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Im Zentrum des Entscheids steht die Frage, ob das Baugesuch von A. in Anwendung von Art. 37a RPG hätte bewilligt werden können. In diesem Zusammenhang ruft das BGer den Inhalt der Bestimmung in Erinnerung und führt aus, dass der Bundesrat gemäss Art. 37a RPG regle, unter welchen Voraussetzungen Zweckänderungen gewerblich genutzter Bauten und Anlagen zulässig sind, die vor dem 1. Januar 1980 erstellt wurden oder seither als Folge von Änderungen der Nutzungspläne zonenwidrig geworden seien. Als Ausführungsnorm zu Art. 37a RPG habe der Bundesrat Art. 43 RPV (Raumplanungsverordnung, SR 700.1) erlassen, welcher für Zweckänderungen und Erweiterungen von zonenwidrig gewordenen gewerblichen Bauten und Anlagen folgende Voraussetzungen nenne:
- Die Baute oder Anlage wurde rechtmässig erstellt oder geändert;
- Es entstehen keine wesentlichen neuen Auswirkungen auf Raum und Umwelt;
- Die neue Nutzung ist nach keinem anderen Bundeserlass unzulässig.
[...] der Gesetzgeber habe mit Art. 37a RPG den bestehenden Gewerbebetrieben ausserhalb der Gewerbezone die nötige Flexibilität für Modernisierungen und Umstrukturierungen einräumen wollen, um deren Konkurrenzfähigkeit zu sichern und eine Fortführung des Betriebs durch die nächste Generation zu ermöglichen; Art. 37a RPG bezwecke somit die Erhaltung von Gewerbebetrieben ausserhalb der Bauzonen [...]. Solche Nutzungsänderungen sollten jedoch nicht gemäss dem Grundsatz 'Gewerbe bleibt Gewerbe' schrankenlos zugelassen werden, was Bundesrat Koller in seinen Ausführungen vor dem Nationalrat seinerzeit deutlich machte und auch in den Erläuterungen des ARE zu Art. 43 RPV zum Ausdruck kommt. Demnach überträgt Art. 37a RPG als Delegationsnorm dem Bundesrat die Aufgabe, die grundsätzlich zugelassene Umnutzung zu anderen gewerblichen Zwecken einzuschränken. Jedenfalls ausgeschlossen ist jedoch die vollständige Umnutzung einer Gewerbebaute zu Wohnzwecken. Die Baute würde dadurch ihren gewerblichen Charakter verlieren [...], was der Zwecksetzung von Art. 37a RPG zuwiderlaufen und damit den dem Bundesrat eröffneten Gestaltungsspielraum dieser Delegationsnorm überschreiten würde (E. 2.7).In systematischer Hinsicht sei laut BGer zu berücksichtigen, dass Art. 37a RPG im Zusammenhang mit den Regelungen der erleichterten Ausnahmebewilligungen für Bauten ausserhalb der Bauzone gemäss Art. 24a-d RPG zu verstehen sei. Die Zulassung der vollständigen Umnutzung von zonenwidrigen Gewerbebauten zu Wohnzwecken würde zu einer grundlosen Privilegierung von altrechtlichen Gewerbebauten gegenüber landwirtschaftlichen Ökonomiegebäuden führen.