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Beinahe 5 Stunden bot Murray dem Weltranglisten-Dritten Tsitsipas Paroli. Dann musste sich der 34-Jährige mit 6:2, 6:7, 6:3, 3:6, 4:6 geschlagen geben. Für den mit einer künstlichen Hüfte ausgestatteten Schotten, der auf Position 112 des Rankings abgerutscht ist, ging der Fight nach dem Match weiter.
Ich habe den Respekt vor ihm verloren.
Vor den Medien griff Murray den Griechen an. «Ich habe den Respekt vor ihm verloren. Das ist doch Unsinn, und er weiss es», giftelte Murray. Grund: Tsitsipas hatte nach dem 3. Satz ein Medical Timeout genommen und nach dem 4. Umgang eine längere Toiletten-Pause eingelegt. «Noch nie in meinem Leben war ich so lange auf der Toilette», hatte Murray diese noch auf dem Platz kommentiert.
Tsitsipas verhindert Murrays historischen Coup
Der 23-jährige Tsitsipas konterte später: «Falls er mir etwas zu sagen hat, sollten wir das zu zweit besprechen, um herauszufinden, was schiefgelaufen ist.»
Er sei sich nicht sicher, ob er den Match ohne diese Pausen gewonnen hätte, meinte Murray. Diese hätten den Ausgang der Partie aber zumindest beeinflusst. «Mental kann man das vielleicht ausblenden, aber physisch nicht», argumentierte Murray und verwies auf die hohen Temperaturen (gegen 30 Grad) und die hohe Luftfeuchtigkeit.
Der einstige Weltranglisten-Erste und dreifache Grand-Slam-Champion hätte bei einem Sieg ein historisches Kunststück geschafft: Nie war es seit Einführung des computerbasierten Rankings 1973 einem so schlecht klassierten Spieler gelungen, einen Top-3-Mann in Flushing Meadows zu schlagen.
Nach Murrays Ausscheiden und dem Out von Marin Cilic (Aufgabe gegen Philipp Kohlschreiber im 5. Satz nach 2:0-Führung) verbleibt mit Novak Djokovic nur noch ein Grand-Slam-Sieger im Männer-Tableau.