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Ober Ruoggis 11200-1700 m) liegt höher, am
S.-Hang
des
Mättlistockes und
Twirren, umfasst 56 ha Fläche und ist in 20 Alpweidenrechte abgeteilt. 4
Hütten
in 1250 und 1572 m. Am Berghang w. und s. dieser Alpweiden steht der grosse, aus
Tannen bestehende Ruoggiswald, der bis zur
Sohle des
Klönthales hinunterreicht und Eigentum der Gemeinde
Glarus ist.
Werner von
Wildegg verkaufte das Dorf 1344 an den Herzog Friedrich von Oesterreich. 1521 tauschten der
Rat zu Bern
und die Edeln von
Hallwil
den Zehnten und die Abgaben von Rupperswil und
Schafisheim unter sich aus.
Der 1681 gegründeten Kirchgemeinde
Rupperswil schenkte ihr erster Pfarrer H.
Heidegger 8000 Pfund. 1173: Rubiswile.
(Piz)(Kt. Graubünden
und Glarus).
3623 m.
Höchster Gipfel des
Tödi, an der W.-Ecke dieses gewaltigen dreiseitigen Gebirgsstockes,
dessen übrige Gipfelpunkte als
Glarner Tödi (3601 m) und
Sandgipfel (3434 m) bezeichnet werden. Vom
Glarner Tödi
wird der Piz Rusein durch eine schwache und ziemlich flache Einsattelung getrennt, und von diesen zwei Hauptgipfeln senkt
sich das eisbedeckte Gipfelplateau nach N. zum
Sandgipfel. Der Piz Rusein fällt mit gewaltigen
Wänden einerseits
sw. zum
Val Rusein, andererseits nw. zum
Sandfirn und zur obern
Sandalp ab. Die beiden
Wände schneiden sich in einem kurzen,
schroffen W.-Grat, der gegen den Klein
Tödi verläuft.
Fridolinshütte (2156 m) oder von der Grünhornhütte (2451 m) aus über den Bifertengletscher und die Einsattelung zwischen
Glarner Tödi und Piz Rusein. Von dieser geht es über einen schmalen und ziemlich steilen Firnkamm w. auf den höchsten
Punkt. Nicht selten wird auch der Weg über den scharfen W.-Grat, vom Sandalppass her und s. unter dem
Klein Tödi durch, eingeschlagen. Seltener sind die Besteigungen von der Sandalp aus über die NW.-Wand oder aus dem Val Rusein
über die Gliemspforte oder die Porta da Spescha und zuletzt über O.- oder S.-Grat. Zum erstenmal 1837 bestiegen. S. auch
den Art. Tœdi.
(Val) (Kt. Graubünden,
Bez. Vorderrhein).
2350-1050 m. Eines der grössten linksseitigen Nebenthäler des Vorderrheinthales. Mündet zwischen
Disentis und Somvix (etwas näher dem letztern Ort) und reicht mit seinen obern Verzweigungen hinauf bis an den Tödi und seine
Nachbargebirge. Schon die Mündungsschlucht ist grossartig. Hohe, malerische, tannenbewachsene Wände schliessen sie ein,
unten braust in wilder Flucht der Ruseinbach dahin und stürzt dann in donnernden Kaskaden 90 m tief in den Rhein, beherrscht
von der auf einem Bergvorsprung tronenden, im Wald versteckten Ruine Hohenbalken.
Ueber die Schlucht setzt in kühnem Schwung eine zierlich gebaute Holzbrücke (45,5 m über dem Wasser und mit
56,2 m Lichtweite), und am Felsen erinnert eine Marmortafel an die drei grossen Erforscher des rätischen Gebirges: Arnold
Escher von der Linth, G. Theobald und Placidus a Spescha. Ein Fussweg führt im Waldesschatten hinauf in das eigentliche Val Rusein.
Nach etwa 1½ Stunden weitet sich das Thal und teilt sich in mehrere Arme. Der Hauptarm setzt die Richtung
nach N. fort.
Das Val Rusein bietet auch dem Geologen und Botaniker viel des Interessanten. Es ist zu einem grossen Teil in Protogin, Diorit
und Hornblendegesteine eingeschnitten, und das Hintergehänge (Piz Rusein, Klein
Tödi, etc.) zeigt auf krystalliner Grundlage
die Sedimentschichten vom Verrucano bis zum Hochgebirgskalk in kühnem Aufbau und in mehrfacher Wiederholung.
An Mineralien findet man schöne Bergkrystalle, Rauchtopase, Amethyste, Kalkspate, Epidot, Sphen etc. Die Verschiedenheit
der Felsunterlage, die Mischung der Bodenarten und die grossen Höhenunterschiede bedingen natürlich auch eine reiche Mannigfaltigkeit
der Flora, obwohl die Vegetation im ganzen eine sehr spärliche ist. Nach den Angaben des Eidg. Hydrometrischen
Bureaus in Bern
fallen von den 55,5 km2 des Val Rusein 30,1% auf Fels und Schutt, 10,2% auf Firn und Gletscher, 8,2% auf Wälder
und 51,5% auf die übrigen Gebiete.