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Umgebungsgestaltung
Über die Begrünung lässt sich die Zahl der Vögel und deren Artenzusammensetzung beeinflussen. Es ist entscheidend, welche Bäume und Sträucher gewählt und wo diese gepflanzt werden. Oft gilt: Weniger wäre mehr.
Die Gestaltung der Umgebung ist ein zentraler Punkt. Für uns gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Man errichtet Gebäude in naturnaher oder nachträglich stark begrünter Umgebung und konzipiert folglich die Bauten möglichst vogelsicher.
2. Man realisiert Bauten mit viel Glas, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht vogelfreundlich geplant werden können. In diesem Falle wird wenigstens dafür gesorgt, dass die Umgebung für Vögel möglichst unattraktiv ist wie durch:
- möglichst wenig Bäume
- möglichst wenig Beeren oder Früchte tragende Büsche
- möglichst keine Sämereien und keine Abfälle
- möglichst keine Wasserstellen oder Feuchtbiotope
Fazit: Keine spiegelnden Glaskuben inmitten «grüner Lungen» und keine transparenten, unmarkierten Lärmschutzwände mitten durch Grüngürtel!
Wenn Bäume wirklich unverzichtbar sind, sollen diese vor Gebäudebereichen gepflanzt werden, die nicht reflektieren. Auch in gegen oben offenen, kleinflächigen Innenhöfen verzichtet man im Interesse der Vögel auf Bäume.
Hier stehen die Bäume vor den Gebäudebereichen mit stark spiegelnden Gläsern. Allein in einem Herbst kamen an dieser Glasfront mehrere Hundert Tannenmeisen ums Leben. Das Gebäude steht wie ein Riegel in der Zugrichtung und versperrte ihnen den Weiterflug. Die Spiegelbilder mit den Bäumen gaukelten ihnen den einzigen Durchlass vor.
Wenn Bäume wirklich unverzichtbar sind, sollen diese vor Gebäudeteilen gepflanzt werden, die nicht reflektieren.