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Der Ostermontag war bei Härings immer Familientag. Alfons Häring-Jeitziner organisierte fast vierzig Mal die Zusammenkunft mit Geschwistern und ihren Partnern. Dieses Jahr am Ostermontag musste die Familie Abschied von ihm nehmen. Eine grosse Verwandten- und Freundesfamilie begleitete sie.
Alfons Häring-Jeitziner ist am 11. September 1936 in Vorstaffels bei Wünnewil geboren. Er war das zehnte Kind des Kanis Häring und seiner Frau Philomena Häring-Egger. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Schon früh half er seiner Mutter beim Kornauflesen für das tägliche Brot. Als Schulbub hütete er Kühe und führte mit dem Hund Milch in die Käserei. Die Primarschule besuchte er in Wünnewil. Nach der Sekundarschule in Düdingen machte er eine Lehre als Elektromonteur bei den Freiburger Elektrizitätswerken in Schmitten. In St. Prex arbeitete er dann bei einem Elektriker und verbesserte seine Französischkenntnisse. Im November 1957 wechselte er zur SBB in Bern, wo er mehr als 40 Jahre blieb.
Seine Freizeit verbrachte Alfons Häring-Jeitziner im neu gegründeten Turnverein Wünnewil. Hier fand er Freunde. Turnen und Sport begleiteten ihn bis zu seiner Krankheit vor knapp einem Jahr. Die Turnfeste, die Wettkämpfe und die Turnerabende erfreuten ihn immer wieder. Mit seinen Kollegen wanderte er im Schwarzseegebiet und auf der Bettmeralp. Hier lernte er 1962 seine spätere Frau Madlen kennen. Mit ihr gründete er 1964 eine Familie. Den vier Kindern und acht Grosskindern war er ein besorgter und liebevoller Papa und Grosspapa. Traditionen und Werte bedeuteten ihm viel, und es war ihm wichtig, sie weiterzugeben.
Die Sommerferien mit der Familie in einer Alphütte im Wallis und das Skifahren auf der Bettmeralp gehörten zum Jahresprogramm. Auf Reisen mit Madlen lernte er die Welt kennen. Er war ein geselliger Mann. Tanzen im Jahrgängerverein, Singen, Jassen und Kegeln mit Freunden liebte er sehr. Nach der Pensionierung 1998 war der Garten sein liebstes Hobby. Er verschenkte gerne Blumen, Obst und Gemüse.
Im September 2014 feierten Alfons und Madlen Häring-Jeitziner goldene Hochzeit. Trotz seiner unheilbaren Krankheit sah er immer das Positive. Er nahm jeden Tag als Geschenk an und gestaltete seine Zeit sehr bewusst. Im Sonntagsgottesdienst und im Gebet schöpfte er Kraft und Hoffnung. Nach kurzem Spitalaufenthalt durfte er, versehen mit der Krankensalbung, dem Segen des Pfarrers und begleitet von seiner Familie, friedlich einschlafen. Die Familie behält ihn als humorvollen, grosszügigen und liebenswerten Menschen in guter Erinnerung und ist ihm dankbar für alles. Eing.