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Graffiti im Sand verboten
Wer ohne Bewilligung auf Wänden und Mauern Graffiti sprüht, dem drohen saftige Strafen. Der öffentliche Raum hat sauber zu bleiben. Graffiti werden nur toleriert, wenn sie im Rahmen von geplanten Kulturprojekten entstehen (Asienspiegel berichtete). In dieser Hinsicht unterscheidet sich Japan nicht stark von den meisten anderen Ländern.
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In der Präfektur Tottori geht man sogar einen Schritt weiter. 2008 wurde eine Verordnung verabschiedet, die selbst vergängliche Sand-Graffiti auf der berühmten Düne des Ortes verbietet, wie die Asahi Shimbun berichtet. Der Ort ist die wichtigste Sehenswürdigkeit der Präfektur und Teil eines Nationalparks (Asienspiegel berichtete). Aus diesem Grund hat hier alles sauber und natürlich zu bleiben.
Unerwünschte Sand-Graffiti
Vier japanische Studenten wussten offenbar nichts von diesem Verbot. Am 9. Juni schrieben sie auf einer Länge von 42 Metern in der japanischen Hiragana-Schrift die Silben «no» und «bu» in den Sand. Ausserdem «malten» zwei ausländische Touristen am selben Steilhang der Düne ein 8 Meter hohes und 13 Meter breites Herz mit einem Pfeil.
Die Personen wurden noch vor Ort von einem Vertreter des Nationalparks für ihre Aktionen gerügt. Dieser verwies auf das Graffiti-Verbot. Sie hätten nichts von diesem Verbot gewusst, entschuldigten sich die «Täter». Die vier Studenten und zwei Touristen mussten am selben Tag ihre Sandkunstwerke beseitigen.
250 Fälle im Jahr
Die Graffiti waren übrigens nicht mehr so einfach wegzubringen. Angestellte des Nationalparks arbeiteten noch am Morgen des nächsten Tages an der Düne, um die letzten Spuren zu verwischen, wie die Sankei Shimbun berichtet.
Offenbar sind Sand-Graffiti in Tottori keine Seltenheit. Alleine 2015 wurden ungefähr 250 Fälle registriert. Und selbst am 9. Juni waren es mehr als 2 Fälle. Bereits am Morgen desselben Tages musste ein Graffiti beseitigt werden.
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