Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03230.jsonl.gz/2096

Wollen an die Spitze: Seun Adigun, Ngozi Onwumere und Akouma Omeoga (vorne von links).
Nigerianerinnen wollen Medaille an Winterspielen
Sportlerinnen aus Nigeria wollen an den Olympischen Spielen mit dem Zweierbob ganz nach vorn fahren. Eine Hürde müssen sie noch überwinden.
Die Ex-Sprinterinnen könnten mit dem Start im Zweierbob Geschichte schreiben. Noch nie hat sich ein Frauen- oder Männer-Team aus Afrika für ein Bob-Rennen an Olympischen Spielen qualifiziert.
Letzte Hürde
Ende letzten Jahres haben die Bobfahrerinnen den letzten von fünf benötigten Qualifikationsläufen erfolgreich beendet, was weltweit für Aufsehen sorgte. Die Olympiateilnahme ist allerdings noch nicht sicher: Auf der Weltrangliste sind die Nigerianerinnen zurzeit auf Rang 43. In Südkorea starten können sie nur, wenn sie aufgrund der kommenden Rennen Rang 40 erreichen. Dies sieht das Reglement des zuständigen Internationalen Bob- und Skeletonverbandes vor.
Medaille im Visier
Das Ziel ist hoch. Steuerfrau Seun Adigun sagte gegenüber der BBC: «Niemand geht an die olympischen Spiele, der nicht unter die ersten drei kommen will.» Adigun hatte 2012 an den Olympischen Sommerspielen in London im Sprint über 100 m Hürden teilgenommen. Nachdem sie erkannt hatte, dass sie in der Leichtathletik den Sprung an die Weltspitze nicht schaffen wird, wechselte sie zum Bobfahren. Zusammen mit den Bremserinnen Ngozi Onwumere, Gold- und Silbermedaillengewinnerin mit der 4x100 Meter-Staffel und über 200 Meter an den Afrika-Spielen 2015, und Akouma Omeoga, Sprinterin für ein US-Universitätsteam, will sie nun nach Pyeongchang.
Erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne
Für die Finanzierung der Olympia-Teilnahme sammelten die Bobfahrerinnen mit einer Crowdfunding-Kampagne 75’000 US-Dollar (63'000 Euro, 74'000 Franken). Die Sammelaktion machte das Team in der Öffentlichkeit und damit auch bei Sponsoren bekannt. Das Kreditkarten-Unternehmen Visa nahm die Bobfahrerinnen ins «Team Visa» auf. Damit unterstützt das Unternehmen seit 2000 Athletinnen und Athleten, die an Olympischen Spielen teilnehmen wollen. Zum «Team Visa» gehören beispielsweise die US-Amerikanerinnen Mikaela Shiffrin (Ski alpin), Chloe Kim (Snowboard) und der polnische Skispringer Kamil Stoch.
Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
keine
Ähnliche Artikel dank Ihrer Spende
Möchten Sie weitere solche Beiträge lesen? Spenden machen dies möglich.
Mit Paypal - oder direkt aufs Spendenkonto
<iban-pii> (CHF)