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Die USA schalten im Handelsstreit mit China über amerikanische Autoexporte die Welthandelsorganisation (WTO) ein. Washington sei «besorgt» darüber, dass China durch Strafzölle auf importierte Fahrzeuge aus den Vereinigten Staaten internationale Bestimmungen verletze, teilte der US-Handelsbeauftragte Ron Kirk am Donnerstag mit.
Es gehe dabei um ein Handelsvolumen von drei Milliarden Dollar. Die WTO solle dabei helfen, diese «unfairen Zölle zu eliminieren». Peking hatte die Strafzölle bis zu 12,9 Prozent im Dezember vergangenen Jahres angekündigt, nachdem es US-Zölle auf chinesische Reifen auch mit einem Gang vor die WTO nicht abwenden konnte.
80 Prozent der amerikanischen Autoexporte nach China seien betroffen, sagte der Sprecher des Weissen Hauses, Jay Carney. Vor allem die US-Firmen General Motors und Chrysler hätten darunter zu leiden. China ist für die weltweite Autoindustrie zu einem immer wichtigeren Absatzmarkt geworden.
Schon das dritte Mal
Die Regierung von US-Präsident Barack Obama werde weiter darum kämpfen, dass China «Handelsgesetze und seine internationalen Handelsverpflichtungen nicht missbraucht, um Exporte von in Amerika produzierten Produkten zu blockieren», sagte Kirk.
Bei der Anrufung der WTO handele es sich um einen ersten Schritt zu möglichen schärferen Massnahmen. Es ist nach US-Angaben bereits das dritte Mal, dass Washington im Handelsstreit mit China die WTO anruft. Das Weisse Haus spricht von der siebten Handelsmassnahme gegen China.
Die beiden Länder haben eine äusserst schwierige wirtschaftliche Beziehung, was auch mit dem riesigen Leistungsbilanzdefizit der US- Ökonomie zusammenhängt. Die grösste Volkswirtschaft der Welt importiert deutlich mehr aus China als sie dorthin exportiert.
(aho/vst/awp)