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Entstehung von Blasen
Die Ursache für die entstehung von Blasen ist der Druckunterschied (Gradient) zwischen Gewebe und Atemgas. Laut dem Gesetzt von Henry ist die in Flüssigkeit gelöste Menge eines Gases ist proportional zu seinem Partialdruck an der Flüssigkeitsoberfläche.
Diese Gasmenge wird vergrössert durch:
- Partialdruck des Gases
- Dauer der Einwirkung
- Löslichkeit des Gases in Flüssigkeit
- Abnehmende Temperatur
- Oberflächengrösse
Microbubbles
Blasen sind normalerweise grösser als 150µm, sind sie kleiner als 40µm spricht man von Microbubbles. Diese entstehen vor allem gegen Ende des Tauchgangs bis ca. 4h danach. Ein starkes Aufkommen wurde ca. 30 Minuten nach dem Tauchgang beobachtet. Wiederholungstauchgänge sollten deshalb frühestens nach 3h Oberflächenpause erfolgen. Da sie sonst mit erneuter Sättigung zu grösseren Blasen heranwachsen können.
Zur Minderung von Blasen wird empfohlen speziell nach Tiefen und anspruchsvollen Tauchgängen noch 10 bis 15 Minuten im Wasser zu verweilen.
Komparitmente
Die unterschiedlichen Gewebe des menschlichen Körpers wurden in mehrere Komparitmente unterteilt, welche die mathematische Nachbildung der Kompression, Isokompression und Dekompression zusammen mit oben genanntem Zusammenhang erlauben. Diese Modelle dienen als Grundlage für die Rechenmodelle in Tauchcomputern. Dies sind jedoch immer nur mathematische Modelle und können niemals sämtliche Faktoren (Hydration, Schlafmangel, Psyche,...) des Tauchers wiederspiegeln.
Als Basis für die Einteilung der Kompartimente diente die Blutmenge pro Kilogramm und Minute je Gewebe.
- Schnelle - 4 bis 40 Minuten Halbwertszeit (Bühlmann ab 2.56 Minuten); Nieren, Leber, ZNS
- Mittlere - 40 bis 150 Minuten Halbwertszeit; Haut, Muskeln
- Langsame - 305 bis 500 Minuten (Bühlmann bis 635 Minuten); Gelenke, Fett, Knochen
Nach 6 Halbwertszeiten gilt ein Gewebe als voll gesättigt.
Helium im Atemgas
Die Löslichkeit von Stickstoff ist ca. 4 – 5-mal grösser als Helium. Entsprechend mehr Stickstoff ist im Körper gelöst. Dagegen ist die Diffusionsgeschwindigkeit von Helium ca. 2.65-mal höher als die von Stickstoff. Entsprechend sind die Halbwertszeiten pro Gewebe ca. 2.65-mal tiefer.