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«TOUT EST PARDONNÉ» steht auf der Titelseite der neusten Ausgabe des Satiremagazins «Charlie Hebdo». Es ist die erste Ausgabe nach den Attentaten von Paris, sie erscheint am Mittwoch. Übersetzt bedeutet «tout est pardaonné» «alles ist vergeben». Unter dem Schriftzug hält ein weinender Mohammed ein «Je suis Charlie»-Plakat in den Händen. Die aktuelle Ausgabe entstand in den Räumen der Zeitung «Libération». «Libération» veröffentlicht das Titelbild jetzt über Twitter. Es verbreitet sich rasch, zahlreiche User bezeichnen es als genial.
Das Magazin erscheint am Mittwoch. Die überlebenden Mitarbeiter von «Charlie Hebdo» sagten, dass es eine normale Ausgabe werde. Gérard Biard, der Chefredaktor, betonte, man wolle keine reine Trauerausgabe herausgeben, die an die getöteten Kollegen erinnere, sondern eine Zeitung wie seit 21 Jahren. Man wolle «keine Heulsusen» sein.
Der Anwalt des Magazins, Richard Malka, verkündete, es sei klar, dass man inhaltlich keinesfalls nachgeben werde nach dem Attentat. Auf die Frage, ob in der Ausgabe vom Mittwoch auch Karikaturen des Propheten Mohammed zu sehen sein würden, antwortete Malka: «Selbstverständlich.» Der Geist von «Charlie Hebdo» beinhalte auch das «Recht auf Blasphemie».
Die Ausgabe wurde am Montagabend fertiggestellt. Unterstützt von mehreren anderen Medien, erscheint «Charlie Hebdo» am Mittwoch in einer nie dagewesenen Millionen-Auflage. Gegen drei Millionen Exemplare sollen es sein. Das Heft wird in 16 Sprachen übersetzt.
Man habe Anfragen aus aller Welt bekommen, so der Vertrieb der Zeitschrift. Üblicherweise werden pro Ausgabe nur rund 4000 Exemplare ins Ausland verkauft, diesmal sollen rund 300'000 Hefte in 25 Länder geliefert werden. Angebote von fremden Zeichnern lehnte das Magazin ab. (feb)
Während der Verkehrsstreik in Frankreich abflaut, greifen radikale Gegner der Rentenreform zu rabiaten Methoden: Sie kappen den Strom, blockieren Häfen und stoppen Kraftwerke.
Ein Atomkraftwerk bestreiken – die französische Gewerkschaft CGT macht es vor. Am Mittwoch beschloss ihr Vorsteher Philippe Martinez einen kämpferischen Auftritt vor den Toren des Reaktors Gravelines (Nordfrankreich) mit dem Versprechen, die Arbeiter würden in dem Rentenkonflikt „nie nachgeben“. Der „Präsident der Ultrareichen“ - gemeint war Emmanuel Macron“ - solle daran denken, wenn er die Pensionsreform am Freitag durch seinen Premier Edouard Philippe vorlegen wolle.
Zahlreiche …