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«Wie können wir ukrainischen Kinder in Bern unterstützen?» Mit dieser Frage beschäftigte sich das Kinderparlament (KiPa) am Mittwoch an seiner 55. Session. Der Ukraine-Krieg und seine Folgen beschäftigte viele Kinder. Sie diskutierten, wie das KiPa den ukrainischen Kindern in Bern helfen könnte: Ideen wie «Freizeitangebote organisieren und zusammen spielen» wurden mit klarer Mehrheit beschlossen.
Viele Kinder haben in diesen Tagen neue Schulkameraden aus der Ukraine bekommen, die nicht nur kein Deutsch sprechen, sondern auch nicht wissen, wo sie in ihrem Wohnquartier spielen können oder wo sich der Sportplatz befindet: «Wir könnten manchmal mit ihnen Spielen und ihnen zeigen, wo die schönen Orte im Quartier sind», schlug ein Mädchen vor.
Hat eine Gruppe von Kindern eine gute Idee, könne das KiPa unterstützen: «Wir könnten einen «Geldtopf» beschliessen, aus dem Kinder-Gruppen einen Betrag bekommen, wenn sie zusammen eine Aktion planen, um ukrainischen Kindern zu helfen», regte KiPa-Co-Präsident Thomas Noppeney an.
Aber auch gute Einfälle, die jedes Kind einzeln umsetzen könnte, wurden genannt: Geflüchtete Kinder aufnehmen, in der Ukraine helfen gehen oder Freundschaften aufbauen und pflegen.
Nachhaltige Ernährung: «Mandelbärli» und «Food Waste»
Vor der Ukraine-Diskussion wurde aber am ursprünglich geplanten Thema «Essen» gearbeitet. Charlotte Bourcet von der Berner Fachhochschule liess die Kinder als Einstieg einem Mandelbärli den Kopf abbeissen, um danach Getreidevielfalt, gesunde Ernährung mit Hilfe der «Ernährungsscheibe» und Essverschwendung (Food Waste) zu thematisieren.
In der anschliessenden Gruppenarbeit sammelten die Jungparlamentarier Tipps zur Vermeidung von Essverschwendung in ihrem Alltag, zum Beispiel das Pausenbrot teilen oder Madame Frigo und weitere Projekte gegen Food Waste unterstützen. Schliesslich beschlossen sie mit 80 Ja- zu 4 Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen ein neues Postulat «Mehr Mitsprache bei der Essensplanung in den Tagis und Tageschulen».