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| Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).

Fünftes Buch
XI. Kapitel
77.
1. Mit Recht sagt er daher in dem großen Brief: "Denn das Göttliche läßt sich nicht mit Worten ausdrücken, wie das bei den übrigen Wissensgegenständen möglich ist, sondern wenn man sich lange Zeit mit dem Gegenstand selbst beschäftigt und mit ihm zusammenlebt, dann entsteht plötzlich, wie von einem aufflammenden Feuerstrahl entzündet, ein Licht in der Seele und nährt sich dann selbst."1
2. Ist das nicht ähnlich dem, was von dem Propheten Sophonias gesagt worden ist? "Und es nahm mich der Geist in die Höhe und trug mich in den fünften Himmel hinauf, und ich sah Engel, die Herren genannt wurden, und die Krone war ihnen vom Heiligen Geist aufs Haupt gesetzt, und der Thron eines jeden von ihnen leuchtete siebenmal heller als die aufgehende Sonne, und sie wohnten in Tempeln des Heils und priesen den unnennbaren höchsten Gott."2
1: Platon, Brief VII p. 341 CD.
2: Aus der Sophoniasapokalypse; vgl. A. Harnack, Gesch. d. altchr Lit. I S. 854; II 1 S. 572 f.