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Der vorliegende Kurzreport ist Teil einer Serie, in der die wichtigsten Ergebnisse des AR5 für einzelne Branchen und Sektoren zusammengefasst werden.
Kernergebnisse Klimawandel und Sicherheit:
- Der Klimawandel stellt eine zunehmende Bedrohung für Sicherheit und Frieden in der Welt dar. Die Auswirkungen des Klimawandels können die Existenzgrundlagen von Menschen bedrohen, unfreiwillige Migration verstärken und die Fähigkeit der Staaten einschränken, Sicherheit für ihre Bürger zu gewährleisten.
- Der Klimawandel verstärkt bereits bestehende Sicherheitsbedrohungen und vorhandene Verletzlichkeiten von Bevölkerungsgruppen. Indirekt kann er das Risiko gewaltsamer Konflikte erhöhen. In Ländern mit schwachen oder scheiternden Regierungen oder mit bereits bestehenden Konflikten sind die Risiken am höchsten. Diese besonders anfälligen Gesellschaften werden vermutlich überproportional stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sein.
- Die Reaktionen von Gesellschaften auf die Folgen des Klimawandels könnten die globalen oder regionalen Instrumente zu einem friedlichen Umgang damit überfordern. Besonders beunruhigend sind in diesem Zusammenhang die Vertreibung von Bevölkerungsgruppen durch Wetterextreme oder steigende Meeresspiegel, die Ausbreitung ansteckender Krankheiten sowie Nahrungs- und Wassermangel. Die Notwendigkeit großer humanitärer Hilfseinsätze wird wahrscheinlich zunehmen.
- Der Klimawandel wird es für Staaten schwieriger machen, die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten und Ressourcen zu teilen. Die zunehmende Knappheit von Ressourcen könnte die Konkurrenz zwischen Staaten erhöhen, und die steigenden Meeresspiegel könnten zu Streitigkeiten um Landesgrenzen führen. Folglich wird der Klimawandel die Sicherheitspolitik von Staaten zunehmend prägen. Starke Institutionen können einem weiteren Verfall von Sicherheit entgegenwirken.
- Der Klimawandel wird einen direkten Einfluss auf die Streitkräfte haben. Militärische Einrichtungen werden vom Anstieg der Meeresspiegel und anderen Auswirkungen des Klimawandels direkt betroffen sein. Auch Streitkräfte als Großverbraucher fossiler Brennstoffe werden ihre Treibhausgasemissionen senken müssen.
Source: Diese Publikation wurde erarbeitet und herausgegeben von der European Climate Foundation (ECF), dem Global Military Advisory Council on Climate Change (GMACCC) und dem Institute for Sustainability Leadership (CISL) der Universität Cambridge. Das Projekt wurde von der ECF initiiert und finanziert und vom CISL gefördert. Die deutsche Ausgabe wird von klimafakten.de in Zusammenarbeit mit der Stiftung Mercator herausgegeben.