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Gegen den griechischen Ex-Finanzminister Giannos Papantoniou kann ein Ermittlungsverfahren wegen möglicher Steuervergehen eröffnet werden: Ein Ausschuss des griechischen Parlaments entschied am Mittwoch, dass die Justiz sich mit einem Konto des Ex-Ministers in der Schweiz befassen darf.
Dies berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Ana. Papantoniou soll dort 1,3 Millionen Euro unversteuert angelegt haben. Der Ex-Minister gibt an, dass das Konto seiner Frau gehört. Das umstrittene Bankkonto ist auf der sogenannten Lagarde-Liste vermerkt.
Im Oktober 2010 hatte die damalige französische Finanzministerin und heutige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, der griechischen Regierung eine Datei mit den Namen von mehr als 2000 mutmasslichen griechischen Steuersündern übergeben. Die Daten waren offenbar von einem Mitarbeiter der Schweizer Bank HSBC entwendet worden.
In der vergangenen Woche hatte das griechische Parlament den Weg für eine Untersuchung von Vorwürfen gegen einen weiteren Ex-Finanzminister, Giorgos Papakonstantinou, frei gemacht, der die Namen eigener Verwandter von der Lagarde-Liste gestrichen haben soll. Der frühere sozialistische Minister bestreitet die Vorwürfe.
(muv/aho/sda)