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Russische Unterstützung in den Philippinen
Das Energieministerium der Philippinen und der russische Staatskonzern Rosatom einigten sich am 13. November 2017 am Rande des 12. Ostasiengipfels in Manila über ein Programm zur nuklearen Zusammenarbeit. Sie unterzeichneten dazu ein Memorandum of Cooperation (MOC), das folgende drei Hauptbereiche der Zusammenarbeit regelt.
- Infrastrukturstudien zur Entwicklung einer nationalen Energiestrategie und zur Umsetzung eines Kernenergieprogramms
- Audit und Bewertung des technischen Zustands des eingemotteten Kernkraftwerks Bataan, einschliesslich der Möglichkeit seiner Sanierung
- Machbarkeitsstudien zum Bau kleiner, modularer Reaktoren auf den Philippinen (an Land oder auf See), die über die Analyse technischer, kommerzieller, finanzieller und rechtlicher Aspekte hinaus gehen
Auch soll die Durchführung von Machbarkeitsstudien für den Bau konventioneller Kernkraftwerke möglich sein, sofern diese als notwendig erachtet würden und mit der nationalen Energiestrategie der Philippinen im Einklang stehen.
«Die Zusammenarbeit mit Russland ist Teil der Absicht der Regierung, eine Vielzahl von Anwendungen der Kernenergie zu entwickeln, die innerhalb unserer Politik liegen, insbesondere für die Stromerzeugung», erklärte der Energieminister der Philippinen Alfonso Cusi. Diese Kooperationsvereinbarung ermögliche seinem Land, auf die beträchtliche Erfahrung Russlands zurückzugreifen, um die Kernenergie und die damit verbundenen neuen Technologien für friedliche Zwecke zu nutzen, betonte er.
Die Unternehmen im MOC würden die Philippinen bei der Erarbeitung einer nationalen Position und der Ausarbeitung einer Kernenergiepolitik unterstützen, die zu einem Kernenergieprogramm führen könnte.
Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von fünf Jahren und kann für den gleichen Zeitraum verlängert werden, es sei denn, eine Partei beschliesst, sie auszusetzen oder zu beenden.