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AESCHI: Alle Verantwortlichen der Bühne Burgäschi sind intensiv mit den Vorbereitungen der Robert-Stolz-Operette «Grüezi» beschäftigt, welche im kommenden Frühsommer beim Burgäschisee open-air aufgeführt wird. zvg
Die Operette «Grüezi» gehört in die Zeit der 30er-Jahre. Robert Stolz schuf sie mit einem Team des damaligen Stadttheaters Zürich, heute Opernhaus. In Anlehnung an das «Weisse Rössl» von Ralph Benatzki, woran Stolz mit zwei Liedern beteiligt ist, wollte man eine gleiche Operette für Schweizer Verhältnisse schaffen. Der ursprüngliche Titel hiess «Der wilde Mann».
Die Uraufführung in Zürich war ein Riesenerfolg. Sie erschien jedoch unter dem Namen «Grüezi». Wo diese Operette in Europa auch gespielt wurde, nahm sie die Grussform des jeweiligen Landes an. Deshalb kennt man diese Operette unter den Titeln «Servus, Servus», «Grüss Gott», «Ciao, Ciao», «Bonjour», usw. Später wurde sie unter «Himmelblaue Träume» und «Die Hochzeit am Bodensee» verfilmt und gespielt.
Burgäschiregie
Die Bühne Burgäschi wählte «Grüezi» vorerst wegen seiner ausgezeichneten Musik. Robert Stolz gilt als der letzte Operettenkönig. Bei der tieferen Auseinandersetzung merkte man, dass die Handlung der Musik in nichts nachsteht. Melanie Gehrig Walthert richtete diese Operette so ein, dass im ersten Akt die gute alte Hotelzeit gezeigt wird. Während des Stücks ändern sich die Zeitverhältnisse und am Schluss der Operette kommen alle in der heutigen Zeit an.
Der Inhalt ist allen andern Operetten ähnlich. Spielort ist ein Alpenhotel mit seiner Umgebung. Verzwickte Liebesgeschichten lösen sich wie immer auf. Wegen eines Trachtenfestes gibt es zusätzliche Turbulenzen, denn ein deutsches Filmteam will dieses
Ereignis filmen und bringt dabei das harmonische Leben der Hotelierfamilie und ihres Personals durcheinander.
Bühnenbild
Die Regisseurin liess sich für das Bühnenbild von den Werbeplakaten für Ferienorte aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts inspirieren. In diesem Stil ist auch der Werbeauftritt für «Grüezi» gehalten. Die Besucherinnen und Besucher werden das Geschehen in einer Berglandschaft erleben. Dafür erstellt die Bühne Burgäschi 14 Meter hohe Berge, welche vielseitig bespielt werden können. Ein Eisenbahnzug, eine Gondelbahn, Autos und ein Flugzeug erscheinen in wahren Grössen auf der Spielbühne. In die Szenerie werden unsere schweizerischen Bräuche wie Jodeln, Alphornblasen, Trachtentanz, Schwingen, Hornussen und Steinstossen eingebaut. zvg