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NSTEMI: Optimales Timing der potenten Plättchenhemmer
In der ACCOAST-Studie wurde bei Patienten mit NSTEMI Nutzen und Risiko einer Prasugrel-Vorbehandlung vor Koronarangiographie mit einer Gabe zum Zeitpunkt der PCI verglichen. Die Studie wurde kürzlich am diesjährigen ESC in Amsterdam präsentiert und aktuell im NEJM publiziert.
In der ACCOAST-Studie wurden 4033 STEMI-Patienten mit positivem Troponin-Test, bei denen eine Koronarangiographie innerhalb der folgenden 2-48 Stunden geplant war, eingeschlossen. Eine Hälfte erhielt 30 mg Prasugrel vor der Angiografie und nochmals 30 mg bei Durchführung einer PCI. Die zweite Hälfte erhielt 60 mg Prasugrel erst unmittelbar im Katheterlabor (Kontrollgruppe).
Im kombinierten primären Wirksamkeitsendpunkt kardiovaskulärer Tod, Myokardinfarkt, Hirnschlag, Notfall-Revaskularisation oder notfallmässigen Gabe eines GP IIb/IIIa-Inhibitors unterschieden sich beide Gruppen nicht nach 7 Tagen (p=0.81). Schwere Blutungen traten allerdings in der mit Prasugrel vorbehandelten Gruppe signifikant häufiger auf (p=0.006). Das Risiko für schwere Blutungen erhöhte sich um den Faktor 3, jenes für lebensbedrohliche Blutungen um den Faktor 6. Auch nach 30 Tagen waren die Ergebnisse ähnlich, und zwar in allen Subgruppen.
Konklusion der Autoren: Bei NSTEMI-Patienten mit geplanter Koronarangiographie bringt die frühzeitige Prasugrel-Gabe (Ladedosis vor der Angiografie mit nachfolgender PCI) mehr Schaden als Nutzen gegenüber einer Gabe nach der Katheteruntersuchung.
Link zur Studie
N Engl J Med 2013; 369:999-1010 - Montalescot G et al. for the ACCOAST Investigators
17.09.2013 - gem