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Mit diesen Büchern und Leporellos möchte er die Lust am Lesen unter anderen von Haikus (dreizeilige japanische Gedichte), Gedichten des Amerikaners Ezra Pound (1885–1972) und persischen Versen aus dem 13. Jahrhundert wecken. Zum Beispiel an jenen von Dschalal ad-Din Muhammad Rumi (1207–1273):
«Ich bin der Morgenschimmer,
Ich bin der Abendhauch,
Ich bin des Haines Säuseln,
Des Meeres Wogenschwall».
Die auf Deutsch übersetzten Gedichte schreibt er von Hand nieder und illustriert sie, meist mit Bleistift, aber auch in verhaltenen Farben.
Mittlerweile sind acht dieser Bücher und Leporellos – alle nach 2000 – entstanden. Trotz der lichten Verse sind die Zeichnungen düster; oftmals in einem dunklen Grau, das erst beim näheren Betrachten Strukturen und Ornamente erkennen lässt. An einem einzigen Blatt arbeitet Konrad Vetter einige Tage, an den ganzen Büchern vier bis sechs Monate. Die Schwarz-Weiss-Zeichnungen scheinen auf Millimeterpapier angebracht zu sein. Doch die feine Ornamentik, die das ganze Blatt füllt, zeichnet Konrad Vetter mit Lineal, Zirkel und Bleistift.
Konrad Vetters letztes Buch entstand in den letzten Monaten seines Lebens.
Bilder und Texte hat Konrad Vetter im Verlauf seines Aufenthaltes in der Nussbaumallee aus früheren und aktuellem Zeitabschnitt zusammen gesucht.
Das gesamte Buch kann als PDF runtergeladen werden. (auf das Bild unten klicken)