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Dakar 2011: Die Wüste ruft
Zum 33. Mal startet die härteste Rallye der Welt, die Dakar. Ausgangspunkt für die Auflage im Jahr 2011 ist am 1. Januar 2011 die Hauptstadt Argentiniens, Buenos Aires. Die erste Etappe ist eine reine Verbindungsfahrt und führt die Teilnehmer von Buenos Aires über 377 Kilometer nach Victoria. Ziel ist am 15. Januar 2011 in Buenos Aires, wo einen Tag später die Siegerehrung stattfindet.
Dakar 2011 - Fakten
Insgesamt müssen 430 Fahrzeuge - 146 Autos, 183 Motorräder, 68 Lkw und 33 Quads - 13 Etappen bewältigen. Alles in Allem werden 9618 Kilometer zurückgelegt, davon sind 5020 Wertungsprüfungskilometer. Die längste Etappe führt am 12. Januar 2011 über 862 Kilometer von Copiapo in Chile nach Chilecito in Argentinien. Die längste Wertungsprüfung ist mit 622 Kilometern am 13. Januar 2011 von Chilecito nach San Juan zu absolvieren. am 8. Januar 2011 legt die Karawane einen Ruhetag in Arica (Chile) ein.
Dakar 2011 - Geschwindigkeitsbegrenzung
Am ersten Tag der Dakar 2011 starten die Teilnehmer in der Reihenfolge ihrer Startnummern. Danach entscheidet die Reihenfolge der Einfahrt einer Etappe über den Startplatz am folgenden Tag: Ein gutes Ergebnis kann zum Nachteil, ein schlechtes zum Vorteil sein. Damit die Teams den Weg an den nächsten Zielort finden, wird ihnen am Vorabend einer jeden Etappe ein Roadbook ausgehändigt. In ihm sind zur Orientierung markante Orte, Brücken und Gefahrenstellen aus der Cockpitperspektive aufgezeichnet. Kürzel und Zeichen geben Hinweise beispielsweise auf Kurven, Richtungswechsel, Kuppen oder Sandbänke. Ebenfalls vermerkt sind Kilometerangaben und ergänzende Hinweise. Zudem ist der Beifahrer mit zwei Kilometerzählern, so genannten Tripmastern, ausgerüstet, um die Kilometerangaben mit der zurückgelegten Strecke vergleichen zu können.
Mit an Bord ist ein GPS-System. Das allerdings ist eingeschränkt funktionsfähig und erlaubt den Teilnehmern die Verwendung als Kompass. Dem Veranstalter A.S.O (Amaury Sport Organisation) dient das GPS zur Kontrolle über den Aufenthaltspunkt der Fahrzeuge. Außerdem überwacht der Veranstalter die Geschwindigkeit der Fahrzeuge. So ist das Tempo in bestimmten Streckenabschnitten auf 30 oder 50 km/h festgelegt. Wird das Limit überschritten gibt es eine Strafe oder im schlimmsten Fall eine Disqualifikation.
Dakar 2011 - Technik fürs sichere Überholen
Bei den Wertungsprüfungen gilt es, vorgegebene Wegpunkte in der richtigen Reihenfolge anzufahren. Wer dies nicht tut, kann mit einer Zeitstrafe bedacht werden. Werden vier Wegpunkte hintereinander nicht angefahren, kann das betreffende Team von der Rallye ausgeschlossen werden. Zur Sicherheit ist jedes Rallye-Fahrzeug mit dem so genannten Sentinel-System ausgerüstet. Die Technik warnt, wenn sich von hinten ein Teilnehmer nähert. Löst der Hinterherfahrende das System aus, muss ihn der vor ihm fahrende überholen lassen. Während den Wertungsprüfungen dürfen die Teilnehmer nur Hilfe von Rallye-Teilnehmern in Anspruch nehmen. Für Notfälle führen die Teams GSM und Satellitentelefone mit sich, die aber während der Fahrt ausgeschaltet sein müssen. Grundsätzlich darf nur im Biwak an den Fahrzeugen gearbeitet werden. Als Fahrzeuge zur Rallye zugelassen sind Prototypen (Klasse T1), seriennahe Fahrzeuge (T2), Nutzfahrzeuge ab 3,5 Tonnen (T4, US). Ebenso zugelassen sind Allradfahrzeuge über 2,8 Tonnen und einer Breite von weniger als 2,20 Metern. Bei den Motoren gibt es 16 Hubraumklassen. Ebenfalls am Start sind sechs Fahrzeuge, die mit alternativen Kraftstoffen betrieben werden.
Dakar 2011 - Zwei deutsche Teams in der Auto-Kategorie
An der Dakar 2011 gehen Starter aus 51 Nationalitäten an den Start. Dass auch die Dakar 2011 nicht allein Männersache ist, zeigt die Meldung von 13 Frauen. Heuer sind auch zwei deutsche Auto-Teams am Start. Mit Nummer 314 gehen Matthias Kahle und Thomas Schünemann ins Rennen, mit der Nummer 321 auf ihrem BMW sind Stephan Schott und Holm Schmitt unterwegs durch die Wüste.
Bei der 32. Dakar 2010 gewann bei den Autos Carlos Sainz. In der Motorrad-Kategorie stand Cyril Depres ganz oben auf dem Treppchen, bei den Quads war es Marcos Patronelli. Und bei den Trucks ging der Titel an Wladimir Chagin.
Bild: VW