Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03471.jsonl.gz/364

LE TOMBEAU DE COUPERIN
Bearbeitung für Oboe und Klavier
Ravel hat der Oboe in seiner Orchesterversion von „Le Tombeau de Couperin“ eine Solistenrolle zugeteilt. Dieser Klang ist prägend für das Werk, obschon die Originalversion lediglich für Klavier solo geschrieben wurde.
Diese Ausgangslage war für mich als Oboistin Inspiration dazu, eine Bearbeitung zu schaffen, welche die Essenzen beider Versionen Ravels in sich vereint – den intimen Charakter der Klavierversion und die Klangfarbe der Oboe in der Orchesterfassung. Nicht nur betreffend des Tonmaterials, sondern auch bezüglich Artikulation und Dynamik wurde ein Kompromiss zwischen den beiden Versionen gefunden. Als Grundlage für die Klavierstimme dienten die Empfehlungen der Pianistin Ai Yamamura sowie Ravels Klavierfassung. Einzig bei der Forlane habe ich mich für eine Anlehnung an die Vorgaben der Orchesterversion entschieden. Als Referenz für die Oboenstimme, deren Artikulation und Spielanweisungen gilt grundsätzlich Ravels Orchesterversion.
Ich freue mich über die Musiker, die diese Bearbeitung mit der selben Begeisterung spielen, mit der ich sie geschrieben habe.
Edition Kunzelmann