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26. März 1921.
Preise.
Port Said
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Suez
43.25
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43,25
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1) Preise vom 9 März, £ und sh für die englische Tonne zu 1016 kg.
43,25 3/ton
43.25 >>
3
43,25 »
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46.00 >>
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47,00 46,00 24,50
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Haftung für Fliegerschäden.
Durch Urteil vom 1. Juli 19201) hat das Reichsgericht zum ersten Mal ausgesprochen, daß die verschärfte Haftpflicht, die nach der bisherigen Gesetzgebung nur für die Eisenbahn und das Kraftfahrzeug besteht, und wonach Eigentümer dieser Verkehrsmittel ohne Rücksicht auf etwaiges Verschulden der Führer zum Ersatz des Schadens verpflichtet sind, auch auf das Luftfahrzeug ausgedehnt werden kann. Das Gericht geht hierbei von dem allgemeinen Grundsatz aus, daß der Besitzer eines Grundstückes überall da, wo er infolge höherer Vorschriften sein Eigentumsrecht nicht wahren und Eingriffe in dieses Recht nicht abwehren kann, Schadenersatz beanspruchen kann. Diesen Grundsatz, der bisher namentlich gegenüber solchen Anlagen angewendet wurde, die auf Grund der Gewerbeordnung genehmigt worden waren, hat man auf den Luftverkehr bis jetzt nicht übertragen, weil er nicht genehmigungspflichtig ist. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch erstreckt sich aber das Recht eines Eigentümers auch auf die Räume über der Oberfläche seines Grundstückes. Er kann nur solche Einwirkungen nicht verbieten, die, weil sie in zu großer Höhe geschehen, ihn nicht schädigen können. Trotzdem muß er das Ueberfliegen seines Grundstückes ohne Widerspruch dulden und sein Grundstück bei einem Absturz des Luftfahrzeuges gefährden lassen, schon deshalb, weil sonst der Luftverkehr unmöglich wäre; also muß man dem Eigentümer des Grundstückes als Ersatz dafür den Anspruch auf Ersatz eines solchen Schadens zubilligen, ohne daß er gezwongen wird, das Verschulden des Flugzeugführers nachzuweisen. Für den Mieter des Grundstückes gilt der gleiche Grundsatz wie für den Eigentümer. (Mitteilungen der Handelskammer zu Berlin Januar 1921)
1) Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen Bd. 100 S. 69.
Mkg
18
16
74
12
81,07 Mill. Fr 142,03 149,94
Mineral-Schmieröle.
Uebersicht über die Marktlage s. S. 328. Preisübersicht nach Frankf. Zeitg. Nr. 172 vom 6. März:
70
8
6
4 Mineralschmieröl
Preise
2
0
1.Jan. 1.Apr. 1.Juli 1.Okt. 1.Jan.
1920
rd. 29,20 $/ton =rd. 19,70 >>>
1927
740 M/100 kg 825 1375
>>
1) nach »Metallbörse« vom 12. März 1921.
2) nach Industrie- und Handelszeitung vom 12. März 1921.
Bücherschau.
Eine neue Zeitschrift für angewandte Mathematik.
Zeitschrift für angewandte Mathematik und Mechanik, herausgegeben von Dr. R. v. Mises in Berlin unter Mitwirkung von A. Föppl-München, G. Hamel-Charlottenburg, R. Mollier-Dresden, H. Müller-Breslau-Charlottenburg, L. Prandtl-Göttingen und R. Rüdenberg-Charlottenburg. Berlin, Verlag des Vereines deutscher Ingenieure. Jährlich 6 Hefte zu etwa 5 Bogen. Preis 50 M, für Mitglieder des V. d. I. oder der Deutschen Mathematiker-Vereinigung 40 M.
