Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03175.jsonl.gz/2470

Loïc Meillard kommt mit dem Parallel-Format, das mit Riesenslalom-Ski gefahren wird und Torabstände von 16 bis 20 m vorsieht, bestens zurecht. Der 24-Jährige aus Hérémence gewann in dieser Disziplin vor Jahresfrist in Chamonix erstmals im Weltcup.
Meillard hatte in der morgendlichen Qualifikation auf einem anderen Hang überlegen Bestzeit. Auch in der Entscheidung zeigte er sich bestechend sicher. Er setzte sich im Achtelfinal gegen den Russen Iwan Kusnezow überaus deutlich, danach im Viertelfinal gegen den Deutschen Linus Strasser sicher durch.
Besser, aber geschlagen
Im Halbfinal jedoch musste sich Meillard - obwohl besser als sein Konkurrent - dem Kroaten Filip Zubcic um zwei Hundertstel geschlagen geben. Den ersten Lauf dieses Duells hatte der Westschweizer noch klar dominiert. Er war um acht bis neun Zehntel vor Zubcic im Ziel. Doch gemäss Reglement beträgt der Maximalvorsprung zur Halbzeit nur eine halbe Sekunde. Im zweiten Run konnte deshalb der Kroate das Blatt noch ganz knapp wenden.
Meillard fing sich schnell wieder. Im kleinen Final liess er dem Deutschen Alexander Schmid das Nachsehen, womit er für die achte Medaille von Swiss-Ski in Cortina sorgte. Mehr Schweizer Top-3-Platzierungen an an Weltmeisterschaften gab es zuletzt vor über drei Jahrzehnten in Vail.
Odermatt um einen Hundertstel bezwungen
Wie Meillard hatte auch Marco Odermatt die Qualifikation überstanden. Doch der Nidwaldner war seinerseits im Achtelfinal um die Winzigkeit von einem Hundertstel am Italiener Luca De Aliprandini gescheitert.
Nicht mit dabei am Nachmittag war Justin Murisier, der den Vorstoss in die Top 16 nur um einen Hundertstel verpasste. Gino Caviezel schied in der Qualifikation aus.