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Geboren am 20. September 1924 in Dietisberg als Sohn von Lina und Gottfried Münger, erlebte Hansueli zusammen mit seiner Schwester eine glückliche Jugendzeit. Ein zweites Schwesterlein verstarb kurz nach der Geburt. Zwei Halbschwestern aus der ersten Ehe seines Vaters, deren Mutter in der schweren Grippezeit 1918 verstarb, vervollständigten den Familienkreis. Die Primarschule besuchte er im Kessibrunnholz, Kinderlehre und Unterweisung in Albligen. Am Karfreitag 1940 folgte die Konfirmation.
Nach der Schulentlassung arbeitete Hansueli Münger auf dem Hof seines Onkels in Oron. Danach musste er auf dem elterlichen Hof anpacken, da während der Aktivzeit von den Bauernfamilien fast Übermenschliches abverlangt wurde. Im Winter 1944 begann er die Rekrutenschule in Wangen an der Aare und erlitt nach zwei Wochen einen schweren Unfall. Nach halber Genesung musste er in die Sommer-RS in Bern, und nach drei Tagen Urlaub rückte er mit der Einheit 1/17 nach Damvant im Jura ein, wo an der Grenze der Weltkrieg tobte.
Nach Kriegsende besuchte er die landwirtschaftliche Schule Rütti, welche er 1948 abschloss. 1949 verstarb sein Vater unerwartet. 1951 heiratete er Züsi Jegerlehner, der Ehe entsprossen acht Kinder. Es folgten schöne Familienjahre. 1961 absolvierte er die landwirtschaftliche Meisterprüfung. Nebst der Arbeit auf dem Hof engagierte sich Hansueli als Schul-, Käserei- und Wasserversorgungspräsident und als Synodale. 1974 musste er sich, erst 50-jährig, einer Hüftoperation unterziehen, 1980 folgte ein zweiter Eingriff. 1988 erlitt er einen schweren Herzinfarkt.
Nach der Hofübergabe durfte er noch viele Reisen mit seinen Rütti-Kameraden ins Ausland mitmachen. Zuhause machte er oft Ausfahrten mit seiner Frau und einem Pferd mit Wagen. Auch war er stets für einen Schwatz zu haben und freute sich immer über Besuch. Im Herbst 2014 durfte er den 90. Geburtstag zu Hause erleben, danach liessen die Kräfte schnell nach. Am 23. November 2014 hat sich sein Lebenskreis nach kurzer Leidenszeit geschlossen. Eing.