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Inventurkonzept
In der Schweiz stehen über 500 Millionen Bäume – zu viele, um sie alle zu untersuchen. Ausreichende Informationen erhält man mit einer Stichprobe. Dazu wurde beim LFI1 (1983–1985) ein Kilometernetz über die Schweiz gelegt und ermittelt, ob die Knoten dieses Netzes im Wald liegen. War dies der Fall, wurde im Gelände eine Probefläche eingerichtet.
Im Hinblick auf das LFI2 (1993–1995) wurde das Stichprobennetz ausgedünnt. Seither sind die Probeflächen im Abstand von 1,4 km angeordnet. Das Stichprobennetz umfasst so noch rund 6600 Waldprobeflächen, gut die Hälfte der ursprünglichen Anzahl. Um den sich aus der Probeflächenreduktion ergebenden höheren Stichprobenfehler zu kompensieren, werden die Daten seither mit einem zweiphasigen Schätzverfahren ausgewertet. Im LFI2 und im LFI3 (2004–2006) wurden dazu Hilfsinformationen aus dem Luftbild, die in einem verdichteten Probenetz aufgenommen worden waren (erste Phase), zur Stratifizierung der terrestrischen Stichprobe (zweite Phase) verwendet. Seit dem LFI4 (2009–2017) wird hierfür das Vegetationshöhenmodell des LFI genutzt.
Alle terrestrischen Probeflächen sind permanent eingerichtet, damit Veränderungen auf den einzelnen Probeflächen beobachtet werden können. Um die Probeflächen bei jeder Aufnahme wieder zu finden, sind ihre Zentren exakt eingemessen (seit dem LFI4 auch mit GPS) und mit einem im Boden vergrabenen Aluminiumprofil gekennzeichnet.
Während die Erhebungen vom LFI1 bis zum LFI3 periodisch, d.h. während jeweils drei Jahren erfolgten, werden sie seit dem LFI4 kontinuierlich, d.h. verteilt über neun Jahre, durchgeführt. Dabei wird jedes Jahr ein anderer Neuntel der Probeflächen erhoben, systematisch verteilt über die ganze Schweiz.