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Nach der Sömmerung auf einer extensiven Bergweide wurde der Einfluss der anschliessenden Ausmast unterschiedlicher Dauer auf die Mastleistung von 48 Ochsen der Kreuzung Limousin x Fleckvieh untersucht. Die Schlachtungen fanden in der Gruppe ohne Ausmast direkt nach Alpabtrieb statt und in den andern Verfahren nach 4, 8 und 12 Wochen Ausmast in einem Laufstall. Die Grundration setzte sich aus einer ad libitum vorgelegte Gras-/Maissilagemischung (im Verhältnis 1:1 in der TS) zusammen, die mit einer Kraftfuttermischung ergänzt wurde. Bei Versuchsbeginn waren die Ochsen über 500 kg schwer. Der während der Ausmast realisierte durchschnittliche Tageszuwachs (TZW) von 1,7 kg überstieg den TZW der Alpungsperiode um mehr als das Doppelte und dies unabhängig von der Ausmastdauer und des Lebendgewichtes. Am Zustandekommen dieser aussergewöhnlichen Mastleistungen ist das Phänomen des kompensatorischen Wachstums massgeblich beteiligt. Dies äusserte sich in einem erhöhten Futterverzehr (+ 17 %) bei reduziertem Energiebedarf. Ohne Ausmast hatten die Ochsen insgesamt keine genügende Schlachtreife erreicht. Eine Ausmast von vier Wochen genügte, um diesen Mangel zu korrigieren und die Merkmale Fleischigkeit, Schlachtausbeute und Schlachtkörpergewicht zu verbessern. Eine Verlängerung der Ausmast war nur für die leichteren Ochsen noch von Nutzen. Das kompensatorische Wachstum wird in den aktuellen Fütterungsnormen zu wenig berücksichtigt.
Sowohl im Sport als auch in der alternativen Landwirtschaft werden Pferde wieder vermehrt als Zugtiere eingesetzt. Auch bei Zugpferden kommt der effizienten Kraftübertragung eine wichtige Rolle hinsichtlich des Wohlbefindens zu.
Eine Vetsuisse-Studie zeigt, dass mit dem Konzept Freiluftkalb der Antibiotikaverbrauch in der Käl-bermast um 80 % reduziert wird. AGRIDEA hat die Wirtschaftlichkeit der Freiluftkalbhaltung geprüft und festgestellt, dass sie nicht mit der herkömmlichen Kälbermast mithalten kann.
Im Gegensatz zu Schweinen wird Milchvieh bisher kaum proteinreduziert gefüttert. Studien zeigen, dass es auch beim Rindvieh Potential zur Proteineinsparung und damit zur Reduktion von Ammoniak-Emissionen gibt.