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Südkorea: Entwicklungsarbeiten an Shin-Hanul-3 und -4 sistiert
Die KHNP gab am 25. Mai 2017 bekannt, sie habe die Kepco Engineering & Construction Company Ltd. angewiesen, die Entwicklungsarbeiten an den geplanten APR-1400-Einheiten Shin-Hanul-3 und -4 auszusetzen. Diese Arbeiten würden solange sistiert, bis die Strategie der neuen Regierung zum Bau neuer Kernkraftwerke klar sei. Die Kepco hatte im März 2016 einen Entwicklungsauftrag unterzeichnet. Vorbereitungen zur Lizenzierung würden jedoch fortgesetzt, erklärte die KHNP.
Der linksliberale Moon Jae-in gewann Anfang Mai 2017 die Präsidentenwahl. Die Neuwahlen in Südkorea waren notwendig geworden, nachdem die bisherige Präsidentin Park Geun-hye wegen eines Korruptionsskandals ihres Amtes enthoben worden war. Moon gehörte zu den sieben Kandidaten, die im März eine Vereinbarung für einen Kernenergieausstieg unterzeichnet hatte. Während seiner Wahlkampagne sagte er, er wolle die Pläne zum Bau neuer Reaktoren begraben und Wolsong-1 sofort abschalten.
In der Gemeinde Ulchin sind am Standort Hanul (vormals Ulchin) die sechs Druckwasserreaktoreinheiten Hanul-1 bis -6 in Betrieb. In unmittelbarer Nähe befindet sich der neue Standort Shin-Hanul, wo zwei Einheiten in Bau stehen. Insgesamt stehen in Südkorea 25 Einheiten in Betrieb und drei in Bau. Die vormalige Regierung plante, zusätzlich bis zu zehn neue Einheiten zu bauen. Der Atomstromanteil des Landes beträgt derzeit rund 30%.