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Die Air-France-Maschine des Flugs AF 447 war am 1. Juni 2009 auf dem Weg von Rio in die französische Hauptstadt von den Radarschirmen verschwunden. Der Airbus vom Typ A330 stürzte in den Atlantik. 228 Menschen starben, darunter 28 Deutsche. Lange war die Ursache unklar. Erst im Mai 2011 wurden die letzten Leichen und der Flugdatenschreiber aus etwa 4000 Metern Tiefe geborgen. Ein Expertengutachten befand 2012, dass die Crew nach dem Vereisen der für die Geschwindigkeitsmessung genutzten Pitot-Sonden überfordert gewesen sei. Die Situation sei eigentlich beherrschbar gewesen.
Das auf neun Wochen angesetzte Verfahren folgt auf ein jahrelanges juristisches Tauziehen. 2019 hatten Ermittlungsrichter ein Verfahren abgewiesen. Erst ein Berufungsgericht ordnete den Prozess gegen die Konzerne dann im vergangenen Jahr an. Um Entschädigungszahlungen geht es dabei nicht. Über diese kamen die meisten Hinterbliebenen vor Jahren mit Air France und Versicherern überein, über die Beträge herrscht Stillschweigen./rbo/DP/he
(AWP)