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Jede Partnerinstitution des SLHS arbeitet an einem oder mehreren spezifischen Themen, die zu Policy Briefs und Stakeholder Dialogen führt.
Policy Briefs & Stakeholder Dialoge
Themen, die im SLHS adressiert werden, werden in enger Zusammenarbeit mit allen beteiligten Partner:innen entwickelt, um den Informationsfluss auf Ebene von Politik, Forschung und Praxis zu erleichtern. So werden kontinuierliche Lernzyklen für alle Akteurinnen und Akteuren des Schweizer Gesundheitssystems umgesetzt.
Voraussetzung für die Problembetrachtung und die Lernzyklen im SLHS ist die Überprüfung und Synthese von Evidenz, die mögliche Optionen zur Lösung der identifizierten Problemstellung beschreibt. Das SLHS bietet zwei solcher Evidenzsyntheseinstrumente an, die durch die akademischen Partnerinstitutionen erarbeitet werden: Policy Briefs, die als Grundlage für Stakeholder Dialoge dienen, und Rapid-Response-Synthesen.
Policy Briefs
Policy Briefs sind eigenständige Dokumente, im SLHS dienen sie jedoch vor allem als Grundlage für Stakeholder Dialoge. Ein Policy Brief beschreibt ein Thema oder eine Problemstellung, indem er relevante Kontextfaktoren erläutert und eine Reihe von evidenzinformierten Empfehlungen formuliert, um die Problemstellung zu adressieren. Für jede Empfehlung werden relevante Aspekte sowie potenzielle Barrieren und Förderfaktoren für deren Umsetzung erläutert.
Stakeholder Dialoge
Stakeholder Dialoge sind ein vielversprechender Mechanismus, um Entscheidungstragende auf verschiedenen Ebenen über evidenzinformierte Empfehlungen zu einer Problemstellung zu informieren und diese zu diskutieren. Gleichzeitig soll mit den Dialogen auch eine Kultur der gemeinsamen Verantwortung geschaffen werden.
Stakeholder Dialoge sind strukturierte Kommunikationsprozesse. Während des Dialogs erörtern Teilnehmende das Thema bzw. die Problemstellung und die im Policy Brief formulierten Empfehlungen sowie Barrieren und Förderfaktoren. Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis des Themas zu erarbeiten und weitere Schritte zu diskutieren. Dialoge werden von Moderatoren angeleitet, die die Teilnehmenden zur aktiven Auseinandersetzung mit ihren Ansichten anregen.
Dialoge werden in der Regel damit geschlossen, dass zunächst entschieden wird, ob Einigung über eine weitere Vorgehensweise besteht oder nicht. Wenn es keine Einigung gibt, wird entschieden, ob i) ein zweiter Dialog erforderlich ist, um eine Einigung herbeizuführen, oder ii) ob es weiterer Forschung und Recherche bedarf, um sich auf eine weitere Vorgehensweise zu einigen.
Wenn ein zweiter Dialog erforderlich ist, werden die Beteiligten in weitere strukturierte Dialoge einbezogen, um mögliche Meinungsverschiedenheiten zu lösen. Falls weiterer Forschungsbedarf besteht, informiert das SLHS die Forschungsagenda der akademischen Partner, um offene Fragen zu klären.
Nach den Dialogen überwacht und evaluiert das SLHS, im Sinne eines lernenden Systems, mögliche Umsetzungsbemühungen relevanter Stakeholdergruppen und unterstützt diese, wenn möglich.
Rapid-Response-Synthesen
Rapid-Response-Synthesen sind ähnlich strukturierte Dokumente wie Policy Briefs, werden aber in einem kürzeren Zeitraum erstellt, um zeitlich dringliche Themen zu adressieren. Basierend auf aktueller Evidenz fassen sie in Kürze die beste Vorgehensweise sowie potenzielle Barrieren und Förderfaktoren für deren Umsetzung zusammen, um dringliche Probleme im Gesundheitssystem zu adressieren.