Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03096.jsonl.gz/1683

Künstliche Hochwasser sind mögliche Massnahmen zur Behebung ökologischer Defizite in Restwasserstrecken unterhalb grösserer Speicherseen mit stark verändertem Hochwasserregime (fehlende Hochwasser oder stark reduziert in Häufigkeit und Spitzenabfluss sowie Rückhalt von Feststoffen). Künstliche Hochwasser können zur Sanierung des Geschiebehaushalts (Art. 43a/83a GSchG) oder des Restwassers (Art. 31 ff/Art. 80 ff GSchG) angeordnet werden. Dabei sind Synergien mit Spülungen von Stauräumen (Art. 40 GSchG) zu prüfen.
Das vorliegende Modul behandelt die Finanzierung der ökologischen Sanierungsmassnahmen bestehender Wasserkraftanlagen in den Bereichen Schwall-Sunk, Geschiebehaushalt und Fischgängigkeit. Die Kosten dieser Massnahmen werden den Kraftwerksinhabern von der nationalen Netzgesellschaft (Swissgrid) entschädigt. Das Modul zeigt die Voraussetzungen für eine Entschädigung auf.
Im Faktenblatt 2015 sind wichtige Zahlen zur Entwicklung der Wasserkraftnutzung in der Schweiz zusammen gestellt. Enthalten sind detaillierte Informationen zu neuen und umgebauten Wasserkraftwerken im Jahr 2015 und zur Entwicklung seit 2006.
Rund 80 Prozent der Gewässer weisen zum Teil erhebliche ökologische Defizite auf. Wie ein neuer Bericht des WWF Schweiz zeigt, sind weniger als 5 Prozent noch komplett intakt. Der WWF fordert deshalb den Schutz der wertvollsten Gewässerperlen.
Auf der Webseite des SWV stehen zwei neue Faktenblätter zum Download zur Verfügung. Das erste zum Thema «Wasserzins», das die wesentlichen Fakten zu dieser bedeutendsten Abgabe auf der einheimischen Wasserkraft zusammenfasst. Und das zweite zum Thema «Wirtschaftlichkeit der Wasserkraft», das die äusserst schwierige wirtschaftliche Situation des energiepolitischen Trumpfes der Schweiz erörtert.