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Eisberge sind ein Zeichen der global ansteigenden Temperaturen. Forscher haben nun herausgefunden, das schmelzende Eisberge die Speicherung von CO2 im Ozean fördern können und so den Klimawandel verlangsamen.
Eisberge, Zeichen für den Klimawandel, sollen laut Forscher ebendiesem entgegenwirken. Denn sie fördern die Speicherung von Kohlendioxid im Ozean und könnten so eine grössere Rolle im Klimawandel spielen, als bisher gedacht.
Die Bruchstücke von kalbernden Gletschern und Schelfeises bestehen aus gefrorenem, nährstoffhaltigem Süsswasser. Taut ein Eisberg auf, werden diese Nährstoffe freigesetzt. Die Forscher der Universität Sheffield fanden heraus, dass die biologische Aktivität durch diese Düngung verstärkt werde. Das Phytoplankton, welches sich von den freigesetzten Nährstoffen ernährt, bindet durch Photosynthese zusätzlich Kohlendioxid aus der Luft, insbesondere bei der Algenblüte. Sterben die Organismen, sinken sie an den Meeresgrund und mit ihnen der absorbierte Kohlenstoff, der nicht mehr freigesetzt werden kann. Dieser Prozess der Kohlenstoff-Speicherung am Meeresgrund kann die Auswirkungen des Klimawandels verzögern.
Die Forscher untersuchten dafür 175 Satellitenbilder der Antarktis. Dabei entdeckten sie Planktonwolken im Meer, die auf einer 1000 km lange Strecke hinter den Eisbergen folgten. Diese Wolken konnten auch noch nach einem Monat beobachtet werden. Von diesen Entdeckungen ausgehend schätzen Forscher, dass bis zu 20 Prozent des gespeicherten Kohlenstoffs im südlichen Ozean auf den Düngeeffekt der Eisberge zurückzuführen sei. Trotzdem können Eisberge die Welt nicht komplett vor dem Klimawandel bewahren.