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Im Mittelpunkt dieser Ausstellung impressionistischer Gemälde steht eine Reihe von Fragen: Wie sollen wir mit Kunst umgehen, welche von einem an das NS-Regime liefernden Waffenhändler erworben wurde? Was können wir heute gegen das Unrecht der Vergangenheit tun? Welche Finanzierungsquellen sind heute für ein öffentliches Kunstmuseum angemessen? Wie beurteilen wir das Handeln der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs? Wie stellen wir die Täter:innen und die Opfer des Unrechts dar? Was machen wir mit dieser Bilderpracht, die mit einem solch unsagbaren Leid verbunden ist?
Die Szenografie arbeitet mit einem semitransparenten Stoff, der die Schichtung der Zeit sichtbar macht und zeigt, wie unterschiedlich wir Dinge sehen – je nach Perspektive. Es entsteht ein Spiel mit Verdecken und Entdecken: Was verbergen wir und was enthüllen wir? Wie hüllt Geschichte die Objekte ein? Die Tücher regen Besucher:innen dazu an, Dinge von einer anderen Seite zu betrachten und so die Gegenwart mit der Vergangenheit in einen Dialog treten lassen. Auf einer einfacheren Ebene sind die Stoffe ein klares visuelles Statement des Wandels.
In Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus und den vielen Partner:innen haben wir folgende szenografische Elemente entwickelt: einen Resonanzraum mit filmischen Sequenzen einer aktiven Diskussion zwischen Experten:innen mit unterschiedlichen Standpunkten; einen Provenienzraum, in dem die Besucher:innen mit Hilfe von Infotafeln, einer Europakarte und einer Zeitleiste herausfinden können, wie ein Gemälde Besitzer:in wechselt; eine Reihe von Audio-Interviews mit Menschen, die heute eine Verbindung zur Sammlung haben, von einer Geschichtslehrerin bis hin zu einer Künstlerin, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet ist; eine Umfrage, bei der die Besuchenden ihre Meinungen zu kontroversen Themen kundtun dürfen; und einen Raum, in dem die Besucher:innen Teil der Diskussion über die Zukunft der Sammlung und des Kunsthauses werden können. Die Website dazu haben wir gestaltet und programmiert.