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Verkaufsverbote bei Lichterketten
Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat Lichterketten auf verbotene Weichmacher untersucht. 13 von 79 kontrollierten Produkten waren mangelhaft. 12 Produkte wurden mit einem Verkaufsverbot belegt.
In 14 Verkaufsstellen wurden insgesamt 79 Lichterketten mittels mobiler FTIR-Spektrometer voruntersucht. 13 Produkte wurden zur weiteren Abklärung auf verbotene Phthalatsäureester quantitativ nasschemisch analysiert. Alle 13 erhobenen Produkte wiesen unerlaubte Konzentrationen von verbotenen Phthalatverbindungen auf.
Für 12 der erhobenen Lichterketten erliess das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt Verkaufsverbote. Von den Importeuren der nicht verkehrsfähigen Produkte wurde verlangt, dass in Zukunft geeignete Prozesse implementiert werden, damit phthalathaltige Elektro- und Elektronikgeräte nicht auf den Markt gelangen.
Die Tatsache, dass rund jede sechste Lichterkette auf dem Markt verbotene Phthalatverbindungen enthält und ausser Handel genommen werden musste, zeigt, dass die Umsetzung der chemikalienrechtlichen Verbote noch mangelhaft ist.
INFOBOX
Weichmacher sorgen dafür, dass harte und zerbrechliche Kunststoffe wie PVC elastisch und geschmeidig werden. Da Weichmacher jedoch nicht chemisch an die Kunststoffe gebunden sind, sondern lediglich als Schmiermittel zwischen den einzelnen Polymerketten wirken, können diese Substanzen mit der Zeit aus dem Kunststoffinnern an die Oberfläche wandern. Durch Kontakt mit Lebensmitteln und Flüssigkeiten können diese Weichmacher über die Nahrung aufgenommen werden, finden durch Ausgasen den Weg in die Atemluft und gelangen durch Hautkontakt in Menschen.
Phthalatsäureester gehören zu früher oft eingesetzten Weichmachern. Einige dieser Phthalate können den Hormonhaushalt beeinflussen und bei längerer und wiederholter Belastung gefährliche Eigenschaften wie Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit und Schädigung der Hodenfunktion sowie Verursachen von Entwicklungsstörungen, verfrühter Pubertät und Verminderung der Testosteronproduktion bei Männern zeigen. Ausserdem werden ein erhöhtes Brustkrebsrisiko, Allergien, Fettleibigkeit und Diabetes mit diesen Substanzen in Verbindung gebracht. Aufgrund dieser Gefahren ist die Verwendung von bestimmten Phthalatverbindungen verboten.