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Der dänische Finanzminister Kristian Jensen sagte diese Woche, die Regierung müsse ihre Kreditaufnahme im nächsten Jahr erhöhen, um unter anderem die Kosten für Steuersenkungen zu finanzieren. Dies folgt auf eine Ankündigung vom Juni, als Dänemark mitteilte, es werde mit staatlichen Schulden anstelle von Hypothekenanleihen die umgerechnet bis zu 25,4 Milliarden Euro für den öffentlichen Wohnungsbau finanzieren.
Danske Bank sagt, dass die Maßnahmen und die zusätzliche Liquidität, die dadurch zur Verfügung gestellt wird, genau das sind, worauf Anleger nach Jahren der Angebots-Dürre gewartet haben. Emissionen fielen bisher eher bescheiden aus, da Dänemark einfach nicht so viele Schulden hat (weniger als 40 Prozent des BIP). Im Jahr 2015 stoppte das Land sogar die Ausgabe von Staatsanleihen, um Spekulanten davon abzuhalten, weiter Kronen zu horten, inmitten eines turbulenten Angriffs auf die Währungs-Anbindung an den Euro.
"Die Leute werden das sehen und sagen: ’Großartig, wir können mehr Anleihen handeln’", sagte Jens Peter Sorensen, Chef-Analyst Bonds bei der Danske Bank in Kopenhagen. "Das bedeutet, dass das, was ein negatives Ereignis hätte werden können, nun gar kein Ereignis ist."
Dänemarks Staatsanleihenmarkt umfasst nur etwa ein Viertel der Größe des Hypotheken-Anleihemarkt des Landes. Das Emissionsziel für 2017 beträgt 65 Milliarden Kronen (8,5 Milliarden Euro) an Anleihen und 30 Milliarden Kronen in Schatzanweisungen, die besonders bei ausländischen Investoren beliebt sind. Dänemark ist einer von nur 10 staatlichen Emittenten, die ein erstklassiges "AAA"-Rating von S&PGR, Moody’s und Fitch halten.
Die Mitte-Rechts-Regierung von Premierminister Lars Lokke Rasmussen wird die ausführlichen Details seines Steuerplans nächste Woche vorstellen. Ferner sollen auch Einzelheiten genannt werden, wie die Maßnahmen die Schuldenaufnahme des Landes beeinflussen werden.
(Bloomberg)