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Sun kauft den SOA-Spezialisten SeeBeyond, veröffentlicht Teile von Java Enterprise System und des Sun App-Servers und kündigt eine Miet-Workstation an.
Sun Microsystems gibt heute die Übernahme des Software-Herstellers SeeBeyond für 387 Millionen Dollar in bar bekannt. SeeBeyond ist ein Spezialist für SOA (Service Oriented Architecture) und die Integration von unterschiedlichen Geschäftsapplikationen. SOA ist ein zunehmend populäres Konzept für den Bau von Software, wo einzelne Programme über voneinander unabhängige "Services" miteinander kommunizieren. Die Software von SeeBeyond soll als "Java System Integration Suite" in Suns JES (Java Enterprise System) integriert werden.
Gestern kündigte der kalifornische Server- und Unix-Spezialist die Veröffentlichung von zwei Bestandteilen seiner Java-Software-Umgebung an. Unter der eigenen Open-Source-Lizenz CDDL soll der Code der einfachsten Version des Application Servers und des System Enterprise Server Bus kostenlos verfügbar werden. Sun wurde in den letzten Jahren immer wieder kritisiert, weil der Code der Java-Umgebungen nicht veröffentlicht wurde. Nun hofft man, mit der Veröffentlichung des Betriebssystems Solaris und Teilen von JES mehr Entwickler auf die eigene Plattform locken zu können und damit langfristig gegenüber Microsofts .Net-Welt bestehen zu können.
Sun Applikationsserver ist allerdings im Vergleich zu Alternativen wie JBoss und Bea recht wenig verbreitet.
Einsteiger Workstation für $29.80 pro Monat
Ausserdem wurde gestern der Java-Welt eine sehr günstige Workstation, die sich besonders gut für die Software-Entwicklung eignen soll, vorgestellt. Die Ultra 20 Workstation gibt es für 29.80 Dollar pro Monat inklusive der Java-Entwicklungsumgebung von Sun und Support und Updates. Man kann die Kiste, die sich für Software-Entwicklung, CAD und wissenschaftliche Anwendungen eignet, auch für 895 Dollar (alle Preise gelten für die USA) ohne Software und Support kaufen.
180 Millionen für Studis, Wissenschafter und Game-Entwickler
Ebenfalls im Bemühen eine möglichst grosse Gemeinde für die eigene Software- und Hardwareplattformen zu gewinnen, hat Sun heute ein Subventionsprogramm für StudentInnen, Wissenschafter und Spiele-Entwickler angekündigt. Im Programm (gemäss Sun hat es einen Wert von 180 Millionen Dollar) sind Gratis-Software, Kurse, Online-Diskussionsgruppen, die Mitgliedschaft im Sun Developer Network und 10% auf Bücher bei Barnes & Noble enthalten. Zudem kann man sich für Stipendien in Form von kostenloser Soft- und Hardware bewerben. (Christoph Hugenschmidt)
(Interessenbindung: Sun Microsystems (Schweiz) ist als "Launch-Partner" ein wichtiger Werbekunde unseres Verlags.)