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IL-1-Antagonisten bei Typ-2-Diabetes und Covid-19
Die Behandlung mit Canakinumab führte bei Covid-19 Betroffenen mit Typ-2-Diabetes zu keinen signifikanten Verbesserungen.
Übergewicht und dadurch bedingter Typ-2-Diabetes sind Risikofaktoren für einen schweren Verlauf einer Covid-19 Erkrankung. Eine potenziell wichtige Rolle spielt dabei der Botenstoff Interleukin-1beta (IL-1β). Dessen Produktion wird nicht nur bei Diabetes stimuliert, sondern auch bei einer Infektion mit dem Coronavirus. Bei Diabetes haben IL-1-Antagonisten einen positiven Effekt und lindern verschiedene Symptome. Dies war Anlass für die schweizweite Studie CanCovDia des Team von Marc Donath an der Universität Basel.
In ihrer Studie untersuchten die Forschenden, ob eine Blockierung von IL-1β einen positiven Einfluss auf den Verlauf einer Covid-19 Erkrankung hat. Durch IL-1β wird das Immunsystem aktiviert, was eine Entzündungsreaktion auslöst. Bei einer Kombination von Diabetes und Covid-19 könnte dies zu einer Hyperinflammation und so zu einem schweren Verlauf führen. Einschlusskriterien für die Studie waren Typ-2-Diabetes und ein BMI über 25. Die Teilnehmenden bekamen zusätzlich zur Standardtherapie entweder intravenös eine Dosis Canakinumab oder Placebo. Verglichen wurden die Sterblichkeits- und die Hospitalisierungsrate sowie die Häufigkeit von Beatmung und IPS Einlieferungen. Nach einem Monat Laufzeit waren keine signifikanten Unterschiede für die definierten Parameter zwischen den Gruppen messbar. Eine Behandlung mit Canakinumab wirkte sich aber positiv auf die Sterberate, ICU Aufenthalte und Beatmungszeit aus. Zudem benötigten die mit Canakinumab behandelten Patienten deutlich weniger Antidiabetika, um eine vergleichbare Blutzuckereinstellung zu erreichen, was möglicherweise auf eine erhöhte Insulinproduktion zurückzuführen ist. Darüber hinaus war Canakinumab mit einem anhaltenden Rückgang der systemischen Entzündung verbunden.