Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03378.jsonl.gz/1330

Wenn die Flüchtlingskrise das Gesundheitssystem erschüttert
Auch Kamerun hat eine Flüchtlingskrise. Seit zehn Jahren strömen Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik nach Kamerun. Die meisten von ihnen sind Viehzüchter, die zur ethnischen Gruppe der Bororo gehören.
Bis Ende 2012 liessen sich rund 87 000 Bororo in der Nähe bestehender Siedlungen nieder. Seitdem anfangs 2013 in der zentralafrikanischen Republik neue Kriege entflammten, hat sich die Anzahl dieser Flüchtlinge vervierfacht.
Die Flüchtlinge, die seit 2013 kamen, wurden in Flüchtlingslagern des UNHCR untergebracht. FAIRMED-Projektleiter Basiru Isa Manjo ist selber ein Bororo. Daher kann er sich gut in deren prekären Lage in den Flüchtlingscamps hineinversetzen und sich für ihre Bedürfnisse aus der Sicht eines Insiders einsetzen.
FAIRMED arbeitet seit 2009 gemeinsam mit dem UNHCR an der Integration der Bororo-Flüchtlinge in das Gesundheitssystem. Seit 2013 helfen die Flüchtlinge selber mit, das Gesundheitssystem in den Lagern auf- und auszubauen. Zu Beginn der Zusammenarbeit mit dem UNHCR arbeitete FAIRMED in einem einzigen Gesundheitsdistrikt. Aktuell arbeiten wir in acht Gesundheitsdistrikten für insgesamt 741 000 Nutzniesser, von denen 180 000 Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik sind. FAIRMED investiert 400 000 Franken pro Jahr in das Flüchtlingsprojekt in Kamerun.