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Kreuzkapelle
Die Kapelle steht an der Rainerstrasse, etwas ausserhalb der Stadt. Eine 1582 erbaute Vorgängerkapelle befand sich weiter südwärts an der jetzigen Verzweigung Gotthardstrasse / Feldweg (Standort neugotisches Kreuz). Restaurierungen und grössere Unterhaltsarbeiten an der Kreuzkapelle erfolgten in den Jahren 1830, 1860, 1881/82, 1948 und 1977/78.
Die Pest und ein Gelübde
Als 1628 in Sempach hundert Personen der letzten Pestwelle innerhalb des Kantons Luzern zum Opfer fielen, gelobten Rat und Bürger den Neubau der Kapelle auf dem freien Feld vor dem vorderen Tor. Die Kapelle erhielt damals ihr heutiges nachgotisches Aussehen (abgesehen vom später angefügten Vorzeichen). Seit 1711 nutzte man die Kreuzkapelle als Grablege.
Von der Kapellendecke über Chorgitter und Hochaltar ...
Aus der Zeit der Renovation von 1881/82 stammen die neugotische Holzdecke sowie das Chorgitter und das Bild des Heiligen Isidor im linken Seitenaltar. Die drei Altäre stammen aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, alle in Schwarz und Gold gefasst. Der Hochaltar zeigt ein Kreuzigungsbild aus dem 19. Jahrhundert. Seitlich sind in Medaillons die Heiligen Stefan, Franz von Assisi, Sebastian und Antonius von Padua gemalt. Vor dem Altarbild stehen zwei Leuchterengel mit Füllhorn als Kerzenhalter (Mitte 17. Jahrhundert). Komplettiert wird das Ensemble durch eine barocke Pieta aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert.
... zu den Seitenaltären
Der rechte Seitenaltar ist in Form und Gestaltung dem Hauptaltar verwandt. Er zeigt eine spätgotische Heilige Madonna mit Kind (ca. 1500), oben frühbarocke Statuen der Heiligen Eligius und Wendelin, ringsum ein nicht zu identifizierender römischer Märtyrer sowie St. Pankratius, St. Veit, ein Apostel mit Buch und Stab, Anna selbdritt, Franz Xaver, St. Antonius von Padua, St. Dominikus, Katharina und Bruder Klaus. Der linke Seitenaltar ist laut einer Inschrift zu Ehren der Mutter Gottes, des Heiligen Antonius und des Heiligen Eligius durch die Gemeinde gestiftet worden. Er wurde in der Zeit um 1690 errichtet und weicht durch seine barocke Form von den beiden anderen Altären ab. In der Nische steht der Heilige Antonius der Einsiedler (Säulitoni), wohl der beliebteste Heilige früherer Bauerngenerationen. Bemerkenswert ist noch das gotische Kruzifix an der linken Seite, welches aus der Zeit um 1500 stammt. Bis zur Renovation 1977/78 hingen in der Kapelle verschiedene Votivtafeln.