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Die australische Antarktisabteilung wird das französische Antarktisprogramm, das vom französischen Polarinstitut verwaltet wird, logistisch unterstützen, nachdem der Eisbrecher «Aurora Australis» beschädigt wurde. Die Franzosen haben um australische Hilfe gebeten, um ihre Antarktisstation Dumont d’Urville und die französch-italienische Station Concordia wieder zu versorgen, sowie Forscher und Fracht zu transferieren.
Der Direktor der australischen Antarktisabteilung, Kim Ellis, sagte, Australien habe eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem französischen Programm und freue sich, Hilfe anbieten zu können. „Die in der Antarktis tätigen Nationen arbeiten mit großem Engagement und großer Unterstützung zusammen, und wir freuen uns sehr, dass wir unseren französischen Kollegen bei Bedarf helfen können“, sagte Ellis.
Jerome Chappellaz, Direktor des französischen Polarinstituts, sagte, die logistische Unterstützung der Australier habe ihre Feldkampagne für den antarktischen Sommer kurzfristig gerettet. „Ohne die Unterstützung der australischen Antarktis-Division wäre es äußerst schwierig gewesen, unsere Forschungsstationen am Laufen zu halten und wissenschaftliche Forschung zu betreiben“, sagte Chappellaz.
Die australische Antarktis-Division wird das französische Programm sowohl in der Schifffahrt als auch in der Luftfahrt unterstützen.
Der australische Eisbrecher RSV «Aurora Australis» wird Forscher, Fracht und rund 250.000 Liter Treibstoff nach Dumont d’Urville und Concordia transportieren.
Die Antarktis-Division sollte bereits einige französische Forscher auf ihren A319-Antarktisflügen befördern, und es ist wahrscheinlich, dass diese Passagierzahlen zunehmen werden.
Die «Aurora Australis» ist derzeit auf dem Weg nach Hobart und wird voraussichtlich Ende dieses Monats eintreffen – einige Tage früher als geplant. Der australische Eisbrecher wird dann Anfang Dezember zu einer geplanten Reise nach Macquarie Island aufbrechen und weiter nach Dumont d’Urville fahren. Die «Aurora Australis» wird Ende Dezember nach Hobart zurückkehren, um ihre geplante Nachschubreise zur australischen Casey-Forschungsstation zu unternehmen.
Kim Ellis sagte, die Unterstützung der Franzosen werde zu einigen Änderungen des Schifffahrtsplans des australischen Antarktisprogramms führen. „Während die Details noch ausgearbeitet werden, berücksichtigen wir in unserer Sommersaison immer Eventualitäten, sodass wir keine wesentlichen Auswirkungen auf die Saison oder die Projekte erwarten.“
Das französische Polarinstitut wird daran arbeiten, seine Sommersaison neu zu organisieren, um sicherzustellen, dass so viele wissenschaftliche Projekte wie möglich durchgeführt werden können.
Hintergrund zur «L’Astrolabe»
Die «L’Astrolabe» ist ein französischer Eisbrecher, mit dem Personal und Vorräte zur Antarktis-Station Dumont d’Urville und zur französisch-italienischen Inland-Station Concordia in der Antarktis gebracht werden. Der Eisbrecher wird während der antarktischen Sommersaison von Hobart aus betrieben.
Das Schiff ist im gemeinsamen Besitz der französischen Antarktisverwaltung (TAAF), des französischen Polarinstituts (IPEV) und der französischen Marine.
Das Schiff wurde vom französischen Schiffsarchitekturbüro Marine Assistance und dem finnischen Unternehmen Aker Arctic entworfen. Es wurde im Juni 2015 vom Ministère des Outre-mer bestellt. Gebaut wurde es unter der Baunummer C325 von Chantiers Piriou in Concarneau.
Der Rumpf wurde von der Crist-Werft im polnischen Gdynia zugeliefert. Das Baudock wurde am 22. Dezember 2016 geflutet und der Rumpf ein paar Tage später zur Ausrüstung und Fertigstellung zu Chantiers Piriou geschleppt.
Die Fertigstellung des Schiffes erfolgte am 12. Juli 2017. An diesem Tag wurde es auch getauft. Nach einer einmonatigen Überführungsfahrt von Frankreich nach Réunion erfolgte die Übergabe des fertiggestellten Schiffes nach dessen Ankunft am 12. September 2017 in Le Port.
Das Schiff ersetzte das seit 1984 für die Versorgung der Antarktisstationen gleichnamige Vorgängerschiff und das bereits 2015 außer Dienst gestellt wurde. Die Baukosten des Schiffes beliefen sich auf rund 50 Mio. Euro.
Quelle: Australian Antarctic Division