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Zuhanden des heute tagenden EU-Agrarministerrats haben Italien, Frankreich und Österreich einen Brief eingereicht, in dem sie sich kritisch zum Laborfleisch äussern. Verfahren zur Lebensmittelproduktion, die auf künstlichen Zellen basierten, stellten eine Bedrohung für die bäuerliche Produktion und herkömmliche Produktionsmethoden dar, heisst es in dem Brief gemäss LZ-net.
Die Entwicklung dieser neuen Verfahren werfe «viele Fragen auf, die zwischen den Mitgliedstaaten, der Kommission, den Interessengruppen und der Öffentlichkeit gründlich erörtert werden müssen». Es brauche deshalb eine breite Debatte über Laborfleisch. Es gehe um Tierwohl und ökologische Aspekte, aber auch um die menschliche Gesundheit. Fraglich sei etwa, wie garantiert werde, dass Konsumenten über die Herstellungsmethoden der Produkte informiert seien.
All dies müsse diskutiert werden, bevor über eine Marktzulassung entschieden werde. Künstliche, zellbasierte Fleischproduktion sei insgesamt «keine nachhaltige Alternative zur ursprünglichen landwirtschaftlichen Produktion». Studien zeigten, dass energieintensive Prozesse bei Laborfleisch zu einer schlechten Klimabilanz führten. Die EU-Kommission müsse hier für eine «genaue und unabhängige, wissenschaftliche fundierte Informationsweitergabe» sorgen und Greenwashing-Kampagnen entgegenwirken.
Der Brief wird auch von weiteren Ländern unterstützt: Von Tschechien, Zypern, Griechenland, Ungarn, Luxemburg, Malta, Rumänien und der Slowakei.