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Reise zur Mala und zum Mala-Glück
Fragst du dich, was das ist, eine Mala? Und was eine Mala mit Glück zu tun hat?
Komm mit, wenn du Lust hast, auf meine persönliche Reise zur Mala. Ich werde dir erzählen, was eine Mala mir bedeutet und dich einladen, zu DEINER eigenen MALA zu finden.
Damit du entspannt und ohne die ständige Frage „Was ist eine Mala?“ weiterlesen kannst, ein paar erklärende Worte.
Malas sind Gebetsketten. Gläubige Hinduisten und Buddhisten lassen ihre Mala Perle für Perle zwischen Daumen und Mittelfinger gleiten, während sie still ein Mantra sprechen. Die Augen sind dabei geschlossen.
Das Wort Mantra kommt aus dem alt-indischen Sanskrit und bedeutet Spruch oder Lied. Wer fortlaufend Mantras rezitiert, soll zu innerer Ruhe und Frieden finden.
Eine Mala besteht aus 108 Mala-Perlen
und einer sogenannten Guru-Perle. Die Guru-Perle unterscheidet sich in ihrer Grösse von den anderen 108 Perlen.
Mit Perlen sind nicht die in Muscheln gewachsenen Perlen, die aus dem Wasser kommen gemeint, sondern die Steine oder die Holzkugeln, aus denen die Mala besteht. Perle ist der geläufigste Überbegriff für all die Kugeln, die zu Malas verarbeitet werden.
Wer alle 108 Kugeln der Mala beim Rezitieren von Mantras zwischen Daumen und Mittelfinger bewegt hat, kommt bei der Guru-Kugel an. Du erinnerst dich, das ist die Kugel, die sich in Grösse und/oder Beschaffenheit von den anderen Perlen unterscheidet. An der anderen Art der Guru-Kugel erkennt der Betende, dass er die Mala umdrehen kann, um das Gebet erneut zu beginnen, oder, dass das Beten abgeschlossen werden kann.
Meine erste Mala
habe ich in Indien gesehen. Es war in den 1990er Jahren. Um Malas ging es mir damals wahrlich nicht.
Der Traum vom Taj Mahal, diesem Monument einer grossen Liebe, war mein Reisegrund.
Weisst du, was ich meine? Kennst du diesen Unterschied zwischen etwas sehen und etwas wirklich tief wahrnehmen? Ich erzähl dir, wie es für mich ist.
Das Taj Mahal zu sehen hat all meine Vorstellungen übertroffen. Es war ein Traum, der zu einer überwältigenden Realität wurde. Ich denke gerne daran zurück und freue mich an der schönen Erinnerung.
Malas habe ich das erste Mal bewusst in Varanasi gesehen. Varanasi liegt im Norden Indiens am Ganges. Die Stadt ist den Hindus heilig.
Die Sadhus, die heiligen Männer, trugen alle Ketten. Lange ketten aus Holz oder Samen.
Ich mochte diese Ketten gerne anschauen. Sie haben mir gefallen. In ihrer Einfachheit, ihrer Schlichtheit und ihrer Selbstverständlichkeit, mit der die Männer sie bei sich hatten. Dass sie einen Namen haben, wusste ich damals noch nicht.
Natürlich war mir klar, dass sie etwas bedeuten. Ich wollte wissen, was. Das war in den 1990ern, ganz ohne Internet, eine Frage, die ich meinem guten alten Duden gestellt hätte. Den hatte ich aber auf meiner Reise nicht dabei. Mein Reiseführer gab nichts preis.
Allerdings war mir auch ohne Internet und Duden bald klar, dass es Gebetsketten sein mussten, denn ich habe die Männer ins Gebet versunken gesehen. Auf die oben beschriebene Weise glitten die Holzperlen durch ihre Finger.
Diese Bilder sehe ich heute noch. Die Gerüche, die in der Luft lagen, rieche ich heute noch und das Gefühl von Frieden, tiefem Frieden mit jedem Herzschlag, kann ich noch heute einatmen. Es ist immer da, auch nach über 30 Jahren.
Das meine ich mit dem Unterschied zwischen sehen und begegnen. Das Taj Mahal habe ich gesehen und es ist eine wundervolle Erinnerung.
Die Malas waren seit meiner Reise immer da. Nicht nur schöne Erinnerung. Sie waren Begleitung.
Zwischenzeitlich sind Malas bei uns im Westen in Mode gekommen
Als Schmuckmacherin interessieren sie mich natürlich.
Als Touristin, die in Indien Gebetsketten an Sadhus gesehen hat, habe ich tiefen Respekt vor der religiösen Bedeutung von Malas.
Ich habe für mich einen Weg gefunden, mit Malas umzugehen, der diesen Respekt einschliesst, ohne die Bedürfnisse der westlichen Welt auszuschliessen.
