Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03213.jsonl.gz/302

Viele Frauen haben bedeutende Werke und Romane verfasst die in die Geschichte eingingen. Hier finden Sie eine Übersicht über die bekanntesten Schriftstellerinnen, die sich mit ihrem Schreiben einen Namen gemacht haben.
Mary Shelley – Horrorautorin
Die Autorin schrieb den Roman Frankenstein, den sie 1818 veröffentlichte. Die Engländerin Mary Shelly wurde am 30. August 1797 als Mary Godwin in London geboren. 11 Tage nach ihrer Geburt starb ihre Mutter, die Frauenrechtlerin Mary Wollstonecraft mit der ihr Vater, der Sozialphilosoph und Begründer des politischen Anarchismus William Godwin, seit 1796 verheiratet war. Das Einkommen ihrer Familie bestand aus den Einnahmen der väterlichen Verlagsbuchhandlung und seinen Autorenrechten. Vom klassischen Modell der Ehe hielt William Godwin nichts. Sie sei auf der Illusion der ewigen Liebe gebaut. Die Ehe sei eine tyrannische Einrichtung, sie sei die Konsequenz der Feigheit der Männer, die, um einen Verlust ihrer Frau an einen Überlegenen vorzubeugen, diese als Eigentum monopolisieren würden. Weiter machte er sich Gedanken zu Herrschaft, so müssten Revolutionen nicht mit Gewalt, sondern mit Gerechtigkeit durchgeführt werden – die Reichen zur Vernichtung ihrer Privilegien zu zwingen, hielt der Vater William Godwin für das falsche Mittel. In diesem gedanklichen Umfeld wuchs Mary Shelly mit ihrer älteren Halbschwester Fanny Imlay, die Tochter von Mary Wollstonecraft auf.
Ab 1814 verband die 17jährige Mary Godwin eine Liebesbeziehung mit dem 22jährigen Percy Bysshe Shelley mit dem sie am 28 Juli 1814 nach Frankreich aufbrach. Vom kriegszerstörten Frankreich aus ging es mit einem Maultier begleitet in die Schweiz bis nach Luzern, wo sie schließlich Geldmangel zwang, ihre Reise abzubrechen. Am 13. September 1814 trafen sie wieder in England ein. Die Situation, die Mary Godwin in England erwartete, war komplizierter, als sie vorausahnen konnte. Sie war schwanger, das Paar verfügte über keinerlei finanzielle Mittel und zu Mary Godwins Überraschung lehnte ihr Vater es ab, sie zu treffen.
Im Mai 1816 reisten Mary Godwin und Percy Shelley gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn und ihrer Stiefschwester Claire Clairmont erneut in die Schweiz, um den Sommer am Genfersee zu verbringen. Am 30. Dezember 1816 heirateten die zum zweitenmal schwangere Mary Godwin und Percy Shelley in der St Mildred’s Church in London, womit Sie ihren Namen unter dem sie berühmt wurde Mary Shelley erhielt. 1818 verließen sie England erneut und brachen nach Italien auf. Dort starben beide ihre Kinder. Clara starb im September 1818 in Venedig, der dreijährige William im Juni 1819 in Rom. Der Tod ihrer Kinder stürzte Mary Shelley in eine schwere Depression, die sie von ihrem Ehemann Percy Shelley isolierte und aus der sie erst mit der Geburt ihres vierten Kindes, Percy Florence am 12. November 1819 heraus fand. Während ihrer Depression fand sie nur im Schreiben Trost. Im Sommer 1822 starb Percy Shelley beim Segeln an der Küste von Viareggio. Mary hatte sich danach entschieden, von ihrer Schriftstellerei zu leben. Ihre finanzielle Situation war allerdings prekär. Am 23. Juli 1823 kehrte sie nach England zurück. Sie verfasste mehrere Bücher und schrieb Erzählungen für Frauenmagazine, im Mittelpunkt von Mary Shelleys Leben stand allerdings ihr Sohn Percy Florence. 1848 heirateten ihr Sohn Percy Florence und Jane Gibson St John. Die Ehe erwies sich als eine glückliche Verbindung. Mary Shelley entwickelte ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Schwiegertochter und lebte mit dieser auf dem Erbsitz der Shelleys in Field Place, Sussex. Mary Shelleys letzte Lebensjahre waren von Krankheit gezeichnet. Ab 1839 litt sie unter Kopfschmerzen und teilweisen Lähmungen, so dass sie häufig weder lesen noch schreiben konnte. Am 1. Februar 1851 starb sie im Alter von 53 Jahren in London.