Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03658.jsonl.gz/215

Schiessen
Schiessen respektive der Gebrauch von Schusswaffen ist heute ein Sport (sogar olympisch), auch wenn es ursprünglich einen rein militärischen Hintergrund hat. Die Verbreitung von Schusswaffen in Europa ist seit dem 14. Jahrhundert dokumentiert, auch wenn die Erfindung des Schwarzpulvers (15% Holzkohle, 75% Salpeter/Kaliumnitrat, 10% Schwefel) noch weiter bis ins 11 Jahrhundert in China zurück geht. Für das Schiessen ist der Einklang von Körper (statischer Aufbau und Körperbeherrschung) und Geist (innere Ruhe und Kontrolle von äusseren Einflüssen) wichtig. Natürlich stellen sich Fragen zu Moral und Ethik bezüglich des Schiessens, doch Schiessen ist eine alte Tradition, wo die Verinnerlichung von geistigen und motorischen Abläufen im Fordergrund stehen, also die körperliche Auseinandersetzung mit der Waffe und die immer währende geistige Auseinandersetzung mit sich selbst.
Technik
Beim sportliche Schiessen wird auf Scheiben oder andere fixe oder bewegliche Ziele geschossen, mit der Pistole auf 10m bis maximal 50m, mit Standard-Gewehren auf bis zu 300m oder mit Scharfschützengewehren auch auf lange Distanzen (long-range) ab 300m. Die Ziele sind Scheiben welche in Ringe unterteilt werden, normalerweise 5 oder 10 Stück, für die militärische Anwendung werden auch Silhouetten von Menschen/Oberkörpern verwendet. Inzwischen werden elektronische Messverfahren verwendet, welche mit Infrarot-Lichtschranken ein feines Netz bilden, das den Durchtritt eines Geschosses mit hoher Auflösung und Genauigkeit bestimmt. Diese Messung ist deutlich präziser, als sich eine herkömmliche Papierscheibe drucken lässt und ist zudem unabhängig vom Wetter. Pistolen schiessen oft mit Patronen vom Kaliber 9mm (9x19), Revolver und Gewehre benutzen meist grössere Patronen.
Zitate
Nicht Waffen töten Menschen, Menschen töten Menschen. (Unbekannt)
Wer auf den Krieg vorbereitet ist, kann den Frieden am besten wahren. (George Washington)
Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin. (Carl Sandburg)
Oft schiessen trifft das Ziel. (Unbekannt)
IndianZ
Als kleiner Junge durfte ich schon Luftgewehr schiessen, danach konnte ich als Jungschütze mit dem Sturmgewehr 90 der Schweizerarmee erstmals Erfahrung sammeln. Dieses Wissen wurde während meines obligatorischen Militärdienstes vertieft (Schweizer müssen während der Aktivzeit im Militär mindestens einmal im Jahr schiessen und eine Mindestanzahl von Punkten erreichen). Inzwischen besitze ich eine SIG SPC2022 und gehe regelmässig damit aber mit auch anderen Waffen schiessen. Zudem habe ich einen zweitägigen IPSC-Basis-Kurs absolviert und die schriftliche und praktische Prüfung dazu bestanden.
Gesetz
Die Schweizer Waffengesetze gelten weltweit als ziemlich liberal, dies vor allem wegen dem Miliz-System der Armee. Jungschützen dürfen schon ab 15 Jahren (limitiert bis 20 Jahre) schiessen, normale Schusswaffen dürfen ab 18 Jahren benutzt werden. Sportliches Schiessen mit Militärwaffen (Ordonnanzwaffen) ist in der Schweiz sehr verbreitet, unter gewissen Auflagen kann jeder Schweizer Bürger eine Ordonnanzwaffe als Leihwaffe beantragen oder seine Waffe am Ende der Wehrpflicht behalten. Die Beschaffung von Waffen (Kauf, Tausch, Schenkung, Erbschaft, Miete und Gebrauchsleihe) und Waffenbestandteile (Verschluss, Griff, Lauf, etc.) in der Schweiz muss von der Polizeit bewilligt werden (WES = Waffen Erwerbs Schein), dabei werden der Waffenverkäufer, der Waffenbesitzer und ihre Waffen registriert. Mit dem WES werden Prüfungen zur Person durchgeführt, wie Strafregisterauszug, Anfrage bei der KESB und der Wohngemeinde. Die Waffe darf von Sportschützen auf direktem Weg in die Schiessanlage transportiert werden, dabei muss Munition und Waffe separat gehalten werden. Ein Transport der Waffe (ohne Munition!) ist auch zu Ansichtszwecken erlaubt. Das öffentliche Tragen von Waffen ist streng limitiert (Polizei, Privatdetektive, Militär) und ebenfalls bewilligungspflichtig (WTS = Waffen Trag Schein). Auch die Verwendung von Waffen zur Jagd ist geregelt und limitiert, ausserdem müssen die Jagdgesetze respektiert werden (Schonzeiten, Schongebiete, Kaliber, etc). Die Aufbewahrung der Waffe und etwaiger Munition zuhause muss ebenfalls getrennt und sicher (unter Verschluss) erfolgen, nur autorisierte Personen dürfen darauf Zugriff haben. Munition kann in Schiessanlagen und Waffengeschäften erworben werden, dabei wird oft ein Strafregisterauszug verlangt.
