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Kostenaufteilung
Aus der Antwort des Staatsrates geht hervor, dass der jährliche Beitrag des Staats zurzeit 1,25 Mio. Fr. und jener der Gemeinden 2,5 Mio. Fr. beträgt. Eine Gemeinde bezahlt je 252 Franken pro Lehrling in Ausbildung auf ihrem Gemeindegebiet und pro Lehrling mit Wohnsitz in der Gemeinde. Die genannten Beiträge werden der Vereinigung des kantonalen Berufsbildungszentrums bezahlt, die aus Vertretern des Kantons, der Gemeinden und der Sozialpartner besteht. Diese Vereinigung ist für den Bau, den Unterhalt und den Betrieb der Räumlichkeiten für die Berufsbildung zuständig.
Gemäss EGBB muss der Arbeitgeberbeitrag, der wie jener des Staats auch 1,25 Mio. Fr. beträgt, zum einen Teil in Form einer jährlichen Taxe der Lehrmeister und zum anderen durch alle Arbeitgeber im Sinne der Gesetzgebung über die Familienzulagen entrichtet werden. Die jährliche Taxe der Lehrmeister beträgt 60 Franken pro Lehrling, während der Beitrag der Arbeitgeber auf 0,40 Promille der für die Familienzulagen verbindlichen Lohnsumme festgesetzt ist.
Tätigkeit der Stiftung
Der Staatsrat gibt in seiner Antwort an Grossrat Vonlanthen weiter bekannt, dass gemäss EGBB eventuelle Überschüsse aus den Arbeitgeberbeiträgen an eine von den Berufsverbänden geschaffene Stiftung zurückerstattet werden. Die Ratsmitglieder dieser «Stiftung zur Förderung der Berufsbildung» werden von der Handelskammer und dem Arbeitgeberverband bezeichnet.
Im Jahre 2002 habe diese Stiftung Beiträge in der Höhe von 788609 Franken geleistet. Die wichtigsten Nutzniesser seien die Berufsverbände, die Subventionen für die Einführungskurse der Lehrlinge erhalten. Die anrechenbaren Kosten umfassen die Honorare der Lehrbeauftragten, die zu 25 Prozent übernommen werden, den Kauf der Maschinen, Einrichtungen und Materialien, deren Kosten von der Stiftung in der Regel zu 40 Prozent getragen werden. Die Stiftung unterstütze zudem weitere Projekte und Institutionen wie das im Rahmen der Freiburger Messe organisierte «Dorf der Berufe» oder das «Technologie-Relais Freiburg».