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Genealogen finden im Staatsarchiv Wallis verschiedene Quellen, die für ihre Nachforschungen nützlich sein können.
Pfarrregister
Das Staatsarchiv Wallis besitzt Kopien aller alten Pfarrregister des Wallis. Diese Kopien umfassen vorwiegend den Zeitraum 17.-19. Jahrhundert; teils reichen sie bis ins beginnende 20. Jahrhundert. Nur sehr wenige gehen ins 16. Jahrhundert zurück.
Volkszählungen
Auch die Volkszählungen, in regelmässigen Zeitabständen durchgeführt und in Registern nach Bezirken und Gemeinden angelegt, sind sehr ergiebig für genealogische Forschungen. Die im StAW aufbewahrten Register tragen die Signatur DI 3090 (ehemaliges Departement des Innern) und wiederspiegeln die Walliser Bevölkerung der Jahre 1798, 1802, 1829, 1837, 1846, 1850, 1870, 1880.
Auswanderungsregister
Das Auswanderungsregister (Signatur: DI 358) enthält ebenfalls zahlreiche Informationen über die Walliser Bevölkerung des 19. Jahrhunderts. Es enthält die Namen der Emigranten, ihre Herkunftsgemeinde und ihr Bestimmungsort. Eine Kopie dieses Registers kann im Lesesaal frei eingesehen werden.
Zivilstandregister
Die im Wallis 1876 eingeführten Zivilstandsregister sind nur sehr beschränkt zugänglich. Die Verantwortung für diese Register obliegt der kantonalen Dienststelle für Bevölkerung und Migration, und die Akten bleiben in deren Besitz. Für weitere Auskünfte wenden Sie sich direkt an diese Dienststelle oder an den Zivilstandsbeamten Ihrer Gemeinde.
Quellen aus der Zeit vor dem 17. Jahrhundert
Für die Zeit vor dem 17. Jahrhundert werden die für Genealogen nützlichen Dokumente seltener; sie sind auch weniger systematisch angelegt und schwieriger zu benutzen. Für einige Gemeinden existieren Verzeichnisse der Familienoberhäupter oder Haushalte (eher selten). Personennamen erscheinen auch in Privaturkunden und in Lehenserkanntnissen oder Steuerrodeln (oft in dicken Registern). Diese Dokumente, von Hand geschrieben und grösstenteils lateinisch abgefasst, sind oft mühsam zu entziffern und für Laien schwierig zu interpretieren.