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Die Schwyzer pflegten Musik und Gesang zur Gestaltung der Gottesdienste und Andachten in der Pfarrkirche St. Martin schon vor Mitte des 18. Jahrhunderts intensiv. Das belegen verschiedene Dokumente. Nicht umsonst wurden darum Empore und Orgel gross genug geplant. Eingeweiht wurde die jetzige Pfarrkirche St. Martin im Jahr 1774. Das Gotteshaus ist also bald einmal 250 Jahre alt.
Die im 19. Jahrhundert aktiven Gruppierungen für Gesang und Instrumentalmusik sollten besser geführt werden können. Das war die Meinung einiger einflussreicher Leute und so gründete man am 15. Juli 1890 die Kirchenmusikgesellschaft Schwyz (KMG). Die Gründer sahen Chor und Orchester als etwas Gemeinsames, weshalb man sich für den etwas komplizierten Vereinsnamen entschied.
Die Kirchenmusikgesellschaft Schwyz (KMG) war besonders im 20. Jahrhundert eine sehr beliebte und aktive Gesellschaft. Der Chor bestand zeitweise aus über 50 Mitgliedern und das Orchester deckte mit gegen 40 Instrumentalisten wirklich alle Bedürfnisse ab. Es brauchte zur Aufführung der Werke mit Orchester natürlich nie alle 90 Leute, sondern man berücksichtigte jene Instrumentalisten, die für eine Aufführung nötig waren. Auch waren kaum je 50 Sängerinnen und Sänger auf der Empore. So gross ist diese denn wiederum auch nicht. Mit der grossen Zahl an Mitgliedern konnte man sich jedoch auch an die Planung grösserer Konzerte wagen.
Vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war es üblich, an jedem kirchlichen Fest- und Feiertag ein kirchenmusikalisches Werk aufzuführen, nämlich, wenn es die Umstände erforderte, wöchentlich ein anderes. Das belegt die immense Bibliothek der Kirchenmusikgesellschaft Schwyz (KMG). Sie enthält über 400 verschieden grosse Werke, d.h. Messen für Chor, Orchestermessen sowie eine Unzahl von Motetten und anderen kirchlichen Gesängen verschiedener Meister aus über vier Jahrhunderten.