Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03604.jsonl.gz/1155

Andrés Orozco-Estrada © Werner Kmetitsch
Sie haben noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier.
Andrés Orozco-Estrada © Werner Kmetitsch
05.
Sep
Donnerstag
19.30
Sinfoniekonzert 18
Wiener Philharmoniker | Andrés Orozco-Estrada | Leonidas Kavakos
Dieses Werk liegt Leonidas Kavakos besonders am Herzen: das Violinkonzert des Österreichers Erich Wolfgang Korngold, der schon als Wunderkind gefeiert wurde und später als Filmkomponist in Hollywood für Furore sorgte. Das rettete ihm das Leben, denn als die Nazis 1938 in sein Heimatland einmarschierten, war er gerade in Kalifornien und konnte so der Verfolgung entgehen, die ihn als Jude erwartet hätte. Im 1945 entstandenen Violinkonzert greift Korngold auch Filmmelodien auf und bettet sie in einen prachtvollen, spätromantischen Orchestersatz. «Musik bleibt Musik», glaubt Kavakos. «Die Tatsache, dass Korngold Filmmusik geschrieben hat, macht ihn nicht zu einem schlechteren Komponisten.» Antonín Dvořák wiederum liess sich von Negro Spirituals und indianischen Melodien zu seiner legendären Sinfonie aus der Neuen Welt inspirieren. Die Wiener Philharmoniker haben für dieses Konzert den 41-jährigen kolumbianischen Dirigenten Andrés Orozco-Estrada ans Pult gebeten: einen charismatischen Maestro und glänzenden Kommunikator, der als Chef des Houston Symphony Orchestra und des hr-Sinfonieorchesters längst Massstäbe setzt.
Wiener Philharmoniker © Richard Schuster
Wiener Philharmoniker
Am 28. März 1842 gaben die Mitglieder des k.u.k. Hoforchesters unter der Leitung von Otto Nicolai im Grossen Redoutensaal ein Konzert, das die Geburtsstunde der Wiener Philharmoniker markiert. Bis heute gelten die seinerzeit festgelegten Prinzipien: Danach können zum einen nur Musiker, die im Orchester der Wiener Staatsoper (der damaligen Hofoper) engagiert sind, aufgenommen werden. Zum anderen werden alle Entscheidungen von der Hauptversammlung in künstlerischer, organisatorischer und finanzieller Eigenverantwortlichkeit getroffen. Im Jahr 1877 trat das Orchester beim Salzburger Musikfest erstmals ausserhalb Wiens auf, anlässlich der Pariser Weltausstellung 1900 erfolgte unter der Leitung von Gustav Mahler das erste Auslandsgastspiel. Neben Mahler haben auch Wagner, Verdi, Bruckner, Brahms und Richard Strauss am Pult der Philharmoniker gewirkt; Hans Richter, Felix Weingartner, Wilhelm Furtwängler und Clemens Krauss zählten zu den Musikalischen Leitern. Ab 1933 wurde das Prinzip eines festen Chefdirigenten zugunsten einer engen Zusammenarbeit mit herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der Zeit aufgegeben, wobei vor allem Karl Böhm, Herbert von Karajan und Leonard Bernstein wichtige Kapitel zur Geschichte beisteuerten. Die Wiener Philharmoniker haben seit ihrer Gründung rund 9.000 Konzerte bestritten und in allen fünf Erdteilen gastiert. Seit 1922 nehmen sie an den Salzburger Festspielen teil, seit 1957 an LUCERNE FESTIVAL, und überdies sind sie heute ständiger Gast der Wiener Festwochen sowie der Salzburger Mozartwoche und gestalten eigene Konzertzyklen in New York, Paris, London und Japan. Höhepunkte einer jeden Saison bilden das in über neunzig Länder übertragene Neujahrskonzert und das Sommernachtskonzert Schönbrunn, dem bis zu 100.000 Menschen beiwohnen. Exklusiver Partner der Wiener Philharmoniker ist Rolex.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 1. September 1957 mit Werken von Schumann, Barber und Beethoven.
Weitere Informationen finden Sie unter www.wienerphilharmoniker.at.
Juli 2018Weitere Termine
Andrés Orozco-Estrada © Martin Sigmund
Andrés Orozco-Estrada
Leonidas Kavakos © Marco Borggreve
Leonidas Kavakos
Leonidas Kavakos, 1967 in Athen geboren, begann als Fünfjähriger mit dem Geigenspiel. Sein Studium absolvierte er bei Stelios Kafantaris am Konservatorium seiner Heimatstadt und bei Josef Gingold an der Universität von Indiana. 1985 ging Kavakos als Sieger aus dem Sibelius-Wettbewerb in Helsinki hervor, 1988 gewann er die «Naumburg Violin Competition» in New York und den «Premio Paganini» in Genua. Seitdem tritt er als Solist mit vielen renommierten Orchestern auf, etwa mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig und der Dresdner Staatskapelle, dem Philadelphia Orchestra und der Filarmonica della Scala, dem Chicago Symphony, dem Los Angeles oder dem New York Philharmonic. Dirigenten wie Riccardo Chailly, Daniele Gatti, Valery Gergiev, Bernard Haitink, Mariss Jansons und Sir Simon Rattle waren dabei seine Partner am Pult. Zunehmend widmet sich Leonidas Kavakos auch selbst dem Dirigieren und leitete das London, das Boston und das Houston Symphony Orchestra, das Budapest Festival Orchestra, das New York und das Rotterdam Philharmonic, die Wiener Symphoniker, das Chamber Orchestra of Europe sowie das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin. 2017/18 prägte er als «artist-in-residence» das Programm des Amsterdamer Concertgebouw und des Wiener Musikvereins; 2018/19 nimmt er diese Position beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks ein. Im Bereich der Kammermusik spielt Kavakos u. a. im Trio mit Emanuel Ax und Yo-Yo Ma, aber auch mit Renaud und Gautier Capuçon, Hélène Grimaud und Yuja Wang zusammen. Sein Zyklus aller Beethoven-Sonaten mit Enrico Pace wurde 2013 mit dem «Echo Klassik» ausgezeichnet. 2014 erhielt er den «Gramophone Artist of the Year Award». Zuletzt veröffentlichte er im Herbst 2017 sämtliche Brahms-Klaviertrios mit Ax und Ma. Leonidas Kavakos, dem 2017 der Sonning-Musikpreis verliehen wurde, spielt die Stradivari «Willemotte» aus dem Jahr 1734.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 29. August 1999 bei einem Beethoven-Schnittke-Konzert mit Kim Kashkashian und Natalia Gutman.
Juli 2018Weitere Termine