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Lausanne, 7. April 2016
Die CICAD erhebt Strafanzeige wegen Holocaust-Leugnung gegen den „Le Pamphlet“-Mitherausgeber Claude Paschoud.
Es war absehbar, dass die Zeitschrift „Le Pamphlet“, herausgegeben vom Waadtländer Juristen-Ehepaar Paschoud, einmal das Spiel zu stark ausreizt. Die Mitherausgeberin Mariette Paschoud hatte bei ihrer Pensionierung vor acht Jahren angekündigt, sie müsse ja nun nicht mehr um den Verlust der Arbeitsstelle fürchten, und sie werde sich nun mehr für "Revisionisten" einsetzen. Nun hat die Coordination intercommunautaire contre l’antisémitisme et la diffamation CICAD gegen ihren Ehemann Claude Pachoud Anzeige eingereicht. Paschoud erwähnte in einem Kurztext in der Januar-Ausgabe den französische Holocaust-Leugner Robert Faurisson, dem „noch niemand habe nachweisen, dass er im Grund falsch“ habe. Man bezeichne ihn als „bösen Mann“, weil „er den achtjährigen Kindern erkläre, dass es den Weihnachtsmann“ gar nicht gäbe. Paschoud folgert dann: Es sei „nicht immer gut die ganze Wahrheit zu sagen.“ Gegenüber der Zeitung „20 Minutes“ erklärte Cicad-Sekretär Johanne Gurfinkiel: „Die gesetzliche Grundlage zum Handeln besteht, es ist nun an die Justiz sie anzuwenden“. Die Rechtsaussen-Zeitschrift „Le pamphlet“ erscheint seit 1970, seit Anfang 2016 nicht mehr auf Papier, sondern ausschliesslich Online.