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Vorgaben und Analyse
Die untenstehende Darstellung gibt Auskunft über die räumliche Entwicklung der Gemeinde und über die ortsbaulichen Qualitäten im Lichte der Geschichte von Laupen. In der Darstellung ist die Beurteilung des ISOS (Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz) integriert. Der Text zur Grafik findet sich auf der Webseite des Bundesamtes für Kultur (BAK). Laupen ist im ISOS als Kleinstadt von "nationaler Bedeutung" klassiert (ISOS Stand 1999). Das Bild enthält zudem die raumbildenden, geografischen Elemente von Laupen. Es sind dies die umgebenden Hügelzüge sowie die beiden Hauptgewässer Sense und Saane mit dem Nebengewässer Mühlebach. Die Grafik enthält zudem die heute identitätsstiftenden Elemente von Laupen.
Hinweis: Die vollständige Analyse finden Sie im Anhang zum Bericht hier.
Die Gemeinde Laupen heute (Stand 2021)
In einem ersten Analyseschritt wurden übergeordnete Vorgaben von Bund, Kanton und Region betrachtet, untersucht und Erkenntnisse (vgl. Kapitel 3 des Berichts zum REK Laupen 2035) gewonnen. Symbolhaft sind nachfolgend Ausschnitte der analysierten Dokumente dargestellt. Im Anhang zum REK Laupen 2035 finden sich die Angaben zum vorliegenden Analyseschritt.
Die raumrelevanten Themenfelder der Gemeinde Laupen wurden zusammengetragen, untersucht und Erkenntnisse (vgl. Kapitel 3 des Berichts zum REK Laupen 2035) gewonnen. Symbolhaft sind nachfolgend Ausschnitte der analysierten Dokumente dargestellt. Im Anhang finden sich die Angaben zum vorliegenden Analyseschritt.
Die rechtsgültige Grundordnung der Gemeinde Laupen wurde 2013 genehmigt. In einer ersten Untersuchung der baurechtlichen Bestimmungen von zwei Gebieten (W2a, W2b und W3) wurde festgestellt, dass die baurechtliche Grundordnung für die Zonen W2a und W2b ein beträchtliches Entwicklungspotential enthält. Die Stichprobe in einer W3-Zone zeigt, dass dort der baurechtliche Rahmen bereits heute ausgeschöpft ist.
Hinweis: Den vollständigen Bericht zum REK Laupen 2035 finden Sie hier.
Gemäss den Untersuchungen zur Siedlungsentwicklung nach Innen (siehe Beilage: SEIN Laupen) kann die Gemeinde Laupen innerhalb des heute rechtskräftig eingezonten Baulandes theoretisch bis zu 959 zusätzliche Einwohnende unterbringen. Gleichzeitig bietet sich ein Potential von bis zu 294 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Ein grosses Potential, welches jedoch praktisch nicht gänzlich ausgeschöpft werden kann. Eine 100% Ausschöpfung der Flächenpotentiale ist technisch kaum umsetzbar. Die Nutzung der Flächenpotentiale unterliegt dem Willen der Grundeigentümer:innenschaft. Dies gilt besonders bei bestehenden Einfamilienhausquartieren. Im Falle einzelner Potentialgebiete (z.B. Bahn-Aue, Weiermatt) sind zudem Anpassungen der Grundordnung vorzunehmen, um das Potential überhaupt zu erschliessen. Die Gemeinde Laupen als Grundeigentümerin von Teilen der Potentialgebiete ist in der Lage, die Entwicklung aktiv zu steuern und wenn nötig auch zu verlangsamen. Ein Wachstum der Gemeinde Laupen um 959 Personen bis 2035 kann daher als unrealistisch bezeichnet werden.
Auch wenn die Zahlen nicht die voraussichtliche Entwicklung der Gemeinde abbilden, sind sie eine wichtige Grundlage für die angestrebte aktive Entwicklungspolitik. Mit dem Wissen der eigenen Potentiale können Investitionen in Infrastrukturen und öffentliche Einrichtung frühzeitig geplant und auf die jeweils anstehenden Entwicklungen sorgfältig abgestimmt werden.
Hinweis: Den vollständigen Bericht SEIN finden Sie im Anhang zum Bericht hier.
