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Nachhaltigkeit
UNWTO Best Tourism Villages
Die Welttourismusorganisation UNWTO sucht im Rahmen ihrer Initiative «Best Tourism Villages» jeweils die besten Tourismusdörfer der Welt. Mit den Siegerdörfern Gruyères, Saas-Fee und Val Poschiavo im Jahr 2021 sowie Andermatt und Murten im Jahr 2022 verfügt die Schweiz nun über fünf «Best Tourism Villages».
Nachdem die Schweiz in der ersten Ausschreibung 2021 als erfolgreichstes Land aus dem Rennen ging – alle drei Kandidaten (Gruyères, Saas-Fee, Valposchiavo) wurden ausgezeichnet – ging die Suche nach weiteren erfolgsversprechenden Bewerbungen 2022 weiter und die Schweiz hat als UNWTO-Mitgliedstaat mit den Dörfern Andermatt, Ernen und Murten wiederum drei Dossiers für den Wettbewerb eingereicht. Am 20. Dezember 2022 wählte die UNWTO aus über 130 eingegangenen Bewerbungen weltweit die Schweizer Tourismusdörfer Andermatt und Murten unter die 32 «Best Tourism Villages».
Die Initiative der UNWTO zeichnet Tourismusdörfer aus, die innovative und transformative Ansätze für den Tourismus in ländlichen Gebieten im Einklang mit dem Ziel der nachhaltigen Entwicklung verfolgen.
Mit der Vision, den Tourismus zu einer positiven Kraft für den Wandel, die ländliche Entwicklung und das Wohlergehen der Gemeinschaft zu transformieren, zielt die Initiative «Best Tourism Villages» darauf ab, den Beitrag des Sektors zum Abbau regionaler Ungleichheiten und zum Kampf gegen die Landflucht zu maximieren. Ausserdem soll die Rolle des Tourismus bei der Wertschätzung und dem Schutz ländlicher Dörfer und der damit verbundenen Landschaften, Wissenssysteme, biologischen und kulturellen Vielfalt, lokalen Werte und Aktivitäten, einschliesslich der Gastronomie, gefördert werden.
Voraussetzungen für die Bewerbung
In Übereinstimmung mit der UNWTO-Definition von ländlichem Tourismus muss ein Dorf* die folgenden Kriterien erfüllen, um sich bewerben zu können:
eine geringe Bevölkerungsdichte und maximal 15'000 Einwohnerinnen und Einwohner haben;
in einer Umgebung liegen, in der traditionelle Wirtschaftszweige wie Land- und Forstwirtschaft, Viehzucht oder Fischerei stark vertreten sind;
die Werte und den Lebensstil der Gemeinschaft teilen.
*Die Bewerbung als Destination ist ebenfalls möglich. Bitte beachten Sie, dass in diesem Fall der Antrag für eines der Dörfer innerhalb der Destination gestellt werden muss. Dieses Dorf muss politisch unabhängig sein und darf nicht mehr als 15'000 Einwohnerinnen und Einwohner haben.
Zeitplan «Best Tourism Villages 2022»
Bewerbungsfrist
10. Juni 2022 (23.59 Uhr)
Auswahl der drei Schweizer Kandidaten
Einreichung der drei Dossiers bei der UNWTO
28. Juni 2022
Verkündung der Best Tourism Villages 2022
Dezember 2022
UNWTO Siegerehrung
12. – 13. März 2023
Die Dossiers werden von einer Jury bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), Schweiz Tourismus (ST) und dem Schweizer Tourismus-Verband (STV) geprüft. Die drei Kandidaten werden darauffolgend gemeinsam ausgewählt.
Bitte beachten Sie, dass über die Entscheidung der Jury keine Korrespondenz geführt wird.
Alle Bewerbungen werden von einem unabhängigen UNWTO-Beirat anhand einer Reihe von Indikatoren bewertet, welche die folgenden Bereiche abdecken:
Kulturelle und natürliche Ressourcen
Förderung und Erhaltung der kulturellen Ressourcen
Wirtschaftliche Nachhaltigkeit
Soziale Nachhaltigkeit
Ökologische Nachhaltigkeit
Tourismuspotenzial & Entwicklung und Integration der Wertschöpfungskette
Governance und Prioritätensetzung im Tourismus
Infrastruktur und Konnektivität
Gesundheit, Sicherheit und Schutz
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Gesuche für Innotourgelder mit höherem Bundesanteil können ab sofort eingereicht werden
Das Parlament ist dem Antrag des Bundesrates gefolgt und hat in der Frühjahrssession eine Gesetzesänderung beschlossen, wonach der Bundesanteil bei Innotour-Projekten im Zeitraum 2023-2026 von aktuell maximal 50 Prozent auf neu maximal 70 Prozent erhöht wird. Neue Innotour-Gesuche können gemäss den angepassten Fördermöglichkeiten ab sofort eingereicht werden. Gleichzeitig hat das Parlament beschlossen, für die Umsetzung des Recovery Programms bei Innotour im Jahr 2023 5 Millionen Franken zur Verfügung zu stellen. Heute hat die Referendumsfrist zur Gesetzesanpassung begonnen, weshalb nun Gesuche für neue Projekte eingereicht werden können. Unterstützungszusagen sowie erste Auszahlungen durch das SECO erfolgen ab Inkraftsetzung der neuen gesetzlichen Grundlagen durch den Bundesrat. Stand jetzt erachtet es das SECO als realistisch, dass die Inkraftsetzung der neuen gesetzlichen Grundlagen im Sommer 2023 erfolgen kann.
Fokus Bundeshaus | Rückschau Frühjahrssession 2023
Die erste Session im Jahr 2023 bot dem Tourismussektor einige interessante Geschäfte. Die im Rahmen des Recoveryprogramms für den Tourismussektor geplante Erhöhung des maximalen Bundesanteils bei Innotourprojekten von 50 auf 70 Prozent wurde vom Nationalrat angenommen, damit ist die Gesetzesanpassung bewilligt. Der STV ist sehr erfreut über die Annahme, welche zentral ist für die Weiterentwicklung des Sektors.
Lancierung «Swisstainable Destination»
Touristische Beherbergung im Januar 2023: Hotellerie
Die Hotellerie verzeichnete in der Schweiz im Januar 2023 insgesamt 3,0 Millionen Logiernächte. Das sind +35,5% oder +782 000 Logiernächte im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode. Insgesamt 1,3 Mio. Logiernächte gingen auf das Konto der ausländischen Gäste (+63,5%; +520 000). Die inländischen Gäste generierten 1,6 Mio. Logiernächte (+18,9%; +262 000).
Nachruf: Fredi Gmür – leidenschaftlicher Vertreter des Schweizer Tourismus
Der Schweizer Tourismus verliert mit Fredi Gmür nicht nur einen der profiliertesten Experten, sondern auch einen über den ganzen Sektor hinweg sehr geschätzten Kollegen. Fredi Gmür war zwischen 1997 – 2018 Vorstandsmitglied des Schweizer Tourismus-Verbandes und prägte den Schweizer Tourismus ein gutes Vierteljahrhundert massgeblich mit.
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