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Mittwoch, 20.9.2023
Besondere Sehenswürdigkeiten gibt’s in Panticosa nicht wirklich…. historische Kur- und Badeanlagen interessieren uns jetzt nicht, die Puente Viejo über den Río Caldarés haben wir gestern gesehen…. bleibt noch die Iglesia de la Asunción de Nuestra Señora (Kirche der Himmelfahrt Unserer Lieben Frau)…. immerhin ist die Kirche als Bien de Interés Cultural eingestuft…. trotzdem hält sich unser Interesse in Grenzen. 😀
Also fahren wir los….
…. Sabiñánigo liegt am Weg, dort ist ein Movistar-Shop, wir brauchen eine Data-SIM-Card
…. Jaca hat uns Regulas Sprachenfreund Arturo empfohlen
…. Aínsa und Alquézar gehören zu den Los Pueblos más Bonitos de España (zu den schönsten Dörfern Spaniens)
Sabiñánigo (aragonesisch Samianigo)…. landschaftlich wunderschön gelegen, erscheint uns der Ort nicht so sehenswert…. die gut 10’000 Einwohner verteilen sich neben dem Hauptort Sabiñánigo auf weitere 73 (!) Dörfer und Weiler in der Umgebung….
Sabiñánigo, tu puerta del Pirineo…. Sabiñánigo, Ihr Tor zu den Pyrenäen. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem touristischen Zentrum, von dem aus viele Skigebiete erreichbar sind.
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…. wir bleiben nur kurz hier, erledigen unser Anliegen bei Movistar und fahren weiter nach Jaca.
Jaca [‹xaka] (aragonesisch Chaca) hat 13’500 Einwohner und liegt am Río Aragón am Südrand der Pyrenäen etwa 20 km (Luftlinie) südlich der Grenze zu Frankreich. Die Stadt hat eine bewegte Vergangenheit. Während die Provinzstadt Huesca maurisch besetzt war, konnten Jaca und das Umland von den Mauren nie bezwungen werden. Als im Jahr 760 n. Chr. der maurische Statthalter Huescas einen Angriff auf die Stadt unternahm, wurde er in der Schlacht am Río Aragón durch die Soldaten von König Iñigos und des Grafen Aznar Galíndez zurückgeschlagen.
Ramiro I., seit 1035 der erste König Aragoniens, erhob Jaca zur Stadt und hielt hier ein Konzil ab. Ab dem Jahr 1063 liess er eine von Papst Nikolaus II. genehmigte Kathedrale, die heute als erste und wichtigste romanische Kathedrale am spanischen Jakobsweg, dem Camino Francés, betrachtet wird. Jaca wurde daraufhin bis zur Rückeroberung (Reconquista) Huescas unter Peter I. von Aragón im November 1096 Sitz der Bischöfe von Huesca.
Wir stellen uns in Jaca auf das Aparcamiento de Autocaravanas y Autobuses, ein kombinierter Parkplatz und Wohnmobile und Autobusse. Mal schauen, ob wir hier übernachten oder den Platz nur als Parkplatz nutzen.
Das Real Monasterio de las Benedictinas e Iglesia de San Ginés (Königliches Kloster der Benediktinerinnen und Kirche von San Ginés)
Das wertvollste Stück des Klosters ist der Sarkophag der Infanta Doña Sancha, Tochter von Ramiro I. und Schwester von Sancho I. Ramírez, beide Könige von Aragón. Dieser Sarkophag wurde 1622 von Santa Cruz de la Serós nach Jaca gebracht.
Das Kloster ist Teil eines Patrimonio de la Humanidad oder UNESCO-Welterbe.
Wir haben heute in Jaca ein seltenes Glück…. zuerst ist dieses Kloster geschlossen, später sind die Ciudadela de Jaca (Zitadelle von Jaca) geschlossen (wir sind um die Mittagszeit da, da ist zwar noch offen, aber es lohnt sich nicht mehr und später machen sie erst wieder um 16 Uhr auf, was uns zu spät ist) und die Catedral de San Pedro hat werktags von 9.00 – 10.30 Uhr offen und dann um 19.30 Uhr wieder…. merkwürdige Zeiten…. na gut…. dann bummeln wir halt durch die Altstadt! 😀
Das Ayuntamiento de Jaca (S. XV) (Rathaus aus dem 15. Jh.) in der Calle Mayor
Seltsame Kabelführung! 😂 😂
Das Casa La Rubia wird gerade renoviert oder restauriert…. ein modernistisches Gebäude von Francisco Lamolla aus den 1920er Jahren. Weitere Beispiele für den Modernismus in der Stadt finden sich auch der Webseite der Stadt.
So sah das Casa La Rubia 2012 aus
Hier geht’s zur Ciudadela de Jaca y Museo de Miniaturas Militares (Zitadelle von Jaca und Museum von militärischen Miniaturen)…. leider machen sie erst wieder um 16 Uhr auf…. aber 3 1/2 Stunden warten? Nein!
