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Ehemaliger Praktikant bei iconomix, Januar – Dezember 2014
Am 9. Februar 2014 entscheidet das Schweizer Stimmvolk über die Zuwanderungsinitiative. Eine interaktive Grafik von 20 Minuten zeigt den Ausländeranteil und die Zuwanderung in der Schweiz seit 1900.
Bis Ende des 19. Jahrhunderts galt die Schweiz als klassisches Auswanderungsland. Sie litt unter Arbeitslosigkeit und Bevölkerungsdruck. Mit der Industrialisierung kam die Wende: Menschen wanderten auf der Suche nach Arbeit in die Schweiz ein. 1890 überstieg die Zahl der Einwanderer erstmals die Zahl der Auswanderer.
Damals gab es noch keine Gesetze, die die Zuwanderung regelten. Jede und jeder war frei, sich in der Schweiz niederzulassen. Nachdem aber der Ausländeranteil im Jahr 1915 einen Wert von 15% erreicht hatte, stieg in der Bevölkerung die Überfremdungsangst. Als Folge davon traf der Bund 1917 bis 1925 einige Massnahmen: Einführung der Eidgenössischen Fremdenpolizei, Wohnsitz in der Schweiz nur noch mit Arbeitsbewilligung möglich, Verfassungsartikel zur Regelung von Einreise und Aufenthalt von Ausländern.
In den folgenden Jahrzehnten wechselten sich Perioden der Nettoeinwanderung mit Perioden der Nettoauswanderung ab. Teilweise warb man Ausländer gar aktiv an; doch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erhöhte man die Hürden für die Einwanderung auch wieder. Aktuell hat die Schweiz einen Ausländeranteil von 23,2% (August 2013).
Um zur Infografik von 20 Minuten zu gelangen, einfach auf das folgende Bild klicken.
Für das iconomix-Team
Pascal Züger