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|NEWS - Meldungen|
10.02.2003 Australien
Klonschaf "Matilda" tot - ein weiteres Beispiel für die geringe Lebenserwartung geklonter Tiere
Das erste Klonschaf Australiens namens "Matilda" ist knapp dreijährig plötzlich gestorben. Schafe haben durchschnittlich eine Lebenserwartung von sieben bis zehn Jahren. Ihr Gesundheitszustand gab überhaupt keine Hinweise auf diesen überraschenden Tod. Beim Klonschaf handelte es sich gleichsam um das Aushängeschild des South Australian Research and Development Institute (SARDI).
Mysteriös ist nicht nur der Tod des Schafs, sondern auch die Tatsache, dass es kremiert wurde ohne dass die Todesursache mittels Autopsie eruiert wurde. Als Begründung liess das Institut verlauten, unter den heissen Sommerbedingungen habe sich der Kadaver schon so zersetzt, dass er sehr gestunken habe. Das Schaf war am Samstag Nachmittag noch gefüttert und am Sonntag Morgen tot aufgefunden worden. Klongegner kritisierten die schnelle Kremation, da die Ursache des Todes für immer im Ungewissen bleibe. Ein Vertreter des Gene Ethics Network erachtete die Erklärung des Instituts als nicht besonders plausibel.
Das Institut hatte im vergangenen Jahr seine Klonmethode überpfüft, da auf jedes "gesund" geborene Lamm fünf mit Anomalien kamen.
Kein Einzelfall
Auch geklonte Rinder sterben frühzeitig aus unerklärlichen Gründen. Die zweite in Australien geklonte Kuh starb letztes Jahr nur gerade zweijährig, ebenso wie 12 genetisch modifizierte geklonte Kühe, die mehr Protein in ihrer Milch produzieren. Die Ursache für den Tod dieser Kühe wird hautsächlich in der verwendeten Zelllinie vermutet, weniger bei der verwendeten Technik für die genetische Veränderung dieser Zellen.
Reuters, Mystery Over Death of Australia's First Cloned Sheep. 7. Feb. 2003
Deborah Smith, Deaths of 14 cloned animals a setback for gene experts. The Sidney Morning Herald 8. Feb. 2003