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Die erste Brustvergrösserung mit Silikonimplantaten wurde bereits 1962 durchgeführt. Seither haben weltweit 10 Mio. Frauen eine Brustvergrösserung mit Implantaten durchführen lassen.
Nach ersten Versuchen mit unterschiedlichen Materialien eine Brustvergrösserung durchzuführen, war Silikon das erste Material, welches sich auch über längere Zeit nach der Implantation in die Brust bewährte.
Nach jahrelanger Anwendung geriet das Silikon in den1990er Jahren in Verruf Autoimmunerkrankungen oder Krebs zu verursachen. In den USA wurden Silikonimplantate daraufhin verboten. In der Folge wurden Implantate mit Ersatzstoffen wie Sojaöl, Hydrogel oder NaCl verwendet. Alle diese Stoffe haben sich entweder längerfristig nicht bewährt oder beim Sojaöl sogar als als gefährlich erwiesen.
Nachdem die Bedenken gegenüber Silikonimplantaten nie wissenschaftlich erhärtet und der Verdacht trotz aufwändigen, weltweiten Untersuchungen nicht bestätigt werden konnte, wurde Silikon für Brustimplantate 2006 in den USA wieder zugelassen. Silikonimplantate sind bis heute das best bewährteste Produkt für die Vergrösserung der Brust.
Silikon ist ein sehr stabiler, chemisch wenig reagierender Kunststoff. In der Medizintechnik ist Silikon ein weit verbreitetes Material, mit dem praktisch alle Menschen schon in Berührung gekommen sind. Medizinisch kommt es als Feststoff für Brustimplantat-Hüllen, Katheter und Gelenkprothesen zur Anwendung. Als Gel wird es zur Füllung von Brust- und sonstigen Körperimplantaten verwendet.
Die Hülle eines Implantates besteht immer aus festem Silikon. Dies ist auch bei den mit Kochsalz gefüllten Implantaten der Fall. Mit Kochsalz gefüllte Implantate haben sich wegen dem Gefühl eines implantierten Wasserballons und dem Risiko des Volumenverlustes nicht so gut bewährt wie die Silikonimplantate.
Silikon kann im Körper vor allem dann problematisch werden, wenn es in das umliegende Gewebe austritt oder als flüssige Substanz gespritzt wird. Die Anwendung von flüssigem Silikon war in der Schweiz immer verboten. Das Austreten von Silikon aus Brustimplantaten war früher ein Problem, als die Implantate noch mit flüssigem Silikon gefüllt waren.
Je höher die Konsistenz des Silikons ist, desto weniger kann es auch bei einem Defekt des Implantates auslaufen. Silikongefüllte Implantate enthalten heute deshalb ein wesentlich dickflüssigeres Silikon als diejenigen in den 1970er-Jahren. Seit 1985 kommt bei qualitativ guten Brustimplantaten ein nicht mehr fliessfähiges Silikon-Gel zum Einsatz. Dadurch sind die Brustimplantate viel sicherer als früher geworden.
Auch die Hüllen bei qualitativ guten Brustimplantate wurden verbessert. Bei der Hüllenstruktur wird zwischen glatten und texturierten, leicht aufgerauten Oberflächen unterschieden. Die texturierten Brustimplantate sind aufwändiger in der Herstellung. Sie verkleinern aber die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer sogenannten Kapselfibrose.
Die Form der Hülle ist entweder symmetrisch rund oder „tropfenförmig“. Die sogenannt „tropfenförmigen“ Implantate sollen die natürliche Form der weiblichen Brust im Stehen besser nachbilden, wobei der Unterschied zu den runden Implantaten minimal ist.
Neben den beiden Grundformen rund und „tropfenförmig“ sind Brustimplantate in vielen Grössen und Höhen erhältlich. So dass sich für jede Patientin je nach Geschmack und Körperanatomie das optimale Implantat finden lässt.
Qualitativ gute Brustimplantate erfüllen die ISO- und EU- Vorschriften und sind mit der CE-Kennzeichnung für Medizinprodukte versehen. Seriöse Hersteller von Brustimplantaten bieten heute auch eine lebenslängliche Produktersatz-Garantie für ihre Implantate.
Für die Sicherheit einer Brustvergrösserung ist neben einem zertifizierten Implantat mit Garantie auch die Wahl des Chirurgen wichtig. Brustvergrösserungen sollten ausschliesslich von Fachärzten für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie durchgeführt werden. Bei anderen Ärzten ist das Risiko für ein unbefriedigendes Resultat und Komplikationen erhöht.