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Dominik Paris erringt zum zweiten Mal nach 2012 den Sieg in der Weltcup-Abfahrt von Bormio. Der Italiener gewinnt sein Heimrennen mit 4 Hundertsteln Vorsprung.
Aksel Lund Svindal schien auf dem Weg zu seinem dritten Abfahrtssieg in Folge. Der Norweger lag - wie schon zuletzt in Val Gardena - vor seinem Landsmann Kjetil Jansrud, als Dominik Paris mit Nummer 11 ins Rennen ging. Bei der letzten Zwischenzeit lag der Italiener noch knapp hinter dem Norweger, doch auf den letzten Metern erfolgte der Umschwung.
Paris, letzten Winter Gewinner der Abfahrten in Kitzbühel und Aspen, feierte seinen insgesamt neunten Weltcupsieg, den achten in der Abfahrt. Im Dezember 2012 hatte der 28-jährige Südtiroler seinen Erfolg in Bormio noch mit dem zeitgleichen Österreicher Hannes Reichelt teilen müssen. In diesem Winter war Paris noch nicht über Rang 5 hinaus gekommen.
Feuz fehlen 14 Hundertstel zum Podium
Abfahrts-Weltmeister Beat Feuz gelang gegenüber dem Training eine markante Steigerung auf einer Strecke, die er erst zum zweiten Mal rennmässig befuhr. 2011 war der Emmentaler auf der Piste Stelvio früh gestürzt. Als Vierter und bester Schweizer verpasste er die Top 3 um 14 Hundertstel. "Das war keine schlechte Fahrt. Aber wenn man so nahe am Podest dran ist, fuchst das schon etwas", bekannte Feuz hinterher.
Einen Schritt in die richtige Richtung tat auch Patrick Küng, der Abfahrts-Weltmeister von 2015. Der Glarner, der zuletzt mit Abstimmungsproblemen konfrontiert war, erreichte als Neunter zum zweiten Mal in diesem Winter eine Platzierung in den Top 15. Zum Saisonstart in Lake Louise hatte er Rang 13 belegt.
Marc Gisin zeigte als 19. seine beste Abfahrt des Winters. Er klassierte sich unmittelbar vor dem 23-jährigen Bündner Gian Luca Barandun, der als 20. seine persönliche Bestmarke egalisierte, und dem Schwyzer Urs Kryenbühl. Auch der Zürcher Gilles Roulin sammelte ein weiteres Mal Weltcuppunkte, wenngleich er als 26. nicht mehr ähnlich auftrumpfen konnte wie zuletzt in Val Gardena, wo er völlig unerwartet Vierter geworden war.