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Die Windsurferinnen und Windsurfer am Urnersee freuen sich: Ab Freitag liegt die Schweiz in einer mehrtägigen Südföhn-Strömung. In den typischen Föhntälern, wie beispielsweise dem Urner Reusstal oder dem Rheintal, werden Böen zwischen 60 und 90 km/h und am Sonntag Temperaturen bis 20 Grad erwartet.
Eine Blick in die Statistik des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie zeigt: Im Frühling kommt Föhn besonders oft vor. Im langjährigen Schnitt (1981-2016) wurden in Altdorf/UR während den Monaten April und Mai am meisten Föhnstunden registriert. Ein zweiter, jedoch kleinerer Peak, ist im Herbst feststellbar.
Warum im Frühling so häufig?
Für eine Südföhn-Lage über den Alpen braucht es nordwestlich der Schweiz ein Tief- und südöstlich ein Hochdruckgebiet. Im Frühling tritt diese Wetterlage besonders häufig auf, da in dieser Zeit immer wieder die Tiefdruckgebiete vom Atlantik Richtung Mitteleuropa ziehen. In den Sommermonaten schlagen die Tiefs in der Regel nördlichere Zugbahnen ein, wodurch Föhn seltener zum Thema wird.
Tiefdruck-Häufigkeit im Frühling
- Kontinent erwärmt sich schneller: Der Kontinent und das Meer erwärmen sich unterschiedlich schnell. Während das Meer noch kalt ist, erwärmt sich der Boden im Frühling viel rascher. Diese Temperaturunterschiede fördern die Tiefdruckentwicklung.
- Tiefer Luftdruck und Jetstream: Über das Jahr gesehen ist der Luftdruck im Mittel im April am tiefsten. Hinzu kommt, dass der sogenannte Jetstream oder das Stark-Wind-Band in der Höhe grossen Wellenbewegungen ausgesetzt ist. Dadurch ziehen die Tiefruckgebiete im Frühling oft über Mitteleuropa.