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Korea - Forgotten Conflict: Review
Bislang wurde der Korea-Krieg aus den 50er Jahren noch nicht für ein Spiel verwendet, dies soll sich mit Korea: Forgotten Conflict ändern. Die relativ unbekannte Software-Schmiede Cenega und Plastic Reality haben sich dem Szenario angenommen und heraus kam ein Spiel, welches in fast allen Punkten der Commandos Reihe sehr ähnlich aussieht. Ob das WW2 Gameplay auch noch rund 20 Jahre später in Fern Ost überzeugen kann, erfahrt ihr in unserer Review!
GeschichtskursDer Koreakrieg war einer der blutigsten Konflikte des vergangenen Jahrhunderts mit fast vier Millionen Toten. Nach Schätzungen haben 2.0 Millionen koreanische Zivilisten, 1.5 Millionen kommunistische Soldaten, 400.000 südkoreanische Soldaten und ca. 35.000 US-Soldaten den Tod gefunden.
Alles begann am Morgen des 25. Juni 1950 mit einer Invasion Südkoreas durch nordkoreanische Truppen. Ein Waffenstillstand konnte dennoch am 27. Juli 1953 ausgehandelt werden - drei Jahre nach dem Beginn eines Inferno. Doch gab es weder einen Gewinner noch einen Verlierer. Der Krieg endete dort, wo er begann: Am 38. Breitengrad, der die Halbinsel in zwei Hälften teilt. Tatsächlich ist es so, dass die Spannungen bis heute noch anhalten.
Die nordkoreanischen und chinesischen Truppen umfassten damals über 2,5 Millionen Mann, diesen standen rund eine Millionen Soldaten der Vereinten Nationen gegenüber, die aus den entlegensten Winkeln der Erde zusammengefasst wurde. So kamen einige von ihnen aus den USA, Griechenland, den Philippinen, Kanada und den Niederlanden.
GameplayGut geklaut ist halb gewonnen? Mitnichten, denn es geht noch ein wenig mehr, als nur das Gameplay eines anderen Spiels zu übernehmen. Startet man Korea: Forgotten Conflict zum ersten Mal, fallen einem gleich Parallelen zu Commandos auf. Man steuert eine kleine Spezialtruppe aus der Vogelperspektive, die hinter den feindlichen Linien agiert. Dabei hat der Spieler die Aufgabe, diese kleinen Pixelmännchen zum Sieg zu führen, indem man zum Beispiel feindliche Flakstellungen in die Luft sprengt, Geiseln befreit oder aber einen General kidnappen muss, immer unter dem Druck kein grosses Aufsehen zu erregen.
Vor dem Beginn einer von den insgesamt 12 Missionen von Korea: Forgotten Conflict gibt es ein kurzes Briefing, welches, anhand eines gesprochenen Textes, einem die wichtigsten Informationen über eine Mission erklärt. Wurde die Mission schliesslich geladen, gibt es ein zweites Briefing, welches etwas detaillierter auf die Missionsaufgabe eingeht.
Wird man in den ersten beiden Missionen durch eine Art Tutorial "eingearbeitet", muss man ab Mission 3 auf fremde Hilfe komplett verzichten. In Korea: Forgotten Conflict ist es nicht nur wichtig nicht aufzufallen, sondern auch "mit" der Umwelt zu agieren. So kann man die unterschiedlichsten Gegenstände nutzen, auch Fahrzeuge, falls sie natürlich mit Benzin gefüllt sind dürfen ausprobiert werden. In einigen Missionen ist dies auch unbedingt von Nöten, da die Maps sehr gross ausgefallen sind. Hier haben die Entwickler einen Pluspunkt verdient, denn die Maps sind wirklich riesig, ohne Fahrzeuge würde man noch zwei Stunden länger für jeden Einsatz brauchen. Doch auch so beläuft sich die Spielzeit pro Mission auf gut und gerne zwei Stunden. Insgesamt beläuft sich die Gesamt-Spielzeit auf 15 - 20 Stunden, welches durchaus angemessen ist.
Bereits aus Commandos ist bekannt, dass sich Leichen auf den Strassen nicht unbedingt gut machen, denn falls ein feindlicher Wachposten einen getöteten Kameraden findet, wird er sich sofort auf die Suche nach möglichen Eindringlingen machen - die Mission kann man als gescheitert ansehen.
Jeder Soldat besitzt ein Inventory, wo er einige Waffen und sonstige Gegenstände unterbringen kann und davon gibt es in Korea: Forgotten Conflict nicht gerade wenig. Insgesamt haben die Entwickler über 50 realistische Waffen und Gegenstände in das Spiel eingebaut, doch irgendwie hatten wir das Gefühl, dass alle Schusswaffen, egal ob Pistole oder Gewehr, gleich gut schossen. Auch die Gegenstände, die man in Schränken oder Truhen finden kann, sind wichtig. Mit einer Flasche Wodka oder einem Playboy-Magazin kann man feindliche Wachen ablenken, bei Offizieren muss es allerdings schon ein rotes "Parteibuch" sein, damit auch die höher gestellten Leute darauf hereinfallen. Neue Waffen/Gegenstände lassen sich übrigens auch bei getöteten Feinden finden.

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