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Welche Zecken sind für meinen Hund gefährlich?
Weltweit gibt es mehr als 850 Zeckenarten, wobei drei Arten in Europa für Hunde gefährlich sind:
- Ixodes ricinus, der gemeine Holzbock
- Rhipicephalus sanguineus, die braune Hundezecke
- Dermacentor reticulatus, die Buntzecke
Wo leben diese Zecken?
Der gemeine Holzbock lebt als Freilandzecke in Wäldern, Parks, hohen Wiesen und an Wegrändern.
Die braune Hundezecke wurde aus Urlaubsländern in die Schweiz eingeschleppt und hält sich sowohl in Zwingern und Ställen als auch in Wohnungen auf.
Die Buntzecke ist in feuchten Gebieten, Auwäldern und Mooren anzutreffen.
Warum sind Zecken gefährlich?
Zecken sind Überträger gefährlicher Krankheiten wie z.B. die Borreliose für Tiere und auch für Menschen. Einige Erkrankungen, die früher nur in warmen Ländern vorkamen, sind nun auch vermehrt bei in der Schweiz lebenden Hunden verbreitet-bedingt durch häufigeres Reisen mit dem Hund und dem daraus resultierenden Einschleppen anderer Zeckenarten wie der braunen Hundezecke.
Wie entwickeln sich Zecken
Die Entwicklung der Zecke umfasst 4 Stadien: Ei, Larve, Nymphe und erwachsene Zecke. Um sich vom Larvenstadium in die nächsten Stadien weiterzuentwickeln, braucht die Zecke Blutmahlzeiten von ihren Wirten. Wirte der Zecke sind Säugetiere, Menschen und auch Zugvögel. Rhipicephalus sanguineus befällt bevorzugt den Hund. Die gesamte Entwicklungszeit kann in wenigen Monaten abgeschlossen sein, aber auch Jahre dauern. Sie hängt ab von den Witterungsbedingungen, den Umgebungstemperaturen und der Luftfeuchtigkeit. Der ideale Temperatur-bereich für den gemeinen Holzbock liegt zwischen 14 und 23 °C, die ideale Luftfeuchtigkeit bei 80 bis 85%. Die Aktvitäten der Zecken beginnen bei einer Bodentemperatur von 5 bis 7°C und einer Luftfeuchtigkeit über 80%. In der Schweiz findet man Zecken je nach Witterung von März bis Oktober, gehäuft treten sie in den Zeiträumen Mai bis Juli und September bis Oktober auf. Die Hauptzeckensaison in süd- und nordeuropäischen Ländern dauert von November bis Januar bzw. Juni bis September!
Flöhe sind Insekten, besitzen anstelle von Flügeln jedoch Sprungbeine. Ihr nur wenige Millimeter langer, brauner Körper ist seitlich abgeflacht. Die Nahrung besteht beim erwachsenen Floh ausschliesslich aus Blut. Der sogenannte "Katzenfloh" ist der häufigste Parasit im Fell von Katzen und Hunden. Nach jedem Flohstich beginnt die Haut zu jucken und rötet sich. Bei Flohbefall fühlt sich das Tier nicht nur unwohl und kratzt sich ständig, Flöhe können richtig krank machen, indem sie Blutarmut verursachen sowie Bandwürmer und Hautpilze übertragen können.
Flöhe haben einen relativ komplizierten Entwicklungszyklus, der vom Ei über drei Larven- und ein Puppenstadium zum erwachsenen Parasit führt. Der gesamte Entwicklungszyklus dauert 3-4 Wochen, und der erwachsene Floh lebt mehrere Monate. Beste Bedinungen für die Flohvermehrung sind Wärme, Feuchtigkeit, Fasern (Teppiche und Polstermöbel) und natürlich die Anwesenheit geeigneter Wirte.
Haarlinge sind ebenfalls winzige, flügellose Insekten. Im Gegensatz zu Flöhen oder ihren nahen Verwandten, den Läusen, saugen sie jedoch kein Blut, sondern ernähren sich von Hautschuppen. Dennoch irritieren sie ihren Wirt, indem sie ständig herumkrabbeln, die Haut reizen und ihre Nissen (Eier) ins Fell kleben.
Läuse sind ähnlich gross wie Haarlinge, leben ständig auf dem Tier. Sie sind sehr wirtsspezifisch. Diese Parasiten sind häufig am Kopf und an den Ohrmuscheln zu finden. Die Eier (Nissen) kleben fest an den Haaren. Auf der Haut sind räudeähnliche Veränderungen, meist sekundär hervorgerufen durch Kratzen zu beobachten. Blutarmut tritt bei jungen oder kranken, massiv befallenen Tieren auf.
Herbstgrasmilben sind sehr kleine Insekten (0.3mm) und leben als Larven temporär auf dem Tier, wobei sie nicht sehr wirtsspezifisch sind. Zu beobachten sind bei einem Befall rostähnliche Flecken, bestehend aus Gruppen einiger Milben, meistens an Gliedmaßen oder bauchwärts gelegenen Teilen des Körpers, gehäuft im Sommer und Herbst. Z.T. können aber auch nur ausgeprägte Hautrötungen auftreten.
Neben den erwähnten kommen beim Hund auch Milben wie Sarkoptes, Demodex und Cheyletiellen vor. Während bei Sarkoptes vor allem der Juckreiz im Vordergrund steht, ist bei der Demodikose der Haarausfall und die Schuppung und beim Befall mit Cheylettiellen vorwiegend die übermäs-sige Schuppung von Bedeutung.
Demodikose kommt vor allem bei Junghunden und immungeschwächten Hunden immer häufiger vor.