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Rind mit Betäubung geschächtet
Geschätzte Tierfreunde Zürich, im Juni 2005
» Trotz erschwerten Arbeitsbedingungen durch ständige Sprengstoff-attentate in den vergangenen Monaten überwachte unser Team im Libanon unter der Leitung von Frau Dr. med. vet. Rosemarie Jaouhari das Projekt zur Betäubung der Schlachttiere vor dem Schächten. Herr Nadiem Jaouhari führte unter gefährlichen Bedingungen die Kontroll-en, Reparaturen und Wartungen der Betäubungsgeräte konsequent durch sowie das kostenlose Verteilen der Munition. Unter solchen extremen Bedingungen arbeiten zu müssen ist nicht einfach, aber für Familie Jaouhari ist diese Situation nicht fremd. Sie haben 18 Jahre Bürgerkrieg im Libanon durchgestanden und überlebt. Während des ganzen Bürgerkriegs leistete Frau Dr. Jaouhari verletzten und krank-en Tieren Hilfe, entweder in ihrer Klinik oder auswärts. Während des Bürgerkriegs betreute die engagierte Tierärztin zusätzlich im Auftrag des Landwirtschaftministeriums Kühe und Kälber im ganzen Libanon. Oft wurde sie der kranken Tiere wegen in Regionen bestellt, in denen heftige Kämpfe stattfanden. Ihrem aussergewöhnlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass eine grosse Zahl von Tieren geheilt wurde.
» Den Spenden unserer geschätzten Tierfreunde und dem beherzten Engagement der ganzen Familie Jaouhari ist es zu verdanken, dass unser Betäubungsprojekt so erfolgreich ist, dass auf Initiative von Frau Dr. Jaouhari eine Auffangstation für herrenlose Tiere gebaut wird, dass Kastrationsprogramme durchgeführt werden, dass ausge-setzte hilflose Tiere gepflegt werden, dass kranke Strassentiere be-handelt werden, bis sie gesund sind, und dass Tiere adoptiert werden. Der beigelegte Arbeitsbericht informiert Sie über die Aktivitäten von Animal Life im Libanon.
» In Verbundenheit mit unseren stummen Brüdern bitten wir Sie herzlich um Spenden, damit wir die vielschichtigen Aufgaben zum Wohl der Heim- und Nutztiere im Libanon weiterführen können. Die Recherchen ergaben, dass Animal Life die einzige Tierschutzorgan-isation ist, die ein Projekt zur Betäubung von Schlachttieren in einem orientalischen Land erfolgreich lanciert hat, um den Tieren das bewusste Erleiden der Todesqualen während dem Schächten zu ersparen.
» Unseren Statuten entsprechend haben wir uns verpflichtet, auch notleidenden Tieren in der Schweiz zu helfen. Deshalb unterstützen wir 3 Gnadenhöfe/Tierheime, die vernachlässigte und geschundene Tiere aufnehmen und Ihnen für den Rest ihres Lebens ein liebevolles, fürsorgliches und vor Gewalt geschütztes Dasein ermöglichen. Die Zuwendungen von Animal Life an diese Gnadenhöfe sind unserem bescheidenen Vereinsvermögen angepasst. Die Tierschutzarbeit in der Schweiz führt uns mehr denn je zu bedenklichen Tierhaltungen, die trotz Strafanzeigen gegen die Übeltäter weder schützende Massnahmen für die Tiere noch ein Tierhalteverbot geltend machen. Die zuständigen Veterinärbeamten kommen ihren Verpflichtungen erst nach, wenn die Misshandlungen den Tod (Erlösung) der Tiere zur Folge haben. Manchmal will es das Schicksal, dass wir Tiere aus einer ausweglosen Situation befreien können! Die befreiten Tiere dürfen wir dann in einem der 3 Gnadenhöfe unterbringen, wo sie umsorgt werden und ihre seelischen und körperlichen Wunden behutsam geheilt werden.
» Ich bezeichne es als Schande, dass in der Schweiz Tiere willkürlich vernachlässigt und gequält werden dürfen, ohne dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.
» Wie kann es möglich sein, dass ein Hund 1 ½ Jahre angebunden auf der hinteren Sitzbank eines PKW’s inmitten der Stadt Zürich dahinvegetieren muss und nur einmal (am Sonntag) in der Woche zum Spaziergang aus dem Auto geholt wird?
» Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern eine Aufforderung, sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen.
» Mit diesem Zitat von Prof. Dr. theol. Erich Grässer schliesse ich in tierischer Verbundenheit den Frühjahrsbericht 2005 über die Arbeit von Animal Life Schweiz. Ihre wertvolle Unterstützung kommt direkt den Tieren zugute, weil alle Mitarbeiter von Animal Life Schweiz ehrenamtlich tätig sind. Dankbar empfangen wir Ihre Hilfe, um diese den Tieren weiterzugeben.
» Am 26. September 2004 durfte ich in Düsseldorf einen Tierschutz-preis der HANS-RÖNN-STIFTUNG – Menschen für Tiere entgegen-nehmen. Ich habe den Preis in der Höhe von € 3'000.- an Animal Life Österreich überwiesen, für den Bau unseres Tierheims in Ungarn, das bald bezugsbereit ist. (siehe Mitteilung der HANS-RÖNN-STIFTUNG)
Animal Life Schweiz
Dora Hardegger
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