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Fredrik Welin ist ein 66 Jahre alter pensionierter Chirurg, der in seinem Beruf einen schwerwiegenden Fehler gemacht hat. Er lebt einsam und zurückgezogen auf seiner Schäreninsel mit seinem Hund und seiner Katze. An einem eisigen Wintertag besucht ihn seine damalige Liebe Harriet. Er findet sehr schnell heraus, dass sie schwer erkrankt ist und sie bittet ihn eines seiner damaligen Versprechen einzulösen. Sie waren damals nur relativ kurz ein Paar, denn danach hat er sie ohne ein Wort verlassen.
Im Zuge der Einlösung des Versprechens wird er mit seiner Tochter Louise, von dessen Existenz er bisher nichts wusste, konfrontiert. Seine zweite Konfrontation besteht darin, dass er nach 12 Jahren Kontakt zu Agnes aufnimmt, dessen falschen Arm er amputiert hat. Damit stehen auf einmal drei Frauen in seinem Leben und er vor der Aufgabe sich mit seinen Fehlern auseinanderzusetzen.
Fredrik Welin, der die ganze, sich von einer Wintersonnenwende zur nächsten über ein Jahr hinziehende Geschichte selbst erzählt, stellt sich seiner Schuld und seiner Lebenslüge.
Henning Mankell hat mich sehr zum Nachdenken über das eigene Leben angeregt, denn es geht um das Altwerden und das Alleinsein im Alter. In diesem Buch geht es um das verlorene Leben. Es geht um die Frage, ob es Vergebung geben kann und es geht um die zweite Chance nach großen und unwiderruflichen Lebensfehlern.
Ein spannender Mankell-Roman, wenn auch kein Krimi, mit einer sehr schönen Sprache, ohne dabei verschnörkelt oder gekünstelt zu sein. Die Charaktere sind absolut realistisch und jeder für sich liebenswert.
Mal ein ganz anderer, aber genauso guter Mankell-Roman.
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