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Gliederung der Erfolgsrechnung: Was gehört zum Finanzbereich?
Sämtliche Positionen aus Finanzierungstätigkeit
z.B.: Zinsaufwand oder -gutschrift, Dividendenzahlungen
Gliederung der Erfolgsrechnung: Was gehört zum neutralen Bereich?
- Erfolgsrelevante Buchungstatsachen, welche eigentlich früheren Perioden zuzurechnen wären und deshalb als periodenfremder Ertrag oder Aufwand aus dem ordentlichen Geschäft auszuklammern sind.
- Ausserordentliche Ereignisse: Schenkungen, Aufwendungen aus Schadensfall
- Tätigkeiten, welche nicht mit der Kerntätigkeit des Unternehmens in Zusammenhang stehen. z.B.: Verkauf von Immobilien.
Bewertungsproblematik: Was wird unter dem Realisationsprinzip verstanden?
Gewinne dürfen erst dann ausgewiesen werden, wenn sie am Markt durch Umsatz effektiv erzielt worden sind.
Bestandesänderungen im Lager dürfen nicht mit Marktpreisen bewertet werden, sondern auf Basis der Produktionskosten.
Erst wenn die Waren fakturiert sind und der Kunde nicht mehr vom Geschäft zurücktreten kann, gilt der Umsatz als realisiert.
Bewertungsproblematik: Welche 3 Gesichtspunkte sind wichtig?
- Realisationsprinzip
- Periodisierung
- Stetigkeit
Bewertungsproblematik: Was ist mit Stetigkeit gemeint?
Die einmal gewählten Buchführungsprinzipien sollten während mehrerer Perioden unverändert beibehalten werden.
Wieso ist das Prinzip der Stetigkeit wichtig?
Vergleichbarkeit der Resultate und Qualität der Daten wird erhöht.
Was ist der Unterschied zwischen Effektivität und Effizienz?
- Effektiv arbeiten bedeutet, so zu arbeiten, dass ein Ergebnis erreicht wird. Unabhängig vom Ressourceneinsatz
- Effizient arbeiten bedeutet, mit minimalen Input, maximalen Output zu erreichen. Wirtschaftlichkeit.
--> Etwas kann sehr effizient aber nicht effektiv sein und umgekehrt.
Def.: Kostenführerschaft
Kostenführerschaft (engl. cost leadership) beschreibt die Strategie eines Unternehmens, durch geringere Kosten einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Porter[1] begründet dies mit der Beobachtung, dass ein solches Unternehmen nach einem Preiskrieg auch dann noch Profit erwirtschaften kann, wenn alle anderen Mitbewerber in die Verlustzone gesunken sind. Hinweis: Kostenführerschaft bedeutet nicht Preisführerschaft, ist jedoch oft Voraussetzung für diese.
Def.: Differenzierungsstrategie
Unter der Differenzierungsstrategie (engl. differentiation) versteht man die Strategie eines Unternehmens, sich im Auge des Verbrauchers von anderen Konkurrenten auszuzeichnen. Henry Mintzberg[3] et. al (1995) führen sechs Methoden der Differenzierung auf:
Preis
Image
Support/Unterstützung
Design
Qualität
undifferenziert oder nicht-differenziert
Sie beschreiben damit die Möglichkeit von Unternehmen, sich durch Preisführerschaft (nicht zu verwechseln mit Kostenführerschaft, siehe oben), Markenname etc. von Mitbewerbern zu unterscheiden. Es wird somit für einen gewissen Preisbereich eine monopolistische Preisabsatzfunktion geschaffen. In diesem Angebotsbereich kann der Anbieter den Preis quasi selbst bestimmen und die Kunden wandern erst bei signifikanten Preisunterschied zur Konkurrenz ab.
Def.: Fokussierungsstrategie (Nischenstrategie)
Nischenstrategien (engl. focus) – auch „Strategie der Konzentration auf Schwerpunkte“ – sind strategische Konzentration auf bestimmte Kundengruppen, Segmente oder geographische Märkte[1]. Wie auch Differenzierung können Nischenstrategien viele Formen annehmen. Sie beruhen auf der Annahme, dass ein Unternehmen aufgrund des eng gefassten Zieles dieses Ziel besser mit Produkten oder Dienstleistungen versorgen kann, als breiter konkurrierende Mitbewerber. Als Ergebnis erzielt das Unternehmen entweder hohe Differenzierung indem die Bedürfnisse einer Zielgruppe besser bedient werden oder eine günstigere Kostensituation oder beides.
wird im Marketing und in der Verkaufspsychologie das herausragende Leistungsmerkmal bezeichnet, mit dem sich ein Angebot deutlich vom Wettbewerb abhebt.
Ein Alleinstellungsmerkmal, d.h. ein einzigartiges Nutzenversprechen, soll mit dem Produkt verbunden werden.
Unternehmenswert/ company value
Am einfachsten lässt sich der "Unternehmenswert" bei börsenkotierten Firmen ermitteln. Die an der Börse gehandelten Aktien weisen eine Kursnotierung, d.h. einen Preis auf. Multipliziert man die Anzahl der ausstehenden Aktien mit dem Aktienkurs, so erhält man den börsenkapitalisierten Wert (des Eigenkapitals) eines Unternehmens, die so genannte Market Capitalization. Addiert man dazu das gesamte Fremdkapital, so erhält man den Gesamtwert des Unternehmens, d.h. des Totals aller Aktiven. Will man den Unternehmenswert (brutto oder netto, d.h. im Sinne des Wertes des Eigenkapitals) ohne verfügbare Börsenkurse ermitteln, so muss eine eigentliche Unternehmensbewertung vorgenommen werden. Im Zentrum der Wertermittlung stehen dabei stets die in Zukunft zu erwartenden Geschäftsresultate, insbesondere die Free Cash Flows.
