Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03586.jsonl.gz/2628

Aus der Rubrik: ‚auch Apotheker machen Fehler‘:
Ziemlich mollige junge Frau kommt in die Apotheke: „Ich muss das Elevit abholen.“
Noch bevor die Apothekerin sich versichert, dass das Rezept auf sie selbst lautet, sagt sie: „Wann kommt das Baby denn?“
Sagt die Frau ziemlich sauer: „Ich bin nicht schwanger, das ist für meine Schwester“.
Autsch.
„Sind sie schwanger?“
Also von all den Dingen, die wir den Patienten fragen müssen, wenn wir ein Dossier für ihn eröffnen ist das die …sensibelste Frage.
All die anderen Fragen – ob sie regelmässig Medikamente nehmen müssen (wegen einer chronischen Krankheit), ob sie andere Medikamente nehmen, ob sie Allergisch sind gegen irgendwelche Medikamente, ob sie sonst Allergien haben) kann man eigentlich jedem stellen. Die Frage nach der Schwangerschaft sollte man allen Frauen im Gebärfähigen Alter stellen – und da kann man ziemlich dreinlaufen. Stell die Frage einer etwas beleibteren Person und sie ist es nicht, ist die Chance gross, dass sie leicht beleidigt reagiert. Stell die Frage einer Frau, die es gerne wäre aber z.B. nicht werden kann und sie ist ziemlich traurig nachher. Stell die Frage einer (deutlich) schwangeren Frau – und man steht ziemlich blöd da. Stell die Frage der Mutter oder dem Vater, die das Rezept abholen kommt für die Tochter und … man kann es sich glaub vorstellen.
Am besten wäre es eh, die Patienten würden das gleich von sich aus sagen. Lieber einmal zuviel als zuwenig.