Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03155.jsonl.gz/1548

(S.L.) Erneut steht am Freitag im IENA in Avenches ein Premium-Trabrenntag mit sechs Prüfungen an. Der über 1609 Meter führende Prix de Strasbourg sticht klassemässig obenaus, auch wenn der gut besetzte Prix de la Capelle mit einigen formstarken Pferden ebenfalls mit 10'000 Franken dotiert ist.
Was Bernard Perrins Number One Chah am letzten Freitag zeigte, hat Eindruck gemacht. Raphaël Fresneau sorgte im Grand Prix de printemps mit dem Ténor de Baune-Sohn an der Spitze für ein solch horrendes Tempo, dass die von Nègre du Digeon angeführten Zulagepferde nicht den Hauch einer Chance hatten. Number One Chah knüpfte damit an die vor einem Jahr in Avenches gezeigte Leistung an, als er mit seinem damaligen Trainer Yannick-Alain Briand über 3000 Meter überlegen gegen Narcos d'Acanthe gewonnen hatte. Er kehrte danach nach Frankreich zurück, wo er unter anderem zweimal in Cagnes-sur-Mer siegte. Nun ist er endgültig in der Schweiz, seine ersten drei Starts in diesem Frühling waren nicht weltbewegend, was sich am letzten Freitag geändert hat. Nun erhält Number One Chah Gelegenheit, diese Leistung zu bestätigen. Er bekommt es dabei mit Quick Fighter zu tun, der sich Mitte Mai im Frauenfelder Inländerrennen mühelos durchgesetzt hatte. Zuvor belegte er in Avenches in der von Nègre du Digeon gewonnenen Meilenprüfung den fünften Platz.
In guter Form befindet sich Narcos d'Acanthe, der jedoch auf längeren Distanzen besser aufgehoben zu sein scheint. Rattzino, der als einziger aus der zweiten Reihe startet, trifft auf starke Gegner. Von Oélien de Coudray, der in Frauenfeld stark endete und als Zweiter ins Ziel kam (jedoch längst wegen eines Fehlers durch den ersten Bogen disqualifziert war), hat man wohl noch nicht alles gesehen.
Ein formstarkes Feld von zehn Pferden reiht sich im Prix de la Capelle für 5-bis 10-jährige Trotteurs Français hinter dem Auto auf. Rodrigue und Phénix du Tarn starten aus der zweiten Reihe, was für die beiden kein grosses Handicap sein dürfte. Der Aarauer Sieger Ramuntcho Fleuri startet mit der Nummer drei jedoch sozusagen aus der Pole-Position. Respect, der jetzt in Frankreich trainiert wird, hat 2011 hierzulande drei Rennen gewonnen, scheint im Moment aber nicht seine Bestform zur Verfügung zu haben. Zu beachten sind ausserdem die beiden Vertreter der Ecurie Max Gordon, Quel Trio und Tarko de Laxa sowie die unverwüstliche Pénélope de Covy.
Grosse Felder treten zu den Prüfungen für die jungen Pferde an. Zu Beginn treffen die 4- und 5-jährigen aufeinander, von ihnen haben Urban Cocktail und Tino de Lou kürzlich gewonnen. Im zweiten Rennen sind vorallem Serpico und Sunlope de Mai zu beachten, die beide am letzten Sonntag in Aarau gewonnen haben. Im Rennen für 4- bis 6-jährige bekommt Une du Martza Gelegenheit, ihren Lapsus vom letzten Freitag, als sie nach innen hing und auf die Ausweichspur kam, zu korrigieren. Im Prix du Croisé-Laroche müsste es Okalatto wiedereinmal zum Sieg reichen. Am Sonntag scheiterte er in Aarau an den Zulagen.