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Johannisbeer-Wein (aus Kochbuch von 1920):
Recht reife Beeren werden entstielt, zerdrückt und 2 Tage an die Kälte gestellt. Dann drückt man sie durch die Fruchtpresse und stellt den Saft 2 Tage in den Keller, damit sich alles Trübe setze, darnach giesst man denselben sorgfältig, ohne Bodensatz, ab. Auf 1 Liter Saft nimmt man 2 Liter Wasser und 750g Zucker und nach Belieben 1 Likörgläschen Franzbranntwein oder Kognak. Saft, Zucker und Branntwein mischt man in einer Schüssel (nicht blecherne) und rührt das, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Man füllt dann die Flüssigkeit in gereinigte Flaschen (die Flaschen sollen ganz gefüllt sein), bedeckt sie mit einem Mousselineläppchen und stellt die Flaschen an einen kühlen Ort zum Gären. Was an Saft durch das Gären verloren geht, giesst man immer wieder nach, so dass die Flaschen immer voll sind.
Ist die Gärung nach 2-3 Wochen vorüber, so bindet man die Flaschen mit Pergamentpapier zu und lässt sie 4-5 Wochen ruhig im Keller stehen. Dann giesst man den Wein vorsichtig, ohne Bodensatz, auf einen Trichter mit Filterpapier (oder man nimmt Flanell) und lässt ihn ablaufen. Man füllt ihn wieder in gereinigte Flaschen, verkorkt sie gut und bewahrt sie liegend im Keller auf.
Man muss diesen Wein längere Zeit lagern, ehe er gebraucht werden kann. Er ist erst nach 2 Jahren mild.
Wein aus schwarzen Johannisbeeren: wird auf die gleich Art gemacht.
Stachelbeerwein: Man nimmt dazu rote Stachelbeeren. Der Wein wird gleich gemacht wie Johannisbeerwein, nur nimmt man auf 1 Liter Saft 1 Liter Wasser und 650g Zucker.
Heidelbeerwein: Er wird gleich gemacht wie Johannisbeerwein, nur nimmt man auf 1 Liter Saft 600g Zucker.