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Lindan
Halogenkohlenwasserstoff, Insektizid, Holzschutzmittel
Lindan wurde früher als Insektizid in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt, beispielsweise zur Bekämpfung von Engerlingen und gegen Schädlinge an Raps und Kohl. Ein weiteres wichtiges Einsatzfeld waren die Holzschutzmittel. Daneben wurde es in etwa einprozentiger Verdünnung in der Medizin als äußerliches Medikament gegen Hautparasiten, vornehmlich bei Krätze und Pedikulosen, genutzt. Nach der EU-Verordnung 850/2004 durfte Lindan nur noch bis Ende 2007 in der Europäischen Union als Insektizid eingesetzt werden.
Heute stellen mit Lindan behandelte Hölzer in vielen Gebäuden im Bestand ein ernstzunehmender Gebäudeschadstoff dar, der nicht selten aufwendig saniert werden muss.
Lindan neigt zu starker Adsorption, z. B. an Algen und ist für Wasserorganismen giftig. Da es nur langsam abgebaut wird und relativ stark lipophil ist, reichert es sich vor allem über Fische stark in der Nahrungskette des Menschen an.
Lindan steht ferner im Verdacht, Krankheiten auslösen zu können: M. Parkinson, Veränderung der inneren Organe, der Blutbildung, Multiple Sklerose, Nervenschädigungen.