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Die Millionenstadt Sydney erlebte am Freitag einen neuen Hitzerekord: 45,8 Grad zeigten die Thermometer an. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Messungen vor 150 Jahren, wie das Büro für Meteorologie mitteilte. Der bisherige Rekord lag bei 45,3 Grad im Januar 1939.
In den Notaufnahmen stieg die Zahl der Hitzeopfer. «Die Leute unterschätzen die Hitze und überschätzen ihre Fähigkeiten, vor allem die Jüngeren», sagte der Chef des Notrufs, Ian Johns, im australischen Radio.
Rund 200 Kilometer östlich von Melbourne war die kleine Ortschaft Licola durch Flammenwände von der Aussenwelt abgeschnitten. Zehn Einwohner harrten dort aus. In den Nachbarorten Seanton und Heyfield brannten fünf Häuser nieder. Im Hotel von Heyfield hatten 40 Gäste Zuflucht gesucht. «Es kommt eine Menge glühende Asche runter, aber wir halten durch», sagte Besitzer Jeremiah Wallace der australischen Nachrichtenagentur aap. «In meiner Position muss man allen Mut machen.»
Bei Seaton wurde eine Leiche in einem ausgebrannten Auto gefunden. Dies ist die erste Zivilperson, die bei den Bränden ums Leben gekommen ist. Bereits früher kam bei den schlimmen Waldbränden ein Feuerwehrmann ums Leben, als er in der Hitze einen Herzinfarkt erlitt.
In der Nähe von Seaton erfassten die Flammen auch ein Feuerwehrauto. Die Kabine war mit einer Sprinkleranlage ausgestattet. Die Retter überlebten die Feuerfront unbeschadet.
Weiter nördlich spitzte sich die Lage auch erneut zu. Zum Wochenende werde es wieder extrem heiss, warnte die Feuerwehr in New South Wales. In dem Bundesstaat lodern 84 Brände, gut ein Dutzend ist ausser Kontrolle.