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Gründungstag
Sonntag, 21. August 1921 wurde der Verein unter dem Namen Velo-Club Edelweiss Rain von 21 Mitgliedern gegründet.
Erste Ausfahrt
Sonntag, 11. September 1921 wurde die erst Ausfahrt, "Rund um den Zugersee" durchgeführt. Es beteiligten sich 16 Fahrer.
Niklausjagd
Die erste Niklausjagd begann am 4. Dezember 1921, abends 5 Uhr.
Eintritt in den Luzerner Kantonalen Radfahrer-Verband
1923 erfolgte der Beschluss dem Luzerner Kantonalben Radfahrer-Verband beizutreten.
Luzerner Kantonaler Radfahrertag
Am 22. Juni 1924 geht, morgens 5 Uhr, eine Gruppe von 5 Fahrern an den Start. Sie belegte den 2. Platz und kehrten beglückt mit Lorbeerkranz, Becher und Diplom nach Hause.
Kegelschieben
Am 7., 14. und 28. September 1924 führte der Velo-Club ein grosses Kegelschieben im Gasthaus Kreuz durch; Gabensatz 300 Franken.
Ober-Seetaler Rennen, 26. Oktober 1924
Die Konkurrenz wurde vom Velo-Club Edelweiss durchgeführt. Die Rennstrecke wurde folgendermassen aufgestellt:
Kat. A (Rennmaschine):
Start Rain (Schulhaus) Sempach, Schenkon, Sursee, Nottwil, Neuenkirch, Rothenburg-Station, Bertiswil, Wegscheiden, Sagen, Rain und Ziel am Start. Sieger: Johann Schwegler, Hochdorf in 1 Std, 24 Min, 50 Sek.
Kat. B (Tourenmaschine):
Start Rain (Schulhaus) Sempach, Sempach-Station, Neuenkirch und den gleichen Weg zurück.
Sieger: Fridolin Bachmann, Rain in 49 Min, 10 Sek.
Generalversammlung, Sonntag, 11. November 1928
Traktandum 9: Ausschluss von Mitgliedern die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Dieser Antrag wurde an den Vorstand zurück gewiesen, denn es ist nicht so eine angenehme Sache für die betreffenden Mitglieder. Sie werden: 1. im Offiziellen Organ des SRB im Radsport, welcher von beinahe 80'000 Mitgliedern gelesen wird, veröffentlicht. 2. auf der Clubtafel im Lokal (St. Josef) angeschlagen. 3. beim SRB auf die schwarze Liste gesetzt und werden somit für 25 Jahre ausgeschlossen, gewiss eine Schande.
Anschaffung einer Vereinsfahne
Am 7. November 1935 wurde ein Kredit von Fr. 300.-- für die Anschaffung beschlossen. Es ist keinem Photographen gelungen ein gediegenes Dorfbild und Umgebung beizubringen. So entschloss man sich selbst zu helfen. Es bestieg einer die höchste Tanne im Rütiwald und macht die Aufnahme, welche dann auf der Fahne übernommen wurde.
Fahnenweihe
Im Rahmen des Kantonalen Mannschaftsfahrens wurde am 21. August 1938 die Fahne eingeweiht. Velo-Park anlässlich des Luz. Kant. Musiktages in Rain, 8. Mai 1948 Bereits am Samstagabend wurde der Velo-Park Dorf eröffnet und wurde eifrig benutzt. Am Sonntag galt es auf allen Parkplätzen den ganzen Mann zu stellen, war doch zeitweise ein ziemlich grosser Andrang zu bewältigen.
Delegiertenversammlung des Luzerner Kantonalen Radfahrer-Verbandes in Rain, 14. November 1948
Punkt 9 Uhr eröffnete Kantonal-Präsident A. Birrer die Versammlung. Rund 80 Delegierte waren erschienen. Eine reich befrachtete Trakandenliste lag vor. An Stelle unseres aus dem Kantonal-Vorstand scheidendes Mitglied, Moritz Burri, 1946-1948, wurde der Präsident des Velo-Club Rothenburg als neuer Vice-Präsident gewählt.
Propaganda-Fahrt und Maskenball, Montag, 28. Februar 1949, St. Josef
Pünktlich um 8 Uhr morgens setzte sich unser Fasnachts Umzug in Bewegung. In rassiger Fahrt kamen wir nach Sempach, Sempach Station, Neuenkirch, dort wurden wir von unserem eifrigen Mitglied Bucher Hans herzlich begrüsst. Weiter gings nach Sprengi, Rothenburg, Bertenswil. Dort servierte uns der Kreuzwirt ein vorzügliches Mittagessen das allen sehr gut mundete. überall wurden unsere vorzüglich dekorierten Wagen bestaunt und die Kasse erlebte wieder einmal einen guten Tag. Von Bertenswil fuhren wir gegen Kleewald, Sagen, Eschenbach, Urswil, Hochdorf, Hildisrieden und Rain, wo wir zirka um 5 Uhr eintrafen. Alles war in bester Stimmung, runde Absätze sah man keine. Allen die zum guten Gelingen dieser Fahrt beigetragen haben sei an dieser Stelle bestens gedankt. Am Abend wickelte sich nun unser traditioneller Maskenball ab. Für Tanz und Humor sorgte eine rassige Tanzmusik, für das leibliche Wohl sorgte unser Clubwirt. Leider liess der Besuch noch etwas zu wünschen übrig, war jedoch schon viel besser als andere Jahre. Bereits als der Morgen graute nahm man den Heimweg unter die Füsse und mancher war froh, dass die Fastnacht so gut gelungen ist.
