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Das häufige Missverständnis, dass Kohlenhydrate fett machen, kommt von der Behauptung, dass Kohlenhydrate schlecht für uns sind, weil sie in Glukose zerlegt werden, wodurch die Freisetzung von Insulin ausgelöst wird, was dem Körper hilft, überschussige Energie als Fett zu speichern. Aber nicht nur Kohlenhydrate stimulieren die Insulinsekretion, auch Protein- und Fett-Nahrungsmittel tun dies. Eigentlich, zu viel Energie aus jeder Nahrungsquelle führt zu einer Gewichtszunahme.
Es hat viele Versionen der kohlenhydratarmen, fettreichen (LCHF) Diät im Laufe der Jahre gegeben, z.B. Atkins, Dukan und, zuletzt, die ketogene Diät, aber sie haben alle das gleiche Kosumverhalten: eine sehr kohlenhydratarme Aufnahme (etwa 20-50 g pro Tag), eine hohe Fett- und eine moderate Proteinaufnahme. Solche Diäten erfordern typischerweise den Ausschluss von Getreide, Hülsenfrüchten, Milchprodukten, raffiniertem Zucker, den meisten Früchten und stärkehaltigem Gemüse.
In diesen Diäten bekommen wir Kohlenhydrate hauptsächlich durch nicht-stärkehaltiges Gemüse, Nüsse und Samen. LCHF-Befürworter behaupten, dass diese Diät mit Gewichtsabnahme, Hungerkontrolle und allgemeiner Gesundheit helfen kann. Einige behaupten auch, dass LCHF-Diäten zur Behandlung von Krebs verwendet werden können.
Die Forschung zeigt, dass eine LCHF-Diät bei sorgfältiger Planung eine wirksame Behandlung für die Behandlung der Epilepsie und des Typ-2-Diabetes wirksam sein könnte. Es gibt auch einige Hinweise darauf, dass sehr kohlenhydratarme Diäten bei adipösen Personen zu einem grösseren Gewichtsverlust im Vergleich zu fettarmen Diäten führen können.
Jede Gewichtsabnahme, die auftritt, ist jedoch höchtswahrscheinlich auf ein Kaloriendefizit zurückzuführen, das durch das Ausschneiden der energiedichten Nahrung verursacht wurde, und das Festhalten an extrem kohlenhydratarmen Diäten ist für viele Menschen langfristig keine praktische und nachhaltige Option. Darüber hinaus enthalten viele kohlenhydrathaltige Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte wichtige gesunheitsfördernde Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.
Kohlenhydrate sind Makronährstoffe, die in den meisten Nahrungsmitteln vorkommen und einen wichtigen Teil unserer Ernährung ausmachen. Sie werden in Glukose umgewandelt, die der Körper als Energiequelle nutzt, um die Funktion von Muskeln und Organen aufrechtzuerhalten. Die verschiedenen Arten von Kohlenhydraten unterscheiden sich hinsichtlich der chemischen Zusammensetzung, der Verdauungsrate und der Absorption:
●Einfache Kohlenhydrate bestehen aus einem oder zwei Zuckermolekülen (freie Zucker) und werden von unserem Körper schnell verdaut und absorbiert. Tafelzucker (Saccharose) und Zucker in Obst (Fructose) und Milch (Lactose) sind Beispiele für einfache Kohlenhydrate.
●Komplexe Kohlenhydrate, die aus einer langen Kette von Zuckern bestehen, brauchen länger, um verdaut zu werden. Beispiele für komplexe Kohlenhydrate sind Stärke aus Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukte z.B. brauner Reis, Gerste und Hafer.
●Ballaststoffe (Nahrungsfasern, zB Cellulose, Pektin) sind pflanzliche Kohlenhydrate, die sich von stärkehaltigen und einfachen Kohlenhydraten unterscheiden, da sie nicht im Dünndarm verdaut werden und stattdessen den Dickdarm erreichen. Faser hilft, unser Verdauungssystem gesund zu halten und Verstopfung zu verhindern. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Vollkornbrot/ -nudeln, Nüsse und Samen, können bei der Gewichtskontrolle helfen, da sie Fülle und Sättigung vermitteln können.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt eine Kohlenhydrataufnahme von 45-60% der Gesamtenenergieaufnahme sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass davon weniger als 10% aus freien Zuckern stammen sollte. Eine Vielfalt an kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln sorgt dafür, dass wir den maximalen Ernährungsnutzen erhalten.
Die Forschung zeigt, dass die unnötige Eliminierung von Nahrungsgruppen zu Nährstoffmangel führt und eine negative Beziehung zur Nahrung schafft, die im Extremfall zu Essstörungen führen kann. Es ist wichtig, sich zu merken, dass Balance, Vielfalt und Portionskontrolle entscheidend sind.
(Eufic)
(gb)