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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2013.00596 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Kübler-Zillig Urteil vom 24. November 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführer gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1970, wurde erstmals am 25. März 1971 von seinen Eltern bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 5/1), nachdem als Folge einer Rötelnerkrankung der Mutter während der Schwangerschaft das Geburtsgebrechen Ziffer 493 festgestellt worden war (Urk. 5/2 lit. D ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach dem Ver sicherten in der Folge verschiedentlich Leistungen im Zusammenhang mit der Behandlung de r Geburtsgebrechen Ziffer 493, Ziffer 390 sowie Ziffer 404 zu, so insbesondere die Abgabe von Hörgeräten (Urk. 5/11, Urk. 5/25, Urk. 5/30, Urk. 5/48, Urk. 5/52, Urk. 5/95, Urk. 5/134 ) sowie Sonderschulmassnahmen (Urk. 5/20, Urk. 5/27) und berufliche Massnahmen (Urk. 5/28, Urk. 5/41, Urk. 5/74, Urk. 5/83, Urk. 5/99 ). Ein erstes Rentenbegehren wurde mit Verfügung vom 9. April 1997 abgewiesen (Urk. 5/8 2 ). Mit Verfügung vom 23. Januar 2001 wurde dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 70 % mit Wirkung ab 1. Juli 1999 eine ganze Rente zugesprochen (Urk. 5/108, vgl. auch Mitteilung en betreffend unverändertem Rentenanspruch, Urk. 5/120 und Urk. 5/141 ). Mit Verfügungen vom 27., 2 8. sowie 29. Mai 2013 wurden weiter Kostengut sprachen für ein Elektrobett, eine Rampe sowie einen Badelift erteilt (Urk. 5/1 8 0-182) und m it Verfügung vom 5. Juni 2013 mit Wirkung ab 19. März 2013 ein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag von maximal Fr. 10‘127.40 pro Jahr bejaht (Urk. 5/191). 1.2 Am 5. März 2013 beantragte der Versicherte die Zusprache einer Hilflosenent schädigung (Urk. 5/155), worauf eine Abklärung beim Versicherten zu Hause stattfand (Urk. 5/172). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 5/174 ) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 20. Juni 2013 mit Wirkung ab 1. August 2012 eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades zu (Urk. 5/193 = Urk. 2). 2. Gegen die Verfügung vom 20. Juni 2013 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 25. Juni 2013 Beschwerde und beantragte, es sei ihm eine Entschädigung in folge Hilflosigkeit mittleren Grades zuzusprechen (Urk. 1). Mit Beschwerdeant wort vom 3. September 2013 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 4), was dem Beschwerdeführer am 30. Oktober 2013 mitgeteilt wurde (Urk. 6). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt ( Art. 13 des Bundesgesetz es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ) in der Schweiz, die hilflos ( Art. 9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädi gung. Vorbehalten bleibt Artikel 42 bis IVG. Als hilflos gilt eine Person, die we gen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf ( Art. 9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dau ernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist ( Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG; Art. 38 der Verordnung über die Invalidenversicherung; IVV ). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a): — Ankleiden, Auskleiden; — Aufstehen, Absitzen, Abliegen; — Essen; — Körperpflege; — Verrichtung der Notdurft; — Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme. 1.2 Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln: a. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb licher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist; b. einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; c. einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwendi gen Pflege bedarf; d. wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Drit ter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; oder e. dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Artikel 38 angewie sen ist. 1.3 Gemäss Art. 37 Abs. 2 IVV gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die ver sicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln: a. in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist; b. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden per sönlichen Überwachung bedarf; oder c. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Beglei tung im Sinne von Artikel 38 angewiesen ist. Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebens verrichtungen voraus (BGE 121 V 88 E. 3b, 107 V 145 E. 2). 1.4 Nach Art. 38 Abs. 1 IVV liegt ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung im Sinne von Art. 42 Abs. 3 IVG vor, wenn eine volljährige, versicherte Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit: a. ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbständig wohnen kann; b. für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist; oder c. ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren. Ist lediglich die psychische Gesundheit beeinträchtigt, so muss für die Annahme einer Hilflosigkeit gleichzeitig ein Anspruch auf mindestens eine Viertelsrente bestehen ( Art. 38 Abs. 2 IVV). Zu berücksichtigen ist nur diejenige lebenspraktische Begleitung, die regelmäs sig und im Zusammenhang mit den in Absatz 1 erwähnten Situationen erfor derlich ist. Nicht darunter fallen insbesondere Vertretungs- und Verwaltungs tätigkeiten im Rahmen vormundschaftlicher Massnahmen nach Art. 398-419 des Zivilgesetzbuches ( Art. 38 Abs. 3 IVV). Der Anspruch auf Berücksichtigung des Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung ist nicht auf Menschen mit Beeinträchtigung der psychischen oder geistigen Gesundheit beschränkt. Es ist durchaus möglich, dass auch andere Behinderte einen Bedarf an lebenspraktischer Begleitung geltend machen können. Zu den ken ist insbesondere an hirnverletzte Menschen (BGE 133 V 450 E. 2.2.3). Unerheblich ist, in welcher Umgebung sich die versicherte Person - abgesehen davon, dass sie ausserhalb des Heims wohnen muss - aufhält und ob sie auf die Hilfe des Ehegatten, der Kinder oder der Eltern zählen kann (BGE 133 V 450 E. 2.2.3 und 5). Als regelmässig im Sinne von Art. 38 Abs. 3 Satz 1 IVV gilt die lebensprakti sche Begleitung, wenn sie über eine Periode von drei Monaten gerechnet im Durchschnitt mindestens 2 Stunden pro Woche benötigt wird (BGE 133 V 450 E. 6.2). Die lebenspraktische Begleitung beinhaltet weder die (direkte oder indirekte) Dritthilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen noch die Pflege noch die Überwachung. Sie stellt vielmehr ein zusätzliches und eigenständiges Insti tut der Hilfe dar (BGE 133 V 450 E. 9). Das Gesetz macht den Anspruch auf Hilflosenentschädigung nicht davon abhän gig, ob die lebenspraktische Begleitung kostenlos erfolgt oder nicht (BGE 133 V 472 E. 5.3.2). 1.5 Bei der Erarbeitung der Grundlagen für die Bemessung der Hilflosigkeit ist eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit zwischen ärztlicher Fachperson und Verwaltung erforderlich. Erstere hat anzugeben, inwiefern die versicherte Per son in ihren körperlichen beziehungsweise geistigen Funktionen durch das Lei den eingeschränkt ist. Der Versicherungsträger kann an Ort und Stelle weitere Abklärungen vornehmen. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berück sichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzei gen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie der tatbe standsmässigen Erfordernisse der dauernden persönlichen Überwachung und der Pflege ( Art. 37 IVV) gemäss sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschrie benen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbe sondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.1.1 und 6.2; AHI 2000 S. 319 E. 2b). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung (Urk. 2) davon aus, dass der Beschwerdeführer seit dem Jahre 2008 auf regelmässige Hilfe bei der Körper pflege angewiesen sei, was jedoch noch keinen Anspruch auf Hilflosenentschä digung begründe t habe. Seit August 2011 erhalte er jedoch regelmässige lebenspraktische Begleitung, so dass seit Ablauf der Wartefrist im August 2012 ein Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades be stehe (S. 4). 2.2 Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend, er sei bei der Körper pflege, dem An- und Auskleiden, dem Aufstehen, Absitzen und Abliegen sowie bei der Fortbewegung auf Unterstützung angewiesen, weshalb ein Anspruch auf Entschädigung infolge mittlerer Hilflosigkeit bestehe (Urk. 1). 2.3 Unbestritten ist, dass dem Beschwerdeführer jedenfalls eine E ntschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades zusteht. Strittig und zu prüfen ist, ob er in weiteren Bereichen regelmässig auf die Hilfe und Unterstützung Dritter ange wiesen ist und dementsprechend einen Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit mittleren Grades hat. 3. 3.1 In seinem Bericht vom 3. Februar 2006 (Urk. 5/137/7-10) diagnostizierte Dr. med. Y.___, Facharzt für Neurologie, eine Myotonia dystrophicans Curschmann Steinert (S. 1). Es bestünden distal betonte Paresen, ausgeprägte Atrophien der Vorderarmmuskeln und der Unterschenkel-Muskulatur (S. 3). Therapeutisch könne man nur die Myotonien, nicht aber die Paresen und Atro phien beeinflussen (S. 4). 3.2 Der Hausarzt Dr. med. Z.___, Facharzt Allgemeine Medizin, nannte in seinem Bericht vom 3. Februar 2010 (Urk. 5/138) folgende Diagnosen (Ziff. 1.1): - Myotonia dystrophicans - apparativ versorgte Hörbehinderung seit Geburt - Minderintelligenz Die Prognose sei schlecht (Ziff. 1.4), der Beschwerdeführer sei ohne Gehh i lfe nur noch mit Mühe gehfähig (Ziff. 1.5). Für die bisherige Tätigkeit bestehe seit dem Jahre 2000 eine volle Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6), auf dem ersten Arbeitsmarkt sei der Beschwerdeführer sicher nicht vermittelbar (Ziff. 1.7). 