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Die Schweiz ratifiziert zwei Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
Bern, 25.04.2022 - Die Schweiz hat am 25. April 2022 die Ratifikationsurkunden des internationalen Arbeitsübereinkommens von 1990 über Sicherheit bei der Verwendung chemischer Stoffe bei der Arbeit sowie des internationalen Arbeitsübereinkommens von 1993 über die Verhütung von industriellen Störfällen bei der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) deponiert. Die beiden Übereinkommen schaffen die Rahmenbedingungen, um sich weltweit kohärenter und solidarischer auf dem Gebiet der Arbeitsbedingungen und der Verwendung chemischer Stoffe zu engagieren.
Mit der Ratifizierung der beiden Übereinkommen bekräftigt die Schweiz die Notwendigkeit, die Arbeitnehmenden, die Bevölkerung und die Umwelt vor den möglichen negativen Auswirkungen von Chemikalien zu schützen und unterstützt das mit diesen internationalen Instrumenten verfolgte Ziel, namentlich die Anerkennung der Tatsache, dass die Verwendung von Chemikalien die Arbeitnehmenden, die Bevölkerung und die Umwelt Risiken aussetzen kann und daher spezifische Schutzmassnahmen erfordert. Die Ratifizierung ist Teil des Engagements der Schweiz in Folge der Hundertjahrfeier der IAO im Jahr 2019.
Der Generaldirektor der IAO, Guy Ryder, betonte: « Millionen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern weltweit verlieren jedes Jahr ihr Leben oder leiden an chronischen Krankheiten, die auf Chemikalien und andere gefährliche Substanzen am Arbeitsplatz zurückzuführen sind. Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz bleiben seit den Anfängen der IAO ein Kernthema. »
Die Ratifizierung dieser beiden Übereinkommen ist Ausdruck des Willens der Schweiz, sich weiterhin mit der IAO für die Einhaltung sicherer und gesunder Arbeitsbedingungen einzusetzen. Daher unterstützt die Schweiz auch den Prozess zur Anerkennung von sicheren und gesunden Arbeitsbedingungen als grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit.
Schliesslich deckt sich die Ratifizierung dieser beiden Übereinkommen mit dem Ziel des Vollzugsschwerpunkts des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) und der Kantonalen Arbeitsinspektoraten, der sich in den Jahren 2022 und 2023 dem Thema «Gesundheitsschutz und Chemikalien am Arbeitsplatz» widmet. Der Vollzugsschwerpunkt soll dazu beitragen, das Schutzniveau in den Betrieben beim Umgang mit Chemikalien zu erhöhen und eine Kultur der Prävention zu fördern, damit negative Gesundheitsauswirkungen durch Chemikalien am Arbeitsplatz vermieden werden. Im Fokus des Vollzugschwerpunkts liegt primär der Gesundheitsschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
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