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Das Wichtigste in Kürze
- Vor 100 Jahren wurde in Mürren das erste offizielle Slalomrennen durchgeführt.
- Dabei wurden die modernen Regeln des Slaloms vom Briten Arnold Lunn entwickelt.
- Zum 100-jährigen Jubiläum wird Mitte Januar ein Gedenkstein enthüllt.
Der Berner Oberländer Wintersportort Mürren ist eine der Wiegen des alpinen Skirennsports. Vor 100 Jahren fand dort das erste offizielle Slalomrennen der Skigeschichte statt.
Im Fokus der Öffentlichkeit steht längst die gegenüberliegende Talseite mit Wengen und seinen Lauberhornrennen. Diese sollen am kommenden Wochenende wieder über die Bühne gehen.
Im Januar 1922 steckte Sir Arnold Lunn am Allmendhubel bei Mürren den ersten Slalom aus. Dies weiss die Tourismusverantwortliche von Mürren, Rachel Arkin. Damit ebnete der Brite den Weg für den alpinen Skirennsport.
Brite entwickelte moderne Regeln der Abfahrt und des Slaloms
Lunn entwickelte die modernen Regeln der Abfahrt und des Slaloms. Diese kamen 1921/22 bei den britischen Landesmeisterschaften in Mürren erstmals zur Anwendung. 1928 wurden sie von der Fédération Internationale de Ski (FIS) übernommen. 1931 wird die erste FIS-Meisterschaft in Abfahrt, Slalom und Kombination ausgetragen.
Lunn und seine Mitstreiter gründeten 1924 in Mürren den Kandahar Skiclub. Dies, um den Skirennsport zu pflegen und zu fördern. Der Name Kandahar geht auf den ersten «Roberts of Kandahar-Cup» zurück.
Bei diesem wurden 1911 in Crans-Montana die Wintersportarten Skifahren, Schlitteln und Eislaufen ausgetragen. Lord Roberts erhielt den Beinamen «Kandahar» nach einer siegreichen Schlacht der Briten in Afghanistan 1880.
Den exklusiven Kandahar-Club gibt es noch heute mit eigenen Lokalitäten in Mürren und Gastrecht im exklusiven Londoner Oriental Club. Viele britische Skifahrer von Rang und Namen waren oder sind Mitglied des Vereins. Auch Schweizer Skirennfahrer gehören dazu, so etwa Slalomspezialist Daniel Yule.
Gedenkstein für 100-Jahr-Jubiläum
Mitte Januar kämpft sich Yule durch den Stangenwald des Lauberhorn-Slaloms. Dann wird er kaum Zeit haben, einen Blick hinüber zu werfen auf die andere Talseite. Dort, wo vor hundert Jahren der Grundstein seiner Sportdisziplin gelegt wurde.
In Mürren feiert man das 100-Jahr-Jubiläum mit einem Galadinner und einer Zeremonie am Allmendhubel. Dort soll am 17. Januar ein Gedenkstein enthüllt werden, wie Mürren Tourismus in einer Mitteilung vom Freitag schreibt.