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Valentino Rossi peilt in der MotoGP-Klasse den 10. WM-Titel seiner Karriere an. Die grössten Schwierigkeiten auf dem Weg zu seinem «Jubiläum» werden ihm wohl Titelverteidiger Marc Marquez und sein eigener Teamkollege Maverick Viñales machen.
Genau 20 Jahre ist es her, seit der damals 18-jährige Valentino Rossi auf Aprilia in der 125-ccm-Klasse den ersten WM-Titel bejubelte. Nun will «Dottore» Rossi, seit 2009 ohne Titel, zum 10. Mal Weltmeister werden. Der Italiener ist bei Yamaha endlich seinen unbeliebten spanischen Teamkollegen Jorge Lorenzo losgeworden, der heuer seine erste Saison für Ducati bestreitet.
Lorenzo, der in den letzten neun Jahren mit Yamaha dreimal Weltmeister wurde, zählt sich selbst in seiner ersten Ducati-Saison nicht zu den Favoriten, zeigte aber bei den Tests in Sepang, auf Philipp Island und in Katar aufsteigende Tendenz. Auch gewohnt stark fuhr Titelverteidiger Marc Marquez. Der 24-jährige Honda-Fahrer wurde in den letzten vier Jahren dreimal Weltmeister und wird auch dieses Jahr um den Titel mitreden.
Überflieger bei den drei MotoGP-Tests war aber ein anderer. Der 22-jährige Spanier Maverick Viñales, neuer Teamkollege von Rossi, war jedes Mal der Schnellste und schien in den Tests mit der diesjährigen Yamaha deutlich besser klarzukommen als der 38-jährige Rossi. Viñales, der 2013 in der Moto3-Klasse den Titel holte, beendete im letzten Herbst seine erst zweite MotoGP-Saison im 4. Gesamtrang. Selbst Rossi erkennt die Gefahr aus dem eigenen Lager: «Er ist sicher ein Titelkandidat. Er hat letzte Saison viele Punkte geholt und wird dieses Jahr noch konkurrenzfähiger sein.»