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|Startort:

Zielort:
Distanz:
Fahrzeit (ohne Pause):
Höhendifferenz:
Kondition:
Fahrtechnik:
|La Chaux-de-Fonds

Nyon
159 km
ca. 8 bis 9 Std
2440 m
sehr gut
gut
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|Der Einstieg in die Route 7 vom Bahnhof La Chaux- de-Fonds aus ist etwas schwierig. Im Gegensatz zu anderen Bahnhöfen findet man hier nur einen einzigen verlorenen Wegweiser der die Richtung der Route 7 nach St-Imier angibt.

Am besten fährt man, wenn man aus dem Bahnhof heraus kommt, geradeaus bis zur Hauptstrass und zweigt dort links ab. Dann folgt man dem Wegweiser in Richtung Neuchâtel, wieder links über die Bahnüberführung. Auf dieser Strasse fährt man etwa bis zum grossen Kreisel (ca 1.5 Km), von da aus ist die Route 7 zuverlässig beschildert. Erleichtert verlässt man die verkehrreiche Strasse und taucht ein in die Stille der schönen Natur.
Die wunderschöne Strecke führt durch ein Hochtal entlang dem Communal de la Sagne bis auf die Anhöhe von le Coin von wo aus man hinunter nach La Sagne fährt.
Anschliessend durchfährt man das beeindruckend schöne Vallée de la Sagne, welches sich, südwestlich von La Chaux de Fonds beginnend, über 18 km bis nach Les Ponts-de-Martel erstreckt. Dort wird es vom südwestlichen Riegel La Côte des Emposieux abgeschlossen. Das Tal liegt auf 1000 m Höhe und weitet sich von anfänglich 500 m auf eine Breite von 3 km aus.
Bei Les Ponts-de-Martel verlässt man die Route 7 und fährt hoch in Richtung la Brévine. Auf einer Höhe von etwa 1150 m ü. M. hat man den vorläufig höchsten Punkt erreicht und fährt hinunter ins Vallée de la Brévine, welches auf einer Höhe von etwa 1050 m ü. M. liegt. Auch diese Tal ist wunderschön, hat jedoch einen ganz anderer Charakter als das Vallée de la Sagne. Hier durchfährt man, umgeben vom ständigen Gebimmel der Kuhglocken, die Talsohle, welche hin und wieder von kleinen Hochmooren durchsetzt ist. Am westlichen Ende des Tals umfährt man den Lac de Taillères auf einer Höhe von 1036 m.
Das Tal verlassend steigt man wieder hoch auf 1150 m und dann hinunter nach Les Bayards und weiter nach Les Verrières, das auf einer Höhe von 1030 m ü. M. liegt. Von dort aus fährt man über die Höhe von Pâturages des Bolles (1150 m ü. M) hinunter nach Côte-aux-Fées (1041 m ü. M), wo man wieder auf der Route 7 landet. Diese führt einen hoch zum Weiler La Varconnaz und auf der anderen Seite rechts am kleinen aber beeindruckend schönen Hochmoor von La Varconnaz vorbei nach L‘Auberson.
Die nun folgende Strecke ist der bisherige, landschaftliche Höhepunkt der an sich schon schönen Tour. Eine lange, sanfte Steigung führt durch die Aiguilles de Baulmes hoch bis auf etwa 1280 m durch urchige, beinahe unberührte Natur. Das langsame Vorwärtskommen bedingt durch die Steigung lässt einem Zeit zur genauen Betrachtung der vielen Naturschönheiten. Den krönenden Abschluss der Fahrt durch die schöne Landschaft bilden die schroffen felsigen Bergspitzen, welche plötzlich in beeindruckender Höhe vor einem aufragen. Diese steilen, zerklüfteten Felswände sind auch bei den Sportkletterern sehr beliebt.
Die folgende Abfahrt zum 632 m tief gelegenen Baulmes ist steil und kurvig, hier ist viel Konzentration gefordert.
Danach geht es, einer leichten Steigung folgend, weiter entlang eines Waldrandes. Auf dieser Strecke kann man immer wieder die faszinierende Aussicht auf die etwa 100 m tiefer gelegene Hochebene und die darunter liegende Talsohle mit dem
|Neuenburgersee geniessen. Danach fährt bis fast nach Lignerolle durch den Wald auf einer recht guten Naturstrasse.Von der bisherigen Schönheit der Landschaft verwöhnt fährt man nun eine Art «Pflichtstrecke» durch «zivilisierteres» Gebiet von Lignerolle entlang der recht verkehrsarmen alten Hauptstrasse via Ballagues nach Vallorbe.