3. 3 Nach einem stationären, neurorehabilitativen Aufenthalt vom 2. bis 22. November 2012 nannten die verantwortlichen Ärzte der Rehaklinik A.___ in ihrem Austrittsbericht vom 22. November 2012 folgende Diagnosen (Urk. 5/153 S. 1): - m yotone Dystrophie Typ 1 - m ikrozytäre hypochrome Anämie - Barrett-Ösophagus - h epatozelluläre Hepatopathie unklarer Genese Bei Eintritt sei der Beschwerdeführer geh- und stehunfähig und somit rollstuhl pflichtig gewesen, es habe ohne Hilfsmittel eine akute Sturzgefahr bestanden. Bei Austritt habe er ein sicheres Gangbild am Rollator gehabt, jedoch einen Rollstuhl für die Mobilität bevorzugt. Ergotherapeutisch sei ein beidseitiger Faustschluss möglich. Der Beschwerdeführer sei in einem gebesserten Allge meinzustand in die alten Verhältnisse entlassen worden. Es werde empfohlen, die Physio- und Ergotherapien im ambulanten Setting weiterzuführen (S. 2). 3.4 In der Anmeldung zum Bezug von Hilflosenentschädigung vom 5. März 2013 (Urk. 5/155) wurde zur Hilflosigkeit ausgeführt, der Beschwerdeführer benötige seit dem Jahre 2005 Hilfe beim An- und Abziehen von Socken, Schuhen und Hosen. Seine Mutter helfe ihm sodann s eit dem Jahre 2008 bei der Körperpflege, sie wasche ihn zweimal wöchentlich und helfe zweimal pro Woche beim Baden beziehungsweise Duschen. Seit dem Jahre 2010 könne er zudem nicht mehr selbständig aufstehen (Ziff. 4). 3.5 Am 9. April 2013 berichtete die Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin über die am 5. April 2013 beim Beschwerdeführer zu Hause durchgeführte Abklärung (Urk. 5/172). Diese wurde in Anwesenheit der Mutter des Beschwerdeführers vorgenommen. Der Beschwerdeführer habe erklärt, sein Gesundheitszustand habe sich seit zirka dem Jahre 2004 stetig verschlechtert, insbesondere mit dem Gleichgewicht habe er zunehmende Probleme. Im vergangenen Jahr sei es drei mal zu Stürzen mit Verletzungen gekommen (S. 1). Betreffend den Bereich Ankleiden / Auskleiden führte die Abklärungsperson aus, der Beschwerdeführer könne sich mühevoll selbst ankleiden. Die rechte Hand sei geschwächt und er müsse si e beim Bedienen von Verschlüssen führen. Auf diese Weise sei es möglich, Knöpfe zu schliessen und Reissverschlüsse ein zufädeln. Schuhe binden könne der Beschwerdeführer nicht mehr selber, mit Klettverschlüssen könne er hingegen umgehen. Die Abklärungsperson merkte hierzu an, d er Beschwerdeführer könne dank zumutbarer Vorgehen s weise alle notwendigen Handlungen selbst vornehmen, auch indirekte Hilfe werde nicht benötigt. Im Sinne des Gesetzes könne keine Hilflosigkeit bejaht werden (S. 2 oben). Auch betreffend die Bereiche Aufstehen / Absitzen / Abliegen und Essen könne keine Hilflosigkeit bejaht werden. Die Positionswechsel würden in einem zu mutbaren Zeitrahmen gelingen und der Beschwerdeführer sei mehrmals wöchentlich ganztags allein in seiner Wohnung und nehme dabei alle Posi tionswechsel selbständig vor. Nachts sei er immer alleine, lege sich selbst ins Bett und stehe aus eigenem Antrieb auf. Mit Besteck könne der Beschwerde führer beidhändig umgehen. Beim Zerkleinern harter Nahrung müsse nachvoll ziehbare Hilfe in Anspruch genommen werden. Derartige Nahrungsmittel wür den jedoch nicht täglich benötigt, es könne ohne Einbusse an Gesundheit oder üblichem gesellschaftlichem Verhalten mehrheitlich darauf verzichtet werden (S. 2 Mitte). Beim Duschen zweimal pro Woche müsse die Mutter des Beschwerdeführers behilflich sein, sie müsse ihm die Füsse waschen und eincremen, beim Abtrock nen helfen und den Rücken waschen. An den restlichen Tagen wasche sich der Beschwerdeführer, dies könne er alleine. Rasur, Zahn- und Haarpflege seien selbständig möglich. Im Bereich Reinigung nach Verrichtung der Notdurft sei der Beschwerdeführer selbständig (S. 2 f.). Auch im Bereich Fortbewegung / Pflege gesellschaftlicher Kontakte sei der Be schwerdeführer selbständig. Er gehe innerhalb und ausserhalb der Wohnung am Stock. Er warte auf die Bewilligung für den Elektrorollstuhl, damit die Fortbe wegung im Freien wieder sicherer und einfacher werde. Die Instabilität er schwe re das Fortkommen, trotzdem sei es ihm möglich, im Bus zu reisen und mit dem Zug zu fahren. Der Beschwerdeführer trage ein Hörgerät, damit gelinge die Kommunikation problemlos. Er könne sich gut verständlich ausdrücken, lesen und schreiben (S. 3 Mitte). Die Abklärungsperson berichtete weiter, dass der Beschwerdeführer ohne die führende Hand der Mutter und die Unterstützung durch den Beistand nicht selbständig in seiner Wohnung bleiben könne. Mindestens zweimal wöchentlich komme die Mutter vorbei, ordne mit dem Beschwerdeführer den Haushalt, bespreche anstehende Entscheidungen und Probleme, motiviere ihn, führe ihm aber auch seine Grenzen vor Augen und wirke bremsend, wenn er sich selber überschätze. Der Beschwerdeführer gerate bei der kleinsten Verunsicherung sofort aus dem Geleise. Dann müsse er Rat finden, sich besprechen können, zumindest Sicherheit haben, dass er innert nützlicher Frist eine zuverlässige Ansprechperson habe. Meistens täglich, mindestens aber drei- bis viermal wöchentlich müssten derart klärende Gespräche geführt werden. In Geldangele genheiten bekomme er Unterstützung vom Beistand (S. 3). Die Mutter über nehme sodann stellvertretend die groben Arbeiten im Haushalt. Den Rest müsse der Beschwerdeführer unter Anleitung selber erledigen. Termine müssten besprochen und erinnert werden (S. 4 oben). Der Beschwerdeführer sei nicht iso liert, er habe vereinzelte Privatkontakte und pflege die Verbindung ins Eltern haus, er nutze Internet sowie SMS und könne auch telefonieren. Dauernde medizinisch-pflegerisch e Hilfe sei nicht notwendig, er spritze sich selbst Heparin und nehme die verordneten Medikamente in eigener Regie ein. Eine Überwa chung sei nicht notwendig (S. 4 Mitte). Zusammenfassend führte die Abklärungsperson aus, gemäss der erfolgten Ab klärung benötige der Beschwerdeführer im Bereich Körperpflege seit dem Jahre 2008 regelmässige Dritthilfe im Sinne des Gesetzes, was jedoch keine Hilflo senentschädigung auslöse. Im August 20 1 1 könne die einjährige Wartefrist für die Hilflosenentschädigung eröffnet werden, ab diesem Zeitpunkt werde lebens praktische Hilfe erbracht. Seit August 2012 bestehe demnach Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades (S. 4 unten). 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer Verfügung auf den Abklärungsbe richt vom 9. April 2013 (vorstehend E. 3.5) ab, bejahte die Notwendigkeit von Dritthilfe im Bereich der Körperpflege sowie einer lebenspraktischen Begleitung ab August 2011 und anerkannte dementsprechend einen Anspruch auf Entschä digung infolge Hilflosigkeit leichten Grades (vorstehend E. 2.1). 4.2 Die Abklärung vor Ort erfolgte in Kenntnis der diagnostizierten Krankheiten des Beschwerdeführers (vgl. Urk. 5/172 S. 1 Mitte) und unter Berücksichtigung der räumlichen Verhältnisse an seinem Wohnort. Die Mutter des Beschwerdeführers wurde in die Abklärung einbezogen und ihre Angaben wurden im Abklärungs be richt wiedergegeben und berücksichtigt. Die Ausführungen der Abklärungs person sind detailliert sowie ausführlich und ihre Schlussfolgerungen in nachvoll ziehbarer Weise begründet. Der Abklärungsbericht entspricht daher vollumfänglich den praxisgemässen Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.5), weshalb dieser eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im Sinne der Rechtsprechung darstellt. Da im vorliegenden Fall klare Fehleinschätzungen der Abklärungs person nicht ersichtlich sind, besteht kein Anlass, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person einzugreifen, und es kann auf den Bericht vom 9. April 2013 abgestellt werden. 4.3 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Er machte geltend, er sei im Bereich der Körperpflege, dem An- und Auskleiden, dem Absitzen und Abliegen sowie der Fortbewegung auf Dritt hilfe angewiesen (Urk. 1). Was die Körperpflege betrifft, so wurde die diesbe züglich benötigte Dritthilfe im Abklärungsbericht anerkannt (vorstehend E. 3.5). Bezüglich der vom Beschwerdeführer geklagten weiteren Beeinträchtigungen wurde im Rahmen der Abklärung beim Beschwerdeführer zu Hause festgestellt, dass er Positionswechsel selbständig vornehmen kann und sich zwar mühevoll, aber doch selbständig ankleiden kann. Auch diesbezüglich resultiert damit keine Hilflosigkeit. Ebenfalls gibt es keinen Grund, für den Bereich Fortbewegung eine Hilflosigkeit zu bejahen, nachdem gemäss den Abklärungen vor Ort das Fort kommen durch die Instabilität zwar erschwert, jedoch nicht verunmöglicht ist. Zu berücksichtigen ist sodann auch, dass der Beschwerdeführer über einen Elektrorollstuhl (vgl. Urk. 5/206, Verfügung vom 11. Juli 2013), ein Elektrobett sowie einen Badelift verfügt. Die vorliegenden medizinischen Berichte ergaben sodann nichts, was eine ander weitige Einschätzung näher legen würde und auch der Beschwerdeführer reichte keine weiteren Arztberichte ein, gestützt auf welche von einer weiterge henden Hilflosigkeit ausgegangen werden müsste. 4.4 Zusammenfassend sind somit lediglich die Hilflosigkeit im Bereich Körperpflege sowie die Notwendigkeit einer lebenspraktischen Begleitung zu bejahen, was keinen Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit mittleren Grades begründet. D ie angefochtene Verfügung vom 20. Juni 2013 erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 6 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus gang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 6 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-weismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannKübler-Zillig

