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Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen)
Kontakt
Matthias A.Weidmann, NDAP (National Director for Public Affairs)
Kirche Jesu Christi HLT, Reservoirstr. 9, 8442 Hettlingen
Telefon 079 430 30 91
Mail: <email-pii>
www.mormonen.ch
Geschichte
Selbstdarstellung:
«Am 6. April 1830 aufgrund göttlicher Offenbarung durch Joseph Smith, der als Prophet anerkannt wird, mit 6 Mitgliedern wiederhergestellt als Kirche Jesu Christi. Im Gegensatz zur Kirche zur Zeit nach dem Tod von Jesus Christus als die Mitglieder sich ebenfalls Heilige, eben Heilige der ersten Tage nannten (siehe NT) heute eben Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage.
Ende 1998 hatte die Kirche weltweit über 10 Millionen Mitglieder, wovon mehr als die Hälfte ausserhalb der USA. »
2015 beträgt die Mitgliederzahl über 15 Millionen.
Die ersten Mormonen kamen 1850 in die welsche Schweiz, 1853 in die deutsche Schweiz. Schon 1855 gab es 8 Gemeinden in der Schweiz. Während des ersten Weltkriegs mussten alle Missionare das Land verlassen. 1955 wurde in Zollikofen der Tempel geweiht, 1992 nach der Renovation neu geweiht. 1996 zählte die Schweiz 6700 Mitglieder.
In Pratteln wurde als Tochter der Basler Gemeinde 1937 eine eigene Gemeinde gegründet. Interessantes über die Gemeinde kann in einem Heft nachgelesen werden: "1937 - 1997. Erinnerungen. 60-Jahr Feier der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Gemeinde Pratteln“. Die Gemeinde begann ihre Aktivitäten in einem Saal eines Restaurants. Die ersten Neubekehrten wurden in der Ergolz getauft.
Um 1999 wurde in Bad Säckingen eine neue Gemeinde („Zweig“) gegründet. Dadurch zogen viele Mitglieder der Gemeinde Pratteln zur Verstärkung der neuen Gemeinde nach Säckingen.
2006 wurde in Basel die Wanderausstellung «150 Jahre in der Schweiz. Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage» gezeigt. Sie kann auch als PDF am Bildschirm betrachtet werden.
Mitgliederzahlen:
Basel: 300
Pratteln: 200 - 220.
Reinach: 100 -110.
Basel ist dabei stagnierend, die Landgemeinden tendenziell zunehmend (50% eigene Kinder, 50% Konvertiten)
Ab rund 200 Mitgliedern kann eine Gemeinde auch geteilt und eine neue Gemeinde gegründet werden.
Lehre und Ziele
Selbstdarstellung:
«Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist ganz klar eine christliche Kirche. Das zentrale der Lehre ist Jesus Christus als Sohn Gottes, der für die Menschen das Sühnopfer dargebracht hat. Entsprechend den 13 Glaubensartikel der Kirche, welche zusammenfassend für andere darlegen, an was wir glauben, gilt "die Bibel“ soweit sie richtig übersetzt ist ebenso als massgebende Heilige Schrift, wie das "Buch Mormon“, das Buch "Lehre und Bündnisse“ und das Buch "Die Köstliche Perle“.
Die Glaubensartikel, wie sie von Joseph Smith formuliert wurden:
1. Wir glauben an Gott, den ewigen Vater, und an seinen Sohn, Jesus Christus, und an den Heiligen Geist.
2. Wir glauben, dass der Mensch für seine eigenen Sünden bestraft werden wird und nicht für die Übertretung Adams.
3. Wir glauben, dass dank dem Sühnopfer Christi alle Menschen errettet werden können, indem sie die Gesetze und Verordnungen des Evangeliums befolgen.
4. Wir glauben, dass die ersten Grundsätze und Verordnungen des Evangeliums sind: erstens der Glaube an den Herrn Jesus Christus, zweitens die Umkehr; drittens die Taufe durch Untertauchen zur Sündenvergebung; viertens das Händeauflegen zur Gabe des Heiligen Geistes.
5. Wir glauben, dass man durch Prophezeiung und das Händeauflegen derer, die Vollmacht haben, von Gott berufen werden muss, um das Evangelium zu predigen und seine heiligen Handlungen zu vollziehen.
6. Wir glauben an die gleiche Organisation, wie sie in der Urkirche bestanden hat, nämlich Apostel, Propheten, Hirten, Lehrer, Evangelisten usw.
7. Wir glauben an die Gabe der Zungenrede, Prophezeiung, Offenbarung, der Visionen, der Heilung, Auslegung der Zungen usw.
8. Wir glauben, dass die Bibel, soweit richtig übersetzt, das Wort Gottes ist; wir glauben auch, dass das Buch Mormon das Wort Gottes ist.
9. Wir glauben alles, was Gott offenbart hat, und alles, was er jetzt offenbart; und wir glauben, dass er noch viel Grosses und Wichtiges offenbaren wird, was das Reich Gottes betrifft.
