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- Joe Biden ist daran, sein Team zusammenzustellen: Künftiger Stabschef soll ein alter Vertrauter Bidens werden: Die Wahl sei auf Ronald Klain gefallen, teilt Bidens Team mit. Klain hatte bereits für Biden gearbeitet, als dieser noch Vizepräsident unter Barack Obama war.
- Die Demokraten dürften ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigen. Welche Partei die Mehrheit im Senat haben wird, wird wahrscheinlich erst bei einem zweiten Wahlgang um die beiden Senatssitze von Georgia im Januar entschieden.
- In den Swing-States Arizona, Georgia und North Carolina ist noch nicht klar, wer gewinnen wird.
- An den Wahlen haben im Verhältnis zu den Wahlberechtigten so viele Bürger teilgenommen wie seit 1908 nicht mehr. Nach den Daten der bisherigen Auszählung ergibt sich eine Wahlbeteiligung von mindestens 63.9 Prozent.
- Alle Resultate im Überblick
- Unter srf.ch/usa2020 finden Sie alle News und Hintergründe.
Der Ticker ist abgeschlossen
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5:59
Medien: Biden siegt in Arizona
Der neu gewählte US-Präsident Joe Biden hat weiteren Prognosen zufolge bei der Wahl im traditionell republikanischen Bundesstaat Arizona gewonnen. Nachdem ihn die Nachrichtenagentur AP und der TV-Sender Fox News bereits vergangene Woche in der Wahlnacht zum Gewinner in Arizona erklärt hatten, zogen am Donnerstagabend (Ortszeit) auch die Sender NBC News und CNN nach.
In dem Staat im Südwesten der USA ging es um elf Wahlleute. Arizona galt lange als sichere Bastion der Republikaner. Seit dem Wahljahr 1952 haben dort fast immer republikanische Präsidentschaftskandidaten gewonnen. Die Ausnahme machte das Wahljahr 1996, als der Demokrat Bill Clinton dort den Sieg holte.
Biden hat bereits 290 Stimmen für die Wahlversammlung im Dezember gesammelt. Für einen Wahlsieg reichen 270 dieser Wahlleute. Trump steht derzeit bei 217 Wahlleuten.
In den Bundesstaaten North Carolina und Georgia gelten die knappen Rennen noch nicht als entschieden. In North Carolina liegt Trump vorne. In Georgia hält Biden einen Vorsprung. Wegen des knappen Ergebnisses hat die Regierung in Georgia eine Neuauszählung aller Stimmen per Hand angekündigt. Verantwortliche für die Wahl rechnen aber nicht damit, dass sich dort grundsätzlich etwas an der Tendenz ändert.
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5:52
Twitter warnt vor 300'000 Tweets zur Wahl
Twitter hat rund um die US-Präsidentenwahl etwa 300'000 Tweets wegen umstrittener oder irreführender Inhalte mit Warnhinweisen versehen. In 456 Fällen wurden diese Beiträge auch mit einer Warnung komplett verdeckt, so dass sich Nutzer erst durchklicken mussten, wie Twitter am Donnerstag in einem Blogeintrag mitteilte.
Die Zahlen beziehen sich auf dem Zeitraum vom 27. Oktober bis zum 11. November. Mit Warnhinweise beider Arten waren in den vergangenen Wochen auch diverse Tweets von US-Präsident Donald Trump versehen worden, vor allem wegen seiner häufigen Behauptungen über angebliche Wahlfälschungen. Zudem hatte der US-Präsident wiederholt falsche Informationen über das Coronavirus weiterverbreitet.
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3:03
Wahlmanipulation: US-Behörden weisen Trumps Behauptungen zurück
Mehrere US-Behörden haben von Präsident Donald Trump weiterverbreitete Gerüchte zurückgewiesen, wonach die Präsidentenwahl durch den Einsatz von Computersoftware manipuliert worden sei.
