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Trimipramin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der trizyklischen Antidepressiva. Er gehört zu einem der ältesten Wirkstoffe, die gegen Depression eingesetzt werden. Der Wirkstoff ist seit 1962 in der Schweiz zugelassen und wird seit 1966 als Antidepressivum in Europa verwendet.
Heute wird Trimipramin zur Behandlung von Depressionen kaum noch eingesetzt, da es inzwischen Wirkstoffe gibt, die besser wirken und weniger Nebenwirkungen haben. In bestimmten Fällen verschreiben Ärzte den Wirkstoff dennoch. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn Depressionen mit Unruhe, Angststörungen und Schlafstörungen einhergehen.
Die endogene Depression ist die häufigste Depressionsform. Das Auftreten depressiver Episoden steht dabei in engem Zusammenhang mit Veränderungen der Neurochemie. Klinische Studien zeigen, dass der neuronale Stoffwechsel bei Depressiven gestört ist. Die Neuronen der Betroffenen produzieren zu wenig Neurotransmitter. Insbesondere die Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin und Dopamin sind betroffen.
Trizyklische Antidepressiva bringen die Neurotransmitter ins Gleichgewicht. Medikamente aus der Gruppe der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer sowie Medikamente aus der Gruppe der Noradrenalin-/Dopamin-Wiederaufnahmehemmer verbessern den neuronalen Stoffwechsel. Sie bewirken, dass die Neurotransmitter länger wirken, bevor sie wiederaufgenommen werden.
Trimipramin gehört ebenfalls zur Klasse der trizyklischen Medikamente. Im Gegensatz zu den meisten Medikamenten aus dieser Gruppe verändert Trimipramin die Wiederaufnahme der Neurotransmitter nur geringfügig. Deswegen hat Trimipramin eine niedrigere antidepressive Wirkung als andere Antidepressiva. Dafür wirkt der Wirkstoff beruhigend (sedierend), schlaffördernd und angstlösend (anxiolytisch).
Trimipramin kommt bei leichten, mittelgradigen und schweren Depressionen in unterschiedlichen Dosierungen zum Einsatz. Da die antidepressive Wirkung im Vergleich zu anderen Antidepressiva geringer ist, wird Trimipramin besonders häufig eingesetzt, wenn:
Obwohl Trimipramin keine schmerzlindernde Wirkung hat, kann der Wirkstoff im Rahmen einer Schmerztherapie zur Anwendung kommen. Trimipramin beruhigt die Patienten und hilft ihnen, Abstand von den Schmerzen zu gewinnen.
Ein Off-Label-Use von Medikamenten mit dem schlaffördernden Wirkstoff für Schlafstörungen ist ebenfalls möglich. Trimipramin greift im Gegensatz zu vielen anderen Antidepressiva nicht in den REM-Schlaf ein. Selbst bei Langzeitpatienten, die den Wirkstoff über zwei Jahre einnahmen, konnten keine negativen Auswirkungen auf den Schlaf festgestellt werden.
Trimipramin wird oral über Tropfen, Tabletten oder Lösungen eingenommen. Der Anteil des Wirkstoffs, der die Leber erreicht, liegt bei 80 Prozent. Dort wird er durch Enzyme aufgespalten. Die Bioverfügbarkeit von Trimipramin ist niedrig und liegt bei 40 Prozent. Circa drei Stunden nach der Einnahme ist die Plasmakonzentration am höchsten. Die Halbwertszeit liegt bei 24 Stunden. Danach ist die Hälfte des Wirkstoffs abgebaut. Bei Problemen mit den Nieren oder der Leber sind die pharmakologischen Werte verändert.
Bei täglicher Einnahme dauert es circa sieben bis zehn Tage, bis Trimipramin seine Wirkung entfaltet. Nach vier bis sechs Wochen normalisiert sich die Stimmung. Die Anwendungsdauer von Arzneimitteln, die Trimipramin enthalten, liegt bei mehreren Monaten.
Kommt es nach einigen Wochen zu keiner Verbesserung der Symptome oder die Symptome verschlimmern sich, ist eine Rücksprache mit dem Arzt zwingend notwendig. Das ist insbesondere bei Suizidgedanken der Fall. Der Arzt passt die Medikation dann an.
Trimipramin wird schrittweise abgesetzt, da ansonsten Schlafstörungen, Übelkeit und Kopfschmerzen auftreten können.
Das orale Einnehmen von Trimipramin ist nicht kompliziert. Der Arzt gibt die Dosierung vor, die schrittweise erhöht werden kann. Der Zeitpunkt der Einnahme orientiert sich vor allem an den individuellen Bedürfnissen des Patienten. Da Trimipramin beruhigend wirkt und so zu übermässiger Müdigkeit führen kann, bevorzugen viele Patienten die Einnahme am Abend.
Die Liste für mögliche Nebenwirkungen von Trimipramin ist lang und kann im Beipackzettel nachgelesen werden. Es gibt jedoch keine offiziellen Daten zur Häufigkeit der Nebenwirkungen.
Menschen, die Trimipramin nicht einnehmen dürfen, sind:
In der Boutique das traumhafte Kleid, beim Onlinehändler die schicken Schuhe oder beim Juwelier eine tolle Uhr – ab und an mal ausgiebig shoppen zu gehen, ist in der Regel ein normales Konsumverhalten, das viele Menschen zeigen. Wenn das Kaufen für dich allerdings zu einem Zwang wird, der nicht mehr kontrollierbar ist, wenn du Dinge in Unmengen kaufst, ohne diese wirklich zu benötigen und dich dabei verschuldest, zeigst du bereits ein pathologisches Kaufverhalten oder eine Kaufsucht. Wie sich eine Kaufsucht äussert, welche Folgen sie haben kann und wie sie als Krankheit therapeutisch behandelt wird, beantworten wir dir im Folgenden.
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