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Es war ein einseitiger WM-Final, den die 11'000 Zuschauer am 21. Mai 2006 in Riga zu sehen bekamen. Schweden liess dem Titelverteidiger aus Tschechien nicht den Hauch einer Chance und holte sich mit einem 4:0-Sieg überlegen den Titel.
Wenn auch die Partie an sich nicht als spannendster WM-Final aller Zeiten in die Geschichtsbücher einging, gelang den Skandinaviern vor 14 Jahren dennoch ein historischer Meilenstein: Noch nie hatte es eine Nation zuvor geschafft, nach dem Olympia- auch noch den WM-Titel zu gewinnen.
Vom Olympiasieger zum Underdog
Im Vorfeld der WM in Lettland hatten die Schweden nicht nur bei ihren Landsleuten wenig Kredit genossen. Nach Absagen von vielen grossen Namen wurde das Team gar als «schlechteste schwedische Nationalmannschaft aller Zeiten» bezeichnet.
Dabei hatte «Tre Kronor» keine drei Monate zuvor Olympia-Gold gewonnen. In Turin setzten sich die Schweden im Final 3:2 gegen Finnland durch. Aus dem dortigen Olympia-Kader traten dann allerdings nur gerade 8 Spieler auch die Reise nach Lettland an.
Dafür glänzten in Riga, wo die Schweden im Viertelfinal die USA gleich mit 6:0 vom Eis fegten oder im Halbfinal gegen die Kanadier (5:4) andere. Center Andreas Karlsson beispielsweise, mit 9 Punkten zweitbester Skorer im Team von Bengt-Ake Gustaffson. Oder Johan Holmqvist, der zum besten Torhüter des Turniers gewählt wurde, für Olympia aber nie eine Option gewesen war.