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In einer Mitteilung zum Auflageprojekt zweifelt der Valser Gemeinderat an den Rahmenbedingungen für den Parc Adula. Das Gremium befürchtet, dass diese die touristische Entwicklung im Dorf behindern könnten.
Vals liegt zum überwiegenden Teil in der so genannten Umgebungszone des Parkperimeters. Im Managementplan des Parc Adula werden vorhandene und geplante Bauten wie beispielsweise Wasserkraftwerke, Skilifte, Steinbrüche oder Hochspannungsleitungen als schwerwiegende Beeinträchtigungen umschrieben. Und die für das Parkgebiet verbindliche Pärkeverordnung legt gemäss dem Schreiben nahe, solche Beeinträchtigungen seien bei sich bietender Gelegenheit zu verhindern oder zu beheben.
Quelle: Parc Adula/Youtube.com
Die Valser Exekutive befürchtet darob weitreichende Folgen für die volkswirtschaftliche Entwicklung, indem beispielweise touristische Projekte behindert oder verunmöglicht werden könnten. So könnte konkret auch die Neukonzessionierung der Kraftwerke Zervreila infrage gestellt werden.
Der Gemeinderat unterstützt den geplanten sanften Tourismus. Er äussert sich aber klar gegen die Rahmenbedingungen des Parks und die seiner Ansicht nach damit verbundene drohende Verhinderung gewünschter Projekte.
Der Parc Adula ist das Projekt eines schweizerischen Nationalparks auf 1230 Quadratkilometern in 17 Gemeinden zwischen dem Rheinwaldhorn und dem Tessin. Das Ziel des Parc Adula ist der Erhalt und die Aufwertung des Naturerbes insbesondere der Hochebene Greina, der Rheinquelle und des Naturschutzgebiets Trescolmen zwischen dem Misox und dem Calancatal. (phw)