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Am 2. Mai trat der Writers Guild of America (WGA) in Streik. Am 14. Juli folgte der Screen Actors Guild (SAG-Aftra). Was bedeutet dies für Fernsehen, Film und Hollywood?
Das Jahr ist 2007. Nach langen Diskussionen zwischen den grossen Filmstudios in Hollywood und der WGA kamen die Parteien zu keiner Einigkeit. Es wurde zum «Writers Strike» aufgerufen. Mit sofortiger Wirkung hören Drehbuchautor*innen in ganz Hollywood, in Film und Fernsehen, auf, ihre Arbeit zu leisten. Den Bundesstaat Kalifornien kosteten die 100 Tage Streik über zwei Milliarden Dollars seiner Einnahmen vom Filmgeschäft. Serien endeten ihre Staffeln frühzeitig, Filme gingen ohne fertiggestelltes Drehbuch in Produktion und Talk Shows konnten nicht mehr produziert werden. Allgemein sank die Qualität von Hollywoodproduktionen spürbar. Bekanntes Beispiel ist der James Bond Film Quantum of Solace, der von Kritikern und Publikum wegen des nichtfertig wirkenden Scripts kritisiert wurde. Die Folgen des «Writers Strike» von 2007 hatten in Hollywood noch lange nach Ende des Streiks Auswirkungen. Am 2. Mai 2023 hat die WGA nun erneut zum Streik aufgerufen. Noch bevor der diesjährige Streik der WGA die 100 Tage des letzten Streiks erreichte, schlossen sich die Schauspielerinnen und Schauspieler dem Streik an. Die Zukunft Hollywoods wird von Streikmärschen neu geformt.
Die Hollywood Gewerkschaften
Wie in zahlreichen anderen Berufsfeldern gibt es auch in Hollywood Gewerkschaften. Die WGA und die SAG-Aftra gehören zu zwei der bekanntesten. Doch trotzdem sagt der Writers Guild of America (WGA) wohl den Wenigsten etwas. Einfach gesagt ist die WGA die Gewerkschaft aller Drehbuchautor*innen und Schreiber*innen, die in einer Art und Weise in Hollywood tätig sind. Weiter gibt es auch den Screen Actors Guild of America (SAG-Aftra) für Schauspieler*innen oder den Directors Guild of America (DGA) für Regisseur*innen. Diese Gewerkschaften sind dazu da, für die Rechte und die Arbeit ihrer Mitglieder einzustehen.
Die WGA in den USA ist aufgeteilt in zwei Zuständigkeitsorgane, den Writers Guild of America West und den Writers Guild of America East. Diese haben ihre Hauptsitze in Los Angeles, respektive New York. Verhandlungen und Streikaktionen werden gemeinsam vollzogen, die geografische Aufteilung ist mehrheitlich eine politische und administrative Lösung. Die WGA setzt sich auf nationaler und lokaler Ebene für die Rechte und Arbeitsverhältnisse seiner Mitglieder ein. Daher kann es, wie auch bei anderen Gewerkschaften, dazu kommen, dass die WGA stellvertretend für alle ihre Mitglieder Verhandlungen rund um bessere Arbeitsverhältnisse übernimmt. So kam es zu einem langen Austausch zwischen der WGA und den grossen Hollywoodstudios und Streamingdiensten. Da sich die Parteien über die Forderungen nicht einig wurden, sprach die WGA am 2. Mai dieses Jahres einen Streik aus.
Die Forderungen der WGA
«We have not reached an agreement with the studios and streamers. We will be on strike after the contract expires at midnight», verkündete die WGA am 2. Mai an seine Mitglieder. Nach sechs Wochen Verhandlungen mit Studios und Streamingdiensten, vertreten durch die Alliance of Motion Picture and Television Producers (AMPTP), haben diese die Forderungen der WGA nicht akzeptiert. Die WGA sah sich gezwungen, das letzte ihnen zur Verfügung stehende Mittel einzusetzen : der Streik. Doch was waren ihre Forderungen? Das Dokument der WGA mit den detaillierten Forderungen und die Antworten der AMPTP darauf sind am Ende dieses Artikels zu finden.
