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Inhalt:
Neelix assistiert Chakotay bei einer Shuttlemission. Er soll helfen, Protomaterie aus einem Kasse Eins Nebel abzuzapfen. Dabei wird Neelix von einem Energiestrahl getötet. Mit Hilfe der Nanosonden gelingt es aber "Seven of Nine", ihn wiederzubeleben. Doch Neelix ist entsetzt, als er erfährt, daß er achtzehn Stunden tot war. Er versteht nämlich nicht, weshalb er nicht das talaxianische Jenseits, den "großen Wald", gesehen hat, an das er immer fest glaubte.
Neelix' Verzweiflung wächst. Schließlich sucht er Rat bei Chakotay, der ihm mit einem Indianer-Ritual helfen soll. In der meditativen Vision sieht Neelix den "großen Wald" und seine Schwester Alixia. Doch sie meint nur, das Gerede vom "großen Wald" sei eine Lüge gewesen, es existiere kein Jenseits.
Neelix entschließt sich, mit dem Transporter Selbstmord zu begehen. Es gelingt Chakotay, Neelix davon abzuhalten. Neelix erkennt, daß sein Leben auf der Voyager nun für ihn ein neuer Lebenssinn ist.
Kritik:
"Mortal Coil" ist eine beachtliche Episode, mit einem sehr einfühlsam geschriebenen Drehbuch von Bryan Fuller und eindrucksvollen Darstellerleistungen.
Bryan Fuller verwendete für diese Episode viele Elemente des Romans "Pathways", der von der Produzentin Jeri Taylor stammt und als Teil des offiziellen "Star Trek"-Universums gilt. So wurde das talaxianische Familienfest Prixin in "Pathways" erstmals eingeführt. Doch Bryan Fuller hat nicht nur ein Buch gelesen, er hat sehr viele Informationen über Neelix aus vielen Episoden gesammelt und als abgerundetes Ganzes in diese Episode eingebaut. Sehr viele Ereignisse kommen zur Spreche. Der Krieg, bei dem die Familie von Neelix starb (Jetrel), seine Schwester Alaxia, die durch eine Pflanze verkörpert wird und das Verhältnis von Neelix zu Naomi Wildman, deren Patenonkel Neelix ist. (Deadlock) Sogar Kes wird erwähnt, was in der Serie sehr sehr selten vorkommt.
Bryan Fuller wurde katholisch erzogen, wandte sich dann aber von diesem Glauben ab. Er will die Episode so verstanden wissen, daß Neelix erkennt, daß es beim Glauben nicht auf die äußerlichen Glaubenssysteme ankommt, die einen von früher Kindheit an unterrichten, es kommt auf das an, was man im Innersten empfindet. Neelix hat nur erkannt, daß die Lehren vom "großen Wald" nur eine Geschichte sind, aber er findet dennoch zu seinem Glauben an einen tieferen Lebenssinn zurück. Ursprünglich sollte die Geschichte Chakotay im Mittelpunkt haben, doch dann fiel die Wahl auf Neelix, weil Chakotays Religion tatsächlich existiert und man keine Zuschauer vor den Kopf stoßen wollte.
Der Titel "Mortal Coil", wörtlich zu übersetzen mit "sterbliche Hülle", ist wieder einmal ein Shakespeare-Zitat aus "Hamlet". Dort heißt es "When we have shuffled off this mortal coil...". (Dt.: Wenn wir den Drang des Irdschen abgeschüttelt).
Samatha Wildmans Tochter wird hier zum ersten Mal mit dem Namen Naomi vorgestellt. Hier wird das Kind noch von Brooke Ashley Stephens gespielt, später übernimmt die Rolle ... . Ihr schnelles Wachstum (seit der Episode "Deadlock" sind allenfalls zwei Jahre vergangen) wird in dieser Episode ausdrücklich mit ihrer halb-ktarianischen Herkunft erklärt.
In dieser Episode wird erstmals völlig klar, daß die Borg nicht an allen Spezies interessiert sind. Die Kazon, die von den Borg die Nummer 329 erhielten, wurden nicht assimiliert, weil deren biologischer und technischer Stand zu niedrig war. Das klärt auch die immer wieder gestellte Frage, weshalb nicht der komplette Deltaquadrant assimiliert ist. Wenn die Kazon eine so niedrige Nummer haben, muß es schon einige Zeit her sein, daß die Borg die Kazon antrafen. Es stellt sich die Frage, ob die Kazon zu dieser Zeit nicht die Sklaven der Trabe waren.