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<h2>SubmittedText<h2><p>Mikro- und Nanotechnologien (M&amp;NT) sind zentrale Zukunftstechnologien und daher für den Forschungs- und Werkplatz Schweiz von zentraler Bedeutung. In allen Branchen und Berufen (Detailhandel, Gesundheitswesen, Bau, Lacke und Farben, MEM, Textil usw.) werden bereits synthetische Nanomaterialien verwendet, und die Anzahl von Nano-Konsumprodukten nimmt rasant zu. Berufsleute werden täglich mit Nanotechnologien konfrontiert. Deshalb müssen Nanotechnologien während der Ausbildung von Berufsfachlernenden sowie Mittelschülerinnen und Mittelschülern thematisiert werden. Dies geschieht heute kaum und, wenn überhaupt, nur aufgrund von Einzelinitiativen engagierter Lehrpersonen. Eine zentrale Rolle müssen Nanotechnologie-Inhalte im Unterricht auch im Hinblick auf den Dialog mit der Öffentlichkeit und die objektive und ideologiefreie Meinungsbildung von jungen Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern spielen. Es soll verhindert werden, dass die Nanotechnologien ähnlich stigmatisiert werden wie die Gentechnik in den Neunzigerjahren.</p><p>Der Bundesrat hat im Aktionsplan "Synthetische Nanomaterialien" (Bericht des Bundesrates vom 9. April 2008) als zentrale Voraussetzung für eine sachliche Auseinandersetzung vorgeschlagen, dass der öffentliche Dialog unter Einbezug der verschiedenen Stakeholder gefördert werde. Allerdings wurde die Aus- und Weiterbildung in Schulen und in der Berufsausbildung im Bericht nicht erwähnt. In der Schweiz wurde deshalb im Jahr 2009 aufgrund einer privaten Initiative mit dem Aufbau der Wissens- und Bildungsplattform "Swiss Nano-Cube" für die Sekundarstufe II begonnen. Das Projekt wird bis Ende 2011 von BBT, Bafu, BLW unterstützt. Die Plattform kann ab 2012 ohne Unterstützung durch den Bund nicht weitergeführt werden.</p><p>In diesem Zusammenhang habe ich folgende Fragen an den Bundesrat:</p><p>1. Wie beurteilt er das Thema Nanotechnologie-Ausbildung für die Schulen der Sekundarstufe II und in der beruflichen Weiterbildung?</p><p>2. Wie beurteilt er die Initiative "Swiss Nano-Cube", und in welcher Form wird sich der Bund zukünftig an der nachhaltigen Entwicklung und am Ausbau dieser Plattform beteiligen?</p><p>3. Wie gedenkt er in Zukunft das Thema Aus- und Weiterbildung im Bereich Nanotechnologie ressortübergreifend zu fördern?</p><p>4. Welche Mittel wird er in Zukunft für die Förderung der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Nanotechnologie einsetzen?</p><p>5. Wie stellt er sicher, dass die bereits erarbeiteten Grundlagen für die Aus- und Weiterbildung im Nanotechnologiebereich weiterentwickelt werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1./3./4. Die Nanotechnologie ist für den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Schweiz eine chancenreiche technische Entwicklung. Mit dem im Frühling 2008 verabschiedeten Aktionsplan "Synthetische Nanomaterialien" spricht sich der Bundesrat ressortübergreifend für eine nachhaltige Entwicklung der Nanotechnologie aus und setzt auf einen differenzierten öffentlichen Dialog über deren Chancen und Risiken.</p><p>In der Berufsbildung bewährt es sich, dass die Festlegung der theoretischen und der praktischen Bildungsinhalte in der Verantwortung der Organisationen der Arbeitswelt liegt. Diese sind mit den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes vertraut und können am besten abschätzen, welche Kompetenzen die Betriebe nachfragen. Die Vermittlung der Bildungsinhalte kann sowohl im Rahmen der betrieblichen als auch im Rahmen der schulischen Ausbildung erfolgen. In Zukunftsfeldern wie der Nanotechnologie kommt insbesondere der berufsorientierten Weiterbildung wegen ihrer Flexibilität ein hoher Stellenwert zu.</p><p>Im Bericht "Mangel an Mint-Fachkräften in der Schweiz" hat der Bundesrat im Herbst 2010 zudem aufgezeigt, wie das Interesse an technischen und naturwissenschaftlichen Berufen auf allen Bildungsstufen zusätzlich gefördert werden kann. Für die Umsetzung dieser Ziele ist der Bundesrat daran, im Rahmen der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2013 bis 2016 geeignete Massnahmen zu prüfen.</p><p>2./5. Der Bund hat das Projekt "Swiss Nano-Cube" zwischen 2006 und 2011 mit einer Anschubfinanzierung unterstützt. Dies ermöglichte den Aufbau von Grundlagen in Form einer nationalen Informationsplattform, die Durchführung von Weiterbildungsveranstaltungen und die Entwicklung von Basismodulen für die Ausbildung der Lernenden und Lehrkräfte der Sekundarstufe II. Anschubfinanzierungen sind gemäss Artikel 54 des Berufsbildungsgesetzes zu befristen.</p><p>Die längerfristige Weiterentwicklung und Umsetzung ist Sache der Organisationen der Arbeitswelt sowie der interessierten Kreise. Es liegt in ihrem Interesse, ihrem eigenen Berufsnachwuchs die neuen Technologien zu vermitteln und dazu die entsprechenden Bildungsinhalte und Unterrichtsmodule festzulegen.</p>  Antwort des Bundesrates.