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Kaum CO2-Emissionen aus kanadischem Uranabbau
David Parker, Cameron McNaughton und Gordon Sparks veröffentlichten ihre Studie «Life Cycle Greenhouse Gas Emissions from Uranium Mining and Milling in Canada» in der begutachteten Online-Fachzeitschrift «Environmental Science and Technology».
Die Autoren werteten die Emissionsdaten von 2006–2013 aus dem Betrieb zweier Uranminen sowie solche von 1995–2010 einer weiteren Mine in Nord-Saskatchewan aus. Sie addierten alle Treibhausgase, die beim Betrieb der drei Uranminen ausgestossen worden waren – vom Treibstoff der Schwermaschinen und der Stromerzeugungsanlagen über den für den Bau benötigten Beton und Stahl bis hin zu den Emissionen beim Ein- und Ausfliegen des Personals.
Parker, McNaughton und Sparks konnten belegen, dass Uranabbau und -verarbeitung etwa 1 g CO2-Äquivalent je kWh nuklear erzeugten Stroms freisetzt. Dies entspricht weniger als 10% der 12 g CO2-Äquivalent je kWh aus der Kernenergie, erklärte Parker. Laut Zahlen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPPC) von 2014 liegt der mittlere Wert bei der Windenergie im selben Bereich, während Kohlestrom mehr als 800 g und Erdgasstrom etwa 500 g CO2-Äquivalent je kWh emittiert. «In Saskatchewan liegt Uran höchster Konzentrationsgrade vor und die Emissionen aus dem Uranabbau in Kanada sind sehr, sehr tief im Vergleich zum Einsatz fossiler Brennstoffe», so Parker.
Die Forscher hoffen, ihre Studie auszuweiten, um die Auswirkungen des Erzgehalts sowie verschiedener Abbauverfahren auf die Emissionen zu untersuchen und in einem späteren Schritt auch andere Umweltauswirkungen als Treibhausgase zu berücksichtigen.