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Die britische Barclays-Bank ist im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht. Das Finanzinstitut vermeldete am Dienstag in London einen Nettoverlust von 174 Millionen Pfund (256 Millionen Franken) für 2014. Im Vorjahr hatte Barclays noch einen Nettogewinn von 540 Millionen Pfund erzielt.
Negativ zu Buche schlugen vor allem hohe Kosten im Zusammenhang mit dem Skandal um mögliche Manipulationen am Devisenmarkt. Die Bank habe 1,25 Milliarden Pfund (1,8 Milliarden Franken) «für laufende Ermittlungen und Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem Devisenmarkt» zur Seite legen müssen, davon allein 750 Millionen Pfund im letzten Quartal 2014, erklärte Barclays.
Steigerung bei Geschäften
Den bereinigten Vorsteuergewinn konnte Barclays dank umfassender Sparschritte jedoch steigern. Er stieg um zwölf Prozent auf 5,5 Milliarden Pfund. Barclays hatte unter anderem seine Personalausgaben reduziert.
Die britische Bank stand 2012 bereits im Zentrum des Skandals um die Manipulation des international wichtigen Zinssatzes Libor, zu dem sich Banken am Finanzplatz London untereinander Geld leihen. Damals musste Barclays 290 Millionen Pfund zahlen, um den Ermittlungen der Regulierungsbehörden in Grossbritannien und den USA zu mutmasslichen Zinsmanipulationen ein Ende zu setzen.
(sda/gku)