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Sein Verweilen bei Epstein sei "für ein Mitglied der Königlichen Familie nicht geziemend" und "enttäuschend", sagte Andrew. Dem US-Multimillionär Epstein wurde vorgeworfen, minderjährige Mädchen zur Prostitution gezwungen zu haben. Anfang August nahm er sich in einem Gefängnis in Manhattan das Leben.
Andrew war wie andere Prominente mit Epstein befreundet und hatte ihn besucht - auch nachdem dieser bereits eine erste Freiheitsstrafe abgesessen hatte. Im Interview, das am Samstagabend bei BBC 2 ausgestrahlt werden sollte, bekräftigte Andrew, sich nicht an ein Treffen mit einer Frau zu erinnern, welche behauptet, im Alter von 17 Jahren zum Sex mit ihm gezwungen worden zu sein.
"Ich habe keine Erinnerung daran, diese Dame jemals getroffen zu haben, überhaupt nicht", sagte der 59-jährige Bruder von Thronfolger Charles. Als Mitglied der königlichen Familie ist der zweitälteste Sohn von Königin Elizabeth II. im Missbrauchsskandal um Epstein schweren Vorwürfen ausgesetzt.
Bereits im Sommer hatte er sich deshalb zu einer Erklärung genötigt gefühlt. Auch der Buckingham Palast hatte damals die Vorwürfe gegen Andrew zurückgewiesen.
Im Interview bedauert Andrew nun sein eigenes Verhalten: Er trete sich täglich selbst dafür, dass er auch nach der Verurteilung noch bei Epstein gewesen sei, sagte er. "Es war ein bequemer Ort zum Verweilen, aber es war definitiv falsch, das zu tun." Vielmehr bemühe sich die Königliche Familie, die höchsten Standards und Bräuche aufrechtzuerhalten. Er habe enttäuscht, so einfach sei das.