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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2014.00231 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter als Einzelrichterin Gerichtsschreiber Wilhelm Urteil vom 26. Mai 2016 in Sachen X.___ Beschwerdeführer gegen Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) Abteilung Arbeitslosenversicherung Stampfenbachstrasse 32, Postfach, 8090 Zürich Beschwerdegegner Sachverhalt: 1. Nach dem Verlust seiner Stelle als Warranty & Returns Coordinator bei der Y.___ GmbH per Ende Januar 2014 stellte sich X.___, geboren 1980, bei der Arbeitslosenversicherung der Arbeitsver mittlung zur Verfügung und bezog Arbeitslosenentschädigung (Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 1 8. Februar 2014 bis 1 7. Februar 2016; vgl. Urk. 10/44 ff.). Am 1 8. August 2014 wurde der Versicherte um 10.00 Uhr zu einem von der Arbeitslosenversicherung vermittelten Beratungsgespräch im Laufbahnzentrum der Stadt Z.___ und um 15.30 Uhr zu einem Beratungs- und Kontrollgespräch beim zuständigen Berater des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) erwartet. Zu beiden Terminen erschien der Versicherte nicht (vgl. Urk. 10/3-4, Urk. 10/22, Urk. 10/27 S. 3, Urk. 10/28-29). Am 1. September 2014 verfügte das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) betref fend das verpasste Beratungsgespräch mit dem RAV-Berater eine Ein stellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 8 Tagen (Urk. 10/30). Diese Verfügung blieb unangefochten. Am 1 7. September 2014 verfügte das AWA betreffend das verpasste Gespräch bei der Laufbahnberatung ebenfalls eine Einstellung in der Anspruchsberechti gung für die Dauer von 8 Tagen (Urk. 10/8). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 1 4. Oktober 2014 Einsprache (Urk. 10/9). Dies e wies das AWA mit Einspracheentscheid vom 2 6. November 2014 ab und bestätigte ihren Ent scheid ( Urk. 2 = Urk. 10/10). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 6. November 2014 erhob der Versicherte am 2 8. November 2014 - verbessert und ergänzt am 1 1. Dezember 2014 - Be schwerde und beantragte die Aufhebung der verfügten Einstellung (Urk. 1, Urk. 5). Das AWA beantragte in der Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2015 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 9). Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. D i e Einzelrichter in zieht in Erwägung: 1. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit ( § 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht). 2. 2.1 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. d des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits lo senversicherung und die Insolvenzentschädigung ( AVIG ) ist die versi cherte Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie die Kon troll vorschriften oder die Weisungen der zuständigen Amtsstel le nicht befolgt. Als Nichtbefolgen einer Weisung gilt insbesondere das unentschuldbare Ver säumen eines Beratungsgesprächs. Dabei stellt jedoch nach der Rechtsprechung ein unentschuldigtes Nichtwahrnehmen eines Beratungs- und Kontrollgesprä ches insbesondere dann kein einstellungswürdiges Fehlv erhalten dar, wenn die versicherte Person während zwölf Monaten da vor ihren Pflichten als Arbeitslose korrekt nachgekommen ist und sich für das Fehlverhalten nachträglic h von sich aus entschuldigt hat, wobei e in allfälliges früheres Fehlverhalten nicht zu berücksichtigen ist ( ARV 2009 Nr. 15 S. 272 f. E. 5.1, 2005 Nr. 24 S. 273 ff.; Urteil des Bundesgerichts 8C_697/2012 vom 1 8. Februar 2013 E. 2 mit Hinwei sen). 2. 2 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tag e bei schwerem Verschulden ( Art. 45 Abs. 3 AVIV). 3. 3.1 Der Beschwerdegegner führte zur Begründung seines Entscheides aus, der Beschwerdeführer sei zum einen dem Beratungsgespräch beim RAV-Berater am 1 8. August 2014 und 15.30 Uhr fern geblieben. Zum anderen habe er bereits am Vormittag dieses Tages einen weiteren Gesprächstermin bei der Laufbahnbera tung verpasst. Der Beschwerdeführer sei verpflichtet gewes en, beide Termine wahrzunehmen, weswegen es sich rechtfertige, beide Versäumnisse zu sank tionieren. Z w ar beruhten beide Versäumnisse auf demselben Fehler, indessen habe der Beschwerdeführer durch das Verpassen auch des zweiten Termins die Aufgaben des RAV zusätzlich erschwert. Entschuldigungsgründe seien nicht ersichtlich. Gemäss Art. 45 Abs. 5 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) wirke sich erschwerend aus, dass der Beschwerdeführer in den vergangenen zwei Jahren bereits wiederholt in der Anspruchsberechtigung habe eingestellt werden müs sen (Urk. 2 S. 2, Urk. 9 S. 2). 3.2 Der Beschwerdeführer machte geltend, die Einstellung für das verpasste Gespräch beim Berater des RAV habe er akzeptiert. Nicht akzeptieren könne er aber die weitere Einstellung für den gleichentags verpassten Termin bei der Laufbahnberatung. Das Gespräch bei der Laufbahnberatung habe er freiwillig gewählt, ohne Aufforderung durch das RAV oder ohne eine gesetzliche Pflicht. Auch dieses Versäumnis beruhe auf dem Umstand, dass er beide Termine fehlerhaft für den 1 8. September 2014 statt korrekt für den 1 8. August 2014 in der Agenda vorgemerkt habe. Der Vorwurf des Beschwerdegegners, er habe durch sein Verhalten die Aufgabe des RAV erschwert sei insofern unbegründet, als er unverzüglich mit allen Stellen Kontakt aufgenommen und sich für sein Versäumnis entschuldigt habe. Insgesamt erweise sich die doppelte Sanktio nierung als nicht gerechtfertigt (Urk. 1, Urk. 5). 