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Unter Kanälen verstehen wir künstlich gestaltete Fliessgewässer. Besonders eindrücklich sind die schnurgeraden Anlagen der Linth (Bild) und der Rheintaler Binnenkanäle. In den grossen Meliorationsgebieten der Linthebene und des Rheintals besteht ein ganzes Netzwerk kleinerer Kanäle und Gräben. Sie alle stellen ausgesprochen einförmige Lebensräume dar, die nur von wenigen Arten dauerhaft genutzt werden können.
Regenbogenforelle, Alet.
Kanäle bieten wenigen Fischarten günstige Lebensbedingungen. Vor allem frei schwimmende, belastungstolerante Arten können darin leben. Als Laichplätze und Aufenthaltsräume für Jungfische sind sie noch weniger nutzbar.
Um als Fischlebensräume grössere Bedeutung zu erlangen, müssen die Kanäle so umgestaltet werden, dass ein Mosaik verschiedener Strukturen im Wasser und am Grund existieren und eine variable Gewässerbreite und Fliessgeschwindigkeit entstehen. Am Rheintaler Binnenkanal wurden umfangreiche Aufwertungen mit dieser Zielsetzung vorgenommen. Die neuen Lebensräume wurden denn auch umgehend von verschiedenen seltenen Fischarten besiedelt.
Eine Dienstleistung des Naturmuseums St.Gallen