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Lux Guyer war die erste selbstständige Architektin der Schweiz. Sie wurde 1894 in Zürich geboren und absolvierte die Kunstgewerbeschule in Zürich. Durch ihre gestalterische Arbeit begann sich Guyer für Architektur zu interessieren. Sie eignete sich ihr Wissen als Fachhörerin an der ETH Zürich und als Mitarbeiterin in verschiedenen Architekturbüros in Zürich und Berlin an.
Im Jahr 1924 wagte Lux Guyer den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete ihr eigenes Büro. Ihre Architektur zeichnete sich durch eine meisterliche Durchdachtheit und Modernität aus. Guyer brach in ihrer Architektur bewusst mit klassischen Raumaufteilungen. Sie wehrte sich damit gegen gesellschaftliche sowie kulturelle Vorurteile und schuf Architektur, die die Bedürfnisse der berufstätigen Frau miteinbezieht.
Im Jahr 1926 entwirft sie im Auftrag der Zürcher Frauenzentrale die Frauenwohnkolonie Lettenhof in Zürich.
Ein Jahr darauf wird sie zur Chefarchitektin der ersten Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit (SAFFA) in Bern ernannt. Im Rahmen der Ausstellung gestaltet Guyer das SAFFA-Haus. Es ist das erste modulare Fertighaus aus Schweizer Holz. Sie bezeichnet es als zeitgenössisches, günstiges und behagliches Haus für den Mittelstand. Die Modularität des Hauses lässt einen mehrmaligen Auf- und Abbau des Gebäudes zu. So stand das SAFFA-Haus zwischenzeitlich in Aarau und dient heute als Eltern-Kind-Zentrum in Stäfa.
Die #Woodvetia-Figur von Lux Guyer wurde aus einem 95 Jahre alten Nussbaum aus Zürich Höngg in der Nähe der ETH Zürich, Abteilung Architektur, gefertigt.