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Der öffentliche Verkehr in Deutschland kann in zwei große Bereiche eingeteilt werden: Den Nahverkehr und den Fernverkehr. Während der Nahverkehr von den jeweiligen Bundesländern in Auftrag gegeben und von den ausgewählten Unternehmen durchgeführt wird, bestimmen die Unternehmen selber anhand der Bedürfnisse des Marktes, welche Strecken und Frequenzen im Fernverkehr angeboten werden. Zu Zeiten als die Hauptstadt der Bundesrepublik von Bonn nach Berlin verlegt wurde, gab es auch auf dieser Fernverkehrsrelation Verbindungen, die so vom Bund in Auftrag gegeben worden waren.
Nahverkehr in Deutschland
Unter dem Öffentlichen Personen-Nahverkehr (öPNV) versteht man in Deutschland alle Verbindungen im Berufsverkehr (inklusive Ausbildungen), im Einkaufsverkehr und im sonstigen alltäglichen Verkehr. Der öPNV kann sowohl schienengebunden als auch auf der Straße sowie auf dem Wasser stattfinden. In einzelnen seltenen Fällen werden auch Seilbahnen als Verkehrsmittel zu Gunsten des öPNV eingesetzt. Dem öPNV obliegt auch die Rolle des Zubringers und des Feinverteilers der Kunden des Fernverkehrs. Der schienengebundene öPNV wird immer noch in zahlreichen Zentren durch die Deutsche Bahn (DB) abgewickelt. Allerdings haben sich an einigen Orten auch private Unternehmen entwickelt, die auf derselben Infrastruktur an Stelle der DB oder gemeinsam mit der DB den Verkehr abwickeln. In Grenzregionen bestehen auch Zusammenarbeiten mit ausländischen Unternehmen.
Fernverkehr in Deutschland
Der größte Teil des öffentlichen Fernverkehrs in Deutschland wird von der Deutschen Bahn mit den ICE-Zügen abgewickelt. Diese fahren teilweise auf Hochgeschwindigkeitsstrecken mit bis zu 300 km/h und verbinden die größeren Zentren miteinander. Teilweise fahren die Züge auch weiter ins benachbarte Ausland, so zum Beispiel nach Österreich, in die Schweiz und in die Niederlande. Auch Hochgeschwindigkeitszüge aus den Nachbarländern wie der französische TGV (Train à grande vitesse) fahren nach Deutschland. Nicht ganz so schnell unterwegs sind die InterCity-Züge, aus denen sich zu Beginn der 1990er-Jahre das ICE-Netz entwickelt hatte. Sie verkehren auf den ganz langen Strecken teilweise auch durch die Nacht. Durch das Aufkommen des preisgünstigen Flugverkehrs und da auch die Züge immer schneller geworden sind, sind die klassischen Nachtzüge auch auf internationalen Strecken je länger desto mehr verschwunden. Ein absoluter Klassiker war dabei der Orient-Express, welcher einst von Paris bis nach Istanbul unterwegs war.
Freizeitverkehr
Spezielle Züge werden angeboten, damit Urlauber direkt aus den großen Städten in die Alpen oder ans Meer gelangen können. Diese fahren meistens abends ab, fahren durch die Nachtstunden und kommen am nächsten Morgen am Ferienziel an. Beliebte Ziele für solche Nachtzüge sind die Nordseeküste, Italien und in den Wintermonaten die Skigebiete in Österreich. Teilweise besteht auch die Möglichkeit auf speziell dafür eingerichteten Waggons das eigene Auto mitzunehmen.Zu großen Veranstaltungen wie dem Oktoberfest in München oder der Love Parade in Berlin werden zahlreiche Sonderzüge eingesetzt. Nicht nur die Deutsche Bahn verstärkt dann ihr Angebot, auch andere, private Anbieter fahren mit teilweise speziell dafür eingerichteten Wagen zu diesen Anlässen. Das Spektrum reicht dabei von Fahrradwagen über Barwagen bis hin zu Tanzwagen, wie sie die Deutsche Bahn schon in den 1980er Jahren einmal ausprobiert hatte.
In den Vereinigten Staaten wird dies sogar noch weiterentwickelt: Als Casino-Zubringer verkehrt von Los Angeles nach Las Vegas der X-Train.