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Der IT-Konzern Hewlett-Packard will eine Art YouTube-Konkurrenz aufziehen. Wie die 'New York Times' berichtet, hat HP eine Video-Sharing-Plattform namens "Gabble"
(Plappern) lanciert. Das Portal beschränkt sich derzeit auf den US-Markt.
Der Unterschied zu YouTube besteht darin, dass die auf Gabble gestellten Videos nicht "für die Massen" wie bei YouTube sondern für persönliche Gruppen bestimmt sind. Zwar kann man auch bei YouTube und anderem Video-Plattformen den Zugriff auf Videos über die Privateinstellungen beschränken, doch HP argumentiert damit, dass bei Gabble die Privatsphäre sozusagen standardmässig eingeführt wird.
Der Nutzen für HP ist klar: Je mehr "cloud"-mässige Dienste genutzt werden, desto höher ist die Nachfrage nach Storage und anderen Infrastrukturlösungen.
HP richtet sich mit Gabble etwa an Familien, die ihre persönlichen Videos zwar mit Freunden teilen, aber nicht der ganzen Welt zeigen möchten. Im Visier hat HP aber auch Unternehmen, die die Plattform als abgespecktes Collaboration-Tool verwenden können.
Das Projekt, das anfänglich Conversa hiess, wurde von HP Labs entwickelt. Die Plattform befindet sich momentan noch im Beta-Stadium. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie irgendwann offline genommen wird, besteht durchaus. Kommt der Service bei den Kunden nicht an, wird er eingestellt. Der Konzern hatte bereits vor einem Jahr den Online-Storage-Service Upline lanciert und im Februar klammheimlich sterben lassen. (mim)