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Indian Book
next concert:
6.05.2016 Multi-Kulti-Festival Rheinfelden, 16:00 h
Open Air
Since 1989 JOPO & Ingeborg Poffet have played together in different formations and projects, mainly as Duo fatale. Within that time they have travelled to India several times for some months, especially to Bombay, to study and listen to different styles of Indian music, especially the traditional north-hindustani-music.
During their travels through that beautiful country they converted their impressions into own compositions. They rehearsed them together with indian musicians and recorded and performed their program.
After releases of recordings made in Bombay (Mumbai) with JAISH, Mumbai dance, XOPF-Records Nr. 18, 1992 and JAISH, Return to Bombay, XOPF Nr. 27, 1996, they wanted to record this longlasting work as an European version with “Indian Book”, played just by the two of them: CD "Indian Book, JOPO & Ingeborg Poffet" released 2000.
It’s not indian music but influenced by numerous inspirations from this exciting and intriguing culture and living space which influences their music. Some compositions contain traditional bols - rhythmically spoken compositions of the pakhavaj, the mother of the tabla - which were/are often played by the late Pandit Arjun Shejwal and his son Prakash Shejwal. Many thanks to both of them for their neverending commitment and the many hours spent together.
Since december 2006 they are playing this program as Indian Book.Trio together with Udai Mazumdar (side-man from Ravi Shankar) on tabla. Together they also realized the project jaishtRonicS, playing parts from this program (with live-electronis) live on stage - as trio or with other guests.
press:
„If the shimmering ease oft he performed vocal improvisations is already amazing, it’s even more surprising that Poffet always finds a controlled accompaniment with the accordion which never sounds blurred. Even more than this, she also shows the avantgarde soundstructures with which she builds up an intimate dialogue tot he alto saxophone. Despite oft he improvisational creativity that never breaks off, the listener finds enough contemplative balance in the lyrical passages. A jewel fully of inspired surprises.“ Jazz Podium to the cd Indian Book in 2001.
"Different was from one piece to another, the flip style (12, 10, 7 or 8 beats), on whose base JOPO & Ingeborg (not only) improvised. What I particularly liked was the way, how free spaces were created and exploited . Both JOPO and Ingeborg tried neither to sound <Indian> nor to use a traditional percussion pattern just as a starting point for their own musical meditation. The exchange between the musicians was extremely fertile and able to convince. " (Basellandschaftl. Newspaper Ruedi Ankli, to the concert with JAISH)
"The whole thing then was presented with the possibilities of jazz phrasing, giving both sonically and rhythmically and structurally a wonderfully unique character. What Ingeborg Poffet brings out from the accordion, is great and also convinced also ears that are perhaps not accustomed to such sounds ..." (Volksstimme Sissach to the concert "Indian Book")
Presse und Programm auf deutsch
Presse:
„Ist schon die flirrende Leichtigkeit der vorgetragenen Stimmimprovisationen verblüffend, so ist noch verwunderlicher, dass Poffet stets eine beherrschte Accordeonbegleitung findet, die nie verschwommen klingt. Mehr noch als dies, zeigt sie auch avantgardistische Klangstrukturen, mit denen sie eine intime Zwiesprache zum Altsaxophon aufbaut. Trotz der improvisatorischen Kreativität, die nie abreisst, findet der Hörer genügend besinnliche Balance in den lyrischen Passagen. Ein Kleinod voller inspirierter Überraschungen.“ Jazzpodium zu Indian Book 2001
"Verschieden war von einem Stück zum andern auch die Schlagart (12, 10, 7 oder 8 Schläge), auf deren Basis JOPO & Ingeborg (nicht nur) improvisierten. Was mir dabei besonders gefiel, war die Art, wie Freiräume geschaffen und ausgenützt wurden. Sowohl JOPO als auch Ingeborg versuchten dabei weder möglichst <indisch> zu tönen noch ein traditionelles Perkussionsmuster lediglich als Ausgangspunkt eigener musikalischer Meditation zu benützen. Der Austausch zwischen den Musikern war äusserst ergiebig und vermochte zu überzeugen." (Basellandschaftl. Zeitung Ruedi Ankli, zum Konzert mit JAISH)
„Das Ganze wurde dann mit den Phrasierungsmöglichkeiten des Jazz vorgetragen, was einen wundervoll eigenen Charakter sowohl klanglich, rhythmisch als auch strukturmässig ergibt. Was Ingeborg Poffet aus dem Akkordeon herausholt, ist grossartig und überzeugte auch Ohren, die vielleicht nicht an solche Töne gewöhnt sind ...“ (Volksstimme Sissach zum Konzert „Indian Book“ )
Programm:
Der Name der göttlichen Gattin von Shiva betitelt das Eröffnungsstück. Eine Komposition im up-Tempo (Aditaal, 8 Schläge) basierend auf der gleichnamigen indischen Raga, die sich hervorragend zur virtuosen Duett-Ouverture verbinden lässt. Komposition und Improvisation geben sich die Hand.
