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Wenn wir hier in der Schweiz jemanden fragen, was «Beatenberg» ist, dann lautet die Antwort wohl in den meisten Fällen: Ein Dorf im Berner Oberland. Die gleiche Frage auf der anderen Seite der Weltkugel – in Südafrika – gestellt, bringt eine ganz andere Antwort: Beatenberg ist eine der erfolgreichsten Bands des vergangenen Jahres in Südafrika. Bestehend aus Sänger und Gitarrist Matthew Field, Bassist Ross Dorkin und Schlagzeuger Robin Brink hat die Band mit «The Hanging Gardens of Beatenberg» Anfang 2014 ein internationales Debütalbum der Spitzenklasse abgeliefert. Zurecht gewann das Werk auch den South African Music Awards 2015 als bestes Album. Einflüsse der modernen Popmusik verschmelzen in den Songs mit traditionellen afrikanischen Klängen. Sie erinnern einserseits stark an die erfolgreiche südafrikanische Band Bright Blue, die in den 80er-Jahren unter anderem mit dem Song «Weeping» gegen das damalige Apartheid-Regime angesungen hat, oder klingen wie eine moderne Version des berühmten Graceland-Albums von Paul Simon. Ross und Matthew studierten zusammen Musik an der Universität von Kapstadt, Rob und Matt kennen sich aus der Schule. Obwohl die drei eigentlich Klassische Musik wie Beethoven oder Debussy lieben, haben sie sich für Pop entschieden. In ihren Song geht es um Emotionen, Bilder und verrückte Sachen, die jeder fühlt und fast verstehe. Und natürlich gibt es auch einen Grund, wieso sich die Band wie ein Schweizer Dorf nennt: Zu Beginn hiess die Band nämlich NICE. Damit Erfolg zu haben, wäre jedoch relativ schwierig, denn wer «Nice Band» oder «Nice Music» googelt, der finden nicht unbedingt gleich die Seite der Band. Zum Glück hatte Matt einmal eine Skizze eines Schweizer Dorfes des deutschen Malers Paul Klee gesehen. Er erinnerte sich, dass das Dorf den cool klingenden Namen Beatenberg hatte. Dieser sei für eine Band ideal: Beat erinnere an Rhythmus, Berg an Berg und «en» können auch «und» bedeuten. Ausserdem klinge der Name ähnlich wie viele Orte in Südafrika: «Muizenberg», «Wynberg», «Drakensberg» oder «Cederberg». Gelöst sei das Google-Problem damit jedoch nicht gewesen: Die Stadt Johannesburg sorgte für Probleme beim Buchstabieren von Beatenberg. Doch mit dem grossen Erfolg dürfte sich auch diese Schwierigkeit gelegt haben. Die aktuelle Single von Beatenberg heisst «Southern Suburbs».
ÜBER DEN AUTOR:
Gesungen habe ich immer gerne – leider nur auf Schulchor-Niveau. Heute beschränke ich mich daher lieber auf das Musikhören. Gut, gehörte zu meinem ersten Job beim Radio auch das Einsortieren der neuen CDs. Da gab es viele neue Musik zu entdecken. Auch heute gehe ich regelmässig auf Entdeckungstour – weltweit im Web. Meine Abenteuer teile ich hier auf miwi.ch gerne mit Euch. Mehr über mich gibt es unter michaelwieland.ch zu lesen.
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