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Wenn du dich bei Guerilla Digital Lab etwas einliest, findest du eine stetig wachsende Zahl von Artikeln über das Thema Influencer Marketing(IM). Es stellt sich aber eine grundlegende Frage, die in Betracht gezogen werden muss, bevor du an die Entwicklung einer IM-Kampagne denken kannst. Was ist ein Influencer?
Contents
Formale Definition
Personen, die aufgrund ihrer (realen oder wahrgenommenen) Autorität, ihres Wissens, ihrer Position oder Beziehung die Macht haben, die Kaufentscheidungen anderer zu beeinflussen. Influencer sind die Mitglieder einer Gruppe oder Referenzgruppe während der Einkaufsphase. Oder Mitglieder einer Organisation, interne Mitarbeiter (Ingenieure, Manager, Käufer) oder externe Berater, die als Influencer agieren.- Business Dictionary
Diese Definition erscheint mir zu weit gefasst. Wir müssen das Bedeutungsfeld näher eingrenzen. Die Definition von Fashion Victim ist interessant, auch wenn sie für unsere Zwecke zu eng gefasst ist:
Eine Gruppe von Megastars der sozialen Netzwerke hat die Marken, Einzelhändler und Zeitschriften herausgefordert zu überprüfen,…wer wirklich den Erfolgsfaktor eines Produkts ausmacht.
Eine Voraussetzung für einen Influencer des IM ist wahrscheinlich die, dass eine Person eine solide Anhängerschaft in einer bestimmten Nische, mit der sie sich aktiv beschäftigt, haben muss. Der Umfang des Ergebnisses hängt von der Größe der Nische ab. Ein Influencer im Modebereich hat in der Regel eine größere Anhängerschaft als beispielsweise ein Influencer im Bereich der Briefmarkensammlung.
Influencertypen
Die meisten #Influencer gehören zu den folgenden Kategorien, wobei die letzte Kategorie (trotz des Namens) bald zur wichtigsten gehören wird:
- Prominente
- Branchenexperten und Führungskräfte
- Blogger und Content Creators
- Mikro-Influencers
Der Großteil der Influencer agiert online, meist sind es Mikro-Influencer und Blogger. Branchenkenner und Vordenker, wie z. B. Journalisten, können ebenfalls als Impulsgeber gelten und nehmen eine wichtige Position für Marken ein. Dann sind da noch die Prominenten. Sie sind ehemalige Influencer und sie spielen immer noch eine Rollen, obwohl ihre Bedeutung als Influencer rapide abnimmt.
Prominente
Das IM entstand im Prominentenbereich. Die Unternehmen haben jahrelang erfahren, dass ihre Verkäufe anstiegen, wenn Prominenten für ihr Markenzeichen oder ihr Produkt warben. Es gibt noch viele Fälle von Unternehmen, insbesondere high-End-Marken, die sich Prominenten als Influencer bedienen.
Das Problem ist die Wahrnehmung der Menschen. Jahrelang wurden sie von Prominenten bombardiert, die Produkte empfahlen, die sie selbst niemals benutzen würden. Dies hat die Glaubwürdigkeit dieser Figuren untergraben.
Prominente können viele Fans und eine riesige Anhängerschaft in den sozailen Medien haben. Man kann sich darüber streiten, wie groß ihr Einfluss wirklich auf ihre Follower ist.
Branchenexperten und Branchengurus
Branchenführer und Experten werden aufgrund ihrer Qualifikation, Position oder Erfahrung in ihrem Fachgebiet respektiert. Oft wird dieser Respekt durch den Ruf ihres Arbeitgebers gewonnen. Beispielsweise wird ein Journalist einer bedeutenden Zeitung, der wahrscheinlich kein Experte des Themas ist, über das er einen Bericht schreibt, nicht dafür respektiert, sondern für die Tatsache, dass er ein guter Schriftsteller ist, um an einer angesehenen Publikation zu arbeiten.
Diese Kategorie umfasst:
- Journalisten
- Akademiker
- Berater
- Unternehmer
Wenn du in der Lage bist, die Aufmerksamkeit eines Journalisten einer überregionalen Zeitung auf dich zu ziehen, die ihrerseits in einem Artikel positiv über dein Unternehmen spricht, dann nutzt du diese Tatsache als Einflussnehmer in der gleichen Weise, wie du es tun würdest, wenn du ein Blogger oder ein Social Medien Star wärst. In diesem Fall gibt es einen weiteren Vorteil, weil der Journalist seinen Bericht sehr wahrscheinlich kostenlos schreiben würde.
