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Dazu zählen laut dem Botschafter das Projekt der Europäischen Politischen Gemeinschaft - also einen institutionalisierten europäischen Austausch mit Nicht-EU-Staaten - sowie spezifische Grenzregionenprobleme. So verzeichne Frankreichs Grenzregion zur Schweiz einen Fachkräftemangel wegen der höheren Löhne hierzulande, sagte Journès im am Mittwoch veröffentlichten Interview. Betroffen sei etwa der Gesundheitsbereich.
Am 15. Dezember werde eine Kommission für gemeinsame Gesundheitskooperation gegründet. "Dabei müssen wir über die Ausbildung von Fachkräften und die Versorgung von Patientinnen und Patienten beiderseits der Grenze nachdenken", so Journès. Je nach Frankenstärke könne eine Krankenschwester in Euro umgerechnet auf ein Direktorengehalt in Frankreich kommen. "Wir sind nicht in der Lage, dieses Gehaltsniveau über Subventionen zu erreichen, also müssen wir uns etwas anderes überlegen, und das tun wir am besten gemeinsam."
Dabei will Frankreich nicht das Ende der Personenfreizügigkeit einläuten: "Man könnte diskutieren, dass Frankreich bestimmte Dialysekapazitäten oder pädiatrische Infrastrukturen in der Schweiz nutzen kann. Umgekehrt gibt es auf unserer Seite der Grenze wunderbare Einrichtungen und Kapazitäten, die für Schweizer Patienten interessant sein könnten und weniger kosten", sagte der Botschafter. Das grenzübergreifende System solle generell erhalten und weiterentwickelt werden.
Kein Entgegenkommen signalisierte Journès beim Schweizer Zugang zum europäischen Forschungsabkommen Horizon: Dieser sei Teil der "übrigen" Probleme im Dossier Schweiz-EU und können nicht davon getrennt werden.
(sda)