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Medizinische Aufsichtsbehörden der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) raten Angehörigen der Gesundheitsberufe, sich vor Fällen des Guillain-Barre-Syndroms (GBS) im Zusammenhang mit den COVID-Impfstoffen von Johnson & Johnson und AstraZenca in Acht zu nehmen.
GBS ist eine seltene, aber schwerwiegende Erkrankung, bei der das Immunsystem beginnt, die gesunden Nervenzellen des Körpers anzugreifen, was zu Schmerzen, Taubheit und Muskelschwäche in den Extremitäten führt, die sich auch auf den Brustkorb und das Gesicht ausweiten können. Die EMA will zwar nicht behaupten, dass ein kausaler Zusammenhang besteht, rät aber dazu, sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn nach einer COVID-Impfung Schwäche und Lähmungen auftreten.
Dem Bericht zufolge sind die meisten Erwachsenen im Vereinigten Königreich bereits geimpft, weshalb die frühzeitige Erkennung von Autoimmunerkrankungen nach einer Impfung wie GBS wichtig ist, um frühzeitig therapeutische Maßnahmen zu entwickeln.
Von den 335 Millionen Dosen des J&J-Einzelimpfstoffs, die weltweit verabreicht wurden, wurden nur 13 Millionen in den USA verabreicht. Auf diese 13 Millionen Dosen folgten nach Angaben der FDA 100 Berichte über das Guillain-Barré-Syndrom, bei denen eine Person starb und 95 ins Krankenhaus eingeliefert wurden. „Bei Männern über 50 Jahren war das Risiko am größten, und die Fälle traten in der Regel etwa zwei Wochen nach der Impfung auf“, so das BMJ.