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Blick von meiner Loft aus über Stäfa Richtung Westen
every cloud has a silver lining!
Die letzten Tage von 2018 habe ich damit verbracht, diese Chronik zu schreiben.
So kann, wer will, sich selbst ein Bild dessen machen, was in Stäfa, wo ich seit 1997 wohne, abgeht.
Ich habe originale Texte zusammengetragen und stelle diese nun öffentlich zur Lektüre zur Verfügung.
Frühling 1997
Diese Foto ist in ihrer Unschärfe interessant. Sie zeigt den Industrieraum, den ich im 1997 kaufte.
„Faded in history“ sagt man da auf Englisch.
Bis 1993, als Mettler-Toledo die Produktion ihrer Präzisionswaagen nach Nänikon-Greifensee verlagerte, war dieser Raum die Lehrlingswerkstätte.
Einige meiner Ruderkollegen verbrachten hier ihre Lehrjahre oder arbeiteten in dieser Fabrik.
Ich wohnte seit 1977 in Männedorf und suchte nun für mich einen Raum in welchem ich sowohl wohnen, wie auch arbeiten konnte.
In New York verbrachte ab 1986 viel Zeit bei einem Freund in einer grossen Loft in Soho.
Davon träumte ich.
In der alten Mettlerfabrik glaubte ich das gefunden zu haben.
Doch es gab zuerst einige administrative Hürden zu klären.
Der für den Verkauf zuständige Herr der Firma Preiswerk hatte Zweifel, ob der Idee, in einer Industrieliegenschaft auch die Bewilligung zum wohnen zu erhalten.
Selbst wollte ich kein unnötiges Risiko eingehen.
Wer will schon eine derart grosse Investition tätigen, um dann kurzum auf die Strasse gestellt zu werden, weil die Vorschriften nicht eingehalten wurden?!
So machte ich mit Mettler-Toledo einen Vorvertrag.
Nur wenn mir die Baubehörden eine Bewilligung auch fürs Wohnen erteilen, würde ich diesen Teil des Stockwerkes kaufen.
Auf dem Bausekretariat sah man keine Hinternisse, denn jede Industrieliegenschaft darf eine Hauswartwohnung haben.
Das hat auch für die Liegenschaft selbst gewisse Vorteile.
Ende Juni 1997
lag die Baubewilligung inklusive der Bewilligung zum Wohnen vor.
Mein Loftatelier wurde als Hauswartwohnung bezeichnet.
Dies ist ein Begriff, den man versteht.
In der Industrie ist eine einzige Hauswartwohnung erlaubt.
Ich unterzeichnete den Kaufvertrag mit Willy Jucker von Mettler-Toledo und zog zwei Tage später ein.
Ich begann die Umbauarbeiten mit Hilfe meines Vaters, einem seiner ehemaligen Mitarbeiter, Elektrikern und Jürg Häckel, dem Sanitär.
Im Raum nebenan richtete ich mir eine temporäre Unterkunft ein.
Es gab ein Lavabo mit Kaltwasser, Baustellenelektrisch und eine Toilette im Treppenhaus.
Voilà!
Mein Vater mit seinem ehemaligen Mitarbeiter Leo Montefiori an der Arbeit.
Parallel zu den Umbauarbeiten hatte ich einen Grossauftrag zu erfüllen.
Für die Wintersaison 1997/98 konnte ich der amerikanischen Modeschaffenden Donna Karan Pashminaschals verkaufen.
Dies bedeutete sehr viel Arbeit, denn ich führte den Auftrag im Alleingang aus.
Die Pashminaschals wurden in Nepal für mich gewoben.
Ich färbte den grossen Teil der Bestellung uni.
Einen Teil des Auftrages jedoch machte ich mehrfarbig.
Nach dem Färben in sogenannten Paddlemaschinen spülte ich die Schals in der Badewanne und trocknete diese auf Wäscheständer im Raum.
Dank einer neu erworbenen professionellen Bügelanlage, ging auch das Bügeln etwas leichter von statten.
Ein spezielles Gefühl war es, auf meine Tücher mit meiner Kreation, die Etikette von Donna Karan zu nähen.
Die mehrfarbigen Schals waren ganz mein Entwurf – inspiriert von den Werken von Mark Rothko.
Die Kollektionen von Donna Karan wurden an den Modeschauen in Milano und New York gezeigt.
Die Bilder meiner Arbeiten für Donna Karan gingen um die Welt und erschienen in Trendmagazines für die darauf folgende Saison.
Diese Kollektionen, eine für Donna Karan Donna und eine für Donna Karan Uomo, setzten den internationalen Trend für Pashminaschals in den 90’er Jahren in Gang.
Ich war in Milano an der ersten Modeschau einer Kollektion von Donna Karan Uomo.
Als Gianfranco Ferrè fragte, wer denn die Schals gemacht hatte, wies Donna Karan auf mich. Ich stand neben ihr.
Nach dem Vorvertrag mit Mettler-Toledo verreiste ich nach New York, wo ich an der Modeschau von Donna Karan Donna dabei war.
Darauf bereiste ich die USA bis an die Westküste.
Als ich damals eine Bank suchte, welche mir die nötige Hypothek zur Verfügung stellte, meinte der Vertreter der ZKB:
„Gälletsi, Frau Henggeler, die Tecki holed si dänn no abe?“
Das hatte ich gar nicht vor.
Weshalb in einem so wunderbar hellen Raum die Decke tiefer hängen?
Ich hob den Boden, damit die Fensterbrüstung etwas weniger hoch war.
Zudem wollte ich unter dieser „Bühne“ Schubladen platzieren, in welchen ich mein Warenlager, aber auch meine Kleider verstauen konnte.
Mit dieser Idee musste sich mein Schreinervater erst anfreunden.
Doch wie die Arbeiten fortschritten, bot er mir an, diese 2 mt langen Schubladen auf Rädern zu bauen.
