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Pilot Pirx (Ein-Satz-Review)
von Cedric Weidmann
Ein-Satz-Review
Der technologische Fortschritt von Pirxens Welt wird in den farbigen Geschichten ins Innere verlagert: Die Reisen durchs All sind öde und unspektakulär, Aliens gibt es nicht, die gesellschaftlichen Hierarchien ändern sich nicht (Chefs sind unantastbar und Frauen kommen nicht vor), doch in der Kabine des Raumschiff tobts, in den zentralen Schaltstellen einer delokalisierten, havarierten Kommandobrücke, wo Fliegen (Test), Katzen (Terminus) und Irrlichter (Die Patrouille) auftauchen, ist die Hölle los — das Innere von Pirx ist das Ziel der Science-Fiction, wenn er sieben Stunden unter „Behinderung der afferenten Stimuli“ in sich selbst versinkt (Der bedingte Reflex), wenn er den Roboter Terminus von einem in ihn eingebrannten Trauma erlöst (Terminus), wenn er wie Narziss den Verstand wegen eines Spiegels fast verliert (Die Jagd): dieselbe Innerlichkeit sorgt dafür, dass die kriminalistisch angehauchten Rätsel nur durch Wiederholung und nie durch äussere Betrachtung gelöst werden können (Die Patroullie, Der bedingte Reflex, Der Unfall) und dieselbe Innerlichkeit erhöht sich nur durch die Technologie und die Roboter, die nie klüger als Menschen werden und doch, sozusagen, ihre Prototypen bezeichnen (Terminus, Die Jagd, Der Unfall, Ananke) und den Menschen wieder auf seine Unvollkommenheit zurückwerfen (Die Verhandlung, Ananke).