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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bund hat für die Teilnahme der Schweiz an der Expo 2015 in Mailand ein Budget von 23,1 Millionen Franken vorgesehen. Ein Teil der Kosten wird von Privaten, Kantonen (darunter dem Kanton Tessin) und von Städten getragen. Vor Kurzem ist der Bürgermeister von Mailand, Giuliano Pisapia, wegen Differenzen mit dem Präsidenten der Region Lombardei, Roberto Formigoni, und der Regierung in Rom als Sonderkommissar für die Expo 2015 zurückgetreten. Er begründete seinen Entscheid damit, dass der Veranstaltung zu wenig Aufmerksamkeit zukomme. Der Tessiner Delegierte für die Expo 2015, Luigi Pedrazzini, zeigte sich angesichts dieser Ereignisse sehr besorgt. </p><p>Ich frage deshalb den Bundesrat:</p><p>1. Welche Schritte gedenkt er zu unternehmen, um sicherzustellen, dass verfolgt wird, wie sich das Projekt entwickelt, damit die Schweiz nicht Gefahr läuft, an einer Veranstaltung teilzunehmen, die von Anfang an zu scheitern droht?</p><p>2. Wie viel wurde für die Teilnahme an der Veranstaltung mittlerweile schon ausgegeben?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Der Bundesrat wird laufend durch das Generalkonsulat in Milano über den Projektfortschritt in Italien informiert. Die für die Projektleitung verantwortliche Präsenz Schweiz steht ebenfalls in regelmässigem Kontakt zum Generalkonsul Massimo Baggi und kann jederzeit auf politische Veränderungen reagieren.</p><p>Bis heute haben 88 Länder ihre Teilnahme an der Weltausstellung angemeldet. Die Bauarbeiten auf dem Gelände verlaufen nach Plan. Die Vergabe des öffentlichen Auftrags für die Realisierung der Infrastruktur (die sogenannte Piastra) erfolgte Anfang August 2012. Der Bürgermeister von Mailand, Giuliano Pisapia, ist als ausserordentlicher Generalkommissär zurückgetreten, um dann durch Präsident Mario Monti erneut in dieser Funktion eingesetzt zu werden, allerdings nun mit mehr Kompetenzen ausgestattet. Giuliano Pisapia geniesst das volle Vertrauen und die politische Unterstützung der Zentralregierung. </p><p>Das Restrisiko einer Absage besteht für alle vergleichbaren Grossanlässe. Deshalb wird Präsenz Schweiz alle Verträge mit einer entsprechenden Klausel abschliessen, welche im Falle einer Absage oder substanziellen Änderung des Projekts zur Weltausstellung eine Projektanpassung oder -absage ermöglicht.</p><p>2. Bis im Juni 2012 wurden innerhalb des am 12. Mai 2010 durch den Bundesrat verabschiedeten Kredits für Vorbereitungsarbeiten insgesamt 760 000 Franken ausgegeben (Löhne Projektleitung, Reisespesen, Projektwettbewerb, Preisgelder, Kommunikation). </p><p>Der mittels Botschaft beantragte Kredit von 23,1 Millionen Franken wird erst nach Verabschiedung durch den Zweitrat im Dezember 2012 beansprucht.</p>  Antwort des Bundesrates.