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Ziel des Internationalen Tags der Muttersprache ist die Förderung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt und der Mehrsprachigkeit. Das tut Enfants du Monde das ganze Jahr über mit ihrem zweisprachigen und interkulturellen Bildungsprogramm in Guatemala.
Eine grosse sprachliche Vielfalt
In Guatemala gibt es eine grosse ethnische, kulturelle und sprachliche Vielfalt. Spanisch ist die Amtssprache des Landes, und es gibt 22 Mayas-Sprachen wie z. B. Q'eqchi' oder Kaqchiquel. Obwohl diese Sprachen vom Staat anerkannt werden, wird die Maya-Bevölkerung immer noch stark diskriminiert, und das Schulsystem berücksichtigt nicht die Kultur der indigenen Völker.
In den von Enfants du Monde unterstützten Schulen wird der Unterricht sowohl in der Amtssprache des Landes als auch in der Muttersprache der indigenen Völker erteilt. So lernen die Kinder leichter. Zum Beispiel beziehen sich die Schulbücher, die wir erstellen, auf Mais in naturwissenschaftlichen oder geschichtlichen Fächern aufgrund des so wichtigen Stellenwerts dieser Pflanze in der Maya-Kultur.
Alle meine Schüler/innen leben in ländlichen Gebieten, in kleinen Dörfern, und sie sprechen nur kaqchikel. In den Dörfern haben die Familien kein Spanisch gelernt, und die Kinder haben es nie gehört, bevor sie zur Schule gegangen sind. Dies ist ein Problem, denn die Kinder können den Unterricht nicht besuchen, wenn die Lehrer/innen sie nicht verstehen und umgekehrt. Es gibt immer mehr zweisprachige Lehrkräfte und das hat viel zur Verbesserung beigetragen.
Anpassung des Unterrichts an den Kontext der Coronakrise
In Mittelamerika gehört Guatemala zu den Ländern, die am stärksten von der COVID-19-Pandemie betroffen sind. Die Schulen waren fast zwei Jahre geschlossen. Während dieser Zeit leistete Enfants du Monde einen Beitrag zum Notfallplan Aprendo en Casa, der vom Bildungsministerium eingerichtet wurde, um Schüler/innen und Lehrkräfte zu unterstützen, damit sie den Unterricht zu Hause fortsetzen können.
Das guatemaltekische Bildungsministerium hat in Zusammenarbeit mit Enfants du Monde und der Generaldirektion für bilinguale und interkulturelle Bildung (DIGEBI) folgende Stellen eingerichtet:
- Leitfaden zum Selbststudium in Maya und Spanisch
- Radiosendungen in Maya und Spanisch
- Fernsehprogramme
- Blogs
- Fernunterricht für die Lehrkräfte
In den Gemeinden Cobán, San Juan Chamelco und Chimaltenango sollen im Zeitraum 2021-2024 in den 273 Schulen 1,005 Lehrer-innen für zweisprachige und interkulturelle Bildung ausgebildet werden. So werden etwa 25,000 Schüler/innen eine qualitativ hochwertige Ausbildung erhalten, die auf ihre Sprache und Kultur zugeschnitten ist und es ihnen ermöglicht, sich besser weiterzuentwickeln.
Unterstützen Sie unser zweisprachiges und interkulturelles Bildungsprogramm
Mit einer Spende von 40 CHF schenken Sie 40 Kindern in Guatemala ein zweisprachiges Schulbuch, mit dem sie effizienter lernen können.