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Je nach Alter haben Hunde unterschiedliche Bedürfnisse, was die Ernährung betrifft. Eine ausgewogene Ernährung, die Ihren Vierbeiner mit Vitaminen, Nährstoffen und Mineralien versorgt, ist wichtig für ein langes und zufriedenes Hundeleben. Welpen, Junghunde, tragende und säugende Hunde haben beispielsweise einen höheren Energiebedarf als ältere Hunde.
Welpen und Junghunde
In den ersten Wochen werden Welpen von der Mutter gesäugt. Falls die Mutter nicht über genügend Milch verfügt, muss der Nachwuchs mit einer speziellen Ersatzmilch ernährt werden. Neugeborene Hunde dürfen nicht lange ohne Nahrung bleiben, da nur circa 1.3% des Körpergewichts aus Fett besteht. Trächtige und säugende Hündinnen können mit Junior-Futter gefüttert werden, sodass der erhöhte Energiebedarf gedeckt wird. Ist die Gewichtsentwicklung der Welpen unbefriedigend, muss bereits nach wenigen Wochen eine Beifütterung erfolgen.
Das Geburtsgewicht von Welpen ist bedeutend für Wachstum und Entwicklung der Hunde. So ist das Geburtsgewicht von Welpen grosser Hunderassen eher gering im Verhältnis zu ihrem Endgewicht im erwachsenen Alter.
Entwicklungsphase
Ab der fünften Woche beginnt die Entwöhnung von der Muttermilch. Voraussetzung ist eine ausreichende Beifutteraufnahme. Mit ungefähr zwei Monaten sind Welpen von der Muttermilch entwöhnt. Jetzt ist es an der Zeit, sie mit einem ausgewogenen Futter zu versorgen, das speziell für diese Wachstumsphase gedacht ist. Hier gilt es zu beachten, dass die unterschiedlichen Hunderassen auch verschiedene Bedürfnisse haben. Die Gewichtsentwicklung variiert von Individuum zu Individuum: So benötigt ein Neufundländer bis zu zwei Jahre, bis er ausgewachsen ist, ein Dackel dagegen nur acht Monate.
Bestimmte Körpergewebe und Organsysteme sind in den ersten Lebensmonaten ganz besonders auf eine richtig zusammengesetzte Nahrung angewiesen, um sich optimal entwickeln zu können. Bewegungsapparat, Fortpflanzungssystem, Abwehrsystem, Haut und Fell sowie Lunge und Atemwege müssen sich ausbilden. Die Knochen bestehen beim Welpen überwiegend aus Knorpeln, die sich erst mit der Zeit festigen. Von daher muss das Futter über ausreichend Calcium und Phosphor verfügen, damit sich die Knochen richtig ausbilden. Schnell wachsende, grosswüchsige Rassen haben häufig Skeletterkrankungen aufgrund einer Über- oder Unterversorgung mit Calcium und Phosphor.
Kleine und grosse Rassen
Grosse Hunderassen dürfen nicht zu viel Energie und Nährstoffe bekommen, da sie sonst zu schnell wachsen. Kleinere Hunderassen haben einen höheren Energiebedarf als grössere Artgenossen. Es gibt spezielles Hundefutter für Welpen kleiner, mittlerer und grosser Rassen.
Hinweis: Welpen haben sehr kleine Mägen und können noch noch nicht so viel Nahrung auf einmal zu sich nehmen. Daher sollten ihnen viele kleinere Mahlzeiten am Tag angeboten werden.
Erwachsene Hunde
Im Normalfall können Sie Ihrem Welpen ab dem ersten Lebensjahr Futter für erwachsene Hunde geben. Grössere Rassen (Doggen, Bernhardiner u.a.) können je nachdem schon ab dem 9. Monat normales Futter bekommen, damit eine zu hohe Energiezufuhr oder Übergewicht vermieden wird. Im Zweifelsfall können Sie Ihren Tierarzt fragen, ab wann Ihr Hund Futter für erwachsene Hunde bekommen sollte.
