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Da der 17-jährige Sam vor kurzem seine Mutter verloren hat, schickt ihn sein Vater Robert auf ein Internat, wo Sam wegen disziplinarischer Verfehlungen schon bald suspendiert wird. Robert muss geschäftlich verreisen und verknurrt seinen Sohn dazu, sich um seine aus England angereiste Grossmutter zu kümmern. Die alkoholkranke Ruth hat sich das Bein gebrochen und zieht mit ihrer Betreuerin Sarah in das Haus ihres Sohnes, ein altes Landhaus in Neuseeland. Die Begegnung zwischen Enkel und Grossmutter ist alles andere als vielversprechend. Sam hat Mühe, Ruths Anwesenheit zu akzeptieren, zumal sie das Zimmer bewohnt, in dem seine Mutter gestorben ist. Die frühere Fotografin und Kriegsreporterin ist eine mürrische, scharfzüngige Frau, die sich und ihrem Umfeld nichts schenkt. Doch allmählich kommt es zwischen den beiden zu einer Annäherung, die es ihnen ermöglicht, sich dem zu stellen, was sie zu bewältigen haben: das Leben und den Tod. Matthew J. Saville zeichnet in seinem eleganten, autobiografisch inspirierten Erstling eine dysfunktionale Familie, deren Verletzungen sich drei Generationen, – Grossmutter, Vater und Sohn – stellen müssen, weil die äusseren Umstände sie dazu zwingen. Dem talentierten Newcomer George Ferrier als Sam gelingt es mühelos, neben der charismatischen Charlotte Rampling zu bestehen, die die Figur der Ruth mit sichtbarem Vergnügen spielt und dafür vor kurzem am Bari International Film Festival als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. "Juniper" ist in einer einmaligen Vorpremiere zu sehen, er kommt im September ins Kino.