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Nach meinen Umzug nach ZH-Affoltern am Rand von Zürich war ich gespannt, ob es dort möglich ist vom Garten aus das Teleskop zu benutzen und vernünftige Fotos zu machen. Ein großes Vorbild ist für mich in dieser Sache Ulrich Teschke, der es schafft, unglaublich schöne astronomische Aufnahmen im Licht verschmutzten Ruhrgebiet zu machen. Ich denke die ersten zaghaften Versuche können sich durchaus sehen lassen.
Hier ist eine Aufnahme vom bekannten Orion-Nebel M42, der gerade wieder besonders hoch am Himmel steht. Die Aufnahme wurde ohne Autoguider mit einer unmodifizierten Canon EOS 700D Spiegelreflexkamera an einem Celestron C8 Spiegelteleskop gemacht. Die Nachführung erlaubt Aufnahmen bis ca. 1 Minute. Diese Aufnahme erfolgte mit ISO 3200 und 30 Sekunden Belichtungszeit, wobei 53 unverwackelte Aufnahmen mit der Software Regim zu einem Bild verbunden wurden. Die effektive Belichtungszeit beträgt also 26 Minuten. Um die Lichtverschmutzung etwas zu reduzieren habe ich für die Aufnahme einen UHC Filter von Astronomik verwendet. Danach habe ich nur noch die Helligkeit im Bild mit ds9 angepasst.
Im auf diesem Bild überbelichteten Teil befindet sich der Stern Theta Orionis, der eigentlich ein 4-facher Stern ist. Mit dem bloßen Auge sieht man im Teleskop, trotz UHC Filter, fast nur diesen zentralen Teil des Nebels. Nach oben und unten verlaufen zwei neblige, gebogene Arme. Diese bilden den Rand einer Gasblase die nach rechts (Süden) aufgeplatzt ist. Das Gas wird von wellenförmigen Strukturen durchzogen. Auch sichtbar ist, links oberhalb vom hellen Zentrum, ein kleiner Anhang mit der Bezeichnung M43. Er wird ebenfalls von einem Stern erleuchtet, dem Nu Orionis. Nu Orionis ist ein Dreifachstern welcher, etwas überraschend, ein Mitglied des Pleiaden Sternstroms sein soll.
Mit einer etwas anderen Kontrasteinstellung, werden im zentrale Bereich der Aufnahme die vier Sterne von Theta Orionis sichtbar. Sie sind auch unter der Bezeichnung Trapez-Sterne bekannt.
Dieses Bild entspricht auch in etwa dem visuellen Eindruck den man am Teleskop bekommt.
Mit GIMP können die zwei Bilder mit der Funktion "Layer Mask" so kombiniert werden, dass zugleich die schwachen Nebelstrukturen aus dem ersten Bild wie auch die zentralen Trapez-Sterne aus dem zweiten Bild sichtbar sind. Das kombinierte Bild verfälscht aber den Eindruck, den man beim Betrachten, weil eine gleichmäßigere "Ausleuchtung" vorgetäuscht wird. Die Farben wurden nicht kalibriert.