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Italien(?), 2. Hälfte 15. Jh.
Eisenplättchen auf Leinwand,
genietet, Reste von roter Halbseide
L. 56 cm
Inv. 1874.102.
Die Panzerjacke besteht aus einem System von dachziegelförmig geordneten, verzinnten Eisenplättchen, die durch Nieten mit geriffelten Köpfen in Dreierhäufchen auf einer Leinwand befestigt sind. Die Jacke war ursprünglich mit roter Halbseide überzogen; Reste davon finden sich unter den Nietköpfen. Die Brigantine ist somit nur als Torso erhalten, da von den drei Schichten Eisenplättchen, Trägerstoff und Überzug die letzte Schicht fehlt. Auf der Rückseite der Eisenplättchen ist ein Lamm Gottes eingepunzt, das vielleicht als Schutzzeichen für den Träger verstanden wurde oder die Marke des Herstellers bedeutete. Die Jacke ist wie die florentinische Zeittracht eng auf die Taille geschnitten und wird vorne geöffnet; vielleicht stammte sie aus Italien, denn Mailand war ein Herstellungszentrum solcher Panzerjacken. Die Brigantine war nicht nur Schutzwaffe, sondern bei Adeligen auch als prunkvolles Kleidungsstück beliebt. Die als Kuriosum im Basler Zeughaus aufbewahrte Schutzwaffe wurde im 18. Jahrhundert fälschlicherweise als "Herzog Caroli von Burgund Panzer" bezeichnet. Diese legendäre Zuschreibung bewahrte die seltene Schutzwaffe wahrscheinlich vor dem Untergang.
Basel, 18. und 19. Jh. Von links nach rechts: Uniform des Basler Kriegskommissars (1817-1831) Johann David La Roche Inv. 1893.70. Uniform eines Jägerwachtmeisters zu Pferd um 1830 lnv. Nr. 1905.5586. Uniform eines Offiziers der Freikompanie Ende 18. Jh. Inv. 1927.210. Uniformrock eines Offiziers der Helvetischen Republik um 1800 Inv. 1894.131.b. Uniformrock eines Grenadiers des 1. Basler Regimentes um 1810 Inv. 1905.5591. Säbel: Inv. 1917.72., 1896.208., 1913.561.