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Die positiven Reaktionen an den Börsen nach Trumps Wahl dürften nicht überbewertet werden, mahnte Constâncio. "Viele Kommentatoren sind zu dem Schluss gelangt, dass die jüngsten geopolitischen Entwicklungen wirtschaftliche Vorteile bringen werden", sagte der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB). "Das könnte auf kurze Sicht der Fall sein, aber die wirklichen negativen Effekte der erhöhten Unsicherheit dürften später kommen."
Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, er wolle die US-Wirtschaft mit staatlichen Investitionsprogrammen ankurbeln. Die Aussicht auf solche Investitionen hatte an den Märkten die Aktienkurse angetrieben und die Renditen auf Staatsanleihen steigen lassen.
"Wir sollen vorsichtig sein, voreilige Schlüsse aus diesen Marktreaktionen zu ziehen", warnte Constâncio. Es deute sich zwar ein Aufschwung der US-Wirtschaft an - "allerdings im Rahmen einer "Amerika-Zuerst"-Politik".
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(AWP)