Der Blogger und Ersteller von Inhalten arbeiten oft mit einem Branchenführer zusammen und nicht selten werden sie in den Posts der Blogs genannt und sogar in den Kampangnen auf den sozialen Medien eingsetzt. Die Grenze zwischen traditionellen Medien und sozialen Medien ist sehr dünn.
Blogger und Content Creators
Blogs werden im Influencer Marketing bereits seit Längerem benutzt. Es gibt Blogs, die im Internet besonders einflussreich sind. Wenn ein beliebter Blogger Ihr Produkt in einem Beitrag positiv erwähnt, kann dies die Unterstützer des Bloggers dazu bringen, es zu kaufen.
Viele Blogger haben bedeutende Follow-ups in bestimmten Sektoren entwickelt. Viele dieser Blogs sind für eine bestimmte Nische berühmt geworden, aber alle haben eine Sache gemeinsam: den Respekt, den sie bei ihren Lesern genießen.
Wenn ein Blog groß und einflussreich genug ist, denkst du vielleicht darüber nach, einen auf ihrer Webseite gesponserten Beitrag zu erwerben. Dies ermöglicht einen Beitrag zu schreiben oder Anweisungen darüber zu geben, was zu schreiben ist. Im Gegensatz zu einer zufälligen Erwähnung in einem Post eines Bloggers musst du dafür zahlen (und es ist wahrscheinlich, dass dies als solcher etikettiert wird). Dies hat die Ergebnisse vieler Unternehmen, welche die Posts auf den Blogs gesponsert haben, nicht geschädigt. Insbesondere die Z-Generation Z scheint dem gesponsorten Posttag blind gegenüber zu sein und solange sich das Produkt dem Hauptpublikum des Blogs angleicht, dürfte es keine Probleme geben.
Selten verlassen sich Blogger allein auf einen Kanal. Für gewöhnlich fördern sie stark neue Beiträge oder Videos auf den sozialen Medien, das macht die meisten dieser Blogger und Creators auch zu Mikro-Influencerns.
Mikro-Influencer
Mikro-Influencer sind normale Personen, die aufgrund ihrer Kenntniss über ein spezifisches Thema berühmt geworden sind. Als solche haben sie in der Regel unter den Anhängern dieser Nische viele Followers auf den sozialen Netzwerken gewonnen. Natürlich ist es nicht nur die Anzahl der Follower, die das Niveau des Einflusses angibt, es ist die Beziehung und Interaktion, die ein Mikro-Influencer auf seine Follower hat.
Es ist möglich, dass dieser keine Kenntnis über die Existenz einer Marke hat, bevor das Unternehmen versucht, ihn zu erreichen. Ist dies der Fall, muss das Unternehmen erst den Influencer von seinem Wert überzeugen. Die Mikro-Influencer haben einen spezialisierten Follow-up und möchten die Beziehung zu ihren Anhängern nicht durch Werbung für Produkte mit geringem Wert schädigen.
Jede Beziehung zwischen Mikro-Influencer und Marke muss mit dem Zielpublikum abgestimmt sein. Einige Mikro-Influcencer werben gern kostenlos für eine Marke. Andere erwarten irgendeine Form von Entlohnung. Unabhängig vom Preis ist es unwahrscheinlich, dass ein Influencer mit einem „unangemessenen“ Markenzeichen zusammenarbeiten möchte.
Was ändert sich?
Mikro-Influencer werden immer häufiger und beliebter. Einige sind aus der virtuellen Dunkelheit aufgetaucht und fast so berühmt wie Prominenten geworden. Dies gilt insbesondere für die Z-Generation, die mehr Zeit im Internet verbringt als vor dem Fernsehen oder im Kino.
Eigentlich sind Mikro-Influencer die Influencer der Zukunft. Das Internet hat zu einer Fragmentierung der Medien in vielen kleinen Nischenbereichen geführt. Worin auch immer dein Interesse liegt, du findest sicherlich eine Facebook-Gruppe oder ein Pinterest-Forum, die sich mit deinem Thema befassen. Und in diesen Nischengruppen behaupten sich die Mikro-Influencer als echte Influencer der Branche.
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