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Traubenwickler
An Weinreben schädigen zwei verschiedene Traubenwicklerarten; der Einbindige Traubenwickler (Eupoecilia ambiguella) und der etwas wärmeliebendere Bekreuzte Traubenwickler (Lobesia botrana). Sowohl in ihrer Biologie, als auch der Schadwirkung ähneln sie sich sehr stark.
Die beiden Traubenwickler überwintern als Puppe am Rebstock. Mit beginnendem Austrieb im April/Mai schlüpfen die nachtaktiven, mottenartigen Falter der ersten Generation. Sie legen ihre Eier an den Blütenkäppchen, oder den Blütenstielen der Gescheine (Blütenstände des Weins) ab. Die Larven der ersten Generation, die auch als Heuwurm bezeichnet werden, fressen an den Blütenknospen und legen feine Gespinste an, in denen sie vor Feinden geschützt sind.
Nach insgesamt fünf Larvenstadien verpuppen sich die Tiere am Weinstock. Die Larven der zweiten Generation, nennen Winzer Sauerwurm. Sie fressen im Sommer an den noch unreifen Beeren. Unter besonders günstigen Witterungsbedingungen kann der Bekreuzte Traubenwickler sogar noch eine dritte Generation bilden. Die Larven fressen im September/Oktober an den reifenden Trauben und werden daher auch als Süsswurm bezeichnet werden.
Massnahmen gegen die Traubenwickler
Die Bekämpfung der Traubenwickler ist schwierig. Mit Pheromonfallen kann man den Flug der männlichen Falter beobachten. Für eine ausreichende Bekämpfung sind diese mit Sexuallockstoff bestückten Klebefallen allerdings nicht geeignet. Zur gezielten Bekämpfung der jungen Räupchen können biologische Insektizide mit dem Wirkstoff Bacillus thuringiensis var. kurstaki eingesetzt werden.