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Um den Einfluss von Kompost und Gärgut auf die Bodenfruchtbarkeit und auf das Pflanzenwachstum abzuschätzen zu können wurden hundert, für die Schweiz repräsentative, Proben untersucht.Die Gehalte an Nährstoffen und an Salz waren vom Ausgangsmaterialien abhängig. Die Gehalte an organischer Substanz sowie die Atmungs- und Enzymaktivitäten nahmen mit zunehmender Kompostreife ab. Bei einigen jungen Komposten konnten Stickstoffblockaden beobachtet werden. Der Nitratgehalt im Kompost erlaubt jedoch vorherzusagen, ob eine N-Immobilisierungsgefahr besteht oder nicht. Die Phytotoxizität der Komposte variierte auch bei den reiferen Produkten sehr stark. Dies weist auf die grosse Bedeutung der Rotteführung und der korrekten Lagerung der Produkte hin. Während die Mehrheit der Gurkenpflanzen von Komposten gegen Pythium ultimum geschützt wurden, reduzierten nur wenige Komposte die Inzidenz von Rhizoctonia solani auf Basilikum. Die Art der Reifungsprozesse scheint bei diesem Vorgang eine entscheidende Rolle zu spielen. Im Feldversuche verursachten junge, landwirtschaftliche Komposte deutliche Stickstoffblockaden, was sich negativ auf das Maiswachstum ausgewirkte. Mit einer Zusatzdüngung war es jedoch möglich, diese negativen Effekte zu korrigieren. Gärgut und Komposte zeigten positive Effekte auf pH-Wert und biologische Aktivität im Boden welche auch nach der Maisernte noch deutlich beobachtet werden konnten.
Ein Vergleich unterschiedlicher Verfahren für die Stickstoffdüngung von Winterweizen zeigte, dass sich mittels ortsspezifischer, variabler Stickstoffdüngung die Stickstoffüberschüsse deutlich reduzieren lassen.
Umwelt
Fabian Y., Roberti G., Jacot K., Gramlich A., Benz R., Szerencsits E., Churko G., Prasuhn V., Leifeld J., Zorn A., Walter T. (ꝉ), Herzog F.
Viele Drainagen von Ackerflächen sind erneuerungsbedürftig. Nun erhalten Kantone und Betroffene eine Entscheidungshilfe, um solche Flächen umfassend zu beurteilen und nachhaltige Lösungen zu finden.
Die Ammoniakemissionen der Schweizer Landwirtschaft haben in den letzten 20 Jahren wenig abgenommen. Denn die Faktoren, die zu einer Emissionszunahme bzw. -abnahme führen, haben sich zwischen 2000 und 2020 weitestgehend gegenseitig aufgehoben.