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Gerichtsverfahren gegen Scientology auf Oktober verschobenAnwälte beider Seiten stimmten überein, dass der komplexe Fall noch nicht bereit ist für ein Verfahren im März. Die Verfahrensdauer ist auf fünf Wochen festgelegt.
Von THOMAS C. TOBIN
© St. Petersburg Times, 22. Dezember 1999
ST. PETERSBURG -- Obwohl bereits in seinem fünften Jahr, das hinausgeschobene Justizdrama über den Tod der Scientologin Lisa McPherson wurde gerade verlängert.
Ein Strafverfahren wurde um sieben Monate verzögert, da sich Staatsanwälte und die Rechtsanwälte der Scientology Kirche selbst in dem Sumpf verfingen, der sich zu einem ausserordentlich komplexen Fall entwickelt. Das Gerichtsverfahren ist nun auf den 16. Oktober angesetzt.
McPherson starb am 5. Dezember 1995 nachdem sie sich während 17 Tagen in Obhut von Mitarbeitern von Scientology in Clearwater befand. Die Niederlassung der Kirche in Clearwater wurde wegen Missbrauchs und illegalem Ausüben medizinischer Praktiken an ihr angeklagt.
Aber es ist mehr als der typische Todesfall, da die Anwälte mit Angelegenheiten argumentieren, die weit hinter die Umstände von McPhersons Tod zurückreichen.
Scientology argumentiert teilweise, dass die Strafverfolgung die Kirche und ihre Mitglieder bei der Ausübung ihrer Religion belaste, was ein angeblicher Verstoss gegen den First Amendment und den Florida Religious Freedom Restoration Act von 1998 sei. Sie verlangen, dass der Fall eingestellt werden soll.
Als Antwort argumentiert der Staatsanwaltschaft von Pinellas-Pasco, dass weder der First Amendment noch das Staatsgesetz den Leuten das Recht gibt, unter dem Vorwand einer Religion gegen das Gesetz zu verstossen. Sie vertritt die Meinung, dass die Behandlung von McPherson, die erzwungene medizinischen Behandlung und festhalten wider ihren Willen beinhaltete, nichts mit den religiösen Praktiken von Scientology zu tun hatte.
Zusätzlich zweifelte Scientology die Befunde Joan Wood an, dem medizinischen Untersuchungsbeamten von Pinellas-Pasco, dessen Stelle die Autopsie durchführte. Nun stimmte Wood auf Drängen von Scientology zu, den Fall zu überprüfen.
Der Fall wird sich möglicherweise um komplizierte medizinische Beweise und einen Bereich von verfassungsmässigen Inhalten, eingeschlossen das Versprechen einiger neuen Rechtsgrundlagen, drehen.
Es lag soviel Arbeit vor den Anwälten der Verteidigung und den Staatsanwälten, dass nicht länger am Verhandlungsdatum vom 6. März festgehalten werden konnte, erklärte die Kirche am Dienstag.
Wenn die Staatsanwaltschaft keinen Einspruch erhebt, verschiebt die Hauptrichterin Susan Schaeffer die Verhandlung. Für diese ist eine Dauer von fünf Wochen geplant.
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