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Das Ziel des Projekts ist es, empirisch fundiertes Wissen darüber zu generieren, wie naturwissenschaftliche Lehrmitteltexte auf der Sekundarstufe I an die Verstehensmöglichkeiten auch von schwächeren LeserInnen anzupassen sind und wie das Verstehen solcher Texte anzuleiten ist. Für dieses Vorhaben ist folgende Argumentation leitend: Naturwissenschaftliches Wissen wird in bedeutsamem Mass und im Lauf des Schulalters vermehrt mithilfe von fachssprachlichen Texten vermittelt und angeeignet. Mit den steigenden sprachlichen Anforderungen sind aber SchülerInnen mit schwachen Lesefähigkeiten zunehmend benachteiligt.
Auf dieses Problem reagiert das hier vorgeschlagene Projekt und verfolgt folgende Fragestellungen/Hypothesen:
. 1. Welche Texttypen werden im Unterricht wie eingesetzt?
2.Welche Komplexitätsmerkmale weisen diese Texte auf?
3.Welche kognitiven Leseprozesse lassen sich bei den SchülerInnen beobachten?
Diesen Fragen sind folgende Hypothesen nachgestellt:
H1 Lesepsychologisch und lesedidaktisch aufbereitete Lehrmitteltexte erleichtern die kognitiven Prozesse des Lesens.
H2 Lesepsychologisch und lesedidaktisch aufbereitete Lehrmitteltexte führen zu verbessertem Leseverstehen.
Diese Fragestellungen werden mit einem mixed methods design angegangen: In einer explorativen Phase werden Texteigenschaften identifiziert, die für durchschnittliche und schwächere LeserInnen auf der Sekundarstufe 1 besondere Probleme bieten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse bilden die Basis für die zweite Forschungsphase. Die eingesetzten Lehrmitteltexte werden auf dem Hintergrund dieser qualitativen Analysen überarbeitet, und in einer zweiten, quantitativ-überprüfenden Projektphase werden die Leseleistungen der SekundarschülerInnen bezüglich der ursprünglichen bzw. der überarbeiteten Texte verglichen (n=200). Als Produkt dieser Studie liegen Empfehlungen für die sprachliche Gestaltung von Lehrmitteltexten für das Fach Biologie vor.