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Nicht umsonst wird der russische Star-Trompeter Sergei Nakariakov «Paganini der Trompete» genannt – das weltweit konzertierende Ausnahmetalent begeistert mit seiner eleganten Virtuosität Publikum und Kritiker gleichermassen. Gemeinsam mit der jungen deutsch-ukrainischen Pianistin Olga Zado spielt er zwei Klassiker des Repertoires. André Jolivets impulsives und virtuoses Concertino ist ein typisches Beispiel ritueller, fernöstlich inspirierter Klangästhetik der Gruppe «La jeune France», welcher auch Olivier Messiaen angehörte. In seinem 1. Klavierkonzert mit Trompete jongliert Schostakowitsch wirkungsvoll mit thematischen Anleihen Beethovens oder Haydns und treibt Soloinstrumente und Orchester zu grosser Virtuosität - ein Concerto grosso mit verschiedensten Stimmungen und Stilen auf kleinstem Raum. Den Rahmen des Konzertes bilden zwei berühmte Klassiker des Streichorchester-Repertoires: Tschaikowskys Serenade orientiert sich zwar formal an Mozart, ist aber ein Paradebeispiel romantischer Klangsinnlichkeit. Ralph Vaughan Williams überhöht in seiner Tallis-Fantasie die Klanglichkeit zusätzlich durch den Einbezug des Raumes und erzielt so geradezu kultische Wirkung.
Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Serenade für Streicher C-Dur op. 48
André Jolivet: Concertino für Trompete, Klavier und Streichorchester
Dmitri Schostakowitsch: Konzert für Klavier, Trompete und Streicher c-Moll op. 35
Ralph Vaughan Williams: Fantasy on a theme by Thomas Tallis