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In einem längeren Artikel in der faz weist der Kinderarzt Rainer Böhm auf die aktuelle Forschungslage von U3-Krippenkindern hin (danke, Ron, für den Hinweis).
Am beunruhigendsten war indes der Befund, dass Krippenbetreuung sich unabhängig von sämtlichen anderen Messfaktoren negativ auf die sozioemotionale Kompetenz der Kinder auswirkt. Je mehr Zeit kumulativ Kinder in einer Einrichtung verbrahten, desto stärker zeigten sie später dissoziales Verhalten wie Streiten, Kämpfen, Sachbeschädigungen, Prahlen, Lügen, Schikanieren, Gemeinheiten oder häufiges Schreien.
Neuere Ergebnisse zeigen vor allem den starken Anstieg des Stresshormons Cortisol:
Entgegen dem normalen Verlauf an Tagen im Kreis der Familie – hoher Wert am Morgen und kontinuierlicher Abfall zum Abend hin – stieg die Ausschüttung des Stresshormons während der ganztägigen Betreuung im Verlauf des Tages an – ein untrügliches Anzeichen einer erheblichen und chronischen Stressbelastung.
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