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Der sechsfache Olympiasieger triumphierte in Stanford über 200 m Lagen in 1:57,76 Minuten, einer Zeit, mit der er an den kürzlich stattgefundenen Weltmeisterschaften in Südkorea einen Podestplatz deutlich verpasst hätte. Der Schweizer WM-Silbermedaillengewinner Jérémy Desplanches schlug in Gwangju nach 1:56,56 Minuten an.
Es war für den am Samstag 35 Jahre alt gewordenen Lochte der einzige Sieg und die einzige Final-Teilnahme an den US-Meisterschaften. Die Sperre hatte er deshalb erhalten, weil er mit einer Vitamin-Infusion gegen die Anti-Doping-Regeln verstiess. Es war Lochtes zweite Sperre seit den Sommerspielen in Rio de Janeiro. Der US-Schwimmverband hatte ihn im September 2016 für zehn Monate von allen Wettkämpfen ausgeschlossen, weil er behauptet hatte, dass er und drei andere US-Schwimmer bei den Spielen in Brasilien ausgeraubt worden seien. Bilder von Überwachungskameras zeigten jedoch, dass dies nicht stimmte. Zudem liess er sich zwischenzeitlich wegen Alkoholproblemen behandeln.
Nun arbeitet Lochte daran, Vertrauen in seine Person zurückzugewinnen: «Es war ein Punkt in meinem Leben erreicht, etwas zu ändern. Ich bin sicher nicht die selbe Person, die ich vor zwei oder drei Jahren war. Ich hatte viele Aufs und Abs.» Im kommenden Jahr will er in Tokio zum fünften Mal an Olympischen Spielen teilnehmen und eine Medaille gewinnen. Dafür müsse er noch eine Menge Arbeit reinstecken, ist er sich bewusst.