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Mantras
Ein Mantra, ein sich stets wiederholendes Wort oder ein Satz, gesprochen oder gesungen, erzeugt eine entsprechende Schwingungsfrequenz, die sich in unserem Energiefeld/Energiekörper etabliert. Alles was mit dieser Schwingung in Resonanz ist, wird angezogen, alles was ihr widerspricht muß zwangsläufig weichen.
Mantras gibt es ja in vielen Sprachen, mit die Intensivsten stammen aus dem Sanskrit, der ältesten Sprache der Welt, aus der alle anderen Sprachen hervorgegangen sind.
Es empfiehlt sich, ein Mantra mindestens 108 mal am Tag zu singen, dann entfaltet es seine volle Wirksamkeit. Es heißt nämlich, daß man somit die 108 Devas, die göttlichen Naturkräfte anspricht, die einem sodann zur Hilfe kommen. Tut man das wiederum 40 Tage lang, jeden Tag 108 mal, dann ist das Mantra und die dazugehörige Schwingung fest einprogrammiert und nicht mehr löschbar.
Allgemeine Gebete
Mantras bestehen aus bija, den sogenannten Keimsilben. Ein Bija-Mantra ist ein Mantra, das aus nur einem Sanskrit-Buchstaben (= aus einer Silbe) besteht. Mantras können meist nicht wörtlich übersetzt werden und sind oberflächlich betrachtet ohne Sinn und Bedeutung. Bei tieferer Betrachtung sind Mantras machtvolle Klangenergien. Wie ein Same, der auf fruchtbaren Boden fällt und keimt, können Mantras im Inneren des Sadhaka (= Suchender; Schüler) ungeahnte Kräfte entfalten und letztendlich zur Verwirklichung seiner wahren Natur führen. Manche sagen, ein Mantra kann nur wirken, wenn es absolut korrekt ausgesprochen wird. Andere sind der Überzeugung, dass in erster Linie wichtig ist, dass die Äußerung von Herzen kommt. Letzterer Überzeugung schließe auch ich mich an, wobei natürlich die korrekte Aussprache versucht werden soll.
Aus Klang ist alles entstanden, Klang ist der Ursprung von allem.
Auch jedem Planeten kann eine bestimmte Frequenz, also ein bestimmter Klang zugeordnet werden.
Klänge sind sehr machtvoll. Denken wir nur einmal an unsere ganz normale Alltagssprache. Jedes Wort assoziiert der Geist mit einer bestimmten Form, einem bestimmten Inhalt. Selbst unsere Alltagssprache ist sehr machtvoll: Worte können verletzen oder erfreuen, traurig oder aber fröhlich machen. Auch Musik hat großen Einfluss auf unseren Geist. Jeder konnte sicherlich an sich selbst schon beobachten, dass bestimmte Musik beruhigend, andere Musik dagegen innerlich aufwühlend wirkt. Wie machtvoll müssen dann erst die Klänge eines Mantras sein, denen eine ganz spezielle Energie innewohnt!
Jeder Klang erzeugt eine ganz spezifische Schwingung und Energie. Ein Mantra ist die im Klangkörper manifestierte göttliche Kraft. Diese dem Mantra innewohnende Kraft ist die Mantra-Shakti.
Manche Ärzte in Indien geben ihren Patienten ein Mantra als Medizin. Die Schwingungen der Töne wirken heilend auf den Körper.
Eine Geschichte, die ich hier nur in stark verkürzter Form wiedergeben will, erzählt von einem Wanderer, der von einem Priester gebeten wurde, kühlende Sandelpaste für dessen Gäste herzustellen. Der Wanderer fuhr mit der Rezitation des Mantras, in die er gerade vertieft war, fort und bereitete währenddessen die Paste. Unglücklicherweise bezog sich das Mantra auf Agni, den Gott des Feuers. Als die Paste später den Gästen gereicht wurde und diese sie auf ihre Haut auftrugen, verspürten sie plötzlich eine unerträgliche Hitze in sich aufsteigen. Zum Glück konnte man den Wanderer noch finden. Er stellte noch mal eine Sandelpaste her, diesmal unter Meditation auf den Gott des Wassers. Den Gästen konnte so die notwendige Erleichterung verschafft werden.