10. Wir glauben an die buchstäbliche Sammlung Israels und die Wiederherstellung der Zehn Stamme, dass Zion (das Neue Jerusalem) auf dem amerikanischen Kontinent errichtet werden wird, dass Christus persönlich auf der Erde regieren wird und dass die Erde erneuert werden und ihre paradiesische Herrlichkeit empfangen wird.
11. Wir beanspruchen für uns das Recht, Gott den Allmächtigen zu verehren, wie es uns das Gewissen gebietet, und wir gestehen allen Menschen das gleiche Recht zu, mögen sie verehren, wie oder wo oder was sie wollen.
12. Wir glauben, dass es recht ist, einem König oder Präsidenten oder Herrscher, einer Obrigkeit untertan zu sein und den Gesetzen zu gehorchen, sie zu achten und für sie einzutreten.
13. Wir glauben, dass es recht ist, ehrlich, treu, keusch, gütig und tugendhaft zu sein und allen Menschen Gutes zu tun, ja, wir können sagen, dass wir der Ermahnung des Paulus folgen - wir glauben alles, wir hoffen alles, wir haben viel ertragen und hoffen, alles ertragen zu können. Wenn es etwas Tugendhaftes oder Liebenswertes gibt, wenn etwas guten Klang hat oder lobenswert ist, so trachten wir danach.
Das wichtigste in der Kirche sind intakte, gesunde Familien, weil diese die Grundlage einer gesunden Gesellschaft darstellen und vor allem, weil diese der Lehre des Erlösers Jesus Christus entsprechend über den Tod hinaus weiterbestehen können.
Als Unterschied zu anderen Glaubensgemeinschaften mag folgendes aufgezählt werden: Wir glauben an ein Vorherdasein, ein Leben vor diesem Leben in der Gegenwart Gottes. Wir glauben, dass dieses Leben eine Prüfungszeit darstellt, welche uns auf das Leben nach dem Tod vorbereiten soll. Wir glauben an die buchstäbliche Auferstehung und ewiges Weiterleben des Menschen. Wir glauben, wie dies den Glaubensartikeln entnommen werden kann daran, dass Jesus Christus Seine Kirche auch heute führt und leitet und zwar durch fortlaufende Offenbarung an seine Propheten wie seit jeher.»
Zusammenarbeit
Die Kirche und vor allem die Mitglieder und die Gemeinden sind, bereit alle Anstrengungen, welche mit dem Ziel der Kirche (siehe Punkt 3) übereinstimmen zu unterstützen.
In vielen konkreten Fragen ist eine Zusammenarbeit mit anderen Kirchen durchaus möglich.
Organisation, Finanzen
Die Kirche ist in der Schweiz rechtlich ein Verein nach ZGB.
Einer Gemeinde steht je nach Grösse ein Bischof (Basel und Pratteln) oder Zweigpräsident (Reinach) vor.
Ihm stehen je zwei Ratgeber zur Verfügung.
Sowohl die erwachsenen Männer als auch die Frauen sind dann in weiteren Gruppen organisiert und planen Belehrungen und soziale Kontakte selbständig, aber unter Koordination der Gemeindevorsteher. Dasselbe gilt für die Jugendlichen und für die Kinder.
Mehrere Gemeinden sind in einem Pfahl (= Diözese, Bezirk) zusammengeschlossen. Pfahl Bern umfasst die westliche Deutschschweiz mit 14 Gemeinden.
Die Kirche wird weltweit geleitet von einem Präsidenten und zwei Ratgebern, Kollegium der 12 Apostel (alle in Salt Lake City). Zwei "Siebzigerkollegien". Der Sitz ist in Salt Lake City (Utah; USA).
Alle würdigen Männer erhalten das Priestertum.
Frauen haben soziale Aufgaben.
Sie leiten ebenfalls jeweils mit zwei Ratgeberinnen die Organisationen für Frauen, für Kinder und für jugendliche Mädchen.
Auch sind sie in grösserem Umfang als Lehrerinnen auf allen Stufen des Religionsunterrichtes eingesetzt, zudem nehmen sie genau wie die Männer soziale Aufgaben wahr.
Die Mitgliedschaft ist durch die (Gläubigen-)Taufe und Konfirmation möglich. Kleinkinder können gesegnet werden und erhalten dabei ihren Namen. Ab 8 Jahren können sie getauft werden.
Alle Beamtinnen und Beamte der Kirche leisten auf Gemeinde- und Pfahlebene ihren Dienst als Laien ehrenamtlich.
Der biblische Zehnte ist üblich. Es gibt Fastopfer für die Bedürftigen
Die Schweiz wird zentral verwaltet. Ein Teil fliesst für die Gemeindebedürfnisse wieder zurück.
Auf Gemeindeebene gibt es eine offene Rechnung.
Die Mission wird grösstenteils privat finanziert.
