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Die Geschichte der Oberstufe Jonen zur Kreisschule Kelleramt
Der Ausbau der Gemeindeschule Jonen zur Regionalschule für die Oberstufe begann mit der Einrichtung einer Sekundarschule in Jonen. Pfarrer Schüepp, Präsident der Schulpflege Jonen, regte 1927 an, mit den anderen Schulpflegen des Kelleramtes Fühlung zu nehmen zwecks Gründung einer Sekundarschule in Oberlunkhofen. Auch hier bestand der Wunsch nach einer Einrichtung einer Sekundarschule, aber der Schulraum fehlte.
Zur gleichen Zeit erschien in Jonen eine Renovation bei gleichzeitigem Ausbau des 1936 fertiggestellten Schulhauses immer dringender.
Einerseits rügte der Bezirksschulrat u.a. den schlechten Zustand der Aborte sowie die ausgetretene Holztreppe, andererseits benötigte man neuen Schulraum für die wachsende Schülerzahl der Nachkriegsjahrgänge. 1934 beschloss die Joner Gemeindeversammlung die Gründung einer Sekundarschule. Das Schulhaus sollte renoviert, ausgebaut und durch eine geräumige Turnhalle erweitert werden. Am 9. August 1936 konnte bei strahlendem Wetter die Schulhaus- und Turnhalleneinweihung mit Jugendfest durchgeführt werden. Franz Meng, zuvor Lehrer der Oberschule, eröffnete im Jahre 1936 mit 26 Schülern die dreiklassige Sekundarschule.
Als sich 1955 die Einrichtung einer zweiten Sekundarschule in der Region aufdrängte, stellte sich die Frage nach ihrem Standort erneut. Die Joner hätten diese Schule gerne Oberlunkhofen überlassen, aber dort verfügte man nicht über den benötigten Schulraum. Zudem empfahl die Erziehungsdirektion, die Teilung einer bestehenden Sekundarschulabteilung sei der Errichtung einer neuen dreiklassigen Sekundarschule vorzuziehen. So beschloss 1970 die Gemeindeversammlung von Jonen den Bau eines Oberstufenschulhauses für rund 2 Millionen Franken. 1973 fand die Einweihung mit Jugendfest statt, nachdem schon im Herbst des Vorjahres die Oberschule (heute Realschule) ins neue Schulhaus Titlis eingezogen war.
Da die Turnhalle den neuen Anforderungen nicht mehr genügte, und sich auch die Gemeindeverwaltung zunehmend über Raumnot beklagte, wurde 1979 der Bau eines Mehrzweckgebäudes mit Turnhalle, Gemeindeverwaltung, Militärunterkunft und einer Metallwerkstatt für die Oberstufe beschlossen. Dieses Gebäude wurde 1982 eingeweiht.
Bereits 1990 begann die Planung eines dritten Schulhauses, denn durch die Nähe zur Stadt Zürich waren und sind die Kellerämtergemeinden begehrte Wohngebiete. 1996 konnte dann das Schulhaus Pilatus mit einem unvergesslichen Jugendfest eingeweiht werden. Da Jonen die finanzielle Belastung für die regionale Real- und Sekundarschule nicht mehr alleine tragen wollte, wurde im Jahre 2001 eine Verbandslösung angestrebt. Auf den 1. Januar 2002 wurde die Kreisschule Kelleramt aus der Taufe gehoben. Die im Verband zusammengeschlossenen Gemeinden Arni, Jonen, Oberlunkhofen, Rottenschwil und Unterlunkhofen führen seither die Oberstufenabteilungen der Real- und Sekundarschule gemeinsam, während die Primarschulen nach wie vor von jeder Gemeinde autonom geführt werden.
Im Jahre 2013/14 wurde das Schulhaus Titlis innen und aussen renoviert und erstrahlt nun in neuem Glanz.
Im Jahre 2019 verfügte der Kanton, dass Realschulen an einem Schulstandort nur bewilligt werden, wenn mindestens 39 Schülerinnen und Schüler für die entsprechende Stufe angemeldet sind. Man will pro Jahrgangsklasse im Durchschnitt 13 Schülerinnen und Schüler. Im Kelleramt kommen wir selten auf 13 Schülerinnen und Schüler pro Schuljahr und aus diesem Grund wurden und werden die neuen Realschülerinnen und -schüler ab Schuljahr 2020/21 in Zufikon oder Bremgarten unterrichtet. Ende Schuljahr 2021/22 hat die letzte Klasse der Realschule unsere Schule verlassen, seitdem führt die Kreisschule nur noch die Sekundarschule.