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Luzia Stettler bringt den neuen Roman von Robert Seethaler mit: «Der letzte Satz». Der Musiker Gustav Mahler reist ein letztes Mal von New York nach Europa zurück: geplagt von Fieberschüben sitzt er an Deck und lässt selbstkritisch sein Leben Revue passieren: künstlerisch war er ein Genie, aber als Ehemann hat er versagt; kein Wunder ist seine über alles geliebte Alma enttäuscht und hat ihr Herz schon an einen anderen verloren.
«Writers and Lovers» heisst der neue Roman der US-amerikanischen Autorin Lily King, den Britta Spichiger vorstellt. Sie erzählt darin von einer jungen Frau, die vom Leben durchgeschüttelt wird. Sie muss den Tod der Mutter und die Trennung vom Freund verarbeiten. Und sie ist hin- und hergerissen zwischen den Erwartungen der Gesellschaft an sie und ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen. Lily King schreibt humorvoll, einfühlsam und präzis. Auch als nicht mehr ganz junge Leserin kann man sich gut mit den angesprochenen Themen identifizieren.
Und Michael Luisier stellt Hilmar Klutes brandneuen Roman «Oberkampf» vor. «Oberkampf» steht für eine Gegend in Paris, eine Strasse und eine Metro-Station in der Gegend der «Place de la République». In dieser Gegend lässt sich ein deutscher Autor nieder, der sich nach einer privaten Trennung und einer beruflichen Veränderung seinen Traum erfüllt und freischaffender Schriftsteller wird. Alles wäre gut, befänden wir uns nicht ausgerechnet im Jahr 2015. Also zwischen den Anschlägen auf «Charlie Hebdo» und aufs «Bataclan».
Buchhinweise:
Robert Seethaler. Der letzte Satz. Hanser Berlin, 2020.
Lily King. Writers & Lovers. C.H. Beck, 2020.
Hilmar Klute. Oberkampf. Kiepenheuer & Witsch, 2020.