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Mit 10,71 Mio. Tonnen fällt die diesjährige Apfelernte in der EU 1% oder fast 100'000 Tonnen geringer aus als im ebenfalls angebotsschwachen Vorjahr, schreibt aiz.info. Gegenüber dem Schnitt der letzten drei Jahre ergibt sich ein Minus von 4%. Das europäische Apfelangebot fällt somit für die kommenden Monate etwas geringer aus. Dies geht aus der Prognose der World Apple and Pear Association (WAPA) hervor, welche bei der diesjährigen Prognosfruit-Konferenz präsentiert wurde.
Auch in Österreich fällt die Erntemenge in diesem Jahr – aufgrund von Spätfrösten – geringer aus. Die WAPA-Prognose erwartet eine Tafelapfelernte von rund 121’000 Tonnen. Dieser Wert bezieht sich jedoch nur auf die steirische Ernte, welche jedoch knapp 80% der gesamtösterreichischen Menge ausmacht, und liegt 17% unter dem Wert des Vorjahres.
Laut der WAPA-Prognose sind in mehreren grossen Apfelproduktionsländern der EU spürbare Einbussen zu erwarten. In Frankreich werden voraussichtlich mit 1,43 Mio. t um 13% weniger Tafeläpfel geerntet. Für Deutschland prognostiziert die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) eine Marktproduktion von 951'000 t, das sind um 4% weniger als im Vorjahr.
Auch Spanien (-16%) und Portugal (-15%) melden geringere Erntemengen. Italien erwartet dagegen mit 2,08 Mio. t nur geringe Einbussen (-1%). Hervorzuheben ist vor allem auch Polen, das als grösster Apfelproduzent der EU mit 3,4 Mio. t zwar die sehr geringe Menge des Vorjahres deutlich übertrifft, aber gleichzeitig um rund 1,5 Mio. t hinter seiner möglichen Produktionskapazität zurückbleibt.
Die letzten veröffentlichten Zahlen von der Apfelerntemenge in der Schweiz stammen aus dem Jahr 2005. In dem Jahr wurden 138'184 Tonnen Äpfel geerntet. Demnacht kamen die meisten Äpfel aus der Ostschweiz, gefolgt vom Wallis und dem Genferseegebiet.