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Backtesting
Das Backtesting ermöglicht die Beobachtung des möglichen Verhaltens eines Strukturierten Produkts während der Laufzeit anhand historischer Daten.
Backwardation
Beschreibt eine Preissituation bei Termingeschäften, bei der Termingeschäfte mit längerer Laufzeit einen tieferen Preis aufweisen als solche mit kürzerer Laufzeit. Durch den Ersatz von auslaufenden Terminkontrakten mit länger laufenden Kontrakten entstehen sogenannte Rollgewinne. Das gegenteilige Szenario wird als Contango bezeichnet.
Barabgeltung (Cash Settlement)
Erreicht ein Strukturiertes Produkt das Ende der Laufzeit, kommt es zur Rückzahlung gemäss dem im Termsheet definierten Payoff-Diagramm. Dabei kann der Emittent die Rückzahlung gemäss Produktbeschreibung (Termsheet) über die physische Lieferung des Basiswerts oder eine Barabgeltung vollziehen. Bei der Barabgeltung, auch Cash Settlement genannt, erhält der Anleger den Wert (zum Zeitpunkt des Final Fixing) des Produkts am Tag der Rückzahlung (Redemption Date) in bar ausgezahlt.
Bärenmarkt
Der Bär (engl.: bear) steht an der Börse als Symbol für sinkende Kurse. Wie auch die Baisse beschreibt der Bärenmarkt ein Sinken der Kurse über einen längeren Zeitraum. Gegensatz: Bullenmarkt.
Bärenmarktrally
Als Bärenmarktrally wird eine zwischenzeitliche kräftige Erholung der Börsenkurse in einem insgesamt schwachen Umfeld bezeichnet.
Barrier Range Reverse Convertible
Der Barrier Range Reverse Convertible stellt einen ehemaligen Produkttyp der SVSP Swiss Derivate Map dar. Das Produkt ermöglicht neben einem bedingten Kapitalschutz einen attraktiven Coupon, wenn sich der Basiswertkurs während der ganzen Laufzeit innerhalb eines vordefinierten Bereichs aufhält.
Barrier-Optionen
Barrier-Optionen sind Produkte, bei denen das Optionsrecht aktiviert wird oder verfällt, wenn der Kurs des Basiswerts bestimmte vorher festgelegte Grenzen (Barriere) über- bzw.unterschreitet.
Barriereverletzung
Wurde zu Beginn definierte Barriere berührt, ändert sich das Payoff-Diagramm des Produktes. Der bedingte Kapitalschutz oder die Möglichkeit gar an sinkenden Kursen zu partizipieren geht verloren.
Barwert
Aktueller diskontierter Wert einer Anlage.
Basis
Basis ist die Differenz der Bonitätsbewertung eines Unternehmens/Staates einerseits auf dem Bondmarkt und andererseits auf dem Kreditderivatmarkt. Theoretisch sollte die Basis null sein. Auf eine mögliche Abweichung setzen einzelne Strukturierte Produkte.
Basispreis (Strike)
Der Basispreis ist der Preis, zu dem der Inhaber einer Option oder eines Warrant den Basiswert erwerben oder veräussern kann, wenn er das Optionsrecht ausübt. Der Basispreis entspricht dem Ausübungspreis (Strike).
Basiswert
Der Basiswert ist das Finanzinstrument, auf den sich ein Hebel- oder Strukturiertes Produkt bezieht. Die Kursbewegung des Basiswerts ist der wichtigste Einflussfaktor für die Kursbewegung des strukturierten Produkts. Als Basiswerte kommen Aktien, Aktienkörbe (Baskets), Indizes, Währungen, Rohstoffe, Anleihen oder Futures in Frage.
Basket
Entspricht einem Korb (Basket) von einzelnen Anlagewerten. Meist werden Produkte aus demselben Sektor in einem Basket vereint. Bei den Strukturierten Produkten beziehen sich meist Tracker-Zertifikate auf vordefinierte Aktien-Körbe (Baskets).
Basket-Option
Entspricht einer Option, deren Auszahlung von mehreren Basiswerten abhängt.
Bear Spread
Beim Bear Spread handelt es sich um eine Optionsstrategie, die eine gehebelte Partizipation an einem leicht sinkenden Basiswertkurs ermöglicht.
