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TVO: Berufung gegen Staatshilfe für Areva
Nach einer Untersuchung kam die Europäische Kommission im Januar 2017 zum Schluss, die Unterstützung des französischen Staates an die Areva sei nicht wettbewerbsverzerrend. Der Plan umfasst eine staatliche Beihilfe in Form einer Kapitalerhöhung von EUR 4,5 Mrd. (CHF 4,8 Mrd.) zur Restrukturierung der Areva. Die staatlich kontrollierte Electricité de France (EDF) soll dabei das Reaktorgeschäft der ebenfalls staatlichen Areva übernehmen. Das französisch-deutsche Konsortium Areva-Siemens baut den EPR Olkiluoto-3 in Finnland. Das Projekt hinkt neun Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan hinterher und hat bisher Mehrkosten in Höhe von mehreren Milliarden verursacht.
Die TVO betonte in einer Mitteilung, sie sei nicht grundsätzlich gegen die staatliche Beihilfe, sofern die Bedürfnisse der TVO vollumfänglich berücksichtigt würden. Dies sei jedoch gegenwärtig nicht der Fall. Das Unternehmen bemängelt unter anderem, dass der Restrukturierungs- und Neufinanzierungsplan derzeit keine ausreichenden Garantien für die Bereitstellung der benötigten finanziellen, technischen und personellen Ressourcen für das Olkiluoto-3-Projekt bietet. Die TVO sei sich zudem nicht sicher, dass Areva all ihre laufenden und zukünftigen Verbindlichkeiten während der Fertigstellungsphase des EPR nachkommen könne. Hauptziel von TVO bleibe die zeitgerechte Fertigstellung des Projekts innerhalb des gegenwärtigen Zeitplans und im Einklang mit den Vertragsverpflichtungen der Areva-Siemens, so das Unternehmen weiter.