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Die britische Strafverfolgungsbehörde SFO hatte den Männern gemeinschaftlichen Betrug mit dem bereits verurteilten früheren UBS - und Citigroup-Händler Tom Hayes und weiteren Personen vorgeworfen. Die sechs Ex-Mitarbeiter der Handelshäuser Icap, RP Martin sowie Tullett Prebon hatten hingegen auf nicht schuldig plädiert.
Bereits am Mittwoch waren fünf der Angeklagten von der Jury freigesprochen worden. Der Prozess hatte vier Monate gedauert. Hayes war im August im ersten Libor-Prozess in London wegen Zinsmanipulationen von 2006 bis 2010 zu 14 Jahren Haft verurteilt worden.
Spätestens im Herbst steht der nächste grosse Prozess in London an - nämlich das weltweit erste Verfahren, in dem es um den europäischen Referenzzinssatz Euribor geht. Dann müssen sich ein früherer Star-Händler der Deutschen Bank und fünf weitere Investmentbanker verantworten.
Erneut steht die auf Wirtschaftskriminalität spezialisierte SFO, die als unabhängige Abteilung der britischen Regierung nur dem Generalstaatsanwalt unterstellt ist, hinter dem Verfahren. Der Vorwurf lautet ebenfalls auf gemeinschaftlichen Betrug. Die Banker sollen von 2005 bis 2009 zum eigenen Vorteil am Euribor - dem kleinen Bruder des Libor - geschraubt haben.
Am Libor und Euribor hängen Geschäfte in einem Volumen von vielen hundert Billionen Dollar, wodurch sich schon durch kleine Bewegungen hohe Gewinne erzielen lassen. Etliche Institute haben in dem Skandal bereits milliardenschwere Vergleiche mit verschiedenen Instanzen geschlossen, darunter Hayes' früherer Arbeitgeber UBS und die Deutsche Bank.
cp
(AWP)