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Patentbericht.
Band XXIX. No. 38.
19. September 1885.
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wickeltem Draht und wird in einer Mischung von Leinöl und Graphit so getränkt, dass jeder einzelne Draht damit angestrichen erscheint.
Kl. 14. No. 32156. Neuerung an Strassenbahnund sonstigen Locomotiven. D. G. Morrison, Kilmarnock (Grafsch. Ayr, Schottland). Um den Abdampf möglichst unsichtbar und unhörbar entweichen zu lassen, soll derselbe überhitzt werden. Er wird zu diesem Zweck in eine Kammer a geleitet, welche im Dampfraum über der Feuerbüchse oder
aussen vor derselben oder auch im Feuerraum untergebracht ist, und aus welcher er durch Röhren c in eine Anzahl nach hinten trichterförmig erweiterter Rauchröhren d ausbläst. Indem der Dampf dabei in vielen einzelnen Strahlen saugend auf die Heizgase wirkt, soll zugleich der Zug verstärkt werden.
Kl. 38, No. 32448. Verfahren, eingelegte. Holzarbeiten nachzuahmen. J. Ritzdorff, Bonn. Um dauerhafte Muster auf Holzflächen herzustellen, ohne die Jahrringe und Poren zu verdecken, wird die ganze Fläche mit einer Benzinlösung von 1/3 gekochtem Leinöl und 2/3 Terpentinöl getränkt, die Schablone aufgelegt und die freien Stellen mit einer Schellacklösung und Ceresin gedeckt, nach Abheben der Schablone auf dem freigebliebenen Grunde mit Wasserbeize in verschiedenen Färbentönen gebeizt, endlich mit Benzin von der Deckung gereinigt und durch Politur ader Wachs fertig gemacht. Die genannten chemischen Stoffe können durch ähnlich wirkende ersetzt werden.
Kl. 42. No. 32145. Kolben - Indicator für Dampfund andere Motoren. G. M. Borns, Wimbledon (Surrey, England). Die Papiertrommel k und der Indicatorcylinder sind conachsial angeordnet, und, um ein starkes Erhitzen der
Papiertrommel zu vermeiden, ist zwischen derselben
und dem Dampfcylinder UP
ein Ring r aus Hartgummi oder einem ähnlichen, schlechten Wärmeleiter eingeschaltet. Zur Gerad
führung des Zeichenstiftes 長 Å
dient ein gelenkiges Parallelogramm f, welches behufs Vergrösserung
der Kolbenbewegung unter Hinzufügung zweier Gelenk
stäbe zur Bildung eines zweiten Parallelogrammes fi benutzt wird, an welchem der durch die feste Stange h geführte Arm i der Kolbenstange angreift. Mittels einer Feder wird der Rücklauf der Papiertrommel bewirkt. Die Leitöse der umgewickelten Schnur ist um die Indicatorachse verstellbar.
Kl. 47. No. 32214. Absperrventil für Hochdruck. A. Kirsten, Berlin. Der Gehäusekegel a wird in das mit hochgespannten Flüssigkeiten oder Gasen ge
Fig. 1 Fig. 2. füllte Gefäss geschraubt, aus welchem bei geöffnetem Ventile der Inhalt durch die Bohrung g, Fig. 1, oder die Nut g', Fig. 2, und den Kanal h entweicht. Schraubt man die Ventilspindel c mittels der Schraube b und Hülse f aufwärts,
f so wird nach erfolgtem
h h Abschlusse der Ventilkegel e gegen den Dichtungsring i, Fig. 1, bezw.
g
g der in der Kappe el befestigte Dichtungsring il gegen den Sitz n, Fig. 2, durch die Spannung im Gefässe noch fester angepresst, indem sich der Kopf cl in der Ausfräsung el etwas hebt.
Kl. 59. No. 32184. Pumpe mit durch Reibung mitgenommenem beweglichem Einsatzcylinder. J. K. E. Triebart, Amsterdam. Statt der 4 Ventile besitzt die doppeltwirkende Pumpe einen Röhrenschieber n, welcher, mit den 4 Saug- und Drucköffnungen entsprechenden Schlitzen versehen, dicht in den Pumpencylinder eingesetzt ist und vom Kolben k durch Reibung auf kurze Strecken verschoben wird. Wechselt k in seiner tiefsten Stellung seine Bewegung um, so nimmt er den Röhrenschieber n mit, bis die Saug- und Druckschlitze c und b geöffnet (wie gezeichnet), die Saug- und Druckschlitze a und d aber geschlossen sind. Beim oberen Hubwechsel öffnen sich letztere, während die ersteren geschlossen werden. Die Pumpe soll vorzugsweise zum Heben dickflüssiger Stoffe dienen und hohe Geschwindigkeiten erhalten können.
