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Zürich - Die Schweizer Wirtschaft wächst gemäss der Credit Suisse dieses Jahr stärker als erwartet. Die Bank erhöhte ihre Prognose vom März für das Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 0,9 auf 1,8 Prozent. 2011 dürfte das BIP jedoch nur um 1,2 statt um 2,0 Prozent zulegen.
Die besseren Aussichten für dieses Jahr begründet die Bank in ihrer Mitteilung vom Mittwoch unter anderem mit den enorm schnell gestiegenen Exporten und dem stabilen privaten Konsum.
Stützen für den Konsum seien die rasche Stabilisierung des Arbeitsmarkts und die rege Zuwanderung gewesen. Konsumentinnen und Konsumenten sowie die Unternehmen hätten zudem von den günstigen Zinsen profitiert.
Im zweiten Halbjahr werde das Wachstum allerdings bereits schwächer ausfallen als im ersten Semester, betonte die CS.
Im kommenden Jahr dürfte die Exporte weniger stark zunehmen als in diesem Jahr, und auch beim Konsum ist wegen der abgeschwächten Migration ein leicht kleineres Wachstum zu erwarten, wie es heisst. Mit schwächeren Impulsen rechnet die CS überdies im Wohnungsbau sowie bei den Ausrüstungsinvestitionen, da die Unternehmen nach wie vor nicht voll ausgelastet seien.
Die UBS hat am Mittwoch ihre BIP-Prognosen bekräftigt. Sie ist deutlich optimistischer als die CS und stellt für dieses und nächstes Jahr ein Plus von 2,5 beziehungsweise 2,1 Prozent in Aussicht.
SDA-ATS