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Eine Hälfte und noch eine Hälfte
Die Frage nach den beiden Hälften, die ein Ganzes machen sollen, quält bis ins Alter. Der Aufenthalt in einem stillen Kurheim gibt Zeit zum Nachdenken und damit zum Erinnern. In Salzburg sollte er ein deutscher Junge werden, warum blieb er Österreicher? Im Leben wollte er kein germanischer, sondern ein slawischer Mensch sein, warum hat er es nicht geschafft, die beiden zu vereinen? Die Stille eines Erholungsaufenthaltes stachelt den Lärm der Erinnerungen an. In vielen Gedanken ist er konsequent, nur das einfachste, aus zwei Hälften ein Ganzes zu machen, schafft er nicht. Er kehrt im letzten Kapitel nach Linz zurück, hat ein Leben lang viel beobachtet, versteht aber nur, dass es die richtige Zeit sei wieder loszufahren.
Wulf Podzeit
Geboren 1940 in Salzburg, studierte Klassische Archäologie und begann 1964 in seinem Beruf im Stadtmuseum Linz zu arbeiten. Ab 973 freischaffender Filmemacher für Kulturfilmdokumentationen und touristische Kurzfilme, erhielt zahlreiche internationale Preise und Anerkennungen. Seit 1979 begleitete er die alternative Kulturszene in Linz, gründete ein Kinderkino am Sonntag und organisierte zahlreiche Filmwerkstätten und Austellungen und war anschliessend als freier Journalist tätig. Eine intensive Arbeit mit Kindern war ihm jahrzehntelanges Anliegen in den verschiedensten Bereichen. Toleranz und Links-Sein sind sein Lebensmotto, fahnenschwingende Revolutionen hat er allerdings nicht erlebt.