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Jeremy Seewers Aufstieg verlief in den vergangenen Jahren geradlinig. Nach konstant starken Leistungen in der MX2-Kategorie, wo er zweimal WM-Zweiter war, bestritt er 2018 seine erste MXGP-Saison. Mit Gesamtrang 8 und als bester Newcomer trat der 24-Jährige aus Bülach so überzeugend auf, dass er von Yamaha fürs Werksteam unter Vertrag genommen wurde. Seewers prominenter Teamkollege ist der Franzose Romain Febvre, 2015 Weltmeister in der höchsten Motocross-Klasse.
Die Saisonvorbereitung von Seewer, der in den einzelnen Rennen wie auch im Schlussklassement eine Top-5-Platzierung anstrebt, verlief nur bis Mitte Januar ideal. Dann zog sich der ambitionierte Schweizer in Spanien eine Lungenentzündung zu, wodurch er während mehr als drei Wochen nicht wie erhofft trainieren konnte. Es ist deshalb nicht zu erwarten, dass Seewer in Argentinien sein Leistungsvermögen schon zu 100 Prozent wird abrufen können.
Doch nach den zwei Läufen in Patagonien folgen noch 36 weitere - allerdings wegen Einsprachen erstmals seit drei Jahren keine mehr in Frauenfeld. Zu Ende geht die Saison am 22. September in Hongkong. Wegen einer bei einem Trainingssturz in Spanien erlittenen Fussverletzung verpasst Weltmeister Jeffrey Herlings (24) zumindest den Saisonauftakt. Für den Niederländer ist deshalb sein KTM-Teamkollege Antonio Cairoli der Topfavorit auf den Titel. Der 33-jährige Italiener ist bereits neunfacher Weltmeister.
Neben Seewer bestreitet mit Arnaud Tonus ein zweiter Schweizer die Rennen der Königsklasse. Der 27-jährige Genfer, dessen letzte Saison wegen einer im Februar erlittenen Schulterverletzung gar nicht nach Plan verlief, steht bei einem Yamaha-Privatteam unter Vertrag.