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Kino | Mio fratello e figlio unico
Publiziert am 20. März 2008
Synopsis: Zwei ungleiche Brüder, der charismatische Beau Manrico (Scamarcio) und der geborene Rebell Accio (Germano), balgen sich mit konträren politischen Positionen um eine Frau. Accio, der jüngere der beiden, ist aus Prinzip gegen alles. Manrico lässt sich zunächst als Arbeiterführer bewundern, wird dann aber zum Entsetzen der Familie Faschist. Accio, der in Wirklichkeit schüchtern ist, verliebt sich in Manricos neue Freundin und beginnt an seinen politischen Freunden zu zweifeln. Während dessen wird Manrico immer fanatischer …
Kritik: Die Hassliebe zweier Brüder umspannt zwei Jahrzehnte italienischer Geschichte – die 1960er- und 1970er Jahre. Luchini (“Il Portaborse”) erzählt ironisch und engagiert sich eigentlich nur am Rande für das Politische. Es geht ihm mehr um Menschen, die lieben, leiden, lachen – und sich nebenbei noch politisch betätigen. Ideologisch nimmt der Film bewusst keine Stellung. Untermalt wird das Ganze mit einem einehmenden nostalgischen Soundtrack, made in Italy. Schauspielerisch ragt die umwerfend agierende Angela Finocchiaro heraus. Sie mimt die herbe Mama. Bei den italienischen “Oscars”, den “Donatellos”, erhielt sie denn auch einen der 5 dem Film vergebenen Preise.
Benny Furth