Für erwachsene Hunde sind mehrere Mahlzeiten mit kleinen Portionen ebenfalls bekömmlicher. Je nach Rasse und körperlicher Aktivität ist die Fütterungsmenge dementsprechend anzupassen. Alle ausgewachsenen Hunde müssen ausreichend Energie und Nährstoffe erhalten. Es ist von Rasse und körperlicher Aktivität abhängig, wie hoch dieser Bedarf ist. Die meisten Hunde werden im Alter ruhiger, weswegen die Energiezufuhr reduziert werden muss, sodass Ihr Hund nicht zu viel Gewicht hat.
Senioren
Kleinere Hunde zählen zwischen 10 oder 12 Jahren, mittlere Rassen ab 7 bis 10 Jahren und sehr grosse Hunde (Dogge) bereits mit 5 oder 6 Jahren zum reiferen Semester. Die Einteilung zum Senior ist von Tier zu Tier individuell: Zeigt sich Ihr Liebling unverändert aktiv und gesund, ist eine Futterumstellung auf Senior nicht zwingend notwendig. Fallen Ihnen jedoch typische Altersbeschwerden oder eine eingeschränkte Bewegung auf, sollte auf Senior umgestiegen werden, sodass Übergewicht oder Mangelerscheinungen vermieden werden.
Alterungsprozess
Im Alter verändert sich sowohl Stoffwechsel als auch Immunkompetenz bei Hunden. Die Produktion der Magensäure verringert sich und das Zahnfleisch wird anfälliger für Entzündungen. Je älter das Tier, desto mehr sinkt der Energiebedarf aufgrund der verringerten Stoffwechselrate und verminderten körperlichen Aktivität. Die Körpermasse und Muskeln bauen sich mit zunehmendem Alter ab.
Reifere Tiere sind eher stressgefährdet, weswegen fehlende Proteinreserven durch hochwertiges und leicht verdauliches Protein ausgeglichen werden müssen. Wertvolles, fettarmes Fleisch ist gefragt, sodass dem veränderten Stoffwechsel Rechnung getragen wird. Damit die Verdauung und Verwertung der Nährstoffe nicht belastet wird, ist Getreidefreies Futter für Senioren zu empfehlen. Des Weiteren ist eine tägliche Fütterung mit 2-3 Portionen zu empfehlen. Grössere Stücke sollten zerkleinert werden und je nachdem mit warmem Wasser angeboten werden.
Fütterungsrituale
Einige Senioren trinken weniger, weswegen die Fütterung von Nassfutter (oder eine Mischfütterung von Trocken und Nass) eine sinnvolle Alternative darstellt. Falls Sie mehrere Hunde besitzen, sollte jedes Tier seinen eigenen Fress- und Futternapf haben, sodass kein Futterneid aufkommt.
Zwar sind Hunde von Natur aus Schlingfresser: Viele Hunde inhalieren praktisch ihr Futter und schlingen es in einer atemberaubenden Geschwindigkeit herunter. Dies kann je nachdem zu Schlundverstopfungen, Magendrehungen oder Zahnsteinbildung und Mundgeruch führen. Daher kann es helfen, dem Hund mehrere Futterportionen am Tag zu geben. Ein Anti-Schling-Napf kann die Futteraufnahme verlangsamen.
Wenn Sie Ihrem Liebling Essen aus dem Kühlschrank geben, nehmen Sie die Speise zwei Stunden vorher aus der Kälte. Tiefgefrorene Produkte sollten 24 Stunden vorher aufgetaut werden. Essensreste, die nicht innerhalb von einer Stunde verzehrt werden, sollten entfernt werden. Andernfalls kann Ihr Vierbeiner sich den Magen verderben.
Frisches Wasser muss den Tieren jederzeit zur freien Verfügung stehen.
Appetitlosigkeit
Bei Verdauungsproblemen kann es durchaus vorkommen, dass der Hund instinktiv weniger frisst. Verweigert Ihr Tier die Nahrungsaufnahme komplett oder frisst einige Tage nacheinander auffällig wenig, sollten Sie umgehend einen Tierarzt zu Rate ziehen.