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Groupe E verschiebt Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten an den Wasserkraftwerken Hauterive und Schiffenen. Grund dafür sei die Situation im Strommarkt und die Schonung der Stauseenreserven.
Eigentlich wollte das Energieversorgungsunternehmen Groupe E Anfang Oktober Wartungsarbeiten am linken Ufer des Schiffenensees im Bereich der Staumauer durchführen. Dafür hätte Groupe E den Wasserstand des Sees senken müssen. Nun ändert das Unternehmen aufgrund der angespannten Lage im Strommarkt, der aktuellen Dürreperiode und zur Schonung der Wasserreserven in den Stauseen seine Planung sowie den Umfang der vorgesehenen Instandhaltungsarbeiten. Dies hat Groupe E am Freitag mitgeteilt. Für den Schiffenensee bedeutet dies, dass er diesen Herbst nicht abgesenkt wird: «Die Arbeit an der Anlage Schiffenen ist nicht dringend und kann deshalb verschoben werden», sagt Yves-Laurent Blanc, Mediensprecher von Groupe E auf Anfrage. So werden nur die üblichen, durch den Strombedarf und die Witterungsbedingungen verursachten Schwankungen des Wasserstands erwartet.
Greyerzersee wird leicht gesenkt
Geplant wäre auch gewesen, von Mitte September bis Mitte November den Wasserstand des Greyerzersees zu senken, um Arbeiten im Wasserkraftwerk Hauterive durchzuführen. «Die Arbeiten in Hauterive haben Priorität, weil sie die Sicherheit der Wasserkraftanlage betreffen», sagt Blanc. Deshalb werden nur die notwendigsten Arbeiten ausgeführt. Dafür wird der Greyerzersee moderat abgesenkt, um die Inspektion des Zuleitungsstollens und der Anlagenteile unterhalb des Wasserspiegels zu ermöglichen. Alle anderen Bauarbeiten im Wasserkraftwerk Hauterive werden auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben.
Vier Meter weniger
Groupe E wird den Wasserstand des Greyerzersees zwischen dem 25. September und dem 14. Oktober um vier Meter auf 670 Meter über Meer absenken. Zum Vergleich: Die Île d’Ogoz ist bei einem Wasserstand von etwa 668 Metern über Meer zu Fuss erreichbar. Ursprünglich hätte der Spiegel um 7,5 Meter gesenkt werden sollen. Die Arbeiten im Wasserkraftwerk können daraufhin beginnen und sollen Ende Oktober abgeschlossen werden. Danach soll der See sein reguläres Niveau wieder erreicht haben, sodass Groupe E mit der üblichen Nutzung des Sees fortfahren kann. Wegen der geringeren Absenkung wird der See auch rascher wieder aufgefüllt.
Auf wann verschoben?
Auf welchen Zeitpunkt die weiteren Arbeiten an der Anlage Hauterive und die Sanierungsarbeiten an einer Betonkonstruktion des Schiffenensees verschoben werden, ist noch nicht klar. «Die Arbeiten an den beiden Anlagen müssen innerhalb der nächsten fünf Jahre fertiggestellt beziehungsweise durchgeführt werden», wie Yves-Laurent Blanc präzisiert. Idealerweise werden die Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten so geplant, dass sie zum selben Zeitpunkt durchgeführt werden können. Dabei spielen verschiedene Faktoren wie die Umwelt und Personalressourcen eine wichtige Rolle. Ausserdem schaut Groupe E, dass die Auswirkungen der Arbeiten auf den Tourismus und die Freizeitaktivitäten der Region so gering wie möglich sind.