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Ursprung des Wasserballs*Das erste Wasserballspiel fand 1869 in Glasgow statt, als anlässlich einer Schwimmveranstaltung wegen einer besseren Werbewirkung ein "Fussballspiel im Wasser" in das Programm aufgenommen wurde. Bereits 1870 versuchte die London Swimming Association Regeln aufzustellen.
Trotz mehrfachen Bemühungen um allgemein gültige Regeln blieb das Spiel jedoch längere Zeit zügellos und wild. Im Jahre 1900 wurde das Wasserballspiel in das olympische Programm aufgenommen. Doch erst 1911 , als die englischen Regeln als allgemein verbindlich angenommen wurden, war eine Grundlage für internationale Begegnungen gegeben.
Die ständige Höherentwicklung des Wasserballsports führte zu häufigen Regeländerungen, was noch heute der Fall ist. Das seit 1961 eingeführte Auswechseln der Spieler und das seit ein paar Jahren wie im Eishockey praktizierte "fliegende Wechseln" lässt das moderne Bewegungsspiel noch mehr zur Geltung bringen. Das Wasserballspiel stellt hohe Anforderungen an die Organkraft und die Bewegungsintelligenz. Es nimmt in bezug auf den Energieverbrauch unter den Spielen einen der ersten Plätze ein. Man behauptet auch, Wasserball sei das härteste Spiel der Welt.
Durch die kaum vorhandene Verletzungsgefahr (keine Stürze) und den gelenkschonenden Bewegungen im Wasser (keine Schläge auf den Rücken) ist das Wasserballspiel ausserordentlich gut für die allgemeine Fitness. Es ist verständlich, dass im allgemeinen für die Ausbildung beim Wasserballspiel ein grösserer Zeitraum beansprucht wird als bei anderen Sportarten. Spitzenspieler können meist auf 15 - 20 Jahre intensives Training zurückblicken, und vielfach erreicht ein Spieler den Höhepunkt seiner Wasserballkarriere so um die 30 herum.
Trotz der hohen Anforderungen und den anfänglichen Schwierigkeiten verdient das Wasserballspiel, mehr gefördert zu werden. Seine erzieherischen und gesundheitlichen Werte treten besonders hervor.
Darüber hinaus wird es innerhalb des Schwimmsports wegen seiner Freudenbetontheit und seines Spannungsgehaltes sehr gern betrieben.
*von Juan Vallmitjana
Alles über Wasserball - Die RegelnMannschaften:
Jede Mannschaft besteht aus maximal 13 Spielern, von denen sich 7 Spieler im Wasser befinden. Diese 7 Spieler sind in 6 Feldspieler und 1 Torwart aufgeteilt. Die Heimmannschaft trägt während des Spiels die weissen (helle) Kappen, die Spieler der Gastmannschaft hingegen tragen die blauen (dunkle) Kappen. Die Torhüter der Mannschaften tragen eine rote Kappe.
Die Spielzeiten:
Ein Wasserballspiel ist in 4 Viertel von jeweils 8 Minuten reiner Spielzeit unterteilt. Zwischen jedem Viertel gibt es eine Pause von 2 , in der Halbzeit von 5 Minuten.
Die 30-Sekunden Regel:
Die ballführende Mannschaft hat für den Angriff auf das gegnerische Tor 30 Sekunden Zeit, ansonsten gibt es, wenn nach Ablauf der 30 Sekunden kein Torschuss erfolgt ist, von der Stelle aus, an der sich der Ball nach dieser Zeit befindet, einen Freiwurf für die gegnerische Mannschaft.
Auswechslungen:
Spieler dürfen sowohl in den Pausen, als auch während des Spiels, dann aber nur in der Wechselzonen (Wiedereintrittsräume), ausgewechselt werden.
Seitenwechsel:
Der Seitenwechsel der Mannschaften wird nach 2 Vierteln vollzogen. Die Schiedsrichter wechseln nach dem 1. und dem 3. Viertel ihre Seiten (nur in den Nationalligen).
Schwere Fehler:
Ausschluss:
Bei einem normalen Ausschluss muss der Verursacher eines schweren Fehlers für 20 Sekunden oder bis zum nächsten Tor oder bis zum Wiedergewinn des Balles an seine Mannschaft im Wiedereintrittsraum auf seinen Wiedereintritt warten. Die Erlaubnis zum Wiedereintritt wird vom Protokolltisch mittels der weissen oder blauen Fahne (je nach Kappenfarbe des betroffenen Spielers), oder durch den Schiedsrichter angezeigt.