4. 4.1 D as unentschuldigte Nichterscheinen des Beschwerdeführers am 1 8. August 2014 sowohl zum Gesprächstermin beim RAV-Berater als auch zum Gesprächs termin bei der Lauf bahnberatung ist nicht bestritten. Vom Beschwerdeführer unbestritten ist auch, dass dem Fernbleiben ein Fehlverhalten seinerseits zu Grunde liegt, indem er sich irrtümlich respektive aus Unachtsamkeit den 1 8. September 2014 und nicht den 1 8. August 2014 vorgemerkt hatte. Zum Termin bei der Laufbahnberatung wandte der Beschwerdeführer ein, diese Massnahme habe er angeregt. Dies ändert indessen nichts daran, dass es sich um einen für ihn verbindlichen Termin im Rahmen der Bemühungen der Arbeitslosenversicherung zur Wiedereingliederung auf dem Arbeitsmarkt han delte. Bezüglich beider verpasster Termine ist somit der Tatbestand der Nicht befolgung von Kontrollvorschriften und Weisungen im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG grundsätzlich erfüllt. 4.2 Nach der Rechtsprechung stellt das irrtümliche Nichtwahrnehmen eines Bera tungs - oder Kontrollgespräches dann kein einstellungswürdiges Fehlv erhalten dar, wenn die versicherte Person während zwölf Monaten da vor ihren Pflichten korrekt nachgekommen ist und sich für das Fehlverhalten nachträglic h von sich aus entschuldigt hat (vgl. vorstehende E. 2.1 ). Betreffend das Nichterscheinen zum G espräch mit dem Berater des RAV ist aktenkundig, dass sich der Beschwerdeführer am Folgetag von sich aus für sein Versäumnis entschuldigt hat (Urk. 10/27 S. 3). Bezüglich des Termins bei der Laufbahnberatung ergibt sich aus den Akten, dass die Beraterin den Beschwerdeführer bereits am 1 8. August 2014 mit einem Email auf sein Nichterscheinen aufmerksam machte und sich dieser dann am Folgetag bei ihr meldete und sich entschuldigte (Urk. 10/4, Urk. 10/6). Die Voraussetzungen für ein Absehen von einer Einstel lung sind somit bezüglich dieses verpassten Termins nicht gegeben. Zu beach ten ist ferner, dass innerhalb der den verpassten Termine n vom 1 8. August 2014 vorausgehenden 12 Monate zwei Einstellungen infolge ungenügender Arbeits bemühungen erfolgten (Verfügungen des AWA vom 1 8. März 2014; Urk. 10/32, Urk. 10/34). Der Beschwerdegegner ist demnach insgesamt zu Recht von einem einstellungswürdigen Fehlverhalten des Beschwerdeführers ausgegangen. 5. 5.1 Der Beschwerdeführer bemängelt die Höhe der Sanktion, namentlich die zweima lige Sanktionierung mittels einer Einstellung von je 8 Tagen Dauer. D ie zweimalige respektive separate Sanktionierung für die versäumten Termine ist tatsächlich nicht nachvollziehbar. Beide Gesprächstermine waren auf denselben Tag angesetzt und der Beschwerdeführer verpasste diese, weil er unbestritte nermassen für beide Termine irrtümlich den 1 8. September 2014 anstatt den 1 8. August 2014 vorgemerkt hatte. Die Sanktion hätte bei dieser Sachlage unter Berücksichtigung beider Ereignisse gleichzeitig festgesetzt werden müssen. Dies ist nachzuholen. 5.2 Das irrtümlich e respektive aus Unaufmerksamkeit falsche Vormerken der am nämlichen Tag stattfindenden Beratungsgespräche wiegt verschuldensmässig noch leicht. In Betracht fällt eine Sanktion im mittleren bis unteren Bereich des leichten Verschuldens. Entlastende Umstände sind nicht gegeben. Insbesondere stellt die vom Beschwerdeführer geltend gemachte angespannte finanzielle Situ ation ( Urk. 5 S. 2) kein Grund dar, das Verschulden abweichend zu beurteilen. Hingegen ist gemäss Art. 45 Abs. 5 AVIV die Einstellungsdauer angemessen zu verlängern, da der Beschwerdeführer bereits im März 2014 und somit innerhalb von fünf Jahren vor der zu beurteilenden Einstellung bereits wegen ungenü genden Arbeitsbemühungen zweimal sanktioniert wurde (vgl. Urk. 10/32, Urk. 10/34). In Würdigung der genannten Bemessungsfaktoren erweist sich ins gesamt, das heisst für beide verpassten Gesprächstermine vom 1 8. August 2014 eine Sanktion von 10 Tagen als angemessen. Mit der nicht angefochtenen Ver fügung vom 1. September 2014 erliess der Beschwerdegegner eine Einstellung von 8 Tagen. Somit rechtfertigt sich im vorliegenden Verfahren ergänzend dazu eine Einstellung von weiteren 2 Tagen. Im Sinne dieser Ausführungen ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Der angefochtene Einspracheentscheid ist insoweit aufzuheben, als damit eine über zwei Tage hinausgehende Einstellung in der Anspruchsberechtigung festgelegt wurde. D ie Einzelrichter in erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid Nr. A.___ des Amtes für Wirtschaft und Arbeit vom 2 6. November 2014 insoweit aufgehoben, als damit eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von mehr als zwei Tagen Dauer bestätigt wurde. Im Übrigen wird die Beschwer d e abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) - seco - Direktion für Arbeit - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die EinzelrichterinDer Gerichtsschreiber Maurer ReiterWilhelm

