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Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner hat die griechische Finanzkrise mit der Staatspleite ihres Landes vor rund 13 Jahren verglichen. «Das griechische Volk macht das Gleiche durch wie die Argentinier damals: Das Drama der ständigen Sparpolitik», sagte sie laut Medienberichten in einer TV-Rede am Mittwoch (Ortszeit). Neoliberale Politik führe zu Elend, Hunger und Arbeitslosigkeit.
Der argentinische Staat war Ende 2001 bankrottgegangen. Als dem Land ein Milliarden-Kredit des IWF verweigert wurde, verstärkte sich eine Kapitalflucht besonders von Investoren, da es seit längerem Gerüchte über eine drohende Zahlungsunfähigkeit gab.
Kontrolle gegen Geldabzug
Die 1:1-Kopplung des überbewerten Peso an den Dollar verschärfte die Situation. Als die Bürger massenhaft ihr Geld in Dollar abhoben, zog die Regierung die Notbremse und verfügte eine starke Beschränkung beim Bargeldabheben.
Die Argentinier prägten für die Kapitalverkehrskontrollen in der spanischsprachigen Welt den Begriff des «Corralito» («Laufstall»). Es kam damals zu schweren Unruhen und Plünderungen.
Flucht mit dem Helikopter
Am 21. Dezember 2001 trat schliesslich Staatschef Fernando de la Rúa zurück und flüchtete im Helikopter aus dem Regierungsgebäude. Die Kontensperre wurde erst Ende 2002 endgültig aufgehoben.
Noch heute liegt Argentinien in einem Rechtsstreit mit US-Hedgefonds. Diese hatten sich nach der Staatspleite günstig ausfallbedrohte Anleihen gekauft und dann auf volle Rückzahlung geklagt.
(sda/ise/ama)