Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03112.jsonl.gz/2989

|U23-WM Roudnice: Doppelvierer und Wyss/Birrer direkt im Halbfinale|
Mit einem zweiten Rang im Vorlauf sicherte sich der U23-Doppelvierer mit Schlagmann David Aregger (RC Schaffhausen), Emanuel Hoppenstedt (RC Kreuzlingen), Samuel Annen (SC Zug) und Jérémy Maillefer (Lausanne Sports Aviron) den direkten Einzug ins Halbfinale. Ebenfalls direkt weiter sind Olivia Wyss (SC Sursee) und Deborah Birrer (SC Zug) nach einem dritten Rang hinter Griechenland und Deutschland. Die anderen vier Schweizer Boote bestreiten morgen Freitag die Hoffnungsläufe, in welchen die restlichen Halbfinalplätze ausgefahren werden. Kurzberichte zu den einzelnen Schweizer Booten: Doppelvierer Männer (David Aregger, Emanuel Hoppenstedt, Samuel Annen, Jérémy Maillefer) Im 19 Boote umfassenden Rennen der Männer-Doppelvierer sicherte sich der Schweizer Vierer nach einer kämpferischen und teilweise etwas gar wilden Leistung mit dem zweiten Rang den direkten Einzug ins Halbfinale und hat damit das Ziel der direkten Halbfinalqualifikation erreicht. Bei Streckenhälfte führten die Schweizer knapp vor den Franzosen, mussten dann aber auf der zweiten Streckenhälfte das französische Boot ziehen lassen. Die Verfolgerboote aus den USA sowie Slowenien hielten die vier Schweizer jederzeit sicher unter Kontrolle. Die schnellste Vorlaufzeit erreichte Kroatien im ersten Vorlauf, notabene die Weltcup-Sieger der zweiten diesjährigen Weltcup-Regatta in München. Der Schweizer Vierer braucht für das Halbfinale eine weitere Leistungssteigerung, will er um den Einzug ins A-Finale kämpfen. Mit der heute gezeigten Einstellung und dem unbändigen Willen, ein sehr gutes Rennen zu rudern sowie der Nutzung des morgigen rennfreien Tages, sollte der Schweizer Doppelvierer am Samstag homogener und auf der zweiten Streckenhälfte schneller daherkommen. Doppelzweier Frauen Leichtgewichte (Olivia Wyss / Deborah Birrer ) Je drei Boote qualifizierten sich in den drei Vorläufen direkt für die Halbfinals. Die Auslosung präsentierte den beiden Schweizerinnen gleich zu Beginn eine happige Aufgabe. Mit Deutschland, Griechenland und der Schweiz waren gleich die drei Medaillengewinner des letzten Jahres im gleichen Vorlauf. Griechenland und Deutschland schlugen von Beginn weg ein sehr hohes Tempo an. Olivia Wyss und Deborah Birrer erwischten ihren Rhythmus gut und ruderten lange Zeit zirka eine Bootslänge hinter den führenden Booten, aber ungefährdet vor Schweden und Kanada. Bis ins Ziel wuchs der Rückstand auf die Griechinnen auf 9 Sekunden an, reichte aber für den für das Halbfinale berechtigten dritten Platz. Olivia Wyss und Deborah Birrer rudern am Samstag im Halbfinale. Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte (Nicola Edelmann, Pascal Flory, Raoul Maag, Matthias Wyss) Via Hoffnungslauf das Halbfinale zu erreichen versuchen, muss die junge Zürcher-Kombination mit Nicola Edelmann (SC Zürich), Pascal Flory (SC Zürich), Raoul Maag (GC Zürich) und Matthias Wyss (GC Zürich). Nach einem etwas brav geratenen Start fand die Mannschaft immer besser ins Rennen und vermochte zeitweise dem dänischen Boot näher zu kommen. Doch die Dänen konterten die Attacken der Schweizer immer souverän und hielten die vier jungen Eidgenossen auf Distanz. Vorneweg ruderte das amerikanische Boot, während sich Dänemark mit der Verteidigung des zweiten Platzes, welcher ebenfalls für das Halbfinale berechtigte, zufrieden gab. Die Schweizer platzierten sich deutlich vor den Booten aus Brasilien und der Türkei auf dem dritten Platz und müssen am Freitag den Hoffnungslauf bestreiten. In diesem Rennen treffen sie auf harte Konkurrenz aus Argentinien, Ungarn, Kanada, Tschechien und der Türkei, wobei sich nur die beiden ersten Boote für das Halbfinale qualifizieren werden. Doppelzweier Männer Leichtgewichte (Simon Schürch / Michael Albisser) Das Surseer Duo Michael Albisser/Simon Schürch ruderte im 20 Boote umfassenden Teilnehmerfeld der leichten Männer-Doppelzweier im vierten Vorlauf. Nach sehr gutem Start mussten die beiden jungen Schenkoner die Boote aus Deutschland und Grossbritannien ziehen lassen. Früh zeichnete sich ab, dass der Weg für Albisser/Schürch über den Hoffnungslauf führen wird. Kurz vor Schluss musste auch noch das norwegische Boot vorbeigelassen