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Das Wichtigste in Kürze
- Chinesische Kampfflugzeuge haben vermehrt den Verteidigungsluftraum Taiwans verletzt.
- Dies sei eine düstere Lage für den demokratisch geführten Taiwan.
- China betrachtet die Insel als abtrünnige Provinz und will sie wieder mit sich vereinigen.
Die fortwährende Verletzung des taiwanischen Verteidigungsluftraums durch chinesische Kampfflugzeuge habe eine düstere Lage heraufbeschworen. Das sagt der taiwanische Verteidigungsminister Chiu Kuo Cheng. Der Dauerkonflikt zwischen dem Taiwan und der chinesischen Volksrepublik dauert bereits seit 40 Jahren an.
Eine «kleine Unachtsamkeit» oder eine «Fehlkalkulation» könne bereit eine Krise auslösen. China sei bereits 2025 in der Lage, einen gross angelegten Angriff auf die Insel zu starten. Davor warnte Chiu am Mittwoch im Parlament in Taipeh.
Chiu sagte, die Volksrepublik sei zu einem Angriff «jetzt» in der Lage. Sie müsse aber «die Kosten und den gewünschten Ausgang kalkulieren». Ab 2025 würden die «Kosten auf ein Minimum sinken», fügte er ohne nähere Begründung hinzu.
Dutzende Verletzungen des Verteidigungsluftraums
Seit dem chinesischen Nationalfeiertag am Freitag drangen 150 Kampfflugzeuge in den Verteidigungsluftraum Taiwans ein. Taiwan wird – anders als die Volksrepublik China – demokratisch regiert. Die Verletzungen des Luftraums wurden von der US-Regierung kritisiert.
Taiwans Präsidentin Tsai Ing Wen warnte vor «katastrophalen Folgen» im Falle einer Übernahme der Insel durch Peking. «Es würde bedeuten, dass in dem heutigen globalen Wettbewerb der Werte der Autoritarismus die Oberhand über die Demokratie hat». Das schrieb Tsai in einem Artikel in «Foreign Affairs».
China beansprucht die Insel als Teil der Volksrepublik. Taiwan hatte sich 1949 am Ende eines Bürgerkriegs von China losgesagt. Peking betrachtet die Insel jedoch bis heute als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll.