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Schlagen Sie Ihre Bibel in Lukas 2 auf. Jesus ist hier zwölf Jahre alt. Seine Familie ging jedes Jahr zum Passahfest nach Jerusalem. Nach den Festtagen verließen sie Jerusalem und machten sich auf den Heimweg. Maria und Josef dachten, dass Jesus mit Freunden oder anderen Verwandten unterwegs war. Aber am Ende des ersten Tages merkten sie, dass er nicht da war. Sie bekamen Angst und gingen zurück nach Jerusalem. Erst drei Tage später fanden sie ihren 12-jährigen Sohn wieder. Er saß mit den Gesetzeslehrern zusammen im Tempel. Er hörte ihnen zu und stellte ihnen Fragen. Und alle Lehrer staunten über den Verstand dieses 12-Jährigen. Als Maria und Josef ihn fanden, sagten sie zu ihm: „Wo bist du gewesen? Hast du dir nicht überlegt, dass wir nach dir suchen und uns Sorgen machen würden?“
Und seine Antwort ist sehr interessant. Lukas 2,49:
„Und er sprach zu ihnen: Was ist der Grund dafür, dass ihr mich gesucht habt? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?“
Schon mit 12 Jahren war sich Jesus der Gegenwart seines Vaters bewusst. Er meinte hier offensichtlich nicht seinen Stiefvater Josef, sondern seinen himmlischen Vater. Ich bin sicher, dass diese Worte großen Eindruck auf Maria und Josef gemacht haben.
Gehen wir zum dritten Kapitel. Wir lesen ab Vers 21. Viele Jahre sind seitdem vergangen. Johannes tauft die Menschen im Jordan. Da steht in Lukas 3,21-24:
„Es geschah aber, als das ganze Volk getauft wurde und Jesus getauft war und betete, dass der Himmel geöffnet wurde und der Heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel kam: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
Und er selbst, Jesus, war ungefähr dreißig Jahre alt, als er auftrat, und war, wie man meinte, ein Sohn des Josef, des Eli, des Mattat, des Levi, des Melchi, des Jannai, des Josef.“
Und so geht es durch seine ganze Ahnenreihe weiter: Dieser war der Sohn von dem, der der Sohn von dem, der der Sohn von dem und so weiter. Es geht zurück bis zum Anfang.
Und dann steht in Lukas 3,38:
„… des Enosch, des Set, des Adam, des Gottes.“
Adam war Gottes Sohn. Gottes ursprüngliche Absicht war, eine Familie zu haben. Alle sollten ihn als Vater kennen. Doch Adam wandte sich durch seine Sünde von Gott ab. Er wurde vom Leben Gottes abgeschnitten. Die ganze Menschheit wurde durch die Sünde von Gott getrennt. Und von Adam bis zu Jesus kannten die Menschen Gott nicht mehr als Vater.
In den Propheten, besonders bei Jeremia und Jesaja, hatte Gott zu Israel gesagt, dass er möchte, dass sie ihn als Vater kennen. Aber sie haben es nie verstanden.
Als Jesus kam, sprach er schon mit 12 Jahren und später davon, dass Gott sein Vater ist. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten und die religiösen Anführer ärgerten sich darüber. In ihrer Vorstellung war Gott kein Vater. Aber genau dafür ist Jesus gekommen: um zu retten und wiederzugewinnen, was verloren ist und um den Menschen den Weg in Gottes Familie zu zeigen. Sie sollten Gott nicht nur als Gott, sondern als Vater kennen. Darum geht es, wenn wir von neuem geboren werden. Es geht um einen Vater und seine Familie.
Von Johannes 14 bis Johannes 17 benutzt Jesus das Wort „Vater“ nicht weniger als 44 Mal.
