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Kubatur
Kubatur
108’217 mᶟ
Baubeginn
Nov. 2008
Fertigstellung
Feb. 2011
ArchitektIn / Achitektenteam
von Ballmoos Krucker Architekten AG
Bauingenieur
ARGE Conzett Bronzini Gartmann AG, Chur / Pfyl Partner AG, Zürich
ARCHITEKTUR
Das städtebaulich anspruchsvolle Grundstück liegt am Rand des Zürcher Quartiers Albisrieden am Hang des Üetlibergs. Im Norden und Süden wird es von Strassen begrenzt, die ihm ein städtisches Gepräge verleihen, jedoch auch zu einer hohen Lärmbelastung führen. Zwei grosse, komplex geformte Volumen reagieren auf diese Bedingungen. Als Grossform reihen sie sich in die Tradition der Bebauungen im Quartier ein. Über Knicke und Abstaffelungen sind die beiden Gebäude sanft an den Hang gelegt. Sie betonen den Triemliplatz als urbanen Ort und generieren einen umfassten, ruhigen Stadtgarten als identitätsstiftendes Hauptelement der Siedlung, der sowohl als Ort des Aufenthaltes dient als auch einen neuen Weg zwischen dem Triemliplatz und dem weiteren Quartier schafft. Die Ausrichtung der Gebäude und die Dimension des Hofraumes verschaffen allen Wohnungen sowohl Bezug zum Üetliberg als auch zur Stadt, indem jede Wohnung über zweiseitig orientierte, hallenartige Wohn-Essräume verfügt. Die grossen Volumen sind von einer strukturellen Fassade geprägt, die neben repetitiven Sequenzen Dehnungen und Kompressionen zeigt. Weitere Mittel der Verfeinerung sind das aus mittlerer Distanz aufscheinende Relief der Elemente zueinander, die Oberflächentextur und die Farbgebung.
TRAGWERKSKONZEPT
Durchgehende Treppenkerne gewährleisten die primäre Stabilität und Erdbebensicherheit. Die innere Schicht der Fassadenelemente übernimmt die Lasten entlang der Peripherie des Gebäudes. Dazwischen liegen weitgespannte Decken ohne tragende Wände. Beträchtliche statische Anstrengungen waren erforderlich, um die Parkierung unter den Häusern anzulegen; mit den Vorteilen der Verankerung am Hang und einem von Untergeschossen befreiten Park.
BETON
Die äussere Schicht der Sandwichelemente wurde mit zwei gezielten, preisgünstigen Massnahmen veredelt: Durch Beimischung von jeweils 1% dunkelbraunen und schwarzen Pigmenten entstand eine bräunliche, warme Farbstimmung, die einen angenehmen Hintergrund zum Grün des Parks schafft. Zudem wurden die Oberflächen mit eingelegten Matrizen gegossen; mit einem feinen, senkrechten Besenstrich zeigen sich im Licht wechselnde Qualitäten; die entstehende Patina in den Rillen lässt eine würdige Alterung erwarten.
ENERGETISCHE OPTIMIERUNG / NACHHALTIGKEIT
Als Kriterium nachhaltigen Bauens nimmt die Langlebigkeit der Hülle einen wichtigen Stellenwert ein. Dazu zählen beständige Materialien und robuste Details ebenso wie ästhetische Qualitäten. Die Bauten erfüllen den Minergie-Standard.