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Insgesamt starteten an der SM 14 Athleten und Athletinnen des LAC TV Unterstrass. Wie letztes Jahr konnte Nadja-Marie Pasternack ihren Sieg im Speerwerfen verteidigen. Im Diskus holte sie die Bronzemedaille. Auch Daniela Kyburz konnte zum zweiten Mal hintereinander die Silbermedaille gewinnen. Petra Fontanive nutzte die SM als Schnelligkeitstest und bewies ein weiteres Mal, dass ihre Formkurve hinsichtlich der WM stimmt.
Von Alex Hautle und Marielle Krause
400m Hürden, 400m, 200m
Petra Fontanive
Für Petra standen an dieser SM nicht die Medaillen im Vordergrund. Es galt, zwei Wochen vor der WM, die aktuelle Verfassung zu prüfen. Am Samstag gewann Petra ihre Serie über 400 m überlegen in 52.94 Sekunden und konnte sich auch die Tagesbestzeit gutschreiben lassen. Auf den Finallauf über 400 m vom Samstag verzichtete Petra wie geplant, um sich auf die 200m Läufe zu konzentrieren. In ihrem 200m Vorlauf konnte sich Petra als zweite klassieren und lief in 23.95 Sekunden eine neue Persönliche Bestleistung. Im Finallauf erreichte Petra in 24.17 Sekunden das Ziel und klassierte sich auf dem sechsten Platz. Die Tests über 400 m und 200 m verliefen damit beide positiv, und lieferten wichtige Erkenntnisse.
Avril Jackson
Als britische Staatsangehörige ist Avril in der Schweiz zwar nicht titelberechtigt, dennoch ging sie ambitioniert an den Start über 400m Hürden. Als Ziele hatte sich Avril eine schnelle Zeit und einen Rang unter den ersten drei vorgenommen. Der Vorlauf stellte Avril vor keine grösseren Probleme und sie konnte sich mühelos für den Final vom Samstag qualifizieren. Der Lauf vom Samstag sollte für Avril, was Zeit und Rang betrifft, sehr zufriedenstellend ausgehen. Mit einer Zeit von 59.36 Sekunden erreichte Avril als zweite das Ziel und konnte damit ihre „Schweizer PB“ verbessern. Letztes Jahr erreichte sie in Grangemouth an den Schottischen Meisterschaften eine Zeit von 58.74 Sekunden. Bei ausländischen Athletinnen werden aber nur Resultate in die Bestenliste von Swiss Athletics aufgenommen, die in der Schweiz gelaufen werden.
Daniela Kyburz
Für Daniela ging es darum, nach dem zweiten Rang im Jahr 2016, die Medaille über 400 m Hürden zu verteidigen. Gegenüber 2016 hat sich Daniela in der aktuellen Saison zeitlich klar verbessert. Leichte Verletzungen in den Wochen vor der SM warfen sie aber in der Vorbereitung immer wieder zurück. Dennoch war das Ziel, die Medaille vom Vorjahr zu verteidigen, realistisch. Den Vorlauf vom Freitag überstand Daniela problemlos und sie konnte sich so für den Final am Samstag qualifizieren. Der Finallauf glückte Daniela mit Ausnahme von kleinen rhythmischen Problemen bei den letzten beiden Hürden gut und sie konnte mit einer Zeit von 60.41 Sekunden den Gewinn der Silbermedaille feiern.
„Es war toll bei diesem Wetter, der super Stimmung und diesem Stadion starten zu dürfen. Obwohl ich mit meinem Lauf nicht ganz zufrieden war, konnte ich mich über ein Podestplatz freuen. Danke an die Organisation, es war wirklich ein schönes SM-Wochenende“
Isabelle Schmid
Nachdem die Limite für die Schweizer Meisterschaft über 400m flach auf diese Saison hin verschärft wurde, war es für Isabelle das erklärte Saisonziel, die neue Limite von 60.00 Sekunden zu knacken, was ihr im dritten 400m-Lauf der Saison gelang. Wenige Tage vor der SM erkrankte Isabelle und die Vorbereitung auf die SM hatte darunter zu leiden. Eine neue persönliche Bestzeit zu laufen – das ursprüngliche Ziel – war so nicht mehr realistisch. Die Zeit von 60.39 Sekunden war unter den gegebenen Umständen in Ordnung, dennoch war Isabelle enttäuscht, nahm sich aber vor, Ihre Bestzeit im Laufe der aktuellen Saison zu verbessern.
