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Zürich (awp) - Die Accu Holding AG hat im Geschäftsjahr 2010 gemäss dem heute Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht einen Verlust von 0,9 Mio CHF erzielt. Im Vorjahr hatte der Verlust 1,9 Mio CHF betragen. Damit ist das Unternehmen den Auflagen der SIX Swiss Exchange nachgekommen, die Zahlen bis Ende Mai vorzulegen.
Die Börsenbetreiberin hatte die Halbjahresresultate des vergangenen Jahres untersucht. Sie vermutete eine Verletzungen der Rechnungslegungsvorschriften, die zu einer Unterbewertung des Eigenkapitals geführt haben könnten. Der Verwaltungsrat habe sich dafür entschieden, auf die Forderungen der SIX Swiss Exchange einzutreten und erwarte in nächster Zeit den definitiven Entscheid, schreibt Accu nun.
Für das Geschäftsjahr 2010 resultiert statt des im Februar angekündigten "kleinen Gewinns" nun ein leichter Verlust, wie Accu bereits am vergangenen Freitagabend mitgeteilt hatte.
Der Umsatz sank - wie bereits bekannt - auf 1,7 Mio CHF. Der Liegenschaftenertrag betrug 1,3 Mio CHF, nach einem Vorjahreswert von 0,8 Mio CHF. Zudem wurden übrige betriebliche Erträge von 0,4 Mio CHF verbucht.
Gemäss Geschäftsbericht 2009 hatte der Vorjahresumsatz aus der operativen Geschäftstätigkeit (ohne Erfolg aus Liegenschaften) bei 49,4 Mio CHF gelegen. Das Unternehmen hatte das operative Batteriengeschäft per Ende November 2009 verkauft.
Nach Abzug der Nettoveränderung der Liegenschaften und der Kosten resultiert ein Betriebsverlust (EBIT) von 1,2 Mio, nach 4,4 Mio CHF im Vorjahr.
Aus der Betriebstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von 2,4 Mio, nach einem Zufluss von 0,9 Mio CHF. Dies ist laut Accu hauptsächlich auf die Erfüllung von Verpflichtungen aus den Vorjahren zurückzuführen. Die Tilgung der Finanzschulden von 5,8 Mio CHF führte zu einem Abbau der liquiden Mittel um 8,2 Mio CHF auf 1,0 Mio CHF.
Aufgrund des Jahresresultats reduzierte sich das Eigenkapital auf 14,2 Mio CHF, gegenüber einem korrigierten Vorjahreswert von 15,3 Mio CHF. Infolge der Rückzahlung von Fremdkapital habe sich die Eigenkapitalquote dennoch von 49% auf 71% erhöht, so das Unternehmen.
Die Bilanzsumme reduzierte sich aufgrund des Verkaufs des Batteriegeschäfts deutlich, und zwar auf 20,1 Mio CHF nach 31,1 Mio CHF per Ende 2009. Die Industriegruppe ist nach der Rückzahlung aller Bankkredite per 31.12.2010 vollständig frei von Finanzschulden.
Kontakte mit verschiedenen potenziellen Investoren zur Neuorientierung des Unternehmens hätten stattgefunden, schreibt das Unternehmen. Ende April habe eine Aktionärsgruppe (Arto Holding, B. Wietlisbach AG und Pensionskasse Accu Oerlikon) einen Vertrag zum Verkauf ihrer Mehrheitsbeteiligung an der Accu Holding von 58,53% mit der 1C Industries Zug AG in Zug und ihrer Tochtergesellschaft Nexis Fibers in Humenné, Slowakei abgeschlossen. Dies eröffne neue Optionen für eine industrielle Zukunft der Holding.
Bei der Vermietung der durch den Wegzug des Hauptmieters frei gewordenen Immobilien seien erfreuliche Fortschritte erzielt worden. In Boudry NE wurden laut Geschäftsbericht neue, langfristige Mietverhältnisse ausgehandelt und abgeschlossen. Für das nicht genutzte Land in Boudry wurde ein Verkaufsvertrag unterzeichnet und im ersten Quartal 2011 erfolgreich vollzogen. Für die anderen Liegenschaften wurden Projekte zur neuen Nutzung eingeleitet
Wichtige Gewährleistungen aus dem Verkauf des Batteriegeschäfts laufen laut Accu Ende Mai 2011 aus. Zur Sicherstellung der möglichen Verpflichtungen daraus sei beim Vertragsabschluss ein Treuhandkonto errichtet worden. Ende Mai 2011 würden die möglichen Verbindlichkeiten aus dem Vertrag ermittelt und mit dem Treuhandkonto verrechnet.
Nach dem Übergangsjahr 2010 will sich die Industriegruppe 2011 auf zwei Aufgaben konzentrieren: Auf die Neuausrichtung unter Einbezug der neuen Hauptaktionäre und die Umnutzung der Immobilien. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Verwaltungsrat mit einem ausgeglichenen Resultat für die Gruppe.
cc/cf
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