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Israel und Libanon haben sich nach zwei Jahren Streit auf eine gemeinsame Seegrenze geeinigt. “Dies ist ein historischer Erfolg, der Israels Sicherheit stärken, Milliarden in die israelische Wirtschaft spülen und die Stabilität unserer Nordgrenze gewährleisten wird”, sagte Israels Übergangsministerpräsident Jair Lapid am Dienstag laut Mitteilung seines Büros. Der Entwurf des von den USA vermittelten Abkommens erfülle alle von Israel festgelegten Sicherheits- und Wirtschaftsgrundsätze. Lapid kündigte für Mittwoch die Einberufung des Sicherheitskabinetts sowie eine Sondersitzung der Übergangsregierung an.
Auch der Libanon zeigte sich laut örtlichen Medienberichten von Dienstag mit dem über Nacht von dem US-Vermittler Amos Hochstein vorgelegten Entwurf zufrieden. Er könne zu einer “historischen” Vereinbarung über die Seegrenze führen, die es beiden Seiten ermöglichen würde, vor ihren Mittelmeerküsten nach Gasvorkommen zu suchen.
Nach israelischen Angaben hatten beide Seiten am vergangenen Wochenende intensiv über den Entwurf und die von Israel abgelehnten libanesischen Änderungswünsche verhandelt. Beide Länder befinden sich offiziell im Kriegszustand.
2020 hatten sie die Verhandlungen über die Seegrenze wieder aufgenommen. Einer der Hauptstreitpunkte war laut Berichten das Karisch-Gasfeld, das nach israelischer Auffassung vollständig in israelischen Gewässern liegt und bereits am Sonntag an das israelische Fördernetz angeschlossen wurde. Libanon hatte laut Berichten einen Teil des Feldes für sich beansprucht. Die Hisbollah hatte mit Angriffen gedroht, sollte Israel mit der Förderung von Gas in Karisch beginnen. Das Abkommen sieht laut libanesischen Medienberichten nun vor, dass Karisch unter israelische Kontrolle fällt, während Libanon die Kontrolle über Kana, ein weiteres potenzielles Gasfeld erhält.
KNA/akr/iki