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Wir holen alles nach, Kapitel 13 Von Martina Borger
In der zweiten Schulwoche nach den Ferien liess die Lehrerin die vierte Klasse das erste Deutschdiktat schreiben. Laut Elvis war es ganz gut gelaufen, allerdings sagte er das nach fast jeder Klassenarbeit.
Als er heute zur Nachhilfe kommt, fragt Ellen ihn danach. Er seufzt, öffnet den Reissverschluss seines Rucksacks und kramt die Mappe heraus, in der er die Arbeiten aufbewahrt.
«Doch nicht so gut gelaufen?»
Elvis reicht ihr den Zettel, oben steht eine dicke rote 4. Allein auf der ersten Seite, das kann Ellen auch ohne Lesebrille erkennen, sind mindestens ein Dutzend Fehler angestrichen.
«War aber auch total schwer», sagt Elvis, «haben alle gesagt.»
Ellen verkneift sich einen Kommentar, diese Verteidigungssätze kennt sie noch von ihren eigenen Söhnen. Sie überfliegt das Diktat, es ging in erster Linie um die s-Laute, Schloss, Spass, fressen.
«Da müssen wir wohl fleissig üben in nächster Zeit», sagt sie.
Elvis seufzt erneut tief auf. «Die Mama wird enttäuscht sein. Weil ich doch gute Noten brauche, fürs Gymnasium.»
Ellen würde am liebsten auch seufzen. Die nächsten Monate werden anstrengend, für sie beide. Schon im Januar wird es eine Art Zwischenzeugnis geben für die Schüler, das ersichtlich macht, wie die Chancen für den Übertritt auf eine weiterführende Schule stehen. Falls Elvis, wovon sie momentan ausgehen muss, darin nicht den erforderlichen Schnitt von 2,33 in den Fächern Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachkunde hat, wird sich der Druck auf ihn erhöhen. Und auf sie natürlich auch. Sina erwartet natürlich für die sechzig Euro, die sie ihr pro Woche bezahlt, dass der Übertritt aufs Gymnasium klappt.
Ellen hat schon während des letzten Schuljahres überlegt, mit ihr zu reden, ob die Realschule für sie beziehungsweise Elvis nicht auch denkbar sei, hat dieses Gespräch aber aufgeschoben in der Hoffnung, dass sich seine Noten deutlich verbessern würden. Es kam ja manchmal vor, dass Kinder sich plötzlich und ohne nachvollziehbaren Grund steigerten in ihren Leistungen. Das Gegenteil passierte allerdings weitaus öfter.
«Das ist doch bloss das allererste Diktat», sagt sie.«Kein Grund zur Panik. Wir haben noch viel Zeit.» Elvis nickt verzagt. Er ist grade mal drei Wochen wieder in der Schule und schon auffallend verändert im Gegensatz zu seiner Zeit bei ihr in den Ferien. Allein seine Körperhaltung, er wirkt kleiner, niedergedrückt, müde. Und blass ist er, die Urlaubsbräune längst verschwunden, unter den Augen zartviolette Ringe.
«Und du bist eben ein bisschen aus der Übung, nach den langen Ferien.» Ellen lächelt ihn tröstend an. «Das versteht deine Mutter bestimmt.»
«Ich wollte so gern eine Zwei», sagt er trübe.«Damit sie sich freut. Weil sie doch so Sorgen hat gerade, wegen ihrem Job.»
Sina bangt um ihre Stelle, das hat sie Ellen angedeutet. Noch etwas, das den Jungen belastet.
«Vielleicht kommt ja alles wieder in Ordnung bei ihr», sagt sie, eine hohle Phrase, aber sie will ihn nicht noch mehr verunsichern. «Und falls nicht, findet sie bestimmt bald wieder was, so tüchtig wie sie ist.»
«Meinst du?» In seinen Augen glimmt ein Funken Hoffnung.
«Ja», sagt Ellen. «Mach dir keine Sorgen. Auch nicht wegen des Diktats, wir üben einfach viel zusammen.»
