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Die Regierung in Nuuk hat bekanntgegeben, dass sie ein internationales Verbot von Schweröl in der Arktis aktiv unterstützen wird. Entsprechende Pläne hatte die Internationale Schifffahrtsorganisation IMO, die nun von der Regierung in Nuuk gutgeheissen wird. In einer Erklärung teilt die grönländische Regierung mit: "Naalakkersuisut hat sich entschlossen, aktiv an einem Verbot von Schweröl HFO in der Arktis via der UN IMO mitzuarbeiten. Das Verbot muss sowohl die Navigation wie auch den Transport von HFO in der Arktis umfassen." Verschiedene Umweltorganisationen haben den Schritt begrüsst und hoffen, dass weitere Regierungen, vor allem der Arktisanrainerstaaten folgen werden. Die Gründe für den Schritt begründet die Regierung mit dem nun vorliegenden Bericht des Ministeriums für Natur und Umwelt, welches die soziökonomischen, umwelt- und klimatechnischen Konsequenzen eines solchen Schrittes untersucht hatte. Die Regierung ist der Meinung, dass die Gefahren durch Umweltschäden höher sind als die Kosten, die durch das Verbot entstehen werden.
In diesem September ist die Fläche des arktischen Meereises auf eine Größe von etwa 4,7 Millionen Quadratkilometern abgeschmolzen. Dies stellten Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts sowie der Universitäten Bremen und Hamburg fest. Die Fläche ist damit etwas größer als im vergangenen Jahr, liegt jedoch im Mittel der letzten zehn Jahre und zugleich weiterhin deutlich unter den Werten von 1979 bis 2006. Die Nordost-Passage war für Schiffe ohne Unterstützung von Eisbrechern befahrbar.
Australische Expeditionsteinehmer werden mit neuem Gerät durch die Antarktis fahren ab kommendem Sommer. Dies mit Hilfe eines aufgewerteten Busses, der den Wilkins-Flugplatz mit der Casey-Station verbinden wird. Der neue Bus wird den Namen „Priscilla“ tragen, benannt nach einem australischen Klassiker über einen Road-Trip durch die Simpson-Wüste mit einem gleichnamigen Bus.
Vom 1. – 4. Oktober 2017 treffen sich mehr als 90 Vertreter der arktischen und antarktischen Expeditionskreuzfahrtindustrie in Island für die zweite AECO/IAATO Polarfeldteamkonferenz- Das Thema der Konferenz ist die Entwicklung und Herausforderungen im Polartourismus.
Seit einigen Jahren werden vermehrt Theorien über mögliche Lebensformen unter dem Eis Antarktikas veröffentlicht. Eine neue Studie der Australian National University (ANU) hat nun weitere Beweise für mögliches Leben gefunden. Bisher unbekannte Tiere und Pflanzen könnten in den warmen Gletscherhöhlen nahe von Mount Erebus gelebt haben oder noch leben. Die forensischen Untersuchungen von Bodenproben aus Höhlen auf Ross Island haben nämlich Spuren von DNA, Moosen und kleinen Tieren ergeben.
Die neueste Weltraumwetter-Radaranlage der Welt soll in der Arktis aufgebaut werden, dank einer internationalen Partnerschaft, u.a. auch mit Grossbritannien und einem Beitrag von £4 - £6 Millionen von der britischen NERC. Der EISCAT_3D Radar soll Wissenschaftlern ein neues Werkzeug liefern, um die obere Atmosphäre und den erdnahen Weltraum zu beobachten. Man erhofft sich ein besseres Verständnis über Weltraumstürme und deren Effekte auf Technologien, Gesellschaft und die Umwelt.
Der industrielle Walfang hatte einen signifikanten Einfluss auf die Walpopulationen rund um die Antarktis. Beinahe alle Arten der Bartenwale wurden massiv dezimiert und am Ende der 1960er Jahre musste ein Walfangmoratorium ausgerufen werden, um den Populationen Zeit zum Erholen zu geben. Dieses Moratorium jedoch läutete das Ende des Walfangs und den Beginn des Walschutzes ein. Heutzutage erholen sich die Walpopulationen langsam wieder, aber nicht so schnell, wie erhofft, wie ein neues Computermodell von australischen Forschern jetzt zeigt.
Wissenschaftler haben einen Bohrkern aus der Ostantarktis vorgestellt, der 2.7 Millionen Jahre altes Eis enthält. Gasblasen im Eis enthalten Treibhausgase aus der Erdatmosphäre aus einer Zeit, als die Gletscher gerade erst begannen, sich vorzuschieben und zurückzuziehen. Dadurch hat der Kern das Potential für die Erforschung der Mechanismen, die zu Eiszeiten führen können. Dies macht den Kern zur einzigen Probe aus dieser wichtigen Ära.
Pinguine sind gesellig: Vor allem zur Brutzeit bilden die Vögel große Kolonien an den Küsten des Südpolarmeeres. Ihr vielstimmmiges Rufen ist dabei oft weithin zu hören. Aber wie verhalten sich die Pinguine, wenn sie im Ozean nach Nahrung tauchen? Um das herauszufinden, haben Biologen Eselspinguine mit Miniatur-Videokameras ausgerüstet und sie damit unter Wasser gefilmt und belauscht. Die Aufnahmen enthüllen: Auch beim Schwimmen und Tauchen kommunizieren die Pinguine miteinander – wenngleich die genaue Funktion dieser Rufe unklar bleibt.
1374 Rentiere hat das Norwegische Polarinstitut im Adventdalen rund um Longyearbyen in diesem Jahr gezählt. Ausserdem wurden viele Kälber beobachtet und nur wenige tote Rentiere gefunden. Damit setzt sich ein seit Jahren beobachteter Trend fort: Der Rentierbestand steigt in dieser Region seit Jahren leicht an.
Während der letzten Eiszeit konnte der Einfluss von atmosphärischem CO2 auf den Nordatlantikstrom innerhalb weniger Jahrzehnte in Grönland einen Anstieg der Temperatur um bis zu 10 Grad Celsius verursachen. Das zeigen neue Klimaberechnungen von Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts und der Universität Cardiff.
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