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Zweck nenne ich die Begründung eines Verhaltens, das auf ein Ziel gerichtet ist. Auf den Zweck einer Sache zielt das Interrogativpronomen "wozu".
Beispiele:
- Ziel einer medizinischen Operation kann sein, dass etwa ein entzündeter Blinddarmfortsatz entfernt und die Bauchdecke wieder geschlossen ist. Der Zweck dieser Operation ist allgemein formuliert, die Erhaltung der Gesundheit des Patienten oder spezieller formuliert, die Vermeidung der absehbaren Folgen dieser Entzündung, etwa ein Darmdurchbruch.
- Die Konstruktionspläne erscheinen den Ingenieuren lediglich als Mittel zum Zweck, gleichwohl ist das eigentliche Produkt und mithin das Ziel der Ingenieure die Darstellung der herzustellenden Sache.
- Das "Partyspiel", das dem Turing-Test zugrunde liegt, hat drei Teilnehmer, einen Mann, eine Frau und einen Fragesteller, der männlich oder weiblich sein kann. Für den Fragesteller ist das Ziel des Spiels, herauszufinden, welcher der beiden anderen, die er als A und B ansprechen kann, der Mann ist und welcher die Frau. A soll überdies versuchen, den Fragesteller zu täuschen, und B soll versuchen, ihm zu helfen. Der Zweck dieses Spieles ist die Erläuterung der Bedingungen die A. Turing erfüllt sehen will, um einen Computer intelligent zu nennen.
Zweck-Mittel-Relation, Funktion
Ordnung ist innen-, Organisation ist aussen-orientiert. Wir sagen umgangssprachlich, erstere hat Sinn, letztere hat Zweck. Die Ordnung einer Organisation ist sinnvoll, wenn die Organisation ihrem Zweck adaptiert ist.

Hinweis:
"Die Notwendigkeit, Zwecke zu generalisieren, widerspricht der Notwendigkeit, in komplexen Wertlagen opportunistisch zu handeln." (Luhmann, N. (1999) Zweckbegriff und Systemrationalität, S.200)