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Island: 46 Jahre Gefängnis für 9 Top-Banker
Ein Gericht in Island hatte neun Top-Banker für schuldig gesprochen und sie zu Jahrzehnten im Gefängnis verurteilt für Verbrechen im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Absturz im Jahr 2008.
Am Donnerstag bestätigte Islands Supreme Court den Schuldspruch für alle neun Angeklagten im Fall der Marktmanipulation Kaupthing, nach einer langen Gerichtsverhandlung, die im vergangenen Jahr im April begann. Kaupthing war eine grosse internationale Bank mit Sitz in Reykjavik. Sie brach im Jahr 2008 unter riesigen Schulden zusammen und lähmte die Wirtschaft der kleinen Nation.
Mit der Forderung, dass Banker den gleichen Gesetzen wie der Rest der Gesellschaft unterliegen, entschied sich Island für eine ganz andere Strategie im Zuge der Finanzkrise als im übrigen Europa und den VSA, wo Bankdirektoren und leitende Angestellte insgesamt den Strafen entkamen.
Laut dem dem Island-Monitor waren die Bankiers der Verbrechen schuldig in Bezug auf Aktienkäufe und betrügerischer Finanzierung. Die Bank hatte Geld für den Kauf von Aktien geliehen, während sie ihre eigenen Aktien als Sicherheiten für die Darlehen nahm.