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Ein Holzboden, der über einem grossen schwarzen Loch liegt, darauf ein paar breite Sofas, ein Fernseher und ein Couchtisch mit Schnapsflaschen darauf. In diesem Bühnenbild von Klaus Grünberg entfaltet sich die Aida-Inszenierung der Regisseurin Tatjana Gürbaca.
Sie lässt Aida als Dienstmädchen auftreten und Ramadès als moderner Mann von heute, der schwer verliebt ist und von Heldentaten träumt, die ihn am Ende nur in Alpträume führen. Der Dirigent Fabio Luisi holt dazu aus dem Orchester Töne heraus, die man bei Aida so noch nie gehört hat. Und auch Luisi verzichtet auf Lärm und Pomp.
Die Oper von Giuseppe Verdi in der Version des Zürcher Opernhauses räumt mit den Klischees auf, die man aus den üblichen Freiluft- und Grossinszenierungen kennt. Diese ganz andere Aida provozierte bei der einen Hälfte des Publikums laute Buhrufe, bei der anderen ebenso laute Bravos.