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Heidelberg
(Kt. Thurgau, Bez. Bischofszell, Gem. Hohentannen).
510 m. Herrschaftliches Schloss, über dem rechten Ufer der Thur, 1 km s. Hohentannen und 800 m w. der Station Sitterthal der Linie Gossau-Sulgen. 5 Gebäude, 12 Ew. Wiesenbau, früher bedeutender Weinberg.
Die Wiege der
Herren von
Heidelberg stand zwischen dem heutigen
Schloss und dem Dorf
Hohentannen in einer heute noch
zum Teil als Ruine sichtbaren Burg.
Diese Edeln von
Heidelberg nannten sich zuerst (um 1200) nach dem Orte Heidoltswil (heute
Heldswil);
sie waren Dienstleute des Bischofes von Konstanz und verwalteten als Lehen des Bistums die Gerichtshoheiten Heldswil und Hohentannen.
Wetzel von Heidoltswilare begleitete 1215 den Bischof Konrad von Konstanz auf einer Romreise.
Seine Nachfolger gaben dann die Stammburg auf und erbauten sich ein neues Schloss, dessen seither in den Urkunden häufig Erwähnung getan wird.
Die Edeln von
Heidelberg erloschen im 15. Jahrhundert.
Das Schloss 1403 während der Appenzellerkriege zerstört, nachher aber wieder hergestellt.
Später kam dieser Herrschaftssitz durch Kauf an die Edeln von Beroldingen und endlich an das Zürcher Patriziergeschlecht von Muralt, in dessen Besitz er heute noch ist.
Geburtsort des Pädagogen Johann v. Muralt, der als Lehrer in der von Pestalozzi begründeten und geleiteten Erziehungsanstalt zu Yverdon wirkte.