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Tierfutter
Die Schweiz als Grasland besitzt natürliche Grundlagen für eine nachhaltige Nutztierhaltung.
Dazu kommt, dass auch die Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie wie Molke, Mahl- und Schälprodukte und Rüstabfälle verwertet werden (allen voran durch Schweine). Für die Fütterung der Nutztiere dürfen nur Futtermittel eingesetzt werden, die art- und umweltgerecht sowie garantiert gentechnisch nicht verändert (GVO-frei) sind. Die Verabreichung von Hormonen ist verboten; Antibiotika dürfen nur auf medizinische Anordnung eingesetzt werden. Ziel ist, dass keine giftigen oder sonst unerwünschten Substanzen in das Fleisch gelangen.
85 % des benötigten Futtermittels kommt aus einheimischer Produktion; der Rest wird zur Ergänzung importiert. Dies betrifft vor allem Getreide und Soja. Der Anteil der Schweiz am weltweiten Sojaverbrauch beträgt 0,1 %; die Schweiz verzichtet seit jeher auf den Import und den Anbau von gentechnisch veränderter Soja. Der wachsende Bedarf an Soja hat aufgrund von Abholzung und Wasserverschmutzung gerade in südamerikanischen Anbauländern zu sozialen Spannungen geführt. Die Schweiz hat entscheidend mitgeholfen, Standards für die ökologische und soziale Verbesserung in diesen Ländern zu setzen; 2004 wurden die sogenannten „Basler Kriterien“ für einen nachhaltigen Sojaanbau festgelegt. Ebenfalls gehört die Schweiz zu den erstunterzeichnenden Staaten der „Donau Soja Erklärung“ für die Förderung des Anbaus von Soja in Europa.