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Vor knapp 2500 Zuschauern setzte sich Olympic am Samstag zu Hause gegen Massagno mit 76:75 durch. Damit ist so gut wie sicher, dass die Freiburger die Qualifikation auf dem ersten Rang abschliessen werden.
Dass sich die beiden besten Teams im Schweizer Basketball auch im vierten Aufeinandertreffen der Saison nichts schenken würden, zeigte sich schnell. Knapp vier Minuten waren gespielt, als die Anzeigetafel schon sieben Fouls anzeigte. Massagno, das Olympic die bisher einzige Meisterschaftsniederlage beigefügt hatte, im Schweizer und im Liga Cup aber bittere Pleiten einstecken musste, startete entschlossen und sehr aggressiv in die Partie. Dank den Punkten von Marko Mladjan führten die Gäste nach fünf Minuten mit 14:9. Dieses Polster konnte Massagno bis Ende des Startviertels halten, weil es insgesamt konzentrierter als die Freiburger wirkte und unter den beiden Körben effizienter agierte.
Dusan Mladjan treffsicher
Das Heimteam wusste seiner Klasse angemessen zu reagieren. Mit einem Dreier von Slobodan Miljanic und einem spektakulären Dunk von Davonta Jordan konnte Olympic die Führung an sich reissen (29:27). Dusan Mladjan aber, der routinierte Scharfschütze vom Dienst, hatte die passende Antwort bereit. Mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen liess er Massagno punktemässig wieder vorbeiziehen. Überhaupt war der ehemalige Olympic-Spieler der Mann des zweiten Viertels. In den ersten zehn Minuten noch ohne Punkte, erzielte er bis zur Pause noch 13 Zähler und zeichnete damit dafür verantwortlich, dass die Tessiner mit einem Zehn-Punkte-Vorsprung in die Kabine gehen konnten. Eigentlich hätten es sogar 13 Punkte sein müssen, doch Jordan stellte mit dem Buzzer und einem Dreier aus der eigenen Platzhälfte noch auf 38:48.
«Wir haben uns als Team in der ersten Halbzeit selbst geschlagen», erklärte Trainer Petar Aleksic. Seine Spieler hätten in der Defensive und und der Offensive falsche Entscheidungen getroffen. «Ich war aber nicht sauer. Die Mannschaft hat in dieser Saison so vieles schon richtig gemacht. Ich habe den Spielern einfach gesagt, dass es nicht so weitergehen kann und dass es nicht unser Spielstil ist.»
Mit harten Bandagen
Derweil Aleksic positiv blieb und seine Equipe mit aufmunternden Worten wieder auf das Parkett schickte, zeigte Massagno plötzlich Nerven. Dusan Mladjan und Coach Robbi Gubitosa kassierten wegen Reklamierens je ein technisches Foul. Es schien fast so, als hätten die Gäste gespürt, dass die Freiburger Maschinerie früher oder später so richtig anlaufen würde. Tatsächlich verkürzte Kwamain Mitchell in der 25. Minute auf 48:51. «Wir konnten so gut wie alle Fehler der ersten Hälfte korrigieren», freute sich Aleksic. Das Spiel wurde nun wieder merklich mit härteren Bandagen geführt. Einer, der sich unter solchen Umständen besonders wohlfühlt, ist Boris Mbala. Der Olympic-Captain ging mit seiner hohen Intensität gerade in der Defensivarbeit voran. Das Schlussviertel versprach Hochspannung, stand es doch 60:60-Unentschieden.
Jurkovitz mit den wichtigen Punkten
Massagno ging insofern mit einem Handicap in die letzten zehn Minuten, als dass die beiden Center Juwann James und Uros Nikolic je vier persönliche Fouls aufwiesen. Ein wirklicher Faktor wurde das aber nicht. Stattdessen waren es nun die Freiburger, die sich immer wieder zu Fouls hinreissen liessen. Der Schaden hielt sich dennoch in Grenzen (35.; 68:70). Und hätte Olympic nicht einfache Körbe liegen lassen, wären sie gar in wieder in Front gegangen. So aber lagen zwei Minuten vor der Schlusssirene die Gäste weiter mit einem Zähler vorne, ehe Natan Jurkovitz von der Freiwurflinie das Blatt wenden konnte und wenig später gar auf 76:73 stellen konnte. Sollte Massagno wie bereits im Liga-Cup-Final den Sieg in den letzten Sekunden noch aus den Händen geben? Die Antwort hiess ja, weil es zwar nochmals auf einen Punkt Rückstand verkürzen konnte, den letzten Ballbesitz der Partie aber nicht mehr in einen Korb ummünzen konnte.
«Während Massagno am Ende ein wenig müde war, konnten wir in den letzten fünf Minuten unsere Angriffe besser ausführen», bilanzierte Aleksic, der sich sehr über den Support der zahlreichen Zuschauer freute. Mit dem dritten Sieg im vierten Spiel gegen Massagno konnten die Freiburger für den weiteren Verlauf der Meisterschaft ein Ausrufezeichen setzen. Es ist so gut wie sicher, dass Olympic die Regular Season auf Platz eins beenden wird. «Natürlich ist das eine Message an Massagno. Gleichzeitig müssen wir bescheiden bleiben und weiter hart arbeiten. Mit den Playoffs und dem Cup-Final warten grosse Herausforderungen auf uns.»