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Die guten alten Zeiten
Die Nachkriegsjahre waren einmal mehr geprägt vom Willen, das Fanionteam in die nächsthöhere Liga zu bringen. Im Frühjahr 1949 gelang erstmals nach 28jährigem Bestehen des SVM der Aufstieg in die 2. Liga. Bis Anfangs der 70er Jahre schnupperte der SV Muttenz jedoch lediglich sechs Jahre 2. Liga-Luft. 1954 stieg das Team nach fünf Saisons mangels Nachwuchs aus der 2. Liga wieder ab und war in dieser dann nur noch 1968/69 für eine Spielzeit vertreten. Dass das Eins in diesen Jahren hauptsächlich in der 3. Liga mitspielte, lag wohl auch daran, dass eher das Gesellige denn der sportliche Erfolg um jeden Preis im Vordergrund stand. Dies führte zur eigenartigen Situation, dass die Elf sich entweder in der oberen Liga (wie erwähnt) nicht etablieren konnte oder fussballerisch so gut war, dass es (locker) zum Gruppenmeister reichte. Einmal errang die Mannschaft den Gruppensieg mit 15 Punkten Vorsprung, konnte sich aber in den Aufstiegsspielen nicht behaupten. Und 1971 verlor die Erste im Entscheidungsspiel um den Gruppensieg gegen Allschwil 0:3, nachdem man 14 Tage zuvor gegen den gleichen Gegner mit dem gleichen Ergebnis noch ganz klar gewonnen hatte! Ein Jahr nach dem 50er-Jubiläum, konnten wiederum Erfolgsmeldungen verzeichnet werden. Nach Siegen gegen Sissach, Oberwil und Liestal und einer Niederlage, wiederum gegen Allschwil, stieg das Team zum dritten Mal in die 2. Liga auf. Mit dem Gewinn des Fairnesspreises bewiesen die Aufsteiger gleichzeitig, dass es zum Siegen keine unlauteren Mittel braucht. Zwei Trainerwechsel sorgten in dieser Epoche für Gesprächsstoff. Zuerst musste Moritz Wirz seinen Stuhl räumen, weil er vor Saisonende mit dem FC Pratteln einen Vertrag abgeschlossen hatte. Das Amt übernahm für drei Spiele der Präsident, Adolf Hunziker, höchstpersönlich. Sein Nachfolger, Nandor Cserna, erreichte 1973 den Basler Cupfinal und wurde noch vor diesem Spiel entlassen. Die Früchte seiner Arbeit erntete der für die bevorstehende Saison engagierte Trainer Emil "Mille" Müller. Mille wurde so Basler Cupsieger (2:1 gegen Binningen), noch ehe er seine Arbeit in Muttenz aufgenommen hatte.
"Mille" Müller übernimmt das Zepter (1973)
Nach dem Wiederaufstieg in die 2. Liga klassierten sich die Muttenzer viermal hintereinander unter den ersten drei Mannschaften. Mit "Mille" Müller begann der kontinuierliche Aufstieg des SV Muttenz.
Mit Muttenzer Eigengewächsen wie Martin Buser, Markus Degen, Roland Girod, Hugo Lanthemann, Fernand Dätwiler, Peter Bruderer oder Peter Kübler sowie ein paar Zuzüglern (Erwin Kaltenbrunner, Georges Neuhaus, Mäni Studer, später Peter Longhi und Martin Lander) klopfte man 1975 erstmals an die Türe zur 1. Liga. Wurden gegen Langenthal (2:1, 2:2) noch drei Punkte geholt, so konnte dem späteren Aufsteiger Köniz lediglich ein Heimunentschieden (vor 1000 Zuschauern!) abgerungen werden. Zum Heimspiel gegen Langenthal war in der Tagespresse zu lesen: "Der Siegestreffer fiel auf kuriose Weise, indem der Berner Keeper wohl richtig reagiert hatte, sein Plongeon aber vergeblich war, weil der Ball zwei Meter vor ihm im Pflotsch stecken blieb, worauf der nachsetzende Kübler das Leder ungehindert über den im Dreck liegenden Goalie ins Netz schiessen konnte!"
Der nächste Anlauf sollte der bessere sein. In der Meisterschaft wurde nur der zweite Rang (hinter Birsfelden) benötigt, um sich dennoch für die Aufstiegsspiele zu qualifizieren. Gegen Unterstrass und Stäfa wurde dank unvergesslichen Auswärtsspielen der Grundstein für den Aufstieg in die 1. Liga gelegt. Gegen Unterstrass erkämpfte sich die Equipe ein 4:4 und das vorentscheidende Spiel in Stäfa gewann eine entfesselte Muttenzer Mannschaft gleich 6:1. Im Anschluss an das Heimspiel gegen Stäfa (1:2) wurde im Festzelt der Aufstieg gebührend gefeiert (siehe dazu den Artikel im Muttenzer Anzeiger vom 2. Juli 1976).
Die 1.-Liga-Zeiten
Der Start in der 1. Liga war harzig, konnte doch erst in der 204. Erstliga-Minute das erste Tor für Muttenz bejubelt werden. Erzielt hatte es Peter Bruderer im 2. Heimspiel gegen Baden. Die Spieler gewöhnten sich zusehends an den höheren Rhythmus und erreichten bis Ende Saison mit dem sechsten Rang einen Mittelfeldplatz.
Aber, die schwierigste Saison für einen Aufsteiger ist bekanntlich immer die zweite. Zwar fiel in diese zweite 1. Liga-Saison der Höhepunkt der Muttenzer Schweizer-Cupgeschichte (siehe dazu separaten Bericht), dagegen konnte in der Meisterschaft kein Ruhmesblatt geschrieben werden.
Tatsächlich musste der SVM bis zur letzten Minute um den Klassenerhalt bangen. Schaffhausen war es zu verdanken, dass der SVM nicht ein Entscheidungsspiel um den Abstieg zu bestreiten hatte. Ein Trio zusammen mit Uzwil und Red Stars Zürich war zählergleich, die bessere Tordifferenz machte aus unseren Spielern Glückspilze!
Unvergesslich die Szenen nach dem letzten Spiel: Ungeduscht wartete man gespannt neben dem Hüttli auf die Resultate der anderen Partien. Als endlich die freudige Mitteilung des Nichtabstiegs bekannt wurde, war die Erleichterung riesig.
Aus diesem Abschneiden zog der Vorstand im Frühling 1978 die Konsequenzen und verstärkte das Kader entscheidend. Definitiv wurden die "Nordsterne" Martin Frei und Frank Horvath übernommen. Dazu gesellten sich Vincenzo Corbella, Roger Harrisberger, Jürg Jordi und Goalie Martin Schuler. Diese Verstärkungen sollten sich auszahlen. Wider Erwarten fand man den SVM an der Tabellenspitze. Ab der 5. Runde belegten die Muttenzer Platz 1 und gaben diesen dank einer unglaublichen Leistungskonstanz bis Ende Saison nicht mehr ab!
Mit diesem Gruppensieg in der 1. Liga wurde die bisher beste Plazierung einer Muttenzer Auswahl erreicht.
Weniger Erfolg war dem SVM in den Aufstiegsspielen gegen Ibach beschieden, verlor er doch bereits das Heimspiel mit 0:1. Im Rückspiel in Brunnen lag die Mannschaft bald sensationell mit 2:0 in Führung, musste aber noch vor der Halbzeit den Ausgleich hinnehmen. Danach reichten die Kräfte nicht mehr, um dem Spiel noch eine entscheidende Wende geben zu können. Am Rande bemerkt, Trainingsfleissigster war in dieser Saison der Teamsenior «Ewe Kaltenbrunner» mit 107 (von maximal 114 möglichen) besuchten Trainings! Er verliess nach dieser Saison die Mannschaft ebenso wie Martin Buser und Fernand Dätwiler.
