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Das Tagebuch der Anne Frank
Die Aufzeichnungen eines jüdischen Mädchens, das sich während des Nationalsozialismus verstecken musste, sind als ergreifendes Dokument in die Weltliteratur eingegangen.
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Das Werk „Das Tagebuch der Anne Frank“
Hast du schon mal ein Tagebuch geführt? Dann weißt du sicherlich, dass man diesem kleinen Büchlein alles anvertraut – von den alltäglichsten Geschehnissen bis hin zu seinen geheimsten Gedanken. Das Tagebuch der Anne Frank wurde von eben dieser Anne Frank in den Jahren 1942–1944 geschrieben und zählt heute zu den Werken der Weltliteratur. Durch Annes Schilderungen, die sich an ihre imaginäre Freundin Kitty richten, konnten die Leser nach der Veröffentlichung des Tagebuchs das Grauen des Nationalsozialismus aus der Perspektive eines heranwachsenden, jüdischen Mädchens nachvollziehen. Dafür hatte Anne sogar damit begonnen, eine Reinschrift anzufertigen, die sie nach Ende des Zweiten Weltkrieges veröffentlichen wollte. Dazu kam es aber nie – Anne Frank, die sich mit sieben anderen Menschen in einem Amsterdamer Hinterhaus vor den Nationalsozialisten versteckte, wurde entdeckt und verstarb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Ihr Vater, Otto Frank, überlebte als Einziger den Holocaust, fertigte eine dritte Fassung des Tagebuchs an und veröffentlichte den Text erstmalig 1947.
„Das Tagebuch der Anne Frank“ – Inhaltsangabe
Das 13-jährige Mädchen Anne Frank ist Jüdin. Zur Zeit des Nationalsozialismus muss sie sich mit ihrer Familie vor den Nazis verstecken. So kommt es, dass die vierköpfige Familie zusammen mit vier weiteren jüdischen Personen über 2 Jahre lang in einem Amsterdamer Hinterhaus untertaucht. Die Untergetauchten erhalten Unterstützung von außenstehenden Helfern, die ihnen Lebensmittel, aber auch Bücher bringen. Anne Frank beschreibt den Alltag der insgesamt acht Personen: die Spannungen und Streitigkeiten, ihre Ängste, aber auch ihre Hoffnungen. Die Helfer sind der einzige Kontakt der Untergetauchten zur Außenwelt.
„Das Tagebuch der Anne Frank“ – Personenkonstellation
Insgesamt leben acht jüdische Menschen versteckt im Hinterhaus.
- Familie Frank besteht aus vier Personen: Den Eltern Edith und Otto Frank sowie den beiden Töchtern Anne und Margot. Anne wird am 12.06.1929 in Frankfurt am Main geboren, doch schon vier Jahre später emigriert die Familie in die Niederlande. Vater Frank führt dort ein Unternehmen.
- Familie van Pels besteht aus drei Personen: Auguste und Hermann sowie der gemeinsame Sohn Peter. Hermann arbeitete in Otto Franks Firma.
- Fritz Pfeffer ist ein guter Bekannter der beiden Familien.
Die Untergetauchten haben Unterstützer, die das Leben im Hinterhaus erst ermöglichten. Zu ihnen zählen:
- die Sekretärin Miep Gies aus Franks Unternehmen sowie deren Ehemann Jan Gies
- die Sekretärin Bep Voskuijl und ihr Mann Johann, der den Bücherschrank baute, der den Geheimeingang zum Versteck der Untergetauchten bildete.
- der Buchhalter Johannes Kleimann
- der Mitarbeiter Viktor Kugler
Bis heute ist nicht klar, warum das Versteck entdeckt wurde. Eine Vermutung ist, dass Willem von Maaren, der Johann Voskuijls Nachfolger als Lagerchef war, den Nazis einen Tipp gegeben hat. Nach der Entdeckung wurden die acht Menschen ins Konzentrationslager gebracht. Außer Otto Frank überlebte keiner das Martyrium.
„Das Tagebuch der Anne Frank“ – Wirkung und Rezeption
„Das Tagebuch der Anne Frank“ wurde von Millionen von Menschen gelesen. Es ist ein zeitgeschichtliches, authentisches Dokument, das uns Einblicke in das Leben unschuldiger Menschen liefert, die fast alle durch den Rassenwahn der Nationalsozialisten ums Leben kamen. „Das Tagebuch der Anne Frank“ wurde als Theaterstück inszeniert und verfilmt. Anne Frank wurde zu einer Symbolfigur. Sie und ihre bewegte Geschichte stehen stellvertretend für die vielen Verfolgten während der NS-Zeit. Ihr Tagebuch ist ein Mahnung, dass sich diese Dinge nie wiederholen dürfen.