Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03096.jsonl.gz/432

Vor allem im Winter bildet sich häufig Kondenswasser an den Fenstern. Besonders morgens kondensiert die Luftfeuchtigkeit hier an den kalten Fenstern.
Dies kann nicht nur an kalten Tagen passieren, sondern auch nach dem Duschen oder beim Kochen.
In geringen Mengen ist dieses Kondenswasser kein Problem. Wenn der Zustand jedoch dauerhaft oder regelmäßig auftritt, so führt dies zu Schimmelbildung. Zudem sind Schäden an den Bauteilen des Fensters, wie an der umliegenden Fassade dann sehr wahrscheinlich.
Was sind die Ursachen von Kondenswasser-Bildung am Fenster?
Zur Bildung von Kondenswasser kommt es, wenn die Fenster mangelhaft sind, der Einbau falsch durchgeführt wurde, Mängel an der Fassade bestehen oder durch fehlerhaftes Verhalten der Bewohner, wie etwa beim Lüften der Räume.
Wo bildet sich das Kondenswasser am Fenster?
- An der Oberfläche des Fensterglases
- Am Fensterrahmen
- Zwischen Rahmen und Fensterflügel
Wie entsteht Kondenswasser am Fenster?
Umso kälter es wird, desto weniger Wasserdampf kann die Luft aufnehmen. Desto höher ist entsprechend die Gefahr von Kondenswasser.
Beispiel zur Erklärung:
Bei 20 Grad kann die Luft maximal mit 17,3 g/m³ Wasser gesättigt sein. Die relative Luftfeuchtigkeit beträgt 100 Prozent.
Bei 9,3 Grad kann hingegen nur noch 8,65 g/m³ an Wasser gespeichert werden. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt bei 50 Prozent. Das heißt, dass die Luft nur noch 50% des Wassers speichern kann. Die Luft ist übersättigt und unterschreitet den Taupunkt. Die Luft stößt auf das kalte Fenster und gibt die Feuchtigkeit ab. Es entsteht Kondenswasser am Fenster, da dies (häufig) der kälteste Ort ist.
Zusammengefasst: Kondenswasser entsteht, wenn die Temperaturen so stark sinken, dass die Luft übersättigt wird.
Was können Sie gegen Kondenswasser tun?
Besonders bei gut gedämmten Fassaden und neuen Fenstern kann es zur Bildung von Kondenswasser kommen, da es keine automatische Entlüftung mehr gibt. Schlecht gedämmte Gebäude, sorgen automatisch für eine ausreichende Luftzirkulation. Das heißt jedoch nicht, dass Sie Ihr Haus besser nicht dämmen sollten. Kondenswasser am Fenster stellt ein weitaus geringeres Problem dar, als übermäßige Heizkosten, die bei einer schlechten Dämmung entstehen.
Um das Kondenswasser zu beseitigen gibt es eine gute Methode: Stoßlüften ist hier das Stichwort. Statt Ihre Fenster für mehrere Stunde auf Kipp zu stellen, sollten Sie in Ihren Räumen mehrmals am Tag ein Fenster für 10-15 Minuten zum Lüften ganz öffnen. Das gleiche gilt nach dem Duschen, öffnen Sie das Fenster, wenn Sie fertig sind 10-15 Minuten.
Während dem Lüften sollten Sie Ihre Heizung runter drehen. Bei Heizungen mit Thermostat müssen Sie besonders aufpassen. Diese heizen sich automatisch auf, wenn es kälter wird.
Durch Stößlüften tauschen Sie die Luft komplett aus, die Wärme bleibt jedoch größtenteils in dem Raum bestehen, da die Wände nicht auskühlen. Fenster längere Zeit auf Kipp zu lassen tauscht so gut wie keine Luft aus. Hinzu kommt, dass die Kälte von außen so direkt in die Rahmen zieht. Genau dies sollte jedoch möglichst vermieden werden. In den kälteren Monaten, auch schon im Herbst sollten Fenster daher nicht auf Kipp gestellt werden!