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Aus dem Inhalt
Die Entwicklung der heute in grösserer Stückzahl in Zürich vorhandenen Niederflur-Multigelenkwagen Be 5/6 «Cobra» geht auf Ende der Achtzigerjahre zurück. Das erste fertige «Cobra» konnte allerdings erst im Juni 2001 der Öffentlichkeit präsentiert werden. Technische Schwierigkeiten und die grundlegenden Veränderungen bei der schweizerischen Rollmaterialindustrie führten zu dieser langen Entwicklungszeit.
Im Jahre 1999 wünschte der Gemeinderat von Riehen, dass die beiden Kleinbuslinien 35 und 45 fortan von den Basler Verkehrs-Betreiben (BVB) anstatt von der damaligen Taxi-Zentrale AG betrieben werden. Dies bedingte, dass die BVB eine entsprechende Anzahl für diese Linien geeigneter Fahrzeuge anschaffte.
Um letzte hochflurige Autobusse ohne stufenlose Einstiege zu ersetzen – 2005 standen noch fünf rund zwanzig Jahre alte Mercedes-Gelenkbusse O 305 G sowie ein O 405 G im Einsatz – profitierten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) von einem günstigen Angebot: Bei der Freiburger Verkehrs AG im nahen Freiburg im Breisgau (DE) standen nach dem Ausbau des dortigen Strassenbahnnetzes einige überzählige Gelenkautobusse zum Verkauf. Sechs davon erwarb die BVB und reihte sie mit den Nummern 731 bis 736 in den Bestand ein. Ein siebtes Fahrzeug gleicher Bauart stiess Ende 2007 als Nummer 737 zur Flotte.
Mit der stetigen Zunahme des Wagenbestands herrschte sowohl im Depot Allschwilerstrasse als auch im Depot Wiesenplatz bald wieder Platzmangel. Im Hinblick auf eine geplante Strecke nach Lörrach dachten die Basler Strassenbahnen (B.St.B.) zunächst an die Errichtung eines neuen Depots in Riehen, gaben diese Idee aber zugunsten eines Gebäudes im Süden der Stadt bald wieder
Da der Bestand zum Betrieb der beiden Autobuslinien A (Kleinhüningen–Claraplatz–Friedhof am Hörnli) und B (Claraplatz–Bettingen) nicht ausreichte, mussten bereits ein Jahr nach der Einführung des Busbetriebs zwei weitere Wagen angeschafft werden.
Bereits in den Zwanzigerjahren und nach Kriegsende bis in die Sechzigerjahre setzten die Basler Strassenbahnen (B.St.B) bzw. die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) spezielle Reklame-Motorwagen ein. Diese waren vor allem während der Mustermesse im Basler Stadtbild präsent und führten fallweise einen offenen Anhänger mit Reklameaufbauten mit. Leider existieren über Einsatzzeit und Werbemotive dieser rundum verkleideten und stets ohne Fahrgastbeförderung verkehrenden Fahrzeuge kaum Aufzeichnungen, so dass sie in untenstehender Aufstellung unberücksichtigt bleiben müssen.