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Leute - 01.02.2019 - 00:00
1. Februar 2019. Prof. Dr. Barbara Weber wurde am 12. Mai 1977 geboren. Sie ist österreichische Staatsbürgerin.
Barbara Weber absolvierte ihr Studium in Ökonomie an der Universität Innsbruck, welches sie 1999 erfolgreich abschloss. Im Anschluss an ihr Studium promovierte sie im Jahr 2003 an der Universität Innsbruck im Bereich Betriebswirtschaft mit einem Schwerpunkt in Wirtschaftsinformatik. Der Titel ihrer Dissertation lautet «Integration of Workflow Management and Case-Based Reasoning: Supporting Business Process Management through an Adaptive Workflow Management System». Von 2004 bis 2009 war sie als Forscherin am Institut für Informatik an der Universität Innsbruck tätig und habilitierte anschliessend als erste Frau im Fachbereich der Informatik in Innsbruck (Venia Docendi). 2010 erhielt sie eine Assistenzprofessur und bereits 2011 folgte eine assoziierte Professur am selbigen Institut, wo sie den Business Process Management Schwerpunkt leitete. 2016 erhielt sie einen Ruf auf eine volle Professur an die Technische Universität Dänemark (DTU) in Lyngby und leitete hier zusätzlich die Software and Process Engineering Section am Department of Applied Mathematics and Computer Science.
Forschung: Wie können Applikationen bedienungsfreundlicher werden?
Prof. Dr. Barbara Weber forscht im Bereich prozessorientierte Informationssysteme, Verständlichkeit von Software Artefakten sowie kontextorientierte und adaptive Softwaresysteme. Sie ist international für ihren Beitrag im Bereich der flexiblen prozessorientierten Informationssysteme und in der Evaluation von «End-User Understandability» bekannt. Zurzeit arbeitet Prof. Dr. Barbara Weber an neuroadaptiven Softwaresystemen und Softwareentwicklungswerkzeugen, die den emotionalen und kognitiven Zustand der Nutzer und Nutzerinnen berücksichtigen und sich anhand der gesammelten Daten selbständig rekonfigurieren sowie auch die Integration von prozessorientierten Softwaresystemen mit dem «Internet der Dinge» verbinden. Diese Forschung stellt die hoch relevante Frage, wie Applikationen bedienungsfreundlicher werden können und die Nutzer und Nutzerinnen in ihren Aufgaben kontextorientiert und belastungsabhängig (im Sinne von «Cognitive Load») unterstützen können. Ziel dabei ist die Realisierung einer Anwendungsentwicklungs- und Experimentierplattform, welche die Umsetzung von kontextorientierten Applikationen beschleunigt und das Durchführen von Experimenten erleichtert. Sie publiziert regelmässig in führenden Journals, wie beispielsweise «Information and Software Technology», «Software and Systems Modeling», und «Nature Scientific Reports».
Lehre: Programmieren, Datenstrukturen und agile Software Entwicklung
Barbara Weber bringt langjährige Erfahrung in der Lehre mit. Sie hat gleichermassen Erfahrungen in der Lehre in Deutsch und Englisch für Studierende der Informatik und für Studierende der Betriebswirtschaft. Sie unterrichtet neben Basiskursen wie dem Programmieren, Algorithmen und Datenstrukturen und agile Software Entwicklung auch vertiefende Spezialkurse zu den Themen «Agile and Lean Methods» sowie zur Entwicklung prozessorientierter und event-getriebener Software Systeme. Für Prof. Dr. Barbara Weber ist die akademische Lehre ein zentrales Element ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit. So weist Prof. Dr. Barbara Weber ausgezeichnete Evaluationen von den Studierenden auf allen Ebenen der akademischen Lehre vor. Sie habilitierte als erste Frau in Informatik an der Universität Innsbruck und ist dadurch auch ein «Role Model» für Studentinnen der Universität St.Gallen.