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Jupiter und Antiope, nach Tizian, und mehrere Porträte
nach C. W.
Roß.
2)
Henry, amerikan. Genremaler, geb. 1839 zu Haverhill (Massachusetts),
konnte sich erst, nachdem er von seinen im Bürgerkrieg erhaltenen Wunden geheilt war, der Kunst widmen und ging deshalb
nach Paris, wo er 1864 in die École des beaux-arts eintrat und Schüler von
Cabanel wurde. Später lernte
er unter Edouard
Frère in Ecouen und ließ sich dann in Paris nieder. Zu seinen bedeutendsten Bildern gehören: die Bezahlung
der Rechnung (1870), die Petition der
Knaben von Boston an den General Gage (Hauptbild, 1875), der Abschied und: Land, Land!
FriedrichWilhelm, Holzschneider, geb. zu Brackenheim bei Heilbronn,
erhielt seinen ersten künstlerischen Unterricht auf dem Polytechnikum in Stuttgart, widmete sich von 1842 an dem Graveurfach
und ging 1846 in das dortige xylographische Atelier von C. Deis über. Nachdem er dann auf Reisen 1848 und 1849 die besten
Institute für Holzschneidekunst, namentlich das von
Braun und
Schneider in München, besucht hatte, wurde
er 1850 in das Atelier Gabers nach Dresden berufen und arbeitete hier nach den Zeichnungen Ludw.
Richters, für den er z. B. die Bilder in «Erbauliches
und Beschauliches» schnitt, ebenso Illustrationen zu Bechsteins «Märchenbuch»,
zur «Spinnstube» etc. 1851 ließ er sich in
Wien nieder, wo er anfangs notgedrungen wieder das Graveurfach ergriff, bis er 1855 mit Waldheim eine Kunstanstalt gründete,
aus der eine Reihe von Holzschnitten als Einzelblätter und als Illustrationen hervorgingen.
Nach vielfachen Anstrengungen gründete er 1869 dort sein eignes bedeutendes Institut für Holzschneidekunst, das unter anderm
die Trachtenbilder nach
Zeichnungen Dürers in der Albertina zu Wien, die große Ansicht von Wien aus
dem Jahr 1873, das Gedenkblatt für das Kaiserjubiläum
Franz Josephs und neuerdings auch die Holzschnitte für Thausings
«Leben Albrecht Dürers» lieferte. Seine Arbeiten haben das Verdienst,
in Österreich den ersten Holzschnitt frei von der Nachahmung des Kupferstichs eingeführt zu haben und
mit gründlichem Studium der Meister des 16. Jahrh. den jedesmaligen Charakter des Künstlers
wiederzugeben.
MagnusThulstrupvon, norweg. Landschaftsmaler, geb. zu
Christiansund, fand gegen die
Wahl der Künstlerlaufbahn viele Hindernisse, ging deshalb zur See, wurde Steuermann und machte
als solcher große Seereisen, auf denen er dreimal Schiffbruch litt. Als er auf diesen Reisen 1842 nach
Nantes kam, gab er den Seemannsberuf auf und ging nach Kopenhagen, wo er zwei Jahre lang den Unterricht Thorwaldsens genoß.
Dann arbeitete er selbständig in Christiania und ging nach Düsseldorf, wo er unter der persönlichen
Leitung von Andreas
Achenbach,
Gude und
Leu stand und auf Empfehlung des erstern ein norwegisches Stipendium erhielt.
Bis 1866 machte er mehrere Studienreisen nach Norwegen und Schweden, dem Harz, Oberbayern und der Schweiz. Dann ließ er
sich in Berlin nieder, wo er meistens norwegische Landschaften von großer Naturtreue, sehr detaillierter
Zeichnung und feinem Silberton malt, z. B.: zwei größere norwegische Landschaften (im Besitz
des
Königs von Schweden), Sonnenuntergang am Bygdinsee in Norwegen, Mondaufgang (im Besitz des deutschen
Kaisers) u. v. a.,
die in Privatbesitz kamen.
(spr. baijí),AntoineNicolas, franz. Architekt,
geb. zu Paris, arbeitete im Atelier Debrets, besuchte die Écoledes beaux-arts und wurde 1829 Schüler von Duban. 1834 wurde er von der städtischen Verwaltung von Paris als Architekt angestellt
und war als solcher bei der Vollendung des Hôtel de Ville und bei der Errichtung der Fontaine
¶
forlaufend
Molière beschäftigt. Später restaurierte er die Kathedrale von Digne, erbaute in Valence den Turm der Hauptkirche, restaurierte
die Kathedrale in Bourges, das Lyceum St. Louis in Paris, erbaute das dortige Gebäude des Handelsgerichts und die Gebäude
der neuen Mairie des vierten Arrondissements. Nicht minder zahlreich sind die von ihm errichteten größern
Privatbauten und Schlösser in verschiedenen Gegenden Frankreichs. 1853 wurde er Ritter, 1868 Offizier der Ehrenlegion und 1875 Mitglied
der Kunstakademie.