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Gemäss GlG dürfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt werden, indem man sich auf ihren Zivilstand, ihre familiäre Situation oder eine Schwangerschaft beruft – dies weder bei der Anstellung, Aufgabenzuteilung, Beförderung, Aus- und Weiterbildung oder Entlöhnung, noch bei der Entlassung.
Das GlG bietet auch Schutz vor sexueller Belästigung.
Zwei Arten von Diskriminierung sind verboten:
Sogenannte direkte Diskriminierung findet offen aufgrund des Geschlechts der diskriminierten Person statt.
Beispiel: Anna ist Architektin. Am Ende des Vorstellungsgesprächs versichert ihr der Leiter des Büros, bei dem sie sich vorgestellt hat, dass ihre Bewerbung die beste sei und sie eingestellt werde. Tatsächlich aber erhält sie später eine Absage. Am Telefon erklärt ihr der Büroleiter, dass das Team nur aus Männern bestehen würde und keine Frau dabei haben wolle, weil es vor allem auf den Baustellen Probleme befürchten würde. Anna ist Opfer von direkter Diskriminierung bei der Einstellung.
Indirekte Diskriminierung ist nicht auf den ersten Blick erkennbar.
Beispiel: In Esthers Fabrik werden nur die Männer für die Arbeit an grossen Maschinen geschult. Die Frauen möchten ebenfalls lernen, diese Maschinen zu bedienen, weil die Arbeit besser bezahlt wird. Das wird jedoch ohne jegliche Begründung abgelehnt. Esther ist Opfer einer direkten Diskriminierung bei der Aufgabenverteilung.
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Aktualisiert 24.11.2015