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Unter anderem sollen damit die Aktivitäten von sogenannten "P2P"-Kredit-Plattformen beschnitten werden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Dort werden Darlehen direkt von Privatpersonen an Privatpersonen vergeben, ohne dass ein Finanzinstitut als Vermittler auftritt.
Laut US-Bank Citigroup hat sich das Kreditvolumen auf solchen Plattformen in China voriges Jahr auf umgerechnet 60 Milliarden Euro vervierfacht. Das schärfere Regelwerk sehe nun vor, dass die "P2P"-Anbieter die Gelder der Kunden bei einer qualifizierten dritten Partei deponieren und damit getrennt von den eigenen Finanzmitteln aufbewahren müssen. Zudem sollen sie bei Transaktionen einen Schutzwall hochziehen.
Die chinesische Polizei hatte Anfang Februar 21 Verdächtige im Zusammenhang mit einem milliardenschweren Finanzbetrug bei der Online-Plattform Ezubao festgenommen. Rund 900.000 Anleger sollen um umgerechnet insgesamt sieben Milliarden Euro geprellt worden sein.
Sie legten einem früheren Medienbericht zufolge Geld in Projekte an, bei denen es sich in 95 Prozent der Fälle um einen Schwindel handelte. Das Ganze habe nach einer Art Schneeballsystem funktioniert. Dabei werden Investoren mit hohen Zinsen angelockt, die dann mit den Einzahlungen neuer Anleger bezahlt werden. Der Fall zeigte die Risiken, die die rasch wachsende Finanzbranche in China birgt. Dort werden viele Finanzprodukte über nur lax regulierte Kanäle verkauft.
(Reuters)