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Die bürgerliche Steuer, die Vermögenssteuer der Stadt Schaffhausen bildet das Hauptthema dieses Buches. Regelmässig vom 14. Jahrhundert bis zum Jahre 1687 sassen die Seckelmeister der Stadt im November/Dezember im Rathaus und warteten auf die Bürger, die ihr Scherflein zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Staates mitbrachten.
Wir bekommen in ein Stück Schaffhauser Alltagsleben der frühen Neuzeit Einblick. Wir erleben die Arbeit der Seckelmeister mit, begleiten einen Bürger auf seinem Gang zu den Steuerbehörden und vernehmen von säumigen Steuerzahlern und Steuerhinterziehern.
Die statistische Auswertung der Steuerbücher gibt Aufschluss über die Vermögensverteilung und -zusammensetzung und über die Bedeutung der Steuer für den städtischen Finanzhaushalt. Obwohl diese schon seit etwa 1540 recht gering war, wurden Zweifel an der Notwendigkeit der Steuererhebung erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts im Rahmen einer allgemeinen Unzufriedenheit mit der Staatsgewalt laut. Dieses Unbehagen in der Bevölkerung führte zwischen 1650 und 1690 zu einer Reihe von Reformen, in deren Kontext hier auch die Aufhebung der Vermögenssteuer eingeordnet wird.