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Die Ölförderländer des OPEC-Kartells werden sich am Montag per Videolink treffen, um eine mögliche Produktionskürzung zu erörtern. Das hat ein Kartellvertreter gesagt. Andere große Ölproduzenten wie Russland und die Vereinigten Staaten können ebenfalls an dem Treffen teilnehmen. Dafür gibt es noch keine Bestätigung.
Der Grund für die Konsultationen ist der Aufruf von US-Präsident Donald Trump an Russland und Saudi-Arabien, ihren Preiskampf zu beenden. Die beiden Länder waren sich bei der vorherigen Konsultation des Ölkartells nicht einig. Als Racheaktion versprachen sie, mehr Öl statt weniger zu pumpen. Das führte zu einem Absturz der Ölpreise. Die Situation auf dem Ölmarkt war aufgrund des beispiellos hohen Nachfragerückgangs aufgrund des Koronavirus bereits sehr fragil.
Laut Trump wollen die Russen und Saudis ihre Ölproduktion auf 10 Millionen Barrel pro Tag reduzieren. Das entspricht ungefähr einem Zehntel der weltweiten Ölförderung. Der Kreml bestreitet, dass Gespräche mit Saudi-Arabien im Gange sind. Dieses Land wiederum sagte, es wolle mit den OPEC-Ländern und Verbündeten einen „fairen Deal“ machen. Ein Vertreter der OPEC +, dem das Kartell und seine Verbündeten angehören, bestätigte, dass 10 Millionen Barrel pro Tag ein realistisches Ziel sind.
Ein Abkommen über eine Produktionskürzung hängt davon ab, wie viele Länder teilnehmen möchten. Saudi-Arabien will nur dann weniger Öl fördern, wenn andere Produzenten, einschließlich der USA, anfangen, den Schmerz zu teilen. Trump wird am Freitag mit den größten amerikanischen Ölunternehmen sprechen. Produktionsreduzierung ist eine der Optionen auf dem Tisch.