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Infopunkt Viamala
Von Dämmen und Sperren
Um „den Untergang des ganzen Thusis zu bewirken, bedarf es einer einzigen neuen Anschwellung der Nolla“, hiess es 1821 im „Taschenbuch für die gesammte Mineralogie“.
Beschreibung
Es musste also etwas geschehen, um die drohende Katastrophe abzuwenden.
Doch erst als der Nolla den Rhein 1868 erneut auf bis zu zwölf Meter staute und das Jahrhundertprojekt der Domleschger Rheinkorrektion in Gefahr brachte, nahm man die Sache endlich an die Hand. 1870 bis 1910 wurden 20 Hauptsperren, 46 kleinere Sperren und drei Absperrdämme gebaut, was mehr als eine Million Franken kostete, finanziert durch die betroffenen Gemeinden, den Kanton und den Bund.
Nun konnte der Nolla seine über Jahrhunderte angerichteten Schäden zurückzahlen: Sein nährstoffreiches Geschiebe wurde noch bis zum Ende des 20. Jahrhunderts mittels eines Kanalsystems auf die neu gewonnen Felder auf der Rheinebene geleitet. Noch heute gilt die Nolla-Verbauung als vorbildliche Ingenieurleistung im Bereich hydrologischer Schutzbauten.
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