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12 Projekte nehmen an Open Doors 2014 teil
Open Doors, der Koproduktions-Workshop des Festival del film Locarno, widmet sich dieses Jahr hauptsächlich den englisch- und portugiesischsprachigen Ländern des subsaharischen Afrika. 12 Regisseure und Produzenten wurden ausgewählt und eingeladen, ihre Projekte in Locarno potenziellen Partnern vorzustellen.
Open Doors wird mit Unterstützung der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten durchgeführt. Die Initiative fördert Filmemacher und Produzenten aus Ländern des Südens und Ostens, in denen das unabhängige Filmschaffen noch auf unsicherem Fundament steht. Die Filmschaffenden können im Rahmen von Open Doors Kontakte zu potenziellen internationalen Partnern knüpfen, deren finanzielle Unterstützung für die Verwirklichung der Projekte benötigt wird.
Die zwölfte Ausgabe, die vom 9. bis 12. August durchgeführt wird, wendet sich hauptsächlich den englisch- und portugiesischsprachigen Regionen des subsaharischen Afrikas zu. Sie setzt damit den Fokus von 2012, als die französischsprachigen Länder südlich der Sahara beleuchtet wurden, fort. Die 12 ausgewählten Projekte sind:
• Aleluia von Zézé Gamboa (Angola)
• Faraway Friends von Teboho Edkins (Südafrika/Lesotho)
• Fig Tree von Alamork Marsha (Äthiopien/Israel)
• First Man von Jahmil X.T. Qubeka (Südafrika)
• Heart and Fire von Sol de Carvalho (Mozambik)
• Hot Comb von Caroline Kamya (Uganda/Niederlande)
• I Am Not a Witch von Rungano Nyoni (Sambia/Frankreich)
• Kula: A Memory in Three Acts von Inadelso Cossa (Mozambik)
• Territorial Pissings von Sibs Shongwe-La Mer (Südafrika)
• The Mercy of the Jungle von Joel Karekezi (Südafrika/Ruanda/Belgien)
• The Train of Salt and Sugar von Licinio de Azevedo (Mozambik/Portugal)
• Unbalanced von P. Sam Kessie (Ghana)
Nach Abschluss der viertägigen Workshops werden die herausragendsten Projekte mit folgenden Preisen ausgezeichnet. Der erste Preis im Wert von 50 000 CHF wird von Open Doors gemeinsam mit der Stadt Bellinzona und dem Produktionsfonds Visions Sud Est, der ebenfalls von der DEZA unterstützt wird, vergeben. Ein zweiter Preis in der Höhe von 7000 Euro wird durch das CNC (Centre national du cinéma et de l’image animée) verliehen, während ARTE eine Auszeichnung in der Höhe von 6000 Euro überreicht.
2014 werden die Bildungsangebote der Workshops weiter ausgebaut. Neben den Ateliergesprächen, die aktuelle Probleme von Produktion und Verleih des unabhängigen Kinos thematisieren, wird dank einer neuen Partnerschaft mit dem Torino Film Lab für einige Projekte auch eine Drehbuch-Unterstützung angeboten. Eines der ausgewählten Projekte wird zudem an der nächsten Ausgabe der Turiner Veranstaltung teilnehmen können.
Eine zweite Neuerung wird dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Producers Network des Marché du Film von Cannes präsentiert. Drei von Open Doors selektionierte Projekte werden eingeladen, während des Festivals in Cannes 2015 an der renommierten Veranstaltung teilzunehmen.
Open Doors wird in enger Zusammenarbeit mit dem Industry Office des Festivals del film Locarno sowie den folgenden Partnern organisiert: ACE (Ateliers du Cinéma Européen), EAVE (European Audiovisual Entrepreneurs) und Producers Network Marché du Film (Festival de Cannes). Zudem konnte sich diese Ausgabe auf die Mitarbeit von Alex Moussa Sawadogo abstützen – einem Experten für afrikanischen Film und Leiter des Festivals Afrikamera in Berlin.
Nebst den Angeboten für Filmschaffende gibt es auch einen Programmteil, der für das Festivalpublikum bestimmt ist: Die Open-Doors-Screenings präsentieren eine Reihe von Werken, welche exemplarisch das Filmschaffen der involvierten Länder vertreten; dieses Programm wird am 16. Juli gleichzeitig mit dem gesamten Line-up des Festivals bekanntgegeben.
Die 12. Ausgabe von Open Doors findet vom 9. bis 12. August im Rahmen des 67. Festival del film Locarno (6.–16. August 2014) statt.
Unter www.pardo.ch sind die Projektdossiers einzusehen.
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