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Die Saunders Roe Nautical 4 (SR.N4), auch als Mountbatten-Klasse bezeichnet, war eine Klasse britischer Luftkissenfahrzeuge. Die Hovercrafts wurden zwischen 1968 und 1977 von der British Hovercraft Corporation in East Cowes auf der Isle of Wight gebaut und waren bis zum Jahr 2000 im Einsatz. Die SR.N4 Mk.III waren nach der Subr-Klasse die größten Luftkissenfahrzeuge, die je gebaut wurden.
1965 nahm die Reederei Hoverlloyd mit reinen Passagierhovercrafts die erste Verbindung zwischen Ramsgate und Calais über den Ärmelkanal auf. Zeitgleich begann die Werft Saunders-Roe mit der Entwicklung eines größeren Luftkissenfahrzeuges zum Transport von Passagieren und PKW. Die SR.N4 Mk I sollte nicht nur eine größere Kapazität haben, sondern auch bei schlechter Witterung zuverlässig eingesetzt werden können. Die Vorgängermodelle konnten aufgrund ihrer Konstruktion nur in der Sommersaison auf dem Ärmelkanal operieren. 1966 fusionierte Saunders Roe mit dem Konkurrenten Vickers Supermarine zur British Hovercraft Corporation. Noch im selben Jahr bestellte Hoverlloyd drei SR.N4 für die Verbindung von Ramsgate nach Calais. Seaspeed, eine Tochtergesellschaft der British Rail, bestellte zwei weitere Hovercrafts für die Route von Dover nach Boulogne.
Am 4. Februar 1968 startete der Prototyp der SR.N4 zu einer ersten Testfahrt auf dem Solent wobei bereits Spitzengeschwindigkeiten von fast 60 Knoten erreicht wurden. Die erste Überquerung des Ärmelkanals fand am 11. Juni desselben Jahres von Dover nach Boulogne statt. Nach dem Abschluss der Testfahrten wurde der Prototyp auf den Namen The Princess Margaret getauft und nahm am 1. August die reguläre Verbindung zwischen Dover und Boulogne auf. Am 2. April 1969 begann mit der Swift der Betrieb auf der Hoverlloyd Verbindung von Ramsgate nach Calais. Bereits zum Jahresende standen mit der Sure und The Princess Anne auf beiden Linien jeweils zwei Hovercrafts zu Verfügung. Während der Wintersaison 1971/72 setzte Seaspeed erstmals ein Hovercraft auf der Verbindung von Dover nach Calais ein. Am 3. Juli 1972 nahm Hoverlloyd die dritte SR.N4 in Betrieb, die zu Ehren des Erfinders Christopher Cockerell auf den Namen Sir Christopher getauft wurde. Zur Abfertigung der SR.N4 waren sogenannte Hoverports errichtet worden, die anfangs lediglich aus einer betonierten Fläche bestanden. Die Hovercrafts fuhren direkt aus dem Wasser auf diese Flächen und wurden dort über eine Bug- und Heckrampe be- und entladen. Da sie im RoRo-Design konstruiert worden waren, war es möglich, sie in weniger als 15 Minuten komplett zu ent- und beladen.
|SR.N4 Mk I||SR.N4 Mk II||SR.N4 Mk III|
|Gewicht (max.)||165 Tonnen||200 Tonnen||320 Tonnen|
|Länge||39,68 m||39,68 m||56,38 m|
|Breite||23,77 m||23,77 m||23,77 m|
|Höchstgeschwindigkeit||65 Knoten||70 Knoten (129 km/h)||70 Knoten (129 km/h)|
|Reisegeschwindigkeit||60 Knoten||60 Knoten||60 Knoten|
|Reichweite||450 km||450 km||450 km|
|Leistung||4 x 3.400 PS||4 x 3.400 PS||4 x 3.800 PS|
|Einsetzbar bis Windstärke||6||8||9|
|Passagiere||250||278||418|
|PKW||30||36||52 [2]|
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