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Von der Revolution bis zur Melioration
Der Blick zurück auf die Dorfgeschichte Hüntwangens von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre zeigt die ökonomische und landwirtschaftliche Entwicklung des Bauerndorfes über eine lange und bewegte Zeit.
Fremde Soldaten, Missernten mit Hungersnöten plagten die Einwohner. Auswanderung und Suche nach neuen Möglichkeiten, Ernährung und Unterhalt der Bauernfamilien zu sichern, prägten lange Zeit die Entwicklung.
Auch im Rafzerfeld wurde im 18. Jahrhundert der Kartoffelanbau erlaubt. Die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln konnte damit wesentlich verbessert werden. 1889 wurde die Erfindung einer «Kartoffelsetzmaschine» eines Hüntwangen Bauers durch das Eidg. Amt für geistiges Eigentum unter der Nr. 957 patentiert.
Die neue Hutmanufaktur in Hüntwangen bot den Familien Nebenerwerb. Im 20. Jahrhundert wurden die Bauernbetriebe langsam mechanisiert. Dadurch waren pro Betrieb weniger Arbeitskräfte notwendig. Die extreme Parzellierung behinderte aber sehr stark die Mechanisierung.
Hüntwangen war Ende der 1920er Jahre eine der ersten Gemeinden im Kanton Zürich, in welcher die Grundeigentümer die Durchführung einer «Güterzusammenlegung» (Melioration) beschlossen. Die dadurch entstandene Arrondierung ermöglichte den Beginn einer modernen Fruchtfolge-Landwirtschaft.
Samuel Wyder, Gusti Sigrist und Werni Meier haben für die Ausstellung recherchiert und diese kreiert.