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So macht sich die natürliche Lüftung bezahlt
Von Schulen über Krankenhäuser und Museen bis hin zu Bürogebäuden: Die natürliche Lüftung wirkt sich positiv auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und das Leistungsvermögen aus, indem sie den CO2-Anteil in der Luft senkt und dafür sorgt, dass die Menschen im Gebäude frische Luft einatmen können. Hier erfahren Sie mehr zu Studien und Untersuchungen zu diesem Thema und lesen zudem eine entsprechende Kosten-Nutzen-Analyse.
Positives Wohlbefinden der Mitarbeiter*innen bedeutet bessere Ergebnisse
2015 veröffentlichte der World Green Building Council (WGBC) einen umfassenden Bericht zum Thema Gesundheit, Wohlbefinden und Produktivität in Büros. Aus diesem Bericht ging hervor, dass Personalkosten einschließlich Gehälter und Lohnnebenkosten in der Regel etwa 90 Prozent der Lebenszykluskosten eines Gebäudes ausmachen. Hieraus folgt, dass die Produktivität der Belegschaft und alle Faktoren, die ihr Leistungsvermögen beeinflussen können, für jedes Unternehmen einen hohen Stellenwert haben sollten.
Ergebnisse der Untersuchung
Zwölf unabhängige Studien aus der ganzen Welt ergaben, dass die Nutzung nachhaltiger Lüftungssysteme zu großen finanziellen Gewinnen beitragen kann, da sich diese positiv auf Faktoren wie Produktivität, SBS-Symptome (Sick-Building-Syndrom) und Gesundheit der Beschäftigten auswirken. Des Weiteren wird von positiven Effekten auf die Anzahl der Krankmeldungen und die Ausgaben für die Mitarbeitergesundheit ausgegangen.
Physiologie und Psychologie
Die Produktivität von Gebäudenutzern hängt sowohl von physiologischen als auch psychologischen Aspekten ab. Luftqualität und thermische Behaglichkeit gehören nachweislich zu den wichtigsten Faktoren.
Die Art, wie Personen Innenräume wahrnehmen, kann sich darauf auswirken, wie sie ihr eigenes Wohlbefinden und die Zufriedenheit mit dem Gebäudeklima bewerten. Der von den Beschäftigten angegebene Grad an Zufriedenheit ist oft direkt mit der Produktivität und dem gesamten Wohlbefinden in der Arbeitssituation verknüpft.
Die Untersuchung hat darüber hinaus gezeigt, dass der Mensch besser mit nicht optimalen Temperaturen umgehen kann als mit mangelnder Luftqualität. Der Zufuhr von mehr frischer Luft und weniger Umluft für das Innenraumklima werden so mehr Bedeutung zuteil. Bei der Bewertung von Gesundheitsrisiken bei Innenraumtemperaturen zwischen 16 Grad Celsius und 24Grad Celsius sind die direkten Risiken nicht mit denen vergleichbar, die mit schlechter Luftqualität in Verbindung stehen. Dies wiederum bedeutet jedoch nicht, dass die thermische Behaglichkeit für die Gebäudenutzer unwichtig ist – ganz im Gegenteil.
Die thermische Behaglichkeit wird durch verschiedenste Faktoren beeinflusst. Neben Lufttemperatur und Strahlungswärme zählen auch Luftgeschwindigkeit sowie die relative Feuchte dazu. Dabei ist zu beachten, dass die Möglichkeit der Gebäudenutzer, diese thermischen Behaglichkeitsfaktoren zu kontrollieren, von großer Bedeutung ist. Sind die Gebäudenutzer in der Lage, ihre thermischen Umgebungsbedingungen anzupassen, indem sie beispielsweise ihre Kleidung abstimmen, Jalousien einstellen oder die Geschwindigkeit der umströmenden Luft durch das Öffnen der Fenster regeln, dann können größere Temperaturabweichungen toleriert werden.
Produktivitätssteigerung um 18 Prozent möglich
Laut der genannten zwölf unabhängigen Studien könnte ausschließlich durch die Nutzung natürlicher und hybrider Lüftungsanlagen – im Vergleich zu rein mechanischen Systemen – die Produktivität im umbauten Raum um bis zu 18 Prozent gesteigert werden. Die durchschnittliche Produktivitätssteigerung liegt jedoch bei 8 Prozent.
In diesen Studien wird die Produktivität an verschiedene Faktoren gekoppelt, wie zum Beispiel das verminderte Auftreten des Sick-Building-Syndroms (SBS), die überwiegend eigene Kontrolle und die dynamischere Innenraumumgebungen mit verstellbaren, veränderlichen Luftgeschwindigkeiten.
