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02-2009
Reuven Kiperwasser “Three Partners in a Person” The Genesis and Development of Embryological Theory in Biblical and Rabbinic Judaism
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Abstract:
Dieser Beitrag beleuchtet den Ursprung und die Entwicklung der rabbinischen Tradition, welche die Erschaffung von Embryos als Gemeinschaftsprojekt dreier Beteiligter beschreibt, der beiden Eltern und des Schöpfers, und untersucht deren kulturelle und anthropologische Aspekte. Die Tradition basiert auf einer biblischen Vorstellung, verdankt ihre Weiterentwicklung und ihre endgültige Gestalt aber rabbinischem Denken. Es werden zwei Varianten der Tradition untersucht, eine palästinische und eine babylonische, und Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet. Das rabbinische Modell ist durchaus hierarchisch geprägt, allerdings von einer theokratischen Hierarchie: Es beinhaltet die aktive Partizipation des Schöpfers, und anstelle der Minderwertigkeit der weiblichen Komponente finden wir hier ein egalitäres Modell der Embryobildung. Die Geschlechtsunterscheidung der Anteile des Embryos basiert auf einer einfachen Farbsymbolik, nicht auf einem Machtgefälle. Gemäß dem palästinischen Ansatz sind beide Eltern gleichwertige Partner und haben dieselben Rechte in dieser Partnerschaft wie der Schöpfer. Nach der babylonischen Version sind die beiden eigentlich eine Einheit, die zusammen dem höchsten Partner gleichgestellt sind. Angesichts der Ähnlichkeit zwischen den talmudischen embryologischen Spekulationen und ihren Parallelen im Bundahischn und in indischen Quellen, kann ein indo-iranischer Einfluss auf die babylonischen Gelehrten angenommen werden.
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Reuven Kiperwasser,
received his PhD from the Talmud Department of Bar Ilan University on a philological study in Midrashim on Kohelet, and is now, on his post-doctoral, preparing the critical editions of Kohelet Rabbah and Kohelet Zuta. Additional areas of his studies are Iranian mythological knowledge in Babylonian Talmud, cultural and anthropological patterns of Rabbinic Thought.