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WSPR (ausgesprochen "whisper") steht für "Weak Signal Propagation Reporter". Es handelt sich um eine Betriebsart für Baken-Aussendungen und ist für den QSO-Betrieb nicht geeignet. Wie der Name sagt, erlaubt es WSPR, extrem schwache, standardisierte Bakensignale zu empfangen. Die Empfangsrapporte werden automatisch an einen Auswerte-Server im Internet weitergeleitet, auf welchem die entsprechenden Ausbreitungswege dargestellt werden. Vorausgesetzt, dass genügend WSPR-Sender und WSPR-Empfänger aktiv sind, kann so jederzeit der aktuelle oder vergangene Zustand der Ausbreitungsbedingungen vorallem auf KW, aber auch auf anderen Funkbereichen visualisiert werden.
WSPR wurde 2008 von Joe Taylor (K1JT) entwickelt. Es wird laufend erweitert und steht heute bereits in einer Version 2.1 zur Verfügung. Heute ist die SW "open source" und wird auf den diversesten Plattformen verwendet.
Die Aussendung einer WSPR Bake beinhaltet als Info lediglich das Rufzeichen, den QTH Locator und die Angabe der Sendeleistung in dBm. (Beispiel: "HB9ABC JN47 37") Diese Informationen werden auf 50 bits komprimiert und mittels FEC (K=32, r = 1/2) auf 162 bit ausgedehnt. Die Aussendung erfolgt in 4-FSK und einer Symbolrate von 1.4648 Bd. Dazu ist eine Bandbreite von 6 Hz erforderlich. Zwar überträgt bei 4-FSK jedes Symbol 2 bits. Doch nur eines davon enthält Nutzdaten, das andere dient der Synchronisation. Die Aussendung dauert 110.6 s. Sie muss präzise immer zu Beginn einer geraden Minute gestartet werden: hh:00:01, dann hh:02:01, etc.
Laut Angaben des Autors kann der Dekoder ein WSPR-Signal bis zu einem S/N von -28 dB (gemessen mit 2500 Hz Bandbreite) dekodieren.
Nur für MW und LW gibt es mit WSPR-15 ein ähnliches, aber noch empfindlicheres Baken-Verfahren. Es dehnt die Sendung auf 15 (statt 2) min und erreicht damit eine um weitere 9 dB verbesserte Empfangsleistung.