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Die polnische Mezzosopranistin Stefania Toczyska studierte an der Musikakademie von Danzig und feierte dort, an der Baltischen Oper, im Jahr 1972 ihren Bühneneinstand mit Moniuszkos Das Geisterschloss. 1977 trat sie erstmals im westlichen Ausland auf, als sie sich am Theater Basel mit der Amneris in Aida vorstellte; ab 1979 bildete dann die Wiener Staatsoper den Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit. Im selben Jahr noch konnte Stefania Toczyska in Amerika debutieren, wo sie die Laura in Ponchiellis La Gioconda an der San Francisco Opera interpretierte. 1983 folgte ihr erster Auftritt am Londoner Royal Opera House, 1988 war sie erstmals an der Metropolitan Opera zu Gast: Dort übernahm sie fortan die grossen Mezzopartien in Verdis Il trovatore und Un ballo in maschera, in Cileas Adriana Lecouvreur, in Dvořáks Rusalka und Mussorgskys Boris Godunow. Weitere zentrale Rollen ihres Repertoires, das sie auch an Häusern wie der Opéra National de Paris, der Bayerischen Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin aufführte, waren Bizets Carmen, Eboli in Don Carlo, Dulcinée in Don Quichotte und Marfa in Chowanschtschina. In jüngerer Zeit widmet sich Stefania Toczyska zunehmend dem Charakterfach und hat ihr Spektrum um Partien wie die Gräfin in Pique Dame, die Alte Burya in Jenufa, die Amme im Godunow, Mamma Lucia in Cavalleria rusticana oder die Grossmutter in Prokofjews Der Spieler erweitert. Mit diesen Werken war sie an der Staatsoper Berlin, der Nederlandse Opera Amsterdam, an der Mailänder Scala und am Gran Teatre del Liceu in Barcelona zu erleben. In Stefania Toczyskas Diskographie finden sich u. a. Aufnahmen von Verdis Il trovatore unter Colin Davis und von Prokofjews Krieg und Frieden unter Mstislaw Rostropowitsch.
Am 16. April 2011 debutierte Stefania Toczyska bei LUCERNE FESTIVAL.
Dezember 2010