Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03288.jsonl.gz/1676

Die grosse Mehrheit der Clubs spricht sich für die Erhöhung von zehn auf zwölf Teams in der Super League aus, schreibt die SFL in einer Mitteilung. Die Aufstockung soll auf die Saison 2023/24 hin umgesetzt werden, mit einer Übergangssaison 2022/23, in der es keinen direkten Absteiger in die Challenge League geben soll. Vorgesehen wäre einzig eine Barrage zwischen dem 10. der Super League und dem 3. der Challenge League.
Dreistufiges Modell
Für den zukünftigen Modus der Super League wird das SFL-Komitee an der ausserordentlichen Generalversammlung der Swiss Football League, die am 20. Mai in Bern stattfindt, ein dreistufiges Modell vorschlagen: In der ersten Phase sollen die zwölf Clubs eine Qualifikationsrunde mit Hin- und Rückspiel bestreiten (22 Runden). Anschliessend soll die Tabelle in zwei Hälften geteilt werden. Die jeweils sechs Clubs in den beiden Gruppen würden in einer zweiten Phase erneut ein Hin- und Rückspiel gegeneinander austragen (10 Runden), teilt die SFL mit.
Dritte Saisonphase mit Playoffs
Nach total 32 Runden für alle Clubs steht in einer dritten Phase ein Modell mit Playoffs zur Diskussion: ein Playoff um den Meistertitel zwischen dem 1. und dem 2. Platz, Playoffs für die europäischen Startplätze, an welchen die acht Clubs zwischen Rang 3 der oberen und Rang 4 der unteren Super-League-Gruppe teilnehmen würden, und wie bisher eine Barrage zwischen dem Zweitletzten der Super League und dem Zweiten der Challenge League. Der letztplatzierte Club der Super League würde nach 32 Runden direkt in die Challenge League absteigen. Die detaillierte Ausgestaltung dieser dritten Phase soll in den kommenden Wochen erfolgen.
Vorteil für den FC Aarau?
Der FC Aarau begrüsst indessen die Pläne. «Es ist ein offenes Geheimnis, dass der FC Aarau sich schon seit Jahren für ein Aufstocken der Super League einsetzt», sagt FCA-Präsident Philipp Bonorand gegenüber ArgoviaToday. «Ausserdem haben wir uns damals sehr stark für die Rückkehr der Barrage eingesetzt.» Darüber hinaus würde das für den FC Aarau bedeuten, sollte in der aktuellen Saison der Sprung in die Super League gelingen, dass er in der darauffolgenden Saison nicht direkt wieder absteigen könnte – vorausgesetzt die Aufstockung würde bis dahin umgesetzt. «Das hätte natürlich für uns Vorteile, da es so schwerer wird, am Ende 2022/23 wieder abzusteigen», gibt Bonorand an. «Sicherlich haben wir das im Hinterkopf und die aktuelle Saison ist wohl unsere beste Chance, um aufzusteigen.»
Bei einem Scheitern der Aufstiegspläne in dieser Saison würde die «Zwischensaison» 2022/23 immerhin mehr Aufstiegsplätze – zwei direkte und einer via Barrage – bringen. Die aktuelle Mannschaft mit herausragenden Spielern wie Kevin Spadanuda oder Donat Rrudhani zu halten, würde aus monetärer Sicht allerdings schwierig. «Ob wir finanziell da einfach noch eine Schippe drauflegen könnten, bezweifle ich zum jetzigen Zeitpunkt», sagt Bonorand. Und mit einem Augenzwinkern: «Wir würden uns sehr freuen über einen Lottogewinn aus dem FCA-Umfeld!»
Nicht erster Anlauf für Modus-Änderung
Zuletzt hatten sich die Vertreter der 20 Klubs der obersten zwei Spielklassen im April 2020 gegen eine Erhöhung der Super League von zehn auf zwölf Klubs ausgesprochen. Vor zwei Jahren stimmten je zehn Klubs für und gegen einen Moduswechsel. Für eine Änderung wäre hingegen eine Zweidrittelmehrheit nötig gewesen.
(lba/red.)