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Mika Häkkinen ist als der coole, ruhige Finne bekannt, der Michael Schumacher und das wiedererwachte Ferrari-Team in den späten 90er-Jahren herausgefordert hatte. Der Doppelweltmeister kämpfte sich nach einer lebensgefährlichen Verletzung an die Spitze zurück, um seine Titel zu gewinnen.
Häkkinen begann im Alter von fünf Jahren Go-Kart zu fahren und hatte gleich in der ersten Runde einen Unfall.
Er liess sich aber nicht abschrecken, fuhr weiterhin Kart und gewann bis im Alter von 18 Jahren fünf Kartmeisterschaften. Dann arbeitete er sich im Single-Seater an die Spitze und gewann 1990 die britischen Formel-3-Meisterschaften.
1990 kam es auch zur ersten bemerkenswerten Begegnung mit Schumacher. Im Grand Prix von Macao fuhr er hinter dem Deutschen auf Position zwei mit Aussicht auf den Sieg. Doch beim Versuch, Schumacher zu überholen touchierten die beiden und Häkkinen schied aus.
Häkkinens Name ist schon fast ein Synonym für McLaren. Seine Formel-1-Karriere begann er aber auf Lotus. Nach einer starken Leistung in seinem Debütrennen 1991 beim Grossen Preis der USA in Phoenix erlitt er einen Motorschaden. 1993 wechselte Häkkinen zu McLaren und musste sich zuerst als Testfahrer verdienen, bis er Stammpilot wurde. Bei seinem Debüt am Grand Prix von Portugal packte er seine Chance und qualifizierte sich gegen den dreifachen Weltmeister und Teamkollegen Ayrton Senna.
Ein Podestplatz im nächsten Rennen in Suzuka sicherte ihm einen Stammplatz für das kommende Jahr zu. Da Senna zu Williams wechselte, wurde Häkkinen zur Nummer eins des Teams. Es folgten viele weitere Podestplätze, doch der erste Sieg liess auf sich warten. 1995 verunfallte Häkkinen in Adelaide im Training schwer. Eine Notfallbehandlung auf der Rennbahn rettete ihm das Leben, und beim nächsten Saisonstart sass er bereits wieder am Steuer. Es folgten zwei starke Jahre, 1997 gewann er in Jerez schliesslich seinen ersten Grand Prix, ein für Häkkinen sehr wichtiger Sieg.
1998 gewann er in Melbourne den Saisonauftakt, sieben weitere Siege sollten im selben Jahr folgen. Häkkinen wehrte Michael Schumacher ab und konnte sich in Japan in der letzten Runde zum Weltmeister krönen lassen. In der nächsten Saison fiel Schumacher aus, nachdem er sich in Silverstone ein Bein gebrochen hatte. Nun war Eddie Irvine Häkkinens stärkster Gegner.
Auch 1999 fiel die Entscheidung im letzten Rennen. Häkkinen genügten fünf Siege, um seinen Titel zu verteidigen, was ihm gelang.
2000 gewann erneut Schumacher die Weltmeisterschaften und es begann eine Zeit, in der Ferrari dominierte. Nachdem er 2001 nur zweimal siegreich war, beendete Häkkinen seine Sportkarriere.