Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03587.jsonl.gz/1768

Die weisse Rebsorte Altesse ist seit dem Mittelalter in der Region Savoyen bekannt. Ampelographisch beschrieben wird sie erstmals 1868. Ludwig von Savoyen (1436-1482), der Charlotte de Lusignan, Herrscherin der Insel Zypern, ehelichte, soll die Sorte im 15. Jahrhundert aus Zypern in die französische Region Savoyen gebracht haben. Der Rebsortenforscher Pierre Galet vermutet eine Verwandtschaft mit der ungarischen Rebsorte Furmint.
In Savoyen werden aus der Altesse die Appellations-Weine Roussette de Savoie und Roussette de Seyssel gekeltert. Westlich an Savoyen grenzend wird aus ihr Roussette du Bugey gekeltert. Obwohl die Sorte qualitativ hervorragenden Wein erbringt, konnte sie sich in anderen Regionen aufgrund ihres schwachen Ertrags nicht durchsetzen. Aktuell beträgt die bestockte Rebfläche in Frankreich 357 Hektar (Stand 2007) Ein sehr kleiner Bestand ist auch in den Schweizer Kantonen Genf, Waadt und Wallis bekannt.
Die Triebspitze ist stark weisswollig, ebenfalls die jungen Blätter. Diese sind auch sehr stark bronziert. Die ausgewachsenen Blätter sind glänzend. Die Traube ist zylindrisch, kompakt und klein bis mittelgross. Die Beeren sind grüngelb, und leicht eiförmig bis rund. Und deren Haut ist sehr dick und rötlich.
Die spät reifende Sorte erbringt einen säurebetonten, sehr duftigen, lagerfähigen Weisswein. Wenn nicht sortenrein ausgebaut, wird Altesse mit den Sorten Chardonnay und Mondeuse Blanche verschnitten. Altesse-Weine sind eine gute Alternative zu Sancerre.
Altesse blanche, Altesse verte, Arin, Fusette, Fusette d'Ambérieu, Fusette de Montagnieu, Ignam, Ignan blanc, Petit Maconnais, Prin blanc, Roussette, Roussette basse, Roussette de Montagnieu, Roussette grosse, Roussette haute, Rousette petite und Serène blanche