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In diesem Beitrag soll die Obwaldner Kulturlandschaft im Spiegel der Namen und Namenschichten betrachtet werden. Neben den archäologischen Funden sind die schriftlich oder mündlich tradierten Orts- und Flurnamen die frühsten Quellen zur Siedlungs- und Kulturgeschichte. In Namen sind oft Spuren von früher gesprochenen Sprachen versteckt; um diese zu enträtseln, muss die Sprachwissenschaft zu Hilfe kommen. Keltisch redete der helvetische Stamm, der nach 400 v. Chr. das spätere Obwalden besiedelt hat - zu ihm stiessen um die Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. die Römer, die das Lateinische (Provinzialrömische) als Amtssprache einführten. Nach dem Jahr 700 n. Chr. drangen allmählich die deutschsprechenden Alemannen nach Unterwalden ob dem Wald ein und vermischten sich mit der vorher anwesenden keltisch-römischen Bevölkerung.
«Die Natur entfaltet vor uns eine bunte und nach allen sinnlichen Eindrücken hin gestaltenreiche Mannigfaltigkeit. Alles dies finden wir in analogen Anklängen in der Sprache wieder.»
– Wilhelm von Humboldt