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Es war einmal eine kleine Welle. Tief in ihrem Innern war sie sehr unglücklich und klagte: «Ich fühle mich so schlecht. Die anderen Wellen sind so groß und so stark, während ich nur so klein und schwach bin. Das Leben ist ungerecht!»
Zufällig kam eine große Welle vorbei. «Ich habe deine Worte gehört." sagte sie. "Dir geht es so, weil du noch nicht deine wahre Natur erkennst. Dir geht es schlecht, weil du denkst, dass du nur eine kleine Welle bist, aber das ist nicht wahr.»
«Was sagst du da?» fragte die kleine Welle. «Natürlich bin ich eine Welle. Schau, hier ist meine Krone und das hier ist mein Wellenschlag. Ich bin klein, aber ich bin eine Welle!»
«Was du als "Welle" bezeichnest, ist nur deine Form. Du bist in Wahrheit Wasser. Wenn dir gelingt, zu verstehen, dass du nur eine Zeitlang eine Welle bist, aber immer Wasser sein wirst, wirst du nicht mehr unglücklich sein.»
«Aber wenn ich Wasser bin, was bist dann du?»
«Auch ich bin Wasser. Ich habe für eine kurze Zeit die Form einer Welle, die größer ist als du. Aber meinem Wesen nach bin ich Wasser. Ich bin du und du bist ich. Wir sind beide Teile eines großen Ganzen.»
(nach Xin Zhou Li)
Nachfolgend ein paar Worte aus der Tiefe meines Herzens. Es handelt sich dabei um meine persönliche Überzeugung, welche nicht alle teilen können und müssen – ich möchte euch einfach daran teilhaben lassen und den einen oder anderen damit ermutigen, sich selbst zu begegnen.
Mich persönlich hat die Geschichte sehr berührt und ihre Botschaft finde ich einfach wunderbar: solange wir nicht wirklich wissen, wer wir sind und unsere wahre Natur verkennen, werden wir immer wieder unglücklich werden, weil wir uns und unser Leben ständig mit anderen vergleichen und somit schliesslich abwerten. Im Gefühl der eigenen Ablehnung begeben wir uns auf die Suche nach Anerkennung und schliesslich Liebe von anderen Menschen. Durch das Vergleichen lernen wir, was wir «tun müssen» um Bewunderung zu erhalten. Schliesslich passen wir uns an und geben uns so, wie andere uns vermeintlich sehen wollen, um das Gefühl zu bekommen, etwas Besonderes zu sein. Wir entfernen uns so immer mehr von unserer wahren Natur. Ich bezeichne dies jetzt etwas hart ausgedrückt einmal als Kampf; als Kampf um Anerkennung, ja um Liebe, für etwas, was wir nicht wirklich sind oder nicht ganz sind. Immer und immer wieder, werden wir früher oder später enttäuscht sein, und feststellen, dass das eben irgendwie doch nicht das Wahre ist – weil wir uns selbst verleugnen.
Das geht solange so, bis wir entdecken, dass wir mehr als nur unsere Form sind. Wir sind nicht unser Körper, auch nicht unser Verstand. Wir sind nicht unser Verhalten. Das alles sind nur Teile von uns, um nicht zu sagen, unsere Hülle. Wir sind das, was wir tief in uns tragen. Erst wenn wir uns selbst voll und ganz finden und all unsere Teile als wunderbares Ganzes, Einzigartiges und Göttliches anerkennen und leben lernen, erfahren wir wahre Erfüllung und Liebe. Dazu ist es wichtig, dass wir uns immer wieder selbst begegnen und uns immer wieder mit jedem einzelnen Teil in uns verbinden; uns mit unserer Seele verbinden. Unsere Seele ist in der geistigen Welt zu Hause, sie hat die gesamte Weisheit unserer Erfahrungen aus allen Entwicklungsstufen und Inkarnationen in sich vereint zur Verfügung. Sie ist der unsterbliche Teil von uns. Sie ist auch der Teil von uns, der über uns wacht und uns unendlich liebt. Unsere Seele gibt uns Energie in Form von Liebe, wenn wir die Tür öffnen und diese Liebe annehmen möchten. Durch die Begegnung mit unserem wahren «Ich», unserer Seele, erfahren wir also tiefe und bedingungslose Liebe.
