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Wer heute um die Mittagszeit zur Sonne blicke, dem präsentierte sich ein Naturschauspiel: Der Mond schiebt sich teilweise vor die Sonne. Gegen 11.30 Uhr hat die Finsternis begonnen (westlich von Zürich etwas früher, im Osten etwas später) und dauerte bis circa 13.15 Uhr.
Das Phänomen ist eher selten. Für eine totale Sonnenfinsternis reicht es dieses Mal allerdings nicht. In der Schweiz erreicht die Verfinsterung bereits ihr Maximum mit einem Wert von 7 Prozent. Auf eine totale Sonnenfinsternis muss man sich in der Schweiz noch «ein bisschen» gedulden: Am 3. September 2081 kann man das äusserst seltene Himmelsschauspiel hierzulande erleben.
Deutlich spektakulärer sieht es in Russland, Kanada und Grönland aus: Dort kann man innerhalb eines 500 bis 700 Kilometer breiten Streifens von Nordost-Kanada, über das Polarmeer nördlich von Grönland und bis nach Nordost-Sibirien eine ringförmige Sonnenfinsternis beobachten.
Bei der ringförmigen Sonnenfinsternis wirft der Mond einen Kernschatten und lässt nur noch einen leuchtenden Sonnenring frei. Er verdeckt die Sonne allerdings nicht vollständig wie bei einer totalen Sonnenfinsternis, weil er derzeit von der Erde sehr weit entfernt ist und damit zu klein erscheint.
Auf die Schweiz und 59 andere Länder fällt der Halbschatten des Mondes. Je nördlicher man sich in Europa aufhält, desto mehr versteckt sich die Sonne hinter dem Mond. In Chiasso im südlichen Tessin ereignet sich mit knapp über vier Prozent die geringste Bedeckung, die grösste Abdeckung kann man im Pruntruter-Zipfel im Kanton Jura beobachten, wie die Schweizerische Astronomische Gesellschaft in ihrem Magazin Orion schreibt.
Letztmals verfinsterte sich die Sonne über Mitteleuropa am 20. März 2015 partiell, damals zu über 70 Prozent, wodurch es merklich dunkler und kühler wurde.
Die nächste eindrucksvolle Finsternis wird in der Schweiz am Abend des 12. August 2026 sichtbar sein. Kurz vor Sonnenuntergang werden über neunzig Prozent der Sonne durch den Mond abgedeckt, sodass nur noch eine schmale Sichel übrig bleibt.
Ohne entsprechende Schutzbrille sollten Schaulustige während der astronomischen Besonderheiten nie in die Sonne spähen, normale Sonnenbrillen reichen nicht aus. Auch ein Teleskop darf niemals ohne spezielle Filter auf die Sonne gerichtet werden. (sda/cst)