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Gralsbewegung
Kontakt
Gralsbewegung in der Schweiz und Stiftung zur Verbreitung der Gralsbotschaft, Fliederweg 10, 3007 Bern.
Telefon 031 382 53 12.
Gralsbewegung in der Schweiz, Kreis Basel, Vinzenz Bussmann , Dellenackerweg 18, 4146 Hochwald.
Telefon: 061 751 50 84.
http://www.gral.ch
Geschichte
Der Verkünder der Gralsbotschaft Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt) wurde 1875 in Bischofswerda (Sachsen) geboren. Nach seiner Ausbildung als Kaufmann unternahm er Reisen in verschiedene Länder und schrieb Reiseberichte und Erzählungen. Er wurde vom 1. Weltkrieg in London überrascht und 1915 auf der Isle of Man interniert. Dort begann er über den Sinn des Lebens nachzudenken.
1919 kehrte er zurück. Er wählte, nach einem früheren Erdenleben, den Namen Abd-ru-shin ("Abd" arab. Diener, "ru-shin" wohl von pers. "rewshan" hell, strahlend).
Von 1923 bis 1937 entstanden Aufsätze, die er schliesslich zur Gralsbotschaft "Im Lichte der Wahrheit" zusammenfasste.
1928 entstand auf dem Vomperberg im Tirol eine Siedlung, wo er mit seiner Familien und einigen Anhängern lebte.
1938 wurde er von den Nazis verbannt und unter die Aufsicht der Gestapo gestellt.
Er starb 1941.
Nach dem Krieg wurde sein Werk von seiner Frau und seinen Kindern weitergeführt.
Es gibt eine Stiftung zur Verbreitung der Gralsbotschaft.
Die Gralsbewegung ist ein Zusammenschluss der Bekenner der Gralsbotschaft.
Das Werk «Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft» von Abd-ru-shin ist die Grundlage der internationalen Gralsbewegung mit ihren Feiern und Andachten.
Die Zahl der Leser ist auch der Bewegung nicht bekannt. Die Bewegung selbst umfasst in der Schweiz etwa 500 Personen aller Altersgruppen und sozialen Schichten.
Lehre
Es gibt keine ausformulierte Lehre bzw. kein Dogma, jeder Leser interpretiert die Schriften Abd-ru-shins persönlich. Jeder Leser soll diese Welterklärung selbst nachvollziehen können.
In den Schriften finden sich u.a. folgende Ideen:
Gott ist in seiner Vollkommenheit wesenlos. Seine Strahlung wirkt nach aussen in die Schöpfung, in verschiedene Reiche von abnehmender Strahlungsintensität (geistig-wesenhaft, feinstofflich, grobstoflich).
Der Gral am Ende der unmittelbaren Gottesausstrahlung ist eine Art Übertragungsstation für Gottes Kraft. Der Mensch gehört sowohl zum geistigen als auch zum fein- bzw. grobstofflichen Reich.
In der Welt wirken drei Gesetze:
1 Das Gesetz der Schwere: Schweres sinkt und Leichtes steigt, auch im Geistigen.
2 Das Gesetz der Gleichart: Gleichartiges zieht sich an, das Gute zieht Gutes an, das Schlechte Schlechtes. 3 Das Gesetz der Wechselwirkung: Was der Mensch sät, wird er ernten, und sei es in einem späteren Erdenleben.
Reinkarnation: Der Mensch soll gegenwartsbezogen leben. Es ist ihm eine Hilfe, dass er nicht weiss, was er in einem früheren Leben war.
Die Ordnung der Welt ist vollkommen, alles läuft nach Naturgesetzen ab.
Aus Prospekten:
- Die Gralsbotschaft soll «Wissen und Klarheit über die Schöpfung und alle geistigen Zusammenhänge, um Ursache und Wirkung des vergangenen, heutigen und zukünftigen Weltgeschehens» geben. Die Gralsbotschaft gibt «jene Sicherheit, aus der an Stelle blossen Glaubens wissende Überzeugung erwächst. Der Leser erlebt, wenn er sachlich prüft, die Richtigkeit des Gesagten!»
«Gott will, dass seine Gesetze, die in der Schöpfung wirken, dem Menschen gut bekannt sind, damit er sich darnach richten kann und durch sie leichter seinen Weltenlauf vollendet und erfüllt, ohne in Unwissenheit abzuirren.» (ARS).
- «Die Schilderungen der Schöpfungszusammenhänge - vom Willen Gottes, von der Urschöpfung, von unserer geistigen Heimat bis zu unserem Erdensein und des Weges wieder zurück - sind Inhalt der Gralsbotschaft. Wir erkennen unseren Zusammenhang mit dem Ganzen und damit auch den eigentlichen Sinn unseres Daseins und erfahren, dass vieles ganz anders ist, als der Mensch es sich bisher dachte.»
- «Die Gralsbotschaft richtet sich an den einzelnen Menschen, unabhängig von Rasse, Nation oder Religion. Jenseits von Mythos und Legende erreicht sie Fragende und Suchende in aller Welt.»
