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Der Chip-Hersteller Intel plant neben einer Fabrik in Irland einen zweiten Fertigungsstandort in Europa. Laut einem Bericht der Agentur 'DPA' könnte die Standortwahl auf Bayern fallen. "Wir sind hierzu auch in engem Kontakt mit dem Unternehmen und werden uns für die Region und das Projekt einsetzen", erklärte der bayrische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger laut Medienberichten. Die Ansiedlung eines grossen internationalen Produzenten wäre eine herausragende Chance für den Wirtschaftsstandort Bayern, fügte er an.
Gleichzeitig sprach sich Intel erneut für Subventionen aus. Denn in Asien könne um 40% billiger produziert werden als in Europa, erklärte Christin Eisenschmid, Deutschland-Chefin von Intel, dem 'Redaktionsnetzwerk Deutschland'. Dies liege insbesondere an den Subventionen, die seit vielen Jahren zur Industriestrategie der asiatischen Regierungen gehörten. "Eine ähnliche Förderpolitik ist auch massgeblich, um in Europa mehr Halbleiter zu fertigen", sagte Eisenschmid.
Bereits vor einigen Wochen hatte sich Intel-CEO Pat Gelsinger mit Thierry Breton, dem EU-Kommissar für den Binnenmarkt getroffen. Nach dem Treffen war in Medienberichten von 8 Milliarden Euro die Rede, die Gelsinger genannt habe. Intel erklärte aber daraufhin gegenüber 'Reuters', dass Gelsinger keine spezifische Summe genannt habe, aber gegenüber EU-Politikern deutlich gemacht habe, dass sie investieren müssen, um eine lebendige Halbleiterindustrie zu gewährleisten.
Europa möchte in den nächsten zehn Jahren seinen Anteil an der weltweiten Produktion von Chips auf 20% verdoppeln. Laut der Semiconductor Industry Association stammen heute 80% aller Halbleiter aus Asien. Diese Abhängigkeit von asiatischen Herstellern will die EU verringern.