«Es gibt keine Belege dafür, dass ein Abstimmungssystem Stimmen gelöscht oder verändert hätte - oder auf irgendwelche Weise kompromittiert worden wäre», hiess es in einer Mitteilung am Donnerstag, die unter anderen von Vertretern der Cybersicherheitsagentur des Heimatschutzministeriums sowie der Vereinigungen der Wahlleiter der Bundesstaaten herausgegeben wurde.
Trump hatte zuvor bei Twitter auf Behauptungen verwiesen, wonach Software der Firma Dominion in mehreren Bundesstaaten 435'000 für ihn abgegebene Stimmen seinem letztlich siegreichen Herausforderer Joe Biden zugerechnet habe. Die Firma und Wahlbehörden haben dies bereits zurückgewiesen.
Auslöser für die Gerüchte könnten Probleme bei der Auszählung in einigen Bezirken der Bundesstaaten Michigan und Georgia gewesen sein. In Michigan hatte der Bezirk Antrim County seine inoffiziellen Ergebnisse während der Auszählung kurzfristig korrigiert. Eine Funktionärin von Trumps Republikanischer Partei behauptete, das sei auf einen Fehler der verwendeten Software zurückgegangen. Die Behörden stellten aber klar, dass es sich um einen menschlichen Fehler gehandelt habe - der zudem spätestens bei der obligatorischen abschliessenden Überprüfung aufgefallen wäre. In Georgia mussten einige Auszählungscomputer wegen Software-Updates pausieren.
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1:26
US-Demokraten: Republikaner müssen Corona bekämpfen
Führende Demokraten im US-Kongress rufen die Republikaner auf, die Wahlniederlage von Präsident Donald Trump anzuerkennen und sich auf den Kampf gegen die Corona-Pandemie zu konzentrieren. «Es ist, als würde das Haus abbrennen und sie weigern sich, Wasser darauf zu schütten», sagte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, am Donnerstag im Kapitol in Washington.
Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, sagte mit Blick auf Trumps Klagen gegen das Ergebnis: «Diese unbegründeten Klagen haben nicht die geringste Chance.» Und Schumer fügte hinzu: «Anstatt daran zu arbeiten, das Land wieder zusammenzubringen, damit wir unseren gemeinsamen Feind Covid-19 bekämpfen können, verbreiten die Republikaner im Kongress Verschwörungstheorien, leugnen die Realität und vergiften den Brunnen unserer Demokratie.» Trump habe die Wahl verloren. Die Republikaner sollten ihre Aufmerksamkeit auf das unmittelbare Problem der Pandemie richten und für Hilfe der betroffenen Amerikaner sorgen.
Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, räumte ein, dass sich das Coronavirus aktuell mit einem inakzeptablen Tempo im Land ausbreite. Es sei weiterhin wichtig, Masken zu tragen und andere Vorsichtsmassnahmen zu treffen. Zugleich bekräftigte er aber auch, dass angesichts der aktuellen Erholung der Wirtschaft die Demokraten aus Sicht der Republikaner zu hohe Forderungen für Konjunkturhilfen stellten.
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1:08
Trump macht Front gegen Fox News
Aktien des US-Medienkonzerns Fox sind am Donnerstag nach verbalen Angriffen des abgewählten Präsidenten Donald Trump unter die Räder gekommen. Die Papiere fielen zweitweise um 5,5 Prozent auf 25,96 Dollar und hielten damit die rote Laterne im S&P-500 Index.
In einer Reihe von Kurznachrichten auf Twitter drängte Trump die Zuschauer, beim Nachrichtensender Fox News abzuschalten. Er und seine Berater hatten angedeutet der Ansicht zu sein, dass Fox News Trump während der Wahlen unfair behandelt habe. Dabei verwiesen sie auf das Ausrufen eines Sieges des designierten Präsidenten Joe Biden im Bundesstaat Arizona.
