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In einer Studie wurden 250 Personalverantwortliche befragt, wie sie Lücken im Lebenslauf interpretieren. 2 % waren der Meinung, dass sie keinen Einfluss auf den beruflichen Erfolg der Bewerbenden haben. 86 % hielten sie für ein sehr aussagekräftiges Kriterium. 34,5 % der Personalverantwortlichen sortieren Bewerbende mit Lücken sofort aus.
Dabei gibt es wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass Lücken im Lebenslauf keinen signifikanten Einfluss auf Gewissenhaftigkeit, Entschlossenheit, Leistung oder Selbstkontrolle haben. (Frank & Kanning, 2014). Die Korrelationen liegen sogar bei weniger als 3 %. Das heisst, sie sind nicht relevant.
Warum also die ganze Aufregung um Lücken im Lebenslauf?
Die einfachste Lösung wäre, Lücken zu ignorieren. Leider ist dies für Bewerbende kaum möglich. Die Personalverantwortlichen legen viel zu viel Wert darauf. So bleibt ihnen leider nur die Verschleierung.
Trotzdem sollte man bei der Wahrheit bleiben. Es nützt nichts, einen kranken Verwandten zu vorzuschieben, wenn man schon lange keinen Job mehr gefunden hat. Es bringt auch nichts, einen Sprachkurs im Ausland zu erfinden, wenn man wegen einer langen Krankheit nicht arbeiten konnte.
Die Bewerbenden sollten sich überlegen, was sie in dieser Zeit wirklich gemacht haben. Meine Erfahrung zeigt, dass kaum jemand nur auf dem Sofa gesessen und Däumchen gedreht hat. Sie halfen oft in der Nachbarschaft, betreuten die Kinder (auch Männer), bauten das Haus um oder setzten sich für eine Organisation ein. Wie wäre es, wenn man sich einfach eine “freiwillige Auszeit” nimmt? Das klingt auf jeden Fall besser als das Modewort “Sabbatical”. Viele gute Tipps finden Sie im Internet. Ich werde einen weiteren Blog über dieses Thema schreiben, mit vielen Tipps und Tricks.
Für Personalverantwortliche empfehle ich in diesem Zusammenhang das Buch “50 Strategien, um die falschen Mitarbeiter zu finden” von Uwe Peter Kanning. Das Buch ist vollgepackt mit sehr guten Tipps, die alle wissenschaftlich belegt sind.