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Unter dem Begriff „Iontophorese“ versteht man ein Verfahren, bei dem Medikamente mittels elektrisch geladenen Ionen durch die Haut transportiert werden. Bei diesem Verfahren wird das Medikament Riboflavin (Vitamin B2) verwendet. Mit Hilfe der Elektrode des Iontophorese-Applikators diffundiert Riboflavin in einem schnellen Transport durch das unversehrte Epithel in das Stroma der Hornhaut. Im Gegensatz zum Standard-Crosslinking-Verfahren muss hier das Hornhautepithel nicht abgeschabt werden und das Eindringen erfolgt somit viel schneller. Im Stress-Strain Test wurde nachgewiesen, dass das Riboflavin besser ins Gewebe eindringen kann als nach passiver Verabreichung. Es wird eine höhere biomechanische Vernetzung als bei einer passiven Diffusion während 30 Minuten erreicht.
Nachdem das Medikament Riboflavin verabreicht wurde, kommt es wie beim Standard-Crosslinking-Verfahren zu einer Bestrahlung des Auges mit UV-Licht für ca. 10 Minuten. Dadurch wird das Riboflavin aktiviert. Das Ergebnis sind neue Gewebebrücken innerhalb des Stromas, welche das Gewebe stabilisieren.
Insgesamt dauert das moderne Verfahren deutlich kürzer (inkl. Bestrahlung ca. 15 Minuten). Da das Epithel intakt bleibt, kommt es zu keiner Trübung der Hornhaut nach dem Eingriff, zu keiner Infektion und zu keiner Sichtabnahme. Diese Nachteile sieht man ab und zu nach einem Epi-off Standard-Verfahren.