Japa
Japa ist die Wiederholung eines Mantras. Es gibt drei Arten der Mantra-Rezitation. Die erste ist das laute Singen oder Sprechen des Mantras. Es kann aber auch flüsternd oder in vollkommener Stille indem sich nur die Lippen bewegen und die Klänge formen wiederholt werden. Die dritte und schwierigste Art der Rezitation ist die rein gedankliche Wiederholung / Vorstellung des Mantras im Geiste. Man kann auch zwischen den drei Möglichkeiten abwechseln, um den Geist am Abschweifen zu hindern.
Häufig dienen Mantras als Meditationshilfe, ähnlich der Konzentration auf den Atem. Japa hilft, den Geistesstrom wieder zu zentrieren, wenn er zu äußeren Objekten wandert.
Zum Zählen der Wiederholungen wird oft eine Mala (Gebetskette, ähnlich unserem Rosenkranz) mit 108 Perlen verwendet.
108 ist im Hinduismus eine heilige Zahl, so werden z.B. Shiva 108 Namen zugeordnet.
Japa fördert die Konzentration und die Geistesbeherrschung.
Wird das Mantra mit wahrer Liebe und Hingabe über längere Zeit rezitiert, werden die Klangschwingungen die Übende mehr und mehr durchdringen. Ihr Geist wird immer ruhiger und klarer werden und sie wird immer höhere Einsichten gewinnen.
Wie im Hatha-Yoga ist auch hier das höchste Ziel, Samadhi zu erreichen.
Hat der Schüler (noch) kein persönliches Mantra von seinem Guru erhalten, so obliegt es seiner Entscheidung, welches Mantra er rezitieren will. Es wird sich bei ihm das Gefühl einstellen, welches Mantra zu ihm passt, welches auf seiner momentanen Stufe das richtige für ihn ist.
Mantra-Einweihung
Die Mantra-Einweihung ist eines der ältesten Rituale in der indischen Kultur.
Das persönliche Mantra, das ein Schüler von seinem Guru erhält, verschafft diesem die Möglichkeit des Zugangs zur Erfahrung der allerhöchsten Wirklichkeit. Der Lehrer legt sozusagen den Samen in den Schüler. Dessen Pflicht ist es dann, diesen zu pflegen und zu kultivieren, um ihn gleich einer empfindlichen Pflanze am Wachsen zu halten, um letztendlich die Früchte genießen zu können.
Der Schüler muss sich bewusst sein, dass er mit einem Mantra etwas sehr wertvolles bekommt und damit auch die Verantwortung übernimmt, diesen Schatz entsprechend zu hüten.
Je nach Schule und Tradition gibt es bestimmte Einweihungsrituale. Als Beispiel möchte ich das der Tradition von Swami Sivananda kurz beschreiben: Der Schüler trägt helle, möglichst weiße Kleidung, die Reinheit und Offenheit symbolisiert. Der Schüler bringt Blumen und Früchte als symbolische Geschenke für das Mantra und die spirituellen Früchte, die es tragen soll und einen Geldbetrag nach eigenem Ermessen als Opfer dar. Das Mantra wird dann genau erklärt und dem Schüler vorgesprochen, der es dann wiederholt. Gleichzeitig mit der Einweihung gibt der Schüler das Versprechen, täglich 20 Minuten mit dem Mantra zu meditieren und so den Samen und das sich daraus entwickelnde Pflänzchen zu pflegen.
Ich habe an dieser Stelle dem Yoga-Vidya-Team für die Beschreibung des Rituals zu danken.
