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Messiaen Quartett
30. März 19:30
Christoph Croise, Jana Ozolina, Anna Gāgane, Lukas Loss
Pauluskirche
Anna Gāgane, Klarinette
Jana Ozolina, Violine
Christoph Croisé, Cello
Lukas Loss, Klavier
Olivier Messiaen schrieb sein Quartett „Für das Ende der Zeit“, eines der beeindruckendsten und wichtigsten Kammermusikwerke des 20. Jahrhunderts, in deutscher Kriegsgefangenschaft. Uraufgeführt wurde es 1941 in einem Lager in der Nähe von Görlitz.
In der geistlichen Atmosphäre der Pauluskirche horchen wir gespannt und mit Ehrfurcht den teils hoffnungsvollen, teils beängstigenden Klängen Messiaens, welche uns an das Ende der Zeit heranführen - jeder Satz bezieht sich auf das apokalyptische Buch der Offenbarung, das in „The Cloisters Apocalypse“, einer Bilderhandschrift aus der Zeit um 1330, anschaulich dargestellt ist.
75 Jahre nach der Komposition dieses Quartetts wurde in Lausanne ein Stück für Klarinette, Violine, Cello, Klavier und Glasperkussion uraufgeführt, komponiert vom italienischen Komponisten Gerardo Gozzi. Das Werk besteht aus zwei „Kommentaren“ zu Messiaens Quartett; sie wurden in den Jahren der Terror-Anschläge von Paris und Brüssel geschrieben und setzen sich auseinander mit Messiaens tief-katholischem Glauben, den er in gewissem Sinne als Reaktion auf eine der schwersten Zeiten der Menschheitsgeschichte angenommen hat. Die Musik von Gerardo Gozzi basiert auf der Wahrnehmung von Klang als einem physischen Objekt, das wahrnehmbare Dimensionen und taktile Eigenschaften besitzt.