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Gefleckter Schierling
Die Pflanze kann bis zu zwei Meter hoch wachsen. Man erkennt sie an einem grünen Stängel, der im unteren Teil meist rötlich braune gefleckt ist. Die Blüten sind weiss, haben fünf Blütenblätter und stehen in Dolden. Diese Pflanze wächst an Wegrändern und Zäunen, in Gärten und Hecken auf Wiesen. Sie blüht von Juni bis August. Die gesamte Pflanze ist giftig. Sie enthält das Alkaloid Coniin. Besonders gefährlich ist die Pflanze im Spätsommer, wenn die Früchte reifen. In den Früchten ist die Konzentration des Giftes am höchsten.
Es kommt zu einer Erweiterung der Pupillen, tränenden Augen, starker Unruhe, erst verlangsamtem, dann erhöhtem Puls, Koliken mit Krämpfen und Atemnot bis hin zur Lähmung. Pferde können an der Atemlähmung streben.
Drei bis fünf Kilo des frischen Krauts sind für Pferde lebensbedrohlich!
Arnostab
Ein grünes Hüllblatt umgibt den meist braunen Blütenkolben. Die Blütezeit ist von April bis Mai und im August/September reifen dann die erst grünen, später roten Früchte heran. Die Pflanze wird 15 – 50 cm hoch.
Arnostab wächst überwiegend an Waldrändern und in Laub-und Mischwäldern. Er enthält neben dem Aroin auch geringe Mengen Blausäure. Die gesamte Pflanze ist sehr stakt giftig, in getrockneter Form ist er etwas weniger giftig. Selbst beim Berühren der Pflanze kann es zu Hautrötungen und Entzündungen kommen. Sie erzeugt Schwellungen der Schleimhäute und Durchfall, einhergehend mit Magen-Darm-Blutung und Lähmung der Darmperistaltik des Weiteren kann es Krämpfe und innere Blutungen auslösen.
Bärenklau, Herkulesstaude
Diese Pflanze kann eine Höhe von bis zu 3.50 Meter erreichen. Ihre weissen Blüten stehen in Dolden, bis zu 50 cm Durchmesser. Der ca. zehn Zentimeter dicke Stängel ist rotfleckig und die Laubblätter dreizählig. Durch ihre Grösse ist sie gut zu erkennen. Die Pflanze blüht von Juni bis September. Sie ist in fast ganz Europa verbreitet. Die gesamte Pflanze vor allem aber der Saft sind sehr giftig. Bei Berührung des Reiters oder des Pferdefells in Verbindung mit Sonne kann es zu Schwellungen und Blasenbildung kommen, ähnlich einer Verbrennung. Beim Fressen dieser Pflanze kommt es zu lebensgefährlichen Schleimhautreizungen.
Bilsenkraut, schwarz
Das schwarze, sehr unangenehm riechende Bilsenkraut, auch Tollkraut genannt ist zottig, klebrig behaart und wir 30-60 cm hoch. Die Blätter haben eine schmutzig-gelbe Farbe und sind violett geadert. Die Pflanze blüht von Juni bis Oktober wächst an Weg- und Strassenrändern. Die Pflanze enthält stark giftige (S)- Hyoscyamin und Scopolamin. Alle Teile der Pflanze sind durch den Akloidgehalt hochgiftig. Die höchste Konzentration ist in den Samen enthalten. Die Samen sind leicht mit Mohnsamen zu verwechseln. Die Vergiftungserscheinungen: Beschleunigter Herzschlag, Krämpfe, Lähmungen und schwere Koliken. Bei entsprechender Dosis ist die Pflanze tödlich. Die tödliche Dosis liegt bei ca. 300 g frischer Pflanze. Bei dieser Menge würde der Tod nach wenigen Stunden eintreffen.
Buchsbaum
Der Buchsbaum wächst als Strauch oder auch als Baum und wird bis zu vier Meter hoch. Die kleinen gelben Blüten sitzen zu mehreren in den Blattachseln. Die Blütezeit ist von März bis Mai. Er gedeiht in Hängen und in lichten Wäldern. Alle Teile der Pflanze sind giftig, vor allem aber die Blüten und die junge Rinde enthalten das Alkaliod Cyclobuxin. Der Buchsbaum gehört ebenfall zu den tödlich wirkenden Pflanzen, ca. 700 Gramm führen zum Tod. Er erzeugt schwere Koliken und eine Lähmung des Nervenzentrums, der Tod tritt durch Herz-und Atemstillstand ein.
