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Definition Open Access
Open Access bedeutet sofortigen, permanenten, freien, kostenlosen und elektronischen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen. Überproportionale Preissteigerungen der Verlage, die grosse zeitliche Verzögerung zwischen Abgabe und Veröffentlichung eines Artikels, die erzwungene Übertragung der AutorInnenrechte an die Verlage und die Einschränkung in der Verbreitung von Forschungsergebnis¬sen sind Hauptauslöser für das Interesse an Open Access.
Budapest Open Access Initiative
Die Budapest Open Access Initiative ist eine interdisziplinäre Initiative europäischer und amerikanischer Wissenschafter und verfolgt das Ziel, Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen.
Die BOAI entstand aus einer Tagung in Budapest im Jahre 2001 In der Berliner Erklärung vom 23. Oktober 2003 forderte die Initiative und große Wissenschafts-Organisationen alle Forscher und Leiter von Forschungsprojekten auf, die Ergebnisse ihrer Arbeiten im Internet verfügbar zu machen, inklusive dem Recht zu freiem Gebrauch, Kopie und Weiterleitung der Informationen.
Die Budapester Open-Access-Bewegung stellt zugleich eine Grundsatzerklärung dar, eine Erklärung über mögliche Strategien und eine Selbstverpflichtung der TeilnehmerInnen. Sie wurde von den TeilnehmerInnenn des Budapester Treffens unterzeichnet; seither kommt eine stetig wachsende Zahl von Personen und Organisationen hinzu.
Berliner Erklärung
Im Oktober 2003 wurde die «Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen» im Anschluss an eine Tagung der Max-Planck-Gesellschaft von den wichtigsten deutschen wissenschaftlichen Institutionen, von der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), vom Wissenschaftsrat, von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), von der Leibniz-Gemeinschaft (WGL), von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HFG), von der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterschrieben. Ziele dieser Erklärung sind der freie Zugang zu Quellen menschlichen Wissens, die von der wissenschaftlichen Gemeinschaft bestätigt wurden, unter Einschluss des kulturellen Erbes, sowie die nachhaltige, transparente und interaktive Gestaltung des Internets mit frei verfügbaren Quellen.
Beiträge nach dem Prinzip des offenen Zugangs müssen zwei Bedingungen erfüllen: Einerseits erteilen AutorInnen und RechteinhaberInnen den BenutzerInnen das Recht auf Zugang, Verteilung, Übertragung, Abbildung und Anfertigung einer bestimmten Anzahl Kopien, verbunden mit der Bedingung der korrekten Nen¬nung der Urheberschaft. Andererseits wird eine vollständige Fassung der Quelle auf einem Open-Access-Archivserver deponiert und von einer Institution, Organisation oder Gesellschaft verwaltet, die das Prinzip des offenen Zugangs unterstützt.
Green Road
Bei der Green Road zu Open Access hinterlegen die AutorInnen eine Version ihres herkömmlich veröffentlichten Artikels mit Erlaubnis der Verlage, oft via Universitätsbibliotheken oder wissenschaftliche Organisationen, auf einem Server (Institutional oder Disciplinary Repositories). Der Autor/die Autorin legt beispielsweise seine/ihre Arbeit selber in einem von der Uni zur Verfügung gestellten Server ab (Self Archiving). Dieser ist durch Metadaten-Harvesting nach dem OAI-PMH-Prinzip weltweit sichtbar. Die Finanzierung erfolgt in der Regel durch eine Wissenschaftsinstitution, die den Server betreibt (Universität oder andere Geldgeber).
Gold Road
Unter der Gold Road ist das Publizieren von Artikeln in Open-Access-Zeitschriften gemeint. Ein Vorteil der Gold Road liegt darin, dass die Diffusion über das Verlagshaus gesichert ist. Die Finanzierung der Publikation von Artikeln erfolgt z.B. in Form von Veröffentlichungsgebühren (Author Pays) durch den Autor/die Autorin selbst oder durch Wissenschaftsinstitutionen.