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- Im US-Bundesstaat Arizona hat sich ein tödlicher Unfall mit einem selbstfahrenden Auto des Fahrdienstes Uber ereignet.
- Das Fahrzeug hat eine Frau auf einem Fussgängerstreifen tödlich erfasst.
- Der Fahrdienst soll nach ersten Erkenntnissen der Polizei jedoch schuldlos sein.
- Es ist der erste bekannt gewordene tödliche Unfall mit einem Roboterwagen.
Uber kooperiert mit den Ermittlern, teilte das Unternehmen mit. Firmenchef Dara Khosrowshahi sprach von «unglaublich traurigen Nachrichten». Uber hat alle Testfahrten mit Roboterwagen eingestellt.
Uber bei tödlichem Unfall schuldlos?
Die US-Polizei hat nach einer ersten Sichtung der Videoaufnahmen Zweifel an der Schuld des Fahrdienstes geäussert. Die getötete 49-Jährige sei aus dem Schatten heraus auf die Fahrbahn getreten, sagte die Polizeichefin von Tempe, Sylvia Moir. Es sei nach der Untersuchung der Videos deutlich, «dass es in jedem Modus (autonom oder vom Menschen gelenkt) sehr schwierig» gewesen wäre, den Zusammenstoss zu vermeiden. «Ich gehe vorläufig davon aus, dass es so scheint, dass Uber wahrscheinlich keine Schuld an diesem Unfall trägt». Die Polizei von Tempe erklärte später, für diese Frage sei die Staatsanwaltschaft zuständig.
Dass 90 Prozent der Unfälle auf Fehler von Menschen zurückgingen und die Technik autonomer Fahrzeuge sie verhindern werde, ist ein zentrales Argument der Entwickler von Roboterwagen. Zugleich bereitete sich die Branche darauf vor, dass es irgendwann auch einen Unfall mit Todesfolge mit selbstfahrenden Autos geben werde.
Uber ist eines von mehreren Dutzend Unternehmen, die eigene Systeme für autonom fahrende Autos entwickeln und auf öffentlichen Strassen in den USA testen. Zugleich war das Roboterwagen-Programm des Fahrzeug-Vermittlers von Anfang an von Problemen belastet. Gleich am ersten Test-Tag in San Francisco wurde ein Uber-Wagen dabei gefilmt, wie er über eine rote Ampel fuhr.