Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/257677

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Jagdgesetz die notwendigen Rechtsgrundlagen zur Durchführung von Vergrämungsmassnahmen gegen Wölfe auf Alpen oder Weiden zu schaffen und die entsprechende Finanzierung zu regeln, insbesondere die Möglichkeit von Treibjagden durch Herdenpatrouillen, einschliesslich des Einsatzes von Waffen mit nichttödlicher Munition für das Herdenschutzpersonal.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Verschiessen von nicht-letaler Munition zur Vergrämung von Wölfen (z.B. Gummigeschosse) setzt den Einsatz von Waffen voraus, aus denen jederzeit auch letale Munition verschossen werden kann. Von Ausnahmen abgesehen (z.B. Militär, Polizei) verbietet das eidgenössische Waffengesetz (SR 514.54) das Mitführen und Verwenden solcher Waffen im öffentlichen Raum. Die kantonalen Jagdpolizeiorgane sind bereits heute im Besitz einer Bewilligung zum Tragen von Waffen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Erfahrungen in den Kantonen mit dem Einsatz von Gummischrot gegen Wölfe zeigen, dass diese Munition nur bei einer Distanz von weniger als 25 Metern wirksam ist. Solch nahe Wolfsbegegnungen treten jedoch so selten auf, dass diese Vergrämungsmethode kaum zielführend erscheint.</p><p>&nbsp;</p><p>Das am 16. Dezember 2022 revidierte Jagdgesetz wird den Kantonen die Möglichkeit bieten, dem Menschen gefährlich nahekommende Wölfe durch die Organe der Jagdpolizei erlegen zu lassen. Zudem wurde mit dem neuen Gesetz ein Wechsel von der reaktiven zur proaktiven Regulierung von Wolfsrudeln vorgenommen, der eine bessere Kontrolle der Wolfsausbreitung ermöglicht.</p>