Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03229.jsonl.gz/1528

Kardinal Henri Schwery, ehemaliger Bischof von Sitten, ist 88-jährig gestorben
Kardinal Henri Schwery ist am 7. Januar im Altersheim Le Carillon in St-Léonard im Alter von 88 Jahren gestorben. Das teilte das Bistum Sitten mit. Schwery, 1932 in St-Léonard bei Sitten geboren, studierte Mathematik und theoretische Physik in Freiburg und wurde 1957 zum Priester geweiht. Am 22. Juli 1977 ernannte ihn Papst Paul VI. zum Bischof von Sitten, 1991 folgte die Ernennung zum Kardinal durch Papst Johannes Paul II. In seine Amtszeit als Bischof von Sitten fiel das Schisma durch Erzbischof Marcel Lefebvre, der 1988 gegen den Willen des Papstes in Ecône (VS) vier Bischöfe weihte. Als Bischof trat Schwery 1995 überraschend zurück, offiziell aus gesundheitlichen Gründen – er selbst sagte später, er sei unfreiwillig zum Rücktritt gedrängt worden. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er zurückgezogen in einer kleinen Wohnung an seinem Geburtsort St-Léonard.
Als Präsident der Schweizer Bischofskonferenz hat Bischof Felix Gmür einen Nachruf in französischer Sprache auf Kardinal Henri Schwery veröffentlicht. Auf kath.ch ist dieser Nachruf in deutscher Übersetzung zu lesen.
kh/kath.ch