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Am Donnerstag, 10. Juni 2021, 15:00 Uhr, zeigen wir La messa è finita, Italien 1958, Regie führt Nanni Moretti, der auch Hauptdarsteller ist.
Länge 92 Min.
Der junge Priester Don Giulio verlässt seine erste Pfarrei auf der kleinen italienischen Insel Ponza. Hier hat er zehn glückliche Jahre verbracht: er hat Freud und Leid der DorfbewohnerInnen geteilt, war ihnen Freund und Ratgeber.
Seine neue Kirche liegt in einem Mittelstands-Viertel in Rom, wo auch seine Eltern und Geschwister und seine alten Freunde aus der Studienzeit leben. Auch hier hofft er den Menschen helfen zu können, aber sein Optimismus wird bald zerstört.
Oft sind die Lösungen, die er anbietet, zu einfach für die komplizierten Probleme seiner Gemeindemitglieder; öfter noch werden sein Trost und seine Hilfe aus egoistischer Oberflächlichkeit abgelehnt, aus Angst davor, sich Konflikten
wirklich zu stellen. Nicht einmal seine engsten Verwandten kann er vor einer Katastrophe bewahren: sein Vater verlässt die Familie wegen einer jüngeren Frau, und seine Mutter begeht Selbstmord. Schliesslich resigniert Don Giulio und
lässt sich in ein abgeschiedenes Dorf in den Bergen versetzen, wo er hofft, noch nützlich sein zu können.
Eine melancholische Komödie, deren Grundstruktur von vergeblichen Begegnungen vorgegeben wird: Die Dialoge zwischen dem wohlmeinenden Priester und seinen Schäfchen enden meist in gegenseitigem Unverständnis. Moretti:
«Don Giulio leidet an dem Unterschied zwischen dem, wie wir sind, und dem, wie wir sein möchten. Manchmal gelingt es, eine Möglichkeit, einen Hoffnungsschimmer zu sehen.»