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Die Aktivisten wollen das Ökosystem dort vor der Zerstörung durch den Zementkonzern Holcim schützen. Holcim betreibt am Mormont einen Steinbruch und will ihn ausweiten.
Allerdings muss das Unternehmen dafür zuerst einen Bundesgerichtsentscheid abwarten. Holcim baut seit 1953 am Mormont Stein ab und betreibt vor Ort eine Zementfabrik. Im vergangenen Juli hatten Nichtregierungsorganisationen beim Bundesgericht Einspruch gegen die Ausbaupläne des Zementkonzerns eingereicht. Der Kanton hiess den Ausbau bereits gut.
Sowohl Holcim als auch die Gemeinde La Sarraz leiteten rechtliche Schritte ein, um die Aktivisten zu vertreiben. Diese versuchten, in Berufung zu gehen, jedoch ohne Erfolg, was den Weg für ihre Räumung am 30. März ebnete.
Baumhütten und Hängematten
Deshalb hatten die Aktivisten in den vergangenen Tagen aufgerufen, dass sich ihnen so viele Menschen wie möglich anschliessen. Um der Polizei die Arbeit zu erschweren, errichteten sie ausserdem haben sie ausserdem Barrikaden und Baumhütten und hängten Hängematten in den Bäumen auf.
Die Polizei traf kurz nach 6.00 Uhr mit einem grossen Aufgebot ein. An den Dorfeingängen zu Eclépens VD und La Sarraz VD wurden Barrikaden, Umleitungen und Durchsuchungsstellen eingerichtet, um den Zugang zu begrenzen.
Die Unterstützung für die Aktivisten hatte sich in den letzten Tagen vervielfacht. So demonstrierten am Freitag in Lausanne mehr als 1000 Personen für das Anliegen. Auch die Politik hat sich mobilisiert: Im Grossen Rat wurde eine Motion eingereicht. Zudem wurde ein offener Brief, der von fast 130 Mandatsträgern unterzeichnet wurde, an die Waadtländer Regierung geschickt.