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Furka-Pass VS
Die frühe Furkastellung stützte sich vor allem auf das Artilleriewerk Galenhütten ab, das der Truppe 1894 übergeben wurde. Zudem war ein Furka-Reduit im Raum der Passhöhe erbaut worden. Mit verschiedenen Infanteriewerken wurde der Pass im Zweiten Weltkrieg von der 9. Division verstärkt (u.a. am Gletscherrand). Zudem befindet sich das moderne Artilleriewerk Fuchsegg mit 10,5 cm Panzertürmen im Bereich des Passes. Bekannt sind die grosse Unterkunft auf dem Pass sowie die Seilbahn-Verbindungen zur Versorgung.
Bekannte Objekte
- A8603 Infanteriebunker - Keine Infos
- A8604 Infanteriebunker
- A8605 Artilleriewerk Galenhütten
- A8606 Infanteriebunker
- A8607 Infanteriebunker: Dieser Bunker deckte den Zugang zum Artilleriewerk Galenhütten respektive den Furkapass über den Gletscher.
- A8708? Infanteriebunker - Keine Infos
- Unterkunft am Gletscher: Für die Truppen gedacht, die am Gletscherrand den rückwärtigen Zugang zum Art Wk deckte.
- Unterkunft an Zufahrt
- Unterkunft auf dem Pass
- Seilbahn Furka: Die Seilbahn führte vom Trasse der Eisenbahn auf die Höhe der Strasse und diente zur Versorgung der Truppen. Im Bereich der Berstation ist zudem eine Unterkunft sowie ein Unterstand vorhanden.
- A8630 Artilleriewerk Fuchsegg
Furka-Reduit
In derselben Zeit, wo über das Art Wk Galenhütten zur Bestreichung der Furka-Strasse sowie der geplanten Grimsel-Strasse von Gletsch diskutiert wurde, musste auch die eigentliche Verteidigung des Furka-Passes geplant werden. In der Gotthardfestung hatte die Furka jeweils nur mindere Priorität, doch ohne Bau- resp. Befestigungsarbeiten kam man dann doch nicht durch.
Doch von Anfang an: 1886 stand eine kleines Werk im Vordergrund, rund 500 m westlich des damals auf der Passhöhe stehenden Hotels gelegen. Als Armierung waren zwei 8,4 cm Feldgeschütze und zwei Mitrailleusen vorgesehen. Dazu ein Blockhaus nördlich über dem Werk, verbunden mit einer 150 m langen Mauer, bewaffnet mit zwei Mitrailleusen.
Im September 1888 waren neben dem Art Wk Galenhütten auf dem Pass noch drei Blockhäuser vorgesehen: beim Furka-Hotel, auf Furkaeck (ca 500 m westlich des Hotels) und am Blauberg, armiert jeweils mit 2-3 Maschinengewehren, dasjenige beim Hotel auch mit zwei 8,4 cm Kanonen. Im Juni 1889 wurden – auch für Vorbereitungsarbeiten auf der Furka – 600'000 Franken freigegeben.
Im März 1890 beschloss die Befestigungskommission nach einer erneuten Begehung u.a., dass auf dem Furka-Pass die Replistellung auf dem Südgrat des Furkahorns, das Furka-Reduit, in permanenter Bauweise zu erstellen, aber auf das Blockhaus auf dem Furkacol zu verzichten. Im selben Jahr begannen die Bauarbeiten am Furka-Reduit, 1892 wurden nur noch Ergänzungsarbeiten ausgeführt. Im Herbst 1894 übernahm die Festungsverwaltung u.a. das Reduit inkl. Zugangsweg, das sich auf einem Plateau am Südgrat des Furkahorns, 230 m über dem Passsattel, befand. Die Anlage lag isoliert und verfügte nur über ein beschränktes Schussfeld. Die Besatzung konnte in der Anlage wohnen, aber nicht gerade bequem. Wie dieses Objekt genau ausgestaltet und armiert war, ist derzeit offen.
Ohne weitere Quellen zu haben, ist auch die Positionierung dieses Reduits schwer. Es könnte aber sein, dass sich dieses aufgrund der bekannten Angaben auf dem Furkastock befand, wohin heute eine Luftseilbahn führt! Die überhöhte Lage wäre durchaus sinnvoll. Dort oben ist auch der Kommandoposten des höchstgelegenen Schiessplatzes der Armee, des Luft-Luft-Schiessplatzes Dammastock. Die kleine Kuppel, aus der die Scharfschiess-Ubungen auf Schleppsäcke geleitet werden, war früher als Kriegstower in St. Stephan montiert.
Am 30. März 1895 beantrage der Bundesrat der Bundesversammlung zwar, die Grimselverteidigung nicht zu bauen, aber einige minime Verbesserungen der Situation an der Furka zu bewilligen. Dazu gehörten Anlagen von Fahrwegen von der Furka auf einzelne Punkte, welche, als Artilleriestellungen benutzt, den Grimselübergang beherrschen, und von Fusswegen, auf welchen von der Furka aus die Grimselhöhe rascher und direkter erreicht würde (Kosten: 39'000 Franken).
Kurz darauf, am 30. November 1895, beantragte der Bundesrat einen Nachkredit von 5000 Franken für Vorstudien für die Erweiterung der Anlagen der Furka-Verteidigung. Die Resultate dieser Studien waren bereits in den Antrag von März eingeflossen.
In der Botschaft des Bundesrates betreffend das Budget für das Jahr 1901 vom 19. Oktober 1900 wurden u.a. 6000 Franken für die Erstellung von Ventilationskaminen und neuen Heizeinrichtungen im Furka-Reduit beantragt. Die Begründung dazu: „Die Unterstände im Furka-Reduit sind so feucht, dass sie im gegenwärtigen Zustande kaum bewohnbar wären. Es mangelt denselben an eben an Ventilation, und es muss sich dieser Fehler umso nachteiliger geltend machen, als die Räume infolge der Höhenlage des Werkes nur während einiger Monaten im Jahr geöffnet und gelüftet werden können.“
Quellen: div. Ausgaben Schweizerisches Bundesblatt, Botschaften des Bundesrates an die Bundesversammlung, Gotthard-Befestigung, Werner Rutschmann.
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