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Es ist nicht einfach, ein neues Unternehmen in einem fremden Land zu gründen. Es ist noch schwieriger, wenn man eine Frau ist, die Ende des 19. Jahrhunderts lebt, und noch schwieriger, wenn der Geschäftsplan darin besteht, Tee in einem Land der Kaffeesüchtigen zu verkaufen.
Genau das taten zwei englische Frauen – Anna Maria Babington und Isabel Cargill. Werfen Sie einen Blick in das erfolgreiche englische Teehaus, das diese Pionierinnen gegründet haben und das heute ein historischer Ort im Zentrum von Rom ist. Anna Maria Babington und Isabel Cargill kamen mit Ersparnissen von 100 Pfund in Rom an und hatten den Plan, der florierenden englischen Gemeinde einen Ort zu bieten, an dem sie – zu dieser Zeit nur in Apotheken – Tee trinken und Zeitungen lesen konnten.
Babingtons Tea Room wurde 1893 in der Via Due Macelli eröffnet und war so erfolgreich, dass es nur zwei Jahre später an seinen derzeit prestigeträchtigen Standort am Fuße der Spanischen Treppe verlegt wurde. Trotz des Namens war die Piazza di Spagna tatsächlich ein Hotspot für die Engländer in Rom. Prominente Persönlichkeiten wie Lord Byron und Percy Bysshe Shelley waren Stammgäste im nahe gelegenen Antico Caffè Greco, und der romantische Dichter John Keats verbrachte die letzten Monate seines Lebens im Palazzo auf der anderen Seite der Spanischen Treppe.
Babingtons war sowohl für Expats als auch für Römer gleichermaßen mehr als nur ein Ort, an dem man Tee und Kuchen genießen kann. Heute ist es eine eigenständige römische Institution und Touristenattraktion. Im Laufe der Jahre haben berühmte Gesichter wie Audrey Hepburn, Gregory Peck und Prinzessin Margaret in Babingtons zu Abend gegessen.
Es ist jedoch nicht alles La Dolce Vita für diesen englischen Hafen im Zentrum von Rom. Der Erste Weltkrieg und die anschließende Depression waren für Babingtons magere Jahre, die nur durch die Investition der Ersparnisse von Isabels Schwester Annie überwunden wurden. Der Zweite Weltkrieg folgte und damit die Lebensmittelrationierung und ein Vorurteil gegen „unitalienische“ Unternehmen.
Entschlossen, Babingtons am Leben zu erhalten, bündelten die Mitarbeiter ihre Rationen und entwickelten kreative Rezepte wie Kichererbsenmehl-Scones und Kartoffelmehlbrot. Währenddessen trafen sich Mitglieder des Widerstands heimlich im hinteren Teil der Teestube und nutzten die Küche als Notausgang.
„Die Geschichte hinter dem Teehaus und die fortgesetzte Forschung in jedem Produkt ist der Grund, warum die Leute uns schätzen“.
„Babingtons ist und bleibt ein Ort, um sich vom Chaos Roms zu erholen.“
Babingtons serviert über 40 Sorten Loseblatt-Tee sowie Brunch-Klassiker wie Eier Benedict und das englische Frühstück. Eine Auswahl an Sandwiches, Salaten, Suppen und Burgern runden das Menü ab.
Babingtos Teesorten sind in der Schweiz bei Jelmoli erhältlich.