Ohne die grosse Unterstützung durch meinen Vater hätte ich dieses Projekt nie so speditiv und kostengünstig innert zwei Monaten ausführen können.
Ihm gehört ein grosser Dank!
Wohnen und arbeiten in einem einzigen gut 250 m2 grosse Raum?
Das war für Stäfa im 1997 neu.
Man hielt mich für verrückt.
Die ersten Neider zeigten sich.
Die Hypothek bekam ich dann von der Raiffeisenbank Männedorf.
Diese hatte das Architekturbüro Fontana als Berater.
Herr Fontana sagte offenbar zu Herrn Christen, dem damaligen Leiter der Raiffeisenbank, dass diese Lebensform in Zukunft häufiger anzutreffen sei.
Wie um Himmels willen kann man nun beurteilen, was in diesem Raum wohnen und was arbeiten ist?
Es zeigte sich, dass dies für die kommenden Jahrzehnte zur Knacknuss für die Behörden werden würde.
Ein grosser Raum?
Wohnen und arbeiten alles durchmischt?
Der Einfachheit halber hiess es fortan:
„Die wohnt hier und wir arbeiten!“
Dass ich in meinen Räumen oft viel länger arbeitete, als die andern im Gebäude anwesenden Betriebe, wurde tunlichst ignoriert.
na ja…
Die Betonrahmenkonstruktion ist ideal für flexible Projekte.
Man kann Wände aufbauen und wieder runterholen, wie es gerade nötig ist.
Teilweise konnte die Geschichte seit 1965 und die Veränderungen der verschiedenen Räume an den an der Decke hinterlassenen Schäden abgelesen werden.
Mettler-Toledo hatte offenbar immer wieder einmal aufgestellte Wände runtergerissen und verschoben.
Man darf das in der Industriezone machen, ohne jedes Mal das Bauamt zu fragen.
*******************************
Abends um 17.00 Uhr hatten die Handwerker Feierabend.
Das Gebäude leerte sich, währen ich oft noch weiterarbeitete.
In der Liegenschaft wurde mein Arbeiten von den andern Eigentümern fortan w o h n e n genannt…!
Doch es waren meine textilen Arbeiten mit welchen ich ab 1997 mein Leben finanzierte.
Im 2001
half ich einem Stockwerkeigentümer seine Einheit an den bekannten deutschen Künstler Joachim Bandau und seine Frau Irmel Kamp Bandau zu verkaufen.
Das deutsche Künstlerpaar baute ihren Raum um und verbrachte fortan viel Zeit in Stäfa.
Die Künstler nahmen hier auch Wohnsitz.
Zudem veränderte sich im selben Jahr die Nachbarschaft.
Die Wohnliegenschaft Grundstrasse 2 a–d mit 3 Gebäuden wurde erstellt.
Nun gab es 22 Wohnungen auf wenige Meter Distanz südlich zu unserem Grundstück.
Im 2002
„Der Verein Kindertagesstätte Müüsliburg wird im Januar 2002 gegründet.
Der Trägerverein betreibt seit Anfang 2003 die Kindertagesstätte an der Bahnhofstrasse 52 in Stäfa.“
Zitat aus: muusliburg.ch
nota bene:
Diese Kindertagesstätte untergebracht in einer Liegenschaft, welche der politischen Gemeinde Stäfa gehört, war damals in der Industrie nicht zonenkonform.
Im 2003
entschied Mettler-Toledo sich definitiv und subito aus der Liegenschaft zu verabschieden.
So bot sich mir die Gelegenheit den Rest des zweiten Obergeschosses zu kaufen.
Plötzlich hatte ich zusätzliche 350 m! Eine ganze Etage von ca 650 m2!
Eine alleinstehende Frau, die nicht dem üblichen Lebensmodel entspricht.
Das darf nicht sein!
Ich erwarb vier Parkplätze mit der zweiten Stockwerkeinheit,
Ein Miteigentümer wurde deswegen dreimal beim Notariat vorstellig.
Er war der Meinung, dass der Verkauf der zusätzlichen Parkplätze nicht rechtens war,
denn er hatte Interesse an ebenjenen Parkplätzen.
Diesen Anspruch erhob er, ohne mehr Raum zu erwerben!
Das wäre seiner Ansicht nach in Ordnung gewesen.
„tough luck“ sagen da die Anglophilen.
Als erstes baute ich mir im neuen Teil ein Schlafzimmer.
Seit 1997 schlief ich in einem einzigen grossen Raum, den ich für Arbeit und Leben ausgebaut und eingerichtet hatte.
Es hat schon seine Qualität, wenn nicht sämtliche Aktivitäten Tag und Nacht in ein und demselben Raum stattfinden.
gross, leer und wunderbar lichtdurchflutet war der neue Raum, in welchem früher Weiterbildunsgseminare abgehalten worden waren.
Das erste Obergeschoss wurde ebenfalls im 2003 vom Bildhauer Raffael Benazzi gekauft.
Er brachte seine grosse Skulpturensammlung nach Stäfa und baute für sich und seine Familie eine Wohnung.
In einer kleinen Werkstatt arbeitet der Künstler.
Im gleichen Jahr wurde das Gebäude Grundstrasse 4 westlich unseres Areals gebaut.
Es entstanden 18 Wohnungen mit Gewerberäumen im Erdgeschoss.
wohnen, wohin das Auge reicht!
am 14. Dezember 2004
teilte mir der damalige Bausekretär mit, dass durch unsere damalige Liegenschaftsverwaltung Anzeige gegen mich erstattet worden war.
Offenbar gelangte ein Mitglied unseres STWEG Ausschusses an die damalige Verwaltung.
Weder das Ausschussmitglied noch die Verwaltung suchten vor der Anzeige mit mir das Gespräch.
Die alte Mettlerfabrik steht wie eine Insel von wohnen umgeben da.
Im privaten Gestaltungsplan ist die Liegenschaft als Industrie eingestuft, während man den ganzen Komplex bereits im 1993 bei der Begründung der Stockwerkeignetümergemeinschaft „Gewerbezentrum“ taufte.
