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Feigwarzen sind zusammen mit anderen durch HPV (humanes Papillomavirus) verursachten Genitalwarzen die am häufigsten durch Viren ausgelöste Geschlechtskrankheit weltweit. Von dem Erreger sind mehr als 100 bekannte Vertreter bekannt.
Die auch als spitze Kondylome (lat.: Condylomata acuminata) bezeichneten Feigwarzen treten überwiegend an den Schamlippen, der Scheide und am Penis auf (daher die Bezeichnung Genitalwarzen), aber auch in Harnröhre, Analkanal, Enddarm und in seltenen Fällen am Gebärmutterhals. Typischerweise rufen Feigwarzen nur geringe bis keine Symptome hervor und sind leicht zu übersehen. In seltenen Fällen breiten sich durch HPV verursachte Warzen im Genitalbereich aber aus und können sich zu bösartigen Tumoren entwickeln.
Die Feigwarzen-Behandlung besteht wie bei allen Warzen darin, die betroffene Haut mit Zytostatika oder Trichloressigsäure zu bestreichen. Ausserdem lassen sich die durch HPV bedingten Hautveränderungen wie Feigwarzen mit Kryotherapie (durch Vereisen), Elektrotherapie und per Laser entfernen. Die Warzen chirurgisch (d.h. durch Herausschneiden) zu behandeln ist nicht empfehlenswert, da hierdurch Narben entstehen und eine so behandelte Warze oft wieder auftritt (rezidiviert). Die Prognose von Feigwarzen ist im Allgemeinen sehr gut. Die häufigste Komplikation ist die Veränderung zu einem bösartigen Tumor (Karzinom).
Feigwarzen, auch als Condylomata acuminata oder spitze Kondylome bezeichnet, sind durch HPV (humane Papillomviren) verursachte Hautveränderungen, die überwiegend den Genitalbereich betreffen.
Da HPV sexuell übertragbar sind, zählen Feigwarzen ebenso wie alle anderen durch HPV bedingten Genitalwarzen zu den Geschlechtskrankheiten (sexually transmitted diseases, STD).
Zunächst sind Feigwarzen immer gutartige Haut- und Schleimhauttumoren, die gelegentlich spontan (d.h. von selbst) heilen. Allerdings steht das ursächliche Virus HPV sowohl bei Männern als auch bei Frauen eindeutig mit Vorstadien bösartiger Tumoren (sog. Präkarzinome) und mit Karzinomen im Genitalbereich in Verbindung: So ist beispielsweise bei fast 100 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs HPV nachweisbar.
Das humane Papillomavirus (HPV) kann neben den klassischen Feigwarzen und anderen Warzen im Genitalbereich auch Hautwarzen ausserhalb der Genitalien hervorrufen.
Feigwarzen weisen zusammen mit anderen durch HPV (humane Papillomaviren) verursachten Genitalwarzen weltweit unter allen virusbedingten Geschlechtskrankheiten die grösste Häufigkeit auf: Jedes Jahr entwickeln mehr als 30 Millionen Menschen eine HPV-Neuinfektion. Da die meisten HPV-Infektionen der Genitalien ohne Symptome ablaufen, wissen mehr als die Hälfte der Infizierten nichts von ihrer Erkrankung. Obwohl Männer und Frauen gleichermassen empfänglich für HPV-Infektionen sind, entwickeln Frauen häufiger mit HPV verknüpfte bösartige Tumoren.
Feigwarzen (Condylomata acuminata) liegen Infektionen mit einem bestimmten Virus namens HPV (humanes Papillomavirus) als Ursachen zugrunde. Dieser Erreger gehört zur Familie der Papillomaviren. Deren verschiedene Vertreter verursachen jeweils nur bei ganz bestimmten Tieren warzenartige Geschwulste (sog. Papillome), die dazu neigen, zu entarten. Ein humanes Papillomavirus ist demnach nur bei Menschen Auslöser von solchen Geschwulsten, zu denen die Feigwarzen zählen. Weltweit sind mehr als 100 unterschiedliche HPV-Typen bekannt. Die Einteilung dieser Erreger erfolgt – je nachdem, wie hoch das mit ihnen verbundene Krebsrisiko ist – in HPV-Typen mit geringem Risiko (sog. Low-Risk-Typen) und in HPV-Typen mit hohem Risiko (sog. High-Risk-Typen). Entsprechend können HPV-Infektionen je nach ursächlichem Erreger neben Feigwarzen auch andere Veränderungen der Haut und Schleimhaut hervorrufen – sowohl im Genitalbereich (insgesamt sind über 30 HPV-Typen die Ursachen für Genitalwarzen) als auch an anderen Körperstellen. Die für folgende Warzen verantwortlichen humanen Papillomaviren gehören zu den Low-Risk-Typen:
Die für Feigwarzen (Condylomata acuminata) verantwortliche HPV-Infektion hat ihre Ursachen in kleinsten Verletzungen (Mikroverletzungen) von Haut und Schleimhaut. Die Übertragung der Erreger kann auf verschiedenen Wegen erfolgen; vorwiegend kommt es beim Geschlechtsverkehr zur HPV-Infektion. Aufgrund dieser überwiegend sexuellen Übertragung der humanen Papillomviren zählen Feigwarzen zu den Geschlechtskrankheiten (sexually transmitted diseases, STD). Entsprechend haben junge, sexuell aktive Erwachsene ein besonders hohes Risiko für eine Ansteckung mit Feigwarzen. Rauchen und die Antibabypille begünstigen eine HPV-Infektion.
