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225 000 Franken für zwei neue Fahrzeuge für den Strassenunterhalt, 225 000 Franken für die Sanierung der Bushaltestellen im Quartier Cormanon-Ost und 63 000 Franken für einen Flüsterbelag auf der Route des Préalpes: Dieses Geld hat der Generalrat von Villars-sur-Glâne an seiner Sitzung vom Donnerstagabend gesprochen. Alle drei Vorlagen waren unbestritten. Die beiden Fahrzeuge für den Fahrzeugpark der Gemeinde ersetzen zwei Fahrzeuge, die zwölf respektive dreizehn Jahre alt sind und die ihren Dienst getan hätten, wie Gemeinderat Pierre-Emmanuel Carrel (CVP) betonte. Beide Fahrzeuge kommen im Winterdienst zum Einsatz, aber auch für den Unterhalt von Strassen und Grünanlagen während des ganzen Jahres.
Gefährliche Spurrinnen
Ebenso notwendig ist die Sanierung der Bushaltestellen in Cormanon-Ost. Die Linie fünf der Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF bedient das Quartier an Werktagen im Acht-Minuten-Takt. Dabei verursachen die schweren Fahrzeuge vor allem bei den Haltestellen deutlich sichtbare Spurrinnen. Dies sei für Fussgänger-, Zweirad- und Autofahrer nicht nur unbequem, sondern sogar gefährlich, hält der Gemeinderat in seiner Botschaft an den Generalrat fest. Die Arbeiten werden voraussichtlich diesen Sommer während der Schulferien ausgeführt. In dieser Zeit wird es eine Umleitung für die Busse und für den gesamten motorisierten Verkehr geben.
Auch die Notwendigkeit eines Flüsterbelags für den Abschnitt zwischen den Kreiseln Coulat und Cormanon an der Route des Préalpes war im Generalrat unumstritten. Der vorgesehene Belag soll es laut einer vom Gemeinderat in Auftrag gegebenen Studie erlauben, die vorgeschriebenen Normen bis ins Jahr 2034 einzuhalten. Die Gemeinde kommt damit den Vorschriften des Bundes nach. Dieser wird sich mit Subventionen von 12 000 Franken an den Gesamtkosten von 75 000 Franken beteiligen.
Gemeinde soll Stellen schaffen
Mit 30 Ja-Stimmen, elf Nein-Stimmen und einer Enthaltung überwies der Generalrat ein Postulat von Pierre-Yves Moret (CSP), Sophie Ortner (Grüne) und Isabelle Gauderon (CVP). Dieses fordert den Gemeinderat auf, die Möglichkeit zu prüfen, in der Gemeindeverwaltung zusätzliche Lehrstellen sowie Temporärstellen für ausgesteuerte Arbeitslose zu schaffen. In Villars-sur-Glâne lebten derzeit etwa 150 Ausgesteuerte, und jedes Jahr fänden 60 bis 80 Jugendliche keine Lehrstelle, führte Pierre- Yves Moret aus. Es wäre wünschenswert, dass die Gemeinde hier als Arbeitgeberin in die Bresche springen würde. Aktuell beschäftigt die Gemeinde etwa 110 Personen, davon zwei KV-Lehrlinge.
Im Weiteren antwortete der Gemeinderat auf ein Postulat von Pascale Spicher (SP) betreffend die Strassensicherheit beim Schulhaus Rochettes. Verschiedene Massnahmen sollen die Situation verbessern.
Zwei neue Generalräte
Der Generalrat nahm schliesslich von zwei Rücktritten Kenntnis, nämlich denen von Françoise Ducrest (SP) und Pascale Mottolini (CVP). Für sie rücken ihre Parteikollegen Augusto Manuel Da Silva Soares (SP) und Colette Teixidor-Tâche (CVP) nach. Den Sitz von Pascale Mottolini in der Finanzkommission übernimmt Elise Moret (CVP). Die Versammlung wählte die 25-jährige Wirtschaftsstudentin per Akklamation in ihr neues Amt.
Schulreglement
Elternbeiträge an Ausflüge und Schullager gaben zu reden
Mit 41 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung hiess der Generalrat ein neues Schulreglement gut, das am 1. August 2018 in Kraft tritt. Das Reglement vollzieht die Anforderungen des neuen kantonalen Schulgesetzes. Aus aktuellem Anlass gaben im Rat vor allem die Elternbeiträge an Ausflüge, Projektwochen oder Schullager zu reden. Aufgrund des kürzlich erfolgten Bundesgerichtsentscheids, der solche Beiträge untersagt, schlug der Gemeinderat im Reglement einen Artikel vor, nach dem Eltern bei solchen Anlässen ausschliesslich für die Verpflegung ihrer Kinder aufkommen sollten. Auf Anregung des Generalrats formulierte der Gemeinderat den Artikel dann aber dahingehend um, dass Elternbeiträge «im gesetzlichen Rahmen» möglich sind. Damit lasse man die Türen offen, da in der Sache vieles noch nicht definitiv entschieden sei, sagte Gemeinderätin Caroline Dénervaud (CVP). Eine weitere Änderung, die der Generalrat durchgesetzt hat, betrifft die Kosten für einen Schulkreiswechsel aus sprachlichen Gründen: Diese Kosten soll nach dem Willen des Parlaments auch künftig die Gemeinde tragen, ohne die Möglichkeit, sie auf die Eltern abzuwälzen.