Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03181.jsonl.gz/970

Der Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS) hat an der Generalversammlung vom Donnerstag Jacqueline Aerne zu seiner neuen Präsidentin gewählt. Als Nachfolgerin des Lyrikers und Theaterschaffenden Raphael Urweider steht somit erstmals eine literarische Übersetzerin an der Spitze des Verbandes.
Jacqueline Aerne (51) ist in Ascona dreisprachig aufgewachsen. Sie studierte Italianistik, Kunstgeschichte sowie Germanistik an den Universitäten Basel und Bologna. Beruflich ist Aerne als Dozentin, Moderatorin und literarische Übersetzerin engagiert.
Gemeinsam mit der seit 2007 amtierenden Geschäftsführerin Nicole Pfister bildet Aerne somit erstmals in der Geschichte des AdS eine «weibliche Doppelführung», wie der Verband schreibt. Raphael Urweider erreichte nach sechs Jahren im Vorstand, darunter vier Jahre als Präsident, seine statutarische Amtszeit.
Zudem wurde mit der Autorin Annette Hug an der Generalversammlung ein neues Vorstandsmitglied präsentiert. Hug studierte zunächst in Zürich Geschichte und Musikwissenschaften, später in Manila «Women and Development Studies». Seit 2015 arbeitet sie als freie Autorin und literarische Übersetzerin.
Wie jedes Jahr wurden zudem die Auszeichnungen «plume de paon» sowie die «plume de plomb» verliehen. Der Verlag die brotsuppe durfte sich über die «plume de paon», also über die Pfauenfeder freuen. Der diesjährige Preis ist dem Bemühen gewidmet, literarische Übersetzerinnen und Übersetzer besser sichtbar zu machen, namentlich auf dem Cover eines Buches.
Die weniger rühmliche «plume de plomb», also die Bleifeder, ging an den Verlag Nagel & Kimche. Der Preisträger habe es unterlassen, Übersetzerinnen und Übersetzer prominenter auszuweisen.