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GOA Nomadenschule
Schüler: 997
Verantwortliche: Felicitas Njoki
Geschichte: In der Region, in welcher sich die GOA-Nomadenschule befindet, werden jährliche Durchschnittstemperaturen von 40 Grad gemessen, Regen gibt es nur einige Tropfen im Jahr. Das Dorf Akatuman befindet sich 80 km von der nächsten Stadt entfernt. Es gibt also keine Strassen, Fahrzeuge, Strom, Einkaufsmöglichkeiten oder sonstige Zeichen der Zivilisation. Als ein GOA-Team im Jahr 2006 in diese Region kam und das Dorf Akatuman entdeckte, erfuhren sie, dass hier ungefähr 5000 Leute leben, von denen der Staat keine Ahnung hat. In dieser Gemeinschaft konnte niemand schreiben, lesen oder Englisch sprechen, nur wenige waren bekleidet und der Hunger und die harten Lebensumstände hatten an den Gesichtern gezehrt.
Im Gespräch mit den Einwohnern des Dorfes,welche vor allem von Viehzucht (Kühe, Ziegen und Kamele) leben, fragte das GOA-Team den Dorfältesten, was Akatuman am dringendsten brauche. Die Antwort war einfach: Eine Schule, ein Spital und eine Kirche, das waren die Wünsche der Dorfbewohner.
Ein Jahr später kehrte das Team nach Akatuman zurück und eröffnete eine Kirche sowie eine Primarschule, die aus zwei Klassenzimmern, zwei Lehrern und etwa 70 Kindern bestand. Die Schule wurde Maggies School genannt – in Andenken an Maggie, die Tochter der Hauptsponsorin der Schule, die bei einem Autounfall ums Leben kam.
Einige Eltern im Dorf zögerten anfangs damit, ihre Kinder zur Schule zu schicken, da diese ja bisher die Aufgabe des Viehhütens übernommen hatten. So mussten sich die Familien erst neu organisieren. Jedes Jahr verdoppelte sich jedoch die Schülerzahl und weitere Lehrer wurden angestellt, neue Gebäude konstruiert.
Selbst die Regierung hat sich mit der Zeit am Bau einiger Schulzimmer beteiligt, und das rote Kreuz benutzt die Schule zeitweise sogar als Verteilzentrum für Nothilfsgüter und Essen an die Bevölkerung dieses Stammes, da es keine anderen grossen Gebäude im Umkreis von 80 km gibt.