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In dunkelroten und braunen Farbtönen erscheint eine weitläufige Nachtlandschaft: Die Sicht führt über Bäume, Felder bis zu den Bergen in die Ferne. Am Himmel scheint der Mond hinter ein paar Wolkenschleiern hervor. Tonio Ciolina arbeitet mit flächigen Elementen, die er aneinanderreiht und mit schwarzer Umrahmung voneinander abgrenzt. So ist in diesem Werk bereits der Übergang von realistischer Abbildung des Gesehenen zur Abstraktion erkennbar. Diesen Wendepunkt vollzieht der Künstler Anfang der 1930er-Jahre. Verstärkt kehrt er sich von der reinen Abbildung ab und entwickelt dabei seinen eigenständigen, unverkennbaren Stil. Das Gesamtwerk des Künstlers ist geprägt von der technischen Vielfalt und künstlerischen Beweglichkeit, so arbeitet Ciolina mit Druckgrafik, malt dokumentarische Tuschezeichnungen oder Ölgemälde. Über das Vermächtnis der vielfältigen Sammlung von Victor Surbek und Marguerite Frey-Surbek gelangt das Gemälde in den 1970er-Jahren in die Sammlung des Kunstmuseum Thun.
Katrin Sperry
Eine Land-schaft in der Nacht,
gemalt in Rot-tönen und Braun-tönen.
Berge, Wiesen, Wolken haben schwarze Ränder.
Fläche neben Fläche,
fast abstrakt.
Sara Smidt