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London - Nach der Annahme des Goldstone-Berichts zur israelischen Gaza-Offensive durch den UNO-Menschenrechtsrat haben westliche Staaten Sorgen über die Fortsetzung des Nahost-Friedensprozesses geäussert. Frankreich und Grossbritannien wandten sich direkt an Israel.
In einem gemeinsamen Brief an den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu schrieben Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister Gordon Brown, die internationale Diskussion über den Goldstone-Berichts müsse in einer Weise geführt werden, die eine Verbesserung der Situation vor Ort erlaube. Das umfasse sowohl die Sicherheit Israels und der Palästinenser, als auch die humanitäre Situation im Gaza-Streifen.
Sarkozy und Brown schrieben ausserdem, der Goldstone-Bericht sei eine "emotionale Angelegenheit" für Israel und die Palästinenser und forderten alle Seiten zu einer gemässigten Antwort auf. Frieden sei die beste Garantie für die Sicherheit der beiden Konfliktparteien.
Von Netanjahu forderten Sarkozy und Brown eine "transparente und unabhängige" Untersuchung der dreiwöchigen Offensive im Gazastreifen im vergangenen Dezember und Januar, bei der mehr als 1400 Palästinenser getötet wurden, unter ihnen viele Frauen und Kinder. Auf israelischer Seite kamen 13 Menschen ums Leben.
Ein Sprecher des US-Aussenministeriums sagte in Washington, die USA seien besorgt, dass die Resolution des UNO-Menschenrechtsrats zum Goldstone-Bericht die bereits herrschende "Polarisierung und Entzweiung" noch verschärfe. Die Resolution habe einen "unausgeglichenen Fokus" gehabt, daher hätten die USA im UNO-Menschenrechtsrat gegen sie gestimmt.
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