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Vorwort Nachkriegszeit
Am 30. April 1945 begeht Adolf Hitler in Berlin Selbstmord. Der Krieg war verloren. Das deutsche Oberkommando unterzeichnet am 8. Mai 1945 im französischen Reims beziehungsweise am Morgen des 9. Mai in Berlin die bedingungslose Kapitulation.
Deutschland wird von den Siegermächten in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Zwischen 1945 und 1949 übernahm der Alliierte Kontrollrat die Verwaltung. Auf der Potsdamer Konferenz verhandelten die USA, Grossbritannien und Sowjetunion über die Zukunft des Deutschen Reiches. Differenzen zwischen den Westmächten und der Sowjetunion führten aber schnell dazu, dass aus der Kooperation ein Kalter Krieg wurde, der Deutschland in zwei Staaten teilte.
In Teil 07 der zusammengestellten Dokumentation über den zweiten Weltkrieg in Europa und Afrika werden verschiedene Themen zur Bewältigung, respektive Informationen zu den Geschehnissen und Ereignissen während und nach der Kapitulation aufgeführt.
Neben der Versorgung der Bevölkerung, die zu sichern versucht wurde, hatten sich die vier Besatzungsmächte Grossbritannien, Sowjetunion, USA und (später hinzutretend) Frankreich bei der Nachkriegsordnung Deutschlands anfangs auf fünf Ziele geeinigt: Demontage, Demilitarisierung, Denazifizierung, Demokratisierung und Dezentralisierung ("die fünf Ds"). Die Siegermächte verstanden jedoch darunter sehr Unterschiedliches, zum Teil einander Widersprechendes. Sie verfolgten diese Ziele in ihren vier Besatzungszonen mehr oder minder energisch und auf sehr verschiedenen Wegen, was mit Hinblick auf die sich abzeichnende bipolare Weltordnung des späteren Ost-West-Konflikts zu konträren Ergebnissen führte.