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Interessanterweise ist die Laktoseintoleranz eine sehr alte Erkrankung. Die erste Beschreibung findet man bei Hippokrates. Dennoch hat es bis weit über die Mitte des letzten Jahrhunderts gedauert, bis Kenntnisse über die Erkrankung Einzug in den medizinischen Alltag gefunden haben.
Dabei muss zwischen einem Laktasemangel und der Laktoseintoleranz unterschieden werden. Beim Mangel handelt es sich um einen kompensierten Zustand, der durch Laktosezufuhr manifest wird, das heißt erhebliche Beschwerden auslöst. Auf Grund des Laktasemangels gelangt Laktose unverdaut in den Dickdarm, wo sie als Nahrung für Dickdarmbakterien dient und von diesen fermentiert wird. Dabei werden verschiedene toxische Substanzen freigesetzt, zum Beispiel Acetaldehyd, Ethanol, Butan-2,3-thiol, Methan, Formiat, kurzkettige Fettsäuren und Propan. Die Folge sind Bauchschmerzen, Borborygmus (kollerndes Geräusch im Darm), Flatulenz und Durchfall. Ebenso kommt es zu Übelkeit, Kopf- und Muskelschmerzen und bei vielen Patienten gerade nicht zu Durchfall, sondern auf Grund der herabgesetzten intestinalen Motilität zur Obstipation (Tabelle 1). Da die Erkrankung ein buntes Symptombild hervorrufen kann, wird sie häufig verkannt.
... Symptome bei Laktoseintoleranz (Auswahl)
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