Jesus starb am Kreuz und bezahlte so für unsere Schuld. Und nach der Auferstehung begegnete Maria ihm im Garten. Und in Johannes 20,17 – das ist interessant – sagte Jesus zu Maria Magdalena:
„Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sprich zu ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott!“
Sie hatten über drei Jahre mit Jesus zusammengelebt und gehört, wie er immer über den Vater und seine Beziehung zum Vater redete und darüber, was der Vater tun würde. Sie hatten gehört, wie Jesus gesagt hatte: „Ich tue nur das, was der Vater mir zeigt. Die Werke, die ich tue, sind nicht meine, sondern die des Vaters.“ Es ging immer um seine Beziehung zum Vater. Und nun, nach der Auferstehung, kommt auf einmal die Botschaft von Maria Magdalena: „Ich habe Jesus gesehen! Er hat mir gesagt, dass ich euch sagen soll, dass er zu seinem und eurem Vater auffährt. Alles wird sich ändern. Ihr habt jetzt die Gelegenheit, Gott als euren Vater kennenzulernen.“ Diese Worte haben sicher einen tiefen Eindruck auf sie gemacht.
Ich glaube, dass Gott sich wünscht, dass wir alle wie Jesus dieses ständige Bewusstsein für die Gegenwart, Fürsorge und das Wesen des Vaters haben. Ich weiß, dass manche nun sagen werden: „Das wäre zwar toll, aber ich kann mir das nicht vorstellen. Ich habe nie einen Vater gehabt.“ Oder: „Mein Vater war ein schlechter Vater. Ich kann mir einfach keinen guten Vater vorstellen.“
Sehen Sie, es geht nicht darum, einer biblischen Aussage zuzustimmen. Wir reden hier über eine Erkenntnis, die Ihnen der Heilige Geist schenken möchte. Ich möchte Sie also ermutigen: Bleiben Sie offen.
In Psalm 68,6 steht: „Gott ist ein Vater der Waisen.“ Er kann der Vater sein, den Sie nie gekannt haben. Ihr irdischer Vater mag furchtbar gewesen sein und seine Aufgabe schlecht gemacht haben. Aber Sie können Gott, den perfekten Vater, kennenlernen. Das wünscht Gott sich. Wenn wir offen bleiben, können wir seine Vaterschaft erkennen. Wenn Sie von neuem geboren sind, ist er Ihr Vater. Aber vielleicht haben Sie noch nicht so viel von dieser Beziehung profitiert, wie Sie könnten.
Gottes Wesen hat viele verschiedene Facetten und sie sind alle sehr wichtig. Die verschiedenen Aspekte seines Wesens fügen sich vollkommen harmonisch und ohne Widerspruch ineinander. Welchen Teil seines Wesens Gott offenbart, hängt davon ab, wann und wem gegenüber er das tut. Und es gibt einen Aspekt von Gottes unveränderlichem Wesen, der unseren Glauben stärken und unsere Haltung prägen sollte, wenn wir mit ihm reden oder daran denken, dass Gott etwas in unserem Leben tut – und das ist sein Vater-Sein.
Ich möchte Ihnen etwas vorlesen. Sie können es auch aufschlagen. Jakobus 1,16-17. Darin heißt es: „Macht euch nichts vor.“ Ich lese aus der Neuen Genfer Übersetzung:
„Macht euch nichts vor, meine lieben Geschwister! Von oben kommen nur gute Gaben und nur vollkommene Geschenke; sie kommen vom Schöpfer der Gestirne, der sich nicht ändert und bei dem es keinen Wechsel von Licht zu Finsternis gibt.“
Gott als Vater ändert sich nie. In seiner Güte und Vollkommenheit gibt es nicht die kleinste Veränderung oder Abweichung. Das sind die einzigen Gaben, die er uns gibt. Alles, was von ihm kommt, ist gut und vollkommen.
