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Codicontin ist ein Schmerzmittel zur Behandlung mittelstarker andauernder Schmerzen. Es enthält den Wirkstoff Dihydrocodein. Dieses wird nach der Einnahme von Codicontin im Magen-Darm-Trakt langsam herausgelöst und in den Körper aufgenommen. Die schmerzhemmende Wirkung hält deshalb über etwa 12 Stunden an.
Codicontin darf nur auf Verschreibung und unter regelmässiger Kontrolle des Arztes/der Ärztin verwendet werden.
Wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe sind,
bei eingeschränkter Atemfunktion oder bei einem Asthmaanfall,
bei einer schweren chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung,
bei Entzündung der Bauchspeicheldrüse,
bei akuter Lebererkrankung,
wenn Sie gleichzeitig ein Arzneimittel aus der Gruppe der Monoaminoxidase-Inhibitoren einnehmen (gewisse Arzneimittel gegen Depressionen oder Parkinsonkrankheit) oder während der letzten 2 Wochen eingenommen haben (konsultieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin!).
Bei älteren Patientinnen und Patienten,
bei bekannter Opioidabhängigkeit,
bei Druckerhöhungen im Gehirn (z.B. nach Kopfverletzungen oder bei Gehirnerkrankungen),
bei Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose),
bei Leber- oder Gallenwegserkrankungen,
bei eingeschränkter Funktion der Nieren oder Nebennieren,
bei krankhaft vergrösserter Prostata (Prostatahypertrophie),
bei chronischer Verstopfung.
Bei längerfristiger Anwendung von Codicontin kann es zur Entwicklung einer Toleranz kommen. Das bedeutet, dass Sie höhere Dosen zum Erzielen des erwünschten schmerzlindernden Effekts benötigen könnten. Ändern Sie keinesfalls die Dosierung ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.
Bei nicht vorschriftsgemässer oder missbräuchlicher Anwendung von Codicontin besteht, wie auch bei anderen Opioiden, das Risiko einer Abhängigkeit. Es ist deshalb wichtig, dass Sie Codicontin nur auf Verschreibung Ihres Arztes/Ihrer Ärztin und genau nach seinen/ihren Anweisungen, regelmässig, einnehmen. Bei Absetzen der Therapie sind die Anweisungen des Arztes bzw. der Ärztin sorgfältig zu beachten (z.B. stufenweises Absetzen).
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!
Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die den Wirkstoff Cimetidin enthalten (gegen übermässige Produktion von Magensäure), kann die Wirkung von Codicontin verstärkt werden.
Codicontin kann auch die Wirkung anderer Arzneimittel wie Schlaf- und Beruhigungsmittel, Antidepressiva (gewisse Arzneimittel gegen Depressionen), antiallergische Arzneimittel und Alkohol verstärken.
Auf Alkohol-Einnahme ist während der Behandlung mit Codicontin zu verzichten.
Wenn Sie gleichzeitig Sildenafil (ein Wirkstoff, der u.a. in potenzsteigernden Arzneimitteln enthalten ist) einnehmen, können in Einzelfällen Erektionen auftreten, die nach dem Geschlechtsverkehr weiter anhalten.
Wenn Sie gleichzeitig hustenstillende Mittel gegen trockenen Husten einnehmen, kann deren Wirkung verstärkt werden. Wenn Sie gleichzeitig schleimlösende Hustenmittel einnehmen, kann der hustenstillende Effekt von Codicontin den erwünschten Effekt der schleimlösenden Hustenmittel abschwächen und das Risiko eines Schleimstaus in den Atemwegen erhöhen.
Wenn Sie von sich wissen, dass Sie bestimmte Arzneimittel nur langsam metabolisieren (in der Leber umwandeln), so teilen Sie dies Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit.
Codicontin Tabletten retard enthalten Lactose. Bitte nehmen Sie Codicontin daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an andern Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Codicontin soll während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit nicht eingenommen werden. Für beide Situationen kann Ihr Arzt/Ihre Ärztin allerdings Ausnahmen machen.
