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Nach den Recherchen von finews.ch versendet der Verwaltungsrat der Rothsinvest Asset Management ein Statement: Ein Ex-Direktor habe die Firma missbraucht.
Die Anwürfe richten sich gegen Robert Da Ponte: Der britisch-italienische Doppelbürger war bis Ende Mai der Rothsinvest Asset Management mit Sitz in Zug. In Italien werde er wegen «verschiedener schwerer Vermögens- und Finanzdelikte gesucht».
Dies bestätigt der Verwaltungsrat der Rothsinvest in einer Mitteilung. Da Ponte sei Alleinaktionär des Unternehmens und habe «bei seinen Aktionen … offenbar den Namen von Nathan Rothschild, Verwaltungsratspräsident der Gesellschaft, und denjenigen der Gesellschaft systematisch betrügerisch eingesetzt.»
Damit geht der Verwaltungsrat auf Distanz zum Aktionär beziehungsweise zu seinem ehemaligen Geschäftsführer. Da Ponte habe den Anschein erweckt, «dass er seine Tätigkeit als Vertreter der Rothschild Bank und der entsprechenden Dynastie ausübte, um so das Vertrauen der Anleger zu gewinnen.»
Betrug, Veruntreuung, ungetreue Geschäftsführung
Zudem habe er gefälschte Zertifikate über Vermögensanlagen ausgestellt, «welche er im Namen der Gesellschaft unterschrieb, ohne dazu berechtigt zu sein.»
In seiner Mitteilung betont der Verwaltungsrat, dass weder Nathan Rothschild noch die Gesellschaft etwas mit der Bankiersfamilie Rothschild zu tun haben. Bis zum Untertauchen von Robert Da Ponte habe man nichts von «dessen deliktischer Tätigkeit» gewusst.
Der Verwaltungsrat habe daher im Namen der Gesellschaft Strafanzeige gegen Da Ponte wegen «Betrug, Veruntreuung, ungetreuer Geschäftsführung und weiterer Delikte» eingereicht.
Allerdings: Das Unternehmen hatte schon seit längerer Zeit damit geworben, dass es ein Ableger des «Rothschild Family Office» sei. Und Robert Da Ponte arbeitete seit 2006 im Unternehmen, erst als Verwaltungsratsdelegierter und ab Mai 2011 als Generaldirektor.