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Pingo ist weder ein Piguin, noch ein Windelservice, nein, nein, es ist ein geomorphologisches Phänomen! Die Bezeichnung geht auf die Inuit-Indianer zurück und beschreibt einen Hügel inmitten eines Permafrost Gebiets. Dabei handelt es sich um einen permanent gefrorenen, mit Vegetation bedeckten Hügel, der mit massivem Eis gefüllt ist. Die meisten Pingos sind konisch mit runder oder ovaler Basis und Dimensionen bis 50 m Höhe und 1000 m Durchmesser. Die Oberfläche ist von Spannungsspalten durchzogen und der Gipfel bricht häufig zu einem Krater ein.
In der schematischen Darstellung sehen wir sehr vereinfacht, wie sich eine Eismasse bildet und als sogenanntes Injektionseis den gefrorenen Boden hochdrückt und zu einem Hügel aufwölbt. Die Eislinse eines Pingos hat ein durchschnittliches vertikales Wachstum von 0,2 m pro Jahr, wobei die Wachstumsgeschwindigkeit je nach den vorherrschenden klimatischen Bedingungen und dem Wasserangebot erheblich schwanken kann.
In der Permafrostregion der Jamal-Halbinsel in Westsibirien wurden im Juli 2014 grosse Löcher entdeckt, die von einem Wall umgeben sind.
Sie riefen wilde Spekulationen hervor; Aliens, Ufos, Laserwaffen wurden im Internet als Möglichkeit diskutiert! An Fantasie mangelte es nicht. Andrei Plekhanov, ein Geologe vom Scientific Centre of Arctic Studies in Salekhard, vermutete zunächst einen schmelzenden Pingo.
Doch nun berichtet das Fachjournal Nature, dass eine andere Theorie der Wahrheit näher kommt: die Löcher sollen die Folge einer Methanexplosion sein (siehe Schema).
Solche “Methan-Rülpser” können als Pseudo-Pingos umschrieben werden. Man muss es sich vorstellen wie bei einem Sektkorken, der aus der Flasche herausknallt! Also dann, prosit!