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Schweizer Privatbahnen
Geschichte
Wie bekannt sind die ersten Eisenbahngesellschaften in der Schweiz Privatrechtliche Unternehmen gewesen. Nach dem die grössten Schweizer Privatbahnen von der Eidgenossenschaft übernommen worden sind entstanden doch einige grössere Privatbahnen.
- Bodensee-Toggenburg-Bahn
- Lötschbergbahn
- Mittelthurgaubahn
Von den drei Genannten Privatbahnen sind noch zwei privatrechtlich organisiert, aber fast vollständig im Besitz der Öffentlichen Hand. Die Eisenbahnlinie der Mittelthurgaubahn, ist heute im Besitz der Schweizerischen Bundesbahnen, Der Regionalverkehr wird durch die Thurbo AG, eine Tochter der SBB (90%) und Kanton Thurgau (10%) geführt.
Mittlerweile sind alle Privatbahnen die Regionalen-Personen-Verkehr Anbieter mittlerweile mehrheitlich in Öffentlicher Hand. So gut wie keine Eisenbahngesellschaft konnte sich dem Druck zum Bilden grösserer Eisenbahngesellschaften widersetzten. Nur wenige Gesellschaften konnte ihre Eigenständigkeit bewahren. Die Oensingen-Balsthal-Bahn ist eine der kleinen Bahngesellschaften, die vor der Zeit der Bundesbahn eröffnet wurde und ohne Fusion heute noch besteht. Die Waldenburgerbahn und die Frauenfeld-Wil-Bahn waren auch alteingesessene Gesellschaften aus den alten Eisenbahnzeiten. Die Waldenburgerbahn ist seit 2016 Teil der Basel-Land Transport AG und die Frauenfeld-Wil-Bahn hat sich mit den Appenzeller-Bahnen in diesem Jahr (2021) zusammengeschlossen.
Im Kanton Bern gab es früher zahlreiche Privatbahnen, die Teilweise unter gemeinsamer Betriebsführung standen und Mittlerweile sind alle Gesellschaft zusammen Geschlossen.
BLS AG
Die BLS so wie sie heute kennen Endstand 2006, dort schloss sich die BLS Lötschbergbahn mit dem Regionalverkehr Mittelland zusammen. Beide Gesellschaften entstanden 1997 wiederum durch Fusionen. Die BLS ist ein Eisenbahn Verkehrsunternehmung (EVU) ihre Strecken Infrastruktur ist seit 2009 in einer separaten Gesellschaft, der BLS Netz AG geführt.
BLS-Lötschbergbahn
Die BLS-Lötschbergbahn entstand aus dem Zusammenschluss der BLS-Gruppe im Jahr 1997. Die Berner Alpenbahn Gesellschaft Bern Lötschberg Simplon, wie die BLS offiziell heisst führte den betrieb der Bern-Neuenburg-Bahn (BN), Gürbental-Bern-Schwarzenburg-Bahn (GBS) und der Spiez-Erlenbach-Zweisimmen-Bahn (SEZ).
Die BLS Lötschbergbahn gründete im Jahr 2001 für den Güterverkehr die BLS Cargo AG, die hauptsächlich Transit- und Blockzüge führt.
Regionalverkehr Mittelland
Der Regionalverkehr Mittelland entstand aus der Emmental-Burgdorf-Thun-Bahn (EBT), Solothurn-Münster-Bahn (SMB) und den Vereinigten-Huttwil-Bahnen (VHB). Die drei Bahnen standen seit Jahren unter gemeinsamer Betriebsleitung. Das Rollmaterial wurde freizügig inerhalb der EBT-Gruppe verwendet.
BLS-Netz AG
Bei der BLS ist der Betrieb und die Infrastruktur der Bahn in separate Gesellschaften aufgeteilt. Die BLS-Netz AG enstand aus der früheren BLS Alp Transit AG die den Lötschberg-Basistunnel gebaut hat. In der Netzgesellschaft wurden alle im Besitz der BLS befinden Eisenbahnstrecken eingebracht. Die Eidgenossenschaft wandelte Darlehen, die sie für den Ausbau der Lötschbergbahn gewärt hatte in Aktien um und ist nun der grösste Aktionär.
BLS-Cargo AG
Die BLS Cargo AG ist die Güterverkehrstochter der BLS AG, sie Endstand im Jahr 2001 im Zuge der Bahnreform. An der Güterverkehrstochter der BLS beteiligte sich im Jahr 2002 DB Cargo und Ambrogio Gruppe. Die Deutsche Bahn erhöhte im Jahr 2008 ihren Anteil bei der BLS Cargo von 20 auf 45%. 2014 kaufte die BLS AG die Anteile von DB-Cargo an den BLS-Cargo ab. Im Jahr 2017 sieg die französische SNCF Logistics bei der BLS Cargo ein.
Die BLS Cargo AG profitierte stark am Zusammenbruch der Mittelthurgaubahn und deren Tochter Lokoop AG. Obwohl die Transportverträge der Lokoop an die SBB Cargo gingen, wechselten einige Güterkunden kurze Zeit später zur BLS Cargo.
Um den Kunden einen besseren Service zu bieten, gründete die BLS Cargo in Deutschland und Italien eigene Tochtergesellschaften.
Bildquellen
- BLS Luzern: Norbachov/Shutterstock.comv