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Zeitformen einfach lernen mit Videos, Übungen, Aufgaben & Arbeitsblättern
Einleitung Zeitformen
Die Verben werden im Deutschen nicht nur nach der Person und Numerus, dem Modus und dem Genus Verbi konjugiert, sondern auch nach der Zeit. Mit Hilfe der verschiedenen Zeitformen kannst du dich auf Ereignisse in der Vergangenheit, Gegenwart und in der Zukunft beziehen. Die Zeitformen werden auch Tempora genannt, die Mehrzahl von Tempus, der lateinischen Bezeichnung für Zeit.
Im Deutschen gibt es insgesamt sechs Zeitformen:
Vergangenheit
- Perfekt (vollendete Gegenwart)
- Präteritum (Vergangenheit)
- Plusquamperfekt (Vorvergangenheit)
Gegenwart
- Präsens (Gegenwart)
Zukunft
- Futur I (Zukunft)
- Futur II (vollendete Zukunft)
Präsens (Gegenwart)
Das Präsens ist die am häufigsten verwendete Zeitform im Deutschen. Du benutzt sie, wenn du dich auf Ereignisse in der Gegenwart oder bereits feststehende Handlungen in der Zukunft beziehen willst. Für die Bildung des Präsens lässt du die Infinitivendung -en weg und hängst die folgenden Endungen an:
Bsp.: Ich gehe in die Schule. Timo malt ein Bild
Perfekt (vollendete Gegenwart)
Das Perfekt verwendest du, um auszudrücken, dass ein Ereignis oder eine Handlung in der Vergangenheit abgeschlossen wurde. Dabei möchtest du vor allem die Folge oder das Ergebnis der Handlung hervorheben. Die Zeitform des Perfekt wird in der gesprochenen Alltagssprache zumeist anstelle des Präteritum verwendet.
Für die Bildung dieser Zeitform benutzt du die Präsensform von sein/haben und das Partizip II des Verbs:
Bsp.: Ich bin in die Schule gegangen. Timo hat ein Bild gemalt.
Präteritum (Vergangenheit)
Das Präteritum verwendest du – ähnlich zum Perfekt –, um über ein abgeschlossenes Ereignis oder eine Handlung in der Vergangenheit zu sprechen. Der Unterschied zwischen diesen beiden Zeitformen ist, dass das Präteritum eher in der geschriebenen Sprache auftaucht, also in Erzählungen oder Berichten. Für die Angabe von Fakten oder Zuständen in der Vergangenheit wird fast immer das Präteritum verwendet. Für die Bildung des Präteritums lässt du die Infinitivendung -en weg und hängst die folgenden Endungen an den Verbstamm an:
Bsp.: Ich ging in die Schule. Timo malte ein Bild.
Plusquamperfekt (Vorvergangenheit)
Die Zeitform Plusquamperfekt wird auch Vorvergangenheit genannt, denn du beziehst dich damit auf Ereignisse, die vor einem bereits erwähnten Ereignis in der Vergangenheit (Präteritum) liegen. Das Plusquamperfekt kann also nur in einem Satz auftauchen, wenn in einem anderen Satz eine Form des Präteritums verwendet wird. Für die Bildung des Plusquamperfekts benutzt du die Präteritumsform von sein/haben und das Partizip II des Vollverbs:
Bep.: Ich war bereits in die Schule gegangen, bevor meine Oma anrief. Timo hatte das Bild fertig gemalt, als seine Mutter nach Hause kam .
Futur I (Zukunft)
Die Zeitform des Futur I beschreibt eine Absicht oder eine Vermutung, die du über die Zukunft äußerst. Wenn du dir bereits sicher bist, dass ein Ereignis in der Zukunft eintritt, kannst du auch das Präsens benutzen. Du bildest das Futur I mit der Präsensform von werden und der Infinitivform des Vollverbs:
Bsp.: Ich werde in die Schule gehen. Timo wird ein Bild malen.
Futur II (vollendete Zukunft)
Obwohl das Futur II auch vollendete Zukunft genannt wird, kann sich diese Zeitform auch auf die Vergangenheit beziehen. Du verwendest das Futur II, wenn du eine Vermutung ausdrücken willst, dass etwas bereits geschehen ist oder in der Zukunft passiert sein wird. Wenn du das Futur II für eine Vermutung über ein Ereignis in der Zukunft benutzen willst, musst du immer eine Zeitangabe dazu schreiben, sonst könnte man es als Aussage über Vergangenheit verstehen, z.B.:
- Er wird die Zeitung gelesen haben. (Vergangenheit)
- Er wird die Zeitung am nächsten Sonntag gelesen haben.
Für die Bildung dieser Zeitform benutzt du die Präsensform von werden, das Partizip II des Vollverbs und die Infinitivform des Hilfsverbs sein/haben:
(Zukunft)
Bsp.: Ich werde in die Schule gegangen sein. Timo wird ein Bild gemalt haben.