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Siedungsentwicklung
Die Gemeinde Ausserberg war und ist eine typische Weilersiedlung, zusammengesetzt aus verschiedenen einzelhofartigen Gebäudegruppen und kleineren Weilern und Dorfschaften.
Neben den aus Wohnhäusern und Wirtschaftsgebäuden bestehenden Weilern sind über die gesamte Flur verstreut Nutzbauten errichtet: Stallscheunen als Ausfütterungsställe im Wiesengürtel und Stadel in der Nähe der Ackerböden. Einerseits bedingte das Wirtschaftssystem mit seinen kleinparzellierten Produktionsflächen diese Siedlungsform, anderseits sind diese freistehenden Nutzbauten auch Relikte ehemaliger Dauersiedlungen.
Das historische Siedlungsbild von Ausserberg gehört zu einem der interessantesten des Oberwallis. Über seine Entwicklung geben zwar die schriftlichen Quellen kaum direkte Anhaltspunkte, doch zusammen mit dem Gebäudebestand, den Ortsnamen, den Sagen und der mündlichen Tradition lassen sie manchen Schluss zu.
Das historische Siedlungsbild von Ausserberg verändert heute je länger desto mehr seine Schau. In den Siedlungslücken zwischen dem grossen haufenartigen Trogdorf und den nahegelegenen Weilern Bigstatt, Dischtera, Bord und Bongartnerschhüs, entsteht neues Bauvolumen, so dass diese Weiler allmählich in das Haufendorf einbezogen werden.
Quelle: Textausschnitte aus dem Buch „Ausserberg Dorf und Weiler“ von Klaus Anderegg