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Die ALLIGATOR-KLASSE, Projekt 1171 ist eine Klasse von Landungsschiffen der Sowjetunion und heute ihrer Nachfolgerstaaten. Ende der 1950er-Jahre wurde in der sowjetischen Marine der Ruf nach einem neuen Landungsschiff laut. Die Marine der Sowjetunion befand sich zu dieser Zeit im Zuge des Kalten Krieges in einer Aufrüstungsphase, und man erkannte, dass, wenn man mit dem Westen Schritt halten wollte, ein neues Landungsschiff entwickelt werden musste. Dies war auch nötig, um der sowjetischen Militärdoktrin gerecht zu werden, welche forderte, die Bereitstellung militärischer Hilfe müsse für alle alliierten und der Sowjetunion freundlich gesinnten Staaten gewährleistet sein. So wurde 1959 das Projekt 1171 ins Leben gerufen. Bereits sieben Jahre später, 1966, wurde das erste Schiff der Klasse in Dienst gestellt. Die Schiffe der ALLIGATOR-KLASSE waren für große Landungsoperationen und auch für zivile Einsätze ausgelegt. Die Ladefähigkeit beträgt bis zu 1750 Tonnen. Im Laderaum finden bis zu 13 schwere Panzer oder 36 Schützenpanzerwagen (BTR) Platz. Zudem können zusätzlich 440 Soldaten transportiert werden. Bei Landungsoperationen direkt am Strand sinkt die Ladefähigkeit jedoch auf 600 Tonnen. Zurzeit sind in der russischen Marine noch vier Einheiten der Klasse im aktiven Dienst. Eine Einheit wurde 1996 an die Ukraine verkauft, über den genauen Zustand ist allerdings nicht viel bekannt. Einige der Schiffe waren im August 2008 an Landungsoperationen in Georgien beteiligt.