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Auf dem Weg nach Bergen unterbreche ich manch-mal, um etwas Besonders genauer ansehen zu können.
Die Strasse führt übers Gebirge, bis 600 Meter und entlang von Fjorden. Insgesamt benutzte ich heute vormittag 3x eine Fähre, um überhaupt heute Bergen vernünftig erreichen zu können.
Gegen 12 erreiche ich Bergen und fahre direkt ans andere Ende der Stadt auf einen öffentlichen Platz, wo Womos bis zu 48 Stunden geparkt werden dürfen. Um überhaupt parken zu dürfen benötigt man eine App um die Parkzeit einzugeben und zu bezahlen.
Ohne App geht nichts mehr.
Desgleichen gilt auch für die Strassenbahn, die mich direkt ins Zentrum bringt..
Bergen ist mit etwa 285.'000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt Norwegens, eine Kommune in der Provinz (Fylke) Vestland sowie deren Verwaltungs-sitz. Der Grossraum von Bergen hat rund 440'000 Einwohner.
Der Hafen von Bergen ist einer der geschäftigsten Seehäfen Europas, von dem aus die Schiffe der Hurtigruten starten. Die Stadt ist Ausgangspunkt der Bergensbane. Im Kulturbereich gibt es das bekannte Theater "Den Nationale Scene" sowie die Grieghalle.
Bergen ist in Norwegen auch als Syvfjellsbyen (Stadt der sieben Hügel) bekannt. Dieser Beiname soll auf den Dichter Ludvig Holberg, vermutlich in Anlehnung an die Sieben Hügel Roms, zurück-gehen. Die eigentliche Anzahl Hügel, welche die Stadt umgeben, ist umstritten, unter anderem da fünf von ihnen (Ulriken, Fløyfjellet, Rundemanen, Blåmanen und Sandviksfjellet) alle Teil desselben Massivs sind. Auch der Storavarden auf der Nachbarinsel Askøy wird gelegentlich zu den sieben Hügeln gezählt.
Bryggen
Nach mehreren verheerenden Stadtbränden (1702, 1855, 1916), die durch die typisch norwegische Holz-bauweise begünstigt wurden, erliess die Stadt Verordnungen, die den Bau von Holzhäusern auf dem Stadtgebiet nicht mehr gestattete. Das Hafenviertel Bryggen, das bei den Stadtbränden
mehrmals nicht verschont blieb, wurde nach jeder Zerstörung nach originalen Plänen wieder aufgebaut. Das Profil ist daher heute noch dasselbe wie im 12. Jahrhundert. Aus diesem Grund wurde Bryggen als Beispiel hanseatischer Baukunst in Norwegen durch die UNESCO 1979 zum Weltkulturerbe ernannt.
Es ist schon weit nach 3 Uhr und der Hunger plagt mich inzwischen.
Ich setzte mich in ein Restaurant, geniesse die Linguine al Frutti di Mare und auch die Aussicht auf die alten Häuser.
Edvard Hagerup Grieg (* 15. Juni 1843 in Bergen, Norwegen; † 4. September 1907 ebenda) war ein norwegischer Pianist und Komponist der Romantik, der deutlich von der Volksmusik seiner Heimat beeinflusst war. Bekannt wurde er vor allem durch die von ihm komponierten Peer-Gynt-Suiten (siehe vorherige Seite). Seine Statue steht vor dem RIKSTELEGRAF & RIKSTELEFON-Gebäude.
Am späten Nachmittag kehre ich erschöpft zum Womo zurück. Hier zu übernachten wäre eine Möglichkeit, falls es am Abend spät werden soll.
Darum beschliesse ich die Stadt südwärts zu verlassen und einen angenehmeren Platz zu suchen.
Jetzt stehe ich an einem der vielen Fjorde, mit Blick aufs Wasser.
Spätestens jetzt, wenn nicht schon früher, muss man autark sein.
Es gibt keine Campingplätze wo man die Bequem-lichkeiten, wie Dusche, Strom oder Waschmaschine geniessen kann.
Das bedeutet, dass man sich entsprechend vorbereitet, also: Wassertank und Dieseltank füllen,
genügende Batteriekapazität, sofern man nicht jeden Tag fährt, und natürlich auch Lebensmittel. Und es ist auch von Vorteil, wenn man ml ein paar Tage ohne Dusche auskommt. Wer will, kann ja sich in einen Bergbach setzen.
