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Der Irrtum Powerpoint.
Es gibt einen Leitsatz, den kann man in fast jedem Rhetorikbuch
nachlesen: "Sprechen Sie während ihrer Präsentation
einen zusätzlichen Sinneskanal an. Dadurch erhöht sich die
Behaltensquote und die Wirkung der Worte steigert sich." Also,
wenn Sie zur gesprochenen Sprache (Sinneskanal Ohr) noch einen Text
oder Grafik sehen (Sinneskanal Auge) dann wird's automatisch besser.
Egal in welchem Umfeld, praktisch überall wird mit dem Flagschiff von Microsoft präsentiert. Mit einem Beamer erscheint dann die Grafik der letzten Umsatzzahlen. Die neue Strategie der Marketingabteilung. Die Umsetzung der neuesten Restruktrierungsmassnahme. Die schematische Darstellung eines technischen Vorgangs....
Am 28 Juli 1963 stieg ein Mann vor dem Kapitol in Washington auf eine
Rednertribüne vor über 250'000 versammelten Menschen und
erhob seine Stimme. Es wurde eine der grössten Reden des
Jahrhunderts. Der Name des Mannes war Martin Luther King, der
charismatische Schwarzenführer, der durch seinen gewaltlosen
Kampf die Rassentrennung in Amerika zum Verschwinden brachte. Im
nachhinein gab man seiner berühmtesten Rede einen Namen: "I
have a dream" Mit flammender Stimme beschrieb Martin Luther
King, eingeleitet durch den immer selben Satzanfang "I have a
dream", sein Amerika der Zukunft. Nur wer diese Rede einmal im
Fernsehen gesehen hat, kann die Ehrfurcht gebietende Wirkung seiner
Worte von damals nachempfinden.
Natürlich wären die Texte, unter Ausnutzung aller spielerischen Möglichkeiten dieses Programms in Farbe von links nach rechts wie von Geisterhand auf dem Bildschirm eingeschwebt. 250'000 Menschen hätten bereits vorher gelesen, was Herr Luther danach noch einmal fast wörtlich wiederholt hätte... seine sonst bildhafte Sprache hätte sich notgedrungen an den Akademikertext auf der Folie angepasst. Sie können sicher sein, dass sich die Wirkung einer der grössten Reden der Menschheit um den Faktor Zehn verschlechtert hätte! Ich vermute, nach so einer mit Powerpoint unterstützen Rede hätten wir wahrscheinlich noch heute die Rassentrennung in den USA.
An Hand dieser Jahrhundertrede wird ein Wirksamkeitsprinzip von Reden deutlich: Es geht gar nicht um den INHALT ihrer Rede. Das ist nur ein Wunschdenken der meisten Redner. Man hat getestet, was den Menschen vom Inhalt einer Präsentation bleibt. Es sind magere 7 Prozent! Rückgerechnet auf die Rede von damals würde es so aussehen: Von den 250'000 versammelten Menschen hätte, wohlwollend gerechnet, weniger als 1% der Anwesenden danach noch alle seiner insgesamt sieben Traumvisionen zusammenfassen können. Es gibt einen Irrtum, der sich hartnäckig in den Köpfen der meisten Rhetoriktrainer hält. Es ist nicht der transportierte Inhalt, der für die Wirkung entscheidend ist. Entscheidend ist, das Gefühl, dass dieser Inhalt bei den Menschen auslöst. Nur darum geht es. Martin Luther King hat Gefühle ausgelöst, es ist völlig unwichtig, wie viel Details der Rede die Zuschauer behalten.
Durch Powerpoint erkaufen Sie sich eine minimale Zunahme der Behaltensquote durch einen dramatischen Abfall der ausgelösten Gefühle.
Tatsache ist: Sie ENTWERTEN eine Aussage, wenn Sie noch einmal als Text zu
sehen ist. Text auf Folie verhindert Gefühle. Text auf Folie
tötet Spannung, Text auf Folie verhindert Wirkung, das ist die
Realität und alles andere ist gut klingende Theorie. Und
Powerpoint ist der dominierendste Protagonist dieser
Wirkungs-Verhinderung-Schlachten.
