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Wimbledon 2012: Zum 3. Mal standen sich Andy Murray und Roger Federer in einem Grand-Slam-Final gegenüber. Zum 3. Mal setzte sich der Schweizer durch. Erneut hatte der Schotte seinen Ruf zementiert, dass er in entscheidenden Momenten nicht zuschlagen kann. Wie bereits 2010 in Australien («Ich kann wie Roger weinen, schade kann ich nicht auch wie er spielen») und 2008 in den USA.
Starker Spätsommer, Rückschlag an den ATP-Finals
Doch an den Olympischen Spielen, nur 6 Wochen später, gelang Murray die eindrückliche Revanche: Er gewann in London gegen Federer Gold - mit einem deutlichen 6:2, 6:1 und 6:4. Murrays Selbstvertrauen wuchs und er schaffte an den US Open endlich den lange erwarteten Grand-Slam-Sieg. Danach riss seine Siegesserie aber wieder. In Schanghai revanchierte sich erst Novak Djokovic und in London bei den ATP-Finals vermochte auch Federer im Halbfinal gegen Murray zu gewinnen.
Starke Bilanz an den Australian Open 2013
In Australien zeigte sich die Weltnummer 3 aber wieder von seiner allerbesten Seite. In den bisherigen 5 Matches gab Murray noch keinen Satz ab und stand insgesamt weniger als 9 Stunden auf dem Platz. Während Federer sich nach seinem Fünfsätzer gegen Jo-Wilfried Tsonga pflegen liess, ging Murray nach seinem lockeren Dreisatz-Sieg gegen Jérémy Chardy noch trainieren.
Auch, um sich an die schnelleren Bedingungen am Abend zu gewöhnen. Im Gegensatz zu Federer hat Murray noch keine einzige «Night Session» bestritten. Der 25-Jährige vermied es aber, weitere Polemik zu entfachen: «Ich hätte Federer und Tsonga auch am Abend spielen lassen, weil es einfach das beste Spiel des Tages war.»
Federer: «Erwarte taktisches Spiel»
Federer selbst sieht keinen grossen Vorteil, dass er zum 5. Mal in Serie am Abend antreten kann: «Wenn es jeden Tag 35 Grad gewesen wäre, wäre es vielleicht etwas anderes. Aber das war nicht der Fall.» So oder so müsse er extrem auf der Hut sein: «Ich erwarte ein sehr taktisches Spiel. Ich darf nicht übereifrig sein.»
TV-Hinweis
Den Halbfinal an den Australian Open zwischen Roger Federer und Andy Murray können Sie am Freitag ab 09.30 Uhr auf SRF zwei und im Livestream mitverfolgen.