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500 m s. der Station
Därstetten der Linie
Spiez-Zweisimmen. 12
Häuser, 64 reform.
Ew. Hier stand, vermutlich an der Stelle des jetzigen Pfarrhauses, ein schon im 12. Jahrhundert gestiftetes Augustinerkloster.
10 km s.
Chur. 17 kathol. und reform. Ew. deutscher Zunge.
Viehzucht. Hier
stand einst ein reiches Prämonstratenserkloster, das eine grosse geschichtliche
Rolle gespielt hat. Im 12. Jahrhundert vom
Ritter Rudolf von Rotenbrunnen gestiftet und von den
Herren von Vatz reich beschenkt;
1472 völlig niedergebrannt, aber bald
wieder aufgebaut.
Zuerst von Prioren, dann von Aebten geleitet, deren letzter 1599 starb.
Von dieser Zeit
an wurde das Kloster mit seinen Gütern von Vögten verwaltet, die der Abt des
KlostersRoggenburg in Schwaben ernannte. Es
verarmte rasch, zerfiel in Trümmer und wurde nach der Zeit der Reformation in ein katholisches Pfarrhaus umgebaut.
Das Innere
der im gotischen Stil gebauten schmucken Klosterkirche ist seit 1646 in zwei Hälften geteilt, deren
eine dem katholischen und deren andere dem reformierten Gottesdienst eingeräumt wurde.