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Wenn Elon Musk ein Projekt ankündigt, horcht nicht nur die Tech-Welt auf. Der gebürtige Südafrikaner setzt selbst ausgefallene Ideen in die Tat um. Er gründete das private Raumfahrtunternehmen SpaceX und sorgt mit dem Elektroauto Tesla für Furore, obwohl er mit der Firma noch nie einen Cent Gewinn gemacht hat.
Sein jüngster Streich: Auf Twitter kündigte Musk an, ins Tunnelbohrgeschäft einsteigen zu wollen. Der Verkehr treibe ihn in den Wahnsinn, meinte der Tesla-Gründer. Was nachvollziehbar ist, denn in Kalifornien und insbesondere im Silicon Valley ist Stau ein Dauerzustand.
Er werde eine Tunnelbohrmaschine bauen und sofort zu graben beginnen, twitterte Musk. Aber meinte er es ernst? Seine folgenden Tweets lassen daran zweifeln, sie bestehen aus Wortspielen mit dem Begriff «boring», der sowohl «bohren» wie «langweilig» bedeutet.
Also doch nur ein Witz? «Ich werde das wirklich tun», heisst es in Musks letztem Tweet. Sein Twitter-Profil ergänzte er mit «Tunnel (ja, Tunnel)». Die Tech-Website GeekWire erinnerte daran, dass Elon Musk in einem Vortrag im Januar Tunnels als Lösung für die Verkehrsprobleme der staugeplagten Städte angepriesen hatte.
Bislang setzte Musk auf ein anderes Verkehrskonzept, den Hyperloop, eine Art menschliche Rohrpost. In oberirdischen Röhren sollen Passagiere mit beinahe Schallgeschwindigkeit transportiert werden. Die Reise von Los Angeles nach San Francisco würde nur eine halbe Stunde dauern.
Erste Tests in der Wüste von Nevada fanden bereits statt. Auch andere Unternehmen interessieren sich für die Hyperloop-Technologie. Will Elon Musk sie nun mit Tunnels umsetzen? Oder war ihm bei seinen Gedankenspielen zum Thema «Boring» einfach nur «boring»? Ein Parodie-Account auf Twitter existiert bereits. Er heisst Bored Elon Musk. (pbl)