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Der Wettbewerbsbeitrag, der mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurde, positioniert das Landesmuseum mit einem neuen Vorplatz als Ensemble neben dem Bahnhof. Das Sockelgebäude schafft als parkseitiges Plateau eine einladende Geste und kreiert einen neuen Wahrnehmungshorizont in der Beziehung zur Stadt, zu den Flüssen und zum Park.
Das Landesmuseum Zürich (bis 2010 Schweizerisches Landesmuseum) wurde 1898 in einem neu erbauten, burgähnlichen Gebäude des Zürcher Architekten Gustav Gull nordwestlich der Haupthalle des Hauptbahnhofs eröffnet und ist das meistbesuchte historische Museum der Schweiz. Ein Annexbau sollte Platz für Ausstellungen, eine Bibliothek und einen Hörsaal schaffen.
Der Beitrag von Fischer Architekten für den international ausgeschriebenen Wettbewerb setzt auf eine kompromisslos klare Lösung. An der Stelle des limmatseitigen Eingangsflügels öffnet er die einengende und auf den Bahnhof fixierte Orientierung des Gebäudes. Ein neuer Vorplatz spannt sich räumlich bis zum Wacheplatz auf und positioniert das Landesmuseum als Ensemble neben dem Bahnhof.
Durch den Abbruch des Limmatflügels entsteht eine grössere Durchlässigkeit zum anschliessenden Platzspitz-Park. Das Sockelgebäude als neues, parkseitiges Plateau bringt den Park ins Museum. Die rahmenden Neubauten sind über Lufträume mit der Parkgalerie verbunden. Der Hoftyp wird idealisiert, in seinem axialen Bezug zum Park gestärkt und als kontemplativer Teil der Ausstellung erlebbar. Die abgebrochenen Fassaden erscheinen als ornamentale Spolien am Neubau.
Dieses Projekt wurde von Leuner & Zampieri gemeinsam mit Fischer Architekten bearbeitet.
Situation
Eingangsgeschoss
Regelgeschoss
Schnitt
Fassade
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