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1995 gründete Guido Klaumann die Sierra Madre GmbH, bei der er bis heute als Geschäftsführer tätig ist. Ziel war es anfangs, als "Ethno Food" vermarktete Lebensmittel aus Mexiko nach Deutschland zu importieren. Mittlerweile importiert man jedoch auch Spirituosen und Produkte aus der ganzen Welt. 2017 fasste man dann den Entschluss, eine eigene Spirituose zu kreieren. Die Wahl fiel auf Spiced Rum, da das Unternehmen in jener Kategorie noch nicht viel zu bieten hatte. So machte sich das Sierra Madre-Team auf die Suche nach einer passenden Rum-Rezeptur und fand eine vermarktungswürdige Geschichte gleich mit dazu.
Der Remedy Spiced Rum wurde bereits 1922 entwickelt. Es handelte sich um einen Blend aus Destillaten von Trinidad & Tobago, Barbados und der Dominikanischen Republik, welcher anschliessend mit Vanille, Orangenschalen, Zimt und weiteren Gewürzen aromatisiert wurde. Verkauft wurde der Rum ironischerweise während der Prohibition in New York - um das damals geltende Alkoholverbot zu umgehen, füllte man den geschmuggelten Rum in Apothekerflaschen und bot ihn unter medizinischen Vorwänden im Drugstore von Frank M. Farrington an, welcher jahrelang als beliebter Treffpunkt für Spirituosenliebhaber galt. Wie viele der Remedy Rums (remedy = "Heilmittel") damals über die Theke gingen, ist nicht bekannt, doch laut der Sierra Madre GmbH prägte der Spiced Rum für eine ganze Weile das New Yorker Nachtleben. Auch Farringtons Rum-Likör mit dem Namen "Elixier", den er nur ein Jahr später entwickelte, brachte es zu grossem Ruhm. Als das Alkoholverbot aufgehoben wurde, gerieten Farringtons Kreationen aus der Apotheke jedoch allmählich in Vergessenheit.
2018 änderte sich das mit dem erneuten Launch des Remedy Rums auf dem europäischen Kontinent. Technisch gesehen handelt es sich um eine Spirituose auf Rum-Basis, die durch ihren Premium-Charakter hervorstechen soll. Die historisch anmutende Verpackung und Farringtons Unterschrift auf dem Etikett weisen auf die Ursprungsgeschichte von Remedy hin.
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