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Unerhörtes spielte sich gestern im Grossen Rat ab. Die Wahl von Marie Garnier (Grüne) zur Präsidentin des Staatsrats 2016, im Normalfall eine Formsache, erfolgte erst im zweiten Wahlgang. Die Grossräte verweigerten bei der ersten Abstimmung ihr als offizielle und einzige Kandidatin das absolute Mehr. Garnier fehlten nicht nur die Stimmen für eine direkte Wahl, die Parlamentarier gaben gar noch mehr Stimmen für die gar nicht kandidierende Anne-Claude Demierre (SP) ab.
Eine Stimme fehlte, und Demierre hätte das absolute Mehr erreicht. Erst im zweiten Wahlgang sicherte sich Garnier das Präsidium doch noch. Doch die 53 Stimmen stellen ein miserables Resultat dar.
Marie Garnier hatte bereits vor der Wahl vom Widerstand gegen sie erfahren und sich daher auf ein schlechtes Resultat eingestellt. Als dieses dann eintraf, führte sie dies vor allem darauf zurück, dass die bürgerlichen Parteien es bei den Staatsratswahlen in einem Jahr auf ihren Sitz abgesehen haben.
Neben Garnier als Staatsratspräsidentin wählte das Parlament Benoît Rey (CSP) als Grossratspräsident 2016. 2017 und 2018 werden Bruno Boschung (CVP) und Markus Ith (FDP) ihm folgen.
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