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Die graphische Sammlung
Das Kunst Museum Winterthur beherbergt eine bedeutende graphische Sammlung, die vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht und rund 15’000 Werke umfasst. Sie vereint die Bestände des Kunstvereins und der Stiftung Oskar Reinhart. Es war Oskar Reinhart, der vor der Eröffnung seiner eigenen Stiftung für den Aufbau der graphischen Sammlung des Kunstmuseums verantwortlich zeichnete. Während seine Gemäldesammlung in der Villa „Am Römerholz“ verblieb, überführte er fast sämtliche Papierarbeiten aus seinem Besitz in die Stiftung, so dass heute Meistergraphik des 15. Jahrhunderts, darunter erstrangige Blätter von Albrecht Dürer, den historischen Auftakt der graphischen Sammlung bilden. Diese umfasst zudem Graphik des Goldenen Zeitalters in den Niederlanden, drei Werkzyklen von Francisco de Goya, die vollständig und in Erstauflage vorhanden sind und umfangreiche Werkgruppen von Honoré Daumier oder Henri de Toulouse-Lautrec oder Félix Vallotton. Papierarbeiten der klassischen Moderne ergänzen die Bestände von Gemälden und Skulpturen. Ausserdem besitzt das Kunst Museum Winterthur sämtliche Druckgraphiken und Multiples von Richard Hamilton sowie die umfangreichste zeichnerische Werkgruppe von Gerhard Richter in einem Schweizer Museum.