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Pius Fasel wurde als zweites von sieben Kindern am 16. Oktober 1920 geboren. Seine Eltern waren Marie und Jakob Fasel-Lehmann. Die Primarschule besuchte er in St. Antoni, die Sekundarschule in Tafers. Die Arbeit auf dem elterlichen Bauernbetrieb war für sein Leben sehr wichtig. Kaum war er 20-jährig, verstarb viel zu früh sein Vater mit 52 Jahren. Nun musste er mit der Mutter und den Geschwistern den Betrieb weiterführen.
Er lernte Elisabeth Waeber aus Alterswil kennen, mit der er am 25. Februar 1946 den Bund fürs Leben schloss. Mit den fünf Kindern Ruth, Arthur, Annelies, Hugo und Marius kam viel Leben ins Haus. Pius Fasel setzte seine Kräfte für den Hof ein und sorgte sich um das Wohl seiner Familie. Sein grosses Wissen stellte er auch der Allgemeinheit zur Verfügung. Er war Sekretär und Kassier der Käsereigenossenschaft sowie der Alpengenossenschaft. Im Gemeinderat war er für das Soziale zuständig und in der Raiffeisenbank im Vorstand tätig. Als Ausgleich sang Pius Fasel im Gemischten Chor. Das gesellige Beisammensein und die Kameradschaft erfüllten ihn. Für über 45 Jahre Mitgliedschaft im Chor erhielt er die Benemerenti-Auszeichnung. Pius Fasel hatte ein offenes Ohr für seine Mitmenschen. Sein grösstes Glück waren die 13 Enkelkinder und 14 Urenkelkinder, denen er eindrückliche Geschichten aus seinem Leben erzählte. Ein schwerer Schicksalsschlag, von dem er sich lange nicht erholte, war der allzu frühe Tod seiner Frau Lisi mit erst 59 Jahren.
Nach der Betriebsübergabe an den Sohn Arthur durfte er über 30 Jahre in dessen Familie die grosse Fürsorge seiner Schwiegertochter Denise erfahren, was er überaus schätzte. Er war interessiert am Weltgeschehen. Mit seinem Schwiegersohn durfte er Rom, Wien, Prag und Den Haag erleben.
Ab dem 90. Lebensjahr machten sich Altersbeschwerden bemerkbar, so dass ein Eintritt ins Altersheim unumgänglich wurde. Er erfuhr dort eine vorzügliche Pflege und familiäre Betreuung. Er freute sich über die Besuche, besonders von den Kindern, Grosskindern und Urgrosskindern. Pius Fasel war sehr gläubig und verpasste selten einen Gottesdienst. Dort fand er Kraft für seinen Alltag. In den letzten Monaten nahm seine körperliche Kraft zusehends ab, so dass er am 24. November 2016 nach einem reicherfüllten Leben friedlich einschlafen durfte.