Die glühendsten Verfechter von Powerpoint sind meistens nur die
Referenten, nicht aber die Zuhörer. Wann immer mir einer meiner
Teilnehmer von einem Redner erzählt, der ihn begeistert habe,
frage ich nach, ob er mit Powerpoint gearbeitet hat. Das Ergebnis:
In 95 von 100 Fällen hatte er frei geredet -- ohne Powerpoint.
Natürlich gibt es Ausnahmen. Redner, die trotz Powerpoint eine gute Rede halten. Aber das ist so ähnlich wie das Anlegen des Sicherheitsgurtes beim Auto. Nur weil in 5 von 1000 Fällen das Nicht Anlegen eines Sicherheitsgurtes dem Fahrer das Leben gerettet hat, rechtfertigt es noch lange nicht, dass man auf Sicherheitsgurte prinzipiell verzichten sollte. Nur weil einer mal mit Powerpoint eine gute Rede gehalten hat, rechtfertigt es noch lange nicht, dass man prinzipiell mit Powerpoint arbeiten sollte.
Wenn Sie Powerpoint benutzen sind die Augen des Publikums starr auf die Leinwand gerichtet, der Mensch unterliegt einem Lesezwang - Sie können den Redner eigentlich wegräumen.
Das Problem ist, dass die Rede in eine Struktur gezwängt wird, die dem natürlichen Redefluss entgegen wirkt. Die Rede wird in einzelne kleine Häppchen geteilt
Powerpoint verleitet zur Substantivierung und zum Formulieren von Wortmonstern, die nur noch vom Verstand verarbeitet werden, aber das Gefühl nicht mehr ansprechen. Das, was Sie normalerweise mit einem Verb ausdrücken, wird in Powerpoint zu einem Substantiv. Die zwei in der Umgangssprache frei gesprochenen Sätze: "Der Regensensor erkennt ob's regnet und macht den Scheibenwischer an. Der Regensensor erkennt wie viel es regnet und macht den Scheibenwischer schneller" werden unter Powerpoint zu Substantiv-Schlagwort-Sätzen zerstückelt.
Jetzt passiert beim Vortrag leider folgendes. Der Redner, der die Charts als sein Stichwortzettel benutzt, liest, bevor er spricht, mit einem Blick diesen Satz. Die Formulierung auf der Folie wandert in sein Kurzzeitgedächtnis und es ist ihm fast unmöglich, das noch in anschauliche Alltagssprache zu übersetzen. Also liest er mehr oder weniger brav diesen Katastrophensatz ab. Spätestens nach fünf solcher Folien hört Niemand mehr im Raum zu. Teilnehmer aus meinen Seminaren haben mir Powerpoint-Folien mitgebracht, wo 126 (!) solcher Horrorfolien hintereinander gezeigt wurden.
Wenn man sich klar macht, dass Microsofts PowerPoint in mehreren hundert Millionen mal weltweit verkauft wurde, können Sie davon ausgehen, dass die Menschheit monatlich mit mehreren Milliarden solcher Folien zum Einschlafen gebracht wird.
Ich habe mal ein hypothetisches Szenario aufgestellt. Ein Manager hat bei so einer Präsentation 50 Führungsleute während zwei Stunden im Saal sitzen. Die Information rauscht auf nimmerwiedersehen durch das Kurzzeitgedächtnis durch – Die Gedanken schweifen nach 10 Minuten zum Feierabend - Motivation wird nicht aufgebaut, sondern vernichtet. 50 Führungsleute während zwei Stunden kostet einer Firma runde 7'000.- Euro. Nicht gezählt, die Arbeit, die in dieser nutzlosen Zeit liegen geblieben ist. Wenn man einmal annimmt, dass pro 100 Mitarbeiter wöchentlich fünf solcher Vorträge gehalten werden, und das multipliziert mit den rund 38 Millionen Beschäftigten in Deutschland, dann wird dort Deutschlandweit ein Betrag von 1,6 Milliarden Euro verpufft. . Jede WOCHE! Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr.
