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Das ZFF bereitet sich auf die grosse Bond-Premiere vor
Am Dienstagabend, 15 Minuten nach der Weltpremiere in London, startet am 17. Zurich Film Festival (ZFF) "No Time to Die", der neuste James-Bond-Film. Ohne internationale Stars, aber mit viel Schweizer Prominenz auf dem Grünen Teppich.
Wie Christian Jungen, Artistic Director des ZFF, kürzlich an der Programmkonferenz mitteilte, wird der britische Hauptdarsteller Daniel Craig die Schweizer Premiere immerhin mit einer Videobotschaft beehren.
"Ein kleines Wunder" sei der Abend so oder so: Diesen coronabedingt mehrfach verschobene Film nach Zürich zu bekommen, sei "ein rund fünfmonatiger Kampf" gewesen, sagte Jungen damals weiter. Überzeugt habe das ZFF nicht zuletzt durch sein Timing sowie durch das neue Kongresshaus als Ort der Vorführung. Der grosse Saal mit fast 1300 Sitzplätzen und einer 16 Meter breiten Leinwand, der das ZFF-Gelände künftig erweitert, sei durchaus "Bond-like".
"No Time to Die" ist der letzte Bond-Film mit Daniel Craig in der Rolle des Geheimagenten. Der Abschied scheint dem 53-Jährigen nicht allzu schwer zu fallen. Er freue sich schon darauf, eines Tages wieder unbehelligt ins Pub gehen zu können, sagte er der Zeitschrift "Esquire".
Als Craig 2006 in "Casino Royale" die Nachfolge von Pierce Brosnan als Bond-Darsteller antrat, war der Schauspieler noch weitgehend unbekannt. Nicht wenige zweifelten an seiner Eignung. Selbst Regisseur Sam Mendes, der 2015 den Bond-Film "Spectre" drehte, hielt Craig anfangs für eine Fehlbesetzung und sah in ihm eine "Art Parodie" der ursprünglichen Figur. Schliesslich aber musste er anerkennen, dass Craig der Rolle Tiefe verlieh und letztlich ein "fantastischer" Bond wurde.
Nach dem Debüt als Bond in "Casino Royale" (2006) spielte er in "Quantum of Solace" (2008), "Skyfall" (2012) und "Spectre" (2015) den legendären Geheimagenten 007. Danach dachte er bereits ans Aufhören, liess sich dann aber dazu überreden, seinen Dienst erst nach "No Time to Die" zu quittieren.
Im 25. Agententhriller um James Bond (Regie: Cary Joji Fukanaga) begibt sich 007, der sich eigentlich vom aktiven Dienst nach Jamaika zurückgezogen hatte, auf die Suche nach einem entführten Wissenschaftler. Dabei trifft er auf einen mysteriösen Widersacher (Rami Malek), der mit einer gefährlichen neuen Technologie aufwartet.
Die Gala Premiere am ZFF startet um 21 Uhr. In der Stunde davor wird der Grüne Teppich vor dem Kongresshaus für die geladenen Schweizer Gäste aus Politik, Sport, Unterhaltung und Kultur ausgerollt. Und die allergrössten Bond-Fans werden ihren Blick vermutlich auch nach London richten, wo die ersten Reaktionen auf den neuen Bond mit einem winzigen Vorsprung kursieren werden.