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Die ehrgeizige Michelle Bollmann aus Schwändi wollte es nach ihrer erstmaligen Teilnahme am Ironman Hawaii 2016 nochmals wissen und trainierte seitdem weiter diszipliniert und ununterbrochen für ihr angestrebtes Ziel: Hawaii 2018! Denn nur die ersten beiden Kategoriensieger qualifizieren sich dafür.
Ihr engagierter Coach Waldemar Grichting, selbst erfahrener und sehr erfolgreicher Triathlet und mehrmaliger Hawaii-Teilnehmer, stellte Michelle Bollmann ein perfekt auf sie abgestimmtes Trainingsprogramm zusammen und es sollte sich auszahlen: An kleineren Triathlonwettkämpfen mit kürzeren Distanzen erzielte sie schon während der Vorbereitungsphase beachtliche Resultate, und am Sonntag, 8. Juli, startete sie erstmals am Ironman in Frankfurt, welcher gleichzeitig als Europameisterschaft zählte.
Nun war ihr Tag gekommen: 3,8 km Schwimmen im Langener Waldsee, 185 km Rennradfahren auf hügeliger und anspruchsvoller Strecke und 42,2 km Laufen auf flachem Terrain, welches schnelle Marathonzeiten ermöglicht.
Michelle startete gut ins Rennen, beim Schwimmen kam sie zügig voran, einzig auf dem Rückweg blendete die Sonne und die Teilnehmer mussten in die richtige «Spur» zurückgelenkt werden. Nach 1 Stunde und 6 Minuten kam sie bereits aus dem Wasser und in die Wechselzone, wo sie problemlos auf die Rennradstrecke starten konnte. Es blies ein starker Gegenwind, aber Michelle war sehr gut unterwegs, sie führte bereits nach kurzer Zeit und konnte ihren Vorsprung ausbauen, bis sie dann leider zweimal 5-Minuten-Penalty-Straf-Unterbruch für zu nahes Auffahren (in der Steigung?) aufgebrummt bekam. Sie sah ihre Konkurrentinnen vorbeiflitzen und musste beide Male wieder mit Vollgas hinterherpedalen und die Vorderen ein- und überholen. Sie rechnete nicht mehr mit einem vorderen Rang. Mit viel Wut im Bauch wechselte sie dann auf die Laufstrecke und lief einen starken Marathon. Der Vorsprung auf die Nächsten wuchs und wuchs, doch davon wusste sie nichts. Ihr Begleiter am Streckenrand mahnte sie, etwas Tempo rauszunehmen und ihre Energie einzuteilen. Michelle dachte jedoch, sie müsste noch Boden gutmachen, bis ihr gesagt wurde, dass sie ja an erster Stelle laufe. Nun konnte sie noch voller Freude die restlichen Kilometer bei sehr warmen Temperaturen absolvieren und lief nach 3 Stunden und 28 Minuten ins Ziel. Am Ende reichte es mit einer Gesamtzeit von 10 Stunden und 25 Minuten in der AK 35–39 für den ersten Rang, 29 Minuten schneller als die Zweitklassierte, und den 12. Platz bei den Athletinnen, unabhängig der Altersklasse.
Nun heisst es: weiter hart trainieren für die Weltmeisterschaften, den Ironman Hawaii 2018. Wir wünschen Michelle Bollmann viel Durchhaltevermögen und gutes Gelingen – Aloha! Mare