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Filmkritik: Leben und lieben in Madrid18. Zurich Film Festival 2022
Ramona (Lourdes Hernández) ist Anfang 30 und wohnt mit ihrem Freund Nico (Francesco Carril) in Madrid. Sie hatten mehrere Jahre im Ausland verbracht, nun sind sie zurück in ihre Heimatstadt gezogen. Nico arbeitet als Koch, Ramona hält sich mit mehreren kleinen Jobs über Wasser und träumt davon, Schauspielerin zu werden. Auf dem Weg zu einem Vorsprechen trifft sie in einem Café ganz in der Nähe des Castings auf den älteren, aber sehr charmanten Bruno (Bruno Lastra). Sie beginnen sich zu unterhalten, trinken erst gemeinsam Kaffee und später Bier, diskutieren über Recycling und das spanische politische System. Die Zeit vergeht wie im Flug, die Chemie zwischen den beiden stimmt, doch wird es Ramona dann doch zu viel.
Am nächsten Tag geht Ramona erneut zu einem Vorsprechen für eine Rolle und trifft dort unverhofft wieder auf Bruno. Dieser ist nämlich der Regisseur des Filmes, bei dem Ramona für die Rolle der Hauptperson vorspricht. Bruno will sie unbedingt als Hauptcharakter besetzen. Sie wimmelt ihn jedoch ab und erzählt Nico zu Hause, dass sie die Rolle ausgeschlagen habe. Dieser fordert sie auf, nochmals darüber nachzudenken. So beginnt Ramona, ihr bisheriges eingespieltes Leben und ihre Beziehung mit Nico zu hinterfragen.