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Gefährlicher Bahnübergang in Romont wird aufgehoben
Von Freiburg herkommend, befindet sich kurz vor dem Bahnhof Romont rechter Hand ein Bahnübergang, der heute über fünf Gleise führt. Neben dem motorisierten Verkehr wird dieser Übergang auch von allen anderen Strassenbenützern wie Radfahrern, Fussgängern usw. benötigt, welche in den neu erstellten Quartieren westlich von Romont oder in den benachbarten Dörfern wohnen.
Für den Strassenverkehr wird der Übergang seit einigen Jahren mit einer Lichtsignalanlage geregelt, die mit der Signalisation der Züge verbunden ist. Diese hat aber nie voll befriedigt und ihre Grenzen namentlich bei einer grösseren Panne 1996 aufgezeigt.
Besonders aus Sicherheitsgründen haben die Gemeinde Remund und die SBB seit Jahren darauf gedrängt, diesen kritischen Punkt zu sanieren, das heisst zu eliminieren. Das ausgearbeitete Projekt sieht nun vor, den Übergang aufzuheben und den nicht motorisierten vom motorisierten Verkehr zu trennen.
Für Fussgänger, Velofahrer usw. ist nun in Verlängerung einer bestehenden Unterführung, die dem Zugang zu den Bahnsteigen dient, eine durchgehende Unterführung gebaut worden. Da fünf der sieben betroffenen Bahngeleise unterbrochen werden mussten und der Bahnverkehr, namentlich der regionale und der Güterverkehr, über Ostern stark reduziert ist, sind die Arbeiten zwischen Gründonnerstag und Ostermontag durchgeführt worden.
Zuerst ist das Gelände grosszügig ausgehoben worden, anschliessend wurden vorfabrizierte, in Form von quadratischen Ringen konstruierte Elemente verlegt und untereinander befestigt, dann wurde das Gelände erneut aufgeschüttet und die Bahngeleise wieder verlegt.
Die von der Element AG, Tafers, gelieferten Elemente sind innen vier Meter breit und 2,4 Meter hoch. Die wie grosse Lego-Steine aussehenden und zwei Meter langen Elemente sind je 28 Tonnen schwer. Die 14 benötigten Elemente sind am Samstag von einem Spezialkran verlegt worden
Der motorisierte Verkehr muss künftig den Übergang südlich des Bahnhofs nehmen, der nach Billens führt. Da die bestehenden Strassen, namentlich auch in der Nähe des Bezirksspitals, zu schmal sind, wird in dieser Gegend eine neue Umfahrungsstrasse mit zwei Kreiseln gebaut.
Das ganze Projekt, für welches die Gemeinde Romont als Bauherrin verantwortlich ist, ist auf 3,8 Mio. Franken veranschlagt. Vom Bundesamt für Strassenbau wird ein Beitrag von 2,1 Mio. Franken und von den SBB von 0,8 Mio. Franken erwartet.
Die Zeit über Ostern (Karfreitag bis Ostermontag) wurde zum Bau der Unterführung gewählt, weil dadurch der Bahnverkehr am wenigsten beeinträchtigt wurde. Für die entsprechenden Bewilligungen waren die Bau- resp. die Transportunternehmen selber verantwortlich.
Das Industrie-, Handels- und Gewerbedepartement hat den Gesuchstellern am 5. April gesamthaft die entsprechenden Bewilligungen erteilt, wie die FN auf Anfrage erfahren haben. Die Gemeinde und das Oberamt wurden davon in Kenntnis gesetzt. Alles ist ordnungsgemäss abgelaufen, bestätigte Gemeindeschreiber Morel den FN gegenüber. Die Kopien der Bewilligungen lägen alle vor.