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Die Erscheinungen Mariens in La Salette (I)
Eigene Vorbemerkung: Wenn man den letzten Abschnitt liest, muss man unweigerlich an die heutige Situation denken: Der siebte Tag, Tag des Herrn: Wer hält ihn noch hoch? Schrecklich, wie entheiligt er von der grossen Mehrheit wird!
Am 19. September 1846 hüten Melanie und Maximin ihre Kühe, als Melanie plötzlich ein wunderschönes Licht sieht, strahlender als die Sonne und kaum die Worte hervorbrachte: „Maximin, sieh doch dort! O, mein Gott!“ Und sie erzählt: „Der Stock, den ich in der Hand hielt, fiel mir aus den Händen (…) Ich sah angestrengt auf das Licht, das still stand, doch als es sich öffnete, erblickte ich in ihm ein anderes, noch viel helleres Licht, das sich bewegte und in dem eine wunderschöne Frau sass, den Kopf in die Hände gestützt.“
Die schöne Frau steht auf und sagt zu den Kindern: „Kommt näher Kinder, habt keine Angst. Ich bin hier um euch eine grosse Botschaft zu überbringen:
Wenn mein Volk sich nicht unterwerfen will, bin ich gezwungen, den Arm meines Sohnes fallen zu lassen. Er lastet so schwer, dass ich ihn nicht länger stützen kann. So lange schon leide ich um euch! Wenn ich will, dass mein Sohn euch nicht verlässt, muss ich ihn unablässig für euch bitten. Aber ihr macht euch nichts daraus! So viel ihr auch betet und tut: nie werdet ihr die Mühe vergelten können, die ich für euch auf mich genommen habe.
Ich habe euch sechs Tage zum Arbeiten gegeben und den siebten mir vorbehalten und man will ihn mir nicht geben. Das ist es, was den Arm meines Sohnes so schwer macht. Die Fuhrleute können nicht fluchen, ohne dabei den Namen meines Sohnes zu missbrauchen. Das sind die zwei Dinge, die den Arm meines Sohnes so schwer machen. Wenn die Ernte verdirbt, geschieht es nur euretwegen. Ich habe es euch im vergangenen Jahr an den Kartoffeln gezeigt. Ihr habt euch nichts daraus gemacht. Im Gegenteil, wenn ihr verdorbene Kartoffeln gefunden habt, habt ihr geflucht und dabei den Namen meines Sohnes missbraucht. Sie werden weiter verderben und dieses Jahr an Weihnachten, wird es keine mehr geben.“
Aus „Eine Minute mit Maria“; Fortsetzung folgt.