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Ca 10 km östlich von Pula entfernt liegt die römerzeitliche Stätte Nesactium. Archäologische Funde belegen, dass der Bezirk bereits in der Bronzezeit (1200 v. Chr.) bewohnt und durch einen Ringwall befestigt war. Ab 1000 v. Chr. hatte hier der Stamm der Istrier gesiedelt und es hatte sich eine Kultur mit ausgedehnten Handelsbeziehungen entwickelt. Aus dieser Zeit wurde eine Nekropole mit ungefähr 120 Gräbern und Grabgewölben frei gelegt, die vermuten lassen, dass die Toten häufig in Familiengräbern beigesetzt worden waren.
177 v. Chr. wurde das Gebiet von den Römern erobert, zerstört und neu aufgebaut – der Name der neuen Stadt mit einem Forum, drei Tempeln und einer Thermenanlage lautete Nesactium. Verehrt wurde die römische Triade Jupiter-Juno-Minerva, aber auch Kulthandlungen für autochthone Gottheiten wurden weiterhin gepflegt. In der römischen Spätzeit war die Stadt durch Wälle befestigt. Am Ende des 4. Jahrhunderts entstand in Nesactium eine christliche Gemeinde, und auf dem Fundament einer römischen Baute wurde ein Sakralbau mit zwei Kirchen errichtet In der Völkerwanderung wurde die Region von slawischen Stämmen überrannt, Nesactium wurde verwüstet und schliesslich am Ende des Frühen Mittelalters aufgegeben. Nahe bei dem weitläufigen Gelände befindet sich ein kleines Museum, in welchem die Siedlungs- und Grabungsgeschichte des Ortes sowie die in situ gefundenen Objekte (Vasen, Statuen, Reliefs, Mosaike) fotografisch dokumentiert sind. Die meisten Fundstücke befinden sich heute im Archäologischen Museum von Pula.