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Unter römische Herrschaft kam die Stadt bald nach dem dritten punischen Krieg (149 bis 146 v. Chr.).
Seitdem wurde Cádiz immer bedeutender und prosperierender. 49 v. Chr. leistete es Caesar in dessen Bürgerkrieg gegen Pompeius wertvolle Unterstützung. Caesar verlieh Cádiz das römische Bürgerrecht. Ihr Name lautete unter römischer Herrschaft "Gades".
Es wurde Municipium unter Augustus und entwickelte sich in der Kaiserzeit zu einer der reichsten und größten Städte im Westen des Römischen Reichs.
Römisches Reich um 117 n. Chr.
Das römische Theater, heute zur Hälfte ausgegraben und restauriert, erinnert noch an die damalige Bedeutung der Stadt.
Auch ein Amphitheater muss es laut Überlieferung zu dieser Zeit in Cádiz gegeben haben. Überreste von einem solchen wurden allerdings bis heute noch nicht entdeckt, man vermutet diese begraben unterhalb der Stadt.
In den "Salazones" (Pökeleinrichtung) von Cadiz wurden Thunfische zerteilt, in Salz eingelegt und damit haltbar gemacht.
Weiter wurden diese in Amphoren abgefüllt und so für den Transport vorbereitet.
Das ebenfalls in den Salazones hergestellte Garum, war das Standardgewürz in der antiken römischen Küche. Es wurde aus Thunfischeingeweiden fabriziert, indem man diese mit Salzlake vermischte und in offenen Becken teilweise monatelang der Sonne aussetzte. Garum aus Cádiz war ein exquisiter Luxusartikel, welcher sich nur die gehobene römische Gesellschaft leisten konnte.
Cádiz im 1. Jahrhundert n. Chr.
Das römische Aquädukt von Cádiz war ein aussergewöhnliches Werk der Technik.
Diese Wasserleitung versorgte die Stadt mit frischem Trinkwasser, welches von den Quellen des über 70 Kilometer entfernt gelegen Tempul stammte.
Ein weiteres Highlight des römischen Gades war der Leuchtturm, welcher sich wohl an der Stelle des heutigen Castillo San Sebastian befand.
Mit dem Untergang des Römischen Reiches (ab 395 n. Chr.) verlor auch Cádiz an Bedeutung. Es wurde im 5. Jahrhundert von den Westgoten zerstört und 711 von arabischen Eroberern eingenommen, die es unter dem Namen "Djesirat Kadis" neu erbauten. Normannen verwüsteten es im Jahr 843.
Im Jahre 1262 eroberte der kastilische König Alfons X. Cádiz und vertrieb die Mauren.
Er siedelte daraufhin in seinen nördlichen Reichsteilen lebende Christen in der Stadt an, für die nun ein Wiederaufstieg begann.