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Für die dritte Ausgabe von Ailyos stellt Gaspard Combes sein Werk vor.
Wie eine Zeichnung im All, entfaltet «Être & Avoir» (Sein & Haben) seine lineare Struktur als einziges Volumen. Seine Metallstäbe zeichnen die Konturen und Linien eines bescheidenen Refugiums mit beschränktem Mobiliar - in die Luft. Dieses strikte Minimum an Komfort, zusammen mit einem Minimum an Materie, um es darzustellen, führt uns zum Wesentlichen und zur Frage, was unser Leben erfüllt und nährt. Es geht um das Thema der Ausgewogenheit zwischen absolutem Mindestbedarf zum Leben und überflüssigem Besitz. Das Leben auf ein striktes Existenzminimum zu beschränken wirft die Frage auf, ob existieren genügt zum Leben, bzw. ob ein Leben ohne Poesie und Spiritualität, gleich welcher Art, nicht seinen Sinn verlieren würde. «Was wäre ein Leben ohne Musik?» scheint die an die Wand gelehnte Gitarre zu fragen. Darauf gibt der Geologe und Naturalist Théodore Monod eine weise Antwort: «Besser mit leeren Händen aber vollem Herzen aus diesem Leben scheiden».