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Wann wird Wissen zur Wissenschaft? Reicht das intensive Sammeln von Daten - etwa wie Bildung und Gesundheit sich verhalten - aus, oder braucht es Menschen, die dieses Wissen interpretieren und hinterfragen? Ist es ein Gerechtigkeitsproblem, wenn sich zeigt, dass ein höheres Mass an Bildung zu besserer Gesundheit führt? Und wenn es für ein solches Urteil Menschen braucht, wie können sie dazu gelangen? Die Vorlesung verteidigt die These, dass hierfür Weisheit erforderlich ist und dass diese Weisheit nicht mit Wissenschaft gleichgesetzt werden kann. Sie gründet im täglichen Menschenverstand und ist deshalb eine Angelegenheit nicht der Wissenschaft, sondern der Gesellschaft, deren Mitglieder ihre wertende Kraft in der politischen Auseinandersetzung ständig üben müssen. Untersucht werden verschiedene Modelle dieser Weisheit von Platon und Thomas Aquin bis Hannah Arendt, Paul K. Feyerabend und Michel Foucault. Diese Modelle werden auf ihre Tauglichkeit für unseren Umgang mit Wissen und Wissenschaft befragt.