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Corona-Impfung in der Schwangerschaft
Eine Schwangerschaft ist ein freudiges Ereignis, doch wird die schöne Zeit momentan durch Corona getrübt. Wann ist Stand heute (4.2.21) eine Impfung während der Schwangerschaft möglich? Hier liest du mehr zum Thema.
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Warum gehören Schwangere zur Risikogruppe?
Wenn du schwanger bist, hast du laut einer Studie des Bundesamts für Gesundheit, die gemeinsam mit der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe durchgeführt wurde, ein erhöhtes Risiko an Corona zu erkranken. Du gehörst damit zu den Personen, die als speziell gefährdet angesehen werden. Der Grund für diese Einstufung sind aktuelle Studien, die einen Hinweis darauf geben, dass Frauen, die ein Kind erwarten, im Vergleich zu gleichaltrigen Frauen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben.
Auch das Risiko für eine Frühgeburt kann steigen. Doch das erhöhte Vorkommen einer schweren Erkrankung betrifft nicht alle werdenden Mütter. Frauen, die schwanger und zugleich älter waren, erkrankten zum Beispiel schwerer. Auch Übergewicht oder chronische Vorerkrankungen sind gefährlicher für Schwangere.
Impfkriterien für Schwangere
Derzeit gilt: Die Impfung in der Schwangerschaft wird generell (noch) nicht empfohlen, solange keine ausreichenden Studiendaten insbesondere zur Sicherheit vorliegen. Tierexperimentelle Studien mit mRNA-Impfstoffen weisen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fötale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung hin (siehe Fachinformation Comirnaty® und COVID-19 Impfstoff Moderna®).
Bei Schwangeren mit chronischen Erkrankungen mit höchstem Risiko soll der potentielle Nutzen der Impfung zur Verhinderung von schwer verlaufenden Erkrankungen gegenüber den fehlenden Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit abgewogen werden. Die Indikation für die Covid-19-Impfung soll in diesem Fall nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch die betreuende Fachärztin/ den betreuenden Facharzt gestellt werden.
Bei den Vorerkrankungen handelt es sich um:
- Bluthochdruck
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Diabetes
- Chronische Atemwegserkrankungen
- Krebs
- Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
- Adipositas Grad III (morbid, BMI ≥ 40 kg/m2)
Schwangere und die Corona-Impfung: sicher oder riskant?
Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass eine Impfung für schwangere Frauen besonders riskant sein könnte. Zwar wurden werdende Mütter bisher nicht in klinischen Studien getestet, aber Tierversuche zeigten kein erhöhtes Risiko für trächtige Tiere. Schwangere mit Vorerkrankungen tun also gut daran, sich impfen zu lassen, da sie sich und das ungeborene Kind schützen können. Dies funktioniert, weil die Mütter dem ungeborenen Kind während der Schwangerschaft schützende Antikörper über die Plazenta übertragen.
Stillende Mütter übertragen dieselben Antikörper über die Muttermilch. Dein Baby bekommt auf passive Art und Weise die gleiche Immunität wie du. Wie effektiv die Impfung wirkt, wird gerade noch erforscht. Da es eine Weile dauert, bis du die volle Immunantwort entwickelst, ist eine gute Idee, wenn du dich frühzeitig impfen lässt, damit auch dein Kind davon profitieren kann.
Wenn du ein Baby erwartest und eine normale Schwangerschaft durchlebst, musst du zwar aufpassen nicht zu erkranken, aber nicht in Panik verfallen. Wichtig ist, dass du die Hygienevorschriften strikt einhältst, Risikobegegnungen vermeidest und deine Kontakte einschränkst. Gehörst du ohnehin zu einer Risikogruppe, zum Beispiel bei unterschiedlichen chronischen Erkrankungen oder Beschwerden wie Bluthochdruck, sprich mit deinem Arzt des Vertrauens über mögliche Schritte.
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