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Die Sylvesterparty 2016 / 2017 dauert eine ganze Sekunde länger als normal.
Anfangs Jahr 2017 erhalten wir eine zusätzliche Sekunde: Eine Schaltsekunde wird eingefügt. Dies, weil sich unsere Erdkugel offenbar zurzeit etwas zu langsam dreht, woran bestimmt wieder die bösen Autofahrer, die Migros-Plastikseckli oder gar Donald Trump oder die Rechts- und Linkspopulist schuld sind. In der Schweiz wird die Zusatzsekunde am 1. Januar 2017 nach 00:59:59 Uhr eingefügt. Die Zeitanzeige wird dann also für einmal nicht nach 00:59:59 gleich zu 01:00:00 wechseln, sondern eine Sekunde lang 00:59:60 sein. Jetzt schlägts 60!
Liebe Schüler: Eine Minute hat 61 Sekunden
Eine Minute, die 61 Sekunden dauert: Das wird es in der Nacht von Sylvester auf Neujahr 2017 ausnahmsweise geben. Dann wird eine Schaltsekunde in die weltweite Referenzzeit eingeschoben. Aber zur Beruhigung: Die restlichen 31'535'999 Minuten des Jahres 2017 werden wieder wie gewohnt je 60 Sekunden haben.
Die Erde dreht sich nicht ganz regelmässig
Während Jahrhunderten war die Zeitmessung astronomisch bestimmt. Sie war an die Drehung der Erde um ihre eigene Achse (Tag) und den Umlauf der Erde um die Sonne (Jahr) gebunden: Die Länge eines mittleren Sonnentages wurde auf 86'400 Sekunden festgelegt. Die Drehgeschwindigkeit der Erde ist jedoch nicht konstant. Sie schwankt wegen Naturphänomenen, wie Wind- und Meeresströmungen, Vulkanausbrüchen oder Erdbeben. Dadurch konnte sich auch die Dauer der Sekunde geringfügig ändern, solange sie über die Dauer des mittleren Sonnentages festgelegt war.
Atomzeit: Seit 1967 nehmen wir es ganz genau
Seit einigen Jahrzehnten gibt es Atomuhren, mit denen die Sekunde um ein Vielfaches präziser und stabiler bestimmt werden kann als mittels der Erdrotation. 1967 wurde deshalb die Einheit der Zeit, die Sekunde, mithilfe eines atomaren Vorgangs neu definiert. Das ist besonders wichtig für technische und wissenschaftliche Anwendungen, die auf ein beständiges Zeitmass angewiesen sind.
Atomzeit und Astronomische Zeit sollten auf die Dauer nicht voneinander abweichen. Damit der Abstand nicht zu gross wird, werden Schaltsekunden eingefügt. Dies erfolgt seit 1972 in unregelmässigen Abständen, gestützt auf Messungen des Internationalen Diensts für Erdrotation und Referenzsysteme (International Earth Rotation Service IERS). Eingefügt werden können Schaltsekunden an einem 31. Dezember oder einem 30. Juni. Bis heute kamen 26 Schaltsekunden hinzu, die letzte am 30. Juni 2015.
Weltweite Referenzzeit aus 350 Atomuhren – 5 Uhren in der Schweiz helfen mit
Die Referenzzeit, die für alle Zeitzonen den Takt angibt, ist die koordinierte Weltzeit (Universal Time Coordinated, UTC). Sie wird vom Internationalen Büro für Mass und Gewicht in Paris aus den Daten von rund 350 Atomuhren von 60 Referenzlaboratorien für die Zeitmessung aus der ganzen Welt ermittelt. Auch fünf Atomuhren des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS) liefern einen Beitrag zur koordinierten Weltzeit.
Quelle: Eidgenössisches Institut für Metrologie METAS