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König Ubu
Drama von Alfred Jarry
Drama von Alfred Jarry
Dem ordinären, genussüchtigen und einfältigen Hauptmann Vater Ubu fehlt nichts im Leben. Bis ihn seine Frau, Mutter Ubu, auf die Idee bringt, dass er noch mehr Leberwurst haben könnte, wenn er König wäre. Vater Ubu ermordet daraufhin hinterhältig die Königsfamilie und waltet als machthabender Tyrann fortan furzend, willkürlich und in selbstherrlicher Lust. In einem ebenso planlosen wie blutrünstigen Krieg gegen aufgebrachte Gegner wirft König Ubu aber das Handtuch und verkriecht sich in einer Höhle. Das war’s dann mit der Leberwurst.
Der französische Avantgardist Alfred Jarry (1873 – 1907) nimmt in König Ubu das Böse ins Visier und überzeichnet es ins Groteske, bis das Grauen in Gelächter umschlägt. Die Uraufführung löste 1896 einen Theaterskandal aus, zu derb fand man die Sprache, die Handlung zu abstrus. Heute gelten Werk und Autor als Wegbereiter des Absurden Theaters.
27. Februar bis 14. August 2016
Simon Starling: Autoxylopyrocycloboros, 2006
Courtesy of the artist and neugerriemschneider, Berlin
In einem aus den Tiefen gehobenen und restaurierten Boot, angetrieben von einer Dampfmaschine, kreuzt der englische Künstler Simon Starling (*1967 in Epson/GB) 2006 auf dem Loch Long. Dignity dient dabei als Gefährt und Treibstoff.
Nach und nach werden die hölzernen Planken verheizt, um die Maschine anzutreiben, bis das Schiff schliesslich Leck schlägt und wieder im See versinkt: «Autoxylopyrocycloboros» betitelt der in Kopenhagen lebende Künstler die Aktion, die exemplarisch ist für seine künstlerische Strategie. Starling gehört zu der Generation konzeptuell arbeitender Künstler, die ihre Werke auf ökologische oder ökonomische Systeme von heute beziehen bzw. aus diesen heraus entwickeln. Dabei drehen sich seine eigenwilligen Projekte um Nutzungszyklen, um die überraschenden Transformationen alltäglicher Dinge und die damit verbundenen ideologischen und ästhetischen Umwertungen. In den letzten Jahren war Simon Starlings Schaffen in Museen weltweit zu sehen.
Die Ausstellung in der Lokremise, realisiert aus Anlass seines den Bodensee mit der Stadt St.Gallen verbindenden Kunstprojektes, ist seine erste Einzelausstellung in der Schweiz seit der Präsentation im Basler Museum für Gegenwartskunst 2005.
Kurator: Konrad Bitterli
FR/QA/TR 2015, 159 min, DCP, O/d
Regie: Emin Alper
Zwei Brüder erliegen in einem armen Istanbuler Stadtteil immer mehr ihren Wahnvorstellungen. Das Meisterwerk ist ein bitterer, hochaktueller Kommentar auf das Erdogan-Regime mit seiner Gewalt und seinen Ausgrenzungsmechanismen.
SE 2015, 116 min, DCP, O/d-f
Regie: Hannes Holm
Ove ist der Nachbar aus der Hölle: Jeden Morgen macht er seine Kontrollrunde, schreibt Falschparker auf, räumt Fahrräder an ihren Platz und prüft die Mülltrennung. Eine herzergreifende, poetische und komische Verfilmung nach Fredrik Backmans Bestseller.
D 2016, 97 min, DCP, D
Regie: Nicolette Krebitz
Die Liebesgeschichte zwischen einer Frau und einem Wolf ist von animalischer Radikalität. Der deutschen Schauspielerin Nicolette Krebitz ist als Regisseurin ein herausragendes Filmdrama gelungen. «Irritierend, mutig – und unvergleichlich.» kino-zeit.de
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