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Die Tessiner Raffinerie Valcambi verarbeitete Gold aus Burkina Faso, obwohl die Arbeitsbedingungen der Schürfer menschenverachtend sind.
Die Schweiz ist weltweit führend bei der Raffinierung von Gold. Firmen mit Sitz in der Schweiz importieren jedes Jahr Gold in der Grössenordnung von 70 Prozent der weltweiten Produktion. PublicEye veröffentlichte einen Bericht über die Verarbeitung von acht Tonnen Gold aus Togo durch die Tessiner Raffinerie Valcambi. Wichtiges Detail: Togo produziert gar kein Gold. Tatsächlich stammt dieses Edelmetall aus Burkina Faso, wo es in kleingewerblichen Minen gefördert wird. Die Arbeitsbedingungen der Schürfer sind menschenverachtend und 30 – 50 Prozent der dort Arbeitenden sind Kinder. Das Gold wurde nach Togo geschmuggelt – wodurch Burkina Faso wichtige Einnahmen verlor – von dort nach Genf exportiert, um schliesslich im Tessin veredelt zu werden. Die Goldraffinerie Valcambi hält sich nach eigenen Angaben bei ihrer Herkunftsprüfung des Rohstoffs an strenge Standards wie die OECD-Leitsätze „zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten für Minerale aus Konflikt- und Hochrisikogebieten“.
Das ändert sich mit der Initiative:
Wäre die Konzernverantwortungsinitiative schon in Kraft, wäre Valcambi, wie alle anderen Raffinerien, dazu verpflichtet, die Herkunft des Goldes abzuklären. Die problematische Förderung des Golds wäre rasch ans Licht gekommen. Bereits die Tatsache, dass das Gold nicht aus Togo kommen kann, weil dort gar kein Gold gefördert wird, hätte die Alarmglocken läuten lassen müssen.