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Zahlreiche Völker besetzten Lukanien, darunter Griechen. die sich in Magna Graecia niederliessen, Gross-Griechenland. Sie besetzten allerdings nur Küstengebiete, drangen wenig ins Hinterland ein. Lukanien war mitten in diesem Magna Graecia, es überrascht also kaum, dass mehrere Ortschaften Lukaniens griechischen Ursprungs sind.
Die spektakulärsten Ruinen findet man im nördlichsten Teil Lukaniens, im heutigen Kampanien zwischen dem Cilento und dem Fluss Sele. Paestum war der römische Namen der Ortschaft, die Griechen nannten die Stadt Poseidonia. Die Ruinen Herakleias (heutiges Policoro) sind weit weniger spektakulär, dafür ist es das Museum umso mehr. Das Museo Archeologico Nazionale della Siritide zeigt unglaublich viele Gegenstände, die zwischen dem Sinni und dem Val d'Agri gefunden wurden. Zu griechischen Zeiten hiess der Sinni noch Siris und gab seinen Namen der ersten Ortschaft an seiner Mündung: Siris. Siris wurde von ionischen Einwanderer gegründet, im Gegensatz zum dorischen Tarent (heutiges Taranto in Apulien) und zu den archaischen Sybaris und Thurioi (heutiges Cassano in Kalabrien), denen das aufblühende Siris ein Dorn im Auge war. Sie griffen die Stadt gemeinsam an, machten sie dem Boden gleich und bauten die Stadt Herakleia auf. Das Museum zeigt auf, wie unzimperlich die griechischen Völker miteinander aber auch mit den einheimischen Völker umgingen.
An der Grenze zu Apulien ist Metapont (heutiges Metaponto, Gemeinde Bernalda). Die Ruinen sind besser erhalten als in Herakleia, etwas verstreut, insbesondere die Tavole Palatine sollte man sich nicht entgehen lassen. Das Museo Archeologico Nazionale di Metaponto ist deutlich kleiner als dasjenige in Policoro und eignet sich besser, wenn man wenig Zeit aufwenden möchte.