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Ammoniakimmissionsmessungen. Vergleich von Zürcher- und Radiello-Passivsammlern
Im Auftrag des BAFU
Auf einen Blick
Beschreibung
Immissionsmessungen von Ammoniak sind ein wichtiges Instrument
der Erfolgskontrolle bei der Umsetzung der Massnahmen zur Reduktion
der Ammoniak-Emissionen im Rahmen der aktuellen Agrarpolitik in der
Schweiz. Seit Mitte 1999 werden deshalb vom BAFU und den Kantonen
finanzierte Ammoniak-Messungen vorgenommen. Zu Beginn der Messungen
wurden dafür die so genannten Zürcher-Passivsammler verwendet,
welche um das Jahr 2004 durch Radiello-Passivsammler ersetzt
wurden.
In dem hier beschriebenen Projekt wurden die beiden Messmethoden miteinander verglichen. Die dazu notwendigen Daten stammten aus einer Messkampagne von 2003 bis 2007, in welcher an acht Standorten mit beiden Methoden gleichzeitig gemessen wurde. An fünf Standorten davon wurden die Ammoniakkonzentrationen zusätzlich mittels Minidenudern bestimmt. Die statistischen Analysen zeigten, dass die Unterschiede zwischen den drei Messmethoden wesentlich vom Standort der Messungen abhängen. Da die Standortabhängigkeit nicht auf allgemein bekannte Grössen zurückgeführt werden konnte, konnte damit kein allgemein gültiges Verfahren entwickelt werden, welches unabhängig vom Standort angewendet werden kann. Es wird deshalb empfohlen, die mit dem Zürcher Passivsammler erhobenen Daten nicht für Trendanalysen zu verwenden.
Als Nebenprodukt dieser Arbeiten konnte für Mehrfachmessungen mittels Radiello-Passivsammler erstmals Standardabweichung und Variationskoeffizient als (kontinuierliche) Funktion der Ammoniakkonzentration bestimmt werden.
Publikationen
-
2013.
IDP Environmetrics
; 4.
Winterthur:
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.
ISBN 978-3-905745-73-3.
Verfügbar unter: https://doi.org/10.21256/zhaw-128