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In den kommenden Tagen unterzeichnen 147 Staaten in Japan ein Quecksilber-Übereinkommen, die sogenannte Minamata-Konvention, wie OceanCare in ihrer Medienmitteilung von heute schreibt. Die Konvention der UNEP verpflichtet die Regierungen Quecksilber-Emissionen drastisch zu verringern und Schutzvorkehrungen für ihre Bevölkerung zu treffen.
Vor allem in Japan, Grönland, den Färöer Inseln und Island wird Wal- und Delphinfleisch als Nahrungsmittel verkauft, in Japan sogar in Schulkantinen serviert. „Delphine und Wale stehen am Ende einer komplexen Nahrungskette. In dem Mass, in dem die Weltmeere zunehmend verschmutzen, lagern die Meeressäuger auch Umweltgifte wie Quecksilber oder toxische Chlorverbindungen ein“, erläutert Lüber.
Japanische Forscher wiesen in Delphinfleisch aus lokalen Supermärkten Quecksilberkonzentrationen bis zu 5.000fach höher, als die japanischen Grenzwerte zulassen. Die auf den dänischen Färöer Inseln gefangenen Grindwale gelten als am stärksten belastete Meeressäuger weltweit. Dennoch wurden dort allein in diesem Jahr etwa 900 Grindwale und 430 Weissseiten-Delphine getötet und Fleisch und Speck an die Bewohner verteilt.
Neue Website informiert über Giftstoffe in Meeressäugern
Die eben veröffentlichte Datenbank „Toxic Menu“ zeigt die Ergebnisse aus drei Jahrzehnten Forschung zur Belastung von Meeressäugern und die daraus resultierenden Risiken: „Die wissenschaftlichen Beweise für die Gesundheitsgefahren sind erdrückend: Der Konsum von Wal- und Delphinfleisch kann Parkinson-Krankheit, Immunschwäche, neurologische Entwicklungsstörungen und Herzerkrankungen verursachen“, so Altherr. Die Online-Datenbank ist Teil eines langjährigen Gemeinschaftsprojekts von OceanCare (Schweiz) und Pro Wildlife (Deutschland). Die Datenbank richtet sich an Politiker, Behörden und Ärzte, aber auch an eine breite Öffentlichkeit.
Datenbank „Toxic Menu“ (auf Englisch)