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Etwa 70% des Wassers, das bei uns verdunstet, kommt aus Blättern von Pflanzen. Bei der Verdunstung entsteht eine beachtliche Transpirationskühlung, die man geschickt nutzen kann. Wir kennen es, wenn wir einen nassen Finger in die Luft strecken, spüren wir die Transpirationskühlung, weil der Verdunstungsprozess Energie braucht.
Wenn Pflanzen Wasser verdunsten, brauchen sie auch Energie, die Blätter kühlen sich dabei ab. Würden sie kein Wasser verdunsten, würden sich die Blätter stark erhitzen, bekommen sie doch über 500 W/m2 von der Sonnenstrahlung ab.
Nicht jede Pflanze kühlt gleich gut: Bei 29.5 Grad beträgt die Blatttemperatur von Hasel 29 Grad. Buche kühlt auf 25 Grad runter. Eine wahre Klimaanlage wäre die Sonnenblume: Unter einem schattigen Sonnenblumenblatt beträgt die Temperatur 20 Grad. (Datenquelle: Institute of Plant Sciences, University of Bern, U. Feller). Auch Rebstöcke kühlen, z.B. eine Pergola.
Übrigens können Pflanzen auch wärmend wirken. Ein Meister darin ist die Polsterpflanze in den Alpen: Bei einer Lufttemperatur von 10 Grad erzeugt sie locker tropische Verhältnisse von 27 Grad an ihren Blättern.