Kl. 86. No.32159. Jacquardmaschine. T.H. Streicher, Maennedorf (Schweiz). Um die durch die Musterkarte bestimmte Auswahl zwischen zu hebenden und nicht zu hebenden Platinen der Jacquard-Maschine umzukehren und dadurch z. B. für eine gewisse Gewebelänge Schussköper in Kettenköper zu verwandeln, ist jede Platine alal... mit zwei Haken c und cl versehen und auf jeder Seite jeder Platinenreihe ein Messer d vor
& 엉 banden, welche letzteren durch Drehung um ihre in Schienen b gelagerte
id untere Kante mittels verschiebbarer Schienen
名 6 21 entweder die senkrechte oder eine schräge (punktirte) Lage annehmen können. Behufs Umkehrung zwischen zu hebenden und nicht zu hebenden Platinen werden die Messer d von der senkrechten Stellung in die schräge oder umgekehrt gebracht; unter Voraussetzung gleicher Musterkarte werden, wie die Figur darstellt, bei senkrechten Messern nur die Platinen a a4 a6 mittels der Haken c und bei schrägen Messern dagegen die anderen Platinen alaia5 mittels der Haken ch gehoben.
Kl. 45. No. 32075. Neuerung an Dreschmaschinen.
Th. Mensing & Fr. Dehne, Halberstadt. Das von der Dreschtrommel kommende Stroh gelangt (senkrecht zur Bildfläche der Figur) auf einen festen oder geschüttelten windschiefen Rost C, von welchem es, und zwar mit einem Halmende früher als mit dem anderen, zu den Walzen D gleitet. Diese ergreifen das Stroh und führen es seitwärts auf einen
Tisch, von welchem es abgenommen bezw. gebunden wird.
Kl. 47. No. 32120. Drahtringverpackung für Rohrleitungen, Mannlöcher u. dergl. F. W. Flöring jr., Bar
Die Verpackung besteht aus feinem zu Ringen ge
men.
deutscher Ingenieure.
len der Schraube i und der Mutter n kann man die Spülwassermenge und die Dauer der Ventileröffnung ändern.
Kl. 72. No. 31921. Selbstthätige Regelung der Flughöhe von Luftballons mit selbstthätiger Auslösung niedergehender Geschosse. F. A. Gower, Paris. Der mit Wasser gefüllte Ballastbehälter und der Ballon sind mit je einem Auslassventile versehen, welche geschlossen bleiben, wenn der Ballon in einer bestimmten Höhe fliegt, deren Windströmung über das Zielobject führt. Fällt der Ballon unter diese Höhe, so schrumpft er infolge des grösseren Luftdruckes zusammen, was eine Eröffnung des Ballastventiles zur Folge hat. Andererseits öffnet sich das Gasventil, wenn der Ballon die ihm bestimmte Höhe übersteigt. Durch den Verlust an Ballast bezw. Gas hebt bezw. senkt sich der Ballon wieder bis auf die bestimmte Höhe. Die unter dem Ballastbehälter hängenden Minen werden über dem Ziele durch Lunten von bestimmter Brenndauer, welche am Abgangsorte angezündet werden, losgelöst.
Kl. 85. No. 31881. Wasserpfosten (Hydrant). Alphonse & Emile Raffour, Besançon (Frankr.). Fig. 1 zeigt das Hydrantventil im senkrechten Schnitte, Fig. 2 die obere Ansicht des an ein Wasserleitungsrohr h angeschlossenen Hydranten; derselbe besteht aus der wagerechten Röbre cc, dem senkrechten Stutzen a und dem Ventilgehäuse al mit dem Stutzen d,
Fig.,2. welch letzterer mit einem Zweigrohre verbunden wird. Das Hydrantventil
h ist eine Klappe e, auf deren Schwanz f beim Oeffnen des Ventiles der Daumenp der Spindel o wirkt. Mit e ist das Entwässerungsventils (eine Gummikugel) fest verbunden, so dass sich s schliesst, wenn e sich öffnet, und umgekehrt. Beim Anschlusse des Hydranten an h befestigt man dc an h mittels der Schelle 61b und führt dann ein Bohrwerkzeug dicht durch clc hindurch. Dabei wird das Kugelventil k vom Bohrer gehoben und in den Stutzen a gedrängt. Zieht man den Bohrer nach Herstellung der Verbindung von h und zurück, so legt sich die Kugelk gegen den engeren Teil von c' und schliesst das Rohr C gegen aussen ab.
