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Es muss angenommen werden, dass die Katze aufgrund der mechanischen Blasenreizung durch die kleinen Blasensteine die beobachteten Symptome zeigt. Eine chirurgische Entfernung der Steine erscheint wenig erfolgversprechend - die Steine sind so klein, dass sie sich problemlos in den Falten der geschwollenen Blasenschleimhaut verstecken können und so dem Auge und dem Tastsinn des Chirurgen entgehen könnten.
Da Ronja ein weibliches Tier ist, kommt hier eine elegante Methode zur Blasensteinentfernung zur Anwendung: Die Urohydro-Propulsion. Hierbei wird die Blase der Katze unter Narkose mit einem feinen Katheter mit Kochsalzlösung gefüllt. Das Tier wird anschliessend von einer Hilfsperson unter den Vorderbeinen so angehoben, dass die Katze aufrecht in der Luft hängt. Dadurch sammeln sich die Blasensteine im tiefstliegenden Punkt der Blase (dem Blasenhals) und können durch manuelles Auspressen der Blase mitsamt der Kochsalzlösung in die Harnröhre und damit ans Tageslicht befördert werden. Dieser Vorgang wird einige Male wiederholt, bis keine Blasensteine mehr ausgespült werden können. Ein abschliessendes Röntgen bestätigt die komplette Entfernung der mehreren Dutzend Blasensteine.
Schon wenige Tage nach der Entfernung der Steine berichten die Besitzer, dass die Katze keinerlei Symptome mehr zeigt.