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Waldrandaufwertungen: Einfluss von Exposition und Wüchsigkeit des Standorts
Breite, artenreiche Waldränder sind in der Schweiz selten. Seit einigen Jahren wird die ökologische Aufwertung von Waldrändern daher vom Bund gefördert. Damit die beschränkten Mittel optimal ingesetzt werden können, braucht es gute Kenntnisse über die Standortfaktoren, die den Erfolg von Waldrandaufwertungen beeinflussen. Wir untersuchten an 48 aufgewerteten Waldrändern im Kanton Aargau, welchen Einfluss Exposition und Wüchsigkeit des Standorts auf den Aufwertungserfolg haben. Die Resultate zeigten, dass sowohl die Exposition als auch die Wüchsigkeit einen signifikanten Einfluss auf die Qualität der aufgewerteten Waldränder hatten. An südexponierten und an mageren Standorten war die ökologische Qualität der aufgewerteten Waldränder signifikant besser als an anders exponierten beziehungsweise an wüchsigen Standorten. Bei nicht südexponierten Lagen hatte die Wüchsigkeit des Standorts keinen nachweisbaren Einfluss auf die ökologische Qualität der aufgewerteten Waldränder. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach Aufwertungsmassnahmen Problemarten und invasive Neophyten vorkommen und dominierende Bestände bilden, war an mageren tandorten signifikant kleiner als an wüchsigen, hingegen spielte die Exposition keine Rolle. In Zukunft sollten Waldrandaufwertungsprojekte daher bevorzugt an südexponierten und mageren Standorten durchgeführt werden. Bei anders exponierten oder bei wüchsigen Standorten sind gute Resultate zwar weniger wahrscheinlich, aber nicht unmöglich.