Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03625.jsonl.gz/286

Nach Ende des Internationalen Jahrs der Biodiversität geben 65 % der Schweizerinnen und Schweizer an, den Begriff „Biodiversität“ zu kennen und 98 % finden, dass die Biodiversität für künftige Generationen bewahrt werden muss. Gleichzeitig sind 59 % der Befragten der Ansicht, die Politik reagiere zu langsam auf die Probleme rund um die Biodiversität. Dies zeigt eine Befragung des Forschungsinstituts gfs.bern, die von SVS/BirdLife Schweiz, Forum Biodiversität Schweiz, der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) in Auftrag gegeben wurde.
Das Internationale Jahr der Biodiversität hat sein Hauptziel erreicht: Die Biodiversität ist sichtbar bekannter als noch vor einem Jahr. Heute ist der Begriff Biodiversität 65% der Befragten bekannt, bei der Vorgängerbefragung vom September 2009 waren es noch 48 % gewesen.
Die 2010 publizierten wissenschaftlichen Untersuchungen haben deutlich gezeigt, dass die Biodiversität in der Schweiz seit 1900 ärmer geworden ist, dass die Verluste auch 2010 nicht gestoppt werden konnten und dass diese Entwicklung in Zukunft ökologische und wirtschaftliche Konsequenzen haben könnte. Die Bevölkerung jedoch nahm dies anders wahr als die Wissenschaft: 70 % der Befragten gehen davon aus, dass die Biodiversität in der Schweiz in einem eher guten bis sehr guten Zustand ist. Dieser Anteil hat sich seit Ende 2009 nicht verändert. 39 % der befragten Personen fühlen sich persönlich von der Verarmung der Biodiversität betroffen und 98 % sind der Meinung, dass die Biodiversität für zukünftige Generationen bewahrt werden muss.