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Die beste und billigste Art, dieses Übel loszuwerden, ist die Rückkehr zur bewährten Schreibung bei gleichzeitiger Beseitigung einiger Ungereimtheiten des alten Duden. […] Die Reformer haben das Orthographiedesaster im stillen Kämmerlein ohne Kontrolle durch eine kritische Öffentlichkeit ausgebrütet, und einige Reformer haben ihr Herrschaftswissen dann auch lukrativ vermarktet. Die Sitzungen, in denen über die Beseitigung der Ungereimtheiten des Dudens beraten wird, müssen öffentlich stattfinden. Es wird sich dann sehr schnell herausstellen, wer wirklich etwas zu sagen hat.
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Niemann, Borghild
Nach Umbau des großen Lesesaals im Haus Potsdamer Straße […] wurden neulich etwa ein Dutzend neue, teure Informationssäulen aufgestellt: "Staatsbibliothek zu Berlin Preussischer Kulturbesitz" steht oben an jeder Säule […]. Es erhebt sich die Frage, wie ernst sich eine Bibliothek selbst nimmt, die nicht einmal ihren eigenen Namen richtig schreibt.
Obwohl das Bundesverfassungsgericht […] die Verbindlichkeit der neuen Rechtschreibregeln auf den Bereich der Schulen beschränkt hatte, verkündete das Bundesministerium des Inneren […] die Einführung der neuen Regeln für die Amtssprache der Bundesverwaltung. […] Ich bin […] davon überzeugt, daß die Vorschrift, im dienstlichen Schriftverkehr die neuen Rechtschreibregeln zu benutzen, weder sprachwissenschaftlicher noch juristischer Überprüfung standhalten wird. […] Deshalb habe ich am 8. April 2001 eine vierseitige Eingabe auf dem Dienstweg an meinen Dienstherrn gesandt. Da mein Dienstherr der Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist, habe ich an den Vorsitzenden dieses Gremiums, Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin, geschrieben. Bis heute habe ich keine Antwort in der Sache erhalten.
Hier ist eine: Die beamtin verwechselt die positionen von chef und angestelltem. Die legendäre berner patrizierin madame de Meuron pflegte in diesem punkt klarheit zu schaffen, indem sie besucher fragte: «Sit dir öpper oder nämed dir lohn?» (Sind Sie jemand oder beziehen Sie einen lohn?) Der Standard, 2. 10. 2001.
Es darf nicht sein, dass eine kleine Bürokratentruppe, verstärkt durch willige Germanisten, weiterhin die deutsche Sprache okkupiert. Auf weitere empirische Studien, wie Eisenberg sie vorschlägt, kann die Sprachgemeinschaft verzichten.
Ich bitte die Süddeutsche Zeitung, den Anfang zu machen und zur bisher üblichen Rechtschreibung zurückzukehren.
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