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Feuerhahn,
[* 1] eine in Wasserleitungen einzuschaltende Vorrichtung, ein Hahn
[* 2] oder
Ventil
[* 3] zum Anschluß
eines
Spritzen- oder Zubringerschlauchs direkt an die Leitung.
[* 1]
Fig. 1 zeigt die gebräuchlichste Konstruktion
des
Feuerhahn im Innern von
Gebäuden. Derselbe wird mit seiner untern Flansche auf eine entsprechende Flansche der Wasserleitung
[* 4] geschraubt und sperrt durch sein
Ventil v das Wasser ab.
Soll der Schlauch angeschlossen werden, so wird
die den
Stutzen verschließende Metallmutter k entfernt und der Schlauch mit seiner Überwurfmutter an die
Stelle derselben
gebracht. Dreht man alsdann mittels des Handrads h
die mit Gewinde versehene Ventilstange
s und somit auch das
Ventil v in
die Höhe, so tritt das Wasser durch
a,
b und c in den Schlauch.
In vielen Orten, die eine nach neuern Grundsätzen eingerichtete Wasserversorgungsanlage besitzen, wird der an das Straßenrohrnetz unmittelbar angeschlossen und führt in diesem Halle [* 5] den allgemeinen Namen Hydrant oder Wasserpfosten, und zwar wenn seine Auslaßöffnung unter dem Straßenniveau, Unterflurhydrant, über demselben Überflurhydrant. Bei den Unterflurhydranten verbindet ein winklig gebogener Rohrkrümmer das Wasserleitungsrohr mit dem Ventilgehäuse des Hahns. In letzterm liegt das meist mit Lederdichtung versehene Absperrventil, also in unmittelbarer Nähe des in frostfreier Tiefe liegenden Leitungsrohrs.
Vom Ventilgehäuse führen zwei Eisenrohre zu dem der Straßenstur gleichliegenden Hydrantenkasten (Straßenkappe). Das eine der Rohre dient zur Führung der Ventilspindel und ist demzufolge mit Stopfbüchse [* 6] versehen, das andere hingegen dient zur Ableitung des Wassers nach oben. Letzteres mündet aus in einen Stutzen mit Schlauchgewinde oder Bajonettklauen zur schnellen Anbringung eines sog. Standrohres für Schläuche. Bei Gebrauch dieses Hahnes ist der Kastendeckel und die am Ausgangsstutzen sitzende und vor Verschmutzung schützende Verschlußkapsel zu entfernen und das Ventil durch mehrmalige Drehung der Ventilspindel mittels eines Schlüssels, der auf ihren vierkantigen Kopf aufgesetzt wird, zu öffnen.
Der Überflurhydrant ist in seinem untern Teile (Ventilgehäuse) dem Unterflurhydrant ziemlich gleich, nur liegt die Ventilspindel mit im Steigrohr und geht durch die oberhalb der ein- oder mehrfachen Auslaßmündung befindliche Stopfbüchse. Das Steigrohr besteht je nach Lage der Wasserleitung aus einem oder zwei Rohrteilen, die letzternfalls in der Erde mit Muffen verbunden sind. Der über Flur stehende Hydrantenteil reicht gewöhnlich 0,5 bis 1 m über die Erde frei heraus. Das Wasser tritt nach mehrmaliger Umdrehung der Spindel durch Ventil und Steigrohr in den obern, als Säule ausgebildeten Hydrantenkopf nach den Ausläufen. Letztere werden beim Nichtgebrauche mit an Ketten hängenden Verschlußkapseln versehen. In [* 1] Fig. 2 ist der nach System Cramer von der Königin-Marien-Hütte in Cainsdorf i. S. ausgeführte Überflurhydrant abgebildet. Die Hydranten werden auch zum Füllen der Sprengwagen benutzt.