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Die mobile 4G-Technologie für den Internetzugang dürfte in Brasilien bis Ende des Jahres (2013) eine Million nicht nur erreichen, sondern nach Einschätzung des Konsultoriums für Telekommunikation “Teleco“, sogar überschreiten. Die Erwartungen der “Agência Nacional de Telecomunicações (Anatel)”, die sich auf Zahlen der Industrie stützen, belaufen sich sogar auf annähernd 4 Millionen Nutzer, was jedoch als “unrealistisch“ vom Präsidenten der Teleco, Eduardo Tude, bezeichnet wird.
Bis Ende Juni 2013 registrierte die Anatel 174.100 4G-Nutzer im ganzen Land Brasilien. Im April sagte der Kommunikations-Minister Paulo Bernardes voraus, dass die Zahl der 4G-Anschlüsse im Land die Voraussicht der Anatel, mit 4 Millionen bis Ende des Jahres, sogar noch übertreffen könnte. Er wettete mit dem Präsidenten der Agentur, João Rezende, um ein Abendessen. “Wenn du 4 Millionen und 1 Anschluss verkaufst, habe ich gewonnen“, scherzte der Minister damals.
Für Eduardo Tude wird es erst einen expressiven Anstieg der 4G-Nutzer geben, wenn die Preise der Smartphone-Apparate fallen. “Einen Anstieg dieser Grösssenordnung halte ich für unwahrscheinlich, weil die Smartphones bisher noch sehr teuer sind. Solange wir keine Modelle mit erschwinglicheren Preisen anbieten können – was jedoch im nächsten Jahr passieren dürfte – wird es keinen Anstieg der Nutzer in dieser Grössenordnung geben“, betonte er.
Wie er weiter ausführt, erwartet er, dass die Preise mit der Zunahme des weltweiten Zugangsvolumens zur 4G-Technologie, und der wachsenden Produktion der Geräte, fallen werden. Die Tendenz geht zu einer Produktion von Smartphones mit Preisen unter 1.000 R$ (zirka 365 Euro). Ausserdem dürfte zum Fallen der Preise eine von der Landesregierung promovierte Steuerentlastung betreffs “PIS/Pasep“ und “Cofins“ für diese Apparate, ebenfalls beitragen. “Die Steuerentlastung hilft, aber sie löst das Problem nicht“, bemerkt Tude.
Der Bundesstaat mit der grössten Anzahl von aktiven 4G-Anschlüssen ist São Paulo, mit 66.400 Nutzern – allein unter der Ortsvorwahl 11 (São Paulo Stadt) sind es 44.400 Zugänge. Es folgt die Vorwahl 21, welche die Stadt Rio de Janeiro betrifft – mit 21.800 4G-Nutzern. Die Region mit den wenigsten Anschlüssen ist das Inland des Bundesstaates Piauí – Vorwahl 89 – wo bis jetzt nur 94 4G-Anschlüsse registriert sind.