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Das GB ist überzeugt, dass Zugang zu sicherem und sauberem Trinkwasser nur gewährleistet werden kann, wenn Wasser als öffentliches Gut für alle zugänglich ist. Das Grüne Bündnis fordert deshalb mit einer Motion, die heute eingereicht wird, den Betritt der ewb zur Europäischen Vereinigung „Aqua Publica Europea“, die sich international für die Förderung der öffentlichen Wasserversorgungen einsetzt.
Wasser ist eines der kostbarsten Güter der Erde und der Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser ist als Menschenrecht anerkannt. Das Recht auf Wasser kann indes nur gewährleistet werden, wenn das Wasser als öffentliches Gut für alle zugänglich ist. Dieser fundamentale Grundsatz gerät in den letzten Jahren immer mehr in Bedrängnis. Internationale Grosskonzerne kaufen Quellen und füllen das vormals öffentlich zugängliche Wasser in Flaschen und verkaufen es zu überteuerten Preisen. Öffentliche Wasserversorgungen werden privatisiert, was meistens mit einer Verminderung der Versorgungsqualität und einer Erhöhung der Wasserpreise einhergeht. Internationale Freihandelsabkommen, wie das Trade in Service Agreement (TiSA) verstärken diesen Trend noch. TiSA zielt darauf ab, sämtliche öffentliche Dienstleistungen zu privatisieren und dem freien Markt zu unterwerfen.
Um sich gegen Druck der Privatisierung zu wehren und um die Qualität der Trinkwasserversorgung auch in Zukunft zu sichern braucht es gute Vernetzung, verstärktes Lobbying und vermehrte Aufmerksamkeit für den Trinkwasserschutz. Deshalb fordert das GB mit einer Motion den Betritt der ewb zur Europäischen Vereinigung „Aqua Publica Europea“. Die Vereinigung will öffentliches Wasser Management fördern und vorantreiben und ihre Mitglieder verpflichten sich, die Wasserreserven nachhaltig und verantwortungsvoll zu bewirtschaften, um für gegenwärtige und zukünftige Generationen den Zugang zu einer qualitativ hochstehenden Wasserversorgung sicher zu stellen.
Damit die Wasserversorgung der Stadt Bern langfristig und in guter Qualität gesichert ist, setzt sich das Grüne Bündnis dafür ein, dass Wasser als öffentliches Gut erhalten bleibt und nicht privatisiert wird. Erträge aus Wasserdienstleistungen müssen so investiert werden, dass die Gesellschaft als ganzes davon profitieren kann. Zur Stärkung dieser Anliegen soll sich die ewb, sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene für den Erhalt der öffentlichen Wasserversorgungen stark machen und verstärkt Lobbying für den Trinkwasserschutz betreiben. Partnerschaften mit Wasserversorgungsanbietern in weniger entwickelten Ländern sollen zudem helfen, diese Ziele Weltweit zu erreichen und den Zugang zu Wasser und Sanitären Einrichtungen für alle Menschen zu gewährleisten.