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Die Temperaturen in den verschiedenen Seetiefen des Hallwilersees sind dank einer Messkette jederzeit bekannt. Dies gehört zu einem Projekt des Forschungsinstituts Eawag und des Bundes in Zusammenarbeit mit dem Kanton Aargau. Mit ihr wird alle zehn Minuten an 15 verschiedenen Punkten und bis in die Tiefe von 45 Metern die Temperatur des Sees gemessen. Dabei besteht das ganze System aus einer Boje mit einer Solarzelle, an welcher das Drahtseil mit den Temperatursonden befestigt wurde, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt.
Am Hallwilersee sind Kompressoren installiert, die Druckluft an die tiefste Stelle im See pumpen und das Tiefenwasser so im Sommer belüften. Bei wärmeren Temperaturen von Frühling bis Herbst bilden sich eine untere und eine obere Wasserschicht, die sich aber nicht mischen. Und der aktuell anhaltend milde Winter sorgt dafür, dass diese Schichtungen im See länger bleiben. Mitte November lag die Wassertemperatur an der Oberfläche noch bei 13,3 Grad. Wegen des Klimawandels könnten die Perioden mit klar getrennten Wasserschichten künftig immer länger werden. Es kann sogar Winter geben, in denen das Wasser nicht mehr komplett durchmischt wird», so ein Fachspezialist. Dies könne sich auch negativ auf die verschiedenen Arten von Lebewesen auswirken.
(red.)