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Untersuchung von abgepacktem Mineralwasser auf mögliche östrogene Aktivität
Forscher aus Italien (1) und Deutschland (2) konnten vor kurzem eine östrogene Wirkung von Mineralwasserproben nachweisen - und zwar in höherem Masse bei Wasserproben aus PET-Flaschen als bei solchen aus Glasflaschen. Es ist noch nicht klar, woher die östrogene Wirkung kommt, aber es wurde spekuliert, dass Zusatzstoffe aus den Plastikflaschen - wie z.B. Weichmacher - zum Teil dafür verantwortlich sein könnten. Nach einer ersten Bewertung der Untersuchungsergebnisse hielt das Oekotoxzentrum eine Analyse der in der Schweiz erhältlichen Mineralwässer für ebenfalls empfehlenswert. Nun werden in einem Projekt Mineralwässer aus PET- und Glasflaschen der 15 meistverkauften Mineralwassermarken in der Schweiz untersucht.
Zur Untersuchung der ausgewählten Mineralwasserproben auf eine mögliche östrogene Aktivität werden folgende zwei Methoden angewendet
- ER-Calux (chemical activated luciferase gene expression) Bioassay mit humanem Östrogenrezeptor (hERα)
- Yeast Estrogen Screen (YES) Assay mit humanem Östrogenrezeptor (hERα) bei positivem ER-Calux Befund zum Vergleich
Der ER-Calux Test stellt eine bessere Simulation der Humantoxizität dar als der YES-Test, da er mit einer humanen Zellinie arbeitet. Andererseits sollen die mit dem hochsensitiven ER-Calux Test erhobenen Resultate mit einem zweiten rezeptorbasierten Test (YES-Test) verifiziert werden. Daraus können die Sensitivität und die Verlässlichkeit der beiden Testsysteme verglichen werden. Zudem soll überprüft werden, ob die Ergebnisse aus der Schweiz mit den Studien aus Italien und Deutschland vergleichbar sind, die ebenfalls mit YES-Tests arbeiteten.
Referenzen
1) Pinto, B. and Reali, D. (2009). Screening of estrogen-like activity of mineral water stored in PET bottles. International Journal of Hygiene and Environmental Health 212(2): 228-232.
2) Wagner, M. and Oehlmann, J. (2009). Enocrine disruptors in bottled mineral water: total estrogenic burden and migration from plastic bottles. Environmental Science and Pollution Research:1-9.
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