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Fernwärme
Als Fernwärme wird eine Wärmelieferung zur Versorgung von Gebäuden mit Raumwärme und Warmwasser bezeichnet. Erstellt wird die Wärme in einer zentralen Anlage. Die Wärmequellen stammen aus Kehricht-, Holzschnitzel-, Verbrennungs-, Kläranlagen, Geothermie oder Umweltwärme. Der Transport der Wärme erfolgt über ein Rohrleitungsnetz, das die Wärme den Kunden zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung zuleitet. Bildlich ausgedrückt funktioniert die Fernwärme dementsprechend wie eine grosse Zentralheizung, welche Gemeinden, Quartiere, Städte und Regionen mit Wärme aus einer oder mehreren grossen Wärmequellen versorgt.
Fernwärme ist meist überflüssige Prozesswärme aus der Abfallverbrennung, von Industrieanlagen oder der Abwärme bzw. Restenergie von Heizkraftwerken. Statt die erzeugte Wärmeenergie bzw. Restenergie ungenutzt in die Atmosphäre zu lassen, wird sie als wertvolle Energie in Form von heissem Wasser über ein Rohrleitungsnetz den Kunden zugeführt und somit nachhaltig genutzt.
Die Fernwärme wird wie Trinkwasser über ein gut isoliertes Verteilnetz in Form von heissem Wasser (80°C bis 110°C) zum Endverbraucher geleitet. Das in den Heizungen abgekühlte Wasser (rund 50°C oder weniger) fliesst über ein zweites Rohr in die Fernwärmezentrale zurück, womit der Kreislauf geschlossen ist.
- Entlastung der Luft mit Schadstoffemissionen.
- Reduktion der CO2-Emission.
- Nutzung einheimischer, erneuerbarer Energien.
- Substitution fossiler durch CO2-neutrale Energien.
- Keine Verschmutzung und Altlasten wie bei Öltanks.
- Auf Nachhaltigkeit ausgelegt: Die Lebensdauer der Netze und Bauten beträgt nach neusten Erkenntnissen zwischen 60 bis über 100 Jahre.
- Keine sichtbaren Leitungen: der sichere Energietransport erfolgt unterirdisch.
- Fernwärme ist lärm- und geruchsfrei.
- Fernwärme ist ökologisch sinnvoll.