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«Hier gibt es eben gerade diese Stille und Ruhe, derer ich so bedarf!» beschrieb Sergej Rachmaninov Hertenstein, wo er 1932–39 in einer Villa nahe des Schlosshotels die Sommer verbrachte. Der russische Pianist und Komponist war einer von vielen Prominenten, die dem Vierwaldstättersee weltweit zu Ruhm verhalfen.
Rachmaninov hatte die Region bereits 1902 während einer Reise auf Richard Wagners Spuren kennen und schätzen gelernt. Die Aufenthalte und Reisen rund um den Vierwaldstättersee von berühmten Musikern wie Rachmaninov und Wagner, von Schriftstellern wie Wolfgang von Goethe, Leonid Tolstoi oder Mark Twain oder von Staatsoberhäuptern wie Queen Victoria oder König Ludwig II von Bayern hatten für die Region eine ungeheure Werbewirkung. In der Belle Epoque liest sich die Liste der Gäste in den luxuriösen Grandhotels rund um den See als ein Who is who der kulturellen und politischen Elite Europas.
Günstige klimatische Verhältnisse sowie die Nähe zur Stadt bewirkten früh eine Spezialisierung der Weggiser Landwirtschaft auf Obst- und Gemüsebau. Das Obst verkaufte man frisch oder gedörrt auf dem städtischen Markt. Das Mosten und Brennen der Früchte war lange nur für den Hausgebrauch erlaubt.
Erste Gemüse- und Obstlieferungen aus Weggis und Umgebung zum Luzerner Wochenmarkt sind bereits für das 15. Jahrhundert belegt. Bis 1974 transportierte man die Waren mit Nauen über den Wasserweg nach Luzern. Ebenso wie der Handel mit Milchprodukten war auch der Verkauf von Obst und Gemüse im vormodernen Luzern klar kontrolliert. Die Waren durften nur auf Luzerner Märkten und zu wohlfeilen Preisen angeboten werden, um die Versorgung der Bevölkerung zu sichern. Die Ausdehnung der Obstbaugebiete über den Rigisüdhang hinaus machte den Kanton Luzern ab 1860 zu einem bedeutenden Obstbaugebiet der Schweiz.