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Adrian Michael
Im Walde ob Tavanasa sind noch die spärlichen Ruinen der "Heidenburg" zu sehen, über die urkundlich gar nichts überliefert ist. Der Volksmund zu Obersaxen nennt sie der Gesteinsformation nach auch "Höhlenburg". Ein Gut "Hollenstein" unter Obersaxen wird 1729 erwähnt. Es handelt sich jedenfalls um eine sehr alte Befestigung zum Schutze der Straße, die durchs Oberland über den Lukmanier führte und die zeitweise von Kaisern und Königen auf ihren Zügen nach Italien benutzt wurde. Das hohe Alter der Burg mag dem Glauben Vorschub geleistet haben, sie stamme aus heidnischer Zeit. Vielleicht wäre so der merkwürdige Name zu erklären. Im Jahre 1556 werden die Obersaxer-Burgen "Schwarzenburg", "Saxenstein" und " Heydnischburg" als Grenzpunkte zwischen Obersaxen und Waltensburg genannt. Sie dürften also wohl früher schon feste Stützpunkte an den Grenzen der Herrschaft Obersaxen gewesen sein.
Adrian Michael
Bibliographie