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- Die Entwicklungsorganisation Swissaid hat eine Petition für mehr Transparenz im Rohstoffhandel zuhanden des Nationalrats lanciert.
- Diese fordert, dass Schweizer Rohstoffunternehmen ihre Zahlungen an staatliche Stellen im Ausland offenlegen sollen. Damit könnten die Firmen einen Beitrag zum Kampf gegen Korruption und Armut leisten.
Die Schweiz sei einer der wichtigsten Rohstoffhandelsplätze der Welt, ruft Swissaid in Erinnerung. Viele Grössen der Branche, wie Glencore, Vitol oder Mercuria, hätten hierzulande ihren Hauptsitz. Doch in Sachen Regulierung hinke die Schweiz hinterher.
Denn die Rohstofffirmen müssten ihre Zahlungen an staatliche Stellen im Ausland nicht offenlegen – obwohl die meisten gehandelten Rohstoffe aus Entwicklungsländern stammten, die sich «nicht als Rechtsstaat bezeichnen lassen».
Millionen könnten der Armut entfliehen
Diese Intransparenz sei Ursache von Korruption und Armut, denn die Bevölkerung vor Ort wisse nicht, was mit dem Rohstoffreichtum ihres Landes geschehe. Würden die Erlöse in Entwicklungsländern der lokalen Zivilbevölkerung zu Gute kommen, könnten laut Berechnungen des McKinsey Global Institute weltweit 540 Millionen Menschen den Sprung aus der Armut schaffen.
Gewisse Rohstoffhändler wie Trafigura und Gunvor würden ihre Zahlungen an Regierungen bereits publizieren, schreibt Swissaid. Die Konzerne zeigten damit, dass Transparenz ohne wirtschaftliche Nachteile durchaus möglich sei.
Um auf das Problem der Korruption aufmerksam zu machen und eine Offenlegung der Geldflüsse zu fordern, hat Swissaid eine Petition an den Nationalrat lanciert. Die Organisation fordert von den Parlamentariern, in der Sommersession einen «Anti-Korruptions-Artikel» im Aktienrecht zu verankern.