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Bereits zum vierten Mal hat sich ein Raubwürger zur Überwinterung im Buchsermoos eingefunden. Von dort aus macht er offensichtlich Streifzüge, die ihn bis ins Gebiet beim Wolermoos führen. So zum Beispiel am Sonntag, 6. November (siehe Fotos).
Raubwürger jagen kleine Wirbeltiere (Mäuse etc.) und grosse Insekten. Ihr Lebensraum sind grossflächige, extensiv genutzte Wiesen durchsetzt mit Hecken und anderen Gehölzen. In der Schweiz war die Art im Mittelland bis in die 50er-Jahre weit verbreitet, jedoch nicht häufig. Dann setzte ein starker Rückgang ein und 1986 fand in der Ajoie eine letzte Brut statt. Heute treten Raubwürger bei uns nur als Zugvögel oder selten als Wintergäste auf. Letzteres in den letzten paar Jahren im Wauwilermoos, im Hagimoos und eben im Buchsermoos. Der Aufenthalt bei uns dauert ca. von Anfang Oktober bis Ende Februar.
Woher die Vögel stammen ist nicht bekannt. Mögliche Herkunftsgebiete liegen in Nordosteuropa oder in Skandinavien, wo noch grössere Brutvorkommen existieren.
Als eine der letzten Blütenpflanzen setzten die kugeligen, blauvioletten Köpfchen des Teufelsabbiss Ende Sommer Farbtupfer in das Grün der Streuwiese. Die Hauptwurzel sieht am unteren Ende wie abgebissen aus, daher der Name.
Die Blütenbesucherin ist eine Totenkopfschwebfliege, die sich von Nektar und Pollen ernährt. Als fleissige Blütenbesucher spielen sie eine wichtige Rolle als Bestäuber. In der Schweiz sind rund 480 Schwebfliegenarten bekannt.Am schlammigen Weiherrand fallen die gelben Blüten des Nickenden Zweizahn auf. Diese Pflanze wurde bereits in den 70er-Jahren im Wolermoos festgestellt. Gemäss Buch «Flora des Kantons Luzern» ist sie eher selten.
Begegnung mit einem Bekannten
Anfang August 2021 beobachtete ich am Hürn beim Wolermoos ein altes Zauneidechsenmännchen mit abgeworfenem Schwanz (Foto links). Das gleiche Tier hat den Winter offensichtlich gut überstanden und konnte am 17. April 2022 wieder festgestellt werden (Foto rechts).
Um Fressfeinden wie Marder, Fuchs, Vögeln oder auch Hauskatzen zu entgehen, wenden Eidechsen einen besonderen Trick an. Sie können einen Teil ihres Schwanzes abwerfen. Das zuckende Schwanzende lenkt den Verfolger ab, so dass die Flucht gelingt. Der Schwanz wächst in wenigen Monaten zum Teil wieder nach, allerdings ohne Knochengerüst. Die Eidechsen sind dadurch nicht mehr ganz so flink. Da unter anderem im Schwanz Fettreserven für den Winter angelegt werden, könnte das fehlende Volumen für das Tier auch diesbezüglich ein Nachteil sein. Genaues ist nicht bekannt.
Das Landkärtchen tritt in zwei Generationen auf. Die Frühjahrsform hat eine orange Grundfärbung. Die Sommerform ist dunkel gefärbt (Siehe Bild aus dem letzten Jahr weiter unten auf dieser Seite). Die Raupen entwickeln sich auf der Brennnessel. Diese ist ebenfalls Futterpflanze für weitere schöne Schmetterlinge wie Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, Admiral und C-Falter.Das Breitblättrige Wollgras ist verblüht. Bei der Samenreife wachsen lange weisse Haare. In wenigen Tagen bilden sich nun die charakteristischen Wollschöpfe, die unübersehbar aus der Streuwiese leuchten. Nach einer relativ geringen Anzahl im 2020, werden es in diesem Jahr wieder besonders viele sein.
Winterzauber
Samstag, 17. Januar 2021. Nasser Schnee und Frost haben auch im Wolermoos die Landschaft fast vollständig in Weiss gehüllt. Ein seltenes und kurzes Ereignis, denn schon am nächsten Tag taut es wieder.
Sommer, hohe Zeit der Insekten
Die Vielfalt der Lebensraumtypen im und um das Wolermoos begünstigt das Vorkommen von Insekten. An sonnigen Sommertagen sind besonders viele Vertreter dieser formenreichen Tierklasse anzutreffen.
In den Monaten Mai bis August gibt es im Wolermoos viel zu beobachten. Die Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist in diesem Zeitraum besonders gross. Die vier folgenden Bilder sind nur eine kleine Auswahl von einem Rundgang am 1. Mai.
16. März: Die Grasfrösche sind hier!
Anfang März: Ein Hauch von Frühling