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2013.00596 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Kübler-Zillig Urteil vom 24. November 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführer gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1970, wurde erstmals am 25. März 1971 von seinen Eltern bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 5/1), nachdem als Folge einer Rötelnerkrankung der Mutter während der Schwangerschaft das Geburtsgebrechen Ziffer 493 festgestellt worden war (Urk. 5/2 lit. D ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach dem Ver sicherten in der Folge verschiedentlich Leistungen im Zusammenhang mit der Behandlung de r Geburtsgebrechen Ziffer 493, Ziffer 390 sowie Ziffer 404 zu, so insbesondere die Abgabe von Hörgeräten (Urk. 5/11, Urk. 5/25, Urk. 5/30, Urk. 5/48, Urk. 5/52, Urk. 5/95, Urk. 5/134 ) sowie Sonderschulmassnahmen (Urk. 5/20, Urk. 5/27) und berufliche Massnahmen (Urk. 5/28, Urk. 5/41, Urk. 5/74, Urk. 5/83, Urk. 5/99 ). Ein erstes Rentenbegehren wurde mit Verfügung vom 9. April 1997 abgewiesen (Urk. 5/8 2 ). Mit Verfügung vom 23. Januar 2001 wurde dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 70 % mit Wirkung ab 1. Juli 1999 eine ganze Rente zugesprochen (Urk. 5/108, vgl. auch Mitteilung en betreffend unverändertem Rentenanspruch, Urk. 5/120 und Urk. 5/141 ). Mit Verfügungen vom 27., 2 8. sowie 29. Mai 2013 wurden weiter Kostengut sprachen für ein Elektrobett, eine Rampe sowie einen Badelift erteilt (Urk. 5/1 8 0-182) und m it Verfügung vom 5. Juni 2013 mit Wirkung ab 19. März 2013 ein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag von maximal Fr. 10‘127.40 pro Jahr bejaht (Urk. 5/191). 1.2 Am 5. März 2013 beantragte der Versicherte die Zusprache einer Hilflosenent schädigung (Urk. 5/155), worauf eine Abklärung beim Versicherten zu Hause stattfand (Urk. 5/172). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 5/174 ) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 20. Juni 2013 mit Wirkung ab 1. August 2012 eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades zu (Urk. 5/193 = Urk. 2). 2. Gegen die Verfügung vom 20. Juni 2013 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 25. Juni 2013 Beschwerde und beantragte, es sei ihm eine Entschädigung in folge Hilflosigkeit mittleren Grades zuzusprechen (Urk. 1). Mit Beschwerdeant wort vom 3. September 2013 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 4), was dem Beschwerdeführer am 30. Oktober 2013 mitgeteilt wurde (Urk. 6). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt ( Art. 13 des Bundesgesetz es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ) in der Schweiz, die hilflos ( Art. 9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädi gung. Vorbehalten bleibt Artikel 42 bis IVG. Als hilflos gilt eine Person, die we gen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf ( Art. 9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dau ernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist ( Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG; Art. 38 der Verordnung über die Invalidenversicherung; IVV ). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a): — Ankleiden, Auskleiden; — Aufstehen, Absitzen, Abliegen; — Essen; — Körperpflege; — Verrichtung der Notdurft; — Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme. 1.2 Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln: a. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb licher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist; b. einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; c. einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwendi gen Pflege bedarf; d. wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Drit ter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; oder e. dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Artikel 38 angewie sen ist. 1.3 Gemäss Art. 37 Abs. 2 IVV gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die ver sicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln: a. in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist; b. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden per sönlichen Überwachung bedarf; oder c. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Beglei tung im Sinne von Artikel 38 angewiesen ist. Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebens verrichtungen voraus (BGE 121 V 88 E. 3b, 107 V 145 E. 2). 1.4 Nach Art. 38 Abs. 1 IVV liegt ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung im Sinne von Art. 42 Abs. 3 IVG vor, wenn eine volljährige, versicherte Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit: a. ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbständig wohnen kann; b. für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist; oder c. ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren. Ist lediglich die psychische Gesundheit beeinträchtigt, so muss für die Annahme einer Hilflosigkeit gleichzeitig ein Anspruch auf mindestens eine Viertelsrente bestehen ( Art. 38 Abs. 2 IVV). Zu berücksichtigen ist nur diejenige lebenspraktische Begleitung, die regelmäs sig und im Zusammenhang mit den in Absatz 1 erwähnten Situationen erfor derlich ist. Nicht darunter fallen insbesondere Vertretungs- und Verwaltungs tätigkeiten im Rahmen vormundschaftlicher Massnahmen nach Art. 398-419 des Zivilgesetzbuches ( Art. 38 Abs. 3 IVV). Der Anspruch auf Berücksichtigung des Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung ist nicht auf Menschen mit Beeinträchtigung der psychischen oder geistigen Gesundheit beschränkt. Es ist durchaus möglich, dass auch andere Behinderte einen Bedarf an lebenspraktischer Begleitung geltend machen können. Zu den ken ist insbesondere an hirnverletzte Menschen (BGE 133 V 450 E. 2.2.3). Unerheblich ist, in welcher Umgebung sich die versicherte Person - abgesehen davon, dass sie ausserhalb des Heims wohnen muss - aufhält und ob sie auf die Hilfe des Ehegatten, der Kinder oder der Eltern zählen kann (BGE 133 V 450 E. 2.2.3 und 5). Als regelmässig im Sinne von Art. 38 Abs. 3 Satz 1 IVV gilt die lebensprakti sche Begleitung, wenn sie über eine Periode von drei Monaten gerechnet im Durchschnitt mindestens 2 Stunden pro Woche benötigt wird (BGE 133 V 450 E. 6.2). Die lebenspraktische Begleitung beinhaltet weder die (direkte oder indirekte) Dritthilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen noch die Pflege noch die Überwachung. Sie stellt vielmehr ein zusätzliches und eigenständiges Insti tut der Hilfe dar (BGE 133 V 450 E. 9). Das Gesetz macht den Anspruch auf Hilflosenentschädigung nicht davon abhän gig, ob die lebenspraktische Begleitung kostenlos erfolgt oder nicht (BGE 133 V 472 E. 5.3.2). 1.5 Bei der Erarbeitung der Grundlagen für die Bemessung der Hilflosigkeit ist eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit zwischen ärztlicher Fachperson und Verwaltung erforderlich. Erstere hat anzugeben, inwiefern die versicherte Per son in ihren körperlichen beziehungsweise geistigen Funktionen durch das Lei den eingeschränkt ist. Der Versicherungsträger kann an Ort und Stelle weitere Abklärungen vornehmen. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berück sichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzei gen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie der tatbe standsmässigen Erfordernisse der dauernden persönlichen Überwachung und der Pflege ( Art. 37 IVV) gemäss sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschrie benen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbe sondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.1.1 und 6.2; AHI 2000 S. 319 E. 2b). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung (Urk. 2) davon aus, dass der Beschwerdeführer seit dem Jahre 2008 auf regelmässige Hilfe bei der Körper pflege angewiesen sei, was jedoch noch keinen Anspruch auf Hilflosenentschä digung begründe t habe. Seit August 2011 erhalte er jedoch regelmässige lebenspraktische Begleitung, so dass seit Ablauf der Wartefrist im August 2012 ein Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades be stehe (S. 4). 2.2 Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend, er sei bei der Körper pflege, dem An- und Auskleiden, dem Aufstehen, Absitzen und Abliegen sowie bei der Fortbewegung auf Unterstützung angewiesen, weshalb ein Anspruch auf Entschädigung infolge mittlerer Hilflosigkeit bestehe (Urk. 1). 2.3 Unbestritten ist, dass dem Beschwerdeführer jedenfalls eine E ntschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades zusteht. Strittig und zu prüfen ist, ob er in weiteren Bereichen regelmässig auf die Hilfe und Unterstützung Dritter ange wiesen ist und dementsprechend einen Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit mittleren Grades hat. 3. 3.1 In seinem Bericht vom 3. Februar 2006 (Urk. 5/137/7-10) diagnostizierte Dr. med. Y.___, Facharzt für Neurologie, eine Myotonia dystrophicans Curschmann Steinert (S. 1). Es bestünden distal betonte Paresen, ausgeprägte Atrophien der Vorderarmmuskeln und der Unterschenkel-Muskulatur (S. 3). Therapeutisch könne man nur die Myotonien, nicht aber die Paresen und Atro phien beeinflussen (S. 4). 3.2 Der Hausarzt Dr. med. Z.___, Facharzt Allgemeine Medizin, nannte in seinem Bericht vom 3. Februar 2010 (Urk. 5/138) folgende Diagnosen (Ziff. 1.1): - Myotonia dystrophicans - apparativ versorgte Hörbehinderung seit Geburt - Minderintelligenz Die Prognose sei schlecht (Ziff. 1.4), der Beschwerdeführer sei ohne Gehh i lfe nur noch mit Mühe gehfähig (Ziff. 1.5). Für die bisherige Tätigkeit bestehe seit dem Jahre 2000 eine volle Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6), auf dem ersten Arbeitsmarkt sei der Beschwerdeführer sicher nicht vermittelbar (Ziff. 1.7). 