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Immer mehr Infrastrukturen wie Strassen oder Siedlungen zerschneiden die Landschaft in der Schweiz. Entsprechend verändert sich die Landschaft sehr schnell. Gerade wertvolle Lebensräume und Naherholungsgebiete geraten immer stärker unter Druck.
Der Druck auf die Landschaft wächst. Innerhalb von gut dreissig Jahren (1972 bis 2003) sind insgesamt rund 40 000 Kilometer zusätzliche Strassen und kleinere Wege entstanden. Weil Strassen und Siedlungen zunehmen, nimmt die Grösse der zusammenhängenden, offenen und unüberbauten Flächen laufend ab.
Studien zeigen, dass die Zerschneidung der Landschaft in der Schweiz zwischen 1930 und 2002 um 88 Prozent zugenommen hat. Im gleichen Zeitraum stieg auch die Bevölkerungszahl um 83 Prozent. Zwischen 1960 und 1980 wuchs die Zerschneidung überdurchschnittlich. Auch sind regionale Unterschiede festzustellen: Am stärksten zerschnitten ist - wie die nachfolgende Abbildung zeigt - das Mittelland, gefolgt vom Jura. Deutlich weniger zerschnitten sind die Alpenregionen, wobei dies nicht für die Talböden gilt. Die Folge der zunehmenden Zerschneidung sind fragmentierte Landschaften und Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Dies führt zu einem Verlust an Biodiversität. Ausserdem vermindert sich die Qualität von Naherholungsgebieten.
Hand in Hand mit der zunehmenden Zerschneidung wandeln sich verschiedene Landschaftselemente tiefgreifend. Zwischen 1972 und 2003 sind rund 2,1 Millionen Hochstamm-Obstbäume - prägende Elemente der landwirtschaftlich genutzten Kulturlandschaft - und gegen tausend Kilometer offene Bachläufe verschwunden. Bei letzteren zeichnet sich in den letzten Jahren jedoch ein Trendwechsel ab: Die Zahl der offenen Bachläufe steigt wieder. Positiv zu werten sind auch die 2448 Kilometer neu gepflanzter Hecken.