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Das russische Kohlehandelsunternehmen KSL, das zur Kolmar-Gruppe gehört, die von Wladimir Putins Cousine Anna Tsvynova kontrolliert wird, verlässt die Schweiz und verlegt seinen Hauptsitz nach Dubai in die Vereinigten Arabischen Emirate, berichtete Radio Svoboda am Dienstag nach Angaben der Schweizer Tageszeitung Le Temps.
Die Entscheidung des Unternehmens steht im Zusammenhang mit dem Beitritt der Schweiz zum Embargo gegen russische Kohleimporte, das Anfang April auf Ebene der Europäischen Union im Rahmen des fünften Sanktionspakets verhängt wurde. Ein Dekret der Berner Behörden vom 30. August verhindert, dass russische Unternehmen weiterhin Kohle in der Schweiz verkaufen können, berichtet das Portal Radio Svoboda.
Wie bereits erwähnt, wurden 12 Kohlehändler aus Russland in der Schweizer Stadt Zug registriert. KSL wollte jedoch bereits im Mai ein neues Unternehmen in Dubai gründen, das in den Vereinigten Arabischen Emiraten als KSL Middle East firmieren sollte.
Die Kolmar-Gruppe, die KSL verwaltet, ist zu 70 % im Besitz von Tsvynova, Putins Cousine und Ehefrau des Gouverneurs der Region Kemerovo in Sibirien, Sergei Tsvynova. Das Paar wurde unter dem jetzigen Präsidenten reich – vor allem im Jahr 2012, als der Kreml-nahe Oligarch Gennadi Timtschenko eine Beteiligung an der Kolmar-Gruppe zu einem symbolischen Preis an Ziwjowa verkaufte. Seitdem hat das Unternehmen Subventionen in Höhe von mehr als 11 Milliarden Rubel (rund 181 Millionen US-Dollar) aus der Staatskasse erhalten, berichtete Radio Svoboda.
Tsvynova steht bisher nicht auf den Sanktionslisten der EU und der Schweiz. Nur das Vereinigte Königreich hat Beschränkungen eingeführt. (PAP)