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Die Reuss - Unser Fluss
160 km bis zur Mündung
Die Quelle der Reuss liegt im Gotthardmassiv auf 2640 m ü. M. in einem kleinen Bergsee östlich des Schwärziseelis oberhalb des Furkapasses. Nach 19 Kilometern vereinigt sich die Furkareuss bei Hospental mit der Gotthardreuss und wird ab jetzt nur noch Reuss genannt. Bei Andermatt biegt der Fluss gegen Norden ab und passiert die Schöllenenschlucht mit der alten Häderlisbrücke kurz vor Göschenen. Von dort aus fliesst Die Reuss weiter über Wassen und Amsteg bis sie bei Erstfeld die breite Ebene des Urner Reusstals erreicht. In einem geraden Kanal gefasst strömt der Fluss zwischen Altdorf und Attinghausen neben der Autobahn über die Ebene und erreicht bei Flüelen und Seedorf das Mündungsgebiet, um sich im Reussdelta im Vierwaldstättersee zu verlieren. In Luzern verlässt die Reuss den See wieder, durchquert den Hügelzug Zimmeregg-Greterwald und nimmt bei Emmenbrücke die Kleine Emme auf. Dann strebt sie weiter durch ein flaches Tal an Buchrain und Root vorbei bis sie bei Honau den Punkt erreicht an dem sich die Grenzen der Kantone Luzern, Zug und Aargau treffen. Von hier ab fliesst die Reuss als mäandrierender Fluss weiter gegen Norden durch das Reusstal und bildet zunächst die Grenze zwischen dem aargauischen Freiamt mit dem Kanton Zug und später dem Kanton Zürich. Bei Maschwanden mündet dann von rechts die Lorze in die Reuss, bei Obfelden der Lindenbach und bei Jonen der aus dem Jonental von Affoltern am Albis her kommende Jonenbach. Nachdem sie bei Unterlunkhofen den 1975 durch das Kraftwerk entstandenen Flachsee durchquert hat, umschliesst die Reuss in einer weiten Flussschlaufe die Altstadt von Bremgarten. Unterhalb von Bremgarten fliesst sie weiter durch Schwemmebenen oberhalb von Hügelzonen und durchquert die Stadt Mellingen. Im Siedlungsgebiet von Windisch und Gebenstorf durchschneidet sie die südlichste Kalkkette des Jura und mündet schliesslich nach 160 km unterhalb von Brugg in die Aare.
Impressionen aus der Reuss
Bild 1 - 4: Der klassische Äschenring, Äschenschule (Jungfische)
Bild 5 - 8: Äschen bei der Fortpflanzung (ableichen und befruchten)
Die Fotos wurden von H. Höppli FA Kt. AG im Jahr 2019 an der Reuss bei Gebenstorf aufgenommen.
Wie dieses Bild zeigt, finden wir in den Revieren 24/25 geeignete Stellen für den Brütlingsbesatz in einem Flussabschnitt.
(Aufnahme im April 2020)
Beim Laichfischfang am 2. Dezember 2019 im Binnenkanal war im unbewachsenen, offenen Bachabschnitt deutlich sichtbar, dass mehrere grosse Fische Verletzungen aufwiesen (Vogelschaden). Gesunde und kräftigere Fische hielten sich ausschliesslich im unwegsamen, bewachsenen Bereich des Baches auf.
Standort: Mitte November 2019 bei der Obfeldenbrücke/AG (Installationsplatz Armee)
Der Biber hat Hunger. Er schreckt auch nicht vor 30jährigen Bäumen zurück.