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Das Wichtigste in Kürze
- Die Universität Basel veröffentlicht eine Recherche zu den Schneefällen in den Alpen.
- Es zeigt, dass starke Schneefälle den Rückgang der Schneedecke nicht aufhalten können.
- Die Schneeschmelze findet immer wie früher statt.
Stärkere Schneefälle wie jüngst in den Alpen erlebt können den Rückgang der Schneedecke nicht stoppen. Das liegt am Temperaturanstieg, wie die Universität Basel am Freitag berichtete.
Die frühere Schneeschmelze in hohen Lagen könne durch höhere Niederschläge im Winter nicht kompensiert werden. «Sobald der dreiwöchige Mittelwert der Lufttemperatur 5 Grad Celsius übersteigt, schmilzt der Schnee relativ rasch.» Das sagt Umweltwissenschaftlerin Maria Vorkauf. «Die Temperatur ist dafür besonders in hohen Lagen viel wichtiger als die Höhe der Schneedecke.»
Seit Messungsbeginn 1958 bis 2019 sei die Schneedecke zwischen 1000 und 2500 Metern Höhe jedes Jahrzehnt 2,8 Tage früher geschmolzen. Dabei handelt es sich um einen Durchschnittswert. Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre sei der Rückgang besonders rasant gewesen.
Schneeschmelze findet früher statt
«Dies entspricht starken Temperaturzunahmen in dieser Zeitspanne, wie sie in der Klimaforschung nachgewiesen wurden», so die Universität. Am Ende dieses Jahrhunderts werde nach Computerprognosen unter 1600 Metern eine kontinuierliche Schneedecke während 30 Tagen voraussichtlich eine Seltenheit sein.
Die Schneeschmelze auf 2500 Metern Höhe werde dann rund einen Monat früher stattfinden als heute. Das habe Einfluss auf die Pflanzen, sagte Vorkauf. «Die Schneedecke schützt alpine Pflanzen vor Frost und mit der Schneeschmelze beginnt die Vegetationsperiode.»
Aus Studien sei bekannt, dass alpine Pflanzen bei einem früheren Wachstumsbeginn weniger Blüten bilden und die Blätter schlechter wachsen. Das Risiko von Frostschäden steige.