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Die Belastung der Atemluft mit Feinstaub im Kanton Bern blieb im Jahr 2022 zum vierten Mal in Folge unter dem Jahresmittelgrenzwert der Luftreinhalte-Verordnung. Die Tagesmittelwerte im Winter 2022/2023 fielen im Vergleich zum Vorjahr leicht höher aus. Grund dafür waren Saharastaub-Ereignisse jeweils im Frühjahr.
Der Tagesmittelgrenzwert der LRV beträgt für Feinstaub PM10 (maximaler Durchmesser 10 Mikrometer) 50 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m3) und darf höchstens 3-mal pro Jahr überschritten werden. Im Winter 2022/2023 wurde er je nach Messstation zwischen 2- bis 3-mal überschritten. Die maximalen Tagesmittelwerte lagen zwischen 34 und 78 µg/m3. Die Tagesmittelwerte für PM10 waren damit leicht höher als im Winterhalbjahr 2021/2022. Verantwortlich hierfür ist im Wesentlichen der Saharastaub im Frühjahr, der die Schweiz erreichte. Aufgrund der mineralischen Zusammensetzung des Saharastaubes stellen diese Sand-Partikel aber nicht eine unmittelbare Gefährdung der Gesundheit dar.