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Spuren im Schnee
Bei der Fütterungstour heute Morgen sind uns die vielen frischen Spuren im Schnee aufgefallen. Offenbar haben die Wildtiere das kalte Wetter gut überstanden und waren in der Nacht schon wieder sehr aktiv. Unmittelbar rund um die Beobachtungsstation waren besonders viele Murmeltiere unterwegs. Deren Spuren erkennt man an den Abdrücken mit den vier Zehen der Vorderfüsse und den fünf Zehen der Hinterfüsse. Die beiden äussersten Zehen sind dabei stark abgespreizt. Ganz schwach sind sogar die Abdrücke der Krallen zu sehen (siehe Bild). In der Nähe des Baches konnten wir auch eine Fuchs- und eine Gamsspur entdecken (siehe Bild). Bei den Abdrücken der Gämse sieht man neben den zwei Schalen auch noch zwei kleinere Abdrücke, die von den Geäftern stammen. Das sind zurückgebildete Zehen und würden unseren Zeigefingern bzw. den kleinen Fingern entsprechen. Die Geäfter sind neben der Grösse des Abdruckes ein guter Hinweis, dass es sich bei den Spuren nicht um Rotwild, Reh oder Steinwild, sondern um Gamsspuren handelt. Rotwild, Reh und Steinwild besitzen zwar ebenfalls Geäfter, diese sind jedoch nur in den Abdrücken zu sehen, wenn das Tier auf der Flucht ist. Weiter oben am Henglihang waren dann vermehrt auch Steinwildspuren anzutreffen. Diese suchten in Gruppen unter der Schneeschicht nach frischen Kräutern und Gräsern (siehe Bild).