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Denosumab (Prolia®) zur Behandlung von Osteoporose
Denosumab (Prolia®) wird zur Behandlung von Knochenschwund eingesetzt, insbesondere bei Frauen nach den Wechseljahren sowie bei Personen, die ein erhöhtes Risiko für einen Knochenbruch aufweisen oder die bestimmte Krebsbehandlungen erhalten. Im Jahr 2017 gab es Meldungen, dass ein Absetzen der Denosumab-Therapie zu überschiessenden Gegenreaktionen wie einem Verlust der Knochendichte und einem erhöhten Risiko für Brüche im Bereich der Wirbelsäule führen könne. Dieser Bericht vergleicht die Wirksamkeit und Sicherheit von Denosumab im Vergleich zu einem Scheinmedikament oder zu anderen Therapien gegen Knochenschwund. Er untersucht auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis sowie soziale, ethische, rechtliche und organisatorische Fragen.
Anhand von Literaturrecherchen wurden Ergebnisse aus Studien bei vier Gruppen von Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern in verschiedenen Ländern ausgewertet. Bei Frauen mit Knochenschwund, die die Wechseljahre hinter sich haben, war Denosumab weniger wirksam als andere Medikamente. Bei Frauen mit Brustkrebs war das Medikament bei der Vorbeugung von Wirbelbrüchen wirksam. Bei Männern mit Knochenschwund erhöhte sich bei der Behandlung mit Denosumab oder einem der Vergleichsmedikamente die Knochendichte. Bei Männern in Behandlung gegen Prostatakrebs war das Medikament wirksam zur Vorbeugung von Wirbelbrüchen. Bei keiner der vier Gruppen zeigten die Studien ein eindeutig erhöhtes Risiko für die befürchteten überschiessenden Gegenreaktionen nach Absetzen des Medikaments.
Der Bericht kommt zum Schluss, dass Denosumab bei den meisten behandelten Gruppen von Patientinnen und Patienten ähnliche Wirkungen erzielte wie andere Therapien und ähnlich sicher war. Das Medikament wies jedoch eine höhere Therapietreue auf. Mit welcher Wahrscheinlichkeit überschiessende Gegenreaktionen nach Absetzen des Medikaments auftraten und wie schwerwiegend diese waren, konnte der Bericht aufgrund der Studien nicht aussagekräftig beurteilen. In der Kosten-Wirkungs-Analyse war Denosumab im direkten Vergleich zu anderen Behandlungen nicht die günstigste Therapie.