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Am Anfang des zivilen Reitsports standen in der Schweiz die Pferderennen. Als erster Verein wurde 1872 der Rennverein von Zürich gegründet. Im Jahr 1900 entstand der Verband der schweizerischen Renngesellschaften (seit 1933 Schweizerischer Verband für Pferdesport), in dem sich sämtliche Organisationen vereinigten, die Rennen veranstalteten. Der Springsport hat seine Wurzeln in Yverdon. Hier wurde 1900 die erste Schweizer Springkonkurrenz durchgeführt. 1909 veranstaltete der Rennclub Luzern den ersten international ausgerichteten Concours Hippique, und 1924 nahmen erstmals Schweizer Reiter an Olympischen Spielen teil. 1938 erfolgte die Reorganisation des schweizerischen Rennsports und damit die Trennung der Abteilungen für Rennen und Concours. Heute sind sämtliche pferdesportlichen Disziplinen unter dem Dach des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport (SVPS) vereint.
In den vergangenen Jahrzehnten ist die Stellung des Pferdes in der Freizeit und im Alltag beachtlich gestiegen: Rund 150'000 Personen beschäftigen sich regelmässig mit Pferden, 60 Prozent davon sind weiblich. Kein Wunder, beträgt der Frauenanteil bei den Neueinsteigern 70 bis 80 Prozent. Gemäss einer Umfrage würden von den 7 Millionen Einwohnern der Schweiz deren 600'000 gerne reiten.
Insgesamt gibt es in der Schweiz rund 70'000 Pferde, wovon pro Jahr etwa 3100 importiert und 2900 Sportpferde neu registriert werden. Von den registrierten Sportpferden stammen rund 35 Prozent aus einheimischer Zucht. Der SVPS schätzt, dass das Pferd rund eine Milliarde Franken (ca. 670 Mio. Euro) zum Bruttosozialprodukt des Landes beiträgt.
Quelle: Mercedes CSI in Zürich