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Kapelle Lütoldsmatt
Die jüngste der Alpnacher Kapellen ist die Bergkapelle Bruder Klaus auf der Lütoldsmatt. Gemäss der zeitgenössischen Darstellung in der Chronik von Pfarrer Josef Odermatt, der 1965 pensioniert worden war, hatte die Entstehung der Lütoldsmattkapelle damit zu tun, "dass die Gemeinde Alpnach den Gefahren der Natur besonders stark ausgesetzt sei und (mit den) Überschwemmungen und Seuchenfälle(n) der letzten Jahre". 1962 war auf der Feldalp die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. "In dieser Erkenntnis und im besonderen Bewusstsein, dass Alpnach weder eine Bergkapelle besitzt noch zu Ehren des Landesvaters Bruder Klaus ein Heiligtum unterhält, sei bei Volk und Behörden der Wille zum Ausdruck gekommen, im Alpgebiet des Pilatus zu Ehren von Bruder Klaus eine Bergkapelle zu errichten." Im März 1967 erteilte der Bürgerrat einer Kommission unter der Leitung von Regierungsrat Hermann Wallimann den Auftrag, ein Projekt ausarbeiten zu lassen. Eine ausserordentliche Bürgergemeindeversammlung stimmte am 22. September 1968 auf der Lütoldsmatt dem von Architekt Werner G. Staub aus Engelberg projektierten Kapellen-Neubau und dem erforderlichen Kredit von 35'000 Franken einstimmig zu. Viele Arbeiten wurden in Frondienst ausgeführt. Dutzende freiwillige Helfer, zahlreiche Handwerker des Dorfes und 358 Wohltäter mit ihrem "Scherflein" trugen zum Gelingen des Werkes bei. Bereits am 14. September 1969 erlebten viele hundert Menschen die festliche Weihe der Kapelle und der Glocke durch Pfarrer Hans Gasser.
Für die Lütoldsmattkapelle wurde keine Kapellenstiftung errichtet. Die Kapelle war wie der Grund und Boden, worauf sie errichtet worden war, Eigentum der Bürgergemeinde Alpnach. Den zuständigen Kapellvogt wählte die Bürgergemeindeversammlung. Bei der Übergabe der übrigen Kapellen an die Kirchgemeinde wurde die Lütoldsmattkapelle ausdrücklich ausgenommen. Heute ist die Korporation Alpnach Eigentümerin der Bergkapelle.
(Auszug aus dem Buch "Korporation Alpnach - Von den Anfängen bis in die Gegenwart" aus dem Kapitel über die Alpnacher Kapellen verfasst von Roland Sigrist.)
Heute wird alljährlich am 2. Sonntag im September das Kapellweihfest gefeiert. Abwechslungsweise organisieren die Bergfreunde Alpnach und die Kolpingfamilie Alpnach gleichtags die Bergkilbi. Die Kapelle ist auch beliebt als Hochzeitskapelle.
|Kapellvogt||Josef Wallimann, Äschi 1, Alpnach Dorf|
|041 670 17 47|
|Spenden Unterhaltsfonds||Obwaldner Kantonalbank, 6060 Sarnen|
|IBAN: <iban-pii>|
|Lautend auf: Korporation Alpnach|