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Bernd und Hilla Becher waren ein berühmtes Fotografenpaar, das besonders in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wirkte. Beide lernten sich 1957 in Düsseldorf kennen und heirateten vier Jahre später.
Das Paar erlangte internationales Ansehen durch ihre Schwarz-Weiss-Fotografie von Fachwerkhäusern und Industriebauten. Ihr fotografisches Werk wird der Neuen Sachlichkeit zugeordnet.
Gemeinsam gründeten sie die „Düsseldorfer Photoschule“, aus der viele deutsche Fotografen wie Andreas Gursky, Thomas Struth, Candida Höfer, Thomas Ruff, Jörg Sasse und andere hervorgingen.
Sie nahmen an der Documenta 5 (1972), der Documenta 6 (1977), der Documenta 7 (1982) teil und machten auf die Einzigartigkeit von Industriebauten aufmerksam. Viele der dokumentierten Bauwerke sind schon lange abgerissen, deswegen bezeichnete sich das Künstlerpaar oft auch als Archäologen der Industriearchitektur.
Ihre einzigartigen Aufnahmen gelangen durch den Einsatz von Grossformatkameras mit dem Format 13 x 18 cm. Der Vorteil dieser Kameras liegt in der verzerrungsfreien und sehr detailreichen Wiedergabe des Motivs. Die Handhabung von Grossformatkameras ist sehr anspruchsvoll und zeitaufwendig. Das entwickelte Bild ist denen von Klein- und Mittelformatkameras bei weitem überlegen. Interessierte der Architekturfotografie sollten sich das Werk von Bernd und Hilla Becher einmal ansehen.