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Eine dieser alternativen Ausdrucksformen sind Elemente der Street Art in der Werbung. In der Thesis untersuche ich deshalb die Zielsetzungen, Anwendungsfelder, Erfolgsfaktoren und Planungsschritte für Werbung mit Techniken der Street Art. Die Arbeit soll Klarheit bringen, was es braucht, um erfolgreiche Werbung mit Street Art zu kreieren.
Für die Untersuchung wurde eine Expertenrunde, bestehend aus drei Experten aus dem Werbe- und Kommunikationsbereich mit Fokus auf Street Art zusammengestellt. Ergänzt wurde die Runde mit einem Künstler, welcher Werbung mit Street Art umsetzt. Die Experten wurden einzeln befragt und die Interviews abschliessend mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet.
Die Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass die Zielsetzungen von Werbung mit Street Art ganz verschiedene sein können. Von Imagewerbung bis hin zur Aufmerksamkeitssteigerung und Differenzierung ist alles möglich. Die Anwendungsfelder lassen sich nur schwer definieren. Grundsätzlich ist es für jede Branche geeignet, solange es zum Unternehmen und deren Zielgruppe passt. Damit die Werbung zum Erfolg wird, muss die Zielgruppe, welche angesprochen wird, klar definiert sein. Weiter muss das Thema Street Art zum Unternehmen passen und glaubwürdig wirken. Es ist zudem wichtig, dass eine passende Technik sowie ein Künstler, welcher eine gewisse Professionalität und Qualität gewährleisten kann, selektiert wird. Abschliessend ist es essenziell, dass die Nutzungsrechte der Kunstwerke klar definiert sind, ansonsten droht ein medialer Shitstorm. Ein einheitliches Modell, wie Werbung mit Street Art geplant wird, gibt es nicht. Es kann aber festgehalten werden, dass die Planungsschritte aufgebaut auf den Schritten von klassischen Werbungen sind.
Begleitend zur schriftlichen Arbeit wurde als Lehrprojekt eine Multimedia Reportage zum Thema Sell-out in der Street Art Szene erstellt. Selling out (Ausverkauf) ist eine Bezeichnung für die Beeinträchtigung der Integrität, Moral, Authentizität oder Prinzipien einer Person im Austausch für persönlichen Gewinn wie z.B. Geld. In Bezug auf Musik oder Kunst ist Ausverkauf mit dem Versuch verbunden, Material für ein Mainstream- oder kommerzielles Publikum zuzuschneiden. Des Sell-outs werden vor allem diejenigen Künstler beschuldigt, die das in der Strasse verwendete Motiv und deren Künstlernamen an grosse Firmen verkaufen und für kommerzielle Zwecke verwenden, aber die Arbeit auf der Strasse vernachlässigen.
In der Reportage wird ein Künstler beim Umsetzen eines kommerziellen Auftrags begleitet. Die Color-Nomads-Crew nehmen den Besucher mit an das Openair Oberrieden und Gabriela Domeisen öffnet die Tür zu ihrer Street Art Galerie. Was Fabian «Bane» Florin, die Color-Nomads und Gabriela Domeisen zur Sell-out-Diskussion meinen, erfährst du auf www.letstalksellout.ch.