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Was sind denn die leisen Signale, die Signale, die kommen, bevor die lauten kommen?
Enge und Weite sind gute Marker dafür, ob du auf deinem Weg bist und ob es etwas anzuhören gibt. Dein Körper sendet dir ein Gefühl von Enge, wenn dir etwas nicht gefällt, wenn du etwas nicht magst, wenn dich etwas triggert. Ein Gefühl von Enge darf immer beachtet werden und soll nicht übergangen werden.
Weite sendet dir dein Körper, wenn dir etwas gefällt, wenn dir etwas gut tut, wenn du auf dem richtigen Weg bist, wenn die richtigen Menschen um dich herum sind.
Das Gefühl von Enge und Weite kannst du fühlen, und es kann sein, dass es nicht mit deinem Verstand zusammenpasst. Weil dir eigentlich etwas gefällt, dein Körper aber Enge sendet (bei mir zum Beispiel ein Coiffeurbesuch). Oder du empfindest unglaubliche Weite und kannst dir jetzt gar nicht erklären, was daran so schööön sein soll (bei mir zum Beispiel Unkraut jäten).
Das Gefühl von Weite und Enge ist ganzheitlich und bezieht alle Anteile von dir mit ein. Es kann also sein, dass ein Anteil in dir mit der jetzigen Situation ein Thema hat. Und da darfst du lauschen. In Dialog gehen.
Es heisst nicht, dass du Dinge, die Enge bereiten, nicht mehr tun darfst, sondern dass du mit der Enge in Kontakt gehst. Wo fühlst du sie, wie fühlt sie sich an, was sagt sie, was braucht sie? Kann sie begleitet werden? Kannst du ihr nach der Situation etwas Gutes tun, indem du zum Beispiel bewusst eine entspannende Tätigkeit wählst oder nicht nochmal etwas stressiges machst? Bei mir wäre das zum Beispiel nach dem Coiffeurbesuch nicht noch in den grossen Supermarkt einkaufen gehen. Das übersteigt die Kooperationsbereitschaft meines Körpers und er kann sich danach sehr lange nicht mehr beruhigen und reagiert auf die kleinsten Reize sehr nervös.
Wie spüre ich Enge oder Weite?
Enge fühlt sich eng an. Dir ist unwohl, vielleicht hast du Herzklopfen. Dein Kopf macht Gedankenkarussell, deine Hände sind vielleicht kalt, du hast den Impuls, hier weggehen zu wollen. Vielleicht aktiviert sich auch ein unangenehmes Gefühl, du fühlst dich nicht gut genug, überlegst vielleicht, wenn du dies oder jenes kaufst oder dich anders kleidest oder die Wohnung schöner einrichtest, wäre dir wohl. Oder wenn der andere doch endlich mit dem lästigen Verhalten aufhören würde. Oder wenn dir alles zu viel, zu laut, zu schnell ist. Wenn dein Atem oberflächlich ist und du plötzlich merkst, dass du schon länger nicht mehr richtig tief eingeatmet hast. Es fühlt sich an, als seist du nicht im Fluss.
Weite ist Fluss. In der Weite fühlst du dich wohl. Du machst dir keine Gedanken darüber, was morgen ist oder gestern war, du bist im Moment. Dir fällt auch nicht ein, dass du heute nicht so gut aussiehst oder was gestern schief ging, denn das ist gerade nicht wichtig. Deine Brust öffnet sich, du öffnest dich. Dir ist warm. Du fühlst dich zufrieden, glücklich. Ganz viele Menschen beschreiben dieses Gefühl im Wald, am Meer, beim Beobachten von Tieren, in der Natur, wenn sie mit Menschen auf einer Wellenlänge sind. Oder in der Begegnung von Menschen, die dich wachsen sehen wollen. In Gemeinschaft dieser Menschen musst du nicht überlegen, wie oder wer du bist. Du bist einfach und es ist gut. Weite empfindest du dann, wenn es von alleine tief mit dir atmet oder du seufzt. Deine Schultern sich senken. Du kannst dich fallen lassen.
Du fühlst Erleichterung, Spannung kann abfallen.
Ein Leben, in welchem wir der Enge begegnen und die Weite suchen, ist ein erfülltes, sinnstiftendes Leben. Es fühlt sich lebendiger und tiefer an.
Wenn du nicht weisst, wo du beginnen sollst, dann melde dich gerne bei mir. Zusammen schauen wir an, welche Möglichkeiten es gibt. Und es gibt viele!
Wenn du mehr lesen willst, dann besuch mich auf Instagram oder live im Raum „Körpergeflüster“ in Sursee!