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Herausforderungen für die Schweizer Geldpolitik
Jean-Pierre Roth, Präsident des Direktoriums
Bankiertag der Schweizerischen Bankiervereinigung, Lugano, 14.09.2001
Jean-Pierre Roth beschreibt in seiner Rede zunächst die Risiken der aktuellen Wirtschaftslage sowie das geldpolitische Konzept der Nationalbank. In einem Umfeld, das von einem Rückgang des Wirtschaftswachstums, von der Internationalisierung der Märkte und der europäischen Währungsintegration gekennzeichnet ist, führt die Nationalbank eine autonome Geldpolitik, bei der die Transparenz einen hohen Stellenwert hat und deren Ziel die Sicherung der Preisstabilität in der Schweiz ist.
Roth erörtert dann die Mittel, welche die Nationalbank für die Erfüllung ihrer Aufgaben braucht, und stellt die Neuerungen vor, welche die Revision des Nationalbankgesetzes bringt. Die Nationalbank wehrt sich dagegen, den Erlös aus dem Verkauf der überschüssigen Goldreserven auf Dauer zu verwalten, weil sie dadurch in Interessenskonflikte geriete. Mit der Revision des Nationalbankgesetzes soll die Nationalbank zusätzliche Kompetenzen bei der Überwachung der Zahlungssysteme und der Wertschriftenabwicklungssysteme erhalten.