Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/66714

<h2>SubmittedText<h2><p>Das August-Hochwasser in der Schweiz hat Verwüstungen hinterlassen und Kosten in Milliardenhöhe entstehen lassen. Dass es nicht sogar noch schlimmer gekommen ist, verdanken wir u. a. den Präventionsmassnahmen, welche nach früheren Unwettern ergriffen wurden. Um auch nach den diesjährigen Ereignissen die richtigen Schlüsse ziehen und Massnahmen ergreifen zu können, ist eine Analyse, welche Präventionsmassnahmen den grössten Effekt haben, sinnvoll. Ich möchte deshalb vom Bundesrat wissen:</p><p>Welche Erkenntnisse und Vorkehrungen aus früheren Unwetterkatastrophen haben sich bei den diesjährigen Unwettern positiv ausgewirkt und noch grössere Schäden verhindern können?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In den Fällen, wo zeitgemässer Hochwasserschutz nach heute geltenden Grundsätzen realisiert wurde, konnten grössere Schäden verhindert werden. Beispiele dafür sind die Engelbergeraa oder Sachseln.</p><p>Auch die Reorganisation der Führungs-, Rettungs- und Hilfsorganisationen im Rahmen der Bevölkerungsschutzreform hat zu einem gegenüber früheren Ereignissen effizienteren Einsatz geführt. Diese Verbesserungen sind auch das Ergebnis einer konsequenten Umsetzung der Lehren und Erkenntnisse aus den grossen Unwetterereignissen der letzten zwanzig Jahre.</p><p>Mit dem Ziel, aus den jüngsten Ereignissen zu lernen, werden auch die Hochwasser 2005 von den involvierten Stellen analysiert. Diese Analyse nach dem Modell des integrierten Risikomanagements beansprucht eine gewisse Zeit.</p><p>Erfahrungsgemäss sind zur Behebung der unmittelbaren Schäden ein bis zwei Jahre erforderlich, sodass die Erkenntnisse dieser Analyse in die Schadensbehebung einfliessen können.</p>