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Parodontitis (früher wurde sie auch Parodontose genannt) ist eine chronische Infektion des Zahnbettes. Das Hauptproblem besteht aber nicht im entzündeten Zahnfleisch, sondern darin, dass sich aufgrund der Entzündung der Kieferknochen zurückbildet. Dadurch ist der Halt der Zähne nicht mehr gewährleistet, was schlussendlich zum Zahnverlust führt.
Zur Diagnostik der parodontalen Erkrankungen gehört zuallererst das Bestimmen der Taschentiefe. Hier auf dem Bild wird die Taschentiefe (sog. Parodontalbefund) mit einer Parodontalsonde bestimmt. In der Regel werden vier verschiedene parodontale Befunde unterschieden.
Kleiner, schneller Parodontalbefund, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.
Parodontalbefund mit Taschentiefebestimmung bei einem Patienten mit geringem Taschenbefall.
Parodontalbefund mit Taschentiefebestimmung bei einem Patienten mit mittlerem Taschenbefall.
Parodontalbefund mit Taschentiefebestimmung bei einem Patienten mit grossem Taschenbefall.
Die Folgen einer Parodontitis sind im Endstadium für den Zahn fatal und für den Patienten äusserst unangenehm.
Im Bild links sehen wir einen Zahn mit sehr tiefen parodontalen Taschen. Unter und auf dem Zahnstein befinden sich immer Bakterien, welche früher oder später zu einer massiven Entzündung des Zahnfleisches und danach zu einer Entzündung des Knochens führen, in welchem der Zahn verankert ist. Der abgebildete Zahn links hat keine gute Prognose, die Tasche ist schon zu tief und eine Extraktion (Entfernung des Zahnes) wird nötig sein, da sich der Knochen nicht regenerieren kann. Alternativ wäre eine Behandlung denkbar, weil noch keine Entzündung bis zur Wurzelspitze vorhanden ist und der Zahn noch vital ist. Diese Behandlung ist allerdings sehr aufwändig und erfordert eine sehr intensive Mundhygiene seitens des Patienten und die Prognose bleibt trotzdem noch schlecht.
Im Bild links eine schematische Darstellung einer gesunden Zahnfleischsituation ohne Entzündung
Auf dem Bild rechts sehen wir eine Kariesbildung im Anfangsstadium und bakterieller Kontamination. Aus der Zahnfleischentzündung resultiert auch eine Entzündung des so genannten Alveolarknochen über und führt zu dessen Abbau. Sobald dieser Abbau (Knochenverlust) ein gewisses Ausmass erreicht hat, fängt der Zahn an zu wackeln und ist damit schwer kompromittiert. Es ist eine Frage der Zeit bis er nicht mehr erhaltungswürdig ist und gezogen werden muss.
Die oben bereits beschriebene Entwicklung, Bakterien (Plaque) + Zahnstein, welche zur Entzündung und zum Knochenabbau führen, werden hier auf den oberen vier Bilder nochmals verdeutlicht. Auf dem dritten Bild sehen wir deutlich den Knochenabbau in der Höhe und auf dem letzten Bild den vertikalen Einbruch. In diesem Fall sprechen wir von einer schweren Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparats).
Eine genaue Diagnose der Karies rettet vor einer kostenintensiver Wurzelbehandlung.
Bild 1: Intakter Zahn ohne Karies
Bild 2 bis 4: Oberflächliche Kariesbildung ohne Gefahr für die Pulpa (Nerv). Diese Karies (Kariesstadium 1+2) kann durch leichtes Abschleifen vollkommen beseitigt werden (im Fall 2+3), und/oder bei sehr guter Pflege remineralisiert sich der betroffene, demineralisierte Schmelz wieder. Bild 4: Diese (noch) harmlose Karies (Kariesstadium 2) kann auch noch bei sehr guter Pflege mit fluorhaltigen Produkten remineralisieren. Es bleibt aber in der Regel ein dunkelbrauner Punkt, bzw. Fleck bestehen. Um diesen aus ästhetischen Gründen zu entfernen bedarf es einer kleinen Komposit-Füllung oder wie hier in diesem Fall einer Fissurenversiegelung.
Bild 5: Diese relativ tiefe Karies hat bereits die Schmelzschicht durchquert und das Dentin erreicht. Wir reden hier vom Kariesstadium 3+4. Diese Karies kann in der Regel noch ohne Wurzelkanalbehandlung durch Abtragen der beteiligten Zahnhartsubstanz (Schmelz und Dentinanteile) beseitigt werden. Die Reparatur kann mittels einer Kompositfüllung, Inlays oder einer Krone erfolgen.
Bild 6: Diese bereits tiefe Karies hat die Zahnpulpa erreicht. Im Volksmund wird die Zahnpulpa oft nur als Nerv bezeichnet. In der Tat handelt es sich aber um einen oder mehrere Nerven, zu- und abführende Blutgefässe sowie Gewebe. Hier ist eine Wurzelkanal-behandlung als Theapie unumgänglich. Als Alternative kann eine Zahnentfernung in Betracht gezogen werden.
Bild 7+8: Die Karies hat wie im Fall des Bild 6 die Pulpa erreicht und hat zusätzlich zu einer Entzündung in der Region des Pulpaaustritts, an der Wurzelspitze geführt. Diese Entzündung führt zu einem lokalen Knochenabbau und ist auf dem Röntgenbild meist sichtbar. Auf einem dreidimensionalen Röntgen ist diese Entzündung besser sichtbar bzw. besser lokalisierbar. Gelegentlich kommt es zur Eiterbildung und einer akuten Pulpitis (Entzündung der Pulpa), welche oft mit heftigen Schmerzen einhergeht. Breitet sich diese Entzündung noch weiter im Knochen aus, reden wir von einem intraossären Abszess. Breitet sich dieser weiter aus und durchbricht den Knochen und weitet sich in die Weichteile (Wange, Mundboden) aus, reden wir einfach von einem Abszess (Wangenabszess, Mundbodenabszess, Gaumenabszess, usw).
Bild A: Einfache, okklusale Karies (auf der Kaufläche)
Bild B: Approximale (oder interdentale) Karies, welche hier bereits durchschimmert. Diese Art von Karies ist allerdings meist nur auf dem Röntgenbild sichtbar. Ist diese einmal von der Seite sichtbar (sie schimmert durch), so hat sie in der Regel bereits eine beträchtliche Grösse erreicht, sodass eine Wurzelbehandlung nötig sein könnte.
Bild C: Zahnhalskaries (cervikale Karies)
Wie der Name es bereits sagt, entwickelt sich diese an den Zahnhälsen (Übergang von der Zahnkrone zur Zahnwurzel).
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