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Gülleansäuerung
Beurteilung der Gülleansäuerung als Klimaschutzmassnahme in der Schweizer Landwirtschaft
Der Bericht zur Gülleansäuerung in der Schweizer Landwirtschaft wurde vom Verein AgroCleanTech verfasst. Er zeigt die Chancen und Risiken der Verwendung von Schwefelsäure zur Gülleansäuerung und somit zur Reduktion von Treibhausgasemissionen auf.
Der Bund will Ammoniakemissionen reduzieren, welche zu einem Grossteil in der Landwirtschaft entstehen. Gleichzeitig werden auch 80% der schweizweiten Methan- und Lachgasemissionen in der Landwirtschaft ausgestossen. Ausgedrückt in CO₂-Äquivalenten entsprechen die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft rund 12% der Schweizer Emissionen.
Die Ansäuerung von Gülle bietet eine Möglichkeit, Emissionen von Ammoniak und Treibhausgasen zu reduzieren. Gülleansäuerung kommt als Massnahme zur Emissionsreduktion in Dänemark bereits zum Einsatz. Emissionen von Ammoniak können mithilfe der Zugabe von Schwefelsäure grundsätzlich um bis zu 50% reduziert werden. Auch die Emissionen von Methan und Lachgas können merklich verringert werden. In der Schweiz liegt das Potenzial aufgrund der hierzulande verwendeten Stallsysteme aber tiefer.
Die Verwendung von Schwefelsäure zur Ansäuerung von Gülle lässt aber auch einige Fragen offen. Es gibt kritische Punkte im Bereich der Sicherheit und dem Umgang mit grösseren Mengen von Schwefelsäure. Zudem verursacht die Verwendung von Schwefelsäure Geruchsemissionen und hat Effekte auf den Boden. Bevor Empfehlungen für die Gülleansäuerung in der Schweiz herausgegeben werden können, müssen Unklarheiten aus dem Weg geräumt werden.
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Letzte Änderung 20.01.2020
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