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Das Orchestre de la Suisse Romande feiert 2018 seinen hundertsten Geburtstag. Gegründet wurde es am 30. November 1918 von Ernest Ansermet, der fast fünf Jahrzehnte die Verantwortung trug, bis zum Jahr 1967. Nach ihm übernahmen u. a. Wolfgang Sawallisch, Horst Stein, Armin Jordan, Fabio Luisi und Marek Janowski die künstlerische Leitung. Seit 2017 steht Jonathan Nott als Chefdirigent an der Spitze. Von Anbeginn spielte die Moderne eine zentrale Rolle im Repertoire des Orchesters: Werke von Claude Debussy, Igor Strawinsky, Darius Milhaud, Arthur Honegger, Frank Martin und Benjamin Britten wurden hier uraufgeführt, und diese Tradition setzte sich in den letzten Jahren mit Partituren von Peter Eötvös, Heinz Holliger, Michael Jarrell, Pascal Dusapin oder James MacMillan fort. Heute spielen 112 festangestellte Musikerinnen und Musiker in den Reihen des Orchestre de la Suisse Romande; zu ihren Aufgaben gehören die Gestaltung von Konzertzyklen in der Genfer Victoria Hall und dem Palais de Beaulieu in Lausanne, die Musiktheateraufführungen am Grand Théâtre de Genève sowie die Jahreskonzerte der UNO. Tourneen führten das Orchester in die wichtigsten Konzerthäuser Europas, Amerikas und Asiens. Im Mai 2018 bereiste das Orchestre de la Suisse Romande Südamerika und konzertierte in Buenos Aires, Santiago de Chile, Rio de Janeiro und São Paulo; im August folgte aus Anlass des Jubiläums sein Einstand bei den BBC Proms in London, und für den April 2019 ist eine Asien-Tournee geplant. Die Konzerte des Orchesters werden von Radio Télévision Suisse Romande regelmässig übertragen. Seit der Ära Ansermet entstanden zahlreiche legendäre Einspielungen, vor allem französischer und russischer Musik, die vielfach ausgezeichnet wurden. 2019 erscheint eine grosse Box mit den historischen Aufnahmen des Orchesters bei Decca.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 19. August 1938 mit einem Beethoven-Programm unter Leitung von Fritz Busch.
Juli 2018