Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03507.jsonl.gz/684

Dieses Jahr hat die Chefin des Kantonalen Amts für Gleichstellung und Familie Isabelle Darbellay Métrailler den Vorsitz der Fachstelle gegen Häusliche Gewalt der lateinischen Schweiz (CLVD) inne. Damit wird sie auch Vorstandsmitglied der Schweizerischen Konferenz gegen Häusliche Gewalt (SKHG).
Gemäss Mitteilung vonseiten des Kantons wird Darbellay Métrailler an der Videokonferenz-Sitzung vom 31. März 2020 zum ersten Mal als Präsidentin der CLVD amten. Die CLVD ist als Teil der SKHG zuständig für die Umsetzung der Istanbul-Konvention in der Westschweiz, ein «Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt».
Die Istanbul-Konvention sei das umfassendste internationale Übereinkommen, mit dem Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt bekämpft würden. Die Eckpfeiler des Übereinkommens seien die Bereiche Gewaltprävention, Opferschutz, Strafverfolgung sowie ein umfassendes und koordiniertes Vorgehen.
Im Rahmen der Istanbul-Konvention setze die CLVD gegenwärtig zwei wichtige Präventionsprojekte um. «Stärker als Gewalt» ist eine zweisprachige interaktive Wanderausstellung zum Thema häusliche Gewalt. Sie richte sich in erster Linie an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren und werde im Wallis ab 2021 verfügbar sein.
Das zweite Projekt nennt sich «Herzsprung». Ziel des Programms sei es, dass Jugendliche lernen, Konflikte in Paarbeziehungen gewaltfrei zu lösen. Dafür seien Mediatoren ausgebildet worden und es hätten bereits verschiedene Schulklassen an Workshops teilgenommen.pd/tma