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US-Popstar Madonna hat eine Versteigerung persönlicher Gegenstände mit juristischen Mitteln vorübergehend gestoppt. Dabei ist auch ein Brief ihres Ex-Freundes Tupac Shakur.
Madonna hat eine Versteigerung persönlicher Gegenstände mit juristischen Mitteln vorübergehend gestoppt. Darunter befinden sich ein Brief ihres Ex-Freunds Tupac Shakur, eine Bürste mit ihren Haaren sowie eine Unterhose, welche die heute 58-Jährige angeblich einmal trug. Die Sängerin erwirkte bei einem Gericht in New York, dass 22 Gegenstände der rund 130 Madonna-Objekte umfassenden Online-Auktion vorerst nicht versteigert werden dürfen.
Trotz ihrer Berühmtheit habe sie das Recht, ihre «Privatsphäre aufrechtzuerhalten, auch in Bezug auf höchst persönliche Gegenstände», teilte Madonna Gerichtsdokumenten zufolge mit. Sie sei «schockiert» gewesen, dass der Brief des verstorbenen Rappers Tupac angeboten werde und habe diesen niemals verkauft, verschenkt oder irgendwem das Recht zum Verkauf gegeben. Der Brief hätte geschätzte 350'000 Dollar einbringen können, sagte eine Sprecherin der Firma «Gotta Have It! Collectibles» am Mittwoch.
Kritik an Konkurrenten
Ausserdem zählt ein handgeschriebener Brief Madonnas an ihren früheren Lover, den Schauspieler John Enos, zu der Sammlung. In dem Brief aus den frühen 90er Jahren schrieb sie, sie missgönne der Sängerin Whitney Houston und der Schauspielerin Sharon Stone ihre Erfolge. Beide seien «schrecklich mittelmässig» und hätten ihren Erfolg auf Madonnas Vorarbeit aufgebaut. «Vielleicht haben sich so die Schwarzen gefühlt, als Elvis Presley gross wurde», schrieb Madonna.
«Es ist ungeheuerlich und äusserst beleidigend, dass meine DNA der Öffentlichkeit zum Verkauf angeboten werden könnte», schrieb Madonna zur Versteigerung ihrer Haarbürste. Die Auktion lief trotz der Gerichtsentscheidung weiter.
Geld statt Freundschaft
Versteigern lassen hatte die fraglichen Objekte Madonnas frühere Freundin und Beraterin Darlene Lutz. Madonnas Schritte seien «unbegründet und wertlos», teilte Lutz' Sprecherin mit. Es gehe der Sängerin nur darum, das Ansehen des Auktionshauses und von Lutz zu beschmutzen. Lutz erläuterte in einer Stellungnahme, sie habe Madonna beim Aufbau einer Kunstsammlung geholfen und einige Objekte aus Madonnas Haus in Miami bei sich gelagert. Als ihre Freundschaft mit der Pop-Diva 2004 geendet habe, hätten sie beide eine vertrauliche Vereinbarung dazu getroffen.
Der New Yorker Richter Gerald Lebovits setzte am Mittwoch eine Anhörung zu dem Streit für den 6. September an. Bis dahin dürfe das Auktionshaus die betreffenden Gegenstände nicht versteigern.
(sda/chb/ise)