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Das Transfer-Business ist auch aus dem Schweizer Fussball nicht wegzudenken. Jährlich wechseln unzählige Profis ihren Klub. Meist sind es 08/15-Transaktionen – einige Transfers haben die Fussball-Schweiz aber nachhaltig verändert.
Dank des Geldes und der guten Kontakte von Präsident Gilbert Facchinetti und des Fachwissens von Trainer Gilbert Gress mausert sich Neuchâtel Xamax in den 1980er-Jahren zum Schweiz Spitzenklub. Der entscheidende Schritt gelang den Neuenburgern im Sommer 1985 mit den Verpflichtungen von Uli Stielike und Heinz Hermann.
Der 31-jährige Stielike konnte sich mit seinem damaligen Klub Real Madrid nach acht erfolgreichen Jahren nicht auf einen neuen Vertrag einigen und folgte nach einem Tipp von Jupp Derwall an Facchinetti dem Lockruf aus Neuenburg. Hermann hatte nach vier Meistertiteln mit GC auch Angebote aus dem Ausland, doch Xamax bot ihm die besseren Perspektiven.
Im offensiven 4-3-3-System von Gress übernahmen die beiden die kreativen Parts im Mittelfeld und fütterten Star-Stürmer Robert Lüthi mit Vorlagen. 1987 und 1988 holte Xamax die einzigen zwei Meistertitel der Vereinsgeschichte und auch international sorgte man für Furore: 1986 scheiterte Xamax im UEFA-Cup-Viertelfinal hauchdünn an Real Madrid, im Meistercup 1987/88 brachte man Bayern München an den Rand des Ausscheidens.
Die Europa-Karriere von Ivan Zamorano begann harzig: 1988 wechselte der 21-jährige Chilene von Cobresal zu Bologna. Dort befand ihn Trainer Luigi Maifredi aber für zu schmächtig und nicht gut genug und FIFA-Agent Vinicio Fioranelli musste sich nach einem anderen Klub für Zamorano umsehen. Der Spielervermittler brachte ihn schliesslich beim FC St.Gallen unter, musste aber draufzahlen, damit ihn die Ostschweizer ins Kader aufnahmen.
Zamorano schlug nach kurzen Anlaufschwierigkeiten ein wie eine Bombe – auch weil der FCSG dem talentierten Stürmer mit Hugo Rubio und Patricio Mardones zwei Landsleute zur Seite stellten. 13 Tore in 22 Spielen erzielte «Ivan, der Schreckliche» in seiner ersten Saison, doch er wurde noch besser. Mit 17 Treffern in 20 Spielen machte Zamorano die St.Galler in der Saison 1989/90 zum Wintermeister. Doch in der Finalrunde ging den Ostschweizern trotz sechs weiteren Zamorano-Treffern der Schnauf aus und man musste sich mit Rang 5 begnügen.
Der überragende Torschützenkönig war danach nicht mehr zu halten. Zamorano wechselte im Sommer 1990 nach nur zwei Jahren in der Ostschweiz zum FC Sevilla und schliesslich zu Real Madrid, wo er Meister und ebenfalls Torschützenkönig wurde. Später stürmte er mit dem «originalen» Ronaldo und Roberto Baggio bei Inter Mailand. Aus dem schmächtigen und schüchternen Talent war ein Weltstar geworden, der 2004 von Pelé in die renommierte FIFA-100-Liste aufgenommen wurde.
Schon vor den 1990er-Jahren haben Schweizer Fussballer (Allemann, Wüthrich, Bottéron, Egli) in der Bundesliga gespielt, allerdings mehrheitlich erfolglos. Als grosser Türöffner für die helvetische Fussballer-Delegation in Deutschland gilt deshalb Stéphane Chapuisat. Im Januar 1991 wechselte das schüchterne Sturmtalent von Lausanne zu Bayer Uerdingen. Der damalige Manager Felix Magath hatte den Schweizer dank zahlreichen Berichten in der Zeitung «Sport» entdeckt und zögerte keinen Moment.
Doch Chapuisat hatte Pech. Noch in der Winterpause verletzte er sich bei einem Hallenturnier und fiel drei Monate aus. Erst in den letzten zehn Spielen konnte der Schweizer mittun, mit vier Toren Uerdingens Abstieg aber auch nicht verhindern. Dennoch hatte Chapuisat einen bleibenden Eindruck hinterlassen und so kam es zu einem Leihgeschäft mit Borussia Dortmund.
Beim BVB traf er gleich im ersten Bundesliga-Spiel, 19 weitere Treffer kamen bis zum Saisonende hinzu. «Chappi» wurde von Dortmund fix übernommen und reifte schnell zum verlässlichen Torgaranten. Der Publikumsliebling hatte später bei den Meistertiteln von 1995 und 1996 sowie beim Champions-League-Gewinn von 1997 massgeblichen Anteil und sorgte dafür, dass Schweizer in der Bundesliga immer mehr zum Importschlager wurden.
