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namentlich Pfefferkuchen, in der Wollwäscherei, in chemischen Laboratorien etc. Das doppeltkohlensaure
Ammoniak (Ammonium bicarbonicum) bildet für gewöhnlich keinen Handelsartikel; es wird aber jetzt in großen Mengen
dargestellt und verbraucht, da es dasjenige
Salz ist, welches bei dem neuen Ammoniaksodaverfahren zur Zersetzung des
Kochsalzes
(Chlornatriums) behufs Gewinnung von
Soda gebraucht wird; vergl.
Soda. - Zollfrei.
Kupferoxyd (Kupferkarbonat, kohlensaures
Kupfer, Cuprum carbonicum); im Chemikalienhandel kommt unter diesem
Namen ein Präparat in den Handel, welches durch Fällung von Kupferlösungen mit
Soda erhalten wird und getrocknet ein hellgrünes,
geruch- und geschmackloses Pulver darstellt; dasselbe ist jedoch nicht neutrales, sondern basisch kohlensaures Kupferoxyd,
da das
Kupferoxyd nicht im stande ist, ein ihm gleiches Äquivalent Kohlensäure dauernd zu binden. Dieses, sowie einige andre,
auf verschiedne Weise bereitete basische Kupferkarbonate werden als grüne und blaue Farben verwendet
(Braunschweigergrün,
Bremergrün,
Bremerblau); auch finden sich solche basische wasserhaltige Kupferkarbonate schon als Mineralien in der Natur
(vergl.
Kupfer), wie z. B.
Malachit,
Lasurstein. - Zollfrei.
Magnesia (Magnesiumkarbonat, kohlensaures
Magnesium). Ein neutrales, aus gleichen Äquivalenten Magnesiumoxyd
und Kohlensäure bestehendes Magnesiakarbonat ist das Mineral
Magnesit (s. d.); die im Handel für pharmazeutischen
Gebrauch
vorkommende kohlensaure Magnesia
(Magnesia carbonica oder alba) ist basisch kohlensaure Magnesia, d. h. eine Verbindung
von kohlensaurer
Magnesia mit Magnesiahydrat oder von überschüssiger
Magnesia mit Kohlensäure und Wasser; das Verhältnis
dieser drei Substanzen ist je nach der Bereitungsweise etwas schwankend.
Aus Bittersalzlösung wird die kohlensaure Magnesia durch Vermischen mit einer Sodalösung (kohlensaures Natron) ausgefällt
und ist dies die gewöhnliche Darstellungsweise. Je verdünnter die Lösungen angewandt werden, um so leichtere Ware wird
erhalten. In Bilin, wo dieselbe in Menge hergestellt wird, benutzt man gleich zwei Mineralquellen, eine welcheBittersalz
und eine welche
Soda führt, indem man die Wässer erhitzt und mischt, den Niederschlag mit reinem Wasser auswäscht und zunächst
bei gewöhnlicher Temperatur, dann durch Erhitzung trocknet und die Masse in Stücke schneidet oder auch noch etwas feucht
in Formen preßt. In Stücken kommt die Ware meistens, doch auch zu Pulver zerrieben im Handel vor.
Die Stücke sind länglichviereckig wie
Ziegel, etwa 125 g schwer, abfärbend, leicht zerdrückbar und haben ein so geringes
Eigengewicht, daß sie auf Wasser schwimmen. Man versendet sie in Kisten verpackt, die gepulverte Ware in Fässern. Neben
der deutschen Ware hält sich auch eine englische in Gunst, welche, obwohl teurer und weniger rein, doch
bevorzugt wird ihres Aussehens halber, da sie eine kompaktere Masse mit schönem glattmuscheligem Bruche bildet. Aus
Chlormagnesium
kann die kohlensaure Magnesia in gleicher Weise durch ein kohlensaures
Salz ausgefällt werden.
Werden dazu die Mutterlaugen von Salinen benutzt, die neben diesem vielChlorcalcium enthalten, so fällt
zunächst kohlensaurer
Kalk, und dann das Magnesiasalz. Dieser letztere Niederschlag ist aber viel voluminöser und leichter
als der kohlensaure
Kalk, und bildet demzufolge bei ruhigem Stehen eine besondre Schicht über diesem, sodaß er für sich
abgenommen werden kann. Die kohlensaure Magnesia hat weder Geruch noch Geschmack, löst sich in
Schwefel-,
Salz- und
Salpetersäure unter Aufbrausen vollständig und wenn rein, ohne Trübung. Ihre Verwendung gegen Magensäure, Verdauungsbeschwerden
etc. ist bekannt. - Zollfrei.
weißes, geruchloses und geschmackloses, in Wasser
unlösliches Pulver, braust mit Säure übergossen, wird durch Fällen einer schwefelsauren Manganoxydul- oder einer Chlormanganlösung
mit
Soda erhalten und nur zur Darstellung andrer Mangansalze benutzt. - Zollfrei.
dargestellt, ein weißes, geruchloses und geschmackloses, giftiges Pulver, unlöslich in Wasser, braust mit Säuren auf,
verliert beim Erhitzen seine Kohlensäure und Wasser, wobei sich das entstandene Zinkoxyd gelb färbt, aber beim Erkalten
wieder farblos wird.
Das Präparat kann durch Fällen einer Zinkvitriollösung mit Sodalösung dargestellt werden und ist
dann stets basisch kohlensaures Zinkoxyd;
man benutzt es zur Darstellung von Zinksalzen mit organischen
Säuren.