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Subjektive Lebensqualität in der Evaluationsforschung der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit
Eine qualitative Untersuchung der dynamischen Anteile quantitativ gemessener Lebensqualitätsverläufe
Die vorliegende Arbeit zeigt das Potential und die Risiken von Subjektiven Lebensqualitätsmessungen als Outcome-Kriterium für die Evaluationsforschung in der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit auf. Mit Bezug auf die in der Lebensqualitäts-forschung geführten Debatten zu Response Shift und zur Wohlbefinden-Homöostase wird anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse untersucht, inwiefern intraindividuelle Anpassungsprozesse quantitativ erhobene Lebensqualitätsverläufe beeinflussen. Die Ergebnisse betonen die Wichtigkeit der theoretischen Reflexion sowohl bei der Wahl der Lebensqualitäts-instrumente als auch bei der Interpretation der Lebensqualitätsverläufe. Es wird aufgezeigt, dass ein quantitativer Lebensqualitätsverlauf erheblich von dem sich verändernden subjektiven Bewertungsmassstab beeinflusst wird und ein Ausdruck der individuellen Lebensbewältigung darstellt. Zudem wird dargelegt, dass anhand des subjektiven Lebensqualitäts-verlaufs keine eindeutige Aussage darüber gemacht werden kann, ob eine positive oder negative Entwicklung im Sinne einer gelingenderen Lebensführung stattgefunden hat.