Schon 1993 war Alain Sutter leihweise zum 1. FC Nürnberg in die Bundesliga gewechselt. Dort überzeugte der offensive Mittelfeldspieler dank perfekter Technik und gutem Auge, so dass am Saisonende trotz Abstieg des «Clubs» Bayern München Interesse an Sutter zeigte. Schnell war alles geklärt: 2,5 Millionen Franken überwiesen die Bayern an GC, Sutter wurde zum ersten Schweizer beim deutschen Rekordmeister.
An der WM 1994 in den USA blühte der Berner nochmals richtig auf und führte die Schweiz dank seines wegweisenden 1:0 gegen Rumänien in den Achtelfinal. Bei den Bayern lief dann allerdings nichts mehr nach Plan: Der langhaarige Freigeist kam mit dem öffentlichen Interesse an seiner Person und dem selbst auferlegten Druck nicht zurecht. Als «Esoteriker», «Sonderling» und «Müsli-Esser» verschrien kehrte Sutter immer mehr in sich zurück.
Nach nur einer Saison erfolgte die Trennung. Sutter wechselte zum SC Freiburg, doch auch in der Provinz wurde der begnadete Fussballer nicht mehr glücklich. Nach dem «Stop it, Chirac»-Skandal und dem Rausschmiss aus der Nati vor der EM 1996 floh Sutter in die USA. Dorthin, wo er seine schönsten Stunden als Fussballer verbrachte.
Nur wenige Monate nach Sutters Abgang versuchte sich mit Ciriaco Sforza ein weiterer Schweizer bei Bayern München – doch auch diese Episode hatte kein Happy End. Zur Saison 1995/96 eisten die Bayern Otto Rehhagel aus Bremen los, dessen erklärter Wunschspieler war Sforza, der prompt für sieben Millionen Franken aus Kaiserlautern verpflichtet wurde.
Sforza konnte sich im Star-Ensemble mit Jürgen Klinsmann, Lothar Matthäus, Andy Herzog, Mehmet Scholl und Jean-Pierre Papin sofort einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld erkämpfen, doch trotz Rang 2 zur Winterpause herrschte wegen mehrerer unzufriedener Spieler mal wieder grosse Unruhe beim «FC Hollywood».
Auch Sforza leistete seinen Teil: In der Winterpause kokettierte der Schweizer Nationalspieler mit einem Abgang zu Inter Mailand, weshalb ihn Karl-Heinz Rummenigge öffentlich zum «Stinkstiefel» abstempelte. Sforza sei zwar ein talentierter Fussballer, aber auch ein ständig aufbegehrender Querulant, der nur auf seinen Vorteil aus sei, so der Bayern-Boss.
Nach der Saison folgte trotz des Gewinns des UEFA-Cups die Trennung und Sforza wechselte zu Inter Mailand, wo Nati-Trainer Roy Hodgson das Zepter übernahm. In der Mode-Hauptstadt wurde der Regisseur aber auch nicht glücklich. Erst nach seiner Rückkehr nach Kaiserslautern, wo er 1998 deutscher Meister wurde, konnte Sforza wieder sein ganzes Potenzial ausschöpfen.
Er ist ein Frühstarter: Bereits mit 20 Jahren wechselt Stéphane Henchoz ins Ausland. Im Sommer 1995 legt der Hamburger SV 1,5 Millionen Franken für den talentierten Innenverteidiger auf den Tisch. Beim HSV gehört er bald zu den Teamstützen, überwirft sich in seinem zweiten Jahr aber mit Trainer Felix Magath. Nach zwei Jahren folgt deshalb der Sprung in die Premier League: Ein Angebot von Manchester United lehnt Henchoz ab. Stattdessen folgt er dem Ruf von Ex-Nati-Trainer Roy Hodgson und wechselt für 6,5 Millionen Franken zu den Blackburn Rovers, die 1995 Meister wurden und noch immer hohe Ambitionen haben.
Unter Hodgson spielen Henchoz und die Rovers zwar eine starke erste Saison, aber bald folgt der sportliche Absturz, an dessen Ende schliesslich der Abstieg in die Zweitklasigkeit steht. Trotz dieses Tiefschlags bleibt Henchoz ein gefragter Mann und so wechselt er im Sommer 1999 für rund sieben Millionen Franken zum FC Liverpool.
Dort setzt sich der Romand auf Anhieb durch – als erster Schweizer kann er sich bei einem englischen Grossklub nachhaltig durchsetzen. Von 1999 bis 2004 bildet Henchoz gemeinsam mit dem Finnen Sami Hyypiä ein kongeniales Innenverteidiger-Duo. 2001 gewinnt er mit den «Reds» den FA Cup und den UEFA-Cup.
