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Mit 6500 mit Sand gefüllten Bällen hat ein deutscher Künstler am Freitagmorgen vor der Fifa-Zentral in Zürich gegen «blutige Spiele» im arabischen Golf-Emirat Katar protestiert. Auf den Bällen war die Botschaft zu lesen: «Weltgewissen, du bist ein Fleck der Schande».
Mit der Aktion am Tag der WM-Auslosung wollte der Künstler Volker-Johannes Trieb auf die Situation im Wüstenstaat aufmerksam machen. Die 6500 Bälle sollen symbolisch für die Arbeiter stehen, die beim Bau der WM-Stadien in Katar gestorben sein sollen. Die Aktion, die morgens um 07.00 Uhr stattfand, war bewilligt, wie ein Sprecher der Stadtpolizei Zürich der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage sagte.
Die Fifa wollte zu der konkreten Aktion keine Stellung nehmen. Ein Mediensprecher verwies auf den Fifa-Kongress vom Vortag, auf dem klar Stellung bezogen worden sei. Dort unterstrichen Vertreter des Weltfussballverbands das Engagement für den Schutz der Rechte und die Verbesserung des Wohlergehens aller Beteiligten bei der Realisierung von Fifa-Wettbewerben.
Durch die Bemühungen internationaler Organisationen, des Obersten Rates, der katarischen Behörden und der Fifa hätten wichtige Fortschritte erzielt werden können, hiess es in einer Mitteilung.
Katar wurde insbesondere von Menschenrechtsorganisationen regelmässig wegen schlechter Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen kritisiert. Das Emirat wies entsprechende Anschuldigungen zurück.
kl, sda