Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03133.jsonl.gz/78

Industriequartier-Strassenbahn Zürich
|Kürzel||ISZ|
|Bahntyp||Trambahn|
|Betriebseröffnung||1898-04-23|
|Mutiert||Ab 1903-01-01 Städtische Strassenbahn Zürich|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1898 eröffnete und von Beginn an elektrisch betriebene Trambahn gehörte der Aktiengesellschaft Industrie-Quartier-Strassenbahn Zürich III (ISZ). In der Statistik erschien diese Linie unter der Bezeichnung «Zürich–Hardturm». Sie führte vom Hauptbahnhof durch das Industriequartier bis zur Hardstrasse. In der Hard war beispielsweise seit 1895 die Maschinenfabrik Escher, Wyss & Cie. angesiedelt, eines der damals grössten Industrieunternehmen der Schweiz. Neben der eigenen Linie besorgte die ISZ ausserdem den Betrieb der ab der Hardstrasse weiterführenden Strassenbahn Zürich–Höngg (StZH). 1903 ging die ISZ an die Städtische Strassenbahn Zürich (StStZ) über. Der Anlagewert von 644'185 Franken blieb dabei unverändert (keine Abschreibungen).
Die ISZ operierte in den nur 5 Jahren ihres selbständigen Bestehens als Privatunternehmen erfolgreich. Schon im zweiten Betriebsjahr konnte sie fast 1.2 Mio. Passagiere befördern. Die Betriebsergebnisse waren stets klar im positiven Bereich und reichten, um eine Dividende auszurichten. 1900 wandelte die ISZ ihre hohen schwebenden Schulden in feste Anleihen um.
Die Bauausgaben der doppelspurig angelegten ISZ waren mit 270'300 Franken pro Bahnkilometer (Stand 1902) beträchtlich. Da die Statistik zu diesem Zeitpunkt noch keine Differenzierung nach einzelnen Baurubriken vornahm, lässt sich die Kostenstruktur abgesehen vom Rollmaterial nicht näher präzisieren. Letzteres machte 24 Prozent der Gesamtaufwendungen aus, was unter dem Durchschnitt aller Trambahnen von rund 30 Prozent lag. Besonders kostenrelevant waren bei der ISZ somit andere Bereiche, die bei den Bahnanlagen einschliesslich des Landerwerbs zu suchen sind.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: