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Das BAKOM wird die Aufgaben von Switch bei der Verwaltung von .ch-Domains prüfen. Ab 2015 könnte "nic.ch" (SWITCH), wie schon im Fall der Erweiterung ".li" zu Beginn dieses Jahres, den direkten Verkauf einstellen, um zu einem gesunden Wettbewerb beizutragen. Dies zeugt auch von dem Willen, sich an die internationalen Praktiken in diesem Bereich anzupassen.
SWITCH ist bekanntlich seit den Anfängen des Internets im Auftrag des BAKOM die Registrierungsstelle für Domainnamen auf ".ch" und ".li". Die Stiftung ist für den Grossverkauf zuständig, im Gegensatz zu vielen anderen vergleichbaren Stellen (afnic.fr, nic.us) aber auch für den Detailverkauf von Domainnamen. Das BAKOM möchte den gesetzlichen Rahmen in diesem Bereich unter Berücksichtigung des im März 2015 auslaufenden Mandats von SWITCH prüfen.
Diese Reformen gehen auch auf mehrere Streitfälle zurück. Im Anschluss an ein Aufsichtsverfahren schrieb das BAKOM etwa 2010 SWITCH vor, ihrem Tochterunternehmen switchplus keine Werbeleistungen zu gewähren, die anderen Wholesale-Partnern nicht auch angeboten wurden.
SWITCH wehrte sich vor dem Bundesgericht gegen diesen ihrer Ansicht nach unzulässigen Eingriff in ihre Wirtschaftsfreiheit. Das Gericht hiess 2012 die Beschwerde von SWITCH gut und befreite sie in diesem Punkt von der ursprünglichen BAKOM-Verfügung.