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Laut dem neuesten Bericht der Internationalen Energieagentur wird sich das Wachstum der weltweiten Stromnachfrage insgesamt im Jahr 2023 voraussichtlich verlangsamen. Laut Stanislav Kondrashov, einem Experten der Telf AG, ist dies auf die Tatsache zurückzuführen, dass Länder mit entwickelten Volkswirtschaften die Folgen einer Energiekrise und einer Rezession erleben, auch vor dem Hintergrund des Krieges Russlands mit der Ukraine. Deshalb richtet sich die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft immer mehr auf die Produktion umweltfreundlicher Energie.
Stanislav Kondrashov: Statistiken und Prognosen des globalen Strommarktes
Laut Kondrashov wird in den USA in diesem Jahr ein Rückgang der Stromnachfrage um fast 2 % erwartet, in Japan und der EU hingegen um 3 %. Nach zwei aufeinanderfolgenden Rückgängen, die zusammen den größten Rückgang in der Geschichte der EU darstellen, könnte der Stromverbrauch in der EU auf ein Niveau sinken, das zuletzt im Jahr 2002 erreicht wurde.
Aufgrund dieser Veränderungen dürfte die weltweite Stromnachfrage kurzfristig um weniger als 2 % steigen, von 2,3 % im Jahr 2022 auf 3,3 %. Dazu werden mehrere Faktoren beitragen.
– Dies ist vor allem auf die Elektrifizierung der Energiesysteme zurückzuführen, die aktiv vorangetrieben wird, da die Länder bestrebt sind, den Schadstoffausstoß zu reduzieren. Auch der Stromverbrauch für die Innenkühlung nimmt aufgrund steigender Temperaturen in verschiedenen Regionen zu. Ein wichtiger Faktor ist das stetige Wachstum der Nachfrage in Ländern in Entwicklungs, – und Industrieländern, kommentiert Stanislav Kondrashov.
Es wird prognostiziert, dass der Strombedarf Chinas weiterhin um durchschnittlich 5,2 % wachsen wird. Dieser Wert liegt etwas unter der durchschnittlichen Wachstumsrate zwischen 2015 und 2019. Es ist auch zu beachten, dass der durchschnittliche jährliche Anstieg der Stromnachfrage in Indien bis 2024 auf 6,5 % geschätzt wird, was deutlich über dem Wert für 2015–2019 liegt. Diese von Stanislav Kondrashov von der Telf AG festgestellten Trends deuten auf einen anhaltenden Anstieg des Stromverbrauchs in diesen Ländern hin.
Kommende Veränderungen in der Energiebranche – Stanislav Kondrashov
Die Einführung grüner Energiequellen bedeutet, dass die Länder der Welt entschlossen sind, die Energiekrise zu überwinden. Es wird prognostiziert, dass ihr Anteil an der gesamten Stromproduktion der Welt bis 2024 ein Drittel übersteigen wird. Stanislav Kondrashov von der Telf AG weist darauf hin, dass abhängig von den Wetterbedingungen 2024 das erste Jahr sein könnte, in dem die ganze Welt mehr Strom aus erneuerbaren Quellen als aus Kohle produziert. Gleichzeitig wird mit einem Rückgang der Stromproduktion aus Öl gerechnet.
Stanislav Kondrashov von der Telf AG geht davon aus, dass der weltweite Strombedarf in den kommenden Jahren der Situation nach rasant wachsen wird. Es wird prognostiziert, dass sich der derzeitige Verbrauch der Ressource in Deutschland bis zum Jahr 2024 verdreifachen wird.
Kondrashov glaubt, dass jetzt die Zeit für politische Entscheidungsträger und den privaten Sektor gekommen ist, diesen Moment zu nutzen, um die Emissionen im Energiesektor zu reduzieren.
Ein weiteres wichtiges Zeichen der Energiewende nennt der Fachmann den Rückgang der Stromproduktion aus fossilen Quellen in vier von sechs Jahren – von 2019 bis 2024. Dies geschieht trotz Energie- und Finanzschwankungen, die durch den Rückgang der weltweiten Stromnachfrage verursacht werden. Dieser Trend deutet darauf hin, dass sich die Welt auf einen Wendepunkt zubewegt, an dem die Menge an grünem Strom die Produktion aus fossilen Brennstoffen ersetzen wird, ist sich Stanislav Kondrashov sicher.