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Die 1983 in Shanghai geborene Geigerin Zhi-Jong Wang erhielt im Alter von drei Jahren ihren ersten Violinunterricht und wurde als Neunjährige an das Musikkonservatorium ihrer Heimatstadt aufgenommen, wo sie bei Lina Yu studierte. 1998, als sie fünfzehn war, gewann sie den Ersten Preis bei der «Yehudi Menuhin International Vio-lin Competition»; es war der letzte Jahrgang dieser Konkurrenz, der von dem legendären Geiger selbst geleitet wurde. Weitere Wettbewerbserfolge, u. a. beim italienischen «Concorso Internazionale di Violino Rodolfo Lipizer», schlossen sich an. Zhi-Jong Wang entschied sich indes, den Verlockungen einer frühen und schnellen Karriere zu widerstehen und lieber ihr Studium fortzusetzen, weshalb sie die Violinklasse von Kolja Blacher in Hamburg und später an der Hochschule für Musik «Hanns Eisler» in Berlin absolvierte sowie Meisterkurse bei Cho-Liang Lin und Pinchas Zukerman besuchte. Mittlerweile hat Zhi-Jong Wang mit zahlreichen renommierten Orchestern und Dirigenten zusammengearbeitet. Als Solistin konzertierte sie mit dem Orchestre National de France, den St. Petersburger Philharmonikern, der NDR Radiophilharmonie Hannover, dem Helsinki Philharmonic Orchestra und diversen Klangkörpern in ihrer chinesischen Heimat. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Matthias Bamert, Okko Kamu, Muhai Tang oder Yuri Temirkanov zusammen. In der Saison 2011/12 unternahm sie eine Gastspielreise mit den Warschauer Philharmonikern unter Leitung von Yoel Levi und Antoni Wit und bestritt eine Tournee mit dem japanischen NHK Symphony Orchestra durch Japan und China. Als Assistentin von Kolja Blacher unterrichtet Zhi-Jong Wang in Berlin; überdies gehört sie der Violinfakultät des Konservatoriums von Shanghai an. Zhi-Jong Wang spielt eine Stradivari, die ihr von dem chinesischen Gönner Wu Ming-Hsing zur Verfügung gestellt wurde.
August 2012