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Die Sonderausstellung von Design+Design gastiert während 24 Tagen im Architekturforum Zürich und ist Hans Bellmann (1911-1990) gewidmet. Als freischaffender Architekt und Entwerfer entwickelte er Möbel, baute Einfamilienhäuser, richtete Möbelgeschäfte ein und entwarf Industrieprodukte. In der Ausstellung wird die Schlüsselposition von Hans Bellmann als Schweizer Gestalter einer neuen Ära moderner Wohnlichkeit aufgezeigt, dessen Werk bis heute Auswirkungen hat. Seine Entwürfe wurden ein Dutzend Mal mit der Auszeichnung «Die Gute Form» vom Schweizerischen Werkbund ausgezeichnet.
Die von Joan Billing und Samuel Eberli entwickelte und von Arthur Rüegg begleitete Ausstellung zeigt einen Ausschnitt aus der Geschichte des Schweizer Designs und setzt die Reihe der «Protagonisten der Schweizer Wohnkultur» zu relevanten Designern mit Hans Bellmann fort. In dieser Reihe sind bereits erschienen: Klaus Vogt 2014, Alfred Altherr junior 2013, Werner Max Moser 2012 und Jacob Müller 2011.
Hans Bellmann wurde durch sein Studium am Bauhaus in Dessau/Berlin geprägt. Nach einer Mitarbeit bei Mies van der Rohe in Berlin entwickelte Hans Bellmann in der Schweiz eine ganze Reihe von Typenmöbeln in den 1940er bis 1950er Jahren, u.a. den Kolonialtisch, das Spannstützengestell und den Einpunkt-Stuhl. Als Architekt baute er mehrheitlich kleinmassstäbliche Häuser, gestaltete Ausstellungen und Inneneinrichtungen. Ausserdem gab er als Dozent, u.a. an der Kunstgewerbeschule Zürich, sein Wissen und Können weiter. In seinem eigenständigen und konsequenten Werk formulierte Hans Bellmann sinnbildlich die Wünsche an die Lebensentwürfe seiner Zeit.