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Geschichte
In früherer Zeit besiedelten die Römer das Wutachtal. Als man 1895 in Wunderklingen nach Quellwasser für die neue, jetzige Wasserversorgung grub, fand man Überreste einer römischen Niederlassung. Mauern von Gebäuden und Dachziegel mit dem Zeichen der Legion XXI, welche ums Jahr 50 nach Christus in Vindonissa (Windisch) stationiert waren. Wunderklingen ist eine frühe alemannische Siedlung, vermutlich aus dem 6./7. Jahrhundert. Die urkundliche älteste Erwähnung stammt aus dem Jahre 892, also wesentlich früher als Hallau. Guathere (Gutsherr) zu Altenburg übertrug seinen Hof Mundichingen, so nannte man damals Wunderklingen, an das Kloster Rheinau. 912 schenkte dann König Conrad I. seinen Besitz zu Wuderklingen dem Kloster St.Gallen, 1299 war Mundichingen ein Hof mit „Zwing und Bann“, d.h. mit Gerichtsherrlichkeit und Bannrecht. In diesem Jahre lebte Peter von Mundrechingen und 1310 ist die Rede von Diethelm von Wunderklingen. 1363 verkaufte Ritter Heinrich von Blumenegg sein Gut zu Degernau samt der Vogtei zu „Wunderchingen“ für 360 Pfund Stäbler an den Leutpriester Berchtold zu Erzingen. Laut Urkunde aus dem 1493 kaufte die Gemeinde Hallau 1457 von Junker Heinrich von Erzingen den Bannbezirk und die Gerichtsherrlichkeit „Wunderchingen, den Hoff Lüte, Gerichte und Gütter, die dazu gehören, was hie disshalb der Wuten were…“
Dieser Kauf war klug und weitsichtig, denn damit sicherte sich Hallau das Recht für die Nutzung der Wasserkraft, womit das Mahlen des Korns gesichert war. Zwar besass Hallau eine Mühle in Dorf hinten in der heutigen Mühlengasse, doch war die Wassermenge manchmal gar bescheiden und trotz der angelegten Weiher völlig unzureichend, so dass diese Dorfmühle oftmals stillstand.
Über den Bau der Mühle und seiner Nebengebäude ist wenig bekannt. Wir wissen, dass nach dem Kauf der „Mülistatt“ im Jahr 1457 die Mühle samt Wohnhaus im Jahre 1493 erstellt waren. Zum Bau der Mühlescheune schritt die Gemeinde erst im Jahre 1778. Im Laufe der Zeit war die alte Mühle so baufällig geworden, dass sie 1821 völlig umgestaltet werden musste. 1846 erhielt die Mühle die letzten wesentlichen ersichtlichen Veränderungen, über dem Wagenschopf und dem Waschhaus wurde ein Saal gebaut. 1876 wurde das Hofgut verkauft und 1895 wieder zurückgekauft. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Restaurant & Hofgut Mühle Wunderklingen von verschieden Pächterfamilien gehegt und gepflegt. Im 2016 entschied sich dann die Gemeinde Hallau, an der Gemeinde-versammlung vom 23. Februar 2016, das Restaurant & Hofgut
im Baurecht abzugeben.