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Zwischen der Schweiz und Österreich soll eine Autobahnverbindung entstehen. Das Land Österreich hat diese Woche über eine neue Linienführung informiert, die vertieft geprüft werden soll. Der Kanton ist mit dieser Prüfung nicht einverstanden.
Er zweifelt die Zweckmässigkeit der neuen Linienführung an. Zudem würden die Planungen um Jahre zurückgeworfen. Deshalb fordert der Kanton, die bislang am besten abgesicherte und zweckmässigste Variante weiterzuverfolgen und die Planungen rasch voranzutreiben.
Die Autobahnen in Vorarlberg und im St.Galler Rheintal sollen mit der neuen S18 verbunden werden. Die Strassenverbindung soll die Regionen besser erschliessen und die Bevölkerung vom Verkehr entlasten. Die Frage ist, wo diese Strasse durchführen soll. Im Jahr 2020 hat die österreichische Strassenbaugesellschaft ASFINAG nach intensiven Untersuchungen festgestellt, dass die CP-Variante der S18 die bestmögliche Variante ist. Der Kanton St.Gallen, die Agglomeration Rheintal wie auch das Land Vorarlberg bevorzugen diese CP-Variante mit der Ostumfahrung von Lustenau. Die bisherigen Planungen zeigen, dass die CP-Variante die höchste Verkehrsentlastung bringt.
Das zuständige Bundesministerium in Wien hat am Dienstag nun eine andere, neue Linienführung präsentiert. Nach Ansicht des Ministeriums soll diese andere Linienführung im Süden von Lustenau in einem nächsten Schritt vertieft geprüft werden. Der Kanton St.Gallen spricht sich jedoch gegen die vertiefte Prüfung der neuen Linienführung aus. Denn die bisherigen Planungen haben gezeigt, dass die CP-Variante die Bevölkerung bestmöglich vom Verkehr entlasten würde. Darüber hinaus ist die Planung für diese Variante deutlich weiter fortgeschritten, weshalb gesichertere und detailliertere Informationen dazu vorliegen.
Die Abklärungen für die neue Linienführung stehen hingegen am Anfang. Deshalb ist es aus Sicht des Kantons St.Gallen nicht möglich, die beiden Linienführungen zum jetzigen Stand miteinander zu vergleichen und der neu vorgebrachten Linienführung verkehrliche Vorteile zuzuschreiben. Darüber hinaus bezweifelt der Kanton die Zweckmässigkeit einer Linienführung im Süden von Lustenau. Denn das Ziel der Verkehrsplanung im Rheintal ist es, eine Lösung für den gesamten Verkehrsraum zu finden. Diese Lösung kann nur eine Verbindung nördlich von Lustenau leisten.
Schliesslich würde eine vertiefte Prüfung der neuen Variante die Planungen um Jahre zurückwerfen. Eine rasche Entlastung der Bevölkerung vom Verkehr ist jedoch dringend notwendig.
Im Juli 2021 beschloss der österreichische Nationalrat eine erneute Überprüfung der S18. Er erteilte den Auftrag, mögliche Alternativen aufzuzeigen. Diese Untersuchungen wurden nun abgeschlossen.
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