Im Jahr 2000 sprengt Patrick Müller alles bisher Dagewesene: Für 13 Millionen Franken wechselt der Innenverteidiger von GC zum französischen Spitzenklub Olympique Lyon. Der damals 24-Jährige wird zum mit Abstand teuersten Schweizer Fussballer – einen Status, den er danach über zehn Jahre behalten wird.
Die Transfersummen waren zur Jahrtausend-Wende erst ganz an der Spitze explodiert – im Sommer 2000 ist Müller der siebtteuerste League-1-Zugang. Nur Nicolas Anelka (PSG, 55 Millionen), Shabani Nonda (Monaco, 35 Millionen), Peter Luccin (PSG, 23 Millionen), Stéphane Dalmat (PSG, 18 Millionen) und der 2003 verstorbene Marc-Vivien Foé (Lyon, 17 Millionen) sind noch teurer.
In Lyon fühlt sich Müller unweit seiner Genfer Heimat sofort pudelwohl. In der Innenverteidigung ist der Schweizer vier Jahre lang gesetzt, nach einem kurzen Abstecher zum FC Basel kehrt er 2006 wieder zu seinem Herzensverein zurück. Insgesamt sechsmal wird Müller mit Lyon französischer Meister, zwischendurch amtet er gar als Captain. Unlängst war er als Chefscout in Lyon im Gespräch.
Als Richard Dario Nuñez Pereyra im März 2001 aus der uruguayischen Hauptstadt in die Schweiz kommt, kennt ihn – sorry für den Ausdruck – keine Sau. Das ändert sich jedoch schlagartig: In den verbleibenden neun Spielen der Finalrunde schiesst der 1,72 Meter kleine Ballzauberer neun Tore und seinen neuen Klub GC damit zum Meistertitel.
Fünf Millionen Franken überweisen die Hoppers an den FC Danubio und machen Nuñez trotz leisen Zweifeln zum vereinseigenen Rekordtransfer. GC ist finanziell schon angeschlagen, erhofft sich aber, kurzfristig die zu Gunsten des FC Basel verschobenen Machtverhältnisse im Schweizer Fussball wieder zurecht rücken zu können, und langfristig mit einem Weiterkauf von Nuñez grossen Profit machen zu können.
Schon im Sommer klopft Cagliari bei GC an und bietet 10 Millionen Franken für Nuñez, doch die Zürcher winken ab. Sportlich ein weiser Entscheid, wie sich bald zeigen wird: Der Uruguayer bleibt in den folgenden zwei Jahren der alles überragenden Spieler der Nationalliga A. Zweimal wird Nuñez Torschützenkönig und in der Saison 2002/03 schiesst er GC zum bislang letzten Meistertitel der Klub-Geschichte.
In der folgenden Saison rutscht GC aber in eine Resultat-Krise und Nuñez wird immer unzufriedener. Eine Lohnkürzung bringt das Fass schliesslich zum Überlaufen: Im Winter 2004/05 schlägt der mittlerweile 28-jährige Uruguayer eine Vertragsverlängerung aus und wechselt für 4,5 Millionen Franken zu Atlético Madrid. In Spanien wird Nuñez aber nicht glücklich, nach einer halben Saison mit 14 Einsätzen und zwei Toren zieht der GC-Meisterheld nach Mexiko weiter.
Im Oktober 1999 steigt Roche-Erbin Gisela «Gigi» Oeri beim FC Basel ein, dank ihrer finanziellen Unterstützung und dem Know-how von Präsident René C. Jäggi wird der schlafende Riese schnell wieder zum «Big Player» im Schweizer Fussball. Der FCB rüstet nach und nach auf, einer der wichtigsten Transfers während der frühen «Vorwärtsstrategie» gelingt im Sommer 2001: Für 3,3 Millionen Franken eisen die Basler Christian Gimenez vom FC Lugano los. Für den argentinischen Stürmer interessieren sich auch der VfL Wolfsburg und weitere Bundesligisten, doch Basel hat mit der prall gefüllten Klubkasse und dem neuen St.Jakob-Park die besseren Argumente auf seiner Seite.
In Lugano schon ein Goalgetter, macht «Jimmy» Gimenez unter seinen neuen Trainer Christian Gross nochmals einen Schritt nach vorne. Seine Einsatzbereitschaft, seine Schnelligkeit und sein Torriecher machen ihn zum kompletten Stürmer. In seiner ersten Saison wird er gemeinsam mit Nuñez zum zweiten Mal Schweizer Torschützenkönig und beschert dem FCB 2002 den ersten Meistertitel seit 22 Jahren.
Im Sommer folgt Julio Hernan Rossi seinem kongenialen Sturmpartner aus Lugano-Zeiten nach Basel. Mit ihren zehn Toren leisten die beiden Argentinier einen grossen Anteil an den magischen Basler Champions-League-Nächten, ausserdem ballern sie den FCB 2004 und 2005 zu zwei weiteren Meistertiteln und zum Cupsieg von 2003.
