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1933 erwarb eine Gruppe um Bert Bell und Lud Wray von der NFL eine Franchise für Philadelphia. Sie nannten ihr neues Team Philadelphia Eagles und mit ihnen kehrte der Profi-Football nach Philadelphia zurück. Dort – oder genauer in Frankford, einem heute längst in Philadelphia aufgegangenen Vorort – spielte mit den Frankford Yellow Jackets von 1924 bis 1931 bereits ein anderes NFL-Team. Und dies durchaus erfolgreich: 1926 gewannen die Yellow Jackts die Meisterschaft.
Auf dem Spielfeld machten die Eagles, welche in der Anfangszeit von den beiden Besitzern Wray und Bell gleich selber trainiert wurden, wenig Furore, dafür aber neben dem Spielfeld. 1941 vereinbarte der inzwischen zum Alleinbesitzer aufgestiegene Bell mit Alexis Thompson, dem Co-Eigentümer der Pittsburgh Steelers, einen Wechsel der Besitzerrechte: Bell übernahm Thompsons Anteile an den Pittsburgh Steelers, Thompson die Philadelphia Eagles.
Der neue Besitzer verpflichtete als erstes mit Earle «Greasy» Neale einen neuen Coach, unter welchem es mit den Eagles langsam aber stetig aufwärts ging. Neale gelang es um so herausragende Spieler wie Running Back Steve Van Buren, Center Alex Wojciechowicz, Wide Receiver Pete Pihos und später Linebacker Chuck Bednarik ein Team zu bilden, welches Ende der 1940er Jahre in drei aufeinanderfolgenden NFL Championship Games stand und dabei zwei Meistertitel erringen konnte.
Eine Reihe von schweren Verletzungen beendete aber die kurze Dominanz Philadelphias und die Eagles fielen zurück in den Tabellekeller der NFL. 1958 wurde mit Buck Shaw ein neuer Coach verpflichtet, welcher die Eagles innert drei Jahre zum NFL-Titel führte. Angeführt von den Quarterbacks Norm Van Brocklin, welcher von den Los Angeles Rams übernommen worden war, und Sonny Jurgensen erreichten die Eagles 1960 erneut das Endspiel, wo sie in einem dramatischen Spiel die Green Bay Packers mit 17:13 besiegten.
Danach folgte für die Fans der Philadelphia Eagles jedoch eine weitere, noch längere Durststrecke: 18 Jahre sollten vergehen, bis die Eagles wieder in die Playoffs einzogen. 1980 stiessen sie unter Head Coach Dick Vermeil dann sogar bis in die Super Bowl vor, galten dort auch als leicht favorisiert, mussten sich aber den Oakland Raiders mit 27:10 geschlagen geben.
Ende der 1990er Jahre gelang es den Eagles schliesslich sich unter den besten Teams der NFL zu etablieren. Mit Head Coach Andy Reid und Quarterback Donovan McNabb übernahmen in Philadelphia Persönlichkeiten das Steuer, welche die Eagles jeweils Jahr für Jahr weit in die Playoffs führten. Nach drei Niederlagen in Folge im NFC Championship Game erreichten die Eagles schliesslich 2004 endlich die Super Bowl, mussten sich dort aber den New England Patriots geschlagen geben.
Die Philadelphia Eagles spielten ursprünglich auf dem Franklin Field der University of Philadelphia. 1971 bezogen sie das Veterans Stadium, eines der gefürchtesten und lautesten Stadien der NFL. 2003 wurde schliesslich das neue, moderne Lincoln Financial Field eingeweiht, welches dem neuen Selbstbewusstsein des Teams aus Philadelphia angemessen ist. Und 2017 war es dann endlich soweit: Mit einem Sieg in der Super Bowl LII konnten die Eagles nach 57 Jahren endliche wieder einen NFL-Meistertitel feiern.
EAGLES FACTS
Mitglied der NFL:
8. Juli 1933
Erste Saison:
1933
Super Bowl-Sieger:
LII
Super Bowl-Verlierer:
XV, XXXIX
NFL/NFC-Meister:
1948, 1949, 1960, 1980, 2004, 2017
NFL/NFC-Vizemeister:
1947, 2001, 2002, 2003, 2008
Divisions-Meister:
1947, 1948, 1949, 1960, 1980, 1988, 2001, 2002, 2003, 2004, 2006, 2010, 2013, 2017, 2019
Hall of Fame-Mitglieder:
Chuck Bednarik
Bert Bell (Besitzer, Coach)
Bob Brown
Harold Carmichael
Brian Dawkins
Sonny Jurgensen
Tommy McDonald
Earle «Greasy» Neale (Coach)
Pete Pihos
Steve Van Buren
Reggie White