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Vom Wochenblatt zum monothematischen Monatsmagazin
Die erste Ausgabe von BwieBasel erschien am Freitag, 2. November 1984 und kostete 2 Franken. Schwerpunktthema der auf Zeitungspapier gedruckten und mehrheitlich schwarz-weissen Zeitung (Zeitschrift?) war ‹Wie kinderfeindlich sind wir Basler?›. Die 40 Seiten Umfang waren eine Mischung aus politischen/gesellschaftlichen Informationen und Unterhaltung, inklusive TV-Programm für ‹DRS›, ‹ARD› und ‹ZDF›.
Wöchentlich erschienen Ausgaben mit zum Teil relativ brisanten politischen Themen wie ‹Dauerbrand im Lützelhof; 2 minus 2 = ein neuer Chef›, ‹Menschenhändler und Erpresser in Basel›, etc. Doch bereits nach drei Monaten stellte die ‹3B Verlags AG›, die zur Basler Zeitung gehörte, die Wochenzeitschrift ein und änderte das Konzept.
Im März 1985 erschien ein völlig neues Magazin mit dem noch heute bekannten Schriftzug über die Basler Fasnacht. Die damalige Redaktorin Doris Tschan erzählte, die Basler Zeitung sei auf sie zugekommen – man wolle aus dem BwieBasel etwas Neues, Farbiges machen. Sie fand, ein Fasnachtsheft sei ein guter Auftakt, scheuchte ihren Bruder Walter Sütterlin auf, der sie vor und an der Fasnacht begleitete und fotografierte. Und so erschien nach der Fasnacht im Verlag Birkhäuser Media (später Multipress AG; die Basler Zeitung wollte offiziell nicht in Erscheinung treten) das neue BwieBasel mit dem Titel ‹FwieFasnacht›.
Monatlich wurde das Konzept mit den Buchstaben weitergeführt, indem die Inhaltsthemen mit dem Titelbuchstaben anfingen (E wie Elsbeete, Erlen-Verein, Essen, Ermitage, Elsässerstrasse, etc.). Beim ‹Z› angelangt, fuhr man mit geografischen Richtungen fort, indem man einzelne Sektoren der Windrose vorstellte (‹Nord-Nord-West: Schifflände, Totentanz, Blumenrain, Chemiefirmen, Rhein). In den Jahren 1990/91 waren die Quartiere dran, später folgten Berichte entlang der Basler Tramlinien.
1997 beschloss die Basler Zeitung, keine (aufwendigen) Zeitschriften mehr zu produzieren und verkaufte BwieBasel an den Spalentor Verlag. Das neue Redaktionsteam veränderte das Konzept und widmete fortan jeder Ausgabe ein Thema. Bis zum Einstellen der gedruckten BwieBasel-Ausgabe wurden so über 200 verschiedene Themen jeweils mit einem historischen Artikel, Reportagen, Impressionen, Interviews und anderem mehr vorgestellt. Die Tradition der Fasnachtsausgabe in Form eines Rückblicks mit legendierten Fotos, einer Auswahl von Cliquen-Zeedeln und Schnitzelbänggen wurde beibehalten. Weitere Informationen zu BwieBasel finden Sie auf Wikipedia.
Aufgrund verschiedener Umstände – zum Teil auch wegen der Corona-Pandemie – beschloss der Spalentor Verlag, das Erscheinen der gedruckten BwieBasel-Ausgabe per Ende 2021 einzustellen. Der Verlag wie auch die Redaktoren übergaben sämtliche Copyrights an Texten und Fotos an den 2020 gegründeten Verein ‹Basler Wissen› mit der Idee, die zahlreichen BwieBasel-Themen in Zukunft allen Interessierten kostenlos in einer Art ‹WikiBasilea› digital zur Verfügung zu stellen.
Ziel des Vereins ist, möglichst viele Themen neu aufzubereiten, zu aktualisieren und zu ergänzen (mit Film- und Tondokumenten) und auf der Website ‹BwieBasel› freizuschalten.