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Wer sich in der nordfranzösischen Gemeinde Bauvin das Ja-Wort geben will, kann dies künftig tun, ohne dass Präsident Nicolas Sarkozy dabei zuschaut.
Er habe bereits im vergangenen Jahr auf Bitten dreier Brautpaare das Bild des Staatschefs im Standesamt abgehängt, sagte Bürgermeister Louis-Pascal Lebargy am Dienstagabend."Es ist ihre Hochzeit, man lädt dazu ein, wen man will", begründete der linksgerichtete Kommunalpolitiker den Schritt.
Sarkozys Foto hängt nun am Eingang zum Standesamt, "einem nicht weniger renommierten Platz", wie das Oberhaupt der 5400-Einwohner-Gemeinde findet.
Empörte Konservative
Die konservative Opposition empörte sich über die Entscheidung, "die nicht hinnehmbar und mit den Werten der Republik nicht vereinbar ist". Doch Lebargy, der jährlich rund vierzig Trauungen vornimmt, sieht in dem Platzwechsel keine Provokation.
Schliesslich habe er schon Paaren verboten, eine Reggae-Version der Nationalhymne abzuspielen oder das Präsidentenbild mit dem Gesicht zur Wand zu drehen.