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Etefwork Shumi lebt noch bei ihrer Mutter. Sie hat zwar ein Diplom in Personalwesen, findet aber keine Anstellung. Mit der Milchkuh der Mutter kamen sie grad so über die Runden. Die junge Frau wollte aber nicht untätig bleiben, hat sie doch von der Familie einiges über Viehhaltung mitbekommen. Im Programm von Swisshand Partner Metemamen MFI absolvierte sie die Schulung zur Kleinstunternehmerin und erstellte einen Businessplan. Mit dem ersten Kredit von 3‘500 Birr (ca. CHF 140) und etwas Erspartem konnte sie ein Rind kaufen, mästete es mit gutem Futter und verkaufte es nach zwei Monaten. Nach Abzug der Futterkosten blieben 4‘000 Birr reiner Profit = CHF 160. Nach der Wartefrist von 30 Tagen beantragte Etefwork den nächsten Kredit über 4‘500 Birr, um zu expandieren. Und dabei ganz tüchtig beiseite zu legen.
Während der grossen Regenzeit von Juni bis September ist die Rindermast kein gutes Geschäft. Aber bei unserem Besuch im November ist sie stolze Besitzerin von drei Rindern verschiedenen Alters, welche sie noch vor Weihnachten verkaufen wird. Sie ist nun daran, den letzten Kredit zurückzuzahlen und hat schöne Ersparnisse. Ihr Zukunftplan: ein Tuktuk zu kaufen und einen Fahrer für den Taxidienst anzustellen. Der Programmkoordinator rät ihr jedoch, bei der erfolgreichen Rindermast zu bleiben; ein angestellter Fahrer würde sie bestimmt „übers Ohr hauen“.
Monika Weber