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In einer am Freitag an die Nachrichtenagentur Reuters geschickten Erklärung schrieben Pieth und Stiglitz, dass die Regierung Panamas die Arbeit der Experten habe einschränken wollen. Zudem habe sie nicht zugesichert, dass der Schlussbericht veröffentlicht wird. Dies laufe auf Zensur hinaus, hätten sie der Regierung erklärt.
Ein Sprecherin der panamaischen Regierung wollte die Erklärung der beiden Experten vorerst nicht kommentieren. Eine Erklärung werde aber folgen.
Die siebenköpfige Arbeitsgruppe solle Vorschläge erarbeiten, wie in Zukunft verhindert werden kann, dass der Finanzplatz Panama für Geldwäscherei und illegale Geschäfte missbraucht wird, hatte Präsident Juan Carlos Varela bei der Einsetzung der Kommission im April versprochen. Im Herbst sollte die Kommission ihre Empfehlungen abgeben.
Panama steht wegen seines liberalen Finanzrechts derzeit international in der Kritik. Medien auf der ganzen Welt hatten Anfang April über gut 200'000 von einer panamaischen Kanzlei gegründete Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen.
(AWP)