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Bei der Zertifizierung von Bio-Weizensaatgut wird oft die erforderliche Keimfähigkeit nicht erreicht. Dies ist häufig auf einen zu starken Krankheitsbefall mit dem Erreger des Schneeschimmels, Microdochium nivale, zurückzuführen. Mit einer Warmwasserbehandlung könnte der Befall auf dem Saatgut wirksam bekämpft werden. Wegen des hohen energetischen Aufwands für die Rücktrocknung konnte sich dieses Verfahren in der Praxis jedoch nicht durchsetzen. Durch Beizung mit dem Bakterienprodukt Cerall® wird nur eine Teilwirkung gegen den Saatgutbefall mit M. nivale erzielt. Im Labor-Screening mit verschiedenen auf Pflanzen basierenden Produkten zeigte ein Präparat (‚B‘) eine gute Hemmwirkung auf das Myzelwachstum von M. nivale. Auch in mehreren in vivo Versuchen in der Klimakammer und in Feldversuchen konnte eine signifikante Wirkung durch eine Saatgutbehandlung mit Pulver aus dem Präparat ‚B‘ nachgewiesen werden, die nicht nur den Pflanzenaufgang verbesserte, sondern auch Ertragseinbussen vermindert hat. Die Herausforderung liegt darin, die Formulierung so weit zu entwickeln, dass das Präparat ‚B‘ als Produkt in Grossbeizanlagen eingesetzt werden kann.
Pflanzenbau
Stucky T., Hochstrasser M., Meyer S., Segessemann T., Ruthes A. C., Ahrens C. H., Dahlin P., Pelludat C.
Der Wurzelgallennematode Meloidogyne incognita verursacht Schäden in Feld- und Gewächshauskulturen. Agroscope-Forschende entwickelten einen neuen Screening-Test, um Bakterien zur Bekämpfung dieser Agrarschädlinge zu identifizieren.
Bei der CULTAN-Düngung wird Stickstoff als Ammoniumlösung in den Boden injiziert. Mehrjährige Versuche von Agroscope zeigen, dass das Verfahren die Stickstoffauswaschung um durchschnittlich 38 % reduziert, ohne die Erträge zu beeinträchtigen.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.