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Servette hat am Sonntag die Young Boys 2:1 geschlagen und bleibt in der Raiffeisen Super League punktgleich hinter Basel Dritter. Boubacar Fofana und Koro Koné trafen für die Genfer und sorgten dafür, dass die Grenat hinter den Young Boys und Luzern das nun drittbeste Team der Liga seit Januar sind.
Im Schweizer Cup hat sich Servette diese Saison recht schwer getan. Im Achtelfinal in Vevey lag die Mannschaft von Alain Geiger früh 0:1 zurück und musste in der 81. Minute nochmals den Ausgleich hinnehmen, ehe Kastriot Imeri in der Schlussphase noch bei zwei Foulpenaltys Anlauf nehmen konnte und für den 4:2-Sieg sorgte.
Im Viertelfinal in Kriens nahmen die Grenat den Umweg über die Verlängerung, in der sie sich mit 3:2 durchsetzten. Grejohn Kyei, in der Meisterschaft mit 11 Saisontoren bester Schütze von Servette, glückte in der 85. Minute das 2:2, schliesslich wurde unser nächster Gegner durch ein Krienser Eigentor erlöst.
Statistisches:
- Zuletzt unterlagen wir Servette im kybunpark am 3. März 0:1. Torschütze war Grejohn Kyei. Das erste Heimspiel gewannen wir am 4. Oktober 2020 durch einen Treffer von Kwado Duah 1:0.
- Dazwischen gab es am 10. Februar im Stade de Genève ein 2:2. Basil Stillhart (7.) und Jérémy Guillemenot (48.) schossen uns zweimal in Führung, Kyei (20.) und ein Betim Fazliji zugeschriebenes Eigentor (60.) brachten Servette zweimal den Ausgleich.
- Servette steht erstmals seit 20 Jahren im Cup-Halbfinal. Damals empfingen sie am 3. Mai 2001 noch im alten Stade des Charmilles ebenfalls den FCSG, gewannen 1:0 durch ein Tor von Alex Frei. Im Final wurde Yverdon 3:0 besiegt, was für Servette der 7. Cupsieg war. Es ist der bisher letzte Titel in der Clubgeschichte und war für Lucien Favre zugleich der erste in seiner Trainerkarriere.
- Im letzten von bisher 6 Duellen im Cup setzten wir uns am 21. November 2009 im Stade de Genève mit 2:1 nach Verlängerung durch. Wir trafen als Super-League-Vertreter auf den 13. der Challenge League, der uns das Leben schwer machte und durch den Portugiesen Tozé in Führung ging. Den Ausgleich besorgte Moreno Merenda erst in der 90. Minute, Zé Vitor, Portugiese in unseren Farben, war in der 98. Minute der Siegtreffer vergönnt.
- 1985 und 1986 kam es zweimal hintereinander zu Viertelfinals zwischen uns und Servette. Am 4. April 1985 setzte sich Servette zuhause mit 3:0 durch.
- Am 31. März 1986 - einem Ostermontag - sahen 12'000 Zuschauer auf dem Espenmoos ein packendes 0:0, und dann ein Penaltyschiessen mit zwei starken Goalies. Bruno Huwyler wehrte drei Versuche ab, Servettes Erich Burgener zwei. Auf unserer Seite scheiterten aber auch Beat Rietmann am Pfosten und Peter Germann, der daneben schoss, weshalb Servette weiterkam.
- Ein weiteres Halbfinal-Duell gab es am 7. April 1969 im Krontal. Wegen des Tribünen-Neubaus wich der FCSG damals ins Stadion des SC Brühl aus. 9500 Zuschauer sahen am Ostermontag ein spielerisch überlegenes Servette, aber einen FCSG, der kämpferisch beeindruckte. Mit einem 3:0-Sieg zogen wir in den Cupfinal ein. Die Tore erzielten Peter Meier (7. und 81. Minute) und Leo Bauer (92.). Bei den Genfern wurde in der 57. Minute Goalie Jacky Barlie nach einer Tätlichkeit vom Platz gestellt - der Vorgang wurde sehr kontrovers gesehen. Am Pfinstmontag stieg dann der Final in Bern, der uns gegen die AC Bellinzona den noch immer einizgen Cupsieg brachte.
- Das erste Aufeinandertreffen im Cup gab es am 5. Februar 1928, als Servette auf dem Espenmoos 3:1 gewann. Die Meisterschaft der Serie A war damals noch in drei Gruppen aufgeteilt. Der FCSG war im Osten hinter vier Zürcher Teams, Lugano und Winterthur Siebter, Servette im Westen hinter Etoile Carouge Zweiter und damit Favorit. Servette glänzte nicht, gewann aber 3:1. Tschumper hiess der Schütze unseres Ausgleichtreffers in der 50. Minute. Servette wurde in jener Saison mit einem 5:1 im Final gegen die Grasshoppers erstmals Cupsieger.