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Wir möchten in unseren Berichten alle Behandlungsmethoden gleich kritisch ansehen.
Ob schulmedizinisch oder alternativ, ob mit oder ohne Medikamente. Alternative Behandlungsmethoden sind oft nur schwer wissenschaftlich prüfbar. Bei der Psychophonie wäre das ziemlich einfach, wenn man den Behauptungen ihrer Anhänger folgen will.
Wissenschaftliche Prüfungen von Behandlungen aller Art können nur mit kontrollierten Studien durchgeführt werden.
Das bedeutet, dass man die Sicherheit (Nebenwirkungen) und die Wirksamkeit einer Behandlung mit der von Placebo vergleicht. Das heisst, die Behandlung muss mit einer vorgetäuschten Behandlung verglichen werden, z.B. das Medikament Aspirin in einer Kapsel mit einer gleichaussehenden Kapsel in der kein Medikament vorhanden ist (d.h. eben Placebo). Damit der Vergleich wissenschaftlich haltbar ist, dürfen weder die Patienten noch die beteiligten Ärzte noch die Firma, die das Medikament und Placebo für den Versuch bereitstellt, wissen, wer von den Patienten nun Placebo und wer das Medikament erhält. Man nennt diese Versuchsanordnung Doppelblindstudie.
Damit ein Medikament auf dem Schweizer Markt neu eingeführt werden darf, müssen solche Studien an einer genügenden Anzahl von Patienten (mindestens Hunderte) durchgeführt worden sein. Im Fall der Psychophonie wird behauptet, dass Aufnahmen der Hirnströme (Elektroenzephalogramme, kurz EGG) vom eigenen Gehirn der Patienten, in Musik umgesetzt gegen Migräne und andere Leiden wirksam seien. Die in Musik umgesetzte EEGs anderer Menschen seien aber nicht nur unwirksam, sondern machten die Leute eher nervös. Die Erfolge mit eigenen EEG-Aufnahmen in Form von Musik mit den EEG-Aufnahmen anderer Leute in Musik umgesetzt, könnten in einem Doppelblindversuch ohne weitere Schwierigkeiten durchgeführt werden. Das ist bisher nicht gemacht worden.
Warum werden Studienangebote von Universitätsspitälern, in denen eben diese Gütekriterien erfüllt werden könnten, nicht wahrgenommen?