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Im sehr gut gefüllten Letzigrund fiel die Entscheidung zugunsten der Grasshoppers in der 94. Minute. Hajrovic zog auf der rechten Seite durch und traf aus rund 20 Metern in die weite hohe Ecke hinter David Da Costa. Ein Weitschuss entschied ein Spiel, in dem sich beide Mannschaften mit fortlaufender Spieldauer immer enger verzahnten und in der Offensive kaum Spielraum hatten.
Drmic verpasst Ausgleich
Der FC Zürich, der seine bislang weitgehend verkorkste Saison wohl nur noch mit dem Einzug in den Cup-Final hätte retten können, hatte nur noch eine Chance zum Ausgleich, doch Josip Drmic scheiterte in der 111. Minute aus einem Gestocher heraus an GC-Keeper Roman Bürki. Zwei Minuten später forderte der FCZ vehement einen Freistoss nach einem Rencontre von Michael Lang mit Adis Jahovic, doch die Pfeife von Schiedsrichter Alain Bieri blieb stumm.
GC, das bislang alle 3 Duelle in der Meisterschaft gegen den FCZ gewonnen hatte, hatte nicht nur das bessere Ende für sich, sondern erwischte in diesem Halbfinal-Derby auch den besseren Start. Bei einer Konterchance in der 8. Minute agierte der spätere Siegtorschütze Hajrovic aber zu eigensinnig, die Chance auf eine frühe Führung war dahin.
Eigentor und Tor durch Feltscher
Der FCZ brauchte rund 15 Minuten um ins Spiel zu finden, kam aber in der Folge sofort zu Torchancen: Nach 17 Minuten rettete GC-Keeper Bürki noch mirakulös gegen einen Kopfball von Mario Gavranovic, nach 23 Minuten war es dann soweit. Der am Pfosten stehende Frank Feltscher lenkte einen vom Pfosten abprallenden Kopfball von Loris Benito unglücklich zur FCZ-Führung ins eigene Tor ab. Nur eine Zeigerumdrehung später hatte Drmic gar das 2:0 auf dem Fuss, doch sein Schuss strich knapp am Tor vorbei.
Der FCZ hatte das Spiel in der Folge unter Kontrolle, doch GC kam 6 Minuten vor der Pause trotzdem zum Ausgleich. Amir Abrashi lancierte mit einem perfekten Heber den zuvor als Unglücksrabe aufgefallenen Feltscher, der den Ball souverän mitnahm und an Da Costa vorbei zum 1:1 traf. Es war bereits der 8. Treffer Feltschers im laufenden Wettbewerb.
Zwei Matchbälle kurz vor Schluss
Dieser Treffer versetzte das Spiel in der Folge in eine Art Schockstarre. Beide Mannschaften zeigten sich sehr vorsichtig, verbissen sich ineinander, Torchancen wurden zur absoluten Mangelware. Ein von Bürki spektakulär abgewehrter Weitschuss von Milan Gajic (54.) blieb lange die einzige nennenswerte Szene. Erst in der Schlussphase der regulären Spielzeit ergaben sich noch zwei Matchbälle. Doch Yassine Chikhaoui zielte nach einem Bürki-Abpraller zu hoch und der durchgebrochene Anatole wurde in letzter Sekunde von Berat Djimsiti gestoppt.