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Allgemeine Informationen zur Doktoratsstufe
Die Doktoratsstufe wird an der UZH als Schnittstelle zwischen Studium und Forschung sowie als Förderstufe für junge Forscherinnen und Forscher verstanden.
Die Zulassung zum Doktorat erfordert i.d.R. einen universitären Masterabschluss oder eine äquivalente Vorbildung. Sie kann von weiteren inhaltlichen sowie auch formalen Kriterien (z.B. Notendurchschnitt, Qualifikationsphasen etc.) abhängig gemacht werden. Die Zulassungskriterien und die Zulassungsverfahren sind in den Promotionsverordnungen der Fakultäten geregelt.
Das Doktorat besteht aus der Anfertigung einer eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit (Dissertation) sowie curricularen Anteilen. Die Dissertation kann als Monographie ausgestaltet sein oder mehrere zu einem Themenbereich verfasste und in anerkannten Fachzeitschriften veröffentlichte Publikationen umfassen (kumulative Dissertation). Die curricularen Anteile dienen der Stärkung individueller Kompetenzprofile, sowohl fachlich als auch überfachlich.
Die Betreuung der Doktorierenden wird i.d.R. durch einen Betreuungsausschuss gewährleistet. Doktoratsvereinbarungen sichern die Verständigung über gegenseitige Erwartungen und Ziele. Das Doktorat ist i.d.R. so angelegt, dass es in drei Jahren abgeschlossen werden kann.
Ziele des Doktorats sind die Entwicklung einer wissenschaftlichen Kompetenz, der Erwerb fachlicher, methodischer und transversaler Kenntnisse und Kompetenzen, die wissenschaftliche Sozialisation und die Netzwerkbildung. Es bereitet auf eine anspruchsvolle forschungsorientierte Tätigkeit im universitären oder ausseruniversitären Bereich vor.
Allgemeines Doktorat
Das Allgemeine Doktorat bezeichnet an der UZH die erneuerte Form der Individualpromotion. Das allgemeine Doktorat wird nicht in einer Kohorte absolviert. Es besteht aus dem Verfassen einer Dissertation und der Absolvierung eines curricularen Anteils von mindestens 12 ECTS Credits. Die Betreuung der Doktorierenden übernimmt, neben der hauptverantwortlichen Betreuungsperson, i.d.R. ein Betreuungsausschuss. Der Betreuungsausschuss verständigt sich mit den Doktorierenden in Doktoratsvereinbarungen über die Ziele und gegenseitigen Erwartungen und bespricht den Forschungsfortschritt regelmässig.
Doktoratsprogramme
Ein Doktoratsprogramm wird i.d.R. in einer Kohorte absolviert, hat eine klare thematische Ausrichtung und basiert häufig auf einer Zusammenarbeit zwischen zwei oder mehreren Institutionen mit mehreren beteiligten Professorinnen und Professoren. Der curriculare Anteil in Doktoratsprogrammen beträgt an der UZH i.d.R. 30 ECTS Credits. Die Betreuung der Doktorierenden wird durch eine hauptverantwortliche Betreuungsperson sowie durch einen Betreuungsausschuss gewährleistet. In einer Doktoratsvereinbarung werden die Ziele und die Eckpunkte der Betreuung vereinbart; einmal jährlich werden der Stand der Forschungsarbeit und die Ziele für das nächste Jahr besprochen.
Graduiertenschulen
Rund ein Drittel der Doktoratsprogramme der UZH sind in Graduiertenschulen zusammengefasst. Graduiertenschulen sind organisatorische Dachstrukturen, die Aufgaben im Bereich des Recruitings (u.a. Ausschreibung, Bewerbungsverfahren, Zulassungsverfahren), der Aussendarstellung (u.a. Webauftritt, Werbung), der Organisation gemeinsamer curricularer Anteile sowie der Verständigung über Qualitätsstandards übernehmen. Sie bieten die Chance, vorhandene Synergiepotentiale zwischen Doktoratsprogrammen auszuschöpfen und Dienstleistungen zu professionalisieren.
Graduate Campus
Der Graduate Campus ist eine gesamtuniversitäre Einrichtung der UZH, die sich für die umfassende Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses einsetzt. Seine wichtigsten Aufgabenfelder sind die Vernetzung junger Forschenden über die Disziplinen- und Fakultätsgrenzen hinweg, die Entwicklung einer nachhaltigen Qualitätskultur im Bereich der Nachwuchsforschung, die Bereitstellung vielfältiger Informationen und Dienstleistungen sowie die Sichtbarmachung der Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Öffentlichkeit.
Der Graduate Campus richtet sich an Doktorierende und Postdoktorierende sowie an Koordinierende und Leitende von Doktoratsprogrammen.