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Der als «Carlos» bekannte Häftling bleibt noch länger in Haft. (Bild: Keystone-SDA)
Doch keine Verwahrung
Im Fall «Carlos» hat das Zürcher Obergericht den Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Verwahrt wird der junge Mann aber nicht.
Das Zürcher Obergericht hat «Carlos» am Mittwoch zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 4 Monaten verurteilt. Der 25-Jährige war angeklagt, weil er im Gefängnis Mithäftlinge und Mitarbeiter angegriffen und teilweise verletzt hatte.
Das Obergericht änderte damit das Urteil der Vorinstanz, des Bezirksgerichtes Dielsdorf. Dieses hatte für Brian, wie er mit richtigem Namen heisst, eine «kleine Verwahrung» angeordnet, also eine Therapie hinter Gittern. Nun bleibt es bei einer Freiheitsstrafe.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Sowohl Staatsanwalt als auch Brian selber können es noch ans Bundesgericht weiterziehen. Brian hatte argumentiert, dass er von den Gefängnisangestellten immer wieder provoziert und auch rassistisch beleidigt worden sei. Seine Anwälte betonten, dass die Haftbedingungen Folter seien. Man könne Brian nicht vorwerfen, dass er sich dagegen zur Wehr setze. (sda/nfa)
Erstellt am: 16. Juni 2021