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Die Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum (WEF), "the public eye on Davos", hat die Liberalisierung der Wirtschaft und die WTO scharf kritisiert. Die Globalisierung fördere Ungleichgewichte und zerstöre die Umwelt.
Die Globalisierung lasse zwar die Preise für Hamburger von McDonalds sinken, führe aber zu Preissteigerungen für Grundnahrungsmittel wie beispielsweise Reis, sagte Duncan McLaren von der britischen Umweltorganisation "Friends of the Earth" am Sonntag (28.01.) in Davos.
Als Resultat der Globalisierung würden staatliche Subventionen wegfallen. Dies wirke sich verheerend auf die Armen aus, die nun Marktpreise für Wasser, Erziehung und Gesundheitswesen zahlen müssten, die zuvor gratis oder subventioniert gewesen seien.
Ressourcen übernutzt
Die Globalisierung habe zudem dazu geführt, dass die Kontrolle über Ressourcen wie Land, Wälder, Fischgründe oder Bodenschätze von lokalen Gemeinschaften zu Investoren von ausserhalb übergegangen sei. Die Kontrolle über die Wirtschaft gehe von den nationalen Regierungen immer mehr zu multinationalen Konzernen und der Welthandelsorganisation (WTO) über.
Als Resultat der ständig wachsenden Wirtschaftsinteressen würden die Ressourcen systematisch übernutzt, sagte McLaren. Darum sollte die WTO das Kyoto-Protokoll über die Reduktion von Treibhausgasen unterzeichnen, sagte Ed Mayo von der Oranisation New Economics Foundation.
"Public Eye" kritisierte zudem die Abhaltung des nächsten WTO-Ministertreffens in Katar. Dies würde jede Möglichkeit eines friedlichen Protestes verhindern, da das Land alle Demonstrationen verbiete.
swissinfo und Agenturen