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Weinsteins Hauptverteidiger Jose Baez bat demnach das mit dem Fall betraute Gericht in New York vergangene Woche, sich von dem ab September angesetzten Prozess zurückziehen zu dürfen. Als Grund nannte Baez in einem Schreiben die Verhaltensweisen Weinsteins, welche eine «effektive Vertretung in unzumutbarer Weise erschweren» würden.
Baez ist bereits der dritte Rechtsvertreter, den Weinstein verliert. Sein erster Anwalt Benjamin Braufman hatte sich im Januar von seinem Mandanten getrennt, nachdem dieser zwei weitere bekannte Anwälte, darunter Baez, engagiert hatte. Der neben Baez dazugekommene Anwalt Ronald Sullivan zog sich aber im Mai zurück. Der an der Universität Harvard lehrende Jurist war heftiger Kritik von Studenten wegen der Übernahme des Mandats ausgesetzt.
Mehr als 80 Frauen werfen Weinstein sexuelle Belästigung oder Vergewaltigung vor, darunter auch prominente Schauspielerinnen wie Ashley Judd oder Angelina Jolie. Angeklagt ist er aber nur in zwei Fällen. Viele der übrigen Fälle sind verjährt.
Der Prozess gegen Weinstein soll am 9. September beginnen. Ob der Prozessauftakt wegen der Anwaltsprobleme verschoben wird, blieb zunächst offen.