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Geschichte. Fitz war im
Besitze der Herren von Duino, später bis 1365 Pfandschaft der Frangipani, dann der Herren von Walsee,
bis es 1471 von
KaiserFriedrich III. gekauft und zu Innerösterreich geschlagen wurde. 1719 erhielt Fitz von
KaiserKarl VI.
das Freihafenpatent. 1779 wurde Fitz von der Kaiserin Maria
Theresia mit dem Königreich
Ungarn
[* 3] als «corpus separatum» vereinigt,
unter welchem es blieb, bis es 1809 die
Franzosen besetzten. Fitz kam 1814 wieder an
Österreich,
[* 4] ward aber 1822 abermals an
das Königreich
Ungarn zurückgegeben.
Nach den
Stürmen von 1848 und 1849 schlug man Fitz zum Kronlande
Kroatien.
Seit Aug. 1870 steht dasselbe samt Gebiet (19,75 qkm) als autonomer Körper direkt unter der ungar.
Centralregierung.
(spr. -mitschihno),Ort in der ital.
ProvinzRom,
[* 7] im Agro
Romano und zur Gemeinde
Rom gehörig, am nördl. Tibermündungsarm, an der Zweiglinie Ponte Galera-Fiumicino (10
km) des Mittelmeernetzes, von
Ostia durch die Isola Sacra getrennt, hat (1881) 604 E. und dient neben Civitavecchia (s. d.)
als Einfuhrplatz für die Hauptstadt, zu der kleinere
Dampfer aus dem durch Molenbauten vor Versandung
leidlich geschützten
Hafen gelangen. - Fiumicino wurde 1825 auf den Ruinen des Hafenplatzes
PortusAugusti, den
KaiserClaudius nach
Aufgabe von
Ostia angeleqt hatte, gegründet; das 1773 hart am
Meer erbaute Kastell steht jetzt 1000 Schritte landeinwärts.
(lat.), Festsetzung, insbesondere des Einkommens oder einer bestimmten Aversionalsumme
an
Stelle jeweilig zu erhebender Beträge, wie z. B. bei der
Biersteuer (s. d., Bd.
2, S. 991
b) und
Branntweinsteuer (s. d., Bd.
3, S. 428 b).
Mittel, welche Zeichnungen, bei deren Herstellung
Kohle, schwarze oder farbige Kreide
[* 10] verwendet worden ist, vor dem Verwischen
schützen und so längere Zeit erhalten. Zu den besten
Mitteln dieser Art gehört reiner franz. Lack (Fabrikat Löhnée Frères)
in bester Qualität und, speciell für
Blei- und Kreidezeichnungen, farblose Rindergalle. Zur
Verbreitung der
Fixative über die Zeichnung bedient man sich gewisser Zerstäubungsapparate, die im
Handel unter dem
NamenFixateur bekannt sind.
Auch übergießt man zum
Fixieren die Zeichnungen mit magerer
Milch oder schwarzem
Kaffee oder setzt
sie der Einwirkung von
Wasserdämpfen aus, die den Leim im Papier erweichen und dadurch ein Festhalten der
Farbe bewirken.
Idee, ein irrtümlicher
Gedanke, der immer wieder ohne nachweisbaren
Grund sich aufdrängt und von dessen Richtigkeit
die damit behaftete
Person fest überzeugt ist. Die Entstehung solcher Fixe Idee ist eine doppelte, insofern
als dieselben 1) als Teilerscheinungen von
Geistesstörung auftreten, 2) durch Gewohnheit bei sonst gesundem
Gehirn
[* 11] sich festsetzen.
Im erstern Falle (Fixe Idee im engern
Sinne) wird durch eine ihrem Wesen nach meist nicht erkennbare Hirnerkrankung von innen
heraus ein unwiderstehlicher Zwang zurBildung gewisser falscher
Urteile geschaffen, so daß der
Kranke
von vornherein zu jeder Kritik derselben unfähig erscheint oder es nach vorübergehendem
Schwanken und Zweifeln alsbald wird.
Der
Inhalt der Fixe Idee bezieht sich hier gewöhnlich auf die
Person des Inhabers selbst, insbesondere auf sein Verhältnis zur
Mitwelt; man spricht hier gewöhnlich von «fixen
Wahnideen», z. B.
Wahn, verfolgt, geliebt zu werden. Nach
jahrelangem Bestehen derartiger Fixe Idee ist eine
Heilung fast ausnahmslos ausgeschlossen; es kommt durch Angliederung immer
neuer
Wahnideen schließlich zu einer vollständig falschen
Auffassung des eigenen Selbst. (S. Verrücktheit.) Bei intellektuell
wenig beanlagten
Personen können aber auch irrtümliche, durch äußere zufällige Einwirkungen (Unterricht,
Lektüre) entstandene
Vorstellungen, die lange mit Vorliebe gehegt werden, allmählich auch ohne Hinzutreten einer besondern
Hirnanomalie sich festsetzen, so daß ihnen gegenüber die Kritik völlig verloren geht. Diese Fixe Idee beziehen
sich meist auf objektive Verhältnisse (z. B. Möglichkeit, ein
Perpetuum mobile zu konstruieren
u. dgl. m.). Es
kommt hierbei in der Regel nicht zu einer falschen Selbstauffassung; der Fixe Idee, die meist ganz isoliert dasteht,
gesellen sich andere nicht bei; die geistige Leistungsfähigkeit leidet selbst bei langem Bestehen nur insoweit, als durch
das Auftauchen der Idee oder durch das
¶
mehr
Interesse des Inhabers an derselben andere Gedanken oder Interessen in den Hintergrund gedrängt werden.