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Lochmatterturm
Sogenannter Lochmatter-Turm im "Hof". Sitz der Meier. Wenn man das aus schmalen Quadern gefügte Rundbogentor im "Treichweg" durchschritten hat, sieht man sich bald der imposanten Giebelfront des "Lochmatter-Turms" gegenüber, die nicht nur wegen der malerischen Buntheit des Mauerwerks sehenswert ist, sondern auch wegen der deutlich erkennbaren Fensterumbauten, die teilweise ins Hochmittelalter hinaufreichen.
Über einem niedrigen Sockel aus karminrotem (ausgeglühten?) Stein hebt sich das in verschiedenen Ockertönen gehaltene, kleinteilige Mauerwerk von den grünlichen Eckquadern ab, worunter einige eigentümliche Bossenquader mit Randschlag wie am Supersaxoschloss (12. Jahrhundert) in Naters erscheinen. Im ersten Stockwerk originales schmales Zwillingsfensterchen; in der Fassadenmitte Fragmente von einem Zwillingsfensterchen mit blinden Archivolten; im zweiten Wohnstock Drillingsfenstergruppe, erste Hälfte 16. Jahrhunderts. Überreste eines Pietrarasa-Verputzes mit regelmässigem Fugenstrich. Aus: "Schweizerischer Kunstführer, Band Visp, von Dr. Walter Ruppen.
Den Namen Lochmatter-Turm erhielt das Gemäuer von der Familie Lochmatter, die während 200 Jahren den Turm bewohnt hatte (bis ca. 1880).