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Dion Leonard lief nicht nur erfolgreich 250 Kilometer durch die Wüste Gobi, sondern traf dabei auch einen ganz besonderen Freund.
Neue Freundschaften kann man an ganz unerwarteten Orten schliessen. Zum Beispiel bei einem 250 Kilometer langen Marathon in der chinesischen Gobi-Wüste. Im März traf Dion Leonard (41) dort auf eine streunende Hündin, die nicht von seiner Seite wich.
Am ersten Tag rannte die pelzige Vierbeinerin zunächst noch bei den anderen 102 Läufern. Doch am zweiten Tag gesellte sie sich zu ihm und begleitete Leonard anschliessend bei insgesamt 124 Kilometern. «Ich habe an dem Tag nicht viel mit ihr gesprochen, weil ich dachte, sie würde eh nicht bei mir bleiben. Aber bei der Ziellinie folgte sie mir ins Zelt und schlief neben mir», sagt er zu «The Independent».
Er nannte die Hündin Gobi und teilte mit ihr seinen Schlafplatz, das Essen und Trinken bis zum Ende des siebentägigen Rennens. Und sie konnte sich auf den Marathonläufer verlassen, wenn sie Hilfe benötigte. «Ich trug sie über Flüsse und Schleusentore, die sie nicht alleine überqueren konnte.» Gobi konnte zwar nicht bei allen Etappen des Rennens dabei sein, da es manchmal zu heiss für sie war. Aber da haben die Organisatoren die Vierbeinerin einfach mit zur Ziellinie genommen, wo sie auf Leonard wartete.
Nach dem Rennen war dem Schotten klar, dass er eine spezielle Beziehung zu Gobi aufgebaut hat und sie mit in seine Heimat nehmen wollte.
Doch dies sollte nicht so einfach werden. Denn es würde Monate dauern, Gobi allen medizinischen Checks zu unterziehen, sie unter Quarantäne zu stellen und dann eine Ausreise-Erlaubnis für sie zu erhalten. Die Kosten dafür belaufen sich auf 6560 Dollar.
Deshalb beschloss der 41-Jährige eine Crowdfunding-Kampagne zu starten, um das Geld zu sammeln. Damit war er jetzt mehr als erfolgreich, denn es kamen satte 13'330 Dollar zusammen. Das restliche Geld will Leonard an Tierheime und Rettungseinrichtungen für Hunde spenden.
Zurzeit befindet sich Gobi in der Obhut eines Freundes in China und wird hoffentlich zu Weihnachten in Edinburgh eintreffen können. «Das wäre das schönste Weihnachtsgeschenk», sagt Leonard zu BBC.