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Zahlen und Fakten
Die Problematik der unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMA/MNA) breitete sich in der Schweiz in den 90er Jahren aus. Die Anzahl Asylgesuche stieg innerhalb von zehn Jahren stark an, 1999 lebten über 15’000 unbegleitete Minderjährige in der Schweiz. In der Folge ging die Zahl dieser Bevölkerungsgruppe wieder zurück. Zwischen 2006 und 2011 wurden jeweils 200 bis 600 neue Asylgesuche jährlich registriert.
2014 reichten unbegleitete Minderjährige in der Schweiz 795 Asylgesuche ein (81,3% Knaben und 18,7% Mädchen)*. Wie in anderen Ländern Europas ist diese Zahl im darauffolgenden Jahr auch in der Schweiz um das Dreifache angestiegen, wurden 2015 doch 2'736 neue Asylgesuche durch unbegleitete Minderjährige gestellt, von denen 29 % jünger als 16 Jahre als waren*.
Angesichts der Zunahme an Asylgesuchen sehen sich die Kanton gezwungen, diverse Betreuungsmassnahmen einzurichten, um den unbegleiteten Minderjährigen eine angemessene Unterkunft und Begleitung sowie den Zugang zu schulischer und beruflicher Ausbildung gewährleisten zu können. Die Mithilfe der Zivilgesellschaft ist bei der Betreuung dieser jungen Menschen ein zentrales Element.
*Quelle: Staatssekretariat für Migration (SEM) - offizielle und aktualisierte Statistiken über unbegleitete minderjährige Asylbewerber in der Schweiz