Es wäre volkswirtschaftlich sinnvoll, Powerpoint und Fertigfolien zu verbieten. Es würde den einzelnen Firmen Millionen sparen und der Volkswirtschaft Milliarden Zugewinne bringen. Man könnte statt einen Feiertag zu kürzen, sofort einen neuen zusätzlichen Feiertag einführen. Ich schlage einen "Powerpoint –Gedenk-Tag" vor.
In meinem Buch "Pr�sentieren Sie noch oder faszinieren Sie schon � Der Irrtum Powerpoint" erfahren Sie, warum Sie auf Ewig auf PowerPoint verzichten k�nnen und vor allem, mit welcher Alternative Sie eine f�nf mal h�here Wirkung erzielen. Der Irrtum Powerpoint - Hier bestellen.
(Copyright Matthias Pöhm. Dieser Artikel darf nur mit Genehmigung des Autors weiter verwendet werden)

Haben Sie schon mal ein Rhetorik-Seminar bei irgend einem beliebigen Seminarveranstalter besucht? Falls Nein, würde ich Ihnen empfehlen dies zu tun, bevor oder nachdem Sie ein Rhetorikseminar bei Matthias Pöhm besuchen. Nur dann können Sie den Unterschied ermessen, zwischen dem, was da draussen so üblich ist, und dem was Sie bei Pöhm mitbekommen. Da gibt es Rhetorik-Seminare, da verplempern Sie einen ganzen Vormittag um ihren Sitznachbarn kennen zu lernen. Da gibt es Rhetorikseminare, da lernen Sie sich hinter irgendwelchen Rednerpulten zu verstecken. Da gibt es Rhetorik-Seminare, da wird ihnen der Umgang mit mittelmässigen Schulunterricht entsprechenden Präsentationshilfsmitteln beigebracht. Da gibt es Rhetorikseminare, da lernen Sie hochkomplizierte, einen mitreissender Vortrag verhindernde Redestrukturen (5-Satz-Struktur, These-Antithese-Sysnthese... u.s.w,). Da gibt es Rhetorik-Seminare, da lässt der Rhetorik-Trainer akademisches Dahergerede wie "kundenorientiert", "dynamisch", "innovativ", "flexibel"... als tolerierbar durchgehen. Da gibt es Rhetorikseminare, da machen Sie sich klein, indem sie sich vor der Rede selbst vorstellen. Da gibt es Rhetorik-Seminare, da lernen Sie langatmige Begrüssungen und administrative Ankündigungen an den Anfang zu stellen. Da gibt es Rhetorikseminare, da lernen Sie am Anfang spannungstötende Übersichten über ihren Redeinhalt zu geben. Da gibt es Rhetorik-Seminare, da lernen Sie die Langweile beim Publikum erzeugende Regel bei Folien niemals etwas abzudecken sondern immer alles zu zeigen. Da gibt es Rhetorikseminare, da lässt man Sie im Irrglauben, dass Text auf Folien tolerierbar sei. Da gibt es Rhetorik-Seminare, da werden Sie weiter als Marionette von Powerpoint zugelassen – Da gibt es Rhetorikseminare, da wird der Beamer und Powepoint als Möglichkeit überhaupt noch in Betracht gezogen. Da gibt es Rhetorik-Seminare, deren Trainer kennen das um einen Zehner-Faktor wirksamere Mittel als Ersatz für Powerpoint nicht einmal. Da gibt es Rhetorikseminare, da lernen Sie die spannungstötende Regel, neben der männlichen, auch immer die weibliche Form zu nennen (Z.B "Bürgerinnen und Bürger".) .Da gibt es Rhetorik-Seminare, da wird ein verkrampfte, unansteckendes Dauer-Lächeln, als Sympathiefördernd verkauft. Da gibt es Rhetorikseminare, da erkennt der Trainer nicht das in einer Betonung verborgene Detail, das eine ganze Rede wie eine einzige Aufzählung wirken lässt. Da gibt es Rhetorik-Seminare, da lernen Sie das Märchen, dass ein zusätzlich angesprochener Sinneskanal die Wirkung der Rede immer erhöhen würde.
