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Malediven
Allgemeines
Die Malediven bestehen aus einer Unzahl kleinerer Koralleninseln, von denen keine grösser als 13 Quadratkilometer ist und keine höher als zwei Meter über den Meeresspiegel des Indischen Ozeans ragt. Niemand kennt wohl die genaue Anzahl der Inseln. Die offizielle, von der maledivischen Regierung veröffentlichte Statistik nennt 1’190 Inseln, wovon 202 von den Einheimischen bewohnt und rund 90 Touristeninseln sind.
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1972 begann im Nordmale-Atoll mit der Eröffnung der beiden ersten Fremdeninseln Kurumba und Bandos das touristische Zeitalter im Inselstaat. Seit Ankunft der ersten europäischen Reisegruppe im Jahr 1972 wuchs die Anzahl der Touristen von 1’000 auf rund 1,23 Millionen (Ende 2015). Die Zahl der Touristeninseln stieg auf über 90 an.
Atolle
Der maledivische Archipel besteht aus 26 Atollen. Das Wort „Atoll“ ist der einzige Begriff aus der maledivischen Landessprache Dhivehi, der sich im weltweiten Sprachgebrauch eingebürgert hat. Ein Atoll bezeichnet ein ring- oder kranzförmig angeordnetes Korallenriff, in dessen Zentrum sich eine Lagune befindet. Auf dem Riffsaum eines Atolls erheben sich einzelne kleine Inseln, die aus Korallensand und -schutt bestehen. Charakteristisch für die Atolle sind die Kanäle, Kandus, die das Riff an verschiedenen Stellen durchschneiden. Sie sorgen für einen konstanten Wasseraustausch zwischen dem offenen Meer und der Atoll-Lagune und ermöglichen somit die Nahrungszufuhr, die für das Korallenwachstum nötig ist.
Transfer einst …
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Dhoni
So heisst das typische Fischerboot der Malediver, wie es seit Jahrhunderten von Einheimischen mit grosser Fertigkeit gebaut wird. Der geschwungene Bug, der oft reich verzierte und mit künstlichen Blumen geschmückte „moggadu“ dient nicht nur als Zierde, sondern einem mythologischen Zweck. Die mit einem Handgriff abnehmbare Spitze der Boote soll die bösen Geister vom Boot fernhalten.
Nicht zufällig wurden die ersten Ferieninseln in allernächster Nähe der Hauptstadt Male und des Flughafens errichtet. Denn der Transfer mit den kleinen Booten (Dhoni) fordert, besonders bei hohem Wellengang, einiges an Geduld der Reisenden und die Versorgung wird verständlicherweise erschwert, je weiter eine Insel entfernt ist. Heute dient das maledivische Dhoni hauptsächlich als Taxi zwischen dem Flughafen, Male und den nähergelegenen Ferieninseln. Die Reisegeschwindigkeit dieser Boote beträgt etwa 10 km/h.
… und heute
Wasserflugzeuge
Weiter entfernte Ferieninseln werden heute mit Schnellboten angefahren oder mit dem Lufttaxi angeflogen. Das Flugzeug landet vor der Insel auf einem eigens dafür gebauten „Floss“, wo bereits ein Dhoni wartet, das die Touristen auf die Insel bringt.
Nützliche Tipps
Einreise
Ein Einreisevisum bis zu einem Aufenthalt von 30 Tagen wird nicht benötigt, doch muss der Reisepass mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein. Impfungen werden keine verlangt, es sei denn man reist aus cholera-, malaria- oder gelbfieberinfiszierten Ländern ein.
Wichtig: Die Einfuhr von Alkohol, Drogen – die Malediven haben ein sehr strenges Drogengesetz ! -, pornografischem Material, Schusswaffen, Schweinefleisch oder religiösen Kultgegenständen (z.B. die Bibel) ist verboten.
Kleidung
Am besten sind T-Shirts, Shorts, leichte Baumwoll- und Leinenkleider. Ausgeh- und Abendgarderobe sowie Schuhe sind überflüssig. Hingegen sollte eine Sonnenbrille und genügend Sonnenschutzmittel mit hohem Schutzfaktor in keinem Reisegepäck fehlen.
Apropos Bekleidung: FKK und „oben ohne“ sind auf den Malediven verboten und werden mit Bussen bestraft.
Reiseapotheke
Auf den Touristeninseln ist die medizinische Versorgung in der Regel gleich Null. Vorhanden ist lediglich eine „First Aid Box“ und ein bescheidenes Erste-Hilfe-Sortiment. In die persönliche Reiseapotheke gehören vorallem Schmerzmitteln, Magen- und Darmmittel, ein Desinfektionsmittel und ein Linderungsmittel bei Sonnenbrand. Im Krankheitsfall ist es sinnvoll, sich zunächst an die Tauchbasis, Hotel- oder Reiseleitung zu wenden. Das einzige Krankenhaus gibt es in der Hauptstadt Male.
Strom
220-230 Volt Wechselstrom. Die Steckdosen sind in der Regel für Dreiphasenstecker vorgesehen. Auf fast allen Ferieninseln kommt der Strom vom hauseigenen Generator, der eine durchgehende Versorgung gewährleistet.
Geld
Die Währungseinheit auf den Malediven ist die Rufiyaa, die weder ein- noch ausgeführt werden darf. Auf allen Touristeninseln sind die Preise in US Dollar angegeben und werden auch in dieser Währung – in der Regel mit Kreditkarten – bezahlt. Die bekannten Kreditkarten werden akzeptiert.
Internetcafés & Wlan
Beschränkte sich die Kommunikationstechnik bis vor wenigen Jahren noch aufs Telefonieren per Satellit, spielt heute das Internet eine immer grössere Rolle. Fast alle Inseln bieten drahtlose WLAN-Hotspots an, zumindest in den public areas wie Bar, Bibliothek oder Rezeption, oft auch im Zimmer. Der Zugang zu Mails und zum Internet ist in den meisten Fällen sogar kostenlos.
Telefon & Handy
Mittlerweile sind auch die abgelegenen Atolle handytechnisch erschlossen, nur: Das mobile Telefonieren hat seinen Preis. Minutenpreise von 8-12 Euro sind üblich, da es mit Dhiraguu auch nur eine Telefongesellschaft gibt.
Zeitverschiebung:
MEZ + 4 Stunden, im Sommer MEZ + 3 Stunden. Einige Inseln haben allerdings eine „eigene Inselzeit“ von + 1 Stunde gegenüber der lokalen Male-Zeit festgelegt.