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Diese Abschaltung soll einerseits die Sicherheit und die Verfügbarkeit der Anlage verbessern, ist aber auch die Konsequenz von Auflagen der französischen nuklearen Aufsichtsbehörden (im Detail beschrieben im Beitrag von Didier Dousson am letzten SVA-Vertiefungskurs). In Bezug auf das vorgesehene Arbeitsvolumen handelt es sich um die bisher umfangreichsten Revisionsarbeiten - sowohl für den 20-jährigen KKW-Block wie auch für den EDF-Nuklearpark insgesamt.
Im viereinhalbmonatigen Revisionsstillstand sind drei Hauptarbeiten vorgesehen: Die Überprüfung der Integrität des Primärkreises, die Inspektion der Schweissnähte des Reaktordruckbehälters sowie die Containment-Inspektion.
Im Weiteren werden während diesem Anlagenstillstand die drei Dampferzeuger und die drei Rotoren der Niederdruckturbine des Turbogenerators ersetzt. Ausserdem werden als Konsequenz aus dem Erfahrungsrückfluss von Schwesteranlagen verschiedene Nachrüstungen zur Verbesserung der Anlagensicherheit vorgenommen.
Alle diese Projekte bedürfen der Mitarbeit von mehr als 200 lokalen und nationalen Subkontrahenten und werden 3500 externe Fachkräfte beschäftigen. Die Totalkosten dieser zweiten Zehnjahres-Sicherheitsüberprüfung werden mehr als 100 Mio. Euro betragen.
Nach vier Monaten Instandhaltungs-, Test- und Inspektionsarbeiten werden die Ergebnisse von der französischen nuklearen Aufsichtsbehörde bewertet und darauf basierend soll die Bewilligung zum Wiederanfahren des Blocks 3 erteilt werden.
Quelle
H.K. nach Mitteilung der EDF vom 16. Oktober 2001