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Über die Zeit hinweg haben sich eine Vielzahl von Kartendecks etabliert. Teils sind sie in ihren Ursprüngen erhalten geblieben, teils überarbeitet und der heutigen Zeit angepasst worden. Das Tarot
zählt wohl dabei zu den Beliebtesten, wenn Menschen etwas über sich und ihr Leben in Erfahrung bringen möchten. Sehr häufig finden hier die Crowley Tarotkarten
Verwendung. Doch warum erfreut sich gerade dieses Kartendeck
solcher Beliebtheit und was unterscheidet diese Karten
von anderen Tarotkartendecks? Was können sie aussagen und worauf sollte geachtet werden?
Aleister Crowley und seine Karten
Lady Frieda Harris schrieb in der Anleitung zu Aleister Crowleys Thoth Tarot: "Man könnte den Tarot als Gottes Bilderbuch bezeichnen oder ihn mit einem himmlischen Schachspiel vergleichen, wobei die Trümpfe die Figuren sind, die nach ihren eigenen Gesetzen über ein kariertes Brett der vier Elemente bewegt werden sollen."
Damit beschreibt sie prinzipiell ihre Sichtweise zu diesem Tarot. Tatsächlich war Lady Frieda Harris für die künstlerische Gestaltung dieses Kartendecks zuständig. In Zusammenarbeit mit Aleister Crowley, aber dennoch eigenständig in der Darstellung, erweckte sie zwischen 1939 und 1944 diese Tarotkarten zum Leben. Die erste Version war allerdings ein illustriertes Buch "Book of Thoth". Das Kartendeck
selbst war erst 1969 erhältlich. Dieses zeichnet sich durch hohe künstlerische Qualität sowie Farbintensität aus und besticht durch seine Dramatik und Tiefe ...
Schon zu Lebzeiten erlangte der Namensgeber Aleister Crowley eine gewisse Berühmtheit, allerdings eher in negativer Hinsicht. So wurde sein Name auch oftmals in Zusammenhang mit den Begriffen "Satanist" und "Schwarzmagier" gebracht. Sein Lebenswandel zu der damaligen Zeit schürte so stetig auch den Aberglauben und die Ängste. So erzeugte er einerseits ein Gefühl der Bewunderung, anderseits ein Gefühl der Abscheu. Daraus resultierten zeitweise Berührungsängste mit diesem Kartendeck, welche allerdings über die Zeit hinweg wieder in den Hintergrund gerückt sind.
Das Kartendeck der Crowley Tarotkarten
Auch das Crowley Tarot
besteht aus insgesamt 78 Karten
. Aufgeteilt in die Grosse Arkana
, die Kleine Arkana und die Hofkarten. Je nach Fragestellung können verschiedene Legesysteme zur Anwendung kommen. Für einfache Fragen eignet sich beispielsweise das Legen von drei Karten. Um Tendenzen oder Verläufe zu erkennen, kann das Kleine Kreuz gelegt werden. Für eine ganzheitliche Legung und damit auch tiefgreifendere Fragestellung ist das Keltische Kreuz
das beliebteste Legesystem
.
Ganz gleich welches der Legesysteme zum Einsatz kommt, wichtig ist die schlussendliche Deutung. Da jede Karte eine eigene Bedeutung in sich trägt, gilt es das Bild im grossen Ganzen zu deuten, um so auch offengelegte Zusammenhänge zu erkennen.
Symbolisch werden in der Grossen Arkana 22 Gesetze beziehungsweise universale Prinzipien und wichtige Lehren dargestellt. In den verschiedenen Phasen unseres Lebens erfahren wir diese in verschiedenen Aspekten oder Situationen. Hierbei wird auch von "Hauptarchetypen" gesprochen, wie der Psychiater Carl Gustav Jung sie bezeichnete. Es werden uns die verschiedenen Wege aufgezeigt, die für unsere persönliche Entwicklung und unser Wachstum stehen und wie wir diese vertiefen können. Dies immer in Unabhängigkeit von den jeweiligen kulturellen oder familiären Hintergründen.
Die Kleine Arkana besteht aus "As" bis "Zehn" einer jeden Spielfarbe. Sie symbolisieren so die Chancen aber auch Herausforderungen des Lebens.
Die 16 Hofkarten stehen in Form von Symbolen für die Selbstvervollkommnung auf den verschiedenen Bewusstseinsebenen. Die Schwerter stehen beispielsweise für das mentale Bewusstsein, Kelche stehen für die Gefühlsebene, Stäbe für intuitive und spirituelle Aspekte und die Scheiben für das Äussere, wie Beziehungen, Gesundheit oder Finanzen.
Das Leben neu entdecken
Das Spektrum der Crowley Tarotkarten ist vielfältig und so ist es möglich, sowohl Vergangenheit
, Gegenwart
wie auch die Zukunft
mittels Kartenlegen
zu betrachten. Auch können mit ihnen alle Themen des Lebens angesprochen werden. Je nach Fragestellung und Legesystem
liefern die Antworten interessante und wissenswerte Hintergründe zum Leben. Manchmal ist ein neuer Blickwinkel notwendig, um sich selbst und sein Leben mit anderen Augen zu sehen.
Die Vergangenheit ist ein Teil unserer Gegenwart und manchmal auch unserer Zukunft, aber wir selbst sind dafür verantwortlich, was wir daraus machen. Ein Blick in die Karten
kann helfen, vorhandene Zusammenhänge zu erkennen und Perspektiven sowie Möglichkeiten zu entdecken. Wissen wir, wer wir sind und wo wir stehen, können wir auch unsere Ziele (neu) definieren und unseren ganz persönlichen Weg verfolgen. Es gilt das Leben in all seinen Facetten zu entdecken und auch zu leben. Jeder Zeitpunkt ist der passende für eine Veränderung.
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