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Die Ultraschalluntersuchung der ableitenden Harnwege und der Geschlechtsorgane ergänzt die körperliche und urodynamische Untersuchung und ermöglicht eine genauere Beurteilung der Harnorgane und ihrer Funktion. Die Nieren werden auf ihre korrekte Lage im hinteren Bauchraum, ihre äußere Form und innere Struktur sowie ihre Größe untersucht. Der Untersucher fahndet nach einer Störung des Harnabflusses, nach Nierensteinen und Raumforderungen wie Zysten oder Tumoren.
Die Harnblase kann am besten in gut gefülltem Zustand untersucht werden, der Arzt achtet auf eine glatte Blasenwand und auf mögliche Fremdkörper in der Blase wie Blasensteine, Tumoren oder eine in die Blase hineingewachsene Prostata. Die Stärke des Blasenmuskels gibt Aufschluss über eine mögliche Abflussbehinderung. Bei Männern wird die Prostata durch den Enddarm hindurch untersucht. Diese Methode ermöglicht eine Beurteilung des Drüsengewebes und eine genaue Messung des Prostatavolumens. Übersteigt das gemessene Volumen einen Wert von 15ml, ist von einer Vergrößerung der Drüse auszugehen.
Bei Frauen kann die Funktion von Blase und Harnröhre durch die Scheide hindurch untersucht werden. Dabei werden die Länge der Harnröhre und ihr Winkel zur Blase gemessen, zuerst in Ruhe und dann beim Pressen und Hussten. Hier zeigt sich, ob eine Blasensenkung als Ursache einer Inkontinenz vorliegt.