Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03108.jsonl.gz/934

Von 1810 bis 1890 lebte der Berner Fotopionier Carl Durheim. Das Kornhausforum widmet ihm eine Ausstellung.
Die Ausstellung „Carl-Durheim – Wie die Fotografie nach Bern kam“ läuft bis am 7. August im Stadtsaal und zeigt die Bilder des wohl ersten Fotografen der Stadt Bern. Der Lithograph stellte ab 1845 Daguerreotypien her, 1853 eröffnete er an der Kramgasse ein Atelier mit dem wohl ersten, eigens dafür eingerichteten Fotostudio in der Stadt.
Durheim porträtierte die Kundschaft aus der besseren Gesellschaft. Er war aber auch der erste fotografische Berner Stadtchronist. So fotografierte er den Christoffelturm und das Aarbergertor, das Münster und die Matte. Im Auftrag des Schweizerischen Generalanwalts und im Namen des Bundesrats machte er 1852/53 Aufnahmen von inhaftierten Heimatlosen und Fahrenden – es waren die ersten fotografischen Fahndungsbilder überhaupt.
Die in Zusammenarbeit mit der Burgerbibliothek Bern realisierte Ausstellung im Kornhausforum dokumentiert Carl Durheims Schaffen mit Originalbildern und neu hergestellten Prints. Darüber hinaus vermittelt die Ausstellung einen Rückblick in die Anfänge der Fotografie in der Stadt Bern – mit, unter anderem, Bildern der Fotografen-Dynastie Vollenweider, von Paul Does, Hermann Völlger oder Karl Stauffer-Bern.
Zur Ausstellung erscheint unter gleichem Titel – „Carl Durheim – Wie die Fotografie nach Bern kam“ – ein Heft der Publikationsreihe «Passepartout» der Burgerbibliothek Bern.