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Die letzte Bergung
Ganze 9 Monate lang standen 4 Zugwaggons verlassen auf den Geleisen der JR-Senseki-Linie zwischen Sendai und Ishinomaki in der Präfektur Miyagi. Als sich der Tsunami am 11. März der Küste näherte, zog der Zugführer auf einer Anhöhe, 600 Meter von der nächsten Station entfernt, die Notbremse. Dank dessen schneller Reaktion entkamen die 60 Passagiere dem Hochwasser, wie die Kahoku Online schreibt.
Sie hatten Glück im Unglück. Andere Züge derselben Linie wurden mit voller Wucht vom Tsunami getroffen. Eine Nacht mussten die Passagiere jedoch ausharren, bis sie sich, den zerstörten Geleisen entlang gehend, zum nächsten Evakuierungszentrum retten konnten. Der Zug wurde praktisch unbeschädigt auf der Anhöhe zurückgelassen.
Erst 9 Monate später haben die Behörden die Zeit gefunden, um die Waggons mit Hilfe eines grossen Krans von den Geleisen zu hieven. Denn bis heute ist eine Teilstrecke der JR-Senseki-Linie nicht mehr in Betrieb. Eine Instandsetzung hängt von den Wiederaufbauplänen und Umsiedlungsplänen gewisser Stadtgebiete von Ishinomaki ab.
Abschluss eines Kapitels
Die Waggons scheinen in den letzten Monaten nur wenig gelitten zu haben. Ausser Rost wurden äusserlich kaum Beschädigungen entdeckt. Ein Sattelschlepper hat sie zur genaueren Inspektion nach Sendai gefahren. Es handelte sich um die letzte Bergung einer Zugkomposition, die vom Tsunami des 11. März beeinträchtigt wurde. Damit konnten die Zugbetreiber der Krisenregion ein wichtiges Teilkapitel zum Abschluss bringen.