Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/179624

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft die Schliessung eines Autobahnabschnitts zwischen zwei Agglomerationen für den motorisierten Verkehr an mindestens einem Sonntag pro Jahr zu organisieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Nationalstrassen sind die wichtigsten Strassenverbindungen von gesamtschweizerischer Bedeutung. Sie sind ein bedeutendes Element unseres Verkehrssystems. Funktionierende, sichere und verträgliche Nationalstrassen sind deshalb von erheblicher volkswirtschaftlicher Relevanz. Zwar beträgt der Längenanteil der Nationalstrassen am gesamten Strassennetz nur rund 2,5 Prozent. Im Jahr 2015 wurden jedoch rund 42 Prozent der gesamten Fahrleistung auf den Nationalstrassen abgewickelt. Noch dominanter sind die Nationalstrassen beim schweren Strassengüterverkehr (rund 69 Prozent). Für die Zukunft ist weiterhin ein starkes Verkehrswachstum zu erwarten.</p><p>Die Nationalstrassen tragen wesentlich zur Entlastung des untergeordneten Strassennetzes bei, weil sie grosse Teile des Motorfahrzeugverkehrs aufnehmen und einen flüssigen und sicheren Verkehr ermöglichen. Über diese Kanalisierung leisten die Nationalstrassen einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verkehrssicherheit.</p><p>Ein Unterbruch einer dieser wichtigsten Strassenverbindungen zwischen zwei Agglomerationen an mindestens einem Sonntag pro Jahr, wie ihn die Motion fordert, hätte folglich negative Auswirkungen auf die Umwelt und die Verkehrssicherheit. Der Verkehr zwischen zwei Agglomerationen würde sich statt über die Autobahn über Kantons- und Gemeindestrassen bewegen. Die Folge wären Staus und Verkehrsbehinderungen. Schwächere Verkehrsteilnehmer würden durch den Ausweichverkehr auf dem untergeordneten Strassennetz zusätzlich gefährdet. Überdies wären negative wirtschaftliche Auswirkungen (Tourismus- und Ausflugsverkehr, Gastwirtschaftsbetriebe usw.) zu erwarten.</p><p>Der Bundesrat begrüsst zwar das Projekt Engage.ch, lehnt das Ansinnen der Motion jedoch ab. Er ist vielmehr der Auffassung, dass die schweizerische Verkehrspolitik darauf auszurichten ist, die negativen Auswirkungen der Mobilität dauerhaft zu minimieren. Aus Sicht des Bundesrates ist gezielt auf Massnahmen zu setzen, die mit vertretbarem Aufwand einen möglichst grossen Nutzen für das Gesamtverkehrssystem erzeugen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.