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Nach dem wir unsere Siebensachen eingepackt und Johnny (den Kater) vom Sofa vertrieben und rausgeschmissen haben, verlassen wir gegen 10h unsere Wohnung. Das Wetter ist herrlich, es könnte nicht schöner sein! Bei Vallorbe verlassen wir die Schweiz. Irgendwo, unterwegs in Frankreich machen wir einen Überlebens-Einkauf und pick-nicken gleich auf dem Parkplatz des Supermarktes. Um 15h30 treffen wir in Orgelet ein und machen es uns auf dem schönen Camper-Stellplatz der Gemeinde gemütlich. Zuerst gibt es Kaffee an Bord und danach spazieren wir zum Tourismus-Büro und bezahlen die Gebühr von 1.20€ /Nacht für 2 Personen und den BONSAICAMPER. Wir schauen uns den schönen kleinen Ort Orgelet an. Die Kirche „Notre Dame“ (von 1623) ist offen und so sehen wir die sehr schönen Glasfenster des mächtigen Gebäudes.
Wir kehren zum Camper zurück. Jetzt ist es leicht bewölkt, aber immer noch angenehm warm. Paul brutzelt neben dem Bus Bratwürste auf dem Grill, während ich drinnen im Auto den Rest des Abendessens zubereite. Wir geniessen einen schönen Sonnenuntergang und sind enorm zufrieden. Wir sind ganz alleine hier, erst gegen 20h30 kommt noch ein Camper und stellt sich neben uns.
Orgelet liegt im französischen Jura rund drei Kilometer westlich des Lac de Vouglans auf 374–653 m Höhe. Knapp 50 Kilometer südwestlich entfernt liegt Bourg-en-Bresse. Der Ort hat eine Fläche von 23,11 km2 und ca. 1.583 Einwohner.
Orgelet wurde im 13. Jahrhundert von den Grafen von Chalon gegründet.
Zwischen 1349 und 1362 wütete die Pest in der Region um Orgelet und entvölkerte auch die Stadt.
Tristan, ein Sohn von Johann II. baute die Stadt aus und befestigte sie.
1901 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen.
Die Kirche Notre-Dame stammt aus dem 13. bis 17. Jahrhundert. An der Stelle der heutigen Kirche entstand 1275 eine Kapelle, die in die Wehranlagen integriert war. In der Mitte des 15. Jahrhunderts entstand eine neue Kirche, die 1606 bei einem Brand zerstört wurde. Danach wurde die Kirche in ihrer heutigen Form erbaut. 1658 wurde der Turm fertiggestellt und bekam seine Glocke. Sehenswert ist im Inneren vor allem die Orgel, die aus dem 17. Jahrhundert stammt. Die Wehrkirche hat ein 46 Meter langes und 15 Meter hohes Hauptschiff, das von einem 32 Meter langen Querschiff geteilt wird.