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Robotik
Ein Roboter, der wie eine Qualle aussieht und sich auch so bewegt, ist von einem Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Stuttgart rund um Metin Sitti vorgestellt worden. Der fünf Millimeter kleine "Jellyfishbot" ist nicht kabelgebunden und verfügt wie sein natürliches Vorbild über eine schirmförmige Glocke und nachziehende Tentakel.
Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt, die Robotern beibringt, sich durch visuelle Eindrücke von Objekten "vorzustellen", wie sich diese anfühlen. Dadurch kann ein Roboterarm vorhersagen, welches Objekt und welchen Teil davon er anfassen wird. "Indem sich der Roboter ein Objekt ansieht, kann er sich vorstellen, wie sich die Berührung mit einer scharfen Kante oder einer glatten Oberfläche anfühlt", so Forschungsleiter Yunzhu Li. Die KI wurde auch darauf programmiert, Berührungen in visuelle Bilder umzuwandeln.
Ein von Forschern der University of Plymouth entwickelter Agrarroboter pflückt Erdbeeren und soll in Zukunft das Tempo von menschlichen Arbeitern weit übertreffen. Während Menschen in einer Acht-Stunden-Schicht im Schnitt 15.000 Erdbeeren pflücken, soll die Maschine an einem Tag 25.000 Stück schaffen. Auch billiger ist die Maschine. Während Bauern in Grossbritannien ihren Angestellten ein bis zwei Pfund (1,13 bis 2,27 Euro) pro Kilogramm Erdbeeren zahlen, soll die Maschine für weniger Geld gemietet werden können.
Die Zahl der in Grossbritannien neu installierten Industrieroboter ist um drei Prozent auf 2.306 Einheiten gefallen. Im Vorjahr war der britische Roboterabsatz noch um 31 Prozent gestiegen. Die jüngsten Verkaufszahlen in der Europäischen Union sind dagegen weiterhin positiv - mit einem Plus von zwölf Prozent, wie die vorläufigen Ergebnisse des World Robotics Report 2019 der International Federation of Robotics zeigen. Obwohl noch nicht eingetreten, wirft der Brexit bereits seine wirtschaftlichen Schatten voraus.
Inspiriert von einem Blutegel, haben Forscher der Toyohashi University of Technology einen neuen Roboter namens "LEeCH" entwickelt, der mühelos an senkrechten Wänden emporklettern kann. Die Maschine klammert sich mit ihrem vorderen Saugnapf an der Wand fest und zieht ihren Hinterkörper nach. Dann saugt sich der Roboter fest und stemmt einen Oberkörper empor. Er kann sogar in Kurven emporsteigen, etwa um Hindernisse zu umgehen.
Friedensforscher der niederländischen Organisation PAX warnen vor einem Wettrüsten mit "Killerrobotern". Dabei handelt es sich um Waffensysteme wie beispielsweise Drohnen, die durch Künstliche Intelligenz (KI) gesteuert werden und ohne Einfluss des Menschen Entscheidungen über Leben und Tod treffen. PAX fordert ein Verbot solcher Roboter, das Wettrüsten würde sonst zu katastrophalen Folgen führen. Konflikte würden eskalieren und das Risiko von Todesopfern erhöhen.
Forscher der University of California San Diego haben ein robotisches Device entwickelt, das die Fortpflanzung des vom Aussterben bedrohten Nördlichen Breitmaulnashorns sichern soll. Es handelt sich dabei um einen schlangenähnlichen Roboter, durch den Embryos in die Uteri weiblicher Tiere einer verwandten Spezies eingesetzt werden.
Einige Kunden des Fahrdienst-Vermittler Lyft in der US-Stadt Phoenix werden demnächst in Roboterautos der Google-Schwesterfirma Waymo unterwegs sein. Zunächst sollen in den kommenden Monaten zehn Fahrzeuge auf die Lyft-Plattform kommen, wie Waymo-Chef John Krafcik ankündigte. Der Uber-Konkurrent hatte schon länger angeboten, selbstfahrende Autos verschiedener Anbieter in seinen Dienst zu integrieren.