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Hinweis: Dieser Ratgeber enthält Empfehlungen für unterstützende Maßnahmen bei einer Schilddrüsenüberfunktion oder -unterfunktion beim Hund. Zur genauen Abklärung der Diagnose und Therapie Deines Hundes ist ein Besuch beim Tierarzt unerlässlich!
Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion beim Hund?
In der Schilddrüse werden die Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) gebildet, die unter anderem den Energiestoffwechsel und das Wachstum der Körperzellen regulieren. Auf diesem Weg beeinflusst die Schilddrüse den Energieverbrauch und das Wachstum Deines Hundes, aber auch die Temperaturregelung, die Funktion von Herz und Kreislauf, von Nerven und Muskeln sowie des Magen-Darm-Systems u. v. m.
Von einer Schilddrüsenunterfunktion (auch Hypothyreose genannt) spricht man, wenn die Schilddrüse eine zu geringe Menge an Hormonen produziert. Dies kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen, wie zum Beispiel einem verlangsamten Stoffwechsel.
Wie kann es zur Schilddrüsenunterfunktion beim Hund kommen?
Nach aktuellen Erkenntnissen gehört die autoimmune Schilddrüsenentzündung zu den häufigsten Ursachen für eine Hypothyreose beim Hund. Dabei greift das Immunsystem fälschlicherweise die Schilddrüse an und beeinträchtigt ihre Funktion. In seltenen Fällen kann eine Schilddrüsenunterfunktion auch durch Schilddrüsenentzündungen, Tumore, einen Jodmangel oder genetische Faktoren bedingt werden.
Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der ganzheitlichen Tiermedizin sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass die Energieversorgung der Schilddrüse bei einer Unterversorgung in den meisten Fällen gestört ist.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin hängt die Schilddrüse direkt mit Magen und Milz zusammen.
Nach dem Verständnis der ganzheitlichen Tiermedizin ist die Schilddrüse eng mit dem Magen-Darm-System verbunden. Dabei ernährt das Magen-Qi (die Magen-Energie) die Schilddrüse. Das heißt, ihre Funktionalität ist von der Gesundheit des Magens abhängig. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin sind Magen und Milz eng miteinander verbunden. Sie werden auch als „Mitte“ bezeichnet, weil sie den gesamten Körper mit Lebensenergie (Qi) versorgen. Dabei holt der Magen alle „guten“ Anteile aus der Nahrung und leitet sie an die Milz weiter. Die Milz wandelt diese dann in Lebensenergie (Qi) um und verteilt sie im Körper. Wenn also das Magen-Qi aufgrund eines gestörten Magen-Darm-Systems geschwächt ist, kann die Milz nicht ausreichend Lebensenergie produzieren, worunter dann die Funktionsfähigkeit der Schilddrüse leidet.
Wie kann es zur Schwächung von Magen und Milz kommen?
Unserer langjährige tiermedizinische Erfahrung hat gezeigt: Durch Fehlernährung, Medikamente oder die häufige Gabe von Wurmkuren kann die Darmflora des Hundes aus dem Gleichgewicht geraten, sodass sich krankmachende Bakterien im Magen-Darm-System vermehren und Gase sowie innere Gifte bilden können. Als häufige Folge werden die Magen- und Darmwände durchlässig, sodass die Schadstoffe in die Lymphbahnen und in den Blutkreislauf gelangen. Dies wiederum führt in vielen Fällen zu einer Schwächung von Magen und Milz.
Fazit
Um die Energieversorgung der Schilddrüse bei einer Unterfunktion zu reaktivieren, empfehlen wir, das Magen-Darm-System – und insbesondere den Magen als Energieversorger der Schilddrüse – von Schadstoffen, Gasen, Säuren und Schlacken zu befreien. Darüber hinaus kann die Stärkung der Magen-Darm-Wände einen positiven Einfluss haben. Wie das auf natürlichem Weg gelingen kann, erfährst Du in unseren Ernährungs- und Vitalstoffempfehlungen für Hunde mit Schilddrüsenproblemen.
Wie äußert sich eine Schilddrüsenunterfunktion beim Hund?
Da sich der gesamte Stoffwechsel bei einer Schilddrüsenunterfunktion verlangsamt, kann sich diese durch ganz unterschiedliche Symptome bemerkbar machen. Das Tückische an dieser Erkrankung ist, dass sie sich meistens schleichend entwickelt und erste Symptome oft erst dann auftreten, wenn das Schilddrüsengewebe schon stark geschädigt ist. Von daher ist es wichtig, dass Du Deinen Hund aufmerksam beobachtest, wenn Dir etwas „komisch“ an ihm vorkommt.
