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Jeffreys
(spr. dschesfris, Jefferys), Sir George, später Lord J. of Wem, Richter und Lord-Kanzler unter Jakob II., geb. 1643 zu Acton in Wales, ward, nachdem er als Sachwalter und richterlicher Beamter zu London [* 2] sich durch seine Härte und Roheit hervorgethan hatte, 1680, als das Parlament viele Anhänger des Hofs (abhorrers) zur Haft bringen ließ, von Karl II. zum Oberrichter der King's Bench ernannt. Mit der ungerechten Verurteilung des Republikaners Algernon Sidney begann er seine Wirksamkeit und übte in den folgenden Jahren unter dem Deckmantel des Rechts, und indem er auf die Geschwornen mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln einwirkte, die furchtbarsten Greuel aus; so ließ er z. B. 1685, nach Unterdrückung der Empörung des Herzogs von Monmouth, während der »blutigen Assisen« in den westlichen Provinzen 320 angebliche Rebellen hängen.
Jakob II. ernannte ihn hierfür zum Peer und zum Lord-Kanzler und 1686 zum Leiter der sogen. Hohen Kommission, in welcher Stellung er sich namentlich durch brutale Behandlung der widerspenstigen Bischöfe auszeichnete. Bei der Landung Wilhelms von Oranien 1688 versuchte er zwar eine Änderung der Politik Jakobs II. herbeizuführen, aber es war zu spät. Er ward als er in Matrosenkleidung zu fliehen versuchte, gefangen und in den Tower gebracht, wo er an den Folgen seiner Trunksucht starb.