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M9 Kus 24 SS 14
Welche Aussagen zum Angebots-Nutzungs-Modell sind zutreffend?
Es handelt sich um ein eher heuristisches Metamodell
Im Angebots-Nutzungs-Modell wird Unterricht als ein Angebot verstanden, das von den Lernenden wahrgenommen und genutzt werden kann
Im Angebots-NutzungsModell wird auch eine Bedeutung der Klassenkomposition berücksichtigt
Eine leistungsstarke Klasse hat sowohl positive Auswirkungen auf die Leistungsentwicklung als auch auf die Fähigkeitsüberzeugungen der Lernenden
Merkmale der Schule haben einen größeren Einfluss auf die Leistungsentwicklung als Merkmale der Klasse
M9 Kus 24 SS 14
Welche Aussagen zu Unterrichtsqualität sind zutreffend?
Merkmale guten Unterrichts lassen sich zu drei zentralen Faktoren zweiter Ordnung zusammenfassen: Klassenführung, kognitive Aktivierung und Lernunterstützung
Die Unterrichtsqualitätsforschung hat gezeigt, dass die gleichzeitige Förderung von Leistung und Motivation kaum möglich ist
Ein kognitiv aktivierender Unterricht ist unter anderem durch eine diskursive Unterrichtskultur geprägt, in der Lernende dazu aufgefordert sind, ihre Gedanken, Konzepte und Lösungswege darzulegen und zu erläutern
Lerner fühlen sich in einem disziplinierten Unterricht, in dem wenige Störungen auftreten, in ihrer Autonomie eingeschränkt
Insbesondere bei hohen Vorwissen hat sich vollständiges Feedback als leistungsförderlich erwiesen, da es besser an die Wissensbestände angedockt werden kann
M9 Kus 24 SS 14
Antwort
Welche Maßnahmen gehören zu den 8 Schritten der Instruktionsoptimierung nach Weinert (1987)?
Konkretisierung der Lernziele
Diagnose relevanter Lernvorraussetzungen
Abbau von interindivuduellen Unterschieden in den Lernvorraussetzungen
Steuerung und Unterstützung der individuellen Lernprozesse
Diagnose der Lernergebnisse
M9 Kus 24 WS 14/15
Geschichte der PP
am Anfang bis 1920er Jahre war Forschung nicht experimentell
erst mit kognitiver Wende zog Päd. Psych in die Lehrerausbildung ein
Deutschland war (nach dem 2. WK?) in der behavioristischen Forschung führend
in den 1980/90er Jahren kamen situiertes Lernen und konstruktivistische Ansätze auf
das schlechte Abschneiden Deutschlands bei PISA wurde als "Bildungskatastrophe" bezeichnet
M9 Kus 24 WS 14/15
Welche Aussagen zu Erziehungsstilen sind zutreffend?
Ein autoritativer Erziehungsstil bedeutet ein hohes Maß an Lenkung und ein hohes Maß an Zugewandtheit
nachgiebigern Erziehungstil ist am ungünstigsten
Zusammenhang universell u kulturabhängig
permisive Erz.-stil unterteilt nach nachgiebig und antitautoritär
Ein autoritärer Erziehungsstil geht seitens der Kinder mit einem geringen Selbstwert einher und starken nach außen gerichteten Verhaltensproblemen (z.B. Drogenmissbrauch)
M9 Kus 24 WS 14/15
induktive Erziehung
Internalisierung moralischer Werte und Normen
mit Liebesentzug und Machtausübung kombiniert
Induktionen sind Erziehungspraktiken, die Kinder auf die Auswirkung ihrer Handlungen für andere Menschen hinweisen
Empathiemediationshypotehse für induktive Erziehung führt zu höherem empathsichen Mitempfinden, das wiederum verstärktes prosoziales Handeln zur Folge hat
Nach Grusec ist erfolgreiche Induktion davon abhängig, dass Kinder erzieherische Botschaften genau wahrnehmen und sie akzeptieren
M9 Kus 24 WS 14/15
Welche Aussagen über Wissensarten im Bereich Schreiben im Deutschunterricht sind nach Renkl (2009) zutreffend?
Die Kenntnis der Kommaregeln ist domänenspezifisches Wissen
wissen über Argumentative Strategien ist deklarativen Wissen.
Die Überwachung der Rechtschreibung und Grammatik ist metakognitives Wissen
Wissen über Nutzen von Planungsstategien beim Schreiben ist ein Schema.
Die Fähigkeit zum Argumentieren ist prozedurales Wissen
M9 Kus 24 WS 14/15
Was trifft zum Wissenserwerb nach Renkl (2009) zu?
Die Wissenspsychologie beschäftigt sich u.a. mit der Repräsentation und Organisation vom Wissen im Gedächtnis.
Offene Aktivität, wie z.B. in Schülerexperimenten, ist eine wichtige Voraussetzung für mentale Aktivität.
Die Perspektive der aktiven Inforrmationsverarbeitung geht davon aus, dass die Gestaltung des Lernmaterials direkt den Wissenstransfer vorhersagt.
Für die Perspektive des aktiven Tuns spricht der stabile Befund, dass Schüler, die sich öfter im Unterricht melden, auch mehr lernen.
Das Lernen aus Beispielen lässt sich am besten der Perspektive der fokussierten Infoverarbeitung zuordnen.