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Vier Jahre mit Miss DaisyAm 19. April 2009 holte ich mein ganz besonderes Rescue-Mädchen Daisy. Sie stammt aus einer Welpenfabrik, wo sie als Gebärmaschine ausgebeutet wurde, und befand sich unter 60 Hunden, die aus einer Fliessband-Zucht in Missouri gerettet wurden.
Drei Monate zuvor hatte ich meinen Liebling, die Himmlische Miss Emily, verloren. Innerhalb von nur vier Tagen starb sie an einem aggressiven Hirntumor. Ein neuer Hund kam vorläufig überhaupt nicht in Frage. Punktum. Skeezix und ich würden uns zusammen irgendwie durchschlagen, aber als ich auf CorgiAids Website einfach mal so vorbeischaute, stiess ich auf Daisy! Mit einem Ohr aufrecht, vom anderen Ohr war nur noch ein Rest übrig.
Foto von Daisy auf CorgiAid
Ich wusste sofort, dass sie mein Hund war. Es stellte sich heraus, dass Daisy soeben, am gleichen Nachmittag, bei CorgiAid aufgeschaltet worden war. Emily hatte sie mir geschickt.
Daisy hatte ein schreckliches Leben hinter sich. Bei ihrer Befreiung fehlte ihr ein Ohr, sie hatte eine schlimme Benetzungsstörung (trockenes Auge) und eine Hernie, ganz zu schweigen von all den anderen Beschwerden als Folge konstanter Trächtigkeit oder dem Säugen von Welpen. Aber am schlimmsten war ihr PTSD (post-traumatisches Stresssyndrom). Sie war so verängstigt, dass sie das ganze erste Jahr voller Angst in einem Hundekorb verbrachte, der sich hinter dem Sofa direkt an der Wand befand. Im Lauf des ersten Jahres liess sie mich jedoch immer etwas näher an sich heran.
Daisy frass in ihrem Korb, trank Wasser aus einer Schüssel neben ihrem Korb, und zitterte. Nach monatelanger erfolgloser Behandlung ihres schmerzhaften trockenen Auges, vollbrachte die veterinäre Augenärztin Dr. Kelly Sigle ein kleines Wunder. Sie führte einen Speichelgang zur Innenseite von Daisys unterem Augenlid. Nun speichelt Daisy "Tränen" für ihr verletztes Auge jedes Mal, wenn sie frisst, etwas für sie Angenehmes riecht, an einem Spielzeug kaut, oder mir beim Essen zuschaut. Das Auge wurde weder blind noch bildeten sich Geschwüre. Sie ist ein kleines, 8 kg leichtes Pembroke Mirakelmädchen.
Gegen Ende des ersten Jahres begann Daisy neben mir auf dem Sofa zu sitzen, ging stets angeleint nach draussen (und wird das weiterhin tun, denn sie könnte in Panik geraten und davon rennen) und lässt mich sie nach draussen, ins Bett oder zu einem anderen Stuhl tragen. Als echter Corgi LIEBT sie Hundekekse.
Im zweiten Jahr bellte sie zum ersten Mal, kaute an einigen Spielsachen und nahm vorsichtige Anläufe zum Spielen, und hüpfte mit Skeezix auf dem Bett herum. Die kleine Verführerin!
Während desselben Jahres begann Daisy ihre Version des "Futtertanzes" aufzuführen, aber nur auf dem Sofa, wo sie bis heute alle ihre Mahlzeiten einnimmt. Obwohl sie sich davon machte, wenn ich versuchte, sie zu streicheln, trippelte sie jetzt den Gang hinunter, um zu sehen, wo ich war und manchmal blieb sie auch.
Im dritten und vierten Jahr ging es stetig aufwärts. Sie kommt zur Türe und hüpft vor Freude, wenn ich nach Hause komme. Sie bellt die anderen Hunde an oder bellt mit ihnen, oder bellt ganz einfach aus Freude am Bellen. Es ist schön zu hören und sie ist schliesslich ein Corgi. Beim Mahlzeit-"Parcours" rast sie von der Küche zum Hundelager, weiter zum Wohnzimmer und zurück. Sie gibt dem "doofen" Cardigan Riley Bescheid VERSCHWINDE! wenn er zu albern wird - und hat ihm sogar die Zähne gezeigt! Sie kommt, wenn sie gerufen wird - aber nicht immer - sie ist schliesslich ein Corgi. Für einen Keks führt sie jedes Mal den grossen Futtertanz auf, macht Männchen und legt die Vorderpfoten zusammen. Wenn ich zu Bett gehe, kommt sie von sich aus nach oben, zusammen mit den anderen Vierbeinern, und schläft an meinen Rücken geschmiegt. Morgens und abends setzt sie ihre Pfoten auf meine Brust und lässt mich ihre anderthalb Ohren kraulen. Sie hat sich zu einem "Kletten-Corgi" entwickelt, folgt mir überall hin und ist immer an meiner Seite.
Im Spätwinter, als ich mich von einer Augenoperation erholte und sozusagen einen ganzen Monat im Lehnstuhl verbrachte, war Daisy rund um die Uhr bei mir auf dem Stuhl.
Als Daisy im vierten Jahr, vor rund einem Monat, zum ersten Mal mit ihrem Stummel wedelte, war das ihr schönstes Geschenk für mich.
Allmählich beginnt Daisy sich sicher zu fühlen, und sich als echter Corgi aufzuführen. Und nur schon ihr Anblick erinnert mich jeden Tag daran, welches Glück ich hatte, sie ins Herz schliessen zu dürfen.
Daisy hat wieder Freude am Leben (Foto: Melissa Barth)
Daisy hat mir gezeigt, wozu Hunde fähig sind, obwohl sie niedergedrückt, arg verletzt und wie Abfall weggeworfen wurden. Daisy hat trotz allem gelernt, zu vertrauen. Meine Himmlische Miss Emily bei der Regenbogenbrücke wusste, was sie tat, als sie mir Daisy schickte.
Herzlichen Glückwunsch zum 4. Jahrestag, liebste Daisy.
Melissa Barth
Mit Skeezix (CWC), Riley (Rescue CWC), Daisy (Rescue PWC), Lulu (Tochter von Skeezix) und Baxter Black (Rescue Terrier) + Snicker (Katze) und Duffy (Kakadu).
April 2013
Übersetzung ANo mit freundlicher Genehmigung