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Das Anlegen von elektrischen Hochfrequenzsignalen (RF) an Nervengewebe mittels eines RF-Läsionsgenerators und in das Gewebe eingeführter RF-Elektroden ist eine etablierte Technik. Die Technik wird zur Behandlung von Schmerzen, Bewegungs- und Stimmungsstörungen eingesetzt.
In der klinischen Praxis werden am häufigsten Läsionen mit Hochfrequenzstrom (RF) zur Behandlung von Schmerzsyndromen eingesetzt. Obwohl angenommen wird, dass die Bildung von Wärme, die eine „Thermokoagulation“ des Nervengewebes verursacht, für das klinische Ergebnis verantwortlich ist, liefert eine neuere Modalität der HF-Anwendung, die als gepulste Hochfrequenz (PRF) bezeichnet wird, den HF-Strom, ohne zerstörerische Wärmemengen zu erzeugen.
Das Verfahren
Es werden zwei grundsätzlich verschiedene Techniken angewandt:
1) gepulste Radiofrequenztherapie (PRF):
Dies ist eine Neuromodulationstherapie. Der Nerv wird bei Körpertemperatur mit hoher elektrischer Energie behandelt, wodurch es zu einer Änderung der Schmerzleitung kommt. Diese Methode, bei welcher der Nerv nicht geschädigt wird, kommt vor allem bei neuropathischen Schmerzen zum Einsatz. Meist wird diese Behandlung mit der medikamentösen Nervenwurzelbehandlung kombiniert.
2) Radiofrequenz-Neurolyse (CRF):
Diese Technik ist neurodestruktiv, d. h. der schmerzleitende Nerv wird durch Hitze gezielt behandelt. Dadurch kann im Ausbreitungsgebiet des Nervs eine langanhaltende Schmerzverminderung erzielt werden.
Diese Behandlung kann nicht an allen Nerven vorgenommen werden. Meistens werden sensorische Nerven behandelt. Anderenfalls könnten Komplikationen wie Muskelschwäche oder gar Lähmungen eintreten.