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Es war der erste offizielle Besuch eines französischen Präsidenten in Serbien seit fast 18 Jahren. Als Emmanuel Macron im Juli 2019 nach Belgrad reiste, wollte er vor allem die Absicht signalisieren, wieder im Westbalkan zu investieren. Für die französische Diplomatie sei die Region lange ein „toter Winkel“ gewesen, wie sich Nathalie Loiseau, die damalige Ministerin für europäische Angelegenheiten, ausdrückte.
Macron nahm eine Abordnung wichtiger französischer Wirtschaftsbosse mit nach Belgrad, wo er seinem „Freund“, Präsident Aleksandar Vučić, versprach, „die lockeren Verbindungen zu festigen“. Dieser wiederum hatte ein Jahr zuvor bei seinem Besuch in Paris französischen Konzernen einige Großaufträge in Aussicht gestellt: „Vinci wird den Flughafen von Belgrad übernehmen, Suez große kommunale Projekte in Belgrad managen, und mit Alstom und Egis führen wir Gespräche über den Bau der Belgrader U-Bahn.“