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Stadthaus-Brunnen
Dieser bedeutende Springbrunnen des Historismus ist ein Abschiedsgeschenk des als Professor nach Stuttgart berufenen Winterthurer Stadtbaumeisters und Architekten Karl Wilhelm Bareiss (1819-1895). 1871 wurde der Brunnen projektiert und 1872 erstellt. Er gilt auch als Denkmal für die in Winterthur 1872 eingeführte Wasserversorgung. Der gesamte Schalenaufbau wurde 2002 in Granit ersetzt.
Der wunderschöne Stadthaus-Springbrunnen weist ein Becken in einer Vierpassform mit einer quadratischen Umschreibung von 12 aus 12 Meter auf. Die Beckeneinfassung und der zentrale Aufbau sind in Kalkstein ausgeführt, das Becken selbst wurde betoniert und mit einem Überzug ausgekleidet. Die Speisung erfolgt ab dem Wassernetz, ist der Brunnen gefüllt, wird das Wasser umgewälzt.
Die vierpassförmige Brunnenschale ist aus insgesamt zwanzig Teilen (Läufer und Segmentbogensteinen) gefertigt. Der zentrale Aufbau besteht aus Sockel, Bassin, grosser Wasserschale, einem runden Zwischenstück sowie der oberen, kleinen Auslaufschale. Das Wasser fliesst aus einem wuchtigen Auslaufstutzen in Messing aus der Zulaufleitung.
Der Brunnen wurde von Karl Wilhelm Bareiss entworfen. Der engagierte deutsche Architekt wirkte von 1860 bis 1871 in Winterthur als Stadtbaumeister. Sein Abschiedsgeschenk an die Stadt, der Stadthaus-Brunnen, ist eine der vielen Spuren (Kavalleriekaserne (Reithallen an der Zeughausstrasse; Badeanstalt an der Badgasse; Hotel/Kino Loge am Graben u.v.m.), die er hinterlassen hat.
Der Brunnenbeschrieb folgt einem Text für die Inventarisierung von Kulturgütern des Bundesamtes für Zivilschutz 1999. Verfasser war Gregor Frehner.
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