Nun für die 3-4 Tage die ich plane, ist der Aufwand nicht sehr gross.
18.-21. September 2021 Hardangervidda Nasjonalpark
Nach einer ruhigen Nacht im Wald an einer Neben-strasse beschliesse ich nochmals gegen Osten, ins Landesinnere zu fahren.
Vor mir liegt der Hardangervidda Nasjonalpark. Es ist mit 3'422 km² der grösste Nationalpark Norwegens. Er gehört zu den Provinzen Vestland, Vestfold og Telemark und Viken und umgrenzt das Hardanger-vidda-Hochplateau, das die grösste Hochebene Europas ist.
Der Name Hardangervidda kommt von der Provinz Hardanger und dem norwegischen Wort vidde, was Hochplateau bedeutet.
Der Park wurde 1981 gegründet und ist heute ein beliebtes Gebiet zum Wandern, Klettern, Angeln und Skilanglaufen. Der Norwegische Wanderverein unterhält im ganzen Park zahlreiche Wege und Selbstversorgerhütten. Die Bergenbahn und die Reichsstrasse 7 führen durch den Park.
Der Hardangervidda weist eine beachtliche Anzahl an arktischen Tieren und Pflanzen auf. Die im Park lebenden Bergrentierherden gehören zu den grössten weltweit.
Ich halte oft an und sehe mich um, nehme mir Zeit um wieder einmal, nach Jahrzehnten, zu zeichnen. Das Bedürfnis hatte ich schon lange und vor ein paar Tagen habe ich wieder begonnen.
Der Nationalpark bietet dazu viele Anreize.
22. September 2021 Stavanger
Irgendwann ist genug und ich kehre wieder in die Zivilisation zurück, Ziel Stavanger.
Stavanger ist die viertgrösste Stadt Norwegens und beherbergt etwa 150'000 Einwohner.
Mittelpunkt der Stadt ist der Dom (Stavanger domkirke), der ab 1125 errichtet wurde. Er ist die einzige mittelalterliche Kathedrale ursprünglicher Gestalt Norwegens im anglonormannisch-gotischen Stil. Das alte Stadtzentrum östlich des alten Hafens und das Viertel Gamle Stavanger (altes Stavanger) bilden das historische Zentrum. Gamle Stavanger rund um Øvre und Nedre Strandgate wird von weiss gestrichenen, sorgfältig gepflegten Holzhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert bestimmt. In der grössten Holzhaussiedlung in Gamle Stavanger gibt es in einer ehemaligen Konservenfabrik das Norwegische Konservenmuseum (Norsk Hermetikk-museum). Nördlich von Gamle Stavanger befindet sich das Konzerthaus Stavanger.
Die Stadt ist bekannt für die vormalige Produktion von Konserven. In den 50er Jahren gab es über 50 Konservenfabriken, die letzte wurde jedoch 2002 geschlossen.
Viele internationale Ölfirmen haben ihren Sitz in Stavanger, darunter auch das grösste norwegische Unternehmen Equinor (ehemals Statoil), da die meisten Ölvorkommen Norwegens etwa 300 km westlich in der Nordsee liegen. Ältestes Hotel der Stadt ist das Hotel Victoria.
Im 1999 eingeweihten Norwegischen Ölmuseum (oben) ist die Geschichte der Ölförderung in Norwegen und teilweise anderen Ländern detail-reich abgebildet. Viele Modelle und Original-gerätschaften werden ausgestellt, eine begehbare Mini-Bohrinsel zeigt die Gegebenheiten einer realen. Ausserdem besteht in der Stadt das Schifffahrtsmuseum Stavanger.
Ein Unterwasser-Weihnachtsbaum ist im Grunde ein Stapel von vertikalen und horizontalen Ventilen, die an einem Unterwasser-Bohrlochkopf installiert sind.