«Jetzt gleich?»
«In zehn Minuten fangen wir an, damit du dich noch ein bisschen ausruhen kannst. Soll ich dir vor- her einen Kakao machen?»
In der Küche hockt er sich unter den Tisch und streichelt den Hund, der dort schläft, in letzter Zeit ist er müder als sonst, das kennt sie eigentlich nur vom Winter. Sie beobachtet, wie Elvis sanft seine Flanken streichelt, sehr behutsam.
«Was hörst du von Fritzi?», fragt sie.
Sein Gesicht leuchtet auf, er unterbricht sogar das Streicheln. «Er wiegt jetzt schon viel mehr als ein Pfund», sagt er, «mit erst vier Wochen! Der wird bestimmt ganz schön gross!»
Fritzi ist ein schwarzer Zwergpudelwelpe, der momentan noch mit seinen beiden Geschwistern bei seiner Mutter lebt. Sina und ihr Partner haben ihn Elvis zum Geburtstag geschenkt. Sie sind an dem Tag mit ihm ins Allgäu gefahren, ohne ihm den Grund dafür zu verraten, angeblich für ein Picknick, «er hatte gar keine Lust dazu», hat Sina Ellen später erzählt. Und dann die grosse Überraschung: Elvis durfte sich einen der drei Welpen aussuchen, allerdings noch nicht mitnehmen, erst in vier Wochen. Elvis hat sich ohne Zögern für den kleinsten entschieden, den schwarzen, und ihn, ebenso spontan, Fritzi genannt, von exotischen Namen hat der Junge vermutlich genug. Seitdem ist Fritzi das Wichtigste in Elvis’ Leben, er zählt die Tage, bis sie ihn abholen können und ruft regelmässig bei der Züchterin an, um sich nach Fritzis Wohlergehen zu erkundigen.
«Ich hab ein neues Foto, wart mal», er rappelt sich auf und holt sein Smartphone aus der Hosentasche. Auf dem Display ein etwas unscharfes Bild eines schwarzen Fellknäuels, nur ein Auge ist halbwegs zu erkennen.
«Er ist der süsseste Hund der ganzen Welt», sagt Elvis mit verklärtem Blick. «Also bis auf deinen natürlich.»
«Welpen sind immer besonders niedlich», sagt Ellen. «Aber du weisst, du musst ihn auch erziehen. Also ihr alle. Tagsüber wird er ja vor allem bei deier Mutter sein.»
«Hm», Elvis scrollt durch weitere Fritzi-Fotos.
«Echt scheisse, dass ich erst nachmittags heimkomme.» Er runzelt sorgenvoll die Stirn. «Meinst du, er wird die Mama lieber mögen als mich? Wenn er so viel mit ihr zusammen ist?»
Ellen giesst die heisse Milch auf den Kakao. «Das glaube ich nicht. Er weiss sicher, dass du sein Herrchen bist.»
«Und dass ich ihn am meisten von allen liebhabe, weiss er bestimmt auch. Und wenn ich von der Schule komme oder von dir, spiele ich nur noch mit ihm. Und am Wochenende den ganzen Tag.» Mit dem Finger streicht er zärtlich über das Display.
Ellen muss schlucken beim Anblick seines entrückten Gesichts. Wie einfach es ist, diesen Jungen vollkommen glücklich zu machen, Vierer im Diktat oder Stress zu Hause hin oder her. «Du darfst Fritzi gerne mit zur Nachhilfe bringen, wenn deine Mutter es erlaubt», sagt sie. «Konzentrieren musst du dich natürlich trotzdem, aber am Anfang wird er ja sehr viel schlafen. Und du kannst noch ein bisschen mit ihm spielen, bevor wir arbeiten.»
Ellen war immer ein Katzenmensch. Hatte sie zumindest von sich gedacht. Vier Wochen nach Jocks Tod, als die Jungs so still waren und noch wie unter Schock wirkten, war sie eines Samstagnachmittags mit ihnen ins Tierheim gefahren, sie durften sich jeder eine Katze aussuchen. Vielleicht könnte sie ein Tier ablenken von ihrem Kummer, sie ein bisschen trösten, hatte sie gedacht. Beide waren auch sofort begeistert gewesen.