Giro d'Italia 1950
Ende Mai bis Mitte Juni war eine nicht unbekannte Rundfahrt in Italien, nämlich die Giro. Indiesm Rennen konnte sich der sehr sympathische und junge Rennfahrer Hugo Koblet vor dem grossen und nicht unbekannten Fahrer Bartali behaupten. Solange diese Rundfahrt besteht also 33 Jahre hat sie noch kein Ausländer gewonnen. Nur unser Hugo konnte diesen Siegestitel, der für ihn und auch die ganze Radsportweld eine Ehre und ein Ruhm ist an sich reissen. All Heil diesem tapferen Fahrer.
Tour de Suisse 1950
Ende Juni starteten mehr als 70 Mann zur schönen Rundfahrt durch die Schweiz. In 8 Etappen wurde das ganze Schweizerländli durchfahren. Wenn man das Rennen verfolgte war es höchst interessant. Auch an dieser Tour siegte wieder der unverwüstliche Hugo Koblet. Ein Fahrer der Weltklasse.
Tour de France 1951
Sieg auf Sieg unserer starken Schweizer Elite Fahrern. Im Juli-August startete eine Mannschaft von 6 Mann an der nicht unbekannten Tour de France. Darunter auch der Schweizermeister Ferdi Kübler, der diese Tour in grandioser Form und mit sehr guter Taktik fuhr. Kübler gelang es sogar den Sieg von diesem schwersten Rennen an sich zu reissen. Solange die Tour de France ausgetragen wird hat sie noch kein Schweizer gewonnen. Kübler als Sieger der 37. Tour de France hat somit gezeigt, dass er mit Koblet zu den weltbesten Fahrern gehört. All Heil diesem Sieg ein gewaltiger Radport-Erfolg für unser Schweizerland.
Rennbericht von Ludwig Zimmermann, Innerschweizer Mannschaftsfahren, 20. Juli 1952
Nach langem und systematischem Training war der Tag gekommen wo unsere Mannschaft zum Innerschweiz. Mannschaftsfahren in Wikon-Adelboden startete.
Es war 20. Juli morgens 8 Uhr wo man sich gemeinsam und in gemütlicher Kameradschaft per Rad auf den Weg nach Wikon machte. Um ca. 12.30 Uhr wurde unsere Mannschaft in Mannen von: Baumgartner Josef, Troxler Josef, Geisseler Heinrich, Lang Franz jun. und Albisser Gottfried gestartet. Noch etwas aufgeregt ging die Mannschaft los und kurz nach dem Ziele hatte Albisser schon einen Platten, was unserer Mannschaft noch mehr zusetzte. Das nächste Opfer war Lang Franz, der seine Kraft aus neuen Rad aufbrauchte und so in Rückstand kam. Die Mannschaft von 3 Mann pedalte nun drauf los in einem sehr forschen Tempo. In Kottwil stoppten wir die Zeit und mit nur ca 1 Min. Rückstand auf Pfaffnau passierten sie. Mit Aufmunterungs-Zurufen und Orientierung verfolgten wir die Mannschaft die sich tadellos gut beisammen hielt und ihr Tempo immer noch verschärfte. In einer energischen Verfolgungsjagd gelang es ihnen kurz vor dem Ziele noch 2 Mannschaften zu überholen. Die Mannschaft hat sich tapfer geschlagen und wurde mit dem 3. Rang ausgezeichnet mit nur gut 3 Min. Rückstand auf die 1. klassierten Pfaffnauer und 1 Min. auf 2. Klassierten Silener. (Wo noch zu bemerken ist, dass beide Mannschaften mit bekannten Rennfahrern starteten) und die Strecke äusserst streng war. (11 Mannschaften) Konkurrenz scharf.
