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Im dritten Quartal seines Geschäftsjahres (September bis Dezember) hat Logitech gemäss vorläufigen Zahlen einen Umsatz zwischen 1,26 bis 1,27 Milliarden US-Dollar erzielt. Das sei ein Rückgang zwischen 22 und 23 Prozent, teilte der Konzern am Donnerstag überraschend mit. Dabei hinterliess die Aufwertung des Dollars ihre Spuren. Zu konstanten Währungen wäre der Umsatz nur um 17 bis 18 Prozent gesunken.
Zudem hat Logitech einen Gewinneinbruch erlitten. Das operative Ergebnis (Non-GAAP) betrage zwischen 198 Millionen und 203 Millionen Dollar. Dies entspreche einem Taucher von 33 bis 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, hiess es. Die operative Marge liege noch zwischen 15,7 und 16,0 Prozent. Im Vorjahr hatte die Marge noch 18,5 Prozent erreicht.
Und dies, obwohl Logitech bei den Ausgaben auf die Bremse trat. Die operativen Kosten wurden um rund 80 Millionen Dollar gesenkt.
Konzernchef enttäuscht
"Wir sind von den vorläufigen Ergebnissen des dritten Quartals enttäuscht", erklärte Logitech-Chef Bracken Darrell in der Mitteilung. Die Zahlen würden die schwierigen makroökonomischen Bedingungen widerspiegeln, einschliesslich einer Verlangsamung der Verkäufe an Unternehmenskunden.
"Aufgrund der schwächer als erwartet ausgefallenen Ergebnisse für das dritte Quartal und der unsicheren Lieferfähigkeit im Zusammenhang mit dem aktuellen Corona-Ausbruch in China reduzieren wir unseren Ausblick für das Gesamtjahr", schrieb der Amerikaner weiter. Das ist bereits die dritte Reduktion der eigenen Ziele innerhalb von einem Jahr.
Für das Gesamtjahr 2022/23 erwartet das Unternehmen einen Umsatzrückgang zwischen 13 und 15 Prozent zu konstanten Währungen. Das Ziel für das Betriebsergebnis (Non-GAAP) wurde auf 550 bis 600 Millionen Dollar gesenkt. Zuvor war Logitech noch von einem währungsbereinigten Umsatzrückgang zwischen 4 und 8 Prozent ausgegangen sowie einem Non-GAAP-Ergebnis zwischen 650 bis 750 Millionen Dollar.
Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2021/22 hatte Logitech noch einen Betriebsgewinn (Non-GAAP) von 904 Millionen Dollar erzielt. Das war bereits ein Rückgang von rund 30 Prozent gewesen. Allerdings hatte der Konzern während der Coronapandemie von einem Bestellungsboom der Kunden profitiert, die alle ihre Computer aufrüsten wollten, weil sie im Homeoffice sassen.
Konzern will Kosten senken
"Wir werden unser Kostenmanagement fortsetzen, um eine solide operative Leistung zu erzielen", sagte Darrell weiter. Mit der Veröffentlich der endgültigen Zahlen zum dritten Quartal am 24. Januar wolle das Unternehmen weitere Details dazu bekannt geben.
jb/tv
(AWP)