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Die Berufslehre ist in der Schweiz die häufigste Form der Ausbildung nach der obligatorischen Schule und geniesst einen sehr guten Ruf. Die Jugendlichen wählen einen von über 200 möglichen Berufen aus und suchen sich eine entsprechende Lehrstelle. Dabei wird die Wahlmöglichkeit innerhalb der verschiedenen Berufe entscheidend von den schulischen Leistungen während der Sekundarstufe l bestimmt.
Die drei- oder vierjährige Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis dient der Vermittlung von Qualifikationen zur Ausübung eines bestimmten Berufes und bietet Zugang zur höheren Berufsbildung. Die zweijährige Grundbildung mit eidgenössischem Attest ermöglicht schulisch Schwächeren einen anerkannten eidgenössischen Abschluss mit einem eigenständigen Ausbildungsprofil.
Die Bildung findet an drei Lernorten statt:
Für diese Ausbildung sind keine Gebühren zu entrichten, denn der Besuch der Berufsfachschule ist kostenlos. Während der Lehre erhält der Lernende für seine Mitarbeit im Lehrbetrieb vom Beginn des ersten Lehrjahres an einen Lohn von einigen hundert Franken pro Monat.
Die Berufslehre wird mit einer praktischen und theoretischen Prüfung abgeschlossen und die Absolventen erhalten ein schweizweit anerkanntes eidgenössisches Fähigkeitszeugnis bzw. Attest. Nach dem Lehrabschluss haben sie nicht nur die Möglichkeit, im erlernten Beruf eine Anstellung zu suchen, sondern es eröffnen sich ihnen eine Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten auf der Tertiärstufe.
Es besteht auch die Möglichkeit, eine Berufslehre an einer Vollzeit-Berufsfachschule zu machen. Allerdings machen diese Schulen nur einen kleinen Teil des Ausbildungsangebotes aus, dies vor allem in den Bereichen Handel, Gesundheit und Kunst. In der Westschweiz und dem Tessin hat es bedeutend mehr Vollzeit-Berufsschulen als in der Deutschschweiz.