Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03171.jsonl.gz/3392

Spanplatten bestehen aus unterschiedlich grossen beleimten Spänen, die in zumeist drei bis fünf Schichten zu Mehrschichtplatten verpresst werden. Die äußeren Schichten bestehen dabei fast immer aus dem feineren Spanmaterial, insbesondere wenn sie anschließend zu dekorativen Zwecken beschichtet werden (zum Beispiel im Möbelbau). Da der massive Holzverbund aufgehoben ist, haben diese Platten in Richtung der Plattenebene, also Länge und Breite der Platte, nahezu die gleichen Quell- und Schwindeigenschaften, allerdings auch wesentlich geringere Festigkeiten als Vollholz.
Die rohen Platten können mit Kunstharzplatten belegt, oder mit Furnier überfurniert werden.
Beschichtete Spanplatten sind Spanplatten die mit Melaminharz beschichtet sind (Decorpapier und ein Overlaypapier von ca. 0,15mm). Es gibt sie in diversen Farben und Holzmustern. Mit abstand am meisten findet sie aber in weiss.
Aus feinstzerfasertem, hauptsächlich rindenfreiem Nadelholz und durch eine schonende Verpressung wird ein in Längs- und Querrichtung gleichermassen homogener Holzwerkstoff hergestellt. Die Kanten sind glatt und fest und können ohne besonderen Anleimer profiliert werden.
HB ist eine Faserplatte mit einer Dichte über 800 kg/m³ und Dicken von bis zu 8 mm. Hergestellt wird die Platte aus Lignozellulosefasern wie Holz, Stroh oder Bagasse, wobei im Gegensatz zur Hochdichten Faserplatte (HDF) ein Nassverfahren zur Produktion angewendet wird. Sie findet Verwendung für Schalungen, Innenausbau, Türen, Möbel, Verpackungen. Aufgrund ihres Materials können die Platten zur Verarbeitung gebogen werden
Eine Weichfaserplatte ist eine weiche, meist leicht poröse Baumaterialplatte aus unterschiedlichen Bindemitteln (z. B. Kunststoff, Naturharz) gebundenen Holzfasern
Weichfaserplatten besitzen meist eine hohe Wärmespeicherkapazität, sind diffusionsoffen und besitzen daher feuchtigkeitsregulierende Wirkung. Sie werden vorwiegend als Dämmmaterial für Dächer, Wände (hier auch als Putzträger), Böden (z. B. zur Trittschalldämmung) und Decken verwendet. Durch Imprägnierung oder Beschichtung (z. B. mit Bitumen) kann die Empfindlichkeit gegen Feuchtigkeit herabgesetzt werden.
Sperrholz besteht aus mindestens drei Holzlagen, deren Faserverlauf unter einem Winkel von 90° verleimt und gepresst wird. Dadurch werden richtungsgebundene Werkstoffeigenschaften wie z. B. das Quell- und Schwindverhalten über die Plattenebene homogenisiert. Durch die Art, Anzahl und Anordnung der Holzlagen ergeben sich der Plattenaufbau und seine spezifischen Festigkeitseigenschaften.
(KP) ist ein Holzwerkstoff, bei dem dünnes Furnierholz mit Kunstharz, vor allem Phenolharz, imprägniert und unter hohen Temperaturen zu Platten oder anderen Halbzeugen verpresst wird. Es gehört damit zu den Schichtstoffen. Siebdruckplatten (auch bakelisiertes Sperrholz genant) eignet sich speziell für Arbeiten im Aussenbereich.
Es besteht aus einer Mittellage aus parallel ausgerichteten Holzstäben beziehungsweise -stäbchen und beidseitig quer dazu aufgeleimten Deck- oder Absperrfurnieren und ist normiert in der DIN 68705-2. Tischlerplatten sind - auch bei schwankenden Klimaeinflüssen - formstabil, biegesteif und besitzen ein hohes Stehvermögen.
Kunstharzplatten sind dünne Dekorplatten die aus Phenolharz getränktem Kraftpapier und einem Dekorpapier mit Melaminharz bestehen, welche auf eine Trägerplatte (Spanplatte, MDF usw.) aufgeleimt werden. Ihre Oberfläche ist sehr kratzfest und leicht zu reinigen. Kunstharzplatten sind in unzähligen Farben und Dekors erhältlich.
Massivholzplatten in 3-Schicht-Qualität sind äusserst form- stabil. Das Geheimnis liegt in der kreuzweisen Verarbeitung von ausgesuchten Deck- und Mittellagen aus Nadel- oder Laubholz.