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Ja, die New Jersey Devils sind „on a mission“: Die Akquisition des NHL-Superstars und amtierenden Weltmeisters Tyler Toffoli sowie die Vertragseinigung mit Timo Meier sind ein deutliches Zeichen: Die Franchise verlässt somit definitiv ihre Komfortzone als junges, aufstrebendes Underdog-Team mit bereits beachtlichem Erfolgsnachweis und noch besseren Zukunftsperspektiven, womit sie sich in die Gruppe der Mitfavoriten einreihen.
Die nächste Stufe gezündet
Die New Jersey Devils zünden die nächste Stufe auf ihrem sportlichen Aufstieg. Zunächst gelang der Coup mit Tyler Toffoli: Das Tauschgeschäft mit den Calgary Flames beinhaltete jedoch einen kleinen Bruch in der Strategie der Teamverjüngung, weil der hochtalentierte Yegor Sharangovich und ein Drittrunden-Pick für den NHL Draft 2023 abgegeben (erwies sich als Aydar Suniev) werden mussten. Aber wenn man Toffolis Impact auf die Mannschaften, bei welchen er bisher war, betrachtet, ist diese Verpflichtung nachvollziehbar: Auch 2022/23 war er unbestritten einer der Leistungsträger - erzielte er doch für die Flames die meisten Tore (34) und war Top-Assistgeber (39) und folglich auch deren Topskorer (73). Der 31-jährige Stürmer hat noch eine Saison Restlaufzeit in seinem Vierjahresvertrag über 17 Millionen Dollar (4,25 Millionen jährlich), den er am 13. Oktober 2020 bei den Montreal Canadiens unterzeichnete. Man kann also von einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis sprechen.
Es folgte fast zeitgleich dann der noch grössere, weil zukunftsorientiertere Coup: Mit Timo Meier wurde eine Einigung gefunden, um ihn in Newark/NJ zu halten: Der Schweizer unterschrieb einen mit 70,4 Millionen Dollar dotierten Vertrag über acht Jahre. (8,8 Millionen Jahresverdienst). Der Lohn des 26-Jährigen Direktschuss-Spezialisten musste neu verhandelt werden, da er im Februar von den San Jose Sharks bei der Trade Deadline zu den Devils stiess. Der Deal entsprach den Erwartungen der Fachleute, da Meier seit 2016 in 522 NHL-Spielen 354 Punkte (172 Tore) erzielte. Somit ist das Schweizer Devils-Quartett (Nico Hischier, Jonas Siegenthaler, Timo Meier, Akira Schmid) weiterhin vereint. Timo Meier ist übrigens neu der am zweitbesten bezahlte Schweizer NHL-Spieler hinter Roman Josi (9,1 Mio.).
Auch wenn die Devils beispielsweise mit Damon Severson, Jesper Boqvist, Mackenzie Blackwood, Ryan Graves und Miles Woods sowie dem bereits erwähnten Yegor Sharangovich gute Spieler abgaben, wurde der Kader stark aufgewertet. Zudem erreichte man Vertragsverlängerungen mit Jesper Bratt und Erik Haula.
Die Arbeit an der Erfolgsstory beziehungsweise an der Rebuilding-Strategie findet also eine Fortsetzung. Wie an dieser Stelle schon einmal darüber berichtet, begann ja alles 2017, als Nico Hischier als erster Schweizer Nummer-Eins-Draftpick overall gedraftet wurde. Und dies, obwohl man auch Cale Makar hätte wählen können. Die Devils aber wussten genau, was sie taten und wollten innerhalb der Mannschaft einen Paradigmenwechsel herbeiführen. Devils-GM Tom Fitzgerald, zum Zeitpunkt des Drafts Stellvertreter von Ray Shero, hatte eine Vision, die er kompromisslos umsetzte: DasTeam sollte auf der Center-Position aufgebaut werden. Ein paar Jahre später hatten die Devils das Glück, wieder die Draft-Lotterie zu gewinnen und so Jack Hughes zu wählen. Es sei gewesen wie damals im 2007. Fitzgerald arbeitete damals im Front Office der Pittsburgh Penguins, als Sidney Crosby sowie Evgeni Malkin gedraftet wurden. Nach Hischier (der übrigens in seiner ersten Saison bereits die Playoffs erreichte) und Hughes folgte eine sehr geschickte Draft- und Transferpolitik, die einem klaren Credo folgte: Schnelligkeit und gedankliche wie auch technische und taktische Umsetzungskompetenz sollen die Fähigkeitsmerkmale sein. 2020 gelang mit Dawson Mercer (Erstrundendraftpick, Nummer 18 overall) wieder ein Volltreffer, der nur möglich wurde, weil man zuvor Taylor Hall getradet hatte, seines Zeichens immerhin der MVP der Saison 2018. Einige andere Draftpicks erwiesen sich mit etwas Verzögerung als Gewinn, wie beispielsweise jener von Late Bloomer Jesper Bratt (2016), der erst in der sechsten Runde gezogen wurde. Der Aufbau gelang, aber auch gewisse Verpflichtungen und Transfers der letzten Jahre trugen Früchte: Dougie Hamilton, John Marino und Jonas Siegenthaler zum Beispiel haben der Defensive Reife, Stabilität und Offensive gebracht.