Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/186828

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird um einen Bericht gebeten, der die Möglichkeiten, Chancen und Risiken der Einführung und Herausgabe eines Kryptofrankens (E-Franken) untersucht.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat beobachtet das wachsende Interesse, das Kryptowährungen hervorrufen, und die Diskussionen über einen E-Franken aufmerksam.</p><p>In Beantwortung der Motion Béglé 17.3818 hat das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen eine Arbeitsgruppe für Blockchain-Technologie und ICO (Initial Coin Offerings) ins Leben gerufen; dies aufgrund der Tatsache, dass sich mit der Blockchain-Technologie rechtliche Fragen ergeben, die sowohl das Finanzmarktrecht als auch allgemeine Rechtserlasse (Obligationenrecht, Zivilgesetzbuch usw.) betreffen. Die Arbeitsgruppe evaluiert die rechtlichen Rahmenbedingungen für finanzsektorspezifische Anwendungen der Blockchain-Technologie mit besonderem Blick auf ICO. Sie identifiziert potenziellen Handlungsbedarf und zeigt nach Anhörung der Branche und in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Justiz und der Finanzmarktaufsicht Handlungsoptionen auf. Diese Frage ist vom Thema des E-Frankens beziehungsweise des elektronischen Notenbankgelds zu unterscheiden. Der Bundesrat ist sich der grossen Herausforderungen sowohl in rechtlicher als auch in geldpolitischer Hinsicht bewusst, die mit der Verwendung eines E-Frankens einhergehen würden. Er beantragt die Annahme des Postulates, um die Chancen und Risiken eines E-Frankens zu prüfen und die rechtlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Aspekte im Zusammenhang mit dem E-Franken zu klären. Der Bericht wird auch die detaillierte Beantwortung der Fragen der Interpellation Barazzone 18.3272 zum gleichen Thema ermöglichen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.