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EINZIGER AKT
Venus und Adonis, eine uralte Geschichte aus der griechischen, ja der asiatischen Mythologie wird von der Primadonna, dem Heldendarsteller und dem jungen Tenor Clemente nachgespielt und neu gestaltet. Die Fabel endet, wie auch früher, tragisch: Mars, der selbst Venus begehrt, ist eifersüchtig auf Adonis. Er verwandelt sich, als Adonis auf der Jagd ist, in einen rasenden Keiler und tötet den jungen Mann.
Die handelnden Personen werden hier durch Tänzer und Mimen verkörpert, während die Madrigalisten, als Hirten verkleidet, ebenso wie der Sänger, die Handlung erzählen und dazu Stellung nehmen.
Während das Drama abläuft, wird die Situation zwischen dem Mythos und den Konflikten von Sängern und Sängerin immer ähnlicher: Der Heldendarsteller sieht mit Missvergnügen und Eifersucht, dass sich der junge Clemente in die Primadonna verliebt, die ihm, so scheint es, ebenfalls zugetan ist. Der Heldendarsteller merkt endlich, dass die Primadonna ihn nicht mehr liebt und ersticht den jungen Clemente.
Adonis und Clemente gehören im Tod zusammen und fliegen auf den Planeten Venus.