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Die ländliche Gemeinde Waldkirch liegt eingebettet in der hügligen Landschaft des Fürstenlandes und ist Teil einer traditionellen Baustruktur welche in seinem Ursprung auf das 8. Jahrhundert zurückreicht. Die Bebauung des Ortes entwickelt sich entlang der Hauptstrasse und schafft durch vor- resp. rückspringende Baukörper parallel zur Strasse wiederkehrende Raumausweitungen welche als die öffentlichen Orte und Plätze kennzeichnen.
Diese Zuwendung zum öffentlichen Raum bildet das einfache Prinzip welches auch für den Vorschlag der Schulhauserweiterung aufgenommen wird.
Der Neubau schafft über einen vor- und rückspringenden Baukörper einen kleinen Vorplatz entlang der Arneggerstrasse und verleiht dem Schulhaus mit dieser Geste die gewünschte öffentliche Präsenz.
Der vorgeschlagene Neubau steht parallel zu Strasse und bildet zusammen mit dem bestehenden Schulhaus der Mittelstufe ein neues Ensemble. Der zu der Strasse erhöhte Platz schafft die neue Mitte und bindet die beiden Schulbauten der Primarstufe zusammen.
Die Haupterschliessung der Schule erfolgt von Süden und Osten über die Sportanlage, sowie von Norden über den neuen Treppenaufgang zum gemeinsamen Pausenplatz. Für die ausserschulischen Nutzungen (Bibliothek, Singsaal) wird ein zweiter, untergeordneter Zugang geschaffen, der direkt vom Niveau der Arneggerstrasse erreichbar ist. Beide Zugänge führen in zwei einladende Foyer, welche über eine grosszügie Treppe an die halbgeschossig versetzten Niveaus der Klassenzimmer angeschlossen sind . Mit dieser Anordnung der Geschosse wird dem bestehenden Geländeverlauf ideal Rechnung getragen und räumlich eine Analogie zum bestehenden Schulhaus der Mittelstufe geschaffen. Der Gedanke des neuen Ensembles wird gestärkt.
Die Nuzungsverteilung wird im Vergleich zum bestehenden Unterstufenschulhaus gespiegelt. Die öffentlichen bzw. allgemeinen Räume der Schulanlage wie die Tagesstruktur, der Singsaal sowie die Bibliothek bilden den Kopf des Gebäudes respektive das Scharnier zwischen der Unter- und der Mittelstufe. Die Klassenzimmer sind alle nach Süden zum ruhigen Grünraum orientiert. Die Räume des Kindergartens befinden sich im Erdgeschoss mit direktem Zugang zum Aussenraum.
Der Neubau soll, in Anlehnung an den Mittelstufenbau, eine den Körper umfassende Hülle erhalten. Vorgesehen ist eine Haut aus vertikal strukturierten Faserzementplatten. Diese Vertikalität schafft zu den horizontalen Fensterbändern eine atmosphärische Ausgewogenheit. Die Fenster in Holzmetall schaffen zusammen mit Ausstellmarkisen aus Stoff eine stimmige und unterhaltsarme Gebäudehülle.