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Krisen bewältigen
Gleichgewicht finden
Verwurzelt dem Licht entgegen
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing und wurde von Dr. Francine Shapiro entwickelt. Mit Hilfe von bilateraler Stimulation (meistens in Form von Augenbewegungen) wird das Verarbeiten traumatischer Erlebnisse erleichtert. Durch die bilaterale Stimulation werden traumatische Informationen beschleunigt verarbeitet, und es kommt zu einer kognitiven Umstrukturierung.
EMDR kann auch ohne Vorliegen einer klinisch bedeutsamen Traumafolgestörung helfen, belastende Lebensereignisse zu verarbeiten. Studien zeigen, dass EMDR bei Depressionen, Angststörungen oder sonstigen psychischen Problemen wirkungsvoll angewendet werden kann. In einer ersten Phase der Psychotherapie wird als Vorbereitung zur bilateralen Stimulation ressourcenorientiert an der Stabilisierung gearbeitet. Diese Phase kann wenige Sitzungen oder mehrere Jahre benötigen, je nach Ichstruktur und verfügbaren Ressourcen der Persönlichkeit.
EMDR ist eine der wirksamsten und besten erforschten Methoden zur Trauma Verarbeitung. Im EMDR sind Erkenntnisse aus der neurophysiologischen Forschung sowie Elemente aus der psychodynamischen und kognitiv-behavioralen Therapie enthalten. Die Erfolgsquote bei der Behandlung von PTBS liegt je nach Klientel und Studie zwischen 75 und 100%.
Diese Methode wurde von Ellert Nijenhuis entwickelt. Die Methode behandelt Trauma bezogene Dissoziation der Persönlichkeit.
Als Folge der Schwierigkeit, schmerzhafte Erinnerungen zu integrieren, bildet sich eine dissoziative Organisation der Persönlichkeit aus, um das Überleben der Person zu sichern. Darunter wird eine Aufteilung in mindestens zwei dissoziierte Persönlichkeitsanteile verstanden. Schwerste dissoziative Störungen entstehen am häufigsten in den ersten sechs Lebensjahren. Die Dissoziation ist die zugrundeliegende Ursache für viele Trauma-Folgesymptome: z.B. Überflutung durch Trauma-Erinnerungen, Vermeidungsverhalten oder selbstschädigende Handlungen. Die Integration traumatischer Erinnerungen bei Menschen mit komplexen Traumafolge- und dissoziativen Störungen bedarf eines schrittweisen und regulierten Vorgehens innerhalb einer sicheren therapeutischen Beziehung.
Kennzeichnend für die Enaktive Traumatherapie ist die Zusammenarbeit der Organismus-Umwelt-Systeme PatientIn und Therapeutin. Zusammen bringen sie neue Bedeutungen und adäquate Handlungen hervor – eine Interaktion, die dem Tanzen ähnelt: Man braucht Schrittsteuerung, aufeinander Eingestimmt-Sein, gutes Timing, ein Gespür für Balance, Bewegung und Rhythmus, Mut sowie die Fähigkeit und Bereitschaft, zu folgen und zu führen. Damit wird die Integration von traumatisierten Persönlichkeitsanteilen in die Gesamtpersönlichkeit angestrebt. Menschen mit einer Dissoziativen Identitätsstörung (DIS) oder sonstigen schwersten dissoziativen Symptomen (DDNOS) können von dieser Methode sehr profitieren.
Mehr Information über die Enaktive Traumatherapie finden Sie auf der Homepage von Ellert Nijenhuis.
Die Tibetische Energiearbeit nach dem System der 24 Organkreise basiert auf dem uralten Wissen tibetischer Meister. Während Jahrhunderten wurde das Wissen dieser einzigartigen Integrations- und Transformationsmethode mündlich weitergegeben. Michaela Bergmeier hat die Methode so weit erforscht, dass diese einerseits authentisch erhalten wird und andererseits in der westlichen Welt angewendet werden kann.
Falls gewünscht kann die Trauma Verarbeitung mit Tibetischer Energiearbeit erfolgen. Während der/die KlientIn auf der Matte liegt, werden von der Therapeutin die zu einem Organkreis gehörenden Punkte auf dem Körper des/der KlientIn berührt und damit verbunden. An den Punkten ist häufig ein Pulsieren spürbar. Belastende, traumatische Ereignisse können auf diese Weise nonverbal auf körperlicher Ebene verarbeitet und dadurch losgelassen werden. Dieser stille Prozess kann tiefe Muster bis auf Zellebene auflösen und verschüttete Potentiale freisetzen. Diese sanfte und direkte Methode wirkt nachhaltig, ist entspannend und vitalisierend. Tiefer innerer Frieden kann sich auf wunderbare Weise einstellen.
Diese kostbare Methode nutze ich als häufigste Ergänzung zu EMDR und Enaktiver Traumatherapie, um die Synergien aller drei Methoden optimal zu nutzen.