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Aus verschiedenen Pflanzen sind Gene bekannt, die eine verfrühte Blütenbildung auslösen. Mit gentechnischen Methoden (Cis- oder Intragenese, falls das Gen in einer kreuzungskompatiblen Pflanze bekannt ist, andernfalls Transgenese oder Pfropfen) lassen sich diese Gene direkt in bestehende Sorten transferieren. Mit Kreuzung wären dafür mehrere langwierige Rückkreuzungen notwendig. Anschliessend können in diese frühblühende Sorte neue Eigenschaften mit konventioneller Züchtung eingekreuzt werden. Dank dem verfrühten Blühen wird dabei Generationszeit verkürzt und die Züchtung beschleunigt. Das eingeführte Gen wird am Schluss wieder herausgekreuzt und ist in der Sorte mit der neuen Eigenschaft somit nicht mehr vorhanden.
Anwendung
Die beschleunigte Züchtung kann insbesondere bei sich langsam entwickelnden Pflanzen zu einer wesentlichen Zeitersparnis führen. Bei Obstbäumen dauert die Entwicklung einer neuen Sorte mit konventioneller Züchtung 20-25 Jahre, mit beschleunigter Züchtung nur etwa 6 Jahre (Link).
Entwicklungsstand
Die Technik wird in der Forschung bei verschiedenen Pflanzenarten angewendet. Mit marktfähigen Produkten ist in nächster Zukunft nicht zu rechnen.