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Fifa-Präsident Joseph «Sepp» Blatter will den europäischen Fussballverband Uefa entmachten. Wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet, sagte Blatter letzte Woche in Zürich, die Uefa sei im Exekutivkomitee, der Regierung des Weltfussballverbands Fifa, übervertreten.
Zurzeit hat die Uefa im 25-köpfigen Gremium acht Sitze, also einen Drittel der Stimmen. Zudem sind drei der acht Vizepräsidenten Europäer. Das widerspreche den «demokratischen Grundsätzen» im Verband, sagte Blatter. «Das ist eine Angelegenheit für den nächsten Reformschritt.»
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Gewinner wären die Asiaten
Nach seiner Vorstellung sollen die Sitze im Exekutivkomitee gemäss dem Gewicht der sechs Kontinentalverbände im Kongress, dem Fifa-Parlament, verteilt werden. Das würde bedeuten, dass die Uefa zwei Sitze verlieren würde.
Auch die Südamerikaner hätten zwei Vertreter weniger. Gewinner wären die Asiaten (plus zwei Sitze), die Afrikaner und die Nord- und Mittelamerikaner (je plus ein Sitz).
Wesentliche Gewichtsverschiebung
Hat Blatter mit seiner Forderung Erfolg, würden sich die Gewichte innerhalb der Fifa wesentlich verschieben. Die Chance, dass eine Fussballweltmeisterschaft nach Europa vergeben wird, würde sinken. Gleichzeitig hätte es Blatter einfacher, jene Reformen durchzudrücken, die er will. Und jene abzublocken, die er nicht will, heisst es im Artikel weiter.
(vst)