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Die Holzlocke: Wenn jemand Holz hobelt, entstehen Späne, die sich ähnlich wie Haarlocken kringeln. Diese sehen nicht nur lustig aus, sondern sie sind auch gutes Anfeuerungsmaterial, wenn man ein Feuer entzünden möchte. Die Wärme Auch die Reibungswärme, die an der Druckkante des Hobels entsteht, hat einen Einfluss. Die Wärme zieht den Span auf der Oberseite zusammen und begünstigt so das Kringeln. Diesen Effekt die sogenannte Vorspannung kennen wir vom Geschenkband, das wir mithilfe einer Schere zum Kräuseln bringen. Sehr dünne Späne kräuseln sich weniger als ihre dickeren Kollegen, weil sie die Spannung schnell verlieren. Der Knick Wie aber entstehen diese Holzlocken? In jedem Hobel hat es ein Messer, den sogenannten Doppel. Diese Klinge schneidet beim Hobeln eine dünne Schicht Holz ab, den Span. Während des Hobelns wird der Span geknickt und auf seiner Unterseite bilden sich kleine Haarrisse. Auf diese Weise wird er aufgerollt oder eben gekringelt. Der Gegenspieler Nicht alle Späne kringeln sich: Manchmal entstehen gerade Späne. Allerdings nur dann, wenn der Doppel sehr steil und nahe an der Scheide eingestellt ist. Dadurch bildet sich auch am Doppel starke Reibungswärme, welche die Vorspannung ausgleicht und damit den Kringel-Effekt neutralisiert.