Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03160.jsonl.gz/337

Organisationen wie der WWF warnen seit langem, dass sich unter anderem durch den Klimawandel und den wachsenden Bedarf an Lebensmitteln die Situation verschärfen werde.
Auen und Fliessgewässer
Neben der Wasserkrise gebe es auch eine Krise der Artenvielfalt, sagte der WWF-Wasserexperte Jian Hua Meng, der an dem sechstägigen Kongress in der südöstlichen Stadt Daegu teilnimmt, der Deutschen Presse-Agentur. «Den Süsswasserarten etwa geht es am schlechtesten.»
Bei einem Grossteil der Reaktionen stehe noch immer die Forderung nach rein technischen Lösungen im Vordergrund. So gebe es bei Dürren noch immer den Ruf nach einem Staudamm. Aus der Sicht des WWF müssten daher Lösungen gefunden werden, die von der Natur selber kommen. Meng wies etwa auf die Wichtigkeit von gesunden Auen und biologisch gesunden Fliessgewässern hin.
«Risiko Nummer eins»
Der Vorsitzende des Weltwasserrats, Benedito Braga, forderte zur Eröffnung des Kongresses in Daegu mehr «Sorgfalt und Weisheit» im Umgang mit Wasser. Zwar hätten seit 1990 rund 2,1 Milliarden Menschen «einen besseren Zugang zu Trinkwasserquellen» gefunden, sagte er vor Hunderten von Delegierten.
Doch die Welt verändere sich rasch. Wasser sei das «Risiko Nummer eins», was die Auswirkung in der globalen Gesellschaft betreffe.
Der Weltwasserrat ist eine überregionale Organisation. Mitglieder sind zahlreiche Behörden, Städte, Institutionen, Industrieverbände, Unternehmen und andere nicht-staatliche Organisationen weltweit, darunter auch der WWF.