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TCS MyMed
Autore: Mediscope
Bei einem Zwerchfellbruch handelt es sich um eine meist angeborene Fehlbildung im Bereich des Zwerchfells. Die Öffnung, durch die die Speiseröhre hindurchtritt, ist mehr oder weniger stark vergrössert. Teile des Magen s können nach oben in den Brustraum gelangen; Magensäure fliesst zurück in die Speiseröhre (Reflux) und es kann zu Beschwerden (Magenbrennen /Sodbrennen) kommen. Bei einer Refluxerkrankung wird deshalb auch zuerst nach einem Zwerchfellbruch gefahndet.
Je nach Grösse des Bruches können auch andere Organe des Bauchraumes in den Brustraum gedrückt werden.
Es gibt verschiedene Typen des Zwerchfellbruches. Meistens gehen sie mit leichten Beschwerden (z.B. Aufstossen, Druckgefühl in der Herzgegend) einher. Bei grösseren Durchgängen kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen (z.B. Einklemmen des Bruches), kommen.
Etwa 10% der Bevölkerung sind von einem Zwerchfellbruch betroffen. Häufig bestehen allerdings keine Beschwerden und eine Therapie erübrigt sich.
Ein Zwerchfellbruch ist meist angeboren. Meistens ist eine allgemeine Bindegewebsschwäche die Ursache. Verschleisserscheinungen des Bindegewebes nehmen allerdings mit dem Alter zu.
Selten ist eine Lockerung des ringförmigen Muskels sowie eine Veränderung des Winkels zwischen Speiseröhre und Magen die Ursache eines Zwerchfellbruches.
Durch permanent überhöhten Druck im Bauchraum, z.B. bei starkem Übergewicht, chronischem Husten oder chronischer Verstopfung, ist das Risiko eines Zwerchfellbruches und vor allem der Verlagerung von Organteilen erhöht.
Ein Riss des Zwerchfells (Zwerchfellruptur) entsteht nur bei starker, plötzlicher, mechanischer Belastung (z.B. bei Unfall, Schlägen).
Nur etwa 10% der Betroffenen leiden unter Beschwerden. Daher wird ein Zwerchfellbruch meist zufällig festgestellt.
Zur Diagnose eines Zwerchfellbruchs werden verschiedene Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem:
Ähnliche Beschwerden können auch durch Tumore, durch eine Zwerchfelllähmung oder bei Herzbeschwerden auftreten (z.B. Schmerzen hinter dem Brustbein). Es gilt, diese Ursachen auszuschliessen.
Mit konservativen Massnahmen (ohne chirurgischen Eingriff) kann ein Zwerchfellbruch nicht behoben, die Beschwerden allerdings gelindert werden.
Leichte Beschwerden können teilweise mit der Umstellung der Ess- und Lebensgewohnheiten gelindert werden:
Eine Operation ist besonders bei paraösophagealen Hernien erforderlich, da sich Magen- oder Darmanteile einklemmen können. Bei axialen Hernien wird nur dann operiert, wenn stärkere Beschwerden, wie z.B. eine Refluxkrankheit, vorliegen; und auch nur dann, wenn diese medikamentös nicht in den Griff zu kriegen ist.
Durch die Operation sollen die Organe wieder in die Bauchhöhle zurückbefördert sowie daran gehindert werden, sich wieder nach oben zu verlagern.
Es gibt zwei verschiedene Operationswege: Laparotomie (herkömmlicher Bauchschnitt) oder Bauchspiegelung (Laparoskopie). Der Operateur entscheidet sich je nach Grösse der Hernie und Begleitumstände für die eine oder andere Art.
Bei einem Zwerchfellriss (Zwerchfellruptur) muss das Zwerchfell zusammengenäht werden. Dies geschieht meist über einen Brustkorbschnitt.
Je nachdem, wie gross der Zwerchfellbruch war, besteht auch nach dem Eingriff ein gewisses Risiko des Wiederauftretens (Rezidivhernie). Auch die Gewebebeschaffenheit sowie starke mechanische Belastungen können die Gefahr erhöhen.
Meist dauert es etwa ein halbes Jahr, bis die Stabilität des Zwerchfells ausgebildet ist. Während dieser Zeit sollten keine belastenden Aktivitäten (Hochheben schwerer Gegenstände oder zu intensiver Sport) ausgeübt werden.
Ständiges Zurückfliessen des Magensaftes (Refluxkrankheit) kann zu einer Entzündung der Schleimhaut der Speiseröhre führen (Refluxoesophagitis). Dabei erhöht sich das Risiko eines Speiseröhrenkrebses.
Bei der paraösophagealen Hernie besteht die Gefahr, dass sich Magen- oder Darmteile in der Lücke einklemmen. Die Folge kann eine chronische Entzündung des Magens sein (Stauungsgastritis), was aufgrund leichter, permanenter kleiner Blutungen zu einer Blutarmut (Eisenmangel-Anämie) führen kann.
Schwerere Komplikationen sind Durchblutungsstörungen des eingeklemmten Magenabschnittes, Durchbruch (Perforation) und Bauchfellentzündung (Peritonitis). Diese Komplikationen sind lebensbedrohlich.
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