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Gewisse Bücher oder wenigstens Verfilmungen sollten zum Repertoire eines jeden gehören, sofern er die Welt und die menschlichen Tugenden und Abgründe besser verstehen will. Anna Karenina ist ein Muss, nicht nur für alle Freunde gepflegter Umgangsformen und schöner Kostüme, sondern ein Muss für alle, die sich nicht mit oberflächlichen, zwischenmenschlichen Beziehungen in der Literatur zufrieden geben.
Tolstoi selbst ein russischer Adliger, war nicht nur ein Kenner seines Standes, sondern auch ein subtiler Beobachter seiner Zeitgenossen. Anna Karenina eines seiner Meisterwerke wurde schon mehrfach verfilmt. Zu den gelungenen, allerdings sehr gerafften, zählt diese Verfilmung.
Anna, die Hauptdarstellerin des Romans ist verheiratet mit dem eher nüchternen, leidenschaftslosen Karenin und lebt in wohlhabenden und damit auch sorglosen Verhältnissen, bis zu dem Zeitpunkt, als sie Graf Wronskij einem Offizier und Rittmeister begegnet, der sich sofort in die anziehende geheimnisvolle Frau verliebte. Anna, die eigentlich beabsichtigte die Ehe ihres untreuen Bruders in Moskau zu retten, gerät selbst in einen Strudel der Gefühle, denen sie sich nach anfänglicher Zurückhaltung ergibt. Was als geheime Verliebtheit beginnt, schockiert kurz darauf den russischen Adel. Der Skandal bleibt nicht ohne schicksalhafte Folgen.
Der Anfang vom Ende.
Die leidenschaftliche Affäre bestimmt fortan ihr Leben. Selbst ihre Reue, die sie nach einer Fehlgeburt empfand, währte nur kurz. Das Sehnsucht nach ihrer Genesung in den Armen von Wronskij zu liegen, war stärker als ihre Vernunft, sodass sie sogar die Trennung von ihrem über alles geliebten Sohn in Kauf nimmt, in der Hoffnung, ein neues Leben an der Seite ihres Geliebten zu führen. Nicht nur die äusseren Umstände machten diesen Wunsch zunichte, sondern Zweifel und Eifersucht plagten sie hinfort, aus denen sie keinen Ausweg mehr fand….