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Vitamin D? Oft ist der erste Gedanke die Knochenkrankheit Osteoporose oder Sie denken an den tranig penetranten Lebertran, den so viele eingenommen haben.
Vitamin D ist vor allem als Sonnenvitamin bekannt, da es in der Haut mithilfe von Sonnenlicht (UV-B- Strahlen) aus Cholesterin gebildet werden kann. Das Sonnenlicht ist die natürliche und sehr wichtige Quelle für unsere Vitamin D Versorgung. Die Sonne wird vermehrt von gesundheitsbewussten Menschen gemieden. Dies aufgrund eines potenziellen Hautkrebsrisikos. Nach aktuellen Schätzungen sind weltweit bis zu einer Milliarde Menschen von einem Vitamin D Mangel oder einer unzureichenden Vitamin D Versorgung betroffen.
Wie viel UV-B-Strahlung von der Sonne bei uns ankommt, hängt zum einen natürlich von der Bewölkung zum anderen aber auch vom Winkel der Sonneneinstrahlung ab: Denn je flacher der Winkel wird, desto länger ist der Weg der Sonnenstrahlen durch die Ozonschicht, welche einen Teil der UV-Strahlung absorbiert.
Steht die Sonne tiefer als etwa 45 Grad am Himmel, findet keine Vitamin-D-Produktion mehr statt. Dies ist morgens und abends, aber eben auch während der Wintermonate der Fall, so dass hier die Intensität der UV-Strahlung nicht mehr für eine Vitamin-D-Produktion ausreicht.
Ab dem 40 Breitengrad, auf der Höhe Roms, wird die Vitamin-D-Produktion von Oktober bis März eingeschränkt – hier ist der Sonnenstand von Oktober bis März zu flach, um eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D sicherzustellen.
In sehr grossen Höhenlagen kann dieser Effekt zwar etwas ausgeglichen werden – dieser Vorteil wird durch niedrigere Temperaturen und tendenziell dichtere Bekleidung jedoch meist zunichte gemacht.
Faustregel: Ist der Schatten länger als die Körpergröße, findet fast keine Vitamin-D-Produktion statt.
Vitamin D für mehr Gesundheit
Forschungsergebnisse der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Wirkung des Sonnenvitamins weit über die klassischen Effekte von den Calcium- und Knochenstoffwechsel hinausgehen. Es gelang Wissenschaftlern, einen Zusammenhang zwischen Sonneneinstrahlung, Vitamin D Mangel und dem Risiko für eine Reihe von Erkrankungen auf Zell- und Organebene herzustellen.
- Erkrankungen des Immunsystems
- Stoffwechselerkrankungen
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Tumore
- Krebs
- Depressionen
Um einen guten Vitamin-D-Status zu erzielen und um den Vitamin-D-Spiegel aufzubauen, ist in unseren Breiten im Herbst und Winter bei einem Körpergewicht von 70kg eine tägliche Einnahme von 2000 bis 4000I.E. Vitamin D pro Tag notwendig.
Wieviel jede Person tatsächlich einnehmen sollte, richtet sich nach dem Laborergebnis. Nach 5-6 Wochen Vitamin D Einnahme kann man mit einem Bluttest überprüfen ob die Dosis ausreicht.
Faustregel zur Dosierung von Vitamin D
40I.E. (=1 Mikrogramm) Vitamin D3 pro Tag erhöhen den 25-OH-D-Spiegel um etwa 1nmol/l. Demnach würde man bei einer täglichen Einnahme von 2000I.E. Vitamin D3 zur Therapie eines Vitamin D-Mangels einen Zeitraum von mehreren Monaten benötigen, um einen normalen 25-OH-D-Spiegel zu erreichen.
Quelle:
Buch: Vitamin D: Die Heilkraft des Sonnenvitamins von Uwe Gröber/Michael F. Holick