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Ein Färbversuch hatte Anfang Juli gezeigt, dass das vergangenes Jahr ins Gletschereis eingegrabene Entwässerungssystem noch nicht angesprungen war. Eine zähe Schneematschmasse verstopfte den Kanal.
Mit einem Schreitbagger wurde der Kanal auf einer Länge von rund 200 Metern vom Schnee befreit. Der Maschineneinsatz wurde beendet, wie die Gemeinde am Donnerstag auf ihrer Internetseite bekannt gab.
Vor einigen Jahren hinterliess der schmelzende Plaine-Morte-Gletscher an seinem Südostrand eine Mulde zwischen Fels und Eis. Im Frühsommer sammelt sich darin jeweils Schmelzwasser. Wenn dieses einen kritischen Pegelstand erreicht hat, entleert sich der See spontan. Dies führte in der Vergangenheit zu Überschwemmungen im Talboden.
2018 mussten ein Campingplatz und ein Restaurant evakuiert werden - rund 100 Personen mussten die Nacht in einer Notunterkunft verbringen. Die örtlich Schwellenkorporation plante daraufhin Notmassnahmen in Form eines Entlastungs-Eiskanals.