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Der
Ursprung des Korkenziehers liegt im Dunkeln.
Sein
wahrer Erfinder ist unbekannt. Man weiss aber, dass nicht in Frankreich oder
Italien, sondern in England zum ersten Mal eine Flasche Wein mit einem solchen
Instrument entkorkt wurde.
Auf
die Idee kamen vermutlich Soldaten. Um das
Jahr 1630 war es üblich, mit einem ein-
oder zweigewindigen Bohrer die verklemmten Kugeln, Ladestöcke und Pfropfen aus
den Läufen der Vorderlader herauszuziehen. Das Prinzip ist das gleiche wie beim
Korkenzieher.
Das
erste Patent für einen Korkenzieher meldete
1795 der englische Pfarrer Samuel Henshall
aus Oxford an. Sein Stangenkorkenzieher mit Rundgewinde, Schaft und Holzgriff
mit Bürste ist noch heute in Gebrauch.
Der
Korkenzieher war ursprünglich kein Ge-brauchs-, sondern ein Luxusgegenstand.
Nur wohlhabende Aristokraten konnten sich die teuren Bordeaux- und Portweine
leisten. Um 1800 wurde es Mode, den Wein in der Flasche bei Tisch zu entkorken.
Der
Gastgeber wollte einerseits mit möglichst wenig Kraftaufwand den Korken elegant
aus der Flasche ziehen, andererseits musste das Werkzeug hohen ästhetische
Ansprüchen genügen, sollte es doch zur aufwändig gedeckten Tafel passen.
Die
verschiedenen Formen des Korkenziehers lassen einen kulturhistorischen Wandel
erkennen. Neben eleganten Korkenziehern aus edlen Materialien
entstanden auch solche, die zum Teil mit
anderen
Werkzeugen
kombiniert und technisch perfektioniert wurden