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Unter Murat Yakin gehörte Musa Araz zum Kader des FC Basel, dreimal schrieb der damalige Trainer den offensiven Mittelfeldspieler aufs Matchblatt. Zu einem Einsatz für die erste Mannschaft reichte es aber auch im Cupspiel gegen Araz‘ nächsten Arbeitgeber FC Le Mont nicht. Auf die Saison 2015/16 wechselte der schweizerisch-türkische Doppelbürger leihweise zu den Waadtländern, dann spielte er für den FC Winterthur, bevor ihn der FCB definitiv abgab: an den FC Lausanne-Sport.
Bei den Blauweissen machte Araz den nächsten Schritt. Er wurde unter Fabio Celestini zum Stammspieler, kam in der Liga zu 26 Einsätzen und erzielte dabei ein Tor. Araz überzeugte, war aus dem offensiven Mittelfeld nicht mehr wegzudenken, weckte deswegen Begehren und erhielt im Sommer ein Angebot aus der türkischen Süper Lig.
Scharenweise Stammspieler verloren
Inzwischen hat Araz beim Mittelfeldclub Atiker Konyaspor, der letzte Saison im Elfmeterschiessen gegen Basaksehir den türkischen Cup gewonnen hat, einen Fünfjahresvertrag unterschrieben. Er trägt die Nummer 53 – weil er in Fribourg, wo er aufgewachsen ist, mit den Bussen Nummer 3 und 5 nach Hause gefahren sei, erählt Araz «24heures.ch».
Weit weg von der Westschweiz, im Zentrum Anatoliens, scheinen sich die Offensivqualitäten des 173 Zentimeter grossen Mittelfeldspielers endgültig zu entfalten. Beim 3:0-Sieg gegen Genclerbirligi Ankara erzielte Araz diese zwei Tore:
Araz‘ linken Fuss vermisst Lausanne schmerzlich im offensiven Mittelfeld, wo in Samuele Campo ein anderer ehemaliger Basler noch immer zum Einsatz kommt. Der nächste Gegner des FC Basel darbt am Tabellenende der Super League, auch, weil er im Sommer einen Stammspieler nach dem anderen verloren hat. Neben Musa Araz verliessen Marcus Diniz (zu Kiryaz Shmona, ISR), Taye Taiwo (AFC United, SWE), Olivier Custodio (FC Luzern), Jordan Lotomba (Young Boys), Nassim Ben Khalifa (FC St. Gallen) und Kwang-Ryong Pak (St. Pölten, AUT) die Waadtländer.
Der Nordkoreaner Pak, auch er einst beim FCB unter Vertrag, kam in der österreichischen Bundesliga noch nicht zum Einsatz. Wie die anderen Abgänge war auch er Stammspieler in Lausanne. In der Summe mussten die Waadtländer also eine ganze Menge Erfahrung ziehen lassen. Mit dem Resultat, dass sie als einziges Team auf den ersten Sieg in der laufenden Saison warten, die meisten Gegentore kassierten (16) und das schlechteste Torverhältnis aufweisen (-8).
Wenig Zuversicht für das Auswärtsspiel in Basel
Celestini, hinter Luzerns Markus Babbel der Super-League-Trainer mit der zweitlängsten Dienstzeit (zwei Jahre und fünf Monate), gewann mit seinem Team zuletzt zwar den zweiten Punkt der Saison. Das 1:1 gegen die schwachen Grasshoppers war aber auch das 17. Heimspiel ohne Sieg und gibt dem Tabellenletzten kaum Hoffnung, am Samstag etwas Zählbahres aus dem St.-Jakob-Park mitzunehmen.
Noch stellt in Lausanne niemand Celestini infrage. Der Präsident Alain Joseph sagt gegenüber «24heures.ch»: «Ich weiss, was wir mit ihm alles erreicht haben.» Zumindest gegen den FC Basel ist das nicht viel, denn Celestini hat in vier Duellen gegen den Meister viermal den Kürzeren gezogen – wenngleich dreimal äusserst knapp.