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Zuerst stellen Sie sich die Frage: was soll mit einer Kastration erreicht werden?
Ein Rüde wird kastriert, eine Hündin auch... sie werden nicht sterilisiert! Bei der Sterilisation werden nur die Samenstränge oder Eileiter durchtrennt.
Kastration?
Es gibt gute Gründe dafür, aber auch dagegen.
Nur weil ein Jungrüde auf dem Spaziergang etwas pöbelt und aufspringt, muss er nicht kastriert werden.
Wenn ein Hund jagt, hilft eine Kastration nichts!
Übrigens: ein Rüde und eine Hündin - es werden beide kastriert. Man sterilisiert nicht, denn dann würde ein Hündin immer noch läufig, würde einfach keine Welpen mehr bekommen.
Es gibt Hunde, welche nach der Kastration mehr fressen wollen und da muss man aufpassen, dass sie nicht zu dick werden! Eine Karotte zwischendurch stillt etwas den Hunger.
Einen Rüden können Sie zuerst chemisch kastrieren, dann sehen Sie wie sich sein Verhalten ändert und können dann ev. definitiv kastrieren. Es wird ein Chip (Suprelorin) gesetzt, welcher 6 oder 12 Monate einen
Wirkstoff freisetzt.
Bücher zum Thema
Das aktuellste Buch von 2011 ist dieses:
Kastration und Verhalten beim Hund - von Sophie Strodtbeck und Udo Ganslosser, Müller Rüschlikon Verlag
Dieses Vorgängerbuch ist auch lesenswert. Gabriele Niepel hat als erste den Einfluss der Kastration auf das Verhalten des Hundes hinterfragt:
Kastration beim Hund - Chancen und Risiken - eine Entscheidungshilfe, - Dr.Gabriele Niepel, Kosmos Verlag, 2007.