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EpideMMIC (Epidemiology and Mathematical Modelling for Infectious Disease Control)
Lay summary
Sexuell übertragbare Infektionen (STI) kommen bei jungen Erwachsenen häufig vor. Faktoren wie die zunehmende Verbreitung bakterieller Resistenzen gegenüber Antibiotika sowie von HIV-Infektionen könnten die Ausbreitung bzw. die Auswirkungen von STI verstärken. Andererseits könnten neue diagnostische Tests, Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen zur Eindämmung der STI beitragen. Im EpideMMIC-Projekt (Epidemiology and Mathematical Modelling for Infectious disease Control) sollen mithilfe komplexer statistischer und mathematischer Modellierungsmethoden und mit Daten aus epidemiologischen Studien drei Beispiele für STI und Interventionen zu deren Beherrschung untersucht werden. Ziel 1, Chlamydia-Infektionen: Wir werden anhand von Daten aus Großbritannien und Australien die Faktoren untersuchen, die die verschiedenartigen Einflüsse von Chlamydia-Reihenuntersuchungen auf die Prävalenz von Chlamydia-Infektionen ausüben. Ziel 2, Mycoplasma genitalium: Wir werden anhand von Daten aus publizierten systematischen Übersichtsarbeiten untersuchen, wie eine schnellere Diagnosestellung und individuell angepasste Antibiotikatherapie die Ausbreitung der Resistenzentwicklung bei den Erregern dieser STI verlangsamen könnten. Ziel 3, humanes Papillomavirus (HPV): Männer, die Sex mit Männern haben, unterliegen einem erhöhten Risiko für Enddarmkrebs. Wir werden anhand von Daten aus der Schweiz untersuchen, wie Impfungen gegen HPV das Risiko für Enddarmkrebs bei Männern mit und ohne HIV-Infektion verringern könnten. Das EpideMMIC-Projekt läuft von August 2015 bis Juli 2018. Wir erwarten von dem Projekt Fortschritte bei der Methodologie, Informationen zur Unterstützung öffentlicher Gesundheitsförderungsmaßnahmen im Kampf gegen STI in der Schweiz sowie berufliche Förderung für Forscher auf dem Gebiet der Epidemiologie von Infektionskrankheiten.