Kl. 85. No. 31902. Selbstschliessendes Ventil mit bemessenem Spülraume. J. Kretschmann, Berlin. Schiebt
man die beiden fest mit einander verbundenen Kolben ab nach unten, so entweicht das im Raum al befindliche Wasser durch die Oeffnung h und das Ventilchen s in den Druckraum c. Hört der Druck auf die Kolben ab auf, so heben sich diese und das Abschlussventil d unter dem Einflusse des Wasserdruckes. Dabei findet ein Durchfluss des Wassers
von 1 nach m statt. Hat der f
Kolben a seine höchste Stellung h
erreicht, so schiebt das aus C
durch h nach at tretende Druck{ k
wasser das Ventil d langsam bis d.
zum Schlusse nach unten. Statt des Ventilchens s kann man am Kolben b auch eine sich nach oben öffnende Stulpdichtung anordnen. Das Sieb k verbindert den Eintritt von festen Teilen in den Cylinder al. Durch Stel
Kl. 87. No. 31914. Rohrzange. C. Clément, Berlin. Die Rohrzange besitzt ein in der Längsrichtung geteiltes Gehäuse g, welches oben in einen Bügel ausläuft, der, um die verschiedensten Robrgrössen gleich sicher zu halten, 2 unter einem Winkel von 600 geneigte Anlageflächen bat. Die Spindel s verschiebt sich in einer in g fest eingelassenen Mutter m und bewegt hierdurch die mit der Arbeitskante stets centrisch zum Robre stehende bewegliche Backe b.
Vermischtes.
Zur Beantwortung der Frage, ob Sulfit-Zellstoff-Papier im Laufe der Zeit seine Festigkeit und Zähigkeit in stärkerem Masse verliere als andere Papiere, hat Prof. Hartig in Dresden Papierblätter aus reinem Sulfit-Zellstoff, aus der Bütte geschöpft, ungebleicht und ungeleimt, in Zeiträumen von 1, 7 und 10 Monaten nach der Anfertigung vergleichenden Proben unterworfen. Das Papier hatte ein Gewicht von 1518 auf 19m, einen Aschengehalt von 2,22 pCt., bräunliche Farbe, hornartige Durchscheinigkeit und pergamentähnlichen Griff. Die Versuchsstreifen hatten 30 bis 40mm Breite und 300mm Länge im Zerreissapparat. 1) Es haben sich folgende Zahlen ergeben:
nach 1 Monat 7 Monat 10 Monat Festigkeit (Reisslänge)
km 3,52 3,43 3,65 Zähigkeit (Bruchdehnung) pCt. 6,21
3,87 1,36 Zerreissungsarbeit mkg auf 18
0,151 0,100 0,036. Wenn demnach das frische jedoch lufttrockene, und zwar langsam an der Luft getrocknete - Sulfitstoff - Papier inbezug auf Festigkeit und Zähigkeit nach den von Hartig aufgestellten Normen %) die entsprechenden Eigenschaften des besten harzgeleimten Urkundenpapieres übertrifft und die Zerreissungsfestigkeit im Laufe der Zeit sogar eine geringe Zunahme (12,3 pct. in 10 Mon.) erfährt, so ist andererseits die starke Abnahme der Zähigkeit (78,6 pCt.) bemerkenswert, welche die Zerreissungsarbeit so bedeutend herabmindert, dass dieselbe in 10 Monaten auf 24 pct. ihres Anfangswertes sinkt. Das Papier wird zwar fester, aber zugleich und zwar in noch höherem
Masse spröder, und seine in Arbeitseinheiten gemessene Widerstandsfähigkeit gegen Zerreissen sinkt unter die eines guten Conceptpapieres herab.
Hartig untersuchte ferner den Einfluss der Zufügung mineralischer Füllstoffe auf dieses Papier, indem er durch Zusatz von Gips das lufttrockene Papier von 2,22 auf 16,4 pct. Aschengehalt brachte, so dass 19m desselben 1618 wog; es zeigte sich, dass die Festigkeit (Reisslänge) von 3,25 auf 2,47 km, also um 24 pct.. die Bruchdebnung (Zähigkeit) von 6,21 » 5,15,
» 17,1 » der Arbeitsmodul von
0,151 » 0,095 mkg, » » 37,1 » abgenommen hatte gegenüber dem unter gleichen Bedingungen untersuchten Papier ohne Füllstoff; es werden damit die an anderen Papieren gemachten Beobachtungen (s. Z. 1884 S. 572) bestätigt.
Bei diesem mit Füllstoff beschwerten Papier zeigte sich der gleiche Einfluss der Zeit wie bei dem reinen; die Versuche ergaben :
1) W. 1882 S. 467, Z. 1884 S. 162. 2) Dingl. pol. J. 1881 S. 105, 1882 S. 441.
Selbstverlag des Vereines.
Commissionsverlag und Expodition: Julius Springer in Berlin N.
A. W. Schade's Buchdruckerei (L. Schade) in Berlin 8.
ZEITSCHRIFT DES VEREINES DEUTSCHER INGENIEURE.
Band XXIX.
Sonnabend, den 26. September 1885.
No. 39.
