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Eine Kurzfassung zu den Ergebnissen der Nachhaltigkeits-Studie bezüglich den SRK-Gesundheitsprojekten in Nepal.
Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) unterstützt das Nepalesische Rote Kreuz in der Umsetzung von Gesundheitsprogrammen in zehn verschiedenen Distrikten der Region Mid-West. Die Bevölkerung wird insbesondere über Schwangerschaft, Geburt, Pflege von Neugeborenen oder Hygiene und Händewaschen aufgeklärt, es geht aber auch um den Bau von Wasserversorgung und Latrinen. Gemeindegruppen sind zentral bei der Umsetzung dieser Aktivitäten. Das Gesundheitsprogramm arbeitete sieben Jahre lang mit 238 solcher Gemeindegruppen in den Distrikten Pyuthan und Bardia. In den einzelnen Gemeindegruppen gibt es Freiwillige, die sich jeweils verstärkt um ein Gesundheitsthema kümmern und auch als Rollenmodell fungieren.
Seit Abschluss des Projektes durch das SRK im 2011 sind diese Gruppen und Freiwilligen auf sich alleine gestellt. Mit Erfolg! Sie tragen die Aufklärungsarbeit mit grossem Engagement weiter. Dank der Informationen gehen immer mehr schwangere Frauen zu Kontrolluntersuchungen ins Gesundheitszentrum, ebenso für die Geburt. Sie scheuen dabei keine Mühe noch den oft beschwerlichen Weg dorthin. Hausgeburten mit traditionellen Geburtshelfern finden kaum mehr statt, auch da sich die Familien der damit verbundenen Gefahren für Mutter und Kind bewusst sind. Fonds, die arme Familien beleihen können, um den Transport zur nächsten Klinik zu finanzieren, sind weiterhin erfolgreich. Auch haben die Frauen gelernt, sich nicht zu scheuen, über heikle Themen wie Aids mit ihren Männern zu sprechen. Kehren die Arbeitsmigranten aus Übersee zurück, begleiten sie sie oft zum HIV-Test beim Roten Kreuz. Daneben werden Wasserleitungen und Brunnen von den verantwortlichen Freiwilligen unterhalten, die Latrinen werden in allen Haushalten genutzt.
Obwohl das SRK-Programm in den zwei Distrikten kaum auf der Ebene des Gesundheitssystems intervenierte, werden die Gesundheitsdienste von der Bevölkerung als qualitativ besser und hygienischer empfunden. Das SRK schulte während der Projektlaufzeit das Gesundheitspersonal und informierte die Bevölkerung über ihre Rechte zu Gesundheit. Es half auf Initiative der Regierung hin, Komitees zu gründen, die eine Mitsprache der Bevölkerung in den Gesundheitszentren ermöglichten. Die Wirkung ist nachhaltig zu spüren. Allerdings sind nicht mehr alle gegründeten Gesundheits-Komitees aktiv.
Erkenntnisse für weitere Projekte
Das aktuelle Gesundheitsprogramm des SRK in Nepal repliziert die gemachten Erfahrungen in weiteren Distrikten der Region Mid-West. Um das Gesundheitssystem besser zu stärken, sind nebst Aufklärungsmassnahmen weitere Interventionen in den Gesundheitszentren vorgesehen. Dazu gehören beispielsweise der Bau eines einfachen Gebärsaales und dessen Ausstattung mit den notwendigen Instrumenten, um die Qualität der Dienstleistungen weiterhin zu verbessern.