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CTG ist die Abkürzung für Cardio-Toko-Graphie. Das ist die Aufzeichnung der kindlichen Herztöne und der zeitgleich dargestellten mütterlichen Wehentätigkeit. Das wird jeweils für mindestens 30 Minuten geschrieben, und anhand verschiedener Kriterien kann man interpretieren, wie es dem Baby während der Wehen geht.
Wir gehen davon aus, dass es dem Baby gut geht, wenn die Grundlinie seiner Herzfrequenz zwischen 110 und 150 Schlägen pro Minute ist. Als gutes Zeichen werten wir, wenn die Herzfrequenz sogenannte Akzelerationen aufweist, d.h. dass das Herz kurzfristig mal schneller als 150 spm schlägt, wenn das Baby sich zum Beispiel stark bewegt hat.
Ein negatives Zeichen ist, wenn die Herzfrequenz sich nach einer Wehe verlangsamt. Das nennt man Dezeleration und kann, wenn es immer wieder auftritt, ein Zeichen von Geburtsstress sein.
Uns ist es am liebsten, wenn wir sehen, dass die Herzfrequenz des Babys unabhängig von der Wehentätigkeit der Mutter stabil ist.
Der Wehenschreiber ist ein Druckfühler, der auf den obersten Punkt der Gebärmutter gelegt und mit flexiblen Gurten befestigt wird. Wird der Bauch während der Wehe hart, zeigt das Gerät die Wehe in Form einer Welle an. Der aufgezeichnete Höhepunkt ist auch der Höhepunkt des Schmerzes für die Frau. Die Schmerzintensität anzeigen kann das Gerät aber nicht! Wir Außenstehenden können nicht auf dem CTG sehen, wie stark oder wie effektiv die Wehen sind.
Am besten beachtet Ihr Männer dieses CTG Gerät so wenig wie möglich!
Im weiteren Geburtsverlauf wiederholt man diese 30 minütigen Aufzeichnungen ca. alle 1-2 Stunden. Gegen Ende der Geburt bleibt die Herztonkontrolle dauerhaft angeschaltet, um zu sehen, wie es dem Baby geht.
Die Geräte funktionieren inzwischen auch kabellos, so dass ihr Frauen möglichst wenig dadurch gestört werdet. Man kann mit dem CTG auch in die Badewanne oder unter die Dusche gehen.