Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/219023

<h2>SubmittedText<h2><p>Zwischen 2010 und 2017 wanderten jedes Jahr zwischen 49 000 und 61 000 EU-Zuwandernde neu in Stellen in Branchen mit mehr als 5 Prozent Arbeitslosigkeit ein. Gleichzeitig waren zwischen 104 000 und 187 000 Arbeitslose registriert, die eine Stelle in einer dieser Branchen suchten.</p><p>1. Wie waren die entsprechenden Zahlen 2018 und 2019 in Branchen mit über 5 Prozent Arbeitslosigkeit?</p><p>2. Haben sich seit der Stellenmeldepflicht die Zahlen im Verhältnis zu früher und zur Wirtschaftslage verändert?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. 2018 wanderten rund 43 000 und 2019 rund 37 000 Arbeitskräfte aus EU/EFTA- Mitgliedstaaten in Berufsarten ein, die im jeweiligen Jahr eine Arbeitslosenquote von mindestens 5 Prozent aufwiesen. 2018 meldeten sich bei den Regionalen Arbeitsvermittlungen in diesen Berufsarten rund 93 000 und 2019 rund 81 000 Personen zur Stellensuche an. Die Stellenmeldepflicht können grundsätzlich alle in der Schweiz lebenden Personen nutzen, die eine Stelle suchen und beim RAV angemeldet sind.</p><p>2. Seit Einführung der Stellenmeldepflicht, ist die Arbeitslosigkeit und somit auch die Anzahl meldepflichtiger Berufsarten gesunken. Die Zahl der Stellensuchenden und Zuwanderer in diesen Berufsarten hängt aber auch von anderen Faktoren wie beispielsweise der konjunkturellen Entwicklung im In- und Ausland ab. Erste Ergebnisse in Bezug auf die Wirkung der Stellenmeldepflicht auf die Arbeitslosigkeit und die Zuwanderung werden frühestens im Herbst 2020 vorliegen.</p>