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An den 88. Schweizer Elite Meisterschaften zeigten die teilnehmenden Neuhauser SpielerInnen in Crissier überzeugende Leistungen und holten mehrfach Edelmetall an den Rheinfall.
Die beste Leistung zeigte der 19-jährige NLA-Spieler Elias Hardmeier: Er holte mit seinen Doppel-PartnerInnen Céline Reust (Mixed) und Mauro Schärrer zweimal Gold und wurde im Einzel Vizemeister. Für die Neuhauser NLA-Spielerin Céline Reust gab es an der Seite von Salomé Simonet auch im Damen Doppel Edelmetall, währenddem sie im Einzel das Podest überraschend verpasste.
Im Herren Einzel stand Titelverteidiger Lionel Weber verletzungsbedingt nicht am Tisch. So war die Ausgangslage relativ offen und es bestand die Chance für die jungen Nationalspieler, sich erstmals in die Geschichtsbücher von Swiss Table Tennis einzutragen. Die Chance zum ersten Schweizer Meister Elite Titel nutzte Barish Moullet (La Chaux-de-Fonds), der sich im Finale überraschend klar (9, 9, 3, 5) gegen Elias Hardmeier durchsetzen konnte. Im Einzel hat Elias am Sonntag nicht mehr sein bestes Tischtennis gespielt. Er konnte sich aber durch sein konstantes Spiel im Viertelfinal (4:0 gegen Bernhard) und Halbfinal (4:2 gegen Vendé) relativ klar durchsetzen. Im Finale hat man ihm angemerkt, dass er alle möglichen Spiele an dieser SM absolviert hat (Mixed Final, Doppel Final). Elias war nicht mehr sehr Energie geladen und fand gegen einen überzeugenden und aggressiveren Barish nie ins Spiel und verlor somit 0:4. Filip Karin erreichte das ¼-Finale und fand dort gegen Verteidigungskünstler Loic Stoll (ZZ-Lancy) kein Mittel (0:4). Eine Runde früher musste Mauro Schärrer im 1/8-Final gegen den späteren Schweizer Meister mit 2:4 kapitulieren. Schärrer besiegte zuvor Vepa (4:1, ZZ-Lancy) und Krstic (4:0, Vevey) und hatte auch gegen Moullet seine Chancen zum Vollerfolg. Er vergab die Chance zur 2:1-Satzführung und hatte auch bei 2:2 seine Möglichkeiten zur 3:2-Satzführung. Moullet verdiente sich den Sieg durch eine kämpferische und stabile Leistung. Der Neuhauser NLB-U18-Spieler Numa Ulrich überzeugte in der ersten Runde mit einem 4:0-Sieg gegen Vassili Ponomarenko (Vernier). Im 1/16-Final forderte er trotz der 2:4-Niederlage auch den NLA-Spieler Vendé (La Chaux-de-Fonds).
Im Herren-Doppel zeigte das Neuhauser Duo Hardmeier/Schärrer eine insgesamt solide Leistung und bestätigte die NLA-Performance als zurzeit bestes Schweizer Doppel. Am Samstag hatten sie keine grösseren Probleme um ihre Spiele zu gewinnen und warfen dabei auch die Titelverteidiger Moullet/Vendé mit 3:0 aus dem Turnier. Am Sonntag spielten sie im Halbfinal gegen Stoll/Girod (ZZ-Lancy) ebenfalls überzeugend und siegten in vier Sätzen. Im Finale liessen sie nach einer 2:0-Satzführung gegen Schafter/Rébetez (Fribourg/ZZ-Lancy) plötzlich nach und kassierten den 2:2-Satzausgleich. Im fünften Satz fanden sie zurück zum soliden Spiel und siegten deutlich mit 11:4. «Im Doppel haben wir heute nicht unsere Bestleistung gezeigt, konnten aber in den wichtigen Momenten überzeugen» so der Kommentar von Mauro Schärrer.
Im Damen-Doppel mussten sich die als Nummer 1 gesetzten Reust/Simonet (Wetzikon/Fribourg) durch das Tableau durchkämpfen bevor sie im Finale gegen Maurer/Tchalakian (Bernex/ZZ-Lancy) mit einem klaren 3:0 ihrer Favoritenrolle gerecht wurden. Im Mixed Doppel hatten Hardmeier/Reust im ½-Finale mit den AltmeisterInnen Miller/Antonyan (Rossens/Wetzikon) beim 3:2-Sieg hart zu kämpfen. Im Finale setzten sie sich gegen Tchalakian/Taffé (ZZ-Lancy) mit 3:1 durch.
Im Damen-Einzel, die in Abwesenheit von der Titelverteidigerin und Favoritin Rachel Moret ausgetragen werden musste, gab es aus Neuhauser Sicht einen eher enttäuschenden Verlauf. Die Neuhauser NLA-Spielerin Céline Reust wurde ihrer Favoritenrolle nicht gerecht und schied im ¼-Final gegen die aufstrebende Fanny Doutaz (Chatelaine) nach einer 3:4-Niederlage aus. Die Neuhauser NLB-Spielerin Ramona Landolt setzte sich in der ersten Runde gegen Jessica Mathys (Lyss) mit 4:0 durch und verlor anschliessend ebenso klar gegen Altmeisterin Elmira Antonyan (Wetzikon). Diese nutzte in der Folge ihre Chance zum ersten Elite Schweizer Meister Titel und siegte im Final 4:2 gegen Alexandra Tchalakian (ZZ-Lancy).
Alle Resultate auf einen Blick https://pyngpong.info/stt-elite-2022/competition
Foto: René Zwald