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Wegen des Korruptionsskandals bei der Fifa verschiebt der Weltfussballverband sein Vergabeverfahren für die Weltmeisterschaft 2026. «Angesichts der Situation halte ich es für Unsinn, den Ausschreibungsprozess zum jetzigen Zeitpunkt zu beginnen», sagte Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke am Mittwoch im russischen Samara. Ursprünglich war geplant, eine Entscheidung über den Austragungsort im Jahr 2017 zu treffen.
US-Behörden ermitteln derzeit wegen Korruptionsverdachts gegen mehrere ehemalige und aktive Fifa-Funktionäre. Untersucht wird auch, ob es bei der Vergabe der WM 2018 an Russland und an Katar für das Jahr 2022 mit rechten Dingen zugegangen ist.
Valcke: Vergabe an Russland rechtens
Valcke bekräftigte bei einem Treffen mit dem russischen Sportminister Witali Mutko, das russische Bewerbungsverfahren sei in Einklang mit den Regeln gewesen.
Im Zuge der Affäre hatte in der vergangenen Woche auch Fifa-Chef Joseph Blatter seinen Rücktritt angekündigt. Im Juli kommt das Fifa-Exekutivkomitee zu einer ausserordentlichen Sitzung zusammen, um über Termine für die Wahl von Blatters Nachfolger zu beraten. Dafür gebe es mehrere Optionen, erklärte die Fifa als Reaktion auf einen BBC-Bericht, wonach die Wahl am 16. Dezember stattfinden soll.
(reuters/ise/me)