Zudem plant Trump einem Medienbericht zufolge eigene digitale Medienkanäle, um es mit Fox aufzunehmen.
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1:02
Republikanischer Gouverneur: Biden ist «gewählter Präsident»
Eine wachsende Zahl an republikanischen Politikern fordert, dass das Weisse Haus dem neu gewählten US-Präsidenten Joe Biden Geheimdienst-Briefings zugänglich machen sollte.
Der einflussreiche Senator Lindsey Graham sagte am Donnerstag zum TV-Sender CNN auf die Frage, ob Biden die Unterrichtungen bekommen sollte: «Ja, ich denke er sollte». Ähnlich äusserten sich Medien zufolge auch die Senatoren Chuck Grassley, James Lankford und John Thune. Die Äusserungen könnten darauf hinweisen, dass es bei den Republikanern mehr und mehr Akzeptanz für den Wahlsieg Bidens gibt.
Der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, nannte Biden am Donnerstag zum ersten Mal den «gewählten Präsidenten». Bislang wird Biden die gesetzlich vorgesehene Unterstützung für eine geordnete Amtsübergabe («transition») von Trumps Regierung verwehrt.
US-Präsident Donald Trump hat sich bislang geweigert, seine Niederlage einzugestehen und inszeniert sich ohne Beweise als Betrugsopfer. Führende Politiker seiner Partei unterstützten ihn nach aussen hin. Beobachter sehen das auch als Schachzug, um die eigene Wählerbasis nicht gegen sich aufzubringen und für immens wichtige Stichwahlen um entscheidende Senatssitze in Georgia Anfang Januar motiviert zu halten. Doch gerade im Bereich der nationalen Sicherheit haben auch die Republikaner ein Interesse daran, dass es eine geordnete Übergabe gibt und Biden ab dem ersten Tag im Amt voll handlungsfähig ist.
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21:10
Obama führt Entwicklung der Republikaner auf die Wahl 2008 zurück
Die Polarisierung der US-Politik hat nach Einschätzung von Ex-Präsident Barack Obama mit seiner Wahl im Jahr 2008 einen entscheidenden Schub erhalten. Seitdem hätten antiliberale Strömungen in der Republikanischen Partei zugenommen, erklärt Obama nach einer Vorabmeldung des TV-Senders CNN in einem neuen Band seiner Memoiren, der am Dienstag kommender Woche veröffentlicht wird.
«Es war, als ob allein meine Anwesenheit im Weissen Haus eine tiefsitzende Panik losgelöst hätte, eine Vorstellung, dass die natürliche Ordnung gestört worden sei», schrieb Obama laut CNN. Deshalb habe sein Nachfolger Donald Trump mit Unterstellungen begonnen, dass er nicht in den Vereinigten Staaten geboren und daher kein legitimer Präsident gewesen sei. «Millionen von Amerikanern, die über einen Schwarzen im Weissen Haus erschrocken waren, versprach er ein Heilmittel für ihre rassistischen Ängste.»
Ein entscheidender Moment für die Entwicklungen der Republikanischen Partei während seiner Amtszeit war aus Sicht Obamas auch die Berufung von Sarah Palin als Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin: «Mit Palin schien es, als würden die dunklen Geister, die schon lange am Rand der modernen Republikanischen Partei lauerten – Fremdenfeindlichkeit, Anti-Intellektualismus, paranoide Verschwörungstheorien, eine Antipathie gegenüber Schwarzen und Braunen – ihren Weg auf die Hauptbühne finden würden.»
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19:21
Biden telefoniert mit Papst Franziskus
Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat mit Papst Franziskus telefoniert und den Wunsch nach einer Zusammenarbeit bei der Integration von Flüchtlingen zum Ausdruck gebracht. Weitere Themen seien Armutsbekämpfung und Klimakrise gewesen, teilte das Bidens Büro mit. Biden habe dem Papst für Glückwunsch und Segen gedankt.
