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LEIMISWIL – ORTSTEIL SEIT 01.01.2011
Leimiswil – seit Januar 2011 Ortsteil von Madiswil – war von 816 bis 2010 eine eigene politische Gemeinde. Das Gebiet Leimiswil hat eine Fläche von 4,6 km2 liegt zwischen 540 bis 750 m über Meer und zählt rund 400 Einwohner.
Die Geschichte Leimiswils greift weit ins erste Jahrhundert zurück. Während erste Aufzeichnungen fehlen, wird das Dorf erstmals erwähnt, als Angehörige eines alemannischen Adelsgeschlechtes Güter in Rohrpah (Rohrbach), Diotinwilare (Dietwil) und Leimolteswilare (Leimiswil) dem Kloster St. Gallen schenkten. Das Schriftstück muss in der Zeit zwischen 816 und 837 entstanden sein. Landschenkungen oder –verkäufe an das Kloster St. Urban wurden 1287 und 1342 erwähnt. Die mittelalterlichen Besitzesverhältnisse sind nicht vollständig abgeklärt. Erwiesen ist jedoch, dass vor der Gebietsübernahme durch Bern ein grosser Teil des oberen Leimiswiler Bereichs den Klöstern St. Johannsen (Erlach) und St. Peter (Schwarzwald) gehörten.
1480 kam Leimiswil zu Bern und wurde Aarwangen zugeteilt. Eine dauernde Verbindung mit dem Oberamt Wangen bildete das Wangener Wachtfeuer, der „Chutz“, welcher bis ungefähr 1650 auf dem Bonsperg (oberstes Heimwesen auf dem heutigen Steinhaufen) stand.
Die Ereignisse der Schweizer Geschichte und die der Nachbarstaaten trafen die kleine Gemeinde meistens schwer. Von der Reformation bis hin zur Franzosenherrschaft blieb sie nicht nur dem fremden Treiben ausgeliefert, und immer wieder fanden sich auch unter den Leimiswilern tapfere Mitstreiter und Kämpfer. Schlechte Verdienstmöglichkeiten und eine mangelhafte Sozialstruktur brachten einer breiten Bevölkerungsschicht Armut und Not, was viele ergreifende Bittschreiben im Gemeindearchiv dokumentieren. Um 1850 gelang eine kleine wirtschaftliche Besserstellung durch die Initiative der Familien Leuenberger, Lindenholz. Um 1850 befanden sich dort zwei Mühlen, eine Bäckerei, eine Hammerschmiede, eine Hufschmiede und eine Metzgerei nebst einem Amtsnotariatsbüro und der Gemeindeschreiberei (zu lesen in einem Patentgesuch für den Betrieb einer Gastwirtschaft in Lindenholz, 1850.). Ein allgemeiner Wirtschaftsaufschwung liess aber noch längere Zeit auf sich warten. Heute finden sich in Leimiswil einige namhafte Gewerbe- und Industriebetriebe.