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Donnerstag 26. September 2019
19.30 Uhr, St. Johann Schaffhausen
Renaud Capuçon, Violine
Francesco Piemontesi, Klavier
Zwei Meister in drei Meisterwerken. Edelste Klassik von Mozart und mit Francks Sonate die Krone aller Violinsonaten: das ist Romantik vom Schönsten.
Programm
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) – Sonate für Violine und Klavier A-dur KV 305 (1778)
Allegro di molto
Thema mit Variationen: Andante grazioso
Wolfgang Amadeus Mozart – Sonate für Violine und Klavier B-dur KV 454 (1784)
Largo – Allegro
Andante
Allegretto
***
César Franck (1822 – 1890) – Sonate für Violine und Klavier A-dur (1886)
Allegretto ben moderato
Allegro
Recitativo – Fantasia: Ben moderato
Allegretto poco mosso
Renaud Capuçon, Violine
Der französische Geiger Renaud Capuçon hat sich international als einer der wichtigsten Solisten und Kammermusiker fest etabliert. Bekannt und beliebt für seine Virtuosität und seinen großen Klang, arbeitet er mit den renommiertesten Orchestern, Künstlern, Veranstaltungsorten und Festivals zusammen.
1976 in Chambéry geboren, begann Renaud Capuçon sein Studium am Conservatoire National Supérieur de Musique Paris im Alter von vierzehn Jahren. Im Anschluss daran zog er nach Berlin, um von Thomas Brandis und Isaac Stern unterrichtet zu werden. 1997 lud ihn Claudio Abbado ein, Konzertmeister des Gustav Mahler Jugendorchesters zu werden. In den darauffolgenden drei Sommern arbeitete Renaud Capuçon in dieser Position unter anderem mit Pierre Boulez, Seiji Ozawa, Franz Welser-Möst und Claudio Abbado zusammen.
Seitdem hat sich Capuçon als Solist auf höchstem Niveau etabliert. Er spielt Konzerte mit den führenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, Wiener Philharmonikern, London Symphony Orchestra, Chamber Orchestra of Europe, Filarmonica della Scala, Boston Symphony Orchestra und New York Philharmonic Orchestra. Er arbeitet mit Dirigenten wie Gergiev, Barenboim, Bychkov, Dénève, Dohnanyi, Dudamel, Eschenbach, Haitink, Harding, Paavo Järvi, Nelsons, Nézet-Seguin, Roth, Shani, Ticciati, van Zweden und Long Yu zusammen.
Höhepunkte der Saison 2018/19 sind Konzerte mit den Wiener Symphonikern, Orchestre de Paris, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Camerata Salzburg, Konzerthausorchester Berlin, New York Philharmonic, National Symphony Orchestra, New World Symphony und eine Europa-Tournee mit dem Sydney Symphony Orchestra.
Renaud Capuçon engagiert sich sehr für Kammermusik und arbeitet mit Argerich, Angelich, Barenboim, Bashmet, Bronfman, Buniatishvili, Grimaud, Hagen, Ma, Pires, Trifonov und Yuja Wang zusammen, sowie mit seinem Bruder, dem Cellisten Gautier Capuçon. Diese Kooperationen haben ihn unter anderem zu den Festivals in Berlin, Lucerne, Verbier, Aix-en-Provence, Roque d’Anthéron, San Sebastián, Stresa, Salzburg, Edinburgh und Tanglewood geführt. Außerdem ist er seit 2016 künstlerischer Leiter der Sommets Musicaux in Gstaad und des Osterfestes in Aix-en- Provence, das er 2013 gründete.
Renaud Capuçon hat bereits eine umfangreiche Diskographie vorgelegt. Er ist Exklusivkünstler des Labels Erato/Warner Classics. Unter seinen Aufnahmen ist die der Bartók Violinkonzerte mit dem London Symphony Orchestra unter François-Xavier Roth, außerdem spielte er die Violinkonzerte von Brahms und Berg mit den Wiener Philharmonikern unter Daniel Harding ein. Seine neuestes Album ‘Au Cinema‘ mit Filmmusik erscheint im Oktober 2018.
2017 gründete Renaud Capuçon ein neues Ensemble, „The Lausanne Soloists“, das aus derzeitigen und ehemaligen Studierenden der Hochschule für Musik in Lausanne besteht, wo er seit 2014 unterrichtet.
