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Gute Nachrichten sind gerade rar. Aber es gibt sie. In einem aktuellen Beitrag des Deutschen Ärzteblatts wird beschrieben, wie schon im Jahr 1918 strikte Quarantäne und Isolierung der Menschen voneinander die Spanische Grippe am effektivsten eindämmten. Auf dem Höhepunkt der Epidemie erkrankten zwei Drittel aller Schweizer an dieser Krankheit, etwa 25’000 verstarben an ihr.
Die Quarantäne als Methode zur Eindämmung der Seuche war umstritten. In New York hingegen wurde sie frühzeitig konsequent umgesetzt: Erkrankte wurden in Krankenhäusern isoliert, Kontaktpersonen kamen in Quarantäne und Häuser mit betroffenen Personen wurden sogar gekennzeichnet. Schulen schlossen und die zugelassene Zahl der Passagiere in Bussen und Bahnen wurde begrenzt.
Trotz der hohen Bevölkerungsdichte hatte New York die 15. niedrigste Todesfall-Rate von 43 Grossstädten mit über 100`000 Einwohnern.
Die Situation während der Spanischen Grippe ist insofern vergleichbar mit der aktuelle Corona-Krise, als dass es sich ebenso um eine Pandemie mit einem Virus handelte, das sich durch Tröpfcheninfektionen verbreitete und gegen das es keine Medikamente gab. Die Chancen, mit den jetzigen Massnahmen die Ausbreitung einzudämmen, stehen demnach nicht schlecht.