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1848, als unser Bundesstaat gegründet wurde, war man sich erst uneinig: Eine Kommission schlug vor, fünf Bundesräte zu bestimmen. Denn fünf Regierungsmitglieder kannte man bereits aus der Zeit der Helvetischen Republik, der vorherigen Staatsform. Auch hatte man die fünf Direktoren der französischen Direktorialverfassung als Vorbild vor Augen.
Das Parlament wollte aber sieben Bundesräte und setzte sich damit durch. Man hatte nämlich sechs Departemente vorgesehen plus ein Präsidialdepartement für die Aussenpolitik. Folglich brauchte man sieben Departementsvorsteher.
Die verschiedenen (Sprach-)Kulturen der Schweiz sollten in der Zusammensetzung des Bundesrats vertreten sein. Und ebenso sowohl Katholiken wie auch Reformierte – was inzwischen der Erwartung gewichen ist, dass Frauen und Männer den Bundesrat bilden. Seit 1959 sorgt überdies die sogenannte Zauberformel dafür, dass
die Bundesratssitze entsprechend der Stärken der Parteien verteilt werden.
Das alles führt dazu, dass die Vielfalt der Bevölkerung im Bundesrat vertreten ist und dass dieser meist zu sehr ausgewogenen Lösungen findet. Die Sieben ist auch eine magische Zahl. Die Einzigartigkeit unseres Bundesrats und das Geheimnisvolle seiner Kraft gehen heute allerdings im oft lauten Genörgel der Politiker und Medien zusehends vergessen.
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Autor: Gabriela Bonin