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Was versteht man unter Demographie?
Der Begriff Demographie leitet sich aus dem griechischen Demos für „Volk“ und grafe für „Beschreibung / Schrift“ ab. Dementsprechend ist mit Demographie die Beschreibung eines Volkes gemeint und kann auch als Bevölkerungswissenschaft bezeichnet werden.
Hierzu werden Daten erhoben, anhand derer Aussagen über die Bevölkerungsstruktur und -entwicklungen getroffen werden. Wie sich Populationen verändern, analysieren Demograf*innen meist in folgenden Bereichen: Geburtenanzahl, Migration und Sterblichkeitsrate.
Demographie: Ein Beispiel
Ein Beispiel für Demographie könnte sein, wie sich die Zusammensetzung der Bevölkerung in der Schweiz in den letzten 50 Jahren verändert hat. Dazu schauen Demograf*innen auf verschiedene Daten. Anhand von Statistiken können sie beispielsweise ableiten, ob heutzutage mehr Kinder auf die Welt kommen oder ob mehr Frauen berufstätig sind als noch vor 50 Jahren.
Was sind demografische Daten?
Zu den demografischen Daten gehören zum Beispiel das Geschlecht, das Alter oder auch der Beruf. Weitere Informationen können ausserdem der Familienstand, der Wohnort, aber auch gesprochene Sprachen oder das Einkommen sein.
Über demografische Daten lassen sich Aussagen über die Zusammensetzung einer Population treffen. Im Marketing haben demografische Daten ebenfalls eine wichtige Bedeutung. Besonders im Bereich des Online-Marketings können über Web-Analyse-Tools demografische Daten gesammelt und ausgewertet werden. Marketer*innen erhalten dadurch teilweise sehr detaillierte Informationen über die Zusammensetzung ihrer Zielgruppen.
Welche demografischen Daten werden im Marketing erhoben?
Die demografischen Daten, die im Marketing erhoben werden, leiten sich aus dem übergeordneten Ziel ab. Grundsätzlich können demografische Daten im Marketing dazu verwendet werden, um eine Zielgruppe genauer kennenlernen zu können. Mithilfe von demografischen Daten lassen sich bessere Aussagen über das Nutzer*innenverhalten treffen.
Warum sind demografische Daten im Marketing wichtig?
Für das Marketing sind demografische Daten wie zum Beispiel das Alter oder das Geschlecht aussagekräftig. Anhand gesammelter Informationen können Marketer*innen Nutzer*innengruppen segmentieren. Zum Beispiel: Wie viele Frauen kaufen Produkt x? Welche Nutzergruppe (bspw. 30-45 Jahre alt) ist am umsatzstärksten? Oder welche Nutzer*Innengruppe lässt sich besonders gut durch E-Mail-Marketing ansprechen? Kurzum: Durch demografische Daten lassen sich Marketingstrategien und -aktivitäten noch zielgruppengerechter ausrichten.
Was sind demografische Unterschiede?
Durch den demografischen Wandel entstehen verschiedene Unterschiede. Demografischer Wandel beschreibt, wie sich die Zusammensetzung einer Bevölkerung oder einer Population verändert. Darunter fällt zum Beispiel (vor allem in Europa), dass die Bevölkerung dank einer höheren Lebenserwartung immer älter wird. Gleichzeitig kommen aber weniger Babys auf die Welt.
Über mehrere Jahre oder auch Jahrzehnte hinweg, hat dies zur Folge, dass eine Bevölkerung immer älter wird, also der Anteil an älteren Personen in einer Population höher ist, als junge Menschen nachkommen. Dadurch stellen sich unter anderem für die Politik wichtige Fragen: Wenn es also mehr ältere Menschen gibt, werden auch mehr Pflegekräfte benötigt, was zum Beispiel zu Versorgungslücken für Pflegebedürftige führen kann. Weitere Problematiken können auch die Rentenbezüge betreffen.
Wie in anderen Ländern Europas wird auch in der Schweiz die Rente nach dem Umlageverfahren finanziert. Das heisst, die aktuellen Renten der Pensionierten werden durch die aktuellen Beiträge der Arbeitnehmer*innen gedeckt. Wenn es also künftig weniger junge Leute (Arbeitnehmer*innen), dafür aber mehr Pensionierte gibt, könnte es zu extremen Belastungen für die Rentenkassen kommen. Diese und andere Punkte zeigen auf, dass die demografischen Unterschiede heutzutage andere sind, als noch vor 100 Jahren.