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Die Schweizer Pianistin Simone Keller absolvierte ihre Ausbildung in der Konzertklasse von Hans-Jürg Strub und der Liedklasse von Daniel Fueter und Hans Adolfsen an der Zürcher Hochschule der Künste.
Daneben nahm sie Orgel- und Hammerflügelunterricht und besuchte Meisterkurse bei Andrzej Jasinski, Siegfried Mauser, Karl Engel und Hartmut Höll. Sie erhielt verschiedene Preise, Auszeichnungen und Stipendien wie zum Beispiel den 1. Preis beim Landolt-Wettbewerb für Klavier, den 2. Preis beim Hans-Ninck-Wettbewerb für Klavier oder den EMCY-Kammermusikpreis für Liedbegleitung beim Europäischen Klassik-Festival Ruhr.
Simone Keller übt als Solistin und Kammermusikerin in unterschiedlichsten Formationen und Stilrichtungen eine rege Konzerttätigkeit in der Schweiz und vielen anderen Ländern aus. In den letzten Jahren war sie unter anderem bei der New Music Week in Shanghai, im Roulette und Symphony Space in New York, Constellation in Chicago, bei Opensound in Boston, mit Sonic Arts Exchange in Seoul, Hong Kong und Macau, in der Fondation Suisse in Paris, bei den Tagen für Neue Musik in Bukarest, in der Kölner Philharmonie, dem Wiener Konzerthaus, bei den Weimarer Frühjahrstagen oder dem Imatronic-Festival für Elektronische Musik im ZKM Karlsruhe zu Gast oder in der Schweiz in der Zürcher Tonhalle, im KKL Luzern, in der Dampfzentrale Bern, in der Gare du Nord Basel, bei den Schlosskonzerten in Thun, dem Davos Festival oder dem Klavierissimo in Wetzikon.
Seit 2007 spielt Simone Keller im ENSEMBLE TZARA (www.ensembletzara.ch), dessen Gründungsmitglied sie ist und welches 2012 mit dem Zürcher Werkjahr ausgezeichnet wurde. Daneben spielt sie in vielen anderen Formationen wie zum Beispiel Soyuz21, Retro Disco, Ensemble TaG oder dem Trabant Echo Orchestra und gründete 2014 in Zusammenarbeit mit dem Musiktheater-Regisseur Ruedi Häusermann das Kukuruz-Quartett für vier wohlpräparierte Einhandklaviere (www.kukuruzquartett.ch). Als Gast spielt sie regelmässig beim Musikkollegium Winterthur und der Südwestdeutschen Philharmonie und wurde vom Ensemble Contrechamps aus Genf, dem Österreichischen Ensemble für Neue Musik, dem Glassfarm Ensemble New York oder dem Hong Kong New Music Ensemble eingeladen. Während vielen Jahren wirkte sei beim Collegium Novum Zürich als Zuzügerin mit und arbeitete mit Dirigenten wie Peter Rundel, Jonathan Stockhammer, Pablo Heras-Casado, Peter Ruzicka, Peter Hirsch, Heinz Holliger oder Johannes Kalitzke.
Einen wichtigen Bestandteil ihrer künstlerischen Entwicklung verdankt Simone Keller den zahlreichen Komponistinnen und Komponisten, deren Stücke sie zur Uraufführung brachte, unter anderem waren dies bisher Robert Ashley, Edu Haubensak, Frederic Rzewski, Katharina Rosenberger, Timothy McCormack, Juhee Chung, Marko Nikodijevic, Marcel Sägesser, David Sontòn Caflisch, Bruno Karrer, Pierre Favre, Oliver Weber und Alfred Zimmerlin.
Daneben nimmt die kontinuierliche Arbeit als Theatermusikerin einen wichtigen Platz ein. Simone Keller wirkte als Pianistin und Darstellerin in unzähligen Produktionen am Theater Basel, Stadttheater Bern, Theater Neumarkt in Zürich, Theater Chur, Schlachthaus Theater Bern, Theater Rigiblick Zürich oder dem Theater Winterthur und dem Theater am Gleis Winterthur mit, wo sie unter anderem mit Regisseurinnen und Regisseuren wie Ursina Greuel, Ruedi Häusermann oder Joachim Schloemer arbeitete. Gemeinsam mit Wolfgang Beuschel entwickelte Simone Keller verschiedene musikalisch-literarische Projekte, erarbeitete ein Sprechmusiktheater für und mit Stellensuchenden am Zürcher Kulturmarkt und ist regelmässig als Dozentin an der Landesakademie Ochsenhausen tätig.
Gemeinsam mit Philip Bartels hat Simone Keller zahlreiche Vermittlungsprojekte entwickelt, in erster Linie für und mit Kindern mit Migrationshintergrund, lancierte und konzipierte 2013 in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Sinfonieorchester die erste Intergenerationen-Musikwerkstatt für Kinder und Seniorinnen und Senioren und entwickelte mit Workshops für das Kinderkulturfest der Pro Juventute. Ausserdem interessiert sie sich für ungewöhnliche Konzertformate, wirkte bei den Satellitenkonzerten des ENSEMBLE TZARA oder den Spontankonzerten von Christoph Homberger und Christoph Keller mit, spielte in der Beethoven-Nacht des Hotel Waldhaus in Sils-Maria, korrepetierte das dortige Gästesingen, leitete eine Konzert- und Ausstellungsreihe in einer Zürcher Galerie und programmierte für die Weinfelder Musiktage.
Simone Keller hat für den Böhlau-Verlag Wien Galina Ustwolskajas Klaviersonaten eingespielt, hat verschiedene Solo- und Kammermusik-Aufnahmen in Zusammenarbeit mit dem SWR Experimentalstudio und dem Schweizer Radio DRS realisiert und bei mehreren Hörspielen für den Merian-Verlag mitgewirkt.
Seit 2008 ist Simone Keller in vielen kulturpolitischen Gremien aktiv, ist Mitglied der Fachkommission Klassik des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs und ist 2013 in den Vorstand des Schweizer Tonkünstlervereines gewählt worden. In Zukunft wird sich Simone Keller noch stärker eigenen Projekten widmen, die sie mit der freien Gruppe „ox&öl” realisiert. (www.oxoel.ch)