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Die Zahl der Menschen in Städten Ostafrikas, deren Energieversorgung zum Grossteil von Holzkohle abhängt, wird in den nächsten 20-30 Jahre weiter ansteigen und damit der Druck auf die natürlichen Ressourcen in ländlichen Gebieten weiter anwachsen. Es ist deshalb zentral nachhaltige Wertschöpfungsketten von Biomasse-Energie zu entwickeln. Neben Holz und Holzkohle stehen Biogas, flüssige Biotreibstoffe, oder Farmrückstände als mögliche Energieträger zur Diskussion.
Das Hauptziel des Projektes ist es, das Potential und die Erfolgsaussichten nachhaltiger Biomasse-Energie-Wertschöpfungsketten in zwei städtischen Einzugsgebieten in Kenia und Tansania zu untersuchen und damit die Entwicklung von wissensbasierten Energiepolitiken zu unterstützen.
Ausgehend von regionalen Energieszenarien, die zusammen mit lokalen Behörden und Interessensgruppen entwickelt werden, untersucht das Projekt räumlich differenziert:
- die soziale Akzeptanz, Wirtschaftlichkeit, und die Umweltauswirkungen von Biomasse-Energie-Wertschöpfungsketten, aber auch deren technische Machbarkeit;
- das naturräumliche Potential der zwei Einzugsgebiete hinsichtlich der Produktion von Biomasse-Brennstoffen und berücksichtigt dabei die verschiedenen Nachfrage nach Ökosystemleistungen und möglichen Konflikten mit Nahrungsmittelproduktion, Biodiversitätserhaltung usw.
Ein computergestütztes Programm erlaubt schliesslich, die lokalen Wertschöpfungsketten von Biomasse-Energie mit dem naturräumlichen Potential zu verbinden und unterschiedliche Energiemodelle räumlich differenziert darzustellen. Die Modelle werden mit Entscheidungsträgern und lokalen Akteuren analysiert und gemeinsam werden nachhaltige Energielösungen für Kleinbauern und arme städtische Bevölkerungsgruppen diskutiert.
Das Projekt kombiniert Methoden verschiedener Disziplinen (Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, die Lebenszyklusanalyse, Geoinformatik und Informationstechnologie). Das interdisziplinäre Team besteht aus Forschenden aus der Schweiz, Kenia und Tansania.