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Alle polizeilichen Maßnahmen, die dazu dienen den Aufenthaltsort einer gesuchten Person zu ermitteln, fallen unter den Begriff Personenfahndung. Gesuchte Personen sind Tatverdächtige, Zeugen oder vermißten. Entsprechend dient die Ermittlung des Aufenthaltsortes der Festnahme, der Aufenthaltsermittlung oder der Feststellung des Auftretens. Sonderfälle der Personenfahndung sind die Alarmfahndung und die Zielfahndung, die mit besonderen polizeilichen Maßnahmen verbunden sind.
Die Fahndungsinstrumente
Zur Fahndung bedient sich die Polizei verschiedener Instrumente. Dazu gehört die Auswertung der telekommunikativen Verbindungsdaten aus Mobilnetz und Festnetz, das Nachverfolgen von Reisebewegungen durch Grenzkontrollen, das Auswerten von Passagierlisten und Fahndungsaufrufe in der Öffentlichkeit oder die Nutzung des Schengener Informationssystems. Auch die Daten von Behörden können ausgewertet werden, auch Angaben von Arbeitgebern oder aus dem sozialen Umfeld der Zielperson. Bei der Fahndung erfinden Zielfahnder auch Vorwände, um eine Person etwa in eine Behörde zu locken, um sie festnehmen zu können oder ihren Aufenthaltsort zu ermitteln. Bei Zielfahndungen arbeiten Menschen im Team, in manchen Fällen mit bis zu 20 Mitarbeitern. Das Kommando fixiert sich dabei immer nur auf eine zur Fahndung ausgeschriebene Person.