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Der Softwareriese kann Umsatz und Gewinn stärker steigern als erwartet.
Microsoft hat gestern Abend überraschend gute Quartalszahlen präsentiert. Andere US-IT-Riesen wie IBM
sehen im Vergleich recht alt aus. Sie hatten zuletzt eher enttäuschende Quartalsergebnisse mit nur langsam wachsenden oder schrumpfenden Umsätzen bekannt gegeben.
Der Umsatz von Microsoft stieg dagegen um 25 Prozent, wenn man die hinzugekommenen Umsätze der Handysparte von Nokia einrechnet, und auch um 11 Prozent, wenn man Nokia ausklammert. Sowohl der Umsatz im traditionellen Geschäft als auch der Umsatz mit Nokia-Phones lag über den Erwartungen der Analysten, ebenso wie der operative Gewinn. Der operative Gewinn sank allerdings verglichen mit dem letzten Jahr trotzdem um 8 Prozent. Der Reingewinn wurde zudem von Sonderkosten von 1,1 Milliarden Dollar für den vom neuen CEO Satya Nadella angeordneten Stellenabbau
belastet. Er fiel verglichen mit dem ersten Quartal des Vorjahrs um 13 Prozent auf 4,54 Milliarden Dollar.
Highlights für Microsoft im abgelaufenen Quartal waren unter anderem Erfolge im Cloud-Business und im Hardwarebereich. Der Umsatz mit Cloud-Services
, wozu insbesondere Office 365 und Azure gehören, lag mehr als doppelt so hoch wie vor einem Jahr und erreichte 1,18 Milliarden Dollar. Gleichzeitig sank zwar der Umsatz mit traditionellen Lizenzen im Consumerbereich leicht, wuchs aber im Businesskundenbereich (Commercial) um 3 Prozent. Der Umsatz mit den Surface-Tablets verdoppelte sich auf 0,9 Milliarden Dollar. Zudem konnte Microsoft doppelt so viele Xbox-Gamekonsolen verkaufen wie vor einen Jahr. (hjm)