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Nonnenkranich
Grus leucogeranus
© 2008 Markus Kappeler
(erschienen in der WWF Conservation Stamp Collection)
Der Nonnenkranich (Grus leucogeranus) gehört, wie sein Name sagt, zur Familie der Kraniche (Gruidae), welche ihrerseits zur Ordnung der Kranichvögel (Gruiformes) zählt. Letztere ist eine sehr vielgestaltige Vogelsippe, die sich aus elf Familien mit fast 200 Arten zusammensetzt. Es handelt sich um die Rallen (Rallidae), die Stelzenrallen (Mesitornithidae), die Sonnenrallen (Eurypygidae), die Binsenrallen (Heliornithidae), die Kagus (Rhynochetidae), die Laufhühnchen (Turnicidae), die Seriemas (Cariamidae), die Trappen (Otididae), die Trompetervögel (Psophiidae), die Rallenkraniche (Aramidae) und nicht zuletzt die Kraniche (Gruidae). Die Verwandtschaftsverhältnisse der Familien innerhalb der Ordnung sind nicht abschliessend geklärt. Neuere molekularbiologische Untersuchungen der Erbsubstanz (DNS) deuten aber darauf hin, dass die nächsten Verwandten der Kraniche die neuweltlichen Rallenkraniche und Trompetervögel sind.
Die Familie der Kraniche wird in zwei Unterfamilien gegliedert: Die Unterfamilie der Kronenkraniche (Balearicinae) umfasst zwei Arten in Afrika, die Unterfamilie der Echten Kraniche (Gruinae) die restlichen 13 Arten, welche alle Erdteile ausser Antarktika und Südamerika besiedelt haben. Zu ihnen gehört auch der in Asien heimische Nonnenkranich.
Alle Kraniche sind grosse bis sehr grosse Vögel. Selbst der kleinste unter ihnen, der in den Steppenbereichen Eurasiens heimische Jungfernkranich (Grus virgo), weist eine Standhöhe von 90 Zentimeter auf. Der grösste, der Saruskranich (Grus antigone), kann im indischen Bereich seines südasiatisch-australischen Verbreitungsgebiets (Unterart antigone) sogar eine Standhöhe von 175 Zentimeter erreichen und ist damit der «höchste» flugfähige Vogel der Welt.
Auch der Nonnenkranich ist ein stattlicher Vogel. Erwachsene Individuen erreichen eine Standhöhe von etwa 140 Zentimeter, eine Flügelspannweite von 210 bis 230 Zentimeter und ein Gewicht um 6 Kilogramm. Männchen und Weibchen unterscheiden sich in ihrem Aussehen nicht. Allerdings sind die Männchen im Durchschnitt eine Spur grösser und schwerer als die Weibchen und haben einen etwas längeren Schnabel. Die beiden Daunenkleider der jungen Nonnenkraniche und auch das erste Jugendgefieder sind oberseits rostbraun. Sie dienen als «Tarntracht», sollen also die Jungvögel in ihrer natürlichen Umgebung vor Fressfeinden schützen.
Drei regionale Bestände
Die Nonnenkraniche sind ausgeprägte Zugvögel, welche alljährlich zwischen ihren Brutgebieten und ihren Überwinterungsplätzen hin und her wandern und dabei längere Strecken zurücklegen als jede andere ziehende Kranichart. Ihre Brutgebiete befinden sich in Sibirien, also im nördlichen Bereich Russlands östlich des Urals, ihre Winterquartiere im südlichen Asien.
Aufgrund der Winterquartiere werden drei Nonnenkranichbestände unterschieden: Der westliche Bestand brütet im Bereich des Kunovat, eines Zuflusses des Ob im russischen Tjumen-Distrikt, und überwintert an der Südküste des Kaspischen Meers bei Fereydun-Kenar im Iran. Der Bestand umfasst etwa ein Dutzend Individuen. Die westlichen Nonnenkraniche erscheinen gewöhnlich Ende Oktober, Anfang November in ihrem iranischen Winterquartier und bleiben dort bis Ende Februar, Anfang März. Für die Reise nehmen sie sich jeweils mehrere Wochen Zeit. Ein wichtiger Rastplatz unterwegs ist das Wolgadelta im Norden des Kaspischen Meers.
Als Wintergäste im Iran erstmals erwähnt wurden die Nonnenkraniche 1773. In der Folge wurde zwar noch vereinzelt über die Vögel berichtet, doch schon bald wurde es still um sie. Lange Zeit galten sie im Iran als ausgestorben. 1978 konnten jedoch zweifelsfrei zwölf Individuen bei Fereydun-Kenar identifiziert werden. Seither hat ihre Zahl an diesem Überwinterungsplatz - einem künstlichen Feuchtgebiet, das als Reservoir zum Bewässern der örtlichen Reisfelder dient - zwischen einem und vierzehn Individuen geschwankt.
