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Das deutsche manager magazin berichtet, die VW-Chefetage sei interessiert an einer teilweisen oder kompletten Übernahme des Fiat/Chrysler-Konzerns. So sehr ich die Marken der Italiener mag, es kann nur eines wirklich von Interesse sein: Der Zugang zum grossen Markt USA, wo VW seit längerer Zeit Mühe bekundet, so richtig in Fahrt zu kommen. Über eine Übernahme von Chrysler wäre man auf einen Schlag sehr nahe bei den Kunden und hätte auch gleich ein Portfolio, das der US-Bevölkerung gefällt.
Bleibt die Frage, was mit Fiat, Alfa Romeo, Lancia, Maserati und Ferrari passieren würde. Maserati arbeitet auf Hochtouren an einer offensiven Strategie, um von der reinen Luxus- zur Premiummarke zu werden. Lancia ist praktisch tot(-gespart worden). Alfa Romeo würde erst mit dem Heckantriebsmodell Giulia wieder interessant, das wahrscheinlich auf einer abgespeckten Maserati-Plattform aufbauen darf. Fiat konzentriert sich auf Derivate der beiden Erfolgsmodelle Panda und 500. Wie es dort mit der Marge ausschaut, ist für mich schwierig zu beurteilen, aber normalerweise ist mit kleineren Modellen auch weniger zu verdienen. Neuentwicklungen sehe ich bei Fiat momentan keine.
Natürlich handelt es sich vorderhand um Gerüchte. Trotzdem wird es sehr spannend sein, was in den nächsten Wochen und Monaten in dieser Sache passiert.