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Die Angina abdominalis (oder Angina intestinalis) bezeichnet eine chronische Durchblutungsstörung der Darmwand (Chronische Mesenterialischämie). Sie ist ein frühes Symptom und stellt ein Warnhinweis für einen drohenden Verschluss eines Darmgefässes dar.
Sie tritt meist ca. 20-30 Minuten nach der Nahrungsaufnahme auf und dauert ca. eine bis zwei Stunden. Der Schmerzcharakter kann verschieden sein: dumpf bis scharf. Dabei kommt es durch die Nahrungsaufnahme zur Dehnung der Magen- und Darmwand. Die Dehnung überträgt sich auf die Gefässe und erhöht den Widerstand für den Blutfluss. Die Folgen sind eine herabgesetzte Durchblutung und die Entstehung der Schmerzattacken. Die häufigste Ursache ist die Arteriosklerose der Mesenterialgefässe (Arteria mesenterica superior, Arteria mesenterica inferior). Somit zählen zu den Risikofaktoren auch die der Arteriosklerose:
Besteht der Verdacht auf eine chronische Durchblutungsstörung, ist zunächst eine Darstellung der Darmgefässe notwendig. Üblicherweise steht die Duplex-Sonographie (Ultraschall) an erster Stelle. Bei Bestätigung der Durchblutungsstörung schliesst sich für eine detaillierte Beurteilung die Computertomographie an. Als Alternative kommt die Magnetresonanz-Tomographie in Betracht. Die Ergebnisse werden interdisziplinär diskutiert und dem Patienten ein Behandlungsplan vorgeschlagen.
Über einen Zugang durch die Bauchdecke wird die Hauptschlagader (Aorta) und das betroffene Gefäss dargestellt. Anschliessend wird die entsprechende Operationstechnik: Umsetzen des Gefässes (Replantation/Transplantation), das Anlegen eines Umgehungskreislaufes (antegrader oder retrograder Bypass), die Rekonstruktion mittels Prothese (siehe Bild) bzw. das Entfernen von Kalkablagerungen (Thrombendarterioektomie) mit Gefässerweiterung (Patchplastik) durchgeführt.
Über einen kleinen Gefässzugang (Punktion) wird ein Katheter in das Gefäss eingebracht. Anschliessend wird die Engstelle mit einem Ballon erweitert. Aktuelle Empfehlungen der Fachgesellschaften sehen eine zusätzliche Stent-Implantation vor. Besteht die Notwendigkeit zur Behandlung, sollten die Situation des Patienten oder der Patientin und die Ergebnisse der verschiedenen Methoden ins Verhältnis gesetzt werden: Offen-chirurgisch zeigen sich insgesamt bessere Langzeitergebnisse. Die katheter-technischen Eingriffe besitzen Vorteile im kurzfristigen Zeitraum nach der Behandlung. Somit würde die offene Chirurgie eher für jüngere und ansonsten gesunde Patienten und Patientinnen empfohlen werden. Katheter-technische Verfahren kommen bei älteren Patienten und Patientinnen mit schweren Nebenerkrankungen in Frage. In vielen Fällen ergänzen sich beide Methoden.
Eine spezielle Vorbereitung durch den Patienten oder die Patientin ist nicht möglich. Im Anschluss an die Therapie und begleitend zur Therapie ist die Behandlung der Risikofaktoren (z.B. Rauchen, Bluthochdruck etc.) notwendig.
Die Nachsorge ist abhängig von der gewählten Therapieoption (offen chirurgische Behandlung versus katheter-technische Behandlung). Nach einer Behandlung kann auf Wunsch die Nachsorge in einer spezialisierten Rehabilitationsklinik organisiert werden. Weiterhin werden regelmässige Konsultationen in der gefässchirurgischen Ambulanz zur Kontrolle des Behandlungsergebnisses vereinbart. In Abhängigkeit von der durchgeführten Prozedur, ist die Umstellung und Anpassung von Medikamenten notwendig.
Die Behandlung am Universitätsspital Zürich bietet verschiedene Vorteile. Es werden alle bekannten und modernen Behandlungsmethoden durchgeführt. Darüber hinaus sind ebenso Kombinationen aus beiden Verfahren (Hybrid-Methoden) für geeignete Patienten und Patientinnen im Angebot (z.B: ROMS Retrograde open mesenteric stenting). Patienten und Patientinnen mit Nebenerkrankungen profitieren zudem von dem interdisziplinären Arbeiten der insgesamt 43 Kliniken des USZ.
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Universitätsspital Zürich
Klinik für Gefässchirurgie
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