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Vor 170 Jahren war Oerlikon eine kleine Siedlung an der Landstrasse nach Schaffhausen. Erst mit dem Bau einer Bahnstation auf seinem Gemeindebann 1855 entwickelte sich Oerlikon in den folgenden Jahren zu einem wichtigen Bahnknotenpunkt. Von den 1910er bis in die 1930er Jahre entstanden mit dem Bau der Offenen Rennbahn Oerlikon und dem Hallenstadion die ersten wichtigen Bauten. Die Offene Rennbahn war der Stolz der damals selbständigen Industriegemeinde. Das Hallenstadion von Architekt Karl Egender war als gedeckte Velorennbahn geplant, wurde mit dem Einbau der Eisfläche in den 1950er Jahre immer mehr zu einer Mehrzweckhalle und gilt als «Arena der Emotionen», aber auch als Schauplatz biederer Ausstellungen und zähflüssiger Generalversammlungen. Neben dem Hallenstadion entstanden später Messebauten für die Züspa. Unmittelbar östlich des Hallenstadions und der Offenen Rennbahn blieb auf beiden Seiten der Wallisellenstrasse nur die Fläche des Riedgrabenareals als Freizeit- und Bäderareal frei. An dieser Oerliker «Messe- und Sportmeile» erbauten jüngere, in den 1920er Jahren geborene Zürcher Architekten das Hallenbad Oerlikon und die Kunsteisbahn, die nun beide abgebrochen werden sollen. Südwestlich vom Hallenstadion in Richtung Unterstrass liegt das «Möösli», wie das Bad Allenmoos liebevoll genannt wird. Das erste und flächenmässig grösste Quartierbad der Stadt Zürich ist ein grünes Juwel inmitten des sich verdichtenden Gebiets zwischen Oerlikon und Unterstrass und als Erholungsraum äusserst bedeutsam.
Herausgeber und Verlag: Stadtzürcher Heimatschutz, ISBN 978-3-9525971-0-1