Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03604.jsonl.gz/1630

Die Australische Notenbank untersucht derzeit die Möglichkeit einer Digitalen Zentralbankwährung (CBDC). Die Bank hat enthüllt, dass sie die Verwendung einer CBDC in einem Grosskunden-Zahlungssystem simulieren möchte.
Derzeit beschäftigen sich viele Zentralbanken mit digitalen Währungen, was hauptsächlich durch die Pläne von Facebook hinsichtlich Libra hervorgerufen wurde. Da Libra jedoch grosse Probleme hinsichtlich regulatorischen Fragen hatte, schreiten die Zentralbanken nun mit eigenen Plänen voran. In der jüngsten Vergangenheit haben bereits die Zentralbanken Chinas, Schwedens, der Türkei sowie zahlreicher anderer Länder die Entwicklung eigener CBDCs vorangetrieben. Die Zentralbank möchte damit testen, was passieren würde, wenn CBDCs an Geschäftsbanken gegeben werden. Diese sollen im Gegenzug jeweils ihre Devisenabrechnungskonten zur Verfügung stellen.
Notenbank prüft Auswirkungen
Die Bank scheint bisher noch nicht davon überzeugt, dass es einen wirklichen Bedarf für den Einsatz von CBDCs in Abwicklungssystemen gibt. Die Bank hat auch die Vorteile einer CBDC evaluiert und festgestellt, dass die Kosten für Zahlungen beispielsweise sinken könnten oder die Geschwindigkeit von Transaktionen erhöht werden kann. Zahlungen könnten dann in Echtzeit, rund um die Uhr, sowie ohne externe Zahlungssysteme abgewickelt werden.
Der Leiter der Abteilung für Zahlungspolitik, Tony Richards, vermutet, dass es zahlreiche Nachteile geben würde. Weiterhin sieht er eine Gefahr darin, dass die ARB einen CBDC entwickeln könnte, um dann festzustellen, dass die Nutzer mit den bestehenden elektronischen Zahlungsdienstleistern zufrieden sind.
Ein grosser Erfolg von digitalen Währungen der Zentralbanken könnten zu einer grundlegenden Veränderung der Struktur des Finanzsystems führen.
Traditionelle CBDCs und CBDCs direkt von der Zentralbank
Traditionelle CBDC
Dies sind im Wesentlichen die aktuellen Fiat-Währungen (physische Banknoten und Münzen), die in eine digitale Währung umgewandelt werden. Ausgegeben von der Zentralbank der Länder und vertrieben von den Geschäftsbanken ein bekanntes Konzept also, wo die Bürger kein direktes Konto bei der Zentralbank haben.
CBDC direkt von der Zentralbank
Dies ist ein Konzept, mit dem sich die Riksbank beschäftigt (Projektphase), welches einen wesentlichen Unterschied zum „traditionellen CBDC-Konzept“ aufweist: Jeder Bürger würde ein Konto bei der Zentralbank haben und dort sein digitales Geld einzahlen und abheben können.