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Sie führt seit 2008 kein vollständig selbstbestimmtes Leben mehr. Nachdem Britney Spears, 39, einen psychischen Zusammenbruch hatte, nahmen andere Menschen um sie herum die Zügel in die Hand. Dazu gehört auch Britneys Vater Jamie Spears. Der 68-Jährige ist der Vormund der Pop-Ikone, bestimmt über ihre Arbeit und ihr Geld. Manche behaupten, Britney dürfe nicht einmal selber entscheiden, ob sie ihren Freund Sam Ashgari, 26, heiraten geschweige denn von ihm schwanger werden darf.
Eine kürzlich veröffentlichte Doku der «New York Times» dröselt das Vormundschafts-Konstrukt hinter Britney Spears auf und stellt in Frage, ob der Vater wirklich im Interesse seiner Tochter handelt. Nun meldet er sich seit Ausstrahlung der Doku zum ersten Mal zu Wort, über seine Anwältin Vivian Thoreen.
«Ich verstehe, dass jede Geschichte ihren Bösewicht braucht, aber die Menschen verstehen hier alles so falsch», sagt die Juristin gegenüber «Good Morning America» von ABC. Es seien andere gewesen, die Britney Spears ausgebeutet und ihr geschadet haben. Vater Jamie hingegen habe ihr «das Leben gerettet», er arbeite mit seiner Tochter zusammen, so Thoreen. «Wenn sie auftreten will, dürfe sie das. Wenn sie ein Album aufnehmen will, dürfe sie das. Sie dürfe ihr Leben auch einfach so führen wie ein normaler Mensch.»
Anwälte widersprechen sich
Die vergangenen Monate werfen immer mehr die Frage auf, ob der gute Wille des Vaters auch wirklich existiert. In mehreren Anläufen versuchte Britney Spears, die Vormundschaft aufheben zu lassen. Immerhin erreichte sie im Februar, dass er seine Macht über ihr 60-Millionen-Dollar-Vermögen nicht weiter ausdehnen darf.
Ihr eigener Anwalt sagte gegenüber der Presse, es existiere keine wirkliche Zusammenarbeit zwischen Vater und Tochter. Im Gegenteil: Sie sprechen angeblich seit «einer langen Zeit» nicht mehr miteinander. Jamie Spears' Anwältin hält dagegen: Die beiden hätten vergangenes Jahr Zeit miteinander verbracht. Und Britney habe gar nie einen Wunsch geäussert, ihn als Vormund zu entfernen.
Die Sängerin hält sich zurück mit öffentlichen Kommentaren zur Angelegenheit. Manche Fans vermuten zwischen den Zeilen, die sie ab und zu auf Instagram schreibt, Hilferufe zu erkennen. Das bleibt aber Spekulation. Nächsten Monat findet die nächste Anhörung über ihre Vormundschaft statt. Möglicherweise dringen dann weitere Details über Britney Spears wirklichen Zustand an die Öffentlichkeit.