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Perindopril-Mepha N ist ein Medikament zur Behandlung von:
Arterieller Hypertonie,
Herzinsuffizienz,
Vorbeugung gegen Schlaganfall-Rezidive (Gehirnschäden aufgrund einer Hirnblutung oder infolge einer plötzlichen, arteriellen Obstruktion), in Verbindung mit Indapamid, bei Patienten, die in den letzten 5 Jahren einen Hirnschlag erlitten haben,
sowie zur Reduzierung des Risikos kardiovaskulärer Komplikationen bei Patienten mit stabiler koronarer Herzerkrankung.
Der in Perindopril-Mepha N enthaltene Wirkstoff Perindopril, oder genauer gesagt dessen aktiver Metabolit Perindoprilat, verringert drastisch die Bildung einer körpereigenen Substanz, welche für die Entstehung des erhöhten Blutdrucks verantwortlich ist. Der arterielle Blutdruck wird somit reduziert und die Leistungsfähigkeit des Herzens wird verbessert.
Perindopril-Mepha N gehört zur therapeutischen Kategorie der ACE (Angiotensin-Converting-Enzym)-Hemmer.
Nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.
Es sind keine besonderen Massnahmen erforderlich.
Perindopril-Mepha N darf nicht angewendet werden:
bei Kindern,
während der Schwangerschaft und der Stillzeit,
bei bestehender Allergie gegen das Medikament oder gegen andere ACE-Hemmer (falls es zum Beispiel während einer vorangegangenen medikamentösen Bluthochdruckbehandlung zu einer Schwellung des Gesichts gekommen ist),
bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!
Die Behandlung erfordert eine regelmässige Überwachung durch den Arzt bzw. die Ärztin. Vor Therapiebeginn muss der Arzt bzw. die Ärztin dafür Sorge tragen, dass jede eventuelle Verringerung des Blutvolumens korrigiert wurde. Eine solche Verringerung kann beispielsweise durch eine Behandlung mit Diuretika, salzarme Ernährung, eine Dialysebehandlung, Durchfall oder Erbrechen verursacht werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Ihre Apothekerin, wenn Sie an einer anderen Krankheit leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Falls Sie Dialysepatient/in sind, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin und seine/ihre Mitarbeiter über Ihre Behandlung mit einem ACE-Hemmer, da manche Membranfilter in diesem Fall nicht verwendet werden dürfen.
Falls Sie gleichzeitig Lithiumpräparate einnehmen, kann der Lithiumblutspiegel während der Behandlung mit Perindopril-Mepha N ansteigen. Dies kann zu Vergiftungssymptomen führen. Informieren Sie daher Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über Ihre Therapie.
Falls Sie Medikamente zur Behandlung von Diabetes einnehmen, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.
Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie sich während Ihrer Behandlung mit Perindopril-Mepha N einer Desensibilisierung mit Bienen- oder Wespengift unterziehen müssen. Ihre Behandlung mit Perindopril-Mepha N muss vor Beginn der Desensibilisierung umgestellt werden.
Falls Sie sich einer Operation unterziehen müssen, denken Sie daran, Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin von Ihrer Therapie mit Perindopril-Mepha N in Kenntnis zu setzen.
Perindopril-Mepha N darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Wird während der Behandlung eine Schwangerschaft festgestellt, muss Perindopril-Mepha N abgesetzt und durch ein anderes Medikament ? kein ACE-Hemmer ? ersetzt werden. Setzen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin sofort in Kenntnis, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.
Da viele Medikamente in die Muttermilch übergehen, ist Perindopril-Mepha N während der Stillzeit kontraindiziert. Falls Sie stillen möchten, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über Ihre Behandlung mit einem ACE-Hemmer.
Die in Perindopril-Mepha N 5 mg und 10 mg enthaltene Wirkstoffmenge entspricht der jeweils in Perindopril Mepha 4 mg und 8 mg enthaltenen Wirkstoffmenge. Die Perindopril-Mepha N - Lactab sollten in einer Einnahme vor dem Frühstück unzerkaut mit einem Glas Wasser verabreicht werden.
Bei arteriellem Bluthochdruck ist die empfohlene Dosierung eine Lactab Perindopril-Mepha N 5 mg täglich morgens in einer Einnahme. Nach einmonatiger Behandlung kann die tägliche Dosierung auf zwei Lactab Perindopril-Mepha N 5 mg oder 1 Lactab Perindopril-Mepha N 10 mg morgens in einer Einnahme gesteigert werden.
Bei über 70-jährigen Patienten/Patientinnen sowie bei Patienten/Patientinnen mit Herzinsuffizienz liegt die empfohlene tägliche Dosis zu Beginn der Behandlung bei 1?2 Lactab Perindopril-Mepha N 5 mg morgens. Falls der Arzt bzw. die Ärztin es als erforderlich erachtet, kann die tägliche Dosis auf 1 Lactab Perindopril-Mepha N 5 mg morgens in einer Einnahme erhöht werden.