Als Gruppensieger wurde der SVM nun «Vom Jäger zum Gejagten». Wiederum wurden die Aufstiegsspiele zur NLB erreicht, diesmal allerdings war das Ganze komplizierter. Laufen, der SVM und Aurore Biel waren punktgleich. Laufen wurde aufgrund des besten Goalverhältnisses Gruppensieger, Muttenz und Aurore mussten in einem «Stechen» den zweiten Gruppenplatz, der ebenfalls für die Aufstiegsspiele berechtigte, ausmachen. Dieses Unterfangen gelang den Muttenzern nach einem 0:0 dank den sichereren Penaltyschützen mit 4:2.
Der Gegner in den Aufstiegsspielen hiess Emmen. Abermals konnte das Heimrecht nicht ausgenutzt werden. In der letzten Minute verschoss der unglückliche Martin Frei einen Elfer. Es blieb beim 0:0. Im Auswärtsspiel war man nach einer überdurchschnittlichen Leistung etwas vom Glück verlassen. Das Spiel neigte sich langsam dem Ende und es stand 2:2, als der bedauernswerte Muttenzer Goalie eine missratene Flanke ins eigene Tor beförderte. Aus der Traum von der Nationalliga B!
Schliesslich waren aber genau diese Höhenflüge für den kommenden Tiefgang verantwortlich. Wichtige Teamstützen wie Martin Frei (GC) oder Peter Bruderer (Old Boys) verliessen den Verein, weil sie sich mittlerweile einen Namen gemacht hatten. Der Erfolg machte aber auch in Vorstandskreisen Appetit auf noch mehr und so versprachen sich einige mehr von Neuzugängen respektive fertigen Spielern als von den eigenen, jungen und entsprechend noch unerfahrenen Junioren des A-Inter. Im Jubel um die Aufstiegsspiele hatten die Verantwortlichen übersehen, dass sich gerade das Inter A mit den Jahrgängen 59/60 hinter dem FC Basel als zweitbestklassiertes Juniorenteam der Region Nordwestschweiz etablierte. Die Verantwortlichen zogen aber den kurzfristigen Grosserfolg mit «fertigen Spielern» einer mittelfristigen Planung mit eigenem Nachwuchs vor.
Schlecht verdaute Erfolge!
Und so kam, was kommen musste: Nach dem Fast-Aufstieg in die NLB folgte der Fall in Raten bis in die dritte Liga. Für die letzte Erstliga-Saison wurden 6 neue Spieler engagiert, welche die Abgänge jedoch nur quantitativ ersetzten. Wegen der Aufstiegsspiele konnte das Vorbereitungsprogramm nicht mit allen Spielern durchgezogen werden. Zudem sollten doch noch einige Nachwuchskräfte ins Team eingebaut werden. Der Verlauf der Saison beinhaltete schliesslich alles, was einen Absteiger «auszeichnet»: Eine gewisse Überheblichkeit (alle redeten nur vom Aufstieg), ein unheimliches Verletzungspech bei den Teamstützen, mangelndes Glück im Abschluss und mit Schiedsrichtern sowie die zu späte Erkenntnis, dass im Abstiegsbereich lediglich mit Kampf Punkte zu gewinnen sind! Einzig die Kameradschaft stimmte einigermassen und auch der Trainer durfte bis Ende Saison bleiben! Dass das Ganze in das Jubiläumsjahr (60 Jahre SVM) fiel, war zusätzliches Pech!
Der Abstieg aus der 1. Liga beendete nicht nur die Aera von «Mille» Müller sondern war auch gleichzeitig der Abschied von der höchsten «Amateurklasse». Die Bilanz dieser Zeit ist dennoch durchwegs positiv und liest sich wie folgt:
126 Spiele / 61 Siege / 18 Unentschieden / 47 Niederlagen ergeben 140:112 Punkte bei einem Torverhältnis von 233:182
Der reini(-gende) «Urknall»
Nach dem Abstieg in die 2. Liga musste das Kader neu bestellt werden, waren doch lediglich 4 Spieler bereit, die Scharte der Vorsaison auszumerzen. Fortan war von Wiederaufbau die Rede, obwohl bei einigen Vorstandsmitgliedern ein Wiederaufstieg noch immer nicht aus dem Kopf ging. Enttäuschung machte sich nach 2 Jahren breit, als der Zeiger eher Richtung 3. den 1. Liga zeigte. Wieso sollten aber Junioren, welche in ihren Inter-Kategorien jeweils abgestiegen sind, plötzlich einen Wiederaufstieg in die 1. Liga bewerkstelligen, wenn Jahre zuvor weitaus besseren Junioren der Einstieg in diese Liga nicht zugetraut wurde?
Im April 1984 kam es, wie an anderer Stelle bereits erwähnt, zum «Urknall» im Vorstand, was auch seine Auswirkungen auf die Mannschaft hatte. Wie zu befürchten war, trat die Erste nach Abschluss der Saison 83/84 den Gang in die 3. Liga an. Nach dem Abstieg verliessen 10 Kaderspieler die Mannschaft. Der neue Trainer Peter Haller hatte nun die Aufgabe, aus den Spielern der 1. und 2. Mannschaft sowie einigen Junioren das neue Eins zu formen. Ausserdem erhoffte sich der neue Präsident, Reini Ott, dass mit gezielter Aufbauarbeit eine Team geformt werden könne, welches reif für die 2. Liga sein sollte, ohne dass gross auf dem Transfermarkt mitgemischt werden musste.
Während seiner zweijährigen Amtszeit hatte Peter Haller zusätzlich die Schwierigkeit, dass er praktisch nie zwei Spiele hintereinander die gleichen Leute einsetzen konnte. Ja, in der Saison 85/86 hatte er bei zwei Gelegenheiten das Glück, «lediglich» 2 Positionen verändern zu müssen! Kaum verwunderlich, dass in dieser Zeit nicht weniger als 31 Mannen im Eins eingesetzt wurden. Die Gründe dafür waren die üblichen: Arbeit, Studium, Auslandaufenthalte und zum Teil schwere Verletzungen von Spielern. Integriert wurden in dieser Periode Eigengewächse wie Urs Birrer, Markus Hauser, Norbert Kohler, Urs Lerch, Walter Messerli, Erich Portmann, Markus Stebler, René Visentin oder Renato Weissen, alles Leute, die heute noch oder wieder beim SVM in irgendeiner Mannschaft mittun. Als «Externe» wären bei den Zugängen ausserdem Marcel Beck und ein gewisser Thomas Manger zu erwähnen. Letzterer wurde in der Saison 85/86 interner Torschützenkönig mit 15 Toren in «nur» 17 Spielen. Als erster offizieller Coach des Eins füngierte einer der ersten «Rückkehrer»: Erwin Kaltenbrunner.
Zurück ins regionale Oberhaus
Ein weiterer Rückkehrer sollte ab Sommer 1986 das Fanionteam trainieren. Mit Peter Bruderer als Spielertrainer und "Neuzugängen" wie Markus Brunner, Roger Harrisberger oder Niggi Antonelli konnte das Ziel nur der Gruppensieg sein. Vom Kader zogen sich lediglich die «alten Haudegen» Roland Girod und Peter Kübler zurück.
Tatsächlich beendete die Erste im Frühjahr 1987 die Meisterschaft an der Tabellenspitze. Dabei wurde phasenweise begeisternder Fussball geboten, wobei insbesondere der tolle Cupfight gegen den Zweitligisten Concordia (2:4 n. Verl.) in bester Erinnerung blieb. Die Mannschaft zeigte immer wieder, dass sie das Zeug für die höhere Liga hatte.
In den Aufstiegsspielen benötigte das Team allerdings ein wenig Glück, um sich im Heimspiel gegen Birsfelden entscheidend durchsetzen zu können (3:2). Weil im folgenden Spiel in Bubendorf «nur» ein Unentschieden (3:3) resultierte, musste das letzte Aufstiegsspie zwischen den beiden FCB's über den Aufstieg entscheiden. Da Birsfelden sich (und den zahlreich anwesenden SVM-Schlachten-bummlern!) die Freude machte und Bubendorf mit 5:0 nach Hause schickte, gehört der SV Muttenz seit dem 13.06.87 wieder dem regionalen Oberhaus an.
