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Vor dem Bahnhof Freiburg und vor der Universität haben Frauen am Montag rote Flugblätter verteilt, um auf die bevorstehende Abstimmung aufmerksam zu machen. Am 26. September soll in der Schweiz über die Mutterschaftsversicherung abgestimmt werden. Hinter der Aktion stehen das Kollektiv «Wir Frauen sind wütend» und die Gewerkschaft Comedia.
Für die Mutterschaftsversicherung kämpfen die Frauen seit über 50 Jahren. Anlässlich des Frauenstreiks 1991 haben über eine halbe Million Frauen eine Mutterschaftsversicherung gefordert. Doch 1999 wurde die Vorlage vom Schweizer Stimmvolk bachab geschickt.
Bis anhin kennt einzig der Kanton Genf eine solche Versicherung. Die Schweiz sei eines der einzigen Länder Europas, das noch keine Mutterschaftsversicherung kenne, bemerken die Initiantinnen der Kampagne.
Die Vorlage, die am 26. September zur Abstimmung kommt, sieht nur für die erwerbstätigen Frauen eine Mutterschaftsversicherung (80 Prozent des Lohnes während 14 Wochen) vor – nicht aber für nicht erwerbstätige Frauen, betont Cécile Pache, Zentralsekretärin der Gewerkschaft Comedia. Diese Lücke fülle jedoch der Kanton. «In der neuen Verfassung ist festgehalten, dass auch nicht erwerbstätige Frauen ab 2008 eine reduzierte Zulage erhalten.» In der neuen kantonalen Verfassung sind aber auch die erwerbstätigen Frauen abgesichert. Dieser Artikel wird zum Zuge kommen, falls die Vorlage auf schweizerischer Ebene wiederum verworfen wird.