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Systemische Sichtweise
Die systemische Sichtweise bestimmt den Menschen zugleich als biologisches und als soziales Wesen innerhalb eines Kontextes. Das heisst, das Sein und Handeln eines Einzelnen ist abhängig von seinem Platz innerhalb des Systems, in welchem er sich befindet, also vernetzt.
Der Einzelne entscheidet sich für einen bestimmten Schritt und verzichtet damit bewusst oder unbewusst auf andere Möglichkeiten, die er hätte wählen können. Oft sind ihm diese auch gar nicht bewusst.
Nach systemischem Verständnis ist sein Handeln nachvollziehbar, aber nicht zwingend. Das systemische Denken bezieht alle Möglichkeiten ein und öffnet so das Feld für Alternativen, wo sich der Einzelne in einer Sachkgasse glaubt.
Die systemische Sichtweise ermöglicht es, auch komplexe Phänomene, die menschliches Leben und Zusammenleben charakterisieren, zu erfassen, diese darzustellen und das Handlungspektrum um geeignete Alternativen für adäquate Veränderung zu erweitern.
Systemische Ansatz macht überall Sinn, wo sich ein Mensch in einer Sackgasse befindet. Systemisches Coaching oder Therapie erschliessen dem Klienten neue Ideen und Handlungsoptionen, ganz nach dem Wahlspruch des Kybernetikers Heinz von Foerster: „Handle stets so, dass die Anzahl der Möglichkeiten wächst!“1)
Eine schöne Geschichte zur Veranschaulichung finden Sie hier.
1.) Heinz von Foerster (2002), Understanding Understanding. S. 303