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Er war ein Querulant, der niemals die Finger von den Drogen lassen konnte. Der ehemalige Frontmann der Stone Temple Pilots und Velvet Revolver, Scott Weiland, ist im Alter von nur 48 Jahren gestorben. Offenbar wurde Weiland kurz vor einem Auftritt mit seiner aktuellen Band im Tourbus tot aufgefunden. Die Ursache ist bislang ungeklärt.
Scott Weiland? Stone Temple Pilots? Velvet Revolver? Wer oder was ist das werden sich viele fragen. Ende der Achtzigerjahre wurde die Band „Stone Temple Pilots“ in San Diego gegründet und richtig berühmt wurden sie in der Grunge-Hochphase in der ersten Hälfte der Neunziger. Für ihren grössten Hit „Plush“ bekamen sie 1994 sogar den Grammy für die beste Hardrock-Performance. Ihre ersten beiden Alben „Core“ und „Purple“ wurden ihrer Verkaufserfolge wegen in den US&A mehrfach mit Platin ausgezeichnet. Nachdem sich die Stone Temple Pilots 2002 aufgelöst hatten, schloss sich Weiland der Band Velvet Revolver an, der auch ehemalige Mitglieder von Guns N’Roses angehörten. Sechs Jahre später trennte sich die Band von dem Sänger, dem sie sein „zunehmend unberechenbares Verhalten auf der Bühne“ vorwarfen. Ein Comeback mit den Stone Temple Pilots endete 2013 erneut mit einer Trennung.
Mit einer aktuellen Band „Scott Weiland & The Wildabouts“ war er im US-Bundesstaat Minnesota auf Tour unterwegs, hiess es. Offenbar wurde Weiland kurz vor einem Auftritt tot im Tourbus aufgefunden. Manager Tom Vitorino bestätigte dem Sender CNN Weilands Tod, ohne Einzelheiten zu nennen. Die Todesursache ist zunächst unbekannt. Weiland hatte mehrmals mit Drogenexzessen für Schlagzeilen gesorgt und sass wegen Drogenbesitzes sowie wegen Trunkenheit am Steuer im Gefängnis. Ich bin sicher, es wird nicht lange dauern, bis feststeht, dass er mal wieder dicht bis unter die Haarwurzeln war. Damit steht er in einer gewissen Tradition mit Leuten wie Lane Staley und Konsorten, die alle viel zu früh gestorben sind.
Scott Weiland war ein charismatischer, begnadeter Sänger, was in ihm vorging konnte wahrscheinlich keiner erahnen. Weiland war ein kaputtes Genie, das an seinen Dämonen zerbrach. Schade für seine Frau und die zwei Kids, Schade für Scott und besonders Schade für uns alle: Ein Genie ist tot. Menschen, die durch ihre künstlerische Fähigkeit andere Menschen bereichern können, verdienen Respekt. So habe ich doch teilweise mehr Respekt vor Menschen, die Drogen nehmen, als vor Menschen, deren Eitelkeit und Machtgeilheit im Vordergrund ihres Denkens stehen. R.I.P. Scott, Ruhe in Frieden!