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Bereits vor 23 Jahren haben die Grünen in einer parlamentarischen Initiative der damaligen Nationalrätin Ruth Genner die «Ehe für alle» gefordert. Am 26. September stimmt die Schweiz endlich darüber ab.
Gleichgeschlechtliche Liebe ist längst gelebter Alltag und soll deshalb im Zivilstandsregister genau gleich abgebildet sein wie diejenige von heterosexuellen Paaren. Die «Ehe für alle» ist die logische Konsequenz des gesellschaftlichen Wandels. Die heute geltende «Eingetragene Partnerschaft» ist veraltet und diskriminierend. Sie enthält gleichgeschlechtlichen Paare gewisse Rechte vor, die an eine Ehe gebunden sind, wie z.B. die erleichterte Einbürgerung, das Adoptionsrecht und den Zugang zu Sozialversicherungen. Zudem diskriminiert der Zivilstand der «Eingetragenen Partnerschaft» die Träger*innen, weil sie jedes Mal «geoutet» werden, wenn sie ihren Zivilstand in ein Formular einfüllen.
Das Prinzip der «Ehe für alle» ist simpel: Paaren aller Geschlechter sollen genau die gleichen Rechte und Pflichten zustehen wie heterosexuellen Paaren. Damit wird die Diskriminierung von LGBTQI+-Personen beseitigt, und es wird eine neue Definition der «Normalität» geschaffen. Die gesetzliche Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Liebe fördert deren Akzeptanz in der Gesellschaft und mindert Vorurteile. Machen wir am 26. September gemeinsam diesen Schritt hin zu mehr Gleichstellung, Gerechtigkeit und Diversität!