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Oblast (Verwaltungsregion) Magadan und Sacha (Jakutien)
Goldgräberstimmung (über 100 Jahre später als in Alaska)
Gold und Diamanten machen Erdöl und Erdgas Konkurrenz
Magadan
Nach Angaben der russischen Tageszeitung Kommersant vom 23. November 2005 lag es damals auf Platz fünf der Weltproduktion an Gold und auf Platz zwei der Goldreserven. Goldabbau hat in Russland eine jahrhundertealte Tradition. Zwei Drittel der Goldreserven befinden sich in Sibirien und im Fernen Osten Russlands. 40 Prozent der Goldproduktion entfällt auf die Republik Sacha (russisch: Jakutien), die ansonsten in der Diamantenproduktion führend ist. Am produktivsten in der Goldgewinnung ist der Oblast Magadan. Allein 2002 wurden hier 33,5 Tonnen Gold gefördert; gefolgt von Krasnojarsk (29,3 Tonnen) und Sacha/Jakutien (17,5 Tonnen).
Sacha
So wird das Vorkommen Natalkinskoje, das ab 2010 ausgebeutet werden soll, von vornherein als Tagebaumine konzipiert. In 50 Jahren Betriebszeit sollen dort mehr als 1080 Tonnen Gold gefördert werden. „Das Abbaugebiet wird eine Fläche von ungefähr zehn Quadratkilometern umfassen. Vorerst sind an der Stelle noch alte technische Anlagen eines Bergwerkes und eine Siedlung zu sehen. Es ist aber geplant, dass jährlich an die 40 Millionen Tonnen Erz verarbeitet werden, was 200 000 Tonnen Gestein täglich entspricht, das 1,7 Gramm Gold pro Kubikmeter enthält“ (RIA Nowosti, 04. Juli 2005). Dieser um sich greifende Landverlust gefährdet die traditionelle Lebensweise der indigenen Völker, die in der Umgebung der Minen leben.
Quelle: Gesellschaft für bedrohte Völker