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Hernien, auch "Brüche" genannt, entstehen bevorzugt an Stellen, die eine natürliche Schwachstelle
der Bauchwand darstellen, wie zum Beispiel der Bauchnabel oder der Leistenkanal.
Die menschliche Bauchwand besteht sowohl aus Stützgewebe wie auch aus verschiedenen Muskelschichten.
Befindet sich nun in dieser Wand eine Lücke, eine so genannte Bruchpforte, können durch diese „undichte“ Stelle
Darmschlingen samt Bauchfell aus dem Bauchraum hinausrutschen. Das Bauchfell bildet den Bruchsack,
der die Darmschlingen zusammenhält.
Dieser Bruchsack mit dem darin liegenden Darm ist unter der Haut als Vorwölbung sichtbar.
Die Bruchpforten in der Bauchwand können von Geburt an vorhanden sein oder erst im Verlauf des Lebens
an Schwachstellen entstehen.
Brüche der Bauchwand (Leistenbruch, Nabelbruch, Narbenbruch) sind häufige Erkrankungen. Sie werden
versicherungstechnisch immer als Krankheiten gesehen. Ein Bruch bildet sich nie von selbst zurück.
Um einen Bruch (Hernie) zu beheben, braucht es einen operativen Eingriff. Damit kann die Wahrscheinlichkeit
des Wiederauftretens einer Leistenhernie auf <5 % , das einer Bauchwandhernie auf < 10 % gesenkt werden.
Heutzutage muss die Behandlung einer Hernie an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden.
Um dies anbieten zu können muss der Chirurg profunde Kenntnisse der komplexen Anatomie und den verschiedenen
Operationsverfahren aufweisen.