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Der Grenchenberg liegt in der Landwirtschaftszone mit Lärmempfindlichkeitsstufe III. Hier gelten massgebende Grenzwerte von 60 dB(A) am Tag und 50 dB(A) in der Nacht. Die Grafik zeigt, dass der Geräuschpegel zwischen 45 und 55 dB(A) im Bereich leiser Radiomusik und eines normalen Gesprächs liegt. Die Grenzwerte der Lärmschutzverordnung beziehen sich auf die zugelassenen Lärmimmissionen für bewohnte Gebäude. Eine Windenergieanlage verursacht bei starkem Wind und maximaler Leistung an den Flügelspitzen einen Schalldruck von bis zu 105 dB(A). In 300 m Entfernung zur Lärmquelle nimmt der Schallwert um 60 dB(A) auf zirka 45 dB(A) ab.
Die Anlagen werden also in Grenchen nicht hörbar sein. Gemäss Umweltverträglichkeitsbericht können die gesetzlich massgebenden Grenzwerte an allen Immissionspunkten auf dem Grenchenberg tagsüber eingehalten werden. Um den Grenzwert in der Nacht beim Restaurant Untergrenchenberg, der Skihütte Le Buement und der SAC Hütte einzuhalten, werden die Anlagen bei hohem Windaufkommen gedrosselt betrieben.
In Absprache mit der kantonalen Lärmfachstelle wurde festgehalten, dass bei den temporär bewohnten Liegenschaften Skihütte Le Buement und SAC Hütte eine Erleichterungen von 5 dB(A) in der Nacht in Aussicht gestellt werden kann, falls die Einhaltung der Grenzwerte zu einer unverhältnismässigen Leistungsreduktion der Anlagen führt.
Die SWG rechnet während der Bauphase mit einem Verkehrsaufkommen von rund 6'000 Transportfahrten. Sie geht von einer effektiven Bauphase von etwa 200 Arbeitstagen aus, dies bedeutet zirka 30 Fahrten pro Arbeitstag oder gemäss UVB 3-4 Fahrten pro Arbeitsstunde.
In Zeiten höchster Belastung und bei der Anlieferung der Anlagenkomponenten (während etwa 10 Tagen, die Bevölkerung wird frühzeitig informiert), kann es zu vereinzelten nächtlichen Fahrten in der Stadt bis zum temporären Umladeplatz Lingeriz kommen. Ansonsten gibt es nachts, an den Wochenenden und auch während der Ferienzeit geregelte Ruhezeiten.
Ebenfalls werden lärmintensive Arbeiten während der Setz- und Brutzeit des Wildes und der Vögel vermieden. Gemeinsam mit der kürzlich gegründeten Umweltbegleitgruppe– zusammengesetzt aus Vogelschutzverein Kanton SO und Grenchen, WWF, Pro Natura Solothurn – werden für die Bau- und Betriebsphase Monitorings sowie Massnahmen im Natur- und Umweltbereich ausgearbeitet und umgesetzt.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Infraschall nur dann Folgen haben kann, wenn Menschen ihn hören oder spüren können. Da die von Windkraftanlagen erzeugten Infraschallpegel in üblichen Abständen zur Wohnbebauung deutlich unterhalb der Hör- und Wahrnehmungsgrenzen liegen, haben nach heutigem Stand der Wissenschaft Windenergieanlagen keine schädlichen Auswirkungen für das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen. Unsere Simulation zeigt, dass wir die Grenzwerte der Lärmschutzverordnung im hörbaren Bereich – mit Reduktionsmassnahmen in gewissen Betriebspunkten – einhalten können: 60dB am Tag und 50 dB in der Nacht.
Folgender physiologischer Zusammenhang ist wichtig: Je tiefer die Frequenz, desto höher muss der Schalldruckpegel – also die Lautstärke – sein, damit der Mensch etwas wahrnimmt (Wahrnehmungsschwelle). Beispielsweise muss bei acht Hertz der Schalldruckpegel bei 100 Dezibel liegen, bei 16 Hertz hingegen genügen 76 Dezibel. Bei 100 Hertz würden 23 Dezibel ausreichen.