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Der Genève Aéroport dankt all jenen, die seinen Aprilscherz für gut befanden und bestätigt, dass eine Schneeräumung zwei Stunden vor dem Fall der ersten Schneeflocken unmöglich sei. Zumindest nicht vor dem 1. April 2019! :)
Schneefall auf dem Rollfeld erfordert den Einsatz von Schneepflügen, Bürstenmaschinen, Fräsmaschinen, Baggern, Lastkraftwagen und Fahrzeugen.... Dieser zeitlich genau festgelegte Ablauf ermöglicht eine ausreichende Bremswirkung, eine helle und sichtbare Markierung und Räumung der Schneehügel in unmittelbarer Nähe der Start-und Landebahn. In diesem Winter umgibt sich der Genève Aéroport mit renommierten Wissenschaftlern, um die Start-und Landebahn zwei Stunden vor dem Fall der ersten Schneeflocken freizuräumen.
Dabei setzt der Genève Aéroport auf innovative Technologien, wie Giovanni Russo, COO des Genève Aéroports mitteilte: „Da wir nur eine Start-und Landebahn haben, müssen wir alles daran setzen lange Unterbrechungen des Luftverkehrs zu vermeiden und reflektieren in diesem Zusammenhang ständig über neue Methoden.“
In diesem Zusammenhang hat sich der Genève Aéroport an Wissenschaftler der renommiertesten schweizerischen und ausländischen Universitäten gewandt, die die Start-und Landebahn begutachten.
Die Massnahmen finden in zwei Schritten statt. Zunächst wird der Boden des Rollfelds mit einem speziellen Mittel auf SiO2-Basis (flüssige Kieselsäure) behandelt, welches nach Sauerstoff die am zweithäufigsten vorkommende Komponente in der Erdkruste ist und seit geraumer Zeit einen wesentlichen Bestandteil von Glas bildet.
Flüssige Kieselsäure dringt in die Porosität des Steins ein und kristallisiert mit dem CO2-freien Kalk im behandelten Material, in diesem Fall dem Beton der Start-und Landebahn.
Diese Behandlung verleiht dem Boden hydrophobe Eigenschaften und schafft somit einen dünnen Schutzfilm, der die Bildung von Eis verlangsamt.
In einem zweiten Schritt erzeugt die molekulare Schwingung der Bürsten der Schneepflüge genügend Energie, um die Schneeflocken zu schmelzen bevor sie sich ansammeln. Erfahrungswerte zeigen, dass, ähnlich wie bei der Behandlung eines Muskels, der Boden mit aus der nordischen Kultur stammenden Methoden - sogenannten schwedischen Massagen - behandelt werden kann. Um dies umzusetzen mussten die Schneepflüge angepasst werden.
Darüber hinaus erreicht der Natriumchlorid-Gehalt des Betons (nach dem Salzstreuen) eine Widerstandsfähigkeit gegen Schnee von über 17,9 %.
Die Ergebnisse zeigten, dass zwei Stunden genügen, um diese Moleküle zu aktivieren und dass die in diesem Winter am Flughafen durchgeführten Tests ein voller Erfolg sind.
"Der Flughafen als Innovationslabor erlaubt einmal mehr eine Projektidee in die Tat umzusetzen.“ Zudem freue ich mich die Einsatzfahrzeuge zwei Stunden eher als derzeit auf der Start-und Landebahn zu sehen“, erklärte André Schneider, Generaldirektor des Genève Aéroport.
Das neue Verfahren wird seit diesem Wochenende umgesetzt und unterstreicht die operative Politik des Genève Aéroport.
Taline Abdel Nour, Koordinatorin, Kommunikationsabteilung