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Der frühere Generalstabsoberst Friedrich Nyffenegger ist vom Bundesstrafgericht in Lausanne zu einer bedingten Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Er wurde der Veruntreuung, des Betrugs und der Urkundenfälschung schuldig gesprochen.Dieser Inhalt wurde am 29. Oktober 1999 - 15:08 publiziert
Der frühere Generalstabsoberst der Schweizer Armee Friedrich Nyffenegger (Bild) ist vom Bundesstrafgericht zu einer bedingten Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. In dem am Freitag (29.10.) veröffentlichten Urteil sprach das Gericht den 63-Jährigen der Veruntreuung, des Betrugs und der Urkundenfälschung schuldig. Die Deliktsumme wurdevom Bundesgericht auf rund 45'000 Franken beziffert.
Das Gericht folgte damit der Anklage der Bundesanwaltschaft nur teilweise; diese hatte zweieinhalb Jahre Zuchthaus für Nyffenegger gefordert.
Gegenstand des Prozesses gegen Nyffenegger waren strafbare Handlungen im Zusammenhang mit der Organisation der 'Diamant'-Feiern von 1989 zum 50. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs.
In den Anklagepunkten 'ungetreue Amtsführung' und 'passive Bestechung' wurde Nyffenegger freigesprochen. Eine Genugtuung wurde Nyffenegger nicht zugesprochen. Im Falle der drei anderen Angeklagten, für die die Bundesanwaltschaft bedingte Strafen von vier bis zwölf Monaten beantragt hatte, entschied das Bundesgericht durchwegs auf Freispruch. Die beiden Unternehmer Gustav Furrer und Hans Kronenberg erhalten eine Genugtuung von je 10'000 Franken zugesprochen. Im Falle des ebenfalls freigesprochenen Kurt Heimoz entschied das Gericht auf eine Entschädigung von 2'000 Franken.
In der mündlichen Kurzbegründung hielt das Gericht unter anderem fest, Nyffenegger habe die nur zu einem kleineren Teil von ihm zu verantwortende Unordnung der Diamant-Feiern gelegentlich zum Stopfen seiner privaten finanziellen Löcher benutzt. Als 'eher unwürdig' bezeichnete das Gericht auch die Spesenreiterei Nyffeneggers. Umgekehrt attestierte das Bundesgericht, dass die Diamant-Feiern zur vollen Zufriedenheit der Teilnehmer und Vorgesetzten ausgefallen seien. Das Bundesgericht kritisierte auch die frühere Bundesanwältin Carla Del Ponte, ohne diese beim Namen zu nennen. Insbesondere die Medienkonferenz der Bundesanwaltschaft vom 20. Februar 1996 und deren Verarbeitung hätten zu einer gravierenden Vorverurteilung Nyffeneggers geführt.
SRI und Agenturen
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