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Millimeterband und Bradelband
Diese beiden Einbandarten sind sich ähnlich. Beide Techniken sind typische bibliophile Einbandtechniken.
Der Bradelband - benannt nach dem französischen, in Deutschland arbeitenden Buchbinder Alexis Pierre Bradel - entstand im 18. Jahrhundert. Der Band zeichnet sich durch einen Tiefen Falz aus. Im Gegensatz zum Franzband wird hier ein "Gebrochener Rücken" um den abgepressten Rücken gearbeitet. Dieser wird bezogen. Die Deckel - mit einem anderen Material bezogen - werden anschliessend so angesetzt, dass eine Rille als Gelenk verbleibt. Dadurch lässt sich dieser Band besser als der Franzband öffnen.
Der Millimeterband, häufig auch "Dänischer Millimeterband" genannt zeigt die gleiche Konstruktion. Hier jedoch wird der Rücken erst nach dem Ansetzen der Deckel bezogen. Das Bezugsmaterial reicht hier knapp auf den Deckel (1-2 mm). Der restliche Teil des Deckels wird mit einem anderen Material bezogen.
BuchKunst Florian Wolper, 2019