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Hier sollen nur ein paar Hinweise zur Geschichte folgen. Geschichtliches über Davos steht in Büchern und im Internet reichlich zur Verfügung. Bücher sind hier unter 9 Literatur, 9.21 Walserliteratur aufgelistet, zwei Internetseiten können hier angeklickt werden:
Die Fraktionen sind aus den Nachbarschaften hervorgegangen. Den Begriff Fraktion erwähnt Andreas Laely in Davoser Heimatkunde erst fast am Schluss (Seite 258) im Zusammenhang mit der Schaffung eines Zentralschulrats im Jahr 1883. Das Landbuch würde wohl Aufschluss darüber geben, wann die Fraktionen gebildet wurden. Im vergangenen Jahrhundert waren alle fünf Fraktionen gleichberechtigt und zuständig für Friedhof, Feuerwehr und Primarschule (in Monstein auch für den Wald). Jede Fraktion erhob zu diesem Zweck eigene Steuern. Für alle weiteren Aufgaben einer Gemeinde gab es eine eigene Legislative (Grosser Landrat) und eine Exekutive (Kleiner Landrat, präsidiert vom Landammann). Neben dem Kreislandammann (der das Kreisgericht, das Strafgericht, präsidierte), gab es also auch den Gemeindelandammann (Gemeindepräsident).
Auf den 1. Januar 2009 schloss sich Wiesen ihrer grossen Nachbargemeinde an, so dass die sogenannte Gemeinde Landschaft Davos fortan aus sechs Fraktionen bestand. 2016 wurde das Bündner Gerichtswesen neu geordnet, die Kreise wurden aufgehoben, und anstelle der Bezirksgerichte gibt es nun elf Regionen. Eine davon ist Prättigau/Davos.
Die Fraktionen haben keine Verwaltungsaufgaben mehr, einzig Monstein hat Wert darauf gelegt, gewisse Befugnisse noch im Dorf zu behalten. Alle Fraktionen sind gefordert, unter Mithilfe von Vereinen, noch eine eigene Identität zu erhalten.
Davos nennt sich heute Gemeinde Davos. Das Landwassertal hat eine ganz besondere Entwicklung durchgemacht. Platz und Dorf sind sehr stark gewachsen, viele Menschen sind von auswärts zugezogen. Es erstaunt nicht, dass der angestammte Walserdialekt gefährdet ist.