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|Title / Titel||Intertextuality in 12th century Byzantine love novels and the self-perception of their authors|
|Abstract (PDF, 14 KB)|
|Original title / Originaltitel||Intertextualität im byzantinischen Roman des 12. Jh. und das Selbstverständnis seiner Autoren|
|Summary / Zusammenfassung||Im Zentrum der Studie stehen die vier byzantinischen Liebesromane des 12. Jh. und ihre kaiserzeitlichen Vorläufer, auf die sie vor allem im Hinblick auf Motivik und Aufbau zurückgreifen.

Die intertextuellen Bezüge innerhalb der Textgruppe des 12. Jh. einerseits und zwischen dieser Textgruppe und den antiken Romanen andererseits werden anhand eines ausgewählten Fragenkatalogs sowohl auf der Ebene der Motive als auch auf der Ebene der Textstruktur (narrative Technik, Sprache, Stil) herausgearbeitet, mit dem Ziel, die Veränderungen in den beiden Textgruppen im Laufe der Zeit nachzuweisen. Die byzantinische Kultur stand immer im Spannungsfeld zwischen Tradition und Neuerung, zwischen Imitation der Antike und Eigenständigkeit. Die erarbeiteten Resultate sollen es ermöglichen, diese Textgruppe präzise innerhalb des beschriebenen Spannungsfeldes zu lokalisieren.
Die gewonnenen Erkenntnisse werden zusammen mit einer Analyse weiterer ausgewählter Werke der vier byzantinischen Autoren auch Aufschluss geben über das Selbstverständnis der Schriftsteller, Intellektuellen und - eventuell sogar - des angesprochenen Publikums jener Zeit, das in erster Linie aus dem Kaiserhof nahestehenden Kreisen bestand. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf das 'kulturelle Kapital' der Autoren gerichtet werden, das heisst auf ihre Bildung, die sich in Form von Wissen, kulturellen Gütern oder Titeln als Bildungsnachweis äussert. Eine grosse Bedeutung kommt dabei der Tatsache zu, dass unter den Komnenen zum ersten Mal eine Gruppe von Berufsschriftstellern fassbar ist, während in der früheren Zeit die literarische Betätigung neben einem anderen Beruf ausgeübt wurde. In diesem Zusammenhang muss auch versucht werden, den Einfluss des Mäzenatentums hochgestellter Persönlichkeiten auf den Literaturbetrieb genauer zu fassen. Die Untersuchung soll demnach nicht nur einen Beitrag zur Literatur- und Gattungsgeschichte sondern auch zur Mentalitätengeschichte dieser Epoche leisten.
|Publications / Publikationen||Ruth E. Harder, Diskurse über die Gastlichkeit im Roman des Theodoros Prodromos, in: Hofmann, H. / Zimmerman, M. (edd.) Groningen Colloquia on the Novel VIII, Groningen 1997, 131-149Ruth E. Harder, Der byzantinische Roman des 12.Jh. als Spiegel des zeitgenössischen Literaturbetriebs, in: Panayotakis, St./Zimmerman, M./Keulen, W. (edd.) 'The Ancient Novel and Beyond', Leiden 2003, 357-369|
|Project leadership and contacts /

Projektleitung und Kontakte

|Funding source(s) /

Unterstützt durch
|SNF (Personen- und Projektförderung)

|Duration of Project / Projektdauer||Jun 2000 to Dec 2013|