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Das polnische Institut Rochan sendet Satellitenbilder von russischen Schiffen im Schwarzen Meer und im Hafen Sewastopol.
Das Landungsboot Ropucha III 777M wurde in der Nähe des Donuzlav-Sees aufgenommen. Der Donuzlav, der tiefste See der Krim, liegt auf dem Westufer der Halbinsel nicht ganz an der Westspitze der Krim. Das Landungsboot gehört zur Landungsstreitmacht im Golf von Odessa, die bisher nicht zum Einsatz gelangte. Seit der Versenkung der “Moskwa” suchen die Russen ihre Schiffe besser gegen ukrainische R-360-Neptun-Seezielraketen zu schützen.
Der See Donuzlav liegt an der Krim-Westküste. Auch das folgende Bild zeigt ein Landungsboot der Ropucha-Klasse.
Die Lokalisierung gibt die Schlangeninsel an, die seit dem 24. Februar 2022 Schlagzeilen macht. Sie liegt auf der anderen Seite des Golfs von Odessa – rund 110 Kilometer von Odessa entfernt vor dem Punkt, an dem die rumänisch-ukrainische Grenze das Schwarze Meer erreicht. Auch dieses Boot gehört zur Odessa-Landungsflotte.
Die Schlangeninsel misst nur 17 Hektaren und ist so breit wie lang, je 660 Meter. Die folgende Karte belegt aber, warum sie zwischen Ukrainern und Russen derart heftig umkämpft ist.
Russland hat zwar Odessa terrestrisch nicht in Besitz genommen, aber auf See sucht die russische Flotte den Golf von Odessa abzuriegeln. Ihr Cordon Beginnt im Westen an der Donaumündung ins Schwarze Meer und zieht zur Krim im Osten. Die Schlangeninsel bildet in der Verlängerung der ukrainischen Südgrenze den Eckstein der Blockade.
Ein Schiff der Amur-Klasse, aufgenommen in der Nähe des Donuzlav-Sees. Bei den russischen Schiffen der Amur-Klasse handelt es sich um Logistikeinheiten des Porjektes 304, gegliedert in Amur I, II, III und IV. Die Schiffe dienen dazu, auf hoher See dringende Reparaturen an anderen Einheiten der Marine vorzunehmen. Sie wurden im Kalten Krieg im polnischen Stettin gebaut.
Die Amur-“Reparaturwerkstätten” weisen zwei Kräne auf. Jede der vier russischen Flotten ist Amur-Schiffen versehen.
Die folgenden zwei Fotos geben einen Eindruck vom Hafen Sewastopol, dem Russland sehr hohe Priorität beimisst.
Zum Schluss noch ein Blick auf die Krim selbst, und zwar aviatisch. Nach der Krim-Besetzung und -Annexion vom März 2014 nahm auch die russische Luftwaffe die Halbinsel in Beschlag.
Sie überzog namentlich den Süden mit mehreren Stützpunkten, unteren anderem für die 1. Luftabwehrdivision mit dem 12. und dem 18. Luftabwehrregiment, für das 38. Kampffliegerregiment und das 37. Luftwaffenregiment. Im Norden, südlich der Landenge von Perekop, befindet sich das 39. Helikopterregiment der Heereslufttruppe.