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Siblinger Weine
Die Eisenhalde
Rund 30 Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter bearbeiten in Siblingen eine Rebfläche von 14.4 ha, 12.0 ha davon in der Eisenhalde, die übrigen 2.4 ha im Staabil. Davon sind vorwiegend Blauburgunder, gefolgt vom Riesling x Sylvaner. Die südöstlich der Gemeinde gelegene Eisenhalde liegt unterhalb des Waldrandes am Fusse des Randens. Jeder, der von Westen her auf Siblingen zufährt, sieht, wie markant sich dieser Rebberg als eine Einheit gegen die übrige Landschaft abzeichnet. Die Parzellen sind steil, die meisten sogar sehr steil. Der Rebberg ist zum grössten Teil nach Süden orientiert. Die Reben profitieren so ideal vom Sonnenschein. Die Eisenhalde verdankt jedoch auch ihren Untergrund der Lage am Fuss des Randen. Bergsturzgut von den Weissjurakalken des Chornbergs prägt den mageren und zugleich auch wertvollen Boden der Eisenhalde.
Bereits 1328 ist die Bezeichnung "Isenhalde“ in einer landwirtschaftlichen Chronik vermerkt. Da weder in der Eisenhalde noch in der Umgebung Eisenvorkommen zu finden sind, verweist der Flurname wahrscheinlich auf einen mittelalterlichen Besitzer des Landes. Er könnte Eiseli, Iseli oder Eisenhart geheissen haben.
Heute ist die Eisenhalde fast ausschliesslich mit Blauburgunder bestockt. Über 90% der Eisenhalde sind dieser noblen Sorte gewidmet. Die Trauben aus der Eisenhalde gehören qualitätsmässig seit Jahren zur eigentlichen Spitzenklasse der Schaffhauser Trauben.
Der Staabil
Siblingen besitzt aber ausser der Eisenhalde noch einen zweiten Rebberg. Nordöstlich der Gemeinde, bereits in der Steigung zum Schlossranden hinauf, erstreckt sich die Lage Staabil. Weit und breit kann nur an wenigen anderen Orten in solch grosser Höhe Rebbau betrieben werden. Im Staabil ist der Rebbau auf 535 – 575 Metern über Meer möglich, weil der gesamte Rebberg steil nach Süd-Südwest ausgerichtet ist. Zudem bringen der Randen, der Gemeindewald und die Ortschaft Siblingen ein sehr mildes Mikroklima hervor, sodass im Staabil regelmässig Trauben in hohem Reifezustand gelesen werden können.
Der Flurname Staabil (Steinbühl) verweist auf den steinigen Untergrund dieses erhöhten Landes. Stark verlehmter Gehängeschutt vom Siblinger Schlossranden ist für die Lage typisch. Der Boden ist tiefgründiger als in der Eisenhalde.
Die Höhenlage des Staabil prädestiniert diesen Rebberg zur Produktion eleganter, feinnerviger Weissweine. Heute ist der Staabil auf seiner gesamten Ertragsfläche von 2.4 ha mit Riesling x Sylvaner bestockt. Dieser eigenwillige, nicht nur geografisch hoch gelegene, sondern auch qualitativ hochstehende Rebberg, dokumentiert die besondere Hingabe, die die Siblingerinnen und Siblinger mit der Kultur der Weinrebe verbindet.