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Als Wiederbeschaffungswert wird der Wert bezeichnet, der sich auf den Betrag bezieht, welcher benötigt wird, um einen Vermögensgegenstand neu zu beschaffen oder zu ersetzen, wenn dieser beispielsweise aufgrund eines Schadens oder eines Verlusts nicht mehr vorhanden ist. Dieser Wert hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise des Alters und Zustands sowie des aktuellen Marktwerts. Um den Wiederbeschaffungswert eines Vermögensgegenstands zu ermitteln, können verschiedene Methoden angewendet werden, wie beispielsweise die Marktpreis-, die Kosten- oder die Ertragswertmethode, welche nachfolgend einzeln erläutert werden.
Marktpreismethode
Bei der Marktpreismethode wird der Wiederbeschaffungswert auf Basis der aktuellen Marktpreise ähnlicher Vermögensgegenstände bestimmt. Diese Methode ist besonders geeignet, wenn eine ausreichende Anzahl von vergleichbaren Marktpreisen verfügbar ist.
Kostenmethode
Die Kostenmethode bezieht sich auf die Berechnung des Wiederbeschaffungswertes auf Basis der tatsächlichen Kosten, welche für eine Neuanschaffung oder Wiederherstellung anfallen würden.
Ertragswertmethode
Die Ertragswertmethode basiert auf der Annahme, dass der Wiederbeschaffungswert durch die Diskontierung erwarteter zukünftiger Erträge auf den heutigen Wert bestimmt werden kann. Diese Methode wird häufig bei der Bewertung von Investitionen verwendet und berücksichtigt die langfristigen Ertragspotenziale des Vermögensgegenstandes.
Gesamthaft lässt sich feststellen, dass jede der genannten Methoden Vor- und Nachteile aufweist und die Wahl der geeigneten Methode von der Art des Vermögensgegenstandes, der Verfügbarkeit der Informationen und den Anforderungen des Bewertungszwecks abhängt.