Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03611.jsonl.gz/267

In der Schweiz gibt es unter den Ausländern besonders viele Unternehmer
Bei der ersten Generation von Migrantinnen und Migranten beläuft sich dieser Anteil sogar auf 9,1%. Herkunftsübergreifend liegt der Firmengründeranteil im landesweiten Durchschnitt bei 5,9%.
Die Schweizer Daten für den GEM 2012 wurden von der Hochschule für Wirtschaft Freiburg in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und der SUPSI Manno im Tessin erfasst. Die Autoren der Studie haben rund 2'000 Telefonbefragungen und 36 Experteninterviews durchgeführt.
Zu den auffälligsten Ergebnissen der Umfrage gehört die hohe Gründungsaktivität der Schweizer Frauen. Im internationalen Vergleich hat die Schweiz einen sehr hohen Anteil an Unternehmerinnen. Während 2003 auf 2,3 männliche Gründer nur eine Frau kam, ist das Geschlechterverhältnis heute nahezu ausgeglichen.
Die Autoren des GEM 2012, die für die Schweiz zuständig waren, heben noch eine weitere bedeutsame Entwicklung hervor: Obwohl die Schweizer Erwerbstätigen seltener als in den vergangenen Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit wagten, hat die Angst vor dem Scheitern deutlich abgenommen. Unser Land ist bei diesem Thema mittlerweile mit den USA vergleichbar.
Was das Alter der Firmengründerinnen und -gründer anbelangt, so hält die Schweiz dagegen an ihren Traditionen fest. In der Altersgruppe der 18- bis 24-jährigen ist die Gründungsaktivität im internationalen Vergleich am niedrigsten. Erwartungsgemäss ist sie dafür in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen besonders hoch.