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Die Gründung der Tagesschule, die sich von Anfang eines erfreulichen Zuspruchs erfreute, erfolgte im Bestreben, die Dorfschule Sool mit ihren sechs Klassen, aufgeteilt in die Unterstufe (1-3. Klasse) und die Mittelstufe (4.-6. Klasse). zu erhalten, das heisst, die kantonalen Vorschriften über die minimalen Schülerzahlen zu erfüllen.
Zuerst die Holderboden-Überbauung
Treibende Kraft war stets Fridolin Baumgartner, der an der Mittelstufe unterrichtete. In den 1970er-Jahren initiierte er die Holdernboden-Überbauung, wo junge Familien mit Kindern einzogen. Als diese Kinder nicht mehr in Sool zur Schule gingen, überlegte er sich ein besonderes Schulangebot und kam dann, am Beispiel der kleinen zürcherischen Gemeinde Kyburg, auf die Tagesschule, um ein neues, attraktives Angebot für auswärtige Kinder zu schaffen. Über die zähen Verhandlungen mit der Glarner Erziehungsdirektion könnte man ein eigenes Kapital schreiben. Es folgte dann aber die volle Anerkennung, weil die Schule pädagogisch erfolgreich war. Die Gemeinde unterstützte das Vorhaben und bewilligte später auch den Kredit für den Ausbau des Schulhaus-Estrichs für die Tagesschule.
Das Wesen der Tagesschule
Das Angebot der Tagesschule richtete sich vor allem an berufstätige Ehepaare und Alleinerziehende. Es wurden den Soolern auch Kinder anvertraut, die in einer andern Schule wohl geringere oder keine Chance gehabt hätten, die sie dann aber in Sool nutzten, so dass die Tagesschule durchaus pädagogische Erfolge buchen könnte. Aber man lehnte Gesuche für Kinder ab, die man anderswo einfach nicht mehr wollte; man war nämlich keine „Therapieschule“. Die stets gute Belegung der Tagesschule bewies die Richtigkeit des Konzepts mit der Betreuung rund um die Uhr, einerseits im Schulunterricht, anderseits in der Freizeit wie auch über Mittag.
Das neue Konzept
Unter der Leitung von Gemeinderätin Petra Gärtner, Präsidentin der Schulkommission, wird nun für die Tagesschule eine neues Konzept erarbeitet, das sich in die Schullandschaft von Glarus Süd als Spezialangebot einfügt, dies in Zusammenarbeit mit den drei 2008 gewählten Lehrerinnen und mit der neuen Tagesschulleiterin Rosy Legler.
Es geht darum, die bereits eingeführte Begabungsförderung mit einem sinnvollen Mehrklassen-Unterricht zu kombinieren. Das Beförderungssystem soll durchlässig sein, der „Aufstiegszwang“ soll vermieden werden, und überhaupt soll die „neue“ Sooler Schule mehr sein als die bisherigen Tagesschule, nämlich eine „Schule mit besondern Chancen“. Am 16. Mai wird man von Petra Gärtner mehr erfahren.