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«Method Man» von Wu Tang Clan hätte Radio SRF 3 nicht spielen dürfen: SRF-Ombudsmann Roger Blum hat ihn als jugendgefährdend und menschenverachtend beanstandet und damit einer Beschwerde recht gegeben. Das Lied strotzt vor Obszönitäten und ist pornografisch.
Der Beschwerdesteller hatte sich auf den missachteten Schutz von Minderjährigen berufen. Das Radio hatte den Song am Nachmittag gespielt.
Der Sender räumte selbst ein, dass das Werk von Wu Tang Clan nicht zu seinem Repertoire gehört und die Ausstrahlung ein Fehler war, wie aus dem am Montag veröffentlichten Entscheid Blums hervorgeht. Der Song wurde in der Rubrik «Subito drei» gewünscht.
Die Moderatorin musste ihn schnell heraussuchen und merkte erst während des Abspielens, dass der Song gar nicht hätte gespielt werden dürfen. Sie entschuldigte sich.
Blum würdigt die Entschuldigung. Gleichzeitig regt er aber bei SRF 3 an, zu überlegen, ob nicht etwa wie beim britischen Sender BBC Richtlinien über gewaltverherrlichende, harte und starke Sprache verfasst werden müssten. (sda)
Die «Crypto-Leaks» dominieren seit Tagen die Schlagzeilen. Noch sind viele Fragen offen. Der Historiker Sacha Zala hält für möglich, dass die Schweiz aktiv wegschaute. Und erklärt, wie Akten aus dem Bundesarchiv verschwinden können.
Sacha Zala, die Crypto-Affäre bewegt derzeit die Schweiz. Es ist von der «wichtigsten Spionageoperation» die Rede, die jemals stattgefunden hat. Stimmen Sie dieser Einschätzung zu?Sacha Zala: So dramatisch würde ich es zunächst nicht einordnen. So konnte in der Operation Minerva die Sowjetunion während des Kalten Krieges nicht abgehört werden. Der Hauptfeind wurde also nicht geknackt. Das relativiert die Tragweite. Auch muss ich nach erster Lesung der wenigen publizierten und sehr kurzen …