Nach dem geschafften Aufstieg musste Trainer «Bubi» Bruderer mit einigen Mutationen im Kader fertig werden. Zwar wurden die Abgänge mit Neuzuzügen kompensiert, doch musste zuerst die gute Mischung gefunden werden. Die Saison 87/88 wurde zu guter Letzt doch noch auf dem 5. Rang beendet.
Marcel Hottiger, 7 Jahre mit Unterbruch
Die Saison 88/89 brachte einigen Schwung sowohl in den Verein wie auch in den Vorstand. Die mageren Resultate führten dazu, dass von einigen Spielern die frühzeitige Entlassung von Trainer Bruderer gefordert wurde. Der Vorstand hielt aber am Trainer fest, was sich in der Folge als richtig erweisen sollte. Allerdings löste «Bubi» Bruderer seinen Vertrag auf, so dass der Vorstand gefordert war, für die erste Mannschaft einen neuen Trainer zu finden. Mit Marcel Hottiger wurde 1989 ein Mann engagiert, der die Old Boys in die Nationalliga B führte und dort eine Zeit lang betreute. Cello sollte nun dafür sorgen, dass die zum Teil guten Spiele des Eins auch zu (mehr) Punkten führen würden. Während den letzten sieben Saisons war Marcel Hottiger sechs Mal für die erste Mannschaft verantwortlich, dazwischen machte er einen Abstecher zu Laufen in die 1. Liga. Über diese Jahre seit 1989 berichtet Ihnen nun Marcel Hottiger höchstpersönlich.
Die 1. Mannschaft ist in der Region wieder Spitze!
Vieles hatte sich in den turbulenten Jahren des Fanionteams ereignet und doch hatte der Präsident Reini Ott und seine Crew 1989 den Mut wieder auf einen Trainer zu setzen dessen Einstellung vieles im Verein verändern sollte. Im Bewusstsein, dass die Zeiten wo beim SV Muttenz einiges Geld zu verdienen war vorbei sind, machte ich mich auf mit grösstenteils jungen Spielern eine Mannschaft zu formen, die in zwei bis drei Jahren wieder an der Spitze mitspielen oder sogar den Aufstieg in die 1. Liga schaffen könnte. Um es vorweg zu nehmen: die 1. Mannschaft hat im ersten Jahr bereits zum Erfolg zurückgefunden und hat sich seither als absolutes Spitzenteam der Region einen Namen gemacht. Dies schreibe ich nicht nur den Spielern sondern auch dem Coach Marco Zanini, der mich seit meinem Amtsantritt begleitet und dem Vorstand unter Reini Ott und Thomas Manger zu, die uns ein hervorragendes Umfeld geschaffen haben.
Es ist sicher sehr interessant einige Schwerpunkte und «Facts» der vergangenen sieben Jahre aufzuzeigen. Anhand der Saisonberichte, die ich jedes Jahr an die Spieler abgegeben habe, möchte ich dies aufzeigen.
Hervorragende Bilanz im Aufbaujahr:
3. Schlussrang, Basler-Cup-Gewinner
Durch die gezeigten Leistungen wurde bald einmal vergessen, dass wir uns in einem Aufbaujahr befanden. Die Mannschaft durfte sich nicht mehr in dem Masse entwickeln wie ich mir das erhofft hatte. Zu schnell weckten die Spieler bei sich und den Fans Hoffnungen auf einen Spitzenplatz. Doch die Niederlagen, wenn auch immer nur sehr knapp, zeigten auf, dass dem, zumindest in der Vorrunde, nicht so ist. Der fast in jedem Spiel unausweichliche Wechsel in der Aufstellung verhinderte das kontinuierliche Ineinanderwachsen der einzelnen Linien und Positionen. Die daraus entstandenen Probleme und individuelle Fehler kosteten uns sehr viele dumme Tore. Trotzdem zeigte die Mannschaft phasenweise erstaunlich spielerisch-taktische Fähigkeiten. Diese und die Bereitschaft des bis anhin äusserst knappen Kaders sich voll und ganz in das Kollektiv einzufügen gaben mir die Hoffnung, in der Rückrunde stabiler zu werden.
Diese wirklich gewonnene Stabilität und das daraus erwachsene Selbstvertrauen wurde nach einer kurzen aber intensiven Konditionsphase im Trainingslager auf Zypern geholt. Das Kader war inzwischen aufgestockt worden, so dass mir 18 Spieler auch den nötigen Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft gewährleisteten. Dieses Trainingslager war in jeder Beziehung ein absoluter Hit. Tolle Spielfelder, die wir zu Trainingszwecken benutzen konnten, eine Supereinstellung jedes einzelnen und die daraus erwachsene Kammeradschaft zeigte bereits in den Vorbereitungsspielen was die Equipe für weitere Fortschritte erzielt hat. Nach der Vorrunde mit fünf Punkten Rückstand an sechster Stelle plaziert, schafften wir den Anschluss bis auf einen Punkt und erkämpften den schönen Titel eines Baslercup-Siegers.
Nach dieser Spielzeit hatte die Mannschaft begriffen, dass mit grösserem Aufwand sehr viel zu erreichen ist. Durch diese Gewissheit ist auch das folgende zweite Jahr etwas ausführlicher beschrieben.Eine Saison mit zwei grundverschiedenen Hälften ist zu Ende. Viel hätte nicht gefehlt und der SV Muttenz wäre nach langer Abstinenz an der Spitze der 2. Liga sogar noch Gruppensieger geworden. Dieses knappe Verpassen schmälert jedoch keineswegs den erreichten Spitzenplatz und macht deutlich, dass die Mannschaft während der ganzen Saison sehr gut trainiert hat. Nicht nur, wie viele durch die tolle Rückrunde vermuten, sondern ebenso in der Vorbereitungsphase der Saison 1989/90. Leider erreichten wir den angestrebten Punktestand von 14 Zählern in der Vorrunde nicht, so dass viele von einer enttäuschenden Leistung sprachen. Dies ist jedoch nicht so. Gegen den späteren Gruppensieger Nordstern und auch das im Entscheidungsspiel gescheiterte Concordia zeigten wir die besten Leistungen und holten leider nur nicht die durchaus verdienten Punkte wegen einer miserablen Chancenauswertung.
Und genau daran sind wir in der Vorrunde immer wieder gescheitert. Der Aufwand war in keinem Verhältnis zum Ertrag.
