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Archiv zu Herzinfarkt, 20.10.2008 bis 14.12.2009
Das Wohnen in der Nähe eines Flughafens schadet der Gesundheit. Verglichen mit Menschen, die in ruhigen Gegenden wohnen, erkranken Anwohner eines Flughafens mehr als doppelt so häufig an Krankheiten von Herz und Kreislauf. Das ist ab einem Lärmpegel von 60 und mehr Dezibel zu beobachten. [2195]
14. Dezember 2009 – Spiegel
Um das Risiko für Herzinfarkt zu senken, kann man in Bezug auf Cholesterin zwei Dinge tun: das schlechte LDL-Cholesterin senken und das gute HDL-Cholesterin erhöhen. Letzteres bringt mehr, als die Ärzte bisher dachten, wie eine neue Studie zeigt: Ein HDL-Anstieg um 5 Milligramm pro Deziliter Blut senkt das Risiko um 20 Prozent - nicht nur für Herzinfarkt, sondern auch für Schlaganfall. [2180]
10. Dezember 2009 – Ärztezeitung
Bei fitten Menschen ist das Blut flüssiger als bei unfitten, wodurch es besser durch die haarfeinen Gefässe bis in die Organe gelangt. Sport, als natürlicher Blutverdünner, senkt somit auch das Risiko von Verstopfungen, die zu Herzinfarkt oder Hirnschlag führen können. [2145]
30. Oktober 2009 – PubMed PMID: 19786866
Vor nunmehr über drei Jahrzehnten hat man entdeckt, dass Betablocker nach einem Herzinfarkt die Gefahr eines zweiten Infarkts senken. Seither verschreibt man sie bei Angina pectoris und bei Herzschwäche zum Schutz vor dem Herztod. Doch in all den Jahren hat sich auch gezeigt, dass Betablocker zum Beispiel bei Diabetes die Sterblichkeit um 8 Prozent und das Risiko für Hirnschlag sogar um 30 Prozent erhöhen. Sie machen bisweilen müde, depressiv und impotent. Ob und wann sie sinnvoll sind, muss der Arzt deshalb von Fall zu Fall sorgfältig abwägen. [2137]
25. September 2009 – PubMed PMID: 19702791
Wer auf dem Boden mit gestreckten Beinen sitzend die Zehen mit den Fingern berühren kann, hat, statistisch gesehen, die gesünderen, weil flexibleren Arterien als jemand, der nicht so beweglich ist. Dies zeigt ein Text an über fünfhundert Personen zwischen zwanzig und achtzig Jahren in Texas. Flexible Arterien dämpfen die Pulswelle besser als harte, lassen deshalb den Blutdruck weniger stark ansteigen und sind weniger anfällig für Schäden, die zu Herzinfarkt oder Hirnschlag führen können. [2129]
9. September 2009 – PubMed PMID: 19666849
Bei Patienten mit instabiler, das heisst sich plötzlich ändernder Angina pectoris, wächst das Risiko eines Herzinfarkts mit sinkendem Blutdruck. Zu diesem der gängigen Meinung widersprechenden Befund kommt eine grosse Studie an über hunderttausend Patienten in den USA. Hoher Blutdruck gilt als Risiko für den Kreislauf, weil er die Innenwände der Blutgefässe stärker belastet, was zu mehr Verletzungen, Entzündungen und danach zu Verstopfungen der Gefässe führt. Andererseits lässt ein zu schwacher Druck den Blutfluss in verengten Gefässen eher versiegen. Die Kurve des Risikos, bezogen auf den Blutdruck hat deshalb die Form des Buchstabens J: Sie steigt bei sehr kleinem Druck erheblich und bei sehr grossem Druck stark an. Irgendwo dazwischen liegt der günstigste Wert, der von Person zu Person individuell verschieden sein dürfte. [2057]
9. März 2009 – PubMed PMID: 19249424
Gesetze zum Schutz vor dem Passivrauchen am Arbeitsplatz verbessern die Gesundheit, senken die Zahl der Spitaleintritte, insbesondere wegen Herzinfarkt, und haben einen neutralen oder leicht positiven Einfluss auf die Wirtschaft. Diese positive erste Bilanz ziehen irische Forscher aus den Studien, die bisher zu diesem Thema publiziert worden sind. [2056]
6. März 2009 – PubMed PMID: 19231902
Die meisten Experten für Ernährung empfehlen Milch und Michprodukte, weil sie wertvolle Bestandteile enthalten, zum Beispiel Kalzium für die Knochen und Eiweiss für den Aufbau der Muskeln. Doch nun schlägt ein Fachmann aus Osnabrück Alarm. Nach seiner Theorie fördert Milch zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, Krebs, Übergewicht und sogar Demenz. Schuld daran sei ein schlechter Einfluss der Milch auf die Regulierung des Insulins und des Wachstums. Vor allem Schwangere sollten Milch meiden, da die entscheidenden Weichen für den Stoffwechsel schon beim Fetus gestellt werden. Da sich in der Milchfrage die Experten offenbar uneins sind, gilt wohl weiterhin die alte Regel der Ernährung: Möglichst vielseitig, und nichts im Übermass konsumieren, auch Milch nicht. [2052]
2. März 2009 – PubMed PMID: 19232475
Schon bei Kindern im Alter bis zu fünf Jahren kann man jene erkennen, die später einmal ein höheres Risiko für Herzinfarkt oder Diabetes haben werden. Ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung führen oft zu Übergewicht im frühen Alter, verbunden mit Störungen im Stoffwechsel des Zuckers und der Fette. Eine gesunde Lebensweise ist also am wichtigsten, wenn die Kinder noch jung sind. [2015]
8. Januar 2009 – PubMed PMID: 19117849
Zwar lässt der Verlust einer intimen Beziehung das Risiko für Herzinfarkt bei Männern leicht ansteigen, doch der Verlust des Jobs hat keinen solchen Einfluss. Ebenso wenig spielt es eine Rolle, wie oft ein Mann einen solchen Verlust erlebt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über achttausend Männern in Dänemark. [1963]
20. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18693037
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