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China hat verärgert auf die Absage der Reise von US-Aussenminister Mike Pompeo nach Nordkorea und den Vorwurf der mangelnden Unterstützung bei der Entwaffnung Pjöngjangs reagiert. Peking teilte am Samstag mit, es habe wegen der Beschuldigungen von US-Präsident Donald Trump eine offizielle diplomatische Beschwerde eingereicht.
Die Erklärung der USA widerspreche «grundlegenden Fakten» und sei «unverantwortlich», erklärte der chinesische Aussenamtssprecher Lu Kang. Alle beteiligten Parteien sollten mehr «Ernsthaftigkeit und Flexibilität» an den Tag legen statt «launisch» zu sein und die «Schuld anderen zu geben».
Trump hatte am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter geschrieben, da es «keine ausreichenden Fortschritte bei der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel» gebe, werde die geplante Pompeo-Reise nach Nordkorea nicht stattfinden.
Der US-Präsident warf zugleich Nordkoreas Verbündetem China vor, nicht im selben Masse bei Pjöngjangs Entwaffnung mitzuwirken wie bisher, weil die USA eine härtere Haltung im Handelsstreit mit Peking einnähmen.
Pompeo hatte für die kommende Woche einen Besuch in Pjöngjang angekündigt. Es wäre sein insgesamt vierter seit seiner Nominierung zum Aussenminister Ende April gewesen, und der zweite seit dem viel beachteten Gipfeltreffen von Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un im Juni in Singapur.
Damals hatte der nordkoreanische Machthaber zwar einer «Denuklearisierung» seines Landes zugestimmt. Genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmassnahmen wurden jedoch nicht genannt, weshalb die Vereinbarung vielfach als zu vage kritisiert wurde. (sda/afp)