Saison 1990/91
Von allen in die Favoritenrolle gedrängt, wurden wir dieser «Ehre» vollkommen gerecht. Wir haben am härtesten trainiert, ein Trainingslager ohne Kompromisse durchgezogen, Abgänge und Verletzungen in Kauf nehmen müssen. Und daher ist der 2. Ligameister-Titel mehr als verdient. Durch den Verlauf der Saison hat sich gezeigt, dass nicht Einzelspieler sondern nur ein starkes Kollektiv zu einem solchen Erfolg führen können. Doch zuerst war da noch der Schweizer-Cup: nach dem komfortablen Sieg gegen Breitenbach (7:2) empfingen wir vor über 1200 Zuschauern den Nationalliga-B-Club BSC Old Boys. Ein spektakuläres Spiel mit dem schlussendlich falschen Sieger und für uns drei verletzte Spieler und ein verschossener Penalty. Dieses Spiel hat jedoch gezeigt, dass der Turniersieg des Sommerturniers in Aesch der Auftakt zu einer tollen Spielserie wurde. Doch wie verkraftet die Mannschaft den Ausfall von Didi Wüthrich und Carlo Gaudiano? Eine Frage, die beim ersten Spiel in Oberwil beantwortet wurde. Und zwar eindrücklich mit einem 4:1 Sieg. Trotz schwerstem Anfangsprogramm blieben wir bis zum Sonntag, 28. Oktober 1990 ohne Punktverlust. Nach dem Heimspiel gegen Baudepartement folgte bereits die zweite Bewährungsprobe in Aesch. In einem, vor allem in der zweiten Halbzeit erstklassigen Spiel entschieden wir mit zwei schnellen Toren das Spiel für uns. Diese erfreuliche Leistung spornte uns auch gegen Black Stars mächtig an; wogegen Birsfelden auf dem Sternenfeld nur mit Mühe bezwungen werden konnte. Concordia, geschickt auf Konter eingestellt, forderte uns eigentlich in der Meisterschaft erstmals alles ab. Kurz vor Schluss entschied Olaf Berg mit einem herrlichen Kopfball das Spiel. Nun schienen die Gegner das Mittel gefunden zu haben: auf dem Margelacker massiert hinten stehen und kontern. Während wir auswärts gegen Möhlin und Gelterkinden ohne Mühe doppelt punkteten, kam der ominöse 28. Oktober: Muttenz-Allschwil 1:5. Was war passiert? Viel zu offensiv eingestellt liefen wir in der zweiten Halbzeit in schnell vorgetragene Konter. Weil es auch an der Disziplin mangelte war dieses Resultat nicht verwunderlich. Die Mannschaft rehabilierte sich am darauffolgenden Sonntag in Laufen souverän und auch zum Abschluss der Vorrunde wurde Dornach sicher geschlagen. Doch bereits dieses Spiel zeigte, dass eine gewisse geistige und körperliche Müdigkeit (bei der langen Vorbereitungszeit keine Ueberraschung) die Spieler befallen hatte. Trotzdem darf man sich gegen ein schwaches Oberwil keine solche Niederlage leisten. Es war aber der einzige Wehrmutstropfen im 1990. Als Ausklang wurde vom Vorstand ein gediegenes und lockeres Weihnachtsessen organisiert. Ebenso war die Sylvesterparty ein grandioses Fest im Clubhüttli. Mit dem Weinverkauf über die Festtage sprang ein ordentlicher Beitrag für das bevorstehende Trainingslager heraus. Sportlich gings im Januar 1991 wieder los. Im Fitnesscenter Galaxys trimmten uns bezaubernde «Feen», dass der Schweiss nur so herunter lief. Als Abwechslung «tobten» sich dann jeweils alle auf dem schneebedeckten Margelacker-Tartan aus. Und auch der (Hallen-)Fussball kam nicht zu kurz. Turniersieg am 1./2. Ligaturnier des VF Rasenspiele. Bis zu diesem Zeitpunkt gings eigentlich noch sehr locker zu. Doch als wir im Bus zum Flughafen Kloten fuhren und dann weiter nach Marbella abflogen wusste wieder (fast) jeder: der Countown auf den Meistertitel hatte begonnen. Das Wetter wollte nicht so recht mitspielen und so empfanden alle Spieler die Trainingseinheiten etwas (zu) hart. Kam noch dazu, dass sehr wenig «los» war. Doch brachten meine Helfer Mäni Lang (Masseur), Marco Zanini (Betreuer), Thomas Manger (Assistent) und Timo Amsler (Ulknudel) immer wieder gute Stimmung ins Trainingscamp. Der erste Test, wie gut diese Vorbereitung war, «erlebte» der FC Aesch: ein hoher 8:0 Sieg liess auch unsere Verfolger aufhorchen! Am 10. März erlebten Spieler und Zuschauer gegen Birsfelden was uns auch in der Rückrunde blühen würde: nicht mitspielen sondern nur zerstören war dessen Devise. Ein solider Sieg erlaubte uns sehr optimistisch auf den Satusgrund zu fahren. Dieses Spiel sollte für uns und Baudepartement wegweisend sein. Auf dem bekannten «Kartoffelacker» spielten wir zeitweise unsere ganze Klasse aus. Schnelle Konter über die Flügel brachte BD arg in Schwierigkeiten. So war der 2:0 Sieg hochverdient. Diese Niederlage läutete beim Gegner eine Serie von acht Niederlagen in Folge ein. Während wir in diesen acht Spielen den Gegnern noch zwei Unentschieden zugestehen mussten. Gewarnt durch die hohe Niederlage im Cup ermauerten die Aescher (notabene Dritter in der Rangliste) einen Punkt. Aus beruflichen Gründen (Versetzung nach Amerika) spielte Ives Baillod gegen Black Stars sein letztes Spiel für uns. Seine Leistung und seine Bereitschaft für das Kollektiv waren nicht nur in diesem Spiel hervorragend! Als Abschiedsgeschenk zeigten alle eingesetzten Spieler das beste Auswärtsspiel der Rückrunde. Nach der «Pflichbegegnung» gegen Gelterkinden kam durch die Ankündigung der Wechsel von mir und einigen Spielern sowie darauffolgende Gespräche des Vorstandes mit allen Spielern erhebliche Unruhe ins Team. Dies zeigte sich im Spiel gegen Concordia. Unkonzentriert gaben wir den einzigen Auswärtspunkt der ganzen Saison ab!
Schreckliches geschah beim Möhlin-Spiel. Nach einer Attacke eines Verteidigers brach sich Dominique Chenaux Schien- und Wadenbein. Geschockt, aber mit einer Mordswut im Bauch gelang Claudio Licci zum Glück noch ein Goal. Klärende Worte, und die Gewissheit, dass nun wieder alle am gleichen Strick ziehen, erwartete uns am 5. Mai das Retourspiel in Allschwil. Wir wussten alle: mit einem Sieg waren wir vorzeitig am erhofften Ziel. Wir revanchierten uns mit einem 1:0 Sieg für die Schmach der Vorrunde und feierten ausgelassen diesen Triumph. Es folgten zwei hohe Siege gegen Laufen und Dornach. Die Aufstiegsspiele konnten beginnen. Durch die zweiwöchige Pause etwas aus dem Rhythmus geraten fiel es uns sichtlich schwer, die innere Nervosität abzulegen.
Aufstiegsspiele
Mit dem FC Wil wurde uns ein Gegner zugelost, der während 46 Spielen in der Ostschweiz ungeschlagen geblieben war. Das 0:0 auf dem Margelacker vor 1200 zufriedenen Zuschauern gab uns trotzdem Mut für den Gang nach Wil. Was war da los! Ein grosses Festzelt, Lokalfernsehen, Guggenmusiken und 2500 Zuschauer gaben den Rahmen für ein spannendes, faires Spiel.
Kurz vor der Pause kamen wir durch einen Lapsus in Rückstand. Trotz allen Bemühungen war es uns nicht mehr möglich, diesen aufzuholen. Wenn auch der FC Wil ein würdiger Aufsteiger in die 1. Liga ist, dürfen wir auf die erbrachte Leistung der Aufstiegsspiele, die Spiele im SchweizerCup und nicht zuletzt die souverän gewonnene 2. Liga-Meister¬schaft sehr stolz sein. Viele Spieler erlebten diese Erfolge und Höhepunkte zum ersten Mal und werden hoffentlich noch lange daran zurückdenken. Der Verein ist nun wieder auf einer guten sportlichen Basis und so konnte ich ohne schlechtes Gewissen ein Angebot des FC Laufen in der 1. Liga annehmen. Mein Nachfolger, Peter Longhi, hatte ein (zu) schweres Amt anzutreten und wie aus dem von Jürg Zumbrunn verfassten Saisonrückblick zu entnehmen ist (er hat Peter Longhi in der Rückrunde abgelöst) wurde der Ligaerhalt zum Schluss problemlos geschafft.
Saison 1991/92
Als Titelverteidiger nahm die Mannschaft unter ihrem neuen Trainer Peter Longhi die Saison in Angriff. Im Vorfeld der Meisterschaft wurde in der Presse immer wieder die Frage diskutiert, wie schwerwiegend die Abgänge (Licci, Antonelli, Gaudiano, Chèvre, Bernhard und Baillod) für den SV Muttenz sein werden. Allein der Trainerwechsel reichte aus, die Favoritenrolle aus der Sicht der Presse anderen zu überlassen. Die Zuzüge (Meier, Haefliger, Steiner, Nessi, Rahm, Weissen, Portmann und Bruderer) waren also gefordert, das schwere Erbe anzutreten.
