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Testplanung Sous le Bourg, Châtel St.Denis, 2012
Verdichtung zwischen dem historischen Zentrum von Châtel St. Denis und der Veveyse als prägendes Fliessgewässer, Einbindung des Fliessgewässers als wichtiges stadträumliches Element für das Quartier und die Gemeinde, Umfassende Planung und Abstimmung zwischen Urbanität und Ökologie/Hydrologie, Verdichtung Gewerbegebiet, Transformation einer Gewerbezone in einem kleinstädtischen Mischquartier, Einbettung Kantonsstrasse in Quartierstruktur
Van de Wetering Atelier für Städtebau GmbH (Federführung; Städtebau), mrs partner AG (Verkehrsplanung)
Gemeinde Châtel St.Denis
Châtel St.Denis liegt im Kanton Freiburg und hat ca. 6000 Einwohner. Die Topographie und Geologie der Gemeinde ist speziell: das Dorf liegt auf einer Hochebene am Fusse der Freiburger Alpen. Ausserdem befindet es sich auf der Wasserscheide der Einzugsgebiete von Rhône und Rhein. Die Veveyse als prägendes Fliessgewässer begrenzt die Gemeinde nach Südosten und «knickt» bei Châtel St.Denis nach Osten ab. Während die Veveyse sonst in einem engen Tal verläuft, wird die Topographie auf Höhe der Gemeinde flacher. Charakteristisch für Châtel St.Denis ist deshalb das Plateau, auf dem der alte Dorfkern liegt mit dem leicht tiefer gelegenen Umland.
Die Gemeinde verfügt über zwei städtebauliche Entwicklungsschwerpunkte. Dies ist zum Einen das Bahnhofsareal westlich des Zentrums sowie zum Anderen das Quartier «Sous-le-Bourg», östlich des Zentrums auf Niveau des Fliessgewässers mit direktem Anstoss an die Veveyse gelegen. Das Gesamtkonzept des neuen Quartiers «Sous le Bourg» orientiert sich hinsichtlich Bebauung und Erschliessung am historischen Verlauf des Fliessgewässers. Die Veveyse spielt als Stadt- und Erholungsraum eine tragende Rolle: quartierseitig am Prallhang der Veveyse entsteht eine Promenade, die zu einem wichtigen Stadtraum der Gemeinde und gemeinsam mit dem Gewässerraum zu einem wichtigen Identitätsträger wird. Der Uferbereich wird hier urban befestigt und mit Sitzstufen zugänglich gestaltet. Auf der südöstlichen Uferseite, wo auch die Kantonsstrasse verläuft, wird das Ufer flach und naturnah gestaltet. Der Projektvorschlag vermittelt somit geschickt zwischen vielfältigen Ansprüchen von Naturnähe und Urbanität unter Einbezug des Hochwasserschutzes.