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Hier meine Soennecken-Kollektion die häufig mit "made for swiss market" oder sogar mit "swiss made" beschrieben wird. Diese Modelle wurden so um die End-40er Anfang-50er hergestellt.
Interessant ist, dass man sie in den deutschen Katalogen aus der Zeit nicht findet.
Die ersten fünf haben den Imprint
"Soennecken 110".
Speziell scheint der "Military-Clip" in der muschelartigen Ausführung.
Die nächsten sechs haben nur noch den Imprint "Soennecken" ohne Nummer.
Die Drehknöpfe für die Kolbenmechanik sind nicht mehr rund.
Auch bei der dritten Serie sind mit Ausnahme des dritten Füllers alle mit "Soennecken" gekennzeichnet.
Diese Füller haben nur noch einen Kappen-Ring, sind aber aus einem fantastischen Zelluloid gefertigt.
Bei der vierte Serie hat nur der mittlere Füller einen Imprint am Schaft. Beim zweiten (roten) Füller findet man den Schriftzug oben auf der Kappe.
Auch fällt auf, dass diese Modelle mit einem Tropfen-Klipp ausgestattet wurden.
Auf dieser Werbung ist das Modell mit dem Tropfen-Klipp abgebildet.
Im Inserat ist vermerkt, dass es sich um einen "Schweizer Halter" handelt.
Auch auf anderen Inseraten findet man den Vermerk "Ein Schweizer Qualitäts-Erzeugnis" .
Sogar Füllfeder-Schachtel wurden mit dem Vermerk "Schweizer Fabrikat" versehen.
Pestalozzi Preis
Soennecken sponserte immer mal wieder Füllfederhalter als Preise für die Schreibwettbewerbe die im Pestalozzi-Kalender (Schülerkalender, auch Schatzkästlein genannt) ausgeschrieben wurden. Hier abgebildet ein schönes Modell Nr. 105.
FAZIT
Bis jetzt habe ich keine Hinweise auf eine Sonnecken-Produktionsstätte in der Schweiz gefunden.
Belegt ist, dass die Firma F.Soennecken aus Bonn, 1943 eine Zweigniederlassung an der Löwenstr. 17 in Zürich eröffnete.
Es ist zu vermuten, dass in der Schweiz keine Soennecken-Füllfedern hergestellt wurden. Was möglich ist, dass die Einzelteile in der Schweiz konfektioniert u/o die Schweiz als Testmarkt ausgewählt wurde.
Eine ähnliche Situation wie bei Soennecken findet sich beim Modell 400, 400N und 400NN von Pelikan.
Es kursiert das Gerücht, dass die Modelle in grün-grün (green-green) nur für den Schweizer Markt hergestellt wurden. Im Unterschied zu den herkömmlichen schwarzen Deckeln und Drehknöpfen, sind diese bei diesem Modell in einem dunklen Grün gehalten. Diese Farbvariation wurden hauptsächlich in der Schweiz gefunden.
Die Überlegung, dass diese Modelle für die Schweiz oder gar in der Schweiz hergestellt wurden, ist von offizieller Pelikan-Seite nie erwähnt worden.
Pelikan 400
green-green
Folgende Antwort haben wir von Martin Lehmann, Pelikan-Kenner und Mitverfasser des bekannten Pelikan-Buches, erhalten:
Ich muss Ihr Aussage etwas relativieren. Die grün- grünen Halter wurden sicherlich nicht in der Schweiz produziert - ich meine mich zu erinnern, dass ich die Erwähnung nur in einer Schweizer Liste gefunden habe. Das muss nicht bedeuten, dass sie nur für die Schweiz gefertigt worden sind - das wäre m.E. zu aufwändig.
Pelikan hatte schon früh einen Sitz in der Schweiz. Hauptsächlich wurden dort Tinte, Leim und Farbbänder hergestellt.
Seit bald 30 Jahren sammle, restauriere und dokumentiere ich alte Füllfederhalter. Im Rahmen meiner Sammlertätigkeit sind mir insbesondere zwei Marken mit den Namen "ASKA" und "Monte Rosa" aufgefallen. Meine Recherchen ergaben, dass es sich hier um zwei Marken handelt, deren Ursprung in der Schweiz liegen. Im Gegensatz zu den grossen europäischen und amerikanischen Marken ist weder in der Literatur noch im Internet etwas Konkretes über alte Schweizer Füllfedern dokumentiert.
Deshalb betrachte ich es als erstrebenswert, mittels umfassende Recherchen einen Überblick über die Produktion und den Vertrieb von Füllfedern in der Schweiz zu schaffen und aufzeigen, dass auch in der Schweiz eine - wenn auch kleine, aber feine – Füllfederhalter und Goldfeder-Produktion stattgefunden hat.
Vielen Dank für Ihre Mithilfe.
Daniel C. Holzer