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auch, nachdem er zuvor das bekannte Abenteuer mit dem großen Fisch erlebt, ausgeführt, worauf aber die Stadt Buße gethan,
so daß Gott sie diesmal noch verschont habe. Diese Erzählung hat offenbar rein lehrhafte Tendenz, und sicherer als jede Ausscheidung
des historischen oder mythischen Stoffes ist die Annahme, daß der Verfasser des Buches die Nichterfüllung
prophetischer Strafandrohungen, die man oft genug erlebt hatte, motivieren wollte. Das angebliche Grab des Propheten I. wird
übrigens noch heutzutage in der Gegend des alten Ninive gezeigt.
Justus, Freund und Gehilfe Luthers bei der Reformation und Bibelübersetzung, geb. zu Nordhausen, studierte
Jurisprudenz und später Theologie in Erfurt und ging 1521 als Professor und Propst der Schloßkirche nach
Wittenberg. An dem Fortgang der Reformation den regsten Anteil nehmend, begleitete er Luther nach Worms, unterstützte ihn beider
Schulvisitation (1529), wohnte dem Religionsgespräch in Marburg und dem Reichstag in Augsburg bei. 1546 von Halle, wo
er seit 1541 als Pastor gelebt, vertrieben, begleitete er Luther auf seiner letzten Reise nach Eisleben und starb, nachdem er
Hofprediger in Koburg gewesen, als Superintendent in Eisfeld. Er übersetzte mehrere Schriften Luthers und Melanchthons
und schrieb außer Anmerkungen zur Apostelgeschichte: »Discussio pro conjugio sacerdotali« (1523). Sein
Briefwechsel wurde herausgegeben von Kawerau (in den »Geschichtsquellen der Provinz Sachsen«, Halle 1884-85).