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Im März seien dort fast 19'000 unbegleitete Kinder aufgegriffen worden, teilte die US-Grenzschutzbehörde CBP am Donnerstag mit. Das seien doppelt so viele wie einen Monat zuvor. Im Februar waren nach Angaben der Behörde knapp 9'500 unbegleitete Minderjährige über die Grenze gekommen.
Generell gingen die Zahlen im März deutlich nach oben: Insgesamt 172'000 Personen seien im Laufe des Monats beim Versuch des Grenzübertritts aufgegriffen worden – 71 Prozent mehr als im Februar. Mehr als 100'000 Migranten wurden demnach wieder zurückgeschickt. Familien und alleinstehende Erwachsene werden von den US-Behörden zum Grossteil wieder ausgewiesen, unbegleitete Minderjährige aber nicht.
Die Biden-Regierung steht wegen der dramatisch gestiegenen Zahl ankommender Migranten an der Südgrenze der USA unter wachsendem Druck – zumal darunter immer mehr unbegleitete Minderjährige sind. Die Republikaner beschuldigen den demokratischen Präsidenten, mit seiner liberaleren Migrationspolitik eine Krise an der Grenze ausgelöst zu haben. Bidens Regierung spricht von «Herausforderungen» und vermeidet den Begriff Krise.
Ex-Präsident Donald Trump hatte eine harte Abschottung der Südgrenze zu einer seiner Prioritäten gemacht. Die Regierung seines Nachfolgers Biden hat diese Politik zum Teil revidiert und generell einen Kurswechsel in der Migrationspolitik eingeleitet.