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Der berühmte Komponist Richard Wagner, der 1813 in Leipzig geboren wurde, 1883 in Venedig starb und auch viele Jahre im Exil in der Schweiz verbracht hat, begann die romantische Oper "Der fliegende Holländer" 1841. Ihre Uraufführung fand 1843 in Dresden statt. Sie zählt zu den zehn bedeutenden Meisterwerken des Komponisten und erfreut sich wegen ihrer leidenschaftlichen Musik und den grossartigen Chorszenen anhaltender grosser Beliebtheit.
Wegen eines Fluchs ist der Holländer dazu verdammt, in alle Ewigkeit auf seinem Geisterschiff die Meere zu durchkreuzen. Nur die unbedingte Liebe und Ehe mit einer Frau kann ihn von diesem Fluch erlösen. Als er in einer Bucht an der norwegischen Küste Schutz vor einem Unwetter sucht, tritt er auf den Seefahrer Daland, der dort ebenfalls auf Wetterbesserung hofft. Von den Schätzen des Holländers geblendet bietet er dem Fremden Gastfreundschaft und die Aussicht auf die Vermählung mit Tochter Senta an. - Diese ist mit dem Jäger Erik verlobt. Doch Senta schwärmt vielmehr von Sagen als von der Aussicht auf ein Leben als Jägergattin. Ihre Lieblingserzählung ist die Ballade vom fliegenden Holländer. Als ihr Vater heimkommt und ihr den unbekannten Mann vorstellt, entsteht zwischen Senta und dem Fremden sofort ein Band, das Beide hoffen lässt, ihrem Schicksal entkommen zu können. - Der Holländer missversteht eine Aussprache von Senta und Erik. Er will wieder fort, seine Verlobte aber, da sie noch nicht verheiratet sind, retten. Senta jedoch steht in ewiger Treue zu ihrem Wort, bricht alle Brücken hinter sich ab und folgt ihm.