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2014.00231 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter als Einzelrichterin Gerichtsschreiber Wilhelm Urteil vom 26. Mai 2016 in Sachen X.___ Beschwerdeführer gegen Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) Abteilung Arbeitslosenversicherung Stampfenbachstrasse 32, Postfach, 8090 Zürich Beschwerdegegner Sachverhalt: 1. Nach dem Verlust seiner Stelle als Warranty & Returns Coordinator bei der Y.___ GmbH per Ende Januar 2014 stellte sich X.___, geboren 1980, bei der Arbeitslosenversicherung der Arbeitsver mittlung zur Verfügung und bezog Arbeitslosenentschädigung (Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 1 8. Februar 2014 bis 1 7. Februar 2016; vgl. Urk. 10/44 ff.). Am 1 8. August 2014 wurde der Versicherte um 10.00 Uhr zu einem von der Arbeitslosenversicherung vermittelten Beratungsgespräch im Laufbahnzentrum der Stadt Z.___ und um 15.30 Uhr zu einem Beratungs- und Kontrollgespräch beim zuständigen Berater des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) erwartet. Zu beiden Terminen erschien der Versicherte nicht (vgl. Urk. 10/3-4, Urk. 10/22, Urk. 10/27 S. 3, Urk. 10/28-29). Am 1. September 2014 verfügte das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) betref fend das verpasste Beratungsgespräch mit dem RAV-Berater eine Ein stellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 8 Tagen (Urk. 10/30). Diese Verfügung blieb unangefochten. Am 1 7. September 2014 verfügte das AWA betreffend das verpasste Gespräch bei der Laufbahnberatung ebenfalls eine Einstellung in der Anspruchsberechti gung für die Dauer von 8 Tagen (Urk. 10/8). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 1 4. Oktober 2014 Einsprache (Urk. 10/9). Dies e wies das AWA mit Einspracheentscheid vom 2 6. November 2014 ab und bestätigte ihren Ent scheid ( Urk. 2 = Urk. 10/10). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 6. November 2014 erhob der Versicherte am 2 8. November 2014 - verbessert und ergänzt am 1 1. Dezember 2014 - Be schwerde und beantragte die Aufhebung der verfügten Einstellung (Urk. 1, Urk. 5). Das AWA beantragte in der Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2015 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 9). Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. D i e Einzelrichter in zieht in Erwägung: 1. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit ( § 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht). 2. 2.1 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. d des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits lo senversicherung und die Insolvenzentschädigung ( AVIG ) ist die versi cherte Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie die Kon troll vorschriften oder die Weisungen der zuständigen Amtsstel le nicht befolgt. Als Nichtbefolgen einer Weisung gilt insbesondere das unentschuldbare Ver säumen eines Beratungsgesprächs. Dabei stellt jedoch nach der Rechtsprechung ein unentschuldigtes Nichtwahrnehmen eines Beratungs- und Kontrollgesprä ches insbesondere dann kein einstellungswürdiges Fehlv erhalten dar, wenn die versicherte Person während zwölf Monaten da vor ihren Pflichten als Arbeitslose korrekt nachgekommen ist und sich für das Fehlverhalten nachträglic h von sich aus entschuldigt hat, wobei e in allfälliges früheres Fehlverhalten nicht zu berücksichtigen ist ( ARV 2009 Nr. 15 S. 272 f. E. 5.1, 2005 Nr. 24 S. 273 ff.; Urteil des Bundesgerichts 8C_697/2012 vom 1 8. Februar 2013 E. 2 mit Hinwei sen). 2. 2 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tag e bei schwerem Verschulden ( Art. 45 Abs. 3 AVIV). 3. 3.1 Der Beschwerdegegner führte zur Begründung seines Entscheides aus, der Beschwerdeführer sei zum einen dem Beratungsgespräch beim RAV-Berater am 1 8. August 2014 und 15.30 Uhr fern geblieben. Zum anderen habe er bereits am Vormittag dieses Tages einen weiteren Gesprächstermin bei der Laufbahnbera tung verpasst. Der Beschwerdeführer sei verpflichtet gewes en, beide Termine wahrzunehmen, weswegen es sich rechtfertige, beide Versäumnisse zu sank tionieren. Z w ar beruhten beide Versäumnisse auf demselben Fehler, indessen habe der Beschwerdeführer durch das Verpassen auch des zweiten Termins die Aufgaben des RAV zusätzlich erschwert. Entschuldigungsgründe seien nicht ersichtlich. Gemäss Art. 45 Abs. 5 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) wirke sich erschwerend aus, dass der Beschwerdeführer in den vergangenen zwei Jahren bereits wiederholt in der Anspruchsberechtigung habe eingestellt werden müs sen (Urk. 2 S. 2, Urk. 9 S. 2). 3.2 Der Beschwerdeführer machte geltend, die Einstellung für das verpasste Gespräch beim Berater des RAV habe er akzeptiert. Nicht akzeptieren könne er aber die weitere Einstellung für den gleichentags verpassten Termin bei der Laufbahnberatung. Das Gespräch bei der Laufbahnberatung habe er freiwillig gewählt, ohne Aufforderung durch das RAV oder ohne eine gesetzliche Pflicht. Auch dieses Versäumnis beruhe auf dem Umstand, dass er beide Termine fehlerhaft für den 1 8. September 2014 statt korrekt für den 1 8. August 2014 in der Agenda vorgemerkt habe. Der Vorwurf des Beschwerdegegners, er habe durch sein Verhalten die Aufgabe des RAV erschwert sei insofern unbegründet, als er unverzüglich mit allen Stellen Kontakt aufgenommen und sich für sein Versäumnis entschuldigt habe. Insgesamt erweise sich die doppelte Sanktio nierung als nicht gerechtfertigt (Urk. 1, Urk. 5). 