Weitere mögliche Ursachen für eine HPV-Übertragung sind gemeinsames Baden oder mit dem Erreger verunreinigte Gegenstände. Ausserdem kann sich ein Kind während der Geburt mit HPV infizieren, wenn die Mutter Feigwarzen hat. Die Viren dringen bei einer HPV-Infektion über Mikroverletzungen in die Zellen der Epithelien ein und vermehren sich in deren Zellkernen. Die Feigwarzen entwickeln sich innerhalb von drei Wochen bis zu acht Monaten nach der Infektion.
Bei Feigwarzen sind wie bei anderen durch HPV (humane Papillomviren) verursachten Warzen die Symptome davon abhängig, an welcher Stelle die Hautveränderungen auftreten. Viele Genitalwarzen sind kaum sichtbar und lösen nur wenige oder gar keine Beschwerden aus.
Die Feigwarzen, auch als Condylomata acuminata oder spitze Kondylome bezeichnet, bilden sich, wenn es durch Schmierinfektion über Mikroverletzungen zur HPV-Infektion der Haut oder Schleimhaut kommt: Dann entstehen als Symptome zunächst flache, einzelne oder beetartig angeordnete kleine Knötchen (Papeln), die schwer zu erkennen sind. Eine Feigwarze (Kondylom) kann weiterwachsen und eine hahnenkamm- oder blumenkohlartige Form mit rötlicher, grau-bräunlicher oder weisslicher Farbe annehmen. Typischerweise treten diese Warzen an den Schamlippen, der Scheide und am Penis auf (daher die Bezeichnung Genitalwarzen), aber auch in Harnröhre, Analkanal, Enddarm und in seltenen Fällen am Gebärmutterhals. Da die Papeln bei Feigwarzen sehr infektiös sind, kann es zu HPV-Infektionen aufeinanderliegender Hautfalten kommen.
Neben den klassischen Feigwarzen können Infektionen mit HPV zu weiteren Haut- und Schleimhautveränderungen führen, die durch unterschiedliche Symptome gekennzeichnet sind: Condylomata plana, Buschke-Löwenstein-Tumoren sowie pigmentierte papulöse Effloreszenzen im Genitalbereich oder auch gewöhnliche Warzen an anderen Körperstellen.
An den für die klassischen spitzen Feigwarzen (Condylomata acuminata) typischen Stellen können HPV-Infektionen weitere Kondylome hervorrufen, deren Symptome ein anderes Erscheinungsbild ergeben: Bei den sogenannten Condylomata plana bilden sich flache und meist hautfarbene Warzen, weshalb sie sehr leicht zu übersehen sind.
In seltenen Fällen können Feigwarzen auch stärker ausgeprägt sein: Die durch HPV-Infektion entstandenen Feigwarzen beginnen riesenhaft zu wuchern und lagern sich auf den Genitalien zu grossen Beeten zusammen – es entstehen sogenannte Riesenkondylome oder Buschke-Löwenstein-Tumoren. Bei dieser Verlaufsform der Kondylome können schwere Symptome auftreten: Die Wucherung kann in ein in das Gewebe eindringendes und zerstörendes Wachstum übergehen. Ausserdem können sich Fisteln zur Harnröhre, in den Analkanal oder den Enddarm bilden. Der Übergang zu einem Plattenepithelkarzinom der Haut ist möglich.
Neben Feigwarzen kann eine Infektion mit HPV (humanes Papillomavirus) auch Symptome auslösen, die nicht dem typischen Bild einer Warze entsprechen: pigmentierte, papulöse Effloreszenzen. Hierbei handelt es sich um halbkugelige oder flache Hautveränderungen mit oder ohne bräunliche Pigmentierung, die sich an den für Genitalwarzen typischen Stellen befinden. Im Gegensatz zu den Warzen neigen die Effloreszenzen nicht zur Beetbildung. Ein Übergang zur bösartigen (malignen) Entartung ist möglich.
Neben Feigwarzen und anderen Warzen im Genitalbereich können humane Papillomviren (HPV) auch an anderen Körperstellen Symptome einer Hautinfektion auslösen: Solche Verruca vulgaris beziehungsweise gemeine Warzen treten am Unterbauch, am Oberschenkel, an den Händen oder im Gesicht auf. Typisches Anzeichen für diese Warzen ist eine scheinbar hornig verdickte Hautschicht. Zentral können kleine Pigmentierungen oder kleine Gefässe auftreten.
