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Beim Wiederaufbau der Brust gibt es mehrere verschiedene Techniken, die nicht nur die operierte Seite, sondern auch die gesunde Gegenseite in das Operationskonzept miteinbeziehen muss. Die Brustrekonstruktion kann primär (zugleich mit der Tumoroperation) oder sekundär (zu jedem späteren Zeitpunkt) durchgeführt werden.
Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:
1) Gewebedehnung und Brustimplantate (körperfremdes Gewebe)
Nach Entfernung der Brust wird ein Expander unter die regionale Muskulatur eingelegt und der Haut-Muskelmantel aufgedehnt. Die Expansion dauert im Schnitt 6 bis 8 Wochen, der Expander verbleibt dann 2 - 6 Monate und wird dann durch ein geeignetes Implantat ersetzt. In derselben Operation oder spätestens in einer dritten Operation wird die Brustwarze rekonstruiert.
2) Köpereigenes Gewebe vom Rücken oder vom Bauch oder Gesäss
Das Gewebe vom Rücken reicht meist nicht für eine komplette Rekonstruktion der Brust und wird deshalb mit einem Implantat kombiniert.
Die Bauch- oder Gesässhautlappen sind meistens gross genug und reichen für den Wiederaufbau der Brust, bedeuten aber längere und risikoreichere Operationen, weil die Gefäss-Anschlüsse unter dem Mikroskop durchgeführt werden müssen.
Bei der Wiederherstellung der Brustwarze kann der Warzenhof tätowiert werden, die Brustwarze selbst wird entweder aus dem örtlichen Gewebe geformt oder als freies Transplantat von einer anderen, dunkler pigmentierten Körperstelle entnommen.