- Es wird Überzeugung statt Glaube gefordert, und zwar soll alles geprüft werden, es darf keine Frage offenbleiben, sonst gibt es nur «ungesunden» «blinden Glauben». Der Schöpfer will den Menschen sehend, d.h. wissend. Gott ist vollkommen und so seine Schöpfung, daher braucht es keine Willkürakte Gottes, um seine Allmacht zu beweisen. Die Welt ist vollkommen erschaffen, daher kann es kein Abbiegen von den bestehenden Naturgesetzen geben.
- Ursprünglich gab es passende Lehren für alle Einzelvölker und Länder entsprechend ihrer geistigen Reife, doch die Menschen haben die Lehren nach ihrem Sinn und nach ihren Wünschen verändert.
- «Die Gralsbotschaft von Abd-ru-shin vermittelt das Wissen vom Aufbau der Schöpfung. In einfachen Worten erklärt sie lückenlos die Zusammenhänge und gibt einen Gesamt-Überblick über alles Schöpfungsgeschehen.»
Die Anhänger der Gralsbotschaft sehen sich nicht als neue Religionsgemeinschaft. Sie sind der Meinung, die Gralsbotschaft wende sich an Menschen aller Religionen. Es gibt keine ökumenische Zusammenarbeit mit anderen Religionen. Hingegen wird die Entscheidung, ob ein Mitglied der Gralsbewegung aus der Kirche austritt, ihm selbst überlassen.
Organisation, Finanzen
Grals-Verwaltung und geistliche Leitung: Siegfried Bernhardt, Vomperberg, Tirol. Die Botschaft wird durch Stiftungen und Verlage verbreitet. Heutiger Präsident der Stiftung ist Jürgen Sprick. Die Stiftung hat den Zweck, das Buch bekannt zu machen, zu verbreiten und zu übersetzen.
Gralskreise treffen sich zu Andachten. Die Gralskreise haben keine juristische Form, es sind lose Zusammenschlüsse von Bekennern der Gralsbotschaft. Eine organisierte Bewegung ist auch nicht beabsichtigt, man will keine Machtstrukturen entwickeln.
Ein Bekenner der Gralsbotschaft erhält auf seine Bitte hin das Gralskreuz, ein gleichschenkliges Kreuz in einem Ring (das Zeichen der göttlichen Wahrheit in der Schöpfung). Eng verbunden mit der Verleihung des Kreuzes ist die Versiegelung, der Vollzug des Neuen Bundes mit Gott. Der Versiegelte trägt das Gralskreuz als sichtbares Zeichen dieses Bundes. Er wird innerhalb der Bewegung als Kreuzträger bezeichnet. Er braucht nicht aus der Kirche auszutreten.
Die Stiftung führt eine offene Rechnung. Diese wird jährlich der Kantonalen Stiftungsbehörde vorgelegt.
Die Kosten der einzelnen Kreise, insbesondere Miete oder Gebäudeunterhalt, werden durch freiwillige Beiträge der Mitglieder getragen.
Arbeitsleistungen zugunsten der Bewegung werden freiwillig erbracht und nicht entlöhnt.
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
"Andachtsstätten" für Gottesdienste bzw. Andachten. Die Andachtsstätte der Region Basel befindet sich am Gatternweg 47 in Riehen.
Die sonntäglichen Andachten dienen der Verehrung Gottes. Sie enthalten einen Vortrag aus der Gralsbotschaft, das Gebet und Musik. Eine Auslegung des betreffenden Vortrages findet nicht statt. Die Andachten sind auch für Aussenstehende zugänglich, wenn diese die Gralsbotschaft lesen und sich mit ihr ernsthaft auseinandersetzen.
Feiern an Festtagen:
- das Fest der Heiligen Taube am 30.Mai ist das Fest der Kraftausgiessung durch den Heiligen Geist.
- das Fest der Reinen Lilie am 7. September gilt der Weiblichkeit. Die Frau ist von Natur empfindungsfähiger als der Mann und kann daher die Strahlungen des Lichts besser an ihre jeweilige Umgebung vermitteln.
- das Fest des Strahlenden Sterns am 29. Dezember ist das Fest der Liebe. Es erinnert an die Geburt Christi.
Leser der Gralsbotschaft, die sich zur Lehre bekennen, erhalten auf ihre Bitte hin das Gralskreuz und werden versiegelt.
Baby-, Kinder- und Trausegen.
Auf Wunsch: Beisetzung im Sinne der Gralsbotschaft.
Diakonie geschieht spontan und privat.
Die Stiftung Gralsbotschaft publiziert die Schriften Abd-ru-shins sowie weitere Bücher zum Thema, und stellt sie an Messen etc. vor. Zudem organisiert sie Vorträge.
Die Anhänger der Gralsbotschaft treten sehr zurückhaltend auf. Nur die Schriften von Abd-ru-shin werden verkauft. Zu Vorträgen wird durch Inserate eingeladen.
Literatur, Zeitschrift
Abd-Ru-Shin. Im Lichte der Wahrheit, Gralsbotschaft.
Gralswelt (bis 1988), seit 1996 neu als "GralsWelt, Zeitschrift für Geisteskultur und ganzheitliche Zusammenhänge".
[int.Nr.: i1016]
Aktualisiert: 27.2.2008
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