Schon damals war klar, dass Industrie im wahren Sinne des Wortes, hier im Zentrum von Stäfa nie mehr Platz haben würde.
Nach dem Erwerb der neuen Räume stellte sich für mich die Frage, was ich mit diesem Volumen machen wollte.
Leerstehende Gewerbe- und Büroräume gab (und gibt) es viele.
Ich begann ein Projekt mit diversen Atelierräumen zu verfolgen.
Dazu suchte ich immer wieder das Gespräch mit dem damaligen Bausekretär.
Die Sache sollte regelkonform sein.
Ich dachte an ein Artist in Residence Programm.
Das würde verschiedene meiner Interessen zusammenbringen.
Einerseits interessiert mich die Kunst, andererseits reise ich gerne und spreche diverse Sprachen und ausserdem suchte ich den Austausch mit Gleichgesinnten.
Es verstand sich von selbst, dass ich nicht in der Lage sein würde, ein solches Projekt gratis anzubieten.
Die Finanzierung blieb seither die grosse Hürde: Sponsoren oder Trägerschaften zu finden erwies sich als unlösbares Problem.
im Juni 2006
starb meine Mutter.
Es kamen Verwandte aus dem Ausland zur Beerdigung.
Sie logierten bei mir.
Da hatte ich die Idee, dass ich auch anderen Menschen die Gelegeneheit geben könnte, bei mir zu nächtigen.
Unterkünfte für Touristen und andere zeitweilig in der Gegend anwesende Personen zeigten sich als Marktlücke.
Immer wieder wurde ich von Stäfnern gefragt, wer denn hier am Zürichsee seine Ferien verbringen wolle!
Wenn man jedoch über die eigene Landesgrenze hinaus gereist ist, weiss man, in welch privilegierter Lage wir hier leben dürfen – nicht nur während der Ferien, sondern im ganz normalen Alltag.
Keine Stromunterbrüche, wie in Kathmandu,
keine schlechte Luft, wie in Delhi,
immer fliessendes Wasser in bester Qualität.
Wir spühlen mit Trinkwasser sogar unsere Toiletten und waschen unsere Autos.
Wir haben ein intaktes Netz von öffentlichen Verkehrsmitteln,
wir leben nahe bei der Stadt und sind unweit von den Bergen – und natürlich haben wir unseren Zürichsee.
Der damalige Gemeindepräsident und der damalige Bauvorstand kamen vorbei und begutachteten meine Initiative.
Die Behörden wussten um meine Nutzung und liessen mich grosszügig gewähren.
dann drehte der Wind im 2007
Mein Nachbar im ersten OG erstattete auf dem Bauamt Anzeige gegen meine Nutzung der Räumlichkeiten zur Beherbergung von zahlenden Touristen.
Ueber diese Anzeige wurde ich umgehend telefonisch in Kenntnis gesetzt.
Es war den Behörden bekannt, dass ebendieser Nachbar in der Liegenschaft wohnte ohne dafür eine Bewilligung zu haben…
Er wurde jedoch nicht belangt.
Für mich aber entbrannte ein langer Rechtsstreit, in welchem ich auch von der damaligen Verwaltungwiederholt angezeigt wurde.
Weder Nachbarn noch Verwaltung kamen je zu mir, um mich auf die Nutzung anzusprechen.
Paragraphen wurden zitiert.
Das wäre ja gut und recht gewesen, wenn ebendiese Paragraphen in der Liegenschaft für alle Bedeutung gehabt hätten…
Man sprach von Interessenkonflikten.
Diese konnten nie wirklich belegt werden.
Die Räume, in welchen ich damals Menschen beherbergte, liegen präzis über den Schlafräumen meines Nachbarn.
Interessenkonflikt? wohl eher Neid und Missgunst!
Natürlich kann man sich immer hinter Paragraphen verstecken.
Doch dann muss man auch die Frage beantworten, weshalb die respektiven Paragraphen nur für das zweite Obergeschoss Geltung haben…
ebenfalls im 2007
wurde in unserer Liegenschaft die Shedhalle verkauft.
Neue Betriebe zogen ein.
Unter anderen entstand die Kinderkrippe Mogli.
Diese Nutzung wurde bewilligt, obwohl sie in der Industrie nicht zonenkonform war oder ist.
Der damalige Bausekretär erklärte mir, dass man Privaten nicht verbieten könne, was die Gemeinde selbst mache.
Zonenkonform war die Nutzung weder im Hulfteggerareal noch an der Grundstrasse 10b.
Der Bausekretär bezog sich bei der Aussage auf die Müüsliburg, welche im 2007 bereits seit 4 Jahren im Industrieareal an der Bahnhofstrasse erfolgreich betrieben wurde.
im 2009
kam es zu einer Zonenplanänderung im Hulfteggerareal.
6 Jahren bestand der nicht zonenkonforme Betrieb bereits.
Offenbar wurde niemand gemahnt oder gar angezeigt, keine Gerichtsverfabhren…
mir machte man seit 2004 regelmässig den Prozess!
so einfach ging das!
Ein nicht zonenkonformer Betrieb wurde flugs regelkonform gemacht – mich plagten die Behörden weiterhin!
am 12. Februar 2015
nahm die damalige Bausekretärin, via diverser eingeschriebener Briefe mit mir Kontakt auf.
Ich war wieder einmal angezeigt worden.
Man hatte bemerkt, dass ein Ausländer bei mir ein und aus ging.
Er war seit 2012 zeitweilig bei mir.
Der Herr studierte Psychologie nach C.G.Jung.
Natürlich hatte er ein gültiges Visum und war ordnungsgemäss auf der Einwohnerkontrolle angemeldet.
Offenbar wollte das Bauamt diese Situation unterbinden.
Ich sollte alleine wohnen.
Meine Nachbarn im 1.OG lebten zu dritt, die Nachbarn im andern Gebäude zu zweit – ordentlich verheiratet, so wie es sich gehört.
