Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03095.jsonl.gz/1401

Das erste grosse Resultat 2019 kam für Evelyne Tschopp genau zum richtigen Zeitpunkt. Mit dem stark besetzten Grand Prix im chinesischen Hohhot wurde die Qualifikationsphase eingeläutet, in der die Punkte für die Weltrangliste zu 100% gewertet werden. Evelyne Tschopp starte sogleich sehr erfolgreich in diese Phase mit einer Silbermedaille und holte sich 490 Punkte auf ihr Konto. Fabienne Kocher musste sich in derselben Kategorie nach der ersten Runde geschlagen geben.
Nachdem Evelyne als Nummer 4 gesetzte Starterin von einem Freilos profitieren konnte, stand sie im ersten Kampf Nathalie Rouvier (GER) gegenüber. Bereits innerhalb der ersten Minute stand die Schweizerin nach einer erfolgreichen Würgetechnik als Siegerin fest. Der Viertelfinal gegen Andreea Chitu (ROM) sollte sich als richtungsweisend herausstellen, schliesslich stand die Rumänin bereits dreimal auf einem WM-Podest. Doch Evelyne hielt der Prüfung wortwörtlich stand: Im entscheidenden Moment behielt sie die Oberhand, manövrierte die Schultern ihrer Kontrahentin geschickt auf die Tatami und wurde dafür mit Ippon belohnt.
Etwas zäher, doch nicht weniger erfolgreich, gestaltete sich der Halbfinal gegen Gili Cohen. Eine unorthodoxe Hüfttechnik brachte Evelyne die Waza-Ari-Führung, die sie bis zum Schluss verteidigen konnte. Im Finalkampf hatte schliesslich die junge Überfliegerin Uta Abe (JPN) das letzte Wort – die exemplarische Ausführung eines Uchi-Mata verwies Evelyne Tschopp am Ende auf Rang 2.
Rang 5 für Grossklaus -90kg
Obwohl es am Ende knapp nicht für die Medaillenränge reichte, darf Ciril Grossklaus mit einer gewissen Zufriedenheit auf das Turnier zurückblicken. Wohl gerade deshalb, weil der 28-Jährige vom JJJC Brugg einen eher holprigen Saisonstart hinter sich hat und sich zum richtigen Zeitpunkt mit einer guten Kampfbilanz zurückmeldet.
Für den kleinen Erfolg musste Ciril fünf Duelle bestreiten. Die Konkurrenz der beiden ersten Runden besiegte der Schweizer in ähnlicher Manier – die richtigen Angriffe zum passenden Zeitpunkt, verbunden mit einem effizienten Stand-Boden-Übergang, brachten Ciril in den Viertelfinal. Ebenda unterlag er dem Weltmeister von 2017, Nemanja Majdov (SRB), über Zeit. Mit dem mongolischen Athleten Munkhjargal Erdenekhuu gab es im Hoffnungslauf einen kurzen Prozess. Nach nur 13 Sekunden stand Ciril im kleinen Final, wo er sich schliesslich dem Georgier Giorgi Papunashvili nach Ablauf der Zeit beugen musste.
Nils Stump (-73kg) schied am Vortag nach der ersten Runde aus. In einem ausgeglichen Kampf gegen Anthony Zinng (GER) unterlag Nils im Golden-Score.