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Also doch. Nicht nur die Fette, sondern vor allem die viel zu hohe Aufnahme von Kohlenhydraten ist eine Erklärung dafür, dass so viele Menschen entweder zunehmen oder einfach nicht abnehmen können. Den Beweis dafür liefert ein aufschlussreiches Experiment von Schwedischen Forschern. Zehn übergewichtige Frauen nach der Menopause – also in einer Lebensphase, in der das Abnehmen alles andere als leichtfällt – ernährten sich fünf Wochen lang so, wie sich steinzeitliche Höhlenmenschen ernährt haben: Viel mageres Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse, Eier und Nüsse, aber wenig Getreideprodukte. Nicht erlaubt waren Speisen mit verarbeiteten Fetten, Zucker und Salz.
Im Schnitt hatten die Frauen fast 5 Kilo abgenommen. Zudem ging in dieser kurzen Zeit sogar der Fettgehalt in der Leber zurück. Der Blutdruck und die Herzfrequenz sanken, obwohl sich die Teilnehmerinnen kaum sportlich betätigten. Auch der Nüchtern-Blutzucker- und der Insulinspiegel gingen zurück. Die Forscher sprechen von einem sehr eindrücklichen Ergebnis. Die Studie zeigt klar, dass nicht in erster Linie die Fette, sondern das Übermass an Kohlenhydraten dick macht. Deshalb ist eine Reduktion der Fettaufnahme zugunsten der Kohlenhydrate überhaupt nicht sinnvoll, im Gegenteil. Wer abnehmen will, sollte den Kohlenhydratanteil in seiner Ernährung deutlich reduzieren. Das gelingt am einfachsten, indem man konsequent auf verarbeitete Lebensmittel verzichtet.