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Webb Simpson gewinnt die Players Championship
"Das war die längste Runde Golf, die ich als Caddie jemals erlebt habe", beteuerte Paul Tesori, der Webb Simpson zum Sieg bei der Players Championship 2018 begleitete. Und Simpson selbst bestätigte: "Das war härter als ich dachte." Der 32-jährige US-Open-Champion von 2012 war seit 107 Turnieren sieglos und hat sich mit einer bemerkenswerten Vorarbeit die Players Championship 2018 verdient.
Mit 66, 63 und 68 Schlägen ging der US-Amerikaner aus North Carolina bei 19 unter Par mit sieben Zählern Vorsprung in den Finaltag und konnte es ein wenig ruhiger angehen. Eine 73er Runde mit Doppel-Bogey an der 18 reichte, um die Trophäe des beliebten "fünften Majors" mit vier Zählern Abstand zu sichern.
"Plötzlich realisierte ich, dass ich dran war"
"Es ist schwer in Worte zu fassen, wie diese Woche ausgesehen hat", versuchte sich Simpson zu erinnern. "Ich komme immer gerne hierher. Dieser Ort ist für mich etwas ganz Besonderes, auch wenn ich hier nie wirklich gut gespielt habe. Aber ich habe den TPC Sawgrass immer genossen. Ich fühle mich auf dem Golfplatz wohl und ich denke, manchmal ist es im Golf eben einfach ein Rätsel. Einige Wochen passiert nichts, dann kommt eine gute solide Runde, dann war die zweite Runde etwas ganz Besonderes und ich wusste plötzlich, dass ich dieses Wochenende dran sein würde, um es zu schaffen. Alles in allem eine unglaubliche Woche." Seine Frau Taylor Dowd fiel ihm auf dem 18. Grün in die Arme, er hatte es geschafft.
Players Championship 2018 - TPC Sawgrass
Es gab einen Moment, da konnte man auf ein spannendes Duell zwischen Simpson und Woods hoffen: Als der Führende nach einem Bogey von der Acht gerade an der Zehn erneut einen Schlag abgeben musste und auf 18 unter Par zurück fiel, stand Tiger Woods mit sechs Birdies im Gepäck bei 14 unter Par mit einem bestens platzierten Drive nur 100 Meter vor dem 14. Grün, um den Rückstand als Zweitplatzierter vielleicht auf drei Zähler zu verkürzen.
Es kam jedoch anders, das Momentum war nicht auf Woods' Seite. Er liess die Annäherung zu kurz, der Ball rollte mit zu viel Backspin wieder runter vom Grün, es folgte ein langer Putt mit weitem Bogen über einen Vorgrünhügel und Woods hatte plötzlich Druck. Der Versuch aus eineinhalb Metern zum Par lippte aus, die kleine Chance war dahin. Zumal Simpson fast im selben Moment am Par 5 der Elf seinen Eagle-Versuch vom Grünrand nahe genug ans Loch beförderte und mit dem Birdie wieder auf -19 ging.
"Ich habe heute wirklich gut gespielt und den Ball so gut getroffen. Es war nett", kommentierte Woods guter Dinge. "Ich hatte die Kontrolle vom Tee bis zum Grün, habe ein paar Putts gemacht und fühlte mich in jeder Facette des Spiels gut. Es ist komisch, dass das heute nicht mit dem Score zusammenpasst und es nur nur drei unter Par wurden. Weil ich viel besser gespielt habe." An eine Sieg habe er nicht wirklich geglaubt. "Ich hätte wohl die letzten vier, fünf Löcher auch mit vier oder fünf unter Par spielen müssen."
Woods kassierte an der 17 noch ein Doppel-Bogey, unterschrieb eine 69er Runde und wurde Elfter. Die Ränge hinter Simpson nahmen Charl Schwartzel, Jimmy Walker und Xander Schauffele ein. Sie alle spielten 67er Runden zu 14 unter Par. Fünfte wurden Jason Day und Jason Dufner mit 68er Runden bei insgesamt 13 unter Par.
Brooks Koepka spielte sich mit einer 63er Runde und einem Albatross auf den elften Rang. Die Zwei gelang dem US-Open-Champion von 2017 am 16. Loch. Das Inselgrün der 17 meisterte er dann auch noch mit einem glänzenden Birdie.