4. 4.1 D as unentschuldigte Nichterscheinen des Beschwerdeführers am 1 8. August 2014 sowohl zum Gesprächstermin beim RAV-Berater als auch zum Gesprächs termin bei der Lauf bahnberatung ist nicht bestritten. Vom Beschwerdeführer unbestritten ist auch, dass dem Fernbleiben ein Fehlverhalten seinerseits zu Grunde liegt, indem er sich irrtümlich respektive aus Unachtsamkeit den 1 8. September 2014 und nicht den 1 8. August 2014 vorgemerkt hatte. Zum Termin bei der Laufbahnberatung wandte der Beschwerdeführer ein, diese Massnahme habe er angeregt. Dies ändert indessen nichts daran, dass es sich um einen für ihn verbindlichen Termin im Rahmen der Bemühungen der Arbeitslosenversicherung zur Wiedereingliederung auf dem Arbeitsmarkt han delte. Bezüglich beider verpasster Termine ist somit der Tatbestand der Nicht befolgung von Kontrollvorschriften und Weisungen im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG grundsätzlich erfüllt. 4.2 Nach der Rechtsprechung stellt das irrtümliche Nichtwahrnehmen eines Bera tungs - oder Kontrollgespräches dann kein einstellungswürdiges Fehlv erhalten dar, wenn die versicherte Person während zwölf Monaten da vor ihren Pflichten korrekt nachgekommen ist und sich für das Fehlverhalten nachträglic h von sich aus entschuldigt hat (vgl. vorstehende E. 2.1 ). Betreffend das Nichterscheinen zum G espräch mit dem Berater des RAV ist aktenkundig, dass sich der Beschwerdeführer am Folgetag von sich aus für sein Versäumnis entschuldigt hat (Urk. 10/27 S. 3). Bezüglich des Termins bei der Laufbahnberatung ergibt sich aus den Akten, dass die Beraterin den Beschwerdeführer bereits am 1 8. August 2014 mit einem Email auf sein Nichterscheinen aufmerksam machte und sich dieser dann am Folgetag bei ihr meldete und sich entschuldigte (Urk. 10/4, Urk. 10/6). Die Voraussetzungen für ein Absehen von einer Einstel lung sind somit bezüglich dieses verpassten Termins nicht gegeben. Zu beach ten ist ferner, dass innerhalb der den verpassten Termine n vom 1 8. August 2014 vorausgehenden 12 Monate zwei Einstellungen infolge ungenügender Arbeits bemühungen erfolgten (Verfügungen des AWA vom 1 8. März 2014; Urk. 10/32, Urk. 10/34). Der Beschwerdegegner ist demnach insgesamt zu Recht von einem einstellungswürdigen Fehlverhalten des Beschwerdeführers ausgegangen. 5. 5.1 Der Beschwerdeführer bemängelt die Höhe der Sanktion, namentlich die zweima lige Sanktionierung mittels einer Einstellung von je 8 Tagen Dauer. D ie zweimalige respektive separate Sanktionierung für die versäumten Termine ist tatsächlich nicht nachvollziehbar. Beide Gesprächstermine waren auf denselben Tag angesetzt und der Beschwerdeführer verpasste diese, weil er unbestritte nermassen für beide Termine irrtümlich den 1 8. September 2014 anstatt den 1 8. August 2014 vorgemerkt hatte. Die Sanktion hätte bei dieser Sachlage unter Berücksichtigung beider Ereignisse gleichzeitig festgesetzt werden müssen. Dies ist nachzuholen. 5.2 Das irrtümlich e respektive aus Unaufmerksamkeit falsche Vormerken der am nämlichen Tag stattfindenden Beratungsgespräche wiegt verschuldensmässig noch leicht. In Betracht fällt eine Sanktion im mittleren bis unteren Bereich des leichten Verschuldens. Entlastende Umstände sind nicht gegeben. Insbesondere stellt die vom Beschwerdeführer geltend gemachte angespannte finanzielle Situ ation ( Urk. 5 S. 2) kein Grund dar, das Verschulden abweichend zu beurteilen. Hingegen ist gemäss Art. 45 Abs. 5 AVIV die Einstellungsdauer angemessen zu verlängern, da der Beschwerdeführer bereits im März 2014 und somit innerhalb von fünf Jahren vor der zu beurteilenden Einstellung bereits wegen ungenü genden Arbeitsbemühungen zweimal sanktioniert wurde (vgl. Urk. 10/32, Urk. 10/34). In Würdigung der genannten Bemessungsfaktoren erweist sich ins gesamt, das heisst für beide verpassten Gesprächstermine vom 1 8. August 2014 eine Sanktion von 10 Tagen als angemessen. Mit der nicht angefochtenen Ver fügung vom 1. September 2014 erliess der Beschwerdegegner eine Einstellung von 8 Tagen. Somit rechtfertigt sich im vorliegenden Verfahren ergänzend dazu eine Einstellung von weiteren 2 Tagen. Im Sinne dieser Ausführungen ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Der angefochtene Einspracheentscheid ist insoweit aufzuheben, als damit eine über zwei Tage hinausgehende Einstellung in der Anspruchsberechtigung festgelegt wurde. D ie Einzelrichter in erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid Nr. A.___ des Amtes für Wirtschaft und Arbeit vom 2 6. November 2014 insoweit aufgehoben, als damit eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von mehr als zwei Tagen Dauer bestätigt wurde. Im Übrigen wird die Beschwer d e abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) - seco - Direktion für Arbeit - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die EinzelrichterinDer Gerichtsschreiber Maurer ReiterWilhelm

