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Nikotin ist die im Tabakblatt enthaltene Substanz, welche die psychoaktive Wirkung im Gehirn und die Abhängigkeit verursacht. Nikotin stimuliert die Ausschüttung von Dopamin und anderen Neurotransmittern mit ihren zahlreichen psychischen und körperlichen Auswirkungen: Stimulierung, Steigerung der Wahrnehmungsfähigkeit und der Gedächtnisleistung sowie Appetithemmung. Die aufgenommene Menge Nikotin hängt vom konsumierten Produkt und von der Aufnahmeform ab.
Zigaretten und Shisha
Die Nikotinaufnahme und Wirkung im Gehirn erfolgt bei beiden Produkten durch Inhalation innert 10 bis 20 Sekunden und wird als sogenannter Nikotin-Hit von den Rauchenden gesucht. Die maximale Konzentration von Nikotin im Blut wird nach rund fünf Minuten erreicht. Den Zigaretten werden bei der Fabrikation Zusatzstoffe beigefügt, welche die Nikotinaufnahme sowie die Wirkung im Körper verstärken, um damit die Abhängigkeit der Konsumierenden zu erhöhen.
Zigarren, Zigarillos und Pfeife
Der Nikotingehalt von Zigarillos ist im Schnitt höher als bei einer Zigarette, derjenige von Zigarren gar um ein Vielfaches. Der Nikotingehalt einer Pfeife ist je nach Tabakmenge individuell verschieden.
Der Rauch von Zigarren und Pfeifen wird in der Regel nicht inhaliert, so erfolgt die Nikotinaufnahme durch die Mundschleimhäute und damit weniger schnell als bei einer Zigarette. Allerdings wird mit der Zeit dasselbe Nikotinniveau erreicht. Zigarillos hingegen werden oft inhaliert, womit das Nikotin schneller aufgenommen wird.
Schnupftabak
Wie bei Zigaretten gelangt beim Schnupftabak ähnlich viel Nikotin über die Nasenschleimhaut und vergleichbar rasch ins Blut.
Abhängigkeit
Nikotin ist einer der am schnellsten abhängig machenden Stoffe und es ist davon auszugehen, dass die meisten der täglich Rauchenden (die rund 70% der Rauchenden ausmachen) davon abhängig sind.
Schwangerschaft
Nikotinkonsum während der Schwangerschaft stört die Gehirn- und Lungenentwicklung des Ungeborenen. Nikotin erhöht auch das Risiko eines geringen Geburtsgewichts, von Früh- und Totgeburten sowie Plötzlichem Kindstod.
Todesfälle
Die meisten Schadstoffe entstehen bei der Verbrennung des Tabaks (und des Zigarettenpapiers). In der Schweiz sterben deshalb jedes Jahr rund 9’500 Menschen auf Grund des Rauchens. Das macht etwa eine Person pro Stunde. Die Hauptursachen für die Todesfälle sind verschiedene Krebsarten wie Lungen-, Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs (44%), Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder Hirnschlag (35%) sowie Erkrankungen der Atemwege, vor allem der COPD (17%).
Der Hauptanteil der Schadstoffe aus Nikotinprodukten entsteht durch die Verbrennung von Tabak.
Die in einer Zigarette enthaltenen Substanzen durchlaufen bei der Verbrennung bei 600 bis 900 Grad Veränderungsprozesse. Der sich dabei bildende Rauch ist ein Gemisch aus verschiedenen Gasen und Partikeln. Im Zigarettenrauch finden sich über 7’000 Substanzen. Viele von ihnen sind giftig und mindestens siebzig sind als krebserregend bekannt: polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Nitrosamine, Arsen, Benzol, usw.
Bisherige Erkenntnisse zeigen, dass Schnupftabak deutlich weniger Schadstoffe freisetzt als bei der Verbrennung von Tabak.