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Zum Internationalen Tag der Bildung am 24. Januar 2022 meldet die UNO-Bildungsorganisation Unesco, dass zurzeit in 135 Ländern der Präsenzunterricht trotz Omikron durchgeführt wird. Nur 25 Ländern haben die Ferien zum Jahreswechsel vorübergehend verlängert und zwölf Länder haben wegen des Ausbruchs der Omikron-Variante vollständig auf Fernunterricht umgestellt.
Ganz anders sah die Lage vor einem Jahr aus. 2021 galt im gleichen Zeitraum in vierzig Ländern der Fernunterricht, schreibt die Unesco in ihrer Mitteilung. Den aktuellen Kurswechsel erklärt Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay mit der nun erhältlichen Impfung und den Lehren aus den vergangenen zwei Jahren. Weltweit setzen Schulen jetzt auf Massnahmen wie Ampelsysteme, Massenschnelltests und unterschiedliche Hygienepläne.
Lehrpersonen priorisieren
Für die Umsetzung der Gesundheitsmassnahmen braucht es jedoch Unterstützung für Lehrpersonen. Auch finanzielle Mittel seien unerlässlich, schreibt die Unesco. Die Organisation ruft ausserdem dazu auf, die Impfung von Lehrpersonen zu priorisieren, denn in jedem dritten Land seien diese in keiner der priorisierten Impfgruppen berücksichtigt.
«Das Bildungswesen ist nach wie vor stark von der Pandemie betroffen», mahnt Azoulay. Wichtig sei es bei der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts, die entstandenen Lernverluste aufzuholen, betont die Generaldirektorin Azoulay. Ohne Hilfe für die am stärksten gefährdeten Schülerinnen und Schüler werde die Coronapandemie dramatische Langzeitfolgen haben. Erkenntnisse einer aktuellen Unesco-Umfrage stützen ihre Aussage. So gaben zum Beispiel 50 Prozent der Lehrpersonen aus elf Ländern an, dass ihre Schülerinnen und Schüler während der Pandemie nicht die erwarteten Fortschritte gemacht haben.