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Die Ölnotierungen werden zunehmend durch Inflations- und Rezessionssorgen gedämpft. Doch schon bald dürften diese eingepreist sein.
Gleichzeitig fehlt es weltweit an den Endprodukten wie Benzin und Diesel, da in der Vergangenheit global zu wenig in die Raffinerieinfrastruktur investiert wurde. Kommt hinzu das China momentan staatlich gelenkt die Benzin-und Dieselproduktion drosselt. Die Drosselung soll auch den Export dieser Produkte betreffen. Die aktuelle Null-Covid-Strategie des Landes erlaubt diese Massnahme momentan offenbar, ohne der chinesischen Wirtschaft stark zu Schaden. Zurzeit schlägt US-Präsident Biden gegenüber Saudi-Arabien sanftere Töne an, da er vor den Kongresswahlen im kommenden Herbst aufgrund der hohen Benzinpreise unter Druck steht. Einen Ölschock wie in den Siebzigerjahren will der US-Präsident unbedingt vermeiden. Nun soll ausgerechnet Saudi-Arabien helfen. Das Verhältnis zwischen den USA und Saudi-Arabien ist seit der Ermordung des saudisch-amerikanischen Journalisten Jamal Kashoggi im Oktober 2018 eher schwierig. Momentan werden die Ölnotierun-gen durch die unsichere Entwicklung in Ecuador gestützt. Mehrere Ölfelder sollen dort von Demonstranten eingenommen und blockiert worden sein. Wegen eines US-Feiertages werden die US-Bestandsdaten jeweils einen Tag später publiziert.