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Widerrufe und Zwischenkommentare
Die Möglichkeit, eine getroffene Wahl (prinzipiell beliebig oft) zu widerrufen, kann den Lerner dazu verführen, wild herumzuprobieren statt nachzudenken. Die Versuchung dazu ist in einer Situation wie derjenigen in Abbildung 1 erheblich:
Man kann hier eine Wahl nach der anderen akzeptieren und bei Nichtgefallen rückgängig machen.
Natürlich wäre es möglich gewesen, diese Möglichkeit auf technischem Weg zu verhindern, aber die Erfahrung hat gezeigt, dass das Verhalten des Lerners in einer solchen Situation sehr interessante Einblicke in sein Wissen zulässt. Daher werden Korrekturschritte erlaubt, aber sie werden vom System protokolliert. Dementsprechend können darauf Bezug nehmende Kommentare ausgelöst werden (z.B. "Sie haben sehr viel herumprobiert – Ihr Wissen scheint noch nicht sehr gefestigt zu sein"), und erneut kann man den Lerner in einer formativen Situation danach in eine zusätzliche Übungsrunde steuern (via Anschlussfrage). In einer summativen Situation wird dieses Verhalten zu einem entsprechenden Punkteabzug führen.
Angebracht ist es, in einem solchen Fall mit einem Kommentar nicht bis am Schluss zuzuwarten, sondern einen warnenden Zwischenkommentar abzugeben, damit der Lerner merkt, dass derartiges Herumprobieren nicht der Sinn der Sache ist und sanktioniert wird. Wenn der Lerner z.B. zwei Mal widerrufen hat, quittiert das System das in der folgenden Weise:
An dieser Stelle kann der Lerner seine Antwort nun weiterformulieren, wohl wissend, dass sein Verhalten beobachtet wird.
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