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Der Schweizer Toni Bürgler war ein merkwürdiger Gewinner. Als Aussenseiter gewann er zwar 1979 bereits in Crans-Montagna, aber dass er 1981 das Lauberhornrennen gewinnen würde – damit hatte niemand gerechnet.
Es war sein zweiter und letzter Weltcup-Sieg. Der Lauberhorn-Sieg war so bedeutend, weil Bürgler einen neuen Rekord aufstellte. 2:27:91 war seine Zeit, die erst acht Jahre später gebrochen wurde. Die heutige Bestzeit erzielte der Italiener Kristian Ghedina (2:24:23).
Wie der Vater, so der Sohn
Die Familie Rubi schaffte es gleich zwei Mal aufs Podest. Beim ersten Lauberhornrennen überhaupt hiess der Sieger Christian Rubi. Das war 1930 und einer der Höhepunkte von Christian Rubis Ski-Karriere. Später widmete sich Christian Rubi der Politik, blieb aber den Bergen als Bergführer und Skilehrer treu.
Exakt 20 Jahre später erklomm sein Sohn das Podest: Fred Rubi. Kurz darauf später musste Fred Rubi aber den Skisport verletzungsbedingt aufgeben. Es folgte eine weitere Parallele zum Vater. Fred Rubi trat ebenfalls in die Politik ein. Aber nicht nur das: Fred Rubi war ebenfalls Bergführer und Skilehrer. Die Siege am Lauberhorn waren für beide Rubis definitiv einer der Höhepunkte ihrer Karriere.
Der 11-fache Gewinner
Der Schweizer Skifahrer Karl Molitor hält den Rekord für die meisten Siege beim Lauberhornrennen. Sagenhafte elf Mal erklomm Karl Molitor das Podest auf dem höchsten Treppchen. Sechs Mal gewann er die Abfahrt, zwei Mal siegte er im Slalom und drei Mal in der Kombination. Molitor ging zudem 1939 als jüngster Gewinner in die Lauberhorn-Geschichtsbücher ein.
Die jüngste Überraschung
Wie einst Toni Bürgler gewann 2017 Niels Hintermann völlig überraschend am Lauberhorn in der Kategorie Kombination. Mit einem Sieg des damals 22-Jährigen rechnete wohl niemand. Trotz all dieser Siege der Schweizer Sportler ist die Schweiz nur das zweit-erfolgreichste Land am Lauberhorn mit insgesamt 65 Siegen. Die Österreicher führen noch mit zwei Siegen mehr. Aber das kann sich schon bald ändern.
Archivperle: Fit mit dem Lauberhornrennen
Bernhard Russi selber gewann nie auf der originalen Lauberhorn-Strecke. Er siegte aber 1973 im Ersatzrennen in Grindelwald. Dennoch wird er als Lauberhorn-Sieger gewertet. Sehenswert ist sicherlich Russis Auftritt als Ski-Turnen-Moderator aus dem SRF-Archiv.
Das Rennen
Die Lauberhornabfahrt ist die Längste Strecke der Welt. Rund 4500 Meter legen die Fahrer zurück. Zudem gilt die Strecke als eine der anspruchsvollsten. Die Höchstgeschwindigkeit beträg 160 km/h.