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Die Indianer sahen in den Saguaro-Kakteen ihre verstorbenen Verwandten, denen es Sorge zu tragen galt. Es hat jedoch nicht viel gefehlt und die Saguaros wären, wie vieles andere auch, von den Weissen ausgerottet worden.
Zum Glück schuf man noch rechtzeitig Lebensräume, in denen die Saguaros ungestört wachsen können. Ausserhalb von Tucson wurden im Jahre 1994 zwei Nationalpark gegründet, die dem Schutz dieses einmaligen Kaktus galten: Saguaro Ost und Saguaro West. Heute lässt sich sagen, dass das eine Erfolgsgeschichte ist.
Saguaros können 200 Jahre alt und bis zwölf Meter hoch werden. Erst im Alter zwischen dreissig und vierzig Jahren – dann sind sie rund drei Meter hoch – beginnen sie die ersten Blüten zu produzieren. Und erst wenn der Kaktus zwischen sechzig und siebzig Jahre alt ist, entwickelt er seine typischen Arme, die ihm sein spezielles Aussehen geben.
Ein Saguaro produziert in seinem Leben ca. 20 Millionen Samen, doch nur einer davon wächst zu einem stattlichen Saguaro heran. Viele Samen werden von Vögeln gefressen, vom Regen weggewaschen oder vertrocknen. Und dann gibt es auch Vandalen, die dem Kaktus Schaden zufügen…
PS. Wir verbrachten drei unvergesslich schöne Tage inmitten von Saguaros und wurden während dieser Zeit von ihnen behütet. Vielen Dank!