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Immer mehr brasilianisches Holz kommt von Plantagen. Wie das Amt für Statistik IBGE mitteilte, stammten im Jahr 2012 fast 90 Prozent des Holzes aus den eigens dafür angelegten Aufforstungen. Die restlichen 10,2 Prozent wurden nach offiziellen Angaben selektiv in den heimischen Wäldern geschlagen.
Die Plantagen, auf denen Bäume zur Holzgewinnung angebaut werden, umfassen in Brasilien mittlerweile eine Fläche von insgesamt knapp 7,2 Millionen Hektar. Dies entspricht einer Fläche, die 1,7 mal so groß ist wie die Schweiz. Der Plantagenboom ist dabei ungebrochen. So nahm die Fläche der Plantagen im Jahr 2012 im Vergleich zu 2011 um 180.000 Hektar zu. Angepflanzt wird vor allem Eukalyptus. Er nimmt 70,8 Prozent der Anbaufläche ein. An zweiter Stelle steht mit 22 Prozent die Kiefer. Die restlichen 7,2 Prozent teilen sich unter anderem Arten wie Pappeln sowie die in Brasilien heimischen Araukarien und Gummibäume.
Insgesamt wurden in Brasilien im Jahr 2012 stolze 146,8 Millionen Kubikmeter Holz geerntet. Mit 56 Prozent geht der Großteil des Rohstoffes dabei an die Papier- und Zellulose-Industrie. Neben dem Export wird das Holz ebenso zu Brettern, Leimholz und Kohle verarbeitet. Auch bei der Herstellung von Kohle nahm der Anteil des Plantagenholzes zu. Er machte im Untersuchungszeitraum 81,5 Prozent aus. Hergestellt wurden im Jahr 2012 insgesamt 6,2 Millionen Tonnen Holzkohle.