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Das schwach giftige Schöllkraut gehört zur Familie der Mohngewächse und wird auch Warzenkraut genannt. In der Volksmedizin gilt der austretende gelb-orangefarbene Milchsaft, der in allen Teilen der Pflanze vorkommt, als Mittel gegen Warzen. Die schwarzglänzenden Samen werden durch Ameisen verbreitet, weshalb die Pflanze oft in Mauerspalten, auf Schuttplätzen oder an Wegrändern anzutreffen ist.
Die ersten Arten in der Magerwiese blühen. Momentan besonders auffällig ist die blaublühende Wiesensalbei. Sie weist einen raffinierten Mechanismus zur Bestäubung auf: Um an den Nektar im Schlund zu gelangen, setzt sich ein Insekt auf die sogenannte Unterlippe. Durch einen Hebelmechanismus senkt sich der Staubbeutel mit den Pollen und heftet diese auf den Rücken des Insekts. Mit einem spitzen Gegenstand, den man sanft in den Blütenschlund drückt, kann man diesen Mechanismus ebenfalls auslösen.
Das in der Schweiz stark gefährdete Bachneunauge sieht aus wie ein kleiner Aal, ist aber kein Fisch. Das knochen- und kieferlose Tier wird bis 20cm lang. Zu beobachten sind momentan kleine Gruppen mit wenigen Tieren, die sich versammeln, um mit dem Schwanz kleine Laichgruben in den Sand- und Kiesboden zu heben. Für die Paarung saugt sich das Weibchen mit ihrem Rundmaul an einem Stein fest. Das Männchen umwindet dann das Weibchen. Nach der Eiablage sterben die Elterntiere. Einige Tage später schlüpfen die Larven, welche 3 bis 5 Jahre versteckt in Sandanschwemmungen leben. Lediglich das Maul ragt ins strömende Wasser, um Schwebeteilchen zu filtern.