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Katanga-Kreuze sind 20 Zentimeter lang beziehungsweise breit, rund ein Kilo schwer und aus Kupfer. Ihren Namen verdanken sie der Region, in der das rötliche Schwermetall seit über tausend Jahren gewonnen wird. Das Gebiet bildet heute die südlichste Provinz der Demokratischen Republik Kongo.
Als Zahlungsmittel etabliert haben sich die Kupfer-Kreuze in der vorkolonialen Zeit, als Katanga von Königen regiert wurde. Für ein Kreuz gab es beispielsweise zehn Kilo Mehl oder sechs Äxte. Auch noch zu Zeiten der europäischen Kolonisierung Afrikas, Ende des 19. Jahrhunderts, war das Sachgeld weiterhin akzeptiert: Wer sich im Belgisch-Kongo eine Pistole kaufen wollte, musste zehn Kreuze aufbringen.
Als der Kongo 1960 in die Unabhängigkeit entlassen wurde, waren die Katanga-Kreuze bereits zu Sammlerobjekten verkommen. Ihre historische Bedeutung kam aber noch einmal deutlich zutage, als sich die an Bodenschätzen reiche Provinz Katanga im selben Jahr vom Kongo lossagte und mit militärischer Schützenhilfe von Belgien zu einem unabhängigen Staat erklärte.
Auf der Flagge und auf Postmarken des unabhängigen Katanga waren drei Kupfer-Kreuze abgebildet, auf den staatlichen Münzen eines. International wurde der Staat Katanga allerdings nie anerkannt und bereits ab 1961 waren UN-Truppen bemüht, die Separation zu beenden.
Nach mehreren kriegerischen Auseinandersetzungen – von einer erzählt der Netflix-Film «The Siege of Jadotville» – erreichten die Vereinten Nationen 1963 die erneute Eingliederung von Katanga in den Kongo. Seither sind die einst so wertgeschätzten Kreuze aus dem offiziellen Auftritt des Landes verschwunden.