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Moçambique hat ein Gerichtsverfahren gegen die Credit Suisse und ehemalige Mitarbeiter der Grossbank eröffnet. Der Grund für die Klage ist der Kreditskandal für den Kauf einer Fischfangflotte – mutmasslich korrupte Geschäfte. Der Kredit hat dem bitterarmen Land im südlichen Afrika zusätzliche Staatschulden von 2 Millarden US-Dollar eingebrockt.
Die moçambiquanische Regierung reichte diesen Mittwoch in London eine Zivilklage gegen die Credit Suisse ein. Moçambique verklagt auch die Firma Privinvest, den in Abu Dhabi ansässigen Schiffsbauer, der im Rahmen des Kreditgeschäftes Boote und Ausrüstung zur Verfügung stellte. Ende 2018 wurde der Finanzminister von Moçambique wegen Korruptionsverdacht in Südafrika festgenommen. Gegen ihn und 3 Investmentbanker der CS ist auch eine Strafklage in New York hängig.
Die US-Klage hat den Druck auf Moçambiques Präsidenten Filipe Nyusi erhöht, dass er die Zahlung der Schulden nicht umstruktiert, sonder als Ganzes zurückweist. Eine Prüfung durch die Forensikfirma Kroll ergab, dass mindestens 500 Millionen Dollar des ursprünglichen Kredits nicht korrekt verbucht wurden.
Das Gerichtsverfahren in London ist hoffentlich ein Hinweis darauf, dass die moçambiquanische Regierung die 2 Milliarden Dollar Schulden für illegal erklären kann, so dass die Menschen des Landes nicht für ein Geschäft bezahlen müssen, von dem sie überhaupt keinen Nutzen hatten.