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Das Dolmetschen und Übersetzen gehört seit jeher zur menschlichen Kommunikation. Die ältesten erhaltenen Übersetzungen stammen bereits aus dem dritten vorchristlichen Jahrtausend.
In unserer globalisierten und vernetzten Welt geraten immer mehr Menschen mit Fremdsprachen in Kontakt; häufig werden Dokumente und Verträge von einer Sprache in eine andere übersetzt und Konferenzen gedolmetscht. An dieser Stelle kommen professionelle Übersetzer und Dolmetscher ins Spiel.
Schon in einigen Synonymen für den Begriff „Übersetzung“ zeigt sich die kontroverse Bewertung dieser Tätigkeit: Für „Übersetzung“ lässt sich auch „Übertragung“ oder „Wiedergabe“ sagen. Der einen Gruppe geht es beim Übertragen eher ums Neuschaffen, der anderen beim Wiedergeben um ein Nachahmen.
Die Diskussion um Nähe zum Originaltext und Freiheit des Übersetzers spiegelt sich bis heute in den unterschiedlichen Forschungsrichtungen der Übersetzungswissenschaft wieder.
Für die Theoretiker des Relativismus sind Sprachen ein direkter Ausdruck einer Kultur. Was in einem Wort „steckt“ kann dieser Anschauung zufolge nicht grundsätzlich in eine andere Sprache transportiert werden. Relativisten fassen Übersetzungen deshalb nur als Annäherungen auf.
Anhänger universalistischer Übersetzungstheorien widersprechen einer solchen Mythologisierung. Sie betrachten Sprache als ein Zeichensystem, das der menschlichen Kommunikation dient, und schlussfolgern: Jeder Text lässt sich vollständig in einer anderen Sprache wiedergeben.
Bei der Übersetzung technischer oder juristischer Texte hat die sprachliche Ästhetik eine untergeordnete Rolle. Bei literarischen Werken soll jedoch nicht nur ein Wortsinn, sondern auch die künstlerische Komponente transportiert werden. Ausgangs- und Zielsprache sowie Inhalt und Kontext haben entscheidenden Einfluss auf die Übersetzung.
Nicht zuletzt trägt auch der Übersetzer eine große Verantwortung für eine gelungene sprachliche Übertragung. Nur einige wenige Fachleute verfügen über das gewisse linguistische Feingefühl, ein fremdsprachliches Ausgangsdokument originalgetreu in eine Zielsprache zu übertragen.