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CHRONIK
- Anastasius III. wird als Nachfolger des am 14. April gestorbenen Sergius III. zum Papst gewählt. Über ihn gibt es so gut wie keine Aufzeichnungen. Sein Pontifikat fällt in die Zeit der Herrschaft römischer Adliger über Rom und der Mätressenherrschaft.
0426D: Graf Sunyer I. (Barcelona)
- Sunyer I. wird nach dem Tod seines Bruders Wilfried II. Borrell Graf von Barcelona, Girona und Osona aus dem Haus Barcelona. Außenpolitisch gibt er die defensive Haltung seiner Vorgänger auf und greift mit wechselndem Erfolg die Maurenstaaten im Süden an. Sunyer unternimmt große Anstrengungen in seinen Grafschaften und betreibt vor allem Siedlungspolitik in Ausona. Er stärkt die Position der Kirche, gibt ihr Land und damit Einkommen.
- Nach zahlreichen Angriffen in Nordfrankreich erhält der Normanne Rollo von Karl dem Einfältigen im Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte die Seinemündung als Lehen. Dieser Vertrag, der schriftlich nicht erhalten ist, gilt als die „Geburtsakte“ der Normandie. Rollo lässt sich in der Folge taufen, heiratet Gisela, eine uneheliche Tochter Karls, und leistet Karl den Treueid, für den er wiederum sein Land als Lehen empfängt.
0711D: Herzogtum Normandie
0711D: Herzog Rollo (Normandie)
- 7. bis 10. November: Konrad der Jüngere, Herzog von Franken, wird in Forchheim zum König des Ostfrankenreichs gewählt. Das gilt manchmal als Gründungsdatum des Heiligen Römischen Reiches.
- Konrad I. (* um 881; † 23. Dezember 918 in Weilburg; beerdigt in Fulda) war seit 906 Herzog von Franken und von 911 bis 918 König des Ostfrankenreichs. Adelsfehden zwischen den mächtigen Aristokratenfamilien um die Vorherrschaft in den einzelnen Stammesgebieten des ostfränkischen Reiches, die wiederholten Ungarneinfälle und die Schwäche des karolingischen Königtums führten zur Etablierung regionaler Mittelgewalten, der späteren Herzogtümer. In diese Zeit fiel der Aufstieg Konrads, der selbst ein Repräsentant dieser aufsteigenden Regionen und zugleich am Regiment des ostfränkischen Karolingers Ludwig des Kindes beteiligt war. Als König versuchte Konrad, sich der drohenden Auflösung des Reichsverbandes entgegenzustellen und die Herrschaft wieder im ganzen Reich auszuüben. Seine siebenjährige Regierungszeit ist daher hauptsächlich durch die Konflikte mit den ostfränkischen Herzögen (duces) der einzelnen Teilreiche und durch die Ungarneinfälle geprägt. Konrads Herrschaft bildete den Übergang von den Karolingern zu den Ottonen, da es ihm nicht gelang, eine neue Königsdynastie zu begründen. Er führte die Herrschaftspraxis der Karolinger fort. Seine Zeit gehört zu den quellenärmsten des gesamten Mittelalters. Während die Jahrzehnte später verfassten ottonischen Geschichtswerke Konrad noch positive Eigenschaften zuweisen, gilt er in der Forschung oftmals mit seiner ganzen Regierungszeit als gescheitert. Lange Zeit wurde die Königswahl Konrads als Beginn einer deutschen Geschichte verortet. Erst jüngst setzte sich die Auffassung durch, dass das deutsche Reich nicht in einem Akt, sondern in einem lang dauernden Prozess entstand. Gleichwohl wird Konrad als wichtiger Akteur in dieser Entwicklung angesehen. (Artikel des Tages)
- Kalenderblatt von Deutschlandradio 2011
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10.11.2011 Artikel eröffnet
19.05.2023 Grundstock erstellt