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich AL.2014.00231 AL.2014.00231

AL.2014.00231 I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter als Einzelrichterin

Gerichtsschreiber Wilhelm

Urteil vom 26. Mai 2016

Urteil vom 26. Mai 2016 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer gegen

gegen Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) Abteilung Arbeitslosenversicherung

Abteilung Arbeitslosenversicherung Stampfenbachstrasse 32, Postfach, 8090 Zürich

Stampfenbachstrasse 32, Postfach, 8090 Zürich Beschwerdegegner

Beschwerdegegner Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Nach dem Verlust seiner Stelle als Warranty & Returns Coordinator bei der Y.___ GmbH per Ende Januar 2014 stellte sich X.___, geboren 1980, bei der Arbeitslosenversicherung der Arbeitsver mittlung zur Verfügung und bezog Arbeitslosenentschädigung (Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 1 8. Februar 2014 bis 1 7. Februar 2016; vgl. Urk. 10/44 ff.).

1. Nach dem Verlust seiner Stelle als Warranty & Returns Coordinator bei der Y.___ GmbH per Ende Januar 2014 stellte sich X.___, geboren 1980, bei der Arbeitslosenversicherung der Arbeitsver mittlung zur Verfügung und bezog Arbeitslosenentschädigung (Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 1 8. Februar 2014 bis 1 7. Februar 2016; vgl. Urk. 10/44 ff.). Am 1 8. August 2014 wurde der Versicherte um 10.00 Uhr zu einem von der Arbeitslosenversicherung vermittelten Beratungsgespräch im Laufbahnzentrum der Stadt Z.___ und um 15.30 Uhr zu einem Beratungs- und Kontrollgespräch beim zuständigen Berater des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) erwartet. Zu beiden Terminen erschien der Versicherte nicht (vgl. Urk. 10/3-4, Urk. 10/22, Urk. 10/27 S. 3, Urk. 10/28-29).

Am 1 8. August 2014 wurde der Versicherte um 10.00 Uhr zu einem von der Arbeitslosenversicherung vermittelten Beratungsgespräch im Laufbahnzentrum der Stadt Z.___ und um 15.30 Uhr zu einem Beratungs- und Kontrollgespräch beim zuständigen Berater des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) erwartet. Zu beiden Terminen erschien der Versicherte nicht (vgl. Urk. 10/3-4, Urk. 10/22, Urk. 10/27 S. 3, Urk. 10/28-29). Am 1. September 2014 verfügte das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) betref fend das verpasste Beratungsgespräch mit dem RAV-Berater eine Ein stellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 8 Tagen (Urk. 10/30). Diese Verfügung blieb unangefochten.

Am 1. September 2014 verfügte das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) betref fend das verpasste Beratungsgespräch mit dem RAV-Berater eine Ein stellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 8 Tagen (Urk. 10/30). Diese Verfügung blieb unangefochten. Am 1 7. September 2014 verfügte das AWA betreffend das verpasste Gespräch bei der Laufbahnberatung ebenfalls eine Einstellung in der Anspruchsberechti gung für die Dauer von 8 Tagen (Urk. 10/8). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 1 4. Oktober 2014 Einsprache (Urk. 10/9). Dies e wies das AWA mit Einspracheentscheid vom 2 6. November 2014 ab und bestätigte ihren Ent scheid ( Urk. 2 = Urk. 10/10).

Am 1 7. September 2014 verfügte das AWA betreffend das verpasste Gespräch bei der Laufbahnberatung ebenfalls eine Einstellung in der Anspruchsberechti gung für die Dauer von 8 Tagen (Urk. 10/8). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 1 4. Oktober 2014 Einsprache (Urk. 10/9). Dies e wies das AWA mit Einspracheentscheid vom 2 6. November 2014 ab und bestätigte ihren Ent scheid ( Urk. 2 = Urk. 10/10). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 6. November 2014 erhob der Versicherte am 2 8. November 2014 - verbessert und ergänzt am 1 1. Dezember 2014 - Be schwerde und beantragte die Aufhebung der verfügten Einstellung (Urk. 1, Urk. 5). Das AWA beantragte in der Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2015 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 9).

2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 6. November 2014 erhob der Versicherte am 2 8. November 2014 - verbessert und ergänzt am 1 1. Dezember 2014 - Be schwerde und beantragte die Aufhebung der verfügten Einstellung (Urk. 1, Urk. 5). Das AWA beantragte in der Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2015 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 9). Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. D i e Einzelrichter in zieht in Erwägung:

D i e Einzelrichter in zieht in Erwägung: 1. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit ( § 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).

1. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit ( § 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht). 2.

2. 2.1 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. d des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits lo senversicherung und die Insolvenzentschädigung ( AVIG ) ist die versi cherte Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie die Kon troll vorschriften oder die Weisungen der zuständigen Amtsstel le nicht befolgt. Als Nichtbefolgen einer Weisung gilt insbesondere das unentschuldbare Ver säumen eines Beratungsgesprächs. Dabei stellt jedoch nach der Rechtsprechung ein unentschuldigtes Nichtwahrnehmen eines Beratungs- und Kontrollgesprä ches insbesondere dann kein einstellungswürdiges Fehlv erhalten dar, wenn die versicherte Person während zwölf Monaten da vor ihren Pflichten als Arbeitslose korrekt nachgekommen ist und sich für das Fehlverhalten nachträglic h von sich aus entschuldigt hat, wobei e in allfälliges früheres Fehlverhalten nicht zu berücksichtigen ist ( ARV 2009 Nr. 15 S. 272 f. E. 5.1, 2005 Nr. 24 S. 273 ff.; Urteil des Bundesgerichts 8C_697/2012 vom 1 8. Februar 2013 E. 2 mit Hinwei sen).

