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Mitte Mai begannen die Räumungsarbeiten auf der Furka-Bergstrecke zwischen Realp (UR) und Oberwald (VS). Die Schneemengen, die die rund 40-köpfige Equipe antrafen, waren rekordverdächtig. Die Arbeiter mussten sich an manchen Stellen durch 17 Meter hohe Schneeberge kämpfen.
Zwölf Jahre restauriert
Die neue Saison auf der Furka-Bergstrecke ist geprägt von den ersten Einsätzen der neuen Dampflock HG 4/4 704. Gemäss Mitteilung wurde sie in den letzten zwölf Jahren von Grund auf restauriert. Sie soll die stärkste Schmalspur-Dampf-Zahnradlokomotive Europas sein.
Diese wurde 1923 von der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur gebaut und kam unter anderem im Vietnam-Krieg zum Einsatz. 1975 fanden die letzten Fahrten statt. 1990 wurde die Lokomotive in die Schweiz zurückgeführt. Im letzten Dezember erhielt die Lokomotive die unbefristete Betriebsbewilligung des Bundes.
Wie die Betreiber der Furka-Bergstrecke über Pfingsten mitteilten, ist die Strecke von Realp bis zur Station Muttbach-Belvédère geräumt und befahrbar. In den nächsten Tagen soll der Rest der Strecke auf Walliser Boden folgen.
Für die intensiven Räumungsarbeiten gibt es laut Mitteilung mehrere Gründe. Einerseits fiel im Januar ausserordentlich viel Schnee. Andererseits fiel auch noch im Mai immer wieder Schnee, weil die Temperaturen tief waren.
Die Furka-Bergstrecke wird am 22. Juni eröffnet.