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Bauchspeicheldrüsenkrebs
Seiteninhalt
- Was ist Krebs?
- Was ist Bauchspeicheldrüsenkrebs?
- Wie entsteht Bauchspeicheldrüsenkrebs?
- Was sind die Krankheitszeichen?
- Was sind die Ursachen?
- Wie kann man Bauchspeicheldrüsenkrebs früh erkennen?
- Die Behandlung
- Bleibende Folgen und die Nachsorge
- Wie sind die Heilungschancen?
- Ein Teil meiner Bauchspeicheldrüse wurde entfernt – wie weiter?
- Meine Milz wurde entfernt – wie geht es weiter?
Was ist Krebs?
Krebs kann grundsätzlich in jedem Organ des menschlichen Körpers entstehen, wenn einzelne Zellen anfangen sich mehr als normal zu vermehren sowie nicht mehr der Wachstumskontrolle des umgebenden Gewebes unterliegen und dann in andere Gewebe oder Organe einwachsen. Krebs entsteht häufig aufgrund von angeborenen oder erworbenen Gendefekten. Die Gründe warum diese Defekte auftreten sind vielfach noch nicht bekannt. Wird der Krebs nicht behandelt, so wächst er in einem Organ und zerstört dessen normale Funktion und wächst weiter über die Organgrenze hinaus in Nachbarorgane. Besonders gefährlich ist, dass er sich über das Blut und die Lymphwege im gesamten Organismus ausbreitet (Metastasenbildung). Ziel der Behandlung des Karzinoms ist die vollständige chirurgische Entfernung.
Man spricht von kurativer Chirurgie, wenn der Tumor vollständig entfernt werden kann. Erfolgt die Chirurgie hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt der Symptomverringerung (z. B. Schmerzlinderung) oder der Beseitigung von Passagebehinderungen spricht man von palliativer Chirurgie. Es können auch bei kurativer Chirurgie Krebszellen im Körper verbleiben, weil einzelne Krebszellen nicht sichtbar bereits in das umgebende Gewebe oder andere Organe eingewandert sind. Diese einzelnen Krebszellen sind häufig zum Zeitpunkt der Operation nicht nachweisbar. Wird vermutet, dass noch Krebszellen im Körper verblieben sein könnten, wird häufig eine zusätzliche Therapie (z. B. Chemotherapie oder Radiotherapie (Strahlentherapie)) empfohlen, um die möglicherweise noch vorhandenen Krebszellen abzutöten. Diese Form der Behandlung wird adjuvante Therapie genannt.
In den Fällen, in denen der Tumor nicht vollständig entfernt werden konnte, wird eine ergänzende Therapie wie Chemotherapie oder Radiotherapie empfohlen, um das Tumorwachstum zu verlangsamen, bzw. um die Symptome, die durch den verbleibenden Tumor entstehen, zu reduzieren. Durch die Fortschritte in der Chemo- und Radiotherapie sind schwerwiegende Nebenwirkungen wie sie früher häufig waren (wie z. B. Erbrechen, Haarausfall) heute seltener.
Damit Fortschritte in der Behandlung des Tumorleidens erreicht werden, sind klinische Untersuchungen (Studien) notwendig. Hierbei werden Patient:innen verschiedenen Behandlungsgruppen (bewährtes Therapieverfahren gegen neu zu prüfendes) zugeordnet, um so die erfolgreichste Methode zu ermitteln. Die optimale Versorgung der Patient:innen steht dabei immer im Vordergrund.
Was ist Bauchspeicheldrüsenkrebs?
Er ist ein bösartiger Tumor, der am häufigsten vom Gangsystem im Pankreaskopf ausgeht. Hier wächst er und führt – je nach seinem Ausgangspunkt – zur Beeinträchtigung der Funktion des Pankreas und / oder zu einem Galleaufstau in der Leber. Der Tumor wächst allmählich in die umgebenden Blutgefässe, Nerven und die Lymphknoten. Wenn dieser Punkt erreicht ist, streuen die Krebszellen in den übrigen Körper und es treten Metastasen in anderen Organen auf. Damit ist die Erkrankung von einem lokalen in ein diffuses Stadium übergetreten und die Behandlung durch die örtliche Entfernung des Tumors ist nicht mehr erfolgversprechend.
