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In den letzten Jahren wurden an Kreuzungen und Strassenverzweigungen in den Quartieren und auf kleinen Plätzen neue Brunnen errichtet. Die meisten dieser Brunnen wurden aus rötlichen oder grünlichen Findlingen (grosse Gesteinsbrocken) geschliffen. Beim Gesteinsmaterial handelt es sich um Verrucano. Diese Brocken stammen alle aus der sog. Glarner Hauptüberschiebung im Gebiet des Glarnerlandes oder dem Bündnerland rund um Ilanz.
Verrucano ist ein sehr altes Gestein, das sich, bei genauerer Betrachtung, aus gepresstem Kies und Geröll zusammensetzt. Es ist vor 250 bis 300 Millionen Jahren als Abtragungsmaterial eines früheren Gebirges auf dem europäischen Urkontinent entstanden.
Bei der Auffaltung der heutigen Alpen wurden diese Schichten, die nach ihrer Entstehung mit Kalk und anderem Gestein überlagert wurden, aus der Tiefe wieder aufgebrochen und in den Glarner Alpen im Bereich der Glarner Hauptüberschiebung (UNESCO-Welterbe) über die jüngeren Gesteinsschichten geschoben und gefaltet.
Durch die einsetzende Erosion wurde der Verrucano abermals abgetragen und während der Riss-Eiszeit vom Linth- und Rheingletscher, über eine Zeit von 3000 bis 5000 Jahren, bis weit ins Schweizer Mittelland hinaustransportiert und hier abgelagert.
Heute sind in den Glarner Alpen noch bis zu 1500 Meter dicke Verrucanoschichten zu erkennen, was noch ca. 10 % der einstigen Mächtigkeit entspricht. Am häufigsten findet man bei uns den Roten Verrucano oder auch Roter Ackerstein genannt.