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Die Differenzkategorien Gender und Sexualität in der Sozialen Arbeit
eine Auseinandersetzung mit Perspektiven aus Gender/Queer Studies im Umgang mit Differenz
«Wird es ein Mädchen oder ein Junge?», ist eine oft gestellte Frage, die an werdende Eltern gestellt wird. «War er früher eine Frau?», ist eine Frage, die beim Outing von trans* Menschen fällt. Die Kategorisierung in ?Mann? und ?Frau? scheint für Menschen von hoher Bedeutung zu sein. Mit der gelebten Sexualität ist es ähnlich. «Hat sie sich schon geoutet?» Diese Frage nach dem Outing richtet sich allerdings nur an homosexuelle Menschen, denn sie gelten als die ?Anderen?. Menschen werden aufgrund von Differenzkategorien als ?anders? bezeichnet. Auch die Soziale Arbeit greift auf diese Kategorien in ihrer Arbeit zurück, indem definiert wird, wer Adressat*in von Sozialer Arbeit ist und wer nicht. Somit ist die Soziale Arbeit (re-)produzierend an Differenzkategorien beteiligt, möchte jedoch gemäss Tripelmandat nach Silvia Staub-Bernasconi normkritisch agieren. Die Soziale Arbeit befindet sich im Umgang mit Differenz also in einem Dilemma. Die vorliegende Bachelorarbeit soll Sozialarbeiter*innen und Interessierten durch die Auseinandersetzung mit Fachliteratur aufzeigen, was Differenzen sind, welche Wirkung sie haben und wie die Soziale Arbeit damit umgehen kann. Es wird ein Überblick über die verschiedenen Perspektiven der Theorieströmungen der Gender/Queer Studies gegeben und mit dem Umgang mit Differenz verknüpft. Diese Bachelorarbeit fokussiert auf die Differenzkategorien Gender und Sexualität und untersucht, inwiefern Perspektiven der Gender/Queer Studies anschlussfähig im sozialarbeiterischen Umgang mit Differenzen sind.