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Damaskus ist die Hauptstadt von Syrien. Sie liegt inmitten einer fruchtbaren Oase am Rande eines Trockengebietes, und aufgrund von archäologischen Funden weiss man, dass dieser geographische Raum seit dem Präkeramischen Neolithikum B (8800-7000 v. Chr.) kontinuierlich besiedelt war. Etwa vom 13. Jahrhundert v. Chr. bis zum 8. Jahrhundert v. Chr. war Damaskus Zentrum des Königreiches Aram, über dessen Gründung nichts Genaues bekannt ist. Da die Quellenlage wenig ergiebig ist, stützt sich die Forschung in Bezug auf die frühgeschichtliche Zeit hauptsächlich auf Aussagen des Alten Testaments und versucht, anhand der in der Bibel erwähnten Namen von Königen und Ereignissen die historischen Verhältnisse zu rekonstruieren (Buch Moses, Buch der Könige). Nach Aussagen der Bibel sollen sich am Hang des Berges Qassyun oberhalb des heutigen Damaszener Vorortes as-Salihija biblische Ereignisse zugetragen haben, zum Beispiel soll dort Kain seinen Bruder Abel erschlagen haben. Im Urchristentum spielte Damaskus ebenfalls eine bedeutende Rolle: die Missionierung durch den Apostel Paulus unter den Damaszener Juden zeitigte rasch grosse Erfolge.
Der Name Damaskus wird erstmals in ägyptischen Quellen erwähnt, als die Pharaonen der 18. Dynastie im Zuge ihrer syrischen Eroberungskriege auch Damaskus eigenommen haben – – Tjmesq (Dimashqa, Damaskus) .
Im Jahre 332 v. Chr. wurde Syrien in das Reich Alexanders des Grossen eingegliedert und Damaskus wurde hellenistisch. Knapp dreihundert Jahre später, 64. v. Chr., eroberten die Römer Syrien und das Gebiet wurde als Provinz Syria Teil des Römischen Reichs. Nach dessen Teilung im Jahre 395 n. Chr. fiel die Provinz an das Oströmische Reich. Im Zuge der Ausdehnung des Islam wurde Damaskus 635 von den islamischen Eroberern eingenommen. Der Feldherr Khalid Ibn al-Walid konnte ohne Belagerung in die Stadt einziehen. Die religiöse Toleranz der Eroberer erlaubte den mehrheitlich monophysitischen Christen jedoch, ihre Religion unangetastet auszuüben.
661 begründete Muawiya (605-680), ein Angehöriger des arabischen Stammes der Quraisch aus Mekka, dem auch Mohammed entstammte, die Dynastie der Umayyaden. Sie herrschten als Kalifen von Damaskus von 661 bis 750 über das neue islamische Reich. Der letzte Umayyaden-Kalif war Marwan II., und mit seinem Tod erlosch die Umayyaden-Dynastie im arabischen Raum. Nachfolger der Umayyaden wurden die Abbasiden, Dynastie-Begründer war Abu al-Abbas, der allerdings Bagdad im Irak zur neuen Hauptstadt des islamischen Reiches machte. Damaskus verlor an Bedeutung. In der Folgezeit lösten sich mehrere verschiedene Dynastien als Herrscherfamilien ab (Tuluniden, Ichschididen, Fatimiden). Die Stadt erlebte erst wieder 1154 einen neuen Aufschwung, nachdem es dem Kalifen Nur ad-Din aus der Dynastie der Zengiden gelungen war, den Kreuzfahrern 1154 in den Schlachten bei Harim und Apameia empfindliche Niederlagen beizufügen. Nur ad-Din erhob Damaskus wieder zur Hauptstadt. Als 1249 der französische König Ludwig IX. ein Kreuzfahrer-Heer gegen die in Ägypten herrschenden Mamluken sandte, wurde das Kreuzfahrer-Heer vom Mamluken-Sultan Chalil 1291 vernichtend geschlagen. Syrien und Palästina fielen an die Mamluken und Damaskus stand fortan unter ihrer Herrschaft. Damaskus wurde erst wieder Hauptstadt, nachdem Syrien zum französischen Mandat erklärt bzw. der Staat Arabische Republik Syrien gegründet worden war. Seit 1979 hat die Altstadt von Damaskus den Status Weltkulturerbe UNESCO.