Lars Widmer
Für Lars war dies die erste Teilnahme an einer Schweizermeisterschaft bei den Aktiven. Dementsprechend freute er sich über den Start. Er qualifizierte sich über die 400m Hürden für die SM. Bei strömenden Regen absolvierte er die Bahnrunde in 56.65s. Leider kam er nicht ganz an die Leistung von Notwil (56.10s) heran. Trotzdem darf er mit seiner Leistung zufrieden sein, als Neuling ist die Erfahrung sehr viel Wert. Saisonhöhepunkt wird die Nachwuchs SM im September sein.
Sprung
Sara Mazzi
Sara startete als einzige TVU-Athletin in einer Sprungdisziplin, im Hochsprung. Sie übersprang 1.61m, 1.66m und 1.71m im ersten Versuch. Nach diesem tollen Einstieg riss sie leider dreimal auf 1.74m. Mit dieser Leistung belegte Sara den 5. Schlussrang. Gerne wäre sie bei diesen Bedingungen höher gesprungen, trotzdem freute sie sich darüber, dass sie die Höhe, welche sie an der SVM gesprungen ist, bestätigen konnte.
Wurf
Nadja-Marie Pasternack
Nadja-Marie Pasternack startete am Freitag im Diskus und am Samstag im Speer. Bei beiden Wurfdisziplinen visierte sie den Sieg an. Im Speer lag seit dem ersten Durchgang die Bernerin Nathalie Meier mit 50.02m in Führung. Marie zeigte sich nervenstark und konnte im letzten Durchgang mit einer Weite von 50.21m kontern und den Wettkampf für sich entscheiden.
„Ich bin froh, dass ich mir mit meinem letzten Wurf den Schweizermeistertitel sichern konnte und somit meinen Titel verteidigt habe.“
Leider begann es im Diskus wild zu regnen. Marie liess sich davon jedoch nicht beirren und konnte vor allem in den letzten drei Würfen mit guten Weiten überzeugen. Sie erreichte im fünften Versuch eine Weite von 44.13m. Dies bedeutete die Führung, bis im letzten Wurf Chantal Tanner vom LCZ ein Wurf auf 44.17m gelang und Marie nicht mehr kontern konnte.
„Dafür, dass ich 2 Monate kein Techniktraining gemacht hab, bin ich als Speerwerferin sehr zufrieden, nur 4cm hinter einer Diskuswerferin zu liegen. Die schlechten Konditionen haben mich im Gegensatz zu den anderen nicht irritiert.“
Marielle Krause
Marielle startete ohne Erwartungen an der SM. Da sich der Trainingsaufwand, aufgrund der sechsmonatigen Reise im Winter in Grenzen hielt. Umso erfreulicher, dass sie es mit 40.99m in den Final der besten 8 Athleten schaffte. Leider konnte sie sich in den letzten 3 Würfen nicht mehr steigern und platzierte sich auf dem sechsten Rang unter den Schweizer Speerwerferinnen.
„Im Allgemeinen bin ich zufrieden mit meiner Leistung. Mich freute es sehr, dass ich es in den Final geschafft habe und am Schluss den 6. Rang erreicht habe. Im Finaldurchgang hätte ich gerne noch etwas weiter geworfen.“
Paul Filges
Paul Filges trainiert seit 2016 in der Wurfgruppe von Terry McHugh. Trotz seiner Deutschen Staatsangehörigkeit hatte die SM ein grosser Stellenwert für ihn. Paul, welcher dieses Jahr schon über 60m geworfen hatte, durfte sich berechtigt Hoffnung machen für den Finaleinzug. Leider hatte er keinen guter Tag erwischt und platzierte sich mit 53.65m auf dem 14. Rang.
