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Sardes,
eine der ältesten und bedeutendsten Städte Kleinasiens, die Hauptstadt des Lydischen Reichs, lag am nördl. Fuße des das fruchtbare Thal [* 2] des Flusses Hermos im Süden begrenzenden Tmolosgebirges am Flusse Paktolos, 10 km südlich von der Mündung desselben in den Hermos. Die Unterstadt, in welcher ein berühmter Tempel [* 3] der Kybele [* 4] stand, wurde von einer äußerst festen, mit einer dreifachen Mauer umgebenen Burg überragt. Die Burg hielt sich, auch als die Stadt gegen 635 v. Chr. durch die Kimmerier genommen wurde.
Nach dem Sturz des Lydischen Reichs war S. der Sitz des Satrapen von Lydien und wurde 498 von den aufständischen Ioniern niedergebrannt. Antiochus III. zerstörte die Stadt 218, doch wurde sie bald wieder aufgebaut und blieb nacheinander zum Syrischen, dann zum Pergamenischen, endlich zum Römischen Reiche gehörig, reich und blühend. Auch nachdem sie zur Zeit des Kaisers Tiberius durch ein Erdbeben [* 5] zerstört worden war, kam sie wieder empor und ward eine der ersten Stätten des Christentums in Kleinasien. Im Mittelalter geriet S. allmählich in Verfall, bis es durch Timur um 1400 seinen völligen Untergang fand. Jetzt sind noch einige Trümmer (des sog. Kybeletempels, eines Theaters u. a.) bei dem Dorfe Sart (Station der Bahn Smyrna-Kassaba-Alaschehr) erhalten.