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Ausserirdisch
Streit der Gelehrten
Vor einigen Jahren machte die Astronomin Chantal Jègues-Wolkiewiez eine verblüffende Feststellung, die einige Prähistoriker in Wut versetzte. Madame hatte in der Höhle von Lascaux (Dordogne) die 17 000 Jahre alten Felsmalereien studiert. Dabei fielen ihr Dinge auf, die den Archäologen nicht im Entferntesten in den Sinn kamen. Die Zeichnungen zeigten nämlich Sternbilder, von denen wir geglaubt hatten, erst die Babylonier hätten sie viel später entdeckt. Da gab es den Skorpion, den Widder, den Stier, den Steinbock. Madame Jègues-Wolkiewiez erstellte eine Karte des Sternenhimmels, wie er sich vor 17 000 Jahren dem Betrachter in der Gegend darbot. Dann wurden alle Tierfiguren vermessen, die Resultate per Computerprogramm mit dem Sternenhimmel verglichen. Die Übereinstimmung war perfekt. Madame Jègues-Wolkiewiez: «Dieser Ort wurde nicht zufällig gewählt. Die Malereien entstanden als Teil eines Schauspiels, wenn die Sonne am 21. Juni die Halle erleuchtet.» Der Archäologe Dr. Harald Floss von der Uni Tübingen: «Reine Spekulation.» Anders sieht es der Astronom Dr. Gérald Jasniewicz der Uni Montpellier: «Die Übereinstimmungen sind über jeden Zweifel erhaben.» Welcher Wissenschaft sollen wir glauben?