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Bezahlbare, qualitativ hochwertige Kinderbetreuung ist in einigen der wohlhabendsten Länder der Welt immer noch nicht verfügbar. Während Luxemburg, Deutschland und die skandinavischen Länder obenauf schwingen, bildet die Schweiz das Schlusslicht gemeinsam mit den USA, Australien, Zypern und der Slowakei. Dies hat die internationale Vergleichsstudie des Unicef-Forschungsinstituts Innocenti «Where do rich countries stand on childcare?» ergeben.
Grosse Spannweite bei den Ausgaben
Für die Studie wurden vergleichbare Daten zur Familienpolitik mit Blick auf Unterstützungsangebote für Kinder und Eltern in den OECD- und EU-Staaten ausgewertet. Zu den Indikatoren gehören unter anderem die Regelung der Elternzeit sowie der Zugang, die Qualität und die Bezahlbarkeit von familienergänzenden Betreuungsangeboten. Obwohl die meisten Länder die Kinderbetreuung für sozial schwache Familien subventionieren, sind die Unterschiede beträchtlich. In der Schweiz, in Irland und in Neuseeland muss ein Paar mit durchschnittlichem Einkommen zwischen einem Drittel und der Hälfte eines Gehalts für die Betreuung von zwei Kindern ausgeben.
Verbesserungspotenzial ist immer vorhanden
Gemäss der Studie investieren die Länder, die im internationalen Vergleich am besten abschneiden, nicht nur in die Erschwinglichkeit, sondern auch in die Qualität von Betreuungsangeboten. Gleichzeitig haben dort Mütter ebenso wie Väter einen Anspruch auf längere, bezahlte Elternzeit. Dennoch gibt es auch in den familienfreundlichsten Ländern Luft nach oben, wie die Empfehlungen der Studie zeigen.
Einkommensschwache Haushalte sind benachteiligt
Wenn erschwingliche, qualitativ hochwertige Betreuungsangebote fehlen, trägt dies laut der Studie dazu bei, bestehende sozio-ökonomische Ungleichheiten zu verschärfen. So hat in einkommensschwachen Haushalten nur eines von drei Kindern unter drei Jahren Zugang zu frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsangeboten. Hingegen trifft dies in einkommensstarken Haushalten für fast jedes zweite Kind zu.