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Verhaltensfragen im Bewerbungsgespräch wie «Der Kunde beschimpft Sie, weil er mit einer Rechnung nicht einverstanden ist. Was antworten Sie?» können Sie in Bedrängnis bringen. Bewerbenden werden in der Regel solche Fragen zu einer ganz bestimmten Arbeitssituation gestellt. Ein beliebtes Vorgehen, um die Denk- und Handlungsweise eines Bewerbers auf den Prüfstand zu stellen. Wie reagiert der Jobsuchende in Stresssituationen? Kann er persönliche Angriffe entschärfen? Ist er in der Lage für seine Arbeit gradezustehen?
Mit Hilfe dieser drei Kriterien können Sie sich eine Formel aufbauen: Erfahrung, Lerneffekt und Weiterentwicklung. Es erfordert, dass Sie im Voraus über einige der Fragen nachdenken, die Sie vielleicht gestellt bekommen.
Mit Erfahrung ist gemeint, dass der Bewerber eine ähnliche Situation beschreiben soll, der er mal ausgesetzt war – wie zum Beispiel ein Streitgespräch mit schwierigen Kunden. Im Rahmen des Lerneffekts solle er anschliessend mitteilen, was er aus der Erfahrung mitgenommen habe. Und im dritten Punkt, der Weiterentwicklung, solle der Bewerber aufzeigen, wie er diese Erkenntnisse in seiner aktuellen Tätigkeit nutzen kann. Wichtig dabei ist, dass die Antworten einem roten Faden folgen.
Eine Antwort könnte so lauten: «Ich habe schon Erfahrungen mit schwierigen Kunden gemacht. Diskussionen in einer aufgeheizten Stimmung lohnen sich nicht und sind nicht zielführend. Ich versuche jeweils ruhig zu bleiben, höre mir das Problem an und sage dem Kunden, dass ich zuerst alle Fakten prüfen muss und mich später bei ihm mit einer Lösung zurückmelde. So hat der Kunde sich Luft verschaffen und ich erst einmal Zeit gewonnen.» Versuchen Sie nach dieser Formel verschiedene Verhaltensfragen vorauszudenken. Und prinzipiell nicht vergessen: Eine gute Vorbereitung für jedes Bewerbungsgespräch ist alles!