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Wie der französischen Milcherzeugerverband (FNPL) am Montag vergangene Woche mitteilte, richtete sich der Unmut vor allem gegen diejenigen industriellen Milchverarbeiter, die die im Frühjahr von der ganzen Wertschöpfungskette getroffene Vereinbarung zu „gerechteren“ Milchpreisen immer noch ignorierten.
Nach Angaben des FNPL sollte die durchschnittliche Auszahlungsleistung in diesem Jahr laut Verträgen und unter Berücksichtigung der günstigen Marktfaktoren sowie der Branchenvereinbarung mindestens bei 34,5 Cent/l (42,1 Rp./l) liegen. Tatsache sei jedoch, dass den Milchbauern daran zwischen 0,5 Cent/l und 1 Cent/l fehlten, weil die Preise oft von oben herab diktiert und nicht mit den bäuerlichen Lieferanten ausgehandelt würden.
Ganz oben auf die Liste der schwarzen Schafe setzten die Erzeugervertreter die multinationalen Konzerne Lactalis und Danone. Vorwiegend deren Molkereierzeugnisse wurden am Aktionstag von den aufgebrachten Milchbauern aus den Regalen der Supermärkte geräumt. Die Einzelhändler wurden aufgeordert, diese Waren nicht mehr zu listen.
Laut FNPL sind die Milchpreise in Frankreich von 2008 bis 2013 lediglich um 0,6 Cent/l gestiegen, in Deutschland hingegen um 2,6 Cent/l. Berechnungen des niederländischen Bauernverbandes (LTO) zufolge zahlten Danone und Lactalis ihren Lieferanten im Oktober 2013 im Schnitt 38,4 Cent/kg (46,8 Rp./kg) beziehungsweise 36,2 Cent/kg (44,2 Rp./kg) und verfehlten damit den mittleren Auszahlungspreis von 16 grösseren Vergleichsmolkereien in der EU um 1,5 Cent/kg beziehungsweise um 3,7 Cent/kg.