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Sonntag, 13. März 2022
Kirche Maria Frieden
Werke von Samuel Scheidt (1587-1654), Franz Tunder (1614-1667), Dietrich Buxtehude (1637-1707) und Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Martin Gester ist Dirigent, Organist und Cembalist und studierte sowohl Literatur als auch Musik an der Universität Strassburg wie auch am dortigen Konservatorium. Mit seinen musikwissenschaftlichen Studien hat er sich vornehmlich der musikalischen Aufführungspraxis des 17. und 18. Jahrhunderts verschrieben. Heute ist er ein international gefragter Experte in Sachen Barockmusik. Seine Interpretationen alter Meister sind auf annähernd 40 CD-Einspielungen dokumentiert.
1990 gründete er das Ensemble „Parlement de Musique“, ein einfallsreiches und experimentierfreudiges Ensemble, das sich an der Schnittstelle zwischen Barock und Klassik, zwischen Konzert und Bühne bewegt und sich sowohl um die Entdeckung neuer Talente als auch um die Zusammenarbeit mit etablierten Künstlern bemüht. Mit „génération baroque“ gründete er zudem einen alljährlichen internationalen Opernworkshop in Strassburg, in dem er junge Musiktalente an Barockmusik und ihre besondere Spielweise heranführt.
Gleichzeitig setzte seine Tätigkeit als Organist und Cembalist fort. Seine bei Ligia erschienene Einspielung der 6 Partiten für Cembalo von Bach (Clavier-Übung 1) veranschaulicht seine Suche nach der Beziehung zwischen anspruchsvoller Musik und Tanz. Es folgten Aufnahmen der Musik von Jacques Duphly und Sinfonien im Salon von Johann Schobert. In jüngerer Zeit hat sich Martin Gester im Rahmen der Interpretation der Werke von C.P.E. und W.F. Bach und J. Haydn auch dem Clavichord zugewandt.
Martin Gester unterrichtet Cembalo und die Interpretation des barocken und klassischen Repertoires für Sänger und Instrumentalisten (Orgel, Pianoforte, Kammermusik und Barockorchester) an der Académie Supérieure de Musique und am Conservatoire de Strasbourg und gibt regelmäßig Meisterkurse auf mehreren Kontinenten. Er wurde vom französischen und vom polnischen Kulturministerium zum Chevalier des Arts et Lettres ernannt und in den Verdienstorden aufgenommen.