Häufige Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion beim Hund sind:
- Gewichtszunahme trotz reduzierter Nahrungsaufnahme
- Energiemangel und Müdigkeit
- Mangelnde Kältetoleranz
- Muskelschwäche und Steifheit
- Haarausfall und verändertes Fell (z. B. trockenes, sprödes Fell)
- Hautprobleme (z. B. Infektionen, Juckreiz, Schuppen, Ödeme oder chronische Ohrenentzündungen)
- Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Verstopfung
- Verlangsamter Herzschlag
- Störungen der Fruchtbarkeit
- Verhaltensänderungen (z. B. Depression, Lethargie, aber auch Reizbarkeit, erhöhte Ängstlichkeit oder Aggressivität)
Sollten Dir eins oder mehrere dieser Symptome bei Deinem Hund auffallen, empfehlen wir Dir, zeitnah zum Tierarzt zu gehen, um eine mögliche Schilddrüsenunterfunktion frühzeitig zu erkennen und behandeln.
Wie lange kann ein Hund mit Schilddrüsenunterfunktion leben?
Eine Schilddrüsenunterfunktion ist in der Regel gut behandelbar. Das heißt, bei einer passenden Therapie und guten Lebensqualität hat Dein Hund eine ganz normale Lebenserwartung. Du darfst Dich also auf viele schöne gemeinsame Jahre mit Deinem Liebling freuen …
Wie wird eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert?
Sollte Dein Hund Symptome zeigen, die auf eine mögliche Schilddrüsenunterfunktion hinweisen, wird der Tierarzt bzw. die Tierärztin eine umfassende klinische Untersuchung vornehmen, um deren Ursache auf den Grund zu gehen.
In der Regel wird die Körpertemperatur gemessen und der Herzschlag abgehört (dieser kann bei einer Schilddrüsenunterfunktion verlangsamt sein). Darüber hinaus werden weitere Untersuchungen vorgenommen, um andere Erkrankungen auszuschließen, die für die Symptome verantwortlich sein können. Dazu gehören eine Blut- und Urinanalyse, aber auch bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT, MRT oder das Erstellen eines Röntgenbilds (etwa bei Verdacht auf einen Schilddrüsentumor).
Die richtige Interpretation der Blutwerte ist entscheidend.
In der Regel wird bei der Blutuntersuchung der Schilddrüsenhormonspiegel gemessen. Wenn der T4-Wert im Blut niedrig ist und andere typische Symptome vorhanden sind, kann dies auf eine Schilddrüsenunterfunktion hinweisen. Aber Achtung: Weil Schilddrüsenhormone sehr sensibel auf Veränderungen im Körper reagieren, kann der T4-Wert auch wegen einer anderen Erkrankung sinken (z. B. bei Nieren- oder Leberinsuffizienz, Herzerkrankungen oder Infektionen). In diesem Fall reduziert der Körper die Schilddrüsenhormone, um während der Erkrankung Energie zu sparen.
Ein einmalig niedriger T4-Wert bedeutet also nicht unbedingt, dass der Hund eine Schilddrüsenunterfunktion hat. Besonders wenn der T4-Wert nur ein wenig gesunken ist und keine anderen Symptome vorliegen, sollte das Blut nach 6-8 Wochen erneut untersucht werden. Manchmal müssen auch weitere Blutwerte ermittelt werden, um sicherzugehen, dass tatsächlich eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegt
Ergänzende Diagnose-Verfahren nach dem 5-E™ Konzept
In der 5-E™ Tierarztpraxis nutzen wir zur Diagnose von Schilddrüsenerkrankungen den Darmcheck sowie die Vitalblutanalyse. Beim Darmcheck wird die Darmflora auf Faktoren untersucht, die zu Störungen des Magen-Darm-Systems und somit zu einer Belastung der Schilddrüse führen können. Bei der Vitalblutanalyse unter dem Dunkelfeldmikroskop können wir Störfaktoren und Blutbelastungen erkennen, welche die Energieversorgung und Funktion der Schilddrüse beeinflussen.
Wie behandelt man eine Schilddrüsenunterfunktion beim Hund?
Die gängige schulmedizinische Methode zur Behandlung einer Hypothyreose beim Hund besteht darin, lebenslang synthetische Schilddrüsenhormone zu verabreichen. Diese Hormone werden Deinem Hund gegeben, um den Mangel auszugleichen und seinen Stoffwechsel zu normalisieren. Die Dosierung wird individuell angepasst. Außerdem ist es wichtig, regelmäßig Blutuntersuchungen durchzuführen, um den Hormonspiegel im Auge zu behalten.
Ergänzende ganzheitliche Verfahren
Bei der ganzheitlichen Behandlung wird der Auslöser einer Schilddrüsenunterfunktion mit berücksichtigt. Wie Du bereits erfahren hast, hängt eine Unterfunktion in vielen Fällen mit einer mangelnden Energieversorgung der Schilddrüse durch ein gestörtes Magen-Darm-System und eine geschwächte Milz zusammen. Begleitend zur Therapie mit Hormonersatztabletten empfehlen wir daher, das Magen-Darm-System von Toxinen, Gasen und Säuren zu befreien und nachhaltig zu stärken. So soll die Schilddrüse auf natürlichem Weg einen Anreiz bekommen, wieder stärker zu werden und selbst Hormone zu produzieren.
