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Bis jetzt führte das Giessli das ganze Jahr auf seiner etwa 1 Kilometer langen Strecke von der Quelle im Bofel-Burgerau bis zur Mündung in die Saar im Gätterli, ohne weitere Zuflüsse, ziemlich konstant gleich viel Wasser. Und dies unabhängig von der Wetterlage. Früher erzählten die Älteren, für den Quellaufstoss wäre der Bergdruck verantwortlich, d. h. die Grundwasserströme fliessen von der Bergseite Richtung Talebene.
Logischerweise bringt die Quelle zur Zeit viel zu wenig Wasser, denn nach kurzer Strecke versickert es durch das Bachbett in den Untergrund. Bei der Mündung in die Saar fliesst noch zirka 100 Meter lang Wasser ins Giessli zurück. Durch den trockenen Sommer und Herbst ist der Grundwasserspiegel sicher tiefer als normalerweise. Ist er aber allein für die versiegende Quelle verantwortlich? Wenn dem so wäre, hätte dann das Giessli nicht schon in früheren Jahren zeitweise versiegen müssen?
Ist der Biberdamm etwa 100 Meter nach der Quelle ein Grund – wohl kaum? Die riesige Baugrube beim Wiesental etwa 500 Meter westlich der Quelle? Hier werden seit etwa Ende Januar/Anfang Februar sehr grosse Wassermengen abgesaugt und in die Saar geleitet. Erklärt dies das Versiegen der Quelle? Wenn ja, was geschieht, wenn die zweite Bauetappe beim Wiesental gestartet wird? Bleibt das Giessli dann den ganzen Sommer lang trocken?
Ich bin gespannt auf die Auswertung der Fachleute in St. Gallen, die für unsere Gewässer zuständig sind. In einer Medienmitteilung des Kantons vom 4. März im W&O wurde bereits auf eine drohende Wasserknappheit hingewiesen!
Kurt Marti-Dornbierer, Veilchenweg 6, 9470 Buchs