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Ein Wald zwischen Wolkenkratzern
JAPAN IN BILDERN – Fotografische Eindrücke aus Japan. Sehenswürdigkeiten, Auffälligkeiten, Entdeckungen und Kulinarisches stehen im Zentrum dieser Serie.
Shimizumon
Mehr als 250 Jahre war die heutige kaiserliche Anlage (Asienspiegel berichtete) im Herzen von Tokio der Sitz der Tokugawa-Dynastie, die Japan während der Edo-Zeit regierte. Im Nordteil dieses riesigen Areals befand sich die goldene Burg von Edo, der einstige Sitz des Machtzentrums. 1657 brannte sie bei einem Grossbrand nieder. Eine Notwendigkeit für einen Neubau gab es im befriedeten und vereinten Inselstaat nicht mehr. Geblieben ist heute einzig das Fundament des geplanten, aber nie gebauten neuen Burgturms. Es gibt aber noch originale Überbleibsel aus jener Epoche. Hierzu gehört das Tor von Shimizu (jp. Shimizumon). Im Gegensatz zum Burgturm wurde dieses Bauwerk 1657 wieder errichtet und steht bis heute unverändert da. Diese imposante Konstruktion ist als wichtiges Kulturgut registriert. Das Shimizumon ist aber nicht der älteste erhaltene Eingang der alten Burganlage von Edo. Das Tayasumon ist noch älter. Es stammt aus dem Jahr 1636.
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Der legendäre Premierminister
Hinter den beiden historischen Toren der alten Edo-Burganlage befindet sich heute der öffentlich zugängliche Kitanomaru-Park, wo die legendäre Kampfsport- und Konzerthalle Budōkan zuhause ist. Etwas versteckt im Park befindet sich eine Statue von Yoshida Shigeru, der als Premierminister in der unmittelbaren Nachkriegszeit den Inselstaat nachhaltig prägte. Er war von 1946 bis 1947 und von 1948 bis 1954 Regierungschef. Unter Yoshida Shigeru wurde der Friedensvertrag von San Francisco 1951 unterzeichnet, mit dem Japan seine Souveränität zurückerlangte. Shigeru Yoshida verfolgte den Plan, aus Japan eine Wirtschaftsmacht zu machen und den militärischen Schutz hauptsächlich den USA zu überlassen. Diese sogenannte Yoshida-Doktrin wurde zum Fundament des heutigen Japans.
Ein Wald zwischen Wolkenkratzern
Der Otemachi Forest (jp. ōtemachi no mori) ist eine kleine grüne Oase in Tokios zentralem Wolkenkratzer-Viertel, die sich von einer gewöhnlichen Parkanlage wesentlich unterscheidet. 2014 neben dem Wolkenkratzer Otemachi Tower angelegt, gedeihen heute auf einer Fläche von 3600 Quadratmetern 200 Bäume sowie Grünflächen aus Farnen, Gräsern und Wildblumen. Die Pläne für dieses junge Ökosystem sehen vor, dass der Otemachi Forest für mindestens ein oder zwei Jahrhunderte natürlich wachsen soll (Asienspiegel berichtete). Ein Vorbild für dieses Projekt war der vor 100 Jahren entstandene Wald des Meiji-Jingu-Schreins (Asienspiegel berichtete).
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