Der indische rhythmische Sprechgesang der Pakhavaj-Spieler wird in Bols vorgetragen, Kompositionen, die solo oder synchron auf der beidhändig geschlagenen Trommel gespielt und gesprochen werden. Es sind lebendige Geschichten und Gedichte, die dem Rhythmus eine Besonderheit geben. So ist der Jod Paran im Chautaal, 12 Schläge, einer dieser Bols, zu dem eine Komposition entstanden ist.
Chandrika heisst der Mond und lässt die ZuhörerInnen in lyrischer Atmosphäre eintauchen. Basierend auf dem 10-schlägigen Surfaktataal entstand eine Komposition mit europäischer Harmonik.
In Indien ist es Brauch, den Verstorbenen ein Jahr lang ein wenig ihres Lieblingsessens herauszustellen., das dann von den Raben gefressen und damit den Verstorbenen überbracht wird. Auf der Grundlage des Rag Bhairava im 12-schlägigen Chautaal ist diese Komposition unserem Freund Pandit Arjun Shejwal gewidmet, dem '92 verstorbenen grossen Meister der Pakhavaj.
Stimme und Accordeon eröffnen mit einer freien Einleitung das Stück, dessen Charakter von steinigen Gegenden und warmen Winden geprägt ist. Die darauf folgende zweiteilige Komposition mit anschliessender Improvisation im Vikramtaal (6 Schläge) zusammen mit dem Saxophon mündet in einen orchestralen Satz.
Der Name betitelt die Uraufführung dieses Werkes in Bombay 1996. Das Stück lässt die Stimme und das Saxophon miteinander die Harmonik einer speziellen Tonart improvisatorisch entdecken, eine Interaktion zweier Individuen. Das Thema beruht auf dem 11-schlägigen Rudra Taal und zeigt deutlisch den Unterschied zur europäischen Metrik.
Diese bewegte Komposition im Aditaal mit 8 Schlägen handelt von den Kreuzungen in Calcutta, diesem Gewirr von Ordnung und Chaos. Für Europäer eine Unmöglichkeit und doch funktionierend und faszinierend zugleich. Ein Dialog von Saxophon und Accordeon.
Eine Ballade, inspiriert vom Leben auf dem Land, Begegnungen mit Menschen fernab vom grossstädtischen Stress, ausserhalb ihres Dorfes, auf dem Feld und in den Farmen. Die Melodie im 16-schlägigen Tritaal und in der Rag Bihag soll der ihr folgenden Improvisation die nötige Ruhe mitgeben.
Indien ist voller spiritueller Eindrücke. Die Vielfalt und Sensibilität auf dem indischen Kontinent lässt uns nicht unbeeindruckt. So ist Spirits eine Ode an die Freude, die Musik in uns anregen kann. Einer Eröffnungsmelodie vom Saxophon folgt die Stimme, die solo ihre freie Entfaltung im Dialog mit dem "Spirit" vornimmt. Es folgt eine Komposition im 14-schlägigen Dhamar Taal mit Improvisationen.