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Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen spielt eine zentrale Rolle bei der weltweiten Koordination, der technischen Unterstützung und der Vernetzung der Forschung im Bereich der Ernährungssicherheit, der Existenzgrundlagen der ländlichen Bevölkerung und der nachhaltigen Nutzung und Verwaltung von natürlichen Ressourcen.
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization of the United Nations, FAO) ist eine UNO-Sonderorganisation mit Sitz in Rom, die 1945 gegründet wurde. Die FAO zählt 194 Mitgliedstaaten, zwei assoziierte Mitglieder und eine Mitgliedorganisation – die Europäische Union. Geleitet wird die FAO seit dem 1. Januar 2012 vom Brasilianer José Graziano da Silva.
Zu den Kernaufgaben der FAO gehört das Bestreben, jedem einzelnen den Zugang zu Ernährungssicherheit zu ermöglichen. Das Konzept der Ernährungssicherheit wird von der FAO in ihrem globalen strategischen Rahmen für Ernährungssicherheit folgendermassen definiert: «Die Ernährungssicherheit ist dann gewährleistet, wenn allen Menschen zu jeder Zeit der physische, soziale und wirtschaftliche Zugang zu ausreichend gesunden und nahrhaften Nahrungsmitteln gewährleistet ist, die ihre ernährungsphysiologischen Bedürfnisse und Vorlieben befriedigen, um ein gesundes und aktives Leben zu führen.» Die vier Pfeiler der Ernährungssicherheit sind Verfügbarkeit, Zugang, Verwendung und Stabilität. Die ernährungsphysiologische Komponente ist fester Bestandteil des Konzepts der Ernährungssicherheit.
Um dieses Ziel auf globaler Ebene zu erreichen, ist ein koordiniertes Vorgehen unabdingbar. Hier spielt die FAO eine zentrale Rolle. Um dies zu erreichen, verfolgt die FAO die folgenden strategischen Ziele:
- Hunger, Ernährungsunsicherheit und Fehlernährung bekämpfen;
- Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei produktiver und nachhaltiger gestalten;
- Armut im ländlichen Raum bekämpfen;
- integrative und effiziente Land- und Ernährungssysteme schaffen;
- Beständigkeit der Lebensgrundlagen bei Bedrohungen oder in Krisensituationen verbessern.
Das Hauptinstrument der FAO, um diese Ziele zu erreichen, ist die technische Unterstützung. Die Organisation ist zudem als Forschungsnetzwerk im Bereich der Agrar- und Ernährungswissenschaften tätig und berät Staaten in agrar- und entwicklungspolitischen Fragen. Nicht zuletzt dient sie auch als Plattform für den internationalen Austausch zu land- und ernährungswirtschaftlichen Themen.
Die Schweiz ist seit 1946 FAO-Mitglied. Das für die FAO zuständige Amt in der Schweiz ist das BLW. Die Schweiz hat in mehreren Ausschüssen der FAO Einsitz, und zwar im Ausschuss für Welternährungssicherheit, dem Ausschuss für Landwirtschaft, dem Forstausschuss, dem Grundstoffausschuss (Committee on Commodity Problems) und der Kommission für genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft.
Das Arbeitsprogramm der FAO wird über obligatorische und freiwillige Beiträge finanziert. Ihr Budget für die Jahre 2016–2017 beträgt 2,6 Milliarden US-Dollar. Finanziert wird dieses zu 39 Prozent über Beiträge, die bei den Mitgliedstaaten erhoben werden, und zu 61 Prozent über freiwillige Beiträge von Mitgliedstaaten und anderen Partnern.
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Letzte Änderung 27.09.2017