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Art. 426 Abs.1 ZGB: "Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann."
Informationen über die fürsorgerische Unterbringung (FU) im allgemeinen und im Kanton Solothurn, die Rechtsgrundlagen, die Zuständigkeiten bei der Anordnung einer FU, die Voraussetzungen für eine FU sowie die psychiatrische Begutachtung sind in einem Merkblatt festgehalten, welches von der Aufsichtsbehörde (Amt für Soziale Sicherheit) der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) herausgegeben wurde.
Für die Anordnung einer FU während einer Dauer von höchstens 72 Stunden sind im Kanton Solothurn grundsätzlich die Ärztinnen und Ärzte zuständig. Die KESB kann nur in Ausnahmefällen eine behördliche FU anordnen - der KESB liegen umfassende Akten und Berichte inkl. aktueller Diagnose zur betroffenen Person vor oder eine behördliche Anordnung ist aufgrund der Krankheitsgeschichte oder für weitere Abklärungen zur psychischen Gesundheit zielführend. Für Einweisungen zur psychiatrischen Begutachtung in eine geeignete Einrichtung sind die KESB zuständig.
Die meisten Einweisungen erfolgen in eine psychiatrische Klinik zur Krisenintervention in akuten Situationen. Es liegt allerdings im Ermessen des Arztes, die geeignete Institution zu bestimmen (z.B. Spital).