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Gesichtsverjüngung / Rejuvenation durch Peeling (Schälkur)
Der heutzutage gängige Begriff Peeling wird vom englischen Wort «to peel» abgeleitet und bedeutet abpellen oder abschälen. Peeling wird zu Deutsch auch Schälkur genannt. Diese Massnahme befreit die Haut von ihrer oberen, trockenen Schicht, die aus abgestorbenen Hautzellen und Hautschüppchen gebildet wird und die der Haut ein fahles und blasses Aussehen geben. Das Entfernen dieser abgestorbenen Hautzellen stimuliert das Wachstum neuer Zellen in der Epidermis. Die Haut erneuert sich, wird straffer, kräftiger und widerstandsfähiger. Kleinere Fältchen verschwinden. Chemisches Peeling wird das Verfahren darum genannt, weil die Hautschälung nicht mechanisch erfolgt, sondern durch den Einsatz chemischer Mittel bewirkt wird.
Bekannte Methoden des Chemischen Peelings:
Fruchtsäurepeeling, Salicylsäure-Peeling, Greenpeel, Bluepeel, TCA-Peeling.
Mesopeeling ist eine kombinierte Therapieform von Mesotherapie und Fruchtsäurepeeling.
Wer eignet sich besonders für das Chemical-Peel?
Je hach Hauttyp wird oberflächliches, mittleres oder tiefes Peeling durchgeführt. Ein tiefes Peel eignet sich z.B. für blauäugige und blonde Patienten, die in der Regel auch hellere und empfindlichere Haut haben. Je nachdem, wie pigmentiert die Haut ist, desto höher ist z.B. auch das Risiko dauerhafter Pigmentstörungen. Je stärker pigmentiert die Haut ist, umso eher kann sie durch Chemical-Peel ein fleckiges Aussehen bekommen.
Verwendete Substanzen für Chemische Peeling:
Azelainsäure, Baker-Gordon-Lösung, Glykolsäure, ss-Hydroxisäure, Jessner-Lösung, Resorcin-Paste(Unna), Retinsäure, Salicylsäure, Trichloressigsäure 10-35%, 5-Fluorouracil, Phenol.
Das Chemical Peel
Chemisches Peeling verjüngt die Haut und reduziert auf elegante Weise oberflächliche, weniger ausgeprägte Gesichtsfalten, Hautunreinheiten, Akne und Aknenarben, gewucherte (hypertrophe) Narben usw. Je nach Hauttypus sowie je nach dem bezweckten Effekt, d.h. der beabsichtigten Auswirkung und Veränderung der Haut, kann das Chemische Peeling in gradueller Abstufung erfolgen: als oberflächliches Peeling, mitteltiefes Peeling und tiefes Peeling.
Das oberflächliche Peeling
Es ist eine Massnahme vor allem zur Hautverjüngung und Hautauffrischung. Für oberflächliches Peeling eignet sich die Glykolsäure (das ist eine Alphahydroxy-Säure). Es erfolgen mehrere Sitzungen, bei denen Glykolsäure in steigender Dosis bzw. Konzentration angewendet wird. Das Mittel löst die Bindungen zwischen den Hornzellen aus der äusseren Hautschicht. Das bewirkt die raschere Regenerierung der Hornschicht- Zellen. Gleichzeitig wird auch die Kollagenbildung stimuliert - ein willkommener Begleiteffekt, der zur Hautstraffung beiträgt. Oberflächliches Peeling hinterlässt kaum Spuren, so dass die behandelte Person schon gleich nach der Anwendung wieder gesellschaftsfähig ist.
Das mitteltiefe Peeling
Hier wird in etwas tiefere Hautschichten eingegriffen. Die Indikationen sind aber ähnlich wie beim Oberflächenpeeling. Weil der Effekt höher ist, müssen die Behandlungsetappen weniger häufig wiederholt werden. Der Verjüngungseffekt ist andauernder. Beim mitteltiefen Peeling setzt man eine Mischung von Glykolsäure und Trichloressigsäure ein. Durch die Anwendung stirbt die äussere Hautschicht ab und schält sich komplett innerhalb von drei bis vier Tagen. Für ihre Regenerierung braucht die Haut etwa 8 - 10 Tage. Zu Beginn können leichte Schwellungen auftreten, die nach 3 - 4 Tagen zurückgehen. In der Heilphase sollte man die Haut allein mit neutraler Feuchtigkeitscreme behandeln. Eine Sonderform des mitteltiefen Peelings ist das sogenannte Blue Peeling, das ich in meiner Praxis ebenfalls anbiete.
Das tiefe Peeling
Bei dieser Peeling-Methode wird eine noch stärkere chemische Zerstörung der Haut herbeigeführt. Sie reicht tiefer, in die untere Hautschicht (retikuläre Dermis). Dafür wird die Lösung nach Baker und Gordon (eine 45%ige, phenolhaltige Tinktur) verwendet. Die angewendete Substanz dringt tief in die Haut ein und bewirkt eine noch radikalere Erneuerung. Entsprechend länger dauert zwar der Abheilprozess, durch die grosse Eindringtiefe ist die Wirkung aber auch viel stärker. Dies sogenannte Baker-Gordon-Peeling (BGP) hat die Zurückbildung von bereits etwas tieferen Falten zur Folge, wie z.B. von senkrechten Lippenfalten, Krähenfüssen oder horizontalen Stirnfalten. Die Begleiterscheinungen sind wesentlich stärker als bei der mitteltiefen Schälung. Die Gesichtshaut rötet sich, quillt auf und die Aussenschicht der Haut löst sich ab. Die Heilungsphase dauert etwa zwei Wochen. Die Gesichtshaut kann einige Wochen danach noch gerötet bleiben. Nach Abheilung ist die Haut sehr blass und sollte mehrere Monate der Sonne nicht ausgesetzt werden. Anderenfalls können Pigmentstörungen auftreten.