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Strategien für die Umnutzung eines Lagerhauses und Begleitung des Projekts bis zum Bezug.
Der Supertanker in der Gewerbestruktur der Binz.
Die 100 Meter lange Rampe an der Binzstrasse und der Blick vom Dach auf Zürich.
Die Zürcher Kreativszene diskutiert skeptisch, ob sich solche Hallen für eine Umnutzung eignen.
Einfache Schemata zur möglichen Unterteilbarkeit und Aufstockung des Gebäudes.
Es galt möglichst nah an den bestehenden Strukturen und mit grossem Pragmatismus die Räume nutzbar zu machen. Ein zusätzliches Treppenhaus sichert die Fluchtwege für die kleinteiligere Struktur.
Die spektakuläre Montage der vorfabrizierten Holzelemente und die stimmungsvollen Räume in der Aufstockung.
Der Supertanker mit seiner schrägen Fassade zur Binzstrasse und der Hoffassade mit Dachterrasse.
Die kleinteilige Struktur mit vorgelagerter Dachterrasse bietet Atelierraum für das Kreativgewerbe. Die Photovoltaikanlage brauchte viel Überzeugungsarbeit. Wir konnten die Abnahme des Stroms durch eine im Haus ansässige Umweltberatungsfirma vermitteln und damit die Anlage ermöglichen.
Das in den 40er-Jahren in der ehemaligen Lehmgrube der Zürcher Ziegeleien in der Binz gebaute mächtige Lagerhaus der EPA-Warenhäuser stand leer. Zusammen mit anderen Liegenschaften im Quartier befand es sich mittlerweile im Portfolio der Swiss Life.
Die erfolgreiche, in der Alternativszene entstandene Getränkehandlung Intercomestibles brauchte mehr Platz und einen neuen Standort, da ihre bisherigen Geschäftsräumlichkeiten auf dem Maag-Areal neu überbaut werden sollten. Bei der Standortsuche stiess Intercomestibles auf das EPA-Lagerhaus und bewarb sich für das Unter- und das Erdgeschoss.
Bei der Swiss Life löste diese Anfrage grundsätzliche Fragen über die Weiterentwicklung des Standortes aus. Intercomestibles empfahl Fischer Liegenschaften Management als Projektentwickler beizuziehen. Zusammen mit Archipel und dem Architekturbüro Stücheli bildete sich ein Team, das Umnutzungsstrategien, rechtliche Rahmenbedingungen, technische Machbarkeit, Vermarktungsstrategien und finanzielle Konzepte für Swiss Life entwickelte und schrittweise umsetzte.
Das Bild des Supertankers entstand. Ein grosses Gebilde, das in seinem Bauch ein vielfältiges, heterogenes Leben in preisgünstigen Ateliers und Schauräumen zulässt, das den rauhen Charakter des Gewerbegebäudes respektiert und auf seinen «Oberdecks» kleinteiligere und hochwertigere Flächen anbietet.
Der Supertanker ist zu einem starken Ort mit einem reichen Leben geworden. Die spektakuläre Aufstockung mit einem zweigeschossigen, vorfabrizierten Holzbau krönt das erfolgreiche Umnutzungsprojekt und sichert dem Gebäude eine langfristige Perspektive.
Archipel arbeitete am Umnutzungs- und Vermietungskonzept mit, klärte die rechtlichen und baulichen Möglichkeiten ab, erstellte Kostenschätzungen und Terminpläne, vertrat die Auftraggeberin in der Baukommission und begleitete beratend die Mieterausbauten. Weiter vermittelte und organisierte Archipel den Einbau einer 100 kWp-Photovoltaikanlage.
Vermarktung, Vermietung, Konzept: Fischer Liegenschaften Management
Projekt, Planung, Ausführung von Umbau und Aufstockung: Stücheli Architekten
Projekthomepage: supertanker.ch
Artikel: Sonntagszeitung, 27. März 2005 als PDF (356 KB)