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Gesellschaftlicher Fortschritt lebt von den Ideen engagierter Menschen. Diese Ideen greifen wir auf, um sie weiterzuentwickeln. Indem wir Projekte fördern und initiieren, möchten wir dabei helfen, dass sie Wirklichkeit werden.
Zusammen mit unseren Partnern möchten wir Impulse in wichtigen gesellschaftlichen Fragen geben. Die Projekte sollen Beispiele schaffen und zeigen, was zur Lösung aktueller Herausforderungen in unseren vier Themenbereichen möglich ist. Deshalb unterstützen wir Wissenschafts- und Praxisprojekte, stärken Organisationen durch Kompetenzaufbau in ihrer Entwicklung und sorgen dafür, dass die Erfahrungen und Erkenntnisse möglichst vielen Menschen zugute kommen. Grundlage für unsere Tätigkeiten sind die in unserem Leitbild formulierten Werte.
Die Nachkommen der deutschen Handels- und Unternehmerfamilie Karl Schmidt aus Duisburg, von denen einige seit vielen Jahren auch in der Schweiz leben, hat Ende der 1990er Jahre die Stiftung Mercator Schweiz und die Stiftung Mercator GmbH in Deutschland gegründet und mit erheblichen finanziellen Mitteln aus ihrem Vermögen ausgestattet (Stiftungskapitel total rund 250 Millionen Euro). Aus weiteren Vermögenswerten, die die Stifterfamilie der gemeinnützigen Tätigkeit gewidmet hat, werden die beiden Stiftungen laufend mit Geldern in Form von Zuwendungen und Spenden ausgestattet.
Seit drei Generationen hat die Familie Schmidt vom Duisburger Firmensitz aus Gross- und Einzelhandel betrieben. Ursprung dieser Aktivitäten war im Jahr 1906 das Kaufhaus C. W. Jung. Es folgte 1923 die Aufnahme des Grosshandels mit Gründung der Firma Karl Schmidt OHG. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Spar-Zentrale Ruhrgebiet, die P+Q SB-Warenhausgesellschaft, die E+W Schmidt GmbH sowie die Mercator GmbH gegründet. Wilhelm und Ernst Schmidt, die zweite Generation der erfolgreichen Kaufmannsfamilie, gründeten 1963 den ersten Metro-SB-Grossmarkt in Essen. Im Jahre 1964 schlossen sie sich mit den Unternehmern Beisheim und Schell, die die Eröffnung eines SB-Grossmarktes im benachbarten Mülheim-Ruhr planten, zu einer gemeinsamen Firma zusammen; im Zuge der Realisierung des dritten Grossmarktes in Berlin trat die Duisburger Handelsfirma Haniel als Finanzpartner hinzu und ermöglichte die weitere schnelle Expansion der Gruppe, der der Partner Schell nun nicht mehr angehörte. Aus der Fusion der Handelsunternehmen entstand 1996 die Metro Group, zu deren Hauptanteilseignern die Familie Schmidt neben Haniel und Beisheim gehört.
Die Stiftung ist nach dem bedeutenden Duisburger Kartografen Gerhard Mercator (1512-1594) benannt. Gerhard Mercator schuf Koordinaten, die die geografische Orientierung für den weltweiten Handel und die Verbreitung von Ideen verbessert haben. Sein Name steht damit für die Verbindung von globalem Denken, wissenschaftlicher Präzision und unternehmerischem Handeln. Sein Leben zeigt ausserdem die Bedeutung von interkultureller und interreligiöser Toleranz – Werte, für die auch die Stiftung Mercator eintritt.
Die Karten und Globen von Gerhard Mercator waren präziser als alle, die bis dahin zur Verfügung gestanden hatten. Sie setzten Standards für die folgenden zwei Jahrhunderte. Die von ihm entwickelte Mercator-Projektion wird bis heute angewendet: Sie ermöglicht eine winkelgetreue Abbildung der Erde und erleichtert damit die Navigation auf See erheblich. Auch der Begriff Atlas für ein Sammelwerk geografischer Karten geht auf Gerhard Mercator zurück. Der Sohn eines Schusters hatte sich nach seinem Studium in Löwen in dieser Stadt niedergelassen, wo sein Aufstieg begann. 1544 wurde er jedoch wegen Ketzerei angeklagt, da er lutherischer Ideen verdächtigt wurde. Vermutlich aus diesem Grund zog er 1552 mit seiner Familie nach Duisburg. Möglich ist jedoch auch, dass ihm ein Lehrstuhl an der geplanten Universität in Aussicht gestellt worden war, deren Gründung er allerdings nicht mehr erleben sollte. Mercator verbrachte die folgenden 42 Jahre in Duisburg und wurde zum wohl bis heute bedeutendsten Bürger der Stadt.
Die Stiftung Mercator in Deutschland mit Sitz in Essen und die Stiftung Mercator Schweiz mit Sitz in Zürich wurden von der Familie Karl Schmidt gegründet. Dadurch sind beide Stiftungen miteinander verbunden. Sie werden von den gleichen Leitgedanken und Überzeugungen getragen, arbeiten unabhängig voneinander und sind in ähnlichen Themenfeldern engagiert.