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Trin kommt unter dem Namen «Turunnio» urkundlich das erste Mal Mitte des 12. Jahrhunderts vor. In der Feudalzeit gehörte die Gemeinde zu der Herrschaft Hohentrins. Von dieser kaufte sie sich am 11. Januar 1616 los. Für den Freikauf bezahlte die Gemeinde Hohentrins die Summe von 11 200 Gulden. Bis zu diesem Zeitpunkt ist noch heute eine reiche Auswahl an Dokumenten und Informationen vorhanden. Für die nachfolgenden Jahrhunderte fehlen solche jedoch leider zum grossen Teil. Diese Dokumente wurden vermutlich während der «Hexenprozesse» Ende des 18. Jahrhunderts vernichtet, da sie wohl Namen enthielten, deren Nachkommen bis heute zurückverfolgt werden könnten. Es ist davon auszugehen, dass damals noch weitere wichtige Dokumente vernichtet wurden, die für den geschichtlichen Verlauf grosse Bedeutung gehabt hätten.
Die Burg Hohentrins wurde, gemäss einem im Kloster Disentis aufbewahrten Pergamentband, im Jahre 750 in Trin gebaut. Am 2. Juli 1470 fiel sie den Flammen zum Opfer und wurde danach nicht mehr aufgebaut. Die Burg Canaschal stammt aus dem 12. Jahrhundert und diente als Vorwerk zum Crap Sogn Barcazi. Diese zwei Anlagen wurden damals gebaut, um die Strasse in die Surselva zu kontrollieren. Diese führte damals noch durch Digg, wo auch eine Zollstätte und ein Marktplatz waren. Von Digg führte die Strasse durch Wiesen und Äcker nach Pintrun und weiter über Conn nach Sagogn.Im Jahre 1802 zogen die Franzosen durch Graubünden und somit auch durch Trin. Die Trinser Bevölkerung hatte diese Truppen mit Proviant zu versorgen. Zu jener Zeit zählte die Gemeinde Trin rund 800 Einwohnerinnen und Einwohner. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts reduzierte sich die Einwohnerzahl auf noch 600 Personen. Das 19. Jahrhundert wurde so zum Jahrhundert der Trinser, die in die Fremde ziehen mussten, um dort Arbeit zu finden. Im Ausland waren sie als tüchtige Baumeister und Handwerker sehr gefragt und auch erfolgreich. Nachkommen dieser Pioniere leben heute noch in verschiedenen Ländern Europas und in Übersee.
Die Bündner Gemeinde Trin ist Teil der Region Imboden. Sie liegt an der Rheinschlucht in den nördlichen Schweizer Alpen. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Rhein auf 595 m ü. M. bis zum Ringelspitz auf 3247 m ü. M. über 47.24 km2. Verkehrstechnisch ist Trin direkt an der Hauptstrasse 19 gelegen und wird seit 1994 durch den 2 km langen Trinser Tunnel umfahren.
Gemeindeverwaltung TrinVia Principala 59Postfach 17 / 7014 Trin
081 635 11 37 / <email-pii>
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