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In den letzten 40 Jahren wurde weltweit mehr als die Hälfte aller natürlichen Gewässer zerstört. Mit katastrophalen Folgen für den Wasserhaushalt: Hochwasser, Trockenheit, Artensterben. Die Vielfalt der Arten ging um 50 Prozent zurück.
Auch die Schweizer Gewässer sind verbaut und stark beansprucht. Viele sind unter den Boden verlegt oder zubetoniert und werden für die Gewinnung von Trink- und Brauchwasser, für die Energieproduktion oder die Entsorgung von Abwasser bis an die Grenzen genutzt, was zu einem grossen Artenverlust geführt hat: 60 Prozent der einheimischen Fischarten sind auf der roten Liste. Die Hälfte der auf Auen angewiesenen Arten ist stark gefährdet und über 20 Prozent sind bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht. Erst seit 1992 regelt das vom Volk abgesegnete Gewässerschutzgesetzt, wie die Schweizer Gewässer vor nachteiligen Einflüssen zu schützen sind und mit welchen Massnahmen die Natur an den Gewässern gefördert werden soll. Im Jahr 2011 wurde der Lebensraum Wasser dank konkreten Gesetzesbestimmungen für eine Renaturierung (Wieder-Belebung) der Gewässer gestärkt – andererseits wurde der Gewässerschutz zugunsten einer stärkeren Wasserkraftnutzung auch geschwächt.