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William Faulkner konnte erzählen wie nur wenige. In seinen Geschichten und Romanen erschuf er seine Heimat Mississippi neu, taufte sie Yoknapatawpha County und besiedelte sie mit Gestalten seiner Phantasie – zum Beispiel mit Miss Emily, deren Liebe zum Nordstaatler Homer Barron von den Verwandten nicht geduldet wird und sich auf überraschende Weise dennoch erfüllt.
›Eine Rose für Emily‹: »In Jefferson, Mississippi, ist die vierundsiebzigjährige Miss Emily Grierson, letzte Nachfahrin einer ehemals angesehenen und reichen Familie, gestorben. Sie lebte zurückgezogen und nur von einem schwarzen Diener umsorgt in ihrem großen, baufälligen Haus, in einer einst vornehmen, inzwischen aber mit Garagen und Baumwollschuppen bebauten Wohngegend. Vor mehr als vier Jahrzehnten, nach dem Tod ihres Vaters, der alle Freier von ihr ferngehalten hatte, schien Miss Emily heiraten zu wollen: Sie ließ sich häufig in Begleitung Homer Barons, eines hünenhaften, stets vergnügten Bauarbeiters aus dem Norden, sehen, und nachdem einige darob empörte Damen Emilys Verwandte aus Alabama herbeigerufen hatten, deutete alles auf eine baldige Hochzeit, wenngleich bekannt war, dass Barron nicht viel von Heiraten hielt und die Gesellschaft junger Männer vorzog. Die ganze Stadt bemitleidete Miss Emily, als er plötzlich, nach einem nächtlichen Besuch bei ihr, nicht mehr in Jefferson gesehen wurde.«
»Faulkner ist eine der wenigen schöpferischen Begabungen des Westens.«Albert Camus
»Er hat von allen das meiste Talent. Wie schön er schreiben kann, so einfach und so kompliziert wie Herbst und Frühling.«Ernest Hemingway
»Faulkner wiederholte das Land und die Menschen am Mississippi so endgültig, daß sie nie aufhören werden zu bestehen.«Siegfried Lenz