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Professor Moriarty (Jared Harris) ist nicht nur ein ausgekochter Bösewicht, sondern auch ein brillanter Kopf. Er schätzt die Beobachtungs- und Kombinationsgabe von Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) und fordert in deshalb zu einem Spiel heraus, bei dem es um nichts weniger als Krieg oder Frieden geht. Dr. Watson (Jude Law), frisch verheiratet und auf dem Weg in die Flitterwochen, wird von Holmes überredet, bei diesem Wettrennen mitzumachen.
Während im Buch die Kombinationen aus Indizien und Beobachtungen, die Holmes herstellt und die schliesslich zur Lösung des Falles führen, recht trocken als intellektuelle Überlegungen präsentiert werden, setzt der Film diese geschickt visuell um. Die aufwändig gestalteten Bilder, in denen die Geschichte erzählt wird, tragen das ihre dazu bei, dass der Film zum visuellen Genuss wird. Die Musik von Hans Zimmer ist eingängig und packend. Sie erhöht den Unterhaltungswert zusätzlich.
Abstriche müssen beim Tempo gemacht werden. Auch wenn einige Action geboten wird, wirkt die Geschichte etwas langatmig. Es werden raffinierte Nettigkeiten und Bosheiten ausgetauscht, Spannung will jedoch nicht aufkommen. Das Zelebrieren des Visuellen wird bei der Verfolgungsjagd durch den Wald auf die Spitze getrieben. Jede Gewehrkugel, die abgefeuert wird, fliegt in Zeitlupe auf das Ziel zu. Hierbei wird jedes Detail, wie etwa ein splitternder Baum, aufs Genaueste gezeigt, doch der Schwung der Jagd geht verloren.