Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03621.jsonl.gz/1202

Kommentar: Karin Dreiding
Italien im Jahr 1944. Eine Gruppe von BewohnerInnen verlässt in einer Sommernacht heimlich das toskanische Heimatdorf, um den Nazi-Besatzern zu entkommen und sich zu den US-amerikanischen Befreiern durchzuschlagen. Unterwegs in der Natur erleben die Flüchtlinge alle Stadien der Hoffnung und der Verzweiflung. Zusammen mit Partisanen werden sie in einen Kampf gegen italienische Faschisten verwickelt; die Filmsequenz ist legendär. Erzählt wird das Geschehen märchenhaft-mythisch aus der Perspektive eines kleinen Mädchens. So entsteht eine poetisch-melodramatisch überhöhte Schilderung eines Flüchtlingsdramas in einer sinnlichen Mischung von Komik und Tragödie. Die Brüder Paolo und Vittorio Taviani erhielten 1982 für ihr Meisterwerk den Spezialpreis der Jury in Cannes und erzielten im selben Jahr einen Grosserfolg auf der Piazza Grande in Locarno.