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Beim Analvorfall oder Analprolaps handelt es sich um den Vorfall von Analschleimhaut aus der Afteröffnung. Zugrunde liegt eine konstitutionelle Bindegewebsschwäche, gelegentlich neurolo-gische Störungen und oft eine langjährige Verstopfung mit verstärktem Pressen beim Stuhlgang.
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Wie entsteht ein Analprolaps
Wie oben beschrieben, sind vor allem eine allgemeine Bindegewebsschwäche und eine Geschichte mit lang dauernder Verstopfung als Ursachen eines Analprolapses zu nennen. Neuere Erkenntnisse haben ergeben, dass bedingt durch die Bindegewebsschwäche eine Loslösung der Analschleimhaut von ihrer Unterlage dem Schliessmuskelapparat entsteht. Die Analschleimhaut verliert so zu sagen die „Bodenhaftung“.
Die Erkrankung tritt vor allem beim weiblichen Geschlecht auf. In vielen Fällen ist der Analprolaps mit einer gewissen Beckenbodenschwäche vergesellschaftet.
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Wie stellt man die Diagnose
Der Analprolaps ist eine klinische Diagnose. Der Arzt fordert die Patientin auf zu Pressen, was zum Austritt der Analschleimhaut führt. Zum Ausschluss von weiteren Erkrankungen im Enddarmbereich wird meist eine Rektoskopie oder sogar eine Koloskopie durchgeführt. Zum Ausschluss einer obstruktiven Defäkationsstörung wird eine Defäkographie durchgeführt.
Als Symptome geben die Patienten meistens Stuhlschmieren und Probleme bei der Analhygiene an. Es kann zu vermehrter Schleimsekretion und analem Blutabgang kommen. Der Analprolaps ist in der Regel nicht schmerzhaft.
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Welches sind die Therapiemöglichkeiten
Im Anfangsstadium kann versucht werden, mit sog. Gummizügelligaturen die Schleimhaut im Analkanal zu fixieren. Beim fortgeschrittenen Befund ist in der Regel nur noch eine Operation in Betracht zu ziehen.
Als operative Möglichkeiten bieten sich die klassische Hämorrhoidektomie oder die Stapler-Mukosektomie nach Longo an. Bei Vorliegen von weiteren Erkrankungen wie rektale Intussuszeption und Rektozele ist die STARR-Operation (stapled transanal rectal resection) eine weitere Möglichkeit, die Krankheit operativ zu sanieren.
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Was passiert ohne Therapie
Bedingt durch die zugrunde liegende Bindegewebsschwäche und bei fortdauernder chronischer Verstopfung muss mit einem Fortschreiten der Erkrankung gerechnet werden. Ohne Therapie kommt es zu einem fortwährenden Analprolaps, der die Patienten zunehmend stört.
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