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16 Penaltys waren nötig, bis die Russen als Finalist feststanden. Nachdem Max Friberg mit dem achten Versuch für die Schweden gescheitert war, schoss der erst 20-jährige Arseni Gritsjuk seine Farben ins Glück.
Zuvor waren während den 60 regulären Spielminuten plus der zehnminütigen Verlängerung nur zwei Tore gefallen. Nachdem Anton Slepischew das unter neutraler Flagge antretende Team ROC 15 Sekunden nach Beginn des Mitteldrittels in Führung geschossen hatte, glich Schwedens Captain Anton Lander die Partie in der 47. Minute mit einem Abstauber wieder aus. Die Vorarbeit zum vierten Turniertreffer des Zuger Stürmers lieferte Servettes Verteidiger Henrik Tömmernes.
Finnland erstmals seit 2006 im Final
Während es für die Schweden, den Olympiasieger von 1994 und 2006, in Peking nur noch um Bronze geht, darf der Nachbar Finnland weiter vom ersten Gold bei Olympia träumen. Den favorisierten Finnen genügte im Halbfinal gegen die Slowakei, die nach schwieriger Vorrunde in den Viertelfinals überraschend die USA bezwungen hatte, ein defensiv kontrollierter Auftritt.
Nach dem Führungstor in der 15. Minute durch den KHL-Spieler Sakari Manninen geriet der WM-Zweite des letzten Jahres nie mehr ernsthaft in Bedrängnis. Trotzdem dauerte es bis 38 Sekunden vor dem Ende, ehe Harri Pesonen das erlösende zweite Tor zum 2:0-Endstand gelang. Es war der dritte Turniertreffer des Stürmers der SCL Tigers.
Mit «Schweizer» Quintett
Damit steht Finnland mit fünf Siegen aus fünf Spielen im Final. In diesen fünf Partien haben die Nordeuropäer nur sieben Gegentore kassiert. In den beiden K.o.-Spielen gegen die Schweiz und die Slowakei wurde Torhüter Harri Säteri vom KHL-Klub Nowosibirsk sogar nur ein einziges Mal bezwungen - vom Schweizer Andres Ambühl.
Neben dem 2:0-Torschützen Pesonen greifen mit den beiden Servettiens Sami Vatanen und Captain Valtteri Filppula sowie Juuso Hietanen von Ambri-Piotta am Sonntag im Final gegen die russische Auswahl drei weitere Spieler aus der Schweizer National League nach der Goldmedaille; zum Kader der Finnen gehört auch der im Halbfinal überzählige Toni Rajala von Biel.