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Ein zweimotoriges Sportflugzeug ist stundenlang führerlos über den Golf von Mexiko geflogen und dann vor Florida ins Meer gestürzt. Der Pilot habe offenbar im Steigflug zu wenig Sauerstoff bekommen und sei bewusstlos geworden, erklärten Experten in US-Medien am Donnerstag (Ortszeit).
Nichts deute darauf hin, dass der Pilot den Crash überlebt habe, sagte ein Sprecher der US-Küstenwache am Freitag. Die Cessna 421 versank rund 200 Kilometer vor der Ortschaft Tampa im Meer - kurz, nachdem sie mit der Nase im Wasser gelandet war, wie der Sprecher sagte. Ob das Sportflugzeug geborgen werde, hänge von der Tiefe des Wassers ab.
Die Cessna 421 war am Morgen in der Ortschaft Slidell in Louisiana in Richtung Sarasota am Golf von Mexiko gestartet. Kurz darauf geriet sie nach Angaben der Flugbehörden ins Trudeln und bewegte sich drei Stunden unkontrolliert über dem Meer.
Zwei F-15 Kampfflugzeuge stiegen zur Beobachtung auf. Der Pilot der Cessna habe aber nicht reagiert. Die Scheiben der Maschine seien beschlagen oder vereist gewesen. An Bord war lediglich der Pilot.
Der Flugexperte Miles O'Brien erklärte im TV-Sender CNN, vieles deute darauf hin, dass der Kabinendruck während des Steigflugs der Propellermaschine plötzlich extrem gefallen sei. "In einer Höhe von 28'000 Fuss kann ein Pilot nicht sonderlich viel Bewusstsein haben, wenn er keinen Sauerstoff bekommt", erklärte er.
SDA-ATS