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Die Trächtigkeit
In der Fachliteratur wird eine Tragezeit von 63 Tagen angegeben.
In der Regel werden grosse Würfe vor dem 60. Tag geboren, wobei kleine Würfe meist länger als 63 Tage ausgetragen werden. Tragezeiten unter 58 Tagen und über 67 Tagen gelten als nicht mehr normal.
Eine Formel ,für den errechneten Geburtstermin, die ich anwende : Decktermin plus zwei Monate plus zwei Tage. Dies gilt natürlich nicht , wenn der Februar mitberechnet werden muss.
Positive Anzeichen für eine Trächtigkeit sind erhöhtes Schlafbedürfnis, ausgiebiges Sonnenbaden.
Ab der 3. Trächtigkeitswoche kann ein Brechreiz auftreten. Ev. verweigert die Hündin für einige Tage eine Nahrungsaufnahme. Brechreiz und Appetitlosigkeit hat einen Zusammenhang mit der Hormonumstellung. Ein sicheres Anzeichen für die Trächtigkeit ist nach der 3. Woche ein zähflüssiger glasiger Scheidenausfluss. Weisser oder gelblicher Ausfluss ist nicht mehr normal und sollte unmittelbar von einem Tierarzt untersucht werden.
Die Föten wachsen in den ersten Wochen nur wenig. Die Hündin wird vorerst normal weiter gefüttert und an den täglichen Spaziergängen darf sie dabei sein.
Mit zunehmendem Bauchumfang werden die Spaziergänge kürzer und gemütlicher. Zudem benötigt die Hündin mehr Futter. Ab dem 30. Trächtigkeitstag bekommt die Hündin eine Futterzusatzmenge in Form einer 3. Mahlzeit, d.h. 50 % mehr Futter. Dies für eine Hündin mit einem Gewicht von 10 kg. Für kleine Hunde wird mit einem Zusatz von 31-41% gerechnet, und für grosse Rassen 55- 68 %. Ab der 7. Trächtigkeitswoche werden die Mahlzeiten auf 3-4 Mahlzeiten aufgeteilt, da im Bauchraum nicht mehr so viel Platz für Riesenmengen vorhanden ist.
Die Mahlzeiten sollten ausgewogen zusammengestellt werden.
Wird ausschliesslich mit Trockenfutter gefüttert, sollte ab der 7. Woche langsam Welpen Futter unter die Mahlzeiten gemischt werden.
Für BARFER kann das Futter individueller gestaltet werden. 30-40% Fleisch bestehend aus verschiedenen Fleischsorten, Cerealien, Gemüse, Obst, Molkereiprodukte, Eier, Traubenzucker und Honig sollten ergänzend verabreicht werden.
Zur Stärkung der Gebärmutter und zur ernährungsphysiologischen Unterstützung in der Trächtigkeit mische ich getrocknete Bio Himbeerblätter ins Futter. 1 EL pro 10 kg .
Ich lasse mit zunehmendem Bauchumfang meine Hündin nicht mehr von der Leine. Sie sollte sich nicht mehr übermässig bewegen. Zu vermeiden sind herumtoben und Sprünge über Hindernisse. Ich möchte vermeiden, dass es zu einer Gebärmutterdrehung kommt.
Gibt es noch Zweifel ob die Hündin trägt? Ab einer Trächtigkeit von einem Monat kann ein Ultraschall Gewissheit geben. Im Ultraschall kann eine Trächtigkeit nachgewiesen werden, aber meistens nicht die Anzahl der zu erwartenden Welpen. Ich lasse dies aber sein, da ich eine Woche später eine leichte Wölbung der Rippenbögen erkennen kann.
Röntgenaufnahmen können eine Woche vor der Niederkunft auch gemacht werden, damit genau ermittelt werden kann wie viele Welpen zur Welt kommen müssten. Das ist sicher für Rassen empfehlenswert, die eher Probleme bei der Geburt haben. Ich habe dies noch nie gemacht, ich erspare meiner Hündin und den Welpen die Strahlen.
Zwei Wochen vor der Geburt wird die Wurfkiste und das Welpenbett hergerichtet. Die Hündin kann nach Bedarf dieses Lager aufsuchen damit sie dann bei der Geburt weiss wo ihr Platz ist.