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| Hieronymus († 420) - Briefe

VI. Briefe an Theophilus von Alexandrien
114. Hieronymus an Theophilus
3.
Nimm also Dein bzw. mein oder noch besser unser Buch entgegen! Wenn Du mir Anerkennung zollst, dann fällt sie auf Dich zurück. Dir zuliebe mußte ich meinen Geist anstrengen, wofern ich den Feinheiten des Griechischen bei der Armut der lateinischen Sprache gerecht werden wollte. Ich habe nicht, wie gewandte Übersetzer es zu tun pflegen, Wort für Wort übertragen. Das Geld, das Du mir stückweise gegeben hast, habe ich nicht abgezählt, sondern in gleichem Werte abgewogen. Am Sinn sollte nichts fehlen, mögen auch die Worte nicht genau die gleichen sein. Deinen Brief aber habe ich deshalb ins Lateinische übertragen und der Schrift vorangestellt, damit alle Leser erfahren, daß ich nicht aus eitler Ruhmsucht, sondern auf Dein Geheiß eine Arbeit übernommen habe, die über meine [S. 402] Kräfte ging. Ob ich es recht gemacht habe, überlasse ich Deinem Urteil. Erkennst Du auf eine unvollkommene Leistung, dann sprich mir wenigstens nicht den guten Willen ab!