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Steve Guerdat hat sich gegenüber der Nachrichtenagentur AFP nachdenklich zu den Sommerspielen in Tokio geäussert. Der Schweizer Olympiasieger von 2012 gehört zu den Favoriten. Aktuell beschäftigen ihn aber andere Gedanken.
«Manchmal fühle ich mich schuldig dabei, einfach weiterzumachen, dieses Spiel zu spielen, ein Teil davon zu sein», sagte Guerdat vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie.
Guerdat stellt sich viele Fragen
Der 38-Jährige hat Probleme bei dem Gedanken an eine bevorzugte Impfung für die Sportler. «Ist es okay, Athleten zu impfen, wenn es auf der ganzen Welt nicht genügend Impfstoff gibt und täglich Leute sterben, die vielleicht von den Impfungen profitiert hätten, die nun an Sportler gehen?», so Guerdat.
Zudem frage er sich angesichts der aktuellen Corona-Situation in Japan, ob «wir tatsächlich arrogant genug sind und dort mit einer Medaille umherspazieren, während andere zu Hause bleiben müssen, damit dies möglich ist?» In Japan sind erst rund 3 Prozent der gut 125 Millionen Einwohner geimpft.