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Doppel-Olympiasieger Simon Ammann hat am späteren Freitag nachmittag erstmals den Gesamt-Weltcup im Skispringen gewonnen. Wenige Stunden früher hatte auch Skirennfahrer Carlo Janka den Gesamt-Weltcup geholt.Dieser Inhalt wurde am 12. März 2010 - 18:51 publiziert
Nie war die Skination Schweiz, zu der neben den Alpinen auch die Nordischen und seit neustem die Skicrosser zählen, stärker als in diesem Olympia-Winter.
Der 12. März 2010 mit den zwei grossen Kristallkugeln für Carlo Janka und Simon Ammann wird als letzter ganz grosser Feiertag eines beispiellos erfolgreichen Winters in die Geschichte des nationalen Skiverbandes eingehen.
Der 28-jährige Toggenburger Ammann hat am Freitag Abend in Lillehammer seinen achten Saisonsieg gefeiert und den vorzeitigen Gewinn der Grossen Kristallkugel perfekt gemacht. Damit krönte er seine bisher erfolgreichste Saison.
Mit einem Sieg im Riesenslalom von Garmisch hatte zur Mittagszeit auch Carlo Janka, ebenfalls ein Olympia-Sieger, die grosse Kristallkugel geholt.
Zweiter im Skispringen wurde der Österreicher Gregor Schlierenzauer vor Adam Malysz aus Polen.
Andreas Küttel zeigte einen enttäuschenden Wettkampf: Der Einsiedler verpatzte seinen Sprung und verpasste als 48. den Finaldurchgang mehr als deutlich.
Die deutschen Springer enttäuschten erneut. Martin Schmitt wurde mit Sprüngen von 121,5 und 129 Metern nur 13., Michael Uhrmann landete auf dem 18. Platz.
swissinfo.ch und Agenturen
Bauernsohn aus Grabs
Simon Ammann ist 1981 in Grabs (St. Gallen) auf dem Bauernhof geboren.
Sein Talent zeichnete sich schon früh ab, in Oberstdorf an der Vierschanzentournee erreichte er überraschend den 15. Rang.
Der damals 16-Jährige qualifizierte sich für die Olympischen Spiele - ohne Glück.
2001 kam der Durchbruch beim Weltcup in Engelberg mit dem 2. Rang.
An den Olympischen Spielen in Salt Lake City übertraf er alle Erwartungen: Zweimal Gold.
Doch die Erwartungen waren nun zu gross: In Turin 2006 stürzte er gar.
2007 gewann er an der Nordischen Skiweltmeisterschaft wieder Gold und Silber.
2009 gewann er den Sommer-Grand-Prix als erster Schweizer (Hinterzarten), und wurde wieder zu einem Favoriten für Vancouver.
Ammann hat eine russische Verlobte und lebt in Schindellegi im Kanton Schwyz.