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Entlastungsstrasse Stans West
Im Januar 2015 reichte Markus Walker, Ennetmoos, die Motion betreffend umgehende Planung und Realisierung der Entlastungsstrasse Stans West als Kantonsstrasse ein. Der Regierungsrat beantragte anschliessend dem Landrat, die Motion abzulehnen. Der Landrat hiess die Motion am 21. Oktober 2015 jedoch gut.
Darauffolgend unterbreitete der Regierungsrat im Februar 2016 dem Landrat einen Planungskredit, welcher anschliessend vom Landrat am 25. Mai 2016 beschlossen wurde. Der Landrat forderte die Linienführung von der Rotzlochstrasse via Müller Martini AG zur Ennetmooserstrasse. Dabei soll die neue Entlastungsstrasse zwischen dem Werkareal Müller Martini und dem zb-Trassee zu liegen kommen. Sie folgt somit der Linienführung der bestehenden privaten Flurstrasse. Im Bereich Müller Martini sind die Platzverhältnisse für die neue Strasse, ohne grössere Anpassungen des Werkareals oder des zb-Trassees für eine normengerechte Linienführung zu eng. In einem Zwischenschritt musste daher in einer Studie die Machbarkeit der Erschliessung des bestehenden Werkareals Müller Martini nachgewiesen werden. Alternativ wäre, basierend auf der geforderten Linienführung, eine Trasseeverschiebung der Zentralbahn detaillierter zu prüfen.
Die Machbarkeitsstudie von Müller Martini zeigt auf, dass die geforderte Linienführung der Entlastungsstrasse mit Einschränkungen technisch machbar ist. Seitens Müller Martini sind jedoch umfangreiche Anpassungen der internen Logistik wie auch der Anlieferung zwingend. Diese notwendigen Anpassungen in der Grössenordnung von rund CHF 4.0 Mio. sind dem Projekt Entlastungsstrasse Stans West zu belasten. Ende 2017 konnte der Entwurf des generellen Projekts abgeschlossen werden. Die öffentliche Planauflage erfolgte vom 5. Juli 2018 bis 3. August 2018. Während der Auflage gingen vier Einwendungen zum generellen Projekt ein. In der Zwischenzeit prüfte die Baudirektion die eingegangenen Einwendungen und arbeitete das abgeänderte generelle Projekt auf.
Aufgrund einer Gesamtabwägung der Vor- und Nachteile der neuen Verbindung entschied der Regierungsrat, das Vorhaben nicht zu unterstützen. Deshalb beantragte er dem Landrat, das generelle Projekt abzulehnen und zum jetzigen Zeitpunkt von einer Realisierung der Strasse abzusehen. Der Regierungsrat plädierte dafür, das Anliegen einer Entlastungsstrasse in diesem Gebiet im Rahmen des anstehenden Gesamtverkehrskonzepts wieder aufzunehmen und im Kontext aller vorgeschlagenen Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation in Nidwalden einer erneuten Beurteilung zu unterziehen.
Am 25. November 2020 verabschiedete der Landrat das generelle Projekt mit einem reduzierten Regelquerschnitt (anstelle 10.6 neu 9.8 Meter). Gleichzeitig wies er die verschiedenen Punkte aus den während der öffentlichen Planauflage vier eingegangenen Einwendungen ab. Ob das Rechtsmittel von allfälligen Beschwerden ergriffen wird, ist offen.