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Das Unternehmen könnte sich mit einer Bewertung von zehn bis zwölf Milliarden Dollar begnügen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Damit wäre der Unternehmenswert um drei Viertel zusammengeschmolzen: Bei der letzten Finanzierungsrunde im Januar wurde WeWork noch mit 47 Milliarden Dollar bewertet. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, sagten die Insider. Von WeWork war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Wegen fehlender Gewinne und Kritik an der Unternehmensführung tut sich WeWork schwer, Investoren für seinen Börsengang zu gewinnen. Am Freitag versuchte der Konzern den Bedenken Rechnung zu tragen, indem er ankündigte, den Einfluss von Firmengründer und -Chef Adam Neumann einzuschränken. Nach Rückmeldung von Investoren habe sich WeWork entscheiden, Neumanns Aktien mit weniger Stimmrechten auszustatten, teilte WeWork mit. Je Aktie soll er künftig zehn Stimmen haben. Bislang sollten es 20 Stimmen sein. Zudem werde Neumann sämtliche Gewinne aus Immobilientransaktionen, die er mit der WeWork-Mutter We Company abgeschlossen hat, an den Konzern ausschütten.
WeWork mietet Immobilien langfristig an und vermietet Büroflächen an Firmen, Unternehmer und Start-Ups, die kurzlaufende Mietverträge abschließen. Damit hat WeWork das traditionelle Büro-Vermietgeschäft aufgemischt, in dem langfristige Mietverträge die Regel sind. Inzwischen ist das 2010 gegründete Unternehmen an 528 Standorten in 29 Ländern vertreten. Doch die Expansion hat ihren Preis: Im ersten Halbjahr fuhr WeWork einen Verlust von 690 Millionen Dollar ein, Gewinne sind auf absehbare Zeit nicht in Sicht.
(Reuters)