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Klima, 12.10.2015
Gefahr durch Frühfröste steigt trotz milderem Klima.
Auf der Klimakonferenz im türkischen Kusadasi Anfang Oktober standen die Auswirkungen des Klimawandels auf die Pflanzenwelt im Mittelpunkt.
Zahlreiche Wissenschaftler zeigten eine schon bestehende Verlängerung der Vegetationsperiode, ausgelöst durch einen früheren Start des Frühjahrs und einen längeren Herbst.
Fast alle Temperaturtrends auf der Erde zeigen nach "oben". Besonders die Verlängerung der Frühjahrs-Periode ist nicht ungefährlich, denn sie könnte zu einer Verstärkung des Frostrisikos (Frühfrost) führen, wie dies Annette Menzel von der TU München in einem Beitrag zeigte.
Zwar ist der Temperatureinfluss im Winter durch die Dunkelheit, die die meisten Pflanzen registrieren, schwächer; trotzdem kommt es im Mittel zu einem deutlich früheren Austrieb und Blüte, während des Frostrisiko trotz milderem Klima zu dieser Zeit ansteigt.
In einer warmen Welt werden in den nächsten 50 Jahren die Schäden durch Frühfröste eher zunehmen. Interessant ist in diesem Zusammenhang der "early frost damage index", der im Rahmen der Konferenz von Mark Schwartz von der Uni Wisconsin-Milwaukee (USA) vorgestellt wurde - jener Index hilft, das Risiko von Frühfrostschadens vorherzusagen.
|Redaktion|
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