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Edgard Varèse: Die Musik der 1920er Jahre
Wirkung – Werk – Interpretation. Öffentlicher Vortrag von Dr. Federica Di Gasbarro (Universität Basel)
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Auch wenn der Name Edgard Varèse in der Musikgeschichte insbesondere mit seinen Kompositionen für Schlagzeug und seinen Stücken für «organisierten» (sprich: elektronischen) Klang verbunden wird, enthalten die Orchester- und Kammermusikpartituren der 1920er Jahre bereits alle Errungenschaften, die für seinen Beitrag zu einer Erweiterung der Klangvorstellung in der Musik des 20. Jahrhunderts ausschlaggebend geworden sind. Der Vortrag versucht, durch das Ineinanderwirken von drei komplementären Vektoren, Varèses Schaffen prismatisch aufzubrechen.
Die Ausgangskräfte bilden einerseits die Wirkungsgeschichte seiner Musik, die sich sowohl mit dem Entstehungskontext als auch mit seinem Einfluss auf die nachfolgenden Komponistengenerationen beschäftigt, andererseits ihre Ausführung, die heute auch durch spätere musikhistorische Entwicklungen befruchtet wird, in denen sich spezifische Potenzialitäten seiner musikalischen Ideen zeigen. Das Ziel ist eine neue Annäherung an Varèses Werk, welches zugleich Ursprungspunkt und Resultate dieses Kräftefelds darstellt.