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Am 7. Juni 2021 hat der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes neue Empfehlungen ausgesprochen, in denen er nachdrücklich darauf hinweist, wie wichtig es ist, Minderjährige von jeglicher Form von Gewalt gegen Tiere fernzuhalten. Die Fondation Franz Weber hatte gemeinsam mit anderen Organisationen einen Bericht initiiert, der die von tunesischen Behörden – vor den Augen von Minderjährigen – verübten Gewaltakte gegen Strassenhunde und -katzen anprangerte.
Der Ausschuss für Kinderrechte überwacht die Einhaltung des UN-Überinkommen über die Rechte des Kindes (KRK). Dessen Mitgliedsstaaten müssen turnusmässig Berichte vorlegen, die Aufschluss über die Umsetzung ihrer Verpflichtungen zum Schutz der Kinder geben – diese Berichte werden dann vom Ausschuss geprüft, der den Staaten (rechtlich nicht bindende) Empfehlungen unterbreitet. Die jüngst veröffentlichten Empfehlungen betreffen Tunesien: Neben weiteren Anlässen zur Besorgnis hat die brutale Tötung von Hunden und Katzen durch tunesische Behörden, häufig in Anwesenheit von Kindern, den Unmut des Kinderrechtsausschusses erregt.
So war dieser in seinen abschliessenden Beobachtungen der Ansicht, dass Tunesien (genau wie die anderen Mitgliedsstaaten des KRK) Praktiken, die dem vorrangigen Kindeswohl zuwiderlaufen, gesellschaftliche Gewalt gegen Tiere eingeschlossen, unbedingt unterbinden muss.
Die Fondation Franz Weber (FFW) legt dem Ausschuss für Kinderrechte regelmässig Berichte darüber vor, welchen Einfluss Misshandlungen von Tieren auf die Entwicklung von Kindern haben, insbesondere im Zusammenhang mit dem Stierkampf. Die FFW hat übrigens den Bericht zur Situation in Tunesien in die Wege geleitet, in Kooperation mit der «European Link Coalition»,einem Zusammenschluss von Organisationen, die Gewalt an/Missbrauch von Tieren im Zusammenhang mit der Gewalt an/dem Missbrauch von Menschen betrachtet.
Gewalt gegen Tiere, bei der Minderjährige anwesend oder beteiligt sind, schadet nicht nur der sittlichen Entwicklung der Kinder, sondern auch der ganzen Gesellschaft, denn dies fördert eine allgemeine Erziehung zur Gewalt. Brutale Praktiken zu bekämpfen, bedeutet, sich für eine tier- und menschenfreundlichere, ethischere Zukunft einzusetzen.
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