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Ehrhardt,
Karl Ludwig Adolf, Historienmaler, geb. zu Berlin, besuchte die untern Klassen der dortigen Akademie und ging 1832 nach Düsseldorf, wo er sich unter Schadow durch eine gediegene künstlerische und wissenschaftliche Bildung hervorthat. Seine Bilder, aus denen Innigkeit des Gemüts und Reinheit der Phantasie sprechen, zeigen eine Hinneigung zu der Auffassungsweise Bendemanns, der ihn auch im Herbst 1838 nach Dresden berief, wo E. sich bei der Ausführung der großen Wandmalereien im Schloß beteiligte.
Dort wurde er 1846 Professor an der Akademie. Zu seinen besten Bildern, teils religiösen, teils profanen und romantischen Inhalts, gehören: die Tochter Jephthas (1836), Christus mit Maria und Martha (1837), Tod des provençalischen Dichters Rudello nach Uhland, Rinaldos und Armidas Trennung, der Traum Dantes, worin ihm Lea und Rahel erscheinen, Karl V. im Kloster, Ludwig der Bayer bei Friedrich dem Schönen, Luther als Junker Georg im «Schwarzen Bär» zu Jena (1864, Museum in Leipzig) und die in der Beleuchtung etwas zu effektvolle Auferstehung Christi. Sehr rühmlich sind auch seine Porträte, z. B. das Ludwig Richters, und viele seiner illustrierenden Zeichnungen.