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In allen Sprachregionen gedeiht eine lebendige Theatertradition, die in erster Linie auf die Nachbarländer des gleichen Sprachraums ausgerichtet ist.
Theater
In der Schweiz gibt es mehrere grosse Theater, deren Ruf weit über die Landesgrenzen hinaus reicht. Zu verdanken haben sie dies insbesondere Dramatikern wie Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch, die das zeitgenössische Theater wesentlich geprägt haben.
Zu den bedeutendsten Theatern der deutschen Schweiz gehören das Schauspielhaus Zürich, das Opernhaus Zürich, das Theater Basel, das Stadttheater Bern, das Luzerner Theater, das Theater St. Gallen und das Theater Winterthur. In der welschen Schweiz sind das Grand Théâtre und die Komödie in Genf, die Theater von Carouge und Vidy in Lausanne zu nennen. Im Tessin hat der Clown Dimitri in Verscio sein eigenes Theater und seine Komödiantenschule aufgebaut. Im Sommer gibt es Theaterfestivals wie das Theaterspektakel in Zürich, das Internationale Bollwerk-Festival in Freiburg und das Festival de la Bâtie in Genf.
Zu den derzeit einflussreichsten Theaterregisseuren gehören in der deutschen Schweiz Werner Düggelin, Stephan Müller, Christoph Marthaler, Matthias Hartmann, Samuel Schwarz und Milo Rau, in der welschen Schweiz Omar Porras und Robert Bouvier sowie Daniele Finzi Pasca im Tessin.
Volkstheater
Einzelne Stücke des 19. Jahrhunderts wie die «Tellspiele» werden Jahr für Jahr in Altdorf und Interlaken aufgeführt. In Einsiedeln werden ungefähr alle fünf Jahre das «Grosse Welttheater» von Calderon oder Adaptationen davon gespielt. In Vevey entfaltet das «Fête des vignerons» alle zwanzig Jahre seine Pracht (das nächste ist für 2019 geplant) und das Théâtre du Jorat in Mézières spielt seit 1908 sein Volkstheater-Repertoire.