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Migräne tritt bei einem Drittel der Menschen mit Multipler Sklerose (MS) auf und ist wie MS häufiger bei Frauen, jüngeren und hellhäutigen Menschen zu finden (im Vergleich zu Afrikanern oder Asiaten), sagt die im Journal of Clinical Neuroscience veröffentlichte Studie «Die Prävalenz von Migräne bei Multipler Sklerose: Eine systematische Überprüfung und Meta-Analyse».
Migräne ist eine chronische Erkrankung, welche die Lebensqualität der Betroffenen einschränkt. Sie äussert sich durch starke Kopfschmerzen oder ein pulsierendes Gefühl, in der Regel auf einer Seite des Kopfes. Übelkeit, Erbrechen und extreme Licht- und Schallempfindlichkeit sind die häufigsten Begleiterscheinungen. Migräne-Attacken können Stunden bis Tage dauern und die Aktivitäten während dieser Zeit beeinträchtigen oder gar verhindern. Migräne tritt bei MS-Betroffenen schätzungsweise zwei- bis dreimal häufiger auf als in der allgemeinen Bevölkerung.
Während frühere Studien zum Schluss kamen, dass Migräne der MS vorausgehen kann, deutet die neuste Forschung auf einen Zusammenhang zwischen Migräne und bestimmten MS-Therapien hin. Bei MS-Betroffenen mit Interferon-Beta-Behandlung (wie Avonex®, Rebif® und Betaferon®) wurde festgestellt, dass in einzelnen Fällen Kopfschmerzen durch die Behandlung ausgelöst oder verschlimmert wurden.
Dennoch bleiben die zugrunde liegenden Mechanismen eines möglichen Zusammenhangs zwischen MS und Migräne weitgehend unklar.
«Die Ergebnisse dieser systematischen Überprüfung zeigen, dass die Prävalenz von Migräne bei MS-Betroffenen durchschnittlich 31% beträgt» schrieben die Forscher.