Def.: Residualgrösse
Restgröße, die als Ergebnis einer Differenz entsteht.
Def.: Indolenz
Indolenz (lat. indolentia Unempfindlichkeit gegen Schmerz; dolere leiden, auch: schmerzen) bedeutet Schmerzlosigkeit, Schmerzfreiheit, aber auch Gleichgültigkeit gegenüber Schmerzen im körperlichen wie auch im psychischen Sinn.
Verbriefung
Zusammenfassung von Forderungen in Wertschriften, welche ausgegeben und gehandelt werden können.
internes Wachstum/ internal growth
Wachstum/ Expansion aus eigener Kraft
externes Wachstum/ external growth
Externes Wachstum basiert auf der käuflichen Übernahme von Drittfirmen, d.h. auf der Akquisition anderen Gesellschaften. Es findet nicht ein Innenaufbau von Know-how statt, sondern eine sprunghafte Akquisition desselben.
Produkteinführungszeit/ time to market
Unter dem Begriff „time to market“ (TTM) (englisch, etwa: Vorlaufzeit, Produkteinführungszeit) versteht man die Zeitdauer von der Produktentwicklung bis zur Platzierung des Produkts am Markt. In dieser Zeit entstehen für das Produkt Kosten, es erwirtschaftet aber keinen Umsatz.
price/performance ration
das Preis-Leistungs-Verhältnis
stakeholder/ Interessengruppen, Anspruchsgruppen
Definition: Firmeninterne und -externe Gruppen, die Ansprüche (Forderungen) an die Unternehmung haben. Stakeholders sind die für ein Unternehmen relevanten Bezugs- und Interessengruppen. Der Begriff hat sich namentlich im Zusammenhang mit den Sachverhalten bei Publikumsgesellschaften (grosse, börsenkotierte Unternehmen mit atomisiertem Aktionariat) etabliert. Wichtige Stakeholder-Gruppen sind die Aktionäre, die Fremdkapitalgeber, das Management, die Arbeitnehmer, die Kunden, die Lieferanten, der Staat, die Öffentlichkeit, generell Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Eine ausgeglichene Unternehmenspolitik berücksichtigt neben den Aktionären (Shareholders) auch die Ansprüche der Stakeholders.
Wer gehört alles zu den Stakeholdern einer Firma
- Management
- Staat/ Öffentlichkeit
- Personal
- Wirtschaftsprüfer
- Lieferanten
- Aktionäre
- Kunden
- Fremdkapitalgeber
- NGO's: Greenpeace, WWF etc
Wozu kann das finanzieller Rechnungswesen eingesetzt werden?
- Analytisches Werkzeug zu Überprüfung der operativen Leistungsfähigkeit
- Mass zur Beurteilung des Management
- Entscheidungshilfe zur Einführung neuer Produkte
- Orientierungshilfe für Zuteilung von Mitteln, Aufgaben und Kompetenzen
- Frühwarnindikator
- Prognoseinstrument: zukünftige Entwicklungen.
- Ausgangslage zur Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Für wen ist es wichtig, gute Grundkenntnisse über das finanzieller RW zu haben?
- Aktionäre
- Verwaltungsräte
- Finanzanalytiker
- Wirtschaftsjournalisten
- Wirtschaftsprüfer
- Gläubiger: Fremdkapitalgeber
Was ist das zentrale Anliegen des RW?
Hohe Aussagekraft der generierten Information
Zweck und Gliederung des RW: wichtige Aufgaben.
- Rechenschaftsablage der GL und des VR gegenüber Stakeholdern
- Planungsfunktion: Das RW ist in der Lage die ök. Konsequenzen der Pläne zu erfassen und abzubilden.
- Entscheidungs- und Steuerfunktion: zur Realisierung der strat. & oper. Ziele
- Kontrollfunktion: laufende Soll-Ist-Analysen
- Gläubigerschutz: Informierung der Gläubiger nach gesetzl. Mindestanforderungen.
- Memorandum: Tagebuch: Gedächtnis der Firma
- Rechtshilfe: Informationsquelle im Rahmen der Beweisführung
- Steuerbasis: finanzielle Eckwerte zur Erhebung der Steuern
- Information der Stakeholder
Wer trägt aus externer Sicht v.a. die Verantwortung für die gesetzeskonforme Berichterstattung des U. gegenüber den Stakeholdern?
Die Wirtschaftsprüfung
Das RW lässt sich aus inhaltlicher Sicht in 2 Teilbereiche gliedern.
- Finanzielles RW
- betriebliches RW
Aufgabe des finanziellen RW, auch Finanzbuchhaltung genannt?
externe Informationsfunktion
welches sind die wichtigsten Teilbereiche des finanziellen RW?
- laufende Geschäftsbuchhaltung
- Bilanz als Übersicht zur Vermögens- und Finanzlage
- Erfolgsrechnung als Übersicht zur Ertragslage
- Geldflussrechnung als Übersicht zu den Geldströmen
Was ist das erklärte Ziel der Regelwerke des finanz. RW's?
Die Manipulationsspielräume der Unternehmungen bei der Gestaltung der Abschlüsse einzuschränken
--> faire Berichterstattung gegenüber DrittenSpiel