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Stamm hatte die Auszeit genommen, nachdem er sich bei zwei Gelegenheiten auffällig benommen hatte. Er tat dies in Absprache mit seiner Kantonalpartei. Die Frühlingssession brach Stamm ab. Mit seiner Teilnahme an der Sondersession vom 7. bis 9. Mai dauerte diese Auszeit rund zwei Monate.
In der Wintersession war der Nationalrat mit einem Koffer mit einer Million Euro Falschgeld in der Wandelhalle des Bundeshauses unterwegs.
Anfang März hatte er Aufsehen erregt, als er in Bern auf der Strasse ein Gramm Kokain für mehr als 40 Franken gekauft und dieses mit ins Bundeshaus genommen hatte. Mit der Aktion habe er die Politik aufrütteln wollen. Er sei erschüttert, wie einfach man mitten in Bern zu Drogen komme, sagte er zur Begründung.
Die Behörden sollten «aufräumen» und die Dealer stärker ins Visier nehmen, erklärte er in Interviews. Ob er nun selber wegen illegalen Drogenbesitz gebüsst werden könnte, sei ihm «egal». Die Berner Kantonspolizei, die Stamm selbst eingeschaltet hatte, nahm Ermittlungen auf.
Der 66-jährige Stamm ist seit 1991 Mitglied des Nationalrats, zuerst als Mitglied der FDP, nach einem Parteiwechsel dann in der SVP. Die Aargauer SVP nominierte ihn nicht mehr für die eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober.