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Als Teil einer Langzeit-Management und Schutzstrategie in dieser Region bildet damit diese Ankündigung gesetzlich die Grundlage für eines der weltweit grössten Meeresgebiete, die nachhaltig genutzt werden. Nigel Haywood, der britische Bevollmächtigte (Commissioner) für Südgeorgien und Südsandwich-Inseln, der formell die Regelung unterschrieb, sagte: «Die Gewässer rund um Südgeorgien und die Südsandwich-Inseln gehören zu den produktivsten Gebieten des südlichen Ozeans mit einer grossen Artenvielfalt. Wir sind und bleiben dazu verpflichtet, die grösstmöglichen Standards im Bereich Umweltmanagement zu setzen in diesem einzigartigen und global wichtigen britischen Überseegebiet. Obwohl die heutige MPA Regelung einen höchst bedeutsamen Schritt in der Verwaltung von Südgeorgien und der Südsandwich-Inseln bedeutet, werden wir uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern werden weiterhin daran arbeiten, unser exzellentes Management dieses Gebietes zu verbessern.»
Dr. Martin Collins, der Vorstandssprecher der Verwaltungsregierung Südgeorgiens und der Südsandwich-Inseln hob die Tatsache hervor, dass es möglich sei, erfolgreich nachhaltige Fischerei mit einem minimalen Einfluss auf dieses Ökosystem zu betreiben. Dr. Phil Trathan, der Vorsteher der Naturschutzabteilung bei der British Antarctic Survey und der die Verwaltung von Südgeorgien beraten hatte, sagte, dass die Regelung wichtige gesetzliche Rahmenbedingungen bildet, welche für die Zukunft Möglichkeiten zur Verbesserung des Naturschutzes darstellt. David Attenborough, der vor kurzem auf BBC seine neuste Dokumentarreihe «The Frozen Planet» zeigte, meinte, die Regelung sei genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen, wenn man die dramatischen Veränderungen, welchen die Polargebiete unterworfen seien, betrachte.
Die MPA Erklärung verankert gesetzlich die meisten Aspekte der bereits existierenden Meeresschutzpolitik und formt eines der grössten Meeresschutzgebiete der Erde. Innerhalb des Schutzgebietes ist jeglicher kommerzieller Einsatz von Grundschleppnetzen verboten und Grundfischerei (in erster Linie mit Langleinen) wird beschränkt auf Tiefen über 700 Meter. Das Verbot der Grundschleppnetze schützt die bodenlebenden Meeresorganismen vor den zerstörerischen Effekten der Netze und die Restriktion der Langleinenfischerei auf 700 Meter und mehr die jungen Schwarzer Seehechte.
Die MPA beinhaltet signifikante fangfreie Zonen (IUCN Kategorie 1) um die Küstengebiete aller Inseln. Diese Fangfreizonen (insgesamt 20'431 km2, etwa die halbe Fläche der Schweiz) sind auch Schutzgebiete für viele Tiere, die an Land leben und im Meer auf die Jagd gehen, wie beispielsweise Pinguine, Robben und Meeresvögel. Desweiteren gelten sie auch als Laichgebiete für Tiefseefischarten, die dort nun ungestört sich fortpflanzen und die Jungfische ungestört aufwachsen können.
Bereits werden Stimmen laut, die eine Erweiterung dieser Zonen über das gesamte Schelfgebiet und seine Kanten, die als auch für den Krill, der die Nahrungsgrundlage des gesamten marinen Ökosystems gilt, enorm wichtig ist. Das würde eine Ausweitung über die gesamte 200-Seemeilenzone um Südgeorgien und die Südsandwich-Inseln bedeuten.
Bis dahin wird jedoch die Verwaltung der Inselgruppe selektiv Fischereilizenzen für Schwarzer Seehecht, Eisfisch und Krill für das MPA ausserhalb der Fangfreizonen vergeben und die Einnahmen daraus zur Finanzierung von Überwachungsmassnahmen gegen illegale Fischerei, für Forschung und Monitoringmassnahmen einsetzen. Die Fischerei in den Gebieten gilt bereits jetzt als sehr sorgfältig bewirtschaftet und die beiden Hauptfangarten, Eisfisch und Schwarzer Seehecht haben das Gütesiegel der Marine Stewardship Council (MSC) für nachhaltige Fischerei erhalten.
Betrachtet man die Karte, erkennt man, dass die Gebiete südlich von 60° S, die innerhalb der Hoheitsgebiete der SGSSI liegen, zwar nicht teil des MPA sind, aber dennoch bereits dort eine Fangfreizone eingerichtet wurde, für welche keine Fanglizenzen ausgestellt werden. Die Gebiete um die Südsandwich-Inseln, die als fangfrei gelten, sind auch kleiner, als um Südgeorgien, da das Schelfgebiet um die Südsandwich-Inseln kleiner ist als um Südgeorgien.
Insgesamt wird das Gebiet stetig überwacht und ein speziell dafür ausgestattetes Patroullienschiff sorgt für die Einhaltung der Verfügung in den fangfreien Zonen. Ausserdem müssen alle Fangschiffe, die Lizenzen erhalten haben, ihre Fänge von der Verwaltung beglaubigen lassen.
Die Verwaltung wird ein wissenschaftliches Programm starten, welches zum Ziel hat, weitere Faktoren zu identifizieren, welche die Schutzbemühungen verstärken und eventuell zur Errichtung zusätzlicher Fangfreizonen beitragen sollen.
Quelle: Pressemitteilung SGSSI