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Kleine Kinder können manchmal richtig wütend oder sogar zornig werden. Angefangen von lautem Schreien, strampeln und am Boden liegen bis hin zum Versuch Eltern und Geschwister zu schlagen.
Auslöser gibt es viele, wobei manche dabei nicht das ursprüngliche Problem sind, sondern lediglich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Sei es, wenn das Kind aufstehen oder ins Bett muss, wenn der Fernseher ausgeschaltet wird oder wenn der Bruder oder die Schwester etwas nimmt, dass vermeintlich einem selber gehört.
Doch was kann man tun, um sein Kind wieder zu beruhigen? Welche Möglichkeiten haben Eltern, auf das Kind einzugehen und es wieder „auf den Boden“ zu bringen? Hier 10 Ideen:
10 Ideen, um Wutattacken bei Kleinkindern zu beenden
- Zeit nehmen, um zuzuhören und herauszufinden, was das Kind bedrückt:
Wenn Ihr Kind wütend ist, ist es wichtig, ihm die Zeit und Aufmerksamkeit zu geben, die er braucht, um seine Gefühle auszudrücken. Fragen Sie das Kind, was passiert ist und wie es sich fühlt. Hören Sie dabei zu, ohne zu urteilen oder abzulehnen. Zeigen Sie Mitgefühl und Verständnis und versuchen Sie, dem Kind zu helfen, seine Gefühle zu verarbeiten. Auf diese Weise kann das Kind seine Gefühle besser verstehen und lernen, wie man sie auf eine gesunde Weise handhabt.
- Das Kind in seine Gefühle einfühlsam einbeziehen und ihm das Gefühl geben, verstanden zu werden:
Zeigen Sie dem Kind, dass Sie seine Gefühle ernst nehmen und verstehen, warum es sich so fühlt. Sagen Sie z.B. „Ich kann sehen, dass du wütend bist, weil du nicht das bekommen hast, was du wolltest“ oder „Ich verstehe, dass du dich frustriert fühlst, weil du Schwierigkeiten hattest, das zu tun, was du wolltest„. Wenn es sich verstanden fühlt, muss es dagegen nicht mehr ankämpfen und beruhigt sich leichter.
- Das Kind in einen ruhigen, sicheren Ort bringen, an dem es sich ausruhen und beruhigen kann:
Wenn das wütende Kind sich in einer hektischen oder chaotischen Umgebung befindet, kann es hilfreich sein, es in einen ruhigeren Ort zu bringen, an dem es sich ausruhen und sammeln kann. Dies könnte ein Ort in seinem Zimmer sein, ein ruhiger Raum im Haus oder sogar ein Spaziergang an der frischen Luft.
- Atemübungen oder andere Entspannungstechniken anbieten:
Atemübungen und andere Entspannungstechniken können dazu beitragen, das wütende Kind zu beruhigen und seine Aufmerksamkeit von den aufregenden Gefühlen wegzulenken. Einige Möglichkeiten könnten sein, das Kind dazu zu ermutigen, tief ein- und auszuatmen, sich auf etwas im Raum zu konzentrieren (z.B. eine Kerze oder ein Bild), oder sich selbst zu berühren (z.B. sich auf die Stirn oder die Schultern zu klopfen).
- Das Kind dazu ermutigen, seine Gefühle durch kreative Aktivitäten auszudrücken:
Kreative Aktivitäten wie Malen, Schreiben, Singen oder Tanzen können dem wütenden Kind helfen, seine Gefühle auszudrücken und sich besser zu fühlen. Sie können dem Kind Materialien wie Papier, Stifte oder Ton anbieten und es ermutigen, seine Gefühle auf seine eigene Weise darzustellen. Dies kann dazu beitragen, dass das Kind seine Emotionen besser versteht und sie besser verarbeiten kann.
- Das Kind dazu ermutigen, sich körperlich zu betätigen:
Bewegung und körperliche Aktivität können dazu beitragen, dass das wütende Kind sich besser fühlt und seine Gefühle besser verarbeiten kann. Sie können dem Kind vorschlagen, an der frischen Luft spazieren zu gehen oder sich in einer Sportart auszutoben.
- Dem Kind positive Aufmerksamkeit schenken, wenn es sich beruhigt hat:
Wenn das wütende Kind sich beruhigt hat, ist es wichtig, ihm positive Aufmerksamkeit zu schenken und es für seine Bemühungen zu loben, seine Gefühle zu verarbeiten. Dies kann dazu beitragen, dass das Kind sich wertgeschätzt und unterstützt fühlt und in Zukunft eher bereit ist, ähnliche Herausforderungen anzugehen.
- Für regelmässige Pausen und Entspannung sorgen:
Ein stressiger Alltag kann dazu beitragen, dass Kinder sich wütend fühlen. Deshalb ist es wichtig, dass das wütende Kind immer wieder Pausen hat, in denen es sich entspannen und sammeln kann. Sie können dem Kind gezielt Zeit einräumen, um sich zu entspannen, indem Sie etwa täglich eine feste Entspannungszeit einplanen oder dem Kind Entspannungsübungen beibringen.
Doch auch das Ende einer Entspannungszeit, z.B. nach TV oder in der Früh, kann stressig sein für das Kind.
Hier sind die besten Tipps, um Kinder ohne Drama aufzuwachen.
- Das Kind dazu ermutigen, Probleme zu lösen, anstatt sich der Wut hinzugeben:
Es ist wichtig, das wütende Kind dazu zu ermutigen, seine Gefühle und Probleme aktiv anzugehen, anstatt sich der Wut hinzugeben. Sie können dem Kind Möglichkeiten aufzeigen, wie es seine Probleme lösen kann, zum Beispiel, indem Sie zusammen nach Lösungen suchen oder das Kind dazu ermutigen, Alternativen auszuprobieren. Auf diese Weise kann das Kind lernen, Probleme aktiv anzugehen und sich weniger wütend zu fühlen.
- Das Kind dazu ermutigen, seine Gefühle mit vertrauenswürdigen Erwachsenen zu besprechen:
Wenn das wütende Kind Schwierigkeiten hat, seine Gefühle zu verarbeiten, kann es hilfreich sein, darüber zu sprechen. Sie können dem Kind vertrauenswürdige Erwachsene anbieten, mit denen es über seine Gefühle sprechen kann, zum Beispiel einen vertrauten Erwachsenen im Familien- oder Freundeskreis oder einen professionellen Berater. Auf diese Weise kann das Kind lernen, seine Gefühle besser zu verstehen und zu verarbeiten und sich weniger wütend zu fühlen.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es für Eltern wichtig ist, ihren Kindern gegenüber aufmerksam zu sein, wenn sie sich in einem emotionalen Zustand befinden, und sich die Zeit zu nehmen, zuzuhören und herauszufinden, warum sie wütend sind. Den Eltern stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung, z. B. zuhören und verstehen, das Kind beruhigen, ihm angemessene Grenzen setzen und ihm helfen, sich zu beruhigen. Diese Strategien können Kindern helfen, zu lernen, ihre Gefühle auf gesunde und konstruktive Weise auszudrücken und ihre Emotionen besser zu kontrollieren.