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Taylor Swift: When Emma Falls in Love (Taylor's Version)
«When Emma Falls in Love» erschien als einer der früher nicht veröffentlichten «From the Vault» Tracks ab Speak Now (Taylor's Version). Stilistisch ein Countrypop-Song mit einer klassischen Harmoniefolge im Verse (I – V – ii – IV, wie z.B. in Knocking on Heaven's Door). Der Song ist eine Charakterstudie, die die Erzählerin über eine ihrer Freundinnen, Emma, anstellt. Dabei schaut sie sich den einen oder anderen Trick ab, stellt aber fest, wie anders sie ist. Emma geht mit ihren Beziehungen überlegt um, sie spielt nicht, sie lässt sich Zeit, sie meint es ernst, sie schützt sich mit Zweckpessimismus. Offenbar lässt sich die Erzählerin von der Liebe viel mehr forttragen.
Es steckt viel Kraft in der Simplizität des Songs. Es gibt Meisterwerke, die nicht mit grossen Innovationen aufwarten, sondern schnell und krampflos entstehen. Weil keine Form und keine Technik das verstellt, was gesagt wird, scheint diese Wahrheit umso heller durch. «Emma» ist ein solcher meisterlicher Song.
Emma
Es wurde spekuliert, ob der Song insofern autobiografisch sei, als er von Emma Stone, der mit Swift befreundeten Schauspielerin handle.
Struktur
Trotz der scheinbaren Einfachheit des Songs zeigt die Analyse, dass die Verses verschieden lang sind. Die ersten beiden Verses arbeiten hauptsächlich mit a-b-Zeilen, wobei die a-Zeile mit der Titelzeile eingeleitet wird. «Emma» ist also einer der wenigen Vers-Chorus-Songs, deren Titel aus dem Verse statt aus dem Chorus stammt. Auch die Übergänge zwischen Verse und Chorus sind fast unmerklich verschieden gestaltet. Im Break am Ende der Bridge verliert man jedes Taktgefühl. Somit ist der Break ein richtiges Absetzen und neuanlaufen, nicht bloss eine Pause, ein Aussetzen des Rhythmus im metrischen Korsett des Songs.
Intertextualität
Der Song erinnert schwach an Slow Burn, den Song von Kacey Musgraves. Beides sind Countrypop-Balladen, die leise, fast intim beginnen und eine kraftvolle Dichte erreichen. «Slow Burn» wird anfangs zögernd aufgebaut und verdichtet, während Swifts Song im Chorus überraschend losrockt, man könnte sagen «explodiert». «Slow Burn» startet mit Gitarrenbegleitung und lässt sich mehr Zeit, beim Aufbau bis die ganze Band spielt. Beide Songs haben eine kraftvolle und eingängige Melodie, die von einer simplen Harmonik getragen werden. Obwohl «Slow Burn» vor «Emma» veröffentlicht wurde, ist «Emma» natürlich einige Jahre älter.
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