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Die Regional-Fluggesellschaft Crossair rechnet nach enttäuschenden Ergebnissen im November nicht mehr mit einem positiven Ergebnis für das Jahr 2000. Der teure Treibstoff und der hohe Dollarkurs hätten grosse Mehrkosten beschert.Dieser Inhalt wurde am 14. Dezember 2000 - 08:33 publiziert
Von Januar bis Oktober habe Crossair rund 75 Mio. Franken oder 80 Prozent mehr für Treibstoff ausgeben müssen als in der Vorjahresperiode, gab Crossair am Donnerstag (14.12.) bekannt. Der Einbruch habe auch nicht durch die im Frühjahr eingeleiteten Massnahmen verhindert werden können, welche jährliche Ergebnisverbesserungen von rund 50 Mio. Franken ergäben.
Crossair bleibt in Lugano und setzt auf Airbus
Festhalten will Crossair dagegen am Standort Lugano-Agno. Die im Oktober angekündigten Überprüfung habe ergeben, dass die Betriebsgrösse die Mehrkosten für eine Weiterführung aus heutiger Sicht rechtfertige, hiess es.
Wie Crossair weiter mitteilte, setzt das Unternehmen seine Flottenerneuerung fort. Sie kauft vorerst acht Airbus A-320-Flugzeuge, die ab 2002 die Boeing MD-80 ersetzen sollen. Für vier weitere A-320 sichere sich Crossair Optionen, hiess es weiter.
Mit dem vorzeitigen Verkauf älterer Flugzeuge werde das Sitzangebot gemäss Beschluss des Verwaltungsrates verkleinert und die Auslastung erhöht. Die ersten A-320 sollen im Frühjahr 2002 geliefert werden, die letzte MD-80 wird bereits im Herbst 2003 ausgemustert.
Neben der A-320 sei auch die Boeing 737-800 evaluiert worden. Crossair habe den europäischen Airbus im Hinblick auf Synergien innerhalb der SAirGroup gewählt. Zudem biete Airbus mit der grösseren A-321 mehr Flexibilität beim Sitzvolumen.
Lohnanpassungen fürs Personal
Neben dem Gesamtarbeitsvertrag für die Piloten, der stufenweise Salärerhöhungen von durchschnittlich 20 Prozent in den nächsten fünf Jahren sowie deutlich bessere Arbeitsbedingungen umfasst, genehmigte der Verwaltungsrat auch weitere Lohnanpassungen. Für das Kader gilt demnach statt der bisherigen Gewinnbeteiligung ein Bonussystem, das sich an der persönlichen Leistung und am Geschäftsergebnis orientiert. Das Bodenpersonal erhält statt des bisherigen halben neu einen vollen 13. Monatslohn, was eine generelle Lohnerhöhung von 4,2 Prozent ergebe.
Neuer Leiter Technik
Schliesslich gab Crossair bekannt, dass Jorgen H. Orstam neuer Leiter der Crossair Technik wird. Der 55-jährige Däne tritt am 1. Januar die Nachfolge von Franz Meyer an, der als Pilot in den Crossair-Flugbetrieb zurückkehrt.
swissinfo und Agenturen
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