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Nach seinem Wirtschaftsstudium an der Washington & Lee University arbeitete Bill Miller bei J. E. Baker Co. 1981 stiess er zur Investment-Firma Legg Mason und war seither verantwortlich für den Legg Mason Value Trust (LMVTX).
Unter Millers Ägide legte der Fund eine der längsten Erfolgsserien der Mutual-Fund-Geschichte hin: Zwischen 1991 und 2005 schlug er die Performance des S&P 500 in 15 aufeinander folgenden Jahren.
Miller betrachtet sich selbst als einen Value-Investor. Im Unterschied zu orthodoxen Value-Investoren ist er hingegen der Überzeugung, dass jede Aktie gekauft werden darf, wenn sie unter ihrem intrinsischen Wert gehandelt wird.
Millers Anlagetechnik setzt aufwändige Recherchen voraus. So analysiert er auch regelmässig Aktien, die von der Investoren-Gemeinde als zu teuer betrachtet werden, um zu untersuchen, ob sie allen Unkenrufen zum Trotz nicht doch unter ihrem inneren Preis liegen.
Obwohl Miller in seinem Fund natürlich auch diversifiziert, ist er trotzdem ein klassischer Stock-Picker. Seiner Ansicht nach widerspiegelt der Markt zwar alle relevanten Informationen, aber eben nicht korrekt. Die Marktkurse lägen bei negativen Informationen üblicherweise zu tief, und bei positiven Informationen zu hoch, so Miller.