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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2021.00165 V. Kammer Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Kübler Sozialversicherungsrichterin Philipp Gerichtsschreiberin Muraro Urteil vom 2 6. November 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Orion Rechtsschutz-Versicherung AG Advokatin Graziella Salamone Aeschenvorstadt 50, 4051 Basel gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der 1960 geborene X.___ meldete sich am 6. Oktober 2020 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV), Y.___, zur Arbeitsver mittlung an ( Urk. 6/192) und beantragte ab diesem Datum Arbeitslosenent schädigung ( Urk. 6/174-177). Mit Verfügung vom 2 3. November 2020 verneinte die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich (nachfolgend: ALK ) mangels erfüllter Beitragszeit einen Anspruch des Versicherten auf Arbeitslosenentschädigung ( Urk. 6/133-135). Die hiergegen erhobene Einsprache vom 7. Januar 2021 ( Urk. 6/30-32) wies die ALK mit Entscheid vom 2 2. April 2021 ab ( Urk. 2). Ab Januar 2021 war der Beschwerdeführer in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis als Betriebsmitarbeiter Spedition tätig ( Urk. 6/24-26). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 2. April 2021 erhob X.___ am 2 1. Mai 2021 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und in Gutheissung der Beschwerde der Anspruch auf Arbeitslo senentschädigung ab dem 6. Oktober 2020 zu bejahen. Sodann sei die Sache zur Berechnung und Ausrichtung der Versicherungsleistungen gemäss AVIG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Eventualiter sei die vorliegende Sache bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids des Bundesgerichts zur Frage, ob die Z.___-Tätigkeit als unselbständige oder selbständige Erwerbstätigkeit zu qua lifizieren sei, zu sistieren ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 1 1. Juni 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 5), wovon der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1 4. Juni 2021 in Kenntnis gesetzt wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenent schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Beitragspflicht befreit ist (Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung, AVIG ). 1.2 Nach Art. 9 Abs. 1 AVIG gelten - soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rah menfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind ( Art. 9 Abs. 2 AVIG ), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag ( Art. 9 Abs. 3 AVIG ). Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG ) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG ). Die Rah menfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor dem Tag, an welchem die versicherte Person sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt (Art. 9 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 AVIG ). 1.3 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt weiter voraus, dass die versi cherte Person ganz oder teilweise arbeitslos ist ( Art. 8 Abs. 1 lit. a AVIG ). Als ganz arbeitslos gilt, wer in keinem Arbeitsverhältnis steht und eine Vollzeitbe schäftigung sucht ( Art. 10 Abs. 1 AVIG ). Als teilweise arbeitslos gilt, wer eine Teilzeitbeschäftigung hat und eine Vollzeit- oder eine weitere Teilzeitbeschäfti gung sucht ( Art. 10 Abs. 2 lit. b AVIG ). Zu den gesetzlichen Anspruchsvoraus setzungen gehört ferner, dass die versicherte Person einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat ( Art. 8 Abs. 1 lit. b AVIG ). Arbeitsausfall heisst Ausfall an normaler Arbeitszeit. Dieser ist nach der Rechtsprechung in der Regel aufgrund der im Beruf oder Erwerbszweig der versicherten Person allgemein üblichen Arbeitszeit zu ermitteln (Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizeri sches Bundesverwaltungsrech t [ SBVR ], 3. Auflage, Basel 2016, S. 2310 Rz 151). Nach Art. 11 Abs. 1 AVIG ist der Arbeitsausfall anrechenbar, wenn er einen Ver dienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinanderfolgende volle Arbeitstage dauert. Kumulativ erforderlich ist damit ein Verdienstausfall und ein Mindestarbeitsausfall (Nussbaumer, a.a.O., S. 2311 Rz 153). Als voller Arbeitstag gilt der fünfte Teil der wöchentlichen Arbeitszeit, die der Versicherte normaler weise während seines letzten Arbeitsverhältnisses geleistet hat ( Art. 4 Abs. 1 AVIV). Der anrechenbare Arbeitsausfall erfüllt eine doppelte Funktion. Als allgemeine Anspruchsvoraussetzung bedeutet er ein gewisses Mindestmass an ausgefallenen Arbeitstagen. Zum anderen bildet er eine zentrale Bemessungsregel, weil sich der Entschädigungsanspruch in masslicher Hinsicht grundsätzlich nach dem anre chenbaren Arbeitsausfall während einer Kontrollperiode richtet (Nussbaumer, a.a.O., S. 2311 Rz 154). 1.4 Nach ständiger Rechtsprechung ist für die Frage der Arbeitnehmereigenschaft in der Arbeitslosenversicherung das formell rechts kräftig geregelte AHV-Beitrags statut massgebend, sofern sich dieses nicht als offensichtlich unrichtig erweist (BGE 126 V 213 E. 2 a ). Weil das AVIG vollumfänglich auf den Arbeit nehmer begriff des AHVG abstellt, muss sich die offensichtliche Unrichtigkeit auf eine AHV-spezifische Frage des Beitragsstatuts beziehen. Demgegenüber ist es den ALV -Behörden verwehrt, über ein nachgewiesenes formell rechtskräftiges AHV-Beitragsstatut selbständig zu verfügen. Nur wenn sich trotz zumutbarer Ab klä rungen bei Ausgleichskassen und Arbeitgebern kein solches AHV-Beitrags statut eruieren lässt, kommt eine freie Prüfung der Arbeitnehmereigenschaft durch die ALV -Organe in Betracht (Nussbaumer, a.a. O., S. 2275, Rz. 30, mit Hinweisen zur Rec htsprechung). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid aus, der Beschwer deführer habe vom 1 5. Juni 2017 bis zum 3 1. Dezember 2018 bei der A.___ AG und vom 1. Januar 2019 bis zum 3 1. Juli 2019 bei der B.___ AG gearbeitet und damit in der vom 6. Oktober 2018 bis zum 5. Oktober 2020 dauernden Rahmenfrist für die Beitragszeit insgesamt 9.840 Monate an Beitragszeit erwirtschaftet, was unbestritten sei. Damit erfülle er die Mindestbeitragszeit von 12 Monaten nicht. Wenn auch die SVA Zürich die Tä tigkeit als Z.___-Fahrer als unselbständige Tätigkeit qualifiziere und diesbezüglich noch ein Gerichtsverfahren hängig sei, mithin über die Qualifizierung der Z.___-Fahrer bislang noch nicht höchstrichterlich entschieden sei, so könne die fragli che Tätigkeit dennoch nicht als Beitragszeit berücksichtigt werden. Zum einen habe der Beschwerdeführer vom U mstand, dass die Qualifikation der Tätigkeit als Z.___-Fahrer noch nicht festgelegt sei, Kenntnis gehabt beziehungsweise hätte sich dessen zumindest bewusst sein müssen. Zum anderen habe sich der Beschwerdeführer bereits als selbständiger Taxifahrer bei der SVA Zürich an ge meldet und fehle es an Beitragszahlungen für die Tätigkeit bei Z.