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Welche Zeitschriften sollten Ethnolog/innen lesen?
Eine Einschätzung von Stefan Leins, Oberassistent am Lehrstuhl Finke.
Die Auswahl an wissenschaftlichen Zeitschriften ist gross, gerade in der Ethnologie. Das hat vor allem mit der thematischen und regionalen Vielfalt des Faches zu tun. So lässt sich die Zeitschriftenlandschaft grob in regional spezialisierte, thematisch spezialisierte und allgemeine Zeitschriften einteilen. Jährlich gibt es Versuche, diese Zeitschriften anhand von Journal Rankings vergleichbar zu machen. Dabei wird vor allem gemessen, wie oft die in der Zeitschrift erschienenen Artikel in den folgenden Jahren zitiert werden. Dieses Vorgehen ist jedoch problematisch, da je nach Forschungsbereich unterschiedlich grosse Leserschaften existieren. Journal Rankings sind deshalb nicht immer zuverlässige Indikatoren für die eigentliche Qualität der Forschung und der Publikation. Unter den ethnologischen Zeitschriften ohne thematische und regionale Spezialisierung lässt sich dennoch eine grobe Bestenliste erkennen. Gemäss Niko Besnier, dem Chefredaktor des „American Ethnologist“, gehören hierbei folgende fünf Zeitschriften zu den Wichtigsten des Faches:
Diese fünf Zeitschriften haben den Anspruch, Artikel zu veröffentlichen, die für Ethnologinnen und Ethnologen unabhängig von ihrer thematischen und regionalen Spezialisierung relevant sind. Dabei ist zu beachten, dass die Zeitschriften „American Anthropologist“ und "Current Anthropology" sogenannte „four field“-Zeitschriften sind, die auch Artikel aus der Archäologie, Linguistik und der physischen Anthropologie veröffentlichen.
Weitere wichtige und oft zitierte Zeitschriften sind laut Niko Besnier:
Im deutschsprachigen Raum gehören die „Zeitschrift für Ethnologie“, „Sociologus“ und „Anthropos“ zu den meist gelesen und meist zitierten Zeitschriften. Auch die Zeitschrift „Tsantsa“, das Journal der Schweizerischen Ethnologischen Gesellschaft (SEG), konnte sich in den letzen Jahr als eine qualitativ hochstehende ethnologische Zeitschrift etablieren.