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Russische Regierung möchte Import bestrahlten Brennstoffs zulassen
Die Regierung der russischen Föderation hat dem Parlament, der Duma, einen Gesetzesentwurf vorgelegt, wonach die bestehende Gesetzgebung so geändert würde, dass künftig der Import von bestrahlten Brennelementen aus Staaten ausserhalb der Ex-Sowjetunion zulässig wäre.
Hingegen bliebe die Einfuhr eigentlicher radioaktiver Abfälle für Lagerung und Beseitigung untersagt.
Stimmt die Duma zu, verspricht sich das Atomenergieministerium Minatom, Wiederaufarbeitungsverträge mit dem Ausland abschliessen zu können. Sie sollten über einen Zeitraum von 20 Jahren rund US$ 20 Mrd. einbringen. 60% des Erlöses würden für das Lagern des bestrahlten Brennstoffs sowie den Ausbau und Betrieb der Wiederaufarbeitungsanlagen benötigt. Mit den restlichen 40% möchte das Minatom den Abbruch und die Beseitigung alter Nuklearanlagen sowie die Sanierung von Standorten finanzieren, die heute ein Strahlenrisiko darstellen.
Quelle
P.B. nach NucNet, 22. November 1999