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Silvester im Oktober? Ja! Denn heute zelebrieren die Juden das Rosch ha-Schana.
Rosch ha-Schana ist der Name des jüdischen Neujahrsfestes und bedeutet «Haupt des Jahres». Dieser Feiertag ist ein wichtiges Ereignis für alle Juden, egal wie religiös sie den Rest des Jahres leben. Gefeiert wird dieses Jahr vom 2.-4. Oktober.
Ja, Schana tovah! Das ist hebräisch für «Ein gutes Jahr.» Manche sagen auch Schana tovah umetukah, was so viel wie «Ein gutes und süsses Jahr» bedeutet.
Die jüdischen Feiertage richten sich nach dem jüdischen und nicht dem gregorianischen Kalender. Rosch ha-Schana fällt nach dem jüdischen Kalender auf den 1. Tischri (Der erste Monat nach dem jüdischen Kalender, der 30 Tage dauert), der nach dem gregorianischen Kalender in den September oder in die erste Hälfte des Oktobers fällt. Das genaue Datum im gregorianischen Kalender wechselt von Jahr zu Jahr, weil der jüdische Kalender mit zwölf Mondmonaten von 29 bis 30 Tagen rechnet. Ausserdem feiern die Juden heute nicht etwa das Jahr 2016, sondern 5777!
Die meisten gehen an diesem Tag in die Synagoge und verbringen Zeit mit Freunden und Familie. Obwohl Rosch ha-Schana ein Feiertag ist, wird er auch als heilig und ruhig betrachtet. Die Menschen sollen an diesem Tag ihr Leben reflektieren und um Vergebung bitten.
Traditionell isst man Äpfel, die in Honig getunkt werden und einen Honigkuchen. Damit man eben ein süsses Jahr hat. Ein weiterer Brauch ist das Essen von Granatäpfeln, die viele Kerne enthalten. Dazu sagt man: «Möge es dein Wille sein, dass unsere Rechte sich wie der Granatapfel mehren.»
An diesem Tag wird Schofar gespielt, ein Blasinstrument aus Widderhorn. Der Klang soll die Menschen an ihre Taten in den vergangenen zwölf Monaten erinnern und zu einem Neuanfang bewegen.
Es ist ebenso Tradition, dass man Weiss trägt (die Farbe der Reinheit). Neu sollten die Kleider auch sein.