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Wird Wasserstoff zu einer Kraftstoffquelle der Zukunft?
Wird Wasserstoff zu einer Kraftstoffquelle der Zukunft?
Wasserstoff ist eine brennbare Kraftstoffquelle, genau wie Benzin, Diesel oder Erdöl. Daher kann er mit geringen Modifikationen in einem herkömmlichen Verbrennungsmotor verwendet werden. Die Schwierigkeit bei der Verwendung von Wasserstoff war bisher die Lagerung im Auto. Die Lindenberg-Katastrophe hat uns alle gelehrt, wie zerstörerisch eine Explosion mit Wasserstoffgas sein kann, daher war der Einsatz in einer Maschine, bei der die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls hoch ist, eine Herausforderung.
Dennoch haben die Ingenieure dieses Problem gelöst und die Wasserstoffspeicherung viel sicherer gemacht, was den Weg für echte Möglichkeiten des Wasserstoffantriebs ebnet. Derzeit gibt es zwei Möglichkeiten, dieses Gas zu nutzen: Die erste und sicherste Möglichkeit ist der Einbau einer Wasserstoff-Brennstoffzelle in das Fahrzeug. Dieses System nutzt die Elektrolyse, um Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser zu verbinden und dabei einen elektrischen Strom zu erzeugen. Dieser Strom wird dann zum Antrieb von Elektromotoren und zum Antrieb des Fahrzeugs verwendet.
Die zweite Möglichkeit ist die direkte Verbrennung des Wasserstoffs in einem herkömmlichen Kolbenmotor. In beiden Fällen handelt es sich bei den entstehenden Emissionen lediglich um Wasser, das harmlos und wiederverwendbar ist.
Warum wurde diese Technologie nicht früher und in größerer Zahl eingeführt? Ganz einfach, weil Wasserstoff keine ernstzunehmende Energiedichte hat und bei seiner Herstellung und Speicherung bis zu 70 % der Ausgangsenergie verbraucht werden. Da Wasserstoff eine geringere Energiedichte hat, muss mehr davon verbrannt werden, um die gleiche Leistung wie ein Benzin- oder Dieselmotor zu erzielen, d. h. der Verbrauch ist hoch. Wie ineffizient ist es wirklich? Wenn man zum Beispiel 30 Kilojoule Wasserstoff benötigt, braucht man 100 Kilojoule Energie, um sie zu erzeugen. Überhaupt nicht effizient.
Da es sich bei Wasserstoff um ein leicht brennbares Gas handelt, ist auch eine eigene Infrastruktur für die Speicherung und Verteilung erforderlich, was ihn ziemlich teuer macht. Um Wasserstoff für den Massenverbrauch nutzbar zu machen, muss die Infrastruktur vorhanden sein, und niemand wird in diese Infrastruktur investieren, wenn es keine ausreichende Nachfrage gibt. Anders als bei der Elektrifizierung gibt es keine staatliche Unterstützung für die Entwicklung der Infrastruktur für Wasserstoff.
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Wasserstoff unverhältnismäßig hohe Investitionen in die Infrastruktur erfordert und selbst dann als Kraftstoffquelle recht ineffizient ist. Unserer Meinung nach hat er keine Chance auf eine Massenanwendung.