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Vattenfall unterstützt estnische SMR-Studie
Die Fermi Energia untersucht derzeit mit einer Pilotstudie den möglichen Bau eines SMR-Reaktors in Estland. Das Unternehmen will mit der Studie unter anderem den Stand der SMR-Technologie erfassen sowie Kosten und Lizenzierung für einen solchen Reaktortyp genauer untersuchen. Die Fermi Energia ist zu diesem Zweck bereits im Januar 2020 mit der finnischen Fortum und der belgischen Tractebel Absichtsvereinbarungen eingegangen. Die Vattenfall teilte nun Mitte März mit, dass sie Estland bei dieser Studie ebenfalls mit eigenem Knowhow unterstützen wird. Die schwedische Stromversorgerin teilte in einer Mitteilung mit, dass jedes an der Studie beteiligte Unternehmen, seine Fähigkeiten einbringe. Im Gegenzug gewinne man im Austausch mehr Wissen darüber, wie die SMR-Technologie in der Praxis eingesetzt werden könnte.
Estland hat nach Angaben der International Energy Agency (IEA) verglichen mit den IEA-Mitgliedsländern einen einzigartigen Energiemix. Die Energieversorgung wird von im Inland produziertem Ölschiefer dominiert, einem Sedimentgestein, das zur Wärme- und Stromerzeugung oder zur Herstellung flüssiger Brennstoffe verwendet werden kann. Dies verleiht dem Land zwar einen hohen Grad an Energieunabhängigkeit, aber auch die höchste Kohlenstoffintensität unter allen IEA-Ländern. Im Jahr 2018 machte Ölschiefer 72% der gesamten Energieproduktion Estlands und 76% der Stromerzeugung aus. Diese Anteile sind in den letzten zehn Jahren jedoch bereits deutlich zurückgegangen.