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Der Mythos hält sich hartnäckig: Man müsse den Chef markieren, sonst tue es der Hund. Kein Wunder, herrscht bei manchen Hundehaltern «Alarmstufe rot», wenn ihr Vierbeiner mal nicht macht, wie ihm geheissen.
Von Roman Huber
Zuerst die gute Nachricht für alle Hundehalter: Es gibt keine Studie, die in irgendeiner Form belegt, dass der Hund den Menschen dominieren möchte. Und dennoch hört man immer wieder, wie Hunde (insbesondere Junghunde) als dominant bezeichnet werden, wenn sie ihren Menschen anspringen, klammern, ins Hosenbein, in den Ärmel oder gar in die Hand schnappen oder nicht ausführen, was ihnen befohlen worden ist. Hunde, die solches Verhalten zeigen, sind schlicht überdreht, gestresst, überfordert oder haben andere Bedürfnisse. Darum verstehen sie es auch nicht, wenn der Mensch plötzlich laut und emotional wird.
Was Sache sein soll, erfährt der frischgebackene Hundehalter am Fernsehen, im Internet, auf dem Hundeplatz oder vom hundeerfahrenen Nachbarn: Er müsse gegenüber seinem Hund von Beginn weg klarstellen, dass er der Ranghöhere sei. Und es folgen gleich die ersten Tipps (Achtung, nicht ernstnehmen!): «Sie gehen als Erster durch die Tür – nicht er; Sie bestimmen, wann gespielt wird – nicht er; Sie diktieren, wann ein Spiel beendet wird – und sind bei Zerrspielen stets der Gewinner; bevor er ein Leckerli oder ein Spielzeug erhält, verlangen Sie ein Sitz oder Platz; essen tun Sie selbstverständlich vor Ihrem Hund, und mit ihm aufs Sofa sitzen geht definitiv nicht – er gehört auf den Boden, unterhalb von Ihnen.» (…)
Den vollständigen Beitrag finden Sie im SHM 4/21.