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Schulhaus Zelglistrasse Töss
Schulhaus Zelglistrasse Töss
Zelglistr. 2
8406 Winterthur
052 203 84 10
Das Schulhaus Zelglistrasse wurde als dreigeschossiger, klassizistischer Bau zwischen 1863 und 1864 errichtet.Das repräsentative Gebäude stellt den ersten Grossschulbau der Gemeinde Töss dar und ist Teil der Zelglistrasse-Bebauung, die im Zuge der Industrialisierung als erste Siedlungserweiterung ab 1828 planmässig angelegt wurde.
Das Schulhaus Zelglistrasse stammt aus der Zeit der industriellen Revolution in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die sich natürlich in Töss speziell bemerkbar gemacht hatte. Die stark wachsende Industrie zog mächtig Arbeitskräfte an und führte zu einer Massierung der Bevölkerung. Nicht nur fehlender Wohnraum, auch Schulraumnot verursachte den damaligen Behörden manche Probleme. 1862 beschloss die Gemeinde Töss den Bau eines Sekundarschulhauses. 1924 wurde der Treppenhaustrakt erstellt, der 1993 durch die vorgelagerte Pausenhalle vergrössert wurde.
Gegen Ende des 20. Jhdt. wurden Stimmen laut, das Schulhaus abzureissen oder mindestens einer neuen Nutzung zuzuführen. Denn auf Grund des Schülerrückganges wegen Abwanderungen in andere quartiere und einer generellen Bevölkerungsabnahme wurde die Schulräume in der ersten Hälfte der 1980er-Jahre nicht mehr benötigt. Die Schulpflege Töss wehrte sich vehement dagegen. Mit Recht, wie sich später heraus stellte. Die Schulräumlichkeiten wurden im Rahmen der neuen Lehrpläne, der Koedukation und generell fehlender Räume für Stütz- und Nachhilfeunterricht sowie für Kurse heimatlicher Sprache und Kultur usw., umso dringender wieder benötigt. So kam es dann, dass 1990 ein Planungsauftrag zur Sanierung des Schulhauses erteilt wurde. Das Team um Architekt Peter Schenker löste die Aufgabe den klar gegliederten Bau mit ansprechenden Proportionen mit den Ansprüchen eines neuzeitlichen Schulbetriebes zu vereinen. Die ursprüngliche Qualität der Fassaden wurde wieder hergestellt. Wesentlich für das Erscheinungsbild sind die Fenster mit alter Teilung sowie die Jalousieläden. Leider war es nicht möglich, den alten Haupteingang auf der Seite der Stationsstrasse wieder seiner eigentlichen Aufgabe zuzuführen, die Gefährdung der Kinder wäre zu gross gewesen. So blieb der Haupteingang auf der Hofseite. Er wird aber durch die neue Eingangs- und Pausenhalle- eine helle, leichte und transparente Hülle, die zum geschlossenen Steinbau kontrastiert und den kleinen Anbau aus dem Jahre 1941 ersetzt- aufgewertet.
Der Hort erhielt einen separaten Zugang auf der Westseite mit eigener Garderobe und EWC-Anlage. Der Hort ist unterteilt in einen Spielraum, einen Aufgabenraum und eine Kochnische. Die grossen Klassenzimmer, dreiseitig belichtet, können neu je nach Bedarf mittels mobilen Kastenelementen in verschiedene Zonen unterteilt werden. Das brachliegende Dachgeschoss wurde vollständig ausgebaut. Es enthält eine Schülerbibliothek, ein Mehrzweckraum, ein Gruppenzimmer und das Lehrerzimmer. Die Farbgebung orientiert sich an den historischen Vorbildern. So konnte der alte „Regenbogenpalast“, wie ihn frühere Generationen schalkhaft getauft hatten, wieder in neuem Glanz auferstehen. Am 5. Dezember 1994 wurde das neue, alte Schulhaus nach gelungener Renovation wieder bezogen.
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