Das Krebswachstum ist von vielen Faktoren abhängig. So gibt es besonders aggressive, schnell wachsende Tumorzellen und relativ gut differenzierte, langsam wachsende. Das Alter und der Allgemeinzustand der erkrankten Person sowie ihr Immunsystem (das durch Rauchen und chronischen Alkoholismus geschädigt wird) spielen eine wichtige Rolle. In der Regel sind Krebspatienten über 60 Jahre alt, doch es gibt selten auch sehr junge Patienten, die an diesem Tumor erkranken.
Ein Tumor im Bauchspeicheldrüsenkopf blockiert möglicherweise den Bauchspeicheldrüsengang, wodurch die Verdauungsenzyme, welche die Bauchspeicheldrüse normalerweise produziert, nicht mehr in den Darm gelangen. Das kann zu Verdauungsstörungen, Gewichtsverlust und Durchfall führen.
Oft tritt eine Blutzuckerkrankheit (Diabetes mellitus) auf, bevor ein Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert wird. Ein Diabetes mellitus kann jedoch auch nach der Diagnose oder nach einer Pankreasoperation auftreten. Die häufigste Form des Bauchspeicheldrüsenkrebses entsteht aus den Gangzellen im Kopfbereich der Bauchspeicheldrüse.
Ganz ähnlich verläuft das Krebsleiden auch, wenn der Tumor nicht vom Pankreasgewebe selbst sondern vom tief sitzenden Gallengang (der durch den Bauchspeicheldrüsenkopf hindurchzieht) oder der Papille (dem Ausführungsgang des Bauchspeichels und der Gallenflüssigkeit in den Zwölffingerdarm) ausgeht. Diese Formen haben den Vorteil, dass sie durch den frühzeitigen Ikterus (Gelbsucht) bald erkannt werden können.
Schliesslich gibt es noch zystische Formen des Pankreaskrebses, die sich oft schlecht von gutartigen Tumoren oder Pseudozysten bei chronischer Pankreatitis unterscheiden lassen. Hier gehört viel Erfahrung vor und während der Operation dazu die angemessene Therapie zu finden.
Wie entsteht Bauchspeicheldrüsenkrebs?
Die Grundlagenforschung mit Hilfe von molekularbiologischen Methoden hat in den vergangenen Jahren zur wesentlichen Erweiterung unseres Wissens über die Entstehung des Bauchspeicheldrüsenkrebses beigetragen. So beobachtet man das vermehrte Vorhandensein von Faktoren, die das Wachstum der Krebszellen stimulieren (Wachstumsfaktoren), sowie Veränderungen (Mutationen) von bestimmten Erbsubstanzen (Genen), die normalerweise das Zellwachstum und den geregelten Zelltod (Apoptose) kontrollieren. Die veränderte Funktion dieser Faktoren verschafft der Pankreaskrebszelle einen Wachstumsvorteil gegenüber dem gesunden Gewebe und ist wahrscheinlich auch für die Resistenz des Tumors gegenüber Chemotherapie und Radiotherapie verantwortlich. Weitere Untersuchungen sind beim Bauchspeicheldrüsenkrebs notwendig, um diejenigen Veränderungen zu charakterisieren, die Ansatzpunkte für neue Therapieformen bilden könnten. Dadurch wird es schlussendlich gelingen eine verbesserte Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebses zu entwickeln.
Was sind die Krankheitszeichen?