Die Bausekretärin wies in ihrem Schreiben deutlich darauf hin, dass ich ausser in meiner 5-Zimmerwohnung keinen Beherbergungsbetrieb führen dürfe.
Ich lebte in einer Wohngemeinschaft.
Freunde, Verwandte und natürlich Volontäre, welche regelmässig bei mir waren, durften sogar in den Atelierräumen schlafen.
Solange ich die Kosten übernahm war auch das ok.
Mein Geld verdiente ich mit meinen textilen Accessoires.
Zu jener Zeit nahm ich auch Kontakt auf zu einer Gemeinderätin.
Sie kam zu einem Gespräch vorbei.
Ausserdem bat ich um eine Besprechung mit der Bausekretärin und dem Bauvorstand.
Dieses fand im Gemeindehaus statt.
Ein Protokoll wurde nicht erstellt.
Im 2014 hatte ich einige interne Umbauten gemacht und dafür keine Baueingabe eingereicht.
An sich war dies auch nicht zwingend nötig, aber eben…
Ich hatte einige Räume im Atelier abgetrennt und Holzgalerieböden eingebaut.
Also reichte ich die gewünschten Unterlagen ein.
Die Abnahme ging dann im Laufe des Jahres 2015 über die Bühne.
Alles war regelkonform.
Es gab nichts zu beanstanden.
Im April 2015 bat einer meiner Bekannten und Parteikollege des Bauvorstandes diesen zusammen meine Räumlichkeiten anzuschauen.
Mein Bekannter wollte vermitteln.
Der Bauvorstand sollte konkret und vor Ort sehen, worüber gesprochen wurde.
Anlässlich dieses Besuches, sagte der Bauvorstand der GLP, dass ich in meiner Wohnung soviele Leute unterbringen könne, wie ich wolle.
Mit dem Segen der Bausekretärin und des Bauvorstandes machte ich mich umgehend daran, eine Webseite erstellen zu lassen.
Ich schrieb mich bei Rapperswil-Zürichsee Tourismus ein, erhob City Tax, meldete die Gäste online bei der Hotelkontrolle der Kapo und stellte mein Angebot auf e-Domizil und Airbnb.
Die Aetelierräume bot ich während eines Jahres auf Homegate als Gewerberäume an.
Wegen zu tiefer Nachfrage, verzichtete ich dann jedoch auf diese Ausgaben.
am 11. November 2015
las ich in der Zürichseezeitung von der Eröffnung des Wäbereitreffs.
Artikel über gute Ideen sammelte ich.
Dass da auch ein BnB eröffnet wurde, war mir nicht bekannt.
am 20. November 2015
erreichte mich die Genehmigung der Schlusskontrolle von Baugesuch 2007-0130 mit den Unterschriften von Bauvorstand Utz und Bausekretärin Gerber.
Die Rechnung über Fr 1924.20 bezahlte ich umgehend.
am 18. Januar 2016
kontaktierte ich schriftlich den Gemeindepräsidenten und bat um ein Gespräch.
Es war nicht das erste Mal, dass ich das Gespräch mit den Behörden suchte.
Das Resultat war jedes mal mager, eine Art vegetarisch:
kein Fleisch, kein Knochen.
am 26. Januar 2016
kam die Antwort.
Es war eine Zusammenarbeit des Triumvirates Gemeindepräsident, Bauvorstand, Gemeindeschreiber.
„Das Wording an sich können wir abstimmen. Es wird aber kurz sein:“
Im September 2017
war ich in London, wo ich Impacthubs besuchte.
Ich hoffte weiterhin auf eine passende Nutzungsidee der Gewerberäume.
Ich verfolgte die Villageoffice Initiative und ähnliche Projekte der Shared Economy.
im April 2018
überarbeitete ich endlich mein Inserat auf Airbnb.
Da stellte ich fest, dass in Stäfa mittlerweile Dutzende Angebote auf dieser Plattform aufgeführt waren.
Und siehe da!
Ebenfalls in der Industriezone, in der ehemaligen Seidenweberei Appenzeller, war ein Superhost.
Ein wirklich tolles, professionell gemachtes Angebot.
Schön! Ich wunderte mich.
Wie ich von den Reviews lernen konnte, wird in der Cozy Loft (Industriezone) seit 2016, nur wenige hundert Meter Luftlinie von mir entfernt, ein BnB betrieben.
(remember die Schreiben der Bausekretärin an mich Anfang 2015!)
Das fand ich interessant.
Ich wollte mehr wissen.
Falls da tatsächlich eine Baubewilligung vorliegen würde, hätte dies möglicherweise positive Auswirkungen auf meine Atelierräume.
Die Cozy Loft ist nämlich analog zu meinen Atelierräumen ein Gewerberaum.
Natürlich dachte ich: … wenn die das dürfen, darf ich auch!
Doch wer sagte denn, dass dort eine Bewilligung vorlag?
Dank Kontakten zu einem Bauamt im Kanton Zürich, machte ich mich schlau.
Ich wurde sofort gewarnt, dass es eine schlechte Idee wäre, einfach anzunehmen, dass andere für etwas eine baurechtlich bewilligte Situation hätten, was mir verboten war.
Vielleicht betrieben sie das Bnb ohne die nötigen Bewilligungen.
Who knows?
Also kontaktierte ich zuerst das Büro von Känel und Partner, welche die Zonenpläne der Gemeinde Stäfa ausgearbeitet hatten.
Dort wurde ich gebeten, mich direkt an unser Bauamt zu wenden.
Das tat ich wohl oder übel, denn ich wollte ja den Leuten an der Webereistrasse 3 nicht das Geschäft vermiesen.
am 27. April 2018 wurde in neues Kapitel eröffnet!
Unser Bauvorstand Andreas Utz, GLP gab auf meine Mailanfrage keine Antwort.
am 4. Mai 2018
nahm die neue Bausekretärin mit mir Kontakt auf.
Sie bedankte sich für den Hinweis und versprach diesem nachzugehen.
