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Die einschlägige Website wurde mehr als 30'000-mal besucht, es wurden mehr als 300 Konferenzen organisiert und schliesslich sind 236 Beiträge zu 13 gestellten Fragen eingereicht worden. Dies ist dem am 26. Juni 2002 veröffentlichten Abschlussbericht zu entnehmen.
Mit Blick auf die nächsten 20 bis 30 Jahre hatte das Grünbuch die strukturellen Schwachstellen der Energieversorgung der Europäischen Union aufgezeigt und deutlich gemacht, dass ihre Anfälligkeit unter den derzeitigen Rahmenbedingungen grösser wird. Der Abschlussbericht streicht nun die Notwendigkeit einer stärkeren Diversifizierung der Energiequellen und die Entwicklung einer abgestimmten Energiepolitik heraus. Vorrangig soll eine ehrgeizige Politik im Bereich des Nachfrage-Managements betrieben werden mit dem Ziel, die Nachfrage neu auszurichten und sie zu lenken. Über die Kernenergie müsse eine Debatte geführt werden, wobei ihre Zukunft davon abhänge, ob auf die Frage der Behandlung radioaktiver Abfälle und ihres Transports eine klare, auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit beruhende und transparente Antwort gefunden wird. Des Weiteren müsse über eine bessere Organisation der Erdöl- und Erdgasvorräte und über die Koordinierung ihrer Verwendung angesichts der geopolitischen Unwägbarkeiten sowie der Volatilität der Erdölpreise nachgedacht werden. Die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und ihren Partnern im Energiebereich müssten intensiviert werden.
Das Foratom, die Dachorganisation der europäischen Atomforen, hat den Abschlussbericht erfreut zur Kenntnis genommen. Er sei ausgewogen, fair und bilde eine solide Basis für zukünftige Diskussionen bezüglich der Versorgungssicherheit der EU.
Quelle
D.S. nach Pressemitteilung EU vom 26. Juni und NucNet vom 27. Juni 2002