Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03389.jsonl.gz/1096

Was ist das Christentum?
Alle Religionsgemeinschaften, die auf Jesus Christus zurückgehen und ihn als massgebliche Persönlichkeit anerkennen, werden zum Christentum gezählt und bilden als Gesamtheit die grösste Religion mit weltweit gegen zwei Milliarden Gläubigen. Gemeinsame Basis ist der Glaube an den einen Gott, der sich den Menschen offenbart hat. Seine Offenbarungen und seine Geschichte mit den Menschen sind in der Bibel festgehalten. Dieses Buch ist grundlegend für alle Christen. Die Wurzeln des Christentums gründen im Judentum. Im Im Christentum wird geglaubt, dass der erwartete Messias in Jesus Christus bereits erschienen ist, gekreuzigt wurde und wieder auferstanden ist. Die Christen glauben, dass damit die Botschaft Jesu (= Evangelium) bestätigt wurde, die sagt, Gottes Reich (Gottes Herrschaft) sei nahe herbei gekommen. Dieser Glaube hat in der Geschichte immer wieder zur aktiven Weltgestaltung getrieben.
Die Christen sind in mehreren hundert Kirchen und Gemeinschaften organisiert, die sich nur teilweise gegenseitig anerkennen. Die drei grössten Gruppen sind die Römisch-Katholische Kirche, die Kirchen der Reformation und die ostkirchlichen Orthodoxen. Die meisten Kirchen vertreten einen Absolutheitsanspruch und betreiben Mission. Alle Religionsgemeinschaften, die sich selbst als christlich verstehen, werden in diesem Kapitel vorgestellt. Auf eine Unterteilung in verschiedene Strömungen verzichten wir.
Die Kenntnis über die christliche Theologie setzen wir voraus. Zudem gibt es genug greifbare Literatur zu diesem Thema. Deshalb verzichten wir hier darauf, eine Einführung in das Christentum zu geben. Nachfolgend erklären wir einzelne Begriffe. Ausserdem veröffentlichen wir drei Bekenntnistexte, auf die sich manche der Evangelischen Kirchen, Freikirchen und Bewegungen beziehen.