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Das Wichtigste in Kürze
- Laut der Atomenergiebehörde hat der Iran etwa 3200 Kilogramm angereichertes Uran.
- Das sei über 16 Mal mehr, als vereinbart.
- Die Atomenergiebehörde beklagt fehlende Informationen zu verdächtigen Anlagen.
Die Bestände würden auf 3241 Kilogramm geschätzt, hiess es am Montag in einem Bericht der Behörde.
IAEA-Chef Rafael Grossi beklagte ausserdem fehlende Informationen der iranischen Regierung zu verdächtigen Anlagen, die möglicherweise für nukleare Aktivitäten genutzt worden seien. Er sei «besorgt, dass die technischen Diskussionen zwischen der IAEA und dem Iran nicht die erwarteten Ergebnisse gebracht haben», hiess es in dem Bericht weiter.
2,4 Kilogramm hochangereichertes Uran produziert
Der Iran verfügt über 2,4 Kilogramm an fast waffentauglichem Uran. Der Staat habe dieses Material mit einem Reinheitsgrad von bis zu 60 Prozent seit April hergestellt, berichtete die IAEA am Montag in Wien. IAEA-Chef Grossi hatte sich vorige Woche sehr besorgt über die Entwicklungen in der Islamischen Republik gezeigt und darauf hingewiesen, dass nur Atomwaffenstaaten Uran bis zu einem so hohen Grad anreichern.
Für Nuklearwaffen sind zwar rund 90 Prozent nötig, doch kann solches Material theoretisch sehr rasch aus 60-prozentigem Uran hergestellt werden. "60 Prozent sind fast waffentauglich", hatte Grossi vorige Woche der "Financial Times" gesagt. Teheran argumentiert, dass es hochangereichertes Uran für medizinische Zwecke brauche.
Der Iran hatte sich seit 2019 als Reaktion auf den einseitigen Austritt der USA aus dem Abkommen seinerseits schrittweise aus seinen Verpflichtungen zurückgezogen. Derzeit laufen in Wien Verhandlungen über eine Wiederbelebung des Atomdeals. Das Abkommen soll verhindern, dass Teheran die Fähigkeit zum Bau einer Atombombe erlangt.