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Bei Boris Berezovsky habe man den Eindruck, «Klavierspielen sei für ihn eine Art pianistische Denksportaufgabe, die Lösung unlösbar scheinender Probleme». Das schreiben die Organisatoren der International Piano Series Freiburg über den russischen Meisterpianisten, der am Sonntag zum Saisonabschluss in der Aula der Universität Miséricorde zu hören ist. Er sei ein «Zauberkünstler am Klavier», mit einer Vorliebe für technisch knifflige Werke.
Eine Weltkarriere
Boris Berezovsky wurde 1969 in Moskau geboren und studierte am dortigen Konservatorium bei Elisso Virsaladze; zudem nahm er Privatunterricht bei Alexander Satz. Mit gerade einmal 19 Jahren debütierte er in der Londoner Wigmore Hall; zwei Jahre später gewann er die Goldmedaille beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Damit begann seine Weltkarriere in der «Nachfolge der grossen russischen Pianisten der Vergangenheit», wie es das Magazin «Gramophone» formulierte. Berezovsky konzertiert regelmässig als Solist mit Orchestern wie dem Philharmonia Orchestra London, dem New York Philharmonic, dem Danish National Radio Symphony Orchestra, dem Orchestre National de France oder den Berliner Philharmonikern und tritt bei Konzertreihen und Festivals auf der ganzen Welt auf. Er hat mehrere herausragende Solo-CDs eingespielt sowie zusammen mit dem Swedish Chamber Orchestra sämtliche Klavierkonzerte Beethovens.
Beethoven, Chopin und Bartók
Berezovsky, der dafür bekannt ist, dass er seine Programme gerne in letzter Minute ändert, will in Freiburg folgende Werke zur Aufführung bringen: Ludwig van Beethovens Klaviersonate Nr. 13 in Es-Dur, Frédéric Chopins «Impromptus», darunter das beliebte «Fantaisie-Impromptu», Béla Bartóks Klaviersonate Sz 80, die Klaviersonaten in E-Dur, g-Moll und D-Dur von Domenico Scarlatti sowie die «Trois Mouvements de Pétrouchka» von Igor Strawinsky.
Aula Magna, Universität Miséricorde, Freiburg. So., 11. Juni, 17 Uhr.