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In der polit. Gem. Zwischbergen VS, am Südfuss des Simplonpasses an der ital. Grenze gelegenes Dorf. Obwohl seit langem deutschsprachig, ist die Bevölkerung teilweise ital. Abstammung. G. gehörte zum Herrschaftsgebiet von Novara, bis Boniface de Challant, Bf. von Sitten, 1291 die Herrschaftsrechte vom Gf. de Castello, dem Herrn über diese Gebiete, zurückkaufte. Die Pfarrei von G. dagegen gehörte erst ab 1822 zur Diözese Sitten. 1495 wurde eine neue Kirche gebaut. Die Wahl eines Kastlans und eines Administrators um die Mitte des 15. Jh. führte zur Schaffung von jurist. Protokollen, von Korporationen und Gemeindestatuten. Einige Fam. von Simplon und G. kamen durch Gütertransporte über den Pass und Schmuggeltätigkeit zu Vermögen und begannen eine wichtige Rolle im polit. Leben des Wallis zu spielen. 1550-1897 wurden Goldminen ausgebeutet. Ab 1640 macht ein zwischen Lyon und Mailand verkehrender Postkurs in G. Halt. Im 18. und 19. Jh. wurde das Dorf von verheerenden Lawinenniedergängen heimgesucht. Nachdem der Schulunterricht lange Zeit im Pfarrhaus erteilt worden war, wurde 1958 ein Schulhaus erbaut. Am 14.10.2000 wurde ein Drittel des Dorfes von einem Erdrutsch zerstört, der 13 Todesopfer forderte und acht Gebäude niederriss, darunter den Westteil des 1650 erbauten Stockalper-Turms.
Literatur
– P. Arnold, G.-Zwischbergen an der Landesgrenze am Simplonpass, 1968
– J. Magnin, G., les saisons de l'espoir, 2002
Autorin/Autor: Rachel Siggen-Bruttin / GL