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In den Sechziger- und Siebzigerjahren wurden im Kanton Luzern viele Kläranlagen gebaut, wobei anfangs die kleineren Anlagen in der Mehrheit waren. In den Achtzigerjahren waren zeitweise bis zu 25 kommunale und regionale Anlagen in Betrieb. Seither nimmt die Anzahl der Kläranlagen langsam, aber kontinuierlich ab, so dass heute nur noch 19 Anlagen in Betrieb sind. Immer mehr kleinere Anlagen werden aufgehoben und deren Einzugsgebiete an grössere Anlagen angeschlossen, zuletzt 2014 die ARA Ballwil an die ARA Oberseetal. Entsprechend sinkt vor allem die Anzahl der kleineren Kläranlagen (unter 10'000 Einwohnerwerten), während die Zahl der Anlagen mit über 10'000 Einwohnerwerten durch ARA-Zusammenlegungen und Bevölkerungswachstum zunimmt. In den nächsten Jahren wird sich dieser Trend fortsetzen und sogar noch beschleunigen. ARA-Zusammenschlüsse sind meist sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll. Grössere Anlagen sind (pro Einwohnerwert) kostengünstiger und weisen meist eine bessere Reinigungsleistung und eine weitergehende Energienutzung auf. Zudem können durch die Schliessung von kleineren Anlagen viele Gewässer entlastet werden.
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