2005 zieht es Gimenez nach 94 Toren in 123 Spielen für den FCB zu Olympique Marseille, wo er sich aber genau so wenig durchsetzen kann wie später bei Hertha BSC. Rossi wechselt ein Jahr später zum FC Nantes, kehrt nach einer Saison aber in die Schweiz zurück, wo er drei weitere Jahre für Xamax stürmt.
2002 wird die Schweizer U17-Nati in Dänemark sensationell Europameister. Captain der Mannschaft, die auf dem Weg zum Titel auch Portugal mit Cristiano Ronaldo und England mit Wayne Rooney besiegt, ist Philippe Senderos. Schon mit 16 debütiert der frühreife Innenverteidiger 2001 mit Servette in der Nationalliga A, mit 18 folgt der Wechsel zu Arsenal, das damals zu den Top-Adressen im internationalen Fussball gehört.
Was heute völlig normal klingt, ist damals ziemlich aussergewöhnlich. Bis anhin waren nur gestandene Schweizer Profis ins Ausland gewechselt, jetzt erliegt mit Senderos ein noch nicht fertig ausgebildetes Talent den Verlockungen eines Topklubs. Der Romand könnte fast überall hin wechseln. Bayern München, Manchester United, Real Madrid – sämtliche europäischen Topklubs haben ihn auf dem Zettel. Am Ende macht Arsenal das Rennen, rund vier Millionen Franken überweisen die «Gunners» nach Genf.
Senderos ist aber nicht der einzige Genfer, den es im Sommer 2003 nach London zieht. Auch der erst 16-jährige Johan Djourou wechselt zu Arensal, ohne jemals in der Nationalliga A gespielt zu haben. Erst 16 ist der Innenverteidiger, zum Einsatz kam er erst dreimal in der 1. Liga bei Etoile Carouge.
Weil sich auch noch Davide Chiumiento (Juventus Turin), Johan Vonlanthen (PSV Eindhoven) und Sandro Burki (Bayern München) ungewohnt früh im Ausland versuchen, titelt der «Blick» empört «Europa klaut unsere Talente!» und fragt rhetorisch: «Wann stehlen uns die europäischen Spitzenklubs die Fussball-Babys aus dem Kinderwagen?» Nati-Trainer Köbi Kuhn mahnt mit Blick auf Djourou und Senderos: «Ich kenne die Methoden von Arsenal zwar nicht, aber wenn ihre Ausbildung nicht kontinuierlich weitergeführt wird, ist das schlecht für ihre Entwicklung.»
Allen Bedenken zum Trotz schaffen Senderos und Djourou bei Arsenal nach einiger Anlaufzeit den Sprung in die Premier League, zu Stammspielern werden die beiden Schweizer jedoch nie. Dennoch legen beide eine beachtliche Karriere hin: Senderos bringt es am Ende einer langen Karriere auf 57 Länderspiele, Djourou gar auf 76. Es hätten bei beiden noch mehr werden können, doch immer wieder schlug die Verletzungshexe unerbittlich zu.
Im Sommer 2004 wechselt Mladen Petric von den Grasshoppers zum FC Basel. Sportlich ist der 2,8-Millionen-Franken-Transfer des 23-jährigen Sturmtalents ein weiterer Beweis, dass sich GC im Schweizer Fussball auf dem absteigenden und der FCB sich auf dem aufsteigendem Ast befindet.
Doch der Petric-Transfer hat noch eine ganz andere Dimension. Denn einige Basler Fans wehren sich wie schon beim Wechsel von Boris Smiljanic eineinhalb Jahre zuvor vehement gegen die Verstärkung aus Zürich. Bbei Petric ist es noch schlimmer: Die FCB-Anhänger können einfach nicht vergessen, dass der schweizerisch-kroatische Doppelbürger bei der GC-Meisterfeier von 2003 einen FCB-Schal in Brand gesteckt hat. Ironischerweise handelt es sich dabei um einen Anti-FCB-Schal, aber das verkommt zur Randnotiz.
Schon vor Petrics ersten Training beginnen die Pöbeleien. An einer Autobahnbrücke hängen die Fans ein Plakat mit der Aufschrift «Ausfahrt St.Jakob für Petric gesperrt» auf. Beim Debüt des Neuzugangs am Uhrencup hängen die Basler Fans eine selbst gebastelte Puppe mit dem Konterfei des Neuzugangs auf und verbrennen sie.
Petric bleibt ruhig und konzentriert sich auf seine Leistungen auf dem Platz. Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten trifft er in fünf Spielen viermal, die meisten Anfeindungen verstummen bald. Mit dem FCB wird der Stürmer 2005 Schweizer Meister, zwei Jahre später Torschützenkönig und Cupsieger. Im Sommer 2007 wechselt er für 3,5 Millionen Euro zu Borussia Dortmund in die Bundesliga.
