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Franz Schubert (1797 - 1828)
■ Messe G-Dur, D 167
■ Magnificat C-Dur, D 486
■ Messe Es-Dur, D 950
Freier Musikkreis Zürich
Leitung: Peter Appenzeller
Solistinnen und Solisten:
Sara-Bigna Janett ■ Sopran
Gianna Lunardi ■ Mezzosporan
Tamás Bartalan Henter ■ Tenor
Raphael Jud ■ Bass
Messe G-Dur
Franz Schuberts frühe Messe in G-Dur gehört zu den beliebtesten Messordinarien: Die reizvolle liedhafte Melodik, besonders im Kyrie und im Credo, bildet einen zauberhaften Kontrapunkt zu konzertanteren Passagen im Gloria oder im Sanctus. Lange Zeit hielt man eine reine Streicherbesetzung des Orchesters für Schuberts endgültige Fassung, während eine Version mit Holz- und Blechbläsern sowie Pauken für eine Erweiterung seines Bruders Ferdinand Schubert gehalten wurde. Seit Mitte der 90er Jahre allerdings ist bekannt, dass die Stimmen für die Trompeten und Pauken von Franz Schubert selbst zum Gebrauch „ad libitum“ hinzukomponiert worden sind.
Magnificat C-Dur
Schuberts Magnificat entstand im Spätsommer 1815 und gehört vermutlich in die Reihe jener kirchenmusikalischen Kompositionen, die Schubert als Jugendlicher für die Lichtenthaler Pfarrkirche geschaffen hat. Das Werk verlangt ein groß besetztes Orchester mit Streichern sowie
Holz- und Blechbläsern. Dem vierstimmigen Chor stehen vier Solisten gegenüber, welche den ruhigen mittleren Teil des Werks gestalten.
Messe Es-Dur
Die Es-Dur-Messe entstand im Juni und Juli des letzten Lebensjahres Schuberts (1828). Wie viele andere seiner großen Spätwerke (C-Dur-Sinfonie, Winterreise) hat Schubert
sie nie gehört. Uraufgeführt wurde das Werk im Oktober 1829, also erst nach seinem Tode. Das Publikum fand großen Gefallen an der Messe und sie wurde mehrmals wiederholt, geriet danach jedoch in
Vergessenheit. Dem Einsatz von Johannes Brahms ist es zu verdanken, dass das Werk 1865 in Leipzig gedruckt wurde. Brahms fertigte auch selbst den für die Einstudierung des Werkes notwendigen
Klavierauszug an.
«Tatsächlich weht der Hauch einer anderen Welt in den Klängen dieser wunderbaren Musik. Das gross angelegte Werk weist weit über eine enge konfessionelle Religiosität hinaus. Eine allgemeinmenschliche Spiritualität und Ausdruckskraft und die weit in die Zukunft weisende musikalische
Substanz machen die Messe in Es-Dur zu einem der gewaltigsten Zeugnisse geistlicher Chormusik.» (Stefan Werren)
Die Chorgemeinschaft mit etwa 80 Mitgliedern ist unabhängig, hat aber gelegentlich Einsätze in Gottesdiensten der Grossen Kirche Fluntern. Der Chor wurde von Peter Appenzeller gegründet, der ihn seit mehr als 30 Jahren leitet. Der Chor sucht eigene Wege in der Programmgestaltung und in der Organisationsform: Einmal ist er Oratorienchor (z.B. Bachs h-moll-Messe, Haydns Jahreszeiten), singt aber auch viel a cappella (u.a. Kompositionen von Peter Appenzeller als Uraufführungen) oder widmet sich mit Enthusiasmus einem Opernprojekt. Die Stimmbildung und chorische Improvisation, die Gehörbildung und Klangkultur sind allen Mitwirkenden wesentlich. Mehrere Konzerte führten den Chor über die Kantonsgrenze hinaus. Verschiedene Projekte fanden in Kooperation mit Bündner-Chören wie Ligia Grischa, Coramor, CantAurora statt.
ist in St. Moritz aufgewachsen. Nach der Matura in Zuoz folgte seine Ausbildung zum Primarlehrer in Chur. Anschliessend studierte er Musik in Zürich mit Abschlüssen in Schulmusik II, Kirchenmusik und Klavier. Seit bald 40 Jahren ist er als Schulmusiker in Rudolf Steiner Schulen tätig. Gegenwärtig arbeitet er freischaffend in Schulmusik-Projekten und als pädagogischer Berater. Er leitet Schulmusikseminare an der Freien Musikschule in Basel und in der von ihm mitbegründeten Freien Musikschule Zürich; auch in Italien ist er intensiv in der Ausbildung von Musiklehrkräften tätig. Sein kompositorisches Schaffen umfasst gesangliche Werke für die Musikpädagogik, Lieder für jegliche Chorformationen (viele davon in romanischer Sprache) und grössere Chorwerke, die er mit seinen verschiedenen Chören aufgeführt hat (Freier Chor, Vokalensemble CantAurora, Männerchor Ligia Grischa). Seit 2009 ist er Ehrenmitglied des Bündner Kantonalgesangsverbandes. Im Jahre 2012 erhielt er einen Anerkennungspreis vom Kanton Graubünden