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Information für Patientinnen und Patienten
Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden. Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das Arzneimittel schaden.
Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.
Logimax® 5/50 mg, 10/100 mg
Was ist Logimax und wann wird es angewendet?
Logimax ist die Kombination von zwei Herzpräparaten, Felodipin und Metoprolol, die sich in ihrer Wirkung ergänzen. Logimax dient zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie). Es vereint die beiden Substanzen in einer Retardtablette mit kontrollierter Wirkstofffreisetzung. Dadurch hält die Wirkung der Logimax Retardtabletten normalerweise 24 Stunden an.
Logimax darf nur auf Verschreibung und unter regelmässiger Kontrolle des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.
Wann darf Logimax nicht eingenommen / angewendet werden?
Logimax darf bei bekannter Überempfindlichkeit auf die Wirkstoffe Metoprolol und Felodipin, einen der Hilfsstoffe oder gegenüber anderen Arzneimitteln aus der Gruppe der Betablocker und Kalziumantagonisten nicht eingenommen werden.
Ebenso darf Logimax nicht eingenommen werden:
·wenn Sie an gewissen Herzkrankheiten leiden (z.B. Herzrhythmusstörungen, verminderte Herzleistung, gestörte Reizleitung),
·Wenn bei Ihnen bereits einmal ein Schock infolge Pumpversagen des Herzens aufgetreten ist,
·wenn Sie bereits in Ruhe oder bei nur geringer Anstrengung anfallartige Schmerzen im Brustbereich haben (instabile Angina pectoris),
·wenn Sie einen Herzinfarkt erlitten haben,
·wenn Ihr Ruhepuls vor der Behandlung unter 50 Schlägen pro Minute liegt,
·wenn Sie einen zu tiefen Blutdruck haben,
·wenn Sie innerhalb des letzten halben Jahres einen Schlaganfall hatten,
·wenn Sie an einer Übersäuerung des Blutes (Azidose) leiden,
·wenn die Durchblutung Ihrer Arme oder Beine gestört ist,
·wenn Sie an Asthma leiden oder litten, oder anderen Verengungen der Luftwege,
·wenn Ihre Nierenfunktion stark eingeschränkt ist,
·wenn Ihre Leberfunktion stark eingeschränkt ist,
·wenn Sie schwanger sind,
·wenn Sie an unbehandeltem Phäochromozytom (hormonproduzierender Tumor) leiden.
Wann ist bei der Einnahme / Anwendung von Logimax Vorsicht geboten?
Bei gleichzeitiger medikamentöser Behandlung von Atemwegserkrankungen (Asthma) ist die Dosierung der verschiedenen Arzneimittel vom Arzt bzw. von der Ärztin neu aufeinander einzustellen.
Vorsicht ist geboten bei Zuckerkrankheit (Diabetes), gewissen Herzleiden, Herzreizleitungsstörungen, Durchblutungsstörungen, Prinzmetal-Angina, eingeschränkter Leberfunktion und falls bei Ihnen oder in Ihrer Familie schon einmal eine Schuppenflechte (Psoriasis) aufgetreten ist. Logimax kann die bei Hypoglykämie (tiefer Blutzuckerspiegel) auftretenden Symptome verschleiern.
In seltenen Fällen kann Logimax wie bei anderen wirksamen blutdrucksenkenden Mitteln eine zu starke Blutdrucksenkung hervorrufen. Bei gewissen Patienten kann es durch zu starke Blutdrucksenkung zu ungenügender Blutversorgung lebenswichtiger Organe kommen.
Eine Reihe von anderen Arzneimitteln (einschliesslich Augentropfen, HIV-Medikamente, Mittel gegen Pilzerkrankungen Tacrolimus (beugt Organabstossung vor), Antidepressiva, Nitroglycerin Clonidin bei Hochdruck Krisen, andere Medikamente gegen Herzkrankheit (Verapamil, Diltiazem), Medikamente gegen Epilepsie, Johanniskraut, Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, Antiallergika, Schmerz- und Entzündungshemmer (z.B. Celecoxib) und Medikamente, welche die Ausschüttung von Magensäure (Cimetidin) hemmen) sowie Alkohol können bei gleichzeitiger Einnahme die Wirkung von Logimax beeinflussen.
Logimax sollte nicht mit Grapefruitsaft eingenommen werden, da dies eine verstärkte Wirkung zur Folge haben kann.
Eine Behandlung mit Logimax sollte nicht abrupt, sondern schrittweise über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen, abgebrochen werden. Der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin muss auf jeden Fall darüber informiert werden. Er bzw. sie bestimmt die zu erfolgende ausschleichende Dosierung.
