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Im Rahmen des Projekts Urban Green & Climate Bern (BFH-HAFL | Forschungsgruppe Internationale Waldwissenschaften und Klimawandel sowie Wald und Gesellschaft) hat Meteotest eine Analyse des Einflusses von Bäumen und Grünanlagen auf das Stadt-Klima durchgeführt.
Dazu wurden zwei temporäre Wetterstationen in den beiden Friedhöfen Schosshalde und Bremgarten, die von der Vegetation her Parks entsprechen, aufgebaut und betrieben. Zusammen mit den langjährigen Messstationen Bern-Zollikofen, Bern-Bollwerk und VonRoll wurde der Einfluss der Stadt und der Parke auf die Temperatur und die Feuchte im Verhältnis zum Umland analysiert.
Diese Unterschiede wurden für die einzelnen Standorte modelliert und die langjährigen, berechneten Zeitreihen zwischen 1931 und 2100 angepasst.
Es zeigt sich, dass der Einfluss des Stadteffekts beträchtlich ist. Die Unterschiede sind vor allem an den versiegelten Standorten zu beobachten. In den Parks sind die Unterschiede gegenüber dem Umland viel geringer.
Die Temperatur steigt im A1B Szenario (basierend auf dem 4. IPCC Bericht) im 21. Jahrhundert um rund 4°C an. Der Unterschied zwischen der Stadt und dem Umland beträgt rund 1°C.
Die Tropennächte nehmen markant zu – auch ausserhalb der Stadt, die Heizgradtage nehmen um 30% ab, die Anzahl Frosttage werden sich halbieren und Trockenheitsphasen werden vor allem ab 2050 markant ansteigen.
Es zeigt sich, dass der Einfluss des Stadteffekts beträchtlich ist. Die Unterschiede sind vor allem an den versiegelten Standorten zu beobachten.
Temperaturverlauf am Standort Bollwerk
Diese Grafik zeigt den Temperaturverlauf beim Bollwerk in Bern mit drei verschiedenen Annahmen wie sich das Klima in Zukunft entwickelt.
UHI (Urban Heat Island)
Die drei uhi Linien zeigen die Entwicklung mit dem Stadteffekt (Überbaut, keine Grünflächen).
ORI (Original)
Die drei ori Linien zeigen die Entwicklung des Klimaverlaufs ohne Stadteffekt (Sprich: der Standort Bollwerk ohne Gebäude).
regcm3 / rca /clm
Die verschiedenen Linien wurden mit drei verschiedenen Prognosemodellen berechnet.
hist
Der historische Temperaturverlauf, je einmal mit und einmal ohne Stadteffekt
Kontaktperson:
Leiter Energie & Klima