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Bereits am 23. September dürfen die Bürger von Virginia, Minnesota und South Dakota - zusammen etwa 15 Millionen Menschen - ihre Stimme für die Demokratin Hillary Clinton oder den Republikaner Donald Trump abgeben.
Zwar sind den Umfragen zufolge weder South Dakota noch Minnesota wahlentscheidend. Aber Virginia steht auf der Kippe. Zudem folgen mit Iowa am 29. September und Ohio am 12. Oktober - etwa ein Monat vor dem eigentlichen Wahltag am 8. November - zwei Staaten, die als entscheidend für den Ausgang der Wahl gelten. Florida, ebenfalls ein wichtiger Staat, erlaubt die Abgabe ab dem 24. Oktober.
Insgesamt ist in 38 der 50 Bundesstaaten eine Stimmabgabe vor dem eigentlichen Termin zulässig, ob per Brief oder in bereits früher geöffneten Wahllokalen. Zahlen der US-Statistikbehörde zeigen, dass dieses "early voting" immer beliebter wird: Nutzten 1996 nur etwas mehr als ein Zehntel der Wähler die Alternativen zum klassischen Urnengang, gaben 2012 fast ein Drittel der Berechtigten ihre Stimme früher ab. In drei Bundesstaaten - Colorado, Oregon und Washington - gibt es heute nur noch die Briefwahl.
Ist Hillary Clinton besser aufgestellt?
Für die Kandidaten heisst das vor allem: Die Zeit wird knapp. "Bis zu 40 Prozent der Wähler in den frühen Staaten geben ihre Stimme ab", sagte Neil Newhouse, ein Mitarbeiter des Republikaners Mitt Romney 2012, der "New York Times". "Man kann nicht einfach über Nacht oder erst ein paar Wochen vorher loslegen und dann dort gewinnen." Wer sich dagegen früh in Führung wähnt, kann Ressourcen in andere, noch wackelige Staaten umschichten. Das habe Präsident Barack Obama vor vier Jahren in Nevada und Iowa ausgenutzt, berichtete die Zeitung weiter unter Berufung auf dessen ehemalige Berater.
Das Phänomen der frühen Stimmabgabe könnte ein Vorteil für Clinton sein. Seit Monaten weisen Experten darauf hin, dass ihr Wahlkampfteam besser aufgestellt und durchorganisiert ist. Ende August veröffentlichte der Sender PBS eine Studie, wonach Clinton in den 15 wichtigsten Bundesstaaten - darunter Virginia, Ohio und Florida - 291 Wahlbüros betrieb und Trump nur 88.
Anhänger des Republikaners halten dagegen, dessen unkonventioneller Wahlkampfstil sei effektiver und werde den Unterschied wettmachen. "Es sind die Menschen, die einen Wahlkampf ausmachen", sagte die für Florida zuständige Trump-Strategin Karen Giorno dem Sender. "Und wir verfügen über ein Heer an Menschen, das wir noch nicht eingesetzt haben."
(Reuters)