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Auf einem markanten Felssporn zwischen den Dörfern Wenslingen und Tecknau liegt die Ruine Ödenburg. Sie stammt aus dem 11. Jahrhundert und gehört zu den ältesten Adelsburgen der Region. Mit ihrer leichten Bauweise und dem Fehlen eines markanten Wohnturms entspricht sie noch nicht dem Erscheinungsbild einer gängigen Burg, wie man sie aus dem 13./14. Jahrhundert kennt. Die Ödenburg ist fast vollständig archäologisch untersucht. Anfänglich bestanden vermutlich nur die Wehrbauten aus gemörteltem Mauerwerk: Der Torturm, die Umfassung sowie der westliche Steinbau. Weitere Wohn- und Wirtschaftsgebäude im Innern des Burghofs waren in Holz errichtet worden und sind daher archäologisch nur schwer fassbar. Später wurde die Schildmauer gegen den Graben hin verstärkt und an ihrem Nordende ein weiterer Steinbau angefügt. Um 1180 wurden auf der Ödenburg noch Umbauarbeiten in Angriff genommen, die Ödenburg wurde jedoch vor Beendigung dieser Arbeiten verlassen.
Nach verschiedenen Ausgrabungs- und Konservierungsarbeiten um 1979 sind die Reste der Schildmauer, des Berings, des massiven Torturms und weiterer Gebäude wieder gut sichtbar und für Besucher zugänglich.
Im Frühling 2022 wird eine Gruppe Zivis unter Anleitung des Archäologischen Dienstes Basel-Landschaft die sanierungsbedürftigen Mauern der Ruine fachgerecht instandstellen.
Partner vor Ort:
Stiftung Ödenburg, Wenslingen
Archäologie Baselland