Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03550.jsonl.gz/2509

Die Schweiz hat die UN-Konvention über die Rechte des Kindes im Jahre 1997 ratifiziert. Artikel 44 verpflichtet die Staaten, in regelmässigen Abständen bei der UNO einen Bericht, um über Herausforderungen und Fortschritte in der Umsetzung der Kinderrechtskonvention zu informieren.
Staatenberichtsverfahren vor dem UN-Kinderrechtsausschuss
Die Staaten, welche die Kinderrechtskonvention ratifiziert haben, rapportieren in regelmässigen Abständen an den UNO-Kinderrechtsausschuss in Genf über den Stand der Umsetzung. Der UNO-Kinderrechtsausschuss schafft Vergleichbarkeit, listet Fort- und Rückschritte auf und erinnert die Entscheidungsträger an ihre Verpflichtungen gegenüber der Umsetzung der Kinderrechtskonvention.
Die Vertragsstaaten der Kinderrechtskonvention verpflichten sich dazu, zwei Jahre nach Ratifikation und danach alle fünf Jahre dem UN-Kinderrechtsausschuss («UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes») einen Bericht über den Stand der Umsetzung der Kinderrechtskonvention zu unterbreiten.
Mit fünfjähriger Verspätung hat die Schweiz im Juni 2012 den 2., 3. und 4. Staatenbericht zusammen veröffentlicht. Die Schweizer Delegation musste anschliessend im Januar 2015 vor dem UN-Kinderrechtsausschuss zur Situation der Kinder in der Schweiz Auskunft geben. In den am 4. Februar 2015 veröffentlichten «Abschliessenden Bemerkungen» (Concluding Observations) anerkennt der UN-Kinderrechtsausschuss die Fortschritte der letzten Jahre, fordert Bund und Kantone aber auch auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen und insbesondere verletzliche Kinder besser zu schützen.
Schattenberichte der Nichtregierungsorganisationen (NGOs)
Parallel zu den Regierungen erstellen Nichtregierungsorganisationen eigene Berichte (sog. NGO-Bericht oder Parallelberichte) zur Situation im Land. Dieser wird dem Ausschuss der UNO ausgehändigt. Der UN-Kinderrechtsausschuss nimmt diese Anmerkungen der NGOs jeweils in die Schlussbemerkungen zur Situation der Kinder im jeweiligen Mitgliedstaat auf.
UNICEF Schweiz hat gemeinsam mit dem «Netzwerk Kinderrechte» in den Jahren 2002 und 2009 Berichte veröffentlicht. Der aktuellste NGO-Bericht wurde im Mai 2014 dem UN-Kinderrechtsausschuss vorgelegt. UNICEF Schweiz hat diesen Bericht mitunterzeichnet und wurde als Mitglied der NGO-Delegation vor dem UN-Kinderrechtsausschuss zur Situation der Umsetzung der Kinderrechtskonvention in der Schweiz angehört.
Das Engagement von UNICEF in der Schweiz
- Anhörungsbroschüre für Kinder, Eltern und Fachpersonen im Scheidungsverfahren (2014) (am Ende der Seite können Sie die Broschüren herunterladen)
- false
- Vom Kinderschutz zum Kinderrechtsstaat (2010)
- Kinderhandel und die Schweiz (2007)
In der Schweiz liegt die entscheidende Verantwortung zur Umsetzung der Kinderrechte bei den Kantonen und Gemeinden. Die Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» fördert diesen Prozess gezielt und standardisiert das Verfahren zur Umsetzung der Kinderrechte im lokalen Umfeld.
Eine hohe Pflege- und Betreuungsqualität bei der Geburtshilfe und der ambulanten Nachsorge fördert das Stillen und stärkt die Mutter-Kind-Bindung. Schweizer Spitäler, die den Qualitätskriterien der «Baby Freundlichen Spital Initiative» (BFHI) von UNICEF und WHO entsprechen, verleiht UNICEF Schweiz das Qualitätslabel «Baby Freundliches Spital».