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Die millionenschweren Arbeiten am Kolosseum wurden allerdings grösstenteils von dem italienischen Modeunternehmen Tod’s finanziert.
In der nun abgeschlossenen ersten Restaurierungsphase waren die Gemäuer des Kolosseums mit einem Wasserstrahl vom Schmutz und Staub der Jahrhunderte befreit worden. Ausserdem wurden die Bogenstrukturen an den Nord- und Südfassaden verstärkt und Metalltore und -absperrungen erneuert.
Medienberichten zufolge soll der Besitzer von Tod’s, der Multimilliardär Diego Della Valle, bis zu 25 Millionen Euro in die Restaurierungsarbeiten gesteckt haben. Das Unternehmen erklärte, es sei stolz, dass es an der Restaurierung von einem “wahren historischen Symbol in Italien” beteiligt gewesen sei.
Das Kolosseum ist nur eines von einer Reihe berühmter italienischer Monumente, die mit Privatspenden, oft aus der Luxusbranche, restauriert wurden. So bezahlte das Modehaus Fendi die 16-monatigen Arbeiten am Trevi-Brunnen, der Luxuskonzern Bulgari ist an der derzeitigen Renovierung der Spanischen Treppe in Rom beteiligt. Andere Monumente in ganz Italien verfallen aber wegen fehlender Mittel, so etwa die archäologische Stätte Pompeji.
Renzi versprach nun, dass solche Missstände ein Ende hätten. “Wir müssen mit dem Streit über Italiens Kulturerbe aufhören, weil es nicht die Sache ist, auf die wir am meisten stolz sein können, und ein grosser Teil unserer Identität, sondern weil es auch ein enormes Potential hat”, sagte der Ministerpräsident. “Die Zeit für Beschwerden, dass es kein Geld für Kultur gibt, ist vorbei. Im öffentlichen und im privaten Sektor sind die Ressourcen da.”
Für die zweite Restaurierungsphase am Kolosseum hat Renzis Regierung bereits 18 Millionen Euro zugesagt. Dabei soll insbesondere der Boden der Arena erneuert werden, so dass dort Konzerte und andere Kulturveranstaltungen, aber auch Spektakel nach altrömischem Vorbild stattfinden können.
Das 80 nach Christus errichtete Kolosseum war das grösste Amphitheater, das je im Römischen Reich gebaut wurde. Es ist ist 48,50 Meter hoch und konnte früher 80.000 Menschen fassen. Heute besuchen jährlich mehr als sechs Millionen Menschen das Monument.
(SDA)