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Ziel der Nasa-Mission: Die US-Weltraumforschungsstelle (Nasa) will studieren, wie das Magnetfeld der Sonne Energie freisetzt und dadurch die Sonnenatmosphäre aufheizt und Sonnenwind kreiert, der von der Sonne wegfliesst. Die Instrumente messen elektrische und magnetische Felder um die Sonde herum.
Zeitpunkt der Nasa-Mission: Am Samstag startet die «Parker Solar Probe» ab Cape Canaveral.
Sonnenwind: Sonnenwind sei Ausfluss von heissem Gas, sagt Samuel Krucker, der als Astrophysiker der Fachhochschule Nordwestschweiz und an der Universität Berkeley in Kalifornien forscht. Krucker ist Projektleiter der Gruppe, die das Teleskop Stix entwickelt hat, das mit der Sonde Richtung Sonne fliegt und die Röntgenstrahlung untersucht. «Die Sonnenwinde variieren sehr stark in Zeit und Raum.» Man müsse sie sich eher flockig vorstellen, manchmal langsamer, manchmal schneller, manchmal dichter, manchmal lockerer. «Dazu kommen noch Sonneneruptionen, die überlagert sind und noch schneller von der Sonne wegfliessen.»
Weltraumwetter: «Es ist nicht nichts zwischen der Sonne und der Erde. Der Raum ist gefüllt mit Gas und magnetischen Feldern», erklärt Krucker. Diese könnten sich ändern wie das Wetter auf der Erde. Darum werde dies Weltraumwetter genannt.
Position der Erde: Die Erde ist diesem Weltraumwetter ausgesetzt. Sie hat aber auch ein eigenes Magnetfeld. «Das Erd-Magnetfeld schützt uns vor den grössten Einflüssen des Weltraumwetters», sagt Krucker. Es blockiert die Magnetfelder, die von der Sonne kommen, und lenkt sie ab.
Undichter Schutzschild: Das Erd-Magnetfeld beginnt im einen Polargebiet und endet im anderen. «Dort sind die Schwachpunkte des Magnetfelds», sagt Krucker. Das Erd-Magnetfeld schützt die Erde nicht perfekt.
Störungen im Erd-Magnetfeld: Bei leichten Interferenzen entstehen Polarlichter. Stärkere Störungen können den Flugverkehr beeinträchtigen. «Speziell in Skandinavien, wo die Sonne tief am Horizont ist, wird dadurch der Radar der Flugsicherung beeinträchtigt», sagt der Astrophysiker. Die Magnetfelder hätten Einfluss auf alle elektronischen Geräte auf der Erde. Denn sie sind empfindlich auf elektromagnetische Phänomene.
Geplante Distanz der Sonde: Laut der Medieninformation der Nasa soll sich die Sonde bis auf 6,2 Millionen Kilometer, das heisst, bis auf rund 5 Prozent der Distanz der Erde-Sonne, annähern.
Hitzeschild für die Instrumente: Die Instrumente ertragen die Hitze so nahe an der Sonne nicht. Es brauche einen Hitzeschild, erklärt Krucker. «Der Hitzeschild ist aus Kohlenstoff. Er wird sehr heiss, über 1000 Grad.» Hinter dem Hitzeschild herrschen rund 30 Grad. So können die Instrumente trotzdem arbeiten.
Sonnenmission der ESA: Im Februar 2020 will auch die europäische Weltraumagentur ESA eine Mission in Richtung Sonne schicken. Das ESA-Projekt sei eine komplementäre Mission, sagt Krucker. Beim ESA-Projekt sollen direkt Messungen von der Sonnenoberfläche gemacht werden, dafür kommt die ESA-Sonde der Sonne aber nicht so nah wie die Nasa-Sonde.