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Metallpreise
Einschätzung vom 16. April 2024: In Aussicht gestellte Zinssenkungen und Sanktionen gegen russische Metalle lösen markanten Preisanstieg aus.
In unserer letzten Einschätzung vom 19. März 2024 hatten wir darüber informiert, dass die Aussichten nach Zinssenkungen bei den NE-Metallen an den Börsen noch nicht eingepreist wurde. Einen Tag später haben das Fed und die EZB ihre Strategien bekannt gegeben. Während die EZB auf eine erste Zinssenkung im Juni zusteuert, scheint die US-Zentralbank Fed mit einer Lockerung ihrer straffen Geldpolitik noch abwarten zu wollen. In Folge begannen die Notierungen an der LME ihren Preisanstieg einzusetzen.
Am Wochenende nun hat die Londoner Metallbörse LME hat im Einklang mit neuen britischen und US-Sanktionen den Handel mit russischen Metallen auf seiner Plattform untersagt. Betroffen seien Metalle, die ab dem 13. April produziert würden, teilte die LME am Samstag mit. Könne ein Eigentümer nachweisen, dass sein russisches Metall vor dem 13. April produziert wurde, dürfe es weiter eingelagert werden. Der Anteil des verfügbaren Aluminiums russischer Herkunft in LME-Lagern lag im März bei 91 %, der Kupferanteil bei 62 % und der von Nickel bei 36 %.
Insider gehen davon, dass EU-Sanktionen fast sicher einen neuerlichen Preisanstieg auslösen würden. Die EU importierte 2022 rund 500‘000 Tonnen Aluminium aus Russland.