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NAFTA / TTIP Beitrag vom 24. Februar 2016
Die Jobs sind weg
Ehemalige Auto-Hochburg wurde zum "Rust Belt"
Die Region Detroit hat seit Inkrafttreten des Freihandelsabkommens NAFTA Hunderttausende Arbeitsplätze verloren. Kritiker geben dem Abkommen die Schuld.
"Sie mussten hier mindestens den Gewerkschaftslohn zahlen, das haben sie nicht geschafft", sagt der ehemalige Industriearbeiter Bob Bowen. "Also sind sie zuerst in den Süden der USA. Dann stiegen dort die Löhne und mit NAFTA gingen die Jobs über die Grenze. Jetzt sind sie in Mexiko." Das NAFTA ("North American Free Trade Agreement") wurde 1994 zwischen den USA, Mexiko und Kanada beschlossen.
Aufstieg und Fall der Stadt Detroit Das unmittelbar an der Grenze zu Kanada liegende Detroit ist Amerikas Autostadt schlechthin. Alle drei großen US-Autobauer General Motors (GM), Ford und Chrysler haben im Großraum Detroit (Bundesstaat Michigan) ihren Sitz. Mit den "Big Three" erlebte die Stadt bis Mitte des 20. Jahrhunderts einen rasanten Aufstieg. Seither ging es in mehreren Krisenwellen der Autobranche mit Detroit steil bergab.
Die Automobil-Ikone ist zum traurigen Wahrzeichen der verfallenden Schwerindustrie des "Rust Belt" (Rostgürtel) im Nordosten der USA geworden. Die "Motortown" zählt seit langem zu den größten sozialen Brennpunkten der Vereinigten Staaten mit steigender Arbeitslosigkeit, hoher Kriminalität und riesigen Bauruinen mitten im Zentrum. Einst standen dort Art-Deco-Kinosäle, Opernhäuser, prunkvolle Kaufhäuser. Heute sucht das darbende Detroit in Kasino-Bauten Glück und Geld.
Die Jobs wurden nach Mexiko verlagert, aber auch die sind mit dem Einkommen nicht zufrieden. 6 Dollar pro Stunde.