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Der Oman das Land des Weihrauchs und mit altarabischer Atmosphäre, gehört zu einer der schönsten Länder die wir bereist haben. Geschichten aus Tausendundeiner Nacht haben hier im Oman den Ursprung. Das Land liegt im südöstlichen Teil der Arabischen Halbinsel und grenzt an die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und an den Jemen. Die Exklave Musandam liegt auf der Halbinsel im Norden und ragt in die Straße von Hormus. Weiter geografisch grenzt die Küste im Süden an das Arabische Meer und im Osten an den Golf vom Oman.
Die Spuren einer 5000-jährigen Geschichte sind im Oman weit sichtbar und allgegenwärtig. Viele architektonische Zeugnisse aus der Zeit des Seehandels sind bis heute sichtbar und UNESCO Weltkulturerbe. Ein Land von Sandwüsten, steilen trockenen Bergen mit tiefen Canyons bis zu den Stränden an der Küste fasziniert die Besucher des Landes.
Muscat die Hauptstadt des Omans und Flughafen war Ausgang unserer Reise. Das Touristenvisum konnte gleich am Flughafen bezogen werden. In der Nähe befindet sich das Hotel Golden Tulip Seep das für eine Übernachtung geeignet war.
Wadi Samail
Vom Flughafen aus in Richtung Nizwa folgten wir der Route 15 durch das Wadi Samail welche das Hadschar-Gebirge durchquert. Es ist die wichtigste Strasse, welche die Küstenebene Batinah mit dem Hinterland verbindet. Die beiden Gebirgsteile Dschabal al-Achdar das gegen die Vereinigten Arabischen Emiraten führt und Ausläufer bis nach Musandam hat, ist die höchste Erhebung des Omans. Östlich von der Durchgangsstrasse befindet sich das Hadschar ash-Sharqi Gebrige welches abfallend ist, bis zum Arabischen Meer bei Ras al-Hadd.
Nizwa
Die fruchtbare Oasenstadt Nizwa liegt am Fuss des Dschabal al-Achdar. Nizwa gilt als Handelsstadt und hat schon früh Einfluss auf Politik und Religion im Oman und war bis 1955 Hauptstadt des ibaditischen Imamats (Inner Oman). Auf dem Souq wird eine Vielfalt an Ware gehandelt. Schafe, Ziegen und Rinder werden auf dem Viehmarkt verkauft und Silber, Weihrauch und omanische Dolche (Al Khanjar) auf dem Warenmarkt. Dank der guten Wasserversorgung, durch die Falaj-Kanäle, kann in Nizwa Gemüse und Früchte angebaut werden.
Das Fort in der Stadtmitte ist ein imposantes Bauwerk aus dem 17.Jahrhundert, das zur Verteidigung der Stadt errichtet wurde. Heute ist es für Touristen zugänglich und auf dem Dach des Turms erhält man einen faszinierenden Panoramablick über die Stadt Nizwa.
Die große Moschee von Nizwa ist rundum zu sehen und täglich erschallen die fünf Rufe des Muezzin in der Minarette der Moschee.
Etwas außerhalb von Nizwa befindet sich des Hotel Al-Diyar. Das angrenzende Restaurant mit libanesischer Küche bietet traditionelles Essen vom Buffet oder a la Carté.
Al Misfah
Die 500 Jahr alten Aflaj-Kanäle, das Bewässerungssystem des Omans stellt für Mensch und Landwirtschaft die ganzjährige Wasserversorgung sicher. Die historischen Wasserkanäle werden für die Wasservesorgung und Bewässerung der Felder im Oman benutzt. Hier in der Region sieht man einen Teil der Kanäle offen, wie in Falaj Daris wo der Kanal durch einen Park fliesst. Mit dem Wasser wird behutsam umgegangen, jedes Dorf wählt einen Wakil, der verantwortlich ist, dass das Wasser nach genauen Regeln verteilt wird. Zuerst kommt Mensch und Tier, danach wird es auf das Feld zur Bewässerung geleitet.