3. 3 Nach einem stationären, neurorehabilitativen Aufenthalt vom 2. bis 22. November 2012 nannten die verantwortlichen Ärzte der Rehaklinik A.___ in ihrem Austrittsbericht vom 22. November 2012 folgende Diagnosen (Urk. 5/153 S. 1): - m yotone Dystrophie Typ 1 - m ikrozytäre hypochrome Anämie - Barrett-Ösophagus - h epatozelluläre Hepatopathie unklarer Genese Bei Eintritt sei der Beschwerdeführer geh- und stehunfähig und somit rollstuhl pflichtig gewesen, es habe ohne Hilfsmittel eine akute Sturzgefahr bestanden. Bei Austritt habe er ein sicheres Gangbild am Rollator gehabt, jedoch einen Rollstuhl für die Mobilität bevorzugt. Ergotherapeutisch sei ein beidseitiger Faustschluss möglich. Der Beschwerdeführer sei in einem gebesserten Allge meinzustand in die alten Verhältnisse entlassen worden. Es werde empfohlen, die Physio- und Ergotherapien im ambulanten Setting weiterzuführen (S. 2). 3.4 In der Anmeldung zum Bezug von Hilflosenentschädigung vom 5. März 2013 (Urk. 5/155) wurde zur Hilflosigkeit ausgeführt, der Beschwerdeführer benötige seit dem Jahre 2005 Hilfe beim An- und Abziehen von Socken, Schuhen und Hosen. Seine Mutter helfe ihm sodann s eit dem Jahre 2008 bei der Körperpflege, sie wasche ihn zweimal wöchentlich und helfe zweimal pro Woche beim Baden beziehungsweise Duschen. Seit dem Jahre 2010 könne er zudem nicht mehr selbständig aufstehen (Ziff. 4). 3.5 Am 9. April 2013 berichtete die Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin über die am 5. April 2013 beim Beschwerdeführer zu Hause durchgeführte Abklärung (Urk. 5/172). Diese wurde in Anwesenheit der Mutter des Beschwerdeführers vorgenommen. Der Beschwerdeführer habe erklärt, sein Gesundheitszustand habe sich seit zirka dem Jahre 2004 stetig verschlechtert, insbesondere mit dem Gleichgewicht habe er zunehmende Probleme. Im vergangenen Jahr sei es drei mal zu Stürzen mit Verletzungen gekommen (S. 1). Betreffend den Bereich Ankleiden / Auskleiden führte die Abklärungsperson aus, der Beschwerdeführer könne sich mühevoll selbst ankleiden. Die rechte Hand sei geschwächt und er müsse si e beim Bedienen von Verschlüssen führen. Auf diese Weise sei es möglich, Knöpfe zu schliessen und Reissverschlüsse ein zufädeln. Schuhe binden könne der Beschwerdeführer nicht mehr selber, mit Klettverschlüssen könne er hingegen umgehen. Die Abklärungsperson merkte hierzu an, d er Beschwerdeführer könne dank zumutbarer Vorgehen s weise alle notwendigen Handlungen selbst vornehmen, auch indirekte Hilfe werde nicht benötigt. Im Sinne des Gesetzes könne keine Hilflosigkeit bejaht werden (S. 2 oben). Auch betreffend die Bereiche Aufstehen / Absitzen / Abliegen und Essen könne keine Hilflosigkeit bejaht werden. Die Positionswechsel würden in einem zu mutbaren Zeitrahmen gelingen und der Beschwerdeführer sei mehrmals wöchentlich ganztags allein in seiner Wohnung und nehme dabei alle Posi tionswechsel selbständig vor. Nachts sei er immer alleine, lege sich selbst ins Bett und stehe aus eigenem Antrieb auf. Mit Besteck könne der Beschwerde führer beidhändig umgehen. Beim Zerkleinern harter Nahrung müsse nachvoll ziehbare Hilfe in Anspruch genommen werden. Derartige Nahrungsmittel wür den jedoch nicht täglich benötigt, es könne ohne Einbusse an Gesundheit oder üblichem gesellschaftlichem Verhalten mehrheitlich darauf verzichtet werden (S. 2 Mitte). Beim Duschen zweimal pro Woche müsse die Mutter des Beschwerdeführers behilflich sein, sie müsse ihm die Füsse waschen und eincremen, beim Abtrock nen helfen und den Rücken waschen. An den restlichen Tagen wasche sich der Beschwerdeführer, dies könne er alleine. Rasur, Zahn- und Haarpflege seien selbständig möglich. Im Bereich Reinigung nach Verrichtung der Notdurft sei der Beschwerdeführer selbständig (S. 2 f.). Auch im Bereich Fortbewegung / Pflege gesellschaftlicher Kontakte sei der Be schwerdeführer selbständig. Er gehe innerhalb und ausserhalb der Wohnung am Stock. Er warte auf die Bewilligung für den Elektrorollstuhl, damit die Fortbe wegung im Freien wieder sicherer und einfacher werde. Die Instabilität er schwe re das Fortkommen, trotzdem sei es ihm möglich, im Bus zu reisen und mit dem Zug zu fahren. Der Beschwerdeführer trage ein Hörgerät, damit gelinge die Kommunikation problemlos. Er könne sich gut verständlich ausdrücken, lesen und schreiben (S. 3 Mitte). Die Abklärungsperson berichtete weiter, dass der Beschwerdeführer ohne die führende Hand der Mutter und die Unterstützung durch den Beistand nicht selbständig in seiner Wohnung bleiben könne. Mindestens zweimal wöchentlich komme die Mutter vorbei, ordne mit dem Beschwerdeführer den Haushalt, bespreche anstehende Entscheidungen und Probleme, motiviere ihn, führe ihm aber auch seine Grenzen vor Augen und wirke bremsend, wenn er sich selber überschätze. Der Beschwerdeführer gerate bei der kleinsten Verunsicherung sofort aus dem Geleise. Dann müsse er Rat finden, sich besprechen können, zumindest Sicherheit haben, dass er innert nützlicher Frist eine zuverlässige Ansprechperson habe. Meistens täglich, mindestens aber drei- bis viermal wöchentlich müssten derart klärende Gespräche geführt werden. In Geldangele genheiten bekomme er Unterstützung vom Beistand (S. 3). Die Mutter über nehme sodann stellvertretend die groben Arbeiten im Haushalt. Den Rest müsse der Beschwerdeführer unter Anleitung selber erledigen. Termine müssten besprochen und erinnert werden (S. 4 oben). Der Beschwerdeführer sei nicht iso liert, er habe vereinzelte Privatkontakte und pflege die Verbindung ins Eltern haus, er nutze Internet sowie SMS und könne auch telefonieren. Dauernde medizinisch-pflegerisch e Hilfe sei nicht notwendig, er spritze sich selbst Heparin und nehme die verordneten Medikamente in eigener Regie ein. Eine Überwa chung sei nicht notwendig (S. 4 Mitte). Zusammenfassend führte die Abklärungsperson aus, gemäss der erfolgten Ab klärung benötige der Beschwerdeführer im Bereich Körperpflege seit dem Jahre 2008 regelmässige Dritthilfe im Sinne des Gesetzes, was jedoch keine Hilflo senentschädigung auslöse. Im August 20 1 1 könne die einjährige Wartefrist für die Hilflosenentschädigung eröffnet werden, ab diesem Zeitpunkt werde lebens praktische Hilfe erbracht. Seit August 2012 bestehe demnach Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades (S. 4 unten). 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer Verfügung auf den Abklärungsbe richt vom 9. April 2013 (vorstehend E. 3.5) ab, bejahte die Notwendigkeit von Dritthilfe im Bereich der Körperpflege sowie einer lebenspraktischen Begleitung ab August 2011 und anerkannte dementsprechend einen Anspruch auf Entschä digung infolge Hilflosigkeit leichten Grades (vorstehend E. 2.1). 4.2 Die Abklärung vor Ort erfolgte in Kenntnis der diagnostizierten Krankheiten des Beschwerdeführers (vgl. Urk. 5/172 S. 1 Mitte) und unter Berücksichtigung der räumlichen Verhältnisse an seinem Wohnort. Die Mutter des Beschwerdeführers wurde in die Abklärung einbezogen und ihre Angaben wurden im Abklärungs be richt wiedergegeben und berücksichtigt. Die Ausführungen der Abklärungs person sind detailliert sowie ausführlich und ihre Schlussfolgerungen in nachvoll ziehbarer Weise begründet. Der Abklärungsbericht entspricht daher vollumfänglich den praxisgemässen Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.5), weshalb dieser eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im Sinne der Rechtsprechung darstellt. Da im vorliegenden Fall klare Fehleinschätzungen der Abklärungs person nicht ersichtlich sind, besteht kein Anlass, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person einzugreifen, und es kann auf den Bericht vom 9. April 2013 abgestellt werden. 4.3 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Er machte geltend, er sei im Bereich der Körperpflege, dem An- und Auskleiden, dem Absitzen und Abliegen sowie der Fortbewegung auf Dritt hilfe angewiesen (Urk. 1). Was die Körperpflege betrifft, so wurde die diesbe züglich benötigte Dritthilfe im Abklärungsbericht anerkannt (vorstehend E. 3.5). Bezüglich der vom Beschwerdeführer geklagten weiteren Beeinträchtigungen wurde im Rahmen der Abklärung beim Beschwerdeführer zu Hause festgestellt, dass er Positionswechsel selbständig vornehmen kann und sich zwar mühevoll, aber doch selbständig ankleiden kann. Auch diesbezüglich resultiert damit keine Hilflosigkeit. Ebenfalls gibt es keinen Grund, für den Bereich Fortbewegung eine Hilflosigkeit zu bejahen, nachdem gemäss den Abklärungen vor Ort das Fort kommen durch die Instabilität zwar erschwert, jedoch nicht verunmöglicht ist. Zu berücksichtigen ist sodann auch, dass der Beschwerdeführer über einen Elektrorollstuhl (vgl. Urk. 5/206, Verfügung vom 11. Juli 2013), ein Elektrobett sowie einen Badelift verfügt. Die vorliegenden medizinischen Berichte ergaben sodann nichts, was eine ander weitige Einschätzung näher legen würde und auch der Beschwerdeführer reichte keine weiteren Arztberichte ein, gestützt auf welche von einer weiterge henden Hilflosigkeit ausgegangen werden müsste. 4.4 Zusammenfassend sind somit lediglich die Hilflosigkeit im Bereich Körperpflege sowie die Notwendigkeit einer lebenspraktischen Begleitung zu bejahen, was keinen Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit mittleren Grades begründet. D ie angefochtene Verfügung vom 20. Juni 2013 erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 6 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus gang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 6 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-weismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannKübler-Zillig

