Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03584.jsonl.gz/44

Diese Masterarbeit beschäftigt sich theoretisch und praktisch – in einem Workshopformat und dem Spielprototypen «Idle Sunbathing» – mit Low-Interaction Games. In der theoretischen Arbeit werden Low-Interaction Games – also Spiele mit wenig Interaktion – untersucht und kategorisiert. Es werden Subgenres, Muster und Kategorisierungmethoden sowie Definitionen und Begriffe vorgestellt und entwickelt, die zur Diskussion der Eigenschaften und Einzigartigkeit dieses Genres beitragen. Der Game-Prototyp thematisiert die beiden Pole «idle» und «interactive» des Interaktionsspektrums von Low-Interaction Games und macht diese in einem Multiplayer-Spiel erlebbar.
«Idle Sunbathing» geht einige Probleme der Low-Interaction Games, wie zum Beispiel fehlende Visuals oder eine fehlende Multiplayer-Komponente, gleichzeitig an. Das Spiel ist bewusst auf visueller Ebene stark ausgearbeitet, um so eine breitere Zielgruppe anzusprechen. «Idle Sunbathing» knüpft dabei an absurde und unterhaltsame Themen von Games wie «Cookie Clicker» (2013) von Julien Thiennot an. Mein Game führt zudem eine Local-Multiplayer-Komponente ein. Diese erinnert stark an Flash Games der frühen 2000er, bei denen zwei Spieler:innen an einem Computer mit asymmetrischen Controls gegeneinander antraten.
«Idle Sunbathing» spielt bewusst – ganz im Sinne der Low-Interaction Games – mit der Spielerinteraktion bzw. deren Abwesenheit. Da zwei Spieler:innen gleichzeitig an einem Gerät spielen, wird beiden auf ihren jeweilgen Bildschirmhälften angezeigt, welche Controls für sie mit bestimmten Aktionen vebunden sind. «Idle Sunbathing» arbeitet zudem mit stark ausgearbeiteten audio-visuellen Feedbackloops, die den Spieler:innen kommunizieren, was ihre Interaktionen im Spiel auslösen.