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Direktor - Projektleiter - Bauingenieur
Rolex Learning Center EPFL
- Wettbewerb
- Projektierung
- Ausführung
- Realisation
Das Rolex Learning Center ist das neue Zentrum der EPFL. Es umfasst eine Bibliothek, Arbeitsräume, Restaurants, einen Hörsaal, ein Einkaufszentrum und ein Parkhaus mit 500 Parkplätzen. Das von Architekten des Architekturbüros Sanaa entworfene Projekt ist ein grosser öffentlicher Bereich in oberirdischen Wellen, der von ausgedehnten Innenhöfen unterbrochen wird. Auf diese Weise wird die Grenze zwischen Innen und Aussen verwischt. Die so entstandenen Räume sind weit und lichtdurchflutet, und es gibt keinerlei Unterbrechungen.
Die Konstruktion besteht aus einer auf Pfählen liegenden Stahlbetonsohle, einer als Verankerung dienenden Platte aus vorgespanntem Beton, einer Schale mit integrierten Stahlbetonbögen und einem Stahl-Holz-Mischtragwerk.
Die Betonschale wurde mit Holz-Deckentischen verschalt, die auf CNC-Maschinen zugeschnitten wurden. Es waren 1400 Tische mit einer Grösse von 2,50 m x 2,50 m nötig, um die Fläche der Schale zu bedecken. Jeder Tisch lag auf einem eigenen Stützturm mit einer unabhängigen Einstellung auf. Die Oberfläche der Verschalungsplatten ist mit einer Plastikbeschichtung versehen. Die Verfugung zwischen den Tischen ist vor Ort mit Silikonfugen erfolgt, damit eine glatte innere Oberfläche entsteht.
Die Schale hat eine freie Geometrie mit doppelter Krümmung und ist 60 cm dick. An den am meisten beanspruchten Stellen sind in der Schale Verstärkungsbögen mit einer Überdicke von 20 cm eingebaut worden. Um deren Belastbarkeit sicherzustellen und gleichzeitig ihre Steifigkeit zu erhöhen, um Verformungen einzuschränken, sind diese Bögen mit Bewehrungen mit einem Durchmesser von 50 mm versehen. Diese Stangen werden stumpf gestossen, um Überlappungen zu vermeiden, denn der Bewehrungsanteil in den Einführungsbereichen liegt bereits bei 470 kg/m³. Der stumpf gestossene Zusammenbau erfolgt vor Ort durch Verschweissen im Inneren von Metallmuffen.
Der Beton vom Typ C50/60 wurde mit Polypropylenfasern angereichert, um das Betonieren an der Schrägseite der Schale ohne Gegenschalung zu ermöglichen.
Das Dach folgt der Form der Betonschale mit segmentierten Hauptträgern aus Metall und gekrümmten Nebenträgern aus Brettschichtholz, welche die Dachbleche tragen.
Die Teilnahme an einem solchen Projekt bedeutet eine weitere Verschiebung der Grenzen beim Bau von komplexen Formen.Teilen