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Lange Asylverfahren sind teuer. Mit kürzeren Verfahren – wie sie im revidierten Asylgesetz vorgesehen sind – können sowohl die sozialen als auch die monetären Kosten im Asylbereich deutlich gesenkt werden.
Die sozialen Kosten für die Asylsuchenden nehmen ab, weil die Unsicherheit über den Ausgang des Asylverfahrens weniger lange dauert. Die dadurch entstehenden psychischen Belastungen werden verringert und die Integration wird vereinfacht (siehe Punkt 5).
Die monetären Kosten für Bund und Kantone sinken dank der beschleunigten Verfahren, der Neuorganisation des Asylbereichs und der rascheren und erleichterten Integration von Schutzbedürftigen in den Arbeitsmarkt. Gemäss der Hochrechnungen (aufbauend auf den Erfahrungen des Testbetriebs) kann längerfristig mit jährlichen Netto-Einsparungen des Bundes von rund 110 Mio. CHF gerechnet werden. Für die Kantone und Gemeinden ist prognostiziert, dass sich die Netto-Einsparungen auf rund 90 Mio. CHF jährlich belaufen.
Sollten die Gesuchszahlen ansteigen, würden auch die Kosten im Asylbereich ansteigen. Dies gilt jedoch gleichermassen für das aktuelle Asylsystem, wie für das im revidierten Asylgesetz vorgesehene neustrukturierte System. Im revidierten Asylgesetz ist für Bund und Kantone zudem explizit die Möglichkeit vorgesehen, Massnahmen zu ergreifen, um sich besser auf einen möglichen Anstieg der Gesuchszahlen vorbereiten und darauf reagieren zu können (Art. 24e rev. AsylG). Dadurch wird auch in Zeiten hoher Gesuchseingänge eine geordnete Vorgehensweise ermöglicht.