Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03646.jsonl.gz/2303

Das entstehende Bahnhofquartier von Bulle erstreckt sich über einen Perimeter von 90 000 Quadratmetern. Laut einer Mitteilung wird sich das gemeinsame Projekt der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) und der Stadt Bulle in den nächsten zwanzig Jahren rund um das Bahnhofareal entwickeln.
Der zentrale Bestandteil des neuen Quartiers ist ein fast ausschliesslich als Fussgängerzone dienender Bahnhofplatz, der direkt mit dem historischen Stadtzentrum von Bulle verbunden ist und gleichzeitig die Funktion einer multimodalen Verkehrsplattform für Eisenbahn, Stadtbus und Taxiverkehr erfüllen soll.
Im Untergeschoss ist ein Busbahnhof für den regionalen Busverkehr und eine Parkanlage vorgesehen. Hinzu kommen Wohnungen, Geschäfte und öffentliche Räume. Der gesamte Perimeter kann mehr als 2000 Einwohner aufnehmen, 1000 Wohnungen umfassen und ein Potenzial von rund 600 Arbeitsplätzen bieten. Ungefähr 12 000 Quadratmeter sind für das Handwerk und Kleingewerbe sowie für Verkaufsflächen vorgesehen, weitere 11 000 Quadratmeter für Büros. Ein Hotel und ein Altersheim könnten dieses Bauvorhaben noch ergänzen.
Bahnhof wird verlegt
Zurzeit besteht der grösste Teil des Bahnhofquartiers in Bulle aus industriellen Brachen und veralteten Gebäuden, die teilweise noch für den Betrieb des öffentlichen Verkehrs verwendet werden. In Zukunft werden all diese Einrichtungen in die Agglomeration verlegt, wobei riesige Landflächen im Zentrum der zweitgrössten Stadt des Kantons freigelegt werden.
Um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, müssen die TPF den Bahnhof verlegen. Allein dafür sind Investitionen in der Höhe von 50 Millionen Franken vorgesehen. Die Partner beschlossen, diese Arbeiten mit den Bedürfnissen der wirtschaftlichen und demografischen Entwicklung von Bulle zu verbinden. Man erwartet, dass sich die Bevölkerung der Greyerzer Bezirkshauptstadt in 20 Jahren verdoppelt.
Acht Planungsbüros hatten sich laut der Medienmitteilung mit der städtebaulichen Entwicklung des Areals auseinandergesetzt. Die Lage der Eisenbahninfrastrukturen und das geschützte Industriegebäude, das als Depot für das Rollmaterial der Schmalspurbahn dient, wurden in der Planung berücksichtigt.
Eine Jury unter der Leitung von Bruno Marchand, Architekt und Städteplaner in Genf, entschied sich für das Büro «group8» in Genf für die Entwicklung der Umgebung des Bahnhofs und für «delley deillon» in Bulle für diejenige der Wohnquartiere. fca