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Ministerpräsident Matteo Renzi sagte am Sonntag in einem Fernsehinterview, für die Probleme des Instituts werde eine marktwirtschaftliche Lösung bevorzugt. Zuvor hatten mehrere italienische Tageszeitungen berichtet, dass staatliche Geldspritzen bei Italiens drittgrößter Bank anstehen könnten, weil der Anteil fauler Kredite 41 Prozent betrage und weiter steige.
Nach einem Bericht der Zeitung "Corriere della Sera" verhandelt Italiens Regierung mit der Europäischen Kommission, um deren Zustimmung für zusätzliche staatliche Mittel an Monte Paschi sowie andere schwach aufgestellte Institute zu erhalten. Das traditionsreiche Institut aus der Toskana hatte vergangenen Sommer drei Milliarden Euro bei Investoren eingesammelt und ist seit langem erfolglos auf der Suche nach einem Fusionspartner. Eine Sprecherin der EU-Kommission bestätigte am Sonntag, dass es Gespräche mit Italien über den Einsatz öffentlicher Mittel zur Rekapitalisierung der Banken gibt. Es gebe mehrere Lösungsmöglichkeiten, die den EU-Regeln entsprechen, sagte sie, ohne Details zu nennen.
Die EU-Kommission hatte vergangene Woche Italien die Unterstützung des heimischen Bankensektors durch ein Garantiesystem zugesichert.
Mitte April war der italienische Rettungsfonds Atlante ins Leben gerufen worden, um den Krisenbanken des Landes unter die Arme zu greifen. Italienische Banken leiden noch unter faulen Krediten in Höhe von rund 360 Milliarden Euro.
(Reuters)