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Um die Lebenssituation von Mädchen und Frauen zu verbessern, sollten es sich auch Männer und Jungen zur Aufgabe machen, sich für Frauenrechte und gegen Gewalt an Frauen einzusetzen. Männer einzubinden ist in patriarchalen Strukturen, in denen Männer das Sagen haben, umso wichtiger.
Ziel des Projektes der Partnerorganisation ADEP ist, Gewalt gegen Mädchen und Frauen einzudämmen. Um die Lebenssituation von Mädchen und Frauen zu verbessern, soll bei Jungen und Männern ein Verantwortungsbewusstsein geschaffen und diese in den Einsatz gegen Gewalt einbezogen werden. Innovativ in diesem Projekt ist der männerorientierte Ansatz, der mit 75 männlichen Goodwill-Botschaftern in den Dörfern arbeitet: Sie agieren als gutes Beispiel, indem sie ihre Töchter mit Respekt behandeln, ihnen eine Ausbildung ermöglichen und sie nicht frühzeitig verheiraten. Als Botschafter animieren sie andere Männer dazu, es ihnen gleich zu tun. Durch die Arbeit mit Jugendlichen wird die nächste Generation in einem geschlechtergerechteren Umfeld erzogen. Die Sensibilisierungsarbeit wird in 15 Dörfern der Provinz Oubritenga durchgeführt.
Mädchen und Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, erfahren durch das Projekt psychosoziale Unterstützung. Daneben wird der wirtschaftlichen Stärkung ein wichtiger Stellenwert beigemessen: 45 Frauen und Mädchen werden beispielsweise in der Herstellung von Seife oder Crème auf Basis von Karitébutter oder bei der Zubereitung von Mittagessen zum Verkauf, der Röstung von Erdnüssen ausgebildet. Viele der Mädchen können anschliessend ein rentables Kleinstunternehmen aufbauen.
Mit Theater- und Videovorführungen sowie Radio- und Fernsehsendungen und der Verbreitung von Informationsmaterial sollen die Botschaften gegen Gewalt sowie Früh- und Zwangsheirat in der Bevölkerung gestreut werden. Politische und gesellschaftliche Autoritäten, aber auch Schulen werden gezielt eingebunden.