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Basisgrösse des Hitzewarnkonzepts
Aufgrund der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse werden die Hitzewarnungen des Bundes ab 1. Juni 2021 auf Basis der mittleren Tagestemperatur (Tmean) herausgegeben. Zuvor galt der Heat Index (HI) als Basis für die Hitzewarnungen (der Wert berechnet sich aus Lufttemperatur und relativer Luftfeuchtigkeit). Die Schwellenwerte der Warnungen wurden neu auf der Basis der Zunahme der Sterblichkeit bei Hitze festgelegt.
Die mittlere Tagestemperatur bringt mehrere Vorteile: sie ist eine robuste meteorologische Messgrösse, die nicht auf einzelnen Temperaturspitzen basiert, sondern den Durchschnittswert der Temperatur über 24 Stunden darstellt. Dadurch wird die nächtliche Temperatur miteinbezogen. Tmean wird in Grad Celsius angegeben und berücksichtigt weiterhin die Feuchtigkeit, wenn auch indirekt. Ist die Luftfeuchtigkeit hoch, kühlt die Luft nachts weniger stark ab. Eine höhere Nachttemperatur bewirkt folglich eine höhere mittlere Tagestemperatur. Des Weiteren kann die mittlere Tagestemperatur in langen klimatologischen Analysen verwendet werden, da Temperaturmessdaten für viele Stationen schon seit 1864 erfasst werden und aktuelle Werte mit früheren heissen Perioden vergleichbar sind.