2.1 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. d des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits lo senversicherung und die Insolvenzentschädigung ( AVIG ) ist die versi cherte Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie die Kon troll vorschriften oder die Weisungen der zuständigen Amtsstel le nicht befolgt. Als Nichtbefolgen einer Weisung gilt insbesondere das unentschuldbare Ver säumen eines Beratungsgesprächs. Dabei stellt jedoch nach der Rechtsprechung ein unentschuldigtes Nichtwahrnehmen eines Beratungs- und Kontrollgesprä ches insbesondere dann kein einstellungswürdiges Fehlv erhalten dar, wenn die versicherte Person während zwölf Monaten da vor ihren Pflichten als Arbeitslose korrekt nachgekommen ist und sich für das Fehlverhalten nachträglic h von sich aus entschuldigt hat, wobei e in allfälliges früheres Fehlverhalten nicht zu berücksichtigen ist ( ARV 2009 Nr. 15 S. 272 f. E. 5.1, 2005 Nr. 24 S. 273 ff.; Urteil des Bundesgerichts 8C_697/2012 vom 1 8. Februar 2013 E. 2 mit Hinwei sen). 2. 2 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tag e bei schwerem Verschulden ( Art. 45 Abs. 3 AVIV).

2. 2 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tag e bei schwerem Verschulden ( Art. 45 Abs. 3 AVIV). 3.

3. 3.1 Der Beschwerdegegner führte zur Begründung seines Entscheides aus, der Beschwerdeführer sei zum einen dem Beratungsgespräch beim RAV-Berater am 1 8. August 2014 und 15.30 Uhr fern geblieben. Zum anderen habe er bereits am Vormittag dieses Tages einen weiteren Gesprächstermin bei der Laufbahnbera tung verpasst. Der Beschwerdeführer sei verpflichtet gewes en, beide Termine wahrzunehmen, weswegen es sich rechtfertige, beide Versäumnisse zu sank tionieren. Z w ar beruhten beide Versäumnisse auf demselben Fehler, indessen habe der Beschwerdeführer durch das Verpassen auch des zweiten Termins die Aufgaben des RAV zusätzlich erschwert. Entschuldigungsgründe seien nicht ersichtlich. Gemäss Art. 45 Abs. 5 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) wirke sich erschwerend aus, dass der Beschwerdeführer in den vergangenen zwei Jahren bereits wiederholt in der Anspruchsberechtigung habe eingestellt werden müs sen (Urk. 2 S. 2, Urk. 9 S. 2).

3.1 Der Beschwerdegegner führte zur Begründung seines Entscheides aus, der Beschwerdeführer sei zum einen dem Beratungsgespräch beim RAV-Berater am 1 8. August 2014 und 15.30 Uhr fern geblieben. Zum anderen habe er bereits am Vormittag dieses Tages einen weiteren Gesprächstermin bei der Laufbahnbera tung verpasst. Der Beschwerdeführer sei verpflichtet gewes en, beide Termine wahrzunehmen, weswegen es sich rechtfertige, beide Versäumnisse zu sank tionieren. Z w ar beruhten beide Versäumnisse auf demselben Fehler, indessen habe der Beschwerdeführer durch das Verpassen auch des zweiten Termins die Aufgaben des RAV zusätzlich erschwert. Entschuldigungsgründe seien nicht ersichtlich. Gemäss Art. 45 Abs. 5 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) wirke sich erschwerend aus, dass der Beschwerdeführer in den vergangenen zwei Jahren bereits wiederholt in der Anspruchsberechtigung habe eingestellt werden müs sen (Urk. 2 S. 2, Urk. 9 S. 2). 3.2 Der Beschwerdeführer machte geltend, die Einstellung für das verpasste Gespräch beim Berater des RAV habe er akzeptiert. Nicht akzeptieren könne er aber die weitere Einstellung für den gleichentags verpassten Termin bei der Laufbahnberatung. Das Gespräch bei der Laufbahnberatung habe er freiwillig gewählt, ohne Aufforderung durch das RAV oder ohne eine gesetzliche Pflicht. Auch dieses Versäumnis beruhe auf dem Umstand, dass er beide Termine fehlerhaft für den 1 8. September 2014 statt korrekt für den 1 8. August 2014 in der Agenda vorgemerkt habe. Der Vorwurf des Beschwerdegegners, er habe durch sein Verhalten die Aufgabe des RAV erschwert sei insofern unbegründet, als er unverzüglich mit allen Stellen Kontakt aufgenommen und sich für sein Versäumnis entschuldigt habe. Insgesamt erweise sich die doppelte Sanktio nierung als nicht gerechtfertigt (Urk. 1, Urk. 5).

3.2 Der Beschwerdeführer machte geltend, die Einstellung für das verpasste Gespräch beim Berater des RAV habe er akzeptiert. Nicht akzeptieren könne er aber die weitere Einstellung für den gleichentags verpassten Termin bei der Laufbahnberatung. Das Gespräch bei der Laufbahnberatung habe er freiwillig gewählt, ohne Aufforderung durch das RAV oder ohne eine gesetzliche Pflicht. Auch dieses Versäumnis beruhe auf dem Umstand, dass er beide Termine fehlerhaft für den 1 8. September 2014 statt korrekt für den 1 8. August 2014 in der Agenda vorgemerkt habe. Der Vorwurf des Beschwerdegegners, er habe durch sein Verhalten die Aufgabe des RAV erschwert sei insofern unbegründet, als er unverzüglich mit allen Stellen Kontakt aufgenommen und sich für sein Versäumnis entschuldigt habe. Insgesamt erweise sich die doppelte Sanktio nierung als nicht gerechtfertigt (Urk. 1, Urk. 5). 4.

