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Yehoshua Lakner
Yehoshua Lakner (24. April 1924, Bratislava – 5. Dezember 2003, Zürich) studierte 1943–1948 Komposition bei Ödön Pártos und Alexander Uriah Boskovitch in Palästina, woran sich Studienaufenthalte in den USA bei Aaron Copland und in Deutschland bei Karlheinz Stockhausen anschlossen. Seit 1963 lebte er in Zürich, schrieb Bühnenmusik für verschiedene Theater der Stadt und wirkte als Theorielehrer am Konservatorium.
Lakner kreierte die Musik zu den Dokumentarfilmen Zum Beispiel: Fritz Lang (1968) von Erwin Leiser sowie Die Selbstzerstörung des Walter Matthias Diggelmann (1973) von Walter Marti und Reni Mertens, ferner zum Auftragsfilm Swiss Time für die Association Horlogerie zur Expo 1967 in Montréal. Seine Film- und Bühnenmusik steht der Musique concrète nahe.
«Audiovisuelle Zeit-Gestalten»
Lakner entwickelte eine Kombination von Musik und Grafik auf dem Computer, die er «audiovisuelle Zeit-Gestalten» (AVZG) nannte und absichtlich an die stark eingeschränkten Möglichkeiten des Homecomputers Commodore C64 gebunden blieb. Sein umfangreichstes Werk dieser Art ist das Diptychon SEGANTE (1999, siehe Weblink). (Autor: Mathias Spohr)