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Als Hold`em Poker Varianten werden jene Pokervarianten bezeichnet, bei denen jeder Spieler verdeckte Karten (Hole Cards) erhält. Diese Karten können nur zur Bildung der Hand des Spielers der sie bekommen hat, herangezogen werden. Die weiteren Karten werden danach offen in dieser Reihenfolge auf den Tisch gelegt:
- Flop: Drei Karten werden in einem Zug aufgedeckt und es folgt eine Wettrunde
- Turn: Eine Karte wird aufgedeckt und es folgt eine Wettrunde
- River: Die letzte Karte wird aufgedeckt und es folgt die abschliessende Wettrunde
Flop, Turn und River bilden das „Board“ und sind Gemeinschaftskarten (Community Cards) die jeder Spieler für seine Hand verwenden kann.
Die Hold`em Varianten werden zumeist ohne Ante gespielt. Der Platz des Dealers wird ausgelost und der / die Spieler nach dem Dealer müssen, ohne ihre Karten gesehen zu haben, die Blinds -das sind die „erzwungenen“ Einsätze (forced bets) -bringen um das Spiel zu eröffnen. Fast immer wird mit einem kleinen „Small Blind“ und einem grossen „Big Blind“ gespielt. In der Regel ist das Big Blind doppelt so hoch wie das Small Blind. Der Platz des Dealers wird durch den Dealerbutton markiert. Der Dealerbutton kann je nach Casino oder Online-Casino unterschiedliche Formen haben, im Casino Davos wurde zum Beispiel ein Puck vom Hockey Club Davos bei Turnieren verwendet. Es gibt eine Variante bei der die Spieler in einem Casino gegen den Croupier spielen, die Let It Ride oder Easy Poker genannt wird. Auf Let It Ride gehen wir in diesem Blog nicht ein, sondern konzentrieren uns auf die weit verbreiteten und sehr beliebten Spiele Texas Hold`em und Omaha Hold èm
Texas Hold’em
Spielablauf
Preflop
Der Spieler auf dem Platz nach dem Dealerbutton setzt das Small Blind, der nächste Spieler im Uhrzeigersinn das Big Blind. Jetzt beginnt der Dealer mit dem Verteilen der Karten beim Small Blind. Jeder Spieler erhält im Uhrzeigersinn eine verdeckte Karte und danach eine zweite verdeckte Karte. Diese beiden verdeckten Karten werden „Pocket Cards“ oder „Hole Cards“ genannt. Wenn alle Karten ausgeteilt sind, folgt die erste Einsatzrunde. Der Spieler nach dem Big Blind hat folgende Möglichkeiten:
Bezahlen (to call): Den Einsatz in der Höhe des Big Blind bringen.
Erhöhen (to raise): Im Rahmen der Limitstruktur einen höheren Einsatz tätigen.
Aufgeben der Hand (to fold): Die Hole Cards verdeckt weggeben und dieses Spiel beenden.
Der nächste Spieler im Uhrzeigersinn hat daraufhin dieselben Möglichkeiten, bis die Blinds an der Reihe sind. Meist ist die Anzahl der Erhöhungen (raise und reraise) beschränkt, üblicherweise auf vier Aktionen. Diese Beschränkung wird als „cap“ bezeichnet.
Wurde das Big Blind nur gecallt, also kein Raise gespielt, kann der Spieler am Small Blind callen indem er die Differenz zwischen Small und Big Blind bezahlt, hat aber auch die Möglichkeit zu erhöhen oder die Hand aufzugeben. Im Falle eines Fold geht das Small Blind in den Pot.
Der Spieler der das Big Blind gesetzt hat, hat die Option zu checken oder ein Raise zu spielen. Wenn das Big Blind checkt, werden die Einsätze der Spieler im den Pot geschoben und es folgt der Flop. Im Fall eines raise gehen die Möglichkeiten zu handeln (Call, fold, reraise) wieder den jeweils nächsten Spieler im Uhrzeigersinn weiter. Wenn alle Spieler entweder den Einsatz gebracht oder die Hand aufgegeben haben, folgt der Flop.
Flop
Die nächste Karte am Deck wird „verbrannt“, also verdeckt in die Mitte des Tisches gelegt. Neben dieser „Burn Card“ wird nun der Flop aufgedeckt.
Jetzt beginnt die zweite Wettrunde beim ersten Spieler nach dem Button der noch Karten hat.
Er kann checken (keinen Einsatz tätigen) oder ein „bet“ ( Einsatz gemäß Limitstruktur) spielen. Sobald ein Bet erfolgt, sind wieder dieselben Aktionen für die Spieler wie Preflop möglich. (call, raise,fold). Wenn alle Spieler entweder den Einsatz gebracht oder die Hand aufgegeben haben, folgt der Turn.
Turn
Die nächste Karte am Deck wird verbrannt und auf die Burn Card gelegt und die nächste offene Karte neben den Flop gelegt, die Turn Card.
Die dritte Wettrunde wird analog zur zweiten durchgeführt.
River
Wieder dasselbe Prozedere wie beim Turn. Burn Card und die letzte offene Karte die River Card.
Jetzt beginnt die letzte Wettrunde und sobald entweder alle Spieler gecheckt haben oder kein Raise mehr gespielt wird, folgt der Show Down, wenn noch zwei oder mehr Spieler Karten besitzen. Der Spieler mit der letzten Erhöhung oder dem letzten Bet beginnt mit dem Aufdecken der Karten. Der Dealer setzt nun aus den Hole Cards des Spielers und dem Board die bestmögliche Pokerhand ( immer genau fünf Karten )zusammen. Die beste Hand erhält den Pot, bei Gleichstand wird geteilt.
Es ist möglich, dass alle Spieler die am Show Down teilnehmen, das Board spielen, also die fünf offenen Karten verwenden. Auch das hat eine Potteilung zur Folge.
Omaha Hold’em
Spielablauf
Preflop
Wie bei Texas Hold`em, allerdings erhalten die Spieler vier verdeckte Karten. Von diesen vier Karten muss der Spieler genau zwei zur Bildung seiner Poker Hand verwenden.
Danach folgt das Geben des Board und die Einsatzrunden ebenfalls wie bei Texas Hold’em Poker.
Show Down
Der entscheidende Unterschied zu Texas Hold`em Poker besteht in der Zusammensetzung der Hand:
Zwei der vier Hole Cards und drei Karten des Boards müssen verwendet werden. Wenn also vier Karten der Spielfarbe Herz im Board liegen, aber ein Spieler nur eine Herz in seiner Hand hält, ist das kein Flush. Daher sind Splitpots seltener.
Fazit Hold’em Poker
Texas Hold`em ist derzeit die wahrscheinlich am häufigsten gespielte Poker Variante. In den nächsten Blogs werden wir uns daher ausführlich mit Strategien, den unterschiedlichen Limitstrukturen und den grundlegenden Unterschieden zwischen Cashgame und Turnierspiel auseinander setzten. Auch die komplexe Mathematik des Omaha Hold` em wird thematisiert werden.
Bis dahin viel Vergnügen und Erfolg auf casino777.ch und bleibt neugierig!