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Vögele
14-10-2009 08:39 PRESSE/Charles Vögele-CEO hält rote Zahlen im Gesamtjahr für möglich
Zürich (awp) - Der CEO der Charles Vögele Holding AG, André Maeder, hält es für "durchaus möglich", dass sein Unternehmen Ende Jahr in den roten Zahlen bleiben wird. Die Bereinigung des Warenlagers koste Geld und belaste das Resultat mit 30 bis 40 Mio CHF, sagte Maeder in einem Interview mit der "Handelszeitung" (HaZ, Ausgabe 14.10.). Ohne die Bereinigung hätte Vögele im ersten Halbjahr 2009 schwarze Zahlen geschrieben.
Bezüglich des Umsatzes habe Charles Vögele einen "mittelmässigen August" erlebt, so Maeder: "Wir leiden aber wie die ganze Branche unter einem schwierigen September." Der Oktober habe begonnen wie der September, in den letzten Tagen habe das Unternehmen aber eine positive Tendenz festgestellt.
Die Bereinigung des Altwarenlagers werde definitiv im nächsten März abgeschlossen, so Maeder. Danach solle es in den Geschäften nichts mehr geben, das älter als 18 Monate ist. Heute besitze Vögele noch Kleider, die teils sieben bis acht Jahre alt seien: "Derartige Ware ist das Todesurteil für einen Retailer." Um die Altware loszuwerden, will Vögele dauernd Aktionen anbieten.
Erst nächstes Jahr könne man beginnen, die neue Strategie mit mehr Kollektionen und einer neuen Ladengestaltung umzusetzen. Schwarze Zahlen will Maeder für das kommende Jahr noch nicht versprechen: 2010 werde wegen der Konjunktur schwierig bleiben. Um die neue Strategie umzusetzen, veranschlagt der CEO drei Jahre Zeit.
Über neue Investoren in sein Unternehmen hat der Vögele-CEO keine Kenntnis, wie er weiter sagte. Er wisse nicht, wer nach der Reduktion durch Laxey dessen Anteile gekauft habe: "Wir haben keine neuen Grossinvestoren." Nach wie vor seien Migros, Bestinver, Von Wyss und Sterling dabei. Der Hedge Fonds Laxey hatte am Montag bekanntgegeben, dass er seinen Anteil auf 2,98% abgebaut habe. Mitte September hatte Laxey den Anteil an Vögele bereits von 9,999% auf 4,19% gesenkt.