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Die Helden meiner Kindheit
Autokinos sind ein grossartiges Symbol für die amerikanische Vergangenheit, ein Andenken an die Geschichte, während wir in eine digitalisierte Welt übergehen.
Autokinos hatten grosse Bedeutung in meiner Kindheit. Fangen spielen unter dem grossen Bildschirm, viel zu viel Popcorn essen und mitten während der Vorstellung unter einem Stapel Decken einschlafen. Als ich älter wurde, schlossen immer mehr Autokinos in der Umgebung und ich vergass diese amerikanischen Kultstätten.
All dies änderte sich in Sommer 2013, als ich Fotografin Holly Andres bei einer Reportage für «The New York Times» assistierte. Wir besuchten das 99W Drive-in in Newberg, Oregon und meine Obsession, mich fotografisch mit diesen vom Aussterben bedrohten Ikonen zu beschäftigen, war geweckt.
In den letzten zwanzig Jahren ist die Zahl der Freiluftkinos rapide zurückgegangen. Während ihrer Hochblüte in den 50er-Jahren gab es über 4000 Spielstätten. Inzwischen sind noch knapp 400 in Betrieb. Im Jahr 2013 kündigte die Filmindustrie eine komplette Umwandlung in digitale Medien an. Damit werden der 35-mm-Film und die Projektoren zu Relikten aus der Vergangenheit. Die teure Modernisierung trifft die Autokinos, welche saisonal betrieben werden, besonders hart.
Für mich und für diejenigen, welche sich daran erinnern, sind die Leinwände unter freiem Himmel ein grossartiges Symbol für die amerikanische Vergangenheit, ein Andenken an die Geschichte, während wir in eine digitalisierte Welt übergehen. Die Ruinen der Drive-ins sind die Verkörperung von Ideen und Dingen, welche als Resultat von technischen Verbesserungen überflüssig geworden sind.