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„Es wird niemand zum Menschen, der nicht zuerst zu einer tiefen Selbsterfahrung gekommen ist, in der er sich über sich selbst klar wird, sich ein eigenes Urteil bildet und so auf gewisse Weise seine Bestimmung und sein Leben in die Hand nimmt.“ (Giacomo Leopardi)
Wenn wir auf die Welt kommen, sagen uns erst die Eltern, was wir zu tun haben, später der Lehrer, dann der Chef. Und wenn keiner etwas sagt, hören wir oft noch Stimmen von früher, die uns eintrichtern, was gut ist, was nicht, was von uns erwartet wird, wo wir anders zu sein hätten, um den vordefinierten Normen zu entsprechen, um als normales Mitglied in der Gesellschaft zu funktionieren. Wir sind bessere Schafe in einer Herde, aber Menschen?
Immanuel Kant sagte einst, wir sollten den Mut haben, uns unseres eigenen Verstandes zu bedienen. Vor allem sollten wir den Mut haben, hinzusehen, wer wir selber eigentlich sind und nach welchen Massstäben wir leben wollen: Eigenen oder fremden? Wollen wir nur Ausführende von anderen Ansprüchen sein oder aber selbstbestimmt durchs Leben gehen?
Für ein selbstbestimmtes Leben gibt es nur eines: Geh in dich, frage dich, wer du bist und wer du sein willst, löse dich von inneren und äusseren Autoritäten, die über dein Leben bestimmen wollen, und lebe, wie es dir entspricht.