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«Willi» ist 1909 im niederländischen Deest erbaut worden. Es ist eine sogenannte «Péniche», also ein Binnenschiff, das für die Fahrt in Kanälen konzipiert wurde.
Von Pferden und Menschen gezogen
Anfänglich wurde «Willi» noch mit Pferden, Lokomotiven oder durch Menschenkraft durch die Kanäle gezogen, schriebt der Verein Historische Binnenschifffahrt auf ihrer Webseite. Erst 1961 nach dem 1. und 2. Weltkrieg erhielt «Willi» seinen Motor spendiert. Dieser wurde dann 1972 mit dem heutigen ersetzt.
Das «Willi» heute noch über den Rhein tuckert, ist keine Selbstverständlichkeit, wo doch nach dem Ableben seines alten Besitzers 1983 eigentlich der Gang zur Schrottpresse auf dem Plan stand. Die Gesellschaft zur Förderung des deutschen Rheinschiffahrtsmuseum in Mannheim erbarmte sich jedoch und nahm sich Willi an.
«Willi» findet ein neues Zuhause
1992 übergab man das Schiff an das Landesmuseums für Technik und Arbeit in Mannheim. Dort stand es viele Jahre rum und wurde nicht mehr gepflegt. Rost und Vandalen setzten der «Péniche» arg zu. Als erneut Stimmen laut wurden, «Willi» zu verschrotten, intervenierte der Verein Historische Binnenschifffahrt. Der Verein renovierte «Willi» und machte ihn wieder einsatzfähig.
Seit 2004 wird von Zeit zu Zeit von Liebhabern historischer Frachtschiffe ausgefahren. Er überwintert in der Nähe von Frankfurt, ist aber immer wieder in Basel zu Besuch. Der Schiffsführer und Gründungspräsident Günther Baumgartner wohnt schliesslich in Muttenz, ist aber mit «Willi» immer wieder auf vielen europäischen Gewässern unterwegs.