Streaming und Lohn
Ein grosser Teil der Forderungen dreht sich um faire Löhne. Dies vor allem da die Verbreitung von Streaming die Lage verkomplizierte. Dabei geht es hauptsächlich um den Lohn, den Drehbuchautor*innen für Wiederausstrahlungen ihrer Arbeit erhalten haben, die sogenannten Residuals. Hat eine Autor*in beispielsweise Episoden einer TV-Serie geschrieben, so wird sie für diese Arbeit mehrmals bezahlt. Das erste Mal bei der Erstausstrahlung dieser Episoden. Ausserdem erhält die Person für jede Wiederholung im TV erneut Lohn, so dass ihre Arbeit wieder gezeigt werden darf. Diese Lizenzgebührenzahlungen hat das Streaming verkompliziert. Wenn eine TV-Show, welche zuerst im traditionellen Fernsehen gezeigt wurde, auf Netflix oder anderen Streamingdiensten hochgeladen wird, verlieren die Drehbuchautor*innen diesen Lohn für Wiederausstrahlungen. Ein weiteres Problem stellen die Streamingshows selbst dar. Wichtig zu wissen hierbei ist, dass, wenn eine Person eine Streamingshow schreibt, egal wie oft diese wieder angesehen wird und daher dem Streamingdienst mehr Umsatz generiert, die Autor*innen für ihre Arbeit keine weitere Bezahlung erhalten. Hinzu kommt, dass der Lohn von Drehbuchautor*innen allgemein sank, vor allem im Bereich Fernsehen. Dies liegt daran, dass einerseits Staffeln sehr viel kürzer sind. Eine durchschnittliche TV-Show hat heute acht bis zehn Folgen und nicht mehr 22 wie noch vor zehn Jahren. Dies bedeutet weniger Arbeit und daher weniger Lohn für die Autor*innen. Zweitens ist die Zeit zwischen den Ausstrahlungen einzelner Staffeln sehr viel länger als noch früher was auch weniger Arbeit und Bezahlung bedeutet.
Drehbuchautor*innen von Filmen haben eigene Probleme, was ihren Lohn betrifft. Ein bedeutender Punkt hier ist, dass der durchschnittliche Lohn für eine*n Drehbuchautor*in seit 2018 nicht mehr gestiegen ist. Inflationsbereinigt verdient ein*e Drehbuchautor*in heute 14% weniger als vor einigen Jahren und die Tendenz zeigt: Der Lohn könnte noch mehr sinken. Dazu kommt, dass Drehbuchautor*innen häufig dazu aufgefordert werden, unbezahlte Umschreibarbeit zu leisten. Und erscheint ein Film auf einem Streamingdienst, wird der Lohn nach der Movie of the Week Rate berechnet und ist damit signifikant tiefer als für die Filme, die im Kino gezeigt werden.
Kurz gesagt: Die Forderungen der WGA wollen neue Lohnregelungen im Zeitalter von Streaming, so dass die Mitglieder der WGA von ihrer Arbeit leben können. Die AMPTP hat auf einige dieser Forderungen mit Gegenvorschlägen reagiert, andere hat sie ganz abgelehnt.
Jobsicherheit
Der zweite Punkt der Forderungen dreht sich um die Jobsicherheit von WGA-Mitgliedern. Diese Forderung geht Hand in Hand mit den Lohnforderungen. Eine Praxis, der die Forderungen der WGA entgegenwirken wollen, ist die des Mini Room. Diese hat sich in den letzten Jahren verbreitet. Mini Room bedeutet, dass weniger Drehbuchautor*innen angestellt werden, um eine TV-Show zu schreiben. So war es vor einigen Jahren noch üblich, dass ein Writers Room aus etwa sieben bis acht Leuten bestand. Heute umfassen sie nur noch zwei bis drei Leute. Dies macht den Berufsmarkt sehr klein. Weiter werden Drehbuchautor*innen in diesen Mini Rooms mit weniger Lohn bezahlt. Die WGA fordert deshalb, dass es ein Minimum an Drehbuchautor*innen für TV-Shows geben soll. Sie fordern, dass für eine Staffel mit bis zu 6 Episoden eine*n Drehbuchautor*in pro Episode angestellt wird. Für jede zweite Episode mehr sollte ein*e Autor*in extra angestellt werden, bis es maximal 12 Leute sind. Ausserdem wurden auch Forderungen gestellt, dass die Anstellungszeit auf ein Minimum von zehn aufeinanderfolgende Wochen gelegt wird.
