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Die Grundsätze der chinesischen Akupunktur zeigen, dass der Körper mit Punkten übersät ist, die verbunden ein ein Netz von immaginären Linien bilden, "Kanäle", die "Meridiane" genannt werden, durch welche unter dem natürlichen Einfluss Energieströme in alternierendem Rhythmus fliessen. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft - welcher übrigens von vielen renommierten Studien der Neuroanatomie und Elektrophysiologie gestützt wird - ist auch die westliche Medizin immer mehr davon überzeugt, dass Punkte auf der Haut existieren, die unter Stimulation im Innern Reaktionen auslösen können. Allerdings ist dieser Mechanismus komplex (segmentarischer Reflex, Ausschüttung von Neuropeptiden, Aktivation von neuroendokrinen Kontrollzentren, Ausschüttung von Humoralfaktoren, welche auf die Immunantwort einwirken).
Einer der wichtigsten Punkte in der Akupunktur ist der Nei-Kuan (wörtlich: innere Barriere), der sechste Punkt auf dem Meridian der Blutgefässe, welcher als Punkt der Wahl bei Übelkeit, Erbrechen und Schwindel betrachtet wird, sowie als Regulator bei Verdauungsstörungen und Blutdruckproblemen im Zusammenhang mit seiner antivagalen Aktivität.
In der chinesischen Medizin wird der Punkt P6 oder Nei-Kuan regelmässig für die Prävention von Übelkeit und Erbrechen am Anfang der Schwangerschaft verwendet. Die Stimulation des Punktes erfolgt nicht ausschliesslich durch das Stecken von Nadeln, sondern auch durch einen stetigen Fingerdruck. In diesem Zusammenhang spricht man dann von Akupressur.