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"Der Papst ist nicht der Antichrist". Karl Barths Auseinandersetzung mit dem römischen Katholizismus im Blick auf das Zweite Vatikanische Konzil
Journal
Theologische Zeitschrift
Volume
3
Number
72
Pages / Article-Number
334-353
Abstract
Anlässlich des Zweiten Vatikanischen Konzils hatte sich Karl Barth intensiv mit der römisch-katholischen Theologie vor, während und nach dem Konzil auseinandergesetzt. Das Konzil erschien ihm dabei nicht nur als Projekt einer theologischen Revision, sondern auch und vor allem als Ausdruck einer geistlichen Erneuerungsbewegung der römisch-katholischen Kirche, von der starke Impulse auch für die Erneuerung der evangelischen Kirchen ausgehen könnten und sollten. Der Beitrag zeichnet zunächst diese Würdigung, dann aber auch Barths kritische Anfrage an die Verlautbarungen des Konzils im Allgemeinen und an die Konstitution Dei Verbum im Besonderen nach. Am Ende steht ein Blick auf sein Verständnis von Ökumene.
On the occasion of the Second Vatican Council, Karl Barth dealt intensively with the Roman Catholic theology as it was exposed before, during, and after the Council. He regarded the Council not only as an effort to revise theology but as a movement of spiritual renewal which could and should inspire the Protestant churches as well. The article summarizes his appreciation of Vatican II but also his critical comments and objections against its documents. A special emphasis is put on his discussion of Dei Verbum , the dogmatic constitution on revelation. At the end Barth’s understanding of ecumenism is briefly portrayed.