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Es sollte ein Projekt der Sonderklasse werden. Ein Sportzentrum, dazu der passende Name: WinCity. Hier, in Winterhur, wollte der Sportverband Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) den Hauptsitz und das nationale Hockey-Ausbildungszentrum installieren; hier sollte der Nachwuchs ein Jahr lang auf eine Profikarriere vorbereitet werden. Daraus wird aber nichts. Der Eishockeyverband musste zur Kenntnis nehmen, dass eine unterirdische Eishalle gestrichen wurde, weil Projekt- und Betriebsfinanzierung nicht gewährleistet sind. Bislang hat sich niemand finden lassen, der als Sponsor für die Kosten geradestünde. Ein Insider: «Faktisch ist das Academy-Projekt gestorben.» Bei Swiss Ice Hockey heisst es: «Ohne zusätzliche Eishalle macht es für uns keinen Sinn.»
Nun wird der SIHF-Verwaltungsrat das Projekt neu priorisieren – sprich: nach hinten schieben. Denn mit dem Abgang von SIHF-Präsident Philippe Gaydoul – er trat zurück, als er letztes Jahr das Team Kloten Flyers kaufte – ist der Promotor des prestigeträchtigen Projekts abgetreten (siehe auch Artikel «Philippe Gaydoul / Thomas Matter: Komplexe Verbindung»).
Sein Nachfolger auf dem Präsidentensessel, Marc Furrer, ist weniger von der Academy beseelt. Auch die Topclubs sind nicht besonders angetan. Sie sind zwar nicht direkt involviert, müssten aber ihre Youngsters in die Academy schicken und deren Ausbildung bezahlen bzw. die Eltern zur Mitfinanzierung drängen. Die Clubs aber bilden oft den Nachwuchs selber aus.