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IBM will «Watson» versilbern
Der Computerriese IBM möchte die kognitive Analysetechnik hinter seinem Superrechner «Watson» im grossen Stil kommerzialisieren und hat zu diesem Zweck eine eigene Abteilung gegründet.
Die Abteilung firmiert unter der Bezeichnung «Watson Business Group». Sie soll cloud-basierte Analyse-Anwendungen und -Dienste für IBMs Firmenkunden entwickeln. IBM investiert nach eigenen Angaben gut eine Milliarde Dollar in die Kommerzialisierung von Watson, 100 Millionen davon sollen Start-ups erhalten, welche Anwendungen schreiben, die in der Watson-Developer-Cloud laufen.
Leiter der Firmenabteilung wird Michael Rhodin, der bislang für die Software Solutions Group des Konzerns tätig war. 2000 Mitarbeiter werden für die frischgegründete Konzernsparte tätig sein, welche ihren Sitz in Manhattan haben wird.
Watson ist aus einem Forschungsprojekt entstanden, bei dem es darum ging in der US-Quizsendung «Jeopardy» Gegner aus Fleisch und Blut zu schlagen, was dem System 2011 gelang. Watson verwendet für seine Antwortsuche kognitive Verfahren, um aus einem Informationswust das Richtige herauszufilter. Dabei stütz er sich auf Abläufe, die jenen in einem menschlichen Hirn nachempfunden sind.
Dass Watson nicht nur Wissenfragen einer Quizsendung beantworten kann, konnte IBM bereits verschiedentlich zeigen. So ist das kognitive Analysesystem bereits als Arztgehilfe und als Kundenberater in Aktion getreten. Letztes Jahr hat IBM schlisslich das Watson Ecoystem lanciert, eine Entwicklungsplattform, mit der Firmen und Partner eigene Watson-Anwendunge erstellen können.