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Informationen zur Erkrankung
Information zur Erkrankung
Coronaviren bestehen aus einer grossen Virenfamilie, die gewöhnliche Erkältungskrankheiten verursachen, aber in manchen Fällen auch zu schweren Erkrankungen, zum Beispiel dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) und dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS), führen können.
Ansteckung
Die Ansteckung erfolgt nach aktuellem Kenntnisstand auf dem gleichen Weg wie eine Grippe, über kleine Tröpfchen, die bei Husten und Niesen ausgestossen werden, sowie über den direkten Kontakt mit kontaminierten Flächen. Coronaviren können bei engem und längerem Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden (weniger als zwei Meter Abstand über einen Zeitraum von länger als 15 Minuten).
Symptome
Die Symptome ähneln einer normalen Erkältungskrankheit mit Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schnupfen, Husten, Atemproblemen wie Kurzatmigkeit, im schlimmsten Fall Lungenentzündung. Viele Betroffene verlieren auch vorübergehend den Geschmack- und Geruchssinn. Bei gesunden Personen ist von einer baldigen Genesung auszugehen, jüngere Infizierte sind oft nur sehr leicht krank. Ältere und geschwächte Personen können eine sehr starke Lungenentzündung erleiden, die lebensgefährlich sein kann und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann.
Vorgehen bei begründeten Symptomen
Das neue Coronavirus hat sich in den letzten Wochen auf der ganzen Welt ausgebreitet. Aufgrund der in der Schweiz durchgeführten Massnahmen (lock down, social distancing und Hygienemassnahmen) konnte ein Rückgang der Neuerkrankungen erreicht werden. Dennoch besteht weiterhin die Möglichkeit, dass sich eine Person mit dem neuen Coronavirus anstecken kann und dies wird mit der schrittweisen Lockerung der Massnahmen wieder zunehmend wahrscheinlicher.
In dieser Phase ist es sehr wichtig, möglichst viele der Personen, die an COVID-19 erkranken, zu erkennen, diese zu isolieren und ihre Kontaktpersonen unter Quarantäne zu stellen. Nur so können Übertragungsketten unterbrochen werden. Das heisst, dass sich jede Person mit einer akuten Atemwegserkrankung (zum Beispiel Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit) mit oder ohne Fieber, Fiebergefühl oder Muskelschmerzen und / oder plötzlich auftretendem Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns auf das Vorliegen einer Erkrankung mit dem neuen Coronavirus testen lassen sollte.
Testungen auf das neue Coronavirus werden im Kanton Basel-Stadt in der Regel im Universitätsspital Basel (Aussenstelle in der Predigerkirche) und bei Kindern im Universitätskinderspital beider Basel (UKBB) durchgeführt. Für Testungen im UKBB wird eine Überweisung von der Kinderärztin / dem Kinderarzt benötigt. Gehen Sie in diesem Fall nicht mit dem öffentlichen Verkehr ins Spital. Vermeiden Sie den Kontakt mit anderen Menschen und benutzen Sie wenn möglich einen Mundschutz.
Alle Personen mit einer akuten Atemwegserkrankung sollen sich ab Symptombeginn isolieren – je nach Gesundheitszustand entweder zu Hause bzw. an ihrem Lebensort oder in einem Spital. Im Falle eines positiven Testergebnisses dauert die Isolation bis 48 Stunden nach Abklingen der Symptome, sofern seit Symptombeginn mindestens 10 Tage verstrichen sind.
Bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustands wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin / Ihren Hausarzt oder an die Medizinische Notfallzentrale, Tel. 061 261 15 15. Warnzeichen, bei denen unbedingt ein Arzt / eine Ärztin kontaktiert werden sollte, sind mehrere Tage anhaltendes Fieber, mehrere Tage anhaltendes Schwächegefühl, Atemnot, starkes Druckgefühl oder Schmerzen in der Lunge, neu auftretende Verwirrung, bläuliche Lippen oder bläuliches Gesicht.
Personen mit negativem Testergebnis müssen bis zum Abklingen der Symptome zu Hause bleiben, wie es zur Kontrolle der Ausbreitung anderer Atemwegsviren (zum Beispiel Grippe) empfohlen wird.
Für Personen mit Vorerkrankungen oder über 65 Jahre
Das Bundesamt für Gesundheit hat die Definition der risikobehafteten Personengruppen präzisiert. Diese Personen haben das höchste Risiko für einen schweren Verlauf. Darunter gehören Personen über 65 Jahre und Personen mit definierten schweren Vorerkrankungen (unter anderem Therapieresistenter Bluthochdruck / mit Endorganschäden, schwere Herzkrankheiten, chronische und schwere Atemwegserkrankungen, schwer einstellbarer Diabetes mellitus / Folgeschäden, schwere Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen, Krebs unter medizinischer Behandlung, hochgradiger Adipositas (Fettleibigkeit, BMI von 40kg/m2 oder mehr)).
