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Auf den letzten Metern wurde es nochmals eng: Cologna, der mit einem Polster auf die Zielgeraden eingebogen war, spürte Hellner immer näher im Nacken. Am Ende rettete der 27-jährige Bündner gegenüber dem Schweden einen Vorsprung von 0,4 Sekunden ins Ziel.
Cologna startete seinen entscheidenden Angriff im letzten Anstieg, knapp zwei Kilometer vor dem Ziel. Er preschte von der 3. Position an die Spitze vor und liess sich nicht mehr einholen. Bronze ging an den norwegischen Weltcup-Leader Martin Johnsrud Sundby.
Dass ihm die Loipe in Krasnaja Poljana liegt, bewies Cologna schon im letzten Winter, als er die Skiathlon-Hauptprobe für sich entscheiden konnte.
Emotionen nach dem Triumph
Die Freude des Schweizers über den gelungenen Coup kannte keine Grenzen. Im Zielraum liess sich Cologna jubelnd auf den Rücken fallen, bei der anschliessenden «Flower Ceremony» brach er in Tränen aus.
«Ich habe alles für diesen Erfolg getan», freute sich Cologna. «Seit vier Jahren habe ich hart auf diesen Moment hingearbeitet.» Vor weniger als 100 Tagen hatte er sich zudem beim Joggen einen Bänderriss im Knöchel zugezogen. Dass es nun trotz dieser Verletzung aufgegangen sei, «ist unglaublich», so Cologna.
Perfektes Aufbautraining
Mit nur einem Weltcup-Rennen in den Beinen - vor einer Woche in Toblach, wo er über 15 km Zweiter wurde - holte Cologna seine zweite olympische Goldmedaille. Vor vier Jahren hatte der «Schweizer Sportler des Jahres 2013» in Vancouver über 15 km Skating triumphiert.
Damit konnte Cologna seinem beeindruckenden Palmarès einen weiteren Glanzpunkt hinzufügen: Neben den beiden Olympiasiegen konnte er schon dreimal die Tour de Ski, dreimal den Gesamt-Weltcup, 11 Weltcup-Rennen und einmal den WM-Titel im Skiathlon (2013 in Val di Fiemme) gewinnen.
Perl und Baumann in Top 30
Die beiden anderen Schweizer hatten mit der Entscheidung nichts zu tun: Nachdem Curdin Perl auf den ersten 15 km im klassischen Stil noch für viel Tempo gesorgt hatte, fiel er auf der Skating-Strecke noch auf Rang 27 zurück. Jonas Baumann klassierte sich an 29. Stelle.
TV-Hinweis
Die Siegerehrung mit Dario Cologna sehen Sie ab 17:50 Uhr auf SRF zwei und im Sotschi Player.