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Die Theatergruppe Dreifaltigkeit
Eine kurze Geschichte unserer Theatergruppe von Urs P. Zumbrunnen
Die Theatergruppe Dreifaltigkeit ist 2007 erstmals unter diesem Namen in Erscheinung getreten. Gebildet wurde die Gruppe, nachdem jemand aus der Pfarrei - ich erinnere mich nicht wer es war - erfahren hatte, dass ich einmal bei der "chäller-kumedi" ein Stück inszeniert hatte und mir gegenüber fröhlich behauptete, es gebe in der Pfarrei Leute, die gerne wieder Theater spielen würden. Denn es habe bis vor einigen Jahren einen Theaterverein innerhalb der Kolping-Gemeinschaft Bern, die mit der Kirche in enger Verbindung steht, gegeben und mehrere Leute in der Pfarrei würden gerne wieder Theater spielen, wenn nur jemand der schon Theater gespielt und Regie geführt habe, die Initiative ergreifen würde. Ich war geschmeichelt und machte mich flugs auf die Suche, nach diesen "mehreren Leuten". Es fanden sich schliesslich vier Frauen und ein Mann, die interessiert waren. Ich rekrutierte aus meinem Verwandtenkreis einen weiteren erfahrenen Theaterspieler. So konnten wir unsere erste Produktion "Der Tuusigfüessler", eine Komödie von E.J. Sorson realisieren. Von Anfang an stand fest, dass wir zur Besetzung der Truppe zunächst auf Seniorinnen und Senioren bauen würden.
Ursprung der Theatergruppe Dreifaltigkeit
Ein Rückblick
Vielleicht mag es jemand interessieren, warum es die Theatergruppe Dreifaltigkeit gibt. Hier eine kleine Chronik über deren Herkunft und Entstehung.
Der 1867 gegründete katholische Gesellenverein feierte jährlich an einem Sonntag im November sein Stiftungsfest. An der Abendveranstaltung wurden neben Liedervorträgen, Ansprachen und Musik auch von Gesellen selbst mit Begeisterung gespielte Theaterstücke aufgeführt. Sie pflegten einen Deklamationszirkel aus dem sich später der dramatische Club entwickelte. Am Stiftungsfest 1885 führten sie, umrahmt von der eigenen Blasmusikkapelle, das Schauspiel in fünf Akten «Christian in der Fremde» auf.
Nach Jahrzehnten voller Wirren war im Jahr 1920 der dramatische Club mit dem neuen Namen «Thalia» neu erwacht. Die Thalia vereinigte die theaterbegeisterten Vereinsmitglieder um gegenseitig ihre schauspielerischen und rednerischen Begabungen zu schulen. Die Tradition der Stiftungsfeste des Gesellenvereins wurde wie früher im «Hotel National», im Bierhübeli und später im «Schweizerbund» fortgeführt. Am 64. Stiftungsfest 1931 führte man das Stück «Der Geizige» von Moliere auf. Nach den schlimmen Kriegsjahren kamen erneut viele wandernde Jungmänner von überall her nach Bern und der Gesellenverein feierte wie gewohnt sein Stiftungsfest. Dazu trug die sagenhafte «Thalia» erneut und erheblich zur Unterhaltung bei.
In den Jahren nach 1960 verlor der Gesellenverein aufgrund der allgemeinen Umstände immer mehr an Bedeutung und litt an Mitgliederschwund. Man öffnete den Verein nun auch für Frauen und benannte ihn nach dem Gründer auf Kolping-Familie um.
Ein Neuanfang unter neuem Namen
Nach etwa zwanzig Jahren Pause erinnerten sich Leute von der Dreifaltigkeitspfarrei an die damals aktive Theatergruppe und beschlossen einen Neuanfang. Da müsste es doch pensionierte Leute geben, die genügend Zeit hätten und Lust auf eine neue Karriere im «Showbusiness». Man fand mit Margrit Eggli und Urs P. Zumbrunnen erfahrene Theaterleute für die Regie und auch ein paar willige Schauspielerinnen und -Spieler und damit begann unter dem neuen Namen «Theatergruppe Dreifaltigkeit» eine neue Ära. Kulissen waren noch vom Kolpingtheater vorhanden, ein Stück wurde einstudiert und am Samstag, 4. Februar 2006 wurde das Stück «Der Tuusigfüessler» von E.J.Sorson im Rahmen des Kolping-Stiftungsfestes in der Rotonda gegeben.
«Der turbulente Einakter sorgte bei Jung und Alt für gute Stimmung und liess die früher in der Pfarrei Dreifaltigkeit gepflegte Theatertradition aufleben.» ...so schrieb Urs Zumbrunnen damals auf der neu geschaffenen Website.
Drei Aufführungen im Stammhaus und fünf Auswärtsgastspiele konnten sie geben in diesem ersten Jahr und im nächsten Jahr folgte der nächste Streich mit zusätzlichen Spielern.
Nun besteht die «Theatergruppe Dreifaltigkeit» bereits seit vierzehn Jahren. Die ersten Schauspielerinnen haben sich zurückgezogen – neue kamen und gingen – mit wechselnder Rollenbesetzung lebt das Dreiftheater weiter.
Die Mitglieder
Mitglieder der Theatergruppe Dreifaltigkeit sind Theaterbegeisterte aus der näheren und ferneren Umgebung von Bern. Die Zugehörigkeit zur Pfarrei Dreifaltigkeit ist keine Bedingung. Neue Mitglieder – auch solche anderer Konfessionen – sind jederzeit willkommen. Es wird kein Mitgliederbeitrag erhoben. Einzige Bedingung für die Mitgliedschaft ist Freude am Theater, sei es als Mitspielende oder in einer anderen Funktion. In der Zeit des Bestehens unserer Gruppe war unser Ensemble einem stetigen Wandel unterworfen. Bewährte Mitspielende, die altershalber kürzertreten wollten, mussten ersetzt werden und es war nie leicht, neue Interessierte zu finden. So kommt es, dass unsere Stücke fast jährlich neu zu besetzen waren. Bis heute ist denn auch die Theatergruppe Dreifaltigkeit ein Seniorentheater geblieben. Auf der Seite 'Produktionen' werden alle aktuellen und ehemaligen Mitglieder unserer Gruppe - je Produktion seit 2006 - vorgestellt.
Kolping - Gesellenverein, Theatergruppe "Thalia" 1920
"Blauer Engel" 1987
"Blauer Engel" 1987
Theatergruppe 2007
Bevor hoffentlich bald wieder einigermassen normale Zustände herrschen, wäre die Zeit sich nach neuen Tätigkeitsfeldern umzusehen. Theaterspielen wäre eine sinnvolle Sache. Man trainiert das Gedächtnis beim Auswendiglernen der Texte, man schlüpft in eine andere Rolle und lernt vor Publikum zu reden.
Neue Bekanntschaften, neue Freundschaften entstehen und man kommt von zu Hause weg unter Menschen.
Chumm, mach mit!
Die leere Stelle im nebenstehenden Bild soll wieder gefüllt werden.
Auskunft
Theatergruppe Dreifaltigkeit
Erwin Weigand, Tel.: 031 301 07 76
E-Mail: <email-pii>
Neue Mitspieler sind willkommen - mehr im Flyer Seniorentheater

Flyer Seniorentheater 2020.pdf

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Typ: pdf