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Mittelalter
Die Anfänge des Marktfleckens Zurzach
In den römischen Gräbern an der Strasse nach Vindonissa wird im 5. Jh. das Grab der heiligen Verena entdeckt und eine erste kleine Kirche erbaut. In dieser Zeit wohnt die Zurzacher Bevölkerung im spätrömischen Kastell am Rhein. Dort ist auch die Pfarrkirche der kleinen Christengemeinde errichtet worden.
In den folgenden drei bis vier Jahrhunderten bildet sich bei der Grabeskirche die neue Siedlung «Wrzacha», während die «antike Stadt am Rhein» allmählich aufgegeben wird. Aus dem 8. Jh. dürfte die erste Klosterkirche stammen, die nach ihrem Einsturz um 1000 durch den weitgehend noch bestehenden Bau ersetzt wurde.
Die einsetzende Wallfahrt zum Verenagrab war ausschlaggebend für die Entwicklung Zurzachs zum Marktflecken. Am 1. September, dem Verenatag, strömten jeweils zahlreiche Pilger von weither nach Zurzach zum Grab der heiligen Verena. Daneben bot sich die Gelegenheit zu Handel und Geschäften. So entstand anfangs September eine Warenmesse. Später kam eine zweite Messe zur Pfingstzeit dazu. Dauerten diese Messen anfänglich nur einen Tag, wurden sie 1408 auf drei Tage, im 17. Jahrhundert auf eine Woche und im 18. Jahrhundert gar auf zwei Wochen ausgedehnt.