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Die Interventionsstudie verfolgt das Ziel, die Anzahl eingelegter transurethraler Dauerkatheter (DK), die DK-Liegedauer und damit die Rate nosokomialer Katheter-assoziierter Harnwegsinfektionen (HWI) am KSA zu reduzieren. Zum Erreichen dieses Zieles wurden drei Interventionen implementiert:
Stufe 1: Einführung einer verbindlichen Liste (Kriterienkatalog) mit DK-Indikationen und Alternativen zur DK-Einlage auf Notfall und Abteilung.
Stufe 2: Übergabe der Verantwortlichkeit für das Ziehen transurethraler Dauerkatheter an das diplomierte Pflegepersonal.
Stufe 3: Elektronischer Alert im elektronischen Patientendossier KISIM. Das Erinnerungsfenster erscheint ab 3. Tag nach Einlage eines Blasenkatheters alle 48 h und verlangt eine Rechtfertigung fürs Belassen des DKs.
Als Baseline wurden die Monate Juli–November 2013 analysiert. Bei 243 DK mussten wir 89 nosokomiale Harnwegsinfektionen (37%) dokumentieren. Die Intervention I mit dem Kriterienkatalog und der Übergabe der Verantwortlichkeit fürs DK-Ziehen an das Pflegepersonal zeigte einen positiven Effekt auf die DK-Tage. Durch die restriktive Indikationsstellung für einen Blasenkatheter konnte insbesondere die Rate von aus Komfortgründen für das Pflegepersonal eingelegten DK signifikant reduziert werden.