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Meine Erfahrungen möchte ich mit einer Sport-Analogie beschreiben:
Ich hatte mir im Tiefschneefahren das Bein verstaucht und mir dabei einen kleinen Knorpelschaden zugezogen. Ich war 6 Wochen lang an Gehstöcken gebunden, konnte also eine Zeit lang keinen Sport treiben. Der Knorpelschaden war sehr schwer erkennbar gewesen, ähnlich wie es bei einem schleichenden Hörverlust vorkommen kann.
In einer Broschüre von KOJ habe ich gelesen, dass, wenn das Gehör nicht mehr perfekt funktioniert, ein Degenerationsprozess beginnt und der Filtermechanismus im Gehirn verkümmert. Ich wusste, dass ich einen leichten Hörverlust bei den hohen Frequenzen habe, aber noch kein Hörgerät brauche, wie viele meiner Kollegen in meinem Alter.
Wie bereits gesagt, ich konnte vorübergehend keinen Sport machen und widmete mich dann dem «Training für meine Ohren» - ich habe mich also für ein Aufbautraining bei KOJ angemeldet. Glaubte ich, ich hätte kein Problem beim Hören, so hatte ich mich ziemlich getäuscht. Der Gehörabbau kommt ja meist schleichend und auch ich habe es kaum gemerkt. Aber man kann zum Glück dagegen etwas tun, indem man auch im Alter nicht nur sportlich fit bleibt, sondern auch im Hören fit bleibt. Das Hören hat ja eine sehr grosse Bedeutung, weil das Gehör nicht nur Kommunikations- und Orientierungsfunktionen, sondern auch soziale und emotionale Wahrnehmungsfunktionen hat.
Am Ende des Trainings verbesserte sich mein Hörverstehen bei starken Nebengeräuschen von 65% auf 90%. Es lohnt sich also ein Aufbautraining für sein Gehör zu machen. Probleme bei Hörverlust sollten, wegen der neuronalen Plastizität des Gehirns, frühzeitig angegangen werden und nicht erst dann, wenn man nichts mehr hört. Ein Hörgerät, das man zu spät einsetzt, kann dann nicht mehr die gewünschten Verbesserungen bringen.