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Ukraine – Wiege Russlands, Grenzland und Zankapfel!
In der „Lesegruppe Osteuropa“ erhalten historisch, gesellschaftlich und politisch interessierte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eine dynamische Region näher kennen zu lernen.
Osteuropa kommt im Grundlagenfach Geschichte meist nur summarisch als Anhängsel Westeuropas vor. Oder dann wird in einem exemplifizierenden Sinne mit einer eingeschränkten Sichtweise herangezogen (z.B. als rückständige Zone in der Frühen Neuzeit, als Pufferzone nach dem Ersten Weltkrieg, als Satellitenstaaten Moskaus im Ost-West-Konflikt und als postkommunistische Staaten in einem tiefgreifenden Transformationsprozess). Dies verhindert einen Überblick über die Entwicklung uns unmittelbar benachbarten Gegend, die den vergangenen drei Jahrzehnten wieder vermehrt Beachtung gefunden hat.
In der geopolitischen Aktualität steht das Grenzland Ukraine im Zentrum des Interesses. Wohin gehört das seit 1991 unabhängige Land eigentlich? Wird die Ukraine auseinanderbrechen? Ist es die Wiege der russischen Kultur? Wie verhalten sich die Russische Föderation und die europäischen Institutionen im aktuellen Konflikt? Wie veränderte sich das Verhältnis im Verlauf der Jahrhunderte? Wie leb(t)en die verschiedenen Gruppen zusammen? Welche Rolle spiel(t)en die verschiedenen Sprachen, Konfessionen/Religionen und Kulturen?
Dazu wird Sachliteratur gelesen, die wir in den zweiwöchentlichen Treffen besprechen. Parallel dazu werden Karten, Bilder und einschlägige Websites betrachtet und analysiert.
Termin nach Absprache mit den Teilnehmern. Ein erstes Treffen findet Mitte August 2016 statt.
Literatur:
- Ulrich Schmid: UA – Ukraine zwischen Ost und West. Zürich 2015.
- Andreas Kappeler: Kleine Geschichte der Ukraine. München 2014 (4. rev. Auflage).
Auskünfte bei: Patrick Zehnder, Fachschaft Geschichte
(Bildquelle: Tages-Anzeiger, 2. 2. 2014)