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Ein Schwangerschaftstest liefert nach Ausbleiben der Periode ein recht zuverlässiges Ergebnis, da zu diesem Zeitpunkt das Schwangerschaftshormon hCG im Urin nachweisbar ist. Einige Frauen spüren jedoch, dass sie schwanger sind, noch bevor sie den Test anwenden. Wie kommen diese ersten Schwangerschaftsanzeichen zustande?
Nach der Einnistung der befruchteten Eizelle – etwa ab dem 7. bis zum 10. Tag nach dem Eisprung – beginnt der Körper damit, das humane Choriongonadotropin (hCG) zu produzieren. Dieses Hormon bereitet den weiblichen Hormonhaushalt auf die Schwangerschaft vor und ist auch für die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft verantwortlich. Die Konzentration des Hormons steigt im Laufe der nächsten Tage rasch an, ist jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich hoch. Deshalb nimmt jede Frau die ersten Symptome einer Schwangerschaft anders wahr.
Erste unsichere Anzeichen einer Schwangerschaft
Gerade weil jede Frau individuell auf die Veränderungen in ihrem Körper reagiert, sind die allerersten Anzeichen einer Schwangerschaft subjektiv und unsicher. Viele der folgenden Anzeichen sind leicht mit den regulären Symptomen der zweiten Zyklushälfte (prämenstruelles Syndrom) zu verwechseln oder können andere Ursachen haben:
- Ziehen im Unterleib: Bauchkrämpfe sind ein mögliches Anzeichen für eine Frühschwangerschaft. Die Gebärmutter stellt sich auf die Schwangerschaft ein und belastet die Mutterbänder, was Schmerzen verursachen kann.
- Leichte Schmierblutung: Noch vor der erwarteten Regelblutung kann es infolge der Einnistung zur sogenannten Nidationsblutung kommen.
- Empfindliche Brüste: Wenn die Brüste spannen und die Brustwarzen empfindlich reagieren, kann das ein erstes Anzeichen dafür sein, dass Sie schwanger sind. Die Brust beginnt schon sehr früh damit, sich auf das Stillen einzustellen.
- Starke Müdigkeit: In den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft ist der Körper einer Schwangeren grossen Stoffwechselveränderungen ausgesetzt. Ständige Erschöpfung und Müdigkeit sind die Folgen.
- Weisser Ausfluss: Eine Schwangerschaft kann sich schon in der zweiten Woche nach der Befruchtung durch einen starken milchigen Ausfluss ankündigen.
- Häufiger Harndrang: Das hCG-Hormon sorgt bei einigen Frauen dafür, dass sie in der frühen Schwangerschaft häufiger auf die Toilette müssen.
- Übelkeit: Noch bevor die Regel ausbleibt, reagieren einige Frauen empfindlich auf bestimmte Gerüche oder Lebensmittel. Das kann sich im weiteren Verlauf und vor allem während des 1. Schwangerschaftstrimesters bis zum Erbrechen steigern.
- Heisshunger: Einige Frauen berichten, dass ein Heisshunger auf ein ganz bestimmtes Lebensmittel ihnen verraten hat, dass sie schwanger sind.
- Stimmungsschwankungen: Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt – die Hormonumstellung schlägt einigen Frauen schon früh aufs Gemüt.
Wahrscheinlichere Anzeichen einer Schwangerschaft
Während Müdigkeit, Heisshunger und Stimmungsschwankungen schnell falsch interpretiert werden können und somit keine sicheren Indizien für eine Schwangerschaft darstellen, sind andere Anzeichen schon eindeutiger. Gewissheit über Ihre Schwangerschaft erhalten Sie jedoch in jedem Fall erst mit der Untersuchung beim Frauenarzt. Zu den eindeutigeren Anzeichen einer Schwangerschaft gehören folgende:
- Ausbleibende Periode: Bleibt die Menstruationsblutung am Monatsende aus, ist eine Schwangerschaft wahrscheinlich. Auch wenn es manchmal vorkommen kann, dass die Menstruation sich lediglich verzögert.
- Erhöhte Temperatur: Steigt die Basaltemperatur einer Frau nach Ausbleiben der Periode auf etwa 37,8 °C und bleibt mindestens 18 Tage auf diesem Niveau, ist eine Schwangerschaft wahrscheinlich.
- Dunkle Brustwarzenhöfe: Scheinen die Brustwarzenhöfe dunkler und grösser als gewöhnlich zu sein, ist das ein relativ sicheres Anzeichen für eine Schwangerschaft. Auch das ist bereits Teil der Stillvorbereitungen des Körpers – das Baby soll seine Nahrungsquelle dadurch besser finden.
- Positiver Schwangerschaftstest: Ist die hCG-Konzentration im Urin hoch genug, reagiert ein Schwangerschaftstest positiv. Da dies nicht immer der Fall ist, kann der Test jedoch selbst mehrere Tage nach der ausbleibenden Periode noch negativ ausfallen.