Auf der Webseite der Zitadelle sieht man einiges über das Innenleben…. die Sprache lässt sich auf DE umstellen!
Der Eingang zur Zitadelle
Und hier die ganze Anlage von oben…. sehr beeindruckend!
Die Catedral de San Pedro de Jaca…. die Westfassade…. die Kathedrale ist ziemlich eng eingebaut zwischen Plaza San Pedro und Plaza de la Catedral….
…. und das Westportal
Der Glockenturm….
…. und der südliche Portikus
Innen…. das Mittelschiff….
…. und der Chor und die Orgel
Originelles Detail der Orgel
Werbung für das Museo Diocesano de Jaca (Diözesanmuseum)…. die Werbung hilft nichts, wenn alles zu ist! 😀
Plaza de la Catedral
Wir gehen noch etwas Essen…. ein Menú del día im Restaurante Lilium….
…. als Vorspeise Migas…. sehr fein….
…. und Albóndigas als Hauptgericht, die man als Fleischbällchen übersetzen könnte. Beide Gerichte gibt es fast im ganzen Land (eher weniger an den Küsten), aber jede Region hat ihre speziellen Varianten davon.
Wir verlassen Jaca und machen und auf den Weg nach Aínsa…. wir kommen wieder durch Sabiñánigo…. in der Nähe von Fiscal an der Eje Pirenaico N-260 (Pyrenäenachse) mache folgende Fotos…. schade, ist es nicht ein wenig sonnig!
In Aínsa fahren wir zum Parking Municipal Aínsa, dort ist der hintere Teil des Parkplatzes für Wohnmobile vorgesehen…. Platz ist reichlich vorhanden…. 6€ pro Nacht ist mehr als ok!
Die Altstadt liegt auf einem Bergsporn zwischen den Flüssen Río Cinca und Río Ara…. und in die Altstadt gehen wir jetzt. Zuerst kommen wir am Ecomuseo de la Fauna pirenaica (Ökomuseum der Tierwelt der Pyrenäen) der Fundación para la Conservación del Quebrantahuesos (Stiftung für die Erhaltung des Bartgeiers)
Blick auf die Altstadt….
…. Richtung Pyrenäen zum Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido
Schöne Abendstimmung….
Ein paar Tapas gibt’s heute Abend noch auf der Plaza Mayor! 😀
Donnerstag, 21.9.2023
Wir gehen morgens noch einmal in die Altstadt von Aínsa…. in einem Gebäude des Castillo de Aínsa, das übrigens als Bien de Interés Cultural eingestuft ist, findet eine Ausstellung der Fotografin Judith Prat unter dem Titel Brujas (Hexen, Zauberinnen) statt.
Monumento a los Fueros del Sobrarbe (Denkmal für die Fueros von Sobrarbe)
Die Fueros de Sobrarbe sind als legendäre Fueros bekannt, die ersten seit der muslimischen Invasion der iberischen Halbinsel, die von den geflüchteten Christen in den Bergen des Sobrarbe durchgeführt wurden. Diese Fueros wurden erstmals im Fuero de Tudela erwähnt und dann von Jerónimo Blancas (höherer Chronist des Königreichs Aragon) in Aragonensium rerum commentarii (Kommentare der Dinge von Aragón) im Detail beschrieben.
Die Plaza Mayor
Einige Impressionen aus der Altstadt
Die Iglesia de Santa María…. ihr Bau begann Ende des 11. Jahrhundert und endete Mitte des 12. Jahrhunderts. Sie wurde im Jahr 1181 geweiht, das ist urkundlich festgehalten. Der Kreuzgang wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Der Baustil ist romanisch. Von Grösse und Nüchternheit ist dies eines der herausragendsten Beispiele der aragonesischen Romanik des Landkreises Sobrarbe.
Die Kirche ist zum Bien de Interés Cultural erklärt.
Das Mittelschiff
Noch einen Kaffee auf der Plaza Mayor….
…. Heute wirst Du Glück 🍀 haben!
Und dann geht’s weiter nach Alquézar…. wir nehmen die kürzere, kurvigere, aber landschaftlich schönere Route!
Blick auf Latorrecilla, das Dorf hatte 2019 noch 29 Einwohner!
Wir fahren durch den Parque natural de la Sierra y los Cañones de Guara…. hier sehen wir die Schluchten des Río Vero
Barranco de Malpaso (Schlucht)
Barranco de las Gargantas
Barranco Sarratanas
Wir erreichen Alquézar und werfen einen ersten Blick auf das Städtchen…..
…. tolle Landschaft…. das schauen wir uns morgen an….
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…. sehr lecker dort…. schöne Auswahl der Speisen…. und sehr freundliche Bedienung!
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