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Frage 387 Doch Musik?
Lieber Hans-Peter,
Ich möchte noch einige Gedanken zum Thema Musik äußern.
Helmut schreibt zu Punkt 2 über Hes 28. Bei einer fairen
Betrachtungsweise geht es hier um Musik, die es bereits VOR dem Fall
Satans gab. Also kann man aus dieser Stelle nicht direkt entnehmen, daß
die Tamburin (Schlagzeug) ein teuflisches "Radaugerät" ist - wie E. es
ausgedrückt hat.
Wie mit allem kann man Dinge zum Guten, wie auch zum Schlechten
gebrauchen. Und davon gibt es auch in diesem Fall viele Beispiele - man
gebe in BWS einfach mal das Stichwort Tamburin* ein.
Ein Klavier ist z.B. auch ein "Schlaginstrument" und es findet in vielen
Gemeinden neben der Orgel große Zustimmung.
Das Problem, daß ich sehe bei Instrumenten in den Versammlungsstunden
ist, daß es schnell passieren kann, daß die Musik einen zu großen
Stellenwert einnimmt, daß man mehr begeistert über die Musik ist als
über den Herrn. Was nicht bedeutet, daß ich gegen jegliche
Musikbegleitung in den Versammlungsstunden bin.
Im weiteren gibt es auch Gelegenheiten, in denen man unbedingt auf ein
Instrument in der Versammlung zurückgreifen sollte. Nämlich dann, wenn
der Gesang sehr schlecht ist und die Versammelten kaum die Tonlage
halten können. Da kann ein Instrument sehr gut helfen und man wird
deutlich weniger vom Text abgelenkt. Auch in kleinen Versammlungen kann
ein Instrument sehr hilfreich sein oder in Räumen die eine schlechte
Akustik haben. "Tut ALLES zur Ehre Gottes"
Oftmals haben wir es schon erlebt, daß es große Freude macht mit
mehreren Instrumenten zu spielen (meinetwegen auch mit Schlagzeug) und
das es auch eine besondere Freude ist, den Herrn auf diese Weise zu
loben. Meine Frage ist, warum man nicht einfach extra Stunden plant, um
auf diese Weise den Herrn zu loben. Es müssen ja nicht die
Versammlungsstunden sein, in denen man gerne ganz bewußt NUR auf den
Herrn ausgerichtet sein möchte. Wenn es ein Singteam in einer Gemeinde
gibt, dann könnte dieses Singteam doch mal eine Abendvorstellung geben,
wo man vielleicht auch Nachbarn oder Arbeitskollegen zu einladen kann
und wo auch einige evangelistische Worte gesagt werden. Warum sollte man
nicht von den vielfältigen Gaben im angemessenen Rahmen auch Gebrauch
machen?
Das sind so meine Gedanken und Fragen.
Liebe Grüße
Stephan
www.soundwords.de
Hallo,
Ich möchte meine gestrige Aussage richtig stellen, damit sie auch jeder richtig versteht.
Ich bin nicht für Solo- Musikstücke (nur Musik) oder professionell aufgemachte Musik mit/ohne Text,
sondern nur für eingeübte Vortragung in der Gemeinde, bzw. Begleitung der Gemeinde beim Singen (Gitarre,Klavier,
Harmonium, Violine)
Die Musik darf dabei keine Vorherrschaft über den Text/die Botschaft gewinnen, sonder muss deutlich im Hintergrund bleiben.
Das Lied (mit Musik) wird in drei Teile aufgeteilt (die drei T's):
1) der Text
2) die Melodie (Tonart)
3) der Rhythmus (Takt)
Wie der Mensch auch aus drei Teilen besteht:
1)Geist
2)Seele
3)Fleisch
Dabei wird der Geist durch den Text, die Seele durch die Melodie und das Fleisch durch den Takt angesprochen.
Es gibt Lieder die sind wahnsinnig schnell, mit einer super Melodie ABER ohne Text bzw. ohne Sinn. (Bsp.:
10xHalleluja hintereinander) Diese "Lieder" sprechen nicht den geistlichen Menschen an sondern den Fleischlichen.
Man wird aus diesem Text folgern können, dass es auf das Verhältnis ankommt, wie die drei T's eingesetzt werden, und dabei kann auch der bibelgetreuste Text aufs niedrigste herabgewürdigt werden, wenn die falsche Melodie und/oder der falsche Rhythmus gewählt wird.
In IHM
Helmut
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