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Er bedaure es beinahe, sich nicht nochmals für eine Legislatur zur Verfügung gestellt zu haben. Dies hatte der 82-jährige Louis Castella an der letzten Generalratssitzung der zu Ende gegangenen Legislatur vom Februar gesagt. Nun ist der Mitbegründer der SVP der Stadt Freiburg und ehemalige Generalrat verstorben.
«Für mich ist es ein Schock», sagt SVP-Generalrat Pierre Marchioni den FN. Loulou–wie ihn seine Kollegen nannten–habe zwar in den letzten Monaten einige gesundheitliche Probleme gehabt. «Wir hatten aber den Eindruck, dass es ihm wieder besser geht.»
Louis Castella sei ein eher zurückhaltender Mensch gewesen, sagt Pierre Marchioni. «Es brauchte einige Zeit, bis man ihn wirklich kannte. Für mich ist er jedoch zu einem sehr guten Freund geworden.» Auch sei Castella ein sehr hilfsbereiter Mensch gewesen–sowohl privat als auch, was die Politik betrifft. «Er war sehr engagiert. Wenn wir eine Kampagne lancierten, war er stets auf dem Marktplatz anzutreffen, wo er mit den Leuten diskutierte.»
Als SVP-Vertreter habe Castella zwar im rechten Lager politisiert, sagt Marchioni. «Er war aber eher moderat.» So sei er stets offen für Diskussionen gewesen und habe auch in der Sozialkommission mitgearbeitet. Obwohl er sich als Generalrat nicht mehr zur Verfügung gestellt hatte, sei er Mitglied der Sozialkommission geblieben, sagt Pierre Marchioni. «Er brauchte immer etwas zu tun.»