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Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm - irgendwie stimmt das bei Murali Coryell (*1969) - und doch auch nicht.
Dass er, der als 8-jähriger Knirps Schlagzeug gespielt hatte, später auf die Gitarre umgestiegen ist, sei „unvermeidbar“ gewesen, sagt der Sohn des weltberühmten Jazz Gitarristen Larry Coryell. Immerhin empfahl Dad seinem Sohn, der als Teenager zu Hause von Musikern wie Carlos Santana oder Miles Davis umgeben war, anstelle der bluesigen Led Zeppelin doch mal den echten Blues auf B.B. Kings „Live at the Regal“ zu hören. Eine Aufnahme, die Murali bis heute als eine der wichtigsten Inspirationen bezeichnet.
Während seiner Studienzeit – er war gerade 16 Jahre alt – verpflichtete ihn Duke Robillard für seine Tour Band. Kurz darauf konnte er sein erstes Solo Album aufnehmen, das Stax/Volt beeinflusste „Eyes wide open“. Seither hat er als Solo Künstler seinen Soul und Blues Stil perfektioniert und mehrere hochgelobte Alben veröffentlicht.
Und es ist wohl nicht weiter erstaunlich, dass sich bei ihm auch immer wieder mal einige jazzige Noten einschleichen. Als exzellenter Gitarrist, Sänger und auch Komponist war er zudem auch immer wieder mit ganz grossen Namen auf Tour, natürlich auch mit seinem Vater Larry Coryell oder der Saxofon Koryphäe Bill Evans.
Und auch am Lucerne Blues Festival ist er schon aufgefallen. In der Band des grossen Joe Louis Walker hinterliess er vor einigen Jahren einen derartig nachhaltigen Eindruck, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis er mit seiner eigenen Band abräumen würde.