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Coach Laszlo Dvorak reiste mit einer leicht dezimierten Truppe an die Greco Schweizermeisterschaften nach Luzern. Aufgrund Verletzungen oder beruflichen Gründen konnten leider nur fünf Ringer für die RR Schattdorf auf Medallien-Jagd gehen. So wusste man auch, dass es schwierig werden könnte, das super Teamresultat von der Freistil-SM zu wiederholen.
Sven Gamma startete bis 66kg eine Gewichtsklasse höher also normal und musste trotz einigen guten Aktionen die körperliche Überlegenheit seiner Gegner anerkennen. Im ersten Kampf unterlag Sven dem Willisauer Heiniger mit 0:2 und 0:3. Im zweiten Fight konnte er mit einem Blitz-Sieg Claudio Herren, Talheim auf die Schultern befördern. Dies wäre ihm gegen David Hungerbühler um ein Haar auch gelungen, doch nach einem Konter fand sich Sven selber auf den Schulterblättern wieder und schied somit aus, was Rang 8 unter den 11 Teilnehmern bedeutete.
Bis 120kg starteten unter den 7 Teilnehmern mit Elias Kempf und Stefan Arnold gleich zwei Schattdorfer. Im ersten Kampf trafen sie dann auch gleich aufeinander. Elias konnte den Fight gegen seinen Teamkollegen nach einem offenen Schlagabtausch für sich entscheiden. Danach hatte er gegen den späteren Schweizermeister Neyer Sven mit 0:1 und 0:2 das Nachsehen. Gegen Kälin Koni siegte Elias dann mit 1:0 und 1:0, um im kleinen Finale um Bronze gegen Weiss Roman mit ebenfalls 0:1 und 0:1 den Kürzeren zu ziehen. Dies ergab den 4. Schlussrang für Elias. Stefan Arnold konnte sich nach der Startniederlage gegen Elias wieder fangen und besiegte Schmid Christoph klar mit 2:0 und 1:0. Die beiden darauffolgenden Duelle gegen Weiss Roman und Kälin Koni verlor Stefan, doch er zeigte trotz Schmerzen ein grosses Kämpferherz und biss sich durch, was ihm den 6.Rang einbrachte.
Jauch zum zweiten!
In der Kategorie bis 96kg starteten ebenfalls zwei Schattdorfer Akteure. Andy Murer musste sich zum Auftakt dem erfahrenen Martinetti Gregory geschlagen geben. Im zweiten Kampf konnte er dann gegen Achermann Daniel einen diskusionslosen Schultersieg einfahren. Danach wurde er von Bernet Michael mit 0:1 und 0:3 wieder auf die Verliererstrasse geschickt, was für Andy den 10.Rang unter den 14 Teilnehmern bedeutete.
Etwas besser lief es da Michi Jauch. Nach dem Startsieg gegen den unbequemen Marc Kirchhofer (4:0, 4:0) und dem Sieg gegen Lang Stefan (1:0, 1:0) stand er bereits im Halbfinale. Dort traf er auf den starken Hergiswiler Werner Suppiger. Michi gab sich aber keine Blösse und zog mit einem klaren 2:1, 4:1-Sieg in den Final ein. Im Kampf um den Titel packte er dann nochmals sein ganzes Können aus. Nachdem Michi im ersten Drittel seinem Gegner Phillip Hutter mit 2:0 das Nachsehen gab, gelang ihm in der zweiten Runde ein sensationeller Hüfter zum Schultersieg! Somit stand Michi Jauch als Doppel-Schweizermeister fest, da er bereits den Freistil-Titel in diesem Jahr geholt hatte. Nach seinem Kunststück meinte er: „Ich konnte mich als Favorit durchsetzen, was sicher genau so schön ist. Mit dem Ziel vor Augen zum ersten Mal in meiner Karriere Doppel-Schweizermeister bei den Aktiven zu werden, stieg der Puls vor dem Finale schon ein Wenig. Doch nachdem es so gut gelaufen ist, bin ich nun überglücklich!“