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Billie Holiday hatte ein bewegtes Leben: Geboren in Philadelphia, aufgewachsen in Baltimore, bekam sie ihre Mutter kaum zu Gesicht, weil diese als Serviererin in Zügen arbeitete. Also lebte sie fortan bei der Schwiegermutter von Billy Holidays Tante. Erst mit elf Jahren, als ihre Mutter ein Restaurant eröffnete, änderte sich das. Nun musste sie aber viele Stunden im Betrieb arbeiten – und brach die Schule ab. Nach einer Vergewaltigung kam sie in ein katholisches Erziehungsheim. Als sie entlassen wurde, fing sie mit 12 Jahren als Botenmädchen im Bordell ihrer Mutter an. Ein Vorteil hatte diese Umgebung: Auf dem Grammophon hörte sie zum ersten Mal die Musik von Louis Armstrong und Bessie Smith. Später wurde sie selbst Prostituierte, ehe sie sich voll und ganz der Musik widmete und schließlich 1959 starb. In den 1960er-Jahren begann die Journalistin Linda Lipnack Kuehl mit ihrer Arbeit an einer Biografie über Billy Holiday und interviewte dafür Jazz-Größen wie Charles Mingus, Tony Bennett und Count Basie. Doch Kuehl starb in den 70er-Jahren und konnte ihre Arbeit nie vollenden. James Erskine nahm sich dem Material von Kuehl an und ergänzte es mit restauriertem Filmmaterial und Bühnenauftritten Holidays. In seinem Dokumentarfilm sieht man die Sängerin zum ersten Mal in Farbe.