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Bärenplatz 4
Neuhaus
erbaut 1820
Das Haus wurde vom damaligen Bärenwirt Christian Probst gebaut und war möglicherweise eine Art «Dépendence» zum Gasthof. Der alte Bärensaal im 2. Stock erinnert noch an diese Zeit.
Hier handelt es sich um ein Gebäude aus der klassizistischen Zeit, das wie viele andere verputzt wurde und so einen gemauerten Stock vortäuscht. So wirken auch die Ecklisenen wie aus Sandstein gehauen, sind aber aus Holz. Das geknickte Walmdach mit den Lukarnenfenstern lehnt sich stilistisch an barocke Dächer an und die Dachründi verleiht dem Haus einen recht behäbigen, aber durchaus eleganten Schwung. Die durch Säulen gestützte seitliche Veranda wiederum passt in diese Zeit des Klassizismus. Die vertikale Unterteilung durch das umlaufende Gesimse und die durch grosse Fenster gegliederte Fassade finden sich auch bei anderen Gebäuden aus dieser Zeit. Im frühen 19. Jahrhundert waren Pastellfarben beliebt; das helle Gelb findet man auch oft in städtischen Quartieren; es sollte also der bürgerliche Anschein unterstrichen werden.