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Es habe keine Hinweise darauf gegeben, dass die Tiere wegen der defekten Halsbänder Qualen gemäss dem Tierschutzgesetz erleiden mussten, sagte Christof Scheurer, Informationsbeauftragter der Berner Staatsanwaltschaft, auf Anfrage. Er bestätigte einen am Mittwoch veröffentlichten Artikel im «Blick».
Die Ermittlungen ergaben, dass sich die Rehkitze im Halsbereich anatomisch an die Bänder anpassten, ohne dass dies zu auffallenden klinischen Erscheinungen geführt hätte. Die Einengung erfolgte demnach sehr langsam mit dem Wachstum der Tiere. Das bedeutet, dass sich die Rehkitze an die Bänder «gewöhnten». Da kein Verstoss gegen das Tierschutzgesetz vorliege, erübrige es sich, gegen jemanden einen ein Verfahren zu eröffnen, sagte Scheurer weiter.
Im September vergangenen Jahres hatte die Universität Zürich bekanntgegeben, dass wegen defekter Halsbänder 18 Rehkitze erlegt werden mussten. Es ging um ein Wildforschungsprojekt, mit dem Forscher herausfinden wollen, wie sich der Luchsbestand auf die Rehpopulation auswirkt. Dafür wurden Rehe eingefangen und mit einem Senderhalsband versehen.
Entgegen der Erwartungen der Forscher weitete sich bei einem Teil der eingefangenen Tiere das Halsband nicht, so dass die grösser gewordenen Tiere qualvoll zu verenden drohten.