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2005
Das Rebjahr war geprägt von einem kalten, trockenen Winter, gefolgt von einem warmen, sonnigen Frühling. Der Sommer war heiss, feucht und gewittrig. Eines dieser Gewitter, das vom 18. Juli, bleibt den Bewohnern des Lavaux wegen seiner verheerenden Zerstörungen in den Rebparzellen des Dézaley unvergesslich. Der unfreundliche Monat August ging in einen sehr vorteilhaften Herbst über. Die Crus des Jahrgangs enthüllen diskrete Noten von frischen Früchten, unterstützt von Aromen frischer Butter. Der Gaumen ist geschmeidig und mild, mit fülliger, komplexer Struktur, das weiche Finale von grösster Harmonie.
2004
Das Weinjahr 2004 begann mit einem relativ milden Winter, gefolgt von einem normalen Frühling. Der Sommeranfang war heiss und sonnig, der August dagegen wechselhaft und geprägt von vielen Regenfällen. Der Herbst erwies sich als ideal für die Reife der Trauben. Die Crus dieses Jahrgangs drücken sich mit würzigen und fruchtigen Aromen aus, untermalt von feinen Schwarzteenoten. Im Gaumen präsentieren sie einen lebhaften, reichhaltigen Auftakt, gefolgt von einer gut ausgewogenen Struktur und einem noch sehr jugendlichen, lebhaften Finale.
2003
Das Jahr 2003 bleibt dank seiner in unseren Breitengraden noch nie gesehenen Hitze in Erinnerung. Der Sommer, von Mai bis Ende September, war unveränderlich schön und heiss und beeindruckte in der ersten Augusthälfte mit immer neuen Hitzerekorden. Die Weinlese setzte sehr früh ein und konnte noch im Monat September abgeschlossen werden. Die Crus 2003 zeigen diskrete Aromen von reifen und eingemachten Früchten, einen ausgesprochen machtvollen, geschmeidigen Gaumen und ein Finale, das einen angenehm anmutigen, sinnlichen Eindruck hinterlässt.
2002
Das Weinjahr 2002 erlebte einen erst heissen und dann feuchten Frühling, gefolgt von einem Frühsommer mit wahren «Côte d’Azur»-Allüren. Im August gingen zahlreiche Gewitter über den Rebbergen nieder, der September dagegen begünstigte die optimale Traubenreife. Die Crus dieses Jahrgangs präsentieren sich frisch und voller Rasse, mit feinen mineralischen Noten, die unterstützt werden von reifen Fruchtaromen. Der Auftakt der Weine ist rund und ausladend, getragen von einer anhaltenden Mineralität, hinter der man feine Noten von gerösteten Mandeln entdeckt.
2001
Frühling und Sommer des Jahres 2001 waren ausgesprochen feucht. Den ganzen Sommer über blieb es nass, zuerst kalt, dann warm. Zum Schluss ermöglichte ein günstiger Herbst doch noch eine Weinlese unter optimalen Bedingungen. Das Resultat: sehr frische und lebhafte Crus mit reifen Fruchtnoten, die von einer erfrischenden Säure ausbalanciert werden. Das Finale ist diskret, von subtil mineralischem Charakter und damit von schöner Typizität.
2000
Das Weinjahr 2000 war geprägt von einem warmen, trockenen Frühling. Auf einen frischen, feuchten Sommeranfang folgte eine ideale, trockene und heisse Reifeperiode. Die Crus dieses Jahrgangs präsentieren sich in goldenem Gelb. Die Aromen sind mächtig, ausladend und von bemerkenswerter Jugendlichkeit. Der Gaumen zeigt sich geschmeidig und reichhaltig, mit ausdrucksvollen und harmonischen Aromen von grosser Anmut. Das Finale, dominiert von Honig- und mineralischen Noten, überzeugt durch eine wundervoll komplexe, kraftvolle Struktur.
1999
Zu den Kennzeichen des Weinjahres gehören ein feuchter Frühling und ein ebensolcher Sommer. Die Feuchtigkeit hielt den ganzen Sommer über an, zuerst begleitet von kühlen, dann von milderen Temperaturen. Schliesslich sorgte ein angenehmer Herbst für sehr gute Bedingungen während der Weinlese. Die Crus des Jahres 1999 sind frisch und knackig. Sie bezaubern durch reife Fruchtnoten, die durch eine angenehm an Zitronen erinnernde Säure ausbalanciert werden. Das Finale ist diskret und dank seinem subtil mineralischen Charakter von schöner Typizität.
1998
Das Weinjahr war geprägt von einem trockenen Frühjahr. Auf einen wechselhaften Sommer folgte ein eher kühler Herbst. Die Weine sind sehr elegant und weisen Noten von Honig mit einer sehr markanten Mineralität auf. Die typische feine Bitterkeit unterstützt das gradlinige und rassige Finale.