2006 und 2007 wird der FCZ zwei Mal in Serie Schweizer Meister: Doch der Erfolg hat auch seinen Preis – mit Steve von Bergen, César, Gökhan Inler, Blerim Dzemaili und Xavier Margairaz verlassen gleich fünf Teamstützen den Verein. Vor allem im Mittelfeld klafft plötzlich ein riesiges personelles Loch. Ersatz muss her!
Vom tunesisch-brasilianischen Doppelbürger Santos, der leihweise ein halbes Jahr in Zürich spielt, bekommt der FCZ einen todsicheren Tipp: Yassine Chikhaoui. Der erst 20-jährige offensive Mittelfeldspieler vom Spitzenklub Etoile du Sahel Sousse ist gerade tunesischer Meister sowie Fussballer des Jahres in seiner Heimat geworden und soll trotz seiner 1,89 Meter ein begnadeter Techniker sein. Auch die Ligue-1-Klubs Lens und Le Mans strecken ihre Fühler nach dem «tunesischen Zidane» aus, doch das Zauberwort «Champions League» führt ihn schliesslich zum FCZ. Rund zwei Millionen Franken überweist der neue Präsident Ancillo Canepa nach Tunesien.
Finten, Haken, Tricks und Körpertäuschungen – in Zürich schlägt Chikhaoui ein wie eine Bombe. In seinen ersten 13 Spielen erzielt er 7 Tore und liefert 6 Assists. Allen ist sofort klar, dass die Super League für «Sissy», wie ihn Teamkollege Eric Hassli nennt, nur ein Sprungbrett auf dem Weg zum internationalen Superstar ist. Schon in der Winterpause klopfen Klubs wie Bayern München, Bayer Leverkusen und Ajax Amsterdam an.
Doch Chikhaoui wechselt nicht – erst 2015 wird er den FCZ verlassen. Grund dafür sind einerseits seine Undiszipliniertheit, die so manchen Grossklub abschreckt, und vor allem seine Verletzungsanfälligkeit. In acht Jahren beim FCZ verpasst Chikhaoui 170 Spiele und damit mehr als er für die Stadtzürcher überhaupt spielt (154). Eine Welt-Karriere bleibt ihm deswegen verwehrt, mit dem FCZ gewinnt er 2009 immerhin den Schweizer Meistertitel und 2014 den Cup.
Gökhan Inlers Weg zum zweifachen Meister mit dem FC Zürich ist steinig. Beim FC Basel schenkt ihm Christian Gross keine Beachtung und auch bei Fenerbahçe Istanbul und dem FC Schaffhausen fällt das Talent aus Olten durch. So heuert Inler beim FC Aarau an, wo er zunächst regelmässig zum Einsatz kommt, sich dann aber plötzlich auf der Ersatzbank wiederfindet.
Nichtsdestotrotz holt ihn Lucien Favre im Januar 2006 zum FCZ. Für Lucien Favre verkörpert Inler «den Typus des modernen Fussballers»: gross, ausdauernd, schnell, beidfüssig, stark in der Balleroberung und in der Luft, gut im Abschluss sowie eine ausgeprägte Fussball-Intelligenz. Inler zahlt das Vertrauen schnell zurück, wird Chef im Mittelfeld beim FCZ und fasst auch in der Schweizer Nati Fuss.
Mit 22 wagt der ehrgeizige Newcomer bereits den nächsten Schritt. Inler folgt dem Lockruf von Udinese Calcio und wechselt für eine Million Euro in die Serie A. Dort ist der defensive Mittelfeldspieler Wegbereiter für eine ganze Generation von jungen Schweizern. Wie einst Chapuisat in der Bundesliga sorgt «Gögi» dafür, dass Schweizer Fussballer nicht mehr belächelt, sondern dank ihrer Professionalität geschätzt werden.
Nach einer halben Saison wird Inler von der italienischen Sportzeitung «Gazzetta dello Sport» zum besten ausländischen Neuzugang des Sommers gewählt und dank konstant guten Leistungen erarbeitet er sich den nächsten Karrieresprung. Für die damalige Schweizer Rekordsumme von 18 Millionen Euro wechselt der langjährige Nati-Captain im Sommer 2011 zum SSC Napoli.
Schweizer Torhüter sind in der Deutschland der Renner. Mit Yann Sommer, Roman Bürki, Yvon Mvogo, Marwin Hitz und Gregor Kobel sind derzeit gleich fünf Schweizer Keeper in der 1. und 2. Bundesliga engagiert. Den Weg dazu ebnet Diego Benaglio, der 2008 als vierter Schweizer Torhüter (Hilfiker 1997 zu Nürnberg , Zuberbühler 2000 zu Leverkusen, Stiel 2001 zu Gladbach) ins Haifischbecken Bundesliga wechselt.
