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Die Sekundarschule Dübendorf Schwerzenbach, ein städtebaulicher Zeitzeuge der rasanten Stadt- und Raumentwicklung in den 1970er- und 1980er-Jahren, bedarf aufgrund der Schülerzahlprognosen einer Erweiterung. Ziel dieses Wettbewerbsbeitrags ist die Schaffung einer wirtschaftlich nachhaltigen Lösung, gekennzeichnet durch eine hohe Gebäudequalität, möglichst geringe Lebenszykluskosten und Umweltwirkungen bei gleichzeitig hoher Nutzungsqualität.
Strukturell besteht die Schule Grüze aus zwei orthogonalen massstäblich differenten Ordnungssystemen. Einerseits aus kleinteiligen pavillonartigen Punktbauten, eine Art Clusterstruktur mit umlaufenden Passerellen. Das schachbrettartige Wechselspiel zwischen Bauvolumen und Raumvolumen verleihen der Clusterstruktur eine stringente Logik sowie eine Rhythmisierung von Fülle und Leere. Im Kontrast dazu stehen die Zeilenbauten Grüze 6 und Grüze 7, die zwischen sich den grossen freien Sportrasen aufspannen. Das neue Gebäude ordnet sich geometrisch und massstäblich dem Letzteren zu und stärkt das Vorhandene.
Durch das bewusste Freispielen der Ränder der Gesamtanalage erhält das neue mittig positionierte Schulhaus gleichzeitig eine vermittelnde Aufgabe zwischen beiden Ordnungssystemen; es bildet eine Art Scharnier. Das Prinzip des schachbrettartigen Aufspannens von Baukörper und Raumkörper wird dabei in grösserem Massstab fortgeführt. Dadurch entstehen zwei Aussenräume, die eine räumliche und geometrische Verwandtschaft zum Sportplatz herstellen. Dies lässt in Bezug auf das Wohnquartier Räume der Ankunft entstehen.
Das neue Schulhaus beinhaltet die Doppelturnhalle (Typ A) und die geforderten Schulräume in einem kompakten Volumen. Die Halle und die Schule bilden eine statische und geometrische Einheit. Der Turnhallenkörper kommt auf die mittlere Hochwasserlinie des Grundwassers zu stehen und ragt halbgeschossig aus dem Erdreich heraus. Die Belichtung der Sporthalle wird grösstenteils in Ost-West-Orientierung erzeugt, eine reine Südorientierung wird durch die Passerelle und den Eingangsbereich verhindert. Durch diese Positionierung in der Höhenlage und im Grundriss entsteht eine sehr hohe Transparenz des Erdgeschosses, die Ein- und Ausblicke in die Turnhalle und in das Schulareal ermöglichen.
Das neue Gebäude wird unter der Passerelle zwischen Grüze 6 und Grüze 7 auf grosszügige Weise betreten: Der zweigeschossige Eingangsbereich lässt den Blick frei in den kaskadenartigen, jeweils zweigeschossigen Erschliessungsraum schweifen. Die Schule lässt sich augenblicklich erfassen und die Orientierung erschliesst sich auf Anhieb. Am Ende der Kaskade erreicht der Benutzer einen Aufenthaltsraum und der Blick schweift über das Schulareal. Die mäandrierende einläufige Treppe in den zweigeschossigen Mittelzonen beinhaltet ein spielerisches Element im Voranschreiten und im Erfassen des Raumes, das den identitätsstiftenden Kern des neuen Schulhauses bildet.
Diese ineinanderfliessenden Räume sind Teil der Haupterschliessung, gleichzeitig auch Räume der Begegnung und Erholungszonen, in welchen soziale Kontakte ermöglicht werden. Die Fluchttreppen findet man an den Enden des Gebäudes. Diese sind Bestandteile der Loggien, die das Gebäude nach Norden und Süden abschliessen. Diese Aussenräume werden als erweiterte Aufenthaltsbereiche verstanden. Diese Aussenzone ist Bestandteil der Fassadenbegrünung und gleichzeitig Teil des Parks.
Situation
Umgebung
Erdgeschoss
1. Obergeschoss
2. Obergeschoss
3. Obergeschoss
1. Untergeschoss
2. Untergeschoss
Längsschnitt
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