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Täglich überqueren derzeit 4000 bis 7000 Personen die Grenzen Kroatiens und Sloweniens; Menschen, die versuchen, dem Krieg und Terror in ihren Heimatländern zu entkommen. Bei ihrer Arbeit in den Transiteinrichtungen werden die kroatischen und slowenischen Zivilschutzorganisationen durch das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), die nationalen Rotkreuzgesellschaften, verschiedenen Nichtregierungsorganisationen und zahlreichen Freiwilligen unterstützt. Gleichwohl stellt die grosse Zahl der Migrantinnen und Migranten für die Länder auf der so genannten westlichen Balkanroute eine ausserordentlich grosse Herausforderung dar.
Nachdem Slowenien und Kroatien in der letzten Oktoberwoche erstmals ein Gesuch an die Schweiz gerichtet hatten, beschloss die Humanitäre Hilfe der Schweiz, die Zivilschutzorganisationen und Zivilgesellschaften in den beiden Ländern zu unterstützen. Bereits am 11. November wurde im Anschluss ein LKW mit 7,2 Tonnen Hilfsgütern (Wassertanks, Verteileinheiten und Decken), von der Materialzentrale der Humanitären Hilfe in Wabern entsendet. Die Hilfsgüter wurden am Tag danach dem slowenischen Zivilschutz übergeben.
Ebenfalls am 12. November reiste ein Team des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) nach Slowenien. Die SKH-Experten sollen weiteres Material vor Ort einkaufen und den Zivilschutz mit ihrer Expertise unterstützen, wie z.B. beim Ausbau der sanitären Anlagen in den Durchgangszentren. Die Experten sind im slowenischen Ausreisezentrum Šentilj an der österreichischen Grenze tätig, werden das Engagement im Verlauf der kommenden Tage aber auch auf Kroatien ausdehnen. Eine weitere Aktionslinie betrifft die freiwilligen Helfer. Ein Teil des Budgets wird dem kroatischen Roten Kreuz und der Organisation Slowenischen Philanthropie, zur Verfügung gestellt, welche die Helfer koordinieren. Das Budget des Projekts in Slowenien und Kroatien beläuft sich auf CHF 1 Mio.
Diese Aktionslinien basieren auf der Erkundungsmission eines dreiköpfigen Teams der Humanitären Hilfe zwischen dem 4. und 8. November in Slowenien und Kroatien. Als dringendste Bedürfnisse in den Empfangszentren identifizierte das Team winterfeste Infrastruktur, winterfeste Wasch- und Sanitäranlagen, Unterstützung der bis an den Rand der Erschöpfung arbeitenden Freiwilligen sowie das Bereitstellen von Übersetzern (Urdu, Farsi und Arabisch).
Im Rahmen der Migrationspartnerschaften mit Serbien, Bosnien-Herzegowina und Kosovo, hat das Staatssekretariat für Migration (SEM) den Partnerländern bereits vor einigen Monaten zusätzliche Gelder zur Verfügung gestellt. Diese Mittel wurden beispielsweise an der Grenze zwischen Serbien und Mazedonien für die Einrichtung eines Empfangszentrums in Preševo eingesetzt. Ausserdem unterstützt das SEM die Länder der Region (hauptsächlich Serbien und Mazedonien) mit CHF 1,5 Mio. als Reaktion auf Aufrufe von UNHCR und der Internationalen Organisation für Migration (IOM).
Auch Nichtregierungsorganisationen sowie Vertreter der Zivilgesellschaft, die in diesen Ländern im Migrationsbereich aktiv sind, berücksichtigt die Schweiz mit ihren Beiträgen. Die Projekte wurden mit Hilfe der Schweizer Botschaften und Kooperationsbüros entwickelt. Schliesslich trägt die Schweiz mittels eines regionalen Projekts des IOM auch zur Stärkung des Informationsaustauschs zwischen den betroffenen Ländern bei. Zusätzlich hat die Schweiz UNHCR in Griechenland einen Wasser- und Hygiene-Fachmann zur Verfügung gestellt, der im Trinkwasser- und Sanitärbereich in den Auffangzentren vor Ort seine Expertise einbringt.
Das grösste Engagement der Schweiz zugunsten der Flüchtlinge leistet die Schweiz jedoch in der Krisenregion selbst. Seit Ausbruch des Syrien-Konflikts im März 2011 hat die Schweiz in Syrien, Libanon, Jordanien und Irak Projekte im Umfang von CHF 203 Mio. finanziert. Auf Beschluss des Bundesrats wurde diese Hilfe im September um CHF 70 Mio. aufgestockt. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen Projekte rund um die Syrien- und Irakkrise sowie am Horn von Afrika umgesetzt werden.
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