Sicherheit
Die wichtigsten 4 Regeln im Umgang mit Waffen, erst ein Bruch von zwei der vier Regeln führt zu einem Unfall:
1. Eine Waffe ist immer als geladen zu betrachten: Jede Waffe die man in die Hände nimmt muss zuerst entladen werden, und auch danach soll sie immer wie geladen behandelt werden. Schiessunfälle passieren immer mit "ungeladenen" Waffen.
2. Die Waffe wird nie auf etwas gerichtet das man nicht zerstören will: Die Mündung hat immer auf den Zielhang oder in eine sichere Richtung zu zeigen. Sie darf nie in eine unsichere Richtung oder auf einen Körper zeigen (auch nicht den eigenen!).
3. Solange das Visier nicht auf das Ziel zeigt ist der Zeigefinger gestreckt: Der Zeigefinger liegt bei sämtlichen Manipulationen, ausser bei der Zielakquisition und der Schussabgabe, immer ausserhalb des Abzugsbügels (parallel zum Lauf am Schlitten).
4. Sich seines Zieles sicher sein: Das Ziel sowie der Hinter- und Vordergrund müssen, bevor es beschossen wird, in jedem Fall eindeutig identifiziert werden.
Weitere Sicherheitsbestimmungen:
Es gelten alle einschlägigen Gesetze sowie Verordnungen des jeweiligen Landes und deren zuständigen Behörden.
Jeder Schütze ist persönlich verantwortlich für sein Verhalten, seine Waffen und die verwendete Munition.
Eine Waffe in der Hand darf nie in eine Richtung zeigen, welche bei einer unbeabsichtigen Schussabgabe zur Gefährdung von Personen oder der Umgebung (Überschiessen des Kugelfanges) führen könnte.
Eine geholsterte Waffe darf beim stehenden Schützen nicht ausserhalb eines Kreises vom Radius 1 Meter um dessen Fusspunkt gegen den Boden zu zeigen.
Ein Holster muss die Waffe so festhalten, dass sie unter keinen Umständen unbeabsichtigt herausfallen kann.
Das Tragen einer Schutzbrille und eines Gehörschutzes ist für den Schützen sowie für alle in der Nähe befindlichen Personen obligatorisch.
Waffenwahl
Die Waffe sollte dem Zweck angepasst sein, verdecktes Tragen (in der Schweiz nur mit Bewilligung) = kleine handliche Waffe, Präzisionsschiessen = langer Lauf. Dann zur Frage Pistole oder Revolver - Revolver ist gleich einsatzbereit (Selbstverteidigung), hat aber nur 6 Patronen, Pistole muss normalerweise erst geladen (Ladebewegung) und entsichert werden, hat aber mehr Patronenkapazität (meist 15). Bei Revolver kann ein Speedloader in Betracht gezogen werden. Wichtig ist, dass die Waffe gut in der Hand liegt (Griff und Gewicht), also verschiedene Hersteller ausprobieren (zum Beispiel leihweise). Und unbedingt oft trocken hantieren/manipulieren und auch scharf Schiessen mit der Waffe, so dass man sich an sie gewöhnt und weiss wie sie sich verhält.
Präzision
Dominantes Auge: Mit Daumen und Zeigefinger beider Hände bei gestreckten Armen ein Dreieck formen, mit beiden Augen offen auf ein Ziel schauen, dann abwechselnd linkes und rechtes Auge schliessen, dort wo das Ziel im Zentrum bleibt ist das dominante Auge. Mit dominatem Auge anvisieren oder noch besser beide Augen offen lassen, dann kann für längere Zeit entspannt gezielt werden.
