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Die Finanzplanung umfasst die Erstellung eines ausgearbeiteten Plans, in dem alle entscheidenden finanziellen Sachverhalte eines Unternehmens gesammelt, analysiert und geplant werden. Auf diese Weise sollen alle unternehmerischen Entscheidungen im wirtschaftlichen Sinne erleichtert und zielführend getroffen werden.
Die Finanzplanung ist eine Disziplin in der allgemeinen Unternehmensplanung mit besonderem Augenmerk auf die Finanzierungs- und Unternehmensziele. Durch die Finanzierung wird der Bedarf an Kapital ermittelt. Dabei wird zwischen einer Eigen- und Fremdfinanzierung unterschieden. Die Daten für die Entscheidungsgrundlage stammen im Wesentlichen aus der Vergangenheit. Die Finanzplanung soll klarlegen, ob zukünftig mit einem Liquiditätsüberschuss oder ein Kapitalbedarf zu rechnen ist. In einer nachgelagerten Phase muss geklärt werden, ob dieser als Geldanlage, Investition oder Eigen- oder Fremdfinanzierung zu verwenden ist.
Je nach Planungshorizont wird in der Betriebswirtschaftslehre zwischen einer kurz-, mittel- und langfristigen Finanzplanung unterschieden. Diese kann je nach Branche hinsichtlich der zeitlichen Dauer variieren. In zyklischen Branchen wie zum Beispiel der Telekommunikation entstehen naturgemäß kürzere Planungshorizonte als in den tendenziell weniger zyklischen Branchen wie zum Beispiel bei den Versorgern. Eine kurzfristige angelegte Finanzplanung erstreckt sich über rund vier Wochen, eine mittelfristige meist über ein bis zwei Jahre und eine langfristige Finanzplanung kann drei bis fünf oder sogar zehn Jahre abdecken. Bei der kurzfristigen Finanzplanung liegt der Fokus vor allem auf einer Liquiditätsplanung bzw. dem Cash Management. Eine Finanzplanung im mittelfristigen Bereich befasst sich mit der Finanzierung von geplanten Investitionen und die langfristige Finanzplanung wacht mit strategischen Aspekten als langfristige Strategie über dem Unternehmen.