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Inhaltsverzeichnis
Widerristhöhe: Rüden 32 – 34 cm / Hündinnen 30 – 32 cm
Gewicht: 9 – 14 kg
Lebenserwartung: 12 – 15 Jahre
Herkunft: Schweden
Art: Treibhund
Charakter: Der Västgötaspets ist energievoll, wachsam, temperamentvoll, aktiv, arbeitsfreudig
Farben: grau / grau-braun / grau-gelb / rötlich-gelb / rötlich-braun – mit dunklen Haaren auf dem Rücken, am Hals und auf den Seiten
Verhalten und Wesen
Der Västgötaspets eignet sich aufgrund seines vielfältigen Charakters sehr gut als treuer Begleiter im Alltag. Er ist keinesfalls ein Stubenhocker, denn er möchte täglich aufs Neue gefordert werden und die Welt erkunden.
Ursprung und Geschichte
Der Ursprung des Västgötaspets liegt, wie der Name schon sagt, in Västergötland, einer historischen Provinz im Süden von Schweden.
Man vermutet heute, dass es sich um eine Mischung aus Pembroke Welsh Corgi und einheimischen Hunden handelt, wobei die Wikinger die Vorfahren der Hunde von England nach Schweden oder von Schweden nach England gebracht haben.
Es kann aber durchaus auch sein, dass sich die beiden Hunderassen unabhängig voneinander entwickelt haben. Klar ist aber, dass die Vorfahren des Västgötaspets bereits vor 1.000 Jahren als Treib- und Hütehunde eingesetzt worden sind, um Kuhherden zusammen zu halten.
Mittels Zwicken in die Beine verschafften sich die kleinen Vierbeiner Respekt bei den großen Herdentieren. Weiterhin setzen die Menschen die kleinen Hunde damals oftmals für die Rattenjagd ein.
Als rund um das Jahr 1940 die schwedische Rasse vom Aussterben bedroht war, stellte Graf Björn von Rosen das Vorhandensein der Rasse fest. Er begann mit einer gezielten Zucht, wobei ihm wichtig war, dass der vorhandene Treibinstinkt nicht verloren geht.
1943 wurde der erste offizielle Standard erstellt, wobei die Rasse unter dem Namen Svensk Vallhund anerkannt und registriert worden ist. Den Namen Västgötaspets erhielt er erst gut 10 Jahre später.
Alternative Namen: Schwedischer Schäferspitz, Westgotenspitz, Schwedischer Vallhund
Haltungsempfehlung
Die Erziehung der kleinen Hunde muss aufgrund deren Intelligenz und dem teilweise sehr sturen Kopf mit viel Konsequenz erfolgen. Viel Abwechslung im Alltag ist das A und O. Ansonsten fühlen sich die kleinen Hunde schnell unterfordert.
Auch heute noch halten die Menschen der Västgötaspets oftmals als Hof- und Hütehund, wobei er sein Hab und Gut jederzeit mit seiner bellfreudigen Stimme verteidigt.
Als Familienhund eignet sich die Rasse nur, wenn sie im Alltag genügend psychisch und körperlich ausgelastet wird. Ebenfalls ist bei der Haltung mit Kleinkindern Vorsicht geboten, denn ärgert man den kleinen Schweden, kann es vorkommen, dass er mit Beinzwicken beginnt.
Mit Artgenossen kann der Västgötaspets nicht viel anfangen. Auch weitere Haustiere, besonders Nager, mag der Schwede nicht, da er noch immer gerne auf Mäuse- und Rattenjagd geht.
Eine Wohnung mitten in der Stadt ist für diese Rasse eher weniger geeignet, da er es liebt, die Umgebung zu erkunden. Viele Nachbarn kämen mit dem häufigen Bellen wohl nicht klar. In einem Haus mit Garten und Auslaufmöglichkeiten fühlen sich die kleinen Schweden viel wohler, da sie hier ihrer Lieblingstätigkeit, dem Erkunden und Beschützen, nachgehen können.
Beschäftigungsmöglichkeiten für den Västgötaspets
Der Västgötaspets möchte aufgrund seiner energievollen Art und Weise täglich gefordert werden. Nebst der geistigen Auslastung liebt er es, lange Spaziergänge, Wanderungen oder Fahrradtouren zu unternehmen. Im Winter liebt er es, im Schnee herumzutoben. Aber das Wasser im Sommer ist ihm nicht so geheuer.
Hier einige Beispiele, mit welchen Aktivitäten man den Alltag des Västgötaspets gestalten kann:
Krankheiten
Progressive Retina Atrophie (PRA)
Hierbei handelt es sich um eine erbliche Erkrankung der Netzhaut, welche in jedem Fall zu einer Erblindung führt. Grund dafür sind die sogenannten Fotorezeptoren, die dann nicht mehr korrekt funktionieren. Dadurch wird die Netzhaut dünner und es kommt zum Verlust des Sehvermögens. Mehr Infos über PRA findest Du hier.