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Operation bei Myasthenia gravis
Bei der Myasthenie kommt es zu einer Abschwächung der Muskelfunktion, welche insbesondere die Augenlider gelegentlich auch das Zwerchfell und andere Muskeln betreffen kann. Die Ursache für die Myasthenie ist oft eine tumoröse Veränderung im Thymus und eine operative Entfernung dieses Tumors wird notwendig. In der Regel kann der Thymus im Falle einer Myasthesnie thorakoskopisch von links her mit speziellen Instrumenten vom Herz, der Aortenwurzel und der Brustorgane abgelöst werden und dann manchmal durch eine kleine Zusatzinzision am Hals radikal entfernt werden. Die Operation bringt in der Regel einen durchschlagenden Erfolg bezogen auf die Verbesserung der Symptome bei Myasthenia gravis. Der Spitalaufenthalt ist meistens weniger als eine Woche.
Operationen bei bösartigen Thymustumoren
Findet sich am Thymus ein bösartiger Tumor wird die Behandlung sehr komplex werden. Einerseits ist gelegentlich eine Vorbehandlung mit Vorbestrahlung und Chemotherapie notwendig und in einem zweiten Schritt dann die operative Behandlung. Die bösartigen Tumore des Thymus haben die Schwierigkeit, dass der Thymus eine relativ unscharfe Grenze zu den Nachbarorganen hat und auch keine grossen Abstände zu den Nachbarorganen vorhanden sind. Dies führt dazu, dass gelegentlich Thymustumore nicht in einer einzigen Operation, sondern in zweitzeitigen Therapieschritten mit zwischendurch Strahlenbehandlung oder Chemotherapie entfernt werden müssen. Die Behandlung der bösartigen Thymuskrankheit ist demzufolge komplex und involviert meistens nicht nur Chirurgie, sondern auch andere Spezialitäten.