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Der diesjährige Träger des Cabaret-Preises "Cornichon" heisst Lorenz Keiser. Er sei "umwerfend komisch, präzis frech und treffend schamlos", schreibt die Gesellschaft Oltner Cabaret-Tage.
Lorenz Keiser (42) vergleicht die Auszeichnung mit einem Sieg im Sport. "Wenn GC gegen FCZ 1:0 gewinnt, dann weiss man, dass GC die bessere Mannschaft ist, und genau so ist es in der Kunst auch", sagte Keiser gegenüber swissinfo. "Wenn ich diesen Cornichon-Preis kriege, dann weiss ich, ich bin der Beste, und das spornt mich an."
Lorenz Keiser hat 1989 den Salzburger Stier bekommen für sein erstes Soloprogramm, "Zug verpasst", mit dem er 100 Auftritte im ganzen deutschsprachigen Raum gehabt hat.
Sein zweites Programm "Der Erreger" trug ihm die "Oltner Tanne", den Preis für Nachwuchs-Kabarettisten der Oltner Cabaret-Tage ein, aber auch eine Klage, die sogar das Bundesgericht beschäftigte. Sein drittes Soloprogramm hiess "Aquaplaning" und seit November 2000 steht er mit "Schär, Holder & Meierhofer" auf der Bühne.
In diesem seinen vierten Solostück geht es um Globalisierung. Es geht um Aktienmärkte, Fusionen, einen Atlantiklachs in Chile und um Gummibärchen. Politkabarettist Keiser präsentiert Gesellschafts-Satire, verpackt im Alltäglichen. Regie geführt bei diesem Stück haben Margrit Läubli und César Keiser. Auch sie haben das "Cornichon" erhalten, im Jahre 1990 war das. Die Gesellschaft Oltner Cabaret-Tage überreicht Lorenz Keiser den Preis am 9. Juni.
Keiser tritt auch als Verfasser von Kolumnen, Satiren, Kurzgeschichten und Komödien in Erscheinung. Er ist verheiratet, Vater einer Tochter und eines Sohnes und lebt in Zürich.
swissinfo und Agenturen