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Salome Lang, herzliche Gratulation zur Olympia-Qualifikation. Was hast Du als erstes für die Reise nach Tokyo eingepackt, und was sind Deine Erwartungen?
Mein Freund hat mir eine Halskette mit den olympischen Ringen als Glücksbringer geschenkt. Diese Kette konnte ich nach der Qualifikation nun endlich anziehen, nachdem ich sie für die Wettkämpfe bisher immer in der Tasche dabei hatte. Eigentlich war die Olympia-Teilnahme das Hauptziel, wenn ich aber in den Bereich meiner Bestleistung springe liegt allenfalls sogar der Final drin. Ich möchte mich aber nicht zu stark unter Druck setzen, sondern freue mich einfach auf das Erlebnis.
Matthias Kyburz, herzliche Gratulation zur Goldmedaille an der WM in Tschechien Anfang Juli. Wann und wo hast Du Dich eigentlich das letzte Mal verlaufen?
Das war vor einigen Wochen im Trainingslager, auch in Tschechien. Der Supermarkt war anders aufgebaut als bei uns. Bis ich die gesuchte Hefe gefunden hatte, hätte ich eine ganze Trainingseinheit absolvieren können...(lacht).
Lisa Gisler, wie trainiert eine Wintersportlerin im Sommer?
Curling ist mittlerweile zu einer Ganzjahres-Sportart geworden. Die Wettkampfsaison dauert von September bis Anfang Mai. Ab Anfang Juni stehen wir jeweils wieder auf dem Eis, um uns auf die Wettkampfsaison vorzubereiten. Das Sommertraining beinhaltet nebst dem Eistraining auch Konditions- und Mentaltraining sowie taktische Analysen.
Tobias Baumgartner, Du hast in der NLA schon über 1000 Tore geworfen. An welches erinnerst Du Dich am liebsten?
In einer meiner ersten Saison in der NLA durfte ich trotz meines jungen Alters die Sieben-Meter (Penaltys) werfen. Da gab es einige Duelle mit Torhüterlegenden, vor welchen ich sehr grossen Respekt hatte. Konnte ich sie überwinden, war ich natürlich sehr erleichtert. An ein Tor gegen das Wacker-Thun «Urgestein» Suik-Houng-Lee kann ich mich noch bestens erinnern.
«Mein Freund hat mir eine Halskette mit den olympischen Ringen als Glücksbringer geschenkt.»Salome Lang
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Salome Lang, auf Deiner Website steht als Leitspruch: “Champions are made when no one is watching!” (Champions reifen heran, wenn niemand zusieht). Was bedeutet dir diese Aussage?
Es ist einfach zu trainieren, wenn der Trainer dasteht und dir zuschaut oder wenn man in der Gruppe ist und sich von der Atmosphäre mitziehen lassen kann. Allein zu trainieren ist härter und fordert mehr Disziplin. Diese Selbstdisziplin macht es meiner Meinung nach aus, ob man den Sprung nach oben schafft – oder nicht.
Matthias Kyburz, Deine Weltrekordzeit über 50km auf dem Laufband wurde bereits unterboten. Wagst du nochmals einen Versuch?
Nein, definitiv nicht. Die Idee mit dem Weltrekord wurde aus der Not geboren, weil es wegen Corona keine Wettkämpfe gab zu dieser Zeit. Der Weltrekordversuch war spannend, aber ganz ehrlich: Ich habe schon spannendere und sinnvollere Stunden in meinem Leben verbracht (lacht).
Lisa Gisler, warum gibt es über Dich eine Wikipedia-Seite auf Englisch, aber keine auf Deutsch?
Die Wikipedia-Seite wurde wahrscheinlich von kanadischen Fans und Offiziellen erstellt. In Kanada ist Curling sehr beliebt. Deshalb waren wir vor der Corona-Pandemie und vor meinem Rücktritt jedes Jahr viele Wochen in Kanada unterwegs.
Tobias Baumgartner, fast die ganze Welt schaute kürzlich die Fussball-EM. Wünschst Du Dir für den Handballsport eine ähnlich grosse Aufmerksamkeit?
Ich gehörte auch zu den Fans, welche die Fussball-EM schauten, mitfieberten, diskutierten und manchmal auch fluchten. Aber ich bin froh, wenn nicht diskutiert wird, ob ich vor einem Spiel zum Coiffeur gehe oder nicht. Ein wenig mehr Aufmerksamkeit für den Sport wäre aber auch ganz ok.
«Ich bin froh, wenn nicht diskutiert wird, ob ich vor einem Spiel zum Coiffeur gehe oder nicht.»Tobias Baumgartner
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Was gefällt Euch an der Arbeit bei der SBB?
Salome Lang: Die Wertschätzung und die enorm vielseitige Arbeit.
Matthias Kyburz: Das Arbeitsklima und die sinnstiftende Arbeit im Bereich Nachhaltigkeit.
Lisa Gisler: Die Vielseitigkeit und die verschiedenen Facetten und Eigenheiten der Divisionen und Konzernbereiche sowie von SBB Cargo.
Tobias Baumgartner: Ich erlebe die SBB als eine enorm fortschrittliche Arbeitgeberin.
Wie bringt Ihr Spitzensport und Beruf unter einen Hut?
Salome Lang: Disziplin und ein gutes Zeitmanagement sind sehr wichtig, sowie die Freude an dem, was man macht.
Matthias Kyburz: Durch effizientes Zeitmanagement, gute Organisation und offene Kommunikation gegenüber dem Team und den Vorgesetzten.
Lisa Gisler: Es braucht das Selbstverständnis und den Willen dafür, die Extrameile zu gehen. Und es braucht die Energie, in einen ganzen Arbeitstag noch zwei Trainings zu integrieren.
Tobias Baumgartner: Gute Kommunikation, Zeitmanagement, Lernbereitschaft, Demut und viel Freude an dem, was man macht.
«Allein zu trainieren ist härter und fordert mehr Disziplin. Diese Selbstdisziplin macht es meiner Meinung nach aus, ob man den Sprung nach oben schafft – oder nicht.»Salome Lang
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SBB ist eine leistungssportfreundliche Arbeitgeberin
«Leistungssportfreundlicher Arbeitgeber» ist ein Label von Swiss Olympic. Das Programm soll die Schweizer Wirtschaft auf die Qualitäten und das Potenzial von Spitzenathletinnen und -athleten aufmerksam machen und diesen zu Anstellungen und Berufserfahrung verhelfen. In der Schweiz gibt es nur wenige Athletinnen und Athleten, die vom Sport leben können. Aus diesem Grund müssen viele Spitzensportlerinnen und -sportler auf flexible Arbeitgeber zählen können, welche ihnen (Teilzeit-)Stellen und Einstiegsmöglichkeiten anbieten, die auf ihre zeitliche und örtliche Verfügbarkeit abgestimmt sind.
Die SBB bietet zahlreiche Nachwuchsprogramme wie Hochschulpraktika, Career Starter oder Trainee-Programme an. Wo möglich bieten wir unseren Mitarbeitenden die Gelegenheit, zeitlich flexibel sowie Teilzeit zu arbeiten. Sportliche Ambitionen lassen sich gut mit einer Karriere bei der SBB verbinden.
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