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«Ich leide seit vielen Jahren unter Sodbennen. Ich habe mein Essen umgestellt und schlafe auf mehreren Kissen. Manchmal geht es mir einige Wochen recht ordentlich und dann gibt es wieder lange Phasen mit besonders starkem Brennen insbesondere nachts, obwohl ich Säureblocker einnehme.» Martha K., 47 Jahre
Norbert Runkel antwortet:
Sodbrennen basiert auf einer Undichtigkeit des Übergangs von der Speiseröhre in den Magen, so dass der Mageninhalt, insbesondere die Säure, zurücklaufen kann («Reflux»). Wenn Basismassnahmen wie die Vermeidung von auslösenden Nahrungsmitteln oder das Schlafen mit hochgelagertem Oberkörper nicht ausreichen, sind säurehemmende Medikamenten («Protonenpumpeninhibitoren») an der Reihe. Sie werden schon primär rezeptiert, wenn die Magenspiegelung eine Speiseröhrenentzündung aufzeigt. Eine Alternative zu Medikamenten ist die chirurgische Behandlung – erst recht bei deren Versagen. Und das passiert bei jedem dritten Betroffenen. Die Chirurgie kennt als klassische Antireflux-Operation die laparoskopische Fundoplicatio, deren hervorragende Ergebnisse in vielen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen wurde. Die Operation beinhaltet folgende Schritte: Rückverlagerung des verrutschten Magens, Streckung der Speiseröhre mit Verbesserung der Pumpfunktion, Einengung der Zwerchfelllücke und Stärkung des Mageneingangs mittels Manschette (die eigentliche Fundoplicatio). Von den verschiedenen Varianten der Manschettenbildung wird die nach Nissen (360-Grad) am häufigsten durchgeführt.
In jüngster Vergangenheit wurden mehrere neue endoskopische und operative Techniken entwickelt, wie die magnetische (LINX) oder elektrische (EndoStim) Sphinkterverstärkung oder die manschettenfreie Rekonstruktion. Manche Methoden sind nach vielversprechenden Kurzzeitergebnissen anhand kleiner Patientenzahlen bereits wieder verschwunden. Die Gleichwertigkeit oder gar Überlegenheit der neuen Verfahren ist bisher noch nicht bewiesen worden und so gilt die Fundoplicatio zu Recht als der Goldstandard. Im AMEOS Spital Einsiedeln empfehlen wir diese bewährte Operationsmethode, denn es ist unsere Philosophie, die beste Behandlung mit grosser Expertise und gesichertem Erfolg anzubieten. Es kommt vor allem auf das Können und die Erfahrung des Chirurgen an!
Prof. Dr. med. Dr. h.c.
NORBERT RUNKEL
Chefarzt Chirurgie,
Leiter der Klinik für Chirurgie,
Facharzt FMH für Chirurgie, speziell Viszeralchirurgie und Intensivmedizin
AMEOS Spital Einsiedeln
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