Seit geraumer Zeit schon sah sich die Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure der Schwierigkeit gegenüber, die ihr in erheblichem Umfange zuströmenden Aufsätze aus dem Gebiete der angewandten Mathematik, die ja zum großen Teil durch die Aufgaben der Ingenieurwissenschaft veranlaßt werden, zu bewältigen. Diese Schwierigkeit wurde neuerdings dadurch gesteigert, daß die gewaltigen Kosten aller Druckerzeugnisse zu weitgehender Einschränkung des Umfanges der Zeitschrift zwangen. Viele derartige Aufsätze stellen zudem hohe Anforderungen an die wissenschaftliche Durchbildung, denen bei weitem nicht der ganze große Leserkreis der Zeitschrift gewachsen ist, ganz abgesehen davon, daß dem vielbeschäftigten Manne des heutigen Tages meist wenig Zeit für die Durcharbeitung solchen Stoffes übrig bleibt. Es lag daher die Erwägung nahe, diese wissenschaftlichen Aufsätze aus der Zeitschrift des Vereines auszuschalten und sie einer Sonderzeitschrift von erheblich geringerer Auflagenhöhe und daher billigerer Herstellbarkeit zuzuweisen, deren Leser sich ausschließlich aus den Kreisen rekrutieren, die aus den wissenschaftlichen Aufsätzen wirklich Nutzen zu ziehen vermögen.
Dieser im Verein deutscher Ingenieure gehegte Wunsch wurde gefördert, als die schweren Zeiten einige Sonderzeitschriften mathematisch-naturwissenschaftlichen Charakters zum Erliegen brachten und nun auch in den Kreisen der Mathematiker und Naturwissenschaftler das Bedürfnis empfunden wurde, einen lebensfähigen Ersatz zu schaffen. Ingenieure und Mathematiker wurden auf diese Weise zu gemeinschaftlicher Arbeit auf das gleiche Ziel hin zusammengeführt, und eine glückliche Lösung fand sich, als vor einigen Monaten der von der Technischen Hochschule Dresden an die Universität Berlin berufene Professor R. von Mises an den Verein deutscher Ingenieure mit der Anfrage herantrat, ob dieser bereit sei, eine von ihm zu redigierende »Zeitschrift für angewandte Mathematik und Mechanik« zu unterstützen und in seinem Verlage herauszugeben. Die Einigung wurde um so schneller. erzielt, weil sich der Verein deutscher Ingenieure glücklich schätzte, zur Erfüllung seiner eigenen Pläne einen Mathematiker von der Bedeutung des Hrn. von Mises, dessen Beziehungen zur angewandten Wissenschaft fest gegründet sind, an der Spitze des Unternehmens zu sehen, während anderseits Hr. von Mises die wirtschaftlichen Grundlagen für das Gedeihen des Unternehmens unter diesen Umständen für gesichert erachtete.
Die »Zeitschrift für angewandte Mathematik und Mechanik«, für deren Bearbeitung Hr. von Mises hervorragende Männer der Wissenschaft gewonnen hat, liegt nunmehr in ihrem ersten Heft vor. Zweck, Richtung und Umfang seien wie folgt kurz gekennzeichnet: Die Zeitschrift wird alle Gebiete pflegen, die herkömmlicherweise zur angewandten Mathematik gezählt werden, ganz besonders alle Teile der technischen Mechanik und verwandte Wissenszweige, die zu den theoretischen Grundlagen der Technik gehören. Sie will die Lücke ausfüllen, die durch die immer schärfer werdende Stoffabgrenzung zwischen den rein mathematischen, rein physikalischen und rein technischen Zeitschriften entstanden ist.
Jedes Heft wird etwa zur Hälfte Originalarbeiten, zur Hälfte zusammenfassende Berichte über größere Problemgruppen, kurze Auszüge aus der in- und ausländischen Zeitschriften-Literatur, kleine Mitteilungen verschiedener Art und Buchbesprechungen bringen1).
Wir geben nunmehr einem Berufenen, dem Geh. Reg.-Rat Professor Dr. Dr.-Ing. e. h. Felix Klein in Göttingen, das Wort. Möge die neue Zeitschrift erfüllen, was er von ihr erwartet!
Göttingen, Ende Februar 1921.
