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Am Sonntag wählen die Libanesen ein neues Parlament – mitten in der tiefsten Krise ihrer Geschichte. Eine Reise quer durch ein Land zwischen Hoffnung, Apathie und Tristesse.
«Dieses Land ist völlig am Ende», sagt Walid Kanatani und blickt aufs Meer. «Daran werden auch die Wahlen nichts ändern.» Bei der Parlamentswahl am Sonntag will er seine Stimme deshalb niemandem geben. «Die Leute, die kandidieren, sind alles Hurensöhne», sagt er. «Und die Stimmen werden sowieso gekauft.»