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Einem Bericht des Afrikanischen Zentrum für Biosicherheit (ACB) zufolge ist der Gentech-Mais von Monsanto (MON810) in Südafrika kläglich gescheitert. Trotzdem versucht Monsanto durch „Taschenspielertricks“ seinen Mais weiteren afrikanischen Ländern anzudrehen.
MON810 wird seit 15 Jahren in Südafrika angebaut. Der Mais produziert ein Toxin, welches ihn vor Frassfeinden schützen soll. Unabhängige Wissenschaftler haben nun aufgedeckt, dass die Insekten gegen welche das Gift wirken sollte, eine Resistenz entwickelt haben. Der Director von ACB Mariam Mayet erklärt, dass Monsanto falsche Annahmen machte bezüglich der Weitervererbung des Resistenzgens. Sie nahmen an, dass sich dieses Gen rezessiv weitervererbt, nur lagen sie damit völlig falsch, es vererbt sich nämlich dominant.
Obwohl der MON810 deutlich versagte und sogar aus dem Südafrikanischen Markt genommen wurde, will Monsanto den Mais weiteren afrikanischen Ländern unterjubeln. Monsanto hat seine MON810 Technologie konzessionsfrei an die Water Efficient Maize for Africa (WEMA) Stiftung gespendet. Die Aufgabe der WEMA ist den armen Kleinbauern in Afrika besonders Dürre resistente Maissorten zu liefern.
Dubios ist nur, dass MON810 auch in diesen Mais Mix einbezogen wurde, obwohl es lediglich ein Gift produziert und keine Trockenheitstoleranz aufweist. Freilandversuche fanden bereits in Kenia und Uganda statt und die Regierungen von Mozambique und Tansania stehen unter Druck den Monsanto Mais zuzulassen. Ebenfalls verwerflich ist die vermeintlich hilfsbereite Spende des MON810 Maises an die WEMA, eine Bill Gates Stiftung. Monsanto will einerseits sein Image aufpolieren und dabei noch abkassieren.
Bild: von Donna Cleveland (protesting monsanto in san francisco) [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons