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Beschreibung
Auszug
Vor vielen Zehntausenden von Jahren lebten Damhirsche nahezu in allen Gebieten des eurasischen Raums, vom Atlantik bis weit in den Osten. Hätte es die letzte Eiszeit nicht gegeben, wären Damhirsche wohl kaum in südliche Refugien zurückgedrängt worden und würden vielleicht auch in der Schweiz noch immer als wildlebende Art vorkommen. Stattdessen findet man sie bei uns nur noch in Wildparks und Gatterhaltungen. Der Damhirsch hat auf den Menschen seit jeher eine gewisse Anziehungskraft ausgeübt. In der Tat ist er ein faszinierendes Tier, und dies nicht nur auf grund seines eleganten Geweihs. So ist etwa das lebhaft gepunktete, rot braune Fell nur eine von mehreren Farbvariationen, was aussergewöhnlich ist. Auch die Fortpflanzungsstrategien der Männchen sind äusserst variabel. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse legen überdies nahe, dass eine weitere Besonderheit, nämlich ein beweglicher Kehlkopf, röhrenden Männchen erlaubt, im Wettstreit um Weibchen zu «bluffen» und so ihre Paarungschancen zu erhöhen. Der vorliegende Artikel gibt einen Einblick in die Biologie dieser Hirschart, mit besonderem Augenmerk auf die akustische Kommunikation im Kontext sexueller Werbung.