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Brüssel/Lyon/Berlin - Ein Jäger und zwei Touristen sind bei schweren Unwettern in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden ums Leben gekommen. Viele Menschen wurden verletzt. Das Sturmtief "Olivia" entwurzelte am Mittwochabend zahlreiche Bäume und deckte Dächer ab.
Der Verkehr auf Schienen, Strassen und in der Luft war vielerorts unterbrochen. In Belgien und Frankreich fiel für tausende Menschen der Strom aus. Am Samstag werden neue Gewitter erwartet.
In der Region Arnheim im Osten der Niederlande stürzten nach Polizeiangaben rund ein Dutzend Wohnwagen auf einem Campingplatz um, als eine Windhose über den Zeltplatz raste. Dabei seien ein Mensch getötet und vier schwer verletzt worden.
Zudem kam es in der Region zu Stromausfällen und Überschwemmungen. Nach Angaben des niederländischen Wetterdienstes erreichten die Winde im Südosten und Osten des Landes Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde.
In Deutschland erschlug ein umstürzender Baum in einem Wald bei Kassel einen Jäger. Das gleiche Schicksal ereilte einen 38-Jährigen auf einem Campingplatz bei Lyon in Frankreich. Im Osten Frankreichs waren 12'000 Menschen nach den Unwettern ohne elektrischen Strom.
Ohne Strohm
Nach den heftigen Unwettern waren in Belgien auch am Donnerstag noch Tausende Menschen ohne Strom. Seit dem Abend mussten in Dinant im Süden des Landes 7500 Menschen ohne Elektrizität auskommen, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Bei den Unwettern wurden 16 Menschen verletzt, Tote gab es entgegen ersten Meldungen keine.
In Erquelinnes, an der belgisch-französischen Grenze, verletzte sich ein Lastwagenfahrer schwer, als ein Baum auf sein Fahrzeug fiel.
In Jodoigne östlich der Hauptstadt Brüssel stürzte das Dach eines Sportzentrums ein. Dabei wurden 15 Menschen leicht verletzt. Der Regen überflutete mehrere Stadtteile von Brüssel. Ein Mini-Tornado fegte über den Süden und Osten des Landes, wo Bäume umknickten und Strassen blockierten.
SDA-ATS