Wanderfahrt nach Escholzmatt 10. August 1952 anl. des Radfahrertages
Morgens früh hiess es Fräulein, wird de Radfahrertag abgehalten, noch nicht bestimmt, das war die Antwort der Telefonistin und auch das Wetter wurde immer zweifelhafter. Erst um ½ v. 8 Uhr wurde definitiv bekannt gegeben, dass der Radfahrertag abgehalten werde. Um ca. ½ 9 Uhr fuhr unser Verein unter schwarzem Himmel gegen Escholzmatt zu. In Escholzmatt angelangt nahm man im Gasthaus Löwen gemeinsam das Mittagessen ein. Sofort nach dem Mittagessen ging man an die Ausschmückung der Räder. Mit 4 Meitli in duftenden Röckchen und den geschmückten Rädern mit dem Motto Verkehrs-Erziehung fuhr unsere Sektion durch das Dorf Escholzmatt und erntete allgemein grossen Applaus. Ein wenig enttäuscht war man bei der Rangverkündigung wo wir für unsere Leistungen mit dem 3. Rang ausgerufen wurden. Doch deswegen liessen wir uns den Festhumor nicht nehmen und rollten vergnügt Wolhusen zu wo wir einen kleinen Halt machten um den durst zu löschen. Unsere jüngsten Kameraden spendierten jedem eine Flasche Bier, worauf eine 2. Und 3. Folgte und alles war frohen und heiteren Gemütes und gar manchem kam das Bier fast oben aus. Den Herren Spendern Winiger Edi, Rigert Edi und Gilli Walter sei hier nochmals der beste Dank ausgesprochen. Etwas wacklig doch immer noch Herrscher übers Rad fuhren wir Hellbühl zu wo wir noch an der Kilbi teilnahmen und uns von Hans Bucher ein Gratiskaffee servieren liessen was auch bestens verdankt sei. Um ca. 11 Uhr gelangten wir in Rain an in froher Stimmung. Dieser Radsporttag war ein Beispiel von treuer Kameradschaft und Beisammensein bis nach Hause. So soll es weiterhin sein lustig und fidel im V.C. Rain.
Lotto-Spiel 27. + 28. 3.1954
Erstmals führt der V.C. Rain ein Lotto durch. Reingewinn ca. 140 Fr.
Quartals-Versammlung 9. Mai 1954
Das Eröffnungs-Kegelschieben kommt zur Sprache. Ein Antrag vom Vorstande dasselbe auf der neuen vollautomatischen Bahn z. Kreuz durchzuführen wird unterstützt.
Vorstandssitzung 22. Jan. 1955
Betreff Rad- + Motoklub äussert man sich in dieser Hinsicht unbedingt etwas zu unternehmen, da bald alles motorisiert ist. Präsident Bucher erhält den Auftrag sich über weitere Details zu erkundigen.
Innerschweizerische Strassenmeisterschaft in Emmenbrücke 1958
Man muss wohl in der Geschichte der bisherigen Strassenmeisterschaften weit zurückblicken, um zur Feststellung zu kommen, dass die Amateure A gegen die Amatrure B nicht bestehen konnten. Bisher war es meistens so, dass die nach Handicap-Formel drei Minuten früher gestarteten B-Aktiven nach einer gewissen Distanz durch die besser qualifizierten Renner eingeholt und zugleich auch deponiert wurden. Daraus ergab sich in allen diesen Jahren auch ein Meisterschaftssieg durch einen Amateur A. Offenbar sannen die Nachwuchsfahrer für diesmal auf Rache, denn sie, insbesondere neun Mann weniger bekannten Namens, schrieben gestern in Emmenbrücke Renngeschichte und waren dafür besorgt, dass schliesslich ein sehr befriedigendes Rennen zustande kam. Zwei B-Fahrer waren es denn auch, die als letzte Mohikaner übrigblieben und zusammen dem Ziel beim Gersagschulhaus zustrebten. Dem taktisch nicht unklug fahrenden Werner Huber (Rain) gelang es, seinen Gefährten Alfred Dubach (Emmenbrücke) im letzten Teilstück abzuhängen und den Meistertitel an sich zu bringen.
Generalversammlung 06. Februar 1972
Zum Thema Volksmarsch wurde heftig debattiert. Nach langem hin und her wurde dem Antrag zugestimmt. Als OK-Präsident wurde der Aktuar einstimmig gewählt. (Josef Jenny) 1976 besuchten 38 Rainerinnen und Rainer den Volkswandertag in Rain am Lech.
Fahnenweihe 30. Und 31. August / 1. September 1974
Als Fahnengotte stellte sich Agnes Wiederkehr-Hofmann von der Dorfkäserei zur Verfügung gestellt und als Fahnengötti Hans Bucher, Manager der Radsportgruppe Tigra, der Schweizermeister Ugolini und Xaver Kurmann betreut. Ehrenpräsident Jakob Bucher Vereinspräsident Josef Lang OK-Präsident Peter Brünisholz
Weitere, wiederkehrende Veranstaltungen waren:
St. Niklausjagd
Fuchsjagd
Maskenball
Kegelschieben
Familienabend mit Theater
Lotto
Wanderfahrten
Mannschaftsfahrten
Auto-Ralley