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Hybride Räume zwischen Dorf und Stadt
2017
Marietta Schenk
Description
Das Projekt Hybride Räume zwischen Stadt und Dorf rückt die Frage nach der Aufhebung der Stadt-Land-Differenz im Schweizer Mittelland ins Zentrum seines Interessen und untersucht diese visuell. Es will aufzeigen, anhand welcher Phänomene, Objekte und Aktivitäten sich die angebliche Angleichung von Stadt und Land manifestiert und wie Urbanität und Ländlichkeit in den konkreten Situationen vermittelt und inszeniert werden. In einer fotografischen Untersuchung werden fünf Orte, die sich zwischen ländlich geprägtem Dorf, Agglomeration und Stadtquartier bewegen, anhand von unterschiedlichen Beobachtungskategorien einander gegenübergestellt. Die Fotografien entstehen bei mehreren Begehungen der Orte, das Bildmaterial wird anschliessend nach verschiedenen Kategorien geordnet, verglichen und zusammengestellt. Das Projekt hat zum Ziel, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Orte zu beobachten, sicht- und erfahrbar zu machen. Es will dem immer noch vorherrschenden Bild von Stadt und Land, das auf einer Stadt-Land-Dichotomie aufbaut, entgegenwirken und ein «realistischeres» Bild entgegensetzen. Des Weiteren sollen die Beobachtungen dabei helfen, Räume besser zu verstehen und mittels Bilder Potentiale, die sich in den hybriden Strukturen herausbilden, zu veranschaulichen. Während des Masters an der Hochschule der Künste Bern fand neben einer breiten Recherche, theoretischen Einarbeitung in das Themengebiet und der Definition des methodischen Settings eine exemplarische Untersuchung anhand der Fallbeispiele der Agglomerationsgemeinde Jegenstorf und des Berner Stadtquartiers Breitenrain statt. In einer nächsten Projektphase soll das Datenmaterial durch die Orte Corban, Ostermundigen und Europaallee Zürich erweitert und die Erkenntnisse präsentiert werden.