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Es wird kalt. Grüne Tomaten sollte man jetzt ins Haus holen und nachreifen lassen, bei den tiefen Temperaturen entwickeln sie draussen ohnehin keinen Geschmack mehr. Allerdings enthalten grüne Tomaten hitzestabiles Solanin, welches unter dem Verdacht steht giftig zu sein. Die Stiftung Warentest hat vor ein paar Jahren einmal die Solaningehalte von Tomaten gemessen. Tatsächlich können 100 Gramm grasgrüne (!) Tomaten, je nach Sorte, zwischen 9 und 32 Milligramm Solanin enthalten. Ab 25 Gramm kann Solanin giftig wirken, weshalb sich bereits der Verzehr einer grösseren grasgrünenTomate unangenehm bemerkbar machen und zu Erbrechen, Schwindel oder Durchfall führen kann.
Mit zunehmender Reife sinkt der Solaningehalt jedoch rasch ab. In 100 Gramm halbreifen, orangeroten Früchten fand die Stiftung Warentest nur noch bis zu 2 Milligramm Solanin. Um die tödliche Dosis von ca. 400 Milligramm Solanin zu erreichen müsste man folglich 20 Kilo halbreife Tomaten in kurzer Zeit essen. Als Mordwaffe scheiden Tomaten somit aus rein praktischen Gründen aus.
Der Solaningehalt scheint sortenabhängig zu sein, grüne oder weisse Sorten müssen aber nicht zwingend mehr enthalten. Auch Sorten wie „Green-Zebra“ oder „Evergreen“ enthalten im reifen Zustand nicht mehr Solanin als rote Sorten, sie haben lediglich eine grüne Haut.