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Im September 1963 leeren sich die Strände des malerischen Badeortes Loctudy an der französischen Atlantikküste wie jedes Jahr um diese Zeit. Nur die angehenden Studenten Albert, Francis und Édouard bleiben zurück und verlängern ihre Ferien um ein paar Wochen, bevor sie Studienplätze an den prestigereichsten Hochschulen des Landes antreten. Die Freizeit nutzen sie, um möglichst unauffällig die Weinkeller ihrer Väter zu leeren und genüsslich am Strand auszuspannen. Dort treffen sie eines Abends Odette, eine geheimnisvolle junge Frau, die ihnen spielend leicht die Köpfe verdreht. Die Gefühle von Albert, dem Armeeoffizier in spe, gehen jedoch über einen harmlosen Flirt hinaus, und um Odette die Aufrichtigkeit seiner Liebe zu beweisen, willigt er sogar ein, sich ihrer Bande von Einbrechern anzuschließen und die vornehmen Villen von Loctudy auszuräumen. Doch eine hochangesehene Familie wie die seine entehrt man nicht, ohne die Konsequenzen zu tragen. Pascal Rabaté situiert diese feinsinnige Erzählung über die erste Nachkriegsgeneration 18 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und 5 Jahre vor dem Höhepunkt der 68er-Bewegung. Seine Beobachtungen zum Verhältnis von individueller Freiheit und sozialem Zwang und über die Wirkmächtigkeit jener Dinge, die wir für vergangen halten, sind jedoch zeitlos.