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Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung haben Frauen, die im Zeitpunkt der Geburt des Kindes entweder :
Im Zusammenhang mit dem Schutz der Arbeitnehmerinnen bei Mutterschaft wird auf das Merkblatt des Staatssekretariates für Wirtschaft (SECO) verwiesen.
Der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung entsteht,wenn die Anspruchsberechtigten :
während neun Monaten unmittelbar vor der Geburt des Kindes im Sinne des AHV-Gesetzes obligatorisch versichert waren. Im Falle einer vorzeitigen Geburt reduziert sich diese Frist auf :
in dieser Zeit mindestens fünf Monate lang eine Erwerbstätigkeit ausgeübt haben. In einem Mitgliedstaat der EU oder der EFTA zurückgelegte Versicherungs- und Beschäftigungszeiten werden berücksichtigt.
Der Anspruch beginnt am Tag der Niederkunft und endet spätestens nach 14 Wochen bzw. 98 Tagen. Wenn die Mutter die Erwerbstätigkeit während dieser Zeit ganz oder teilweise wieder aufnimmt oder stirbt, endet der Anspruch vorzeitig.
Bei längerem Spitalaufenthalt des Kindes (mindestens 3 Wochen) kann die Mutter beantragen, dass der Anspruch auf Entschädigung erst mit der Heimkehr des Kindes beginnt.
Die Mutterschaftsentschädigung wird als Taggeld ausgerichtet und beträgt 80% des vor der Niederkunft erzielten durchschnittlichen Erwerbseinkommens, höchstens aber CHF 196.00 pro Tag. Das maximale Taggeld wird mit einem Monatseinkommen von
CHF 7'350.00 (CHF 7'350.00 x 0.8/30 Tage=CHF 196.00/Tag) und bei Selbständigerwerbenden mit einem Jahreseinkommen von
CHF 88'200.00 (CHF 88'200.00 x 0.8/360 Tage=CHF 196.00/Tag) erreicht.
Selbständigerwerbende Mütter
Wurde die Mutterschaftsentschädigung aufgrund der provisorischen Einkommenseinschätzung vor der Geburt berechnet und sollte die Ausgleichskasse nachträglich, basierend auf der definitiven Steuereinschätzung höhere definitive Beiträge festsetzen, kann die Anpassung und Differenznachzahlung vom Selbständigerwerbenden verlangt werden. Erfolgt jedoch im umgekehrten Fall nachträglich eine tiefere AHV-Beitragseinschätzung, ist die Ausgleichskasse gezwungen die zu Unrecht bezogenen Leistungen zurückzufordern.
Besteht bei der Geburt des Kindes ein Anspruch auf Taggelder der :
geht die Mutterschaftsentschädigung diesen vor. Sie entspricht mindestens dem bisher bezogenen Taggeld.
Nachfolgende Personen können bei der zuständigen Ausgleichskasse ein Gesuch um Mutterschaftsentschädigung einreichen. Zuständig ist die Ausgleichskasse, die als letzte für die Mutter AHV/IV/EO-Beiträge auf ein massgebendes Einkommen in Rechnung gestellt hat :
Von der Mutter :
Vom Arbeitgeber :
Von den Angehörigen :
Arbeitnehmende oder bei der Geburt arbeitsunfähige Mütter lassen das Formular vom letzten Arbeitgeber bescheinigen.
Arbeitslose Mütter lassen das Formular vom letzten Arbeitgeber vor oder während der Arbeitslosigkeit (Zwischenverdienst) ausfüllen.
Der Arbeitgeber bescheinigt :
Die Mutter kann beim Arbeitgeber die zuständige AHV-Ausgleichskasse nachfragen, bei welcher die Anmeldung für eine Mutterschaftsentschädigung weitergeleitet werden soll.
Der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung kann bis 5 Jahre nach dem Ende des Mutterschaftsurlaubs geltend gemacht werden. Danach erlischt er ohne weitere Ansprüche.
Die anstelle des Lohnes direkt ausgerichtete Mutterschaftsentschädigung gilt ebenfalls als Einkommen. Deshalb müssen darauf AHV/IV- und EO-Beiträge entrichtet werden. Für Arbeitnehmende wird zudem der Beitrag an die Arbeitslosenversicherung abgezogen. Wie das übrige Einkommen wird deshalb auch der Betrag der direkt ausbezahlten Mutterschaftsentschädigung in das Individuelle Konto der AHV, das die Ausgleichskassen für jede versicherte Person führen, eingetragen. So kann sie bei der Berechnung künftiger Renten mit berücksichtigt werden. Für weitere Informationen zur Beitragspflicht können Sie uns kontaktieren.
Wenn der Arbeitgeber der Mutter für die Dauer des Anspruchs Lohnfortzahlungen leistet, so zahlt die Ausgleichskasse die Mutterschaftsentschädigung dem Arbeitgeber aus.
Die Mutter kann - bei Differenzen mit dem Arbeitgeber oder wenn besondere Umstände vorliegen - die direkte Auszahlung der Mutterschaftsentschädigung durch die Ausgleichskasse verlangen. Als besondere Umstände gelten etwa, wenn der Arbeitgeber zahlungsunfähig oder säumig ist oder wenn er keine Kenntnis von Tatsachen erhalten soll, die eine andere Erwerbstätigkeit der Mutter betreffen (Lohnhöhe, selbständige Erwerbstätigkeit u. a.).
In allen übrigen Fällen zahlt die Ausgleichskasse die Mutterschaftsentschädigung direkt an die Mutter oder an die auszahlungsberechtigte Person aus. Die Mutter kann verlangen, dass die Entschädigung ihren unterhalts- oder unterstützungsberechtigten Angehörigen ausbezahlt wird.
Die Mutterschaftsentschädigung wird am Ende eines Monats nachschlüssig ausbezahlt. Beträgt sie weniger als CHF 200.00 pro Monat, so wird sie am Ende des Mutterschaftsurlaubes ausbezahlt.
Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt der Informationsstelle AHV :
031 379 79 79
031 379 79 00
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