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Mehr Gewinn und weniger Absatz bei Holcim
Gefäss:
Die in verschiedenen Märkten schwächelnde Konjunktur und das in vielen Regionen schlechte Wetter belasteten die Bautätigkeit im ersten Halbjahr 2013 und drückten auf die Verkäufe von Zement, Zuschlagstoffen, Transportbeton und Asphalt. Trotz eines Umsatzrückgangs um 5,1% auf 9,6 Milliarden Franken, verzeichnet Holcim einen Gewinn von 760 Millionen Franken.
Die globale Konjunktur entwickelte sich im ersten Halbjahr 2013 schwächer als prognostiziert. Der strenge Winter und das in vielen Regionen schlechte Wetter belasteten die Bautätigkeit. Die konsolidierten Absatzvolumen waren in allen Segmenten tiefer, wobei Lateinamerika den grössten positiven Beitrag zur Entwicklung der Zementverkäufe leistete. Der Rückgang bei den Zuschlagstoffen und insbesondere beim Transportbeton fiel stärker aus.
Laut Holcim spiegeln sich darin nicht nur die oftmals verhaltene Nachfrage, sondern auch die zur nachhaltigen Margensteigerung getroffenen und teilweise realisierten Reorganisationen und Umstrukturierungen. Holcim ist es in vielen Märkten gelungen, bessere Preise zu erzielen.
Bei den operativen Ergebnissen übertrafen die Konzernregionen Europa und Lateinamerika das Vorjahr. Wegen Kanada konnte Nordamerika nicht ganz an das Vorjahr anschliessen, und Asien, Ozeanien sowie Afrika, Naher Osten verfehlten aufgrund der Entwicklungen in Indien beziehungsweise Marokko das Vorjahresniveau deutlich.
Markant bessere Betriebsergebnisse erzielten Holcim Philippinen, Aggregate Industries UK, Holcim Ecuador und Holcim US. Insgesamt bildete sich der vergleichbare betriebliche EBITDA des Konzerns im ersten Semester um 0,6 Prozent zurück. Der vergleichbare Betriebsgewinn entwickelte sich mit 0,1 Prozent jedoch leicht positiv.
Positive Preisentwicklungen - mit Ausnahme Europas
Der konsolidierte Nettoverkaufsertrag bildete sich um 5,1 Prozent auf CHF 9,6 Milliarden zurück. Der betriebliche EBITDA gab vor allem wegen der beiden indischen Konzerngesellschaften sowie Holcim Kanada, Holcim Mexiko, Holcim Marokko und Holcim Frankreich um 3,4 Prozent auf CHF 1,8 Milliarden nach.
Bessere Leistungsausweise erzielten die Konzernregionen Europa und Lateinamerika. Erfolgselemente waren die fixen Kosten sowie das oftmals stabile oder leicht bessere Preisumfeld. Der konsolidierte Betriebsgewinn nahm um 3,3 Prozent auf CHF 1 Milliarde ab. Der Konzerngewinn stieg jedoch um 23,8 Prozent auf CHF 760 Millionen. Zu diesem Ergebnis beigetragen, hat sicher auch der Verkauf von Anteilen an Cement Australia. Die Nettofinanzschulden reduzierten sich im Vorjahresvergleich um CHF 1,2 Milliarden auf CHF 11,0 Milliarden.
Fortschritte bei den Kosten
Trotz spürbar verlangsamter Baukonjunktur in verschiedenen Märkten ist das Optimierungsprogramm "Holcim Leadership Journey" auf gutem Weg. Vor allem dank Fortschritten an der Kostenfront trug es im ersten Semester 2013 immerhin 376 Millionen Franken zum konsolidierten Betriebsgewinn bei.
Gedämpft positive Erwartungen für 2013
Holcim erwartet für 2013 steigende Zementverkäufe. Bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton erwartet die Gruppe aber, das Vorjahresniveau nicht zu erreichen. Während in den Konzernregionen Asien, Ozeanien und Lateinamerika mit einem höheren Zementabsatz gerechnet wird, ist Holcim bezüglich Europa und Afrika, Naher Osten etwas weniger positiv gestimmt. In Nordamerika werden Zementverkäufe auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Analysten beurteilen die Entwicklung Holcims aber nach wie vor wohlwollend. Die Aktien verzeichneten ein Plus von 0,71 %. (mai/mgt)