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Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler mit Sitz im luzernischen Ebikon kauft die deutsche FB Gruppe. Es handelt sich dabei um ein mittelständisches Unternehmen im Familienbesitz, das Lifte herstellt, installiert, modernisiert und wartet.
Schindler übernimmt sämtliche Anteile der sächsischen FB Gruppe, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Wie viel Schindler dafür bezahlt, wird nicht bekannt gegeben. Die FB Gruppe beschäftigt 225 Mitarbeitende und hat Niederlassungen in Berlin, Dresden und Leipzig.
Schindler ist seit 110 Jahren in Deutschland präsent. Mit dem Zukauf werde Schindler Deutschland weiter gestärkt, heisst es in der Mitteilung, insbesondere im gehobenen Aufzugssegment der kundenspezifischen Lösungen sowie bei Nachrüstungen von Liften.
Die Analysten der Neuen Helvetischen Bank schätzen den Umsatz der FB Gruppe auf 37 Millionen Franken pro Jahr. Die Zürcher Kantonalbank und die UBS gehen von 30 bis 40 Millionen Euro pro Jahr aus – das ist weniger als 0,5 Prozent des Schindler-Konzernumsatzes.
Die Zürcher Kantonalbank vermutet, dass Schindler einen Preis von “deutlich weniger als das zweifache des Umsatzes” bezahlt, die UBS geht von einem Kaufpreis in Höhe des Jahresumsatzes oder “leicht höher” aus.
Es sei jedenfalls gut, Schindler zurück an der “Übernahmefront” zu sehen, nachdem das Unternehmen bereits vor Wochenfrist in China eine Akquisition getätigt habe, kommentiert Baader Helvea. Und die Neue Helvetische Bank schreibt: “Davon würden wir gerne noch mehr sehen”.