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Eine besondere Gruppe alttestamentlicher Schriften ist nur in griechischer Sprache überliefert: Diese Schriften stammen aus den letzten zwei Jahrhunderten vor Christi Geburt und werden deshalb auch unter der Bezeichnung «Spaet-Schriften des Alten Testaments» zusammengefasst. In den Kirchen der Reformation werden sie als «Apokryphen» («verborgene Schriften») bezeichnet und in ihrem Wert unterschiedlich beurteilt.
Martin Luther ordnete die Spaet-Schriften in seiner Übersetzung als besondere Schriften-Gruppe zwischen Altem und Neuem Testament an und bewertete sie als «Bücher, so der Heiligen Schrift nicht gleich gehalten, und doch nützlich und gut zu lesen sind».
In der katholischen Kirche werden diese Schriften «deuterokanonisch» genannt, d.h. an zweiter Stelle im Schriftkanon stehend. Sie gelten als vollwertiger Bestandteil der Heiligen Schrift und sind dementsprechend in katholischen Bibelausgaben, somit auch in der Einheitsübersetzung, je nach ihrem literarischen Charakter über die anderen Schriftgruppen verteilt.
APOKRYPHEN NACH DER LUTHER-BIBEL
- Das Buch Judit
- Die Weisheit Salomos
- Das Buch Tobias
- Das Buch Jesus Sirach
- Das Buch Baruch
- Das erste Buch der Makkabäer
- Das zweite Buch der Makkabäer
- Stücke zum Buch Ester
- Stücke zum Buch Daniel, d.h. «Die Geschichte von Susanna und Daniel», «Vom Bel zum Babel», «Vom Drachen zu Babel», «Das Gebet Asarjas», «Der Gesang der drei Männer im Feuerofen»
- Das Gebet Manasses