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Schweikerts Werke erzählen laut Jurybegründung “mit radikaler Konsequenz und tiefer Empathie von Menschen, die sich im Räderwerk des Alltags zu behaupten suchen”. Hartnäckig und literarisch brillant umkreise die Autorin in ihren Texten “die Familie als Keimzelle der Gesellschaft und als Quelle von Glück und Verhängnis”.
Ruth Schweikert wurde 1965 im badischen Lörrach geboren und wuchs in Aarau auf. Nach der Theaterausbildung und einem abgebrochenen Germanistikstudium war 1994 ihr Erstling, der Erzählband “Erdnüsse. Totschlagen”, gleich ein durchschlagender Erfolg. Danach folgten drei weitere Prosabände, drei Theaterstücke sowie Aufsätze und Interventionen.
Für ihren jüngsten, letztes Jahr erschienenen Generationenroman “Wie wir älter werden” hat sich Ruth Schweikert fast zehn Jahre Zeit genommen. Das Buch zeige “die Autorin gereift und souverän”, urteilt die Jury des Solothurner Literaturpreises, es sei “zupackend, schlicht und mit grossem Einfühlungsvermögen erzählt”.
(SDA)