Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03562.jsonl.gz/1135

PSG-Neymar-Steuerskandal: Französische Polizei durchsucht Wirtschaftsministerium
Die französische Polizei hat das Wirtschaftsministerium durchsucht, nachdem Vorwürfe laut geworden waren, Paris Saint-Germain (PSG) habe für den Transfer des Fußballstars Neymar vom FC Barcelona im Jahr 2017 eine steuerliche Sonderbehandlung erhalten. Medienberichten zufolge fand die Razzia am Montag statt und ist Teil einer laufenden Untersuchung der Pariser Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf „Bestechung und Bestechlichkeit“. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Austausch und persönliche Treffen zwischen PSG-Managern und Beamten des französischen Wirtschaftsministeriums zum Zeitpunkt des Transfers.
Hintergrund des Skandals
Der Skandal um PSG und den Transfer von Neymar für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro hat bereits politischen Druck auf Gérald Darmanin ausgeübt. Darmanin, der zum Zeitpunkt des Transfers Haushaltsminister war und heute Innenminister ist, wird beschuldigt, PSG bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Dokumente, die von Mediapart und Libération veröffentlicht wurden, legen nahe, dass das französische Wirtschaftsministerium PSG beraten hat, um bestehende Steuervorschriften zu umgehen. PSG befürchtete, dass der Verein aufgrund des Transfers Steuern in Millionenhöhe zahlen müsse und lobbyierte, um die Rechnung zu erleichtern.
Reaktionen und Kritik
Gérald Darmanin bestätigte die Vorwürfe weder noch bestritt er sie. Er betonte jedoch, dass der Transfer von Neymar dem französischen Staat Einnahmen gebracht habe. Die linke Opposition hat den Skandal bereits kritisiert. Eric Coquerel von France Unbowed, der den Finanzausschuss der Nationalversammlung leitet, forderte das Wirtschaftsministerium auf, die schriftliche Notiz einzusehen, in der das Finanzamt PSG versichert haben soll, keine Steuern auf den Deal zahlen zu müssen.
Weitere Entwicklungen
Die Ermittlungen der französischen Behörden zu diesem Steuerskandal dauern an. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Fall entwickelt und ob weitere Personen oder Institutionen involviert sind. Der Skandal könnte auch Auswirkungen auf die Reputation der PSG haben und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Schlussfolgerung
Der PSG-Neymar-Steuerskandal hat die Aufmerksamkeit der französischen Öffentlichkeit erregt und wirft Fragen nach möglicher Steuerhinterziehung und Einflussnahme auf. Die polizeiliche Durchsuchung des Wirtschaftsministeriums deutet darauf hin, dass die Behörden den Verdacht auf Fehlverhalten ernst nehmen. Der Ausgang der Ermittlungen wird zeigen, ob die PSG und ihre Verantwortlichen tatsächlich zu Unrecht in den Genuss einer Sonderbehandlung gekommen sind und ob dies rechtliche Konsequenzen haben wird.