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Es ist eine seltene Einigkeit: 10 Verbände mit Bezug zur Schweizer Medienlandschaft schliessen sich zusammen, um sich im Interesse der Medien- und Meinungsvielfalt in der Schweiz gegen ein Abtrennen der Onlinemedienförderung auszusprechen.
Am 10. September behandelt der Nationalrat das Massnahmenpaket zugunsten der Medien. Die vorberatende Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen beantragt dem Nationalrat mit knapper Mehrheit, das Massnahmenpaket zugunsten der Medien in zwei Teile aufzuteilen. Die vorgesehene Onlinemedienförderung würde damit aus dem Massnahmenpaket ausgegliedert und zu einem späteren Zeitpunkt behandelt, die Subventionen für die Presse hingegen würden erhöht werden.
Die Verbände, die ihre Position schon in der Kommissionsanhörung vertreten haben, fordern hingegen: Es muss zusammengeführt werden, was zusammengehört.
Onlinemedien nehmen einen wichtigen Platz in der Schweizer Medienlandschaft ein. Sie sind als Arbeitgeber wichtig, genauso wie als Akteurinnen der Meinungsvielfalt.
«Die Verbände sind der Überzeugung, dass es richtig ist, ein Gesamtpaket zu beschliessen, welches bestehende und bewährte Kanäle stärkt und gleichzeitig neue Wege der Medienförderung ermöglicht», heisst es im Appell.
Eine Abtrennung der Onlinemedienförderung würde das dringend notwendige Medienpaket als Ganzes verzögern und gefährden.
Die unterzeichnenden Verbände vertreten gemeinsam den Grossteil der Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden in der Schweizer Medienbranche.
Interessante Nebenerkenntnis der vereinigten Absender des Appells: Bei den zehn Verbänden sitzen sieben Männer (m) im Präsidium, öfters auch ältere Semester. Und nur drei an der Spitze sind Frauen (w).
Die Verbände sind: Verband Medien mit Zukunft (w), Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM (w), Médias Suisses (m), Syndicom Gewerkschaft Medien und Kommunikation (w), Impressum (m), Verband Schweizer Privatradios VSP (m), Media forti (m), RRR – Radios Régionales Romandes (m), Unikom – Union nicht gewinnorientierter Lokalradios (m), Telesuisse (m).