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Im Ermatinger Naturschutzgebiet durften bisher Kormorane, aufgrund einer Spezialbewilligung, abgeschossen werden. Das Verwaltungsgericht hat die Abschüsse nun gestoppt.
Von September bis Februar sind Kormorane in der Schweiz jagdbar, mit Ausnahme der Schutzgebiete. Dort darf erst eingegriffen werden, wenn Gründe gegen den Vogel vorliegen, wie etwa grosse Schäden an Fanggeräten der Berufsfischer oder die Gefährdung geschützter Fische.
Im Ermatinger Becken, ein international bedeutendes Wasservogelreservat am Untersee des Bodensees, werden mit einer Spezialbewilligung Kormorane geschossen. Die Begründung dieser Bewilligung sei die Gefährdung der Äsche durch den Kormoran.
Gegen diese Bewilligung hat BirdLife Schweiz einen Rekurs eingereicht. Das Thurgauer Verwaltungsgericht hat den Rekurs gutgeheissen und die Abschüsse gestoppt mit der Begründung, dass die geltenden Vorgaben nicht eingehalten wurden. Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass der Vogel die Äschen-Bestände bedrohe.
Vor einigen Jahrzehnten war der Kormoran in Europa beinahe ausgerottet worden. Sein Bestand hat sich mittlerweile erholt. Der grosse Vogel ernährt sich von Fisch, den er durch seine hervorragenden Tauchfähigkeiten fängt.