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Schröpfen
Die ersten historische belegbare Zeugnisse für die ärztliche Verwendung des Schröfpens fand man auf einem Arztsiegel in Mesopotamien aus der Zeit um 3300 vor Christus. Das Schröpfen war in vielen Kulturen eine anerkannte Heilmethode, wie in Indien, Ägypten, China und für unseren kulturkreis bestimmend im alten Griechenland. Hippokrates (griech. Arzt 460 - 377 v.Chr.) gab detaillierte Anweisungen zum Schröpfen und eine theoretische Begründung für dieses Verfahren heraus. Erst Galenos von Pergamon (berühmter griech. Arzt 129 - 201 n.Chr.) beschreibt das Schröpfen von Körperregionen, die weit entfernt von dem Krankheitsgeschehen liegen. Selbst Paracelsus (1493 – 1541)hat über das Schröfpen folgende Aussage gemacht: “Wo die Natur einen Schmerz erzeugt, da hat sie schädliche Stoffe angehäuft und will sie ausleeren. Ist die Natur nicht imstande, diesen Vorsatz selbst auszuführen, muss der Arzt eine künstliche Öffnung direkt an der kranken Stelle machen und so Schmerzen und Krankheit schnell heilen”. Wie jede gute Therapie erlebte die Schröpfbehandlung später wieder einen Aufschwung und hat sich dann vom
18. - 19. Jahrhundert bis in unserer Zeit gehalten.
Ziel des Schröpfens ist es die Selbstheilungskräfte des Körpers zu Stärken oder erst in Gang zu setzten, durch das Schröpfen werden die Möglichkeiten, mit denen der Körper zur Abwehr von Krankheiten von Natur aus ausgestattet ist, angeregt und unterstützt. Die therapeutischen Einsatzmöglichkeiten sind sehr umfangreich.
Dies sind einige Beispiele:
Rheumatische Beschwerden, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Leber-Galle-Störungen, Verspannungen der Muskulatur, Verstopfung, bronchiale Erkrankungen.
Nicht angewendet werden darf es bei:
Akuten Entzündungen oder Hauterkrankungen des zu behandelnden Areals, allergische Hautreaktionen, Schwangerschaft.
Achtung!
Beim Schröpfen kommt es oft zu grossflächigen Blutergüssen welche teilweise längere Zeit sichtbar bleiben!