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Drei unterschiedliche Verwandte mit wahnsinnigen Gemeinsamkeiten: Nach ihren Uraufführungen erfreuten sich Vincenzo Bellinis „ll Pirata“ (1827), Gaetano Donizettis „Anna Bolena“ (1830) und Ambroise Thomas' „Hamlet“ (1868) grosser Beliebtheit auf allen bedeutenden Opernbühnen der Welt. Noch im Laufe des Jahrhunderts ihrer Geburt versanken sie aber allesamt in Bedeutungslosigkeit und wurden kaum mehr gespielt. Erst in den späten 50er Jahren unseres Jahrhunderts wurde ihnen neues Leben eingehaucht - von keiner geringeren als der Diva der Divas, der unsterblichen Sopranistin Maria Callas (1923-1977).
Drei Opern, drei Frauen in unmöglichen Liebesverstrickungen, die nicht sein können, weil sie nicht sein dürfen. Anna Bolena fällt dem Frauenverschleiss ihres Gatten, des englischen Königs Heinrich VIII., zum Opfer, der seine überzählig gewordenen Gemahlinnen via Schafott zu entsorgen pflegte. Ophelia, die Geliebte Hamlets, geht ins Wasser, nachdem der Prinz von Dänemark das Mordkomplott gegen seinen Vater aufgedeckt, Ophelias Vater als Mitwisser entlarvt und sich darauf von ihr abgewendet hat. Und Imogene bleibt im Wahnsinn zurück, als ihre einstige Liebe, der Pirat Gualtiero, zum Tod verurteilt wird, nachdem er ihren Gatten im Duell getötet hat.
Drei Opern und drei Frauen, die tragisch enden, allesamt dem Wahnsinn verfallen. Bloss, es ist zum wahnsinnig werden: Wenn der Wahnsinn so lieblich klingt ... Man ist fast versucht, nicht nur der Kunst der Callas zu erliegen.