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Vielleicht unterliegen Sie dem gleichen Irrtum wie Dr. H., ein in Finanz- und Vorsorgefragen nicht unbedarfter Eidgenosse.
Er wusste sehr wohl, dass es steuertechnisch klug ist, mehrere Konti 3a zu besitzen und diese in unterschiedlichen Jahren aufzulösen. Damit kann er beim Bezug die Progression brechen und zahlt insgesamt weniger Steuern, als wenn er alle Konti im gleichen Jahr auflöst.
Dr. H. wusste ebenfalls, dass man pro Bankinstitut maximal zwei verschiedene Konti 3a eröffnen kann. Wer noch mehr Säule-3a-Konti führen will, muss diese auf verschiedene Banken verteilen.
Und doch machte Dr. H. einen folgenschweren Fehler. Er kaufte unterschiedliche Anlagefonds und erlag somit dem Irrtum, er könne diese nicht nur separat auflösen, sondern auch separat auszahlen lassen. Er wollte im einen Jahr den einen und im anderen Jahr den anderen Anlagefonds auszahlen lassen. In seinem Fall war dies nicht möglich, weil die beiden Anlagefonds mit einem und demselben Konto 3a verknüpft waren. Um das Geld gestaffelt zu beziehen, hätte Dr. H. zwei separate Konti 3a eröffnen müssen. Merke: Diverse Anlagefonds heisst nicht unbedingt mehrere Konti 3a.
Dr. H. muss alle Fonds verkaufen und das Vorsorgegeld im gleichen Jahr beziehen. Den Steuervogt freut dies. Dr. H. ärgert es. Um ganz sicherzugehen, wählen Sie für zwei Konti 3a am besten zwei unterschiedliche Banken.
Erschienen in der BZ am 16. März 2010