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und im wärmsten Teil des Bagnesthales schön gelegen. 26
Häuser, 234 kathol. Ew. Kirchgemeinde
Bagnes.
Ackerbau und Viehzucht,
Nussbäume. Im Dorf eine Kammgarnspinnerei, die seit etwa 60 Jahren besteht und durchschnittlich 15 Arbeiter beschäftigt.
In dem ö. von Montagnier ausmündenden
Bachtobel,
La Combe genannt, entspringen die
Thermen von
Bagnes, die
schon zur Römerzeit benutzt worden sein sollen, seither aber entweder durch allmähliges Versiegen oder infolge Ablenkung
durch
Bergstürze an Wasserführung bedeutend abgenommen haben.
Auf dem Schuttkegel dieses
Baches steht die alte
Kapelle zu
Saint Etienne, an die sich zahlreiche Ueberlieferungen knüpfen und an deren Stelle einst ein durch
Bergstürze zerstörtes
ganzes Dorf gestanden haben soll.
Nahe dabei ein altes Wohnhaus, das sich auf den Fundamenten und zwischen den Eckmauern
der ehemaligen Burg der
Herren von Montagnier erhebt.
Nachdem deren letzter Vertreter, François de
la Tour aus
Collombey, 1462 als
Ketzer und Hexenmeister lebendig verbrannt worden war, überliess die seineGüter einziehende Abtei zu
Saint Maurice dieses kleine
Haus seiner Witwe zur Wohnung.
(Kt. Tessin,
Bez. Lugano).
472 m. Gem. und Pfarrdorf, auf der Collina d'Oro und 4 km sw. vom Bahnhof
Lugano. Postablage, Telephon;
Postwagen
Lugano-Agra. Gemeinde, mit
Arasio,
Certenago,
Piano Roncate und
Scairolo: 117
Häuser, 678 kathol. Ew.;
Dorf: 50
Häuser, 297 Ew. Acker- und Weinbau, Zucht der Seidenraupe. Das Dorf steht in einer der schönsten Lagen der Collina
d'Oro und beherrscht den
Luganersee bis nach Porlezza hinüber. Hübsche Landhäuser mit reichen Weinpflanzungen. Ein kleiner
Gasthof. Sommerfrische. Heimat der beiden berühmten Architekten Francesco Lucchini († 1826 als Professor
in Bergamo) und G. Bapt. Gilardi, der den Wiederaufbau von Moskau nach dem
Brand von 1813 leitete.
Sie kam dann zusammen mit der
HerrschaftÉchallens an die
Herren von Châlons, wurde zur Zeit der Burgunderkriege
von den
Eidgenossen erobert und als gemeinsames Eigentum von Bern
und Freiburg
erklärt. Die Stammburg der
Herren von Montagny stand n. vom
jetzigen
Dorf auf einem über dem
Tobel der
Brinaz aufragenden Molassefelsen
und wurde gleich wie andere
Schlösser dieser Gegend 1475 von
denEidgenossen zerstört. Heute stehen davon nur noch Reste eines alten
Turmes. Die Pfarrkirche zu
Saint
Julien erhebt sich auf einer Anhöhe ausserhalb des Dorfes. Die Reformation wurde hier vom Pfarrer J. Lecomte in
Grandson
eingeführt. Ueber Montagny zog die alte
Römerstrasse, die bei
Sainte Croix den
Jura überschritt; in einem der
Häuser hat man einen Meilenstein mit einer Inschrift zu Ehren von Caracalla aufgefunden. Ein Grabhügel aus der Eisenzeit,
Gräber aus der Zeit des ersten Alemanneneinfalles.
1,3 km ö.
Lutry. Steht an der Stelle eines einstigen
Schlosses, das
vom Priorat zu
Lutry erbaut worden war und ihm auch lange gehörte.
Nach der Reformation kam es zusammen mit den benachbarten
Weinbergen an verschiedene Eigentümer, so z. B. 1692 an
JeanPierre Blanchet (vergl. den Art.
Lutry).
300 m ö.
vom Landhaus stehen auf Boden der Gemeinde
Villette an derselben Strasse zwei altertümliche Wohnhäuser, die ebenfalls den
Namen Montagny tragen.
Sie werden mit den umliegenden
Rebbergen zu Ende des 12. Jahrhunderts erwähnt, gehörten einst dem
Bistum
Lausanne und kamen dann nach der Reformation an ein Edelgeschlecht.
Ums Jahr 1846 hat man in einem
benachbarten
Rebberg etwa 1000 Stück Kleingeld in
Silber und Kupfer aus der Zeit des Mittelalters aufgefunden, ebenso 1895 neolithische
Grabstätten mit Gegenständen, die an solche aus Pfahlbauten der Steinzeit erinnern.
Getreide-, Tabak- und Obstbau, Viehzucht.
Mühlen und
Sägen. Herstellung von Wirkwaren, eine Dachschindelnfabrik. Handel
mit Wein,
Holz, Korn und Mehl. Schöne Ruine eines alten Rundturmes, des letzten Ueberrestes des zu Beginn des 19. Jahrhunderts
zerstörten Feudalschlosses; Reste der ehemaligen Ringmauern des
Fleckens.
EigeneHerrschaft. 1173 lebten Konrad und Rudolf
von
Montagny, die dem Kloster
Hauterive reiche Schenkungen zuwandten;
1267 leistete Wilhelm von
Montagny dem
Grafen Peter von Savoyen den Lehenseid;
(1318-1353) heiratete Agnes von Grandson; Peter war 1326 Predigermönch in Lausanne; zu Ende des 14. Und Anfang des 15. Jahrhunderts
lebte Theobald von Montagny, der seine Herrschaft dem Bastard von Savoyen, Humbert, zu Tausch gab. 1395 suchten die Berner die
Herrschaft heim, und im Krieg gegen Savoyen eroberten und zerstörten die Freiburger das Schloss, mussten
es aber durch den Vertrag von Murten 1448 wieder aufbauen. 1478 trat Philibert von Savoyen die Herrschaft um die Summe von 6400 Gulden
an Freiburg
ab, das sie zu einer Landvogtei umwandelte.