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Die Allergie ist eine Krankheit des Immunsystems. Dieses ermöglicht es unserem Körper, sich gegen Angriffe von aussen (Bakterien, Viren, Parasiten…) zu wehren. Die Immunabwehr setzt sich aus 2 Phasen zusammen: das Erkennen des Angreifers (spezifische Antwort), und danach das Einsetzen verschiedener Mechanismen, um den Angreifer (Entzündung) zu neutralisieren. Die spezifische Antwort erfolgt durch das Erkennen eines körperfremden Proteins (Antigen genannt) mittels Antikörper oder spezifischer Zellen. Bei einer Allergie wird das Antigen (in diesem Fall Allergen genannt) durch eine bestimmte Klasse von Antikörpern, die IgE, erkannt. Diese IgE lösen eine bestimmte entzündliche Antwort aus: die allergische Entzündung. Diese weist Merkmale auf, die es ermöglichen, sie von den anderen Entzündungsarten zu unterscheiden. Die allergische Reaktion erfordert eine erste Exposition mit dem Allergen, wodurch die Produktion der für dieses Allergen spezifischen IgE aktiviert wird (Sensibilisierungsphase). Erst nach einer weiteren Exposition kann die allergische Reaktion stattfinden. Die Exposition mit dem Allergen, selbst in winzigen Mengen ist unerlässlich, damit es zu einer allergischen Reaktion kommt.
Dem Arzt stehen verschiedene diagnostische Methoden zur Verfügung, um eine Allergie nachzuweisen: Hauttests bestehen darin, das Allergen in Kontakt mit der Haut zu bringen. Ist der Patient sensibilisiert, wird am Ort, an dem das Allergen deponiert wurde, eine Hautreaktion erfolgen.
Es bestehen hauptsächlich 3 Arten von Hauttests:
• Pricktests, bei denen das Allergen mit Hilfe einer Lanzette in die oberste Hautschicht eingeführt wird. Das Resultat wird nach 15 oder 20 Minuten abgelesen.
• Intradermale Tests, bei denen mittels einer Spritze ein kleine Menge Allergen in die Haut gespritzt wird. Das Resultat wird nach 15 bis 30 Minuten abgelesen.
• Patchtests, bei denen das Allergen auf die Haut aufgetragen und mit Plastik zugedeckt wird. Das Resultat wird nach 2 bis 4 Tagen abgelesen.
Eine Blutanalyse des Patienten ermöglicht es, die für das Allergen spezifischen Allergie-Antikörper (IgE) zu messen. Es stehen auch noch weitere, anspruchsvollere und seltener vorgenommene Tests zur Verfügung.