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Charles Mayer (1826-1907) wurde 1826 in Marseille geboren. Die Wurzeln seiner Familie lagen väterlicherseits in St. Gallen und auch die Familie seiner Mutter stammte ursprünglich aus St. Gallen, war aber in Frankreich niedergelassen. Charles Mayer wuchs in Rennes auf und lebte ab 13 Jahren in St. Gallen, wo er die Mittelschule besuchte. Im Jahr 1846 nahm Mayer an der Universität Zürich das Medizinstudium auf, wandte sich aber nach einem Jahr dem Studium der Paläontologie und Stratigrafie zu. Geologische Reisen und weitere Studien, insbesondere in Paris, wechselten sich ab. Ab 1853 wird sein Name im Zusammenhang mit wissenschaftlichen Auswertungen genannt und schnell folgen seine eigenen Publikationen. 1857 wurde Karl Mayer am Polytechnikum Zürich Stellvertreter des erkrankten Jules Marcou, Professor für Paläontologie, und war bis 1864 und ab 1867 bis 1896 als Privatdozent am Polytechnikum, der späteren ETH Zürich, tätig. 1875-1906 war er ausserordentlicher Professor für Stratigrafie und Paläontologie an der Universität Zürich. 1858 übernahm Mayer neben der Unterrichtstätigkeit am Polytechnikum auf Antrag von Arnold Escher von der Linth die Aufgaben eines Konservators für die geologisch-paläontologische Sammlung. Der Auftrag lautete, die Sammlung nach dem zoologischen System zu bestimmen, zu ordnen und die nötigen Verzeichnisse anzulegen.
Mayer, der sicher ab 1865 seinen Namen um das Anagramm des Namens Mayer ergänzte und der damit als Charles Mayer-Eymar oder Karl Mayer-Eymar Verwechslungen ausweichen konnte, unternahm zahlreiche Forschungs- und Sammelreisen. Die von ihm gesammelten Vergleichsmaterialien für die Fauna und Stratigrafie der Tertiärgebilde kommen aus ganz Europa und aus Nordafrika. Die Regionen, die er in der Schweiz erforschte, und die Gebiete, die er in Italien, Frankreich, Ungarn, England, Deutschland, Tirol, und ab 1885 in Ägypten bereiste, suchte er oft mehrmals auf. Er befasste sich dabei ausführlich mit den Weichtieren (Mollusca). Die Fundstellen wurden genau registriert und der Materialfundus bei allen Gelegenheiten geäuffnet und ausgewertet. Mayer gelang damit schliesslich die systematische Gliederung der Tertiär-Ablagerungen der Schweiz und der Mittelmeerländer. Der gesamte Fundus der Objekte wurde zu Beginn der 1970er Jahre dem Naturhistorischen Museum Basel in die geowissenschaftlichen Sammlungen, Paläontologie, übergeben, wo sie als ständiges Depositum der ETH aufbewahrt wird, benannt nach ihrem Schöpfer mit "Sammlung Mayer-Eymar".
Charles David Mayer-Eymar wurde 1890 der Lyell-Preis verliehen. 1894 folgte der Prix Savigny. Charles Mayer-Eymar starb 1907 in Zürich.
Die Unterlagen in Hs 276, Hs 277, Hs 278 und Hs 279 bilden zusammen den handschriftlichen wissenschaftlichen Nachlass.
Siehe: biogr. Dossier: Biogr Mayer-Eymar, Charles David - Siehe: Franks, Sibylle: Mayer, [-Eymar], Karl, in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 27.08.2008, URL: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D31985.php