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Editorial zum WeltwirtschaftsforumIst es nur das Ende der «Davos Men» oder auch des WEF?
Das WEF ist dieses Jahr nur ein Schatten seiner selbst. Das liegt auch an der mangelnden Voraussicht seines Gründers Klaus Schwab.
Ob Trump, Putin oder Xi Jinping: Hauptsache Glamour! Das war jahrelang das Motto des WEF. Dies rächt sich nun.
Illustration: Felix Schaad
Der 2004 vom Politologen Samuel Huntington erfundene «Davos Man» ist zum Sammelbegriff geworden, um den globalistischen Politiker oder Industriekapitän zu beschreiben, der eine neue Weltordnung schaffen will, eine Verbindung zwischen einem «fortschrittlichen», sozialen und ökologischen System und einem möglichst ungezügelten Kapitalismus. Frauen spielten in diesem Zirkel kaum eine Rolle. Für die meisten Nichtteilnehmer im Unterland steht der «Davos Man» für die Vertreter einer vernetzten, internationalen Wirtschaftselite, die vorgibt, im Schweizer Bergstädtchen die Welt zu verbessern, aber in Wahrheit vor allem selbst noch reicher werden will. Kurz: Der «Davos Man» ist das Stereotyp des WEF-Teilnehmers: männlich, reich, mächtig und vor allem elitär.