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Alles englisch, oder was? Wie verständigen sich WissenschaftlerInnen?
Donnerstag, 20. Dezember 2012, 18:15 Uhr bis 20:00 Uhr
Wissenschaftliche Wissensgewinnung und Wissensweitergabe ist unabdingbar auf kommunikativen Austausch angewiesen. Was liegt da näher als eine einheitliche Sprache für alle Wissenschaften zu propagieren? War nicht die Wissenschaft der westlichen Welt für Jahrhunderte mit dem Lateinischen gut bedient? Für eine solche Sicht erscheint die Entfaltung der neuzeitlichen Wissenschaft mit ihrer Mehrsprachigkeit leicht als ein wissenschaftssprachlicher Irrweg, jedenfalls aber als ein die internationale Wissenschaftskommunikation hindernder Zwischenabschnitt, den es im Sinn einer maximalen Beschleunigung des Austauschs neuer Erkenntnisse baldmöglichst zu überwinden gilt. Als neues Latein wird ein Wissenschaftsenglisch angeboten, das als eine „Lingua franca“ sich von dem Englisch der englischsprachigen Völker deutlich entfernt. Es gilt als einfach, als leicht zu lernen und wird als für alle wissenschaftlichen Zwecke hinreichend propagiert.
Geht diese Rechnung auf? Der Beitrag versucht, den Nutzen einer solchen „Lingua franca“ mit den Kosten abzugleichen, die sich für die Wissensgewinnung, für die Wissenskommunikation und für die Wissensökonomie in entwickelten Wissensgesellschaften ergeben.
Raum: KO2 F-180