Spezialfall: Wenn dominates Auge und Abzugshand nicht auf der gleichen Seite sind, Waffe mittig vor den Körper halten und dominantes Auge mit Waffe in der dominanten Hand auf eine Linie zum Ziel ausrichten.
Abzugshand: Rechtshänder nehmen rechts, Linkshänder entsprechend links.
1. Grip (der richtige Griff): Der Arm mit der Abzugshand (30% der Kraft) ist recht entspannt, die Haltehand zieht die Waffe zum Körper zur Stabilisierung (70% der Kraft). Darauf achten, dass der Beavertail gerade zwischen Daumen und Zeigefinger der Abzugshand zu liegen kommt und dass beide Hände satt am Griff ruhen. zudem sollte die Haltehand sollte 45° nach vorne abgeknickt werden. Daumen nach oben aber nicht übereinander halten.
2. Position (die richtige Haltung): Entspannter Stand, eventuell leicht seitlich, je nach Aufgabe. Grundsatz: Kopf vor Brust vor Hüfte.
3. Aiming (das Zielen über Kimme und Korn): Fleckzielen bringt Mitte des Ziels mit Kimme und Korn in Übereinstimmung, Waffe/Visier nicht verkanten, Blickfokus ist auf Kimme (Korn und Ziel eher unscharf).
4. Breath control (die Atemkontrolle): Einatmen, ausatmen, einatmen, halb ausatmen, Atem anhalten, dann am besten zwischen zwei Herzschlägen schiessen.
5. Trigger squeeze (Ziehen des Abzuges): Zeigefinger mit Spitze auf den Abzug legen, langsam bis zum Druckpunkt ziehen, innehalten, sanft über Druckpunkt gehen, nur bis Druckpunkt-Klick spürbar zurück bewegen für allfällige erneute Schussabgabe.
Abriss: Ungenaue Schüsse passieren oft durch ein Abreissen (unsanftes ruckartiges Abziehen), dabei verkantet die Waffe und der Schuss landet nicht im Ziel.
Zielbild
Zielscheibe, Korn und Kimme sollten wie folgt übereinstimmen.
Korrekturen nach Schussbild
Aufgrund des Schussbildes kann abgeschätzt werden, was die jeweiligen Fehlerquellen sein könnten.
Ladehemmungs-Drills
Störungen: Zufuhrstörungen (failure to feed), Auziehstörungen (failure to eject), Zündstörungen (failure to ignite) und Waffenstörungen
Als erstes Sichtkontrolle: Waffe zur Brust zurücknehmen und anschauen (zum Beispiel verklemmte Patrone oder Schlitten nicht vorne).
Drill 1: Wenn ein Schuss nicht abgefeuert werden kann, dann nochmals von unten auf das Magazin schlagen, eine Ladebewegung ausführen und weiter schiessen.
Drill 2: Wenn Schlitten nicht vorne, von hinten auf den Schlitten schlagen und weiter schiessen.
Drill 3: Wenn das nicht klappt oder eine Patrone/Hülse verklemmt, Magazin rausnehmen (harzt oft etwas), Waffe mit Auswurföffnung nach unten richten (ohne Mündung vom Ziel nehmen), zwei Ladebewegungen ausführen, Waffe wieder umdrehen, Magazin einsetzen, eine Ladebewegung ausführen und weiterschiessen. Dies kann man üben, indem man beim Schiessen eine (oder mehrere) leere Hülsen oder Manipulationspatronen unter die normalen Patronen im Magazin mischt (am besten macht dies eine andere Person).
Präzisions-Drill
Drill 1: Pistole Laden (eine Patrone in Lauf), Magazin rausnehmen, einmal schiessen, dann zweites Mal abdrücken (da keine Patrone nachgeladen wird, wird der zweite Schuss nicht angefeuert) und sehen, ob sich der Lauf beim Abziehen bewegt. Diesen Drill mindestens 3-5 mal nacheinander ausführen, auf Fokus und Konzentration behalten, auf ruhige Waffe beim Abziehen achten.
Andrere Drills
Drill 1: Schiessen mit beiden Augen offen (längeres entspanntes Zielen möglich).
Drill 2: Schiessen einhändig mit der dominanten Hand.
