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Emil Acklin war ein Schweizer Fotograf, der die soziale und politische Geschichte Zürichs zwischen 1930 und 1950 dokumentierte. Dabei standen die Menschen als Arbeiter im Fokus seiner fotografischen Tätigkeit. Das Stadtarchiv Zürich macht Acklins Nachlass nun mit einer Ausstellung öffentlich.
Auf Zürichs Strassen war der Lehrer, Kommunist und Fotograf Emil Acklin (1889-1976) unterwegs. Mittels seiner Leica Kamera hielt er das alltägliche Leben der Menschen im Arbeiterquartier Aussersihl in Bildern fest. Nicht nur werktags bei der Arbeit lichtete er Zürcherinnen und Zürcher ab, sondern auch während derer Freizeit oder bei politischen Veranstaltungen, wie etwa beim 1.Mai-Umzug. Acklin verstand seine Fotografie als Bestandteil des damals herrschenden Klassenkampfs.
Stürmische Zeiten
Industrialisierung, Bildung der Arbeiterschicht und Wirtschaftsnot während der Kriegsjahre prägten Acklin sehr stark. Folglich wandte er sich in seinen jungen Jahren immer mehr sozialistischen Inhalten zu. Im Jahr 1917 wurde er Mitglied der revolutionären Gruppe "Forderung" und beteiligte sich aktiv an deren zahlreichen Protesten gegen Krieg und Militarismus. Während den Novemberunruhen 1917 wurde Acklin festgenommen und zu einer Gefängnisstrafe von sieben Monaten verurteilt.
Nachdem Acklin das Gefängnis verlassen hatte, verlor er seine Anstellung als Lehrer und musste sich sein Leben ganz neu aufbauen. Er entschied sich, unter anderem als "Arbeiterfotograf" zu arbeiten und gründete im Jahr 1929 den "Arbeiterfotobund Zürich", mit dem Ziel, die Fotografie als Propagandamittel im Klassenkampf wirkungsvoll einzusetzen. In den darauffolgenden zehn Jahren sind die meisten Bilder seines Nachlasses entstanden.
Das Stadtarchiv Zürich übernahm im Sommer 2017 Emil Acklins fotografisches Erbe. Ab dem 4.Oktober 2018 bis zum 18.Januar 2019 erhält man in der Ausstellung "Fotografie als Klassenkampfexterner Link" im Stadtarchiv Zürich einen Einblick in Acklins Fotoarchiv.
In unserer Serie #swisshistorypics externer Linkreisen wir in die Vergangenheit, in die Zeit der Schwarz-Weiss-Bilder.
(Bilder: Stadtarchiv Zürich)