Zur Vorbeugung gegen erneuten Schlaganfall beträgt die empfohlene Dosierung 1?2 Lactab Perindopril-Mepha N 5 mg täglich während zwei Wochen, danach täglich 1 Lactab Perindopril-Mepha N 5 mg während weiteren zwei Wochen, bevor Indapamid SR (1,5 mg) hinzugefügt wird.
Bei Patienten mit stabiler koronarer Herzerkrankung liegt die empfohlene tägliche Dosis bei 1 Lactab Perindopril-Mepha N 5 mg morgens während der ersten zwei Behandlungswochen; danach wird die Dosis auf 1 Lactab Perindopril-Mepha N 10 mg pro Tag gesteigert; die gewohnte Begleittherapie wird beibehalten. Bei älteren Patienten liegt die während der ersten Behandlungswoche empfohlene tägliche Dosis bei 1?2 Lactab Perindopril-Mepha N 5 mg; diese kann in der darauf folgenden Woche auf 1 Lactab Perindopril-Mepha N 5 mg gesteigert werden, bevor die Erhaltungsdosis von täglich 10 mg Perindopril-Mepha N erreicht wird.
Bei niereninsuffizienten Patienten/Patientinnen muss der Arzt bzw. die Ärztin die Dosierung von Perindopril-Mepha N dem Ausmass der Funktionsstörung anpassen.
Bei Patienten, die mit Diuretika behandelt werden, wird der Arzt bzw. die Ärztin abwägen ob es notwendig ist, die diuretische Therapie kurz zu unterbrechen oder ob die Behandlung mit Perindopril-Mepha N mit einer niedrigeren Dosierung begonnen werden sollte.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.
Bei der Einnahme von Perindopril-Mepha N können folgende Nebenwirkungen hervorgerufen werden:
Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen, Kribbeln und Krämpfe, Ohrensausen, Sehstörungen, Geschmacksstörungen;
niedriger Blutdruck, Herzklopfen und beschleunigter Puls;
gelegentlich tritt trockener Reizhusten auf;
Verdauungsbeschwerden (Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung);
nicht auszuschliessen sind allergische Reaktionen wie Exantheme (Hautrötungen), Juckreiz.
Depression, Impotenz;
Anaphylaktoide Reaktion: bei Atemnot, Gesichts-, Lippen oder Zungenschwellung mit Atem- oder Schluckbeschwerden muss die Behandlung sofort unterbrochen bzw. der Arzt bzw. die Ärztin verständigt werden;
Urtikaria.
Atemnot, Asthma, Entzündung der Nasennebenhöhlen, Entzündungen der Nasenschleimhäute oder der Zunge, Bronchitis;
Abfall des Hämoglobinwerts, des Hämatokrits, der Leukozyten- und Plättchenanzahl, sowie ein Anstieg der Leberenzyme und Bilirubinkonzentration im Blut, ein vorübergehender Anstieg der Harnstoff- und Kreatininkonzentration. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann eine Laboruntersuchung durchführen lassen, um diese Werte zu überprüfen.
Herzrhythmusstörungen, Angina Pectoris, Myokardinfarkt, transitorische ischämische Attacke;
Entzündung der Mundschleimhäute;
Verstopfung, Ikterus, Pankreatitis; Hepatitis und Leberinsuffizienz können mögliche anhaltende und unerklärte Symptome wie zum Beispiel Übelkeit, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, ungewohnte Müdigkeit, Erbrechen, gelbliche Färbung der Augen oder der Haut, dunkelfarbigen Urin oder hellen Stuhl auslösen;
Erythema multiforme, Haarausfall;
bereits bestehende Nierenfunktionsstörungen können durch die Behandlung verstärkt werden;
ein Syndrom aus Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen mit Eosinophilie, Anstieg der Blutsenkungsgeschwindigkeit und/oder der antinukleären Antikörper.
Sollten Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Um mögliche Wechselwirkungen zu vermeiden, sollten Sie aus eigener Initiative keine anderen Medikamente einnehmen.
Nicht über 25°C und in der Originalpackung lagern. Arzneimittel für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Jede Lactab Perindopril-Mepha N (neues Salz) 5 mg enthält 5 mg Perindopril tosilat sowie Lactose und Hilfsstoffe, darunter die Farbstoffe E104, E132 und E133.
Jede Lactab Perindopril-Mepha N (neues Salz) 10 mg enthält 10 mg Perindopril tosilat sowie Lactose und Hilfsstoffe, darunter die Farbstoffe E104, E132 und E133.
Die in Perindopril-Mepha N 5 mg und in Perindopril-Mepha N 10 mg enthaltene Wirkstoffmenge entspricht der in Perindopril Mepha N 4 mg und 8 mg jeweils enthaltenen Wirkstoffmenge.
62970 (Swissmedic).
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Perindopril-Mepha N (neues Salz) 5 mg: Packungen zu 30 und 90 Lactab (mit Bruchrille).
Perindopril-Mepha N (neues Salz) 10 mg: Packungen zu 30 und 90 Lactab.
Mepha Pharma AG, Basel.
Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2006 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
Versionsnummer: 1.3