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Jedes Untersuchungsverfahren wird von der Staatsanwaltschaft auf eine der vier folgenden Arten abgeschlossen:
Erlass einer Nichtanhandnahmeverfügung:
Bereits vor Eröffnung einer Strafuntersuchung stellt sich heraus, dass der infrage stehende Lebenssachverhalt entweder eindeutig nicht strafbar ist oder dass Prozessvoraussetzungen endgültig nicht erfüllt sind bzw. entsprechende Verfahrenshindernisse bestehen.
Erlass einer Einstellungsverfügung:
Nach Eröffnung der Strafuntersuchung stellt sich heraus, dass sich entweder kein anklagegenügender Tatverdacht erhärten lässt, der untersuchte Lebenssachverhalt nicht strafbar ist, Rechtfertigungsgründe bestehen, Prozessvoraussetzungen endgültig nicht erfüllt sind bzw. entsprechende Verfahrenshindernisse bestehen oder dass aufgrund spezifischer gesetzlicher Vorschriften auf Strafverfolgung oder Bestrafung verzichtet werden kann.
Erlass eines Strafbefehls:
Der Sachverhalt konnte im Vorverfahren ausreichend geklärt werden und die Sanktionierung mit einer Busse, einer Geldstrafe von höchstens 180 Tagessätzen oder einer Freiheitsstrafe von höchstens sechs Monaten wird als ausreichend erachtet.
Beim Strafbefehl handelt es sich faktisch um einen Urteilsvorschlag der Staatsanwaltschaft. Bleibt die beschuldigte Person nach Erhalt des Strafbefehls untätig, so gilt der Strafbefehl als akzeptiert und er wird rechtskräftig, d. h. er ist dann einem rechtskräftigen gerichtlichen Urteil gleichgestellt. Akzeptiert die beschuldigte Person den Strafbefehl nicht, so muss sie dies innert zehn Tagen der Staatsanwaltschaft schriftlich mitteilen (sog. Einsprache). Hält die Staatsanwaltschaft trotz der Einsprache an ihrem Strafbefehl fest, so muss sie den Fall dem Gericht zur Beurteilung unterbreiten. Der Strafbefehl gilt dabei als Anklageschrift.
Anklageerhebung:
Die Staatsanwaltschaft erhebt beim zuständigen Gericht Anklage, wenn sie aufgrund der Untersuchung die Verdachtsgründe als hinreichend erachtet und keinen Strafbefehl erlassen kann.