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Am 4. September 2019 hat das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) die Messwerte derjenigen Grundwasserfassungen bekannt gegeben, welche den neuen Grenzwert überschreiten. Gemäss Medienberichten der letzten Tage verzeichnet auch die Gemeinde Schöfflisdorf einen zu hohen Chlorothalonilwert bei der Grundwasserfassung Surbwis. Chlorthalonil ist ein Pflanzenschutzmittel gegen Pilzbefall.
Das Trinkwasser in Schöfflisdorf stammt zu etwa 80 % aus Quellwasser beim Reservoir Askerben und zu etwa 20 % aus Grundwasser, welches durch das Pumpwerk Surbwis gefördert wird. Falls das Reservoir Askerben (und Platten) am Abend nicht durch Quellwasser gefüllt ist, wird in der Nacht Grundwasser ins Reservoir Askerben gepumpt. Das Reservoir Platten wird aus dem Reservoir Askerben immer mit Quell- oder Mischwasser versorgt. Die obere Druckzone wird aus dem Reservoir Platten (632.5 Meter über Meer) und die untere Druckzone aus dem Reservoir Askerben (548.8 Meter über Meer) versorgt. Das Trinkwasser aus dem Reservoir ist also Quellwasser oder eine Mischung aus Quell- und Grundwasser.
Das AWEL hat betreffend Chlorothalonil eine Messung von 0.2 µg/l bei der Grundwasserfassung Surbwis veröffentlicht. Der Höchstwert liegt bei 0.1 µg/l (0.0000001 g/l).
Der Messwert vom AWEL stammt aus einer Messung im Mai 2019 und wurde der Gemeinde Schöfflisdorf erst gegen Ende August 2019 bekannt gegeben.
Der neueste Messwert vom August 2019 liegt bei der Grundwasserfassung unter dem Höchstwert. Im Trinkwassernetz und bei der Quelle wurde kein Chlorothalonil festgestellt.
Allgemeine Informationen zum Thema finden Sie beim Kantonalen Labor.
Erich Hartmann, Brunnenmeister
Alois Buchegger, Ressortvorstand Wasserversorgung
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