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Weihrauch
Weihrauch ein vielseitiges HarzAls Weihrauch wird das gummiartige Harz aus dem Weihrauchbaum (Olibanum) bezeichnet. Hauptsächlich wird das Harz folgender Arten verwendet:
- Boswellia sacra
- Boswellia papyrifera
- Boswellia serrata
- Boswellia frereana
Weihrauch als HeilmittelBei Weihrauch denken viele zuerst an Räucherwerk, die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland und katholische Gottesdienste. Weihrauch hat jedoch in der ayurvedischen Medizin eine Jahrtausende lange Tradition, vor allem in der Anwendung als Lotion und Wundverband. Mittlerweile hat die moderne Forschung ergeben, dass die im Weihrauch enthaltene Boswelliasäure tatsächlich eine umfangreiche Wirkung hat. Dazu zählen schmerzstillende, entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften. Weihrauch wird daher bei Rheuma und Arthritis eingesetzt sowie bei entzündlichen Darmerkrankungen und Atemwegsinfektionen. Es wird untersucht, inwiefern die Boswelliasäure einen Effekt bei bösartigen Hirntumoren hat. Unterstützend kann Weihrauch auf jeden Fall bei entzündlichen Erkrankungen von Nutzen sein.
Wirkmechanismen von WeihrauchDie aktiven Substanzen des Weihrauchs sind die 11-Keto-ß-Boswelliasäure (KBA) und die 3-Acetyl-11-Keto-ß-Boswelliasäure (AKBA). Eine Studie der Universität Münster zeigte, dass Cathepsin G von den Boswelliasäuren gebunden wird. Bei Cathepsin G handelt es sich um eine Serinprotease, ein Enzym, welches das Eindringen entzündungsfördernder Zellen begünstigt und den Gewebeumbau an verletzten Stellen fördert. Boswelliasäuren zeigen also eine entzündungshemmende Wirkung. Derzeit sind Weihrauchextrakte nur als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen. Es stehen Kapseln, Öle und Cremes mit Weihrauch zur Verfügung. So lassen sich äußerliche und innerliche Beschwerden behandeln.
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