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Renaissance des Protektionismus – vom Wert des freien Handels
Ohne die Mobilisierung des Kreditwesens und des Handels wäre Europa nie zu dem prosperierenden Kontinent geworden, den es noch immer darstellt. Die Idee, dass der Abbau der Zölle und die Öffnung der Grenzen Frieden und Wohlstand befördere, fand erstmals Niederschlag im nordischen Städtebund der Hanse. Die Einsicht, dass es nicht unbedingt ökonomisch sinnvoll sei, alles selber herzustellen, begann sich indes erst mit der arbeitsteiligen industriellen Produktion durchzusetzen. Zur vollen Blüte gelangte der Freihandel mit der Globalisierung nach 1989. Der liberalisierte Warenaustausch brachte einen Handel hervor, der weltweit Hunderte von Millionen aus der Armut befreite. Heute, wo neben der ökonomischen auch die politische Rechnung aufgemacht wird, fühlen sich manche übervorteilt, allen voran die USA unter Donald Trump. Von neuem beginnt die Hydra des Protektionismus ihr Haupt zu erheben.
Einleitungsreferat von Karen Horn