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Als Lernender Applikationsentwicklung durfte ich am Ende des 2. Lehrjahrs einen 4-wöchigen Sprachaufenthalt in Boston absolvieren. Ich konnte meine Englischkenntnisse verbessern, eine neue Kultur und Stadt erkunden und interessante Personen aus aller Welt kennenlernen und Kontakte knüpfen.
Der Sprachaufenthalt wurde mir – wie allen anderen Informatik-Lernenden – meiner Berufsfachschule BBB empfohlen, da gute Englischkenntnisse im Berufsumfeld der Informatik sehr wichtig sind. Und wo kann man eine fremde Sprache besser lernen, als in einem Land mit genau dieser Muttersprache?
Ich habe mich schlussendlich für die USA entschieden, da ich die Kultur dort besonders interessant finde und es einige sehr schöne Städte gibt, die ich auskundschaften wollte. Am Ende wurde es dann einer der ältesten Städte der USA, das im Nordosten liegende Boston, Massachussets. Ich konnte meinen Aufenthalt vor allem dafür nutzen, um mein Aussprache zu verbessern und die Stadt und Kultur zu verinnerlichen.
1.Der EF-Campus
Meine Schule und meine Unterkunft befindet sich auf dem Campus von EF, etwa 30 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vom Stadtzentrum entfernt.
In der Schule habe ich einen vierwöchigen Sprachkurs absolviert. Ich habe mich für einen «Sommerkurs» entschieden, welcher 20 Lektionen pro Woche beinhaltete. Diesen Kurs habe ich auf dem Level C2.1 absolviert. Das Level des Kurses wurde im Vorhinein durch eine Einstufungstest bestimmt. Die Klassen haben sich grundsätzlich aus 10 bis 20 Studierenden zusammengesetzt. Der Unterricht war sehr interessant gestaltet, man konnte sich mit den anderen Teilnehmenden unterhalten und die verschiedenen Ländern kennenlernen sowie Bräuche, Traditionen und Kulturen vergleichen. Auch der Austausch mit den Lehrpersonen, welche zum grössten Teil aus Amerika kamen, war sehr interessant.
Die Unterkünfte lagen im gleichen Gebäude, welches zuvor als Kloster diente, auf den oberen Etagen. Meine Zimmer lag auf dem dritten Stock und ich hatte einen Mitbewohner. Der Campus verfügte über eine Kantine, welche Frühstück und Abendessen servierte und mehrere Gesellschaftsräume und die verschiedensten Angebote für Sportmöglichkeiten. Wem das nicht genug war, der konnte sich auf dem sehr nahegelegenen «Rogers Park» mit Basketball, Fussball, Baseball oder Tennis vergnügen.
2.Die Stadt
Boston ist einer der ältesten Städte Amerikas, auch wenn sie heute trotz ihres Alters schon lange nicht mehr zu den grössten gehört. Sie liegt im Nordosten Amerikas in der Region «New England», von welcher Boston die grösste Stadt ist. Die Stadt punktet mit wunderschöner Architektur, welche teils älter als die USA ist, aber auch mit modernen Bauten, welche zusammen ein sehr ansehbares Stadtbild ergeben. Die verschiedenen Stadtteile wie Back Bay, Bacon Hill, Downtown, Chinatown und North End oder die öffentlichen Parks «Boston Common» oder «Public Garden» haben alle ihr eigenes Flair und sind sehr interessant zu entdecken. An den Abenden und Wochenenden wurden sie dank vieler Passante und dem tollen, warmen Sommerwetter richtig lebhaft und sehr angenehm.
Die Stadt ist ziemlich gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln ausgestattet. Das Busnetz ist sehr weitreichend und mit dem Subway kam man schnell von A nach B. Es gab auch einige Züge, welche dem Netz, der MBTA (Massachussets Bay Transportation Authority) angehören. Diese habe ich jedoch nicht benutzt. Trotz allem habe ich öfters Uber benutzt und manchmal auch grössere Strecken zu Fuss zurückgelegt.
3.Meine Ausflüge und Aktivitäten
Der Campus EF organisierte einige Ausflüge und Aktivitäten pro Woche, welche von einfachen Film-Abenden über Ausflüge zu einem Sportevent, bis zu Wochenendausflügen nach New York oder Washington DC reichten. Ich selber nahm an nicht so vielen dieser Aktivitäten und Ausflügen teil, da ich gerne unabhängig und mit Freunden unterwegs war und Boston gerne auf eigene Faust erkunden wollte.
Dennoch konnte ich vom weitreichendem Angebot von EF profitieren und beispielsweise kayjaken gehen, die «4th of July» Feuerwerkshow am Charles River besuchen und im Fenway Park einem Baseballspiel der Boston Red Sox zuschauen.
Ausserdem organisierten einige meiner Freunde und ich einen eintägigen Ausflug nach New York City. Wir brachen um 5 Uhr morgens mit einem Greyhound-Bus auf und kamen ca. um 11 Uhr mitten in Manhatten an. Wir besuchten das Empire State Building und genossen die Aussicht über den «Big Apple», machten einen Stop am Times Square und waren im Central Park bis es dann am Abend um 8 Uhr wieder mit einem Greyhound-Bus nach Hause ging und wir um 1 Uhr nachts wieder auf dem Campus waren.
4.Ein Rückblick
Dieser Sprachaufenthalt war für mich ein unglaubliches Erlebnis und die 4 Wochen vergingen wie im Flug. Ich wünschte, ich hätte länger bleiben können und vielleicht ein fünf- oder sechswöchiges Erlebnis daraus machen können, wie einige meiner Klassenkameraden. Ich durfte die Stadt Boston und die Kultur der USA dank Gesprächen mit Angstellten auf dem Campus näher kennenlernen. Ausserdem konnte ich neue Personen kennenlernen und Erinnerungen sammeln, welche hoffentlich ein Leben lang bleiben werden.