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Sammelbegriff für Verfahren, durch welche (eindimensionale) Fäden zu (zweidimensionalen) Flächen zusammengefügt werden. Beliebte Materialien hierfür sind Wolle, Baumwolle, Leinen oder Seide. Gängige Techniken sind das Weben, Sticken oder Wirken. Kunstvoll gestaltete Seidengewebe oder Seidenstickereien zählten im mittelalterlichen Europa – ähnlich wie in anderen Kulturen der Zeit – zu den teuersten und am meisten geschätzten Kunstgegenständen. Bis ins 12./13. Jahrhundert mussten Seidengewebe aus islamischen Kulturen oder aus Byzanz importiert werden. Werke der mittelalterlichen Textilkunst weisen daher oft eine Dimension des Kulturtransfers auf. In der französischen und burgundischen Hofkultur des 14. und 15. Jahrhunderts erreichte die Wertschätzung der Textilkunst ihren Höhepunkt mit kostbaren Bildteppichen und aufwendig bestickten Bildgewändern.
Literatur: Jahn und Lieb 2008, S. 825-826.