Angelegenheiten des Vereines. Den Mitgliedern des Vereines habe ich die erfreuliche H. Heyfelder, Verlagsbuchhandlung, i/F. F. R. Gaertner's Verlag, Mitteilung zu machen, dass Hr. C. Gaertner-Magdeburg
Berlin S.W., Schönebergerstr. 26. die Wahl zum I. Vorsitzenden, Hr. Prof. C. Bach-Stutt
H. Könecke, Ingenieur der Ida- und Marienhütte, Saarau, Reg.
Bez. Breslau. gart diejenige zum II. Vorsitzenden für die Amtszeit 1886 and 1887 angenommen haben.
Th. Peters.
Verstorben.
Alfr. Houget, Ingenieur, Hannover.
Neue Mitglieder.
Hamburger Bezirksverein.
Johs. Flashoff, Ingenieur bei Nagel & Kaemp, Hamburg.
Kölner Bezirksverein.
G. Schneider W. Sohn, Riemenfabrikant, Köln.
Mannheimer Bezirksverein.
Wilhelm Enck, Betriebsingenieur des Farbwerkes Friedrichsfeld. Westfälischer Bezirksverein.
Pommerscher Bezirksverein.
Roderich Grunow, Vertreter von Fr. Krapp, Stettin.
Keinem Bezirksverein angehörend.
Georg Lehners, Reg.-Maschinenbauführer, Hannover, Hinüberstr. 3. Fromberg, Ingenieur, Aachen.
Hans Liebmann, Ingenieur d. Maschinenf. Germania, Chemnitz. M. Gebauer, Civilingenieur, Halberstadt.
Gesammtzahl der ordentlichen Mitglieder: 5396.
Versuche mit einer eincylindrigen Corlissdampfmaschine in Creusot.
Von G. Nimax in Köln.
(Vorgetragen in der Sitzung des Kölner Bezirksvereines vom 1. Juni 1885.) » In den weltbekannten Werkstätten von Schneider & Co. in
Selbstverständlich galten, streng genommen, diese BeCreusot wurden, ununterbrochen während sechs Monaten, die zeichnungen nur für die untersuchte Maschine und den Zustand, allerverschiedensten Versuche mit einer eincylindrigen Corliss- in dem sie sich befand; auch ändern sich ohne Frage die maschine ausgeführt.
Coëfficienten a und B ausserhalb gewisser Grenzen mit der M. F. Delafond, Ingénieur en chef des Mines, berichtet Dampfspannung sowohl als mit der Kolbengeschwindigkeit. ausführlich darüber in Annales des Mines; der wörtliche Aus den Versuchen scheint sich zu ergeben, dass für schwache Abdruck dieses Berichtes findet sich in Annales industrielles Leistungen die Beziehung zwischen N. und Ni sich nicht mehr 1885 vom 1. Februar bis 22. März einschl., welche mir zu durch eine Gleichung ersten Grades ausdrücken lässt. Gebote standen.
Im ganzen genommen geben uns diese Versuche keine Durch die vorgenommenen zahlreichen Versuche verfolgte besondere Aufklärung über den Zusammenhang zwischen man den Zweck, nachfolgende Punkte klar zu stellen:
effectiver und indicirter Leistung, nach wie vor tappen wir 1. Beziehung zwischen der effectiven und der indicirten im dunkeln; wir wissen jetzt auch nicht besser als früber, Leistung;
dass Ne um so näher an Ni herankommen wird, je sorg2. Einfluss auf den Dampfverbrauch von: Dampfdruck,
fältiger die Maschine in ihren sämmtlichen Organen entworfen Expansionsgrad, Gang der Maschine mit und ohne und ausgeführt ist. In diesem Punkte bin ich noch immer Condensation, Dampfmantel um den Cylinder;
der Meinung, welche ich im vorigen Jahre hier ausgesprochen 3. Einfluss auf den Dampfverbrauch: der Dampfcom
habe, nämlich: Der Bau unserer heutigen Dampfmaschinen, pression in den schädlichen Räumen;
an die man mit Recht so weitgehende Anforderungen hin4. Einfluss auf den Dampfverbrauch: der Kolben- sichtlich des Dampfdruckes und der Kolbengeschwindigkeit geschwindigkeit;
stellt, bringt es ohne weiteres mit sich, dass das Verhältnis 5. Einfluss auf den Dampfverbrauch: der Heizung des
zwischen effectiver und indicirter Leistung der DampfDampfmantels mit Dampf von höherer Spannung als maschinen ein immer günstigeres wird, d. h. dass die Dampfderjenigen des Arbeitsdampfes.
maschinen mit immer grösserer Sorgfalt ausgeführt werden;
denn es ist undenkbar, dass eine nicht sorgfältigst gebaute Die Versuchsmaschine, nach dem bekannten Corliss
Dampfmaschine auch nur auf kurze Zeit die Anstrengungen system gebaut, hatte folgende Abmessungen: Cylinderdmr.
