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Die Anfänge
Die ersten bekannten und auch tanzbaren Salsa Orchester in Venezuela entstanden zu Beginn der vierziger Jahre. Einige wurden von den kubanischen Orchester wie zum Beispiel el gruppo "Casino de la playa" und andere von nordamerikanischen Band`s inspiriert.
Ohne Zweifel waren die ersten Pioniere Luis Maria Frómeta geboren in der dominikanischen Republic aber in Caracas lebend, gefördert von "Billo", Luis Alfonzo Larrain , Jesús "Chucho" Sanoja, und viele andere, welche in den vierziger Jahre viel Freude an dieser Musik in Venezuela verbreiteten.
Diese ersten Orchester unterhielten das venezuelanische Publikum, in dem sie Guarachas, Merengues (Dominikaner und Venezuelaner), Boleros, Paso Dobles und auch andere Rhytmen spielten. In diesem Szenarium erhielt man sich gegenseitig die Traditionen und koppelte schlussendlich Ende sechziger Jahre an die Musikrichtung "Salsa" an, welche zu jener Zeit von Kubanern und in New York lebenden Puertoricanern produziert wurde.
Hagase la salsa!
Die Legende sagt, dass der venezuelanische Radiomoderator Phidias Danilo Escalona derjenige war,. welcher das Wort "SALSA" erfunden und erstmals gebraucht habe (zumindest behaupten das seine Zuhörer und Fan`s jener Zeit).
An fast allen musikalischen Events vermarktet mit Sätzen wie: "Hagase la Salsa... y la SALSA se hizo!!!" und durch sein Radioprogramm: "La hora del sabor, de la salsa y el bembé" wurde dieses Konzept ins ganze Land gesendet, auch in andere karibische Länder, schliesslich auch nach New York und danach auf die ganze Welt!
La Primera Piedra.
Die erste Aufzeichnung und Produktion dieser Art Musik wurde von Federico Betancourt mit seinem Orchester: "Federico y su Combo Latino" realisiert. Sein Album:"Llegó la Salsa" war die Detonation der "bomba" welche in allen wichtigen Städten von Venezuela einschlug. In diesem Orchester spielten die wichtigsten Interpreten dieser Epoche wie zum Beispiel Rogelia "Canelita" Medina, José "Joe" Ruíz, el "negrito Calavén", Carlín Rodríguez und Dimas Pedroza. Nach diesem wichtigen Moment entstanden in einer art Kettenreaktion sehr viele Orchester in Venezuela. Im ganzen Land wurde nun zur Musik von "Los Dementes" mit ihren berühmten Sängern Teo Hernández, Dimas Pedroza y "Watusi" getanzt und es blühten weitere Salsa Artisten auf welche begannen diese Musik weiter im Land zu vermarkten und zu verbreitendes. Dies geschah gegen Ende der sechziger Jahre und war ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Salsa in Venezuela.
Die "Dimensión Latina", entstanden im Jahre 1972 und verzeichnete sofort einen riesigen Erfolg im eigenen Lande. Wladimir Lozano und Oscar D' León welche erfolgreiche Stücke von kubanischen Orchestern der 40er und 50er Jahre wieder zum Leben erweckten, verzeichneten damit einen fenomenalen Erfolg! Aus der "Dimensión Latina" entstanden weitere Orchester mit etwas weniger Erfolg, nur Oscar D' León schaffte es seinen nationalen und internationalen Erfolg zu festigen. Als Oscar D' Leon die "Dimensión Latina" verliess, wurde ein anderer Sänger unter Vertrag genommen: Der Leadsänger des damaligen Orchester "El Gran Combo de Puerto Rico", es war el signor Andy Montañez, danach Rodrigo Mendoza und "Maracucho" Argenis Carruyo.
Nach der Trennung von der Dimension Latina taucht "Oscar D' León y su Salsa Mayor" auf dem Markt auf. Oscar fing an mit Leo Pacheco (ursprünglich vom Orchester "La Renovación") zusammenzuarbeiten und brachte weitere Artisten an seine Seite: Enrique "Culebra" Iriarte, William Pucci und Alfredo Padilla; Oscar schaffte es in kurzer Zeit das Publikum für sich zu gewinnen und verstand es ebenfalls die Wünsche und Präferenzen der Tänzer und "fanaticos de la Salsa" in seinen Stücke zu integrieren. Zu einem späteren Zeipunkt aber trennte sich Oscar wieder von dem Orchester wegen Differenzen mit einigen Mitgliedern der Band.
"Oscar D' León y su Orquesta" - das neue- und "La Salsa Mayor" auch wenn auf verschiedenen Wegen, spielten weiterhin mit viel Leidenschaft. Die "Salsa Mayor" wurde nun auch noch von einem weiteren Ex-Star von "El Gran Combo de Puerto Rico" Pellín Rodríguez verstärkt! Danach kamen noch Carlos "el Grande de Panamá" und Freddy "Costello" Nieto dazu.
La Dimensión schaffte es nicht zu überleben, und mit der Zeit zerbrach das Orchester und fast alle Mitglieder fanden neue Herausforderungen in anderen Gruppen jener Zeit. Die "Salsa mayor" spielte noch einige Zeit mit Erfolg, sackte danach aber wieder ab während Oscar D' León es schaffte die Grenze zu überschreiten und sich zu dem Artisten entwickelte welchen viele Fan`s heute als "Nuestro embajador musical por excelencia" bezeichnen! Dies bestätigen auch andere Teile der Welt wie zum Beispiel viele europäische Länder, auch Japan, die Karibik, Nord- und Mittelamerika... fast die ganze Welt verneigt sich vor dem Talent Oscar D' León!
