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Revolutionen erzeugen immer auch Verlierer. Gilt auch für Umwälzungen in der öffentlichen Kommunikation. Gutenbergs Erfindung der beweglichen Lettern brachte zusammen mit Luthers Bibelübersetzung die Erklärungshoheit des im lateinischen Geheimjargon murmelnden Klerus zu Fall. Seit dieser Zeit wurden Bücher in allgemein verständlicher Sprache gedruckt, später kamen Zeitungen auf. Die Londoner „Times“ erschien erstmals 1788.
Das Radio wiederum – in Deutschland ab 1920 – klaute den Pressezaren Marktanteile. Nach dem Krieg mischten „Rowohlts Rotations Romane“ (rororo) den Goldschnitt-Muff des Buchbürgertums auf. Und Bertelsmanns „Lesering“ aus Gütersloh bot den Abonnenten wohlfeiles Lesefutter, schadete aber natürlich den Buchhandlungen.
Die massenhafte Verbreitung des Kopierers ab den 1950ern – to xerox war mal ein generischer Begriff – sorgte im Nebeneffekt für Transparenz. Was kam nicht…..