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Überglücklich trat Schurter nach seinem Triumph vor die Medien und beschrieb als erstes, was nach dem Erreichen seines grossen Ziels in ihm vorging: “Für mich war es das perfekte Rennen. Ich habe vier Jahre lang darauf hingearbeitet. Nach einem guten Start hatte ich zwar eine Schrecksekunde, als mir der Australier McConnell in den Wechsler fuhr. Aber eigentlich konnte ich das Rennen immer kontrollieren.”
Er habe schnell gemerkt, dass er am Berg etwas stärker sei als sein grosser Kontrahent Jaroslav Kulhavy. “In der zweitletzten Runde habe ich angegriffen – und bin gleich weggekommen. Ich wollte nicht zu früh angreifen, weil es viele Rollerpassagen gibt und ich nicht alles von der Spitze aus fahren wollte. Als ich wegkam, konnte ich schnell einen ziemlich grossen Vorsprung herausfahren. Ab dann trugen mich die Glücksgefühle.”
Dass es vier Jahre nach London wieder zum Duell gegen Kulhavy kam, überraschte den Olympiasieger nicht wirklich. “Ich wusste vor dem Rennen, dass zu 90 Prozent Julien Absalon oder Kulhavy meine Gegner im Kampf um den Sieg sein würden”, sagte Schurter.
Auf einen Endspurt mit Kulhavy wollte es Schurter aber nicht ankommen lassen. Vor vier Jahren in London hatte der Tscheche den Schweizer in der letzten Kurve noch überholt. Dieses Szenario wollte Schurter unbedingt vermeiden. “Ich wusste, dass ich am Berg forcieren musste, weil er womöglich etwas endschneller wäre als ich”, sagte der 200. Schweizer Medaillengewinner an Olympischen Sommerspielen.
Seit Peking hiess das übergeordnete Ziel Olympiasieg. Bedeutet das nun, dass die Karriere mit dem heutigen Tag perfekt ist? Schurter: “Meine Karriere ist nicht zu Ende! Aber für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Rückblickend auf London habe ich das Gefühl, dass dort Silber für mich offenbar sein musste, damit ich an allen Details arbeiten musste. Deshalb gibt es nun nichts Schöneres als diese Medaillenkollektion.”
(SDA)