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Die 75-jährige Patientin hatte seit mehreren Jahren Schmerzen auf der Aussenseite der rechten Hüfte. Hinzu kam ein zunehmend schmerzhaftes Hinken. Sie konnte nur noch kurze Strecken bewältigen.
Die klinische Untersuchung und das Röntgenbild zeigten einen spontanen Abriss der Hüftmuskulatur, der sich im Magnetresonanz-Tomogramm bestätigte. Diese Befunde konnten auch bei der Operation verifiziert werden. Der Hüftmuskel war zu 90 Prozent abgerissen und aufgrund Nichtgebrauchs teilweise verfettet. Der Muskel wurde mit starken Fäden wieder an den Knochen angenäht und die Nähte zusätzlich über eine Schraube gesichert. Damit die Muskulatur spannungsfrei anheilen konnte, wurde jeweils der Hüftkopf entfernt. Dies führte zu einer Gehunfähigkeit, weshalb die Patientin die meiste Zeit bis zur Reoperation in einem Rollstuhl verbringen musste.
Nach acht Wochen war der Muskel stabil angeheilt und ein künstliches Hüftgelenk wurde implantiert. Die Patientin konnte die Hüfte sofort voll belasten und war nach vier Monaten wieder ohne Stöcke schmerzfrei gehfähig.
Dieses operative Verfahren ist zwar aufwendig, ergibt jedoch nach unserer Erfahrung die besten Resultate. Dies beweisen auch die vielen zufriedenen Patienten, welche wir mit dieser Technik operiert haben.