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Sind Sie von Morbus Bechterew betroffen? Dann sollten Sie wissen, dass Sie nicht automatisch ein erhöhtes COVID-19 Erkrankungs- oder Komplikationsrisiko haben. Wenn Sie bestimmte Kriterien erfüllen, zählen Sie zur Risikogruppe.
Kriterien für ein erhöhtes COVID-19-Erkrankungs- oder Komplikationsrisiko
- Alter >65 Jahre
- Einnahme von Immunsuppressiva (insbesondere TNF-Hemmer und Interleukin-17-Hemmer)
- Bluthochdruck
- Diabetes mellitus Typ 2
- chronische Atemwegserkrankungen: Emphysem, COPD, Lungenfibrose und Asthma, das unter Therapie mit Inhalativa in mittlerer Dosierung in Ruhe und Belastung nicht symptomfrei ist
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Krebs.
Video: Vorsichtsmassnahmen bei Morbus Bechterew und COVID-19
Das Coronavirus, jede neue Virusvariante und die schwankenden, teilweise hohen Ansteckungszahlen führen bei vielen Menschen zu Beunruhigung - bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem oder Vorerkrankungen besonders. Die Schweizerische Vereinigung Morbus Bechterew hat die häufigsten Fragen von Morbus Bechterew-Betroffenen unter Einbezug von Experten im folgenden Erklärvideo beantwortet.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) veröffentlicht regelmässig aktuelle Informationen zur Situation in der Schweiz. Auf der Website des BAG finden Sie auch weitere Informationen für besonders gefährdete Personen.
Der Name «Morbus Bechterew»
In der Medizin ist es üblich, Erkrankungen nach ihrem Erstbeschreiber zu benennen. So wurde auch die durch eine Autoimmunerkrankung vermittelte Entzündung der Wirbelsäule nach dem russischen Neurologen und Psychiater Wladimir Bechterew als Morbus (lateinisch: «Krankheit») Bechterew benannt. Die medizinisch-wissenschaftliche Bezeichnung lautet heute jedoch «ankylosierende Spondylitis» bzw. «Spondylitis ankylosans» (verbiegende/versteifende) Wirbelentzündung.
- in der Schweiz rund 80'000 Menschen von Morbus Bechterew betroffen sind?
- die Krankheit meist zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr ausbricht?
- nur ein Bruchteil der Betroffenen diagnostiziert ist, da es von den ersten Symptomen bis zur Diagnosestellung im Durchschnitt rund 6 Jahre dauert?