Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03338.jsonl.gz/693

Pat Martino g, Pat Bianchi Hammond B3, Carmen Intorre jr. dr,
Pat Martino, 1944 in Philadelphia als Patrick Azzara geboren, hat sich mit einer vollendeten Technik, und einer unvergleichlichen Differenzierung seiner perkussiven Attacken durchgesetzt. Seine strömenden Linien und ungewöhnlichen harmonischen Auslegungen, sein Picking-Staccato mit dickem weichem Plektrum und atemberaubendem Tempo, machen ihn unverwechselbar. Martino hat italienisch-arabische Vorfahren und begann schon früh, Gitarre zu spielen. Sein Vater, der als Musiker aktiv war, nahm ihn schon früh zu Konzerten mit. Mit 15 Jahren arbeitete er bereits als professioneller Gitarrist. Er spielte mit Benny Golson, Red Holloway, James Moody, sowie den Organisten Jimmy Smith, Jimmy McGriff, und Jack McDuff. 1966 wurde er als Mitglied der Band von John Handy einem breiteren Publikum bekannt. Ab 1979 unterrichtete er als Gastdozent am Guitar Institute of Technology in Los Angeles. 1980 retteten ihm zwei Notoperationen an einem Gehirn-Aneurysma das Leben, verursachten jedoch einen weitreich- enden Gedächtnisverlust, der dazu führte, dass er zeitweilig das Interesse am Gitarre spielen und den Zugang zu seinen musikalischen Fähigkeiten vollständig verloren hatte. Dass Pat das Gitarre spielen von Grund neu erlernen musste, ist eine verbreitete, jedoch falsche Legende. 1987 spielte er mit Steve LaSpina und Joey Baron das Album „The Return“ ein. Ein wirkliches Comeback hatte er allerdings erst, nachdem ihm 1994 ein Gehirntumor entfernt wurde. Er trat in New York auf und nahm mehrere Alben mit Les Paul und Mike Stern auf. Zudem wirkte er an vielen Plattenaufnahmen mit, u.a. mit Woody Herman, Stanley Clarke, Sonny Stitt, Jimmy Heath, Joey DeFrancesco, und Lee Ritenour.