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Frage einer Patientin:
Ich neige zu wulstförmiger Narbenbildung. Jetzt muss ich ein Muttermal entfernen lassen. Kann ich prophylaktisch etwas gegen einen Keloidbildung tun?
M.W., 35jährig, weibl.
Meine Antwort:
Keloide sind Narben, die überschiessend knotig, hart und erhaben werden.
Zu Keloidbildung neigen v.a. Narben auf der Schulterpartie und vor dem Brustbein – und in der Pubertät.
Prophylaxe ist hier sicher viel besser als spätere Therapie, die meist frustrierend ist: Jede Narbe durchläuft eine entzündliche Phase mit Schwellung und Rötung, die nach etwa 6 Wochen das Maximum erreichen und langsam spontan wieder verschwinden. Zu diesem Zeitpunkt muss nun die Narbe mehrmals täglich durch kräftigen Druck flach massiert werden um eine eventuelle Keloidbildung zu verhindern. Salben wie Nivea oder spezielle Narbensalben (Kelosoft, Louis Widmer Crème antikeloides, etc.) unterstützen die Druckmassage. In hartnäckigen Fällen muss mit einer Binde oder einem massgefertigten Druckanzug (besonders bei Verbrennungen) ein andauernder Druck auf die Narben ausgeübt werden.
Zur späteren Therapie eines bereits bestehenden Keloids führen Sie dieselbe kräftige Druckmassage mindestens 5 Minuten täglich über mehrere Monate aus!