Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03200.jsonl.gz/1640

Audi, ein geschichtlicher Rückblick
"Irn Ausland nimmt man an, Audi sei ein Produkt der Nachkriegszeit, was jedoch natürlich nicht stimmt. August Horch gründete die erste Audi Automobilwerk GmbH schon 1910 in Zwickau. Horch war zuvor bei Benz & Cie angestellt gewesen und hatte sich dort zum Fabrikleiter hochgearbeitet. Rastlos wie er war, suchte er sich jedoch einen wohlhabenden Sponsor und machte sich selbständig.
Seine erste Firma hieß Horch & Cie. Sie wurde 1899 gegründet und begann sofort mit der Entwicklung fortschrittlicher Fahrzeugtechnologie. Schon nach kurzer Zeit galt sie als Vorbild hinsichtlich Laufruhe und Zuverlässigkeit. 1907 arbeitete Horch an einem Sechszylinder-Motor mit rollengelagerter Kurbelwelle und hängenden Einlassventilen. Leider hatte er Schwierigkeiten, die Firma unter Kontrolle zu halten. Nach erbittertem Streit mit den Gesellschaftern ging er und gründete eine Konkurrenzfirma. Da er seinen eigenen Namen nicht verwenden durfte, nahm er einfach die lateinische Übersetzung von Horch, nämlich Audi.
Produziert wurden große, teure Autos, Horch verließ die Firma 1929, die dann von Jorgen Rasmussen dem Gründer von DKW -geleitet wurde. 1932 schlossen sich die vier sächsischen Autobauer Audi, DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union zusammen, es entstand dabei eines der stärksten Rennteams der Vorkriegszeit. Audi konnte allerdings nicht viel mehr als seinen Namen einbringen. Man verlegte die Produktion in die nahe gelegene Fabrikhalle von Horch und baute dort bis 1939 die Modelle UW und 225 mit Frontantrieb. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde eine neue Fabrikhalle in Düsseldorf eröffnet, in der DKW-Auto-Union-Modelle gebaut wurden, hauptsächlich ein Modell mit drei Zylindern und Frontantrieb. Die ursprünglichen Fabrikhallen im sächsischen Zwickau dienten der Herstellung der DDR-Kleinwagen F8, P70 und Trabant.
1958 übernahm Mercedes die finanzielle Kontrolle über die Auto Union. 1964 kaufte Volkswagen die Anteilmehrheit die Auto Union und änderte den Namen schließlich in Audi. Dadurch blieb Audi als einzige der vier Gründerfirmen der Auto Union übrig. 1998 übernahm man den Sportwagenhersteller Lamborghini. "
Zitat aus: Faszination Automobil/Bechtermünz