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Fridolin Bächler wurde am 10. August 1911 in Rechthalten geboren. Dort wuchs er im Dürrenbühl mit dreizehn Geschwistern auf einem kleinen Bauernhof auf. Als er zehnjährig war, zog die Familie ins Welschland nach Mannens. Hier besuchte er auch die Schulen. Bald jedoch siedelte sich die Familie Bächler in Cordast und später in Cressier an. Für kurze Zeit arbeitete er anschliessend in einer Käserei in Gurmels. Hier wurde er dank seiner Musikbegeisterung auch Mitbegründer der Musikgesellschaft Gurmels. Der lernbegierige junge Mann wollte etwas Bodenständiges lernen. So absolvierte er mit über zwanzig Jahren eine Schneiderlehre. Nach der Lehre arbeitete er als Geselle in verschiedenen Schneiderateliers, unter anderem in Liebistorf. Hier lernte Fridolin seine spätere Gattin Margrit Jenny kennen, mit der er sich 1945 vermählte. Zusammen mit seiner Frau eröffnete er eine Schneiderwerkstatt und arbeitete als selbständig Erwerbender zunächst in Courlevon, dann in ihrem gemeinsamen Heim in Tentlingen. Später fand er in Freiburg in einem Kleideratelier eine Anstellung, wo er bis zu seiner Pension arbeitete. Es war für Fridolin und seine Frau ein Bestreben, den fünf Kindern eine ihnen gemässe Ausbildung zukommen zu lassen, auch wenn das Geld dazu nur spärlich vorhanden war. Seine Kinder sind ihm dafür noch heute sehr dankbar. Äusserst wichtig in seinem Leben war die Musik. Das Musiktalent wurde ihm sozusagen in die Wiege gelegt. Als Autodidakt spielte er verschiedene Instrumente wie Handorgel, Klarinette, Saxophon und Bassgeige. In der Musik konnte er sich als wenig redegewandter Mensch so richtig ausdrücken, hier war er in seinem Element. Bereits in jungen Jahren gründete er mit seinem Bruder und anderen musikbegeisterten jungen Leuten ein Tanzorchester. Zahlreich waren seine Auftritte bei Kilbianlässen und anderen Gelegenheiten. Längere Zeit war er zudem begeistertes Mitglied der Musikgesellschaft Giffers. Einigen jungen Leuten brachte er zudem das Klarinettspielen bei. Fridolin Bächler half manches Fest mit seiner Musik zu verschönern, beispielsweise beim Samariterverein, wo er bei geselligen Anlässen oft mit dem Akkordeon aufspielte. Auch bei Seniorentreffen wusste er durch seine Musik den Anlass zu bereichern. Die Musik war auch im Alter sein ständiger Begleiter. Noch als über 90-Jähriger spielte er fast täglich auf seinem Akkordeon. Für ihn war die Musik nicht nur Zeitvertreib, sondern Lebenselixier. Selbst im Spital sowie im Pflegeheim blieb das Schwyzerörgeli bis zum Schluss sein ständiger Begleiter. Neben der Musik liebte es Fridolin, auch bis ins hohe Alter im Garten und in der Umgebung des Hauses zu arbeiten. Er genoss auch kleinere und grössere Reisen. Es war ihm vergönnt, einige Male seine Tochter Mathilde in England zu besuchen. Als Nicht-Autofahrer war er meist zu Fuss unterwegs. Wahrscheinlich hat ihm die ständige körperliche Bewegung zu einem hohen Alter verholfen, jedenfalls hielt sie ihn fit. Fridolin Bächler war ein so genannt «stiller Bürger». Er machte nicht viel Lärm. Alle Zwietracht war ihm zuwider und deshalb pflegte er auch zu all seinen Mitmenschen ein freundschaftliches Verhältnis. Man kann ohne Abstriche sagen, dass er ein friedfertiger, ja lieber Mensch war. Selbst ein gewisser Humor war ihm nicht fremd, auch wenn dieser eher spärlich und subtil war. Er starb nach kurzer Krankheit am 7. Juli. Durch seine hilfsbereite und liebenswürdige Art wird er in bester Erinnerung bleiben. Eing.