Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03517.jsonl.gz/908

Okinawas Regenbogen-Revolution
Okinawa, die südlichste Präfektur Japans, schliesst sich der Regenbogen-Revolution, die in Shibuya ihren Anfang nahm, an. Seit dem 8. Juli 2016 ermöglicht die Präfekturhauptstadt Naha die eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare, wie die lokale Okinawa Times berichtet. Die Behörden stellen hierfür entsprechende Zertifikate aus. Mit diesem Dokument sei man auf einer fast gleichwertigen Ebene wie die Ehe, heisst es in Naha. Mit dieser Massnahme möchte die Stadt ein Zeichen gegen jegliche Diskriminierung von sexuellen Minderheiten setzen.
Juli 2020 – Dieser Blog kann ohne die Unterstützung der Leser nicht überleben. Mit einem freiwilligen Abo tragen Sie dazu bei, dass dieses tägliche Stück Japan auch nach 11 Jahren weiterexistiert – unabhängig, kostenlos und frei von Google-Werbungen. Herzlichen Dank! Ich bleibe täglich dran, bis diese Krise überstanden ist und darüber hinaus.
Um diesen Schritt vollziehen zu können, müssen die Antragssteller das Volljährigkeitsalter von 20 Jahren erreicht haben und in Naha leben. Das Zertifikat soll jeweils innerhalb einer Woche ausgestellt werden. Bereits am 17. Juli durfte Bürgermeisterin Mikiko Shiroma die erste eingetragene Partnerschaft eines männlichen Paars feiern.
Vorreiterin im Süden des Landes
Naha ist bereits die fünfte politische Gemeinde, die diesen Schritt vollzieht. Sie ist zudem die erste in der südlichen Region des Landes. Auf der Südinsel Kyushu hat noch keine Behörde die eingetragene Partnerschaft eingeführt.
Der Tokioter Bezirk Shibuya war der erste Ort, der im November 2015 die gleichgeschlechtliche Partnerschaft umsetzte (Asienspiegel berichtete). Der bevölkerungsreichste Bezirk der Hauptstadt, Setagaya, zog zeitgleich nach. Wenig später folgte die Kleinstadt Iga in der Präfektur Mie (Asienspiegel berichtete). Im Juni dieses Jahres war die zwischen Kobe und Osaka gelegene Stadt Takarazuka in der Präfektur Hyogo an der Reihe (Asienspiegel berichtete).
Die Wirtschaft zieht nach
Auch die Wirtschaft hat die Zeichen der Zeit erkannt. Grosskonzerne wie Panasonic oder IBM haben angekündigt, dass gleichgeschlechtliche Paare, die ihre Partnerschaft eingetragen haben, in den Genuss aller sozialer Vorzüge kommen, die bereits verheirateten Angestellten zustehen.
Beispielsweise wird es möglich sein, bei familiären Hochzeiten oder Beerdigungen in der Familie frei zu nehmen (Asienspiegel berichtete). Ausserdem haben zahlreiche Unternehmen angefangen, die angebotenen Familienrabatte auf gleichgeschlechtliche Paare auszuweiten.
Die neue Offenheit
Die eingetragene Partnerschaft, wenn auch nicht rechtlich bindend, soll im Alltag Diskriminierungen, wie beispielsweise bei der gemeinsamen Wohnungssuche oder bei einem Besuch des Partners im Krankenhaus, beseitigen helfen. Darüberhinaus können in Shibuya die Behörden Leute und Unternehmen bestrafen, denen man ein diskriminierendes Verhalten gegenüber sexuellen Minderheiten nachweisen kann.
Folgen Sie Jan Knüsel und Asienspiegel auf YouTube, Instagram und Facebook:
LIEBE LESERIN, LIEBER LESER
Juli 2020 – Ich schreibe diesen Blog seit 2009. Die über 4000 Artikel, Tipps, Filme und Inspirationen waren stets kostenlos zugänglich. Durch die Coronakrise ist mein Geschäft jedoch zum Erliegen gekommen. Meine Einnahmen aus Vorträgen, Reiseberatungen und Reisebüchern, die diesen Blog vollständig getragen haben, sind weggebrochen. Eine Erholung ist 2020 nicht in Sicht. Kein Erdbeben, Taifun oder Tsunami hat dies bislang geschafft.
Freiwilliges Abo
Aufgeben werde ich nicht. Ich bleibe täglich dran, bis diese Krise überstanden ist und darüber hinaus. Doch hierfür brauche ich Ihre Hilfe. Rund 15 Prozent der Leser unterstützen inzwischen diese Arbeit freiwillig und nachhaltig. Diesen Menschen, die die Zukunft dieses Blogs sichern, bin ich zu grossem Dank verpflichtet. Mit einem freiwilligen Abo tragen auch Sie dazu bei, dass dieses tägliche Stück nach 11 Jahren weiterexistiert – unabhängig, kostenlos und frei von Google-Werbebannern. Herzlichen Dank!
- Zahlungsmittel: Master, Visa, PayPal, Apple Pay, Google Pay
- Für TWINT bitte via Asienspiegel Shop bezahlen
- Banküberweisung / Einzahlungsschein hier klicken