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Angetrieben von der bisher unbefriedigenden medizinischen Versorgung und der enormen Anzahl der Erkrankten, hat sich in der Schweiz ein Netzwerk zur Bekämpfung von Hepatitis C gebildet.
Das Netzwerk besteht aus über 80 ehrenamtlich tätigen Persönlichkeiten aus Medizin, Wirtschaft, Patientenorganisationen, Versicherern sowie Politikern und Politikerinnen.
Ziel des Netzwerks ist es, eine nationale Strategie zu lancieren, um die Auswirkungen von Hepatitis-Infektionen zu minimieren und Neuinfektionen zu verhindern.
Die Vision der nationalen Hepatitis-Strategie besteht darin, die virale Hepatitis in den nächsten 15 Jahren zu eliminieren.
Dabei soll nicht die Forschung, sondern die Diagnose im Zentrum stehen, denn ein Grossteil der Infizierten weiss gar nicht, dass sie infiziert sind und können durch ihr Nichtwissen die Infektion potentiell weitergeben.
Meilensteine in der Behandlung
400 v. Chr: Berichte von Patienten mit Gelbsucht gibt es seit den Alten Griechen. Hippokrates berichtete von einer Gelbsucht-Epidemie, bei der viele Patienten innerhalb von zwei Wochen starben.
1947: Der britische Arzt F. O. MacCallum unterscheidet erstmals zwischen den Hepatitis-Viren A und B.
1969: Entwicklung eines Impfstoffes gegen Hepatitis B.
1989: Das Hepatitis C-Virus wird entdeckt. Seit den 1970er-Jahren waren Wissenschafter überzeugt, dass es einen solchen Virus-Typ geben muss. Aber erst die Fortschritte in der Gentechnik ermöglichten die Entdeckung des Virus.
2000: Ribavirin und Interferon werden die neue Standardbehandlung bei Hepatitis C.
2014: Neue Medikamente gegen Hepatitis C kommen auf den Markt, welche die Heilungschancen stark erhöhen.
2016: Mittlerweile haben die Forscher noch weitere Viren-Typen gefunden, sie werden mit den Buchstaben E und G bezeichnet.