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Zur Erfassung des Burnout-Syndroms im klinischen Alltag eignen sich etablierte arbeitspsychologische Tests. Am besten validiert ist das Maslach Burnout Inventory, das Burnout als anhaltende Stressreaktion auf chronische Arbeitsbelastungen mit drei Kernsymptomen versteht:
Erschöpfung bezieht sich auf das Gefühl, sowohl emotional als auch körperlich entkräftet zu sein.
Zynismus beschreibt eine distanzierte, gleichgültige Einstellung gegenüber der Arbeit.
Ineffektivität beschreibt das Gefühl beruflichen Versagens sowie den Verlust des Vertrauens in die eigenen Fähigkeiten.
Entscheidend für die Einstufung des Burnout-Risikos ist nicht allein das Vorhandensein von Anzeichen wie Schlaflosigkeit, Energiemangel, oder Mangel an Freude an der Arbeit, sondern die Häufigkeit bzw. Dauer der Symptomatik. Damit lassen sich Schweregrade definieren und Anhaltspunkte für die Therapie ableiten.
Darüber hinaus gibt zwei weitere Kriterien:
Burnout ist generell arbeitsbezogen.
Unangemessene Erwartungen und hohe emotionale Anforderungen spielen eine wichtige Rolle.
Burnout is a work-related stress reaction leading to a persistent, negative state of mind in „normal“ individuals that is primarily characterised by exhaustion, which is accompanied by distress, a sense of reduced effectiveness, decreased motivation, and the development of dysfunctional attitudes and behaviours at work, Burnout shows on the somatic level by dysregulation of neuroendocrine stress regulation mechanisms which may present with vegetative symptoms. This physiological condition develops gradually but may remain unnoticed for a long time by the individual involved. It results from a misfit between the person an the job concerning six strategic areas: workload, community, support, values, fairness and control. When an imbalance exists in one or more of these areas, the individual‘s ressources no longer suffice to deal with the circumstances at work. Often burnout is self-perpetuating because of increasingly inadequate coping strategies that are associated with the syndrome.
Entscheidend für die Diagnostik des Burnout-Syndroms ist zudem sein progressiver Verlauf. Den Anfang nimmt ein Burnout, wenn Menschen auf berufliche Stresssituationen zunächst mit einem gesteigerten Engagement reagieren. Bekannte Bewältigungsstrategien werden aktiviert, auch wenn deren Anwendung in der Vergangenheit die Betroffenen bereits an ihre Belastungsgrenzen geführt hat. Erweisen sich diese als ineffektiv besteht die Gefahr, dass Symptome wie negative emotionale Reaktionen und Antriebsstörungen sich schrittweise vom Arbeitskontext auf weitere Lebensbereiche ausweiten und letztlich im Vollbild einer klinischen Depression münden.