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2010
Chatel St. Denis - Les Paccots
Wie gewöhnlich war das Fahrerlager schon am Freitagnachmittag voll. Roger Schnellmann hatte mir einen Platz reserviert, der aber mit einem Anhänger schon teilweise besetzt war. Im Durchgang zur Wagenabnahme lud ich den EVO vom Anhänger und beschloss angesichts der Breite der Passage mit Camper und Anhänger gleich dort zu bleiben. Der Platz war ideal, gross, unter Dach und ruhig. Vermutlich wird er im nächsten Jahr nicht mehr frei sein…
Am Samstag Nachmittag, nach dem Alpabzug begannen die Trainingsläufe.
Bereits im ersten Training unterbot ich mit 1:14.92 die letztjährige Zeit und mit 1:12.21 lag ich nach dem zweiten Lauf ungefährdet an zweiter Stelle hinter Valere Hulman mit dem kleinen Mazda. Ianiello war gar nicht erschienen und Nicolas lud mit technischen Problemen s chon wieder auf. Der dritte Lauf ergab 1:12.38 womit ich mit fast 3 Sekunden Vorsprung auf Halter den zweiten Platz von 8 Gestarteten sicher hielt.
Am Sonntag Vormittag konnten zwei weitere Trainingsläufe durchgeführt werden. Mit der Sonne direkt im Gesicht riskierte ich im 4. Lauf nichts, mit Ausnahme von Hulman fuhren alle deutlich langsamer als vorher. Für den letzten Trainingslauf montierte ich die Dunlop Reifen, um herauszufinden wie schnell diese im Vergleich zu den Avon sind. Mit deutlich weniger Grip und "komischem" Gefühl fuhr ich 1:15.73 und war nur 4. der Klasse. Halter hatte sich auf 1:13.34 verbessert und sogar Wiedmer mit dem Subaru fuhr eine tiefe 1:15er Zeit.
Räder wechseln und bei besten Verhältnissen an den Start. Der erste Rennlauf gelang gut. Kaum ausgestiegen schockte mich Halter triumphierend mit einer 1.11er Zeit und ich eilte gespannt zum Zeitcomputer. 1:10.98 bedeuteten immer noch den zweiten Rang, der Vorsprung auf den Dritten war allerdings deutlich geschmolzen.
Trotz schlechtem Start und einem Quersteher im Wäldchen erreichte ich im zweiten Lauf 1:11.03. Halter war langsamer war als im ersten Lauf, womit der zweite Schlussrang praktisch feststand. Im dritten Lauf fuhr ich mit 1:11.11 praktisch dieselbe Zeit wie vorher und hätte mit drei Rennläufen innerhalb von 13/100stel Sekunden bei einem Regelmässigkeitsrennen vermutlich gewonnen. Nach dem ersten Lauf hatte ich insgeheim auf eine Zeit unter 1:10 gehofft, was aber nur mit einer fehlerfreien Fahrt möglich gewesen wäre. Der erneute 2. Platz nach Gurnigel waren erfreulich, gegen Jenni (Gurnigel) und Hulman (Les Paccots) fehlten aber noch einige Sekunden.
Mit dem 19. Gesamtrang von 91 Klassierten erreichte ich nach Oberhallau (41./216) und Gurnigel (35./171) erneut ein gutes Resultat. Bei den letzten drei Bergrennen war ich jeweils deutlich schneller als im Vorjahr.
Schnellmann war zum ersten Mal langsamer, was er wirklich hätte fahren können bleibt offen und nach der Disqualifikation von Toni Büeler kostete ihn die Kameradschaftshilfe für Albin Mächler den Schweizermeistertitel ! Die Wägung von Büelers Gruppe N EVO 10 war eindeutig falsch. Sein Auto kann gar nicht 30 kg leichter sein als mein Gruppe E1 EVO (Plastikscheiben, ausgeschnittene Türen,Ventilation etc ausgebaut). Die Leute bei Mitsubishi können auch gar nicht so dumm sein, das Homologationsgewicht eines weltweit in der Gruppe N führenden Rallyeautos 40 kg höher anzusetzen, als notwendig. Die von Fachwissen ungetrübte und sture Haltung der Funktionäre ist mehr als bedenklich. Schade, dass Toni Büeler die Nerven verlor ausrastete und mit dem sichergestellten Fahrzeug einfach wegfuhr. Schliesslich war er ja auch trotz der Streichung des Sieges Schweizer Tourenwagen Bergmeister.
Nachdem es ihm offenbar gelungen war, am Sonntagabend in einem kleine Dorf die verlangten 4'500.- für einen Rekurs aufzutreiben, hätte er den Dingen lächelnd ihren Verlauf lassen sollen. Die Blamage für die Funktionäre wäre komplett gewesen.