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Im Vorfeld der «Classica Primavera» hatte alles vom Dreikampf zwischen Vorjahressieger Wout van Aert, Mathieu van der Poel und Julian Alaphilippe gesprochen. Das Trio war im Finale nach knapp 300 Kilometern zwar vorne dabei, hatte am Ende aber das Nachsehen.
Jasper Stuyven griff zweieinhalb Kilometer vor dem Ziel in der Abfahrt des Poggio, des letzten Hindernisses des Tages, an. Und weil sich dahinter die Favoriten nicht auf eine Verfolgung einigen konnten, kam er letztlich durch. Stuyven gewann im Zielsprint knapp vor dem Australier Caleb Ewan und dem Belgier Wout van Aert, die dahinter die Verfolgergruppe über die Ziellinie führten.
Mit ihm hatte zwar niemand gerechnet, ein kompletter Aussenseiter ist Jasper Stuyven aber dennoch nicht. Der 28-Jährige vom Team Trek-Segafredo feierte bereits mehrere schöne Siege an weniger wichtigen Rennen und glänzte auch schon in den sogenannten Radsport-Monumenten. Mehr als ein 4. und ein 5. Rang bei Paris - Roubaix in den Jahren 2017 und 2018 hatte aber bisher nicht herausgeschaut.
Schweizer standen mit Michael Schär und Newcomer Stefan Bissegger nur zwei am Start. Sie hatten mit dem Ausgang wie erwartet nichts zu tun, obwohl Schär für seinen Teamleader Greg van Avermaet im Finish noch Tempo machte. Schär klassierte sich als besser klassierter der beiden Schweizer mit einem Rückstand von gut fünf Minuten auf Platz 100.