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Die Familie Martínez Bujanda hatte das Ziel, ihre erfolgreiche Tätigkeit im Rioja zu diversifizieren, und begab sich auf die Suche nach einer neuen Herausforderung. Die Finca Antigua in der besten Gegend der Appellation La Mancha war für die Familie Liebe auf den ersten Blick und sie legten die Weingärten auf rund 900 Metern über dem Meeresspiegel zwischen den Provinzen Toledo und Cuenca neu an. Die Kellerei befindet sich in einem avantgardistischen Gebäude aus modernsten Materialien. Vor dem spektakulären Bau, der aus drei Elementen besteht, erstreckt sich ein grosses Bewässerungsbecken, in dem das Wasser türkisblau schimmert – fast wähnt man sich auf Antigua.
Von Madrid in Richtung Süden erstreckt sich bis zur Grenze zu Andalusien die weite Hochebene von La Mancha, die mit einem Durchmesser von rund 250 Kilometern das Zentrum Spaniens einnimmt. Rechnet man alle Rebflächen aus kontrollierten und nicht kontrollierten Herkünften zusammen, stellt die Region das grösste Anbaugebiet der Erde dar. In ertragsreichen Jahren trägt die La Mancha fast die Hälfte zur gesamten spanischen Weinproduktion bei. Auf der Hochebene herrscht ein extremes Kontinentalklima mit Sommertemperaturen bis 45 Grad Celsius und Tiefsttemperaturen im Winter von minus 10 Grad. Mit rund 400 Millimeter pro Jahr und Quadratmeter gibt es nur wenig Niederschlag. Die Reben wachsen auf vorwiegend flachem Gelände rund 600 bis 800 Meter über Meereshöhe in lehmigen, kalkhaltigen, oft auch sandigen Böden.