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Es gebe noch keinen konkreten Verdacht für ein Fehlverhalten oder gar eine Anklage, aber die Behörden hätten ihren Kreis der genauer betrachteten Banken jetzt eingeengt. Die US-Justizbehörden hatten dem Bericht der Zeitung zufolge Unterlagen von 22 Banken angefordert, die als sogenannte Primärhändler direkt mit der US-Notenbank handeln können. Mittlerweile gehören dem Kreis 23 Institute an.
Von Seiten der Deutschen Bank hiess es zu dem Bericht, dass sie bei der branchenweiten Untersuchung mit den Behörden kooperiere. Eine US-Sprecherin sagte dem Blatt, es gebe nach aktuellem Stand keinen Grund zur Annahme, dass die Bank im Mittelpunkt der Ermittlungen stehe. Der Markt mit US-Staatsanleihen ist rund 13 Billionen Dollar schwer. Die Vereinigten Staaten sind weltweit der grösste Emittent von Schuldtiteln.
In ihrem Geschäftsbericht für 2015 hatte die Bank eingeräumt, Anfragen von Aufsichts- und Strafverfolgungsbehörden in Bezug auf Auktionen und den Handel mit US-Staatsanleihen sowie damit zusammenhängende Marktaktivitäten erhalten zu haben. Zudem gibt es den Angaben der Bank zufolge verschiedene Sammelklagen wegen möglicher Absprachen mit anderen Primärhändlern beim Handel mit US-Staatsanleihen.
Angaben zu der möglichen Höhe der Strafen oder Schadensersatzzahlungen machte die Bank nicht. Der deutsche Branchenprimus arbeitet nach wie vor an der Aufarbeitung früherer Skandale und Geschäftsgebaren. Ende des ersten Quartals hatte die Bank etwas mehr als 5 Milliarden Euro für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten zur Seite gelegt.
In den Ermittlungen rund um die mögliche Manipulation des Handels mit US-Staatsanleihen ist dem Bericht der "New York Post" zufolge nicht mit einem schnellen Ende zu rechnen. Vor den Präsidentschaftswahlen im November werde es keine Gespräche über einen möglichen Vergleich geben.
zb/men/stb
(AWP)