Der 77-jährige Biden ist bekennender Katholik. Am ersten Tag nach Bekanntgabe seines Wahlsiegs nahm er in Wilmington im US-Staat Delaware an einem Gottesdienst in der Kirche St. Joseph on the Brandywine teil, auf dessen Friedhof sein Sohn Beau beigesetzt wurde.
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18:28
Biden gegen Trump war Jahrhundertwahl
An der US-Präsidentschaftswahl in der vergangenen Woche haben sich im Verhältnis zur Gesamtzahl der Wahlberechtigten so viele Bürgerinnen und Bürger beteiligt wie seit mehr als einem Jahrhundert nicht mehr. Nach den Daten der bisherigen Auszählung ergibt sich eine Wahlbeteiligung von mindestens 63.9 Prozent, wie die «Washington Post» berichtete. Höher war die Beteiligung bei einer US-Präsidentschaftswahl zuletzt 1908 mit 65.7 Prozent.
Nach Berechnungen der Zeitung und des Marktforschungsinstituts Edison Research könnte die Beteiligung an der US-Wahl vom 3. November nach Abschluss der Auszählung auf 66.5 Prozent steigen. Dies wäre dann der höchste Wert seit der Wahl von 1900, als 73.7 Prozent der wahlberechtigten Amerikaner ihre Stimme abgaben. Damals wurde der republikanische Präsident William McKinley wiedergewählt, allerdings ohne die Stimmen von Frauen oder Angehörigen indigener Minderheiten, die damals nicht wahlberechtigt waren.
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17:04
Trump äussert erneut Betrugsvorwürfe
Nach seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl hat Amtsinhaber Donald Trump seinen politischen Gegnern erneut Betrug unterstellt. Auf Twitter äusserte sich Trump über die noch nicht beendete Stimmenauszählung in North Carolina, wo er selbst deutlich in Führung liegt. «Warum dauert es in North Carolina so lange? Suchen sie nach mehr Stimmen, um dies auch zu reparieren?», schrieb Trump.
Zugleich wiederholte er die mehrfach von den zuständigen Behörden zurückgewiesenen Vorwürfe, dass in Pennsylvania und Michigan keine Wahlbeobachter zur Auszählung zugelassen worden seien. Zudem äusserte Trump die Erwartung, dass er nach der angekündigten Neuauszählung der Stimmen in Georgia die Mehrheit erhalten werde. Der Wahlsieger Joe Biden hat dort nach vorläufigen Ergebnissen einen Vorsprung von mehr als 14'000 Stimmen.
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15:14
Wahlergebnisse stabilisieren sich
Neun Tage nach der Präsidentschaftswahl werden in den USA weiter Stimmen ausgezählt. Hier ein Überblick zu den vorläufigen Ergebnissen in denjenigen US-Staaten, die noch ohne Entscheidung oder besonders umstritten sind.
- Georgia: Der Staat hat 16 Stimmen für die Wahlversammlung zu vergeben. Bidens Vorsprung stabilisierte sich am Donnerstag auf gut 14’000 Stimmen. Das bedeutet 49.5 Prozent für Biden und 49.2 Prozent für Trump. Mit Blick auf das knappe Ergebnis hat die Regierung in diesem US-Staat bereits eine Neuauszählung aller Stimmen per Hand angekündigt.
- North Carolina: Der Staat entsendet 15 Wahlleute. Hier führt Trump mit rund 73’300 Stimmen Vorsprung und hält einen Anteil von 50.0 Prozent. Biden hat 48.7 Prozent.
- Arizona: In dem Staat geht es um 11 Wahlleute. Der zu Beginn der Auszählung deutliche Vorsprung für Biden schrumpfte am Donnerstag weiter auf zuletzt 11’635 Stimmen. Das sind 49.4 Prozent für Biden und 49.1 Prozent für Trump.
