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In einem von Verbrechen geplagten Stadtteil von Los Angeles konnte die Polizei mithilfe eines Computerprogramms die Verbrechensrate deutlich senken. So ging die Zahl der Einbrüche in jenem Gebiet um 25 Prozent zurück, wie Technology Review schreibt. Das Computerprogramm hilft der Polizei, indem es ihr vorschreibt, wo sie zu patroulieren hat – nämlich dort, wo voraussichtlich am meisten Verbrechen geschehen werden.
Computeralgorithmus sagt Verbrechen voraus
Hinter dem Computerprogramm des kalifornischen Start-up-Unternehmens PredPol steckt ein wissenschaftlicher Algorithmus, der an den Universitäten von Santa Clara und Kalifornien entstanden ist. In den Algorithmus fliessen Daten von früheren Verbrechen wie auch Informationen von Studien über das Verhalten von Kriminellen. Eine zentrale Erkenntnis sei hier, dass Einbrecher oft dieselben Gebiete immer und immer wieder aufsuchen.
Anhand dieser Daten errechnet das Programm für ein bestimmtes Gebiet, wo die Wahrscheinlichkeit für ein Verbrechen am höchsten ist. Als Output resultiert dann eine Karte, auf der rote Kästchen jene Brennpunkte markieren, in der die Polizei mit Vorteil patroullieren sollte.
Hohe Trefferquote
Um zu beweisen, dass ihr Programm auch funktioniert, hat PredPol zwischen November 2011 und April 2012 die Verbrechen im besagten Stadtteil von L.A. untersucht. Die von der Software markierten Brennpunkte hatten demnach eine sechsmal höhere Trefferquote an Verbrechen als zufällig auf der Karte platzierte Kästchen. Demgegenüber wiesen Brennpunkte, die von Kriminalanalysten definiert wurden, lediglich eine dreimal höhere Trefferquote als die Zufallsbereiche auf.
So oder so sei das Computerprogramm für die Polizei von L.A. ein Gewinn. Sie trage nämlich auch deshalb zur Effizienzsteigerung bei, weil sie den Polizisten die Entscheidung abnimmt, wo sie ihre nächsten Patrouillen ansetzen sollen. Das spare wertvolle Zeit, die ansonsten für die Patrouillenplanung draufgehen würde.
Die Software zur Verbrechensbekämpfung wurde zuvor bereits in Santa Cruz getestet und wird derzeit in sechs Stadtteilen von Los Angeles mit einer Bevölkerung von über einer Million Menschen eingesetzt. Weitere Städte sollen folgen.