Er ist installiert, um eine steuerbare Schnittstelle zwischen dem Bohrloch und den Produktions-anlagen zu bieten. Es besteht aus einer Vielzahl von Ventilen, die zum Testen, Warten, Regulieren oder Drosseln des Stroms von gefördertem Öl, Gas und Flüssigkeiten verwendet werden, der aus dem darunter liegenden Bohrloch aufsteigt. Die Anschaffungskosten oder der Preis variieren je nach Spezifikation und Marktbedingungen und liegen in der Regel bei 1-3 Millionen US-Dollar. Eine an einer Unterwasser-Baumbaugruppe montierte Steuerkapsel bietet eine Aufnahme für ein Versorgungskabel und enthält die elektronischen und hydraulischen Komponenten, die die Baum-funktionen steuern.
Zu Beginn der Entwicklung stiegen Taucher nach unt, zumal das unterste Ventil von Hand bedient werden musste.
23. September 2021 Kristiansand - Hirtshals
Übriges ist mir letzte Nacht noch in den Sinn gekommen, dass ich noch die Fähre nach Dänemark buchen muss.
Heute fahre ich die letzte Strecke in Norwegen, nach Kristiansand, von wo die Fähre nach Hirtshals geht.
Die Fähre fährt heute Abend und kommt etwa um 22 Uhr in Dänemark an.
Ich benutze nochmals die Gelegenheit durchs Hinterland zu fahren und komme am späteren Nachmittag an.
Autobahnen sind mir lästig weil ich kaum mal schneller als mit 100 unterwegs bin und so muss ich immer darauf achten, wie ich die unwesentlich langsameren Trucks überholen kann.
Mein frühes Abendessen bevor ich zum Terminal fahre.
Ich sehe die Fähre einlaufen, eine Katamaranfähre.
Autos und LKW werden auf zwei grossen Ebenen geladen, nicht so eng wie bei den gewöhnlichen Fähren.
Während der Überfahrt nicke ich oft kurz ein - es ist langweilig.
Dann verlaase ich die Fähre an vorderster Front. Nach etwa 20 Minuten fahre ich von der Autobahn ab und komme an einen ruhigen Parkplatz.
Ich bin müde und gerädert und schlafe gleich ein.
Katamaran Fjord FSTR
Am 11. April 2021 war es endlich soweit: Der brandneue Katamaran Fjord FSTR erreichte seinen neuen Heimathafen im dänischen Hirtshals, nach einer abenteuerlichen Heimreise von der Werft auf den Philippinen.
Fjord FSTR ist sowohl breiter als auch länger als die bisherige Fähre und bietet Platz für 1'200 Passagiere und über 400 Fahrzeuge. Zwei kraftvolle Motoren mit zusammen über 51'495 PS sorgen dafür, dass die Überfahrt über den Skagerrak in der schnellsten Zeit auf dem Markt zurückgelegt werden kann: 2 Stunden und 15 Minuten.
An Bord gibt es ein Café, Bistro, eine Lounge und eine Kaffeebar. Desweiteren gibt es verschiedene Sitzplatzkategorien. Als erste norwegische Passagierfähre ist Fjord FSTR mit einer Ladestation für Elektroautos ausgestattet.
In Freiburg im Breisgau mache ich noch zwei Tage Halt um bei Christine, einer Reisefreundin aus Afrikazeiten, den Stand der Arbeiten an ihrem Wohnmobil zu prüfen.
Christine hat einen älteren IVECO gekauft und sich eine Kabine bauen lassen.
1. Oktober 2021 Wieder zu Hause
Hinter mir liegen noch ein paarTage, nämlich die Reise durch Dänemark, anfänglich der Küste entlang, danach ins Landesinnere und auf die Autobahn.
Heute habe ich mich nochmals vergewissert, wie der aktuelle Stand des Innenausbaus ist und was als dringendstes gemacht werden muss.
Dazu werde ich bei Gelegenheit nochmals etwa 2 Tage aufwenden, die definitive Fertigstellung kann aber erst im kommenden Frühjahr erfolgen wenn der Innenausbau abgeschlossen ist.
Ich danke all meinen Lesern für ihr Interesse.
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Ich habe ihr Anfangs 2021 das Elektrokonzept erstellt und nachdem die Kabine endlich auf dem Fahrzeug stand, mit dem Bau des Elektroblocks und der Verdrahtung begonnen.
Ende Juni habe ich dann unterbrochen, damit ich mich auf meine Reise vorbereiten konnte.