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"Einige Pianisten nähern sich dem Instrument wie einer Kathedrale - Silvie Courvoisier behandelt es manchmal wie einen Spielplatz", beobachtet Kevin Whitehead treffend in den Liner Notes zu D'Agala (Intakt), dem neuesten Album des Sylvie Courvoisier Trios. "In zwei Minuten deckt sie mehr ab, als einige Pianisten in einem Set erreichen." Die abenteuerliche Interaktion dieses Trios vergleicht er mit einer wegweisenden Jazz-Ikone aus den 1950er Jahren: "Es gibt etwas, was Herbie Nichols-ähnlich am Gefühl des Courvoisier-Gress-Wollesen-Trios ist: kollektives Musizieren als leichter Spass auf den Füssen; eine echte Triomusik, bei der Bass und Schlagzeug vollwertige Partner des Klaviers sind."
Dieser markante Zusammenhalt und das kollektive Spielgefühl kennzeichnen die Schweizer Pianistin und ihre geschätzten amerikanischen Rhythmuspartner als verwandte Geister in den Bereichen Farbe, Groove und Melodie. Die Europatournee der Gruppe im April-Mai 2018 feiert die Veröffentlichung von D'Agala im Januar. Courvoisier, die seit fast 20 Jahren in der New Yorker Szene präsent ist, veröffentlichte 2014 ihr erstes Album mit Gress und Wollesen, als Double Windsor (Tzadik) sowohl von Slate als auch von New York City Jazz Record zum Album des Jahres gewählt wurde, und erhielt den "CHOC" vom Jazz Magazine und Jazzman in Frankreich.
Über das Trio hinaus erwarb sich Courvoisier den Ruf, zwei verschiedene Welten in Einklang zu bringen - die detailreiche Tiefe ihrer europäischen kammermusikalischen Wurzeln und die groovenden, hakengeladenen Sounds der New Yorker Jazzszene. Ihre lange Partnerschaft mit dem Geiger Mark Feldman - auf beiden Seiten des Atlantiks gefeiert - hat zu einem scheinbar telepathischen Duo und einem Quartett geführt. Courvoisier hat mit einem Who's Who im Avant-Jazz gearbeitet, darunter John Zorn, Wadada Leo Smith, Evan Parker, Ikue Mori, Ellery Eskelin, Susie Ibarra, Fred Frith und Mary Halvorson. - Bradley Bambarger
Als einer der kreativsten Pianisten der Innenstadtszene und langjähriger Mitarbeiter von Mark Feldman, Ikue Mori und vielen anderen verbindet Sylvie eine brillante Technik mit einer wilden Phantasie, die sich über Klassik, Jazz, Improvisation und mehr erstreckt. Mit der dynamischen Rhythmusgruppe von Kenny Wollesen und Drew Gress vereint die Musik das Beste aus Improvisation und Komposition im klassischen Klaviertrio-Format. - John Zorn.