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Jugendurlaub
Alle Arbeitnehmer_innen und Lernenden unter 30 Jahren haben ein Anrecht auf maximal fünf Tage unbezahlten Urlaub für freiwillige Jugendarbeit. Dieser ist im Obligationenrecht in Artikel 329e verankert.
Wer darf den Jugendurlaub beziehen?
Junge Frauen und Männer, die in ihrer Freizeit ehrenamtliche Jugendarbeit leisten. Sie müssen unter 30 Jahre alt, und bei einem privaten Unternehmen angestellt sein. Für Angestellte bei Bund, Kantonen und Gemeinden gelten andere gesetzliche Grundlagen.
Wofür darf der Jugendurlaub bezogen werden?
- Leiten: Wer hilft, in der Pfadi, im Sportclub oder einer anderen sozialen oder kulturellen Organisation Gruppenveranstaltungen, Diskussionsabende, Wochenendaktivitäten, Lager und Kurse vorzubereiten, zu organisieren und zu leiten, darf den Jugendurlaub beziehen.
- Betreuen: Wer in einem Lager kocht, eine Behinderten-Gruppe betreut oder einen Jugendtreff animiert, darf den Jugendurlaub beziehen.
- Beraten: Wer als J+S Expert_in, als Fachexpert_in, Ausbildner_in, Instruktor_in ehrenamtlich tätig ist oder bei der Gewerkschaftsjugend juristische Beratungen durchführt, darf den Jugendurlaub beziehen.
Aus- und Weiterbilden: Wer an Kursen, Seminaren, Tagungen oder Workshops einer Jugendorganisation teilnehmen will oder sich anderswo weiterbildet um Freiwilligenarbeit im Jugendbereich zu übernehmen, darf den Jugendurlaub beziehen.
Wie ist das mit dem Lohn?
Während dem Jugendurlaub ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet den Lohn zu bezahlen. In den meisten Fällen besteht auch kein Anspruch auf Erwerbsersatz (EO). Erwerbsersatz wird nur ausbezahlt, wenn der/die Arbeitnehmer_in einen Kurs besucht, welcher vom Kanton oder vom Bund organisiert wird (z. B. kantonales Sportamt oder BASPO).