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In meinem Vortrag vom 10. März 2015 bei den FDP Donatoren Kanton Zug bin ich der Frage nachgegangen, ob Frauen in der Politik benachteiligt sind und warum die Quote bei Politikerinnen von Frauen bei ca. 30 % liegt. Liegen die Ursachen im politischen System und in der Funktionsweise der politischen Parteien?
Der Einstieg in die Politik ist mit verschiedenen Hürden verbunden und die politischen Parteien müssen die grundsätzlichen Fragen beantworten:
- Wenn muss ich ansprechen?
- Wieviel Arbeit ist eine aktive politische Tätigkeit?
- Wie muss ich mich für ein politisches Amt vorbereiten?
- Kann ich ohne eine politische Partei aktiv werden?
- Wer unterstützt mich beim Einstieg?
In kantonalen Parlamenten ist die Fluktuation sehr hoch. Eine diesjährige Studie der Universität Bern zeigte eine Rate von 50% in der untersuchten Periode von 1990 bis 2012. Am höchsten war die Fluktuationsrate im Kanton Genf (69%), mit 29% am tiefsten in Appenzell Innerrhoden.
Im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn gibt es keine systembedingten Nachteile für Frauen. Eine staatliche Quotenregelung ist technisch nicht machbar und macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Eine Quotenregelung ist kontraproduktiv.
Wir brauchen Frauen aus allen Schichten und aus verschiedenen Berufskategorien in der Politik. Nur durch eine Vielfalt werden gute Resultate erzielt. Frauen haben ein Interesse am politischen Geschehen aktiv mitzuarbeiten. Als Frau braucht man ein sehr grosses Netzwerk, um sich in der Politik etablieren zu können. An dieser Stelle muss ich festhalten, dass Männer viel besser vernetzt sind als Frauen.