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Muskeln, Knochen oder Gedärme. Alles Bestandteil der Anatomie und den Meisten bekannt — gesehen in Schulbüchern und Modellen. In diesen sieht man klar erkennbare Formen und liebliche Farben, welche mit der Wirklichkeit nur wenig gemeinsam haben.
Eine Alternative können anatomische Fotografien sein, die aber um ein Vielfaches unangenehmer anzuschauen sind. Glanzflecken fressen Grossteile des Kadavers aus, starke Kontraste sind häufig gegeben und durch eine optische Krümmung wölbt sich das Bild abstossend. Die Fotografie ist unangenehmer anzuschauen als das Original.
Bei dieser Arbeit handelt es sich um den Versuch einen Zwischenweg zu gehen. Mithilfe der Fotografie kann man die benötigten Daten schnell und effizient aufzeichnen. Anschliessend werden diese digital bearbeitet, um die Lesbarkeit zu optimieren sowie eine Ästhetik zu erreichen, die zum längeren Betrachten einlädt. Durch die Montage wird das Bild verändert, das Ziel ist jedoch eine Annäherung an die Wirklichkeit. Am Ende ist ein Bild gegeben, welches ästhetische Eigenschaften eines klassischen Aquarells und einer Fotografie aufweist.
Die Präparation ist bei dieser Methode ein wichtiger Bestandteil der Gestaltung, was eine enge Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern erfordert.