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Q.U.B.E. 2: Review
Q.U.B.E. 2 ist ein Adventure der besonderen Art, in dem wir uns in einer Welt, bestehend aus Würfeln zurechtfinden müssen. Ob uns das futuristische Rätselspiel gefallen hat, verrät euch unser Test.
Der Herr der WürfelIn Q.U.B.E. 2 befinden wir uns im Inneren eines futuristischen Gebildes, das ausschließlich aus kubistischen Strukturen besteht. Mit unserem Anzug sind wir in der Lage, diese zu verändern und dadurch unseren Weg nach draußen zu ebnen. Die Steuerung ist dabei sehr reduziert gehalten, sodass wir eigentlich nur drei verschiedene Grundaktionen ausführen können. So gibt es blaue und rote Strukturen, die unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Die blaue Variante, die sich mit unserem linken Handschuh auslösen lässt, kann als Trampolin genutzt werden, das uns auf höhere Ebenen katapultiert. Mit den roten Strukturen interagieren wir hingegen via rechtem Handschuh. Diese lassen sich aus den Wänden und Böden herausziehen, wodurch Plattformen entstehen, auf die wir springen oder klettern können. Unsere dritte Fähigkeit besteht darin, das "Geschlecht" der Strukturen zu verändern, sodass wir aus roten Varianten blaue machen können, und umgekehrt. In der Welt warten in der Regel neutrale, weiße Strukturen auf uns, die wir dann je nach Bedarf rot oder blau färben können. Auf diese Weise entstehen verschiedene Kombinationsmöglichkeiten, die den Weg nach draußen anspruchsvoll gestalten.
Um die Anzahl an Möglichkeiten und damit auch die Schwierigkeit zu erhöhen, warten außerdem immer wieder vertikal und horizontal verschiebbare Plattformen auf uns, die wir in den Parcoursbau miteinbeziehen müssen. Als zusätzliches Hindernis fungiert die Tatsache, dass wir immer nur ein rotes sowie ein blaues Objekt gleichzeitig nutzen können. Wandeln wir ein neutrales Objekt also in ein rotes um, während wir auf einer Plattform aus roten Strukturen stehen, wird diese verschwinden, wodurch wir herunterfallen.
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Sobald wir uns mit den beiden Grundstrukturen vertraut gemacht haben, wird das Spiel mit einer weiteren grünen Struktur noch vielschichtiger. Hierbei handelt es sich um Felder, aus denen ein einzelner grüner Cube entsteht, der dann auf den Boden fällt. Dieser kann je nach Entstehungsort als Plattform oder, wenn er auf eine blaue Struktur fällt, auch als Geschoss benutzt werden. Hier wird das Spiel dann schon richtig knifflig, wenn wir uns zum Beispiel überlegen müssen, wann wir den grünen Würfel auslösen, damit dieser zur rechten Zeit auf einer roten Plattform landet, die sich wiederum von links nach rechts bewegt, da sie an einem vertikalen Aufzug befestigt ist.
MYSTische WeltenDie Umgebung, die wir aus der Ego-Perspektive heraus erkunden, erinnert von ihrer außergewöhnlichen Atmosphäre her ein wenig an das Rätselspiel MYST. Alles wirkt stets ein wenig surreal, und man hat oftmals das Gefühl, durch die Spielwelt zu schweben. Diese ist stark begrenzt, sodass wir uns quasi von Raum zu Raum bewegen. In jedem Raum müssen wir das dortige Rätsel lösen, um zum nächsten zu gelangen. Später ist es außerdem unsere Aufgabe, Rätsel zu lösen, um zu einem Schalter zu gelangen, der dann wiederum eine neue Tür öffnet. Grafisch sieht Q.U.B.E. 2 wirklich sehr schön aus. Die Spiegelungen auf den Oberflächen sowie die eingesetzten Lichteffekte wissen ebenso zu begeistern wie besondere optische Höhepunkte – etwa ein alter Baum, futuristische Maschinen oder imposante Skulpturen.
Rätsel mit Story-BackgroundBesonders gut gefallen hat uns die Tatsache, dass Q.U.B.E. 2 nicht einfach nur ein Rätselspiel ist, das unsere grauen Zellen fordert – was für eine gute Bewertung eigentlich schon ausgereicht hätte –, sondern die Aufgaben in eine gelungene Geschichte einbettet, die uns nach und nach erklärt, wie die Hauptfigur Milly in die Situation gekommen ist, in der sie gerade steckt. Auch erfahren wir Details über ihre Familie und ihren Mann, was uns die Figur immer etwas näherbringt. Auch die Präsentation der Geschichte ist gut gewählt. Wie beim Erkundungsspiel Firewatch telefoniert auch Milly immer wieder mit einer externen Person, wodurch wir beide sukzessive besser kennenlernen.

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Daniel Walter