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Zwischen 1828 und 1829 wurde von der französischen Regierung und dem Grossherzogtum Toskana erstmals eine archäologische Expedition nach Ägypten gesandt, deren Ziel es war, die Kunstdenkmäler aus dem Alten Agypten wissenschaftlich zu erfassen und durch Beschreibungen, bildlichen Darstellungen sowie durch Kopien der Inschriften zu dokumentieren. Nachdem 1822 Jean-François Champollion die Entzifferung der ägyptischen Schrift gelungen war, war die wissenschaftliche Beschäftigung mit der ägyptischen Kultur möglich geworden. Mit der Leitung der Expedition wurde auf toskanischer Seite Niccola Ippolito Rosellini betraut, auf französischer Seite Jean-François Champollion. Rosellini war Professor für orientalische Sprachen in Pisa. In Ägypten begannen die Untersuchungen zunächst in Sais, danach folgten Saqqara und Gizeh, weiter zog die Expedition nach Mittel- und Oberägypten bis schliesslich nach Nubien. Dort hatte bereits 1813 Giovanni Battista Belzoni den Eingang zum Tempel von Abu Simbel freilegen lassen, aber als 1828 Rosellini mit seinen Begleitern beim Tempel eintraf, musste der Eingang erneut frei geschaufelt werden, da dieser bereits wieder vom Sand der Wüste zugeweht worden war. Rosellini schrieb in einem Brief, dass im Tempelinneren „die Hitze eines türkischen Dampfbades“ geherrscht habe – 52° C. Unter strapaziösen Bedingungen fertigten die Zeichner hervorragende Kopien von verschiedenen, an den Tempelwänden angebrachten Reliefszenen an, Rosellini und Champollion nahmen die Abschrift der Hieroglyphen vor. Nach der Rückkehr nach Italien wurden die Ergebnisse der Expedition in dem mehrbändigen Werk „Monumenti dell’Egitto e della Nubia“ publiziert, darunter auch die nachfolgenden Bildtafeln.