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Das Schweizer Springreiterquartett mit Barbara Schnieper, Bryan Balsiger, Arthur da Silva und Steve Guerdat erwischte einen schlechten Tag und konnte sich im mit 1,25 Millionen Euro dotierten Nationenpreisfinal in Barcelona mit 32 Punkten nur auf dem achten Rang klassieren. Die Siegpreissumme von 417’000 Euro gewann Belgien mit total zwölf Strafpunkten. Zweiter wurde Frankreich (16) gefolgt von Irland (16).
Zwei Wochen nach der WM in Tryon (USA) folgte für die Equipe von Teamchef Andy Kistler der Höhepunkt in der Nationenpreis-Serie und der Abschluss der Outdoorsaison. In der Initialrunde am Freitag konnte man sich mit dem siebten Rang für den A-Final der Top acht gerade noch qualifizieren, weil Schlussreiter Steve Guerdat eine überzeugende Nullrunde zeigte.
«Heute war irgendwie der Wurm drin, wir waren einfach zu wenig gut. Es gab in diesem schweren Parcours aber auch insgesamt bei allen Teams unerwartet viele Fehler», analysierte Equipenchef Kistler. Schon Startreiterin Barbara Schnieper und ihr neunjähriger Oldenburgerwallach Cicero F mussten drei Abwürfe im vom Spanier Santiago Varela mit 17 Sprüngen ausgestatteten schweren Parcours notieren lassen. «Ich bin enttäuscht, ich hatte mir mehr erhofft», so die 36-jährige Solothurnerin. Viel besser lief es auch Schweizermeister Bryan Balsiger mit seinem Belgierwallach Clouzot de Lassus nicht. Ihn erwischte es beim Aussprung aus der zweifachen Kombination und an einem delikaten Steilsprung. Der 21-jährige Neuenburger – der Jüngste im 32 Reiter umfassenden Teilnehmerfeld – war dennoch über seine Nationenpreis-Premiere zufrieden: «Hier zu reiten ist wie ein Traum für mich. Der Fehler beim Steilsprung passierte, da ich beim vorangegangenen Sprung etwas zu gross reinkam und ich dann den Sprung nicht optimal anreiten konnte.»
WM-Reservist Arthur da Silva und sein zehnjähriger Belgierhengst Inonstop van’t Voorhof waren überhaupt nicht in Form. Vier Abwürfe das Verdikt und das Streichresultat, wie schon im ersten Umgang zwei Tage zuvor. «Das ist einfach nicht mein Tag, aber so ist der Sport», meinte der gebürtige Brasilianer. «Das Pferd ist in Form, aber ich habe versagt.» Und auch Teamleader Steve Guerdat konnte nicht wie gewohnt brillieren. Auch bei ihm – der auf den zehnjährigen Niederländerwallach Alamo setzte – lagen am Schluss drei Stangen im Sand. «Der Fehler beim Aussprung aus der dreifache Kombination kam unerwartet, ich bin eigentlich ganz gut hineingeritten. Es ist sehr schade, dass der letzte Nationenpreis so enden muss», meinte der WM-Bronzegewinner sichtlich enttäuscht.
Das Belgische Team, das mit dem dritten Platz in den A-Final kam, überzeugte in der bei Null beginnenden Finalrunde. Das Team von Equipenchef Peter Weinberg mit Niels Bruynseels mit Gancia de Muze, Pieter Devos mit Claire, Jos Verlooy mit Caracas und Nicola Philippaerts mit Harley musste sich insgesamt nur zwölf Punkte notieren lassen durfte sich im «Real Club de Polo» feiern lassen.
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