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Das teilte das US-Hurrikanzentrum mit. "Michael" traf nordwestlich der Stadt Mexico Beach als Hurrikan der zweithöchsten Kategorie vier auf Land. Der Sturm habe nochmal an Kraft zugelegt, hiess es weiter. Das Zentrum warnte besonders vor Sturmfluten, die eine Höhe von mehr als vier Metern erreichen könnten.
Das US-Hurrikanzentrum warnte die Menschen davor, den Sturm auf die leichte Schulter zu nehmen: Mit bis zu vier Meter hohen Flutwellen, Starkregen und der Kraft, Bäume zu entwurzeln, habe "Michael" lebensbedrohliches Potenzial.
"Riskiert nicht euer Leben, geht sofort, wenn ihr dazu aufgefordert werdet", erklärte der US-Wetterdienst. Die Behörden riefen rund 375'000 Bewohner in 20 Bezirken auf, sich vorsorglich in Sicherheit zu bringen. Für 120'000 Bewohner des Bay County, eine tiefer gelegene Küstenregion im Panhandle, ordneten sie die Evakuierung an.
US-Präsident Donald Trump hatte vor der Wucht des Sturmse gewarnt, der sich zu einem "Monster" ausgewachsen habe. Wegen des Hurrikans kam Trump am Mittwoch im Weissen Haus mit dem Chef der Katastrophenschutzbehörde Fema, Brock Long, und mit der Ministerin für Innere Sicherheit Kirstjen Nielsen zusammen. Long sagte: "Dies wäre der intensivste Hurrikan seit 1851, der diese Gegend getroffen hat, wenn ich mich recht erinnere."
"Michael" hat rasant an Stärke gewonnen: Am Dienstag war der Sturm zunächst zu einem Hurrikan der Kategorie drei hochgestuft worden, in der Nacht zu Mittwoch dann zu Kategorie vier. Die höchste Stufe ist fünf. Die Behörden hatten zahlreiche Menschen eindringlich dazu aufgerufen, das betroffene Gebiet zu verlassen.
Trump kündigte an, das Katastrophengebiet voraussichtlich am Sonntag oder Montag zu besuchen. Bei einem früheren Besuch befürchte er, den Helfern in den Weg zu kommen, sagte der Präsident.
Eine CNN-Reporterin im Sturmgebiet sagte, Menschen in der Gegend hätten am Dienstag noch gedacht, sie würden einen Hurrikan der Kategorie zwei aussitzen. Als sie dann am Mittwoch aufgewacht seien, seien sie mit einem Sturm der Kategorie vier konfrontiert gewesen. Der Gouverneur von Florida, Rick Scott, hatte am Morgen gesagt, es sei nun zu spät, noch aus dem Sturmgebiet zu fliehen.
(SDA)