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Der Psychiater Dr. Michael Schröter-Kunhardt widerspricht mit seinem Leserbrief fundiert einen völlig unkritischen Artikel im Ärzteblatt zum Thema gleichgeschlechtliche Adoption. Er belegt seine Aussagen genau. Sie sind nicht aus der Luft gegriffen.
Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten. Die Qualität des Briefes vom LSVD ist dementsprechend. Es fällt auf, dass er hauptsächlich aus diesem seit Jahren gebetsmühlenartig vorgetragenen Vorwurf der Homophobie besteht. Ein bekannter Reflex der Schwulenbewegung allen Kritikern schon fast präventiv einen Maulkorb zu verpassen.
Der Rest setzt sich vor allem aus Behauptungen zusammen. Sie zitiert die “Studie” die nicht den Namen “Studie” verdient. Nichts belegt dieser Brief. Typisch!
Hier, der Text von Psychiater Dr. Michael Schröter-Kunhardt:
“Eine repräsentative Studie zeigt, dass sich Kinder schwuler und lesbischer Eltern genauso gut entwickeln wie Kinder heterosexueller Paare (DÄ 41/2009: „Kindern gleichgeschlechtlicher Eltern geht es gut“ von Nora Schmitt-Sausen).
Die Studienergebnisse zur Frage der Erziehung (und Adoption) von Kindern bei gleichgeschlechtlichen Eltern müssen deutlich relativiert werden. Da 93 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen bei lesbischen Frauen lebten, deren weiche, wenige promiskuide und kaum pädophile und dadurch auch deutlich weniger mit (tödlichen) Geschlechtskrankheiten einhergehende Homosexualität sich klar von der männlichen Homosexualität unterscheidet, darf diese Studie nicht zur Legalisierung der Adoption von Kindern durch homosexuelle Männer benutzt werden, wie das Frau Zypries gegen alle wissenschaftlichen Erkenntnisse leider befürwortet. Homosexuelle Partnerschaften sind zumeist promiskuid.
Marcus fand schon 1988 heraus, dass weniger als fünf Prozent der befragten homosexuell lebenden Männer in ihren Beziehungen als monogam eingestuft werden konnten. Und keine einzige Beziehung blieb länger als 60 Monate monogam (Marcus, 1988). Tatsächlich ist unter homosexuell lebenden Männern die Wahrscheinlichkeit lebenslanger Treue winzig (4,5 Prozent), bei Ehepaaren liegt sie zwischen 75 und 90 Prozent. Die Zahlen zeigen, dass selbst „verbindliche“ homosexuelle Beziehungen eine grundlegende Unfähigkeit zu sexueller Treue und derjenigen Verbindlichkeit haben, die zum Selbstverständnis der Ehe dazugehört. Eine neue Studie aus Amsterdam (Mai 2003) belegt, dass Partnerschaften zwischen homosexuell lebenden Männern im Durchschnitt nicht länger als 1,5 Jahre halten. Innerhalb dieser angeblich monogamen Partnerschaften, so die Studie, hat in diesen 1,5 Jahren jeder Partner durchschnittlich noch zwölf andere Sexualpartner (acht Sexualpartner im Jahr).
David P. McWhirter und Andrew M. Mattison berichten in ihrer Studie „The Male Couple“ (dt. „Das Männerpaar“) über 156 Männerpaare, die in homosexuellen Beziehungen leben. Nur sieben dieser Paare hatten eine sexuell exklusive Beziehung, und diese sieben Paare lebten alle erst weniger als fünf Jahre zusammen . . .
In regelmäßigen Abständen erhebt der Berliner Forscher Michael Bochow im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wissenschaftliche Daten über homosexuelle Lebensformen. In seiner Studie aus dem Jahr 2003 kommt er zu folgenden Ergebnissen: Jeder zweite Teilnehmer hatte zum Zeitpunkt der Befragung einen Partner, wovon wiederum fast jeder zweite noch zusätzliche Sexualpartner außerhalb der Beziehung hatte . . . Homosexuelle sind häufig pädophil. Die Pädophilie homosexueller Männer zeigt sich z. B. an folgenden Tatbeständen: Beim sexuellen Missbrauch mit dem Straftatbestand Herstellung/Verbreitung pornografischer Schriften bei den unter sechsjährigen Kindern sind 50 Prozent der Opfer Jungen (und damit die Täter in ca. 50 Prozent der Fälle homosexuell). Beim Straftatbestand „Zuhälterei an Personen unter 18 Jahren“ sind bei den unter Sechsjährigen 74 Prozent der Opfer Jungen, bei den Sechs- bis 17-Jährigen sind es noch weit über 60 Prozent. Beim sexuellen Missbrauch von Kindern unter 14 Jahren sind 24,6 Prozent der Opfer Jungen. Zu erwarten wäre jedoch, dass maximal drei Prozent des pädophilen Missbrauchs durch Homosexuelle ausgeübt werden. Beim Straftatbestand „sexueller Missbrauch von Jugendlichen“ (Alter 14 bis 17 Jahre) sind 32 Prozent der Opfer Jungen.
