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3./4. Semester, 8 Stunden
Investigative Gesprächsführungstechniken
Worum geht es?Wie führt man Gespräche, wenn es gilt, einen Verdacht abzuklären? Darunter fallen Gespräche über Mobbingvorwürfe, über mögliche Treueverletzungen oder vermutete Suchtprobleme von Mitarbeitern. Es geht aber auch um Gespräche, in denen eine Person erzählt, sie sei Opfer einer Straftat geworden, oder umgekehrt, wenn jemand andere Menschen bedroht. Welchen Anforderungen müssen solche Gespräche genügen? (1) Sie sollen es ermöglichen, möglichst viele und genaue Angaben über ein Ereignis oder einen Plan zu gewinnen. (2) Das Gespräch soll so geführt werden, dass es später gerichtsverwertbar ist. (3) Verdächtigte oder Beschuldigte müssen fair behandelt, d.h. angehört und nicht vorverurteilt werden.
Zum Inhalt
- Gesprächsvorbereitung: Analyse von Texten und Bildern (z.B. Bewerbungsschreiben, Rechtfertigungen, Zeichnungen)
- Techniken zum Erheben eines sog. freien Berichts, das kognitive Interview
- Was sind gute Fragen, was sind schlecht formulierte Fragen?
- Wie kann man jemandem die konkreten Indizien oder Beweise, die zum Verdacht führten, vorhalten?
Zur Dozentin
Prof. Dr. phil. Henriette Haas
Studium der klinischen Psychologie, Psychopathologie und Mathematik
Therapeutin in der ambulanten Jugend- und Drogenberatung der PUK
Therapeutin im psychiatrisch-psychologischen Dienst der Justizdirektion (speziell Pöschwies)
Titularprofessorin für forensische Psychologie Universität Zürich
Dozentin und Themenverantwortliche in der Ausbildung für Strafverfolger
Eigene Gutachten-Praxis