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Die CNSC und die AECL haben ein Dienstleistungsabkommen geschlossen, wonach die Behörde den EC6 einer ersten sicherheitstechnischen Beurteilung unterziehen wird. Namentlich wird sie prüfen, ob der Reaktortyp ihre Erwartungen an neue Reaktoren der dritten Generation erfüllt, die sie im Oktober letzten Jahres in einem neuen Regelwerk auf der Grundlage von Empfehlungen der Internationalen Atomenergie-Organisation festgehalten hat.
EC6: aus dem Candu-6 entwickelt
Der EC6 ist ein Druckröhrenreaktor, der Schwerwasser zur Moderation und Kühlung verwendet und mit Natururan als Brennstoff auskommt. Die elektrische Leistung eines EC6-Systems wird mit 740 MW angegeben, die projektierte Verfügbarkeit mit «über 90%». Es handelt sich – wie beim ACR-1000 – um eine Weiterentwicklung des Candu-6 der AECL, von dem weltweit elf Einheiten in Betrieb stehen. Der EC6 genügt laut AECL den Ansprüchen an Reaktoren der dritten Generation. Das heisst, die Sicherheitsmargen in Betrieb sind grösser, die Verhütung sowie die Milderung von Kernschmelzunfällen erfüllen strengere Anforderungen und die Systeme sind besser gegen Erdbeben sowie Flugzeugabsturz geschützt.
Kanada unternimmt grosse Anstrengungen, um das Candu-System laufend weiterzuentwickeln, arbeitet dabei mit anderen Ländern zusammen – namentlich Argentinien und China – und investiert auch in die Erhaltung der Kompetenz zur unabhängigen Beurteilung bei der Aufsichtsbehörde.
Quelle
P.B. nach AECL, Medienmitteilung,12. Mai 2009