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Versammlungslokalitäten in Basel-Stadt und Basellandschaft:
Bischofs-Gemeinde Basel
Gemeindehaus St. Johanns-Platz 8. Telefon 061-322 40 57.
Bischofs-Gemeinde Pratteln:
Gemeindehaus und Genealogische Zweigbibliothek Wartenbergstrasse 31.
Telefon 061-821 97 31.
Gemeinde (Zweig) Reinach:
Christoph Merian Ring 29, 4153 Reinach-Kägen. (Stockwerk in einem Gewerbehaus)
Telefon 061 712 09 06
Alle drei Lokale haben eine Kapelle für die Gottesdienste, Räume für den Unterricht und Freizeitgestaltung, Büro und Sekretariat.
Basel hat zusätzlich einen Kultursaal mit Bühne.
In Basel und Pratteln sind Taufbecken.
Jeden Sonntag:
- Abendmahlsversammlung,
- Sonntagsschule für Alle (nach Altersgruppen getrennt),
- Priesterschaftsversammlung (für Männer), parallel Frauenhilfsvereinigung.
Montagabend: Heimabend (jede Familie für sich)
Jeden Mittwochabend: Seminar (theologische Schulung für 12-18 Jährige). anschl. Jugendgruppen. Parallel theologische Schulung für 18-30 Jährige.
1 mal monatlich an einem Abend: Frauenhilfsvereinigung.
Bei Bedarf Konferenzen und weitere Versammlungen.
Zweimal jährlich findet unter der Leitung des Präsidenten der Kirche eine Generalkonferenz statt, welche über Satellit weltweit ausgestrahlt wird und an der praktisch alle Mitglieder der Kirche entweder in ihren Heimen, oder in den Versammlungsgebäuden überall auf der live Welt teilnehmen können.
Regelmässige soziale- und gesellschaftliche Veranstaltungen wie:
- Wöchentliche Jugendtreffs
- Tanz- und Unterhaltungsabende
- Ferienlager (Sommer und Winter für alle Altersstufen)
Zusammenkünfte, Weekends und Ferienwochen für Alleinstehende Erwachsene sowohl auf Gemeinde- wie auch auf Pfahlebene. Weiterbildungsangebote im Bereich der Familie (Ehepaarkurse, Anregungen im Wohlfahrtsbereich usw.)
Soziale Dienste, Krankenpflege und Besuchsdienste werden von den Kollegien der "Brüder“ und von der Frauenhilfsvereinigung organisiert. Alle Brüder und alle Schwestern in einer Gemeinde sind jeweils zu zweit für eine kleine Gruppe, in der Regel max. 5 Familien oder Alleinstehende verantwortlich. Sowohl Brüder ("Heimlehrer“) als auch Schwestern ("Besuchslehrerinen“) besuchen die ihnen zugeteilten Familien in der Regel einmal monatlich, resp. Im Krankheits- oder Pflegefall nach Bedarf.
Der Bischof (=Gemeindeleiter, ehrenamtlich) leistet bei Bedarf Seelsorge.
Die Kirche versteht sich entsprechend dem Auftrag von Jesus Christus ganz klar als Missionskirche. Junge Männer und Frauen leisten während 2, resp. 1 1/2 Jahren Missionsdienst. Derzeit sind weltweit rund 60'000 Missionarinnen und Missionare unterwegs. Auch aus der Schweiz sind laufend mehr als 100 Missionarinnen und Missionare in aller Welt am missionieren. Missionare und Missionarinnen dienen auch in zahlreichen Sozialen- und Sozialmedizinischen Bereichen.
Auf Gemeindeebene erfolgt Mission auch mittels Infostand auf öffentlichem Grund.
Literatur, Zeitschrift
Zusätzlich zur Bibel:
"Buch Mormon"
"Lehre und Bündnisse",
"Die Köstliche Perle"
Hans-Martin Friedrich: Die gefälschte Offenbarung. Anspruch und Wirklichkeit mormonischer Glaubenslehren. Mit Glaubenszeugnissen ehemaliger Mormonen. Basel, Giessen 1997. (268 S., SW-Abb.)
Liahona“ (Monatszeitschrift)
Für die Mitglieder in Europa existiert die Monatszeitschrift der Stern, der von jedermann abonniert werden kann. Weltweit gibt es zudem vor allem in englischer Sprache weitere Zeitschriften "Ensign“, "Church News“ etc.
Weitere Links
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«Official internet site»
Infos in englischer Sprache
Foundation for Apologetic Information & Research (FAIR)
«The Foundation for Apologetic Information & Research (FAIR) ist eine Nonprofit-Organisation, die gutdokumentierte Antworten auf ungerechtfertigte Kritik gegen die Lehren, den Glauben und die Glaubenspraxis der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), anbietet.»
Genealogie Forum
«The largest collection of free family history, family tree and genealogy records in the world.»
Wanderausstellung «150 Jahre in der Schweiz. Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage»