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Tipp

Bei Zimmerpflanzen schroffe Temperaturgegensätze und Zugluft vermeiden. In dieser Jahreszeit muss das Lüften der Räume mit besonderer Vorsicht erfolgen, da sonst vor allem wärmeliebende Pflanzen Schaden nehmen können. Bei zu trockener Zimmerluft reagieren aber einige empfindliche Pflanzenarten mit braunen Blattspitzen. Eine Erhöhung der Luftfeuchte können Sie durch wiederholtes Übersprühen der Pflanzen, Aufstellen von Verdunstungsgefäßen und vorsichtiges Lüften erreichen.
Schließlich ist es auch wichtig die Temperaturansprüche der einzelnen Pflanzenarten während des Winters zu berücksichtigen. Dabei ist zu beachten, dass einige Arten in Anbetracht des Lichtmangels kühler überwintert werden wollen. Je nach den häuslichen Möglichkeiten wird man sicher auch hier Kompromisse machen müssen.

Weshalb produziert der Kautschukbaum Latex? (Kautschukbaum oder Parakautschukbaum Hevea brasiliensis)

Um sich zu schützen. Viele Blattfresser meiden den Parakautschukbaum aufgrund des bitteren Geschmacks und der giftigen Substanzen, die der Milchsaft — auch Latex genannt — enthält, von vornherein. Andere Fressfeinde haben sich jedoch im Laufe der Zeit darauf eingestellt und Mechanismen entwickelt, um diese Abwehr zu umgehen. Das kann etwa durch gezieltes Entgiften der Substanzen geschehen, so dass sich das Tier ungestört an der Pflanze laben kann. Ferner hilft der klebrige Saft dem Baum, weiteren Schaden zu vermeiden: Da der Milchsaft in den Röhren unter Druck steht, wird er bei Verletzung aus dem Gewebe herausgedrückt und spült die Wunde. Seine antibiotischen Wirkstoffe verhindern das Wachstum gefährlicher Mikroorganismen, die das Gewebe zersetzen oder weiter in die Pflanze vordringen könnten. Später härtet der zähflüssige Klebstoff aus und wirkt wie ein Pflaster als dauerhafter Wundverschluss.
Übrigens: Enthalten ist der Latex in speziellen Milchröhren, die eigens für diesen Zweck ausgebildet werden, indem mehrere benachbarte Zellen sich zusammenschließen. (Ein ähnliches Phänomen findet sich bei unseren heimischen Nadelhölzern, die Harz in sog. Harzkanälen führen.) Dieser Milchsaft setzt sich aus verschiedenen Substanzen zusammen, darunter Kautschuk. Dessen Anteil am Milchsaft beläuft sich beim Parakautschukbaum auf durchschnittlich 25 Prozent und liegt manchmal sogar bei bis zu 40 Prozent. http://de.wikipedia.org/wiki/Kautschukbaum
Wussten Sie, dass ...
Kaugummi ebenfalls aus Milchsaft gemacht wird? Schon die Azteken stellten ihn aus Chicle her, das in dem Milchsaft des mexikanischen Kaugummibaums (hlanilkara zapota) enthalten ist.
Naturkautschuk krank machen kann? Manche Menschen reagieren auf die darin enthaltenen Eiweißstoffe und entwickeln eine sog. Latexallergie.

Gärtnertipp

Sanddorn – Wildgehölz für Garten und Küche
Wildgehölze erfreuen sich eines immer größer werdenden Interesses. Besonders solche nicht nur mit Zierwert, sondern auch mit genießbaren Früchten. Sanddorn hat hübsches, silbrig-graues Laub und trägt ansehnliche orangefarbene Beeren, die zwar säuerlich schmecken, aber äußerst gesund, weil vitaminreich, sind.
Sehr sonnig lieben es Sanddornsträucher, der Boden sollte von geringem Humusgehalt sein. Mulchen, was andere Gehölze sonst so schätzen, verbietet sich hier. Auch verrottende Blätter werden nicht goutiert, selbst am eigenen Falllaub kann Sanddorn zugrunde gehen. In der Natur ist er eine echte Pionierpflanze, der Ödland erschließt und für nachfolgende Pflanzen vorbereitet. Auf schweren Böden viel scharfen Sand vor dem Pflanzen einarbeiten, so wird er sehr durchlässig, erwärmt sich rasch, und die Wurzeln fühlen sich wohl. Pflanzabstand etwa 2 Meter. Sanddorn ist zweihäusig: zu fünf bis neun weiblichen auch eine männliche Pflanze setzen, eher in westliche Richtung, denn hier bestäubt der Wind. Zum Problem im Garten kann die Ausbreitung durch Ausläufer werden, wobei Verletzungen der Wurzeln durch Bodenbearbeitung die Triebbildung aus den Wurzeln heraus stark fördert. Ist der Raum beengt, notfalls Rhizomsperren einbauen. Zur Ernte die Früchte am besten mit den Ästen abschneiden, einfrieren und anschließend abstreifen und weiterverarbeiten. Der Schnitt wird sehr gut vertragen.
Bei Sanddorn sind in den letzten Jahrzehnten interessante Zuchtergebnisse erzielt worden, viel Arbeit wurde in der ehemaligen DDR geleistet:
* „Leikora“: Für Privatgärten momentan sicherlich die beste Sorte, denn sie ist sehr reich tragend, mit attraktiven, großen, tief orangefarbenen Früchten. Mittlere Bedornung, breiter, aufrechter Wuchs, ohne Schnitt bis 5 Meter hoch. Selbst nach einem Rückschnitt ins mehrjährige Holz gute Regeneration.