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Funde auf dem Schlosshügel, 1832 bei Ausgrabungen zutage gefördert, weisen nach, dass Muri schon zur Römerzeit besiedelt war. Urkundlich taucht der Name, nach heutigem Wissen, erstmals 1180 auf, als ein Pfarrer Burkhard aus der Gemeinde mit vermögenden Bürgern Geschäfte tätigte. Damals gehörte Muri noch zur Herrschaft Geristein, die mehr als 100 Jahre später, 1298, von der Stadt Bern erobert werden sollte. Die Herrschaft setzte sich aus den vier sogenannten Kirchspielen Bolligen, Muri, Stettlen und Vechigen zusammen. Als die aufstrebende Stadt Bern ihre erste Eroberung machte, liess sie die überlieferten Rechte der Gemeinden unangetastet und legte damit den Grundstein zur weitgehenden bernischen Gemeindeautonomie.
Über Jahrhunderte lebten die Einwohner der Gemeinden in relativ stabilen Verhältnissen, an denen die riesigen Veränderungen der europäischen und schweizerischen Geschichte scheinbar spurlos vorbeizogen.
Eine vollständige strukturelle und gesellschaftliche Umwandlung setzte erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein. Sie war die Folge der Industrialisierung und der Abwanderung von der Stadt aufs Land.
Wappen
Das seit 1780 nachgewiesene Muri-Wappen stellt in Schwarz-Weiss eine Mauer dar (muri = lateinischer Ausdruck für Mauern).
Das Gümligen-Wappen ist zwar inoffiziell. Seine Präsenz an der Fassade des Gemeindehauses verdeutlicht jedoch, dass der Gemeindeteil Gümligen einen eigenen Charakter hat. In Rot und Gelb gehalten, sind heraldisch Andeutungen von Lilien der Bourbonen unübersehbar, doch lässt sich der Ursprung nicht eindeutig nachweisen.