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Vier Fünftel aller nicht gleichgeschlechtlichen Paare, die im selben Haushalt leben, haben einen Trauschein. Dies geht aus einer Auswertung zu Beziehungsformen und Paarleben des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor, die am Donnerstag publiziert wurde.
Kommen Kinder dazu, steigt die Ehe-Quote: Nur 5 Prozent der Frauen und Männer zwischen 25 und 80 Jahren, die seit mindestens zwei Jahren mit ihrem Partner zusammenleben und ein gemeinsames Kind haben, sind laut der BFS-Umfrage nicht verheiratet. Bei den kinderlosen Paaren liegt der Anteil Unverheirateter mit 41 Prozent deutlich höher.
Vor allem Junge haben es mit dem Zusammenziehen nicht sehr eilig: Bei den 18- bis 24-Jährigen wohnen 74 Prozent nicht mit dem oder der Liebsten zusammen, bei den 25- bis 34-Jährigen bevorzugen noch 19 Prozent getrenntes Wohnen. Mitte Dreissig kippt es dann: Bei Frauen und Männern ab 35 leben 90 Prozent der Paare im selben Haus.
Die Wahrscheinlichkeit, nach der Auflösung einer ersten Beziehung wieder mit einem neuen Partner oder einer neuen Partnerin zusammenzuziehen, nimmt mit zunehmendem Alter ab. Zudem gibt es hier Unterschiede zwischen den Geschlechtern.
Bei Personen, die bei der Beendigung der ersten Beziehung zwischen 25 und 34 Jahren alt waren, leben etwa gleich viele Frauen wie Männer fünf Jahre nach Auflösung der Beziehung wieder mit einem Partner oder einer Partnerin zusammen (76 Prozent der Frauen und 84 Prozent der Männer).
Bei Personen, die beim Ende der ersten Beziehung älter als 35 Jahre alt waren, zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern: Frauen leben häufiger alleine. Während bei den Männern zwischen 35 und 54 Jahren die grosse Mehrheit (66 Prozent) nach fünf Jahren wieder in einer neuen Partnerschaft leben, sind es bei den Frauen in der selben Alterskategorie nur 40 Prozent.
Mit steigendem Alter verstärkt sich der Trend: Bei den 55- bis 80-Jährigen leben 30 Prozent der Männer wieder in einer neuen Partnerschaft, bei den Frauen nur noch 3 Prozent.
(SDA)