Das Trainingsweekend im Tessin zu Beginn der Vorbereitung konnte sehr erfolgreich (Siege gegen Chiassos Nachwuchs und Mendrisio) gestaltet werden und man spürte bei den Verantwortlichen eine gewisse Erleichterung. Die Fehleinschätzung dieser Auftritte seitens der Verantwortlichen aber auch der Spieler sollte ihre Folgen haben. Die restliche Vorbereitungszeit verlief mehr oder weniger ruhig und die Spiele konnten grösstenteils erfolgreich gestaltet werden. Man sehnte nun den Meisterschaftsstart herbei. Doch vorerst galt es noch, das Schweizer-Cup-Spiel in Riehen zu bestreiten, welches nach anfänglich gutem Spiel klar mit 5:1 verloren ging.
Wie in der vergangenen Saison fiel der Startschuss für die Meisterschaft in Oberwil. Nach einer hoffnungsvollen 0:2 Führung musste unsere Mannschaft in der Schlussphase noch einen Punkt (2:2) abgeben. Das gleiche Schicksal widerfuhr dem SV Muttenz in der 2. Runde; so musste man dem FC Laufen II nach einer erneuten 2:0 Führung ebenfalls einen Punkt (2:2) zugestehen. Die nächsten beiden Partien gegen die Gruppenfavoriten Concordia (3:2) und Nordstern (2:1) gingen auswärts beide knapp verloren. Auch in diesen Spielen lag die Mannschaft jeweils in Führung. So stand man in der nächsten Begegnung gegen Dornach auf dem Margelacker bereits unter Druck. In einer ängstlich geführten Partie trennte man sich 1:1 und teilte sich die Punkte. Fazit dieser ersten Spiele: Der SV Muttenz agierte mit einer extrem offensiven Mannschaft, welche sich zwar immer wieder viele Torchancen erarbeitete (blieben leider meistens ungenutzt), im Gegenzug jedoch stark auf Konter anfällig war. Die Einbusse der jeweiligen Führung in den Startpartien lastete wie ein Trauma auf dieser Mannschaft. Im nächsten Spiel folgte eine weitere Niederlage in Allschwil (2:1), welche die Moral im Team zusehends verschlechterte. Diese Verunsicherung zeigte sich auch durch die vielen Umstellungen im Team, welche von Spiel zu Spiel vorgenommen wurden. Im Heimspiel gegen Breitenbach, welches ebenfalls im hinteren Tabellenbereich zu finden war, kam endlich ein Aufatmen. Man war sich im Umfeld einig; das musste die grosse Wende sein. Bereits im nächsten Spiel auswärts gegen Baudepartement kam die Ernüchterung: 1:0 Niederlage, obwohl man während 80 Minuten auf ein Tor gespielt hat. Die weiteren Spiele gegen Therwil h (2:2) und Aesch a (3:1 Niederlage) brachten keine Veränderung und die Mannschaft befand sich immer mehr in einer kritischen Situation. Trainer Peter Longhi setzte sich und sein Team nun selber unter Druck und forderte aus den letzten 3 Partien im 1991 (Black Stars h, Oberwil h und Laufen II a) 5 Punkte. Das Unentschieden gegen Black Stars (1:1) galt wieder einmal als positives Resultat, wobei die Remis gegen Oberwil (2:2) und Laufen (1:1) wieder grosse Enttäuschungen waren. Nach dieser unerfreulichen Vorrunde zogen sowohl Peter Longhi als auch der Vorstand die Konsequenzen und es kam zur sofortigen Trennung.
Von Peter Longhi zu Jürg Zumbrunn
Bereits im November 1991 wurde ich der Mannschaft als neuer Trainer vorgestellt. Auch ich wurde überrumpelt von dieser Veränderung und musste vorerst die Vorrunde genaustens analysieren. Folgende Mutationen sollten die Mannschaft stärken bzw. mehr Ruhe ins Team bringen: Marco Zanini übernimmt das Coaching anstelle von Hanspeter Ramstein;
Atilla Sahin und Marco Di Pasquale stossen fest zum Kader (bisher bei den A-Junioren);
Zuzug von Daniel Sollberger vom FC Laufen;
Wegzug von Emilio Cocciadiferro (FC Birsfelden) und Peter Bruderer (Senioren).
Gleichzeitig wurde veranlasst, dass die Mannschaft in Ruhe arbeiten kann und Interventionen von aussen während der Rückrunde ausbleiben werden.
Aus moralischen Gründen wurde auf eine Weihnachtsfeier verzichtet und man begann mit der Vorbereitung der Rückrunde. Erste Priorität hatte die Planung eines Trainingslagers, da im zwischenmenschlichen Bereich grosse Mängel auftauchten.
Im Januar 1992 trafen wir uns im Fitnesscenter Galaxys, wo uns bezaubernde Turnerinnen fit trimmten. Dazwischen brachte das 1./2. Liga Turnier des VF Rasenspiele in der St. Jakob-Halle Abwechslung in die Vorbereitung (2. Schlussrang).
Am 9. Februar 1992 galt es dann ernst: 16 Spieler und 4 Betreuer waren im Bus unterwegs zum Flughafen Kloten, von wo aus wir ins Trainingslager nach Zypern flogen. Bei schönem Wetter und guten Trainingsbedingungen konnten wir optimal arbeiten und den Grundstein für die Rückrunde setzen. Sank die Stimmung mal auf den Tiefpunkt, so sorgten meine Helfer Mäni Lang (Masseur), Marco Zanini (Coach) und Georges Neuhaus (TH-Trainer) immer wieder für gute Moral.
Dass wir gestärkt aus dieser Vorbereitung in die Rückrunde einstiegen, musste im ersten Rückrundenspiel der Leader Concordia erfahren. Im Amateurspiel vom Wochenende schlugen wir den Leader überraschend mit 3:1. Dieser vollauf verdiente Sieg sollte die einzige Niederlage von Concordia in dieser Saison bedeuten. Aufgepuncht durch diesen Sieg schafften wir eine Woche später die zweite Überraschung: 2:1 Sieg über den Favoriten Nordstern. Das folgende Spiel im Basler-Cup gegen Breite (4:1 Sieg) zeigte auf, dass die Mannschaft den ersten Hunger gestillt hat und bereits erste Rückschritte erkennbar waren. Dennoch bedeutete dieser Sieg die Qualifikation für den Schweizer-Cup in der kommenden Saison. Im folgenden Meisterschaftsspiel gegen Allschwil (1:2 Niederlage) wurden wir dann für unsere Passivität bestraft und standen vor dem nächsten Abstiegsknüller in Breitenbach enorm unter Druck. Die Mannschaft bewies jedoch, dass sie unter diesem speziellen Druck die besten Leistungen zeigt und gewann verdient 3:1.
Das nächste Meisterschaftsspiel zuhause gegen Baudepartement sollte zur grössten Enttäuschung dieser Rückrunde werden. Anstatt einen weiteren Schritt Richtung Ligaerhalt zu machen, agierte die Mannschaft überheblich und verlor chancenlos 1:3.
Das Schicksal wollte es, dass wir vier Tage später im Basler-Cup-Halbfinal denselben Gegner empfangen konnten. Wie verwandelt kämpfte die Mannschaft zeitweise grossartig und musste sich nur die mangelnde Chancenauswertung vorwerfen lassen. Doch wie es so kommt im Fussball, die glücklichere Mannschaft aus Basel erzielte in der Verlängerung den Siegestreffer und zog in den Final ein. Dieses Spiel hat in der Mannschaft nochmals etwas bewegt und man war sich einig, dass wir nun das Glück auf unsere Seite bringen wollten. So dominierte in Therwil im Abstiegsschlager nur eine Mannschaft und wir hatten bei einer besseren Chancenauswertung weit höher gewinnen müssen. Dieser Sieg hatte zur Folge, dass wir drei Tage später in Dornach erstmals den Ligaerhalt sichern konnten. Mit einer disziplinierten Abwehrleistung und einem hervorragenden Furler erreichten wir unser gestecktes Saisonziel zwei Run¬den vor Schluss - 1:0 Sieg und gleichzeitiger Klassenerhalt! In den beiden letzten Spielen war dann jedoch die Luft draussen und es resultierte lediglich noch ein 0:0 gegen Aesch und eine 2:1 Niederlage bei den Black Stars. Am Ende der Saison holten wir unser «Weihnachtsessen» nach und ein Teil der Mannschaft begab sich noch für 3 Tage an die längste Theke der Welt, in Düsseldorf. Es war für mich eine tolle Sache, diese sechs Monate mit dieser Mannschaft zu erleben. Ich danke allen Spielern, dem hervorragenden Coach Marco Zanini und allen, welche mich unterstützten und mir ihr Vertrauen schenkten.
