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Ondansetron und Atazanavir beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Atazanavir ist ein moderater Hemmer von CYP3A4, welches auch am Metabolismus von Ondansetron beteiligt ist. Eine theoretische Folge könnten Konzentrationserhöhungen von Ondansetron sein.
Effekt
Vor allem nach intravenöser Verabreichung von Ondansetron wurde selten eine Verlängerung des QT-Intervalls beobachtet [Charbit B, 2008]. In der Kombination mit Atazanavir erhöht sich das Risiko für eine QT-Zeit-Verlängerung, welche in Arrhythmien/Torsades resultieren kann. Für Atazanavir ist ein Fall von Torsades de pointes beschrieben [Ly T, 2007]. Gemäss Schweizer Fachinformation wird davon ausgegangen, dass es aufgrund der pharmakokinetischen Interaktion nur zu einer geringen oder keiner signifikanten Änderung der Gesamtclearance von Ondansetron oder des Dosisbedarfs kommt, da der Ondansetron-Stoffwechsel über mehrere Stoffwechselenzyme ablaufen kann und unter normalen Umständen von anderen Enzymen ausgeglichen wird.
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit sind empfohlen, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung am 29.05.2018