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Sich an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen und an ihnen teilzuhaben setzt in vielen Fällen auch die Kompetenz voraus, die jeweils vorherrschende(n) Sprache(n) zu beherrschen und zum Einsatz zu bringen. Wie beeinflussen Sprache und Sprachkompetenzen die Möglichkeiten Einzelner zur bürgerschaftlichen Teilhabe? Wie gestalten sich sprachliche Formen der Teilhabe, wo liegen Hindernisse und Widerstände? Diese Fragen werden angesichts von Prozessen des gesellschaftlichen Wandels und der stärkeren Diversifizierung von kulturellen und sprachlichen Hintergründen wichtiger. Gesellschaftliche Teilhabe bezieht sich nicht nur auf rechtliche Möglichkeiten wie auf das Wahlrecht, sondern ebenso auf die Teilhabe an Kultur, den Zugang zu Bildung, die Repräsentation in Medien- und Unterhaltungskontexten sowie auf die Möglichkeit, diese Kontexte auch aktiv mitgestalten zu können.
Die 21 Essays im Band «Sprache und Cultural Citizenship» beschäftigen sich mit den unterschiedlichen Zusammenhängen von Sprache und gesellschaftlicher Teilhabe. Sie sind das Ergebnis eines Seminars am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft (ISEK) der Universität Zürich, an dem neben Bachelor-Studierenden der Populären Kulturen auch Studierende des Masters Kulturpublizistik der Zürcher Hochschule der Künste teilnahmen. Das Seminar und die Publikation situieren sich im Kontext des Forschungsnetzwerks Cultural Citizenship, an dem nebst ISEK und ZHdK auch das Departement Angewandte Linguistik der ZHAW beteiligt ist.
Die Publikation, ein Sonderband in der Reihe Werkstücke, erschien als E-Book im Januar 2021 und wird im Laufe des Februars auch als Printausgabe erhältlich sein.