In einer Studie waren von 49 Fällen, in denen Lehrer Schulkinder missbrauchten, 33 Prozent homosexueller Natur, was einer etwa 15-mal höheren Wahrscheinlichkeit entspricht, für sexuellen Missbrauch verantwortlich zu sein, als es die Häufigkeit von homosexuell Lebenden in der Bevölkerung erwarten lässt.
In einer aktuellen Untersuchung von Primärpädophilen wiederum berichtet Vogt, dass 85 Prozent der 82 untersuchten männlichen Teilnehmer eine exklusive Orientierung auf Jungen zeigten (Neurotransmitter 5/2009, 65). In einer weiteren Studie gaben 23 Prozent der befragten homosexuell lebenden Männer und sechs Prozent der lesbisch lebenden Frauen an, Sexualverkehr mit Jugendlichen unter 16 Jahren gehabt zu haben (Jay und Young 1979). Dagegen sind nur ca. ein Prozent der Heterosexuellen pädophil.
Insgesamt ist nach einer Analyse von 19 Einzelstudien die Wahrscheinlichkeit, ein Kind sexuell zu missbrauchen, bei homosexuell Lebenden zwölfmal höher als bei heterosexuell Lebenden. Bei bisexuell Lebenden ist sie sogar 16-mal höher . . . was jedes Adoptionsrecht von Kindern für homosexuelle Männer zu einer unbedingt zu vermeidenden Gefährdung für die adoptierten Jungen macht! . . .”
Psychiater Dr. Michael Schröter-Kunhardt, Görresstraße 81, 69126 Heidelberg
Die Antwort darauf:
Studie: Offen homophobe Positionen
Die exzellenten Ergebnisse der im Auftrag des BMJ von zwei bayerischen Staatsinstituten durchgeführten ersten repräsentativen deutschen Studie über Kinder in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften zeigen Wirkung – wie zu erwarten nicht nur positive. Dies zeigen auch zwei offen diskriminierende Leserbriefe im DÄ.
Dr. Michael Schröter-Kunhardt, Facharzt für Psychiatrie, ist bekennend homophob und ein eifriger Schreiber von Leserbriefen gegen Homosexualität, wenn sie auch nur im Entferntesten als eine natürliche und gesunde Facette sexueller Orientierung betrachtet wird . . .
Falls jetzt Verwirrung aufkommen mag, Homosexualität wurde bereits 1974 von der amerikanischen Psychiatervereinigung (APA) von der Liste der psychischen Störungen gestrichen und 1992 aus dem weltweit anerkannten Krankheitskatalog der Weltgesundheitsorganisation, der ICD-10, entfernt.
Dr. Schröter-Kunhardt bemüht eklektische Belege für eine größere Gefahr des sexuellen Missbrauchs durch Homosexuelle aus den 70er und 80er Jahren, die heute jeder wissenschaftlich fundierten Grundlage entbehren . . .
Fakt ist:
– Lesbische Mütter und schwule Väter stehen in ihrer elterlichen Kompetenz heterosexuellen Eltern in nichts nach. Alle feststellbaren Unterschiede im Erziehungsverhalten und Familienklima fördern ausnahmslos das Wohl der Kinder: Lesbische Mütter und schwule Väter haben durchweg eine gute Beziehung zu ihren Kindern, die sich durch Fürsorglichkeit und Zugewandtheit auszeichnet . . .
– Bei den befragten Kindern und Jugendlichen in Regenbogenfamilien finden sich keine Anzeichen für erhöhte „Verwundbarkeit“, wie zum Beispiel eine erhöhte Neigung zu Depressionen oder psychosomatischen Beschwerden, ganz im Gegenteil, sie entwickeln sich sogar zu stabileren Persönlichkeiten als Kinder aus anderen Familienformen . . .
– Entsprechend bewerten die Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, ihre Familiensituation durchweg positiv und fühlen sich in ihrer Entwicklung eher gefördert als beeinträchtigt, und das ganz ohne Schönfärberei . . .”
Dr. Elke Jansen, Projekt „Regenbogenfamilien“, Familien- und Sozialverein des LSVD, 50667 Köln
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