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2013.00596 IV.2013.00596

IV.2013.00596 II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Bachofner

Sozialversicherungsrichterin Sager

Gerichtsschreiberin Kübler-Zillig

Urteil vom 24. November 2014

Urteil vom 24. November 2014 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 X.___, geboren 1970, wurde erstmals am 25. März 1971 von seinen Eltern bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 5/1), nachdem als Folge einer Rötelnerkrankung der Mutter während der Schwangerschaft das Geburtsgebrechen Ziffer 493 festgestellt worden war (Urk. 5/2 lit. D ).

1.1 X.___, geboren 1970, wurde erstmals am 25. März 1971 von seinen Eltern bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 5/1), nachdem als Folge einer Rötelnerkrankung der Mutter während der Schwangerschaft das Geburtsgebrechen Ziffer 493 festgestellt worden war (Urk. 5/2 lit. D ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach dem Ver sicherten in der Folge verschiedentlich Leistungen im Zusammenhang mit der Behandlung de r Geburtsgebrechen Ziffer 493, Ziffer 390 sowie Ziffer 404 zu, so insbesondere die Abgabe von Hörgeräten (Urk. 5/11, Urk. 5/25, Urk. 5/30, Urk. 5/48, Urk. 5/52, Urk. 5/95, Urk. 5/134 ) sowie Sonderschulmassnahmen (Urk. 5/20, Urk. 5/27) und berufliche Massnahmen (Urk. 5/28, Urk. 5/41, Urk. 5/74, Urk. 5/83, Urk. 5/99 ).

Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach dem Ver sicherten in der Folge verschiedentlich Leistungen im Zusammenhang mit der Behandlung de r Geburtsgebrechen Ziffer 493, Ziffer 390 sowie Ziffer 404 zu, so insbesondere die Abgabe von Hörgeräten (Urk. 5/11, Urk. 5/25, Urk. 5/30, Urk. 5/48, Urk. 5/52, Urk. 5/95, Urk. 5/134 ) sowie Sonderschulmassnahmen (Urk. 5/20, Urk. 5/27) und berufliche Massnahmen (Urk. 5/28, Urk. 5/41, Urk. 5/74, Urk. 5/83, Urk. 5/99 ). Ein erstes Rentenbegehren wurde mit Verfügung vom 9. April 1997 abgewiesen (Urk. 5/8 2 ). Mit Verfügung vom 23. Januar 2001 wurde dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 70 % mit Wirkung ab 1. Juli 1999 eine ganze Rente zugesprochen (Urk. 5/108, vgl. auch Mitteilung en betreffend unverändertem Rentenanspruch, Urk. 5/120 und Urk. 5/141 ).

Ein erstes Rentenbegehren wurde mit Verfügung vom 9. April 1997 abgewiesen (Urk. 5/8 2 ). Mit Verfügung vom 23. Januar 2001 wurde dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 70 % mit Wirkung ab 1. Juli 1999 eine ganze Rente zugesprochen (Urk. 5/108, vgl. auch Mitteilung en betreffend unverändertem Rentenanspruch, Urk. 5/120 und Urk. 5/141 ). Mit Verfügungen vom 27., 2 8. sowie 29. Mai 2013 wurden weiter Kostengut sprachen für ein Elektrobett, eine Rampe sowie einen Badelift erteilt (Urk. 5/1 8 0-182) und m it Verfügung vom 5. Juni 2013 mit Wirkung ab 19. März 2013 ein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag von maximal Fr. 10‘127.40 pro Jahr bejaht (Urk. 5/191).

Mit Verfügungen vom 27., 2 8. sowie 29. Mai 2013 wurden weiter Kostengut sprachen für ein Elektrobett, eine Rampe sowie einen Badelift erteilt (Urk. 5/1 8 0-182) und m it Verfügung vom 5. Juni 2013 mit Wirkung ab 19. März 2013 ein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag von maximal Fr. 10‘127.40 pro Jahr bejaht (Urk. 5/191). 1.2 Am 5. März 2013 beantragte der Versicherte die Zusprache einer Hilflosenent schädigung (Urk. 5/155), worauf eine Abklärung beim Versicherten zu Hause stattfand (Urk. 5/172). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 5/174 ) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 20. Juni 2013 mit Wirkung ab 1. August 2012 eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades zu (Urk. 5/193 = Urk. 2).

1.2 Am 5. März 2013 beantragte der Versicherte die Zusprache einer Hilflosenent schädigung (Urk. 5/155), worauf eine Abklärung beim Versicherten zu Hause stattfand (Urk. 5/172). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 5/174 ) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 20. Juni 2013 mit Wirkung ab 1. August 2012 eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades zu (Urk. 5/193 = Urk. 2). 2. Gegen die Verfügung vom 20. Juni 2013 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 25. Juni 2013 Beschwerde und beantragte, es sei ihm eine Entschädigung in folge Hilflosigkeit mittleren Grades zuzusprechen (Urk. 1). Mit Beschwerdeant wort vom 3. September 2013 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 4), was dem Beschwerdeführer am 30. Oktober 2013 mitgeteilt wurde (Urk. 6).

2. Gegen die Verfügung vom 20. Juni 2013 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 25. Juni 2013 Beschwerde und beantragte, es sei ihm eine Entschädigung in folge Hilflosigkeit mittleren Grades zuzusprechen (Urk. 1). Mit Beschwerdeant wort vom 3. September 2013 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 4), was dem Beschwerdeführer am 30. Oktober 2013 mitgeteilt wurde (Urk. 6). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt ( Art. 13 des Bundesgesetz es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ) in der Schweiz, die hilflos ( Art. 9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädi gung. Vorbehalten bleibt Artikel 42 bis IVG. Als hilflos gilt eine Person, die we gen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf ( Art. 9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dau ernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist ( Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG; Art. 38 der Verordnung über die Invalidenversicherung; IVV ). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a):

1.1 Gemäss Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt ( Art. 13 des Bundesgesetz es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ) in der Schweiz, die hilflos ( Art. 9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädi gung. Vorbehalten bleibt Artikel 42 bis IVG. Als hilflos gilt eine Person, die we gen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf ( Art. 9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dau ernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist ( Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG; Art. 38 der Verordnung über die Invalidenversicherung; IVV ). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a): — Ankleiden, Auskleiden;

— Ankleiden, Auskleiden; — Aufstehen, Absitzen, Abliegen;

— Aufstehen, Absitzen, Abliegen; — Essen;

— Essen; — Körperpflege;

— Körperpflege; — Verrichtung der Notdurft;

— Verrichtung der Notdurft; — Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.

— Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme. 1.2 Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:

1.2 Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln: a. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb licher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;

a. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb licher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist; b. einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf;

b. einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; c. einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwendi gen Pflege bedarf;

c. einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwendi gen Pflege bedarf; d. wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Drit ter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; oder

d. wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Drit ter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; oder e. dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Artikel 38 angewie sen ist. e. dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Artikel 38 angewie sen ist. 1.3 Gemäss Art. 37 Abs. 2 IVV gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die ver sicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:

1.3 Gemäss Art. 37 Abs. 2 IVV gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die ver sicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln: a. in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;

a. in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist; b. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden per sönlichen Überwachung bedarf; oder

b. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden per sönlichen Überwachung bedarf; oder c. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Beglei tung im Sinne von Artikel 38 angewiesen ist. c. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Beglei tung im Sinne von Artikel 38 angewiesen ist. Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebens verrichtungen voraus (BGE 121 V 88 E. 3b, 107 V 145 E. 2).

Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebens verrichtungen voraus (BGE 121 V 88 E. 3b, 107 V 145 E. 2). 1.4 Nach Art. 38 Abs. 1 IVV liegt ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung im Sinne von Art. 42 Abs. 3 IVG vor, wenn eine volljährige, versicherte Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit:

1.4 Nach Art. 38 Abs. 1 IVV liegt ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung im Sinne von Art. 42 Abs. 3 IVG vor, wenn eine volljährige, versicherte Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit: a. ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbständig wohnen kann;

a. ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbständig wohnen kann; b. für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist; oder

b. für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist; oder c. ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren. c. ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren. Ist lediglich die psychische Gesundheit beeinträchtigt, so muss für die Annahme einer Hilflosigkeit gleichzeitig ein Anspruch auf mindestens eine Viertelsrente bestehen ( Art. 38 Abs. 2 IVV).

Ist lediglich die psychische Gesundheit beeinträchtigt, so muss für die Annahme einer Hilflosigkeit gleichzeitig ein Anspruch auf mindestens eine Viertelsrente bestehen ( Art. 38 Abs. 2 IVV). Zu berücksichtigen ist nur diejenige lebenspraktische Begleitung, die regelmäs sig und im Zusammenhang mit den in Absatz 1 erwähnten Situationen erfor derlich ist. Nicht darunter fallen insbesondere Vertretungs- und Verwaltungs tätigkeiten im Rahmen vormundschaftlicher Massnahmen nach Art. 398-419 des Zivilgesetzbuches ( Art. 38 Abs. 3 IVV).

Zu berücksichtigen ist nur diejenige lebenspraktische Begleitung, die regelmäs sig und im Zusammenhang mit den in Absatz 1 erwähnten Situationen erfor derlich ist. Nicht darunter fallen insbesondere Vertretungs- und Verwaltungs tätigkeiten im Rahmen vormundschaftlicher Massnahmen nach Art. 398-419 des Zivilgesetzbuches ( Art. 38 Abs. 3 IVV). Der Anspruch auf Berücksichtigung des Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung ist nicht auf Menschen mit Beeinträchtigung der psychischen oder geistigen Gesundheit beschränkt. Es ist durchaus möglich, dass auch andere Behinderte einen Bedarf an lebenspraktischer Begleitung geltend machen können. Zu den ken ist insbesondere an hirnverletzte Menschen (BGE 133 V 450 E. 2.2.3).

