Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03505.jsonl.gz/2419

Die Diagnose von Depressionen richtet sich nach der Klassifikation ICD-10. Relevant sind die drei Hauptsymptome der Depression: Gedrückte Stimmung, Antriebsmangel und Freudlosigkeit. Diese Leitsymptome definieren die Grundform von Depressionen. Eine schwere depressive Episode ist allerdings dadurch gekennzeichnet, dass noch weitere Symptome hinzukommen: Sie reichen von Schlafstörungen über Konzentrationsschwächen bis hin zu Minderwertigkeitsgefühlen. Insgesamt äussern sich schwere Depressionen bei unterschiedlichen Menschen auch unterschiedlich. Typisch sind jedoch die erwähnten Leitsymptome plus eine Reihe zusätzlicher Beschwerden.
Schwere Depressionen werden deshalb von milden und leichten Depressionen unterschieden, weil der Leidensdruck noch grösser ist. Zu den erwähnten Hauptsymptomen kommen mindestens fünf der folgenden Symptome hinzu:
Weiterhin kann es auch zu somatischen und körperlichen Symptomen kommen. Darunter sind beispielsweise Störungen der Libido, häufige Infektionen, Schmerzen ohne Ursachen, Verlust der emotionalen Reaktionsfähigkeit oder Überempfindlichkeit auf Licht oder Geräusche.
Schwere Depressionen sind eine Krankheit. Sie bedeuten für den Patienten eine immense Last und führen zu Unproduktivität, sozialen sowie teilweise finanziellen Problemen und oftmals auch zu einer angeschlagenen Gesundheit. Dabei sind schwere Depressionen an sich nicht körperlich gefährlich, solange Suizidversuche ausbleiben. Aber die grundlegend veränderte Stimmung und Wahrnehmung durch die Depressionen wirkt sich auch körperlich aus. So ist etwa das Herzinfarktrisiko stark erhöht. Diese psychische Erkrankung gilt es aufgrund des hohen Leidensdrucks der Betroffenen dringend zu behandeln.
Die genauen Ursachen für schwere Depressionen oder Depressionen allgemein sind nicht vollständig bekannt. Es wird allerdings angenommen, dass ein Zusammenspiel aus Faktoren letzten Endes zum Ausbruch der Krankheit führt. Wie bei vielen anderen psychischen Erkrankungen ist es wohl eine Kombination aus Veranlagung und psychosozialen Faktoren, die zur Entwicklung einer Depression führt. Diskutiert werden insbesondere folgende Entstehungsfaktoren:
Schwere Depressionen können durch Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik oder auch durch Sitzungen bei einem Facharzt behandelt werden. Mitunter ist, vor allem bei Selbstgefährdung, auch eine vorübergehende Zwangsunterbringung in einer Psychiatrie eine Option. Im Fokus der Behandlung stehen die Optionen der Psychotherapie und Medikamente. Ergänzt wird dies gegebenenfalls durch Stimulationstherapien, wie etwa die Lichttherapie oder Sporttherapie. Bei den Antidepressiva, die zum Einsatz kommen können, ist darauf zu achten, dass eine bestmögliche Wirkung bei möglichst wenigen oder gar keinen Nebenwirkungen eintritt. Es gibt jedoch auch Menschen, bei denen Antidepressiva nicht anschlagen. Insgesamt ist die Behandlung durch die Kombination verschiedener Therapieformen bei den meisten an schweren Depressionen Erkrankten aber möglich.
Die Psychotherapie ist, neben Medikamenten, das Mittel der Wahl bei der Behandlung von schweren Depressionen. Hier sind vor allem die kognitive Verhaltenstherapie, die analytische Psychotherapie sowie die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie zu nennen. Bei der kognitiven Verhaltenstherapie soll der Patient erlernen, Sachverhalte anders zu beurteilen, wobei sich die Sicht auf die Welt ändern lässt, was wiederum die negative Verstärkung der Depressionen abfedern kann. Die analytische Psychotherapie arbeitet nach dem Grundsatz, dass durch Hilfe zur Reflexion und durch das Erkennen von Denkmustern und Verhaltensmustern am Patienten gearbeitet werden kann. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychoanalyse geht darüber hinaus davon aus, dass auch verborgene Gedanken, Eindrücke aus Kindheit und Jugend sowie Traumata das Verhalten beeinflussen. Es geht hier beispielsweise um das Erkennen von inneren Leiden.
All diese psychotherapeutischen Verfahren können, je nach Patient und Umstand, zu guten Ergebnissen bei der Behandlung von Depressionen führen.
Schwere Depressionen zu erkennen ist nicht ganz einfach. Jedoch sind lang anhaltende Symptome einer Depression ein recht sicheres Zeichen. Abgegrenzt werden müssen diese aber von kurzen, depressiven Episoden, welche wiederum völlig normal sind und beispielsweise bei Trauer auftreten.
