Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03237.jsonl.gz/84

Es gelte, die Wachstumsdynamik des Agrarsektors aufrechtzuerhalten, den Landwirten Vertrauen in ihre Arbeit zu geben und die Stabilität der Beziehungen mit den anderen Branchen zu festigen, erklärte der Präsident zur Begründung.
Im Einzelnen wurde bei der Sitzung „zur Lage der Landwirtschaft“ angekündigt, dass die staatlichen Zuschüsse für den Kauf einheimischer landwirtschaftlicher Maschinen in diesem Jahr um 4,5 Mrd. Rbl (63 Mio. Fr.) erhöht würden. Damit soll neben der Landwirtschaft auch der inländischen Landtechnikindustrie geholfen werden. Putin erklärte ausserdem die Bereitschaft, dem staatlichen Unternehmen Rosagroleasing 6 Mrd. Rbl (84 Mio. Euro) zuzuweisen. Das würde diesem ermöglichen, den russischen Landwirten zusätzliche 1'500 Technikeinheiten zur Verfügung zu stellen.
Das Landwirtschaftsministerium hat derweil den Höchstbetrag für ein zinsverbilligtes Darlehen pro Kreditnehmer und Jahr auf 1,2 Mrd. Rbl (16,8 Mio. Euro) verdoppelt. Die entsprechende Anordnung wurde bereits am vergangenen Donnerstag verkündet. Unterdessen veröffentlichte das Unternehmen BEFL vorige Woche mit Blick auf das Jahr 2019 die Rangliste der grössten Eigentümer landwirtschaftlicher Flächen in Russland. Die Liste umfasst insgesamt 61 Unternehmen, die es zusammen auf rund 14,2 Mio ha bringen.
Zum Vergleich: In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 16,67 Mio ha von insgesamt etwa 264'000 Betrieben bewirtschaftet. In Russland bringen es allein die Top-5-Unternehmen auf eine Agrarfläche von 3,81 Mio. ha. An der Spitze derRangliste findet sich die auf die Fleischproduktion spezialisierte Miratorg Agribusiness Holding mit 1,04 Mio ha, gefolgt vom Zuckerproduzent Prodimex mit 865'000 ha und dem Agrocomplex Tkatschew mit 653'000 ha.
Vom zuvor dritten auf den vierten Rang rutschte die Rusagro-Firmengruppe mit 6430'000 ha ab. Das Unternehmen EkoNiva-APK folgt mit 599'000 ha.