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LGBT: Steuerliche Folgen der eingetragenen Partnerschaft
Steuerliche Aspekte spielen eine wichtige Rolle bei der Frage, ob gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft eintragen lassen sollen.
Eingetragene Partner sind von der Erbschafts- und Schenkungssteuer befreit, während Konkubinatspartner zum Beispiel im Kanton Zürich für ein Erbe von 200'000 Franken fast 29'000 Franken Erbschaftssteuern zahlen. Bestand das Konkubinat weniger als fünf Jahre lang, fallen sogar 42'000 Franken Steuern an.
Von der Eintragung profitieren auch die Kinder eines Partners, wenn ihre Stiefmutter oder ihr Stiefvater sie im Testament begünstigt. In rund der Hälfte aller Kantone sind Stiefkinder sogar ganz von der Erbschafts- und Schenkungssteuer befreit.
Bevorteilt sind eingetragene Paare auch bei der Auszahlung von Guthaben aus der Pensionskasse und der Säule 3a, da für sie der günstigere Steuertarif für Verheiratete gilt. Konkubinatspaare zahlen dafür in der Regel weniger Einkommenssteuern, wenn beide Partner erwerbstätig sind.
Ab 1. Juli 2022 ist es nicht mehr möglich, neue eingetragene Partnerschaften einzugehen. Dafür können gleichgeschlechtliche Paare ab diesem Datum heiraten oder ihre eingetragene Partnerschaft in eine Ehe umwandeln. Steuerlich macht es keinen Unterschied, ob man sich für eine eingetragene Partnerschaft oder für die Ehe entscheidet.