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Frauenmünster zu Zürich,
aufgesetzten Schenkungsurkunde der
Villa Cham. ^[Note:] Diese blieb bis 1477 im Besitz und unter der Verwaltung
des Fraumünsters, kam dann durch Kauf an Zug
und wurde von dieser Stadt verwaltet, bis sich der
Ort 1798 als eigene politische
Gemeinde constituierte. Doch zahlte Cham der Stadt
Zug noch einen Collaturzins,^[Berichtigung: ein Kollaturrecht.]
von welcher Verpflichtung es sich erst 1873 durch eine fixe Summe loskaufte. Heimat des religiösen Schriftstellers Franz
Suter (1654-1691), des Professors an der Universität Freiburg
im Breisgau J. Caspar Hildebrand († 1772), des Schriftstellers
und Philosophie- und Theologieprofessors G. J.
Suter († 1860) und des Landammannes Hildebrand (1835-1891).
Pfahlbauten neolithischen
Alters zu
St. Andreas und beim
Bachgraben. In der benachbarten Pfahlbaustation des
Koller ist ein Kupferbeil,
bei der Ziegelei
St. Wolfgang ein Bronzebeil gefunden worden. Römische Münzfunde besonders bei
St. Andreas und im
Städtli.
entspringt an der O.-Grenze des Kantons in den Waldungen der Gemeinde
Gy in 472 m,
bildet auf eine Strecke von 900 m die Landesgrenze, erreicht nach 4,3 km langem
Lauf die weite Sumpfebene von
Sionnet und vereinigt
sich in 431 m mit dem
Paradis.
Chambet und
Paradis bilden zusammen die zwei Quellarme der
Seimaz.
Oberer Abschnitt
eine mit schönen
Bäumen bestandene Terrasse, unterer Abschnitt ziemlich steil zum
See abfallend und mit
Reben bepflanzt. 36
Häuser, 267 reform.
Ew. Grabfeld aus der neolithischen Zeit.
(Kt. Waadt,
Bez. Yverdon).
530 m. Gem. und kleines Dorf, auf einem aus den Sumpfebenen der
Orbe sich erhebenden Hügel; 2,7 km
w. der Station
Yverdon der Linie
Lausanne-Neuenburg. 30
Häuser, 137 reform. Ew. KirchgemeindeMontagny.
Landwirtschaft. Etwas Weinbau.
Mühle. Am O.-Ende des Dorfes ein modernes
Schloss. Gehörte zuerst zur
HerrschaftMontagny und
bildete später ein unabhängiges Territorium. Am Fuss des
Mont de Chamblon sind am
Rande der Sümpfe unter einer Lage von
Torf Altertümer aus der Steinzeit aufgefunden worden. Der Hügelzug bildet eine Neocominsel mitten im
weiten Molasse- und Alluvialboden der Thalsohle; sein
W.-Hang ist bewaldet. Am
N.-Hang und auf dem höchsten Punkt Fossilien
des Hauterivien und Valangien. Bemerkenswerte siderolithische
Höhlen, in denen einst Skeletstücke von tertiären Säugern
(aus dem untern Oligocän) gefunden worden sind. Am N.- und NO.-Rand des
Mont de Chamblon entspringen eine
ganze Reihe von grossen Quellen, deren beträchtliche Wasserführung (zusammen ca. 10000 Minutenliter) dem räumlich nur
beschränkten Einzugsgebiet des Hügels in keiner Weise entspricht und die daher anderweitigen
Ursprungs sein müssen. In
der That kommen sie von den 4 km entfernten Jurahängen zwischen
Baulmes und Vuittebœuf her, gehen unter dem Molassezug
von
Champvent durch und treten infolge des hydrostatischen Druckes als Ueberfallsquellen aus den senkrechten Spalten und
Verwerfungen des Valangien am
Mont de Chamblon zu Tage.
Den Beweis dafür hat Prof.
Schardt durch 1898 und 1899 unternommene Färbungsexperimente mit Fluorescin erbracht. Nach Einschütten
von 2 kg dieser Substanz in den Trichter, in welchem der die Sümpfe von
Baulmes entwässernde Bach verschwindet,
zeigten die grossen Quellen am
Mont de Chamblon
(Granges Décoppet, Moulinet und
Moulin Cosseau) der Reihe nach die charakteristischen
Färbungserscheinungen; die 12-14° warmen Quellen des
Moulin Cosseau allerdings, in weniger starkem Grad und erst 10 Stunden
nach den übrigen. Von hier bezieht die Stadt
Yverdon ihr Trinkwasser.