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Fünfkilometerzone
Das vorliegende Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit, Abteilung Umweltradioaktivität, befasst sich mit der Untersuchung von Visualisierungsstrategien im Bereich der niedrigen Radioaktivität.
Steckbrief
- Lead-Departement Hochschule der Künste Bern
- Institut Institute of Design Research
- Forschungseinheit Knowledge Visualization
- Förderorganisation Andere
- Laufzeit 01.01.2010 - 31.12.2011
- Projektverantwortung Claudia Mareis
- Projektleitung Fabienne Meyer
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Projektmitarbeitende
Catherine Germanier
Fabienne Meyer
Claudia Mareis
Hélène Jordi-Marguet
- Partner Bundesamt für Gesundheit, Umweltradioaktivität
- Schlüsselwörter mSv, niedrige Strahlenbelastung, Umweltradioaktivität, Datenvisualisierung, BAG, Radon
Ausgangslage
Radioaktivität ist per Definition die Eigenschaft bestimmter Stoffe, sich ohne äussere Einwirkung umzuwandeln und dabei eine charakteristische Strahlung auszusenden. Aber wie sieht diese charakteristische Strahlung aus, wie hat man sie sich vorzustellen? Der Wellenbereich von Röntgen- und Gammastrahlung liegt ausserhalb des für den Menschen wahrnehmbaren Spektrums und weist daher eine Grenze der Sichtbarkeit auf. Um dieses menschliche Unvermögen zu überbrücken, war die Menschheit seit jeher bemüht, Instrumente und Techniken zu entwickeln, welche versuchen, dem Unsichtbaren ein Abbild zu entlocken. Die daraus resultierenden Wissenschaften verwenden verschiedene Ansätze, um Unsichtbares sichtbar zu machen. Etwas Unbekanntes wird zunächst gerne mit einer Metapher, einer Analogie oder einem Vergleich beschrieben. Dabei wird dem Unsichtbaren das Gewand des Alltäglichen und Bekannten übergestreift. In der Visuellen Kommunikation wird eine ähnliche Übersetzungsleistung vollbracht, um unsichtbare Phänomene und ihre Wirkungsweisen kommunizieren zu können. Man bedient sich auch hier Metaphern, Vergleichen oder Symbolen, um die Vorstellungskraft zu unterstützen und das Unsichtbare zu veranschaulichen und verorten zu können.
Vorgehen
Als Methode dient der Vergleich des laufend recherchierten Bildmaterials. Durch die unterschiedlichen Bildanordnungen und Gegenüberstellungen, die dem Zweck des visuellen Argumentierens und Vergleichens dienen, werden durch die Analyse solcher formaler Bildanordnungen ikonische Argumentationsstrukturen in den Blick genommen. Konkret wurde diese Methode anhand der Recherche von «Darstellungsformen durchschnittlicher Strahlendosen der Bevölkerung in mSv pro Jahr» angewendet. Die Bildergebnisse fielen signifikant aus: Nahezu alle Länder stellen die Strahlendosen in Kuchendiagrammen dar (siehe Abbildung 2). Die Annahme, dass es einen international gültigen Farbkode für die zu unterscheidenden Bereiche kosmische Strahlung, terrestrische Strahlung, Radon, Körper (Nahrung), medizinische Diagnostik, Diverse gibt, wurde durch die Recherche widerlegt. Solche und andere Beobachtungen dienen als Anhaltspunkte für die parallel entstehenden Visualisierungen zu den oben erwähnten Daten der durchschnittlichen Strahlenbelastung in der Schweiz.
Ergebnisse
Eine Auswahl des recherchierten Bildmaterials wird anschliessend in einem Handbuch vereint. Die auf den Erkenntnissen des recherchierten Bildmaterials basierenden Visualisierungen zu dem bestehenden Datenmaterial werden voraussichtlich in Plakatform präsentiert und zusammen mit dem Praxispartner intern auf die unterschiedlichen Wirkungsweisen evaluiert werden.