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^0 cm entfernt waren, dieselben aber erst deutlich erkannte, wenn sie auf 2 ein nahe gekommen waren. 2ie letztere Thatsache stellte er dadurch fest, daß er ihr eine Biene [* 3] darbot, der sie sich bis auf 2 0 m näherte, und dann erschreckt zurückfuhr, als sie erkannte, daß sie es nicht mit einer Fliege, sondern mit einem wohlgewappneten Gegner zu thun habe. Eine unschuldige Zlumenfliege vom Aussehen einer Wespe, wie sie auf der Tafel zum Artikel ^Mimikry« dargestellt sind, erregte denselben Schrecken, ein Beweis, daß die Verkleidung auch Spinnen [* 4] gegenüber ihre Vorteile hat.
Manche Raubspinnen, wie z. B. ^.Nus ^icii^r^äu", beschleichen ihre Opfer mit kaum merklichen, katzenartigen Bewegungen, andre lauern unbeweglich und in unkenntlicher Verkleidung auf ihre Beute. So bildet Forbes in seinem 1885 erschienenen Reisewerk eine indische Spinne ab, die, auf ihrem kleinen Gespinste auf dem Rücken liegend, einem auseinander geflossenen Vogelkot auf den Blattoberflächen gleicht und so selbst ihre scharfer sehenden Opfer täuscht, und Göldi entdeckte unlängst eine auf Orangenbäumen lebende brasilische Raubspinne, die täuschend einer halberschlossenen alabasterweißen Orangenknospe gleicht, aus der schon die gelben Staubfäden herausblicken.
Plateau hat 1886 - 87 genaue Beiveife von ihrer Kurzsichtigkeit erlangt, indem er sie mit kleinen, an Fäden bewegten Kunstinsekten aus Daunenfederstückchen oder mit kleinen, schwarzen Nachsbällchen neckte. D ie Sprung- und Wolfsspinnen ließen sich durch diese beweglichen Kunstinsekten immer wieder täuschen, erkannten ihren Irrtum erst bei Annäherung auf l ein und verloren ruhende Gegenstände schon bei 3 em Entfernung aus den Augen. Xreuz- und Winkelspinnen scheinen sich gar nicht mehr auf ihr Gesicht [* 5] zu verlassen und brachten dem Kunsttnsekt, solange es sich bewegte, bis zu W Bisse bei, lernten aber nach einiger Zeit, daß sie getäuscht wurden, und kamen dann nicht mehr aus der Tiefe ihres Nestes hervor.
Besonders hartnäckig beißen sie, wie Z. C. Boys beobachtete, auf Insekten, [* 6] die man durch Berührung mit einer Stimmgabel scheinbar brummen läßt, und ließen sich nicht abhalten, selbst auf Insekten zu beißen, die mit scharf riechenden Flüssigkeiten getränkt waren, wenn er sie nur brummen ließ. Es scheint also auch der Geruchssinn wenig entwickelt zu fein. Die bekannten Weberknechte (Phalangiden) der Mauern und Baumstämme, die durch ihre scherenfö'rmigen Kiefertaster den Übergang zu den Skorpionen darstellen, geben kein Zeichen, daß sie mit ihren beiden Augen die Annäherung kleinerer oder größerer, langsamer oder schneller bewegter Dinge wahrnehmen, und scheinen für ihre Ernährung und Sicherheit nur auf das feine Tastgefühl ihrer langen, strahlenförmig nach allen Seiten ausgestreckten Füße angewiesen zu sein, mit denen sie einen Kreis [* 7] von 6 em Durchmesser umspannen.
Ergreift sie irgend ein ^eind an einem
Bein, so lassen sie es meist in seinem
Besitz. Über eine kleine, sehrgefährlicheGiftspinne(I^tki-0^6et68
tr6ä6eiili^uN^U8), die in den russischen
Steppen als
Spinnerei (Schutzvorrichtungen). Die
Apparate und
Maschinen, welche
in der S. zur Anwendung kommen, gehören zum Teil wegen ihrer großen
Geschwindigkeit zu den gefährlichsten
maschinellen Einrichtungen. Zunächst sind die
Wölfe zum Auflockern der
Spinnfasern dadurch gefährlich, das; die
Finger der
Arbeiter sehr leicht in die Zuführungen walzen gelangen und dann von den
Zähnen der
Trommel zerschlagen werden.
Eine Vorrichtung, welche dieser Möglichkeit vorbeugen soll, besteht m einer Hol;walze, welche quer über dem Zuführung^ tuch vor den Zuführungswalzen angebracht sind: dic Zapfen [* 8] der Walze sind zu beiden Seiten so gelagert, daß die Walze um einige Zentimeter auf und ab spielen kann. Hierdurch werden die Finger der Arbeiter von den Zuführungswalzen zurückgehalten. Dic Schlagmaschinen (Flackmaschinen, Batteurs) zum Auflockern der Baumwolle [* 9] und zur Bildung von Watten arbeiten mit sehr schnell rotierenden Schlägern (Flügeln), welche allerdings von einem Gehäuse. umschlossen sind. Jedoch wird dies trotz aller Verbote häufig genug während des Betriebes von den Arbeitern geöffnet. Hier sind entweder Verschlüsse, anzubringen, zu denen nur die Werkmeister die Schluss [* 1] Fig. I. Oberansicht. [* 1] Fig. 2. Seitenansicht. Lejeunes Deckelverschluß für Schlagmaschinen. sel haben, oder es sind Schutzbleche anzuordnen, welche verhüten, daß die Arbeiter, wenn sie den Deckel des Gehäuses abheben, in die Schläger geraten, ¶