Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03446.jsonl.gz/282

Mit dem Dekret wird die Reorganisation der bestehenden Kernkraftwerksgesellschaft Rosenergoatom eingeleitet. Allerdings fehlen noch gewisse gesetzliche Grundlagen, um den im letzten Jahr bekannt gegebenen Plan endgültig umsetzen zu können. Er sieht vor, die bisher von verschiedenen autonomen Gesellschaften und vom Ministerium für Atomenergie (Minatom) direkt betriebenen Kernkraftwerke in der Rosenergoatom zusammenzuführen. Damit sollen Einsparungen erzielt, Synergien genutzt und ein besseres finanzielles Management ermöglicht werden. Die Kernkraftwerke gehören in Russland mit Erzeugungskosten von umgerechnet USD 0,012 pro kWh zu den günstigsten Lieferanten elektrischer Energie, doch haben die einzelnen Betreiber oft Mühe, die Zahlungen einzutreiben und Investitionen zu finanzieren. Die neue Gesellschaft würde alle in Betrieb stehenden kommerziellen Kernkraftwerke unter eine einheitliche Führung bringen, nämlich Balakowo, Belojarsk, Bilibino, Kalinin, Kola, Kursk, Leningrad (in Sosnowy Bor, bisher direkt dem Minatom unterstellt), Nowowo-ronesch, Smolensk und Wolgodonsk (bisher unter dem Namen Rostow bekannt). In die Betriebsgesellschaft sollen auch die in Bau stehenden Einheiten integriert werden. Ferner soll Rosener-goatom die Unternehmen zur Lieferungen von Komponenten und Ersatzteilen (Atomenergoremont), zur technischen Unterstützung und Entwicklung (Atomtechenergo) sowie zur Forschung auf dem Gebiet der Kernenergienutzung (VNIIA-ES) umfassen.
Ein weiteres Dekret, das Präsident Wladimir Putin parallel dazu unterzeichnet hat, ebnet den Weg zur Zusammenführung der russischen Unternehmen im Bereich der Kernbrennstoffherstellung und -lieferung, namentlich der staatlichen TVEL und der Techsnabexport. Mit der Fusion dieser Unternehmen ist eine Kapitalerhöhung verbunden. Russland erhofft sich, damit die Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt weiter zu verbessern.
Quelle
P.B. nach NucNet, 11. September 2001