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Der Begriff Hypochondrie ist im allgemeinen Sprachgebrauch negativ besetzt und Hypochonder wird häufig als abfällige Bezeichnung für einen wehleidigen Menschen gebraucht. Wie im Theaterstück "Der eingebildete Kranke" von Molière wird ein Hypochonder von seinem Umfeld oft nicht ernst genommen. Dabei sind Menschen mit klinischer Hypochondrie nicht wehleidig, sondern schwer psychisch erkrankt. Nicht alle Patienten suchen ärztliche Hilfe; es gibt viele, die sich zurückziehen
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Hypochonder sind davon überzeugt, vielfältige gesundheitliche Probleme zu haben. Manche machen sich bei jedem kleinen Kratzer, Heiserkeit oder einem Hustenanfall Sorgen. Oft besteht auch die Angst, an einer ernsthaften Erkrankung zu leiden, etwa an AIDS.
Experten unterscheiden zwischen zwei Formen der Hypochondrie:
Die erste Gruppe leidet unter Symptomen, deren Ursache medizinisch nicht erklärbar ist (somatoforme Komponente). Die zweite Gruppe hat Angst vor einer bestimmten Erkrankung (Angstkomponente).
Viele Hypochonder gehen regelmäßig zum Arzt, um ihren Gesundheitszustand kontrollieren zu lassen. Häufig konsultieren sie verschiedene Ärzte ("doctor hopping"), weil sie die Diagnose eines Mediziners anzweifeln und sich nicht ernst genommen fühlen. Manche Hypochonder ziehen sich aber auch extrem zurück und vermeiden jegliche Arztbesuche.
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Welche Ursachen kann Hypochondrie haben?Die Ursachen der Hypochondrie sind vielschichtig. Erste Anzeichen gibt es häufig in der Pubertät. Auslöser können nach Ansicht einiger Mediziner der traumatische Verlust eines geliebten Menschen, ein übervorsichtiges Elternteil, schlechte Erfahrungen mit Ärzten oder eine schwere Krankheit in der Familie sein.
Es scheint aber trotzdem auch eine körperliche Ursache zu geben. Der US-Psychiater Brian Fallon von der Columbia University in New York glaubt, einen Zusammenhang mit einer anderen Krankheit gefunden zu haben, die medikamentös behandelt werden kann. So fand er vor einigen Jahren heraus, dass sich etwa ein Drittel seiner hypochondrischen Patienten wie Menschen mit einerZwangsneurose verhielten. "Es sind verschiedene Krankheiten, und doch gibt es augenscheinlich Gemeinsamkeiten", sagt Fallon. Dazu gehören Symptome wie ständig wiederkehrende, aufdringliche Gedanken und der ständige Zwang, sich immer und immer wieder von einem Arzt untersuchen zu lassen.
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Statt Hypochondrie benutzt er lieber den Begriff Krankheitsangststörung oder somatische Belastungsstörung.
"Die Bezeichnungen Hypochonder oder Hypochondrie können leicht stigmatisieren, weil es in der Gesellschaft oft impliziert, dass die Symptome nur eingebildet sind", sagt er: "Die Symptome sind aber meist da und nicht eingebildet. Doch sie müssen nicht auf eine schwerwiegende Krankheit hinweisen."
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Früher litt er an Hypochondrie und Panikattacken. Jetzt hat er die Angst vor Krankheiten und sogar die Angst vor der Angst überwunden. Der Buchautor Sebastian Kraemer über seine persönliche Geschichte.
www.dw.com
... Die Betroffenen befinden sich in einem Teufelskreis: Die Gewißheit, krank zu sein erhöht ihren Stress und steigert die Aufmerksamkeit für ihre Beschwerden; meist versuchen sie in der Fachliteratur mehr Informationen über ihr Leiden zu finden – diese Faktoren wiederum führen dazu, dass weiterhin vermehrt Symptome wahrgenommen werden und verstärken die überzeugung, an einer bestimmten Erkrankung zu leiden. ...
Oft werden Hypochonder als wehleidige Simulanten gesehen, doch Hypochondrie ist eine echte psychische Störung. Ängste belasten Hypochonder schwer.
gesund.co.at
Soweit erst einmal als Anfang zu einem Thread zur "Hypochondrie" .
Was folgen muß, sind Therapie-Möglichkeiten, möglichst auch solche, die nicht nur auf der psychischen Ebene arbeiten sondern auch körperlich, angefangen von Sport über Entspannungstechniken bis hin zur Entgiftung, u.a. von Amalgam/Quecksilber.
Grüsse,
Oregano