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Wer sind wir?
Ende der vierziger Jahre entwickelte Charles E. Nicholson die 5.5m Formel. Daraus entstand eine außergewöhnliche, bis heute aktive internationale Klasse. Einführung in die Konstruktionsformel (Ed. Berndt jr.)
Es handelt sich um eine Entwicklungsklasse, den 6 m, 8 m und 12 m vergleichbar. Im Durchschnitt beträgt die Verdrängung 1,9 t, die Segelfläche 29 m² und die Länge 9,5 m. Die Boote sind ohne weiteres trailerbar. Ob mit 3er Crew in der Wettfahrt oder Einhand sind die Boote sicher zu segeln.
Der 5.5er war 1952–1968 Olympiaklasse und fand große Verbreitung. An der jährlichen WM sowie an verschiedenen Landesmeisterschaften nehmen rund 40 Boote teil und jährlich kommen Neubauten dazu.
Es handelt sich nicht nur um eine Yacht, sondern jeweils um eine Geschichte, entstanden aus dem Wunsch des Besitzers und den Ideen, die der Architekt daraus entwickelt hat. Oft entsteht daraus ein Einzelstück. Und wie die Yacht erstmals zu Wasser gelassen wird, werden Sie sich ihrer schlanken Linien erfreuen – sie zu segeln wird Sie nur darin bestätigen können, die richtige Wahl getroffen haben! Und last but not least: Ein wichtiger Pfeiler für die Qualität dieser einzigartigen Bootsklasse ist der herrschende Klassengeist, der warm, freundschaftlich und offen ist.

Geschichte der Klasse
Charles E. Nicholson entwickelte Ende der 40er
Jahre, in Anlehnung an die mR Formel, eine
neue Rennformel und baute 1949 auf
seiner Werft den ersten 5.5er, K-1 ”The Deb”.
Schon im gleichen Jahr beschloss die I.Y.R.U.
- die Vorläuferin der ISAF – den Internationalen
Status der Klasse, bald gefolgt von dem
Beschluss, die 5.5er als Olympiaboot zuzulassen.
Zu den erfolgreichsten Designern in Olympischen
Zeiten gehörten Arvid Laurin, Arthur
Robb, Bjarne Aas, Henri Copponex, Raymond
Hunt, Alfred E. Luders, Britton Chance jr., allen
voran aber - mit den mit Abstand meisten
erfolgreichen Booten - die Ingenieurfirman
Bröderna Ohlson AB von Carl-Erik und
Einar Ohlson aus Schweden. Von den vielen
Werften, die sich mit dem Bau von 5.5ern
beschäftigt haben, sind dabei die Kungsörs
Båtvarv AB von Oscar Schelin und Hermann
Egger aus der Schweiz als herausragend zu
nennen.
Dem 5.5er folgte nach fünf Olympiaden eine
Einheitsklassenkonstruktion, der Soling, als
neues Olympia 3-Mann Kielboot. Die meisten
Eigner blieben beim 5.5er, einige Segler wechselten
zur Soling Klasse, andere, wie Ted Turner
und Rbin Aisher, segelten auf den neuen IOR
Yachten um den Admirals Cup, der seit den
70ern zum seglerischen Top-Ereignis wurde.
Die Höhepunkte in der jeweiligen 5.5er Regattasaison
sind seitdem die 1961 erstmals ausgerichteten
Weltmeisterschaften und die damit
verbundene Austragung der Regatten um den
vom Finnischen NJK gestifteten Scandinavian
Geschichte der Klasse
Gold Cup. Dazu kamen der Royal Kaag Classic
Cup und jüngst der Hankö Evolution Cup.
In den Jahren, in denen die Weltmeisterschaften
in Übersee stattfinden, werden zusätzlich
Europameisterschaften organisiert.
Massgeblichen
Anteil an der weiteren Entwicklung der
Klasse in der nacholympischen Zeit haben die
Segler der Schweizer Flotte. So initiierte Thomas
Sprecher in den 70er Jahren den Bau von
acht Booten, deren Schalen im Vakuumverfahren
bei Sommerfeld gebaut wurden. Die neue
Bauweise ergab äusserst stabile und leichtgewichtige
Rümpfe, die dazu noch günstiger als
die der traditionell geplankten Boote waren.
Die jüngeren und die aktuellen Konstruktionen
sind anspruchsvolle High-Tech Boote. Die
Linien des modernen 5.5er wurden zum Maximum
gestreckt, der Kiel ist kleiner geworden
und hat eine mechanisch verstellbare Trimmklappe
mit Flügeln. Die Rümpfe werden mit
Glasfaser/Epoxid Komposite und der Mast aus
Carbonfasern gefertigt.
Unabhängig vom gewählten Baumaterial und
dem Alter der Boote, sind es aber letztlich die
formelbedingte Attraktivität und das resultierende
exzellente Segelverhalten der 5.5er,
die zusammen mit der langjährigen Verbundenheit
der Segler diese Klasse so einzigartig
machen.
Die aktivsten 5.5er Flotten kommen heute aus
der Schweiz, Norwegen, den Bahamas, Australien,
Finnland, Deutschland, den Niederlanden,
Frankreich, Italien und Österreich. Neue
Entwicklungen gibt es in Schweden, den USA,
Canada und in Dänemark.