Nehmen Sie Codicontin immer genau nach Anweisung des Arztes bzw. der Ärztin ein. Bitte fragen Sie bei lhrem Arzt/Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Apotheker/Ihrer Apothekerin nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind. Die Dosierung hängt von der Stärke Ihrer Schmerzen und Ihrer individuellen Empfindlichkeit ab.
Die übliche Dosierung bei Behandlungsbeginn ist 2× täglich 1 Codicontin 60 mg Tablette retard. In besonderen Fällen kann der Arzt/die Ärztin die Behandlung mit einer tieferen Dosierung beginnen. Bei unzureichender Schmerzlinderung kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosis auf 90 mg oder 120 mg 2× täglich erhöhen.
Die Tabletten retard sollten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit alle 12 Stunden, üblicherweise morgens und abends, nach einem festen Zeitplan eingenommen werden.
Die Tabletten retard dürfen an der Bruchrille halbiert (wenn die verordnete Dosierung dies erfordert), aber nicht weiter zerkleinert, zerkaut oder zermahlen werden.
Halten Sie sich genau an den vom Arzt/von der Ärztin vorgeschriebenen Einnahmerhythmus. Um vor den Schmerzen oder ihrem Wiederauftreten optimal geschützt zu sein, ist es wichtig, dass die Tabletten retard in regelmässigen, vom Arzt/von der Ärztin bestimmten Abständen eingenommen werden. Warten Sie nicht mit der Einnahme, bis Sie wieder Schmerzen verspüren.
Über die Anwendung von Codicontin 60 mg Tabletten retard bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.
Codicontin 90 mg und 120 mg Tabletten retard sind für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Codicontin auftreten:
Häufig: Verstopfung. Mit einer ballastreichen Ernährung und genügender Trinkmenge kann dem entgegengewirkt werden.
Zu Beginn der Therapie können häufig Übelkeit und Erbrechen auftreten, welche meistens innert weniger Tage verschwinden, gelegentlich aber auch einer Behandlung bedürfen.
Weitere häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Benommenheit, Bauchschmerzen, Mundtrockenheit, Hautausschlag, Juckreiz.
Gelegentlich: Haut- oder Schleimhautschwellungen, Verwirrtheit, Abhängigkeit, Halluzinationen, Euphorie, Missstimmung, Krampfanfälle, Schwindel, Missempfindungen/Kribbeln, Atemnot, Durchfall, Gallenkolik, juckender Ausschlag (Nesselsucht), Schwitzen, Harnverhalten, Schwäche, Entzugserscheinungen.
Selten: Tiefer Blutdruck.
Sehr selten: Atemdepression, Darmverschluss.
Bei vermuteter Überdosierung ist sofort der Arzt/die Ärztin zu benachrichtigen, der/die entsprechende Gegenmassnahmen einleiten wird. Zeichen einer Überdosierung sind verengte Pupillen, extreme Verlangsamung der Atmung, tiefer Blutdruck und Puls, narkoseartige Zustände.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Für Kinder unzugänglich aufbewahren. Vor Feuchtigkeit schützen und bei Raumtemperatur (15?25 °C) lagern.
Nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrer Abgabestelle (Arztpraxis, Apotheke) zur fachgerechten Entsorgung zurückbringen.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Wirkstoff: Dihydrocodeintartrat.
1 Tablette retard enthält 60 mg, 90 mg bzw. 120 mg Dihydrocodeintartrat, entsprechend 40 mg, 60 mg bzw. 80 mg Dihydrocodein sowie Lactose und weitere Hilfsstoffe.
53027 (Swissmedic).
In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.
Packungen zu 30 und 60 Tabletten retard.
Mundipharma Medical Company, Hamilton/Bermuda, Zweigniederlassung Basel.
Diese Packungsbeilage wurde im November 2011 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.