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An der Versammlung in Ried hielt Nils Soguel, Prof. für öffentliche Finanzen, einen Vortrag zum Thema «Gemeinden auf der Suche nach der optimalen Grösse». In der Schweiz gibt es 1353 Gemeinden mit weniger als 1034 Einwohnern, die kleinste Gemeinde, Corippo TI, hat gerade mal 18 Einwohner, Martisberg im Wallis 20. In Grossbritannien zählen die Gemeinden im Schnitt weit über 100 000 Seelen, wie Nils Soguel einleitend ausführte.
Er zeigte aber in der Folge auf, dass es keine optimale Grösse einer Gemeinde gibt, wenn man die durchschnittlichen Kosten pro Einwohner als Kriterium heranzieht. So verwies er auf Studien von Experten, die zum Schluss kamen, dass diese Durchschnittskosten zwar sinken, je grösser die Gemeinden sind, aber nur bis zu 1000 Einwohnern. «Dann steigen sie wieder an», sagte er. Im Kanton Freiburg trifft dies nach seinen Berechnungen genau bei den Bildungsausgaben zu. Bei der sozialen Wohlfahrt steigen die Durchschnittskosten, mit der Gemeindegrösse stetig an. Nur bei der Volkswirtschaft entdeckte er durchgehend Skalenvorteile. «Bei der allgemeinen Verwaltung ist keine optimale Grösse auszumachen», führte er weiter aus, gab aber zu verstehen, dass bei den grösseren Gemeinden wohl die Qualität der Leistungen besser seien, weil diese professioneller geführt werden.
Andere Kriterien
Werden andere Kriterien herangezogen, so kann die Aussage gewagt werden, dass die optimale Grösse zwischen 10 000 und 20 000 Einwohnern liegt. Er nannte dabei Kriterien wie Entwicklungsmöglichkeiten, Meinungsbildung, Effizienz, Entscheidungsfindung, Finanzen. az