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Gotthard-Komitee
Die 13 Gotthard-Kantone nehmen erfreut zur Kenntnis, dass der Nationalrat genauso wie zuvor der Ständerat mit dem deutlichen Ja zu FABI Verbindlichkeit für die Beseitigung der absehbaren Engpässe auf dem Schienennetz schaffen will. Stossend ist, dass FABI im ersten Ausbauschritt keine Massnahmen zur substantiellen Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Gotthard-Achse vorsieht. Die Planung und Projektierung von Schlüsselprojekten zur Sicherung von ausreichenden Zufahrtskapazitäten im Norden und Süden nach Eröffnung des Gotthard-Basistunnels ist daher raschmöglichst an die Hand zu nehmen.
FABI mit der von beiden Räten gutgeheissenen Aufstockung der Mittel für den ersten Ausbauschritt und insbesondere auch der Aufnahme von Planungs- und Projektierungsmitteln für den zweiten Ausbauschritt zielt in die richtige Richtung. Die vorgesehenen Mittel ermöglichen den Anstoss der Planung und Projektierung von Massnahmen zur Stärkung der Nord-Süd-Achse. Diese sind unverzichtbar, wenn die wichtige Verlagerung des Transitgüterverkehrs nicht zu einer Verdrängung des ebenso wichtigen Personenfern- und Regionalverkehrs führen soll.
Der geplante durchgehende Viermeter-Korridor für den Schienengüterverkehr ist eine unverzichtbare Sofortmassnahme, die aber nur kurzfristig die Nachfrage nach Güterverkehrs-Kapazitäten decken kann. Für die Ermittlung der mittelfristig benötigten Kapazitäten wäre ein umfassendes Güter- und Personenverkehrskonzept für die beiden Nord-Süd-Achsen nötig. Dieses müsste auch Aussagen über eine neue Juraquerung, den Ausbau am Axen und die Zufahrten südlich des Gotthards enthalten.