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Der Schweizer Maler, Zeichner, Grafiker, Illustrator und Objektkünstler Hans Falk war ein im besten Sinne Ruheloser. Er liebte das Reisen, und wo er länger blieb, suchte er das Unbequeme, Sperrige, das Raue, Karge und Stürmische. Seine Bilderwelt erzählt davon, in manchen Phasen figurativ, in anderen abstrakt, mal in zarten Andeutungen und dann wieder in gestisch-expressiven Werken von grosser Wucht.
Hans Falk besuchte die Kunstgewerbeschule in Luzern und absolvierte dann eine Lehre als Grafiker in Zürich. Neben seiner Erwerbsarbeit und der Teilnahme an diversen Plakatwettbewerben entstanden erste gegenständliche Gemälde. Seiner Reiselust konnte er erst ab 1945 nachgehen: mit Aufenthalten in Italien, Spanien, Marokko und am Nordkap; in den 1950er-Jahren bereiste er u. a. den Mittleren Osten, Katalonien und die USA. 1958 entschied er sich, seine Arbeit als freier Künstler zu vertiefen und zog an die windumtoste Küste Cornwalls. Hier begegnete er mit Alan Davie und Barbara Hepworth zwei wichtigen Vertretern der Abstraktion – und wagte selbst den Schritt in eine vollends ungegenständliche Kunst. Jeder seiner Ortswechsel wurde von neuen künstlerischen Impulsen begleitet: Auf Stromboli, wo Falk in den 1960er-Jahren lebte, fand er zum Action Painting und zum Informel. In seinen Londoner Jahren 1968–1973 kehrte er zu Figurendarstellungen zurück, um sie in den New Yorker Jahren 1973–1985 mit rein abstrakten Elementen zu paaren. Auch in New York, wo die vorliegenden Serigrafien entstanden, machte Falk es sich nicht bequem: Er lebte im einstigen Woodstock-Hotel, einem heruntergekommenen Gebäude, das nach einem Brand 1974 zusehends verrottete, Falk aber viel Raum bot.
Hans Falk ist nicht nur für sein ausdrucksstarkes künstlerisches Œuvre, sondern auch für seine Illustrationen bibliophiler Ausgaben (u. a. von Friedrich Dürrenmatt und Henry Miller) sowie für seine herausragenden Plakatgestaltungen bekannt. Aus seiner Hand stammten beispielsweise die sieben Plakate zur Schweizerischen Landesausstellung Expo 1964 in Lausanne.
Hans Falk wurde 1918 in Zürich geboren; er verstarb 2002 auf Stromboli.
Tätigkeitsbereiche: Malerei, Zeichnung, Grafik, Objektkunst