Nicht alles war Ursprung von der "Dimension Latina" in Venezuela. Aus einer in New York entstandenen Band mit dem Namen "Joe Cuba y su Sexteto" entstehen zwei weitere Sextette, welche sich dann später zu einem grossen Orchester zusammenschliessen: Carlos "Tabaco" Quintana zusammen mit dem "Sexteto Juventud" verzeichnete in Caracas grossen Erfolg! Danach die Gruppe "Mango" mit Moises "Ajoporro" D'ubaterre", José "Cheo" Navarro und dem Veteran Sänger "Joe" Ruíz. Eine weitere Band welche sich bildete war "La Banda y su Salsa Joven", grösstenteils beeinflusst durch die "Dimensión Latina", präsentieren neue Stars wie Larry Machado, Ender Sulbarán und Carlos "Kutimba" Spósito ihre Stücke.
El Idolo del Barrio : Orlando José Castillo - "Watusi"
Zwischenzeitlich entwickelte sich in den Slums von Caracas ein weiteres Talent mit dem Namen Orlando José Castillo - "Watusi". Er war bereits Sänger in der Gruppe "Los Dementes", und vermittelte in seinen Liedern vor allem Alltagsgeschehnisse aus dem Armenviertel von Caracas. "Watusi" lebt nun schon seit mehreren Jahren in Milano (Italien) und vermittelt dort ungebremst den "sabor" der venezuelanischer Salsa!
Pa' La Guaira me voy ....
Eine Nennung hier hat sich sicherlich auch Natividad Martínez (Naty) verdient, der "Caraqueño de La Vega" - unumstrittenes Talent - welcher zuerst mit "Naty y su Charanga" und danach "Naty y su Orquesta" zeigte, dass wenn es darum ging ausgezeichnete Salsa zu produzieren, mit seiner Stimme viele Zuhörer begeisterte!
Son de Altura.
Einige ältere Musiker aus Venezuela, allen voraus: Carlos "Pan con queso" Landaeta, Santiago "Alacrán" Tovar , José Rosario Soto und später auch "Canelita" Medina, frischten den Son Cubano auf venezuelanische Art und Weise wieder auf und produzierten unter dem Namen "Sonero Clásico del Caribe" zahlreiche Stücke! Der Veteran aus Caracas, "Coco" Ortega, machte das selbe mit einer eigens gegründeten "sonora"-Formation und präsentierte sich als "Coco y su Sabor Matancero", und reanimierte Erfolgslieder der legendären kubanischen "Sonora Matancera" neu, viele Jahre bevor dies dann auch in Kolumbien von der Gruppe "Alquimia" gemacht wurde.
Im Jahre 1977, entsteht aus den Händen des Schlagzeugers/Musikers das Projekt "Trabuco Venezolano", welches eine Alternative zur damaligen aktuellen Weltmusik bot und eher eine Art typische Musik für die Stadt Caracas war . Auch andere Gruppen wir zum Beispiel "Melao" mit dem Leadsänger Ilan Chester verzeichneten zu dieser Zeit Erfolge in Venezuela.
Die Klänge von Guaco.
In diesen Jahren entsteht ebenfalls eine weitere wichtige Gruppe von Gaitas "Guaco", geleitet von Gustavo Aguado, welcher dem Publikum diesen Rhytmus aus Venezuela weiter schmackhaft machte und expandiert ebenfalls auf internationaler Ebene. Diese Gruppe, geprägt von Abgängen und Rückkehr der Mitglieder, verzeichnete aber trotzdem ununterbrochen Erfolg auf dem ganzen lateinamerikanischen und europäischen Markt!
Die Salsa Ladys aus Venezuela
Die Königing der venezuelanischen Rumba hat auch einen Vor und Nachnamen:"Canelita" Medina. Seit eh und je immer nur "Canelita" genannt, hat sie der Salsa Bewegung in Venezuela immer wieder neuen "sabor" verpasst . In den 80er Jahren, gab es aber auch noch viele andere Frauen mit Erfolg in Venezuela. Unter ihnen: Soledad Bravo welche sogar mit Willie Colón eine Produktion realisiert hat. Trina Medina, die wunderhübsche Sängerin welche es geschafft hat mit verschiedenen Musikrichtungen wie zum Beispiel "boleros" aus dem Repertoire von Celia Cruz oder aber auch mit Jazz das Publikum zu begeistern! Schlussendlich auch nicht zu vergessen die talentierte Maria Rivas.
Ende 20stes Jahrhundert.
In den neuziger Jahren enteht auf dem venezuelanischen Musikmarkt die Gruppe "Los Adolescentes", geleitet vom Pianisten "Porfi" Baloa, welche das gleiche durchmachten wie so viele andere junge Musikergruppen in diesen Jahren, nämlich dass es Differenzen und Unstimmigkeiten zwischen den Mitgliedern der Gruppe gab. Daraus entstand dann wiederum das Orchester "Pasión Juvenil".
Eine weitere Neuigkeit waren "Salserín" eine Gruppe sehr junger Leute aus welchen dann mit den Jahren " Los Hermanos Primera" (Servando y Florentino) wurde.
Los Adolescentes aber hat weiterhin die Nase vorn gegenüber anderen Gruppen, da diese weiterhin Stabilität und Langlebigkeit ihrer Formation zeigen, sei es auf dem venezuelanischen wie auch auf dem amerikanischen Musikmarkt!