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Wer das Hinterland der Algarve erkundet, fährt oftmals auf der EN 1254 von Loulé nach Faro, etwa auf dem Wege nach Milreu und Estoí.
Zwischen den beiden ersten Verkehrskreiseln fällt der Blick auf ein Türmchen, das zwischen Bäumen hervorspitzt und neugierige Blicke erweckt.
Bei dem Gebäude handelt es sich um den Palácio da Fonte da Pipa. Einst existierte dort eine Quelle, an der sich die Bewohner Loulés Wasser holten und dem späteren Stadtpalast so ihren Namen gaben.
Der wirkliche Name, den der Eigentumer ihr gab, “Quinta da Esperança”, wurde von der Bevölkerung nie verinnerlicht.
Das Land an der Fonte da Pipa (Fonte = Quelle) wurde von Marçal Pacheco ca. 1875 gekauft, mit dem Wunsch, dort einen Stadtpalast zu erbauen, wie er ihn aus seinen Reisen im nördlichen Europa kannte.
Er starb 1896 noch bevor der Bau seines Traumpalastes abgeschlossen war. Die Familie verkaufte das Anwesen im Jahre 1920 an Manuel Dias Sancho, Bankier aus São Brás de Alportel.
Dias Sancho lies im verwunschenen Garten, die zu bewundernden Bänke installieren, in die Fliesen, Porzellanbruchstücke, Muscheln und Schneckenschalen in einen sehenswert, kitschig, romantischen Stil eingearbeitet wurden.
Heute ist das Anwesen im Besitz der Firma “Quinta da Fonte da Pipa, Urbanizações, Lda.”, ohne dass das Gebäude jemals bewohnt wurde oder seine sonstige Bestimmung fand.
Im Rahmen der Sommerausstellungen an der Algarve, die von Allgarve 2008 organisiert werden, hat man nun die Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte, das Gebäude und den Garten zu besichtigen.