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Am 10. Dezember 1992 wurde Anna Oberson den Eltern Louis und Gabriela geschenkt. Zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Katharina und ihren beiden älteren Brüdern Martin und Meinrad durfte sie eine sehr schöne Kindheit auf dem Bauernhof in Rohr bei Tafers verbringen. Auf Primar- und Sekundarschule folgten die Studienjahre am Kollegium St. Michael. In dieser Zeit lebte und reiste sie während drei Monaten in Chile. Im Schüleraustausch mit Javier Vera durfte sie wertvolle Erfahrungen sammeln und chilenische Gastfreundschaft erleben.
Das anschliessende Studium der Theologie und der Germanistik an der Universität Freiburg erfüllte sie, und sie schätzte ihr Umfeld sehr. Im Verlaufe ihres Studiums wuchs die Freude am Glauben immer mehr, und das Gebet erfüllte sie. Anna Oberson liebte Sprachen und interessierte sich für die Menschen. So engagierte sie sich am Folklorefestival und begleitete Gruppen aus Portugal und Uruguay. Ihr Leben war erfüllt von Musik. So spielte sie vorerst Querflöte und später Fagott in der Musikgesellschaft Tafers sowie im Uniorchester Freiburg. Anna Oberson war ein Familienmensch. Sie nahm sich viel Zeit für ihre Familie und schätzte das Zusammensein.
Besonders ab dem zweiten Studienjahr engagierte sich Anna Oberson in den verschiedensten Bereichen. Mit ihrer offenen und liebevollen Art wirkte sie an allen Ecken und Enden. Doch letzten Sommer wurde es ihr zu viel. So musste sie mit der Diagnose einer Psychose einen Monat in der Klinik in Marsens verbringen, und nur langsam stellte sich eine Besserung ein. Diese Krankheit verunmöglichte den geplanten Studienaufenthalt in Rom und weitere Projekte. Sie führte in eine Depression, die nach Weihnachten eine weitere Einweisung in die Klinik erforderte, wo sie bis zuletzt, abgesehen von wenigen Ausnahmen, bleiben musste. Am Samstagnachmittag wollte sie am Friedensmarsch in Freiburg teilnehmen–die Krankheit hat dies verhindert. Sie starb am 19. März 2016. Die Familie wünscht Anna den Frieden und die Liebe bei Gott, an welche sie immer geglaubt hat. Sie wird ihr Strahlen und ihre wundervolle Art nie vergessen. Eing.