___. Der Voll ständigkeit halber sei darauf hinzuweisen, dass - unter der Annahme, es würde eine unselbständige Tätigkeit vorliegen - infolge fehlender Unterstellung unter die Beitragspflicht und weil Z.___ bestreite, als Arbeitgeber zu gelten, sämtliche Kontrollmöglichkeiten hinsichtlich des tatsächlichen Arbeitsausfalls fehlten. Mangels vereinbarter Normalarbeitszeit liege ohnehin kein Arbeits- und Ver dienstausfall vor ( Urk. 2). 2.2 Dem hielt der Beschwerdeführer insbesondere entgegen, die SVA Zürich habe die Z.___-Tätigkeit als unselbständige Erwerbstätigkeit qualifiziert, ein rechtskräftiges Urteil des Kantonsgerichts Waadt halte fest, dass Z.___-Fahrer als Angestellte zu qualifizieren seien und schliesslich seien zwei Rechtsgutachten zum Schluss gekommen, bei der Tätigkeit als Z.___-Fahrer handle es sich sozialversicherungs rechtlich um eine unselbständige Tätigkeit. N icht massgebend sei demgegenüber, welche Meinung Z.___ selber vertrete, da die Qualifikation nicht durch die Par teien, sondern durch die Ausgleichskasse beziehungsweise durch das Bundesge richt fest zulegen sei. Selbst wenn vorliegend eine freie Prüfung zulässig wäre, müsste die Tätigkeit aufgrund des fast gänzlich fehlenden unternehmerischen Risikos, der weitreichenden und engmaschigen Weisungsbefugnisse sowie der stellenweise vorhandenen Subordination zwischen Z.___-Fahrer n und Z.___ als unselbständig e Erwerbstätigkeit gewertet werden. Endlich führte die Qualifikation der Z.___-Tätigkeit durch die «freie Prüfung» der Beschwerdegegnerin zu einem nichtwiedergutzumachenden Nachteil des Beschwerdeführers, weshalb die Beschwerdegegnerin statt einer «freien Prüfung» das Einspracheverfahren bis zur höchstrichterlichen Klärung der Frage hätte sistieren müssen ( Urk. 1). 3. 3.1 Ob die vom Beschwerdeführer ausgeübte Tätigkeit als Z.___-Fahrer als unselb ständige oder selbständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist, braucht vorlie gend nicht abschliessend geklärt zu werden. Auch wenn mit der SVA Zürich, welche die Tätigkeit als unselbständig einordnet ( Urk. 6/22), und dem Beschwer deführer (E. 2.2) auf ein Arbeitnehmer-Verhältnis geschlossen und die Beitrags zeit als erfüllt erachtet würde, liesse sich dennoch kein Anspruch auf Arbeitslo senentschädigung begründen, wie die nachfolgenden Darlegungen zeigen. 3.2 3.2.1 Eine wesentliche Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung besteht darin, dass der Versicherte einen anrechenbaren Verdienstausfall erlitten hat. Anrechenbar ist der Verdienstausfall, wenn er durch einen Ausfall an nor maler Arbeitszeit entsteht, welche aufgrund der im Beruf ode r Erwerbszweig des Versich erte n allgemein üblichen Arbeitszeit zu ermitteln ist (E. 1.3). Besteht hin gegen eine besondere Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, so bemisst sich die normale Arbeitszeit nach der persönlichen Arbeitszeit des Versi cherten (BGE 107 V 59 E. 1 mit Hinweisen). Wird die A rbeit jeweils vereinba rungsgemäss nur auf A u fforderung des Arbeitgebers aufgenommen (sogenannte Arbeit auf Abruf), gilt im Allgemeinen die auf dieser besonderen Vereinbarung beruhende Arbeitszeit als normal, weshalb die versicherte Person während der Zeit, da sie nicht zur Arbeit aufgefordert wird, keinen anrechenbaren Verdienst ausfall erleidet. Von diesem Grundsatz kann jedoch dann abgewichen werden, wenn der auf Abruf erfolgte Einsatz während längerer Zeit im Wesentlichen mehr oder weniger konstant war (BGE 139 V 259 E. 5.3.1). In diesem Fall ist die effektiv absolvierte Arbeitszeit als normal zu betrachten. Der Beobachtungszeitraum kann dabei umso kürzer sein, je weniger die Arbeitseinsätze in den einzelnen Monaten schwanken; und er muss umso länger sein, wenn die Arbeitseinsätze sehr unre gelmässig anfallen oder wenn die Arbeitsdauer während der einzelnen Einsätze starken Schwankungen unterworfen ist (Nussbaumer, a.a.O., S. 2310 Rz. 152 mit weiteren Hinweisen ). 3.2.2 Gemäss AVIG -Praxis ALE des Staatssekretariats für Wirtschaft ( seco ) Rz B100 sind als Beobachtungszeitraum die letzten zwölf Monate des Arbeitsverhältnisses auf Abruf oder die gesamte Dauer, sofern es zwischen sechs und zwölf Monate gedauert hat, zu wählen. Hat das Arbeitsverhältnis weniger als sechs Monate gedauert, kann keine Normalarbeitszeit ermittelt werden. 3.2.3 Die Tätigkeit als Z.___-Fahrer erfolgt über die Z.___ -App, welche es den Fahrern und Fahrgästen erlaubt, sich miteinander in Verbindung zu setzen. Es ist dem Z.___-Fahrer freigestellt, ob und gegebe nen nfalls wann er sich in die App einloggt und somit Anfragen erhält. Weiter ist es ihm unbenommen, eine Anfrage abzu lehnen. Die Arbeit wird nicht aufgrund eines im Voraus festgelegten Arbeitsplans oder auf einseitigen Abruf durch den Arbeitgeber geleistet, sondern steht im Belieben des Arbeitnehmers. D ie Plat tformbeschäftigung qualifiziert in aller Regel und vorausgesetzt, die übrigen Voraussetzungen für ein Arbeitsverhältnis sind ebenfalls erfüllt, mithin als unechte A rbeit auf Abruf (vgl. Hirsi ger in ARV 2019 S. 300). Damit besteht weder eine Garantie für einen bestimmten Beschäftigungsumfang, noch kann auf eine allgemein übliche Arbeitszeit geschlossen werden. Aus der vom Beschwerdeführer aufgelegten Dokumentation über seine für Z.___ geleistete Tätigkeit erhellt sodann, dass er unregelmässig arbeitete ( Urk. 6/34-130). Nach dem er diese Beschäftigung zudem bloss von 3 0. September ( Urk. 6/99) bis zum 26. Dezember 2019 ( Urk. 6/62) - mithin während nur dreier Monate - ausgeübt hat, kann eine Ermittlung der Normalarbeitszeit ohnehin nicht erfolgen (E. 3.2.2 und BGE 146 V 1 1 2 E. 5.3; vgl. auch BGE 107 V 59 E. 1 mit Hinweis auf zwei unveröffentlichte Urteile, wonach bei einer mehr als fünf Jahre beziehungsweise einer über mehrere Jahre dauernden Arbeitsleistung auf das Vorliegen eines an rechenbaren Verdienstausfalls geschlossen worden war). 3.3 Nach dem Dargelegten lässt sich eine Normalarbeitszeit nicht ermitteln, mit der Folge, dass der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Arbeits- und Verdienst ausfall nicht anrechenbar ist. Ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ist damit nicht gegeben. Angesichts dieses Ergebnisses erübrigen sich Weiterungen zum Gesuch des Beschwerdeführers um Sistierung des Verfahrens. 4. Zusammenfassend erweist es sich als rechtens, dass die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 6. Oktober 2020 verneint hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Orion Rechtsschutz-Versicherung AG - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit ( AWA ) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin VogelMuraro

