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Myo = Muskel
funktionell = hier zu verstehen als "richtig arbeiten"
Myofunktionelle Therapie = Muskelfunktionstherapie
Ursprünglich wurde die myofunktionelle Therapie durch Daniel Garliner in Europa und damit auch in der Schweiz bekannt, als Therapie rund um den Mund und die Zunge.
In den vergangenen Jahren sind viele verschiedene Konzepte dieser Therapieform entstanden.
Bei der myofunktionellen Therapie ist die Zunge im Mittelpunkt. Durch ihre grosse Kraft kann sie Zahnfehlstellungen verursachen, wenn sie beim Schlucken anders liegt.
Ein weiterer Wirkungsansatz der myofunktionellen Therapie ist die Gesichtsmuskulatur.
Diese kann aus der Balance geraten, durch einen Unfall oder eine Operation und dann z.B. das Schliessen des Mundes erschweren.
Schon im frühkindlichen Alter wird die myofunktionelle Therapie für die Entwicklungsförderung eingesetzt. Sehr häufig wird sie bei Schulkindern, aber auch bei Jugendlichen angewendet. Sie findet aber auch Anwendung bei Erwachsenen, z.B. im Rahmen von Kieferoperationen, chirurgischen Eingriffen, nach Tumoren im Gesichtsbereich oder mangelhaften Halt von Zahnprothesen.
Bei den möglichen Veränderungen im Gesichtsbereich spielen folgende Faktoren eine Rolle: die Gesichtsmuskulatur und das Schluckmuster.