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Gewitter bewegen sich mit dem Wind, der in einer Höhe zwischen 3000 und 5000 Meter weht. Genau dieser Wind ist auch verantwortlich, ob die Hauptgefahr beim Gewitter von extremen Regensummen oder doch eher vom Hagel ausgeht.
Hagel
Damit bei einem Gewitter Hagel fällt, müssen in der Gewitterwolke genügend grosse Hagelkörner entstehen können, sodass sie auf dem Weg zum Boden nicht vollständig schmelzen. Folgende Kriterien müssen erfüllt sein:
- Relativ tiefe Nullgradgrenze
- Kräftige Aufwinde
- Starker Höhenwind und somit gute Trennung der Auf- und Abwindzonen innerhalb einer Gewitterwolke
Wenn diese Kriterien in einer Gewitterwolke vorhanden sind, dann ist das Potential für starke Gewitter mit grosskörnigem Hagel gross. Nimmt die Windgeschwindigkeit mit zunehmender Höhe stark zu, dann sind auch die Auf- und Abwindzonen in der Gewitterwolke gut voneinander getrennt, wodurch die Hagelkörner sehr gross werden können. Diese Voraussetzungen führten bei den starken Gewittern im Juni 2021 in der Zentralschweiz zu sehr grossen Hagelkörnern mit einem Durchmesser von 5 bis 7 cm. Zusätzlich können solche Hagelgewitter aber auch viel Regen in kurzer Zeit bringen.
Starkregen
Ist der Höhenwind schwach, so bewegen sich Gewitterzellen nur sehr langsam fort. Im extremen Fall bleiben sie sogar an Ort und Stelle stehen. Als Folge davon kommen innert kürzester Zeit grosse Regenmengen zusammen. Hochgehende Bäche und überflutete Keller sind oft die Folge. Hagel spielt bei solch stationären Gewittern keine oder nur eine kleine Rolle. Da in solchen Gewittern der Auf- und Abwindbereich nicht gut voneinander getrennt ist, ist die Lebensdauer jedoch eher kurz.