Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03587.jsonl.gz/2870

Moravagines schaurige Geschichten
Robert Hunger-Bühler und Martin Schütz
Robert Hunger-Bühler und Martin Schütz erkunden den Monster-Roman von Blaise Cendrars.
Am neunten Balladenabend erkunden Robert Hunger-Bühler und Martin Schütz den Monster-Roman von Blaise Cendrars (1887 - 1961) und damit dessen extremster Roman über seine extremsten Erfahrungen.
Blaise Cendrars Geboren 1887 in La Chaux-de-Fonds, gestorben 1961 in Paris, war nicht nur Schriftsteller, sondern Abenteurer. Mit 16 riss er von zu Hause aus und schlug sich durch die Welt: Russland, Amerika, China und Brasilien. Doch die Welt war ihm nicht genug. Und so erfand er sie in seinen Werken neu.
Mit dem Roman „Gold“ über den Schweizer General August Sutter, der in Kalifornien Goldadern entdeckte, aber verarmt starb, gelang ihm 1925 ein Welterfolg. Und schon im nächsten Jahr legte er den Experimental-Roman „Moravagine“ vor. Sein extremstes Werk über seine extremsten Erfahrungen.
Robert Hunger-Bühler
Geboren 1953 im Thurgau, erhielt seine Schauspielausbildung von 1970 bis 1974 an der Schauspielakademie Zürich (heute ZHdK) und studierte Theaterwissenschaften und Philosophie in Wien. Er war als Schauspieler und Regisseur in Wien, Bonn, Düsseldorf und Freiburg tätig. Weitere Stationen waren die Freie Volksbühne Berlin, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, die Schaubühne am Lehniner Platz, das Berliner Ensemble und das Burgtheater Wien. In Peter Steins legendärem, für die Expo 2000 in Hannover produzierten Faust-Projekt spielte er den Mephisto. Seit der Spielzeit 2002/03 ist er Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich. Er wirkte zudem in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit – so in «Giacomo Casanova», «Unter dir die Stadt» (eingeladen zu den Filmfestspielen in Cannes 2010), «Die Akte Grüninger» oder im «Tatort». 2012 erschien in der Edition Howeg sein Haiku-Band «Herzschlag – Zeit».
Martin Schütz
Nach einer Ausbildung zum klassischen Cellisten wandte sich Schütz dem Jazz und der Improvisation zu. Ab Mitte der 1980er Jahre begann er sich für elektrisch verstärkte Musik und für die elektronische Veränderung des Cello-Klangs zu interessieren. Das führte zum Bau des electric 5-string-cello, das sein Hauptinstrument wurde. Er arbeitet regelmässig im Trio mit Hans Koch und Fredy Studer, teilweise auch mit Musikern aus anderen Kulturen zusammen. In den letzten Jahren ist Schütz auch als Komponist und Live-Musiker im Theater (u.a. mit den Regisseuren Luc Bondy, Christoph Marthaler, und Ruedi Häusermann in Zürich, Hamburg, Berlin, Wien und München) in Erscheinung getreten.
Quelle: Theater Rigiblick