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Der koreanische Elektronikriese Samsung (Halbleiter, Handys, Flachbildschirme, Drucker, UE) hat ein äusserst erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich. Bei einem Umsatz von gegen 60 Billionen koreanische Won (= ca. 70 Milliarden Franken) schaute ein Profit von über 10 Milliarden Dollar heraus. Samsung hat damit im seinem letzten Geschäftsjahr mehr verdient als die US Technologie-Krösusse Microsoft und Intel.
Samsung war vor allem in der ersten Hälfte 2004 extrem profitabel, als die verhältnismässig hohen Preise für Halbleiter wie auch LCD-Bildschirme Traummargen erlaubten. Seitdem sind, wie unsere Leser wissen, die Preise für Flachbildschirme in freiem Fall.
Angesichts des Rekordprofits hat Samsung zum Jahresende beschlossen, den 88'000 Angestellten einen Bonus von 700 Milliarden Won auszuschütten. Falls wir uns nicht in den Umrechnungen zwischen koreanischen Won und Schweizer Franken verirrt haben, macht dies pro Angestellten gegen 10'000 Franken Bonus aus. Wie diese Boni allerdings zwischen den einzelnen Hierarchiestufen des Konzerns aufgeteilt wurden, entzieht sich unserer Kenntnis.
Neue LCD-Fabriken
Samsung erwartet keine Erholung der Preise für Flachbildschirme und Halbleiter in den nächsten Monaten. Trotzdem investiert der koreanische Elektronik-Riese weiterhin gewaltige Summen in neue Fabriken. 2005 will der Konzern über 10 Milliarden Franken für eine LCD-Panel-Fabrik, eine Fabrik für Halbleiter (v.a. Speicher) und die Erhöhung der Handy-Produktion investieren. (Christoph Hugenschmidt)