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Die Myxomatose ist eine verlustreiche Viruskrankheit von Haus- und Wildkaninchen.
Die Myxomatose befällt Haus- und Wildkaninchen. Hasen sind nicht empfänglich. Auch für Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.
Man kennt zwei verschiedene Verlaufsformen der Erkrankung:
- Plötzliche, akute Form: Die Kaninchen zeigen eine eitrige Bindehautentzündung am Auge, Lichtempfindlichkeit und eine Schwellung des Kopfs ("Löwenkopf"). Die Tiere werden täglich schwächer, fressen nicht mehr und innert fünf bis sieben Tage sterben bis zu 99 % der erkrankten Tiere. Überleben die Tiere länger, so treten knotige, harte, in der Haut fühlbare Schwellungen am ganzen Körper auf.
- Schleichende, protrahierte Form: Diese Form sieht man vor allem im Verlauf eines Seuchenzuges. Die Krankheitsanzeichen sind milder und es werden häufiger Hautveränderungen (Knoten, zum Teil nässend) als „Löwenköpfe" gesehen.
Ansteckung und Verbreitung
Der Erreger ist ein Virus der Gattung Leporipoxvirus.
Bei eng zusammenlebenden Tieren wird die Krankheit meistens direkt von Tier zu Tier oder durch blutsaugende Insekten übertragen, vor allem durch Flöhe, aber auch durch Mücken. Alle Ausscheidungen kranker Tiere enthalten den Erreger. Im Herbst kommt es zu einer saisonalen Häufung der Fälle.
Die Krankheit kommt in Teilen Südamerikas, Australiens und Europas vor. In Europa kam es 1952 zu einem grossen Seuchenzug. Seither treten in der Schweiz immer wieder wenige Seuchenfälle auf. Einen Überblick über die Seuchenlage in der Schweiz bietet die Datenbank Tierseuchenfälle Schweiz.
Was tun?
- Tiere so gut wie möglich vor Insekten wie Flöhen und Mücken schützen.
Impfstoffe gegen die Krankheit existieren, sind aber in der Schweiz nicht zugelassen.
Myxomatose ist eine zu bekämpfende und somit meldepflichtige Tierseuche. Wer Tiere hält oder betreut, muss Verdachtsfälle dem Bestandestierarzt oder der Bestandestierärztin melden.
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Gesetzgebung
Letzte Änderung 30.06.2017