Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03598.jsonl.gz/499

Der MJ-Insider Damien Shields bemängelt, dass das „Michael“-Album noch immer inklusive der gefälschten Songs erhältlich sei. In seinem neuen Artikel schreibt er über den laufenden Gerichtsprozess diesbezüglich und berichtet von der Auktion, an der Frank Cascio kürzlich angebliche MJ-Songs verkaufen wollte. Diese können auf Youtube angehört werden.
Während der Betrugs-Prozess eines Fans gegen Sony und das MJ Estate noch immer nicht fertig verhandelt wurde, haben die Nachlassverwalter einen neuen Vertrag mit Sony Music ausgehandelt. Dem Konzern, von dem sich Michael Jackson 2002 getrennt hatte und er seither nur noch betreffend seinem „Back-Catalogue“ (Songs von früher) zusammenarbeitete.
Damien Shields hat die Vorgänge seit Jahren verfolgt und verfasste nun einen wie gewohnt gut recherchierten Artikel:
Der Michael Jackson Journalist betont, dass weder James Porte noch Eddie Cascio (Co-Komponisten der fragwürdigen Songs) einen überzeugenden Beweis geliefert haben, dass der King of Pop tatsächlich an den drei Songs gearbeitet hat, die 2010 auf „Michael“ veröffentlicht wurden. So sind nach wie vor viele Fans überzeugt, dass auf „Breaking News“, „Keep Your Head Up“ und „Monster“ ein Jackson-Imitator zu hören sei, dessen Stimme mit Audio-Effekten bearbeitet wurde.
Die Fakten sprechen gegen die Authentizität der drei Songs: Als Michael Jackson starb, fand man an der Wand seines Schlafzimmers ein Zettel mit etwa 30 Songtiteln, an denen er offenbar gerade arbeitete oder arbeiten wollte. Auf der Notiz war kein einziger Cascio-Song aufgelistet. Auch hat Michael Jackson bekanntlich die meisten Songs bis kurz vor Vollendung oft nur unvollständig eingesungen – die Cascio-Songs aber sind angeblich alle fertig gestellt worden, obwohl er hierfür nie ein professionelles Studio aufsuchte.
Vermutlich sind Sony und das MJ Estate an den weiteren Songs von Cascio definitiv nicht mehr interessiert, denn:
Eddie Cascios Bruder, Frank Cascio, hat dieses Jahr eine CD mit einem Startgebot von US Dollar 50′000 beim Auktionshaus Gotta Have Rock & Roll eingestellt mit dem Titel „Michael Jackson’s personally owned copy of his final album“. Darauf waren neben „Breaking News“, „Keep Your Head Up“ und „Monster“ neun weitere Songs aus den „Cascio“-Sessions enthalten, die 2007 im privaten Studio der Cascios stattgefunden haben sollen. (Diese können hier auf Youtube angehört werden – auf sämtlichen Songs hört sich die angebliche Stimme Michael Jacksons gleich seltsam und schwach an, von den Texten ganz zu schweigen.) Die zu versteigernde CD war mit „Bible“ beschriftet (nicht in Michaels Handschrift), dem Namen, den Michael für Mixe verwendete, die ihm besonders gefielen.
Damien Shields scheibt, dass die Behauptung, die CD stamme aus dem persönlichen Besitz Michael Jacksons, fragwürdig sei, da die angegebene Songlänge exakt den Versionen entspreche, die ein Jahr nach Michael Jacksons Tod mit Hilfe von einem von Michael Jacksons früheren Musikingenieuren, Stuart Brawley, fertig gestellt wurden. Eddie Cascio und James Porte zogen die Hilfe von Stuart Brawley bei, bevor sie die zwölf Songs gegenüber Sony und dem MJ Estate zum Verkauf anboten.
Nachdem Medien wie „Rolling Stone“ und „Billboard“ vom Auktionsangebot berichtet hatten, wurde die CD aber wieder von der Gotta Have Rock & Roll Plattform entfernt. In einer Mail an Damien Shields, erklärte ein Mitarbeiter des Auktionshauses, dass Frank Cascio sich umentschieden habe und die CD lieber privat verkaufen möchte. Er sei über vom Medien-Echo überrascht gewesen, weshalb er es gegenüber Michael respektvoller finde, wenn er dessen letztes Album nicht öffentlich versteigere. Damien Shields empfindet diese Erklärung als fragwürdig, da Cascio andere Angebote nicht zurückzog wie angeblich von Michael Jackson getragene Unterhosen und intime Geschenke, die ihm seine Kinder geschenkt hätten.