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Öffentliches Waldeigentum
Ein grosser Teil des Schweizer Waldes ist im Eigentum der öffentlichen Hand. Rund 3'500 öffentliche Waldeigentümer zählt die Schweiz. Zu ihnen gehören politische Gemeinden, Bürger- bzw. Burgergemeinden, Kantone und der Bund.
Dabei teilen sich Burger- und Bürgergemeinden sowie die politischen Gemeinden (Einwohnergemeinden) einen Grossteil des öffentlichen Waldbesitzes auf. Sie besitzen je ca. 41% der öffentlichen Wälder. Die sogenannten Staatswälder (Kantone und Bund) machen nur gerade 6% des öffentlichen Waldeigentums aus.
Wichtiger Akteur
Die öffentlichen Waldeigentümer machen nur etwas mehr als 1% aller Schweizer Waldeigentümer aus. Sie besitzen aber gut 70% der Schweizer Waldfläche. Dies bedeutet, dass der durchschnittliche Waldbesitz der öffentlichen Waldeigentümer im Verhältnis zum Privatwaldeigentum ziemlich gross ist. Das durchschnittliche öffentliche Waldeigentum liegt bei einer Fläche von rund 260 ha.
Auch bezüglich der gesamtschweizerischen Holzernte fällt das öffentliche Waldeigentum ins Gewicht; denn rund 64% des geernteten Holzes stammt aus öffentlichen Wäldern. Öffentliche Waldbesitzer sind daher äusserst wichtige Akteure in der Waldbewirtschaftung. Zusammen mit den unzähligen Privatwaldeigentümern sichern sie durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung die verschiedensten Funktionen des Waldes (Holzproduktion, Schutz, Erholung, Trinkwasser, Biodiversität, saubere Luft, CO2-Speicherung etc.).
Mit und ohne Steuerhoheit
Ein Teil der öffentlichen Waldeigentümer – namentlich Einwohnergemeinden, Kantone und der Bund – kann bei der Bewirtschaftung des Waldes und der Sicherstellung der Waldleistungen auf öffentliche Steuereinnahmen zurückgreifen; das heisst, allfällige Ausgabenüberschüsse im Wald können mit Steuergeldern ausgeglichen werden. Rund die Hälfte der Waldfläche im Besitz öffentlicher Waldeigentümer (ca. 35% der gesamtschweizerischen Waldfläche) ist sogenanntes Waldeigentum mit Steuerhoheit.
Ganz anders sieht dies bei Bürger-/Burgergemeinden und Korporationen aus. Diese habe keine Steuereinnahmen; das heisst, wenn sie im Wald mehr ausgeben als einnehmen, schreiben sie Defizite. Für diese Waldeigentümer ist die schwierige wirtschaftliche Situation im Wald viel existenzieller.