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Kochlehrling Franco hat Feierabend. In der Post befindet sich ein besonderer Brief vom kantonalen Kreiskommando mit der Aufforderung, am Orientierungstag teilzunehmen. «Eine nette Art, mich daran zu erinnern, dass ich 18 werde», denkt sich Franco.
Wie aufgeboten begibt sich Franco zum Orientierungstag und erfährt dort unter anderem, dass er an die Rekrutierung für den Militärdienst muss, und zwar drei bis zwölf Monate bevor er in die RS will. In der Pause diskutieren die «Frischlinge» lebhaft, wann sie in die RS gehen wollen.
Die jungen Stellungspflichtigen wie Franco hören im Verlauf des Orientierungstages auch, dass es einen zivilen Ersatzdienst gibt für diejenigen, die aus Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten können, und dass dieser 1,5 mal länger dauert, als der Militärdienst dauern würde. Franco hat einen Gewissenskonflikt. Er weiss denn auch, dass dies sein Weg sein wird und dass er die Rekrutierung möglichst bald absolvieren und seinen Dienst früh leisten will, solange er noch nicht viele andere Verpflichtungen hat.
Franco bleibt aufmerksam und nimmt zur Kenntnis, dass er noch weitere Voraussetzungen erfüllen muss, damit er ein Gesuch stellen kann, um Zivi zu werden. Das Gesuch kann er erst nach der Rekrutierung stellen, und nur dann, wenn er als militärdiensttauglich eingestuft wird und einen Gewissenskonflikt hat. Franco hat auch mitbekommen, dass er im Zivildienst mehr Diensttage leisten muss, als er dies im Militärdienst müsste. Und als Zivi wird er alle Einsätze selbst suchen und vereinbaren müssen. Franco ist trotzdem entschlossen, seinen Weg als Zivi zu gehen.
Letzte Änderung 26.11.2019