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Die ursprünglich aus Katalonien stammende Arbequina-Olive ist heute eine der am meisten angebauten Olivensorten der Welt. Nebst Andalusien und Argentinien wird sie mittlerweile gar in der Toskana angebaut. Die relativ widerstandsfähige Frucht eignet sich gut für den intensiven oder gar superintensiven Anbau. Spät geerntet ergibt die kleine Frucht einen Ertrag von bis zu 22 % Öl.
Das Öl aus spät geernteten, reifen Früchten (schwarze Frucht, zweite Novemberhälfte oder später) ist mild (Abwesenheit von Bitterkeit) und ohne grossen Charakter. Aus früh geernteten, grünen Früchten hingegen ergibt sich ein organoleptisch sehr ansprechendes, meist leichtfruchtiges bis maximal mittelfruchtiges Olivenöl mit gut ausgewogenem Schäfer-Bitterprofil. Arbequina-Öl aus früh geernteten und fachmännisch verarbeiteten Früchten passt sehr gut zu hellem Fleisch, leichten Salaten, leichten Meeresfrüchten, Seefischen und zu einfachen Pastagerichten.
Da die Arbequina-Olive im Vergleich zu anderen Sorten wenig Ölsäure (C18:1) liefert und nicht so polyphenolreich wie das andalusische Pendant, die Picual-Olive, ist, sind Arbequina-Öle wesentlich oxidationsanfälliger.