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Zum Programm
Die Egmont-Ouvertüre op. 84 schrieb Beethoven zum gleichnamigen Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe; sie ist ein Meilenstein in der Musikgeschichte. Die Ouvertüre zeichnet den Weg des aus neun Nummern bestehenden Dramas nach. Das Werk sprengt den Rahmen gewöhnlicher Theatermusik, was schon sehr bald dazu führte, dass man die Ouvertüre separat im Konzertsaal aufführte.
Der Musikhistoriker Adolf Bernhard Marx beschreibt die Besonderheit dieser Ouvertüre so: «Beethovens Egmont-Ouvertüre ist die erste Komposition, in der die Instrumentalmusik zur selbstständigen Darstellung einer Idee und fortschreitender Handlungen angewendet wird.»
So führt ein direkter Weg zur programmatischen Instrumentalmusik des 19. Jahrhunderts. Einer der herausragenden Komponisten der frühromantischen Zeit war Felix Mendelssohn Bartholdy. Bereits als 17-Jähriger gelang ihm mit der Ouvertüre zu «Ein Sommernachtstraum» ein Geniestreich.
Das letzte konzertante Werk ist das berühmte Konzert in e-Moll für Violine und Orchester. Sechs Jahre rang der Komponist um die Ideen und deren Gestaltung.
Erste Skizzen für seine 3. Sinfonie in a-Moll entstanden bereits 1829 bei einer Reise ins schottische Hochland; daher der Beiname «Die Schottische». Die Uraufführung fand erst 1842 durch Mendelssohn selbst im Gewandhaus Leipzig statt.