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Auf der Donau kam es am Mittwochabend gegen 21.05 Uhr in Budapest zu einer Kollision zwischen einem Flussschiff der Firma Viking River Cruises mit Sitz in Basel und einem kleineren Ausflugsboot. Das kleinere Schiff kenterte und ging in wenigen Sekunden unter. Das Unglück forderte mindestens sieben Tote. Bei den Opfern handelt es sich um südkoreanische Touristen. Sieben Menschen – alle Südkoreaner – konnten unmittelbar nach der Katastrophe aus dem Wasser gerettet werden. Sie wurden wegen Unterkühlung in Budapester Spitälern behandelt, erklärte ein Sprecher des Rettungsdienstes in der Nacht zum Donnerstag. Die Passagiere des Flusskreuzfahrtschiffes blieben unverletzt.
21 weitere Menschen werden noch vermisst, die Aussicht, sie lebend zu finden, wurde von den ungarischen Behörden als gering eingeschätzt. Dennoch dauerte die Suche einen Tag nach einer der schlimmsten Schifffahrtskatastrophen in der neueren Geschichte Ungarns an. So suchten hoch spezialisierte Taucher mit Unterstützung der Armee nach den 19 südkoreanischen Passagieren sowie zwei Ungarn, einem Kapitän und einem Matrosen.
Der Kapitän der Viking Sigyn ist inzwischen festgenommen worden. Gegen den 64-jährigen Ukrainer wird ein Strafverfahren wegen Gefährdung mit massenhafter Todesfolge eingeleitet. Bereits im März diesen Jahres war ein Schiff des Tochterunternehemens Viking Ocean Cruises aufgrund von Motoproblemen vor der Küste Norwegens in Seenot geraten. Alle Passagiere blieben unverletzt. Viking Ocean Cruises ist die Hochseesparte der Firma Viking River Cruises mit Sitz in Basel. (TI)