Mini Rooms haben ausserdem die Folge, dass viele dieser Drehbuchautor*innen nicht mehr die Möglichkeit haben, sich als Produzent*innen an den Produktionen zu beschäftigen. Dies sind Stellen, die laut WGA wichtig sind, um Erfahrungen zu sammeln und neue Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten zu erlangen. Die Drehbuchautor*innen werden also (durch die Mini Rooms) zu einer der am einfachsten austauschbaren Arbeitskräfte im Filmgeschäft, und erhalten keine Möglichkeiten, bei Produktionen weitere Erfahrungen zu sammeln. Diese Forderungen wurden von der AMPTP ohne Gegenvorschläge abgelehnt.
Künstliche Intelligenz (engl.: Artificial Intelligence oder AI)
Der wohl prägnanteste Punkt in den Forderungen des WGA ist der Verzicht auf AI beim erschaffen von Drehbüchern. Der WGA hat dies klar formuliert: «AI can’t write or rewrite literary material; can’t be used as source material; and MBA-covered (MBA: Minimum Basic Agreement) material can’t be used to train AI.» Hier geht es darum, die Arbeit von Drehbuchautor*innen zu schützen. Künstliche Intelligenz hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Vor allem die Möglichkeiten, mit AI-Diensten Kunst zu kreieren, seien das Gemälde oder Fotos, wurden sehr beliebt. Auch literarische Werke können von AI-Diensten im Internet generiert werden. Dies mag für uns lustig und unterhaltsam sein, für die WGA und ihre Mitglieder ist es aber eine klare Bedrohung für den Lebensunterhalt. Es wird befürchtet, dass AI-Dienste dafür genutzt werden, Ideen oder ganze Drehbücher zu kreieren und dass Drehbuchautor*innen nur noch für Revisionen angestellt werden. Dies würde den Lohn von Drehbuchautor*innen noch drastischer senken. Die Autor*innen könnten ihre eigenen Ideen nicht mehr an die Studios verkaufen und wären nur noch dafür zuständig, die von AI generierten Ideen zu adaptieren.
Weiter fordert die WGA, Drehbücher nicht zum Trainieren von AI-Diensten zu verwenden. Dies spricht ein Problem an, auf welches schon viele Künstler*innen aufmerksam gemacht haben. Viele Kunstwerke werden in AI-Dienste eingelesen, damit die AI davon lernen kann. Dies geschieht jedoch oftmals ohne die Zustimmung der Künstler*innen. Die WGA will garantieren, dass dies nicht auch mit Drehbüchern ihrer Mitglieder geschieht.
AI für kreative Arbeit zu gebrauchen ist vor allem reizend, da es viel Geld sparen kann. Die Forderung, auf AI zu verzichten, wurde von der AMPTP aber abgelehnt. Sie schlägt stattdessen vor, jährlich die Entwicklungen in der Technologie zu besprechen. Nach Einschätzung der WGA und anderen Hollywood-Gewerkschaften wirkt es so, als ob die Studios nicht auf die billige Alternative AI verzichten wollen. Die (nach wie vor bestehende) Differenz zwischen der Arbeit der natürlichen Menschen mit wahrhaftigen Emotionen, Erfahrungen und kreativen Impulse und der Arbeit eines Roboters spricht der AMPTP nicht an. Das finanzielle Argument scheint zu überwiegen.
Streikbeitritt von SAG-Aftra
Seit dem 2. Mai streiken die WGA-Mitglieder. Was genau bedeutet das für Fernsehen, Film und Hollywood?
