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Der Kunstliebhaber und Mäzen Han Coray (1880-1974) war ein wichtiger Unterstützer der Zürcher Dada-Szene. Bei der „1. Dada Ausstellung“ 1917 im Cabaret Voltaire kam er das erste Mal in Kontakt mit sogenannter afrikanischer Kunst, die für viele junge Künstler der Avantgarde eine katalytische Wirkung hatte, fanden sie doch ihre Auflehnung gegen die starren Vorgaben der akademischen Kunst in den fremden Objekten bestätigt.
Han Coray wurde zu einem leidenschaftlichen Sammler afrikanischer Kunst in Europa. Da er sich aber durch seine exzessive Sammeltätigkeit hoch verschuldete musste er seine ungefähr 2`500 Objekte umfassende Sammlung 1931 an die Schweizerische Volksbank verpfänden. Die Volksbank fotografierte die Sammlung und übergab sie an die Sammlung für Völkerkunde der Universität Zürich, das spätere Völkerkundemuseum, um sie für den Verkauf zu katalogisieren und zu bewerten. Nach dem Verkauf der Sammlung 1940 blieb mit 468 Objekten der grösste Teil im Besitz des Völkerkundemuseums.
Das Fotoalbum der Schweizerischen Volksbank wird zurzeit im Rahmen der Ausstellung 'Dada Afrika. Dialog mit dem Fremden' im Museum Rietberg gezeigt. Eine digitale Reproduktion des Fotoalbums ist an der Porte des Völkerkundemuseums zu sehen.