Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03660.jsonl.gz/3122

Heinz Holliger erhält Grand Prix Musik 2015
Der diesjährige Gewinner des mit 100'000 Franken dotierten Schweizer Grand Prix Musik 2015 ist der Oboist, Dirigent und Komponist Heinz Holliger. Die Preisverleihung fand im Basler Münster im Beisein von Bundesrat Alain Berset statt.
Der Preisträger, der sich momentan auf einer Tournee in Japan befindet, hat sich während einer Live-Schaltung zu seiner Auszeichnung geäussert. Heinz Holliger wurde unter den fünfzehn von der Eidgenössischen Jury für Musik vorgeschlagenen Nominierten ausgewählt.
Holliger wurde 1939 in Langenthal geboren und studierte in Bern, Paris und Basel Oboe, Klavier und Komposition. Bereits 1959 gewann er einen ersten Preis beim Concours de Genève, 1961 folgte die Auszeichnung am Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Holliger wurde international bekannt als Oboist und spielte eigens für ihn geschriebene Stücke von Komponisten wie Berio, Carter oder Ligeti. Als Dirigent arbeitet er regelmässig mit renommierten Symphonieorchestern zusammen, unter anderem mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra oder dem London Philharmonic Orchestra.
Der Schweizer Grand Prix Musik wurde zum zweiten Mal verliehen und hat zum Ziel, «herausragendes und innovatives schweizerisches Musikschaffen zu würdigen und ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken».
Das BAK mandatierte 2014 ein zehnköpfiges Expertenteam, bestehend aus Musikjournalisten, Musikschaffenden und Musikexperten. Das Team wählte Kandidaturen aus allen Sprachregionen der Schweiz und aus sämtlichen Musiksparten, um diese der Eidgenössischen Jury für Musik zu unterbreiten. Die aus sieben Mitgliedern zusammengesetzte Jury bestimmte im Mai 2015 aus den rund fünfzig vorgeschlagenen Musikschaffenden fünfzehn Finalistinnen und Finalisten und designierte unter diesen Nominierten schliesslich den Preisträger Heinz Holliger.
Die fünfzehn Nominierten für den Schweizer Grand Prix Musik 2015 waren: Philippe Albèra (Genf), Nik Bärtsch (Zürich), Malcolm Braff (Vevey / Le Mont Pèlerin), Markus Flückiger (Schwyz), Joy Frempong (Bolgatanga (GH) / Zürich), Marcel Gschwend aka Bit-Tuner (St. Gallen / Zürich), Heinz Holliger (Basel), Daniel Humair (Genf / Paris), Joke Lanz (Basel / Berlin), Christian Pahud (Lausanne), Annette Schmucki (Zürich / Cormoret), Bruno Spoerri (Zürich), Cathy van Eck (Zürich), Nadir Vassena (Lugano) und Christian Zehnder (Basel). Sie erhalten ein Preisgeld von je 25'000 Franken.