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Geschlafen haben wir beide super in dem nicht-leeren und bezahlten Zimmer, nachdem wir die alt-bekannte Geschichte (für Pascal zumindest, der schon seit Monaten in Virginia wohnte) mit dem Air-Conditioning in den Griff bekommen hatten. Wir schliefen aus und gingen dann (auf Pascals Empfehlung hin) im Hotel-Restaurant frühstücken.
Das Restaurant, das zum Loews Madison in Washington D.C. gehört, ist ein argentinischer Grill und das Frühstück das dort serviert wurde ein Traum.
Mir hätte man vermutlich alles vorsetzen können an dem Morgen, ich wäre glücklich gewesen, denn ich bin in Washington, aber ich bestellte die Blueberry Pancakes und einen Earl Grey Tee, zu dem ein Mini-Gläschen Honig gereicht wurde und ein Kännchen Milch und auf den Pancakes war ein zart gesalzenes Butterschaumkrönchen. Auch die Bacon-Streifen, die ich separat dazu bestellte (siehe [ Zitate ]) waren zur Perfektion gebraten.
Wir liessen es uns gut gehen und gingen anschliessend zur Rezeptionistin, um uns nach Shopping Malls in und um Washington D.C. zu erkundigen.
Da Nick, Mami und Papi erst gegen 14.00 Uhr eintreffen würden (dachten wir, naiv, wie wir waren), hatten wir noch genügend Zeit um etwas in Washington zu unternehmen. Und was bietet sich da besser an, als eine U.S. Shopping Mall? Die freundliche Rezeptionistin schlug uns das [ Tysons Corner Center ] vor, das direkt an der Metro-Linie von Washington D.C. zum Dulles-Airport lag.
Pascal wusste auch schon, wo die nächstgelegene Metro-Station war und half mir dabei, ein Metro-Ticket zu lösen. Nun, ich halte mich ja für einen durchschnittlich intelligenten Menschen, aber mit den Ticket-Automaten in Washington wäre ich komplett überfordert gewesen. Erst muss man sich die Station auf einer Liste raussuchen, die nach den Metro-Linien bzw. deren Farben geordnet ist und nicht alphabetisch oder so, um die Tarifzone herauszufinden. Dann guckt man unter der Tarif-Zone, wieviel der Fahrpreis beträgt (ich glaube, das waren ca. 3.75 Dollar von McPherson Sq Metro bis Tysons Corner Metro Station) und diesen gibt man dann mittels Schaltern eigenhändig in 5 Cent-Schritten ein. Dann wirft man das Geld rein (5 Dollar Scheine werden erst beim 7.-10. Versuch akzeptiert, wie wir feststellten) damit der Automat schlussendlich aus einer willkürlichen Stelle ein Ticket mit enormem Pfuus entgegenspuckt. Wenn man es nicht auffängt, landet es halt auf dem Boden und die Einheimischen, die es mitkriegen lachen.
Wir fuhren gefühlt eine Stunde mit der Silver Line Metro (die übrigens eine eigene Homepage hat und ein fantastisches (nein, wirklich fantastisches!) Einführungs-Video [ HIER ] und kamen dann an der Station an. Diese führte direkt in die Mall. Die Überführung, die 4-5 Spuren weiten Kreuzungen darunter und die anliegenden Gebäude waren noch nicht fertig konstruiert und die ersten paar Shops, die einen vom U-Bahn-Station-Eingang aus erwarteten, waren noch leer, aber kaum betrat man die Shopping Mall, war man bereits mittendrin und stand vor einem… Tesla-Laden.
