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Die Komödie spielt am Rhein und handelt vom reichen Witwer Gunderloch , der eine Hälfte seines prächtigen Weinguts versteigern will, um sich zur Ruhe zu setzen. Mit der anderen Hälfte als Mitgift möchte er seine uneheliche Tochter Klärchen mit dem hochnäsigen Couleur-Studenten Knuzius verheiraten. Da Gunderlochs Ehe kinderlos blieb, soll der zukünftige Schwiegersohn allerdings erst seine Zeugungsfähigkeit beweisen. Klärchen liebt aber Jochen, den Rheinschiffer und ist von Knuzius wenig angetan. Auf dem Winzerfest entsteht zwischen den Rivalen Streit, den Gunderloch energisch unterbindet und dadurch für seine Haushälterin Annemarie zum begehrenswerten Helden wird. Gunderloch erkennt, dass es fürs Altenteil noch zu früh ist und beschliesst, seinen Besitz nicht zu verkaufen. Klärchen schmiedet indessen ihre eigenen Pläne. Nach Überwindung verschiedener Schwierigkeiten steht am Ende einer Mehrfachhochzeit nichts mehr im Wege.
Mit dem am 22. Dezember 1925 in Berlin uraufgeführten Stück gewann Carl Zuckmayer den begehrten Kleist-Preis. Nach der erfolgreichen Premiere bewarben sich über 100 Bühnen um die Aufführungsrechte. Auch heute noch gehört das Stück zu den beliebtesten Werken Zuckmayers und wird häufig aufgeführt.
Die Leseprobe
Rolf Ryser übersetzt das Stück ins Berndeutsche. Lesen Sie sich doch die ersten Seiten!
Carl Zuckmayer (1896- 1977)
1925 begann im Berlin seine Karriere mit der Aufführung der Komödie Der fröhliche Weinberg, sechs Jahre später folgte das erfolgreiche Drama Der Hauptmann von Köpenick.
Nach 1933 stand er in Opposition zu den Nationalsozialisten und floh 1938 in die Vereinigten Staaten. 1946 kehrte er als amerikanischer Staatsbürger wieder nach Europa zurück. Sein im gleichen Jahr in Zürich aufgeführtes Drama Des Teufels General sollte sein größter Erfolg in der Nachkriegszeit werden.
1957 ließ sich Zuckmayer in Saas-Fee in der Schweiz nieder. Seine Autobiografie Als wär's ein Stück von mir erschien 1966.
Barbara Ami Rauch
ist freischaffende Regisseurin, Theaterpädagogin und Tanzlehrerin.
Ihre Liebe zum Theater hat sie einerseits von ihrem Vater geerbt, der ein leidenschaftlicher Amateurschauspieler war, andererseits entflammte diese vollends, als sie, 9-jährig, in St.Tropez einer Frau mit blauen Haaren begegnete.
Ihr Weg führte sie über eine Erstausbildung am Lehrerseminar Biel, Medau Gymnastik, Flamenco, Orientalischen Tanz und Münchner Rhythmenlehre schliesslich zum Theater.
Seit dreizehn Jahren inszeniert sie im Profi- und Amateurbereich; u.a. bei den Schlossspielen Thun, dem Theater Kanton Bern, dem Kellertheater Murten und ihrem eigenen Theater …et cetera.