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Deutsch-schweizerische Schriftstellerin
Sandra Paretti (* 5. Februar 1935 in Regensburg; † 13. März 1994 in Meilen; eigentlich Irmgard Schneeberger) war eine deutsch-schweizerische Schriftstellerin (ab 1987 aus Nesslau/SG).
Sandra Paretti wuchs im Haus ihrer Eltern (Clemens Schneeberger, Jurist und der Maria geb. Lang), einem ehemaligen Domherrenhof, auf dem Oberen Wöhrd, einer der beiden Regensburger Donauinseln, auf. Nach dem Abitur 1953 studierte sie zuerst Musik und anschließend Germanistik in München, Paris und Rom. 1960 wurde sie über das Thema Das Kunstmärchen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts an der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Dr. phil. promoviert und begann als Journalistin für die Münchner Abendzeitung zu arbeiten.
Nach ihrem auf Anhieb erfolgreichen ersten Roman Rose und Schwert (1967) war sie als freie Schriftstellerin tätig. 1969 zog sie nach Meilen am Zürichsee.
Parettis Bücher sind größtenteils Gesellschaftsromane mit historischem Hintergrund. Parettis Werke wurden verfilmt (zuletzt Der Wunschbaum als Fernsehserie) oder erschienen als Sprechplatten (Märchen aus einer Nacht, Sprecherin: Sandra Paretti). Parettis Bücher wurden in 28 Sprachen übersetzt (Gesamtauflage: 30 Millionen Exemplare). Damit gehört sie zu den meistgelesenen deutschsprachigen Erzählerinnen.
Paretti starb durch Selbsttötung, nachdem sie zwei Jahre zuvor unheilbar an Krebs erkrankt war. Am 14. März 1994 erschien ihre selbstverfasste Todesanzeige in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) auf Seite 25, in der sich die Schriftstellerin zu ihrer Entscheidung äußerte.
Parettis Freitod, vor allem aber die Anzeige, erregte großes Aufsehen, unter anderem, weil Paretti hier direkt Werbung für den Schweizer Sterbehilfe-Verein EXIT machte.
Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sandra Paretti aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Rosmarie Zeller. Version : 18.112009. Desweiteren auf dem Artikel Sandra Paretti aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.