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Möglicherweise haben Sie während des Aufenthaltes in der Universitätsklinik für Intensivmedizin einen oder mehrere Begriffe immer wieder gehört und konnten sich nicht genau vorstellen, was damit gemeint ist. Sie finden nachfolgend ein Glossar mit einer Auswahl an häufig benutzten Begriffen auf der Intensiv- und Überwachungsstation.
Mittels eines dünnen Kunststoffschlauchs wird über den Beatmungsschlauch Schleim auf der Lunge abgesaugt.
Eine Angiografie ist eine Röntgendarstellung von Blutgefässen, z. B. im Gehirn. Zur besseren Darstellung der Gefässe wird der Patientin, dem Patienten ein Kontrastmittel gespritzt. Am Herzen durchgeführt, heisst dieses Verfahren Koronarangiografie. Eine Angiografie kann mehrere Stunden dauern.
Roter dünner Katheter, meistens am Handgelenk. Dort wird der Blutdruck gemessen und es kann Blut abgenommen werden. Zum Schutz des Arterienkatheters wird das Handgelenk häufig mit einem Verband eingebunden.
Wenn Patientinnen und Patienten nicht wach genug sind, nicht ausreichend atmen oder schlucken können, werden die Atemwege durch einen Beatmungsschlauch (Tubus) oder einen Luftröhrenschnitt (Tracheotomie) gesichert. So wird die Atmung aufrechterhalten. Falls bei einer Patientin oder einem Patienten ein Beatmungsschlauch eingelegt oder ein Luftröhrenschnitt durchgeführt worden ist, kann sie oder er vorübergehend nicht sprechen. Die Pflegefachpersonen zeigen gerne, welche alternativen Kommunikationsmittel eingesetzt werden können.
Gibt den Sauerstoffgehalt im Blut an. Wird meistens am Finger mittels Fingerclip gemessen.
Ein dünner Schlauch leitet den Urin aus der Blase fortlaufend ab.
Eine Computertomografie ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem eine bestimmte Körperregion Schicht für Schicht sichtbar gemacht wird. Bei der CT kommen Röntgenstrahlen zum Einsatz. Eine CT dauert in der Regel eine halbe Stunde bis zwei Stunden.
Die Dialyse ist ein Verfahren, bei dem eine Maschine die Funktion der Nieren ersetzt. Oft ist dies nur vorübergehend während der schweren Erkrankung notwendig. Manchmal bleiben die Nieren in ihrer Funktion eingeschränkt, weshalb die Dialyse ambulant weitergeführt werden muss.
Die Echokardiographie ist eine Ultraschall-Untersuchung des Herzens. Mit Hilfe der Echokardiographie erhalten die Ärztinnen und Ärzte Informationen über Funktion und Grösse des Herzens, Herzklappen, Herzkammern und Herzvorhöfe. Diese Untersuchung wird auf der Intensivstation durchgeführt und dauert ungefähr 30 Minuten.
Über einen Kleber auf der Brust wird die Herzkurve abgeleitet. Man sieht sie am Monitor.
Eine ECMO ist eine mögliche überbrückende Therapieoption bei einer unmittelbar lebensbedrohlichen Erkrankung der Lunge und/oder des Herzens. Dabei kann mit einer (Herz-/Lungen-)Maschine das Blut der Patientin oder des Patienten mit Sauerstoff gesättigt und der Patientin oder dem Patienten zurückgegeben werden. Das Verfahren ist sehr komplex und es kommt daher nur nach sorgfältiger interdisziplinärer Besprechung zum Einsatz.
Mit einem Elektronenzephalogramm werden die elektrischen Ströme des Gehirns gemessen. Die Aktivität des Gehirns kann durch die Neurologen beurteilt werden. Dies ist wichtig, wenn z. B. jemand an Epilepsie leidet.
Unter einem Delirium wird eine Veränderung der Bewusstseinslage, der Aufmerksamkeit und des Denkvermögens verstanden. Hauptsymptome können eine motorische Unruhe, eine akute Verwirrung und Wahnvorstellungen (Haluzinationen) beinhalten. Ein Delirium kann wenige Tage oder mehrere Wochen andauern.
Unter einer Intubation versteht man das Einführen eines Beatmungsschlauchs über den Mund oder über die Nase in die Luftröhre. Durch diesen Schlauch werden die Patientinnen und Patienten mit dem Beatmungsschlauch beatmet. Wird der Beatmungsschlauch entfernt, wird von einer Extubation gesprochen.
Katecholamine sind kreislaufunterstützende Medikamente, die direkt in die Vene gespritzt werden. Die Katecholamine sorgen dafür, dass der Blutdruck und folglich die Organdurchblutung gewährleistet werden.
Patientinnen und Patienten können oft nicht essen und trinken. Gründe dafür können Müdigkeit, Schwäche, ungenügendes Schluckvermögen, ein Beatmungsschlauch oder ein Luftröhrenschnitt sein. Diese Patientinnen und Patienten werden deshalb künstlich ernährt. Es wird ein kleiner Kunststoffschlauch (Magensonde) über die Nase in den Magen eingeführt. Die Ernährung wird, ähnlich wie bei einer Infusion, über 24 Stunden verabreicht. Mit diesem Verfahren erhält die Patientin oder der Patient ausreichend Nährstoffe.
Die Positionierung und Mobilisierung hat einen grossen Einfluss auf die Genesung der Patientinnen und Patienten, so z. B. auf die Wahrnehmungsförderung und die Orientierung in der Umgebung sowie für Aktivitäten wie dem Schlucken. Zudem wird den Patientinnen und Patienten geholfen sich zu bewegen – sei dies um an den Bettrand zu sitzen oder um aufzustehen. Zur Unterstützung sind verschiedene Hilfsmittel vorhanden.
Die Magnetresonanztomografie ist ein bildgebendes Verfahren, das mit starken Magnet- und Radiowellen klare und genaue Schichtbilder des Bewegungsapparates und der Organe erzeugt. Bei dieser Untersuchung werden keine Röntgenstrahlen verwendet. Ein MRI kann unter gewissen Umständen nicht durchgeführt werden, z. B. bei gewissen metallischen Implantaten, Herzschrittmachern oder gewissen künstlichen Herzklappen. Ein MRI dauert eine bis vier Stunden.
Zur Vorbeugung von Aphten aber auch zur Prophylaxe von Lungenentzündungen ist eine regelmässige Reinigung des Mund- und Rachenraums sowie der Zähne und der Zunge wichtig.
Damit der Aufenthalt für die Patientinnen und Patienten erträglich ist, kann es sein, dass sie oder er mit Schlaf- und/oder Schmerzmitteln behandelt wird. Es ist möglich, dass die Patientin oder der Patient nicht oder verzögert reagiert, verwirrt ist oder unruhig wirkt. Dieser Zustand kann eine Weile andauern und ist meist vorübergehend.
Für gewisse Untersuchungen oder Eingriffe kann es vorkommen, dass ein Patient, eine Patientin in eine andere Räumlichkeit des Inselspitals gebracht wird. Dies wird Transport genannt.
Das Betreuungsteam bespricht täglich den Behandlungsplan der Patientinnen und Patienten. Dieses Vorgehen nennt sich Visite.
Unter einem zentralen Venenkatheter ist ein Infusionszugang zu verstehen, der in einer grösseren Vene liegt – meistens am Hals, unter dem Schlüsselbein oder in der Leiste.