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Der französische Dirigent François-Xavier Roth, der 1971 als Sohn des Organisten Daniel Roth in Neuilly-sur-Seine geboren wurde, begann seine musikalische Laufbahn als Flötist. Mitte der neunziger Jahre entschied er sich für einen «Fachwechsel» und absolvierte die Dirigentenklasse von Janós Fürst am Pariser Conservatoire; darüber hinaus belegte er Kurse bei Jorma Panula. Nach ersten Erfahrungen als Assistant Conductor beim London Symphony Orchestra, wo er
mit Pierre Boulez und Sir Colin Davis zusammenarbeiten konnte, gründete François-Xavier Roth 2003 sein eigenes Ensemble Les Siècles, mit dem er Werke vom 17. Jahrhundert bis zur Gegen-
wart erarbeitet, auf alten wie auf neuen Instrumenten. Zahlreiche CDs hat er mit dieser Formation vorgelegt und wurde dafür u. a. mit dem «Preis der deutschen Schallplattenkritik», dem «Edison Award» sowie dem «Diapason d’or» ausgezeichnet und bei den «Victoires de la Musique» geehrt. Von 2011 bis 2016 stand Roth an der Spitze des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg, seit 2015 amtiert er als Gürzenich-Kapellmeister und Generalmusikdirektor der Stadt Köln. Ausserdem ist er seit 2017 dem London Symphony Orchestra als Principal Guest Conductor verbunden, wo er sich mit einem Debussy-Zyklus vorstellte. Im Januar 2018 berief ihn die Pariser Philharmonie zum ersten «artiste associé» in der
Geschichte des Hauses. Als Gast dirigierte François-Xavier Roth die Berliner Philharmoniker und die Staatskapelle Berlin, das Boston Symphony Orchestra und das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, das Zürcher Tonhalle-Orchester, das Orchestre Révolutionnaire et Romantique und das Orchestre de Paris. Zuletzt veröffentlichte er im Frühjahr 2018 auf dem Plattenmarkt Ravels Ma mère l’Oye und Le Tombeau de Couperin mit Les Siècles. Am französischen Nationalfeiertag 2017 wurde Roth zum «Chevalier de la Légion d’Honneur» ernannt.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 10. September 2013 mit Werke von Ligeti, Czernowin, Wyschnegradsky und Haas und dem SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg.
Juli 2018