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Kann ich meinen Jodbedarf mit Käse decken?
Das Spurenelement Jod ist im menschlichen Körper verantwortlich für die Hormonproduktion in der Schilddrüse. Studien aus den letzten Jahren haben gezeigt, dass ein Teil der Schweizer Bevölkerung nicht genug Jod im Blut hat. Bei einem Mangel an Jod können mögliche Folgen wie Kropfbildung, Wachstumsverzögerungen und eine Einschränkung der geistigen Fähigkeiten bei Kindern auftreten.
In der Schweiz wird bei der Fütterung von Milchkühen Jod supplementiert. Durch die zusätzlich Jobzugabe bei der Kuhfütterung steigt dementsprechend auch der Jodanteil in der Milch. Währenddem im Jahr 1994 noch rund 90% der Käsereien jodiertes Kochsalz verwendeten, verzichten die Schweizer Käsereien ab 2008 vollständig darauf. Der Grund liegt darin, dass Länder wie Frankreich den Import von Käse mit jodiertem Kochsalz verbieten.
Eine Studie vom Agroscope Liebefeld kam zum Schluss, dass sich die Zugabe von jodiertem Kochsalz im Salzbad oder im Schmierwasser positiv auf den Jodgehalt im Käse auswirkt. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass ein Grossteil des Jods sich im nicht essbaren Teil in der Rinde ablagert. Trotzdem haben die Resultat ergeben, dass es einen signifikanten Unterschied gibt im Vergleich zwischen dem jodierten und konventionellen Kochsalz.
Auch wenn kein jodiertes Kochsalz in der Käseherstellung verwendet wird, enthält der Käse natürlicherweise einen geringen Anteil an Jod. Es ist zu empfehlen, neben Käse noch andere Milchprodukte wie Trinkmilch oder Joghurt zu konsumieren, damit der tägliche Jodbedarf optimal abgedeckt werden kann.