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Es ist nur ein kleines Spektakel, das der Theaterregisseur Milo Rau am Nachmittag vor der Verleihung des Grossen St. Galler Kulturpreises inszeniert: Ein Heuwagen mit nachgebautem Totenschiff wird durch den St. Galler Klosterbezirk gezogen. Schemenhaft zeichnet sich unter einer Decke eine liegende Gestalt ab, sie vertritt, wenn man so will, den politischen Körper der Schepenese, der nun seinerseits für die Dekolonisierung der Museen stehen soll. In seiner Erklärung fordert Preisträger Rau die «Heimkehr» der mumifizierten Leiche nach Ägypten (siehe WOZ Nr. 46/22) – als ob diese noch lebte.