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Gulussa,
der zweite Sohn des numidischen Königs Massinissa, wurde von seinem Vater aus Anlaß von dessen Zwistigkeiten mit Karthago [* 2] wiederholt nach Rom [* 3] geschickt, um die von den karthag. Gesandten gegen Massinissa erhobenen Anklagen zu entkräften. In Karthago, wo er 152 v. Chr. die Wiederaufnahme der verbannten Freunde des Massinissa verlangen sollte, ward er nicht eingelassen. Aus Rache überfiel er in dem bald hernach ausgebrochenen Kriege das besiegte und ohne Waffen [* 4] entlassene Heer der Karthager treulos und machte den größten Teil desselben nieder.
Nach Massinissas Tode 149 v. Chr. erhielt er durch Scipio, welcher die Verteilung des Reichs unter dessen drei Söhne überkommen hatte, den militär. Teil der königl. Gewalt und leistete hierauf den Römern als Reiterführer gute Dienste [* 5] gegen die Karthager. Er starb kurze Zeit vor seinem ältesten Bruder Micipsa (gest. 118 v. Chr.), nachdem er 120 v. Chr. neben seinen beiden Söhnen den illegitimen Sohn seines jüngsten Bruders, Jugurtha (s. d.), als Sohn und Miterben angenommen hatte.