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31.10.2014 – Stellungnahme von Swissmilk zur der im Britisch Medical Journal BMJ publizierten Studie Milk intake and risk of mortality in women and men, cohort studies about the relationship between milk consumption, fractures and mortality.
Am 29. Oktober 2014 wurde im Britisch Medical Journal BMJ eine schwedische Studie publiziert, die ein Zusammenhang zwischen Milchkonsum und einem höheren Risiko von Knochenbrüchen im Alter sowie von einer höheren Sterblichkeit sieht (Michaëlsson, K. 2014). Die schwedischen Wissenschaftler um Karl Michaëlsson der Universität Uppsala werteten dazu zwei grosse Kohortenstudien aus. Eine Gruppe mit Männern und eine mit Frauen wurden mittels Lebensstil- und Ernährungsprotokollen befragt und über einen Zeitraum von 20 Jahren beobachtet. Die Wissenschaftler stellten einen Zusammenhang fest zwischen einem hohen Milchkonsum und höherer Sterblichkeit bei den weiblichen und den männlichen Studienteilnehmenden sowie ein höheres Knochenbruchrisiko bei den Frauen.
In ihrem Schlusswort zur Studie halten die Wissenschaftler fest, dass ihre Studie lediglich auf einen statistischen Zusammenhang hinweisen und mahnen bei der Interpretation der Ergebnisse zu grosser Vorsicht. Denn auf der einen Seite zeigt die Studie einen Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Sterblichkeit sowie Bruchrisiko, auf der anderen Seite einen gegensätzlichen Trend für Käse und Jogurt.
Viele Studien der letzten Jahre widersprechen der aktuell veröffentlichten schwedischen Arbeit. So auch die ebenfalls im Oktober publizierte Studie aus Japan (Wang et al, 2014), die zeigt, dass Milch in Verbindung steht mit einer insgesamt tieferen Sterblichkeit bei Männern und bei Frauen. Die ernährungsphysiologischen Vorteile von Milch und Milchprodukten sind weltweit sehr gut dokumentiert.
Die Studie von Mickaëlsson lässt den Schluss nicht zu, dass die heute geltenden Empfehlungen für einen gesunden Milchkonsum überdacht beziehungsweise revidiert werden müssen. Um gesundheitsschädigende Schnellschüsse und voreilige Handlungsanweisungen zu vermeiden, sind randomisierte controllierte Studien notwendig.