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Das Langnauerli
In Fachkreisen ist man sich nicht ganz einig, welcher 'Herrmann' denn nun das erste Langnauer Örgeli gebaut hat.
Im Jahre 1834 liess sich der aus Voralberg stammende Drechsler Johannes Drollinger im Restaurant Sternen in Langnau nieder. Bis anhin reiste dieser mit Pferd und Wagen und einer angehängten Drehbank von Dorf zu Dorf um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Drollinger war auch Besitzer eines Wienerörgeli mit zwölf Melodie- und 2 Basstönen mit welchem er seine Zuhörer zu begeistern vermochte.
Der damalige Besitzer des 'Sternen' Johann Samuel Herrmann stellte Drollinger als Arbeitskraft ein.
Zusammen mit 'Herrmann Sämu' und seinen Söhnen Friedrich und Gottlieb stellten die vier im Jahre 1836 ihr erstes 'Langnauerli' her. Dieses Instrument hatte zwar nur 10 Melodie und 2 Basstöne, dafür klang es aber besser als das Vorbild aus Wien.
Und es sollte nicht bei diesem einen bleiben. Bis 1843 entsprangen dem Betrieb Herrman mehr als 100 'Langnauerli'. Die Nachkommen von Herrmann's stellten bis ins Jahr 1930 verschiedene Typen her. So auch 2, 3 und gar 4 reihige Instrumente.
Aber auch in anderen Regionen der Schweiz begannen einige Handwerker dieses Instrument zu kopieren. So z.B. in Burgdorf, Solothurn und Riggisberg.