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"Wir haben die Möglichkeit (...) geprüft, aber nach den jüngsten Turbulenzen wird das nicht passieren", sagte eine Regierungsmitarbeiter, der anonym bleiben wollte, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Athen wollte die Finanzmärkte noch vor dem Ende der Rettungsprogramms Ende August testen, wofür die Emission einer zehnjährige Staatsanleihe im Gespräch war.
Die Regierung hat die Anleihemärkte in den vergangenen zwölft Monaten zweimal angezapft - und zwar mit einer siebenjährige Anleihe im Februar und einer fünfjährige Anleihe im Juli 2017. Sie will in der Lage sein, ihren Finanzierungsbedarf nach Ablauf des Rettungsprogramms selbst über die Märkte zu decken. Diese wurden zuletzt aber durch die Regierungsbildung in Italien durchgeschüttelt, wo jetzt eine Koalition der Euro-Skeptiker aus 5-Sterne-Bewegung und der rechten Lega an der Macht ist. Die Rendite zehnjähriger griechischer Anleihen stieg im in den vergangenen zwei Wochen um rund einen halben Punkt auf 4,5 Prozent, was die Aufnahme neuer Schulden für Athen teurer macht.
Griechenland muss bis Ende 2019 rund 15 Milliarden Euro Schulden tilgen. Regierungsbeamten zufolge kann der Finanzierungsbedarf bis 2020 auch ohne eine einzige Anleiheemission gedeckt werden, da es genügend Puffer gebe. Der griechische Schuldenberg entspricht 179 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, womit er der höchste in der EU ist. Das Land musste mehrfach mit einem europäischen Rettungsprogramm vor der Pleite bewahrt werden. Dieses läuft nun aus.
(Reuters)