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Basierend auf den Geräten der Fahrbar Leichten Funkstation 40 entwickelte Zellweger Uster 1943/44
die Funkstation Kurz Lang 43, als Ersatz für die aufgrund der Kriegsentwicklung
nicht mehr lieferbaren Telefunken Kurz - Lang - Station / D-Station.
Da nun der Ruf nach einer Motorisierten Funkstation lauter wurde, die FL40 war
zwar fahrbar, benötigte aber ein separates Zugfahrzeug, entwickelte Zellweger die
Motorisierte Funkstation M44.
Die Komponenten einer standardmässigen FL40 wurden in ähnlichen Stahlrohrrahmen
und mit ähnlichen Hilfsgeräten wie bei der KL43 in einen Kastenwagen eingebaut,
im Gegensatz zur KL43 wurde die Station mit dem von der FL40 her bekannten Kurbelmast
am Heck des Kastenwagens versehen.
Bei der Motorisierten Funkstation 44, abgekürzt M44, handelt es sich
um eine in einen Kastenwagen Berna eingebaute Funkstation bestehend aus adaptierten Geräten
der FL40, dank der Versorgung über einen eingebauten Wagengenerator
und der Dachantenne kann auch im Fahrtbetrieb gearbeitet werden.
Die Station ist ganz ähnlich wie die Kurz-Lang Station 43 / G-Station der Fliegertruppen
aufgebaut, es kamen allerding hierzu Komponenten der normalen FL40 mit deren
Frequenzbereich zum Einsatz.
Von der Funkstation M44 wurden 1943/44 vier Stationen entwickelt und der Truppe
"zu Versuchszwecken" übergeben, sie wäre Ende des Zweiten Weltkriegs zur Beschaffung
in grösserer Anzahl bereit gewesen.
Als Einzelstationen waren die vier Stationen M44 der Leichten Kompanie der Funkerabteilung 6 bis zur
Einführung der Truppenordnung 61 zugeteilt, sie wurden 1963 durch SE-222 ersetzt und 1967 liquidiert.
Als Sender kommt der bewährte FL 40 - Sender zum Einsatz,
ähnlich wie bei der KL43 / G-Station ist der Sender in einem Stahlrohrrahmen eingebaut.
Die Frequenzbereiche 190 - 240 / 240-400 / 400-715 kHz im Lang- sowie 1,5-2,3 / 2,3-3,3 und 3,3-4,5 kHz
im Kurzwellenbereich werden abgedeckt, mittels eines Leuchtquarzes kann auf
der Frequenz von 4000 kHz geeicht werden.
Im dreistufigen Sender arbeiten eine EBL21 in der eigenerregten Steuerstufe,
zwei EBL21 in der Frequenzverdopplerstufe und zwei OS41/1250 in der Leistungsstufe.
Die zulässigen Betriebsarten sind A1 (CW), A2 (tönende Telegraphie) und A3 (Telephonie),
die Leistung kann umgeschaltet werden, sie beträgt in Stellung „Einpfeifen“ / „Klein“ 5 - 7 Watt,
Stellung „Mittel“ 20 - 30 W und Stellung „Gross“ 80 - 120 W.
Die Anodenspannungen von 330V in den Vorstufen und 1200 V in der Leistungsstufe
werden durch Gleichrichtung aus Drehstrom 50V / 150 Hz mittels vier Gleichrichterröhren PV 200/600 gewonnen.
Empfänger ist der bewährte Allwellenempfänger Uster / E41, allerdings wird mit
lediglich sieben Spuleneinschüben nur der Bereich 200 kHz - 24 MHz abgedeckt.
Eine Stationsuhr ist rechts vom Spuleneinschub angebracht.
Der Kastenlastwagen Berna CR1D ist mit einem 65 PS Vierzylinder- Dieselmotor ausgestattet
und bringt mit der eingebauten Funkanlage 5070 kg auf die Waage, das Fahrzeug ist mit einer
dreiteiligen L - Dachantenne für den Fahrtbetrieb ausgerüstet, für die Kurzwelle
ist ein 14m Kurbelmast Magirus, wie er sich auch bei der FM40 findet und für
Standbetrieb wie bei der FL für Kurzwelle ein 8 m langer und für Langwelle ein 50 m Langdraht
zwischen zwei 10 m Steckmasten vorgesehen.
Sender und Empfänger können auch örtlich abgesetzt getrieben werden, über
eine maximal 2 km lange Zweidrahtleitung verbunden.
Das Steuergerät ist im Stahlrohrrahmen des Senders eingebaut, das Fernbetriebsgerät
am Empfängerrahmen ist mit einem Röhrensummer (CB220m) und den notwendigen
Bedienelementen für den Fernbetrieb ausgerüstet, über die Verbindungsleitung
zum Sender können auch Diensttelephonverbindungen erfolgen.
Wie bei der FL40 erfolgt die Stromversorgung über eine benzin- oder netzmotorgespeiste
Umformergruppe, welche den 50 V / 150 Hz Drehstrom bereitstellt, im Fahrtbetrieb wird der
Umformer vom Wagengenerator gespiesen.