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Gestalt – Exil
Der syrische Künstler Jango Mousa stellt seine Werke im September in der Stadtgalerie Baliere aus. Eine eindrückliche Geschichte wird sichtbar.
Die künstlerische Reise von Jango Mousa begann in der Stadt Amuda im Norden Syriens. Nach seiner Schulzeit folgte ein Jahr intensiven Studiums an der Kunstuniversität in Syrien.
Anschliessend reiste er in die Sowjetunion, um seine Studien fortzusetzen. An der renommierten Kunstakademie von St. Petersburg, die auf realistische Kunst im Stil der italienischen Renaissance spezialisiert ist, vertiefte er sein Wissen und entwickelte ein tiefes Verständnis für das Zeichnen und die Nuancen der Farbgebung. Dabei entdeckte er auch seine Faszination für mittelalterliche Kunst und Ikonen.
Nach einem Jahrzehnt des Studiums kehrte Jango Mousa nach Syrien zurück und erschuf dort Gemälde, die auf einfachen Grundlagen basierten und sich von den Regeln der akademischen Kunst lösten. Das Zeichnerische wurde zum grundlegenden Element seiner Werke, das bis heute präsent ist.
Um dem Militärdienst zu entgehen, entschloss sich der Künstler, in die Vereinigten Arabischen Emirate auszuwandern, wo er über sieben Jahre lebte. Dort fand er seine Berufung in der Wandmalerei.
Ab 2008 lebte er in der Hauptstadt Syriens. In Damaskus arbeitete Mousa als Dozent an der Kunstuniversität. Diese erfüllende Tätigkeit begleitete ihn bis in die frühen Jahre des Krieges.
Im Jahr 2014 floh Mousa mit seiner Familie in die Schweiz, genauer gesagt in den Kanton Thurgau. Hier hat er bereits an verschiedenen Ausstellungen teilgenommen. Darüber hinaus gründete er seine eigene Galerie "Free Fly" in Wagenhausen, in der seine Werke dauerhaft ausgestellt werden.
In seinen Werken reflektiert Jango Mousa die menschliche Existenz und die Komplexität unserer Emotionen, indem er das Warten als Metapher für Hoffnung, Sehnsucht und Geduld darstellt.
Seine Kunst lädt den Betrachter ein, in die inneren Zustände der menschlichen Psyche einzutauchen und die vielfältigen Facetten des Wartens zu erleben. Dabei stellt er Fragen nach dem Sinn des Wartens, nach den Herausforderungen und der Stärke, die es erfordert, sowie nach den Hoffnungen und Träumen, die damit verbunden sind.
Die Revolution ist ein weiteres zentrales Thema in Jango Mousas Kunst. Hierbei geht es nicht ausschliesslich um politische Umwälzungen, sondern auch um persönliche und emotionale Transformationen. Mit kraftvollen Symbolen und Bildern veranschaulicht er den Wunsch nach Veränderung, den Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit sowie den Aufbruch zu einer besseren Zukunft.
Jango Mousa und die Baliere laden dazu ein in die bewegende Geschichte des Künstlers einzutauchen.
Vernissage:
07.09.2023, 19:00 Uhr
Finissage Sonntag 24. September 14:00
Ausstellung:
Dauer: 07.09.2023 - 24.09.2023
Öffnungszeiten:
Do 17 – 20 Uhr
Sa 14 – 18 Uhr
So 14 – 18 Uhr
Kontakt:
<email-pii>
Download:
Einladungskarte_September23.pdf