4. 4.1 D as unentschuldigte Nichterscheinen des Beschwerdeführers am 1 8. August 2014 sowohl zum Gesprächstermin beim RAV-Berater als auch zum Gesprächs termin bei der Lauf bahnberatung ist nicht bestritten. Vom Beschwerdeführer unbestritten ist auch, dass dem Fernbleiben ein Fehlverhalten seinerseits zu Grunde liegt, indem er sich irrtümlich respektive aus Unachtsamkeit den 1 8. September 2014 und nicht den 1 8. August 2014 vorgemerkt hatte. Zum Termin bei der Laufbahnberatung wandte der Beschwerdeführer ein, diese Massnahme habe er angeregt. Dies ändert indessen nichts daran, dass es sich um einen für ihn verbindlichen Termin im Rahmen der Bemühungen der Arbeitslosenversicherung zur Wiedereingliederung auf dem Arbeitsmarkt han delte. Bezüglich beider verpasster Termine ist somit der Tatbestand der Nicht befolgung von Kontrollvorschriften und Weisungen im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG grundsätzlich erfüllt.

4.1 D as unentschuldigte Nichterscheinen des Beschwerdeführers am 1 8. August 2014 sowohl zum Gesprächstermin beim RAV-Berater als auch zum Gesprächs termin bei der Lauf bahnberatung ist nicht bestritten. Vom Beschwerdeführer unbestritten ist auch, dass dem Fernbleiben ein Fehlverhalten seinerseits zu Grunde liegt, indem er sich irrtümlich respektive aus Unachtsamkeit den 1 8. September 2014 und nicht den 1 8. August 2014 vorgemerkt hatte. Zum Termin bei der Laufbahnberatung wandte der Beschwerdeführer ein, diese Massnahme habe er angeregt. Dies ändert indessen nichts daran, dass es sich um einen für ihn verbindlichen Termin im Rahmen der Bemühungen der Arbeitslosenversicherung zur Wiedereingliederung auf dem Arbeitsmarkt han delte. Bezüglich beider verpasster Termine ist somit der Tatbestand der Nicht befolgung von Kontrollvorschriften und Weisungen im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG grundsätzlich erfüllt. 4.2 Nach der Rechtsprechung stellt das irrtümliche Nichtwahrnehmen eines Bera tungs - oder Kontrollgespräches dann kein einstellungswürdiges Fehlv erhalten dar, wenn die versicherte Person während zwölf Monaten da vor ihren Pflichten korrekt nachgekommen ist und sich für das Fehlverhalten nachträglic h von sich aus entschuldigt hat (vgl. vorstehende E. 2.1 ). Betreffend das Nichterscheinen zum G espräch mit dem Berater des RAV ist aktenkundig, dass sich der Beschwerdeführer am Folgetag von sich aus für sein Versäumnis entschuldigt hat (Urk. 10/27 S. 3). Bezüglich des Termins bei der Laufbahnberatung ergibt sich aus den Akten, dass die Beraterin den Beschwerdeführer bereits am 1 8. August 2014 mit einem Email auf sein Nichterscheinen aufmerksam machte und sich dieser dann am Folgetag bei ihr meldete und sich entschuldigte (Urk. 10/4, Urk. 10/6). Die Voraussetzungen für ein Absehen von einer Einstel lung sind somit bezüglich dieses verpassten Termins nicht gegeben. Zu beach ten ist ferner, dass innerhalb der den verpassten Termine n vom 1 8. August 2014 vorausgehenden 12 Monate zwei Einstellungen infolge ungenügender Arbeits bemühungen erfolgten (Verfügungen des AWA vom 1 8. März 2014; Urk. 10/32, Urk. 10/34). Der Beschwerdegegner ist demnach insgesamt zu Recht von einem einstellungswürdigen Fehlverhalten des Beschwerdeführers ausgegangen.

4.2 Nach der Rechtsprechung stellt das irrtümliche Nichtwahrnehmen eines Bera tungs oder Kontrollgespräches dann kein einstellungswürdiges Fehlv erhalten dar, wenn die versicherte Person während zwölf Monaten da vor ihren Pflichten korrekt nachgekommen ist und sich für das Fehlverhalten nachträglic h von sich aus entschuldigt hat (vgl. vorstehende E. 2.1 ). Betreffend das Nichterscheinen zum G espräch mit dem Berater des RAV ist aktenkundig, dass sich der Beschwerdeführer am Folgetag von sich aus für sein Versäumnis entschuldigt hat (Urk. 10/27 S. 3). Bezüglich des Termins bei der Laufbahnberatung ergibt sich aus den Akten, dass die Beraterin den Beschwerdeführer bereits am 1 8. August 2014 mit einem Email auf sein Nichterscheinen aufmerksam machte und sich dieser dann am Folgetag bei ihr meldete und sich entschuldigte (Urk. 10/4, Urk. 10/6). Die Voraussetzungen für ein Absehen von einer Einstel lung sind somit bezüglich dieses verpassten Termins nicht gegeben. Zu beach ten ist ferner, dass innerhalb der den verpassten Termine n vom 1 8. August 2014 vorausgehenden 12 Monate zwei Einstellungen infolge ungenügender Arbeits bemühungen erfolgten (Verfügungen des AWA vom 1 8. März 2014; Urk. 10/32, Urk. 10/34). Der Beschwerdegegner ist demnach insgesamt zu Recht von einem einstellungswürdigen Fehlverhalten des Beschwerdeführers ausgegangen. 5.

