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Charakteristik
Die Entwicklung der Zielgruppe wird mit jener der Vergleichsgruppe verglichen. Zusätzliche Messungen geben Auskunft über den Verlauf einer Tätigkeit.
Beispiel
In der Region x sind im vergangen Jahr die Privatkonkurse um 10% zurückgegangen. Das ist ein Fortschritt seit Beginn der Präventionskampagne. In der Vergleichsregion y ist aber ohne eine Intervention für die gleiche Periode ein stärkerer Rückgang der Privatkonkurse festzustellen.
|Vorteile||Nachteile|
|Der Intervention kann eine bestimmte Wirkung zu- oder abgesprochen werden.||Die Datenerhebung ist aufwändig und erfordert mindestens 4 Messungen.|
|Der Ansatz ist methodisch fundiert.||Das Vorgehen ist methodisch anspruchsvoll.|
|Die Zielerreichung wird nicht gemessen.|
|Es ist keine Aussage zur Nachhaltigkeit möglich.|
Eignung
Eignet sich sehr gut zum Legitimieren, aber auch zum Lernen und Lenken der Organisation. Wird dann angewandt, wenn die Wirkung eindeutig nachgewiesen werden soll und es keine ethischen Bedenken zum Vergleich mit Vergleichsgruppen gibt. Geeignete Vergleichsgruppen müssen bestimmt oder konstruiert werden können.
Wenn die Ausgangslage der Vergleichsgruppe nicht mit jener der Zielgruppe identisch ist, muss die Differenz zwischen der Ziel- und der Vergleichsgruppe am Anfang a) und am Ende b) der Betrachtungsperiode eines Dienstleistungsangebotes beziehungsweise des Projektes bestimmt werden. Die Aussage zur Wirkung hängt in diesem Fall davon ab, ob sich die Differenz vergrössert oder verringert hat. Dieses Verfahren wird difference-in-difference genannt.