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Ende 2019 erhielten die lokalen Veterinärbehörden im Landkreis Rhein-Sieg in Deutschland zahlreiche Berichte, denen zufolge ein ungewöhnliches Tier im Wald gesichtet worden war. Nachdem es sich den Schilderungen zufolge um eine Art Wildkatze handeln musste, installierten Wildtierspezialisten eigene Kameras und Lebendfallen, um die Bewegungen des Tiers nachzuvollziehen. Schliesslich wurde das mysteriöse Wesen auch tatsächlich eingefangen! Es stellte sich als männlichen Serval heraus, eine kleine Wildkatze, die in Afrika beheimatet ist. Nachdem das wunderschöne Tiere gefangen war, versuchten die lokalen Behörden den Halter zu identifizieren. Obwohl die private Haltung dieses exotischen Tiers mit einer Genehmigung legal ist, gab es in der Umgebung keine Meldung über einen entlaufenen Serval. Die männliche, sehr magere Wildkatze hatte keinen Mikrochip. Daher konnten die Behörden auch seine Herkunft und die Umstände seines Aufenthalts im Wald nicht nachvollziehen.
Da ihn auch weiterhin niemand offiziell vermisste, wurde angenommen, dass er geflüchtet war oder ausgesetzt wurde, nachdem er illegal gehalten worden war. Lies hier mehr über exotische Heimtiere!
Mitte Februar 2020 fragte die Veterinärbehörde bei der TIERART Wildtierstation an, ob es für die Unterbringung der Katze eine permanente Lösung gäbe. Da nichts über die Vergangenheit des Servals bekannt war, musste er zunächst einige Wochen lang in Quarantäne in eine dafür spezialisierte Einrichtung, bevor er schliesslich offiziell nach TIERART übersiedelt wurde. Mit Hilfe einer fachkundigen veterinärmedizinischen Versorgung konnte er wieder Kraft gewinnen; er bekam Impfungen, wurde entwurmt und gechippt gemäss den Richtlinien für seine Spezies.
Als er in TIERART ankam, wurde die Community nach einem passenden Namen gefragt. Sie entschied, dass er künftig Kiano heissen würde (was ein in einigen afrikanischen Ländern gängiger Name ist und sinngemäss «voller Freude» bedeutet).
Schliesslich wurde er in ein grosses Gehege im Zentrum der Anlage übersiedelt. Obwohl er zunächst schüchtern war, können wir sehen, dass er langsam aus seinem Schneckenhaus kommt. Er geniesst es zum Beispiel, in der Sonne auf den Felsen zu sitzen und zu relaxen.
Update Juli 2020
Seit seiner Ankunft in der TIERART Wildtierstation im April ist dieser entzückende Junge zwar noch recht schüchtern, er erkundet aber leidenschaftlich gerne sein grosses Gehege im Zentrum. Es hat eine Zeit gedauert, bis er sich an seine neue Umgebung angepasst an, und er ist nach wie vor schüchtern bei seinen Tierpflegern, vor denen er sich lieber versteckt und die er lieber von der Weite beobachtet, wenn sie in der Nähe sind. Trotzdem ist er eine neugierige Katze. Und seine Gesundheit hat sich extrem verbessert seit seiner Rettung im Wald.
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