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Die Vorratshaltung von Ethanol in der Schweiz soll aufgrund der aussergewöhnlichen Struktur des Ethanolmarktes ausnahmsweise über einen Vertrag mit der Alcosuisse AG sichergestellt werden. Die in der Vernehmlassung präsentierte Pflichtlager-Lösung stiess auf zu grossen Widerstand und wird deshalb nicht umgesetzt. Aus Sicht des Schweizer Obstverbands (SOV) und der Schweizer Brenner wird mit dieser Lösung eine Chance für die Branche verpasst.
Für den auf fünf Jahre angesetzten Vertrag mit der Alcosuisse AG hat der Bundesrat am 11. März 2022 beschlossen, dem Parlament einen Verpflichtungskredit zu beantragen. Angestrebt wurde aber eine längerfristige Lösung. Deshalb fand vom 19. März 2021 bis 29. Juni 2021 ein Vernehmlassungsverfahren über eine Pflichtlagerhaltung von Ethanol statt. Gemäss dem Verordnungsentwurf hätten alle Unternehmen Pflichtlager anlegen müssen, die Ethanol in gewissen Mengen importieren, herstellen, verarbeiten oder zum ersten Mal im Inland in den Verkehr bringen.