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06.09.2018
Agrar-Initiativen schaden der Wirtschaft und den Konsumenten
Die Zuger Wirtschaftskammer lehnt sowohl die Fair-Food-Initiative als auch die Initiative für Ernährungssouveränität ab. Beide Initiativen verletzen internationale Verträge, führen zu Abschottung und schränken die freie Marktwirtschaft ein. Dies schadet der gesamten Wirtschaft, aber auch den Konsumenten.
Die Schweizer Bevölkerung stimmt am 23. September 2018 über zwei Initiativen ab, die vordergründig nur die Landwirtschaft betreffen. Sie haben aber indirekt schädliche Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft.
Die «Fair-Food-Initiative» will die ökologischen und sozialen Anforderungen an die Produktion von Lebensmitteln erhöhen. Gesetzliche Vorschriften sollen im In- und Ausland die Produktion von Lebensmitteln regeln. In der Schweiz dürften nur noch Lebensmittel verkauft werden, welche nach diesen Vorschriften produziert werden.
Die «Initiative für Ernährungssouveränität» will über strenge Vorschriften die kleinbäuerliche Landwirtschaft fördern. Das Volksbegehren sieht unter anderem Importverbote und höhere Zölle vor. Dies führt zu höheren Preisen für Produzenten und Konsumenten.
Die Zuger Wirtschaftskammer lehnt beide Initiativen ab. Sie verletzen internationale Verträge, führen zu Abschottung und schränken die freie Marktwirtschaft ein. Rechtsunsicherheit und Handelsstreitigkeiten sind die Folge. Dies schadet der gesamten Wirtschaft, insbesondere den exportorientierten Unternehmen, aber auch den Produzenten und Konsumenten mit höheren Preisen.