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Der neue Alcatel-Chef Michel Combes will bis 2015 die Kosten um eine Milliarde Euro senken. «Wir müssen an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen - das heisst, die richtigen Produkte haben, die richtige Qualität und niedrigere Kosten auf dem Niveau der wichtigsten Wettbewerber», erklärte er. Um dieses Ziel zu erreichen, will er den Konzern zu einem Internet-Spezialisten umbauen.
Forschung und Entwicklung sollen sich auf den Bereich der IP-Netzwerke sowie superschnelle Breitbandangebote konzentrieren. Die Gewinnmarge solle in diesem Bereich auf mindestens 12,5 Prozent von derzeit 2,4 Prozent gehoben werden. Die älteren Produkte sollten dagegen «auf Bargeld getrimmt» werden.
Zudem will sich Combes von Unternehmensteilen trennen, ohne Details zu nennen: Mindestens eine Milliarde Euro soll so zusammenkommen. Ferner sollen zwei Milliarden Euro an Schulden abgebaut werden, was die Ausgabe neuer Aktien beinhalten könnte.
Nicht der erste Versuch
Combes ist bereits der dritte Chef, der versucht, das Unternehmen wieder in Schwung zu bekommen. Seit der Fusion von Alcatel und Lucent 2006 hat der Konzern es nicht geschafft, reguläre Gewinne zu erwirtschaften.
An der Börse ist der Konzern derzeit nur noch 3,2 Milliarden Euro wert - vor der Fusion waren es 36 Milliarden Dollar. Das Unternehmen steht in Wettbewerb mit der schwedischen Ericsson, der chinesischen Huawei und Nokia Siemens Networks.
(se/aho/reuters)