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Im Frühling 1948 begann Robert seine neue Stelle als Zugführer bei der Gornergrat Bahn. Als Neuling hatte er eine Menge Reglemente zu studieren, um sich mit den Abläufen und Vorschriften vertraut zu machen. Er tat dies so gut, dass er rasch viel Verantwortung übernehmen durfte.
Zahnrad- oder Schmalspurbahn?
Besonders interessierte Robert das Reglement über den Fahrdienst auf den Schmalspur- und Zahnradbahnen. Er wollte den Unterschied zwischen den beiden Bahntypen verstehen. Dabei erfuhr er, dass Zahnradbahnen Bahnen mit durchgehender Zahnstange sind, während Bahnen mit teilweisem Zahnstangenbetrieb als Schmalspurbahnen gelten. Die Gornergrat Bahn fiel in die erste Kategorie, während die Visp-Zermatt-Bahn zur zweiten Kategorie gehörte.
Neues Fahrdienstreglement
Für seine Arbeit direkt relevant waren die neuen Ausführungsbestimmungen zum Fahrdienstreglement. Diese waren ab dem 15. August 1948 gültig und enthielten spezifische Änderungen und Ergänzungen für die Gornergrat Bahn. Sie regelten Aspekte wie den Einsatz von Zusatz- und Extrazügen sowie die Kommunikation mit den Lokführern, insbesondere bei Kreuzungen. Eine besondere Verantwortung hatte Robert bei der Weichenstellung an unbedienten Stationen. Diese erfolgte manuell und liess Zugkreuzungen sicher ablaufen.
Ehrengäste auf den Gornergrat führen
Da Robert derart eifrig und motiviert war, erlebte er schon früh ein absolutes Highlight: Im Jahr 1948 feierte die Gornergrat Bahn ihr 50-jähriges Jubiläum. Zu Roberts Überraschung erhielt er die Gelegenheit, einen der beiden Ehrengast-Extrazüge als Zugführer zu begleiten.
Als der Tag der Feierlichkeiten anbrach und Robert den Bahnhof erreichte, sah er die beiden festlich geschmückten Extrazüge. Bei strahlendem Sonnenschein begegnete er auf der Fahrt zum Gornergrat zahlreichen prominenten Gästen, darunter auch Herrn Jaberg, dem Präsidenten des Verwaltungsrates der Gornergrat Bahn. Er war stolz, ein Teil dieser Festlichkeiten zu sein und die Erlebnisse erfüllten ihn mit Stolz.