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Von Peter Haisenko
Es sieht nicht gut aus für Boeing. Je mehr Details über die zwei Abstürze der B 737-MAX bekannt werden, wird klar, dass die Piloten genau nach Boeing-Anweisungen vorgegangen sind, um die Notlage zu beherrschen. Immer mehr Berichte von anderen Piloten zeigen auf, dass die Fehler schon mehrfach aufgetreten sind – allerdings in großer Höhe – und Boeing nicht angemessen darauf reagiert hat. Dazu kommt, dass das gesamte Zulassungsverfahren für die B 737-MAX offensichtlich nicht ordnungsgemäß durchgeführt worden ist.
Nach dem Absturz der B 737-MAX der indonesischen Lion Air hat Boeing vorschnell den schwarzen Peter den Piloten angehängt. In diskriminierender Weise haben sie deren Professionalität angezweifelt. Als das nicht mehr haltbar war, musste ein vermuteter Vogelschlag Boeing entlasten und zwar gleich zweimal. Der zweite Absturz in Äthiopien wurde analog behandelt, obwohl Ethiopian-Airlines eine tadellose Sicherheitshistorie hat. Wer den Flughafen von Addis-Abeba kennt, weiß, dass man sein Handwerk schon beherrschen muss, wenn man in der Höhe von fast 2.400 Metern zwischen den noch höheren Bergen starten und landen will. Dem entsprechend zeigen die vorläufigen Auswertungen der Flugschreiber auch auf, dass die Piloten in beiden Fällen professionell nach den Verfahrensanweisungen gehandelt haben, die Boeing in seinen Dokumentationen vorschreibt.
Seltsame und widersprüchliche Anweisungen im Bedienungs-Manual
Betrachtet der Fachmann die Dokumentationen von Boeing zur 737-MAX fällt…..