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Autonome Rechte im Jugendalter
Eine Befragung von jungen Erwachsenen zum Umgang mit autonomen Rechten im Jugendalter zur Ermittlung von Orientierungsangaben für die Praxis der Sozialen Arbeit
Im Jugendalter entwickeln sich Heranwachsende zu selbständigen und selbstbestimmten Individuen. Dabei stehen die Ablösung von den Eltern und die damit in Verbindung stehende Übernahme von autonomen Rechten im Zentrum. Dies stellt Eltern vor Herausforderungen, da es gleichzeitig die Entwicklung der Jugendlichen zu fördern und Grenzen auszuhandeln und durchzusetzen gilt. Der Wertepluralismus der heutigen Zeit kann Eltern dabei verunsichern. In Anlehnung an die Studie von Schneewind und Braun von 1988 wurde eine quantitative Forschung zum Zeitpunkt der Gewährung und der Inanspruchnahme von autonomen Rechten im Jugendalter durchgeführt. Dabei wurden verschiedene Inhalte aus den Bereichen Lebensführung, Zeiteinteilung, Finanzen, Vergnügen/Freizeit und Liebesbeziehung/Flirt erfragt. Die Datenerhebung erfolgte mittels standardisiertem Fragebogen bei rund 700 jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Nach der Befragung wurden die Fragebögen aufbereitet und anhand der beschreibenden Statistik ausgewertet. Die Befragung hat ergeben, dass die Gewährung und die Inanspruchnahme von autonomen Rechten weitgehend übereinstimmen, wobei in den letzten 25 Jahren in gewissen Bereichen eine deutliche Vorverschiebung stattgefunden hat. Anhand der Forschungsergebnisse wurde eine Orientierungshilfe zur Gewährung von autonomen Rechten im Jugendalter ausgearbeitet. Diese soll Praxisinstitutionen bei der Entwicklung einer gemeinsamen Haltung unterstützen. Fachpersonen der Sozialen Arbeit sollen verunsicherten Eltern die Orientierungshilfe in einem persönlichen Gespräch näher bringen und übergeben. Die Angaben, wie andere Eltern mit der Autonomiegewährung umgehen, dienen diesen Eltern als Orientierung.