1997
Das Weinjahr war ab Anfang August geprägt von einem sehr trockenen und heissen Sommer. Dank einem milden Herbst erfolgte die Lese unter idealen Bedingungen. Die Weine weisen ein tiefes Gelb mit goldenen Reflexen auf. Der intensive mineralische Charakter wird durch Noten von Honig im Gleichgewicht gehalten. Die Struktur ist sehr zart und die Aromen von grosser Finesse mit einem sehr wunderschönen, rassigen Finale.
1996
Das Weinjahr war geprägt von einem späten Austrieb. Die Blüte erfolgte sehr rasch, gefolgt von einem wechselhaften, feuchten Sommer. Der sehr kühle und trockene September ermöglichte eine schöne Reife, geprägt von guten Säurewerten. Die Weine sind von hellem Gelb. Sie sind sehr frisch und weisen Aromen von exotischen Früchten auf. Die Struktur wird geprägt von einer dominanten Säure, dank welcher der Wein noch immer sehr jugendlich wirkt.
1995
Das Weinjahr war geprägt von einem sehr kühlen Frühjahr. Der Vegetationszyklus entsprach jenem von einem späten Jahr, aber der sehr heisse und trockene Sommer wirkte sich günstig auf die Entwicklung der Rebe aus. Trotz der Feuchtigkeit von Anfang September erfolgte das Ende der Reife unter idealen Bedingungen. Die Weine sind sehr ausdrucksvoll mit Noten von Trüffel, Safran und Agrumen. Ein erster Eindruck von Rundheit wird auf sehr schöne Weise von einem rassigen, leicht rustikalen Akzent gestützt. Das sehr frische Finale ist geprägt von einer feinen zitronigen Säure.
1994
Das Weinjahr war geprägt von einem sehr frühen Austrieb. Ein Kälteeinbruch blockierte das bereits fortgeschrittene Wachstum. Ein heisser und trockener Sommer begünstigte eine rasche Entwicklung, und die Reife erfolgte infolge des schlechten Wetters im September unter sehr schwierigen Bedingungen. Die Weine besitzen ein intensives Gelb und weisen Noten von Bienenwachs und Akazienhonig auf. Sie besitzen eine feine Struktur und ein noch immer frisches Finale, gestützt von einer spürbaren Bitterkeit.
1993
Das Weinjahr war geprägt von einem frühen Austrieb und einer frühen Blüte mit guten Wetterbedingungen. Der Herbst war eher kühl und gekennzeichnet von ausgiebigen Regenfällen. Die Weine besitzen ein dunkles Gelb mit zum Teil orangen Reflexen. Sie sind körperreich und bereits sehr reif. Sie weisen eine kräftige Struktur auf, und das Finale ist geprägt von intensiven Honignoten.
1992
Das Weinjahr war geprägt von idealen Wetterbedingungen, ein später Austrieb, eine Blüte bei trockenem Wetter und ein sehr heisser Sommer. Diese Voraussetzungen brachten ein Traubengut von sehr grosser Qualität hervor. Die Weine besitzen ein dunkles Gelb mit goldenen Reflexen. Sie sind kräftig und harmonisch, mit ausladenden mineralischen Aromen und Mandelnoten. Das Finale ist grossartig, und die feine Bitterkeit verleiht diesem wunderbaren Jahrgang seine ganze Rasse.
1991
Das Weinjahr war geprägt von einem sehr kühlen Frühjahr und einem sehr heissen und trockenen Sommer. Stellenweise machte die Trockenheit zu schaffen und wirkte sich unterschiedlich auf die Traubenqualität aus. Die Weine sind dunkelgelb mit bernsteinfarbenen Reflexen. Sie entfalten kräftige Reifearomen. Sie besitzen eine imposante Struktur und eine mittlere Komplexität. Im Finale zeigen sie sich geschmeidig mit einer präsenten Bitterkeit, welche auf die klimatischen Bedingungen des Jahres zurückzuführen ist.
1990
Das Weinjahr war geprägt von sehr guten Wetterbedingungen. Dank dem frühen Austrieb und einem sehr trockenen und heissen Sommer hatten die Trauben schon Ende September ihre volle Reife erlangt. Die Weine weisen eine goldgelbe Farbe mit strahlenden Reflexen auf. Sie sind gleichzeitig komplex und jung. Sie besitzen eine grossartige Konzentration und eine perfekte Ausgewogenheit. Ein aussergewöhnlicher Jahrgang, der die ganze Rasse dieses Grand Cru zum Ausdruck bringt. Baronnie du Dézaley, septembre 2005.