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Vögel
«Den Vogel erkennt man an seinen Federn.» Dieses Sprichwort ist richtig, denn dies ist das Merkmal, das die Klasse der Vögel von anderen Tieren unterscheidet. Innerhalb der Vögel sind Form und Grösse jedoch nicht so divers wie beispielsweise bei den Säugetieren. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich in der Anpassung an das Fliegen, was der weiteren Evolution der Vögel bestimmte Grenzen setzt.
Viele anatomische Besonderheiten der Vögel sind Anpassungen an die Fortbewegung in der Luft. So dienen die hohlen, luftgefüllten Knochen als Gewichtsreduktion. Auch die konstante Körpertemperatur, die mit 38 bis 42 Grad Celsius höher ist als bei allen anderen Tieren, ist auf das energieaufwändige Fliegen zurückzuführen. Alle Vögel besitzen einen Schnabel aus Knochensubstanz ohne echte Zähne. Vögel leben meist monogam. Sie legen Eier zur Fortpflanzung und besitzen eine Kloake, das heisst, Eier, Urin und Kot gelangen durch eine gemeinsame Ausführöffnung nach aussen.
Viele Vögel ziehen im Winter in südlichere Regionen, wo das Nahrungsangebot grösser ist. Manche besitzen sogar einen Magnetsinn, mit dem sie das Magnetfeld der Erde wahrnehmen und sich so orientieren können. Als Land- und Wasserbewohner sind Vögel über alle Erdteile und Weltmeere verbreitet. Heute leben rund 10’000 Vogelarten auf der Erde, von denen wohl viele noch unentdeckt sind.