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Der Silberschatz
58 kg reines Silber, verarbeitet zu 270 Objekten wie Platten, Löffel, Münzen und vielem mehr: der Silberschatz von Augusta Raurica ist einer der wertvollsten und wichtigsten Schätze der Spätantike.
Seine Besitzer waren hochrangige Gefolgsleute des Kaisers. Neben Privatgeschenken finden sich im Silberschatz auch Geschenke des Kaisers selbst. Damit sicherte er die Loyalität seiner Untergebenen und festigte die freundschaftlichen Beziehungen.
Der damalige Wert des Silberschatzes war immens: Er entsprach dem Jahressold von 230 Legionären. Und all dies gehörte zuletzt einem, vielleicht auch zwei hohen Offizieren der Armee. Um 351 n. Chr. vergruben sie den Schatz im Castrum Rauracense: eine Vorsichtsmassnahme im Zusammenhang mit innenpolitischen Machtkämpfen und einer damals starken Bedrohung durch die Germanen. Ausgegraben wurde er nicht mehr – bis 1961, als ein Bagger die Objekte bei Bauarbeiten freilegte. Entdeckt wurde der Schatz durch Zufall im Frühjahr 1962. 18 Stücke tauchten allerdings erst 1995 wieder auf.