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Oberrhein, 1497
H. 45, B. 32 cm
Inv. 1958.19.
Das laut Inschrift von Magister Johannes Gebwiler gestiftete Glasgemälde hat die Darstellung des hl. Hieronymus zum Thema, der als Schutzpatron der Lehrer, Theologen und Universitäten verehrt wurde. Der aus Colmar stammende, in Basel und Freiburg i. Br. zum Theologen ausgebildete Gebwiler, dessen Werdegang in den letzten zwei Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts nicht nachgewiesen ist, wurde 1507 Chorherr zu St. Peter in Basel. Seine akademische Tätigkeit als Ordinarius der Theologie, als Dekan und dreimaliger Rektor der Universität Basel nahm wegen seiner gegenreformatorischen Gesinnung 1523 ein Ende. Der büssende hl. Hieronymus mit den Gesichtszügen eines jungen Mönches kniet im liturgischen Untergewand - das rote Kardinalsgewand hat er abgelegt - vor dem Eingang seiner Felsklause und schlägt, von Versuchungen geplagt, mit Steinen gegen seine Brust. Sein ständiger Begleiter, der Löwe, und das Wappenschild darunter sind in ihrer heutigen Form spätere Ergänzungen. Zwischen den Felsen öffnet sich der Blick in die Landschaft, auf eine Stadt im Hintergrund. Der Stifter selbst ist als Chorherr, erkennbar an seinem Pelzumhang, links unten am Sockel der rahmenden, gotischen Bogenarchitektur dargestellt.