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Kurz vor Weihnachten verstarb die Ehefrau eines guten Familienfreundes. Als ehemaliger Offizier der Schweizer Armee stand seine Waffe zu Hause im Estrich. Vier Tage nach dem Tod seiner Frau gab er die Waffe im Zeughaus ab. Es ist einer Intervention zu verdanken, dass er den Abzug nicht drückte und die Familie in kurzer Folge sich zweimal an einem Grab traf.
Er war vorher nie suizidgefährdet und machte sich nie solche Gedanken. Mit beiden Beinen auf dem Boden, stark, voller Lebensfreude holte ihn jedoch das Leben ein. In einem Kurzen, aber dunkeln Moment überlegte er sich, seinem Leben ein Ende zu setzen.
Diese und ähnliche Geschichten müssen sich die letzten Jahre tausendfach abgespielt haben. Die Zahlen des Bundesamtes für Statistik beweisen, dass es einen Unterschied macht, ob in einem dunklen Moment die Armee-Waffe griffbereit ist oder nicht. http://bit.ly/eOm05A
Während die männliche Bevölkerung von 1998 bis 2008 um 7% wuchs, erhöhte sich auch die Suizidrate ohne Schusswaffen erwartungsgemäss um 5%. Hingegen fiel die Suizidrate mit Schusswaffen von 400 auf 231 Fälle. Im selben Zeitraum wurde auch der Armeebestand halbiert. Die Folge davon, es hatten knapp 200'000 Männer weniger Zugriff auf eine Armee-Waffe. Just in diesem Zeitraum fiel auch die Suizidrate ohne Schusswaffe und ein Anstieg bei den den anderen Suizidarten blieb aus.
Mein Freund, der vor diesem Ereignis gegen die Initiative war, änderte seine Meinung. Heute ist er für die Initiative. Er erkannte, es macht einen Unterschied, ob in einem dunklen Moment die Armee-Waffe griffbereit im Estrich steht oder nicht.