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Gestern, am 21. Januar, war «Weltknuddeltag». Dieser Tag wurde in den 80er-Jahren durch den US-amerikanischen Pfarrer Kevin Zaborney ins Leben gerufen, weil er erkannt hatte, dass die Umarmung eine unterschätzte zwischenmenschliche Handlung ist. Zaborney wählte dieses Datum, weil es genau zwischen Weihnachten als dem Fest der Liebe und dem Valentinstag als dem Tag der Liebenden liegt, und wollte damit Wärme und Licht in die trübe Stimmung der Winterzeit bringen.
Umarmungen können manchmal wirkungsvoller sein als Worte. Ein Kind hört auf zu weinen, wenn es von seiner Mutter oder von seinem Vater liebevoll umarmt wird. Auch im Gleichnis vom Vater und seinen beiden Söhnen umarmt der Vater den heimgekehrten Sohn, als er vor ihm steht.
Eine wohlwollende Umarmung kann eine heilende Wirkung entfalten. Umarmungen verbessern das Immunsystem, senken den Blutdruck und das Stresshormon Cortisol. Stattdessen wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das Ängste minimiert, Vertrauen aufbaut und Mitgefühl ermöglicht.
Für mich ist der Segen wie eine Umarmung Gottes an uns Menschen. Es kommt nicht darauf an, ob ich den Segen spende oder empfange. In beiden Fällen fühle ich mich wie durch eine Umarmung von Gottes Zärtlichkeit berührt und geborgen. Sein Segen gibt mir neue Kraft und stärkt mein Vertrauen.