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Wie die Basler Zeitung BAZ berichtet, kritisiert die Führung des Saftherstellers Thurella die Exportförderung von Mostobst, wie sie durch den Schweizer Obstverband (SOV) betrieben wird. Das Obst werde durch die Exportförderung für inländische Abnehmer künstlich verteuert, so die Kritik von Thurella gemäss Nachrichtenagentur sda. Durch die Zuschüsse steige der Druck, günstiges Konzentrat aus dem Ausland zu importieren. Die Thurella-Führung fordert deshalb eine Kürzung des Exportzuschlags.
Da 2011 ein sehr ertragreiches Jahr war, erhob der SOV auf den Preis, den Produzenten für ihr Mostobst erhielten, einen Zuschlag von 7 Franken pro 100 kg, um den Export von Übermengen zu verbilligen. Inländische Abnehmer wie Thurella hingegen mussten dadurch aber für gewöhnliches Mostobst im Durchschnitt nicht 19, sondern 26 Franken pro 100 Kilogramm bezahlen.
Damit steige der Druck, billiges Apfelsaftkonzentrat aus dem Ausland zu importieren, so Rolf Menke, der Thurella-Mediensprecher, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Die Thurella-Führung sei daher für eine Kürzung des „Exportzuschlags“, wodurch das Mostobst im Inland günstiger verkauft werden könnte. Menke räumte allerdings ein, dass nicht alle Obstproduzenten mit diesem Vorschlag einverstanden wären – Für die Produzenten sei der Exportzuschlag nämlich eine Art Versicherung.
Bild: Scott Bauer, USDA ARS (Wikimedia Commons)