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Verschiedene parlamentarische Vorstösse hatten die Frage nach der geografischen Verteilung der Zuschläge im öffentlichen Beschaffungswesen zum Gegenstand, insbesondere wurde darin die Verteilung der Vergaben nach Sprachregionen thematisiert. Aufgrund dieser Vorstösse betraute der Bundesrat die Beschaffungskonferenz des Bundes (BKB) damit, mittels einer gesamtheitlichen Studie die Ursachen für die Untervertretung der lateinischen Schweiz bei den Vergaben des Bundes zu analysieren. Die Ergebnisse der Studie belegen, dass zwar eine Sprachbarriere existiert, diese aber nur einer der Faktoren ist, mit welchen die ungleiche Verteilung der öffentlichen Aufträge erklärt werden kann.
Das Eidgenössische Finanzdepartement (die BKB in Zusammenarbeit mit der Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren (KBOB)) wurde damit beauftragt, die Empfehlungen der Studie auf ihre Eignung hin zu prüfen und allfällige Empfehlungen für die zentralen Beschaffungsstellen der Bundesverwaltung zu erlassen.
Die in der Folge erarbeiteten Empfehlungen wurden per 29. August 2014 von der BKB verabschiedet. Sie verfolgen den Zweck, die gerechte Aufteilung der öffentlichen Aufträge auf die verschiedenen Sprachregionen zu fördern. Die Empfehlungen ergänzen die geltenden Gesetzesvorschriften und zeigen Massnahmen auf, wie der Mehrsprachigkeit im öffentlichen Beschaffungswesen des Bundes wirksam Rechnung getragen werden kann.