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Burke Development Road
29. Juni 2000
[< Chillagoe] [Karumba and Burks & Wills Camp 119 >]
Diese Strasse verbindet Chillagoe mit dem sechshundert Kilometer westlich gelegenen Karumba am Golf von Carpenteria. Natürlich könnte man auch weiter südlich auf der Teerstrasse nach Normanton fahren, aber dann würde man die magische Einsamkeit dieser Dreckpiste verpassen und müsste sich mit langweiligem Teer abgeben.
Wir hatten zuvor bereits in Mareeba auf der Polizei Station versucht herauszufinden, wie der Zustand der Burke Development Road sein würde. Die nette Beamtin meinte, dass wir vielleicht eine Kettensäge mitnehmen müssten um den Weg versperrendes Grünzeug wegzuräumen. Weiter verwies sie uns an Peter, den Polizisten von Chillagoe, der zwar Urlaub hätte, aber sicher im Pub zu finden sei!
In Chillagoe wurde uns dann auch definitv bestätigt, dass die Strasse trocken und gut befahrbar sei. Die Kettensäge haben wir auf unserer Reise nie vermisst. Die Strecke ist aber sehr einsam, so dass gute Vorbereitung lohnt. Entlang der Strasse gibt es nur einige wenige Rinderfarmen, die auf grossen Wellblechtafeln verkünden, dass sie keine wilden Campinggäste auf ihrem Gelände dulden. Dazwischen gibt es einige Aborigini Siedlungen, denen man besser fern bleiben soll.
|Während der Fahrt bilden sich die üblichen Staubwolken, mit welchen sich auch der Gegenverkehr bemerkbar macht. Bei kreuzenden Fahrzeugen unbedingt Gas wegnehmen, weil man in der Staubwolke des anderen Fahrzeuges nichts sieht!|
|Entlang der Strassen weiden Brahmin Rinder, eine Rasse, die ursprünglich aus Indien stammt und sehr widerstandsfähig gegen Hitze und Wassermangel ist.|
|Die Rinder leben das ganze Jahr über frei auf den Weiden. Deshalb sollte man ihnen auf keinen Fall zu nahe treten, vor allem nicht den über eine Tonne schweren Bullen!|
Dorunda Homestead
Dies ist die einzige Farm entlang der Burke Development Road, welche bereit ist Gäste aufzunehmen und auch Diesel anbietet. Es gibt auch ein kleines "Motel" und eine kleine Bar, die sogar mit EFTPOS ausgerüstet ist, sofern der Generator läuft. Die meisten Gäste sind Fischer auf den Zeltplätzen.
Nach circa zwanzig Kilometer Fahrt von der Hauptstrasse halten wir direkt vor dem Homestead und lassen uns den Weg zu den Zeltplätzen erklären: zurückfahren und beim Fassdeckel-Wegweiser zu See abbiegen, die Zeltplätze seien ebenfalls gekennzeichnet. Es folgt noch eine Aufzählung der "vermutlich" vorhandenen und der "vermutlich" bereits besetzten Plätzen. Uns hat natürlich niemand gesagt, dass hier australische Distanzen gemeint sind: nach der Abzweigung zum See sind wir etwa zehn Kilometer unterwegs, treffen dann auf Campingplatz den Zeltplatz #1, nach einem weiteren Kilometer auf #2 und #2a. Wir machen es uns auf dem letzten Zeltplatz gemütlich. Mitlerweilen ist es schon dunkel. Wir grilieren unsere Steaks, drinken einige XXXX und kriegen noch nächtlichen Besuch von einigen Buschpigs.
|Bevor wir uns wieder auf
den Weg machen füllen wir zur Sicherheit unseren Tank nach, damit
wir sicher bis Karumba kommen. Betankt wird mit einer Fasspumpe nachdem das
Fass mit dem richtigen Inhalt gefunden worden ist.

Gute Infos über die Region der Gulf Savannah gibt es übrigens hier.
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|Verfasser: P. Christener

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