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COVID-19: Gibt es ein besonderes Risiko für Personen die mit HIV leben
Die SHCS bekommt mehr und mehr Anfragen wegen COVID-19 von Menschen mit HIV.
Zurzeit gibt es keine Evidenz, dass Menschen mit HIV ein höheres Risiko haben, an SARS-CoV-2 schwerer zu erkranken als andere. Es gelten deshalb die gleichen Risikofaktoren wie für die Gesamtbevölkerung.
Die hauptsächlichen Risikofaktoren schwerer zu erkranken sind,
- Höheres Alter (> 65 Jahre)
- Begleiterkrankungen wie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, chronische Lungenerkrankungen (z.B. COPD), Nierenerkrankungen, erhöhter Blutdruck
- Immunsuppression/Krebs (z.B. durch Chemotherapien, Immunsuppressiva, immunmodulatorische Medikamente etc.)
Wichtig ist, dass Menschen mit HIV sich jährlich gegen Grippe impfen lassen und auch gegen Pneumokokken geimpft sind.
Bei Menschen mit HIV und obgenannten Risikofaktoren, einer unbehandelten HIV-Infektion oder bei Unsicherheiten rufen Sie doch bitte Ihren behandelnden Arzt an.
Wir beobachten die Situation ständig und werden entsprechende Anpassungen vornehmen.
Am wichtigsten ist es, dass sie den Empfehlungen vom Bundesamt für Gesundheit folgen und insbesondere, die Händehygiene und das Abstandhalten einhalten.
Dominique Braun, Huldrych Günthard und Andri Rauch (Swiss HIV Cohort Study SHCS)