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02 Abschnitt Neuägeri, Schmittli
› Innere Spinnerei – Neuägeri – Schmittli – Zentrale 2
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Der Rämselbach ist seit den grösseren Überschwemmungen von 1934 und 1976 mit Abtreppungen aus Holz und Natursteinen verbaut worden. Sie reduzieren die Fliessgeschwindigkeit und verstärken das Ufer.
Nach der Einmündung des in der Inneren Spinnerei genutzten Wassers in die Lorze wird es mittels Stauwehr sofort wieder in einen Kanal gelenkt, um die Turbine der Spinnerei Neuägeri anzutreiben.
Bevor die neue Fabrik eröffnete, gab es in Neuägeri nur wenige Bauernhöfe. Nach 1846 entstand ein kleines Dorf mit Wirtschaft, Laden, Kontorgebäude, Direktoren-, Angestellten- und Arbeiterhäusern.
Kaum hatte sich die Innerei Spinnerei etabliert, gründeten dieselben Fabrikherren 1846 die Äussere Spinnerei in Neuägeri. 1860 fusionierten die Fabriken. Dazu gehörte auch eine Weberei.
Für die in der Spinnerei arbeitenden Kinder gründete Wolfgang Henggeler 1855 die «Erziehungs- und Arbeitsanstalt am Gubel». In den acht Jahren ihres Bestehens beherbergte sie 488 Kinder.
Beim Schmittli bauten die Wasserwerke Zug 1943 ein Stauwehr, um das Wasser für die Stromproduktion in der Zentrale 2 zu fassen. Das Gefälle erhöhte sich so von den bestehenden 53 auf 83 Meter.
Bis zur Erfindung der Elektrizität wurde die Wasserkraft mittels Wasserrädern direkt am Fluss genutzt. Mit dem Strom der Zentrale 2 konnte nun auch eine Mühle fern der Lorze betrieben werden.