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AllgemeinAllgemein wird die Applikation von Phenylbutazon an Tiere im ersten Lebensmonat als kontraindiziert angesehen, da deren Biotransformationsenzyme noch nicht voll funktionsfähig sind, und somit keine vollständige Elimination des Wirkstoffes gewährleistet ist (Cribb 1992).
Bei Ponies und Fohlen sollte eine Therapie mit Phenylbutazon unter besonderer Vorsicht vorgenommen werden, da bei diesen Tieren eine erhöhte Inzidenz für gastrointestinale Erosionen und Hypoproteinämie besteht. Einer besonderen Gefahr unterliegen hierbei Fohlen, welche durch den Befall von Endoparasiten unterernährt sind (Plumb 1995).
Eine besondere Vorsicht ist auch bei dem Einsatz von Phenylbutazon an Patienten geboten, welche bereits zu einem früheren Zeitpunkt einmal eine Überempfindlichkeit gegenüber der Substanz gezeigt haben, beziehungsweise bei denen gegenüber anderen Arzneimitteln Allergien bestehen (Plumb 1995).
Weiterhin wird in der amerikanischen Literatur der Einsatz von Phenylbutazon bei Lebensmittel-liefernden Tieren und bei laktierenden Milchkühen als kontraindiziert beschrieben (Plumb 1995).
In einer Studie wurden aus pharmakokinetischen Daten und Hersteller-Angaben empfohlene Wartezeiten für Phenylbutazon errechnet, die, nach der Gabe von 5 mg/kg KGW alle 12 Stunden für 8 Tage, für Milch 120 Stunden und für Fleisch 35 Tage betragen (Kopcha 1992).
GastrointestinaltraktPatienten mit Erkrankungen der Leber sollten nicht mit Phenylbutazon therapiert werden (Rubin 1986; Plumb 1995). Die Verabreichung von Phenylbutazon sollte beim Vorhandensein von Magen-Darm-Ulzera oder endoparasitär bedingter Darm-Schleimhaut-Läsionen unterbleiben (Plumb 1995; Ungemach 1994a).
Kardiovaskuläres SystemDer Einsatz von Phenylbutazon wird als kontraindiziert beschrieben, sofern bei den Patienten hämodynamische Störungen, zum Beispiel in Form von Dehydratation, Schock oder Hypertonie, vorliegen. Auch bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, bei hämorrhagischer Diathese, Tieren mit Knochenmarksschäden oder hämatologischen Störungen, bei septischen Patienten und bei Tieren in Anästhesie, sollte die Applikation von Phenylbutazon unterbleiben (Rubin 1986; Plumb 1995; Mentz 1987; Ungemach 1994a).
SchilddrüsePatienten mit Erkrankungen der Schilddrüse sollten nicht mit Phenylbutazon behandelt werden (Ungemach 1994a).
UrogenitaltraktEine Phenylbutazon-Applikation ist bei niereninsuffizienten Patienten kontraindiziert (Rubin 1986; Plumb 1995; Ungemach 1994a). Die Gabe des Wirkstoffes sollte an ein trächtiges Tier nur nach eingehender Abwägung der Vorteile gegen die entstehenden Risiken vorgenommen werden. So wurden, in Versuchen mit Nagetieren, nach Phenylbutazongaben verkleinerte Würfe, eine erhöhte neonatale Mortalität und vermehrte Totgeburten festgestellt. Gegen Ende der Trächtigkeit wird von dem Gebrauch von Phenylbutazon abgeraten, da die Gefahr der Tokolyse beim Muttertier und des vorzeitigen Verschlusses des Ductus botalli bei der Frucht besteht (Plumb 1995; Ungemach 1994a).