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San Francisco
Mit der Fähre fahren wir über die Bucht von Larkspur nach Downtown San Francisco. Es regnet heftig, als wir ankommen. Mit dem Tram F, klar aus den 40er Jahren, fahren wir zum Asian Art Museum. Vor dem Museum steht ein grosser, farbiger, stummelschwänziger Drachen aus Stahl, gegenüber steht das riesige Rathaus. Die Ausstellung im Museum ist sehr attraktiv, es hat Türpfosten aus Indien, moderne Kunstwerke wie das Antique Dragon Spacecraft (2016), riesige Friese wie den Sockel mit dem Dämon Mahiravana. Das chinesische Kamel aus Porzellan (690-750) hatte ich schon bei meinem letzten Besuch vor zehn Jahren bewundert. Es gibt chinesische Grabwächter (618-906), eine japanische Sänfte (1800-1868), oder ein modernes Bild im alten Stile eines eiscremschleckenden Mädchens. Unser nächster Besuch gilt dem Yerba Buena Center of Arts, wo wir wenig Zeit verbringen. Es hat eine Hütte mit Büchern und Plastiksäcken, einige davon mit Eiskristallen aus Kunstharz überzogen. Eine Ausstellung von Werken von Yishai Jusidman, Prussian Blue, ist etwas deprimierend, denn sie hat die Konzentrationslager Dachau, Mauthausen, Majdanek zum Thema. Unser nächster Besuch gilt dem Moma. Als einige zufällig ausgewählte Highlights erwähne ich An Te Liu, Cloud (2008), Casey Countrywood, Craig Dorety, Elliot Roe, Carlos Tan, Tilted Plane (2011, eine Installlation eines dunklen Raumes mit LED-Lichtern, die eine schräge Decke simulieren), Anselm Kiefer, Melancholia (1990-91), Sol LeWitt, Incomplete Open Cubes (1974), Chuck Close, James (2002), Andy Warhol, Joseph Beuys [Camouflage] (1986), Mobiles/Stabiles by Alexander Calder. Eine Sonderausstellung über Robert Rauschenberg zeigt unter anderem die Werke Charlene (1954), Retroactive I (1963) und Estate (1963). Tom geht alleine nach Hause, ich nehme die Gelegenheit wahr, dass der Regen aufgehört hat und die Sonne herausgekommen ist. Ich bummle durch Chinatown, gelange zum Washington Square, komme an der SS Peter-and-Paul Parish Church vorbei und laufe entlang Stockton Road, wo ich zum Coit Tower abbiege. Ich muss etwas warten, bis auch ich mit dem Lift nach oben fahren kann und habe eine schöne Aussicht über das in diesem Moment trockene San Francisco, auf der einen Seite die Silhouette des Stadtzentrums, auf der anderen Seite die Sicht auf die Golden Gate Bridge und dazwischen eine schöne Aussicht auf die Bucht und Alcatraz. Der Turm ist mit schönen Fresken aus dem 1930er Jahren ausgemalt. Ich laufe weiter zum Pier 39, wo ich den Robben zuschaue, wie sie auf den Flossen schlafen. Als es gegen fünf Uhr geht, laufe ich erst zu North, dann zu Lombard Street um den Bus Nr. 18 zu finden. Doch nirgends finde ich eine Bushaltestelle, an der Bus Nr. 18 hält. So laufe ich in die Gegenrichtung und lande wieder bei Coit Tower. Ich muss von Telegraph Hill herunter und laufe auf dem kürzesten Weg zum Fährenterminal, wo ich die 18-Uhr-Fähre gerade verpasse. So muss ich auf den nächste Fähre warten. Am Fährterminal in Larkspur holt mich Sandy ab.