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Der obere Teil der Fifth Avenue in New York, zwischen der 49. und der 60. Straße, behält die Spitzenposition unter den teuersten Einkaufsstraßen der Welt, mit jährlichen Mietpreisen in Höhe von 35.330 Euro pro Quadratmeter. Auch Causeway Bay in Hong Kong, die Avenue Champs-Èlysées in Paris und Londons Bond Street hielten an ihren Rängen fest: in Hong Kong kostet der Quadratmeter 24.218 Euro , in Paris 13.850 Euro und in London müssen 13.336 Euro jährlich pro Quadratmeter berappt werden, so der Bericht von Cushman & Wakefield mit dem Titel 'Main Streets Across the World.' Während weltweit die Mieten der Einkaufsstraßen im Vorjahresvergleich um 35 Prozent stiegen, scheint ein Rückgang der Preise in den Topeinkaufslagen auch in Zukunft unwahrscheinlich. Bei diesen rasant steigenden Preisen stellt sich die Frage: Was müssen Händler verkaufen, um sich die Miete leisten zu können? FashionUnited hat sich dieser Frage angenommen und zehn große Flagship-Stores auf den zehn teuersten Einkaufsstraßen der Welt genau unter die Lupe genommen.
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1. Upper Fifth Avenue, New York City: Tiffany's
Das Flaggschiff von Tiffany’s ist für viele der Inbegriff von New Yorker Luxus. Die Adresse, 727 Fifth Avenue, beherbergt eindrucksvolle 4.227 Quadratmeter Ladenfläche mit einer jährlichen Mietbilanz von 35.330 Euro pro Quadratmeter und eine Gesamtmietsumme von 146.322.403 Euro pro Jahr. Herunter gerechnet auf einen Tag muss Tiffany’s also 400.883 Euro pro Tag einnehmen, um die Miete zahlen zu können. Tiffany’s ist wohl am bekanntesten für seine Verlobungsringe mit einem Durchschnittspreis (bei der Diamantkollektion) von 5.173 Euro – somit muss Tiffany’s pro Tag 78 Diamantringe verkaufen, um die Miete auf der Fifth Avenue zu bezahlen.
2. Causeway Bay, Hong Kong: H&M
Auf dem Causeway Bay in Hong Kong tummeln sich viele Luxusbrands, aber kürzlich eröffnete dort auch ein H&M Flagship-Store. Dieser Store misst 4.274 Quadratmeter und erstreckt sich über vier Stockwerke. Die Kosten: 2.399 US-Dollar pro Quadratmeter pro Jahr. Unseren Berechnungen zufolge zahlt der schwedische Fast-Fashion-Retailer also 110.363.000 US-Dollar (101.403.952 Euro) pro anno, oder 302.365 Dollar (277.820 Euro)pro Tag. H&M ist bekannt für niedrige Preise, daher ist es offensichtlich, dass der Laden eine höhere Anzahl an Einzelstücken verkaufen muss, um auf seine Mietsumme zu kommen. Bei einem durchschnittlichen Preis von 25,40 Dollar (23,33) für ein Oberteil müsste der Store in Hong Kong 11.904 Oberteile pro Tag verkaufen, um auf seine Jahresmiete zu kommen.
3. Times Square, New York City: Forever 21
Auch wenn viele mit dem Times Square hauptsächlich Leuchtreklame und Billboards assoziieren, hier sind auch einige Läden angesiedelt, darunter die 8.478 Flagship-Quadratmeter von Forever 21. Dieses beeindruckende Mietobjekt kommt den Fast-Fashion-Retailer teuer zu stehen: 216 Millionen Euro, was täglich 590.389 Euro gleichkommt. Der vertikale Textilhändler ist bekannt für seine günstigen Bekleidungsstücke und führt derzeit 93 sogenannte ‚Womenswear Bestseller’ auf, deren Durchschnittspreis bei 18,83 Euro liegt. Bei Forever 21 müssten also 31.344 dieser Bestseller über die Ladentheke gehen, um den Mietpreis auf dem Times Square zu decken.
