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Abstimmung zum privaten Gestaltungsplan Eichwaldhof
Er charakterisiert sich folgendermassen:
• Er erlaubt in einer parzellenübergreifenden städtebaulicher Gesamtsicht eine höhere Ausnutzung, als es die Regelbauweise erlauben würde. Geplant sind ca. 350 Wohnungen im tieferen und mittleren Preissegment.
• Es entsteht hochwertiger Aussenraum mit gemeinsamer Durchwegung. Der Eichwaldgraben (Fliessgewässer) wird auf Kosten der Eigentümer revitalisiert.
• Er macht strenge ökologische und energetische Vorgaben, z.B. verbietet er die Erschliessung mit Gas.
• Es entsteht Gewerbefläche und eine KITA.
• Insgesamt sind 340 Parkplätze für Bewohnerinnen, Besuchende, Beschäftigte und Kunden vorgesehen.
Die Anzahl wird auf 286 Parkplätze reduziert, wenn das Gebiet gut mit dem öV erschlossen wird. Der überwiegende Teil der Parkplätze wird unterirdisch angeordnet. Über einen privaten Gestaltungsplan wird im Gemeinderat abgestimmt, er kann angenommen oder abgelehnt werden. Eine inhaltliche Veränderung ist nicht möglich.
Im September 2020 hat der Gemeinderat mit überwiegender Mehrheit bei zwei ablehnenden Stimmen den Plan angenommen. Aus dem angrenzenden Quartier hat sich Widerstand formiert. Der wichtigste Kritikpunkt betrifft die Erschliessung. Sie erfolgt über das Quartier, und nicht wie vom Referendumskomitee gefordert, ab der Frauenfelderstrasse. Eine solche wird vom Kanton abgelehnt, weil es eine hinreichende Erschliessung des Gebietes gibt. Das 300‘000m2 grosse Gebiet, welches über den Pappelweg erschlossen ist, ist rund 10 Mal grösser als der Eichwaldhof. Das zusätzliche Verkehrsaufkommen durch die höhere Ausnutzung wird als gering eingeschätzt werden. Ausserdem tritt bei der Ablehnung des Gestaltungsplanes die Regelbauweise in Kraft. Dabei sind bei voller Ausnützung 350 Parkplätze möglich und somit mehr, als der Gestaltungsplan vorsieht. Bei der Regelbauweise entfallen die oben aufgeführten Vorteile für das Quartier und seine Bewohner*innen. Die Geschäftsleitung hat sich am 12.1.2021 mit dem Gestaltungsplan auseinander gesetzt und empfiehlt der Mitgliederversammlung vom 2.2.2021 einstimmig die Ja-Parole.
Felix Landolt, Gemeinderat und Mitglied der vorberatenden Kommission