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Auch wenn sich der Salbei in nördlichen Gefilden bereits akklimatisiert hat, so stammt er doch aus Südeuropa, vor allem aus dem Mittelmeerraum. Er gehört zur Gattung der Lippenblütengewächse (Lamiaceae) und es gibt weltweit mehr als 920 Arten.
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In Portugal findet man den griechischen Salbei und den Scharlach-Salbei auf trockenen Hängen inmitten anderer Pflanzen.
Seine samtartigen graugrünen Blätter bieten einen guten Schutz gegen die heisse Sonne.
Die Blütenfarbe variiert von weiß bis blau, violett, pink und rotweiss.
Die Portugiesen nennen ihn Salva, was von dem Wort „salvar“ kommt und mit „retten, schützen“ übersetzt wird.
Die lateinische Übersetzung ist „heilen“ und dafür war der Salbei bereits im Altertum bekannt. Der Volksmund sagt, dass man ihn gegen fast alle Erkrankungen einsetzen kann.
Auch in der Algarve nehmen wir ihn bei Halschmerzen als Tee und kauen auf den Blättern bei beginnenden Zahnschmerzen. Er hemmt die Schweißbildung, stärkt Lunge und Magen.
Im 14. Jahrhundert wurde die Pflanze von der berühmten medizinischen Schule in Salerno so gelobt:
“cur moriatur homo, cui salvia crescit in horto?” (Warum sollte ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?).
Dieses Sprichwort soll abgewandelt auch bei den Arabern gelten (Wie kann ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?).
Das schöne an dieser Heilpflanze ist, dass sie auch gut schmeckt und in vielen Algarve Rezepten verwendet wird, denken wir nur an Saltim bocca, an Salbeiblätter in Pfannkuchenteig frittiert oder als bereicherndes Aroma für Reis- und Nudelgerichte.
Die Bouganvillea in der Algarveuganvillea in der Algarve