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Im Achtelfinal des Helvetia Schweizer Cup kommt es zu einer Premiere: Zum ersten Mal werden der FC Stade-Lausanne-Ouchy und der FC Basel 1893 aufeinandertreffen – und das obwohl beide Clubs zu den älteren in der Schweiz gehören. Der kommende Cup-Gegner des FCB entstand in seiner jetzigen Form erst im Jahr 2000. Er ging damals aus der Fusion des FC Stade Lausanne und des Lausanne FC Ouchy hervor, die beide schon damals auf eine über respektive fast hundertjährige Geschichte zurückblicken konnten. Der FC La Villa Ouchy (Vorgängerverein des Lausanne FC Ouchy) war sogar Gründungsmitglied des Schweizerischen Fussballverbands, gehörte aber nur in der allerersten ausgetragenen Saison (1897/1898) der höchsten Liga an. 121 Jahre später nun, im Sommer 2019, gelang dem FC Stade-Lausanne-Ouchy der Aufstieg in die Brack.ch Challenge und somit die Rückkehr in die zweitoberste Schweizer Liga.
Spiel in Kriens in der Schlussphase gedreht
In ihrem ersten Jahr in der Challenge League schlagen sich die Lausanner gut, nach einem Drittel der Meisterschaft belegen sie den sechsten Rang und liegen punktemässig ziemlich genau im Mittelfeld. Und auch im Cup gelangen den Waadtländern bisher gute Leistungen. In der ersten Runde schlug man den FC Perly-Certoux aus der 2. Liga mit 5:0. Im 1/16-Final trafen die Westschweizer auf den SC Kriens und somit auf den momentan direkt vor ihnen platzierten Club in der Meisterschaft. In der Innerschweiz lag Stade-Lausanne-Ouchy bis gut fünf Minuten vor Ende mit 1:2 in Rückstand, schaffte dann aber das Kunststück die Partie noch zu drehen und ging schliesslich mit einem 4:2 als Sieger aus dieser Begegnung hervor. Somit qualifizierten sich die Lausanner für die Achtelfinals und sie schufen damit die Grundlage zur ersten Begegnung mit dem FCB.
Der FC Stade-Lausanne-Ouchy hatte einen guten Start in die Challenge League, zuletzt bekundete er aber Probleme. Das ist als Aufsteiger ganz normal.
Wie der letzte Cup-Gegner des FCB, Meyrin FC, hat auch der FC Stade-Lausanne-Ouchy mehrere Spieler in seine Reihen, die einige Minuten in der höchsten Schweizer Spielklasse gesammelt haben: Jérémy Manière, João Barroca, Michaël Perrier, Christopher Mfuyi, Marco Delley und William le Pogam haben insgesamt 171 Super-League-Partien bestritten. Und Mittelfeldspieler Andrea Mbuyi-Mutombo kommt auf 52 Spiele in der höchsten Liga Belgiens und auf 25 Partien in Schottlands Fussball-Oberhaus.
Reaktion auf die Niederlage in Zürich gefordert
Für den FCB geht es am Mittwoch in Nyon, wo die Partie ausgetragen wird, darum, eine Reaktion zu zeigen auf die Niederlage beim FC Zürich, welche die erste seit dem 1:3 in Linz am 13. August war. Auch wenn man noch keine Erfahrung mit dem kommenden Gegner hat, ist der FCB natürlich Favorit bei diesem Aufeinandertreffen, womit diese Reaktion als Pflicht bezeichnet werden muss. Unterschätzen darf man den FC Stade-Lausanne-Ouchy aber deswegen auf keinen Fall. Dass er gerade zuhause für Überraschungen sorgen kann, bewies er im Derby gegen den FC Lausanne-Sport Ende August, als er den Leader der Challenge League gleich mit 3:0 schlug.
In Zürich war eine gewisse mentale Müdigkeit spürbar. Jetzt müssen wir wieder die nötige Konzentration abrufen.
Nicht mit dabei sein werden am Mittwoch in Nyon Zdravko Kuzmanovic, Eric Ramires und Ricky van Wolfswinkel, die alle verletzt ausfallen. Jonas Omlin absolvierte zwar am Dienstag ein lockeres Training, wird aber am Mittwoch noch nicht im Aufgebot stehen.