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Die Schweiz hat am 28. Mai 2021 mit Thailand eine Absichtserklärung zum Klimaschutz unterzeichnet. Dieses Joint Statement legt den Grundstein für ein Abkommen, welches es der Schweiz ermöglicht, CO2-Emissionen mit Projekten in Thailand zu kompensieren. Die Unterzeichnung fand in Anwesenheit von Bundesrätin Simonetta Sommaruga und dem thailändischen Umweltminister Varawut Silpa-archa virtuell statt. UVEK-Vorsteherin Sommaruga betonte, der Klimaschutz sei für beide Länder eine wirtschaftliche Chance.
Die Schweiz hat sich im Rahmen des Pariser Klimaübereinkommens verpflichtet, bis 2030 ihren Treibhausgasausstoss gegenüber dem Stand von 1990 zu halbieren. Dieses Ziel wird die Schweiz vor allem mit Massnahmen im Inland erreichen. Das Übereinkommen von Paris erlaubt es den Staaten aber auch, ihre eigenen Emissionen durch Klimaprojekte im Ausland zu kompensieren. Die dort erzielten Emissionsverminderungen können sie an ihr nationales Reduktionsziel anrechnen. Dabei ist sicherzustellen, dass die erzielten Emissionsverminderungen nicht doppelt – im betreffenden Land und in der Schweiz – angerechnet werden. Auch müssen im Zuge der Klimaschutzprojekte der Naturschutz und die Menschenrechte respektiert und die nachhaltige Entwicklung gefördert werden. Die Schweiz hatte am 20. Oktober 2020 den weltweit ersten Vertrag dieser Art zur Umsetzung von Klimaschutzprojekten mit Peru abgeschlossen. Kurz darauf folgte ein ähnliches Abkommen mit Ghana. Für ein drittes Abkommen mit Senegal hat die Schweiz im Februar 2021 eine Absichtserklärung unterzeichnet.
Am 28. Mai 2021 hat die Schweiz nun eine Absichtserklärung für ein entsprechendes Abkommen mit Thailand unterzeichnet. Damit ist der Grundstein gelegt für ein Klimaschutzabkommen, welches es der Schweiz ermöglicht, CO2-Emissionen über Klimaschutzprojekte in Thailand zu kompensieren. Die Unterzeichnung dieses Joint Statement fand anlässlich des 90-jährigen Bestehens der bilateralen Beziehungen zwischen Thailand und der Schweiz in Bangkok statt.
Die Generalsekretärin des Thailändischen Umweltamts (Office of Natural Resources and Environmental Policy and Planning, ONEP), Raweewan Bhuridej, und die Schweizer Botschafterin in Thailand, Helene Budliger Artieda, haben die Absichtserklärung im Rahmen einer Videokonferenz unterzeichnet. Vor Ort war auch der thailändische Umweltminister Varawut Silpa-archa. Bundesrätin Simonetta Sommaruga verfolgte die Unterzeichnung via Videokonferenz von Bern aus. Sie bekräftigte, griffige Regeln für Klimaschutzprojekte im Ausland seien wichtig, und wies auf die wirtschaftlichen Vorteile hin, welche gemeinsame Investitionen in den Klimaschutz beiden Ländern bringen.