Sarah: „Der Tesla-Laden als Treffpunkt, falls wir uns verlieren?“
Pascal: „Weiss nicht, ob das so eine gute Idee ist, wenn ich da länger rumhänge, kauf ich am Ende noch was.“
Wir sind dann zusammen durch die Läden gestreift, ich hätte am liebsten die Forever 21-Filiale leer gekauft, mich jedoch zurückgehalten, um dann mein Geld in einem Spielwarengeschäft liegen zu lassen für ein [ Firefly-Cluedo ] (mein Lieblings-Mitbewohner liebt Cluedo. Und „Firefly“.) und ein paar ausländische Dollares für ein cooles „The Doors“-Shirt in einem Grunge-artigen Laden, der einfach nur „The Garage“ hieß. Und Doors-Shirts führte. Nachdem wir (hoffentlich aber ziemlich wahrscheinlich) jede Ecke der recht großen Mall durchforstet hatten, beschlossen wir, im Food Corner noch was kleines zu Trinken und landeten dort in einem leckeren mexikanischen Restaurant, das an der überaus beeindruckend mit Alkohol-Flaschen verzierten Bar hervorragende Frucht-Cocktails und zu denen dazu gratis Tortilla-Chips mit Salsa servierte.
Geh-technisch schon ziemlich erschöpft, ansonsten aber munter nahmen wir anschliessend wieder die Metro, fuhren 1-2 Stationen zurück, um dort den Bus zum Flughafen zu nehmen. Dieser kostete pro Person noch mal 4-5 Dollar, wenn ich mich richtig erinnere. Kurz nach 14 Uhr kamen wir am Flughafen an, um zwei Stunden zu warten (zwei! Stunden!!!) ( siehe [ Zitate ]) bis wir Nick und die Eltern endlich in die Arme schliessen konnten.
Mit dem VIP-Shuttle (wieder ein gigantischer Suburban) fuhren wir zurück in die Stadt und erst einmal direkt ins Hotel, damit die Neuankömmlinge ihr Gepäck los werden konnten. Anschliessend gingen wir zu Fuß los (wir waren zu dem Zeitpunkt schon wieder alle sehr hungrig) zu einem Restaurant, an dem Pascal und ich am Vortag auf dem Weg zum weißen Haus vorbei gekommen waren. Es hieß [ P.J. Clarke’s ], war recht urig eingerichtet (für amerikanische Verhältnisse) und wir assen leckerste Burger, Onion Rings und Rosemary, Fennel & Shallot Home Fries!
Frisch gestärkt mit literweise leckerer Limonade war als Nächstes erst einmal Sight-Seeing angesagt. Zu Fuß gingen liefen wir die zwei drei Blocks zum Weißen Haus. Dort machten wir ganz viele Fotos. Und Selfies. Vor allem Selfies. Für Weihnachten. Ihr wisst schon. Wir sind eine peinliche, aber höchst liebenswerte Familie.
Nach den White House Selfies ging es die National Mall hinunter Richtung Obelisk, bekannt aus dem Familien-Film [ Olympus Has Fallen ]. Wir spazierten bis zu einem Mäuerchen, wo wir uns hinsetzten und noch mehr Selfies machten (liebenswerte Selfies, möchte ich nochmal betonen!) . Da sich die Veranstaltung auf der Wiese zwischen dem Weißen Haus und dem Obelisken gerade auflöste, gingen wir nicht hoch bis zum Giganto-Stein-Zahnstocher, sondern spazierten nochmal zum Weißen Haus, um uns noch die andere Seite anzugucken. Hier gab es auch Eichhörnchen.
Da wir danach vom vielen zu Fuß gehen und überhaupt vom Tag schon recht erschöpft waren, stopften wir Mami und Papi neben dem Weißen Haus in ein Taxi und Nick, Päsce und ich spazierten zu Dritt zurück zum Hotel. Dieses Mal nicht vorbei an der National Treasury, da das Weiße Haus jetzt auf dieser Seite weiträumig von der Polizei abgesperrt war.
Zurück im Hotel fanden wir Mami und Papi in der Hotelbar, wo wir uns alle noch ein alkoholisches oder nicht-alkoholisches Getränkt gönnten. Ich fand auf dem Boden einen Kugelschreiber, den habe ich noch.
Endlich zurück im Hotelzimmer, verschwand die Müdigkeit sehr plötzlich, als wir das On-Demand-Filmprogramm durchgingen. Meine Brüder und ich entschieden uns für Hercules (siehe [ Zitate ]), was sich zwar perfekt als Einschlafhintergrund aber weniger gut zum Gucken eignete.
So ging ein langer Tag mit einem unbemerkten im Hintergrund um sein Leben kämpfenden The Rock zu Ende.
. . . : : : K A R T E : : : . . .
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