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Japan: Wiederaufbau könnte 10 Jahre dauern
Eineinhalb Monate nach dem Erdbeben und Tsunami im Nordosten Japans sind die meisten Flüchtlinge aus dem Katastrophengebiet noch immer in Notunterkünften, Schulturnhallen oder ähnlichem untergebracht.
Nach Einschätzung eines vom japanischen Premierminister Naoto Kan eingesetzten Expertengremiums könnte der Wiederaufbau der von Erdbeben und Tsunami zerstörten Regionen im Nordosten Japans zehn Jahre dauern. Für die Menschen, die früher im 20 Kilometer großen Sperrgebiet um den Reaktor von Fukushima lebten, könnte es sogar eine Flucht ohne Wiederkehr werden. Denn das Sperrgebiet ist streng abgeriegelt, wer es ohne Genehmigung betritt, muss ein Bußgeld zahlen. Nur Polizisten und Hilfskräfte in Schutzanzügen bewegten sich in den vergangenen Tagen im Nahbereich des Kraftwerks, um nun auch dort nach Leichen zu suchen. Die Zahl der insgesamt Toten und Vermissten liegt bei 28.000. Die Sanierungsarbeiten an den Reaktoren von Fukushima sollen noch mindestens bis Ende dieses Jahres dauern. Solange sie nicht abgeschlossen sind, wird keine Rückkehr in die Sperrzone möglich sein. Ob danach die Strahlenwerte genügend sinken, um zumindestens einen Teil der Orte wieder bewohnbar zu machen, muss sich dann zeigen.