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Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts
Die durch die Digitalisierung vorangetriebene Verbreitung von flexiblen Arbeitsformen, wie Home-Office oder Gleitzeit, könnte verschiedene Auswirkungen auf das Verkehrsverhalten der Schweizer Bevölkerung haben. So ist es denkbar, dass die Nutzung von Home-Office zu einer Reduktion der Anzahl an Arbeitswegen und der zurückgelegten Kilometer führt. Gleitzeit könnte beispielsweise dafür sorgen, dass der Verkehr besser über den Tag verteilt wird und weniger Menschen zur Stosszeit unterwegs sind. Ausserdem könnten flexibel arbeitende Menschen häufiger nachhaltige Verkehrsmittel, wie zum Beispiel den ÖV, nutzen als Personen, die nicht flexibel arbeiten. Im Rahmen des Projektes wird empirisch untersucht, ob und in welchem Ausmass diese Hypothesen zutreffen. Aus den Ergebnissen lassen sich Implikationen für die Verkehrspolitik ableiten. So könnte beispielweise die Förderung flexibler Arbeit zur Entlastung der Verkehrsinfrastruktur und Umwelt beitragen.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext
Die Schweiz hat sich im Rahmen des Pariser Klima-Übereinkommens verpflichtet, das Ausstossen von Treibhausgasen in den nächsten Jahrzehnten zu reduzieren, um die globale Erderwärmung auf höchstens 2 Grad Celsius zu begrenzen. Transport und Verkehr machen in der Schweiz knapp ein Drittel der gesamten CO2-Emissionen aus. Deswegen sind Veränderungen gerade in diesem Bereich von besonderer Bedeutung. Das Projekt untersucht, welche CO2-Einsparungseffekte durch die Digitalisierung erreicht werden können.