durch hohe Dampfspannung und grosse Kolbengeschwindigkeit 550mm, Kolbenhub 1100mm; schädliche Räume vorn 3,58 pct.,
aushalten sollte. Jede Maschinenfabrik, welche Dampfhinten 3,74 pCt. Nur der Cylinderkörper ist ummantelt für
maschinen, den heutigen Anforderungen entsprechend, nicht Dampfheizung; im Dampfmantel fand kein Dampfumlauf statt,
mit der grösstmöglichen Sorgfalt ausführt, wird bald zu nur das Condensationswasser wurde durch eine selbstthātige
ihrem eigenen Schaden gewahren, dass sie besser thut, eine Vorrichtung aus demselben abgelassen.
andere Specialität zu pflegen. Aus dem Grunde, welcher Die effective Leistung wurde vermittels einer eigenartig meiner Ansicht nach der Technik eine sehr weitgehende construirten und im Berichte genau beschriebenen Bremse Gewähr für sorgfältigste Ausführung bietet, gräme ich mich festgestellt.
auch nicht im mindesten darüber, dass es uns noch immer Die Durchführung der Versuche ist ebenfalls bis ins nicht gelingen will, den Zusammenhang zwischen N und Ni einzelne dort beschrieben; ich beschränke mich darauf, lediglich
herauszufinden, und zwar so, dass derselbe über jeden Zweifel die Endresultate und die aus denselben gezogenen Schlüsse erhaben dastände. Aber ohne weiteres gebe ich gerne zu, wiederzugeben bezw. zu besprechen.
dass die Kenntnis dieses Zusammenhanges nicht nur sehr 1. Die effective Leistung Ne steht zur indicirten wünschenswert, sondern auch sehr schön wäre, wenn sich Leistung N, in einer Beziehung, die in einer für die Praxis der Erlangung derselben nur nicht solch unüberwindliche genügenden Annäherung ausgedrückt werden kann durch die Hindernisse und Schwierigkeiten entgegentürmten! Von meinem Gleichung ersten Grades Ne Q + ß Ni.
Standpunkt aus, den ich eben erläutert, hat diese Frage für Beim Gange mit Condensation war Ne = -16 + 0,902 Ni; mich noch kaum einen akademischen Wert, und ich glaube beim Gange ohne Condensation war Ne -12 + 0,945 Ni. keinesweges eine vereinzelt dastehende Meinung auszusprechen,
deutscher Ingenieure.
wenn ich wiederhole, was ich im vorigen Jahre hier gesagt: »Es genügt vollauf, und zwar vollauf in jeder Hinsicht, eine Dampfmaschine auf ihre indicirte Leistung hin zu beurteilen ').
Der ökonomischste Gang der Versuchsmaschine wurde unter folgenden Verhältnissen erreicht:
a) Anwendung von Condensation;
Cylinder;
spannung);
d) mässige Expansion des Dampfes (etwa 20 pCt. Füllung); es ergab sich alsdann ein Dampfverbrauch von 7,75kg für 1 Ni und Stunde.
Auf die Verhältnisse unter a) und b) werden wir noch zurückkommen; vorab wollen wir diejenigen unter c) und d) etwas näher betrachten, und vergleichen zu dem Zwecke die Resultate zweier Versuche, des einen bei einer Kesselspannung von 73/4 Atm., des anderen bei einer solchen von 41/2 Atm.
1. Versuch mit einer Kesselspannung von 78/4 Atm.
Ueberdruck. S= 8,3kg; x = 6,7 pct.; im Condensator pi 0,085 kg; n= 59,9; Leistung = 157 N; Dampfverbrauch = 7,38kg für
1 Ni und Stunde.
2. Versuch mit einer Kesselspannung von 41/2 Atm.
Ueberdruck. S 5,28kg; = 15,5 pCt.; im Condensator P1 0,092k8; n = 58,8; Leistung = 151,6 N; Dampfverbrauch = 7,76kg für
1 Ni und Stunde. Der Unterschied von 7,76 — 7,38 0,38kg, d. h. 4,8 pct. von 7,76ks, zugunsten der höheren Dampfspannung bezw. grösseren Expansion erscheint Delafond so gering, dass er sich zu dem folgenden wörtlich wiedergegebenen Schlusse berechtigt hält:
» Bedenkt man einerseits, dass die Erzeugung von 1kg Dampf von 7,75 Atm. mehr Wärme bezw. Brennstoff erfordert als diejenige von 1kg Dampf von 4,5 Atm., und andererseits, dass ein Dampfkessel um so schwerer und teurer wird, je höher die Spannung des Dampfes in demselben ist, so kommt man zu dem wichtigen praktischen Schlusse, dass der vorteilhafteste Gang der untersuchten Maschine bei einer Dampfspannung von 41/2 Atm. Ueberdruck stattfindet.«
Meines Erachtens ist dieser Schluss nicht gerechtfertigt.
