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Mini-Bypass Bern
Parallel zum klassischen MECC-System wurde am Inselspital Bern im Jahre 2008 mit der Entwicklung eines kompakten Minibypass-Systems begonnen. Damit sollte das MECC-Portfolio um ein System erweitert werden, wo Oxygenator und Zentrifugalpumpe eine Einheit bilden. Die Grundidee war eine unmittelbare Positionierung des Systems am Operationstisch. Das ECC.O - System (Sorin Group; Mirandola; Italy) unterscheidet sich von den anderen MECC-Systemen nebst der Kompaktbauweise von Oxygenator und Zentrifugalpumpe vor allem durch ein unterschiedliches Sicherheitskonzept. Untersuchungen im internen Perfusions-Labor zeigten ein effizientes Lufteliminations-Verhalten, selbst bei massivem Lufteintritt von bis zu 50ml. Der Oxygenator des ECC.O Systems ist für maximale Blutflusswerte von 5l/min ausgelegt, was für MECC-Perfusionen mit reduziertem Cardiac-Index (s. Kapitel MECC) ausreicht. Dadurch kann im Vergleich mit anderen Oxygenatoren massiv an Fremdoberfläche eingespart werden. Dies entspricht einer Fremdoberflächenreduktion von rund 35m (3/8"-Schlauch) im direkten Vergleich mit dem Hohlfasermembran - Oxygenator, Quadrox (Maquet; Hirrlingen). Das ECC.O-System verfügt über eine Phosphorylcholine-Beschichtung, welche in Kombination mit einer reduzierten Fremdoberfläche die Biokompatibilität des Systems erhöhen soll. Als Antrieb- und Kontrolleinheit wird das SCP und SCPC System (Stöckert; München) verwendet.