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Chronik
Die Gründung der Walliser Jodlervereinigung
Die Walliser Jodlervereinigung feierte 2006 ihr 25-jähriges Bestehen. Es wäre aber falsch zu glauben, dass die Jodlervereine vorher als Einzelgänger das Jodellied gepflegt hätten. Schon zwanzig Jahre vorher haben sich die Klubs als lockere Verbindung zusammengetan, Jodlerfeste organisiert, zusammen gesungen und Kurse organisiert.
In den 70er Jahren wurde das Jodellied im Oberwallis immer beliebter, und es entstanden stets neue Vereine. Im Jahre 1980 gab es im Wallis bereits 9 Jodlerklubs und den Verein der Fahnenschwinger und Alphornbläser, der immer zu ihren Anlässen eingeladen wurde.
Die Organisation von Festen, Versammlungen, Kursen und Gesamtproben wurde immer komplizierter. Man erkannte, dass es eine permanente Institution braucht, um Ordnung in die Sache zu bringen. Wohl dem Beispiel anderer musikalischer Organisationen, wie der Blasmusiken, der Kirchenchöre oder der Tambouren und Pfeifer folgend, beschloss man, die Walliser Jodlervereinigung zu gründen.
An der Delegiertenversammlung vom 7. November 1980 im Hotel Du Pont in Brig beschloss man die Gründung der Vereinigung. Der anwesende Präsident des WSJV, Walter Schnydrig, ermunterte die Delegierten dazu. Es wurde beschlossen, einen provisorischen Vorstand zu wählen. Dieser sollte einen Statutenentwurf vorbereiten und diesen den Vereinen zur Meinungsabgabe zusenden. Nach einigem Hin und Her wurden folgende Kollegen für diese Aufgabe bestimmt: Schmid Felix, Muther Ewald, Zbinden Hansrüedi, Herren Ernst und Leiggener Edmund. Diese fünf Männer übernahmen die aufgetragene Arbeit und entwarfen die ersten Statuten.
Am 14. März 1981 schlug die Geburtsstunde der Walliser Jodlervereinigung (WJV). Die Delegierten der neun Jodlerklubs und der Fahnenschwinger und Alphornbläser trafen sich um 17 Uhr im Hotel Du Pont in Brig zur Gründungsversammlung. Es existierten damals folgende Jodlervereine:
- Alpenrösli Siders,
- Noger Ausserberg,
- Balfrin Visp,
- Zer Tafernu Ried-Brig,
- Ahori Brig-Glis,
- Aletsch Naters,
- Safran Mund,
- Grubenalp Saas Balen und
- Bärgarve Naters.
Dazu gehörte der Verein der Alphornbläser und Fahnenschwinger. Der vorgelegte Statutenentwurf wurde genehmigt und es wurde ein erster, definitiver Vorstand gewählt. Ihm gehörten folgende Personen an:
- Felix Schmid, Präsident;
- Ewald Muther, musikalisch Verantwortlicher;
- Ernst Herren, Kassier;
- Hermann Ogi, Aktuar und
- Rudolf Zbinden, Vertreter der Alphornbläser und Fahnenschwinger.
Der Vereinsbeitrag wurde auf 50 Franken pro Klub festgesetzt. Die Walliser Jodlervereinigung war aus der Taufe gehoben und wurde gleich mit einem Glas Wein gefeiert.