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Guten Tag, liebe Foristen und Foristinnen!
Auch wenn ich zu deiner spezifischen Situation, dem Zusammensetzen einer Balfourigruppe mit einem adulten verpaarten Weibchen keinen Beitrag leisten kann, kann ich den Zustand bezüglich dem Sozialverhalten meiner eigenen Gruppe beschreiben.
Ich möchte im vornherein bitten, mit mir gnädig zu sein, denn dies ist abgesehen von meiner Vorstellung mein erster Beitrag hier im Forum und ich bin mit den Gepflogenheiten noch nicht ganz vertraut, also ob Beiträge nur betreffend einer klaren Fragestellung gewünscht sind oder ab welcher Abweichung genau ein neuer Thread erstellt werden sollte etc. pp. Ehrlich gesagt bin ich unter anderen eher schüchtern. Falls mein Beitrag nicht an dieser Stelle angebracht ist, bitte ich darum, dies zu verschieben oder zu löschen.
Zum Inhalt: Ich kann mit sehr großer Freude das Aufwachsen der Kleinen in der Gruppe verfolgen. Ich habe die Gruppe Ende Juni 2021 übernommen. Sie haben gemeinsam ein Terrarium mit dem Maßen 80x40x30, am Tag 23-28°C, in der Nacht 20-22°C, Luftfeuchtigkeit zwischen 65-85%. Die Gruppe war Anfangs aus einem Muttertier mit 6 unbestimmten Jungen bestehend. Die Körperlänge der Jungen war aber sehr unterschiedlich, ich stellte zum Teil einen Größenunterschied von über einem cm fest. Ich hatte einen Ausfall. Diese Spinne war größer als alle anderen Jungen, und ich habe sie so übernommen, wie es genau zu dieser Unterscheidung bezüglich der Körpergröße zu den anderen kam, kann ich nicht sagen, das weiß ich nicht. Vor dem Ausfall habe ich beobachtet, dass alle Spinnen, bis auf diese, die gemeinsame Ausgestaltung einer Wohnhöhle in Angriff nahmen und sehr zusammenhalfen, beispielweise indem sie gemeinsam Futtertiefe verzehrten. Diese eine hat sich von der Gruppe ferngehalten und wurde von der Mutterspinne als Futtertier wahrgenommen, sie hat diesen Kollegen mit den Jungen sehr kameradschaftlich geteilt, mir hat das Herz geblutet, und sie haben weiter ihre Spinnengeschäfte gemacht.
Die Verbliebenen sind miteinander jedoch in engem Kontakt und sehr friedlich. Die adulte Dame lässt sich selten sehen, allerdings sind die Jungen öfters mal außerhalb des gemeinsam gegrabenen Unterschlupfs zu sehen, sie sind nicht ganz gleich eingefärbt wodurch ich sie unterscheiden kann. Mir fiel auf, dass sie sie sin der Häutungsphase eines ihrer Kumpanen ruhiger sind (Ich kann beobachten wenn sich eine der jungen Spinne häutet da die bevorzugte Kammer dafür an der Rückwand des Terrariums angelegt wurde, dort ist eine indirekte Beleuchtung durch eine dort zufällig sich befindende Bodenlampe, also kann ich hineinschauen und beobachten, was sich abspielt.)
Für mich ist äußerst beeindruckend wie sich die Tiere entwickelten seit ich sie kenne, als sie sich bei mir zuhause sind. Die Kleinen wachsen mehr und mehr, sind immer weniger von Geräuschen geängstigt, sie bauen gemeinsam an ihrer Wohnhöhle weiter, entfernen sich weiter von der Mutter, mutiger und weniger schreckhaft. Momentan haben zwei der mutmaßlicher Herren (der Verkäufer hat die zwei Tiere anhand ihrer äußeren Erscheinung als männlich vermutet, leider habe ich keine Haut da sie sich in diese der Höhle häuten) einen ziemlichen Wandertrieb, sie sind unterwegs, erbeuten die Futtertiere und bringen die hinunter zu den anderen die eher häuslich sind. Muss schon ziemlich frustrierend sein, wenn man dauernd Futter bringt und sich trotzdem die Angebetete nicht für einen interessiert;) Sie sind aber unbeirrt, gehen die Jagd auch gemeinsam an.
Zu deinem Ursprungsbericht, denn ich bin hier völlig offensichtlich in meiner Begeisterung für die Tiere etwas entgleist in meiner Erzählwut, ich könnte mir vorstellen, dass eventuell dieses eine Tier (mein Ausfall) aufgrund des Entwicklungszustandes (nicht groß, nicht klein, sich nicht in die Gruppe einbringen) zu einem biologischen oder bereits vorherbestehenden Außenseiter entwickelte. Mir stellt sich daher die Frage, ob, unter der Voraussetzung, dass es sich um ein "familienfremdes" Tier handelt (also Tiere, die nicht aus oder von einem einzelnen Kokon stammen), Tiere unterschiedlichen Entwicklunsstufen unterschiedlich in eine Gruppe aufgenommen werden. Um es etwas weniger kompliziert zu sagen
- Fügt sich ein Spiderling in eine Gruppe ein, oder ein subadultes Tier in eine Gruppe subadulter ect.?
- Kann man in eine Gruppe unterschiedlicher Generationen auch Tiere unterschiedlicher Generationen integrieren, wenn ja, warum, wenn nein, warum, und wenn ja, wie kann man so etwas ermöglichen?
Fragen über Fragen, und ich habe ein etwas schlechtes Gewissen, dass ich sozusagen auf dem Rücken deines Threads , liebe Irene, meine Fragen und meinen Bericht loswurde. Also bitte, löschen, verschieben, mich aufmerksam machen falls dieser Beitrag nicht passt.
Liebe Grüße, Elisabeth
Edit: Rechtschreibfehler