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Dies ist eine dreiteilige Serie über die Auswirkungen von Zucker auf den menschlichen Körper.
Früher war die Konsumation von weissem Zucker ganz normal und ohne gesundheitliche Konsequenzen: Deine Grosseltern genossen wahrscheinlich gelegentlich hausgemachtes Gebäck mit weissem, granuliertem Zucker - ohne negativen Auswirkungen.
Mittlerweise ist Zucker aber an weit mehr Orten, als man denkt: Von den offensichtlichen Kuchen, Keksen und Limonaden bis hin zu im Handel gekaufter Tomatensauce, Brot und Joghurt. Dennoch glauben viele Leute, dass Zucker nur ein blosses Vergnügen ist, das man gelegentlich geniessen kann.
In den letzten Jahren haben Ärztinnen und Wissenschaftler jedoch erkannt, dass Zucker giftig und süchtig macht, und auch gar tödliche Folgen haben kann. Warum ist das so?
Zucker besteht zu 50% aus Fructose (Fruchtzucker) und zu 50% aus Glucose (Traubenzucker). Es gibt einen grossen Unterschied zwischen natürlich vorkommendem Zucker, der in Pflanzen vorkommt, und dem raffinierten (industriell verarbeiteten) Kristallzucker und Maissirup mit hohem Fructoseanteil, der in so vielen modernen Lebensmitteln zu finden ist. Sowohl granulierter Zucker als auch Maissirup mit hohem Fructosegehalt sind hoch verfeinert und fügen dem menschlichen Körper keinerlei zusätzliche Nährwerte hinzu, was zu einer Vielzahl gesundheitlicher Probleme führt. Zucker, der direkt aus Pflanzen gewonnen wird und ist unraffiniert und wird im Körper langsamer verarbeitet.
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Menschen mit durchschnittlicher Grösse, nicht mehr als 50 g Zucker pro Tag zu sich zu nehmen. Europäerinnen und Europäer nehmen jedoch zwischen 103 Gramm (Schweiz) und 97 Gramm (Irland) auf. In den Vereinigten Staaten sieht es noch verheerender aus: die US Bevölkerung verbraucht durchschnittlich 126 Gramm pro Tag! (1 Teelöffel =4.2 Gm Zucker).
Was kann ein solch erhöhter Konsum von Zucker für folgen haben?
- Zucker erhöht das Risiko für Diabetes, Fettleibigkeit und Herzkrankheiten. Viele wissenschaftliche Studien haben eindeutig gezeigt: Je mehr Zucker eine Person zu sich nimmt, desto höher ist das Risiko, an lebensbedrohlichen Krankheiten zu erkranken.
- Zuckerkonsum führt zu instabilem Blutzucker, was wiederum zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und starken Gelüste nach Süssem (Cravings) führen kann. Kein Spass! Menschen, die zuckerfrei leben, berichten über erhöhte emotionale Stabilität und ausbleibenden Heisshungerattacken.
- Zucker beschleunigt das Altern. Nachdem der Zucker in den Blutkreislauf gelangt ist, bindet er sich an Proteine – ein Prozess der als Glykation bezeichnet wird. Diese neuen molekularen Strukturen beschleunigen den Verlust der Hautelastizität.
- Zucker erhöht Stress. Nachdem du etwas Zuckerhaltiges gegessen hast, steigt dein Blutzuckerspiegel kurzfristig an und nimmt dann in einem Sturzflug ab. Dieser „Absturz“ zwingt deinen Körper dazu, Stresshormone wie Epinephrin, Adrenalin und Cortisol freizusetzen. Diese Hormone erhöhen den Blutzucker wieder, um dem Körper einen schnellen Energieschub zu liefern. Leider führt dieses Muster dazu, dass wir uns gereizt, wackelig und gestresst fühlen.
Im Grossen und Ganzen ist klar, dass die Zeit von raffiniertem Zucker vorüber sein muss, wenn wir bestmöglich leben wollen. Um ein Leben mit weniger raffiniertem Zucker und mehr Gesundheit geniessen zu können, werden wir in Teil 2 dem Verlangen nach Süssem nachgehen und was Du gegen dieses Verlangen tun kannst.
Falls Du eine Frage hast – einfach fragen: <email-pii>.