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Ein stechender Schmerz zog sich durch meine linke Körperhälfte. Mein Kopf dröhnte, fühlte sich an, als ob er in wenigen Sekunden in zwei Teile zerbersten würde. Aus meiner Stirn drang eine warme, klebrige Flüssigkeit und tropfte langsam auf den kalten, nassen Asphalt. Meine Wange ruhte auf dem Boden und selbst mit geschlossenen Augen konnte ich das helle, gleissende Licht vernehmen, welches vor mir strahlte. Ich wollte wissen, woher es kam, doch mein gesamter Körper schrie schon bei der kleinsten Bewegung vor Schmerz auf. So liess ich es bleiben und lauschte stadtessen dem lauten Heulen einer Sirene, die immer näher kam.
Nur wenige Sekunden nach ihrem Verstummen, auf welches das Knallen von Autotüren folgte, umschloss mich eine drückende Dunkelheit und das allerletzte, was ich noch wahrnahm, waren die aufgeregten Stimmen vieler Männer.
„Er ist mit hundertfünfzig Kilometern in der Stunde durchs Dorf gebrettert.”
Die junge Polizistin senkte ihre Stimme ein wenig, so dass nur die Notärztin neben ihr sie hören konnte.
Die beiden Frauen standen vor dem Krankenwagen, aus dessen hinterem Teil noch immer Licht drang und Stimmen zu hören waren.
„Eine Schweinerei, dass sie sterben musste. Der Fahrer war besoffen “, murmelte die Ärztin.
Neben den beiden konnte man ein leises, klägliches Wimmern vernehmen. Der Mann, der den Unfall verursacht hatte sass (mit nichts als einem kleinen Kratzer im Gesicht) auf der Bordkante des Gehweges, eine Decke lag über seinen Schultern. In den Händen hielt er eine Flasche Wasser, über die in regelmässigen Abständen dicke Tränen rollten.
„Es tut mir leid. Es tut mir leid”, jammerte er unaufhörlich mit zitternder Stimme.
… das Ende des Textes kannst Du im Bleiwiis-Buch 2014 nachlesen. Es erscheint im Frühling 2015.