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In 19 von 21 Anklagepunkten ist Bradley Manning schuldig gesprochen worden. Allerdings nicht im härtesten Punkt der Anklage, dem der Unterstützung des Feindes. Wie lange der Wikileaks-Informant ins Gefängnis muss, ist noch nicht klar. Wikileaks glaubt, Manning könnte bis zu 136 Jahre bekommen.
So viele dürften es nicht werden, entgegnet Eugene Fidell, Dozent für Militärjustiz an der Yale-Universität. Zu Radio SRF 4 sagt er: «Aber Manning wird sehr viel älter sein, wenn er das Gefängnis verlässt.» Und ergänzt: Das Urteil ist ein «Triumph für die Rechtsstaatlichkeit».
Je länger die Haftstrafe, desto schlechter wäre das für die Demokratie, ist Ben Wizner überzeugt. Wizner ist Mitglied der American Civil Liberties Union, einer Organisation, die sich für die Rechte und Freiheiten der Bürger einsetzt. Offen seien auch die Folgen für Journalisten, die Geheimdokumente in Zukunft veröffentlichen.
Interessant an dem Urteil sei, so SRF-Korrespondentin Karin Bauer, dass Manning aufgrund des Spionage-Gesetzes verurteilt wurde. Das ist das erste Mal, dass jemand der Informationen ins Netz gestellt hatte, mit dieser Begründung belangt wurde. Das könne ein Präjudiz schaffen.
So könnte das Verfahren als Präzedenzfall für weitere bekannte Enthüller dienen – etwa für Wikileaks-Mitgründer Julian Assange und den Geheimdienst-Spezialisten Edward Snowden. Beide werden von den USA als Geheimnisverräter eingestuft, beiden soll der Prozess gemacht werden.