In der alten indischen Tradition erhielt ein Schüler erst ein Mantra von seinem Guru, nachdem er jahrelang bei diesem „in die Lehre gegangen war“, mit ihm gelebt und ihm gedient hatte und von seinem Lehrer als reif dafür empfunden wurde.
Das Mantra OM
Das größte aller Mantras ist OM. Da es sich aus A, U und M zusammensetzt, wird es auch oft AUM geschrieben. Die drei Buchstaben stehen für die drei Bewusstseinsebenen: A für das Wachbewusstsein, U für das Traumbewusstsein und M für den Zustand des Tiefschlafes. OM, die Verbindung aus diesen dreien ist mehr als nur die Summe dieser Teile. Es umfasst alle drei Ebenen und geht gleichzeitig über sie hinaus. Es ist der Urlaut, das Allumfassende, das über alles Hinausgehende.
„OM - dieses unzerstörbare Wort ist alles dies.
Seine weitere Erklärung ist: Was war, was ist,
was wird, alles ist OM. Und was jenseits
der drei Zeiten ist, auch das ist OM.
Alles dies ist Brahman, der Atman ist Brahman,
der Atman hat vier Bereiche.
Der Wachzustand ...
Der Traumzustand ...
... der Tiefschlaf ...
OM ist die Quelle aller anderen Töne. OM ist der allgemeine Ton, aus dem die besonderen Töne, die bija entwickelt werden. Diese sind die Buchstaben des Sanskrit-Alphabets.
OM ist die Tonentsprechung des Brahman, die Bija-Mantras sind die verschiedenen Formen der Devas und Devis (Götter und Göttinnen), die klangliche Manifestation ihrer göttlichen Energie.
Wenn wir sagen, OM bestehe aus den drei Buchstaben A-U-M, so sind diese das Ergebnis aus dem einen Urton,so wie ihn das grobstoffliche Ohr wahrnehmen kann. Das heißt, OM ist in Wahrheit nur ein einziger Ton, aber der Mensch mit seinen begrenzten Fähigkeiten nimmt ihn als zusammengesetzten Ton aus A, U und M wahr
Das Mantra So’ham
Dieses Mantra stammt aus den Upanishaden. So’ham ist der natürliche Klang des Atems und somit eine Manifestation der Lebensenergie. Das Mantra So’ham ist also in jedem Menschen bereits vorhanden, ob er es wahrnimmt oder nicht. Mit dem Einatmen nehmen wir Prana (Lebensenergie) auf, mit dem Ausatmen geben wir Unreinheiten, die uns belasten ab.
Beim Einatmen entsteht der Ton sooo, beim Ausatmen der Ton hammm. Unser unruhiger Geist macht den Ton unhörbar, da dieser subtiler ist als der Atemvorgang. Achten wir aber auf den Ton So’ham, so achten wir auf den Lebensrhythmus.
So’ham ist Sanskrit und bedeutet „ich bin Er“. Diese Bedeutung wurde den Sehern zugleich mit dem Klang offenbart als sie die Einheit erkannten. Mit dem Ton So tritt das Universelle, das Göttliche in den menschlichen Körper ein. Diese Erfahrung führte zu der Erkenntnis, dass So Er bedeutet. Nach der Einatmung geht der Ton in ham über. Hier erfuhren die Weisen die Einheit von sich und dem Kosmos; so erkannten sie die Bedeutung des Tons ham als Ich. So’ham stellt ein Bindeglied zwischen uns in unserer Endlichkeit und dem Absoluten, dem Unendlichen dar.
Das Gayatri-Mantra
Das Gayatri-Mantra ist eines der wichtigsten Mantras im Hinduismus. Es richtet sich an die Manifestation des Absoluten in der lebensspendenden Kraft der Sonne. Gayatri ist der Name des verwendeten Versmaßes und auch der Göttin, die über dieses Mantra regiert.
