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Das Einzelzeitfahren an der WM in Ponferrada endet mit einer Überraschung. Der Weltmeister im Zeitfahren heisst nicht zum vierten Mal in Folge Tony Martin, sondern zum ersten Mal Bradley Wiggins.
Der Olympiasieger aus Grossbritannien absolvierte die 47 km 26,23 Sekunden schneller als der Deutsche, der den Kampf gegen die Uhr in den letzten Jahren dominiert hatte und nun mit Silber Vorlieb nehmen musste. Bronze ging an den Holländer Tom Dumoulin, der knapp 41 Sekunden auf Wiggins verlor.
Für Martin ist es die erste Niederlage in einem langen Zeitfahren seit gut einem Jahr, als Fabian Cancellara an der Vuelta schneller war. Cancellara bleibt damit der einzige Radprofi, der sich vierfacher Zeitfahr-Weltmeister nennen darf. Der Berner hatte in Ponferrada auf einen Start verzichtet, um sich ganz auf das Strassenrennen zu konzentrieren.
Wiggins feierte mit dem überraschenden Triumph im Norden Spaniens den grössten Sieg seit den Olympischen Spielen in London, als er sein letztes wichtiges Zeitfahren gewann. Und er fügte seinem Palmares mit dem WM-Titel das Puzzlestück hinzu, das ihm noch gefehlt hatte.
Der Sieger der Tour de France 2012, der sich in der Zukunft wieder auf die Bahn konzentrieren will, deutete seine gute Form an der Grossbritannien-Rundfahrt an (Sieg im Zeitfahren über 8,8 km). Dass er Martin schlagen kann, damit durfte nicht gerechnet werden.
Silvan Dillier, der einzige gestartete Schweizer, verlor auf Wiggins 2:30,77 Minuten. Dies reichte dem 24-jährigen Aargauer für den 18. Rang unter 63 Konkurrenten. Mit diesem Ergebnis darf Dillier, der davor noch nie ein so langes Zeitfahren bestritten hat, zufrieden sein.(si/cma)
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