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|Vorname||Ralph|
|Nachname||Fiennes|
|Land||England|
|Geburtsort||Ipswich, Suffolk|
|Alter||57|
|Geburtstag||22.12.1962|
|Sternzeichen||Schütze|
|Geschlecht||männlich|
|Haarfarbe||dunkelblond|
Biografie zu Ralph Fiennes
Ralph Fiennes kommt 1962 als ältestes von sechs Geschwistern im englischen Ipswich zur Welt. Sein Vater arbeitet als Fotograf und Illustrator, seine Mutter ist Schriftstellerin. Berühmt ist neben Ralph auch sein jüngerer Bruder Joseph Fiennes durch Filme, wie Shakespeare in Love (1998) oder durch die Erfolgsserie The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd (2017 bis 2019). Nach seinem Schulabschluss besucht Ralph Fiennes die "Chelsea School of Art", wo er Bildende Kunst studieren will, womit er aber nicht glücklich wird. Schließlich bewirbt sich der Brite erfolgreich an der traditionsreichen Londoner Schauspielschule "Royal Academy of Dramatic Arts".
Von Mitte der 1980er bis heute steht Ralph Fiennes regelmäßig auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Als gefeierter und ausgezeichneter Theater-Mime spielt er im Laufe seiner Karriere so ziemlich jede namhafte Rolle. Ab den frühen 1990er-Jahren gesellen sich zum Theater noch Kinofilme und TV-Serien dazu. Sein Leinwand-Debüt feiert Ralph Fiennes 1992 in der britischen Romanverfilmung Stürmische Leidenschaft, in der er erstmals mit Juliette Binoche zusammenspielt.
Ralph Fiennes schrammt knapp am Oscar vorbei
1996 kommt Der Englische Patient (mit Willem Dafoe und Colin Firth) in die Kinos. In dem Drama verkörpert Ralph Fiennes den "englischen Patienten", einen bis zur Unkenntlichkeit entstellten Mann, der von der Krankenschwester Hana (Juliette Binoche) gepflegt wird. Nach und nach entlockt die Französin ihm die Geschichte seines Lebens - und einer tragischen Liebe. Der Film, der während des Zweiten Weltkriegs spielt, wird ein gigantischer Erfolg. Bei der Verleihung der Oscars 1997 räumt der zwölffach nominierte Film immerhin neun der begehrten Preise ab. Ralph Fiennes muss sich jedoch mit der Nominierung zufriedengeben.
Die Oscar-Nominierung für Der englische Patient ist jedoch nicht Ralph Fiennes seine erste. Bereits ganz zu Beginn seiner Kinokarriere wird Ralph Fiennes als bester Nebendarsteller für das KZ-Drama Schindlers Liste (1993; mit Liam Neeson und Ben Kingsley) von Regisseur Steven Spielberg (Jurassic Park, Filmreihe Indiana Jones) nominiert. Dank der Erfolge von Der englische Patient und Schindlers Liste kann Ralph Fiennes seine Angebote ab nun aus den Vollen schöpfen.
Ralph Fiennes alias Lord Voldemort gegen Harry Potter
Ab Teil Vier (Harry Potter und der Feuerkelch; 2005) der Harry-Potter-Filmreihe (mit Daniel Radcliffe und Emma Watson) steigt Ralph Fiennes alias Lord Voldemort in das Geschehen mit ein. 2007 folgt Harry Potter und der Orden des Phoenix und 2010/11 das in zwei Teile gesplittete Ende der Filmreihe Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Spätestens nach dem Harry-Potter-Franchise muss sich Ralph Fiennes finanziell sicherlich keine Sorgen machen. So verkraftet der Schauspieler auch mal einen größeren Flop in seiner Schauspielkarriere. Ausgerechnet das Remake einer populären Fernsehserie geht an den Kinokassen komplett unter. Mit Schirm, Charme und Melone bleibt trotz der Besetzung mit Uma Thurman und Sean Connery weit hinter den Erwartungen der Filmemacher zurück.
Hierzulande feiert Ralph Fiennes einen großen Erfolg in der deutsch-US-amerikanische Romanverfilmung Der Vorleser (2008). Hier spielt er zusammen mit Titanic-Star Kate Winslet sowie etlichen deutschen Schauspiel-Stars wie David Kross, Hannah Herzsprung, Karoline Herfurth und Alexandra Maria Lara.
Ralph Fiennes als neuer Chef von James Bond 007
2012 landet der Brite den nächsten Schauspiel-Coup. Ralph Fiennes übernimmt in James Bond 007 - Skyfall von Judi Dench die Rolle als MI6-Chef M respektive Gareth Mallory. Als neuer Chef von Superagent James Bond 007 (Daniel Craig) macht er sich zwar erst mal nicht sonderlich beliebt, dafür hat der Darsteller mit der Lizenz zum Nörgeln in der traditionsreichen Filmreihe einen äußerst sicheren Job gefunden. Nach Skyfall folgt schließlich Spectre (2015; mit Daniel Craig und Christoph Waltz) – bei dem Ralph Fiennes als M eine sehr aktiv agierende Rolle neben James Bond einnimmt. Im April 2020 soll dann der 25ste Jubiläums-Bond Keine Zeit zu sterben (mit Léa Seydoux und Rami Malek) in die deutschen Kinos kommen – inklusive Daniel Craig als 007 und Ralph Fiennes als M.
Neben seiner Berufung als MI6-Chef M muss sich Ralph Fiennes aber auch noch um zahlreiche andere Dinge kümmern, etwa als Concierge um den reibungslosen Ablauf in dem etwas abgehalfterten Grand Budapest Hotel (2014; mit Jude Law und Bill Murray). Die schrill-bunte Komödie wird von Kritikern als Meisterwerk gefeiert und bekommt von neun Oscar-Nominierungen immerhin vier Auszeichnungen (Beste Filmmusik, Bestes Make-Up, Bestes Kostümdesign, Bestes Szenenbild).
Einen gelungenen und amüsanten Einblick in das Hollywood der 1950er Jahre bekommt der Filmfreund in der Komödie Hail, Caesar! (2016; mit George Clooney und Scarlett Johansson). Ralph Fiennes spielt darin einen Qualitätsregisseur, der sich mit zweitklassigen Schauspielern herumschlagen muss und daher um seinen Film und seinen Ruf fürchtet. Immerhin kann Ralph Fiennes in dieser Rolle seine beiden Berufungen – also Schauspielerei und Regie – elegant unter einen Hut bringen. Zuletzt sieht man Ralph Fiennes an der Seite von Keira Knightley in dem Polit-Thriller Official Secrets (2019).