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LONDON (awp international) - Die beiden verstaatlichten US-Immobilienfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae bitten einem Pressebericht zufolge beim US-Finanzministerium um eine Kürzung der von ihnen an den Staat zu zahlenden Dividende. Mit dem Geld, das die beiden Banken so einbehalten würden, wollen sie erste Teile der 150 Milliarden Dollar (110 Milliarden Euro) Staatshilfen zurückzahlen, die sie in der Krise in Anspruch nehmen mussten, berichtet die "Financial Times" (FT/Donnerstag) und beruft sich auf mit der Sache vertraute Personen. Die beiden Institute wollten sich der Zeitung gegenüber nicht dazu äussern.
Im Jahr 2008 hatte das Finanzministerium die beiden Immobilienbanken mit Kapital versorgt, für das der Staat im Gegenzug Vorzugsaktien der Finanzhäuser erhielt. Auf diese Aktien wurde eine vierteljährliche Dividende von zehn Prozent vereinbart. Ohne die Dividendenzahlungen wären Freddie Mac und Fannie Mae jetzt kurz davor, wieder die Gewinnzone zu erreichen. "Sich etwas vom Finanzministerium zu leihen, um das Finanzministerium zu bezahlen, ergibt nicht viel Sinn", zitiert die Zeitung einen Händler.
Der Regierung sei die Absurdität der Situation bewusst, sagen eingeweihte Personen laut "FT". Dennoch zögere sie, diese Frage schnell zu entscheiden. Die Regierung steht derzeit unter Druck, bis Ende Januar einen Reformplan für das Immobilienfinanzierungsgeschäft abzugeben./alg/nmu/tw
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