Drill 3: Schiessen einhändig mit der nicht-dominanten Hand.
Drill 4: Schiessen aus der knieenden Position, mit oder ohne Auflegen, ein -oder zweihändig.
Drill 5: Waffe vor der Brust auf Ziel ausrichten, erste Schussabgabe, Arme halb strecken, zweite Schussabgabe, Arme gestreckt, dritte Schussabgabe.
IPSC
International Practical Shooting Confederation = Dynamisches Schiessen mit Zertifizierung
Diligenta (Präzision und Genauigkeit) Vis (Leistung und Kraft) Celeritas (Geschwindigkeit)
Skill: Setting (Lernen und Trainieren der Fähigkeiten), Appliance (Anwenden der Fähigkeiten), Endurance (Ausdauer in den Fähigkeiten)
In erster Linie muss die Sicherheit trainiert werden, an zweiter Stelle folgt die Präzision und an letzter Stelle folgt die Geschwindigkeit
Divisionen: Open (Modifikationen erlaubt), Standard (Single Action), Production (keine Modifikationen), Revolver und Classic (1911)
Mindestanforderungen 9mm respektive 0.38 für Revolver
Powerfaktor: Die Geschwindigkeit des Geschosses (in feet per second) multipliziert mit dem Geschossgewicht (in grains) dividiert durch 1000
Für Minor: Mindestpowerfaktor = 125, Open mindestens 160 und Standard, Classic und Revolver = 170
T-Regel: Lauf der Waffe darf in 180° bis auf Höhe Kugelfang zeigen
Der Schütze bewegt sich um die Waffe, welche immer in eine sichere Richtung zeigt, Manipulationen immer auf Brusthöhe nahe am Körper (High Ready Position
Beim Ziehen der Waffe aus dem Holster ist die freie Hand auf dem Bauch zu plazieren.
Beim Versorgen der Waffe ins Holster ist die freie Hand auf der Brust zu plazieren.
Security Officer (SO) hat die Aufsicht, der Range Master (RM) leitet den Parcours
Ausserhalb der Feuerzone ist jede Waffe immer ungeladen im Holster (ohne Magazin) zu tragen
Ausser bei Safe Action Pistolen sind die ungeladenen Waffen entweder gesichert oder entspannt
Auf der Feuerlinie darf die Waffe nur auf Anordnung des SO oder des RM geladen werden
Das Manipulieren mit Waffen ausserhalb der Feuerzone ist verboten
Es darf nur in der klar definierten Sicherheits- -oder Fummelzone (Safety/Security Zone) ohne Munition manipuliert werden
Nachladen von Magazinen immer gleich nach Stage
Double Action = 3-6 kg, Spannen des Hammers
Single Action = 1-2 kg, vorgespannter Hammer
Safe Action = gleichbleibende Abzugsysteme (Glock)
Erster Schuss ist normalerweise Double Action (entspannter Zustand), zweiter dann Single
Press = Zeigefinger bis zum Druckpunkt führen, bevor ein Schuss bricht (90%)
Prep = Sanft drücken bis Schuss sich löst
Reset = Zeigefinger lösen bis kurz vor Druckpunkt, bereit zum nächsten Schuss
Doubletten = Wenn die Waffe nach dem ersten Schuss hochgeht, Reset einleiten und wenn Visierung wieder auf dem Ziel runterkommt zweiten Schuss auslösen
Einhändig schiessen Fuss der Schusshand etwas nach vorne (eine Fusslänge), freie Hand/Faust an Brust nehmen (aber nicht Schulter)
Fast Aim/Rough Sighting = Auf 2-3 Meter schnelles Zielen mit Lauf (solange Breite des Laufs nicht Zielbereich überschreitet)
IPSC Trefferwertung
Wertung Stagefaktor = Totalisierte Trefferpunkte geteilt durch die Zeit
(Zielscheiben: Classic, Metric, Popper/Plate, Penalty (auch weisse Seite Classic))
Immer zwei Schuss pro Classic Target Scheibe (Doubletten), Popper/Plates ein Schuss, NIE auf Penalty
Ideales Zielbild auf Classic Scheibe (Kimme und Korn sowie Zielscheibe)
Treffer A(lpha) = Minor 5 und Major 5
Treffer C(harlie) = Minor 3 und Major 4
Treffer D(elta) = Minor 1 und Major 2
Miss (Mike) = Fehlen eines Schusses auf der Scheibe = -10 Punkte
Procedure = Ablauffehler (Nicht einhalten einer Vorgabe) = -10 Punkte
Penalty = Beschiessen eines Penaltytargets (Strafziel) = -10 Punkte
Kommandos
Load and make ready = Laden und fertig machen
Are you ready? = Sind Sie fertig?
