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Das Eringer ist eine Hausrindrasse, die insbesondere im Kanton Wallis gehalten wird.
Das Eringer gehört zu den kleinsten Rinderrassen Europas. Die Tiere haben ein dunkelrotes bis schwarzes Haarkleid. Kennzeichnend ist der kurze und breite Kopf, der eine konkave Stirnlinie hat. Die Tiere sind stark bemuskelt und sehr flink, was die exzellente Berggängigkeit erklärt.
Die Rinder sind angenehm und ruhig im Umgang und haben einen sehr starken Herdenzusammenhalt. Auf der Weide und im Stall gibt es eine strikte Rangordnung, selbst unter den Kälbern. Die Tiere sind sehr neugierig, verteidigen sich aber gegen Bedrohungen.
Die Widerristhöhe beträgt bei Stieren 125 bis 134 Zentimeter. Sie wiegen ausgewachsen zwischen 650 und 750, selten bis über 1000 Kilogramm. Die Widerristhöhe der Kühe beträgt zwischen 118 und 128 Zentimeter. Ihr Gewicht beträgt 500 bis 600, selten bis über 800 Kilogramm.
Die Rinder gelten als anspruchslos und anpassungsfähig. Sie können durch ihre Trittsicherheit auch Höhenweide oder sehr steile Alpwiesen beweiden. Sie kalben in der Regel selbständig und ohne Probleme ab. Auch sind durch das tiefe Leistungsniveau und die allgemeine Robustheit Krankheiten (Festliegen/Kalziummangel, Mastitis, Klauenprobleme, etc.) und Verletzungen selten.
Eringer Kühe gelten als eine Rasse, bei der auch die Kühe ein hohes Aggressionspotential haben. Sowohl Kühe als auch Färsen lässt man im Frühjahr in fünf Gewichtsklassen gegeneinander kämpfen. Siegertiere erzielen hohe Verkaufspreise. Diese Kuhkämpfe sind heute im Wallis eine große Touristenattraktion und für viele Halter der Anlass, diese Tiere im Nebenerwerb zu halten.