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An der Rollstuhl-Badminton-WM vom 1. bis 6. November startet ein starkes Schweizer Trio: die in Boningen (SO) wohnhafte Westschweizerin Cynthia Mathez, sowie die beiden Aargauer Ilaria Renggli und Luca Olgiati. Es ist nicht nur die erste internationale Meisterschaft nach den Paralympics in der japanischen Hauptstadt, sondern auch der erste Titelwettkampf seit der WM in Basel vor drei Jahren. Ilaria Renggli freut sich auf ihre erste WM-Teilnahme. Die ehemalige Kunstturnerin setzt seit 2020 voll auf die Karte Rollstuhl-Badminton und hat bereits beachtliche Resultate erzielt.
«Das allgemeine Ziel muss das Viertelfinal sein. Im Einzel hat Cynthia Mathez dann sicher die besten Chancen auf eine Medaille», sagt das Nationalcoach-Duo Karin Suter-Erath und Marc Lutz, welches die Athlet*innen nach Tokio begleitet. Im Doppel waren Cynthia Mathez und Ilaria Renggli bisher auch erfolgreich, jedoch hängen die Chancen an der WM von der Teilnahme anderer Teams ab. Vor allem die Asiatinnen sind sehr stark und diese sollten an der WM alle präsent sein. Para-Badminton hat im asiatischen Raum einen sehr hohen Stellenwert. Auch deshalb ist die Vorfreude auf die Badminton-WM in Japan besonders gross.
Zwei Sportschützen in Al Ain (VAE)
Für die Luzerner Luftgewehrschützin Nicole Häusler und den Zürcher Pistolenschützen Stefan Amacker geht die Reise nach Al Ain in die Vereinigten Arabischen Emirate. Dort starten am 3. November die Weltmeisterschaften im Sportschiessen. Die 15-fache Schweizermeisterin und Paralympics-Teilnehmerin Nicole Häusler erreichte in diesem Jahr an der EM erstmals den Final und holte mit Rang 4 beim Weltcup im französischen Châteauroux den ersten Schweizer Quotenplatz für die Paralympics. Sie ist die beste Frau in den Mixed-Wettbewerben und startet in den Disziplinen 10 m liegend, 10 m stehend und 50m Kleinkaliber.
Für den 23-Jährigen Stefan Amacker ist es die erste WM-Teilnahme, auch er erreichte beim Weltcup in München den Final. Er nimmt in den Disziplinen 25m Sportpistole und 10m Luftpistole teil. Beide Schützen starten an der WM mit dem Ziel, den Final zu erreichen.
Erste B-WM für das neu zusammengesetzte Curling-Nationalteam
Mit einer Mischung aus Erfahrung und neuen Talenten nimmt das Rollstuhl-Curling-Team vom 3. bis 10. November an der B-WM im finnischen Lohja erstmals in einer neuer Zusammensetzung teil: die beiden erfahrenen Spieler*innen Beatrix Blauel (RSC beider Basel) und Marcel Bodenmann (CC Wetzikon), der Beijing 2022-Teilnehmer Laurent Kneubühl (CC Genève), sowie die zwei neuen Talente Stéphanie Combremont (CC Bern) und Murad Mirza (CC Genève) wurden von Rollstuhlsport Schweiz für das Nationalteam selektioniert. Sie werden gegen 13 andere Nationen, darunter die Neulinge aus Kasachstan und der Dominikanischen Republik, um die Medaillen, aber auch um den Wiederaufstieg in die A-Liga kämpfen. Die Medaillengewinner qualifizieren sich für die A-WM vom 4.-12. März 2023 im kanadischen Richmond BC.
Tischtennis: Silvio Keller strebt in Spanien die Halbfinals an
Als einziger Schweizer möchte der Aargauer Silvio Keller an der Para-Tischtennis-WM vom 6. bis 12. November im spanischen Granada die Halbfinals erreichen. 345 Athlet*innen spielen dort in 22 Medaillen-Veranstaltungen um WM-Gold. An dieser WM gibt es erstmals keine Gruppenphase mehr. Silvio Keller startet direkt im Achtelfinal. «Das erhöht den Druck, aber so ist es von Anfang an spannender», meint der Wallbacher, welcher aktuell auf Platz 15 der Weltrangliste rangiert. Je nach Tagesform und Auslosung kann Silvio Kellers Resultat an dieser WM sehr unterschiedlich ausfallen. Die stärksten Tischtennisspieler kommen aus Südkorea, Italien, Grossbritannien und Argentinien.
Falls die Schweizer Para-Athlet*innen von diesen Weltmeisterschaften im November mit einer Medaille heimkommen, organisiert Swiss Paralympic einen Flughafenempfang. Alle Medaillengewinner*innen des Jahres 2022 werden dann an der Swiss Paralympic Night am Samstag, 19. November im Hotel Schweizerhof Bern & THE SPA geehrt. In diesem Rahmen wird auch der Allianz Newcomer Award 2022 verliehen.