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Rückblick Versuchsjahr 2019
Erste Resultate vom Feldversuch mit GV Winterweizen publiziert
4.11.2019: In einer Studie von Agroscope in Zusammenarbeit mit dem IPK Gatersleben (D) und der Chinese Academy of Agricultural Sciences CAAS wurde untersucht, ob transgene Weizenlinien mit verbessertem Ertragspotential (HOSUT) Auswirkungen auf Blattläuse haben.
Die HOSUT-Linien exprimieren ein Zucker-Transportgen unter der Kontrolle eines Korn-spezifischen Promotors aus Gerste. Das Gen wird jedoch bereits vor der Kornbildung in der grünen Pflanze abgelesen und die HOSUT-Pflanzen weisen neben einem veränderten Zuckerstoffwechsel auch kleine Veränderungen im Protein- und Mikronährstoffgehalt auf. Dies könnte die Nahrungsqualität für pflanzenfressende Insekten verändern. Als Modellorganismen wurden pflanzensaugende Blattläuse gewählt. Es wurden drei HOSUT-Weizenlinien mit der nicht-veränderten Ausgangssorte Certo sowie mit drei weiteren kommerziellen Weizensorten verglichen. Im Gewächshaus gab es keine konsistenten Unterschiede zwischen den gentechnisch veränderten Linien und Certo auf die Entwicklung und Fortpflanzung einzelner Läuse (Rhopalosiphum padi und Sitobion avenae) und auf die Populationsentwicklung. Während 2 Jahren wurden Blattläuse zusätzlich im Freilandversuch auf der Protected Site in Zürich-Reckenholz untersucht. Auch hier fanden sich keine Hinweise darauf, dass sich die GV-Weizenlinien in ihrer Anfälligkeit gegenüber Blattläusen von der Ausgangssorte unterscheiden. Die gemessenen Parameter der HOSUT-Linien entsprachen etwa denen der konventionellen Sorten.
Feldsaison 2019 ist zu Ende
22.10.2019: Auf der Protected Site wurden auch dieses Jahr in Feldversuchen mögliche Chancen und Risiken von gentechnisch veränderten (GV) Pflanzen erforscht. Mit der Ernte der spätesten Äpfel letzte Woche konnte die diesjährige Feldsaison erfolgreich abgeschlossen werden. Wie in den zwei vorausgehenden Jahren hat Agroscope Feldversuche mit krankheitsresistenten cisgenen Kartoffeln und cisgenen Apfelbäumen sowie mit GV Winterweizen mit erhöhtem Ertragspotential durchgeführt. Die Universität Zürich hat den mehrjährigen Versuch mit mehltauresistentem Sommerweizen weitergeführt und dieses Jahr auch neue Weizenlinien angebaut (siehe auch unten, Aktuellmeldung vom 14.3.2019).
Feldversuch mit pilzresistenter Gerste der Universität Zürich wurde bewilligt
13.6.2019: Die Universität Zürich hat Ende 2018 beim BAFU ein Gesuch für einen Feldversuch mit gentechnisch veränderter Gerste eingereicht, in die ein Weizen-Resistenzgen gegen Pilzkrankheiten eingeführt wurde. Ziel des Versuchs ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, wie sich diese transgenen Gerstenlinien im Feld verhalten und dabei insbesondere abzuklären, ob die Resistenz gegen Pilzkrankheiten auch unter Feldbedingungen wirkt. Die erste Aussaat wird im Frühjahr 2020 erfolgen.
Die Weiterführung der Feldversuche mit mehltauresistentem Weizen der Universität Zürich wurde bewilligt
14.03.2019: Die Universität Zürich kann einen Freisetzungsversuch mit gentechnisch veränderten Weizensorten, die resistenter gegen Mehltau sind, durchführen. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat den Versuch bewilligt. Dabei handelt es sich um eine Fortsetzung von Freisetzungsversuchen, die bereits seit 2008 durchgeführt werden.
Universität Zürich plant Feldversuche mit transgenem Mais und transgener Gerste auf der Protected Site
29.01.2019: Pflanzenforschende der Universität Zürich (UZH) haben transgene Mais- und Gerstenlinien entwickelt, die dank dem Lr34-Resistenzgen aus Weizen widerstandsfähiger gegen mehrere Pilzkrankheiten sind. Nach den erfolgreichen Versuchen im Gewächshaus wollen die Wissenschaftler die Pflanzen nun im Freiland prüfen: am Agroscope-Standort in Zürich-Reckenholz. Die Versuche sollen ab Frühling 2019 durchgeführt werden. Die Bewilligungsgesuche hat die UZH beim Bundesamt für Umwelt eingereicht.
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