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Nimm zwei: Dual-Core-CPUs im Trend
Nimm zwei: Dual-Core-CPUs im Trend
AMD und Intel haben kurz nacheinander CPUs mit zwei Prozessor-Kernen vorgestellt. Beide Firmen sehen diese Dual-Core-CPUs als die Zukunft im Prozessormarkt an, da sich durch Parallelverarbeitung in den zwei Kernen grössere Leistungszuwächse als mit einer Anhebung des Prozessortakts realisieren lassen.
AMD sprach bereits seit rund einem halben Jahr von Dual-Core-Prozessoren und hat den Opteron von Anfang an so konzipiert, dass sich dieser mit zwei Prozessorkernen ausstatten lässt. Nun hat AMD das Geheimnis gelüftet und bereits am 31. August eine Dual-Core-Version ihres Opteron-Prozessors präsentiert, die sogar schon in vierfacher Ausführung einen HP Proliant DL85 befeuerte. Die Prozessoren setzen weiterhin auf den Sockel 940 auf und dürften auf aktuellen Mainboards laufen, die bereits für 90-nm-Opterons ausgelegt seien. AMD wollte sich allerdings weder dazu noch zum Strombedarf festlegen.
Letzte Woche hat am Intel Developer Forum in San Francisco dann auch Intel ein erstes Modell des reinen 64-Bit-Prozessors Itanium mit zwei Kernen gezeigt – und hinkte wieder einmal dem grossen Konkurrenten hinterher, wie auch schon bei x86-64.
Der Itanium soll aber nicht der einzige Intel-Prozessor mit zwei Kernen werden: Nach und nach sollen auch die anderen Prozessorlinien mit einem zusätzlichen Prozessorkern ausgestattet werden. Wie Intels Planung dazu aussieht, war bis Redaktionsschluss leider nicht zu erfahren.
Ob das dem Itanium bessere Verkäufe beschert, darf allerdings bezweifelt werden. HP, die von den total im zweiten Quartal verkauften 5664 Einheiten deren 4789 ausgeliefert hat, hat mit Itanium-Maschinen gerade einmal soviel Umsatz erzielt wie Sun oder IBM mit ihren RISC-Maschinen in einer Woche. Dies liegt vor allem daran, dass der Itanium zu teuer ist und Intel die Kosten nicht senken kann, da AMDs Opteron den Einstiegsmarkt besetzt, der für den grossen Absatz sorgt und damit die günstigen CPU-Preise erst ermöglicht.