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Die Tochter eines Kaufmannes und einer Oberstufenlehrerin verbrachte ihre ersten Jahre in Rumänien. Rückkehr der Familie 1929, Schulzeit und Gymnasium in Zug. Von 1942-1949 Medizinstudium in Zürich, als Assistenzärztin steckte sie sich mit Tuberkulose an. Auf ihr Doktorat folgten verschiedene Assistenzstellen und eine erste Anstellung als Ärztin am Diakonissenspital in Riehen. 1952 heiratete sie den Arzt und späteren Spitaldirektor Roger Gonzenbach. Aufgrund der Geburt des ersten Sohnes 1954 erlitt sie einen Krankheitsschub, was einen mehrmonatigen Kuraufenthalt nötig machte, noch länger dauerte die Erholungszeit nach der Geburt des zweiten Sohnes 1959. Nach ihrer Ausbildung zur Anästhesistin 1958-1962 trat sie 1963 eine Stelle am Kantonsspital Frauenfeld an, die sie bis zu ihrer Pensionierung 1985 innehatte. Zusammen mit ihrem Mann arbeitete sie danach mehrere Monate in einem Landspital in Ifakara, Tansania. In Frauenfeld engagierte sie sich als Präsidentin des Krankenpflegevereins sowie der Elternschule, war lange Jahre Synodale der Evangelischen Landeskirche und Lehrerin für Aufklärung am 10. Schuljahr.
Kontextualisierung
Absolvierte ein Medizinstudium in einer Zeit, als eine Ärztin noch ziemlich allein unter Kollegen war. Trotz gesundheitlichen Rückschlägen und ihren Aufgaben als Mutter machte sie beruflich Karriere als Ärztin in einem Spital und brachte alles unter einen Hut. Nach der Familienzeit engagierte sie sich in Kirche, Gemeinde und Kanton.
Weitere Informationen
Nachlass im ThurgauerFrauenArchiv F 1’19
Gonzenbach, Roger: Nono, erzähl doch von früher! Bilder und Geschichten zur alten Krankenanstalt Frauenfeld, Frauenfeld 2011.