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Die überdurchschnittlichen Temperaturen im Jahr 2009 und insbesondere die extrem warmen Monate April, Mai und August beeinflussten die Vegetationsentwicklung in der Schweiz markant. Hingegen zeigten die zeitweise herrschenden Trockenperioden keine Auswirkungen. Der zeitlich normale bis späte Vegetationsstart mit der Blüte der Hasel im März und der Blüte des Huflattichs Ende März und Anfang April verwandelte sich in eine eher frühe Vegetationsentwicklung bei den späteren phänologischen Frühlingsphasen dank dem warmen April und den extrem hohen Temperaturen im Mai. Auffallend früh fand die Blüte der Margerite statt. Ausserordentlich war der sehr frühe phänologische Sommer mit einigen neuen Rekordwerten. So konnte im Sommer 2009 zeitweise ein Vorsprung der Vegetationsentwicklung von zwei bis drei Wochen gegenüber der Norm registriert werden, was auf die extrem hohen Temperaturen im Mai und August zurückzuführen ist. Die Weinlese und die Blüte der Herbstzeitlose fanden zu einem eher frühen Zeitpunkt statt. Hingegen bestand eine klare Tendenz zu späteren Terminen als normal bei der Blattverfärbung und beim Blattfall der Buchen und Rosskastanien.
Symbiotische Stickstofffixierung durch Bakterien im Boden im Zusammenleben mit Leguminosen führt zu einem reduzierten Düngerbedarf. Auf Landwirtschaftsbetrieben kann diese Grösse jedoch nicht einfach gemessen werden. Nun haben Forschende von Agroscope eine Schätzmethode entwickelt, die es erlaubt, die Stickstoffeinträge über die symbiotische Fixierung auf Betriebsebene abzuschätzen.
Mit der Zunahme der globalen und regionalen Temperatur hat sich die Vegetationszeit auch in der Schweiz deutlich verlängert. Agroscope zeigt mit Daten des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie die Entwicklung der Vegetationsperiode seit Beginn des letzten Jahrhunderts.
Die mineralischen Phosphorreserven für die Herstellung von Düngemitteln dürften in einigen Jahrzehnten weltweit erschöpft sein. Diese Studie zeigt einen Weg auf, wie ein Nebenprodukt der Schweizer Industrie für die Phosphatdüngung rezykliert werden kann.