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Glockenblumen-Scherenbiene
Glockenblumen-Scherenbiene (Chelostoma rapunculi)
Die solitär lebende Glockenblumen-Scherenbiene ist ca. 8 bis 10 mm gross und Weibchen und Männchen unterscheiden sich in Farbe un Behaarung. Die Männchen sind etwas mehr behaart mit einer schönen rostroten Färbung. Das Bild zeigt übrigens ein Männchen. Die Behaarung der Weibchen fällt deutlich dürftiger aus variiert von grau bis weissgelb. Die Bauchbürste ist weissgelb behaart. Sie besiedelt Waldränder, Waldlichtungen, Streuobstwiesen sowie Gärten und Parkanlagen im Siedlungsbereich.
Ihre Nester legt das Weibchen oberirdisch in Totholzstrukturen an. Dabei nutzt sie gerne Insektenfrassgänge in abgestorbenen Ästen oder vom Holzwurm befallene Balken und Bretter von Scheunen sowie alte Zaunpfähle und Schilfmatten. Auch Nisthilfen mit einem Durchmesser von 3,5 mm werden angenommen. Das können Bambusröhrchen sein oder Bohrungen in Holz. Die Bohrungen sollten unbedingt sauber und frei von Splittern sein. Die Brutzellen werden in Linien angeordnet, wobei ein Nest aus 1 bis 6 Brutzellen bestehen kann. Zwischenzellwände sowie der Nestverschluss bestehen aus einer Art Mörtel, der wahrscheinlich aus Sand oder Lehm, Speichel und Nektar besteht. Der Nestverschluss wird zusätzlich noch mit kleinen Steinchen dekoriert.
In der Verproviantierung der Brutzellen steckt viel Arbeit. Die Glockenblumen-Scherenbiene braucht durchschnittlich 19 Sammelflüge für eine Brutzelle.
Steckbrief
Wissenschaftlicher Name: Chelostoma rapunculi
Flugzeit: Mitte Juni bis Ende August
Status CH: Nicht auf der Roten Liste (Stand 1994), aber eher selten
Foto: © Jürgen Mangelsdorf (Flickr)
Pollenpflanzen: Acker-Glockenblume (Campanula rapunculoides), Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium), Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia), Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)