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Die neueste Forschung von Wissenschaftler der «Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology» hat ergeben, dass sich die beim Atomunfall von Fukushima 2011 ausgetretenen radioaktiven Stoffe bereits auf dem Arktischen Ozean ausgebreitet haben.
Dr. Yuichiro Kumamoto, leitender Forscher der «Ocean Research and Development Organisation» fasste vor einigen Tagen die Forschungsergebnisse zusammen, wonach das radioaktive Material Cäsium-134 des Atomunfalls von TEPCO Fukushima Daiichi 2011 etwa acht Jahre nach dem Zwischenfall den Arktischen Ozean erreicht hatte.
Kumamoto spekuliert, dass die entdeckte Menge gering ist, sich aber in Richtung des Zentrums des Arktischen Ozeans ausbreitet. Es wird auch geschätzt, dass Cäsium-137 ebenfalls angekommen ist.
Anfang November dieses Jahres gab Gastprofessor Michio Aoyama von der Universität Tsukuba ähnliche Forschungsergebnisse bekannt. Nachdem Cäsium-137 die Westküste der Vereinigten Staaten erreicht hatte, wurde festgestellt, dass ein Teil davon nach Norden wanderte und durch Meeresströmungen aus der nordöstlichen Region auch nach Japan zurückkehrte.
Laut Michio Aoyama wurde 2017 erstmals in der Beringsee, im nördlichsten Teil des Pazifischen Ozeans und der Tschuktschensee, dem Randmeer des Arktischen Ozeans, Cäsium 137 nachgewiesen
Nach dem Unfall analysierten Dr. Kumamoto Meerwasser im Nordpazifik und in anderen Gebieten. Das am 19. Oktober 2021 nördlich der Alaska-Halbinsel gesammelte Meerwasser wies 0,07 Becquerel pro Kubikmeter Cäsium-134 (Halbwertszeit von etwa 2 Jahren) auf.
Obwohl die im Arktischen Ozean gemessene Cäsiummengen sehr klein und kaum nachweisbar waren, sei die korrekte Übermittlung verschiedener Informationen notwendig, um den Verbreitungsstatus zu überwachen und um Gerüchte zu vermeiden, so Dr. Kumamoto.
Heiner Kubny, PolarJournal