Ganzheitliche Behandlungsoptionen nach dem 5-E™ Konzept
Unsere mehr als 30-jährige tiermedizinische Erfahrung hat bestätigt, dass die Gesundheit Deines Hundes durch ganzheitliche Behandlungsverfahren nach dem 5-E™ Konzept positiv unterstützt werden kann. Dazu gehören:
- Eine angepasste, darmgesunde Ernährungsstrategie zur Sanierung und Stärkung des Magen-Darm-Systems
- Gabe von natürlichen Vitalstoffen zur Unterstützung der geschwächten Organe
- Schonende Lichttherapie-Verfahren wie die Feld-Laser-Therapie oder das Backhaus Light Tuning (BLT)
Noch Fragen? Wir beraten Dich gerne.
In der 5-E™ Tierarztpraxis erzielen wir mit ganzheitlichen Verfahren in den meisten Fällen sehr gute Behandlungserfolge bei Hunden mit Schilddrüsenunterfunktion. Bei Interesse kannst Du auf der Webseite der Tierarztpraxis einen Termin für eine persönliche Beratung oder eine Online-Beratung vereinbaren.
Was passiert, wenn die Schilddrüsenunterfunktion beim Hund nicht behandelt wird?
Wie Du bereits erfahren hast, sind die Schilddrüsenhormone für eine Vielzahl lebenswichtiger Funktionen im Körper zuständig. Wird eine Schilddrüsenunterfunktion nicht behandelt, kann dies zu ernsthaften Komplikationen führen, die das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensqualität des Hundes stark beeinträchtigen, darunter Gewichtszunahme, Muskelschwäche, Herzprobleme, verminderte Fruchtbarkeit, Probleme mit dem Nervensystem sowie schwerwiegende Schäden an verschiedenen Organen.
Wie soll ich meinen Hund bei Schilddrüsenunterfunktion ernähren?
Um die Gesundheit und das Wohlbefinden Deines Hundes zu unterstützen, sollte seine Ernährung die besonderen Bedürfnisse bei einer Schilddrüsenunterfunktion berücksichtigen. Weil erkrankte Hunde oft einen niedrigen Energiebedarf haben, sollte das Futter möglichst proteinarm sein und nur hochwertiges Eiweiß enthalten. Darüber hinaus sollte es einen optimierten Anteil an Selen und Jod enthalten, um die Bildung und Verstoffwechslung von Schilddrüsenhormonen zu unterstützen.
Durch ein gesundes Magen-Darm-System kannst Du optimale Bedingungen für eine normale Funktionsfähigkeit der Schilddrüse schaffen.
Nach unserer tiermedizinischen Erfahrung geht eine Schilddrüsenunterfunktion oft mit Störungen im Magen-Darm-System einher. Von daher empfehlen wir ein Futter, das den Magen und Darm Deines Hundes von Schadstoffen, Gasen und Säuren befreit und gleichzeitig die Magen-Darm-Wände stärkt. Passend dazu findest Du hier unsere Ernährungs- und Vitalstoffempfehlungen.
5-E™ Ernährungs- und Vitalstoffempfehlungen für Hunde mit Schilddrüsenunterfunktion
Das Gesunde Tier bietet Dir eine Vielzahl an natürlichen Futtersorten und Vitalstoffen, um das Wohlbefinden Deines Hundes zu unterstützen. Das Ziel der Magenkur ist es, den Magen zu sanieren und zu stärken – denn ein geschwächter Magen kann die Energieversorgung und somit Funktion der Schilddrüse empfindlich beeinträchtigen. Ist zudem die Darmflora gestört, kann ein Teil des inaktiven Schilddrüsenhormons T4 nicht in die aktive Form T3 umgewandelt werden.
1.) Umstellung auf magenschonendes und darmgesundes Futter
- Durch unser leicht verdauliches, magenunterstützendes Futter INTESTO können Magenstörungen behoben werden. Gleichzeitig hilft es, das geschwächte Magen-Darm-System zu entlasten und wieder aufzubauen.
- Wenn es Deinem Hund besser geht, kannst Du seine Ernährung schrittweise auf eine unserer kaltgepressten Futtersorten wie COSMO, ALM oder HYPO umstellen. Aufgrund des höheren Rohfaseranteils (Ballaststoffe) werden die Magen- und Darmwände Deines Hundes trainiert. Die Darmwandmuskulatur wird stabilisiert, damit sie Schadstoffe besser abwehren kann.