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Cyrill Jakob (Kategorie U23), Filib Steiner und Kip Stauffacher (beide U19) nahmen am vergangenen Wochenende an den Europameisterschaften im belgischen Zolder teil. Die drei BMX-Nachwuchshoffnungen erreichten jeweils die Achtelfinals.
Filib Steiner (Klasse 19WT) und Kip Stauffacher (20C) starteten erstmals an einer Europameisterschaft. Das Duo trat auf Stufe U19 gegen die europäische Elite an. Während die tieferen Altersklassen und die nationalen Rennen vorwiegend von einer 5-Meter-Rampe in die Tiefe stürzen, befindet sich die «Startbox» ab Stufe U19 in 8 Metern und damit in deutlich luftigeren Höhen. Die BMX-Athleten rasen mit entsprechend höheren Geschwindigkeiten auf die ersten Sprünge zu. Das erhöht den Adrenalin-Spiegel beträchtlich und führt auch im Kopf zu Mehrarbeit, oder wie es Filib treffend ausdrückt: «Kleinste Fehler haben nun grösste Konsequenzen». Weil die Fahrer in punkto Niveau nahe beieinander liegen, führt dies zwangsläufig zu Rush-Hour-Momenten auf der ersten Streckenhälfte.
Filib und Kip erlebten Premiere an einer U19-EM mit mässigen Vorzeichen. Filib war im Winter und Frühling lange verletzt und konnte kaum trainieren, Kip ging in Belgien in der Warm-Up-Phase schmerzhaft zu Boden und startete mit Blessuren. Gleichwohl qualifizierten sich beide für die Achtelfinals. Dort war dann aber für das UNITED-DUO Schluss.
Das gleiche Schicksal ereilte Cyrill Jakob, der im ersten und damit schwierigsten Jahr bei der U23 an den Start ging. Die erste Hürde, das «Qualifying» überstand auch Cyrill erfolgreich. Er musste allerdings über die Hoffnungsrunde, die «Last Chance» das Weiterkommen sicherstellen. Doch auch beim Lernenden der Winterthurer 19er-Klasse bedeutete die erste K.o.-Runde, die Achtelfinals hernach Endstation.
Wie der Wettkampf in Belgien indes zeigte, betreibt die europäische Spitze auch im BMX-Sport ungeheure Anstrengungen, um es bis nach ganz vorne zu schaffen. In den Niederlanden oder auch Frankreich besucht die Nachwuchs-Elite Internate. Die Rennpiste mit internationalen Standards befindet sich dann gleich in Gehdistanz zu den Unterrichtsräumen. So kann entsprechend noch intensiver, noch fokussierter gearbeitet werden. In der Schweiz gibt es diesbezüglich noch Nachholbedarf. BMX-Pisten mit internationalen Standards gibt es nur in Grenchen (Solothurn) und in Aigle (Waadt) am UCI-Hauptsitz. Um weitere Varianten zu üben, reisen Kip, Cyrill und Filib daher auch nach Stuttgart, wo eine weitere 8-Meter-Startrampe steht.
Wir gratulieren Filib, Kip und Cyrill herzlich zum EM-Abenteuer und wünschen weiterhin viel Erfolg! (12.2.2021)