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Der Bundesrat hat heute seine Strategie zum Umgang mit Internet-Domain-Namen publiziert.
Neu soll unter .ch eine Liste mit „schützenswerten“ Bezeichnungen geführt und die Domain-Namen nach Möglichkeit „reserviert“ werden. Als Schutzziel wird die Übertragung solcher „schützenswerter“ Domain-Namen angepeilt, wenn ihrem Ansehen andernfalls erheblicher Schaden zugefügt werden könnte. Denkbar wären z.B. Domain-Namen wie „bundeshaus.ch“, „confederation.ch“ etc.
Im Gegensatz zu .ch soll .swiss eine sog. Restricted Registry werden. Dies bedeutet, dass für die Registrierung unter .swiss engere Voraussetzungen zu erfüllen sind, wie:
- Ein zwingender Bezug zur Schweiz, der im Strategiepapier noch nicht detailierter beschrieben wurde
- Die Registerbetreiberin entscheidet ob die Voraussetzung erfüllt ist und wer bei Interessenskollissionen den Vorzug erhält
- Darüber hinaus kommt das UDRP von ICANN zur Anwendung
Auch unter .swiss wird es eine Liste der schützenwerten Bezeichnungen geben (die hoffentlich identisch ist zu derjenigen unter .ch). Die Liste der schützenwerten Bezeichnungen soll Bezeichungen für das Staatswesen, die Bezeichung für die bundesstaatlichen Institutionen, die Namen von Bundesrätinnen und Bundesräten, Bundeskanzlerinnen und Bundeskanzlern und von offiziellen Gebäuden beinhalten.
Auch unter den sog. new gTLD wird der Bund versuchen, die Liste der schützenswerten Bezeichnungen durchzusetzen und reservieren zu lassen, indem dies in den jeweiligen Registries blockiert werden soll.
Die Umsetzung der Domain und Domain-Namen-Strategie des Bundes erfolgt dezentral in der Bundesverwaltung. Die Bundeskanzlei führt aber die Liste der schützenswerten Bezeichnungen und die Verfahren zur Übertragung von Domain-Namen. Das BAKOM betreut Kandidaturen für new gTLD’s. Das BAKOM bezeichnet die Registerbetreiberin für .ch, behält sich aber vor, dies selbst zu betreiben. Für .swiss ist das BAKOM die Registerbetreiberin. Das IGE schliesslich, soll Bundesstellen betreffend Übertragung eines Domain-Namens beraten.
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