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Der Film "Flower in the Pocket" des malaysischen Regisseurs Liew Seng Tat hat den "Regard d'Or" des Internationalen Filmfestivals Freiburg (FIFF) gewonnen.
25'500 Filmliebhaber besuchten die 22. Ausgabe des FIFF und 2400 beteiligten sich an den Rahmenveranstaltungen.
Der preisgekrönte Film "Flower in the Pocket" zeigt die Geschichte von zwei Buben, die ohne Mutter aufwachsen und vom Vater vernachlässigt werden.
Liew Seng Tat blicke auf eine zärtliche und poetische Art auf eine komplexe und reiche Eigenheit seiner Gesellschaft, ohne dabei das filmische Abenteuer zu vergessen, begründete die Internationale Jury in einem Communiqué zum Festivalende ihren Entscheid.
Es ist der erste Spielfilm des 29-Jährigen malaysischen Regisseurs.
Weitere Auszeichnungen
Eine lobende Erwähnung vergab die Jury an "Mädchen der schwarzen Erde" von Jeon Soo-il. Gleichzeitig erhielt der südkoreanische Regisseur den Preis der FIPRESCI-Jury (Internationale Vereinigung der Filmjournalisten) sowie den "Don Quijote"-Preis der FICC-Jury (Internationale Vereinigung der Filmclubs).
Der Spezialpreis der Internationalen Jury sowie der Preis der Ökumenischen Jury gehen an "El Camino" von Ishtar Yasin aus Costa Rica.
Der Dokumentarfilm "He Fengming" von Wang Bing aus China wurde mit dem Preis Oikocredit Schweiz der Internationalen Jury ausgezeichnet. Er erhielt zudem zwei lobende Erwähungen der FICC-Jury sowie der Ökumenischen Jury.
Der Publikumspreis schliesslich ging an "La Zona" des Mexikaners Rodrigo Plá. Der Thriller kommt in den nächsten Monaten in die Schweizer Kinos.
Erstmals Rahmenprojekte
Während einer Woche hat das FIFF-Programm mit rund 100 Filmen, das der künstlerische Leiter Edouard Waintrop erstmals verantwortete, 25'500 Zuschauer in die Kinosäle gelockt. Die Besucherzahlen des FIFF bleiben damit im Vergleich zur Ausgabe 2007 stabil.
Erstmals wurden in diesem Jahr Treffen rund um Filmprojekte organisiert. 2400 Festivalbesucher beteiligten sich an diesen Rahmenveranstaltungen.
Die "Meetings on Film Projects" sollen auch am nächsten FIFF vom 14. bis 21. März 2009 wieder stattfinden.
swissinfo und Agenturen
FIFF
Das 22. Internationale Filmfestival Freiburg fand vom 1. bis 8. März statt.
Das Budget betrug 1,7 Millionen Franken.
Für den Wettbewerb wurden 13 Spiel- und Dokumentarfilme ausgewählt. Neun Spielfilme liefen ausserhalb des Wettbewerbs.
Nur zwei der Wettbewerbs-Filme stammten aus dem selben Land: China. Die anderen kamen unter anderem aus Costa Rica, Malaysia oder Kasachstan.
Das Programm wurde weiter durch drei Schwerpunkte ergänzt: Einer bestand aus Kriminalfilmen ("Noir total"), ein zweiter aus Revolutionsfilmen, die sich auf den Mai 1968 beziehen, und der dritte besetzte das Thema Liebe ("L'amour global").