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Tabelle der Kosten für den ordnungsgemäßen Unterhalt des Kindes
Bei Verfahren, an denen ein minderjähriges Kind oder minderjährige Kinder beteiligt sind, verlangt das Gesetz, dass ein geeigneter Unterhaltsplan erstellt wird. (art. 301a ZPO).
Eine solche Tabelle muss daher vorgelegt werden, wenn ein minderjähriges Kind oder minderjährige Kinder betroffen sind, sei es in einem Scheidungsverfahren, bei einer Trennung (MPUC), bei der Auflösung einer Partnerschaft, bei der Änderung eines Urteils (wenn der Kindesunterhalt geändert werden soll) oder bei einer Vereinbarung über Kinder unverheirateter Eltern.
Die Praxis benötigt eine Tabelle pro Kind und monatliche (nicht jährliche) Beträge.
Sie müssen daher die Kinderunterhaltstabelle ausfüllen (in den Website-Tools enthalten).
Die Notwendigkeit, die Tabelle der ordnungsgemässen Wartung zu erstellen, ergibt sich aus Folgendem:
- Erstens: Es ist das, was gesetzlich vorgeschrieben ist!
- Die Tabelle ermöglicht es dem Gericht, die Höhe des Unterhalts für das Kind besser einzuschätzen (wie hoch ist der Betrag im Verhältnis zu den Gesamtkosten für das Kind? Da der zahlende Elternteil die Interessen des Kindes vor alle anderen Erwägungen stellen muss, kann das Gericht den Unterhaltsbetrag erhöhen, wenn die Höhe des Unterhalts als nicht ausreichend angesehen wird (und gleichzeitig dem zahlenden Elternteil erlaubt, seine Grundbedürfnisse zu geniessen).
- Anhand der Tabelle kann auch die Höhe des möglichen Betreuungsunterhalts ermittelt werden (sofern der andere Elternteil nicht über ausreichende finanzielle Mittel für den Unterhalt des Kindes verfügt, seine Erwerbstätigkeit reduziert hat oder nicht berufstätig ist bzw. nicht zur Arbeit verpflichtet ist) und ihm kein hypothetisches Einkommen vorenthalten werden kann.
Wie viel kostet es, ein Kind richtig zu pflegen?
Genau das ist der Zweck der Tabelle: die Kosten für eine ordnungsgemäße Wartung abzuschätzen.
Natürlich hängen die Kosten für den Unterhalt eines Kindes von einer Reihe von Faktoren ab, unter anderem vom Alter des Kindes, da ein 14-Jähriger natürlich mehr kostet als ein 4-Jähriger.
Die Grundbedürfnisse eines jeden Kindes sind jedoch leicht zu ermitteln. Dies sind vor allem die Fixkosten:
- Die Kosten der Unterkunft des Kindes. Die einfachste Variante ist es, den konkreten Preis pro Zimmer zu ermitteln. Es reicht hier, die monatliche Miete durch die Anzahl Zimmer zu teilen und schon haben wir den konkreten Preis eines Zimmers pro Monat. Falls zwei Kinder im gleichen Zimmer schlafen, trägt man die Hälfte des Zimmerpreises in die Tabelle der Kosten für den ordnungsgemässen Unterhalt jedes Kindes ein. Wenn man Besitzer ist, dann berechnet sich der Preis eines Zimmers anhand der Hypothekarzinsen + monatlichen Unterhalt, geteilt durch die Anzahl der Zimmer.Bei alternierender Obhut wird der Durchschnitt der beiden Zimmerpreise berechnet (5A_583/2018).Die Gerichte akzeptieren auch theoretische Wohnkosten, die als Prozentsatz der Miete (bzw. der Hypothekenzinsen) und der laufenden Kosten ausgedrückt werden. Die Prozentsätze variieren von Urteil zu Urteil sehr stark und werden nicht näher erläutert. Diese Methode ist daher sehr unsicher und es ist besser, die oben erklärte konkrete Methode zu verwenden.
Beispiele:
- Kosten für Lebensmittel und Kleidung. Natürlich hängt dieser Posten vom Lebensstil der Eltern und damit von deren Einkommen ab. Aber auch in einer sehr wohlhabenden Familie isst das Kind nicht jeden Tag nur Hummer und Kaviar mit dem Löffel und kleidet sich nicht nur bei Dior ein.Was das Minimum an Nahrung und Kleidung betrifft, so ist zu beachten, dass das strenge Existenzminimum eines Kindes nach den Standards der Staatsanwaltschaften 400 CHF pro Monat für ein Kind unter 10 Jahren und 600 CHF pro Monat für ein Kind über 10 Jahren beträgt.
Und denken Sie daran, dass das Kind bei solchen Mengen praktisch nur Nudeln ohne Soße isst!
- Krankenversicherungsprämien. Dies ist ein nicht zu vernachlässigender Fixkostenanteil, der unerlässlich ist.
- Die Kosten der Fremdbetreuung der Kinder. Hier handelt es sich primär um Kosten der Krippe, Tagesmutter, Hort, bzw. Babysitter, welche tatsächlich an Dritte bezahlt wurde (d.h. keine Kosten der Grosseltern, welche sich kostenlos um ihre Enkelkinder kümmern).
- Wesentliche Schul- und Transportkosten (mindestens Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad- und Motorradkosten usw.)
- Nicht abgedeckte medizinische Kosten (z. B. Zahnarzt, Brille) und/oder die Höhe der Selbstbeteiligung.
- Besondere Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Behinderung des Kindes.
Insgesamt betragen diese Fixkosten (und damit die Kosten) für den Unterhalt des Kindes also mindestens CHF 1’200 bis CHF 1’500 pro Monat.
Zur Information, hier die üblichen Kosten für ein Kind, wie sie im Wallis im Jahr 2010 geschätzt wurden: Übliche Kosten Kind
Zu den Fixkosten kommen die variablen und speziellen Kosten (Kosten für Sport, Schulkantine, ausserschulische Aktivitäten, Klavier- oder Tanzunterricht, Ferien, Telefon- und Internetkosten (für Jugendliche!!), Taschengeld etc.