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2012/2013 war das schlechteste je in der Schweiz registrierte Brennjahr. Es wurden lediglich 11'583 Hektoliter (hl) Spirituosen produziert, wie die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) in ihrem Jahresbericht 2013 schreibt. Sie macht dafür die ungünstige Witterung 2012 verantwortlich, die zu schlechten Ernten führte.
Der Abbau der Importhürden für ausländische Spirituosen und die Angleichung der Steuersätze für in- und ausländische Spirituosen im Jahr 1999 führten in der Folge zu einer sinkenden Produktion. Entsprechend nahm auch die Zahl der Spirituosenproduzenten in der Schweiz ab. Letztes Jahr waren noch 247 Gewerbeproduzenten registriert, welche jährlich über 200 l reinen Alkohol herstellen. Sie sind voll steuerpflichtig.
Knapp 47'000 Landwirte waren 2013 noch als Spirituosenproduzenten registriert (1994: 70'021 Landwirte). Sie dürfen nur eigene Rohstoffe oder selbst gesammelte inländische Wildgewächse verarbeiten. Die in Haus und Hof benötigten Spirituosen müssen nicht versteuert werden. Werden über 200 l reiner Alkohol, oder 500 l zu 40 Volumenprozent, produziert, werden die Landwirte gleich kontrolliert wie die gewerblichen Produzenten.
Kleinproduzenten sind Private, die in einer Lohnbrennerei weniger als 200 l reinen Alkohol im Jahr produzieren lassen. Verarbeiten sie eigene Rohstoffe, erhalten sie eine Steuerreduktion von 30% auf maximal 30 l reinen Alkohol/Jahr. Letztes Jahr waren gemäss EAV 85'241 Kleinproduzenten registriert.