Ausschluss mit Ersatz:
Bei einem Ausschluss mit Ersatz (wie zum Beispiel nach einer Schiedsrichterbeleidigung), darf der ausgeschlossene Spieler nicht wieder am Spiel teilnehmen, jedoch darf ein Ersatzspieler nach den oben genannten Kriterien wieder für ihn ins Spiel eintreten (nach Ablauf der 20 Sekunden).
Ausschluss ohne Ersatz:
Beim Ausschluss ohne Ersatz, wie nach einer brutalen Handlung, spielt die Mannschaft für 4 Minuten in Unterzahl, danach darf ein Ersatzspieler eingesetzt werden.
Einfache Fehler: Einfache Fehler sind zum Beispiel: - den Ball unter Wasser zu drücken - den Ball ,,wegzufausten" - einen Gegner, der nicht im Besitz des Balles ist, zu behindern
Diese einfachen Fehler werden mit einem Freiwurf für den Gegner geahndet, wenn dieser Freiwurf zwischen 5-Meter-Linie und Tor ausgeführt werden muss, dann darf dieser nicht direkt auf das Tor geworfen werden. Ist der Freiwurf ausserhalb dieser Zone, dann darf er direkt ausgeführt werden (siehe unten > 5-Meter-Regel).
Schwere Fehler (Ausschlussfehler):
Schwere Fehler sind: - einen Gegner, der nicht im Ballbesitz ist, festzuhalten, unterzutauchen oder zurückzuziehen - einen Gegner zu treten oder zu schlagen oder einfach nur eine Bewegung auszuführen, die auf die Absicht des Tretens oder Schlagens schliessen lässt - den Gegner absichtlich Wasser ins Gesicht zu spritzen - dem/den Schiedsrichter/n den Gehorsam zu verweigern - nach einer Hinausstellung falsch ins Spielfeld wiedereinzutreten (Abstossen vom Beckenrand, Anheben der Leine etc.) - Verursachen eines Strafwurfes
Der Strafwurf (5-Meter) :
Ein Strafwurf wird gegeben, wenn ein Spieler der verteidigenden Mannschaft einen Fehler im eigenen 5-Meter-Raum begeht, bei dem die Absicht zu erkennen ist, ein wahrscheinliches Tor zu verhindern. Auch wird ein 5-Meter gegeben, wenn der Torwart oder ein Spieler der verteidigenden Mannschaft den Ball im eigenen 5-Meter-Raum unter Wasser drückt, wenn er von einem Gegenspieler bedrängt wird oder wenn einer von beiden (Torhüter oder Spieler) das Tor herunterzieht, um den Torerfolg zu verhindern.
Time-Out:
Der Trainer oder Mannschaftsbetreuer darf pro Spiel 2 Auszeiten nehmen. Diese darf aber nur genommen werden, wenn die eigene Mannschaft in Ballbesitz ist.
Die 5-Meter Regel:
Wenn ein Freiwurf hinter der 5-Meter-Linie gegeben wird, dann darf der ausführende Spieler jedoch nur, wenn er dies ohne Verzögerung tut, direkt auf das Tor werfen.
Das Spielfeld:
Die Spielfeldmaße betragen in der Regel 30m x 20m, beim Damenwasserball und bei Spielen der C-Jugend sind die Maße 25m x 16 2/3m. Die Wassertiefe muß an allen Stellen mindestens 1,80m betragen. Außerdem muss eine 2m-Linie in rot und eine 5m-Linie in gelb in den jeweiligen Distanzen, von den Toren aus gesehen, gekennzeichnet sein. Zudem müssen in den Ecken gegenüber des Protokolltisches jeweils ein Wiedereintrittsraum abgetrennt sein.
Die Tore:
Die Masse der Tore müssen 3m x 0,90m betragen.
Der Ball:
Das Gewicht des Balles muss bei Herren- mannschaften 400-450g betragen und einen Umfang von 0,68 bis 0,71m haben. Sowohl für die Damen, als auch für die Jugend C muß der Ball einen Umfang von 0,65 bis 0,67m haben.
Die Kappen:
Die Kappen sind mit einer Spielernummer und Ohren- schutz versehen. Die Heim- manschaft trägt weisse Kappen und die Gastman- schaft blaue. Die Torhüter beider Teams tragen rote. (Obligatorisch)