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Zusammenfassung, Projektübersicht
Die Sensebrücke in Laupen ist sanierungsbedürftig, genügt den Anforderungen des Hochwasserschutzes nicht mehr und hält die aktuellen Standards einer Kantonsstrasse nicht ein. Durch die geplante neue Verkehrsgestaltung soll die Brücke ersetzt werden. Die Brücke ist im Bauinventar der kantonalen Denkmalpflege als schützenswertes Objekt eingetragen. In einem Qualitätsverfahren, sichergestellt durch einen Workshop, wurde das Vorprojekt entwickelt. Die neue, elegante Stahlbeton Bogenbrücke besticht durch eine filigrane Fahrbahnplatte mit einem unterliegenden, zurückversetzten Tragwerk. Mit einem maximalen Längsgefälle von 5% werden die Vorgaben für behindertengerechtes Bauen eingehalten. Die im Vorprojekt festgelegten gestalterischen Grundsätze wurden in der gestalterischen Verfeinerung im Rahmen des Bauprojekts beibehalten. Die Machbarkeit aus Sicht der Statik, der Bauvorgänge, der Schalungstechnik u.a. konnte mit der Ausarbeitung des Bauprojekts nachgewiesen werden.
Technische Beschreibung neue Sensebrücke
Die geplante Brücke besteht aus einer längs vorgespannten Brückenplatte mit einer lichten Spannweite von 35.75 m, die in die Widerlagerwände eingespannt ist. Im Längsschnitt in der Brückenachse beschreibt der Querschnitt eine Voute mit einer statischen Höhe von 0.70 m im Scheitelpunkt und 1.63 m im Einspannquerschnitt.
Das Tragwerk funktioniert als Zweigelenkrahmen, wobei die massiven Widerlager als flach im Fels fundierte Kämpfer ausgebildet werden. Die grössten Biegemomente bei der grössten Exzentrizität gegenüber der Stützlinie in den Rahmenecken werden durch vorgespannte Zugglieder aufgenommen.
Im Querschnitt wird die Untersicht gleichmässig ausgerundet. Damit wird einer möglichen Verkeilung von Schwemmgut entgegengewirkt. Im Mittelbereich wird die Untersicht auf einer Breite von 6.00 m nur längs gekrümmt geschalt. Unterhalb der Gehwegkonsolen wird die Untersicht auf einer Breite von 3.50 m ab Aussenkante Konsolkopf doppelt gekrümmt geschalt.
Im Übergang Brücke-Strasse wird eine Schleppplatte eingebaut. Entsprechend der integralen Bauweise wird die Brücke ohne Lager und Fahrbahnübergänge ausgeführt.
Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Zweckmässigkeit
Vom Erhalt der bestehenden Brücke ist abzusehen. Der Zustandsbericht des OIK II vom 31.03.2010 zeigt auf, dass die bestehende Sensebrücke sanierungsbedürftig ist und den heutigen Anforderungen an die Tragsicherheit nicht mehr genügt. Die Anforderungen aus dem Hochwasserschutz können ebenfalls nicht eingehalten werden. Eine Instandsetzung der Brücke hat sich als unwirtschaftlich erwiesen, weshalb der Beschluss gefasst wurde die bestehende Sensebrücke durch einen Neubau zu ersetzen. Im weiteren Verlauf des Workshopverfahrens wurde die Gestaltung der Brücke als Bogenbrücke in Stahlbeton mit doppelt gekrümmter Untersicht entwickelt und verfeinert.