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Überlegungen zu Corporate Identity und Corporate Design spielen heute im Zusammenhang mit der internen und externen Kommunikation der UZH eine wichtige Rolle. Das ist noch nicht sehr lange so. Wie sah das UZH-Logo zu Ihrer Studienzeit aus? Das UZH Archiw wirft einen kurzen Blick zurück auf die Bestrebungen, das Erscheinungsbild der Universität zu vereinheitlichen.
1932, im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Universität, fasste der Senatsausschuss den Beschluss, dass künftig amtliche Aktenstücke und Drucksachen der Universität Zürich wieder das alte Zentralsiegel tragen sollten. Auf diesem ist ein Fassadenbild des Zürcher Grossmünsters abgebildet, in dem am 20. April 1833 die Stiftungsfeier der Universität stattgefunden hatte.
Der Gebrauch des Siegels blieb in den folgenden Jahren aber weitgehend auf eine kleine Anzahl offizieller Dokumente und Publikationen beschränkt. Als Briefkopf und Erkennungszeichen fand bis in die 1980er-Jahre im Rektorat und der Zentralen Verwaltung vor allem ein an das Vollwappen des Kantons Zürich angelehntes Signet Verwendung.
Das Kantonswappen bildete auch die Grundlage für ein modernes Logo, das der Universitätsleitung an ihrer Sitzung vom 25. April 1991 als Vorschlag unterbreitet wurde. Dem entsprechenden Protokoll zufolge, wurden die vorgestellten Entwürfe kontrovers kommentiert und nach eingehendender Diskussion verworfen. Es wurde stattdessen beschlossen, das jetzige Siegel «durch einen Spezialisten nach den Möglichkeiten der Kunst modernisieren zu lassen und damit für die verschiedenen Bereiche (Briefköpfe, Inserate, Diplome) anwendungsgerechter zu gestalten». Für die Beibehaltung des Siegels als Erkennungszeichens sprach für die Universitätsleitung, dass es «auf würdevolle Weise die Unterscheidung der Universität von einer Amtsstelle oder einer Firma [ermögliche]».
Die Umsetzung der von der Universitätsleitung beschlossenen Modernisierung fiel dann allerdings eher zaghaft aus. Erst im Rahmen der Neugestaltung des Webauftritts der Universität 1997 wurde das Siegel kontrastreicher ausgestaltet und grafisch verbessert. Diese Version fand dann auch Eingang in die 1999 erarbeiteten Gestaltungsrichtlinien für eine einheitliche Beschriftung der universitären Bauten. Das Siegel wurde hier mit dem Schriftzug «Universität Zürich» zum eigentlichen Logo erweitert. Zum Einsatz kam dabei die Schrift Frutiger, ein Klassiker der Schweizer Typografie.
In einer leicht revidierten Fassung wurde das Erkennungszeichen 2001 schliesslich für alle Organisationseinheiten auch bei Drucksachen und für die geschäftliche Korrespondenz bindend. Gleichzeitig wurde die hier verwendete englaufende Frutiger 47 Light Condensed zur Hausschrift der UZH erklärt.
2010 wurde das vergleichsweise feine Logo der Universität grundlegend überarbeitet mit dem Ziel eine bessere visuelle Präsenz zu erreichen. Das betraf neben dem Schriftzug auch das Siegel, welches aus Traditionsgründen weiterhin beibehalten aber erneut deutlich vereinfacht wurde.
Quellen:
(UAZ) E.5.1.152: Logo der Universität Zürich (1989–1990) [Online-Archivkatalog]
(UAZ) E.5.3.098: Schaffung eines Webdesks (1998–1999) [Online-Archivkatalog]
(UAZ) H.1.028: Gestaltungsrichtlinien für Informationsträger in den Bauten der Universität (1998–1999) [Online-Archivkatalog]
(UAZ) PUB.001.106: unicommunication / Kommunikation: Diverse Amtsdruckschriften (2001–2018) [Online-Archivkatalog]