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Christoph Waltle wurde im Domleschg im Kanton Graubünden (Schweiz) geboren. Nach einer Zimmermannslehre studierte er zunächst an der Zürcher Hochschule der Künste klassisches Schlagzeug bei Heinz Hänggeli und schloss 2004 mit dem Konzertdiplom ab. Während des Studiums wirkte er in verschiedenen Orchestern und Ensembles mit, auch im Bereich der Neuen Musik.
Von 2005 bis 2010 studierte er Gesang bei Prof. Reginaldo Pinheiro an der Hochschule für Musik Freiburg (Fach Oper und Lied/Oratorium). Während der Gesangsausbildung war Christoph Waltle Mitglied der freien Opernbühne OpernHausen, wo er seine ersten großen Partien übernahm, darunter Georges in La Dame blanche von Francois Boieldieu, eine der Paradepartien der französischen Opera comique, sowie Lukáš in Smetanas Hubička (Der Kuss). In der Musikhochschule Freiburg fand die Inszenierung von Mozarts Zauberflöte besondere Beachtung, in der er den Tamino sang.
Nach dem Studium kam Christoph Waltle ans Theater Freiburg, zunächst im Rahmen eines Stipendiums der TheaterFreunde Freiburg, bevor er als festes Ensemblemitglied übernommen wurde. Hier erarbeitete er sich ein breites Rollenspektrum, welches er mit großer Spielfreude und differenzierter szenischer Gestaltung füllt. Wichtige Impulse erhielt er von Regisseuren wie Peter Konwitschny, Frank Hilbrich, Tom Ryser, Calixto Bieito, Ludger Engels, Vera Nemirova und Gerd Heinz. In der Saison 2016/17 war er u. a. als Ferrando in Così fan tutte, in Janáčeks Věc Makropulos und in Ludger Vollmers neuer Oper Crusades zu erleben. Besonderes Interesse legt Christoph Waltle auf Werke des zeitgenössischen Musiktheaters und wirkte u. a. in Uraufführungen von Michel Roth, Hans Thomalla und Ludger Vollmer mit.
Neben seiner Opernlaufbahn widmet sich Christoph Waltle zusammen mit dem Pianisten Alessandro Limentani mit Begeisterung dem Liedgesang. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt bei den Zyklen von Franz Schubert und Robert Schumann. Spezielles Interesse gilt gleichfalls den Werken von Franz Liszt, Carl Loewe und Hugo Wolf, aber auch italienischen Komponisten wie Mascagni, Respighi und Puccini.
Auch dem konzertanten Repertoire gilt seine Leidenschaft. So wirkte er beispielsweise in Bachs Johannespassion, Weihnachtsoratorium, Magnificat, Mozarts Requiem, Rossinis Stabat Mater und Petite Messe Solennelle, Dvoraks Stabat Mater und Requiem, Loewes Hiob und in der Saint-Nicolaskantate von Benjamin Britten mit.
Christoph Waltle ist Preisträger des Kulturförderpreises 2010 vom Kanton Graubünden und dem internationalen Gesangswettbewerb der Opernakademie in Baden-Baden.