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Es spriesst und gedeiht in Kander- und Engstligtal. Nur mal einige Zahlen: Auf 9900 Hektaren ist hier in den letzten Jahren ein Holzvorrat von zirka 3,5 Millionen Kubikmetern herangewachsen. Das ist ein grösseres Volumen als das der Cheops-Pyramide. Und jährlich kommt ein Überschuss von weiteren etwa 40000 Kubikmetern dazu. Das Oberland ist in Sachen Wald sowieso ein Spezialfall: Würde der Berner Forst auf alle seine Bewohner aufgeteilt, bekäme jeder eine Kreisfläche mit einem Radius von 24 Metern. Im Oberland alleine gerechnet ist dieser Radius aber mehr als doppelt so gross. Dass sich der kantonale Wald in den letzten 25 Jahren um die Fläche des Thuner- und Brienzersees vergrössert hat, liegt vor allem an der Zunahme im Berggebiet.
Das sind gute Nachrichten und auch gute Bedingungen. Wer sagt denn, das alpine Holz solle bloss im Wald oder vor der Hütte sein – und nicht auch in Heizpellets, im Täfer, in Möbeln, Skiern und Paletten, in Dachstühlen, Böden und Geländern? Wer jetzt noch auf das letzte Teak-Holz aus den Tropen setzt, sollte die Zahlen oben jedenfalls noch einmal überdenken – oder wieder einmal einen Waldspaziergang machen.