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Wetterumschwung
Auf Sonntag bringt eine Kaltfront deutlich kühlere und feuchtere Luft zur Schweiz. In der Folge sinkt die Schneefallgrenze auf rund 2500 bis 2000 Meter. Da die Niederschläge teils kräftig ausfallen, sorgt die sogenannte Niederschlagsabkühlung in den Tälern für eine teils tiefere Schneefallgrenze.
Niederschlagsabkühlung
Die Schneefallgrenze ist keine fixe Grenze, sondern eine teilweise mehrere 100 Meter dicke Schicht, in welcher der Schmelzvorgang stattfindet. Bei diesem Übergang von festem (Schnee) zu flüssigen (Regen) Niederschlag wird der Luft in der Umgebung Schmelzwärme entzogen. Die Luft kühlt sich ab und die Schneefallgrenze verlagert sich allmählich nach unten. Der Effekt der Niederschlagsabkühlung funktioniert in einem schmalen Alpental besonders gut. Bei windschwachen Wetterlagen bleibt die Luftmasse mehr oder weniger die gleiche und die Schmelzwärme wird einer geringeren Luftmasse entzogen als in der Ebene.
Schneebedeckte Pässe
Die höchsten Pässe der Schweiz könnten am Sonntag eine erste Ladung Schnee abbekommen. Die Schneefallgrenze wird unterschiedlich ausfallen, allerdings muss oberhalb von 2000 Metern mit Schnee auf den Fahrbahnen gerechnet werden.
Das am Sonntag ist völlig normal
Wintereinbrüche in den Alpen sind im Herbst nichts aussergewöhnliches. In Arosa auf 1800 m ü.M. liegt der mittlere Termin für den ersten Schnee beim neunten September (Auswertung 1931 - 2018, Quelle: Meteo Schweiz). Wann der erste Schnee fällt, hängt stark von der Grosswetterlage ab. So wurde in Arosa bereits am 3. August (1993) einmal erster Schnee registriert und der späteste Termin des ersten Schnees gab es am 29. Oktober (1953). Übrigens, vor knapp einem Jahr sank die Schneefallgrenze vom 25. auf den 26. September auf knapp 800 m ü.M. – das hingegen war für die Jahreszeit aussergewöhnlich tief.