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FAQ: Das SOS-Kinderdorf
Es werden alle Anstrengungen unternommen, sicherzustellen, dass es sich bei den Kindern, die in eine SOS-Kinderdorf-Familie aufgenommen werden, um jene handelt, denen die Betreuung durch SOS-Kinderdorf in grösstem Masse zugutekommt. Die Aufnahme in eine SOS-Kinderdorf-Familie wird nur für jene Kinder in Betracht gezogen, die ein neues zu Hause in einem beständigen Familienumfeld benötigen und für die es keine andere Möglichkeit einer angebrachten Betreuung gibt. Im Allgemeinen werden Kinder bis zu einem Alter von 10 Jahren aufgenommen. In Falle von Geschwistergruppen können einzelne Kinder jedoch auch älter sein. SOS-Kinderdorf weiss, wie wichtig geschwisterliche Beziehungen sind und trennt diese nicht.
Der nationale SOS-Kinderdorf-Organisation definiert die Aufnahmekriterien nach Massgabe der von SOS-Kinderdorf International festgelegten Richtlinien und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen, sozialen und rechtlichen Lage im Land.
Ob ein Kind aufgenommen wird, entscheidet ein Komitee bestehend aus dem Dorfleiter, einem SOS-Kinderdorf-Elternteil, einem Sozialarbeiter und gegebenenfalls dem nationalen Direktor in Zusammenarbeit mit den Behörden. Das Komitee überprüft, ob der physische bzw. psychische Zustand eines Kindes seine Aufnahme in ein SOS-Kinderdorf erlaubt bzw. ob eine langfristige Unterbringung in einem SOS-Kinderdorf tatsächlich nötig ist. Sollten Geschwister des Kindes Betreuung benötigen, werden sie ebenfalls im SOS-Kinderdorf aufgenommen.
Im Schnitt leben in einer SOS-Kinderdorf-Familie vier bis zehn Kinder.
Im Gegensatz zu vielen Kinderbetreuungseinrichtungen anderer Organisationen werden in einem SOS-Kinderdorf Geschwister nicht voneinander getrennt. Daher kann es vorkommen, dass in manchen Familien vorübergehend mehr Kinder leben.
Für das Ausscheiden aus einem SOS-Kinderdorf wird kein bestimmtes Alter festgesetzt. Normalerweise werden die Kinder von SOS-Kinderdorf so lange betreut, bis sie in der Lage sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen bzw. ihre schulische oder berufliche Ausbildung abgeschlossen haben und selbst für sich sorgen können.