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Seit dem Winter 2011/12 wird im Kanton Zürich das Schmalblättrige Greiskraut (Senecio inaequidens) bekämpft, wobei in den ersten Jahren der Schwerpunkt vor allem im Aufbau des Monitorings sowie der Bekämpfung an National- und Kantonsstrassen lag. Die FORNAT AG zeigte in stichprobenartigen Erhebungen abseits der grossen Verkehrsträger auf, dass ausgehend von etablierten Beständen auch eine rasche Besiedlung der übrigen Landschaft stattfindet.
Im Jahr 2014 wurde in vier von acht abgesuchten Gruben und Deponien des Kantons Zürich das Schmalblättrige Greiskraut gefunden. Es wird vermutet, dass aufkommende Bestände vielerorts noch rechtzeitig entdeckt und mit entsprechend geringem Aufwand bekämpft werden können.
Aus diesen und weiteren Überlegungen erhielt das Naturnetz vom AWEL, Sektion Biosicherheit, den Auftrag, innerhalb eines definierten Perimeters des Entsorgungszentrums Richi AG in Weiningen während der Vegetationszeit 2015 das Schmalblättrige Greiskraut so intensiv wie möglich zu bekämpfen. Der Projektperimeter enthielt sowohl bereits bekannte und bekämpfte Pflanzenbestände, als auch daran angrenzendes, potenzielles Besiedlungsgebiet. Das Pilotprojekt soll aufzeigen, ob und wie erfolgreich die Bekämpfung des Schmalblättrigen Greiskrauts über eine Vegetationsperiode funktioniert.
Die regelmässigen Kontrollen fanden von Ende Mai bis Mitte Dezember jeweils alle zwei Wochen statt. Die guten und warmen klimatischen Verhältnisse der zweiten Jahreshälfte führten zu einer Verlängerung des vorgängig geplanten Zeitraumes. Ein Kontrollgang umfasst die Erfassung (Monitoring) der gefundenen Bestände in einem vorgegebenen Protokoll sowie die eigentliche Bekämpfung durch Ausreissen. Die bearbeiteten Standorte wurden auf einem Protokollblatt erfasst und in einer Karte eingetragen. Die Kartierung ist zentrales Element des Pilotprojektes, um den Verlauf der Bekämpfungsmassnahmen zu überwachen. Es wurden gesamthaft 155 Bestände bekämpft.
Im Zuge des Pilotprojekts konnte belegt werden, dass eine einmalige Bekämpfung keinen Erfolg bringt. Eine gründliche periodische Kontrolle aller Flächen ist unumgänglich, um eine weitere Ausbreitung der Bestände zu verhindern.
Weiter wurde festgestellt, dass an Standorten mit geschlossener, konkurrenzstarker Vegetation (Wiesen, Weiden) das Schmalblättrige Greiskraut sich schlecht etablieren kann.
Erfolgreich war das Projekt vor allem im Bezug auf die Verhinderung einer grossflächigeren Ausbreitung der Bestände. Es ist anzunehmen, dass die erst gegen Ende Jahr gekeimten Pflanzen noch vom letztjährigen Samenvorrat stammen. Ob der Vorrat an altem Saatgut im Erdreich aufgebraucht ist, kann hingegen erst in der nächsten Vegetationsperiode beurteilt werden.
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