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Patel ist derzeit für die Geldpolitik verantwortlich. Seine Ernennung garantiere die Fortsetzung der bisherigen Linie, da er eng mit seinem Vorgänger an wichtigen Reformen gearbeitet habe. Patel hat seinen Doktortitel an der renommierten US-Universität Yale erworben.
Indiens Zentralbankchef Raghuram Rajan hatte im Juni überraschend das Handtuch geworfen. Rajan verzichtete auf eine zweite Amtsperiode nach wachsender Kritik aus Teilen der Regierungspartei von Ministerpräsident Narendra Modi. Nach Ablauf seines Vertrages Anfang September will er wieder an der Universität arbeiten. Unter Investoren genoss der frühere Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF) hohe Wertschätzung.
Rajan trug massgeblich dazu bei, dass die Teuerung durch ein offizielles Inflationsziel in Schach gehalten werden soll. Unvollendet bleiben allerdings zwei weitere Projekte: die Sanierung des hoch verschuldeten Bankensektors und die Schaffung eines geldpolitischen Ausschusses, der innerhalb der Zentralbank die Höhe der Zinsen bestimmt.
Für scharfe Kritik im Regierungslager sorgte allerdings, dass die Zinsen in Indien deutlich höher sind als in anderen Teilen der Welt. Zudem wurde Rajan Einmischung in die Politik vorgeworfen.
(AWP)