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Über die WBG-Familie
Geschichte der WBG-Familie
Aufgrund der zunehmenden Industrialisierung der Gemeinde Emmen ist die Bevölkerung zwischen 1910 und 1960 sprunghaft angestiegen.
1910 zählte Emmen 4229 Einwohner, waren es 1960 bereits rund 17000 Personen. Diese Aufwärtsentwicklung hat sich seither in ähnlichen Dimensionen fortgesetzt. Über 30000 Personen bevölkern seit 2000 die Gemeinde. Denn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollten und wollen ihr Domizil in die Nähe des Arbeitsplatzes, d.h. in die Gemeinde Emmen, verlegen. Obwohl die Industrie seit jeher mit eigenen Liegenschaften dem Wohnungsmangel zu begegnen versuchte, war auf dem Wohnungsmarkt die Nachfrage stets grösser als das Angebot.
Diese Entwicklung veranlasste einige Bürger der Gemeinde Emmen, sich zu einer Wohnbauhilfsgenossenschaft zusammenzuschliessen. Die Genossenschaft setzte sich zum Ziel, Land zu erwerben, Eigenheime zu erstellen und diese zum Selbstkostenpreis an kinderreiche und minderbemittelte Familien zu verkaufen. Einem Aufruf des Gründerkomitees unter Dr. Franz Karl Zust (Ständerat), folgten eine schöne Zahl von Interessenten, von denen sich 48 als Mitglieder eingeschrieben und einer Gründung zustimmten.
- Gegründet wurde die Genossenschaft am 21. Dezember 1945 im Gasthaus «Emmenbaum» in Emmenbrücke.
- Die Statuten traten am 31. Dezember 1945 in Kraft.
- 1955 erfuhren die Statuten eine Zweckänderung (Bau von Mehrfamilienhäusern)
- 1965 wurde die Wohnbauhilfsgenossenschaft in Wohnbaugenossenschaft umbenannt.
- 1992 wurden die Statuten einer Totalrevision unterzogen.
In der Folge wurde die Wohnbaugenossenschaft «FAMILIE» als Genossenschaft des gemeinnützigen Wohnungsbaus gemäss WEG (Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz des Bundes) anerkannt.
Mitglieder der Genossenschaft konnten natürliche und juristische Personen werden, die den Genossenschaftszweck unterstützten. Genossenschafter und Genossenschafterinnen hatten mindestens einen Anteilschein zu zeichnen. Heute zählte die Wohnbaugenossenschaft Familie Emmen rund 120 Genossenschafter und Genossenschafterinnen.