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Das Ziel des Fragebogens DaZ-E ist die valide Erfassung der Lokalsprachkenntnisse von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache eineinhalb Jahre vor dem Kindergarteneintritt. Der Fragebogen dient der Erkennung von Kindern mit nicht ausreichenden Deutschkenntnissen und kann als Entscheidungsgrundlage für die Teilnahme an kompensatorischen Sprachfördermassnahmen genutzt werden. Der DaZ-E enthält Fragen zur Sprachbiographie, dem Sprachkontakt und den Sprachfähigkeiten der Kinder.
Um eine möglichst hohe Antwort- und Ergebnisqualität zu erreichen und auch Eltern ohne Deutschkenntnisse aktiv in den Spracherhebungsprozess einzubeziehen, wurde der Fragebogen in die elf meist vertretenen Migrationssprachen als Paper-Pencil-Version übersetzt. Es handelt sich dabei um folgende Sprachen: Albanisch, Arabisch, Bosnisch/Serbisch/Kroatisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Tamilisch, Tigrinya und Türkisch.
Seit 2020 ist der Fragebogen auch als online-Version in elf Sprachen (Tigrinya ausgeschlossen) verfügbar. Alle Sprachversionen weisen gute bis sehr gute psychometrische Eigenschaften auf.
Im Kanton Basel-Stadt wird der Fragebogen seit Abschluss der Validierungs- und Normierungsphase (2013) flächendeckend bei der gesamten Jahreskohorte eingesetzt und für das frühzeitige Erkennen von Kindern mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen verwendet. In der Zwischenzeit wird der DaZ-E in 41 Gemeinden in zehn verschiedenen Kantonen als Entscheidungsgrundlage für die Teilnahme an kompensatorischen Sprachfördermassnahmen genutzt. Somit kann nachhaltig ein Beitrag zur Verbesserung der Bildungschancen von Migrationskindern geleistet werden.