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Nach dem jüngsten massiven Stromausfall im Krisenland Venezuela hat Staatschef Nicolás Maduro eine Militärbrigade zum Schutz wichtiger Infrastruktur geschaffen. Dies kündigte er im Fernsehen an.
Das Kommando zur Verteidigung der strategischen Grundversorgungsdienste des Staates werde die Strom- und Wasserversorgung schützen und ihre Instandhaltung überwachen, sagte Maduro am Freitag (Ortszeit) in einer in Radio und Fernsehen übertragenen Rede. Zugleich machte er erneut die USA für den jüngsten tagelangen Stromausfall verantwortlich.
Es gebe andauernde Angriffe auf das grösste Wasserkraftwerk Venezuelas und andere Einrichtungen, sagte Maduro. Diese würden von John Bolton, dem Nationalen Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, «geführt». Ab dem 7. März war in ganz Venezuela für fast sechs Tage der Strom ausgefallen. Am Dienstag verkündete die Regierung schliesslich, die Stromversorgung im ganzen Land sei wiederhergestellt. Aus dem Westen des Landes wurden am Freitag aber weiterhin Stromausfälle gemeldet.
Maduro wirft der Opposition vor, die Lage mit einer «Welle der flächendeckenden Gewalt» weiter angeheizt zu haben. Der selbst ernannte Übergangspräsident Juan Guaidó sieht die Ursache für den Stromausfall in Nachlässigkeit und Korruption der Regierung.
Obwohl Venezuela über die grössten Erdölvorkommen der Welt verfügt, steckt es in einer schweren Wirtschaftskrise mit akuten Versorgungsengpässen. (sda/afp)