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Männer:
R. Federer – S. Querrey 6:4 6:2 6:2
D. Brown – R. Nadal 7:5 3:6 6:4 6:4
A. Murray – R. Haase 6:1 6:1 6:4
J.W. Tsonga – A. Ramos 6:3 6:4 6:4
T. Berdych – N. Mahut 6:1 6:4 6:4
I. Karlovic – A. Dolgopolow 5:7 6:3 6:4 6:7 13:11
Frauen:
T. Bacsinszky – S. Soler Espinosa 6:2 6:1
S. Lisicki – C. McHale 2:6 7:5 6:1
C. Wozniacki – D. Allertová 6:1 7:6
Rafael Nadal hat in Wimbledon im vierten Jahr hintereinander die Viertelfinals verpasst. Der Spanier verliert in der 2. Runde gegen den Qualifikanten Dustin Brown, die Nummer 102 der Welt, in vier Sätzen.
Rafael Nadal und Wimbledon – das passt seit einigen Jahren nicht mehr zusammen. Zum vierten Mal hintereinander scheidet der zweifache Champion (2008 und 2010) und dreifache Finalist nun gegen einen Spieler mit einem dreistelligen Ranking aus. Der Deutsch-Jamaikaner Dustin Brown, der Nadal bereits vor einem Jahr in Halle DE auf Rasen bezwungen hat, spielt von Beginn an gross auf.
Brown betritt den berühmten Centre Court in Wimbledon zum ersten Mal in seinem Leben – und fegt Nadal mit seinem unkonventionellen Spiel mit vielen Netzangriffen regelrecht vom Platz. Verschiedene Male scheint der Spanier die Partie wenden zu können. Nach dem mit 5:7 verlorenen Startsatz gewinnt er den zweiten Durchgang 6:3. Doch Brown, der vor zwei Jahren in Wimbledon zum bisher einzigen Mal die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers erreicht hat, zeigt keine Nerven.
Im vierten Satz verpasst er beim Stand von 5:3 zwei Matchbälle, den ersten, als er einen Passierball vorbeisegeln lässt, der wider Erwarten nicht im Aus landet, den zweiten nach einem Ass Nadals. Wenige Minuten später serviert er nach gut zweieinhalb Stunden jedoch überaus cool zum sensationellen 7:5-3:6-6:4-6:4-Sieg aus – bezeichnenderweise mit seinem 13. Ass.
«Wie schon im letzten Jahr hatte ich keine Probleme mit meinen Knien», sagte Nadal nach der Partie. «Ich war bereit und verlor. Das ist traurig. Es gibt gute und schlechte Momente in einer Karriere und heute hatte ich einen schlechten Moment.»
«Ich muss diese Niederlage akzeptieren», kommentiert Nadal leicht fatalistisch. «Heute ist vieles falsch gelaufen, der Gegner, ich selber.» Er habe in der Vorbereitung alles getan, um für ein gutes Turnier bereit zu sein. «Aber das Leben geht weiter. Ich werde nun umso härter arbeiten.»
Nadal riskiert nun, aus den Top 10 zu fallen. Seine schlechten Resultate in diesem Jahr haben sichtlich am Selbstvertrauen genagt. Er begeht gerade in wichtigen Situationen ungewohnt viele Fehler.
Bereits in den letzten drei Jahren hatte Rafael Nadal im Südwesten Londons sehr unstandesgemäss verloren – der Reihe nach gegen die Nummern 100 (Rosol), 135 (Darcis) und 144 (Kyrgios) der Welt. Nun folgte nach dem deutlichen Viertelfinal-Out in Paris gegen Novak Djokovic die nächste Enttäuschung. Vor allem mit der Vorhand beging der 29-jährige Mallorquiner ungewohnt viele einfache Fehler. (pre/si)
Roger Federer steigt am Sonntag gegen Dominic Thiem in seine 17. ATP Finals. Hochmotiviert und körperlich topfit wie er zwei Tage vor dem Start in London zufrieden feststellte.
Nach dem überzeugenden Turniersieg an den Swiss Indoors gönnte sich Roger Federer eine kurze Pause. Kaum einer kennt seinen Körper so gut wie der mittlerweile 38-jährige Basler. Deshalb stimmt es optimistisch, wenn er erklärt, er habe körperlich keinerlei Probleme und fühle sich «total motiviert und hungrig». Das …