Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/79677

<h2>SubmittedText<h2><text><p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der Legislaturplanung 2007-2011 die Verwirklichung der Gleichstellung von Frau und Mann als Zielsetzung aufzunehmen. Dabei sind konkrete Vorgaben insbesondere für folgende Bereiche vorzusehen:</p><p>- Die Lohndiskriminierung wird um die Hälfte verringert;</p><p>- Der Kaderanteil der Frauen bei den bundesnahen Unternehmen und in der Bundesverwaltung erreicht mindestens 30 Prozent;</p><p>- Die Gleichstellungszertifizierung von Unternehmen ist in der Umsetzung.</p></text><h2>FederalCouncilResponseText<h2><text><p>Der Bundesrat misst der Gleichstellung von Frau und Mann grosse Bedeutung bei, insbesondere im Bereich der Bundesverwaltung (z. B. Bundesratsbeschluss vom 21. Dezember 2005 zur Erhöhung des Frauenanteils bei den Kadern).</p><p>Zudem hat der Bundesrat in seinem Bericht vom 15. Februar 2006 über die Evaluation der Wirksamkeit des Gleichstellungsgesetzes (BBl 2006 3161ff.) folgende zwei Massnahmen in Aussicht gestellt: eine vertiefte Prüfung der Vor- und Nachteile verschiedener Modelle von Behörden mit Untersuchungs- und Durchsetzungsmechanismen im Gleichstellungsbereich sowie eine Untersuchung, ob Anreize, wie beispielsweise ein Label für Unternehmen, welche die Förderung der Gleichstellung vorantreiben, praktikabel sind. </p><p>Der Bundesrat ist bereit zu prüfen, ob weitere Massnahmen zur Gleichstellung von Frau und Mann eingeleitet werden sollen. Er lehnt es jedoch ab, die Gleichstellung von Frau und Mann als prioritäres Ziel der Legislaturplanung 2007-2011 zu bezeichnen, wie die Motionärin es fordert. Zudem weist er darauf hin, dass die Legislaturplanung 2007-2011 im Parlament, gestützt auf Artikel 146 des Parlamentsgesetzes, ausführlich zur Diskussion stehen wird.</p></text>