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HIV und Knochen: ein vernachlässigtes Problem
Je älter HIV-infizierte Menschen werden, desto mehr müssen wir uns mit den "normalen" Phänomenen des Älter-werdens abgeben. Viel zu wenig beachtet wurde bisher der beschleunigte Knochenabbau während der HIV infektion.
Eine Studie in AIDS hat gut 300 HIV-positive Männer über 50 mit gleichaltrigen HIV-neg. Männern verglichen. Untersucht wurde die Frakturhäufigkeit sowie die Knochendichte (DEXA-Scan). Offenbar zeigt sich bei den HIV-positiven Männern ein deutlich schnellerer Knochenabbau. Möglich, dass dies mit der HIV-Infektion und der damit einher gehenden Immunaktivierung zusammenhängt.
Es ist für uns aber auch eine Warnung, dass wir die Substanz Tenofovir (Viread) mit grosser Vorsicht einsetzen sollten. Tenofovir verursacht einen Phosphat-Verlust im Knochen und beschleunigt damit den Knochenabbau noch deutlicher. Diese Phänomene werden eindeutig zu wenig diskutiert und sollten auch besser untersucht werden.
Quelle: Arnsten et al. AIDS 12.3.2007