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Nach ihrem Dokumentarfilm «Hüllen», in dem Maria Müller einfühlsam und sorgfältig die Geschichte von drei Frauen einer muslimischen Familie portraitierte, wagt sich die begabte Filmemacherin mit «Machtlos» an ein sehr persönliches Thema: den Umgang mit ihrem Sohn, der sich schwertut auf dem Weg zum Erwachsenwerden – der sich radikal abgrenzt, mit Drogen experimentiert, nicht mehr zur Schule geht, an sich selbst zu zerbrechen droht. Ein Dokumentarfilm über Maria Müller als Mutter, die ihren Sohn wegweisen musste, um ihm beizustehen. Sie untersucht ihre eigenen Schwachstellen als Mutter und den Ursprung für die Entgleisung ihres Sohnes.
Das Tabuisieren von Abhängigkeitserkrankungen verurteilt Betroffene und deren Eltern zur Isolation. Maria Müller bricht als Mutter mit ihrem Dokumentarfilm das Schweigen. Sie stellt sich ihren eigenen Schuldgefühlen und fragt sich, inwiefern sie als Mutter die Entwicklung ihres Kindes und sein Umgang mit Drogen überhaupt beeinflussen konnte. Unterstützung bekommt die Filmemacherin von ihrem Sohn, der bereit ist, mit ihr zusammen die Jahre der Ohnmacht nochmals zu durchwandern.