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Die Arbeit untersucht anhand von Beispielen aus den frühen 1950er Jahren und der unmittelbaren Gegenwart, wie Ruinen als Kulisse in Ausstellungswesen, Theater, Film und Mode eingesetzt werden. Ausgangspunkt bilden die Picasso-Ausstellung von 1953 im kriegszerstörten Palazzo Reale in Mailand, die documenta I, 1955 im Fridericianum, und die Skulpturenausstellung in der Orangerie an der documenta II, 1959. Im Zentrum der Untersuchung stehen das von Peter Brook 1974 wieder eröffnete Théâtre des Bouffes du Nord in Paris, die Szenerie im Film «Stalker» von Andrej Tarkowskij aus dem Jahr 1979, das 2002 eröffnete Palais de Tokyo – Site de création contemporaine in Paris und die ab 2002 entstehenden Guerrilla-Stores des Modelabels Comme des Garçons. Die Verwendung der Ruine ist in allen Beispielen unterschiedlich motiviert: Das Spektrum reicht von der ökonomischen Notwendigkeit, über die kulturelle Strategie und das künstlerische Verfahren bis hin zum Marketingkonzept.