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Belle-Hélène: Sagenhaftes Dessert
Wissen die Götter, weshalb der Erfinder sein der schönen Helena gewidmetes Dessert mit Birnen zubereitete. Eigentlich geht es in der griechischen Sage, auf der eine Operette von Jacques Offenbach basiert, nicht um Birnen, sondern um einen Apfel. Doch wie auch immer: Die Poires Belle-Hélène sind ein sagenhaftes Dessert!
Das Dessert zum Operettenhit: Wer hats erfunden?
Die Erfindung der Poires Belle-Hélène (Birnen schöne Helena) wird gerne dem französischen Meisterkoch Auguste Escoffier (1846 bis 1935) zugeschrieben. Die pochierten Birnen mit Schokoladesauce und Vanilleglace waren als Hommage an die Hauptfigur aus Jacques Offenbachs (1819 bis 1880) jüngster Operette «Die schöne Helena» gedacht. Diese hatte im Dezember 1864 Premiere und war ein grosser Publikumserfolg.
Die deutsche Kulturhistorikerin und Journalistin Petra Foede, die gelegentlich auch für die Betty Bossi Website schreibt, hält es allerdings für eine Legende, dass das Dessert bereits zur Premierenfeier aufgetischt wurde. Zudem könne das Originalrezept auch nicht von Auguste Escoffier stammen, denn dieser war damals erst 18 Jahre alt und stand noch ganz am Anfang seiner Karriere.
Eigentlich ging es nicht um Birnen, sondern um einen Apfel
Zur Zeit der griechischen Sagenheldin Helena gab es noch keine Schokolade in der alten Welt. Auch spielten in der Geschichte, auf der Jacques Offenbachs Operette beruht, nicht Birnen eine entscheidende Rolle, sondern ein goldener Apfel. Um diese Auszeichnung, welche die Schönste bekommen sollte, stritten sich die drei Göttinnen Hera, Athene und Aphrodite. Der trojanische Prinz Paris, der zum Schiedsrichter verdonnert wurde, sprach den Apfel Aphrodite zu. Diese hatte ihm die schönste Frau der Welt versprochen, die bereits mit einem griechischen König verheiratete Helena. Paris entführte sie, die Griechen versuchten sie zurückzuholen, es kam zum Krieg um Troja.
Minimaler Aufwand, maximaler Genuss
So verwickelt sich die Sage anhört, so einfach ist das Rezept. Und es ist so schnell gemacht, dass man es unerwarteten Gästen als Last-Minute-Dessert servieren kann - sofern man die Zutaten (Birnen aus der Dose, Schokoladesauce und Vanilleglace) zur Hand hat.
Wen diese Variante etwas lieblos anmutet, der kann heiss eingefüllte Birnen für den Vorrat zubereiten. Das Dessert ist dann immer noch schnell gemacht! Hier unsere Rezepte für heiss eingefüllte Birnen und Schokoladesauce:
Rezept: Birnen heiss einfüllen
Rezept: Schokoladesauce
Im Klassiker der französischen Küche werden die in Zuckersirup gekochten Birnenhälften auf Vanilleglace angerichtet und mit kandierten Veilchen verziert. Die warme Schokoladesauce wird separat gereicht. Die Veilchen sind aus der Mode gekommen, dagegen darf bei vielen das Schlagrahmhäubchen nicht fehlen.
Text: Daniela Rinderknecht
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