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Lebensmüdigkeit und Lebenslust, Schein und Wirklichkeit, Zufall und Notwendigkeit – Schnitzlers Erzählungen sind geprägt von der Stimmung der Dekadenz im Wien des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Als erster deutschsprachiger Schriftsteller wandte Schnitzler, unter dem Einfluss der aufkommenden Psychoanalyse, in der Erzählung ›Leutnant Gustl‹ die Methode des inneren Monologes an: die äußere Handlung entwickelt sich aus einem unkontrollierten Reflexionsstrom der Hauptfigur und ist demnach ganz auf dessen Denkwelt bezogen.