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Das Wichtigste in Kürze
- Elsässer stimmen in einer Befragung mit 92,4 Prozent deutlich für mehr Eigenständigkeit.
- Dabei geht es um den Austritt aus der Region Grand Est.
- Ohne bindenden Charakter ist die Befragung dennoch ein deutliches Signal an die Politik.
Bei einer Bürgerbefragung im Elsass hat sich eine überwältigende Mehrheit der Teilnehmer für eine Eigenständigkeit der Grenzregion ausgesprochen. 92,4 Prozent der Beteiligten sprachen sich für den Ausstieg des Elsass aus der Region Grand Est (Grosser Osten) aus. Das teilte die Europäische Gebietskörperschaft Elsass am Montag in Strassburg mit.
7,6 Prozent der knapp 170'000 Beteiligten stimmten für den Verbleib in der Region Grand Est. Die Befragung hat keinen bindenden Charakter. Die Organisatoren verstehen sie aber als Signal an die Politik, dem Elsass wieder mehr Eigenständigkeit zu geben.
Zu diesem Zweck war eigentlich bereits Anfang 2021 die Europäische Gebietskörperschaft Elsass geschaffen worden. Diese stattet die Region mit Sonderrechten aus, etwa im Verkehr und im Tourismus. Hintergrund war eine neue Aufteilung der Regionen in Frankreich.
Im Jahr 2016 wurden die früheren Regionen Elsass, Lothringen und Champagne-Ardennes zur neuen, grösseren Region Grand Est zusammengefügt. Das Elsass tauchte damit auf Verwaltungsebene praktisch nicht mehr auf, was in dem Gebiet auf viel Kritik stiess.