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Information about the Building
Um 1427 gelangte der Kirchensatz von Hasle von den Herren von Buchsee an das Kloster Trub. Dort blieb er bis zur Reformation. Bei der Säkularisation 1528 fiel der Kirchensatz an den Staat Bern. Hasle gehörte seit 1528 zum Dekanat Burgdorf (Hasle Ortsgeschichte 1995).
Die bereits 1254/55 bezeugte mittelalterliche Kirche wurde zwischen 1678 und 1680 nach Plänen des Münsterbaumeisters Abraham Dünz erneuert. Vom Vorgängerbau blieb damals in der neuen Predigtsaalkirche nur die nördliche Mauer mit seinem spätgotischen Wandmalereizyklus bestehen. Die Kosten des Umbaus beliefen sich auf 329 Kronen und 2 Batzen. Die Gemeinde leistete daran 200 Kronen, und die Vennerkammer von Bern sprach einen Staatsbeitrag von 150 Kronen. Zum Umbau erhielt die Kirche die für den Chor bestimmten Fenster mit den Wappen des Staates Bern, der vier Venner (Johann Leonhard Engel, Christian Willading, Johann Rudolf Wurstemberger, Johann Anton Tillier) und des Deutschseckelmeisters Samuel Fischer sowie den Wappen der Stadt Burgdorf und des Schultheissen Andreas von Bonstetten und Alt-Schutheissen Samuel Frisching und ausserdem des Landvogts zu Brandis Niklaus Fischer. Neun der zehn Wappenscheiben wurden beim Berner Glasmaler Johann Jakob Güder in Auftrag gegeben. Acht von Ihnen wurden Güder 1679/80 mit mehr als 128 Pfund ausbezahlt (Amtsrechnung Burgdorf). Der Landvogt von Brandis Niklaus Fischer zahlte wahrscheinlich seine Stiftung aus eigener Kasse, und die Stadt Burgdorf liess ihre Wappenscheibe auf eigene Rechnung bei dem Burgdorfer Glasmaler Samuel Schwarzwald herstellen. 1843 wurden die sich in schlechtem Zustand befindlichen drei Glasgemälde der Stadt Burgdorf und deren zwei Schultheissen sowie die Scheibe von Landvogt Niklaus Fischer für 70 Franken alter Währung an die Regierung in Bern verkauft, die sie 1894 an das Bernische Historische Museum übergab (Inv.-Nr. BHM 1908–1911). Die sechs übrigen alten Scheiben wurden 1915 anlässlich der Einsetzung der neuen Chorfenster in die Fenster des Kirchenschiffs versetzt.
Die neuen Chorfenster wurden 1915 von Emil Gerster, Basel, nach Entwürfen Burkard Mangolds ausgeführt. Innenrenovationen der Kirche fanden zudem 1881 und 1937 statt; 1956 wurde die Kirche umfassend umgebaut: Turm, Vorhalle Sakristei und neues Walmdach. Zu diesem Umbau wurden 1957 zwei Scheiben von der Evangelischen Landeskirche Bern und den Kirchgemeinden Lützelflüh, Oberburg und Rüegsau (von Robert Schär) sowie eine Scheibe vom Kanton Bern (Eugen Halter, nach Entwurf Paul Zehnders) gestiftet.
Literature
Hasle bei Burgdorf. Ortsgeschichte, Hasle bei Burgdorf 1995.
Zita Caviezel, Georges Herzog, Jürg A. Keller u. Ursula Maurer (2006). Hasle, in: Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Solothurn. Kunstführer durch die Schweiz. Bern: Ges. für Schweizerische Kunstgeschichte, S. 547.