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Der technische Zins ist eine rechnerische Grösse. Es ist derjenige Zins, mit welchem ein Vorsorgekapital aufgrund erwarteter zukünftiger Erträge abgezinst-, und für Rentenleistungen reserviert wird.
Um ihren Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können, reserviert eine Vorsorgeeinrichtung ein Vorsorgekapital für die Alters- und Hinterlassenen-Renten. Dieses Kapital wird diversifiziert im Rahmen des Gesamtvermögens angelegt.
Der technische Zins ist eine Mindest-Renditeannahme für dieses reservierte Kapital. Um diese Annahme wird das reservierte Vorsorgekapital abgezinst (verringert). Bei hoher Rendite sind weniger Reservierungen nötig, denn die Erträge helfen mit, die Renten zu finanzieren. Wird die erwartete Rendite in der Folge nicht erreicht, können die Verpflichtungen nicht erfüllt werden. Das Kapital genügt nicht, um die Leistungen zu garantieren.
Definiert wird der technische Zins in der Fachrichtlinie FRP4 der Schweizerischen Kammer der Pensionskassen-Experten. Er entspricht dem arithmetischen Mittel aus 2/3 der durchschnittlichen Anlagerenditen der letzten 20 Jahre und zu 1/3 aus der aktuellen Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen. Das Resultat wird um 0.5% vermindert.
Iref = 2/3 * durchschnittliche Performance der letzten 20 Jahre in %
+ 1/3 * Rendite der 10-jährgie Bundesanleihe in %
minus 0.5%
Grundlage für die durchschnittliche Performance der letzten 20 Jahre ist der Pictet BVG 25plus.
Mit der Einführung des BVG 1985 lag der technische Zins bei 4%. Der im Jahr 2016 gültige Zins bei 2.75%. Als Faustregel gilt, dass für 1% Reduktion des Zinses 10% zusätzliches Kapital reserviert werden muss. Eine solche Zusatzreservierung hat eine Reduktion des Deckungsgrades zur Folge.