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Pirelli-Vorstandschef Marco Tronchetti Provera bestätigte, den Führungsposten nach 2020 abgeben zu wollen und sich intern um einen Nachfolger zu kümmern. Einen Plan für Wachstum durch Zukäufe habe er derzeit nicht, sagte der Manager. Russische und chinesische Investoren wollen bei dem Unternehmen laut Tronchetti Provera auch nach dem Börsengang an Bord bleiben.
Etwa 35 Prozent des Aktienkapitals sollen zum Kauf angeboten werden, hatte der Konzern vergangene Woche mitgeteilt. Im Falle einer entsprechenden Nachfrage könnten weitere 50 Millionen Aktien dauerhaft auf den Markt kommen. Die Preisspanne für die dann insgesamt 400 Millionen Aktien bewegt sich zwischen 6,30 und 8,30 Euro je Aktie. Damit könnte der Börsengang in der Spitze ein Volumen von knapp 3,3 Milliarden Euro haben.
Den Erlös streicht eine Investorengruppe um den chinesischen Konzern ChemChina ein. Das Chemie-Unternehmen hatte Pirelli 2015 für etwa 7,4 Milliarden Euro übernommen. Dabei wurde das Geschäft mit Lkw-Reifen abgespalten und mit dem Reifengeschäft von ChemChina zusammengelegt. Im Zuge der Übernahme wurde die Pirelli-Aktie von der Mailänder Börse genommen. Pirelli ist jetzt ganz auf Reifen für Pkw und Motorsport-Rennwagen spezialisiert.
Der Börsengang könnte der grösste in Europa in diesem Jahr werden. Bislang hat die Allied Irish Banks den Titel inne; die vom Staat in der Finanzkrise gerettete irische Bank war im Mai an die Börse zurückgekehrt./men/she/nas/das
(AWP)