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Ein Hirntoter ist nicht tot
Die Frage der Zulässigkeit von Organentnahmen am Lebensende sollte offen diskutiert werden. Es geht nicht um die Möglichkeiten der Medizin, sondern um die Grenzen der Machbarkeit, wenn es um das Leben von Patienten geht.
Professor Dieter Birnbacher, Mitglied der zentralen Ethikkommission der Deutschen Ärztekammer, stellt fest, dass der Hirntod kein wissenschaftlicher Fakt, sondern eine medizinische Diagnose ist. Die Transplantationsmedizin, für die ein Patient mit dieser Diagnose ein potentieller Organspender (falls dieser der Organspende zugestimmt hat) ist, spricht von ‘Verstorbenen’. Dies ist irreführend und nicht korrekt. Tatsächlich sind hirntote Patienten nicht tot, sondern zeigen eindeutig Lebenszeichen: Blutkreislauf, Verdauung, Ausscheidung funktionieren, Nägel und Haare wachsen, Wunden werden geheilt, es gibt sogar Fälle, wo Frauen ihre Schwangerschaft austrugen. Ein Toter ist kalt und starr. Ausserdem beweisen aufgewachte hirntote Menschen, dass es sich um Lebende handelt (Jan Kerkhoff, Zack Dunlap, Angèle Liebi, Carina Melchior, Trenton McKinley, Gloria Cruz u.a.).
Das juristische Konzept ‘Hirntod’ von 1968, welches die Transplantationsmedizin zur Organentnahme verwendet, ist weder philosophisch noch anthropologisch, noch biologisch mit dem Tod eines Menschen gleichzusetzen. Die Legitimierung der Organentnahme am Lebensende fällt mit der Tatsache, dass der Organspender während der Explantation stirbt.
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