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Graue Bienen
Feinfühlige Geschichte eines Bienenzüchters aus dem ukrainischen Donbass von Andrej Kurkow. Er beschreibt den Alltag kleiner Leute, die zwischen die Frontlinie geraten sind.
Hauptschauplatz ist ein Dorf im Niemandsland der sogenannten grauen Zone im Spätwinter 2016. Die meisten Einwohner sind geflüchtet, ihre Häuser stehen leer. Nur zwei Frührentner, der Hobbybienenzüchter Serge und Paschko, dessen Feind seit Kindertagen, harren im Dorf aus. Die tägliche Bedrohung und die Mühsal, das eigene Überleben zu organisieren, bringen die beiden einander näher.
Nach dem Stillstand der ersten Romanhälfte kommt Bewegung, als Sergej seine sechs Bienenstöcke auf den Anhänger hievt und sich durch alle Checkpoints nach Westen durchwindet, um seine Bienen dort frei fliegen zu lassen.
Das friedliche Summen der Bienen bildet den Kontrast zu dem nächtlichen Donnern von Granateneinschlägen.
Andrej Kurkow ist mit „Graue Bienen“ ein scharf gezeichnetes Bild des schwärenden Krieges in der Ukraine gelungen.
Graue Bienen