Bei Feigwarzen und anderen durch HPV (humane Papillomaviren) hervorgerufenen Genitalwarzen gelingt die Diagnose in den meisten Fällen bereits anhand des typischen Erscheinungsbilds. Im Anfangsstadium sind die Papeln auf der betroffenen Haut jedoch unter Umständen nicht oder nur schlecht zu sehen. Um sie sichtbar zu machen, besteht die Möglichkeit, sie mit einer dreiprozentigen Essigsäure zu betupfen, um sie weiss anzufärben. Entsprechend dem Essigsäuretest bei Feigwarzen und anderen Genitalwarzen der äusseren Geschlechtsorgane lassen sich Warzen in der Harnröhre durch eine Fluoreszenz-Urethroskopie (Harnröhrenspiegelung) markieren.
Da Feigwarzen und andere Warzen im Genitalbereich auch mit der Entstehung von Hautkrebs verknüpft sein können, ist es im Zweifelsfall nötig, zur Diagnose eine Probe zur mikroskopischen Untersuchung zu entnehmen. Ausserdem ist es wichtig, die Infektion mit anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen auszuschliessen, da sie die HPV-Infektion verstärken oder durch diese verdeckt sein können.
Bei Feigwarzen und anderen durch HPV (humanes Papillomavirus) bedingten Genitalwarzen richtet sich die Therapie immer nach Grösse und Ausbreitung der Hautveränderungen. In vielen Fällen ist eine wiederholte Behandlung erforderlich, die durch ein erneutes Auftreten von Läsionen während der Therapie kompliziert wird. Auch nach Abheilung der Warzen im Genitalbereich sind über einen gewissen Zeitraum Kontrollen des Behandlungsergebnisses empfehlenswert.
Die verschiedenen Möglichkeiten der Therapie von Feigwarzen und anderen HPV-Hautinfektionen reichen von einer Selbsttherapie durch Medikamente bis zu verschiedenen ärztlichen Behandlungen. Zur Eigentherapie von Genitalwarzen sind die Zytostatika Podophyllotoxin oder Imiquimod geeignet, mit denen Sie die Warzen bestreichen. Dabei ist es wichtig, die nicht erkrankten Hautstellen sorgfältig abzudecken und die Behandlung nur auf kleine Hautbereiche zu beschränken. Zu beachten ist, dass Zytostatika in geringen Mengen durch die Haut in Ihren Körper gelangen und ihrerseits Tumorerkrankungen auslösen können. Während der Schwangerschaft sind diese Mittel gegen Warzen grundsätzlich nicht zu empfehlen.
Ärzte verwenden für das Bestreichen von Feigwarzen oder anderen Genitalwarzen Trichloressigsäure.
Ausserdem stehen zur ärztlichen Therapie von HPV-Infektionen der Haut oder Schleimhaut die Kältetherapie (Kryotherapie: Warzen vereisen), Elektrotherapie und Lasertherapie zur Verfügung. Die Warzen chirurgisch zu entfernen, also herauszuschneiden, ist keine empfehlenswerte Therapie, da sie mit Narbenbildung und hoher Rezidivrate (d.h. die Warzen treten mit grosser Wahrscheinlichkeit erneut auf) verbunden ist.
Behandelte Feigwarzen und andere durch HPV (humane Papillomviren) bedingte Warzen zeigen in der Regel einen guten Verlauf. Gelegentlich kommt es auch ohne Behandlung zu Spontanheilungen. Schlechter ist die Prognose bei einem ausgedehnten Befall durch wuchernde Feigwarzen (Buschke-Löwenstein-Tumoren) und beim Übergang von Genitalwarzen zu bösartigen Tumoren.
In seltenen Fällen können HPV-bedingte Feigwarzen bei schwangeren Frauen zu einer Komplikation führen: Durch Buschke-Löwenstein-Tumoren kann es zu einer Verlegung der Geburtswege kommen. Ein ausgedehnter Befall macht daher eine Entbindung durch einen Kaiserschnitt erforderlich.
Feigwarzen und anderen durch HPV (humane Papillomviren) verursachten Genitalwarzen können Sie auf verschiedene Weise vorbeugen. Da die HPV-Infektion durch sexuelle Übertragung entsteht, besteht eine mögliche Massnahme darin, beim Geschlechtsverkehr konsequent Kondome zu verwenden: Dadurch lässt sich das Risiko einer HPV-Übertragung zwischen Mann und Frau senken. Ein vollständiger Schutz vor einer HPV-Infektion ist jedoch nur durch sexuelle Enthaltsamkeit oder durch Monogamie beider Partner ab dem ersten Sexualkontakt möglich.
Feigwarzen und andere durch HPV bedingte Genitalwarzen sind zunächst zwar immer gutartig, doch das ursächliche Virus steht sowohl bei Männern als auch bei Frauen eindeutig mit Vorstadien bösartiger Tumoren (sog. Präkarzinome) und mit Karzinomen im Genitalbereich in Verbindung. Da sich in fast allen Fällen von Gebärmutterhalskrebs HPV nachweisen lässt, ist für alle Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren zum Vorbeugen von Gebärmutterhalskrebs eine Impfung gegen die HPV-Typen 6,11, 16 und 18 empfehlenswert.