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Wie kam es eigentlich dazu, dass die Seychellen als Urlaubsparadies entdeckt wurden. Wenn man dieser Frage auf den Grund gehen möchte, dann sollte man sich auch einmal die Geschichte der Seychellen genauer ansehen. Entdeckt von der Seefahrern, die aus der Alten Welt Europa kamen, wurde das Archipel im Jahr 1502 durch Vasco da Gama. Dieser suchte damals einen Weg nach Indien. An der Inselgruppe zeigte allerdings keine Nation zunächst Interesse, erst Anfang des 17. Jahrhunderts kam die Ost-Indien-Kompanie auf der Insel Mahé an und nahm diese in Besitz. Im Jahr 1742 kamen dann die Franzosen und später die Holländer. Frankreich hatte damals schon die Inseln Reunion und Mauritius in Besitz genommen. Als Frankreich schließlich Mahé besetzt, kommt es zum Krieg mit England. Als Teil von Mauritius kommen die Seychellen 1821 schließlich unter britische Verwaltung und werden 1903 zur Kronkolonie.
Vom Gefangenenlager zur Touristen-Destination
Im Jahr 1875 verbannt England viele Strafgefangene auf die Insel und im Zweiten Weltkrieg wird Mahé zu einem wichtigen Stützpunkt für die Marine, die hier ihre Schiffe auftankt. Nach 150 Jahren Kolonialherrschaft erlangen die Seychellen 1976 die Unabhängigkeit. Dies war damals auch gleichzeitig der Startschuss für den Beginn des organisierten Tourismus auf den Inseln. Viele Investoren bauen hier vor Ort auf den Inseln kleine Resorts. Große Hotels findet man allenfalls in Victoria. Betrieben wird auf den Seychellen ein sanfter Tourismus. Das heißt ein Tourismus, der nicht auf den Massenandrang ausgerichtet ist. Dafür fehlen einfach die Kapazitäten bzw. es wird ein regelrechter Baustopp verhängt.