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Schaffhausen ist stolz darauf, bei eidgenössischen Abstimmungen jeweils die höchste Stimmbeteiligung vorzuweisen. Ein Grund für die rege Teilnahme dürfte das Obligatorium sein. Wer nicht abstimmt, bezahlt drei Franken Busse. Und das seit dem Jahre 1973.
Die gesamtschweizerisch, durchschnittliche Stimmbeteiligung seit 1990 beträgt 43.4%, wobei mit einem Wert von 65.7% die Schaffhauser meilenweit vor den Solothurnern, die mit exakt 50% Platz zwei im Kantons-Ranking belegen, liegen. Schlusslicht ist Graubünden mit 35,1%!
Wenn ich diese Zahlen so betrachte, stelle ich mir folgende Frage. Sind Abstimmungsresultate für einen demokratischen Staat, wie die Schweiz, überhaupt aussagekräftig - respektive repräsentativ - wenn es zum Beispiel um irrelevante Initiativen, wie "Staatsverträge vors Volk" geht, wenn sowieso nur rund die Hälfte von den rund 5 Millionen Stimmberechtigten sich die Mühe nehmen, ihre Urne aufzusuchen?
Würde es mehr Licht ins Dunkel bringen, in sämtlichen Kantonen einen "Stimmzwang" einzuführen, analog meinem Stimmkanton?
PS. Unser Kantonsrat Thomas Hauser (FDP) hat eine Motion überwiesen, die Busse auf sieben bis zehn Franken, oder sogar auf zwölf Franken zu erhöhen, da im Jahr 2011 140'000 Franken an Einnahmen Kosten von 110'000 Franken gegenüberstanden. Wie viel mehr die Stimmabstinenz künftig kostet, ist noch nicht klar.