Diese Personen sollten bei Erkrankung umgehend Kontakt zu ihrem Hausarzt / ihrer Hausärztin aufnehmen. Ist der Arzt / die Ärztin nicht erreichbar, wenden Sie sich an die Medizinische Notfallzentrale (Tel. 061 261 15 15). Teilen Sie bitte mit, dass Sie ein erhöhtes Krankheitsrisiko haben und berichten über Ihre Symptome. Der Arzt / die Ärztin wird dann das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.
Kontaktpersonen zu erkrankten Personen
Kontaktpersonen sind die Personen, die engen Kontakt zu einem bestätigten Fall von COVID-19 hatten, als dieser symptomatisch war, oder in den letzten 48 Stunden vor Auftreten der Symptome.
Als enger Kontakt gelten (höheres Infektionsrisiko):
- Personen, die im gleichen Haushalt wohnen, mit über 15-minütigen Kontakten von unter 2 Metern mit dem Fall
- Kontakt von unter 2 Metern und während über 15 Minuten ohne Schutz (zum Beispiel ohne Trennwand aus Plexiglas oder ohne Hygienemaske, die vom Fall und/oder von der Kontaktperson getragen wird)
- Pflege oder medizinische Untersuchung oder Berufstätigkeit mit Körperkontakt (unter 2 Metern), ohne verwendete Schutzausrüstung
- Direkter Kontakt mit Atemwegssekreten, Körperflüssigkeiten ohne verwendete Schutzausrüstung
- Im Flugzeug:
- Passagiere, die in derselben Reihe wie der Fall oder in den zwei Reihen vor oder hinter diesem gesessen hatten, unabhängig von der Flugzeit
- Crew-Mitglieder oder andere Passagiere, sofern eines der obgenannten Kriterien zutrifft (zum Beispiel mehr als 15-minütiges Gespräch mit dem Fall)
Diese Kontaktpersonen werden für 10 Tage unter Quarantäne gestellt. Die Quarantäne wird von der zuständigen kantonalen Behörde angeordnet. Während der Quarantäne soll die Kontaktperson ihren Gesundheitszustand überwachen. Der Kontakt mit anderen Menschen ist zu vermeiden, ausser mit den anderen Personen in Quarantäne (zum Beispiel im gleichen Haushalt). Treten bei einer Person in Quarantäne Symptome auf, sollte sie sich testen lassen und in die Isolation begeben (siehe oben).
Falls für Kontaktpersonen eine Trennung von der erkrankten Person nicht möglich ist, ist die Quarantäne einzuhalten bis 10 Tage nach Abklingen der letzten Symptome bei der erkrankten Person.
Nicht als enger Kontakt gelten (niedriges Infektionsrisiko):
- Personen, die Kontakte von unter 2 Metern während über 15 Minuten mit Schutzausrüstung (zum Beispiel Trennwand aus Plexiglas oder Hygienemaske, die vom Fall und/oder von der Kontaktperson getragen wurde) hatten
- Personen, die sich im selben Raum mit dem Fall aufhielten (zum Beispiel am Arbeitsplatz), jedoch keinen kumulativ mindestens 15-minütigen Kontakt von unter 2 Metern mit dem Fall hatten
- Personen im selben Flugzeug mit dem Fall, die jedoch mehr als zwei Reihen vor oder hinter dem Fall gesessen hatten und keinen sonstigen, relevanten Kontakt hatten
- Personen, die im gleichen Haushalt wohnen (zum Beispiel Wohngemeinschaft), die keinen mindestens 15-minütigen Kontakt von unter 2 Metern mit dem Fall hatten
- Kinder im Vor- oder Schulalter unter sich, insbesondere im Schulumfeld (obligatorische Schule) oder in familienergänzenden Betreuungseinrichtungen, wenn keine Häufung von Fällen vorliegt (≥2 Fälle)
- Laborpersonal, welches mit vermehrungsfähigen SARS-CoV-2-Viren arbeitet, sofern adäquate Schutzmassnahmen eingehalten werden.
- Medizinisches Personal, welches sich im selben Raum wie der Fall aufhielt, aber eine Distanz von 2 Metern nie unterschritten wurde
- Medizinisches Personal mit Kontakt von unter 2 Metern zum Fall (zum Beispiel Fall im Rahmen von Pflege oder medizinischer Untersuchung), wenn eine adäquate Schutzausrüstung während der gesamten Zeit des Kontakts getragen wurde
Behandlung
Die Behandlung besteht in der Linderung von Symptomen. Es gibt keine spezifische Behandlung gegen das Virus.
Impfung
Da es eine neue Erkrankung ist, existiert derzeit noch keine Impfung