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Die Barfüsserkirche war: Klosterkirche, reformierte Kirche, Kornschütte, Warenlager, Salzlager, Warenhaus, Postbüro und Ankenmarkt. Sie wäre fast geworden: Hallenbad, Turnhalle, Staatsarchiv, Landesmuseum – oder: abgebrochen. Heute birgt sie im Herzen der Stadt deren Geschichte und ist das grösste «Exponat» im Historischen Museum Basel.
Als die Franziskaner nach Basel kamen, erhielten sie Land am Rand der Stadt, direkt an der Stadtmauer. Ihre erste Kirche war bald zu klein, weshalb sie an gleicher Stelle, doch gut zwei Meter höher eine neue, grössere errichteten. Neben der Kirche erstreckte sich ein grosses Kloster, in dem die Basler Reformation keimte. Nach der Reformation dienten die Gebäude als Schulen, Irrenhaus und Kaufhaus. Die Kirche selbst erfuhr zahlreiche Umnutzungen, 1799–1855 war sie Salzlager. Rund 300 Tonnen Salz versickerten im Kiesgrund unter der Kirche und zersetzten das Sandsteingemäuer. Als 1888 das geplante Landesmuseum an Zürich statt Basel ging, wurde die rasch renovierte Kirche zum Historischen Museum Basel.