Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03541.jsonl.gz/1370

Die CSS setzt sich ein für ein eigenverantwortliches Verhalten aller Versicherten. Dazu gehören auch ein gesundheitsförderndes Verhalten und präventive Massnahmen. Der Bund hat seine Aktivitäten auf den Auftrag gemäss Art. 118 BV zu beschränken. Das umfasst die Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten, den Umgang mit gesundheitsgefährdenden Mitteln, Organismen, Chemikalien und Gegenständen und der Schutz vor ionisierenden Strahlen. Im Bereich der Kranken- und Unfallversicherung obliegt die Prävention hingegen den Versicherern und den Kantonen. Diese betreiben de jure prämienfinanzierte Institutionen (Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz, Beratungsstelle für Unfallverhütung), die Massnahmen zur Förderung der Gesundheit respektive zur Verhütung von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten umsetzen und koordinieren. Aus Sicht der CSS müssen prämienfinanzierte Präventionsabgaben die Voraussetzung erfüllen, dass der Nutzen dieser Massnahmen für die Versicherten ausgewiesen werden kann und dass diese in direktem Bezug zum Krankenversicherungsgeschäft stehen. Grundsätzlich sollen die Versicherer weiterhin die Möglichkeit haben, mit Anreizen für freiwillige Präventionsmassnahmen zum Wohle ihrer Versicherten zu handeln.