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Nach seiner Pensionierung Ende März 2004 machte er für Radio Munot eine zweiwöchentliche Jazz-Sendung. Peter Schellenberg ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er lebt in Zürich und Marseille.
1. Wenn Sie zurück blicken, worauf sind Sie besonders stolz?
Stolz? Vielleicht, dass ich nie Versprechungen gemacht habe, ohne sie später einzuhalten und meine Überzeugungen nie verbergt habe, auch wenn sie oft Ärger und Verleumdungen auslösten.
2. Was haben Sie verpasst im Leben?
Networking zu betreiben und mich an Leute ranzuschmeissen, die nützlich sein könnten. Aber kein Grund zur Reue!
3. Was würden Sie gerne noch lernen?
Schnell einschlafen. Ich leide seit meiner Jugend an massiven Einschlafstörungen.
4. Was kann man von Ihnen lernen?
Ich tauge nicht als Vorbild. Dazu sind meine Selbstzweifel zu gross.
5. Wären Sie gerne nochmals 20?
Niemals. Ich lebte wirtschaftlich in der bisher wohl besten Zeit, von der Armut bis zum Wohlstand. Gesellschaftspolitisch war es spannender als jeder Krimi. Das neue Medium Fernsehen praktisch von Anfang weg mitzugestalten war ein Privileg, das so nie wieder kommen wird. Dazu würde ich wohl kaum auf meine Pia treffen. Wir sind seit 43 Jahren verheiratet.
6. Welches Motto würden Sie der Generation 50plus mit auf den Weg geben?
Da gibt es genügend gedruckte Ratschläge. Ich unterhalte mich oft mit älteren Menschen, in der Nachbarschaft und bei den täglichen Hundewanderungen. Sie wollen nicht beraten werden. Jedenfalls nicht von mir.