Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03527.jsonl.gz/626

Basel, 2018
Die Typologie der Villa wird in Form eines kleineren, konzentrierten Volumens mit drei Wohneinheiten interpretiert. Dem Strukturwandel des ehemals mit Villen und zusammengebauten Häusern besiedelten Bruderholzquartiers folgt ein in seinem Habitus zur Villa affiner Ersatzneubau, welcher aber über mehrere Wohnungen verfügt. Durch die Schaffung von zwei unabhängigen, vertikal organisierten Wohnungen und einer Einliegerwohnung wird das Wohngefühl des eigenen Hauses mit Garten innerhalb eines Mehrfamilienhauses für die Bewohner erlebbar.Analog zur geknickten Volumetrie des Hauses, die auf die Zufahrt ausgerichtet ist, entwickelt sich im Inneren ein polygonaler Grundriss, der einen Bezug zum Garten herstellt. In einer offenen Raumsequenz, die durch Verengung und Weitung spezifische Situationen zu schaffen vermag, sind die Wohn- und Schlafräume um die mittige Treppenanlage herum angeordnet und entsprechen so den Bedürfnissen, die an das komfortable, zeitgenössiche Wohnen gestellt werden. Über die Vertikalität der Wohnungen und den Gartenzugang entwickelt sich das Gefühl des Wohnens im eigenen Haus, welches im Bezug zum Quartier als kleine Villa an der spektakulären Lage zur Wolfsschlucht gelesen werden will.Die Konstruktion des Hauses, in einem monolithischen Mauerwerk, folgt der vertikalen Entwicklung des Wohnprogramms und lässt die eingefügten Fenster als zusammenhängende Öffnungen im Mauerwerk erscheinen. Der weisslich gehaltene Fassadenverputz verbindet sich über einen Zuschlag aus grünem Stein harmonisch mit den rauchig-grün gestrichenen Holzfenstern. Im Inneren sind die Wände in einem naturfarbenen Lehmputz gehalten und vermitteln zusammen mit dem hölzernen Boden und dem rohen Beton des Treppenhauses eine dezent farbige Wohnlichkeit, welche wiederum an die Ausstattung der komfortablen Villen zu erinnern vermag.
Adresse: Lerchenstrasse 91, 4053 Basel
Bauherrschaft: Daniela Bernardi
Projektmitarbeit: Srdjan Zlokapa
Bilder: Philip Heckhausen