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Mitla
Zu Schiff, zu Fuss und zu Pferd – von Kalifornien nach Salvador:
Ein farbenprächtiger und abenteuerlicher Reisebericht über Land und Leute im Mittelamerika des 19. Jahrhunderts.
Der Autor erzählt tagebuchartig von blutigen Räuber- und Indianerüberfällen, Durangos grausamen Stierkämpfen, Theater und Bällen in Mexico-City, schönen Frauen und mordlustigen Männern, schlitzohrigen Scharlatanen und trägen Zollbeamten, zerlumpten mexikanischen Soldaten und gebildeten Gentlemen. Beeindruckend schildert er die pittoreske Morgendämmerung am Popocatepetl und den schneebedeckten Gipfel des Orizaba. Die Relikte der präkolumbischen Palastanlagen von Mitla, die heute zum UNESCO-Welterbe zählen, faszinieren ihn so sehr, dass er den Ortsnamen zum Buchtitel macht. Auf dem Reiseweg begegnen ihm furchtbare Moskito- und Heuschreckenschwärme, dramatische Erdbeben und das grossartige Schauspiel vulkanischer Aktivitäten des Izalco-Kraters, das ihn ebenso fasziniert wie das lodernde Feuer in den glühenden Augen seiner Herbergswirtin.
Mit dieser Ausgabe erscheint die erste deutsche Übersetzung des 1858 in London veröffentlichten Textes, einschliesslich aller vom Autor gefertigter Illustrationen der englischen Originalfassung.
Der Anhang des Herausgebers bietet als Begleitmaterial neben vielen kommentierenden Anmerkungen eine Auswahl zeitgenössischer Buchrezensionen sowie einen Essay über Leben und Werk des Autors.
Ulrich Esser-Simon (Hrsg.)
Ulrich Esser-Simon, 1953 in Bonn geboren, war in der Bundesverwaltung tätig und beschäftigt sich heute als freier Autor und Übersetzer mit historischer Literatur und Übertragungen aus dem Englischen und Französischen.
Gustav Ferdinand von Tempsky
Gustav Ferdinand von Tempsky (1828-1868) war britischer Major mit preussischer Offiziersausbildung, Künstler und Abenteurer, Journalist und Goldgräber. Im Alter von 18 Jahren wanderte er nach Mittelamerika aus. Weitere Stationen seines abenteuerlichen Lebenswegs waren Kalifornien, Schottland, Australien und schliesslich Neuseeland, wo er in den Maori-Kriegen auf Seiten der Engländer fiel und zum Volksmythos Neuseelands wurde.