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Wer seine Schulzeit in der Deutschschweiz verbracht hat, dürfte bestätigen: Englisch ist einfacher zu büffeln als Französisch. Aber welches sind eigentlich die komplexesten Sprachen, die in Europa gesprochen werden?
Welche Fremdsprache lernen wir Deutschsprechenden am schnellsten? Eine pauschale Aussage dazu ist schwierig zu machen, meint Raphael Berthele, Professor für Mehrsprachigkeit an der Universität Freiburg. «Die Lerndauer ist je nach Ziel sehr unterschiedlich. Soll man einfach nur Lesen können? Sprechen? Oder korrekt Schreiben?» Doch es gibt Möglichkeiten, Sprachen miteinander zu vergleichen; sogenannte sprachtypologische Distanzmessungen.
Die folgende Karte zeigt, welche Sprachen Europas wie stark von der deutschen Sprache abweichen. Raphael Berthele erklärt: «Sprachliche Nähe, wie zum Beispiel im Niederländischen, kann bedeuten, dass man zwar fast sofort versteht, aber dass Sprechen trotzdem gar nicht so einfach ist.»
Um die sprachtypologische Distanz zu messen sind drei Schritte notwendig. Zuerst wird das Sprachmaterial codiert und computerlesbar gemacht. Dann wird verglichen: Zuerst von Vokal zu Vokal, dann von Wort zu Wort und dann die ganze Sprache. Bei jedem Vergleich werden dabei Punktwerte von 0 bis 100 vergeben. Beim letzten Schritt wird das Ergebnis mit Erfahrungswerten abgeglichen, denn insbesondere bei Werten ab 75 sind vom System erkannte Ähnlichkeiten eher auf Zufall zurück zu führen, als auf Verwandtschaft. Details zur Methodik können hier nachgelesen werden.
Die grössten Ähnlichkeiten zum Deutschen hat demnach die niederländische Sprache. Auf einer Skala von 0 (der gleichen Sprache) und 100 (der grösstmöglichen Abweichung zweier Sprachen) liegt Niederländisch bei 18,7. Für eine Überraschung sorgt Platz zwei: Schwedisch kommt im Vergleich zu Deutsch auf einen Wert von 25. Danach folgen Friesisch mit 27,2 und Isländisch mit 27,9.
Die Abweichung von Deutsch und Türkisch hingegen liegt bei einem Wert von 95,5. Ein Bezug zwischen den beiden Sprachen ist also nicht ersichtlich.
Auch am 1. Januar 2019 sind wieder 16 Gemeinden verschwunden (oder wurden mit anderen fusioniert). Wir denken grösser und schrauben an den Kantonen rum. Was, wenn die 20 grössten Städte der Schweiz die Kantonshauptorte wären? Die Schweiz sähe anders aus.
Im letzten Jahr veröffentlichten wir Kantonsaufteilungen der Schweiz, wenn die Nähe zum Hauptort das entscheidende Kriterium wäre. Einmal gemessen an der Reisedauer, einmal mit Hilfe der Luftlinie.
Einige User bemerkten daraufhin, dass die Kantonshauptorte nicht heilig seien und die Kantone eigentlich nach den grössten Städten gebildet werden müssten. Darum suchten wir die 26 grössten Schweizer Städte (gemäss der letzten offiziellen Angabe des Bundesamtes für Statistik von 2016) und fanden …