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Der Wiener Hans Hass ist mit 94 Jahren am Sonntag gestorben. Der Österreicher gilt als einer der grossen Naturforscher des vergangenen Jahrhunderts. Mit Filmen wie «Abenteuer im Roten Meer» (1951) brachte er in der Nachkriegszeit die Unterwasserwelt einem grossen Publikum näher.
Auch Erfinder
Bereits mit 20 Jahren veröffentlichte Hass sein erstes Buch «Jagd unter Wasser mit Harpune und Kamera» und begann Unterwasserfilme zu drehen. Seine Reisen führten ihn rund um den Globus etwa in die Ägäis, ins Rote Meer, nach Polynesien, Australien, zu den Galapagos Inseln und in den Indischen Ozean. Insgesamt publizierte er 32 Bücher und produzierte 73 Filme.
Die grosse Liebe des studierten Zoologen galt stets den Haien, denen er den Ruf als Schrecken der Ozeane nehmen wollte. «Ich wollte mich wie ein Fisch unter Fischen bewegen», sagte der Meeresforscher. Dazu erarbeitete er neuartige Tauchflossen, führte ein Schwimmtauchgerät mit Sauerstoff ein, das vom Forschungsschiff unabhängiger machte, und entwickelte die ersten Unterwasserkameras.