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Unwetter im Rückblick
Sturmflut durch Orkan "Britta"
Im Emsland sogar Tornado-Sichtung
Das Sturmtief "Britta" richtete am 31.10.2006 und 01.11.2006 im Norden zahlreiche Schäden an. Zunächst kames in Niedersachsen verbreitet zu heftigen Regenschauern mit einigen Sturmböen. Im Kreis Emsland wurdeam Nachmittag des 31.10.2006 in der Nähe von Emsbüren ein Tornado gesichtet. Auf einer Längevon 600 bis 800 Meter kam es zu großen Waldschäden. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt oder abgedreht. Die Schneise hatte eine Breite von 20 bis 60 Meter. Die Spuren des Tornados betrugen mehrere hundert Meter.
Am Folgetag wurden dann in den Morgenstunden an der Nordseeküste Orkanböen um 120 km/h gemessen, auf offener See sogar Spitzenböen bis 150 km/h. Im Kreis Aurich, Emsland und Wilhelmshaven knickten zahlreiche Bäume um und Dächer wurden abgedeckt. Im Kreis Leer ereigneten sich infolge umgestürzter Bäume zwei Verkehrsunfälle. Die Weser trat in einigen Bereichen über die Ufer. An Teilen der Küste und den vorgelagerten Nordseeinseln stieg die Flut nach Behördenangaben so hoch wie seit 100 Jahren nicht mehr. Zahlreiche Fähren in Niedersachsen stellten ihren Betrieb ein. An der Unterelbe stauten sich die Wassermassen zu einer Sturmflut, jedoch blieben die Wasserstände unter den Deichhöhen.
Eine Sturmflut suchte am Vormittag Hamburg heim. Nachdem am Morgen Teile des Hafens für Autos gesperrt wurden, kam die Hansestadt mit einem Pegelstand von 2,58 Meter über dem mittleren Hochwasser aber glimpflich davon. Teile des Fischmarktes waren überflutet. In der Nacht war ein Containerschiff im Hafen losgerissen, konnte aber mit Hilfe eines Schleppers wieder gesichert werden. Bei Wellenhöhen von mehr als zehn Metern kenterte am Morgen vor der Insel Schiermonnikoog ein niederländischer Seenotkreuzer. Die vier zunächst vermissten Seeleute blieben im Inneren des Schiffes unversehrt.