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- Der französische Geschäftsmann und ehemalige Minister Bernard Tapie stirbt mit 78 Jahren an Magenkrebs.
- Das gab die Familie von Tapie bekannt.
Der ehemalige Eigentümer des Fussballclubs Olympique Marseille, dessen Schmiergeldaffäre ihn ins Gefängnis brachte, starb am Sonntagmorgen im Alter von 78 Jahren an einer Krebserkrankung. Einer seiner Söhne schrieb auf den sozialen Medien: «Auf Wiedersehen, mein Phönix».
Tapie war ein schillernder und in Frankreich höchst umstrittener Manager und Ex-Politiker. Er wurde international als Eigentümer des Fussballclubs Olympique Marseille (OM) bekannt.
Im deutschsprachigen Raum war er auch als ehemaliger Adidas-Besitzer bekannt. Der Verkauf seiner Anteile an dem deutschen Sportartikelhersteller beschäftigte jahrelang Gerichte. Im Juli 2019 wurde er in der Adidas-Affäre vom Vorwurf des Betrugs und der Hinterziehung öffentlicher Gelder freigesprochen.
Grösster Skandal in der europäischen Fussballgeschichte
Mit «OM» sorgte er für einen der grössten Skandale in der europäischen Fussballgeschichte. Wegen der Schmiergeldaffäre um den Verein, den er 1986 gekauft hatte, wurde er Ende 1995 zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Zuvor hatte der Klub unter seiner Führung viermal den Meistertitel und 1993 die Champions League gewonnen.
Dann kam der Absturz. Tapie, der unter Staatspräsident Francois Mitterrand in den 90er-Jahren Städtebauminister war, musste Privatinsolvenz anmelden. Tapie litt seit Jahren an Krebs. In den vergangenen Monaten hatte sich sein Zustand deutlich verschlechtert.
Bernard Tapie hat Generationen von Franzosen inspiriert.
Der französische Premierminister Jean Castex sagte, Tapie sei ein «Kämpfer» und ein «sehr engagierter Mann» gewesen. Präsident Emmanuel Macron lobte Tapie für «den Ehrgeiz, die Energie und den Enthusiasmus». Tapie habe Generationen von Franzosen inspiriert, so Macron.