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Eine Reihe von Parzellen des Rebbaubezirkes von Corin gehören den umliegenden Gemeinden
als gemeinsames Bürgergut, das auch gemeinsam von den
Bürgern bearbeitet und dessen Ertrag bei Gemeindeversammlungen und
-festlichkeiten aufgetischt wird.
(Kt. Tessin,
Bez. Locarno).
552 m. Gem. und Pfarrdorf, am rechten Ufer der
Verzasca, 7 km nw. der Station
Gordola der Zweiglinie
Bellinzona-Locarno der Gotthardbahn, Postablage; Postwagen
Locarno-Sonogno, 53
Häuser, 196 kathol. Ew.
Ackerbau und Viehzucht. Butter- und Käsefabrikation. Das Dorf bietet mit seinen schwarzen, rings um die weisse Kirche gruppierten
Häusern einen äusserst malerischen Anblick.
(Valledi) (Kt. Tessin,
Bez. Locarno).
Kleines rechtsseitiges Nebenthal zum Thal der
Verzasca; breit, mit sanften Hängen, von
nicht über 2000 m ansteigenden
Bergen umrahmt und ganz mit Alpweiden und Waldungen bestanden. Beginnt am
O.-Hang des
Madone
in 1900 m, steigt von W.-O. auf eine Länge von 4 km ab und mündet beim Dorf Corippo in 552 m auf das Verzascathal aus.
(Dent de)(Kt. Waadt,
Bez. Pays d'Enhaut).
1970 m. Felspyramide; bildet mit der
Pointe de Planachaux zusammen eine eigene kleine Gebirgsgruppe,
zwischen den Thälern der
Saane und des
Hongrin und dem Col de
Sonlemont. Von
Château d'Oex aus in 4½ Stunden leicht zu erreichen.
Vom Gipfel kann das Saanethal auf eine Länge von etwa 50 km überblickt werden; daneben Rundsicht auf das ganze Hochgebirgsgebiet
des
Pays d'Enhaut und die im
Hintergrund darüber aufsteigenden
BernerAlpen. Die Alpweide Corjon bildet eine Kreide- (Neocom
und rote Schichten) und
Flyschmulde; der Gipfel der Dent de Corjon selbst besteht aus dem stehen gebliebenen
Schenkel eines Malmgewölbes, dem einerseits Neocom anlagert, während es andererseits bei der Alpweide
Crau bis zum Lias
aufgerissen ist.
Wesentlich niedriger ist das Gewölbe der
Sautaz, w. der
Hütten von Corjon. Bekannt geworden ist der Berg durch die an seinem
W.-Hang vom
Wasser ausgewaschenenHöhlen (baulmes), von denen Dekan
Bridel im «Conservateur Suisse» s. Z.
eine Beschreibung geliefert hat. An Umfang und Gestalt sind diese
Höhlen von einander verschieden; alle aber sind schmal,
feucht, gewunden und fallen bergeinwärts mehr oder weniger steil ein. Die interessanteste öffnet sich mit einem schönen
Thor, das zu einem kreisrunden Becken führt, in dem sich zur Zeit der Schneeschmelze und bei Regen
die
Wasser ansammeln und einen kleinen Bach speisen; weiterhin gelangt man zu einer Treppe und in einen ca. 120 m langen
Gang, dessen
Höhe und Breite stark wechseln. In Masse findet sich hier zerfallener Kalkstein, der unter dem
Namen der Mondsmilch von Kurpfuschern und Hirten sorgfältig gesammelt wurde, um getrocknet und zu feinem Pulver zerrieben
als Heilmittel gegen Brustleiden,
Ruhr u. s. w. Verwendung zu finden.
697 m. Schöner und schöngelegener
Weiler, an der Strasse
Freiburg-Romont und 1,5 km w. vom Bahnhof Freiburg.
Landhäuser und Bauernhöfe. 35 kath. Ew. Futter- und Getreidebau, Milchwirtschaft.
Am Kampf zwischen Bernern und Freiburgern.
Futter-, Getreide- und Gemüsebau, Viehzucht
und Milchwirtschaft.
Schön auf einem Hügel gelegen und von fruchtbaren und gut angebauten Feldern umgeben.
St. AntonKapelle. Heimat von
Jean Berset († 1875), der sein ganzes Vermögen dem Staate Freiburg
zur Gründung einer Erziehungsanstalt
für arme Mädchen vermachte. In der Nähe von Cormérod wurde der schöne Mosaikboden aufgefunden, der das Labyrinth auf
Kreta darstellt und heute ein Stolz des kantonalen Museums zu Freiburg
ist.