Erinnern Sie sich daran, was Pastor Joel einmal erzählt hat, wie seine Familie in einem zweigeschossigen Haus wohnte, und manchmal stritten sich seine Kinder im Untergeschoss. Dann rief er die Treppe hinunter: „Was ist denn da unten los?“ Bis er irgendwann sagte: „Muss ich erst runterkommen?“ Viele Leute denken, dass Gott genauso ist. „Was ist da unten los? Muss ich erst runterkommen?“ Sie denken, dass Gott etwas Schlimmes geschehen lässt, sobald sie versagen. Sie denken, dass Gott zornig ist und nur auf die Gelegenheit wartet, sie zu erwischen. Nein. Gottes Gaben sind immer gut und vollkommen.
Nicht „gut und leicht“. Hier steht nicht: „Nur Gutes und Leichtes kommt von oben.“ Manches, das Gott uns schenkt, in das er uns hineinführt oder das er uns sagt, ist ganz schön schwierig. Aber es ist immer gut und vollkommen. In 1. Mose 1,31 steht:
„Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“
Er hat sich nicht verändert.
Psalm 145,9:
„Der HERR ist gut zu allen, sein Erbarmen ist über alle seine Werke.“
Gehen wir zu einer anderen Stelle. Matthäus 7. Ich hoffe, Sie mögen Ihre Bibel. Wir werden nämlich heute vieles darin nachschlagen. In Matthäus 7 sagt Jesus etwas über den Vater. Wir lesen ab Vers 9. Da sagt Jesus:
„Oder welcher Mensch ist unter euch, der, wenn sein Sohn ihn um ein Brot bittet, ihm einen Stein geben wird? Und wenn er um einen Fisch bittet, wird er ihm eine Schlange geben? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, Gutes geben denen, die ihn bitten!“
Was gibt uns der Vater? Gutes. „Von oben kommen nur gute Gaben und vollkommene Geschenke.“ Er ist gut. Und er tut Gutes. Ich möchte heute über einige dieser guten Gaben sprechen, die wir von Gott als unserem Vater erwarten können. Sind Sie bereit?
Erstens: Das erste gute und vollkommene Geschenk, das er Ihnen als seinem Kind machen möchte, wenn Sie es geworden sind, ist der Heilige Geist.
Die Parallelstelle zu dem, was wir gerade in Matthäus 7 gelesen haben, steht im Lukasevangelium im 11. Kapitel, in den Versen 11 bis 13. Ich will es vorlesen. So beschreibt Lukas, was Jesus sagte. Lukas 11,11-13:
„Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben, wenn er ihn um Brot bittet?“
Das haben wir gelesen. Natürlich keiner.
„Oder wenn er ihn um einen Fisch bittet, gibt er ihm statt des Fisches eine Schlange? Oder auch wenn er um ein Ei bittet, wird er ihm einen Skorpion geben? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!“
Wie viel mehr wird der Vater im Himmel denen den Heiligen Geist geben, die ihn bitten?
Apostelgeschichte 1,4-5. Das ist nach der Auferstehung:
„Und als er mit ihnen versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten – die ihr, sagte er, von mir gehört habt; denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach diesen wenigen Tagen.“
In Kapitel 2 steht, dass 120 von ihnen in einem Zimmer versammelt waren und der Heilige Geist mit Macht auf sie kam. In Apostelgeschichte 2,4 heißt es:
„Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“
120 Jünger sprachen unter dem Einfluss des Heiligen Geistes in anderen Sprachen. Übrigens: Maria, die Mutter von Jesus, war auch dabei. Sie wurde mit diesen 120 Leuten mit dem Heiligen Geist getauft. Und dann gingen alle raus auf die Straße. Sie können es in der Apostelgeschichte nachlesen. Sie gingen auf die Straße. Sie redeten immer noch in fremden Sprachen. Und es waren Menschen aus der ganzen bekannten Welt da und hörten sie in ihrer eigenen Sprache sprechen. Es war ein übernatürliches Ereignis.
