Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03126.jsonl.gz/811

Bei der Präsidentenwahl in Serbien haben einem Medienbericht zufolge wenigstens 800'000 nicht existierende Menschen ein Wahlrecht besessen. Während in Serbien nur 5,9 Millionen Menschen volljährig seien, habe das Wählerverzeichnis 6,7 Millionen Stimmberechtigte enthalten, berichtete die grösste Zeitung «Blic» am Donnerstag in Belgrad.
Schon zuvor hatte das regierungskritische Portal «Insajder» berichtet, allein in Belgrad besässen 23 Personen ein Wahlrecht, die im 19. Jahrhundert geboren worden seien. Der Älteste habe bereits 1889 das Licht er Welt erblickt.
Viele tausend meist junger Leute hatten am Mittwochabend den dritten Tag in Folge im ganzen Land gegen Regierungschef Aleksandar Vucic demonstriert. Vucic hatte die Präsidentenwahl am Sonntag mit grossem Vorsprung für sich entschieden und die zerstrittene Opposition deklassiert.
Eine Forderung bei den «Protesten gegen die Diktatur» war die «Säuberung des Wählerverzeichnisses» von sogenannten toten Seelen, deren Zahl von anderen Experten auf bis zu eine Million Menschen geschätzt wird. (sda/dpa)
Bei der Parlamentswahl im Kosovo hat sich am Sonntagabend ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz 1 abgezeichnet.
Laut Nachwahlbefragungen lagen die liberalkonservative Demokratische Liga des Kosovo (LDK) und die linksnationalistische Bewegung «Vetevendosje» («Selbstbestimmung») mit je rund 30 Prozent der Stimmen voran. Die bisher an der Regierung beteiligte PDK (Demokratische Partei) war Dritte (22 Prozent).
Bereits vor den Wahlen war spekuliert worden, dass die bisherigen Oppositionskräfte LDK mit der 37-jährigen Vjosa Osmani und die Liste «Vetevendosje» unter dem 44-jährigen Albin Kurti nach den …