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Rote Listen sind wichtige Instrumente für einen effektiven Artenschutz. Sie ermöglichen es, Prioritäten bei den Erhaltungsmassnahmen zu setzen.
Seit 2011 verfügen die Kantone über ein zusätzliches Instrument im Bereich des Artenschutzes: die vom BAFU veröffentlichte Liste der prioritären Arten auf nationaler Ebene.
Das am 1. August 2001 in Kraft getretene Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung bezeichnet die Amphibienbiotope von nationaler Bedeutung.
Die karch (Koordinationsstelle zum Schutz von Amphibien und Reptilien in der Schweiz) hat 2011 Praxismerkblätter zum Schutz von Amphibien herausgegeben. Diese Merkblätter beschreiben die zu treffenden Schutzmassnahmen zugunsten der prioritären Arten: Geburtshelferkröte, Gelbbauchunke, Kreuzkröte, Europäischer Laubfrosch, Springfrosch, Kammmolch und Teichmolch.
m Kanton Freiburg werden spezifische Programme zur Förderung dieser Arten durchgeführt. Diese Programme betreffen zum einen die Überwachung bestehender Populationen und zum anderen die Verbesserung von Biotopen und die Schaffung neuer Laichgewässer.
Amphibienentwicklung
Die Entnahme von Laich des Grasfrosches zur Beobachtung der Amphibienentwicklung (Laich - Kaulquappe - Frosch) zu Lehrzwecken bedarf einer Bewilligung des WNA. Das Themenblatt zur Entwicklung des Grasfroschs enthält nützliche Informationen und das Formular für das Bewilligungsgesuch.
In Zusammenarbeit mit der karch führt das ANL Schutz- und Sensibilisierungsaktionen für die prioritären Arten auf kantonaler Ebene durch, nämlich die Schlingnatter, die Zauneidechse, die Aspisviper und die Kreuzotter. Diese Massnahmen zielen vor allem darauf ab, den Wert von Bauwerken wie Strassen- oder Bahndämmen, Trockenmauern, Lesesteinhaufen, extenisven Säumen, Hecken oder Ufer für Reptilien zu erhöhen.
Fledermäuse sind die einzigen Säugetiere, die aktiv fliegen können. In Europa ernähren sich alle Fledermausarten von Insekten, die sie nachts jagen. Sie orientieren sich im Dunkeln dank eines Sonars.
Im Kanton Freiburg ist Fribat - eine Freiburger Gruppe für das Studium und den Schutz von Fledermäusen - für den Schutz unserer 18 Fledermausarten zuständig.
In der Schweiz gibt es mehr als 100 Ameisenarten, von denen viele besonders in mittleren und tiefen Lagen bedroht sind. Das Überleben wird oft durch Waldarbeiten, die Realisierung neuer Waldstrassen, den Einsatz von Pestiziden etc. gefährdet.
Die rote Waldameise (Gruppe Formica rufa, bestehend aus acht Ameisenarten) ist nach Bundesrecht geschützt (Anhang 3 NHV). Insbesondere ist es verboten, Tiere dieser Arten zu töten, zu verletzen oder zu fangen und ihre Nester zu beschädigen oder zu zerstören.
Umsiedelung von Ameisenhaufen
Auch dort wo das Zusammenleben zwischen Mensch und Ameisen Problemen bereitet, können diese nützlichen Tiere gerettet werden: Ameisenhaufen können, unter Berücksichtigung gewisser Regeln, umgesiedelt werden. Allerdings muss zuerst immer geprüft werden, ob es eine keine Alternative zur Umsiedlung gibt; denn bei einer Umsiedlung kann nicht verhindert werden, dass ein Teil des Ameisenbestandes zerstört wird. Eine Umsiedlung darf daher nur im äussersten Fall vorgenommen werden und muss unter dem Beizug des ANL stattfinden.
Die Aktionen zum Schutz und zur Erhaltung der Flora des Kantons Freiburg werden in enger Zusammenarbeit mit dem Botanischen Garten der Universität Freiburg sowie mit den anderen Westschweizer Kantonen im Rahmen "Cellule de coordination régionale pour la protection de la flore" durchgeführt.
Les actions de protection et de conservation de la flore dans le canton de Fribourg sont menées en étroite collaboration avec le Jardin botanique de l’Université de Fribourg ainsi que les cantons romands réunis dans une Cellule de coordination régionale pour la protection de la flore. Die Entwicklung spezifischer Aktionspläne und deren Umsetzung sind die Hauptaktivitäten in diesem Bereich.
Das Nationale Daten- und Informationszentrum der Scjweizer Flora info flora ist für die Verwaltung der nationalen Datenbank zuständig.