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Von einer verminderten Ausscheidung von Urin (Oligurie genannt) spricht man bei einer Urinmenge von weniger als 500 ml pro 24 Stunden. Bei weniger als 100 ml spricht man von einer Anurie. Vermindertes Wasserlassen kann auf eine zu geringe Flüssigkeitsaufahme hindeuten
Vermindertes Wasserlassen bedeutet eine deutlich verminderte Harnausscheidung (=Oligurie) oder gar keine Urinausscheidung mehr (=Anurie).
Der Harn wird in den Nieren gebildet und über die ableitenden Harnwege ausgeschieden. Harnbildung und Ausscheidung sind lebenswichtig und haben folgende Aufgaben:
Die tägliche Urinmenge ist abhängig einerseits von der täglichen Trinkmenge und andererseits von der abgesonderten Flüssigkeitsmenge durch Schwitzen, im Stuhl und über die Atmung. Normalerweise beträgt die Harnausscheidung innerhalb von 24 Stunden 1-2 Liter. Die Entleerung erfolgt in der Regel drei- bis sechsmal täglich.
Medizinisch werden folgende Veränderungen der Harnmenge unterschieden:
Die zurückgehende Urinausscheidung führt zu Wassereinlagerung en im Gewebe, vor allem in den Beinen (Beinödeme ), später auch in den Lungen (Lungenödem e). Oft werden die Ödeme von den Betroffenen früher bemerkt als die abnehmende Harnmenge.
Begleitsymptome: Zeichen der Austrocknung: Trockene Schleimhäute, Durst , stehende Hautfalten, Schwäche, Verwirrtheit , Kopfschmerzen , Müdigkeit , Wassereinlagerung im Gewebe (Beinödeme, Lungenödem), Gewichtszunahme (durch Ödeme), Atemnot (bei Lungenödem), Bauchschmerzen , Unterleibsschmerzen, Fieber (bei Entzündungen)
Ein häufiger Grund für ein vermindertes Wasserlassen ist ein Flüssigkeitsmangel wenn generell zu wenig getrunken wird. Dies ist oft bei alten Menschen der Fall (Vergesslichkeit , Durstgefühl nimmt im Alter ab). Auch bei Flüssigkeitsverlusten wie starkes Erbrechen , Durchfall, starkes Schwitzen oder Blutverlusten sowie im Kreislaufschock nimmt die Harnmenge ab. Weitere Ursachen sind Herz- und Nierenerkrankungen oder eine Abflussbehinderung in den ableitenden Harnwegen.
Vermindertes Wasserlassen durch körperliche Erkrankungen:
Weitere Ursachen für vermindertes Wasserlassen:
Einiges kann man selber tun, damit es gar nicht erst zu Erkrankungen kommt, die zum verminderten Wasserlassen führen:
Generell soll jede auffällige Veränderung der Harnmenge ärztlich abgeklärt werden. Ebenso wenn Beschwerden auftreten, die auf Nierenprobleme hinweisen wie Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme ) oder Blut im Urin .
Welcher Arzt ist zuständig?
Um sich ein genaues Bild von den aktuellen Beschwerden und den möglichen Ursachen zu machen, erfolgt zuerst die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung mit einfachen Hilfsmitteln (Betrachten, Abtasten, Abhören, Abklopfen, Funktionsprüfungen, etc.). Ausgehend von der Anamnese und der körperlichen Untersuchung können weitere spezielle Untersuchungen folgen.
Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese)
Körperliche Untersuchung
Der Arzt wird den Blutdruck, den Puls und das Körpergewicht messen sowie Herz und Lunge abhören. Bei der Inspektion der Haut und Schleimhäute achtet er auf Zeichen der Blutarmut, der Austrocknung oder Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme ). Weiters wird der Bauch abgetastet und abgehört. Durch Abklopfen des Unterbauches kann der Arzt herausfinden, ob die Blase prall gefüllt ist, was auf eine Abflussbehinderung in den Harnwegen hinweist. Es werden auch die Nierenlager in den Flanken abgeklopft, die bei Entzündungen der Nieren oder bei Harnstauung schmerzhaft sein können. Bei Männern wird die Prostata mit dem Finger über den Enddarm getastet, bei Frauen erfolgt eine vaginale Untersuchung auf eine mögliche Abflussbehinderung des Urins.
Weitere Diagnostik/spezielle Untersuchungen
Mehr Informationen zur Abklärung (Diagnostik) finden Sie in den jeweiligen Krankheitsbildern
Die Therapie bei vermindertem Wasserlassen richtet sich immer nach der Ursache, wobei folgende Behandlungsmöglichkeiten in Frage kommen:
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