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IBM übernimmt mit der Mainframe-Tool-Veteranin Candle eine langjährige Partnerin und Konkurrentin. Candle wurde 1976 gegründet und ist auf Infrastrukturmanagment-Tools für Mainframeumgebungen spezialisiert. Über die finanziellen Aspekte der Übernahme wurde nichts mitgeteilt. Der geschätzte Preis liegt bei 350 Millionen Dollar.
IBM versucht mit der Candle-Übernahme Löcher im eigenen Angebot zu stopfen sowie die rund 3000 Kunden an sich zu binden. Das Produktportfolio der Kalifornier überschneidet sich allerdings recht stark mit Angeboten von IBMs Tivoli-Abteilung. IBM
müsse nun sicherstellen, dass die Candle-Kunden wegen Unsicherheiten über die weitere Pflege der einzelnen Produkte nicht zur Konkurrenz abspringen, raten darum Analysten. Konkurrent Computer Associates (CA) spottet derweil, IBM müsse eine alternde Firma übernehmen, um das eigene Angebot aufzufrischen.
Candle sah sich aufgrund des sich im Zuge von Utility Computing zuspitzenden Verdrängungskampfs nicht mehr in der Lage, als spezialisierter Anbieter zu bestehen. Die Kunden wollen einen Anbieter für die ganze Infrastruktur, so Candle-Chef Andy Mullins. Candle hatte so die Wahl, sich entweder sehr stark auszubreiten oder sich schlucken zu lassen. IBM verhindert durch den Kauf unter anderem auch, dass die Candle-Werkzeuge in die Hand von Konkurrenten wie CA
oder BMC
fallen.