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Stiefkindadoption
Die Stiefkindadoption ist die Adoption des leiblichen Kindes des Ehepartners, der Ehepartnerin bzw. des Partners, der Partnerin. Die Stiefkindadoption ist möglich für Personen, die mit dem Vater, der Mutter des Kindes:
- verheiratet sind,
- in einer eingetragenen Partnerschaft leben,
- in einer faktischen Lebensgemeinschaft leben.
Mit der Stiefkindadoption erlischt das Kindsverhältnis zum anderen leiblichen Elternteil.
Voraussetzungen
Für die Stiefkindadoption gelten folgende Voraussetzungen:
- Das Paar muss seit mindestens drei Jahren einen gemeinsamen Haushalt führen.
- Der Stiefelternteil muss seit mindestens einem Jahr mit dem Kind zusammen-gewohnt und für die Pflege und Erziehung des Kindes gesorgt haben.
- Der Stiefelternteil muss mindestens 28 Jahre alt sein.
- Beide Elternteile müssen der Adoption zustimmen. Von der Zustimmung eines Elternteils kann nur abgesehen werden, falls dieser unbekannt, sein Aufenthaltsort nicht bekannt oder er urteilsunfähig ist. Stimmt ein Elternteil der Adoption nicht zu, ist sie nicht möglich.
Verfahren
Gesuche für eine Stiefkindadoption können bei der Zentralen Behörde Adoption und Pflegefamilien (ZEB) eingereicht werden.
Nach Eingang aller Unterlagen führt eine Sozialarbeiterin der ZEB eine Sozialabklärung durch. Dabei wird vor allem geprüft, ob die Adoption im Interesse des Kindes ist und ob alle beteiligten Personen mit der Adoption einverstanden und sich der Konsequenzen bewusst sind. Die Sozialabklärung besteht aus Gesprächen mit dem Paar und einem Hausbesuch. Das Kind wird im Rahmen des Verfahrens - sofern es sein Alter zulässt - immer in geeigneter Form angehört und muss, wenn es urteilsfähig ist (ab ca. zwölf Jahren), seiner Adoption zustimmen. Auf der Grundlage dieses Sozialberichts und der eingereichten Unterlagen wird über die Adoption entschieden.