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- In den vergangenen 40 Jahren ist die Axenstrasse für rund 260 Millionen Franken zu einer Nationalstrasse 3. Klasse saniert worden, wie es im Netzbeschluss von 1960 beschlossen wurde.
- Mit den geschätzten Kosten von 980 Millionen Franken könnten in der Schweiz weit dringlichere Strassenverkehrsprobleme gelöst werden (v.a. Westschweiz, Bern, Zürich). In Brunnen, beim Übergang von vier auf zwei Spuren gibt es keine Staus. Der DTV von 14‘000 Fahrzeugen rechtfertigt keinen Milliarden Ausbau.
- Die Sanierung der bestehenden Strasse kostet weitere 240 Mio. Fr, insgesamt also 1’220 Mio. Fr., plus/minus 10 %. Nach dem Bau der neuen Axenstrasse soll entlang der heutigen Axenstrasse ein durchgehender 3 Meter breiter Fahrradweg entstehen.
- Ein Ausbau mit einem durchgehenden Fahrweg ist für einen Bruchteil der 1‘220 Millionen Franken zu haben und kann auch realisiert werden, ohne den Bau einer neuen Axenstrasse.
- Im Abschnitt des geplanten Morschachertunnels besteht kein Problem wegen erhöhten Naturgefahren. Am ehesten besteht eine Steinschlaggefahr im Teilstück, wo der Sisikonertunnel vorgesehen ist. Eine Variante mit den neu entwickelten Steinschlag-Fangnetzen ist nie vorgestellt worden.
- Die Aufklassierung der Axenstrasse in eine Nationalstrasse der Klasse 2 ist eigenmächtig vom Bundesrat vorgenommen worden (im Parlamentsbeschluss von 1960 ist am Axen eine Nationalstrasse Klasse 3 vorgesehen). Die Strasse ist so realisiert worden.
- Ein Ja zu diesem Projekt dürfte als nächstes noch den Bau des 2 km langen Rophaientunnels zur Folge haben und zum Gotthard mehr Transitverkehr bringen.
- Das Volk hat Avanti abgelehnt, es will keine Kapazitätserhöhung am Gotthard.
- Mit der Alpeninitiative und dem Bau der Neat forderte das Volk die Verlagerung des Güterverkehrs und weniger Strassen-Transitverkehr.
- Die Umfahrung von Sisikon ist nötig, könnte aber auch ohne neue Axenstrasse realisiert werden, sondern mit einem Kurztunnel.
- Die Axenstrasse ist nicht an der Kapazitätsgrenze. Es gibt keine Staus in Brunnen und Flüelen !
Nein Argumente aus Schwyzer Sicht:
- Der Ausbau der Axenstrasse bringt mehr Transitverkehr. Schon heute ist die Strasse in Rothenthurm (DTV 12‘000) fast gleich stark befahren wie die Ortsdurchfahrt Sisikon(DTV 14‘500).
- Mit der Kostenbeteiligung des Kantons von rund 62 Millionen Fr. könnten dringlichere Strassenprojekte im Kanton Schwyz realisiert werden.
- Schwyzer Kantonsrat hat dazu 2 x Nein gesagt.
- Die heutige Axenstrasse müsste der Kanton Schwyz übernehmen und die hohen Kosten für den Unterhalt dieser Strasse müsste der Kanton übernehmen.
- Schwyz hat Ja gesagt zur Neat. Bevor weitere Gelder in Kapazitätserhöhungen der Transitstrassen fliessen, müssen die Neat Zufahrten ausgebaut werden.
Andreas Marty, Juni 2014