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Das Orts- und Flurnamenbuch des Oberwallis erschliesst die Sammlung lebender und historischer Orts- und Flurnamen, die M. Seeberger seit 1970 erstellt hat. Die Sammlung ist dank der Unterstützung durch die Walliser Delegation der Loterie romande in einer elektronischen Datenbank erfasst. Diese Datenbank ist die Grundlage für die Erarbeitung eines Namenlexikons, in welchem die einzelnen Namen etymologisch gedeutet werden. Eine Darstellung der phonologischen und grammatischen Eigenschaften der Oberwalliser Namen erschliesst die Grundlagen für die lautliche Gestalt und den morphologischen Aufbau der Namen. Eine Geschichte der Oberwalliser Namenforschung gibt den wissenschaftsgeschichtlichen Hintergrund für die Namendeutungen. Das Namenlexion soll zusammen mit einem Datenträger publiziert werden, auf dem der gesamte gesammelte Orts- und Flurnamenschatz des Oberwallis erfasst ist. Eine entsprechende benutzerfreundliche Oberfläche wurde im Rahmen des Forschungsprojektes entwickelt. Sie wird laufend optimiert und mit neuen Funktionen versehen. Eine Statistik über die Verteilung der Hauptlemmata in der Datenbank zeigt, dass rund zwei Drittel der Orts- und Flurnamen nur ein- bis dreimal belegt sind; viele davon sind ausserhalb des Oberwallis unbekannt. Es wird so ein grosser, bisher weitgehend unbekannter Namenschatz erschlossen, der jedoch teilweise schwer deutbar ist. Da die deutsche Besiedlung des Oberwallis, vor allem des westlichen Teils, relativ jung ist, sind auch viele vordeutsche Namen und Namensbestandteile vorhanden. Mit der Deutung und Publikation des Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuches wird eine bestehende Lücke in der Erforschung und Dokumentation der Orts- und Flurnamen der westlichen Deutschschweiz geschlossen. Am Ende der beantragten Projektzeit von zwei Jahren soll das Lexikon druckfertig vorliegen.