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Er prägte die elektronische Musik des 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderer. Nun ist Florian Schneider, Mitbegründer von Kraftwerk, verstorben.
Florian Schneider, Mitbegründer der legendären Band Kraftwerk und einer der einflussreichsten deutschen Musiker des 20. Jahrhunderts, ist tot. Das teilte Schneiders Plattenfirma am Dienstag unter Berufung auf seinen ehemaligen Bandkollegen Ralf Hütter mit. „Florian Schneider starb nach einer kurzen Krebserkrankung, nur wenige Tage nach seinem 73. Geburtstag“, heißt es in einer Stellungnahme.
Florian Schneider-Esleben wurde 1947 geboren. Zusammen mit Ralf Hütter machte er seit Ende der 60er-Jahre Musik, erst unter dem Namen Organisation, später als Kraftwerk. In ihrem Düsseldorfer Kling-Klang-Studio begründeten Kraftwerk die elektronische Musik mit, aus der später der Techno hervorgehen sollte. 1970 wurde das erste, selbstbetitelte Album veröffentlicht, es folgten wegweisene Platten wie „Autobahn“, „Radio-Aktivität“, „Trans Europa Express“ und „Die Mensch-Maschine“. Ihren größten Chart-Erfolg hatten Kraftwerk 1982 mit der Single „Das Model“.
Schneider, der als verschlossen galt und nur wenige Interviews gab, verließ Kraftwerk im Jahr 2008. Zuvor hatte er 2003 mit Hütter das bislang letzte Kraftwerk-Album „Tour de France Soundtracks“ aufgenommen, eine Hommage an die Radsport-Leidenschaft der beiden Musiker.
Kraftwerk, die in den letzten Jahren in wechselnder Besetzung immer wieder auf Tournee waren, gelten international als wichtigste deutsche Band der letzten Jahrzehnte. Unzählige Musiker wurden von Kraftwerk beeinflusst, etwa die britischen Synthie-Popper O.M.D.