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Das Hörverständnis in Fremdsprachen ist ein wichtiger Bestandteil vieler Sprachprüfungen. Mithilfe dieses Blogs gelingt das Hörverständnis in Zukunft.
Während dem sogenannten Hörverständnis wird geprüft, ob der Prüfungsteilnehmer dazu in der Lage ist, einen gesprochenen Text zu verstehen und Fragen zu diesem zu beantworten. Hörverständnisse kommen unter anderem in den schriftlichen Maturitätsprüfungen zum Zuge. Auch wer ein Sprachdiplom erlangen will, hat sich mit dem Hörverständnis auseinanderzusetzen.
Die meisten Hörverständnisse dauern eine halbe Stunde oder länger und laufen folgendermassen ab: Zuerst erhalten die Prüfungsteilnehmer die Prüfungsfragen, die meistens aus Multiple Choice Fragen bestehen. Manchmal besteht eine zusätzliche Aufgabe darin, die gehörten Wörter in einen Lückentext einzufügen. Die Prüfungsteilnehmer haben zu Beginn der Prüfung nur wenige Minuten Zeit, die Fragen durchzulesen. Anschliessend wird der Text (beispielsweise ein Dialog, eine Radiosendung oder eine Lautsprecherdurchsage) abgespielt. Nach einem ersten Durchlauf haben die Teilnehmenden kurz Zeit, die Fragen zu beantworten. Anschliessend erfolgt meistens ein zweiter Durchlauf des Audios.
Einem Gespräch zuzuhören und Fragen dazu zu beantworten klingt in der Theorie nicht sonderlich schwierig, ist aber in der Realität eine ziemliche Herausforderung. Die erste Schwierigkeit der Hörverständnisse besteht darin, dass oft Personen sprechen, die einen speziellen Akzent haben. Damit will man den Schwierigkeitsgrad erhöhen. Wenn ich beispielsweise Personen aus London gut verstehe aber im Hörverständnis einen Schotten höre, kann ich ganz schön ins Straucheln geraten.
Eine weitere Schwierigkeit der Hörverständnisse besteht darin, dass man sich gleichzeitig auf das Audio und auf die Fragen konzentrieren muss. Hilfreich ist, sich vor dem ersten Durchlauf die Schlüsselwörter der Fragen zu markieren. So hat man während dem Hören einen roten Faden. Einigen Schülern hilft es, sich während dem ersten Durchgang stärker auf das Audio zu konzentrieren und erst beim zweiten Durchgang auf die einzelnen Fragen einzugehen. Die Strategien sind aber individuell und jeder sollte während der Übungsphase herausfinden, welche Strategie für ihn am geeignetsten ist. Das Hörverständnis verlangt neben Konzentrationsfähigkeit und Multi Task Fähigkeit auch mentale Stärke. Falls Du die Antwort auf eine Frage nicht hörst, so denke nicht länger darüber nach, sondern widme Dich konzentriert den weiteren Fragen. Wer zu lange über eine Frage nachdenkt, der verpasst den weiteren gesprochenen Text.
Selbst wenn man das Gespräch versteht, heisst das noch lange nicht, dass man auch die Fragen beantworten kann. Wenn man Pech hat, versteht man einzelne Wörter der auswählbaren Antworten nicht. Deshalb sollte man während der Vorbereitung auf die Prüfung auch versuchen, sein Vokabular auszubauen. Falls man während der Prüfung ein Wort nicht versteht, kann man versuchen, den Gesamtkontext der Antwort zu verstehen. Falls dies nicht klappt, kann man nach dem Ausschlussprinzip vorgehen. Manchmal versteht man sowohl die Fragen als auch die Antworten und weiss doch nicht, was man ankreuzen soll. Dies hängt damit zusammen, dass einige Fragen bewusst mehrdeutig interpretierbar konstruiert sind. Wer viele Übungsprüfungen macht, der gewöhnt sich an solch knifflige Fragen.