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2021.00165 V. Kammer Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Kübler Sozialversicherungsrichterin Philipp Gerichtsschreiberin Muraro Urteil vom 2 6. November 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Orion Rechtsschutz-Versicherung AG Advokatin Graziella Salamone Aeschenvorstadt 50, 4051 Basel gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der 1960 geborene X.___ meldete sich am 6. Oktober 2020 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV), Y.___, zur Arbeitsver mittlung an ( Urk. 6/192) und beantragte ab diesem Datum Arbeitslosenent schädigung ( Urk. 6/174-177). Mit Verfügung vom 2 3. November 2020 verneinte die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich (nachfolgend: ALK ) mangels erfüllter Beitragszeit einen Anspruch des Versicherten auf Arbeitslosenentschädigung ( Urk. 6/133-135). Die hiergegen erhobene Einsprache vom 7. Januar 2021 ( Urk. 6/30-32) wies die ALK mit Entscheid vom 2 2. April 2021 ab ( Urk. 2). Ab Januar 2021 war der Beschwerdeführer in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis als Betriebsmitarbeiter Spedition tätig ( Urk. 6/24-26). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 2. April 2021 erhob X.___ am 2 1. Mai 2021 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und in Gutheissung der Beschwerde der Anspruch auf Arbeitslo senentschädigung ab dem 6. Oktober 2020 zu bejahen. Sodann sei die Sache zur Berechnung und Ausrichtung der Versicherungsleistungen gemäss AVIG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Eventualiter sei die vorliegende Sache bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids des Bundesgerichts zur Frage, ob die Z.___-Tätigkeit als unselbständige oder selbständige Erwerbstätigkeit zu qua lifizieren sei, zu sistieren ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 1 1. Juni 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 5), wovon der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1 4. Juni 2021 in Kenntnis gesetzt wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenent schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Beitragspflicht befreit ist (Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung, AVIG ). 1.2 Nach Art. 9 Abs. 1 AVIG gelten - soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rah menfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind ( Art. 9 Abs. 2 AVIG ), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag ( Art. 9 Abs. 3 AVIG ). Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG ) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG ). Die Rah menfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor dem Tag, an welchem die versicherte Person sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt (Art. 9 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 AVIG ). 1.3 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt weiter voraus, dass die versi cherte Person ganz oder teilweise arbeitslos ist ( Art. 8 Abs. 1 lit. a AVIG ). Als ganz arbeitslos gilt, wer in keinem Arbeitsverhältnis steht und eine Vollzeitbe schäftigung sucht ( Art. 10 Abs. 1 AVIG ). Als teilweise arbeitslos gilt, wer eine Teilzeitbeschäftigung hat und eine Vollzeit- oder eine weitere Teilzeitbeschäfti gung sucht ( Art. 10 Abs. 2 lit. b AVIG ). Zu den gesetzlichen Anspruchsvoraus setzungen gehört ferner, dass die versicherte Person einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat ( Art. 8 Abs. 1 lit. b AVIG ). Arbeitsausfall heisst Ausfall an normaler Arbeitszeit. Dieser ist nach der Rechtsprechung in der Regel aufgrund der im Beruf oder Erwerbszweig der versicherten Person allgemein üblichen Arbeitszeit zu ermitteln (Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizeri sches Bundesverwaltungsrech t [ SBVR ], 3. Auflage, Basel 2016, S. 2310 Rz 151). Nach Art. 11 Abs. 1 AVIG ist der Arbeitsausfall anrechenbar, wenn er einen Ver dienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinanderfolgende volle Arbeitstage dauert. Kumulativ erforderlich ist damit ein Verdienstausfall und ein Mindestarbeitsausfall (Nussbaumer, a.a.O., S. 2311 Rz 153). Als voller Arbeitstag gilt der fünfte Teil der wöchentlichen Arbeitszeit, die der Versicherte normaler weise während seines letzten Arbeitsverhältnisses geleistet hat ( Art. 4 Abs. 1 AVIV). Der anrechenbare Arbeitsausfall erfüllt eine doppelte Funktion. Als allgemeine Anspruchsvoraussetzung bedeutet er ein gewisses Mindestmass an ausgefallenen Arbeitstagen. Zum anderen bildet er eine zentrale Bemessungsregel, weil sich der Entschädigungsanspruch in masslicher Hinsicht grundsätzlich nach dem anre chenbaren Arbeitsausfall während einer Kontrollperiode richtet (Nussbaumer, a.a.O., S. 2311 Rz 154). 1.4 Nach ständiger Rechtsprechung ist für die Frage der Arbeitnehmereigenschaft in der Arbeitslosenversicherung das formell rechts kräftig geregelte AHV-Beitrags statut massgebend, sofern sich dieses nicht als offensichtlich unrichtig erweist (BGE 126 V 213 E. 2 a ). Weil das AVIG vollumfänglich auf den Arbeit nehmer begriff des AHVG abstellt, muss sich die offensichtliche Unrichtigkeit auf eine AHV-spezifische Frage des Beitragsstatuts beziehen. Demgegenüber ist es den ALV -Behörden verwehrt, über ein nachgewiesenes formell rechtskräftiges AHV-Beitragsstatut selbständig zu verfügen. Nur wenn sich trotz zumutbarer Ab klä rungen bei Ausgleichskassen und Arbeitgebern kein solches AHV-Beitrags statut eruieren lässt, kommt eine freie Prüfung der Arbeitnehmereigenschaft durch die ALV -Organe in Betracht (Nussbaumer, a.a. O., S. 2275, Rz. 30, mit Hinweisen zur Rec htsprechung). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid aus, der Beschwer deführer habe vom 1 5. Juni 2017 bis zum 3 1. Dezember 2018 bei der A.___ AG und vom 1. Januar 2019 bis zum 3 1. Juli 2019 bei der B.___ AG gearbeitet und damit in der vom 6. Oktober 2018 bis zum 5. Oktober 2020 dauernden Rahmenfrist für die Beitragszeit insgesamt 9.840 Monate an Beitragszeit erwirtschaftet, was unbestritten sei. Damit erfülle er die Mindestbeitragszeit von 12 Monaten nicht. Wenn auch die SVA Zürich die Tä tigkeit als Z.___-Fahrer als unselbständige Tätigkeit qualifiziere und diesbezüglich noch ein Gerichtsverfahren hängig sei, mithin über die Qualifizierung der Z.___-Fahrer bislang noch nicht höchstrichterlich entschieden sei, so könne die fragli che Tätigkeit dennoch nicht als Beitragszeit berücksichtigt werden. Zum einen habe der Beschwerdeführer vom U mstand, dass die Qualifikation der Tätigkeit als Z.___-Fahrer noch nicht festgelegt sei, Kenntnis gehabt beziehungsweise hätte sich dessen zumindest bewusst sein müssen. Zum anderen habe sich der Beschwerdeführer bereits als selbständiger Taxifahrer bei der SVA Zürich an ge meldet und fehle es an Beitragszahlungen für die Tätigkeit bei Z.