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„Diese Enzym-Tabletten sind für die Behandlung unserer Patientinnen und Patienten unverzichtbar, ja, sie retten Leben,“ erklärt der promovierte Apotheker. Sie bewirken, dass sich die Kinder trotz krankheitsbedingter, schwerer Verdauungsprobleme einigermassen normal ernähren können. Im Dr. Rantisi Krankenhaus, in dem Dr. El-Habil arbeitet, sind 70 Fälle von Zystischer Fibrose registriert. Im gesamten Gazastreifen geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von über 300 Fällen aus, fast alles Kinder.
Auch Ashraf Al-Shanti heisst die humanitäre Aktion der Kinderhilfe Bethlehem sehr willkommen. Er ist der Leiter des Zentrums für Zystische Fibrose in Gaza. Diese Organisation ist die erste Anlaufstelle, wenn bei einem Kind im Gazastreifen die erbliche Erkrankung diagnostiziert wird. Al-Shanti, der selbst zwei Kinder mit ZF hat, wandte sich an die Medien und machte die fehlende Versorgung mit lebensnotwendigen Medikamenten publik. „Ich bin glücklich, dass die Kinderhilfe Bethlehem diesen Hilfeschrei gehört hat und die Kinder mit Zystischer Fibrose im Gazastreifen unterstützt.“
Die Verteilung der Medikamente, die im Rahmen des Nothilfeprojektes der Kinderhilfe Bethlehem aus der Westbank in den Gazastreifen transportiert wurden, hat bereits begonnen. Die Abgabe wird von der WHO streng kontrolliert, damit alle, die an dieser Erbkrankheit leiden, von den Enzym-Tabletten bekommen.