Kurz und knapp: Es wird an keinen Drehbüchern gearbeitet, keine Drehbuchautor*innen sind an den Sets anwesend und für keine fertigen Filme oder Serien darf von WGA-Mitgliedern Werbung gemacht werden. Andere Gewerkschaften waren seit Streikbeginn solidarisch mit der WGA. Die prominentesten darunter sind der Screen Actors Guild of America (SAG-Aftra) und der Directors Guild of America (DGA). Die Verträge zwischen der AMPTP und diesen beiden Gewerkschaften liefen beide Ende Juni aus. Sie waren also zeitgleich mit der WGA an eigenen Verhandlungen beteiligt. Die DGA konnte noch bevor ihr Vertrag auslief, einen neuen mit der AMPTP schliessen. Dies stiess von Seiten der WGA auf Kritik, da viele Punkte in diesem neuen Vertrag auch Punkte waren, welche die WGA von der AMPTP verlangte, bei ihren Verhandlungen jedoch von der AMPTP abgelehnt wurden, beispielweise der Verzicht auf AI.
Die Verhandlungen von SAG-Aftra mit der AMPTP waren nicht so einfach. Nachdem der Vertag Ende Juni auslief, verlängerte die AMPTP die Verhandlungszeit. Dies wurde als Zeichen angesehen, dass die Verhandlungen vorwärts gehen und bald eine Einigkeit zu Stande kommen könnte. Das war jedoch nicht der Fall. Am 14. Juli verkündete die Führung von SAG-Aftra unter Präsidentin Fran Dresher (bekannt aus der Serie Die Nanny), dass SAG-Aftra keinen neuen Vertag hat und sie deshalb zusammen mit der WGA streiken werden. Die Forderungen von SAG-Aftra sind denen der WGA sehr ähnlich. Sie drehen sich um Residuals und allgemeine Lohnverbesserungen. Auch AI ist ein grosser Punkt. Diesbezüglich schockierten in den Verhandlungen die Vorschläge der AMPTP die Gewerkschaften. Die AMPTP machte den Vorschlag, dass AI dazu genutzt werden soll, die Gesichter von Hintergrunddarstellern zu registrieren und zu speichern, damit die Studios diese für immer verwenden können. Die Schauspieler*innen würden dafür mit einem Lohn zwischen 300-500 Dollar für einen Tag Arbeit bezahlt und erhalten später keine finanzielle Entlöhnung mehr, egal wie oft ihr registriertes Gesicht verwendet wird. Dieser Vorschlag brachte in den Rängen der SAG-Aftra grosse Wut auf und erntete der AMPTP Spott und Empörung, auch ausserhalb der Hollywood- Gewerkschaften. Die genauen Forderungen und Antworten der Verhandlungen von SAG-Aftra und der AMPTP finden sich am Ende dieses Artikels.
SAG-Aftra schloss sich dem Streik etwa zwei Monate nach dem Streikbeginn der WGA an. Eine solche gemeinsame Bewegung der zwei Gewerkschaften gab es seit den 1980er Jahren nicht mehr.
Picketline statt Hollywood-Set
Hollywood steht momentan praktisch still. Schauspieler*innen und Drehbuchautor*innen findet man nicht in den Studios, sondern auf der Strasse vor den Studios. In sogenannten Picketlines streiken sie vor den Eingängen zu den Studios und verhindern so, dass in den Studios trotz Streik gearbeitet werden kann. Wer dies trotzdem tut, wird als Scab bezeichnet. Dabei handelt es sich um Leute, die trotz Streik arbeiten oder die als Nicht-Mitglieder der WGA oder SAG-Aftra die Arbeit, die normalerweise von den Mitgliedern der beiden Gewerkschaften erledigt wird, übernehmen. Einem Mitglied der WGA oder SAG-Aftra, welches sich als Scab preisgibt, droht der Ausschluss aus der Gewerkschaft. Nicht-Mitgliedern wird der zukünftige Beitritt in die Gewerkschaft verweigert. Beide, die WGA und SAG-Aftra, haben ihren Mitgliedern ähnliche Richtlinien für den Streik gegeben. So sollen sie nicht an Drehbüchern arbeiten, Schauspielarbeit leisten oder Werbung für Projekte der Struck Studios (Studios gegen die gestreikt wird) machen. So kommt es, dass seit Juli keine grossen Premieren für neue Filme oder TV-Serien stattgefunden haben. Die WGA und SAG-Aftra haben zudem Nicht-Mitglieder, vor allem Influencer*innen, dazu aufgerufen, nicht über Produktionen von Struck Studios zu berichten oder auf den sozialen Medien zu posten. Zum Boykott von Filmen, TV-Shows oder Streamingdiensten wurde noch nicht gebeten. Die einzigen Filme, für welche Premieren und Interviews möglich sind, sind solche mit einem Übergangsabkommen. Diese Produktionen verpflichteten sich gegenüber der WGA und SAG-Aftra, alle ihre Forderungen umzusetzen. Bezeichnend ist, dass es sich dabei um Produktionen von Indie-Studios wie A24 oder Neon handelt, die über weniger finanzielle Ressourcen wie die Mitglieder der AMPTP verfügen, es aber trotzdem schaffen, den Forderungen gerecht zu werden.
