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Engollon
(Kt. Neuenburg,
Bez. Val de Ruz).
732 m. Gem. u. Dorf, im Zentrum des
Val de Ruz, an der Kreuzung der
Strassen
Valangin-Dombresson
und
Vilars-Fontaines, aber abseits der Hauptstrassenzüge gelegen; 5 km n. Neuenburg,
4 km osö. der Station
Les Hauts Geneveys der Linie
Neuenburg-La
Chaux de Fonds und 2,5 km von der Station
Valangin der Strassenbahn
Neuenburg-Valangin. Postablage. 17
Häuser, 104 reform.
Ew. Landwirtschaft, Holzhandel.
Alte Kirche, schon im 13. Jahrhundert als Filiale des Priorates
Môtiers genannt; Glockenturm 1808 erbaut.
In der Pfarrkirche von
Engollon ruht neben seiner Gemahlin Jeanne de Beauffremont († 1417) der 1427 gestorbene Wilhelm
v.
Aarberg, Freiherr von
Valangin.
Bis zu Ende des 15. Jahrhunderts waren die Bewohner des
Fleckens
Valangin, der damals noch keine Kirche
besass, nach
Engollon pfarrgenössig. Schon 1531 hatten sich Engollon und
Boudevilliers der Reformation zugewandt, so dass
am 10. Juni dieses Jahres der Propst und das Stift
Môtiers beide Pfarrgemeinden mit allen ihren zugehörenden Ländereien an
die Herrin von
Valangin, Guillemette de Vergy, abtraten, weil sie hier den Gottesdienst nicht mehr nach
altem Ritus feiern konnten.
Zur Vergrösserung von
Engollon trug bei die 1301 erfolgte Zerstörung des s. davon gelegenen Dorfes La
Bonneville.
Engollon
ist die Heimat von August Cugnier, der seine Jugendjahre in
La Chaux de Fonds verlebt hatte, im Juli 1830 an
den Ereignissen in Paris sich beteiligte und einer der Führer der republikanischen Bewegung vom Dezember 1831 im Kanton Neuenburg
war.
Er unterzeichnete die Erlasse des «Comité révolutionnaire» (bekannter
unter dem Namen «Comité d'Yverdon») als dessen Präsident; nachdem die
Regierung des Fürstentums Neuenburg
auf seinen
Kopf einen Preis ausgesetzt hatte, lebte er für einige Jahre in
Courtelary und siedelte dann nach Brasilien über, wo er 1860 gestorben ist.