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Dies ist aus den weltweit zusammengetragenen Daten und Beobachtungen ersichtlich. Das Wachstum oder Abschmelzen der Eisflächen wird durch die Wissenschafter als Klimaindikator eingesetzt. Der jetzt beobachtete Vorgang wird auch als Zeichen der durch den Ausstoss von Treibhausgasen induzierten Klimaerwärmung betrachtet. Die Gletscher ziehen sich weltweit zurück. In der Schweiz beispielsweise wird geschätzt, dass 40% der von Gletschern bedeckten Fläche und rund 50% des Eisvolumens seit Ende der Kleinen Eiszeit um 1850 verloren gegangen sind. Für den übrigen Alpenraum sind die Verhältnisse ähnlich. In der Antarktis sind kürzlich Eisberge mit einer Fläche von über 10'000 km2 abgebrochen. Bis das Eis an dieser Stelle nachgewachsen ist, dauert es rund ein Jahrhundert. Auch für die anderen Gletscherregionen werden Abnahmen gemeldet.
Wissenschafter des US-Zentrums für nationale Klimadaten (NCDC) erklärten im "Geophysical Research Letters", dass die Erderwärmung in den letzten 25 Jahren so stark zugenommen hat, wie dies erst für das 21. Jahrhundert erwartet worden war. In den Jahren 1997 und 1998 seien während 16 Monaten ununterbrochen neue Durchschnitts-Temperatur-Rekorde aufgestellt worden. Daneben hat sich nach Bericht des Nationalen Ozeanografischen Datenzentrums der USA auch das Wasser der Weltmeere erwärmt, und zwar nicht nur an der Oberfläche, sondern bis 3000 Meter Tiefe. Der mittlere Anstieg liegt zwar nur bei 0,06 Grad innert der letzten 50 Jahre. Angesichts der Wassermasse ergibt dies aber eine sehr hohe Wärmemenge. Der Temperaturanstieg ist im Atlantik im Vergleich zum Pazifik wesentlich stärker. Dies könnte laut den Wissenschaftern einen Zusammenhang mit den grösseren wirtschaftlichen Aktivitäten am Atlantik haben.
Quelle
M.E.