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Pazifische Küste
Grosses, langgezogenes Gebiet entlang der Westküste. Starker Regenfall in den Monaten Mai bis Oktober, die restlichen Monate trocken. Entlang der Küsten-Täler, auf der Landseite bis zu 3000 Meter über Meer.
Zentral Plateau
Hochplateau mit einer Durchschnittshöhe von 2000 Meter über Meer. Starker Regenfall in den Monaten Mai bis Oktober, die restlichen Monate trocken.
Golfküste
Hohe Berge im Westen, welche bis nach Yucatan reichen. Das ganze Jahr hohe Feuchtigkeit. Typischer Monsun-Sommer, mit andauerndem Regen, Hurricans von September bis November mit gelegentlichen Winterstürmen.
Hochland von Chiapas und Guatemala
Hohe Berge mit Regenfall durchs ganze Jahr.
Yucatan
Flaches Gebiet auf Meereshöhe mit wenig Regenfall verteilt durchs ganze Jahr.
Das Gebirge von Morelos im Staat Oaxaca
Standorte von Barkeria uniflora, das hier auf Bäumen und Sräuchern wächst
In dieser Region wird zwischen zwei verschiedene Wachstumszyklen unterschieden
Die kühl zu kultivierenden Arten:
Barkeria melanocaulon, Barkeria fritz-halbingeri und Barkeria spectabilis wachsen in Mexiko auf einer Höhe von 1800 M.ü.M. bis 2400 M.ü.M. Im Januar beginnt das Wachstum nach der ca. 4 monatigen Trockenzeit. Das unterste Nodium schwillt an, das Triebwachstum beginnt und erst später erscheinen die ersten Wurzeln. In den Monaten Februar bis März erhöht man die Wasser und Düngergaben kontinuierlich. Ab April bis Juni giesst und düngt man häufig. Ab Juni blühen sie dann bereits am noch nicht ganz fertig entwickelten Neutrieb. Anschliessend an die Blütezeit beginnt allmählich die Trockenzeit, welche bis in den Januar hinein dauert! Die Trockenzeit ist geprägt von sehr hoher Luftfeuchtigkeit und viel Licht, mit Nachttemperaturen bis gegen 10 °C. Wenn man die Pflanzen zu feucht kultiviert, treiben sie im August nochmals aus und blühen im November ein zweites Mal. Die Blütenstände sind jedoch in der normalen Blütezeit viel kräftiger. Barkeria melanocaulon Barkeria fritz-halbingeri und Barkeria spectabilis werden am besten in einem kühlen bis temperierten Kulturraum gepflegt. An gut kultivierten, erwachsenen Pflanzen bilden Barkeria melanocaulon und Barkeria fritz-halbingeri bis zu 25 Blüten an einem bis zu 80 cm langen unverzweigten Blütentrieb. Barkeria spectabilis macht bis zu 10 Blüten. Mit einem Durchmesser von ca. 8 cm, die Grössten der Gattung. Am besten wachsen die Pflanzen aufgebunden auf einem Rindenstück (z.B. Korkeiche). Da sich die Pflanzen vegetativ nur sehr langsam vermehren und an der alten Pseudobulbe immer nur ein Neutrieb erscheint, bindet man am besten gleich einige Pflanzen zusammen auf das Rindenstück.
Die temperiert bis warm zu kultivierenden Arten:
Alle anderen Arten, welche auf Meereshöhe bis ca. 1700 M.ü.M. vorkommen beginnen mit dem Triebwachstum erst im April, gleichzeitig mit dem Beginn der Regenzeit. In den folgenden Monaten brauchen die Barkerien für ihr schnelles Wachstum viel Wasser, Licht und Nährstoffe. Düngerkonzentrationen bis gegen 0.3% werden mit einer üppigen Blütenpracht belohnt. Der Neutrieb muss bis zum Ende der Regenzeit, August / September voll ausgebildet sein. Da die Wurzeln viel frische Luft brauchen wachsen sie am besten aufgebunden auf einem Aststück, einer Rebenwurzel oder einem Farnwurzelbrettchen. Ein heller, luftiger Standort, sagt den Pflanzen zu. Während des Frühjahrs und des Sommers wird die Pflanze häufig in Wasser getaucht. Dabei darf bei jedem Giessen eine mittlere Dosis Volldünger (0.2 %) zugesetzt werden. Ab September beginnt die Trockenzeit. Das heisst, sie bekommen nur noch gelegentlich Wasser,. Nachttemperaturen bis gegen 14 °C werden problemlos verkraftet. Die Devise lautet, lieber zu wenig als zu viel Wasser. Spezielle Aufmerksamkeit erfordern in dieser Hinsicht Barkeria naevosa, strophinx und dorothea. In der Natur kommen diese Arten an besonders windexponierten Stellen vor. Einige Male zu feucht gehalten, kann während der extremen Trockenzeit bereits den Verlust der Pflanze bedeuten! Für alle Barkerien ist ein gutes Wurzelwerk (Luftwurzel) sehr wichtig. Da sie in der kurzen Vegetationszeit möglichst schnell wachsen müssen, sind sie zur Nährstoffaufnahme auf möglichst viele intakte Luftwurzeln angewiesen. Lässt man die Pflanzen 2 - 3 Jahre auf der gleichen Unterlage wachsen, entwickeln sie sich zu prächtigen Showpflanzen.