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Der beim Flugzeugabsturz am Freitag verstorbene Pilot soll nicht korrekt geflogen sein, wie ein Mitglied der Motorfluggruppe Oberengadin sagt.
Beobachtet wurde die Piper von Passagieren der Diavolezza-Bergbahn, die das Flugzeug in der Kabine hörten und zum Himmel schauten. Dort entdeckten sie es aber offenbar nicht. «Ich entdeckte die Maschine dann weit unten und dachte: Die fliegt zu tief», sagt ein Augenzeuge gegenüber dem «Sonntagsblick». Sekunden später zerschellte das Flugzeug.
Am Steuer des Flugzeuges sass ein 60-jähriger Pilot. Der aus dem Engadin stammende Hobby-Pilot, der seit kurzem nicht mehr in der Schweiz wohnte, engagierte sich seit Jahren für das Jugendlager und koordinierte die Lager-Flüge.
Er engagierte sich bei den Motorfliegern und gewann einen Pokal für seine Punktlandungen. Flugkollegen beschreiben ihn jedoch «als eher unsicheren Piloten, ja sogar als ängstlich», wie der «Sonntagsblick» schreibt. «Der Pilot wählte die falsche Route», äusserte sich ein langjähriges Mitglied der Motorfluggruppe Oberengadin.
Christian Gartmann, Sprecher der Motorfluggruppe Oberengadin, hält fest: «Der Pilot kannte sich im Gebiet aus und absolvierte alle Tests.»
Die sogenannte Lufttaufe, der erste Rundflug mit einem Flugzeug, hätte der Höhepunkt für die rund 200 Teilnehmer des Jugendlagers des Aero-Clubs in S-chanf GR sein sollen. Durchgeführt wurde der Flug von der Motorfluggruppe Oberengadin mit einer einmotorigen Piper PA-28.
Das Flugzeug mit der Immatrikulation HB-PER stieg am Freitag zu seinem zweiten Rundflug auf und zerschellte. Zwei Buben (14) und der Pilot waren sofort tot, eine 17-Jährige wurde schwer verletzt.