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| Augustinus (354-430) - Bekenntnisse (Confessiones)

Zwölftes Buch
5. Warum ist die gestaltlose Materie so benannt worden?
Stellt nun unser Geist über diesen Gegenstand Forschungen an, was davon wohl dem Verständnisse nahe zubringen sei, so muß er sich sagen: "Die gestaltlose Materie ist keine geistige Seinsform wie Leben oder Gerechtigkeit, da sie körperlicher Stoff ist; sie ist auch keine sinnliche Bestimmtheit, da ja Sichtbarkeit und Wahrnehmbarkeit den Begriffen von gestaltloser und leerer Masse widersprechen". Wenn also das menschliche Denken sich solches sagt, dann versucht es diesen Begriff durch Nichtwissen zu erkennen oder durch Nichterkennen zu wissen.