Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/59347

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Kanton St. Gallen bekommt für J+S im Jahr 2004 120 000 Franken weniger als 2003, 2005 gar 360 000 Franken weniger. Das Erziehungsdepartement reagiert auf diese Kürzung mit dem Abbau der Stelle Abteilungsleiter J+S per 1. Januar 2005.</p><p>Bei der Beratung des Entlastungsprogramms 2003 wurde vom Bundesamt für Sport und auch in der Botschaft ausgeführt, der Sparbeitrag bei J+S treffe nur die Bereiche Promotion, Information, Kampagnen. Dies sei verkraftbar.</p><p>Wie passt der Entscheid des Kantons St. Gallen zu jenen Beteuerungen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen sämtlicher Sparprogramme muss der Sport im Zeitraum von 2001 bis 2008 rund 65 Millionen Franken einsparen.</p><p>Ein wesentlicher Budgetanteil im Sport wird für das nationale Förderungsprogramm Jugend und Sport (J+S) eingesetzt. Auch hier muss leider gespart werden. Um nicht die J+S-Aktivitäten lahm zu legen, wurde und wird der so genannte Förderungsbeitrag an die Kantone gestrichen. Dieser Förderungsbeitrag wurde bei der Schaffung von J+S den Kantonen - proportional zu ihren Jugendsportaktivitäten - für Promotion, Information und für besondere Kampagnen ausbezahlt. In diesem Sinne ist die Aussage des Bundesamtes für Sport zum Entlastungsprogramm 2003 richtig. Die Kantone konnten sinnvollerweise diesen Kredit gemäss ihren eigenen Bedürfnissen und Zielen einsetzen.</p><p>Offensichtlich hat der Kanton St. Gallen mit dem J+S-Förderungsbeitrag gewisse Personalkosten abgedeckt. Dies kann deshalb bei einer Kürzung des Beitrages zu einem bedauerlichen Stellenabbau führen. Der Bund hat diesbezüglich keine Weisungsbefugnis.</p>