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Hepatitis A und E heilen in der Regel von selber aus. Infektionen mit dem Hepatitis-B-(HBV) oder -C-Virus (HCV) können chronisch verlaufen. Um die Krankheitslast zu vermindern und schwere Folgeerkrankungen bei den Patientinnen und Patienten zu verhindern gilt es, Personen mit einer chronischen Infektion zu diagnostizieren und zu behandeln. Denn unbehandelt können Infektionen mit Hepatitisviren zu Leberzirrhose und Leberkrebs führen. Zudem können insbesondere bei Hepatitis C gravierende Folgen ausserhalb der Leber auftreten wie zum Beispiel Diabetes mellitus, kardiovaskuläre Erkrankungen und Non-Hodgkin-Lymphom, dies unabhängig vom Leberschaden.
Etwa ein Drittel der betroffenen Bevölkerung weiss nichts von ihrer Hepatitis-C-Infektion. Die Hepatitis-B-Neuinfektionen konnten durch konsequentes Impfen von Jugendlichen seit 1998 um über 80 Prozent reduziert werden. Eine Hepatitis-Infektion entwickelt sich über viele Jahre und kann symptomlos verlaufen oder wird von unspezifischen Symptomen begleitet. Es ist deshalb wichtig, dass Hausärztinnen und Hausärzte daran denken, Personen mit einem erhöhten Risiko für eine Infektion Tests vorzuschlagen. Nicht selten findet sich bei einer neu diagnostizierten Virushepatitis bereits ein relevanter Leberschaden. Mit rechtzeitigem Testen und Behandeln können schlimmere Folgeerkrankungen verhindert werden.