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Die Deutschen hielten auch gegen Finnland mehr als gut mit. Im ersten Drittel lautete das Schussverhältnis 9:5 (total 28:17) zu ihren Gunsten, dennoch gingen sie mit einem 0:2-Rückstand in die erste Pause. Beide Gegentore hatten sie sich selber zuzuschreiben. Beim 0:1 (14.) liess Goalie Mathias Niederberger einen haltbaren Schuss von Iiro Pakarinen passieren, dem 0:2 von Hannes Björninen (19.) ging ein Fehler von Lukas Reichel voraus.
Schon im Viertelfinal gegen die Schweiz waren die Deutschen 0:2 in Rückstand geraten, diesmal aber wog die Hypothek zu schwer. Zwar gelang ihnen abermals der Anschlusstreffer - Matthias Plachta traf in der 32. Minute im Powerplay – und drückten sie dem Spiel im letzten Drittel erneut klar den Stempel auf. Doch trotz einiger sehr guter Chancen, Marcus Noebels, Penalty-Held gegen die Schweizer, vergab eine solche in der 55. Minute, blieb ihnen das 2:2 diesmal verwehrt. Die Deutschen hatten schon in der Gruppenphase mit 1:2 gegen die Finnen verloren. Im Spiel um Rang 3 erhalten sie nun eine weitere Gelegenheit, sich die erste WM-Medaille seit 1953 zu sichern.
Kanada steht zum fünften Mal in den letzten sechs Weltmeisterschaften im Final. Matchwinner gegen die USA war Andrew Mangiapane, der dem Team in den ersten drei Partien, die allesamt verloren gegangen waren, noch nicht zur Verfügung gestanden hatte. Der Stürmer der Calgary Flames zeichnete für das 2:1 (25.) und 3:1 (41.) verantwortlich. Mangiapane hält nun bei sieben Toren und vier Assists. Bei beiden Toren leistete Connor Brown die Vorarbeit. Der Stürmer der Ottawa Senators totalisiert nun elf Assists und 13 Skorerpunkte, womit er die neue Nummer 1 in dieser Statistik ist.
Brandon Pirri hatte die Kanadier bereits nach 122 Sekunden in Führung gebracht, Colin Blackwell (18.) glich für die Amerikaner aus. 24 Sekunden vor dem Ende machte Justin Danforth mit einem Schuss ins leere Gehäuse alles klar, nachdem die USA durch Sasha Chmelevski auf 2:3 (44.) verkürzt hatten.
Dass die Kanadier im Final stehen, ist an und für sich nichts Aussergewöhnliches, nach den Leistungen in der Vorrunde ist das allerdings eine Überraschung. Hätte es am Dienstagabend im Spiel zwischen Deutschland und Gastgeber Lettland (2:1) keinen Sieger nach 60 Minuten gegeben und hätte Kasachstan die letzte Partie gegen Norwegen (1:3) nicht verloren, wären die «Ahornblätter» bereits zu Hause. Nun eliminierten sie nach Russland im Viertelfinal (2:1 n.V.) auch die Amerikaner, die zuvor siebenmal in Folge gewonnen und dabei auch Kanada (5:1) bezwungen hatten. Somit geht das Warten der USA auf den ersten Finaleinzug an einer WM seit 1960 weiter.
Kanada und Finnland hatten sich schon 1994, 2007, 2016 und bei der zuvor letzten WM 2019 im Final gegenübergestanden. Die ersten drei Mal siegten die Nordamerikaner, vor zwei Jahren gewannen die Finnen überraschend 3:1. Setzen sich diesmal wieder die Kanadier durch, wäre es für sie der 27. WM-Titel, womit sie zu Rekordhalter Russland aufschliessen würden. Finnland will zum vierten Mal den WM-Thron besteigen.