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Bormangel
Bor ist ein Spurenelement und vermutlich essentiell für Mensch und Tier.
Die täglich notwendige Zufuhr beträgt etwa 1 mg, aber wahrscheinlich sollte es mehr sein.
Bor wird im ganzen Körper verteilt gespeichert. Die höchste Konzentration findet sich in den Nebenschilddrüsen, gefolgt von Knochen und Zahnschmelz.
Forschungen weltweit in den letzten 50 Jahren habe gezeigt, dass durch Bormangel und dessen Behebung einige Krankheiten von Knochen und Gelenken, aber auch andere, behandelt werden konnten durch Einnahme von Bor oder Borax. Wirksam könnte auch die kolloide Anwendung über die Haut sein.
Differenzierung Bor und Borax
Borax (Boron) enthält 11,3 Prozent Bor und Borsäure enthält 17,5 Prozent Bor.
Borverbindungen werden rasch und fast vollständig mit dem Urin innerhalb von 3-4 Tagen wieder ausgeschieden.
Studien zu Bor
1985 fand eine Studie mit postmenopausalen Frauen statt, in der sich zeigte, dass die 28-tägige Einnahme von täglich 3 mg Bor (als Borax) die Ausscheidung von Kalzium über den Urin um 44 Prozent reduzierte, was bedeutet, dass der Körper dank Bor mehr Calcium zum Einbau in die Knochen zur Verfügung hat.
Arthrose tritt in Gegenden mit einer täglichen Bor-aufnahme von unter 3 mg mit einer Häufigkeit von bis zu 70 Prozent auf. Dort aber, wo man 3 bis 10 mg Bor pro Tag aufnimmt, kommt eine Arthrose fast gar nicht vor bzw. nur mit einer Inzidenz von höchstens 10 Prozent.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass das BAG der Schweiz und das Bundesinstitut für Risikobewertung in Deutschland, vor borhaltigen Nahrungsergänzungen warnen, die mehr als 3 mg Bor liefern. Grundlage dafür sind z. B. die Rattenstudie (die eine negative Wirkung auf Spermien gezeigt hatte), dabei wurden 26 mg Bor pro Kg Körpergewicht verwendet. In einer anderen Tierstudie mit trächtigen Ratten wurden 13,3 mg Bor pro Kg Körpergewicht eingesetzt, was beim Embryo zu Schäden führte. Ein 65-Kilogramm-schwerer Mensch müsste bei diesen Dosierungen zwischen 865 und 1.690 mg Bor täglich zu sich nehmen, was die 290- bis 560-fache Menge jener Dosen (von 3 mg) entspricht, die sich in vielen Bor-Nahrungsergänzungen befindet. Als man sich nun aber die Fertilität von männlichen Angestellten im Borax-Abbau in verschiedenen Ländern ansah, konnte man keine negativen Einflüsse auf die Fruchtbarkeit dieser Männer erkennen – und das, wo ihre Belastung bei 1,8 mg pro Kilogramm Körpergewicht betrug, was bei einem 80-Kilogramm-schweren Mann 144 mg Bor ausmachen würde. Es handelt sich dabei um die 48-fache Menge jener Dosierung, die in Nahrungsergänzungsmitteln enthalten ist.
Auf Grundlage dieser Fehlinterpretation dürfen Borax (Natriumtetraborat) und die Borsäure in der Schweiz und Deutschland nur gewerblich verwendet werden. Es wird daher von Anbietern mit dem Hinweis „für technische Zwecke“ deklariert, es darf nicht an Private in Apotheken und Drogerien abgegeben werden.
Funktion
Wirkung
Mangel
Bor-Mangelsymptome
Literaturquelle