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Das Wichtigste in Kürze
- Zahlreiche Schweizer Parlamentarier haben Natallia Hersches Freilassung gefordert.
- Die Doppelbürgerin wurde in Belarus zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.
- Nationalrätin Barbara Gysi übernahm für Hersche eine Gefangenen-Patenschaft.
83 Parlamentarierinnen und Parlamentarier fordern in einem offenen Brief die Freilassung der in Belarus verhafteten schweizerisch-belarussischen Doppelbürgerin Natallia Hersche. Auch weitere politische Gefangene sollen freigelassen werden. Der Brief ist an den Aussenminister in Minsk gerichtet.
Der Brief an Aussenminister Vladimir Makei wurde im Hinblick auf den Berufungsprozess gegen Hersche am 16. Februar verfasst, wie die deutsch-schweizerische Menschenrechtsorganisation Libereco am Mittwoch mitteilte. Nationalrätin Barbara Gysi (SP/SG) übernahm für Hersche eine Gefangenen-Patenschaft der Organisation.
Natallia Hersche habe mit der Teilnahme an einer Kundgebung lediglich ein demokratisches Recht wahrgenommen. Die verhängte Gefängnisstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten sei in einem unfairen Verfahren zustande gekommen, hiess es weiter. Die Strafe sei unverzüglich aufzuheben und Hersche freizulassen.
Nach Informationen von Libereco sind zusammen mit der Doppelbürgerin in Belarus aktuell über 240 politische Gefangene inhaftiert. In 70 Fällen wurden bereits Gefängnisstrafen von insgesamt über 220 Jahren verhängt. Den offenen Brief unterzeichneten Parlamentarierinnen und Parlamentarier aller Fraktionen im Bundeshaus.