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Textübersetzung aus dem Kunstmuseum Hamburg
Da die elbischen Wesen sich überall in der Natur aufhalten und den Verkehr mit den Menschen lieben, dringen die Luft-, Feld- und Erdelbe auch in das Innere des Hauses ein und lassen sicli am Herde, in der Holzhammer, auf dem Boden, im Gebälk, in Küche und Keller, in Stall und Scheune nieder. Sie wirken segensreich auf das Gedeihen des Hausstandes ein und helfen den Menschen bei der Arbeit, erschrecken aber auch durch ihr nächtliches Poltern und Pochen die Bewohner. Daher gehen sie leicht in die Schutzgeister des Hauses über, in die Seelen des Ahnherrn un^ der Ahnfrau des Geschlechtes, die nach dem Tode hilfreich im Hause weilen, und es wird in den Sagen geradezu ausgesprochen, daß die Kobolde Seelen der im Hause Verstorbenen sind (D. S. Nr. 71). Daher rührt auch die Verwandlungsfähigkeit des Koboldes; er nimmt die Gestalt einer Feder, eines Marders, einer Schiauge (D. S. Nr. 78) und eines Eichhörnchens an (D. S. Nr. 75). Auf der andern Seite aber begegnen Züge, die den reinen Elfenglauben zeigen. Unverkennbar ist die Ähnlichkeit mit den Zwergen. In der Eifel sind die Heinzeimänner soviel wie Erdwichter, Erdgeister. Im Heinze-mannskopf bei Viermünden (Hessen) wohnen die Wichtelmännchen oder Heinzemännchen, kommen auch in die Häuser und halten ihre Tänze. Der Kobold trägt ein graues Käppchen, hat graues Haar und ein verschrumpftes erdfarbenes Gesicht, zuweilen ist sein Rock und seine Mütze rot. Er ist wie der Zwerg geschäftig, neckisch, gutmütig, aber auch bösartig. Zuweilen trägt der Hausgeist auch grünes Gewand, hat ein grünes Gesicht und grüne Hände, sein Antlitz ist verschrumpelt wie die Rinde eines Baumes, und in der Mark heißt er darum der grüne Junge: er gleicht also ganz einem Baum- oder Waldgeist und hat auch seine Wohnung bald im Hause, bald im Baume. Die hölzernen Nußknacker und die aus Hollundermark geschnitzten Stehaufmännchen sind volkstümliche Nachbildungen des Koboldes. Mit den Luftelben teilt er die Liebe zur Musik.