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Gartenstadt: Liebefeld, Spiegel und Gurtenbühl
Als die Stadt Bern sich Ende des 19. Jahrhunderts gegen Westen ausdehnte, wuchs der Siedlungsdruck auf die Gemeinde Köniz. Erste Wohnquartiere wurden ab 1915 an den Sonnenhängen des Könizbergs und der Gurtenwestflanke erbaut; meist wurden diese teils auf dem Boden parzellierter Landsitze wie z.B. Buchsi-, Stapfen-, Stettlergut, Liebefeld, Bläuacker, Hohliebe und Lochgut in Köniz oder Gosset-, Weier- und Maygut in Wabern errichtet. In den «Gartenstädten» Liebefeld, Spiegel, Gurtenbühl und Bellevue wurden neue Wohnkonzepte erprobt.
Gartenstadt Liebefeld
1914 bot der Architekt Philipp Hauser eine Lösung zur dringenden «Wohnungsfrage der Stadt Bern»: Wo und wie wohne ich in Bern am gesündesten, am billigsten und am idealsten? Industrialisierung und Bevölkerungszunahme hatten zu schwierigen Wohnverhältnissen in Bern geführt. 1914 wurde das Gebiet oberhalb des Neuhausplatzes im Liebefeld parzelliert und zum Verkauf angeboten. Ab 1917 entstanden die ersten Einfamilienhäuser. (Mehr zum Thema unter der "OGS-Kolumne")
Literatur: Hans Popp, Geschichte der Gartenstadt Liebefeld/Köniz und der Verkehrsgenossenschaft 1914-2012, Liebefeld 2012
Gartenstadt Spiegel
Vor dem 1. Weltkrieg bestand der Spiegel aus ein paar Bauernhöfen; vor allem das damals schon existierende Spiegel-Pintli zog die Städter an den Gurtenhang. Ab 1916 wurden die ersten Strassen und das Quartier oberhalb der heutigen Spiegelstrasse angelegt. Bis 1920 entstand die Bellevuestrasse, wo es schon einige Villen gab; 1952 war die Spiegelstrasse an der Reihe. Eine Kirche bekam der Spiegel erst 1959.
Literatur: H. Spahr, Spiegelchronik 1976
Gartenstadt Gurtenbühl
Das erste Wohnquartier, das vor allem Zwei- bis Dreifamilienhäusern zählte, wurde nach der Jahrhundertwende (um 1900) neben der Gurten-Brauerei erstellt.
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