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Dank den teils über tausend flugfähigen Samen, die jede einzelne Pflanze produziert, können beide Arten mit Hilfe des Windes rasch geeignete Standorte neu besiedeln. Einmal an einem Standort etabliert, sind sie nur noch schwer zu bekämpfen. Die Goldrute breitet sich weiter über ein dichtes Wurzelwerk aus und bildet so dominante Bestände.
Dort wo dieses Jahr ein einzelnes Einjähriges Berufkraut wächst, können es im nächsten Jahr schon Dutzende sein. Beide Arten breiten sich immer mehr im Landwirtschaftsgebiet und in Naturschutzgebieten aus. Landwirte sind verpflichtet, diese Neophyten in Biodiversitätsflächen zu bekämpfen. In Naturschutzgebieten müssen sie aufwändig gejätet werden. Deshalb ist es wichtig, dass diese Arten auch im Siedlungsraum bekämpft werden. Ansonsten breiten sie sich aus den Gärten immer wieder von neuem ins Landwirtschaftsgebiet und in Naturschutzgebiete aus.
Bekämpfung – gewusst wie
Goldrute (Kanadische und Spätblühende)
Ausreissen der Pflanze möglichst mit Wurzelmaterial. Entsorgung mit Kompostabfuhr (Vergärungsanlage). Da die im Boden zurückbleibenden Wurzeln immer wieder neu ausschlagen, müssen die Pflanzen meist über mehrere Jahre regelmässig ausgerissen werden.
Einjähriges Berufkraut
Mitsamt der Wurzel jäten. Blühende Exemplare im Hauskehricht entsorgen. Mähen oder abschneiden ist kontraproduktiv. Die Pflanze schlägt sofort wieder aus und beginnt von neuem zu blühen.