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Der neue Schweizer Brewers Cup Champion heisst Daniel Hofstetter. In einem packenden Wettkampf setzte sich der 39jährige aus Bachenbülach mit einem kolumbianischen Kaffee gegen ein hochkarätiges Teilnehmerfeld durch. Die diesjährige Auflage des Brewers Cups wurde am 13. + 14. Mai in Lausanne ausgetragen.
10 TeilnehmerInnnen rangen in diesem Jahr um den Titel des Schweizer Meisters im Filterkaffee brühen. Darunter die ehemalige Baristameisterin Emi Fukahori und der Kaffeeallrounder und zweifache Cup Tasting- und Barista-Meister Mathias Bühler.
Der Brewers Cup besteht aus zwei Runden. Zum einen brüht jeder Barista im sogenannten Open Service einen eigenen, in Partnerschaft mit einer Rösterei gerösteten Kaffee, den er in zehn Minuten für drei Sensorik-Juroren brüht. Er erarbeitet ein Brühverhältnis, verwendet ein besonderes Wasser, eine ausgewählte Brühmethode wie die Aeropress oder einen «V60» Filter. Im Rahmen einer Präsentation erklärt er sein Vorgehen und beschreibt Aroma, Geschmack, Säure, Körper und Nachgeschmack des Kaffees. All’ diese Faktoren werden einzeln bewertet und fliessen in eine Gesamtbewertung ein.
Im Compulsory Service brüht der Barista einen «fremden» Kaffee, also einen Kaffee der ihm 30 Minuten vor dem Wettkampf zur Verfügung gestellt wird. Dieser ist für alle TeilnehmerInnen gleich und wird von der Jury, die aus internationalen Kaffeesomeliers (Q-Grader, Sensoriker) besteht, blind verkostet und bewertet. Die summierte Punktzahl entscheidet über den Sieg und Finaleinzug.
Am besten hat diese Disziplinen am Wochenende Daniel Hofstetter gemeistert. Der Lebensmittelingenieur aus Bachenbülach zeigte zwei fehlerfreie Präsentationen und konnte die Jury mit einem besonders aufbereiteten Kaffee aus Kolumbien von der Finca La Palma y el Tucan begeistern. Den zweiten Platz belegte Panagiotis Megalesis von der Solothurner Stadtrösterei vor Emi Fukahori vom Zürcher Café Mame.
Das aus lediglich 35 kg bestehende Kaffee-Lot wurde einer «anerobic lactic fermentation» unterzogen, welche die organischen Säuren Kaffee erhöht und zu einem angenehmen Mundgefühl führt. Daniel Hofstetter brühte den Kaffee mit einem dem klassischen Melita-Filter nachempfunden Handfiltervorrichtung namens «V60». Statt drei Löchern hat diese eine grosse Loch und unterstützt durch Drainagerinnen eine gleichmässige Extraktion des Kaffees.
Daniel Hofstetter arbeitet für die Hemro-Gruppe als Sales Manager und Head of Education. Diese steht hinter den bekannten Kaffeemühlen-Marken ditting, Mahlkönig und Anfim. Von seiner Kenntnis und Erfahrung im Bereich der Mühlentechnologie und der Partikelverteilung hat Daniel Hofstetter sicher auch in diesem Wettkampf profitiert, ebenso wie von der Zusammenarbeit mit Henauer Kaffee. In Persona von Philipp Henauer begleiten die Rösterei aus Höri seit Jahren erfolgreich Baristi an Meisterschaften.
Beide werden sich jedoch nicht lange ausruhen können und wollen. Denn schon mitte Juni findet in Budapest der World Brewers Cup statt. Als Sieger der eidgenössischen Meisterschaft wird Daniel Hofstetter die Schweiz in Budapest vertreten.
Bild: Kaffeemacher