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Cordoba - Wegen der Folter und Ermordung von Oppositionellen ist der frühere argentinische Diktator Jorge Videla zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Gericht im argentinischen Córdoba befand den 85-Jährigen der Verbrechen gegen die Menschlichkeit für schuldig.
Richterin María Elba Martínez sprach am Mittwoch bei der Urteilsverkündung von "Staatsterrorismus" während der Herrschaft Videlas.
Videla hatte 1976 einen Putsch mitangeführt und stand bis 1981 an der Spitze der Militärjunta. Während seiner Herrschaft wurden nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen 30'000 Menschen ermordet oder verschwanden spurlos.
Der Ex-Diktator wurde 1985 zu lebenslanger Haft verurteilt. Fünf Jahre später wurde er aber durch ein Amnestiegesetz begnadigt. Da diese Entscheidung inzwischen als verfassungswidrig eingestuft wurde, konnte der Prozess gegen ihn neu aufgerollt werden.
Im Verlaufe der Verhandlungen hatte Videla die Verantwortung für politische Verbrechen während seiner Militär-Herrschaft übernommen. "Ich übernehme die volle Verantwortung", sagte er 85-Jährige am Dienstag in seinem Schlusswort vor Gericht. Seine Untergebenen hätten seinen Anweisungen Folge leisten müssen.
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