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Paar- oder Gruppenhaltung
Vögel sind so genannte Schwarmtiere und leben unter natürlichen Bedingungen nie allein. Die Einzelhaltung besiegelt ein tristes, einsames Vogelleben – der Mensch kann hier kein Ersatz für Artgenossen sein. Das A und O ist daher die Paar- oder Gruppenhaltung. Es ist hierbei unabdinglich, dass nur Arten zusammenleben, die zusammenpassen. Bei Paarhaltung ist es wesentlich, dass die Tiere miteinander harmonieren. Oder möchten Sie mit einem Partner «zwangsverpaart» werden, den Sie nicht ausstehen können?
Das wichtigste zur Volieren
- Gehege und Volieren: Vögel müssen die Möglichkeit haben zu fliegen – dieses Naturgesetz hat auch in der Gefangenschaft Gültigkeit. Ein möglichst tiergerechter Lebensraum gestattet daher mehr als nur den Flug von einer Sitzstange zur nächsten. Konkret bedeutet dies, dass die Gehege auch für kleine Exemplare mehrere Quadratmeter Grundfläche aufweisen müssen. Der Schweizer Tierschutz STS rät beispielsweise für Nymphensittiche zu einem Gehege mit einer Grundfläche von mindestens zwei Quadratmeter und einer Höhe von zwei Metern. Besser ist jedoch, die Tiere in viel geräumigeren Volieren zu halten, da diese mehr Flugraum bieten. Bei grösseren Tieren wie Papageien ist ohnehin eine grössere Gartenvoliere mit heizbarem Innenteil vonnöten.
- Vogelzimmer: Eine andere Variante liegt darin, dem gefiederten Freund ein ganzes Zimmer zu überlassen. Die früher üblichen Vogelstuben gewähren noch heute optimale Bedingungen gerade für grössere Tiere. Ein nach Süden oder Südosten gelegenes Zimmer mit einem Gitter vor Fenstern und Türen erlaubt direkte Sonneneinstrahlung. Falls nicht genügend Platz vorhanden ist, ist der kontrollierte mehrstündige tägliche Freiflug im Zimmer eine Alternative. Aber Vorsicht: Es dürfen keine Gefahrenquellen wie giftige Zimmerpflanzen, heisse Herdplatten etc. lauern.
- Standort des Geheges: Die Devise lautet hell und sicher. Darunter ist zu verstehen, dass die Voliere an einem hellen Ort stehen sollte, der sowohl Sonnen- als auch Schattenplatz bietet. Bei praller Sonne hilft das Abdecken einer Käfighälfte. Zugluft, Zigarettenrauch und unregelmässige Lichtquellen sind hingegen tabu. Ein weiterer bedeutsamer Aspekt: Die Tiere sollten sich sicher fühlen – das Gehege darf folglich nicht von allen Seiten zugänglich sein.
- Nahrung und Einrichtung: Neben einem abwechslungsreichen Nahrungsangebot lassen diverse Utensilien wie Futternäpfe, Trinkgefässe, Vogelbäder, Sitzstangen aus Naturästen, Vogelsand, Kalksteine etc. Vogelherzen höher schlagen. Gute Zoofachgeschäfte geben Auskunft, was speziell Ihre gefiederten Mitbewohner benötigen.