Der zentrale Bestand brütete einst ebenfalls im Bereich der Kunovat-Niederungen, zog dann aber rund 6000 Kilometer weit via Afghanistan zu seinem Winterquartier im Keoladeo-Ghana-Nationalpark in Indien. Leider konnten dort letztmals im Jahr 2002 überwinternde Nonnenkraniche festgestellt werden. Der zentrale Bestand gilt als ausgestorben.
Dem östlichen Bestand gehören etwa 3000 Nonnenkraniche an. Ihr hauptsächliches Brutgebiet erstreckt sich über ein Areal von rund 80 000 Quadratkilometern in der Republik Jakutien im nordöstlichen Sibirien zwischen den Flüssen Jana und Kolyma. Die Angehörigen dieses Bestands ziehen mehr als 5000 Kilometer weit zu ihren Winterquartieren am Mittel- und Unterlauf des Jangtse in China. Etwa 95 Prozent von ihnen überwintern an einem einzigen Ort, nämlich beim Pojang-See in der ostchinesischen Provinz Jiangxi. Auch sie nehmen sich für die Reise jeweils viel Zeit und machen an verschiedenen Orten Rast. Beispielsweise wurden während des Herbstzugs schon über tausend rastende Nonnenkraniche beim Huanzidong-Stausee in der Provinz Liaoning, unweit der Hauptstadt Shenjang, gesichtet.
Beim Pojang-See halten sich die Nonnenkraniche in den feuchten Niederungen auf, welche im Nordwesten an dieses grossflächige (Chinas grösstes) Stillgewässer angrenzen. Der Pojang-See steht mit dem Jangtse in Verbindung. Im Frühling und Sommer, wenn in China reichlich Regen fällt und in den Bergen der Schnee schmilzt, schwillt der Jangtse jeweils stark an. Sein Wasser lässt dann auch den Pojang-See stark anwachsen - bis dessen Oberfläche etwa fünf Mal so gross ist wie im Winter. Im Herbst, wenn die Niederschläge nachlassen und in den Bergen wieder Schnee fällt, geht der Pegel des Jangtse zurück, und entsprechend schrumpft auch die Ausdehnung des Pojang-Sees. Genau zu diesem Zeitpunkt treffen Abertausende von Zugvögeln aus dem Norden ein, darunter die Nonnenkraniche des östlichen Bestands, und finden im Seichtwasser sowie auf den seit kurzem freiliegenden Schlickböden einen reich gedeckten Tisch. Erfreulicherweise stehen die feuchten Niederungen im Nordwesten des Pojang-Sees seit 1983 auf einer Fläche von 224 Quadratkilometern als Reservat zugunsten der Zugvögel unter striktem Schutz.
Der aquatischste Kranich
Von allen Kranicharten ist der Nonnenkranich am stärksten ans Wasser gebunden. Sowohl in seinen Brutgebieten als auch entlang seiner Zugrouten und in seinen Winterquartieren hält er sich stets in Sumpfländern, Überschwemmungsebenen, Flussdeltas, verlandenden Seeuferbereichen und anderen Süsswasser-Feuchtgebieten auf. Er verlässt dieselben weder zum Brüten noch zum Schlafen oder zur Nahrungssuche. Ausgedehnte Feuchtgebiete, in denen das Wasser eine Tiefe von 25 bis 50 Zentimeter aufweist und wo keine Büsche oder Bäume die Rundumsicht behindern, gehören zu seinen bevorzugten Lebensräumen.
Bei der Nahrungssuche watet der Nonnenkranich ruhig im untiefen Wasser umher und pickt oder stochert immer wieder mit seinem Schnabel nach Nahrungsdingen auf dem bzw. im weichen Gewässergrund. Pflanzenteile - insbesondere die frischen Triebe, Speicherwurzeln und Samen verschiedener Wasserpflanzen - bilden seine Hauptnahrung. Daneben fängt er aber auch Insekten und deren Larven sowie Schnecken, Würmer und - selten - kleine Fische, Frösche und Nager. Tierliche Nahrung scheint vor allem während der Jungenaufzucht von Bedeutung zu sein, wenn eiweissreiches Futter benötigt wird. Körperlich ist der Nonnenkranich an das Schreiten auf und das Stochern in weichem Gewässergrund gut angepasst: Er hat die verhältnismässig längsten Zehen und auch den relativ längsten Schnabel unter allen Kranichen.
