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Der zweite Flugschreiber soll in die 100 Kilometer von der Absturzstelle entfernte Stadt Gao gebracht werden, sagte eine Sprecherin der UNO-Mission in Mali.
Gleichzeitig sind französische Experten zur Absturzstelle des Air Algérie-Flugzeugs in Mali geflogen, um dort ihre Ermittlungen aufzunehmen. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP.
Flugroute wegen Wetter geändert
Auch die Behörden von Burkina Faso haben drei Vertreter der Angehörigen der Absturzopfer an die Unfallstelle geflogen. Die Behörden erklärten dazu, es könnten nur wenige Angehörige in das Gebiet geflogen werden, weil Plätze in den Helikoptern limitiert seien. Es werde jedoch alles unternommen, um noch weiteren Angehörigen den Flug zu ermöglichen.
Ein hochrangiger Militärvertreter sagte, die Bergung der 118 Opfer gestalte sich schwierig. Die Absturzursache ist noch nicht bekannt. Es wurde aber bestätigt, dass der Pilot der zweimotorigen MD-83 kurz vor dem Absturz wegen schlechtem Wetter die Flugroute geändert hatte.
Viele Europäer unter den Opfern
Das Flugzeug vom Typ McDonnell Douglas MD-83 war in der Nacht zum Donnerstag auf dem Weg von Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou nach Algier über Mali abgestürzt. Erst in der Nacht zum Freitag wurde das Wrack in der Nähe der Grenze zu Burkina Faso entdeckt.
An Bord der Unglücksmaschine waren nach neuesten Angaben der französischen Regierung 118 Insassen, darunter 54 Franzosen und laut der Fluggesellschaft Air Algérie auch vier Deutsche und eine Person aus der Schweiz.
Der französische Staatspräsident François Hollande will alle Opfer des Absturzes nach Frankreich holen. Sobald die Spezialkräfte die Leichen zusammengetragen und identifiziert hätten, würden alle Opfer nach Frankreich gebracht, sagte Hollande.
Hollande empfängt Angehörige
Frankreichs Präsident François Hollande hat die Angehörigen der Toten des Flugzeugunglücks von Mali empfangen. Er informierte die Hinterbliebenen der 54 Franzosen, die bei dem Absturz der Air-Algérie-Maschine ums Leben kamen, über die aktuelle Lage.