Nehmen wir an, das Speisewasser habe in beiden Fällen eine Temperatur vont = 400 C., und berechnen wir nach der Formel von Regnault: Q= (606,5 + 0,305 t --- ti) D diejenige Wärmemenge, welche in beiden Fällen zur Dampferzeugung nötig ist, so erhalten wir: 1. Qi= (606,5 + 0,305 - 174,6 – 40) - 7,38 = 619,75 · 7,38
= 4574 Cal. 2. Q2 (606,5 + 0,305 155,9-40). 7,76 = 614,05 7,76 + · )
4765 Cal. d. h. mit Dampf von 41/2 Atm. Kesselüberdruck gespeist gebraucht die untersuchte Maschine mehr Wärme für 1 N; und Stunde, als wenn sie Dampf von 73/4 Atm. Kesselüberdruck erhält! Diese Thatsache ändert sich nicht, wenn wir auch mit der constatirten effectiven Leistung rechnen, welche betrug: beim 1. Versuch 124,8 Ne und beim 2. Versuch 122,7 Ne; das obige Ergebnis bleibt dasselbe. Der Schluss von Delafond ist also hinfällig, was den ersten Teil desselben betrifft.
Nicht glücklicher ist der zweite Teil desselben. Ganz abgesehen davon, dass ein Dampfkessel für 41/2 Atm. Ueberdruck mit einem solchen für 73/4 Atm. Ueberdruck hinsichtlich der Construction praktisch gar nicht zu vergleichen ist, glaubt Delafond auch, wie wir noch sehen werden, aus den Ver
suchen den anderen Schluss ziehen zu dürfen, dass es vorteilhaft sei, selbst beim Gange der Maschine mit niedriger Dampfspannung, den Dampfkessel mit hoher Dampfspannung arbeiten zu lassen. Letzterer Ansicht stimme ich nicht nur vollständig bei, ich habe dieselbe auch ganz klar am 5. November 1883 hier ausgesprochen 1), als ich hervorhob, dass eine Drosselung des Dampfes vor der Maschine von wohlthuendem Einfluss auf die Oekonomie des Dampfes sein müsse, besonders dann noch, wenn der Dampfmantel mit höher gespanntem Dampfe gespeist würde als der Dampfcylinder.
Demnach erscheint der ganze Schluss von Delafond als nicht gerechtfertigt, wenigstens nicht in der Fassung, die er ihm gegeben, und die zu irrigen Annahmen für andere Maschinen führen könnte. Den etwaigen Einwand, der Betrieb einer Maschine mit 41/2 Atm. Dampfspannung sei leichter als derjenige einer solchen mit 73/4 Atm. Spannung, muss ich vollständig gelten lassen, obgleich ja heute keineswegs mehr angenommen werden darf, dass nur einzelne Fabriken, die sich der Leitung von besonders gottbegnadeten Technikern zu erfreuen haben, allein das Meisterstück fertig bringen, eine Dampfmaschine zu bauen, die der Anstrengung durch hohen Dampfdruck gewachsen ist.
Es ist uns ja allen bekannt, oder sollte es wenigstens sein, dass eine übermässig weit getriebene Expansion des Dampfes in einer eincylindrigen Maschine unvorteilhaft ist; aber deshalb ist es nun doch nicht nötig, dass wir nur mit niedriger Spannung arbeiten sollen, die uns grosse Cylinderabmessungen und folglich grosse innere Maschinenflächen ergiebt, an denen sich der Dampf niederschlägt. Nein, denn mit hochgespanntem Dampf und doch mässiger Expansion in einem Cylinder kommen wir sehr viel weiter; wir müssen nur die Maschine in richtiger Weise dem entsprechend bemessen.
a) Dass die Anwendung von Condensation, allgemein gesprochen, von günstigstem Einfluss auf den ökonomischen Betrieb einer Dampfmaschine sein muss, daran, glaube ich, wird niemand zweifeln. Freilich müssen die einschlägigen Verhältnisse genau erwogen werden, damit man nicht auch dort Condensation anlegt, wo sie gar mehr Betriebskraft verlangen als abgeben würde; doch fällt eine solche Erwägung ja vollständig unter die Anfangsgründe der Dampfmaschinentechnik; wir brauchen also kein Wort darüber zu verlieren.
Um den Einfluss der Condensation auf den Gang der untersuchten Maschine in etwa zu veranschaulichen, stelle ich hier, so viel das vorhandene Zahlenmaterial es erlaubt, den Dampfverbrauch für 1 N und Stunde zusammen für annähernd dieselbe Leistung der Maschine (etwa 140 bis 150 N), bei annähernd derselben Umdrehungszahl in 1 Minute (etwa 58 bis 61), beim Gange der Maschine mit und obne Condensation, mit und ohne geheizten Dampfmantel, und zwar für drei verschiedene Dampfspannungen im Kessel.
