Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03300.jsonl.gz/2293

Inspiriert durch Neil Young
Neil Young hat die BERSERKERS von allen Anfängen an inspiriert. Die Hymne "Freedom" wurde in den vielfältigsten Version gespielt.
Der Garagen-Rock von Neil Young (www.neilyoungmusic.com) mit seinen "Crazy Horse" war genau der Sound, den die "Ur-Berserkers" suchten - und auch spielten. Freedom, die Hymne waren einer der ersten Song den die Berserkers spielen konnten. Natürlich wurde nicht die unplugged Version gespielt, sondern die legendäre Crunch-Version. Ein "Zeitdokument" dieses Songs findet sich davon auf der CD "the viking tour" mit Simu an der Gitarre und seienem unverkennbaren TRI-Amp.
Hier das Original als Real-Audio File
"Rock 'n' roll will never die" - und der Einfluss von Rock-Ikone Neil Young auf mehrere Generationen von Rockfans ebenfalls nicht, solange seine beeindruckend produktive Karriere andauert. Neil Young ist unberechenbar, seine eigenartige Zwiespältigkeit zeigt sich immer wieder. Der ewig-unkorrumpierbare Hippie hat schon immer nur die Musik gespielt, die ihm am meisten bedeutet. Neil Young, der Mann mit der dünnen und ungeschulten Stimme, die gerade wegen ihrer kaum vorhandenen Tragfähigkeit seinen bilderreichen Texten und damit den Emotionen seiner Generation Ausdruck verlieh, hat sich noch zu keiner Zeit in die Karten blicken lassen - angefangen bei seinen Jedermann-Vocals bis zu seiner andersweltlichen Gitarren-Spielart.
1966, mit 21 Jahren, zog er von Kanada nach Los Angeles und kam mit dem Sänger und Gitarristen Stephen Stills zusammen, mit dem er in der Band Buffalo Springfield aktiv war. Ihre freundschaftliche Feindschaft nahm hier ihren Anfang. Als die Band auseinanderbrach, veröffentlichte Young 1968 sein erstes Soloalbum "An Acousic Effort With Strings" und vier Monate später folgte "Everybody Knows This Is Nowhere" mit seiner Band Crazy Horse und wurde so bereits in den 60ern eine der führenden Stimmen des Folk- und Country-Rock. In den 70ern war Young Mitglied der legendären Suppergruppe "Crosby, Stills, Nash & Young" und wurde zum weltweit gefeierten aber eigenwilligen Star. Doch die persönlichen Differenzen mit Stills, so kreativ sie auch auf die Band gewirkt haben mögen, waren unüberbrückbar. Über die Jahre hielt er seine Band- und Solokarriere mit Crazy Horse aufrecht, mit der er eine Reihe von Alben aufnahm.
Seit den 60ern verweigerte er erfolgreich alle Moden und Trends, verarbeitete aber stets neue musikalische Strömungen in seinen unverwechselbaren Stil und brachte einige bahnbrechende Alben auf den Markt. War "Harvest" sein kommerzieller Höhepunkt, so machte ihn "Ragged Glory" in den 90ern zum Godfather of Grunge und zur zu einer Kultfigur für die Grunge-Generation. Er spielte mit Grungern wie Pearl Jam und Jayhawks, die ihn als Hauptinspirationsquelle für die neue Rockmusik ansahen. Und wie er verzichteten viele Rockbands auf Verstärkertürme und elektrische Instrument und schlossen sich Youngs akustischer Renaissance mit eher kleinen Ensembles an. Wieder eine Kehrtwendung des Kanadiers, mit der seine Bewunderer in den 32 Jahren seines Schaffens nicht unbedingt rechnen konnten. Doch wer Neil Young einmal verfallen ist, hält ihm auf ewig die Treue und für den kann es sowieso kaum ein größeres Ereignis geben, als ihn auf der Bühne zu sehen.