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Tja, wenn man wie ich eine Sprache sozusagen mit der Muttermilch eingesogen hat, dann merkt man gar nicht, dass es in ihr solche Kuriositäten gibt. weiter lesen >
Dass ‹Es macht Sinn› in der deutschen Sprache die wesentlich präziseren, nuancierteren und differenzierteren Äußerungen wie ‹Es ist sinnvoll›, ‹Es ergibt einen Sinn›, ‹Es führt zu etwas Sinnvollem›, ‹Es ist folgerichtig› gänzlich verdrängt und ersetzt hat, ist nunmehr eine Tatsache und wohl nicht mehr rückgängig zu machen. weiter lesen >
Die Nobelpreis-Verleihung ist schon allein deshalb immer eine sehr schwierige Angelegenheit, weil es mehr Schriftstellerinnen und Schriftsteller gibt, die den Preis verdienten, als Jahre, in denen er vergeben wird. weiter lesen >
«Ich hätte alles ganz anders gemacht.» Das war mein erster Gedanke. — «Zum Glück haben sie’s so gemacht, wie sie’s gemacht haben, und nicht, wie ich’s gemacht hätte.» Das war der zweite. weiter lesen >
Den Titel dieses Beitrags habe ich zugegebenermaßen dem Kalauern zuliebe gewählt, aber ich hätte es nicht getan, wenn er etwas anderes sagen würde, als ich meine. — Trotzdem muss ich fairerweise, bevor ich beginne, meinen eigentlichen Gedanken niederzuschreiben, die Begriffe erklären, die nicht allgemein geläufig sind:
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Sterne leuchten nicht,
Blumenwiesen sind nicht bunt,
Farben sind im Kopf.
Wenn man in der aktuellen Alltagssprache von einem Quantensprung spricht, meint man eine Veränderung, meistens zugleich einen Fortschritt, der eine bestimmte Entwicklung — entweder durch eine plötzliche Einsicht oder durch ein längst nötiges entschlosseneres Anpacken und Einschreiten — innerhalb kürzester Zeit wesentlich verbessert und um ein sehr großes Stück voranbringt.
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Ob ich die Mathematik liebte, weil ich meinen Mathematiklehrer mochte, oder ob ich ihn mochte, weil ich die Mathematik liebte, weiß ich nicht. Aber etwas Besonderes musste er mir bedeuten, denn schließlich liebte ich ja auch Musik, Zeichnen, Geschichte und Französisch, ohne dass ich die einschlägigen Lehrkräften in wirklich angenehmer Erinnerung bewahrt hätte.
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Über etwas mehr als drei Jahrhunderte hat man versucht, mit hanebüchenen und völlig an den Haaren herbeigezogenen Rassentheorien die Verbrechen zu rechtfertigen, die von wirtschaftlich, militärisch und technologisch stärkeren Bevölkerungsgruppen an Ethnien verübt wurden und immer noch verübt werden, die der Arroganz und der abscheulichen Grausamkeit einer selbsternannten Herrenrasse zu wenig entgegenzusetzen vermögen.
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In den Neunzehnhundertneunzigern, wahrscheinlich 1994, organisierte meine damalige Lieblingsbuchhandlung ‹Das Narrenschiff› meine wohl schönste Lesung, eine Lesung, an die ich mich nicht nur deshalb besonders gern erinnere, weil mir eine ausnehmend große Besucherinnen- und Besucherzahl beschieden war
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