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Die Neue evangelistische Übersetzung übersetzt den zweiten Teil dieses Verses so: «… wie es seinem persönlichen Einsatz entspricht.» Wir vergessen schnell, dass unser Einsatz, Fleiss sowie unsere Arbeit und Hingabe einmal beurteilt werden. Zwei Verse möchte ich hier zusätzlich erwähnen:
«Und er sprach zu ihm: Recht so, du guter Knecht! Weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Vollmacht über zehn Städte haben!» (Lk 19,17).
«… da ihr wisst: Was ein jeder Gutes tun wird, das wird er von dem Herrn empfangen, er sei ein Sklave oder ein Freier» (Eph 6,8).
Das Preisgericht entscheidet über den Lohn, die Krönung, den «ersten oder dritten» Platz. Es geht um unterschiedliche Herrlichkeiten, verschiedene zukünftige Aufgaben bzw. Herrschaftsgebiete. Es geht um Gewinn oder Verlust (1Kor 15,41-42.58; 2Tim 2,11-12). Es geht um Wiedergeborene, die nicht nach Veränderung strebten, die fleischlich gesinnt blieben, bei denen der Herr nicht den ersten Platz innehatte oder die nur Holz, Heu und Stroh hervorbrachten. Sie können sogar Schaden leiden und werden gerade noch errettet wie durchs Feuer (1Kor 3,15).
Aber danach wird es keinen Neid mehr geben, niemand schaut missgünstig auf den anderen oder müsste sich in Ewigkeit schämen. In Die Bibel verstehen (Dillenburg, S. 563) bietet Charles C. Ryrie einen sehr guten Vergleich:
«Den Richterstuhl Christi können wir mit einer Schul-Abschlussfeier vergleichen. Viele nehmen ihr Schlusszeugnis mit Enttäuschung und Zähneknirschen entgegen, weil sie nicht besser abgeschnitten und mehr gelernt haben. Die überwiegende Empfindung bei einer Abschlussfeier ist aber Freude, nicht Zerknirschtheit. Die Absolventen verlassen die Feier nicht mit Tränen in den Augen, weil sie keine besseren Noten haben. Sie sind dankbar, weil sie bestanden und etwas erreicht haben. Wer den traurigen Aspekt des Richterstuhles Christi übertreibt, macht den Himmel zur Hölle. Wer den traurigen Aspekt vernachlässigt, unterschätzt die Bedeutung der Treue.»
Wir wollen mit Paulus sprechen: «Jage, das vorgesteckte Ziel im Auge, nach dem Siegespreis, den die in Christus Jesus ergangene himmlische Berufung Gottes in Aussicht stellt» (Phil 3,14; MENG).