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Mit der Bildung eines Sammelbrutablegers habe ich heute die erste Serie meiner Königinnenzucht in diesem Jahr eingeleitet. In neun Tagen, wenn sämtliche Zellen des Brutablegers verdeckelt sind, werde ich ihn auf Weiselzellen hin prüfen und diese ausbrechen. Drei Stunden später hänge ich der weisellosen Einheit eine Zuchtlatte mit 22 umgelarvten, jüngsten Maden des ausgewählten Zuchtvolkes ein.
Die Königinnenzucht über den Sammelbrutableger ist für mich die Methode der Wahl, wenn ich nur wenige Königinnen auf einmal züchten möchte. Der Vorteil dieser Methode ist ein zweifacher: Erstens kann ich den Schwarmtrieb meiner Wirtschaftsvölker – insb. vor einer Schlechtwetterperiode bei Volltracht – durch das Schröpfen mindern. Zweitens steht mir nach Auflösung des Brutablegers ausreichend geeignete Bienenmasse für die Befüllung der Apidea-Begattungskästchen zur Verfügung.
Mit dieser Zuchtserie werde ich auf eine Rassebelegstelle – eine sog. B-Belegstation – zur Begattungen der Königinnen gehen. Die begatteten Königinnen eignen sich zwar nicht für die Nachzucht, sie ergeben aber Stockmütter äusserst vitaler Wirtschaftsvölker.
Die Linienbelegstellen (sog. A-Belegstationen), welche der Reinzucht dienen, befinden sich in der Schweiz meist im Hochgebirge. Diese öffnen ihren Betrieb klimabedingt erst etwas später im Jahr. Die Reinzucht von Carnica-Königinnen starte ich deshalb erst ab Mitte Mai.