Die Al Hoota Tropfsteinhöhlen waren leider geschlossen und wir fuhren weiter zum Bergdorf Al Misfah. Das Dorf weist eine traditionelle islamische Architektur aus dem Jahr 746 auf. Unterhalb des Waschplatzes kann man das Aflaj Wassersystem bewundern und steht unerwartet in einem wunderbaren grünen Oase.
Jebel Shams
Jebel Shams ist mit 3009m der höchste Berg des Omans. Es gibt dorthin eine Strasse, die aber nur mit Geländewagen zu erreichen ist. Der Berg soll vor allem wegen der Aussicht ins Wadi Ghul beliebt sein, das auch als Grand Canyon von Arabien bekannt ist. Wir wollten dem Berg etwas näher kommen und fuhren in Richtung Al Hamra und an Ghul vorbei. In Ghul sieht man noch einen Teil des alten Dorf, das seit einiger Zeit verlassen wurde. Das neue Dorf steht gleich daneben und die Gärten werden weiterhin gepflegt. Hier zweigt auch die Strasse in das gleichnamige Wadi Ghul ab. Auf einem kleine Parkplatz oberhalb Misfah erblickt man eine wunderbare Aussicht in das nächste Tal.
Badiyah
Von Nizwa aus folgten wir der Route 31 Richtung Süden, die Strasse führt quer duch das Land in das 800km entfernte Salalah. In Adam verlassen wir die Hauptstraße und folgen der Route 27 über Sinaw und Al Mudaybi. Kurz nach Al Mudaybi kann man auf einen Nebenstraße abbiegen Richtung Ibra. Noch nichts deutet darauf hin, dass wir der Sandwüste schon sehr nah sind und die Landschaft hier ist karg und trocken. Kurz vor Al Quabil sieht man am Horizont rote Sanddünen auftauchen, die Wüste Ramlat Al Wahiba. In Badiyah parkieren wir unser Auto und fahren mit einem Geländewagen in die Wüste hinein. Rund 40km fahren wir über eine Sandpiste durch das Dünental vorbei an Kamelen und Ghaf-Bäumen zum Beduinencamp 1000 Nights Camp. Die meisten Beduinen sind im Oman sesshaft geworden und arbeiten im profitablen Tourismus Geschäft wie hier im Camp. Die Zelte sind aus dicken Stoffen und innen mit Teppich ausgestattet, die man nur ohne Schuhe betritt.
Ramlat Al Wahiba
Die Wahiba Sands einer der bekanntesten Wüste der Welt erstreckt sich über 180 Kilometer in Richtung arabisches Meer. Ein Ort an dem man nicht viel Leben erwartet und es im Sommer bis 50°C heiß werden kann.Trotzdem leben hier hunderte von Tierarten, wie Wölfe, Füchse, Mungos und zahlreiche wirbellose Tiere. Schaut man im Sand genau hin, entdeckt man dessen Spuren überall. Möglich macht dies die nähe zum Meer, das der Wüste Morgentau beschert und für viele Pflanzen und Lebewesen die Grundlage zum Leben bietet.
Gegen Abend haben wir für eine Kameltour abgemacht. Der Guid führt uns dem Sonnenuntergang entgegen auf eine nahe liegenden Dünenkamm, von wo wir weit über die Wüste sehen konnten. Die Aussicht war fantastisch und je tiefer die Sonne stand, je röter wurde der Sand.
Wadi Bani Khalid
Nach Mintarib biegt eine Strasse zu dem Wadi Bani Khalid ab. Von der Abzweigung aus folgt man der Strasse rund 25 Kilometer ins Hajargebirge hinein. Bis zum Parkplatz durchquert man das Flussbett einige male, das aber in der Regel kein Wasser führt. Vom Parkplatz läuft man durch Bananen- und Dattelpalmen Plantagen zu den Pools des Wadi Bani Khalid. Das Wadi ist beliebt und es finden sich viele Touristen hier ein. Läuft man noch etwas weiter erreicht man eine Höhle aus der das Wasser in das Wadi fließt.
Wir fahren weiter über Al Kamil und Jalan Bani Bu Ali an das Arabische Meer bei Al Siwayh. Von hier aus folgten wir der Küstenstraße in Richtung Ras Al Hadd direkt am Meer und vorbei an alten Fischerdörfern.
