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1559, liess Blaise Junod, Statthalter der Seigneurie von Valangin, das Château d’Auvernier erbauen. Seine Enkel verkauften den Besitz an Jean-Jacques Tribolet, der in der Armee von Henri de Navarre, dem späteren Henri IV, König von Frankreich, mit Auszeichnung diente.
Dieser schlug ihn bei der Schlacht von Ivry am 14. März 1590 zum Ritter, wegen seines vorbildlichen Verhaltens gegenüber dem Feinde.
Dreizehn Jahre später verkaufte Tribolet das Château d’Auvernier an Pierre Chambrier, eine bedeutende Persönlichkeit seiner Zeit. Im Vertrag von 1603 war auch der Verkauf des Weingutes vorgesehen, das 19 ‘fossuriers’ Rebland umfasste, was heute einer Rebfläche von rund 7 Hektaren entsprechen würde.
So trat die Familie Chambrier in das Leben des Château d’Auvernier. Dieser Familienname sollte ihm den Eigentumsurkunden zufolge von 1603 bis 1823 erhalten bleiben.
Doch auch darüber hinaus sollten die Frauen durch Heirat die Blutlinie der Familie Chambrier weiter führen, auch wenn sie Namen wie Sandoz-Rollin, Pourtalès, Montmollin oder Grosjean trugen.
Seit rund 400 Jahren, seit 1603, ist das Château d’Auvernier also in Familienbesitz, und seine Kelterei produziert Weine, die in der Schweiz wie im Ausland in den Verkauf gelangen. Heerführer im Dienste Frankreichs, Savoyens und der Vereinten Provinzen, Regenten des Fürstentums Neuenburg, ein Kämmerer des preussischen Königs und Freund von Jean-Jacques Rousseau sowie mehrere Staatsräte haben sich abgelöst, ohne dass der Wein je aufgehört hätte, die Seele und Zweckbestimmung des Château zu sein.
So entspricht es denn auch ganz dem Geiste der Caves du Château d’Auvernier, für den Fortbestand dieser Tradition zu sorgen.