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Aramäisch - die rund 3000 Jahre alte Sprache
Die aramäische Sprache ist rund 3.000 Jahre alt und damit nach Chinesisch und Griechisch eine der ältesten noch gesprochenen Sprachen der Welt. Sie gehört zur nordwestsemitischen Sprachfamilie und ist eng mit dem Hebräischen verwandt.
Aramäisch war die Sprache, in der Jesus mit seinen Jüngern sprach. Zu jener Zeit war sie die wichtigste Handelssprache im ganzen Orient. Auch Teile des Alten Testaments wurden in dieser Sprache geschrieben. Aus den klassischen aramäischen Sprachen haben sich im Laufe der Jahrhunderte die heutigen neuaramäischen Sprachen entwickelt.
Die etwa siebzehn neuaramäischen Sprachen werden von rund 550.000 – 850.000 Menschen gesprochen. Die ursprünglichen Verbreitungsgebiete liegen in Irak, Iran, Israel, dem Libanon, in der autonomen kurdischen Region Rojava in Nordsyrien und der Türkei. Durch Migrationsprozesse (Flucht, Umsiedlung, Auswanderung) kam die aramäische Sprache zunächst nach Russland, später auch nach West- und Mitteleuropa, Nord- und Südamerika sowie Australien.
Aramäisch wird ebenso wie das verwandte Hebräisch von rechts nach links geschrieben in einer Konsonantenschrift.
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