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Das berühmte amerikanische Stummfilmdrama «The Kid», das im Februar 1921 in die Kinos kam und von Chaplin geschrieben, produziert und inszeniert wurde, feiert dieses Jahr eigentlich schon seinen 101. Von Kritikern wird es oft als einer der grössten Filme der Stummfilmzeit bezeichnet, und das British Film Institute ist der Meinung, dass es zu den 50 Filmen gehört, die man gesehen haben muss, bevor man 15 Jahre alt wird.
Und auch in Chaplins Kinematografie hat das Werk einen besonderen Platz. Es ist das wohl autobiografischste, fast wie ein Spiegel seiner Kindheit zwischen Lachen und Emotionen. Ein Jahrhundert nach seiner Veröffentlichung hallt «The Kid» immer noch nach als Chaplins Schrei des Herzens angesichts der Lebensbedingungen von Waisenkindern und als eine Demonstration der Fähigkeit, schwierige Situationen zu meistern, wie das Museum in einer Medienmitteilung schreibt.
Der Rundgang beginnt mit dem Eintauchen in das London des späten 19. Jahrhunderts, Briefen von Charlies Mutter Hannah, die in einer psychiatrischen Klinik untergebracht war, und seines Bruders Sydney. Diese selten oder nie gesehenen Archivdokumente, die mit Chaplin-Zitaten angereichert sind, ermöglichen es, den Kern der Geschichte des Films näher zu betrachten: Chaplins Kindheit.
Auch Jackie Coogan, der im Film den kleinen Jungen spielt, ist ein Bereich gewidmet. Dieser zeigt den Weg, der den Kinderstar von Reichtum und Ruhm über eine Klage gegen seine Eltern, die sein Vermögen verschleudert hatten, bis hin in die Armut führte.