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Die Regierung stimmte am vergangenen Donnerstag einer vom Landwirtschaftsministerium beantragten Aufstockung der diesjährigen Beihilfen für die pflanzliche Erzeugung zu. Zusätzlich zu den im Februar genehmigten Zuschüssen von gut 14,4 Mrd. Rbl (370 Mio. Fr.) sollen zur Unterstützung des Ackerbaus weitere 5 Mrd. Rbl (130 Mio. Fr.) bereitgestellt werden.
Bei einer am Vortag vom Ministerium einberufenen Beratung über die finanzielle Lage der Branche war darauf verwiesen worden, dass mehr als 23% der landwirtschaftlichen Betriebe unrentabel wirtschafteten. Dem stellvertretenden Agrarressortchefs Dmitrij Jurjew zufolge sind diese Betriebe nicht in der Lage, ihre Schulden zu begleichen und Kreditzinsen zu zahlen. Bereits am Freitag vorletzter Woche waren Staatspräsident Wladimir Putin und Finanzminister Anton Siluanow bei einem Gespräch über die Staatshaushalte 2015 bis 2017 darin übereingekommen, dass diestaatlichen Ausgaben zur Unterstützung des Agrarsektors nicht gekürzt werden.
Insgesamt sollen die Haushaltsaufwendungen gemessen an den bisherigen Etatvorgaben um 2% niedriger ausfallen. Begründet wurde dies laut Angaben des Moskauer Präsidialamtes mit „Problemen in der globalen und heimischen Wirtschaft“. Neben der Landwirtschaft sollen auch die Verkehrswirtschaft, das Gesundheitswesen und die Bildung als prioritäre Bereiche von Sparmassnahmen verschont bleiben.
Umrechnungskurs: 100 Rubel = 2,56 CHF