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Anhand eines Mikrosimulationsmodells wurden von Ecoplan die Auswirkungen der Reform der beruflichen Vorsorge (BVG 21) untersucht. Es wird geschätzt, dass die Erhöhung der Lohnnebenkosten die Arbeitsnachfrage leicht dämpfen und das Arbeitsvolumen um 3300 Vollzeitäquivalenten reduzieren wird. Der wichtigste Umverteilungseffekt der Reform entsteht durch den Rentenzuschlag und dessen Finanzierung über einen Beitrag von 0,5 Prozent des AHV-Lohnes. Zum Thema Umverteilung wird zusammenfassend ausgeführt:
Die geplante BVG-Reform verändert für die älteren Generationen (bis Jahrgang 1957) die Umverteilung nicht, da sie schon vor dem Inkrafttreten der BVG-Reform in Rente sind und die Rente fixiert ist. Hingegen entlastet die geplante BVG-Reform die Übergangsgeneration (Jahrgänge 1958 bis 1972) und belastet die jüngeren Generationen (ab Jahrgang 1973). Die geplante BVG-Reform bringt eine Umverteilung im Umfang von rund 18 Mrd. CHF (bei «temporärem» Tiefzins) bis 26 Mrd. CHF (bei «permanentem» Tiefzins) zugunsten der Übergangsgeneration und zu Lasten der jüngeren Generationen ab Jahrgang 1973. Dies entspricht einem Umverteilungsgewinn von 13’700 bis 19’300 CHF pro versicherte Person in der Übergangsgeneration.
Wie oben erwähnt, wird jedoch die Übergangsgeneration durch die kontinuierliche Senkung der reglementarischen Umwandlungssätze stark belastet. Diese Belastung wird im Umfang von rund 25% bis 50% durch die geplante BVG-Reform wieder kompensiert.
Mit der BVG-Reform verringert sich im Szenario «permanenter Tiefzins» die intragenerationelle Umverteilung. Hauptverantwortlich dafür ist die Senkung des Umwandlungssatzes von 6.8% auf 6.0%. Beurteilung abhängig von den Zinserwartungen
Die Beurteilung der geplanten BVG-Reform bezüglich der Umverteilung zwischen Generationen hängt wesentlich von den Zinserwartungen ab. In Erwartung eines künftig permanenten Tiefzins würde die geplante BVG-Reform zu einer starken Korrektur der Umverteilungseffekte zugunsten der Übergangsgeneration und zulasten der jüngeren Generationen (ab Jg. 1973) führen: Anstelle einer Umverteilungslast könnte die Übergangsgeneration dank der BVG-Re-form mit einem Umverteilungsgewinn rechnen.
Im Gegensatz dazu würde sich die Umverteilungslast der jüngeren Generationen erhöhen. Erwartet man aber, dass sich die tiefen Zinsen in 10 Jahren wieder erholen, würde die geplante BVG-Reform zwar ebenfalls zu einer Korrektur zugunsten der Übergangsgeneration führen. Diese Korrektur würde aber nicht ausreichen, um die Umverteilungslast der Übergangsgeneration vollständig zu beseitigen. Der Umverteilungsgewinn der jüngeren Generationen würde sich verringern, die jüngeren Generationen könnten aber auch mit der BVG-Reform noch mit einem Umverteilungsgewinn rechnen.