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Die Organisation interkultureller Projekte, der Besuch von aussereuropäischen Kunstbiennalen und Filmfestivals, die Begegnung mit Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Kontinenten liefern immer wieder neuen Stoff für meine journalistischen Arbeiten. Die Auseinandersetzung mit Kunst und Kino aus Afrika, Asien, Lateinamerika bildet seit jeher einen wichtigen Schwerpunkt meiner Arbeit.
Eine Auswahl, chronologisch:
2014 bin ich in Ubud/Bali auf ein Buch gestossen, das mich als Ethnologin sogleich faszinierte: «A House in Bali» von Colin McPhee. Es handelt sich um den fesselnd geschriebenen Roman eines kanadisch-amerikanischen Komponisten, Musikers und Autors, der von 1931 bis 1938 auf der Insel lebte. Er hat die balinesische Gamelan-Musik verschiedener Regionen und Epochen erforscht, verschriftlicht und damit für die Nachwelt gerettet. Beeindruckend ist McPhee's partizipativer Umgang mit balinesischen Orchestern und Musikern, er pflegte eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, in den damaligen kolonialen Verhältnissen alles andere als selbstverständlich.
Nachforschungen ergaben, dass dieses Buch noch nicht ins Deutsche übersetzt war. Ich hatte bisher Film-Untertitel und ein paar journalistische Texte aus dem Spanischen und Englischen ins Deutsche übersetzt, aber noch nie ein ganzes Buch. Es gelang, das Archiv zu lokalisieren, das die Manuskripte und anderen Hinterlassenschaften des 1964 verstorbenen Colin McPhee aufbewahrt. Das Ethnomusicology Archive der University of California in Los Angeles verhalf mir zur Adresse des aktuellen Rechteinhabers. Dieser unterstützte meine Pläne einer deutschen Übersetzung. Auf der Basis einer Probeübersetzung fand ich schliesslich auch einen passenden Verlag – den Unionsverlag Zürich, der die Übersetzung 2015 publizierte.
Mit Originalfotografien und einer Komposition von McPhee konnte ich bei arttv.ch einen Trailer zur Promotion des Buches gestalten. Und das Magazin CLICK publizierte ein Interview mit der Übersetzerin.
Lesen: Buchrezension aus FALTER 41/2015
Mitwirkung an verschiedensten Publikationen, sei es als Initiantin, Ideengeberin, (Co-)Autorin, Übersetzerin oder Buchgestalterin; bei einigen Editionen auch als Verantwortliche für das Fundraising und die Auswahl der Partner, mit denen die Projekte gemeinsam entwickelt und umgesetzt wurden. > Mehr