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Augustinus schreibt in seinem Buch De doctrina Christiana (2. Buch, 18. Kapitel):
… jedenfalls brauchen wir wegen des heidnischen Aberglaubens weder die Musik zu fliehen, falls wir daraus zum Verständnis der Heiligen Schrift etwas Zweckdienliches gewinnen können, noch dürfen wir uns zu den theatralischen Possen der Heiden wenden, wenn wir über Zithern und andere Instrumente etwas sagen, was der Erfassung geistiger Dinge förderlich ist. Wir haben ja auch nicht deshalb auf die Erlernung der Buchstaben verzichten müssen, weil ihre Erfindung dem Merkur zugeschrieben wird, und brauchen uns nicht deshalb von der Gerechtigkeit und der Tugend abzuwenden, weil die Heiden der Gerechtigkeit und der Tugend Tempel geweiht haben und weil sie das, was im Herzen gehegt werden soll, lieber in Gebilden von Stein anbeteten. Im Gegenteil wird jeder wahre und gute Christ einsehen, daß die Wahrheit, die er in der Heiligen Schrift bekennt und anerkennt, das rechtmäßige Eigentum seines Herrn ist, mag er sie nun auch sonstwo immer finden, und er wird daher von abergläubischen Erfindungen nichts wissen wollen.