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Vorbemerkung: Von der prähistorischen Phase bis zum Untergang der "Alten Eidgenossenschaft" anno 1798 infolge der Französischen Revolution war die Geschichte der Oberallmeindkorporation Schwyz praktisch identisch mit derjenigen des "Alten Landes Schwyz" (heute Bezirk Schwyz).
Zum ersten Mal tritt die Oberallmeind im Zusammenhang mit einem Marchenstreit zwischen dem Kloster Einsiedeln und den Schwyzern in Erscheinung. Im Zusammenhang mit dieser Auseinandersetzung ist in einem Dokument von Kaiser Heinrich V. vom 10. März 1114 erstmals davon die Rede, dass die Schwyzer genossenschaftlich organisiert waren. Sie hätten nicht einzeln, sondern als Kollektiv Anspruch auf den gemeinschaftlich genutzten Boden erhoben. Aus dieser Urkunde kann also entnommen werden, dass sich die Schwyzer mit Bezug auf gemeinschaftlichen Grundbesitz schon genossenschaftlich geeinigt hatten. Das Jahr 1114 gilt deshalb als Geburtsstunde der Oberallmeindkorporation Schwyz. Damit ist die Oberallmeindkorporation Schwyz älter als die Eidgenossenschaft, die 1291 ihre Gründung begangen hat.
Am 8. Februar 1350 wurde der endgültige Friede im rund 250 Jahre dauernden Marchenstreit erklärt. Damit hatte auch das Gebiet des "Alten Landes Schwyz" (heute Bezirk Schwyz) bzw. der Oberallmeindkorporation Schwyz die heutigen Grenzen erreicht.
Am 15. Oktober 1882 stimmte die Oberallmeind-Gemeinde dem Teilungsprojekt zu. Mit der Annahme dieses Teilungsprojektes schlug eigentlich die Geburtsstunde der Oberallmeind-Genossamen. Die Genossamen (Vereinigung aller OA-Genossen der einzelnen Kirchgemeinden) erhielten die niedrig gelegenen Bodenallmeinden bis "Mitte Berg" (ca. 800 Meter über Meer) zum Eigentum. Die Hoch- und Mittelalpen blieben als Ganzes und galten als Gut der Oberallmeindkorporation Schwyz. Auch auf die Verteilung der Wälder wurde vorläufig verzichtet. In den nachfolgenden Jahren kam es trotz teilweise abgewiesenen Teilungsbegehren dennoch zu weiteren Gebietsabtrennungen.
Die Oberallmeind-Gemeinde vom 17. Oktober 1909 beschliesst, den jeweiligen römisch-katholischen Pfarrkirchen den ausgemarchten Kirchenwald abzutreten.
Zwecks Ablösung von holzberechtigten Servituten (Konstruktionsholz, Schindelholz, Brückenholz, Wuhrholz, Hagholz) aus dem Teilungsprojekt von 1882 werden den Genossamen Waldungen zugeteilt.
Damit war und bleibt die Teilung der Oberallmeindkorporation Schwyz bis heute abgeschlossen!
Mit dem 23. Juni 1816 nehmen die OA-Landsgemeinden offiziell ihren Anfang.
Die Oberallmeind-Gemeinde beschliesst am 18. Oktober 1925 den Bau eines eigenen Verwaltungsgebäudes an der Herrengasse in Schwyz.
Am 25. und 26. Oktober 1926 erfolgt der Einzug ins neue Verwaltungsgebäude.
Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes im Brüöl, Schwyz vorerst aber noch kein Umzug der OA-Verwaltung.
Aufnahme der Frauen als gleichberechtigte Korporationsbürgerinnen durch die ausserordentliche Oberallmeind-Gemeinde am 2. Mai 1993.
Die OA-Verwaltung beschliesst definitiv, die Reorganisation der OA-Verwaltung einzuleiten.
Die Oberallmeind-Gemeinde vom 18. Oktober 1998 genehmigt die neuen OAK-Statuten, die die Reorganisation erst ermöglichen.
Umzug ins neue Verwaltungsgebäude Brüöl am
17. - 19. November 1998.
Einführung einer eigenen Forstfachführung.
Gründung einer korporationseigenen Betriebsgesellschaft per 1. Juli 2006, die OAK Energie AG.
Neuregelung des Bürgerrechts an der Oberallmeind-Gemeinde vom 15. Oktober 2006 infolge eines Verwaltungsgerichtsentscheids vom 10. August 2005. Neu, können auch die Frauen ihr Korporationsbürgerrecht weitergeben. Die 97 OA-Geschlechternamen sind nun Geschichte.
Gründung einer korporationseigenen Betriebsgesellschaft per 8. November 2010, die OAK Tourismo AG.
Wechsel Geschäftsführer.