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Glasproduktion
Die wirtschaftliche Entwicklung des Dorfes Wauwil war jahrelang durch die Glasi geprägt. Zwischen 1877 und 1993 wurde in der "Hütte" mit vor Ort abgebauten Rohmaterialien, wie Sand und Torf, Glas produziert. Mit der Einstellung der Glasproduktion im Jahre 1993 ging eine rund 60-jährige Glasmacher-Ära endgültig zu Ende. In den Fabrikräumen wurden neu PET-Kunststoffbehälter produziert. Für die Vetropack zeichneten sich bald neue Möglichkeiten für die Entwicklung im Kernbereich Glas ab, welche Investitionen in die Werke in Mittel- und Osteuropa notwendig machten. Sie verkauften die Kunststoffaktivitäten an die Altoplast. Ende 1998 wurde ein nächster Abbauschritt angekündigt. Wegen der hohen Transportkosten verlegte die Altoplast den grössten Teil der Produktion ins zürcherische Hochfelden. Schliesslich schloss auf Ende 2002 die Altoplast endgültig die Tore in Wauwil. Das ehemalige Glasi-Areal wurde zur Zentrumszone und soll mittelfristig überbaut werden.
Von den Anfängen der Glasproduktion zeugen die zwei Bronzestatuen "Torfstecher" und "Glasbläser", die auf dem Areal des Zentrums Linde aufgestellt sind.
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Die Wauwiler Glasi-Geschichte 1879-1993
(Wiggertaler Heimatkunde)
Besonders fĂĽr Wauwil - aber ebenso fĂĽr die zahlreiche Arbeitnehmende aus den umliegenden Gemeinden - war die Glasfabrikation am Santenberg ĂĽber viele Jahrzehnte volkswirtschaftlich eminent wichtig.
Wie die Glasfabrikation ab 1879 entwickelt worden ist sowie welche Blütezeiten und Krisen sie erfahren hat, hat Dr. Josef Blum (Sempach) auf historischen Daten basierend, mehrseitig und mit seltenen Dokumenten illustriert in einem sehr lesenswerten Bericht niedergeschrieben. In der „Heimatkunde Wiggertal“, welche jährlich von der Heimatvereinigung Wiggertal HVW herausgegeben wird, sind dazu zwei Teilberichte erschienen. Die Glasfabrikation am ersten Standort ‚Sternmatte’ ist in der Ausgabe 2013 beschrieben. Die wechselvolle Glasi-Geschichte am zweiten Standort im ‚Dorf’ wird in der soeben erschienenen Heimatkunde-Ausgabe 2014 geschildert. Wer sich mit der dörflichen Entwicklung vertrauter machen will, oder selbst noch Erinnerungen an die seinerzeitige Glasi Wauwil hat, kann die „Heimatkunde Wiggertal“ bei der Poststelle Wauwil oder im Buchhandel erwerben (Fr. 35 pro Band, bedeutet gleichzeitig Mitgliedschaft bei der HVW). Die übrigen Texte und Bilder in der rund 230-seitigen Heimatkunde sind weiteren regionalen Themen, Kultur und Geschichtlichem gewidmet, was ebenfalls weit herum wissenswert ist.
Dorf- und Glasmuseum
Das Dorf- und Glasmuseum befindet sich im ehemaligen Wohnhaus "Weiermatt", Unterdorf 2 (unterhalt Gräni Metzg). Leider bestehen (noch) keine fixen Öffnungszeiten. Das Museum kann nur auf Anmeldung hin besichtigt werden. Die Gemeindekanzlei organisiert die Führungen.
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