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Der dänische Dichter Hans Christian Andersen wird am 2. April 1805 in Odense, auf der Insel Fünen, geboren. Als Einzelkind eines Schusters und einer Waschfrau verbringt er seine Kindheit in ärmlichen Verhältnissen. Seine Theaterleidenschaft wird von seinem Vater durch das Spiel mit Papiertheatern gefördert. Mit zehn Reichstalern in der Tasche verlässt er Fünen und versucht sein Glück – schauspielernd und dichtend – in Kopenhagen. Förderer, auf das Talent des jungen Menschen aufmerksam geworden, verschaffen ihm eine Grundschulbildung und später den Zugang zum Studium. Ein Stipendium verhilft ihm 1833 zur ersten klassischen Bildungsreise nach Deutschland, Frankreich und Italien. Die Schweiz sollte er im Verlauf seines Lebens zwölfmal besuchen. «Reisen heisst leben» wurde zu einem geflügelten Wort des Dichters.
Der Physiker H. C. Örsted prophezeite Andersen, dass ihn seine Schrift «Der Improvisator» bekannt, seine Märchen aber unsterblich machen würden. Sie beinhalten Weisheit in «einfacher Sprache». Seine Bildsprache hat viele Illustratoren und Trickfilmer angeregt.
Andersen, der sanfte Wikinger, ist eine der eigenartigsten Schriftstellerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Er gehört zu den meistpublizierten Dichtern und seine Bücher wurden in 163 Sprachen übersetzt.
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