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Rechtsgrundlagen
Erläuterungen
Urlaubs- oder Erholungsaufenthalte können langfristig unterstützten Personen ermöglicht werden, die nach Kräften erwerbstätig sind, Betreuungsaufgaben wahrnehmen oder vergleichbare Eigenleistungen erbringen (SKOS-Richtlinien, Kapitel C.6.8 Abs. 3 lit. b). Ein eigentlicher Anspruch auf Übernahme von solchen Kosten besteht aber nicht, vielmehr liegt deren Ausrichtung in weitgehendem Mass im Ermessen der Sozialbehörden. Es gilt zu bedenken, dass Personen, die über bescheidene finanzielle Mittel verfügen und ohne Sozialhilfeleistungen auskommen müssen, allenfalls gezwungen sind, gerade bei der Ferienplanung Abstriche zu machen. Deshalb und unter Berücksichtigung des Zweckes der Sozialhilfe, in erster Linie das soziale Existenzminimum zu gewährleisten, sind der Finanzierung von Ferien Grenzen gesetzt.
Bei der Prüfung eines Antrages um Ausrichtung eines Ferien- oder Erholungsgeldes haben die Sozialbehörden eine Gewichtung vorzunehmen. Steht für die Behörde die berufliche Integration einer unterstützten Person im Vordergrund (was z.B. durch eine Auflage, sich um eine bezahlte Erwerbsarbeit zu bemühen und dies monatlich mit einer gewissen Anzahl von sinnvollen Bewerbungen zu belegen, zum Ausdruck gebracht wird), so kann zwar eine von der unterstützten Person geleistete Freiwilligenarbeit durch die Ausrichtung einer Integrationszulage (vgl. Kapitel 8.2.01) honoriert werden, die Verweigerung eines Feriengeldes wäre aber unter diesen Umständen nicht zu beanstanden (vgl. VB.2008.00233). Demgegenüber könnte es angemessen sein, einer unterstützten Person, bei welcher die soziale Integration im Vordergrund steht, ein Feriengeld auszurichten, wenn sie sich im Rahmen einer freiwilligen Tätigkeit zugunsten anderer in erheblichem Masse einsetzt. Ebenso sind Betreuungsaufgaben, die gestützt auf eine rechtliche oder auch bloss moralische Verpflichtung wahrgenommen werden (Pflege und Betreuung von Kindern oder anderen Familienangehörigen), in der Regel anders zu werten als freiwillig übernommene Betreuungsaufgaben (vgl. VB.2008.00233).
Zu berücksichtigen sind im Weiteren auch allfällige Belastungen, denen z.B. eine Familie ausgesetzt ist. So kann es in einem konkreten Einzelfall angemessen sein, ein Feriengeld auszurichten, wenn dadurch eine aktuelle Belastungssituation besser ertragen und der Wille zur Selbsthilfe gestärkt wird. Ferner ist den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen angemessen Rechnung zu tragen (vgl. § 15 Abs. 3 SHG), so dass sich z.B. die Übernahme von Lagerkosten rechtfertigen kann (vgl. VB.2006.00146).
Für die Finanzierung eines Urlaubs- oder Erholungsaufenthaltes können auch Fonds und Stiftungen beigezogen werden.