Bear-Tracker-Zertifikat
Ein Tracker-Zertifikat, das von sinkenden Basiswertkursen profitiert.
Benchmark (Vergleichsindex)
Ist ein Referenz- oder Vergleichswert, der zur Beurteilung von Erfolg und Misserfolg einer Anlage herangezogen wird.
Besicherung
Siehe COSI
Bestens-Auftrag (Market Order)
Auftrag wird zum bestmöglichen Geld- oder Briefkurs ausgeführt. Dies macht jedoch nur Sinn, wenn genug Volumen im Auftragsbuch verhanden ist. Bei kleinen Volumina riskiert der Anleger beim Kauf (Verkauf) weit mehr (weniger) zu zahlen (erhalten), als er annehmen durfte.
Bezugsverhältnis
Das Bezugsverhältnis gibt an, wie viele Einheiten des Basiswerts über das Strukturierte Produkt oder die Option bezogen oder verkauft werden können. Das Bezugsverhältnis entspricht geradem dem Kehrwert der Ratio.
Bid
siehe Geldkurs
Bid-Ask Spread
siehe Geld-Brief-Spanne
Binäre Option
Exotische Option, die eine fixe Auszahlung liefert, wenn der Kurs des Basiswerts am Laufzeitende über bzw.unter dem Strike notiert.
Binomialmodell
Das Binomialmodell bewertet Optionen mithilfe von Replikationen. Dabei wird ein Portfolio aus dem Basiswert und einer risikolosen Anlage gebildet, das zu jeder Zeit genau die gleiche Auszahlung generiert wie die Option selbst.
Black-Scholes-Modell
Das Black-Scholes-MOdell ist eines der ersten und berühmtesten Modelle zur Berechnung fairer Optionspreise. Für die Entwicklung des Modells wurde im Jahr 1997 der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften an Myron Scholes und Robert C. Merton verliehen. Fisher Black war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben. Die ursprüngliche Form des Black-Scholes-Modells ist bis heute vielfach weiterentwickelt worden.
Bond Floor
Wert der verzinslichen Komponente (Bondkomponente) eines Strukturierten Produkts. Wird vor allem für die modifizierte Differenzbesteuerung benötigt.
Bonds
Ist die englische Bezeichnung für Obligationen.
Bonität
Die Bonität ist ein Mass für die Zahlungsfähigkeit und die Zahlungswilligkeit eines Schuldners. Für die Einschätzung der finanziellen Sicherheit des Schuldners helfen z. B. Ratings oder Credit Spreads.
Bonus
Der Bonus, auch Bonus-Ertrag genannt, gibt die Höhe der möglichen Rendite eines (Capped-) Bonus-Zertifikats im Falle eines seitwärts tendierenden Basiswerts an. Der Bonus wird üblicherweise bei Emission bestimmt. Danach wird nur noch die Seitwärtsrendite betrachtet.
Bonus-Level
Das Bonus-Level entspricht dem Strike eines Bonus-Zertifikats. Es gibt an, welcher Betrag der Anleger mindestens erhält, wenn die Barriere nie verletzt wurde.
Bonusrendite
Die Bonusrendite zeigt die durch den Bonus ermöglichte Rendite an. Sie entspricht bei Emission ungefähr der Seitwärtsrendite. Steigt jedoch der Kurs des Zertifikats über den Strike, dreht das Vorzeichen, im Gegensatz zur Seitwärtsrendite, ins Negative.
Break-even
siehe Gewinnschwelle
Briefkurs
Der Briefkurs (engl.Ask) stellt den Verkaufspreis aus Sicht des Market Maker dar. Es entspricht dem Kurs, zu dem der Anleger ein Wertpapier kaufen kann.
Bull Spread
Beim Bull Spread handelt es sich um eine Optionsstrategie, die eine gehebelte Partizipation an einem leicht steigenden Basiswertkurs ermöglicht.
Bullenmarkt
Der Bullenmarkt (oder Hausse) beschreibt einen Anstieg der Kurse über einen längeren Zeitraum.
Butterfly
Reine Optionsstrategie, bei welcher der Anleger von seitwärts tendierenden Kursen profitiert.