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ZÜRICH (awp international) - Ein US-Bezirksgericht hat das Patent für das an den US-Pharmakonzern Pfizer lizenzierte Mittel gegen Sodbrennen "Protonix" bestätigt. Der Patenthalter Nycomed kündigte am Montag an, gemeinsam mit ihrem Partner Pfizer Schadensersatzforderungen an Generikahersteller stellen zu wollen. Der Gerichtsentscheid ist ein Rückschlag für die israelische Teva Pharmaceutical Industries Ltd und die indische Sun Pharmaceutical Industries Ltd, die seit 2008 Nachahmerprodukte von Protonix auf dem Markt haben.
Wie Nycomed weiter mitteilte, sei Richter Jose L. Linares vom Bezirksgericht in New Jersey einem Jury-Urteil zugunsten des schweizerischen Pharmakonzerns und der Pfizer Inc gefolgt. Das Patent für das auch unter dem Generika-Namen "Pantoprazole" bekannten Mittel wurde von Nycomed ursprünglich an den US-Wettbewerber Wyeth lizenziert, der dann von Pfizer übernommen wurde. Das Patent läuft im Januar 2011 aus.
Eine Nycomed-Sprecherin wollte die Höhe möglicher Schadensersatzansprüche auf Anfrage nicht beziffern. Laut Analystenschätzungen könnten sie sich aber wegen des massiven Umsatzeinbruchs von Protonix auf mehrere hundert Millionen Dollar belaufen. Mit Protonix wurden 2007 noch Einnahmen von nahezu 2 Mrd USD erzielt. Diese waren nach Markteinführung der Generika aber im Jahr 2008 auf rund 800 Mio USD eingebrochen und dürften sich laut Analysten auch 2009 auf etwa diesem Niveau bewegt haben.
Sprecher von Sun Pharma und Teva kündigten am Montag an, alle Rechtsmittel einschliesslich einer Berufung ausschöpfen zu wollen.
DJG/DJN/sha
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