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Die Schweizer Downhillerinnen verpassen an den Weltmeisterschaften in Mont Sainte Anne die Medaillenränge. Emilie Siegenthaler kann mit ihrem fünften Rang, 5,391 Sekunden hinter der Französin Myriam Nicole (4:53,226) aber dennoch zufrieden sein. Silber geht an Tahnee Seagrave aus Grossbritannien (+1,204) und Bronze an Marine Cabirou (+1,694). Carina Cappellari wird Zehnte.
Gold und Silber geht an zwei Fahrerinnen, die nach Verletzungspausen zu den Weltmeisterschaften wieder ins Geschehen eingreifen. Myriam Nicole ist in dieser Saison noch gar kein Rennen gefahren und Tahnee Seagrave hat sich am zweiten Weltcup-Rennen der Saison verletzt, nachdem sie das erste gewonnen hat.
Insofern wird klar, warum Emilie Siegenthaler im Ziel davon spricht, dass dieser fünfte Rang eigentlich noch mehr wert sei als ihr dritter Rang in Lenzerheide. «Myriam Nicole kann ja kaum laufen, was sie hier gezeigt hat, ist beeindruckend. Mein Ziel war Top Fünf und ich wollte weniger als 15 Sekunden Rückstand haben. Jetzt sind es fünf Sekunden», erklärt Siegenthaler. «Für mich war das ein riesen Lauf.»
Abgesehen von kleinen Fehlern kommt sie sehr gut über die schnellen 2,9 Kilometer. «Sehr stark» habe sie sich gefühlt, so Siegenthaler, die am kommenden Wochenende in Snowshoe Mountain versuchen will, auch in der Gesamtwertung des Weltcups aufs Podium zu kommen.
Carina Cappellari wird Zehnte (+23,813). «Der Kurs ist extrem schnell geworden, fast zu schnell», meint sie. Langsam wäre sie gestartet, «wie immer», dann aber ganz gut zurecht gekommen. «Ich würde sagen: es ist okay», meint Cappellari.
Camille Balanche hat bereits im obersten Sektor einen Fehler der rund sechs Sekunden kostet. Danach versucht zu forcieren. Das geht irgendwann schief. Sie fährt aus der Strecke, schiebt zurück bis zum dem Punkt, an dem sie rausgefahren ist und hat dann mit diesem Zeitverlust keine Chance mehr auf ein Resultat, das ihren bisherigen Saisonleistungen entspricht. Sie wird mit 37,995 Sekunden Rückstand 17.
«Ich habe zu viel gepusht, war einfach zu schnell und musste aus der Strecke. Der Fehler oben hat den zweiten zur Folge gehabt», sagt Balanche. Sie denkt gleich eine Woche weiter, ans Weltcup-Finale in West Virginia. «Mir ist das Overall wichtiger als ein einzelnes Rennen.»
Junioren: Klaus auf Rang elf
Janosch Klaus ist mit seinem Run «nicht unzufrieden», wie er sagt. Im Ziel hat er zwar erst mal den Kopf geschüttelt, weil ihm «zu viele Fehler» unterlaufen sind. Mal ein falscher Bremspunkt, mal eine Linie nicht getroffen, das bleibt erst mal im Kopf hängen. «Ich denke, hier kommt niemand ganz ohne Fehler runter. Die Strecke ist ganz speziell im Vergleich zu denen in Europa, aber sie ist geil», sagt er nach seinem zweiten Rennen in Mont Sainte Anne.
«Ich bin froh, es überlebt zu haben», meint er mit einem Schmunzeln. Am Ende ist es Rang elf, 9,323 Sekunden hinter Weltmeister Kye A’hern aus Australien (4:17,776), der Antoine Vidal (Frankreich) um 1,144 Sekunden und Tuhoto Ariki-Pene aus Neuseeland um 1,294 Sekunden auf die Plätze verweist.
Favorit Thibault Daprela aus Frankreich bleibt nur Rang fünf (+1,889). Yannick Bächler scheidet aus dem Rennen. Nach einem Sturz verschiebt sich die Federgabel so, dass das Bike nicht mehr fahrbar ist. Yannick Bächler kann das Rennen nicht beenden.
Bei den Juniorinnen ist keine Schweizerin am Start. Titelverteidigerin Valentina Höll aus Österreich wird ihrer Favoritinnen-Stellung gerecht und gewinnt 12,928 Sekunden vor der Norwegerin Mille Johnset und 21,230 Sekunden vor Anna Newkirk aus den USA.