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Die Bestimmung der regulatorischen T-Zellen (Treg-Zellen) mittels durchflusszytometrischer Analyse, gibt Hinweise auf den gegenwärtigen Zustand eines wichtigen Kontrollsystems der immunologischen Abläufe.
Die Treg-Zellen gehören zu den CD4+ T-Zellen und spielen eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung der Immuntoleranz. Diese Zellen zeichnen sich durch eine erhöhte Expression von CD25 sowie eine deutlich herabregulierte Expression von CD127 aus. Sie limitieren und unterdrücken die Aktivierung von Effektor T-Zellen und bewirken somit eine Gegenregulation nach erfolgter Immunaktivierung. Dank dieses Mechanismus werden unerwünschte oder überschiessende Immunreaktionen unterdrückt und können zum Beispiel selbst-reaktive T-Zellen unterdrücken und somit Autoimmunität verhindert.
Diese ‚Bremse‘ ist aber nicht in jedem Fall günstig. Tregs konnten in grosser Zahl in Tumorgeweben nachgewiesen werden, wo sie eine erwünschte Effektor-Funktion des Immunsystems gegen Tumorzellen unterdrücken und somit das Tumorwachstum unterstützen. Sie stellen daher einen Verlaufsparameter bei Tumor-assoziierten immunmodulierenden Therapiemassnahmen dar. Die Aussagekraft im Rahmen der Diagnostik von Autoimmunerkrankungen ist dagegen in der Literatur zum Teil widersprüchlich. Im erfolgreichen Behandlungsverlauf von Autoimmunerkrankungen steigen die Treg-Zellen jedoch häufig an.
Ein Fehlen solcher Zellen auf Grund von genetischen Mutationen, resultiert in Erkrankungen wie das IPEX-Syndrom (immune dysregulation, polyendocrinopathy, enteropathy, X-linked inheritance) oder IPEX-ähnlichen Syndromen. Patienten leiden dabei an einem breiten Spektrum an Autoimmunerkrankungen, welche Schleimhaut von Magen- und Darmtrakt oder auch das endokrine System und die Hormonproduktion betreffen.