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© UNHCR/S. Modola
Kongolesische Flüchtlinge kehren in ihre Heimat zurück.
02 Oktober 2012
Kinshasa - Mit Hilfe eines Programms zur freiwilligen Rückkehr hat UNHCR seit Mai mehr als 25.000 kongolesischen Flüchtlingen geholfen, von der benachbarten Republik Kongo in ihr Heimatland, die Demokratische Republik Kongo (DRC), zurückzukehren.
UNHCR hofft bis zum Ende des Jahres weitere 24.000 Flüchtlinge, hauptsächlich aus der Provinz Equateur im Nordwesten der DRC, in die Heimat begleiten zu können. Weitere 32.000 sollen im nächsten Jahr folgen.
Flucht vor ethnischen Konflikten
Zur Zeit befinden sich immer noch über 100.000 kongolesische Flüchtlinge in der Republik Kongo. Die meisten von ihnen sind im Jahr 2009 vor ethnischen Konflikten in der Provinz Equateur geflohen.
Auf dem Höhepunkt der Krise, als die Streitigkeiten zwischen den verfeindeten Gruppen der Munzaya und der Enyele über traditionelle Fischerei- und Ackerbaurechte eskalierten, flohen etwa 143.000 Kongolesen aus ihren Dörfern in die benachbarten Länder. 123.000 fanden in der Republik Kongo eine vorübergehende Bleibe, 20.000 flohen in die Zentralafrikanische Republik.
Weitere 100.000 Kongolesen wurden innerhalb der Provinz Equateur vertrieben, die meisten von ihnen sind allerdings bereits wieder heimgekehrt. Einige tausend Flüchtlinge kamen außerdem bereits auf eigene Faust aus der Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik in ihr Heimatland zurück.
Sichheitslage in der DRC hat sich deutlich verbessert
UNHCR konnte den Prozess der begleiteten Rückkehr seit Juli stetig beschleunigen. Ein zusätzlicher zweiter Konvoi pro Woche wurde organisiert, der die Flüchtlinge über den Fluss nach Hause bringt. Rückkehrer berichten, die Sicherheitslage in der DRC habe sich deutlich verbessert. Einige Eltern wollen zudem zurückkehren, um ihre Kinder in den Grundschulen anzumelden.
Zusätzlich zu einem Hilfspaket, das jeder Familie bei ihrerAnkunft erhält, haben UNHCR und seine Partner in den Regionen Libenge und Kungu Integrationsprogramme gestartet, um eine dauerhafte friedliche Rückkehr zu ermöglichen. Trotz eines sehr beschränkten Budgets konnten UNHCR und seine Partner außerdem Equipment für 700 Notunterkünfte für spontan zurückkehrende Familien zur Verfügung stellen.
350 Notunterkünfte für die Schwächsten
Für die schwächsten Familien wurden außerdem 350 fertige Notunterkünfte und zwölf Brunnen errichtet, ebenso wie einige Grundschulen. Zudem wurden Kampagnen gestartet, die die Menschen dafür sensibilisieren sollen, in friedlicher Gemeinschaft miteinander zu leben.
Equateur ist eine der abgelegendsten Gegenden der DRC ohne funktionierende sozioökonomische- oder Infrastruktur. UNHCR appelliert an Entwicklungshelfer die Reintegrationsmaßnahmen in dieser schwierigen Region zu unterstützen.
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