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Geflüchtet aus Somalia
"Ich bin vierzehn und seit vier Jahren in der Schweiz. Ich bin über Kenia aus Somalia in die Schweiz gekommen und konnte überhaupt nichts mitnehmen."
Aziz, geflüchtet aus dem Iran
"Ich bin 29 und seit über einem Jahr in der Schweiz. Diesen Ring habe ich von einem guten Freund bekommen, er ist jetzt im Iran und wird wohl aus politischen Gründen hingerichtet. Der Ring ist mir sehr wichtig, es ist, als ob mir mein Freund ein Leben anvertraut hätte. Er ist handgemacht und aus Silber. Das Doppelschwert steht für Ali Ibn Abi Talib, den wir Aleviten als ersten Imam verehren."
Pashaee, geflüchtet aus dem Iran
"Ich bin 26 und seit einem Jahr in der Schweiz. Das hier ist das Hochzeitskleid meiner Mutter, sie hat es mir geschenkt, als ich wegging. Als sie heiratete, war sie 15 oder 16, sie konnte ihren Mann nicht selbst auswählen. Meine Eltern sind noch immer zusammen. Als älteste Schwester bekam ich das Kleid und die Tasche. Meine jüngeren Schwestern haben die Ohrringe und die Schuhe."
Jamyang, geflüchtet aus Kamerun
"Ich bin 25 und seit vier Jahren in der Schweiz. Die Armbänder hat mir ein Freund vor zwei Jahren aus dem Togo mitgebracht. Sie sind aus Leder, die Symbole sind in Holzstücke geschnitzt. Der Elefant ist ein Symbol für Stärke, der Fisch steht für ein gutes Leben."
Puspaleclavthy, geflüchtet aus Sri Lanka
"Ich bin 43 und seit 17 Jahren in der Schweiz. Den Ring mit dem 'P' hat mir mein Vater geschenkt, als ich meine erste Periode bekam - das ist in Sri Lanka Tradition. Der Ring mit dem 'J' war das Hochzeitsgeschenk meines Mannes, wir haben 1995 geheiratet. Die Ringe sind beide aus Gold."
Princewell, geflüchtet aus Nigeria
"Ich bin 34. Vor zwei Jahren habe ich Nigeria verlassen und ging zuerst nach England. Seit einem halben Jahr bin ich jetzt in der Schweiz. In Nigeria tragen alle Leute Armreife. Ich habe die nicht so gern, deswegen trage ich an jedem Arm eine Uhr."
Remedan, geflüchtet aus Äthiopien
"Ich bin 30, Äthiopien habe ich vor zehn Jahren verlassen. Meine Frau heisst Khadiya, mein ältester Sohn heisst Muhammad und ist sieben, Hasan ist sechs. Meine Tochter heisst Muna, sie ist ein Jahr alt. Ich habe meine Familie schon länger nicht mehr gesehen. Sie leben nun alle in Saudi-Arabien. Weil ich keine Papiere habe, kann ich sie nicht besuchen, aber ab und zu telefonieren wir."
Yücel, geflüchtet aus der Türkei
"Ich bin 39, und seit neun Monaten in der Schweiz. Dieser Anhänger ist einem Stempel aus dem Osmanischen Reich nachempfunden. Ein Freund hat mir die Kette geschenkt, kurz bevor ich in die Schweiz gekommen bin. Sie bedeutet mir sehr viel."
Geflüchtet aus Eritrea
"Ich bin 27. Als ich 8 Jahre alt war, war ich mit meiner Mutter in Israel, dort hat sie mir dieses Kreuz geschenkt. Ich bin gar nicht religiös, aber ich trage es immer, weil es mich an sie erinnert, sie ist gestorben. Ich habe es schon mehrmals verloren, und es wurde mir auch schon gestohlen. Aber es kam immer irgendwie wieder zu mir zurück."
Amir, geflüchtet aus Nigeria
"Diese silberne Halskette habe ich vor drei Jahren geschenkt bekommen. Der Schriftzug ist 'Allah', das ist arabisch für 'Gott'."
Geflüchtet aus Äthiopien
"Ich bin 23 und seit zwei Jahren in der Schweiz. Ich bin orthodoxer Christ, und die Religion ist sehr wichtig für mich. Deswegen habe ich aus meiner Heimat dieses Kreuz mitgebracht. Es ist aus Metall, das Band ist aus Leder."
Juba oder Outhou Hamid, ein Flüchtling
"Ich bin 22, seit einem Jahr in der Schweiz. Ich habe zwei Namen, in meinem Pass steht 'Outhou Hamid', bei den Berbern heisse ich 'Juba'. Ich wurde in einer Höhle in der Sahara geboren. Meine Mutter kommt aus Mali, mein Vater aus Marokko. Ich bin Berber und möchte mich keinem Land zuordnen. Der Tarzid, den ich trage, ist aus Baumwolle, meine Mutter hat ihn mit Safran gefärbt."
Almamo, geflüchtet aus Gambia
"Ich bin 26 Jahre alt und seit acht Monaten in der Schweiz. Diese Kette in den Farben der Flagge von Jamaika gefällt mir sehr, von allem weil sie eng am Hals liegt, das ist zurzeit Mode. Ich habe sie selbst gemacht, das ist gar nicht so einfach. Ich habe dafür zwei, drei Sunden gebraucht, ein Freund hat mir gezeigt, wie es geht. Die Perlen sind aus Plastik."
Geflüchtet aus Syrien
"Ich bin 32 und seit einem Jahr in der Schweiz. Dieses Gewand tragen wir Kurden schon seit vielen Tausend Jahren an unseren Festen. In Syrien ist es verboten, wir können es nur heimlich tragen. Die Kopfbedeckung, auf Kurdisch 'Desmal', ist immer rot-weiss. Der Hüftgürtel hiesst 'Schelema' und ist zwölf Meter lang, er kann verschiedene Farben haben."
Abukar, geflüchtet aus Somalia
"Ich bin 27 und seit vier Jahren in der Schweiz. Diese muslimische Gebetskette habe ich schon ganz lange, ich habe sie mir selbst gekauft. Sie besteht aus 99 grünen Plastikperlen, damit bete ich fünfmal am Tag, immer ungefähr zehn Minuten. "