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Babys sollten nicht unbeaufsichtigt im Autositz schlafen
Eltern sollten Babys keinesfalls unbeaufsichtigt längere Zeit in Autositzen schlafen lassen: Auch bei halb nach hinten geneigter Position drohen Atemprobleme. Der Kopf der Kleinkinder könne nach dem Einschlafen nach vorn kippen und dadurch einen Teil der Atemwege blockieren, wie eine neuseeländische Untersuchung jetzt ergab. Vor allem Frühgeborene seien gefährdet. Nur wenn die Sitze stark nach hinten geneigt seien, bestehe diese Gefahr nicht.
Die Ärzte untersuchten 43 Fälle, bei denen Kleinkinder durch Sauerstoffmangel blau anliefen. Neun von ihnen hatten zuvor in Autositzen gesessen. Bei der Rekonstruktion der Vorfälle mit den Sitzen der im Schnitt fünf Wochen alten Kinder zeigte sich, dass die Köpfchen der Kleinen im Schlaf auf die Brust fielen, was zu einer Verengung der Atemwege und zu Atemproblemen führte.
Bei rund der Hälfte der Kinder kam als zusätzlicher Risikofaktor dazu, dass die Mütter rauchten. Dies führt laut der Studie zu einer beeinträchtigten Sauerstoffversorgung im Körper der Kinder und kann das Risiko von Atemschwierigkeiten beim Nachvornekippen der Köpfe erhöhen.
Grundsätzlich warnen die Ärzte davor, Babys zu lange und unbeaufsichtigt im Autositz zu lassen. Auf Autoreisen sollen in regelmässigen Abständen Pausen eingelegt werden, in denen das Baby aus dem Sitz genommen werden kann. Auf keinen Fall darf das schlafende Baby nach der Fahrt im Autositz in das Haus getragen werden. Viele Eltern scheuen sich davor, ihr Baby zu wecken. Ein Autositz ist kein geeigneter Schlafplatz für ein Baby.
Quelle: Alistair J. Gunn et al.: British Medical Journal, 2006; 333; S. 1205-6
Stand: 12/06, BH