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Die Rudolf Steiner Schule Basel hat 2011 ein Integrationskonzept erarbeitet und ein Pilotklasse mit zwei Kindern begonnen. Das Integrationskonzept umfasst folgende Punkte:
Kinder mit besonderem Bildungsbedarf: Integration ist nötig, wenn der normale Unterricht und die Fördermassnahmen nicht ausreichen, um ein Kind zu beschulen. Kinder, die integriert werden, haben häufig eine geistige Behinderung (z.B. Autismus, Down-Syndrom) oder eine Lernbehinderung.
Abklärung: Der Schulpsychologische Dienst klärt ab, ob ein Kind mit besonderem Bildungsbedarf in einer Regelklasse integrativ beschult werden kann oder ob eine separative Beschulung nötig ist. Wenn das Kind integriert werden kann, dann erhält es eine verstärkte Massnahme.
Zuteilung einer verstärkten Massnahme: Besucht das Kind eine Privatschule, dann zahlt der Kanton die verstärkte Massnahme und die Eltern das normale Schulgeld. Den Entscheid über die Zuteilung einer verstärkten Massnahme trifft das jeweilige Erziehungsdepartement, in der Regel die Leitung der Volksschulen.
Einzelintegration: Für die Integration oder verstärkte Massnahme gibt es eine bestimmte Anzahl Lektionen pro Woche, in denen das Kind von einer heilpädagogische Lehrperson begleitet und unterstützt wird. In der Regel sind das sechs Lektionen.
Qualifizierte heilpädagogische Lehrperson: Die Integration findet im Klassenzimmer statt. Dort steht dem Kind eine qualifizierte heilpädagogische Lehrperson zur Seite. Oder sie fördert es innerhalb einer Kleingruppe.
Individuelle Lernziele: Kinder, die integriert werden, sind in der Regel von den Lernzielen der Regelschule befreit. Dafür werden individuelle Lernziele festgelegt, die ihre spezifischen Bedürfnisse berücksichtigen.
Separater Raum / geeignete Infrastruktur: Aufgrund individuelle Lernziele ist es manchmal nötig, das die heilpädagogische Lehrperson das Kind für zwei bis drei Lektionen separat in einem Förderraum unterrichtet.
Extra Sitzungen des Klassenteams: Für die Integration eines Kindes bedarf es einer guten Zusammenarbeit innerhalb des Klassenteams. Das wird in Form von extra Sitzungen des Klassenteams gewährleistet. Die Sitzungen thematisieren die individuellen Lernziele, den Unterricht in der Klasse und die soziale Situation.