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In Flüelen wird Gestein aus dem Gotthard in den See geschüttet
Wie die Verantwortlichen des Projekts Seeschüttung Urnersee am Freitag mitteilten, dient das vom 4. April bis 7. Juni eintreffende Gneis- und Granitgestein als Material für eine Probeschüttung. Dabei handelt es sich um 100'000 Tonnen Gestein. Richtig los geht es Ende 2024. Ab dann werden täglich sieben Güterzüge aus Göschenen in Flüelen eintreffen.
Für die Seeschüttung wurde der Industriehafen Flüelen ausgebaut. Das Ausbruchmaterial wird mit einem Förderband zur Naue befördert und dann von dieser ins Gebiet «Allmeini» gebracht, wo ein altes Baggerloch gefüllt wird. Weitere Schüttungen wird es im Gebiet Schanz geben.
Wassertrübung vermeiden
Im «Allmeini» befindet sich eine schwimmende Andockstelle. Diese Pontonanlage verfügt über eine zehn Meter lange Unterwasserschürze. Diese Konstruktion soll dafür sorgen, dass der See beim Ausschütten des Gesteins möglichst wenig getrübt wird.
Mit den Seeschüttungen sollen Eingriffe am Südufer des Vierwaldstättersees korrigiert und Flachwasserzonen wieder hergestellt werden. Die Begradigung der Reuss ab 1851 und der Kiesabbau ab 1905 führten zu einer Erosion des Ufers und beeinträchtigten das Delta.
Später auch Gestein von der neuen Axenstrasse
Seeschüttungen gab es bereits 2001 bis 2008 mit Material aus dem Gotthardbasistunnel und dem Umfahrungstunnel Flüelen. Damit wurden drei Naturschutzinseln und drei Badeinseln geschaffen.
Die zweite Phase der Seeschüttung dauert bis 2029. Neben dem Ausbruch aus der zweiten Röhre des Gotthardstrassentunnels wird auch solches aus dem geplanten Sisikonertunnel der neuen Axenstrasse verwendet.
(sda)