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Das BFS revidiert und entwickelt Methoden, um zuverlässige statistische Informationen für den öffentlichen Diskurs und für politische Entscheide in Zusammenhang mit Raum und Umwelt zur Verfügung zu stellen. Ausserdem stellt es komplexe Themen wie die nachhaltige Entwicklung in zusammengefasster Form visuell dar, um deren Verständnis zu fördern.
Die dritte Erhebung «Umweltqualität und Umweltverhalten» zeigt, dass 84% der Bevölkerung im Jahr 2019 die Umweltqualität in der Schweiz als sehr gut oder eher gut bezeichneten. 2011 und 2015 waren es noch 92%.
Die Umweltgesamtrechnung wird weiter ausgebaut. Durch den Einbezug der Abfallrückgewinnung in die Materialflusskonten leistet die öffentliche Statistik einen ersten Beitrag zur Messung der Kreislaufwirtschaft. Die Kreislauf-Materialnutzungsquote hat seit 2000 konstant zugenommen und lag 2018 bei rund 13%. Ein Konto der umweltbezogenen Subventionen und sonstigen Transfers wurde eingeführt. Gemäss ersten Schätzungen haben sich diese zwischen 2008 und 2019 mehr als verdoppelt: Sie sind zu laufenden Preisen von 1 auf 2,5 Milliarden Franken gestiegen. Schliesslich wurden die langwierigen Arbeiten zur Entwicklung einer Okösystembilanzierung aufgenommen.
Das Indikatorensystem MONET 2030 informiert neu in Form von interaktiven Kacheln über die Fortschritte der Schweiz bei der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele. Nahezu die Hälfte der Kacheln zeigt, dass die Entwicklung auf Kurs ist, während in anderen Bereichen Optimierungspotenzial besteht.
Die 52 Indikatoren, mit denen die Erreichung der in der Legislaturplanung 2019–2023 festgehaltenen bundesrätlichen Ziele überprüft wird, wurden veröffentlicht. Sie liefern wichtige Informationen zur Lagebeurteilung für die Geschäftsberichte des Bundesrats.
Die Revision der nicht institutionellen Raumgliederung wurde mit der Publikation der funktionalen städtischen Gebiete gemäss der europäischen Definition abgeschlossen. Die Schweiz umfasst zehn solcher Gebiete. Die verschiedenen Raumgliederungen sind in Form von Karten, maschinenlesbaren Dateien und anderen Darstellungsformen öffentlich verfügbar.
2020 wurde die Methodenrevision der Arealstatistik fortgesetzt. Durch die Verwendung von künstlicher Intelligenz für die Klassifikation digitaler Luftbilder soll die Erhebung teilweise automatisiert werden. Die ersten Tests sind vielversprechend. Die neue Methode kommt ab Mitte 2021, gleichzeitig mit der fünften Erhebung zur Arealstatistik, zum Einsatz.
Mit dem Projekt ADELE soll die Datenerhebung für die Arealstatistik teilweise automatisiert werden. Anhand verschiedener, auf künstlicher Intelligenz basierender Algorithmen werden die Luftbilder analysiert und mit Daten aus unterschiedlichsten Quellen wie Satellitenbildern, amtlicher Vermessung, Höhenangaben oder dem topografischen Landschaftsmodell kombiniert. Die ersten Ergebnisse zu den Veränderungen sowie zur Klassifikation der Bodennutzung und Bodenbedeckung sind vielversprechend und bestätigen, dass ADELE den Erhebungsprozess beschleunigt. Eine Herausforderung bleibt die Qualitätssicherung. Die Nutzung der künstlichen Intelligenz für die Statistikproduktion ist mit grossem Aufwand verbunden, denn die Prozesse und das Qualitätssystem müssen angepasst und die Mitarbeitenden des BFS geschult werden.