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Die Fazialisparese ist eine Gesichtslähmung, die durch eine Lähmung des Gesichtsnervs (Fazialisnerv) entsteht. Sie betrifft meistens nur eine Gesichtshälfte.
Der Fazialisnerv gehört zu den Hirnnerven, da er im Gehirn entspringt. Der Gesichtsnerv ist für die Bewegung der Gesichtsmuskeln (Mimik), für die Sekretion der Tränen und des Speichels und für das Geschmacksempfinden der vorderen zwei Drittel der Zunge zuständig.
Je nach Ort der Schädigung unterscheidet manzwei Formen
:
Meistens ist keine konkrete Ursache der Fazialisparese erkennbar, man spricht von einer idiopathischen Fazialisparese. Als ''idiopathisch'' werden Erkrankungen oder Symptome bezeichnet, deren Ursache nicht erkennbar ist oder nicht nachgewiesen werden kann.
Die Gesichtslähmung kann auch als Folge einer anderen Erkrankung auftreten:
Je nach Ort der Nervenschädigung (zentral oder peripher) können unterschiedliche Gesichtsmuskeln gelähmt sein sowie weitere neurologische (nervenbedingte) Ausfälle auftreten. Meist ist nur eine Gesichtshälfte betroffen.
Eine Fazialisparese erkennt der Arzt bereits am typischen Erscheinungsbild. Im Patientengespräch (Anamnese) erkundigt sich der Arzt nach zusätzlichen Beschwerden, nach vorausgegangenen Infektionen oder Unfällen. Auch Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck sind in Zusammenhang mit einer Fazialisparese von Bedeutung.
Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Fazialisparese, nach den einzelnen Symptomen und nach der allenfalls erkennbaren Ursache. Grundsätzlich soll die Behandlung möglichst früh beginnen, da dadurch das Risiko für bleibende Lähmungserscheinungen vermindert wird.
Meist besteht eine idiopathische Form der Fazialisparese (keine Ursache feststellbar), die sich in der Regel ganz von alleine wieder zurückbildet. Die Erholung kann aber mehrere Monate dauern.
Ansonsten sind folgenden Behandlungen möglich:
Einer idiopathischen Fazialisparese kann nicht vorgebeugt werden, da die Ursache unbekannt ist. Ebenso einer Herpes-Infektion als Ursache, da die Herpes-Viren bereits im Kindesalter übertragen werden und zeitlebens im Körper verbleiben und bei entsprechenden Umständen immer wieder reaktiviert werden.
Gegen eine Borreliose oder FSME (beide durch Zecken übertragbar) sind Schutzmassnahmen möglich: Gefährdete Zeckengebiete meiden, lange Kleidung in Wald und Wiese, Zeckenspray, Zeckenimpfung (FSME-Impfung).
Ausserdem verringert eine sorgfältige Behandlung bei Zuckerkrankheit, Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen das Risiko einer Fazialisparese.
Die Heilungsaussichten sind bei der idiopathischen Form und bei einer Borreliose als Ursache meist recht gut. In vielen Fällen bilden sich die Lähmungserscheinungen binnen weniger Wochen wieder vollständig zurück. Falls doch Lähmungen zurückbleiben, führen diese nur selten zu stärkeren Beeinträchtigungen im Alltag.
Bei anderen Ursachen wie einer Herpes-Zoster-Infektion oder einer Hirnschädigung (Durchblutungsstörung, Schlaganfall) hängt die Prognose davon ab, wie stark das Gehirn geschädigt wurde. Es muss aber damit gerechnet werden, dass die Gesichtslähmung nicht vollständig wieder verschwindet.
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