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Bundesrat äussert sich zu HIV-HeimtestsSchreiben Sie einen Kommentar
Der Zettel müsste Empfehlungen enthalten zu Massnahmen bei positivem, negativem oder unklarem Ergebnis. Auch wäre festgehalten, dass es die Möglichkeit eines falsch positiven oder falsch negativen Ergebnisses gibt.
Weiter müsste die Produktinformation den Hinweis enthalten, dass ohne vorherige ärztliche Konsultation keine medizinisch wichtige Entscheidung getroffen werden soll. Das schreibt der Bundesrat in der Antwort auf eine Interpellation von Pierre-Alain Fridez (SP/JU).
Nichts hält er von dessen Vorschlag, Tests zur Eigenanwendung nur zuzulassen, wenn die Testresultate im Beisein einer Gesundheitsfachperson zur Kenntnis genommen werden. Das würde dem Zweck der Selbsttestung widersprechen, hält der Bundesrat fest.
Fridez weist darauf hin, dass Patientinnen und Patienten, die sich allein mit einer erschütternden Diagnose konfrontiert sähen, heftig reagieren und «vor lauter Schmerz und Hoffnungslosigkeit gar zur Tat schreiten» könnten. Der Bundesrat schreibt, ihm sei bewusst, dass die betroffene Person raschen Zugang zu professioneller Beratung und Unterstützung benötige.
Die Eidgenössische Kommission für Sexuelle Gesundheit hatte vor kurzem die Bewilligung der Abgabe von HIV-Tests zur Eigenanwendung empfohlen. Sie hofft, dass so Personen einen Test machen, die das sonst nicht tun würden. Derzeit prüft das Bundesamt für Gesundheit die Empfehlung der Kommission. Gegebenenfalls wird es bei Swissmedic eine Ausnahme beantragen.