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Die meisten Autobauer entwickelten noch bis etwa 2023 die letzte Motorengeneration mit Kraftstoffantrieb, sagte Conti-Finanzchef Wolfgang Schäfer am Donnerstag im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. "Da wird nochmal eine neue Verbrennungsmotorengeneration entwickelt werden, aber danach wird dann wahrscheinlich eine solche Weiterentwicklung gar nicht mehr wirtschaftlich vertretbar sein."
Das entspreche dem Szenario, dass ab Mitte des kommenden Jahrzehnts Elektroautos auf dem Vormarsch seien. Bis dahin werde sich die Autoindustrie anstrengen müssen, den Stickoxidausstoss von Dieselmotoren zu verringern. Schliesslich brauchten die Autobauer die relativ verbrauchsärmeren Dieselautos, um die Klimaschutzvorgaben zu Kohlendioxid (CO2) einzuhalten.
Die deutschen Autobauer hatten sich auf dem Diesel-Gipfel dazu verpflichtet, insgesamt 5,3 Millionen Fahrzeuge in Deutschland per Software-Update auf eigene Kosten sauberer zu machen. Die Kosten dafür bezifferte der Branchenverband VDA auf eine halbe Milliarde Euro. Continental als zweitgrösster Zulieferer weltweit nach Bosch rechnet nach Worten Schäfers dadurch aber nicht mit zusätzlichem Preisdruck der Hersteller.
Mit Blick auf den Kartellverdacht gegen die deutschen Autobauer, die sich nach Medienberichten seit den 90er Jahren in grossem Stil über Technologien abgesprochen haben sollen, sagte Schäfer, Continental habe darüber keine Kenntnisse. "Wir sind von keiner Behörde angesprochen worden, mir liegen absolut keine Informationen vor."
Nach einem deutlichen Gewinnrückgang im zweiten ist Continental mit dem Anlauf des dritten Quartals zufrieden. "Der Start ins dritte Quartal war vernünftig, die Abrufe der Kunden wie erwartet", sagte Schäfer. Der weltweite Automarkt werde im zweiten Halbjahr nicht mehr so stark wachsen wie im ersten Halbjahr, als die Autoproduktion um drei Prozent gestiegen sei. So werde der US-Markt um drei bis vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum schrumpfen, der europäische um zwei Prozent klettern.
(Reuters)