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Ordnerverwaltung für Gesundheitssport bei ausgewählten orthopädischen Beein- trächtigungen
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Muskuläre Dysbalancen:
Muskuläre Dysbalancen kennzeichnen eine Abweichung von der Norm-Ge- lenkstellung in einem Muskel-Gelenk-System. Gängige Ursachen sind moto- rische Stereotype, eine arthromuskuläre Störung oder sportartspezifische Anpassungen. Der klassische Erklärungsansatz („Abschwächung phasischer Muskelgruppen bei gleichzeitiger Verkürzung tonischer Muskelgruppen führt zur muskulären Dysbalance“) und ebenso der klassische Therapiean- satz („Kräftigung der abgeschwächten Muskeln bei gleichzeitiger isolierter Dehnung der verkürzten Muskelgruppen“) gelten nach aktuellem For- schungsstand als überholt. Eine zentrale Rolle kommt hier dem Krafttraining über vollständige Bewegungsamplituden zu, sowohl für kraftdefizitäre als auch für beweglichkeitsdefizitäre Muskeln.
Definition „Rückenschmerzen“
Rückenschmerzen sind als Schmerzen im Rückenbereich unterhalb des Rippenbo- gens und oberhalb der Gesäßfalten, mit oder ohne Ausstrahlung definiert (BÄK, KBV & AWMF, 2017, S. 13). Im englischsprachigen Raum werden diese Beschwerden als "Low Back Pain" bezeichnet.
Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die durch eine niedrige Kno- chenmasse und eine Verschlechterung der Mikroarchitektur des Knochengewebes charakterisiert ist, mit der Folge vermehrter Knochenbrüchigkeit (CDC, 1993). Die operationale (messbare) Definition von Osteoporose richtet sich nach dem Kno- chenmineralgehalt, der bei einer Knochendichtemessung erfasst wird. Demnach liegt eine Osteoporose dann vor, wenn der Knochenmineralgehalt an der Lenden- wirbelsäule und/oder am proximalen Femur von der Knochendichte einer gesunden jungen Frau (20 bis 29 Jahre) um mehr als 2,5 Standardabweichungen (SD) nach unten abweicht (vgl. Tab. 71). Diese Werte (T-Score) sind auch auf Männer ab 50 Jahren übertragbar