Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03235.jsonl.gz/1618

Die Besten 2019, Das Kaninchen – Hochparterre - Senn-Förderpreis für junge Architektur, 12.2019
Publikationen:
AS Architecture Suisse, 216, 04.2020, “Für immer Wochenende”, by Anna Raymann, Hochparterre, 12.2019, Die besten Architekturprojekte der Schweizer Baudokumentation 20/21
Links
Projektbilder & Renderings
Pläne
Situation
Grundriss
Längsschnitt
Querschnitt
Ansicht
Plakat A0
Videos
Prospekte & Beschriebe
Laudatio Arc-Award-Jury
Kurzbeschrieb
Erweiterung eines historischen Chalets aus dem Jahr 1910 in Vernier, GE.
Ausgangslage
Das «Permanent weekend house» befindet sich auf einem sehr langen und schmalen Grundstück in der Peripherie von Genf. Ein winziges Chalet wurde hier 1910 als Ferienhaus umgebaut: eine dieser idyllischen Holz-Fertigteilkonstruktionen, die abseits der geschäftigen Betriebsamkeit des Stadtzentrums in einer ruhigen Umgebung entstand.
Entwurfsidee
In der Zwischenzeit ist die Stadt gewachsen und mit ihren Vororten verschmolzen: Die einst ruhige, kleine Siedlung ist heute eingerahmt von den Leitungsmasten der nahen Bahnlinie, Sportplätzen, Industriehallen und einem riesigen Einkaufszentrum. Wegen der Nähe des Flughafens fliegen regelmässig Flugzeuge über das Chalet hinweg, und die Tanks der kantonalen Ölreserve befinden sich auch am Ende der Strasse.
Das Permanent Weekend House» fängt die Essenz der bestehenden Umgebung auf und unterstreicht diese nochmals: ein flacher, gestreckter Anbau, der den Hauptwohnbereich des bestehenden Chalets verlängert, indem er den Garten in seiner gesamten Länge durchläuft und alle häuslichen Funktionen enthält.
Projektierung
Die schlanke Bauweise der Erweiterung ermöglicht die Durchdringung mit dem Garten: Alle Fenster lassen sich vollständig öffnen, sodass eine Art überdachter Raum im Grünen entsteht. Im «Permanent Weekend House» wird die Verschmelzung zwischen Innen und Aussen durch die regelmässige Abfolge der Glas- und Aluminiumflächen der Fassade verstärkt, wodurch sich der Neubau durch seine Transparenz und Spiegelungen in den Garten einfügt.
Durch die subjektive Annäherung an den Kontext konnte eine unerwartete räumliche Bedingung geschaffen werden: ein sehr langes und schmales Volumen, in dem sämtliche häuslichen Funktionen untergebracht sind, eine programmatische Raumabfolge, ein Spaziergang im eigenen Garten. Während die ursprüngliche Typologie des Wochenendhauses eher auf ausgedehnte sonnige Nachmittage im Vorgarten ausgerichtet war, sollte das permanente Wochenendhaus nun ermöglichen, das ganze Jahr über im Garten zu wohnen.