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Heute gelesen im Tagi:
Ein Studie von INFRAS in den Kantonen Basel und Zürich hat aufgezeigt, dass es sich für Haushalte mit Kindern nur bis zu einem gewissen Grad lohnt, dass beide Ehepartner in der Arbeitswelt aktiv sind.
Die Studie hat aufgezeigt, dass bei einem 100%-Einkommen (4'000/8'000), es sich für die Frau nur lohnt, wenn sie maximal zu einem Pensum von 60% arbeitet. Bei einem 100%-Einkommen von 6'000/12'000 lohnt es sich für die Frau gar nur bis Pensum 40%. (Zürich). In Basel sieht es etwas anders aus.
D.h. Will die Frau mehr als 40 oder 60% arbeiten, bleibt unter dem Strich weniger Geld auf dem Konto.
Dies resultiert einerseits aus der Steuerprogression und andererseits aus den möglichen Steuerabzügen für Betreuungskosten. Je höher das Pensum der Frau in der Arbeitswelt beträgt, desto höher werden die Betreuungskosten für die Kinder und diese überschreiten bald die steuerlichen Abzüge (ZH: 6'000, BS: 10'000)
Es zeigt sich also, dass die Erwerbsanreize generell nur bei geringen Einkommen zum Zuge kommen - aber auch da nur bis zu einem gewissen Grade.
Wir haben ein sehr grosses Potenzial an sehr gut ausgebildeten Frauen die jedoch nur sehr schwer wieder in die Arbeitswelt zurückfinden, wenn sie während 10 Jahren zuhause blieben um die Kinderbetreuung zu gewährleisten. Natürlich steht es jeder Frau zu, selber zu entscheiden, ob sie zuhause bleiben will oder ob sie Teilzeit / Vollzeit arbeiten möchte. Auch der Mann muss sich hier in die Familie miteinbringen und die Wünsche der Frau unterstützen.
Die Studie schlägt ein paar Ansätze vor, wie diesem Missstand entgegengewirkt werden kann:
- Anhebung der Höchstgrenze für den steuerlichen Betreuungskosten-Abzug
- genügend hohe Mitfinanzierung der Betreuungskosten durch die öffentliche Hand
- Anpassung der Steuertarife
Wollen wir das Potenzial unserer gut ausgebildeten Frauen nutzen? Ich denke dies könnte auch einige andere Probleme lösen, wie z.B. die Einwanderung von gut ausgebildeten Arbeitskrüäften aus dem Ausland.