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«Ich bin wie der Wein», meinte Primoz Roglic am Tag nach seinem 31. Geburtstag schmunzelnd. «Mit dem Alter werde ich immer besser.» Tatsächlich beeindruckte der Sprint des Slowenen nach 185 welligen Kilometern zwischen Castro Urdiales und Suances im Norden Spaniens. Auf der ansteigenden Zielgeraden liess der Jumbo-Visma-Fahrer dem Österreicher Felix Grossschartner und dem Italiener Andrea Bagioli keine Chance.
Die Schlussphase erwies sich für die reinen Sprinter als zu anspruchsvoll, sie konnten etwas überraschend nicht in den Kampf um den Tagessieg eingreifen. Und es kam noch besser für Roglic: Er feierte nicht nur seinen dritten Etappensieg bei der diesjährigen Ausgabe, er übernahm sogar wieder das Leadertrikot vom jetzt zeitgleichen Ecuadorianer Richard Carapaz (Ineos). Weil nach neun Fahrern eine kleine Lücke aufgegangen war, entschied die Jury, dem zweiten Teil des Feldes mit Carapaz drei Sekunden aufzubrummen.
Am Wochenende dürfte es im Duell zwischen den letztjährigen Vuelta- (Roglic) und Giro-Siegern (Carapaz) aber nicht mehr nur um Sekunden gehen. Dann stehen in den Bergen Asturiens die Königsetappen der diesjährigen Vuelta an, die am Sonntag in einer Woche in Madrid zu Ende gehen wird. In Lauerposition befindet sich mit 25 Sekunden Rückstand der drittplatzierte Ire Dan Martin.
Die Schweizer spielten in der 10. Etappen (von 18) keine Rolle. Gino Mäder verlor 21 Sekunden auf Roglic und ist als 21. weiterhin klar bester des helvetischen Quartetts.