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Departement Chemie und Angewandte Biowissenschaften
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Wie gestaltet man einen Enzo, der auf den ersten Blick erkennen lässt, dass es der Enzo des Departements Chemie und Angewandte Biowissenschaften (D-CHAB) ist? Und wie gestaltet man einen Enzo, ohne die klare Designsprache der Möbelgestalter nachteilig zu beeinflussen?
Ersteres ist leicht, denn die Chemie hat eine eigene, unverkennbare Sprache, die chemische Strukturformel. Letzteres ist ebenfalls leicht, wenn man beachtet, dass weniger mehr ist. Und was ist reduzierter als eine Strukturformel, die mit wenigen Strichen und Buchstaben eindeutig symbolisiert, was gemeint ist. Ein passendes Molekül, welches die Interdisziplinarität der Chemie symbolisiert, grossen Bezug zur ETH Zürich hat und unter dem sich jeder etwas vorstellen kann, war schnell gefunden: Vitamin B12. Dieses lebenswichtige Molekül, mit dem herausragende Forschungen an der ETH und zwei Nobelpreise verbunden sind, hat ausserdem fast die gleiche rote Farbe wie der Enzo. Damit war auch klar, wie das Design aussehen würde: Eine weisse Strukturformel auf dunkelrotem Grund und zwei kurze Texte zum D-CHAB und zum Molekül Vitamin B12, die nicht von der Schönheit dieses komplexen Moleküls ablenken.
Schwierig war es allerdings, die Struktur so zu zeichnen, dass keine wichtigen Bestandteile der Struktur von den Öffnungen auf der Liegefläche des Enzo verdeckt wurden. Vitamin B12 ist in der Tat ein komplexes Molekül. Deshalb gilt auch die Totalsynthese dieses Vitamins durch die Gruppen von Albert Eschenmoser (ETH Zürich) und Robert B. Woodward (Harvard University) im Jahr 1972 als Meilenstein in der Chemie.