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„Wenn man sich bemüht, die Ordnung wieder herzustellen, nachdem es bereits zur Unruhe gekommen ist, das ist so, als würde man solange damit warten, einen Brunnen zu graben, bis man schwach ist vor Durst, oder als würde man einen Speer zu schmieden beginnen, wenn der Kampf schon angefangen hat. Ist es dann aber nicht schon zu spät?“
Zitat aus dem Nei Jing (Klassiker der chinesischen Medizin 2000 v. Chr.)
Was ist Akupunktur?
Akupunktur ist ein Teilbereich der Traditionellen Chinesischen Medizin.
Die Traditionelle Chinesische Medizin hat sich in mehr als 2000 Jahren entwickelt und stammt ursprünglich aus dem ostasiatischen Raum. Sie basiert auf den 5 Säulen: Ernährung, Kräuterheilkunde, Akupunktur, Tuina-Massage und Qigong.
Das Wort Akupunktur setzt sich aus dem lateinischen Wort acus für Nadel und punctio für Stechen zusammen.
Bei der Akupunktur werden spezielle Akupunkturpunkte behandelt. Diese Punkte liegen auf Leitbahnen sogenannten Meridianen, die über den ganzen Körper verteilt sind. Die Traditionelle Chinesische Medizin geht davon aus, dass die Energie in diesen Leitbahnen fliesst. Es kann zu Stagnationen kommen, die dann mittels Akupunktur wieder ins Gleichgewicht und in Fluss gebracht werden können.
Ich arbeite mit einem Akupunkturlaser, verwende aber auf Wunsch auch Nadeln.
Die Behandlung kann durch Moxibustion ergänzt werden. Moxibustion ist das Verbrennen von getrockneten und fein geriebenen Fasern von Blättern des Beifusses. Mit der Moxazigarre werden spezielle Akupunkturpunkte erwärmt, was auf den Energiefluss einen positiven Einfluss hat. Ich verwende dafür raucharme Moxazigarren.
Wann kann Akupunktur angewendet werden?
- Erkrankungen des Bewegungsapparates wie zum Beispiel Arthrose, Arthritis, Lahmheiten, Schmerzen im Hüft-, Becken- oder Wirbelsäulenbereich und Muskelatrophien
- Hauterkrankungen
- Allergische Erkrankungen
- Stoffwechselerkrankungen
- Wundheilungsstörungen, Ekzeme und Narbenbehandlungen nach Operationen
- Störungen des Zentralen Nervensystems
- Harnwegserkrankungen
- Schmerztherapie bei degenerativen Prozessen
- Allgemeine Vitalitätsunterstützung bei alten Tieren
- Ein ganz wichtiger Punkt bei der Akupunktur ist die Prävention. So komme ich auf das obenstehende Zitat zurück. Denn bevor der Körper ins Ungleichgewicht kommt, können mit Akupunktur minimale Defizite bereits ausgeglichen werden.
Wie sieht eine Behandlung aus?
Die Behandlung findet bei mir in der Praxis, bei Ihnen zu Hause oder im Stall statt. Der Raum sollte ruhig sein und das Tier sollte sich wohlfühlen.
Eine Akupunkturbehandlung sollte nie während den Fresszeiten stattfinden.
Das Tier sollte sich zuvor versäubert haben.
Sie erhalten vorab einen Fragebogen, welchen Sie mir vor der Behandlung wieder zurücksenden. Ihre Beobachtungen sind ganz wichtig, denn für eine Diagnose nach der Traditionellen Chinesischen Medizin sind verschiedene Faktoren wie zum Beispiel der Zeitpunkt des Auftretens der Beschwerden, die Temperaturvorlieben, das Schlafverhalten, der Urin, der Kot und auch die Beschaffenheit des Fells und der Haut wichtige Aspekte.
Darum ist es ganz essentiell, dass Sie Ihr Tier sehr gut beobachten.
Vor der Behandlung werde ich den Puls und gewisse Akupunkturpunkte ertasten. Je nach Tier ist auch ein Blick auf die Zunge möglich.
Alle Symptome, Beobachtungen und Emotionen sowie auch vielleicht unwichtig erscheinende Details tragen zur Findung der Therapiemethode bei.
Es werden dann maximal 10 Akupunkturpunkte mit dem Laser jeweils über maximal eine Minute behandelt. Tiere, die nicht lange ruhig bleiben, können so trotzdem behandelt werden. Die Laserakupunktur hat den Vorteil, dass das Tier nicht gestochen werden muss. So können auch sehr empfindliche Tiere behandelt werden. Durch die Behandlung der Akupunkturpunkte werden Selbstheilungskräfte angeregt.
Nach der Behandlung sollten Sie das Tier zur Ruhe kommen lassen und keine grossen Spaziergänge oder Ausritte mehr unternehmen.
Sie erhalten von mir Vorschläge, was Sie Ihrerseits zusätzlich tun können.
Für die Akupunkturbehandlung kann kein Heilversprechen gemacht werden.