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Mathieu van der Poel ist in der Nacht vor der Strassen-WM auf zwei Mädchen losgegangen, die im Hotel vor seinem Zimmer Lärm gemacht hatten. In der Nacht vor dem Rennen nahm ihn die Polizei in Haft und liess ihn später gegen Kaution frei. Das WM-Rennen gab er auf. Nun hat er eine Busse von 1500 Australischen Dollar (ca. CHF 960) akzeptiert.
Die 13- und 14-jährigen Mädchen haben gemäss Mathieu van der Poel im Korridor vor seinem Hotelzimmer Radau gemacht und mehrmals an seine Tür geklopft. «Nach ein paar Mal Klopfen war ich fertig damit, bin in den Gang raus gegangen und habe die Kinder auf nicht freundliche Weise gebeten aufzuhören», wird er von diversen Medien und auch der Deutschen Depeschen Agentur zitiert.
Dann kam die Polizei und nahm den 27-jährigen Holländer mit, der als einer der Favoriten für das Strassenrennen der WM gegolten hatte. Der Journalist Thijs Zonneveld hat einen Teil des Polizeirapports veröffentlicht. Darin steht, dass er, der nur als «27-jähriger Mann» bezeichnet wird, die beiden Mädchen geschubst habe, wobei sich eines leicht verletzt habe.
Kurz vor Mitternacht holte die Polizei den Holländer ab, gegen vier Uhr war er zurück im Hotel. Gut sechs Stunden später wurde das WM-Strassenrennen gestartet, in welchem «MVP» aufgrund der Strecke als einer der Favoriten gegolten hatte. Nach 35 Kilometern stieg Van der Poel aus, angeblich mental gebrochen.
Die Gerichtsverhandlung war auf Dienstag angesetzt. Van der Poel akzeptierte aber die Geldstrafe von umgerechnet rund 960 Franken, um schon vorher nachhause fliegen zu können. Sein Anwalt legte umgehend Berufung ein, der Rad-Star kann trotzdem ausreisen. Er bestreitet weiterhin, die Mädchen gestossen zu haben.