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Wenn die Gesichtshaut an Elastizität verliert und abzusacken beginnt, gibt es eine Reihe von Behandlungsmethoden, die Auswirkungen des Alterungsprozesses zu bekämpfen. Tendenziell wird in der dermatologischen Kosmetik versucht, die operative Methode, das Face-Lift, so lange wie möglich hinauszuzögern oder sogar ganz zu vermeiden indem ersatzweise auf andere, weit weniger radikale, jedoch durchaus effektive Eingriffe und Massnahmen zurückgegriffen wird – die gängigste davon ist die Unterspritzung mit einem Filler. Ende der 1990er Jahre kam ein weiteres, alternatives Vorgehen auf: das Fadenlifting, entwickelt vom Moskauer Arzt Dr. Marlen Sulamanidze. Es ist eine Methode zur Straffung der Gesichtshaut ganz ohne OP, durch das Einziehen von Fäden in die Unterhaut. Dabei dienen die Fäden weniger dazu, die Haut in eine andere Position zu bringen, sondern es geht vielmehr darum, den Kollagenaufbau in der Haut zu stimulierten und das Stützgerüst des Bindegewebes so zu vermehren, dass die Haut wieder straffer wird.
Zur Technik des Fadenliftings
Bereits in den Jahren davor wurde mit Goldfäden gearbeitet, die in die Unterhaut eingezogen wurden, doch nichtauflösbare Fäden verursachten immer wieder Probleme. Darum wurde nach auflösbaren Ersatzmaterialien gesucht, die zwar vom Körper abgebaut werden (innerhalb einer Zeit von etwa einem Jahr), die dafür aber wesentlich verträglicher und auch effektiver sind. Die heutzutage benutzten Fäden gibt es mit und ohne Häkchen. Die kleinen Haken haben die Funktion, den Faden in der Haut besser zu verankern und ihn im Gewebe zu stabilisieren. Für bestimmte Zwecke können aber hakenlose Fäden geeigneter sein. Die Fäden werden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Sie können aus Zuckerfasern (Polysacchariden), aus Polymilchsäure oder auch dem Stoff Polydioxanon (PDS) bestehen. Alle diese Materialien sind zu 100% vom Körper abbaubar.
Welche Vorteile bietet das Fadenlifting?
Gegenüber dem operativen Face-Lifting hat das Fadenlifting den Vorteil, dass es sich dabei nicht um einen operativen, chirurgischen Eingriff (mit all seinen Risiken) sondern lediglich um das Verlegen von Fäden handelt. Die entstehende Belastung für den Körper ist dabei wesentlich geringer als bei einer OP, und auch die Heilung vollzieht sich bedeutend schneller. Für das Einziehen der Fäden ist die Behandlungszeit relativ kurz; sie richtet sich nach der Anzahl der Fäden, die eingeführt werden. Die Behandlung findet unter Lokalanästhesie statt und ist schmerzarm. Das Infektionsrisiko ist nur gering. Narben entstehen keine. Der Gesichtsausdruck bleibt nach dem Eingriff komplett erhalten und verändert er sich nicht – anders als beim Face-Lift. Und das Ergebnis ist sofort nach der Behandlung zu sehen, wobei das Resultat sich innerhalb der folgenden drei Monate noch verbessert.
In welchen Körperregionen kommt Fadenlifting zum Einsatz?
Fadenlifting wird zumeist im Gesicht angewendet. Sei es die Stirnregion, seien es die Schläfen oder die Augenbrauen, seien es die Wangen – Fadenlifting verbessert schlaffer werdende Haut im ganzen Gesichtsbereich. Genauso gut können aber auch der Hals und das Dekolleté mittels Fadenlifting zu einer deutlichen Straffung kommen. Ebenso können die Innenseiten der Oberarme, die Oberschenkel, das Gesäss und die Brustregion mit Fäden unterzogen und dadurch gestrafft werden.
Wie läuft das Fadenlifting ab?
Die Behandlung wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Mittels einer dünnen Nadel werden die Fäden in die Unterhaut eingelegt. Abhängig von der Grösse der zu behandelnden Region sowie von dem individuellen Zustand der Haut werden dabei meistens nur wenige, manchmal aber auch bis zu mehreren Dutzend Fäden verlegt. Ist der Faden im Gewebe verankert, wird er im Laufe der Zeit von neuen Kollagenfasern ummantelt. Das Bindegewebe-Netzwerk wird dabei immer stabiler und strafft die Haut merklich. Etwa nach einem Jahr werden die eingezogenen Fäden vom Körper abgebaut. Doch das Resultat kann länger anhalten, weil das Kollagengeflecht der Bindehaut durch das Fadenlifting gestärkt wurde. Nebenwirkungen wie kleine Blutergüsse und blaue Flecken treten beim Eingriff nur selten auf, und klingen dann auch schnell wieder ab. Bilden sich manchmal Rötungen und kleine Schwellungen, so gehen sie in der Regel nach wenigen Tagen komplett wieder zurück.