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Bau eines Schutzdammes gegen Steinschlag
Das Projekt
Aus den Felsen des Gebietes Schilt, oberhalb des Dorfes Saas-Balen, ereigneten sich wiederholt Blockstürze, die teilweise den Talgrund erreichten. Dabei kam es vereinzelt zu Schäden an Gebäuden, Stromleitungen und Verkehrswegen. Da die Blocksturzgefahr in diesem Gebiet latent und aufgrund der ungünstigen, aufgelockerten Felsverhältnisse auch in Zukunft mit relevanter Blockschlagaktivität zu rechnen ist, wurden Schutzmassnahmen für die Gebiete Lee, Z'innerscht Lee, Ine Lechru und Bine ausgearbeitet.
Ein Steinschlagschutzdamm stellt die optimalste Schutzvariante gegen die zu erwartenden Sprunghöhen und Sturzenergien dar. Schutznetze wären wegen der zu grossen Sturzenergien nutzlos und würden auch leicht übersprungen werden. Zudem ist der Damm sowohl in der Erstellung und auch im Unterhalt kostengünstiger als Schutznetze.
Aufgrund des ebenen Terrains im Talgrund und des ausreichend vorhandenen Platzes zwischen Bauzone und Hangfuss, kann ein Erddamm problemlos aufgeschüttet werden. Auch der Zugang zum Damm durch die bestehende Flurstrasse ist gewährleistet.
Der Damm wird durch einen bergseitigen etwa 2 Meter tiefen Geländeabtrag aufgeschüttet, so dass nur wenig Material zugeführt werden muss. Für den bergseitigen Blocksatz können die vorhandenen Blöcke im Fallraum abgebaut und verwendet werden. Durch diesen Geländeabtrag kann die vom Dorf sichtbare Höhe auf 6 Meter reduziert werden.
Der Damm schützt aber nicht nur vor Felsstürzen, sondern im Winter auch vor Lawinenabgängen. Er soll auf der Bergseite eine Höhe von 8 Metern und eine Länge von 390 Metern haben. Die Dammkrone wird 2 Meter breit. Die Dammböschung wird begrünt und bepflanzt, damit der Eingriff ins Landschaftsbild und die Sichtbarkeit vom Dorf Saas-Balen her möglichst gering bleibt. Eine Entwässerung des Dammes ist wegen des flachen Geländes, des gut durchlässigen Bodens und dem Fehlen von Wasserzutritten nicht notwendig.
An der Urversammlung vom 13. Dezember 2013 hat die Balmer Bevölkerung der Ausführung des Projekts zugestimmt.
Man rechnet damit, im Sommer 2017 mit den Bauarbeiten beginnen zu können.
Kosten und Finanzierung
|Die Kosten präsentieren sich wie folgt:|
|Holzerei||Fr.||25'000.--|
|Steinschlagschutzdamm||Fr.||1'684'100.--|
|Landerwerb (Fr. 5.-- pro m2)||Fr.||85'500.--|
|Einrichtung Überwachungsmassnahmen||Fr.||22'500.--|
|Honorare und Bauleitung||Fr.||272'565.--|
|Unvorhergesehenes||Fr.||178'625.--|
|Mehrwertsteuer||Fr.||181'710.--|
|Gesamtkosten||Fr.||2'450'000.--|
|Die Finanzierung sieht wie folgt aus:|
|Gesamtkosten||Fr.||2'450'000.--|
|./. Subventionen Bund und Kanton *||Fr.||2'009'000.--|
|./. Beiträge Dritter||Fr.||107'800.--|
|Noch zu finanzierende Restkosten||Fr.||333'200.--|
Der neue Schutzdamm wird natürlich vor allem der Bevölkerung von Saas-Balen eine grössere Sicherheit geben. Es liegen etliche Gebäude, Gruppenunterkünfte, Restaurants, Kirchen, Parkplätze, Brücken, Weideflächen usw. im Gefahrenkegel. Gefährdet sind aber auch die Gäste und Touristen, Benutzer der Langlaufloipen und der Kantonsstrasse nach Saas-Fee.
Für die kleine Gemeinde ist die Finanzierung eines solchen Bauwerks eine enorme Belastung, doch im Zeichen der Sicherheit muss die Investition zwingend getätigt werden.
Wir können Ihnen deshalb eine Unterstützung dieses Projektes wärmstens empfehlen.
Bis anhin konnten wir für dieses Projekt Spenden in der Höhe von Fr. 153'430.10 vermitteln.