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Fütterung Ferkel
Mit einer optimalen Anfütterung die Ferkel in ihrer Entwicklung unterstützen und das Absetzen erfolgreichen bestreiten für eine gesunde und wirtschaftliche Ferkelproduktion.
Die ersten Stunden im Leben der Schweine sind massgebend für ein optimales Leistungspotential in der Zukunft. Fehler in Management und Fütterung können in späteren Phasen nicht mehr kompensiert werden. Die Ferkel kommen ohne ausgebildetes Immunsystem zur Welt, weshalb die Kolostrumversorgung für den Aufbau der passiven Immunisierung entscheidend ist.
Anfütterung – Enzymtraining für die Zukunft
Die Natur stellt sicher, dass in den ersten Lebenstagen für die Verdauung der Muttermilch die Enzyme Laktase (Abbau von Milchzucker) und Lipase (Spaltung von Milchfett) zur Verfügung stehen. Die Energie- und Eiweissbasis in den Ferkelaufzuchtfuttern bilden aber Getreide in Form von Stärke und pflanzlichen Proteinträgern. Das Verdauungssystem baut die entsprechenden Enzyme Amylase (Stärkeabbau) und Pepsin (Proteinabbau) erst nach drei bis vier Lebenswochen auf. Daher soll ein Prestarter oder Starterfutter eine Mindestmenge an aufgeschlossenem Mais oder Weizen enthalten. Dies gewährleistet, dass sich die Verdauungsenzyme im Magen-Darm-Trakt der Ferkel entwickeln können (siehe Grafik). Gleichzeitig werden auch die Darmzotten entsprechend ausgebildet. Diese bilden die Basis für eine optimale Nährstoffaufnahme im Darm während der Aufzuchtphase.
Entwicklung der Verdauungsenzyme im Magen-Darm-Trakt der Ferkel
Absetzen
Rund ums Absetzen werden die Ferkel verschiedenen Stressfaktoren ausgesetzt. Es gibt den sozialen Stress mit dem Trennen vom Muttertier, den Umweltstress mit neuen Artgenossen in neuer Umgebung und den fütterungsbedingten Stress, da sie nun ohne Muttermilch auskommen müssen. Durch diese Faktoren werden Stresshormone (Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol) produziert. Eine erhöhte Energiemobilisation (Abbau von Glukose und Fett) ist die Folge und dient dem Ferkel dazu, Energie zur Verfügung zu stellen. Bei Dauerstress führt dies zu einer chemischen Reaktion, wobei freie Radikale entstehen. Dieser sogenannte oxidative Stress kann das Gewebe (Bindegewebe, Nervenzellen, Muskelfasern, Darmzellen) beschädigen, wodurch die Stoffwechselfunktionen gestört werden. Die Verdauung läuft nicht mehr rund, was zu Immunschwäche und Durchfall führen kann. Mit geeigneten Managementmassnahmen gilt es, die Stressfaktoren zu reduzieren. Gereinigte, desinfizierte, trockene und warme Jagerbuchten mit Beschäftigungsmaterial für die natürliche Neugierde erleichtern die Umstellung. Fütterungstechnisch sollte zehn Tage vor bis eine Woche nach dem Absetzen keine Umstellung der Ration erfolgen.
Aufzuchtphase
Ist die schwierige Phase rund um das Absetzen erfolgreich gemeistert, folgt mit der Ferkelaufzucht ein ruhigerer Abschnitt. Der Magen-Darm-Trakt mit seinen komplexen Funktionen ist weitestgehend ausgereift, das Immunsystem hat Fahrt aufgenommen und die körpereigene Produktion von Antikörpern ist in vollem Gange. Bei der Gestaltung der Futtermischungen können neben schmackhaften und hochverdaulichen Rohkomponenten nun auch weniger stark veredelte Komponenten wie herkömmliches Sojaschrot eingesetzt und der Fokus auf das Ausschöpfen des Wachstumspotenzials gelegt werden. Auch in dieser Phase gilt es, mit geeigneten diätetischen Massnahmen wie organischen Säuren oder Tanninen als natürliche Antioxidantien und Prä- oder Probiotika den Darm gesund zu halten.
Für jede Strategie ein Ferkelfutter
Verschiedene Strategien in der Ferkelaufzucht
UFA securo - Gesundheit
Die securo-Strategie steht in erste Linie für Sicherheit und Gesundheit. Die securo-Ferkelfutter sind perfekt für die Unterstützung der Tiergesundheit abgestimmt, von der Komponentenwahl über Futterzusätze bis hin zu einer gröberen Vermahlung.
