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»Liebster Vater, Du hast mich letzthin einmal gefragt, warum ich behaupte, ich hätte Furcht vor Dir. Ich wusste Dir, wie gewöhnlich, nichts zu antworten...« – so beginnt Franz Kafkas 1919 verfasster Brief an seinen Vater, den er niemals abschicken sollte. Er schuf damit das wichtigste autobiographische Zeugnis, das wir von ihm besitzen.
»Was für ein Sprachgenie gehört dazu, eine vordergründig private Familiengeschichte in so einer ungeheuren und gerechten Präzision zu fassen, wie es Kafka im ›Brief an den Vater‹ geglückt ist.«Frankfurter Rundschau
»Eine Analyse des Verhältnisses dieses besonderen Vaters zu diesem besonderen Kind und vice versa, eine Selbstanalyse schärfster Art, die sich episodenhaft zu einer kleinen Selbstbiographie weitet.« Max Brod
»Man wird über diesen versponnenen Prager Juden, der ein vorbildliches Deutsch geschrieben hat, über diesen pedantisch-exakten Phantasten, der viel mehr war als nur ein Phantast und Dichter, noch nachdenken und disputieren, wenn das meiste vergessen ist, was wir heute an deutscher Literatur unserer Zeit schätzen.«Hermann Hesse