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Die Eptinger waren einst im Gebiet des heutigen Kantons Basel-Landschaft eines der einflussreichsten Adelsgeschlechter. Einer ihrer Stämme hatte seinen Sitz zu Pratteln, wovon heute noch das Schloss als Wahrzeichen des Dorfes kündet. Nebst dern Schloss im Dorf gab es bis zum Erdbeben von 1356 auf dem nahen Adlerberg auch die Burg Madlen, welche ebenfalls ein Sitz des Rittergeschlechts war, Die Burg wird erstmals 1288 erwähnt, als ein Gottfridus de Eptingen dictus de Madlen senjor in einer Urkunde als Zeuge auftritt. In den Ruinen dieser Burg wurden bei Ausgrabungen durch die Armee 1939/40 zwei der in der Schweiz sehr seltenen Topfhelme gefunden.
Unser Ritter trägt auf dem Arm einen der Topfhelme, versehen mit Helmaufsatz (Zimier), welcher das Horn der Eptinger von Madlen zeigt, Auf dem Kopf trägt er eine Beckenhaube versehen mit einer Kettenhaube sowie einem herunterklappbaren Nasenschutz. Darauf konnte zusätzlich der Topfhelm aufgesetzt werden. Über seinem Kettenhemd trägt er den Waffenrock, welcher vorne auf dem Schoss den Adler der Eptinger zeigt. Der darüber getragene Brustpanzer bietet zusätzlichen Schutz. Die Rüstung des Ritters wird ergänzt durch Ellbogenpanzer, Panzerhandschuhe und Seinschienen mit Schnabelschuhen.
Dass die Topfhelme der Ritter von Madlen auch im Kampf getragen wurden, lässt sich daraus folgern, dass der ältere der beiden Helme eine Beschädigung von einer Turnierlanze aufweist und der jüngere auf der linken Wangenseite provisorisch repariert wurde. Diese Art Helm verschwand im 14. Jahrhundert allmählich zugunsten von Modellen, die mehr Sichtfeld boten.
Roger Rebmann, Basel