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Der Löwe geht nach Israel
"Lebanon" von Samuel Maoz gewinnt in Venedig den Goldenen Löwen.
Warum so skeptisch, Herr Maoz...?
In Lebanon verarbeitet der israelische Regisseur Samuel Maoz seine eigenen Erinnerungen an den Libanonkrieg 1982. Damit hat er die von Ang Lee präsidierte Jury überzeugt, die ihm für sein Werk den Goldenen Löwen verliehen hat.
Bester männlicher Hauptdarsteller ist Mr. Colin Firth für seine Darstellung eines schwulen Hochschulprofessors in den Sechzigerjahren im Drama A Single Man. Den Löwen als beste weibliche Hauptdarstellerin heimste die russische Schauspielerin Ksenia Rappoport ein für ihre Darstellung der mysteriösen Sonia in La doppia ora. Beste Regie führte nach Ansicht der Jury die iranische Künstlerin Shirin Neshat in ihrem Langspielfilm-Debut Women without Men, die dafür den Silbernen Löwen überreicht bekam. Ein Trostpreisli in Form einer besonderen Erwähnung der Jury durfte sich Fatih Akin für seine sympathische Secondo-Komödie Soul Kitchen notieren lassen.
Und Michael Moore? Der ging für einmal leer aus, sein Rundumschlag gegenüber allem Kapitalistischen stiess nicht auf goldene Ohren. So muss sich der Mann halt weiterhin auf seinen Lorbeeren, Verzeihung, seiner Palme ausruhen.
Quelle: La Biennale di Venezia