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Vier Blutgruppen: Nach der Auswertung der Ergebnisse stand für Karl Landsteiner fest: Es muss vier verschiedene Blutgruppen geben. Er gab ihnen die Namen A, B, AB und 0. Das noch heute gebräuchliche AB0-System war geboren.
Verträglichkeiten: Aufgrund seiner Blutgruppe verträgt der Mensch nicht jedes Blut, weil sonst die Blutkörperchen verklumpen. Personen mit Blutgruppe 0 vertragen A, B und AB nicht, Leute mit Blutgruppe A können kein AB oder B bekommen, Blutgruppe B funktioniert nicht mit A und AB. Interessant: Menschen mit Blutgruppe 0 können allen anderen Personen Blut spenden, Leute mit Blutgruppe AB dagegen von allen anderen Blut empfangen. Im Idealfall bekommt aber jemand Blut mit derselben Blutgruppe, wie er selbst hat.
Der Rhesusfaktor: Damit eine Bluttransfusion erfolgreich verlaufen kann, muss neben der Blutgruppe allerdings auch noch der Rhesusfaktor stimmen. Diesen entdeckte Karl Landsteiner zusammen mit Alexander Solomon Wiener im Jahr 1940. Der Rhesusfaktor beschreibt weitere Merkmale der Blutgruppen. Im Serum von Kleintieren, denen das Blut von Macacus-Rhesusaffen gespritzt wurde, fanden die Forscher dieselben Stoffe, die auch bei 85% der Menschen für eine Verklumpung der roten Blutkörperchen sorgen. Diese Personen bezeichnete die Wissenschaftler als Rhesus positiv (Rh+), die restlichen 15% als Rhesus negativ (Rh-).
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In Mitteleuropa haben ungefähr 45 Prozent der Menschen Blutgruppe A, Platz zwei belegt die Blutgruppe O mit 40 Prozent aller Menschen, gefolgt von der Blutgruppe B mit 10 Prozent der Leute. Schlusslicht bildet die Blutgruppe AB, welche 5 Prozent aller Mitteleuropäer aufweisen. Zudem weisen 85 Prozent der Männer und Frauen den Rhesusfaktor positiv auf und nur 15 Prozent den Rhesusfaktor negativ. Die seltenste Blutgruppe ist damit AB negativ. Und in der Schweiz? Bei uns haben 47% aller Menschen Blutgruppe A, 41% Blutgruppe 0, 8% Blutgruppe B und nur 4% Blutgruppe AB. Die Eltern vererben die Anlagen fur die Blutgruppe ihren Kindern.
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