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Das Aussehen des Hauspferdes variiert in seinem Körperbau, der Körpergröße, Fell und Farbe. Je nachdem, zu welchem Zweck Pferde gezüchtet werden, unterteilt man deren Typen in sogenannte Kaltblüter, Warmblüter, Vollblüter, Halbblüter und Ponys. Die Bezeichnungen Kalt-, Warm- und Vollblut richten sich nicht nach der Wärme oder gar Menge des Blutes des Pferdes, sondern benennen das vorwiegende Verhalten des jeweiligen Pferdetyps. So reagieren Kaltblüter im Allgemeinen eher ruhig und bedächtig, während Vollblüter eher als nervös und leicht erregbar gelten.
Vollblüter basieren auf der Araberzucht und werden meist als Sportpferde eingesetzt. Man unterscheidet Arabisches Vollblut (ox) und Englisches Vollblut (xx). Beide Rassen sind meist sehr sensibel und bis zu 70 km/h schnell (Maximalgeschwindigkeit; die maximale Durchschnittsgeschwindigkeit auf 160 km beträgt etwa 12–20 km/h[1]).
Kaltblüter sind alle natürlichen Pferderassen, außer den Arabern. Häufig stammen diese Rassen aus kälteren Regionen und weisen gegenüber Arabern einen deutlich kräftigeren Körperbau, aber auch ein sehr viel sanfteres Gemüt auf. Diesem verdanken sie dann auch ihren Namen, denn wie alle Pferde sind sie natürlich Säugetiere und daher warmblütig. Aufgrund des ruhigen Temperaments und des kräftigen Körperbaus eignen sich diese Pferderassen besser als andere zum Ziehen schwerer Kutschen, an die Eleganz und Geschwindigkeit von Arabern reichen sie jedoch nicht heran.
Warmblüter sind Zuchten, die mit einer Kreuzung von Kalt- und Vollblütern begannen. Bei diesen, teils jahrhundertealten Zuchten, wird versucht die Vorteile beider Rassen herauszuheben, also Eleganz und Geschwindigkeit der Araber, sowie gutmütiges Temperament und Robustheit der Kaltblüter. Da dies im Laufe der Jahrhunderte immer besser gelang, eignen sich Warmblüter für praktisch alle Aspekte des Pferdesports. Diese Zuchten wurden inzwischen zu eigenen Rassen erklärt und ein Kind, dessen Eltern Warmblüter waren, bleibt ein Warmblut.
Halbblüter nennt man Pferde, die aus einer Kreuzung von Vollblütern mit einer anderen Pferderasse hervorgegangen sind. D. h. ein Elternteil und damit 50 % des Erbgutes muss ein Vollblut-Araber gewesen sein. Kinder zweier Halbblüter erfüllen dieses Kriterium nicht mehr.
Ponys sind Kleinpferde unter 1,48 m Widerristhöhe (auch Stockmaß) mit meist stämmigem Körperbau, starkem Gebiss und langer Lebenserwartung, die robust zu halten sind und zum Reiten und Fahren verwendet werden können