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Der Königssohn aus dem Burgund gründete die Abtei in Saint Maurice
Ort
Saint Maurice
Gedenktag
1. MaiLeben/Legende
Sigismund war ein Köngssohn aus dem Burgund. Seine Vater, König Gundobald, war Anhänger des Arianismus. 497 liess sich Sigismund gegen den Willen seines Vaters katholisch taufen. 508 gründete er die Abtei Saint Maurice d’Agaune, und förderte den Wiederaufbau der Kathedrale Saint Pierre in Genf.
Es gibt aber auch einen grossen schwarzen Fleck in Sigismunds Leben: er liess seinen Sohn Sigrich erdrosseln, weil er ihn verdächtigte, gegen ihn zu intrigieren. Diese Tat reute ihn bald, als Busse erneuerte er den Bau des Klosters in Saint Maurice im Wallis. Dorthin wollte er sich auch zurück ziehen, als er immer mehr von Feinden bedrängt wurde. Er wurde aber vom Frankenkönig Chlodomir gefangen genommen und zusammen mit seiner Frau und zwei seiner Söhne in einem Brunnen ertränkt.
Drei Jahre nach seinem Tod erhoben die Mönche des Klosters Saint Maurice Anspruch auf seinen Leichnam, er wurde dorthin überführt und beigesetzt. Diverse Heilungen förderten seine Verehrung über ganz Europa, Reliquien von Sigismund finden sich heute in Prag, im Elsass und in der Klosterkirche Einsiedeln.
Unter dem Altar der Kirche St. Sigismond in St. Maurice befindet sich ein schönes Reliquiar mit seinen Überresten.
In Saint Maurice ist fotografieren nicht ganz einfach. Hinter dem Ort ragt der Berg steil aufwärts, im Ort stehen die Häuser dicht an dicht. Die Kirche Saint Sigismond ist ein Besuch wert! Vor allem die schönen Fenster laden zum Meditieren ein. Bilder: © Barbara Fleischmann