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Am 21. November 2011 fällte das Bundesgericht ein Urteil, das erheblichen Einfluss auf den Stand des Diskriminierungsschutzes und wohl des Grundrechtsschutzes überhaupt in der Schweiz haben dürfte. Es liess eine Rechtsverweigerungsbeschwerde wegen Untätigkeit des Gesetzgebers zu, welche sich auf den aus der Geschlechtergleichheit fliessenden Schutzanspruch stützt. Das Gericht stellte klar, dass der kantonale Gesetzgeber handeln muss, um der Geschlechtergleichheit zur besseren Durchsetzung zu verhelfen, wenn ihm auch ein Gestaltungsermessen zukommt. Interessant ist sodann die breite Prüfung des UN-Übereinkommens gegen jede Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW), einschliesslich der Wirkungen der Allgemeinen Empfehlungen des Vertragsausschusses und der Abschliessenden Bemerkungen zu den Staatenberichten, Äusserungsformen, die regelmässig ebenso im Rahmen anderer UNO-Menschenrechtsübereinkommen ergehen. Es stellte fest, dass sie das schweizerische Recht präzisieren können.