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Wir untersuchen den Zusammenhang zwischen dem Verlust von Arten, dem Funktionieren eines Grasland-Ökosystems und der Futtererzeugung. Unser Untersuchungsgebiet liegt am Monte Generoso im Kanton Tessin und besteht aus zwei benachbarten, ungedüngten Trockenwiesen in Pree und Poma. Beide dienten noch um 1950 als Grundlage für je einen Milch produzierenden Familienbetrieb. Während die Wiese von Pree bis heute regelmässig gemäht wird, veränderte sich jene in Poma nach einem Bewirtschaftungsunterbruch von 1968 bis 1987 in ein Mosaik aus Birkenwald, Haselgebüsch und Grasbrache mit Fiederzwenke (Brachypodium pinnatum). Viele Wiesenarten und die wertvollsten Futterpflanzen gingen dabei verloren. Seit 1988 mähen wir eine ca. 200 m2 grosse, gehölzfrei gebliebene Fläche wieder regelmässig und bestimmen Artenzusammensetzung und Pflanzenmasse. Die vorerst ungebrochene Vorherrschaft der Fiederzwenke nahm über 20 Jahre allmählich ab, während die verdrängten Wiesenarten sich kaum wieder ansiedelten. Damit fiel der Ertrag um 45 % zurück und liegt jetzt deutlich unter dem Wert der artenreichen, nicht gedüngten Trockenwiese von Pree. Artenvielfalt versichert somit die Produktion von Futter, das durch extensive Bewirtschaftung von Grasland gewonnen werden kann.
Pflanzenbau
Spring J.-L-, Zufferey V., Verdenal T., Reynard J.-S., Lorenzini F., Bourdin G., Blouin A., Carlen C., Jermini M., Morisoli R., Ferretti M.
Aktuell werden fünf in der Schweiz gezüchtete Merlot-Klone über die Zertifizierung verbreitet. In einem mehrjährigen Versuch von Agroscope in Gudo (TI) konnten sie mit französischen und italienischen Referenzklonen verglichen werden, wobei sie ihre sehr guten Eigenschaften unter Beweis stellten.
Arbuskuläre Mykorrhiza-Pilze sind wichtig für gesunde Böden und gute Ernten. Eine europaweite Studie zeigt, dass Pflanzenschutzmittel diesen Pilzen zusetzen. Dadurch verringert sich ihre Fähigkeit, Pflanzen über die Wurzeln mit Phosphor zu versorgen.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.