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Sie war schon 1964 für die Golden Globes nominiert. 1980 erhielt sie den Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises. Jetzt wird «das Lachen der Nation» noch einmal gefeiert mit dem Ehrenpreis des Schweizer Filmpreises 2021.
Liselotte Schmid-Pulver, besser bekannt als Lilo Pulver, hat von der Schweiz aus auch international Karriere gemacht. 1958 spielte sie die Hauptrolle im Film «Zeit zu leben und Zeit zu sterben» von Douglas Sirk. Damit begann ihre internationale Filmkarriere. 1961 wurde sie von Billy Wilder für seine Ost-West-Komödie «Eins, zwei, drei» in Berlin engagiert und spielte danach in zahlreichen Dramen, darunter «Die Nonne» von Jacques Rivette.
Zum nationalen «Schatz» wurde sie mit den «Uli»-Filmen von Franz Schnyder nach Jeremias Gotthelf. Ihr Filmpartner war Hannes Schmidhauser. Die Schweizer Presse machte die beiden zum «Traumpaar der fünfziger Jahre».
Lilo Pulver wurde 1929 in Bern geboren und besuchte dort auch die Schauspielschule. Ihre Filme sind geprägt von einem Spiel voller Humor. Ihr sympathisches Lachen war legendär. Für ihre subtil revoltierenden Interpretationen durfte der Publikumsliebling auch die grosse Zustimmung der Kritik ernten.
Zu den populärsten Erfolgen wurde «Ich denke oft an Piroschka» mit Gustav Knuth, «Das Wirthaus im Spessart» oder an der Seite von Paul Hubschmid «Die Zürcher Verlobung» von Helmuth Käutner. Den Durchbruch zum Publikumsliebling im Deutschland der 50er-Jahre schaffte sie neben O.W. Fischer im Film «Heidelberger Romanze» von Paul Verhoeven.
«Mit dem Ehrenpreis des Schweizer Filmpreises, der mit 30’000 Franken dotiert ist, würdigt das Bundesamt für Kultur BAK Lilo Pulvers Beitrag zur internationalen Filmgeschichte von den 1950er-Jahren bis heute», wie es in der Mitteilung heisst.
Die Verleihung des Schweizer Filmpreises findet online statt. Sie wird am Freitag, 26. März 2021, als Livestream über die Internetseite des Schweizer Filmpreises quartz.ch gesendet.
Der Anlass wird in den Studios der RTS in Genf aufgezeichnet. Diese Ehrung des Schweizer Filmschaffens wird vom BAK in Partnerschaft mit der SRG SSR und der Association «Quartz» Genève Zürich und in Zusammenarbeit mit Swiss Films, der Schweizer Filmakademie und den Solothurner Filmtagen organisiert.