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Verhütung
Nachfolgend werden die gebräuchlichsten Verhütungsmittel vorgestellt. Über ihre Anwendung kannst du dich in Apotheken, beim Hausarzt oder bei einem Spezialarzt, bei einer Hebamme oder auf Familienplanungsstellen, welche meist in grösseren Spitälern zu finden sind, informieren. Vielleicht wissen auch deine Eltern, Freunde bzw. Freundinnen oder andere dir nahe stehende Menschen Bescheid darüber. Alle aufgeführten Verhütungsmittel und -methoden dienen der Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft. Ihre Wirkmechanismen sind unterschiedlich und auch die Zuverlässigkeit ist von Produkt zu Produkt bzw. von Methode zu Methode anders. Ausser dem Kondom und dem Femidom, schützen die vorgestellten Verhütungsmittel nicht vor einer Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten. Mehr zu Aids und sexuell übertragbaren Infektionen findest du unter «Aids und andere sexuell übertragbare Infektionen».
Die Sicherheit eines Verhütungsmittels wird durch den so genannten Pearl-Index angegeben. Dieser wird durch ein vom Genetiker und Biologen Raymond Pearl 1932 entwickeltes Berechnungsverfahren ermittelt. Der Pearl-Index gibt die Zahl der ungewollt entstehenden Schwangerschaften bei der regelmässigen Anwendung einer bestimmten Verhütungsmethode durch 100 sexuell aktive Frauen im gebärfähigen Alter während eines Jahres an. Je niedriger der Pearl-Index, desto zuverlässiger ist eine Verhütungsmethode. Sichere Methoden haben einen Pearl-Index, der kleiner ist als 1. Als relativ sicher gelten Methoden mit einem Index von 1–5, Methoden mit einer mittleren Zuverlässigkeit liegen im Bereich von 5–10 und Methoden mit einem Pearl-Index grösser als 10 gelten als unzuverlässig. Der Pearl-Index bei einem ungeschützten Geschlechtsverkehr liegt bei 60–80, d.h. von hundert Frauen werden im Zeitraum von einem Jahr 60 bis 80 schwanger. Zu beachten ist, dass ein Verhütungsmittel zwar im Prinzip sicher sein kann, dass aber der Pearl-Index durch Fehler, welche bei der Anwendung gemacht werden, erhöht wird. Dies erklärt zum Beispiel, wieso der Wert bei der Pille nicht 0 ist, sondern zwischen 0,1 und 2 liegt. Verhütungsmittel können also nur sicher sein, wenn sie auch sorgfältig und den Richtlinien des Herstellers entsprechend angewendet werden.