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Der Umweltausschuss im Europaparlament startet eine Initiative zum Schutz von Urwäldern, nach der Käufer von Soja aus Südamerika dafür haften sollen, wenn die importierte Ware zur Rodung des tropischen Regenwaldes beiträgt. Freiwillige Verpflichtungen und Zertifikate reichten nicht, betonte Berichterstatterin Delara Burkhardt (SPD) aus Deutschland im Umweltausschuss des EU-Parlaments.
Es drohen empfindliche Strafen
Weiterhin werde auf der Welt jährlich Regenwald auf einer Fläche abgeholzt, die der Größe von Belgien entspricht. Einfuhren von Soja, Mais, Rindfleisch und Palmöl in die EU trügen besonders zur Abholzung bei, erklärte Burkhardt. Deshalb sollen die Importeure zukünftig nachweisen, dass ihre Ware von Flächen stammt, auf denen schon 2008 kein Regenwald mehr stand. Lassen sich die Importeure eine fehlende Sorgfaltspflicht zuschulden kommen, drohen ihnen empfindliche Geldstrafen. Der Initiativebericht des Umweltausschusses soll im Herbst abgestimmt werden. Er ist kein Gesetzgebungsverfahren. Die EU-Kommission will ihrerseits im ersten Quartal 2021 einen Vorschlag zum Schutz des Regenwaldes vorlegen.
Förderung des heimischen Anbaus von Eiweissfuttermitteln
Die verschärften Einfuhrregeln mit einer Haftung der gesamten Kette wurden von den Europaabgeordneten im Umweltausschuss überwiegend begrüßt. Nur einzelne Einwände wurden gemacht. Nicolae Stefanuta von den Liberalen aus Rumänien wies auf die Abhängigkeit der Tierproduktion in der EU von Sojaimporten hin. "Wir lassen den Sektor allein, ohne ihm Lösungen zu bieten", warf Stefanuta in die Debatte ein. Andere Abgeordnete forderten deshalb eine Förderung des heimischen Anbaus von Eiweissfuttermitteln in der EU.