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Chronischer Schmerz
Chronischer Schmerz kann sich als Folge eines Unfalles, einer/mehrerer Operation/en oder einer schweren Krankheit (Rheuma, Krebs, Diabetes u.v.m.) manifestieren. Von chronischen Schmerzen gehen Spezialisten dann aus, wenn der Schmerz seit mindestens drei bis sechs Monaten besteht und den betroffenen Patienten physisch (Mobilitätsverlust und Funktions- und Bewegungseinschränkungen), psychisch-kognitiv (mentaler Zustand, emotionale Stimmung sowie Einschränkungen im Denken und Wahrnehmen) und sozial beeinträchtigt.
Die Krux an der Sache ist, dass sich der Schmerz im Zentralen Nervensystem intensivst verankern kann. Es entwickelt sich dann das sogenannte Schmerz-Gedächtnis. Das Nervensystem wird durch permanente Schmerz-Reize überempfindlich und schlägt danach selbst auf harmlose Reize (wie Berührungen, oder nur das Enganliegen einer Socke) mit Schmerz-Signalen Alarm. Das Endorphin-System, unsere körpereigene Schmerz-Kontrolle, kann das Wahrgenommene nicht mehr ausreichend im Zaum halten und kontrollieren. Patienten mit chronischen Schmerzen suchen oft über Jahre einen Arzt nach dem anderen auf, ohne dass eine konkrete oder direkte Ursache der Höllenqualen diagnostizierbar ist. Dies bedeutet beileibe aber nicht, dass die Patienten sich die Schmerzen einbilden oder Simulanten sind.
Chronischer Schmerz
- ist eine anerkannte, eigenständige Erkrankung
- besteht weiter, obwohl eine ursächliche Verletzung oder Krankheit bereits ausgeheilt ist
- hat unter Umständen keine klar erkennbaren Ursachen mehr
- hat oft die Ursprungs-Funktion als Warnsystem verloren