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So wirkt Lachen:
Das Herz erfährt eine höhere Frequenz, eine bessere Durchblutung und damit einen grösseren Sauerstofftransport. Dies kommt den ganzen Kreislauf zugute. Der Blutdruck sinkt und normalisiert sich, wie durch eine Langzeitstudie bewiesen werden konnte.
Die Lunge zeigt eine verbesserte Atmung, mehr CO2 wird abtransportiert, der Feuchtigkeitsgehalt sinkt und bakteriellen Besiedelungen sowie Infektionsgefahren werden deutlich reduziert.
Das Immunsystem erfährt durch das Lachen eine Steigerung der Abwehrkräfte. Die Vitalität der Blutzellen (NK-Zellen) wird grösser, die Immunfunktionen verbessern sich allgemein (Steigerung des für die Immunabwehr wichtigen Botenstoffes Gamma-Interferon). Körpereigene Abwehrzellen, unterstützt durch die gleichzeitige Ausschüttung von Hormonen, hemmen Entzündungen, greifen Krebszellen, Bakterien und Viren an.
Beruhigende Wirkung - Durch das Lachen spannen sich viele Muskeln im Gesicht, Halsbereich, der Atemmuskulatur, des Zwerchfells und der Bauchmuskulatur an, während andere sich entspannen. So kann das Lachen einen nachlassenden Blutdruck und die Öffnung der Bronchien bedingen. Länger andauerndes Lachen breitet sich wellenartig durch den gesamten Körper aus und löst Muskelanspannungen.
Lachen stimuliert den Parasympathikus (Gegenspieler des Sympathikus, der bei Stress den Adrenalinspiegel drastisch erhöht). Lachen wirkt entspannend, fördert die Verdauung und den Schlaf.
Lachen gegen Stress - Die Wirkung des Lachens ist paradox: Lachen löst die Stressreaktion nämlich zunächst selbst aus. Kurzfristig erhöht sich die Herzfrequenz, der Blutdruck steigt entsprechend an, so das man von einer Schockwirkung sprechen kann. Doch nach wenigen Minuten stellt sich eine anhaltende Entspannungsphase ein: Der Herzschlag verlangsamt sich und verbleibt auf einem niedrigen Niveau. Dabei entspannt sich die Muskulatur der Arterien, so dass sich das Gefässvolumen erhöht: Der Blutdruck wird dadurch längerfristig reduziert.
Schmerzlindernde Wirkung - Die Skelettmuskulatur wird beim Lachen ebenfalls angespannt, um sich allmählich dauerhaft zu entspannen. Dies ist nicht zuletzt für die Schmerzbehandlung von Bedeutung, da viele Schmerzen mit anhaltender Muskelspannung verbunden sind. Man nimmt zudem an, dass auch die Schmerzempfindlichkeit durch Lachen herabgesetzt wird. Paul McGhee, ein Pionier der Lachforschung, hat herausgefunden, dass sich die Schmerzgrenze nach oben verschiebt, wenn die Versuchspersonen ein lustiges Video ansehen.
Psychische Stimulation - Wie wirkt das Lachen auf unser Seelenleben? Die Nervenzellen kommunizieren untereinander, mittels Molekülen, die man Neurotransmitter nennt. Viele neurologische Erkrankungen haben ihren Ursprung in einer Fehlfunktion dieser Vermittler. Beispielsweise kann ein zu niedriger Serotoninspiegel Depression auslösen. Andere Neurotransmitter (Endorphin) sind natürliche Schmerzmittel. Ein weiterer (Adrenalin) ermöglicht unter Stress schnelle Körperreaktionen, die eine schnelle Flucht erlauben. Das Lachen hat zweifellos die Wirkung auf die Abgabe dieser Stoffe: es stimuliert, regelt und moduliert die gewöhnlichen Mechanismen. Häufiges Lachen hat also auch in psychologischer Hinsicht positive Auswirkungen. Menschen, die viel lachen, erleben sich selbst als stark und kompetent und fürchten sich nicht vor sozialen Konflikten. Lachen wirkt als Antidepressivum. (Prof. Dr. Hirsch)
Muskeltraining ohne Anstrengung - Ein verlängertes Lachen breitet sich wellenartig durch die gesamte Muskulatur aus. Es wirkt wie Jogging. Zwanzig Sekunden Lachen entspricht etwa der körperlichen Leistung von drei Minuten schnellem Rudern.