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Die oberflächliche Kopffaszie (Fascia capitis superficialis) liegt einfach ausgedrückt ganz eng über dem Nasenrücken und der Stirn. Sie bedeckt auch die Ohrspeicheldrüse sowie den Musculus masseter (den Kaumuskel) sowie den Musculus temporalis.
Sie kann durch unpassende Zäumungen, v.a. zu enge Stirnbänder, Backenstücke oder nicht gut angepasste Kappzäume gerne mal irritiert sein.
Fascia masseterica
Diese Faszie liegt - wie ihr Name vermuten lässt - direkt auf dem Musculus Masseter. Sie kann manchmal durch die Reibung von Backenstücken aber auch durch Bisse von anderen Pferden beeinträchtigt sein. Auch nach Besuchen beim Zahnarzt kann sie gerne einmal verspannt sein. Wird die Faszie stark irritiert, so kann sie den Unterkiefer zur Seite ziehen. Einerseits beeinflusst das die Kaubewegungen beim Fressen, anderseits kann das auch zu Problemen mit der Stellung führen.
Die oberflächliche Halsfaszie (Fascia cervicalis superficialis) besteht aus einem oberflächlichen und einem tiefen Blatt. Ihr Ansatz befindet sich am Occiput (am Hinterhauptbein), am Unterkiefer, am Nackenband und an den Dornfortsätzen der Halswirbelsäule sowie des ersten Brustwirbels. Sie bedeckt einen Teil des Schulterblattes. Im oberflächlichen Blatt befindet sich der Musculus brachiocephalicus (der „Unterhals“) sowie der Halsteil des Musculus trapezius. Das tiefe Blatt hingegen zieht über den Musculus serratus (Hauptrumpfträger!) und über den Musculus splenius (der „Halsheber“) hinweg und verschmilzt im späteren Verlauf mit der Schulterfaszie. Ist diese Faszie sehr verspannt, so können Probleme mit dem Kiefergelenk entstehen, aber durch ihren Ansatz am Occiput eben auch Fehlstellungen von diesem. Das merken wir dann wiederum beim Training des Pferdes daran, dass eine korrekte Stellung schwierig ist. Ebenfalls kann durch Irritation dieser Faszie die Längsbiegung des Halses eingeschränkt sein.
Kurz gesagt: Sind Kopf- und Halsfaszien deutlich irritiert oder verspannt, erkennen wir das allen voran daran, dass beim Longieren oder Reiten wichtige Bewegungen wie Stellung, Längsbiegung – also viele Hals- und Kopfbewegungen – für das Pferd schwierig auszuführen sind.
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