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Der um 1120 gestiftete Templer Orden stellte sich die Aufgabe, christliche Pilger im Heiligen Land zu schützen. Als Gründer werden mehrere französische Ritter unter Führung von Hugo von Payne, des Gründer des Zisterzienserordens,
war unter den ersten Tempelrittern. Das war insofern wichtig, weil die gewalttätige Praxis der Tempel bald in die Kritik geriet: Heiligmässiges Leben und Todschlag passten nicht zusammen. Der bald nach seinem Tod heilig gesprochene Bernhard verteidigte die Ordensritter, weil das Töten von Heiden dem Ruhme Christi diene. Er verschaffte dem Templerorden die Anerkennung in der Heimat, die ihm Zulauf und vor allem die Übertragung von Grundbesitz und Untertanen brachte. Innerhalb kurzer Zeit gehörte der Orden zu den reichsten Grundbesitzern in Frankreich und Spanien. Auch in England und Deutschland kam er zu ansehnlichen Besitz. In Berlin erinnert noch der Name des Stadtteils Tempelhof an den früheren Templerbesitz.
Reichtum brachte insbesondere die Finanzierung der Kreuzzüge. Die Ritter, die in Heilige Land aufbrachen, schenkten dem Orden manchmal ganze Gutshöfe, damit Sie dann im Nahen Osten Kredit hatten und jede Art von Unterstützung bekamen, von Lebensmittel bis zu Pferden und Bewaffnung. Das Geschäft lohnte sich so sehr, das die Templer im 13 Jahrhundert zur bedeutendsten Finanzinstitution und zum grössten Geldverleiher in Frankreich wurden. Der Pariser Tempel galt um 1300 als das Zentrum des europäischen Geldverkehrs. Hier wurden die Gelder deponiert, die der Papst nördlich der Alpen von seinen Kirchen einziehen lies, angeblich 800.000 Pfund um Jahr. Ein Beitrag, der dreimal so hoch war wie der Etat des französischen Königs. Der Tempel von Paris war der Geldgeber der französischen Könige, er wurde zur Staatskasse und faktisch zur königlichen Finanzverwaltung.
Es gab viele Gründe, Misstrauen gegen eine so mächtige Institution aufkommen zu lassen. Es führte jedenfalls dazu, das sich Papst Clemens V. und der französische König Philipp lV 1307 verbündeten und gemeinsam die Liquidierun des Finanzkonzerns betrieben. Der Papst beschuldigte die Tempel der Ketzerei, der König war deshalb als christlicher Herrscher legitimiert, gegen sie vorzugehen. Die Tempelritter wurden verhaftet, viele von Ihnen angeklagt, einige wegen Ketzerei hingerichtet.
1312 wurde der Orden nach mehrjährigen Untersuchungen und Gerichtsverfahren vom Papst aufgehoben. Am wichtigsten war, dass der Templerbesitz eingezogen wurde. In Frankreich fiel er an den König, der jetzt endlich finanziellen Freiraum bekam.
Die noch heute gestellt Frage lautet: Hatten die Tempel neben Ihrem immensen Grundbesitz und den Schätzen um Tempel von Paris noch weitere Gold-, Silber-, und Juwelenschätze, die Sie in Sicherheit bringen konnten? Die Geschichtswissenschaft weiss nichts davon, aber das überzeugt den misstrauischen Schatzsucher keineswegs.
Denn die Tempel werden die Dokumente über Ihre verborgenen Schätze doch nicht Ihren Feinen überliefert haben.
Ausserdem ist bekannt, dass zahlreiche Tempelritter zur Zeit der Zerschlagung Ihres Ordens auf See waren, gewarnt wurden und sich mitsamt Ihren Schiffen retten konnten.
Sie arbeiteten als Seefahrer und Kaufleute weiter und begründeten wahrscheinlich irgendwo bürgerliche Existenzen. Vielleicht haben einige von Ihnen die Gelegenheit gehabt, Schätze oder Teile davon beiseite zu schaffen.
Die Suche nach dem Templerschätzen ist bisher erfolglos geblieben. So erfolglos, dass sogar die Theorie entstehen konnte, Sie seien nach Amerika geschafft und dort versteckt worden, 170 Jahre vor der Entdeckung des Kontinents durch Christoph Columbus. Aber auch in Amerika ist natürlich noch nichts gefunden worden. Zur Erklärung dafür dient eine weitere Legende, das die Tempelritter nämlich als Geheimbund weitergewirkt und im 18 Jahrhundert die Freimaurerlogen gebildet hätten. Die Freimaurer George Washington und Benjamin Franklin hätten, vielleicht finanziert durch die Schätze des Ordens, mit den Vereinigten Staaten von Amerika gegründet. In diesem Falle wäre der Schatz der Templer natürlich längst zwecks Errichtung einer Grossmacht aufgebraucht.
Der Schatz der Tempel soll 7 Schiffe mit Gold umfassen. Da in der damaligen Zeit ein anlegen und ausladen von 7 Schiffen grosses Aufsehen erregt hätte, geht man von aus das zwei Möglichkeiten aus, auf Zypern und dem Norden von Schottland wo zu dieser Zeit wenig besiedelt war und die Tempel viele Freunde hatten.