Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03300.jsonl.gz/1303

Die Freude an der Musik wurde Franz Manser in die Wiege gelegt. Bereits sein Vater mochte die Volksmusik. «Baazli», so wird Franz Manser auch genannt, durfte in der 1. Klasse zu seinem Vetter in die Musikstunden. Dort lernte er zuerst Schwyzerörgeli. Da ihm dieses diatonische Instrumen nicht so zusagte, griff er nach kurzer Zeit zum Akkordeon. Pro Stunde bezahlte sein Vater damals 50 Rappen.
Als Vierzehnjähriger hatte Franz seinen ersten öffentlichen Auftritt im Restaurant Engel in Appenzell. Bald einmal häuften sich die Engagements, da zu jener Zeit nur wenige Musikanten existierten. Auch heute denkt «Baazlis Franz» noch lange nicht ans Ausruhen. Ausruhen könne man, wenn man tot sei, findet der rüstige Appenzeller.
Ein Jubiläumsjahr für «Baazli»
Dieses Jahr feiert der gebürtige Appenzeller sein Bühnenjubiläum. Seit 60 Jahren spielt er Tanz- und Tischmusik. Früher spielte er im Sommer während zwei bis drei Monaten jeden Tag mit seiner Handorgel. Inzwischen hat er bis zu 70 Musikstücke selber komponiert.
Ich fühlte mich fast verheiratet mit meiner Handorgel.
Der zweite Grund zum Feiern war sein Geburtstag im Juli. Der bekannte Akkordeonist feierte seinen 75.
Wie es zum Spitznamen «Baazli» kam
Sowohl in Appenzell als auch in den umliegenden Regionen kennt man Franz Manser unter dessen Spitznamen «Baazli». 1901 kaufte sein Grossvater ein Häuschen, dem sie «Barts Hüsli» sagten. Bereits Franz' Vater und dessen Brüder hatten den Spitznamen Barts Brüder. Franz Manser wurde schon als Kind «Baazli» gerufen.