Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03222.jsonl.gz/770

Weshalb braucht es die Thursanierung?
1. Dringende Sanierung des Flussufers und der Flusssohle
Die über 100 Jahre alten Uferverbauungen, erstellt im Rahmen der Thurkorrektion von 1907 bis 1914, sind heute teilweise stark beschädigt und müssen erneuert werden: Die Flusssohle hat sich abschnittsweise mehr als einen Meter eingetieft. Der Uferschutz wird dadurch unterspült, aufgelöst oder gar fortgeschwemmt. Dadurch können Böschungen und das angrenzende Land bei Hochwasser erodiert werden.
Durch die Eintiefung der Sohle wurden in einzelnen Abschnitten die tiefer liegenden Seebodenlehme frei gelegt. Diese können im Hochwasserfall abgeschwemmt werden, wodurch in der Folge grosse Schäden durch weitere Erosionen nicht ausgeschlossen werden können. Die Eintiefung der Sohle führte zudem zu einem Absinken des Wasserspiegels und damit zu einer Verringerung des nutzbaren Grundwasservorkommens.
Aufgrund dieser Mängel mussten bereits Sofortmassnahmen zur Sicherung der abgetragenen Uferbefestigung getroffen werden, so zum Beispiel 2011, als im Quartier Ulisbach 3000 Tonnen Felsblöcke und 4000 Tonnen Kies verbaut wurden. Weitere Massnahmen wurden 2019 im Gebiet Schomatten und bei der Austrasse sowie 2020 im Quartier Grüenau umgesetzt.
Das muss getan werden:
Verbreitern des Flussbetts zur Stabilisierung und Anhebung der Flusssohle. Sanierung oder Ersatz der beschädigten Uferverbauungen.