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Jahrelang stand Antonino Fernández (†98) an der Spitze der mexikanischen Brauerei Grupo Modelo. In der Zeit beim Bierbrauer, der besonders für sein «Corona» weltbekannt ist, scheffelte der Spanier Millionen.
Dabei vergass er nie seine Herkunft. Denn der Corona-König wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Er war das elfte von 13 Kindern. Die Schule konnte der Multimillionär nicht abschliessen. Die Eltern hatten kein Schulgeld mehr.
Mit 19 wurde er ins Militär eingezogen. Im spanischen Bürgerkrieg überlebte er mit nur fünf Kameraden eine blutige Schlacht. Traumatisiert zog es den jungen Spanier nach Mexiko. Dort verliebte er sich und heiratete bald.
Seinen Heimatort konnte er nie vergessen. Bereits zu Lebzeiten beschenkte er sein Dorf, Cerezales del Condado, mit einem Friedhof und einem Kirchturm. Dazu renovierte er sein Geburtshaus bis auf die Grundmauern.
Grosse Spende
Ende August starb Fernández im Alter von 98 Jahren. Sein gesamtes Vermögen vermachte er dem 80-Seelen-Dorf. Freunde, Verwandte, das Kulturzentrum sowie eingemeinnütziges Unternehmenerhalten erhalten über 200 Millionen Franken. Damit werden über 300 Arbeitsplätze geschaffen.
Der Barbesitzer Maximino Sánchez sagt: «Antonino und seinem Bier verdanken wir alles.» (fss)Publiziert am 28.10.2016 | Aktualisiert am 30.10.2016