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Die Kirche
In der Vorhalle der Kirche fallen die farbigen Fenster auf. Sie sind aus dem 19. Jahrhundert.
Das eine zeigt den Schafhirt Zumbühl, wie er das Marienbild aus dem Feuer rettet. Auf dem anderen kniet der gläubige Hirte vor dem Marienbild im Ahornbaum.
Das Innere der Kirche lebt vom Hochaltar mit dem Gnadenbild. Die beiden Seitenaltäre wurden bei der letzten Renovation in den Vierzigerjahren entfernt. Über einfachen Altartischen mit Bauernmalerei befindet sich links eine Piéta von 1700 und rechts ein
Bild eines unbekannten italienischen Malers. Es zeigt die kniende
Maria, die das Jesuskind anbetet. Darüber schwebt Gottvater und die Taube, die den heiligen Geist symbolisiert.
Maria Rickenbach ist ein Ort für das Volk, das seine eigene Frömmigkeit im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat.
Das Kloster
Am 4. September 1857 trafen in Niederrickenbach die ersten sechs Schwestern ein. Sie kamen von Engelberg, wo sie sich auf den Beginn des klösterlichen Lebens vorbereitet hatten.
Sie bezogen ein altes Bauernhaus – das "Stäfelihaus" – das heute unmittelbar neben der Klosterpforte steht. Es ist wohl das älteste Haus in Niederrickenbach. Schwester Gertrud Leupi ist die Gründerin des ersten Klosters. Sie hatte in der Wallfahrtskirche die Eingebung erhalten, ein Anbetungskloster zu bauen.
Das erste Klostergebäude mit der Klosterkirche entstand von
1862 – 1864.
Nach der Fertigstellung entstand ein Mädcheninstitut. Die Regierung erlaubte die Eröffnung einer Klosterschule mit der Auflage, jährlich zehn bedürftige Kinder aus dem Kanton Nidwalden sowie die Kinder von Niederrickenbach zu unterrichten.
Zwischen 1874 und 1879 gründete eine Schwesterngruppe unter der Leitung von Schwester M. Anselma Felber in den USA ein neues Kloster. Dieser Herausforderung kam auch Mutter Gertrud Leupi nach und wanderte aus. Von 1895 – 1897 wurde das Kloster erweitert und eine zweite Klosterkirche gebaut. Eine weitere Veränderung beim Kloster gab es 1973. Der Neubau wurde im November 1974 eingeweiht.
Als sich 1986 die wirtschaftlichen Verhältnisse im Kanton Nidwalden verbesserten, wurde die kostenlose Aufnahme von bedürftigen Kindern aufgegeben. Das Institut wurde in ein Gästehaus umgebaut, indem Priester und Ordensleute ihre Ferien oder Arbeitsurlaube verbringen können.
Heute zählt die Klostergemeinschaft noch 15 Schwestern. Sie leben nach der Regel des heiligen Benedikt: Ora et labora (bete und arbeite). Neben dem Gebet und der Arbeit pflegen die Klosterfrauen das „Familienleben“. Die Freizeit verbringen sie mit Spielen, Musizieren und Spazieren.
Das Kloster Maria-Rickenbach ist diözesanen Rechts, es steht unter der Obhut des Bischofs von Chur. Seit der Gründung jedoch – bis heute – ist der Abt von Engelberg Delegierter des Bischofs.
Es besteht ein Bund der Ewigen Anbetung. Jedes eingeschriebene Mitglied bleibt zeitlebens, ja über den Tod hinaus eingeschlossen, in den Segensstrom dieses immerwährenden Betens.
Man kann sich einschreiben lassen:
- im Klosterladen
- an der Klosterpforte
- oder über die Webseite: maria-rickenbach.ch
Spende pro Person Fr. 10.-- / für jeweilige freiwillige Spenden PC 60-7753-1