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Unerwünschte Wiener Philharmoniker. Verfolgung, Ermordung und Exil
Verfolgte Wiener Philharmoniker im Nationalsozialismus 29 Musiker der Wiener Philharmoniker wurden ab März 1938 verfolgt, ermordet oder vertrieben. »Herzstück« des Buches bilden 17 biographische Porträts betroffener Musiker. Diese Porträts erzählen von den schmerzhaften Erfahrungen der gewaltvollen Vertreibung aus dem Orchester und aus Wien, aber auch von den beruflichen und privaten Entwicklungen im Exil. Nach 1945 kehrte kein einziger der vertriebenen Philharmoniker ins Orchester zurück. Dieses Buch beschäftigt sich auch mit dem Verhältnis der Wiener Philharmoniker zu seinen ehemaligen vertriebenen Mitgliedern in der Nachkriegsgeschichte 1945-1959. Das Orchester war im Nationalsozialismus fast zur Hälfte mit NSDAP-Mitgliedern besetzt, die 1945 nur in wenigen Fällen entlassen oder pensioniert wurden. Zahlreiche hier erstmals veröffentlichte Quellen werfen ein neues Licht auf das Traditionsorchester sowie auf dessen Umgang mit »seinen« exilierten Mitgliedern.
Portrait
Bernadette Mayrhofer studierte Geschichte und Deutsch als Fremdsprache in Wien, Birmingham und Santiago de Chile. Als Historikerin beschäftigt sie sich mit Migrationsgeschichte, österreichischer Kulturgeschichte sowie Exil- und Biographieforschung. Sie ist als Projektkoordinatorin im Migrationsbereich tätig. Fritz Trümpi studierte Allgemeine Geschichte, Philosophie und Musikwissenschaft in Zürich, Wien und Berlin und war Stipendiat des Schweizerischen Nationalfonds. Forscht als Musikhistoriker in Wien und ist Lecturer an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Schreibt regelmässig für in- und ausländische Medien (NZZ, Basler Zeitung, Tagesspiegel, Wiener Zeitung, u.a.).