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Reisezeit: 20. Januar – 18. Februar 2017
Reisezeit: 20. Januar – 18. Februar 2017
Brasilien
Argentinien:
Chile:
1502 landete der portugiesische Entdecker Gaspard de Lemos in der grossen Guanabara-Bucht, wo damals die Tupi-Indianer lebten und heute die Stadt Rio liegt. Da er die Bucht für eine Fluss-Mündung hielt, gab er ihr den Namen Rio (de Janeiro, weil er im Januar dort ankam).
Die erste Siedlung wurde aber erst 50 Jahre später durch die Franzosen errichtet. Nach Kämpfen zwischen Frankreich und Portugal ging die Herrschaft über das Gebiet wieder an die Portugiesen.
1585 lebten dort ca. 750 Portugiesen, 3000 Indianer und 100 afrikanische Sklaven. Dank Anbau und Export von Zuckerrohr florierte die Siedlung und wurde stetig erweitert, vor allem im 18. Jahrhundert, als im Hinterland massive Goldvorkommen entdeckt wurden.
1750 wurde das Convent Santa Tereza gebaut. Darum herum entstanden vorwiegen noble Kolonialhäuser.
Um 1800 lebten ca. 43 000 Leute dort, 1/3 davon waren Sklaven.
Der Kaffee-Export brachte Reichtum und machte Rio zu einer europäisch anmutenden, kosmopolitischen Stadt. Zugleich nahmen aber auch die sozialen Unterschiede zu. Immer mehr Menschen lebten in Armut und bald entstanden die ersten Favelas (Armenviertel). Mitte des 19. Jahrhunderts bestand immer noch ca. die Hälfte der Bevölkerung aus Sklaven.
Alter Stadtteil Santa Tereza:
hier findet man immer noch originale Kolonialbauten aus den Anfängen. Aber Santa Tereza ist längst kein nobler Stadtteil mehr.
Sogar das alte Tram, das über den Hügel führt, ist noch in Betrieb, jedoch vorwiegend für Touristen.
Eine lange, steile Treppe führ hinunter in den modernen Stadtteil.
Die Kathedrale ist Sitz des Erzbischofs von Rio. Sie wurde 1979 eröffnet und ist dem heiligen Sebastian, dem Schutzpatron von Rio geweiht.
Das Design erinnert an eine Pyramide der Maya Kultur und ist das Resultat der Zusammenarbeit der beiden Meister-Architekten Burle Marx und Edgar Fonseca.
Mit ihren 75 Metern Höhe überragt sie das Stadtzentrum von Rio.
Dei Confeitaria Colombo ist die älteste und noch originale Confiserie/Cafehaus in Rio. Sei ist so beliebt, dass man eine halbe Stunde warten muss, bis man einen Platz zugewiesen bekommt. Die Ware war dann leider nicht so gut, wie sie aussah.
Nach nur 2 Nächten in Rio ging es weiter per Flug nach Iguazu auf brasilianischer Seite.
Man sieht sehr schön, wie sich die Stadt zwischen Hügeln und Meer ausbreitet. Die beiden Strände Copacabana und Ipanema sind gut sichtbar, ebenso der Zuckerhut, wie er weit ins Meer hinausragt.
Auf der argentinischen Seite kann man während Stunden auf schön angelegten Stegen durch die Natur streifen, immer in der Nähe der Wasserfälle und auf drei Höhenlagen: ganz unten, wo der Fluss weiter zieht (wo man ein Boot besteigen kann, das einem ganz nah an die Fälle bringt), auf mittlerer Höhe im Wald mit tollen Ausblicken und ganz oben, wo Stege über den heran fliessenden Storm führen, kurz bevor dieser in die Tiefe stürzt.
Es gibt 20 grössere sowie 255 kleinere Wasserfälle auf einer Ausdehnung von 2.7 Km. Einige sind bis zu 82 Meter, der Grossteil aber ca 64 Meter hoch.
Auf dieser Plattform nahe am herabstürzenden Wasser herrscht ein tosender Lärm. Die Gischt bring frische Abkühlung
Diese kleinen Nasenbären sind allgegenwärtig in den Wäldern um die Iguazu Fälle. Sie können richtig aufdringlich werden und versuchen schon mal, einem etwas aus dem Rucksack zu stehlen. Aber Vorsicht: anfassen verboten, denn sie sind sehr bissig. Solche Bisswunden können schlimme gesundheitliche Folgen haben (Starrkrampf, Infektionen, Blutvergiftung).