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Formel E Grand Prix Zürich 2016? Schweiz erlaubt wieder Formel-1 Rennen - aber nur von umweltfreundlichen Elektroautos
Die Elektrorennwagen der Formula E sausten abgas- und geräuschlos durch Peking - bald auch durch Zürich oder Genf?
Der Bundesrat hat heute beschlossen im Rahmen der Formel-E-Meisterschaft Rundstreckenrennen zuzulassen und die dafür nötige Ausnahmebewilligung zu erteilen. Die Änderung tritt am 1. April 2016 in Kraft. Ist damit der Weg frei für einen Formel1 Grand Prix der Schweiz mit umweltfreundlichen und leisen Elektro-Rennwagen? Das wäre ein Spektakel: Ein Elektro-Formel1 Rennen quer durch Zürich oder durch Genf! Der ganze Jetset ist ja eigentlich schon hier, es fehlen nur noch Rennfahrer und -Autos.
Bundesrat will wieder Autorennen in der Schweiz erlauben - aber nur von Elektroautos
Der Bundesrat will Rundstreckenrennen mit Elektromotorfahrzeugen ermöglichen. Für Rennen im Rahmen der Formel-E-Meisterschaft gilt neu eine Ausnahme vom Verbot für öffentliche Rundstreckenrennen. Es braucht dazu aber eine Bewilligung. Um dem Anliegen der Verkehrssicherheit Rechnung zu tragen, ist darin jeweils auch eine für den Rennkurs und die Fahrzeuge angemessene Höchstgeschwindigkeit festzulegen. Zudem hat die kantonale Behörde mit geeigneten Auflagen sicherzustellen, dass die festgelegte Höchstgeschwindigkeit kontrolliert und durchgesetzt wird.
Damit wird den interessierten Städten die Gelegenheit geboten, sich für Formel-E-Rennen zu bewerben. Die Durchführung solcher Rennen liegt im Interesse der Wirtschaft und des Forschungsstandorts Schweiz.
Warum sind Formel 1 Rennen in der Schweiz verboten?
In der Schweiz waren Rundrennen, im Gegensatz zum ganzen umliegenden Ausland, seit 1955 bis heute verboten. Dies hat seinen Grund im schrecklichen Rennunfall von Le Mans 1955 bei dem unvorstellbare 84 Menschen ums Leben kamen. Zuvor gab es - und das wird die jungen LeserInnen sicher erstaunen - einen "Grossen Preis der Schweiz", der auf einem 7,28 Kilometer langen Rundkurs im bernischen Bremgarten durchgeführt wurde. Und das bereits seit 1934. 1955 verbot dann aber die Schweiz unter dem Eindruck des schrecklichen Ereignisses in Le Mans sämtliche Rundrennen.
Nico Rosbergs Papa gewann letztes Formel 1 Rennen der Schweiz
1975 und 1982 fand zwar trotz Verbot ein "Grosser Preis der Schweiz" statt, er wurde aber nicht in der Schweiz selber sondern auf dem nahen Circuit de Dijon-Prenois auf französischem Boden ausgetragen. 1982 gehörte das Rennen sogar zur Formel1-Weltmeisterschaft. Gewonnen hatte damals am letzten Grand Prix der Schweiz übrigens Keke Rosberg - der Vater des heutigen Mercedes Formel1-Rennfahrers und Vize-Weltmeister 2015 Nico Rosberg.
Die heute beschlossenen Anpassungen erfolgen auf dem Verordnungsweg. Sie treten am 1. April 2016 in Kraft.
Quelle: Der Bundesrat
Bild: © fiaformulaE.com