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Vernehmlassung Zusammenschlussvertrag
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Eindrücke des Weltgebettags
Wie jedes Jahr fand am 3. März der traditionelle Weltgebetstag statt. Diesmal war das Beitragsland Philippinen mit dem Thema „Bin ich ungerecht zu euch?“ an der Reihe.
Zu Beginn des Gottesdienstes kamen die Mitwirkenden nacheinander zu einem tänzerischen Lied nach vorne und brachten jeweils ein Stück philippinische Heimat als Dankesgabe nach vorne, wie z. B. eine Ananas, eine Waage oder verschiedene Alltagswerkzeuge. Zum Einstieg wurde ein Lied gesungen, um alle einzuladen in den „Kreis“ zu kommen und miteinander diesen Gottesdienst zu feiern. Um sich ein besseres Bild von den Philippinen machen zu können stellte Trudi Vollenweider Mithilfe einiger Dia Bilder das Land vor. Von dieser Grundlage aus konnte man sich sehr gut in den vorgetragenen Text der Liturgie hineinversetzten und mitfühlen. Es wurden mehrere Geschichten aus dem Leben der philippinischen Frauen vorgetragen. Zum Beispiel einer jungen Frau, die auf sich allein gestellt ihre Geschwister ernähren musste, da ihre Mutter an Krebs und ihr Vater während einem Landdisput erschossen wurde und die wegen qualifiziertem Diebstahls angeklagt wurde. Ausserdem wurde von einer Frau erzählt, die durch einen Taifun ihr ganzes Hab und Gut verloren hatte und durch „Christian Aid“ Geld für Hilfsarbeiten bekam, aber dennoch den Verlust stets nicht vergessen konnte.
Die Gemeinde wurde in die Geschichten mit einbezogen, indem sie die Bekenntnisse mitsprach und zusammen mit den Frauen um Hilfe und Vergebung bat. Auch durch die Lieder, die immer wieder den Gottesdienst begleitete und strukturierte, konnte sie mitsingen oder den Klängen der fremdländischen Lieder lauschen, vorgetragen durch den Chor. In den Liedern ging es, wie im gesamten Thema um die Frage der Gerechtigkeit. Einige Lieder stammten von den Philippinen und sind auch in der Landessprache Tagalog geschrieben und gesungen worden, womit man sich den Philippinen noch näher fühlte.
Passend zum Thema der Gerechtigkeit wurde der Text aus der Bibel, Matthäus 20 Vers 1 bis 16 vorgelesen, indem ein Gleichnis geschildert wird, um Gottes Gerechtigkeit besser verstehen zu können. Darin geht es um einen Gutsbesitzer der am Morgen auf den Markt geht um nach Arbeitern zu suchen. Er findet sie und verspricht ihnen als Lohn einen Denar. Im Laufe des Tages besucht der Gutsbesitzer den Markt immer wieder und heuert neue Arbeiter an, so auch um die elfte Stunde. Es standen Arbeiter herum, die sagten dass sie niemand angeheuert hat, so sagte der Gutsbesitzer ihnen, sie sollten auch auf seinem Weingut arbeiten. Als es Abend wurde, bezahlte er zuerst die, die zuletzt dazugekommen waren mit einem Denar. Die Arbeiter die den ganzen Tag gearbeitet haben, erwarteten mehr Lohn als die, die nur wenige Stunden gearbeitet haben. Doch dem war nicht so und sie beschwerten sich. Der Gutsherr entgegnete ihnen: „Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir. Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich gütig bin. So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten.“
Die Gottesdienstbesucher hatten danach in der Stille die Gelegenheit, über die Frage: “Bin ich ungerecht zu euch nachzudenken“.
Gegen Ende des Gottesdienstes wurden 2 Projekte vorgestellt, für welche die Kollekte bestimmt war. Somit kamen 1‘150 Franken von den Anwesenden zusammen.
Mit dem Weltgebetslied wurde der Gottesdienst abgeschlossen und anschliessend waren Alle eingeladen die mitgebrachten philippinischen Spezialitäten zu probieren. Auf den Tischen standen kunstvoll aufgeschnittene Früchte wie Mango, Ananas oder Papaya. Aber auch etwas Herzhaftes wie Pan de Sel mit Avocado-Dip und Bananenketchup oder eine Art Hackbraten konnte man kosten. Als Süssspeise gab es Mango-Kokos-Muffins und Biko, ein Reiskuchen nach original philippinischem Rezept. Dazu war der Tisch in rot, blau und weiss gedeckt, den Farben der philippinischen Nationalflagge.
Überall wurde noch angeregt miteinander diskutiert und die vielen Köstlichkeiten probiert; rundum war es eine gelungene Feier.
Jessica Holzach