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Pierre Lemaitre gewinnt den Literaturpreis Prix Goncourt
- Montag, 4. November 2013, 14:52 Uhr, aktualisiert um 15:07 Uhr
Der wichtigste französische Literaturpreis Prix Goncourt geht 2013 an Pierre Lemaitre für seinen Kriegsroman «Au revoir là-haut» (etwa: Auf Wiedersehen da oben»). Das Buch spielt im Ersten Weltkrieg und erzählt die Geschichte
zweier Soldaten, die versuchen, sich wieder in den Alltag einzugliedern.
Zwölf Wahlgänge waren nötig – dann stand der Sieger fest: Sechs von zehn Stimmen entschieden sich für Pierre Lemaitre, der nun für seinen Kriegsroman «Au revoir là-haut» den diesjährigen Prix Goncourt erhält.
Zwei Soldaten im Ersten Weltkrieg
Pierre Lemaitre ist hierzulande mit «Der kalte Hauch der Angst» und «Ich will dich sterben sehen» bekannt. Sein prämiertes Buch «Au revoir là-haut» handelt vom Ersten Weltkrieg: Im Mittelpunkt stehen zwei Soldaten die versuchen, sich wieder in das Zivilleben zu integrieren.
Die Vergabe des Goncourt an ein Werk über den Ersten Weltkrieg fällt in eine Zeit, in der in Frankreich wegen der anstehenden Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag des Kriegsbeginns im kommenden Jahr das Interesse an dem Thema besonders hoch ist.
«Der glücklichste Mann auf Erden»
Die Jury lobte Lemaitre für seinen filmischen Erzählstil. Dieser lasse das «andauernde Grauen» der Nachkriegszeit lebendig werden. Für Krimi-Autor Lemaitre war es das erste Werk, bei dem er sein angestammtes Genre verliess und sich dem Historienroman zuwandte.
Lemaitre war sichtlich erfreut über den Preis: «Ich bin der glücklichste Mann auf Erden. Das ist ein einzigartiger Moment in der Karriere eines Schriftstellers.» Freuen wird sich auch der Verlag: Der Prix Goncourt sichert den Autoren wochenlang einen festen Platz in den Bestsellerlisten.
Prix Goncourt seit über 100 Jahren vergeben
Der Literaturpreis, benannt nach den Schriftsteller-Brüdern de Goncourt, wird seit 1903 im Herbst vergeben. Er zeichnet das beste erzählerische Werk aus, das im laufenden Jahr in französischer Sprache erschienen ist. Obwohl der Preis nur mit symbolischen zehn Euro dotiert ist, ist er begehrt – er wirkt sich stark auf den Verkaufserfolg des jeweiligen Buchs aus.
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