Es ist Benaglios zweiter Versuch: 2002 wechselt er mit 19 vom GC-Nachwuchs zum VfB Stuttgart, wo er es aber nicht über die Nummer 3 hinausbringt. Erst beim portugiesischen Erstligisten Nacional Funchal entwickelt sich der Aargauer zum Top-Torhüter, so dass er im Januar 2008 das Interesse des VfL Wolfsburg weckt und für 1,5 Millionen Euro zu den «Wölfen» wechselt.
Unter Trainer Felix Magath, der den Neuen noch aus Stuttgarter Zeiten kennt und darum den Transfer forciert hat, wird Benalgio sofort zur unbestrittenen Nummer 1 und bereits nach eineinhalb Jahren gibt es Historisches zu feiern. Dank den Paraden von Bengalio und den Toren von Grafite und Edin Dzeko holt Wolfsburg 2009 den bis heute einzigen Meistertitel der Klubgeschichte.
Auch danach bleibt der Schweizer Keeper eine Bank. Ab der Saison 2011/12 amtet er gar als Captain bei den «Wölfen», 2015 stemmt Benaglio den DFB-Pokal in die Höhe. Ein Jahr später verliert er seinen Stammplatz jedoch an Koen Casteels, weshalb er im Sommer 2017 Wolfsburg den Rücken kehrt und zur AS Monaco wechselt.
«Ist Alex Frei verrückt geworden?», fragt sich die Fussball-Schweiz im Sommer 2009. Der Schweizer Nati-Captain ist gerade 30 Jahre alt geworden und steht auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Bei Borussia Dortmund ist er unter Jürgen Klopp im Sturm zwar nicht immer gesetzt, viele attestieren ihm aber dennoch das Zeug zum Torschützenkönig. Doch statt weiterhin für den BVB vor 80'000 Zuschauern in der Bundesliga auf Torejagd zu gehen, wechselt Frei für 4,25 Millionen Euro zurück in die Super League zum FC Basel.
Seinen Stammverein hatte er 1998 im Alter von 18 verlassen, weil er sich nicht durchsetzen konnte. Nun sind die Vorzeichen aber ganz andere: Nachdem der FCB in vier Jahren dreimal dem FC Zürich im Meisterkampf den Vortritt lassen musste, soll Frei den Klub wieder zur unangefochtenen Nummer 1 im Land machen.
Und Frei wird den Ansprüchen sofort gerecht. Zusammen mit Marco Streller bildet er fortan das gefährlichste Sturmduo der Schweiz und der FCB entrückt der Konkurrenz komplett. In den vier Jahren bis zu seinem Rücktritt 2013 wird Frei viermal Schweizer Meister, zweimal Cupsieger, zweimal Torschützenkönig, zweimal Fussballer des Jahres und auch in der Champions League sorgt der «König des Strafraums» für die eine oder FCB-Sternstunde.
Im Jahr 2008 steigen die Brüder Hans-Ueli und Andy Rihs bei den Young Boys als Investoren ein. Plötzlich bedrängt nicht mehr nur der FCZ die Basler Vormachtsstellung im Schweizer Fussball, sondern auch das seit längerem titellose YB. Im Frühling 2010 sind die Berner ganz nah am grossen Coup: Erst in der «Finalissima» am letzten Spieltag im heimischen Stade de Suisse vergeigt das Team von Vladimir Petkovic den Titel.
Nicht im Kader steht in diesem alles entscheidenden Spiel einer der besten YB-Spieler der Saison: Gilles Yapi. Um die Berner klein zu halten, greift der FCB auf eine bewährte Strategie zurück und wirbt dem aufstrebenden Konkurrent das «Hirn im Mittelfeld» ab. Kein Wunder, wird er im Direktduell um den Titel nicht mehr eingesetzt.
Als der Yapi-Wechsel kurz vor dem Direktduell in Basel Mitte Februar bekannt wird, ist in Bern der Teufel los. Der ivorische Mittelfeldspieler, der sich vier Jahre als stiller Kämpfer bei YB verdient gemacht hat, wird von den Fans als «Judas», «Verräter» und noch viel schlimmeres beschimpft. In Basel dagegen kostet man den Transfer in vollen Zügen aus. «Wir haben von Anfang an gespürt, dass er gerne nach Basel will», triumphiert der damalige Vize-Präsident Bernhard Heusler. Und natürlich wird der vieldiskutierte Wechsel auch an der Fasnacht zum Thema, wie folgende Schnitzelbank von damals belegt:
Mit Basel schafft Yapi von 2011 bis 2013, was er mit YB von 2008 bis 2010 jeweils haarscharf verpasst hat: Er wird Schweizer Meister. Dann verlässt er den FCB, kehrt 2014 aber in die Super League zurück und steht bald erneut unfreiwillig im Zentrum des Interesses. Im November wird der FCZ-Neuzugang vom Aarauer Sandro Wieser übel umgegrätscht, das Knie des Ivorers wird dabei komplett zerstört. Während Yapi zehn Monate pausieren muss, zeigt der FCZ Wieser wegen schwerer Körperverletzung an. Am Ende einigen sich die Parteien aussergerichtlich.
