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FIBER
David Frei unterstützt die FIBER für ab Anfang Mai für voraussichtlich zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Teilzeitpensum. David ist selbst ein passionierter Fischer und durch sein Doktorat auch bestens mit der Wissenschaft vertraut. In seiner Doktorarbeit hat er die genetischen Veränderungen bei den Felchen während der Phase der Überdüngung im Bodensee untersucht. Dies hat unter anderem gezeigt, dass die ausgestorbene Felchenart «Kilch» durch Artvermischung verschwunden ist. Zuvor studierte David Biologie an der Universität Bern. David Frei spricht Deutsch, Englisch und Französisch.
Meine Forschungsinteressen liegen im Bereich der evolutionären Genomik, Artbildung und lokaler Anpassung an z.B. unterschiedliche Wassertiefen. In meiner Doktorarbeit habe ich mich mit der Artbildung und deren genetischen Grundlagen, mit Fokus auf die Felchenarten des Bodensees, befasst. Während des letzten Jahrhunderts hat die Artenvielfalt der Felchen in der Schweiz stark abgenommen. Man vermutet einen starken Zusammenhang zur Eutrophierung vieler Gewässer: Einerseits resultierte der hohe Nährstoffeintrag in einem Lebensraumverlust (vor allem tiefe Regionen des Sees) und gleichzeitig führten die Bedingungen während der Eutrophierung zu einer Umkehrung der Artbildung. Die Felchen des Bodensees sind ein hervorragendes Modell um Einsichten zu gewinnen, wie Arten sich anpassen, wie sensibel evolutionär junge Arten auf Umweltveränderungen reagieren und wie Anpassungen in sich verändernden Umwelten wieder verloren gehen können.