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Life
Die neue "Forbes"-Liste der bestbezahlten Athleten zeigt deutlich, wie gross die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern im Sport noch ist.
Satte 285 Millionen Dollar hat Boxer Floyd Mayweather in den vergangenen zwölf Monaten verdient. Damit führt er zum vierten Mal innert sieben Jahren die "Forbes"-Liste der bestbezahlten Sportler an. Auf den Plätzen 2 und 3 finden sich die Fussballer Lionel Messi (111 Millionen) und Cristiano Ronaldo (108 Millionen). Als bester Schweizer schafft es Roger Federer mit 77,2 Millionen Dollar auf Platz 7.
Nicht zu finden in der Liste: Frauen
Zum ersten Mal seit der Einführung der Liste im Jahr 2010 ist keine einzige Sportlerin unter den Grossverdienern. Letztes Jahr schaffte es Tennisstar Serena Williams mit Einnahmen von 27 Millionen auf den Rang 51. Im aktuellen Ranking taucht sie nicht auf, da sie 2017 auf der Tennistour wegen ihrer Babypause fehlte. Die chinesische Tennisspielerin Li Na war ebenfalls schon im Forbes-Ranking vertreten, zog sich aber 2014 aus dem Profisport zurück und auch Kollegin Maria Scharapova schaffte es wegen einer 15-monatigen Dopingsperre 2016/17 nicht auf die Liste.
Wenn drei Frauen ausfallen, geht also gar nichts mehr. Auf Social Media taten gestern, als die Liste veröffentlicht wurde, viele Athletinnen und Sportorganisationen ihrem Unmut kund. Die britische Schwimmerin Lizzie Simmonds etwa meinte: "Krasses Beispiel dafür, wie viel für Gleichberechtigung im Sport noch getan werden muss."
Die amerikanische Tennislegende Billie Jean King fordert in ihrem Tweet die Männer auf, genauso für Frauen einzustehen, wie sie es für andere Männer tun. Sie sagt: "Wenn mehr einflussreiche Männer zu Verbündeten werden und sich für Gleichstellung einsetzen, wird sich das Machtverhältnis ändern."