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UNTERSTÜTZUNG PROJEKT HAITI
2022-2023-HTI-SDG 1 / Förderverein Maison des Anges
2022-2023-HTI-SDG 1 / Förderverein Maison des Anges
Haiti, Port-au-Prince und Espoir
Haiti ist ein auf der Insel Hispaniola in den Grossen Antillen gelegener Inselstaat. Er umfasst den westlichen Teil der Karibikinsel, deren Ostteil die Dominikanische Republik einnimmt. Die etwa elf Millionen Einwohner Haitis sind grösstenteils subsahara-afrikanischer Abstammung. Hauptstadt des Landes ist Port-au-Prince.
Haiti gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der westlichen Welt. Die kaum ausgeprägte Binnenwirtschaft, die wiederkehrenden Naturkatastrophen, sowie die instabile politische Lage mit häufigen Unruhen hat das Land zu einem Staat gemacht, aus dem jährlich viele Bürger auswandern. Es herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit und viele erwachsene Haitianer sind Analphabeten. Sie versuchen mit Dienstleistungen oder Kleinhandel ein Einkommen zu generieren.
Das Maison des Anges wurde 1998 als Waisenheim für Kinder mit Behinderungen gegründet. Im Jahr 2000 wurde es in ein allgemeines Kinderheim und in eine Kindertagesstätte umgewandelt. Im Heim leben Kinder und Jugendliche, die Voll-, Halb- oder Sozialwaisen sind. Sie werden vom Jugendamt oder von der Polizei ins Heim gebracht. Auch Mütter bringen ihre Kinder, wenn sie nicht mehr für sie sorgen können. Im Maison des Anges bekommen sie ein Zuhause, medizinische Betreuung, sie gehen zur Schule und man unterstützt sie in der Berufsbildung.
Das Kinderheim benötigte gesicherte monatliche Einnahmen für Nahrung, Kleider, Windeln, Medikamente, Arztkosten, Personalkosten, Schulgelder, Gebäudeunterhalt, etc. Obwohl das Jugendamt die Kinder ins Heim brachte, zahlte der Staat nichts an die Lebenshaltungs- und Unterhaltskosten.
Das Kinderheim in Port-au-Prince versorgte täglich 120 Kinder mit Essen, aufbereitetem Trinkwasser und Kleidern. Der Betrieb des Heims musste rund um die Uhr, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr funktionieren, um sicherzustellen, dass die Kinder die nötige Betreuung erhalten und in Sicherheit sind.
Kinderheim Port-au-Prince
Ende April 2022 begann ein skrupelloser Bandenkrieg im Stadtteil des Kinderheims. Schüsse kamen bis in die Schlafzimmer der Kinder. Um die Kinder vor Gewalt und Schlimmerem zu schützen, evakuierte man im Mai 2022 das Heim. Das Heimgelände in der Stadt wird von einer Sicherheitsfirma und mehreren Mitarbeitern vor Plünderungen gesichert. Das Büro funktioniert mehrheitlich, so dass Mütter aus dem Patenschaftsprogramm vorbeikommen können, um ihre monatliche finanzielle Unterstützung abzuholen. Diese ist in Anbetracht der grossen Hungersnot wichtiger denn je.
Kinderheim Espoir
Die Kinder und das Personal sind nun auf dem Land untergebracht, in einem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb. Sie sind dort in Sicherheit, den Kindern geht es gut und sie besuchen die Ortsschule. Aber auf dem provisorischen Gelände fehlt es an vielem. Die Infrastruktur ist sehr notdürftig und muss dringend verbessert werden. Auch die Grundversorgung für die Kinder und Angestellten muss weiterhin sichergestellt sein.
Im Jahr 2023 plant man den Bau von vier Kinderhäusern. In jedem Haus wird es zwei Schlafsäle geben für jeweils 10 Personen. Es fallen Baukosten an sowie die Ausgaben für die Einrichtung (Betten, Matratzen, Regale, Leintücher, usw.). Jede Unterstützung hilft, damit baldmöglichst für die Kinder und ihre Betreuer ein neues Zuhause entstehen kann.
Website Förderverein
Maison des Anges