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Hochverehrtester Herr!
Der Gehalt Ihrer geschätzten Zuschrift vom 26. dieses Mts, welche mir heute morgen zukam, war mir ein sehr unerwarteter. Trotz desselben kann ich mich nicht von den Gedanken trennen, daß das Consortium für die Ausführung der Gotthardbahn unter Ihren Auspizien zu gänzlicher Verwirklichung gelange. Ich gebe mich um so mehr dieser Hoffnung hin, weil in denjenigen Staaten, von denen eine Subventionierung des Gotthard erwartet wird, die Situation in den letzten Tagen eine äußerst günstige Gastallianz gewonnen hat.
Unter diesen Umständen kann ich mich nicht dazu entschließen, anderweitige Verhandlungen zur Vervollständigung unseres Consortiums anzuknüpfen, bevor eine weitere Besprechung mit Ihnen stattgefunden hat. Zu einer solchen wollen Sie die Güte haben, sich hieher zu bemühen. So sehr es mich freuen würde, Sie in Zürich begrüßen zu können, so muß ich Sie doch bitten, sich nicht hieher verfügen zu wollen. Ich bin nämlich gegenwärtig aufs Piquet gestellt u. kann jeden Augenblick in die Lage kommen, für einige Zeit von hier abreisen zu müssen. Bei so bewandten Umständen könnten Sie mich leicht verfehlen, was ich außerordentlich bedauern würde. Ich habe nun Herrn Direktor Stoll ersucht, sich zum Behufe der weiter mit Ihnen zu pflegenden Verhandlungen künftigen Samstag nach Darmstadt begeben zu | wollen. Herr Stoll hat mir zugesagt u. wird demnach die Ehre haben, nächsten Samstag Abends bei Ihnen vorzusprechen. Sollten Sie aus irgend einem Grunde verhindert sein, ihn zu der angegebenen Zeit zu empfangen, so gewärtige ich Ihre gefällige Depesche im Lauf des morgenden Tages (29 März). Kommt mir keine solche zu, so betrachte ich das Rendezvous auf künftigen Samstag Abend in Darmstadt als fest verabredet.
Hochachtungsvollst
Ihr ergebener
Dr A Escher 1
Zürich
28 März 1869.