Der Anspruch auf Berücksichtigung des Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung ist nicht auf Menschen mit Beeinträchtigung der psychischen oder geistigen Gesundheit beschränkt. Es ist durchaus möglich, dass auch andere Behinderte einen Bedarf an lebenspraktischer Begleitung geltend machen können. Zu den ken ist insbesondere an hirnverletzte Menschen (BGE 133 V 450 E. 2.2.3). Unerheblich ist, in welcher Umgebung sich die versicherte Person - abgesehen davon, dass sie ausserhalb des Heims wohnen muss - aufhält und ob sie auf die Hilfe des Ehegatten, der Kinder oder der Eltern zählen kann (BGE 133 V 450 E. 2.2.3 und 5).

Unerheblich ist, in welcher Umgebung sich die versicherte Person - abgesehen davon, dass sie ausserhalb des Heims wohnen muss - aufhält und ob sie auf die Hilfe des Ehegatten, der Kinder oder der Eltern zählen kann (BGE 133 V 450 E. 2.2.3 und 5). Als regelmässig im Sinne von Art. 38 Abs. 3 Satz 1 IVV gilt die lebensprakti sche Begleitung, wenn sie über eine Periode von drei Monaten gerechnet im Durchschnitt mindestens 2 Stunden pro Woche benötigt wird (BGE 133 V 450 E. 6.2).

Als regelmässig im Sinne von Art. 38 Abs. 3 Satz 1 IVV gilt die lebensprakti sche Begleitung, wenn sie über eine Periode von drei Monaten gerechnet im Durchschnitt mindestens 2 Stunden pro Woche benötigt wird (BGE 133 V 450 E. 6.2). Die lebenspraktische Begleitung beinhaltet weder die (direkte oder indirekte) Dritthilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen noch die Pflege noch die Überwachung. Sie stellt vielmehr ein zusätzliches und eigenständiges Insti tut der Hilfe dar (BGE 133 V 450 E. 9).

Die lebenspraktische Begleitung beinhaltet weder die (direkte oder indirekte) Dritthilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen noch die Pflege noch die Überwachung. Sie stellt vielmehr ein zusätzliches und eigenständiges Insti tut der Hilfe dar (BGE 133 V 450 E. 9). Das Gesetz macht den Anspruch auf Hilflosenentschädigung nicht davon abhän gig, ob die lebenspraktische Begleitung kostenlos erfolgt oder nicht (BGE 133 V 472 E. 5.3.2).

Das Gesetz macht den Anspruch auf Hilflosenentschädigung nicht davon abhän gig, ob die lebenspraktische Begleitung kostenlos erfolgt oder nicht (BGE 133 V 472 E. 5.3.2). 1.5 Bei der Erarbeitung der Grundlagen für die Bemessung der Hilflosigkeit ist eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit zwischen ärztlicher Fachperson und Verwaltung erforderlich. Erstere hat anzugeben, inwiefern die versicherte Per son in ihren körperlichen beziehungsweise geistigen Funktionen durch das Lei den eingeschränkt ist. Der Versicherungsträger kann an Ort und Stelle weitere Abklärungen vornehmen. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berück sichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzei gen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie der tatbe standsmässigen Erfordernisse der dauernden persönlichen Überwachung und der Pflege ( Art. 37 IVV) gemäss sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschrie benen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbe sondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.1.1 und 6.2; AHI 2000 S. 319 E. 2b).

1.5 Bei der Erarbeitung der Grundlagen für die Bemessung der Hilflosigkeit ist eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit zwischen ärztlicher Fachperson und Verwaltung erforderlich. Erstere hat anzugeben, inwiefern die versicherte Per son in ihren körperlichen beziehungsweise geistigen Funktionen durch das Lei den eingeschränkt ist. Der Versicherungsträger kann an Ort und Stelle weitere Abklärungen vornehmen. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berück sichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzei gen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie der tatbe standsmässigen Erfordernisse der dauernden persönlichen Überwachung und der Pflege ( Art. 37 IVV) gemäss sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschrie benen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbe sondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.1.1 und 6.2; AHI 2000 S. 319 E. 2b). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung (Urk. 2) davon aus, dass der Beschwerdeführer seit dem Jahre 2008 auf regelmässige Hilfe bei der Körper pflege angewiesen sei, was jedoch noch keinen Anspruch auf Hilflosenentschä digung begründe t habe. Seit August 2011 erhalte er jedoch regelmässige lebenspraktische Begleitung, so dass seit Ablauf der Wartefrist im August 2012 ein Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades be stehe (S. 4).

2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung (Urk. 2) davon aus, dass der Beschwerdeführer seit dem Jahre 2008 auf regelmässige Hilfe bei der Körper pflege angewiesen sei, was jedoch noch keinen Anspruch auf Hilflosenentschä digung begründe t habe. Seit August 2011 erhalte er jedoch regelmässige lebenspraktische Begleitung, so dass seit Ablauf der Wartefrist im August 2012 ein Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades be stehe (S. 4). 2.2 Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend, er sei bei der Körper pflege, dem An- und Auskleiden, dem Aufstehen, Absitzen und Abliegen sowie bei der Fortbewegung auf Unterstützung angewiesen, weshalb ein Anspruch auf Entschädigung infolge mittlerer Hilflosigkeit bestehe (Urk. 1).

2.2 Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend, er sei bei der Körper pflege, dem An- und Auskleiden, dem Aufstehen, Absitzen und Abliegen sowie bei der Fortbewegung auf Unterstützung angewiesen, weshalb ein Anspruch auf Entschädigung infolge mittlerer Hilflosigkeit bestehe (Urk. 1). 2.3 Unbestritten ist, dass dem Beschwerdeführer jedenfalls eine E ntschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades zusteht. Strittig und zu prüfen ist, ob er in weiteren Bereichen regelmässig auf die Hilfe und Unterstützung Dritter ange wiesen ist und dementsprechend einen Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit mittleren Grades hat.

2.3 Unbestritten ist, dass dem Beschwerdeführer jedenfalls eine E ntschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades zusteht. Strittig und zu prüfen ist, ob er in weiteren Bereichen regelmässig auf die Hilfe und Unterstützung Dritter ange wiesen ist und dementsprechend einen Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit mittleren Grades hat. 3.

3. 3.1 In seinem Bericht vom 3. Februar 2006 (Urk. 5/137/7-10) diagnostizierte Dr. med. Y.___, Facharzt für Neurologie, eine Myotonia dystrophicans Curschmann Steinert (S. 1). Es bestünden distal betonte Paresen, ausgeprägte Atrophien der Vorderarmmuskeln und der Unterschenkel-Muskulatur (S. 3). Therapeutisch könne man nur die Myotonien, nicht aber die Paresen und Atro phien beeinflussen (S. 4).

3.1 In seinem Bericht vom 3. Februar 2006 (Urk. 5/137/7-10) diagnostizierte Dr. med. Y.___, Facharzt für Neurologie, eine Myotonia dystrophicans Curschmann Steinert (S. 1). Es bestünden distal betonte Paresen, ausgeprägte Atrophien der Vorderarmmuskeln und der Unterschenkel-Muskulatur (S. 3). Therapeutisch könne man nur die Myotonien, nicht aber die Paresen und Atro phien beeinflussen (S. 4). 3.2 Der Hausarzt Dr. med. Z.___, Facharzt Allgemeine Medizin, nannte in seinem Bericht vom 3. Februar 2010 (Urk. 5/138) folgende Diagnosen (Ziff. 1.1):

3.2 Der Hausarzt Dr. med. Z.___, Facharzt Allgemeine Medizin, nannte in seinem Bericht vom 3. Februar 2010 (Urk. 5/138) folgende Diagnosen (Ziff. 1.1): - Myotonia dystrophicans

Myotonia dystrophicans - apparativ versorgte Hörbehinderung seit Geburt

apparativ versorgte Hörbehinderung seit Geburt - Minderintelligenz

Minderintelligenz Die Prognose sei schlecht (Ziff. 1.4), der Beschwerdeführer sei ohne Gehh i lfe nur noch mit Mühe gehfähig (Ziff. 1.5). Für die bisherige Tätigkeit bestehe seit dem Jahre 2000 eine volle Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6), auf dem ersten Arbeitsmarkt sei der Beschwerdeführer sicher nicht vermittelbar (Ziff. 1.7).

Die Prognose sei schlecht (Ziff. 1.4), der Beschwerdeführer sei ohne Gehh i lfe nur noch mit Mühe gehfähig (Ziff. 1.5). Für die bisherige Tätigkeit bestehe seit dem Jahre 2000 eine volle Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6), auf dem ersten Arbeitsmarkt sei der Beschwerdeführer sicher nicht vermittelbar (Ziff. 1.7). 3. 3 Nach einem stationären, neurorehabilitativen Aufenthalt vom 2. bis 22. November 2012 nannten die verantwortlichen Ärzte der Rehaklinik A.___ in ihrem Austrittsbericht vom 22. November 2012 folgende Diagnosen (Urk. 5/153 S. 1):

3. 3 Nach einem stationären, neurorehabilitativen Aufenthalt vom 2. bis 22. November 2012 nannten die verantwortlichen Ärzte der Rehaklinik A.___ in ihrem Austrittsbericht vom 22. November 2012 folgende Diagnosen (Urk. 5/153 S. 1): - m yotone Dystrophie Typ 1

m yotone Dystrophie Typ 1 - m ikrozytäre hypochrome Anämie

m ikrozytäre hypochrome Anämie - Barrett-Ösophagus

Barrett-Ösophagus - h epatozelluläre Hepatopathie unklarer Genese

h epatozelluläre Hepatopathie unklarer Genese Bei Eintritt sei der Beschwerdeführer geh- und stehunfähig und somit rollstuhl pflichtig gewesen, es habe ohne Hilfsmittel eine akute Sturzgefahr bestanden. Bei Austritt habe er ein sicheres Gangbild am Rollator gehabt, jedoch einen Rollstuhl für die Mobilität bevorzugt. Ergotherapeutisch sei ein beidseitiger Faustschluss möglich. Der Beschwerdeführer sei in einem gebesserten Allge meinzustand in die alten Verhältnisse entlassen worden. Es werde empfohlen, die Physio- und Ergotherapien im ambulanten Setting weiterzuführen (S. 2).