Mit dem Starterfutter UFA 304-2 securo wird der Antibiotikaeinsatz aufgrund der darin enthaltenen Immunoglobuline gesenkt. UFA 308-6 securo bringt Sicherheit über die Absetzphase und sorgt für einen gesunden Darm. Die Krankheitsanfälligkeit reduziert sich aufgrund pflanzlicher Zusatzstoffe und erhöht die Futteraufnahme für eine gute Darmentwicklung. UFA 311-6 securo unterstützt das Ferkel nach dem Absetzten bis zum Verkauf
UFA turbo – Leistung
Die schmackhafte turbo-Linie ist auf Leistung ausgerichtet. Die Ferkel sollen ihr Wachstumspotenzial maximal ausschöpfen können. Dies ist möglich dank des gehaltvollen Futters mit verschiedenen Zusätzen.
Das Starterfutter UFA 304 piccolo regt den Verzehr an. Es verbessert die Verfügbarkeit der aufgenommenen Nährstoffe und stärkt die erwünschte Darmflora. UFA 310-6 turbo im Anschluss gewährleistet den sorgfältigen Aufbau eines funktionierenden Verdauungstraktes. Damit werden die Ferkel für die kommende Mast bestens vorbereitet.
UFA basico – bewährt und einfach
Der Erfolg der basico-Strategie liegt in der Einfachheit. Die Futter decken den Grundbedarf der Ferkel für eine konstante Entwicklung.
Gut zu wissen
Eisenversorgung
Ferkel kommen mit geringen Eisenreserven zur Welt. Damit die Versorgung garantiert werden kann, müssen die Ferkel mit Eisen versorgt werden. Es gibt drei Varianten Eisen zu verabreichen.
- Orale Eisengabe mit UFA-Eisenpaste: Die Eisenpaste wird einzeln verabreicht, die Versorgung wird damit sichergestellt. Es ist aber relativ aufwändig.
- Eiseninjektion: Die Injektion mit Eisen sollte wegen der Infektionsgefahr nicht vor dem 3. Lebenstag erfolgen, da sonst ein Nährboden für schädliche Keime geschaffen wird. Die Injektion wirkt am schnellsten und kann genau dosiert werden.
- Orale Eisengabe mit UFA-Fenergie: Die Anwendung ist sehr einfach. Es kann aber nicht sichergestellt werden, dass jedes Ferkel eine genügende Dosis aufnimmt.
Es empfiehlt sich eine Kombination aus Injektion und oraler Verabreichung mit einer Eiseninjektion zwischen dem 3. und 5. Lebenstag und das Verabreichen von UFA-Fenergie ab dem 2. Lebenstag zusammen mit UFA-Terrapig und UFA 302 Prestarter.
Wühlerde
Sie dient zur Anregung der Fresslust und Unterstützung der Verdauung. Angereichert mit den Spurenelementen Eisen und Zink, unterstützt UFA-Terrapig zudem aktiv die Gesundheit der Saugferkel. Täglich frisch vorgelegt ab den 1. Lebenstag und vermischt mit einem Ferkelstarterfutter wird die Futteraufnahme angeregt und unterstützt die Entwicklung des Darms.
Impfen
In den ersten Lebensstunden ist das Kolostrum für die Ferkel die einzige und entscheidende Nahrungsquelle. Die Versorgung mit der ersten Muttermilch in den ersten drei Stunden liefert Energie für den Erhalt der Körpertemperatur und sorgt für die Ausbildung der passiven Immunität. Diese bietet dem Ferkel einen sofortigen Schutz gegen krankmachende Keime, da die Neugeborenen ohne ausgebildetes Immunsystem auf die Welt kommen. Die Fähigkeit, diese Abwehrstoffe aus dem Darm in den Stoffwechsel zu überführen, verlieren die Ferkel schon nach wenigen Stunden.
Nach zwei bis drei Wochen müssen die Ferkel ihre eigene Immunität aufbauen. Diese aktive Immunisierung kann mittels Impfung unterstützt werden, indem das Immunsystem mit einer unschädlichen Dosis an Erregern stimuliert wird und so Antikörper gebildet werden. Eine Impfung gegen Circoviren und Lawsonia ist zu empfehlen. Je nach Situation auf den Betrieben ist es angezeigt, den Impfplan mit dem Tierarzt zu besprechen und nach Bedarf betriebsspezifische Impfstoffe einzusetzen.
UFA-Futtermittel
Um die Fütterung optimal auf die Bedürfnisse der verschiedenen Phasen in der Ferkelaufzucht auszurichten, stellt UFA ein breites Sortiment an unterschiedlichen Futtermitteln bereit:
- Mischfutter: Von UFA wird für jede Phase der Ferkelaufzucht eine grosse Auswahl an spezifisch abgestimmten Ferkelfutter hergestellt.
- Spezialitäten: Das Spezialitätensortiment der UFA ermöglicht es, den Nährstoffbedarf der Tiere in Stresssituationen zu decken und gesundheitlichen Störungen vorzubeugen.
- Bio-Futter: Die UFA-Futter für Bio-Betriebe werden ausschliesslich im Biowerk Hofmatt in Herzogenbuchsee (BE) hergestellt. Die Futter entsprechen den Richtlinien von Bio Suisse.