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Dienstag 1-Dezember-2015
Forscher an der Universität von Padua (Italien) haben vor kurzem den Zusammenhang zwischen Vitamin D3 und Problemen mit den unteren Harnwegen untersucht. Die Beschwerden äußern sich vor allem in einer hohen Harndrangfrequenz, Inkontinenz, verlangsamtem Wasserlassen oder dem Gefühl, die Blase nie ganz entleeren zu können.
An der Studie nahmen 67 Männer mit Typ-2-Diabetes und Symptomen der unteren Harnwege teil. Der Vitamin-D-Blutspiegel wurde gemessen und die Art und Häufigkeit der Symptome anhand der IPSS (International Prostate Symptom Score)-Liste gemessen.
Wie so oft bei dieser Art von Untersuchung lag der Vitamin-D3-Blutspiegel bei den Teilnehmern weit unter dem Idealwert von 80 nmol/l. Der Mittelwert der 67 Männer lag bei 35 nmol/l und bei 45 Prozent aller Männer wurde ein Blutspiegel von weniger als 25 nmol/l gemessen. Nur 25 Prozent hatten einen Blutspiegel über 50 nmol/l.
Die Analyse ergab, dass der Vitamin-D3-Blutspiegel umgekehrt proportional zum IPSS-Score und zum Prostatavolumen war. Dies bedeutet, dass Männer mit einem höheren Vitamin-D3-Blutspiegel weniger Symptome zu erwarten haben und dass bei ihnen wahrscheinlich auch das Prostatavolumen kleiner ausfällt. Letzteres deutet wiederum auf eine verringerte Progression von Prostatahyperplasie hin, die im Prinzip gutartig ist, aber mit der Zeit zunehmend zu Problemen führt.
„Wir haben einen deutlichen Zusammenhang zwischen Vitamin D3, Problemen mit den unteren Harnwegen und Typ-2-Diabetes gefunden. Untersuchungen mit einer größeren Anzahl von Patienten sind notwendig, um diese Ergebnisse weiter zu untermauern“, erklärten die Forscher.
Zurzeit wartet man auf die Ergebnisse der VITAL-Studie der Harvard University (USA). Diese Studie wurde im Jahr 2011 begonnen und beobachtet über einen Zeitraum von etwa fünf Jahren die Wirkung von Vitamin D3 (und Omega-3) auf die Gesundheit. Die Hälfte der 20.000 Teilnehmer erhält während der Dauer der Studie täglich 50 mcg Vitamin D3. Basierend auf den Berichten von Hausärzten soll zum Schluss das Ergebnis bewertet werden. Hierbei treten vielleicht auch Erkenntnisse zutage, die den Zusammenhang zwischen Vitamin D und den unteren Harnwegen bestätigen können.