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Am 5. und 6. August starteten Ruth und ich für die Schweiz am Coupe de la Jeunesse in Castrelo de Mino (Spanien). Der Coupe ist für Junioren und Juniorinnen eine erste Möglichkeit sich zu messen und für die meisten ist es auch der erste Kontakt mit dem Landesverband.
Bereits Anfang Juni mussten wir uns bei einem Ergotest über 2km beweisen. Da wir beide das Zeitlimit geschafft hatten, wurden wir zu den Trials, welche einige Wochen später auf dem Rotsee stattfanden, eingeladen. Nach einigen Rennen in unterschiedlichen Booten und Zusammensetzungen wurde Ruth schlussendlich als Ersatzfrau und ich im Vierer ohne selektioniert.
Ende Juli war es dann Zeit für ein anderthalbwöchiges Trainingslager am Verbandsstützpunkt in Sarnen. In der eher kurzen Zeit entstand ein gutes Teamgefühl und ein im Rudern unverzichtbarer Zusammenhalt.
Am 4. August ging die lang ersehnte Reise nach Spanien endlich los. Nach einem zweieinhalbstündigen Flug erwartete uns noch eine zweistündige Busfahrt, bevor wir unsere erste Runde auf dem See drehen konnten. Trotz der Anstrengung der Reise und des Trainings, war die Stimmung super. Auch am Freitag absolvierten wir noch Trainings und am späten Nachmittag fand die Eröffnungsfeier mit Ruth als Fahnenträgerin statt.
Am Samstag gingen die Rennen los. Das Konzept des Coupes besteht daraus, dass jede Mannschaft sowohl am Samstag als auch am Sonntag, wenn nötig, einen Vorlauf und danach ein Finale fährt. Ich konnte mich schon am ersten Tag mit meiner Mannschaft trotz einiger Startschwierigkeiten direkt für den A-Final qualifizieren, wo wir mit dem vierten Platz ganz knapp am Podium vorbeirutschten. Auch Ruth konnte sich mit einem starken dritten Platz im Spare Race belohnen.
Am Sonntag begann alles von vorne. Wir mussten wieder durch den Vorlauf und verbesserten unseren dritten Platz vom Vortag noch auf den zweiten. Nicht nur im Vorlauf konnten wir uns verbessern. Im A-Finale glückte uns der Endspurt und wir konnten uns vom fünften auf den zweiten Platz vorarbeiten und sicherten uns somit unsere erste internationale Medaille.
Ruth fuhr ebenfalls noch ein Rennen und erarbeitete sich in jenem den vierten Platz.
Lotta P.