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An einer Sitzung im slowenischen Ljubljana hat das UEFA-Exekutivkomitee zahlreiche Entscheidungen getroffen. Eine Übersicht.
Nun ist der Name des neuen Europacup-Wettbewerbs bekannt, der unter der Champions League und der Europa League angesiedelt wird. Schweizer Fussballfans sollten sich den Namen merken, denn die Vertreter der Super League werden künftig wohl in der Europa Conference League antreten müssen.
Der Wettbewerb wird ab 2021/22 ausgetragen. 32 Teams bestreiten eine Gruppenphase, die Teilnehmerzahl der Europa League sinkt deshalb von 48 auf ebenfalls 32 Mannschaften. Bleibt die Schweiz in der Fünfjahres-Wertung auf Platz 17, würde das bedeuten, dass der Zweite, der Dritte und der Vierte der Super League in der zweiten von vier Qualifikationsrunden für die Europa Conference League einsteigen. Der Sieger der Conference League hat einen Startplatz in der Europa League garantiert.
Ab 2021 werden die Spiele am frühen Abend zehn Minuten früher angepfiffen: Um 18.45 Uhr. Die zweite Anspielzeit bleibt mit 21.00 Uhr gleich.
Wie bis anhin finden die Partien der Champions League am Dienstag und Mittwoch statt, am Donnerstag gibt's viel Fussball mit der Europa League und der Europa Conference League.
Der Video-Schiedsrichter wird auch in der Europa League zum Einsatz kommen: An den K.o.-Spielen. Neu ist der VAR auch in der Champions League der Frauen, wo er ab 2020 jeweils im Final eingesetzt wird.
Dass der Champions-League-Final 2020 im Atatürk-Olympiastadion in Istanbul ausgetragen wird, war bekannt. Nun wurden gleich die drei nächsten Gastgeber ernannt:
Im Stadion des FC Sevilla wird 2021 der Final der Europa League stattfinden, im Windsor Park von Belfast der Super Cup 2021 zwischen Champions-League- und dem Europa-League-Sieger.
Deutschland steigt doch nicht ab. Den vierfachen Weltmeister rettet eine Modusänderung vor der Schmach. Die UEFA beschloss, die A-Liga von 12 auf 16 Teams zu erhöhen.
Die eigentlichen Absteiger Deutschland, Kroatien, Polen und Island dürfen damit weiterhin erstklassig spielen, gegen Nationalmannschaften wie die Schweiz und Titelverteidiger Portugal. Die Gruppen werden am 3. März 2020 in Amsterdam ausgelost, ausgetragen werden die Spiele im Herbst 2020. Im Frühling 2021 startet dann die Qualifikation für die WM 2022.
Die Reform der Nations League bedeutet, dass es bis ins WM-Jahr 2022 kaum Platz für Freundschaftsspiele hat. Alle sechs Länderspiel-Slots im September, Oktober und November 2020 sind in den neuen Vierergruppen für die Nations League reserviert. Im März 2021 startet die Qualifikation für Katar mit entweder zehn Spielen oder acht Spielen und der Teilnahme am Nations-League-Finalturnier.
Die UEFA wird ihren 55 Mitgliedsländern und deren Klubs empfehlen, nicht in Ländern zu spielen, wo Frauen eingeschränkten Zugang zu Fussballstadien haben. Aktuell ist das besonders im Iran ein Thema.
Das Exekutivkomitee hat sich auch mit dem Klimaschutz beschäftigt. Unter dem Stichwort «Nachhaltigkeit» sollen in den zwölf Gastgeberländern der EM 2020 jeweils 50'000 Bäume gepflanzt werden. Damit sollen nach UEFA-Angaben die CO2-Emissionen kompensiert werden, die durch anreisende Fans und Funktionäre entstehen. (ram)