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Bislang vertrauliche Dateien, die von einer anonymen Quelle besorgt und weltweit Medien zur Verfügung gestellt wurden belegen, wie Reiche und Kriminelle Briefkastenfirmen und sogenannte Trusts nutzen, um grosse Vermögen zu verstecken und zweifelhafte Geschäfte zu verschleiern.
Nur der Anfang war analog: Das Internationale Konsortium für investigativen Journalismus (ICIJ) in den USA erhielt vor etwas mehr als einem Jahr per Post eine Festplatte mit einem Datenvolumen von 260 Gigabite. Der Inhalt: 2,5 Millionen Datensätze – darunter Datenbanken und über zwei Millionen Emails.
Die Daten stammen aus zehn Steuerparadiesen wie den Britischen Jungferninseln, den Cook Inseln oder Singapur, wie die ICIJ-Verantwortlichen auf ihrer Webseite erklären. Sie enthielten Informationen über 122’000 Gesellschaften und Trusts, 12’000 Finanzintermediäre und 130’000 Unterlagen zu Personen, die solche Firmen verwalten, besitzen, davon profitieren oder sich dahinter verstecken.
Da die Datenmenge – ausgedruckt entspricht sie 500’000 Bibeln – alleine nicht bewältigbar war, setzte das ICIJ ein Team von 86 Journalistinnen und Journalisten aus 46 Ländern auf den Datenberg an.