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Santal
(Sonthal), ein zur Drawidarasse gehöriges Volk in der britisch-ind. Provinz Bengalen, vom Ganges bei Bhagalpur bis zum Baitaranifluß in Orissa wohnhaft, (1881) 1,087,202 Köpfe stark, außer 7000 in Assam auf den Theepflanzungen Beschäftigten. Nur 203,264 sind Hindu, die Religion der übrigen ist ein Natur- und Ahnendienst mit Opfern; die Brahmanen und Hindu werden von den Nichthindu gründlich gehaßt. Die S. sind dunkel, mit negerähnlichen Gesichtern, aber straffem, grobem Haar. [* 2] Sie haben nette Häuser, lieben aber den Ackerbau nicht sehr und ziehen als Jäger ein Wanderleben vor. Die Frauen beladen Hals, Arme und Beine mit schweren Messingringen. In jedem Dorf ist ein oberster Beamter, welcher die Verteilung des Landes, die Sittenaufsicht, die Versorgung von Gästen u. a. unter sich hat, und ein Priester, dem Ländereien zugewiesen sind. Die englische Regierung hat ihnen zum Teil vollkommene Selbstverwaltung belassen.