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«Nein!», antwortete Finanzchef Jean-Marc Métrailler gestern auf die Frage, ob die Ilford nun gerettet sei. «Es geht aber aufwärts», fügte er an. Die Firma mit Sitz in Marly konnte nämlich von zwei positiven Entwicklungen berichten: Das japanische Unternehmen Jetgraph wird Anteile der Ilford übernehmen. «Die finanzielle Beteiligung ist jedoch gering», sagt Métrailler. Wie hoch die Investition von Jetgraph genau ist, könne er nicht sagen.
Ilford arbeitet schon lange mit Jetgraph zusammen; sie vertreibt die Produkte der Ilford auf dem japanischen und chinesischen Markt. Diese Zusammenarbeit wird verstärkt.
Eine weitere Handelsvereinbarung hat Ilford mit der Lintec Sign getroffen, ebenfalls ein japanisches Unternehmen. «Wir haben neue Beschichtungsmethoden entwickelt,Lintec wird diese nun für dieeigenen Produkte verwenden», sagt Métrailler. Es sei das erste Mal, dass Ilford nur Teile von Beschichtungen verkaufe. Bisher habe sie stets beschichtete Medien auf den Markt gebracht. An einer Messe in Tokio, die heute beginnt, wird Lintec die Beschichtungstechnologien bekannt machen.
Die Vereinbarungen sind ein gutes Zeichen, der Kampf ums Überleben geht aber weiter. «Wir brauchen nach wie vor einen starken Investor, der unsere Zukunft sichert», sagtMétrailler. Entsprechende Verhandlungen würden mit verschiedenen Firmen laufen.«Wir hoffen, in zwei Monaten eine Lösung zu haben.»
Ilford kämpfte in den vergangenen zehn Jahren immer wieder mit finanziellen Problemen. Im Juli zog sich der englische Investor Paradigm Global Partners zurück. Um den Konkurs abzuwenden, kauften CEO Paul Willems und CFO Jean-Marc Métrailler die Firma auf. Mit Landverkäufen generierten sie zudem Einnahmen.
«Wir brauchen nach wie vor einen starken Investor, der unsere Zukunft sichert.»
Jean-Marc Métrailler
Finanzdirektor Ilford Imaging