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Je mehr Filme man sich ansieht, umso ähnlicher werden sie sich. Immer wieder die gleichen Geschichten, in letzter Zeit häufig von Menschen, die zunächst irgendwie nicht erwachsen oder glücklich werden möchten, es im Verlauf der Handlung aber mühsam lernen. So gesehen in «Yes Man» und auch in einigen anderen Filmen, von denen ich hier noch nicht berichtet habe, wie etwa «Zack and Miri Make a Porno» und «Pineapple Express». Die Komödie «Role Models» hat mich nun aber in erster Linie an «Yes Man» erinnert.
Danny (Paul Rudd) ist ein unverbesserlicher Zyniker, der immer unzufriedener wird, weil er öde Werbeauftritte für einen Energy-Drink veranstalten muss. Den Frust lässt er an allen möglichen Personen aus, beispielsweise an der Bedienung im Kaffeeladen. Die weist er zurecht, weil er der Ansicht ist, dass «Venti» der falsche Ausdruck für einen grossen Kaffee ist. Dannys Freundin (Elizabeth Banks) hält seine Wutausbrüche bald nicht mehr aus und trennt sich von ihm.
Nun wäre Danny im Grunde noch stärker auf seinen Arbeitskollegen Wheeler (Sean William Scott) angewiesen, aber dessen unbeschwerte und verantwortungslose Lebenseinstellung geht ihm ebenfalls auf die Nerven. Als er diese eines Tages völlig verliert, fährt er das Geschäftsauto zu Schrott. Da sich Danny und Wheeler zuvor auch noch mit einem Polizisten angelegt haben, werden sie als Strafe zu 150 Sozialstunden in ein Jugendheim abkommandiert. Dort sollen sie als Vorbilder dienen.
Von der Ausgangslage her ist schnell einmal klar, dass Danny und Wheeler kaum als Vorbilder dienen können. Da es sich bei «Role Models» um eine Komödie handelt, muss das natürlich auch so sein. So bringt Wheeler seinem fleissigen fluchenden Schützling bei, wovon die Lieder von Kiss («Love Gun») handeln und wie man möglichst unauffällig weibliche Rundungen und ganz besonders Brüste bewundert. Danny wundert sich derweil ziemlich über den ihm zugeteilten Jüngling, der schon ein Teenager ist, aber sich in der Fantasiewelt von Rollenspielen (Laire) vor dem Alltag versteckt.
So überheblich die beiden Erwachsenen auch mit den ihnen anvertrauten Jugendlichen umgehen, so schnell wird auch klar, dass Danny und Wheeler viel mehr auf Unterstützung und Hilfestellung in ihrem Leben angewiesen sind. Trotz anfänglicher Unlust beiderseits entwickelt sich daher doch bald einmal eine gegenseitige Abhängigkeit. Da die Komödie ziemlich vorhersehbar ist, wird diese Abhängigkeit kurz vor Schluss noch auf eine harte Probe gestellt.
Vorhersehbar ist «Role Models» zwar, aber auch unverschämt lustig. In der ersten Stunde tröpfelt der Humor noch ein wenig vor sich hin, hängt sich von einem Höhepunkt zum nächsten, um sich dann aber im ungeheuren Finale in völlige Extase zu steigern. Da habe ich dann tatsächlich Tränen gelacht. Vielleicht bin ich auch völlig anspruchslos, aber wie sich die Filmemacher in den letzten Minuten gleichzeitig über Rollenspiele lustig machen und gleichzeitig liebevoll diesen Zeitvertreib würdigen, hat mir einfach unheimlich gut gefallen.
Fazit: «Role Models» ist eine unbekümmerte, freche Komödie, die zwar kaum überraschen kann, dafür aber jede Menge Spass macht.
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