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Korpskommandant Aldo C. Schellenberg führte die Geb Inf Br 12, den Armeestab, die Luftwaffe und das Kommando Operationen der Armee. Er war ein glühender Fürsprecher der starken Luftverteidigung und nimmt jetzt in einem fundierten NZZ-Kommentar auch Stellung pro schwere Waffen:
- “Wie der Krieg in der Ukraine zeigt, können Kampfverbände am Boden nur dann erfolgreich sein, wenn sie die Dynamik und Wucht des Panzers mit dem präzisen Feuer der Artillerie in die Tiefe der gegnerischen Verbände kombinieren können (Kampf der verbundenen Waffen).”
- “Die Artillerie muss deshalb erkannte Ziele bis auf eine Distanz von mindestens 50 Kilometern auch im urbanen Gebiet punktgenau treffen können und über eine hohe Mobilität verfügen.”
- “Das heutige Artilleriesystem der Schweizer Armee ist veraltet und verfügt über keine dieser Eigenschaften. Das Projekt zum Ersatz des bisherigen Systems muss deshalb rasch vorangetrieben werden.”
Nicht bis 2030 mit M-109
Die Analyse von Aldo C. Schellenberg ist völlig berechtigt.
- Die Schweizer Artillerie kann nicht mehr bis 2030 mit der Panzerhaubitze M-109 aus den 1960er-Jahren kutschieren.
- Es ist gut, dass die Armee noch 2021, vor dem Krieg, die Weichen für ein neues, präzises, sehr weit reichendes Artilleriesystem stellte. Dessen Evaluation und Beschaffung kann im Rahmen der denkbaren Erhöhung des Militärbudgets beschleunigt werden.
- Ebenso muss der Bestand der Artillerie im Rahmen des denkbaren Schrittes auf 120’000 Mann erhöht werden.
Panzerwaffe stärken
Korpskommandant Schellenberg schreibt zu Recht von der Dynamik und Wucht des Panzers.
- Auch unsere Schweizer Panzerwaffe ist zu stärken.
- Zwei Mech (Pz) Brigaden genügen nicht. Wir brauchen deutlich mehr Panzerverbände. In einem ersten Schritt sind die eingemotteten 96 Leopard-2 zu reaktivieren. Damit lässt sich die Kampfkraft weiterer Kampfpanzer-Bataillone wieder herstellen.
- Ebenso sind die Schützenpanzer CV-90 für die Panzergrenadiere zu verstärken.