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Die erhobenen Daten zeigen, dass die Corona-Krise negative Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Personen ab 65 Jahren hatte. Die Krise drückte auf die Stimmung und verstärkte das Gefühl der Einsamkeit. Die Befragten nahmen die Krise aber nicht nur passiv hin: Sie blieben aktiv und entdeckten neue Möglichkeiten, um den Kontakt mit ihren Angehörigen zu pflegen. Sie nahmen nicht nur Hilfe in Anspruch, sondern unterstützten auch Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben, und übernahmen bei der Bewältigung des Alltags neue Aufgaben. Die Krise hat auch zu einem negativen Bild von Personen ab 65 Jahren geführt und Spannungen zwischen den Generationen hervorgerufen. Diesbezüglich denkt die Hälfte der Befragten, dass sich das Bild, das jüngere Generationen von Personen ab 65 Jahren haben, (sehr) negativ verändert hat. 25 % geben an, aufgrund ihres Alters ungerecht behandelt worden zu sein.
Schliesslich zeigen die Analysen, dass die Krise nicht die gleichen Auswirkungen auf alle Personen ab 65 Jahren hatte. Je nach Beziehungsstatus, finanzieller Situation, Alter oder Geschlecht bestehen zwischen den einzelnen Personen unterschiedliche Meinungen, zum Beispiel hinsichtlich der erhaltenen und angebotenen Unterstützung, der Übernahme von neuen Aufgaben oder des Gefühls von ungerechter Behandlung. Die Krise führte zudem zu grösseren interindividuellen Unterschieden und einer Verschärfung bereits fragiler Situationen. Dies zeigt sich zum Beispiel daran, dass sich das Gefühl der Einsamkeit während der Krise bei jenen Personen am meisten verstärkte, die sich bereits vor der Krise am einsamsten gefühlt hatten.
Die Fragebogenstudie wird derzeit qualitativ vertieft und in den kommenden Wochen wird dank einer Finanzierung der Fondation Leenaards eine Folgebefragung lanciert.
Dokumente verfügbar unter (nur auf Französisch): www.hets-fr.ch
• Vollständiger wissenschaftlicher Bericht (auf Französisch)
• Zusammenfassung mit erläuternden Abbildungen
(auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch)
Kontakte:
• Christian Maggiori, Professor und Leiter der Studie, 026 429 62 81, <email-pii>
• Maël Dif-Pradalier, Professor und Professor und Dekan für Weiterbildung und Dienstleistungen,
026 429 62 95, <email-pii>
• Nelly Plaschy-Gay, Kommunikationsverantwortliche, 079 750 86 03, <email-pii>