Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03137.jsonl.gz/425

Der Schmuck- und Uhrenkonzern Richemont stösst seine Beteiligung an der Luxusuhrenmarke Greubel Forsey mit Sitz in La Chaux-de-Fonds ab. Käufer des 20%-Anteils sind die Firmengründer von Greubel Forsey sowie Firmenchef Antonio Calce, die das Unternehmen nun ganz besitzen.
«Die Unabhängigkeit wird es uns ermöglichen, die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung der Gesellschaft zu definieren»Unternehmenschef Antonio Calce
Finanzielle Details zur Transaktion wurden nicht genannt.
Präzision hat Vorrang
Greubel Forsey wurde 2004 von Robert Greubel und Stephen Forsey gegründet. Die Marke ist auf hochwertige Zeitmesser mit diversen Komplikationen spezialisiert. Die Uhrenmanufaktur mit Sitz in La Chaux-de-Fonds in der Schweiz stellt Zeitmesser mit mehreren Tourbillons und geneigten Unruhen her, um die Präzision der Zeitmessung zu verbessern. Der Einstiegspreis der Greubel-Forsey-Uhren liegt bei rund 200’000 Franken und liegt damit auf dem Preislevel von Richard Mille liegen. Die Uhren werden derzeit von 30 Fachhändlern weltweit vertrieben.
Greubel und Forsey kennen sich von ihrer Arbeit bei Renaud & Papi. Dort haben sie seit 1992 komplizierte Uhrwerke konstruiert. 1999 gründeten sie mit Complitime ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung komplizierter Uhrwerke für hochwertige Schweizer Uhrenmarken spezialisiert hat.
Auf der Basel World 2004 präsentierten sie die Double Tourbillion 30○. Zwei Jahre später startete die Uhrenmanufaktur eine Kooperation mit dem US-Juwelier Harry Winston, um das Modell Opus 6 herzustellen. Im gleichen Jahr beteiligte sich auch Richemont an Greubel Folsey. In weiterer Folge präsentierte die Uhrenmanufaktur mit Tourbillonregulierung darunter die Double Tourbillon und die Quadruple Tourbillon. Die Uhrenmanufaktur kann maximal 100 Uhren pro Jahr herstellen. Entsprechend lange müssen Kunden auf das gewünschte Modell warten.
Ein erfolgreiches Team
Robert Greubel wuchs im Elsass auf. Er begann als Uhrmacher bei seinem Vater im Familienbetrieb. 1987 ging er zur IWC, bevor er zur Renaud & Papi kam. Stephen Forsey hingegen wuchs in St. Albans in England auf. Er spezialisierte sich auf die Restaurierung antiker Uhren . Dann wurde er Leiter der Uhrenrestaurierung bei Asprey´s in London. Anschließend machte er Kurse an der Uhrmacherschule in Neuchatel, bevor er bei Renaud & Papi im Team von Robert Greubel anfing.
SUMMARY_