Saison 1992/93
In Laufen unglücklich erreichte mich die Anfrage vom Präsidenten Thomas Manger mit der Bitte die 1. Mannschaft wieder zu übernehmen. Dies habe ich mit Freude angenommen.
Am 17. Juli 1992 nahmen folgende Spieler das Training zu einer ereignisreichen Meisterschaft in der 2. Liga auf. Unter dem Motto «Rennen, Schwitzen, Lachen» ging die Vorbereitung und ein hervorragende Camp mit einem Trainingsspiel gegen den FC Pratteln zu Ende. Selbst Marc Frei hatte aus der RS für diese Tage frei bekommen. Die Moral stimmte von da an und jeder spürte, dass in diesem Team einiges steckte. Der erste Beweis dafür wurde am Turnier in Aesch erbracht. Nach Siegen gegen den FC Basel Nachwuchs 6:1, Birsfelden 4:1 und Dornach 7:1 erreichte eine selbstsichere Einheit den Final. Dieser wurde gegen den 1. Ligisten Riehen knapp 2:1 verloren. Bereits eine Woche später jedoch in der 1. Hauptrunde fast das Ausscheiden im Schweizer Cup gegen «Angstgegner» Internazionale. Das Penaltyschiessen ging zu unseren Gunsten aus und so konnten wir in der 2. Hauptrunde in Deitingen (2. Liga, Gruppe Solothurn) 7:0 gewinnen. Die 3. Hauptrunde bescherte uns das Los FC Baden. Die Nationalliga B-Mannschaft hatte unheimliches Glück und gewann 2:1.
Unterdessen hatte auch die Meisterschaft begonnen. Was sich im Cupspiel bereits abzeichnete traf in der Meisterschaft ein: zu hektisch und ungeduldig wurde das Spiel gegen Internazionale 1:2 verloren. Ein miserabler Start, der einige Spieler und Fans sofort wieder auf den Boden der Realität zurückholte. Das vorher erwähnte Cupspiel gegen Deitingen gab die Sicherheit im Spiel wieder zurück. Im Stadion St. Jakob bodigten wir Baudepartement mit 0:2. Im ersten Heimspiel trug der FC Birsfelden viel zu einem unterhaltsamen Spiel bei, das jedoch 0:0 endete. In Allschwil, bereits das dritte Auswärtsspiel, lief es optimal für uns. Der «alte» Rivale wurde nach ausgeglichenem Spiel 2:1 geschlagen und so war unser Punktekonto wieder etwas positiver. Das Cupspiel der 3. Hauptrunde gegen den FC Baden kostete uns nicht nur viel Substanz, sondern es zeigte auch, dass wir uns mit dem Ausnützen der Chancen schwertun. Durch den Schweizer-Cup hatten wir nun einige Male englische Wochen und so war es nicht verwunderlich, dass die Equipe in ein Loch fiel und die Resultate gegen Dornach (1:3), Nordstern (0:0) und Frenkendorf (3:3) sehr dürftig ausfielen. Insbesondere bei der Heimniederlage gegen Aesch war die Talsohle erreicht.
Die nächsten Spiele mussten wieder in die andere, sprich positive Richtung zeigen.
Und tatsächlich, die Mannschaft zerriss sich sprichwörtlich gegen Black Stars und kämpfte dieses Team richtiggehend nieder. Dieser 3:1 Sieg sollte noch sehr viel Bedeutung haben. Endlich buchten die Stürmer nun auch wieder regelmässig ihre Treffer. Vor allem zeichnete sich dabei Daniel Chèvre mit einer fast hundertprozentigen Auswertung besonders aus.
Das Mannschaftsspiel, die grosse Stärke, hatte plötzlich wieder alle gepackt.
Drei hervorragende Spiele daheim gegen Internazionale (4:2), Oberwil (4:0) und unser bestes Spiel der Vorrunde überhaupt in Breitenbach (1:0) liess uns ein grosses Stück in der Tabelle vorrücken.
Der SC Dornach, für alle klarer Favorit auf den Gruppensieg, stand zu recht an der Spitze gefolgt vom überraschenden Aesch. Mit Breitenbach und uns waren zwei Teams in der Verfolgerrolle, die auch nicht unbedingt zu diesem Kreis gezählt wurden. Eher Nordstern, das jedoch interne Probleme zu überstehen hatte, oder Allschwil mit einer fast traditionellen schlechten Vorrunde enttäuschten alle Prognostiker.
Die tollen letzten Spiele und die Gewissheit mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben, gaben uns das Selbstvertrauen auch in der Rückrunde ein gewichtiges Wort mitzureden. Im stillen Kämmerchen rechneten wir uns sogar noch etwas mehr aus. Auch die Aussagen der Dornacher nun mit dem Zugang von Olaf Berg unschlagbar zu sein, stachelten unseren Ehrgeiz mächtig an.
Rückrunde
Im Galaxis-Fitnesszentrum konnte das Kader wiederum Muskelpartien trainieren, die sonst kaum Beachtung finden und daher war ein Muskelkater nicht zu verhindern. Es ging sehr locker zu, da der Meisterschaftsbetrieb bis zum 4. April ruhte und so die Vorbereitung lange voraus richtig geplant werden musste.
Remy Steiner war vor dem Spiel gegen Breitenbach schon nach Brasilien abgebraust und Daniel Chèvre rückte in die RS ein. Alle anderen, auch der aus der RS zurückgekehrte Marc Frei, zogen bei diesen Konditionstrainings toll mit. Man spürte, dass sich die Mannschaft etwas fast Unmögliches vorgenommen hatte. In der Planung stand das traditionelle Trainingslager, diesmal in Dubai, im Mittelpunkt. Um es vorweg zu nehmen: es war der absolute Knüller. Beste Trainingsbedingungen und ein Hotel das keine Wünsche offen liess gaben uns Stärke und Motivation für die noch folgenden 10 Spiele.
Zu Beginn der Rückrunde stand uns das wohl schwerste Spiel in Oberwil bevor. Schwer nicht nur wegen des in Abstiegsgefahr steckenden Gegners, sondern wie stellt sich die Mannschaft mental darauf ein. Unterdessen kehrte Remy Steiner aus Brasilien ins Kader zurück. Nach einer miserablen ersten Halbzeit drehten wir das Resultat dank Toren von Didi Wüthrich und Atilla Sahin in den letzten 15 Minuten noch zu unseren Gunsten. Ein erster Schritt war getan, wenn auch zur gleichen Zeit Dornach in Aesch 5:0 gewann.
Die nächsten Runden hatten es in sich. Dornach liess zum ersten Mal eine klare Führung sausen (nach 2:0 Vorsprung gegen Internazionale ein 2:2) während auf dem Margelacker BD 2:0 geschlagen wurde. Immer mehr kam es nun zum Duell Dornach - Muttenz, da die anderen beiden Mannschaften stark abbauten und Nordstern, Allschwil und BD zu viel Rückstand aufwiesen. Spannender konnte es kaum sein. Während wir die nächste Runde in Birsfelden 5:0 gewannen und im Derby gegen Allschwil den einzigen Punkt der Rückrunde (!) abgaben, schnitzerte Dornach immer mehr. Und so kam es zum erhofften Punktgleichstand.
Vor dem grossen Duell hatten wir gegen Frenkendorf keine Mühe und Allschwil brachte Dornach die 3. Niederlage im fünften Spiel bei. Damit übernahmen wir sensationell die Ranglistenspitze.
Wiederum in einem Wochenspiel kam es zum Spitzenkampf Muttenz gegen Dornach. Doch der Start ging uns wie gegen Breitenbach, wo wir nach 0:2 Rückstand noch 3:2 gewannen, arg in die Hosen. Nach 12(!) Minuten lagen wir mit 2 Toren hinten. Was jetzt aber kam, war eine Demonstration der feinsten Art. Bis zur Pause hatten wir den Rückstand aufgeholt und am Schluss stand das Resultat sagenhaft 6:2.
