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Sandstürme, Party und unendliche Freiheit
Seit 1986 fasziniert das Burning-Man-Festival Menschen aus aller Welt. Wir schauen zurück.
In dieser Woche versammeln sich im US-Bundesstaat Nevada in der Black-Rock-Wüste wieder über 70’000 Leute. Und zwar zum Burning-Man-Festival. Die jährlich stattfindende Party dauert acht Tage und endet traditionell am ersten Montag im September, dem US-amerikanischen Labor Day. Das Highlight des Festivals, das eine Mischung aus Kunstausstellung, Selbstdarsteller-Paradies und riesiger Party ist, stellt das Verbrennen der Holz-Statue «The Man» am sechsten Tag dar.
Die erste Ausgabe des Festivals fand 1986 an einem Strand von San Francisco, mit nur etwa zwanzig Teilnehmern, statt. Die Teilnehmerzahl stieg dann von Jahr zu Jahr, bis 1990 das Verbrennen der Statue am Strand verboten wurde. Daraufhin zog das Burning-Man-Festival in die Black-Rock-Wüste in Nevada.
Sonst ist das Festival eher schwer in Worte zu fassen. Zwischen Sandstürmen, wilden Partys, feuerspuckenden Gefährten, die über das Gelände fahren, farbenfrohen Kunstinstallationen und Workshops bewegen sich Menschen, angezogen als kämen sie von einem anderen Planeten. Das universelle «Gesetz» von Geben und Nehmen steht am Festival zuoberst. Nur an wenigen Standorten kann man Geld ausgeben. Ansonsten versorgt man sich selbst, oder man lässt sich von anderen beschenken. Es geht nicht darum, Tauschhandel zu betreiben, sondern vielmehr darum, einem Fremden Freude zu bereiten.