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Stiche von Bienen, Wespen und Hornissen sind giftig, Mückenstiche dagegen eher lästig als bedrohlich. Die meisten Menschen sind schon gestochen worden und haben den unangenehmen Vorfall unbeschadet überstanden. Und doch kann ein Insektenstich unter bestimmten Gegebenheiten lebensgefährlich sein, abhängig von folgenden Faktoren:
- Menge des Insektengifts: Gefahr durch das Gift von Bienen oder Wespen besteht bei gesunden Erwachsenen ab 100, bei Kindern ab 50 Stichen. Als lebensbedrohlich gelten bei Erwachsenen etwa 500 Stiche, doch wurden vereinzelt Fälle beschrieben, wo Menschen rund 2‘000 Bienenstiche überlebten.
- Ort des Stichs: Am Hals, auf den Lippen oder im Mund können Stiche zu akuter starker Schwellung der Rachen- und Kehlkopfschleimhaut (Glottisödem) und damit zum Ersticken führen.
- Allergie: Bei Allergie ist bisweilen schon ein einziger Stich gefährlich.
- Krankheitsübertragung durch Insektenstich: In Mittel- und Nordeuropa ist das Risiko äusserst gering. In tropischen und subtropischen Regionen können durch Mücken die Erreger von Malaria, Gelbfieber und anderen Tropenkrankheiten auf den Menschen übertragen werden, durch Stechfliegen die afrikanische Schlafkrankheit.
Gewisse Menschen werden häufiger von Insekten gestochen als andere – man spricht von selektiver Attraktivität („es trifft immer nur mich“). Nicht alle Gestochenen reagieren gleich heftig auf das Insektengift, wofür der Begriff selektive Reaktivität verwendet wird Manchmal treffen beide Eigenschaften auf den gleichen Menschen zu.