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Der Flugzeugtriebwerkshersteller Rolls-Royce hat im Jahr 2020 einen Verlust von fast 3,2 Milliarden Pfund oder 3,7 Milliarden Euro erlitten. Das ist mehr als die Verdoppelung des Defizits, das das Unternehmen im Vorjahr verzeichnete. Die Coronavirus-Pandemie hat viele Fluggesellschaften erschüttert und die Investitionen in neue Turbinen erheblich reduziert.
Der Umsatz sank im vergangenen Jahr auf 11,8 Milliarden Pfund, verglichen mit 16,5 Milliarden Pfund im Vorjahr. Die Krise hat bereits zum Verlust von 7000 Arbeitsplätzen im britischen Konzern geführt, der im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung in der Zivilluftfahrt-Sparte bis 2022 insgesamt 9000 Arbeitsplätze abbauen will.
Der begrenzte Schaden von Rolls-Royce war auf staatliche Aufträge für Verteidigungsausrüstung und Energiesysteme zurückzuführen. Trotzdem musste der Konzern 7,3 Milliarden Pfund mit neuen Krediten und Aktien aufbringen, um seine Zahlungsverpflichtungen besser erfüllen zu können. Darüber hinaus möchte das Unternehmen Teile für 2 Milliarden Pfund verkaufen.
Wie bei den Fluggesellschaften hofft Rolls-Royce nun auf schnelle Impfungen von Menschen gegen das Coronavirus, damit sich die internationale Reisebranche wiederbeleben kann. In einem Gespräch mit Analysten sagte CEO Warren East, dass die Fortschritte bei Impfungen „ermutigend“ seien und das Schlimmste der Krise wahrscheinlich vorbei sei.