In der Zwischenzeit hat man bereits 98 km zurückgelegt. In Vallorbe steht die erste Velowegweiser mit Streckenangabe nach Nyon, es sind noch stolze 62 km! Am nächsten Wegweiser der Route 7 findet man Informationen zur Höhendifferenz und Strecke für die nächste Steigung auf dem Weg über den Pass. Es sind 330 Höhenmeter auf 5 km, das entspricht einer durchschnittlichen Steigung von 6.6 %. In Wahrheit sind es während kürzerer Strecken bis zu 15 %, da kommt man ganz schön ins Schwitzen. Aber trotzdem, der Aufstieg durch den bewaldeten Hang ist wunderschön. Je höher man kommt, desto schwächer wird das Rauschen des Verkehrs unten im Tal, bis man ganz von Stille und üppigem Grün umgeben ist. Man fährt zuerst auf einer nicht allzu guten Naturstrasse, die später in eine schmale Teerstrasse übergeht hinauf auf den etwa 1080 m hohen Pass und dann hinunter nach Le Pont welches am unteren Ende der Lac de Joux liegt. Der See liegt im Hochtal Vallée de Joux auf einer Höhe von 1004 m ü. M. und ist mit etwa 9 km länge und durchschnittlich 1 km Breite der grösste See im Juragebirge.
Die folgende Strecke dem Lac de Joux entlang ist recht verkehrsreich und eher unangenehm zu fahren, bis die Route im oberen drittel weg von der Hauptstrasse an den See hinunter führt, danach wird es etwas angenehmer. Am Ende des Sees angekommen fährt man weiter bis nach Le Brassus, wo man links abzweigt und die letzte Steigung hinauf zum Col du Marchairuz in Angriff nimmt. Hier erreicht man mit etwa 1330 m ü. M. auch den höchsten Punkt der Tour. Kurz vor der Passhöhe (1447 m.ü.M) zweigt man rechts ab und durchquert auf einer gut 12 km langen, leicht abfallenden Strecke das schönste Alptal das ich je gesehen habe. Es ist die «Sèche des Amburnex». Die «Sèche des Amburnex» ist ein typisches Beispiel für die bestockten Weiden im Jura. Sie gehört zum Parc jurassien vaudois, einem Regionalpark mit einer Fläche von 75 km², der sich entlang der Jurakreten zwischen dem Col de la Givrine und dem Col du Marchairuz erstreckt. Weder Worte, noch die paar Bilder die ich von diesem Tal geschossen habe, können das beschreiben was man empfindet wenn man dort durch fährt. Man muss es eben selbst erleben. Diese Strecke entschädigt einen bei weitem für alle Strapazen die man auf dieser Tour erlebt hat.
Danach beginnt die etwa 20 km lange Abfahrt nach Nyon, auf der man etwa 950 Höhenmeter «vernichtet». Anfänglich geht es in wildem Ritt, im wahrsten Sinne des Wortes, über leicht gewellte schmale Teersträschen nach unten. Man erreicht teilweise bis zu 50 km/h und steht in den Pedalen wie der Jokey in den Steigbügeln um die Unebenheiten der Strasse auszugleichen. Auch hier ist die Strecke und die Gegend schön, die Route ist gut ausgeschildert und führt immer entlang von wenig befahrenen Strassen bis ganz hinunter nach Nyon. Alles in allen eine Tour die ich allen, die genügend Kondition haben, wärmstens empfehlen kann.