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Schweizerinnen und Schweizer können ihr Haus nicht verlassen, ohne dass sie gleich mit englischen Wörtern bombardiert werden – und einige darunter sind "englischer" als andere…
Werbeposter, Graffitis, Schaufenster, Menükarten: Von Kindesbeinen an wird man heute in der Schweiz mit der englischen Sprache konfrontiert. Kein Wunder, können die meisten Schweizerinnen und Schweizer eine Konversation auf Englisch halten.
Doch Sprachen verändern sich und mutieren, wie Organismen. Während das Englisch, das Schweizer Werbefirmen benutzen, fehlerfrei ist – professionelle Firmen beschäftigen mindestens einen Muttersprachler – geht manchmal auch etwas "in der Übersetzung verloren" ("Lost In Translation"). Zwar ist klar, was man unter einem "Eatroom" verstehen soll, doch Sie werden ganz bestimmt nie einen solchen in London finden.
Laut dem Linguisten Franz Andres Morrissey nehmen Nicht-Muttersprachler sich im Umgang mit der englischen Sprache oft gewisse Freiheiten heraus.
"Ich denke aber, dass wenn eine Sprache so weit verbreitet gesprochen wird und die überwiegende Mehrheit Zweitsprachler sind, die englische Sprache nicht mehr länger im Besitz der Englischsprechenden ist. Das bedeutet aber auch, dass sich die Sprache in verschiedene Richtungen weiterentwickelt."
(Fotos: Christoph Balsiger; Text: Thomas Stephens)