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A 2013, 89', digital HD, OV/d/f, Altersfreigabe: 10 (12) J.
Mit Lenins Projekt der Elektrifizierung des Landes begannen Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Bastler*innen auch mit Geräuschwelten zu experimentieren: Vom ersten elektronischen Musikinstrument, dem Theremin, bis zum Synthesizer entstanden verschiedenste Apparate als Recyclingprodukte der sowjetischen Militärindustrie, deren Klänge im Westen in Soundtracks von Science-Fiction-Filmen oder in der New-Wave-Bewegung weite Verbreitung fanden. In einer verspielten Montage von kuriosen Archivaufnahmen erzählt «Elektro Moskva» Musikgeschichte an der Schnittstelle von Politik und Massenkultur zu Zeiten des Kommunismus.
«‹Das Phänomen des russischen Lebens ist so unerschöpflich wie das Elektron›, wird Lenin in ‹Elektro Moskva› zitiert. (...) Leon Theremin – dem Erfinder des gleichnamigen Instruments – begegnet man da nicht nur als Erfinder einer Abhörtechnik, die via Infrarotstrahlen die Fenster der amerikanischen Botschaft abtastet. Sondern auch als eifrigem Sound-Tüftler, der am Feierabend nur aus elektronischem Abfall die erste Drum-Machine bastelt: das Rhythmicon. Überhaupt rumpeln und knarzen die russischen Synthesizer so eigentümlich, als schwinge immerzu der militärisch-industrielle Komplex der Sowjetunion mit. Der Lärm dieser Welt, er enthält eben alle Facetten von Klang.» (Neue Zürcher Zeitung, Bjørn Schaeffner)