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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise sind am Freitag belastet durch das schwere Erdbeben in Japan deutlich gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im April kostete im Mittagshandel 112,62 US-Dollar und damit 2,81 Dollar weniger als am Vortag. Ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) büsste 3,34 Dollar auf 99,36 Dollar ein.
Experten machten das schwere Erdbeben in Japan für die starken Kursverluste verantwortlich. Japan ist nach China und den USA das weltweit drittgrösste Rohstoffverbrauchsland und bei nahezu allen Rohstoffen auf Importe angewiesen. Der Ölbedarf dürfte durch das Erdbeben zumindest vorübergehend niedriger ausfallen, erwartet die Commerzbank in einer Analyse. Diese Naturkatastrophe könnte zudem einen weiteren Anstieg der Risikoaversion und eine Fortsetzung der am Donnerstag eingeleiteten Korrektur an den Rohstoffmärkten zur Folge haben.
Einem weiteren Preisrückgang stehen laut Commerzbank jedoch die anhaltenden Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten entgegen. Die anhaltenden Kämpfe in Libyen und Berichte über Beschädigungen an der libyschen Ölinfrastruktur sollten einer baldigen Rückkehr zur normalen Produktionsmenge entgegenstehen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist weiter gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 110,71 US-Dollar. Das waren 75 Cent mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jsl/bgf
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