Dampfverbrauch
ohne
mit Unter-
Condens. Condens. schied
kg kg kg Gang der Ma
Unter7,75
12,07 9,72 schine mit ge
schied zu 12,37 5,50
10,12 2,25 heiztem Dampf
Gunsten 3,50
12,64 10,43 2,21 mantel
der AnGang der Ma
wendung 7,75
14,94
11,97 2,97 schine ohne geheizten Dampf
5,50
13,73 - 11,00(?)= 2,73 Condenmantel 3,50 13,60 10,64
sation. Aus dieser Zusammenstellung ergiebt sich ohne weiteres der günstige Einfluss der Condensation auf den Dampfverbrauch der Maschine; auch ersieht man, dass die Dampfersparnis durch Anwendung der Condensation für die angeführten Dampfspannungen so ziemlich gleich hoch ist, beim Gange der Maschine sowohl mit, als auch ohne geheizten Dampfmantel; bei letzterem aber ist sie absolut grösser als bei ersterem, und, in Procenten des Dampfverbrauches ohne Condensation ausgedrückt, in ersterem Falle 18 bis 20 pCt. und in letzterem Falle etwa 20 pct. Nach vorstehenden Zahlen zu urteilen, liegt die obere Grenze der Dampfspannung ziemlich hoch, bei welcher, nach allgemeiner Annahme, eine
2,35
2,96
1) Anknüpfend an diesen Punkt erlaube ich mir, aufmerksam zu machen auf ein in diesem Jahre bei Kreidel in Wiesbaden erschienenes Buch: »Die Schmiermittel und Lagermetalle« von Grossmann. Dasselbe bringt viele neue Gesichtspunkte und giebt manchen Fingerzeig sowohl zur Beurteilung als zur Erhöhung der effectiven Leistung einer Maschine.
1) Z. 1884 S. 286.
Band XXIX. No. 39.
26. September 1885.
Nimax, Versuche mit einer eincylindrigen Corlissdampfmaschine in Creusot.
751
etwa
Dampfersparnis durch Anwendung von Condensation bei Eincylindermaschinen nicht mehr stattfinden soll. Hinsichtlich der Condensation haben die Versuche aber auch ergeben, dass diese so zu sagen von keiner ökonomischen Wirkung auf den Dampfverbrauch mehr ist, sobald die Maschine um 15 pCt. über ihre normale Leistung, für welch letztere sie construirt war, angestrengt wurde. Es ist anzunehmen, dass in diesem Falle Vorteil zu erzielen ist, wenn man die Condensation ausser Betrieb setzt bezw. die Luftpumpe abkuppelt, dahingegen die Maschine mit starker Compression arbeiten lässt und den Auspuffdampf zum Vorwärmen des Speisewassers benutzt.
b) Die Wirkung des Dampfmantels können wir ebenfalls aus obigen Zahlen ersehen, wenn wir diejenigen für den Dampfverbrauch mit geheiztem Dampfmantel von den entsprechenden für den Dampfverbrauch ohne geheizten Dampfmantel abziehen. (Dass ich hier, entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, den Dampfverbrauch für effective Leistung anführe, geschieht lediglich deshalb, weil derselbe in dieser Weise in den obigen Zahlen angegeben ist und dort auch so angegeben werden musste.)
Dampfersparnis für 1 Ne und Stunde durch Anwendung eines Dampfmantels.
pro kg Dampfverbr.
1. Ohne Condensation.
>>
bei 7,75 Atm. Dampfspannung 14,94 — 12,07 = 2,87ke, bei Condensation im Dampfmantel von 12,07 X 0,023 = 0,30175kg 5,50
13,73 -- 12,37
12,37 x 0,017 0,21029 » 3,50 13,60 -12,64 = 0,96
12,64 X 0,011 0,13904 Das Verhältnis von Ersparnis an Dampf im Cylinder zu Aufwand an Heizdampf berechnet sich zu:
2,87
0,96
6,9.
0,13 904
9,5;
pro kg Dampfverbr.
2. Mit Condensation.
bei 7,75 Atm. Dampfspannung 11,97 — 9,72 = 2,25ks, bei Condensation im Dampfmantel von » 5,50
(11,00 — 10,12 = 0,88 » 3,50
10,64 — 10,43
0,21
2,25
0,21
= 1,4.