Standby = Achtung
Beep = Start
If you are ready, unload and show clear = Wenn sie fertig sind, entladen und leeres Patronenlager zeigen
If clear, hammer down and holster = Wenn die Waffe leer ist, abschlagen und holstern
Range is clear = Schiessanlage sicher
Hot range = Geladen geholstert, Arme verschränken
Relax = Entspannen
Stop = Feuer einstellen
Holster = Holstern
Reload = Nachladen
Check your gun = Waffe überprüfen
Deut/(Combat)-Schiessen
Wird zur Selbstverteidigung eingesetzt: Während des Ziehens der Waffe in die Hocke gehen (Verkleinerung des Ziels für den Angreifer). Verteidiger reduziert mit Abwärtsbewegung den Weg der waffenführenden Hand vom Holster zur Augenhöhe um die Hälfte. Waffe und Augen treffen sich auf halben Weg, das Zielen erfolgt nicht über Kimme und Korn, sondern man zielt mit beiden ausgestreckten Armen. Während der waffenführende Arm nach vorn schnellt, kommt ihm die zweite Hand zur Hilfe, sie ergreift die Waffe stabilisierend von der anderen Seite. So entstehen drei Linien (die der Augen und die des Laufs), welche sich im Ziel treffen, dort sollte der Schuss sitzen. Diesen Ablauf als Drill üben, bis er sitzt, funktioniert mit Revolver am schnellsten (ohne Ladebewegung oder entsichern).
Wichtige Tipps
Auf Windschutzscheibe von oben etwas höher zielen.
Ins Wasser etwas tiefer zielen, als wie man ein Ziel sieht.
Wenn das Ziel sich bewegt, den Zielpunkt etwas vor das Ziel halten.
Wenn der Schütze sich bewegt, den Zielpunkt etwas hinter das Ziel halten.
Nie nur den Lauf einer Waffe ins Wasser halten, er wird explodieren!
Scharfschütze/(Sniper)
Scharfschützen (Sniper) schiessen auf weite Distanzen, teils auf über 1 Kilometer. Aber schon ab 600m Distanz kommen viele zusätzliche Faktoren ins Spiel, dabei müssen Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur, Windstärke und Windrichtung(en) sowie auch die Erdkrümmung und Erdanziehung beachtet werden. Wichtig: Das Zweibein des Gewehres nach vorne drücken, das Gewehr mit der Haltehand am Kolben fest an die Schulter ziehen, dabei die Backe als Stabilisierung auf den Kolben legen. Wenn möglich den Kolben auf Muskeln legen (falls vorhanden) und nicht auf das Schlüsselbein oder den Schulterknochen. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass kein Schatten im Zielfernrohr sichtbar ist, und die Atmung darf das Fadenkreuz im Zielfernrohr nur senkrecht auf und ab bewegen. Tief durchatmen, dann nach halbem Ausatmen innehalten, 2 Sekunden einen tiefen Ton summen, das Fadenkreuz muss dabei ruhig bleiben, sonst die Atemsequenz neu starten. Wenn alles stimmt, ganz sanft den Druckpunkt suchen und den Schuss mit der Zeigefingerspitze sanft auslösen.
Zielfernrohr
Zielfernrohre referenzieren die Distanz eines Klicks (Einstellungsraster) in Bogensekunden/Winkelsekunden, normalerweise ist die Referenz auf dem Zielfernrohr selbst zu finden (normalerweise 0.25=1/4 oder 0.125=1/8 moa). An den horizontalen/waagrechten Schrauben wird die Höhe (hoch/tief) einstellt, an den vertikalen/senkrechten Schrauben der Winkel (links/rechts). Die Berechung von Klicks ist wie folgt:
1 MOA = je Klick 2,91cm je auf 100m oder 29.1cm auf 1000m
1/2 MOA = je Klick 1,45cm auf 100m oder 14.5cm auf 1000m
1/4 MOA = je Klick 0,73cm auf 100m oder 7.3cm auf 1000m
1/8 MOA = je Klick 0,36cm auf 100m oder 3.6cm auf 1000m