Dadurch dass die Hörverständnisse Bestandteil der anerkannten Sprachdiplome sind, stehen unzählige Lernmittel zur Verfügung. Es macht Sinn, diese auch zu verwenden, um sich auf Prüfungen wie die Maturitätsprüfungen vorzubereiten. Im Schulfach Englisch kann man sich mithilfe der Bücher für die Cambridge Diplome vorbereiten. Das Hörverständnis während der Maturitätsprüfung entspricht ungefähr einem Hörverständnis des fortgeschrittenen Levels, „Advanced” (im Zweifelsfall aber besser in der Schule nachfragen). Die Lernmittel sind relativ teuer, stehen aber in den meisten Bibliotheken gratis zur Verfügung. Weiter findet man online auch Probeprüfungen und kann somit das Hörverständnis trainieren.
Auf das Hörverständnis im Fach Französisch kann man sich unter anderem mithilfe der Übungen des Sprachdiploms DELF und DALF vorbereiten. Das DELF umfasst die Niveaus A1 bis B2, das DALF die Niveaus C1 und C2. Auch hier findet man viele Probeprüfungen online. Für die Vorbereitung der Maturitätsprüfung ist es empfehlenswert, mit der Lehrperson abzuklären, welches sprachliche Niveau im Fach Französisch geprüft wird. Dadurch ist man während den Übungen nicht unter-oder überfordert und erlebt während der Prüfung keine bösen Überraschungen (im Fach Französisch können die verlangten Kenntnisse je nach Kanton variieren).
Das Praktische am Hörverständnis ist, dass dieses auf viele abwechslungsreiche Arten geübt werden kann. Neben den bereits erwähnten Probeprüfungen und Lernmitteln gibt es eine breite Palette an Übungsmitteln. Um die Kompetenzen zu verbessern, kann man Radio-und Fernsehnachrichten in einer Fremdsprache konsumieren. Warum nicht einen Monat lang statt der Tagesschau die Sendung Le 19:30 der Westschweiz ansehen? Oder wer sich seine Lieblingssendung in einer Fremdsprache ansieht, kombiniert Arbeit und Vergnügen.
Im Internet stehen viele spannende Podcasts zur Verfügung. Interessant sind etwa der englische Podcast „The English we speak”, der sich mit Redewendungen beschäftigt oder „6 Minute English”, welcher auch auf Spotify verfügbar ist. Auf Französisch ist unter anderem der „French Voices Podcast” zu empfehlen. Da in diesem Podcast Sprachlehrer aus aller Welt zu Wort kommen, gewöhnt man sich an die unterschiedlichen Akzente und ist für die Hörverständnisprüfungen gewappnet. Auch der Podcast „Invité du matin” ist zu empfehlen. In diesem Podcast dreht sich alles um die Wirtschaft und die Politik. Der Podcast ist also anspruchsvoll und eine gute Übung für Fortgeschrittene. Auch Hörbücher sind natürlich sehr geeignet.
Wie bereits erwähnt macht es Sinn, sich als Prüfungsvorbereitung mit verschiedenen Akzenten zu beschäftigen. Insbesondere auf Videoplattformen wie Youtube befinden sich zahlreiche Videos, die sich mit Akzenten und Dialekten beschäftigen. Da die Videos unterhaltsam gestaltet sind, ist die Lernmotivation gross. Auch Sprachschulen erklären die verschiedenen Akzente und Dialekte online.
Auch regelmässige Gespräche mit Muttersprachlern sind hilfreich. So trainiert man nicht nur sein Hörverständnis, sondern auch das Sprechen. Viele Schulen und Universitäten bieten Tandemgespräche an. Hierbei treffen sich Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Muttersprachen. Während einer gewissen Zeit wird die Sprache der einen Personen gesprochen, anschliessend die andere. Mittlerweile sind die Tandems auch online möglich.
Wie Du siehst, kann man das Hörverständnis mithilfe vieler interessanter Übungsmöglichkeiten üben. Versuche, die anstrengenden und je nach Resultat auch mal demotivierenden Übungsprüfungen mit entspannenden Übungen wie Podcasts abzuwechseln. Das Hörverständnis stellt eine schwierige Prüfung dar, deren Vorbereitung aber Spass machen und zum Erfolg führen kann.
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