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AKWS | Nummern 24 / 26 / 28 / 39
Kugelige Teufelskralle
(Phyteuma orbiculare)
Die Teufelskrallen oder Rapunzeln, die zu den Glockenblumengewächsen gehören, sind durch ihre dichten, kopfigen oder ährigen Blütenstände charakterisiert. Diese setzen sich aus vielen, krallenartig zusammengezogenen Einzelblüten zusammen. Der oft verwendete deutsche Name Rapunzel leitet sich von der rübenförmigen, essbaren Wurzel ab. Die Kugelige Teufelskralle ist im Gebiet oft anzutreffen und besiedelt verschiedene Lebensräume wie Magerrasen, Moore und alpine Rasen. Wir erkennen sie an dem meist fast kugeligen Blütenstand.
Berg-Laserkraut (Laserpitium siler)
Breitblättriges Laserkraut
(Laserpitium latifolium)
Diese beiden Doldenpflanzen stellen stattliche Erscheinungen dar und können über einen Meter hoch werden. In den Churfirsten finden wir sie vorwiegend unterhalb der Baumgrenze, wo sie auf Schutt und Geröll dichte, hochstaudenartige Bestände bilden können. An ihren Blattformen lassen sich die beiden Laserkräuter gut unterscheiden.
Wie das Stengel-Fingerkraut sind die Laserkräuter Gebirgspflanzen des Mittelmeerraumes, die nördlich der Alpen nur noch wärmere Lagen zu besiedeln vermögen.
Berg-Distel
(Carduus defloratus)
Die Berg-Distel begegnet uns immer wieder auf dem Schrinaweg. Sie ist eine häufige Alpenpflanze und steigt auf kalkhaltigen Böden bis zu den Berggipfeln empor. Als wenig anspruchsvolle Pflanze kann sie verschiedene Lebensräume besiedeln und kommt auf Schutt, Geröll, Fels und steinigen Rasen und Alpweiden vor. Ihre reich verzweigten Stengel streben bogig empor und tragen langgestielte Blütenköpfe mit vielen purpurroten Blüten. Die dornig gezähnten Laubblätter laufen an den Stengeln mit breiten, krausen Flügeln herab. Die Berg-Distel ist eine wichtige Pionierpflanze bei der Besiedlung von Schuttböden.
Kugel-Orchis
(Traunsteinera globosa)
Obwohl die Kugelorchis bis 40 cm hoch werden kann, ist sie eine unauffällige Orchidee. Sie besitzt eine pyramidenförmige bis kugelige Ähre aus leuchtend rosafarbenen Blüten. Ihre schmalen Blätter sind ungefleckt. Da sie meist in hohen, staudenreichen Wildheuplanken oder frischen Bergwiesen vorkommt, ist sie manchmal schwierig zu erkennen. In den Churfirsten wächst in ihrer Nachbarschaft meist noch eine andere Orchideenart, die Langspornige Handwurz. Sie ist wie alle Orchideenarten geschützt.