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Der Minister für Industrie und Innovation von Saskatchewan, Lyle Stewart, hat am 3. April 2009 offiziell einen grossen Konsultationsprozess über die Entwicklung der Kernenergie in der Provinz Saskatchewan eröffnet. Grundstein der Diskussion ist der ebenfalls Anfang April publizierte Bericht «Capturing the Full Potenzial of the Uranium Value Chain in Saskatchewan», der von der Uranium Development Partnership – einer Gruppe von Kernenergieexperten – erarbeitet worden ist.
Zwanzig Empfehlungen mit grosser Wirkung
Der Bericht enthält 20 Empfehlungen für die künftige Entwicklung der Nutzung der Uranressourcen von Saskatchewan. Die Empfehlungen umfassen Uranexploration und -abbau, Brennstoffherstellung, friedliche Nutzung der Kernenergie sowie Forschung und Entwicklung. So wird beispielsweise empfohlen, dass die Provinz Saskatchewan die Kernenergie in den langfristigen Energiemix einbezieht. Weiter empfehlen die Autoren des Berichts, sich mit der Nachbarprovinz Alberta zusammenzuschliessen und eine gemeinsame Stromversorgungslösung anzustreben. Auch die Provinz Alberta hat Ende März 2009 einen grossen Konsultationsprozess zur Nutzung der Kernenergie begonnen.
Die Autoren des Berichts schätzen, dass die Berücksichtigung ihrer als wichtig eingestuften Empfehlungen das Bruttoinlandsprodukt der Provinz um rund CAD 50–55 Mrd. (CHF 48–52 Mrd.) erhöhen könnte und rund 6500 Stellen im Baugewerbe sowie 5500 Langzeitstellen geschaffen würden.
Entscheid erst nach Abschluss
Der Bericht ist im Internet verfügbar und soll von möglichst vielen Interessierten gelesen werden. Der Konsultationsprozess sieht eine grosse Konferenz mit den unterschiedlichen Anspruchsgruppen vor sowie die Durchführung von Tagungen in neun Gemeinden. Weiter besteht die Möglichkeit, direkt über die dafür eingerichtete Internetseite Feedback zu geben. Stewart betonte bei der Eröffnung des Prozesses, dass die Entscheidungen bezüglich der künftigen Nutzung der Kernenergie sowie der Uranbewirtschaftung noch nicht gefällt wurden. Die Regierung will die Resultate dieser Konsultation in ihre weiteren Entscheidungen einfliessen lassen.
Quelle
D.S. nach Government of Saskatchewan, Medienmitteilung, 3. April 2009