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Kempf war ein Abenteurer und Sportler, der sein Leben lang aktiv blieb. Adolf Kempf kam aus dem Raum Altdorf und liess sich zum Werkzeugmechaniker ausbilden. Nach einer Reise nach Schweden verbrachte er einige Jahre in Australien und organisierte dort Ausflüge und Sportlager. Nach sieben Jahren kam er als inzwischen australischer Bürger ferienhalber in seine alte Heimat und wollte danach sofort wieder nach Australien zurück. Weil die Schiffe wegen der Ungarischen Revolution und der darauf folgenden Fluchtbewegung jedoch auf längere Zeit ausgebucht waren, blieb er unverhofft in der Schweiz.
Kempf litt an Rückenbeschwerden und hatte einen schweren Unfall, der seine Hüften beschädigte. Nach einem Arztbesuch in Bad Zurzach begann er intensiv Langlauf zu betreiben und zog später ins Goms. Dort wurde er zu einem leidenschaftlichen Langläufer und gewann Senioren-Orientierungslauf-Weltmeisterschaften im Alter von 95 Jahren.
Adolf Kempf war ein Befürworter von Bewegung als Medizin, insbesondere im Alter. Er absolvierte täglich ein halbstündiges Gymnastik- und Dehnungsprogramm und war im Sommer auf dem Fahrrad unterwegs. Neben dem Langlauf war sein Hauptinteresse der Orientierungslauf, den er in zahlreichen Wettkämpfen betrieb und dabei in alle Himmelsrichtungen reiste. Er blieb bis ins hohe Alter aktiv und gewann mehrere Goldmedaillen.
In seinen letzten Tagen brach sich Kempf den Oberschenkel und wurde daraufhin schwächer. Er verbrachte seine letzten Tage im Altersheim in Fiesch und verstarb schliesslich. Trotz der Herausforderungen und Verletzungen, die er im Laufe seines Lebens erlitt, sah Kempf sein Leben als schön und abenteuerlich an.
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Quelle: Walliser Bote 7.Oktober 2023