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Seit 1985 besteht ein offizielles Partnerschaftsabkommen zwischen dem Weltbund der Bibelgesellschaften (UBS) und den staatlich anerkannten Stellen. Eines der grossen gemeinsamen Projekte ist die Bibeldruckerei Amity (Freundschaft) in Nanjing. Seit nunmehr 26 Jahren drucken und verbreiten der Chinesische Christenrat (CCC), die Dreiselbst-Bewegung (TSPM), die Katholisch-Patriotische Vereinigung (CPA) sowie die Bischofskonferenz (CBC) gemeinsam mit dem UBS – und somit auch mit uns – die Bibel für die Menschen im Reich der Mitte.
Verantwortlicher Koordinator für die bibelgesellschaftliche Arbeit in China ist Kua Wee Seng: „Die Bibel ist für die Christinnen und Christen eminent wichtig. Sie gibt ihnen die Möglichkeit, sich mit Gottes Wort vertieft auseinanderzusetzen und im Glauben zu wachsen. Der Besitz einer eigenen Bibel ist für sie eine echte Ermutigung und hilft ihnen auch dabei, sich falschen Lehren zu widersetzen. Im Weiteren betrachten es viele als ihre Verantwortung, das Wort Gottes weiterzugeben: Das hat zur Folge, dass die Menschen, die sich die Bibel leisten können, oft gleich mehrere Exemplare kaufen um sie an ihre Familien und Freunde weiterzugeben.“
Für Bibeln fehlt das Geld
Das gilt nicht für die unzähligen Menschen, die in ländlichen Gebieten, abseits der florierenden Wirtschaft wohnen. Viele von ihnen gehören zu den 90 Millionen Chinesinnen und Chinesen, die mit weniger als einem US Dollar pro Tag auskommen müssen. Das heisst, sie leben unter der von der Weltbank und den Vereinten Nationen festgelegten Armutsgrenze von einem US Dollar pro Tag. Sie können sich eine eigene Bibel aus finanziellen Gründen oft nicht leisten.