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|Einleitung...|
Eine immer größere Zahl von Menschen findet Gefallen an den stacheligen oder dickblättrigen Gesellen der Sukkulenten und speziell den Kakteen. Die außerordentlich große Zahl sowie die Vielgestaltigkeit der sukkulenten Pflanzen mit unterschiedlichsten Formen und Pflegeansprüchen bringen es jedoch auch mit sich, dass die eine oder andere Pflanze in unsere Sammlung gelangt, die nicht so recht gedeihen will - einfach, weil der laienhafte Freund der Sukkulenten nur selten das ganze Gebiet überschauen und alle Pflegeansprüche kennen kann.
Oft genug wird sich selbst der Fachmann, der Gärtner, der nicht gerade auf Kakteen spezialisiert ist, eingestehen müssen, dass er zuwenig über diesen oder jenen Kaktus weiß.
|Bau der Kakteen...|
|Kakteen sind in dornige "Stämme" und Wurzeln gegliedert. Ihre Blätter sind völlig rückgebildet oder zu Stacheln umgewandelt. Nur bei zwei Gattungen gibt es vollständig entwickelte Blätter. Die Stämme der Kakteen sind als Wasserspeicher normalerweise geschwollen und fleischig, und viele sind so geformt, dass Regenwasser direkt zum Boden abfließt und vom Wurzelsystem aufgenommen werden kann.

Die Wurzeln formen dicht unter der Oberfläche weitverzweigte Systeme: So können die Pflanzen Wasser aus einem möglichst großen Gebiet aufnehmen. Wüstenpflanzen stehen normalerweise weit voneinander entfernt, um eine optimale Wassernutzung zu erreichen.
Ein typisches Merkmal der Kakteen sind die Areolen, besondere Bereiche der Stämme, auf denen im Allgemeinen starre, spitze Dornen wachsen. Einige Kakteen haben mit Widerhaken besetzte Dornen, so genannte Glochiden, die bei Berührung abbrechen und sich in die Haut einbohren. Areolen entwickeln sich aus seitlichen Knospen und sind wahrscheinlich eine Form hochspezialisierter Blätter.
|Fortsetzung...|
Die Blüten der Kakteen sind oft groß und prächtig, sie stehen häufiger einzeln als in Gruppen. Das Perianth (Blütenhülle) besteht nicht aus eindeutig getrennten Kelchblättern, sondern aus einer Reihe von Hochblättern (modifizierten Blättern), die allmählich von Kelchblättern zu farbigen Blütenblättern abgestuft sind. Die Blüten haben viele Staubblätter. Der Fruchtknoten von Kakteen ist unterständig und mit dem Perianth verwachsen. Die Früchte sind oft auffallend gefärbt und fleischig.
Die meisten der etwa 130 Gattungen werden kultiviert, wobei die kleinen, langsam wachsenden Arten wegen ihrer großen Farben-, Formen- und Dornenvielfalt am populärsten sind. Eine der bekanntesten Gruppen umfasst Arten mit herrlichen, nächtlich blühenden Pflanzen und den Saguaro (Riesenkaktus). In einigen Klassifizierungssystemen wird allein diese Gruppe in zehn Gattungen unterteilt.
Noch häufiger wird eine Gruppe kultiviert, die den Weihnachtskaktus enthält. Spezies dieser Gruppe, die in tropischen Regenwäldern als Epiphyten leben, passen eigentlich nicht in das typische Bild von Kakteen als dickfleischige Wüstenpflanzen. Untersucht man jedoch ihre Stämme, so findet man die für Kakteen einzigartigen Areolen.
|Weiteres...|
|Viele nicht mit den Kakteen verwandte Pflanzengruppen haben sich ebenfalls an das Überleben in ariden Regionen angepasst und sind daher den Kakteen in ihrer äußeren Erscheinung oft recht ähnlich.

Dies sind typische Beispiele für parallele Evolution: Nichtverwandte Organismen, die ähnlichem Evolutionsdruck ausgesetzt sind, entwickeln hinsichtlich Anatomie und Funktion oft gleiche Merkmale. So haben viele Wolfsmilchgewächse, die in Afrika wachsen, wo Kakteen nicht natürlich vorkommen, blattlose, dornige, fleischige Stämme.
|Namen der Kakteen...|
Systematische Einordnung: Kakteengewächse bilden die Familie Cactaceae. Kakteen mit voll entwickelten Blättern werden den Gattungen Pereskia und Pereskiopsis zugeordnet.
Die nächtlich blühenden Formen und der Saguaro gehören zur Gattung Cereus. Der Weihnachtskaktus wird als Schlumbergera bridgesii klassifiziert.
|Verbreitung der Kakteen...|
|Kakteengewächse, Familie dorniger, sukkulenter (dickfleischiger) Pflanzenarten, die ursprünglich aus Amerika stammen, aber auch in andere Regionen (wie z. B. nach Australien und in die Mittelmeerländer) eingeführt wurden. Die Familie besteht aus etwa 1 650 Arten, von denen die meisten an dem Klima angepasst sind. Die Früchte der Kakteen sind in Ländern, in denen diese Pflanzen von Natur aus vorkommen, wichtige Quellen für Nahrung und Trinkwasser.

Da Kakteen nicht sehr pflegebedürftig sind und bizarre Formen entwickeln, werden sie von Zierpflanzenliebhabern sehr geschätzt und sind deshalb zunehmend gefährdet. Bereits 17 Kakteenarten stehen heute vor dem Aussterben, weil ihre Bestände von „Kakteenfreunden" und professionellen Sammlern besonders im Südwesten der Vereinigten Staaten und im Norden Mexikos stark dezimiert werden.
|Danksagung...|
An dieser Stelle möchte das Team von Waterkeep sich bei Herrn Zollinger von ganzem Herzen bedanken für die viele Informationen und das gute Bildmaterial zu diesem Thema.
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Ihr Team von Waterkeep