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Ändert sich jetzt die YouTube-Werbung?
Vor einem halben Jahr habe ich bereits über den YouTube-Kanal «Ryan ToyReview» berichtet. Damals wurde bekannt, dass der Achtjährige der bestverdienende YouTuber sei. Nun hat die US-Organisation «Truth in Advertising» wegen Ryan eine Beschwerde an die Federal Trade Commission (Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde) eingereicht. Der Kanal soll bezahlte Partnerschaften nicht offengelegt haben. Falls doch, wurde die Deklaration so kompliziert geschrieben, dass seine Zielgruppe es unmöglich verstehen konnte.
Das Hauptanliegen der Kinderrechtsorganisation: Ein Disclaimer auf einem YouTube-Video oder ein schneller Voice-over reichen nicht aus, damit kleine Kinder verstehen, dass es sich um Werbung handelt. YouTube selbst lehnt jegliche Kritik ab und weist ausdrücklich auf ihre Nutzungsbedingungen hin. Dort steht geschrieben, dass die Website nicht für Personen unter 13 Jahren bestimmt sei. Für jüngere Zuschauer gebe es eine offizielle Kids-App von YouTube, wo kuratierte Inhalte zu sehen sind.
Influencer Marketing ist noch eine junge Form der Werbung. Es gibt mehrere Ansätze, wie Kinder von solcher Werbung geschützt oder aufgeklärt werden könnten. Die Gesetze hinken jedoch hinterher und müssen unbedingt angepasst werden. Ob die Beschwerde von «Truth in Advertising» etwas bewirkt, wird sich zeigen, denn Influencer bewegen sich meist in einer Grauzone.
Was ist deine Meinung dazu? Kann sich YouTube einfach so der Debatte entziehen und auf ihre Nutzungsbedingungen verweisen? Oder sind Kinder-Influencer per se ein No-Go? Sag’s mir in der Kommentarspalte.