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Viele unserer Patienten leiden im Laufe Ihres Lebens an Arthrose, einer chronischen , nicht-infektiösen aber schmerzhaften Gelenkserkrankung, welche die Bewegungsfähigkeit des Hundes deutlich einschränken kann.
Die Arthrose ist zuallererst eine Erkrankung des Gelenkknorpels, welcher an Elastizität verliert und dabei dünner, rauer und rissiger wird . Der darunterliegende Knochen versucht dieser Fehlbelastung entgegenzuwirken, indem er eine grössere Auflagefläche bildet und mehr Knochengewebe (Osteophyten) produziert. Diese knöchernen Zubildungen ragen teilweise in den Gelenkspalt hinein und scheuern dort, was zu einer zusätzlich Entzündung führt und das Knorpelgewebe noch mehr belastet. Das Knochengewebe ist im Gegensatz zu Knorpel schmerzempfindlich, weshalb es durch die Mehrbelastung des Knochens und die Entzündung zu Schmerzen kommen kann.
Meist bemerkt der Hundehalter anfangs, dass der Hund morgens oder nach einer längeren Ruhepause Probleme beim Aufstehen hat, sich steif bewegt oder lahmt. Nach einer gewissen Zeit in Bewegung lassen die Symptome nach und der Hund läuft sich ein. Viele Hunde springen nicht mehr ins Auto, vermeiden Treppen, bleiben auf Spaziergängen stehen oder drehen um. Mir dem Fortschreiten der Arthrose nimmt die Gelenkbeweglichkeit weiter ab und die Muskulatur wird weniger. In manchen Fällen, ist eine Verdickung des Gelenkes ertastbar.
Durch die klinischen Symptome, den Bericht des Besitzers und unter Berücksichtigung des Alters hat Ihr Tierarzt häufig schon einen starken Verdacht. Dieser lässt sich durch die Röntgendiagnostik bestätigen und liefert Hinweise auf den Schweregrad der Erkrankung.
Leider ist die Arthrose eine chronische Erkrankung, welche sich permanent weiterentwickelt und nicht heilbar ist. Daher ist das Ziel jeder Therapie eine Schmerzreduktion mit möglichst langer Erhaltung der Bewegungsfähigkeit. Jeder Hund reagiert allerdings unterschiedlich auf die verschiedenen therapeutischen Möglichkeiten, daher gibt es keine „Allheilmethode“. Es hat sich aber gezeigt, dass die verschiedenen Therapien kombiniert und an jeden Hund individuell angepasst werden sollten, um ein optimales Resultat zu erzielen.
Die Vorbeugung beginnt bereits im Welpenalter. Einer der wichtigsten Punkte stellt die Vermeidung von Übergewicht dar. Vermeiden Sie eine übermässige Belastung bei der Bewegung Ihres Welpen.
Die Prognose für jeden Hund ist individuell und von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Welches Gelenk ist betroffen? Oder sind es sogar mehrere? Wie schwer sind die Veränderungen? Spricht der Hund auf Schmerzmittel (NSAIDs) an? Liegen noch andere gesundheitliche Probleme vor? Was ist schon alles versucht worden und gibt es noch Alternativen?
Alle diese Fragen versuchen wir mit Ihnen zusammen, zum Wohl Ihres Hundes zu beantworten.