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Die wohl bekanntesten Gletschertöpfe befinden sich im Gletschergarten von Luzern. Sie entstanden dort am Ende der Eiszeit unter dem rasch abschmelzenden Reussgletscher. Das Schmelzwasser stand im felsigen Untergrund unter hohem Druck. Dadurch entstanden Wasserwirbel mit Geschwindigkeiten von über 200 km/h. Die im Eis vorhandenen Moränenblöcke zerfielen rasch zu Kies und Sand. Die gewaltige Erosionswirkung des nun mit viel Kies und Sand getrübten Schmelzwassers führte in vielleicht einem oder zwei warmen Sommern zu den riesigen Gletschertöpfen von Luzern.
Die alte Theorie der Gletschermühlen besagte, dass diese am Grund des Gletschers durch vom Schmelzwasser bewegte und rotierende Mühlsteine entstanden sind. Diese Theorie ist seit über 50 Jahren widerlegt.
Gletschertöpfe im Gletschergarten Luzern
Ähnliche Phänomene sind auch an zwei Stellen auf der Göscheralp zu finden, im St.-Niklausen Tobel (in der Felswand links unterhalb der Brücke) und bei Vorder Röti im Chelental. Im Gegensatz zu den Gletschertöpfen von Luzern sind die Kolke von der Vorder Röti immer noch aktiv. Ihr Ursprung ist ebenfalls darauf zurückzuführen, dass Gletscherschmelzwasser den dortigen Felsen auszuhöhlen begann. Heute werden die Kolke ohne direkte Einwirkung des Gletschers durch Sand und Geschiebe des wilden Gletscherbachs aus dem Chelental, der mitten durch diese Felsen fliesst, weiter ausgehöhlt.
Die Kolke bei der «Vorder Röti» sind ein Werk der Chelenreuss.
Die Kolke bei der «Vorder Röti» sind ein Werk der Chelenreuss.