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Der «Apple Original»-Film wurde noch vor dem US-Kinostart gestoppt. Angeblich wegen Missbrauchsvorwürfen gegen einen Produzenten.
Die geplante Weltpremiere des Films «The Banker» mit Samuel L. Jackson ist überraschend abgesagt worden. Einen Tag, bevor der Streifen am Donnerstag zum Abschluss des AFI-Filmfestivals in Los Angeles gezeigt werden sollte, nannte Apple nicht näher erläuterte «Bedenken» als Grund.
Der Film basiert auf der wahren Geschichte zweier schwarzer Geschäftsmänner, die in den USA der 60er Jahre einen Weissen als Aushängeschild ihres Unternehmens anheuern, um dem vorherrschenden Rassismus ein Schnippchen zu schlagen.
In der vergangenen Woche seien Apple «Bedenken» gegen den Film bekannt geworden, erklärte das Unternehmen. Gemeinsam mit dem Filmteam sollten diese nun überprüft werden, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden.
Was genau das Problem ist, teilte Apple nicht mit. Branchenberichten zufolge soll es um eine Beschwerde der Familie eines der in dem Film porträtierten Geschäftsmänner gehen.
Wie das US-Medium Hollywood Reporter berichtet, soll es sich dabei um Missbrauchsvorwürfe handeln. Und zwar gegen Bernard Garrett Jr., den Sohn eines der porträtierten Geschäftsmänner, der als Produzent des Films an Bord ist. Dessen jüngere Halbschwestern Cynthia und Sheila Garrett würden ihm vorwerfen, sie im Mädchenalter missbraucht zu haben, als er als junger Mann bei der Familie lebte.
«The Banker» ist einer der ersten von Apple für seinen neuen Streamingdienst Apple TV+ produzierten Filme und sollte ab dem 6. Dezember in den US-Kinos gezeigt werden – gerade rechtzeitig, um für wichtige Filmpreise wie den Oscar nominiert werden zu können.
Ob die Multi-Millionen-Produktion wie geplant im Januar 2020 bei Apples Streamingdienst verfügbar sein wird, ist nicht bekannt.
(dsc/sda/afp)