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Der Markt für Bio-Lebensmittel hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Bisher ist jedoch wenig darüber bekannt, welche Faktoren beim Kauf von Bio-Lebensmitteln eine Rolle spielen. Im Rahmen dieser Analyse wurden Daten von Schweizer Haushalten hinsichtlich des Bio-Konsums deskriptiv und ökonometrisch analysiert. Die Auswertung der Haushaltsdaten bestätigt den Wachstumstrend für Bio-Lebensmittel insgesamt, aber auch für die betrachteten neun Produktgruppen (Brot und Getreideprodukte; Fleisch; Fisch; Milchprodukte und Eier; Speisefette und -öle; Früchte; Gemüse; Zucker und Süsswaren; Gewürze und Saucen). Die beliebtesten Bio-Produkte sind Gemüse, Milchprodukte und Eier sowie Früchte. Dabei wächst der Konsum von Bio-Gemüse am stärksten. Die ökonometrische Analyse zeigt, dass die soziodemographische Struktur der Haushalte die Entscheidung, Bio-Lebensmittel zu kaufen, beeinflusst. Mit steigendem Einkommen steigt auch die Kaufwahrscheinlichkeit der Haushalte. Auch das Alter der Referenzperson des Haushalts und das Vorhandensein von Kindern spielen eine Rolle. Haushalte ohne Kinder kaufen eher Bio-Lebensmittel als Haushalte mit Kindern.
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.