___. Der Voll ständigkeit halber sei darauf hinzuweisen, dass - unter der Annahme, es würde eine unselbständige Tätigkeit vorliegen - infolge fehlender Unterstellung unter die Beitragspflicht und weil Z.___ bestreite, als Arbeitgeber zu gelten, sämtliche Kontrollmöglichkeiten hinsichtlich des tatsächlichen Arbeitsausfalls fehlten. Mangels vereinbarter Normalarbeitszeit liege ohnehin kein Arbeits- und Ver dienstausfall vor ( Urk. 2). 2.2 Dem hielt der Beschwerdeführer insbesondere entgegen, die SVA Zürich habe die Z.___-Tätigkeit als unselbständige Erwerbstätigkeit qualifiziert, ein rechtskräftiges Urteil des Kantonsgerichts Waadt halte fest, dass Z.___-Fahrer als Angestellte zu qualifizieren seien und schliesslich seien zwei Rechtsgutachten zum Schluss gekommen, bei der Tätigkeit als Z.___-Fahrer handle es sich sozialversicherungs rechtlich um eine unselbständige Tätigkeit. N icht massgebend sei demgegenüber, welche Meinung Z.___ selber vertrete, da die Qualifikation nicht durch die Par teien, sondern durch die Ausgleichskasse beziehungsweise durch das Bundesge richt fest zulegen sei. Selbst wenn vorliegend eine freie Prüfung zulässig wäre, müsste die Tätigkeit aufgrund des fast gänzlich fehlenden unternehmerischen Risikos, der weitreichenden und engmaschigen Weisungsbefugnisse sowie der stellenweise vorhandenen Subordination zwischen Z.___-Fahrer n und Z.___ als unselbständig e Erwerbstätigkeit gewertet werden. Endlich führte die Qualifikation der Z.___-Tätigkeit durch die «freie Prüfung» der Beschwerdegegnerin zu einem nichtwiedergutzumachenden Nachteil des Beschwerdeführers, weshalb die Beschwerdegegnerin statt einer «freien Prüfung» das Einspracheverfahren bis zur höchstrichterlichen Klärung der Frage hätte sistieren müssen ( Urk. 1). 3. 3.1 Ob die vom Beschwerdeführer ausgeübte Tätigkeit als Z.___-Fahrer als unselb ständige oder selbständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist, braucht vorlie gend nicht abschliessend geklärt zu werden. Auch wenn mit der SVA Zürich, welche die Tätigkeit als unselbständig einordnet ( Urk. 6/22), und dem Beschwer deführer (E. 2.2) auf ein Arbeitnehmer-Verhältnis geschlossen und die Beitrags zeit als erfüllt erachtet würde, liesse sich dennoch kein Anspruch auf Arbeitslo senentschädigung begründen, wie die nachfolgenden Darlegungen zeigen. 3.2 3.2.1 Eine wesentliche Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung besteht darin, dass der Versicherte einen anrechenbaren Verdienstausfall erlitten hat. Anrechenbar ist der Verdienstausfall, wenn er durch einen Ausfall an nor maler Arbeitszeit entsteht, welche aufgrund der im Beruf ode r Erwerbszweig des Versich erte n allgemein üblichen Arbeitszeit zu ermitteln ist (E. 1.3). Besteht hin gegen eine besondere Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, so bemisst sich die normale Arbeitszeit nach der persönlichen Arbeitszeit des Versi cherten (BGE 107 V 59 E. 1 mit Hinweisen). Wird die A rbeit jeweils vereinba rungsgemäss nur auf A u fforderung des Arbeitgebers aufgenommen (sogenannte Arbeit auf Abruf), gilt im Allgemeinen die auf dieser besonderen Vereinbarung beruhende Arbeitszeit als normal, weshalb die versicherte Person während der Zeit, da sie nicht zur Arbeit aufgefordert wird, keinen anrechenbaren Verdienst ausfall erleidet. Von diesem Grundsatz kann jedoch dann abgewichen werden, wenn der auf Abruf erfolgte Einsatz während längerer Zeit im Wesentlichen mehr oder weniger konstant war (BGE 139 V 259 E. 5.3.1). In diesem Fall ist die effektiv absolvierte Arbeitszeit als normal zu betrachten. Der Beobachtungszeitraum kann dabei umso kürzer sein, je weniger die Arbeitseinsätze in den einzelnen Monaten schwanken; und er muss umso länger sein, wenn die Arbeitseinsätze sehr unre gelmässig anfallen oder wenn die Arbeitsdauer während der einzelnen Einsätze starken Schwankungen unterworfen ist (Nussbaumer, a.a.O., S. 2310 Rz. 152 mit weiteren Hinweisen ). 3.2.2 Gemäss AVIG -Praxis ALE des Staatssekretariats für Wirtschaft ( seco ) Rz B100 sind als Beobachtungszeitraum die letzten zwölf Monate des Arbeitsverhältnisses auf Abruf oder die gesamte Dauer, sofern es zwischen sechs und zwölf Monate gedauert hat, zu wählen. Hat das Arbeitsverhältnis weniger als sechs Monate gedauert, kann keine Normalarbeitszeit ermittelt werden. 3.2.3 Die Tätigkeit als Z.___-Fahrer erfolgt über die Z.___ -App, welche es den Fahrern und Fahrgästen erlaubt, sich miteinander in Verbindung zu setzen. Es ist dem Z.___-Fahrer freigestellt, ob und gegebe nen nfalls wann er sich in die App einloggt und somit Anfragen erhält. Weiter ist es ihm unbenommen, eine Anfrage abzu lehnen. Die Arbeit wird nicht aufgrund eines im Voraus festgelegten Arbeitsplans oder auf einseitigen Abruf durch den Arbeitgeber geleistet, sondern steht im Belieben des Arbeitnehmers. D ie Plat tformbeschäftigung qualifiziert in aller Regel und vorausgesetzt, die übrigen Voraussetzungen für ein Arbeitsverhältnis sind ebenfalls erfüllt, mithin als unechte A rbeit auf Abruf (vgl. Hirsi ger in ARV 2019 S. 300). Damit besteht weder eine Garantie für einen bestimmten Beschäftigungsumfang, noch kann auf eine allgemein übliche Arbeitszeit geschlossen werden. Aus der vom Beschwerdeführer aufgelegten Dokumentation über seine für Z.___ geleistete Tätigkeit erhellt sodann, dass er unregelmässig arbeitete ( Urk. 6/34-130). Nach dem er diese Beschäftigung zudem bloss von 3 0. September ( Urk. 6/99) bis zum 26. Dezember 2019 ( Urk. 6/62) - mithin während nur dreier Monate - ausgeübt hat, kann eine Ermittlung der Normalarbeitszeit ohnehin nicht erfolgen (E. 3.2.2 und BGE 146 V 1 1 2 E. 5.3; vgl. auch BGE 107 V 59 E. 1 mit Hinweis auf zwei unveröffentlichte Urteile, wonach bei einer mehr als fünf Jahre beziehungsweise einer über mehrere Jahre dauernden Arbeitsleistung auf das Vorliegen eines an rechenbaren Verdienstausfalls geschlossen worden war). 3.3 Nach dem Dargelegten lässt sich eine Normalarbeitszeit nicht ermitteln, mit der Folge, dass der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Arbeits- und Verdienst ausfall nicht anrechenbar ist. Ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ist damit nicht gegeben. Angesichts dieses Ergebnisses erübrigen sich Weiterungen zum Gesuch des Beschwerdeführers um Sistierung des Verfahrens. 4. Zusammenfassend erweist es sich als rechtens, dass die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 6. Oktober 2020 verneint hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Orion Rechtsschutz-Versicherung AG - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit ( AWA ) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin VogelMuraro

