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Hans Köfer wurde 1927 in Mellingen, Kanton Aargau, geboren und wuchs mit drei Geschwistern und einem Waisenkind im kleinsten Haus des Städtchens auf. Die Kriegs- und Krisenjahre des Zweiten Weltkrieges brachten Arbeitslosigkeit und Aktivdienst des Vaters und die Aufnahme von Verwandten mit sich. Ärmliche Verhältnisse im Hause Köfer waren die Folge. Neben dem Besuch der Gemeinde- und Bezirksschule waren Garten- und Feldarbeit, Kaninchen- und Schweinezucht, Hilfsarbeiten auf umliegenden Bauernhöfen und Zeitungaustragen zur Unterstützung der Familie unumgänglich, der Mittelschulbesuch in Aarau wegen Geldmangels völlig ausgeschlossen. Ab 1943 folgten Ausbildungen als Kaufmann, Verkäufer und Dekorateur; Sprachaufenthalt in Paris, Hilfsgärtner in England, Student in Guildford. Vom Abteilungsleiter Textil eines Genfer Warenhauses stieg er zum Unternehmensleiter und jüngsten Direktor im Globus-Konzern, Zürich, auf. Neben dieser Hauptfunktion wurde er mit Spezialaufgaben, wie Einkaufsleitung, Projektleitung strategische Veränderungen usw. beauftragt. Es folgten Sanierung und Reorganisierung grosser Textilunternehmen, Vortragsreihen in Europa, USA und Kanada. Vom Bundesrat wurde er zum Experten für Gesamtverteidigung, Bereich Versorgung, berufen, vom Club of Rome zum Aufbauberater in Jugoslawien, dabei persönliche Bekanntschaft mit Tito. Seine Jugenderinnerungen hat Köfer in zwei Publikationen festgehalten, «Die kleine Stadt am schwarzen Fluss» (1992) und «Harte Kriegsjahre» (1995/6). Sein erstaunliches Gedächtnis, auch für die Kleinigkeiten des Alltags, und seine anschauliche Erzählweise lassen die Zeit des Zweiten Weltkrieges zwischen bedrängender Not, Angst vor deutschem Überfall und Kampf gegen deutschtümelnde Fröntler plastisch werden.