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Bipolare Störungen verlaufen nicht so günstig, wie man oft annimmt: Im allgemeinen befinden sich die Patienten nur während relativ kurzer Zeit in ausgeglichenem Gemütszustand, und nur eine Minderheit erreicht nach Remission einer manischen Episode wieder ihr ursprüngliches funktionelles Niveau.
Im Bereich der psychischen Gesundheit ist Prävention sehr wichtig. Aus diesem Grund stossen Bestrebungen zur möglichst frühzeitigen Intervention bei psychotischen Störungen auf zunehmendes Interesse. Es ist im Verlauf der letzten zwanzig Jahre in diesem Bereich eine breite Forschungstätigkeit entstanden, und neue spezialisierte Programme sind entwickelt worden, deren Wirksamkeit heute erwiesen ist [1, 2]. Zwar galt bisher das Hauptinteresse der Schizophrenie, es gibt aber Gründe, ähnliche Initiativen auch auf anderen Gebieten der Psychiatrie einzuleiten, namentlich bei bipolaren Störungen. Dieser Beitrag befasst sich:
- mit den Gründen, die eine derartige Entwicklung rechtfertigen;
- mit der Zielpopulation, auf die sich eine Frühintervention bei bipolaren Störungen konzentrieren müsste;
- mit den bereits heute bestehenden Möglichkeiten zur Verbesserung der Früherkennung und zur Optimierung der Behandlung, die man diesen Patienten anbieten kann.
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Conus et al., Swiss Medical Forum 2008 [PDF] (http://www NULL.medicalforum NULL.ch/docs/smf/archiv/de/2008/2008-17/2008-17-067 NULL.pdf)