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Am 18. April findet die alljährliche Exkursion der SGHB statt. Wir begeben uns auf die Suche nach den Spuren der ehemaligen Bohnerzgewinnung am Südranden. Wer sich diese Gegend schon einmal als 3D Reliefkarte angeschaut hat, der kann sich den Umfang der ausgeführten Arbeiten sehr gut vorstellen. Es sieht aus, als würde man die Oberfläche des Mondes betrachten. Wohin man schaut, man findet überall kleine und grosse Krater. Nein, dies sind keine Dolinen und auch keine Meteoritenkrater, es sind von Menschenhand erschaffene Gruben. Überbleibsel der bei der Suche nach dem begehrten Bohnerz gegrabene Gruben, sowie Pingen von mittlerweilen verstürzten Stollen. Zwischen den einzelnen Vertiefungen sind meist unregelmässig ausgebildete Wälle und Hügelchen auszumachen. Man kann sich beim Anblick dieser zerwühlten Landschaft gut die Auswirkungen dieser Arbeiten auf das damalige Kulturland vorstellen und die damit aufgetretenen Probleme.
Eine erste Abbauperiode wird den Jahren von 1678 bis 1771 zugeordnet. Aber infolge der kostspieligen Holzbeschaffung aus dem Schwarzwald und billigeren Importen von Roheisen musste der Betrieb am Südranden wieder eingestellt werden. Die Schmieden am Rheinfall blieben aber bestehen und das Roheisen wurde über das Hüttenwerk Albbruck (D) vor allem aus dem Fricktal und Tegerfelden bezogen.
In einer zweiten Periode von 1798 bis 1804 wurde der Bergbau im Klettgau wiederbelebt. Die Inbetriebnahme des Eisenwerks Laufen mit seinem Hochofen kam wegen akutem Holzmangels nicht in Frage. Das Erz wurde bei Rheinau verschifft und nach Albbruck zu Verhüttung transportiert.
Während der dritten und letzten Periode von 1804 bis 1850 wurde der Abbau unter der Leitung von Johann Conrad Fischer erstmals systematisch betrieben. Man versuchte auch die Erzgewinnung durch den Vortrieb von Stollen zu verbessern. Es wurde so viel Erz produziert, dass das neben dem Hüttenwerk in Albbruck auch Eisen in Wehr verhüttet wurde. Und nachdem dann auch in Lohn Bohnerz abgebaut wurde, lohnte es sich wieder den zerfallenen Hochofen bei Laufen zu reaktivieren. Aber der Bau der Eisenbahn nach Schaffhausen und ein Mangel an Holzkohle führten im Jahr 1850 zur Stillegung des Bergbaus im Kanton Schaffhausen.
Heute sind die alten Gruben teilweise mit Wasser gefüllt und bieten ansässigen Amphibien einen einmaligen Lebensraum. Auch die Vegetation hat sich ihr Reich wieder zurückerobert und bildet ein zusammen mit den Tümpeln und Pingen eine mystisch- verwunschene Landschaft. Dem aufmerksamen Betrachter ist es noch heute möglich, auf den alten Schutthalden um die Pingen herum, kleine bis grössere Erzbohnen zu finden.
Genauere Informationen zu dieser sicher sehr Interessanten Exkursion werden noch folgen.