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News
Silber und Bronze für das Swiss Boxing Team
Bericht von René Engler
17.04.2012 - Eine kleine Schweizer-Delegation mit Trainer René Engler und den vier Schweizermeistern Zino Meuli ( 64 kg ), Vahram Khudeda ( 69 kg ) Fabian Hartmann ( 81 kg ) und Nawshirwan Barzinje ( 91 kg ) nahmen vom 12. bis 14. April am International stark besetzten Turnier von Argenteuil ( Paris ) teil. Nicht weniger als 9 Nationen waren am Start. Organisator Toni Salvatore ist es gelungen ein Super Turnier auf die Beine zu stellen. Einziger Wehrmutstropfen war, dass in der Klasse bis 69 kg 10 Teilnehmer gemeldet waren, am Turnier aber maximal 8 Athleten teilnehmen können. Das Los entschied, dass 2 Teilnehmer nicht um den Turniersieg, aber einen Vorkampf machen konnten. Es traf ausgerechnet unseren Vertreter Vahram Khudeda und den Iren Tyrone Mc Kenna.
Vahram Khudeda ( SBT ) vs Tyrone Mc Kenna ( Irland )
Das grosse Talent Khudeda zeigte, dass auch er an diesem Turnier durchaus eine Medaillenchance gehabt hätte. Gegen den starken Iren (über 110 Kämpfe ) kamen die Stärken von Khudeda zur Geltung. Die ausgezeichnete Beinarbeit, sein gutes Auge für den Kampf und seine Beweglichkeit führten ihn zu einem klaren Punktesieg.
Der Youngster im Team (wird im September 20 ) zeigte eine reife Leistung. Der Pole Domon war zwar meist im Vorwärtsgang, hatte aber fast keine Möglichkeit den schnelleren Meuli zu stellen. Meuli gewann jede Runde und am Ende stand es 15 zu 2 für den Schweizer. Der Einzug ins Halbfinal war geschafft.
Der kampfstarke Hartmann startete gut in den Kampf. Nach einer gewonnenen 1. Runde ( 3 : 1 ) und einer ausgeglichenen 2. Runde ( 5 : 6 ) gelangen dem starken Franzosen in der Schlussrunde noch der eine oder andere Treffer. Am Ende stand es 6 : 14 für den Franzosen. Der Sieg des Franzosen war zwar verdient, fiel aber zu hoch aus. Trotzdem eine starke Leistung von Fabian Hartmann gegen Oliver Vautrain, der auch als Sieger des Turniers ausgerufen wurde.
Nawshirwan Barzinje ( SBT ) vs Geffrard Terry ( Kanada )
Eine solide Leistung unseres Teamoldies. Der dunkelhäutige Kanadier Terry zeigte ziemlich viel Respekt vor Barzinje. Aus sicherer Deckung agierend traf Barzinje öfter, trotzdem stand es nach 2 Runden nur 5 : 4 für den Schweizer. Eine starke Schlussrunde und die klare Überlegenheit liess uns jubeln. Doch man sollte sich nicht zu früh freuen, die Kampfrichter werteten den Kampf mit 7 : 8 für den Kanadier. Ein klares Fehlurteil.
Zino Meuli ( SBT ) vs Issa Mourzaev ( France )
Der Halbfinal war wohl einer der besten Kämpfe, die Meuli bisher abgeliefert hatte. Gegen den brandgefährlichen Franzosen Mourzaev zeigte Meuli, dass er auch International durchaus mithalten kann.
Nach 3 intensiven Runden hiess der Finalteilnehmer aber Issa Mourzaev mit 9 : 14 Punkten. Die zeitweise mangelnde Deckungsarbeit (tief hängende Führhand) halfen dem Franzosen den knappen Vorsprung nach 2 Runden noch auszubauen. Trotz der Niederlage sah man das grosse Potential von Zino Meuli.
Nawshirwan Barzinje ( SBT ) vs Olivier Marcellier ( France )
Infolge Ausfalls eines qualifizierten Athleten wurde ein Kämpfer bestimmt, der die Halbfinalpaarung retten sollte. Barzinje als knappster Verlierer wurde ausgewählt und er nutzte seine Chance. In diesem Kampf zeigte Nawshirwan, dass er in der +91 kg Klasse gut aufgehoben ist. Barzinje übte grossen Druck auf den überforderten Franzosen aus und als der Ringrichter Marcellier auch noch anzählen musste, war allen klar, dass der Sieger dieses Mal nur Nawshirwan Barzinje heissen konnte.
Nawshirwan Barzinje ( SBT ) vs Andreas Wahl ( Deutschland )
Das Finale: Barzinje setzte die abgesprochene Taktik gegen den langen Deutschen von Beginn weg konsequent durch. Aus sicherer Deckung attackierte er den Deutschen zu Kopf und Körper. Nach zwei Runden war der Kampf immer noch offen. In der 3. Runde musste der Ringrichter öfters eingreifen wegen Haltens beider Kämpfer. Nach 2 Verwarnungen (warum nur gegen Barzinje?) wegen Haltens war klar, dass der Kampf verloren war. Der Punktsieg mit 22 : 12 für den Deutschen war aber zu hoch. Trotzdem darf Nawshirwan mit seiner Leistung an diesem Turnier mehr als zufrieden sein. Er hat ein Super Turnier gemacht.
Ich muss den mitgereisten Athleten ein Kränzchen winden. Es war ein Super Team, tolle Harmonie! Auch konnte viel gelacht werden (kein Wunder, wenn Fabian Hartmann mitreist). Ich möchte mich bei allen bedanken, dass sie mich so toll unterstützt haben.
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