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Nachdem ich mir heute schon die Kunst der Fuge in voller Länge gegönnt hatte, war mein "Orgelhunger" immer noch nicht gestillt. Und da du in einem deiner letzten Beiträge den Namen Ton Koopman erwähnt hattest, war fast zwangsläufig (war das Baßthema nicht von einem Holländer?) die Passacaglia nochmal dran:
Ein gewisser Fredrick Zinos schrieb einen Kommentar dazu, der mir ziemlich gut gefiel und den ich hier gerne nochmal zum Besten gebe:
"The thing about Bach is, you never quite get to the bottom of it. In that sense its somewhat like Shakespeare where everywhere you look there (is) more substance and meaning. I like what Hefitz said of the Chacone "I've been studying and performing this piece for 50 years and I still don't understand it." That could be true for much of Bach's music. I think that people who comment on "what Bach meant" are probably making greater fools of themselves than (they) realize."
Ich habe mir erlaubt, zum besseren Verständnis zwei kleine orthographische Fehler (in Klammern)zu korrigieren.
Die Passacaglia und immer wieder die Passacaglia. Ich kriege einfach nicht genug von ihr. Dieses einfache Baßthema hochgeschraubt zu einer Wahnsinns-Impression. Bekanntermaßen mag ich auch etwas abseitig liegende Interpretationen. In diesem Fall muß es nicht immer die Orgel sein; Puristen mögen mir verzeihen:
wie recht Du hast: die Passacaglia ist wohl eines der grossartigsten Orgelwerke die Bach geschaffen hat. Ich stimme Dir 100% zu, auch ich könnte diese Musik in einer Endlosschlaufe hören. Was eigentlich eine originelle Vorstellung ist, denn das Stück ist ja in sich schon fast eine Endlosschlaufe.
Gerade eben haben wir im Organistenkurs, den ich derzeit besuche, von dieser Passacaglia gesprochen. Schöner Zufall, dass Du ausgerechnet jetzt dieses Thema ansprichst.
Aber ich kenne Dich schon, Du kleiner Schelm: Deine Beurteilung der vorliegenden Akkordeon-Interpretation war bestimmt beeinflusst durch das zugegebenermassen attraktive Äussere der beiden Damen.
Stets gerne: Das Großartige mit dem Schönen (in diesem Fall: die Schönen) verbinden. Habe ich schon in meiner Jugend so gehalten: Im Kirchenchor gemeinsam mit einigen schönen Mädchen mit großartiger Stimme Werke von Bach gesungen. So stelle ich mir bis heute die personifizierte Schönheit vor.
Für die hier mitlesenden Damen stelle ich Hans-André Stamm vor: