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Bei geschickter Südöffnung kann auch ein etwas ungünstigerer Volumen-Oberflächen-Quotient trotzdem zum Ziel führen. Ein solares Direktgewinnhaus ist ein Wärmeumsatzhaus.
Wichtig ist, dass gegen Süden möglichst viel unbeschattete Glasfläche zur Verfügung steht. Das Glas sollte zudem möglichst weit aussen platziert werden und die Architektur keine Beschattung durch tiefe Leibungen, Balkone, Vordächer, Fassadenvor- oder -rücksprünge aufweisen. Es kann allerdings Gründe geben, die eine Ausnahme von diesen Regeln gestatten. Ist es aufgrund des architektonischen Konzeptes trotzdem notwendig, tiefe Leibungen zu zeigen, können diese sonnengerecht gestaltet werden.
Wenn man sich bewusst ist, dass die Sonneneinstrahlung im Hochwinter etwa zwischen 30° Südost und 30° Südwest stattfindet, sollte die Leibungsgeometrie seitlich angepasst werden.
Auch die Ausbildung des Sturzes ist wesentlich. Am kürzesten Tag steht die Sonne zwar nur mit 20° zur Waagrechten im Zenit, der Sturzanstellwinkel sollte aber grösser als 30° Grad gewählt werden, da sonst die Gewinne Ende Februar und im März wie auch jene im Oktober und Anfang November zu stark reduziert würden. Dies gilt im Speziellen auch für vorgelagerte Balkone oder Vordächer. Diese Beschattungseinflüsse sollten in die monatliche Horizontbeurteilung einfliessen und rechnerisch verifiziert werden.