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Das Portable Document Format – kurz PDF – wurde von Adobe entwickelt und 1993 veröffentlicht. Es ermöglicht einen Dokumentenaustausch, der unabhängig vom Anwendungsprogramm oder Betriebssystem originalgetreu erfolgen kann.
Mit einer beliebigen PDF-Datei alleine ist die Übermittlung der Daten für den Druck noch nicht gewährleistet. Unter PDF/X werden verschiedene Normen zusammengefasst. Diese beschreiben die Eigenschaften von Druckvorlagen als PDF-Dateien, um die vorlagengetreue Übermittlung der Daten aus der Druckvorstufe zum Druck zu ermöglichen.
Die wichtigsten Bedingungen für PDF/X
Im Laufe der Jahre wurde der PDF/X Standard immer wieder überarbeitet und erweitert. Verschiedene Versionen dieses Standards haben unterschiedliche Bedingungen. Deshalb listen wir hier die Eigenschaften auf, die aus unserer Sicht für den Austausch vom Druckdaten-Ersteller zum externen Produktionsdienstleister wichtig und relevant sind:
- Farbangaben beschränkt auf CMYK und Sonderfarben
- Keine extern referenzierten Seiteninhalte (Schriften und Bilder eingebettet)
- Anschnitt und Endformat sind definiert
- keine LZW- oder JPEG 2000 Kompressionen
- Notizen und Kommentare nur ausserhalb des bedruckten Bereichs
- kein JavaScript, keine Formularfunktionen
- keine Verschlüsselung («Sicherheit»), da diese hinderlich ist für Dateien, die extern verarbeitet werden sollen
- Angabe, ob die PDF/X-Datei bereits überfüllt wurde oder vom Empfänger gegebenenfalls noch überfüllt werden muss
- keine Transparenzen
Zusammenfassend empfehlen wir Ihnen für diesen Zweck die Einhaltung der Standards nach PDF/X-3:2002 oder PDF/X-4:2010, allerdings ohne den Einsatz von Farbräumen wie RGB oder LAB.
Die Krux am medienneutralen RGB Workflow
In einer integrierten Umgebung, das heisst wenn der Ersteller der Dateien und die Ausgabe-Produzenten wie Druckereien und Werbetechniker aber auch Web-Publisher und App-Produzenten einen einzigen, von Anfang bis Ende durchgängig aufgesetzten und betriebenen Workflow einsetzen, macht der Einsatz eines RGB-Workflows unter Umständen Sinn. Die Grundidee dahinter ist, dass eine Umwandlung in einen ausgabespezifischen Farbraum erst ganz am Ende, also zum Zeitpunkt des Erstellens oder Druckens des entsprechenden Mediums, vorgenommen wird.
Das Hauptproblem beim Einsatz eines solchen medienneutralen Workflows in einem heterogenen Umfeld, wo der Druckdaten-Ersteller und die Druckerei nicht vorgängig einen einheitlichen Workflow realisiert haben, liegt darin, dass das Ergebnis der finalen Umwandlung von RGB nach CMYK unmittelbar vor dem Druck durch den Druckdaten-Ersteller nicht nachvollziehbar ist, und es zu unerwünschten Farbanpassungen kommen kann. Diesem Umstand kann nur durch umständliche Prozesse via farbverbindliche Proofs und entsprechende Freigabeprozesse erfolgreich begegnet werden.
Kompetenz beweisen
Im Zentrum der als Verein auftretenden Initiative «PDFX-ready» steht das Qualitätszertifikat mit gleichem Namen, das Personen und Firmen im Publishing-Umfeld auszeichnet, die vom Know-how und der Infrastruktur her für einen PDFX-Workflow gerüstet sind. Die Zertifizierungen sind in die zwei Bereiche «Creator» und «Output» unterteilt.