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Noch immer suchen rund ein Dutzend Fahnder der Polizei nach den verschwundenen Zwillingen Livia und Alessia. Sie konzentrieren sich auf die Fahrt des Vaters von der Schweiz nach Marseille. Die Polizei verlangt von der Familie eine Liste mit Orten für weitere Ermittlungen.
Obwohl die Spur in Korsika im Vordergrund stehe, lasse man nichts ausser Acht, sagte Jean-Christophe Sauterel, Sprecher der Waadtländer Polizei, am Donnerstag. Bisher gebe es jedoch keine neuen Erkenntnisse.
Im Zusammenhang mit privaten Trupps, die in der Genferseeregion nach den verschwundenen Zwillingen suchen, sagte Sauterel: Es sei nicht Sache der Polizei, solche Aktionen von Privaten abzusegnen. Sie dürften auf eigene Faust suchen, solange sie das Gesetz und privaten Besitz respektierten.
Enorme Erwartungen der Familie
"Die Erwartungen der Familie sind enorm", sagte Sauterel. Es sei daher "normal", dass sie den Eindruck habe, die Polizei unternehme nicht genug. Die Polizei ihrerseits erwartet von der Familie eine Liste mit präzisen Angaben über Orte, an denen die Fahnder weiter ermitteln können.
Die beiden sechsjährigen Mädchen Livia und Alessia sind am 30. Januar aus St-Sulpice VD verschwunden. Ihr Vater hat sich am 3. Februar im süditalienischen Cerignola vor einen Zug geworfen. Laut Polizei wollen drei glaubwürdige Zeugen die Zwillinge auf der Fähre von Marseille nach Propriano auf Korsika gesehen haben.