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Als Ginseng (ren shen; auch Gilgen, Samwurzel, Kraftwurz; wissenschaftlicher Name Panax ginseng C. A. Meyer) wird die rübenartige Wurzel des Panax bezeichnet, einem Araliengewächs, das hauptsächlich in Gebirgs- und Waldregionen in Korea, im nordöstlichen China und im östlichen Sibirien vorkommt. Neben dem echten Ginseng werden noch einige verwandte oder ähnliche Pflanzen ebenfalls als Ginseng bezeichnet.
Die Bezeichnung Ginseng leitet sich vom Chinesischen renshen ab. Die Bezeichnung Panax für die Pflanze leitet sich über das Lateinische vom Griechischen panax her, was so viel wie Allheilmittel bedeutet, und wird zurückgeführt auf den Namen Panakeia, einer Tochter des Asklepios, dem griechischen Gott der Heilkunst.
Der Panax erreicht etwa eine Größe von 80 cm, er hat langgestielte, fünffingrige Blätter und kleine weißlich-grüne in Dolden stehende Blüten, die später scharlachrote Beeren bilden.
Pharmazeutische Verwendung
Als Medizin verwendet werden die Wurzeln der 4-7 Jahre alten Pflanzen. Je nach Verarbeitung unterscheidet man 2 Sorten:
• der weiße Ginseng: die Wurzel wird nach der Ernte geschält, gebleicht und getrocknet
• der rote Ginseng: die frische Wurzel wird nach der Ernte mit Wasserdampf behandelt und dann getrocknet
Pharmakologisch betrachtet besteht kein qualitativer Unterschied zwischen beiden. Die Bezeichnung der Droge ist Ginseng Radix.
Die dem Ginseng zugeschriebene gesundheitliche Bedeutung beruht unter anderem auf den enthaltenen Saponinen. Es handelt sich vorwiegend um Triterpene vom Dammaren-Typus mit Ginsenosiden als Hauptkomponente. Das Europäische Arzneibuch gibt einen Mindestgehalt von 0,4% Ginsenosid Rg1 und Rb1, bezogen auf die getrocknete Droge, vor.