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Haus Jeuch – vom Haus des Hauptmannes über
das Geburtshaus zur Bibliothek
Das Haus, in dem sich heute die Bibliothek befindet, wurde 1680 von Hauptmann Johann (Hans) Jeuch erbaut. Johann Jeuch war von 1677 bis 1679 Podestat (ein bestellter Gouverneur, der eine Gemeinde führt) von Tirano im Veltlin. Deshalb wird das Haus noch heute Haus Jeuch genannt. In der grossen Stube befindet sich ein eingebauter Wandschrank mit der Aufschrift «Archiv des Gerichts Klosters, 1845». Daraus lässt sich schliessen, dass das Haus Jeuch der Gemeinde Klosters als Rathaus diente. Im Jahre 1888 wurde das «Haus Jeuch» dem Gemeindearzt
Hans Hitz zur Verfügung gestellt. Ihm verdankt das Haus auch den Namen Doktorhaus. Später, von 1956 bis 1966, leitete die Hebamme Elsi Cavegn in diesen Räumen ein privates Geburtshaus. Der Betrieb des Geburtshauses fällt in die Zeit des Babybooms in den 60er Jahren. Elsi Cavegn war also mit genug Arbeit «versorgt». Ab 1966 vermietete die Gemeinde die Wohnräume des Haus Jeuch an Lehrerinnen und schliesslich, im Jahre 1978, durfte die Bibliothek Klosters-Serneus, die 1974 neu gegründet wurde, in dieses Haus einziehen.