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Eine Reportage über ungeklärte Todesfälle von Frauen in South Carolina ist mit dem diesjährigen Pulitzer-Preis ausgezeichnet worden. Die Zeitung «The Post and Courier» bekam dafür am Montag den Preis für «Dienst an der Öffentlichkeit», den Königspreis, zugesprochen.
Der Text mit dem Titel «Bis dass der Tod uns scheidet» hinterfragt die Tode von mehr als 300 Frauen innerhalb von zehn Jahren, die nicht oder nur halbherzig untersucht worden seien.
Zu oft, sagen die Reporter nach den Recherchen, seien ungeklärte Umstände im Spiel gewesen, ohne dass sich Polizei und andere Behörden zu sehr dafür interessiert hätten. Der Artikel habe das Thema auf die Tagesordnung der Politik in South Carolina gebracht, lobte die Preisjury am Montag in New York.
Den Pulitzer-Preis gibt es in 21 Sparten, 14 davon sind für journalistische Arbeiten. Zu den wichtigsten Kategorien gehört auch «Investigativer Journalismus». Das «Wall Street Journal» hatte Krankenversicherten Zugang zu ihren eigenen Daten verschafft – und wurde dafür ausgezeichnet. Offengelegt wurden dabei Verschwendung und Missmanagement und ein sorgloser Umgang mit Daten.
In der gleichen Sparte ausgezeichnet wurde auch die «New York Times», die in einer Serie aufgezeigt hatte, wie sehr die Gesetzgebung in Washington von Lobbyisten beeinflusst wird, die die Entscheidungen der Volksvertreter manipulieren.
Von den 15 Preisen, die für journalistische Arbeiten vergeben wurden, gingen allein drei an die «New York Times» und zwei an die «Los Angeles Times». Unter den ausgezeichneten Zeitungen waren aber auch Regionalblätter wie die «The Buffalo News», die «St.Louis Post» und eben der «Post and Courier». Der Preis wurde zum 99. Mal vergeben. (feb/sda/dpa)