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An der von 153 Stimmberechtigten besuchten Gemeindeversammlung schienen die Meinungen gemacht. Neue Argumente für oder gegen die Steuer waren keine zu hören. Gemeindepräsidentin Claudia Troncana verwies auf die zunehmend schwierige finanzielle Situation der Gemeinde und die Notwendigkeit, das Minus in der Tourismusrechnung zu finanzieren. Sie betonte, dass die Zweitwohnungsteuer in der überarbeiteten Fassung keine Zwangsvermietung mehr beinhaltet. Sollte die Steuer abgelehnt werden, dürfte es in Zukunft schwierig werden, aktive Hotel-, Gewerbe- und Erstwohnungsförderung zu betreiben. Auf der Gegenseite wurde argumentiert, dass mit Sparmassnahmen und einer vernünftigen Investitionspolitik versucht werden soll, die rückläufigen Steuereinnahmen zu kompensieren. Die Zweitwohnungssteuer wurde als Abzockerei der treusten Gäste von Silvaplana bezeichnet.
Nachdem der Wiederwägungsantrag deutlich angenommen und die Zweitwohnungssteuer somit vom Tisch war, versuchte der Gemeindevorstand erfolglos eine Kurtaxenerhöhung durchzubringen. Die überwiegende Mehrheit der Stimmberechtigten war der Meinung, dass die Erhöhung zu massiv sei und es sich um eine reine Trotzreaktion handle, die die Zweitwohnungsbesitzer wieder verärgere. Gesagt wurde, dass zuerst der Rechnungsabschluss 2015 und das Budget 2016 abgewartet werden sollen. Wenn diese Zahlen vorliegen würden könne immer noch über eine Erhöhung der Kurtaxen gesprochen werden.