„Es war die erste SM für mich und die Atmosphäre war grossartig. Leider konnte ich die gewünschte Leistung nicht abrufen und ging etwas enttäuscht aus dem Wettkampf raus. Allerdings konnte ich viel Erfahrung sammeln.“
Christian Hübner
Christian Hübner hat sich eine Woche vor der SM für die Meisterschaften qualifiziert und meldete sich deshalb noch kurzfristig nach. Seinen besten Wurf lieferte er im zweiten Versuch mit einer Weite von 57.20m. Mit dieser Weite kam er nicht ganz an die 59.11m heran, die er eine Woche zuvor geworfen hatte. Den Finaleinzug verpasste er um knappe 25cm.
Sprint/Hürden
Martin Fuchs
Martin qualifizierte sich dieses Jahr mit 11.11s das erste Mal für die SM bei den Aktiven. Entsprechend war er vor dem Lauf etwas aufgeregt. Martin startete im 5. Vorlauf, einer seiner Gegner war Pascal Machini, der ein Mitglied der Schweizer Männerstaffel ist. Aus den Pflöcken kam er gut weg. Ab 30m konnte er jedoch nicht mehr mithalten. Er überquerte die Ziellinie mit einer Zeit von 11.44s.
„Es war eine tolle Erfahrung an einem grösseren Event zu starten. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder dabei sein kann. Hoffentlich mit einer besseren Leistung und evt. noch in einer anderen Disziplin. Es war irgendwie komisch für mich, mit Stars wie Mancini und Wilson im gleichen Callroom zu sein und sie auf dem Aufwärmplatz anzutreffen.“
Gillian Nänny
Auch Gillian war eine der Athletinnen, die sich über ihre erste Teilnahme an der SM der Aktiven freuen durfte. Gillian blieb fokussiert und zog ihr Rennen konzentriert durch. Die Ziellinie überquerte sie in 15.65s. Dies ist ihre zweitbeste je gelaufene Zeit in dieser Saison und nur 00.15s langsamer als ihre PB. Nun darf sie sich auf die Nachwuchs SM freuen, wo sie eine neue PB über diese Distanz anstreben möchte.
„Für mich war es meine erste SM bei den Aktiven und es war eine sehr tolle Erfahrung auch mal in Zürich im Letzigrund laufen zu dürfen. Der Ablauf an der SM war super und ich habe es genossen, an diesem grossen Anlass mit doch relativ vielen Zuschauern und Unterstützung meiner Familie, Freunde und Trainer erleben zu können.“
Johannes Wagner
Für Johannes war die diesjährige SM ein Saisonhöhepunkt. Ziel war, über 200m und 400m eine Saisonbestzeit zu laufen. Da Johannes seit 2 Monaten glücklicher Vater einer Tochter ist, lag der Fokus in den Monaten vor der SM nicht nur auf die Leichtathletik. Die letzten zwei Wochen vor der SM konnte er jedoch nochmals gute Trainings absolvieren. Mit 49.03s über 400m und 22.58s über 200m konnte er zweimal eine Saisonbestzeit aufstellen. Diese Zeiten reichten jedoch nicht für eine Finalteilnahme.
„Sicherlich wäre ich jeweils gerne noch etwas schneller gelaufen. Den Umständen entsprechend bin ich aber doch zufrieden und habe die SM im Letzigrund sehr genossen.“
Mittelstrecken
Aita Ammann
Aita ging über 1500m an den Start. Auch sie ist eine Nachwuchsathletin und die Teilnahme an der SM bei den Aktiven war auch für sie eine Premiere. Sie konnte ein kontrolliertes Rennen liefern, versuchte lange mit den schnellsten mitzuhalten. Am Ende konnte sie das Tempo der Spitze nicht mehr halten und überquerte mit 5:03,65min die Ziellinie. Mit dieser Zeit blieb sie gute 8s über ihrer PB. Trotzdem nimmt sie die Teilnahme bei den Aktiven als gute Erfahrung mit und freut sich nun über die Teilnahme an der Nachwuchs SM.