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Bam war einst die grösste, noch erhaltene Lehmziegelstadt der Erde – bis zum 26. Dezember 2003. An diesem Tag zerstörte ein heftiges Erdbeben die Stadt bis auf die Grundmauern, und mehr als 30000 Menschen verloren ihr Leben.
Bam liegt am Rande der Wüste Lut in der Provinz Kerman im Iran und wurde vermutlich von den Sassaniden gegründet. Im 7. Jahrhundert eroberten die Araber die Stadt und im 10. Jahrhundert eroberten sie die Seldschuken, die auch die Zitadelle errichteten. Obwohl die Stadt stark befestigt war und als uneinnehmbar galt, musste sie sich immer wieder gegen äussere Feinde verteidigen. Erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Zeiten ruhiger geworden, und die Bevölkerung konnte es wagen, auch ausserhalb der Stadtmauern zu siedeln. Seit dieser Zeit wurde der alte Stadtkern als Wohngebiet allmählich aufgegeben.