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Das 2005 initiierte Dokumentationsprojekt begann im Rahmen eines von der EU finanzierten Trainingsprogramms für Kommunalpolitik und dörfliche Organisation. Regisseur und Produzent Wu Wenguang entwickelte ein Video- und Fotoprojekt, bei dem zehn Männer und Frauen, die noch nie eine DVD-Kamera benutzt hatten, ihr Leben auf dem Lande, die Veränderung ihrer Umgebung und die demokratische Entwicklung in ihren Dörfern festhielten. Das Projekt wurde zum Selbstläufer und gab den Filmemachern ein Werkzeug in die Hand, mit dem sie ihre eigenen Geschichten festhalten und interpretieren können. Hintergrund für das Projekt ist die in den frühen 1980er Jahren eingeführte dörfliche Selbstverwaltung in den ländlichen Regionen Chinas, die rund 900 Millionen Menschen betrifft. Die als „stille Revolution“ umschriebenen Prozesse, haben ihre Spuren bei den rund 900 Millionen Bewohner hinterlassen. Die Einführung der Selbstverwaltung gilt als ein wichtiger Schritt Chinas in Richtung Dezentralisierung und Demokratisierung, da die Dorfbewohner ihre Verwaltung selbst wählen und so Dorfangelegenheiten in autonomer und demokratischer Manier selbst bewerkstelligen. Welche Veränderungen und Auswirkungen diese Prozesse haben, werden mit der Kamera festgehalten. Statt öffentlich Kommentare zur Politik zu äussern, dokumentieren die Filme und Fotografien dieses Projektes das tägliche Leben auf dem Land angesichts von Chinas neuer dörflicher Verwaltungsstruktur – aus der Perspektive der Bewohner selbst.
Zwei von ihnen werden während der Vorführung anwesend sein: Zhang Huancai and Jia Zhitan.
Wu Wenguangs Film ‹Bare your Stuff› dokumentiert das Projekt.