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Der Trieb – geboren aus Mangel
Wenn etwas Wichtiges fehlt, gibt der Körper einen unbewussten, starken Impuls, um diesen Mangel zu decken. So werden auch die Triebe aktiviert, die zu Begehren führen.
Der Sexualtrieb, der ehemals tierische Arterhaltungstrieb
Sexualität als Mittel der Fortpflanzung und als Ausdruck körperlicher Liebe ist ebenfalls zum Machtmittel geworden. Auf der einen Seite üben Frauen Macht über Männer aus, indem sie ihren Sexualtrieb ansprechen. Auf der anderen Seite setzen Männer ihre körperliche und finanzielle Überlegenheit ein, um konsumieren zu können, auch Sex.
Das Ego ehemals tierische Selbsterhaltungstrieb
Der Machttrieb («männlich»): Dominanz
Der Trieb, der zu Bewusstsein aufgestiegen ist, ist zum Ego geworden. Dieses ist die Identität der Macht, welcher immer mehr will und grenzenlos gierig alles an sich reisst (s. Das Leben und die Schlange: Aufstieg und Abstieg).
Der emotionale Trieb («weiblich»): Emotionen
Das Wort Emotion kommt von lateinisch ex = aus/heraus und motio = Bewegung. Eine Emotion ist ein starkes Gefühl mit körperlichen Begleiterscheinungen wie erhöhter Puls, Schwitzen oder Erröten. Es setzt den Körper direkt aus dem Unbewussten in Bewegung, noch bevor das Denken einsetzen kann. Der Trieb ist hier die Sucht, von starken Emotionen «dahingetragen» zu werden, sich darin fallen zu lassen.