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Wer heute auf das Google Doodle klickt, wird mit einem Video überrascht. Der Clip wird zu Ehren des Musikers Tito Puente gezeigt, der den lateinamerikanischen Stil des Jazz, Mambo und Salsa stark geprägt hat.
Zu sehen ist ein gut gelaunter Tito Puente im Vordergrund, wie er gerade Musik macht. Im Hintergrund werden eine Bühne und eine Skyline angedeutet und er trägt einen roten Anzug – farbige Anzüge waren sein Markenzeichen. Ebenfalls abgebildet ist die Flagge von Puerto Rico, der Heimat seiner Eltern. Begleitet wird das Video von seiner Musik.
Anlass für das Doodle ist der U.S. Hispanic Heritage Month – jedes Jahr wird in den USA von Mitte September bis Mitte Oktober die Geschichte und Kultur der Amerikaner gefeiert, welche ihre Wurzeln in einem lateinamerikanischen Land haben. Es könnte also sein, dass wir in den nächsten Tagen noch andere Künstler aus dieser Region auf Google zu sehen bekommen.
Tito Puente wurde am 20. April 1923 in New York geboren. Als Sohn Puerto-ricanischer Eltern wuchs er in «Spanish Harlem» – einem Stadtviertel in Manhattan – auf. Sein ganzer Name lautete Ernest Anthony Puente – weil ihn seine Mutter Ernestito nannte, entstand später sein Künstlername Tito. Er wurde bekannt mit seinen Mambo- und lateinamerikanischen Jazz-Kompositionen und wurde deshalb auch King of Mambo genannt. Während eines halben Jahrhunderts spielte er seine Musik für die Menschen und verbreitete damit gute Laune und brachte seine Audienz zum Tanzen. Es kommt daher nicht allzu überraschend, dass er ursprünglich Mambo-Tänzer werden wollte.
Der talentierte Musiker beherrschte viele Instrumente: Saxophon, Klavier, Vibraphon, Timbales, Congas und Bongos.
Als er 1948 einen Plattenvertrag erhielt, schaffte er es, die afro-kubanische und karibische Musik einem grossen Mainstream-Publikum näherzubringen und dieses dafür zu begeistern.
Insgesamt nahm er 116 Alben auf, erhielt für seine Werke mehrere Grammys und stand sogar vor der Kamera, beispielsweise für den Kinofilm «The Mambo Kings», der 1992 gedreht wurde.
Im Juni 2000 verstarb Tito Puente im Alter von 77 Jahren in einem New Yorker Krankenhaus.
(anb)
Wir befinden uns im vierten Winter des Ersten Weltkrieges. Am Sonntag, 6. Januar 1918, ist es um 6 Uhr 30 in der Früh noch dunkel im bernischen Kallnach. Das Dorf am Rande des Grossen Mooses liegt im dem für das Seeland typischen Nebel – die Böden sind leicht mit Schnee bedeckt. Ein vollbesetzter Zug mit Soldaten der Schweizer Armee hat soeben den Bahnhof in Richtung Aarberg verlassen.