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Unter Ischialgien versteht man Schmerzen im unteren Teil des Rückens (Lumbalgegend), die ins Bein und sogar bis in die Grosszehe ausstrahlen. Abzugrenzen ist die Ischialgie vom Hexenschuss, welcher nach ungünstigen Bewegungen durch die kleinen Gelenke zwischen den Rückenwirbeln zustande kommt.
Die Schmerzen werden durch eine Reizung des Ischiasnervs verursacht.
Durch Einengung und Kompression des Ischiasnervs:
Durch entzündliche Reizung oder Verletzungen des Ischiasnervs
Ausstrahlende Schmerzen von der Lendenwirbelsäule bis ins Bein, zum Teil bis in den Fuss. Es kann zu Taubheitsgefühlen und Lähmungserscheinungen;in vom Nervus Ischiadicus versorgten Muskelgruppen des betroffenen Beines kommen. In schweren Fällen kann es zu Störungen beim Wasserlassen oder der Stuhlentleerung kommen.
Zur Diagnose von einem Ischias werden verschiedene Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem:
Wichtig für die Behandlungswahl ist die Abklärung der genauen Ursache der Beschwerden. Gelingt dies, kann die Krankheitsursache gezielt behandelt werden.
Wichtig bei Schmerzen ist, dass nicht wahllos Schmerzmedikamente geschluckt werden. Diese können zu Dauerschmerzen oder in eine Abhängigkeit führen. Im akuten Stadium einer Ischialgie braucht es jedoch Schmerzmittel (sogenannte Rheumamittel, sie wirken entzündungshemmend).
Bei schmerzhaften Muskelverspannungen helfen Muskelentspannungsmittel (Muskelrelaxantien).
Bei chronischen Ischialgien können Antidepressiva oder Neuroleptika eingesetzt werden. Sie helfen, Abstand zu den Schmerzen zu bekommen. Dadurch können Schmerzmittel eingespart werden.
Eine wirksame Alternative zu Schmerzmitteln ist die Behandlung mit örtlichen Betäubungsmitteln. Einzelbetäubungen werden gespritzt und blockieren die Nervenwurzeln. Die Behandlung kann wiederholt werden mit dem Vorteil, dass keine Abhängigkeit entsteht.
Eine weitere Form der Schmerzblockade ist die Betäubung des Ischiasnervs im Bereich unterhalb des Gesässes. Vor der Betäubung wird die genaue Position des Nervs mittels elektrischer Nervenstimulation bestimmt.
In ganz hartnäckigen Fällen kann zur Vereinfachung der therapeutischen Schmerzblockade ein dünner Katheter im Rücken eingesetzt werden. So kann die lokale Betäubung wiederholt und schmerzlos durchgeführt werden.
Begleitend zu allen Therapieformen werden physikalische Massnahmen verordnet: Heilgymnastik, spezielle Rückentrainings, Fangoanwendungen, Bäder, Massagen, Wickel.
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