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Lüftungstechnische Anlagen
In der kontrollierten Zone besorgen Zuluft-, Abluft- und Umluftanlagen Belüftung, Heizung, Kühlung, Unterdruckhaltung und Klimatisierung. Die Lüftung in den Anlagen- und Betriebsräumen erfolgt überwiegend im Umluftbetrieb. Bei Normalbetrieb wird dem Sicherheitsbehälter nur etwa 1000 Kubikmeter Luft pro Stunde zugeführt bzw. entnommen. Aus den geringen Zu- und Abluftmengen ergeben sich kleine Querschnitte der Luftkanaldurchführung durch den Sicherheitsbehälter. In den Anlagenräumen, die das Reaktorkühlsystem beherbergen, können etwaige Verunreinigungen in der Raumluft durch den Teilstromfilter der Umluftanlage zurückgehalten werden.
Die lüftungstechnischen Anlagen sorgen für einen konstanten Unterdruck gegenüber den Betriebsräumen und der Aussenatmosphäre, sodass ständig eine gerichtete Luftströmung von den Räumen mit niedriger zu denen mit potenziell höherer Radioaktivität besteht. Durch die gestaffelten Unterdrücke wird ein Übertritt von kontaminierter Luft von den Anlagenräumen in die Betriebsräume verhindert.
Die aus dem Sicherheitsbehälter zur Unterdruckhaltung abgesaugte Luft wird in der Abluftanlage gereinigt, bevor sie über den Abluftkamin abgegeben wird. Die eingesetzten Aerosol- und Jodfilter haben einen Abscheidewirkungsgrad von über 99 Prozent. Die spezifische Aktivität der Abluft wird am Kamin überwacht. Messeinrichtungen erfassen die Aerosol-, Jod- und Edelgasaktivität sowie Radiokohlenstoff. In Verbindung mit der vorhandenen Luftmengenmessung wird damit der Gesamtaktivitätsausstoss kontrolliert.