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Klosterarchive als Wohlstandsgaranten. Wie die historische Überlieferung Nonnenkonventen materiellen Reichtum bescheren konnte
Das Referat wird sich mit Klosterarchiven in Nonnenkonventen beschäftigen und versuchen, die Bedeutung der darin bewahrten Archivalien im Hinblick auf den materiellen Wohlstand dieser Konvente darzulegen. Dabei soll die These diskutiert werden, dass sich der „Reichtum“ jener Klöster in einer bemerkenswert soliden, umsichtigen und vorausschauenden Archivführung begründet. Dafür sind einerseits Fragen nach der Ordnung und der Nutzung der historischen Überlieferung in Frauenklöstern und durch Klosterfrauen im Mittelalter nachzugehen. Andererseits sollen von den Nonnen getroffene Vorkehrungen zur Sicherung des Archivguts (insbesondere in Bedrohungssituationen) sowie bestandserhaltende Massnahmen ausfindig gemacht und beleuchtet werden.
Im Mittelpunkt stehen im Wesentlichen exemplarische Konvente aus der Gruppe der süddeutschen Dominikanerinnen. Zeitlich bewegt sich das Referat vorwiegend im frühen 16. Jahrhundert, also in der unmittelbar vorreformatorischen Zeit. Es greift aber, sofern aus inhaltlichen Gründen notwendig, auch in frühere und spätere Zeiträume zurück.