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TV-Kritik
Van Goghs Geheimnis
Nach jahrelanger Suche fand die britische Autorin Bernadette Murphy ein Stück Papier, das eine in der Kunstgeschichte umstrittene Frage klärt: Tatsächlich hatte sich Vincent van Gogh am 23.12.1888 in Arles (Südfrankreich) mit einem Rasiermesser ein Ohr abgeschnitten. Der Beweis: die Skizze des Arztes, der van Gogh im Krankenhaus behandelte, und die auf Umwegen in die Archive der Stanford-University gelangte. Murphys Fund brachte ein Buch und eine Doku hervor («Wahn, Wut oder Wollust?»), Letztere war jetzt auf Arte zu sehen. Man tauchte ein in die Welt eines depressiven Alkoholikers und Nikotinsüchtigen, eines Genies, das (die zweite Entdeckung Murphys) einer Prostituierten von Paris nach Arles gefolgt war, wo er seine Meisterwerke schuf und von der Schaffung einer Künstler-Kommune träumte. Als sein Traum nach einem Streit mit Paul Gauguin platzte, schritt er zur Verzweiflungstat. Endlich kennen wir die Wahrheit.