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Zwei Israeli klagen gegen CS, UBS und die Schweiz
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- Freitag, 27. April 2012 08:59
Unbewiesene Geschichten zweier Israeli: Ihre Eltern hätten Geld und Wertsachen in die Schweiz vor den Nazis in Sicherheit gebracht. Nun wollen sie es zurück.
Die beiden Israeli wollen in den USA eine Klage über insgesamt 315 Millionen Dollar gegen die beiden Schweizer banken Credit Suisse und UBS sowie den Schweizer Staat einreichen, schreibt die israelische Zeitung «Haaretz». Unter US-Recht sind Klagen gegen fremde Staaten bezüglich Holocaust-Forderungen möglich.
«Wir haben versucht mit den Banken und mit der Schweiz zu verhandeln, aber die haben uns angelogen und betrogen», sagt Herr Katz, der eine Kläger gegenüber der Zeitung. Der 59-Jährige verlangt 185 Millionen Dollar von den Banken. Er wirft ihnen vor, systematisch Dokumente versteckt zu halten zu, die es ihm ermöglichen würden, zu den Geldern auf den Konti seiner Mutter zu gelangen.
Konti bei CS und UBS
Diese habe 1938 eine Million Dollar bei der UBS in Zürich angelegt. Weitere 450'000 Dollar, sowie Gold, Schmuck und Kunstwerke von Monet und Picasso seien bei der Credit Suisse in Sicherheit gebracht worden. Als sie nach dem Krieg zur Bank zurückkehrte, habe man sie abgewiesen, mit der Begründung, man wisse nicht, wer sie sei und man bräuchte Beweise, dass dieses Geld ihr gehöre.
Auf ihrem Totenbett habe sie sodann ihrem Sohn, Herrn Katz, ein handgeschriebenes Büchlein mit sämtlichen Kontonummern und den Beträgen auf diesen Konti übergeben, berichtet «Haaretz».
Mangels Informationen abgewiesen
Ähnlich hört sich die Geschichte des zweiten Klägers an, einem 79-Jährigen ehemaliger Flüchtling aus Ungarn. Dieser gibt an, seine Familie habe anno 1938 2,9 Millionen Dollar bei der UBS in Zürich angelegt. Kurz bevor seine Eltern von ungarischen Faschisten ermordet worden seien, habe seine Mutter ihm einen handgeschriebenen Brief mit sämtlichen Angaben zu den Konten um den Hals gehängt.
Der Kläger sei sodann 1955 nach Zürich gegangen, um die Gelder zurückzufordern. Auch er wurde aufgrund mangelnder Informationen zurückgewiesen. Die Bank habe seinen Fall zwar untersucht, habe aber keine Konten gefunden, schreibt «Haaretz» weiter. Nun will dieser zweite Kläger 130 Millionen Dollar von der Schweizer Grossbank erstattet bekommen.
Frühere Klagen erfolglos
Beide Kläger haben ihr Glück schon beim Fonds für Nachrichtenlose Vermögen versucht, der eigens zur Rückzahlung von Geldern an Holocaust-Überlebende eingerichtet wurde. Auch dort wurde aber ihren Forderungen aufgrund mangelnder Unterlagen nicht nachgekommen.
Sodann hat der zweite Kläger bereits drei Mal versucht über die USA eine Klage gegen die Banken zu erzwingen. Aber auch dort wurde sein Fall drei Mal abgewiesen. Dass die beiden nun mit ihrem gemeinsamen Vorstoss mehr Glück haben, ist daher eher zu bezweifeln.
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