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Das Projekt will in einer historisch-anthropologischen Perspektivierung Phänomenen der Wahrnehmung und Beschreibung von Alterungsprozessen des Körpers wie des Geistes, zu denen u.a. Krankheitserfahrungen, Trauer, Konflikte mit der Familie, Witwenschaft etc., aber auch Erinnerung und Selbstreflexion gehören, untersuchen und diese in einen breiteren Kontext stellen. Die Analyse der Tagebücher soll erweitert und kontextualisiert werden durch den Vergleich mit weiteren (v.a. Schweizer) Selbstzeugnissen derselben Zeit aus weiblicher Feder, aber auch mit Rückgriff auf bereits publizierte Forschungsergebnisse im Hinblick auf Alter und Altern in der Gesellschaft der Vormoderne geschehen.
Das Projekt dient dabei einem doppelten Zweck und ist daher auch in zwei Teilprojekte untergliedert: Es soll einerseits (TP 1) die Anfertigung einer Dissertation zum genannten Themengebiet ermöglichen, andererseits sollen (TP 2) die hochinteressanten, aber bislang nur handschriftlich vorliegenden und nicht allgemein zugänglichen Tagebücher der Anna Maria Preiswerk-Iselin, mit ausführlichen Kommentaren versehen, zum Druck gebracht werden. Dies in enger Zusammenarbeit mit der Leiterin des Staatsarchivs Basel-Stadt, lic.phil. Esther Baur, die als ausgezeichnete Kennerin der Quellenlage allgemein, wie des Tagebuchs der Preiswerk-Iselin insbesondere gelten kann.