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In einem Versuch klärte man die Eignung farbiger PE-Stretchfolien für Rundballensilage ab. Es kamen vier Stretchfolien (weiss, schwarz, olivgrün und braun) von zwei Herstellern (Silotite und Teno-Spin) zum Einsatz. Untersucht wurden die Erwärmung in 10 cm Tiefe unter der Stretchfolie, der Einfluss auf die Futterqualität und die mechanischen und physikalischen Eigenschaften der Folien im Neuzustand und nach zehn Monaten Exposition der Ballen. Die Erwärmung der Futterschicht in einer Tiefe von 10 cm unter der Folie ist mit Temperaturmaxima von 25 bis 30 °C gering. Die grüne und braune Stretchfolie erwärmen sich ähnlich stark wie die schwarze Folie. Die mit weisser Stretchfolie gewickelten Ballen ergeben eine etwas bessere Gärqualität (tiefere pH-Werte, höhere Milchsäuregehalte) als die übrigen Ballen. Die Abnahme der Reissfestigkeit und der Reissdehnung im degradierten Zustand ist bei den beiden farbigen Stretchfolien stärker als bei der weissen und schwarzen Stretchfolie, was auf eine schlechtere UV-Stabilität deutet. Die stärkere Versprödung der farbigen Stretchfolien war auch optisch festellbar. Die Gasdurchlässigkeit aller vier Folien wurde nach zehnmonatiger Ballenlagerung nicht beeinflusst. Wegen der rascheren Alterung empfiehlt es sich, Ballen mit farbigen Stretchfolien sechslagig zu wickeln und diese wenn möglich geschützt zu lagern (Gebäudevordach, Abdecken mit Blache).
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