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Lage: Unterhalb des Bahnübergangs der Felsenrainstrasse.
Deutung: Alter Name von Quellen im Felsenrain.
Der Name deutet an, dass die Quellen neu sind bzw. einmal waren. Sie werden im Jahr 1407 erstmals erwähnt, sind aber sicher älter. Es kann vermutet werden, dass sie von alemannischen Siedlern zwischen 800 und 1000 n. Chr. ergraben und dann so benannt wurden. Da diese Quellen einen Grundwasseraufstoss darstellen, dürften sie schon zuvor, wenn auch schwächer gelaufen sein. Der alte Name Nübrunnen, Nüwbrunnen weist aber doch klar darauf hin, dass diese Quellen als neue Quellen aufgefasst wurden.
Seit 1934 besteht ganz allgemein die Neigung, die Quellen immer mehr als Neunbrunnenquellen zu bezeichnen und zwar um den Gegensatz zum Strassennamen zu vermeiden. Das wird aber von einem Teil der Seebacher gerne als falsch bezeichnet. Das ist rein historisch gesehen auch richtig. Neunbrunnen sollte also nur für den Strassennamen benützt werden, wenn man es puristisch betrachtet. Dort gilt die Deutung des Gemeinderates, welche zwar auf einem Irrtum basiert und dennoch nicht falsch ist. Etliche ältere Seebacher erzählten um 1963, dass sie von ihren Vätern her noch wüssten, dass es 4 Neubrunnen- und 5 Tannenquellen gab, die alle ganz nahe beieinander lagen. Nur die Tannenquellen lagen ein paar Meter weiter weg. Zufällig ergibt die Summe aller Einzelquellen 9 Brunnen. Daher sei der Ausdruck Neunbrunnen eben auch richtig. Diesem Argument ist der Gemeinderat von Seebach offensichtlich gefolgt, als er der Weiherstrasse einen neuen Namen geben musste. Siehe dort! Neunbrunnen ist daher eine Neudeutung, was bei Fluren nicht selten vorkommt.