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Die Erweiterung ist aus der Logik des Bestandes entwickelt; zusammen bilden sie eine Komposition mit Bezug zur Topografie, zum Orisbach, dem Regierungsgebäude und der Nachbarschaft.
Der Haupteingang, die Eingangshalle, die Schleuse und der Wartebereich liegen auf einer Achse. Diese ist um 45° geknickt und verbindet geometrisch den Bestand mit der Erweiterung. Am Ende dieser Achse führen eine Treppe und ein Lift in den öffentlichen Bereich vom Ober- und Untergeschoss.
Die Gerichtssäle sind überhoch und von drei Richtungen durch Oblichter erhellt. Räumlich und geometrisch sind die Gerichtssäle eine eigene Welt und schaffen so Distanz zum Alltag. Sie sind hierarchisch übergeordnet und geben Raum zum Zuhören, Denken und Richten.
Der interne Bereich wird über einen Nebeneingang im Norden erschlossen. Ein zentrales Treppenhaus verbindet alle Geschosse und alle internen Nutzungen miteinander.
Durch die verdrehte Setzung der Erweiterung und der Organisation der Gerichtssäle auf verschiedenen Geschossen entsteht ein Kantonsgericht mit einer einfachen und übersichtlichen Ordnung. Es ist im Betrieb effizient und flexibel und bietet für den städtischen Kontext einen Mehrwert.
Wettbewerb / 2019
Renderings Studio David Klemmer