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Vom 13. bis 15. Januar fand die diesjährige Eisstock-Schweizermeisterschaft in Frauenfeld statt. Diese begann am Freitag mit dem Mannschafts-Zielwettbewerb. Dabei setzte der ES Sur En mit den Spielern Otto Davaz, Orlando Bass, Claudio Mathieu und Jachen Benderer ein erstes Ausrufezeichen. Nach den ersten beiden Durchgängen lagen die Sur Ener noch auf dem vierten Rang, nur sieben Punkte hinter dem ESC Zweisimmen-Rinderberg und dem ESC Soorsischliifer. Im dritten Durchgang machte Claudio Mathieu den Unterschied und brachte seine Mannschaft mit dem besten Resultat in diesem Durchgang auf den zweiten Rang. Von diesem Platz liessen sich die Sur Ener mit insgesamt 250 Punkten nicht mehr verdrängen. Dem ESC Rigi fehlte schlussendlich nur zwei Punkte auf Sur En. Die Mannschaft aus Rigi war schlecht gestartet und holte mit einer starken Aufholjagd den dritten Rang. Den Schweizermeistertitel im Mannschafts-Zielwettbewerb holte sich der ESC am Bachtel zum wiederholten Male. Die Zürcher setzten sich bereits im ersten Durchgang an die Spitze und liessen sich nicht mehr einholen.
Die Sur Ener Damen Marina Bott und Erica Koch erreichten im Mannschafts-Zielwettbewerb den vierten Rang. Ihnen fehlten lediglich sieben Punkte auf die Bronzemedaille.
Qualifikationssieger
Ein weiteres Ausrufezeichen setzte Claudio Mathieu (ES Sur En) am Samstag in der Qualifikation zum Einzelzielwettbewerb. Der Unterengadiner setzte sich mit 304 Punkten an die Spitze und liess alle Favoriten hinter sich. Als Qualifikationssieger war Mathieu der Gejagte im Finaldurchgang. Hier konnte er nicht mehr so ganz an die Leistung aus der Qualifikation anknüpfen. Mit insgesamt 527 Punkten aus vier Runden beendete er den Einzelzielwettbewerb auf dem starken fünften Rang. Schweizermeister im Zielwettbewerb wurde Thomas Biedermann (ESC am Bachtel) mit 587 Punkten, Zweiter wurde Martin Caspar mit 584 Punkten. Bei den Damen qualifizierte sich Marina Bott (ES Sur En) als Achte gerade noch für den Finaldurchgang. Dort verbesserte sie sich mit insgesamt 423 Punkten auf den sechsten Schlussrang.
In der Junioren-Kategorie wurde Orlando Bass (ES Sur En) mit 229 Punkten Schweizermeister im Zielwettbewerb. Er führte bereits nach der ersten Runde und konnte so das Geschehen kontrollieren und im dritten und vierten Durchgang gegenüber der Konkurrenz sogar noch zulegen. Sein stärkster Widersacher, Simon Streun vom ESC Zweisimmen-Rinderberg, erreichte mit 195 Punkten den zweiten Rang. Die beiden St. Moritzer Junioren Philipp Melcher und Francesco Pellegrino erreichten mit 141 und 134 Punkten die Ränge fünf und sechs.
Starke Leistung im Mannschaftsspiel
Im Mannschaftsspiel der Herren A-Liga wurde in diesem Jahr der Spielmodus geändert. Anstelle von zwei Vorrunden wurde nur eine Qualifikationssrunde gespielt, die besten vier Mannschaften qualifizierten sich für die Finalspiele, Absteiger gab es in diesem Jahr keine. Der ES Sur En mit Otto Davaz, Claudio Mathieu, Orlando Bass und Jachen Benderer spielte eine solide Qualifikationsrunde und beendete das Turnier mit zwölf Punkten auf dem starken fünften Rang. Für die Finalqualifikation fehlte ein weiterer Sieg und eine bessere Differenz zwischen gewonnenen und verlorenen Stockpunkten. Mit diesem Resultat kann der ES Sur En auf die Europa-Cup-Teilnahme hoffen. Der ESC Rigi konnte den Schweizermeistertitel verteidigen, die Mannschaft musste im Final gegen den ESC am Bachtel einen Rückstand aufholen und setzte sich in den Schlusskehren durch. Auch im Damenturnier setzte sich die Spielergemeinschaft Rigi/Ambri Piotta durch und verteidigte den Titel. Die Damen-Duo-Mannschaft aus Sur En mit den Spielerinnen Marina Bott und Erica Koch erreichte den achten Schlussrang. In der offenen B-Liga am Sonntag standen zwei Engadiner Teams im Einsatz: Der ES Sur En beendete die Meisterschaft auf dem zehnten Schlussrang, der ESC St. Moritz erreichten den zwölften Rang.
Text: Nicolo Bass