Das Gayatri-Mantra lautet folgendermaßen:
OM Bhur Bhuvah Svaha
Tat Savitur Varenyam
Bargho Devasya Dhimahi
Dhiyo Yo Nah Prachodayath
Die Bedeutung der einzelnen Silben:
OM: siehe oben
Bhur: das Grobstoffliche; Erde; Körper
Bhuvah: das Subtile; Astralebene
Svaha: Kausalebene; Himmel
Tat: „Das“; Brahman; Gott
Savitur: die göttliche Sonnenkraft Savitri
Varenyam: innig lieben; anbeten
Bargho: heilendes Licht, welches Weisheit schenkt; spirituelle Ausstrahlung
Devasya: göttliche Realität; Gnade
Dhimahi: wir meditieren; wir betrachten
Dhiyo: Buddhi; Verstand
Yo: welche
Nah: unser
Prachodayath: erleuchtet
Eine mögliche Übersetzung lautet:
„Lasst uns über das Om meditieren, aus dem die drei Bereiche, das Grobe-Irdische, das Feinere-Ätherische, das Feinste-Himmlische hervorgegangen sind. Lasst uns das höchste, unbeschreibliche, göttliche Sein verehren, die schöpferische, lebensspendende Kraft, die sich auch in der Sonne kundtut. Lasst uns über das strahlende Licht Gottes meditieren, welches alles Dunkel und alle Unwissenheit vernichtet. Oh Gott, wir bitten Dich inständig, lass Dein Licht unseren Geist erhellen.“
Das Gayatri-Mantra sollte dreimal täglich rezitiert werden: zum Sonnenaufgang, zum Mittag und zum Sonnenuntergang. Je nach Tageszeit visualisiert man die Göttin Gayatri in jeweils anderer Gestalt.
Das Mantra Om Mani Padme Hum
Om Mani Padme Hum (oder Om Mani Peme Hung, wie es auf tibetisch heißt) ist wohl das am häufigsten benutzte Mantra im Buddhismus. Man findet es auf Gebetsmühlen oder auf den sogenannten Mani-Steinen, die mittlerweile auch hier im Westen in vielen Esoterikläden erhältlich sind. Es ist das Mantra des Bodhisattva Avalokiteshvara. Ein Bodhisattva ist ein erleuchtetes Wesen, das auf eigenen Wunsch wiedergeboren wird, um anderen Wesen zu helfen. Das Versprechen eines Bodhisattva ist, erst dann ins nachtodliche Erlöschen (parinirvana) einzugehen, wenn alle Wesen aus dem Kreislauf der Wiedergeburt (samsara) befreit sind. Avalokiteshvara ist die Verkörperung des grenzenlosen Mitleids für alle Wesen.
Om und Hum symbolisieren Anfang und Ende (vergleiche Alpha und Omega im Christentum), also die Totalität, das Allumfassende. Mani Padme heißt übersetzt Juwel im Lotus. Es meint das Absolute, das überall enthalten ist, den allumfassenden Geist, der in jedem einzelnen Geist ist.
Zum einen stellt das Mantra eine Anrufung Avalokiteshvaras dar, um ihn um Hilfe zu bitten. Zum anderen reinigt seine Rezitation den Geist von allen negativen Emotionen und hilft dem Rezitierenden bei der Erzeugung von Mitgefühl.
OM ist die Quelle allen Seins, die Urschwingung, der Ursprung, die Verbindung zu Gott, dem Urimpuls.....
MANI ist der Edelstein, der Juwel, der Kristall und steht für die aufstrebende männliche Energie.
PADME ist der Lotus, die Blume, das empfangende, weibliche Prinzip
HUM ist das Herz, die Mitte, die Einheit
OM trayambakam yajannmahe sugandhim pushtivardhanam,
Urvaarukamiva bandhanan mrityor muksheeya maamritaat.
