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Der Swiss Paralympic Kader ist um zwei Athlet*innen ärmer: Sowohl Bogenschütze Martin Imboden als auch Leichtathletin Céline van Till beenden ihre Karrieren im jeweiligen Sport.
Martin Imboden tritt per sofort zurück. Gesundheitliche Gründe waren dabei für den Walliser ausschlaggebend:
«Eine Schulterverletzung zwingt mich dazu, dass ich den Bogen an den Nagel hänge», sagt der 57-Jährige. Imboden wird dem Parasport jedoch erhalten bleiben. Er wolle sich neu dem Sportschiessen widmen, so Imboden. Grosse sportliche Erfolg waren für den Walliser der Europameistertitel 2010 sowie eine Teilnahme an den Paralympics 2016 in Rio.
Reha statt Europameisterschaft
Ebenfalls Forfait geben muss die Leichtathletin Céline van Till. Die Genferin war im März zum wiederholten Male bei einem Lauf auf den Kopf gestürzt. In Absprache mit dem medizinischen Personal und nach reiflicher Überlegung hat sich die 29-Jährige dazu entschieden, ihre Leichtathletik-Karriere zu beenden. Van Till war für die Europameisterschaften 2021 in Bydgoszcz selektioniert worden und hatte sich auf die Paralympics in Tokio vorbereitet.
Nun wolle sie all ihre Kraft darauf verwenden, wieder vollkommen zu genesen, so van Till. Die Westschweizerin mit einer Vergangenheit im Pferdesport war erst 2018 zur Leichtathletik gestossen. Van Till gehörte dem Juniorenkader Dressur an, als sie 2008 vom Pferd stürzte. Sie erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und war einen Monat lang im Koma. Seitdem lebt die Genferin mit einer Einschränkung ihres Sichtfelds auf der linken Seite sowie mit Gleichgewichts- und Koordinationseinschränkungen.