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Vom Turnverein zum erfolgreichen Handballklub
Aus dem TVZ-Archiv (2/6) Vom Turnverein zum erfolgreichen Grossfeld-Klub und schliesslich zum Hallenhandball.
Der am 2. August 1852 gegründete TV Zofingen ist – wie es der Name sagt – zu Beginn ein Turnverein, der «allseitige körperliche Ausbildung und Hebung vaterländischer Gesinnungen» bezweckte. Das erste Handballspiel fand im April 1934 auf dem Heiternplatz gegen den Turnverein Olten statt.
Ab 1949 trainierten die Handballer unter dem Internationalen Jack Schaffner «ernsthaft», wie überliefert wurde. Neun Jahre später nahmen die Leichtathleten des TVZ erstmals an den neu ins Leben gerufenen Schweizerischen Vereinsmeisterschaften teil. Die Leichtathleten machten sich 1961 innerhalb des Vereins als Riege selbstständig.
Der Grasshoppers Zürich gehen 1950 als erster Hallenhandball-Schweizer-Meister in die Geschichte ein. Zuvor wird Handball auf dem Feld gespielt. Die erste Zofinger Hallenhandball-Meisterschaft findet 1962/63 statt.
Am 24. November 1962 wird die Mehrzweckhalle in Zofingen eingeweiht. Sie wird künftig und vor allem bis zur Errichtung des BZZ als Austragungsort der Hallenhandball-Spiele genutzt. Die zuerst ungeheizte Halle wird als «Eispalast» bezeichnet.
Am 18. November 1969 wird in der Zofinger Halle erstmals Frauen-Handball gespielt. «Dabei bewies das schwache Geschlecht schon einige bemerkenswerte Stärken», hiess es im Zofinger Tagblatt zum Spiel Seminar Zofingen gegen Uni Bern.
Während um die 70-Jahre die Anzahl an Feldhandball-Teams stetig abnimmt, können die Hallenhandballer immer mehr zulegen. In der ersten Spielzeit 1962/63 nehmen 54 Mannschaften an der Aare-Meisterschaft teil. Das Starterfeld wächst, bis in der Saison 1988/89 mit 218 Equipen der Höhepunkt erreicht wird. Der TV Zofingen stellt in der Meisterschaft bis zu zwölf Teams.
Am 3. März 1973 erreicht der TV Zofingen vor 700 Zuschauern gegen den TV Kaufleute Basel einen 17:15-Sieg und sichert sich damit den Aufstieg in die Nationalliga A. In den Jahren 1980 und 1984 spielt der TV Zofingen sogar mit zwei Mannschaften in der Nationalliga. 1988 dagegen muss das Fanionteam in die Nationalliga B absteigen.
«Seit ihrer Integration im Jahr 1972 ist die Annerkennungsquote der Sparte Frauen-Handball im Laufe der Jahre auf ein beachtliches Level gestiegen». Es war vor allem dem unermüdlichen Einsatz der «Geburtshelfer» Elisabeth und Peter Riechsteiner zu verdanken, dass der Weg die Zofingerinnen lange stetig nach oben zeigte, bis im Jahr 2003 die höchste Stufe erstmals erreicht war.