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Die Wiederherstellung der Stromversorgung gelinge weit schneller als vorhergesehen, sagte Trump. Die Zahl der Einwohner ohne Strom fiel auf 2,6 Millionen.
«So etwas hat es noch nie gegeben», sagte Trump kurz vor der Abreise aus Washington. «Der grösste Zusammenschluss von Menschen aller Zeiten» kümmere sich um die Wiederherstellung der Stromversorgung. Die Arbeiten kämen «weit schneller als erwartet» voran, «mit mehreren Wochen Vorsprung».
Mit weisser Baseballkappe mit USA-Schriftzug und einer Regenjacke bei 33 Grad Celsius schüttelte Trump in Latex-Handschuhen Hände. An einem eigens für das Präsidentenpaar sowie Vize Pence aufgebauten Stand verteilte die Delegation aus Washington medienwirksam Sandwiches an Menschen, die ihr Hab und Gut durch Hurrikan «Irma» verloren haben.
Ein Teller heisse Suppe oder eine gebratene Wurst wäre manchem vielleicht lieber gewesen: Viele Menschen, besonders an der Westküste Floridas, hatten seit Tagen kein warmes Essen mehr. Noch immer sind Tausende im Sunshine State ohne Strom. Die Stromnetzbetreiber schlossen jedoch nach und nach die Lücken.
Am Dienstag waren noch 6,2 Millionen Einwohner ohne Stromversorgung gewesen. Von Fort Myers aus wollte Trump ins südlich gelegene Naples weiterreisen, um mit Überlebenden zu sprechen.
Nach einem Stromausfall in einem Altersheim in Florida kamen nach Polizeiangaben acht Bewohner ums Leben. Die Opfer in dem Altersheim waren zwischen 70 und 99 Jahre alt, wie der Polizeichef des Ortes Hollywood nördlich von Miami, Thomas Sanchez, erklärte. Nach seinen Worten fiel durch «Irma» der Strom in dem Altersheim aus und damit auch die Klimaanlage. Wegen «starker Hitze» wurden 115 Bewohner des Seniorenheims in Krankenhäuser gebracht.
Der Gouverneur von Florida, Rick Scott, sprach von einer «unfassbaren Situation». Er kündigte rechtliche Schritte an, falls «nicht im besten Interesse der Patienten» gehandelt worden sei. Ermittlungen zu dem Fall wurden eingeleitet.
Sollte sich bestätigen, dass die Todesfälle in dem Altersheim auf den Stromausfall und einen dadurch bedingten Ausfall der Klimaanlage zurückzuführen sind, würde sich die Zahl der durch den Hurrikan verursachten Todesfälle in Florida auf mindestens 20 erhöhen. In der Karibik kamen mindestens 41 Menschen durch «Irma» ums Leben.
Am internationalen Flughafen von Miami war der Flugverkehr weiterhin eingeschränkt. Der Airport war am Donnerstag erst wieder zu 50 Prozent einsatzfähig.
(SDA)