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Nach jahrzehntelangem Krieg mit dem Sudan erreichte der Südsudan 2011 die Unabhängigkeit. Doch auch danach kehrte keine Ruhe ein: Das junge Land stürzte in einen bewaffneten internen Konflikt entlang ethnischer Linien, unter denen auch die wehrlose Zivilbevölkerung massiv litt. Auch wenn im September 2018 ein neuer Friedensvertrag unterzeichnet wurde, ist die Situation noch lange nicht stabil und friedlich.
Weder genug zu essen noch genug sauberes Trinkwasser
Viele Bauern hatten aufgrund der verheerenden Sicherheitslage Angst davor, ihre Felder zu beackern. Die lokalen Märkte bleiben wegen ausbleibender Ernten und der politischen Unsicherheit leer. Die wirtschaftliche Krise und der Wertverlust des südsudanesischen Pfund haben dazu beigetragen, dass die Menschen sich keine Lebensmittel leisten können. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung im immer wieder von Dürre geplagten Land hat nicht genug zu essen. Insgesamt sind über sechs Millionen Menschen von einer akuten Lebensmittelknappheit betroffen, und über eine Million Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt.
Hinzu kommt, dass die Menschen kaum Zugang zu sauberem Wasser haben. Dem gebeutelten Land gelingt es wirtschaftlich nicht, eine funktionierende Wasserversorgung sicherzustellen. Viele Bohrlöcher und Wassersysteme sind veraltet und funktionieren nicht mehr. Frauen in den ländlichen Gebieten müssen täglich 3-5 Stunden zu Fuss gehen, nur um aus Drecklöchern und Tümpeln Wasser zu schöpfen. Besonders Kinder leiden vermehrt unter lebensbedrohlichen Durchfallerkrankungen, weil sie verschmutztes Wasser trinken.