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Lachyoga
Gedanken zu Lachyoga
Die indische Wissenschaft Yoga erfreut sich in den letzen 30 Jahren zunehmender Beliebtheit im Westen. Vor allem Hatha Yoga wird als eine Art Gymnastik praktiziert und scheint geradezu zum Volkssport aufzusteigen: Nahezu jedes Fitnessstudio und verschiedene andere Veranstalter bieten in ihrem Programm Yoga-Kurse an. Neben dem indischen Ayurveda und dem chinesischen Taoismus gilt Yoga als eine der ältesten Wissenschaften, die sich mit dem Menschen in seiner Gesamtheit beschäftigt. Das Wissen über Körper und Geist, deren Zusammenwirken und seine Störungen sollen 3500 Jahre alt sein.
Das im Trend liegende Lachyoga ist in dieser Form etwa 18 Jahre alt und wird in Indien als Hasyayoga bezeichnet. Es führt nach indischem Glauben, wenn man es mit Liebe praktiziert, zu einem harmonischen und integrierten Leben. Es baut auf traditionellem Yoga-Wissen auf und kombiniert Lach – und Atemübungen. Ähnlich dem indischen Gedankengut wird es definiert: Lach-Meditation und Lachyoga sind ein Teil vom Wesen einer Person, deren Körper wird zu einem nützlichen Werkzeug.
Nur wenige sind sich darüber im Klaren, dass Yoga ausschliesslich auf einigen grundlegenden Thesen der hinduistischen Philosophie basiert.
Die erste dieser Thesen besagt, dass zwischen Geist und Materie ein Unterschied besteht, und die zweite, dass der Geist die Materie beherrschen muss, da sonst die Materie, d.h. Körper, ungezügelt wie ein unartiges Kind ist. Der dritten These zufolge kann der Geist durch Konzentration Macht über den Körper erlangen. Demgemäss kann und muss der Körper an Hunger und Durst, an Kälte und sexuelle Enthaltsamkeit gewöhnt werden. Auch Angst kann überwunden werden, so dass auch den Soldaten Yoga empfohlen wird.
Yoga ist nicht etwas, das nur stattfindet, wenn man in Konzentration oder in einer Turnhalle dasitzt. Yoga wird ein Teil vom Wesen einer Person. Der Körper wird zu einem nützlichen Werkzeug für den Zweck des Besitzers.
Weitere elementare Grundsätze sind, dass der Geist den Körper überlebt, so wie der Körper länger lebt als eine Bekleidung, und dass nach dem Tod des Körpers der Geist in eine höhere Existenzform eintreten wird, aber nur dann, wenn sich dieser Geist durch viele Jahre im Yoga geläutert hat.
Die Praxis des Yoga beruht auf einer Philosophie, die als Sankhya - „Synthese“ - bezeichnet wird und vom Philosophen Kapila im siebenten Jahrhundert v. Chr. begründet wurde.
Es handelt sich hierbei um ein rationalistisches System, das sich auf den unvereinbaren Dualismus von Geist und Materie stützt. Materie ist das Prinzip der Dunkelheit, während der Geist über Wahrheit verfügt. Damit kann er von dem Gesetz des Karma Bewusstsein erlangen und so die Trägheit überwinden, die uns in die Begierde zurückfallen lässt. Somit wird der Kreislauf der Wiedergeburten und des Leidens geschlossen, der Geist des Yogi – derjenige der lange Zeit Yoga übt - ist frei und wird sich für immer in Frieden befinden.