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In seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage betont der Staatsrat, dass Groupe E seine Tochterfirmen nicht quersubventioniert. Der Staatsrat verteidigt auch den Beschluss, den Verwaltungsrat von Groupe E zu vergrössern.
Der Kanton Freiburg besitzt 80 Prozent des Aktienkapitals von Groupe E und ist damit Haupteigentümer. In einer parlamentarischen Anfrage thematisierte Grossrat André Kaltenrieder (FDP, Sugiez) die verschiedenen Tochterfirmen von Groupe E, die lokalen privaten Unternehmen Aufträge streitig machen würden. Der Grossrat wollte wissen, ob diese Tochterfirmen quersubventioniert werden, warum der Verwaltungsrat von Groupe E aufgestockt wurde und ob das Energieunternehmen auch in Krisenzeiten die Stromversorgung garantieren könne.
Von elf auf neu 13 Verwaltungsräte
In seiner Antwort schreibt der Staatsrat, dass es innerhalb von Groupe E als Unternehmensgruppe keine Quersubventionierung gebe, und erwähnt auch, dass das Unternehmen in öffentlichen Ausschreibungen öfters den Zuschlag nicht erhält.
Der Verwaltungsrat wurde an der GV im Jahr 2020 von elf auf 13 Mitglieder aufgestockt. Der Staatsrat erinnert in seiner Antwort daran, dass Groupe E in einem sehr breiten Tätigkeitsfeld engagiert ist und einen Umsatz von 700 Millionen Franken erwirtschaftet, eine Bilanzsumme von 2,6 Milliarden Franken aufweist und rund 2600 Mitarbeiter beschäftigt. Für ein derart grosses und komplexes Unternehmen müsse der Verwaltungsrat mit den nötigen Kompetenzen ausgestattet sein. Diese umfassen die strategische Vision und die Unternehmensführung in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen der Gruppe, die finanzielle Führung, das Risikomanagement, das Marketing, die Digitalisierung und die Informatiksicherheit. All diese Kompetenzen könnten nicht mit einer kleinen Zahl von Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräten abgedeckt werden. Dennoch sei es das Ziel, die Anzahl der Verwaltungsratsmitglieder mit der Zeit zu reduzieren. Hauptsächlich soll dies dadurch geschehen, dass zurücktretende Mitglieder nicht ersetzt werden.
Stromversorgung ist noch gewährleistet
Der Staatsrat betont auch, dass die Stromversorgung zurzeit gewährleistet ist, auch wenn die Marktpreise stark gestiegen sind. Die Lage könnte allerdings kritisch werden, falls Europa nicht mehr mit russischem Gas beliefert wird. In den kommenden Jahren könnte der Strom in der Schweiz allerdings auch ohne die Krise in der Ukraine im Winter jeweils knapp werden. Gründe sind die Abschaltung der Schweizer Kernkraftwerke, der zunehmende Stromverbrauch und die Tatsache, dass Frankreich und Deutschland in Zukunft im Winter nicht mehr in der Lage sein werden, Strom in die Schweiz zu exportieren.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, so der Staatsrat, müssten Groupe E, aber auch alle anderen auf dem Gebiet tätigen Akteure die Energieeffizienz steigern und die Stromerzeugung vorrangig aus erneuerbaren Quellen ausbauen.