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In der Schweizer Stromproduktion dominieren Wasserkraft und Kernenergie. Der Strom, der in der Schweiz verbraucht wird, stammt zu 56% aus Wasserkraftwerken. Davon wird die Hälfte in Speicherkraftwerken produziert. Die Kernkraft trägt 39% bei, die neuen erneuerbaren Energien liegt bei 2% und übrige (z.B. fossile Kraftwerke) machen 3% aus.
Insgesamt zeichnet sich der schweizerische Kraftwerkpark durch einen hohen Anteil an Kapazitäten für Spitzenlast aus. Diese Kapazitäten decken den erhöhten Verbrauch am Tag beziehungsweise die Bedarfsspitzen am Morgen, am Mittag und am Abend und gleichen kurzfristige Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage aus. Spitzenenergie setzt höhere technische Anforderungen an die Produktion voraus, da entweder eine Speicherung oder ein flexibler Kraftwerkseinsatz nötig sind.
2009 hat die Schweiz über 61'800 Gigawattstunden Strom verbraucht und netto 63'900 Gigawattstunden produziert. Dieser Überschuss verteilt sich aber nicht regelmässig über den Jahresverlauf. Im Winterhalbjahr liegt die Stromproduktion unter dem Bedarf. Importe aus dem Ausland decken diese Versorgungslücke.
Die Schweiz ist ein Transitland für Strom: 54'159 GWh wurden 2009 exportiert, 52'002 GWh wurden importiert. Der Handel ist einer der Hauptgründe, weshalb die Schweiz im Vergleich zu Europa wettbewerbsfähige Strompreise bieten kann.
Elektrische Energie ist eine wichtige Basis für das Funktionieren einer modernen Volkswirtschaft. Dabei stellt Strom nicht nur ein Inputgut für Industrie, Landwirtschaft und Dienstleistungen dar. Mit dem wachsenden Raumbedarf, der steigenden Mobilität und der zunehmenden Verwendung von elektrischen Geräten im Haushalt bestimmt die elektrische Energie auch die Wohlfahrt des Konsumenten.