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Wie erreiche ich, dass meine Webseite in den Suchergebnissen weit oben steht? Zunächst sollte ein Domainname gewählt werden, der das entscheidende Keyword enthält. Gleichzeitig sind gute Domains kurz, einprägsam und gut zu buchstabieren. Alles Weitere ist das Aufgabengebiet der Suchmaschinenoptimierung oder auch SEO (Search Engine Optimization), die ebenfalls mit Keywords arbeitet und zum anspruchsvollen Suchmaschinenmarketing gehört.
Bei SEO werden die Techniken der sogenannten Webcrawler und die zur Sortierung dienenden Algorithmen der Suchmaschinen untersucht. Um einen Missbrauch zu erschweren, veröffentlichen die Betreiber von Suchmaschinen die relevanten Informationen allerdings nur zum Teil und ändern regelmäßig die Verfahrensfeinheiten.
Keywords
Dennoch kann SEO grundlegende Einflussfaktoren optimieren. Eine SEO-Maßnahme ist die Anpassung der Keyword-Dichte. Damit eine Seite in Kombination mit einem bestimmten Suchbegriff von den Suchmaschinen als relevant eingestuft wird, muss das Keyword in einer gewissen Häufigkeit im Text der Seite auftauchen. Doch Vorsicht: Ist die Dichte der Keywords zu hoch, kann die Seite als Spam eingestuft werden. Eine ideale Keyword-Dichte liegt zwischen 3 und 4 %. Durch die Eingabe der Suchbegriffe „keyworddichte prüfen“ bei google, stößt man auf zahlreiche kostenlose Tools zur Überprüfung und Optimierung dieser Kennzahl.
Title und Meta-Tags
Welche Keywords überhaupt gesucht werden, lässt sich mit der Keywordsuche von Google AdWords herausfinden. Zudem sollte die Seite relevante Inhalte liefern und gut strukturiert sein. Keywords erscheinen idealerweise mehrmals im Text, am Textanfang, in den Überschriften und Zwischenüberschriften, möglichst im Domainnamen beziehungsweise im Titel der Webseite. Eine weitere Maßnahme im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung ist die Implementierung von sogenannten Meta-Tags (Informationen über den Inhalt der Seite) in den HTML-Code. Wichtige Meta-Informationen sind:
Title: Titel der Webseite(n), vergleichbar mit einer Überschrift, die für den Nutzer zusammenfasst, was ihn auf der Seite erwartet.
Description: Kurzbeschreibung des Inhalts einer Webseite; erklärt in kurzen Sätzen (maximal 160 Zeichen) den Inhalt der Webseite.
Diese Meta-Informationen werden von den Suchmaschinen meist in folgender Form als Suchergebnisse ausgegeben:
Blaue Überschrift = Title, schwarzer Text = Description.
Aufgrund dieser Meta-Tags entscheiden Nutzer somit, ob sie auf das Suchergebnis klicken oder nicht. Hierauf sollte also ein besonderes Augenmerk gelegt werden.
Alle diese angesprochenen Schritte werden unter dem Begriff OnPage-Optimierung
zusammengefasst. Wer das Thema SEO nicht selbst angehen möchte, kann sich an spezialisierte Agenturen wenden. Experten wissen um die Fallstricke von SEO, kennen aktuelle Entwicklungen und verhindern, dass unzulässige Mittel angewendet werden, die im schlimmsten Falle zur Verbannung aus dem Suchmaschinen-Index führen können.
OffPage-Optimierung
Neben diesen OnPage-Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung gibt es noch die sogenannte OffPage-Optimierung
. Hierunter fällt die Verlinkung des Webauftritts von externen, thematisch ähnlichen Portalen, Webverzeichnissen, Presseportalen, Foren, Blogs etc. Wenn viele Links auf eine Seite verweisen, erhöht das die Relevanz – Verlinkung wirkt quasi wie eine vertrauensvolle Empfehlung. Suchmaschinen bewerten Webseiten einerseits nach der Anzahl der eingehenden Links (wer häufig verlinkt wird, bietet offenbar hilfreiche Informationen), anderseits aber auch nach der Qualität der Verweise (ein Link von einer themenverwandten Seite ist wertvoller, als ein Link ohne inhaltlichen Bezug). Diese Bewertungskriterien werden in dem Fachbegriff „Linkpopularität“ zusammengefasst – bei Google weitgehend vergleichbar mit dem PageRank. Doch auch hier gilt: Mit zu vielen wahllosen Links gerät man schnell unter Spam-Verdacht. Zur Überprüfung der Link-Anzahl dienen Anwendungen wie z. B. der Open Site Explorer. Ein weiterer wichtiger Punkt ist unique content: also durchweg exklusive Informationen, die sich nicht wortgleich auf anderen Websites wiederfinden. Die Dopplung von Content führt bei Google in aller Regel zu einer schlechteren Bewertung der Website, was sich letztlich mit einem schlechten Ranking rächt.
