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Der Schweizer Tierschutz (STS) hat im vergangenen Jahr 11'062 Katzen kastrieren lassen.
Obwohl einzelne Sektionen des STS von einer eigentlichen "Katzenschwemme" sprechen, ist die Anzahl der Kastrationen gegenüber 2010 nur unwesentlich gestiegen.
Um die Katzenpopulation in der Schweiz wirksam kontrollieren zu können, müssten Laut STS "noch wesentlich mehr Katzen kastriert werden". Dazu würden dem Verband aber die Mittel fehlen. Während private Halter selbst für die Kastration ihrer Katzen verantwortlich sind, gibt es für die freilaufenden Tiere in der Schweiz kein Kastrationsgebot.
250'000 bis 300'000 Franken wendet der gesamtschweizerische Dachverband des STS jährlich für seine Kastrationsaktionen auf. Die 70 Sektionen wenden zusätzliche Mittel auf, deren Gesamthöhe jedoch unbekannt ist, wie der STS auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda schreibt. Zwei Drittel der kastrierten Katzen stammen dabei von Bauernhöfen, ein Drittel sind verwilderte oder herrenlose Tiere.
Damit Katzen, die auf dem Bauernhof oder wild geboren werden bei Menschen platziert werden können, müssen sie vor der siebten Lebenswoche eingefangen, kastriert und an Menschen gewöhnt werden.
Dennoch sei es sinnvoll, auch ältere Katzen zu kastrieren, statt sie zu töten, schreibt der STS. Würden verwilderte Katzen nach der Kastration wieder in ihrem Revier ausgesetzt, besetzten sie diesen Lebensraum ohne sich vermehren zu können.
So weite sich die Katzenpopulation in solchen Gebieten nicht weiter aus. Zudem seien unterbundene Tiere friedlicher und weniger krank. Auch ihr Jagdtrieb würde nicht unter der Kastration leiden.
Derweil fordert der Jäger Reinhard Schnidrig, Leiter der Sektion Jagd, Fischerei und Waldbiodiversität des Bundesamts für Umwelt, dass man verwilderte Hauskatzen tötet: "Im Sinne des Artenschutzes für Wildtiere sei es eine schlechte Idee, eingefangene verwilderte Hauskatzen wieder freizulassen. Es wäre besser, sie in gesitteter Art und Weise zu entfernen, also einzuschläfern."
Der Abschuss durch Jäger ist also etwas ungesittetes.