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Mit diesem Ausdruck ist nicht etwa das Format Ihres Radiogerätes gemeint, sondern die Art des ausgestrahlten Programms. In den Anfängen des Radios gab es meist nur allgemeine, von der öffentlichen Hand betriebene Stationen. Diese sendeten allgemein gängige Musik. Doch mit der Zunahme von unterschiedlichen Sender, vor allem in Nordamerika, wurde die inhaltliche Richtung differenziert.
Auch in Europa sind seit der Liberalisierung des Radiomarkts und mit dem Einstieg privater Anbieter immer mehr Formatradios entstanden.
Die Formatierung soll mit ihrer Musikausrichtung, Moderation, Programmfarbe und Programmstruktur bestimmte Hörergruppen binden. Die Formatierung sorgt für einen gute Wiedererkennung; sie macht das Programm über die gesamte Sendezeit hinweg unverwechselbar.
Die Formatierung ist ein zentrales Instrument beim Entwickeln eines auf Marktforschungs-Informationen und daraus abgeleiteten Marketingstrategien beruhenden Markenprodukts, womit man ein Programm im Radiomarkt platziert, das im Idealfall zielgenau auf die Bedürfnisse und Hörgewohnheiten einer Zielgruppe abgestimmt ist und durch den häufigen Einsatz von Claims (Jingles) beworben wird.
Damit kann analog zur Kundenbindung eine Hörerbindung erreicht und gewinnbringend die Einschaltquote an die Werbekunden verkauft werden.
Von Kritikern wird das Ergebnis derartiger Bestrebungen (welche sich nicht nur auf die Musikauswahl beschränken) als „Dudelfunk“ bezeichnet. Dennoch gibt es mittlerweile auch im anspruchsvollen, nicht-kommerziellen Bereich Formatradios, die auf „Durchhörbarkeit“ und Wiedererkennbarkeit achten.
Liste der Radio Formate
Adult Contemporary (AC)
Bezeichnet ein bestimmtes, weit verbreitetes Radioformat, bei dem ausschliesslich Mainstream und Popmusik gespielt wird, die möglichst genau dem aktuellen Zeitgeschmack entspricht (daher contemporary, zu deutsch zeitgemäss), ohne allzu spezielle, auf Jugendliche ausgerichtete Strömungen (z. B. aus den Genres Hip-Hop oder Independent) zu integrieren (daher adult, zu deutsch erwachsen). Angesprochen werden sollen Hörer zwischen 25 und 50 Jahren. In der Praxis gibt es sehr unterschiedliche Ausprägungen.
Contemporary Hit Radio (CHR)
Gespielt wird aktuelle Musik, welche sich zum größten Teil in den TOP-40-Charts ansiedelt. Ziel ist es, dem Hörer ein maximales Gefühl von Aktualität und Trendsetting zu vermitteln.
Es gibt verschiedene Untergruppen von CHR. Alleinstehend bezieht sich der Begriff CHR meistens auf das CHR/Pop-Format.
Album-oriented Rock (AOR)
Ist ein aus den USA stammendes Format für Radiosender. Es richtet sich hauptsächlich an eine männliche Zielgruppe im Alter von 18 – 45 Jahren. AOR ist ein musikorientiertes Format, Information und Nachrichten stehen im Hintergrund. Die Playliste ist rockmusikorientiert und sehr breit aufgestellt. Es werden also auch Titel von weniger bekannten Interpreten und aus diversen Rockmusik-Richtungen gespielt, wobei aktuelle und ältere Stücke berücksichtigt werden.[1] Charakteristisch ist ein gewisser Anteil an Albumcuts, die der breiten Öffentlichkeit unbekannt sind und nie als Single erschienen waren. Im Lauf der Zeit haben sich einige Differenzierungen des Formats entwickelt: Hard/Heavy-Rock, Classic Rock und Soft Rock.
Rhythmic Contemporary
Damit ist populäre Rhythmische Musik gemeint. Hip-Hop-, City-Pop und R & B-Hits. Diese Radioform wird vorwiegend in den USA verwendet und gelebt. Aber auch Radiosender wie KISS FM in Berlin verwenden dieses Format.
Urban Contemporary (UC)
Der Begriff wurde durch den späteren New Yorker DJ Frankie Crocker in der Mitte der 1970er Jahre geprägt. Urban zeitgenössisches Radio spielt Sounds die ausschliesslich aus Hip Hop / Rap, zeitgenössischem R & B, und Karibischen Klängen wie Reggae und Reggaeton besteht.
weitere Formate:
- Jazz
- Klassik
- Country
- Oldies
- Easy Listening / Beautiful Music (EZ)
- Middle of the Road / Full Service (MOR)
- Melodie-Schlager