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Die IAAF bleibt wie erwartet hart: Der Weltverband hat nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur TASS bis auf eine Ausnahme alle Anträge russischer Leichtathleten auf ein Sonderstartrecht bei internationalen Wettbewerben wie den Olympischen Spielen abgelehnt.
Die IAAF selber gab bekannt, einzig Weitspringerin Darja Klischina nach Whistleblowerin Julia Stepanowa als zweite russische Leichtathletin die Starterlaubnis als «neutrale Athletin» zu erteilen. Klischina lebt seit geraumer Zeit in den USA und unterwirft sich damit einem funktionierenden Anti-Doping-System.
Urteil des Sportgerichtshofs offen
Sollte der Internationale Sportgerichtshof (CAS) eine Sammelklage von 68 russischen Athleten ablehnen, dürften aus IAAF-Sicht an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro nur Stepanowa und Klischina antreten.
Der CAS will bis zum 21. Juli über die Sammelklage entscheiden. Unter anderem Stabhochsprung-Star Jelena Issinbajewa droht nun mehr denn je das Olympia-Aus. Die Siegerin von Athen und Peking hat allerdings bereits angekündigt, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen und sogar bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen zu wollen.
136 Athleten beantragten ein Sonderstartrecht
Die IAAF hatte Mitte Juni die Suspendierung des russischen Verbandes RUSAF wegen systematischen Dopings verlängert und damit auch den Olympia-Ausschluss russischer Leichtathleten vorbehaltlich Ausnahmeregelungen wie nun im Fall Klischina besiegelt. Insgesamt hatten 136 russische Leichtathleten bei der IAAF ein Sonderstartrecht beantragt.
800-Meter-Läuferin Stepanowa und ihr Mann hatten Ende 2014 den Skandal um flächendeckendes Doping in der russischen Leichtathletik mit ihren Aussagen ins Rollen gebracht. Danach verliess das Ehepaar mit seinem Kind Russland aus Angst vor Vergeltungsmassnahmen und setzte sich an einen geheimen Ort in die USA ab.