Das Knüpfen von Malas ist für mich ein grosses inneres Erlebnis. In der Regel wird jeder einzelne Stein, jede einzelne Kugel, geknüpft. Das ist eine schöne und zuweilen meditative Tätigkeit, die mir guttut und mich von Herzen erfreut. Sie trägt mich raus aus meinem Alltag.
Ich bin beim Knüpfen entspannt und voller Vorfreude auf das fertige Ergebnis.
Eine Freude ist es für mich auch, die jeweiligen Kombinationen aus Farben und Materialien zusammen zu stellen.
Wenn ich eine fertige Mala fotografiere und sie für meinen Shop beschreibe, lerne ich sie noch tiefer kennen und komme ihr noch näher.
All diese freudvollen Gefühle, denen ich mich beim Tun überlasse, fliessen in meine Malas ein, beseelen sie und erfüllen sie mit Leben.
Ebensowichtig ist mir gutes Handwerk. Ich setze mein ganzes Können ein, um eine qualitativ hochwertige Mala herzustellen.
Meine Malas
sehe ich zum einen als Angebot an Menschen, die gerne eine Gebetskette möchten. Deshalb haben alle meine Malas die vorgesehenen 108 Kugeln und eine Guru-Kugel oder Guru-Perle.
Auf der anderen Seite möchte ich auch Menschen erreichen, die ein schönes, persönliches Schmuckstück für sich haben möchten.
Hier gilt es für mich, eine Brücke zu schlagen. Jedem, der eine Mals für sein Gebet möchte in gleicher Weise gerecht zu werden, wie all denen, die in ihr ein Schmuckstück sehen.
Die 108 Kugeln können sich bei meinen Malas voneinander unterscheiden. Sie müssen für mich nicht alle gleich sein, wie ich das in Indien gesehen habe. Dieses Zugeständnis ist eine Annäherung an westliche oder modische Bedürfnisse. Auch füge ich häufig Zwischenteile aus Silber ein, um die Mala zum Schmuckstück zu machen.
Wenn du dir deine Mala zu Eigen machst, indem du sie gut anschaust, sie fühlst, wird sie dir vertraut. Du wirst den Unterschied zwischen den 108 Kugeln und der Guru-Kugel sehen, bevor du ihn beim Beten mit geschlossenen Augen ertasten wirst. Auf diese Weise kannst du im Gebet realisieren, wann ein Zyklus zu Ende ist.
Eine von mir geknüpfte Mala kann beides sein:
Die Gebetskette, die dich durch das Rezitieren begleitet. Genausogut kann sie ein Schmuckstück sein was du gerne trägst und was gut zu dir passt.
Vielleicht hast du dir DEINE eigene MALA auch selbst geknüpft. Dann ist sie dir schon während des Knüpfens sehr nahe gekommen und die Kommunikation zwischen euch stimmt.
MEINE ganz persönliche MALA
besteht aus Steinen, von denen die meisten kaputt sind. Sie würden keiner Qualitätsprüfung standhalten. Ich liebe sie wegen ihrer vermeintlichen Unvollkommenheit. Sie erinnert mich an die Vielfalt des Lebens, seine Ecken und Kanten und die Schönheit, die überwiegt, auch wenn die eine oder andere Narbe zurückbleibt. Wenn ich sie trage, bin ich meinen Lebensnarben nahe. In diesen Momenten begegne ich mir mit liebevoller Zuwendung, bin mir selbst Schutz und Anker. Diese Kette schafft für mich die Verbindung zu meinem tiefsten inneren Sein. Sie ist mir gute Freundin und Begleiterin.
Was immer deine Mala zu DEINER macht, entscheidest allein du. In respektvoller Freiheit ist vieles möglich.
Knüpf dir DEINE eigene MALA
In meinen Kursen „Knüpf dir DEINE eigene MALA“ hast du die Möglichkeit, dich frei zu entfalten. Dir Materialien auszusuchen, die genau für dich passen und die vielleicht eine Botschaft für dich haben. Wenn die Hürden der ersten Knoten genommen sind, stellt sich für gewöhnlich eine grosse Ruhe im Raum ein. Jeder ist mit sich und in seinem Tun. Vielleicht verknüpfst du mit jedem Knoten einen Wunsch, vielleicht kommst du DEINER MALA schon bei Knüpfen so nahe, dass ein unauslöschliches Band zwischen euch entsteht. Vielleicht freust du dich einfach an den Farben und Materialien, die du gewählt hast und bist gespannt auf das fertige Schmuckstück. Alles ist gut.
“Malaglück”
hat es eine Teilnehmerin in einem meiner Kurse genannt. Damit ist alles gesagt. In nur einem Wort.
Magst du gerne mit mir DEINE eigene MALA knüpfen? Das geht.
Komm zu einem meiner Kurse. Die Einzelheiten findest du hier. Melde dich an.
Wir sehen uns.
Ganz herzlich, Christine