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Was ist ein Sarg?
Der Sarg ist ein Bestattungsbehälter, meist aus Holz, in dem ein Verstorbener in einem Grab beigesetzt wird. Ursprünglich nannte man einen Sarg «Baum», was den Ursprung des Ausdrucks «Baumbestattung» erklärt, bei dem ein Verstorbener in einen Sarg gelegt wird. Heutzutage ist es in den meisten Ländern verboten, sich ohne Sarg beisetzen zu lassen, auch wenn es der Wunsch des Verstorbenen ist. Die Alternative bleibt die Einäscherung und das Ausstreuen der Asche in der Natur. Die Schweiz schreibt keine Mindestdicke des Sarges vor, aber auch bei der Einäscherung bleibt sie obligatorisch.
Ein Bestattungsgefäss , das seit Jahrtausenden verwendet wird
Um eine Spur der ersten Särge zu finden, muss man zu den frühen Völkern zurückgehen, bei denen es Sitten war, einen Baum zu fällen und seinen Stamm zu entleeren, um die sterblichen Überreste darin zu platzieren. So waren die Anfänge des Sarges geboren. Erst in der Antike wurde die Verwendung eines Begräbnisgefässes bei der wohlhabenden Bevölkerung populär. Dann entstanden die geschlossenen Becken, die «Sarkophage» genannt waren. Etymologisch, Sarkophag kommt aus dem Griechischen Sarkophagus, bestehend aus dem Substaniv sarx, Fleisch und dem Verb phagein, essen. Die Römer begraben ihre Verstorbenen in geschlossenen Gefässen, die meist aus Kalkstein gebaut waren, um eine schnellere Zersetzung des Gewebes zu ermöglichen. Einige Sarkophage wurden aus Blei oder Gips hergestellt. Bei den Ägyptern war es umgekehrt. Der Sarkophag ermöglichte eine möglichst lange Aufbewahrung der sterblichen Überreste, insbesondere durch Einbalsamierung. Särge, wie wir sie heute kennen, entstanden im Mittelalter. Die Erfindung des Nageln ermöglichte es dem gewöhnlichen Sterblichen, einen Schreiner hinzuzuziehen und sich einen Sarg anfertigen zu lassen. Die Abdichtung des Sarges war damals durch Holzspäne möglich, die aus ästhetischen Gründen mit einem Capon bedeckt waren. Die ärmsten Bevölkerungsgruppen begnügten sich jedoch damit, ihre Toten in Massengräben zu begraben.
Die verschiedene Arten von Särgen
Obwohl der Sarg heute noch überwiegend aus Holz besteht, bieten die Bestattungshäuser verschiedene Formen an. Einige sind flach, andere sehen wie Grabmäler aus, und es gibt sogar sogenannte «amerikanische» Modelle, die teilweise offen gelassen werden können. Die Särgematerialien passen sich dem Gebrauch an, edle Hölzer wie Mahagoni, Eiche oder Lulme oder leichteren Modellen wie Pappeln oder Tannen. Der Sarg kann eine Reihe von Fertigstellungen haben:
- Embleme aus Holz oder Metall, die religiöse, politische oder im Gegenteil weltliche Symbole darstellen.
- Eine Watte, mit oder ohne Muster, aus Samt, Baumwolle, Seide oder Leinen.
- Ein Bestattungs-Bausteck und vor allem Handgriffe.
Es ist auch möglich, einen Sarg streichen oder lackieren zu lassen. Es ist nicht ungewöhnlich, auf hochwertigen Särgen Modellen Fantasien wie geschnitztes Holz finden. In der Regel ist ein solcher Sarg eher für eine Bestattung geeignet. Seit kurzem gibt es auch Särge aus Zellulose (oder Karton), die neben der Umweltfreundlichkeit auch einen nicht zu unterschätzenden finanziellen Vorteil haben. Pappsärge, die in einigen Teilen Europas sehr erfolgreich sind, haben in der Schweiz Schwierigkeiten, sich auf dem Bestattungsmarkt zu etablieren, weil sie mit den dortigen Krematorien nicht kompatibel sind. So verliert die Nüchternheit von rohem Massivholz an Hegemonie, was neue Bestattungspraktiken hervorbringt: personalisierte Särge. Immer mehr Bestattungsinstitute bieten eine breite Palette von Särgen an, die den Interessen des Verstorbenen entsprechen. So findet man nicht mehr selten Modelle mit idyllischen Landschaften, Referenzen an Kunst und Literatur und für Menschen mit Tierfasern Reproduktionen von Katzen- oder Hundeporträts. Die Sitten ändern sich jeden Tag, und das ist auch nach dem Tod zu spüren.
Die Kosten eines Sarges
Selbst der Tod hat einen Preis, und eine der wichtigsten Belastungen bei der Beerdigung ist der Sarg. Dennoch ist es eine notwendige Ausgabe, da der Sarg in der Schweiz obligatorisch ist, unabhängig von der gewählten Begräbnisart. Während die preisgünstigsten, oft für die Einäscherung bestimmten Modelle aus hellen Holzarten wie Kiefer oder Pappel nur selten 1000 CHF übersteigen, können einige mit Einlegearbeiten beschichtete Massivholzsärge, geschnitzt und mit Griffe aus hochwertigen Metallen versehen, bis zu 8000 CHF beziffert werden.
Der Preis eines Sarges in der Schweiz ist abhängig von:
- Ziel: Einäscherung, Beerdigung oder Rückführung einer Leiche
- Aus Materialien seiner Zusammensetzung: Holz von geringer Festigkeit oder im Gegenteil Holz mit hoher Festigkeit.
- Art der Oberflächen: Embleme, Capiton, Bestattungsbeschläge.
Doch um einem Verstorbenen ein anstandiges Begräbnis zu bieten, darf die Wahl des Sarges nicht leichtfertig getroffen werden. Man muss die letzten Wünsche des Nächsten berücksichtigen, während man ein Modell auswählt, das ihm gerecht wird. Bevor man sich entscheidet, ist es am besten, sich an einen Bestattungsberater zu wenden, der die Familien bei dieser schweren Aufgabe unterstützt. Da die Leistungen von Bestattungsunternehmen zu Bestattungsunternehmen um bis zu 60% variieren können, ist es klüger, Angebote verschiedener Unternehmen zu vergleichen. So können sie danke Everlife.ch rund 1750 CHF an den Gesamtkosten der Beerdigung sparen.
Bestattungsinstitute
16 September 2020