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Die Berufungsinstanz beschränkt sich mit Ausnahme von offensichtlichen Mängeln darauf, die Beanstandungen zu beurteilen, welche die Parteien in der Begründung der Berufung vorbringen. Im Berufungsverfahren gilt aber kein Rügeprinzip wie es im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren im Anwendungsbereich von Art. 106 Abs. 2 BGG zum Tragen kommt.
In der Begründung der Berufung (Art. 311 Abs. 1 ZPO) hat der Berufungskläger aufzuzeigen, inwiefern er den angefochtenen Entscheid als fehlerhaft erachtet. Es genügt nicht, wenn er lediglich auf seine vor erster Instanz vorgetragenen Vorbringen und Prozesshandlungen hinweist oder den Entscheid allgemein kritisiert. Die Begründung muss so klar sein, dass die Berufungsinstanz sie mühelos versteht. Dazu hat der Berufungskläger die Erwägungen der Vorinstanz, welche er kritisiert, genau zu bezeichnen und die Aktenstücke zu nennen, auf denen seine Kritik beruht (BGE 138 III 374, E. 4.3.1). Die Berufungsinstanz verfügt zwar über volle Kognition (Art. 310 ZPO); sie ist jedoch nicht gehalten, den angefochtenen Entscheid losgelöst von den in der Berufung vorgebrachten Rügen auf allfällige Mängel hin zu überprüfen, die eine Gutheissung des Rechtsmittels erlauben würden. Mit Ausnahme von offensichtlichen Mängeln beschränkt sich die Berufungsinstanz vielmehr darauf, die Beanstandungen zu beurteilen, welche die Parteien in der Begründung vorbringen. An die Begründung der Berufungsschrift dürfen jedoch speziell bei Laieneingaben keine überspitzten Anforderungen gestellt werden. Insbesondere gilt im Berufungsverfahren kein Rügeprinzip, wie es das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren kennt (Art. 106 Abs. 2 BGG).