Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03430.jsonl.gz/285

Anhand von Demonstrationen einzelner Elemente übten und diskutierten die Teilnehmer miteinander die jeweiligen Techniken und Details. Die Gesamtleitung des Kurses oblag Kazuhiro Mikami, 9. Dan, welcher als Kodokan Delegierter seit mehreren Jahrzehnten das Kata-Wissen in der Schweiz einbringt und verbreitet.
Die gemeinsamen Fortbildungen werden seit diesem Jahr wieder intensiviert und haben das Ziel, in den kommenden Jahren weitere hohe Danträger/innen für die Instruktorenausbildung zu motivieren. Kata ist neben Randori die zweite grundlegende Trainingsform sämtlicher Budosportarten. Kata hat das Ziel, die Eigenkontrolle des Übenden zu optimieren. Durch das gezielte Auseinandersetzen mit den Techniken wird das eigene Verständnis der Bewegungsabläufe verbessert – sowohl in funktionaler als auch ökonomischer Hinsicht.
Kata stellt sozusagen die „Grammatik der Techniken“ dar, derweilen Randori mit dem „Aufsatz schreiben“ verglichen werden könnte. Weder das eine noch das andere darf man vernachlässigen. Jeder Judoka und Ju-Jitsuka, egal ob Breitensportler oder Spitzensportler, übt bewusst oder unbewusst Kata, indem er seine Bewegungen automatisiert und optimiert. Jigoro Kano stellte mehrere Kata zusammen, welche für ihn im Sinne der Grammatik das Kodokan Judo definierten. Folgende sieben Kata werden heute noch vom Kodokan offiziell gepflegt:
- Nage-no-Kata
- Katame-no-Kata
- Kime-no-Kata
- Kodokan Goshin-Jutsu
- Ju-no-Kata
- Itsutsu-no-Kata
- Koshiki-no-Kata
Das nächste Fortbildungsmodul findet am 29.11.2020 in Bern statt. Dort werden Kime-no-Kata und Kodokan Goshin-Jutsu behandelt.