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Yuki Kawauchi will seinen überraschenden Triumph am Boston Marathon nun doch als Türöffner zu einer ruhmreichen Karriere nutzen. Bislang war der 31-jährige Japaner als Amateur unterwegs, verweigerte sich allen Konventionen und trainierte auf eigene Faust ohne Sponsoren. Um seine Reiselust zu stillen, bestritt er Monat für Monat irgendwo auf dem Globus ein Rennen über 42,195 km.
Nun ist Kawauchi doch auf den Geschmack gekommen. Er will seine 100-Prozent-Anstellung als Schulverwalter aufgeben und ins Profilager wechseln. Die Boston-Siegprämie von 150'000 Dollar war ausschlaggebend für den Sinneswandel. «Das Geld hilft, dass meine finanziellen Sorgen weg sind und ich mich jetzt ganz dem Laufen widmen kann.»
Den Grund, dass er seine Marathon-Bestzeit von 2:08:14 Stunden seit 2013 nicht mehr verbessern konnte, ortet Kawauchi in der Doppelbelastung. Wenn es ihm nun gelinge, sein Umfeld zu verbessern, könne er auch seine Leistung verbessern. Der neu eingeschlagene Weg soll ihn 2020 bei den Heimspielen in Tokio zum ersten Olympiastart führen.