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Schöne Frauen, noch schönere Autos, Villen, Privatjets und grosse Partys: Das ist das Leben von Teodorin Obiang, Sohn des Präsidenten Äquatorialguineas.
«Welchen meinst du, den bekannten?», fragt mich meine Bekannte in Malabo, als ich mich nach dem Präsidentensohn erkundige. «Wie viele Söhne hat er denn?», frage ich zuürck? Sie lacht. «Puh, viele. Aber du meinst sicher Teodorin.» Genau diesen meine ich. «Was ist denn das Schrägste, das du von ihm gehört hast?» Sie denkt nach.
Teodorin ist mittlerweile 44-jährig und dürfte im Normalfall Nachfolger von seinem Vater Teodoro Obiang werden. 2011 wurde der Land- und Forstwirtschafts-Minister zum zweiten Vize-Präsidenten ernannt.
Teodorin ist ein Mann von Welt. Zur Schule ging er in Frankreich und den USA, leben tut er in Paris, London, Rio de Janeiro und Malibu. Ist er zuhause in Äquatorialguinea, lässt er auch schon mal die Autobahn sperren, um mit einem seiner Luxusschlitten drüber zu flitzen.
Denn Teodorin ist ein Autofreak. Gemäss dem «Business Insider» gehörten ihm schon 7 Ferraris, 5 Bentleys, 4 Rolls-Royces, 2 Lamborghinis, 2, Porsches, 2 Maybachs und ein Aston Martin. Gesamtwert: ca. 10 Millionen Dollar.
2011 besass er auch zwei der extrem seltenen Bugatti Veyrons 16.4, welche über eine Million kosten. Die wurden dann allerdings mit neun weiteren Boliden beschlagnahmt und 2013 zwangsversteigert.
Die zweite grosse Leidenschaft von Teodorin sind Frauen. Er sei schon bei Partys von Hugh Hefner gesehen worden, habe oft Frauenbesuch, traf sich mal eine Zeit lang mit der US-Rapperin Eve und hat sich im letzten Jahr ein dänisches Model geangelt. Christina Mikkelsen heisst die Schönheit, ist rund halb so alt wie Teodorin und wurde 2012 in Macau zur «Miss Bride of the World» gekürt.
Der Lebensstil Teodorins darf ruhig als verschwenderisch betitelt werden. Zwischen 2004 und 2011 soll er sein Jet-Set-Leben mit 315 Millionen Dollar finanziert haben. 2006 erwarb er beispielsweise ein Luxusanwesen in Malibu – das teuerste in jenem Jahr verkaufte in Kalifornien – für 35 Millionen Dollar. Meerblick, Golfplatz, Tenniscourts, acht Badezimmer und mehrere Garagen inklusive. Er bezahlte bar.
2011 soll Obiang Junior gemäss der Organisation «Global Witness» in Deutschland alleine für den Entwurf einer Yacht 350'000 Dollar bezahlt haben. Das 118 Meter lange Ungetüm mit eigenem Kino und Restaurant hätte 380 Millionen Dollar gekostet. Teurer war bisher nur die Yacht von Roman Abramowitsch.
Einmal verprasste Teodorin an einem Weekend in Kapstadt rund eine Million Dollar für Champagner, die Renovation einer Eigentumswohnung, zwei Bentleys und einen Lamborghini. Zudem gehören dem Spross Obiangs diverse Erinnerungsstücke Michael Jacksons, so etwa sein berühmter weisser Handschuh von der «Bad Tour».
Die Geschichten rund um den Präsidentensohn sind fast endlos. Das amerikanische Justizministerium schaltete sich vor einigen Jahren ein, denn wie kann jemand, der offiziell gemäss «Global Witness» 5000 Dollar im Monat verdient, solch einen Lebensstil finanzieren? Im Oktober 2014 wurde daraufhin das Haus in Malibu verpfändet, sowie ein Ferrari und Teile der Michael-Jackson-Sammlung eingezogen. Angeblich liess sich Teodorin unter anderem mit einer eingeführten «persönlichen Steuer» von 30 Dollar pro ausgeführtem Baumstamm aus Äquatorialguinea sein Leben in Saus und Braus mitfinanzieren.
Doch zurück zu meiner Bekannten aus Malabo und der Frage, nach dem schrägsten Ereignis: «Seine Mutter organisierte ihm einmal eine Hochzeit. Alles war vorbereitet. Die Gäste anwesend, die Braut bereit. Doch Teodorin kreuzte einfach nicht auf.» An der aktuellen Freundin ihres Sohnes hat die Mamma übrigens gar keine Freude.