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Bevor Michael Steiner mit «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» einen Einblick in das Leben orthodoxer Juden in Zürich bietet, kommt mit «Menashe» ein ähnlich gearteter US-Film in die Kinos. Die Story: Menashe (Menashe Lustig) hat seine Frau verloren. Nun will er seinen Sohn (Ruben Niborski) allein erziehen. Dem Rabbi ist das ein Dorn im Auge, denn Kinder sollen laut Tradition nicht in einem rein männlichen Haushalt aufwachsen. Dazu kommt, dass Menashe nicht der beste Hausmann ist und bereits genug Probleme im Job hat. An der Kasse im Lebensmittel-Shop in Brooklyn wird er von seinem Vorgesetzten schikaniert, und das Gemüse, das er verkaufen soll, gibt auch immer wieder Anlass zu Reklamationen. Amüsanter Blick auf eine religiöse Parallelwelt mit feinem Humor und sympathischen Laiendarstellern.
Bewertung: 3 von 4 Sternen
Der Film heisst «What Happened to Monday?», doch man könnte sich genauso gut fragen: Was macht eigentlich Noomi Rapace? Als Punk-Girl Lisbeth in den schwedischen «Millennium»-Filmen wurde sie bekannt und schaffte den Sprung nach Hollywood. Doch nach «Prometheus» lahmte ihre Karriere. In «Alien: Covenant» schaffte sie es nur als Leiche. Zum Glück ist sie in «What Happened to Monday» quicklebendig. Gleich sieben Rollen spielt sie im Sci-Fi-Film von Tommy Wirkola. Inhalt: 2073 ist die Welt stark überbevölkert. Die Regierungen haben beschlossen, dass jede Familie nur noch ein Kind bekommen darf. Deshalb müssen sich sieben Schwestern (darunter Rapace), alle auf Namen von Wochentagen getauft, vor den Behörden verstecken. Als Montag verschwindet, machen sich die Schwestern auf, sie zu finden. Ursprünglich hiess der Film «Seven Sisters». Dann kaufte ihn Netflix auf und taufte ihn um. «What Happened to Monday?» ist nicht ohne Reiz, aber auch nicht ohne Längen. Wer Noomi Rapace mag, kommt auf seine Kosten.
Bewertung: 2 von 4 Sternen