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich AL.2021.00165 V. Kammer Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Kübler Sozialversicherungsrichterin Philipp Gerichtsschreiberin Muraro Urteil vom 2 6. November 2021

AL.2021.00165

AL.2021.00165

AL.2021.00165 V. Kammer

V. Kammer

Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Kübler Sozialversicherungsrichterin Philipp Gerichtsschreiberin Muraro

Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Kübler Sozialversicherungsrichterin Philipp Gerichtsschreiberin Muraro

Urteil vom 2 6. November 2021

Urteil vom 2 6. November 2021 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Orion Rechtsschutz-Versicherung AG

vertreten durch Orion Rechtsschutz-Versicherung AG Advokatin Graziella Salamone

Advokatin Graziella Salamone Aeschenvorstadt 50, 4051 Basel

Aeschenvorstadt 50, 4051 Basel gegen

gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen

Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur

Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Der 1960 geborene X.___ meldete sich am 6. Oktober 2020 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV), Y.___, zur Arbeitsver mittlung an ( Urk. 6/192) und beantragte ab diesem Datum Arbeitslosenent schädigung ( Urk. 6/174-177). Mit Verfügung vom 2 3. November 2020 verneinte die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich (nachfolgend: ALK ) mangels erfüllter Beitragszeit einen Anspruch des Versicherten auf Arbeitslosenentschädigung ( Urk. 6/133-135). Die hiergegen erhobene Einsprache vom 7. Januar 2021 ( Urk. 6/30-32) wies die ALK mit Entscheid vom 2 2. April 2021 ab ( Urk. 2). Ab Januar 2021 war der Beschwerdeführer in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis als Betriebsmitarbeiter Spedition tätig ( Urk. 6/24-26).

1. Der 1960 geborene X.___ meldete sich am 6. Oktober 2020 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV), Y.___, zur Arbeitsver mittlung an ( Urk. 6/192) und beantragte ab diesem Datum Arbeitslosenent schädigung ( Urk. 6/174-177). Mit Verfügung vom 2 3. November 2020 verneinte die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich (nachfolgend: ALK ) mangels erfüllter Beitragszeit einen Anspruch des Versicherten auf Arbeitslosenentschädigung ( Urk. 6/133-135). Die hiergegen erhobene Einsprache vom 7. Januar 2021 ( Urk. 6/30-32) wies die ALK mit Entscheid vom 2 2. April 2021 ab ( Urk. 2). Ab Januar 2021 war der Beschwerdeführer in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis als Betriebsmitarbeiter Spedition tätig ( Urk. 6/24-26). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 2. April 2021 erhob X.___ am 2 1. Mai 2021 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und in Gutheissung der Beschwerde der Anspruch auf Arbeitslo senentschädigung ab dem 6. Oktober 2020 zu bejahen. Sodann sei die Sache zur Berechnung und Ausrichtung der Versicherungsleistungen gemäss AVIG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Eventualiter sei die vorliegende Sache bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids des Bundesgerichts zur Frage, ob die Z.___-Tätigkeit als unselbständige oder selbständige Erwerbstätigkeit zu qua lifizieren sei, zu sistieren ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 1 1. Juni 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 5), wovon der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1 4. Juni 2021 in Kenntnis gesetzt wurde ( Urk. 8).

2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 2. April 2021 erhob X.___ am 2 1. Mai 2021 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und in Gutheissung der Beschwerde der Anspruch auf Arbeitslo senentschädigung ab dem 6. Oktober 2020 zu bejahen. Sodann sei die Sache zur Berechnung und Ausrichtung der Versicherungsleistungen gemäss AVIG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Eventualiter sei die vorliegende Sache bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids des Bundesgerichts zur Frage, ob die Z.___-Tätigkeit als unselbständige oder selbständige Erwerbstätigkeit zu qua lifizieren sei, zu sistieren ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 1 1. Juni 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 5), wovon der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1 4. Juni 2021 in Kenntnis gesetzt wurde ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenent schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Beitragspflicht befreit ist (Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung, AVIG ).

1.1 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenent schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Beitragspflicht befreit ist (Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung, AVIG ). 1.2 Nach Art. 9 Abs. 1 AVIG gelten - soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rah menfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind ( Art. 9 Abs. 2 AVIG ), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag ( Art. 9 Abs. 3 AVIG ).

1.2 Nach Art. 9 Abs. 1 AVIG gelten - soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rah menfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind ( Art. 9 Abs. 2 AVIG ), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag ( Art. 9 Abs. 3 AVIG ). Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG ) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG ). Die Rah menfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor dem Tag, an welchem die versicherte Person sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt (Art. 9 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 AVIG ).

Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG ) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG ). Die Rah menfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor dem Tag, an welchem die versicherte Person sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt (Art. 9 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 AVIG ). 1.3 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt weiter voraus, dass die versi cherte Person ganz oder teilweise arbeitslos ist ( Art. 8 Abs. 1 lit. a AVIG ). Als ganz arbeitslos gilt, wer in keinem Arbeitsverhältnis steht und eine Vollzeitbe schäftigung sucht ( Art. 10 Abs. 1 AVIG ). Als teilweise arbeitslos gilt, wer eine Teilzeitbeschäftigung hat und eine Vollzeit- oder eine weitere Teilzeitbeschäfti gung sucht ( Art. 10 Abs. 2 lit. b AVIG ).

1.3 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt weiter voraus, dass die versi cherte Person ganz oder teilweise arbeitslos ist ( Art. 8 Abs. 1 lit. a AVIG ). Als ganz arbeitslos gilt, wer in keinem Arbeitsverhältnis steht und eine Vollzeitbe schäftigung sucht ( Art. 10 Abs. 1 AVIG ). Als teilweise arbeitslos gilt, wer eine Teilzeitbeschäftigung hat und eine Vollzeit- oder eine weitere Teilzeitbeschäfti gung sucht ( Art. 10 Abs. 2 lit. b AVIG ). Zu den gesetzlichen Anspruchsvoraus setzungen gehört ferner, dass die versicherte Person einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat ( Art. 8 Abs. 1 lit. b AVIG ). Arbeitsausfall heisst Ausfall an normaler Arbeitszeit. Dieser ist nach der Rechtsprechung in der Regel aufgrund der im Beruf oder Erwerbszweig der versicherten Person allgemein üblichen Arbeitszeit zu ermitteln (Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizeri sches Bundesverwaltungsrech t [ SBVR ], 3. Auflage, Basel 2016, S. 2310 Rz 151). Nach Art. 11 Abs. 1 AVIG ist der Arbeitsausfall anrechenbar, wenn er einen Ver dienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinanderfolgende volle Arbeitstage dauert. Kumulativ erforderlich ist damit ein Verdienstausfall und ein Mindestarbeitsausfall (Nussbaumer, a.a.O., S. 2311 Rz 153). Als voller Arbeitstag gilt der fünfte Teil der wöchentlichen Arbeitszeit, die der Versicherte normaler weise während seines letzten Arbeitsverhältnisses geleistet hat ( Art. 4 Abs. 1 AVIV).

