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Leichte Hirnleistungsstörungen bei 16% der älteren Personen
Leichte Störungen der Hirnleistung (mild cognitive impairment MCI) gelten als Vorstufe der Demenz. Eine Studie an über 70-Jährigen belegt, dass bei 16% der Untersuchten zwar keine Demenz vorliegt, aber doch leichte Einbussen der Hirntätigkeit.
Ungefähr 2000 zufällig gewählte Männer und Frauen zwischen 70 und 89 Jahren nahmen an der Studie der Mayo Clinic in Rochester teil.
Mittels neurologischer und neuropsychologischer Tests wurden die kognitiven Funktionen (wie Gedächtnis-, Merkfähigkeit, Orientierung und Aufmerksamkeit) beurteilt. Danach wurden die Teilnehmer eingeteilt in Personen mit normaler Hirnleistung, milden Defiziten der Hirnleistung (MCI) sowie Personen mit Demenz.
Resultat: Bei 16% der 1969 Personen ohne Demenz fanden die Forscher leichte Störungen der Hirnleistung (MCI); 11% litten dabei vorwiegend unter Vergesslichkeit. Männer litten häufiger unter MCI und das Risiko stieg mit zunehmendem Alter an. Ausserdem litten häufiger Personen, welche nie verheiratet waren, unter leichten Störungen der Hirnleistung. Und: Je höher der Bildungsgrad der Teilnehmer war, desto niedriger war das Risiko für MCI.
Fazit der Autoren: Etwa 16% der über 70-jährigen Personen leiden unter leichten Hirnleistungsstörungen – was einer Vorstufe der Demenz gleichkommt; dabei scheint die Vergesslichkeit die häufigste Form zu sein. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.
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Tellmed, Neurology 2010
15.09.2010 - dzu