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Führungskräfte wollten Pläne zum Ausstieg aus dem US-amerikanischen Privatkundengeschäft dem Vorstand in den kommenden Wochen vorlegen, schrieb die "Financial Times" (FT) am Samstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Der Bereich schrieb laut der "FT" in den vergangenen beiden Jahren Vorsteuerverluste in dreistellige Millionenhöhe und 2020 sei bereits in den ersten neun Monaten ein Minus von rund einer halben Milliarden US-Dollar aufgelaufen. Die nach einer Trennung frei werdenden Ressourcen könnten dann in lukrativerer Bereiche wie das Asien-Geschäft gesteckt werden.
Das US-Geschäft der HSBC war in den letzten Monaten bei den Sparanstrengungen der Bank in de Fokus geraten. Die HSBC hatte bereits im Februar neben der Streichung zehntausender Stellen angekündigt, sich noch stärker auf Asien konzentrieren zu wollen.
So hatten die Briten erst im Februar angekündigt, rund 35'000 Stellen zu streichen, Geschäftsfelder zusammenzulegen und sich noch stärker auf Asien zu verlegen. Den damaligen Angaben zufolge sollen die jährlichen Kosten um rund 4,5 Milliarden Dollar auf unter 31 Milliarden Dollar sinken. Jüngst hatte dann Konzernchef Noel Quinn weitere Einsparungen angekündigt. Konkrete neue Ziele nannte er aber nicht. Diese soll es bei der Vorlage der 2020er-Zahlen Anfang kommenden Jahres geben.
Ein kompletter Ausstieg auf dem gesamten US-Geschäft ist laut dem "FT"-Bericht vom Samstag angesichts der Pläne für die Privatkundensparte nun vom Tisch. Gerade mit Blick auf die Vermögensverwaltung sei der US-Markt sehr wichtig.
(AWP)