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Dies hätte eine Zusatzabgabe von EUR 10,04 Mio. zur Folge. Bis Ende September hatte sich die saldierte Überlieferung noch auf knapp 28.000 t belaufen. Die Landwirte können den derzeitigen Liefertrend noch bis Ende des Quotenjahres im März 2014 korri gieren.
Die AMA-Berechnungen basieren auf einer nationalen Quote für Lieferungen (A-Quote) für den Zeitraum Anfang April 2013 bis Ende März 2014 in der Höhe von 2,906.635 t. In dieser Menge ist die im Rahmen des GAP-Gesundheits-Checks 2008 vereinbarte 1%ige Quotenaufstockung bereits berücksichtigt.
Im Berechnungszeitraum Anfang April bis Ende Oktober haben die heimischen Bauern 1,717.563 t Rohmilch angeliefert. Aufgrund des gegenüber dem Referenzwert höheren Fettgehalts der angelieferten Milch erhöht sich diese Menge um 12.386 t, woraus eine fettkorrigierte Anlieferung von 1,729.949 t resultiert. Nachdem die anteilige A-Quote für diesen Zeitraum nur 1,693.872 t ausmacht, ergibt sich daraus eine saldierte Überlieferung von 36.077 t oder 2,1%. Für Quotenüberschreitungen hat die EU eine Zusatzabgabe festgelegt, diese beträgt auch im aktuellen Milchjahr 27,83 Cent je kg Milch. Aus den Anlieferungen bis Ende Oktober resultiert damit bereits eine Abgabe von EUR 10,04 Mio.
Menge seit Jahresbeginn um 1,4% geringer als 2012/13
Die überliefernden Bauern haben bis Ende des Quotenjahres noch die Möglichkeit, den aktuellen Liefertrend zu korrigieren und die Zusatzabgabe zu verringern. Dem steht allerdings die derzeitige Marktentwicklung gegenüber: Die Milchanlieferungen lagen in Österreich nämlich von Jänner bis August 2013 spürbar unter der Vorjahreslinie, erst im September und Oktober wurde diese überschritten. In der ersten November-Dekade hielt dieser Trend mit einem Plus von 0,2% gegenüber dem Vorjahresmonat weiter an. In Summe ergab sich von Jänner bis Anfang November 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von 1,4%. Die geringere Anlieferung hat dazu beigetragen, dass die Erzeugerpreise im Inland spürbar zugelegt haben, weil die Molkereien den nunmehr knapperen Rohstoff dringend zur Bedienung ihrer In- und Auslandsmärkte benötigen. Damit dürfte für die Bauern der Anreiz, die Lieferungen wegen einer möglichen Quotenüberschreitung zu reduzieren, geringer werden.
Unverändert hohe Preise am Weltmilchmarkt
Am internationalen Markt für Milcherzeugnisse haben sich die Preise trotz des saisonal großen Angebotes aus Neuseeland auf ihrem überdurchschnittlichen Niveau behaupten können. Bei der jüngsten Auktion an der Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) legte der gewichtete Index aller umgesetzten Lieferkontrakte nochmals leicht gegenüber dem vorherigen Termin von Anfang November zu. Insgesamt wurden acht Molkereierzeugnisse gehandelt und Ware mit einem Produktgewicht von 52.300 t versteigert.
Marktexperten gehen laut Agra-Europe davon aus, dass sich die Weltmarktpreise für Milcherzeugnisse weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau bewegen werden, da die Anlieferungen in Neuseeland saisonal bald wieder rückläufig sein und die globale Nachfrage weiterhin rege bleiben dürfte.