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Arteriovenöse Malformationen (AVM) sind angeborene Gefässmissbildungen, die im Gehirngewebe vorkommen können. Häufig sind AVM asymptomatisch und werden zufällig bei einer Bildgebung des Kopfes entdeckt. Andererseits kann ein Krampfanfall zur Entdeckung einer AVM führen.
AVM bestehen aus einem Nidus (wörtlich übersetzt: „Nest“), an dem zuführende arterielle Gefässe ohne zwischengeschaltetes Kapillarbett kurzschlussartig direkt in die abführenden Venen münden. Da sich die Gefässwände von Arterien und Venen deutlich unterscheiden, kann der in eine Vene fortgeleitete hohe Blutdruck zu deren Erweiterung und in manchen Fällen zu einer Gehirnblutung führen.
Wenn eine AVM blutet, führt dies in vielen Fällen zu plötzlich einsetzenden, heftigsten Kopfschmerzen, oft begleitet von Funktions-Ausfällen (z.B. Lähmungen, Gefühls- und Sprach-, Gleichgewichts- oder Sehstörungen); bei schweren Blutungen können die betroffenen Patienten ins Koma fallen. Die Blutungswahrscheinlichkeit von AVM ist von vielen Faktoren abhängig, die nicht alle verstanden sind, insgesamt geht man von einem Risiko zwischen 1 – 4% pro Jahr aus.