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Wir sind acht Milliarden. In diesen Tagen übertrifft die Weltbevölkerung erstmals diesen Meilenstein. Doch wie setzen sich diese acht Milliarden zusammen? Machen wir aus der Welt ein Ort mit 100 Einwohnenden, werden die grossen Trennlinien sichtbar.
Männer und Frauen gibt es im Welt-Dorf der 100 Einwohner genau je 50. Streng genommen sind 50,41 Prozent der Bevölkerung männlich. Es gibt also ganz wenig mehr Männer, bei einem Dorf von 100 Einwohnern ist dieser Unterschied aber nicht ausschlaggebend.
Deutlich weniger alte Menschen (über 65) als Junge (unter 15 Jahren) leben in unserm Dorf. Während 25 noch keine 15 Jahre zählen, können nur deren 10 auf ein Leben von über 65 Jahren zurückblicken.
Menschen aus Asien haben ganz klar die Überzahl in unserem Dorf. 19 davon stammen aus China, 18 aus Indien, 23 sind aus den weiteren asiatischen Ländern. Aus Europa kommen immerhin 10. Aus der Schweizer: niemand.
Auch sprachlich dominiert China. Während zwölf Dorfbewohner Chinesisch als Muttersprache angeben, ist die zweitgrösste Sprachgruppe nur sechs Personen stark. Sie sprechen Spanisch.
Während fast jeder Fünfte in unserem Dorf keiner Religion zugehört, bilden die Christen mit 31 Personen die grösste Glaubensgemeinschaft.
Von unseren 100 Menschen gelten gemäss der Weltbank 57 als Stadt- oder Agglo-Bewohner. 43 verteilen sich auf die eher abgelegenen Höfe unseres Ortes.
30 Personen sind arbeitslos oder haben zu wenig Arbeit, um davon leben zu können. Gleichzeitig halten sich Menschen in der Landwirtschaft und jene im Dienstleistungssektor in etwa die Waage.
Acht Personen in unserem Dorf leben offiziell in Armut. Die Weltbank passte die Armutslinie im September 2022 von 1.90 US-Dollar auf 2.15 pro Tag an. Fast die Hälfte der Bewohner muss mit weniger als 6.85 Dollar auskommen. Nur eine Person in unserem Dorf hat ein Vermögen von einer Million Dollar (aufgerundet).
46 (sechsundvierzig) Prozent des Vermögens in unserem Dorf gehören einer Person. Auf der anderen Seite des Spektrums müssen sich 55 unserer Einwohner mit einem Prozent des Gesamtvermögens durchschlagen, wie das Global Wealth Databook der Credit Suisse 2021 zeigt.
Hier gibt es keine exakten Zahlen. Aber die UNESCO berichtete im September 2022 von mindestens 770 Millionen Menschen, die nicht Lesen oder Schreiben können. Das wären in unserem Dorf dann rund 12 Personen. Einen Uni-Abschluss (oder vergleichbares) weist hingegen nur einer aus.
2022 besassen rund 1,45 Milliarden Menschen ein Auto. Heruntergerechnet auf unser Dorf bedeutet dies: 18 haben ein Auto.
Ganz gesund ist unser Dorf nicht unterwegs: Jeder Dritte im raucht, 14 Personen sind übergewichtig.
Gemäss UNO-Angaben sind per Mitte 2022 rund 103 Millionen Menschen auf der Flucht. Darin eingeschlossen sind Geflüchtete, Asylsuchende, Binnenvertriebene und andere schutzbedürftige Menschen. Für unser Dorf bedeutet dies: Eine Person ist auf der Flucht.
Wie die WHO im März 2022 bekannt gab, hätten nur 74 Menschen in unserem Dorf direkten Zugang zu sauberem Wasser. 15 weitere wohnen weniger als 30 Minuten entfernt von einer geprüften Wasserquelle, 4 sind dafür mehr als 30 Minuten unterwegs. 5 verwenden Wasser aus ungeprüften Quellen/Brunnen und 2 müssen sich von Oberflächenwasser bedienen.
Während 55 Menschen in unserem Dorf sichere sanitäre Anlagen benutzen, welche wir uns in der Schweiz meist gewohnt sind, haben 45 keinen Zugang zu sauberen Toiletten – oder gar keine sanitären Anlagen, wie wir sie kennen. Dies berichtet die UNO 2022.
In einem Jahr würden zwei Kinder zur Welt kommen und jemand sterben. Die Bevölkerung würde also um eine Person auf 101 anwachsen.
Das Dorf hätte im Jahr 2021 26'500 US-Dollar in Militärausgaben investiert. Und 2237 US-Dollar in Entwicklungshilfe.
Der Preis für russisches Öl ist im Januar offiziellen Angaben aus Moskau zufolge weiter gefallen - auf unter 50 US-Dollar pro Barrel (159 Liter). «Der Durchschnittspreis für Öl der Marke Urals hat sich im Januar 2023 bei 49.48 Dollar pro Barrel gebildet», teilte das russische Finanzministerium am Mittwoch der Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit. Das entspreche knapp 60 Prozent des Preises im Vorjahresmonat.