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Autismus – oder Autismus-Spektrum-Störung – betrifft etwa 1-2% der Bevölkerung, und ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die durch Problemen beim sozialen Umgang und Austausch, wiederholenden Verhaltensweisen, Einschränkung von Interessen und Aktivitäten gekennzeichnet ist.
Da die Ursachen für diese Krankheit noch nicht bekannt sind, wird diese Erkrankung bisher vor allem durch Ernährungs- und Verhaltenspläne sowie durch den Einsatz von Medikamenten behandelt. Diese Behandlungen konzentrieren sich in erster Linie auf die Verbesserung oder Förderung von Verhaltenseinstellungen.
Einige physiologische Bedingungen scheinen jedoch Autismus mit einer Veränderung des zentralen Nervensystems (ZNS) und einem Defizit des Immunsystems zu korrelieren. Die normale Funktion des ZNS wird durch einen Sauerstoffmangel (Hypoxie) wegen eine fehlerhafte Blutperfusion verändert, während die Dysfunktion des Immunsystems lokalisierte Entzündungen verursacht.
Diese beiden physiologischen Bedingungen sind Gegenstand einer Reihe von wissenschaftlichen Studien, die darauf abzielen, die Zelltherapie zu nutzen, um eine mögliche Behandlung des Autismus zu finden. Insbesondere wird in vielen Studien das Potenzial von Nabelschnurblut und Gewebe Stammzellen bei der Behandlung von Hypoxie und Entzündungen untersucht. Die Verwendung von Stammzellen in der Therapie des Autismus zielt darauf ab, die physiologischen Prozesse, die diese Krankheit verursachen, “umzuschreiben“, insbesondere dank ihrer Eigenschaften zur Reparatur und Regeneration von fehlerhaften Mechanismen.
Mehrere Studien belegen, dass Nabelschnurstammzellen dank ihrer regenerativen Fähigkeit in der Lage sind, Wachstumsfaktoren freizusetzen, die die Bildung neuer Blutgefäße induzieren und zur Neuro-Regeneration beitragen, sodass der Mangel an Blutperfusion und Sauerstoff beseitigt wird.
Was die Fehlfunktion des Immunsystems und die daraus resultierende Entzündung betrifft, vermindern die Nabelschnurstammzellen die Entzündungsproteine, dank ihrer Fähigkeit, in die defekten Bereiche des Systems zu wandern, und ihrer immunsuppressiven Aktivität. Auf diese Weise reduzieren sie den Entzündungsgrad und verbessern so die neurologischen Bedingungen der Patienten.
Die wissenschaftliche Gemeinschaft ist für dieses Thema zunehmend sensibilisiert, und es gibt viele abgeschlossene oder laufende klinische Studien, die darauf abzielen, die Sicherheit und Wirksamkeit der Zelltherapie mit Nabelschnurstammzellen zu validieren. Zu diesen gehört die klinische Studie von Dr. Joanne Kurtzberg vom Duke University Medical Center, die darauf abzielt, die Fähigkeit von autologen (selbst-abgeleiteten) und allogenen (Spender-abgeleiteten) Stammzellen zu bewerten, um die Symptome im Zusammenhang mit Autismus-Spektrum-Störungen zu verbessern. Das Team der Duke University schließt nun die Phase II der klinischen Studie ab – die nach den positiven Ergebnissen der ersten Phase begann – und Dr. Kurtzberg ist überzeugt, dass «die Zelltherapie, zumindest in der Vorphase, für diese Krankheit wirklich einen Unterschied zu machen scheint».