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Die wichtigsten Kurznews aus der weiten Welt des Sports.
Die erstmalige Austragung des Frauentennisturniers in Lausanne begann aus Schweizer Optik ungünstig. Mit Ylena In-Albon (WTA 191) und Tess Sugnaux (WTA 478) schieden die ersten zwei Schweizerinnen schon aus.
Damit begann das Turnier an der neuen Austragungsstätte am Ufer des Genfersees so, wie die letzten zwei Jahre in Gstaad verlaufen waren. Nur bei der Turnier-Premiere 2016 brillierten die Schweizerinnen, die damals mit Viktorija Golubic die Turniersiegerin und zwei weitere Halbfinalistinnen stellten. In den letzten zwei Jahren schieden alle Schweizerinnen indes spätestens in den Achtelfinals aus.
Die Möglichkeit zu einem feinen Sieg bot sich am ersten Tag insbesondere der 20-jährigen Walliserin Ylena In-Albon (WTA 191). Sie verlor zwei Monate nach ihrem Tour-Debüt in Lugano auch den zweiten Auftritt auf der WTA-Tour. In-Albon musste sich der Australierin Daria Gavrilova (WTA 91), die vor zwei Jahren noch Platz 20 belegte, nach zweieinhalb Stunden mit 5:7, 6:4, 3:6 geschlagen geben.
In-Albon erspielte sich Chancen: Im ersten Satz holte sie einen 1:3-Rückstand auf und besass beim Stand von 5:5 und 0:40 drei Breakmöglichkeiten. Im Entscheidungssatz bot sich beim Stand von 2:4 nochmals die Gelegenheit, den Breakrückstand aufzuholen. Am Ende resultierte indes nach zweieinhalb Stunden eine 5:7, 6:4, 3:6-Niederlage.
«Es ist hart, so ein Spiel zu verlieren», so In-Albon, «ich bin extrem enttäuscht. Aber auf der anderen Seite zeigte mir diese Partie auf, dass ich gut genug spiele, um Spielerinnen wie Gavrilova schlagen zu können.»
Tatsächlich deutete In-Albon an, dass ihr Durchbruch bevorsteht. Seit Anfang 2018, als sie knapp zu den 700 besten Spielerinnen der Welt zählte, erreichte die Walliserin an ITF-Turnieren 13 Mal mindestens die Halbfinals (9x auf Sand). Ihren bislang grössten Erfolg hatte sie letzten Februar in Kyoto mit dem Gewinn eines 60'000-Dollar-Turniers gefeiert.
Chancenlos blieb hingegen die Einheimische Tess Sugnaux (WTA 478) bei ihrem Tour-Debüt gegen die Italienerin Jasmine Paolini (WTA 154). Nach 71 Minuten war die Lausannerin 3:6, 3:6 geschlagen. Vor zwei Monaten beim Turnier in Lugano hatte Sugnaux in der 1. Runde der Qualifikation gegen die Ukrainerin Katarina Sawazka 0:6, 0:6 verloren.
Die Französin Caroline Garcia (WTA 22), die Nummer 2 des Turniers, startete am Montag mit einem 6:2, 6:3-Erfolg über die Deutsche Antonia Lottner (WTA 190) ins Turnier. Die topgesetzte Deutsche Julia Görges bestreitet ihr Startspiel gegen die 18-jährige Simona Waltert am Dienstag, an dem auch die übrigen vier Schweizerinnen erstmals im Einsatz stehen. (kün/sda)
Der denkwürdige Wimbledon-Final zwischen Roger Federer und Novak Djokovic war auch für das Schweizer Fernsehen ein Publikumsmagnet. Als Djokovic im Tiebreak des fünften Satzes den Matchball zum 7:6, 1:6, 7:6, 4:6, 13:12 verwertete, waren auf SRF zwei 1,233 Millionen Personen live zugeschaltet.
Durchschnittlich sahen 698'000 Zuschauer den fast fünf Stunden dauernden längsten Wimbledon-Final, was einem Marktanteil von 62,5 Prozent entspricht. Der Livestream auf den SRF-Onlineplattformen wurde den eigenen Angaben zufolge gut 360'000 Mal angeklickt. An der Spitze des SRF-Rankings der letzten sechs Jahre liegt mit durchschnittlich 1'618'000 Zuschauern das erste Gruppenspiel der Schweiz gegen Brasilien (1:1) an der Fussball-WM 2018 in Russland. (ram/sda)
Vor dem ersten Ruhetag der Tour de France gab es auf einer Flachetappe überraschend viel Action. Grund dafür waren der Wind und die Tatsache, dass Thibaut Pinot und andere Mitfavoriten sich von ihm erwischen liessen. Eine Windkanten-Situation sorgte dafür, dass der Franzose den Kontakt zum Hauptfeld verlor und bis ins Ziel 1:40 Min. einbüsste. Er rutschte auf Rang 10 der Gesamtwertung ab. Auch Richie Porte und Jakob Fuglsang gehörten zu den Geschlagenen.
