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Für die GC Sektion Rudern ging es im Sommer 2022 Schlag auf Schlag: Im August holte Tobias Fürholz an der U23-Europameisterschaft in Hazewinkel, Belgien für GC Silber im leichten Doppelvierer, während Tim Roth im Vierer ohne Steuermann an der EM in München den fünften Rang erreichte. Für Tim Roth ging es kurz darauf weiter nach Račice in Tschechien, wo vom 18. bis 25. September die Weltmeisterschaften ausgetragen wurden. Dort führte er als Schlagmann das Boot von Andrin Gulich, Joel Schürch und Roman Röösli an.
Mit Umwegen in den Final
Zunächst verpassten sie den Einzug ins Halbfinale um 0.25 Sekunden. Im Hoffnungslauf setzte sich das Schweizer Boot aber sofort an die Spitze des Rennens und zog als Sieger in den Halbfinal ein – mit 0.26 Sekunden Vorsprung auf Deutschland.
Im Halbfinal zogen die Niederlande und Rumänien davon. Doch 500 Meter vor dem Ziel lagen die Schweizer nur 0.65 Sekunden hinter dem Boot aus Irland. Im Endspurt gaben die Schweizer noch einmal alles und verwiesen die Iren mit einem Vorsprung von 1.76 Sekunden auf den vierten Rang. Mit einer hohen Schlagzahl von 46 Ruderschlägen pro Minute sicherten sich Schlagmann Tim Roth und sein Team so den Einzug in den A-Final. «Wir hatten uns vorgenommen, auf den ersten 1000 Metern nahe am Rennen der Spitzenboote zu bleiben, was uns mit diesem Start gelungen ist», freute sich Tim Roth.
Spezialität Schlussspurt
Im Final setzte sich der Olympia-Zweite Rumänien gleich zu Beginn an die Spitze, wurde dann aber vom Olympiasieger Australien und der Niederlande überholt. Auf der zweiten Streckenhälfte übernahm Grossbritannien schliesslich die Führung. Doch die Schweizer bündelten auch in diesem Schlussspurt noch einmal all ihre Kräfte und platzierten sich schliesslich vor der Ukraine auf dem fünften WM-Rang. «Unser Schlussspurt war definitiv der beste der gesamten WM-Woche», so Tim Roth. Roth, Gulich, Schürch und Röösli teilen sich den Vierer erst seit Juli 2022 und peilen nun die Olympischen Spiele 2024 in Paris an.
Pamela Schefer