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Problem
In der politischen Diskussion wird immer wieder diskutiert, ob der Staat mit Steuern eine egalitäre Einkommensverteilung erwirken soll. Geld – und Einkommen ist Geld – ist per se selbst nur Aufbewahrungs- und Transaktionsmittel und daher ungeeignet den Befriedigungsgrad der menschlichen Bedürfnisse anzuzeigen.
Lebt ein Mensch in einem armen aber egalitären Land wie Äthiopien besser als in der Schweiz? Ich glaube nicht. Dabei gehe ich hier von der unbewiesenen Annahme aus, dass die Einkommensverteilung in Äthiopien gleichmässiger ist als in der Schweiz.
Lösung
Man könnte die Verteilung der Bedürfnisbefriedigung nach Maslow vergleichen. Maslow hat die Bedürfnisse in 5 Level eingeteilt: Selbstverwirklichung, Individualbedürfnisse, soziale Bedürfnisse, Sicherheit, körperliche Existenzbedürfnisse. Für jede Levelerreichung würde 1 Punkt vergeben.
Diese Bewertungen dürfen dabei nicht von den jeweiligen Landsleuten bewertet werden; denn ein Äthiopier wird aufgrund seiner Lebenserfahrung anspruchsloser sein als ein Schweizer. Ein Mix von Bewertenden aus verschiedenen Ländern würde die Bewertungen normieren.
Eine solche Verteilungsanalyse würde aufzeigen, dass die Schweiz mehr Bedürfnisbefriedigung seinen Bewohner ermöglicht als etwa Äthiopien. Das würde auch erklären, weshalb mehr Äthiopier in der Schweiz leben wollen als Schweizer in Äthiopien.
Interessant wäre schliesslich die Analyse, ob bei einer egalitäreren Einkommensverteilung die Bedürfnisbefriedigung desselben Landes steigt, fällt oder gleich bleibt. Erstrebenswert für ein Land sollte es nicht sein eine egalitäre Einkommensverteilung zu erreichen, sondern eine in der die Maslowsche-Bedürfnisbefriedigung maximiert ist. Und da glaube ich, dass die Schweiz gar nicht so schlecht dran ist.