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Per Ende der laufenden Saison ist Schluss: der langjährige Spitzenhandballer in Diensten des RTV 1879 Basel, der Kadetten Schaffhausen und der Schweizer Nationalmannschaft (40 Spiele/74 Tore), Florian Goepfert (wird im kommenden Sommer 30), hängt den Spitzensport an den Nagel und tritt ins zweite Glied zurück. Goepfert, den «sein» Sport ab dem 16. Lebensjahr bis heute praktisch täglich begleitet hat, will inskünftig andere Prioritäten setzen und den Aspekten Privatleben und Beruf mehr Zeit einräumen.
Seine Juniorenzeit durchlief Rechtshänder Goepfert bei HB Blau Boys Binningen, ehe er 2003 im Alter von 15 Jahren zum damaligen NLB-Club RTV 1879 Basel wechselte. 2010 erfolgte der Wechsel zum Schweizer Serienmeister Kadetten Schaffhausen, mit dem Florian Goepfert dreimal Schweizermeister, zweimal Cupsieger, viermal Supercupsieger sowie diverse Champions-League-Einsätze hatte. Zudem wurde er im Jahre 2009 zum gesamtschweizerischen Newcomer des Jahres gewählt.
2014 kehrte Florian Goepfert von Schaffhausen zum RTV 1879 Basel zurück. Dies mit dem Ziel, den RTV wieder näher an die Spitze zu bringen und den Berufseinstieg voranzutreiben. Zurück in Basel wagte er als 26-Jähriger zudem einen Positionswechsel vom linken Flügel zum zentralen Aufbauspieler (Spielmacher). Seither fungiert Goepfert als Aufbauspieler, so auch in der aktuellen NLB-Saison, in welcher der Binninger bislang in 13 Spielen 43 Tore erzielte und einen wichtigen Part einnimmt. Perfekter Karrierenabschluss wäre natürlich der direkte Wiederaufstieg mit dem RTV in die NLA per Ende dieser Saison. In neun Jahren Nationalliga A bestritt Florian Goepfert 277 Spiele und erzielte dabei 907 Tore. Die Werte aus fünf Jahren NLB sind darin nicht enthalten. Goepfert ist zweifelsohne das grösste Handballtalent der Nordwestschweiz der jüngeren Vergangenheit, nicht zufällig erhielt er 2009 den Sportförderpreis des Kantons Basel- Landschaft. Insgesamt bestritt er neun Saisons in der NLA, fünf Spielzeiten in der NLB und durchlief sämtliche Schweizer Junioren-Nationalmannschaften. Die Teilnahme an einer Europa- oder Weltmeisterschaft indes blieb ihm versagt.
Seinen Rücktritt vom Leistungssport begründet Goepfert mit der enormen zeitlichen und körperlichen Belastung, welche der Handball-Spitzensport mit sich bringt. «Es wird laufend schwieriger, alles unter einen Hut zu bringen. Meinem Anspruch, alles mit grösstem Einsatz anzugehen, werde ich dadurch leider nicht mehr gerecht. Aus diesem Grund ist zunehmend der Wunsch gewachsen, vom Spitzensport zurückzutreten, um den Aspekten Beruf und Privatleben mehr Platz einzuräumen. So freue ich mich zum Beispiel auf die kommende, ungebundene Ferienplanung», sagt Goepfert mit einem Schmunzeln. Zudem wird er im Sommer seinen Master of Advanced Studies im Immobilien-Management beenden und neue berufliche Ziele anstreben. Goepfert wird der regionalen Handballszene sicher erhalten bleiben, in welcher Form ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.