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Als eigentliches Wüstentier ist die Katze eine Meisterin der Tarnung, der Jagd und der Entbehrung. Zugute kommt ihr dabei ihr Körperbau, ihre Anatomie, ihr Organismus. Darunter ihre leistungsstarken Augen und Ohren, die scharfen Zähne sowie der für die Balance so wichtige Schwanz.
Text: Daniela Poschmann
Oft ist es der Blick von oben, der eine Jagd erfolgreich macht. Beharrlich lauert die Katze so lange, bis sich der richtige Moment zum Angriff ergibt. Damit sie beim Sprung nicht zu hart aufkommt, wird sie abgefedert, denn ihr Stützapparat ist mit 240 Knochen weitaus flexibler als der unsrige mit circa 206 Knochen. Dass sie überhaupt hoch auf den Baum gelangt, verdankt sie ihrer guten Muskulatur, die vor allem an den Hinterbeinen und am Rücken sehr ausgeprägt ist. Ihr Schwanz, der aus bis zu 23 Wirbeln besteht, sorgt dafür, dass sie bei solch waghalsigen Manövern nicht das Gleichgewicht verliert, und ihre weichen Pfotenballen verhindern, dass sie sich verletzt. Zwischen den Ballen verstecken sich übrigens Drüsen, welche ein duftendes Öl absondern, das zur Kommunikation mit anderen Fellnasen dient. Für ein schnelles, aber dennoch leises Vorankommen läuft die Katze übrigens auf ihren Zehen.
Damit all das funktioniert, atmet die Katze 30- bis 50-mal pro Minute und knapp ein Viertelliter Blut durchströmt in derselben Zeit ihren Körper. Das Katzenherz pumpt dabei etwa doppelt so schnell wie das des Menschen – rund 120-mal in der Minute. Im Schnitt braucht das Katzenblut daher elf Sekunden, um einmal durch den Leib zu fliessen. Wie beim Zweibeiner auch sorgen Arterien dafür, dass sauerstoffreiches Blut aus dem Herzen in die Peripherie gepumpt wird, durch die Venen zurück in die Lunge fliesst, dort Stickstoff abgibt und wieder Sauerstoff aufnimmt…
Den vollständigen Beitrag können Sie in der Ausgabe 1/24 lesen.