Petrus nutzte die Gelegenheit, um ihnen zu erklären, was da geschah. Lesen Sie mit oder hören Sie zu. In Apostelgeschichte 2,32-33 sagt Petrus:
„Diesen Jesus hat Gott auferweckt, wovon wir alle Zeugen sind. Nachdem er nun durch die Rechte Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er dieses ausgegossen, was ihr seht und hört.“
Apostelgeschichte 2,38-39:
„Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, hinzurufen wird.“
Die Zusage des Vaters, das Geschenk des Heiligen Geistes, gilt Ihnen und Ihren Kindern „und allen, die in der Ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, hinzurufen wird.“
Damit ist sowohl eine räumliche als auch zeitliche Ferne gemeint. Ich bin einer davon. Ich bin zeitlich weit entfernt, 2000 Jahre später. Aber diese Zusage gilt auch für mich. Und sie gilt auch für Sie. Sie gilt für alle, die der Herr, unser Gott, hinzurufen wird. Der Vater will seinen Kindern den Heiligen Geist schenken. Das ist keine pfingstlerische oder charismatische Lehre. Es ist ein Geschenk des Vaters für alle seine Kinder. Das ist das Erste, das der Vater seinem Kind schenken möchte: den Heiligen Geist.
Nachdem ich Christ geworden war, zog ich von Oregon zurück nach Kalifornien und fing an, ehrenamtlich in einem christlichen Werk mitzuarbeiten. Sie machten eine Art Medienarbeit. Wir waren um die 15, 20 Leute. Und manchmal hatten wir Telefondienst. Der Leiter von uns Ehrenamtlichen hieß Hank. Er dachte, ich hätte ein Talent dafür, dass Menschen mit dem Heiligen Geist erfüllt werden. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Aber fast jeden Abend wurde jemand bei mir am Telefon mit dem Heiligen Geist erfüllt und fing an, in fremden Sprachen zu sprechen.
Zum Beispiel rief jemand an und sagte: „Ich möchte gern 15 Dollar spenden, damit in Jerusalem ein Baum gepflanzt wird.“ Ich antwortete: „Okay. Geben Sie mir Ihre Kontodaten. Danke. Übrigens, haben Sie schon den Heiligen Geist empfangen?“ – „Nein, davon habe ich noch nie gehört.“ Dann erklärte ich es ihnen und die Leute wurden erfüllt. Es passierte fast jeden Abend.
Irgendwann sagte Hank: „Bayless, wie machst du das? Bei den anderen im Team passiert das nicht. Was machst du eigentlich?“ Ich antwortete: „Ich sage ihnen nur, was in der Bibel steht. Und die Bibel bringt den Glauben hervor, um den Heiligen Geist zu empfangen.“ Ich erzählte ihm, was ich den Leuten sagte und dass der Heilige Geist etwas ist, das der Vater uns schenken möchte. Ich sagte: „Keine Sorge. Wenn wir den Vater um den Heiligen Geist bitten, wird er uns nicht eine Schlange oder einen Skorpion geben.“ In der Bibel sind das Bilder für böse Geister. Jesus sagte: „Wenn ihr um Brot bittet, werdet ihr keine Schlange bekommen. Wenn ihr um ein Ei bittet, werdet ihr keinen Skorpion bekommen. Wenn ihr den Vater um den Heiligen Geist bittet, werdet ihr ihn auch bekommen.“ Jesus ist in den Himmel aufgefahren und diese Gabe ist ausgegossen worden. Sie steht uns zur Verfügung. Sie ist ein Geschenk für alle, so viele der Herr, unser Gott, zu seinen Kindern und allen, die in der Ferne sind, hinzurufen wird.
