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Folgen von Vulkanausbrüchen für die Schweiz
Zwar ist die Schweiz nicht unmittelbar von den Folgen eines nahen Vulkanausbruches (wie z.B. Lavaströmen, giftigen vulkanischen Gasen und Staubpartikeln) gefährdet. Im Frühjahr 2010 hat sich jedoch gezeigt, dass vulkanische Aktivität auch für die Schweiz Folgen haben kann. Die Aschewolke des isländischen Eyjafjalla-Vulkans legte den Flugverkehr im Frühling 2010 über weiten Teilen Westeuropas vollständig lahm.
In früherer Vergangenheit haben sich zudem auch Vulkanausbrüche in fernen Ländern ereignet, die auch für die Schweiz gravierende Konsequenzen hatten. Als prominentes Beispiel ist hier der Ausbruch des Vulkans Tambora (Sumbawa, Indonesien) im Jahr 1815 anzuführen. Dieser schleuderte während mehrerer Ausbrüchen Asche und Schwefelsäurepartikel in die Atmosphäre bis in eine Höhe von 35 Kilometern. Aufgrund der enormen Höhe und der geografischen Lage (Tropen mit vorherrschenden Passatwinden) verteilten sich diese rund um den Globus und führten zu einer kurzfristigen globalen Abkühlung um rund 3°C. Die Folge davon waren chaotische Wetterverhältnisse, Missernten und damit verbundene Hungersnöte - auch in Europa und den USA. Das dem Ausbruch folgende Jahr 1816 ging als das „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichtsbücher ein.
Der Ausbruch des Pinatubo (Luzon, Philippinen) im Jahr 1991 war der grösste Vulkanausbruch des vergangenen Jahrhunderts. Auch dieser führte zu einer kurzzeitlichen globalen Temperaturreduktion von 0.5°C.