In Gebieten, wo mehrere Kranicharten vorkommen, zeigt sich, dass dieselben leicht unterschiedliche Ernährungsstrategien entwickelt haben, um unterschiedliche Nahrungsnischen nutzen und so den Nahrungswettstreit untereinander gering halten zu können. Beim Pojang-See beispielsweise suchen die Nonnenkraniche im seichten Wasser und auf feuchten Schlickflächen nach Nahrung, während die Weissnackenkraniche (Grus vipio) dies entlang der Feuchtgebietsränder und die Mönchskraniche (Grus monacha) in den angrenzenden Grasländern und abgeernteten Getreidefeldern tun. Die Grauen Kraniche (Grus grus) schliesslich erweisen auch als «Generalisten» und nutzen einfach die freien Räume zwischen den Nischen ihrer drei Vettern.
«Wolf» wurde 83 Jahre alt
Wenn die Nonnenkraniche im Frühling aus dem Süden kommend in ihren Brutgebieten eintreffen, so beginnen die «verheirateten» Paare unverzüglich damit, Brutreviere festzulegen, welche eine Fläche von mehreren Hektaren aufweisen und aus denen sie sämtliche Artgenossen strikt vertreiben.
Anschliessend erfolgt der Nestbau. Wie alle Kraniche sind die Nonnenkraniche Bodenbrüter. Zunächst sucht sich das Paar einen vor Blicken gut geschützten und von knietiefem Wasser umgebenen Platz in den zentralen Bereichen seines Territoriums. Dann tragen beide Partner die Halme und Blätter von Ried- und anderen Gräsern sowie Teile weiterer Sumpfpflanzen herbei und errichten damit einen kompakten, wenig kunstvollen Haufen. Dieser weist gewöhnlich einen Durchmesser von etwa 80 Zentimeter auf und ragt 30 bis 60 Zentimeter über den Wasserspiegel.
Ende Mai, Anfang Juni legt das Weibchen seine zumeist zwei Eier. Diese sind auf hellbraunem Grund rötlich gesprenkelt. Tagsüber lösen sich Weibchen und Männchen beim Bebrüten des Geleges ab, wobei der Partner, der «frei» hat, sich jeweils ein Stück vom Nest entfernt und dort der Nahrungssuche widmet. In der Nacht sitzt gewöhnlich das Weibchen auf den Eiern, während das Männchen nebenan Wache hält.
Nach einer Brutzeit von ungefähr einem Monat schlüpfen die jungen Nonnenkraniche aus ihren Eiern. Sie sind weit fortgeschritten und können nötigenfalls schon nach einem Tag laufen und sogar schwimmen. Bald wird das erste Daunenkleid durch ein zweites ersetzt und wenig später durch ein erstes Jugendgefieder. Allerdings gelingt den Nonnenkranichpaaren in den meisten Fällen nur die Aufzucht eines Jungvogels. Denn zwischen den Geschwistern kommt es von Anfang an zu massiven Zänkereien, wodurch das Schwächere früher oder später vom Nest vertrieben wird und verhungert oder Fressfeinden zum Opfer fällt. Auch bei den Nonnenkranichen heisst also die harte, aber sicherlich sinnvolle Fortpflanzungsstrategie: Lieber ein kräftiges Junges mit guten Überlebenschancen als zwei Schwächlinge.
Im Alter von zweieinhalb Monaten sind die jungen Nonnenkraniche flugfähig. Sie bleiben aber weiterhin mit ihren Eltern zusammen und werden noch geraume Zeit von ihnen zugefüttert. Zunächst besuchen die Kleinfamilien die Seichtwasserflächen in der näheren Umgebung. Ende August, Anfang September schliessen sie sich mit anderen Familien zu grösseren Verbänden zusammen, und diese brechen wenig später in den Süden auf. Auch im Winterquartier bleiben die Kleinfamilien erhalten. Spätestens aber nach der Rückreise ins Brutgebiet lösen sie sich auf, weil die Eltern ihren Nachwuchs dann nicht mehr in ihrer Nähe dulden. Während die erwachsenen Nonnenkraniche wiederum zur Brut schreiten, scharen sich die Jungvögel zu Trupps zusammen und ziehen ausserhalb des territorialen Netzwerks der Altvögel halbnomadisch umher.
Frühestens im Alter von etwa drei Jahren gehen die jungen Nonnenkraniche mit einem Vertreter des anderen Geschlechts einen Paarbund ein, der im Allgemeinen ein Leben lang hält. Erstmals zur Brut schreiten sie gewöhnlich im Alter von vier bis sechs Jahren, denn erst dann sind sie geschlechtsreif. In Menschenobhut können Nonnenkraniche sehr alt werden. «Wolf», der auf dem Gelände der Internationalen Kranichstiftung (ICF) in Wisconsin (USA) lebte, hält von allen Kranichen den Altersrekord: Er wurde 83 Jahre alt.