Benedikt hatte ein Weibchen genommen, zwei Jahre alt, schildpattfarben, eine sogenannte Glückskatze, zierlich und sehr hübsch, aber scheu, es dauerte lange, bis die Tierheim-Frau sie eingefangen hatte. Der vorherige Besitzer hatte sie Sunny getauft, aber Benedikt mochte sie nicht so nennen und entschied sich spontan für Frau Annemarie, ein scheusslicher Name, fand Ellen, aber sie sagte nichts. Es war ihr schleierhaft, wie er darauf gekommen war, in ihrem ganzen Bekanntenkreis gab es keine Annemarie.
Vitus wollte lieber einen Kater, sie hatte den Verdacht, dass er auf Junge spekulierte und war erleichtert, als sie erfuhr, dass sämtliche Tiere bereits kastriert beziehungsweise sterilisiert waren. Die Tierheim-Frau legte ihm Carlo ans Herz, Sunnys oder vielmehr Frau Annemaries Bruder, kohlschwarz, mit einem weißen Tupfer auf der Nase.
«Es wäre schön, wenn die Geschwister zusammenbleiben könnten», hatte sie gesagt. Dieses Argument hatte Vitus sofort eingeleuchtet, gerade in dieser Zeit hingen die Brüder sehr aneinander. Ellen bezahlte also die geforderten zweihundertvierzig Mark für die beiden Tiere, und sie fuhren zu fünft nach Hause, Kater und Katze auf dem Schoss des jeweiligen Besitzers, beide jammerten und maunzten gotterbärmlich.
Die Ablenkung von ihrem Kummer, die sich Ellen für die Jungs erhofft hatte, trat tatsächlich ein, aber anders als gedacht. Carlo gewöhnte sich innerhalb von zwei Tagen ein und wurde sehr zutraulich; Frau Annemarie war ein anderes Kaliber. Fünf Tage lang war sie praktisch unsichtbar. Tagsüber verkroch sie sich unter dem Sofa, lag ganz hinten, der Länge nach an die Wand gepresst, und liess sich auch mit Leckereien und vielen guten Worten nicht hervorlocken; sobald Benedikt sich ihr bäuchlings näherte, fauchte sie furchterregend. Nachts kam sie wohl heraus und frass das in der Küche bereitgestellte Futter, während Carlo auf dem Lammfell vor Vitus’ Bett behaglich schnarchte.
Ellen war ratlos, sie hatte Mitleid mit Benedikt, der neidisch Vitus beobachtete, wenn der mit seinem Kater schmuste und spielte. Vitus, zwischen Großssmut und Triumph, liess seinen Bruder zwar Carlo ab und zu auf den Arm nehmen, aber das minderte Benedikts Niederlage nicht wirklich. Ellen befragte sämtliche Katzenbesitzer ihres Bekanntenkreises und kam mit deren Hilfe schliesslich auf das Zaubermittel, eine Katzenmilch, die Frau Annemaries Widerstand schliesslich brach; vermutlich war das Zeug mit industriell hergestellten Duft- und Lockstoffen angereichert, teuer ausserdem, aber das war ihr egal, als sie sah, wie Benedikt strahlte, als die Katze endlich zögerlich unter dem Sofa hervorkroch, die Leckerei wegschlabberte und sich von ihrem Besitzer sogar ein bisschen streicheln liess. Es dauerte zwar noch Wochen, bis Frau Annemarie halbwegs so zutraulich war wie Carlo, aber das Eis war gebrochen und Benedikt selig.
Zum ersten Mal seit Jocks Tod lachte er wieder laut, als seine Katze einer aufziehbaren Maus hinterherjagte, die er von seinem Taschengeld gekauft hatte. Und er nahm Frau Annemarie sogar mit, als er in die wg nach Freising zog, wo sie kurz vor seinem Abschluss im Schlaf starb, immerhin vierzehn Jahre alt. Als er Ellen am Telefon davon erzählte, hörte sie an seiner gepressten Stimme, wie sehr er sich zusammennehmen musste, um nicht zu weinen.
