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Eine Spezialität des Buches «Die Flora der Voralpen zwischen Thunersee und Genfersee» sind die reichhaltigen Exkurse zur Kulturgeschichte der Region, geschrieben von der Kunsthistorikerin und Journalistin Anne-Sylvie Mariéthoz. Dazu kam es, weil die Autorin zu dem Zeitpunkt, als das Buch geplant wurde, im Naturhistorischen Museum Freiburg arbeitete und sich daher eine Zusammenarbeit mit Emanuel Gerber und Gregor Kozlowski anbot.
Im Buch finden sich etwa Informationen über die Entwicklung des Tourismus im 19. Jahrhundert, die Bedeutung von Rindviehzucht und Milchwirtschaft, die Exporttradition des Greyerzerkäses, die Kulturgeschichte der Schweizer Schokolade oder den Beruf des Armailli.
So schreibt Anne-Sylvie Mariéthoz, dass die Berge für Reisende erst im 18. Jahrhundert interessant wurden und dass die Freiburger Voralpen dabei immer im Schatten der Berge des Berner Oberlandes standen – mit einer Ausnahme: dem Moléson. Die schwärmerischen Berichte der Wanderer, die ihn erklommen, führten dazu, dass er im 19. Jahrhundert zum freiburgischen Berg schlechthin avancierte und dass ihn die 1871 gegründete Freiburger Sektion des SAC zu ihrem Kennzeichen machte. cs