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«Der Ex-Fremdenlegionär und Ex-Polizist Hans Epp zieht als Obsthändler mit seinem Karren durch die Hinterhöfe. In seinem Leben ist schon vieles schiefgelaufen. Den Ansprüchen seiner Mutter konnte er nie genügen, seine grosse Liebe durfte ihn aus Standesgründen nicht heiraten. Er trinkt, prügelt seine Frau, die ohne Liebe neben ihm lebt und Kind und Haushalt versorgt. Eines Tages erleidet er den ersten Herzinfarkt. Nach seiner Genesung heuert er einen alten Kameraden aus der Fremdenlegion als Angestellten an. Der Obsthandel beginnt zu florieren. Hans aber wird immer depressiver, er kommt mit dem kalten Egoismus der Welt, die ihn umgibt, nicht zurecht.» (Rainer Werner Fassbinder Foundation)
Händler der vier Jahreszeiten ist Fassbinders Verbeugung vor den grossen Melodramen von Douglas Sirk. Die Handlung der brillant inszenierten Tragikomödie spielt zwar in den 1950er-Jahren. Doch Fassbinder macht deutlich, dass er mit seinem Film nicht eigentlich die Adenauer-Ära meint, sondern die bundesrepublikanische Gegenwart im Blick hat.