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Eingewöhnung
Wie erleichtere ich meinem Kind den Abschied?
Eingewöhnung in die Spielgruppe
Jedes Kind ist eine kleine Persönlichkeit und so reagiert jedes Kind anders auf die Trennung von den Eltern. Einige Kinder verabschieden sich schon nach ein paar Minuten von den Eltern, einige Kinder brauchen noch etwas Zeit, einige brauchen viel Zeit und einige sehr viel Zeit. Um den Kindern den Abschied zu erleichtern, gibt es ein paar Punkte, die berücksichtigt werden müssen:
Nie, aber wirklich nie, darf man sich davonschleichen, wenn die Kinder zufrieden spielen. Das ist ein enormer Vertrauensbruch, der unter Umständen nur schwer zu korrigieren ist.Schenken Sie dem Kind die Zeit die es benötigt. Bleiben Sie so lange wie nötig in der Spielgruppe. Setzen Sie sich auf einen Stuhl im Hintergrund, beobachten Sie die Kinder, lesen Sie die Zeitung oder ein Buch. Die Kinder dürfen die Eltern jederzeit aufsuchen und sollen bei Kontaktwunsch nicht weggeschickt werden. Das Kind soll aber lernen, seine Wünsche der Spielgruppenleiterin mitzuteilen, das heisst, die Eltern sollten nicht mit dem Kind spielen oder ins Spielgeschehen eingreifen.
Wenn sich das Kind in der Spielgruppe wohl fühlt und Sie (evt. nach Absprache mit der Spielgruppenleiterin) dem Kind das Alleinsein zutrauen, verlassen Sie für kurze Zeit (evt. eine halbe Stunde) die Spielgruppe und verlängern Sie den Abstand von Mal zu Mal.
Wichtig: Erklären Sie dem Kind , dass Sie kurz fortgehen, verabschieden Sie sich und, falls nötig, übergeben Sie das Kind der Spielgruppenleiterin( Sie vermitteln so dem Kind, dass sie den Wechsel für richtig und gut halten), auch wenn es weint und es Ihnen schwer fällt, gehen Sie. Lange Abschiede, die immer wieder hinausgezögert werden, sind für das Kind sehr schlimm. Es kann sich nicht mehr aufs Spiel konzentrieren und weiss nie, wann die Eltern wirklich gehen.
Es gibt einen schönen Spruch: "Kuss und Schluss", das heisst, nach dem Verabschieden muss man wirklich gehen.
Sie können sich 100% darauf verlassen, dass die Spielgruppenleiterin Ihnen telefonieren wird, wenn sich das Kind nicht beruhigt und der Abschiedsschmerz zu gross wird.
Abschiedsrituale (z. B. gemeinsam mit der Spielgruppenleiterin winken) geben Sicherheit und erleichtern den Abschied. Das Kind darf weinen und traurig sein, es muss nicht "stark" sein!
Nuschi, Nuggi oder ein Lieblingsspielzeug können helfen den Abschiedsschmerz zu lindern.
Vor allem am Anfang ist es sehr wichtig die Kinder pünktlich abzuholen, Kinder kommen sich verlassen vor, wenn alle andern schon nach Hause gehen durften!
Eine sorgfältige Eingewöhnung in der Spielgruppe gibt dem Kind Sicherheit. Es lernt, dass die Eltern fortgehen, aber immer wiederkommen. Es wächst einen Schritt in seiner Entwicklung und ist auf spätere Trennungen besser vorbereitet. Egal wie lange das Kind für diesen Schritt braucht, schenken Sie ihm diese Zeit, es lohnt sich!
Quellen: Spezialisierungskurs unter 3,
"kindergarten heute spezial": Bildung, Erziehung und Betreuung von Kleinstkindern