Carlo hingegen blieb bei Ellen, als Vitus nach Köln ging; er schien seinen Besitzer nicht sonderlich zu vermissen, auch wenn Ellen ihm nicht erlaubte, in ihrem Schlafzimmer zu nächtigen, er schnarchte einfach zu laut. 2007 musste sie ihn ein- schläfern lassen, da war er schon sechzehn, seine Organe versagten nacheinander. Obwohl es verboten war, begrub Ellen ihn in einer Märznacht nach Rücksprache mit Vitus an der Isar, Miri und sie gruben abwechselnd an dem Loch in dem noch harten Boden, die jeweils andere stand Schmiere, sie hatten keine Lust, sich von nächtlichen Spaziergängern erwischen, belehren oder gar anzeigen zu lassen.
Danach dachte Ellen nicht eine Sekunde daran, sich wieder ein Tier anzuschaffen. Sie hatte die Katzen geliebt, jetzt aber wollte sie frei sein von jeglicher Verantwortung. Und ein Hund kam schon gar nicht in Frage, sie rochen, sie schmutzten, sie bettelten, wenn man ass, man konnte sie nicht länger als ein paar Stunden allein lassen, sie banden einen an. Das Einzige, was sie nicht gestört hätte, war die viele Bewegung, die sie brauchten, sie lief ja selbst gern.
Doch dann vor über drei Jahren, kurz nach ihrem Renteneintritt, hatte sie Miri an einem Freitagvormittag ins Tierheim begleitet, sie wollten danach an den Tegernsee zum Wandern. Eigentlich hatte Ellen im Auto auf Miri warten wollen, war dann aber doch mit hineingegangen. Und während Miri mit der zuständigen Frau die Buchhaltungsunterlagen besprach, die sie unentgeltlich für das Tierheim erstellte – «ein gutes Werk muss ich ja auch mal tun» –, sah sich Ellen die Tiere an. Und da war er. Als Einziger bellte und winselte er nicht, er sah sie nur an aus grossen feuchten Augen, reglos, nur sein buschiger Schwanz wedelte in schnellem Rhythmus. Er war erst vor wenigen Tagen abgegeben worden, erfuhr Ellen, seine Besitzer, ein altes Ehepaar, hatten ihn nicht mehr behalten können, weil sie mehr oder weniger gleichzeitig schwer krank geworden waren. Er war ein Borderterrier-Mischling mit braunweissem Fell, drei Jahre alt, kniehoch, ein sehr freundlicher und verträglicher Rüde, kastriert natürlich, sagte die Betreuerin.
Ellen musste sich zwingen, sich von ihm abzuwenden, konnte aber nicht anders, als sich am Ausgang noch einmal umzudrehen. Er stand noch immer reglos und fixierte sie. Dieser unverwandte Blick aus den schwarzen Augen löste bei ihr ein Ziehen in der Brust aus, das sie kannte. Sehnsucht. Liebe. Ihre Augen brannten, als müsse sie gleich weinen. Sie hatte Miri, die schon auf sie wartete, nichts gesagt von dem Gedanken, der sich, für sie selbst völlig überraschend, in ihr festzusetzen begann: Ein Hund? Im Ernst? Bist du verrückt? Miri fiel nur auf, dass Ellen nicht recht konzentriert war bei der Frage, ob sie auf den Riederstein oder lieber auf die Holzeralm wollten.
Erst am Abend, als sie wieder allein war, hatte Ellen die Ruhe gefunden, ernsthaft zu überlegen, Pro und Kontra abzuwägen. Das Hauptargument für die Anschaffung war, dass der Hund sie in Bewegung halten würde, was natürlich Selbstbetrug war, denn sie hatte Antrieb nicht nötig. Aber vielleicht, so redete sie sich ein, in ein paar Jahren? Konnte doch sein, dass sie dann ein Lebewesen brauchte, das sie vom Sofa hoch und ins Freie zwang?
