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Identifikation
Signatur:
Ar 18
Entstehungszeitraum / Laufzeit:
1889-2003
Umfang:
41 m
Kontext
Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben
Gegr. 1908 als Schweizerischer Textilarbeiterverband (STAV) durch Umwandlung des 1903 als Föderation weitgehend autonom fortbestehender Verbände entstandenen Allgemeinen Schweizerischen Textilarbeiterverbandes. 1915 Spaltung in einen Textilarbeiterverband STAVV (Fabrikarbeiter) und einen Textilheimarbeiterverband. Beide Verbände kooperierten nur noch in einer gemeinsamen Föderation, dem "STAV (Kartell)". Ein Grossteil des Textilheimarbeiterverbandes trat 1948 wiederum dem STAV bei, während ein Rest im kleinen Schweizerischen Verband der Seidenbeuteltuchweber (SVSW) verblieb. 1919 schlossen sich verschiedene ostschweizerische Zeichner-, Stickereiarbeiter- und Stickereihilfsarbeiterverbände zum Stickereipersonalverband zusammen. Dieser trat 1921 dem SGB bei; zu einem Zusammenschluss mit dem STFV kam es aber erst 1944. Ferner schlossen sich dem STAV Fabrikarbeiter/-innen aus andern Branchen an. 1937 Umbenennung in "Schweizerischer Textil- und Fabrikarbeiterverband" (STFV). Umbenennung von STFV in Gewerkschaft Textil Chemie Papier (GTCP) 1963. 1992 Fusion von GTCP und GBH zur Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI
Bestandesgeschichte
Die Akten aus der ersten Übernahme wurden anhand des vorliegenden Registraturplanes geordnet. Die umfangreiche Nachlieferung 2005 wurde so weit wie möglich in die vorhandene Ordnung integriert und um die Serien Firmendossiers und Vertragsarchiv ergänzt. Der Zustand der 2005 übernommenen Akten erlaubte keine eindeutige Zuweisung von Provenienzen. Unterlagen des GTCP-Zentralsekretariates, der zuständigen Branchensekretäre, des Basler Verbandssekretariates und der stark Chemie lastigen Sektionen Basel und Pratteln wurden in unauflöslichem Durcheinander angetroffen. Dafür sind in erster Linie personelle Konstellationen (Personalunionen) sowie die ausgeprägte Dominanz einer einzelnen Sektion für den GTCP-Sektor Chemie und deren Bedeutung für die Gesamtgewerkschaft verantwortlich. Es war im Weiteren auch nicht möglich, der Zäsur von 1992 (Fusion von GTCP und GBH zur Gewerkschaft Bau und Industrie) angemessen Rechnung zu tragen, da alle Branchen- und Firmendossiers über das Jahr 1992 hinaus und vielfach von den gleichen Personen betreut wurden. Bei der Bearbeitung der Akten wurde deshalb entschieden, die Masse der Akten in den alten GTCP-Bestand zu integrieren und die Bestände aus dem Sekretariat Basel sowie die Sektionsarchive Basel und Pratteln als Aktenserien des GTCP-Archivs zu führen.
Übernahmemodalitäten
Eine erste Ablieferung aus dem Zentralsekretariat der GTCP in Zürich gelangte 1984 als Leihgabe ins Schweizerische Sozialarchiv (Nachlieferung 1987). Eine weitere umfangreiche Ablieferung erfolgte im Zusammenhang mit der Unia-Gründung im Sommer 2005. Diese Ablieferung umfasste: a. die sog. Chemieakten (Standorte: Rebgasse Basel und Branchensekretariat Biel) einschliesslich der Sektionsarchive Basel und Pratteln; b. Akten aus dem Zentralsekretariat GBI bzw. (bis 1992) GTCP (Standort: Strassburgstrasse, Zürich).
Inhalt und innere Ordnung
Form und Inhalt
Akten des Schweizerischen Textil- und Fabrikarbeiterverbandes STFV (ab 1963: Gewerkschaft Textil Chemie Papier) und zahlreicher Vorgängerorganisationen: Schweizerischer Textilarbeiterverband mit Sitz in Zürich (ab 1907 mit Sitz in Basel) 1901-1907; Schweizerische Textilarbeiterunion 1897-1901, Allgemeiner Schweiz. Textilverband 1903-1907, Ostschweizer Zentralverband der Textilarbeiter 1907–1908. Verband der Papier- und graphischen Hilfsarbeiter der Schweiz 1903–1934, Schweizerischer Stickereipersonalverband 1929–1944, Zeichnerverband der Ostschweiz 1891–1911, Ostschweizerischer Schifflistickerverband 1903–1923, Verband ostschweizerischer Handelsangestellter 1915–1920, Zeichnerverband der Ostschweiz Sektion St. Gallen 1889–1932. Appenzeller Weberverband 1900–1949. Zum Bestand gehören auch die Akten der Sektionen Basel und Pratteln des STFV/GTCP sowie die Unterlagen aus dem Verbandssekretariat Basel. Zahlreiche Fotodokumente.
Neuzugänge
Es werden keine Neuzugänge erwartet.
Zugangs- und Benutzungsbedingungen
Zugangsbestimmungen
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Sprache/Schrift
Unterlagen in deutscher Sprache
Sachverwandte Unterlagen
Verwandte Verzeichnungseinheiten
Veröffentlichungen
Verzeichnungskontrolle
Informationen der Bearbeiter*in
Die Bearbeitung erfolgte unmittelbar nach Eingang durch Karl Lang (1985, 1988) und durch Simon Graf und Urs Kälin (2005).