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Taipei (Taiwan, die Provinz Chinas)
Die lebhafte Millionenmetropole Taipeh liegt im Norden Taiwans und ist die Hauptstadt der Republik China. Die faszinierende Stadt ist gleichzeitig sehr traditionell und hypermodern. Die ursprünglichen Bewohner Taipehs, noch vor den chinesischen Zuwanderern, sind die Ketagalan, die zu Anfang der Ming-Dynastie 1368-1644 hier ankamen. Nach dem Krieg zwischen Japan und China, der 1895 mit einer Niederlage des Kaiserreichs China endete, wurde Taiwan japanische Kolonie. Schon in dieser Zeit wurde die Entwicklung Taipehs zur Grossstadt von Japan vorangetrieben und ihr Gesicht geformt. So ähnelt z. B. die Form des Präsidentenpalastes dem Schriftzeichen für Japan. Nach der japanischen Niederlage 1945 wurde Taiwan wieder eine Provinz Chinas. 1949 zog sich die damalige chinesische Regierung vor den Kommunisten ins Exil nach Taiwan zurück. Kapital, Kunstschätze und Chinas Elite gelangten in hoher Zahl nach Taipeh und Umgebung. Dadurch wurde die Stadt schliesslich zum wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Zentrum Taiwans und eine der wichtigsten Städte Asiens. Taipeh liegt in einem Becken am Zusammenfluss der Flüsse Danshui, Xindian und Jilong, die die Stadt formen und begrenzen. Am Nordrand der Senke steigen die Berge des Yangmingshan-Nationalparks an. Höchster Berg ist der Qixing Shan mit 1120 m. Der Nationalpark lockt mit eindrucksvollen Graslandschaften und vulkanischer Aktivität sowie traditioneller Kirschblüte und farbenfrohen Schmetterlingen. Anziehungspunkte im Süden der Stadt sind der Zoo, der Zhinan-Tempel und die Teehäuser der Maokong-Berge, von denen kleinere Ausläufer, wie der Xiang Shan-Berg, bis in das Stadtzentrum reichen. Taipehs Wahrzeichen ist der Wolkenkratzer Taipei 101, der bis Juli 2007 das höchste Gebäude der Welt war, mit Einkaufszentrum, Büros und einer Besucherplattform. Empfehlenswert ist auch das Nationale Palastmuseum mit Schätzen der Verbotenen Stadt aus über dreitausend Jahren, der Longshan-Tempel, der bekannteste Tempel der Stadt, der Bao-An-Tempel, der bedeutendste daoistische Tempel Taipehs, erbaut 1760, und der Konfuziustempel in direkter Nachbarschaft dazu. Das Lin-An-Tai-Haus, das älteste existierende Wohngebäude Taipehs, ist die Hofanlage einer reichen Kaufmannsfamilie, die 1986 an der Binjiang Strasse originalgetreu wiederaufgebaut wurde. In der Nationalen Chiang-Kai-Shek-Gedächtnishalle wird dem langjährigen Präsidenten der Republik China gedacht, sie symbolisiert die nationale Identitätssuche. Die dazugehörigen Gärten, Teiche, die Nationale Konzerthalle und die Nationale Theaterhalle sind Orte der Erholung. Taiwanesisches Leben lernt man besonders gut auf dem Shilin- oder Shida-Nachtmarkt kennen, beliebte Treffpunkte, an denen Lebensmittel verkauft und zubereitet werden.