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Donnerstag, 16. April 2015
(Hemishofen 401m –) Bibermühle 400m – Obergailingen 414m – Gailingen 397m – Dörflingen 451m – Thayngen 443m – Bibern 462m
10°C bis 20°C, schön
Die Schöne von Bibern. Dies das Motto von heute. Ich bin ja gespannt, ob ich sie kennen lerne…
Doch alles der Reihe nach. Durch das verschlafene Hemishofen gelange ich nach etwa drei Kilometern zur Bibermühle. Dabei komme ich an der Stelle vorbei, an der die Napoleonischen Truppen 1800 den Rhein überquert hatten.
Dazu Näheres aus folgender Homepage:
1.Mai 1800
Hier bei Hemishofen/Rheinklingen legte der rechte Flügel der Französischen Truppe von General Lecourbe über den Rhein. Am 25.April erliess Lecourbe die Anweisung an Vandamme, die Truppen am 27. so zu positionieren, dass sie am 28. und 29. nach Stammheim marschieren können, um dort am 29. den Ort zu besetzen. Die Kähne, Wagen und Segelwerk waren von Kloten herbeigeschafft worden. (28. April) Der Transport kam über Pfungen und Andelfingen nach Ossingen. Für den Transport wurden 200 Pferde benötigt. Die Brücke bestand aus 16 Booten, 20 verstärkten Booten und 12 kleinen Pontons. Gegen 10 Uhr Abends kam der Konvoy an bei Etzwilen. Die Kähne wurden von den Sappeuren den steilen Hang hinunter getragen! Gegen 12 und 1 Uhr war auch die Artillerie vor Ort und bezog Stellung. Gegen Morgen um 4 Uhr wurde geschossen, jedoch wurden die Oesterreicher vertrieben. Um 9 Uhr waren schon alle Divisionen und eine Artillerie Reserve über der Brücke. Ca 20‘000-30‘000 Mann. Sie rückten gegen Ramsen, eine Colonne nach links und eine nach rechts. Danach wurde die Brücke von Stein am Rhein wieder hergestellt. Am darauffolgenden Tag wurde die Pontonierbrücke wieder abgebaut und nach Paradies geschaffen wo sie zuletzt aufgeschlagen wurde. Die 10‘000 österreichischen Soldaten, die im Hegau stationiert waren, hatten keine Chance. Am 1. Mai 1800 schliesslich zogen sich die Österreicher aus Singen zurück, nachdem die Franzosen den Rhein überquert hatten.
Zurück zur Bibermühle. Ein wunderschönes Biotop. Nun sind es noch wenige Meter bis zur Landesgrenze nach Deutschland. Über den Staffel komme ich durch einen Wald nach Gailingen. Leider bietet Gailingen überhaupt keine Fotosujets. Mit zwei Ausnahmen: zwei etwas mitgenommene Döschwos.
Bald bin ich wieder in der Schweiz, in Dörflingen. Dabei komme ich immer wieder an Reiterhöfen vorbei. Vermutlich ein Bedürfnis und für die Bauern attraktiv.
Auf den folgenden Wegen bin ich nun ziemlich allein. An einem schönen Weiher vor Thayngen mache ich einen ersten kurzen Halt.
Bos Thayngen ist es nun nicht mehr weit und weil der Weg nach Bibern hoch am Gegenhang verläuft (mit grossen Umwegen, die man nicht abkürzen kann), nehme ich den Bus für die letzten drei, vier Kilometer.
Und da erblicke ich sie.
Bibern hat zwar weder einen Laden, noch eine Post oder eine Baiz, aber… DIE SCHÖNE VON BIBERN. Eine gefeierte Zwetschgensorte! Mit Denkmal!! Und einem immer wieder stattfindenden Zwetschgenfest zu ihren Ehren.
Aus nordagenda.ch
5. Biberner Zwetschgenfest
Samstag, 13. September 2014, ab 13.00 Uhr bis ...
Zweck:
Das OK freut sich auf Ihren Zwetschgenfestbesuch. Herzlich willkommen und viel Vergnügen!

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