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Das Adventskonzert des Kammerorchesters Wädenswil vom 10. Dezember in der reformierten Kirche Wädenswil unter der Leitung von Felix Schudel bringt verzaubernde Klänge.
Die junge Schweizer Geigerin Noëlle Grüebler (www.noelleviolin.com) wird zusammen mit dem Orchester das Violinkonzert C-Dur von Joseph Haydn und das virtuose Rondo A-Dur für Violine und Orchester von Franz Schubert spielen.
International gefragte Solistin
Noëlle Grüebler hat sich als gefragte Solistin und Kammermusikerin einen Namen gemacht. Sie erhielt im Alter von sechs Jahren ihren ersten Geigenunterricht bei ihrer Grossmutter in Winterthur. Grüebler studierte bei Nora Chastain an der Musikhochschule Winterthur/Zürich und an der Musikhochschule Bern sowie hauptsächlich bei Prof. Igor Ozim am Mozarteum in Salzburg und nach Abschluss des Magisterstudiums mit Auszeichnung im Jahre 2006 bei Prof. Itzhak Rashkovsky am Royal College of Music in London. Dort erhielt sie 2012 ihr «Diploma with distinction». Konzerte führten sie über die Schweiz hinaus nach Deutschland, Österreich, Ungarn, Slowenien, Tschechien, England, Israel, USA und Südamerika in renommierte Konzertsäle wie Tonhalle Zürich, KKL Luzern, Opera Tel Aviv, Regent Hall und St. James Piccadilly in London. Sie war Gast bei zahlreichen Musikfestivals wie zum Beispiel am Festival Ljubliana, an der Musikfestwoche Braunwald, Frühlingsfestival Budapest, Kammermusikfestival Lima, Musikfestwoche Grindelwald, Schweizer Musikfestwoche, Festival Gstaad, Eilat Festival sowie auf dem bekannten Luxus-Kreuzfahrtschiff MS Europa. Ihr Spiel wurde mit diversen Preisen an nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet.
Werke verschiedener Epochen
Joseph Haydns schönes C-Dur-Violinkonzert stammt aus seiner frühen Zeit vor 1765 als Orchesterleiter der Esterháza-Hofkapelle. Es ist dem 1. Geiger Luigi Tomasini gewidmet, der angesichts der Anforderungen ein sehr guter Geiger gewesen sein muss. Franz Schubert schrieb leider kein eigentliches Violinkonzert; umso grössere Bedeutung hat sein Rondo, in dem die Sologeige klar die Hauptrolle spielt. Gerade 18 Jahre alt war der Hochbegabte im Entstehungsjahr 1816, dem letzten Jahr von Schuberts Studien beim Wiener Hofkapellmeister Antonio Salieri. Nichts weiss man über eine Uraufführung. Aber bis heute ist das heitere Stück geschätzt beim Publikum wie auch bei den Geigerinnen und Geigern, denen Schubert wirkungsvolle Aufgaben stellt.
Das Orchester wird zudem als Eröffnung das Concereto A-Dur von Unico Wilhelm van Wassenaer (1692–1766) und die rumänischen Volkstänze von Béla Bartók (1881–1945) spielen. Wassenaer war ein niederländischer Adliger, der als Botschafter in Paris und Köln wirkte; zudem war er einer der Direktoren der Niederländischen Ostindien-Kompanie. Sein Hobby als Komponist durfte er aus Gründen der Standesregeln nicht offenlegen, zu zweifelhaft erschien der Ruf der Künstler. Auf Schloss Twickel wurden erst 1979 Manuskripte dieser klangprächtigen «Concerti armonici» gefunden, die eine eindeutige Urheberschaft erlauben. Béla Bartók erforschte die Volksmusik Siebenbürgens (sowie Ungarns) auch mit dem Ziel, neue Anregungen für sein Komponieren zu finden. Flötenmusik, Tanzformen, Zigeunergeiger gaben ihm mannigfache Impulse. Die Melodien der Rumänischen Volkstänze stammen aus hunderten von Beispielen. Bartók fügte sieben davon 1917 zu einem Zyklus zusammen.
Lokales Ensemble
Das Kammerorchester Wädenswil ist ein Amateur-Orchester, dessen Mitglieder aus dem Raum Wädenswil und der weiteren Region stammen. Letztes Jahr feierte das Orchester mit Dirigent Felix Schudel sein 40-Jahr-Dirigierjubiläum.
Adventskonzert
Kammerorchester Wädenswil
10. Dezember 2017, 17.00 h
Ref. Kirche Wädenswil
Leitung: Felix Schudel
Solistin: Noëlle Grüebler
Violinkonzerte von Haydn und Schubert
Werke von Wassenaer und Bartók
Vorverkauf: Papeterie Köhler, Zugerstrasse 26, 8820 Wädenswil, Tel. 044 789 89 50
Preise: Erwachsene Fr. 30.–, Kinder und Jugendliche
Fr. 10.–.
Abendkasse 45 Min. vor
Konzertbeginn
Weitere Informationen finden Sie unter www.ko-waedi.ch