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Die japanische Hunderasse Akita oder Akita Inu hat eine rund 5’000 Jahre alte sehr ereignisreiche Ursprungsgeschichte. Aber eignet sich diese Hunderasse, welche einst mit den tapferen Samurai in den Kampf gezogen ist, als Begleit- und Familienhund? Wir haben uns darüber informiert.
Der Akita oder Akita Inu (Inu = „Hund“) zählt zu den grossen japanischen Hunderassen. Er hat seinen Namen von der Präfektur Akita im Norden der japanischen Insel Honshu. Dabei kann man Akita-ähnliche Hunde in Japan rund 5’000 Jahre zurückverfolgen:
- Der Ursprung des Akita wird bei den Hunden des hohen Nordens vermutet, die zusammen mit den Menschen auf die japanischen Inseln kamen.
- Heute geht man davon aus, dass der Akita in frühen Zeiten auf einer Kreuzung mit Grauwölfen beruht.
- Um das Jahr 1603 wurden die Akitas gezielt gezüchtet und in Hundekämpfen eingesetzt.
- Während der Ära der Tohugawe (auch Edo-Zeit genannt, 1603–1868) waren die Akitas Begleiter der mutigen Samurai.
- Um 1900 wurden die Akita vor allem als Jagd- und Arbeitshunde genutzt.
- Im Juli 1931 hat der japanische Kaiser Hirohito den Akita zum Naturerbe erklärt und die Rasse durfte daraufhin bis 1945 nicht exportiert werden. Bis heute gilt der Akita in Japan als Statussymbol.
Heute ist der Akita eine von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) anerkannte Hunderasse und nimmt vielerorts die Funktion als Wach-, Begleit- oder Familienhund wahr. Sie besitzt die Standard-Nr. 255 und zählt zur Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp) sowie zur Sektion 5 (Asiatische Spitze und verwandte Hunderassen).
Erscheinungsbild des Akita Inu
In seinen Ursprüngen war der Akita – ein japanischer Spitz – eine eher kleine bis mittelgrosse Hunderasse. Dabei gibt es den japanischen Spitz in zwei Ausprägungen: den rein japanischen Typus (Akita) und den amerikanischen Typus (American Akita).
Durch Verpaarungen mit anderen Hunderassen entstand der Akita Inu, der im Vergleich zum Akita grösser ist. Optisch besitzt der Akita Inu einen muskulösen Körper und ein majestätisches Erscheinungsbild. Die Widerristhöhe (Höhe vom Boden bis zum Rücken/Halsanfang des Hundes) der Rüden beträgt ca. 67cm bis 70cm mit einem Gewicht von rund 40kg. Die Hündinnen werden 61cm bis 64cm gross und wiegen ca. 30kg. Die Lebenserwartung der Akita Inu liegt zwischen 10 und 14 Jahren. Ihr dichtes Stockhaar-Fell mit einer weichen, dichten Unterwolle ist rot, sesamgelb, gestromt oder weiss.
Wesen und Charakter des Akita Inu
Wenn du dich für einen Akita Inu entscheidest, musst du wissen, dass du einen eigenwilligen und treuen Hund mit einer starken Persönlichkeit an deiner Seite hast:
- Der Akita Inu benötigt einen Besitzer mit Erfahrung und Durchsetzungsvermögen. Seine Neigung zu Dominanz und seine Jagdleidenschaft machen den Akita Inu zu einem Hund, der eine konsequente Führung braucht. Dabei muss das Unterordnungs-Verhalten immer wieder trainiert werden.
- Hat der Akita Inu eine professionelle Sozialisation erfahren, ist er ein guter Begleit- und Familienhund, der mit seiner Gelassenheit und Gutmütigkeit den Familienanschluss sucht und braucht. Aber Achtung: Bei aller Anhänglichkeit ist der Akita Inu kein Schmusehund.
- Von Natur aus ist der Akitu Inu misstrauisch und zurückhaltend. Er ist daher fremden Hunden (vor allem wenn gleichgeschlechtlich) und anderen Haustieren gegenüber wenig begeistert und verhält sich sehr dominant.
- Der Akita Inu ist ein vielseitig einsetzbarer Hund, aber kein Leistungssportler. Er eignet sich für eine Jagdausbildung, aber auch als Rettungs- und Lawinensuchhund oder Therapiehund. Er bewacht auch gerne sein Zuhause und beschützt seine Familie.
Hachikō – der Inbegriff von Treue
So legendär wie die Eigenwilligkeit der Akita ist deren Treue. Dabei schaffte es vor allem ein Hund, den Akita als Inbegriff der Treue zu etablieren: Hachikō. Der Akita Hachikō wurde am 10. November 1923 in der Präfektur Akita geboren, und zog 1924 mit seinem Besitzer, dem Universitätsprofessor Hidesaburō Ueno, nach Tokio. Dort holte Hachikō den Professor jeden Tag vom Bahnhof Shibuya ab. Als jedoch sein Herrchen am 21. Mai 1925 während einer Vorlesung an einer Hirnblutung starb, zog seine Witwe aus Tokio fort. Hachikō wurde zu Verwandten in Tokio gegeben, riss jedoch von dort aus und kam weiterhin jeden Tag zu einer festen Zeit zum Bahnhof, um auf sein Herrchen zu warten. Dies tat Hachikō über 10 Jahre lang bis zu seinem Tod am 8. März 1935.
Die Geschichte von Hachikō’s Treue ging in Japan landesweit durch die Medien und 2009 um die Welt, als der Film „Hachiko – eine wunderbare Freundschaft“ mit Richard Gere ins Kino kam:
Auslauf und Pflege des Akita Inu
Der Akita Inu braucht viel Auslauf und ausreichend Zeit für Beschäftigung, Hundeerziehung und Training. Unterforderung und Langeweile machen ihn unruhig. Dabei mag der Akita Inu ruhige Wanderungen (mit Laufleine) sowie das Begleiten beim Fahrradfahren. Auch bei extremer Kälte lässt er sich davon nicht abhalten. Hundesportarten wie Agility sind hingegen eher nichts für ihn.
Der Akita Inu muss aufgrund seines dichten Fells regelmässig gebürstet werden, besonders während der Zeit des Haarwechsels. Mindestens zweimal in der Wochen solltest du die losen Haare beseitigen und das dichte Fell nach Parasiten absuchen.
Fazit: Wenn du dir einen Akita bzw. Akita Inu als neues Familienmitglied wünschst, solltest du einen grösseren Dickschädel als der Akita haben. Gelingt dir das, hast du mit dem Akita einen wunderbaren, treuen Begleiter.
Mehr Informationen zu Hunderassen und deren Eigenschaften findest du im Buch „Hunderassen von A bis Z“.
Quellen: Hunderassen von A bis Z / hunde-fan.de / tierwelt.online