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Eisenmangel, Eisenmangelanämie - Aktuelles und Studien
Bei Frauen nach den Wechseljahren (postmenopausal) wird häufig eine Anämie (Blutarmut) festgestellt, wie eine Analyse zeigt. Grund: Meist sind es Ernährungsmängel, welche auch durch Nahrungsergänzungsmittel nicht ausgeglichen werden können.
Eine Studie belegt, dass Betroffene mit einem erhöhten Blutdruck im Lungenkreislauf (pulmonale Hypertonie) häufig unter Eisenmangel leiden. Dieser Eisenmangel kann durch Eisentabletten nicht genügend behandelt werden.
Kinder mit einem niedrigen Geburtsgewicht haben ein erhöhtes Risiko für eine Blutarmut aufgrund von Eisenmangel (Eisenmangelanämie). Eine Studie zeigte, dass Eisengaben gerade bei Säuglingen, die nur gestillt werden, dies verhindern können.
Für die Entwicklung der Hirnfunktionen ist eine ausreichende Versorgung mit Eisen notwendig. Eine kleine Studie zeigte, dass eine Eisenmangelanämie (Blutmangel infolge Eisenmangels) sich schlecht auf die Hirn- und Aktivitätsleistung eines Kleinkindes auswirkt.
Eisenmangel und Eisenmangelanämie treten in der Schwangerschaft und nach der Geburt sehr häufig auf. Nach einer Literaturreview empfehlen Experten bei Bedarf während und nach der Schwangerschaft orale oder intravenöse Eisengaben.
Mütterliche Milch enthält relativ wenig Eisen. Gestillte Babys haben deshalb ein erhöhtes Risiko für einen Eisenmangel. Jedes fünfte ausschliesslich mit Muttermilch ernährte Baby wies nach einer Studie in der späteren Entwicklung einen Eisenmangel auf.
Bei ca. 30% aller Eisenmangelanämien wird keine Ursache gefunden. Eine Studie zeigte nun, dass die Kapselendoskopie (Darmspiegelung mittels Schlucken einer Kapsel) ein effektives Diagnosemittel darstellt.
Eine Eisenmangelanämie geht nicht selten mit einer Helicobacter pylori Infektion einher. Forscher wollten nun wissen, ob die Helicobacter-Eradikationstherapie in Kombination mit der Eisensubstitution einen günstigen Effekt auf die Blutarmut hat.
Sauerstoffmangel im Gewebe (Hypoxie) gilt als häufige Ursache beim Lungen-Bluthochdruck (pulmonale Hypertonie), bei Atemwegserkrankungen sowie bei der Höhenkrankheit. Eine kleine Studie zeigte, dass eine Eisentherapie den Zustand verbessern kann.
Eisen- und Blutmangel schränken die Gedächtnisleistung ein, das haben Studien belegt. Eine Datenanalyse ergab, dass die Behandlung mit Eisenpräparaten die Konzentration, die Aufmerksamkeit und sogar den IQ verbessern.
Eine Indische Studie zeigte, dass bei schwangereren Frauen mit Untergewicht die zusätzliche Verabreichung von Vitaminen und Mineralien – nebst Eisen und Folsäure – sich auf das Geburtsgewicht der Säuglinge positiv auswirkt.
Iron.Medline heisst das neue Eisen-Fachportal, das Ärztinnen und Ärzte über das Eisenmangelsyndrom, die Eisenmangelanämie und die Therapiemöglichkeiten informiert. Ein hochrangiges Schweizer Expertenteam bürgt für Aktualität und Qualität der Informationen