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Ich will keine Blaubeertorte, ich will nur raus. Eine Mutterliebe in Briefen
Mit Veronika Nowag-Jones und Yaël Schüler. Regie: Alexander H. Schulz nach dem gleichnamigen Buch von Gabriel Heim.
Ilse Winter liebt das unbeschwerliche Leben im Berlin der 20-er Jahre. Geht zum Theater, spielt in der Uraufführung der Dreigroschenoper und im Film «Mädchen in Uniform» mit, diskutiert und feiert mit Kommunisten, Freidenkern, interessanten Persönlichkeiten. Ihre jüdische, bürgerliche und enge Herkunft ist ihr eher eine Last, auch deshalb verlässt sie Berlin 1934 über Paris nach Basel für immer und lässt ihre Mutter zurück. 1938 beginnt ihre Mutter Marie Briefe an ihre Tochter in der Schweiz zu schreiben. Erst unregelmässig, dann häufiger und ab 1940 etwa zwei Mal wöchentlich. Zunächst berichtet sie viel von ihrem immer beschwerlicheren Alltag. Ab 1940 werden die Briefe drängender, kein Detail erspart sie ihrer Tochter, immer stärker wird der Wunsch, aus Deutschland »rauszukommen«. Marie Winters Verzweiflung wächst von Tag zu Tag. Die Tochter soll sie retten, aber Ilse hat sich von der Mutter gelöst. Doch 1941 drängt auch sie zur Flucht. Am 6. Mai 1942 steht Marie Winter mit vier Gefährtinnen an der Grenze zur Schweiz.