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Mehr als die Hälfte aller in der Schweiz gehaltenen Pferde gehören zur Rasse der Freiberger. Es ist heute die einzige Pferderasse mit Ursprung in der Schweiz und zudem das letzte leichte Kaltblutpferd in Europa. Das Hochplateau der Freiberge im Jura, welches sich an der nordwestlichen Grenze der Schweiz befindet, ist die Heimat dieser vielseitig einsetzbaren Pferde. Noch heute findet im jurassischen Saignelégier alljährlich der Marché-Concours statt, ein berühmter Pferdemarkt, der ganz im Zeichen der Freiberger Pferde steht und das bedeutendste Fest in Europa darstellt, das dem Pferd gewidmet ist.
Das Freibergerpferd zeichnet sich vor allem durch seinen gutmütigen Charakter, seine Robustheit, seine Frühreife sowie seine Genügsamkeit hinsichtlich des Futters aus. Der Freiberger kann sowohl als Reit-, Fahr- oder Zugpferd eingesetzt werden. Seine Fähigkeit als Lastenträger, der Gewichte von bis zu 150 Kilogramm sicher über schmale Gebirgspfade transportieren kann, machte sich die Schweizer Armee während vieler Jahre zu Nutzen. In der Landwirtschaft wird der Freiberger heute nicht mehr häufig eingesetzt, in der Forstwirtschaft hingegen schon. Dank seinem gutmütigen Charakter werden die Freiberger zudem häufig im therapeutischen Reiten eingesetzt.