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Polen: Finanzierungsfrage für erstes Kernkraftwerk bald geklärt
Die polnische Regierung ist gemäss Naimski daran, eine Zweckgesellschaft zur Finanzierung der geplanten Kernkraftwerke aufzustellen. Die Mehrheit an diesem Anlageinstrument wird die Regierung mit einem Anteil von 51% halten. Diese Beteiligung soll über stattliche Unternehmen erfolgen. Die restlichen 49% stehen ausländischen Partnern offen. Laut Naimski ist die Regierung an Partnern interessiert, die bereit sind, sich über den gesamten Lebenszyklus des Kernkraftwerkprojekts zu verpflichten – also von der Planung über den Betrieb bis zum Rückbau.
Es ist nur noch eine Frage von wenigen Monaten bis die Gespräche zur Finanzierung der Neubaupläne abgeschlossen werden können, so der Regierungsvertreter. Konkrete Namen von Investoren nannte Naimski keine. Er wies darauf hin, dass bei den Gesprächen unter anderem auch über Staatsgarantien verhandelt werde.
Der amerikanische Energieminister Rick Perry und Naimski hatten im Juni 2019 in Washington DC eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie unterzeichnet. Naimski erklärte später am Radio, dass die Technologie der amerikanischen Westinghouse sehr attraktiv sei, da sich Polen für bewährte Konzepte interessiere. Vier AP1000 der Westinghouse stehen in China in Betrieb und zwei werden in Amerika gebaut.
Polen will bis 2040 sechs Kernkraftwerke bauen, was einem Atomstromanteil von rund 20% entsprechen würde. Das erste polnische Kernkraftwerk dürfte 2033 an der polnischen Ostseeküste in Betrieb gehen.