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Kaum jemand verkörpert den Zeitgeist der Roaring Twenties so wie Zelda Fitzgerald: frech, abenteuerlustig, extravagant gekleidet und frisiert. Ihre sinnlichen, atmosphärisch dichten Erzählungen zu dieser Ära, «Himbeeren mit Sahne im Ritz» (Manesse Verlag, aus dem Amerikanischen von Eva Bonné), sind nun erstmals auf Deutsch zu entdecken. Fitzgerald erzählt von eigensinnigen und eigenständigen Frauen, die nach der Theaterprobe lieber noch um die Häuser ziehen, als zu Mann und Kind nach Hause zu eilen. Die es nach Hollywood schaffen und ihre Filmkarriere für die grosse Liebe aufgeben. Die im Ritz Himbeeren mit Sahne essen oder sich im Pariser Nachtleben verlieren. Die grossartige Schauspielerin Bibiana Beglau kehrt für diese Lesung nach Zürich zurück und erweckt das Jazz Age zum Leben.
Zelda Sayre Fitzgerald (1900–1948) wurde in Montgomery, Alabama geboren und heiratete mit 19 Jahren F. Scott Fitzgerald. Ab 1922 veröffentlichte sie zahlreiche Zeitschriftenartikel, Erzählungen (meist unter Scotts Namen) und einen Roman, «Save Me the Waltz». Vor allem aber war sie eine Stilikone der 1920er-Jahre. Sie starb bei einem Brand in einer Nervenklinik.
Bibiana Beglau arbeitet seit Beginn ihrer Karriere mit prägenden Regisseuren wie Christoph Marthaler, Einar Schleef, Frank Castorf, Luk Perceval und Martin Kušej, internationale Anerkennung erlangte sie in Volker Schlöndorffs Spielfilm «Die Stille nach dem Schuss». Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Silbernen Bären der Berlinale als beste Darstellerin, dem Ulrich-Wildgruber-Preis sowie dem Adolf-Grimme-Preis. Neben ihren Theaterengagements an allen wichtigen deutschsprachigen Bühnen (darunter am Schauspielhaus Zürich) spielt sie in vielen grossen Film- und Fernsehproduktionen.