Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03540.jsonl.gz/1423

5 Facts, warum sich ein Bachelor in Informatik lohnt
Informatik beschäftigt sich mit der Verarbeitung, Darstellung und Speicherung von Informationen. Das findet meist in Kombination mit einem digitalen Rechner statt.
Das Fachgebiet entstand aus verschiedenen Bereichen der Mathematik und aus Ingenieurswissenschaften. Durch die grosse Rolle, die Computer und digitale Daten in unserer Welt spielen, ist es nötig geworden, spezielle Studiengänge und Ausbildungen dafür anzubieten. Mit der Entwicklung der ersten leistungsfähigen Computer und damit verbundenen Programmiersprachen wurde das Fachgebiet der Informatik am Anfang der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gegründet. Viele sehen Alan Turing, der britische Wissenschaftler, der im 2. Weltkrieg den Enigma-Code knackte, als Urvater dieser Disziplin.
Das Gebiet wird in theoretische, technische und praktische Informatik unterteilt.
Im theoretischen Bereich geht es vor allem um den mathematischen Hintergrund. Algorithmen und Wahrscheinlichkeitsrechnungen werden ebenso behandelt wie die Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie. Es werden auch gedachte Maschinen, sogenannte Automaten, entworfen, um diese Algorithmen und Berechnungen durchzuführen und die Praxis zu simulieren. In der Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie werden dagegen die Grenzen und Kapazitäten solcher Maschinen erforscht. Die Algorithmen werden auf deren Effizienz und Durchführbarkeit untersucht und dann entsprechend angepasst.
Auch Programmiersprachen werden in der Theorie behandelt. Hier werden Befehle an Maschinen erteilt, die diese dann mit Hilfe ihrer Rechenleistung umsetzen. Die ingenieurswissenschaftlichen Aspekte kommen hier vor allem zum Tragen, da dadurch Maschinen systematisch spezifiziert und verifiziert werden.
Im technischen Teil werden die technischen und physikalischen Grundlagen, die die Datenverarbeitung erst möglich machen, erforscht und erklärt. So wird hier die Architektur von Rechnern oder von Mikroprozessoren näher erklärt.
Schaltkreise und die Entwicklung der Halbleitertechnik werden hier ebenso gelehrt wie die richtige Modellierung und der passende Entwurf der Mikroprozessoren. In der Rechnerarchitektur wird die Geschichte und der Aufbau von Computern von ihren Kinderschritten bis zu ihrer heutigen Form untersucht. Die Funktion von Prozessoren wird ebenso erklärt wie die Verwendung von Arbeitsspeicher oder die Interpretation von Peripheriegeräten wie der Maus oder der Tastatur.
Auch die Kommunikation zwischen verschiedenen Systemen im Internet wird betrachtet. Wie Daten zerlegt und weitergeleitet werden lernen Sie in diesem Bachelor, kennen sowie die zahlreichen Protokolle, die zur Informationsübertragung nötig sind. Kryptologie und Schutzmechanismen, die zur Datensicherung und Verhinderung von illegalen Zugriffen verwendet werden, können Sie nach Erhalten Ihres Bachelor ebenfalls anwenden.
Im praktischen Bereich werden die zuvor im Bachelor theoretisch erlernten Kenntnisse dann verwendet, um Probleme in der echten Welt zu lösen. Hier lernen Sie praktisch an Rechnern, Programme zu schreiben oder Daten in einer Datenbank effizient unterzubringen. Durch die Digitalisierung vieler Geschäftsprozesse und Daten haben Computerprogramme viele Arbeitsstunden erspart und das Leben vieler Menschen einfacher gemacht. Dieser Bachelor verschafft Ihnen die Möglichkeit, selbst diese Programme zu schreiben und eigene Ideen mit einem passenden Programm umzusetzen.
Tiefergehend lernen Sie auch, wie der Computer Ihren Code verarbeiten und anwenden kann. Die effiziente Entwicklung von Software und die Verwaltung von Daten mit den richtigen Datenstrukturen stehen in diesem Studium auch auf dem Lehrplan.
Es gibt sehr viele Bachelor Studiengänge in der Schweiz, mit denen Sie diesen Bachelor studieren können. Einer der am weitesten verbreiteten ist das Studium Computational Sciences und dauert sechs Semester lang. Ausserdem gibt es das Studium Computer Science, welches ebenfalls sechs Semester lang dauert und ausserfakultär stattfindet.
In vielen Schweizer Hochschulen und Universitäten gibt es den Studiengang Informatik. Er ist der am weitesten verbreitete Bachelor in dieser Fachrichtung und wird in sechs Semestern abgeschlossen.
Dazu gibt es weitere, ähnliche Studiengänge wie Rechnergestütze Wissenschaften, Mathematik und Informatik, Informations- und Kommunikationssysteme und den Bachelor für iCompetence.
Nach Abschluss und Erhalt Ihres Bachelors gibt es für Sie noch viele Möglichkeiten, eine Weiterbildung zu finden. Eine Vielzahl der Schweizer Hochschulen und Universitäten bieten Masterstudiengänge an. Hier ist es oft möglich, einen Schwerpunkt vom im Bachelor erlernten Wissen zu wählen. Ausserdem werden zuvor behandelte Inhalte vertieft. Neben zahlreichen Master Studiengänge ist auch die Promotion möglich.
Natürlich können Sie auch nach Erhalt Ihres Bachelors direkt einen Job suchen. Dieser Studiengang wird bei Arbeitgebern sehr wertgeschätzt, Sie sollten also zahlreiche Angebote finden. Diese Jobs sind auch sehr zukunftssicher, da diese Wissenschaft, in der sich immer weiter digitalisierenden Welt sehr wichtig ist.
Für den Bachelor sollten Sie vor allem analytisches Denken beherrschen. Das bedeutet, Sie sollten gut mit Zahlen umgehen können und logische Zusammenhänge schnell erkennen können. Sie sollten Rechnungen aufstellen können, um bestimmte Zusammenhänge zu beschreiben und sollten sich vor allem in der Stochastik und in der Analysis gut auskennen. Ihre Eignung für das Bachelor Studium lässt sich in den Schulfächern am meisten in Mathematik und Physik überprüfen. Zeigen Sie hier gute Leistungen, dürfte Ihnen dieser Bachelor auch leichtfallen.
Zudem sollten Sie für den Bachelor gut mit Computern umgehen können und mindestens die Ansätze der Funktionen des Rechners verstehen. Ein Verständnis für die Arbeitsweise des Computers wird Ihnen dabei helfen, effiziente Programme zu schreiben und neuen Stoff besser zu verstehen.
Neben der Matura gibt es für Sie noch weitere Möglichkeiten, für den Bachelor zugelassen zu werden. Ein Fachmaturitätszeugnis in Verbindung mit einem Nachweis über bestandene Ergänzungsprüfungen oder einen bereits an einer Schweizer Hochschule erhaltenen Bachelor Abschluss oder Diplom Abschluss reichen ebenfalls aus, um zugelassen zu werden.