Ich sagte also: „Hank, ich zeige den Leuten anhand der Bibel, dass sie dieses Geschenk haben können. Dann zeige ich ihnen in der Apostelgeschichte, wie Menschen mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden und anfingen, in anderen Sprachen zu reden.“ Vielleicht denken Sie jetzt: „Ich muss in fremden Sprachen reden?“ Nein, Sie dürfen. Es ist großartig. Ich zeigte den Leuten also ein paar Bibelstellen und sagte dann: „Wollen wir Gott darum bitten?“ Dann betete ich am Telefon mit demjenigen am anderen Ende. Und dann sagte ich: „Wenn ich Amen sage und Sie mitgebetet haben und Amen gesagt haben, sagen Sie nichts mehr in Ihrer Sprache. Sie können schließlich nicht zwei Sprachen gleichzeitig sprechen.“ Ich kann ein bisschen Spanisch. Aber nicht gleichzeitig mit Englisch.
„Es muy dificil hablar en el … mismo tiempo … dos lenguas.“ Man kann nicht zwei Sprachen gleichzeitig sprechen. Also sagte ich: „Wenn wir Amen gesagt haben, sagen Sie nicht: ‚Danke, Herr Jesus‘ in Ihrer Sprache. Sie können nicht zwei Sprachen gleichzeitig sprechen. Vertrauen Sie einfach darauf, dass der Heilige Geist Sie erfüllt und der Vater die Gabe über Ihnen ausgießt, wie er versprochen hat.“ Ich las die Bibelstelle vor und sagte: „Hier steht: Sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“
Und ich sagte: „Sehen Sie, nicht der Heilige Geist hat gesprochen, sondern sie. Der Heilige Geist bewegte ihre Stimmbänder. Aber sie haben selbst gesprochen.” Manchmal las ich jede Stelle vor, in der davon berichtet wird. Und ich sagte: „Sie müssen also selbst sprechen. Und dazu müssen Sie den Mund aufmachen.“ Im Buch Hiob heißt es: „Sie sperrten ihren Mund auf wie nach dem Spätregen.“ Der Spätregen ist ein Bild für den Heiligen Geist. Ich sagte also: „Sind Sie bereit? Beten wir.“ Dann beteten wir und baten den Vater um den Heiligen Geist. Amen. Dann sagte ich: „Gut. Bilden Sie einfach einen Laut und der Heilige Geist wird Ihre Zunge bewegen.“ Und fast jedes Mal wurden sie sofort mit dem Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden.
Eines Abends, nachdem alle Besprechungen vorbei und alle anderen gegangen waren, rief Hank uns zu einem Gebetstreffen zusammen. Wir waren etwa 20 Leute. Es war am Ende des Abends, und bevor wir nach Hause gingen, wollte er, dass wir noch zum Beten zusammenkamen. Wir gingen also in einen kleinen Raum. Da klopfte es an der Tür. Ein Paar aus Arizona war den ganzen Weg bis zu uns gefahren, weil sie unsere Sendungen gesehen hatten. Sie waren von Arizona nach Kalifornien gefahren, weil sie vom Heiligen Geist erfüllt werden wollten. Doch die Leute, die immer vor der Kamera standen, waren schon gegangen. Aber dann hörten sie jemanden im Hinterzimmer und klopften. Sie redeten mit Hank. Dann kam Hank zu mir und sagte: „Bayless, hier ist dieses wunderbare Paar. Sie sind von Arizona bis zu uns gefahren, um mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden. Redest du mit ihnen?“ Ich sagte: „Gerne.“
