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Forschende der Cochrane Collaboration haben aus aller Welt 38 wissenschaftliche Studien (mit 2000 Betroffenen) zu Akupunktur als Rauchstopphilfe analysiert.
Vielfältige Techniken
Es besteht eine grosse Vielfalt an Behandlungsformen und ‑techniken. Die Forschenden haben Studien mit elektrischen und nichtelektrischen Nadeln, mit niederenergetischem Laserstrahl und mit Fingerdruck (Akupressur) berücksichtigt.
Diese Behandlungen erfolgten teils im Rahmen von Sprechstunden, teils mit einer am Ohr angebrachten Vorrichtung. Bei dieser sticht entweder eine Nadel ins Ohr oder wird von einem Vaccaria-Samenkorn Druck ausgeübt. In beiden Fällen müssen die Betroffenen die Vorrichtung aktivieren oder betätigen, sobald sie Entzugserscheinungen verspüren.
Auswahlkriterien
Die von der Cochrane Collaboration berücksichtigten Studien mussten eine Kontrollgruppe aufweisen, die gar nicht, anders oder mit Placebo behandelt wurden. Als Placebo wurden die Nadelstiche oder die Druckausübung an Körperstellen ausgeübt, die nicht mit der Tabakabhängigkeit in Beziehung stehen sollen. Bei der Lasertherapie wurde die Kontrollgruppe mit einem ausgeschalteten Gerät «behandelt».
Eine weitere Voraussetzung für die Studien war, dass der Status «Raucher:in» oder «Nicht-Raucher:in» sechs bis zwölf Monate nach der Behandlung etabliert und biochemisch (mit einem Cotinin- oder Kohlenmonoxid-Test) bestätigt wurde. In jedem Fall sollten die Studienteilnehmenden randomisiert, also mit dem Los in die Experimental- und die Kontrollgruppe eingeteilt werden.
Studienergebnis
Akupunktur ist weniger wirksam als eine Therapie mit Nikotinersatz (Substitution). Es ergab sich keine Evidenz dafür, dass Akupunktur kurz- oder langfristig wirksamer ist als eine psychologische Beratung. Es liegt beschränkte Evidenz vor für eine kurzfristig erhöhte Wirksamkeit der Akupressur gegenüber der Scheinakupressur (3 Versuche, n=325), aber kein Versuch hat langfristige Wirkung gezeigt.
Zwar legen die Gruppenschätzungen mögliche kurzfristige Wirkungen nach, doch besteht keine einheitliche, unverzerrte Evidenz dafür, dass sich Akupunktur, Akupressur und Lasertherapie sechs Monate oder länger nach dem Rauchstopp positiv auswirken.
Es ist möglich, dass Akupunktur hilft, die Entzugserscheinungen besser zu ertragen, aber eine der untersuchten Studien zeigt, dass die Wirkung gleich ist, wenn die Stiche an anderen Stellen vorgenommen werden.
Elektrostimulation eignet sich nicht für den Rauchstopp.
Literatur
White AR, Rampes H, Liu JP, Stead LF, Campbell J. Acupuncture et interventions connexes pour le sevrage tabagique. Base de données Cochrane des revues systématiques 2014, numéro 1. Art. N° : CD000009. DOI : 10.1002/14651858.CD000009.pub4 .
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