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Khalil Joreige & Joana Hadjithomas
Frankreich, Libanon, Katar, 95 min
1961 gründete eine Gruppe armenischer und libanesischer Wissenschaftler die « Lebanese Rocket Society », deren erklärtes Ziel die Eroberung des Weltraums mit halb handwerklich hergestellten Raketen war – Beweis genug, dass man in einem kleinen Land des Nahen Ostens vom Unmöglichen träumen konnte, noch bevor der erste Mensch einen Fuss auf den Mond gesetzt hatte. The Lebanese Rocket Society als unmissverständliche Anspielung auf eine von Jules Verne beschriebene Wahrnehmung der Welt und des Menschen bietet eine Geschichte, in der die Fiktion die Wirklichkeit zu verdrängen scheint. Die 1967 jäh unterbrochenen Forschungsarbeiten der Gruppe gerieten schnell in Vergessenheit, was auch für die meisten Unterlagen über dieses irrwitzige Unterfangen gilt. Anhand der Berichte einiger Mitwirkenden und der wunderbarerweise wieder gefundenen Archivbilder ermöglichen die Autoren die verblüffende und humorvolle Wiederentdeckung dieses unglaublichen Kapitels. Der Films zeigt ebenfalls einer Änderung der Haltung: Die schrittweise Aufgabe der Utopie des Fortschritts zugunsten einer weniger idealistischen Denkweise. Eine Verneigung vor den Träumern, die möglicherweise auch als Aufruf zu verstehen ist.