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«Auf diesen Moment habe ich lange gewartet und hart gearbeitet», sagte der Kanadier. Er habe erwartet, dass ihn die Amerikaner bis zum Schluss fordern würden. Auf der Zielgeraden fing der Kanadier die beiden nach der Kurve führenden Kenneth Bednarek (19,68) und Noah Lyles (19,74) noch ab. Lyles, der Weltmeister Doha, musste sich als Führender auf den letzten Metern erst von De Grasse und dann auch noch von Landsmann Bednarek abfangen lassen.
Dass De Grasse ein Mann für die grosse Bühne ist, hatte er bereits an den Spielen vor fünf Jahren in Rio angedeutet, als er Silber über 200 m und Bronze über 100 m und in der Sprint-Staffel gewann. Auch an Weltmeisterschaften holte der von Rana Raider gecoachte De Grasse bereits vier Medaillen. In Tokio stand er nun allerdings erstmals zuoberst auf dem Podest.
Der 26-Jährige aus Ontario, der mit der 100-m-Hürden-Weltmeisterin von 2019 Nia Ali verheiratet ist, hatte bereits in den Halbfinals am Dienstag auf sich aufmerksam gemacht, als er den kanadischen Rekord auf 19,73 Sekunden gedrückt und seinen Lauf damit dominiert hatte. Im Final unterbot er seine Bestmarke vom Vortag trotz leichten Gegenwinds (0,5 m/s) nochmals um 11 Hundertstel.