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Jonas,
der Sohn des Amitthai, war nach einer 2 Kön. 14, 25. gelegentlich gegebenen Notiz ein israel. Prophet aus Gath Hachefer im Stamme Sebulon, der die Wiederherstellung der Nord- und Ostgrenze Israels weissagte. Nach jener Stelle ist dieses prophetische Wort durch die Eroberungen Jerobeams Ⅱ. von Israel (8. Jahrh. v. Chr.) in Erfüllung gegangen. An den Namen dieses Mannes knüpft die Legende des sehr jungen Buches (3. oder 2. Jahrh. v. Chr.), das unter dem Namen des J. unter den sog. Kleinen Propheten überliefert wird, an. J. erhielt danach den Befehl, den Niniviten den Untergang ihrer Stadt zu verkündigen. Er sah jedoch voraus, daß Gott sich in seiner Güte schließlich anders entschließen werde, und wollte sich mit einer doch nicht eintreffenden Weissagung nicht bemühen.
Aber ebensowenig getraute er sich in Palästina [* 2] zu bleiben und suchte auf einem Schiffe [* 3] zu entfliehen. Aber ein Sturm erfaßte das Schiff. [* 4] Die Schiffsleute hielten J. für die Ursache und warfen ihn über Bord, worauf der Sturm sich legte. J. wurde von einem großen Fisch verschluckt, in dessen Bauche er in großer Betrübnis saß und Gott einen Psalm sang. Darauf befahl Gott dem Fisch, J. am Strande auszuspeien. Nunmehr ging er nach Ninive, verkündete den Niniviten den Untergang, wurde aber sehr zornig, als infolge der Buße der Niniviten seine Weissagung nicht eintraf, sodaß ihn Gott über sein Unrecht belehren mußte. Das Buch knüpft wahrscheinlich an eine volkstümliche Legende an, die es zu didaktischen Zwecken umdichtete.