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Der Staatsrat hat die Linienführung für den Anschluss von Marly an die künftige Strassenverbindung zwischen Marly und Matran festgelegt. Die Strassenverbindung wird über einen neuen Strassenabschnitt an die Haarnadelkurve der Route de la Gruyère angeschlossen werden. Die öffentliche Auflage für das gesamte Projekt wird im Jahr 2020 erfolgen, wie die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion sowie die Gemeinde Marly in einem gemeinsamen Communiqué mitteilen.
Die Frage des Anschlusses in Marly war nach dem Entscheid des Staatsrats im März dieses Jahres, eine neue Strasse mit offener Streckenführung zwischen Marly und Matran zu bauen, offen. Nun ist sie geklärt. Auf Vorschlag der Projektoberleitung entschied sich die Kantonsregierung für eine neue Strasse zwischen dem Wald sowie der bestehenden Industrie- und Gewerbezone.
Les Fontanettes umfahren
Diese Variante erhielt den Vorzug gegenüber einer Aufwertung der bestehenden Gemeindestrasse, weil sie laut der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion insbesondere in den Bereichen Komfort, Fahrzeit und Umweltschutz vorteilhafter ist. Sie biete zudem bessere Möglichkeiten für den Anschluss an die bestehenden Strassen und Infrastrukturen. Ausserdem erlaube die nun bevorzugte Variante die Umfahrung von Les Fontanettes.
Mit der Verwirklichung des neuen Strassenabschnitts würden die Fussgängerinnen und Fussgänger sowie auch die Velofahrerinnen und Velofahrer die alte Strasse ohne Gefahr benutzen können. Die neue Strassenverbindung wird insgesamt rund 3,5 Kilometer lang werden. Vorgesehen sind ausserdem zwei Brücken, Velo-Infrastrukturen sowie ein Anschluss zum Marly Innovation Center.
Nach den Ingenieuraufträgen und den Wettbewerben für die Brücken wird das Projekt weiterentwickelt. Möglichst noch im Jahr 2021 soll das Begehren für einen Verpflichtungskredit zum Bau der Strasse dem Grossen Rat und dem Freiburger Stimmvolk unterbreitet werden.
«Das ist die beste Lösung, was diverse Kommentare aus der Bevölkerung bestätigen», sagte der Gemeindeammann von Marly, Jean-Pierre Helbling. Die Umsetzung des Projekts könnte seinen Angaben zufolge im Idealfall im Jahr 2022 beginnen. Die Kosten schätzt Helbling auf 80 bis 100 Millionen Franken.