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Emilie Kempin-Spyri (1853 - 1901) war ihrer Zeit weit voraus. Verheiratet und als Mutter von drei Kindern immatrikulierte sie sich 1885 an der Universität Zürich. Trotz abgeschlossener Dissertation war es ihr als Frau nicht möglich, als Anwältin zu praktizieren. Sie entschloss sich daher, die Schweiz zu verlassen und nach New York auszuwandern, wo sie an einer von ihr gegründeten Rechtsschule für Frauen unterrichtete.
Zeitlebens kämpfte Kempin-Spyri für ihre Zulassung als Anwältin und zerbrach schliesslich an diesem erfolglosen Kampf sowie an hinzugekommenen privaten Problemen.
(Foto: Schweizerisches Sozialarchiv Zürich, F-Ka-0002-001)