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Die Beschäftigungsquote der 55- bis 64-Jährigen liegt in der Schweiz bei hohen 70,5 Prozent – in den OECD-Ländern insgesamt sind im Schnitt nur 54 Prozent dieser Altersgruppe erwerbstätig. Zudem ist die Erwerbslosigkeit unter den älteren Arbeitnehmenden mit 3,1 Prozent hierzulande halb so hoch wie im OECD-Durchschnitt. Wie in anderen Ländern besteht aber auch in der Schweiz die Schwierigkeit für arbeitslose ältere Menschen – insbesondere Frauen und Personen mit niedrigem Bildungsniveau –, wieder eine Stelle zu finden.
Die OECD beurteilt die Situation der älteren Arbeitnehmenden in der Schweiz positiv: Im Vergleich zu vor zehn Jahren hätten sich die Anreize für längeres Arbeiten und die Beschäftigungsfähigkeit von älteren Arbeitskräften verbessert. Der eingeschlagene Kurs sei weiterzuverfolgen. Konkret empfiehlt die Organisation, in einer Gesamtstrategie Massnahmen in drei Bereichen zu definieren: die Stärkung der Anreize für längeres Arbeiten, die Beseitigung der Hindernisse für die Rekrutierung älterer Arbeitnehmender und die Verbesserung von deren Beschäftigungsfähigkeit.
Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) sieht sich durch den Bericht der OECD in seinen Bemühungen bestätigt, das Potenzial der älteren Arbeitnehmenden besser zu nutzen. Mit der Initiative «arbeitsmarkt 45plus» verfolgt der SAV genau das Ziel, die Beseitigung von Hindernissen unter anderem bei der Rekrutierung zu thematisieren und damit Anreize zu stärken, damit ältere Mitarbeitende bis zur ordentlichen Pensionierung und darüber hinaus im Arbeitsmarkt verbleiben. Eine weitere Massnahme des SAV stellt im Rahmen der Reform Altersvorsorge 2020 die Forderung nach längerem Arbeiten dar. Zudem macht er sich für die berufliche Weiterbildung auch von älteren Arbeitnehmenden stark.