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Wer denkt schon daran, dass hochwüchsige Herbst-Astern, Lupinen, Yucca und andere oft kultivierte Gartenpflanzen ursprünglich aus Amerika stammen? Ihre Winterhärte zeigt, dass in weiten Teilen Nordamerikas ähnliche Klimaverhältnisse herrschen wie bei uns in Mitteleuropa.
Bemerkenswert viele nordamerikanische und ostasiatische Arten gehören denselben Pflanzenfamilien und -gattungen an, die auch in der Schweizer-Flora vertreten sind. Dies rührt daher, dass Nordamerika, Europa und Asien noch bis vor ca. 60 Millionen Jahren zusammenhängend waren. Bei der Artenwahl wurde darauf geachtet, in diesen drei Abteilungen je eine unterschiedliche Art derselben Gattung zu pflegen.
Die erdgeschichtlich sehr alten Gesteinsschichten der Appalachen im Osten Nordamerikas bestehen zur Hauptsache aus kristallinem Gestein mit saurer Reaktion. Dank einem Beet mit saurer Erde können in der Abteilung Amerika auch Arten aus diesen Lebensräumen gedeihen. Wohl die bekannte ist der Catawba-Rhododendron (Rhododendron catawbiense), der häufigste Rhododendron unserer Gärten, von dem viele Kultivare abstammen. Zusammen mit vielen anderen Arten schmückt er das Moorbeet.
Während im Frühling und im Sommer die Blüten für Farbe sorgen, sind es im Herbst die bunt verfärbten Blätter der amerikanischen Bäume und Sträucher. Auch hier im St.Galler Exil führen sie uns den legendären „Indian Summer“ vor Augen.