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Kiptum, der sich bisherigen Bestmarke von Eliud Kipchoge (2:01:09) schon in London (2:01:25) angenähert hatte, bestritt erst seinen dritten Marathon und gewann zum dritten Mal in weniger als einem Jahr. Der 37-jährige Kipchoge, der seinen letzten Weltrekord vor einem Jahr in Berlin gelaufen ist und 2024 in Paris sein drittes Olympia-Gold anpeilt, stand wie bei Kiptums Erfolgen in Berlin und Valencia nicht am Start.
In 1:00:48 Stunden ging Kiptum die erste Rennhälfte wiederum vergleichsweise verhalten an, bevor er zulegte. Nach 33 Kilometern schüttelte er auch den letzten Begleiter Daniel Mateiko ab. Zweiter wurde schliesslich mit knapp zweieinhalb Minuten Rückstand Kiptums Landsmann Benson Kipruto, Dritter der Belgier Bashir Abdi. Bester Schweizer war Moritz Keinath im 113. Rang (2:27:27).
«Ich wusste, dass ich diesen Rekord eines Tages brechen würde. Aber zum jetzigen Zeitpunkt hielt ich es noch nicht unbedingt für möglich. Ich bin extrem glücklich», sagte Kiptum nach dem Zieldurchlauf.
Bei den Frauen lief Sifan Hassan bei optimalen Bedingungen in 2:13:44 Stunden die zweitbeste je gemessene Zeit. Die 30-jährige Niederländerin verpasste den Rekord der Äthiopierin Tigist Assefa (2:11:53) um knapp zwei Minuten.
Hug siegt mit Streckenrekord
Die Schweizer Para-Sportler Marcel Hug und Catherine Debrunner setzten ihre Siegeszüge in Chicago fort. Hug knackte in 1:22:37 Stunden den eigenen Streckenrekord und gewann zwei Wochen nach dem überlegenen Triumph in Berlin zum vierten Mal nach 2016, 2017 und 2022 den Marathon-Klassiker in Illinois. Hugs Vorsprung auf den zweitplatzierten Amerikaner Daniel Romanchuk betrug fast neun Minuten.
Die Weltrekordhalterin Debrunner, die in Berlin ebenfalls gewonnen hatte, setzte sich nach einem harten Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Amerikanerin Susannah Scaroni in 1:38:44 Stunden durch. Manuela Schär wurde Vierte.