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Zu den grossartigsten architektonischen Leistungen der Römer gehört die Konstruktion von Aquädukten. Das Wort kommt von aqua "Wasser" und ducere "führen, leiten" und heisst eigentlich bloss "Wasserleitung". Allerdings werden damit nur die Brückenkonstruktionen bezeichnet, mit denen die Römer Täler überspannten, um das Wasser von den teils mehr als 50 km entfernten Quellen ins Zentrum der grossen Städte zu leiten. Da es noch kein System mit Druckwasserleitungen und Pumpwerken wie heute gab, mussten die Wasserleitungen von der Quelle bis zum Brunnen ein geringes Gefälle aufweisen, damit das Wasser von selbst ans Ziel fliessen konnte.
Neben den öffentlichen (und privaten Brunnen) versorgten die Wasserleitungen insbesondere auch die Thermen mit frischem Wasser.
Der Aquädukt "Pont du Gard" bei Nîmes in Südfrankreich ist 49 m hoch, 275 m lang und besteht aus drei übereinander angeordneten Bogenreihen. Er war fast 500 Jahre lang in Betrieb.
Andere Aquädukte waren weniger hoch, dafür aber mehr als 20 km lang.