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Eventuell verspüren Sie in der zehnten Schwangerschaftswoche Heisshunger auf bestimmte Nahrungsmittel. Das ist verständlich, da zum Beispiel eine grössere Gebärmutter auch mehr Energie kostet.
Verglichen mit seinem Körper ist der Kopf des Fötus noch sehr gross. Die Ausbildung der Geschmacksnerven beginnt. Die Schwimmhäute zwischen den Zehen und Fingern verlieren sich langsam. Winzige Haare beginnen zu wachsen und das Milchzahngebiss ist im Ansatz erkennbar. Am Kopf sind die Ansätze der Ohrmuscheln erkennbar. Männliche Föten produzieren jetzt das männliche Hormon Testosteron. In diesen Tagen beginnt der Fötus Atemmuskulatur und -funktion zu trainieren; im Ultraschall sind regelmässige Atembewegungen zu erkennen. Dieses frühe Üben hat seinen Grund: Atmen ist etwas sehr Komplexes. Und vom Moment der Geburt an, bei der Durchtrennung der Nabelschnur, muss das Neugeborene selbstständig atmen können. Vielleicht sind Sie jetzt hungriger als normal, verspüren vielleicht sogar Heisshunger auf bestimmte Nahrungsmittel. Hören Sie auf Ihren Körper, er braucht Energie. Denn Ihre Gebärmutter hat im Moment die Grösse einer Orange und wird ständig grösser. Auch Ihr Herz beginnt nun, mehr Blut durch Ihre Adern zu bewegen. Kein Wunder also, wenn Sie ab und zu schneller ausser Atem kommen.