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Neuchâtel, 22.01.2015 (BFS) – Im Jahr 2013 hatten 2,4 Millionen der 6,8 Millionen in der Schweiz lebenden Personen ab 15 Jahren einen Migrationshintergrund. Vier Fünftel davon kamen im Ausland zur Welt, während ein Fünftel in der Schweiz geboren wurde, jedoch im Ausland geborene Eltern hat. Ein gutes Drittel (35%) besass den Schweizer Pass. Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist jünger und verlangsamt die Alterung der ständigen Wohnbevölkerung in der Schweiz. Diese und weitere Ergebnisse gehen aus einer Analyse des Bundesamtes für Statistik (BFS) zum Migrationsstatus der ständigen Wohnbevölkerung hervor.
Im Jahr 2013 waren 35 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren Personen mit Migrationshintergrund (2’374’000 Personen). Dabei handelt es sich um Personen, deren Eltern beide im Ausland geboren wurden, sowie um ausländische und eingebürgerte Personen, von denen mindestens ein Elternteil im Ausland zur Welt gekommen ist. Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund umfasst mehrheitlich Personen der ersten Generation (28%), die übrigen (7%) gehören der zweiten Generation an.
Die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund (4’397’000 Personen ab 15 Jahren; 64%) setzt sich hauptsächlich aus gebürtigen Schweizerinnen und Schweizern (4’375’000), aus einigen eingebürgerten Personen (16’000) sowie aus Ausländerinnen und Ausländern der dritten oder höheren Generation (6000) zusammen.
Im Jahr 2003 zählte die Bevölkerung mit Migrationshintergrund 1,7 Millionen Personen und machte 29 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren aus. Dieser Anteil stieg bis 2013 um 6 Prozentpunkte auf 35 Prozent. 75 Prozent dieses Zuwachses in jenem Zeitraum waren auf die Zuwanderung zurückzuführen.
Bei den Personen der ersten Generation handelt es sich zu 71 Prozent um ausländische und zu 29 Prozent um schweizerische Staatsangehörige. In der zweiten Generation machen die Schweizerinnen und Schweizer 61 Prozent aus. Betrachtet man beide Migrationsgenerationen zusammen, so handelt es sich bei den meisten Schweizerinnen und Schweizern um Eingebürgerte. Die grössten Ausländergruppen bilden die Staatsangehörigen aus Italien, Deutschland (je 11% der Bevölkerung mit Migrationshintergrund ab 15 Jahren), Portugal (8%) und Frankreich (4%).
Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist jünger
Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist deutlich jünger als jene ohne Migrationshintergrund. Dies lässt sich dadurch erklären, dass die 25- bis 50-Jährigen in der ersten Bevölkerungsgruppe im Vergleich zur zweiten in jedem Altersjahr übervertreten sind. Personen mit Migrationshintergrund waren 2013 durchschnittlich 44 Jahre und jene ohne Migrationshintergrund 49 Jahre alt. Innerhalb der Bevölkerung mit Migrationshintergrund kamen auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (20–64 Jahre) 16 Personen ab 65 Jahren. Bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund war dieses Verhältnis mehr als doppelt so gross (36 Personen ab 65 Jahren).
In den Kantonen Genf und Basel-Stadt hat die Mehrheit der Bevölkerung einen Migrationshintergrund
Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund variiert von Kanton zu Kanton. Während 35 Prozent der gesamtschweizerischen Bevölkerung ab 15 Jahren einen Migrationshintergrund aufweisen, beläuft sich dieser Anteil in den Kantonen Genf und Basel-Stadt auf 61 bzw. 51 Prozent. In den Kantonen Uri (14%), Appenzell Innerrhoden (16%) und Nidwalden (20%) ist der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund hingegen bedeutend geringer.
Drei von vier Kindern haben den Schweizer Pass
Die Mehrheit (90%) der 1’212’300 Kinder unter 15 Jahren wurde in der Schweiz geboren: Die 1’094’200 in der Schweiz geborenen Kinder haben somit keinen Migrationshintergrund oder gehören der zweiten Generation mit Migrationshintergrund an. Für die Analyse der 0- bis 14-Jährigen wurde nicht dieselbe Datenquelle wie bei der Bevölkerung ab 15 Jahren verwendet. Aufgrund des dort fehlenden Merkmals «Geburtsort der Eltern» kann bei den 0- bis 14-jährigen Kindern keine Typologie der Bevölkerung nach Migrationsstatus erstellt werden. Eine präzise Unterscheidung der Kinder bezüglich Migrationshintergrund ist somit nicht möglich. Die erste Generation kann jedoch bestimmt werden: 10 Prozent der in der Schweiz lebenden Kinder unter 15 Jahren wurden nämlich im Ausland geboren und gehören somit dieser Generation an. Drei Viertel aller Kinder unter 15 Jahren sind im Besitz des Schweizer Passes.
1,1 Millionen Haushalte mit Migrationshintergrund
In der Schweiz gab es 2013 über 3,5 Millionen Privathaushalte, wovon 32 Prozent (1,1 Millionen) einen Migrationshintergrund hatten. Bei knapp 5 Prozent handelte es sich um gemischte Haushalte mit/ohne Migrationshintergrund, d.h. einer der beiden Partner eines Paares (mit oder ohne Kind) oder mindestens eine Person eines Nichtfamilienhaushaltes oder eines anderen Haushaltstyps hatte einen Migrationshintergrund. 40 Prozent der 0- bis 14-jährigen Kinder lebten in einem Haushalt mit Migrationshintergrund. Dieser Anteil betrug bei den 0- bis 6-Jährigen 43 Prozent und bei den 7- bis 14-Jährigen 38 Prozent.