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CV
Cristian Pasotti ist 1977 in Italien geboren. Er hat an der Universität Pavia moderne Sprachen und Literatur (Lehrplan Geschichte- und Filmwissenschaften) studiert. Seine Diplomarbeit behandelte Anthony Burgess Roman "A Clockwork Orange" und die relevanten filmischen Umsetzungen.
Danach setzte er seine Studien an der Università della Svizzera Italiana in der Schweiz fort. Er erzielte einen doppelten Abschluss in Italienischer Sprache, Literatur und Kultur (USI Lugano) sowie Moderner Philologie, Sprach- und Literaturwissenschaften, Theater und Filmwissenschaften (Universität Pavia) mit einer Diplomarbeit über Pier Paolo Pasolini Drehbuch "The Canterbury Tales".
Cristian Pasotti arbeitet als Autor für RSI TV-Sendungen und für Radioshows für Rete Due und Rete Tre, welche die Themen Film, Literatur, Musik und Jugendkultur thematisieren.
Im Oktober 2017 startete Cristian Pasotti ein Doktorandenstudium in Kulturwissenschaften an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität in Luzern. Sein Projekt lautet "Drei Bilder der Jugendrebellion zwischen Mythos, Leichtsinn und Subkulturen der europäischen Literatur- und Filmgeschichte des 20. Jahrhunderts."
Er konzentriert sich auf die geschichtliche und geografische Beleuchtung der Nachkriegszeit WWII in der westlichen Welt und Europa, inkl. dem sowjetischen Block. Dabei geht es um die thematische Darstellung von Jugendrevolten, der Rolle der Musik, der Medien und der Aspekte der Interkulturalität/Intermedialität.
Forschung
Forschungsschwerpunkte
- 20. Jahrhundert
- Komparatistik/Erzähltheorie
- Filmwissenschaft/Medienwissenschaft
- Intermedialität
- Inter- und Transkulturalität
- Soziologie/Anthropologie
- Subkulturen/Gegenkulturen
Forschungsprojekte
Laufende Projekte
Drei Bilder der Jugend zwischen Rebellion und Subkultur in der europäischen Literatur und Film des 20 Jhdt.: Pasolini, Burgess und Aksyonov
Three Images of Youth Rebellion, Between Myth, Levity and Subcultures; in XX° Century European Literatures and Cinema
In der Übersicht der europäischen Gegenwartsliteratur sind Jugendaspekte wiederkehrend, zyklisch und oft von sozialer Kritik geprägt.
Die Periode zwischen den 50er und 60er Jahren sind hier wohl ein Wendepunkt. Nach dieser Periode lässt die Rebellion der Jugendrevolten - abhängig vom jeweiligem Spielraum - etwas nach und wird mehr oder weniger politisiert und/oder ideologisch. Jenseits der Kategorien verbirgt jeder junge Rebell dieser Generation den unendlichen Zorn der Jugend gegenüber Institutionen, der dominanten Kultur und auch oft gegenüber dem Establishment. All diese Merkmale sind üblich für alle Generationen der "Street Boys" (deren Spuren wir auch in der großen Literatur der Vergangenheit finden können: z.B. Charles Dickens oder in populären Balladen).
Die Forschungsarbeit startet mit einer historisch-kulturellen Analyse der Nachkriegszeit und gibt einen Überblick des Themas in der Europäisch/Westlichen Literatur.
Einen Schwerpunkt bilden drei Autoren (Pier Paolo Pasolini, Anthony Burgess und Vasily Aksyonov) und drei Fallstudien: La Nebbiosa von Pasolini, A Clockwork Orange von Burgess und Zvyozdny Bilet von Aksyonov. Weiters wird die filmische Umsetzung der Texte beleuchtet.
Die Publikationen stammen aus den Jahren zwischen 1959 und 1962. Die Texte reflektieren den Zeitgeist sehr gut. Trotz der Verschiedenheit der Autoren (und dem Umfeld in welchem die Texte geschrieben wurden) wird das gemeinsame Thema (wie Ästhetik, Nicht-Ideologie, Sprache) der Texte und die filmische Umsetzung analysiert.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Musik als konstantes Element in den Texten. Während der Einfluss der Stile einer zusammenwachsenden Globalisierung der Life-Styles zuzuschreiben ist, ist die Musik eine gemeinsame Leidenschaft aller Protagonisten. So wird die Musik ein Symbol der Rebellion selbst. Immerwährend wechselnd zwischen Mythos und Leichtsinn.
Die kulturelle Dynamik welche Europa in dieser Periode charakterisiert ist von Bedeutung. Und auch der soziale Zusammenhang in welche diese Jugendbewegungen übergehen kann nicht ignoriert werden.