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"Wer keine Sorgfalt auf das Anvertraute übt, dessen Galube wird auch nicht aufrightig sein. Jemand, der sein Wort nicht hält, dem seine Glaube kann auch nicht aufrichtig sein."
"Wisst ihr was üble Nachrede ist? Wenn jemand über einen seiner Glaubensgeschwister etwas sagt, dass ihm nicht gefallen würde." (Abû Dâwûd)
Üble Nachrede führt in einer Gemeinschaft dazu, dass Zwiespalt unter den Menschen entsteht. Gewollt oder ungewollt werden Vorurteile über bestimmte Personen ins Leben gerufen und geschürt. Menschen, die von solchen Aussagen erfahren, neigen dazu, sich von der jeweiligen Person – nach ihrem Urteil nach zu Recht – abzuwenden.
"Wenn er (die Person) ist, wie du sagst, dann ist es üble Nachrede, und wenn er nicht so ist, wie du sagst, dann ist es Verleumdung." (Muslim)
Einem Menschen Schlechtes nachzusagen, ist eine ungefällige Tat. Eine noch viel hässlichere und verwerflichere Tat ist es jedoch, jemandem etwas zu unterstellen, das nicht der Wahrheit entspricht.
Wie oft werden wir im Alltag Zeuge von absichtlichen Diffamierungen anderer, die nur dazu dienen, sie in ein schlechtes Bild zu rücken? Dies passiert nicht nur im Bekannten- und Freundeskreis, sondern ist auch ein Mittel der Medien. Wie oft werden Falschinformationen über Gruppen oder Einzelpersonen verbreitet? Eine Entschuldigung danach kann oft den Ruf nicht mehr herstellen.
"Gabriel empfahl mir so oft die gute Behandlung des Nachbarn, dass ich dachte, er (Allah) würde sie zu Erben erklären." (Buchârî)
In einer zunehmend anonymisierten und schnelllebigen Welt nehmen sich immer weniger Menschen die Zeit andere kennenzulernen. Vor allem in Großstädten kann man beobachten, wie ständig immer neue Menschen in einer Umgebung ein- und ausziehen und die Scheu ist inzwischen so groß, dass man teilweise einander nicht einmal freundlich begrüßt. Dennoch vergessen wir, dass z. B. bei einem Notfall als erstes die Nachbarn zu Hilfe eilen.
"Wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, soll seinen Gast grosszügig behandeln." (Buchârî)
Sicherlich haben schon viele Menschen die besondere Gastfreundschaft von Muslimen erlebt. Woher kommt es aber, dass Muslime diese Eigenschaft mit großer Sorgsamkeit pflegen? Ja, man könnte fast sagen, dass der Gast zum „König“ im Haus des Muslims wird.
Diese Ethik des Teilens und der Fürsorge gegenüber anderen Menschen war sicherlich eines der gegenwärtigsten im Leben des Propheten Muhammad (saw). Es gab nicht viele Tage, an denen er keine Gäste oder bedürftige Menschen zum gemeinsamen Mahl in seiner Wohnstätte hatte.