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Bild der Woche | 22.1.2018
Beim 57-jährigen Patienten wurde vor 6 Monaten aufgrund von nächtlichen Rückenschmerzen und im Labor erhöhter BSR von 42 mm/1.Std. und den entzündlichen Veränderungen im MRI (siehe Bild, STIR Sequenzen sagittale LWS) die Diagnose einer axialen HLA-B27 negativen Spondylarthritis gestellt.
Es wurde eine Therapie mit Enbrel begonnen mit initial schneller Schmerzreduktion. 3 Monate nach Therapiebeginn traten subfebrile Temperaturen und eine zunehmende AZ-Verschlechterung mit Gewichtsverlust von 10 kg auf. Hospitalisation zur Abklärung.
Die klinische Untersuchung war unauffällig. Im Labor zeigte sich eine normochrome, normozytäre Anämie und eine BSR von 60 mm/1.Std. Die Gastroduodenoskopie (rechtes Bild) zeigte makroskopisch Duodenum.
Welche Diagnose stellen Sie?
- Sprue
- M.Whipple
- Duodenitis bei V.a. opportunistischen Infekt unter TNF-Hemmer Therapie
Erklärungstext:
Die mikroskopische Untersuchung der Duodenumbiopsie zeigte neben der bereits makroskopisch sichbaren praktisch vollständigen Zottenatrophie massenhaft PAS pos. Einschlüsse in den Makrophagen (violette Einlagerungen im Bild unten). Dieses Bild ist pathognomonisch für einen Morbus Whipple. Die positive PCR Reaktion auf Tropheryma whipplei bestätigte die Diagnose.
Autor:
Dr. med. Thomas Langenegger
Baar