Vielleicht fragst du dich jetzt, wie du dich mit deiner Seele verbinden kannst? Einigen gelingt dies, wenn sie voller Leidenschaft einem Hobby nachgehen, Lebendigkeit spüren, anderen durch Meditation und/oder Yoga, durch Atemübungen, ein schönes Buch oder einen guten Film, etc. Es geschieht immer dann, wenn du dich mit deinem Leben ganz tief in Einklang fühlst und in die Stille mit dir selbst kommst. Unsere Seele hat tatsächlich verschiedenste Möglichkeiten, mit uns in Kontakt zu treten und uns zu führen. Für uns ist jetzt einzig wichtig, wieder zu lernen, ihr zuzuhören und zu verstehen, was sie uns sagen möchte. Das haben leider viele von uns im Laufe unseres Lebens verlernt, weil unser Verstand die Macht über uns übernommen hat. Der Verstand ist sehr ausgeprägt und umso älter wir werden resp. um so mehr Erfahrungen wir haben, desto stärker wird er und versucht unser Leben zu bestimmen; er zerstört mit seinem ständigen «Lärm» die leise Kommunikation zu unserem höheren Selbst. Es entsteht eine Kluft zwischen der geistigen und physischen Welt – und auch in der Begegnung mit Menschen – weil wir uns dadurch oft an der Oberfläche bewegen und uns nicht wirklich im Innersten begegnen. Der Verstand ist ein wunderbares Werkzeug, er schützt uns vor Verletzungen und er hilft uns in vielen Lebenslagen. Es ist aber schade, wenn wir zulassen, dass er uns an der Begegnung mit unserem höheren Selbst hindert. Wir können ihm hier Gegensteuer bieten, indem wir immer wieder einzelne Situation hinterfragen. Indem wir unser Verhalten und unsere Reaktionen hinterfragen. Indem wir die Antworten im Herzen und nicht im Kopf suchen. Wir ALLE finden diese Antworten mit unserem Herzen und es ist reine Übungssache zu lernen, darauf zu vertrauen. Wenn wir es wagen, uns selbst zu begegnen und dann schliesslich mit unserem höheren Selbst, unserer Seele, einem anderen Menschen begegnen, der uns ganz tief und aussergewöhnlich zu berühren vermag, sprechen wir von Seelenverwandtschaft; wir fühlen uns vom Gegenüber voll uns ganz erkannt und geliebt, wir erfahren tiefe Wertschätzung für das, was wir tatsächlich sind - ohne wenn und aber. Wir erkennen uns selbst in einem anderen Menschen wieder. Kennt ihr dieses Gefühl? Ist das nicht schlicht und einfach wunderbar und so erstrebenswert?
Dazu müssen wir irgendwann alle erkennen, dass wir spirituelle Wesen sind, die weit umfassender sind, als Körper und Verstand. Unser rein mechanisches Weltbild hat langsam aber sicher ausgedient. In Wahrheit sind wir das Eine wie auch das Viele, wir sind das Nichts und das Alles. Immer mehr Menschen erkennen das und streben nach Mehr. Sie kommen in die Begegnung mit ihrem wahren Ich in der Hoffnung nach Erfüllung und wahrer Liebe. Wer nach tieferen Weisheiten strebt, sollte sich mit seiner Seele verbinden, ihr uneingeschränkt vertrauen und den Verstand langsam an das Erkennen des gesamten Wesens heranführen. Ziel ist die Vereinigung der geistigen und physischen Welt – werden unser Verstand, unser Körper und unsere Seele «eins», öffnet sich der Horizont, wir erfahren Heilung und wir können unser innerstes Licht nach aussen scheinen lassen und in dieser Welt unsere ganz eigenen Fussabdrücke hinterlassen. Hab Mut dazu... Du verdienst es, dich zu finden und bedingungslose Liebe in dir zu erfahren. Nichts an dir ist falsch; DU bist gut, so wie du bist!
Wenn du Unterstützung brauchst, um in die tiefe Begegnung mit dir selbst zu kommen, zögere nicht, mich zu kontaktieren – gerne begleite ich dich auf diesem wunderbaren Weg zu dir selbst.