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Es ist nie einfach, seiner vorgesetzten Person zu sagen, dass man gehen möchte. Selbst wenn du deine Rolle nicht mehr magst, mit deinem Chef nicht zurecht kommst und du es einfach nicht erwarten kannst, das Unternehmen zu verlassen, gibt es immer einen richtigen und einen falschen Weg, um zu kündigen. Du weisst nie, wo du in den nächsten Jahren landen wirst. Es ist deshalb ratsam, mit Bedacht zu handeln und sicherzustellen, dass du auf dem Weg dorthin keine Brücken abbrichst. Bekanntlich trifft man sich immer zweimal im Leben.
Hier ist deine 5-Punkte-Checkliste, wie du richtig kündigst:
Wäge die Vor- und Nachteile des Verlassens deiner Position ab. Gehst du, weil du ein höheres Gehalt möchtest? Wenn ja, hast du deine Chefin um eine Gehaltserhöhung gebeten? Gehst du, weil es für dich keine Aufstiegschancen gibt? Vielleicht kann dein Manager mit dir einen klaren Karrierepfad ausarbeiten. Hast du eine andere Stelle in Aussicht? In der aktuellen Wirtschaftslage kann es schwierig sein, eine passende Stelle zu finden, nachdem du die aktuelle Stelle verlassen hast. Denke gut über alternative Möglichkeiten nach und vergewissere dich, dass es die richtige Entscheidung ist.
In den meisten Arbeitsverträgen ist eine Kündigungsfrist enthalten. Ansonsten gelten die Kündigungsfristen gemäss Obligationenrecht (Art. 355 ff OR). Prüfe genau, welche Kündigungsfrist bei dir zur Anwendung kommt. In aller Regel bist du verpflichtet, bis zum letzten Tag der Kündigungsfrist zu arbeiten, während dein Arbeitgeber nach einem Ersatz für dich sucht.
Schreibe eine Kündigung, welche du bei dem formellen und persönlichen Gespräch mit deiner vorgesetzten Person verwendest (siehe Punkt 4). Das Schreiben sollte höflich sein und folgende Punkte zwingend beinhalten:
Korrekte Angaben (Name, Adresse) von dir und des Arbeitgebenden (entweder HR oder direkt vorgesetzte Person)
Klare Angabe, welcher Arbeitsvertrag gekündigt wird (Arbeitsvertrag vom [Datum])
Angabe, auf welches Datum (siehe Punkt 2) du kündigst.
Datum und deine Unterschrift. Wenn du das Schreiben persönlich abgibst, lässt du am besten auch gleich deine vorgesetzte Person den Empfang des Schreibens unterzeichnen. Falls dies nicht möglich ist, empfiehlt es sich, den Brief eingeschrieben zu senden.
Wenn du eine andere Arbeit gefunden hast oder aus gesundheitlichen Gründen kündigst, kannst du diese Gründe in den Brief aufnehmen, aber vermeide es, emotionale Gründe zu dokumentieren, lasse diese am besten unerwähnt. Stelle zudem sicher, dass du eine Kopie des Schreibens aufbewahrst.
Idealerweise erfolgt deine Kündigung im formellen Rahmen, und nicht per SMS, Telefon oder E-Mail. Vereinbare also ein Treffen mit deiner vorgesetzten Person und bringe ihr dein Kündigungsschreiben zur Unterschrift (Empfangsbestätigung) mit. Erläutere klar und sachlich deine Gründe für das Verlassen des Unternehmens. Dein Manager könnte versuchen, die Gründe für deinen Weggang zu erfahren. Versuche also, Negativität aus der Situation herauszuhalten - es macht keinen Sinn, unter schlechten Bedingungen zu gehen. Wie du jetzt handelst, könnte dir auf lange Sicht schaden, wenn deine vorgesetzte Person Groll über die Art und Weise hegt, wie du gegangen bist. Betone die positiven Aspekte der Arbeit für das Unternehmen, bleibe ruhig und erwähne, dass du es zwar bedauerst, das Unternehmen zu verlassen, dass es aber an der Zeit ist, weiterzuziehen. Bespreche, wie die Übergangs- und Übergabephase gehandhabt werden soll, und biete Hilfe an, wo du kannst.
Neben dem Verlangen eines Arbeitszeugnisses für deine Arbeit kannst du deine Chefin fragen, ob sie dir für Referenzen zur Verfügung steht. Bedanke dich idealerweise persönlich bei ihr für ihre gute Führung und frage sie, ob sie bereit wäre, ein Empfehlungsschreiben zu verfassen und auch für mündliche Referenzen zur Verfügung zu stehen. Idealerweise informierst du sie jeweils proaktiv, sobald du ihre Kontaktangaben an einen neuen potentiellen Arbeitgeber weitergegeben hast.
Beschränke deine Empfehlung nicht nur auf deine vorgesetzte Person. Frag auch Kollegen oder Kunden, mit denen du zusammengearbeitet hast um Referenzen. Dies kannst du z. B. via Linkedin tun. Biete den angefragten Personen doch als Gegenleistung auch gleich eine Empfehlung für sie an.
Eine Kündigung kann sich wie eine schwierige und unangenehme Aufgabe anfühlen - aber du bist es dir und deiner Karriere schuldig, sie auf die bestmögliche Weise zu bewältigen. Stelle sicher, dass du ruhig bleibst, positiv denkst und sicher stellst, dass du, egal was passiert, unter guten Bedingungen deinen Arbeitgeber verlässt.
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