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Die ersten Aufzeichnungen über die drei EhrengeselIschaften im Kleinbasel gehen ins 14. Jahrhundert zurück. Die Gesellschaft zum Rebhaus ist urkundlich im Jahre 1304 festgehalten, sie ist also die älteste Gesellschaft.
Wie schon aus dem Namen hervorgeht, war das Rebhaus einst die Vereinigung der Rebleute im minderen Stadtteil rechts vom Rhein. Der Gesellschaft gehörten aber auch Bauern an, die zusammen mit den Rebleuten zugleich die Felder, Wälder und Teiche beaufsichtigten.
Das Wappen erfuhr seit der Gründung 3 x Änderungen, und dies deshalb: Zu Beginn führte sie ein weisses Rebmesser auf rotem Grund. Unglücklicherweise zeigte aber auch das Wappen der E.Zunft zu Rebleuten (Grossbasel) ein Rebmesser, so dass es zu Streitigkeiten kam. Damit sich nun die beiden Vereinigungen von einander deutlicher unterscheiden konnten, führte dann die Gesellschaft zum Rebhaus für eine Weile fünf kleine Rebmesser in grünem Feld. Später änderte die E.Zunft zu Rebleuten ihr Wappen, indem ein weisser Wolf auf grünem Grund in der rechten Hand ein Rebmesser hält, so dass sich die Gesellschaft zum Rebhaus wieder mit einem Rebmesser im Wappen begnügte.
Das weisse Rebmesser mit braunem Knauf auf grünem Feld finden wir also sowohl auf den Gesellschaftsabzeichen als auch auf dem Banner. Der Leu steht dem "Rebhaus" als Schildhalter und zugleich als Ehrenzeichen vor. Er gilt als Symbol der Kraft und der Macht, zudem aber auch der Sonne und des Lichts. Als Sinnbild der Macht trägt er einen Stab in den Farben seiner Gesellschaft, grün / weiss. Der Tanz des Leu entspricht vollauf seiner Natur: Frisch und lebhaft hüpft er im "Schottisch - Takt", sich ständig drehend, wobei seine schwungvollen Bewegungen mit der erhobenen Rechten sowohl den freudigen Gruss darstellt, als auch die ihm angeborene Kraft zum Ausdruck bringt. Seine Maske ist aus Kupfer gearbeitet, das Kleid besteht aus einem starken Leinenstoff, das braun bemalt und mit über 300 orangeroten Haarbüschen (Locken) versehen ist. Jede der drei Ehrengesellschaften besitzt ihr silbervergoldetes Trinkgefäss, der Meisterbecher, in Form des Ehrenzeichens. Die Gesellschaft erfreut sich am Leuenbecher. Er wurde anno 1637 durch den Goldschmied Jakob Biermann, angefertigt und hat ein Gewicht von ca. zwei Kilo. Der 40 cm hohe Leu trägt in seiner rechten Pranke ein Rebmesser, mit der Linken stützt er sich auf einen Rebstock. Der Kopf ist abnehmbar, so dass der Leib mit etwa 4 dl Wein aufgefüllt werden kann.
Bevor die drei Ehrengesellschaften gemeinsam das Café Spitz am KleinbasIer Brückenkopf bauten, besass jede Gesellschaft ihr eigenes Haus.
Die Rebleute gelangten anno 1397 in den Besitz der drei Hofstätten "ze Strasburg" an der Riehentorstrasse. 1404 wurde das Haus "Rebhaus" erstmals als Liegenschaft (Trinkstube) der Rebleute bezeichnet.
1768 musste die alte Liegenschaft abgebrochen werden, da dem Haus der Einsturz drohte. An seiner Stelle wurde 1769 ein Neubau errichtet, der allerdings keine 100 Jahre in Besitz der Gesellschaft zum Rebhaus bleiben sollte. 1856 wurde die Liegenschaft verkauft, um die Mittel für die Vergrösserung des gemeinsamen Gesellschaftshauses Café Spitz zu beschaffen. 1859 erwarb der Bankier Ulrich Zellweger-Ryhiner die Liegenschaft zum Preis von Fr. 46'000.--, in der er ein "Theologisches Pensionat" einrichtete. Nach dem Auszug im Jahre 1890, stand das Haus einige Jahre unbenutzt, bis 1896 der "Deutsche Arbeiterverein" die Liegenschaft kaufte und eine Speisegenossenschaft im 1. Stock einrichtete. Als die Deutschen 1914 in den Weltkrieg zogen, stand das Haus erneut leer.
Im Jahre 1917 übernahm die Brauerei Warteck AG die Liegenschaft, die bis zum Jahre 1997 von ihr verwaltet und als Restaurant zum Rebhaus betrieben wurde. Im Jahre 1997 wollte die Warteck Invest AG das Haus verkaufen, da die Warteck AG inzwischen in die Feldschlösschengruppe integriert wurde. In einer Blitzaktion taten sich rund ein Dutzend Rebhausbrüder zusammen und gründeten die "Gesellschaftshaus zum Rebhaus" AG., und übernahmen im Sommer 1997 die Liegenschaft. Zahlreiche weitere Rebhausbrüder zeichneten Aktien und eine grosse Zahl von Sympathisanten, darunter Hären- und Greifenbrüder, Grossbasler Zünfte und Vereine, die im Rebhaus ihre Stammtische pflegen, zeichneten Partizipationsscheine. So wird eines schönen Tages die inzwischen renovierte Liegenschaft mitsamt dem gut geführten Restaurant zurück an die E.Gesellschaft zum Rebhaus fallen.
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