Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03124.jsonl.gz/3227

Ein Berner soll seine Frau ermordet haben – am Montag steht er vor Gericht
Ende März 2021 landete die Frau des Angeklagten im Spital. Sie litt unter Durchfall, Erbrechen und Schmerzen. Das berichtet die «NZZ», die unter Berufung auf die Anklageschrift den Fall aufrollte. Eine normale Erkrankung des Magen-Darm-Trakts wurde vermutet, die Frau heimgeschickt. Zwei Tage später litt sie noch immer unter den Beschwerden und ging wieder ins Spital. Nochmals zwei Tage später verstarb die 54-Jährige dort. Der Grund war multiples Organversagen.
Eine Person im Behandlungsteam schlug Alarm. Etwas stimmte nicht. Die Polizei nahm, gemeinsam mit dem Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern, die Ermittlungen auf. Diese führten zu ihrem Ehemann, einem Berner CEO. Dieser wurde zwei Wochen nach dem Tod seiner Frau verhaftet und ist seit April 2021 in Untersuchungshaft.
Gift im Porridge
Dem 50-jährigen Schweizer wird vorgeworfen, seine Frau vergiftet zu haben. Er soll eine grosse Menge eines Gichtmedikaments – für das es kein Gegenmittel gibt – zu Pulver verkleinert und ihr in den Frühstücksporridge gemischt haben. Die Nebenwirkungen, die normalen Erkrankungen zum Verwechseln ähnlich sind, führten zum Tod seiner Frau.
Das Motiv? Laut NZZ habe sich der Mann in eine andere Frau verliebt und wollte mit dieser sogar in die Ferien fahren. Der Berner beharrt auf seiner Unschuld und dementiert die Vorwürfe. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung. Der Prozess war ursprünglich für August 2022 angesetzt gewesen, doch die Verhandlung musste verschoben worden. Als Grund wurde der Gesundheitszustand des Angeklagten angegeben.
(ade)