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26.04.2012 von
Wir freuen uns, mit Dr. James Hansen einen hochkarätigen und weltweit bekannten Klimaforscher an der ETH Zürich begrüssen zu dürfen. Er wird am kommenden Montag, 30. April, im Auditorium Maximum darüber sprechen, wie sich gefährliche Ausmasse des Klimawandels verhindern lassen.
Glanzvolle Karriere
James Hansen, Direktor des NASA Goddard Institute for Space Studies (GISS) an der Columbia Universität in New York, ist ein Klimawissenschafter mit über 40 Jahren Erfahrung. Er erhielt verschiedene prestigeträchtige Preise, darunter den mit einer Million Dollar dotierten Dan David Preis und zuletzt vor wenigen Wochen die Edinburgh Medal für seine Beiträge zur Wissenschaft.
Am Anfang seiner wissenschaftlichen Karriere stand die Faszination für die Weltraum- und Planetenforschung. In den 1960er und 70er Jahren publizierte er mehrere Artikel über die Atmosphäre der Venus, aber auch von Jupiter und der Erde. James Hansen realisierte aber auch, dass der Klimawandel auf der Erde eine der faszinierendsten Fragestellungen der Planetenforschung darstellt, und dass Computermodelle dabei von elementarem Nutzen sein können. Sein erster Beitrag im Bereich der Klimamodellierung mündete 1974 in die Veröffentlichung des Klimamodells des GISS. Resultate dieses Modells flossen 1979 in jenen Bericht, der im Auftrag der amerikanischen Akademie der Wissenschaften abschätzte, um wie viel sich die Temperatur der Erde bei einer Verdopplung der CO2-Konzentration erhöht. Das Resultat, eine Klimasensitivität im Bereich von 1.5 bis 4.5 °C, ist im Wesentlichen heute noch gültig.
Öffentliche Bekannheit
Der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde James Hansen schliesslich 1988, als er in einer Anhörung im amerikanischen Kongress die Wissenschaft des Klimawandels erklärte und Berechnungen aufgrund der zweiten Version des GISS-Modells für verschiedene Zukunftsszenarien vorstellte. Die Resultate der aus damaliger Sicht plausibelsten Entwicklung der Treibhausgase haben sich seither bewahrheitet.
James Hansen hat sich immer wieder für die öffentliche Kommunikation zum Klimawandel stark gemacht. 2005 und 2006 wehrte er sich gegen die Unterdrückung und Verfälschung wissenschaftlicher Aussagen in Pressemitteilungen durch Regierungsbeamte. Er nahm an verschiedenen Protesten für eine klimafreundlichere Energiepolitik teil, und wurde dabei mehrmals verhaftet. Als friedlicher Verfechter demokratischer Mittel schrieb er 2009 einen offenen Brief an Präsident Obama, um für ein Moratorium und den stufenweisen Abbau von Kohlekraftwerken ohne CO2-Speicherung zu werben.
Am 30. April im Auditorium Maximum der ETH Zürich
Dr. James Hansen hält am Montagabend im Auditorium Maximum der ETH Zürich einen öffentlichen Vortrag mit dem Titel „Requirements to Avoid Dangerous Climate Change“, zu Deutsch „Anforderungen, um einen gefährlichen Klimawandel zu verhindern“. Er wird dabei die Wissenschaft hinter dem Klimawandel erläutern, aber auch seine Ideen vorstellen, wie ein generationenübergreifender Schulterschluss eine Lösung des globalen Problems herbeibringen kann. Die Veranstaltung verspricht ein spannendes und lehrreiches Ereignis zu werden.
Dr. James Hansen
The Requirements To Avoid Dangerous Climate Change
Montag, 30. April 2012, 16.15 Uhr
ETH Zürich, Auditorium Maximum, F 30, Rämistrasse 101, Zürich
Haben Sie den Vortag verpasst? Die ETH Zürich stellt das Video des Vortrags zur Verfügung >hier.
Zum Autor
Dr. Thierry Corti ist Oberassistent am «C2SM – Center for Climate Systems Modeling», dem Kompetenzzentrum für Klimamodellierung an der ETH Zürich.
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