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Umbau Altstadthäuser Untere Halde, Baden
Die Altstadthäuser Untere Halde 5 und 7 in Baden entsprachen nicht mehr dem heutigen Wohnstandard. Haus 5 stand unter Deckmalschutz, Haus 7 nur unter Ensembleschutz, was bedeutet, dass die Fassaden und das Dach erhalten bleiben mussten, das Gebäude innen aber komplett ausgekernt wurde.
Eine Altersbestimmung der vorhandenen Holzbalken durch die Kantonsarchäologie ergab, dass das Haus 7 um 1340 erbaut und 1356 erweitert wurde. Einige der historischen Balken, vor allem im Untergeschoss, wurden im Bau belassen oder wieder eingebaut.
Um das Aussteifungs- und Tragkonzept zu entwerfen mussten zuerst umfangreiche Sondagen durchgeführt werden. Damit konnte das bestehende Tragwerk skizziert, und die daraus notwendigen Schlussfolgerungen gezogen werden.
Vor dem Auskernen wurden die beiden Längsfassaden durch eine innenliegende Stahlkonstruktion gehalten. Diese sah eine Fachwerkkonstruktion vor, deren Träger durch Aussparungen in den bestehenden Decken eingezogen und vor Ort verschweisst wurden.
Die bestehende Dachkonstruktion wurde mit Stahlträgern, die zwischen den Querfassaden gespannt waren, provisorisch abgefangen.
Die neuen Decken bestehen aus Holzträgern in Verbund mit einer 10 cm starken Betondecke. Der Brandschutz wurde durch den gerechneten Trägerabbrand erfüllt. Die gewählte Konstruktion erwies sich als beste Lösung für die Deckensteifigkeit, den Schallschutz und den Brandschutz.
Stadt Baden, Planung und Bau