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Die Spieler des FC Thun mussten sich wie in einem schlechten, wenige Stunden zuvor bereits durchlebten Film fühlen. Zweimal innerhalb von 72 Stunden trat der Aussenseiter zum Duell mit dem Favoriten an, zweimal verlief das Spiel nach gleichem Drehbuch. Die Basler überliessen den Berner Oberländern das Spielgeschehen, trugen selbst nicht viel zur Spielgestaltung bei, schlugen aber eiskalt zu, wenn die Thuner ihnen die Gelegenheit dazu gaben.
So war es Samuele Campo, der nach einem Abpraller bei Thun-Goalie Guillaume Faivre am schnellsten reagierte und die Gäste entgegen dem Spielverlauf in Führung brachte. Der dem Treffer vorangegangene Abschluss von Aldo Kalulu war dabei der erste Torschuss der Basler im Spiel gewesen. Auf den verdienten Ausgleich des Heimteams durch Moreno Costanzo eine Viertelstunde vor Schluss folgte eine Thuner Schlussoffensive, an deren Ende der Basler Siegtreffer in der 88. Minute stand.
Das Team von Marcel Koller, das nach dem Cupsieg einen fahrigen und unkonzentrierten Eindruck hinterliess, nutzte einen Konter über den eingewechselten Noah Okafor und Kevin Bua zum erneuten Stich ins Thuner Herz. Trainer Marc Schneider hatte nach der Niederlage im Cup einen noch beherzteren Auftritt seines Teams gefordert. Seine Mannschaft löste diese Vorgabe ein. Allerdings hatte Schneider auch gesagt, der Cupfinal habe den Beweis geliefert, dass seinem Team im Vergleich mit Basel noch etwas fehle. Damit meinte er wohl die Effizienz.
(sda)