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In der Medienmitteilung des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) der Universität Bern vom 12.7.2011 orten wir von PSR/IPPNW widersprüchliche Angaben. Einerseits wird in Lead und Zwischentiteln suggeriert, dass im Umkreis von Schweizer AKW keine Hinweise für eine Häufung von
Leukämie bei Kleinkindern gefunden worden sei. Andererseits wird in der Medienmitteilung
zugegeben, dass aufgrund der grossen statistischen Unsicherheit keine signifikanten Aussagen
gemacht werden könnten.
«Die Ergebnisse der CANUPIS-Studie widersprechen den Beobachtungen der deutschen
Kinderkrebsstudie (KiKK-Studie) nicht. Die Schweizer Studie fand bei unter 5-jährigen, die im Umkreis
von fünf Kilometern von Schweizer AKW wohnten, eine Inzidenzzunahme von Leukaemie um 18 Prozent», «Glücklicherweise sind Leukämien bei Kindern selten. Umso schwieriger ist es, eine Häufung
dieser Erkrankungen in regional begrenzten Studien nachzuweisen.»
Die CANUPIS-Studie ist methodisch sauber durchgeführt worden, die Schweiz jedoch schlicht zu
klein bzw. die Anzahl Fälle ungenügend, um eine stichhaltige Aussage machen zu können.
Kommentar von Dr. med. Claudio Knüsli, Praesident PSR/IPPNW Schweiz - 12.7.2011