Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/147401

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, den Koordinationsabzug im BVG prozentual zum Erwerbspensum auszugestalten (Art. 8 BVG).</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat verfolgt das gleiche Ziel wie die Motionärin, nämlich die berufliche Vorsorge von Personen zu verbessern, die Teilzeit arbeiten, die für mehrere Arbeitgeber tätig sind oder ein tiefes Einkommen haben. Der Vorentwurf zur Reform der Altersvorsorge 2020 sah einen prozentualen Koordinationsabzug vor, wie dies die Motionärin verlangt. Vorgesehen war auch, die BVG-Eintrittsschwelle auf 14 040 Franken zu senken (anstelle der heutigen 21 060 Franken). Aufgrund der Stellungnahmen der Vernehmlassungsteilnehmenden hat der Bundesrat am 25. Juni 2014 jedoch entschieden, auf den Koordinationsabzug in der obligatorischen beruflichen Vorsorge zu verzichten und die Altersgutschriftensätze zu senken, dies entgegen der Vorschläge im Vorentwurf. Mit dieser Lösung kann das in der Motion geforderte Ziel ebenso erreicht werden. Gleichzeitig lässt sich der Verwaltungsaufwand für die Arbeitgebenden und Vorsorgeeinrichtungen verringern, da der Lohn, auf dem BVG-Beiträge erhoben werden, dem AHV-Lohn entspricht. Diese Lösung trägt somit dazu bei, die Verwaltung der zweiten Säule zu vereinfachen und transparenter zu gestalten. Durch die gleichzeitige Senkung der Altersgutschriften entstehen ausserdem keine Zusatzkosten. Die Botschaft zur Reform der Altersvorsorge 2020 wird dem Parlament bis Ende Jahr vorgelegt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.