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Die ausgewachsenen Kartoffelerdflöhe fressen schrottschussartige Löcher in die Blätter der Kartoffelpflanzen und die Larven verursachen meist oberflächliche Schäden an den Knollen. Dies führt zu wirtschaftlichen Schäden bei einem Befall. In der Schweiz und der EU gelten Epitrix cucumeris, E. papa, E. subcrinita und E. tuberis als potentielle Quarantäneorganismen. Ein Befallsverdacht muss umgehend dem kantonalen Pflanzenschutzdienst gemeldet werden.
Die Flohkäferarten Epitrix cucumeris, E. papa, E. subcrinita und E. tuberis werden als Kartoffelerdflöhe bezeichnet, da ihre wichtigste Wirtspflanze die Kartoffel ist. Ausser E. papa stammen die erwähnten Arten aus Nordamerika, sind aber teilweise auch in Zentral- und Südamerika verbreitet. In Europa sind E. cucumeris und E. papa in Portugal und Teilen von Spanien präsent.
In der Schweiz und EU gelten die vier Arten als potentielle Quarantäneorganismen und sind in der Verordnung des BLW über phytosanitäre Massnahmen für die Landwirtschaft und den produzierenden Gartenbau (VpM-BLW 916.202.1) geregelt. Ein Befallsverdacht muss umgehend dem kantonalen Pflanzenschutzdienst gemeldet werden.
Die ausgewachsenen Kartoffelerdflöhe sind 1,5 bis 2,0 Millimeter gross und schwarz. Ihr hinterstes Beinpaar ist als Sprungbeine ausgebildet; die Käfer können wie Flöhe springen. Die Kartoffelerdflöhe sind je nach Temperatur von April bis November aktiv und überwintern als ausgewachsene Käfer im Boden. Die Larven fressen ja nach Art an den Wurzeln von den Kartoffeln oder an den Kartoffelknollen selber. E. tuberis bohrt sich bis 1,5 Zentimeter tief in die Knollen hinein, E. papa verursacht vor allem oberflächliche Schäden. Die Kartoffeln können dadurch schlechter oder gar nicht mehr vermarktet werden. Somit lösen beide Arten beträchtliche wirtschaftliche Schäden aus. Die ausgewachsenen Käfer beschädigen die Pflanze oberirdisch, sie fressen schrotschussartige Löcher in die Blätter.
Es ist sehr wichtig, dass die Kartoffelerdflöhe nicht in die Schweiz eingeschleppt werden und sich hierzulande etablieren können. Hat er sich angesiedelt, ist eine Tilgung nicht mehr aussichtsreich. Die grösste Gefahr für die Verschleppung stellt Erde dar, die Kartoffelknollen anhaftet. Um einen Befall möglichst frühzeitig zu erkennen, sollten Kartoffelpflanzen während der Vegetationsperiode und später auch die Ernte auf Schäden kontrolliert werden. Kommt es zu einem Befall, wird ein abgegrenztes Gebiet definiert, in dem Bekämpfungsmassnahmen obligatorisch sind.