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Die mögliche Einführung einer Börsensteuer hat ägyptischen Aktien am Donnerstag zugesetzt. Die langfristigen Folgen hielten sich indes in Grenzen, sagen Analysten.
Aus Furcht vor einer Börsensteuer in Ägypten haben sich Anleger am Donnerstag von Aktien aus dem nordafrikanischen Land getrennt. Der Kairoer Leitindex fiel um 3,6 Prozent - so stark wie zuletzt vor sieben Monaten.
Eine längerfristige Schwäche der Börse sei aber nicht zu erwarten, betonte Ahmed Shams El Din, Chef-Analyst der Investmentbank EFG-Hermes. Die Kosten für Investoren hielten sich in Grenzen.
Deal mit dem IWF
Insidern zufolge denkt die ägyptische Regierung über eine Wiedereinführung der sogenannten Stempelsteuer nach. Dadurch solle die Zeit bis zur Rückkehr zu einer Kapitalertragssteuer überbrückt werden. Die Pläne sind Teil eines Deals mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF).
Dieser will Ägypten in den kommenden drei Jahren mit zwölf Milliarden Dollar unter die Arme greifen. Im Gegenzug verpflichtet sich das nordafrikanische Land, die Einnahmen zu erhöhen und Ausgaben zu senken.
Hin und her
In Ägypten gab es ab Mai 2013 bereits eine Stempelsteuer, die im Juli 2014 von einer zehnprozentigen Kapitalertragssteuer abgelöst wurde. Im Mai 2015 setzte die Regierung deren Erhebung aber wegen der schlechten Konjunktur aus.
(reuters/gku)