Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03411.jsonl.gz/2159

Die Antwort kann mich nur zum Teil zufriedenstellen. Also bei dem Druckfeld (siehe untenstehende Karte) und Nordwestwind würde ich eine Corioliskraft=0 erwarten. Dann bläst es direkt vom Hoch zum Tief. Aber die Erde dreht sich immer noch, also ist die Corioliskraft ungleich Null, dann sollte aber der Wind ziemlich parallel zu den Isobaren blasen, oder vielleicht etwas schräg wegen der Bodenreibung, aber nicht im Winkel 90 Grad zu den Isobaren. Die Karte unten zeigt, dass das vielerorts auch der Fall ist. Nicht aber über den Alpen (roter Kreis) und auch weiter im Nordosten (auch roter Kreis). Nördlich der Alpen sollte auch die Kanalisation zwischen dem Jura und den Alpen eine Windrichtung aus Nordosten fördern.Frage:
Etwas verwirrend für mich die Wetterlage, die für den Neuschneesegen sorgen soll. Diese ist geprägt von einer engen Isobarenschar am Boden, welche eigentlich für stürmische Bise sorgen sollte. Aber das Bodenwindfeld zeigt nichts dergleichen. Es scheint so ein schwaches Lüftchen aus Nordwesten vorzuherrschen.
Antwort:
Das Hoch liegt schlicht zu weit im Südwesten, als dass daraus eine Bisenströmung entstehen könnte. Deshalb eher Nordwestwind, und weil der stärkste Druckgradient ebenfalls südwestlich von uns liegt, bei uns nur mässig - aber im Rhonetal starker Mistral.
Die Frage bleibt: warum ist die Windrichtung im Bereich der beiden roten Kreise ziemlich genau senkrecht zur Richtung der Isobaren?
Gruss Willi
Quelle: wetter3.de