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Die Fasnacht, das in anderen deutschsprachigen Gegenden auch Karneval oder Fasching genannt wird, ist ein weit verbreitetes Fest, das einmal pro Jahr über mehrere Tage hinweg begangen wird. Der Zeitpunkt der Festivitäten richtet sich nach dem Platz des Osterfestes im Jahreskalender.
Ursprünge und Hintergründe der Fasnacht
Die Brauchtümer der Fasnacht gewannen in der Folge sowohl in der Antike (im römischen Reich) als auch im Mittelalter, das vorwiegend von der katholischen Kirche dominiert wurde, an Bedeutung. In den katholischen Regionen der Welt konnten sich die traditionellen Festlichkeiten der Fasnacht bis in die heutige Zeit durchsetzen.
Der Höhepunkt der Festtage ist im Allgemeinen die Zeit vom Donnerstag vor dem Aschermittwoch bis zum Rosenmontag. Der Fasnachtsdienstag stellt zumeist den Abschluss des Festes dar. Der Aschermittwoch ist dann der erste Tag, der beginnenden 40-tägigen Fastenzeit, die bis zum Ostersonntag andauert.
Fasnacht und Fasnachtsumzüge 2016 in der SchweizDie Basler Fasnacht „Drey scheenschte Dääg“ ist die grösste Fasnachtsveranstaltung der Schweiz. Die Fasnacht 2016 beginnt wie jedes Jahr am Montag (15. Februar) traditionell mit dem Morgestraich um 4 Uhr in der Früh, bei dem die verdunkelte Innenstadt nur durch die Laternen der Fasnachtscliquen erleuchtet wird. Alle Teilnehmer des Festes tragen dann ein Kostüm mit einer Maske, auch Larve genannt. Während des Festes ziehen die Menschen in Cliquen, oftmals durch Blechblasinstrumente, Trommeln oder Flöten begleitet, mit thematisch zusammengehörenden Verkleidungen (zum Beispiel in satirischer Anlehnung an aktuelle Ereignisse des Weltgeschehens) durch alle Winkel der Basler Innenstadt und verteilen dabei sogenannte Zeedel. Dies sind kleine Zettelchen mit ironischen Versen. Das Fest dauert exakt drei Tage bis zum Endstraich am Donnerstagmorgen (18. Februar).
Die Luzerner Fasnacht ist die zweitgrösste Fasnachtsveranstaltung der Schweiz. Startschuss ist der „Schmotzige Donnschtig“ (4. Februar). Um 5 Uhr in der Früh, fährt der legendäre Bruder Fritschi mit seiner Familie vom Vierwaldstättersee in den Schweizerhofquai ein. Daraufhin treffen sich alle Fasnächtler auf dem Kapellplatz um den Fritschibrunnen zum „Fötzelirääge“, einem gigantischen Regen aus Konfetti, und dem Orangenauswerfen. Am Nachmittag finden Umzüge statt, bei den Wagen mit kleinen Aufbauten, auf denen das aktuelle Weltgeschehen ironisch dargestellt wird, durch die Stadt ziehen. Begleitet werden diese durch die berühmten Guggenmusigen. Weitere Höhepunkte sind der „Güdis-Mäntig“ am 8. Februar (13:45 Uhr) mit weiteren Umzügen und der am 9. Februar (Güdis-Dienstag) stattfindende „Monstercorso“ um 19:30.
Die Festlichkeiten in Solothurn starten am 4. Februar, den Schmutzigen Donnerstag, mit der „Chesslette“, einem imposanten Fackelumzug, der begleitet durch Blas- und Trommelmusik, durch die Altstadt zieht. Die Teilnehmer tragen dabei weisse Nachthemden und Zipfelmützen. Am Abend des Samstags (6. Februar) finden überall in Solothurn Maskenbälle statt. Am Sonntag (7. Februar) und am Dienstag (9. Februar) ziehen dann klassische Umzüge durch die Stadt, die auf ironische Weise ein einheitliches „Sujet“ zur Schau tragen. Am Abend des Aschermittwochs (10. Februar) werden die Festlichkeiten offiziell mit der Verbrennung einer grossen Strohfigur, der „Böögg“, für dieses Jahr beendet.
Die Fasnachtsfeierlichkeiten in Zürich finden dieses Jahr vom 12. bis zum 14. Februar statt. Am Freitag (12. Februar) beginnt die Fasnacht mit der Ankunft des Narrenschiffes (15 Uhr). Am Samstag (13. Februar) gibt es neben dem Fasnachtsumzug der Böggezunft (14:04 Uhr) abends das Monsterkonzert der Guggen auf dem Münsterhof zu bestaunen (19:11 Uhr). Einen der Höhepunkte bildet die grosse ZüriCarneval Valentinstagsparade in der Zürcher Innenstadt am Sonntag (14 Februar, 14:31 Uhr).
Kostüme und Bastelideen
Der Wahl der Fasnachtskostüme, also der Fasnachtskleider und Masken, sind keine Grenzen gesetzt. Beispielsweise kann man sich als historische Persönlichkeit, sehr beliebt sind unter anderem Piratenkostüme oder Verkleidungen als Cowboy, als Märchenfigur, als Figur aus der zeitgenössischen Kultur- und Unterhaltungsbranche oder als Träger eines bestimmten Berufes verkleiden.
Tolle Kostüm- und Bastelideen kann man bei Ricardo.ch und Buttninette finden:
Auch ein tierisches Vorbild oder ein Dinosaurier können herangezogen werden, um sich inspirieren zu lassen. Teilweise sind auch traditionellere Kostümierungen eine Überlegung wert. Hier bieten sich zum Beispiel Verkleidungen als Harlekin, als Pierrot oder als Hofnarr an. Zur Vollständigkeit eines Kostüms gehört natürlich auch eine ausgefallene Maskierung oder eine kunterbunte Bemalung des Gesichts und des Körpers.
Vielerlei Anregungen, was Kostüme, Masken und Schminkutensilien betrifft, kann man sich online auf diversen informativen Seiten einholen. Auch Fasnachtsshops in der Stadt wie auch online bieten die Möglichkeit, Ideen zu entwickeln oder Karnevalskostüme zu erwerben.
Im Internet gibt es zudem zahlreiche Ideen und Anregungen für Kostüme und Masken zum selber basteln. Hinsichtlich innovativer selbstgestalteter Fasnachtskostüme bieten sich die einfachsten Gegenstände an, die in jedem Haushalt zu finden sein sollten. Besonders geeignet sind Reste von Stoffen sowie Tücher, Decken, Bettwäsche, Müllsäcke, alte Kleidungsstücke oder Schmuck. Für eine ausgefallene Bemalung des Gesichts reicht zumeist eine einfache Schminkpalette sowie eine Auswahl unterschiedlicher Pinsel. Theaterschminke macht sich hier auch wunderbar.