Vor Operationen ist der Anästhesist bzw. die Anästhesistin von der Einnahme von Logimax in Kenntnis zu setzen.
Die Einnahme von Logimax kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!
Lactose
Logimax enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Logimax erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Macrogolglycerolhydroxystearat
Logimax enthält Macrogolglycerolhydroxystearat. Dieser Hilfsstoff kann Magenverstimmungen und Durchfall hervorrufen.
Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Retardtablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
§an anderen Krankheiten leiden,
§Allergien haben oder
§andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Darf Logimax während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen / angewendet werden?
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten. Logimax darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.
Da die Wirkstoffe in die Muttermilch übergehen, entscheidet Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin über die Anwendung von Logimax in der Stillzeit.
Wie verwenden Sie Logimax?
Der Arzt bzw. die Ärztin wird aufgrund regelmässiger Untersuchungen die für Sie zutreffende Dosierung festlegen. Bluthochdruck muss über längere Zeit behandelt werden und bedarf daher regelmässiger ärztlicher Kontrollen.
Erwachsene nehmen üblicherweise einmal täglich 1 Retardtablette Logimax 5/50 mg oder Logimax 10/100 mg mit einem Glas Flüssigkeit, am besten vor dem Morgenessen oder begleitet von einer leichten Mahlzeit ein. Logimax sollte nicht mit Grapefruitsaft eingenommen werden, da dies eine verstärkte Wirkung zur Folge haben kann. Die Retardtabletten dürfen weder zerkaut noch zerdrückt werden.
Die Anwendung und Sicherheit von Logimax bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden. Logimax soll daher bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann Logimax haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Logimax auftreten:
Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)
Müdigkeit
Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)
Schwindelgefühl, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Halluzinationen, Depressionen, Erbrechen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Gesichtsrötung, Atemnot, Knöchelschwellungen, Herzklopfen, Brustenge (Angina pectoris Anfälle), verstärkter Blutdruckabfall auch beim Übergang vom Liegen zum Stehen, gelegentlich mit Bewusstlosigkeit, langsamer Puls, auffallend langsamer Puls sowie kalte und kribbelnde Hände und Füsse, Schwitzen, Schlafstörungen, schneller Herzschlag, Hautreaktionen wie Rötungen, Nesselfieber oder Juckreiz, Hautausschläge und Ödeme (Wasseransammlung im Gewebe)
Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)
Muskelschmerzen, Muskelschwäche, Muskelkrämpfe, Augenbindehautentzündungen, verminderter Tränenfluss, dadurch trockene und gereizte Augen, Mundtrockenheit, geschwollenes Zahnfleisch, und Gewichtszunahme
Selten (betrifft 1 bis 10 von 10‘000 Anwendern)
Gelenkentzündung, Herzinfarkt, Sehstörungen, Flimmern vor den Augen, erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut, Hörstörungen, Ohrensausen, Haarausfall, Impotenz und Störung der sexuellen Funktion, Vergrösserung der männlichen Brustdrüse und Angioödem (Schwellung im Gesicht)
Bei Patienten mit ausgeprägten Zahnfleischentzündungen kann es zu Zahnfleischveränderungen kommen, die sich jedoch durch eine sorgfältige Zahnhygiene vermeiden lassen oder sich zurückbilden.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Was ist ferner zu beachten?
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit „EXP“ bezeichneten Datum verwendet werden.
Lagerungshinweis
Nicht über 30°C lagern und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Weitere Hinweise
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Logimax enthalten?
Wirkstoffe
1 Retardtablette Logimax 5/50 mg enthält:
5 mg Felodipin und 47.5 mg Metoprololsuccinat entsprechend 50 mg Metoprololtartrat
1 Retardtablette:Logimax 10/100 mg enthält:
10 mg Felodipin und 95 mg Metoprololsuccinat entsprechend 100 mg Metoprololtartrat
Hilfsstoffe
Hochdisperses Siliciumdioxid, Ethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, mikrokristalline Cellulose, Natriumstearylfumarat, Hypromellose, Macrogol 6000, Hartparaffin, Propylgallat (E 310), Aluminium-Natrium-Silicat (E 554), Lactose, Macrogolglycerolhydroxystearat, gelbes und rotes Eisenoxid (E172), Titandioxid (E171).
Zulassungsnummer
52238 (Swissmedic)
Wo erhalten Sie Logimax? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Logimax 5/50 mg: Packungen zu 30 und 100 Retardtabletten
Logimax 10/100 mg: Packungen zu 30 und 100 Retardtabletten
Zulassungsinhaberin
Recordati AG, 6340 Baar
Diese Packungsbeilage wurde im November 2021 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.