0,14602
9,72 X 0,03 0,2916kg 10,12 X 0,03 0,3036 10,43 x 0,014 = 0,14692
>>
7,7;
Hier haben wir also durch Zahlen dargestellt die Thatsache, die wohl kaum ein Techniker mehr bezweifeln konnte, dass die Anwendung eines Dampfmantels, unter ähnlichen Verbältnissen wie oben, stets eine Dampfersparnis nach sich zieht. Jedoch das grösste Interesse bieten jedenfalls die Verhältniszahlen von Dampfersparnis im Cylinder zum Aufwand an Heizdampf; erstere ist stets ein vielfaches, ja teilweise ein bedeutendes vielfaches von letzterem! Wie können wir uns diese merkwürdige Erscheinung deuten? Nicht leicht, denn die Wissenschaft lässt uns dabei ganz im Stich; aber den speculativen Erklärungen ist vollauf freier Raum gegeben. Jeder denkende Techniker wird suchen, sich die Sache so gut als möglich zu erklären, sich seinen Vers darauf zu machen; aber das dürfen wir unbedenklich für feststehend erachten, dass die Wirkung des Dampfmantels nicht in einer einfachen Uebertragung von Wärme besteht; derselbe übt irgend einen, aber vorteilhaften, Einfluss aus auf die calorischen Vorgänge im Inneren des Dampfcylinders, und nicht unwahrscheinlich ist es, dass er ganz besonders die verdampfende Wirkung der inneren Maschinenflächen während der Expansionsperiode des Dampfes erhöht. Ich schwöre keineswegs auf diese Deutung, ich gebe sie sofort preis für jede andere, die weniger allgemein ist; aber ich fürchte, wir werden noch lange auf die allein richtige und genaue Deutung zu warten haben.
Eine recht anschauliche Erklärung der Wirkungsweise des Dampfmantels hat Hr. Prof. Herrmann zu geben versucht in seinem auf der letzten Hauptversammlung unseres Vereines zu Mannheim gehaltenen Vortrage: »Zur graphischen Behandlung der mechanischen Wärmetheorie« 1). Dieser Vortrag ist sehr lesenswert, auch für diejenigen Fachgenossen, denen die analytische Behandlung der mechanischen Wärmetheorie geläufig ist; er enthält u. a. auch eine Zurückweisung auf graphischem Wege der Redtenbacher'schen Anschauung über den geringen Wirkungsgrad unserer Dampfmaschine, welche Anschauung bekanntlich davon ausgeht, dass die latente Wärme des Wasserdampfes in unserer Dampfmaschine ganz oder doch zum grössten Teile verloren gehen soll. Dieselbe Zurückweisung auf analytischem Wege war ja bereits viel früher durch Žeuner erfolgt.
Bezüglich der calorischen Vorgänge sagt Prof. Herrmann, nachdem er hervorgehoben, dass bei jeder Cylinder
füllung der Dampf Wärme an die Cylinderwände abgeben muss, das folgende: »Diese während jedes einfachen Schubes von dem Cylinder aufgenommene Wärmemenge wird aber im vollem Betrage wieder abgegeben, sobald der Beharrungszustand (in der Temperatur) eingetreten ist. Diese Abgabe der aufgenommenen Wärmemenge geschieht nun in zweifacher Art, wenn von der unbedeutenden Abgabe nach aussen durch Strahlung und Leitung abgesehen wird. Es erfolgt nämlich im allgemeinen die Wärmeabgabe sowohl an den treibenden Dampf während des letzten Teiles der Expansionsperiode, wie auch an den abblasenden Dampf während des Ausblasens, also, wenn eine Compression nicht stattfindet, während des ganzen Kolbenlaufes. Es ist leicht zu ersehen, dass, abgesehen von der erwähnten Wärmeausstrahlung nach aussen, jede Cylinderfüllung mit Dampf genau dieselbe Wärmemenge an der Cylinderwandung wieder empfängt, welche sie zuvor an dieselbe ablieferte, aber die Ablieferung geschieht bei höherer Temperatur und die Aufnahme bei geringerer, und hierin liegt der Grund des damit verbundenen Arbeitsverlustes.«
Sodann weiter hinsichtlich der Wirkung des Dampfmantels: »Es wurde hierbei vorausgesetzt, dass der Mantel genügend wirksam sei, um alles im Cylinder vorhandene oder sich bildende Wasser während der Expansion zu verdampfen, so dass trockener Dampf zum Austritte gelangt, und in diesem Falle dürfte der Vorteil einer Ummantelung wohl ausser Zweifel sein. Wenn indessen diese Voraussetzung nicht zutrifft, eben deswegen nicht, weil schon der in den Cylinder eintretende Dampf mit verhältnismässig beträchtlichen Wassermengen beladen ist, welche während der Expansion durch den Dampfmantel nicht vollständig verdampft werden können, so wird der beim beginnenden Ausblasen noch vorhandene Wasserrest erst während dieses Ausblasens ganz oder teilweise durch den Einfluss des Mantels verdampft, und in diesem Falle wird der Dampfmantel eine sehr wenig zweckmässige Einrichtung zu nennen sein.« Endlich: »Dampfmäntel versprechen im allgemeinen günstige Resultate in solchen Fällen, wo man dem Cylinder möglichst trockenen Dampf zuführen kann, wogegen bei der Anwendung von Dampf mit grossem Wassergehalte die Mäntel eher schädlich als förderlich wirken werden.«
Nun, ich kann mich mit diesen Auslassungen nur vollständig einverstanden erklären, nicht nur, weil ich dasselbe bereits früher hier ausgeführt (Z. 1884, S. 286), sondern weil
1) Z. 1884, S. 887 u. f.