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Bamtaare bedeutet in der Lokalsprache «Entwicklung». Unsere Partnerorganisation bietet Unterstützung, wenn der Boden zu trocken ist und das Essen knapp wird.
Bamtaare will dem Hunger und der daraus resultierenden Verschuldung der lokalen Bevölkerung in der Sahelregion entgegen zu stehen. Die Projekte von Bamtaare werden im Departement Podor im Nordsenegal umgesetzt.
In der Projektregion gibt es zwei unterschiedliche Agrarzonen. Am Senegalfluss leben die Menschen vom Fischfang und vom Bewässerungsfeldbau. Wasser gibt es genug, aber der Ackerbau verlangt heute immer mehr Mittel wie Dünger, Pestizide und Treibstoff. Dies treibt viele Bauern in die Verschuldung.
Das Hinterland hingegen ist sehr karg. Die Menschen dort leben vom Regenfeldbau und von der Viehwirtschaft. In den letzten Jahren wurde die Landwirtschaft auf den fruchtbaren Flächen verstärkt. Dadurch werden gute Weideflächen reduziert.
Wegen des Klimawandels und den daraus folgenden unregelmässigen Regenfällen wächst noch weniger Gras auf allen Flächen. Viehzüchter sehen sich dadurch gezwungen, ihre Dörfer zu verlassen. Zwischen den Ernten sind Einkommen und Lebensmittel knapp. Diese schwierige Periode wird „Soudure“ genannt und kann 3-8 Monate dauern.
Direkt arbeitet Bamtaare in 72 Dörfern und begleitet die Bevölkerung dabei, Strategien zur Überwindung der Knappheitsperiode zu entwickeln, beziehungsweise diese zu festigen. Solidaritätskassen und Gemeinschaftsspeicher für Getreide helfen über die schwierige Zeit hinweg und verhindern Verschuldung. Auch die Gemeinschaftsfelder sind ein wichtiger Ansatz um Vorräte, aber auch Saatgut für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen zu können.
Insbesondere für die junge Bevölkerung wird bekanntes Wissen über Konservierung von Nahrungsmitteln auf diese Weise wieder bekannt gemacht. Radiosendungen informieren über die Arbeitsansätze von Bamtaare und informieren die Bevölkerung über die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten. Die Bevölkerung fordert ausserdem mit der Begleitung von Bamtaare beim Staat die ihr zustehende soziale Grundversorgung wie Schulen und Gesundheitszentren ein und wird in der Ausarbeitung dieser Forderungen begleitet.