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Beim Stemming werden Worte auf ihre Wortstämme reduziert und damit die Zahl der gefundenen Suchergebnisse maximiert. Der Begriff kommt aus der Linguistik. Stemming führt dazu, dass zum Beispiel die Wörter „Haus“, „Häuser“, „Hauses“, „Häusern“ usw. auf die Zeichenkette "Haus" reduziert wird. Durch das Stemming können sowohl verbesserte, als auch relevantere Suchergebnisse erzielt werden. In jedem Fall kommt es zu einer Erweiterung der Suchergebnisse. Gleichzeitig wird so der benötigte Speicherplatz verringert und die Suche verläuft schneller. Um ein Beispiel zu nennen: Wer den Suchbegriff „Suchmaschinenoptimierung“ sucht, erhält in den Ergebnissen ebenso die Begriffe „Optimierung“ und „optimieren“. Stemming wird von fortschrittlichen Suchdiensten eingesetzt. Im deutschsprachigen Raum nutzt Google das Stemming bereits seit dem Jahr 2004.
Um unterschiedliche Algorithmen für diese Suchfunktionen anbieten zu können, ist eine komplexe Programmierung nötig. Der Grund liegt auf der Hand: Für alle Sprachen muss dieser neu geschrieben werden. Daneben ist eine aufwändige Testphase nötig, bei der Textkorpora und praktische Anwendungen zum Einsatz kommen. Diese Phase kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, bis feststeht, dass auch alles perfekt arbeitet. Ein Beispiel für ein bekanntes Verfahren ist der so genannte Porter-Stemmer-Algorithmus. Bei deutschsprachigen Suchdiensten kommt Stemming allerdings kaum zum Einsatz.
Suchmaschinen, die ohne Stemming arbeiten, können mit einer Trunkierung durchforstet werden. Dabei wird nach Zeichenketten gesucht, die mit einem Sternchen markiert und abgekürzt werden.zur Übersicht