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8. April 2017, 20.00 Uhr, Palass Zofingen
Yun-Peng Zhao, Constance Ronzatti, Franck Chevalier, Pierre Morlet
Im Jahr 1996 von Absolventen des Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris gegründet, hat sich das Quatuor Diotima zu einem der weltweit gefragtesten Ensembles
entwickelt. Der Name spiegelt die musikalische Doppelidentität des Quartetts wider: Das Wort Diotima ist aus der deutschen Romantik entliehen – Friedrich Hölderlin gab in seinem Roman Hyperion diesen Namen der Liebe seines Lebens – und ist zugleich ein Bezug zur Musik aus unserer Zeit, man denke nur an Luigi Nonos Werk Fragment-Stille, an Diotima. Das Quatuor Diotima ist geschätzter Partner vieler Komponisten wie Helmut Lachenmann, Brian Ferneyhough und Toshio Hosokawa und vergibt zugleich Kompositionsaufträge an Komponisten aller Stilrichtungen wie Tristan Murail, Alberto Posadas, Gérard Pesson, Rebecca Saunders oder auch Pascal Dusapin. Das Quartett hat sich der zeitgenössischen Musik verschrieben, ohne sich jedoch durch diese limitieren zu lassen. In ihren Programmen ermöglichen sie durch die Verschmelzung von klassischen mit zeitgenössischen Stücken einen neuen Blickwinkel auf Werke der grossen Klassiker wie Bartók, Debussy und Ravel, den späten Quartetten Schuberts und Beethovens, sowie den Komponisten der Zweiten Wiener Schule oder auch Janáček.
Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Quartetts gab es in 2016 zwei grosse Veröffentlichungen: zum einen eine CD-Box, die sich der Zweiten Wiener Schule widmet, zum anderen die erste CD aus einer neuen Reihe mit Komponistenportraits. Diese erste ist den Werken von Miroslav Srnka gewidmet und die folgende den Kompositionen von Gérard Pesson. Beide Einspielungen fanden in Kollaboration mit dem WDR statt.
Höhepunkte der Saison 2016 / 2017 sind u.a. die Aufführung des kompletten Beethoven-Schönberg-Boulez-Zyklus im Rahmen von „Wien Modern“, mehrere Konzerte mit Erstaufführungen von Enno Poppes Streichquartett in verschiedenen Ländern (Huddersfield Contemporary Music Festival , November Music s`Hertogenbosch, Transit Festival Leuven, Festival d`Automne à Paris) oder auch ein Projekt mit allen Streichquartetten von Béla Bartók an einem Abend im Théâtre des Bouffes du Nord. Dazu kommen Konzerte bei Musica Strasbourg, der Mozartwoche Salzburg, bei den Schwetzinger Festspielen, in Barcelona und Bilbao, der Philharmonie Luxembourg, den Kristallwelten Wattens und die Fortführung der Residenz am Théâtre d’Orléans. Internationale Tourneen führen das Quatuor Diotima durch Südamerika, Japan und die USA.
Anfang 2017 verbringt das Quatuor Diotima auf Einladung des Wissenschaftskollegs zu Berlin zwei Wochen in Berlin, um mit Alberto Posadas zusammenzuarbeiten.
8. April 2017, Palass, Pfistergasse 54, Zofingen
Türöffnung: 19.30 Uhr
Konzertbeginn: 20.00 Uhr
Konzert, inkl. Snack und Getränke
Preise: CHF 40.00
Vorverkauf: kulturraum(at)hirzenberg(dot)ch oder 078 885 07 34