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Die Entwicklung des Tesla-Fahrerassistenzsystems bekommt inmitten von Ermittlungen nach zwei Unfällen einen neuen Chef. Der bisher für die «Autopilot»-Software zuständige Manager Jim Keller verlässt Tesla nach weniger als einem Jahr an der Spitze der Abteilung. Insgesamt war der Computerchip-Experte knapp zwei Jahre bei Tesla. Der Elektroautohersteller bestätigte dies am Donnerstag gegenüber dem Finanzdienst Bloomberg.
Kellers Vorgänger, der ehemalige Apple-Manager Chris Lattner, hatte im vergangenen Juni den Job nach gerade einmal sechs Monaten aufgegeben.
Kellers Abgang ist der dritte grosse Führungswechsel im «Autopilot»-Team innerhalb gut eines Jahres. Vor Chris Lattner hatte Sterling Anderson das Team bis Januar 2017 geleitet. Tesla warf ihm nach seinem Abgang vor, er habe massenhaft Daten über Teslas Autopilot zu seiner neuen Firma mitgenommen.
Unfallermittler der US-Behörde NTSB, die unter anderem bei Flugzeugunglücken in Aktion tritt, untersuchen derzeit einen tödlichen Crash in Kalifornien, bei dem ein Tesla mit eingeschaltetem «Autopilot»-System in einen Betonpoller auf der Autobahn fuhr. Ausserdem prüfen sie einen weiteren Zwischenfall, bei dem ein Tesla-Elektroauto auf ein stehendes Feuerwehrauto auffuhr.
Tesla betont, «Autopilot» sei lediglich ein Assistenzsystem, bei dem der Fahrer die Übersicht über die Verkehrssituation behalten und zum Eingreifen bereit sein müsse. Zugleich mache das System das Autofahren sicherer, auch wenn Technik nicht in allen Fällen fehlerfrei funktionieren könne.
Die Entwicklung der «Autopilot»-Software soll nun von Andrej Karpathy angeführt werden, der bereits für künstliche Intelligenz und die Analyse von Bildinformationen in dem Assistenzsystem zuständig war, erklärte Tesla.
(oli/sda)