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Lungenwürmerseuche,
Krankheit der Lämmer in deren ersten Lebensjahren, durch welche oft ganze Lämmerherden aufgerieben werden. Gleich anfangs zeigt sich das Lamm träge, bleibt in der Ernährung zurück; alle Häute sind bleich, es sind Zeichen von Schnupfen und ein häufiger krächzender Husten vorhanden. Trotz guten Appetits wird das Lamm immer magerer und matter, bis es zuletzt in einem Hustenanfall erstickt oder an Entkräftung zu Grunde geht. Die Krankheit dauert meist mehrere Monate.
In den Luftröhrenästen findet man bei der Sektion eine große Anzahl 4-5 cm langer, sehr dünner Würmer [* 3] (Strongylus filaria, Luftröhrenkratzer), mit Schleim umhüllt, oft in ganzen Klumpen. Die Heilung der Krankheit erfolgt im günstigen Fall allmählich, indem die Würmer durch Husten ausgeworfen werden. Kräftige Ernährung, namentlich Verabreichung von Körnerfutter (Hafer, [* 4] Lupinen), hat sich hierbei am meisten bewährt. Die Anwendung von Arzneimitteln ist nutzlos. Die Vorbeugung ist schwierig, weil über das Vorkommen der Wurmbrut außerhalb des Schafs Sicheres nicht bekannt ist. Am häufigsten findet sich die Krankheit bei Lämmern, welche feuchte, sumpfige Weiden besuchen. Bei jungen Schweinen verursacht Strongylus paradoxus und bei Kälbern S. micrurus eine gleiche Erkrankung.