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Darstellungen des neunzehnten Jahrhunderts zeigen schon die Qualitäten des leeren – freien – Platzes und sein Potential für Inszenierungen. Fast schon nähert er sich der Ansicht von der idealen Stadt der Renaissance. Denken wir dabei an Palladios Teatro Olimpico in Vicenza mit dem Theben darstellenden Proszenium, könnte er sogar als Umkehrdarstellung verstanden werden (Oder umgekehrt, ist Palladios Theater das Negativ des realen Stadtalltags).
So könnte der Freie Platz als Bühne verstanden werden, auf der das Theaterstück des alltäglichen Stadtlebens aufgeführt wird. An- und ablegende Schiffe, aus Reisecars quellende Touristen, sich verpflegende oder sich nach dem Weg erkundigende Velofahrer, dem Treiben zuschauende Restaurantgäste.
Wie Bühnenelemente erscheinen die schirmförmigen Linden und die Buswartestellen. Der Rest des Platzes bleibt frei.
Zeitlos die Natursteinpflästerung, die sich aus der Vorstadt über den Platz ausbreitet und bis ans Rheinufer reicht.