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Das Binnenland liegt zwischen den beiden Grossmächten China und Russland, besitzt reiche Vorkommen an Bodenschätzen und ist deshalb von geopolitischem Interesse. Der wirtschaftliche Austausch ist bescheiden, auch wenn die Zahl der Schweizer Touristen steigt.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Mongolei
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
2004 eröffnete die DEZA in Ulaanbaatar ein Koordinationsbüro. Die Schweizer Botschaft befindet sich in Peking.
Die Schweiz und die Mongolei treffen sich alle zwei Jahre zu politischen Konsultationen. Die Mongolei strebt eine Dezentralisierung des politischen Systems und der Verwaltung an und wird in diesem Anliegen von der Schweiz ermutigt.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Obwohl sich seit 1990 die ehemals sozialistische Wirtschaft der Mongolei zu einem marktwirtschaftlichen System gewandelt hat, bleiben die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen der Schweiz und der Mongolei bescheiden. Seit 2009 ist eine leichte Zunahme der Handelsbeziehungen festzustellen.
Die Schweizer Exporte widerspiegeln die wichtigsten Exportsektoren, während die Importe aus der Mongolei zu mehr als 90% aus Rohstoffen bestehen. Die Mongolei wird mehr und mehr zum Rohstofflieferanten für Gold, Kupfer, Kohle und Uran und investiert in grosse Minenprojekte.
Zusammenarbeit im Bildungsbereich
Forschende und Kulturschaffende aus der Mongolei können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Die Schweiz hat im Jahr 2001 ihre Aktivitäten in der Mongolei mit Hilfsmassnahmen im Zusammenhang mit der Wetter-Katastrophe aufgenommen. Sie folgte dabei einem gemeinsam von der UNO und der mongolischen Regierung lancierten Aufruf. Seither hat sich die Zusammenarbeit schrittweise von der humanitären Hilfe hin zu Programmen der Entwicklungszusammenarbeit verlagert.
Im Vordergrund der Schweizer Entwicklungsstrategie steht die Sicherung und Verbesserung der Existenzgrundlage der Hirtenvölker. Unterstützt werden aber auch jene Hirten, die ihr Nomadendasein aufgegeben haben und in die Städte gezogen sind. Der Fokus liegt auf einer nachhaltigen Nutzung und Rehabilitierung natürlicher Ressourcen sowie auf einer umweltverträglichen sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes.
Schweizerinnen und Schweizer in der Mongolei
Ende 2011 lebten 23 Schweizerinnen und Schweizer in der Mongolei.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Beziehungen der Schweiz zur Mongolei gehen auf die zweite Hälfte der 1950er Jahre zurück, als erste Schweizer Unternehmen Handelsbeziehungen aufnahmen. Die Schweiz war der erste nicht-sozialistische Handelspartner der Mongolei. Offiziell anerkannte sie die Demokratische Republik Mongolei am 20.5.1964. Bis zum Ende der sozialistischen Ära blieb der Austausch zwischen Bern und Ulaanbaatar bescheiden.
Seit der Demokratisierung der Mongolei ab 1990 intensivierten sich die Beziehungen. Die Schweiz bot angesichts der extrem harten Winterzeiten Ende der 1990er-Jahre humanitäre Hilfe an, die ab 2002 zur Entwicklungszusammenarbeit wurde.