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Maria heisst sie, die Dame in Gelb auf rosa Hintergrund, und trägt somit den gleichen Namen wie die Ehefrau des Künstlers Franz Gertsch. Die knalligen Farbkontraste lassen auf abstrakte Weise ihre Umrisse erahnen, wie sie auf der Seite liegend, auf dem Ellbogen aufgestützt Modell steht und in die Ferne blickt. Das schablonenhafte Figurenbild entsteht neben anderen solchen Motiven um 1968 zu einer Zeit, als die Kunstströmung Pop Art aus Amerika auch die Schweiz erreicht. Gertsch verwendet dabei Fotografien als Bildvorlagen für seine Gemälde und Collagen. Der Künstler knüpft damit auch an Henri Matisses Technik an, die «Gouaches Découpées» genannt wird. In die Sammlung des Kunstmuseum Thun gelangt die Farbserigrafie ein Jahr nach der grossen Pop-Art-Ausstellung im Museum 1981 über einen Ankauf in der Berner Galerie Krebs.
Katrin Sperry