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Botschafts-Unfall in Washington: Der Bund entschädigt
- Mittwoch, 15. April 2015, 15:16 Uhr
Ein Fahrer der Schweizer Botschaft in Washington verursachte 2011 einen tödlichen Verkehrsunfall. 10 Millionen US-Dollar forderte die Familie des Opfers. Auf rund 1,7 Millionen einigte man sich vor Gericht. Der Bund bezahlt den Grossteil davon. Schuld am Unfall hat indirekt einer der Gaddafi-Söhne.
Für Schweizer Rechtsverhältnisse ist das eine exorbitant hohe Entschädigung für ein Unfall-Opfer. 1,725 Millionen US-Dollar erhält die Familie eines im Oktober 2011 von einem Schweizer Botschaftsfahrer in Washington überfahrenen Mannes.
Den Gaddafis entronnen
Der Bund bezahlt einen Betrag von 1,425 Millionen Dollar, während die Haftpflichtversicherung die restlichen 300'000 Dollar beiträgt. Die Familie hatte in einem Zivilprozess 10 Millionen gefordert.
Beim involvierten Fahrer handelt es sich um einen ehemaligen Bediensteten von Hannibal Gaddafi, einem der Söhne des ehemaligen libyschen Machthabers Muammar Gaddafi. Das EDA hatte dem Mann aus Sicherheitsgründen Zuflucht in der Botschaft in Washington gewährt, nachdem er sich wegen Misshandlung durch das Ehepaar Gaddafi in Genf beklagt hatte.
Ab März 2009 war er dann für die Botschaft tätig, wo er bis Ende letzten Jahres angestellt war.
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