Das Zusammenspiel von SEO und SEA ist heute Grundvoraussetzung für erfolgreiches Suchmaschinenmarketing.
Bilder und SEO
Die Beschreibung von Bildern wird von Suchmaschinen erkennt und indiziert. Es lohnt sich deshalb, die Bildbeschriftung möglichst aussagekräftig zu gestalten. Dazu einige Tipps:
Quellen:
-
Länge: max. 60 Zeichen, mehr liest Google nicht
- Keywords: wichtigste Keywords an den Anfang der Beschreibung
- Inhalt: auf Umlaute und Grossbuchstaben verzichten und eigenen Namen oder Unternehmen nennen
- Für Wortabgrenzungen "-" verwenden und als Lesehilfe "_" benutzen
- Grösse: Das Bild muss in der Verkleinerung von 150x150 Pixel noch erkennbar sein
- Dateiformat: Google scheint .jpg-Formate zu bevorzugen (Ergebnis aus mehreren Quellen)
- alt-Texte setzen: eine kurze Beschreibung des Bildes im Code hinzufügen
Internationale Shop-Vermarktung: Auf die richtige SEO-Strategie kommt es an
Noch nie war es so einfach wie heute, den Vertrieb des eigenen Online-Shops international auszurichten. Das Potenzial ist riesig: Laut einer aktuellen Studie beläuft sich die Zahl der Online-Käufer weltweit im Jahr 2016 auf über 1,6 Milliarden
– Tendenz steigend. Doch um einen E-Shop auch im Ausland erfolgreich zu betreiben, müssen kulturelle Hürden überwunden und eine geeignete internationale SEO-Strategie ausgearbeitet werden.
Herausforderungen beim grenzüberschreitenden Handel
Der grenzüberschreitende Handel stellt Shopbetreiber vor große Herausforderungen: So gelten in den einzelnen Zielländern unterschiedliche wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen
, die bei der Internationalisierung zu berücksichtigen sind. Außerdem kann der Wettbewerb
je nach Branche von Land zu Land stark variieren. Übrigens: Nicht überall auf der Welt greifen die Menschen bei der Online-Suche auf Google zurück. So dominiert beispielsweise in China die Suchmaschine Baidu
, in Russland der Suchdienst Yandex
.
Nachfolgend finden Sie Best-Practice-Strategien zu den Themen Keywordfindung, Content-Erstellung, Technik und Linkbuilding im internationalen Kontext.
Best-Practice: Strategien im internationalen SEO
• Keywordfindung
Bei der Internationalisierung eines Online-Shops ist eine Keyword-Strategie auszuarbeiten, die das Suchverhalten im Zielland und in der Zielsprache exakt abbildet. Diese bildet die Grundlage für alle weiteren Optimierungsmaßnahmen. Das Suchverhalten nach Produkten und Services ist von Land zu Land sehr verschieden
. Diese Unterschiede in der länderspezifischen Nachfrage gilt es bei der Priorisierung geeignet zu berücksichtigen. Zur Findung der passenden Schlüsselwörter existieren diverse Tools: So kann der Keyword Planner
von Google (https://adwords.google.com/KeywordPlanner) verwendet werden, da dort Sprache und Land als Parameter einstellbar sind. Auch das kostenpflichtige Tool SEMrush
(https://www.semrush.com/
) ist für die Keywordfindung bei der internationalen Vermarktung eines Shops eine wertvolle Quelle.
