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Braunschweiler Hans, Jurist, 1912-2007
Jurist, Präsident der Winterthur-Versicherung
1972 formulierte die Firmenführung um den damaligen Verwaltungsratsdelegierten Hans Braunschweiler eine Strategie, die sich qualitativ von allen früheren unterschied. Erstmals erfasste sie nicht mehr nur einzelne Staaten, sondern war international ausgerichtet. Die Basis dafür bildeten Marktanalysen. Dies war damals eine Neuheit.
145 Länder wurden analysiert, 14 davon als potenzielle Zielländer identifiziert. In zwölf davon war die «Winterthur» bereits tätig, nebst den Nachbarländern etwa auch in den Niederlanden, Belgien, Spanien oder Portugal. Als neue Zielländer wurden in dieser Lagebeurteilung Japan und Grossbritannien definiert.
1983 löste Peter Spälti Braunschweiler als Vorsitzender der Geschäftsleitung ab. Er musste bald erkennen, dass sein Vorgänger ihm ein problematisches Erbe hinterlassen hatte. Denn die Zahlen spiegelten die ambitiöse Stossrichtung der internationalen Strategie nicht.
In mehreren Ländern waren die Marktanteile gesunken. Dafür hatte man ausserhalb Europas ein Feuerwerk von allerlei Joint Ventures gezündet, allein 1977 etwa in Kanada, Australien, Neuseeland, Hongkong, Singapur, Malaysia und Südafrika. An einem Direktionsseminar liess Spälti sein Kader wissen, dass «die ‹Winterthur›-Gruppe im Wesentlichen nicht dort steht, wo sie gemäss (…) der mittelfristigen Strategie stehen sollte».
Texte aus der Website der AXA