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Die Arbeitsbienen garantieren den reibungslosen Ablauf des Lebens im Volk. Sie führen im Laufe ihres kurzen Lebens verschiedene Tätigkeiten aus, die altersbedingt festgelegt sind. Wobei diese mit der Entwicklung bestimmter Drüsensysteme korrelieren.
Die frisch geschlüpften Arbeiterinnen reinigen als Putzbiene die Wabenzellen und den Stock während ca. 3 Tagen.
Dann werden sie Brutammen und versorgen etwa ab dem 4. – 10. Tag die Larven. Deren Verpflegung ist optimal – die Gewichtszunahme der Larven erfolgt so schnell, dass sie sich bereits nach sechs Tagen verpuppen. Das hochwertige Futter stammt aus eigenen Ammendrüsen im Kopf, dem bei älteren Larven noch Honig und Pollen zugegeben werden.
Die Zusammensetzung des Larvenfutters entscheidet, ob aus einer weiblichen Larve eine Arbeitsbiene oder eine Königin (Weisel) entsteht. Normalerweise entstehen Arbeitsbienen. Wenn aber im Mai immer mehr junge Bienen schlüpfen und es im Stock eng wird, dann werden von den Baubienen am Wabenrand „Weiselnäpfchen“ angelegt, in denen die Brutammen aus einem weiblichen Ei eine Weisel zur Reife bringen.
Die Entscheidung fällt durch das Juvenilhormon, das die Brutammen fein dosiert dem Larvenfutter beigeben.
Einige Milligramm mehr davon lassen eine Königin aufwachsen. Dieser Königinnenfuttersaft ist auch als Gelée Royale bekannt.
Anschliessend ist die Biene etwa 8 Tage lang mit Bauen beschäftigt. Aus den Wachsdrüsen an der Bauchseite schwitzen sie Wachsschuppen aus für den Wabenbau. In seiner Architektur und Ökonomie ist dieser einzigartig. Das Sechseckmuster nutzt den Raum von allen anderen geometrischen Mustern am besten aus. Es benötigt bei gleichem Fassungsvermögen am wenigsten Baumaterial bei hoher Tragkraft.
Ab dem 18. – 21. Tag bewachen sie den Eingang zum Stock vor allerlei Räubern wie fremde Bienen und Wespen. Jede ankommende Biene wird vor dem Einlass in den Stock sehr sorgfältig geprüft. Entscheidend ist der Stockduft, der im Haarkleid und am Chitinpanzer haftet.
Die letzten Tage ihres Lebens, etwa vom etwa 22. bis 30. Tag verbringen sie als Sammelbienen. Unermüdlich tragen sie bei warmen, sonnigem Wetter Nektar und Pollen im Überfluss ein. Sinn des Ganzen ist die Vorsorge für magere Zeiten, vor allem für den Winter. Die Sammelleistung ist beachtlich – um ein Kilogramm Honig zu speichern und einzudicken müssen mindestens vier Millionen Blüten besucht werden bei einer Wegstrecke vom Sechsfachen des Erdumfanges.
Dieser Lebenszyklus ist allerdings keineswegs statisch. Sofern es die soziale Situation erfordert wird er abgeändert.