werden, wonach nur der vierte Vorlaufrang resultierte. Auch Albisser/Schürch rudern am Freitag im Hoffnungslauf um die verbleibenden Halbfinalplätze. Die Konkurrenz kommt dabei aus Tschechien, Australien, Polen, Dänemark und Irak. Skiff Frauen (Katja Hauser) Ebenfalls gut ins Rennen gestartet war Katja Hauser, die zu Beginn das Feld anführte und einen guten Rhythmus erwischt hatte. Mit zunehmender Renndauer war es dann die klein Litauerin Vistartaite, welche die Führung übernahm und unwiderstehlich davonzog. Ebenfalls nicht zu halten wusste Katja Hauser die Serbin Filipovic, welche sich komfortabel auf die Verteidigung des zweiten Ranges konzentrierte, welcher für den Halbfinaleinzug berechtigte. Katja Hauser wurde Dritte vor Griechenland und Iran. Hauser muss somit in den Hoffnungslauf von morgen Freitag, in welchem sie auf die Boote aus den USA, Kroatien, Polen, Schweden und Iran trifft. Skiff Frauen Leichtgewichte (Angelina Casanova) Gleich zu Beginn des Rennens erlebte Angelina Casanova eine Schrecksekunde. Auf der Aussenbahn rudernd, funktionierte die Startampel nicht korrekt, wonach ihr der Start nicht angezeigt wurde. Während die Gegnerinnen einen guten Start erwischten, verharrte Casanova auf der Aussenbahn und startete mit Verspätung. Mit Wut im Bauch startete sie ihre Aufholjagd und war binnen wenigen hundert Metern mit den führenden Booten wieder gleichauf. Durch diese Parforce-Leistung war das gewählte Tempo wohl etwas zu hoch, was sich auf den zweiten tausend Metern negativ auswirkte. Grossbritannien und Norwegen sicherten sich die Halbfinalplätze, während Angelina Casanova am Freitag den Hoffnungslauf bestreiten muss und auf die Boote aus Venezuela, Italien, Paraguay, Iran und USA trifft. Der Start in die U23-WM im tschechischen Roudnice verlief aus Schweizer Sicht durchschnittlich. Im Schnitt ein dritter Vorlaufrang bedeutet in den meisten Fällen den Umweg über den Hoffnungslauf, was aber angesichts der grossen Meldefelder erwartet werden musste. Insgesamt ist es eine WM der Rekorde. 56 teilnehmende Nationen und 834 Athletinnen und Athleten machen die U23-WM 2009 zur bislang grössten WM der Altersklasse der unter 23jährigen. Die Vorläufe konnten bei guten, jedoch heissen Verhältnissen und wechselnden Winden programmgemäss durchgeführt werden. Der angekündigte Sturmwind blieb glücklicherweise aus. Die Rennen werden am Freitag, 24. Juli 2009 mit den Hoffnungsläufen fortgesetzt. Rudern: U23-Weltmeisterschaften 2009 – Resultate Vorläufe Roudnice (Tschechien). Donnerstag, 23. Juli 2009 Männer. Doppelvierer (4. Vorlauf): 1.Frankreich (Chabanet, Lequy, Verstraete, Androdias) 6:04,99. 2. Schweiz (David Aregger, Emanuel Hoppenstedt, Samuel Annen, Jérémy Maillefer) 6:13,70. 3. USA 6:18,84. 4. Slowenien 6:24,49. Frankreich und Schweiz somit direkt im Halbfinale vom Samstag. Männer Leichtgewichte. Doppelzweier (4. Vorlauf): 1. Deutschland (Hochbruck/Hartig) 6:34,95. 2 Grossbritannien (Preston/Rowe) 6:41,38. 3. Norwegen (Brun/Strandli) 6:47,46. 4. Schweiz (Michael Albisser, Simon Schürch) 6:50,02. 5. USA (Buckenheimer/Campbell) 7:09,53. Schweiz somit im Hoffnungslauf vom Freitag. Vierer ohne Steuermann (2. Vorlauf): 1. USA 6:14,27. 2. Dänemark 6:16,74. 3. Schweiz (Nicola Edelmann, Pascal Flory, Raoul Maag, Matthias Wyss) 6:21,52. 4. Brasilien 6:32,49. 5. Türkei 6:36,72. Schweiz somit im Hoffnungslauf vom Freitag. Frauen. Skiff (3. Vorlauf): 1. Donata Vistartaite (Litauen) 8:01,72. 2. Ivana Filipovic (Serbien) 8:13,75. 3. Katja Hauser (Sz) 8:21,90. 4. Kourkoumpa (Griechenland) 8:24,79. 5. Hosseini (Iran) 8:45,73.Schweiz somit im Hoffnungslauf vom Freitag. Frauen Leichtgewichte. Skiff (2. Vorlauf): 1. Copeland (Gb) 8:11,29. 2. Ellingsen (No) 8:18, 70. 3. Angelina Casanova (Sz) 8:30,06. 4. Sagova (Slk) 8:31,42. 5. Khalaj (Iran) 8:33,89. 6. Pereira (Por) 9:01,20. Schweiz somit im Hoffnungslauf vom Freitag. Doppelzweier (2. Vorlauf): 1. Griechenland (Kalampoka/Giazitzidou) 7:16,65. 2. Deutschland (Müller/Kröger) 7:19,34. 3. Schweiz (Olivia Wyss, Deborah Birrer) 7:25,87. 4. Schweden 7:33,06. 5. Kanada 7:50,47. Schweiz somit im Halbfinale vom Samstag. Detaillierte Resultate sowie alle Resultate des Tages können unter www.worldrowing.com abgerufen werden. Ebenso ist der Live Race Tracker unter www.worldrowing.com erreichbar. Roudnice, 23. Juli 2009/cs.