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AllgemeinAufgrund der um 99% liegenden Plasma-Protein-Bindung von Phenylbutazon verdrängt dieser Wirkstoff andere, weniger stark gebundene Substanzen und führt somit zu deren potenzierter Wirkung, wie dies zum Beispiel bei Cumarin, Digitoxin, Phenytoin, Sulfonamiden, Sulfonylharnstoffen, Valproinsäure und Warfarin der Fall ist (Conlon 1988).
Bei der kombinierten Gabe von Phenylbutazon mit potentiell lebertoxischen Wirkstoffen, besteht eine erhöhte Gefahr hepatotoxischer Reaktionen (Plumb 1995).
DigitoxinAufgrund von Enzyminduktionen im Verlauf einer Therapie mit Phenylbutazon, kommt es zu einem beschleunigten Abbau von Digitoxin (Ungemach 1994a).
FurosemidBei einer Kombinationstherapie mit Phenylbutazon, kann der diuretische Effekt von Furosemid abgeschwächt werden (Ungemach 1994a; Plumb 1995; Hinchcliff 1995).
Die Ausscheidung von Phenylbutazon wird bei kombinierter Gabe mit Furosemid beim Pferd gehemmt (Gronwall 1985).
Zusätzlich kommt es nicht zu den sonst unter dem Diuretikum beobachteten Wirkungen am Herz- / Kreislaufapparat, wie verändertes Herzschlagvolumen, verminderter Ventrikel- und Vorhofdruck in der rechten Herzseite und verändertem peripheren Widerstand (Hinchcliff 1995; Ungemach 1994a; Olsen 1992a).
Kaliumsparende DiuretikaBei der kombinierten Applikation von Phenylbutazon mit Kaliumsparenden Diuretika (wie dies zum Beispiel Spironolacton, Triamteren und Amilorid sind) besteht die Gefahr einer Hyperkaliämie (Ungemach 1994a)
KortikosteroideApplizierte Kortikosteroide werden von Patienten, die einer Phenylbutazontherapie unterliegen, aufgrund von Enzyminduktionen beschleunigt abgebaut (Ungemach 1994a).
Mit der kombinierten Applikation von Phenylbutazon und Glukokortikoiden kommt es zu einer Verstärkung der ulzerogenen Wirkung und erhöhter gastrointestinaler Blutungsgefahr (Ungemach 1994a).
PrednisolonEs besteht eine synergistische antiphlogistische Wirkung bei der Kombination von Phenylbutazon mit Prednisolon. Hierbei können die nötigen Dosierungen beider Wirkstoffe deutlich gegenüber der jeweiligen Monotherapie reduziert werden (Kietzmann 1996a).
LithiumDie Eliminations-Halbwertszeit von Lithium kann mit der Gabe von Phenylbutazon verlängert werden (Plumb 1995).
MethoxyfluranBei Patienten, bei denen eine Langzeittherapie mit Phenylbutazon angewandt wird, sollten Methoxyflurannarkosen vermieden werden (Cribb 1992).
Nichtsteroidale AntiphlogistikaMit der Kombination von Phenylbutazon mit anderen nichtsteroidalen Antiphlogistika kommt es zu einer Verstärkung der Nebenwirkungen. Hierbei bildet die Kombination mit Isopyrin eine Ausnahme (Ungemach 1994a).
AcetylsalicylsäureDie kombinierte Verabreichung von 50 mg/kg Acetylsalicylsäure mit 25 mg/kg Phenylbutazon wird als weniger toxisch gegenüber einer Monotherapie mit Phenylbutazon beschrieben (Ruckebusch 1983). Es finden sich in der Veröffentlichung allerdings keine Angaben zur untersuchten Tierart.
IsopropylaminophenazonEine Kombination von Phenylbutazon mit Isopropylaminophenazon im Verhältnis 1:2, führt beim Pferd zu einer verlängerten Eliminations-Halbwertszeit von Phenylbutazon auf 10,2 Stunden und einer Verminderung der Clearance auf 0,3 ml/kg/min (Ruckebusch 1983).
IsopyrinDie beiden nichtsteroidalen Antiphlogistika Phenylbutazon und Isopyrin führen bei kombinierter Anwendung beim Pferd, zu einer Wirkungsergänzung und einer gegenseitigen Verlängerung ihrer Eliminations-Halbwertszeiten. Dieses ist wahrscheinlich dadurch bedingt, dass beide Wirkstoffe gegenseitig ihre Biotransformation in der Leber beeinflussen und somit eine Wirkungsverlängerung bei gleichbleibender Dosis herbeigeführt wird (Hunt 1985; Ungemach 1994a).
PenicillinEs wird mit der Eingabe von Phenylbutazon die Elimination von Penicillin gehemmt, da es zu einer Verzögerung dessen renaler, tubulärer Seretion kommt (Plumb 1995; Ungemach 1994a).
Schilddrüsenhormon-TestIm Verlauf einer Phenylbutazontherapie werden Schilddrüsenhormon-Tests gestört (Ungemach 1994a).
ThiamylalDie kombinierte Verabreichung mit Thiamylal an Ponies, erzeugt für Phenylbutazon eine beschleunigte Ausscheidung. Beide Wirkstoffe zeigen eine hohe Affinität für Albumin und verdrängen sich somit zu einem Teil aus ihren Bindungen an diese. Dennoch kam es in der Studie nicht zu den klinisch bei Pferden gemachten Beobachtungen einer vertieften Barbiturat-Narkose bei mit Phenylbutazon vorbehandelten Patienten (Young 1994).
VitamineIn einer humanmedizinischen Publikation werden Todesfälle beschrieben, welche nach der Anwendung von Kombinationspräparaten von Phenylbutazon mit den Vitaminen B1, B6 und B12 auftraten. Zudem werden von den Autoren häufig auftretende Nekrosen am Injektionsort beschrieben (Thesen 1994).