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Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4500 kWh bezahlt 2025 im Durchschnitt 77 Franken (2024: 92 Franken) für die Leistungen von Swissgrid. Dies entspricht 5 Prozent der gesamten erwarteten Stromkosten. Die Kosten für die Stromreserven des Bundes sinken ebenfalls.
Mit den Tarifen für das Übertragungsnetz finanziert Swissgrid den sicheren und stabilen Betrieb sowie den Ausbau und die Modernisierung des Höchstspannungsnetzes. Swissgrid engagiert sich konsequent für möglichst tiefe Tarife. Diese sind jedoch in hohem Masse von Faktoren abhängig, die Swissgrid nicht beeinflussen kann. Dazu gehören die Preisentwicklungen an den Strommärkten und regulatorische Vorgaben.
Die Tarife für die allgemeinen Systemdienstleistungen und für Wirkverluste sinken, während die Tarife für die Netznutzung und Blindenergie auf dem Niveau von 2024 stabil bleiben. Für die Leistungen von Swissgrid bezahlt ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4500 kWh im Jahr 2025 durchschnittlich 77 Franken (2024: 92 Franken). Das macht rund 5 Prozent der gesamten erwarteten jährlichen Stromkosten des Haushalts aus. Für ein Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von 90 000 kWh bedeutet das Kosten in der Höhe von 1540 Franken (2024: 1840 Franken).
Tiefere Tarife für allgemeine Systemdienstleistungen und Wirkverluste
Die Tarife für die allgemeinen Systemdienstleistungen und für die Wirkverluste sind in hohem Masse von externen Faktoren wie der Entwicklung der Preise an den Strommärkten beeinflusst. Sinkenden Kosten aufgrund eines geringeren prognostizierten Beschaffungsaufwands stehen Nachholeffekte gegenüber. Swissgrid muss Unterdeckungen aus den Jahren 2022 und 2023 abbauen, die aufgrund der hohen Preise an den Strommärkten entstanden sind. Der Tarif für allgemeine Systemdienstleistungen sinkt auf 0.55 Rappen pro Kilowattstunde (2024: 0.75 Rappen).
Der Tarif für Wirkverluste nimmt ebenfalls ab und beträgt im Jahr 2025 0.35 Rappen pro Kilowattstunde (2024: 0.64 Rappen). Swissgrid kompensiert die bei der Stromübertragung entstehenden Übertragungsverluste durch eine strukturierte, mehrphasige Beschaffung der benötigten Mengen am Strommarkt.
Konstante Tarife für die Netznutzung und Blindenergie
Die Tarife für die Netznutzung bleiben 2025 auf dem Niveau des laufenden Jahres, der Arbeitstarif beträgt 0.27 Rappen pro Kilowattstunde. Die Entwicklung dieser Tarife ist in geringerem Umfang von exogenen Faktoren abhängig. Die Tarife für die Netznutzung decken die Kosten von Swissgrid für ihr Kerngeschäft, also die Erneuerung, den Ausbau und den Unterhalt des Netzes, ebenso für den Betrieb sowie die Überwachung aus den Leitstellen. Das Schweizer Übertragungsnetz ist das Rückgrat einer sicheren Stromversorgung der Schweiz und gehört zu den sichersten und zuverlässigsten der Welt.
Der Tarif für Blindenergie bleibt mit 1.60 Rappen pro Kilovarstunde ebenfalls auf dem Niveau von 2024. Die Konstanz beim Tarif für Blindenergie ist nicht zuletzt auf das Spannungshaltungskonzept zurückzuführen, das Swissgrid 2020 eingeführt hat und die Teilnehmer noch stärker zu einem systemdienlichen Verhalten motiviert.
Stromreserven des Bundes
Seit 2024 müssen die Stromkonsumentinnen und -konsumenten auch die Kosten für die Stromreserven des Bundes bezahlen. Der Bund hat zahlreiche Massnahmen zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit ergriffen. Dazu gehören unter anderem die Wasserkraftreserve, die Reservekraftwerke und die Notstromgruppen. Der Bundesrat hat verordnet, dass diese Kosten über Swissgrid verrechnet werden. Swissgrid weist diese nicht von ihr verursachten Kosten über einen separaten Tarif «Stromreserve» aus, der 2025 sinkt. Er beläuft sich auf 0.23 Rappen pro Kilowattstunde (2024: 1.20 Rappen). Zu diesem Rückgang führen vornehmlich die deutlich tieferen erwarteten Kosten für die Wasserkraftreserve. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Verbrauch von 4500 kWh bedeutet die Stromreserve für das Jahr 2025 eine finanzielle Belastung von 11 Franken (2024: 54 Franken), für ein Unternehmen mit einem Verbrauch von 90 000 kWh von 220 Franken (2024: 1080 Franken).