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Klastische Sedimente werden durch mechanische Vorgänge (= Erosion = Verwitterung) gebildet und abgelagert.
An der Erdoberfläche sind die einmal gebildeten Gesteine der Verwitterung (= Erosion) ausgesetzt. Durch Regenfall, Frostwirkung, Temperaturschwankungen und Wachstum der Pflanzenwurzeln werden die Gesteine mechanisch gelockert und zunächst in grössere Brocken, dann in kleinere Teile und schliesslich in die einzelnen Mineralkörner zerlegt.
Gleichzeitig mit der mechanischen Verwitterung werden die Gesteine auch unter Einwirkung von Wasser, Kohlesäure, Sauerstoff und Pflanzensäuren chemisch angegriffen. Einzelne Substanzen wie Kalk werden aufgelöst, andere werden zersetzt und zu neuen Stoffen umgebildet. Durch die chemische Verwitterung zerfällt das Gestein in seine löslichen und unlöslichen Bestandteile.
Beim Lösen von Kalk entsteht Karst. Karst ist der Oberbegriff für Erscheinungen, welche im Zusammenhang mit dem Lösen von Gesteinsarten wie Kalk oder Gips stehen.
Konglomerate wie Nagelfluh bestehen aus verfestigten, gerundeten Kiesen und/oder Schottern; bei eckigen Komponenten spricht man von einer Brekzie.
Evaporite
Verdunstet Meerwasser, so werden die zuvor gelösten Teilchen nach und nach ausgefällt und dann abgelagert. Es entstehen Evaporite, das sind Mineralien, welche nach dem Verdunstung von Meerwasser entstanden sind. Dazu gehören Steinsalz, Anhydrit (Gips).
Löslichkeit von Dolomit (MgCa(CO3)2) ü̈ber Calcit (CaCO3), Gips (CaS04.2H20) bis zu Salz (NaCl) zunimmt. Das heisst, beim Eindampfen oder Verdunsten werden diese Minerale in der Reihenfolge (typische Evaporitabfolge) Dolomit, Calcit, Gips, Salz ausgefällt. In einem ausgetrockneten Meer oder See liegen im Idealfall im Zentrum (in den grössten Tiefen) Salz, dann gegen die Küste hin Gips und an der Küste Kalk. Den Idealfall gibt es jedoch selten, da der Küstenverlauf (Lagunen) oder Meeresströmungen die Ablagerung beeinflussen. In einer Lagune liegen die Salze am weitesten von der Lagunenöffnung weg, Kalk liegt am nächsten.
Die Evaporitminerale treten selten in der richtigen Ausscheidungsreihe auf. Oft wechselt Salz und Gips mehrmals ab. Dies zeigt einen wechselhaften Meerwasserzufluss an. Kommt viel neues Meerwasser, so wird Gips abgelagert. Kommt wenig, so wird Salz abgelagert.
Ton
Ton ist ein feinkörniges Sediment. Tonmineralien haben eine sehr geringe Korngrösse. Ton ist häufig das Verwitterungsprodukt von Sedimentgesteinen . Es fühlt sich schmierig an. Es ist je nach Wasseranteil plastisch verformbar oder hart. Die Färbung der Tone wird durch Beimischungen wie u.a. Eisenoxid (rötlich) oder Eisen-Oxyhydrate (bräunlich) bestimmt.
Tonsteine sind in einem nicht metamorphen Prozess entstand. Sie quellen in Wasser auf. Sie werden auch Schieferton genannt. Tongesteine sind meist plattenartig geschichtete weiche, schwarze Gesteine, welche keinen Kalkanteil aufweisen (wie Opalinuston).
Kalk und Tonmergel werden bei der Herstellung von Zement verwendet. Mergel ist eine Sedimentgestein, das neben Kalk auch feines Material wie Ton enthalten kann. Tonmergel verfügt über eine hohen Tongehalt, Kalkmergel über einen hohen Kalkgehalt.
Vergeiche: Tonschiefer
Opalinuston ist ein Tongestein, das aus Meeresablagerungen vor ca. 180 Millionen Jahren entstanden ist. Ton hat gute Abdichtungs- und Isolationseigenschaften über äusserst lange Zeiträume. Die Opalinustonschicht in der Schweiz ist zum Teil über 100 Meter dick. Ober- und unterhalb befinden sich geringdurchlässige, tonig-mergelige Sedimentschichten. (Quelle: BFE)
Mergel sind karbonhaltige Tongesteine. Mergelkalk enthält etwa 50% Kalziumkarbonat. (Quelle: Agroscope)