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Die ARM AG produzierte von 1865 bis 2012 Webstühle. Nach der Einstellung der Produktion entwickelte ANS Architekten und Planer SIA AG zusammen mit dem Erben der Firma, Roman Haller, ein neues Nutzungskonzept für die Fabrikräumlichkeiten in Biglen. Zwischen 2012 und 2015 verwandelte sich das Areal in ein modernes Mehrfamilienhaus mit industriellem Charme. So wird das über Jahrzehnte gewachsene Konglomerat inspirierende Rahmenbedingung für ein urbanes Wohnkonzept in ländlicher Umgebung. In die Fabrikhallen sind vier Maisonette-Wohnungen eingebaut und im bestehenden Wohnhaus drei Wohnungen saniert worden. Die ehemalige Spedition verwandelte sich in eine Dienstleistungsfläche, in den übrigen Teilen der Fabrik finden vier weitere Geschosswohnungen Platz.
Gestalterisch wurde das mehrfach umgebaute Gefüge von Gebäudeteilen zu einer klaren Gesamtform zusammengefasst. Einzelne Bauten und Gebäudeteile wurden zurückgebaut und der Innenhof konnte wieder geöffnet werden. Die neuen Wohnungen fügen sich in den Bestand ein, ohne die wesentlichen Strukturen zu verändern. Sie wurden über den gemeinsamen Innenhof erschlossen, das Herzstück des Projekts. Im Innenausbau wurde mit einfachen Materialien, klaren Konzepten und begrenzten Mitteln gearbeitet. Schlüsselwörter sind Reduktion, Vereinheitlichung und Vereinfachung.