Bucheckern
Die Rote Buchs wächst 10-40 m hoch und hat eine weit ausladende Krone. Die Laubblätter sind einförmig, der Rand etwas wellig. Im Spätsommer reifen die Bucheckern heran. Es sind dreikantige braune Nüsse. Er wächst in Wäldern aber auch als Strassenbaum, in den Alpen kann man den Baum bis zu einer Höhe von 1500 m antreffen. In der Buche befinden sich Giftstoffe, wie Saponine und Oxalsäuren. Eine Menge von 1Kg kann für ein Pferd schon tödlich sein. Es kommt zu Koliken, Durchfällen, Krämpfen und Lähmung der Hinterhand. Tod tritt durch Atemlähmung ein.
Blauer Eisenhut
Er gehört zu den giftigsten Pflanzen Europas. Alle Pflanzenteile sind hochgiftig, besonders jedoch die Wurzeln und der Samen, sie enthalten das tödliche Gift Aconitin. Bei einer akuten Vergiftung tritt der Tod bereits nach bis zu drei Stunden ein. Die Folge sind schwere Kolik, Durchfall, Nierenentzündung bis hin zu Nierenversagen.
Eibe
Die Eibe ist ein immergrüner Nadelbaum, der eine Höhe von 20 m erreichen kann. Die Eibe blüht von März bis April. Die giftigen Samen reifen im Herbst in einem erst grünen, später roten, fleischigen Samenmantel heran. Die Eibe gehört zu den absolut tödlichsten Giftpflanzen für Pferde. Nur wenige Zweige, 100 Gramm Nadeln, reichen aus, ein Pferd zu vergiften. Das gefährlichste an der Eibe ist, dass sie leicht mit den harmlosen Tannen und Fichten verwechselt werden kann. Sie unterscheidet sich jedoch in der Struktur ihrer Nadeln. Eibennadeln sind sehr weich, flach und glänzen auf der Oberseite. Die Eibe enthält die Gifte: Taxin, Ameisensäure und Blausäure in hoher Dosis. Diese Gifte erzeugen zuerst Erregungszustände mit beschleunigtem Puls und im weiteren Verlauf entsteht eine Lähmung der Atemwege. Der Tod tritt sehr plötzlich durch Herzstillstand ein. Eine Rettung ist nur in wenigen Fällen und in umgehender Tierärztlicher Hilfe möglich.
Engelstrompete
Die Engelstrompete fällt durch ihre bis zu 20 cm lagen, trichterförmigen Blüten auf. Die Farbe der Blüten ist entsprechend der Art oder Zuchtform weiss, gelb und rosarot. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 2m- Die Blütezeit ist von Juni bis September. Sie diene oft als Zierpflanzen in Gärten und Parkanlagen. Alle Pflanzenteile sind giftig, sie gehört zu den Nachtschattengewächsen. Bereits geringe Mengen erzeugen schwere Magen-und Darmkrämpfe und Koliken und bedeuten eine erhebliche Lebensgefahr für Pferde.
Fingerhut
Der rote Fingerhut ist die in Mitteleuropa am meisten verbreitet Fingerhutart. Er wird 30-150cm hoch und blüht von Juni bis August. Die roten oder weissen Blüten sind von der Form her glockig und werden etwas fünf cm lang. Die Grundblätter stehen in einer Rosette und sind einförmig bis lanzettlich, an ihrer Unterseite sind sie filzig behaart. Er wächst auf Waldlichtungen, an Kahlschlägen sowie an Waldrändern. Die Pflanze schmeckt sehr bitter. Das sehr starke Gift des roten Fingerhutes wird im Herzen gespeichert, 100 Gramm frische Blätter können ein Pferd umbringen. Jedoch ist diese Pflanze auch im getrockneten Zustand im Heu hochgiftig. Heftiges Schwitzten, Herz und Krauslaufstörungen sowie Herzlähmungen sind die Folge einer Fingerhutvergiftung.
(Bildquelle:Google)