Die Gegenargumente entkräftete sie eins nach dem anderen, jedes davon liess sich in den Griff bekommen. Was allerdings nicht von der Hand zu weisen war: Der Hund würde Geld kosten. Allein die Anschaffung machte dreihundert Euro aus, sie hatte sich auf der Website informiert, dazu kamen Futter, Steuer, Ausstattung, wahrscheinlich ab und zu ein Besuch beim Tierarzt. Aber wie viel konnte das sein? Bestimmt keine Summe, die sich nicht irgendwie verkraften liess, bei entsprechenden Einsparungen an anderer Stelle. Und Geld sollte doch wirklich nicht das entscheidende Argument sein, sagte sie sich, wie schäbig wäre es, ein Lebewesen im Stich zu lassen wegen ein paar Euro.
Als sie an diesem Abend ins Bett ging, hatte sie die Nummer des Tierheims schon aus dem Inter- net herausgesucht, ab zehn am nächsten Morgen konnte sie anrufen. Sie hatte kurz überlegt, Miri von ihrem Vorhaben zu erzählen oder Vitus, sich aber dagegen entschieden. Es war ihr Leben, ihre Entscheidung, Sie musste mit gemischten Reaktionen bei ihren Söhnen, bei Miri, Henry und anderen rechnen, von freundlicher Zustimmung über Gleichgültigkeit bis Entsetzen war wahrscheinlich alles dabei. War der Hund aber erst mal bei ihr, würde ihr das egal sein. Sie wollte noch ein paar Seiten lesen, konnte sich aber nicht konzentrieren. Sie ging im Geist noch einmal alles durch, was sie am nächsten Tag erledigen musste, bevor sie ins Tierheim fuhr: Leine und Halsband kaufen, Futter. Ihren Vermieter anrufen und ihn um die schriftliche Erlaubnis bitten, die das Tierheim verlangte; sie konnte das Papier selbst aufsetzen, dann musste er nur noch unterschreiben, das sollte kein Problem sein, ihr Vormieter hatte einen Pitbull gehabt. Eine alte Decke fürs Sofa hatte sie, ebenso einen Weidenkorb zum Schlafen. Alles andere würde sich finden.
Sie war schon kurz vor dem Einschlafen, als ein Gedanke sie durchzuckte, der sie noch Stunden wachhielt: Wie alt wurde so ein Hund? Sie stand noch einmal auf, googelte und erfuhr, dass das Durchschnittsalter von Mischlingen dieser Art bei zwölf bis fünfzehn Jahren lag. Abzüglich seines Alters bedeutete das, neun bis zwölf. Sie musste also mindestens fünfundsiebzig werden, zur Sicherheit ein paar Jahre mehr, wenn sie verhindern wollte, dass den Hund bei ihr das gleiche Schicksal ereilte wie bei seinen Vorbesitzern und er am Ende erneut allein zurückblieb. Sie durfte nicht vor ihm sterben. Aber gute zehn Jahre, so viel war das nicht. Das musste eigentlich zu schaffen sein, mit ein bisschen Glück.
Martina Borger
Wurde 1956 geboren und arbeitete als Journalistin, Dramaturgin und Filmkritikerin, bevor sie sich aufs Drehbuchschreiben verlegte. Sie hat bei mehreren Serien als Storylinerin und Chef-Autorin gearbeitet. Gemeinsam mit Maria Elisabeth Straub veröffentlichte sie 2001 ihren ersten Roman «Katzenzungen», dem «Kleine Schwester» (2002), «Im Gehege» (2004) und «Sommer mit Emma» (2009) folgten. Ohne Co-Autorin erschien 2007 ihr Roman «Lieber Luca». Martina Borger lebt in München.
Martina Borger, «Wir holen alles nach», Roman, Diogenes
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120 / 20 / 44 / 1; ISBN 978 3 257 07130 6