4. Central, Hong Kong: Louis Vuitton
Trotz der Nachrichten, dass Louis Vuitton seine Stores in Chinas Mainland schließe, lockt der Flagship-Store in Hong Kong Central nach wie vor Touristen und Einheimische gleichermaßen in seine 1.672 Quadratmeter. Der Mietpreis liegt bei diesem Objekt bei 19.532 Euro pro Quadratmeter, was sich auf eine jährliche Summe von 32.002.570 Euro und tagtägliche Kosten in Höhe von 87.679 Euro beläuft. Die bestverkaufte Tasche des französischen Luxuswarenlabels ist nach wie vor die ‘Speedy Bandoulière’, die für 995 Euro über die Ladentheke geht. Um die Miete in Hong Kong Central zu bezahlen müsste sie dies 69 Mal tun.
5. Tsim Sha Tsui, Hong Kong: Gap
Um chinesische Kunden zu gewinnen, ging Gap mit seiner Niederlassung in Hong Kongs Stadtteil Tsim Sha Tsui in die Vollen: der Store misst 1.858 Quadratmeter und schlägt mit 18.593 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Die jährliche Miete beläuft sich dementsprechend auf 33.849.403 Euro, pro Tag sind das 92.739 Euro. In Gaps seiner sogenannten ‘normcore’-Sparte kosten die Shirts durchschnittlich 50,49 Euro. Somit müsste Gap 1.837 Shirts pro Tag verkaufen, um die jährliche Miete zu tragen.
6. Madison Avenue, New York City: Victoria's Secret
Der amerikanische Wäsche-Riese Victoria’s Secret ist Mieter eines durchaus beachtlichen 1.539 Quadratmeter messenden Objektes in New Yorks Madison Avenue. Der Quadratmeterpreis liegt hier bei jährlichen 15.141 Euro, was multipliziert eine jährliche Gesamtmiete von 23.429.961 Euro ergibt – der tägliche Mietpreis liegt dementsprechend bei 64.192 Euro. Demnach müsste das Lingerielabel täglich 1.043 Sport-BHs aus seiner ‘Knockout’-Kollektion verkaufen, um die Miete zu bezahlen.
7. Avenue des Champs-Élysées, Paris: Tiffany's
Tiffany’s mietet auch in Paris, hier allerdings mit 976 Quadratmetern fast schon beschaulich, einen Flagship-Store auf den Champs-Élysées. Kostenpunkt: 13.720.000 Dollar (12.624.224 Euro) pro Jahr. Das macht sieben Diamantringe pro Tag.
8. New Bond Street, London: Louis Vuitton
Auch in London ist Louis Vuitton natürlich mit einem Flaggschiff vertreten- und zwar auf der Bond Street, mit 1.486 Quadratmetern. Der Laden bringt es auf eine jährliche Mietsumme von 19.423.162 Euro. Um die Miete zu zahlen, müssen in London also 42 Speedy Bandoulière Handztaschen den Besitzer wechseln.
9. Via Montenapoleone, Milan: Roberto Cavalli
Das italienische Modehaus Roberto Cavalli zahlt für seinen 1.550 Quadratmeter großen Flagship-Store auf der Via Montenapoleone in Mailand 10.499 Euro pro Quadratmeter. Mit einer jährlichen Gesamtmiete von 15.354.535 Euro muss der Laden also etwa 47 Paar Schuhe zu je 899 Euro verkaufen, um die Mietkosten zu decken.
10. Lower Fifth Avenue, New York City: Gap
Am unteren Ende der Fifth Avenue kostet der Quadratmeter ‚nur’ noch 10.094 Euro, deshalb hat Gap hier auch mit 2.880 Quadratmeter voll zugeschlagen. Um die jährlichen Kosten von 29.071.100 Euro zu decken, muss der Laden 1.546 Blusen verkaufen.