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Spielfilm von
Alfred Hitchcock
mit Robert Donat, Madeleine Carroll, Lucie Mannheim, Godfrey Tearle, Peggy Ashcroft, John Laurie, Helen Haye u.a.
GB 1935, 86', DCP, OV (E, ohne UT)
Der junge Kanadier Richard Hannay flieht von London nach Schottland, um dort die Spur von Agenten wiederzufinden, die in seiner Wohnung eine Frau erdolcht haben. Von der Polizei als Mörder gesucht, von den Agenten verfolgt, stolpert er von einer dramatischen Situation in die nächste – von Hitchcock in pointierten Dialogen und in einem leichten Ton erzählt. In atemberaubendem Tempo folgt eine Idee auf die andere und treibt die Handlung voran. Logik und Verlauf der Geschichte sind der Spannung unterordnet, orientieren sich nicht zwingend an der Wahrscheinlichkeit der Handlung.
Die drohende Kriegsgefahr der dreissiger Jahre führte zu einer bespiellosen Konjunktur von Spionage- und Agentenfilmen in England. Hitchcock unterscheidet sich von anderen zeitgenössischen Regisseuren des Genres indem er sich auf ironische Weise der Stereotypen des Genres bedient und Elemente des Lustspiels und des Liebesfilms beimischt. «The Thirty-Nine-Steps» gilt als früher Klassiker aus der Gaumont-British-Produktion (1934-1937), später als «the classic thriller sextet» und als klassische englische Phase bezeichnet. Das Motiv des unschuldigen jungen Helden, der sich durch Flucht seinen guten Ruf zurückerobern muss, kommt bei Hitchcock mehrfach vor.
Zitat Hitchcock: «Der Film ist ein Leben, aus dem man alles Langweilige herausgeschnitten hat.»
Cameo-Auftritt: Passant, der in einer Gruppe an einem Bus vorbeigeht