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In alter Zeit gab es zwei Formen des Kleinbuchstaben s — ein sogenanntes langes s für das Wortinnere und ein sogenanntes rundes s, das nur an Wortende und Wortfuge stand — und zwar in runden Schriften (die man auch lateinische Schriften oder Antiqua nennt) und in gebrochenen Schriften (etwas vereinfacht Fraktur). […] Bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert waren die Schreibweisen eher variabel (in jener herrlichen Zeit vor der orthographischen Konferenz in Berlin. Damals hat man gerade so anarchisch variabel geschrieben wie jetzt, nach der orthographischen Konferenz zu Wien).
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Gerdes, Martin
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