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Entscheidungen in NPO werden oftmals in einer Gemengelage von Rationaliät und Irrationalität getroffen, was notwendige Anpassungen erschwert.
Auch NPO stehen unter einer Rationalitätsfiktion. Die verantwortlich Handelnden agieren durchweg im Rahmen ihrer Rationalitäten, ohne sie generell in Frage zu stellen (Rationalitätsfiktion). Es wird nicht oder gar kritisch hinterfragt, inwieweit ihre Entscheidungen tatsächlich rational zutreffen. Die Gemengelage rationaler und irrationaler Begründungen wird im Organisationsalltag weitgehend ausgeblendet. Dies verhindert jedoch wichtige Veränderungen, indem bestimmte systemkritische Fragestellungen unter einem Rationalitätsvorbehalt nicht in ausreichendem Masse zugelassen werden. Um Veränderungen zu vermeiden und das Bewährte beizubehalten, wird häufig ein destruktives Verhalten angeführt. Die Ursachen dafür sind Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität (VUKA). Um Destruktionen organisatorisch entgegenzuwirken, sollten Veränderungen positiv erlebbar gemacht werden. Dafür muss die Organisationsleitung die zu bewältigenden Aufgaben von der Zukunft her betrachten, um zu vermeiden, dass sich die Organisation immer nur mit sich selbst beschäftigt.
Peter Kaiser und Rolf Gawrich