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Chagdud Gonpa Foundation
Dem Tibetischen Buddhismus angehörend, lernte Chagdud Tulku Rinpoche (1930-2002) schon seit früher Kindheit dessen Werte. Sein Vater Sera Khato Tulku war ein Lama der Gelug-Schule (tibetischer Buddhismus) und seine Mutter Dawa Drolma wurde als eine Wiedergeburt einer Bodhisattva angesehen. Als Chagdud drei Jahre alt war, wurde er als die Reinkarnation des vorherigen Chagdud Tulku erkannt und wurde darauf in einem Kloster weitergebildet. Die Meditation bekam dabei einen besonderen Fokus.
Er heiratete in 1958, nachdem er schon diverse Pilgerfahrten und Rückzugsjahre hinter sich gebracht hatte. 1959 musste er aus Tibet fliehen, da die Unruhen im Land sich vermehrten und kam nach Indien, wo er auch zwei Kinder bekam. Später trennte er sich auch von seiner Frau. Er unterhielt eine medizinische Praxis in tibetischen Flüchtlingslagern. Chagdud Tulku Rinpoche wurde dem Roten Tara-Kreis zugesprochen, was später seine westlichen Schüler besonders interessierte und somit zu einem Grundstein seiner Lehre wurde.
Lange versuchte er in die Vereinigten Staaten zu gelangen, aber sein Visa wurde verneint. Nachdem er eine Prophezeiung von einem westtibetischen Lama bekam, wurde ihm klar, dass er sich in den Westen begeben sollte. 1978 lernte er seine zukünftige zweite Frau, Jana Dedman (Chagdud Khadro) kennen. Das langersehnte Visa für die Vereinigten Staaten wurde ihm 1979 gegeben und er lehrte fortan in Oregon. Seine erste Lama wurde ebenfalls dort eingeweiht, auch schrieb er Bücher mit der Hilfe seines eigenen Verlages „Padma Publications“.
1992 erlange er die Einladung um in Brasilien zu lehren, die er auch annahm. In dieser Zeit unterrichtete er fortwährend und realisierte mehrere Dharma-Zentren international. 1995 wanderte er nach Brasilien aus. Sein letztes grosses Projekt war der Bau eines Tempels. 1997 wurde er mit einer schweren Herzkrankheit sowie Diabetes diagnostiziert, die 2002 sein Leben nahm. Er sei nach seinem Tod noch 6 Tage in der Meditation gesessen zu sein, die Verwesung verhinderte. 2003 wurde sein irdischer Körper kremiert.
Chagdud Tulku Rinpoche wollte als der „Motivations-Lama“ bekannt werden, denn die Motivation zum Studium des Buddhismus sei das Wichtigste und der Kern seiner Lehre. Diese Motivation zeigt sich durch das stetige Üben des erleuchteten selbst für sich selbst. Er gehörte zur Schule des Nyingma-Buddhismus an.
Auch nach dem Tod des Rinpoche wurde seine internationale Organisation weiter fortgeführt, heute werden weltweite Livestreams, Podcasts und auch Zeremonien angeboten. Die Mitgliedschaft zur Organisation ist kostenpflichtig und wird zur Aufrechthaltung von Tempeln sowie anderen Projekten genutzt.
Chagdud Khadro, die Witwe des Chagdud Tulku Rinpoche ist die Präsidentin der Chagdud Gonpa Foundation, Lama Padma Gyatso ist Vizepräsident. Unter ihnen steht ein Aufsichtsrat, der über die aktiven Lamas bestimmt. Weiter werden Assoziierte Lamas unter der Organisation gezählt. Die Organisation hat Sitze in Brasilien, Nordamerika, Chile, Uruguay und Australien sowie der Schweiz.
Die Mitgliedschaft zur Organisation ist kostenpflichtig und wird zur Aufrechthaltung von Tempeln sowie anderen Projekten genutzt. Diese Mitgliederbeiträge reichen von 180$ im Jahr/15$ im Monat bis zu 1200$ im Jahr/100$ im Monat. Ausserdem sind Spenden willkommen.