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Panoramabilder gibt es schon seit Ewigkeiten. Die “Brenizer Method” nutzt diese Technik jedoch mit einem völlig anderem Ziel. Doch wie funktioniert das Ganze?
Unten sehen wir 2 Bilder. Beide wurden mit dem selben Objektiv und der gleichen Blende geschossen. Oben ein ganz normales Foto, und darunter eines, das mit der Brenizer-Methode erstellt wurde. Beide wurden mit einem 50mm-Objektiv mit Blende 1.8 geschossen. An diesem Beispiel kann man den Effekt dieser Technik gut erkennen. Auf den ersten Blick ist wahrscheinlich nicht klar erkennbar, dass hier eine spezielle Technik verwendet wurde. Und doch scheint das Bild einen speziellen Look zu haben.
Nehmen wir an, wir wollen ein Model fotografieren. Um den ganzen Körper abzulichten haben wir ein eher weitwinkliges Objektiv. Weitwinkel haben jedoch die Tendenz, Proportionen in den Randbereichen zu verziehen und besitzen oft eine höhere Tiefenschärfe als Objektive mit längeren Brennweiten. Mit einem Normal- oder Teleobjektiv (z.B. 50 oder 85mm) müssen wir weiter weg und bringen nur einen kleinen Ausschnitt aufs Bild. Hier kommt die Brenizer-Technik ins Spiel.
Um den gewünschten Effekt zu erzielen, gehen wir relativ nahe heran und fokussieren das Subjekt. Das erste Bild ist vorzugsweise der wichtigste Ausschnitt des Subjekts, zum Beispiel das Gesicht. Dann wird das erste Bild gemacht und der Fokus und die Belichtung werden für die folgenden Bilder beibehalten. Entweder durch eine Umstellung auf “Manuell” oder, falls vorhanden, über den “AE-L, AF-L” Knopf. Wie bei jedem Panorama muss also die Belichtung, der Fokus und der Weissabgleich bei jedem folgenden Bild gleich sein. Der Fokus liegt also nach wie vor auf dem Gesicht, wir vergrössern eigentlich den “Unschärfebereich”. Je nachdem wie gross der schlussendliche Bildausschnitt werden soll, bewegen wir die Kamera um das Subjekt und machen die Bilder. Die einzelnen Fotos sollten sich etwas überschneiden, damit später die Stitching-Software (z.B. Photoshop) eine Referenz für die Anordnung der Bilder hat. In Photoshop verwendete ich die “Photomerge”-Funktion um die Bilder zusammenzufügen.
Mein Fazit nach einigen Versuchen: Diese Methode erfolgreich anzuwenden, ist eine Frage des Materials. Man benötigt eine Spiegelreflexkamera (am Besten mit Vollformat-Sensor), sehr gute Objektive und einen leistungsstarken Rechner, der die Panoramas in Photoshop überhaupt zusammensetzen kann. Die beiden unteren Bilder haben original eine Größe von ca. 110 Megapixel.
Und hier die Resultate: