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Konkret sank die Lebenserwartung im besagten Zeitraum bei Männern um drei Monate, bei Frauen um etwa eineinhalb Monate. Hauptgrund dafür ist die Zunahme von Drogentoten, wie drei Forscher vom Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels in einer Studie aufzeigten. Ursache für die Zunahme von Drogensüchtigen sind gemäss der Studie oft opioidhaltige Arzneimittel, die nicht nur Schmerzen lindern, sondern auch rauschartig wirken und abhängig machen können. Oft wurden diese Mittel den Betroffenen jahrzehntelang und mitunter leichtfertig verschrieben.
Besonders betroffen sind gemäss den drei Forschern die späten Babyboomer, die zwischen 1956 und 1966 geboren wurden, sowie die ersten männlichen Millenials (geboren zwischen 1979 bis 1989). Die Studie zeigt weiter, dass die Drogensterblichkeit aufgrund einer Überdosis in der Zeit von 2014 bis 2017 jährlich um 16 Prozent gestiegen ist. Dass der Anstieg der Drogen-Sterblichkeit auch die Hauptursache für den Rückgang der Lebenserwartung in den USA ist, können die Forscher zeigen, indem sie den Anteil der verschiedenen Todesursachen am Rückgang berechnen. Dabei zeigt sich, dass die Drogen-sterblichkeit bei den 20- bis 60-Jährigen den grössten negativen Effekt hat. Und er wäre noch deutlich stärker ins Gewicht gefallen, wenn es nicht zeitgleich gute Erfolge bei der Bekämpfung von Krebs und Atemwegserkrankungen gegeben hätte, die einem stärkeren Absinken der durchschnittlichen Lebenserwartung entgegenwirkten.
Meldung aus factum 06/2019.