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Löwencenter
Adresse
6004 Luzern
LU
Architektur
Weitere Bauphasen
Das Löwencenter besitzt eine hohe bauliche Dichte und ist somit ein wertvoller Beitrag an dieser zentralen Lage in Luzern. Aufgrund der differenzierten Ausbildung der grossen Bauvolumen fügt sich der in den 1980er-Jahren realisierte Komplex gut in die Umgebung ein – der örtliche Massstab bleibt gewahrt. Der Umbau der Ladenpassage brachte eine geschlossene Strassenfront und zeitgemässe Gewerbeflächen. Es wird sich zeigen, wie der Komplex den kommerziellen Interessen der Mieter auch zukünftig gerecht werden kann.
Chronologie
Die Basler Architekten Hans Zwimpfer und Ruedi Meyer gewannen 1979 den Wettbewerb für den Bau des Löwencenters. Das Einkaufs- und Gewerbezentrum sowie die zugehörigen Wohnungen wurden während vier Jahren errichtet und 1986 eröffnet. Der Baukomplex ersetzte mehrere Vorstadthäuser und Gewerbebauten. Zehn Jahre später wurde die Ladenpassage von Zwimpfer Partner AG neugestaltet.
Lage
Das Löwencenter befindet sich am Rand der Luzerner Altstadt, an der Zürichstrasse, der Hauptverkehrsachse, die nach Norden aus der Stadt führt. Namensgebend ist der angrenzende Löwenplatz beziehungsweise das nahe Löwendenkmal, eines der touristischen Glanzpunkte der Stadt. Der Baukomplex fügt sich in die Gebäudezeile an der Zürichstrasse ein. Er wird im Süden flankiert vom historistischen Hotelkomplex La Paix und im Norden vom jüngeren Cityparkhaus. Die Erschliessung erfolgt über die Zürichstrasse. Ein Panoramaaufzug im Gebäudeinneren führt auf die höher gelegene Fluhmattstrasse auf der Westseite.
Beschreibung
Das Löwencenter misst an der Zürichstrasse eine Fassadenlänge von 140 Metern, gegliedert in drei Bauteile. Der Südtrakt ist fünfgeschossig und schliesst mit einem drei Geschosse umfassenden Mansarddach ab. Der gleich hohe Nordtrakt mit seinen sechs respektive sieben Vollgeschossen schliesst mit einem zurückspringenden, flach gedeckten Attikageschoss. Die Verbindung zum Südtrakt schafft eine ähnlich regelmässig konzipierte, weiss verputzte Fensterdisposition sowie die Staffelung der Baukörper, welche das gewaltige Bauvolumen geschickt in «Stadthausdimensionen» proportioniert. Glasfassaden markieren den Eingang zum Einkaufszentrum. Die Gewerbeflächen schieben sich in zwei Geschossen unter den Bau und umfassen eine Passage und eine Kolonnade. Im Norden reduzieren sich diese auf ein Geschoss. Kern des Baukomplexes bildet der Mittelteil des Löwencenters mit der jüngeren Front. Der zweigeschossige, überdeckte «Marktplatz» in einer Glas-Stahl-Konstruktion fungiert als Scharnier auf der abgewinkelten Parzelle. Die niedrige Höhendisposition inszeniert den Blick auf den 1916 errichteten Suva-Turm an der Fluhmattstrasse. Die Gestalt der älteren Teile der Ladenpassage ist durch türkise Fensterrahmen und Brüstungselemente geprägt. Diese finden sich auch an den Einschüben und Anbauten wieder, welche von den Putzbauten zum Einkaufsbereich hin überleiten.
Das Löwencenter umfasst Geschäfte, Büros, Praxen, Dienstleistungsbetriebe, das Hotel Ambassador sowie zahlreiche Wohnungen. In den Untergeschossen befindet sich ein grosses Parkhaus. Die differenzierte äussere Form umspielt eine pragmatisch-orthogonale Tragstruktur, die flexible Nutzungen im Innern ermöglicht und mehrere Höfe formt, die vielfältige Ausblicke bieten.
Literatur