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Regional
Die zunehmend heissen Sommermonate mit zum Teil langen Trockenperioden werden für die Landwirtschaft zu einer wachsenden Herausforderung, wie der Kanton Schaffhausen mitteilt.
Die Nachfrage für einen Bezug von Trinkwasser zur landwirtschaftlichen Bewässerung steigt. Dafür seien die Trinkwassernetze jedoch nicht ausgerichtet.
Im Rahmen des im August 2019 lancierten Pilotprojekts solle nun ein Grundwassermodell für den Klettgau erstellt und damit verschiedene Klima- und Nutzungsszenarien berechnet werden. Ein Ziel besteht darin aufzuzeigen, ob und unter welchen Bedingungen es möglich wäre, Grundwasser zu Bewässerungszwecken zu nutzen.
Die Schweiz sei von der Klimaerwärmung besonders stark betroffen. Seit Beginn der Messungen im Jahr 1864 habe die Durchschnittstemperatur in der Schweiz um 2 Grad zugenommen.
Der Bund habe deshalb eine Strategie ausgearbeitet, zu der unter anderem das Pilotprogramm «Anpassung an den Klimawandel» gehört. Im Rahmen dieses Programms werde der Kanton Schaffhausen das Projekt «Konsequenzen einer möglichen Grundwassernutzung zu Bewässerungszwecken» (Arbeitstitel: Wasserzukunft Klettgau) umsetzen, das je zur Hälfte vom Bund (Fr. 110’000) und vom Kanton (Fr. 110’000) finanziert wird.
Projektträger seien das Bundesamt für Umwelt, das Interkantonale Labor, das Landwirtschaftsamt sowie Tiefbau Schaffhausen (Projektleitung). Im landwirtschaftlich geprägten Kanton Schaffhausen gibt es nur wenige Möglichkeiten der Bewässerung aus Oberflächengewässern.
Das Projekt solle deshalb aufzeigen, inwieweit eine nachhaltige Nutzung der Ressource Grundwasser für die Landwirtschaft möglich wäre. Modellierungen sollen Aufschluss geben, ob beziehungsweise wie viel Grundwasser im Schaffhauser Klettgau dauerhaft zur Bewässerung entnommen werden könnte.
Zudem werde untersucht, welchen Einfluss eine flächige Bewässerung auf die Entwicklung der Umwelt (Boden-, Wasserqualität, Landschaft), der Landwirtschaft sowie der Region hätte. Die Studienergebnisse der Modellregion Klettgau, welche im Laufe des Jahres 2021 erwartet werden, sollen anschliessend auf den ganzen Kanton Schaffhausen transferiert werden können.
Die Ergebnisse der Studie sollen helfen, die Chancen und Risiken einer landwirtschaftlichen Bewässerung abzuschätzen und die notwendigen Grundlagen für eine kohärente, nachhaltige Vollzugsstrategie zur Grundwassernutzung zu erarbeiten..
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