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| Zosimos (um 500) - Neue Geschichte (Historia nea)

Erstes Buch
Drittes Kapitel.
1. Wären nun die Griechen, zufrieden mit ihrer gegenwärtigen Lage, innerhalb ihrer Gränzen geblieben, und hätten Athener und Lacedämonier [S. 30] nicht mit einander den ehrsüchtigen Streit wegen der obersten Anführung der Griechen, angefangen, so würden Andere fürwahr niemals Herren von Griechenland geworden seyn. 2. Nachdem aber der Peloponnesische Krieg die Kräfte der Griechen geschwächt, und die Städte in Geldmangel versezt hatte, gewann Philippus die Gelegenheit, sein ererbtes Reich, das keinem der Nachbarn gewachsen war, durch Kunstgriffe und listige Anschläge zu vergrößern. 3. Denn mit Geld gewann er seine und aller seiner Bundesgenossen Völker, ward auf diese Weise aus einem geringen ein mächtiger Fürst, und endigte bei Chäronea siegreich den Krieg mit den Athenern. 4. Nach dem Siege erwies er sich gegen Jedermann milde und gelind, und sann schon darauf, das Reich der Perser anzugreifen. Indem er aber im Begriff war, die hierzu erforderliche Macht zusammen zu bringen, verlor er mitten unter den Zurüstungen das Leben.