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„Die Erde“ von Emile Zola
Auf meine Frage: „Hast Du schon von Zola gelesen?“ bekomme ich öfters zur Antwort: „Zola? nein, kenn ich nicht.“
Nach Jahren nahm ich eines Tages wieder ‚Die Erde’ zur Hand. Sitzen bleibend versäumte ich alles andere, das ich beabsichtigt hatte zu erledigen. In der packenden Zeitgeschichte lese ich in Zolas unverblümter Sprache über die Auswüchse von Gut und Böse, zu dem die Menschen fähig sind.
Der Roman erschien 1888 als Band 15 des Rougon-Macquart-Ziklus und erzählt die Geschichte vom Leben der Bauern in einem Dorf in Zentralfrankreich.
Der alte Bauer Fouan beschliesst, sein Eigentum schon zu Lebzeiten gegen Rente seinen drei Kindern zu vererben. Damit beginnt der grosse Streit über das geerbte Hab und Gut, Nicht nur seine Kinder, auch die Anverwandten mischen sich ein;
Die Erben verfallen der Habgier, dem Egoismus, Vergewaltigungen bis hin zum Mord. Auch der Alte wird überfällig, man will ihn loswerden.
Und der Protagonist Jean, ein Wanderarbeiter, der sich in diesem Dorf niedergelassen hat, steht allen im Wege; er ist nicht willkommen.
Zolas Bauern kennen keine Begierde, keinen Gedanken, der nicht um die Erde kreist: „Sie ist Mutter und Anstifterin jeder guten Tat und jedes Verbrechens“.
Ich empfehle Ihnen diese spannende Lektüre aus dem Lebensalltag der Bauern im neunzehnten Jahrhundert.
„Die Jagd“ von Sasha Filipenko
"Nationaldenkmal" von Julia Deck
Ein Schloss bei Paris ist der Wohnsitz eines vom Volk vergötterten Filmschauspielers. Serge Langlois, der Star und alternde Hausherr, wurde zum Nationaldenkmal. Dieser reiche Berühmte liebt seine junge Gattin, das Mondäne, seine zahlreichen Superkarossen, sein Geld, sein Vermögen, dies über alles; und als Notwendigkeit Bourbon, um seinem Leben die Erträglichkeit zu erhalten.
Der mit veblümelter Härte geschriebene Krimi, in der die glänzende Scheinwelt sämtliches, was unschön ist, zu verbergen sucht, zeigt mit scharfem Spott auf die menschlichen Schwächen, die sich hinter den schmiedeeisernen Gittern des Schlosses auftun.
Dies ist ein Krimi, der die ambivalente Beziehung zwischen kleinen Leuten und der Elite aufzeigt. Gleichzeitig liest sich der Roman wie eine etwas verrückte Satire, in der soziale und finanzielle Krisen nicht ausbleiben können.
Die Vorstandsmitglieder leisten jeden Samstag ehrenamtlich den Bibliotheksdienst.
Die Dorfbibliothek wird von der Gemeinde Rodersdorf unterstüzt.
Für ältere Personen gibt es einen Treppenlift vom EG bis zum Dachgeschoss.