Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03296.jsonl.gz/1552

Probleme der Speisung des Grundwasservorkommens im Gebiet von Tenero-Gordola im Zusammenhang mit der Erstellung des Verzasca-Kraftwerks
Die heute vorliegenden Erfahrungen mit der während der extremen Niederwasserperiode in Gang gesetzten künstlichen Grundwasseranreicherung mittels Versickerungsbecken im Verzasca-Flussbett zeigen mit wünschenswerter Deutlichkeit, dass die gemäss dem Studium der hydrologischen Verhältnisse in Rechnung zu stellende quantitative Beeinträchtigung des Grundwasservorkommens durch das Verzasca-Kraftwerk mit der vorgeschlagenen und jetzt praktisch angewandten Anreicherungsmethoden kompensiert werden kann. Eine qualitative Veränderung des Grundwassers durch die Vorgänge im Zusammenhang mit der Erstellung des Verzasca-Kraftwerkkes musste u. E. nicht in Betracht gezogen werden, weil die Schwächung eines der natürlichen Zuflüsse des Grundwasservorkommens (Infiltration im Verzasca-Bett) kompensiert wird durch eine künstliche Zugabe desselben Flusswassers an derselben Stelle. Diese Beurteilung hat sich durch die periodischen chemischen Analysen des Grundwassers in vollem Umfange bestätigt.
Eine einfache kolorimetrische Ozonbestimmungsmethode mit <I>o</I>-Tolidin-Reagens wurde mit Hilfe der direkten spektrophotometrischen Methode (Absorption bei 260 mμ) geprüft und geeicht.<br/>
Die Mangan-<I>o</I>-Tolidin-Methode nach Zehenderund Stumm [14] und die direkte spektrophotometrische Methode ergaben unter gewissen Bedingungen äusserst stark voneinander abweichende Resultate, während die mit der einfachen <I>o</I>-Tolidin-Methode und die spektrophotometrisch bestimmten Werte in allen Versuchen innerhalb der Fehlergrenzen übereinstimmten.<br/>
Es wird deshalb bis auf weiteres zur Messung geringer Ozongehalte in wässerigen Lösungen die einfache <I>o</I>-Tolidin-Methode empfohlen.<br/>
Für verschiedene Wässer wurden Ozonaufnahme- und Zerfallskurven bestimmt und die Resultate kurz diskutiert.