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Mit steigender Milchleistung nehmen die Ansprüche von Milchvieh und Mastrindern an die Energieversorgung zu. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, werden oftmals die Anteile stärke- und zuckerhaltiger Futtermittel wie Maissilage, Zuckerrübenschnitzel oder Kraftfutter in der Ration gesteigert. Dies bringt jedoch Gefahren für die Pansengesundheit mit sich.
Bei der Pansenübersäuerung, auch Pansenacidose genannt, handelt es sich um eine fütterungsbedingte Störung des Gleichgewichts im Pansen. Werden kohlenhydratreiche Futtermittel im Pansen verdaut, entstehen flüchtige Fettsäuren wie Essigsäure, Propionsäure oder Milchsäure. Diese werden über die Pansenzotten aufgenommen und durch das Blut abtransportiert. Zur Pansenübersäuerung kommt es, wenn das Gleichgewicht zwischen Bildung und Abtransport gestört wird. Eine Ansammlung von Säuren, insbesondere Milchsäure, führt dazu, dass der pH im Pansen sinkt. Bei der subakuten Pansenübersäuerung, der häufigsten Form, sinkt der Pansen-pH immer wieder auf Werte von 5.5 oder tiefer und steigt danach wieder auf ein gesundes Niveau von 6.0 oder höher.
Energiereiches, schnell fermentierbares Futter als Risiko
Der auslösende Faktor für eine Pansenübersäuerung ist jeweils ein Mangel an strukturwirksamer Faser und ein Überschuss an leicht verdaulichen Kohlenhydraten. Ein hoher Anteil Maissilage, grosse Kraftfuttergaben oder junge, zuckerhaltige Weide sind typische Risikofaktoren. Deshalb sollte der Rohfasergehalt in der Ration bei 15-18% der Trockenmasse liegen und einen Stärkeanteil von 25% in der Trockenmasse nicht zu überschritten werden. Diese Kennzahlen sollen nicht nur für die Grundration, sondern für jedes einzelne Tier im Stall gelten. Das wiederum bedeutet, dass ein selektives Fressen verhindert werden soll, zum Beispiel durch eine gut durchmischte, nicht zu trockene Totalmischration (TMR). Ein besonderes Augenmerk gilt auch den frischlaktierenden Kühen. Damit bei frischlaktierenden Kühen das Verhältnis Fasern zu schnellen Kohlenhydraten stimmt, soll das Kraftfutter schrittweise an den steigenden Grundfutterverzehr angepasst werden. Durch einen genügenden Anteil strukturwirksamer Faser wird eine ausreichende Wiederkautätigkeit sichergestellt. Beim Wiederkauen produziert die Kuh Speichel, der als natürlicher Puffer einer Übersäuerung vorbeugt.
2.5 kg Natriumbicarbonat pro Tag
Eine Kuh bildet täglich bis zu 200 Liter Speichel. Darin enthalten sind ca. 2.5 kg Natriumbicarbonat als Puffer. Puffersubstanzen können der Futterration auch zugegeben werden. Betrachtet man die Menge an Puffer, die eine Kuh täglich selbst herstellt, wird jedoch klar, dass für deutliche Effekte und eine positive Auswirkung auch eine entsprechende Aufwandmenge nötig ist. Die Wirkungsdauer ist bei der Wahl von Puffersubstanzen von zentraler Bedeutung. Ein optimales Produkt verfügt über Pufferbstandteile mit schneller Wirkung, gefolgt von Substanzen mit Langzeitwirkung. So wird auch in Zeiten zwischen der Pufferzufütterung, beispielsweise bei Weidegang, eine Pufferwirkung sichergestellt.
ALCA-COW 8750, der neu lancierte Power-Puffer der Granovit AG, stellt nicht nur eine gute Pufferung während des Tagesverlaufs sicher, er überzeugt auch durch eine hervorragende Fressbarkeit und lindert Hitzestress. Vier verschiedene Puffersubstanzen mit Wirkungsdauer von drei, sechs, neun und 24 Stunden stellen eine Langzeitwirkung sicher. Hochdosierte Lebendhefen verbrauchen im Pansen Sauerstoff und Milchsäure. Durch das Verbrauchen von Sauerstoff und Milchsäure wird das Wachstum der wenig säuretoleranten, aber erwünschten Pansenbakterien gefördert und der pH stabilisiert. Da eine Pansenübersäuerung immer auch mit Stress einhergeht, sind in ALCA-COW Antioxidantien enthalten, die die Folgen von Stress lindern.Der Power-Puffer ALCA-COW
Langzeitwirkung durch vier verschiedene PuffersubstanzenDas PLUS von ALCA-COW 8750:
- Hochdosierte Lebendhefen stabiliseren den Pansen-pH
- Antioxidantien reduzieren die Folgen von Stress
- Hohe Fresslust durch schmackhafte Komponenten
- Einfache Fütterung an der Krippe oder über den Mischwagen
Einfache Anwendung
ALCA-COW eignet sich für den Einsatz im Mischwagen, kann aber dank speziell ausgewählten, schmackhaften Komponenten auch von Hand an der Krippe gefüttert werden. Um die volle Wirkung auszuschöpfen wird empfohlen, täglich 150-250g ALCA-COW pro Kuh und Tag, aufgeteilt in mindestens zwei Gaben, zu verfüttern. Dieser Power-Puffer ist von der Handhabung her wie ein Mineralstoff, denn es handelt sich um ein grob gekörntes Pulver. Wichtig zu beachten ist, dass ALCA-COW ausschliesslich zur Pufferung und gegen Hitzestress dient und die normalen Mineralstoff- und Viehsalzgaben nicht ersetzt. So kann weiterhin unabhängig von der Pufferung der zur Ration passende Mineralstoff eingesetzt werden.
Pansenübersäuerung durch Hitze
ALCA-COW ist nicht nur ein wirksamer Puffer, sondern reduziert auch die Folgen von Hitzestress. Pansenübersäuerungen und Hitzestress gehen oft Hand in Hand einher. Da die Faserverdauung durch die Pansenmikroben viel Hitze produziert, sinkt der Verzehr, die Kuh neigt zum selektiven Fressen und vermeidet wenn möglich Fasern. Dadurch wird weniger wiedergekäut und weniger tiereigener Puffer im Speichel produziert. Anstatt nur die Pansenübersäuerung als Folge zu bekämpfen, beugt ALCA-COW dank einem natürlichen Osmolyt direkt dem Hitzestress vor. Dieser Zusatz sorgt dafür, dass der Wasserhaushalt im Tier auch bei hohen Temperaturen im Gleichgewicht ist und schützt vor Dehydrierung. In Phasen von Hitzestress wird eine Dosierung von 250-300g pro Kuh und Tag empfohlen.
Sommer und Winter mit gesundem Pansen unterwegs – ALCA-COW machts möglich!
Wollen auch Sie die Pansengesundheit Ihrer Milchviehherde mit ALCA-COW sicherstellen?
Fragen Sie bei Ihrem zuständigen Verkaufsberater aus der Region nach oder melden Sie sich unter der Nummer 0848 58 58 58 oder per Mail an <email-pii>.
Arlène Müller, Technischer Dienst Wiederkäuer