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Als Etymologie bezeichne ich die Lehre der Herkunft der Wörter.
Etymologie ist mit Auffassung, dass Wörter arbiträre Zeichen sind, nicht leicht verträglich. Ich kann den Ausdrücken nicht ansehen, was sie bedeuten, sie sind digital vereinbart. Da hilft auch keine Geschichte, aber Geschichten der Wortherkunft sind - wenn sie gut sind - unterhaltend. Die Etymologie liefert viele gute Geschichten. Wer aus der Etymologie Bedeutungen ableitet, verlässt alle bekannten Formen der Sprachwissenschaft und macht Esoterik - was ja nicht schlechter als Wissenschaft sein muss, aber wenigstens etwas anderes ist.
Ich verwende viel und gerne etymologische Geschichten zur Erläuterung von irgendwelchen Zusammenhängen, die ich konstruiere. Ich spreche dann von Quasi-Etymologie.
Ein schönes Beispiel habe ich unter Zweckerläutert.
Etymologische Wörterbücher (im Netz).
"... je weiter ich in diesem Studium fortgehe, desto klärer wird mir der Grundsatz: daß kein einziges Wort oder Wörtchen bloß eine Ableitung haben, im Gegenteil jedes hat eine unendliche und unerschöpfliche. Alle Wörter scheinen mir gespaltene und sich spaltende Strahlen eines wunderbaren Ursprungs, daher die Etymologie nichts tun kann, als einzelne Leitungen, Richtungen und Ketten aufzufinden und nachzuweisen, soviel sie vermag. Fertig wird das Wort nicht damit" (Jacob Grimm an Savigny. 20. Apr. 1815).
[traumdeuter]
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