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Forschende vom Naturhistorischen Museum Genf und der Eawag untersuchten Jungforellen (Salmo trutta) aus diversen Zuflüssen des Vierwaldstättersees auf Parasitenbefall und bestimmten die Artenvielfalt der vorgefundenen Parasiten. In ihrer im Mai 2021 publizierten Studie zeigten die Wissenschaftler/-innen, dass die parasitäre Artenzusammensetzung in residenten Forellen in erster Linie vom hydrologischen Ursprung des Lebensraumes abhängig ist. So trugen Jungforellen aus grundwassergespeisten Bächen eine höhere Artenvielfalt an Parasiten in sich, als ihre Artgenossen aus regenwassergespeisten Bächen. Das Vorkommen innerartlicher Fischwanderungen hatte zwar keinen Einfluss auf die Artenvielfalt der vorgefundenen Parasiten, war jedoch mitverantwortlich für die lokal unterschiedlichen Zusammensetzungen der Parasitengemeinschaften in Jungforellen aus verschiedenen Zuflüssen des Vierwaldstättersees.
Im Rahmen der Forschungsarbeiten wurden 13 verschiedene Parasitenarten registriert, darunter Plattwürmer (Platyhelminthes), Fadenwürmer (Nematoda), Saugwürmer (Trematoda) und Kratzwürmer (Acanthocephala). Mitunter wurde auch eine Art gefunden, die im Zusammenhang mit Salmoniden bisher nur in Island registriert wurde. Es handelt sich demnach um den Erstnachweis des Saugwurmes Crepidostomum brinkmanni in Fischen auf dem Europäischen Festland.
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