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Im Sommer 2012 hat Avenir Suisse einen Ideenwettbewerb unter Schweizer Studentinnen und Studenten durchgeführt und sie gefragt: «Was ist Deine Idee für die Schweiz von morgen?» Aus zahlreichen Zusendungen wurden die sechs besten Beiträge ausgewählt und sie nun in der Sonderbeilage «Reformideen – Rohstoff für die Schweiz» des Schweizer Monat (Februarausgabe) veröffentlicht.
Marion Haemmerli, Doktorandin im Fach Logik an der Université de Lausanne, hat einen Beitrag mit dem Titel “ Flexibles Rentenalter und Altersarbeit – Über gesunde Altersvorsorge und hohe Zufriedenheit im Alter” verfasst. Vorgeschlagen wird die “Totalflexibilisierung des Rentenalters ab 65” und die Einführung der “Altersarbeit” mit zwei Szenarien:
- Im ersten Szenario deckt der Alterslohn (bestehend aus BVG-Rente und abgabenbefreitem Lohn) die circa 70 Prozent des letzten Nettolohns vor Altersarbeit, die im herkömmlichen Modell als Rente aus 1. und 2. Säule bezahlt werden, nicht. In diesem Fall erhält der Altersarbeitnehmer die Differenz als Beitrag von der AHV. Diese erfährt eine Entlastung, da nur ein Teil der herkömmlichen AHV-Rente beansprucht wird.
– Im zweiten Szenario deckt der Alterslohn mehr als 70 Prozent des letzten Nettolohns vor Altersarbeit. Die Differenz (Alterslohn minus herkömmliche Rente aus 1. und 2. Säule) ist positiv und wird nun als für Arbeitnehmer und Arbeitgeber AHV-pflichtiger Lohn verrechnet. Die AHV wird doppelt entlastet: Eine Rente fällt weg und zusätzliche Beiträge werden zugeführt.