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Weil am ersten Tag der Wettbewerbe von Tokio der Kniefall von fünf Frauenfussball-Teams vor ihren Spielen in den Zusammenschnitten der Partien fehlte, hatte es Kritik am Internationalen Olympischen Komitee gegeben. «Das IOC zeigt die Spiele auf seinen eigenen und selbst betriebenen Plattformen, und solche Momente werden auch einbezogen», teilte das IOC mit und ändert damit anscheinend seine Praxis.
Am Mittwoch hatten die Frauen-Teams aus Grossbritannien, Chile, den USA, Schweden und Neuseeland aus Protest gegen Rassismus kurz vor dem Anpfiff gekniet. Das IOC hatte zuletzt nach langen Diskussion die Regel 50 der olympischen Charta gelockert, die politische Gesten und Aussagen auf dem Spielfeld und bei Medaillen-Zeremonien verbietet. Protest-Aktionen wie der Kniefall oder die erhobene Faust sind vor Beginn eines Wettbewerbs nun möglich, danach auf Siegerpodien aber weiter untersagt.
Die jeweils zuständigen Verbände besitzen zudem ein Vetorecht. So hat der Schwimm-Weltverband Fina allen Athleten jegliche politische Gesten oder Zeichen des Protests am Beckenrand verboten.