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Welche Bäume sind vorteilhaft für den Süden Portugals? Waldbrandvorbeugung mit den richtigen Bäumen, Sträuchern und Bodendeckern?
Kaum vorstellbar, dass der Algarve bewaldet war. Heute finden sich nur noch Pinienwälder teilweise an den Küsten und Wälder im Monchique-Gebirge. Doch dort wo wir heute in den Bergregionen im Algarve Macchia vorfinden gab es einst grössere Flächen an atlantisch-mediterranen Laubwäldern. Viele Bäume im Südwesten nahe Lagos fielen besonders im 15./16. Jahrhundert dem Schiffsbau zum Opfer.
Statt natürlicher Wälder finden sich heute viele Baumplantagen wie Orangenhaine und den Bäumen der traditionellen Landwirtschaft mit Feigen-, Oliven-, Mandel und Johannisbrotfrüchten sowie Korkeichen.
Schutzmassnahmen für den Baumbestand im Algarve
Da Brände heute eine grosse Gefahr für den verbleibenden Baumbestand darstellen, stellt sich die Frage, wie er geschützt werden soll und was sonst noch getan werden kann?
Jahr für Jahr erhalten die Bewohner die Aufforderung landwirtschaftlichen Flächen zu pflegen. Doch die Abwanderung der jüngeren Landbevölkerung an die Küste und die Vernachlässigung der landwirtschaftlichen Flächen auch in anderen Gebieten begünstigen die Ausbreitung von Waldbränden mit verheerenden Ausmassen wie sich beispielsweise in Griechenland gezeigt hat.
Dennoch gibt es Massnahmen zum Schutz, die vor allem für jedermann möglich sind. Dabei handelt es sich nicht nur um Vorsichtmassnahmen um keinen Brand zu entfachen, sondern auch um die Verwendung feuerresistente Pflanzen die dem Schutz und als Barriere dienen
Was sind feuerresistente Pflanzen?
Feuerresistente Pflanzen werden generell in Bäume, Sträucher und Bodendecker unterteilt. Durch eine geschickte Bepflanzung kann ein Schutz geschaffen werden. Damit gibt es keine hundertprozentigen Sicherheit, aber ein grüne Barriere.
Die Zypressen stellen hierfür ein interessantes Beispiel dar. Da sie die Feuchtigkeit gut halten, sind sie nur im völlig ausgetrockneten Zustand entflammbar. Zudem verhindern sie die Bildung von Unterholz wodurch kein Bodenfeuer genährt wird. Auch die Beschaffenheit des Harzes dient als Schutz statt als Brandbeschleuniger wie bei anderen Pflanzen.
Sukkulenten wie Hauswurzarten (Sempervivum), das Kleine Immergrün (Vina minor), die Schmucklilien (Agapanthus),Thymian oder Phlox gelten als relativ feuerresistente Bodendecker.
Bei Bäumen und Sträuchern zählen dazu gute Bekannte wie der Holunder, Oleander, der Lorbeerbaum, aber auch Butternuss oder Schwarznuss aus der Familie der Walnussgewächse.
Bei der Wahl der Pflanzen kann beispielsweise der Feuchtigkeitsgehalt ein Hinweis auf die Resistenz gegen Feuer sein. Auch salztolerante Pflanzen mit Ausnahme der französischen Tamariske gelten als vorteilhaft.
Weniger empfehlenswert sind Pflanzen wie der Wacholder, Eukalyptus, alle Koniferen, Pampasgrass und Palmen sowie solche mit einem sehr hohen Harzgehalt, weil sie als leicht brennbar gelten.
Bei dem Thema feuerresistente Pflanzen tut es gut einen Blick in andere Regionen der Welt zu werfen, denn auch in anderen Ländern wie Südafrika oder Arizona ist dies ein Thema, dem immer mehr Interesse gewidmet wird.
Im Algarve sind feuerresistente Pflanzen ebenfalls aktuell für den Schutz vor Wald- und Flächenbrände. Auf der Quinta do Figueirinha forscht Dr. Gerhard Zabel an geeigneten Pflanzen, denn es reicht nicht, nur feuerresistente Pflanzen zu finden. Sie müssen auch für die Gegebenheiten im Algarve geeignet sein.
Bei Interesse – Kontakt: <email-pii>