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Die Entscheidung über das Schicksal von Lance Armstrong naht: Der Weltverband UCI kündigte am Freitag an, sein Urteil über die mögliche Aberkennung der sieben Tour-de-France-Titel des gefallenen Radstars am Montag in Genf bekanntzugeben.
Dort will sich UCI-Präsident Pat McQuaid zum Bericht der US-Antidoping-Agentur USADA in einer Pressekonfereznz äussern.
Die USADA hatte in ihrem erschütternden Bericht die Dopingpraktiken Armstrongs dargestellt und an die UCI geschickt. Darin werden dem Texaner und einiger seiner Weggefährten unter anderem der Missbrauch sowie der Handel mit Dopingmitteln vorgeworfen.
Die UCI hatte bis Ende Oktober Zeit, die Unterlagen zu prüfen und über die Aberkennung von Armstrongs Erfolgen bei der Frankreich-Rundfahrt und weiteren Sanktionen zu entscheiden.
Bereits Ende August hatte die USADA eine lebenslange Sperre für Armstrong ausgesprochen und beantragt, dass alle Ergebnisse des Texaners seit dem 1. August 1998 inklusive seiner sieben Tour-Siege gestrichen werden sollen.
Die Titel kann allerdings nur die UCI offiziell aberkennen. Die Tour-Organisatoren der ASO hatten bekanntgegeben, im Falle einer Absetzung Armstrongs dessen Siege bei der Frankreich-Rundfahrt (1999-2005) nicht neu zu vergeben.
Der Weltverband UCI war im Zuge der Ermittlungen der Dopingjäger aus den USA selbst massiv unter Druck geraten. Er soll am skandalösen Doping-System um Armstrong direkt beteiligt gewesen und von positiven Dopingproben des 41-Jährigen gewusst haben. Besonders UCI-Ehrenpräsident Hein Verbruggen stand in der Kritik.