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Meerbusen im O., ist von Wäldern und
Gebirgen erfüllt und wird vom
Ljusneelf durchschnitten. Helsingland zählt (1882) auf 15,940
qkm (289 QM.) 114,831 Einw., welche
Ackerbau und
Viehzucht,
[* 2] Waldwirtschaft und
Jagd treiben.
Die sprechenden Gesichtszüge, die Meisterschaft der Modellierung, die kräftige, klare Färbung erheben dasselbe zu einem
Hauptwerk aller
Zeiten. Nicht ganz auf derselben
Höhe steht das immer noch ausgezeichnete große
Bild:
die Vorsteher des
Amsterdamer Schützenkorps (1657), von dem sich eine kleinere, von dem
Künstler 1658 gemalte Wiederholung
im
Louvre befindet. Die Behandlung ist hier schon zahmer, die
Farbe minder kräftig. Diese
Richtung bekommt später immer mehr
die Oberhand, so daß wir Helst zuletzt einer ziemlich kraftlosen, selbst manierierten Auffassung huldigen sehen.
Porträte
[* 10] von ihm, die sich meist durch vornehme
Haltung und glatte, saubere Behandlung auszeichnen, finden sich zahlreich
in den
Galerien, sein Selbstbildnis von 1657 in den
Uffizien zu
Florenz.
[* 11] 1653 gründete er mit dem Bildnismaler
N. de Helt-Stokade in
Amsterdam die St. Lukasgilde. Er starb im
Dezember 1670 daselbst.
(ungar.
Nagy-Disznód, rumän. Csiznadia), Dorf im ungar.
KomitatHermannstadt,
[* 13] bei
Hermannstadt, am
Fuß des Götzenbergs
malerisch gelegen, mit schöner altgotischer evang.
Kirche, vielen hübschen
Häusern und fast städtischem Aussehen, erhielt
im 15. Jahrh. das ausschließliche
Recht zur Sichelerzeugung und betreibt seitdem auch die Wollweberei. Es hat (1881) 3136 meist
deutsche, wohlhabende Einwohner von regem
Gewerbfleiß.
(Lorchel), Pilzgattung aus der Unterordnung der
Diskomyceten, mit mützenförmig herabgeschlagenen, in der
Mitte auf einem aufrechten Stiel stehenden, hautartigen, faltigen, lappigen oder grubigen und auf der
Außenseite mit dem
Hymenium überzogenen
Fruchtträgern. Das
Hymenium besteht aus
Sporenschläuchen mit je acht
Sporen und aus
Paraphysen.
Herbstlorchel (Helvella crispa
Fr.), 2-10
cm hoch, mit grubigem und gefurchtem, innen zelligem, weißem Stiel und gefaltetem,
krausem, weißlichem oder blaßgelbem, seltener bräunlichem
Hut,
[* 16] wächst im
Frühling und
Herbst auf feuchtem
Waldboden, ist genießbar.
Die
Frühlorchel
(Stockmorchel, Helvella esculenta
Pers.), 2-8
cm hoch, mit kantigem oder zusammengedrücktem, grubigem, mit vergänglichem
Filz bekleidetem, weißlichem oder blaßviolettem, in der
Jugend innen markigem, später zelligem Stiel, 4-6
cm breitem, unregelmäßig
eingedrücktem, grubigem und runzeligem, braunem oder schwarzbraunem
Hut, findet sich im
Frühling auf
feuchtem Sandboden in lichten Nadelwäldern; die beste und schmackhafteste Art. Giftig ist die der
Frühlorchel ähnliche
Helvella suspecta Krombh.,
die aber durch den schmutzig fleischfarbenen, seltener dunkel gefärbten, bereiften Stiel unterschieden wird.
Das zahlreiche und durch seine Tapferkeit ausgezeichnete Volk zählte in seinem Gebiet 12 Städte und 400 offene Ortschaften
und war in vier Gaue (pagi) eingeteilt, von denen der Pagus Tigurinus berühmt geworden ist, der Pagus Verbigenus
aber nur genannt wird und die zwei andern nicht einmal dem Namen nach bekannt sind. Um 60 v. Chr. bewog der einflußreiche
und mächtige Häuptling Orgetorix den gesamten Stamm zu dem Entschluß, die rauhe Heimat mit einer mildern im südlichen Gallien
zu vertauschen.
Vergeblich versuchten die Helvetier den Übergang über den Rhône zu erzwingen; sie wandten sich daher westlich ins Gebiet der Sequaner,
wo ihnen Dumnorix den Durchzug zu den Äduern eröffnete. Aber an der Saône holte sie Cäsar ein und schlug
die noch allein diesseit des Flusses stehenden Tiguriner, setzte dann über und folgte den Helvetiern 14 Tage lang in geringer
Entfernung bis nach Bibracte (in der Nähe des heutigen Autun), wo sie in einer blutigen Schlacht geschlagen
und genötigt wurden, in ihre verlassene Heimat zurückzukehren; nur den Bojern wurde auf den Wunsch der Äduer gestattet, sich
in deren Gebiet anzusiedeln.
Die schwachen Reste der alten Bevölkerung
[* 27] mögen teils vertilgt oder zu Leibeignen gemacht worden sein, teils sich in die
südwestlichen Gegenden zurückgezogen haben. Die eindringenden Horden der Alemannen vernichteten mit den befestigten Städten
und andern Denkmälern römischer Kultur auch das allmählich verbreitete Christentum, das erst wieder im 6. Jahrh.
mit dem Ackerbau bei den wilden Hirten Eingang fand. 443 trat der römische FeldherrAetius den schon zum Christentum bekehrten
und zivilisierten Burgundern das verödete Gebiet der Allobroger und das wenige, was in Helvetien den Römern verblieben war,
ab. Hier haben sich deshalb auch mehrere römische Denkmäler erhalten.
Später breiteten sich die Burgunder nicht allein noch weiter nach Südwesten aus, sondern drängten auch die Alemannen zurück
und dehnten ihre Herrschaft allmählich bis an die Reuß
[* 28] aus. Die Geschichte der Länder der verschwundenen und Rauriker geht
aber um die Mitte des 5. Jahrh. in der Geschichte der Alemannen und Burgunder und dann in der Geschichte
der Franken auf. Das geographische Detail des Landes als einer römischen Provinz kennen wir nur aus spärlichen Notizen der alten
Autoren, dann aus den genauern Angaben der Tabula Peutingeriana und aus dem Itinerarium Antonini, endlich aus den im Land aufgefundenen
Inschriften (vgl. Th. Mommsen, Inscriptiones confoederationis helveticae latinae, Zürich
[* 29] 1854).