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Vielleicht fragen Sie sich, ob es normal ist, dass das Baby den ganzen Tag schläft. Ja, denn Säuglinge bis zu drei Monaten verschlafen durchschnittlich Dreiviertel des Tages.
So schlafen Babys
Der Schlafrhythmus und die Schlafdauer von Babys und Kindern sind ganz unterschiedlich. Vor allem Neugeborene haben in ihren Schlafgewohnheiten noch kein regelmässiges Muster und noch deutlich mehr REM-Schlafphasen als Erwachsene.
In einer REM-Schlafphase – auch Traumschlaf-Phase genannt – ist der Schläfer näher am Wachzustand als in einer sogenannten Non-REM- oder Tiefschlaf-Phase. Im REM-Schlaf werden die Eindrücke des Tages verarbeitet, was für die Entwicklung des Gehirns bedeutend ist. Man geht davon aus, dass aus diesem Grund diese Schlaf-Phasen bei Babys auch häufiger sind.
Nach dem Einschlafen befindet sich ein Baby, anders als Erwachsene, die ersten 20 Minuten direkt in einer REM-Phase. Das erklärt, warum sie in dieser Phase wieder erwachen, wenn sie zu früh abgelegt werden.
Der Schlafrhythmus von Babys
Babys schlafen sehr viel und in den ersten Wochen sind viele Neugeborene nur dann wach, wenn sie Hunger haben.
Den Unterschied zwischen Tag und Nacht kennen Babys noch nicht und sie verteilen ihre Schlafzeiten gleichmässig auf 24 Stunden in jeweils sechs bis sieben Schlafintervalle. Diese können ungefähr 45 Minuten bis vier Stunden lang sein. Manche Babys kommen im ersten Monat auf täglich 20 Schlafstunden, anderen sind 13 Stunden genug. Der Durchschnitt liegt zwischen 16 und 18 Stunden.
Wann entwickelt ein Baby regelmässige Schlafzeiten?
Zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat werden die Zeiten, in denen das Baby wach ist, allmählich länger und ein regelmässiger Rhythmus beginnt sich auszubilden.
Ab diesem Zeitpunkt bekommt das Baby auch ein Gefühl für Tag und Nacht, Aktivität und Ruhe. Die Schlafzeiten liegen dann eher in den Nachtstunden und manche Babys schlafen bereits 11 Stunden an einem Stück durch. Dazu kommen zwei Nickerchen am Tag, nämlich in den Vormittagsstunden und am frühen Nachmittag.
Ab dem ersten Geburtstag gewöhnen sich viele Kleinkinder daran, den Tagesschlaf auf einen Mittagsschlaf von ein bis zwei Stunden zu kürzen.
Die durchschnittlichen Schlafzeiten pro Tag nach Lebensalter:
Die folgende Tabelle beinhaltet generelle Richtwerte. Wenn Ihr Kind zwar vergleichsweise wenig schläft, dabei aber nicht weinerlich oder quengelig wird, besteht kein Grund zur Sorge, Ihr Kind hat einfach einen geringeren Schlafbedarf als andere. Passen Sie sich seinem Rhythmus an, denn zum Schlafen können Sie Ihr Kind nicht zwingen.
|Alter||Schlafzeit in Stunden|
|1 Woche||16.5|
|1 Monat||15.5|
|3 Monate||15|
|6 Monate||14.5|
|9 Monate||14|
|12 Monate||13 3/4|
|18 Monate||13.5|
|2 Jahre||13|
Wenn Sie bezüglich Schlafgewohnheiten Ihres Kindes unsicher sind, können Sie ein Schlafprotokoll führen und dies bei Ihrem nächsten Besuch in der Kinderarztpraxis oder bei der Mütter- und Väterberatung beurteilen lassen.
Quiz über das Schlafen
Knifflige Fragen rund um den Schlaf von Kindern. Hätten Sie es gewusst?