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The Secret Life of Words
Regie: Isabel Coixet
Darst.: Sarah Polley, Tim Robbins, Sverre Anker Ousdal, Javier Cámara, Julie Christie, Dean Lennox Kelly, Daniel Mays, Emmanuel Idowu, Eddie Marsan u.a.
Auf einer Bohrinsel im Nordatlantik wird der Arbeiter Josef durch eine Explosion schwer verletzt. Zur gleichen Zeit wird in einer nordirischen Stadt die gewissenhafte Fabrikarbeiterin Hanna von ihrem Chef zur Erholung in die Ferien geschickt. Doch die wortkarge junge Frau hat keine Lust auf süsses Nichtstun und meldet sich auf ein Inserat, in dem Krankenpflegerinnen gesucht werden. In ihrem früheren Leben hatte Hanna in diesem Beruf gearbeitet. Sie stammt aus Bosnien und ist eine Überlebende aus einem Konzentrationslager der Balkankriege. Auf der Bohrinsel beginnt nun eine sachte Annäherung zwischen zwei schwer Versehrten … Ein Jahrzehnt nach dem Ende der Balkankriege mit ihren Massakern und Massenvergewaltigungen hat die katalanische Regisseurin und Drehbuchautorin Isabel Coixet in Sarajevo zahlreiche Gespräche mit Frauen geführt, die diese Gräuel überlebt haben. Daraus entstand die Figur der Hanna, die, wie bereits in Coixets vorherigem Film «My Life Without Me», erneut mit grösstem Einfühlungsvermögen von Sarah Polley verkörpert wird. Bei ihren Recherchen stiess Coixet auch auf die dänische Ärztin Inge Genefke, die sich seit zwanzig Jahren dem Aufbau von Rehabilitationszentren für Folteropfer in aller Welt widmet. Gespielt wird diese beeindruckende Frau in einer Nebenrolle von Schauspiellegende Julie Christie, die ihrerseits in einer der emotional stärksten Szenen Polleys Filmpartner Tim Robbins, der den Arbeiter Josef verkörpert, darum bittet, Hanna einfach in Ruhe zu lassen. Ihre seelischen Verwundungen seien zu schwer, als dass er ihr helfen könne. Bei den Goyas 2006 gewann «The Secret Life of Words» neben der Auszeichnung als bester Film noch in drei weiteren Kategorien und wurde damit zum meist ausgezeichneten spanischen Film jenes Jahres. Joachim Kurz schreibt auf kino-zeit.de: «Auch mit ihrem zweiten englischsprachigen Spielfilm ist Isabel Coixet ein wunderbarer, leiser und emotional anrührender Film über Menschen in Extremsituationen gelungen. Abermals ist es die kanadische Schauspielerin Sarah Polley, die der weiblichen Heldin Coixets auf kongeniale Weise Tiefe, Anmut und Wahrhaftigkeit schenkt, während Tim Robbins erneut unter Beweis stellen darf, warum er einer der heimlichen Stars des amerikanischen Films ist.»