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BENIN 10/2022
Benin 10/2022
15 Motorräder für Katecheten in einer ländlich geprägten Diözese
Überall in Afrika spielen Katecheten eine wichtige Rolle. Denn die Pfarreien erstrecken sich vor allem im ländlichen Bereich über weitläufige Gebiete und bestehen aus vielen Dörfern. Die Priester können aber nicht überall gleichzeitig sein. Daher haben viele Dörfer einen Katecheten, der die Menschen auf dem Weg zu den Sakramenten begleitet, mit ihnen betet und ihnen hilft, im Glauben zu wachsen.
So ist es auch in der Diözese Kandi in Benin, die sich über ein Gebiet erstreckt, das mit 33 000 Quadratkilometern größer ist als Belgien, dabei aber nur aus vierzehn Pfarreien besteht. Eine weitere wird bald eingerichtet werden. Die Kirche in dem westafrikanischen Land steht vor großen Herausforderungen: Zum einen ist das Land gewissermaßen die „Wiege“ der Voodoo-Religion, die weiterhin weit verbreitet ist. Zum anderen breiten sich Islamismus und Terrorismus, von dem bereits andere westafrikanische Länder heimgesucht werden, mittlerweile auch in Benin immer weiter aus.
In der Diözese Kandi sind 72 Prozent der Einwohner Muslime, acht Prozent gehören traditionellen afrikanischen Religionen an. Christen machen ein Fünftel der Bevölkerung aus, aber wenn die Menschen nicht gut im Glauben unterwiesen werden, besteht immer die Gefahr des Synkretismus, also einer Vermischung des christlichen Glaubens mit Elementen aus anderen religiösen Traditionen. Um eine gute Glaubensunterweisung zu gewährleisten, unterhält die Diözese ein katechetisches Zentrum in Gogounou, in dem jedes Jahr zahlreiche Katecheten ausgebildet werden.
Für ihren Dienst in den Gemeinden erhalten die Katecheten keine Bezahlung, sondern sie verrichten ihre Arbeit ehrenamtlich und buchstäblich für „Gottes Lohn“. Um ihnen aber ihren Dienst zu erleichtern, möchte die Diözese ihnen zumindest geeignete Verkehrsmittel zur Verfügung stellen, damit sie sich in dem ländlichen Gebiet mit desolaten Straßenverhältnissen fortbewegen können. Motorräder sind dafür ideal, aber es fehlt der Ortskirche an den notwendigen Mitteln
Pater Aurel Djidonou, der Projektverantwortliche der Diözese, schreibt uns: „Deshalb bitten wir um Motorräder für diese Katechisten, die sich vor nichts fürchten und bereit sind, ihr Leben für Christus zu geben. Mit diesen Motorrädern werden sie über Berg und Tal, auf Wegen und Pisten fahren, um die Frohe Botschaft zu verkünden, den betrübten Herzen Hilfe und Trost zu bringen, die Kranken in die Krankenhäuser zu transportieren, den Schwachen und Alten die Heilige Kommunion zu bringen usw. Diese Fortbewegungsmittel sind nicht zum Spazierenfahren da, sondern um allen Menschen ohne Unterschied zu dienen.“
Wir möchten mit 40.000 Euro helfen, fünfzehn Motorräder für Katecheten anzuschaffen – für jede Pfarrei eins. Wer hilft mit?