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Bei beiden dreitägigen Vorsaison-Tests auf dem Circuit in Andalusien war Aegerter auf dem Elektro-Motorrad zusammen mit dem Brasilianer Eric Granado jeweils überlegen der Schnellste. Das Duo blieb um eine halbe Sekunde und mehr vor der Konkurrenz, zu welcher auch der spanische Titelverteidiger Jordi Torres gehört.
«Unsere Pace war bei den Tests sehr stark. Das Team arbeitet in jeder Hinsicht sehr genau. Nun liegt es an mir, dass ich ganz vorne oder zumindest so nah wie möglich an der Spitze dran bin», hält Aegerter seine Ambitionen auf den Titel nicht verborgen.
Sieben Saisonrennen auf sechs Circuits
Der 30-Jährige, der wiederum für das deutsche Team Dynavolt Intact fährt, bekundete 2020 viel Pech. Zwischenzeitlich führte MotoE-Debütant Aegerter die Gesamtwertung an. In zwei der sieben Rennen allerdings sah sich der zweifache Saisonsieger von einem übermotivierten Konkurrenten zu Fall gebracht und damit aller Titelchancen beraubt. Aegerter musste sich letztlich mit dem 3. Gesamtrang begnügen.
Die Meisterschaft der Elektro-Bikes wird auch in ihrem dritten Jahr nicht als WM, sondern als Weltcup ausgetragen. Im Kalender stehen wiederum sieben MotoE-Rennen auf europäischen Circuits, je eines in Jerez (2. Mai), Le Mans (16. Mai), Montmeló (6. Juni), Assen (27. Juni) und Spielberg (15. August). Zum Saisonabschluss in Misano werden am 18./19. September zwei Rennen ausgetragen.
Aegerter heuer auch in Supersport-WM
Aegerter fährt heuer parallel in zwei Rennserien. Neben der MotoE ist der Oberaargauer ebenfalls in der Supersport-WM engagiert. In dieser Kategorie mit seriennahen Motorrädern von 600 ccm (Vierzylinder) bis 750 ccm (Zweizylinder) sitzt er für das ambitionierte niederländische Team Ten Kate auf einer Yamaha.
Der Saisonauftakt erfolgt am 25. Mai auf dem Circuit in Alcañiz in Aragonien. In den Vorsaison-Tests fuhr Aegerter - ähnlich wie in der MotoE - reihenweise Bestzeiten. Mit Randy Krummenacher, dem Weltmeister von 2019, hat ein zweiter Schweizer grosse Supersport-Ambitionen.