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Im Kanton Basel-Stadt dürften fünf Kandidierende die Wahl in den siebenköpfigen Regierungsrat schon im ersten Wahlgang schaffen. Unter ihnen befinden sich drei Bisherige und zwei Neue. SP und Grünes Bündnis haben Stimmen verloren.
Nach Auszählung der brieflich eingegangenen Stimmen liegen nur drei der fünf wieder angetretenen bisherigen Regierungsmitglieder über dem absoluten Mehr von 23'580 Stimmen und wären damit im ersten Wahlgang gewählt: Tanja Soland (SP) mit 31'482 Stimmen, Lukas Engelberger (CVP) mit 29'358 Stimmen und Conradin Cramer (LDP) mit 28'219 Stimmen.
Ebenfalls über dem absoluten Mehr liegen Nationalrat Beat Jans (SP) mit 27'135 Stimmen und Quereinsteigerin Stephanie Eymann (LDP) mit 23'725 Stimmen. Letztere übertraf das absolute Mehr um 145 Stimmen.
Das absolute Mehr verfehlt gemäss Zwischenresultat Grossrat Kaspar Sutter (SP) mit 21'784 Stimmen. In den zweiten Wahlgang muss ebenfalls Justiz- und Sicherheitsdirektor Baschi Dürr (FDP) mit 21'351 Stimmen und Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann (Grüne) mit 18'989 Stimmen auf dem neunten Platz. Ackermann liegt somit hinter Grossrätin Esther Keller (GLP), die für die Regierung 20'619 Stimmen erzielte.
SVP-Kandidat Stefan Suter vereinigte 12'398 Stimmen.
Im Rennen ums Regierungspräsidium erzielte Stephanie Eymann 15'982 Stimmen und liegt damit vor der amtierenden Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann mit 14'163 Stimmen – beide liegen damit weit unter dem absoluten Mehr von 21'960 Stimmen. Esther Keller machte 8'996 Stimmen.
Die Schlussresultate werden um 17.30 Uhr bekanntgeben. Die Zwischenresultate der Grossratswahlen sollen um 15.00 Uhr vorliegen.
Das Grüne Bündnis und die Grünliberalen gehen laut der provisorischen Sitzverteilung als Sieger der baselstädtischen Grossratswahlen hervor. Markante Sitzverluste müssen SP, SVP und die FDP hinnehmen.
Die SP bleibt mit 30 Sitzen mit Abstand die stärkste Partei im Grossen Rat. Sie verliert aber 4 Sitze. Das Grüne Bündnis kann sich mit 17 Sitzen (+3) neu als zweitstärkste Fraktion positionieren. Mit einem Gewinn von 4 Sitzen sind die Grünliberalen die grössten Sieger der Wahlen. Sie können ihre Sitze auf 8 verdoppeln und erreichen dadurch wieder Fraktionsstärke.
Zu den grössten Verliererinnen zählen die FDP und SVP. Beide müssen den Verlust von 3 Sitzen hinnehmen. Die SVP rutscht mit noch 12 Sitzen auf Platz vier im Grossen Rat, die FDP muss sich mit 7 Sitzen hinter den Grünliberalen platzieren. Mit 7 Sitzen bleibt die CVP kräftemässig stabil.
Die baselspezifische LDP konnte laut der provisorischen Sitzverteilung ihren Erfolgskurs von 2016 nicht mehr fortsetzen. Mit unverändert 14 Sitzen stellt sie aber neu die stärkste bürgerliche Fraktion im Grossen Rat.
Zulegen konnte dank dem neuen Wahlgesetz, dass den Kleinparteien wieder Sitzgewinne beschert, die EVP, die ihre Vertretung im Grossen Rat um 2 auf 3 Sitze erhöhen konnte. Wieder in den Grossen Rat Einzug nehmen wird voraussichtlich der Rechtsaussen-Politiker Eric Weber, der im Wahlkreis Kleinbasel mit knapp 5300 Stimmen einen Sitz gewann. (viw/rst/sda)