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Aigle–Leysin
|Kürzel||AL|
|Bahntyp||Gemischte Zahnradbahn|
|Betriebseröffnung||1900-05-05|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1900 eröffnete und von Anfang an elektrisch (Gleichstrom) betriebene AL war Eigentum einer Aktiengesellschaft. 4.8 Kilometer der Strecke wurden mit Zahnstange befahren (System Abt, maximale Steigung 230 Promille). Die AL erschloss den Luftkurort Leysin, der in der Folge einen enormen Aufschwung erfuhr. Sie hatte somit primär eine touristische Funktion, gewann aber auch rasch an Bedeutung für die Güterversorgung der diversen (neuen) Sanatorien und Hotels. Die Erträge aus dem Personen- und Warentransport hielten sich etwa die Waage.
1902 wandelte die AL schwebende Schulden in feste Anleihen um. Sie konnte ab 1906 bis 1914 eine alljährlich wachsende Dividende ausrichten, die 1913 den Spitzenwert von stolzen 12 Prozent des einbezahlten Aktienkapitals erreichte. Unklar ist, warum die AL 1911 bis 1914 offenbar ihre schwebenden Schulden nicht verzinsen musste. Die Kriegsjahre nach 1914 gingen an der AL zwar nicht spurlos vorbei, doch wurde sie weit weniger hart getroffen als andere touristische Bahnen. Bis 1917 schüttete sie weiterhin eine beachtliche Dividende aus. Allerdings stieg trotz der Verminderung des Transportangebots (Zugskilometer, Züge pro Tag) der Betriebsaufwand stark an, was sich entsprechend auf das Gesamtergebnis auswirkte. Auch die schwebenden Schulden vermehrten sich 1915 merklich. Dies hing indes auch damit zusammen, dass die AL in Leysin eine Streckenverlängerung vornahm und dort gleichzeitig einen Doppelspurabschnitt errichtete (Leysin-Village–Leysin-Feydey). In den Baukosten der Bahn schlug sich dies allerdings nur relativ geringfügig nieder. Die Statistik von 1920 verzeichnete «Erweiterungsarbeiten» (EBS 1920, 127) in Leysin, welche in der Bilanz bei den Aktiven in der Rubrik «unvollendete Bauobjekte» mit dem stattlichen Betrag von über 1.4 Mio. Franken erschienen. Darin dürften die Hauptgründe für die Kapitalaufstockungen liegen sowie für die Tatsache, dass die Bilanzsummen ab 1913 in zunehmendem Mass die Baukosten überstiegen. Ein erheblicher Teil dieser Investitionen für «Erweiterungsarbeiten» floss folglich nicht in die Bahn selbst, da die Höhe der Baukosten annähernd konstant blieb. Die Statistik erläuterte jedoch nicht näher, wie das Kapital verwendet wurde. «Nebengeschäfte» (Hotels usw.) betrieb die AL gemäss Statistik keine. Ab 1915 verbuchte die AL Baukosten, die vorher dem Hochbau zugerechnet wurden, neu bei den elektrischen Einrichtungen.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: