Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03251.jsonl.gz/1297

geb. --.--.----
Anagrelid und Moxifloxacin beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Risiko für ventrikuläre Arrhythmien und erhöhte Anagrelidkonzentrationen
Mechanismus
Beide Arzneistoffe können eine Verlängerung der QTc-Zeit im EKG hervorrufen [Mehrzad R, 2015]. In Kombination kann es zu additiven Effekten kommen.
Effekt
Unter Anagrelid in Kombination mit Fluorchinolonen kann zu einer additiven Verlängerung der QT-Zeit im EKG kommen. Das Risiko für kardiale Arrhythmien vom Typ Torsades de pointes kann erhöht sein [Briasoulis A, 2011].
Empfehlung
Die Kombination sollte vermieden werden. Ist eine gleichzeitige Gabe unumgänglich, ist eine sorgfältige Kontrolle der QT-Zeit im EKG vor Beginn der Therapie sowie im Verlauf durchzuführen. Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium und Magnesium) sollten überwacht und hochnormal eingestellt werden. Verlängert sich die QTc-Zeit unter der Therapie auf über 500ms oder um mehr als 60ms im Vergleich zur Baseline, ist die Therapie abzusetzen. Engmaschige Untersuchungen des Blutbildes sind ebenfalls durchzuführen, die Anagrelid-Dosis sollte vorsichtig nach klinischem Ansprechen titriert werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018