Flotte
Die Schweiz besitzt die wichtigste 5.5m Flotte. Die Swiss Open Championship bringt jeweils gut 40 Boote an den Start. Dazu kommen 5 Schwerpunktregatten mit gegen 30 Boote, sowie lokale Regatten und Langstreckenregatten, an denen sich immer wieder 5.5er auf Spitzenrängen finden. Die meisten Neubauten stammen aus der Schweiz. So entstehen pro Jahr zwei bis vier neue Einheiten, zumeist nach Plänen von S. Schmidt und D. Peterson.
In den Niederlanden und Deutschland wurden innerhalb der letzten Jahre eine aktive Flotte von jeweils mehr als 30 Boote ins Leben gerufen. Jährliche Meisterschaften und Cup's finden auch in Norwegen, Italien und Frankreich statt. Regelmäßig nehmen Boote aus Finnland, Australien, Österreich und den Bahamas teil.
An internationalen Regatten (WM, EM, Nationale Meisterschaften) wird jeweils in drei Kategorien gesegelt: Classic (Design bis 1970), Evolution (Design bis 1993) sowie Modern (Design ab 1994).
Hinzu kommt der über 100-jährige Scandinavian Gold Cup an der jeweils die Landesmeister pro Nation gegeneinander antreten, und der Royal Kaag Classic Cup an dem seit 2006 alle Classic Boote antreten dürfen. Ergänzt wird diese traditionelle Regattaserie ab 2009 durch den Hankø Evolution Cup.
Seit 2012 gibt es den 5-Nations-Cup, um den die 5.5er bei Nationalen Top-Regatta-Events - die nicht eine Welt- oder Europameisterschaft sind - segeln und zum Saisonende werden dann die besten 5.5m Boote (Modern, Evolution, Classic) im Low-Point Verfahren ermittelt. Drei der fünf Länder sind gesetzt (GER, SUI, NED). Für die zwei weiteren Positionen können sich wechselnde Nationale 5.5m Klassenvereinigungen bewerben, um mit ihren Regatten in die Wertung zu kommen. Die Entscheidung über die Vergabe der Plätze und die Auswahl der jeweiligen Regatten liegt beim Stifter der Wanderpreise.

Was bieten wir?
Spannung...
Action...
Taktik...
Herausforderung...
Freude...

Wir sind stolz auf diese hervorragenden Boote und würden Sie gerne in unserer Mitte herzlich willkommen heissen!

Juni 2016
swiss open subcontest
(von 5.5 SUI 201 Tobi)
Apéro - im Restaurant du Cercle de la Voile Grandson.
AK fragt mich – machst du auch mit - wir sind schon zu fünft.
Was ist denn?
Weisst du, die mit den schönen blauen Augen.
Du hast drei Namen zur Verfügung, wähle, rate, wie sie heisst.
Wer denn? Ja komm jetzt, die von der Jury.
Ah, hat die blaue Augen?
Also: Jeannine – AK schaut auf den Zettel - nein geht nicht, ist
schon da (der Name). Jeanette – ok geht, Colette – gut geht
auch – Jaqueline ok gut. Es wird notiert.
Ja und wieso denn?
Ist nicht genau definiert, ev kann man sie dann interviewen.
Das ist die, die mit dem Boot immer hinterherfährt und schaut,
wenn du auf der Bahn in einer Situation bist.
Ich schau eben nie zurück.
Eventuell könnte man ja einen Protest provozieren.
Christoph Burger steht nun neben unserem Tisch.
Machst du auch mit? So AK.
Um was geht’s denn?
Du hast drei Namen frei, weisst du, die mit den blauen Augen,
rate wie sie heisst.
Sie heisst Céline.
Ja, okay, geht - zweiter Name? Si heisst Céline i kenn se.
Once more: Burger – er ist es!
Ev. hat er ganz einfach die sailing instructions genau gelesen.
Sonst no news.
Frage an Jürg Menzi – wieso ist dein Boot so schnell? Kiel?
Ein Lächeln.
Frage an Christof Wilke – was ist neu am 228? Er lächelt.
Man meint der Kiel sei länger + flap länger => mehr Wölbung.
April 2016
(von 5.5 SUI 201 Tobi)
5.5 SUI 228
Jürg Menzi’s neues Boot - natürlich von Wilke gebaut ist unwiderstehlich schnell
was ist neu? Man weiss es nicht – der Kiel schaut optisch sehr gut aus …
5.5 SUI 222 => GER 93 (ex Menzi)
Neuer Eigner: Hannes Waimer.
Hannes, wieso kaufst du dieses Boot? Es war günstig, so seine Antwort. Nachfrage bei Markus Mehlen, project engineer bei Premier Composite. Wir bauen die Drachen 2.0, so können wir auch 5.5er bauen, seine Antwort. Ahaa …. (Hannes ist managing director bei Premier).
5.5 SUI 211
Neue Eigner G. Prapopoulos und S. Pfändler (ex 5.5 SUI 194).
5.5 SUI 194
Neuer Eigner Niels Allemann
Das Boot bleibt in der Schweiz – sieht man es an Regatten? Ja, so Niels.
5.5 GER 79 => DEN 19
Das ist ehemals ODLO – ehemals Mission Possible - Markus Wieser verkauft sein Boot.
WM 2016 ist in Kopenhagen
5.5 BAH 22
Gavin McKinney holt das Boot aus dem storage room! Ex NOR 66 ex FIN 50, schnelles Boot von Wilke 2008.
Ja, die WM 2017 ist auf den Bahamas