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Zuerst wenden wir uns den Stränden zu, die zwischen der Stadt und der Grenze zum Nachbarstaat Espirito Santo liegen – dazu überqueren wir die Guanabara-Bucht auf der Brücke „Rio-Niterói“ und fahren in Richtung Nordosten, an die so genannte „Costa do Sol“ – die Sonnenküste. In unserer Aufstellung erfassen wir die empfehlenswerten Strände und damit meinen wir sowohl die Landschaft als auch die Sand- und Wasserqualität – und wenn das alles nicht nur stimmt, sondern sogar ein gewisser Enthusiasmus aufkommt, weil der Strand zu den besonders idyllischen Entdeckungen gehört, dann bekommt er von uns das Prädikat „sehr schön“ – und ist dann, im ökologischen Sinn, ein 5-Sterne-Erlebnis-Strand !
Im Umkreis der grösseren Städte, wie hier in Rio, kommt es allerdings vor, dass Strände wunderschön sind und alles haben, was sie für den Besucher interessant macht – ausser der Wasserqualität. In diesem Fall möchten wir sie nicht einfach weglassen, machen aber ausdrücklich auf diesen Umstand aufmerksam, indem wir sie „zum Baden nicht empfehlen“!
NITERÓI
Historische Stadt, 5 Meter über dem Meeresspiegel, 20 km von Rio de Janeiro entfernt – auf der gegenüberliegenden Seite der Guanabara-Bucht – ist heute eine der grössten so genannten „Schlafstädte“ von Rio de Janeiro. Die Einwohner arbeiten im Zentrum von Rio und wohnen auf der anderen Seite der Bucht, die sie entweder über die erwähnte Brücke (per Bus oder Privatfahrzeug) oder mit den andauernd verkehrenden Fähren überqueren. Die Mehrheit ihrer Stadtstrände liegt innerhalb der Guanabara-Bucht und ist deshalb zum Baden nicht zu empfehlen. Aber zum Sonnen, und wegen der schönen Aussichten auf Rio und den Zuckerhut, sollte man sie nicht auslassen.
Das Forte Santa Cruz
Von 1555, ist sehenswert, es war das erste im Bereich der Bucht konstruierte Fort und enthält einige bemerkenswerte Details, wie Kanonen und Waffen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, 41 Kasematten, die Kapelle der „Santa Bárbara“, von 1612, eine Sonnenuhr von 1820, ein Gefängnis und ein Munitionsdepot. Die Wand, an der Verurteilte erschossen wurden, zeigt die Spuren der eingeschlagenen Gewehrkugeln und die kleine Quelle, mit deren Wasser das Blut der Exekutierten von der Wand gewaschen wurde, existiert immer noch.
(Täglich zwischen 9:00 und 16:00 ausser Montags).
Der Kontrapunkt zum alten Fort ist das „Museu de Arte Contemporãnea“ – in Form einer fliegenden Untertasse, ein Projekt unseres berühmten Architekten Oscar Niemeyer – es wurde 1996 eingeweiht und dient den verschiedensten wechselnden Kunstausstellungen als Basis.
(Dienstags bis Sonntags zwischen 11:00 und 19:00. Am Samstag von 13:00 bis 19:00).
Praia de Icaraí
Von den Bürgern der Stadt stark frequentierter Strand. Seine Hauptattraktion ist der „Pedra do Índio“ – der Stein des Indianers – ein pittoresker Felsblock. Das ruhige Wasser der Bucht ist, wie wir schon sagten, zum Baden nicht zu empfehlen.
Praia Charitas
Strand mit ruhigem Wasser ohne Wellen, zum Baden nicht zu empfehlen, aber er ist stark frequentiert von Seglern und Windsurfern. Der Sand ist schön weiss und locker. Linker Hand befindet sich der „Clube Naval“. Wer an einem bewegten Nachtleben interessiert ist – hier findet er es! Wasser zum Baden nicht empfehlenswert.
Praia de Piratininga
Erster Strand zum offenen Meer, ausserhalb der Guanabara-Bucht am nordöstlichen Ufer, und deshalb auch zum Baden geeignet – und zwar an seinem linken Ende, wo der Wellengang etwas gemässigter ist. Der Stadtteil gleichen Namens ist Wohngebiet, der Strand hat ein befestigtes Flanier-Trottoir. Der Sandstreifen ist breit, weiss und locker. Vorgelagert findet sich die kleine Insel „Ilha do Veado“.
Praia do Sossego
Diesen anheimelnden Namen „Strand der Ruhe“ verdient der kleine Sandstreifen durch seine versteckte Lage zwischen zwei Felsformationen. Schöner weisser und lockerer Sand – Lage zum offenen Meer mit meistens nur schwachen Wellen.
Praia de Camboinhas
Strand zum offenen Meer, mit schwachem Wellengang und weissem, lockeren Sand. Hier kann man zum Zeitvertreib Kajaks mieten und die Buchten erkunden oder die Angel auswerfen.
Praia de Itaipu
Ein von den Bürgern Niteróis stark frequentierter Strand mit vielen Kiosken und Imbissbuden. Vorgelagert die beiden Inseln „Ilha do Pai“ (Vater) und „Ilha da Mãe“ (Mutter).
Praia de Itacoatiara
Ist zweifellos der schönste Strand im Bereich von Niterói und gleich beim ersten Eindruck bekommt er unser Prädikat „sehr schön“! An der rechten Strandseite gibt es die kleine Bucht der „Prainha“ die wunderbar zum Baden geeignet ist, mit flachem Wassereinstieg und kaum Wellenbewegung, gesäumt von Felsen – hier können sogar Kinder ungefährdet baden. Der Sand ist hell und locker. Der übrige Teil hat stärkeren Wellengang, die sich an den Strandfelsen brechen, wird deshalb zum Baden nicht empfohlen. Ganz links befindet sich der „Pedra do Elefante“ – der Elefantenfelsen.