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Simon Ehammer bringt einen Mehrkampf erneut nicht zu Ende
Der Zehnkämpfer Simon Ehammer muss beim Mehrkampf-Meeting in Götzis einen herben Dämpfer einstecken. Der 21-jährige Appenzeller bringt im Weitsprung keinen gültigen Versuch zustande.
Der Angriff auf den Schweizer Rekord (8244 Punkte) und die Olympia-Limite (8350) endete im Vorarlberg somit bereits in der zweiten Disziplin. Schon zum dritten Mal in diesem Jahr kommt Ehammer nicht ohne einen Nuller durch den Mehrkampf. In der Hallensaison scheiterte er zweimal beim Stabhochsprung und vergab so auch eine Medaille an den Indoor-Europameisterschaften.
Ehammer war nach der EM leicht verletzt gewesen und stieg erst vor zwei Wochen wieder in das Weitsprung-Training ein. Möglicherweise machte dem 8-m-Springer die fehlende Routine zu schaffen. Der Wind jedenfalls war in Götzis berechenbar. Nach den drei ungültigen Versuchen trat der Ostschweizer noch zum Kugelstossen an. Mit einer persönlichen Bestweite von 14,11 m tankte er für kommende Aufgaben Moral.
Der Schweizer Leichtathlet des Jahres 2020 steht bezüglich einer Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio unter Druck. Die starken Resultate aus dem vergangenen Sommer zählen nicht, weil die Qualifikationsphase wegen der Corona-Pandemie unterbrochen wurde. Ehammer hat noch bis am 29. Juni Zeit, um sich zu qualifizieren. Für Tokio benötigt er zwei Resultate in der Nähe seiner Bestmarke (8231) oder einen Wettkampf mit einem Total über 8350 Zähler. An Startmöglichkeiten mangelt es in den kommenden Wochen nicht.
Gaio stark
Ehammers Trainingspartner, der Baselbieter Finley Gaio, ist hingegen im Hoch. Nach drei persönlichen Bestleistungen (100 m 10,64, Weit 7,77, 400 m 48,28) liegt er auf Kurs, um erstmals die 8000er-Marke zu durchbrechen. Vergangenes Jahr steigerte sich der 22-jährige Sohn eines Italieners und einer Amerikanerin auf 7668 Zähler.