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Was tun, wenn die Regulierungsflut dazu führt, dass der einzelne Bürger immer mehr in seiner Freiheit beschnitten und der staatlichen Kontrolle ausgesetzt ist? Was tun, wenn sich diese Entwicklung auf politischem Wege möglicherweise kaum mehr umkehren lässt und Innovation gehemmt wird? Zuerst einmal ein gemütliches Plätzchen suchen und zurücklehnen, um die neuste Publikation des Liberalen Instituts zu lesen.
In «Liberalismus 2.0» legen freiheitsliebende Autoren dar, wie man diesen bedrohlichen Entwicklungen Abhilfe schaffen könnte. In elf prägnanten Beiträgen wird das Potenzial neuer Technologien wie Bitcoin, Verschlüsselung oder künstlicher Intelligenz aufgezeigt. Anschliessend wird erklärt, warum und wie diese für die Rückgewinnung der Freiheit, für die Wahrung der Grundrechte, für den Schutz der Privatsphäre und für die zukünftige Geldpolitik von Bedeutung sein könnten. Während Rahim Taghizadegan erklärt, wieso Technologie und Freiheit enger miteinander verbunden sind, als viele denken, stellen Darcy W. E. Allen, Chris Berg und Sinclair Davidson das Konzept der «Smart Contracts» vor: Bestehende Hierarchien könnten sich damit grundlegend verändern und durch die Ausweitung horizontaler Marktstrukturen für mehr Wohlstand sorgen.
Und für alle, die nach der Lektüre gleich zur Tat schreiten wollen, bietet das letzte Kapitel nützliche Tools und Programme. Mutig und optimistisch sollte man in die Zukunft blicken, oder um Herausgeber Olivier Kessler zu zitieren: «Beim Neuen kann den Irrtum niemand ausschliessen, das Neue auszuschliessen aber könnte der grösste aller Irrtümer sein.» (ms)