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Identifikation
Signatur:
Ar KV
Entstehungszeitraum / Laufzeit:
1863-2014
Umfang:
35 m
Kontext
Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben
Der Schweizerische Kaufmännische Verband wurde am 14. April 1873 in Luzern gegründet. Er setzt sich aus Sektionen zusammen (1951: 130 Sektionen; 2021: 24 Sektionen). Die übergeordneten Angelegenheiten des Kaufmännischen Verbands bestimmen die Mitgliederversammlung, der Zentralvorstand sowie die Geschäftsleitung. Zwischen 1977 und 2001 hiess der Dachverband Schweizerischer Kaufmännischer Verband SKV. Auf Anfang 2015 führte der Verband ein Rebranding durch. Seither präsentiert er sich als Kompetenzzentrum für Bildung und Beruf im kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Umfeld sowie als Vordenker, der Massstäbe für Lernende, Angestellte und Arbeitgeber setzt.
Im Schweizerischen Kaufmännischen Verband/Verein war um 1920 rund ein Drittel der männlichen Büroangestellten aus Industrie und Handel organisiert; dieser Anteil sank bis 1941 auf 26 Prozent, obwohl die Mitgliederzahlen im gleichen Zeitraum von 29'000 auf 41'000 stark anstiegen. Der SKV war und ist der mit Abstand mitgliederstärkste Angestelltenverband und hatte vor allem in der Berufsbildung eine Monopolstellung. Die Mitgliederzahlen erreichten in den 1970er-Jahren mit über 80'000 Mitgliedern ihren Höhepunkt.
Der Verband steht nach eigenen Angaben für Smart Economy, eine zukunftsorientierte, realitätsbezogene, intelligente Wirtschaft, die auf den Menschen baut. Er fördert die berufliche Entwicklung seiner Mitglieder durch Information und Weiterbildung. Er betreibt Interessenvertretung in der Berufspolitik und ist in der Aus- und Weiterbildung (duale Ausbildung) für kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Berufe engagiert. Der Verband vertritt zudem die Interessen seiner Mitglieder als Angestellte. Er engagiert sich nach eigenen Angaben auf der Basis einer echten Sozialpartnerschaft für eine moderne und faire Arbeitswelt, für die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen und leistet damit einen Beitrag zu einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Zu den Adressaten gehören nicht nur Arbeitnehmende, sondern auch Arbeitgeber. Zur Realisierung dieser Ziele macht der Verband seinen politischen Einfluss geltend und kooperiert sachbezogen mit anderen Verbänden und Gruppierungen.
Übernahmemodalitäten
Das Archiv des Kaufmännischen Verbandes befand sich bis zur Erschliessung im Jahr 2021 im ehemaligen Verwaltungsgebäude (Hans-Huberstrasse 4, Zürich). Nachdem die Erschliessung der Unterlagen durch docuteam erfolgt war, wurden die Archivalien anfangs Juli 2021 ans Sozialarchiv in Zürich abgeliefert.
Inhalt und innere Ordnung
Form und Inhalt
Das Archiv besteht aus den Beständen A (Dachverband) und B (Sektionen). Die Unterlagen stammen aus dem 19. bis 21. Jahrhundert, wobei der Hauptteil aus dem 20. Jahrhundert ist.
Integrale Bestandteile des Archivs bilden ferner die audiovisuellen Materialien sowie ein Drucksachenbestand (Broschüren, Kleinschriften, Faltblätter, Festschiften und Periodika. Die AV-Medien sowie die Drucksachen wurden von Mitarbeitenden des Schweizerischen Sozialarchivs bearbeitet.
Die verzeichneten Dossiers sind über eine Standortverwaltung auffindbar. Dies bedeutet, dass die Archivalien nicht nach Signatur geordnet im Archivmagazin stehen, sondern dass im Findmittel (Verzeichnis) das Archivbehältnis angegeben ist, in dem sich das entsprechende Dossier befindet. Die Bezeichnung der Schachteln ist folgendermassen aufgebaut: Bezeichnung Schachtelformat_Laufnummer, Bsp. NF_0001 (Schachtel im Normalformat A4, Laufnummer 0001)
Nebst den hier aufgeführten Papierakten ist ein grosser Bestand an audiovisuellen Dokumenten vorhanden (v.a. Fotografien und Filmdokumente). Diese Unterlagen wurden der Abteilung Bild+Ton des Schweizerischen Sozialarchivs übergeben und befinden sich in Bearbeitung.
Die Gliederung des Archivs orientiert sich zunächst an den Provenienzen (Bestände). Innerhalb der einzelnen Bestände ist die Gliederung an die Prozesse eines Unternehmens (Führungsaufgaben, Support, Kerngeschäfte) angelehnt und wurde von docuteam in Absprache mit Urs Kälin erstellt. Die Unterlagen wurden generell bis Stufe Dossier oder Stufe Unterserie erschlossen. Die Signatur enthält zunächst das Archivbehältnis dann die Nummer im Aktenplan:
NF: Normalformat, A4-Schachteln
GF: Grossfolioformat
SF: Sonderformate wie A3 und grösser
PM: Planmappen
Bewertung und Kassation
Die Bewertung erfolgte im Auftrag des Kaufmännischen Verbandes der Schweiz durch docuteam, Baden, zwischen März und Juli 2021. Die Bewertung wurde auf Grundlage der geltenden gesetzlichen Bestimmungen und in Rücksprache mit U. Kälin, stellvertretender Direktor des Sozialarchivs, vorgenommen.
Neuzugänge
Es werden Neuzugänge erwartet.
Ordnung und Klassifikation
Die
Zugangs- und Benutzungsbedingungen
Zugangsbestimmungen
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Sprache/Schrift
Deutsch vereinzelt Französisch und Englisch Notizen zum Teil Stenographie
Sachverwandte Unterlagen
Verwandte Verzeichnungseinheiten
Zeitungen
Veröffentlichungen
Verzeichnungskontrolle
Informationen der Bearbeiter*in
Bearbeitet von docuteam, Baden, zwischen März und Juli 2021: Sandra Reisinger, Stefan Kaiser, Tobias Haudenschild