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Josef Müller-Brockmann in seiner Arbeitsbibliothek im Wohn- und Atelierhaus des Paars (Ausschnitt), Unterengstringen, ca. 1978
Josef Müller-Brockmann (*1914 Rapperswil; †1996 Unterengstringen) ist bis heute einer der international meist beachteten Schweizer Gestalter. Sein grafisches Werk und seine theoretischen Schriften prägten den sogenannten Swiss Style der Nachkriegszeit, der sich international verbreitete. Mit seinen Plakaten für die Zürcher Tonhalle wurde er in der 1950er-Jahren weltberühmt. Sie zeigen seine Entwicklung hin zu einer immer radikaleren, zuletzt rein typografischen Gestaltung. Für die SBB erschuf er das noch immer aktuelle Erscheinungsbild und das Orientierungssystem. Müller-Brockmann war auch international gestalterisch tätig, u.a. für IBM, Olivetti oder die Porzellanmanufaktur Rosenthal. Josef Müller-Brockmann konstruierte zunehmend seine Arbeiten aus geometrischen Formen, deren Proportionen und Abstände in einem strengen mathematischen Verhältnis zueinander standen, sowie aus typografischen Elementen. Durch den Verzicht auf Ornamente und der daraus resultierenden Sachlichkeit sowie
besseren Lesbarkeit, schienen sie ihm zweckdienlicher. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab auch experimentelle Techniken wie etwa das Fotogramm zu integrieren.