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Der Nestlé-CEO Paul Bulcke hat am Mittwoch vor dem Bezirksgericht Lausanne die Mobbing-Vorwürfe einer ehemaligen Angestellten zurückgewiesen. Er bestritt zudem, dass es im Unternehmen ein "Klima der Angst" gegeben haben soll.
Gemäss den Aussagen des 61-Jährigen sei die Klägerin Yasmine Motarjemi bei Nestlé auch nicht alleine für die Nahrungsmittelsicherheit zuständig gewesen. Sie sei jedoch als "Corporate food safety Manager" tätig gewesen.
Der Konflikt mit Motarjemi wurde "seriös untersucht", wie Bulcke vor Gericht sagte. Nestlé beauftragte auch eine externe Firma mit einer Untersuchung. Diese sei zum Schluss gekommen, dass es in der entsprechenden Abteilung keine Probleme gegeben habe.
Man habe der Angestellten mehrere Alternativen präsentiert, sagte Bulcke, ohne auf Details einzugehen. Nachdem dies nicht funktioniert habe, sei man an einem Punkt angekommen, an dem man sich habe trennen müssen.
Den Vorwurf der Klägerin, dass Nahrungsmittelsicherheit bei Nestlé keine grosse Rolle gespielt habe, wies Bulcke entschieden zurück. Sicherheit und Qualität gehörten zur Kultur des Unternehmens. Über 5000 Personen würden direkt darüber wachen.
"Die Qualität unserer Produkte ist nicht verhandelbar", sagte der Nestlé-CEO. Er hielt fest, dass er auch deshalb vor Gericht erschienen sei, um das zu betonen. In seinen über 36 Jahren bei Nestlé habe er auch kein "Klima der Angst" ausmachen können, welches von der Klägerin beschrieben werde.
SDA-ATS