Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03226.jsonl.gz/1237

ich habe mich gefragt, wie sich das ganze spam-aufkommen bei meinem mailserver über die letzten zwei jahre entwickelt hat. da ich selbst keine eigentliche statistik diesbezüglich führe, musste ich mich mit einer alternativen (und nicht überaus zuverlässigen) alternative zufriedengeben, um das zu eruieren: der mailserver schreibt ein logfile pro tag und sämtliche verbindungsversuche werden darin geloggt. also hab ich mir kurz ein kleines tool geschrieben, das diese grössen in relation zueinander bringen kann. da die anzahl richtiger mails in etwa konstant ist, sollte das dennoch eine gute übersicht geben 😉
das erste diagramm zeigt die monatlichen grössenverhältnisse der logs. für beide jahre 2007 und 2008 wurde jeweils das maximum ermittelt um dann die werte des jahres als bruchteil des maximums darzustellen. soll heissen, dass die 100% für 2007 und 2008 beide im dezember erreicht wurden, aber die werte sind ziemlich unterschiedlich, weswegen es keinen sinn macht, die absoluten zahlen darzustellen. so waren die files im dezember 2007 zusammen etwa 1.8mb gross wohingegen sie im dezember 2008 bereits etwa 48mb waren, also ein faktor von über 25. man sieht deutlich, dass in 2007 das spamaufkommen praktisch jeden monat zugenommen hat. im 2008 sehen wir dann relative peaks für februar (vielleicht wegen des valentinstages ;-)), august (who knows?) und dezember (weihnachten).
auf dem zweiten diagramm sieht man nun, dass die verteilung unter der woche sich zwischen 2007 und 2008 geändert hat. während in 2007 alle wochentage noch ungefähr gleich „belastet“ wahren, sieht man für 2008, dass an den wochenenden doch deutlich weniger spam verschickt wurde als zu beginn der woche. auch dieses diagramm benutzt natürlich relative zahlen, aufgrund desselben faktors. die nächsten beiden diagramme sind separat fürs 2007 resp 2008 und zeigen die tatsächliche verteilung über die beiden jahre, mit einem balken pro tag. auch hier sieht man wieder die aufwärts-tendenz für 2007 und die drei grossen peaks für 2008. man sieht allerdings keinen merklichen einbruch für mitte november 2008, als eines der grossen spam-bot-netze abgeschaltet wurde.
und um das auch noch erwähnt zu haben: das grösste file in 2007 war 104kb gross, das grösste file in 2008 war 4.6mb gross, was einen faktor von fast 45 ausmacht!
ich habe bei mir im büro einen ordentlich grossen kaktus stehen. in seinem topf überragt er in grösse mich — was zugegeben relativ leicht ist — und einige andere im büro, die grösser sind als ich. als ich mal wieder etwas ablenkung oder eine pause brauchte, überlegte ich mir folgendes. wie kann ich feststellen, ob mein kaktus weiter wächst und wie schnell er wächst? zuerst wollte ich mir seine form, sein aussehen einprägen. doch zeitgleich musste ich mir auch eingestehen, dass ich so veränderungen nicht objektiv oder zuverlässig erkennen werde. und wenn ich meine kollegen bitte, das gleiche zu tun? selbes problem, nur multipliziert. ich kann aber jeden tag ein foto vom kaktus machen und dann stets die fotos miteinander vergleichen. aber dann müsste ich die kamera immer an der gleichen stelle aufstellen und irgendwie sicherstellen, dass niemand den topf dreht oder verschiebt, was zur zeit nur schwer möglich ist, da bei uns wegen des umzugs immer noch nichts so richtig fix ist. doch wie ich so darüber sinniere fällt mir auf, dass dies alles eigentlich gar nicht relevant ist: der schönheit und erhabenheit dieses kaktus' tut das alles überhaupt keinen abbruch.
ich bin heute morgen aufgewacht und fühlte mich wie in einem traum. ich befand mich in einem in voller blüte stehenden kirschgarten. die sonne vermochte trotz der frühen stunde schon genügend wärme spenden, und doch lag eine erfrischende brise in der luft. schmetterlinge tanzten in freundschaftlich-spielerischer weise mit den bienen von blüte zu blüte. und dort traf ich sie, die geheimnisvolle unbekannte. ihr unwiderstehliches anmutiges lächeln hat mich gleich vom ersten augenblick an verzaubert. ihr seidenes haar, glänzend in der sonne, machte sie noch mehr zu einer zärtlich liebenswürdigen erscheinung. ich fragte sie nach ihrem namen und sie verriet ihn mir. ich fragte sie, was denn liebe sei und sie sagte, dass liebe ein garten wie dieser wäre; ein blatt an einem baum, das von einer zarten knospe stets der sonne entgegen zu voller blüte heranwächst; ein grasspross der wind und regen trotzt um den liebenden eine prachtvolle wiese zu bieten, auf der sie die prunkvollen schönheiten des sommers geniessen können. die liebe sei ein süsses wort in einem brief; ein chanson, dessen liebliche melodie zu summen einen in einer kalten winternacht warm zu halten vermag. ich bin heute morgen aufgewacht und fühlte, dass ich geträumt hatte.
das szenario ist reichlich einfach: ein paar steine, etwas sand und darüber wasser. wenn von allem genug vorhanden ist ergibt sich daraus ein kleines flüsschen. und wenn es mal etwas regnet, wenn ab und zu weitere kleine flüsse in unser kleines flüsschen fliessen, führt es immer mehr wasser, wird dereinst zu einem fluss. dieser fluss fliesst unaufhaltsam immer weiter, bahnt sich seinen weg auch durch die schönsten aller landschaften. dabei trägt er auch die steine und den sand weit in die welt hinaus, bis … ja bis er eines tages im meer ankommt. dort geht jeder einzelne tropfen des kostbaren gutes, jeder stein, jedes sandkorn in der riesigen menge unter. was einst zauberhafte spielereien im warmen sonnenlicht hervorgebracht hat, ist nunmehr nichts weiter als ein anonymes ding in einer nahezu unendlich grossen masse.