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Pu Er Tee kommt nicht aus der Stadt Pu Er, sondern aus dem Gebirge zwischen China und Vietnam. Ursprünglich, reines Wildnis. Pu Er ist der Ort, wo der Tee gehandelt wird.
Traditionell wird der Pu Er Tee zu verschiedener Formen gespresst. Zwei bekannte Formen in Westen sind Bing Cha – Fladen und Tuo Cha – ein Pilzkopf.
Tuo Cha ist aus der Ernte von Frühling. Sanft, leicht und zart. Bing Cha ist aus der Ernte von Herbst. Tippreich, aromatisch und voll. Bekanntester Anbauort und Fabrikation von Tuo Cha ist aus Xia Guang. Der Tuo Cha könnte oft eine bessere Qualität aufweisen als der Bing Cha. Bekanntester Bing Cha kommt aus Yibang 倚邦- und Yiwu 易武- Gebirge. Auch Menghai勐海, Simao思茅 sind bekannter Anbauort. (Früher war der Handel in der Hand von der chin. Regierung. Nun gibt es genügende private Unternehmer. Das Angebot ist vielfätiger geworden. Vielfalt bedeutet allerdings nicht immer Fortschritt…) Alle diese Tees nennen wir Pu Er Tee.
Der lose Pu Er ist oft ein künstlich veralteter Pu Er und hat wenig von Bedeutung. Während ein original junger Pu er volle weisse Tipps zeigt und aromatisch duftet, riecht ein „falscher“ Pu Er mufffig und nach Stall.
Bing Cha
Mini Tuo Cha
Pu Er Tee wird immer bekannter in Europa und als Fett-Killer vermarktet. Viele Pu Er probiert haben, haben das Gefühl, etwas aus dem Kuhestall geschluckt zu haben.
Wieso lieben Chinesen diesen Tee? Oder, ist der Pu Er, den Chinese trinken etwas anders als den, was man hier bekommt?
Ich habe oft Berichte von sogenannten Experten über Pu Er gelesen, sie schreiben, dass Pilzbefall bei Pu Er erwünscht sei!
Dieser Tee wird so geheimnisvoll vermaktet, weil man einfach zu wenig von ihm erfahren kann!
Ein ursprünglicher Pu Er ist ein Grüntee 滇青aus Yunnan, Südchina. Dort pflegt man den Umgang mit Tee seit mehr als Tausend Jahren. Pu Er Tee war schon in Sung-Dynastie bekannt und wurde in Qing Dynastie (1644-1911) als kaiserlicher Tribut Tee ausgenommen. Der beste Pu Er wird im Frühling gepflückt und zuerst zum Grüntee verarbeitet und anschliessend gedämpft, gepresst und getrocknet. Nach einiger Zeit, wenn man ihn trocken und gut lagert, verändert sich der Geschmack des Tees – wie ein edeler Cognic oder guter Rotwein.
Ein junge grüner Pu Er ist wild. Wenn wir ihn aufgiessen, vermittelt er uns das Bild des Wildnisses in Yunnan und Vietnam. So wild, fast ungeniessbar. Nach 3-5 Jahren Reifung könnte man ihn lange antasten, geniessen und Freude an ihn haben. Er wird milder, sanfter, eleganter.
Wenn man ihn allerdings nicht gut lagert, kommt die Feuchtigkeit rein, schmecht er muffig und hat Schimmel. Solche Pu Er sollte man lieber seinen Finger weglassen.
Da man immer mehr Pu Er schätzt, ist eine künstliche Methode in Guangdong im 60er Jahren entstanden, ihn künstlich bei der Veralterungsprozeß zu helfen. (Chinesen sind Schlau) D. h. man setzt Feuchtigkeit zu und lässt den Tee liegen. Es fängt eine Vergorungsprozess statt. Wir können uns auch ein Bild von Kompositieren machen… Solche Tees kommen hauptsächlich nach Europa. Auch in Taiwan findet man oft solche gefälschte Pu Er Tees…
Wenn der Pu Er muffig riecht und Pilze aufweist, bitte lass Eure Finger weg!
Kaiser Kangxi von Qing-Dynastie
Yunnan