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Das Glarnerland liegt im östlichen Teil der Schweiz. Das Gebiet wird durch ein Haupttal und zwei Seitentäler definiert. Im Osten das Sernftal, im Westen das Klöntal und in der Mitte das gegen Süden abgeschlossene Linthhal. Im Norden sind es der Walensee und die Linthebene, die den Kanton abgrenzen.
Tiefe Schluchten und hohe Berge prägen das Bild des Glarnerlandes. Vom flachen Talboden auf 414 Meter Höhe steigt das Gelände bis auf über 3600 Meter (Tödi, 3614 m ü. M.). Diese Gegensätze widerspiegeln sich im Klima: Es wechselt innerhalb weniger Kilometer von mild am Walensee mit seiner südländischen Pflanzenwelt zu hochalpin auf den vergletscherten Berggipfeln; und bläst der Föhn durchs Tal, können Temperaturrekorde gemessen werden.
Der Kanton Glarus ist ein sehr ländliches Gebiet, jedoch auch eine der ersten und am stärksten industrialisierten Gegenden der Schweiz. Viele Fabrikgebäude entlang der Linth zeugen von der frühen Wasserkraftnutzung. Vor allem Textilindustrie, Maschinenbau, Holzverarbeitung und Baustoffindustrie waren schon früh dort angesiedelt.
Im 17. Jahrhundert war eine der wichtigsten Einnahmequellen der Landesplattenberg im Sernftal. Damals wurden Schieferprodukte in die ganze Welt exportiert. Heute ist das stillgelegte Bergwerk ein von Menschenhand und mit viel Schweiss geschaffenes Denkmal.
Der Klöntalersees gehört fast schon zum Pflichtprogramm bei einem Besuch im Glarnerland. Daneben gibt es noch viele weitere versteckte traumhafte Naturschönheiten. Andere Regionen sind vielleicht grösser, doch nur wenige sind so vielfältig und abwechslungsreich.