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Das Hoteltram auf Bellavista. Foto Schweizer Hotelführer
Bellavista ist eine Station an der Zahnradbahn auf den Monte Generoso im Tessin
Das Hotel "Monte Generoso" auf Bellavista wurde bereits 1867, also lange vor dem Bau der Monte Generoso Zahnradbahn MG, durch den Arzt Carlo Pasta aus Mendrisio eröffnet. Die Gäste wurden mit Sänften und auf Maultieren in die Höhe befördert. 1890 kam dann die Zahnradbahn in Betrieb welche etwas oberhalb des Hotels die Kreuzungsstation Bellavista erstellte.
Um den Zugang zum Hotel für die nun mit der MG anreisenden Gäste angenehmer zu machen, wurde vom Hotelbesitzer ein Pferdetram erstellt, welches 1891 in Betrieb ging. Der einzige Pferdebahnwagen wurde in einer an das Stationsgebäude der MG angebauten Remise unter-gestellt. Das Pferd zog den Wagen nur auf der Bergfahrt zur Station hinauf, die Rückfahrt im gleichmässigen Gefälle machte der Wagen alleine, die Geschwindigkeit wurde mit der Hand-bremse reguliert. Das Pferd wurde entweder hinten am Wagen angebunden oder ging alleine zu seinem Stall beim Hotel zurück.
Nachdem 1938 Bellavista durch eine Autostrasse erschlossen wurde, musste die Pferdebahn den Betrieb einstellen.
Auch das Hotel musste 1974 die Türen für immer schliessen und verfiel langsam zur Ruine. Nach der Schaffung eines Naturparks am Monte Generoso wurde die Hotelruine abgetragen und auf der nun freien Fläche ein Pic-Nic Platz erstellt
Von der Wagenremise am Stationsgebäude Bellavista der Monte Generoso Bahn senkte sich die Strecke in einem weiten Bogen durch den Mischwald zum Hotel hinunter. Das Gleis in leichter Feldbahnbauart war ohne Schotterbett auf einem breiten Unterbau verlegt der auch durch Fussgänger benutzt werden konnte. Es wurden keine Weichen verlegt.
Die Fahrzeit betrug um die 6 Minuten.
Streckenskizze map.search.ch
Heute ist das ehemalige Bahntrassee in seiner ganzen Länge als Fussweg begehbar. Die Remise bei der MG Station wurde umgebaut und dient nun dem Stationsrestaurant. Das weitere Schicksal des Pferdebahnwagens ist nicht bekannt
Betriebsaufnahme Strecke:
Bellavista Station - Hotel "Monte Generoso"
1.09.1891
Betriebseinstellung Strecke:
Bellavista Station - Hotel "Monte Generoso"
1938
Streckenabbruch
anschliessend
Ersatzbetrieb
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Streckenlänge
0,4 km
Strassenstrecken
0,4 km
Spurweite
600 mm
Kleinster Kurvenradius
30 m
Grösste Neigung
38 0/00
Anzahl Weichen
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Anzahl Stationen
2
Tiefste Station (Hotel "Monte Generoso")
1207 m.ü.M.
Höchste Station (Bellavista)
1221 m.ü.M.
Remise
Bellavista
Anzahl Tunnel
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Anzahl Brücken (über 2 m Länge)
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Betriebsart
Pferdetraktion
Peronalbestand
durch Hotelpersonal
Beförderte Personen 1940 (Sommersaison)
ca. 1000
Beförderte Güter 1940 (Sommersaison)
ca. 4 t
Bremssystem
Hand- und Fussbremse
Fahrzeugbreite
1,85 m
Anstrich Personenfahrzeug
*
Höchstgeschwindigkeit
7 km/h
Triebfahrzeuge
Der Personenwagen wurde von einem Pferd gezogen.
Personenwagen
Typ
Nr.
Baujahr
Lieferfirmen
Länge
Gewicht
Plätze
Achs-
Bemerkungen
m
t
stand m
C
ohne
1891
Doupagne
4,05
1
12
1,20
* Abbruch
Station Bellavista der Generosobahn. Auf der Rückseite des Gebäudes war die angebaute Pferdebahnremise.
Bellavista aus der Vogelschau. Rechts am Stationsgebäude der kleine Schuppen für den Pferdebahnwagen. 1890
Das Hoteltram kurz vor der Station Bellavista.
Die 600 mm Pferdebahnstrecke.
Das Bahntrassee konnte auch als Fussweg benutzt werden, obschon noch ein reiner Fussweg vorhanden war.
Pferdebahnzug vor dem Hotel "Monte Generoso" auf Bellavista.
Alle Fotos: Schweizer Hotelführer
Die MG Station Bellavista. Rechts am Gebäude der Schuppen welcher einst den Pferdebahnwagen beherbergte.
In den Sommermonaten ist das "Bahnhofbuffet" dann geöffnet.
Das Stationsgebäude mit dem ehemaligen Wagenschuppen. Das Gleis lief vom Schuppen zum Standort des Fotografen. Es gab keine Weichen.
Links sehen wir die ansteigende Zahnradstrecke zum Generoso. In der Mitte führt das Trassee der Pferdebahn in den Wald hinein.
Mit einem mittleren Gefälle von 35 0/00 senkt sich das Trassee Richtung Hotel.
Das leichte Feldbahngleis lag unmittelbar neben den Stützmauern.
Bergseitig wurden beinahe durchgehend Bruchsteinmauern erstellt.
In einer weiten Rechtskurve lief die Strecke durch den Wald.
Von hier aus wäre bereits das nun abgebrochene Hotel zu sehen gewesen.
Rückblick auf die Einmündung des Fussweges. Ein Bild aus der Betriebszeit zeigt dieselbe Ansicht.
Der heutige Rastplatz war früher der Standort des Hotelgebäudes
Zwischen dem Kioskgebäude und der Pergola trat das Gleis aus dem Wald und endete hier ohne Weichen vor dem Hoteleingang.