Für den Rest hätte ich kein Recht auf mehr Auskunft!
am 8. Mai 2018
Nochmals bat ich um Auskunft.
Einerseits fragte ich ja nicht nach dem Baurechtsentscheid der andern Liegenschaft, sondern ob sich in den letzten Jahren in der Bewilligungspraxis etwas geändert hatte.
Andererseits hatte ich vom Transparenzgebot her offenbar auch ein Recht auf klare Auskunft.
Die Bausekretärin bot ein Gespräch an.
Bei Gesprächen ohne Protokoll besteht immer die Gefahr, dass man sich nachher sagen lassen muss, man hätte alles falsch verstanden.
Da verschiedene Fragen zu Nutzungen in unserer Liegenschaft bestanden, welche nicht nur mein Eigentum betrafen, nahm unser Liegenschaftsverwalter das Angebot an.
Ein Protokoll des Gespräches liegt nicht vor.
am 4. Juni 2018
schrieb die Bausekretärin in einem Mail an unseren Verwalter, dass die einzige baurechtlich bewilligte Wohnung Frau Henggeler gehört.
Das war eine sehr interessante Information, die aufhorchen liess.
Am 11. Juli 2018
um 12.30 Uhr bekam ich überraschend unangemeldeter Besuch!
Ich war gerade mit Vorbereitungen für einen Geschäftsausflug beschäftigt.
Der Besuch eines Museumsshop in Oesterreich, mit welchem ich bereits in Kontakt war, stand an.
Herr Sebenji, der Baupolizist von OLIG und die Dorfpolizisten Wenk und Gehrig baten um Einlass.
Sie wollten meine Räume inspizieren und sehen, wie ich diese nutzen würde.
Ein Nachbar hätte die Behörden darauf aufmerksam gemacht, dass bei mir Fremde ein- und ausgingen!
Man stelle sich vor!
Unbekannte Menschen, die in einem Gewerbehaus verkehren.
Ma
nota bene:
es ging hier nicht um die Aushebung einer Terrorzelle
oder einer Indoorhanfplantage.
Das Trio suchte nicht nach einem Swingerclub, obwohl der hier durchaus zonenkonform wäre.
Trotzdem war die Mission ernst, denn die Polizisten kamen in Uniform,
Die Dreierdelegation hoffte Touristen zu sehen, die bei mir temporär logierten und dafür sogar freiwillig einen Beitrag bezahlten.
So zeigte ich den Herrschaften die Räume, welche sie sehen wollten.
Dabei wies der Polizist im Laufe des Gespräches darauf hin, dass er und seine Kollegin nur als Zeugen anwesend waren.
Interessanterweise deuteten jedoch ihre Kommentare darauf hin, dass sie gegen mich voreingenommen waren.
Zeugen möglicherweise, doch offenbar nicht für beide Parteien.
Natürlich bestätigte ich, dass ich Gäste in Teilen meiner Wohnung beherberge.
Das war mir ja auch erlaubt.
Zudem hatte ich im Mail an Bauvorstand Utz auf diesen Umstand hingewiesen.
Ich würde mit der Miete eine Nebeneinkunft erzielen, kommentierte Polizistin Gehrig!
Auf den Hinweis, dass ich auf die Einnahmen Steuern bezahlen würde, meinte sie, dass dies hier nicht interessiere!
Ich wies darauf hin, dass der Bauvorstand im 2015 höchstpersönlich bei mir gewesen war und bestätigt hatte, dass ich in meiner Wohnung so viele Leute unterbringen könne, wie ich wolle.
Ob ich dies schriftlich vorliegen hätte, wurde ich gefragt.
Na ja, da musste ich erst in den Unterlagen suchen…
Nachdem der Besuch zwei meiner Schlafzimmer gesehen hatte, war genug kontrolliert.
Die Beamten verabschiedeten sich höflich.
Der Spuk war vorbei!
am 13. Juli 2018
schrieb der Baupolizist an die Bausekretärin einen e-mail Rapport.
Dieses Dokument erhielt ich erst mit dem Protokoll des Gemeinderates vom 30.Oktober 2018
„…Frau Henggeler gab offen zu, dass ein Teil der 5-Zimmerwohnung…“
Diese Bemerkung erstaunte.
Im Mail an den Bauvorstand Utz vom 27. April 2018 (siehe oben) sagte ich ja, dass ich beim Ueberarbeiten meines Airbnb-Inserates über die Anzeige der Cozy Loft gestolpert sei.
Da musste ich nichts „offen zugeben…“
Der Sommer nahm seinen Lauf.
Bei mir kamen und gingen die Gäste.
am 2. November 2018
erhielt ich eingeschriebene Post vom GEMEINDERAT.
Eine im öffentlichen Dienst tätige Juristin kommentierte das Schreiben als „DEFTIG“
Der Gemeinderat droht meine Räume auf meine Kosten polizeilich räumen lassen.
Zum Glück habe ich Tische, Stühle und Flutlichter, welche ich vor Jahren der SwissRe abgekauft hatte.
Sie dienten als Mensa- und Büroausstattung.
Man könnte fast sagen: Gewerbemobiliar.
Betten sind in der Industrie alleweil erlaubt, denn zonenkonform wären auch Sexbetriebe oder Sterbehilfeorganisationen.
Ein weiteres Glück ist die Schlussabnahme vom 20. November 2015 (siehe weiter oben).
Seit jener Schlussabnahme habe ich nur lockere Schrauben angezogen und Fensterjalousien reparieren lassen.
Dieses Jahr wurde ein Boiler ersetzt. Dazu brauchte ich keine Baubewilligung.
Umbauten gab es keine mehr.
Der Lift im Nordtreppenhaus wird für mich und meinen Nachbarn mit dem Segen der STWEG und den Baubehörden im Februar 2019 gebaut.
Eigenartigerweise befasste sich hier der Stäfner Gemeinderat in corpore mit Baufragen.
Einzig Gemeinderat Portmann trat in den Ausstand.