• Content-Erstellung
Oft sind die Inhalte bei einem Internationalisierungs-Projekt bereits vorhanden, müssen aber noch in die jeweilige Landessprache übersetzt werden. Diese Aufgabe sollte nur erfahrenen Muttersprachlern anvertraut
werden. Denn nur so lassen sich kulturelle Fettnäpfchen und ein unprofessioneller Eindruck vermeiden. Wussten sie beispielsweise, dass Sie das englische Wort SALE für Schlussverkauf nie in einem französischen Online-Shop verwenden dürfen, da es im Französischen ein „schmutziger“ Begriff ist? Alle textlichen Inhalte und die Argumentation auf Ihren Shopseiten müssen an Sprache und Kultur des Ziellandes angepasst
werden, ebenso wie das Design und das Nutzererlebnis. So wird zum Beispiel in China mit der Farbe Weiß Trauer und Tod assoziiert, während in westlichen Kulturkreisen damit Unschuld, Reinheit und Tugend verbunden werden.
• Technik
Damit Suchmaschinen die Inhalte Ihres Webauftritts länderspezifisch zuordnen
können, ist es wichtig, dass Google die jeweilige geographische Ausrichtung der Website versteht und dem Nutzer die richtige Sprachversion ausliefert. Dies wird zum Beispiel durch das rel=“alternate“ hreflang=“x“- Link-Attribut
sichergestellt. Das hreflang-Attribut muss im Head-Bereich jeder Unterseite einer Domain eingebaut werden und mit folgender Syntax auf die jeweils äquivalente URL der internationalen Versionen verweisen.
Damit signalisiert man Google, dass ein Webauftritt in verschiedenen Sprachvarianten vorhanden ist und es sich um den inhaltlich gleichen Content handelt – nur in einer anderen Sprache. So produziert man außerdem kein Duplicate Content. Von „doppelten Inhalten“ spricht man, wenn gleiche Inhalte auf verschiedenen Seiten zum Einsatz kommen. Nehmen wir zum Beispiel den Fall einer Seite, die sich an deutsche, österreichische und schweizerische Nutzer richtet. Hier möchte man zum Beispiel nicht, dass die österreichischen Seiten in der deutschen Google-Suche erscheinen – und umgekehrt.
Die geografische Ausrichtung einer Website lässt sich auch in der Google Search Console vornehmen, wodurch das hauptsächlich relevante Zielland einer Domain hinterlegt werden kann. Ziel dieses Tools ist es, Google ein eindeutiges Signal für die geografische Ausrichtung einer Website zu geben, wenn dies nicht durch die Top-Level-Domain gewährleistet ist. Auch für länderspezifische Subdomains und Verzeichnisse können Einstellungen für das geografische Ziel eingerichtet werden (unter den Website-Einstellungen).
• Linkbuilding
Neben den passenden Keywords und der richtigen Onpage-Optimierung ist das Linkbuilding der dritte wichtige Pfeiler bei der Internationalisierung von Online-Shops. Achten Sie bei der Offpage-Optimierung global agierender Webseiten auf die Sprache der verlinkenden Webseiten. Beispiel: Bei der Generierung von Verlinkungen für einen Shop in französischer Sprache, sollte darauf geachtet werden, dass die hauptsächlich verwendete Sprache der verlinkenden Domain ebenfalls Französisch ist. Denn dies werten Suchmaschinen wie Google als wichtiges Signal für die Relevanz der Verlinkung.
Von Vorteil kann es außerdem sein, wenn die verlinkte Domain möglichst auch noch die gleiche länderspezifische Top-Level-Domain aufweist. Der Serverstandort einer Webseite hingegen spielt bei der Bewertung durch Suchmaschinen eine immer geringere Rolle, so dass ein Mix aus Domains mit unterschiedlichen Serverstandorten für das internationale Linkbuilding in Ordnung ist.
Last but not least: Bei der Ausarbeitung der Offpage-Strategie sollte auch im Linkaufbau auf Besonderheiten einzelner Länder geachtet werden. So gibt es beispielsweise in den Niederlanden den speziellen Seitentyp „Startpaginas“, der in den Suchresultaten sehr gute Rankings erzielt. Da dieser Seitentyp Besucher auf die eigene Seite bringt und in den Niederlanden Bestandteil eines natürlichen Linkmix ist, sollte dieser bei der Optimierungsstrategie entsprechend berücksichtigt werden.
Sie benötigen professionelle Unterstützung bei der Internationalisierung Ihres Online-Shops? Dann wenden Sie sich an die Experten der Online Solutions Group.