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Die Evolution von Chloroviren ist durch starke Selektion und ein hohes Maß an Mutation gekennzeichnet
Wir untersuchten die evolutionären Veränderungen von Paramecium bursaria chlorella virus 1 während der experimentellen Koevolution mit seinem Algenwirt in sechs experimentellen Wiederholungen und fanden Nukleotid-Polymorphismen (SNPs) an siebenundsechzig Stellen. Das Auftreten genetischer Varianten war in hohem Maße wiederholbar, und drei Gene wiesen ein Übermass an variablen Stellen auf, was neue Informationen über potenzielle Selektionsziele während der Koevolution von Chlorella-Chlorovirus liefert. Unsere Daten deuten darauf hin, dass die untersuchten Populationen nicht mutationsbegrenzt waren und einer starken positiven Selektion unterlagen, und zeigen damit relevante Prozesse auf, die die Evolution aquatischer großer dsDNA-Viren bestimmen.