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Ansteckung
- Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit beträgt Monate bis Jahrzehnte.
- Bei der Mehrzahl der Angesteckten kommt es nie zum Ausbruch der Krankheit, der Organismus beseitigt die Erreger ohne spürbare Folgen.
- Der Bazillus vermehrt sich langsam: Die Beschwerden beginnen schleichend und werden darum anfänglich oft nicht beachtet.
- Armut (enge Wohnverhältnisse, mangelnde Hygiene, schlechte Ernährung und mangelnde Bildung) begünstigt die Verbreitung von Lepra.
- Männer werden häufiger befallen als Frauen.
- Erwachsene werden häufiger befallen als Kinder, und doch ist jeder siebte Leprapatient jünger als 14-jährig.
Verstümmelungen und Behinderungen
- Lepra tötet nicht, aber sie verstümmelt.
- Millionen Menschen leiden auch heute noch an den Folgen der Erkrankung (körperliche Behinderung und soziale Ausgrenzung).
- Wenn die Krankheit zu spät erkannt wird, drohen bleibende Behinderungen.
- Weltweit leiden etwa 4% der Erkrankten an schweren, sichtbaren Behinderungen.
- Etwa 8% der Neuerkrankten erleiden einen bleibenden Verlust des Schmerzempfindens. Weil die Nerven geschädigt werden und das Gefühl in Händen, Füssen sowie im Bereich der Augen-Bindehaut verloren geht, drohen langfristig Verstümmelungen und Erblindung.
- Ohne entsprechende Behandlung führt Lepra im Laufe von Jahren zu Blindheit und schwerster körperlicher Behinderung.
Lepra ist heilbar
- Heutzutage kann die grosse Mehrheit der Erkrankten durch eine medikamentöse Behandlung vollständig geheilt werden.
- Je nach Grad der Erkrankung dauert die Therapie sechs bis zwölf Monate.
Auftreten
- 2011 wurden weltweit 219 075 neue Leprakranke registriert und behandelt.
- Im Jahr 2011 wurden in Indien 127 295 neue Fälle entdeckt. Das sind etwa 58% aller neu von Lepra betroffenen Menschen der Welt.
- Nach Indien ist Brasilien das Land mit der grössten Lepra-Häufigkeit. Im Jahr 2011 wurden in Brasilien 33 955 neue Fälle entdeckt.