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Im Buch geht es um ein Mädchen welches in eine Klinik kommt und versucht ihre Depressionen zu bekämpfen.
Klappentext:
«Das Problem ist, dass ich ihn nicht fragen muss, ob er für mich sterben würde. Vielmehr ist die Frage, ob er für mich leben würde. Und ich fürchte mich vor der Antwort. »
Faye hat nicht den leisesten Schimmer, was sie in der Klinik erwartet. Sie weiss nur eins: Sie muss ihre depressiven Gefühle und Gedanken für ihre Mutter bekämpfen. Doch auch dort wird ihr das Leben nicht einfacher gemacht. Denn der attraktive Cailan verhält sich genauso wie die Menschen, vor denen sie zu entkommen versucht: herablassen – rücksichtslos – eiskalt. Bald muss sie sich jedoch die Frage stellen, ob er das ist, was sie von ihm hält und ob ihr kleines Geheimnis noch sicher ist.
Der Roman «It’s time to move on» von Larissa Braun erzählt die Geschichte von Faye Allington. Faye muss für eine unbestimmte Zeit in eine Klinik. Im Roman wird erzählt, wie die depressive Faye versucht ihre Dämonen für ihre Mutter zu bekämpfen. Dabei lernt sie den attraktiven Cailan kennen und erlebt eine Achterbahn der Gefühle.
Das Buch beginnt mit einem Brief den Faye an Gina schreibt. Wer Gina ist, weiss man zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Es ist der letzte Brief den Faye schreibt, bevor sie sich kurz darauf mit ihrer Mutter auf den Weg in die Klinik macht. Faye wird nicht gezwungen in die Klinik zu gehen, freuen tut sie sich aber auch nicht. In der Klinik angekommen, werden sie von Frau Graves, Fayes Betreuerin, begrüsst. Faye findet sie von der ersten Sekunde an unsympathisch. Nach einer kurzen Führung müssen sich Faye und ihre Mutter auch schon voneinander verabschieden. Faye fällt der Abschied schwer, doch sie kann es nicht wirklich zeigen. Nachdem ihre Mutter weg ist, nimmt Frau Graves ihr das Handy weg. Beim durchkontrollieren von Fayes Koffer findet sie eine Rasierklinge. Auch diese nimmt sie ihr weg. Da es Sonntag ist, schlafen die anderen Patienten noch.
Faye hat für den Anfang ein Zimmer für sich allein. Eine Stunde nachdem Frau Graves gegangen ist, muss Faye zu ihrer ersten Therapiestunde. Dort lernt sie ihre Psychiaterin Frau Dr. Henderson kennen.
Da es ihre erste Sitzung ist, besteht das Gespräch mehr aus einem gegenseitigen kennen lernen. Doch Faye fühlt sich schnell unwohl und angegriffen. Nach der Therapiestunde, als Faye wieder in ihrem Zimmer sitzt, lernt sie noch Frau Bennet, ihre zweite Betreuerin kennen. Diese Betreuerin ist ihr sympathischer als Frau Graves. Frau Bennet nimmt sie mit zu ihrer ersten, alltäglichen Gruppensitzung. Als Faye sich vorstellen muss, beendet jemand ihren Satz mit den Worten «und du bist gestört. » Der Junge heisst Cailan und ist nach dieser Aktion bei Faye selbstverständlich untendurch. Doch zu ihrem Pech muss sie an der Gruppentherapie mit ihm arbeiten. Natürlich erzählt sie ihm nichts über sich.
Nach der Gruppentherapie lernt Faye Lucy kennen. Mit ihr geht sie gemeinsam in die Cafeteria für das Abendessen. Dort lernt sie noch ein weiteres Mädchen kennen: Melanie. Faye mag die beiden, da sie sich bei ihnen nicht verstellen muss.
Die nächsten Tage versucht Faye sich an ihren neuen Alltag zu gewöhnen. Sie lernt mit der Zeit immer mehr Leute kennen: Harry, Nick und Jeffrey. Eines Tages wird Faye von Nick und Jeffrey gebeten Wache zu schieben, während sie aus der Klinik ausbrechen um Kippen zu besorgen. Als Gegenleistung möchte Faye von ihnen wissen, wo sie eine Rasierklinge finden kann, denn ihr Drang nach Selbstverletzung ist über die letzten Tage immer grösser geworden. Die Jungs erklären ihr, dass es bei einer Scheune in der Nähe von der Klinik eine Klinge gibt. Sie helfen ihr beim Ausbrechen, suchen muss Faye die Klinge jedoch allein. Als sie, sie gefunden hat, kommen zwei betrunkene Männer auf sie zu. Gerade als sie versuchen sich an sie ranzumachen, werden sie niedergeschlagen. Und zwar von Cailan. Und als ob es nicht schon Aufregung genug ist, werden sie auch noch von Frau Graves erwischt. Cailan deckt Faye indem er Frau Graves irgendeine Lüge auftischt. Als Strafe müssen die beiden von nun an jeden Tag den Cafeteria Dienst übernehmen. Dabei lernen sie sich etwas besser kennen. Irgendwann fangen sie an nach dem Cafeteria Dienst zusammen auf Fayes Zimmer zu gehen und zu reden. Sie haben sehr tiefgründige Gespräche und Faye lernt eine ganz neue Seite von Cailan kennen.
