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Hussein Zahawy erblickte 1980 im irakischen Kurdistan das Licht der Welt − in einem sufistischen, musikalischen Umfeld. Er wuchs in Iran auf, wo er ab einem Alter von drei Jahren Daf und später weitere Schlaginstrumente spielen lernte. Offen für musikalische Erfahrungen und Begegnungen, entwickelt er sein Spiel kontinuierlich weiter und nimmt an unterschiedlichen Fortbildungen teil. Er hat Stücke für Daf komponiert und Ethnomusikologie an der Universität in London studiert. Als britischer Staatsbürger lebt er in London.
Abbas Bakhtiari ist 1957 in Bandar Shapur im südlichen Iran geboren. Von seinem Vater wurde er in die traditionelle persische Musik eingeführt, die Techniken des Zarbspiels erlernte er bei Meister Hamdawi. Seit 1983 lebt er in Paris und hat sich mit Hossein Omoumi und Shahram Nâzeri in Gesang weitergebildet. Seit 1990 spielt und unterrichtet er Daf, die er mit Ardechir Kamkar und Ardechir Fahimi spielen gelernt hat. 1990 hat er in Paris das Centre Culturel Pouya gegründet, das er seitdem leitet.
Kemal Ceylan ist 1975 in Erzincan in der Türkei (Nordkurdistan) geboren. Als er zwei Jahre alt war, zog seine Familie nach Istanbul. Musik gehört zu seinem Familienerbe, denn sein Großvater, sein Vater, sein Bruder und viele andere Verwandte sind Musiker. Nach seiner Schulzeit in Istanbul ging er auf das nationale türkische Musikkonservatorium, wo die Balaban sein Hauptinstrument war. Seine Diplomarbeit widmete er dem Tanz. Neben seinem Studium war er als Musiker und Tänzer tätig, unterrichtete diese beiden Fächer
und wirkte an vielen Konzerten und Auftritten mit. Nach seinem Studium in der Türkei ging er nach Deutschland, um sich weiterzubilden. Er begleitet große Künstler auf europäischen Bühnen. Er lebt heute in Köln und tritt regelmäßig in verschiedenen Formationen auf.
Farouk Soran ist 1967 in Rawanduz im irakischen Kurdistan geboren. 1988 erhielt er das Diplom der Kunstakademie in Mossul, Fachbereich Musik, wo er Geige studierte. Er war an der Gründung der Kunstakademie Kurdistans im Irak beteiligt. Als Mitglied der Vereinigung irakischer Künstler und der Vereinigung der Künstler Kurdistans begleitet er die größten kurdischen Künstler in Kurdistan wie im Ausland. Er arbeitet auch für den kurdischen Fernsehsender RojTV. Seit 1996 lebt er in Holland und hat die niederländische Staatsangehörigkeit.
Goran Kamil
ist 1971 in Süleymaniye im irakischen Kurdistan geboren. Schon als Kind erlernte er die Musik und ging später dann auf die Kunstakademie, Fachbereich Musik, wo er Violoncello studierte und sein Studium 1992 erfolgreich abschloss. Während seiner Studienjahre bildete er eine Gruppe junger Musiker und war 1991 an der Gründung des kurdischen Sinfonieorchesters in Hewlêr und später an der des Sinfonieorchesters von Süleymaniye beteiligt. 1993 bis 1997 unterrichtete er an der Kunstakademie, bis er nach Europa ging, wo er die Gruppe Agiry Zindû mitbegründet hat. Bis heute moderiert er zahlreiche Sendungen zum Thema Musikunterricht für die kurdischen Fernsehsender (MedTV, MedyaTV, RojTV). Er lebt in Holland, ist auch als Komponist und Arrangeur tätig und spielt ebenfalls Laute.
MEMÊ ALAN
Dieses alte Liebesepos wurde von Generation zu Generation mündlich überliefert. Dann formalisierte es der kurdische Dichter Ahmed Khâni [Ehmedê/Ahmedê Xanî] (1651-1707) in seinem Werk mit dem Titel Mem û Zîn, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Die mündliche Fassung blieb jedoch am weitesten verbreitet.
Das Epos ist in der Region Jazira [Cizîra] Botan (Türkei) angesiedelt und erzählt die Abenteuer zweier Liebender, die sich zunächst im Traum begegnen. Darin steckt jeder dem anderen einen seiner Ringe an den Finger. So beginnt Mems lange, gefährliche Reise auf der Suche nach dem imaginären Königreich von Zîn.
Der Traum soll bald Wirklichkeit werden, denn die beiden Liebenden finden sich. Die Ereignisse folgen einander und verwickeln sich in einer tragischen Atmosphäre, die mit dem Tod der beiden Helden vor ihrer Vermählung ihren Höhepunkt erreicht.
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