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An seiner Sitzung in Fairbanks, Alaska, vom 11. Mai 2017, hat der Arktische Rat der Schweiz den Beobachterstatus gewährt. Dies erlaubt es der Schweiz, ihr Know-how, über das sie insbesondere im Bereich der interdisziplinären Forschung zum Klimawandel verfügt, in den Arbeitsgruppen des Rats einzubringen.
Der Arktische Rat, der unter dem Vorsitz der USA zu seinem zehnten Ministertreffen zusammenkam, hat am 11. Mai 2017 beschlossen, der Schweiz als einzigem neuen Land den Beobachterstatus zu gewähren. Dieser Status erlaubt es nicht-arktischen Staaten mit einem genügend grossen Interesse an der Arktisregion, an den Sitzungen und Arbeitsgruppen des Arktischen Rats teilzunehmen.
Polarforschung und Höhenforschung in den Alpen sind eng miteinander verwandt. Zahlreiche Schweizer Institutionen geniessen Weltruf für ihre erstklassige Forschung in den Bereichen Schnee, Atmosphäre, Naturgefahren, Permafrost und Bergökosysteme. Schweizer Wissenschaftler erforschen seit über hundert Jahren die Gletscher der Arktis und leisten damit einen substanziellen Beitrag zur globalen Klimaforschung. Die Schweiz gilt in diesen Kreisen als «vertikale arktische Nation».
Dank dem Beobachterstatus kann die Schweiz namentlich ihr Know-how in den verschiedenen Arbeitsgruppen des Rats einbringen und sich an Forschungsinitiativen in einer Weltregion beteiligen, die über ein wachsendes wirtschaftliches Potenzial verfügt und an geopolitischer Bedeutung gewinnt. Die Ergebnisse der mehrheitlich internationalen Forschungsarbeiten kommen auch der indigenen und lokalen Bevölkerung der Arktis zugute, die vom Klimawandel direkt betroffen ist.
Der 1996 gegründete Arktische Rat umfasst die Aussenministerinnen und Aussenminister der acht Arktis-Anrainerstaaten (Dänemark, Finnland, Island, Kanada, Norwegen, Russland, USA und Schweden), die Vertreterinnen und Vertreter der indigenen Völker der Arktis, die Beobachterstaaten (darunter China, Deutschland, Frankreich und Japan) sowie spezialisierte Institutionen.