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Staudenknöteriche - Unterirdischer Ausbreitungskünstler
>> Verboten gemäss Freisetzungsverordnung
Zu den Asiatischen Staudenknöterichen gehören der Japan-, der Sachalin- sowie der Himalaja-Knöterich. Der häufigste Japanische Staudenknöterich stammt aus Ostasien und wurde in Europa vor allem als Sichtschutz gepflanzt. Er kommt in der Schweiz vor allem an Bachufern, in Gärten, an Strassen- und Eisenbahnböschungen vor. Die Staude wächst sehr rasch, wird bis 3 Meter gross und bildet riesige, dichte Bestände mit dicken Stängeln und ovalen Blättern, die kein Licht für andere Pflanzen durchlassen. Er breitet sich über bis sieben Meter lange unterirdische Ausläufer aus. Bereits aus kleinsten Pflanzen- und Wurzelstücken können neue Pflanzen wachsen.
Problematik
Da der Knöterich dicht und schnell wächst, verdrängt er einheimische Pflanzen. Seine starken Wurzeln können Bauten und Ufersicherungen zerstören. Da die Wurzeln im Winter absterben und den Boden schlechter stabilisieren als einheimische Pflanzen, ist der Boden zudem stärker der Erosion ausgesetzt.
Bekämpfung
Einzelne junge Pflanzen sollen ausgegraben werden. Eine Entfernung grösserer Pflanzen oder Bestände ist kaum, bzw. allenfalls nur mit Gift möglich. Dies muss von einer Fachperson ausgeführt werden. An Gewässern, in Naturschutzgebieten, Grundwasserzonen, Wald, Hecken und Feldgehölzen ist dies jedoch verboten. Dort müssen die Bestände häufig (bis zu 6mal pro Jahr) gemäht werden, um sie zumindest zu schwächen. Sogar die kleinsten Pflanzenteile müssen mit der Kehrichtabfuhr entsorgt und verbrannt werden, da bereits aus fingerlangen Stücken eine neue Pflanze wachsen kann. Belastetes Erdmaterial ist fachgerecht zu entsorgen. Entlang von Gewässern ist grösste Sorgfalt notwendig, da Pflanzenteile, die ins Wasser gelangen, abgeschwemmt werden und bachabwärts neue Bestände bilden können.
Weitere Informationen finden Sie auf dem Merkblatt zum Himalaja-Knöterich oder auf dem Merkblatt zum Japanischen Staudenknöterich, Sachalin- und Bastard-Knöterich von Info Flora.