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Wenige Sekunden vor dem geplanten Start am Samstag in Florida hat das US-Unternehmen SpaceX einen Versorgungsflug zur Internationalen Raumstation ISS verschoben. Grund für den Abbruch des Starts am Kennedy Space Center sollen Triebwerksprobleme gewesen sein.
Die unbemannte Raumkapsel «Dragon» sollte erstmals nach der Explosion einer Falcon-9-Trägerrakete von SpaceX im September zur ISS fliegen. SpaceX-Chef Elon Musk schrieb auf Twitter, alles habe gut ausgesehen, «ausser dass die Bewegungen eines Druckventils der Hydraulik-Lenkung des Motors ein wenig seltsam waren».
Sein Team gehe der Sache nach. «Wenn dies das einzige Problem ist, würde der Flug gutgehen.» Aber es müsse geklärt werden, «ob es nicht die Symptomatik eines grösseren Problems» sei.
Später teilte Musk mit, zu «99 Prozent» sehe alles gut aus. Aber auch die letzten Zweifel müssten ausgeräumt werden. «Lieber einen Tag warten.» Als neuer Starttermin wurde Sonntag um 15.38 Uhr MEZ angegeben. Die «Dragon»-Kapsel soll mehr als 2.2 Tonnen Lebensmittel und Ausrüstung zur ISS transportieren.
Das 2002 vom Milliardär Musk gegründete Raumfahrtunternehmen SpaceX hat in den vergangenen zwei Jahren mehrere teure Pannen erlitten. Im Juni 2015 explodierte die Falcon-9-Rakete kurz nach dem Start zu einem Versorgungsflug zur ISS. Im September 2016 explodierte die Trägerrakete, dabei wurde ein 200 Millionen Dollar teurer israelischer Kommunikationssatellit zerstört. (sda/afp)