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Fiat Chrysler hat angekündigt, eine Milliarde Dollar in zwei Autowerke im Mittleren Westen der USA zu investieren. Zudem sollten 2000 Jobs geschaffen werden, erklärte der italienisch-amerikanische Konzern zu Beginn der Automesse in Detroit. Mit dem Geld sollen Fabriken in Ohio und Michigan modernisiert werden. Konzernchef Sergio Marchionne stellte am Montag klar, dass die Investitionen bereits länger geplant gewesen seien.
Ford strich Investitionen
Nach der Kritik strich Ford eine 1,6 Milliarden Dollar schwere Investition in ein geplantes Werk im mexikanischen San Luis Potosi. Stattdessen wird das Geld in ein US-Werk gesteckt. Wie Fiat betonte auch Ford, dass die Entscheidung nicht auf Druck Trumps gefällt worden sei.
Dennoch lobte der Republikaner beide Unternehmen. «Endlich ist es soweit», schrieb Trump auf Twitter und bedankte sich bei den Konzernen. Der Aktienkurs von Fiat Chrysler legte daraufhin im frühen Handel um 0,6 Prozent zu, während der Markt insgesamt nachgab.
Nafta soll neu verhandelt werden
Trump hatte im Wahlkampf versprochen, den USA zu alter Grösse zu verhelfen und ins Ausland verlagerte Jobs zurückzuholen. Er will zudem Abkommen wie das über die nordamerikanische Freihandelszone Nafta neu verhandeln und notfalls aufkündigen. Das transpazifische Freihandelsabkommen TPP mit Staaten wie Japan oder Australien lehnt er ab.
Mexiko ist wegen der vergleichsweise niedrigen Löhne und der Nähe zu den USA für viele internationale Autokonzerne ein wichtiger Produktionsstandort. Auch deutsche Konzerne haben Milliarden dort investiert. Wegen Trump werden sie nach Einschätzung von Experten aber Projekte verschieben oder sogar streichen.
(reuters/mbü/gku)