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Das Pfarreiheim Sonnenhof mit dem Saalbau gegenüber der Marienkirche lässt sich aus dem Pfarreialltag nicht mehr wegdenken.
Als endlich 1739 eine Stelle für einen Kaplan und Schullehrer geschaffen wurde, erwarb die Gemeinde in Menzingen ein Haus, zügelte es nach Unterägeri, wo es als Kaplanenhaus mit Schulraum wiederaufgebaut wurde. Wegen baulicher Unzulänglichkeiten gab es häufig zu Klagen Anlass.
Nach langem Hin und Her 1816 konnte gegenüber der Marienkirche das neue Kaplanenhaus, ein verputztes Fachwerkhaus, bezogen werden.
In den 1960er Jahren entwickelte Pfarrer Robert Andermatt zusammen mit der Frauen- und Müttergemeinschaft die Vision eines Pfarreisaals. Gemeinsam verfolgten sie ihr Ziel beharrlich und mit Geduld. Als das Nachbargrundstück der Kaplanei, Sonnenhof genannt, gekauft werden konnte, wurde das Projekt Pfarreisaal konkret. Unter Einbezug des Kaplanenhauses wurde das Pfarreiheim Sonnenhof realisiert.
Die Skepsis aber war allerdings gross. Die Präsidentin der Frauen- und Müttergemeinschaft Edith Häusler-Häusler musste garantieren, dass jährlich mindestens 40 Anlässe darin stattfinden würden.
1984 feierte die ganze Pfarrei die Einweihung des Pfarreiheims Sonnenhof, eine gelungene Verbindung des bestehenden Kaplanenhauses mit dem neuen Saalbau, eine Holzkonstruktion.
Gegen 700 grössere und kleinere Anlässe finden seither jährlich in den vielfältigen nutzbaren Räumen statt.
Das Kaplanenhaus steht im Verzeichnis der schutzwürdigen Baudenkmäler von regionaler Bedeutung.
Die Verwaltung des Sonnenhofes obliegt einem Mitglied des Kirchenrates und die Reservation der Räume erfolgt über das Pfarramt.