(Bedeutung: OM, wir verehren den Dreiäugigen (Lord Siva), der voller Duft ist und alle Wesen nährt. Möge ER uns, um der Unsterblichkeit willen, vom Tod befreien, so wie eine Gurke, wenn sie reif ist, aus den Banden eines Schlinggewächses befreit wird.)
zur Meditation:
OM Asato ma sad gamaya,
Tamaso ma jyotir gmaya,
Mrityor ma amritam gamaya.
(Bedeutung: Führe uns von dem Unwirklichen zum Wirklichen,
führe uns von der Dunkelheit zum Licht,
führe uns von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit.
Om purnamadah purnamidam
Purnat purnamudachyate
Purnasya purnamadaya
Purnamevavashishyate
Om Shantih, shantih, shantih.
(Bedeutung: Dieses ist das Ganze und Jenes ist das Ganze. Aus dem Ganzen manifestiert sich das Ganze. Wenn das Ganze aus dem Ganzen hervorgegangen ist, bleibt wiederum nur das Ganze übrig. Om Frieden, Frieden, Frieden.)
Lied der Verehrung
(Abschlussgesang z.B. nach der Morgenandacht)
Om shakti, Om shakti, Om shakti Om
Brahma shakti, vishnu shakti, shiva shakti Om
Om shakti, Om shakti, Om shakti Om
Brahma shakti, vishnu shakti, shiva shakti Om
Om shakti, Om shakti, Om shakti Om
Brahma shakti, vishnu shakti, shiva shakti Om
Om shakti, Om shakti, Om shakti Om
Brahma shakti, vishnu shakti, shiva shakti Om
Om adi shakti, maha-shakti, para-shakti Om
Om adi shakti, maha-shakti, para-shakti Om
Iccha shakti, kriya shakti, jnana shakti Om
Iccha shakti, kriya shakti, jnana shakti Om
Rajarajeshwari, rajarajeshwari, rajarajeshwari pahimaam
Tripura sundari, tripura sundari, tripura sundari rakshamaam
Rajarajeshwari, rajarajeshwari, rajarajeshwari pahimaam
Tripura sundari, tripura sundari, tripura sundari rakshamaam
Om shakti, Om shakti, Om shakti pahimaam
Brahma shakti, vishnu shakti, shiva shakti rakshamaam
Om shakti, Om shakti, Om shakti pahimaam
Brahma shakti, vishnu shakti, shiva shakti rakshamaam
Om adi shakti, maha-shakti, para-shakti namah Om
Om adi shakti, maha-shakti, para-shakti Om
Icchha shakti, kriya shakti, jnana shakti sharanam Om
Icchha shakti, kriya shakti, jnana shakti sharanam Om
Om shakti, Om shakti, Om shakti Om
Brahma shakti, vishnu shakti, shiva shakti Om
Om shakti, Om shakti, Om shakti Om
Brahma shakti, vishnu shakti, shiva shakti Om
Om Namo Narayana!
Allgemeine Gebete
Verehrer und Anhänger von Swami Sivananda auf der ganzen Welt halten sich an seinen Brauch, jede Feierlichkeit mit den folgenden Anrufsmantras einzuleiten und sie mit den anschließend wiedergegebenen Friedensgebeten zu beenden.
Anrufungsmantras
Jaya Ganesha Jaya Ganesha Jaya Ganesha pahimam
Shri Ganesha Shri Ganesha Shri Ganesha rakshamam
Jaya Saraswati Jaya Saraswati Jaya Saraswati pahimam
Shri Saraswati Shri Saraswati Shri Saraswati rakshamam
Saravanabhava Saravanabhava Saravanabhava pahimam
Subramanya Subramanya Subramanya rakshamam
Sivananda Sivananda Sivananda pahimam
Sivananda Sivananda Sivananda rakshamam
Jaya Guru Shiva Guru Hari Guru Ram
Jagad Guru Param Guru Sat Guru Shyam
Adi Guru Adavaita Guru Ananda Guru Om
Chit Guru Chitgana Guru Chinmaya Guru Om
Jaya Siya Ram Jaya Jaya Siya Ram (2)
Jaya Radhe Shyam Jaya Jaya Radhe Shyam (2)
Jaya Hanuman Jaya Jaya Hanuman (2)
Hare Rama Hare Rama Rama Rama Hare Hare,
Hare Krishna Hare Krishna Krishna Krishna Hare Hare (3)
Sivananda Sivananda Sadguru Natha Sivananda
Maha Mrityunjaya Mantra (“großes lebensspendendes Mantra”):
Om trayambakam yadjamahe sugandhim pushtivardhanam
Urvarukamiva bandhanam mrityor mukshiya mamritat.