Zu den gesetzlichen Anspruchsvoraus setzungen gehört ferner, dass die versicherte Person einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat ( Art. 8 Abs. 1 lit. b AVIG ). Arbeitsausfall heisst Ausfall an normaler Arbeitszeit. Dieser ist nach der Rechtsprechung in der Regel aufgrund der im Beruf oder Erwerbszweig der versicherten Person allgemein üblichen Arbeitszeit zu ermitteln (Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizeri sches Bundesverwaltungsrech t [ SBVR ], 3. Auflage, Basel 2016, S. 2310 Rz 151). Nach Art. 11 Abs. 1 AVIG ist der Arbeitsausfall anrechenbar, wenn er einen Ver dienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinanderfolgende volle Arbeitstage dauert. Kumulativ erforderlich ist damit ein Verdienstausfall und ein Mindestarbeitsausfall (Nussbaumer, a.a.O., S. 2311 Rz 153). Als voller Arbeitstag gilt der fünfte Teil der wöchentlichen Arbeitszeit, die der Versicherte normaler weise während seines letzten Arbeitsverhältnisses geleistet hat ( Art. 4 Abs. 1 AVIV). Der anrechenbare Arbeitsausfall erfüllt eine doppelte Funktion. Als allgemeine Anspruchsvoraussetzung bedeutet er ein gewisses Mindestmass an ausgefallenen Arbeitstagen. Zum anderen bildet er eine zentrale Bemessungsregel, weil sich der Entschädigungsanspruch in masslicher Hinsicht grundsätzlich nach dem anre chenbaren Arbeitsausfall während einer Kontrollperiode richtet (Nussbaumer, a.a.O., S. 2311 Rz 154).

Der anrechenbare Arbeitsausfall erfüllt eine doppelte Funktion. Als allgemeine Anspruchsvoraussetzung bedeutet er ein gewisses Mindestmass an ausgefallenen Arbeitstagen. Zum anderen bildet er eine zentrale Bemessungsregel, weil sich der Entschädigungsanspruch in masslicher Hinsicht grundsätzlich nach dem anre chenbaren Arbeitsausfall während einer Kontrollperiode richtet (Nussbaumer, a.a.O., S. 2311 Rz 154). 1.4 Nach ständiger Rechtsprechung ist für die Frage der Arbeitnehmereigenschaft in der Arbeitslosenversicherung das formell rechts kräftig geregelte AHV-Beitrags statut massgebend, sofern sich dieses nicht als offensichtlich unrichtig erweist (BGE 126 V 213 E. 2 a ). Weil das AVIG vollumfänglich auf den Arbeit nehmer begriff des AHVG abstellt, muss sich die offensichtliche Unrichtigkeit auf eine AHV-spezifische Frage des Beitragsstatuts beziehen. Demgegenüber ist es den ALV -Behörden verwehrt, über ein nachgewiesenes formell rechtskräftiges AHV-Beitragsstatut selbständig zu verfügen. Nur wenn sich trotz zumutbarer Ab klä rungen bei Ausgleichskassen und Arbeitgebern kein solches AHV-Beitrags statut eruieren lässt, kommt eine freie Prüfung der Arbeitnehmereigenschaft durch die ALV -Organe in Betracht (Nussbaumer, a.a. O., S. 2275, Rz. 30, mit Hinweisen zur Rec htsprechung).

1.4 Nach ständiger Rechtsprechung ist für die Frage der Arbeitnehmereigenschaft in der Arbeitslosenversicherung das formell rechts kräftig geregelte AHV-Beitrags statut massgebend, sofern sich dieses nicht als offensichtlich unrichtig erweist (BGE 126 V 213 E. 2 a ). Weil das AVIG vollumfänglich auf den Arbeit nehmer begriff des AHVG abstellt, muss sich die offensichtliche Unrichtigkeit auf eine AHV-spezifische Frage des Beitragsstatuts beziehen. Demgegenüber ist es den ALV -Behörden verwehrt, über ein nachgewiesenes formell rechtskräftiges AHV-Beitragsstatut selbständig zu verfügen. Nur wenn sich trotz zumutbarer Ab klä rungen bei Ausgleichskassen und Arbeitgebern kein solches AHV-Beitrags statut eruieren lässt, kommt eine freie Prüfung der Arbeitnehmereigenschaft durch die ALV -Organe in Betracht (Nussbaumer, a.a. O., S. 2275, Rz. 30, mit Hinweisen zur Rec htsprechung). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid aus, der Beschwer deführer habe vom 1 5. Juni 2017 bis zum 3 1. Dezember 2018 bei der A.___ AG und vom 1. Januar 2019 bis zum 3 1. Juli 2019 bei der B.___ AG gearbeitet und damit in der vom 6. Oktober 2018 bis zum 5. Oktober 2020 dauernden Rahmenfrist für die Beitragszeit insgesamt 9.840 Monate an Beitragszeit erwirtschaftet, was unbestritten sei. Damit erfülle er die Mindestbeitragszeit von 12 Monaten nicht. Wenn auch die SVA Zürich die Tä tigkeit als Z.___-Fahrer als unselbständige Tätigkeit qualifiziere und diesbezüglich noch ein Gerichtsverfahren hängig sei, mithin über die Qualifizierung der Z.___-Fahrer bislang noch nicht höchstrichterlich entschieden sei, so könne die fragli che Tätigkeit dennoch nicht als Beitragszeit berücksichtigt werden. Zum einen habe der Beschwerdeführer vom U mstand, dass die Qualifikation der Tätigkeit als Z.___-Fahrer noch nicht festgelegt sei, Kenntnis gehabt beziehungsweise hätte sich dessen zumindest bewusst sein müssen. Zum anderen habe sich der Beschwerdeführer bereits als selbständiger Taxifahrer bei der SVA Zürich an ge meldet und fehle es an Beitragszahlungen für die Tätigkeit bei Z.___. Der Voll ständigkeit halber sei darauf hinzuweisen, dass - unter der Annahme, es würde eine unselbständige Tätigkeit vorliegen - infolge fehlender Unterstellung unter die Beitragspflicht und weil Z.___ bestreite, als Arbeitgeber zu gelten, sämtliche Kontrollmöglichkeiten hinsichtlich des tatsächlichen Arbeitsausfalls fehlten. Mangels vereinbarter Normalarbeitszeit liege ohnehin kein Arbeits- und Ver dienstausfall vor ( Urk. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid aus, der Beschwer deführer habe vom 1 5. Juni 2017 bis zum 3 1. Dezember 2018 bei der A.___ AG und vom 1. Januar 2019 bis zum 3 1. Juli 2019 bei der B.___ AG gearbeitet und damit in der vom 6. Oktober 2018 bis zum 5. Oktober 2020 dauernden Rahmenfrist für die Beitragszeit insgesamt 9.840 Monate an Beitragszeit erwirtschaftet, was unbestritten sei. Damit erfülle er die Mindestbeitragszeit von 12 Monaten nicht. Wenn auch die SVA Zürich die Tä tigkeit als Z.___-Fahrer als unselbständige Tätigkeit qualifiziere und diesbezüglich noch ein Gerichtsverfahren hängig sei, mithin über die Qualifizierung der Z.___-Fahrer bislang noch nicht höchstrichterlich entschieden sei, so könne die fragli che Tätigkeit dennoch nicht als Beitragszeit berücksichtigt werden. Zum einen habe der Beschwerdeführer vom U mstand, dass die Qualifikation der Tätigkeit als Z.___-Fahrer noch nicht festgelegt sei, Kenntnis gehabt beziehungsweise hätte sich dessen zumindest bewusst sein müssen. Zum anderen habe sich der Beschwerdeführer bereits als selbständiger Taxifahrer bei der SVA Zürich an ge meldet und fehle es an Beitragszahlungen für die Tätigkeit bei Z.___. Der Voll ständigkeit halber sei darauf hinzuweisen, dass - unter der Annahme, es würde eine unselbständige Tätigkeit vorliegen - infolge fehlender Unterstellung unter die Beitragspflicht und weil Z.___ bestreite, als Arbeitgeber zu gelten, sämtliche Kontrollmöglichkeiten hinsichtlich des tatsächlichen Arbeitsausfalls fehlten. Mangels vereinbarter Normalarbeitszeit liege ohnehin kein Arbeits- und Ver dienstausfall vor ( Urk. 2). 2.2 Dem hielt der Beschwerdeführer insbesondere entgegen, die SVA Zürich habe die Z.___-Tätigkeit als unselbständige Erwerbstätigkeit qualifiziert, ein rechtskräftiges Urteil des Kantonsgerichts Waadt halte fest, dass Z.___-Fahrer als Angestellte zu qualifizieren seien und schliesslich seien zwei Rechtsgutachten zum Schluss gekommen, bei der Tätigkeit als Z.___-Fahrer handle es sich sozialversicherungs rechtlich um eine unselbständige Tätigkeit. N icht massgebend sei demgegenüber, welche Meinung Z.___ selber vertrete, da die Qualifikation nicht durch die Par teien, sondern durch die Ausgleichskasse beziehungsweise durch das Bundesge richt fest zulegen sei. Selbst wenn vorliegend eine freie Prüfung zulässig wäre, müsste die Tätigkeit aufgrund des fast gänzlich fehlenden unternehmerischen Risikos, der weitreichenden und engmaschigen Weisungsbefugnisse sowie der stellenweise vorhandenen Subordination zwischen Z.___-Fahrer n und Z.___ als unselbständig e Erwerbstätigkeit gewertet werden. Endlich führte die Qualifikation der Z.___-Tätigkeit durch die «freie Prüfung» der Beschwerdegegnerin zu einem nichtwiedergutzumachenden Nachteil des Beschwerdeführers, weshalb die Beschwerdegegnerin statt einer «freien Prüfung» das Einspracheverfahren bis zur höchstrichterlichen Klärung der Frage hätte sistieren müssen ( Urk. 1).

