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Fritz Hunziker reichte eine Motion mit 753 Unterschriften der Gemeinde ein, die das Ziel hatte, einen Gemeindesaal zu erstellen. Diese Motion führte zur Gründung eines 9-köpfigen Aktionskomitees, das vom seinerzeitigen Gemeinderat (heutiger Stadtrat) beauftragt wurde, eine „zweckdienliche Lösung“ zu suchen.
1965 wurde erneut eine Motion mit dem Inhalt „Mehrzweckhalle im Fondli“ eingereicht. Am 15. Mai 1968 erfolgte die Gründung der Genossenschaft Stadthalle. Der Grundstein war gelegt!
Nachfolgend im Telegrammstil die nächsten Schritte:
- Einreichung Kostenvoranschlag für ein Projekt Mehrzweckhalle über CHF 1.72 Mio.
- Grosser Gemeinderat bewilligt unverzinsliches Darlehen über CHF 1.5 Mio.
- Im Dezember 1968 genehmigt der Souverän das Kreditbegehren
- Die Stadt Dietikon beteiligt sich mit CHF 50‘000.– am Genossenschaftskapital
- Der Aushub beginnt am 5. Mai 1969
- Bauänderungen verlangen eine Prüfung des Projektes. Mehrkosten von CHF 865‘000.– sollen durch den Souverän nachträglich bewilligt werden. Dieser lehnt am 30. November 1969 mit rund 70 Nein-Mehrstimmen ab!
- Als Überbrückung genehmigt der Stadtrat am 26. Januar 1970 die Errichtung einer Grundpfandverschreibung im 2. Rang. Im zweiten Anlauf bewilligt der Souverän am 5. Juli 1970 das Kreditbegehren.
- Die Halle ist somit finanziert und wird am 27. September 1970 feierlich eröffnet!
Brand der Stadthalle DietikonIn der Nacht vom 6. auf den 7. April 2001 brennt die Stadthalle! Das Gebäude wird bis auf das Untergeschoss zerstört. Es ist Brandstiftung! Diese Tat löst Wut und Schock aus! Die voll ausgelastete Halle plötzlich nicht mehr zur Verfügung zu haben, führt bei vielen Mietern zu grossen Improvisationen, die auch Mehrkosten für die Mieter zur Folge haben. Dank der grosszügigen Haltung der umliegenden Hallenverantwortlichen können fast alle Engpässe zweckmässig, rasch und vor allem unkompliziert gelöst werden. An dieser Stelle herzlichen Dank im Namen all unserer Mieter an die Hallenverantwortlichen der Umgebung.
Der Vorstand der Genossenschaft tagte bereits zwei Tage nach dem Vollbrand der Halle und beschloss: „Die Halle muss rasch dem bisherigen Stand entsprechend aufgebaut werden“.
Nach diesem Vorstandsentscheid wurde ein Projektwettbewerb ausgeschrieben. Aus vier eingereichten Projekten gewann in einem definierten Auswahlverfahren das Projekt „Incontro“ der Dietiker Architekten Preisig und Wasser.
Nun zeigte sich klar, wie die neue Halle aussehen sollte. Als nächster Schritt folgte die Planung der Finanzierung. In intensiven Gesprächen konnten sich die involvierten Parteien auf einen zweckmässigen Schlüssel einigen. Neben dem Versicherungsbetrag von über CHF 7 Mio. bekam die Genossenschaft Stadthalle den Auftrag, für mindestens CHF 300'000 neues Genossenschaftskapital zu suchen. Mit einem Rahmenkredit von maximal CHF 3 Mio. sollte die Stadt Dietikon die restlichen Gelder zum Neubau beisteuern. Stadt- und Gemeinderat genehmigten diesen Rahmenkredit, was das Volk in der Abstimmung vom 2. Juni 2002 bestätigte (Ja 3‘800 Stimmen, Nein 638 Stimmen, die Stimmbeteiligung lag bei 29.31 %). Diese überwältigende Zustimmung motivierte den Vorstand der Genossenschaft Stadthalle Dietikon, das Grossprojekt an die Hand zu nehmen, umzusetzen und abzuschliessen.
Die aus dem Vorstand bestimmte Baukommission (Xaver Schnüriger, Max Wyser, Reto Siegrist, Mario Casanova, Oskar Schildknecht, Werner Müller, Arthur Hess), unter der Leitung des Baukommissionspräsidenten Max Zumbühl, unterstützte die Architekten in den vielen Entscheiden massgebend.
Trotz der Auflage, dass Aufträge gemäss der kantonalen Submissionsverordnung zu vergeben seien, konnten einige Aufträge an Dietiker Handwerker vergeben werden. Die Kriterien einer Vergabe waren der Preis (90%), die Fähigkeit, die entsprechenden Arbeiten auch kompetent auszuführen (5 %) und der Umstand, ob der Betrieb Lehrlinge ausbildet (5 %).
Die Halle wurde am Wochenende vom 26. – 28. September 2003 feierlich eingeweiht.
Die Präsidenten der Genossenschaft Stadthalle Dietikon:
|Dauer||Name|
|1968 - 1988||Fritz Hunziker|
|1988 - 1991||Walter Seiler|
|1991 - 2002||Xaver Schnüriger|
|2002 - 2014||Reto Siegrist|
|2014 -||Jürg Meier|
Die Präsidenten der Betriebskommission:
|Dauer||Name|
|1968 - 1975||Heinz Bracher|
|1975 - 2005||Max Zumbühl|
|2005 - 2009||Werner Müller|
|2009 -||René Schleuniger|