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Ein Ölpreis von 50 Dollar je Barrel ist ein «Geschenk für die Welt», da die Preise damit niedrig genug sein sollten, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, erklärte Ali Al Mansoori, Leiter des Department of Economic Development von Abu Dhabi, am Sonntag in einem Interview. Im kommenden Jahr würden die Preise wahrscheinlich bei 60 Dollar liegen.
«Dass das Öl auf 50 Dollar gefallen ist, ist ein Geschenk für die Welt», so Al Mansoori. «Wollen wir, dass das Öl bei 50 Dollar bleibt? Absolut nicht. Wir wollen, dass es auf 70 Dollar oder 80 Dollar steigt, aber jenseits davon vermute ich, dass es dem Wirtschaftswachstum schaden würde.»
Fast zwei Millionen Barrel pro Tag
Die Ölnachfrage wird dieses Jahr auf 1,8 Millionen Barrel pro Tag steigen, bevor sie sich kommendes Jahr vor dem Hintergrund eines schwächeren weltweiten Konjunkturausblicks wieder abschwächt, schrieb die International Energy Agency in ihrem Marktbericht vom Oktober.
Der Markt werde noch während des gesamten Jahrs 2016 überversorgt bleiben, falls die internationalen Sanktionen gegen den Iran gelockert würden und das Land mehr Öl exportiere.
«Win-win-Situation»
Ein Ölpreis von 50 Dollar bis 60 Dollar sei eine «Win-win-Situation», weil davon Verbraucher und Produzenten gleichermassen profitierten, sage Al Mansoori. Für die Käufer «ist es eine Chance, das jetzt so weit es geht zu nutzen, um die Wachstumspolitik für die kommenden fünf Jahre auf den Weg zu bringen, weil der Rohstoff letzten Endes knapp ist.»
Fallende Ölpreise bedeuteten, dass das Bruttoinlandsprodukt von Abu Dhabi im kommenden Jahr kaum verändert ausfallen werde, so Al Mansoori. Das Emirat tue alles in seiner Macht Stehende, um die Wirtschaft wachsen zu lassen, aber «wenn das nicht klappt, dann nehmen wir nächstes Jahr als Herausforderung an, verwandeln diese in eine Chance und erzielen 2017 ein starkes Wachstum».
(bloomberg/ise)