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Julian Schmutz hat sich vor einem Jahr entschieden, den EHC Biel zu verlassen und eine neue Herausforderung sowie eine neue Rolle im Emmental zu suchen. Diese scheint er nun auch gefunden zu haben – Julian Schmutz war in der vergangenen Saison der produktivste Schweizer Spieler der SCL Tigers.
Julian Schmutz – ein Stürmer, der weiss, wo das Tor steht.
Seine Karriere begann der mittlerweile 26 jährige Stürmer der SCL Tigers beim SC Langenthal, wo er die Juniorenstufen durchlief. 2009 wechselte der talentierte Stürmer zu den Junioren des SC Bern. In der Saison 2011/12 absolvierte er bei den Mutzen seinen ersten 3 Spiele in der National League. Er schaffte es allerdings noch nicht, sich beim Schlittschuhclub Bern durchzusetzen und kam bis 2014 lediglich auf 16 Spiele in der höchsten Spielklasse. So entschied sich Julian Schmutz, einen Schritt zurück zu machen, um später wieder zwei Schritte vorwärts zu machen. Er spielte 2014-2016 während zwei Saisons für den EHC Visp in der Swiss League, der zweithöchsten Spielklasse. Insbesondere in der zweiten Saison beim Walliser Verein lief es ihm fantastisch: 45 Spiele, 21 Tore, 34 Assists. Er lief gar als Topscorer für die Visper auf. So durfte Julian Schmutz auch in derselben Saison wieder National League Luft schnuppern – zum Ende der Saison 2015/16 beim EHC Biel. Der Flügelstürmer konnte die Seeländer von sich überzeugen und erhielt darauf einen Vertrag beim EHC Biel.
3 Saisons spielte er darauf für die Bieler, wobei er sich insbesondere in der ersten Saison bei den Seeländern sehr gut in Szene setzen konnte: 48 Spiele, 15 Tore, 14 Assists – bis heute seine stärkste Saison in der National League. In den beiden Folgejahren gelangen Schmutz dann nur mehr 18 Punkte (2017/18) respektive 9 Punkte (2018/19). Der Wechsel an der Trainerbande beim EHC Biel 2017 zu Antti Törmänen erwies sich für Schmutz nicht nur als Glücksfall. Törmänen sah für Schmutz eine Rolle vor, die ihn nicht restlos zu überzeugen vermochte. Trotzdem lernte Julian Schmutz auch in dieser Zeit sehr viel dazu. Am Ende war für Julian Schmutz aber klar: Es brauchte eine Luftveränderung, zumal Schmutz mehrheitlich in der 3. oder 4.Linie der Bieler eingesetzt, was ihn nicht wirklich glücklich machte. Schmutz unterschrieb 2019 bei den SCL Tigers.
In der letzten Saison lief Julian Schmutz nun also für die Tigers auf – und nach Anlaufschwierigkeiten konnte sich Julian Schmutz sehr gut in Langnau einleben, einbringen und zu alter Stärke zurückfinden: 49 Spiele, 11 Tore 10 Assists - dies bedeutete somit die zweitbeste NL-Saison seiner Karriere. Aufgrund der Corona-Virus Pandemie wurden die letzten beiden Spiele der Qualifikation unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt und dann am 12.März 2020 die Saison vor den Playoffs abgebrochen.
Für Julian Schmutz war es die fehlende Konstanz, die schliesslich eine bessere Platzierung verhinderte, obwohl die Ausgangslage zu Beginn des Jahres sehr gut war. Die einzelnen Nebenschauplätze ab Januar seien ebenfalls nicht spurlos an der Mannschaft vorbeigegangen. Trotz allem: Es wäre mehr möglich gewesen für die SCL Tigers in der Qualifikation.
In der Sportstory spricht der junge Familienvater über seine Zeit zuhause und über die Corona Situation. Ebenso erzählt Julian Schmutz, wie er das Saisonende mit den beiden Geisterspielen und den Abbruch der Saison erlebt hat. Wie geht er aktuell mit der Situation um, welche Sorgen umtreiben ihn? Ab dem 11.Mai dürfen Sportclubs wieder in Kleingruppen trainieren, allerdings unter Einhalten der Schutzmassnahmen des BAG. Wann, wie und in welcher Form die SCL Tigers das Training in Kleingruppen wieder aufnehmen ist noch nicht klar.
Auch zu den wichtigen Themen "Schlaf/Regeneration" und "Ernährung" gibt Julian Schmutz Auskunft, genau wie über die besonderen Typen seiner Mannschaft.
Ganz beeindruckt zeigte sich Julian Schmutz zudem von den unglaublichen (Spenden-) Aktionen der Fans der SCL Tigers, welche ihn bewegen. Es sei jedem im Team voll und ganz bewusst, welche Bedeutung und Strahlkraft die SCL Tigers für Langnau, das Emmental und die gesamte Region haben.
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