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„Die Anatomie der menschlichen Destruktivität“ von Erich Fromm
Das Werk des Sozialpsychologen und Psychoanalytikers Erich Fromm durchzieht die Frage warum der Mensch so ist wie er ist – auch hinsichtlich seiner zerstörerischen Anteile.
Als Mitglied des Instituts für Sozialforschung beschäftigte er sich damit bereits in den 1930er Jahren und gab damals, gemeinsam mit Horkheimer, Marcuse und anderen das Buch „Autorität und Familie“ heraus. In seiner letzten Lebensdekade veröffentlichte Fromm die „Anatomie der Menschlichen Destruktivität“, in der er schreibt: ’Das Einzigartige beim Menschen ist, dass er von Impulsen, zu morden und zu quälen, getrieben werden kann und dass er dabei Lustgefühle empfindet. Er ist das einzige Lebewesen, das zum Mörder und Vernichter der eigenen Art werden kann, ohne davon einen entsprechenden biologischen oder ökonomischen Nutzen zu haben.“ Wir sprachen mit Erich Fromms Nachlassverwalter Rainer Funk über die „Anatomie der menschlichen Destruktivität“ und nahmen zu Beginn des Gesprächs zunächst den jungen Fromm und dessen erste Arbeiten zu menschlichen Aggressionen in Betracht.