Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03204.jsonl.gz/463

Das grossformatige Bild übt eine Sogwirkung aus, scheint gar eine vibrierende, dreidimensionale Wirkung zu erzeugen. Dabei ist nicht nur eine reine Abstufung von unterschiedlichen Helligkeitswerten zu erkennen, vielmehr ist es die Erscheinung von leuchtendem Licht und alles in sich verschluckender Dunkelheit, die Peter Somm darzustellen vermag. Es ist dieses dualistische Prinzip in des Künstlers Schaffensweise, das zu Beginn der 1980er-Jahre auch in seinen sogenannten Kreuzbildern auftaucht. Dafür legt er Farbbänder parallel aneinander, deren Dichte die Helligkeit bestimmt. Der Künstler kommt als Autodidakt zur Malerei und kreiert fortan ein konstantes Œuvre. Auffallend ist dabei das Spannungsfeld von handwerklicher Perfektion in Verbindung mit naturhaften, beinahe geistig-religiös anmutenden Grundelementen wie Kreuz, Kreis und Horizont. Das vom Kunstmuseum Thun angekaufte Gemälde entsteht um 1981, wobei der Künstler es 1984 nochmals überarbeitet.
Katrin Sperry
Das Licht-Kreuz ist in Bewegung.
Licht dringt durch das Dunkel.
Der Künstler schafft eine fast religiöse Wirkung.
Dafür hat er eine perfekte Technik.
Er malt einen weissen Strich.
Der Strich ist in der Mitte schmal
und aussen breiter.
Daneben wird der Strich etwas dunkler.
Und dann noch dunkler.
Und so weiter
bis zum Schwarz.