Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03220.jsonl.gz/935

1980 führte Simbabwe seine eigenen Dollar ein, den Simbabwe-Dollar. Es war auch jenes Jahr, in welchem Robert Mugabe das Ministerpräsidenten-Zepter des südafrikanischen Staates in die Hände nahm. Später folgte das Präsidentenamt, das er bis heute inne hat.
Mugabe führte Simbabwe mit seinem umstrittenen politischen Programm in eine Wirtschaftskrise, die Inflation des Simbabwe-Dollars nahm ihren Lauf. Die Kaufkraft der Währung liess in den 2000er-Jahren derart nach, dass Münzen und kleine Geldscheine ihren Wert komplett verloren.
Schliesslich wurden 2008 neue Banknoten mit den Werten 10'000, 20'000 und 50'000 Dollar herausgegeben. Als auch diese Scheine der Inflation zum Opfer fielen, druckte die Reserve Bank of Zimbabwe 500’000- und 1’000’000-Dollar-Noten.
Wenig später folgten 50-, 100-, 200- und 500-Millionen-Dollar-Scheine. Zum Zeitpunkt der Einführung der 100-Millionen-Dollar-Banknote hatte diese etwa einen Gegenwert von 1 US-Dollar und reichte gerademal, um einen Laib Brot zu kaufen.
2008 folgte der Höhepunkt mit der 100-Billionen-Dollar-Note. Letztlich kam es zum Crash: 2015 verkündete die Bank die endgültige Entwertung des Simbabwe-Dollars. Der südafrikanische Staat akzeptiert heute verschiedene Währungen, so zum Beispiel US-Dollar und Südafrikanischer Rand.