Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/208460

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bund plant den Ausbau der Nationalstrasse entlang des nördlichen Bielerseeufers und treibt den Bau des Twanntunnels weiter voran und damit auch die Enteignung von Wohnhäusern und Reben.</p><p>- Inwiefern rechtfertigt sich dieses Vorgehen, während gleichzeitig in Biel der Ausbau der gleichen Nationalstrasse sistiert wurde und ein ergebnisoffener Dialogprozess die weiteren Schritte prüfen soll?</p><p>- Wie verhindert der Bund, dass in Twann Fakten geschaffen werden, die dem Dialog in Biel zuwiderlaufen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Projekte in Twann und in Biel müssen separat voneinander betrachtet werden: Der Twanntunnel soll das Winzerdorf Twann von Durchgangsverkehr befreien. Damit wird die Lärmbelastung der Bewohnerinnen und Bewohner erheblich gesenkt. Zugleich wird die Verkehrssicherheit in Twann verbessert. Für den Twanntunnel liegt seit 2010 ein genehmigtes Ausführungsprojekt vor. Das Bundesverwaltungsgericht hiess jedoch 2016 zwei Beschwerden gegen die Gestaltung des Ostportals des Twanntunnels gut. In der Folge wurde in einem partizipativen Prozess ein neues Portal projektiert. Das entsprechende Projekt wurde im November 2019 öffentlich aufgelegt. Das Projekt Twanntunnel hat keinen Zusammenhang mit dem Projekt Westast in Biel. Die Realisierung des Twanntunnels ist deshalb kein Präjudiz für die Realisierung der Infrastrukturen des Westastes in Biel und hat keinen Einfluss auf den aktuellen Dialog in Biel.</p>