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Der Film "NEVER TOO LATE" von Ido Fluk aus Israel gewinnt den "Regard d’or" 2012
01.04.2012 Der "Regard d’or", der grosse Preis des Internationalen Filmfestivals Freiburg, besteht aus einem Betrag von CHF 30'000, der vom Kanton (CHF 20'000) und der Stadt Freiburg (CHF 10'000) gestiftet wird. Dieser Preis wird dem/der Regisseur/in (CHF 20'000) und dem/der Produzent/in (CHF 10'000) des von der Internationalen Jury prämierten Films überreicht.
Bild: Ido Fluk - Foto: fiff
Die Mitglieder der Internationalen Jury der 26. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals Freiburg 2012 waren:
Sepideh Farsi (Iran), Golam Rabbany Biplob (Bangladesh), Jacky Goldberg (Frankreich), Mohammad Rasoulof (Iran), und Franz Treichler (Schweiz).
GRAND PRIX «LE REGARD D'OR»
Der grosse Preis "Le Regard d'or" geht an den Regisseur und den Produzenten:
Never Too Late
von Ido Fluck, Israel 2011.
«Für den erfolgreichen filmischen Zugang des Regisseurs zum Dilemma eines heutigen Menschen, welcher sich mit den Herausforderungen seines geographischen und kulturellen Kontextes konfrontiert sieht.»
SPEZIALPREIS DER JURY GESTIFTET VON DER SCHWEIZERISCHEN AUTORENGESELLSCHAFT (SSA) UND SUISSIMAGE
Dieser von der Internationalen Jury verliehene Preis ist mit 10'000 CHF dotiert. Er zeichnet den prämierten Filmschaffenden für sein innovatives Drehbuch, die originelle Verfilmung, die Erneuerung der Filmsprache oder die formelle und thematische Kühnheit aus.
Der Preis geht an den Regisseur für den Film
The Last Friday
von Yahya Al-Abdallah, Jordanien, Vereinigte Arabische Emirate 2011.
«Für die subtile Verbindung einer filmischen Sprache mit der Erzählung.»
TALENT TAPE AWARD GESTIFTET VON EGLI FILM AG UND FUJIFILM AG
Der von Egli Film AG und Fujifilm AG gestiftete Preis im Wert von 19'000 CHF geht an einen Produzenten und zeichnet die besondere Qualität eines Wettbewerbfilms aus. Er besteht aus einer Tape-to-Film-Überspielung für eine Filmdauer von 90 Minuten. Der Transfer von Video auf Fujifilm-Filmmaterial wird von der Egli Film AG in Zürich ausgeführt.
Der Preis geht an die Produzenten von:
Histórias Que Só Existem Quando Lembradas
von Julia Murat, Brasilien, Argentinien, Frankreich 2011.
«Für den poetischen Zugang zum Verlauf der Zeit, für die Qualität des Visuellen und die Reflexion über die Essenz des fotografischen Bildes.»
Lobende Erwähnung
Eine lobende Erwähnung geht an:
Honey PuPu
von Chen Hung-I, Taiwan 2011.
«Für die Leistung, mit welcher verschiedene Medien und deren Effekt auf die Social Network Generation kombiniert wurden.»
Publikumspreis
Dieser Preis in der Höhe von 5'000 CHF wird vom Internationalen Film Festival Freiburg und der Zeitung "La Liberté" an denjenigen Filmschaffenden verliehen, dessen Film vom Publikum prämiert wurde.
Der Preis geht an:
Asmaa
von Amr Salama, Ägypten 2011.
Preis der Oekumenischen Jury
Dieser Preis von 5'000 CHF wird von den beiden kirchlichen Hilfsorganisationen «Fastenopfer» und «Brot für Alle» der Regisseurin oder dem Regisseur vergeben, deren/dessen Film am besten die Werte dieser beiden kirchlichen Entwicklungsorganisationen wiedergibt. Die Ökumenische Jury setzt sich zusammen aus je einem Vertreter dieser beiden Organisationen, sowie Vertretern von SIGNIS (Internationale Katholische Organisation für Kommunikation) und INTERFILM (Internationale Kirchliche Filmorganisation): Théo Buss (CH), Jacques Champeaux (FR), Blanca Steinmann (CH) und Davide Zordon (IT).
Der Preis geht an:
Histórias Que Só Existem Quando Lembradas
von Julia Murat, Brasilien, Argentinien, Frankreich 2011.
«Eine Arbeit über Vergänglichkeit, über Erinnerung und Tod - der schöne Film voller Symbole zeigt, wie die Anwesenheit der jungen Frau und ihr Umgang mit der Fotografie Erinnerungen an die Oberfläche steigen lässt. Dadurch erhält das Leben wieder Sinn - und auch der Tod. Der zu Beginn geschlossene Friedhof ist am Ende wieder offen.»
Eine lobende Erwähnung geht an
Asmaa
von Amr Salama, Ägypten 2011. Eine zweite lobende Erwähnung geht an
In the Open
von Hernán Belón, Argentinien, Frankreich 2011.
Preis der Fipresci-Jury
Dieser von den Vertretern des Internationalen Verbandes der Filmkritik vergebene Preis bezweckt die Förderung der Kinokunst sowie des neuen und jungen Kinos. Die Mitglieder der FIPRESCI-Jury der 26. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals Freiburg sind: Sheila Johnston (GB), Cerise Howard (AU), Hauvick Habechian (LE), Katja Cicigoj (SL), Nina Scheu (CH).
Die FIPRESCI-Jury verleiht den Preis an:
Countdown
von Huh Jong-ho, Südkorea 2011.
«Countdown ist ein vielschichtiger Film welcher sich an sehr diverse Publika richtet. Auf der einen Seite ein schneller, effizienter und zugänglicher Thriller. Andererseits adressiert der Film eine Vielzahl von tieferen Themen: Schuld, Erziehung, Krankheit, Behinderung, den Tod und die Erlösung - und dies alles innerhalb des Genres. Die Jury schätzte die Geschicklichkeit und Leichtigkeit, mit welcher der Regisseur zwischen den tonalen Registern operiert - von Humor über Spannung bis zum Pathos - und die überzeugende Leistung des Hauptdarstellers.»
E-CHANGER PREIS
Dieser von E-CHANGER mit einem Betrag von 5'000 CHF dotierte Preis wird von der Jugendjury verliehen. Der Preis soll die Jugend dazu ermutigen, sich am Festival auszudrücken. Er wird weiter einem Film verliehen, der die Probleme der Jugend in der heutigen Welt anspricht. Die Mitglieder der Jugendjury der 26. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals Freiburg sind: Danilo Cagnazzo (CH), Leila El Kholy (CH), Raphael Rück (CH), Déborah Sangsue (CH), Beatriz Ester Schreiber (CH), Sharon Jacqueline Suter (CH), Killiam Tremion (FR).
Der Preis geht an:
Histórias Que Só Existem Quando Lembradas
von Julia Murat, Brasilien, Argentinien, Frankreich 2011.
«Eine universelle Geschichte, welche auf einfache und poetische Weise die Essenz unserer Leben zusammenfasst. Julia Murat hat recht: Wir müssen uns an gewisse Geschichten erinnern! Sie mögen erst banal erscheinen, aber sie bringen uns die fundamentalen und wertvollen Elemente ins Bewusstsein.
Die Regisseurin scheint uns sagen zu wollen, dass frühere Generationen dazu gehalten sind, uns ihre Kenntnisse zu vermitteln. Aber auch die Jugend muss sich die Zeit nehmen und sich interessieren, sich an dieser Weisheit, wie am täglichen Brot, nähren.»
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