Abschließende Friedensmantras:
Sarvesham swasti bhavatu, sarvesham shantir bhavatu,
Sarvesaam purnam bhavatu, sarvesham mangalam bhavatu;
Sarve bhavantu sukhinah, sarva santu niramayah,
Sarva bhadrani pashyantu, makaschid duhkhabhagbhavet;
Asato ma sad gamaya
Tamaso ma jyotir gamaya
Mrityor ma amritam gamaya;
Om purnamadah, purnamidam purnat purnamudachyate,
Purnasya purnamadaya purnamevavashishyate
Om shantih shantih shantih!
Meditation auf Shiva
Shantam padmasanastham shashadharamakutam
panchavaktram trinetram,
Shulam vajram cha khadgam parashumabhayadam
dakshinange vahantam;
Nagam pasham cha ghantam damaruka sahitam
chankusham vamabhage,
Nanalankara diptam sphatika maninibham
parvatisham namami.
„Ich verneige mich vor dem fünfgesichtigen Herrn von Parvati, der mit verschiedenen Ornamenten geschmückt ist, der strahlt wie ein Diamant, der friedlich in der Lotusposition sitzt, mit einer mondsichelförmigen Krone, der drei Augen hat, der rechts Dreizack, Donnerkeil, Schwert und Axt trägt sowie links Schlange, Schlinge, Glocke, damaru (Trommel) und Speer und der jeden Seiner Anhänger vor aller Furcht schützt.“
Meditation auf Shri Shankaracharya
Padmasinam prashantam yamaniratamanan
gari tulya prabhavam,
Phale bhasmankikam bhasmita rujira mukham
bhojanindivaraksham;
Kambugrivam karabhyam avidtamurulasat
pustakam jnanamudram
Vandyam g girvana mukhyair natajana varadam
bhavaye shankararyam.
„Ich meditiere auf Shri Shankaracharya (Shri = ehrerbietige Anrede; Shankara = einer der größten Heiligen und Philosophien Indiens, ca. 788-820 n.Chr., acharya = Yogameister), der mit dem Jnana mudra (mudra = bestimmte Stellung, Fingerhaltung; Jnana = Wissen, Weisheit) in der Lotusstellung sitzt, der ruhig ist und ausgestattet mit Tugenden wie Yama (ethisch-moralische Regeln im Umgang mit der Gesellschaft) und Niyama (Regeln im privaten Umgang), dessen Ruhm so groß ist wie der Shivas, der die heilige Asche auf der Stirn trägt, dessen Gesicht einer Lotusblüte ähnelt, mit lotusgleichen Augen, der heilige Schriften in der Hand hält, der stets von Gelehrten und Weisen verehrt wird und der die Wünsche seiner Anhänger erfüllt, die sich vor ihm verneigen.“
Meditation auf Dattatreya
Malakamandalu dharah karapadmayugme
Madhyastha paniyugale damarutrishulam;
Adhyastha urdhva karayoh shubha shankhachakre
Vande tamatrivaradam bhujashatkayuktam.
„Ich meditiere auf Dattatreya, den Sohn von Atri, der sechs Hände hat, der die Perlenkette (mala) und ein Wassergefäß in zwei Händen hält, damaru (Trommel) und Spir in den zwei weiteren Händen sowie Muschel und Diskus in den oberen beiden Händen.“
Meditation auf Ganesha
Gajananam bhutaganadisevitam
Kapittha jambuphala sara bhakshitam;
Umasutam shoka vinasha karanam
Namami vighneshwara pada pankajam.
