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Bologna: Bachelor- und Masterstudium
Das erklärte Ziel der 1999 beschlossenen Bologna-Reform ist die Harmonisierung und gegenseitige Anerkennung von Studiengängen und die damit verbundene erleichterte nationale und gesamteuropäische Mobilität zwischen den Hochschulen.
Der Aufbau
Das Studium setzt sich aus dem Bachelor- und dem Masterstudium zusammen. Der Bachelor-Abschluss kann innerhalb von drei Jahren erworben werden. Die ersten beiden Semester werden auch Assessment-Jahr genannt. Dieses soll dazu dienen, die Eignung des Studierenden für das Studium zu überprüfen. Der Bachelor-Abschluss wiederum ist die Voraussetzung, um im Anschluss ein ein- bis zwejähriges Masterstudium absolvieren zu können. Dieses wird mit einer schriftlichen Arbeit abgeschlossen.
Das Masterstudium stellt eine Spezialisierung und weitere Qualifikation des Studierenden für den Arbeitsmarkt dar. In Ausnahmefällen sind manche Masterprogramme nicht auf einen bestimmten Bachelor aufbauend ausgerichtet. Prinzipiell ist es auch möglich, nach einem Bachelorabschluss ins Arbeitsleben einzutreten, jedoch bestehen auf dem Arbeitsmarkt bisher wenige solche Möglichkeiten.
Bewertung der Leistungen
Im Bachelor-/Mastersystem werden Studienleistungen über das Kreditpunktesystem bewertet. Um den Bachelor-Abschluss zu erwerben, müssen insgesamt 180 Kreditpunkte (auch Credits genannt) erreicht werden, beim Master variiert diese Anzahl zwischen 90 und 120 Credits. Die Credits werden während der gesamten Studienzeit erworben, zum Beispiel in den Prüfungen, die jeweils am Ende eines Semesters stattfinden.
Alternative: Erst arbeiten, dann weiterstudieren
Manche Bachelor-Absolventen ziehen es vor, zunächst für einige Zeit Berufserfahrungen zu sammeln, um anschliessend eine höhere Qualifikation durch ein Masterstudium zu erreichen. Hierbei muss man allerdings aufpassen: Trotz Harmonisierungsbemühungen sind die Voraussetzungen nicht an allen Schweizer Unis gleich geregelt. Wer ein bestimmtes Masterstudium anstrebt, sollte sich rechtzeitig in der Studienordnung der jeweiligen Uni informieren, wie lange eine Unterbrechung vor dem Eintritt in das Masterstudium sein darf.
Gemeinsame Masterstudiengänge
Manche Universitäten bieten gemeinsame Masterstudiengänge an, wie zum Beispiel einen zweisprachigen Master-Kurs in Jus an den Universitäten Genf und Basel, in Planung sind auch «Joint Masters» auf internationaler Ebene.