Unglücklicherweise sind die Symptome des Bauchspeicheldrüsenkrebses relativ uncharakteristisch. Am häufigsten beobachtet man eine Einschränkung des Allgemeinzustandes, Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit. Die Patient:innen klagen sehr häufig über uncharakteristische Schmerzen im Oberbauch, eventuell auch in den Rücken ziehend, die meist im Laufe der Erkrankung an Intensität zunehmen. Es kann bei Tumoren im Bauchspeicheldrüsenkopf zu einer Störung des Gallenabflusses kommen. Dies führt zu einer Gelbsucht, die mit farblosem Stuhl, dunklem Urin und Hautjucken einhergehen kann. Tritt eine solche Gelbsucht ohne begleitende Schmerzen oder Fieber auf, so ist es ein Alarmzeichen. Ausserdem ist oft eine neu aufgetretene Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) zu beobachten.
Was sind die Ursachen?
Die genaue Ursache, weshalb Bauchspeicheldrüsenkrebs entsteht, ist nach wie vor unbekannt. Als einziger Risikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs ist bisher das Rauchen zu nennen. Hinsichtlich bestimmter Ernährungsgewohnheiten, wie beispielsweise Kaffeekonsum oder fettiges Essen, konnte keine Beziehung nachgewiesen werden. Ob ein erhöhter Alkoholkonsum zu einem höheren Risiko führt, wird noch widersprüchlich diskutiert. Sicher ist jedoch, dass es erbliche Veranlagungen gibt, weil die Erkrankung in einzelnen Familien gehäuft auftritt.
Wie kann man Bauchspeicheldrüsenkrebs früh erkennen?
Es ist heutzutage leider häufig nicht möglich, den Bauchspeicheldrüsenkrebs in einem frühen Stadium zu erkennen. Es gibt noch keine einfache Vorsorgeuntersuchung. An der Früherkennung des Bauchspeicheldrüsenkrebses wird intensiv geforscht, und die Grundlagenforschung wird sicherlich neue und bessere Diagnoseverfahren in die klinische Praxis bringen.
Wie erfolgt die Behandlung des Bauchspeicheldrüsenkrebses?
Die chirurgische Therapie, das heisst, das Entfernen des Tumors ist die einzige Behandlung, die eine Chance auf Heilung verspricht. Diese kann nur erfolgen, wenn eine Metastasierung der Krebszellen in andere Organe, wie zum Beispiel die Leber oder die Lunge, ausgeschlossen wurde. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass ungefähr lediglich ein Viertel aller Patient:innen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs einer chirurgischen Entfernung des Tumors zugeführt werden können. Dabei müssen neben dem eigentlichen Tumor auch ein angrenzender Teil der gesunden Bauchspeicheldrüse mit entfernt werden. Je nach Sitz des Tumors werden noch weitere Organe oder Teile von ihnen operativ entfernt.
Bei fortgeschrittenem Tumorstadium kann eine vollständige Tumorresektion häufig nicht mehr durchgeführt werden. Das Ziel der Behandlung ist es dann, die Symptome des Patienten zu lindern. Bei Gallensekretrückstau und Gelbsucht muss der Gallenabfluss wiederhergestellt werden. Dies geschieht endoskopisch durch die Einlage eines Schlauches (Stent) in den Gallengang oder durch eine Operation, bei der ein Darmstück auf die Gallenwege genäht wird, um so den Gallenabfluss zu sichern (sog. biliodigestive Anastomose). Wächst der Tumor in den Zwölffingerdarm ein, kommt es zu einer Störung der Nahrungspassage, das heisst, die Speise gelangt nicht oder nur schlecht vom Magen in den Darm. Mit einer Operation kann eine Verbindung zwischen dem Magen und dem Dünndarm geschaffen werden, um dieses Hindernis zu umgehen (sog. Gastroenterostomie).
Der Nutzen von Strahlentherapie (Radiotherapie) und / oder Chemotherapie beim Bauchspeicheldrüsenkrebs ist bisher nicht überragend. Es wird zurzeit versucht, neuere und wirksamere Behandlungsformen des Bauchspeicheldrüsenkrebses zu entwickeln. Dies bedeutet, dass eine Reihe von neuen Therapieverfahren für den Bauchspeicheldrüsenkrebs im Rahmen von klinischen Studien getestet werden.
