Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03241.jsonl.gz/1861

Betreibung
Die Betreibung ist der schweizerische Begriff für die Zwangsvollstreckung. Wenn Gläubiger nach mehreren Zahlungserinnerungen und letzten Mahnungen immer noch auf ihr Geld warten, können sie als letzten Schritt ein gerichtliches Inkassoverfahren (Betreibungsverfahren) beauftragen.
Betreibungen können nur von staatlichen Betreibungsämtern durchgeführt werden, die in der Schweiz den einzelnen Kantonen überlassen werden. Ein Betreibungsverfahren kann schriftlich oder mündlich eingeleitet werden.
Ein Betreibungsverfahren läuft in der Regel wie folgt ab: Der Schuldner erhält über das zuständige Betreibungsamt einen Zahlungsbefehl mit einer letzten Zahlungsfrist. Der Schuldner hat nunmehr die Chance, die Zahlung final zu tätigen oder einen Rechtsvorschlag einzulegen. Für den Rechtsvorschlag sieht die Schweiz ein Zeitfenster innert 10 Tagen vor. Wenn innert dieser Zeit ein Rechtsvorschlag seitens des Schuldners gemacht wird, wird die gerichtliche Geldeintreibung vorerst eingestellt.
Der Gläubiger kann diesen Vorschlag gerichtlich genehmigen lassen oder – im Falle einer fehlenden Übereinkunft – sein Betreibungsbegehren weiter fortsetzen. Die Fortsetzung dieser Betreibung übernimmt dann wieder das Betreibungsamt. Die Betreibung endet in einer Pfändungsankündigung oder in einer Konkursandrohung durch das Betreibungsamt.