Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03395.jsonl.gz/1116

Zentraler Gegenstand der Wohlfahrtsökonomie ist die Untersuchung geeigneter Kriterien für die Bewertung ökonomischer Zustände nach dem Massstab von «besser» oder «schlechter». Die Wohlfahrtsökonomie steht damit im Spannungsfeld der in jüngerer Zeit wieder verstärkt diskutierten Beziehung von Ethik und Ökonomie. Ohne etwa eine Synthese beider Disziplinen zu fordern, wird in dieser Arbeit aufgezeigt, inwieweit eine stärkere Einbeziehung ethischer Überlegungen die ökonomische Analyse bereichern kann. Anhand einer Untersuchung des von Bergson in den 30er Jahren eingeführten und von Samuelson und Arrow aufgegriffenen Konzepts einer gesellschaftlichen Wohlfahrtsfunktion werden nicht nur die Grundlagen bisheriger wohlfahrtsökonomischer Standardkonzeptionen dargelegt, sondern diese auch mit der jüngsten Diskussion verknüpft.
Portrait
Der Autor: Thorsten Giersch wurde 1959 in Hamburg geboren. Von 1981 bis 1986 studierte er an der Universität Hamburg Volkswirtschaftslehre. Anschliessend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Finanzwissenschaft der Universität Hamburg tätig und hat am dortigen Fachbereich für Wirtschaftswissenschaften im Jahre 1992 promoviert. Zur Zeit ist er wissenschaftlicher Assistent am Institut für Finanzwissenschaft der Universität Hamburg.