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Der ehemalige Schweizer Formel-1-Fahrer Loris Kessel ist im Alter von 60 Jahren gestorben. Der Tessiner bestritt 1976 drei Grands Prix und führte bis zu seinem Tod ein Autohaus in Lugano.
Kessel sei am Samstagmorgen nach zwei Jahren Kampf in Montagnolo an Leukämie gestorben, meldete der Blick in seiner Online-Ausgabe.
Kessel, der mit dem legendären Clay Regazzoni, auch er Tessiner, befreundet gewesen war, wollte in den Jahren 1976 und 1977 insgesamt sechsmal an einem Grand Prix in der höchsten Motorsportklasse teilnehmen. Er vermochte sich indes nur dreimal für den Start zu qualifizieren.
Als beste Rangierung resultierte 1976 beim Grossen Preis von Belgien auf einem Brabham ein zwölfter Platz.
Nach seiner F1-Karriere fuhr Kessel noch gelegentlich Rallyes und Bergrennen. 1993 nahm er am klassischen 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil und holte sich auf einem Porsche 962 den guten siebten Schlussrang.
Kessel führte bis zu seinem Tod ein Autohaus in seiner Heimatstadt Lugano. Im Jahr 2000 gründete er den Rennstall Loris Kessel Racing Car, mit dem er an der Ferrari-Challenge und an der FIA GT3-Europameisterschaft teilnahm.
In den letzten fünf Jahren sind mit Kessel, Clay Regazzoni, Heinz Schiller, Emmanuel "Toulo" de Graffenried, Xavier Perrot und Heini Walter insgesamt sechs ehemalige Formel-1-Fahrer aus der Schweiz gestorben.
swissinfo.ch und Agenturen