Er spielt die Guarneri del Gesù “Panette” (1737), die Isaac Stern gehörte. Im Juni 2011 wurde er zum “Chevalier dans l’Ordre National du Mérite” und im März 2016 zum “Chevalier de la Légion d’honneur” der französischen Regierung ernannt.Saison 2018/19
Francesco Piemontesi, Klavier
„…entführt er seine Hörer in eine Wunderwelt, in der alles neu und nie gehört erscheint, ohne dass irgendetwas erzwungen oder berechnet wirkt. Piemontesi nimmt die Zuhörer mit auf seine eigene Entdeckungsreise durch diese Musik.” Berliner Zeitung
Der in Locarno geborene Pianist Francesco Piemontesi hat sich durch Auszeichnungen bei mehreren großen Wettbewerben international einen Namen gemacht, z.B. beim Concours Reine Elisabeth 2007 in Brüssel. Zwischen 2009 und 2011 wurde er zum „BBC New Generation Artist“ gekürt. Er gilt als einer der herausragenden neuen Mozart-Pianisten; den Worten des Daily Telegraph zufolge weist Piemontesis Spiel ihn „als einen Mozartianer aus, wie er mit dieser Kultiviertheit und Abgeklärtheit selten anzutreffen ist.“ Gleichwohl versucht er diese Qualität, im Recital wie im Konzert, mit anderem, nach-klassischen Repertoire in Balance zu bringen: Debussy, Ravel, Liszt, Dvořák und Bartók ebenso wie die Komponisten des großen deutschen Repertoires. Über sein Debüt bei den BBC Proms im August 2014 schrieb die Financial Times: „Die ‚Burleske‘ bietet einen virtuosen Klavierpart, und Francesco Piemontesi glänzte mit pfeilschneller Sorglosigkeit, um dieser nach der Pause in Mozarts A-Dur-Rondo KV 386 Klavierspiel von lyrischer Schönheit gegenüber zu stellen.“
Kennzeichnend für Piemontesis Spiel sind technische Perfektion, eine große und reiche Farbpalette sowie die Kultiviertheit des Ausdrucks. Einer seiner großen Lehrer und Mentoren, Alfred Brendel, hat, wie Piemontesi sagt, ihn „die Details der Dinge zu lieben“ gelehrt.
2012 wurde Piemontesi von seiner Heimatstadt Locarno zum künstlerischen Leiter des Festivals „Settimane Musicali di Ascona“ ernannt.
Francesco Piemontesi tritt mittlerweile weltweit mit renommierten Ensembles in Erscheinung: Cleveland Orchestra, Deutsches Symphonie-Orchester und Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, London Philharmonic, Philharmonia Orchestra, Royal Philharmonic, BBC Symphony Orchestra, Israel Philharmonic und Orchester, City of Birmingham Symphony, Orchestre de la Suisse Romande, Helsinki Philharmonic, HR-Sinfonieorchester, Orchestra des Maggio Musicale Fiorentino. Er ist mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Charles Dutoit, Neeme Järvi, Vladimir Ashkenazy, Marek Janowski, Sakari Oramo und Vasily Petrenko aufgetreten und hat außerdem enge musikalische Partnerschaften entwickelt, z.B. mit Sir Roger Norrington, Stanisław Skrowaczewski, David Afkham, Nicholas Collon und Andrew Manze.
Piemontesi spielt mit einer Vielzahl von Kammermusikpartnern – dem Emerson-Quartett, im Trio mit Antoine Tamestit und Jörg Widmann, mit Renaud und Gautier Capuçon, Clemens Hagen, Yuri Bashmet, Angelika Kirchschlager und, während den Jahren seiner Ausbildung, mit Heinrich Schiff.
Im Solo-Rezital ist er an vielen renommierten Adressen des Konzertlebens aufgetreten: z.B. Wigmore Hall London, Concertgebouw Amsterdam, De Doelen Rotterdam, Carnegie Hall und Avery Fisher Hall New York, Berliner Philharmonie, Wiener Konzerthaus und Musikverein, Tokyo Suntory Hall sowie in Rom, Zürich, Paris und Brüssel. Einladungen zu Festspielen erhielt er vom Edinburgh International Festival, von La Roque d’Anthéron, New York Mostly Mozart, Chopin International Music Festival in Warschau, den Festivals von Luzern und Aix-en-Provence und dem Schleswig-Holstein Musik-Festival.
Piemontesi studierte bei Arie Vardi, bevor er mit Alfred Brendel, Murray Perahia, Cécile Ousset und Alexis Weissenberg zusammenarbeitete.