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Elza Soares war eine der bedeutendsten Sängerinnen Brasiliens. Am Donnerstag (20. Januar) ist sie im Alter von 91 Jahren in ihrer Wohnung, umgeben von ihrer Familie, eines natürlichen Todes gestorben.
Sieben Jahrzehnte sang und komponierte Elza Soares, stand sie auf der Bühne. 34 Platten und CDs hat sie aufgenommen. Für ihre jüngste DVD hat sie noch am 17. und 18. Januar an Aufnahmen gearbeitet.
Für Elza gab es keinen Ruhestand. Ihr Leben war das Singen. Noch in der Woche vor ihrem Tod stand sie im Theather São Paulos auf der Bühne. Ihre Stimme war unverwechselbar. Unverwechselbar war auch ihre Kunst, ihr Publikum immer wieder aufs Neue zu überraschen.
Mit Samba ist sie berühmt geworden. Dabei blieb es nicht. Zum Samba reihten sich Bossanova, Jazz, Reaggy, Rap, Hip hop, Funk. Elza Soares legte sich nicht auf einen Stil fest. Alles was sie wollte, war singen, ihre Kunst leben.
“Me deixem cantar até o fim“ (übersetzt etwa: Lasst mich bis zum Ende singen) soll das letzte Lied gewesen sein, dass sie gesungen hat. Zu hören ist es auch auf ihrer neuen DVD.
Leicht hatte es die Diva mit der markanten Stimme nicht. In ärmlichen Verhältnissen in einer Favela aufgewachsen, hat sie ihr Vater mit zwölf Jahren verheiratet. Mit 13 wurde sie Mutter, mit 21 Witwe.
Vier Kinder musste sie begraben. Zwei sind als Babys an Unterernährung gestorben, eins bei einem Autounfall mit neun Jahren und ihr Sohn Gilson 2015 an einer Krankheit mit 59 Jahren. Ihre große Liebe war der brasilianische Fußballstar Mané Garrincha. Er ist am 20. Januar 1983 gestorben, den gleichen Todestag Elzas.
Während der Militärdiktatur musste sie ins Exil nach Italien. Das hat sie nicht daran gehindert, sich auch weiterhin gegen Ungerechtigkeiten einzusetzen. Noch 2015 hat sie ein Album herausgebracht, das sich gegen die Gewalt gegen Frauen richtet. Während der Pandemie gab sie Shows mit Lives.
Ihre Karriere beschränkte sich nich nur auf Brasilien. Im Jahr 2000 hat sie von BBC London den Titel der besten Sängerin des Jahrtausends erhalten.