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Russische Wirtschaftsberater bilden dort Wissenschafter, Ingenieure und Techniker aus, die früher für militärische Nuklearprojekte gearbeitet haben und jetzt ohne Ressourcen dastehen, und beraten und unterstützen sie. Das Ziel ist, deren Kompetenzen für langfristig erfolgreiche Projekte zu gewinnen und Arbeitsplätze zu schaffen. So soll die Abwanderung verhindert und sichergestellt werden, dass ehemalige Spezialisten für Auslegung und Bau nuklearer Sprengsätze nicht in Versuchung geraten, ihr Wissen und ihre Erfahrung für Geld in falsche Hände weiter zu geben.
Das Entwicklungszentrum Schelesnogorsk wird vom DOE im Rahmen seines Nonproliferationsprogramms unterstützt, dies auf Ersuchen der russischen Regierung. Russland rüstet wie die USA Kernwaffen ab und möchte aus den amerikanischen Erfahrungen lernen, wie der entsprechende Wirtschaftssektor erfolgreich zu "zivilisieren" ist. Im Fall von Schelesnogorsk sind es Mitarbeiter des DOE Pacific Northwest National Laboratory, die ihre Erfahrung bei der Umwandlung des ehemaligen militärischen Standorts Hanford in ein ziviles Kompetenzzentrum an ihre russischen Kollegen weitergeben werden. Zwei weitere internationale Entwicklungszentren sollen nach diesem Modell nächstes Jahr in den früher geheimen russischen Städten Sarow und Sneschinsk entstehen.
Quelle
P.B. nach Mitteilung des US DOE, 2. November 1999