Faye schreibt während sie in der Klinik ist, immer wieder Briefe an Gina und erzählt ihr von allem. Diese verstaut sie immer in einem türkisenen Umschlag.
Eines Tages will Faye sich mit der gefundenen Klinge verletzten, als plötzlich Cailan ins Zimmer stürzt und sie ihr wegnimmt. Als Faye einmal Cailans Zimmer nach der Klinge durchsucht, erwischt er sie dabei. Zuerst streiten sie sie doch dann wird Cailan wird fürsorglich und ersucht mit ihr zu reden.
Irgendwann erzählt Faye Cailan von Gina. Gina ist Fayes ältere Schwester, die sich das Leben genommen hat. Einer der Gründe für Fayes Depressionen. Ein anderer ist ihr Exfreund. Von ihm kommen ihre Vertrauensprobleme. Nachdem sie ihm, dass alles erzählt hat, stehen sie sich näher als je zuvor.
Cailan gesteht ihr irgendwann endlich seine Gefühle. Anfangs ist Faye unsicher, doch Cailan redet gut auf sie ein und so kommen sie zusammen. Doch ihr Glück hält nicht lange, denn Cailans Mutter stirbt und sie sehen sich länger nicht.
Als sie es dann durch diese schreckliche Zeit geschafft haben und an einem ganz normalen Tag in der Cafeteria am Essen sind, kommt plötzlich Jeffrey mit einer Pistole reingerannt. Er droht alle umzubringen und als er versucht auf Faye zu schiessen, stellt sich Cailan vor sie. Die Kugel trifft ihn. Jeffrey wird aufgehalten und für Faye fangen Tage der Qual an. Sie darf Cailan nicht besuchen, also haut sie ab und rennt ins Krankenhaus. Cailan überlebt und darf über Weihnachten zu Faye nach Hause. Es ist ein schönes Happy End.
Das Buch gefällt mir sehr gut, da Frau Braun Fayes Gefühle sehr gut beschrieben hat. Die Gedanken sind so intensiv aufgeschrieben, dass ich manchmal erstmal verarbeiten musste, was ich gelesen habe. Es hat mich an sehr vielen Stellen zum Nachdenken gebracht. Auch wie das Thema «Depressionen» und «Wenn die eigenen Gedanken zum Feind werden» dargestellt wurden fand ich sehr beeindruckend. Es hilft einem allgemein die Krankheit Depression besser zu verstehen.
Alles in allem war das Buch sehr intensiv und hat mich mehrmals zum Weinen gebracht. Es ist definitiv eines meiner Lieblingsbücher.
Zitat:
Dieser Abschnitt ist typisch für den Roman: “Mit der Zeit hatte ich gelernt, dass die Welt, in der ich lebte, kein Ort gutherziger Menschen war. Es gab Krieg, es gab Mobbing, es gab Verrat, es gab Lügen und Hass. Das alles hatte ich nicht wie andere nach und nach durch Medien realisiert. Vielmehr hatte ich es grösstenteils am eigenen Leibe erkennen müssen, und es prägte mich bis heute. Ich war in einer Welt grossgeworden, in der es den Weihnachtsmann oder den Osterhasen gab, in der man frei sein konnte und sich ausleben durfte, ohne Angst haben zu müssen, jemand verurteile einen dafür, wer man war. Doch dann irgendwann verpuffte meine Illusion, und die Menschheit offenbarte mir, dass ich nur in einer Luftblase aus Lügen gesteckt hatte. Das Letzte, was ich sein durfte, war ich selbst.”
Ich empfehle dieses Buch Jugendlichen, so wie auch Erwachsenen. Jeder den das Thema Depressionen interessiert und auch etwas Liebes kitsch mag, sollte dieses Buch gelesen haben. Auch Freundschaft spielt eine Rolle. Es hat viele Stellen die zum Nachdenken anregen. Wer so etwas mag, sollte nicht zögern und sich dieses Buch zulegen.