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<h2>SubmittedText<h2><p>Mit der Pressemitteilung vom Dezember 2001 hat der Bundesrat die 25 Mitglieder des neuen Stiftungsrates von Pro Helvetia bekannt gegeben. Die Stiftung Pro Helvetia ist neben dem Bundesamt für Kultur die Hauptträgerin der eidgenössischen Kulturförderung.</p><p>Mit grossem Erstaunen stelle ich fest, dass die Ostschweiz im Stiftungsrat stark untervertreten ist. Dies trotz meinem Postulat 01.3481 vom 27. September 2001, welches vom Bundesrat entgegengenommen wurde.</p><p>Ich bitte den Bundesrat zu begründen, warum die Ostschweiz im neu bestellten Stiftungsrat nicht besser vertreten ist.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mitglieder von Leitungsorganen im Sinne von Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe b der Kommissionsverordnung (SR 172.31) sind in erster Linie nach ihrer fachlichen Kompetenz auszuwählen (Art. 18 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 8 der Kommissionsverordnung). Diese fachliche Auswahl wird bei der Pro Helvetia spezialgesetzlich dadurch ergänzt, dass bei der Bestellung des Stiftungsrates auf eine möglichst angemessene Vertretung der Sprachgebiete und Kulturkreise (Art. 6 Abs. 2 des Bundesgesetzes betreffend die Stiftung Pro Helvetia, SR 447.1) zu achten ist. Zudem muss der Stiftungsrat auch nach Geschlechtern ausgewogen zusammengesetzt sein (Art. 18 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 10 der Kommissionsverordnung). Diese gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt der neu gewählte Stiftungsrat, da sich dieser aus 10 Frauen und 16 Männern zusammensetzt, von denen 12 Mitglieder die deutsche, 8 die französische, 5 die italienische und 1 Mitglied die rätoromanische Schweiz vertreten.</p><p>Dass die Ostschweiz dabei zurzeit stark untervertreten ist, hängt eng mit verschiedenen im Rahmen der Stiftungsreform getätigten Beschlüssen, wie z. B. der Verkleinerung des Stiftungsrates, dem vermehrten Einbezug von Managementkompetenzen oder der Reduktion der Anzahl der Abteilungen von sieben auf fünf, zusammen. Diese führten zu einer Verschiebung des Anforderungsprofils des Stiftungsrates, was den Handlungsspielraum des Bundesrates bei der Auswahl der Vertretungen innerhalb der einzelnen Sprachregionen stark einschränkte. Anzumerken bleibt, dass es zunehmend schwieriger wird, eine Person ausschliesslich einer Region zuzuordnen. So ist es heute durchaus nicht unüblich, dass eine Person zwar in einer Region wohnhaft ist, jedoch aufgrund der Herkunft aus oder der beruflichen Tätigkeit in einer anderen Region primär deren Interessen vertritt.</p><p>Die Anliegen des Postulates Loepfe 01.3481 vom 27. September 2001, werden jedoch anerkannt und sollen bei zukünftigen Ersatz- und Neuwahlen Berücksichtigung finden.</p>  Antwort des Bundesrates.