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Warum hat der Februar weniger Tage?
Also eigentlich sind die Römer schuld. Im römischen Kalender war der Februar der letzte Monat des Jahres. Das Jahr begann folglich mit dem Monat März. Bei den alten Römern hatte das Jahr zudem nur 355 Tage. Da sich diese nicht gleichmässig auf zwölf Monate verteilen liessen, blieben für den letzten Monat, also den Februar, nur 28 Tage übrig. Da war aber der Abstand zu den anderen Monaten noch nicht so gross – die meisten hatten auch nur 29 Tage.
Wann änderte sich das?
Im Jahr 45 vor Christus kam die berühmte Kalenderreform von Julius Cäsar. Er hatte den Kalender in die Struktur gebracht, die wir heute kennen. Cäsar hatte nämlich ein paar der alten Monate, die nur 29 Tage hatten, verlängert, sodass sich jetzt Monate mit 30 bzw. 31 Tage einigermassen abwechseln. Nur den Februar, als kürzesten Monat, hat er dabei unangetastet gelassen. Dafür hat er im Februar den Schalttag eingeführt, den es vorher nicht gab. Uns so ist es bis heute geblieben. Erst im Jahr 1582 verkündete Papst Gregor XIII eine erneute Kalenderreform, die bis heute Gültigkeit hat.
Was hat Kaiser Augustus mit dem Februar zu tun?
Es gibt aber noch eine andere Legende, wonach wir den kurzen Februar der Eitelkeit des römischen Kaisers Augustus zu verdanken haben. Augustus wollte demnach, dass ein Monat nach ihm benannt wurde. Daraus entstand der heutige August. So weit ist an der Geschichte was Wahres dran. Beim Amtsantritt Augustus soll der August, so berichtet man, nur 30 Tage gehabt haben, dafür aber der Februar einen Tag mehr.
Augustus wollte, so die Legende, nicht akzeptieren, dass sein Monat weniger Tage hat als der von Julius (also Juli). So hat der damalige Kaiser dem August einen Tag geschenkt und diesen dem Februar abgezogen.
Diese Geschichte hat sich bis heute zwar hartnäckig gehalten, ist aber falsch. Die Quellen sind da eindeutig: Der August hatte schon zu Cäsars Zeiten 31 Tage, und insofern hatte Augustus keinen Grund, dem Februar etwas wegzunehmen.