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Mit der Strohverarbeitung im Kanton Freiburg des 19. Jahrhunderts ist eine traditionsreiche und sehr bewegte Geschichte verbunden. Die häusliche Strohindustrie hat zur Mitte des letzten Jahrhunderts einen steilen Aufstieg erlebt und musste dann mit dem ausgehenden Jahrhundert einen ebenso dramatischen Rückgang erfahren. Im Greyerzerland wurde sie dann bald einmal durch die Lebensmittelindustrie, vor allem die Fabrikation von Milchprodukten, abgelöst.
Das Greyerzerland lieferte zeitweise rund 50%, der Sense- und Saanebezirk je 20% der gesamten Strohprodukte des Kantons Freiburg. Im Vordergrund stand die Strohband-Flechterei, für welche die Freiburger Weltberühmtheit erlangen konnten. Das Freiburger Weizenstroh war äusserst beliebt und die Strohbänder (Tressen) zur Herstellung von genähten Strohhüten aller Art fanden reissenden Absatz. Allerdings haben die Freiburger im Bereiche der Herstellung von Fertigprodukten nie eine wichtige Rolle gespielt.
Hubert Boschung, Oktober 1999
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