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BO Milch beantragt weitere 1000 t Butterimporte
06.07.2022
Die Kommission Butterimporte der BO Milch hat am 28. Juni 2022 ein weiteres Mal die Situation zur Butterversorgung analysiert. Verschiedene Faktoren erschweren derzeit die Abschätzung der weiteren Entwicklung des Buttermarkts. Zum einen sind die Butterlager tief, weil die produzierte Buttermenge im ersten Halbjahr deutlich unter den Vorjahreswerten liegt. Zum anderen wird aufgrund der verhaltenen Käseverkäufe und der zurückgehenden Käseproduktion mit deutlich mehr Milch für den Molkereibereich gerechnet. Und drittens ist eine Prognose über die Milchproduktion für die kommenden Monate schwierig. Einer guten Futterqualität in ausreichender Menge stehen sehr hohe Kosten für Kraftfutter gegenüber, sodass noch nicht abgeschätzt werden kann, ob die Produktionsmengen im zweiten Halbjahr eher zu- oder abnehmen. Die Kommission rechnet mit leicht steigender Milchmenge im zweiten Halbjahr.
Aufgrund aller verfügbaren Daten inklusive der bereits beantragten und noch nicht importierten Mengen geht die Kommission der BO Milch von einer zu knappen Buttermenge aus, die für eine sichere Versorgung im Herbst 2022 notwendig wäre. Die BO Milch beantragt deshalb eine weitere Erhöhung des Teilzollkontingents Butter im Umfang von 1000 t. Der Entscheid für diesen Antrag wurde in der paritätisch zusammengesetzten Kommission einstimmig gefällt.
Beim Bundesamt für Landwirtschaft ist am 29. Juni ein entsprechendes Importgesuch eingereicht worden. Dies ist nach den Entscheiden vom Dezember 2021, vom Februar 2022 und vom Mai 2022 für jeweils 1000 t, 2000 t und 1000 t der vierte Entscheid für ein Gesuch für das laufende Kalenderjahr.