5. 5.1 Der Beschwerdeführer bemängelt die Höhe der Sanktion, namentlich die zweima lige Sanktionierung mittels einer Einstellung von je 8 Tagen Dauer. D ie zweimalige respektive separate Sanktionierung für die versäumten Termine ist tatsächlich nicht nachvollziehbar. Beide Gesprächstermine waren auf denselben Tag angesetzt und der Beschwerdeführer verpasste diese, weil er unbestritte nermassen für beide Termine irrtümlich den 1 8. September 2014 anstatt den 1 8. August 2014 vorgemerkt hatte. Die Sanktion hätte bei dieser Sachlage unter Berücksichtigung beider Ereignisse gleichzeitig festgesetzt werden müssen. Dies ist nachzuholen.

5.1 Der Beschwerdeführer bemängelt die Höhe der Sanktion, namentlich die zweima lige Sanktionierung mittels einer Einstellung von je 8 Tagen Dauer. D ie zweimalige respektive separate Sanktionierung für die versäumten Termine ist tatsächlich nicht nachvollziehbar. Beide Gesprächstermine waren auf denselben Tag angesetzt und der Beschwerdeführer verpasste diese, weil er unbestritte nermassen für beide Termine irrtümlich den 1 8. September 2014 anstatt den 1 8. August 2014 vorgemerkt hatte. Die Sanktion hätte bei dieser Sachlage unter Berücksichtigung beider Ereignisse gleichzeitig festgesetzt werden müssen. Dies ist nachzuholen. 5.2 Das irrtümlich e respektive aus Unaufmerksamkeit falsche Vormerken der am nämlichen Tag stattfindenden Beratungsgespräche wiegt verschuldensmässig noch leicht. In Betracht fällt eine Sanktion im mittleren bis unteren Bereich des leichten Verschuldens. Entlastende Umstände sind nicht gegeben. Insbesondere stellt die vom Beschwerdeführer geltend gemachte angespannte finanzielle Situ ation ( Urk. 5 S. 2) kein Grund dar, das Verschulden abweichend zu beurteilen. Hingegen ist gemäss Art. 45 Abs. 5 AVIV die Einstellungsdauer angemessen zu verlängern, da der Beschwerdeführer bereits im März 2014 und somit innerhalb von fünf Jahren vor der zu beurteilenden Einstellung bereits wegen ungenü genden Arbeitsbemühungen zweimal sanktioniert wurde (vgl. Urk. 10/32, Urk. 10/34). In Würdigung der genannten Bemessungsfaktoren erweist sich ins gesamt, das heisst für beide verpassten Gesprächstermine vom 1 8. August 2014 eine Sanktion von 10 Tagen als angemessen. Mit der nicht angefochtenen Ver fügung vom 1. September 2014 erliess der Beschwerdegegner eine Einstellung von 8 Tagen. Somit rechtfertigt sich im vorliegenden Verfahren ergänzend dazu eine Einstellung von weiteren 2 Tagen.

5.2 Das irrtümlich e respektive aus Unaufmerksamkeit falsche Vormerken der am nämlichen Tag stattfindenden Beratungsgespräche wiegt verschuldensmässig noch leicht. In Betracht fällt eine Sanktion im mittleren bis unteren Bereich des leichten Verschuldens. Entlastende Umstände sind nicht gegeben. Insbesondere stellt die vom Beschwerdeführer geltend gemachte angespannte finanzielle Situ ation ( Urk. 5 S. 2) kein Grund dar, das Verschulden abweichend zu beurteilen. Hingegen ist gemäss Art. 45 Abs. 5 AVIV die Einstellungsdauer angemessen zu verlängern, da der Beschwerdeführer bereits im März 2014 und somit innerhalb von fünf Jahren vor der zu beurteilenden Einstellung bereits wegen ungenü genden Arbeitsbemühungen zweimal sanktioniert wurde (vgl. Urk. 10/32, Urk. 10/34). In Würdigung der genannten Bemessungsfaktoren erweist sich ins gesamt, das heisst für beide verpassten Gesprächstermine vom 1 8. August 2014 eine Sanktion von 10 Tagen als angemessen. Mit der nicht angefochtenen Ver fügung vom 1. September 2014 erliess der Beschwerdegegner eine Einstellung von 8 Tagen. Somit rechtfertigt sich im vorliegenden Verfahren ergänzend dazu eine Einstellung von weiteren 2 Tagen. Im Sinne dieser Ausführungen ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Der angefochtene Einspracheentscheid ist insoweit aufzuheben, als damit eine über zwei Tage hinausgehende Einstellung in der Anspruchsberechtigung festgelegt wurde.

Im Sinne dieser Ausführungen ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Der angefochtene Einspracheentscheid ist insoweit aufzuheben, als damit eine über zwei Tage hinausgehende Einstellung in der Anspruchsberechtigung festgelegt wurde. D ie Einzelrichter in erkennt:

D ie Einzelrichter in erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid Nr. A.___ des Amtes für Wirtschaft und Arbeit vom 2 6. November 2014 insoweit aufgehoben, als damit eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von mehr als zwei Tagen Dauer bestätigt wurde. Im Übrigen wird die Beschwer d e abgewiesen.

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid Nr. A.___ des Amtes für Wirtschaft und Arbeit vom 2 6. November 2014 insoweit aufgehoben, als damit eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von mehr als zwei Tagen Dauer bestätigt wurde. Im Übrigen wird die Beschwer d e abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___

X.___ - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) - seco - Direktion für Arbeit

seco - Direktion für Arbeit - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die EinzelrichterinDer Gerichtsschreiber

Maurer ReiterWilhelm