Bei Eintritt sei der Beschwerdeführer geh- und stehunfähig und somit rollstuhl pflichtig gewesen, es habe ohne Hilfsmittel eine akute Sturzgefahr bestanden. Bei Austritt habe er ein sicheres Gangbild am Rollator gehabt, jedoch einen Rollstuhl für die Mobilität bevorzugt. Ergotherapeutisch sei ein beidseitiger Faustschluss möglich. Der Beschwerdeführer sei in einem gebesserten Allge meinzustand in die alten Verhältnisse entlassen worden. Es werde empfohlen, die Physio- und Ergotherapien im ambulanten Setting weiterzuführen (S. 2). 3.4 In der Anmeldung zum Bezug von Hilflosenentschädigung vom 5. März 2013 (Urk. 5/155) wurde zur Hilflosigkeit ausgeführt, der Beschwerdeführer benötige seit dem Jahre 2005 Hilfe beim An- und Abziehen von Socken, Schuhen und Hosen. Seine Mutter helfe ihm sodann s eit dem Jahre 2008 bei der Körperpflege, sie wasche ihn zweimal wöchentlich und helfe zweimal pro Woche beim Baden beziehungsweise Duschen. Seit dem Jahre 2010 könne er zudem nicht mehr selbständig aufstehen (Ziff. 4).

3.4 In der Anmeldung zum Bezug von Hilflosenentschädigung vom 5. März 2013 (Urk. 5/155) wurde zur Hilflosigkeit ausgeführt, der Beschwerdeführer benötige seit dem Jahre 2005 Hilfe beim An- und Abziehen von Socken, Schuhen und Hosen. Seine Mutter helfe ihm sodann s eit dem Jahre 2008 bei der Körperpflege, sie wasche ihn zweimal wöchentlich und helfe zweimal pro Woche beim Baden beziehungsweise Duschen. Seit dem Jahre 2010 könne er zudem nicht mehr selbständig aufstehen (Ziff. 4). 3.5 Am 9. April 2013 berichtete die Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin über die am 5. April 2013 beim Beschwerdeführer zu Hause durchgeführte Abklärung (Urk. 5/172). Diese wurde in Anwesenheit der Mutter des Beschwerdeführers vorgenommen. Der Beschwerdeführer habe erklärt, sein Gesundheitszustand habe sich seit zirka dem Jahre 2004 stetig verschlechtert, insbesondere mit dem Gleichgewicht habe er zunehmende Probleme. Im vergangenen Jahr sei es drei mal zu Stürzen mit Verletzungen gekommen (S. 1).

3.5 Am 9. April 2013 berichtete die Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin über die am 5. April 2013 beim Beschwerdeführer zu Hause durchgeführte Abklärung (Urk. 5/172). Diese wurde in Anwesenheit der Mutter des Beschwerdeführers vorgenommen. Der Beschwerdeführer habe erklärt, sein Gesundheitszustand habe sich seit zirka dem Jahre 2004 stetig verschlechtert, insbesondere mit dem Gleichgewicht habe er zunehmende Probleme. Im vergangenen Jahr sei es drei mal zu Stürzen mit Verletzungen gekommen (S. 1). Betreffend den Bereich Ankleiden / Auskleiden führte die Abklärungsperson aus, der Beschwerdeführer könne sich mühevoll selbst ankleiden. Die rechte Hand sei geschwächt und er müsse si e beim Bedienen von Verschlüssen führen. Auf diese Weise sei es möglich, Knöpfe zu schliessen und Reissverschlüsse ein zufädeln. Schuhe binden könne der Beschwerdeführer nicht mehr selber, mit Klettverschlüssen könne er hingegen umgehen. Die Abklärungsperson merkte hierzu an, d er Beschwerdeführer könne dank zumutbarer Vorgehen s weise alle notwendigen Handlungen selbst vornehmen, auch indirekte Hilfe werde nicht benötigt. Im Sinne des Gesetzes könne keine Hilflosigkeit bejaht werden (S. 2 oben).

Betreffend den Bereich Ankleiden / Auskleiden führte die Abklärungsperson aus, der Beschwerdeführer könne sich mühevoll selbst ankleiden. Die rechte Hand sei geschwächt und er müsse si e beim Bedienen von Verschlüssen führen. Auf diese Weise sei es möglich, Knöpfe zu schliessen und Reissverschlüsse ein zufädeln. Schuhe binden könne der Beschwerdeführer nicht mehr selber, mit Klettverschlüssen könne er hingegen umgehen. Die Abklärungsperson merkte hierzu an, d er Beschwerdeführer könne dank zumutbarer Vorgehen s weise alle notwendigen Handlungen selbst vornehmen, auch indirekte Hilfe werde nicht benötigt. Im Sinne des Gesetzes könne keine Hilflosigkeit bejaht werden (S. 2 oben). Auch betreffend die Bereiche Aufstehen / Absitzen / Abliegen und Essen könne keine Hilflosigkeit bejaht werden. Die Positionswechsel würden in einem zu mutbaren Zeitrahmen gelingen und der Beschwerdeführer sei mehrmals wöchentlich ganztags allein in seiner Wohnung und nehme dabei alle Posi tionswechsel selbständig vor. Nachts sei er immer alleine, lege sich selbst ins Bett und stehe aus eigenem Antrieb auf. Mit Besteck könne der Beschwerde führer beidhändig umgehen. Beim Zerkleinern harter Nahrung müsse nachvoll ziehbare Hilfe in Anspruch genommen werden. Derartige Nahrungsmittel wür den jedoch nicht täglich benötigt, es könne ohne Einbusse an Gesundheit oder üblichem gesellschaftlichem Verhalten mehrheitlich darauf verzichtet werden (S. 2 Mitte).

Auch betreffend die Bereiche Aufstehen / Absitzen / Abliegen und Essen könne keine Hilflosigkeit bejaht werden. Die Positionswechsel würden in einem zu mutbaren Zeitrahmen gelingen und der Beschwerdeführer sei mehrmals wöchentlich ganztags allein in seiner Wohnung und nehme dabei alle Posi tionswechsel selbständig vor. Nachts sei er immer alleine, lege sich selbst ins Bett und stehe aus eigenem Antrieb auf. Mit Besteck könne der Beschwerde führer beidhändig umgehen. Beim Zerkleinern harter Nahrung müsse nachvoll ziehbare Hilfe in Anspruch genommen werden. Derartige Nahrungsmittel wür den jedoch nicht täglich benötigt, es könne ohne Einbusse an Gesundheit oder üblichem gesellschaftlichem Verhalten mehrheitlich darauf verzichtet werden (S. 2 Mitte). Beim Duschen zweimal pro Woche müsse die Mutter des Beschwerdeführers behilflich sein, sie müsse ihm die Füsse waschen und eincremen, beim Abtrock nen helfen und den Rücken waschen. An den restlichen Tagen wasche sich der Beschwerdeführer, dies könne er alleine. Rasur, Zahn- und Haarpflege seien selbständig möglich. Im Bereich Reinigung nach Verrichtung der Notdurft sei der Beschwerdeführer selbständig (S. 2 f.).

Beim Duschen zweimal pro Woche müsse die Mutter des Beschwerdeführers behilflich sein, sie müsse ihm die Füsse waschen und eincremen, beim Abtrock nen helfen und den Rücken waschen. An den restlichen Tagen wasche sich der Beschwerdeführer, dies könne er alleine. Rasur, Zahn- und Haarpflege seien selbständig möglich. Im Bereich Reinigung nach Verrichtung der Notdurft sei der Beschwerdeführer selbständig (S. 2 f.). Auch im Bereich Fortbewegung / Pflege gesellschaftlicher Kontakte sei der Be schwerdeführer selbständig. Er gehe innerhalb und ausserhalb der Wohnung am Stock. Er warte auf die Bewilligung für den Elektrorollstuhl, damit die Fortbe wegung im Freien wieder sicherer und einfacher werde. Die Instabilität er schwe re das Fortkommen, trotzdem sei es ihm möglich, im Bus zu reisen und mit dem Zug zu fahren. Der Beschwerdeführer trage ein Hörgerät, damit gelinge die Kommunikation problemlos. Er könne sich gut verständlich ausdrücken, lesen und schreiben (S. 3 Mitte).

Auch im Bereich Fortbewegung / Pflege gesellschaftlicher Kontakte sei der Be schwerdeführer selbständig. Er gehe innerhalb und ausserhalb der Wohnung am Stock. Er warte auf die Bewilligung für den Elektrorollstuhl, damit die Fortbe wegung im Freien wieder sicherer und einfacher werde. Die Instabilität er schwe re das Fortkommen, trotzdem sei es ihm möglich, im Bus zu reisen und mit dem Zug zu fahren. Der Beschwerdeführer trage ein Hörgerät, damit gelinge die Kommunikation problemlos. Er könne sich gut verständlich ausdrücken, lesen und schreiben (S. 3 Mitte). Die Abklärungsperson berichtete weiter, dass der Beschwerdeführer ohne die führende Hand der Mutter und die Unterstützung durch den Beistand nicht selbständig in seiner Wohnung bleiben könne. Mindestens zweimal wöchentlich komme die Mutter vorbei, ordne mit dem Beschwerdeführer den Haushalt, bespreche anstehende Entscheidungen und Probleme, motiviere ihn, führe ihm aber auch seine Grenzen vor Augen und wirke bremsend, wenn er sich selber überschätze. Der Beschwerdeführer gerate bei der kleinsten Verunsicherung sofort aus dem Geleise. Dann müsse er Rat finden, sich besprechen können, zumindest Sicherheit haben, dass er innert nützlicher Frist eine zuverlässige Ansprechperson habe. Meistens täglich, mindestens aber drei- bis viermal wöchentlich müssten derart klärende Gespräche geführt werden. In Geldangele genheiten bekomme er Unterstützung vom Beistand (S. 3). Die Mutter über nehme sodann stellvertretend die groben Arbeiten im Haushalt. Den Rest müsse der Beschwerdeführer unter Anleitung selber erledigen. Termine müssten besprochen und erinnert werden (S. 4 oben). Der Beschwerdeführer sei nicht iso liert, er habe vereinzelte Privatkontakte und pflege die Verbindung ins Eltern haus, er nutze Internet sowie SMS und könne auch telefonieren. Dauernde medizinisch-pflegerisch e Hilfe sei nicht notwendig, er spritze sich selbst Heparin und nehme die verordneten Medikamente in eigener Regie ein. Eine Überwa chung sei nicht notwendig (S. 4 Mitte).