Anfang der 2010er-Jahre sorgt ein kleiner «Zauberzwerg» in Basel gross für Furore. Das FCB-Eigengewächs Xherdan Shaqiri mausert sich dank Tempo, Technik und Toren zu einem der umworbensten Talente des europäischen Fussballs. Spätestens als Shaqiri beim Champions-League-Coup gegen Manchester United im Dezember 2012 Wayne Rooney komplett die Show stiehlt, ist allen klar, dass der kleine Künstler in Basel nicht mehr lange zu halten sein wird. Die Frage ist nur noch, wer das Rennen um ihn macht.
Im Winter 2011/12 flattern die ersten lukrativen Angebote beim FCB ein: Zenit St.Petersburg, Galatasaray Istanbul, Atlético Madrid – sie alle zählen zu den Interessenten. «Glaubt man dem Internet, hat sich schon jeder Verein einmal für mich interessiert», freut sich Shaqiri und entscheidet sich im Februar für Bayern München.
Als erster Schweizer wechselt der «Kraftwürfel» mit erst 20 Jahren direkt aus der Super League zum Bundesliga-Krösus. 16 Millionen Franken überweisen die Bayern nach Basel – so viel hat vor Shaqiri noch kein Super-League-Abgang gekostet.
Bei den Bayern kommt der Flügelstürmer dann zwar nicht an den Superstars Arjen Robben und Franck Ribéry vorbei, dennoch hinterlässt er in München seine Spuren. Dank seiner offenen Art wird Shaqiri schnell zum Publikumsliebling und mit 17 Toren und 19 Assists in 81 Spielen trägt er in zweieinhalb Jahren auch dazu bei, dass die Bayern bis 2015 dreimal die Meisterschaft, zweimal den DFB-Pokal und 2013 die Champions League gewinnen.
Ersatz für Shaqiri findet der FCB schnell und zwar in Ägypten. Für 2,5 Millionen Euro holt Sportchef Georg Heitz den offensiven Mittelfeldspieler Mohamed Salah von El Mokawloon nach Basel. Aufgefallen war Salah den FCB-Scouts bei der U20-WM 2011 in Kolumbien – «er war sehr schnell und bewegte sich intelligent zwischen den Linien», berichtet Heitz später.
Dass aus Salah dereinst ein absoluter Weltstar werden wird, weiss der FCB-Sportchef damals aber freilich noch nicht. «Wir waren allerdings noch etwas skeptisch», gibt er später zu. In einem Testspiel, in dem Salah in der zweiten Hälfte eingewechselt wird und zwei Tore erzielt, sowie einem einwöchigen Trainingslager kann der 20-jährige Ägypter die FCB-Verantwortlichen aber schliesslich von sich überzeugen.
Das zurückhaltende Sprachtalent hat zu Beginn Mühe, sich in Basel einzugewöhnen. Es fehlt die nötige Lockerheit und die Kraft. Eine um die andere Grosschance versiebt Salah deshalb, von den Schweizer Medien wird er bald als «Chancentod» abgeschrieben.
Doch Salah arbeitet hart an sich, wird fitter und kaltblütiger. In der Super League mausert sich der Wirbelwind schnell zum besten Spieler der Liga, die europäischen Topklubs werden auf ihn aufmerksam, als er mit Basel 2013 bis in den Europa-League-Halbfinal marschiert. In der Winterpause 2013/04 zieht Salah dann weiter: Für 16,5 Millionen Euro wechselt der Ägypter zu Chelsea. So richtig durchstarten wird er aber erst zweieinhalb Jahre später, als Salah bei Liverpool unter Trainer Jürgen Klopp zu einem der gefährlichsten Stürmer der Welt reift.
Einen Tag vor der Schliessung des Sommertransferfensters schlägt YB zu: von Girondins Bordeaux verpflichten die Berner den Franzosen Guillaume Hoarau. Obwohl er bis 2011 fünf Länderspiele für Frankreich absolviert und fünf Jahre bei Paris St-Germain engagiert war, ist der 30-jährige Franzose von der Vulkaninsel La Réunion in der Schweiz ein absolut unbeschriebenes Blatt.
Eine Ablösesumme für YB wird nicht fällig, da der auslaufende Vertrag des 1,92 Meter grossen Stürmers in Bordeaux nicht verlängert wurde. Obwohl mit St-Etienne auch französische Klubs Interesse hatten, ist YB vorsichtig: Hoarau ist eigentlich nur als Back-up für Michi Frey vorgesehen, der aber bald nach Lille abwandert, weshalb der Franzose zunächst nur einen Vertrag bis zur Winterpause erhält. Doch dieser wird rasch verlängert. Denn schnell wird offensichtlich, dass die Berner da einen grossen Fisch an der Angel haben.
