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Ramy al-Asheq und Roza Yassin Hassan haben mit ihren Texten die syrische Revolution begleitet: Der Dichter und Journalist Ramy al-Asheq schrieb Revolutionslieder, die syrische Musiker in Jordanien aufgenommen und veröffentlicht haben. Die Autorin Rosa Yassin Hassan führte 2012 in einem Blog ein Tagebuch über die Ereignisse in Damaskus. Beide leben mittlerweile nicht mehr in ihrem Heimatland. Ramy al-Asheq hat im Dezember 2015 in Köln die erste bundesweite arabischsprachige Zeitschrift in Deutschland ins Leben gerufen. Rosa Yassin Hassan, deren Romane einen vielschichtigen Einblick in das Leben in Syrien der letzten Jahr(zehnt)e gewähren, hat 2015 den Roman «Die von der Magie berührt werden: Syrien 2011-2012» (noch nicht ins Deutsche übersetzt) veröffentlicht.
Ramy al-Asheq, *1989, ist syrisch-palästinensischer Dichter und Journalist. 2011 nahm er an friedlichen Protesten gegen die syrische Regierung teil. In der Folge wurde er verhaftet und floh später nach Jordanien, wo er 2014 seinen ersten Gedichtband, «Gehen auf Träumen», veröffentlichte. Von der Heinrich-Böll-Stiftung wurde er nach Deutschland eingeladen. Er ist Kulturredaktor bei der syrischen Zeitschrift Freedomraise, seit Ende 2014 lebt er in Köln.
Rosa Yassin Hassan, *1974 in Damaskus, hat Architektur studiert und als Architektin gearbeitet, seit den 1990er Jahren schreibt sie Kurzgeschichten und Romane, seit 2007 ist sie freie Autorin. Sie setzt sich für die Rechte der Frauen ein, 2004 gründete sie die syrische Vereinigung Frauen für Demokratie. 2012 führte sie in einem Blog ein Tagebuch über die Ereignisse in Damaskus. Mehrere ihrer Romane wurden ins Deutsche übersetzt, nach «Ebenholz» (2009) zuletzt der Roman «Wächter der Lüfte» (Alawi Verlag 2013) – eine tragische Liebesgeschichte zwischen einer Übersetzerin und einem politischen Gefangenen. 2010 war sie für den Arabic Booker Prize nominiert, 2014 erhielt sie den «Prix de la Littérature Arabe». Rosa Hassan lebt seit 2012 in Hamburg, wo sie an der Universität über arabische Literatur unterrichtet.
Das Gespräch findet auf Arabisch mit deutscher Übersetzung statt.
Partner: In Kooperation und mit freundlicher Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.
Büchertisch: mille et deux feuilles