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Trotz gemässigtem Klima kann das Schweizer Wetter launisch sein und ist meist im Frühling und Herbst sehr wechselhaft. Da es in den letzten Jahren in der Schweiz durch den Klimawandel eher wenig regnete, wird die Trockenheit immer häufiger zum Problem für die Landwirtschaft und die Natur im Allgemeinen. Der Niederschlag ist vor allem in den Sommermonaten sehr wichtig für den Ackerbau, da sonst zu Ernteausfällen durch zu trockene Böden kommen kann. Bleiben die Niederschläge aus müssen Bewässerungssysteme eingesetzt werden, die mehr Umtrieb für den Bauern bedeuten. Für den heimischen Garten kann Regenwasser in Regentonnen gesammelt werden. Mit diesem Wasser kann man dann die Gartenpflanzen bewässern.
Zur Meteorologie gehören die Untersuchung aller Vorgänge in der Atmosphäre, dazu gehört auch der Niederschlag. Es gibt verschiedene Arten von Niederschlag. Nicht nur der Regen in Form von Wassertropfen wird als Niederschlag bezeichnet, auch Schnee, Hagel, Tau, Reif und Graupel gehören in diese Kategorie. Mit einem Niederschlagsradar messen die Wetterstationen den Wassergehalt einer Wolke in einem bestimmten Umkreis. Mit den Messwerten kann dann die Niederschlagswahrscheinlichkeit in dieser Region berechnet werden. Die Messung wird in einer Karte oder Grafik dargestellt. Diese Karten werden oft in Wetterberichten verwendet. Die Niederschlagsmenge wird in Millimeter oder Liter pro Quadratmeter gemessen und angegeben. Die Niederschlagssummen werden Ende Jahr ausgewertet. In der Regel fällt in der Schweiz je nach Region und Kanton von 500 bis 2000 mm pro Jahr. Die Messwerte im Wallis und Engadin sind eher kleiner, während die Regenmengen in den Alpen, in der Südschweiz und im nördlichen Flachland deutlich höher sind.
Regen kündigt sich oft durch kühlere Luft und Wind an, kann aber auch sehr plötzlich aufkommen. Gerade bei Sommergewittern ist dies häufig der Fall. Ein Gewitter wird von Blitz und Donner begleitet. Grundsätzlich entstehen Niederschläge dadurch, dass Wasser auf der Erde verdunstet und in den Himmel aufsteigt, wo der Wasserdampf wieder abkühlt und zu Tröpfchen kondensiert. Diese Tröpfchen bilden dann Wolken. Wenn die Tropfen zusammenschmelzen werden sie schwerer und fallen ab einer gewissen Grösse wieder Richtung Erdoberfläche. Bei einer tieferen Temperatur gefrieren die Tropfen und werden zu Schnee oder Eis. Die Entstehung von Hagel unterscheidet sich dabei klar von der Entstehung von Schnee. Hagel bildet sich in den unteren Wolkenschichten aus gefrorenen Wassertropfen, an denen sich immer wieder Wasser absetzt. Schnee hingegen besteht aus viel kleineren Schneekristallen, die sich ineinander verhaken.
Bei Starkregen fallen Regentropfen in einer hohen Geschwindigkeit vom Himmel und am Boden können sich tiefe Pfützen bilden. Da der Boden in der kurzen Zeit nicht alles Wasser aufnehmen kann, bildet sich oft flächendeckend eine Wasserschicht von einigen Millimetern Höhe. Wenn es also länger stark regnet, kann es zu Überschwemmungen kommen. Auch die Wasserspiegel von Seen und Flüssen können bei solchen Niederschlagsmengen ansteigen.