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An den Schiess-Weltmeisterschaften im spanischen Granada blieb am ersten Wettkampftag der erhoffte Schweizer Exploit aus. Der Düdinger Pascal Loretan klassierte sich im internationalen Teilnehmerfeld als 52. und somit als bester Schweizer. «Grundsätzlich war das ein solider Wettkampf und der Fokus vorhanden. Die erste Passe gelang mir allerdings nicht wunschgemäss.» Die Messlatte für eine Finalqualifikation lag mit 626.3 Punkten hoch, Loretan verfehlte sie deutlich (620.4). Für den 25-Jährigen, der sich nur für die 10 Meter qualifiziert hatte, sind die Titelkämpfe damit bereits vorbei. «Im Hinblick auf die weiteren internationalen Wettkämpfe nehme ich aber viel Erfahrung mit.»
Delleys Zeitmangel bei der WM-Premiere
Direkt hinter Loretan klassierte sich der Schwarzenburger Simon Beyeler, der für die Sportschützen Tafers schiesst. «Ich habe gut gearbeitet, war aber wohl zu nervös. Daher konnte ich nicht gut auslösen, und deswegen verlief die zweite Passe nicht besonders gut.» Danach lief es Beyeler zwar etwas besser, er musste sich dennoch mit 620.3 Punkten zufriedengeben. Morgen tritt Simon Beyeler mit dem Gewehr 50 m, am Freitag erhält er im Dreistellungsmatch 50 m eine weitere Möglichkeit, um seine angestrebte Finalqualifikation zu realisieren.
Claude-Alain Delley (St-Aubin) schloss sein WM-Debüt mit 618.0 Punkten und Rang 67 unter 118 Teilnehmern ab. «Der Start war recht gut, aber ich habe viel zu viel Zeit verbraucht, weil meine Stabilität nicht optimal war. Diese Zeit fehlte mir dann am Schluss.» Wie Beyeler wird auch Delley in den olympischen Disziplinen noch zweimal zum Einsatz kommen.
Zum ersten Weltmeister wurde gestern Haoran Yang gekürt. Der junge Chinese holte sich die Goldmedaille und stellte in der Qualifikation einen neuen Juniorenweltrekord (632.1) auf. Die weiteren Medaillen gingen an den Russen Nasar Luginez (Silber) und den Weissrussen Witali Bubnowitsch. ms