Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/141004

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat hat beschlossen, einen Beitrag von 50 Millionen Franken an den Treuhandfonds des Internationalen Währungsfonds (IWF) für Armutsbekämpfung und Wachstum zu leisten. Der Treuhandfonds ermöglicht die Vergabe von verbilligten Krediten an die einkommensschwächsten Mitglieder des IWF zur Reduktion der Armut und für Wachstum.</p><p>Wie kann der Bundesrat sicherstellen, dass der Beitrag der Schweiz effektiv zur Armutsreduktion beiträgt und die betroffenen Bevölkerungen wirklich partizipieren an der wirtschaftlichen Entwicklung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Schweiz unterstützt den Treuhandfonds des Internationalen Währungsfonds (IWF) seit seiner Einrichtung Mitte der Achtzigerjahre. Sie tat und tut dies in der Überzeugung, dass die Wiederherstellung bzw. die Sicherstellung von wirtschaftlicher Stabilität eine zentrale Voraussetzung dafür ist, dass sich die Entwicklungsländer besser in die Weltwirtschaft integrieren und nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum erzielen können. Die Kreditprogramme des IWF sind nach Ansicht des Bundesrates weiterhin ein effektives Instrument zur Stärkung des makroökonomischen Rahmens in Entwicklungsländern. Die Kreditvergabe geht mit einer für die betroffenen Länder wertvollen Beratung und fachlichen Begleitung des IWF einher. Studien belegen, dass Länder, welche für einen längeren Zeitraum IWF-Programme umsetzten, ihre makroökonomischen Indikatoren signifikant verbessern konnten. Insgesamt konnten sie ihre langfristigen Wachstumsraten, die Exporte und die Direktinvestitionen aus dem Ausland steigern sowie die Inflationsraten, die Auslandschulden und die Zahlungsbilanz- und Haushaltdefizite verkleinern. Dadurch trägt der Treuhandfonds zur wirksamen Stärkung der Wachstums- und Entwicklungsaussichten dieser Länder bei. Kredite zur Unterstützung von Anpassungsprogrammen der armen Länder werden durch den Exekutivrat des IWF beschlossen und laufend überprüft. Als ständiges Mitglied des Rates kann die Schweiz somit direkt Einfluss nehmen.</p>