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Infostelle
Römische
Umfassungsmauer
BASEL, 300 n. CHR.
Römische Umfassungsmauer
Eine emotionale Reise in die Vergangenheit
Am Originalfundort der römischen Umfassungsmauer erwarten Sie Impressionen des römischen Basels. Entdecken Sie die vielfältigen Details der damaligen Lebenswelt. Audiostorys erzählen bewegende Geschichten von Menschen, deren Grabsteine in der Befestigung verbaut waren. Die Grabsteine sind in der Informationsstelle ausgestellt.
Hier befindet sich die InfostelleSchlüsselberg 14
CH-4051 Basel
Im 3. Jahrhundert erschütterte eine Reihe von Krisen das römische Reich. Der Druck auf die Grenzen des Imperiums nahm zu. Um 280 n. Chr. wurde dessen Grenze an den Rhein zurückverlegt. In Basel wurde der Münsterhügel mit einer Befestigung umgeben. Sie war Standort römischer Truppen und bot der Zivilbevölkerung Schutz. Nach dem Bau der bis zu 8 Meter hohen Wehrmauer wurde die Siedlung im Innern der Befestigung kontinuierlich erweitert und verdichtet. Vor dem Haupttor entwickelte sich relativ rasch eine Vorstadt.
Der römische Kaiser Valentinian (321–375) überwachte den Ausbau der Grenzbefestigung und hielt sich im Sommer des Jahres 374 in Basel auf. In Kleinbasel liess er eine Festung errichten. Dabei wird der Name Basilia zum ersten Mal schriftlich überliefert.
Um 400 n. Chr. wurden zum Schutz Italiens römische Truppen von den Grenzen an Rhein und Donau abgezogen. Die zivile, mittlerweile christianisierte Bevölkerung blieb auf dem befestigten Münsterhügel zurück.
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Die imposante Umfassungsmauer war einst bis zu 8 Meter hoch. Die Errichtung einer ca. 1300 m langen Wehrmauer mit Toranlagen und vermutlich mit Türmen und Wehrgang setzt eine umsichtige Planung, eine gut funktionierende Logistik und bautechnisches Knowhow voraus. Sehr wahrscheinlich wurde das Bauprojekt deshalb vom römischen Militär geleitet und unterstützt.
Die in der Informationsstelle ausgestellten Grabsteine wurden 1861 im Bereich der Rittergasse 4 gefunden. Sie waren in die Umfassungsmauer eingebaut und stammen aus dem 1. bis 3. Jahrhundert.
Die Grabsteine geben Hinweise auf Menschen, die damals in der Region gelebt haben. Genannt werden eine romanisierte Keltin, ein freigelassener Sklave und ein thrakischer Veteran. Schlaglichtartig veranschaulichen sie die Zusammensetzung der römischen Gesellschaft, in der sich Einheimische und Zugewanderte vermischten.
Drei Audiostorys geben u. a. spannende Einblicke, wie die in den Grabinschriften genannten Menschen gelebt haben könnten.
Die Informationsstelle am Schlüsselberg 14 ist ausser in Schulferienzeiten mit dem Archäologie-Schlüssel zugänglich (erhältlich beim Empfang im Innern des Basler Münsters).
Der Eingang befindet sich auf dem Hof des Schulhauses zur Mücke.
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