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Harnverhalt kann als gegensätzliches Problem zur Inkontinenz betrachtet werden – das Problem liegt hier in der unvollständigen Blasenentleerung bzw. die Blase überhaupt entleeren zu können. Die Unfähigkeit, die Blase vollständig zu entleeren, kann viele verschiedene Gründe haben, wobei allgemein zwischen akutem Harnverhalt und chronischem Harnverhalt unterschieden wird.
Marks Geschichte
Marks Beruf brachte es mit sich, dass er die Toilette bei Harndrang nicht immer gleich aufsuchen konnte. Die Folge: Er leidet unter Harnträufeln und Harnverhalt. Hier spricht er darüber, wie die ISK ihm die Angst und die Scham genommen haben, die dieses Problem in der Öffentlichkeit bei ihm auslöste.
Akuter Harnverhalt
Die plötzliche Unfähigkeit zu urinieren, ist gewöhnlich für andere medizinische Störungen symptomatisch. Sie kann durch Hindernisse in der Blase oder Harnröhre (die Verbindungsröhre, durch die Urin aus der Blase herausfließt) verursacht werden, durch unterbrochene Verbindungen zum Nervensystem (z. B. durch Rückenmarks- oder Nervenschäden) oder durch Anschwellen der Blase (z. B. durch Hinauszögern der Blasenentleerung für lange Zeit). Neben einer deutlichen und plötzlich auftretenden Unfähigkeit zum "Wasserlassen" klagen Menschen mit akutem Harnverhalt häufig über eine Wölbung im Unterbauch.
Zu den Komplikationen, zu denen ein unbehandelter Harnverhalt führen kann, zählen Blasenschäden und chronisches Nierenversagen. Die Behandlung umfasst das Ableiten des gesamten Urins aus der Blase mit Hilfe des intermittierenden Selbstkatheterismus sowie die Behandlung der zugrundeliegenden Ursache.
Chronischer Harnverhalt
Chronischer Harnverhalt wird, wie auch der akute Harnverhalt, häufig durch andere Umstände verursacht, die eine separate Behandlung erfordern. Ursachen können unter anderem eine Behinderung des Abflusses sein, eine schwache Blasenmuskulatur oder die Nebenwirkungen eines Medikaments. Die Symptome sind manchmal verwirrend, da Sie unter Umständen in der Lage sind zu urinieren, aber dies nicht kraftvoll oder vollständig tun können. Vielleicht urinieren Sie häufig, oder Sie empfinden einen häufigen Harndrang, können aber kein Wasser lassen, oder Sie empfinden nach dem Urinieren immer noch Harndrang. Gleichzeitig verlieren Sie aufgrund einer übervollen Blase ständig geringe Urinmengen (Überlaufinkontinenz).
Aufgrund der verwirrenden Symptome wird der chronische Harnverhalt oft als überaktive Blase oder Dranginkontinenz diagnostiziert. Dies ist ein schwerwiegendes Problem, da die Behandlung einer überaktiven Blase im Wesentlichen darin besteht, die Blase mit Hilfe von Medikamenten zu "beruhigen" – was wiederum den Harnverhalt verstärkt. Ihr Arzt kann mit einem Ultraschallgerät oder der Nachkathetisierung den Restharn ermitteln um sicherzustellen, dass Sie nicht an Harnverhalt leiden. Zu den möglichen Komplikationen eines unbehandelten chronischen Harnverhalts zählen Harnwegsinfektionen, Blasenschäden, Inkontinenz und chronisches Nierenversagen. Die Behandlung ist ähnlich wie beim akuten Harnverhalt. Die zugrundeliegende Ursache wird behandelt und der verbleibende Urin mit dem intermittierenden Selbstkatheterismus abgeleitet.
Frage: Wie kann ich inkontinent sein, wenn ich an Harnverhalt leide?
Inkontinenz und Harnverhalt sind vollkommen gegensätzliche Probleme. Vereinfacht gesagt fällt es bei Inkontinenz schwer, den Urin zu halten, während es bei Harnverhalt schwer fällt, den Urin zu entleeren. Wenn Sie jedoch unter Harnverhalt leiden, können Sie Ihre Blase womöglich nicht vollständig entleeren. Ihr Körper produziert weiter mehr Urin, als Sie bei jedem Gang zur Toilette ausscheiden. Schließlich staut sich so viel Urin in der Blase, dass diese ihn nicht mehr halten kann und es zu einem Harnverlust kommt, der gewöhnlich für Inkontinenz gehalten wird. Unter Umständen kann dies zu einem gefährlichen Urinrückfluss in die Nieren oder zu einer Schädigung des Blasenschließmuskels führen. Die gute Nachricht: Ob der Harnverlust nun durch Harnverhalt oder durch Inkontinenz ausgelöst wird, er kann schnell und problemlos mit dem Selbstkatheterismus behoben werden. Durch den Selbstkatheterismus mit LoFric können Sie sicherstellen, dass Ihre Blase vollständig entleert ist, vermeiden eine übervolle Blase, Harnverlust und damit einhergehende Gesundheitsprobleme.