2.2 Dem hielt der Beschwerdeführer insbesondere entgegen, die SVA Zürich habe die Z.___-Tätigkeit als unselbständige Erwerbstätigkeit qualifiziert, ein rechtskräftiges Urteil des Kantonsgerichts Waadt halte fest, dass Z.___-Fahrer als Angestellte zu qualifizieren seien und schliesslich seien zwei Rechtsgutachten zum Schluss gekommen, bei der Tätigkeit als Z.___-Fahrer handle es sich sozialversicherungs rechtlich um eine unselbständige Tätigkeit. N icht massgebend sei demgegenüber, welche Meinung Z.___ selber vertrete, da die Qualifikation nicht durch die Par teien, sondern durch die Ausgleichskasse beziehungsweise durch das Bundesge richt fest zulegen sei. Selbst wenn vorliegend eine freie Prüfung zulässig wäre, müsste die Tätigkeit aufgrund des fast gänzlich fehlenden unternehmerischen Risikos, der weitreichenden und engmaschigen Weisungsbefugnisse sowie der stellenweise vorhandenen Subordination zwischen Z.___-Fahrer n und Z.___ als unselbständig e Erwerbstätigkeit gewertet werden. Endlich führte die Qualifikation der Z.___-Tätigkeit durch die «freie Prüfung» der Beschwerdegegnerin zu einem nichtwiedergutzumachenden Nachteil des Beschwerdeführers, weshalb die Beschwerdegegnerin statt einer «freien Prüfung» das Einspracheverfahren bis zur höchstrichterlichen Klärung der Frage hätte sistieren müssen ( Urk. 1). 3.

3. 3.1 Ob die vom Beschwerdeführer ausgeübte Tätigkeit als Z.___-Fahrer als unselb ständige oder selbständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist, braucht vorlie gend nicht abschliessend geklärt zu werden. Auch wenn mit der SVA Zürich, welche die Tätigkeit als unselbständig einordnet ( Urk. 6/22), und dem Beschwer deführer (E. 2.2) auf ein Arbeitnehmer-Verhältnis geschlossen und die Beitrags zeit als erfüllt erachtet würde, liesse sich dennoch kein Anspruch auf Arbeitslo senentschädigung begründen, wie die nachfolgenden Darlegungen zeigen.

3.1 Ob die vom Beschwerdeführer ausgeübte Tätigkeit als Z.___-Fahrer als unselb ständige oder selbständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist, braucht vorlie gend nicht abschliessend geklärt zu werden. Auch wenn mit der SVA Zürich, welche die Tätigkeit als unselbständig einordnet ( Urk. 6/22), und dem Beschwer deführer (E. 2.2) auf ein Arbeitnehmer-Verhältnis geschlossen und die Beitrags zeit als erfüllt erachtet würde, liesse sich dennoch kein Anspruch auf Arbeitslo senentschädigung begründen, wie die nachfolgenden Darlegungen zeigen. 3.2

3.2 3.2.1 Eine wesentliche Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung besteht darin, dass der Versicherte einen anrechenbaren Verdienstausfall erlitten hat. Anrechenbar ist der Verdienstausfall, wenn er durch einen Ausfall an nor maler Arbeitszeit entsteht, welche aufgrund der im Beruf ode r Erwerbszweig des Versich erte n allgemein üblichen Arbeitszeit zu ermitteln ist (E. 1.3). Besteht hin gegen eine besondere Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, so bemisst sich die normale Arbeitszeit nach der persönlichen Arbeitszeit des Versi cherten (BGE 107 V 59 E. 1 mit Hinweisen). Wird die A rbeit jeweils vereinba rungsgemäss nur auf A u fforderung des Arbeitgebers aufgenommen (sogenannte Arbeit auf Abruf), gilt im Allgemeinen die auf dieser besonderen Vereinbarung beruhende Arbeitszeit als normal, weshalb die versicherte Person während der Zeit, da sie nicht zur Arbeit aufgefordert wird, keinen anrechenbaren Verdienst ausfall erleidet. Von diesem Grundsatz kann jedoch dann abgewichen werden, wenn der auf Abruf erfolgte Einsatz während längerer Zeit im Wesentlichen mehr oder weniger konstant war (BGE 139 V 259 E. 5.3.1). In diesem Fall ist die effektiv absolvierte Arbeitszeit als normal zu betrachten. Der Beobachtungszeitraum kann dabei umso kürzer sein, je weniger die Arbeitseinsätze in den einzelnen Monaten schwanken; und er muss umso länger sein, wenn die Arbeitseinsätze sehr unre gelmässig anfallen oder wenn die Arbeitsdauer während der einzelnen Einsätze starken Schwankungen unterworfen ist (Nussbaumer, a.a.O., S. 2310 Rz. 152 mit weiteren Hinweisen ).

