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Ob bei einem Kundentermin, einem Geburtstagsessen oder einer Party – immer wieder heisst es: «Kleider machen Leute». Doch woher stammt diese Redewendung eigentlich? Und trifft sie auch wirklich zu? Hier die erstaunliche Antwort.
Auch wenn die Redewendung «Kleider machen Leute» topaktuell ist, reicht ihre Entstehung weit zurück. So wird sie erstmals von Friedrich von Logau (1605-1655) erwähnt, einem Dichter aus der Zeit des Barock. In seinen «Sinngedichten» schreibt er unter dem Titel «Kleider»:
«Kleider machen Leute; trifft es richtig ein,
Werdet ihr, ihr Schneider, Gottes Pfuscher seyn.»
Möglicherweise hat sich Friedrich von Logau hierbei an die lateinische Redewendung «vestis virum reddit» (deutsch: «Kleidung macht den Mann») angelehnt, die wiederum von Erasmus von Rotterdam (ca. 1467-1536) stammt, einem bedeutenden Gelehrten der Renaissance. «Kleider machen Leute» ist also schon seit über 500 Jahren eine gängige Redewendung!
Friedrich von Logau war vermutlich auch eine Inspiration für den bekannten Schweizer Schriftsteller Gottfried Keller (1819-1890), der «Kleider machen Leute» mit seiner gleichnamigen Novelle definitiv unter das Volk gebracht hat. Darin geht es um den armen Schneiderlehrling Wenzel Strapinski, der aufgrund seiner Kleidung versehentlich für einen polnischen Grafen gehalten wird und diese Situation ausnutzt … (Wenn Du wissen willst, wie die Novelle ausgeht, findest Du auf getAbstract eine detaillierte Zusammenfassung.) Auch Robert Walser, ein weiterer bekannter Schweizer Schriftsteller, hat übrigens eine Novelle mit «Kleider machen Leute» betitelt.
Wie sieht es mit der Redewendung aber nun in der Praxis aus? Machen Kleider wirklich Leute? Wie Forscherinnen und Forscher in verschiedenen Studien beweisen konnten, beurteilen wir Menschen tatsächlich innerhalb weniger Millisekunden – und zwar auf der Grundlage dessen, was wir sehen. Dazu gehört zu einem grossen Teil die Kleidung.
In neusten Experimenten konnten sie zeigen, dass wir jenen Menschen mehr zutrauen, die aufgrund ihrer Bekleidung reicher wirken. Dazu haben sie ein und dasselbe Gesicht auf verschieden gekleidete Körper montiert. Und in über 80% der Fälle wurden jene Gesichter als fähiger eingestuft, die auf einen Körper mit «teurer» wirkender Kleidung montiert war. Verrückt, nicht?
Zum Glück gilt diese Erkenntnis vor allem dem ersten Eindruck. So haben wir in vielen Situationen des Alltags die Möglichkeit, mit unserem Charakter und unseren Stärken zu überzeugen – und auch mal einen Fauxpas in Sachen Kleidung wieder «auszubügeln».
Damit dies aber gar nicht erst passiert, übernehmen wir gerne Deine Wäsche – so sieht Deine Kleidung, ganz selbstverständlich, immer top aus – und Du kannst Dich darauf konzentrieren, mit Deiner Persönlichkeit zu punkten. Jetzt mehr erfahren: www.tubago.ch
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