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Posamenterei
Während mehr als 200 Jahren war die Posamenterei, das Weben von Seidenbändern, im Baselbiet weit verbreitet. Die Heimposamenterhäuser sind meist einfache Bauernhäuser, erkennbar an ihren grossen Fenstern. Im Museum Bubendorf kann ein Bandwebstuhl im Betrieb besichtigt werden.
Die Freizeit-Bandweber im Fünflibertal im 19ten Jahrhundert gingen von Reigoldswil zu Fuss nach Basel und brachten ihre fertig gewobenen Bänder den Herren in Basel ins Blaue Haus. Der Lohn betrug einen Fünfliber (pro Band?). Daher der Name Fünflibertal.
Die Lehre eines Posamenters oder Posamenterin dauerte 2 Jahre. Wer die Abschlussprüfung mit Erfolg bestanden hatte, erhielt den Lehrbrief. Heute heisst der Lehrbrief Fähigkeitsausweis. Mit dem Lehrbrief in der Tasche war der Posamenter, die Posamenterin, befähigt am Webstuhl alleine zu Arbeiten. Auf Französisch hiess der Posamenter „Tisseur de rubans de soie“ und auf Italienisch „Tessitore de nastri di seta“. Zu Deutsch heisst beides Weber oder Weberin von Seidenbänder.
Jolanda, eine Kollegin vom Forum www.seniorbasel.ch, hat mir Ihre Fotos und Videosequenzen, die sie im Museum Bubendorf gemacht hat, zugestellt und ich habe davon diese kleine Tonbildschau erstellt.