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Gemeinnützigkeit im Wandel der Zeit
Etwas schulmeisterlich klang es, als man am 12. Dezember 1849 die Mittwochgesellschaft Meilen gründete und als ihr Ziel die ‘Unterhaltung und Belehrung durch Lesen von politischen und anderen Zeitschriften und Arbeit im Dienste der Gemeinnützigkeit’ ins Auge fasste.
Während sich die Männer, wie damals üblich, vor allem um das Organisatorische kümmerten, halfen ihre Frauen mehr im Hintergrund mit, und ganz nebenbei stellte sich die ehrwürdige Vereinigung in den Dienst des Fortschritts: So wurden ein Landwirtschaftlicher Verein (1856) und die Gemeinnützige Gesellschaft (1862) gegründet, man richtete eine erste Telefonstation ein und eröffnete eine Bibliothek (1871), und für zusätzliche Kontakte der Einwohnerinnen und Einwohner sorgten unter dem Einfluss der Mittwochgesellschaft Meilen bald auch zwei Badeanstalten.
1972 mit dem Gemeindehausverein zusammengelegt, verfügte die Mittwochgesellschaft Meilen über erneuerte finanzielle Kräfte und konnte daher weitere Vorhaben unterstützen, so die Vereinigung Heimatbuch, die Ludothek, Elternbildungs- und andere Freizeitkurse und nicht zuletzt das Ortsmuseum, in dessen Bestände sie ihre graphische Sammlung mit Bilddokumenten aus der Dorfgeschichte einbrachte. Zudem wurden so verschiedenartige Dinge wie die Fürsorgestelle gegen den Alkoholmissbrauch und die Gründung einer Jugendmusikschule (1974) an die Hand genommen.
Zu ihrem 150-jährigen Bestehen schenkte die Mittwochgesellschaft 1999 der Gemeinde ein Projekt für die Renovation und Erweiterung des Gasthofs Löwen, das dann mit viel Erfolg realisiert wurde. Im geschmackvoll vergrösserten Löwensaal finden seither viele ihrer Veranstaltungen ihren würdigen Rahmen: Das Spektrum der Pflichten wie der Leistungen vergrösserte sich Jahr für Jahr: Ein gutes Zeichen für die Vitalität der Mittwochgesellschaft Meilen.