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Wieso schiesst ein verletzungsfreier Spieler in einer Saison 30 Tore und in den beiden darauffolgenden Jahren nur noch 10? Die Antworten auf eine solche Frage können die «Erweiterten Statistiken», in Eishockey-Kreisen besser bekannt als Advanced Stats, liefern.
Wichtiges Tool für Trainer und Sportchefs
Im Grundsatz geht es dabei darum, anhand vergangener Leistungen eines Spielers auf die zukünftige Performance des betroffenen Akteurs zu schliessen. Je mehr Daten, desto grösser ist deren Aussagekraft. Interessant sind diese Informationen vor allem für Trainer und Sportchefs. Anhand der detaillierten Zahlen lassen sich Problemzonen gezielt trainieren, auf dem Spielermarkt kann das Suchprofil noch genauer eingestellt werden.
Im obigen Audiobeitrag erfahren Sie, seit wann Advanced Stats auch in der Schweiz erhoben und genutzt werden und weshalb sich wegen dieser Zahlen kein Spieler mehr verstecken kann.
Beispiel Corsi
Einer der bekanntesten Advanced Stats ist der Corsi-Wert. Die Basis dazu bilden die total abgegebenen Schussversuche. Mit dem Corsi-Wert soll die Spielkontrolle einer Mannschaft gemessen werden. Errechnen lässt sich der Corsi-Wert sowohl für das gesamte Team als auch für jeden einzelnen Spieler. Steht Spieler X in einer Partie bei 16 Abschlüssen seiner Mannschaft und 10 des Gegners auf dem Eis, ist sein Corsi-Wert positiv (Plus 6 oder 61,5 Prozent).
Was für Rückschlüsse liefert diese Zahl nun auf die Leistung des Spielers? Läuft es Spieler X in Sachen Punkteproduktion trotz positivem Corsi-Wert (über 50 Prozent) nicht, deutet dies darauf hin, dass er in absehbarer Zeit regelmässiger skoren wird. Dasselbe gilt auch im umgekehrten Fall.