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Die in der Schweiz zugelassenen Covid-19-Impfstoffe wurden gegen das ursprüngliche Virus (inkl. der Variante «Alpha») entwickelt. Es steht fest, dass die derzeit verfügbaren Impfstoffe zwar weniger gut vor der Omikron-Variante schützen, die Auffrischimpfung aber gut gegen schwere Erkrankungen wirksam ist.
In den Wochen nach der Impfung ist man zu einem gewissen Grad auch vor einer milden Erkrankung geschützt. Dieser Schutz ist aber weniger gut als der Schutz vor schwerer Erkrankung und nimmt bei allen Personen schneller und stärker ab. Die Impfung schützt nicht vor einer Ansteckung. Der Schutz vor einer schweren Erkrankung mit Spitaleinweisung nimmt ebenfalls über die Zeit ab. Dies geschieht aber langsamer, über mehrere Monate und die Stärke der Abnahme ist abhängig vom Alter der geimpften Person.
Mit der Auffrischimpfung können Sie den Schutz wieder erhöhen: Das Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung mit Spitaleinweisung kann stark reduziert werden. Eine Auffrischimfpung ist deshalb ab 4 Monaten nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung dringend empfohlen.
Bisher kann die Dauer der Wirksamkeit der Impfstoffe gegen schwere Erkrankungen mit Spitaleinweisung durch Omikron noch nicht abgeschätzt werden. Sie dürfte wesentlich länger dauern als die Wirksamkeit gegen eine Infektion mit mildem Verlauf. Bei früheren Varianten (z. B. Delta) war die Wirksamkeit gegen schwere Erkrankungen mit Spitaleinweisung deutlich höher und länger anhaltend als die Wirksamkeit gegen milde Erkrankungen.
Einige Impfstoffhersteller arbeiten bereits an angepassten Impfstoffen gegen neue Varianten. Es ist jedoch noch unklar, ob, wann und wie deren Einsatz in Zukunft nötig sein wird.