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Eine alte Dame holt sich in einem Selbstbedienungsrestaurant eine Suppe. Sie setzt sich an einen freien Tisch, muss aber nochmals aufstehen, weil sie den Löffel vergessen hat. Als sie zurückkommt sitzt ein grosser schwarzer Mann an ihrem Tisch und isst ihre Suppe. Die Frau setzt sich zu ihm und versucht mit ihm zu sprechen. Er versteht sie aber nicht. So nimmt sie ihren Löffel und langt über den Tisch und isst auch von ihrer Suppe. Da schiebt der Schwarze den Topf in die Mitte und sie essen gemeinsam. Sie lächeln sich zu und die anderen Leute beobachten das seltsame Paar, das aus einem Topf isst. Der Schwarze steht auf und holt einen Teller mit Schnitzel und Pommes und stellt auch das in die Mitte und sie essen wieder gemeinsam. Als der Teller leer ist, steht der Schwarze auf, nickt der Frau freundlich zu und geht. Plötzlich schreit die Frau: „Meine Handtasche und mein Pelzmantel sind weg.“ Die alte Frau ist verzweifelt. Als die Polizei kommt, entdeckt jemand an einem anderen Tisch einen Pelzmantel und eine Tasche, auf dem Tisch steht eine Suppe. Sie gehören der alten Frau. Die Frau hat den Tisch verwechselt und nicht der Schwarze hat ihre Suppe gegessen, sondern sie die Suppe des Schwarzen.
In Anlehnung an. Peter Bichsel. Über Gott und die Welt.