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Mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung bewegt sich zu wenig. Dies zeigt eine Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO.
Die Folgen sind vielfach schwerwiegend: Übergewicht, Diabetes, psychische Erkrankungen, Arteriosklerose, Hirnschlag, Herzinfarkte. Krankheiten, die weltweit Kosten von jährlich über 50 Milliarden Franken verursachen.
Mit einer Pille, die im Körper dieselben Effekte auslöst wie Sport, könnte man wohl einige Gesundheitskosten einsparen.
Erfolg bei Mäusen
Seit einem Jahrzehnt tüfteln die Biologen des Salk Institutes in San Diego am richtigen Rezept für eine Trainingspille. Versuche mit Labormäusen waren bereits erfolgreich: Forscher fütterten untrainierte Mäuse mit einem Wirkstoff, der sie 100 Minuten länger rennen liess, als die Mäuse in der Kontrollgruppe ohne Medikament.
Die behandelten Mäuse waren nicht nur längere Zeit im Laufrad, ohne anschliessend erschöpft zu sein, sie setzten auch kein Fett an und zeigten eine hohe Insulinempfindlichkeit.
Hoffnung für Hospitalisierte
Das Potenzial von «Training in Pillenform» ist somit riesig. Die Wissenschaftler denken jedoch primär an medizinische Lösungen für Patienten, die ans Spitalbett gefesselt sind oder aufgrund körperlicher Schwäche oder Einschränkung nicht trainieren können.
Die Erforschung der Nebenwirkungen, sowie der Nachweis, dass diese Substanzen wirklich einen positiven Einfluss auf die Gesundheit im Alter haben, muss erst noch erbracht werden.
Wissenschaftler schätzen deshalb, dass es noch mindestens 20 Jahre dauert, bis das «Training in Pillenform» den Markt erobern kann.