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Der Schweiz geht es wirtschaftlich deutlich besser als den meisten anderen westlichen Industrieländern und das Gleiche gilt für ihren Mittelstand. So sind die Schweizer über die gesamte Einkommensverteilung hinweg wohlhabender als die jeweiligen Vergleichsgruppen im OECD-Durchschnitt (siehe Abbildung). Gerade in der Mitte der Verteilungskurve schneiden die Schweizer besonders gut ab: Unter 30 Industrieländern weist die Schweiz das dritthöchste Medianeinkommen auf. Nur in Luxemburg und in den Niederlanden sind die mittleren Einkünfte höher (OECD 2008).
Im obersten Dezil (Top-10% der Einkommen) liegt die Schweiz «nur» an 7. Stelle unter den 30 OECD-Ländern, im untersten Dezil liegt sie an 8. Stelle. Der Schweizer Mittelstand hat gegenüber den Mittelschichten anderer OECD-Länder somit einen grösseren Einkommensvorsprung als die Schweizer Ober- und Unterschicht zu ihren Vergleichsgruppen. So gesehen ist die Schweiz also ein gutes Pflaster für die Ober- und Unterschicht, und sogar ein besonders gutes für den Mittelstand. Da der OECD-Vergleich auf kaufkraftbereinigten Daten des verfügbaren Einkommens basiert, gilt diese Aussage unabhängig davon, dass die Schweiz eine Hochpreisinsel ist.
Hinzu kommt, dass die Einkommensspreizung in der Schweiz relativ gering ist und seit Mitte der 1990er-Jahre weniger stark zugenommen hat als in anderen Ländern. Die Einkommensverteilung in der Schweiz ist gleicher als im OECD-Durchschnitt und gleicher als in den grossen Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Italien. Im Gegensatz zu den nordischen oder den Benelux-Staaten wird ein hohes Mass an Gleichheit jedoch mit weniger staatlicher Umverteilung erreicht. Dies verdankt die Schweiz nicht zuletzt der niedrigen Arbeitslosigkeit und einer Erwerbsquote, die zu den höchsten in der gesamten OECD zählt. Der flexible Arbeitsmarkt ist einer der grossen Stärken der Schweizer Wirtschaft und davon profitiert insbesondere der Mittelstand.
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