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Traditionsgemäss, alle zwei Jahre, lud Präsidentin Vreni Schafer die Ehrenmitglieder zu einem Treffen ein. Sohn Primin Schafer organisierte einen Ausflug nach Grenchen und Altreu. Und zufälligerweise hiess auch der Chauffeur des Extrabusses der BOGG Schafer. Gregor Schafer, ein Verwandter ersten Grades von Pirmin, fuhr die Gruppe sicher vom Treffpunkt Kreuz in Kappel zum Velodrome nach Grenchen.
Velodrome Suisse Grenchen
Georges Aeschlimann, ein ehemaliger Bieler Eishockeyaner und Sohn eines erfolgreichen Radprofis zu Kübler und Koblets Zeiten, erzählte den verdienten Turnern mit Begeisterung vom Bau des Velodromes als "eine Halle für alle", die gemischt finanziert mit öffentlichen Geldern und privaten Donatoren im Jahre 2013 in Betrieb genommen wurde. Das Zentrum der Anlage wird für Events und Ausstellungen, als Konzert- oder als Turnhalle benutzt und kann auch für Firmen- und private Anlässe gemietet werden. Doch das grosse Oval gehört nur den Radfahrern. Die Bahn verfügt über eine 250 Meter lange Holzpiste aus sibirischer Fichte mit einer Kurvenüberhöhung von 7 Metern. Laut dem Hersteller, der Bremer Firma von Lütcken, macht diese Holzart dank der sehr engen Jahrringe die Bahn schnell. Der Beweis wurde durch die Verbesserungen des Stundenweltrekords durch Jens Voigt und Rohan Dennis erbracht.
Der unterste Streifen der Rennbahn ist blau markiert und dient als Anfahr- und Ausrollbereich. Dieses blaue Band wird im Radsport als "Côte d'azur" bezeichnet. Zwanzig Zentimeter von der Côte d'azur entfernt befindet sich eine schwarze Linie, nach der die Bahnlänge (250 m) gemessen wird. Die rote Linie, 70 Zentimeter von der schwarzen entfernt, ist für die Sprinter wichtig. Und zwei ein halb Meter darüber führt eine dunkelblaue "Steherlinie" rund um das Oval.
Während der ganzen Führung drehte ein einsamer Pedaleur Runde um Runde entlang der schwarzen Linie. Und ganz speziell zu Ehren der Ehrenmitglieder des RTVOG zog er seine Maschine hinauf an den Pistenrand, fuhr dort zwei Runden, und demonstrierte, dass man auch dort oben velofahren kann.
Storchenstation Altreu
Nach einer kurzen Erfrischung im Velodrome-Restaurant fuhr der Extrabus weiter zur Storchenstation Altreu. Meister Adebar ist zurzeit mit der Aufzucht seiner Jungen beschäftigt und deshalb meist fern der Storchensiedlung auf Futtersuche. Die Gesellschaft schien sich auch nicht sehr für die Vögel zu interessieren. Nach einem kurzen Blick auf die vielen Nester auf den Dächern des Dorfes, bog man direkt links ab an die Gestade der Aare. Genauer gesagt, in die Gartenwirtschaft des Restaurants zum Grüne Aff und genehmigte sich einen Apéro.
Landgasthof Kreuz Kappel
Langsam ging's weiter zum Höhepunkt des Treffens. Im Restaurant Kreuz in Kappel war für das Nachtessen reserviert. Die Hauptsache der Zusammenkunft war aber nicht das feine Essen oder der gute Wein. Am wichtigsten waren die persönlichen Gespräche, der Austausch von Erinnerungen, und der Rückblick auf die guten alten Zeiten. Bis in den späten Abend wurden alte Geschichten neu kommentiert, Ereignisse und Anekdoten aus dem letzten Jahrtausend zum Besten gegeben, auch wenn diese den meisten längst bekannt waren.
Es ist eben etwas Besonderes alte Freunde bei so guter Laune wieder einmal zu treffen.