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Seit 1836 Waisenhaus. 5
Kapellen. Schuh- und Mineralwasserfabrik, 2 Parkettfabriken, 2
Sägen, Brauerei.
Seidenweberei und Strohhutflechterei als Hausindustrie.
Seit einigen Jahren hat sich Buochs zur Fremdenstation entwickelt. Mehrere Gesellschaften und Vereine. An der Engelbergeraa
die Elektrizitätswerke der elektrischen Strassenbahn
Stans-Stansstaad und der Seilbahnen auf den
Bürgenstock und
das
Stanserhorn.
Wichtiger Handel mit Kolonialwaren und italienischen Weinen, Holzhandel etc. Zur Kirchgemeinde Buochs
gehörten
Beckenried bis 1631,
Emmetten bis 1474 und
Ennetbürgen bis 1881. Die alte, zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbaute
und 1718 restaurierte Kirche ging 1798 in Flammen auf; an ihrer Stelle erhebt sich seit 1802 die jetzige, mit Malereien von
P. v. Deschwanden und H. Keiser geschmückte Pfarrkirche.
Buochs wurde 1764 durch einen Ausbruch des die Ortschaft der Länge nach durchfliessenden
Dorfbachs zum grossen Teil zerstört.
Ein Geschlecht derer von Buochs erlosch schon im 14. Jahrhundert; in seinem Besitz sollen die beiden Burgen gewesen sein,
deren letzte Ueberreste 1885 abgetragen worden sind. Heimat des Landammanns J. J. Ackermann (1665-1737)
und des
Malers Melchior Wyrsch, dessen Gemälde im Louvre zu Paris aufgehängt sind. 1732 geboren, war Wyrsch Professor an
der Académie des Beaux-Arts in Besançon, kehrte erblindet in seine Heimat zurück und wurde am von den das Dorf
Buochs plündernden und in
Brand steckenden französischen Truppen ermordet. 1064: Buochs; 1124: Buochis.
entspringt mit mehreren Quellarmen am N.- undNO.-Hang
des
Brisen und
Rissetestocks in 1800 m, entwässert eine Reihe von Alpweiden, nimmt von rechts den Hüttleren und das Kohlertobel
durchfliessenden Kohlbach auf und mündet nach 6 km langem
Lauf von SO.-NW. 1 km oberhalb
Büren nid dem Bach in 490 m.
(Kt. Zug,
Gem.
Risch). 431 m. Kleines Dorf, am W.-Ufer des
Zugersees, 2 km ö. der Station
Rothkreuz
der Linie
Luzern-Zürich. Dampfschiffstation. 14
Häuser, 98 kathol. Ew.
Kapelle. Ackerbau und Viehzucht; im August grosser
Viehmarkt. Pfahlbauten aus der Steinzeit. Sö. vom
Dorf auf einer kleinen Halbinsel mit steilen Nagelfluhhängen das
Schloss
Buonas (500 m) in freier und beherrschender Lage. Ende des 19. Jahrhunderts restauriert; enthält eine
schöne
Kapelle, alte
Säle und Oefen. Der letzte Spross der Edeln von Buonas, Adelheid, vermählte sich im 12. Jahrhundert
mit Hartmann von
Hertenstein aus Luzern,
dem sie das
Schloss als Morgengabe in die Ehe brachte. Mit dem Erlöschen des Geschlechtes
Hertenstein ging
Schloss Buonas Mitte des 17. Jahrhunderts in den Besitz des
LuzernerBürgermeisters J.Moos-Schwyzer
^[Supplement: Schultheissen Hans
MartinSchwyzer.] über, der seinem Namen den des
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Schlosses beifügte. 1782 an die Familien Bossard und Landtwing von Zug
verkauft, wechselte das Schloss seither öfters den Besitzer.
Am S.-Fuss der Halbinsel ein neues Landgut in englisch-schottischem Stil mit grossen Parkanlagen. 1190 Buochunnaso = mit
Buchen bestandene Nase oder Halbinsel. Blutige Kämpfe zwischen Oesterreichern und Schwyzern 1318, Oesterreichern und
Luzernern 1333 und Eidgenossen und Oesterreichern 1352. Ritter Hartmann von Hertenstein gründete im Verein mit seiner Mutter
Agnes von Cham 1289 die Kirche von Risch an der Stelle einer von Hermann von Buonas schon früher gestifteten Kapelle.