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Aufgrund der aktuellen Corona-Krise wurden leider fast alle Heissluftballon-Wettbewerbe abgesagt. Ob die Weltmeisterschaft im September in Slowenien durchgeführt werden kann, ist noch nicht entschieden. Wir nutzten die wettbewerbsfreie und flugverkehrsarme Zeit heute Morgen um uns den Flughafen Zürich-Kloten genauer anzuschauen.
Nach dem bewilligten Start in Oberembrach gab uns der Turm die Erlaubnis für eine tiefe Überfahrt. Die Bilder sprechen für sich.
Vielen Dank an Kurt und Jris, Skyguide, Gian-Marco und Corinne und alle anderen Beteiligten!
Bereits sind wir wieder auf dem Weg nach Hause in der Schweiz auf der Autobahn. Die Europameisterschaft 2019 ist Geschichte und hat für mich einen bitteren Abschluss gefunden. Nachdem ich vor der letzten Fahrt noch auf dem zweiten Rang lag, wären zwei Tasks im vorderen Drittel ausreichend gewesen um den Schweizer Doppelsieg komplett zu machen. Leider geriet ich bei der zweiten Zielanfahrt in eine kleine Ansammlung von Ballonen. Ich versuchte so hoch wie möglich noch etwas nach rechts zu korrigieren, jedoch nicht über den Ballon des Engländers Marcus Green zu geraten, weil ich dann den Marker gar nicht beim Ziel hätte abgeben können. Bereits Minuten zuvor versuchte ich diese Situation zu verhindern und stieg in eine langsamere Windschicht um dieser Gruppe zu „entkommen“. Irgendwann musste ich aber runter, um den Linksdreher in Richtung Ziel zu erreichen und im Abstieg beschleunigte ich so stark, dass ich eben doch wieder von hinten an die anderen Ballone andockte. Ein Video der letzten Sekunden der Zielanfahrt gibts im Beitrag auf der Webseite. Marcus Green (im quergestreitften Kubicek-Racer hinter dem gelb-grünen RCM-Ballon) markerte auf 1.17 Meter und erhielt dafür 967 Punkte während mein Ballon von seinem blockiert wurde und nicht nach rechts korrigierte. Ich markerte auf 15.82 Meter, erhielt dafür 265 Punkte und verlor drei Ränge im Gesamtranking. In den vorangehenden Fahrten verpasste ich es mit kleineren Fehlern bei Zielanfahrten und durch etwas nötigere und auch unnötige Strafpunkte eine grössere Differenz zur Konkurrenz aufzubauen. Dadurch war dieser Lapsus im letzten Task überhaupt ausreichend um die Medaille zu verpassen und natürlich haben die drei Piloten welche mich noch überholt haben, an diesem Morgen eine gute Leistung gezeigt.
Gestern Abend fand dann in der nähe von Palma in einer würdigen Umgebung die Siegerehrung statt. Stefan Zeberli wurde hochverdient zum fünften Mal Europameister. Silber holte Laurynas Komza aus Litauen vor Nicolas Schwartz aus Frankreich auf dem dritten Rang. Mit mir auf dem fünften Platz, Marc Blaser auf dem sechsten und René Erni auf dem 24. Rang gelang uns als Schweizer Team erneut der Gewinn der offiziellen Nationenwertung vor Frankreich und Litauen. Nach dem offiziellen Teil genossen wir die Show im Son Amar. Durchaus eine empfehlenswerte Adresse in Palma de Mallorca.
Direkt im Anschluss an die Siegerehrung verliessen wir Mallorca mit der Fähre in Richtung Barcelona. Mit etwas physischer und zeitlicher Distanz wird die EM 2019 in guter Erinnerung bleiben. Angesichts des Trainingsstandes vor der Anreise nach Mallorca ist die erneute Platzierung unter den besten fünf an einem internationalen FAI-Event natürlich ein grosser Erfolg. Die Erwartungen im Verlaufe des Aufenthalts auf der Insel sind bei allen Beteiligten gestiegen und die Medaille war in Griffweite. Ballonfahren ist aber eine Sportart und lebt von Spannung und Positionskämpfen. Dazu gehört manchmal auch, die eigene Position wieder hergeben zu müssen.
Ich gratuliere den Gewinnern und bedanke mich beim Schweizer Nationalteam mit den Coaches Ralph und Beat, insbesondere bei Stefan Zeberli und seinem Team für die tolle Zeit und das enorme Engagement im gemeinsamen Ferienhaus. Vielen Dank auch an die Leser dieses Blogs fürs Daumen drücken. Zuletzt ein herzliches Dankeschön an die wichtigsten Personen für diesen Erfolg: Danke Hanni, Edi, Elsbeth, Christian, Helen und Thomas! Es hat Spass gemacht und es wäre ohne euch nicht möglich gewesen!
Nachdem mir gestern zwei gute Aufgaben gelungen waren (PDG und HWZ) lief es bei der doppelten Fuchsjagd heute Morgen nicht ganz so gut. Beim ersten Ziel sollte es noch einigermassen Punkte geben, am Zweiten erwarte ich eine sehr tiefe Punktzahl. Aufgrund der vielen Ballone um mich herum konnte ich nicht mehr steigen und musste den Marker relativ weit vom Kreuz fallenlassen.
Heute Morgen lag ich noch auf dem hervorragenden zweiten Rang. Die Strafpunkte sind aber noch nicht verteilt und die Fahrt heute Morgen wird nochmals einiges verändern. Es dürfte knapp werden für das Podest. Wir hoffen auf das Beste.
Heute Morgen hat sich die Anzahl gefahrener Tasks an dieser Meisterschaft verdoppelt. Sechs Aufgaben standen auf dem Programm.
Auf dem gemeinsamen Startplatz musste ein Ziel in drei bis sechs Kilometern Distanz deklariert werden. Bei der Anfahrt darauf korrigierte ich drei Mal nach links. Nach dem dritten Mal änderte sich die Windrichtung im Aufstieg und ich fuhr etwa 40 Meter daran vorbei. Im Vergleich mit den anderen schwierig einzuschätzen, ich denke aber heute Morgen kein gutes Resultat.
Am folgenden JDG markerte ich mit rund 17 Metern auch eher schlecht. Die Aufgabe Minimum Distance Double Drop erreichten nur wenige Ballone, hier werde ich ein No Result bekommen. Danach galt es möglichst direkt auf ein Wertungsgebiet zu halten (Shortest Flight). Dort sollte ein Resultat im vorderen Drittel drin sein.
Das folgende FON gelang mit knapp unter 30 Metern einigermassen gut und am abschliessenden JDG gelang mir noch eine sehr gute Ablage von etwa zwei Metern.
Die Landung erfolgte in einem Gebiet mit wenigen offenen Feldern. Das Chaos auf den Strassen war komplett.
Wir werden sehen was die Fahrt im Gesamtranking bedeutet. Vor heute Morgen lag ich auf dem siebten Rang.