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Das Orlando Consort wurde 1988 als Vokalquartett gegründet, mit dem Ziel, Werke vom 11. bis zum 16. Jahrhundert zur Aufführung zu bringen. Von Anbeginn hat das Ensemble eine enge Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern gesucht, um das Repertoire zu erweitern und Massstäbe für die Interpretationspraxis zu entwickeln. Dabei wird auf die historisch korrekte Stimmung und die Aussprache besonderer Wert gelegt. Das Orlando Consort ist bei den führenden britischen Festivals aufgetreten und hat im Laufe der Jahre zahlreiche Konzerte in Frankreich, Holland, Belgien, Deutschland, Italien, Schweden, Spanien, Portugal, Polen, der Tschechischen Republik und in Estland gegeben. Weitere Gastspiele führten die Sänger in die USA und nach Kanada, nach Südamerika, Russland und Japan. Zwanzig Platteneinspielungen, mehrere davon mit Preisen ausgezeichnet, dokumentieren die künstlerische Arbeit; zuletzt erschien 2008 eine Aufnahme von Machauts Messe de Notre-Dame, die vom BBC Music Magazine auf die Liste der besten Choraufnahmen des Jahres gesetzt wurde. Neben der Interpretation von Werken des Mittelalters und der Renaissance widmet sich das Orlando Consort auch dem epochen- und genreübergreifenden Brückenschlag zur Moderne und zur improvisierten Musik. Im Jahr 2000 trat das Ensemble erstmals mit dem Jazzquartett Perfect Houseplants beim Huddersfield Contemporary Music Festival auf und wurde sogleich für den Royal Philharmonic Society Award nominiert. Die beiden CDs «Extempore» I und II spiegeln die mittlerweile langjährige Zusammenarbeit. 2009 nahmen die Sänger ein neues Projekt mit dem Tabla-Virtuosen Kuljit Bhamra in Angriff, das der Musik des damals protugiesischen Goa im 16. Jahrhundert gewidmet ist. Die Auftritte des Orlando Consorts mit französischer Musik des 12. und 13. Jahrhunderts beim Boston Early Music Festival wurden vom Boston Globe als «Early Music Performance of the Year» ausgezeichnet.
Juli 2009