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|Quelle||Sammlung Rolf Ramseier|
|Art||Unterschrift im Programmheft für "Gäge de Strich" des Cabaret National|
Schweizer Komponist und Jazzmusiker
Baumgartner studierte in Paris Literatur und später am Konservatorium Zürich bei Volkmar Andreae Kompositionslehre. Als Leichtathlet vertrat er die Schweiz bei den Hochschul-Europameisterschaften in Rom. Etwa 1934 gründete er das Swing -Orchester "The Magnolians", zu dem Musiker wie der Saxophonist Eddie Brunner gehörten, mit dem er im Zürcher Varieté-Theater Corso auftrat und auftrat und 1937 auch Plattenaufnahmen vorlegte. Seine künstlerischen Vorbilder waren Swingkomponisten wie Glenn Miller und Benny Goodman. 1935 wurde an der Musikakademie Zürich eine Jazz-Abteilung gegründet, die er bis 1947 leitete.
Während des Zweiten Weltkrieges war er als Sekundarlehrer in Zürich, Meilen und Grüningen ZH tätig. In dieser Zeit arrangierte er für Schlagersänger wie Vico Torriani, Lys Assia und die Geschwister Schmid. Diese Swiss Swing-Nummern sind aufgrund der „zum Teil waghalsigen Arrangements“ bemerkenswert (Bruno Spoerri).
Seit 1944 schrieb er Filmmusiken, zunächst für den im Sinne der geistigen Landesverteidigung Dokumentarfilm Heilende Schweiz. Danach komponierte er noch die Musik zu etwa fünfzig weiteren Dokumentarfilmen sowie zu Werbefilmen, für deren Aufnahmetermine er oft Jazzmusiker engagierte.
Seine Filmmusik zu dem sentimentalen Grandhotel-Film Palace Hotel machte ihn 1952 zu einem der bekanntesten Schweizer Filmkomponisten. Baumgartner arbeitete für verschiedene Filmfirmen, besonders erfolgreich wurde aber seine Zusammenarbeit mit dem Produzenten Erwin C. Dietrich. Das Lexikon des Films führt ihn bei nicht weniger als 83 Spielfilmen, die zwischen 1952 und 1990 entstanden, als Komponisten auf. Besonders zu erwähnen sind seine Arbeiten für Filme von Kurt Früh (zwischen 1955 bis 1972).
Er komponierte ausser Film- und Swingmusik auch für Kleinkunstprogramme, zunächst für ein Kabarett-Programm mit Margrit Rainer, Ruedi Walter, Helen Vita und Harro Lang, wo er auch als pianistischer Begleiter fungierte, im weiteren auch für Erich Kästner und Werner Wollenberger. Die Liste seiner Kompositionen und Arrangements zählt mehr als 700 Einträge; sein musikalischer Nachlass liegt in der Zentralbibliothek Zürich.
Baumgartner war viele Jahre als Vorstandsmitglied der Urheberrechtsgesellschaft SUISA tätig und setzte sich dort besonders für die Altersvorsorge der Mitglieder ein.
1956 heiratete er Helen Vita. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor. Der Kameramann Peter Baumgartner ist sein Neffe. Die beiden waren an mehreren Produktion gemeinsam beteiligt.
Filmografie (Auswahl)
1952: Die Venus vom Tivoli
1952: Palace Hotel
1955: Polizischt Wäckerli
1956: Oberstadtgass
1957: Bäckerei Zürrer
1959: Hinter den sieben Gleisen
1959: Café Odeon
1960: Der Teufel hat gut lachen
1963: Die Nylonschlinge
1966: Der Würger vom Tower
1967: Unruhige Töchter
1968: Die Nichten der Frau Oberst
1969: Schwarzer Nerz auf zarter Haut
1969: Champagner für Zimmer 17
1970: Ich, ein Groupie
1971: Blutjunge Verführerinnen
1971: Die Stewardessen
1972: Der Fall
1973: Eine Armee Gretchen
1974: Frauen, die für Sex bezahlen
1975: Frauengefängnis
1976: Die Sklavinnen
1977: Greta – Haus ohne Männer
1977: Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne
1977: Tänzerinnen für Tanger
1979: Sechs Schwedinnen im Pensionat
1980: Die Nichten der Frau Oberst
1980: Sechs Schwedinnen von der Tankstelle
1981: 6 Schwedinnen auf Ibiza
1982: Heißer Sex auf Ibiza
1983: Sechs Schwedinnen auf der Alm
1988: Der Commander
1988: Ein Schweizer namens Nötzli
1990: Der doppelte Nötzli
Quelle Biografie:

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