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Nach dem kurzen Intro und den ersten Klängen des Openers «Crimson Eyes» wähnt man sich glatt etwas bei Annihilator zu Zeiten von «Alice In Hell», bevor einen dann eine rüde Metal-Keule im Stil von Raise Hell die Rübe weich klopft. Der sludgemässige und raue Leadgesang von Nadine "Danger Diene" Woelk" passt dabei entweder wie die Faust aufs Auge oder genau das Gegenteil ist der Fall. Ich tendiere auf Letzteres, denn das töfte Gitarrenspiel von Sebastian "Iron" Daschke und Herrn Schneider bietet, zusammen mit einem erstaunlich fetten Sound, ein solides Songwriting, dem man gesanglich nicht wirklich gerecht wird. Bestes Beispiel dafür findet sich unter anderem bei «Cross The Line», wo sich der Timbre einer Veronica Freeman (Benedictum) weitaus besser anhören würde. Bei "Danger Diene" vermisse ich die Varianz, und so verlieren die eigentlich kraftvollen und gut arrangierten Songs deutlich an Glanz, da der Gesang zu eintönig performt wird und keinen Kontrast bietet. So bleibt zur überzeugenden Instrumentierung, die auch von der überaus tighten Rhythm-Section des Duos Diana "Gory Di" Arnold (b) und Willi Will (d) merklich getragen wird, zumindest für meine Begriffe ein wehmütiges Fazit übrig. Schade um das Potenzial, das hiermit auf «The Spellbound Witch» verspielt wird.
Rockslave