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Die Videostills sind ein frühes Stück aus meiner Studienzeit. Ich wollte darin viele verschiedene kompositorische Ansätze ausprobieren und entschloss mich daher, eine Serie von Miniaturen zu schreiben. Jede Miniatur behandelt ein anderes Vorgehen und trägt so zu einer bunten Sammlung von Einfällen bei. Da gibt es Sätze, die mit Stilzitaten arbeiten, Literatur in Musikstrukturen übersetzen, ausgeweitete Spieltechniken erkunden oder von einer Grafik ausgehen. Mir war allerdings wichtig, trotzdem den Gesamtbogen nicht aus den Augen zu verlieren.
Das Stück will in erster Linie erstaunen und Kurzweil schaffen, vor allem auch dadurch, dass die Klangmöglichkeiten der beiden Instrumente gründlich untersucht werden. Der Titel Videostills verweist auf die genannte Sammlung von Einfällen. Es ist als ob ein stehendes Einzelbild aus einem Film kurz betrachtet und dann wieder in die Gesamtgeschichte einfügt wird, welche inzwischen aber längst fortgeschritten ist.