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"Viel musste sich ereignen, unendlich viel mehr, als sonst einer einzelnen Generation an Geschehnissen, Katastrophen und Prüfungen zugeteilt ist, ehe ich den Mut fand, ein Buch zu beginnen, das mein Ich zur Hauptperson hat."
Es ist eine "Welt von Gestern", die Stefan Zweig heraufbeschwört: das Wien der 1920er Jahre, das "goldene Zeitalter der Sicherheit", das von einer Stimmung des Aufbruchs und der kulturellen Freiheit beflügelt war. Diese Zeit endete, als sich in den 1930er Jahren die Schatten des Faschismus über Europa legten. Zweig ging ins Exil, doch seine Erinnerung an die "Welt von Gestern" blieb.
Rezension
"Wie soll ich nur beschreiben, dass mir gerade dieses Erinnerungsbuch so ungeheuer wertvoll ist?"
Edda Moser, Die literarische Welt 21.07.2018
Portrait
Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren und starb am 23. Februar 1942 in Petropolis bei Rio de Janeiro. Bis 1904 Studium der Philosophie, Germanistik und Romanistik in Berlin und Wien. Reisen in Europa, nach Indien, Nordafrika, Nord- und Mittelamerika. 1917/18 als Kriegsgegner in Zürich u. a. mit Hermann Hesse, James Joyce, Annette Kolb. Freundschaft mit Émile Verhaeren und Romain Rolland. 1919-34 zumeist in Salzburg. 1928 Russlandreise. Ab 1935 häufige Aufenthalte in England. 1938 Emigration dorthin. 1940/41 erst New York, dann Petropolis in Brasilien. 1942 Selbstmord.
»Er war in seiner Zeit weltweit einer der berühmtesten und populärsten deutschsprachigen Schriftsteller. Seine unter dem Einfluss Sigmund Freuds entstandenen Novellen zeichnen sich durch geschickte Milieuschilderungen und einfühlsame psychologische Porträts aus, in denen die dezente, doch unmissverständliche Darstellung sexueller Motive auffällt. Seine romanhaften Biographien akzentuieren die menschlichen Schwächen der grossen historischen Persönlichkeiten.«
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 30.10.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe
Mich hat das Buch - diese quasi Autobiographie - von Anfang an gefesselt und auch etwas erschreckt, wie viele Parallelen zur heutigen Entwicklung / Tendenz gezogen werden können.
Prädikat empfehlenswert!
Die Welt von heute sollte sich ein Beispiel nehmen!
von einer Kundin/einem Kunden am 11.09.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe
Eine ausführliche, gefühlvolle Schilderung, die sehr viele Einblicke in die Vorgänge und Umfelder von Stefan Zweigs Leben gibt. Weltliteratur, die sehr gut auch auf heute bezogen werden kann und auch sollte!
Wehmütiger Blick zurück in die Alte Welt
von einer Kundin/einem Kunden am 26.05.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch
Die Jugend von Stefan Zweig, rund um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, fiel mit der Endzeit der k. u. k. Donaumonarchie zusammen. Der Autor wuchs im jüdischen Großbürgertum Wiens auf, das zu Beginn des Jahrhunderts mehr und mehr an Bedeutung verlor, ehe es während der Nazi-Diktatur vernichtet wurde. Den Verlust der alten W...
Die Jugend von Stefan Zweig, rund um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, fiel mit der Endzeit der k. u. k. Donaumonarchie zusammen. Der Autor wuchs im jüdischen Großbürgertum Wiens auf, das zu Beginn des Jahrhunderts mehr und mehr an Bedeutung verlor, ehe es während der Nazi-Diktatur vernichtet wurde. Den Verlust der alten Welt hat Stefan Zweig nie verwunden, und so blickt er in dieser Autobiografie wehmütig auf eine versunkene Kultur zurück. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs fand eine lang andauernde Periode von Stabilität und Sicherheit ihr jähes Ende. Es begannen turbulente Jahre der Weltgeschichte, die letztlich in der Katastrophe des 2. Weltkriegs endeten. Stefan Zweig erlebte dessen Ende nicht mehr, er setzte seinem Leben im brasilianischen Exil 1942 ein Ende.
Die Lektüre ist sprachlich ein Genuss, man taucht ein in die faszinierende, verloren gegangenen Welt des alten Österreich.