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Giorgii und R. transitoria, Dorycnium herbaceum, Adenophora suaveolens und A. liliifolia, Iris germanica, Asparagus tenuifolius,Veratrum nigrum, Danthonia calycina.
Kann von
Meride (7 km nw.
Mendrisio) in 1½ Stunden und von
Riva San Vitale (1 km w.
Capolago)
auf einem rauheren und steileren Weg in 2½ Stunden bestiegen werden. Im Mittelalter erbaute man auf dem Berg
ein dem h. Georg geweihtes Bethaus, neben dem zu Beginn des 18. Jahrhunderts der nachher selig gesprochene Manfredo de Conti
Sellata aus
Mailand als Einsiedler gelebt haben soll.
Der
Wald reicht an der N.- und
W.-Seite bis in eine
Höhe von 2200-2250 m. Während die Terrasse von San Jon
aus Gneis, Hornblendeschiefer und
Serpentin und weiter oben aus einem zweiten Gneisstreifen besteht, folgen in der
Höhe paläozoische
Kalke und Schiefer, alpiner Muschelkalk in geringer Mächtigkeit, Arlbergdolomit,
Obere Rauhwacke (Raiblerschichten) und endlich
in grösster Masse, bis zum
Piz San Jon hinaufreichend und hier von
Steinsberg- oder Liaskalk und Liasschiefer
überschoben, der felsauftürmende Hauptdolomit.
Dieser fällt hier am N.-Rand seiner Verbreitung nach SO., in der
Höhe der
Motta aber nach NW. ein, so dass sich der Bau des
Berges als Mulde herausstellt, die gegen den
Piz San Jon hinauf sich zu einem
Sattel erhebt. Durch weitgehende Zusammenstauchung
und Pressung der Triassedimente sind die Schichten der
Obern Rauhwacke, des Wetterstein- oder Arlbergdolomites und namentlich
die des Muschelkalkes am N.-Gehänge stark reduziert worden. San Jon =
Sankt Johannes.
Drei Gipfelpunkte von 3049, 3070 und 3096 m ragen
besonders hervor.
Der prächtige Berg wird leider selten bestiegen, obwohl er vom Lischannagletscher
wie von
Schuls her über die
Hütten von San Jon und den
Mot San Jon leicht zu erreichen ist. Er ist auch aus dem Thal
Lischanna
durch ein steiles Kamin und
aus der Mündungsschlucht des
Scarlthales durch
Val Trigl schon bestiegen worden.
Jorio(Passodi), deutsch Jœribergpass (Kt. Tessin,
Bez. Bellinzona).
1956 m. Wichtiger und
viel begangener
Pass von
Bellinzona nach Gravedona am Comersee (7½ Stunden, in der umgekehrten Richtung eine Stunde mehr),
in der schweizerisch-italienischen Grenzkette zwischen dem
Monte Albano und der Marmontana eingeschnitten.
Der Weg ist fast
durchweg rauh, steinig und schattenlos, bietet aber manche schöne Landschaftsbilder und prächtige Ausblicke.
Das letzte Stück des
Weges nimmt man oft über das aussichtsreiche Dörfchen Brencio.
Von der Schweizerseite
kann man die Passhöhe auch durch das
Val d'Arbedo erreichen (eine Stunde länger) und auf der italienischen
Seite durch das
ValSan Jorio über die Alp
La Costa und das Dörfchen Brencio absteigen (½ Stunde kürzer, aber weniger schön).
Lorenzo(Kt. Tessin,
Bez. und Gem. Lugano).
226 m.
Quartier der Stadt
Lugano, bei der die Stadt und denSee beherrschenden
Pfarrkirche San Lorenzo. 10
Häuser, 85 kathol. Ew. Die Fassade dieser Kirche erinnert an diejenige der berühmten Certosa
di Pavia und ist eines der Meisterwerke der Frührenaissance in Oberitalien. Sie ist in weissem Marmor ausgeführt, edel
gegliedert, hat eine mit den reichsten Skulpturen versehene Rosette und prachtvolle Ornamente um die
drei Portale. Der geniale Baumeister dieser die Jahreszahl 1517 tragenden Kirchenfassade, wohl der schönsten der
Schweiz,
soll Nicolo
Corti aus
Pregassona gewesen sein. Das Innere der Kirche ist sehr einfach gehalten; zudem wurde die innere Ausmalung
in der Epoche des Verfalles der Künste übertüncht und durch baroken Verputz geschädigt. Auch der
Turm, den früher das charakteristische lombardische Stutzdach abschloss, wurde umgeändert und erhielt 1787 den jetzigen
Kuppelaufsatz. Vom Vorplatz der Kirche bietet sich eine entzückende Aussicht. Drahtseilbahn von der Unterstadt an der Kirche
vorbei zum Bahnhof. Vergl.
Rahn, J.
Rud. Die mittelalterlichen Kunstdenkmäler desKantons Tessin.
Zürich
1893; Hardmeyer, J.
Lugano. (Europ. Wanderbilder. 114-116).