Was sind die bleibenden Folgen und wie erfolgt die Nachsorge beim Bauchspeicheldrüsenkrebs?
Viele Patient:innen haben schon vor der Diagnose des Bauchspeicheldrüsenkrebses eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), die nach der Operation meist bestehen bleibt. Jedoch werden auch Verbesserungen oder Verschlechterungen der Zuckerkrankheit beobachtet. Meistens ist eine Therapie mit Insulin notwendig.
Durch die Entfernung eines Teils der Bauchspeicheldrüse kommt es zu einer erniedrigten Produktion der Verdauungsenzyme. Dies äussert sich in Gewichtsabnahmen, Blähungen oder Durchfall. Diese Situation kann sehr einfach mit Kapseln, die Bauchspeicheldrüsenenzyme enthalten, behoben werden.
Nach erfolgter Operation sollten die Patient:innen durch körperliche Untersuchungen, Laboruntersuchungen und auch bildgebende Untersuchungen (Ultraschall, Computertomographie, Magnet-Resonanz-Tomographie) regelmässig kontrolliert werden. Dadurch werden operationsbedingte Mangelzustände erkannt und behoben und auch ein Wiederauftreten des Tumorleidens früh entdeckt, um gegebenenfalls weitere Behandlungen vorzunehmen. Die Organisation dieser Nachuntersuchungen erfolgt in Zusammenarbeit mit den behandelnden Hausärzt:innen. Eine weitere Behandlung mittels Chemotherapie beispielsweise wird häufig im Rahmen von Studien durchgeführt und individuell mit der erkrankten Person, Chirurg:innen, Onkolog:innen (Krebsspezialisten) und Hausärzt:innen organisiert.
Wie sind die Heilungschancen beim Bauchspeicheldrüsenkrebs?
Die Operation der Bauchspeicheldrüse ist in den letzten Jahren eine sehr sichere Methode geworden. Trotzdem leben nur wenige Patient:innen, bei denen der Tumor entfernt wurde, noch fünf Jahre nach der Operation, weil sie zu spät operiert werden konnten. Patient:innen, bei denen eine Krebsentfernung nicht möglich war, leben selten länger als zwei Jahre. Die umfänglichen Forschungsbemühungen lassen hoffen, dass es in den nächsten Jahren zu einer Verbesserung kommen wird. In den letzten Jahren hat sich das Wissen um die komplizierte Entstehung des Bauchspeicheldrüsenkrebses wesentlich erweitert. Insbesondere die Gentherapie bietet einen hoffnungsvollen neuen Ansatz. Eine realistische Einschätzung der momentanen Lage zeigt jedoch, dass die Anwendung an Patient:innen noch nicht begonnen hat.
Weitere Untersuchungen der molekularbiologischen Veränderungen beim Bauchspeicheldrüsenkrebs haben zu einem genaueren Verständnis der Tumorentstehung geführt und damit die Grundlage für neue Ansätze in der gentherapeutischen Behandlung des Bauchspeicheldrüsenkrebses gebildet.
Momentan ist eine frühzeitige Operation die aussichtsreichste Therapie.
Ein Teil meiner Bauchspeicheldrüse wurde entfernt – wie weiter?
Bei Patient:innen, bei denen ein Teil oder sogar die ganze Bauchspeicheldrüse entfernt werden musste, kann es je nach Ausmass der Entfernung zu einer Funktionseinschränkung der Bauchspeicheldrüse kommen. Dabei stehen folgende zwei Probleme im Vordergrund:
- zu wenig Pankreasenzyme (führt zu Verdauungsproblemen)
- zu wenig Insulin (führt zu hohem Blutzucker)
Diese Mangelzustände werden mit entsprechenden Medikamenten ausgeglichen.
