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Gülsün Karamustafa erhält Kunstpreis der Roswitha Haftmann-Stiftung
Die türkische Künstlerin Gülsün Karamustafa erhält den mit 150'000 Franken dotierten Roswitha Haftmann-Preis 2021. Die Künstlerin mit Werken aus Malerei, Installation, Video und Performance gehört zu den bedeutendsten Kunstschaffenden der Türkei.
Die 1946 in Ankara geborene und in der Türkei lebende Künstlerin sei eine «der künstlerisch und gleichzeitig politisch überzeugendsten Stimmen unserer Zeit», schrieb die Roswitha Haftmann-Stiftung am Mittwoch in einer Mitteilung.
Sie begann ihre Karriere in den 1970er-Jahren und befasste sich unter anderem mit Themen wie Migration, Feminismus, Gender und der Aufarbeitung des Kolonialismus. Mit ihrer Haltung provozierte Karamustafa die türkische Regierung. Ihr wurde der Pass entzogen und sie konnte während 16 Jahren nicht ins Ausland reisen.
1975 wurde sie Dozentin an der Staatlichen Kunstakademie Istanbul. Nach ihrer Promotion 1981 widmete sie sich voll und ganz dem künstlerischen Schaffen. Namhafte Institutionen wie die Tate Modern in London, das Guggenheim in New York und das Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris erwarben Werke von ihr.
Der höchstdotierte Kunstpreis Europas, den die Stiftung seit 2001 an lebende Künstlerinnen und Künstler vergibt, wird am 3. Dezember vor geladenen Gästen im Kunsthaus Zürich überreicht.