Kritisch bedroht
Der Nonnenkranich gilt als die am stärksten vom Aussterben bedrohte Kranichart. Als einziger wird er von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als «Kritisch bedroht» eingestuft. Allerdings stehen auch alle übrigen Kranicharten auf der Roten Liste, wobei 2 als «Bedroht», 6 als «Verletzlich», 1 als «Nahezu gefährdet» und 5 als «Wenig gefährdet» eingestuft werden.
Lebensraumverlust heisst die Hauptursache für die prekäre Situation des Nonnenkranichs. Dabei geht es weniger um seine sibirischen Brutplätze, obzwar auch diese gebietsweise durch die Erdölförderung und andere Tätigkeiten des Menschen in Mitleidenschaft gezogen werden. Hauptsächlich zu schaffen macht ihm jedoch die Zerstörung und Beeinträchtigung der Feuchtgebiete in seinen Winterquartieren und entlang seiner Zugrouten zwecks Gewinnung von landwirtschaftlichen Nutzflächen. Einen verheerenden Einfluss könnte im Übrigen der Bau des berüchtigten Drei-Schluchten-Staudamms in China haben, da er das Wasserregime entlang des Jangtse und damit beim Pojang-See verändern wird. Der westliche Bestand leidet zudem unter der Bejagung entlang seiner Zugroute, obschon der Nonnenkranich heute in allen Ländern, in denen er vorkommt, unter striktem Schutz steht.
Bemühungen zum Schutz des Nonnenkranichs begannen schon in den 1970er Jahren. Zu nennen ist vor allem ein sehr erfolgreiches Zuchtprogramm, welches dazu geführt hat, dass heute mehr als 300 Nonnenkraniche in Menschenobhut leben und sich weiterhin kräftig vermehren. Bereits konnten beim Kunovat Wiedereinbürgerungsversuche unternommen werden. Dabei wurde Jungkranichen beigebracht, einem Ultraleicht-Flugzeug zu folgen. Dieses zeigte ihnen den 1500 Kilometer weiten Weg südwärts zum Belozerki-Naturreservat im südlichen Russland.
Seit 2003 läuft nun das internationale «Nonnenkranich-Feuchtgebiet-Projekt» («Siberian Crane Wetland Project», SCWP), das zum Ziel hat, ein Netzwerk grosser Feuchtgebiete vorerst in Russland, China, Kasachstan und im Iran, später in weiteren Ländern Asiens, zu erhalten, welche für ziehende Wasservögel aller Art überlebenswichtig sind. Der charismatische Nonnenkranich dient hierbei als «Flaggschiffart». Das Projekt wird durch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen sowie durch die Regierungen der genannten Länder unterstützt - und vermag die Not des Nonnenkranichs hoffentlich rasch und dauerhaft zu lindern.
Legenden
Der Nonnenkranich (Grus leucogeranus) ist ein stattlicher Vogel: Erwachsene Individuen erreichen eine Standhöhe von etwa 140 Zentimeter, eine Flügelspannweite von 210 bis 230 Zentimeter und ein Gewicht um 6 Kilogramm, wobei die Männchen im Durchschnitt eine Spur grösser sind als die Weibchen. Dieses in Menschenobhut gezüchtete Individuum trägt einen Sender, wodurch via Satellit seine Flugbewegungen überwacht werden können.
Der Nonnenkranich ist der aquatischste unter den weltweit 15 Kranicharten. Er hält sich im Brutgebiet wie im Winterquartier stets in Feuchtgebieten auf. Seine Nahrung - hauptsächlich Pflanzenteile aller Art - sucht er dort watend im untiefen Wasser.
Die Nonnenkraniche leben monogam, gehen also mit einem Vertreter des anderen Geschlechts einen festen Paarbund ein, der im Allgemeinen ein Leben lang hält. Dieses Paar hat erfolgreich gebrütet und wird nun bis zum Beginn der nächsten Brutsaison von seinem Jungen (rechts im Bild) begleitet.
Die jungen Nonnenkraniche schlüpfen nach einer Brutzeit von etwa einem Monat aus ihren Eiern. Sie wachsen rasch heran: Bald wird ihr erstes Daunenkleid (links) durch ein zweites (rechts) ersetzt, und wenig später beginnt das erste Jugendgefieder zu spriessen. Flugfähig sind sie im Alter von zweieinhalb Monaten. Die Aufnahmen stammen aus dem Kranichzuchtzentrum im russischen Oksky-Reservat.
Das Bild stimmt traurig: Es wurde im Keoladeo-Ghana-Nationalpark im indischen Bundesstaat Bharatpur aufgenommen und zeigt einen der letzten Vertreter des zentralen Nonnenkranichbestands. Seit 2002 konnten hier keine überwinternden Nonnenkraniche mehr gesichtet werden, weshalb der zentrale Bestand als ausgestorben gilt.
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