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Bewunderung und Dank gebührt François Masson, dem Vater von Elise, der mit seiner Gattin im Jahre 1855 den Entscheid traf, zu seiner Lebzeit das Hotel und den Rebberg seinen zwei Kindern zu überschreiben. So wurde das prächtige Winzerhaus, im Jahre 1829 in der Obhut des benachbarten Schlosses Chillon erbaut, das prächtige kleine Hotel, heute im Erbgut der Gegend von Montreux eingetragen.
Hochachtung vor der Person, die sich nicht scheute, sich mit einem schwierigen Erbe zu belasten, und aus einem Winzerhaus eine echte Touristen-Pension zu machen. Elise Masson gab es nie auf, die Pension zu verbessern, sowie 1861 nach dem Besuch von Jules Michelet, dem berühmten französichen Historiker. Sie passte sich unerlässlich an die Gäste der russischen Aristokratie an, an die Engländer, an die Deutschen und machte deren Aufenthalt zur Erholung.
Beim Betrachten des schmiedeeisernen Balkons aus dem Jahre 1875, mit seiner prächtigen Glyzinie, erinnert man sich mit Nostalgie an die Zeit von Elise Masson, der ersten Hotelbesitzerin. Nachdem sie einen Berner Kellner für zwei "saisons" für den gut garnierten Weinkeller angestellt hatte, heiratete die schon 54 Jahre alte Hotelbesitzerin den Burschen eines Tages im Juli 1873.
Aus dem Erbe Rollis kaufte Jean Baptiste Genelin 1913 alle 24 Anteile der in alle Winde verstreuten Mitinhaber. Unglücklicherweise befand er sich damals an dem Zeitpunkt, der die Hotellerie in die Schützengräben des Ersten Weltkrieges stürzte. Trotzdem führte er tapfer noch während 12 Jahren die Hotel Pension, die Charles Albert Rolli - 25 Jahre lang Gatte von Elise Masson - eines Novembertages 1906 verlassen hatte.
In der Tradition der Hotel-Familien gab es auch eine etwas mysteriöse Episode mit einer Besitzerin namens Marthe Spalinger, die nur während fünf Jahren dem Hotel vorstand. Sie erwarb das Hotel 1925 von Jean Baptiste Genelin, von dem man nichts mehr weiss, als dass er vermutlich der letzte Nachfolger von Charles Albert Rolli, dem Gatten von Elise Masson, war, oder vielleicht ein weiterer Neffe von Elise…
Als René und Jeanne Jaquier 1947 das Hotel kauften, fotografierte der frühere Besitzer Charles Baer die kleine Anne-Marie als Andenken vor der grossen, alten Glyzinie. Auch er hatte das Hotel Masson aus Geldmangel nicht modernisieren können. Nach dem Kauf im Jahre 1930 schaffte er es knapp über die Krise und durch den Zweiten Weltkrieg. Ihm verdankt das Hotel seinen ursprünglichen Zustand.
Im Jahre 1985 übernahmen Anne-Marie und Philippe Sèvegrand das Hotel von den Eltern mütterlicherseits, René und Jeanne Jaquier. Das junge Paar kannte sich aus der Hotelfachschule in Lausanne. Die spätere Heirat beschenkte sie mit zwei Mädchen und …drei Lhassa-Apso-Wettbewerb-Hunde!
1999 erhielt das Hôtel Masson von der Icomos-Jury eine besondere Auszeichnung «für die vorbildliche Erhaltung der Originalsubstanz».
2015 wurde das Hotel Masson von der Familie Laves übernommen. Simona und Frank Laves waren schon seit ihrer Kindheit von der Hotellerie begeistert und haben mit dem Hotel Masson ein kleines Paradies gefunden, dass sie mit ihren Gästen teilen möchten.
Seit 2005 ist das Haus Mitglied von Swiss Historic Hotels.