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Dass der HipHop-Mogul Dre seine Texte nicht alleine schreibt, darüber machte er noch nie ein Geheimnis. Über die Jahre hat er schon mit seinem Umfeld, bestehend aus Eminem, Snoop oder Kendrick Lamar an Songs gearbeitet. Für seinen Riesen-Hit «Still D.R.E.» holte sich der Rapper Unterstützung aus New York. So habe Jay Z Dres Verse geschrieben.
Auch das Texter-Talent Fabian Römer, ehemals F.R., bietet Dienstleistungen an, bei denen Verschwiegenheit verlangt wird. So schreibt der Braunschweiger Rapper auch an Helene Fischers self-titled Album «Helene Fischer» mit. Damit dürfte sich der Marktwert von ihm sicherlich noch einmal gesteigert. Schliesslich hat sich das Album über eine Million Mal verkauft. Eine Kostprobe von Fabian Römers Texten:
Die Connection zwischen den beiden Dancehall-Königen steht immer noch. Wirft man bei Trettis letzem Album «Trettmann» einen Blick auf die mitwirkenden Künstler, stolpert man bei allen Tracks zwangsläufig über den Namen Silvio Brunner, wie Stereo Luchs bürgerlich heisst. Wie genau Stereo Luchs und Trettmann zusammengerabeitet haben, ist allerdings noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt.
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Auch Diddy hat niemals einen Hehl um den Ursprung seiner Texte gemacht. Die Reihe seiner Lyricists liest sich deshalb wie das Who is who der Top-Rapper: von 50 Cent, Drake, J. Cole über Jay Z, Ludacris, Nas bis zu Rick Ross oder T.I.. Was dennoch verwundert, ist, dass die grosse Abschiedshymne für seinen verstorbenen besten Freund Biggie Smalls nicht aus seiner Feder stammt. Für diesen Track heuerte Puffy nämlich Sauce Money an.
«Kay musste sich einfach was aus den Fingern saugen, um überhaupt Wirkung zu erzielen.» So reagierte Bushido auf Kay Ones Enthüllungen, dass Bushido sich aus ganz Deutschland verteilt Hilfe für seine Texte hole. Die Liste der vermeintlichen Involvierten ist lang: Sentino, Eko Fresh, Baba Saad, MoTrip, Shindy, Laas Unltd., Capital Bra, Samra, um nur einige zu nennen. Die Beweislast der Zeugen scheint erdrückend. Wird sich Bushido jemals dazu äussern?
Früher wurde Chima Ede als Ausnahme-Rapper gefeiert. Seine kritischen Texte liessen den Berliner mit wenigen Releases zum Kritikerliebling aufsteigen. Die Vorschusslorbeeren konnte er zwar nie so richtig mit einem Solo-Release bestätigen, allerdings hat er sich mittlerweile anderweitig einen Namen gemacht: Sein Text-Talent verkauft er für Bares. So kommt es, dass der Conscious-Rapper für Shirin Davids Debütalbum engagiert wurde. Auf allen «Supersize»-Songs hat Chima mitgetextet. Die Note 6 für Anpassungsfähigkeit hat er sich für diese Leistung sicherlich verdient.
Namika holt sich ebenfalls gerne Unterstützung ins Studio.
Niemand kennt wohl die Tattoos, die Sidos Körper zieren besser als … Nico Santos? Dieser hat dem Berliner Urgestein nämlich beim Schreiben geholfen. Ein Hit mit 29 Millionen YouTube-Views macht sich sicher gut im Portfolio.
Natürlich gibt es noch andere zahlreiche Beispiele zum Thema «Ghostwriting». Dass Jay Z mit Leuten aus seinem Camp wie Memphis Bleek oder Young Chris gearbeitet hat, oder dass Drake mit einem ganzen Bataillon zusammen textet, ist schon seit längerem keine News mehr wert. Was denkst du zu dem Thema? Authentisch ist nur wer selbst schreibt – oder zählt am Ende doch nur das Werk?