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Chur–Arosa
|Kürzel||ChA|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1914-12-12|
|Mutiert||Ab 1942-01-01 Rhätische Bahn|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die im Dezember 1914 eröffnete ChA wurde von Anfang an elektrisch (Gleichstrom) betrieben und war eine Aktiengesellschaft. Ein hauptsächlicher Kapitalgeber war der Kanton Graubünden. Die ChA beflügelte den Aufschwung des bekannten Luftkur- und Wintersportorts Arosa massgeblich, doch ihre Erfolgschancen standen angesichts der bereits im August 1914 eingetretenen Kriegsereignisse unter keinem glücklichen Stern.
Die Einnahmen der ChA stammten zu einem grossen Teil aus dem Güterverkehr. Mit Blick auf den Personentransport ist die auffällige Ertragssteigerung der zweiten Klasse in den Jahren 1918/19 bemerkenswert, zumal sich an der Zahl der Reisenden im Vergleich zum Jahr 1917 nichts Entscheidendes geändert hatte. Demnach hätte die ChA 1917 im Durchschnitt von jedem Passagier der zweiten Klasse 6.5 Franken eingenommen, 1919 jedoch 20.2 Franken. Hauptursache dieser Diskrepanz dürften massive Tariferhöhungen gewesen sein. Die Betriebsergebnisse der ChA lagen zwar stets im Plus, reichten jedoch teilweise bei Weitem nicht aus, um die Zinsen zu begleichen. Entsprechend stiegen der Passivsaldo und die schwebenden Schulden an. Die Vorgänge auf dem Reservekonto sind ab 1917 aus den Angaben der Statistik nicht nachvollziehbar. Die Summe der Rückstellungen nahm stark zu, obwohl die Statistik keine Einzahlungen in Fonds auswies. 1926 musste die Bilanz der ChA durch eine Reduktion des Aktienkapitalwerts und durch den Zuschuss neuer Fremdgelder saniert werden.
Auf den 1. Januar 1942 wurde die ChA in die Rhätische Bahn (RhB) integriert.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: