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Genève Aéroport schloss das Geschäftsjahr 2018 mit einem Reingewinn von 85,1 Mio. CHF ab, was einer Steigerung von 7,9 % gegenüber 2017 (78,9 Mio. CHF) entspricht. Der Umsatz betrug 490,2 Mio. CHF und stieg damit gegenüber 2017 um 5,1 %. Die Investitionen erreichten mit 151,3 Mio. CHF ein Rekordniveau und sind vollständig selbstfinanziert.
Genève Aéroport ist finanziell in guter Verfassung und bewies seine Robustheit gegenüber der Entwicklung der Passagierzahlen, die sich unterdurchschnittlich gegenüber den vergangenen Jahren entwickelten. Der Umsatz von 490,2 Millionen Franken aus Luftverkehrs- (56%) und nicht-Luftverkehrseinnahmen (44%), welche aus Einzelhandelserlösen, Parkplätzen und Mieten bestehen, stieg um 5,1%.
Die Erlöse aus der Luftfahrt stiegen um 6,1% auf 276,2 Mio. CHF, was hauptsächlich auf die Zunahme des Passagieraufkommens (+1,9%) und die Erhöhung der Sicherheitsgebühr ab Januar 2018 zurückzuführen ist. Die Lärmerlöse stiegen aufgrund der Erhöhung der Lärmgebühren zum 1. Januar 2018 stark an. Diese werden allen Flugzeugen progressiv im Verhältnis zur Lärmklasse (am teuersten für die lautesten Flugzeuge) erhoben. Der nicht-Luftverkehrsumsatz erreichte 214 Mio. CHF, ein Plus von 3,9%, und dies trotz Beeinträchtigungen durch Bauarbeiten in der Shopping-Zone und dem moderaten Wachstum der Passagierzahlen.
Insgesamt konnte Genève Aéroport einen Reingewinn von 85,1 Mio. CHF erwirtschaften, wovon die Hälfte an den Staat Genf entrichtet wird. Somit hat die öffentlich rechtliche Anstalt über die letzten fünf Jahre 207 Mio. CHF an die Staatskasse überwiesen.
Die Zahl der Passagiere stieg um 1,9% (17 677 035 Passagiere im Jahr 2018), während die Gesamtzahl der Starts und Landungen um 1,9% auf 187 162 Bewegungen sank: Die Verwendung grösserer Flugzeuge, gekoppelt mit einer höheren Auslastung erklären dieses Phänomen. Die Frachttätigkeit setzte ihren positiven Trend mit einem Anstieg von 7 % im Jahr 2018 auf 95 270 Tonnen (89 012 Tonnen im Jahr 2017) fort. Genève Aéroport beschäftigt 1015 Vollzeitäquivalente.
Genève Aéroport zählt 57 Fluggesellschaften, die 148 Destinationen bedienen. Die beliebtesten Reiseziele sind London, Paris und Amsterdam, gefolgt von Porto und Barcelona. Gemessen am Marktanteil (Anzahl der Passagiere) belegen easyJet (45%), SWISS (11,8%), British Airways (4,9%), Air France (4,1%) und Lufthansa (3,8 %) die ersten fünf Plätze. Die beliebtesten Kontinente für Langstreckenflüge sind Asien und der Mittlere Osten, gefolgt von Amerika und Afrika. Die Eröffnung der Verbindung nach Addis Abeba mit Ethiopian Airlines im Jahr 2018 ergänzt die qualitativ hochwertigen Fluganbindungen.
Der Höhepunkt: die Annahme des SIL-Objektblatts
2018 war ein intensives Jahr mit dem Höhepunkt der Verabschiedung des ersten Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) für Genf durch den Bundesrat am 14. November. Dieses Dokument legt behördenverbindlich den allgemeinen Rahmen für den Betrieb und die Entwicklung des Flughafens fest, insbesondere in Hinblick auf Lärm- und Umweltschutz.
Das SIL-Objektblatt bietet vor allem einen spezifischen Rahmen für das Infrastrukturanpassungsprogramm (Passagier-, Gepäck- und Flugzeugströme). In diesem Sinne erleichtert es die Umsetzung zukünftiger Investitionen und ermöglicht eine kontrollierte Entwicklung des Flughafens in Abstimmung mit dem kantonalen Richtplan. Ebenso werdenim SIL-Objektblatt die Betriebszeiten festgelegt. Ziel ist es, die Lärmbelastung zu stabilisieren und anschliessend zu verringern. Um die vorgegebene Zielkurve zu erreichen, wird sich Genève Aéroport auf drei spezifische Bereiche konzentrieren: Modernisierung der Flotte der Fluggesellschaften (Lärmsteuer, Anreize), Verringerung der Verspätungen und die qualitative Entwicklung des Flughafens.
Im Jahr 2018 organisierte der Genève Aéroport mehr als fünfzig Treffen mit Behörden, Verbänden und Unternehmen in der Region Genf-Waadt-Frankreich, um das Bewusstsein für die Herausforderungen des Flughafens im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten dieses SIL-Objektblatts zu schärfen und sein Inhalt zu diskutieren. Ziel ist es, einen sicheren und ordentlichen Betrieb im Dienste der regionalen und nationalen Interessen sowie die nachhaltige Entwicklung der Flughafenanlage sicherzustellen und dabei die Umwelteinflüsse in einem tragbaren Rahmen zu halten.
Schliesslich hat der Genève Aéroport gerade seine Zertifizierung auf höchstem Niveau ACA3+ beim Airport Council International ACI erneuert. Im Jahr 2018 wurden 211 Flughäfen zertifiziert, aber nur 37 erhielten die Auszeichnung ACA3+, das die Klimaneutralität der Flughafeninfrastruktur bescheinigt.
Zukünftige Gepäckabfertigung: ein Beispiel für die Komplexität der Arbeit am Flughafen
Die Investitionen von 151,3 Mio. CHF stiegen um 20,8% gegenüber 125,2 Mio. CHF im Jahr 2017 und stellen einen historischen Höchststand dar. Der Bau des Exoskeletts des Ostflügels, die Bauarbeiten am Vengeron-Becken, das einen Teil des Oberflächenwassers des Rollfeldes zurückhält sowie der T1 Boosted, der erste Schritt zum Einsatz von 3D-Sicherheitstechnologie in den kommenden Jahren, gehören zu den 260 Infrastrukturprojekten, die 2018 durchgeführt wurden.
Ein neues Grossprojekt, das Baggage Logistics Center (BLC), welches die bisherige Gepäcksortieranlage ersetzen soll, wird derzeit umgesetzt. Dieses Projekt wird Genève Aéroport unter laufendem Betrieb durchgeführt und 2022 abgeschlossen.
Der Geschäftsbericht 2018 ist online verfügbar
Pressekontakt:
Madeleine von Holzen
Sprecherin
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+41 22 717 70 13