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ug. Die Mostobstproduzenten und Mostereien können stolz sein auf ihren diesjährigen "Jahrgang", wie Untersuchungen des Schweizerischen Obstverbandes (SOV) ergeben. Wie jedes Jahr nahm der SOV auch in diesem Jahr in der ersten "Mostwoche" Proben von Obstsäften "frisch ab Presse", analysierte sie im Labor und unterzog sie einer professionellen Degustation. Das Ergebnis dieser Marktkontrolle ist dieses Jahr eindeutig: In der Blinddegustation wurden nur noch 5 Prozent der Proben als "gute Handelsware" eingestuft (Vorjahr 33 %), dafür 70 % (Vorjahr 56 %) als "sehr gute Handelsware" und sogar 15 % (Vorjahr 5,5 %) als "vorzüglich". 10 Prozent der Proben (Vorjahr 5,5 %) erreichten den Status "genügend", keine einzige Probe war ungenügend. Damit erreicht der Jahrgang 1999 mit 15,6 von maximal 18 möglichen Degustationspunkten die höchste Durchschnittsnote seit 1991.
Deutlich weniger Mostäpfel und Mostbirnen verarbeitet
Bis zum 30. Oktober dieses Jahres wurde laut Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) viel weniger Mostobst verarbeitet als im "Apfelernte-Rekordjahr" 1998. Bei den Mostäpfeln wurde mit 75,450 Tonnen nicht einmal die Hälfte des Vorjahreswertes von 187,970 t erreicht. Der Wert entspricht zudem nur 78 Prozent der für dieses Jahr erwarteten Ernte. Bei den Mostbirnen wurden 20,050 t verarbeitet. Im vergangenen Jahr waren es 84,830 t gewesen. Mit dem diesjährigen Wert wird die Ernteschätzung aber um 15 % übertroffen.
Flauer Markt bei Brennzwetschgen
Gering ist das Interesse der Distillerien dieses Jahr an Brennzwetschgen. Die von ihnen übernommene Brennzwetschgenmenge beträgt 3,167 t und liegt damit 50 % unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Die Saison 99/00 ist von einem flauen Markt gekennzeichnet, der Verbrauch liegt um 3 % unter dem Vorjahreswert, starke Konkurrenz durch billige Importspirituosen macht Produzenten und Verarbeitern zu schaffen. Die Preise, welche die Produzenten für ihre Zwetschgen erhalten, müssen sie mit den Brennereien selbst aushandeln. Die Spezialkommission des SOV für die Festsetzung der Produzentenpreise für Brennzwetschgen konnte sich in diesem Jahr nicht auf einen Produzentenpreis einigen.
Lust auf Knollengemüse
Witterungsbedingt nimmt der Absatz beim Gemüse in diesen Tagen wieder zu. In der Gunst der Konsumenten stehen vor allem die Lagergemüse wie Karotten, Knollensellerie, Randen, Rot- und Weisskabis, Wirz und Zwiebeln. Die diesjährige Ertragsschätzung dieser Gemüse sieht sehr positiv aus, heisst es beim Verband schweizerischer Gemüseproduzenten (VSGP). 1999 könne als sehr ertragreiches Zwiebeljahr bezeichnet werden. Auf den Markt gelangen sehr viele und vor allem grosse Zwiebeln, die bei den Konsumenten beliebt sind. Die diesjährigen Zwiebeln zeichnen sich zudem durch gute Qualität und gute Haltbarkeit aus. Sie stammen grösstenteils aus den Kantonen Bern und Freiburg, namentlich dem Berner Seeland, aber auch aus den Kantonen Waadt und Wallis sowie der Ostschweiz. Frisch geerntet wird derzeit noch Chinakohl, Kopfsalat, Nüsslisalat, Petersilie gekraust, Rosenkohl und Stangensellerie. Die Marktsituation wird generell als gesund bezeichnet.