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Schon zu Studienzeiten arbeitete Toni Scholl als Posaunist mit dem Staatstheater Saarbrücken, dem Pfalztheater Kaiserslautern, dem Theater Karlsruhe, der Kölner Kantorei und dem Sinfonieorchester des Saarländischen Rundfunks zusammen, doch mehr und mehr beschäftigte er sich autodidaktisch mit dem Dirigieren. Nach den ersten Wettbewerbserfolgen als Dirigent besuchte er Meisterkurse bei Philip Jones (GB), Christian Lindberg (S), Steven Mead (GB) und Pierre Kuijpers (NL), bevor er 1997 sein Dirigier- und Kapellmeisterstudium bei Alex Schillings an der Hochschule für Musik Groningen (NL) begann und dieses im Dezember 2000 erfolgreich abschloss.
Von 1991 bis 1999 war er erster Tenorhornist bei „Ernst Mosch und seinen Original Egerländer Musikanten“. Nicht nur als Musiker, sondern auch als Orchestermanager war Scholl einer der engsten Mitarbeiter von Ernst Mosch. Sein musikalisches Erbe trug er nach seinem Tod als Mitbegründer und Leiter der „Egerländer Musikanten – Das Original“ bis zum Jahre 2003 weiter.
Von 1993 bis 2014 war Toni Scholl hauptberuflich beim Landespolizeirochester Baden-Württemberg. Bis April 2005 war er dessen stellvertretender Leiter und von Mai 2005 bis Juni 2014 hatte er die Stelle als Chefdirigent des Orchesters inne. Von Juli 2014 bis März 2015 war er Interims-Chefdirigent des Bundespolizeiorchesters in Hannover.
Seit April 2015 ist Toni Scholl Dozent für Leitung von Blasorchestern an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim.
Als Gastdirigent arbeitet Toni Scholl mit zahlreichen renommierten Orchestern zusammen, zum Beispiel mit der Sächsischen Bläserphilharmonie, dem Burgwacht- und Polizeiorchester der Tschechischen Republik, der Filharmonia Sudecka in Polen, dem Repräsentationsorchester der Rumänischen Armee in Bukarest und dem Orchester "Musique Militaire Grand-Ducale" Luxemburg zusammen. 2007 war er als Gastdirigent und Gastdozent an die Christopher Newport University in Newport News (USA) eingeladen.
Von 2006 bis 2012 hatte Toni Scholl einen Lehrauftrag für Dirigieren an der Hochschule für Musik in Trossingen. Seit Sommer 2010 obliegt ihm die künstlerische Leitung des Schwäbischen Jugendblasorchesters im ASM und seit 2004 ist er Dozent für Dirigieren im Allgäu-Schwäbischen Musikbund an der Musikakademie Marktoberdorf (Lehrgang "Dirigent im Blasorchester / C3" und "Dirigentenausbildung zur staatlichen Anerkennung / SAD"). Für den Salzburger Blasmusikverband gibt er in Kooperation mit der Militärmusik Salzburg Masterclasses für Dirigenten. Im Jahr 2012 wurde er künstlerischer Leiter des Festivals "Big Sounds" in Böblingen und gründete die Bläserphilharmonie Baden-Württemberg mit der er mit namhaften Solisten wie Sebastian Manz, Steven Mead und Wolfgang Bauer zusammen arbeitet. Seit 2014 ist er künstlerischer Leiter der „Allgäu-Schwäbischen Musikanten“, ein Auswahlorchester des ASM bestehend aus begabten jungen Musikern, die sich der traditionellen Blasmusik verschrieben haben.
Toni Scholl zeichnet eine sehr hohe Gabe der Motivation aus, mit der es ihm immer wieder gelingt, das Orchester zu neuen Höchstleistungen zu bringen. Bei ihm geht es um die Musik und das zeigt er in seinem Dirigat - und das ist es auch, was er ohne Kompromisse von seinen Musikern fordert: "Macht Musik!"
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