Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03593.jsonl.gz/201

Mit Jason und Eoin bin ich via Punta Arenas nach Ushuaia gefahren. In Punta Arenas haben wir noch kurz eine Express-Pinguin-Tour gemacht (so sponntan, dass ich meine Kamera noch im Hostell hatte) und den windigsten Tag seit 18 Jahren erwischt. Sonst hat die Industrie-Stadt Punta Arenas nicht so viel zu bieten.
Ushuaia dann wirkt wie ein grosses Basiscamp, aus dem dann eine Stadt entstand. Die belebteste Strasse Avenida San Martin besteht aus Kleidergeschäften, Souvenirshops und Restaurants. Oben und unten davon (Ushaia liegt steil am Hang) findet man eher wieder die heruntergekommenen Häuser und eben auch viele Wellblech-Hütten. Ushuaia wurde zu einem wichtigen Ausgangspunkt für die Schifffahrt. Neben dem Güterumschlag auch für den Tourismus: Kreuzfahrten, Antarktis-Touren und die Navimagfähre nach Puerto Mont, Chile. Letztere ist eine für den Tourismus umgebaute Fähre mit simplen Kabinen.
Bekannt ist Ushuaia auch für das von 1920 bis 1947 unterhaltene Gefängnis “Presidio”. Einem Häftling wurden in einer Operation die Ohren “begradigt” weil man vermutete, dass seine “gewaltigen” Segelohren die Uhrsache für seine Gewalttätigkeit waren…
Rund um Ushaia gibt es viel zu sehen. Der Beagle-Kanal mit seiner Tiervielfalt, den Nationalpark “Tierra del Fuego”, einen Steinstrand und eine Tour zum “Gletscher” (eigentlich nur Schneefelder) hoch. Ich habe nur die Tour zum Gletscher gemacht. In Begleitung von Eoin, Meredith und Andrej (Aus Kasachstan und seit zwei Jahren unterwegs!).
Silvester verbrachte ich mit meinen Wanderkollegen im Hostel. Es gab leckere Lassagne und man chlöpft den Champagner schon vor zwölf, damit man pünktlich anstossen kann…. sowas! Später sind wir noch ins Nautico, ein Club, wo Reageton, Kommerz-Salsa und Electro gespielt wird. Geöffnet hat das Nautico um zwei Uhr Morgens, die Leute kamen etwa um halb vier! Das Ess- und Ausgehverhalten zieht sich in Chile und Argentinien von Nord bis Süd. Essen so gegen zehn. Ausgehen so um zwei, drei Uhr. Um fünf Uhr hatte ich genug und schaute mir den Sonnenaufgang auf einer Bank beim Hafen an.