Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03661.jsonl.gz/3799

2.Wie wurde der Entscheid gefällt, dass der Standort Muntelier der Beste ist? Welche Auswahlkriterien wurden verwendet?
Basierend auf den Ergebnissen der Regionalstudie haben die Abwasserverbände Murten und Kerzers einen Variantenvergleich zur Standortwahl der ARA Seeland Süd beim Büro Triform SA in Auftrag gegeben.Der Bericht liegt seit 2013 vor. Bei dem Vergleich wurden die folgenden fünf Standortvarianten betrachtet:
- Ausbau der bestehenden ARA der Region Murten in Muntelier
- Neue regionale ARA in Kerzers
- Neue regionale ARA in Muntelier
- Neue regionale ARA in Sugiez (Péage)
- Neue regionale ARA in Sugiez (am Broye-Kanal)
Die Auswahl entstand in Zusammenarbeit mit den kantonalen Behörden und Vertretungen der beiden Abwasserverbände. Dabei hat sich der Standort der heutigen ARA Murten als klar vorteilhaft erwiesen. Zur Beurteilung der verschiedenen Standorte wurden folgende Kriterien verwendet:
- Raumplanerische Aspekte (Gemeinde und Kanton)
- Rationelle Energienutzung
- Bodenschutz
- Walderhaltung
- Naturschutz
- Wildtierkorridore
- Landschaftsschutz
- Wiederverwendung bestehender Infrastruktur
- Akzeptanz (Verband und Bevölkerung)
- Möglichkeit der schnell realisierbaren Ableitung der ARA Kerzers
Die Variantenstudie beziffert ausserdem die Bruttokosten der Investition (ARA, Kanalisationen, Rückbau und Pumpwerke) wie folgt:
- Murten: CHF 56 Mio.
- Kerzers: CHF 71 Mio.
Die anderen drei Varianten bewegen sich zwischen diesen zwei Zahlen. Damit hat die Studie durch die Firma Triform SA den Standort ARA Murten als deutlich vorteilhaft ausgewiesen. Der Autor kommt zu folgendem Schluss: „An den Standorten ARA Murten und Muntelier kann der Zusammenschluss der Region zur ARA Seeland Süd mit dem vom Leitungsbau her geringsten Aufwand erreicht werden.
Der geringere Aufwand drückt sich auch in einem geringeren Energieverbrauch und einer kleineren Beanspruchung von Böden und Ressourcen aus. Beim Standort ARA Murten kann der Ressourcenverbrauch durch die teilweise Wiederverwendung der bestehenden Becken und Hebewerke um ca. 25% im Vergleich zu den anderen Standorten verringert werden.“