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USA: Obama fördert verstärkt Kernenergie
Anlässlich des Nuklearenergiegipfels im Weissen Haus vom 6. November 2015 hat die amerikanische Regierung den «Gateway for Accelerated Innovation in Nuclear» (Gain) ins Leben gerufen. Damit schafft sie für die nukleare Gemeinschaft in den USA eine koordinierte Anlaufstelle. Fachkräfte, Einrichtungen, Materialien und Daten, die das Department of Energy (DOE) zusammen mit nationalen Laboratorien zur Verfügung stellt, sollen so besser vernetzt werden. Dank Gain soll die Kernenergieindustrie besseren Zugang zu technischer, regulatorischer und finanzieller Unterstützung erhalten, um so neue und fortgeschrittene nukleare Reaktorkonzepte einfacher zu kommerzialisieren. Gleichzeitig soll mit Gain auch der sichere, zuverlässige und wirtschaftliche Betrieb der heutigen Kernkraftwerke gewährleistet bleiben.
Gemäss dem Weissen Haus legt Präsident Barack Obama Wert darauf, jede geeignete Technologie zur Bekämpfung des Klimawandels einzusetzen. Die Kernenergie machte 2014 rund 60% der CO2-armen Stromproduktion der USA aus. In Obamas Augen spielt sie weiterhin eine grosse Rolle bei der Reduktion des CO2-Ausstosses im Stromsektor. Entsprechend sind die kontinuierliche Weiterentwicklung neuer und fortgeschrittener Nukleartechnologien parallel zur Unterstützung der in Betrieb stehenden Kernenergieanlagen ein wichtiger Teil von Obamas «Clean Energy Strategy». Das Budget des Präsidenten für das Fiskaljahr 2016 sieht mehr als USD 900 Mio. (CHF 900 Mio.) für das DOE vor, um damit zuhanden der zivilen amerikanischen Kernenergieindustrie die nationale nukleare Forschung und Entwicklung sowie Demonstrationsanstrengungen zu unterstützen. Genannt werden namentlich die Elektrizitätsproduktion, hybride Energiesysteme und Sicherheitstechnologien. Das Weisse Haus betonte in einer Stellungnahme, die DOE-Investitionen in die Kernenergie dienten auch dazu, drei strategische Pfeiler abzusichern, die für die nationale Energiestrategie grundlegend seien: Energiesicherheit, wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit und ökologische Verantwortung.