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Der Weltverband der Zoos und Aquarien WAZA hat vergangene Woche im Rahmen seiner Jahrestagung zum vierten Mal den "WAZA Conservation Award" vergeben. Der Preis ist die höchste Auszeichnung des Weltzooverbands für das institutionelle Naturschutzengagement seiner Mitglieder. Frühere Preisträger waren der Durrell Wildlife Conservation Trust (2016), das Monterey Bay Aquarium (2017) und der Taronga Zoo (2018).
Der Zoo Zürich erhält die Auszeichnung für sein langjähriges Naturschutzengagement auf der Masoala-Halbinsel in Madagaskar. Er setzt sich dort seit 1995 mit Partnern für den Schutz und Erhalt des Regenwaldes ein. Die Masoala-Halbinsel gehört zu den drei weltweit artenreichsten Lebensräumen. Der Zoo Zürich steuert jährlich mindestens 125’000 US Dollar an die Betriebskosten und den Nachhaltigkeitsfonds des Masoala Nationalparks bei, den Namenspaten des Mini-Masoala-Regenwalds in Zürich.
Zusätzlich unterstützt der Zoo in den umliegenden Gemeinden Projekte zur Regenwalderhaltung, Aufforstung (u.a. Baumschulen), nachhaltigen Landwirtschaft (Reis- und Kakaoanbau-Projekte), Wasserversorgung und Hygiene sowie zur Schulbildung von Kindern (u.a. über 20 Schulen mitfinanziert). 2009/2011 half der Zoo zudem dabei, einen Fall von illegalem Handel mit Edelhölzern aufzudecken, der in den USA zu einem aufsehenerregenden und wegweisenden Gerichtsurteil führte.
Weitere Naturschutzprojekte
"Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung mit dem WAZA Conservation Award", sagt Direktor Alex Rübel. "Er ist eine Anerkennung unseres Engagements im Bereich des Natur- und Artenschutzes und zeigt uns, dass wir für unser Ziel, zum Naturschutzzentrum zu werden, auf dem richtigen Weg sind." Neben dem Masoala-Projekt ist der Zoo Zürich in weiteren sieben langfristigen Naturschutzprojekten engagiert.