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Critical Mass
Bei der Critical Mass treffen sich Menschen zu einer gemeinsamen Velofahrt durch die Stadt. Ziel ist es, eine «kritische Masse» zu erreichen, sodass dem motorisierten Verkehr auf Augenhöhe begegnet werden kann. Die Critical Mass findet in Zürich und in zahlreichen anderen Städten der Welt immer am letzten Freitag des Monats statt.
Wer sich mit dem Fahrrad in den Verkehr begibt, setzt sich täglich grossen Gefahren aus und wird als minderwertiger Verkehrsteilnehmer marginalisiert. Finden sich jedoch hunderte von Velofahrer*innen für eine gemeinsame Fahrt, wird der öffentliche Raum vorübergehend zurückerobert und zu einem Ort des sozialen Austauschs.
Die Critical Mass ist keine Demonstration. Vielmehr handelt es sich um ein spontanes, grosses Verkehrsaufkommen von Velos. Die Route ist nicht festgelegt — wer zuvorderst fährt, bestimmt die Richtung. Die Critical Mass ist nicht organisiert und kennt keine Verantwortlichen. Sobald am vereinbarten Treffpunkt die kritische Masse erreicht ist, setzt sie sich in Bewegung.
Die Critical Mass blockiert die Strasse nicht absichtlich. Für die Sicherheit der Teilnehmenden ist es jedoch wichtig, dass die Gruppe nicht geteilt wird. Das bedeutet, dass sich die Masse wie ein zusammenhängendes Fahrzeug verhält: Steht die Ampel zuvorderst auf Rot, wird angehalten. Schaltet sie während der Durchfahrt um, fährt die gesamte Masse durch. Dadurch kann für andere Verkehrsteilnehmer*innen kurzzeitig ein Stau entstehen.
Die Bewegung ist 1992 in San Francisco entstanden und hat sich von dort ausgebreitet. Einblicke in die Geschichte der Critical Mass liefert der Blog, wo in unregelmässigen Abständen Fundstücke aus den Anfangszeiten der Critical Mass übersetzt und veröffentlicht werden. Das Critical Massifesto geht auf verschiedene Fragen zum Zweck und zur Zukunft der Bewegung ein.
Die Critical Mass ist eine friedliche Veranstaltung.
“Wir blockieren nicht den Verkehr — wir sind der Verkehr!”