Sie haben mich freundlichst gebeten, der neuen Zeitschrift ein Geleitwort mit auf den Weg zu geben. Ich komme dieser Aufforderung gerne nach, denn es ist mir eine Genugtuung und eine besondere Freude, daß sich die Ingenieure und die Mathematiker zusammengefunden haben. Zu den Einzelausführungen, wie sie Hr. v. Mises in seinem Vorworte1) gibt, wüßte ich nichts Besonderes hinzuzufügen. Wohl aber möchte ich zweifellos in voller Uebereinstimmung mit dem Herrn Herausgeber noch ein Allgemeines hervorheben. Wenn man die Darstellungen auch hervorragendster Autoren vergleicht, findet man als Aufgabe der mathematischen Naturwissenschaft meistens nur angegeben, bei gegebenen Prämissen den weiteren Verlauf der Erscheinungen den Naturgesetzen entsprechend zu bestimmen, sagen wir die Bahn eines Geschosses, welches mit bestimmter Geschwindigkeit in bestimmter Richtung geschleudert wird, oder auch den Verlauf eines Lichtstrahles, der ein gegebenes optisches Instrument durchsetzt. Aber es gibt eine darüber hinausgehende Problemstellung, die gleicherweise der mathematischen Ueberlegung unterliegt: das Geschoß soll so geschleudert werden, daß es ein bestimmtes Ziel erreicht, das Instrument so konstruiert werden, daß die mit seiner Hilfe zustande kommende Abbildung eine möglichst vollkommene ist. Also neben die kausale Erklärung bei gegebenen Daten tritt die Forderung geeigneter Festlegung der Anfangsbedingungen nach dem Gesichtspunkte größter Zweckmäßigkeit. Es scheint mir, daß hiermit eine besondere Aufgabe aller Angewandten Mathematik bezeichnet ist, eine Aufgabe zudem, die der Denkweise und der Berufstätigkeit des schaffenden Ingenieurs besonders nahe liegt. Um in der Sprache unserer Pädagogen zu reden: es ist recht eigentlich funktionales Denken, welches hier verlangt wird: der volle Ueberblick über den Zusammenhang der Ergebnisse mit den jeweiligen Daten der Aufgabe.
Wenn sich Ihre Zeitschrift auch der so umrissenen Fragestellung nachdrücklich widmen möchte, wird sie, wie ich meine, den Interessen der Allgemeinheit in besonderer Weise dienen. Man spricht so viel davon, daß für den Wiederaufbau unseres gebeugten Vaterlandes die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der Wissenschaft eine überaus wichtige Sache sei, und Jedermann denkt dabei mit an die ausschlaggebende Hilfe, welche von da aus der Qualitätsleistung unserer Industrie zuteil werden soll. Dieser Gedanke, den ich mit ganzer Seele stütze, möge durch die vorangehenden Zeilen nach bestimmter Richtung mehr präzisiert sein, als gewöhnlich geschieht. Das Ziel der theoretischen Naturwissenschaft soll nicht nur ein passives Verstehen, sondern eine aktive Beherrschung der Natur sein. Diese Formulierung tritt selbstverständlich nicht in Gegensatz zu den ethischen Forderungen, welche von anderen Seiten an die Wiedergeburt unserer Leistungsfähigkeit gestellt werden. Sondern sie will nur in Verbindung mit diesen Forderungen gelten und die besondere Verpflichtung kennzeichnen, die uns Theoretikern innerhalb der Gesamtaufgabe zukommt.
Ganz ergebenst der Ihrige
Klein.
Neményi, Schubspannungen des gebogenen Balkens; v. Mises. Wahrscheinlichkeit seltener Ereignisse. Zusammenfassende Berichte: Ratzersdorfer, Probleme der Flugzeugstatik; Noether, Stand des Turbulenzproblems; Pöschl, Bisherige Lösungen des Torsionsproblems; Trefftz, Neuere Arbeiten über Tragflügel-Auftrieb. Kurze Auszüge: Hydraulik und Hydromechanik; Mechanik bleibender Formänderungen; BuchbespreNeuere Arbeiten aus der technischen Thermodynamik. chungen: Duffing, Schwingungen; Funk, Lineare Differenzengleichungen; Föppl, Drang und Zwang; Cotton, Mécanique générale usw.
1) s. Heft 1: Aufgaben und Ziele der angewandten Mechanik, von R. v. Mises.
NR. 14
2. APRIL 1921
Bd. 65
Aus dem Inhalt: August Thyssen und sein Werk Die Beziehungen zwischen Stadtgröße und Verkehr /
Die Wechselstromlokomotiven der Gotthardbahn Geplante Wasserkraftelektrizitätswerke in Argentinien ValutaIndexziffern Deutsche Konjunkturtafeln. (Vollständiges Inhaltsverzeichnis am Anfang des Textteiles.) ·
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