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Was sind Dioxine?
Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet man mit Dioxine zirka 200 verschiedene chemische Verbindungen zweier verwandter Stoffklassen: Dibenzo-p-dioxine (PCDD) und Dibenzofurane (PCDF). In jüngerer Zeit werden auch weitere Stoffe wie polychlorierte Biphenyle, sogenannte cPCB, dazugezählt. Die Giftigkeit (Toxizität) dieser Stoffe ist sehr unterschiedlich. Dioxine werden hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen und reichern sich aufgrund ihrer hohen Fettlöslichkeit im Fettgewebe an. Akute Vergiftungen treten erst bei relativ hohen Mengen auf. Die Gefahr besteht darin, dass sich Dioxine nur sehr langsam abbauen und allenfalls zu chronischen Erkrankungen führen können.
Wie gelangen Dioxine in Lebensmittel?
Dioxine entstehen bei Verbrennungsprozessen und sind daher praktisch überall auf der Welt vorhanden. Sie reichern sich am Boden an und sind sehr langlebig. Landwirtschaftliche Nutztiere nehmen die Dioxine mit Bodenpartikeln auf. und reichern sich im Fettgewebe der Tiere an. Fleisch, Fisch, Eier und Milch weisen deshalb höhere Gehalte auf als pflanzliche Lebensmittel. Zirka 44% der menschlichen Aufnahme von Dioxinen (inkl. cPCB) erfolgt über die Milch und Milchprodukte. Die Dioxinbelastung in der Schweiz hat in den vergangenen Jahrzehnten dank Massnahmen zum Schutz der Umwelt markant abgenommen.
Welche Auswirkungen haben Dioxine auf die Gesundheit?
Eine akute Vergiftung mit Dioxinen ist beim Menschen erst bei einer Aufnahme von Mengen, die weit über der Grundbelastung liegen, zu erwarten. Dabei können entzündliche Hautveränderungen auftreten. Als chronische Wirkungen wurden in Tierversuchen auch Störungen der Fortpflanzung, des Immunsystems, des Nervensystems und des Hormonhaushalts beobachtet. Einige Dioxine - unter anderem das als «Sevesogift» bekannte Dioxin - wurden von der WHO als krebserzeugend eingestuft (verschiedene Krebsarten).
Wie kann ich mich schützen?
Da Dioxine überall vorkommen, sind alle Menschen durch Dioxine belastet. Man geht aber davon aus, dass dies im Normalfall die menschliche Gesundheit nur wenig oder nicht beeinträchtigt. Die eigene Belastung einschränken, indem man Fettstellen vom Fleisch entfernt. Durch den Verzehr von fettreduzierten Milchprodukten kann die Belastung reduziert werden. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Früchten kann die Belastung ebenfalls niedrig halten oder senken.