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Dalton Trumbos Adaption eines Romans von Edward Abbey ('Brave Cowboy') ist ein Abgesang auf ein freies Amerika, auf ein Land, das nicht durch Paragrafen, sondern die Aufrichtigkeit und Gottesfurcht seiner Bewohner bestimmt wurde, auf ein Land ohne Grenzen. Schwerwiegende Erfahrungen mit menschlichem Regulierungswahn und Paranoia vor der Freiheit, machte James Dalton Trumbo (1905÷1976) in der McCarthy-Zeit: Während der Hexenjagd des Senators auf Kommunisten, stand der Drehbuchautor auf der 'Schwarzen Liste' und erhielt Arbeitsverbot. Für seine Überzeugung sass er ausserdem zehn Monate im Gefängnis. Dann verkaufte er seine Ranch in Kalifornien und zog nach Mexiko. Er hat nie aufgehört zu schreiben, selbst im Gefängnis nicht. Er schrieb weiter Drehbücher, die er unter Pseudonym auf einer Art Schwarzmarkt für Autoren mit Arbeitsverbot an Studios und Filmemacher brachte. 1956 gewann ein gewisser Robert Rich für sein Drehbuch zu 'Roter Staub' (The Brave One) einen Oscar. Robert Rich war – peinlich für ganz Hollywood, aber auch für McCarthys 'Ausschuss zur Verfolgung unamerikanischer Umtriebe' – niemand anders als der im mexikanischen Exil residierende Dalton Trumbo. Die Unterstützung von Schauspieler Kirk Douglas und Regisseur Otto Preminger brachten ihn schliesslich auch offiziell in die Traumfabrik zurück. Sein Name erschien auf Insistieren der beiden in den Credits zweier ihrer Grossfilme: 'Spartacus' und 'Exodus'. Einen weiteren Triumph seiner Karriere erlebte Trumbo 1971 beim Festival in Cannes, wo eines seiner Herzensprojekte, der erschütternde Antikriegsfilm 'Johnny zieht in den Krieg' (Johnny Got his Gun), mit dem 'Grossen Preis der Jury' ausgezeichnet wurde.
Cast
Kirk Douglas, Gena Rowlands, Walter Matthau, Michael Kane, Carroll O'Connor, George Kennedy, William Schallert
Director
David Miller
Script
Dalton Trumbo
Reviews
Glänzend besetzter, sehenswerter 'moderner Western' (Lex. des Internat. Films).