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Das Wichtigste in Kürze
- 344 Menschen werden weiterhin vermisst.
Im Süden des Landes seien weitere Leichen geborgen worden, teilte der Zivilschutz am Sonntag mit. Insgesamt gebe es nach jüngsten Erkenntnissen nun 2207 Tote und fast 12.300 Verletzte. 344 Menschen würden noch vermisst.
Das Erdbeben der Stärke 7,2 hatte den Südwesten Haitis am 14. August erschüttert, mehr als 130.000 Häuser wurden dem Erdboden gleich gemacht. Die Helfer suchen in den Trümmern weiter nach verschütteten Menschen. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, ist inzwischen aber äusserst gering.
Nach Angaben des Zivilschutzes sind in Haiti rund 600.000 Menschen dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Verteilung der Hilfsgüter ist aber eine grosse logistische Herausforderung. Mehrere Hilfskonvois wurden von unbekannten Angreifern attackiert. «Wir haben ein Sicherheitsproblem, das immer eklatanter wird», sagte Zivilschutzchef Jerry Chandler. Am Freitag hatten verzweifelte Betroffene einen Hilfskonvoi in der besonders schwer getroffenen Stadt Les Cayes geplündert.
Haiti befand sich bereits vor dem schweren Erdbeben in einer tiefen Krise. Im Juli war in dem von grosser Armut geprägten Karibikstaat Präsident Jovenel Moïse ermordet worden. Hinzu kommen hohe Infektionszahlen mit dem Coronavirus.
Haiti wird regelmässig von schweren Naturkatastrophen heimgesucht. Im Jahr 2010 hatte es in dem Land ein schweres Erdbeben gegeben, dessen Epizentrum in der Nähe der Hauptstadt Port-au-Prince lag und bei dem mehr als 200.000 Menschen ums Leben kamen. Von den Folgen dieses Bebens hat sich der Karibikstaat bis heute nicht vollständig erholt.