Sick-Building-Syndrom (SBS)
Das auch als gebäudebezogene Gesundheitsstörung oder „Building-Related Symptoms“ bekannte SBS wird durch ein schlechtes Innenraumklima in Gebäuden verursacht. Die Symptome können von Schwindel über Müdigkeit bis hin zu Halsschmerzen und allergieähnlichen Symptomen reichen. Bei der Nutzung einer natürlichen Lüftung wird die umbaute Umgebung mit Außenluft versorgt. Dadurch verringern sich die Auswirkungen von Innenraumkontaminationen und die Effekte des SBS, die oftmals durch verschmutzte Leitungssysteme und eine erhöhte CO2-Konzentration verursacht werden.
Der Business Case
Es gibt eine Reihe von Verfahren zur Bewertung einer möglichen Investition. Um zu bewerten, inwieweit sich Cleantech-Lüftungen günstig auf Gebäudeinvestitionen auswirken, haben wir eine einfache Rentabilitätsberechnung (Return on Investment (ROI)) aufgestellt. Untenstehende Werte haben wir dabei berücksichtig und kamen zu dem Ergebnis, dass sich dieses System bereits nach elfMonaten amortisiert.
Erst die INVESTITION
Zur Bestimmung der Anfangsinvestition haben wir folgende Annahmen getroffen:
- €90 pro m² – Dies ist ein Spitzenmodell eines
nachhaltigen Lüftungssystems und beinhaltet Einbau und
Anbindung an das Gebäudemanagementsystem (GMS).
- 15m² pro Person/Mitarbeiter im Gebäude
- Ein (1) automatisch angesteuertes Fenster je Mitarbeiter,
das manuell übersteuert und bedient werden kann
Eine Hybridlüftung kostet circa €60 pro m². Nach unserer Erfahrung gehen die Kosten oft auf bis zu €40 pro m² herunter. Jedoch ist jedes Gebäude und jeder Mieter anders, sodass sich diese Werte nicht immer anwenden lassen. Sollten Sie Fragen zu dieser oder einer anderen Berechnung haben, wenden Sie sich bitte gerne an uns.
Der NETTOGEWINN
Wir wollten wissen, wie hoch der Profit je Mitarbeiter sein könnte bei einer eher konservativ angesetzten Produktivitätssteigerung von drei Prozent. Um diesen zu ermitteln, haben wir die folgenden Werte angesetzt:
- €557.330 – Jahresumsatz je Mitarbeiter
(auf Grundlage von Durchschnittswerten der S&P 500 Unternehmen)
- 10 Prozent – Gewinnspanne
Berechnung des Nettogewinns
€1532 je Mitarbeiter pro Jahr / Investition €1379 pro Mitarbeiter
= ROI 114 Prozent
Quellen
- https://csimarket.com/
- https://www.oldschoolvalue.com/
- Clements-Croome D.J., Li Baizhan. Productivity and indoor environment.problem in mechanically ventilated rooms? Proceedings of Healthy Buildings 2000, Vol 1
- E.g. Leaman A. and Bordass B. (2007) Are users more tolerant of ‘green’ buildings? Building Research and Information 35:6, pp 662 –673.
- Oh SYJ. (2005) Indoor air quality and productivity in offices in Malaysia. BSc dissertation, School of Construction Management and Engineering, University of Reading
- Clements-Croome DJ. (2014) Sustainable Intelligent Buildings for Better Health, Comfort and Well-Being.
- R.T. Hellwig, S. Brasche, W. Bischof, Thermal Comfort in Offices – Natural Ventilation vs. Air Conditioning, Healthy Buildings 2006
- J. Toftum (2009), Building and Environment 45 (2010) 23–28, Central automatic control or distributed occupant control for better indoor environment quality in the future.
- Wargocki, P, Wyon, D, and Fanger, P.O. (2000). Pollution Source Control and Ventilation Improve Health, Comfort and Productivity. In Proceedings of Cold Climate HVAC 2000, Sapporo, Japan, November 1-3, 2000, pp. 445- 450.
- Meyer HW, Würtz H, Suadicani P, Sigsgaard T, Nielsen PA, Gyntelberg F and the Danish Moulds in Buildingsgroup. Are high levels of moulds in dust a greater problem in mechanically ventilated rooms? Proceedings of the 11th International Conference on Indoor Air Quality and Climate 2008, Copenhagen, Denmark, 17-22 August 2008.
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