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CH: Ein Drittel weniger Asylgesuche im letzten Jahr
Im Jahr 2017 wurden in der Schweiz 18’088 Asylgesuche gestellt, mehr als 9’000 oder 33,5% weniger als im Vorjahr. Die meisten Asylsuchenden kommen laut Staatssekretariat für Migration SEM aus den nach wie vor zahlreichen Krisen- und Konfliktregionen im Nahen Osten und auf dem afrikanischen Kontinent.
Der Rückgang um mehr als ein Drittel ist laut SEM vor allem auf zwei Elemente zurückzuführen. So sei die Zahl der Gesuche 2016 durch die Weiterwanderungen von Personen aus Afghanistan, Syrien und dem Irak geprägt. Dieses Phänomen sei 2017 grösstenteils weggefallen. Zum andere habe der Rückgang der Migration über das Mittelmeer in der zweiten Jahreshälfte zu einer starken Minderung der Asylgesuche aus der Subsahara-Region geführt. Einem Viertel der Asylsuchenden wurde im vergangenen Jahr Asyl gewährt.
Im Dezember sind im Rahmen des UNHCR-Resettlement-Programms 68 Personen angekommen. Ausserdem nahm die Schweiz 590 Flüchtlinge des Syrienkonfliktes auf. Mit dem Bundesratsbeschluss vom Dezember 2016 wurde die Aufnahme von 2’000 Opfern des Konfliktes innerhalb von zwei Jahren beschlossen. Das Programm richtet sich an besonders verletztliche Menschen, die vom UNHCR den Flüchtlingsstatus erhalten.