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MAJIMATITU SPITAL
MAJIMATITU SPITAL
Wasserzufuhr für die Sicherstellung der geburtshilflichen Notfallversorgung im Majimatitu Spital in Dar es Salaam, Tanzania.
Tansania ist immer noch ein Land mit einer hohen Müttersterblichkeitsrate. 500 von 100‘000 Müttern verlieren während der Schwangerschaft oder der Geburt ihr Leben.
Viele dieser Todesfälle könnten verhindert werden, wenn kleinere, lokale Spitäler geburtshilfliche Notfallversorgung anbieten könnten. Majimatitu ist eines dieser lokalen Spitäler. Es verfügt zwar über einen Operationssaal, hat aber im Moment zu wenig Wasser, um diesen Operationssaal bedürfnisgerecht betreiben zu können. Das hat zur Folge, dass immer noch 25% der Mütter, die in diesem Spital gebären, verlegt werden müssen, wenn sie einen Kaiserschnitt benötigen. Sie werden in grössere Distrikt- oder Universitätsspitäler verlegt, die aber schon extrem überlastet sind, so dass diese Frauen oft auch hier nicht die dringend benötigte Hilfe erhalten. Nicht selten bezahlen Mütter und Kinder mit ihrem Leben für diese unhaltbare Situation.
Das Majimatitu Spital ist ein öffentliches Spital, das sich ebenfalls im Temeke-Distrikt in Dar es Salaam befindet. Das Spital existiert seit 2005. 2007 konnte die Abteilung für Geburtshilfe eröffnet werden. Von den jährlich 406'000 Menschen, die im Majimatitu Spital behandelt werden, sind 61% Schwangere. Das sind pro Tag fast 700 Mütter, die während ihrer Schwangerschaft, ihrer Geburt oder ihres Wochenbetts hier ein- und ausgehen.
Um den Bedürfnissen der Schwangeren gerecht zu werden, wurde 2017 ein Operationssaal gebaut. Der Bedarf an sauberem Wasser beträgt 20'000 Liter pro Tag, das Vierfache von dem, was tatsächlich zur Verfügung steht!
Wenn genügend Wasser vorhanden wäre, könnten alle Kaiserschnitte vorgenommen werden, so dass die notfallmässige Verlegung der Mütter in ein anderes Spital und die damit einhergehenden Risiken vermieden werden könnten. Die Stiftung NURU stellt die nötige Wasserzufuhr im Majimatitu-Spital sicher und trägt so dazu bei, dass das Leben vieler Mütter und Kinder nicht unnötig aufs Spiel gesetzt wird. Dieses Projekt hat im Oktober 2019 begonnen und wird Ende Januar 2020 beendet sein.