Im Frühling wurde ich erstmals in meiner Karriere mit einer Verletzung konfrontiert und musste lernen, mit dieser neuen Situation umzugehen. Ein Bänderriss am linken Fuss schränkte mich über einen längeren Zeitraum im Trainingsalltag ein. Ich konnte über Monate hinweg meine grosse Leidenschaft, das Laufen, nicht ausüben. Diese Disziplin zähle ich zu einer meiner Stärken und so war die Enttäuschung, keine Laufwettkämpfe bestreiten zu können, doch gross. Das Studium nahm mit zahlreichen Semesterprüfungen im Herbst viel Zeit in Anspruch sodass das Training begann, vermehrt darunter zu leiden. Die Trainingseinheiten wurden kürzer und intensiver, die Zeit war knapp. Leider habe ich zu spät gemerkt, dass ich psychisch sowie physisch komplett ausgelaugt war. Der Einstieg in die Saison verlief alles andere als wunschgemäss. Ich fühlte mich leer, verkrampft und nicht bereit. Nach mehreren Wochen mit enttäuschenden Wettkämpfen musste ich mir eingestehen, dass ich eine richtige Pause brauchte. Diese habe ich mir, inmitten der Saison, dann genommen. Mit einem kleinen Trost bei den Schweizermeisterschaften Ende Saison hakte ich diese Saison dann endgültig ab.
In einer Krise bieten sich immer auch Möglichkeiten und Chancen. Es musste wohl soweit kommen, damit ich verstand, dass ich nicht alles aufs Mal schaffen konnte. Aus Fehlern lernen und in Zukunft besser machen, lautet die Devise.
Ich konnte einige Änderungen und Optimierungen vornehmen und die Bedingungen so schaffen, dass sie für mich stimmen.
Mein WarumDie sportliche Laufbahn ist herausfordernd und es werden einem viele Dinge erschwert, wenn man nicht in einer Verbandsstruktur gefördert wird. Ich organisiere alles selbst, baue mir mein eigenes Trainingsumfeld auf und muss die finanziellen Mittel dazu auftreiben. Viele Fragen sich, warum ich das eigentlich noch mache. Die Antwort ist einfach: Weil ich diesen Sport so liebe! Ich liebe das Leben als Langläuferin und sehe es als grosses Privileg, dass ich jeden Tag das tun kann, was ich am allerliebsten tue. Ich habe die besten Leute in meinem Umfeld die mich dabei unterstützen und das grosse Glück, die Möglichkeit dazu zu haben, meinen Traum zu leben. Ich bin ehrgeizig, zielstrebig und willensstark. Ich bin nach wie vor bereit, jeden Tag das Beste zu geben, um eine bessere Athletin zu werden. Ich bin überzeugt, dass ich mein Potenzial noch nicht ausschöpfen konnte und hungrig herauszufinden, wie schnell ich noch werden kann.
Ich kann mich noch an den Tag erinnern, wo ich den Anruf bekam, dass ich für die kommende Saison keine Seletion fürs Kader mehr erhielt. Bei mir stellte sich nicht die Frage, ob es weitergehen soll, sondern wie? Ich nahm mir Stift und Block und begann zu planen. Das innere Feuer brennt nach wie vor und ich denke, dass ist das Entscheidende. Das Enddatum meiner Karriere soll nicht von einer Verbandsstruktur bestimmt werden, sondern von mir selbst. Das andere an mich glauben, kann hilfreich sein. Aber das Wichtigste ist, dass ich selbst an mich und meine Fähigkeiten glaube. Und das tue ich nach wie vor. Die innere Überzeugung, die liebe zum Wettkampfsport sowie die Bereitschaft, alles dafür zu geben, sind vorhanden. Und das Allerwichtigste: Ich liebe, was ich tue!
Erfolge
Resultate Winter
20/21 DamenIn dieser Saison konnte ich wegen gesundheitlichen Gründen keine erwähnenswerte Resultate erzielen.
19/20 Damen
Konstanz und Fortschritte im Distanzbereich - FIS-Distanzpunkte (86.43) am tiefsten bisher