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Maigret verliert eine Verehrerin
Sämtliche Maigret-Romane Band 22
Aus dem Französischen von Ingrid Altrichter
Die junge Cécile ist bekannt am Quai des Orfèvres. Jeden Morgen wartet sie geduldig auf Kommissar Maigret und berichtet ihm von wunderlichen Dingen, die nachts in der Wohnung ihrer behinderten Tante geschehen. Stühle werden gerückt, Brieföffner wandern übers Schreibpult. Man lacht über Cécile und zwinkert Maigret vielsagend zu. Als Céciles Tante, eine reiche alte Dame, im Bett erwürgt wird, lacht niemand mehr. Und erst recht nicht, als am selben Tag eine zweite Leiche entdeckt wird – im Besenschrank des Polizeipräsidiums.
Mehr zum Inhalt
Im Haus der behinderten Witwe Juliette Boynet geht es nachts seit einiger Zeit hoch her. Wie von Geisterhand berührt, beginnen Tische, Stühle und sonstiger Hausrat plötzlich ein Eigenleben, stehen am anderen Morgen nicht mehr am gewohnten Platz. So jedenfalls hat es die junge Cécile Pardon, Gesellschafterin und Krankenschwester ihrer Tante, Kommissar Maigret gegenüber bei ihren regelmäßigen Besuchen am Quai des Orfèvres behauptet. Maigret hat den Fall untersuchen lassen, ohne Ergebnis. Sieht Cécile Pardon Gespenster? Am 7. Oktober wartet Cécile erneut geduldig darauf, dass der vielbeschäftigte Kommissar sie empfängt, doch als Maigret sie hereinbitten möchte, ist die junge Frau verschwunden. Allerdings hat sie einen Zettel zurückgelassen. Im Haus in Bourg–de–Reine findet die Polizei die Tante erdrosselt, kurz darauf entdeckt man in einem Wandschrank unweit von Maigrets Büro am Quai des Orfèvres die Leiche Céciles.