- Nevada: In dem Staat sind 6 Stimmen zu vergeben, die nach Meldungen von US-Medien Biden bekommt. Dessen Vorsprung wuchs am Mittwoch auf mehr als 36’800 Stimmen. Biden kommt dort auf einen Anteil von 50.2 Prozent, Trump auf 47.5 Prozent.
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12:38
Medienbericht: Trump-Regierung stellt Biden Glückwunschtelegramme nicht zu
Der gewählte US-Präsident Joe Biden kann einem Medienbericht zufolge wegen des Widerstands von Amtsinhaber Donald Trump bei der Regierungsübergabe auch einen ganzen Stapel an Glückwunschtelegrammen nicht entgegennehmen.
Im US-Aussenministerium befände sich an Biden gerichtete Post von ausländischen Staats- und Regierungschefs, doch der Zugang dazu bleibe ihm verwehrt, berichtete der Sender CNN am Donnerstag unter Berufung auf Beamte des Ministeriums. Bislang wird Biden die gesetzlich vorgesehene Unterstützung für eine geordnete Amtsübergabe («transition») von Trumps Regierung verwehrt.
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4:02
Biden ernennt seinen Stabschef
Der neu gewählte US-Präsident Joe Biden ist dabei zu entscheiden, wer mit ihm ins Weisse Haus einziehen soll. Sein künftiger Stabschef soll mit Ronald Klain ein alter Vertrauter werden. Das teilte Bidens Team mit. Klain hatte bereits für Biden gearbeitet, als dieser noch Vizepräsident unter Barack Obama war.
Derweil hat Senator Bernie Sanders Interesse an der Aufgabe des Arbeitsministers angemeldet. Er würde den Job übernehmen, falls dieser ihm angeboten würde, sagte Sanders auf eine entsprechende Frage des Nachrichtensenders CNN.
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22:55
Georgia nach der Wahl von Biden – eine Reportage
Georgia – das ist die Metropole Atlanta mit einer halben Million Einwohner, eindeutig Biden-Land. Aber Georgia ist eben auch Small Town America, wo jeder jeden kennt, und fast jeder Trump gewählt hat.
Sehen Sie die zwei Gesichter des Staates, in dem nun zum ersten Mal seit fast 30 Jahren ein Demokrat als Sieger ausgerufen werden könnte in der Reportage von 10vor10.
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21:07
Biden liegt mehr als 5 Millionen Stimmen vor Trump
Joe Biden liegt über alle Bundesstaaten der USA hinweg aktuell mehr als 5 Millionen Stimmen vor Donald Trump. Bisher wurden rund 77.35 Millionen Stimmen für Biden gezählt, Trump kommt derzeit auf 72.25 Millionen Stimmen. Biden liegt damit rund 3.4 Prozentpunkte vor Trump. Das ist aber nur ein Zwischenresultat, denn in vielen Staaten ist die Auszählung noch immer nicht abgeschlossen.
Zum Vergleich: Hillary Clinton holte 2016 rund 2.9 Millionen Stimmen mehr als Trump. Ihr Vorsprung betrug 2.1 Prozentpunkte. Und im vom Statistikportal 538 , Link öffnet in einem neuen Fensterberechneten Durchschnitt aller Umfragen wies Biden vor der Wahl gar ein Vorsprung von rund 8 Prozent auf Trump aus.
Im Wahlsystem der USA ist aber nicht die absolute Zahl der Stimmen massgeblich für den Sieg in der Präsidentschaftswahl, sondern die jeweilige Mehrheit in den Bundesstaaten. Diese entscheidet über die Entsendung von Wahlleuten an eine Wahlversammlung (Electoral College).
Präsident wird, wer aus den Bundesstaaten mehr als 270 Wahlleute für sich gewinnt. Joe Biden hat bereits 279 Wahlleute auf sicher und wurde somit als nächster Präsident gewählt.
