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Wie die Gemeinde Untereggen berichtet, sind die Schlossweiher in Untereggen das Paarungs- und Entwicklungszentrum einer sehr grossen Erdkröten-, Grasfrosch- und einer grossen Bergmolchpopulation. Bei ihrer Wanderung aus dem Überwinterungslebensraum und bei ihrer Rückwanderung in den Sommerlebensraum überqueren sie Strassen. Sie sind dabei hoch gefährdet durch den Verkehr.
Sperren verhindern das Überqueren der Strassen
Die Zuwanderung erfolgt aus allen Himmelsrichtungen, besonders gross ist sie von Westen. Seit 1973 werden die Amphibien mittels Sperren am Überqueren der Untereggerstrasse und seit 1974 zusätzlich mit einer kleinen Sperre am Müliberg am Überqueren der Autobahn gehindert. Mit den Sperren wird eine grosse Anzahl der Amphibien, die zu den Schlossweihern wandern erfasst. Mit einer 400 Meter langen Sperre im westlichen Weihergebiet werden die rückwandernden Amphibien am Überqueren der Untereggerstrasse gehindert.
Amphibienwanderung dauerte 2021 aussergewöhnlich lange
Die Sperrenkontrollen sind zeitaufwändig. Oftmals erbringen die Kontrollgänge keine Amphibien. Dieses Jahr konnten sich nur wenige Schülergruppen von Untereggen an der Sperrenkontrolle beteiligen. Für die Schülerinnen und Schüler war es ein einmaliges Erlebnis. Die Amphibienwanderung zu den Schlossweihern dauerte dieses Jahr 92 Tage, also aussergewöhnlich lange. Die Population der erfassten Amphibien ist im Vergleich zum Vorjahr um 1107 Tiere gesunken. Die Ursachen der jährlich schwankenden Ergebnisse sind schwierig zu erfassen. Es wirken verschiedene Faktoren zusammen: Erfolgreiche Paarung, Laichablage, Larvenentwicklung, Auswanderung der jungen Amphibien in den Sommerlebensraum, Entwicklung im Sommerlebensraum, Überwinterung, Wanderung zum Laichgewässer.
Organisation der Sperrenkontrollen koordinierte Joe Bischof
Joe Bischof rekrutierte Helferinnen und Helfer für den Auf- und Abbau der Rückwandersperre, beim Abbau rollten Mitarbeiter des Bauamts Goldach den Sperrenplastik auf. Die Organisation der Sperrenkontrollen koordinierte Joe Bischof ebenfalls. Er übernahm die Aufgabe von Kuno Feurer, der diese jahrelang vorbildlich durchgeführt hatte. Susie Bischof sammelte die täglichen Daten und stellte diese zusammen. Dank allen Beteiligten, den Gemeinden und den Freiwilligen konnten glücklicherweise eine grosse Anzahl von Amphibien vor dem Verkehrstod bewahrt werden.