Pankreasenzymsubstitution
Heute sind Präparate auf dem Markt, die die eigenen Enzyme des Pankreas ersetzen (z. B. Kreon). Diese Enzympräparate müssen zu allen Hauptmahlzeiten und auch bei Zwischenmahlzeiten (Snacks) eingenommen werden. Die nötige Dosierung ist von Patient:in zu Patient:in unterschiedlich und richtet sich nach der Nahrungszusammensetzung und nach dem individuellen Beschwerdebild. Entscheidend ist, dass unter dieser Therapie ein Völlegefühl und die Durchfälle mit Fettauflagerungen verschwinden. Typischerweise sind zu den Hauptmahlzeiten mehr Kapseln einzunehmen als zu den Zwischenmahlzeiten. Damit die Medikamente ihre Wirkung erfüllen können, müssen sie mit der Nahrung in Kontakt kommen. So werden pro Tag zwischen sechs und zwölf Kapseln benötigt. Allerdings kann die Anzahl auch bedeutend höher oder niedriger sein, je nach vorhandener Restfunktion der Bauchspeicheldrüse und dem Präparat, das in sehr unterschiedlichen Enzyminhalten angeboten wird.
Diese Präparate sind meistens sehr gut verträglich und haben praktisch keine Nebenwirkungen. Ganz selten kann es zu einer allergischen Reaktion kommen.
Insulinsubstitution
Sollten sich nach der Bauchspeicheldrüsenkrankheit oder der Operation hohe Blutzuckerwerte zeigen, ist es notwendig, eine entsprechende Blutzuckertherapie durchzuführen. Anfänglich, und bei nicht stark erhöhten Blutzuckerwerten, erfolgt die Therapie mit Hilfe von angepasster Nahrungsaufnahme und Tabletten, die den Glukosespiegel beeinflussen. Allerdings wird durch den Wegfall der insulinproduzierenden Zellen im Pankreas meistens eine Insulinbehandlung notwendig. Für die Insulinbehandlung stehen heute die verschiedensten Insulintypen zur Verfügung, die es erlauben, die Therapie sehr individuell zu gestalten. Ziel einer jeden Therapie ist dabei das persönliche Wohlbefinden und eine gute Einstellung des Blutzuckerwertes. Damit können schwere Folgeschäden in der nahen und fernen Zukunft vermieden werden. Besonders in der Anfangsphase ist eine engmaschige Betreuung durch den Hausarzt bzw. -ärztin oder Spezialist:in erforderlich.
Meine Milz wurde entfernt – wie geht es weiter?
Es ist möglich, dass im Rahmen einer Bauchspeicheldrüsenoperation die Milz mitentfernt werden muss.
Wir können ohne Milz leben, jedoch spielt die Milz eine Rolle in unserer Immunabwehr. Ohne Milz ist man empfindlicher für bakterielle und andere Infektionen. Bestimmte bakterielle Erkrankungen können bei Menschen ohne Milz zu lebensgefährlichen Erkrankungen führen. Um die Patient:innen davor zu schützen, sollte man nach der Operation eine entsprechende Impfung erhalten. Hier sind besonders die Pneumokokken-Infektion und die Schutzimpfung vor dieser Erkrankung zu nennen. Nach etwa drei bis fünf Jahren müssen diese Impfungen nach den heutigen Richtlinien wiederholt werden. Jede:r Patient:in sollte beim Auftreten einer Infektion und Fieber den Hausarzt oder Ärztin aufsuchen und darauf hinweisen, dass die Milz entfernt wurde. So kann entscheiden, ob eine antibiotische Therapie notwendig ist.
Nach Milzentfernung kann es zu einem Anstieg der Blutplättchen (Thrombozyten) kommen. Daher ist eine regelmässige Kontrolle der Thrombozyten sinnvoll. Eine zu hohe Blutplättchenzahl im Blut fördert eine Thromboseneignung. Bei einem entsprechenden Wert werden Ihnen vorübergehend Medikamente verordnen, um die Thrombosegefahr zu verringern.