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Sportliche Betätigung wirkt sich deutlich positiv auf die Stärke, die Häufigkeit und die Dauer einzelner Migräne-Attacken von Patienten aus. Das hat eine Studie an der Universität Kiel gezeigt, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, Link öffnet in einem neuen Fenster durchgeführt wurde. Verglichen wurde in der Untersuchung die Wirkung von Joggen und von Walking auf Migräne.
Acht Wochen lang beobachteten die Forscher die Entwicklung der Migräne-Symptome vor und nach dem Training bei Patienten, die durchschnittlich bereits seit 20 Jahren erkrankt waren. Sowohl in der Jogginggruppe als auch in der Walkinggruppe zeigte sich, dass sich Sport bei der Migräne-Erkrankung positiv auswirkt.
Bei dreimaligen Training à 30 Minuten pro Woche gingen die Migräne-Tage in der Jogginggruppe um 17,2 Prozent und die Kopfschmerzstunden um 21,8 Prozent pro Monat zurück. In der Walkinggruppe kam es aufgrund der moderaten Bewegung pro Monat zu durchschnittlich 1,3 Attacken weniger.
Als Erklärung für die vom Ausdauersport erwarteten Effekte wird ein Ansteigen der Schmerzschwelle vermutet. Ausdauersport beschleunigt möglicherweise den Abbau von unter Stress ausgeschütteten Hormonen, was wiederum die individuelle Schmerzschwelle der Patienten beeinflusst.