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Wie aus Hören – Verstehen wird!
Unser Gehör besteht bekanntlich aus Ohrmuschel, Gehörgang, Mittelohr mit den Gehörknöchelchen Hammer, Ambos und Steigbügel und der Hörschnecke, oder Cochlea. In der Cochlea passiert etwas Fantastisches.
Jedes Geräusch und jedes Signal, das wir hören, werden hier in die Einzelteile zerlegt. Stellen wir uns vor, dass wir die Hörschnecke ausrollen. Nun kann man sie mit einem Klavier vergleichen, auf welchem vom Anfang bis zur Spitze 10 Oktaven abgebildet sind. Anstelle von Tasten haben wir ca. 15‘000 Haarzellen, von welchen jede nur jeweils genau einen Ton oder eine Frequenz übertragen kann. Beinahe jedes Signal ist aus mehreren Frequenzen zusammengesetzt. Man nennt sie deshalb komplexe Signale. In der Cochlea werden die Signale nun nach Tonhöhe, Lautstärke und Zeitdauer auseinandergenommen und die einzelnen Frequenzen auf verschiedenen Nervenbahnen ans Hirn geleitet.In den Hörzentren links und rechts im Schläfenlappen unserer Hirnrinde werden sie wieder zusammengesetzt. Erst jetzt werden sie analysiert und den Signalen eine Bedeutung zugeordnet.
Stellen wir uns nun vor, dass auf dem Klavier einige Tasten nicht mehr richtig funktionieren. Nun spielt der Pianist ein uns bekanntes Lied. Je nachdem, wie viele Tasten nicht mehr funktionieren, wird es jedoch schwierig, das Lied noch zu erkennen. So verhält es sich auch mit dem Verstehen eines Wortes. Nehmen wir das Wort „ein“. Je nachdem, was für ein Buchstabe davorsteht, kann dieses Wort verschiedenste Bedeutungen annehmen.
M-ein, d-ein, s-ein, r-ein, sch-ein, b-ein, kl-ein usw.
Nun genau da können wir den Unterscheid zwischen Hören und Verstehen erklären. Mit einer Altersschwerhörigkeit verlieren wir zunehmend die Fähigkeit, die hohen Töne zu hören und das würde in unserem Beispiel bedeuten, dass wir „ein“ noch hören, jedoch den Buchstaben davor nicht mehr erkennen und somit das Wort auch nicht mehr verstehen.