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STUMMFILM
|DER
INTERNATIONALE

STUMMFILM
|Herbert
Beerbohm Tree

1853 - 1917
|.

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Der Schauspieler und Manager Herbert Beerbohm Tree war der Sohn eines deutschen Geschäftsmannes und gilt heute als einer der drei wichtigsten Figuren der späten viktorianischen und der beginnenden edwardischen Periode. Seine verschwenderisch inszenierten Stücke und die Betonung des Visuellen übte eine Art Vorreiterrolle des späteren Kinos aus.
Er begann seine Schauspielkarriere 1876 auf Englands Bühnen und überzeugte speziell als Falstaff."
Ab 1885 führte er das Haymarket Theater, zwölf Jahre später war er für "His Majesty's Theatre" verantwortlich. Er verkörperte dabei oftmals die Hauptrollen in den von ihm produzierten Stücken und er avancierte zu einer der bedeutendsten Theaterpersönlichkeiten Englands.
Einer seiner ganz grossen Erfolge war die Erstaufführung von George Bernard Shaws "Pygmalion" 1914, wo er die Rolle des Prof. Higgins spielte.
Wegen Herbert Beerbohm Trees Liebe zum Visuellen verwundert es nicht,
dass er zu einer Zeit, als seine Kollegen über das aufkommende Filmgeschäft
die Nase rümpften, bereits mit dem Medium in Kontakt kam.
Der Film blieb zwar in den kommenden Jahren eine Nebenbeschäftigung, dennoch entstanden weitere Filme mit ihm als Schauspieler, darunter "Henry VIII" (11) und "Trilby" (14).
Als er 1916 in den USA verweilte, produzierte D.W. Griffith mit Beerbohm Tree in der Hauptrolle den Film "Macbeth" (16), schliesslich übernahm er zudem eine Statistenrolle in D. W. Griffiths Film "Intolerance" (16). Seine letzte filmische Arbeit war "The Odd Folks at Home" (16).
Nebst der Schauspielerei gründete Herbert Beerbohm Tree auch die
"Royal Academy of Dramatic Art" im Jahre 1904.
Herbert Beerbohm Tree war ab 1882 mit der Schauspielerin Maud Tree verheiratet. Ihre Tochter Viola Tree wurde ebenfalls Schauspielerin und Iris Tree erlangte als Dichterin Bekanntheit.
Treue war im Leben von Herbert Beerbohm Tree nicht gerade gross geschrieben, insgesamt zeugte er sieben uneheliche Kinder, darunter den später berühmten Regisseur Carol Reed und Peter Reed, dessen Sohn wiederum Oliver Reed war, der ebenfalls als Schauspieler zu Weltruhm gelangte.
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