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Schutzesel
Tagsüber stehen Esel gern an luftigen, übersichtlichen Stellen, um vor Ungeziefer Ruhe zu haben. Mit ihren sehr feinen Sinnen nehmen sie alles wahr, während die Schafherde und die Hunde im Schatten dösen. Bei schlechtem Wetter ruhen die Hunde und Schafe an windgeschützten Stellen, während der Esel mit dem Hinterteil gegen den Wind steht.
Auf Störungen reagiert der Esel sehr empfindlich. Laute Schreie alarmieren die Schafe und Schutzhunde. Die ungewohnten Schreie können auch den Eindringling abschrecken. Der Esel selbst scheut sich nicht, Angreifer durch Beissen oder Austreten zu vertreiben.
Vor allem gegen hundeartige Tiere, wie Füchse, streunende Hunde oder Wölfe, reagieren Esel sehr aggressiv. Das ist noch ein Instinkt vom Wildesel, der sich gegen solche Angreifer wehren musste. Das kann man gut testen, indem man einen fremden Hütehund zur Schafherde schickt. Der Esel wehrt ihn oft so sehr ab, dass ein Einholen der Schafe unmöglich ist. Später, wenn der Esel den Hütehund kennt und weiss, dass sie ihn auch energisch packen können, ist ein ungestörtes Einholen der Schafe möglich. Zwischen Schutzhund und Esel ist eine tiefe Freundschaft möglich, wie hier bei Jimmy und Nera:
Die besten Erfahrungen habe ich gemacht, nur einen Esel in die Herde zu integrieren, da mehrere Esel nicht bei der Schafherde bleiben. Am besten haben sich Eselstuten als Schutzesel bewährt. Eselhengste reagieren oft zu aggressiv und können auch die Schafe oder Lämmer verletzen. Am besten lassen sich Eselfohlen in die Schafherde integrieren.
Haltungstipps