Das ist auf dem Deckblatt des Protokolls zu lesen.
Ich musste wieder einen Anwalt herbeiziehen.
Logischerweise bezahle ich die ganze Geschichte DOPPELT.
Einerseits werden die Behörden von Steuergeldern – auch von meinen Steuern – bezahlt,
andererseits arbeiten Anwälte nicht gratis.
Wir stellten fest, dass Baupolizist Sebenji am 13.7.18 einen etwas speziellen Bericht abgeliefert hatte.
Atelier, Wohnung – die Begriffe waren durcheinander geraten.
Allerhand war in diesem Bericht heiter vermischt.
Das war nun aber die Basis, auf welchen sich der Gemeinderat (minus Portmann) bei seinem Beschluss stützte!!!
am 9. November 2018
fand bei uns in Stäfa die Gewerbeausstellung statt.
So ging ich zum Stand der GLP, um den Bauvorstand zu sprechen.
Als Gemeinderat erwartete ich ihn an dieser Veranstaltung zu treffen.
Ich bestätigte seinen Brief erhalten zu haben und dass die Antwort in Vorbereitung sei.
Der Brief sei nicht von ihm, sondern vom gesamten Gemeinderat mit der Unterschrift des Präsidenten, kommentierte Andreas Utz.
Darauf wandte er sich ab.
am 13. November 2018
nahm mein Anwalt Stellung.
Es wurde mir vorgeworfen, dass ich meine Atelierräume bewerbe und anpreise, um diese an zahlende Touristen zu vermieten.
Doch ebendies machte ich nicht!
Ich hatte beim Bauvorstand nachgefragt, aber auf Grund der für mich unsicheren Lage verzichtete ich darauf, die sehr schönen Räume öffentlich als Unterkunft anzupreisen.
In früheren Schreiben aus der Feder des Gemeindeschreibers wurde mir Geldgier vorgeworfen!
Geldgier? wenn man Miete einnimmt? wirilich?
So haben wir nun zwei Industriezonen, welche beide dicht von Wohnbauten umgeben sind.
Einerseits is da die alte Mettlerfabrik, in welcher ich bin.
Diese liegt gleich an die Kernzone angrenzend.
Von industrieller Produktion ist in der Liegenschaft weit und breit nichts zu sehen.
Es gibt Kleingewerbe, Handwerker, Dienstleistungsbetriebe.
Andererseits liegt einige hundert Meter südöstlich die ehemalige Seidenweberei Appenzeller mit mehreren Gebäudekomplexen.
Auch hier wird in den alten Gemäuern nichts industriell produziert.
Das war einmal!
Teil des Ensembles ist auch eine alte Villa.
Interessanterweise ist diese im Zonenplan nicht als Wohnhaus ausgeschieden, sondern ist Teil der Industrie!
Was sagt denn da der §56 PBG dazu?
man wundert sich…
Die Industriellenvilla dient nicht einmal als Betriebsleiterwohnung, denn die Bewohner haben auf dem Areal keine eigenen Betriebe.
Weder das BnB Cozy Loft, noch das AirBnB Gästezimmer im Wohnhaus entsprechen dem §56 des PBG, welcher Mannschaftsunterkünfte für temporär anwesende Betriebsangehörige gestattet!
Eine offensichtliche Ungleichheit besteht in diesen zwei Industriezonen.
Der Umgang der Behörden mit den Betreibern der BnB scheint ebenfalls unterschiedlicher nicht sein zu können!
am 16.11.2018
hinterliess ich einen Brief auf der Gemeindeverwaltung mit der Bitte, man möge mir die Fr 250.00 Gebühren erlassen.
Wir vertraten die Meinung, dass der Beschluss offensichtliche Fehler hatte.
Eine Antwort auf mein Begehren blieb aus.
In der Antwort auf das Schreiben des Anwaltes vom 13. November 2018, warf uns der Gemeinderat vor, dass wir wahrheitswidrige Behauptungen aufgestellt hätten.
am 27. November 2018
erreicht die Verwaltung ein Schreiben des Bauamtes.
Die Liegenschaftsverwaltung wollte klären, welche Nutzungen an der Grundstrasse 10/16 in der Industriezone von der Gemeinde erlaubt wären.
Diese Information war nötig, damit die Verwaltung bei allfälligen Handänderungen kompetent Auskunft geben könnte.
Bei einer Stockwerkeigentümerschaft mit fast 20 Eigentümern erstaunt die Antwort von Bauvorstand und Bausekretärin.
am 28. November 2018
kam wieder ein Schreiben aus der Feder des Gemeindeschreibers.
Es kommt öfters vor, dass in Stäfa der Plebs die Res Publica missversteht.
So auch in meinem Fall das altbekannte Mantra:
Die Miss versteht vieles miss.
Frage:
Wie steckt man Räume in eine Wohnung, damit diese dort Platz finden?
Help!
Wurde da vielleicht der falsche Text verwendet oder besteht ein Problem mit dem „Wording“?
(siehe 26. Januar 2016 und 12. Dezember 2018)
am 6. Dezember 2018
antwortete mein Anwalt auf das Schreiben des Gemeindeschreibers vom 28. November 2018.
Wir entschieden auf eine Einsprache gegen den „Beschluss“ zu verzichten.
Der Inhalt des Beschlusses wies auf etwas hin, was ich gar nicht machte.
Basta
Eine Antwort auf dieses Schreiben blieb aus.
am 8.Dezember 2018
durfte ich ein R-Schreiben der Gemeinde auf der Post abholen.
Datiert mit 6.12.18 ging die Post ab.
Ich erhielt eine letzte Mahnung für die am 2.12.18 fällige Rechnung.
Ich bekam also 3 Tage nach der Fälligkeit der Rechnung eine LETZTE MAHNUNG PER EINSCHREIBEN.
Dazu wollte ich mehr wissen.
Ich wollte der Person, die mir ein solches Schreiben ins Haus schickte in die Augen schauen.
am 12. Dezember 2018
Also ging ich aufs Bauamt.
