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Kantonales Feuer- und Feuerwerksverbot
Wie in anderen Kantonen herrscht auch im Kanton St.Gallen seit längerer Zeit grosse Trockenheit und erhebliche, in Teilen sogar grosse Wald- und Flächenbrandgefahr im Kantonsgebiet. In diesem Zusammenhang hat der Kanton Graubünden am 22. Juli 2022 ein gänzliches Feuerverbot in weiten Teilen des Kantonsgebiets verfügt. Die Kantone Glarus und Zürich haben ebenfalls ein Feuerverbot im Wald und Waldesnähe und der Kanton Thurgau zusätzlich noch ein kantonsweites Feuerwerksverbot erwirkt.
Aufgrund der Trockenheit wurden in südlichen Regionen des Kantons St.Gallen bereits Feuerverbote im Wald und Waldesnähe verfügt. Die Fachleute der Meteorologie rechnen vorerst nicht mit einem Wetterumschwung, insbesondere nicht mit genügend Niederschlag, der die Situation grundlegend entschärfen würde. Damit wächst die Waldbrandgefahr stetig an.
Aufgrund dieses hohen Gefahrenpotenzials hat der kantonale Führungsstab (KFS) eine Beurteilung der Lage vorgenommen und beantragt ein kantonales Verbot des Entzündens von Feuer und Abbrennen von Feuerwerk, sowie das Verbot des Wegwerfens von brennenden Streichhölzern und Raucherwaren im Wald und in Waldesnähe (200 m). Weiterhin wird beantragt, das Steigenlassen von Himmelslaternen vorübergehend zu verbieten. Diese Anträge werden auch vom kantonalen Forstamt unterstützt.
Das Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St.Gallen erlässt per Heute, 27. Juli 2022 als Allgemeinverfügung:
1. Im Wald und in Waldesnähe (200 m) ist das Entzünden von Feuer und das Abbrennen von Feuerwerk sowie das Wegwerfen von brennenden Streichhölzern und Rauchwaren bis auf Widerruf verboten.
2. Im gesamten Gebiet des Kantons St.Gallen ist das Steigenlassen von Himmelslaternen
(auch Ballone mit Wunderkerzen, Kong-Ming-Laternen, Glück- oder Wunschlaternen) bis auf Widerruf verboten.
3. Diese Allgemeinverfügung tritt am 27. Juli 2022, um 08:00 Uhr in Kraft.
4. Diese Allgemeinverfügung ergeht unter Hinweis auf Art. 45 FSG, wonach mit Busse bestraft wird, wer Bestimmungen des Gesetzes über den Feuerschutz vorsätzlich oder fahrlässig verletzt. Vorbehalten bleibt die Strafbarkeit aufgrund eines anderen Gesetzes (Abs. 1). In leichten Fällen kann eine Verwarnung ausgesprochen werden (Abs. 2).
5. Einer allfälligen Beschwerde gegen diese Allgemeinverfügung wird die aufschiebende Wirkung entzogen.