Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03489.jsonl.gz/2073

In stark männlich geprägten Fächern kann es sinnvoll sein, punktuell geschlechtergetrennte Lernsettings anzubieten, in der Schule zum Beispiel im Fach Physik. Dies ermöglicht den Mädchen und den Jungen ein breiteres Spektrum von Verhaltensweisen und Interessen zu erfahren und zu entwickeln. Insbesondere den Mädchen erlaubt es, in einem stark männlich konnotierten Fach Kompetenz und Selbstsicherheit zu entwickeln. Im deutschsprachigen Raum werden monoedukative Settings insbesondere auch im Zusammenhang mit technischen Studiengängen diskutiert und erprobt. Ziel ist es, den Studentinnen eine Lernumgebung zu bieten, in denen die negative Wirkung von Geschlechterstereotypen reduziert wird und Frauen selbstverständlich technische Kompetenzen entwickeln können. In diesem Sinne sind an verschiedenen Fachhochschulen Frauenstudiengänge eingerichtet worden. Die Tatsache, dass die Geschlechterdifferenz dabei zunächst hervorgehoben wird, um eine Lernumgebung zu schaffen, in der Geschlecht möglichst keine Rolle spielen soll, wird als «paradoxe Intervention» bezeichnet (Teubner 1997b; Gransee 2000).