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Die Klinik untersucht nun, ob eine der Frauen tatsächlich von einem anderen Mann als ihrem Partner schwanger wurde. «Das Risiko ist klein», teilte das Spital mit.
Inzwischen sei die Hälfte der betroffenen Frauen schwanger beziehungsweise habe das Kind geboren. Von dem Verfahrensfehler sind den Angaben zufolge auch eingefrorene Embryos betroffen.
Die Paare seien informiert worden. Mit ihnen würden so schnell wie möglich Termine für weitere Untersuchungen, etwa DNA-Tests, vereinbart. Dutzende beunruhigte Paare hatten sich am Mittwoch bei der Klinik gemeldet. Viele hätten Fragen über ihre Behandlungen und mögliche Folgen, sagte ein Kliniksprecher.
Von dem Fehler sind Paare aus vier Kliniken betroffen. Das IVF-Labor des Universitätsspitals ist zuständig für Fruchtbarkeitsbehandlungen in der Region um Utrecht.
Fehler bei der Injektion
Der Fehler trat bei der Intra-Cytoplasmatischen Sperma-Injektion (ICSI) auf. Dabei wird die Samenzelle unter einem Mikroskop direkt in die Eizelle gespritzt. Ein Labormitarbeiter hatte im November entdeckt, dass die Pipette zur ICSI noch Reste von Samenzellen eines anderen Mannes enthielt.
Daraufhin seien die Behandlungen sofort gestoppt worden, teilte das Spital mit. Wie es zu dem Fehler kommen konnte, ist unklar. Die Gesundheitsbehörden wurden informiert.
Der Interessensverband von Menschen mit Fruchtbarkeitsproblemen, Freya, reagierte geschockt. Die Regeln bei der künstlichen Befruchtung seien sehr streng, sagte eine Sprecherin. «Wir betrachten dies als einen einmaligen Vorfall.» Doch für die betroffenen Paare sei die Unsicherheit entsetzlich. «So einen Anruf will man vom Spital nicht bekommen.» (SDA)Publiziert am 28.12.2016 | Aktualisiert am 29.12.2016