Strike Jargon
WGA: Writers Guild of America
SAG-Aftra: Screen Actors Guild of America
AMPTP: Alliance of Motion Picture and Television Producers, dort dabei sind Unternehmen wie Disney, Warner Brothers, Netflix, Amazon und Apple.
MBA: Minimum Basic Agreement, Standard der von Produktionen eingehalten werden muss
Picketline: Die physische Linie von Streikenden, welche nicht durchbrochen/überquert werden sollte
Struck Studios/Work: Studios/Produktionen gegen die gestreikt wird
Scab: Leute, die trotz Streik arbeiten oder die nicht Teil der Gewerkschaft sind und Gewerkschaftsarbeit übernehmen
Seit fünf Monaten sind die Drehbuchautor*innen in Hollywood im Streik. Die Schauspieler*innen befinden sich in ihrem zweiten Streikmonat. Bis jetzt haben Zuschauer*innen ausserhalb der USA noch nicht viel davon bemerkt, da die bis jetzt amerikanische Talk Shows die am stärksten betroffenen Sendungen waren. Die Auswirkungen des Streiks auf international ausgestrahlte TV-Shows oder Filme werden jedoch langsam spürbar. Vor allem in den kommenden Monaten werden diese offensichtlich werden, da viele der grössten Blockbuster des Herbstes, wie Dune Part 2, um mehrere Monate verschoben wurden. Dies wohl, damit wieder die Möglichkeit besteht, dass die Stars dieser Filme dafür Werbung machen können.
Nachdem Monate lang keine Annäherungsversuche der AMPTP gestartet wurden, kam am 23. September plötzlich die Wendung. Die WGA und die AMPTP trafen sich wieder für Verhandlungen. Am 24. September folgte dann die freudige Nachricht: Es wurde eine Einigung gefunden. Einen konkreten Vertrag gibt es noch nicht. Ausserdem muss dieser zuerst von der Mitgliedschaft der WGA angenommen werden, bevor alles wieder läuft wie vor dem Streik. Doch die Leitung der WGA hat Streikaktionen wieder abgesagt. Einzig wurde weiterhin dazu aufgerufen den Streik von SAG-Aftra zu unterstützen. Die Schauspieler*innen warten auch nicht mehr lange auf neue Verhandlungen. Für den 2.Oktober haben die Führung von SAG-Aftra und der AMPTP Verhandlungen angesetzt. Die Streikenden der WGA und SAG-Aftra blieben für über 140 Tage standhaft und geben den weiteren Kampf für faire Arbeitsbedingungen auch mit einem Ende des Streiks in Sicht nicht auf.
Jetzt lässt sich nur abwarten, wann in Drehbüchern wieder Geschichten geschrieben werden und Schauspieler*innen diese in Filmen zum Leben erwecken.
Text Franziska Schwarz
Illustration Anna Salvisberg
Fotos WGA & SAG-Aftra
Die detaillierten Forderungen der WGA:
Die detaillierten Forderungen von SAG-Aftra: