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Viel Zeit bleibt Donald Trump nicht, um die rund 4000 Stellen zu besetzen, die mit dem Regierungswechsel in Washington frei werden. Bislang hat er nur zwei Posten vergeben, die allerdings auch nicht vom Senat bestätigt werden müssen. Seine Entscheidungen, wer in seinem Kabinett Platz nimmt, stehen noch aus. Eine Übersicht der Schlüsselposten:
Er ist der Gatekeeper, er entscheidet, wer Zugang zum Präsidenten bekommt: Der Stabschef im Weissen Haus. Trumps Wahl ist auf Reince Priebus gefallen, den Chef der Republikanischen Partei. Er gilt als erfahrener Parteipolitiker, der Brücken zur republikanischen Führung bauen kann, allen voran zum Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, dem Republikaner Paul Ryan.
Steve Bannon wird Trumps Chefstratege und wichtigster Berater. Der President Elect hatte den Chef der ultrakonservativen Nachrichten-Website «Breitbart» im August in sein Wahlkampfteam geholt. Der IT-Unternehmer war ebenfalls für den Posten des Stabschefs gehandelt worden. Er gilt unter Konservativen in den USA als provokante Figur.
Wer dieses wichtige Amt bekleiden und die USA im Ausland vertreten wird, ist noch unklar. Gerüchten zufolge sollen der Ex-Bürgermeister von New York Rudy Giuliani und George W. Bushs damaliger UNO-Botschafter John Bolton im Rennen sein.
Beide gelten als Hardliner, wobei Guliani keine aussenpolitische Erfahrung mitbringt. Bolton verteidigt die Irak-Invasion bis heute und hätte gerne die iranischen Atomanlagen bombardiert.
Für diesen Posten wird Jeff Sessions gehandelt. Der republikanische Senator aus Alabama war einer der wenigen nationalen Politiker, die sich im Wahlkampf uneingeschränkt auf die Seite Trumps schlugen. Er wird auch als Justizminister und Minister für Innere Sicherheit (Homeland Security) gehandelt.
Ausgerechnet Ted Cruz, Trumps erbitterter Kritiker und Widersacher in den Vorwahlen, wurde gestern im Trump Tower gesichtet. Der gelernte Jurist kommt offenbar für den Posten des Justizministers in Frage.
Die naheliegende Wahl hier ist Steve Mnuchin, Finanzchef in Trumps Wahlkampfteam und früherer Banker bei Goldman Sachs.
Ist das eine gute Mannschaft (bislang keine Frauen), die Trump da zusammenstellt? Die Frage ist falsch gestellt, denn sein Anspruch ist nicht «gut», sondern «die Besten».
Auch seine Tochter Ivanka bestätigte am Parteikonvent der Republikaner die kompromisslose Haltung ihres Vaters, wenn es um Stellenbesetzungen geht:
Tja, dann wissen wir es jetzt. Die «Besten» sind ausnahmslos männlich, weiss und republikanisch.