Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03535.jsonl.gz/21

Am 18. Juli zeigte das Pavilleon unter dem Titel «Urban Shorts» den Film «Within Formal Cities», das Architekten zeigt, wie sie partizipatives Bauen in Lateinamerika einfangen. Der laue Sommerabend hat so viel interessiertes Publikum angezogen, dass der Film zwei Mal gescreent wurde.
Die Architekten Brian Gaudio und Abraham Drechsler nähern sich dem Thema von Wohn- und Infrastrukturprojekten in Lima, Santiago, Rio de Janeiro, São Paulo und Bogotá, indem sie mit den unterschiedlichen Beteiligten sprechen. Die Relevanz des Themas ergibt sich aus der Tatsache, dass 80% der Bevölkerung in Lateinamerika in Städten lebt und aus dem Umstand, dass ein Teil dieser Städte Favelas sind. Viele urbane Zonen, nicht nur Favelas, leiden unter schwachen Infrastrukturen (z.B. Abwasserentsorgung) und sie sind für Projektentwickler äusserst uninteressant. Wo das Überleben an erster Stelle steht, ist die Rolle von Gestaltern unklar.
Hier setzt der Film ein und portraitiert einerseits Architekten, die nicht nur schöne Gebäude oder Areale entwerfen wollen, sondern die eine weitergehende Mission haben. Andererseits werden werden Bewohner von Siedlungen und ihre Wohnungen gezeigt und ihre Sicht auf die Dinge und die damit verbundenen Auseinandersetzungen mit den Architekten.
Trailer zum Film auf youtube:
Jede Stadt hat ihre Geschichte und ihre Eigenheiten. Bogotá galt in den 1990er-Jahren noch als eine sehr gefährliche Stadt. Die Filmemacher stellen die These auf, dass Architektur ein Tool für sozialen Wandel sei. Die Filmemacher zeigen am Beispiel des Kindergartens «El Porvenir Social», wie Kindern aus Familien mit häuslicher Gewalt ein geschütztes Umfeld geschaffen wird.