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Auf der Insel in der Adria befindet sich ein Fort, dass im Zweiten Weltkrieg von Italien als Konzentrationslager genutzt wurde. Montenegro hat die Insel nun für 49 Jahre an die schweizerisch-ägyptische Investmentfirma Orascom vermietet. Diese will auf Mamula ein Luxushotel mit Marina, Spa und Nachtclub bauen und insgesamt 15 Millionen Euro investieren.
Dass ein einstiges KZ zu einem Hotel umgebaut wird, ist ein Novum. Die Investmentfirma Orascom ließ mitteilten, dass die ehemaligen Gefangenen den Bauplänen zugestimmt hätten. Das Belgrader Architekturbüro Salt and Walter erklärte, der Umbau zum Hotel solle mit „minimalen Eingriffen“ erfolgen.
„Es gibt für Mamula nur zwei Lösungen“, sagte Montenegros Regierungsvertreterin Brajovic. „Das Gelände verfallen lassen oder Investoren finden, die es restaurieren und für Besucher öffnen wollen.“ Selbst reichere Länder als das Balkan-Land Montenegro hätten sich dafür entschieden, „ähnliche Gebäude“ auf diese Weise zu erhalten. Darunter seien sogar Gebäude, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörten. (red)