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Fersenschmerzen / Fersensporn (Kalkaneussporn)
Beschreibung
Der Fersensporn (Kalkaneussporn) ist eine knöcherner Veränderung am Fersenbein in Form eines dornartigen Gebildes. Dabei wird in der Regel zwischen einem unteren und einem oberen Fersensporn unterschieden.
Beim unteren Fersensporn handelt es sich um einen dornartigen Knochenauswuchs am Fersenbein auf Grund einer Verkalkung des fächerförmigen Bandapparates (Plantarfaszie) an der Fusssohle. Der Sporn ist meist nur wenige Millimeter lang und ist manchmal von einer Entzündung der Plantarsehne (Plantarsehnenentzündung / Plantarfasziitis) an der Fusssohle begleitet. Weniger häufig ist der hintere oder obere Fersensporn anzutreffen. Dabei handelt es sich um eine knöcherne Ausziehung des Fersenbeins am Ansatz der Achillessehne.
Am häufigsten tritt der Fersensporn im Alter von 40 bis 60 auf. Dabei sind Frauen etwas öfter betroffen als Männer.
Symptome
Der Fersensporn kann absolut symptomlos sein. Zu Schmerzen neigen und dann wieder schmerzfrei sein. Daher kann man sich auch die Frage stellen, ob der Fersensporn überhaupt die Ursache der nachfolgend genannten Symptome ist.
Als typische Symptome gelten:
Anlaufschmerz, besonders nach langen Ruhezeiten, an der Ferse mit Besserung beim Einsetzen von Bewegung
Belastungsabhängige, stechende Schmerzen im Bereich der Ferse (je nach Art des Sporn an der Fersenunterseite oder im Bereich des Achillessehnenansatzes.)
Belastungsunabhängige Beschwerden, z.B. in Ruhelage im Bett
Je nach Situation können die Beschwerden in den Fuss oder das Bein ausstrahlen
Möglich Ursachen
In der konventionellen Medizin wird als Ursache eines Fersensporn oftmals eine dauerhafte Überlastung oder Fehlbelastung genannt. Dabei führt die Überlastung / Fehlbelastung zu Entzündungen und zu kleinen Rissen in den Sehe, die zu Einlagerungen von Kalk im betroffenen Bereich führen. Mit der Zeit entstehen so Verkalkungen der Sehne resp. der Bänder und Faszien.
In der Akupunktur-Massage nach Radloff wird die Ursache der Fersenschmerzen jedoch als eine Kombination von statischen (z.B. verdrehtes Becken), energetischen und organischen Störungen im Gesamtsystem gesehen. Dabei werden in vielen Fällen Störungen im Bereich des Urogenitalsystem und teilweise auch im Darmbereich als Auslöser der Fersenschmerzen angetroffen. Die Erfahrung aus der Praxis zeigt beispielsweise, dass bei Männern mit Fersensporn oft Störungen im Prostatabereich, z.B. eine Prostataentzündung, vorliegen. Bei Frauen sind es gerne Reiz- und Entzündungszustände im Unterleib oder auch die Spirale als Verhütungsmethode. So lässt sich auch erklären, weshalb ein Fersensporn über Jahre hinweg symptomlos sein kann, dann plötzlich Schmerzen erzeugt und schliesslich wieder schmerzfrei wird. Die mechanische Belastung wird dabei als eine Art Trigger der Symptome verstanden, jedoch nicht als deren Ursache.
Behandlung mit der Akupunktur-Massage
Mit der Akupunktur-Massage nach Radloff werden mit unterschiedlichen Mitteln die Störungen auf der statischen, energetischen und organischen Ebene behandelt. Dabei wird immer die individuelle Ausgangslage der Klienten und Klientinnen berücksichtigt. Interessant dabei ist immer wieder, dass der eigentliche Ort der Symptomatik selten behandelt werden muss, wodurch die Vermutung bestätigt wird, dass es sich lediglich um dem Symptomort handelt, aber nicht um den Beschwerdeursprung.
Durch eine erfolgreiche Behandlung der ursächlichen Störung auf der statischen, energetischen und organischen Ebene verschwinden die Fersenschmerzen in der Regel sehr schnell und dauerhaft. Die lässt sich erfahrungsgemäss oft mit dem den Mitteln der Akupunktur-Massage erreichen, aber nicht immer. Wird zum Beispiel ein Entzündungszustand im Urogenitalsystem als Auslöser der Fersenschmerzen bestimmt, so ist eine Behandlung, z.B mit Antibiotika bei bakteriellem Ursprung, unungänglich, bis sich die Entzündung abgebaut hat. Danach kann mit den Mitteln der Akupunktur-Massage weitergearbeitet werden. Sollte bei einer Frau zum Beispiel die Spirale als Auslöser der Fersenschmerzen bestimmt worden sein, dann ist die Entfernung der Spirale in Betracht zu ziehen, um Beschwerdefreiheit zu erlangen.
Der Fersensporn im Sinne der knöchernen Veränderung wird auch nach Erlangen der Schmerzfreiheit im bildgebenden Verfahren sichtbar bleiben.