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Herkunft des Namens
Der Blütensporn verlieh der Kapuzinerkresse den Namensteil ≪Kapuziner≫, da er einer Mönchskapuze ähnelt. ≪Kresse≫ kommt vom lateinischen Wort ≪crescere≫ (wachsen) und bezieht sich auf das schnelle Wachstum der Pflanze. ≪Tropaeolum≫ kommt vom lateinischen Wort ≪tropaeum≫, was so viel bedeutet wie ≪mit Waffen behängter Baum≫. Es ist ein den Göttern geweihtes Siegesmal an der Stelle, an der sich der Gegner zuerst zur Flucht wandte. Das konnte ein Baumstumpf oder ein Pfosten sein. An dieser Stelle wurden die erbeuteten Waffen aufgehängt. Betrachtet man die Blätter als Schilde und die Blüten als Helme, lässt sich diese Bezeichnung nachvollziehen.
Ausgewählte Besonderheiten
Die Blätter der Kapuzinerkresse sind rund und sitzen mittig auf den Blattstielen. Diese Art Blätter können wir normalerweise nur bei Schwimmblättern beobachten. In kühlen Nächten sondern sie Wasser aus Düsen ab, die sich an ihren Blatträndern befinden (Guttation). Das Wasser sammelt sich in der Mitte des Blatts. Eine zweite Besonderheit der Kapuzinerkresse: Wenn wir ein Beet mit Kapuzinerkresse von oben betrachten, ist es entweder grün oder gelb, orange, rot. Innert Wochen lässt sich ein stetiger Wechsel beobachten. Die Blüten erheben sich über die Laubblätter dem Licht entgegen, um sich noch während der Blütezeit zu neigen und unter dem Grün ins Schattige, Feuchte und Kühle abzutauchen. Anschliessend beginnt dieser Vorgang von Neuem. Die Kapuzinerkresse bringt wiederkehrend Wärme ins wässrige und kühle Milieu. Sie wird zur Unterstützung bei Harnwegsinfektionen und bei Erkältungskrankheiten verwendet. Die enthaltenen Senfölglykoside wirken antimikrobiell und das Vitamin C unterstützt das Immunsystem.
Quellennachweis
Heilpflanzen am Wegesrand – entdecken, bestimmen, verstehen, verwenden