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© Stéphane Kock
Gesteinszone 6: Die Welt der Bündnerschiefer Meeres Ablagerungsgesteine aus dem sogenannten Walliser Becken
Bündnerschiefer aus dem Walliser Meeresbecken – was steckt dahinter?
Wie «Molasse» oder «Flysch» bezeichnen die Geologen mit «Bündnerschiefer» nicht ein einzelnes bestimmtes Gestein, sondern eine charakteristische Gesteins-Gesellschaft. Bündnerschiefer sind Ablagerungsgesteine aus dem Meeresbecken des so genannten Walliser Ozeanbeckens, welches sich in der obersten Jurazeit (ab ca. 150 Mio.J.) zwischen dem europäischen Kontinentalrand und dem abgespaltenen Mikrokontinent Iberia-Briançon gebildet hat. Darin wurden vor allem Kalk und Ton abgelagert, welche sich zu viele hunderte Meter mächtige Abfolgen von Kalksteinen, Mergeln und Tonsteinen aufbauten. Diese wurden bei der Alpenbildung schwach bis mittelstark metamorph umgewandelt, sodass die Kalke als Marmore und die Tone als Tonschiefer vorliegen.
Diese Gesteine bilden die ganzen, eher sanften Wander-Skitourenberge Nordbündens und ziehen dann über das Bedrettotal ins Wallis und südlich des Mont Blanc Massivs über die Ferret-Täler nach Frankreich.