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Das teilte das Aussendepartement EDA am Freitag auf Twitter mit. Bundesrat Ignazio Cassis habe am Freitag den Aussenminister von Belarus, Uladzimir Makej, angerufen. «Beide Seiten setzten alles daran, dass der im Rahmen der Proteste in Belarus verhaftete Schweizer baldmöglichst freikommt», schrieb das EDA.
Das Aussenministerium von Belarus erwähnte das Telefongespräch in einer Medienmitteilung ebenfalls, ohne jedoch den verhafteten Schweizer zu erwähnen. Im Zentrum des Gesprächs mit Cassis seien die Präsidentschaftswahlen und die aktuelle Lage im Land gewesen.
Heute Morgen hat Bundesrat @ignaziocassis seinen belarussischen Amtskollegen Uladzimir Makej angerufen. Beide Seiten 🇨🇭 🇧🇾 setzten alles daran, dass der im Rahmen der Proteste in #Belarus verhaftete Schweizer baldmöglichst freikommt.
— EDA – DFAE (@EDA_DFAE) August 14, 2020
«Belarus ist bereit zu einem konstruktiven und objektiven Dialog mit seinen ausländischen Partnern über alle Fragen im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen», hiess es in der Mitteilung. Makej dankte der Schweiz dafür, dass sie Sicherheit und Ordnung beim Wahlbüro in der weissrussischen Botschaft in der Schweiz gewährleistet habe.
Das EDA bemüht sich seit mehreren Tagen um die Freilassung des 21-jährigen Wallisers Tanguy Darbellay, der am Montag in Minsk im Rahmen der Proteste gegen Wahlfälschung bei der Präsidentschaftswahlen vom Sonntag verhaftet wurde. Das EDA verfolgt den Fall «mit hoher Dringlichkeit», wie das Aussendepartement am Mittwoch mitteilte. Staatssekretärin Krystyna Marty Lang thematisierte den Fall am Dienstag mit dem weissrussischen Vize-Aussenminister Oleg Krawtschenko.
Nach Angaben des Vaters des Walliser Ringers, Christian Darbellay, geht es seinem Sohn «offenbar gut». Tanguy sei von einem ersten Polizisten überprüft worden, der ihn gehen liess. Ein weiterer habe ihn durchsucht und ein dritter habe ihn festgenommen, als er auf dem Heimweg war, wurde der Vater von der Zeitung «Le Nouvelliste» zitiert.