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Geschichte des schottischen WhiskysDas Geburtsjahr des schottischen Whiskys liegt im Dunkel der Vergangenheit. Seinen Namen verdankt er dem gälischen "Uisgue-Beatha", was später zu "Usky" abgekürzt wurde und "Wasser des Lebens" bedeutet. Jahrhunderte hindurch wurde in Schottland aus Gerste in vielen kleinen Hausbrennereien, in sogenannten Brennblasen (Pot still), ein kräftiger, würziger Malt Whisky gebrannt. Erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts breitete sich der Whisky (durch die "Erfindung" des Blended Whiskys) nach England aus, von wo er seinen Siegeszug in die ganze Welt antrat.
Bis vor rund 140 Jahren gab es in Schottland nichts anderes als Malt Whisky. Der erste historische Hinweis ist in einer schottischen Schatzamtrolle des Jahres 1494 nachzulesen. Im 16. und 17. Jahrhundert war das Whisky Brennen über ganz Schottland verbreitet. Im 18. Jahrhundert fand die "Whisky-Herrlichkeit" nach der verlorenen Schlacht bei Culloden (1746) ein jähes Ende. Es wurden Steuern erhoben und englische Zöllner durchstöberten jeden Winkel Schottlands. Die Schotten leisteten erbitterten Widerstand, ihre Abwehr nahm so kriegerische Ausmasse an, dass man von einem jahrzehntelangen Steuerkrieg sprechen kann. Nach 77 Jahren vehementer Whisky-Fehde kam schliesslich 1823 die grosse Wende. Dem Herzog von Gordon gelang es, das House of Lords in London zum Einlenken zu bewegen.