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Dem milliardenschweren Chef von JPMorgan wurde ein besonderes Geschenk gemacht, um ihn davon zu überzeugen, der grössten US-Bank eine weitere "signifikante Anzahl von Jahren" vorzustehen.
Ihm wurden 1,5 Millionen Aktienwertsteigerungsrechte zugesprochen, die wie Optionen funktionieren und ihm einen Gewinn bescheren, wenn der Aktienkurs in den kommenden Jahren steigt.
Bisher hat Dimon nicht preisgegeben, wann genau er aufzuhören gedenke. Sein Spruch, wann immer er gefragt wird, lautet: das Datum ist noch fünf Jahre entfernt.
Dimons Rechte sind laut Schätzungen etwa 50 Millionen Dollar wert, aber er kann sie frühestens nach fünf Jahren ausüben. Solch grosse Einmalprämien sind nicht ungewöhnlich, aber Banken der Wall Street haben seit der Finanzkrise weitgehend davon Abstand genommen. Mit 65 Jahren ist Dimon der einzige amtierende CEO einer Bank, der ein grosses Unternehmen durch diese Turbulenzen gesteuert hat.
Bloomberg schreibt bei der Prämie von einer "goldenen Karotte". Das englische "carrot and stick" (Rüebli und Stecken) als Redewending beschreibt ein Bild, bei dem einem Esel ein Stecken mit dranhängendem Rüebli angeheftet wird und der dann immer diesem Rüebli hinterläuft, das sich mit ihm selbst bewegt.
Anders formuliert: Es geht um Belohnung und Strafe analog zur deutschen Redewendung "mit Zuckerbrot und Peitsche". Ob 50 Millionen Bonus eine Strafe darstellen, ist allerdings eine andere Frage.
(Bloomberg/cash)