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Die Vancouver Art Gallery wurde im Januar 2015 mit 10 gemalten Skizzen von James Edward Hervey MacDonald, einem Mitglied der Group of Seven, beschenkt. Allerdings werden die Werke nun nicht mehr MacDonald zugeschrieben. Die Skizzen waren ein Geschenk von Ephry und Melvin Merkur, die sie von ihrem Vater Max Merkur, einem Kunstsammler, geerbt hatten. Nach der Spende kamen Fragen zur Echtheit der Werke auf, weshalb das Museum eine Ausstellung verschob und weitere Untersuchungen durchführen ließ.
Kunsthistoriker, Handschriftexperten und das Canadian Conservation Institute (CCI) wurden hinzugezogen, um die Skizzen zu untersuchen. Die wissenschaftliche Forschung und visuelle Analyse des CCI ergab anachronistische Farbtypen, Rechtschreibfehler in der Signatur des Künstlers und die Verwendung von Platten, die nicht typisch für MacDonalds Arbeit waren. Einige Skizzen ähnelten zudem fertigen Werken, was darauf hindeutet, dass sie nach den endgültigen Kompositionen entstanden sind. Basierend auf diesen Ergebnissen schreibt das Museum die 10 Skizzen nun einem unbekannten Künstler zu.
Dennoch plant das Museum weiterhin, Ölskizzen von MacDonald und seinen Group of Seven-Kollegen in einer Ausstellung mit dem Titel “A Tangled Garden” zu präsentieren. Das Museum betrachtet die Ausstellung der neuzuordneten Werke als entscheidend für seine Mission der Forschung und Wissensvermittlung. Das Museum möchte eine Umgebung kritischer Untersuchung und Transparenz im Hinblick auf die Bedeutung dieser Kunstwerke schaffen. Die Ausstellung ist noch bis zum 12. Mai 2024 zu sehen.
Einführung
Dieser Artikel behandelt die Untersuchung der Vancouver Art Gallery zur Authentizität von zehn gemalten Skizzen, die James Edward Hervey MacDonald, einem Mitglied der Group of Seven, zugeschrieben wurden. Die Untersuchung wurde aufgrund von Zweifeln durchgeführt, die nachdem die Skizzen dem Museum im Jahr 2015 geschenkt wurden, aufkamen. Trotz der Nichtzuordnung der Werke plant die Galerie dennoch eine Ausstellung mit Ölskizzen von MacDonald und seinen Kollegen.
Hintergrund
Die Vancouver Art Gallery erhielt im Januar 2015 zehn gemalte Skizzen als Geschenk von Ephry und Melvin Merkur. Die Skizzen stammten aus dem Besitz ihres Vaters Max Merkur, einem Kunstsammler. Anfangs wurde James Edward Hervey MacDonald als Künstler dieser Werke identifiziert. Allerdings entstanden Zweifel an ihrer Echtheit, was zu der Untersuchung führte.
Schenkung und Vererbung
Die Skizzen wurden der Vancouver Art Gallery von Ephry und Melvin Merkur geschenkt, welche sie von ihrem Vater Max Merkur geerbt hatten. Max Merkur war ein Kunstsammler, der die Skizzen im Laufe seines Lebens erworben hatte. Die Merkur-Familie glaubte, dass es sich um authentische Werke von MacDonald handelte.
Untersuchung
Um die Authentizität der Skizzen festzustellen, beauftragte die Vancouver Art Gallery Kunstgeschichtler, Handschriftenexperten und das Canadian Conservation Institute (CCI). Es wurden verschiedene Untersuchungsmethoden angewandt, um die Skizzen zu analysieren und ihre Zuordnung zu bestimmen.
Wissenschaftliche Forschung
Das Canadian Conservation Institute (CCI) führte wissenschaftliche Untersuchungen an den zehn Skizzen durch, um eventuelle Unregelmäßigkeiten oder Anachronismen aufzudecken. Durch den Einsatz fortschrittlicher Technologien und Analyseverfahren entdeckte das CCI anachronistische Farbtypen, die in den Skizzen verwendet wurden. Diese Farbtypen entsprachen nicht den üblicherweise von James Edward Hervey MacDonald verwendeten.
Visuelle Analyse
Kunsthistoriker und Experten für visuelle Analyse untersuchten die Skizzen, um visuelle Hinweise oder Diskrepanzen zu identifizieren, die auf einen anderen Künstler hinweisen könnten. Es wurden Rechtschreibfehler in der Künstlersignatur festgestellt sowie die Verwendung von Brettern, die nicht typisch für MacDonalds Werk waren. Einige der Skizzen ähnelten auch abgeschlossenen Werken von MacDonald, was darauf hindeutet, dass sie nach Abschluss der endgültigen Kompositionen erstellt wurden.
Nichtzuordnung
Basierend auf den Untersuchungsergebnissen hat die Vancouver Art Gallery die zehn Skizzen nicht James Edward Hervey MacDonald, sondern einem unbekannten Künstler zugeordnet. Die gesammelten Beweise wie die anachronistischen Farbtypen, Rechtschreibfehler und Unstimmigkeiten mit MacDonalds üblichen Materialien und Techniken führten zu dem Schluss, dass die Skizzen nicht von MacDonald selbst stammen.
Ausstellung “A Tangled Garden”
Trotz der Nichtzuordnung der zehn Skizzen plant die Vancouver Art Gallery immer noch eine Ausstellung mit dem Titel “A Tangled Garden”, die Ölskizzen von James Edward Hervey MacDonald und seinen Kollegen der Group of Seven zeigt. Die Ausstellung wird als Chance gesehen, kritische Untersuchungen anzustoßen und Transparenz in Bezug auf die Herkunft und Bedeutung von Kunst zu fördern.
Missionsziel der Galerie
Die Vancouver Art Gallery hat sich zum Ziel gesetzt, Forschung und Wissen über Kunst zu vermitteln. Die Galerie sieht die Ausstellung als wesentlichen Teil der Erfüllung ihrer Mission an, indem sie den Besuchern ermöglicht, die Komplexitäten der Kunstzuordnung und die Rolle der Authentizität bei der Beurteilung eines Künstlers zu erkunden.
Details zur Ausstellung
Die Ausstellung “A Tangled Garden” ist bis zum 12. Mai 2024 in der Vancouver Art Gallery zu sehen. Sie präsentiert Ölskizzen von James Edward Hervey MacDonald und seinen Kollegen der Group of Seven. Durch kuratierte Ausstellungen und begleitende Bildungsmaterialien möchte die Galerie ein umfassendes Verständnis von MacDonalds echten Werken vermitteln, wobei die nicht zugeordneten Skizzen anerkannt werden.
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