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Googles «Smart City» kann man wohl am ehesten damit vergleichen, als wenn jedem einzelnen Bürger ein Mitarbeiter der Gestapo oder der Stasi 24 Stunden auf den Füssen stehen würde. Es wird bereits jetzt als «Überwachungskapitalismus» bezeichnet. Datenschützer sind alarmiert.
Kritiker fordern die kanadische Stadt Toronto auf, das Projekt «Smart City» aufzugeben. Das Projekt mit den Sidewalk Labs von Google gerät zunehmend unter die Lupe, da Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Datenerfassung bestehen.
Diese Woche warnte der amerikanische Risikokapitalgeber Roger McNamee davor, dass Technologieunternehmen wie Google nicht vertrauenswürdig sind, die von ihnen gesammelten Daten über Einwohner sicher zu verwalten.«Das Smart City Projekt an der Uferpromenade von Toronto ist die am weitesten entwickelte Version des Überwachungskapitalismus», schrieb er an den Stadtrat und vermutet, dass Google «Algorithmen verwenden wird, um das menschliche Verhalten zu beeinflussen», um «sein Geschäft zu fördern».
McNamee, ein früher Investor von Facebook und Google, sagte: «Egal, was Google anbietet, der Wert für Toronto kann sich unmöglich dem Wert nähern, den Ihre Stadt aufgibt», schrieb er und flehte die Beamten an, das Projekt aufzugeben. «Es ist eine dystopische Vision, die in einer demokratischen Gesellschaft keinen Platz hat.»
Beim gestrigen Treffen der Bürgermeister von Wien und Berlin in Bern wurde ebenfalls über «Smart City» diskutiert. Offenbar plant man auch in diesen Städten die totale Überwachung und Kontrolle der Bürger.