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«Schweizer in der Fremdenlegion»
In den Reihen der 1831 gegründeten Légion Etrangère dienten im Lauf der Zeit etwa 50’000 Schweizer. Noch Mitte der 1950er Jahre, auf dem Höhepunkte des Indochina- und zu Beginn des Algerienkrieges, waren es um 2’000 Mann gewesen.
Hinter dem Eintritt in die verrufene damalige Kolonialtruppe stand vielfach Problemflucht. Die nicht selten unter einem Pseudonym abtauchenden Bewerber erwarteten eine knüppelharte Ausbildung, brutale Disziplinarstrafen und schonungsloses Verheizen im Kampf gegen die Rebellen der Freiheitsbewegung. Desertation und Selbstmord waren daher keine Seltenheit. Und die Heimkehrer hatten sich gemäss Artikel 94 des Militärstrafgesetzes vor einem Divisionsgericht zu verantworten.
Belegt ist aber auch, dass sich manch ein getürmter Galgenvogel soldatisch bewährte und vernachlässigte Jugendliche im streng geordneten Truppenalltag den lagen vermissten Halt fanden. Bei einem Legionsbestand von knapp 8’000 Mann drückt sich die Schweizerpräsenz heute nur noch in Promille aus.
Die spannende Sonderausstellung «Schweizer in der Fremdenlegion» kann im Rahmen eines Museumsbesuchs ab 31. März 2018 jeden Samstag von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr besichtigt werden. Gruppenführungen sind das ganze Jahr auf Voranmeldung möglich.