Drei Runden vor Schluss betrug der Vorsprung nun vier Punkte. Und die «Standing ovations» des begeisterten Publikums durfte die ganze Mannschaft geniessen. Die Luft war draussen bei Dornach und auf einmal hatte der nächste Gegner Nordstern aufgeschlossen und lag wie Dornach vier Punkte zurück. Die erste Halbzeit war vom feinsten und die 2:0 Führung konnte trotz eines Tores kurz vor Schluss als ausreichendes Polster angesehen werden. Zwei Runden vor Schluss sicherten wir uns den Meistertitel! In den letzten Spielen auf dem Buschwilerhof bei den Black Stars (2:1) und in Aesch (3:0) liessen wir nichts mehr anbrennen.
Neuer Modus bei den Aufstiegsspielen
Die Nationalliga A und B wurde auf kommende Saison verkleinert und dies hatte auch Auswirkungen auf die Amateurligen. Anstatt die bisher acht Aufsteiger wurden nur noch vier Teams promoviert. Also hatten wir mit den Gruppensiegern der Ostschweiz und Zürich zwei harte Brocken. St. Otmar gewann in Bülach souverän 5:0 und so versuchte Bülach in Muttenz sehr motiviert und in einer überharten Gangart das Resultat in Grenzen zu halten, was mit einem 1:1 auch gelang.
So mussten wir nun bei St. Otmar gewinnen um den Aufstieg zu realisieren.
Trotz sehr guter Leistung und klarer Steigerung gegenüber dem ersten Spiel gelang dies aber nicht. St. Otmar nutzte die Gunst der Stunde und stieg mit einem zuletzt brutalen 3:0 Sieg in die 1. Liga auf.
Saison 1993/94
Auch in der für den Verein schwierigen Aufgabe (der Aufstieg zur Ersten Liga wurde glücklos verspielt), steckte man den Kopf nicht in den Sand sondern formte an der bestehenden Mannschaft weiter. Nicht mit «grossen» Namen wurde das Kader ergänzt, sondern mit nahezu unbekannten, talentierten Leuten aus der eigenen Juniorenabteilung oder aus der näheren Region versuchten wir frisches Blut in das Fanionteam zu integrieren. Seit meinem zweiten Amtsantritt hatten wir ein Spielerkader zusammen, das in dieser Liga fast einmalig war. Alle die zu uns stossen, wissen, dass von ihnen sehr viel verlangt wird, aber auch, dass ihnen sehr viel Gegenleistung geboten wird. Wir sind stolz darauf, die Spieler alle in gleichem Arbeitsdress trainieren zu sehen. Oder ihnen zu Beginn der Saison ein dreitägiges Trainingsweekend im Schwarzwald zu offerieren. Im Amateurbereich bald einmalig ist die Tatsache, dass kein Spieler ein Handgeld oder sonst einen «besonderen Batzen» vom SV Muttenz bekommt. Sportlicher Ehrgeiz und die Bereitschaft für die 1. Mannschaft die beste Leistung zu bringen sind längerfristig die Garanten für den Erfolg. In allen Pressevorschauen nannte man den SV Muttenz wiederum den Favoriten in der 2. Liga-Meisterschaft. Traditionell verlief die am Anfang die Konditionsphase: Trainingsweekend im Schwarzwald mit abschliessendem Spiel, Lauftraining in Bettingen auf der Finnenbahn, einige Vorbereitungsspiele und das Turnier auf dem Buschwylerhof (1. Rang). Ebenso stand das Turnier in Aesch auf dem Programm (2. Rang). Der Stellenwert des Amateurfussballs ist seit einigen Jahren konstant gestiegen. Reichten früher zwei Trainings bis zum Spiel, wird in der heutigen Zeit bis zum Startspiel (meistens ein Cupspiel) fast täglich etwas von den Spielern verlangt. Auch haben Ernährung und Pflege eine wichtige Rolle bei der Betreuung eingenommen.
Vorrunde
In der diesjährigen Meisterschaft haben folgende Teams die Spielzeit aufgenommen: Dornach, Breitenbach, Allschwil, Birsfelden, Baudepartement, Reinach, Aesch, Oberwil, Nordstern, Internazionale, Rheinfelden und der SV Muttenz. Bald wurde jedem Fussballkenner klar, dass nur drei Teams für den Regionalmeistertitel in Frage kommen: Dornach, Breitenbach und der SV Muttenz als Titelverteidiger. Dies umso mehr, als nach sieben gespielten Runden nur noch Dornach und wir klar an der Spitze standen. Bis zum Abschluss der Vorrunde, und das ist wahrscheinlich ein einsamer Rekord, gab unsere Mannschaft in den 12 Spielen keinen(!) Punkt ab und blieb in der Meisterschaft im Jahre 1993 ungeschlagen.
Rückrunde
Bereits Tradition haben zu Rückrundenbeginn die Termine im Galaxys und das Trainingslager. Auch diesmai in Dubai. Zum ersten Mal wurde der Rückrundenstart vom Verband auf Ende März angesetzt und so hatten wir Gelegenheit auch ein «glattes» Skiweekend im Wallis durchzuführen. Unsere jüngeren Freaks probierten es auf einem Snowboard. Eine verheissunsvolle, zweite Spielhälfte konnte beginnen. Der Start glückte auch dieses Mal bestens. Erst im 16. Spiel konnte die Basler-Zeitung den ersten Punktverlust melden: Premiere in der 2. Liga. Beim einzig übriggebliebenen Verfolger Breitenbach (12 Punkte Rückstand), gab es das zweite von insgesamt drei Unentschieden. Unsere 1. Mannschaft blieb während der ganzen Saison 1993/94 ungeschlagen.
Hitchcock in den Aufstiegsspielen
Wiederum wurde in einer Dreier-Poule der Aufsteiger in die 1. Liga ermittelt. Mit dem FC Biel und dem FC Subingen wurden unserem Fanionteam zwei souveräne Gruppensieger zugeteilt. Im ersten Spiel hatten wir den FC Biel zu Gast. Bei starken Böen und anhaltendem Regen verloren wir unglücklich mit 2:4 Toren. Es kam also zum entscheidenden Spiel in Subingen. Die Subinger hatten den FC Biel bezwungen und brauchten noch einen Punkt zum Aufstieg. In einer denkwürdigen Partie, mit vielen hundert Zuschauern aus Muttenz, konnten wir dieses Spiel mit 3:1 gewinnen und dies ermöglichte ein Entscheidungsspiel gegen den FC Biel. Wie bei der ersten Austragung kam ein fürchterliches Gewitter in Langenthal auf, dem neutralen Austragungsort, und so musste der Schiedsrichter das Spiel abbrechen.
Dies wurde eine Woche später in Moutier nochmals ausgetragen. In der regulären Spielzeit stand das Spiel 2:2 und so musste die Verlängerung den Aufsteiger bringen. Der FC Biel hatte mit dem dritten Tor kurz vor Schluss das bessere Ende für sich und liess den SV Muttenz eine weitere Saison vom Aufstieg in die 1. Liga träumen.
