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Dossier
Ausgabe 8
Kosmopolitische Perspektiven
Einführung
Die Idee des Weltbürgertums erlebte ihre ersten Ausformulierungen in der griechischen Antike, zuerst durch die Sophisten und dann in der stoischen Philosophie. Seinen Höhepunkt erreichte der Kosmopolitismus im 18. Jahrhundert mit der Philosophie der Aufklärung. Nachdem er, vielleicht aufgrund der überkommenen Konnotationen, lange im Hintergrund zeitgenössischer Diskurse stand, gewinnt der Kosmopolitismus heute wieder an Aktualität. Die suggestive Bemerkung von Ulrich Beck (2002), dass «unsere Wurzeln nun unsere Antennen sind» zeigt die Richtung an. Entstaubt man ihn ein wenig von seiner philosophischen Vergangenheit, dann kann dieser unpräzise, eher ideologische und moralische als wissenschaftliche Begriff durchaus zur Klärung einer Reihe von Phänomenen beitragen, die mit der Globalisierung der Welt, in der wir leben, zusammenhängen.