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Das Gesundheitsministerium des Landes bestätigte ausserdem elf neue Infektionen in der nahe gelegenen Kleinstadt Bikoro. Die meisten Verdachtsfälle waren bisher auf dem Land gemeldet worden.
«Ebola ist in der Stadt ein völlig anderes Phänomen als auf dem Land, weil Menschen in städtischen Gebieten viel mehr Kontakt haben», sagte Peter Salama von der Notfalleinheit der WHO. Anders als auf dem Land könne sich die Krankheit in Städten rasant ausbreiten.
Nach Angaben der WHO wurde der hoch ansteckende Virus im vergangenen Monat bei 44 Patienten im Kongo vermutet, in drei Fällen sei die Infektion bestätigt worden. 15 Patienten seien bislang gestorben.
Die Angaben des Gesundheitsministeriums weisen auf eine weitere Ausbreitung des Virus hin. Auch das Risiko für die Nachbarländer des Kongo wurde von der WHO auf «hoch» gestuft, international sei das Risiko aber noch «niedrig».
Die WHO hatte am Freitag einen Notfall-Ausschuss einberufen, der darüber berät, ob die WHO einen internationalen Gesundheitsnotstand ausrufen soll. Die Entscheidung wollte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitagnachmittag bekannt geben.
Damit soll vor allem die Dringlichkeit der Lage vor Ort international ins Rampenlicht gerückt werden, in der Hoffnung auf mehr finanzielle Mittel oder Forschungsaktivitäten im Bereich Ebola, hiess es bei der WHO.
Die Organisation hat 4300 Dosen eines experimentellen Impfstoffs in die Hauptstadt Kinshasa versendet und will weitere 7540 Dosen verschicken. Der Impfstoff wurde noch nicht offiziell zugelassen, darf aber nach Absprache internationaler Gesundheitsbehörden eingesetzt werden.
(SDA)