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Das Wichtigste in Kürze
- Der Ebola-Ausbruch in Guinea hängt mit der Epidemie von 2014 zusammen.
- Es handelt sich dabei um ein Wiederaufleben des Erregerstamms.
Der neue Ebola-Ausbruch im westafrikanischen Guinea hängt mit dem verheerenden Ausbruch von 2014/2015 zusammen. Der derzeitige Ausbruch ist das Ergebnis des Wiederauflebens eines Erregerstamms, der damals in Westafrika zirkulierte.
Das sagte am Donnerstag Merawi Aragaw, der bei der panafrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC das Ebola-Team leitet. Gensequenzierungen hätten den Zusammenhang bewiesen. Die Behörde ist besorgt: Dies bedeute, dass das Virus länger im Körper von einem Menschen, der sich mit Ebola infiziert habe, überleben könne, als bislang gedacht. «Es ist schockierend, nach fünf Jahren solch ein Wiederaufflammen des Ausbruchs zu sehen.»
11'000 Opfer bei Epidemie im Jahr 2014
Noch müssten viele Fragen beantwortet werden, sagte Merawi. So müsse geklärt werden, ob es sich um eine andauernde unentdeckte Infektionskette handele - oder eher um eine anhaltende chronische Infektion in einem Menschen, die sich zu einem neuen Ausbruch entwickeln konnte. Es würden derzeit weitere Untersuchungen gemacht.
Bei dem bislang folgenschwersten Ebola-Ausbruch waren 2014/2015 in Guinea, Liberia und Sierra Leone mehr als 11'000 Menschen ums Leben gekommen. Vor einem Monat gaben die Behörden in Guinea eine neue Epidemie bekannt.
Zudem verkündete jüngst das zentralafrikanische Land Kongo einen neuen - den inzwischen zwölften - Ausbruch. Laut Merawi wurden in den beiden Ländern bislang 30 Fälle festgestellt, 12 im Kongo und 18 in Guinea. Eine Ebola-Infektion führt meist zu hohem Fieber und inneren Blutungen und ist lebensgefährlich.