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Seine Anti-Kriegsschrift besitzt gerade heute brisante Aktualität: Mo Ti fordert eine absolute Moral wie Mord an Einzelnen müsse auch Völkermord angemessen bestraft werden. Besonders durch Angriffskriege erntet der Angreifende am Ende mehr Verlust als Gewinn an Mensch und Material. Oft folgen Unruhen im eroberten Gebiet oder Zusammenschlüsse umliegender Staaten gegen den wachsenden Eroberer. Mo Ti bekräftigt seine Thesen durch historische Beispiele von »guten« und »schlechten« Führern, die er gegenüberstellt. Er vertritt dabei jedoch keinen puren Pazifismus: Legitim sind für ihn Bestrafungen Aufständischer sowie solidarische Widerstände kleinerer Staaten gegen Aggressoren. Der Grundton Mo Tis zielt dabei auf Vorbildlichkeit ab, mit der man andere sowohl auf politischer, wirtschaftlicher als auch zwischenmenschlicher Ebene für sich gewinnen soll.
Portrait
Über Mo Tis Leben ist nicht viel bekannt vermutlich lebte er im 5. Jahrhundert v. Chr. im Staat Lu, der Heimat Konfuzius´. Mo Ti folgte aller Wahrscheinlichkeit nach einer kurzen Beamtenlaufbahn, führte wohl aber recht bald ein Wanderleben. Das sein Namen tragende und hier in der Übersetzung von Helwig Schmidt-Glintzer vorliegende Buch wurde wahrscheinlich nach Mo Tis Tod von dessen Schülern und basierend auf seiner Lehre niedergeschrieben.