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In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam ein neues Medium auf:
das Grossbildpanorama.
Die monumentalen Gemälde, welche ferne Städte, Landschaften oder grosse Schlachten darstellten, waren ein grosser Publikumserfolg und wurden zu Spekulationsobjekten.
Finanziert und organisiert wurden die Panoramen meistens durch Unternehmer; so entstand auch die Panoramagesellschaft Zürich.
Hauptaktionäre waren die Gebrüder Adelrich und Martin Gyr von Einsiedeln. Angeregt wurden sie durch den Unternehmer Benjamin Henneberg, welcher in Genf (1880) und Luzern (1889) Panoramarotunden errichten liess und dort das Bourbakipanorama zeigte.
Ab 1893 stellte Henneberg an verschiedenen Orten das Panorama «Alpes bernoises» von Auguste Baud-Bovy aus. Er arbeitete zunächst mit belgischen Gesellschaften zusammen, welche im Panoramageschäft in Frankreich und Deutschland eine führende Rolle spielten.
Die Gyr beteiligten sich ab November 1892 am Panoramaprojekt «Kreuzigung Christi» der Stuttgarter Eckstein & Esenwein für den Pilgerort Einsiedeln und übernahmen kurzfristig die Aktienmehrheit. Das am 1. Juli 1893 eröffnete Panorama hatte bis 1898 jährlich zwischen 40’000 und 100’000 Besucher.