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Geschichte
Die Handelsroute über den Simplonpass hat eine wechselvolle Geschichte. Nach einer ersten Blüte im Mittelalter verlor sie ihre Bedeutung bald wieder, und der Saumweg verfiel. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts baute der Briger Handelsherr Kaspar Stockalper den Weg erneut aus und bot in einer politisch unruhigen Zeit eine sichere Handelsverbindung über die Alpen an.
Gut hundert Jahre später erkannte Napoleon Bonaparte die strategische Bedeutung des Passes für seine Pläne in Italien und ordnete den Bau einer Strasse an. 1805 war diese erste fahrbare Passstrasse in den Westalpen vollendet. Ihre Linienführung war so modern, dass sie in den 1960er-Jahren für die Nationalstrasse weit gehend übernommen wurde.
Das ist zum Glück beim Stockalper-Saumpfad anders. Dieser geriet zwar in Vergessenheit, ist aber von den neueren Verkehrswegen kaum berührt worden. In den 1990er-Jahren reaktivierte ihn die Stiftung Ecomuseum Simplon und machte ihn zum Rückgrat ihres Freiluftmuseums. Als ViaStockalper ist er ins Netz von Kulturwege Schweiz einbezogen.