Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03247.jsonl.gz/115

Das geschah am Montag am US Open
Das passierte am ersten Tag am US Open in New York.
Glatter Sieg für Osaka
Titelverteidigerin Naomi Osaka startete mit einem souveränen Sieg ins Turnier. Die 23-jährige Japanerin schlug zum Auftakt der ersten Night-Session die Tschechin Marie Bouzkova 6:4, 6:1. Zuletzt war Osaka nicht mehr auf Touren gekommen, nachdem sie zu Beginn des Jahres das Australian Open gewonnen hatte. Am French Open in Paris zog sie sich vor der zweiten Partie wegen mentaler Probleme zurück, auf einen Start in Wimbledon verzichtete sie, an den Olympischen Spielen in Tokio scheiterte sie wie zuletzt in Cincinnati früh.
Murrays heroischer Kampf
Für den ersten Höhepunkt des Turniers sorgten Stefanos Tsitsipas und Andy Murray. Der Weltranglisten-Dritte aus Griechenland setzte sich gegen die ehemalige Nummer 1 nach knapp fünf Stunden 2:6, 7:6 (9:7), 3:6, 6:3, 6:4 durch. Der 34-jährige Murray, der mit einer künstlichen Hüfte spielt, bot dem elf Jahre jüngeren Tsitsipas im gut zur Hälfte gefüllten Arthur Ashe Stadion einen leidenschaftlichen Kampf. Im Tiebreak des zweiten Durchgangs vergab der Schotte zwei Satzbälle zur 2:0-Satzführung. Murray hatte 2012 in Flushing Meadows seinen ersten von drei Grand-Slam-Titeln gewonnen.
Masarovas spektakuläre Premiere
Eine spektakuläre Premiere im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers feierte Rebeka Masarova (WTA 231). Die seit Anfang 2018 für Spanien spielende 22-jährige Baslerin setzte sich gegen die Rumänin Ana Bogdan mit 6:7 (9:11), 7:6 (7:2), 7:6 (11:9) durch. Masarova wehrte im Tiebreak des dritten Satzes zwei Matchbälle ab, ehe sie nach 3:40 Stunden ihren sechsten Matchball verwertete. Die Juniorensiegerin des French Open 2016 hatte vor vier Jahren nach Differenzen mit Swiss Tennis beim Internationalen Tennisverband (ITF) einen Nationenwechsel beantragt.
Stephens gewinnt Neuauflage des Finals von 2017
Beim Erstrundenduell zwischen Madison Keys und Sloane Stephens handelte es sich um die Neuauflage des US-Open-Finals von 2017. Während Stephens bei ihrem einzigen Grand-Slam-Triumph vor vier Jahren ihrer Konkurrentin nur drei Games überlassen hatte, ging es diesmal wesentlich enger zu und her. Keys führte im Tiebreak des dritten Satzes 5:3, ehe sie die Kurzentscheidung doch noch mit 7:9 verlor. Die beiden einstigen grossen Versprechen des amerikanischen Frauen-Tennis gehören mittlerweile nicht mehr zur absoluten Spitze. Keys ist die Nummer 42 der Welt, Stephens sogar nur noch die Nummer 66.
Glückliche Lucky Loser
Neben Stefanie Vögele profitierten fünf weitere Verliererinnen der Qualifikation von Forfaits ihrer Kolleginnen und rutschten ins Hauptfeld nach. Die 31-jährige Slowakin Kristina Kucova (WTA 11) nutzte als erste ihre Chance und zog dank einem 7:5, 6:1 gegen Ann Li aus den USA erstmals in Flushing Meadows in die 2. Runde ein, wo sie auf die ehemalige Weltnummer 1 Simona Halep trifft. Auch bei den Männern schaffte mit dem Spanier Bernabe Zapata Miralles ein Lucky Loser den Sprung in die 2. Runde.
Suarez Navarro sagt «Adios»
Für die Spanierin Carla Suarez Navarro endete mit einem 2:6, 4:6 in der 1. Runde gegen die Amerikanerin Danielle Collins die Grand-Slam-Karriere. Die 32-Jährige aus Gran Canaria, die Ende Saison aufhören wird, bestritt 48 Major-Turniere und erreichte dabei sieben Mal die Viertelfinals. Ihren grössten Sieg feierte Suarez Navarro in diesem Frühjahr aber neben dem Platz, indem sie sich von einer Krebserkrankung an den Lymphdrüsen erholte.