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Roboterforscher können einem manchmal leidtun. Ständig müssen sie den Skeptikern versichern, dass die Roboter nicht die Welt übernehmen würden und sich die Forschung lohne. Da hat die pragmatische Argumentation von Raffaello D’Andrea (51) etwas sehr Erfrischendes: «Ja, Roboter nehmen Jobs weg, das ist der Lauf der technologischen Geschichte», sagt er. Wichtig sei, dass wir diesen Wandel richtig steuerten und eine Beschäftigung für jene fänden, deren Jobs neu von Robotern verrichtet würden. Der ETH-Professor für dynamische Systeme und Regelungstechnik weiss, wovon er spricht. In den Warenlagern von Amazon haben die Roboter bereits Menschen ersetzt. Ohne seine Firma Kiva Systems, die vor sechs Jahren für 775 Millionen Dollar von Jeff Bezos übernommen wurde, wäre der Effizienzsprung kaum möglich geworden.
Raffaello D’Andrea sieht sich als Bindeglied zwischen Business, Kunst und Wissenschaft. Als physikbegeisterter Neunjähriger wanderte er mit den Eltern von Norditalien nach Kanada aus, später studierte er in Ontario und Pasadena. Seither hat er unter anderem eine Investmentfirma für Robotics-Unternehmen und das Drohnenshow-Unternehmen Verity Studios gegründet. Dieses konzipierte schon Roboter-Einlagen für die Heavy-Metal-Band Metallica und den Cirque du Soleil.
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