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Da sich das Schneeglöckchen als eines der ersten Blümchen aus dem Boden traut und manchmal inmitten der letzten Schneereste blüht, stand es früher für das Erwachen der Liebe. Kein Wunder, fühlten sich Verliebte zu ihm hingezogen. Schüchterne benützten es beispielsweise als Amulett, um bei ihrer Angebeteten die Liebe zu entfachen.
Zudem gab es in Rumänien den Brauch, der Liebsten einen Schneeglöckchen-Strauss zusammen mit einer kleinen Brosche zu überreichen. Da das Schneeglöckchen für „Liebeserwachen“ steht, wollte der Überreichende diese Liebe wecken und für sich sichern. Die Brosche hingegen, die ja auch etwas zusammenhalten kann, sollte dafür sorgen, dass die Liebe der Frau über den Frühling hinaus für jenen Mann erhalten bleibt, der ihr dieses Geschenk macht.