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Immer mehr Menschen in der Schweiz sind gezwungen, zusätzliche Einkommensquellen zu erschließen, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Diese Notwendigkeit ergibt sich aus der Tatsache, dass die Lebenshaltungskosten kontinuierlich ansteigen, während die Löhne stagnieren. Selbst Personen mit sicheren Arbeitsverhältnissen sehen sich zunehmend gezwungen, in ihrer Freizeit nach Nebenjobs zu suchen.
Die Kosten für grundlegende Bedürfnisse wie Nahrung, Wohnraum, Krankenversicherung und sogar Strom steigen stetig an und belasten die Haushaltsbudgets erheblich. Selbst Menschen mit vergleichsweise guten Einkommen finden es zunehmend schwierig, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Diese finanzielle Knappheit führt dazu, dass immer mehr Menschen Nebenbeschäftigungen in Betracht ziehen. Ein Beispiel hierfür ist Manuela (45), eine Sachbearbeiterin aus Solothurn. Sie ist aktiv auf der Suche nach einer zusätzlichen Erwerbstätigkeit, da ihr derzeitiges 90-Prozent-Pensum kaum ausreicht, um alle Rechnungen zu decken.
Die Statistiken des Bundesamts für Statistik zeigen, dass im letzten Jahr 7,7 Prozent der Erwerbstätigen angegeben haben, Nebenjobs auszuüben. Dieser Anteil hat sich seit 1991 nahezu verdoppelt.
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund kritisiert die abnehmende Kaufkraft scharf und betont, dass ein Lohn ausreichen muss, um angemessen zu leben. Sie fordern höhere Löhne und weisen darauf hin, dass die Unternehmen wirtschaftlich gut dastehen und die steigenden Kosten ausgleichen sollten. Derzeit steigen nur die Gehälter der Führungskräfte, was auf lange Sicht nicht nachhaltig ist. Die Arbeitnehmer sollten ebenfalls von den guten Geschäftsergebnissen der Unternehmen profitieren.
Die Befürchtung, dass die Schweiz ähnliche Zustände wie in den USA erleben könnte, wo ein großer Teil der Bevölkerung mehrere Jobs benötigt, um finanziell über die Runden zu kommen, wird eindeutig abgelehnt. Der Gewerkschaftsbund setzt sich dafür ein, diese soziale Härte der Arbeitgeber zu stoppen, und ruft zur Teilnahme an einer nationalen Kaufkraft-Demonstration am 16. September in Bern auf