Aufmerksam war Gesamtleader Julian Alaphilippe, der nach 217 Kilomtern von Saint-Flour nach Albi mit der Spitze ins Ziel kam und sein Maillot Jaune verteidigte. Alaphilippe liegt neu 1:12 Min. vor Vorjahressieger Geraint Thomas und 1:16 Min. vor dessen Teamkollegen Egan Bernal. Zum Etappensieg sprintete Wout van Aert, der vor Elia Viviani und Caleb Ewan gewann. (ram)
Torhüter Iker Casillas kehrt nach seinem Herzinfarkt von Anfang Mai vorerst nicht auf das Spielfeld zurück. Der Spanier werde einen Posten in der Mannschaftsleitung übernehmen, «während er sich von den gesundheitlichen Problemen erholt», teilte der Klub mit. «Ich werde etwas anderes machen als das, was ich normalerweise gemacht habe, nämlich auf dem Spielfeld zu sein», sagte der 38-Jährige. «Ich werde mein Bestes geben, um meinen Teamkollegen zu helfen.» Ob dies das endgültige Karriereende bedeutet, blieb offen.
Casillas war im Mai knapp eine Woche nach dem Infarkt wieder aus dem Spital entlassen worden. Damals hatte der langjährige Keeper von Real Madrid erklärt: «Ich weiss nicht, wie meine Zukunft aussehen wird.» Portos Klubarzt sagte, Casillas habe «Glück im Unglück» gehabt, weil der Infarkt sich während des Trainings ereignete und er schnell ins Spital gebracht werden konnte, wo ihm ein Stent eingepflanzt wurde. (pre/dsa)
Wolfgang Dietrich ist als Präsident des Bundesliga-Absteigers VfB Stuttgart zurückgetreten. Grund sind «Feindseligkeit und Häme», die er auf der Mitgliederversammlung am Vortag erlebt hatte, und in dieser massiven Form «nicht für möglich gehalten» hätte.
Dietrich hatte von Personenschützern aus dem Innenbereich des Stadions begleitet werden müssen. Dietrich war ursprünglich bis 2020 gewählt, stand aber seit Monaten bei einem Teil der Anhänger des Bundesliga-Drittletzten der letzten Saison massiv in der Kritik. Stuttgart zog schliesslich in der Auf-/Abstiegs-Barrage gegen Union Berlin mit dem Schweizer Trainer Urs Fischer den Kürzeren. (pre/sda)
Nino Schurter hat sich nach seinen Siegen an den Weltcuprennen in Vallnord und Les Gets entschieden, auf eine Teilnahme an den Europameisterschaften von nächster Woche im tschechischen Brünn (25. bis 28. Juli) zu verzichten.
Anstelle des Olympiasiegers rückt Simon Vitzthum ins Aufgebot. Swiss Cycling ist in Tschechien mit 33 Athletinnen und Athleten vertreten. Angeführt wird das EM-Team von den Elite-Titelverteidigern Jolanda Neff und Lars Forster. (pre/sda)
Die Wasserballerinnen aus Ungarn und Südkorea sicherten sich einen Platz in der WM-Geschichte. In der WM-Vorrunde gewannen die Ungarinnen gegen Gastgeber Südkorea mit 64:0 (16:0, 18:0, 16:0, 14:0). Das ist der höchste Sieg bei einer WM.
Da ein Wasserball-Spiel viermal acht Minuten dauert, fingen sich die Gastgeberinnen im Schnitt pro Minute zwei Gegentore ein. Bis dato war das 38:1 von Ungarn gegen Kroatien aus dem Jahr 1994 der höchste Sieg gewesen. (sda/dpa)
Senegal um Liverpools Star Sadio Mané trifft im Final des Afrika-Cups auf Algerien. Die Westafrikaner gewannen gegen Tunesien durch ein Eigentor in der Verlängerung 1:0, Algerien durch ein Tor in der Nachspielzeit gegen Nigeria 2:1.
In einer dramatischen Begegnung in der ägyptischen Hauptstadt Kairo verpasste Tunesiens Goalie Mouez Hassen in der 101. Minute eine Flanke, Abwehrspieler Dylan Bronn konnte nicht mehr ausweichen und von seinem Körper prallte der Ball ins Tor.
Beide Mannschaften vergaben in der regulären Spielzeit je einen Penalty. Senegals Goalie Alfred Gomis hielt in der 75. Minute einen schwach geschossenen Handspenalty von Ferjani Sassi. Henri Saivet scheiterte fünf Minuten später an Hassen.
Nicht weniger spannend verlief der zweite Halbfinal. Erst in der 95. Minute erzielte Manchester Citys Star Ryad Mahrez den Siegtreffer für die Nordafrikaner. Die «Super Eagles» aus Nigeria mit dem ehemaligen YB-Trainer Gernot Rohr hatten das Nachsehen. (pre/abu/sda)