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Isthmus
(griech. Isthmos), Landenge, insbesondere die von Korinth, [* 3] zwischen dem Korinthischen und Saronischen Meerbusen, welche die Peloponnesische Halbinsel mit dem Festland oder dem eigentlichen Hellas verbindet. Sie besteht aus einem 78 m hohen Landrücken und ist an der schmälsten Stelle 6,34 km breit. Hier befand sich der Tempel [* 4] des Poseidon [* 5] und der Schauplatz der Isthmischen Spiele (s. d.), nördlich davon der Diolkos, d. h. die Bahn, auf welcher die Schiffsladungen und kleinere Fahrzeuge von dem westlichen Landungsplatz hinüber nach dem Hafen Schönus geschafft wurden.
Schon der Tyrann Periandros von Korinth soll die Absicht gehabt haben, den I. zu durchstechen. Aber weder er noch Demetrios Poliorketes und später Cäsar haben ernstliche Anstalten gemacht, diesen Plan zu verwirklichen. Erst Nero ließ die Kanallinie feststellen und verwandte Tausende von jüdischen Sklaven und Sträflingen beim Bau, bis er durch den Aufstand des Julius Vindex (68 n. Chr.) unterbrochen wurde. Aber auch sonst wäre es ihm bei den beschränkten technischen Mitteln seiner Zeit nicht gelungen, die 80 m hohen Kalkfelsen an der höchsten Stelle des I. zu durchbrechen. Seitdem ruhte das Werk, und es galt den Griechen für vermessen, dasselbe wieder aufzunehmen. Seit 1882 hat man endlich mit dem Durchstich des I. auf der von Nero eingeschlagenen Route begonnen (s. Korinth, mit Kärtchen).