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Schweizer Uhrenindustrie auf Schrumpfkurs
Laut Zahlen des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie, die 'Tech Crunch' zitiert, fiel der Export von Schweizer Armbanduhren im Juli um 14,2 Prozent kleiner aus als im Vorjahr. Am stärksten ging der Absatz von Uhren zurück, die weniger als 200 Franken kosten. Apples neue Smartwatch gibt es bereits ab 300 Franken, womit sie im Markt für günstigere Uhren zum Konkurrenten wird. Ausserdem drängen sich nicht nur Smartwatches in das Reich der Schweizer Uhrenhersteller, sondern auch eine Vielzahl von Billigherstellern.
Auf der anderen Seite des Preissegments, auf der Seite der mittel- und hochpreisigen Uhren, verhalte sich Apple sehr geschickt, so 'Tech Crunch'. Keiner "braucht" eine Uhr, die hunderte oder tausende von Dollar kostet, genauso wie keiner eine Uhr "braucht", die die neusten E-Mails oder das Wetter anzeigt. Doch Apple sei sehr gut darin, den Leuten eben nicht das zu verkaufen was sie brauchen, sondern was sie wollen. Zum einen sei die Qualität der Apple Watch gut. Hinzu kommen eine Reihe von sorgfältig ausgewählten und angebotenen Accessoires. Die Funktionalität ist zweit- oder drittrangig, ähnlich wie bei einer Rolex.
Vergangenen Monat wurde der 1914 gegründete Schweizer Uhrenhersteller Glycine von einem amerikanischen Hersteller übernommen. Dies werde wieder und wieder geschehen, bis nichts mehr übrig bleibt, so der Bericht. "Switzerland is f...!#&%" ist sich der Apple-Designer Jony Ive sicher. Der 'TC'-Autor gibt ihm recht. Würde man die hiesigen Player befragen, würde die Antwort sicher anders lauten. Swatch
gibt es in Zusammenarbeit mit Acer eine smarte Uhr. Dennoch ist es bemerkenswert, wie spät sich die hiesige Industrie mit dem Thema auseinanderzusetzen zu scheint. (kjo)