Bei Kindern ist es allerdings schwieriger, Depressionen zu erkennen. Schwere Depressionen sind zwar selten, aber Depressionen im Kindesalter können sich bis ins Erwachsenenleben ziehen. Problematisch ist, dass Kinder meistens nicht artikulieren können, was sie dabei empfinden. Gerade deshalb kommt es häufiger zu Manifestationen in Form von Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, allgemeinen Ängsten und extremer Unruhe.
Konzentrationsschwierigkeiten bei Kindern machen sich auf vielfältige Weise bemerkbar: Wenn alles interessanter ist als das aufgeschlagene Heft mit den Hausaufgaben, wenn die Gedanken ständig abschweifen, Aufgaben einfach nicht fertig werden oder das Kind permanent zappelt, kommen Lehrkräfte schnell zu dem Schluss, dass das Kind möglicherweise an ADHS leidet. Tatsächlich haben Konzentrationsprobleme aber verschiedene Ursachen. Und nicht nur in der Schule stört die mangelnde Konzentrationsfähigkeit. Was tust du, wenn du Konzentrationsschwierigkeiten bei deinen Kindern feststellst?
Genuss, Ablenkung, Gewohnheit, Geselligkeit, Ersatzbefriedigung – Gründe für das Rauchen gibt es eine Menge. Es gibt aber auch mindestens ebenso viele gute Argumente, damit aufzuhören. Der Raucherstopp ist jedoch häufig gar nicht so einfach. Das in Zigaretten enthaltene Nikotin ist ein Suchtmittel, das eine körperliche Abhängigkeit erzeugt. Wie du es dennoch deiner Gesundheit zuliebe schaffst, mit dem Rauchen aufzuhören, erläutern wir dir in unserem Ratgeber. Ausserdem erfährst du, mit welchen Entzugserscheinungen du rechnen musst, aber auch welche positiven Effekte du durch einen Raucherstopp erzielen kannst.
Bei einer Panikattacke handelt es sich um einen plötzlich auftretenden Anfall von starker Angst. Er geht mit einer Vielzahl körperlicher Symptome einher. Dazu zählen zum Beispiel Zittern, Schweissausbrüche, Schwindel und Herzklopfen. Der Zustand löst bei den Betroffenen ein starkes Gefühl innerer Unruhe aus, wodurch sich die körperlichen Symptome verstärken. Eine Panikattacke kann wenige Minuten bis Stunden dauern. Die Ursachen für die Entstehung und Aufrechterhaltung einer Panikattacke sind dabei vielfältig.
An Stimmungsschwankungen leidet jeder einmal. Frauen sind von ihnen vor ihrer Periode betroffen und auch die grauen Wintermonate tragen nicht unbedingt dazu bei, unsere Stimmung aufzuhellen. Sollte sich deine negative Grundstimmung aber auch nach Wochen nicht bessern, sind Stimmungsaufheller ein geeignetes Mittel für dich. Hier gibt es eine Vielzahl an pflanzlichen Präparaten, die frei von Nebenwirkungen sind und die du bedenkenlos einnehmen kannst. Am besten stimmst du mit deinem Arzt ab, welche Produkte zu dir und deinem Körper passen.
Wann sind wir alt? Wenn wir uns alt fühlen oder mit den ersten Zipperlein? Dies ist eine knifflige Frage. Wir Menschen haben mit dem allmählichen biologischen Verfall häufig nicht nur körperliche Beschwerden oder Einschränkungen. Mitunter kommen psychische Probleme wie Depressionen, Neurosen oder Ängste hinzu. Damit betagtere Menschen mit psychischen Problemen die passende Betreuung und Behandlung erhalten, gibt es die Gerontopsychiatrie. Sie umfasst zwei Teilgebiete: die Psychiatrie und die Gerontologie oder Geriatrie für Menschen ab 60 Jahren. Welche Krankheiten häufig vorkommen, wer sie wie behandelt und wo es Unterstützung gibt, erfährst du hier.
Eine Familie ist ein soziales System mit mehreren Mitgliedern. Durch Konflikte kann es jedoch schnell zu Brüchen innerhalb des Gefüges kommen. Probleme gibt es oft dann, wenn sich in einer Familie einschneidende Änderungen vollziehen. Das können Krankheiten, Todesfälle oder die Wohnsituation sein. In einigen Fällen ist dann eine Familienberatung ein guter Weg, mit allen Familienmitgliedern die Ursachen der Schwierigkeiten aufzuarbeiten und mögliche Lösungen zu finden. Wenn du mit deiner Familie viele Hürden zu meistern hast und die Situation zu scheitern droht, ist es sinnvoll, sich über Familientherapien zu informieren.