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Das Innere der Kirche auf dem Kirchberg besteht aus einem schlichten Rechtecksschiff, das von einem Holztonnengewölbe überdeckt wird, und einem flachgedeckten, eingezogenen (nach vorne verjüngten Polygonalchor. Chor und Schiff sind durch einen Rundbogen getrennt. Die barocke Kanzel ist auf der linken Seite des Chorbogens angebracht. Auf zwei profilierten Holzpfosten abgestützt steht die Empore mit einfacher, durchbrochener Holzbrüstung. Die drei bzw. fünf Glasfenster in Chor und im Schiff stammen vom bekannten Aarauer Künstler Felix Hoffmann.
Die Ausstattung des Kircheninnern ist barock und besteht aus der Holzkanzel von 1613, einem achteckigen Taufbecken und einem ovalen Abendmahlstisch.
Der Schalldeckel der barocken Kanzel
Die barocke polygonale Holzkanzel mit Schalldeckel stammt aus dem Jahre 1963 und steht seit der umfassenden Renovation von 1956/57 wieder an ihrem ursprünglichen Ort, in der Ecke von Nordwand und linker Seite des Chorbogens. Der Aufgang erfolgt chorseitig über eine schlichte Holztreppe.
Blick in den Chor mit Kanzel, Taufbecken und Abendmahlstisch
Taufbecken und Abendmahlstisch sind in der Mitte der Längsachse von Chor bzw. vorne im Schiff aufgestellt.
Der Taufstein im Chor
Der achteckige, reich verzierte Taufstein von 1679 ist aus Alabaster und misst 63.5 cm im Durchmesser. Schaft und Fuss sind aus Kalkstein.
Detailansicht des Abendmahlstisches
Der Abendmahlstisch stammt aus der Zeit zwischen Mitte des 17. Jahrhunderts/anfangs des 18. Jahrhundert, ist ebenfalls aus Alabaster, von ovaler Form mit dem Durchmesser 114/86.5 cm. Die Tischzarge trägt Vers 54 aus Kapitel 6 des Johannes-Evangeliums:
«QUI EDIT CARNEM MEAN ET BIBIT MEUM SANGUINEM HABET VITAM AETERNAM, ET EGO SUSCITABO EUM IN NOVISSIME DIE»
Blick auf die Empore und die Orgel
Im Rahmen der grossen Kirchenrenovation von 1955/56 wurde auch die Beschaffung einer neuen Orgel beschlossen. Nach dem Besuch verschiedener anderer Kirchen mit Metzler-Orgeln wurde der Auftrag an diese Orgelbau-Firma vergeben. «Man wünschte eine gediegene ausführung. Auf Vorschlag des die Kirchenrenovation leitenden Architekten Th. Rimli entschied sich die Kirchenpflege für die Ausführung im gotischen Stil.» (zit. nach Wullschleger) Die Aufstellung der neuen Orgel mit 18 Registern verzögerte sich bis weit in das Jahr 1957 hinein. 1967 wurde die Orgel revidiert und in diesem Zusammenhang eine Abdeckung der Orgel beschlossen.
Grabplatte
Anlässlich von Renovationsarbeiten 1854, 1925 und vor allem 1956 sind zahlreiche Grabplatten wieder zum Vorschein gekommen, die teilweise neu aufgestellt wurden. Dieser Grabplatten waren vorwiegend für die Vögte von Biberstein, die älteste stammt von 1454.
Zu den Kostbarkeiten der Kirche auf dem Kirchberg zählen auch liturgische Geräte: so unter anderem zwei identische silbervergoldete Abendmahlskelche von 1605 und zwei ebenfalls identische zinnerne Kannen von 1827.