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Nach Angaben der chilenischen Luftwaffe und des Regionalbürgermeisters der Provinz Magallanes wurden Teile gefunden, die wahrscheinlich zur abgestürzten Maschine gehören. Eine detaillierte Untersuchung steht noch bevor.
Die Teile, die zuerst vom chilenischen Schiff „Antarctica Endeavour“ entdeckt worden waren, sind Schaumstoffmaterial, welches zur Innenverkleidung von Tanks bei Flugzeugen wie der C-130 Hercules gehören. Die im Wasser treibenden Teile wurden rund 30 Kilometer südlich der zuletzt bekannten Position der Maschine entdeckt. Die Funde werden genau durch die chilenische Luftwaffe analysiert. Die Bilder und die Karte mit dem Fundort wurden von der Luftwaffe auf ihrem Facebook-Kanal veröffentlicht.
Gemäss eines Presseartikels der chilenischen Zeitung „El Mércurio“ wurden nur Stunden später weitere Teile vom brasilianischen Versorgungsschiff „Almirante Maximiano“ entdeckt. Darunter waren ein Rad und Teile des Flugzeugrumpfes. Der Regionalbürgermeister der Provinz Magallanes, José Fernandez Dübrock, bestätigte später auch, dass neben diesen Teilen auch Teile von Personen gefunden und geborgen worden waren. Eine Identifizierung stehe noch aus, aber die Angehörigen seine vor dieser Ankündigung bereits informiert worden. Weitere Informationen werden erwartet, wenn heute gegen 14 Uhr MEZ (10 Uhr Lokalzeit) der chilenische Verteidigungsminister Alberto Espina und der Chef der Luftwaffe, Arturo Merino, in Punta Arenas eintreffen werden, um sich vor Ort über die Lage zu informieren. Die Suche nach weiteren Teilen, vor allem auch nach der Black Box, wird fortgesetzt. An der Suche beteiligen sich nach Angaben der Luftwaffe 640 Personen, 21 Flugzeuge, 10 Schiffe und 4 Satelliten. Auch Expeditionsschiffe hatten an der Suche Teil genommen.
Die Maschine der chilenischen Luftwaffe vom Typ C-130 Hercules war am vergangenen Montag auf dem Weg von Punta Arenas zur Antarktisbasis Eduardo Frei Montava auf King George Island etwa eine Stunde vor Ankunft vom Radar verschwunden. Zu diesem Zeitpunkt war sie noch knapp 300 Seemeilen (540 Kilometer) von ihrem Ziel entfernt, mitten in der Drake Passage. An Bord waren 37 Männer und 1 Frau. Drei der Personen waren Zivilisten, der Rest Angehörige der Luftwaffe und Personal für die Station. Aufgaben des Personals und der Zivilisten seien Forschungs- und Wartungsarbeiten im Rahmen des chilenischen Antarktisprogrammes gewesen.
Quelle: El Mercurio / Fuerza Aeréa de Chile