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Wetterberuhigung
Ein Hochdruckkeil hat sich bis nach Mitteleuropa ausgeweitet und für eine Wetterberuhigung gesorgt. Wie kühlere und trockene Luft von Nordwesten her über die Alpen geschwappt ist und die alte feuchtlabile Luft im Süden verdrängt hat, veranschaulichen wir im heutigen Blog.
Die Wetterlage ist in Umstellung begriffen. Nach zwei Tagen ergiebiger gewittriger Niederschlägen auf der Alpensüdseite und in den östlichen Alpen ist die bodennah im Norden eingeflossene, trockene und kühle Luft bereits über die Alpen geschwappt und verdrängt nun immer mehr die dort noch vorhandenen Restposten feuchtwarmer Luft. Die folgende Animation der äquivalentpotentiellen Luft, ein kombiniertes Mass für den Wärme- und Feuchtegehalt der Luft, illustriert diesen Prozess qualitativ:
Die Niederschläge der vergangenen zwei Tage summierten sich in den am meisten betroffenen Gebieten auf 50 bis 100 mm. Am Alpensüdhang wurden lokal bis 150 mm Niederschlag gemessen und das Tessin wurde mehrmals von Hagelgewittern heimgesucht.
Am Alpennordhang zeigte sich die Sonne heute noch kaum, und gebietsweise fiel noch etwas Regen. Im Flachland der Alpennordseite sowie im Jura hingegen war die Stabilisierung und Abtrocknung der Luft schon so weit fortgeschritten, dass die Sonne sich im Tagesverlauf immer besser gegen die Quellbewölkung und die in grösserer Höhe noch vorhandenen Altocumulus- und Cirrusfelder durchsetzen konnte. Hier wurden 4 bis 7 Stunden Sonne verzeichnet.
Die Temperatur stieg in den Niederungen der Alpennordseite auf 18 bis 22, im Süden mit Nordwind bis 27 Grad. Der Taupunkt, ein Mass der Luftfeuchtigkeit, ist an den meisten Bodenstationen im Vergleich zum Vortag um rund 3 bis 8 Grad gesunken. Ein Vergleich der Radiosondenaufstiege von Payerne und Milano illustriert den Luftmassenwechsel und damit die veränderten thermischen und hygrischen Verhältnisse deutlich: