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Die Wohnsiedlung Hardau I im Quartier Aussersihl soll durch einen Neubau ersetzt werden, wie die Stadt Zürich ausführt.
Die Zahl der Wohnungen könne dadurch von 80 auf 122 erhöht werden, statt 150 Personen werden künftig 400 in der autoarmen Siedlung leben. Für den Ersatzneubau beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat einen Kredit von 70,714 Millionen Franken.
Die in den Jahren 1962 bis 1964 erbaute Wohnsiedlung Hardau I in der Nähe des Albisriederplatzes besteht hauptsächlich aus Kleinwohnungen. Sie entspreche nicht mehr den heutigen Bedürfnissen und Ansprüchen, was Wohnungsgrösse und -mix, Energieeffizienz, Lärmschutz und Hindernisfreiheit angeht und solle deshalb durch einen Neubau ersetzt werden.
Dafür beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat einen Objektkredit von 70,714 Millionen Franken (einschliesslich Projektierungskosten, Mehrwertsteuer und 15 Prozent Reserven). Das letzte Wort haben die Stimmberechtigten.Das Projekt von Graber Pulver Architekten AG, das 2017 als Sieger aus einem vom Amt für Hochbauten durchgeführten Wettbewerb hervorging, sieht einen Neubau vor, der aus einem sieben- und einem sechsgeschossigen Gebäude besteht.
Die beiden Bauten bieten Platz für 122 Wohnungen (bisher 80). Den Hauptanteil machen 4-Zimmer-Wohnungen (43), 3-Zimmer-Wohnungen (25) und 4,5-Zimmer-Wohnungen (24) aus.
Der durchschnittliche Nettomietzins für eine freitragende 4-Zimmer-Wohnung mit einer Fläche von 87 bis 93 Quadratmetern beträgt voraussichtlich 1450 Franken, eine subventionierte Wohnung des gleichen Typs kommt auf 1240 Franken zu stehen. Wie üblich werde ein Drittel der Wohnungen subventioniert.
Künftig werden in der Hardau I rund 400 Personen leben, heute seien es 150.In den beiden Gebäuden – eines direkt an der Hardstrasse, eines zurückversetzt im Hof – seien neben den 122 Wohnungen auch 8 zumietbare Zimmer projektiert, ausserdem Gewerbe- und Dienstleistungsflächen, drei Ateliers, drei Übungsräume, ein Gemeinschaftsraum, ein Kindergarten mit Betreuung sowie ein Hauswartstandort. Die Dienstleistungsflächen werden unter anderem für das neue Personenmeldeamt West und für einen Jugendraum genutzt, der von der «Offenen Jugendarbeit Zürich» (OJA) gemietet wird.Der Ersatzneubau ist, entsprechend den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft, als autoarme Siedlung konzipiert; für die 50-prozentige Reduktion des Parkplatz-Minimalbedarfs (im Anteil Wohnen) wurde ein Mobilitätskonzept erarbeitet.
Es stehen 31 Parkplätze zur Verfügung, 6 davon als Behinderten-Parkplätze auf dem Areal, die restlichen 25 in der Einstellhalle der Siedlung Hardau II. Für Velofahrende werden 286 gedeckte und 114 ungedeckte Abstellplätze angeboten.Die beiden Gebäude erreichen die Energie-Kennwerte des Minergie-P-Standards.
Zertifiziert nach Minergie-P-ECO-Standard werde jedoch nur der Bau an der lärmintensiven Hardstrasse, da im ruhiger gelegenen Hofgebäude keine kontrollierte Lüftung installiert wird, sondern in WC und Bad einfache Abluftventilatoren eingesetzt werden. Auf den Dächern seien Photovoltaik-Anlagen geplant, die von ewz erstellt und betrieben werden.
Wie in den Siedlungen Hornbach und Herdern werde der so produzierte Strom lokal von den Bewohnenden genutzt, die dafür eine sogenannte Eigenverbrauchsgemeinschaft bilden. Mieterinnen und Mieter bezahlen höchstens den Tarif des günstigsten ewz-Stromprodukts.Das Ja von Gemeinderat und Stimmberechtigten vorausgesetzt, werde die bestehende Siedlung ab dem zweiten Quartal 2022 zurückgebaut.
Der Ersatzneubau solle im vierten Quartal 2024 bezugsbereit sein. Seit einiger Zeit habe Liegenschaften Stadt Zürich für frei werdende Wohnungen nur noch befristete Mietverträge abgeschlossen, vor allem mit der Stiftung Jugendwohnnetz.
Die 19 noch verbleibenden unbefristeten Verträge wurden per 31. März 2022 gekündigt. Mieterinnen und Mieter mit solchen Verträgen können, wenn sie das wollen, in eine andere städtische Wohnung wechseln. .
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