Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03200.jsonl.gz/2107

Als Lymphe wird die in den Lymphgefäßen enthaltene wässrige hellgelbe Flüssigkeit bezeichnet, die das Zwischenglied zwischen der Gewebsflüssigkeit (Interzellularflüssigkeit) und dem Blutplasma bildet. Das Lymphsystem mit den Lymphgefäßen als Leitungsbahnen ist neben dem Blutkreislauf das wichtigste Transportsystem im menschlichen Körper. Es ist auf den Transport von Nähr- und Abfallstoffen spezialisiert und entsorgt in den Lymphknoten auch Krankheitserreger wie Bakterien und Fremdkörper.
Aufgabe der Lymphgefässe ist es, die im Gewebe aufgenommene Lymphe wieder dem Blutkreislauf zuzuführen.
Sie beginnen blind als Lymphkapillaren, die zwischen den Zellen des Gewebes eingebettet sind. Dort findet die Umwandlung von Gewebsflüssigkeit in Lymphe statt. Mehrere Lymphkapillaren vereinigen sich zu größeren Lymphgefässen. Die Lymphgefäße münden in die Lymphknoten, die als Sammelstelle und Filter für die Lymphe dienen. Durch abführende Gefäße verlässt die Lymphe die Lymphknoten wieder. Diese vereinigen sich zu Lymphsammelstämmen, die schließlich im "Venenwinkel" münden. Manche Lymphgefäße durchlaufen auch mehr als einen Lymphknoten. Die anfangs sehr zellarme Flüssigkeit nimmt beim Durchfließen der Lymphknoten bis zu 700.000 neu gebildete Lymphozyten je Mikroliter auf.
Neben der klassischen manuelle Lymphdrainage am ganzen Körper, dient auch die reflektorische Lymphbehandlung an den Füssen vor allem als Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen, wie Körperstamm und Extremitäten (Arme und Beine), welche nach Traumata oder Operationen entstehen können. Besonders häufig wird diese Therapie nach einer Tumorentfernung nötig.
Auch in der Schmerzbekämpfung, wie auch vor und nach Operationen hilft sie, das geschwollene, mit Zellflüssigkeit überladene Gewebe zu entstauen. Teilweise können Schmerzmittelgaben verringert werden und der Heilungsprozess verläuft schneller.
Praxis Dorflinden Zürich-Örlikon