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Champs Coquard
Lancy ist eine Stadt im Umbruch. Der stadträumliche Kontext erfährt grosse städtebauliche Veränderungen und behält in seiner heutigen Form nur noch zum Teil seine räumliche und typologische Relevanz. Es ist ein Ort der abrupten Wechsel und Übergänge. So erahnt man einen sich anbahnenden, neuen Massstab, der sowohl von den grossen Konversionsflächen im Norden herrührt, als auch im Süden kleinteilige Einfamilienhauszonen, welche sich zu grösseren Siedlungsquartiere wandeln, erfasst hat. Die Südspitze des grossen Gleiskörpers trifft auf grosse Verkehrsachsen, die die südliche Peripherie Genf erschliessen und das Gebiet mit einer Polyvalenz grosser Bauten und Stadien erschliessen. Mit der Neuformulierung der Promende des Crêtes erhält unser Kontext einen neuen landschaftlichen Rahmen, der die grosse Verkehrskreuzung der Route de Saint-Julien und der Route des Jeunes für einen Ort des Wohnens wohltuend ergänzt.
Auf dem Grundstück der Turidomus wird eine möglichst kompakte „Aussenseite“ mit einer geringen Abwicklung dem Lärm entgegengestellt. Die geringe Gebäudetiefe erlaubt es, den knapp bemessenen Wohnungsflächen eine Form des Durchwohnens zuzuweisen. Hofinnenseitig onduliert das Volumen um die in den Hofraum hineinragenden schmalen aber tiefen Balkon.
Der mit der Randbesetzung entstehende Hofraum soll eine gemeinschaftliche Aneignung durch die Bewohner unterstützen. Die hier entstehende grosszügige Grünfläche wird mittels topographischer Gesten in verschiedene Orte für vielfältige Nutzungen und Spiele gegliedert. Ein Wegsystem erschliesst tangential diese Orte, dessen runde Formensprache mit ihrer Richtungslosigkeit die Durchwegung unterstützen.
Champs Coquard
Chemin des Anémones 8
1212 Lancy
Switzerland
Construction Management: Cockpit Projektmanagement AG, Zürich
Structure: Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Basel
Landscape Architect: Neuland ArchitekturLandschaft GmbH, Zürich