Nur beim Rhetorikseminar bei Pöhm, lernen Sie die Einführung einer neuartigen rhetorischen "Wirk-Frage" und die Methode wie Sie auf solche Fragen kommen. Nur beim Rhetorik-Seminar bei Pöhm, lernen Sie die Einführung des "anonymen Redens": wie Sie aus jedem noch so trockenen Thema einen Krimi basteln können und vor allem die Methode, wie Sie selbst drauf kommen können. Nur beim Rhetorikseminar bei Pöhm, lernen Sie die "Wirksprache" kennen: Die Sprache mit der Zuhörzwang beim Publikum entsteht und vor allem die Methode, wie Sie technisch vorgehen, damit Sie's nachahmen können. Nur beim Rhetorik-Seminar bei Pöhm, lernen Sie die Methode kennen, wie Sie die aufgebaute Handlungsenergie am Ende der Rede kanalisieren. Nur beim Rhetorikseminar bei Pöhm, lernen Sie 4 Methoden, wie Sie innerhalb einer Rede zum Meinungsführer werden. Nur beim Rhetorik-Seminar bei Pöhm, lernen Sie die Einführung der Simulgantechnik, das ist die Methode wie Sie ohne Zeitaufwand ihren Wortschatz erweitern. Nur beim Rhetorikseminar bei Pöhm, lernen Sie die Methode, wie sie Gleichnisse und bildhafte Vergleiche finden können und vor allem den todsicheren Test, ob sie mit ihrem Gleichnis auch einen Treffer gelandet haben. Nur beim Rhetorik-Seminar bei Pöhm, lernen Sie die Einführung und Analyse einer "Demonstration" was dahinter steckt und vor allem die Methode wie Sie sie mit fast mathematischer Vorgehensweise einfach SELBST finden können. Nur beim Rhetorikseminar bei Pöhm, lernen Sie das in der Szene unbekannte Know-How wie man den Overhead-Projektor zu einem Verblüffenden Effekt einsetzen kann. Nur beim Rhetorik-Seminar bei Pöhm, lernen Sie die von Fernsehprofi's abgeschaute Methode, wie man profimässig mit Notizkarten umgeht, so dass das Publikum es nicht einmal registriert. Nur beim Rhetorikseminar bei Pöhm, lernen Sie die nirgendwo in der Rhetorik-Szene bekannten 6 Methoden um beim Flipcharts die Wirkung zu verdreifachen. Nur beim Rhetorik-Seminar bei Pöhm, lernen Sie den Mut zu haben als Meinungsführer und grosser Verkünder aufzutreten. Nur beim Rhetorikseminar bei Pöhm bekommen Sie die Erlaubnis, wo immer Sie sind, als ein grosser Mensch auftreten zu dürfen... nicht nur in der Rhetorik.
Matthias Pöhm besitzt ein Rhetorik Know-How, das zum grössten Teil aus ihm heraus kommt, das nicht irgendwo gelernt, abgelesen oder übernommen ist.
Falls Sie eine Rhetorik-Trainer kennen, von dem Sie sagen, er macht aus seinen Teilnehmern in der selben Zeit bessere Redner als Matthias Pöhm, so ist Herr Pöhm gierig darauf, jederzeit ein Vergleichs-Training mit mehreren Teilnehmer-Gruppen durchzuführen, bei dem dann am Schluss eine unabhängige Grossgruppe beurteilt, welcher Trainer die besseren Redner hervorgebracht hat.