Ich ging also zu ihnen. Aber ein anderer Ehrenamtlicher hatte gehört, was Hank gesagt hatte. Er ging zu dem Paar hin und fragte sie: „Ihr wollt also mit dem Heiligen Geist erfüllt werden?“ Sie sagten: „Ja.“ Er rief jemandem zu: „Hol das Öl.“ Also holten sie eine Flasche Öl und gossen es dem Paar auf den Kopf. Das ist okay. In der Bibel wird auch davon gesprochen, mit Öl zu salben. Aber dann fingen sie an, für die beiden zu beten und sie fast eine Stunde lang zu malträtieren. Sie schrien sie an, schrien in fremden Sprachen auf sie ein und packten ihre Hände. Und sie erklärten ihnen überhaupt nichts. Ich weiß noch, dass eine Frau anfing, den beiden die Waden zu massieren. Also setzte ich mich einfach hin. Hank und seine Frau setzten sich neben mich. Und wir saßen da und schauten eine Stunde lang zu, wie alle diesen beiden die Hände auflegten, sie umschubsten, sie dazu brachten, sich hinzuknien und ihnen alle möglichen schlechten Ratschläge gaben. Nach einer Stunde hörten sie auf. Nach und nach verließen alle den Raum. Schließlich waren nur noch das Paar, Hank, seine Frau und ich übrig. Hank fragte: „Redest du mit ihnen?“ Und ich sagte: „Natürlich.“ Also ging ich hin und sagte: „Hallo. Ich heiße Bayless. Haben Sie den Heiligen Geist durch all das hier empfangen?“ Und der Mann schaute mich an und sagte: „Wenn, dann habe ich es nicht gemerkt.“
Ich sagte: „Haben Sie eine Bibel dabei?“ Er sagte: „Ja.“ Er holte seine Bibel heraus und wir schauten uns fünf Minuten lang die Bibelstellen an, die ich vorhin genannt habe. Dann sagte ich: „Sollen wir den Vater darum bitten?“ Sie sagten: „Okay.“ Ich sagte: „Heben Sie Ihre Hände.“ Dann beteten wir. Und als wir gebetet hatten, fingen beide an, in anderen Sprachen zu sprechen, wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und wir erlebten eine wunderbare Zeit in der Gegenwart Gottes.
Wenn Sie noch nie mit dem Heiligen Geist erfüllt worden sind, dann ist das etwas, das der Vater Ihnen schenken will. Wenn wir auf das stellvertretende Opfer Jesu schauen und ihn als unseren Herrn und Retter annehmen, werden wir gerettet. Aber aus der Taufe mit dem Heiligen Geist, dieser Gabe des Heiligen Geistes, kommt Kraft.
Manche von Ihnen fühlen sich wie ausgedörrt. Sie denken: „Es muss doch noch mehr geben.“ Ja, es gibt mehr. Der Vater möchte Sie mit dem Heiligen Geist erfüllen. Sie können ihn heute noch haben, wenn Sie wollen. Er ist der Gleiche gestern, heute und in alle Ewigkeit.
Sie müssen nicht in fremden Sprachen reden, um in den Himmel zu kommen.
Ihr Vertrauen auf Jesus bringt Sie in den Himmel. Der Heilige Geist gibt Ihnen Kraft. Es ist ein Geschenk, das wir von unserem Vater im Himmel erwarten sollen.
Ich freue mich, dass Sie heute dabei waren. Am Ende haben wir vom Heiligen Geist geredet. Ich bin unerschütterlich davon überzeugt, dass das Wichtigste, was der Heilige Geist bewirkt, die Veränderung unseres Geistes ist. In Johannes 3 sagt Jesus, dass wir von Neuem geboren werden müssen. Was vom Heiligen Geist geboren wird, ist der neue Geist des Menschen.“ Sie sind ein geistliches Geschöpf, nach Gottes Bild erschaffen. Sie werden ewig leben; es fragt sich nur, wo. Die Sünde hat uns innerlich verdorben, unser eigentliches Wesen, den Geist, der in unserem Körper lebt. Aber wenn jemand Jesus als Herrn und Retter annimmt, kommt der Heilige Geist und verändert unseren Geist. Wir werden von Neuem geboren und zurück in die Gemeinschaft mit Gott gebracht. Wenn Sie das noch nicht erlebt haben, dann wenden Sie sich doch einfach an Jesus. Vertrauen Sie ihm als Herrn und lassen Sie den Heiligen Geist seine rettende Arbeit in Ihnen tun.