Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03242.jsonl.gz/50

Um die gegenwärtige Situation auf den internationalen Finanzplätzen besser zu verstehen, ist es notwendig die Grundlagen zu verstehen, die eine solche Entwicklung überhaupt ermöglichten.
1. Wenn mehr Geld als Waren vorhanden ist entwickelt sich daraus eine INFLATION
2. Wenn mehr Waren als Geld vorhanden sind entwickelt sich eine DEFLATION
Nun mit den heutigen Finanzinstrumenten wie den Hedge Funds (im Grunde nichts anderes als Finanzwetten), werden diese Grundlagen zwar verzerrt, haben aber immer noch Gültigkeit. Sobald wir davon hören, dass Zentralbanken Unmengen an Geld in die Kapitalmärkte stopfen um diese zu stabilisieren, dann ist dies eine hochinflationäre Massnahme, welche nichts anderes als eine Symptombekämpfung ist. Die Ursache der Schwierigkeit liegt in den 70ern, als Nixxon das Bretton Woods aushebelte. Um einen gesunden Wirtschaftsaufschwung zu erreichen, ist es nötig zu verstehen, dass Geld nicht mit Geld gemacht werden kann (man kann Geld nicht essen), sondern dass Geld nur durch wirkliche reale Produktion und Waren (Mehrwert) entstehen darf. Die heutigen hochriskanten Finanzgeschäfte haben keine Existenzberechtigung, da sie keinen Mehrwert schaffen. Deutsche Bank Chef Ackermann hin oder her, auch er wird dies vielleicht irgendwann verstehen.
Also stampfen wir die nur auf dem Papier bestehenden spekulativen Geldwerte endlich einfach ein, diese haben ja eh nie in der realen Welt existiert und fangen ohne diese wieder an. Die Gefahr ist nicht, diese einzustampfen, die Gefahr ist, dass diese fiktiven Werte die gesamte produzierende Realwirtschaft zerstören, falls sie nicht wirklich endgültig verschwinden. Verabschieden wir uns von diesem System, bevor uns das System selbst verschlingt.
Wer demnächst heult und jammert, weil sein ach so sorgsam zusammengetragenes Papiergeld flöten geht, sollte sich einfach mal darauf besinnen, wirklich etwas zu produzieren, das einen Wert hat. Wenn es einen Wert für jemanden hat, wird er dafür auch ein Ei oder ein Apfel geben, den kann man dann essen. Wenn Sie dies verstehen, dann wissen Sie bereits mehr als die heutigen hochbezahlten (natürlich mit Papier à rund 1Rp pro Blatt) Finanzspezialisten der Banken.