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In den bald drei Jahrzehnten seines Bestehens war Casanostra, der Verein für Wohnhilfe, immer wieder politischen Druckversuchen ausgesetzt.
Der Verein für Wohnhilfe Casanostra hat nach der Gründung im Herbst 1990 seine operative Tätigkeit Anfang 1991 aufgenommen. Initiiert wurde der Verein durch die Sozialdirektion, die mit drei Vertretern aus den Abteilungen, Sozialdienst, Wohnungsamt und der Direktion selber im Vorstand Einsitz nahm. Die Leitungen von Sozialdienst und Wohnungsamt waren der festen Überzeugung, dass es einer spezialisierten Institution bedarf, um die Problematik der wohnungssuchenden Sozialhilfeklienten anzugehen.
In der Wohnungsnot Ende der Achtzigerjahre fanden Sozialhilfeklienten keine Wohnungen, weil das Angebot knapp war und die Vermieter ihre Liegenschaften mit risikoarmen Mietern belegen konnten. Mit der Wirtschaftskrise der Neunzigerjahre und den Wohnungsleerbeständen, die sie mit sich brachte, änderte sich die Argumentation der Vermieter. Sie konnten keine risikoreichen Mieter berücksichtigen, weil sie ihre «guten Mieter» nicht vergraulen wollten, angesichts der zahlreichen Alternativen, die der Wohnungsmarkt bot. Bis heute wiederholen sich im Wirtschaftsauf- und -abschwung diese beiden Argumentationsmuster. So oder so: Sozial schwache Mietparteien haben es besonders schwer.
Auch deshalb ist Casanostra, der Verein für Wohnhilfe, heute ein anerkannter und unverzichtbarer Leistungserbringer für die öffentliche Hand. Unseren Verein binden zwei Verträge mit der Stadt Biel, einer für die «Obdachsicherung mit Begleiteten Wohnformen» und einer für den «Notwohnungsbereich». Ausserdem nutzen die Stadt Biel ebenso wie die umliegenden Gemeinden unser neues Präventionsangebot «Wohnfit».