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Vermögensungleichheit
Der materielle Wohlstand zeigt sich unter anderem in der Höhe des Vermögens, über das die Haushalte verfügen. Unterschiede des Vermögens gehen in der Regel mit ungleich verteilten Lebenschancen einher. Wenn Ungleichheiten als ungerecht empfunden werden, können sie den sozialen Zusammenhalt gefährden.
Beobachtete Entwicklung

Der Gini-Koeffizient der Vermögensverteilung liegt 2016 bei 0,832 auf einer Skala von 0 (Totale Gleichverteilung) bis 1 (Totale Ungleichverteilung). Wird der Durchschnitt der letzten drei Datenjahre (2014-2016) mit dem Durchschnitt der ersten drei Datenjahre (2009-2011) verglichen, zeigt sich keine wesentliche Veränderung der Vermögensungleichheit.
Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Gemäss Bundesverfassung sorgt die Eidgenossenschaft für eine möglichst grosse Chancengleichheit unter den Bürgerinnen und Bürgern. Gemäss Kantonsverfassung beachten Kanton und Gemeinden den Grundsatz der Solidarität. Sie setzen sich für den Ausgleich in der Gesellschaft und zwischen den Kantonsteilen ein. Wer Ausgleichsleistungen in Anspruch nehmen will, hat selbst alles Zumutbare zu unternehmen, um seine Lage zu verbessern.
Wünschenswert ist entsprechend aus sozialer Perspektive eine rückläufige Entwicklung des Gini-Koeffizienten.
Die Beurteilung erfolgt aufgrund folgender Kriterien:

Es ist weder eine Zu- noch eine Abnahme zu beobachten. Erwünscht wäre eine Abnahme.
Definition
Die Vermögensungleichheit wird durch den Gini-Koeffizienten abgebildet, der Werte zwischen 0 (totale Gleichverteilung) und 1 (totale Ungleichverteilung) annimmt. Seine Berechnung erfolgt auf der Basis des Äquivalenzvermögens gemäss OECD. Die Anwendung der Äquivalenzskala macht unterschiedlich grosse Haushalte miteinander vergleichbar.
Daten
Luzern:
Schweiz:
Analysen