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Madame Vinea ist gegangen
Elisabeth Pasquier, die Direktorin von Vinea, ist während einer Reise im Ausland verstorben. Hommage
Die unermüdliche Direktorin von Vinea hat von den Ferien mit der Familie in Südamerika profitiert und sich dort, noch nicht einmal in den Sechzigern, vom Leben verabschiedet und ihre Angehörigen und Kollegen ohne Worte gelassen.
Elisabeth Pasquier ist tot. Die Welt des Weins steht unter Schock. Siebzehn Jahre lang hat der singende Akzent ihres gebürtigen Carcassone die Weinproduzenten unseres Landes begleitet. Siebzehn Jahre sind es, in denen man sie von einem Ereignis zum anderen eilen sah, sei es von der Organisation des Salons der Schweizer Weine zu der des Grossen Preises Schweizer Weins oder von der Organisation grosser internationaler Wettbewerbe zu der Kreation einer neuen Anwendung oder Publikation, um "Visages du vin suisse" ans Licht zu heben. Siebzehn Jahre unermüdlichen Schaffens dieser charaktervollen Frau mit dem Ziel die Wunder unserer Weinberge zu fördern.
Die Walliser haben Elisabeth Pasquier durch den Verband Vinea kennen gelernt, den sie seit ihrer Ankunft im Jahre 2001als Generalsekretärin verkörpert hat, bevor sie die Stelle der Direktorin eingenommen hat. Vorher hatte sie als Tochter von Weinhändlern an der Hotelfachschule von Lausanne studiert. Sie hat in mehreren Palästen gearbeitet, wie im Royal in Crans-Montana, ehe sie sich für die Förderung der Schweizer Weine entschieden hat. Sie hat zweifelsohne ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau zu verdanken, dass sie mit Festigkeit und Höflichkeit jonglieren kann; Höflichkeit und Einfühlungsvermögen im Umgang mit den Verkostern aus der ganzen Welt und ihre Anwesenheit bei den verschiedenen Wettbewerben, denen sie es verstand ein Wohlgefühl einzuhauchen. Festigkeit und Genauigkeit, denn, um Vinea und die Schweizer Weine zu verteidigen, zögerte sie nicht auf die Barrikaden zu steigen. Es war schwierig eine Kritik zu äussern, ohne dass Elisabeth Pasquier die Stirn gerunzelt hätte, aber schwierig, ebenfalls, ihr böse zu sein, denn sie gab stets der Kooperation über den Konflikt den Vorrang und, geben wir es zu, Wein ist ein wertvoller Diplomat…
Effizient, überall dabei, liebte sie es die Kontrolle über die Projekte zu haben. "Elisabeth hinterlässt eine grosse Leere, zunächst einmal im Rahmen ihrer Familie, an die meine Gedanken gerichtet sind, und dann auch im Rahmen unseres Verbands, so sehr war sie dort impliziert. Als Präsident von Vinea, Funktion, die ich seit einem Jahr innehabe, konnte ich ihren Einsatz für die Schweizer Weine schätzen lernen. Ich bin gleichzeitig traurig und schockiert über dieses brüske Ableben", erklärt David Genolet, der Präsident von Vinea.
Auf den letzten Fotos auf Facebook ist die Direktorin von Vinea freudestrahlend. "Sie war jemand, der Wärme ausstrahlte, ein Spassvogel voller positiver Energie", erinnert sich Nicole Genoud, ihre am nächsten stehende Mitarbeiterin während dreizehn Jahren. Gérard-Philippe Mabillard, Direktor des BSRW (Branchenverband Schweizer Reben und Weine), hebt ihre grosse Fähigkeit zu erneuern hervor "Sie steckte immer voller Ideen und verstand es zuzuhören und das Beste aus der Kommunikation mit anderen zu machen. Sie vertrat mit Überzeugung die Schweizer Weine. Das ist ein grosser Verlust für die Welt des Weins."
Diejenige, die die Natur liebte, die Berge und Reisen ist eingeschlafen in dem Moment, wo die Weinberge zum Leben erwachen…