Dort gewährte mir die Bausekretärin eine kurze Audienz.
Sie fragte mich, was mich an diesem Schreiben störe.
NUR der Text?
Ja, genau, NUR dieser Text störte mich!
Sie versprach sich der Sache anzunehmen.
Auf meine Frage, wo man sich bezüglich der Gebühren schlau machen könne, verwies sie auf die homepage der Gemeinde Stäfa – da finde man alles und erst noch mehr.
Das war ein absolut wertvoller Tip!
Gemäss Gebührentarif der politischen Gemeinde Stäfa vom 1. September 2017 kann man folgende Information finden:
Es wird festgehalten, dass die 1. Mahnung gratis ist.
Die 2. Mahnung wird mit 20 Franken verrechnet.
Es ist alles sauber aufgelistet.
Da wundert man sich, ob der Verwaltungsangestellte, der diese LETZTE MAHNUNG erliess keinen Zugang zu solch wichtiger Information hatte!
Innert Kürze meldete sich auch der Gemeindeschreiber und nicht die zuständige Person der Finanzabteilung, wie dies die Bausekretärin in Aussicht gestellt hatte.
Gemäss Gemeindeschreiber war das Vorgehen des Fachbereiches Finanzen richtig!
Das „Wording“, wie es die Herren Gemeindepräsident und Gemeindeschreiber in früherer Korrespondenz untereinander ausdrückten, wirkt etwas befremdlich…
„Der verwendete Text…“
Der Eindruck entsteht, dass es sich hier um eine Art Rezept handelt:
man nehme Texte und setze diese zusammen – deren Inhalt und Bedeutung muss man wahrscheinlich nicht verstehen.
Es passt dann halt nicht immer…
Immerhin hat man eine Entschuldigung in petto.
Weshalb die LETZTE MAHNUNG per Einschreiben versandt wurde, blieb ohne Erläuterung.
Wurden da auch die falschen Briefmarken verwendet?
Langsam wurde mir das alles zu viel.
Ich wandte mich an einen Journalisten und überliess ihm sämtliche relevanten Informationen.
am 15. Dezember 2018
war ich in einem weihnächtlich dekorierten Häuschen am Curtiplatz am Christkindlimärt Rapperswil.
Während dreier Tage verkaufte ich meine textilen Accessoires.
Die Zusammenarbeit mit Rapperswil-Zürichsee Tourismus ist nicht nur in Sachen Unterkünften, sondern auch an dieser Veranstaltung hervorragend.
Derweil sandte der Journalist dem Gemeindepräsidenten und dem Gemeindeschreiber eine Medienanfrage.
Er stellte einige Fragen, die, wie dies üblich ist, innert Frist zu beantworten waren.
am 17. Dezember 2018
nahm die Bausekretärin mit der Besitzerin der Cozy Loft Kontakt auf und setzte ein baurechtliches Verfahren in Gang.
7.5 Monate waren vergangen, seit ich den Bauvorstand angefragt hatte, ob es eine Aenderung in der Bewilligungspraxis für Nutzungen in der Industrie gegeben hätte.
Eine Dreierdelegation mit Polizisten und Baupolizist besuchten mich im Juli und Anfang November flatterte mir der Beschluss des Gemeinderates ins Haus.
Es dauerte fast so lange, wie eine Schwangerschaft, bis die Behörden beim andern BnB in der Industrie in Stäfa aktiv wurden.
Während oft räsoniert wird, dass die vielen BnB dem Wohnungsmarkt günstige Wohnungen entziehen, kann man dieses Argument in beiden Fällen in der Industriezone fürwahr nicht bringen.
In meinem Falls sind alle meine Räume vorzüglich geeignet für Parahotellerie, während die Situation, wie sie jetzt ist, für permanentes Wohnen eher nicht geeignet ist.
am 18. Dezember 2018 um 08.38 Uhr
Kam die Antwort vom Gemeindeschreiber.
Bezüglich laufender Verfahren gebe man keine Auskunft…
Das Verfahren war ja zu jenem Zeitpunkt noch in den Kinderschuhen…
am 18. Dezember 2018 um 10.27 Uhr
fragt der Journalist weiter
am 18. Dezember 2018 um 14.11 Uhr
schrieb ich an den Gemeindeschreiber
am 18. Dezember 2018 um 16.10 Uhr
der Journalist bleibt dran
am 19. Dezember 2018 um 07.44 Uhr
nahm der Gemeindeschreiber Stellung
am Morgen des 20. Dezember 2018
ging ich bei der Cozy Loft an der Webereistrasse vorbei.
Ich wollte dem altrömischen Prinzip von „divide et impera“ einen Riegel schieben.
Schliesslich sind die Cozy Loft und ich mit meinen Räumen in der Industriezone im selben Boot.
Die Begegnung mit Silvie Appenzeller Portmann, der Tochter eines Ruderkollegen, war sehr sympathisch.
Die Anfrage des Journalisten kam für sie aus heiterem Himmel. Sie erschrak.
no wonder!
Sie wusste nichts von dem, was bei mir seit Jahren mit den Behörden in Sachen Nutzung abging.
So erfuhr ich aus erster Hand, dass die Bausekretärin (siehe oben 17.12.18) erst Anfang Woche mit ihr Kontakt aufgenommen hatte.
Die Kontaktaufnahme des Bausekretariates sei zeitgleich mit derjenigen des Journalisten erfolgt.
Deshalb konnte der Gemeindeschreiber am 18.12.18 schreiben, dass ein Verfahren hängig sei.
am 20. Dezember 2018 um 16.20 Uhr
schrieb ich an den Gemeindeschreiber
die Antwort kam am 20. Dezmber 2018 um 16.40 Uhr
weiter am 20. Dezember 2018 um 19.19 Uhr
und am 21. Dezember 2018 um 05.57 Uhr
am 21. Dezember 2018 um 10.14 Uhr
am 20. Dezember 2018 um 12.45 Uhr
verzeichnen wir ein vorläufiges Ende der Korrespondenz mit dem Gemeindeschreiber –
Immer wieder bekomme ich Ratschläge, wie mit Behörden zu reden sei, damit man deren Gunst nicht verspiele.
