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Mykorrhizapilze gehen Symbiosen mit Landpflanzen ein und sind als „lebender Dünger“ in der Lage, effektiv Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen und an die Pflanzen weiterzugeben. Durch eine gezielte Nutzung von Mykorrhizapilzen könnten somit Nährstoffverluste durch Auswaschung reduziert und die Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Produktion erhöht werden.
Über 230 arbuskuläre Mykorrhizapilzarten sind weltweit bekannt. Wie sich die einzelnen Arten aber in ihrem Nutzen für die Wirtspflanze und für den Nährstoffhaushalt unterscheiden, ist kaum erforscht. Auch die Bedeutung der Zusammensetzung der Mykorrhizagemeinschaften für das Agroökosystem ist bisher unklar. Da sich Mykorrhizagemeinschaften stark zwischen verschiedenen Fruchtfolgen und Bewirtschaftungsformen unterscheiden, ist eine Aufklärung ihrer Bedeutung für den Nährstoffhaushalt und die Pflanzenproduktivität und damit für die landwirtschaftliche Nutzung unentbehrlich.
In diesem Themenblock gehen wir in Gewächshaus- und Freilandstudien folgenden Fragen nach:
- Können Mykorrhizapilze Nährstoffverluste reduzieren und das Pflanzenwachstum nachhaltig fördern?
- Wie wird die Nährstoffverteilung im Ökosystem durch Mykorrhizapilze gesteuert?
- Wie beeinflussen veränderte Klimabedingungen die Effekte von Mykorrhizapilzen?
- Welche Bedeutung hat die Pilzart und die Zusammensetzung der Mykorrhizagemeinschaften für die Pflanzenproduktivität und andere Ökosystemleistungen?