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Gestern Abend zog die BSA (ein Verband, der Software-Piraterie bekämpft) Bilanz der Aktivitäten in den USA. Man habe mehr als 2,2 Millionen Dollar von amerikanischen Firmen, die Software illegal eingesetzt hatten, einziehen können, so die Mitteilung.
Ausserdem wurden die Resultate einer neuen Studie vorgestellt. Die Studie basiert auf einer Umfrage unter 1'500 IT-Professionals in den USA und wurde von der Firma Ipsos Public Affairs durchgeführt. Gemäss Ipsos wüssten zwar neun von zehn IT-Pros, dass der Einsatz von unbezahlten Software-Lizenzen ein "untragbares Risiko" darstellt. Trotzdem würden aber ein knapper Viertel der Befragten illegale, sprich unbezahlte Software-Lizenzen benützen. Bob Kruger, der "vice president of enforcement" der BSA, sagte, die Umfrage enthülle eine Diskrepanz zwischen dem, was die Leute prinzipiell für korrekt hielten und dem was sie tun.
Gemäss einer neueren IDC-Studie sind 22 % aller Software in den USA unlizensiert, also nicht bezahlt. Die Studie behauptet, Software-Piraterie habe letztes Jahr in den USA 6,5 Milliarden Dollar Verluste verursacht, weltweit gar 29 Milliarden Dollar.
Vielleicht liegt die Diskrepanz aber eher in den Köpfen der BSA-Leute. Wenn in den USA für 6,6 Milliarden Dollar Software geklaut wird - die BSA aber nur Nachforderungen von 2,2 Millionen stellen kann, so sind entweder die Software-Diebe (Im Bild - es ist geklaut) unglaublich raffiniert oder dann ist das Problem des Software-Raubes kleiner als dargestellt. Viele der angeblich gestohlenen Produkte, werden entweder kaum eingesetzt oder würden durch ein anderes, günstigeres Produkt ersetzt, wenn man sie bezahlen müsste. (Christoph Hugenschmidt)