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Vi. Nun ist bekannt, wie die Schadstoffe beim geplanten Kindergarten Nordstrasse in den Untergrund gekommen sind. Nicht bekannt sind jedoch die Konsequenzen.
Am 6. Dezember informierte der Bezirksrat über das Resultat der historischen Untersuchung. Eine solche wurde angeordnet, nachdem im April dieses Jahres beim Aushub für den neuen Kindergarten Nordstrasse belastende Bodenproben entdeckt wurden. Daraufhin liess der Bezirk die Baugrube umgehend versiegeln; gemäss damaligen Aussagen bestand für die anwesenden Personen keine Gefährdung (EA 31/18).
Einiges, aber nicht alles bekannt
Die historische Untersuchung nahm einige Monate in Anspruch und wurde von der Firma Jäckli Geologie durchgeführt. Sie ergab, dass auf der untersuchten Parzelle, oder mindestens in deren unmittelbarer Nähe, ab 1877 von der Firma Benziger eine Gasfabrik betrieben, aber bereits 1912 wieder eingestellt wurde. Über die Lagerung oder Entsorgung der Nebenprodukte wie Teer oder Ammoniak ist allerdings nichts bekannt.
Die Abklärungen ergaben weiter, dass der Bezirk zwischen 1930 und 1940 auf einem Teil der Parzelle eine offene Kehrichtdeponie betrieb; wohl ähnlich jener, welche im Jahr 2015 bei der Gerbe entdeckt wurde. Auch diese war zuvor noch nicht als belasteter Standort bekannt und demzufolge auch nirgendwo verzeichnet.
Fragen zur Sicherheit und zum Sanierungsbedarf müssen nun mit einer technischen Untersuchung beantwortet werden. Der Bezirk erwartet eine Freigabe im Januar 2019. Bis das Resultat vorliegt, kann bis zu einem Jahr verstreichen. Mindestens so lange bleibt auch der Neubau des Kindergartens Nordstrasse sistiert.