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Willensvollstreckung
Ein Willensvollstrecker hat die Aufgabe, den Nachlass im Interesse des Erblassers und der Erben zu verwalten, laufende Rechnungen und Schulden zu bezahlen, Forderungen eintreiben und die Teilung der Erbschaft gemäss Auftrag des Erblassers vorzunehmen. Wichtig zu wissen ist, dass ein Willensvollstrecker Kosten verursachen kann, die am Schluss die Erben bezahlen.
Wer kann Willensvollstrecker werden?
Jeder kann in seinem Testament einen Willensvollstrecker einsetzen. Willensvollstrecker kann grundsätzlich jeder für jedermann sein. Es ist möglich, Verwandte oder sogar Erben mit der Willensvollstreckung zu beauftragen. Nicht selten verursacht dies jedoch Probleme, weil sich dadurch einzelne Erben benachteiligt fühlen. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, insbesondere bei komplexen Familien- oder Vermögensverhältnissen, einen neutralen Willensvollstrecker zu beauftragen. Bei der Erbteilung hat der Willensvollstrecker eine zentrale Funktion und einen grossen Einfluss. Die Erben müssen sich den Entscheiden des Willensvollstreckers in den allermeisten Fällen beugen.
Ablauf einer Willensvollstreckung
Ein Willensvollstrecker unterstützt die Erben fachmännisch bei der Aufteilung des Nachlasses. Als erstes erstellt er ein vollständiges Inventar, um die Höhe des Nettonachlasses zu ermitteln. Die Verwaltung des Nachlassvermögens sowie die Bezahlung allfälliger Schulden ist eine zentrale Aufgabe des Willensvollstreckers. Schliesslich führt er auch die Erbteilung aus.