Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03493.jsonl.gz/152

Das Wichtigste in Kürze
- Ein indonesischer Zoo züchtet erfolgreich vom Aussterben bedrohte Komodowarane.
- Die grösste Echse der Welt gilt als «stark gefährdet».
- In freier Wildbahn leben nach Schätzungen zufolge nur noch 3500 Exemplare.
Ein Zoo in Indonesien züchtet erfolgreich die vom Aussterben bedrohten Komodowarane. Wie der Zoo der Stadt Surabaya am Dienstag mitteilte, sind in den vergangenen Monaten dutzende kleine Komodowarane geschlüpft.
Komodowarane kommen ausschliesslich auf Komodo und einigen kleinen Nachbarinseln in Indonesien vor. In freier Wildbahn gibt es Schätzungen zufolge noch knapp 3500 Exemplare der drachenähnlichen Riesenechsen. Ein ausgewachsener Komodowaran wird bis zu drei Meter lang und bis zu 90 Kilogramm schwer.
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft die grösste Echse der Welt auf ihrer Roten Liste gefährdeter Arten als «stark gefährdet» ein. Die grössten Bedrohungen für den Komodowaran sind der Mensch und der Verlust ihres Lebensraums infolge des Klimawandels.
Komodowaran soll vor Aussterben gerettet werden
Mit Erhaltungszuchten in Gefangenschaft soll die Art nun gerettet werden. Im Zoo in Indonesiens zweitgrösster Stadt Surabaya wurden im Februar und März 29 Komodowarane in Inkubatoren ausgebrütet. Das sagte Zoo-Direktor Chairul Anwar.
Die Eier stammten den Angaben zufolge von zwei Weibchen. Zur Befruchtung sind weibliche Komodowarane nicht zwingend auf ein Männchen angewiesen. Die Eier wurden in Inkubatoren ausgebrütet, um zu verhindern, dass sie von den Muttertieren oder anderen Komodowaranen gefressen werden.
Im Zoo sollen die Jungtiere nun in Lebensräumen aufwachsen, «die ihrem natürlichen Lebensraum ähneln, einschliesslich seiner Luftfeuchtigkeit und Temperatur». Das sagte Zoo-Direktor Anwar.
Der Zoo hatte das Zuchtprogramm in den 90er Jahren gestartet. Nach den Zuchterfolgen in diesem Jahr beherbergt er nun 134 Komodowarane. Laut Anwar die grösste Population ausserhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets auf der mehr als 700 Kilometer entfernten Insel Komodo.
Laut der Weltnaturschutzunion wird der Lebensraum der Komodowarane in den kommenden 45 Jahren voraussichtlich um 30 Prozent schrumpfen. Der Grund dafür ist der steigende Meeresspiegel. Der Zoo will die Komodowarane erst auswildern, wenn sich die Lebensbedingungen für die Echsen verbessert haben, wie Anwar sagte. Auf Komodo werde etwa an der Aufforstung von Wäldern gearbeitet, in denen Hirsche und andere Beutetiere leben.