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Immer wieder werden die höchstens 10% KK Prämien von der SP propagiert, wobei der Rest durch Steuereinnahmen bezahlt werden soll. Vor ein paar Tagen habe ich gelesen, dass die Prämien im nächsten jähr sinken sollen. Ob das ein Wahlversprechen ist, das nach den Wahlen im Sande verläuft vermag ich nicht zu sagen.
Es gibt viele KK-Lobbyisten (Parlamentarier), die von einzelnen KK Unterstützung erhalten /bis 140'000 Franken im Jahr/. Sie sagen, dass sie frei und ohne Einschränkung entscheiden können. Weshalb zahlen dann die KK’s ?, für nichts, aus Freude Prämien zu verschleudern.
BR Berset sollte sich darum kümmern, wie die Kosten des Gesundheitswesens reduziert werden können. Die KK’s haben zum Beispiel überhöhte Reserven, trotzdem steigen die Prämien.
Motion von Lorenzo Quadri (Lega dei Ticinesi):
Der folgende Motion fordert den Bundesrat auf, die Verordnung der Krankenversicherungsaufsichtsverordnung (KVAV), insbesondere Art. 2) Die Höhe der Kürzung wird nicht mehr "unter den Versicherten im geografischen Tätigkeitsgebiet des Versicherers" (Abs. 3), sondern auf kantonaler Ebene verteilt, da die Krankenkassenprämien auf kantonaler Ebene gebildet werden, um diejenigen, die zu hohe und zu niedrige Prämien gezahlt haben, angemessen zu berücksichtigen.
Grund
Die Frage der überhöhten Reserven der Krankenversicherer ist ein langjähriges Thema. Derzeit belaufen sich diese Reserven auf rund 8 Milliarden Franken. 190% sind in der Pflichtversicherung und 266% in der Zusatzversicherung gedeckt. In einer aktuellen Stellungnahme (Antwort auf die Anfrage Marco Chiesa SVP Tessin, 19.3839) erklärte der Bundesrat, er sei der Ansicht, dass "zu hohe Reserven zum Wohle der Versicherten reduziert werden sollten". Die aktuelle Verordnung, die Verordnung der Krankenversicherungsaufsichtsverordnung (KVAV) in Art. 26, sieht jedoch keine Verpflichtung zum Abbau überhöhter Reserven vor, wie vom BR befürwortet.
Damit der vom BR geäußerte Wunsch - "reduziert werden" - Wirklichkeit wird, muss der BR selbst die oben genannte Verordnung ändern, nach seinem Ermessen , indem er die derzeitige Bestimmung in eine obligatorische umwandelt. Artikel 26 KVAV enthält jedoch auch eine weitere Verzerrung. Sie sieht vor, dass der Abbau überschüssiger Reserven zugunsten der Versicherten im gesamten Tätigkeitsbereich des Versicherers erfolgt (Abs. 3).
Dies hat zur Folge, dass Versicherte aus Kantonen mit niedrigen Prämien, die damit so doppelt
bevorzugt werden, und solche aus Kantonen mit hohen Prämien gleichermaßen von einer Reduktion profitieren. Diese Ungleichheit ist verfassungswidrig und muss korrigiert werden. Bei der Ausschüttung der Gewinnrücklagen sind daher die kantonalen Unterschiede zu berücksichtigen.
Ein anderes Sparbeispiel: Die Uebertherapie in der Palliativmedizin. Wir haben in der Schweiz bekannten Arzt der Sterbende betreut und von Uebertherapie spricht : "Durch Übertherapie sterben wir schlechter und früher“ (und es kostet mehr,Jossi) Gian-Domenico Borasio
aus einem Interview:
ZEIT ONLINE: In der Medizin wird manchmal ein Schaden in Kauf genommen, um zu einer Heilung oder einer Verlängerung des Lebens zu kommen. Zum Beispiel während einer Chemotherapie. Schließt die Palliativmedizin all das aus?
Borasio: In der Palliativmedizin können wir den Patienten keine Heilungschancen anbieten, wir setzen aber auch nichts ein, was der Lebensqualität des Patienten schaden kann. Auf einem anderen Blatt steht, dass gute Palliativmedizin erstaunlicherweise lebensverlängernd wirkt. Es gibt eine berühmte Studie aus den USA, die zwei Patientengruppen mit fortgeschrittenem metastasiertem Lungenkrebs miteinander verglichen hat, also einer sehr schweren Erkrankung mit kurzer Lebenserwartung (New England Journal of Medicine: Temel et al., 2010 [http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1000678]). Die eine Gruppe erhielt frühzeitig eine palliative Versorgung, die andere nicht. In der Palliativgruppe hatten die Menschen eine bessere Lebensqualität, waren weniger depressiv und bekamen weniger Chemotherapien am Lebensende. Aber das erstaunlichste Ergebnis dieser Studie war: Diese Gruppe von Patienten lebte auch drei Monate länger.
ZEIT ONLINE: Wie erklärt man sich das?
Borasio: Es ist zum einen schon lange bekannt, dass das psychologische Wohlbefinden mit der Überlebenszeit zusammenhängt. Eine zweite Hypothese aber ist: Viele Krebspatienten bekommen am Lebensende Therapien, Chemotherapien oder Bestrahlungen zum Beispiel, die sie eigentlich nicht mehr vertragen können. Durch Übertherapie am Lebensende sterben wir nicht nur schlechter, sondern auch früher. Überspitzt formuliert, könnte man die Übertherapie am Lebensende als die häufigste Form der aktiven Lebensverkürzung bezeichnen.