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Radio Südost bewirbt sich um die Konzession für ein Lokalradio im Gebiet Südostschweiz (Graubünden, St. Galler Oberland und Glarus). Das Bundesamt für Kommunikation hat die Konzession neu ausgeschrieben, am Mittwoch lief die Bewerbungsfrist ab. Radio Südost wird vertreten durch drei Medienunternehmer, die über grosse Erfahrung verfügen, nämlich v.l.n.r. Daniel Sigel, Roger Schawinski und Stefan Bühler.
Die im Kanton Graubünden bisher dominierende Mediengruppe des Südostschweiz-Verlegers Hanspeter Lebrument betreibt die beiden Privatradios Grischa und Engiadina, dazu verfügt die Gruppe über eine TV-Konzession für Tele Südostschweiz. Mit der Bewerbung von Radio Südost soll dieses Medienmonopol geknackt werden. Das Bundesamt für Kommunikation hat 41 Konzessionen für die Verbreitung von lokal-regionalen UKW-Radioprogrammen sowie 13 Konzessionen für die Verbreitung von regionalen Fernsehprogrammen in der Schweiz neu ausgeschrieben, darunter eine Radiokonzession für das Gebiet Südostschweiz, welche aus dem Gebührensplitting künftig einen Anteil Konzessionsgelder erhalten wird. Die Konzessionserteilung erfolgt ab Frühling 2008.
Radio Südost plant ein regionales Service-Public-Radioprogramm für die Region Südostschweiz. Das 24-Stunden-Programm fokussiert sich auf Information und trägt darüber hinaus zur Unterhaltung, zur kulturellen Vielfalt sowie zur Bildung und freien Meinungsbildung bei. Die Verbreitung des Programmes soll durch die Swisscom Broadcast erfolgen und auch das Gebiet der italienischsprachigen Talschaften umfassen.
In der Information liegt der Schwerpunkt von Radio Südost auf den regionalen Nachrichten. Zu diesem Zweck wird ein Netz von festen regionalen Korrespondenten aufgebaut, welches die neue Destinationsstruktur des Kantons Graubünden abbildet. In jedem der fünf so genannten Destinationskerne wird Radio Südost über ein eigenes Studio verfügen. Der Beitrag zur kulturellen Vielfalt erfolgt durch ein breites Musikprogramm, durch tägliche Spartensendungen in den Abendstunden und durch starke Berücksichtigung der rätoromanischen und der italienischen Sprache im Programm. Der Beitrag zur freien Meinungsbildung erfolgt in erster Linie durch den hohen Anteil an Information im Programm von Radio Südost. Zudem werden in Wortsendungen regelmässig politische, wirtschaftliche, kulturelle, soziale und sportliche Themen kontrovers aufgegriffen.
Laut neuem Radio- und Fernsehgesetz RTVG soll bei gleichwertigen Bewerbern um eine Radiokonzession jener Anbieter zum Zuge kommen, «der die Meinungs- und Angebotsvielfalt am meisten bereichert». Da die Südostschweiz-Gruppe im Kanton Graubünden über das grösste Medienmonopol in der Schweiz verfügt mit zwei Tageszeitungen, Lokalzeitungen, Radio- und TV-Konzessionen, sind die Initianten von Radio Südost überzeugt davon, einen substanziellen und nachhaltigen Beitrag für die Informations- und Meinungsvielfalt in der Region Südostschweiz zu erbringen.
Kontakt
Stefan Bühler
c/o Casanova Druck und Verlag AG
Rossbodenstrasse 33
7000 Chur
Tel. 081 258 33 33
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