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Provisorische Plattform am Bahnhof RBS | Bern | 2018
Zugangsplattform im Bereich der Gleise, zur Baustelle für die Realisierung des neuen, unterirdischen RBS-Bahnhofs in Bern.
Im Zuge des Ausbaus des Berner Hauptbahnhofs sind wichtige Eingriffe vorgesehen, von denen sich einige unterirdisch erfolgen, also unter dem jetzigen Bahnhof. Um diese Ausgrabungen durchführen zu können, ist es wichtig, einen Standort zu haben, von dem aus die Ausgrabungen organisiert und das entstehende Material zumindest vorübergehend abgelagert werden kann. Zu diesem Zweck wurde ein erhöhte Fläche oberhalb der Fahrleitung vorgesehen.
Das Bauwerk aus Stahlsäulen und Querträgern wird teilweise über dem Strassenfeld und grösstenteils über dem Bahnverkehr verlegt, um in diesem Beriech unter Beibehaltung des Bahnhofbetriebes arbeiten zu können. Eine Rampe verbindet die Arbeitsbühne mit der Laupenstrasse und somit mit dem Stadtstrassennetz.
Konzipiert für die Betriebsdauer während der gesamten Baustelle von rund 8 Jahren, musste die Plattform bis Ende 2018 fertiggestellt sein. Natürlich sollte auch die Installation dieser Infrastruktur den Straßen- und Schienenverkehr so gering wie möglich behindern, so dass die meisten Eingriffe während der Nacht und an den Wochenenden erfolgte. Die Gleitfläche der Plattform besteht aus thermisch beheizten Betonplatten, die den Zugang von Lastwagen auch im Winter ermöglicht. Der Umfang der Plattform wird durch Sicherheitsbarrieren begrenzt, welche die Rückhaltung der LKW‘s gewährleisten, und die auch als Schallschutzmaßnahmen dienen, um die Umweltbelastung der Baustelle zu verringern.
Über eine spezielle Falltür, die sich auf der Plattform befindet, wird das Aushubsausrüstung abgesenkt, während das resultierende Material mit speziellen Förderbändern angehoben wird.
In der Angebotsphase wurde die Wahl getroffen, eine erhöhte mobile Plattform vorzuschlagen, um eine sichere Montage durchzuführen, aber auch um die Verwendung von Hebezeugen zu verhindern, die weitere Blockaden für den Schienenverkehr erforderlich gemacht hätten.
Es handelt sich hierbei um ein wichtiges Projekt, sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht, das unter extremen logistischen Bedingungen durchgeführt werden musste, da nur wenig Platz zur Verfügung stand, aber auch aufgrund der kurzen Zeitintervalle, in denen gearbeitet werden durfte.
Technische Eigenschaften
- Länge: 240 m
- Breite: 25 m
- Oberfläche: ca. 3’000 m²
- Stahl: 1’300 ton
- Brückenbogen aus Betonplatten: 3’000 m²
- Sicherheitsbarrieren: 650 m
- Schallschutzwände: 800 m²
- Plexiglaswände: 90m²
- Strukturelle Verbindungsschrauben: 11'000 Stk.
- Rohrleitungen für Regenwasser und Anlagen: 900 m
- Oberflächenbehandlung: 12'000 m²
- Realisierungsdauer: 5 Monate
|Objekt||Provisorische Plattform am Bahnhof RBS|
|Ort||Bern||Art||
Zivil- und Industriebauten in Stahl

Spezialkonstruktionen
|Baujahr||2018|
|Bauherr||Regionalverkehr Bern-Solothurn AG ( RBS) | Worblaufen|
|Ingenieur||Hitz und Partner AG | Worblaufen|
|Bauleitung||Allgemein: Basler & Hofmann AG, Esslingen | Vor Ort: Hitz und Partner AG, Worblaufen|
|Stahl Tonnen|| 1'300