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Der Schweizer landete im Sonntagsrennen auf einem starken sechsten Platz
Giorgio Maggi hat es beim Finale der regulären Saison in der NASCAR Whelen Euro Series gleich zweimal an die Spitze der Junior Trophy geschafft. Der Schweizer landete in den beiden EuroNASCAR-PRO-Rennen jeweils in den Top 10 und toppte in beiden Läufen die Sonderwertung für Rennfahrer bis einschließlich 25 Jahren. Vor dem Finale auf dem italienischen Autodromo di Vallelunga am 30. und 31. Oktober liegt der Rennfahrer aus Hergiswil auf Gesamtrang neun und Platz zwei in der Junior Trophy.
Maggi startete nicht perfekt in das Rennwochenende, weil sein Ford Mustang von Hendriks Motorsport im Freien Training nicht schnell genug war, um an der Spitze mitzuhalten. Deshalb hat das Topteam aus den Niederlanden zusammen mit dem 23-Jährigen bis spät in die Nacht an den Fahrzeugeinstellungen geschraubt, um im Qualifying wettbewerbsfähig zu sein. Die Arbeit an der Startnummer 18 ging während der 30-minütigen Session weiter und gegen Halbzeit war Maggi in der Lage, mit den Bestzeiten an der Spitze mitzuhalten. Da seine besten Runden wegen der Track-Limits gestrichen wurden, reichte es nur für Platz zehn.
Im ersten Rennen kam Maggi beim Start gut vom Fleck, weshalb er sich in den Top 10 halten konnte. Aufgrund eines Unfalls musste früh das Safety-Car auf die Strecke kommen, weshalb es einen Restart gab. Auch diesen meisterte Der Schweizer perfekt: Er machte in der ersten Kurve gleich zwei Plätze gut und setzte sich so auf Platz acht. Jedoch musste er die Konkurrenz dann in Kurve 2 wieder ziehen lasse, da sein Getriebe streikte. Anschließend fuhr er aber noch bis auf Platz sieben vor und sicherte sich den Sieg in der Junior Trophy.
Das Auto war schnell – das zeigte Maggi im ersten Rennen mit der fünftschnellsten Rundenzeit im Feld. Dementsprechend durfte der Pilot aus Hergiswil von Platz fünf in den Sonntagslauf starten. Beim Start machte er einen Platz gut und kämpfte anschließend um Rang drei. Als Maggi in die Schikane abbog, schoss sein Hintermann spät in eine Lücke, weshalb der Hendriks-Fahrer die Schikane abkürzen musste, weil kein Platz übrig war. Daraufhin übernahm Maggi die dritte Position und kämpfte um Platz zwei. Jedoch schickte ihn die Rennleitung wegen der Situation in der Schikane einen Platz zurück.
“Während des Rennens war ich anderer Meinung, aber die Rennleitung hat eine bessere Übersicht und weiß, was sie macht”, sagt Maggi. “Wegen des Kampfes um Platz zwei überhitzten meine Bremsen und ich konnte nicht mehr richtig angreifen. In der Villeneuve-Schikane hatte ich dann Bremsversagen. Ich musste das Pedal mehrmals nachpumpen, um Bremsdruck zu bekommen. Da ich durch Kiesbett fahren musste, fiel ich auf Platz sechs zurück. Da die Bremsen am Limit waren, konnte ich nicht mehr attackieren.”
Obwohl im zweiten Rennen sicher ein Top-5-Ergebnis möglich gewesen wäre, freute sich Maggi über seinen zweiten Sieg in der Junior Trophy in Belgien. “Wir hatten unsere Probleme, haben aber viel ausprobiert und das Auto stark verbessert”, so das Fazit des 23-Jährigen. “Das Auto lief im zweiten Rennen gut, aber die Bremsen überhitzten stark, was dem Streckenlayout geschuldet war. Ich habe trotzdem zweimal die Junior Trophy gewonnen, worüber ich mich sehr freue.”
Das letzte Rennen der EuroNASCAR-Saison 2021 findet am 30. und 31. Oktober auf dem Autodromo di Vallelunga in Italien statt. “Ich bin zuversichtlich für das nächste Rennen. Wenn alles zusammenkommt, werden wir vorne mit dabei sein können. Wir hatten in dieser Saison leider nicht viel Glück, aber ich habe trotzdem ein gutes Gefühl im Auto”, so Maggis Einschätzung vor dem großen Finale in der Nähe von Rom.