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Obwohl es sich bei Baumwolle um eine Naturfaser handelt, ist herkömmliche Baumwolle alles andere als umweltfreundlich. Erfahre hier was die wichtigsten Probleme sind und weshalb wir bei a simple story nur auf Bio-Baumwolle setzten.
WASSERVERBRAUCH
Für den Anbau von nur 1 Kg Baumwolle werden durchschnittlich 10.000 bis 20.000 Liter Wasser benötigt, je nachdem, wo sie angebaut wird. Für die Herstellung eines einzigen Baumwoll-Shirts werden etwa 2500 Liter Wasser benötigt.
Der Wasserverbrauch ist eines der dramatischsten ökologischen Probleme des Baumwollhandels. Da Baumwolle eine der durstigsten Nutzpflanzen ist, leiden einige grosse Baumwoll-Erzeugerländer bereits unter mittlerer bis hoher Wasserknappheit.
Ein Beispiel ist der Aralsee in Zentralasien, welcher auf nur noch 10% seines früheren Volumens geschrumpft ist, was hauptsächlich auf die Bewässerung für den Baumwollanbau zurückzuführen ist.
Der Anbau von Bio-Baumwolle verbraucht weit weniger Wasser, da Anbauflächen mit Regenwasser bewirtschaftet werden oder das Abwasser aus der Verarbeitung recycelt und wiederverwendet wird. Eine von Textile Exchange veröffentlichte Ökobilanz ergab, dass der Wasserverbrauch bei Bio-Baumwolle im Vergleich zu konventioneller Baumwolle um 91 Prozent sinkt.
DER EINSATZ VON CHEMIKALIEN
Baumwolle gilt als das landwirtschaftliche Produkt mit dem höchsten Einsatz an Düngemitteln und Insektiziden. Der Baumwollanbau ist für 10% - 20% des weltweiten Pestizideinsatzes verantwortlich– und das, obwohl der Anbau nur etwa 2,5% der weltweit genutzten Agrarflächen ausmacht.Dadurch werden lokale Ökosysteme und die Trinkwasserversorgung verschmutzt.
Bei der Bio-Baumwolle wird auf chemische Dünger und Pestizide verzichtet.
SOZIALE AUSWIRKUNGEN DES BAUMWOLLANBAUS
Menschenrechtsgruppen haben Beweise für den anhaltenden Einsatz von Kinder- und Zwangsarbeit im Baumwollanbau dokumentiert, wobei Kinder im Alter von fünf Jahren auf Baumwollfeldern oder in Entkörnungs-Fabriken in Ländern wie Indien, Ägypten und Usbekistan arbeiten.
Bei der Bio-Baumwolle wird auf die Einhaltung von sozialen Standards vom Baumwollfeld bis zum fertigen Kleidungsstück geachtet.
Die Zertifizierung ist der einzige Beweis dafür, dass ein Produkt wirklich biologisch ist.
Das Bewusstsein für diese gravierenden Nachteile wächst und hat zu mehreren weltweiten Initiativen für einen nachhaltigeren und gerechteren Baumwollanbau geführt. Jede Initiative hat jedoch eine andere Ausrichtung - je nachdem, ob es von ökologischen oder sozialen Aspekten geleitet wird:
Biologisch zertifizierte Baumwolle, Fairtrade zertifizierte Baumwolle, die Better Cotton Initiative (BCI), Cotton made in Africa (CmiA), das REEL Cotton-Programm, Global Organic Textiles Standard (GOTS).