„Ich verehre die Lotusfüße von Ganesha, dem Sohn von Uma, den Zerstörer aller Leiden, dem die Heerscharen der Götter und Elemente dienen und der gern Kapittha-Jambu-Früchte isst.“
Meditation auf Subramanya
Shadananam kumkumaraktavarnam
Maha matim divya mayura vahanam;
Rudrasya sunum sura sainyanatham
Guham sadaham sharanam prapadye.
“Ich nehme stets Zuflucht bei Guha (anderer Name für Subramanya; Kriegsgott) mit sechs Gesichtern, der von tiefroter Farbe ist und grenzenloses Wissen besitzt, der auf dem göttlichen Pfau reitet, dem Sohn Shivas und dem Führer der himmlischen Heerscharen.“
Meditation auf Krishna
Vamshi vibhushita karan navaniradabhat
Pitambaradaruna bimbaphala dharoshtahat;
Purnendusundara mukhad aravinda netrat
Krishnat param kimapi tattwam aham na jane.
“Ich kenne keine andere Wirklichkeit als den lotusäugigen Krishna mit der Flöte, der die Farbe einer schweren strahlenden Wolke hat, der in gelbe Seide gekleidet ist, dessen Unterlippe einer roten Bimba-Frucht gleicht und dessen Gesicht strahlt wie der Vollmond.“
Meditation auf Rama
Dhyayedajanubaham dhritasharadhanusham
baddhapadmasanastham,
Pitam vaso vasanam navakamala dala
spardhinetram prasannam;
Vamankarudhasita mukhakamala milal
lochanam niradabham,
Nanalankara diptam dadhatamuru jata
mandalam ramachandram.
„Man sollte auf Shri Ramachandra meditieren, dessen Händen bis zu den Knien reichen, der Pfeile und Bogen hält, der im gebundenen Lotus sitzt, ein gelbes Gewand trägt, dessen Augen mit einer frischen Lotusblüte wetteifern, der einen angenehmen Gang hat, an dessen linker Seite Sita sitzt, der blau ist wie die Wolken, der mit allen Arten von Ornamenten geschmückt ist und einen großen Haarkranz (Jata) auf seinem Haupt trägt.“
OM
Sarvesham svastri bhavatu
Sarvesham shantir bhavatu
Sarvesham purnam bhavatu
Sarvesham mangalam bhavatu
OM
Mögen alle Menschen erfolgreich sein.
Mögen alle Menschen in Frieden leben.
Mögen alle Menschen Fülle genießen.
Mögen alle Menschen sich des Wohlstands erfreuen.
OM
Sarve bhavantu sukhinah
Sarve santu niramayah
Sarve bhadrani pashyantu
Ma kaschchit dukha bhag bhavet
OM
Mögen alle glücklich sein.
Mögen alle frei von Krankheit sein.
Mögen alle das Gute sehen.
Mögen alle frei sein von Leid.
OM
Asato ma sadgamaya
Tamaso ma jyotirgamaya
Mrityorma amritam gamaya
OM
Von der Unwissenheit führe mich zur Wahrheit.
Von der Dunkelheit führe mich zum Licht.
Vom Tode führe mich zur Unsterblichkeit.
OM
Purnamadah Purnamidam
Purnat purnamudachyate
Purnasya purnamadaya
Purnamevava shishyate
OM
Dieses ist unendlich (Brahman)
und Jenes (die Welt) ist unendlich.
Das Unendliche (die Welt)
geht aus dem Unendlich (Brahman) hervor.
Das Unendliche (Brahman) bleibt unerverändert, nachdem das Unendlich (die WElt) aus IHM hervorgegangen ist.
OM Shantih Shantih Shantih OM, Frieden, Frieden, Frieden.