Ras Al Jinz
Wir übernachten im Ras Al Jinz Scientific and Visitors Center, welches Gästen Platz bietet, wenn keine Forscher anwesend sind. Dazu kann man an zwei Führungen zu den Brutplätzen der Schildkröten (hauptsächlich Suppenschildkröten) an den Strand von Ras Al Jinz teilnehmen. Um 21.00 Uhr - kommen die Schildkröten an Land zur Eiablage und um 04.00 Uhr - verlassen junge geschlüpfte Schildkröten ihr Nest und wandern in Richtung Meer.
Bis zu 100'000 Meeresschildkröten kommen im Oman an Land um ihre Eier abzulegen. Dadurch steht der ganze Küstenabschnitt unter Kontrolle der Naturschutzbehörde und darf nicht ohne Führung betreten werden.
Wadi As Shab
Von Ras al Jinz aus fuhren über Sur am Golf von Oman entlang. Die Küste ist geprägt durch das abfallende östliche Hadschar-Gebirge. Bei Tiwi kann man die Route 17 verlassen und zum Wadi as Shab fahren. Seit dem Wirbelsturm an der Küste, gibt es hier keinen direkten Eingang mehr. Für etwas Geld kann man sich aber von einem Omani über das Wasser auf die andere Seite fahren lassen. Ein steiniger Weg führt in die Schlucht hinein. Das alte Aflaj-Bewässerungssystem kann man im hinteren Teil des Wadis besichtigen.
Al Jissah
Weiter an der Route 17 entlang über Muscat fahren wir zum Shangri-La's Barr Al Jissah Resort & Spa welches in der Bucht von Al Jissah liegt. Wir planten zuerst durch das Wadi Aday zu fahren, als es dann aber zur Offroad Piste und schon dunkel wurde, entschieden wir uns doch den Weg über Muscat zu nehmen.
Sultan Qaboos Grand Mosque
Die omanische Zentralmoschee Sultan Qaboos Grand Mosque ist die grösste Freitagsmoschee des Landes und steht in Al Ghubra unweit von Muscat. Die Moschee kann bis 11 Uhr von allen, jeder Glaubensrichtung, besucht werden. Die 5 Minaretten, Gebetshallen und Bogengänge bilden das wichtigste Bauwerk des Omans, welches 2001 fertiggestellt wurde. Im inneren der Moschee wird der Boden mit einem über 4000m2 Teppich aus dem Iran bedeckt, welcher einer der grössten Teppiche der Welt ist. Ebenfalls der Kronleuchter aus dem Haus Swarowski ist einen Besuch wert.
Mutrah
Mutrah ist ein Handelszentrum mit einem großen Hafen. Viele Kreuzfahrtschiffe, die im Oman anlegen, kommen in den Hafen von Mutrah. Der Souk von Mutrah ist der grösste im Land und bietet in einem verwinkelten Gassen-Labyrinth viele omanische Handwerke aus Gold und Silber. Teppiche, Gewürze und Weihrauch findet man hier fast in jedem Laden. Im Zentrum des Souk findet man bei Kreuzungen kreative gestaltete Überdachungen. An der Corniche (Strandpromenade) entlang, genießt man eine schöne Sicht auf den Hafen und die Weihrauchbrenner Statue im Riyampark.
Maskat
Die Hauptstadt des des Sultanats Oman ist heute eine eine blühende Handelsmetropole mit dem Geschäftsviertel Ruwi. Der Königspalast Qaṣr al-ʿalam des Sultan Qaboos befindet sich in der Nähe und dient zur Repräsentation des Landes. Der Hafen Mina Sultan Qabus ist ökonomische Ader des Landes, von hier aus wird das Erdöl in die ganze Welt exportiert. Viele Piplines aus dem Hinterland führen hier an die Küste von Maskat, wo die Öltanker über eine Offshore Betanksanlage gefüllt werden. Über den wichtigsten Export des Omans findet man im Oman Oil and Gas Exhibition Centre mehr Informationen. Der Eintritt ist frei und man erhält vom Suchen, Bohren und Fördern des Erdöls viel Information.