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Bei der Bewirtschaftung der Geld- und Kapitalmarktschulden orientiert sich die Bundestresorerie am Ansatz des Asset- & Liability-Managements. Da die Schulden viel höher als die durch die Bundestresorerie bewirtschafteten Aktiven sind, betreibt die Bundestresorerie im mittel- und langfristigen Bereich in erster Linie Liability-Management.
Der Bund steuert die relevanten Bilanzpositionen – insbesondere deren Laufzeit – mit dem Ziel, die Zinsbelastung unter Berücksichtigung des Risikos langfristig relativ tief und vorausschaubar zu halten. Dabei optimiert er das Verhältnis von kurz- zu langfristigen Schulden mit Blick auf die Zinsstruktur an den Finanzmärkten. Er sieht sich hier einem Spannungsfeld ausgesetzt: Je kürzer (länger) er nämlich die Laufzeit der Passiven wählt, desto tiefer (höher) ist normalerweise der Zinsaufwand; allerdings steigt (sinkt) auch das Refinanzierungsrisiko, d.h. es besteht die Gefahr, dass die Kapitalbeschaffung kurzfristig nicht mehr zu den erwarteten Konditionen durchgeführt werden kann (und umgekehrt).
Zur Steuerung des Risikos kann die Tresorerie Zinsderivate einsetzen. Dazu gehören Zinssatzswaps, bei denen der Bund mit einer Gegenpartei langfristige, fixe Zinsen gegen kurzfristige, variable Zinsen austauscht (oder umgekehrt). Mit einer solchen Transaktion ändern sich Art und Ausmass, in welchen die Bilanzpositionen auf Zinsänderungen reagieren. Der Einsatz von Derivaten ist vom Asset- & Liability-Management Committee (ALCO), das unter dem Präsidium des Direktors der Eidgenössischen Finanzverwaltung steht, zu genehmigen. Das ALCO entscheidet auch über die Rahmenbedingungen zur Bewirtschaftung des Schuldenportfolios. Es stützt sich bei seinen Entscheiden auf den internen vierteljährlichen Bericht über die Risikolage ab.