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Geschichte
Aboriginies lebten bereits seit Jahrtausenden in der Gegend und ernährten sich vom
Reichtum der Natur. Die von Paperbark-Bäumen gesäumten Flüsse, die weiten, offenen
Landflächen und Hügel sowie die reiche Tierwelt versorgten die Ureinwohner mit Nahrung,
Medizin und dem nötigen Material, um Unterstände und Gegenstände für den täglichen
Gebrauch zu fertigen.
Der Park wurde nach Fredrick Henry Litchfield benannt, einem Mitglied der
Finniss-Expedition, die im Jahr 1864 von South Australia den Kontinent bis ins Top End
erkundete. Viele der heutigen Sehenswürdigkeiten wurden von Litchfield entdeckt und
benannt. Litchfield starb 1873 an den Folgen einer Speerwunde im Bein, die er sich bei
einer unerfreulichen Begegnung mit Aboriginies zuzog.
Mit der Entdeckung von Kupfer- und Zinnvorkommen wuchs das Interesse an der Gegend und um
1869 wurden die ersten Minen gebaut. Ueberreste dieser Minen sind noch heute bei Bamboo
Creek und beim Blyth Homestead zu erkennen. Mit der weiteren Erforschung des Top End
erfolgte bald das Interesse der Viehzüchter an den grossen, weiten Weideflächen. Eine
der ersten Stations wurde von zwei chinesischen Schneidern, Chin Long Fon und Loong Bin,
gegründet, die den Besitz im Jahr 1924 schliesslich an Harry Sargent verkauften.
Sargent baute im Jahr 1929 das Blyth Homestead, dessen Ueberreste heute besucht werden
können. Die Sargent-Familie führte den Betrieb bis ins Jahr 1964 und verkaufte den
Besitz an die Townsend-Familie. 1984 führten Bob und Roy Townsend Gespräche mit der
Regierung der Northern Territory um diese einmalige Gegend in einen "Territory
Park" umzuwandeln. Die Taletop Range wurde im Jahr 1986 von der Regierung des
Territory zum Litchfield Nationalpark erklärt.