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Der Roman «Lolita» von Nabokov hat seit seiner Veröffentlichung in den 50er Jahren tiefe Abdrücke hinterlassen. Der Begriff Lolita stellt ein Bild der Verführung, des Begehrens und des Tabus her, anhand welchem Übermächtigung und Schuld immer wieder neu verhandelt werden. In dieser Arbeit werden (Selbst)inszenierungen betrachtet, die zwischen Täterschaft und Opferschaft bestehen, sich überlagern und überschreiben. Welche Bilder und Erzählungen produziert das Begehren, welche Illusionen erlauben wir uns hinsichtlich der Liebe?