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Umweltschützer kritisieren Bolsonaro dafür, nicht genug gegen die Abholzung zu unternehmen. Sie werfen ihm vor, ein gesellschaftliches Klima geschaffen zu haben, in dem sich Bauern auch zur illegalen Landnahme ermutigt fühlen. Zudem hat er Umwelt- und Kontrollbehörden geschwächt. In seiner Amtszeit nahm die Abholzung deutlich zu. Der Präsident sieht im Amazonasgebiet vor allem ungenutztes wirtschaftliches Potenzial. Er will noch mehr Flächen für Landwirtschaft, Bergbau und Energiegewinnung erschliessen.
Angesichts einer drohenden Lebensmittelknappheit aufgrund des Ukraine-Kriegs betonte Bolsonaro die Bedeutung seines Landes für die Produktion von Nahrungsmitteln. «Wir ernähren eine Milliarde Menschen. Ohne unsere Landwirtschaft würde die Hälfte der Menschheit hungern», sagte er beim Amerika-Gipfel. «Nur 27 Prozent unserer Fläche werden für Viehzucht und Landwirtschaft genutzt. Wir brauchen das Amazonasgebiet nicht, um unsere Agrarindustrie voranzutreiben.»
(sda)