Ist das wie in einer schlechten Ehe?
Der Gemeindeschreiber teilt mit, dass er auf meine Korrespondenz nicht mehr reagieren werde.
Hm, eine Person im öffentlichen Dienst, bezahlt auch von meinen Steuergeldern …
Steht ihm dies frei?
Habe ich die selbe Freiheit, wenn es ums Bezahlen der Steuern geht?
Wenn Angestellte meiner Firma sich weigern würden einen Teil ihres Auftrages auszuführen, dann wäre ein ernstes Gespräch angesagt.
Wenn man vieles „mit links macht“ besteht die Gefahr, dass rechts nicht weiss, was links macht.
(siehe 4. Juni 2018)
31. Dezember 2018
Die Festtage waren besinnlich, wie es mir der Gemeindeschreiber wünschte.
Ich besann mich der letzten 21 Jahre!
Wir erinnern uns an George Orwell:
„All animals are equal, but some animals are more equal than others.“
und wir erinnern uns an Abraham Lincoln:
„you can fool all the people some of the time,
and some of the people all the time,
but you cannot fool all the people all the time.“
Read more at: https://www.brainyquote.com/quotes/abraham_lincoln_11034
Was Elizabeth Warren den USA wünscht, wünsche ich mir im kleinen auch in der Gemeinde, in welcher ich lebe.
nochmals zur Erinnerung:
every cloud has a silver lining
meine besten Wünsche für 2019
am 8. Januar 2019
erscheint in der NZZ der Artikel von Andreas Leisi zum Thema „Touristenbetten in der Industriezone“
am 12. Januar 2019
folte ein Beitrag in der Zürichseezeitung auf der Frontseite.
Der Artikel publizierte die Behauptung der Gemeindebehörden, dass es mir seit langem verboten sei, in meiner Wohnung zahlende Touristen zu beherbergen.
DIESE BEHAUPTUNG ENTSPRICHT NICHT DEN BAURECHTSENTSCHEIDEN!
am 24. Januar 2019
erhielt ich wieder einmal einen eingeschriebenen Brief von den Baubehörden.
Dieses Mal betraf es das laufende Projekt zum Einbau eines neuen LIftes im Nordtreppenhaus.
Die Rechnung hätte grundsätzlich nicht an mich gesandt werden sollen – schon gar nicht an meine GmbH.
Als Kunde war Schnell Immobilien aufgeführt.
All das scheint dem Bauamt nicht so ganz klar zu sein.
Wenn wir die Rechnung anschauen, dann bekommt man graue Haare, sofern man die nicht bereits hat…
Rechnungsdatum: 27.12.2018
Baurechtsentscheid: 21.1.2019
Zahlungsfälligkeit: 26.1.2019
erhalt des R-Briefes: 24.1.2019
weitere Kommentare sind da überflüssig
Der Gemeindeschreiber würde sicher auch in diesem Falle seine subalternen Stellen in Schutz nehmen und irgendwelche §§§ zitieren.
am 8. Februar 2019
hat mein Anwalt in meinem Namen
bei der
Baudirektion des Kantons Zürich
eine Aufsichtsbeschwerde
gegen den Gemeinderat Stäfa eingereicht.
Anfang März 2019
bin ich wenig erstaunt über die Mahnung des Fachbereiches Finanzen, Stäfa.
Die um 26 Tage vordatierte Rechnung wurde bereits fällig, als die Abholeinladung für den R-Brief noch nicht abgelaufen war.
Nun ist die Finanzabteilung nicht zu blöd, auch noch eine Mahnung hinterher zu schicken, obwohl catherine henggeler gmbh mit dem Liftprojekt nichts zu tun hat.
am 4.März 2019
habe ich eine Crowdfunding Kampagne auf
gestartet.
Damit ersuche ich um Unterstützung für die Anwaltskosten
die mir bei der Aufsichtsbeschwerde und im Kampf gegen den Gemeinderat Stäfa entstanden.
Dass mir Kosten entstanden, um mich gegen den absurden „Beschluss“ zu wehren, brauche ich hier nicht zu erklären.
Das ist ja offensichtlich.
Arbeiten, nur um die Anwaltskosten zu bezahlen, während die Herren im Gemeindehaus auch noch zum Teil von meinen Steuern entlöhnt werden…
Haarsträubend!
am 11.März 2019
nimmt Herr Sucur von AS Aufzüge mit der Gemeindeverwaltung Kontakt auf,
um darauf hinzuweisen, dass Catherine Henggeler GmbH mit dem Liftprojekt nichts zu tun hat.
Dass demzufolge weder Rechnungen noch Mahnungen an diese Firma geschickt werden sollten.
Das stellt für das Finanzamt eine neue Herausforderung dar.
Es zeigt sich, dass die Herrschaften sehr wohl wissen, wer die Bauherrschaft ist.
am 16.März 2019
stelle ich der Mitarbeiterin des Finanzamtes einige Fragen zur erwähnten Rechnung und Mahnung.
cc an Gemeindepräsident und Gemeindeschreiber.
Ob und wann da wohl eine Stellungnahme kommt?
am 5. April 2019
macht der Gemeindepräsident von Stäfa Schlagzeilen im Blick:
«Er wäre für Stäfa und den Kanton Zürich ein exzellentes Aushängeschild gewesen», sagt Gemeindepräsident Christian Haltner. Es wurmt ihn, dass der Kanton St. Gallen des Rennen um den guten Steuerzahler gemacht hat.
Er glaubt sogar:
«Das hätte man vielleicht verhindern können.» Man hätte sorgfältiger prüfen müssen, was man auf dem Anwesen hätte realisieren können. Trotz der strengeren Auflagen in der Landwirtschaftszone