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Vergangenes Jahr wurden laut Accenture 22,2 Milliarden US-Dollar in Fintech-Unternehmen weltweit investiert. Dies entspricht einem Wachstum von 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Transaktionen mit Bankenbeteiligung lag mit fünf Milliarden Dollar bei unter einem Viertel.
In Europa haben sich die Fintech-Investitionen zwischen 2014 und 2015 auf rund 2,9 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. China verzeichnete mit Investitionen von 2,7 Milliarden in gleichen Zeitraum das stärkste Wachstum, nämlich um 517 Prozent.
Kollaboration oder Disruption
In der Studie unterscheidet Accenture
grundsätzlich zwischen auf die Kooperation mit traditionellen Finanzinstituten ausgerichteten Unternehmen und disruptiven neuen Wettbewerbern. Bei den Investitionssummen zeigen sich hier regionale Unterschiede. Insgesamt haben die auf Kooperation ausgerichteten Fintechs gegenüber den disruptiven Unternehmen in den vergangenen Jahren an Boden gewonnen, schreibt Accenture. Ihr Anteil an Investitionen stieg von 38 Prozent im Jahr 2010 auf 44 Prozent im Jahr 2015. In Nordamerika wuchs der Anteil der Investitionen in kollaborative Fintechs gar von 40 auf 60 Prozent.
In Europa hingegen entwickelt sich der Trend in die andere Richtung: Hier stieg der Anteil der Investitionen in Disruptoren im gleichen Zeitraum von 62 auf 86 Prozent. Als einen Grund für die hohe Zahl der Investitionen in disruptive Fintechs in Europa nennt die Studie die guten Bedingungen für Fintech-Unternehmen in Grossbritannien. Dort hätte sich der Einstieg für solche Unternehmen vereinfacht, heisst es weiter.
Gemäss Accenture dominieren die Disruptoren zwar in den frühen Entwicklungsphasen. Mit zunehmender Reife der Fintech-Märkte nehme jedoch der Anteil der kooperativ ausgerichteten Fintechs sowie der Grad der Zusammenarbeit mit traditionellen Akteuren zu, über Investitionen, Akquisitionen und Allianzen. (kjo)