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Die Landwirtschaft und ihre Politik sind zu Beginn des 21. Jahrhunderts geprägt durch Sparmassnahmen des Bundes, gesättigte Märkte, die mehr und mehr liberalisiert werden und durch ein Absinken der Produzentenpreise.
Die Liberalisierung des Getreidesmarktes im Jahr 2001, die vollständige Öffnung des Käsemarktes gegenüber der EU im Jahr 2007 und die Aufhebung der Milchkontingentierung im Jahr 2009 sind nur einige der grossen Herausforderungen, welchen sich die Schweizer Landwirte stellen müssen. Die seit dem Jahr 2001 laufenden WTO-Verhandlungen (Doha-Runde) dürften aller Voraussicht nach einen erheblichen Abbau des Grenzschutzes, der internen Marktstützungen und der Exportsubventionen mit sich bringen. Die Umsetzung der Doha-Verpflichtungen ist nach der vorläufigen Sistierung der Verhandlungen im Juli 2006 noch offen. Falls die Verhandlungen früher oder später abgeschlossen werden sollten, dürfte die Umsetzung der entsprechenden Massnahmen fünf bis zehn Jahre dauern. Durch die schlechte Finanzlage des Bundes wurden die Beiträge an die Landwirtschaft ab 2006 um 130 Millionen Franken gekürzt.
Der Bundesrat hat 2006 beschlossen, mit der EU explorative Gespräche über ein gegenseitiges Freihandelsabkommen im Bereich Landwirtschaft aufzunehmen. Insbesondere die Industrie und der Dienstleistungssektor sind an möglichst guten wirtschaftlichen Beziehungen mit der Europäischen Union interessiert. Eine Abkommen würde der einheimischen Land- und Ernährungswirtschaft zwar den Einstieg in den Markt mit 450 Millionen Konsumenten vereinfachen. Auf der anderen Seite würde der Preisdruck zu einem massiven Strukturwandel führen.