Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03387.jsonl.gz/374

Das Wichtigste in Kürze
- Die diesjährigen Filmfestspiele in Cannes gehen auf die Zielgerade.
- Ein Favorit auf den Hauptpreis Goldene Palme ist allerdings nicht auszumachen.
Vor dem Ende der Filmfestspiele in Cannes fehlt ein klarer Favorit für den Hauptpreis Goldene Palme. Mit den Dardenne-Brüdern, Cristian Mungiu oder James Gray waren viele Stammgäste im Wettbewerb vertreten, die die Kritiker aber nicht gänzlich überzeugen konnten.
Im Gegenteil setzte das Festival, das am Samstag endet, zwar auf viele bekannte Namen, aber wenige spannende Zugänge oder neue Talente.
Abschlusszeremonie am Samstagabend
Viel gesprochen wurde über den Wettbewerbsbeitrag «Triangle of Sadness». Die Satire des Schweden Ruben Östlund (der bereits 2017 eine Goldene Palme gewann) spielt auf einer Luxusjacht und karikiert die Welt der Superreichen. Der Film kam beim Publikum, nicht aber den Kritikern gut an.
Manche setzten auf «Armageddon Time»: US-Regisseur James Gray verarbeitet darin seine eigene Kindheit. Der Film folgt dem Leben des jüdischen Jungen Paul und seines schwarzen Klassenkameraden Johnny im New York der 1980er Jahre. Ausgehend von den Erfahrungen Pauls erzählt der Film von Rassismus und gesellschaftlichen Ungleichheiten in den USA.
Erst zweimal in der 75-jährigen Geschichte der Filmfestspiele gewann eine Frau die Goldene Palme. Die Abschlusszeremonie beginnt am Samstag um 20.30 Uhr.