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19:02
Auch Biden besucht Gedenkstätte am Veterans Day
Auch Biden besucht am heutigen Veterans Day eine Gedenkstätte der Streitkräfte: das Mahnmal zum Koreakrieg in Philadelphia in Pennsylvania. Er erklärte: «An diesem Tag der Veteranen spüre ich das volle Gewicht der Ehre und der Verantwortung, die mir das amerikanische Volk als dem nächsten Präsidenten anvertraut hat.» Er werde ein Oberkommandierender sein, der den Dienst der Veteranen respektiere, kündigte Biden an.
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18:14
Trump klagt auch in Michigan – trotz deutlichem Ergebnis
Das Wahlkampfteam von Donald Trump hat auch im Bundesstaat Michigan Klage eingereicht. Hier hat Biden mit mehr als 148'000 Stimmen oder 2.6 Prozentpunkte recht deutlich gewonnen. Trotzdem machte Trumps Team vor dem Bundesgericht in Michigan unter anderem geltend, dass «illegale und unzulässige Stimmzettel» erfasst worden seien.
Das Ergebnis in Michigan – ein Sieg für den demokratischen Herausforderer Joe Biden – dürfe nicht beglaubigt werden, vielmehr müsse in einigen Bezirken eine Neuwahl geprüft werden. Ein Sprecher des zuständigen Ministeriums warf dem Team des Republikaners Verbreitung von Falschinformationen vor. Die Abstimmung sei «fair, sicher und transparent» verlaufen.
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17:36
Trump besucht Arlington National Cemetery
Trump besucht in diesen Minuten anlässlich des Veterans Day den Arlington National Cemetery und gedenkt den gefallenen Soldaten. Er wird begleitet von seiner Frau Melania und Vizepräsident Mike Pence. Es ist der erste öffentliche Auftritt von Donald Trump seit dem Wahltag.
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17:26
In Georgia wird nachgezählt – von Hand
Die Behörden des Bundesstaats Georgia haben bereits früher eine Nachzählung der Stimmen angekündigt. Jetzt haben sie angeordnet, dass alle Stimmen von Hand nachgezählt werden. Dies wurde offenbar vom Team von Präsident Trump verlangt. Der Prozess solle Ende Woche beginnen und dürfte bis zum 20. November andauern. An diesem Datum muss das beglaubigte Wahlresultat vorliegen.
Der gewählte Präsident Joe Biden führt derzeit in Georgia mit etwas mehr als 14'000 Stimmen vor Trump. Insgesamt wurden in diesem Bundesstaat fast 5 Millionen gezählt. Nahezu alle Stimmzettel sind ausgezählt, aber die Counties haben noch bis Freitag Zeit, ihre Ergebnisse zu bestätigen.
Nach der Nachzählung von Hand, kann der Unterlegene eine weitere, maschinelle Nachzählung beantragen. Das Gesetz sieht eigentlich auch bei knappem Ausgang keine automatische Nachzählung vor. Der Verlierer kann jedoch eine Nachzählung beantragen, wenn der Unterschied weniger als 0.5 Prozentpunkte beträgt. Bidens Vorsprung liegt derzeit bei 0.28 Prozentpunkten. Mit der Auszählung von Hand geht Georgia auch weiter als die gesetzlich vorgesehene maschinelle Nachzählung der Scans.
Die Behörden sagten auch, es gäb derzeit keine Hinweise auf verbreiteten Betrug.
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17:04
Vizepräsident Mike Pence sagt Ferien ab
US-Vizepräsident Mike Pence sagt seine geplanten Ferien auf Sanibel Island im Südwesten Floridas ab. Das berichten amerikanischen Medien unter Berufung auf Regierungsbeamte. Pence wird stattdessen in Washington bleiben, um die Entwicklung des Rechtsstreits um die Wahlergebnisse zu verfolgen.
Auch wird er offenbar heute zusammen mit Trump den Arlington National Cemetery anlässlich des Veterans Day besuchen.
Quellen: SRF und Agenturen