3.2.1 Eine wesentliche Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung besteht darin, dass der Versicherte einen anrechenbaren Verdienstausfall erlitten hat. Anrechenbar ist der Verdienstausfall, wenn er durch einen Ausfall an nor maler Arbeitszeit entsteht, welche aufgrund der im Beruf ode r Erwerbszweig des Versich erte n allgemein üblichen Arbeitszeit zu ermitteln ist (E. 1.3). Besteht hin gegen eine besondere Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, so bemisst sich die normale Arbeitszeit nach der persönlichen Arbeitszeit des Versi cherten (BGE 107 V 59 E. 1 mit Hinweisen). Wird die A rbeit jeweils vereinba rungsgemäss nur auf A u fforderung des Arbeitgebers aufgenommen (sogenannte Arbeit auf Abruf), gilt im Allgemeinen die auf dieser besonderen Vereinbarung beruhende Arbeitszeit als normal, weshalb die versicherte Person während der Zeit, da sie nicht zur Arbeit aufgefordert wird, keinen anrechenbaren Verdienst ausfall erleidet. Von diesem Grundsatz kann jedoch dann abgewichen werden, wenn der auf Abruf erfolgte Einsatz während längerer Zeit im Wesentlichen mehr oder weniger konstant war (BGE 139 V 259 E. 5.3.1). In diesem Fall ist die effektiv absolvierte Arbeitszeit als normal zu betrachten. Der Beobachtungszeitraum kann dabei umso kürzer sein, je weniger die Arbeitseinsätze in den einzelnen Monaten schwanken; und er muss umso länger sein, wenn die Arbeitseinsätze sehr unre gelmässig anfallen oder wenn die Arbeitsdauer während der einzelnen Einsätze starken Schwankungen unterworfen ist (Nussbaumer, a.a.O., S. 2310 Rz. 152 mit weiteren Hinweisen ). 3.2.2 Gemäss AVIG -Praxis ALE des Staatssekretariats für Wirtschaft ( seco ) Rz B100 sind als Beobachtungszeitraum die letzten zwölf Monate des Arbeitsverhältnisses auf Abruf oder die gesamte Dauer, sofern es zwischen sechs und zwölf Monate gedauert hat, zu wählen. Hat das Arbeitsverhältnis weniger als sechs Monate gedauert, kann keine Normalarbeitszeit ermittelt werden.

3.2.2 Gemäss AVIG -Praxis ALE des Staatssekretariats für Wirtschaft ( seco ) Rz B100 sind als Beobachtungszeitraum die letzten zwölf Monate des Arbeitsverhältnisses auf Abruf oder die gesamte Dauer, sofern es zwischen sechs und zwölf Monate gedauert hat, zu wählen. Hat das Arbeitsverhältnis weniger als sechs Monate gedauert, kann keine Normalarbeitszeit ermittelt werden. 3.2.3 Die Tätigkeit als Z.___-Fahrer erfolgt über die Z.___ -App, welche es den Fahrern und Fahrgästen erlaubt, sich miteinander in Verbindung zu setzen. Es ist dem Z.___-Fahrer freigestellt, ob und gegebe nen nfalls wann er sich in die App einloggt und somit Anfragen erhält. Weiter ist es ihm unbenommen, eine Anfrage abzu lehnen. Die Arbeit wird nicht aufgrund eines im Voraus festgelegten Arbeitsplans oder auf einseitigen Abruf durch den Arbeitgeber geleistet, sondern steht im Belieben des Arbeitnehmers. D ie Plat tformbeschäftigung qualifiziert in aller Regel und vorausgesetzt, die übrigen Voraussetzungen für ein Arbeitsverhältnis sind ebenfalls erfüllt, mithin als unechte A rbeit auf Abruf (vgl. Hirsi ger in ARV 2019 S. 300).

3.2.3 Die Tätigkeit als Z.___-Fahrer erfolgt über die Z.___ -App, welche es den Fahrern und Fahrgästen erlaubt, sich miteinander in Verbindung zu setzen. Es ist dem Z.___-Fahrer freigestellt, ob und gegebe nen nfalls wann er sich in die App einloggt und somit Anfragen erhält. Weiter ist es ihm unbenommen, eine Anfrage abzu lehnen. Die Arbeit wird nicht aufgrund eines im Voraus festgelegten Arbeitsplans oder auf einseitigen Abruf durch den Arbeitgeber geleistet, sondern steht im Belieben des Arbeitnehmers. D ie Plat tformbeschäftigung qualifiziert in aller Regel und vorausgesetzt, die übrigen Voraussetzungen für ein Arbeitsverhältnis sind ebenfalls erfüllt, mithin als unechte A rbeit auf Abruf (vgl. Hirsi ger in ARV 2019 S. 300). Damit besteht weder eine Garantie für einen bestimmten Beschäftigungsumfang, noch kann auf eine allgemein übliche Arbeitszeit geschlossen werden. Aus der vom Beschwerdeführer aufgelegten Dokumentation über seine für Z.___ geleistete Tätigkeit erhellt sodann, dass er unregelmässig arbeitete ( Urk. 6/34-130). Nach dem er diese Beschäftigung zudem bloss von 3 0. September ( Urk. 6/99) bis zum 26. Dezember 2019 ( Urk. 6/62) - mithin während nur dreier Monate - ausgeübt hat, kann eine Ermittlung der Normalarbeitszeit ohnehin nicht erfolgen (E. 3.2.2 und BGE 146 V 1 1 2 E. 5.3; vgl. auch BGE 107 V 59 E. 1 mit Hinweis auf zwei unveröffentlichte Urteile, wonach bei einer mehr als fünf Jahre beziehungsweise einer über mehrere Jahre dauernden Arbeitsleistung auf das Vorliegen eines an rechenbaren Verdienstausfalls geschlossen worden war).

Damit besteht weder eine Garantie für einen bestimmten Beschäftigungsumfang, noch kann auf eine allgemein übliche Arbeitszeit geschlossen werden. Aus der vom Beschwerdeführer aufgelegten Dokumentation über seine für Z.___ geleistete Tätigkeit erhellt sodann, dass er unregelmässig arbeitete ( Urk. 6/34-130). Nach dem er diese Beschäftigung zudem bloss von 3 0. September ( Urk. 6/99) bis zum 26. Dezember 2019 ( Urk. 6/62) - mithin während nur dreier Monate - ausgeübt hat, kann eine Ermittlung der Normalarbeitszeit ohnehin nicht erfolgen (E. 3.2.2 und BGE 146 V 1 1 2 E. 5.3; vgl. auch BGE 107 V 59 E. 1 mit Hinweis auf zwei unveröffentlichte Urteile, wonach bei einer mehr als fünf Jahre beziehungsweise einer über mehrere Jahre dauernden Arbeitsleistung auf das Vorliegen eines an rechenbaren Verdienstausfalls geschlossen worden war). 3.3 Nach dem Dargelegten lässt sich eine Normalarbeitszeit nicht ermitteln, mit der Folge, dass der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Arbeits- und Verdienst ausfall nicht anrechenbar ist. Ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ist damit nicht gegeben.

3.3 Nach dem Dargelegten lässt sich eine Normalarbeitszeit nicht ermitteln, mit der Folge, dass der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Arbeits- und Verdienst ausfall nicht anrechenbar ist. Ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ist damit nicht gegeben. Angesichts dieses Ergebnisses erübrigen sich Weiterungen zum Gesuch des Beschwerdeführers um Sistierung des Verfahrens.

Angesichts dieses Ergebnisses erübrigen sich Weiterungen zum Gesuch des Beschwerdeführers um Sistierung des Verfahrens. 4. Zusammenfassend erweist es sich als rechtens, dass die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 6. Oktober 2020 verneint hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.

4. Zusammenfassend erweist es sich als rechtens, dass die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 6. Oktober 2020 verneint hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Orion Rechtsschutz-Versicherung AG

Orion Rechtsschutz-Versicherung AG - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit

seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit ( AWA )

Amt für Wirtschaft und Arbeit ( AWA ) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

VogelMuraro