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Das Kantonale Tabakpräventionsprogramm 2014-2017 des Kantons Freiburg hat die Vision, dass Rauchen im gesellschaftlichen Zusammenleben nicht mehr selbstverständlich ist. Mit anderen Worten: Es sollen neue soziale und gesetzliche Normen gegenüber dem Tabak gefördert werden.
- den Anteil der Rauchenden in der Wohnbevölkerung, namentlich in der Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen senken;
- den Anteil der Kinder und Erwachsenen, die sowohl zuhause als auch am Arbeitsplatz dem Passivrauchen ausgesetzt sind, senken;
- Regeln für die Werbung für Tabakprodukte und das Sponsoring (Sponsoring der Tabakindustrie für Kultur- oder Sportevents) einführen;
- das Verkaufsverbot für Tabakwaren an unter 16-Jährige durchsetzen.
Um diese Ziele zu erreichen, werden 17 Projekte umgesetzt, die den Einstig ins Rauchen von jungen Freiburgerinnen und Freiburger verhindern, den Rauchstopp fördern, vor Passivrauchen schützen und die Bevölkerung über die Risiken des Tabakkonsums informieren und sensibilisieren sollen.
Manche Projekte wollen die Handlungskompetenzen und das Verhalten der Einzelnen stärken, damit sie in der Lage sind, sich für ein Leben ohne Tabak zu entscheiden, andere wiederum wollen das Lebensumfeld der Bevölkerung verbessern, indem sie sich für die Einhaltung der Gesetzesbestimmungen einsetzen oder die Umsetzung neuer Rahmenbedingungen fördern.
Projektbeispiele
- Mit der Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren soll die Anzahl der Mittelspersonen, welche die Botschaft der Tabakprävention verbreiten, erhöht werden. Ausserdem soll das Thema Tabak in das Konzept «Gesundheit in der Schule» eingebunden werden.
- Die Tabakprävention mit Peers in den Freizeitzentren zielt darauf ab, eine Gruppe von Jugendlichen, die vorher auf die Tabakfrage sensibilisiert wurde, zur Schaffung eines Präventionsinstruments anzuregen, dass sie einer anderen Gruppe Jugendlicher vorstellen wird.
- Rauchfreie Lehre ist ein nationaler Wettbewerb, der die Freiburger Lernenden dazu ermutigt, sich für ein Leben ohne Tabak zu entscheiden. 2013 haben 737 Lernende, 93 Ausbildungsbetriebe und 6 Berufsschulen an dieser Aktion teilgenommen.
- Die Begleitung bei der Umsetzung des Gesetzes über das Verbot für den Verkauf von Tabakwaren an unter 16-Jährige anhand von Tabak-Testkäufen. Die im 2010 entstandene Zusammenarbeit mit den Arbeitgeberkreisen und die Informations- und Sensibilisierungskampagne für Verkaufsstellen will die erzieherische Wirkung der Testkäufe ausbauen.
- Individuell zugeschnittene Sensibilisierungs-Workshops für Schulen, Ausbildungsbetriebe und Einrichtungen für Jugendliche in Schwierigkeiten. 2013 haben 568 diese Workshops besucht und 2816 haben an einer Sensibilisierungsaktion in Form eines Wettbewerbs teilgenommen.