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Roger Federer zeigt sich vor dem US Open erleichtert über seinen Fitnessstand. Er erklärt aber auch, dass er vorerst nicht zu weit vorausblicken wolle.
"Es gibt eine gewisse Unsicherheit", gestand Federer am Samstag, drei Tage vor seinem Erstrunden-Match beim US Open. Er habe aber nie in Betracht gezogen, auf das Turnier zu verzichten. Während des zweiten Satzes im gegen Alexander Zverev verlorenen Final von Montreal sei er aber schon nervös geworden. "Ich fragte mich, ob ich bereit sein würde für das US Open" erzählte der 19-fache Grand-Slam-Turniersieger, der während und nach dem Final von Montreal unter Rückenbeschwerden gelitten hatte.
"Ich hatte aber zwei Wochen, um mich zu erholen, also genügend Zeit", betonte Federer. "Ich hatte in der Vergangenheit oft Rückenprobleme und weiss mittlerweile, wie ich damit umgehen muss. Die Beschwerden kamen überraschend, aber in Panik bin ich deswegen nicht verfallen." Seit einer Woche ist er zurück auf dem Trainingsplatz und seit Donnerstag spielt er wieder um Punkte.
Federer ist erleichtert, wie sich seine körperliche Situation entwickelt hat. "Ich kann wieder an die Taktik denken und finde meine Rhythmus wieder", freute sich der Baselbieter, der am Dienstag seinen ersten Match in Flushing Meadows seit dem verlorenen Final 2015 gegen Novak Djokovic bestreiten wird. Normalerweise tritt er gegen den Amerikaner Frances Tiafoe in der Night Session an. "Ich habe während diesem Sommer noch nicht am Abend gespielt", erinnerte der fünffache US-Open-Sieger. In Montreal hatte er darum gebeten, am Tag zu spielen, um besser mit der Zeitverschiebung umzugehen.
Obwohl Federer mit seinem Fitnessstand zufrieden ist, gibt er sich vorsichtig. Auf die historische Dimension, die das US Open für ihn haben könnte, wollte er nicht eingehen. "Ich könnte mein drittes Grand-Slam-Turnier des Jahres und das 20. insgesamt gewinnen. Aber ehrlich gesagt: Ich denke nicht so weit. Ich könnte im Halbfinal auf Rafael Nadal treffen und und habe noch vor Kurzem an Rückenbeschwerden gelitten. Ich muss alles von vorne beginnen, ich muss ganz klein denken. Vorerst hoffe ich nur, meinen Erstrunden-Match zu gewinnen."