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Sechs Männer stechen gemeinsam auf einer Luxusyacht in See. Zwischen manchen von ihnen besteht ein beträchtlicher Altersunterschied, vor allem aber unterscheiden sich die Männer im Hinblick auf ihren sozialen Status. Die Truppe will einen Wettkampf austragen, der Gewinner soll mit Hilfe eines komplexen Punktesystems ermittelt werden. Das Kräftemessen betrifft bald alles, was die Konkurrenten an Bord tun: auf naheliegende Tätigkeiten wie das Angeln, aber auch auf allerlei abstruse Bereiche – von Schlafpositionen über Blutwerte bis hin zu Erektionen. Der Beste wird am Ende als Zeichen des Sieges den Chevalier am kleinen Finger tragen,.
«Chevalier» feierte in Locarno Premiere und lief an zahlreichen Festivals. Der Film erhielt am Sarajevo Film Festival eine lobende Erwähnung und die Schauspieler erhielten als Ensamble den Preis für das beste Schauspiel.
«Wer von ihnen ist nun ein Gewinnertyp, der ‹Beste in allem›? Wer sich diese Frage stellt, ist natürlich selbst in einem ähnlichen Konkurrenzdenken wie die Männer an Bord verfangen. In genialer Konsequenz setzt der Film deshalb dem auf Eskalation ausgelegten Wettbewerb eine völlig zuwiderlaufende Dynamik entgegen samt herrlich antiklimaktischem Finale. Dennoch verblüfft und unterhält ‹Chevalier › bestens. So merkt man es zum Beispiel zunächst gar nicht, dass der buchstäbliche Schwanzvergleich dann doch irgendwann durchgeführt wird, denn Tsangari baut die Szene völlig unerwartet auf. Und tatsächlich kann man sich dem Urteil von Yorgos anschliessen, der kurz vor Ende des Spiels sagt: ‹Toll, was ich in dieser Zeit alles erfahren habe.›»
(Hannah Pilarczyk, Spiegel Online)