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Bulle Mit dieser Schenkung setzt der Heilige Stuhl einer einzigartigen Situation im Bistum Lausanne-Genf-Freiburg ein Ende, sagte Generalvikar Rémy Berchier gegenüber «La Liberté». Die Kapelle gehörte zum ehemaligen Kapuziner-Kloster in Bulle. Nach 339 Jahren Präsenz im Hauptort des Greyerzbezirks gaben die Kapuziner ihr Kloster 2004 auf. Zu dieser Zeit teilten sich drei Besitzer die Klosterkirche, weil die Kapuziner aufgrund ihres Armutsgelübdes keinen Besitz haben dürfen.
So gehörte das Kloster aus dem 14. Jahrhundert dem Staat Freiburg, das Kirchenschiff der Pfarrei Bulle und der Chor dem Heiligen Stuhl. Nach der Aufgabe des Klosters durch die Kapuziner bemühte sich das Bistum, den Besitzstand zu regeln, dies rein schon aus versicherungstechnischen Gründen, so Berchier. Am 1. Januar 2008 hatte der Staat bereits seinen Besitzteil für einen symbolischen Franken an die Pfarrei abgetreten.
Nötige Klärung
Am 19. November 2010 übergab der Vatikan den Chor dem Bistum als Schenkung. Verantwortlich für diesen ist neu die Pfarrei Bulle. Finanziell ändert sich für diese dadurch nichts. Die Pfarrei kam schon immer für den Unterhalt des Chors auf, auch als dieser dem Vatikan gehörte. Neu ist also das Gotteshaus im Zentrum von Bulle, das sich auch sehr grosser Beliebtheit als Hochzeitskapelle erfreut, im Alleinbesitz der Pfarrei. Nach dem Wegzug der Kapuziner zogen übrigens 2008 drei Ordensleute in das Kloster. Sie sorgen dafür, dass das geistliche Leben im Kloster weiter gedeihen kann. Kipa