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Der Bericht kommt zum Schluss, dass 20-MW-Turbinen Rotordurchmesser von rund 200 Meter aufweisen würden. Die bereits in Betrieb stehenden 5-MW-Turbinen verfügen über Rotorduchtmesser von 120 Metern.
Mehrfaches an Strom zu tieferen Kosten
Die 20-MW-Turbinen könnten für den stark wachsenden Offshoremarkt in Europa eine Lösung sein, denn sie würden, verglichen mit den herkömmlichen Turbinen, ein Mehrfaches an Strom zu tieferen Kosten liefern. Die European Wind Energy Association EWEA schätzt, dass Windenergie 2030 26-34% des europäischen Strombedarfs decken wird, wobei fast gleich viel Strom von Offshore-Anlagen wie von Onshore-Anlagen stammen würde. Die 20-MW-Anlagen könnten kosteneffizient dazu beitragen, dieses Produktionsziel zu erreichen. Sie benötigen dazu allerdings ein neues, innovatives, auf ihre Grösse zugeschnittenes Design, wie UpWind in ihrem Bericht schreibt.
Schlüsselinnovationen
"UpWind fand heraus, dass 20-MW-Turbinen nicht einfach gebaut werden können, indem die heutigen 5-MW-Turbinen hochskaliert werden”, erklärte Jos Beurskens vom niederländischen Energy Research Centre (ECN), das das Projekt UpWind gemeinsam mit Koordinator Peter Hjuler Jensen von der Danish Technical University Risoe DTU leitet. "Wir entwickelten Schlüsselinnovationen in den Bereichen Design, Material und Turbinenbetrieb“, führte Beurskens weiter aus. Auch wenn noch wichtige Forschungsschritte nötig sind, ist Beurskens überzeugt, dass die 20-MW-Turbinen bis 2020 in Betrieb sind. "Mein Gefühl sagt mir, dass wir in den nächsten 10 Jahren bereits 20-MW-Turbinen betreiben werden“, meint der Fachmann, „vorausgesetzt, sie sind die billigste Option.“
Investitionen in die Forschung nötig
Sollte die EU aber nicht mehr in Windforschung investieren, könnten die 20-MW-Turbinen nie umgesetzt werden, kommentierte Christian Kjaer, CEO der European Wind Energy Association, den Bericht von UpWind. Die Forschungsresultate von UpWind verschaffen der Windbranche wertvolle Kenntnisse in Sachen Entwicklung von kosteneffizienteren, grösseren Turbinen für den erwarteten massiven Ausbau der Offshore-Windenergieproduktion. Die Kenntnisse könnten aber in der Schublade verstauben, falls die EU sich nicht klar zur Windenergie bekennt, führte Kjaer weiter aus.
Die Branche ist gewillt, ihren Beitrag zur 6 Milliarden starken European Wind Initiative zu leisten. Es ist nun an der Zeit, dass die EU und ihre Mitgliederländer auch das Ihre dazu beitragen, dass die Innovationen von UpWind und anderer Projekte weiter entwickelt und umgesetzt werden können.
UpWind stellte ihren Bericht am Jahrestreffen der EWEA in Brüssel vor: www.ewea.org/annual2011
© Übersetzung/Text: Anita Niederhäusern, leitende Redaktorin ee-news.ch