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Operationsverzögerung bei Schenkelhalsfraktur erhöht Mortalität
Gemäss Richtlinien in England sollte jede Schenkelhalsfraktur innerhalb von 24 Stunden operiert werden. Eine britische Datenanalyse an über 100'000 Patienten hat nun evaluiert, ob und wie sich eine Operationsverzögerung auf die Mortalität im Spital auswirkt.
Die Daten von 129'522 über 65-jährigen Patienten, welche von zu Hause aus wegen einer Schenkelhalsfraktur ins Spital mussten, wurden analysiert. 151 klinische Zentren mit mindestens 100 Schenkelhalsfraktur-Eintritten pro Jahr wurden für die Studie berücksichtigt. Endpunkte waren die Mortalität im Spital und die Wiedereinweisungsrate nach der initialen Hospitalisation je nach Dauer zwischen Einweisung und Operation.
18'508 Patienten mit Schenkelhalsfraktur (14.3%) starben im Spital. Eine Operationsverzögerung von mehr als einem Tag war nach Korrektur der Ergebnisse für Komorbiditäten mit einem erhöhten Todesrisiko um 27% assoziiert. Je nach Spital betrug die Anzahl Operationsverzögerungen von mehr als 2 Tagen zwischen 1.1 und 62.4%. Rehospitalisationen waren nach verzögerter Operation nicht häufiger als wenn sofort operiert wurde.
Konklusion der Autoren: Je nach Spital sind Operationsverzögerungen bei Schenkelhalsfraktur selten oder sehr häufig. Die Verzögerung der Operation um mehr als einen Tag ist mit einem signifikant erhöhten Todesrisiko assoziiert.
Link zur Studie
BMJ 2006;332:947-951 - A Bottle et al
25.04.2006 - dde