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Die Gemeinde Herrliberg umfasst verschiedene alte Siedlungskerne und Einzelhöfe, die in der Dorfregion zusammengewachsen sind, im höher gelegenen Gebiet mit dem Hauptweiler Wetzwil aber weiter bestehen. Das Gemeindegebiet liegt auf mehreren geologischen Terrassen und reicht vom See (Normalhöhe 406 m) bis zur Guldenen. Der höchste Punkt von Herrliberg liegt beim «Verlorenen Blätz» auf 847 m. Der Name Herrliberg erscheint in den Urkunden erstmals 1153/55 in der Form «Hardiperc», einer Bildung zu den althochdeutschen Wörtern «hard» und «berg» mit der Bedeutung «erhöht gelegenes Gebiet mit Weidewäldern».
Spätere Formen sind Herdiberg (1276), Herdliberg (1463), Herliberg (1469), d.h. als die Bedeutung von «Herd» nicht mehr bekannt ist, wird der Name in Anlehnung an «Herr» umgedeutet.
Auf Hans Conrad Gygers bekannten Zürcherkarte von 1667 sind auf dem Gebiet Herrliberg zwei Wappen eingezeichnet: Das Wappen mit den drei Doppeljochen (das heutige Gemeindewappen) oberhalb der Schipf und das Wappen mit den zwei Pferdeköpfen am Ort der heutigen Kirche. Die Burg der Meier oberhalb der Schipf wird um 1350 erstmals erwähnt. Um Waren vom See den steilen Hang hinauf zur Alten Landstrasse zu bringen (der Saumpfad entlang dem Ufer war aufgrund der topographischen Verhältnisse nicht nutzbar), war oft ein Sechserzug mit Ochsen oder Kühen notwendig, daher die drei Doppeljoche auf dem Wappen. Beim Warentransport vom Vorderwachtplatz, dem Umschlagplatz bei der Einmündung vom Rossbach in den Zürichsee, hinauf auf die Geländeplattform der Burg (also dem Kirchenhügel) konnten die Waren wohl nur mit Pferden hinauftransportiert werden.
Der Gemeinderundgang beginnt an der Seestrasse auf 408 m Höhe und folgt den Geländeterrassen zu den Sehenswürdigkeiten von Herrliberg.
Die wohl meist fotografierte Ortstafel am Zürichsee! Sie wird 1979 im Auftrag des VVH vom Herrliberger Grafiker Armin Müller gestaltet und der Gemeinde gestiftet.