Saison 1994/95
Eine gute Vorbereitung mit dem Turniersieg beim Black-Stars-Cup und dem 2. Platz am Aesch-Turnier sollten den Weg aufzeigen für eine erfolgreiche Titelverteidigung. Die Niederlage im Schweizercup und die schwere Verletzung von Stefan Schenker waren erste Vorzeichen, dass dies nicht so einfach werden würde. Und, was in der Saison vorher unser Glück war, kehrte sich diesmal gegen uns, nämlich die Verletzungen einiger Spieler (Sebastian Muster, Marc Frei, Andrea Battiston um nur einige zu nennen). Trotzdem konnten wir uns in der Spitzengruppe behaupten, was für die Ausgeglichenheit des Kaders spricht. Beim wichtigsten Spiel der Vorrunde gegen Concordia erwischte es auch noch René Furler (nach 5 Minuten musste er mit einer Rückenverletzung raus) und Rocco Verrelli wurde vom Platz gestellt, so stand der 1. Liga-Absteiger nach der Vorrunde an der Spitze der Tabelle. Mit den vielen Umstellungen gaben wir gegen unsere Kontrahenten zu viele Punkte ab um Concordia richtig gefährlich zu werden. So standen wir in der Rückrunde vor der schwierigen Aufgabe, in den verbleibenden 10 Spielen 18 Punkte holen zu müssen, um den Titel doch noch verteidigen zu können. Bis nach dem Trainingslager in Orlando verlief die Vorbereitung geradezu optimal. Doch die tolle Stimmung und Zuversicht viel buchstäblich ins Wasser. Ohne richtiges, ernsthaftes Spiel und einigen nicht einsatzfähige Spielern (die Verletzungshexe hatte erneut zugeschlagen), verloren wir in Birsfelden einen wichtigen Punkt. Und auch jetzt liessen wir uns nicht unterkriegen und reagierten in den folgenden Spielen vorzüglich. Bis zum Spitzenkampf gegen Concordia wurde nur gegen Breitenbach ein Punkt abgegeben. Dieses Spiel zeigte dann neben dem Verletzungspech gegenüber der vergangenen Saison ein weiteres Manko auf: wir brauchen zu viele Chancen um zu einem Tor zu kommen. Nach diesem Spiel konnten die Träume einer Titelverteidigung begraben werden. Umsomehr konnten wir uns über den Baslercup-Sieg freuen. Diesen Sieg hat die ganze Mannschaft mehr als verdient. Er war der Höhepunkt der Saison und belohnt alle Spieler für den grossen Einsatz während einer schwierigen und kräfteraubenden Saison!
Mannschaftsbilder:
|Wintermeister 1948/49|
|Aufnahme nach einem Sieg im Basler Cup 1953|
|1. Mannschaft 1958, Turniersieger|
|Wintermeister 1948/49|
|Regionalmeister 3. Liga 1967/68, Aufstieg in die 2. Liga

obere Reihe v.l.: Rudinger (Trainer), R. Sandmeier, R. Roth, M. Buser, K. Kobi, K. Meyer, G. Reimuss, R. Besutti, A. Hunziker (Spiko-Präsi), F. Gang (Präsident)
untere Reihe v.l.: K. Spindler, A. Guttierrez, A. Häfeli, H.P. Markt, H. R. Hunziker, H. Spengler, W. Hugentobler, H. Kirmser, P. Betz (Spiko-Sekretär)
|1. Mannschaft 1968/69, 2. Liga|
|1. Mannschaft Saison 1972/73, 2. Liga|
|Grosse Aufmerksamkeit auch im «Muttenzer-Anzeiger» nach dem gelungenen Aufstieg|
|Regionalmeister 2. Liga 1974/75

oben v.l.: W. Salathe (Spiko), A. Motsch, F. Dätwyler, R. Girod, P. Kübler, H. Lanthemann, E. Müller (Trainer), W. Degen (Präsident)
mitte v.l.: A. Hunziker (Spiko), G. Neuhaus, B. Fässler, M. Buser, F. Surer, E. Kaltenbrunner, K. Spinnler, R. Chevre
unten v.l.: B. Bordignon, B. Pelkofer, M. Degen, Ch. Wenger, H. Studer, P. Haller
|Regionalmeister 1975/76, Aufstieg in die 1. Liga

oben v.l.: E. Müller (Trainer), E. Kaltenbrunner, T. Burkhard, H. Lanthemann, M. Degen, P. Kübler, F. Dätwyler,, A. Hunziker
mitte v.l.: G. Thüring (Masseur), B. Gutjahr, T. Motsch, R. Girod, B. Amport, W. Salathe, W. Degen
unten v.l.: G. Neuhaus, M. Lander, P. Longhi, M. Buser, P. Bruderer, M. Studer
|Saison 1978/79 Gruppenmeister 1. Liga

oben v.l.: E. Müller (Trainer), R. Harrisberger, E. Kaltenbrunner, M. Degen, R. Girod, P Longhi, P. Kübler, F. Dätwyler, B. Bucher, P. Burion (Masseur), W. Salathe (Präsident)
unten v.l.: V. Corbella, M. Frei, F. Horvath, M. Schuler, M. Buser, P. Bruderer, HP. Bürkli, J. Jordi
|1. Mannschaft Saison 1984/85|
|1. Mannschaft Saison 1985/86

oben v.l.: E. Kaltenbrunner (Coach), T. Manger, M. Legge, R. Visentin, U. Wilde, N. Kohler, H. P. Ramstein, M. Sailer, P. Haller (Trainer)
unten v.l.: T. Landolt, B. Gisler, R. Weissen, M. Stebler, M. Beck, R. Oppliger, U. Rieder.
|1. Mannschaft Saison 1987/88, 2. Liga

stehend v.l.: M. Zanini (Coach), M. Hauser, H. Ruegger, M. Amweg, M. Brunner, D. Chèvre, A. Ruef, G. Stehrenberger
knienend v.l.: R. Weissen, Th. Haas, M. Beck, U. Rieder, N. Lorenz, W. Steiger, N. Antonelli, P Bruderer (Trainer)
|Saison 1989/90 2. Liga, Basler-Cup-Sieger

oben v.l.: S. Urwiler, G. Brogiolo, D. Chèvre, A. Battiston, H. Ruegger
mitte v.l.: W. Steiger, 0. Berg, C. Licci, G. Stehrenberger, D. Chenaux, M. Hottiger (Trainer)
sitzend v.l.: D. Käser, P. Diethelm, N. Lorenz, St. Barny, N. Antonelli, Th. Landolt
|Saison 1990/91, Regionalmeister 2. Liga

oben v.l.: Th. Haas, D. Chenaux, D. Chèvre, O. Berg, C. Licci
stehend v.l.: Th. Manger (Technischer Leiter), M. Zanini (Coach), W. Messerli, St. Schenker, E. Cocciadiferro, Y. Baillod, A. Battiston, W. Bernhard, M. Hottiger (Trainer), R. Ott (Präsident)
sitzend v.l.: C. Gaudiano, Th. Markt, D. Gutzwiler, R. Furler, D. Käser, N. Antonelli

|Bei jedem Heimspiel erscheint die «Match-Zytig» Herausgegeben von der 1. Mannschaft|
|Saison 1992/93 Regionalmeister 2. Liga

oben v.l.: M. Hottiger (Trainer), Th. Manger (Präsident), D. Chenaux, R. Steiner, R. Gehrig, D. Sollberger, D. Dumitra, O. Berg, M. Zanini (Coach)
mitte v.l.: P. Amsler (Techn.-Leiter), M. Frei, Th. Haas, A. Battiston, St. Schenker, D. Chèvre, D. Wüthrich, A. Haefliger
unten v.l.: O. Vogrig, A. Sut, A. Ziltener, R. Furler, R. Werner, R. Mennel, E. Roselli
|Nach dem 3:0 Sieg in Aesch wurde der Regionalmeister gefeiert!|
|Tolle Unterstützung in St. Gallen|
|Die Spannung ist Marco Zanini, Marcel Hottiger und Micki Trivunovic anzusehen.|
|Eigener Junior als Teamstützen:

Daniel Chèvre im Zweikampf mit einem Verteidiger
|Eigener Junior als Teamstützen:

Atilla Sahin spielt einen Flankenball vors Tor
|Eigener Junior als Teamstützen:

Andrea Battiston erzielt gegen den SC Dornach ein Tor
|Saison 1994/95 2. Liga, Basler-Cup-Sieger:

oben v.l.: M. Trivunovic (Masseur), M. Zanini (Coach), Th. Haas, St. Schenker, C. Michienzi, D. Dumitra, M. Hottiger (Trainer), Th. Manger (Präsident)
mitte v.l.: S. Muster, R. Verrelli, D. Haefliger, A. Sahin, A. Haefliger, A. Battiston, D. Chèvre, L. Varano, C. Schmidiger, K. Schmid
sitzend v.l.: Y. Morpain, M. Frei, M. Humbel, R. Furler, U. Maier, H. Arslan, R. Steiner, D. Wüthrich