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Prof. Luca Borradori hat in seiner Funktion als Präsident der European Academy of Dermatology and Venereology eine Kampagne zum Thema Hautkrebs und Sonnenschutz im Europäischen Parlament in Brüssel eröffnet. Im Fokus der Gespräche mit dem Leiter der Abgeordnetengruppe gegen Krebs, MEP Alojz Peterly, stand die Prävention für Berufstätige, die durch ihre Arbeit im Freien stark gefährdet sind, an Hautkrebs zu erkranken. Betroffen sind 15 Millionen Arbeiter in Europa, die im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung ein mindestens zweimal höheres Risiko haben, einen malignen Hauttumor zu entwickeln.
Die WHO hat UV Strahlung zusammen mit anderen Substanzen wie Plutonium oder Asbest als “Gruppe 1 Karzinogen” klassifiziert. Die Gesetzgebung muss entsprechend angepasst werden, damit Berufstätige, die ihre Arbeit im Freien verrichten, gegen das Karzinogen-UV-Licht in der gleichen Weise geschützt werden können, wie es gegenwärtig schon bei anderen Karzinogenen geschieht. Ziel der Kampagne ist, ein länderübergreifendes Bewusstsein für die Gefahr von Hautkrebs durch fehlenden Sonnenschutz zu erreichen und durch entsprechende Informations- und Schulungsprogramme die Betroffenen zu einer besseren Prävention zu motivieren. Die Implementierung solcher Massnahmen würde die Kosten von mehr als 500 Millionen Euro pro Jahr für die Behandlung berufsbedingter Hauttumoren signifikant reduzieren.