Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03337.jsonl.gz/556

wohl Basel, 1572
Scheide Messing gegossen, vergoldet
L. Dolch 37,9 cm
L. Scheide 30,8 cm
Inv. 1882.107.
In der Schweiz wurden selten Prunkwaffen hergestellt, weil der Kreis der Auftraggeber aus wirtschaftlichen, aber auch aus politischen Gründen klein war; man betonte wenigstens theoretisch stets den genossenschaftlichen Charakter des Landes. Eine grosse Ausnahme bildet der Schweizerdolch, der sich aus einem einfachen Zweckinstrument zur reich geschmückten Zierwaffe entwickelt hatte und im 16. Jahrhundert zur Auszeichnung einer ganzen Gesellschaftsschicht geworden war. Offiziere, hohe Beamte und wohlhabende Bürger bestellten solche Prunkstücke, von denen das Museum drei besonders kostbare Exemplare besitzt. Durch die Form des Griffes und der Klinge unterscheidet sich diese Waffe von den Dolchen der übrigen Länder, weshalb schon die Zeitgenossen vom "Schweizerdolch" sprachen. Als Motive für die reich bearbeiteten und manchmal vergoldeten Scheiden dienten Themen der biblischen, der antiken und der schweizerischen Geschichte. Die Scheide des hier vorgestellten Schweizerdolches ist aus Messing gegossen und vergoldet. Dargestellt sind Szenen aus einem Totentanz. Auf der Rückseite der Scheide ist die Jahrzahl 1572 eingraviert. Das Museum besitzt zeitgenössische Bleimodelle aus Basler Goldschmiedewerkstätten für einzelne Teile dieser Prunkwaffe.
Basel, 18. und 19. Jh. Von links nach rechts: Uniform des Basler Kriegskommissars (1817-1831) Johann David La Roche Inv. 1893.70. Uniform eines Jägerwachtmeisters zu Pferd um 1830 lnv. Nr. 1905.5586. Uniform eines Offiziers der Freikompanie Ende 18. Jh. Inv. 1927.210. Uniformrock eines Offiziers der Helvetischen Republik um 1800 Inv. 1894.131.b. Uniformrock eines Grenadiers des 1. Basler Regimentes um 1810 Inv. 1905.5591. Säbel: Inv. 1917.72., 1896.208., 1913.561.