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Die Humane Society International (HSI) hat 2008 eine Erklärung des Bundesgerichts erwirkt, dass Kyodo mit dem Töten von Walen in der Antarktis unter dem Deckmantel der Wissenschaft australisches Recht brechen würde und erwirkte ebenfalls die einstweilige Verfügung, die das Unternehmen anweist, keine Wale im australischen Walschutzgebiet zu töten.
Trotz der einstweiligen Verfügung hat die japanische Walfangflotte weiterhin Wale in den geschützten Gewässern des Südpolarmeers abgeschlachtet. Nun verklagt die HSI Kyodo für den Verstoss.
In seiner Aussage bezieht sich Captain Hammarstedt auf einen Zwischenfall, der sich während Sea Shepherds Kampagne „Operation Zero Tolerance“ zum Schutz der Wale in der Antarktis 2012/13 ereignete.
Hammarstedt, der zu dieser Zeit Kapitän des Sea Shepherd-Schiffs BOB BARKER war, bezeugte die Tötung eines geschützten Zwergwals von der japanischen Walfangflotte innerhalb des australischen Walschutzgebiets, etwa 60 Seemeilen von der von Australien verwalteten Davis Basis entfernt.
In der eidesstattlichen Erklärung von Captain Hammarstedt heisst es:
„Eines der Crewmitglieder sagte zu mir so etwas wie „Die Harpune wurde abgefeuert“. Dann trat ich vom Steuer weg, um mich selbst zu überzeugen, dass die YUSHIN MARU NO. 2 ihre Harpune abgefeuert und einen Wal getroffen hatte. Durch das Fernglas sah ich Wasser aufspritzen, was vermutlich von einem Wal vor dem Bug der YUSHIN MARU NO. 2 stammte.“
Sea Shepherd beglückwünschte die HSI und das Environmental Defenders Office New South Wales, welches für die HSI an diesem Fall arbeitete und zu diesem Sieg verhalf. „Dies ist ein unglaublicher Sieg für die Wale. Sea Shepherd sendet herzliche Glückwünsche an die HSI für ihren Erfolg und ihre Entschlossenheit, die japanischen Wilderer vor Gericht zu bringen“, sagte Jeff Hansen, Geschäftsführer von Sea Shepherd Australien.
Mit der Verhängung dieser massiven Strafe des Bundesgerichts wendet sich Sea Shepherd nun an den australischen Premierminister Malcom Turnbull, um sicherzustellen, dass Japans illegale Walfangoperationen an der Spitze der Tagesordnung bei seinem Besuch in Japan im Dezember stehen.
„Die Pflicht, Japan in diesem Jahr von der Rückkehr in die Antarktis zum Walfang abzuhalten, liegt nun bei der australischen Regierung. Premierminister Malcolm Turnbull muss sicherstellen, dass Australiens Position gegen den Walfang im Südpolarmeer bei seinem bevorstehenden Gespräch mit Japans Ministerpräsident Shinzō Abe oberste Priorität haben wird. Dies zu unterlassen, würde dazu führen, dass er das Vertrauen der Australier verliert, die sich so leidenschaftlich für den Schutz der Wale einsetzen“, sagte Captain Hammarstedt.