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Als ich den erwähnten Artikel in den FN las, konnte ich es kaum glauben, dass eine Mehrheit der CVP-Delegierten die von der SVP lancierte familienfreundliche Initiative ablehnt. Ob dies am Stadt-Land-Spagat liegt, lasse ich dahingestellt. Ausser parteipolitischen Gründen scheint mir die Ursache der Ablehnung der 114 Delegierten einer «Christlichen Partei» am Fehlen einer gesunden christlichen Gesinnung zu liegen. Warum wurden bisher den Müttern, die ihre Kinder selbst erziehen, keine Betreuungsgelder vom Staat gewährt, wie dies bei Familien, die ihre Kinder extern betreuen lassen, geschieht?
Die Behauptung der Präsidentin der CVP-Frauen, dass nur Wohlhabende bei einer Annahme der Familien-Initiative profitieren, ist eine Irreführung und entspricht jeglicher Wirklichkeit. Im Gegenteil: den Müttern, die bisher ihre eigenen Kinder selber betreuten, wurden keine Betreuungsgelder gewährt und durch eine Ablehnung der Familien-Initiative werden sie vom Staat, der die ihnen zustehenden Betreuungsgelder bisher vorenthielt, erneut bestraft, weil er ihnen nicht dieselbe Steuererleichterung gewährt, wie den Familien, die ihre Kinder extern betreuen lassen.
Die von den 114 Delegierten der CVP erwähnte Ablehnung lässt wieder einmal die Familien im Regen stehen, die wegen ihrer sozialen Haltung bisher auf die ihnen zustehende Unterstützung verzichten mussten. Eine Partei mit dem Signet «C» als ihr Markenzeichen sollte mehr Familienfreundlichkeit zeigen, wie dies ihre Parteispitze zusammen mit der SVP erwartet.
Parteipolitische Reflexe gegenüber der SVP sollten bei den Entscheidungen keine Rolle spielen, eher eine gerechte Gesinnung für die seit langem durch gewisse Kreise diskriminierten Mütter, die ihre Kinder selber betreuen.
Es wäre zu wünschen, dass die Volksabstimmung ein klares «Ja zur Familien-Initiative» bringt.