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Um zwei schweizerische Referenz-Methoden zur Abschätzung der Pflanzenverfügbarkeit von Phosphor (P) vergleichen zu können, wurden deren chemischen Prozesse detailliert untersucht: Extraktion von Böden im Verhältnis 1 g pro 2,5 ml CO2-gesättigtes Wasser (CO2-P) und im Verhältnis 1 zu 10 mit reinem Wasser (H2O10-P), beide mit kolorimetrischer P-Bestimmung (Molybdänblau-Heissfärbung). Diese erfasst neben Orthophosphat weitere P-Formen, die bis 80 % des Resultats ausmachen können. Zusätzlich können die Extrakte signifikante Mengen an nicht erfasstem organischem P enthalten. Die Extraktionen zeigen bezüglich P ein Sättigungsverhalten: Mit gleich viel Extraktionsmittel aber kleinerer Bodeneinwaage erhält man nicht kleinere sondern ungefähr gleich bleibende P-Konzentrationen im Extrakt. Auch P-Zugaben zu Bodenproben werden nur zu einem kleinen Teil im Extrakt wieder gefunden. Verglichen mit Wasser extrahiert CO2-gesättigtes Wasser zwischen der Hälfte und dem Fünffachen an P, wobei Calcium ein wichtiger Einflussfaktor ist: Die Zugabe von einem Prozent Kalk oder Ca2+ zu kalkfreien Bodenproben reduziert CO2-P und H2O10-P signifikant. Bei kalkfreien Proben kann CO2-P für eine Düngerbemessung hinreichend genau aus H2O10-P berechnet werden, wenn H2O10-Ca mitberücksichtigt wird. Bei kalkhaltigen Böden gibt es keine brauchbare Korrelation zwischen CO2-P und H2O10-P. Diese beiden «schwachen» Extraktionsmethoden erfassen die P-Menge pro Liter Bodenlösung und nicht P-Gehalte in mg/kg oder kg/ha. Deshalb eignen sie sich nicht zur Abschätzung von P-Frachten und P-Bilanzen.
Ein Vergleich unterschiedlicher Verfahren für die Stickstoffdüngung von Winterweizen zeigte, dass sich mittels ortsspezifischer, variabler Stickstoffdüngung die Stickstoffüberschüsse deutlich reduzieren lassen.
Umwelt
Fabian Y., Roberti G., Jacot K., Gramlich A., Benz R., Szerencsits E., Churko G., Prasuhn V., Leifeld J., Zorn A., Walter T. (ꝉ), Herzog F.
Viele Drainagen von Ackerflächen sind erneuerungsbedürftig. Nun erhalten Kantone und Betroffene eine Entscheidungshilfe, um solche Flächen umfassend zu beurteilen und nachhaltige Lösungen zu finden.
Die Ammoniakemissionen der Schweizer Landwirtschaft haben in den letzten 20 Jahren wenig abgenommen. Denn die Faktoren, die zu einer Emissionszunahme bzw. -abnahme führen, haben sich zwischen 2000 und 2020 weitestgehend gegenseitig aufgehoben.