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Wie sich das Leben mitunter auch auf skurrile Weise automatisieren lässt, zeigt das Beispiel eines Programmierers, der an seinem ehemaligen Arbeitsplatz verschiedene Skripte zurückgelassen hat, wie Alex Jumašev berichtet. Er hat einen entsprechenden Bericht eines Kollegen aus dem Russischen übersetzt und auf seinem Firmenblog
veröffentlicht. Der ehemalige Mitarbeiter seines Kumpels soll sich für wiederkehrende Aufgaben in seinem Arbeitsalltag allerlei Skripts geschrieben haben.
So verschickte das Skript "Hangover" automatisch die Nachricht, dass er heute im Home Office arbeitet, wenn sein Account nicht bis 08:45 Uhr auf dem Firmenserver auftaucht.
Und wenn er abends immer noch eingeloggt war, wurde seine Frau per SMS darüber informiert, dass er länger arbeitet. Die Nachricht soll jeweils – sinngemäss übersetzt - mit "Wird spät heute", begonnen haben, gefolgt von einer Begründung, die ein Zufallsgenerator aus einer Liste gewählt hat.
Für einen offenbar besonders lernresistenten "Kunden" hat er sich noch etwas mehr ins Zeug gelegt: Sobald in seinem Posteingang ein Mail von diesem "Kunden" landete, das ein Wort wie "Hilfe", "Probleme" oder "Sorry" enthielt, hat das Skript den Server des Kunden automatisch auf das letzte Backup zurückgesetzt und ihm zurückgeschrieben mit "Kein Problem, sei vorsichtig beim nächsten Mal".
Und auch seine Kaffeepause soll der unbekannte Programmierer optimiert haben. Denn die Kaffeemaschine des Büros soll ans Netzwerk angehängt sein und auf Linux laufen. Das hat es ihm ermöglicht, ein Skript zu schreiben, das auf Knopfdruck hin mit 17 Sekunden Verspätung der Maschine den Auftrag gab, einen Kaffee zu machen. So war der Kaffee auf die Sekunde dann fertig, wenn der Programmierer im Büro bei der Maschine angekommen ist. Die Skripts liegen auf Git Hub bereit
. (mik)