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Frühlings- Seidenbienen (Colletes cunicularius)
Seit der Woche vom 16. März 2020 können auf der Magerwiese auf der Dächshöldere (2637174/1262559) die Wildbienen wieder beobachtet werden. Damit sind sie rund zwei Wochen früher als letztes Jahr zu neuem Leben erwacht und schwärmen nun wieder zu Tausenden. Dabei scheinen sie ihr Wohngebiet sogar noch ein wenig erweitert zu haben, was wohl auch durch die rücksichtsvolle Bewirtschaftungsweise durch Pius Hasler begünstigt wurde.
Aus dem Leben der Frühlings- Seidenbienen
Zwischen März und Juni kann man ihnen begegnen. Im Frühjahr schlüpfen sie durch kreisrunde Löcher aus der Erde: Zuerst die Männchen, wenig später auch die Weibchen der Frühlings-Seidenbienen. Von den Männchen abgepasst werden die Weibchen sogleich begattet. Nach der Begattung graben diese Nisthöhlen in den weichen Boden. Sie bestehen aus einem Hauptgang und mehreren Nebengängen, wo die Brutzellen angelegt werden. Nachdem die Zellen mit einem Sekret ausgekleidet wurden, wird ein Gemisch aus Nektar und Pollen, ausschliesslich von Weiden, in die Zelle eingebracht und die Eier an die Decke geheftet. Die Zelle wird geschlossen und eine nächste angelegt. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven verzehren den Pollenvorrat und verpuppen sich dann. Die ersten Bienen sind ab August in den Brutzellen, überwintern aber zuerst, bis sie im nächsten Frühjahr aus den Höhlen kriechen.
Die Bienenart steht auf der Roten Liste der Bienen als stark gefährdete Art aufgrund von Habitatverlusten.
Quelle: Amanda Buol, naturschutz.ch, 07.04.2016