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Herstellung und Eingliederung von Glaskeramikveneers
Zementieren von Veneers
In der Regel werden Veneers aus Glaskeramik, Composite oder Resin Nano Keramik / Hybridkeramik hergestellt. In jedem Fall wird ein adhäsives Befestigungsverfahren empfohlen.
Notwendig ist dies aufgrund der mechanischen Eigenschaften der Materialien (deren geringer Festigkeit), der geringen Stärke der Versorgungen, der fehlenden Friktion und der Notwendigkeit, einen sicheren Haftverbund an Schmelz zu erzielen. Da die Eingliederung eines dünnen Veneers und dessen korrekte Positionierung eine besondere Herausforderung darstellen, werden lichthärtende Zemente bevorzugt. Im Vergleich zu dualhärtenden Materialien ermöglichen diese flexiblere Verarbeitungszeiten.
Anhand des folgenden Falls demonstriert Dr. Rafal Medzin das zur Zementierung von Veneers empfohlene Verfahren, das bei allen oben erwähnten Restaurationsmaterialien zu bevorzugen ist. Nur die Vorbehandlung der Oberflächen und die anschließende Vorgehensweise bei der Anwendung des Adhäsivs weicht beim Einsatz von Resin Nano Keramik leicht ab.
Eine 19-jährige Patientin stellte sich in der Praxis vor, da sie mit dem Erscheinungsbild ihrer Frontzähne - insbesondere von Zahn 21, der eine Verfärbung aufwies - unzufrieden war.
Ausgangssituation
Sechs Jahre zuvor war der Zahn 21 nach einem Unfall mit Composite versorgt worden. Als Probleme mit Debonding auftraten, wurde eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt und ein metallischer Stift für den Stiftaufbau eingesetzt worden.
Gemeinsam mit der Patientin und ihren Eltern wurde entschieden, den Stift zu entfernen. Um die Ästhetik im gesamten Frontzahnbereich zu verbessern und die Lücken zwischen den Zähnen zu schließen, wurden Veneers für die Zähne 13 bis 23 geplant.
... wurden die Veneers in Schichttechnik unter Verwendung von GC Initial™ hergestellt.
Es wurden drei verschiedene Arten von Versorgungen hergestellt: Eine Teilkrone für Zahn 21, herkömmliche Veneers für die Zähne 12, 11 und 22 sowie zwei Non-Prep Veneers (0,3 mm Stärke) für die Eckzähne.
Die Einprobe der Veneers erfolgte mit RelyX™ Try-In Paste Dieses Produkt ist in verschiedenen Farben erhältlich, die der Farbgebung des endgültig ausgehärteten Zements entsprechen, sodass das Ergebnis vorhersagbar wird.
Die Innenflächen der Veneers wurden 90 Sekunden lang mit Flusssäure geätzt und dann mit dem Silan enthaltenden Haftvermittler Scotchbond™ Universal Adhäsiv behandelt. Bei Veneers aus Lava™ Ultimate Resin Nano Keramik müssen die Innenflächen vor der Behandlung mit Korund (Aluminiumoxid < 50 µm) sandgestrahlt und dann mit Scotchbond™ Universal Adhäsiv behandelt werden.
Das Ergebnis war eine sehr ästhetische naturgetreue Restauration.
Das Ergebnis belegt, dass sich mit einem leistungsfähigen Adhäsiv in einem minimalinvasiven Verfahren ästhetisch ansprechende Versorgungen herstellen lassen. Die adhäsive Befestigung ist selbst dann geeignet, wenn nur noch wenig natürliche Zahnsubstanz vorhanden ist.
Beim Einsatz der vorgestellten Technik und der Verwendung zuverlässiger Materialien kann eine Devitalisierung der Pulpa oft vermieden werden. Auch im vorgestellten Fall wäre dies möglich gewesen, wenn früher bereits eine adhäsive Befestigung erfolgt wäre.