Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03533.jsonl.gz/1010

Markus Buchser
Markus Buchser
Markus Buchser wurde am 26. Juni 1959 in Basel geboren und bald darauf von Hans-Rudolf und Emma Buchser adoptiert. Bald danach zog die Familie nach Pully am Genfersee. Der Vater arbeitete als Büroangestellter in der traditionsreichen Jaquet AG. An ein Ereignis in seiner Kindheit kann sich Markus Buchser besonders gut erinnern. Im Sommer 1963 fiel er unbeaufsichtigt in den Genfersee und ertrank beinahe. Markus Buchser kann sich noch heute an dieses Ereignis erinnern. „Ich wusste nicht mehr, wo ich bin, das Licht von oben verschwand immer mehr“, sagt er, „ich schluckte viel Wasser und wurde bewusstlos.“ Glücklicherweise wurde er gerettet, reanimiert und danach ins Spital gebracht. Der Unfall hat sich tief in seine Erinnerung eingebrannt. Markus Buchser besuchte in Pully die Primarschule. Seine leichte, angeborene geistige Beeinträchtigung, die durch den Sauerstoffunterbruch bei seinem Unfall wohl verstärkt wurde, machte sich in einer schulischen Lernschwäche bemerkbar. Nach dem Tod der Mutter besuchte Markus zwischen 1976 und 1978 die Christopherus-Schule auf dem Jakobsberg in Basel. Anschliessend lebte und arbeitete er in der anthroposophischen Werksiedlung Renan. Von 1978 bis 1993 war er auf dem Bauernhof der Adullamstiftung im jurassischen Corban tätig. Er leistete dort schwere Handarbeit, musste Mist führen, die Tiere versorgen und sich als Handlanger bei verschiedenen Arbeiten betätigen. 1993 trat er in die Gärtnerei des Bürgerspital Basel und gleichzeitig ins Wohnheim an der Flughafenstrasse ein. 2001 wechselte er in die Kreativwerkstatt, wo sein künstlerisches Talent erkannt wurde. Erst versuchte er sich an kleineren Formaten, wechselte aber schon bald zu grossformatigen Leinwänden, die er mit erstaunlicher Souveränität handhabte. Neben den Acrylbildern entstanden ganze Serien von Plänen, die er mit Blei- und Buntstiften zeichnete. 2003 fand in der Galerie der Aussteller in der St.Alban-Vorstadt eine Einzelausstellung statt, die grosse Beachtung fand. Neben Gruppenausstellungen folgte 2006 eine zweite Einzelausstellung bei den Ausstellern. 2010 erhielt Markus Buchser den Lothar-Späth-Förderpreis in Wehr (D). Im selben Jahr kam er in die Endausscheidung des internationalen Euward5-Wettbewerbs; im Haus der Kunst in München wurden mehrere seiner Werke ausgestellt. Mit der Einzelausstellung in der UPK Basel fand Buchsers Werdegang als nicht-akademischer, aber professioneller Maler einen Höhepunkt. Im Jahr 2013 hatte er die Möglichkeit, in der Ausstellung „Nasen riechen Tulpen“ im Forum Würth zahlreiche Bilder auszustellen. Die Sammlung Würth kaufte einige Bilder von ihm auf.
Buchsers Bildmotive sind Landschaften und Gebäude, was dem Bedürfnis des Künstlers nach Sicherheit und Verortung entspricht. Der Weg von der Skizze bis zum fertigen Acrylbild ist lang und meditativ. Immer wieder ist man beeindruckt von der Wucht der Landschaften, von der intuitiven Stimmigkeit der Raumaufteilung und den rasterartigen Strukturen, die seinen Bildern einen einzigartigen Reiz verleihen. Markus Bucher kann heute wohl als einer der wichtigsten Art brut-Künstler der Schweiz gelten.
Thomas Brunnschweiler
Markus Buchser
Hochturtmeuren-Salsburg-Kaerten-HochAlpen-der-LaenderGrenze-Strasse-Durchzug-Scheiteltunel-der-wasgeloker-den-15.-F
oben-von-Bergesteiger-in-den-Alpen-den-18-Sepeteper-2003-Markus-Buchser-untergegentes-tages-under-gehende-Sonne--
von-Walensee-zwischen-Landcuard-und-Cuhr-und-vorArberg-den-23.-Dezeber-2005-Acryl-auf-Papier-30,5-x-45-cm