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Eine kurze Zusammenfassung zum Thema Fishfinder (Echolot).
Die wichtigsten Fragen sind zu Anfang: „ Für welches Gerät soll ich mich entscheiden und was zeigt der Fishfinder auf dem Bildschirm überhaupt an? “Vom Prinzip her arbeiten alle Fishfinder gleich, sie zeigen uns an, was zwischen der Wasseroberfläche und dem Gewässergrund passiert. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen liegen in der Sendeleistung, dem Geberbereich (Sendewinkel, Kegel), den einzelnen Funktionen und dem Bildschirm (Display).Dies sind die ausschlaggebenden Punkte, die für die Anzeige von Boden, Fischen, Pflanzen, Sprungschichten und Treibgut verantwortlich sind.
Das englische Wort "Sonar" ist eine Abkürzung für "SOund, NAvigation and Ranging" (Schall, Navigation und Reichweite). Ein Sonar/Fishfinder besteht im Prinzip aus dem Geber im Wasser und dem Bildschirm mit eingebautem Sender/Empfänger.
Einfach ausgedrückt wird ein elektrischer Sendeimpuls durch den Geber in eine Schallwelle umgewandelt, die ins Wasser geleitet wird. Trifft sie dort ein Objekt, wird sie daran reflektiert. Dieses Echo gelangt zum Schwinger, wird dort in einen elektrischen Impuls zurück verwandelt und vom Empfänger an den Bildschirm weitergeleitet. Da die Schallgeschwindigkeit im Wasser nahezu konstant ist (etwa 1440 m pro Sekunde), kann die Zeitspanne zwischen gesendetem Signal und empfangenem Echo gemessen und zur Entfernungsmessung genutzt werden. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrmals pro Sekunde. Wie erwähnt, sendet der Fishfinder Signale und schreibt die empfangenen Echos auf den Bildschirm. Während das Boot über das Wasser gleitet, geschieht dies mehrere Male pro Sekunde, ähnlich einem Blitzlichtgewitter.
Die Darstellung beginnt immer am rechten Bildrand. Jedes Mal, wenn ein neues Signal aufgezeichnet wird, müssen logischerweise alle bereits bestehenden Daten nach links weiterrücken. Daher läuft das Bild ständig von rechts nach links. So entsteht eine durchgezogene waagerechte Linie unten auf dem Bildschirm, die das Bodenecho darstellt. Auch wenn das Boot steht, läuft das Bild vorwärts, denn der Fishfinder arbeitet weiter. Nun zeichnet er immer wieder, die gleiche Situation mit neusten Informationen auf. Dazu werden Signale angezeigt, die durch Objekte zwischen Wasseroberfläche und dem Gewässergrund entstehen. Weil Schallgeschwindigkeit und Zeitspanne zwischen Senden und Empfangen der Echos bekannt sind, kann das Echolot die Tiefe des Wassers und der einzelnen Fische errechnen und auf dem Bildschirm anzeigen. Die aktuellsten Informationen sind auf dem Bildschirm immer ganz rechts zu sehen.
Mehr Sendeleistung, heisst mehr Leistung. Mehr Leistung bedeutet, dass auf dem Bildschirm mehr Details angezeigt werden. Es bedeutet aber auch, dass ein Gerät mit mehr Sendeleistung eine grössere Wassertiefe erreicht. Einmal abgesehen davon, bringt mir ein Modell mit höherer Sendeleistung auch im flacheren Wasser den Vorteil, der genaueren Anzeige von einzelnen Details, z.B. Fische auf dem Gewässergrund. Mehr Sendeleistung hat auch den Vorteil, dass Schwebeteilchen, Sprungschichten und Wassertemperatur unterschiede weniger störend auf die Signale einwirken. Während ein harter Felsboden das Ultraschallsignal optimal reflektiert, schluckt ein weicher Boden Leistung. Erfahrungswerte zeigen, dass 3000-Watt Modelle ab ca. 25 m Tiefe anfangen ein "fülligeres" Bild zu liefern, als 1500-Watt Modelle. Gegenüber den weit verbreiteten 600 Watt Modellen liegt diese Grenze bei ca. 10 m.
Es ist jetzt nicht so, dass diese kleineren Modelle "nichts" anzeigen würden und somit rausgeschmissenes Geld wären. Aber im direkten Vergleich und ganz wichtig, mit entsprechender Erfahrung fangen bereits bei kleinen Tiefen minimale Unterschiede an. Je grösser die Tiefe, desto grösser der Unterschied. Auf dem Neuenburgersee verloren 600 Watt Geräte schon bei 40 Metern Tiefe den Bodenkontakt, wenn durch vorangegangenen Sturm sehr viel Sand im Wasser war, obwohl sie laut Herstellerangabe bis über 100m Tiefe erreichen können. Schon ab 10 m Tiefe waren die Fische auf dem Gewässergrund kaum noch zu erkennen. Alles in allem bringt also mehr Leistung nicht nur mehr Tiefe, sondern auch mehr Genauigkeit. Wie oben erwähnt, gibt es jede Menge Faktoren, die Leistung und damit Tiefe und Genauigkeit kosten. Deshalb sollte man sich bei der Fishfinder Wahl fragen:
„Reicht es mir wenn ich die Gewässertiefe ablesen kann, oder möchte ich genauere Details erkennen?“.