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Zürich (awp) - Der CEO der Grossbank UBS, Oswald Grübel, warnt vor einer Abwanderung von Geschäften aus Ländern mit strengen Kapitalanforderungen für Bankinstitute. Aktivitäten mit höherem Risiko könnten mit der Inkraftsetzung der Basel III-Kapitalvorschriften aus Ländern wie der Schweiz oder Grossbritannien abwandern, sagte er gegenüber der "Financial Times" (Ausgabe 3.3.2011).
"Es wird ganz klar zu einem Wettbewerb über die Kapitalanforderungen kommen", wird Grübel in der Zeitung weiter zitiert. Dieser werde von Regierungen eingesetzt werden, auch wenn heute alle Lippenbekenntnisse zu Basel III abgäben. Keine gute Meinung hat Grübel zu den neuen Kapitalinstrumenten wie den Coco-Bonds, die er als "sehr gefährlich" bezeichnet: Diese würden eine kommende Finanzkrise verschlimmern, glaubt er.
Eine der grossen Herausforderungen für das Investment-Banking werde es sein, Renditen zu erwirtschaften, welche den Einsatz des Kapitals rechtfertigten. Das Herunterfahren von hochriskanten und hochrentablen Aktivitäten zugunsten von Geschäft mit niedrigeren Margen sei eine Möglichkeit, so Grübel.
Eine Rendite von 10% mit einem Risiko von 10% könnte den Investoren wohl als nachhaltig verkauft werden. Dies würde aber auch niedrigere Löhne bedeuten, da riskante Geschäfte nicht mehr getätigt würden. Finanzzentren müssten sich dann auch fragen, was sie mit all den leeren Büroflächen anfangen sollten.
tp/ra
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