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Wegen Verdachts auf Geldwäscherei eröffnet die Bundesanwaltschaft ein Strafverfahren gegen die UBS AG. Auslöser des Verfahrens war eine Strafanzeige des Bruno Manser Fonds. Dieser wirft der UBS vor, über 90 Millionen Dollar an Korruptionsgelder entgegengenommen zu haben.
Das Geld soll aus der illegalen Abholzung tropischer Regenwälder im malaysischen Bundesstaat Sabah stammen. Nach Angaben des Bruno Manser Fonds soll Musa Aman, Regierungschef des Bundesstaats, von Holzkonzernen Bestechungsgelder für die Erteilung von Holzkonzessionen und für die Exportgenehmigung von Tropenhölzern verlangen.
Das Geld soll auf Konten der UBS in Hong Kong und Zürich geflossen sein, obwohl dieses nach Ansicht des Bruno Manser Fonds offensichtlich aus Korruption stammte. Die Organisation zeigte darum den UBS-Konzern sowie nicht identifizierte Mitarbeitende der Bank wegen Geldwäscherei an.
Bruno Manser Fonds auch als Privatkläger
Mit Schreiben vom 29. August, das der Nachrichtenagentur sda vorliegt, informierte die Bundesanwaltschaft den Bruno Manser Fonds über die Eröffnung eines Strafverfahrens. Dieser will an dem Verfahren auch als Privatkläger teilnehmen.
Der Bruno Manser Fonds stützt ihre Anzeige auf umfangreiche Recherchen der Organisation Sarawak Report in London. Diese habe Bankauszüge, Zeugenaussagen und weitere Unterlagen gesammelt, sagte Lukas Straumann, Geschäftsführer des Bruno Manser Fonds, der sda. Insgesamt habe man der Bundesanwaltschaft zwei Ordner mit Beweismaterial übergeben.
Eine Stellungnahme der UBS steht noch aus.
(aho/sda)