Die Überprüfung durch die Bauverwaltung hat gezeigt, dass das mit dem REK Laupen 2035 angestrebte/ermöglichte Bevölkerungswachstum durch die bestehende Erschliessungsinfrastruktur (Strasse, Wasser, Abwasser, Elektrizität) aufgenommen werden kann. Parallel zu den Arbeiten am REK Laupen 2035 hat der Gemeinderat die Schulraumplanung in Auftrag gegeben.
Aufgrund der Schulraumplanung wurden bereits die folgenden Arbeiten umgesetzt respektive befinden sich in Planung:
- Optimierung von bestehenden Räumen (Multifunktionalität Erdgeschoss, Umbau für zusätzliche Kindergartenklasse, Raum kann ohne bauliche Massnahmen auch als Schulraum verwendet werden)
- Optimierung historisches Primarschulhaus: Umbauarbeiten, konkret Einbau von Gruppenräumen
- Unterhaltsplanung (noch nicht abgeschlossen)
- Prüfung von Ersatzbauten für die bestehenden Kindergärten Mühlestrasse und Birkenweg (noch nicht abgeschlossen)
Mit dem Projekt "in-zukunft-laupen" und dem Vollzug verschiedener Massnahmen aus dem Richtplan Verkehr (u.a. Tempo 30), werden im Bereich Mobilität entscheidende Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation in Laupen vollzogen. Trotzdem bleiben in den Themen des öffentlichen Verkehrs innerhalb der Gemeinde (Rufbus, autonome Fahrzeuge, Taktverdichtungen etc.) und beim Ermitteln von bestehenden und möglichen neuen Standorten für die Parkierung Fragen bestehen. Auch im Bereich des Berufs- und Schulveloverkehrs besteht Handlungsbedarf in der Routenausgestaltung.
Die im Rahmen Zukunftskonferenz von 2005 formulierten räumlichen Ziele und angestrebten Massnahmen wurden bei der Erarbeitung des REK Laupen 2035 untersucht. Viele der damaligen räumlichen Ziele konnten seit 2005 umgesetzt werden. Andere Zielsetzungen sind weiterhin aktuell und werden mit dem REK Laupen 2035 oder auch ausserhalb desselben weiterverfolgt.
Mit dem REK Laupen 2035 entsteht die Grundlage, damit ein attraktives Arbeits-, Wohn- und Lebensraum geschaffen werden kann. Es wird die Grundlage für eine verbesserte soziale Vernetzung der Bevölkerung, den Erhalt der wirtschaftlichen und kulturellen Werte sowie von attraktiven Sport- und Freizeitangeboten geschaffen. (vgl. Anhang 4 zum REK Laupen 2035)
Als regionales Zentrum kommt der Gemeinde Laupen eine wichtige Rolle in der näheren Umgebung zu. Zusammen mit den Nachbargemeinden leben im näheren Einzugsgebiet von Laupen rund 14'000 Menschen. Diese versorgen sich in Laupen mit Gütern und Angeboten des täglichen Bedarfs. Dadurch entstehen auch Herausvorderungen für Laupen. Ein Beispiel dafür ist das Regionalbad Sense. Nebst organisatorischen Fragen mit elf Gemeinden sorgt in den Sommermonaten die Parkierungssituation immer wieder für Gesprächsstoff.
Die Betrachtung ausgewählter Nachbarsgemeinden zeigt, dass die Bevölkerung in der Region stabil ist. Es zeigt sich auch, dass in allen betrachteten Gemeinden noch genügend Bauland sowohl für Wohnen und Arbeiten vorhanden ist. Bei den Bauzonenreserven für Wohnnutzungen (WMK - Wohn-, Misch- und Kernzone) weisen insbesondere die Gemeinden Mühleberg, Neuenegg und Bösingen grössere Reserven auf. Aber auch in Bezug auf Bauzonenreserven für das Gewerbe verfügt die Region, angeführt von denselben drei Gemeinden, über ausreichend unbebaute Gewerbeflächen.
In Laupen besteht ein grosses Potential zur Förderung von erneuerbaren Energien. Die Gemeinde ist sich dieses Potential und der Aktualität der Energiefrage bewusst und ist bestrebt nachhaltige Lösungen zu fördern. Massnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien können unter anderem im Zuge einer kommenden Ortsplanung geprüft werden.