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"Ohne Reformen würde das Wachstum kurzfristig hoch bleiben, mittelfristig würde es sich aber um so stärker abschwächen und die Wahrscheinlichkeit eines scharfen Abschwungs erhöhen", sagte Daniel. Der IWF erwartet keinen Wachstumseinbruch, aber eine stetige Abschwächung des Wirtschaftswachstums. Ausgehend von 6,6 Prozent in diesem Jahr dürfte sich das Wachstum im kommenden Jahr auf 6,2 Prozent verringern und ab 2020 auf unter sechs Prozent fallen.
Das rückläufige Wachstum gehe vor allem auf den derzeitigen Strukturwandel in China zurück, meint der IWF. Das Land ist schon seit längerem dabei, seine auf staatlichen Investitionen und Industrieprodukten basierende Wirtschaft in Richtung einer konsum- und dienstleistungsgetriebenen Volkswirtschaft umzubauen. Laut IWF-Experte Daniel erhöht ein solcher Strukturwandel das mittelfristige Wachstum, lastet aber auf den kurzfristigen Perspektiven.
Während der Fonds in diesem Umbauprozess überwiegend gute Fortschritte diagnostiziert, sieht er kaum Erfolge in einem anderen wichtigen Bereich: der starken Abhängigkeit des Landes von der immens hohen Kreditvergabe. "Chinas Unternehmensverschuldung ist noch handhabbar, aber mit etwa 145 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in jeder Hinsicht hoch", sagte Daniel. Vor allem müsse das Problem der hohen Verschuldung von zum Teil wirtschaftsschwachen Unternehmen angegangen werden. Nicht überlebensfähige Firmen sollten liquidiert werden, besser aufgestellte Unternehmen seien zu restrukturieren, schlägt der IWF vor./bgf/jkr/stb
(AWP)