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Die Siedlungen der Schweiz hätten sich in dem knappen Jahrzehnt zwischen 2009 und 2018 landesweit um 6 Prozent oder 181 km2 ausgedehnt. Das entspreche der doppelten Fläche des Zürichsees oder einer Vergrösserung um fast acht Fussballfelder pro Tag, schreibt das BFS in einer Mitteilung zur neu veröffentlichten Arealstatistik. Verglichen mit den vorangegangenen Jahrzehnten habe sich das Siedlungswachstum allerdings ein wenig verlangsamt. Am stärksten seien in den letzten Jahrzehnten die Siedlungen in den tiefen Lagen gewachsen – und hier vor allem die Wohnareale.
Weiter ausgebreitet – aber nur in den Bergen – hätten sich auch die Wälder. Unter anderem sei in den höheren Lagen die Nutzung von Wiesen und Weiden stellenweise aus ökonomischen Gründen aufgegeben worden. Andererseits habe die Zunahme auch mit dem klimatisch bedingten Anstieg der natürlichen Baumgrenze zu tun. Entsprechend hätten sich die Wald- und Gehölzflächen zwischen 2009 und 2018 wie schon in den Jahrzehnten davor weiter ausdehnen können. Gesamtschweizerisch um 2 Prozent oder 206 km2, was beinahe der der Fläche des Neuenburgersees entspreche, heisst es weiter.
Derweil sind die Landwirtschaftsflächen geschrumpft. So seien neun Zehntel der neuen Siedlungsflächen zwischen 2009 und 2018 auf vormaligem Landwirtschaftsland entstanden, schreibt das BFS. Das Siedlungswachstum habe damit besonders viel dazu beigetragen, dass sich die landwirtschaftlich genutzte Fläche der Schweiz seit 2009 um 2 Prozent oder 302 km2 – was etwa der Grösse der Kantons Schaffhausen entspreche – verkleinert habe.
Wie das BFS weiter mitteilt, hätten auch die Gletscher in kaum zehn Jahren viel von ihrer Fläche verloren und der Gletscherschwund im Hochgebirge setze sich ungebremst fort. So seien die Gletscher und Firnfelder der Schweizer Alpen seit 2009 um weitere 10 Prozent oder 119 km2 kleiner geworden und bedeckten 2018 noch eine Restfläche von 1030 km2, also etwa die doppelte Fläche des Bodensees. Wo das Gletschereis schmelze, blieben Geröll und Felsflächen zurück, manchmal auch kleinere Seen. Später könne stellenweise Vegetation aufkommen – was aber viel Zeit brauche: Auf den seit 1985 von Gletschern freigegebenen Flächen sei bisher nur vereinzelt ein klar erkennbarer Pflanzenbewuchs festgestellt worden.