In seiner ersten Saison bei YB erzielt Hoarau 17 Tore, danach nie weniger als 15. Nach der zweiten Saison wird der Torjäger zum besten Spieler der Super League gewählt, doch fast noch wertvoller als auf dem Platz ist Hoarau daneben. Er ist weltoffen, zugänglich und schweisst das Team mit seiner Erfahrung und Lebensfreude zusammen. Kurz: Er ist der Leader, den YB so lange vergebens gesucht hat.
Die Krönung folgt 2018: Mit einer sensationellen Rückrunde mit 14 Toren in 15 Spielen schiesst Hoarau YB zum ersten Meistertitel nach 31 Jahren. Ein Jahr später erfolgt die Titelverteidigung und wieder trifft der Torgarant fast nach Belieben. Mit 24 Treffern in 28 Spielen holt Hoarau die einzige Torjäger-Kanone in seiner YB-Zeit.
Eigentlich ist die Fussball-Karriere von Renato Steffen im Alter von 16 Jahren bereits vorbei. Wegen seiner Körpergrösse von nur 1,70 Meter wird der Mittelfeldspieler beim FC Aarau rausgeworfen, er lässt sich zum Baumaler ausbilden und kickt nebenbei für Schöftland und Solothurn in der 2. und 1. Liga. Dann folgt die Tellerwäscher-Karriere – über Thun wechselt Steffen 2013 zu YB, wo er auf dem rechten Flügel dank seiner Schnelligkeit und Technik schnell zum Leistungsträger aufsteigt.
Im Frühling 2015 will YB den auslaufenden Vertrag mit Steffen unbedingt verlängern, doch die Partien finden sich nicht und es entsteht eine Transferposse, welche die Schweiz über ein halbes Jahr in Atem halten wird. Immer wieder kokettiert das Steffen-Lager öffentlich mit einem Wechsel im nächsten Sommer zum FC Basel, da reisst bei YB-Sportchef Fredy Bickel der Geduldsfaden. Im Dezember befiehlt er: Entweder Steffen verlässt YB im Winter und bringt dem Klub noch ein paar hunderttausend Franken ein oder er sitzt während der Rückrunde nur noch auf der Tribüne.
Plötzlich geht es schnell. Anfang Januar gibt der FCB den Transfer von Steffen bekannt – ganz zum Unwesen der eigenen Fans. Der Neuzugang, der sich mit seiner provokativen Spielweise in der ganzen Liga nur wenig Freunde gemacht hat, ist bei den FCB-Fans spätestens seit dem Direktduell mit YB in der Vorrunde komplett unten durch. Damals forderte Steffen mit Erfolg und vor allem viel Theatralik eine Rote Karte für Taulant Xhaka.
Beim Debüt gibt es Fan-Proteste und Steffen wird von eigenen Anhängern gnadenlos ausgepfiffen. Der ungeliebte Neuzugang reagiert auf seine Weise: Zehn Minuten nach seiner Einwechslung trifft er und hält sich beim Jubeln vor der totenstillen Muttenzerkurve demonstrativ die Hand ans Ohr. Bis zu seinem Abgang 2018 zu Wolfsburg wird es keine echte Liebesbeziehung zwischen den FCB-Fans und dem ewigen Provokateur.
45 Millionen Euro – so viel überweist Arsenal im Sommer 2016 für Granit Xhaka an Borussia Mönchengladbach. Damit wird der defensive Mittelfeldspieler zum mit Abstand teuersten Schweizer Fussballer der Geschichte. Auf Rang 2 liegt noch immer Breel Embolo, der bei seinem Abgang von Basel zu Schalke im gleichen Jahr 26,5 Millionen kostet.
Xhaka hievt sich mit seinem Millionen-Transfer in eine neue Liga. In jenem Sommer sind nur Paul Pogba, Gonzalo Higuain, Hulk, John Stones und Leroy Sané teurer als der Schweizer Nati-Captain.
Das schwere Preisschild kümmert Xhaka aber nicht. Unter Arsène Wenger erkämpft er sich bei den «Gunners» bald einen Stammplatz. Der Schweizer zieht im defensiven Mittelfeld die Fäden, spielt dabei nicht spektakulär, aber effizient. Seine immer mal wieder auftretenden taktischen Mängel verzeiht ihm Wenger.
Die Herzen der Fans kann Xhaka, der unter Unai Emery gar zum Captain ernannt wird, aber nie erobern. Im Oktober 2019 artet die Beziehung aus, als Xhaka das unzufriedene Publikum beschimpft, nachdem ihn dieses bei einer Auswechslung gnadenlos auspfiff. Mittlerweile scheinen sich die Parteien wieder angenähert zu haben. Zu gut hat Xhaka seit dem «Fuck off»-Knatsch gespielt.