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Die EU-Kommission ermittelt wegen möglicher Wettbewerbsverzerrung bei Online-Werbung nicht mehr gegen den Facebook-Konzern Meta und gegen Google. Nachdem alle einschlägigen Beweise betrachtet wurden, kam die Kommission zum Schluss, dass sich ihre anfänglichen Bedenken nicht bestätigten, wie die Wettbewerbshüter am 19. Dezember mitteilten.
Die Untersuchung werde daher eingestellt. Nachdem die Unternehmen im März formell über die Ermittlungen informiert worden waren, hatten die Beteiligten die Möglichkeit, die Zweifel aus der Welt zu räumen. Dies ist offensichtlich gelungen.
Google und Meta sind grundsätzlich Konkurrenten auf dem Online-Werbemarkt. Nach einer Vereinbarung aus dem Jahr 2018 nimmt aber Facebook auch an Auktionen um Anzeigenplätze auf einer Google-Plattform teil. Die Kommission hatte befürchtet, dass die Kooperation konkurrierende Technologien schwächen und vom Markt für Display-Werbung ausschliessen könnte.
Neue Beschwerdepunkte an Meta übermittelt
Gleichzeitig gab die EU-Kommission allerdings bekannt, dass sie Meta "Beschwerdepunkte wegen missbräuchlicher Praktiken zugunsten des Facebook-Marktplatzes" übermittelt habe. Der Konzern verstosse möglicherweise gegen EU-Kartellrecht und missbrauche seine marktbeherrschende Stellung.
"Die Kommission beanstandet, dass Meta seinen Online-Kleinanzeigendienst, Facebook Marketplace, an sein persönliches soziales Netzwerk Facebook bindet", heisst es in einer Erklärung. "Die Kommission ist zudem besorgt darüber, dass Meta Wettbewerbern von Facebook Marketplace unfaire Handelsbedingungen zum eigenen Vorteil auferlegt."
Die Zusendung einer Mitteilung der Beschwerdepunkte greife dem Ergebnis einer Untersuchung aber nicht vor, heisst es weiter. Sollte die EU-Kommission bei ihrer Untersuchung zu dem Schluss kommen, dass ein Verstoss vorliegt, könnte sie eine Busse von bis zu 10% des weltweiten Jahresumsatzes von Meta verhängen.