Die Abklärungsperson berichtete weiter, dass der Beschwerdeführer ohne die führende Hand der Mutter und die Unterstützung durch den Beistand nicht selbständig in seiner Wohnung bleiben könne. Mindestens zweimal wöchentlich komme die Mutter vorbei, ordne mit dem Beschwerdeführer den Haushalt, bespreche anstehende Entscheidungen und Probleme, motiviere ihn, führe ihm aber auch seine Grenzen vor Augen und wirke bremsend, wenn er sich selber überschätze. Der Beschwerdeführer gerate bei der kleinsten Verunsicherung sofort aus dem Geleise. Dann müsse er Rat finden, sich besprechen können, zumindest Sicherheit haben, dass er innert nützlicher Frist eine zuverlässige Ansprechperson habe. Meistens täglich, mindestens aber drei- bis viermal wöchentlich müssten derart klärende Gespräche geführt werden. In Geldangele genheiten bekomme er Unterstützung vom Beistand (S. 3). Die Mutter über nehme sodann stellvertretend die groben Arbeiten im Haushalt. Den Rest müsse der Beschwerdeführer unter Anleitung selber erledigen. Termine müssten besprochen und erinnert werden (S. 4 oben). Der Beschwerdeführer sei nicht iso liert, er habe vereinzelte Privatkontakte und pflege die Verbindung ins Eltern haus, er nutze Internet sowie SMS und könne auch telefonieren. Dauernde medizinisch-pflegerisch e Hilfe sei nicht notwendig, er spritze sich selbst Heparin und nehme die verordneten Medikamente in eigener Regie ein. Eine Überwa chung sei nicht notwendig (S. 4 Mitte). Zusammenfassend führte die Abklärungsperson aus, gemäss der erfolgten Ab klärung benötige der Beschwerdeführer im Bereich Körperpflege seit dem Jahre 2008 regelmässige Dritthilfe im Sinne des Gesetzes, was jedoch keine Hilflo senentschädigung auslöse. Im August 20 1 1 könne die einjährige Wartefrist für die Hilflosenentschädigung eröffnet werden, ab diesem Zeitpunkt werde lebens praktische Hilfe erbracht. Seit August 2012 bestehe demnach Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades (S. 4 unten).

Zusammenfassend führte die Abklärungsperson aus, gemäss der erfolgten Ab klärung benötige der Beschwerdeführer im Bereich Körperpflege seit dem Jahre 2008 regelmässige Dritthilfe im Sinne des Gesetzes, was jedoch keine Hilflo senentschädigung auslöse. Im August 20 1 1 könne die einjährige Wartefrist für die Hilflosenentschädigung eröffnet werden, ab diesem Zeitpunkt werde lebens praktische Hilfe erbracht. Seit August 2012 bestehe demnach Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit leichten Grades (S. 4 unten). 4.

4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer Verfügung auf den Abklärungsbe richt vom 9. April 2013 (vorstehend E. 3.5) ab, bejahte die Notwendigkeit von Dritthilfe im Bereich der Körperpflege sowie einer lebenspraktischen Begleitung ab August 2011 und anerkannte dementsprechend einen Anspruch auf Entschä digung infolge Hilflosigkeit leichten Grades (vorstehend E. 2.1).

4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer Verfügung auf den Abklärungsbe richt vom 9. April 2013 (vorstehend E. 3.5) ab, bejahte die Notwendigkeit von Dritthilfe im Bereich der Körperpflege sowie einer lebenspraktischen Begleitung ab August 2011 und anerkannte dementsprechend einen Anspruch auf Entschä digung infolge Hilflosigkeit leichten Grades (vorstehend E. 2.1). 4.2 Die Abklärung vor Ort erfolgte in Kenntnis der diagnostizierten Krankheiten des Beschwerdeführers (vgl. Urk. 5/172 S. 1 Mitte) und unter Berücksichtigung der räumlichen Verhältnisse an seinem Wohnort. Die Mutter des Beschwerdeführers wurde in die Abklärung einbezogen und ihre Angaben wurden im Abklärungs be richt wiedergegeben und berücksichtigt. Die Ausführungen der Abklärungs person sind detailliert sowie ausführlich und ihre Schlussfolgerungen in nachvoll ziehbarer Weise begründet. Der Abklärungsbericht entspricht daher vollumfänglich den praxisgemässen Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.5), weshalb dieser eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im Sinne der Rechtsprechung darstellt. Da im vorliegenden Fall klare Fehleinschätzungen der Abklärungs person nicht ersichtlich sind, besteht kein Anlass, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person einzugreifen, und es kann auf den Bericht vom 9. April 2013 abgestellt werden.

4.2 Die Abklärung vor Ort erfolgte in Kenntnis der diagnostizierten Krankheiten des Beschwerdeführers (vgl. Urk. 5/172 S. 1 Mitte) und unter Berücksichtigung der räumlichen Verhältnisse an seinem Wohnort. Die Mutter des Beschwerdeführers wurde in die Abklärung einbezogen und ihre Angaben wurden im Abklärungs be richt wiedergegeben und berücksichtigt. Die Ausführungen der Abklärungs person sind detailliert sowie ausführlich und ihre Schlussfolgerungen in nachvoll ziehbarer Weise begründet. Der Abklärungsbericht entspricht daher vollumfänglich den praxisgemässen Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.5), weshalb dieser eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im Sinne der Rechtsprechung darstellt. Da im vorliegenden Fall klare Fehleinschätzungen der Abklärungs person nicht ersichtlich sind, besteht kein Anlass, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person einzugreifen, und es kann auf den Bericht vom 9. April 2013 abgestellt werden. 4.3 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Er machte geltend, er sei im Bereich der Körperpflege, dem An- und Auskleiden, dem Absitzen und Abliegen sowie der Fortbewegung auf Dritt hilfe angewiesen (Urk. 1). Was die Körperpflege betrifft, so wurde die diesbe züglich benötigte Dritthilfe im Abklärungsbericht anerkannt (vorstehend E. 3.5). Bezüglich der vom Beschwerdeführer geklagten weiteren Beeinträchtigungen wurde im Rahmen der Abklärung beim Beschwerdeführer zu Hause festgestellt, dass er Positionswechsel selbständig vornehmen kann und sich zwar mühevoll, aber doch selbständig ankleiden kann. Auch diesbezüglich resultiert damit keine Hilflosigkeit. Ebenfalls gibt es keinen Grund, für den Bereich Fortbewegung eine Hilflosigkeit zu bejahen, nachdem gemäss den Abklärungen vor Ort das Fort kommen durch die Instabilität zwar erschwert, jedoch nicht verunmöglicht ist. Zu berücksichtigen ist sodann auch, dass der Beschwerdeführer über einen Elektrorollstuhl (vgl. Urk. 5/206, Verfügung vom 11. Juli 2013), ein Elektrobett sowie einen Badelift verfügt.

4.3 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Er machte geltend, er sei im Bereich der Körperpflege, dem An- und Auskleiden, dem Absitzen und Abliegen sowie der Fortbewegung auf Dritt hilfe angewiesen (Urk. 1). Was die Körperpflege betrifft, so wurde die diesbe züglich benötigte Dritthilfe im Abklärungsbericht anerkannt (vorstehend E. 3.5). Bezüglich der vom Beschwerdeführer geklagten weiteren Beeinträchtigungen wurde im Rahmen der Abklärung beim Beschwerdeführer zu Hause festgestellt, dass er Positionswechsel selbständig vornehmen kann und sich zwar mühevoll, aber doch selbständig ankleiden kann. Auch diesbezüglich resultiert damit keine Hilflosigkeit. Ebenfalls gibt es keinen Grund, für den Bereich Fortbewegung eine Hilflosigkeit zu bejahen, nachdem gemäss den Abklärungen vor Ort das Fort kommen durch die Instabilität zwar erschwert, jedoch nicht verunmöglicht ist. Zu berücksichtigen ist sodann auch, dass der Beschwerdeführer über einen Elektrorollstuhl (vgl. Urk. 5/206, Verfügung vom 11. Juli 2013), ein Elektrobett sowie einen Badelift verfügt. Die vorliegenden medizinischen Berichte ergaben sodann nichts, was eine ander weitige Einschätzung näher legen würde und auch der Beschwerdeführer reichte keine weiteren Arztberichte ein, gestützt auf welche von einer weiterge henden Hilflosigkeit ausgegangen werden müsste.

Die vorliegenden medizinischen Berichte ergaben sodann nichts, was eine ander weitige Einschätzung näher legen würde und auch der Beschwerdeführer reichte keine weiteren Arztberichte ein, gestützt auf welche von einer weiterge henden Hilflosigkeit ausgegangen werden müsste. 4.4 Zusammenfassend sind somit lediglich die Hilflosigkeit im Bereich Körperpflege sowie die Notwendigkeit einer lebenspraktischen Begleitung zu bejahen, was keinen Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit mittleren Grades begründet. D ie angefochtene Verfügung vom 20. Juni 2013 erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

4.4 Zusammenfassend sind somit lediglich die Hilflosigkeit im Bereich Körperpflege sowie die Notwendigkeit einer lebenspraktischen Begleitung zu bejahen, was keinen Anspruch auf eine Entschädigung infolge Hilflosigkeit mittleren Grades begründet. D ie angefochtene Verfügung vom 20. Juni 2013 erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 6 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus gang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.

5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 6 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus gang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 6 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 6 00.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___

X.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-weismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-weismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannKübler-Zillig