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Aktuelles
Sarah ist zurück aus Borneo, hier die neusten News:
Die Lage der indigenen Bevölkerung hat sich in unterschiedlichen Bereichen entspannt, aber in anderen Bereichen hat der Druck auf ihre Lebensgrundlage zugenommen. Nach den ausgedehnten Bränden auf Sumatra und Kalimantan im Jahr 2015 hat die Zentralregierung verordnet, dass die Bevölkerungsgruppen, die Brandrodung betreiben, kein Feuer mehr zur Vorbereitung der Reisfelder einsetzen dürfen. Die Dayak auf Kalimantan betreiben diese Art der Bewirtschaftung schon seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten, und kennen keine andere Methode, um nach dem Fällen der sekundär gewachsenen Bäume diese zu entfernen. Bereits letztes Jahr kam es in Murung Raya zu Verhaftungen, weil Schwendbauern trotzdem Feuer entfacht hatten. Dieses Jahr droht eine massive Verhaftungswelle, sollte die Regierung die überall plakatierten Androhungen von massiven Geld- und Freiheitsstrafen wahr machen. PPAB, unsere Partnerorganisation vor Ort, hat den internationalen Tag der Indigenen am 9. August zum Anlass genommen, Regierungsmitglieder und Vertretende anderer NGOs, wie AMAN (Nationale Allianz der Indigenen Indonesiens), zu einer gemeinsamen Diskussion über die Problematik einzuladen. Anwesend waren verschiedene Departementsleitende des Distriktes Murung Raya.
PPAB war - zusammen mit Leuten vor Ort und anderen NGOs - auch an der Veröffentlichung des Dammbruches der Tochterfirma von BHP Billiton im östlichen Teil von Murung Raya beteiligt. Die Firma baut dort Kohle ab.
PPAB hat jüngst mit den Aktivitäten zur Kartierung im dritten Dorf begonnen. Thomas Wanly, der Direktor, nimmt die Gelegenheit wahr, lokale Regierungsbeamte für die Sache zu interessieren und schafft mit Themen wie dem FPIC (Free, Prior and Informed Consent) Bewusstseinsbildung für Transparenz, Partizipation und Selbstbestimmung von Indigenen über Ressourcennutzung auf ihrem angestammten Land.
Im März 2017 wir die nationale Zusammenkunft der Organisation AMAN sein, zu welcher Indigene des ganzen Archipels nach Medan, Sumatra, anreisen werden. Wir arbeiten darauf hin, dass die Karten der drei Dörfer dann bereits in ihrer Endfassung durch Thomas Wanly präsentiert werden können.
Sarah Brack