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Manchmal hat man das Gefühl, dass der Hund die Situation beherrscht. Die Welpenaugen sind unwiderstehlich, und es fällt schwer, nicht wütend auf seinen Hund zu sein, egal, wenn er einem das Schinkenbrötchen vom Tisch stibitzt. Die Wahrheit ist, dass dein Hund darauf wartet, dass du ihm den Weg zeigst. Hier kann sich das Training als nützlich erweisen.
Wenn du deinem Hund Grenzen setzt und ihm hilfst, sein Bestes zu geben, sorgt das dafür, dass er sicher, zufrieden und gesund ist. Das Schinkensandwich zum Beispiel mag harmlos sein, aber man sollte seinem Hund nicht erlauben, die Schokolade vom Tisch zu essen. Das Training deines Haustieres trägt dazu bei, die Zahl der in Tierheimen abgegebenen Tiere zu verringern, stimuliert die Bindung zwischen euch und stärkt das Selbstvertrauen deines Hundes. Übernimm im Jahr 2022 endlich die Rolle des Rudelführers und genieße diesen Prozess. Diese Tipps für die Ausbildung deines Hundes werden dir dabei helfen.
Positiv bleiben
Erinnere dich an einen schlimmen Vorfall, dem du zum Opfer gefallen bist. Vielleicht war es der Lehrer, die Eltern oder der Chef, der dich ständig angeschrien hat. Vielleicht hast du dich vor ihnen gefürchtet oder sie sogar verdrängt. Es ist keine gute Idee, wenn dein Haustier durch das Training Angst vor dir bekommt. Stattdessen solltest du eine positive, angenehme Beziehungserfahrung schaffen. Es ist wichtig, die Stimmung positiv zu halten. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) befürwortet ein humanes und lohnendes Training, das auf Futter, Lob und Spiel setzt, um die Tiere zum Lernen zu bewegen. Man sollte alles vermeiden, was dem Tier unnötigen Stress oder Unbehagen bereitet, wie etwa Schreien oder Androhung von Strafen.
Übung und Geduld sind der Schlüssel zum Erfolg.
Wörter wie "Sitz" und "Platz" gehören wahrscheinlich schon lange zu deinem Wortschatz, aber bedenke, dass sie für dein Vierbeiner ganz neu sein könnten. Wenn du früher gelacht hast, wenn dein Hund auf den Esstisch gesprungen ist, könnte er eingeschüchtert sein, wenn du ihn aufforderst, sich zu setzen. Es ist nicht leicht, sich zu ändern, aber es ist machbar. Sei beharrlich und ausdauernd. Es wird empfohlen, konsequent und geduldig zu sein. Der VDH empfiehlt, in kleinen Intervallen zu üben, z. B. 5 Minuten oder weniger am Stück, damit dein vierbeiniger Freund nicht gelangweilt, abgelenkt oder gar verärgert wird. Am besten ist es, wenn du das Training mit einer positiven Note beendest, indem dein Hund eine Fähigkeit oder ein Kommando vorbildlich vorführt.
Wechsle die Umgebung ab!
Das Kommando "Sitz" hat im Park und zu Hause dieselbe Bedeutung. Wenn du jedoch nur zu Hause übst, kann es sein, dass dein Hund diese Tatsache nicht versteht. Nimm deinen Welpen mit zu Ausflügen in örtliche Parks, in hundefreundliche Restaurants und zu deinen Lieben nach Hause und versuche, dort kurze Trainingseinheiten einzubauen, damit er weiß, dass er sich an dich wenden kann, egal wo er ist.
Körpersprache einschätzen
Es ist wichtig zu üben, aber du musst genau darauf achten, wann du es tust. Wenn man müde, deprimiert oder verängstigt ist oder etwas ähnliches, kann es schwierig sein, dies zu erlernen. Das Gleiche gilt für dein Hund, auch wenn er nicht sagen kann: "Ich brauche heute Abend eine Pause." Aber du kannst Hinweise aufgrund der Körpersprache erkennen. Wenn dein Hund ein beängstigendes Verhalten zeigt, wie z. B. sich ängstlich umzudrehen oder auf dem Boden zu kauern, ist es nicht der richtige Zeitpunkt oder Ort für eine Trainingseinheit.
Stufenweises Arbeiten
Es ist unwahrscheinlich, dass du Algebra in der ersten Klasse gelernt hast; wahrscheinlich hast du im Matheunterricht zunächst gelernt, wie man zählt. Genauso wichtig ist es, dass du lernst, schrittweise vorzugehen, wenn es um deine Fellnase geht. Am Anfang sollte man mit den Grundlagen wie "Sitz", "Bleib" und "Komm" beginnen. Dann kannst du diese Befehle weiter ausbauen. Du kannst deinem Hund zum Beispiel loben, wenn er am Anfang nur schon ein zwei Schritte auf dich zugeht, wenn er beginnt, die Bedeutung von "Komm" zu verstehen. Beschränke die Dauer des Komandos "Bleib" auf ein paar Sekunden, wenn man das Kommando einführt, und gehe allmählich zu längeren Zeiträumen über.
Zum Schluss noch ein paar Gedanken
Denke daran, dass du in der Beziehung mit deinem Hund das Alphatier bist. Wenn du deine Rolle verstehst, bedeutet das nicht, dass du dich in einen Machtkampf mit deinem Liebling stürzt oder dass du ihn nicht liebst. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Wenn du deinen Hund mit positiven, belohnenden Trainingsmethoden ausbildest, kann das eure Beziehung verbessern. Es kann auch dazu beitragen, dass er sicher und gesund bleibt (das Wissen, dass er "bleiben" kann, kann ihn davon abhalten, über die Straße zu rennen). Hunde sind begeistert davon, zu lernen und uns zu gefallen, weshalb sie Vertrauen aufbauen, wenn sie neue Techniken lernen. Zu den beliebtesten Trainingstechniken für Haustiere gehört es, ruhig, konsequent und positiv zu bleiben. Achte darauf, dass dein Haustier am Ende der Trainingseinheit etwas erfolgreich ausführt, damit es sich darauf freut, bei der nächsten Trainingseinheit wieder dabei zu sein. Übt nicht, wenn euer Tier ängstlich oder verängstigt wirkt. Das Ziel ist, dass es dir und deinem Hund Spaß macht.