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Zweite Chance für Carlos Caetano Bledorn Verri, besser bekannt als Dunga: der Weltmeister-Kapitän von 1994 übernimmt nach vier Jahren Pause erneut das Traineramt der brasilianischen Nationalmannschaft. Dies gaben am Sonntag (20.) sowohl der Präsident des brasilianischen Fußballverbandes CBF, José Maria Marin als auch sein designierter Nachfolger Marco Polo Del Nero bekannt und setzten damit den zahlreichen Spekulationen ein Ende. Offiziell werden Dunga sowie der weitere Trainerstab jedoch erst am Dienstag auf einer Pressekonferenz vorgestellt.
Der zuletzt beim brasilianischen Erstligisten Internacional Porto Alegre eher glücklose Coach hat die Nationalelf bereits von 2006 bis 2010 trainiert. Er war von Marins Vorgänger Ricardo Teixeira nach dem Viertelfinal-Aus 2006 bei der WM in Deutschland verpflichtet worden. In den darauffolgenden vier Jahren lang trainierte er die Seleção recht erfolgreich, gewann mit ihr die Copa América 2007 und den Confed-Cup 2009. Nach dem erneuten Viertelfinal-Aus 2010 in Südafrika gegen die Niederlande war jedoch sein Engagement allerdings noch am gleichen Tag zu Ende. Ihm folgten Mano Menezez und schließlich Luis Felipe Scolari.
Der Trainerverschleiss im Fußballland Brasilien ist seither recht hoch – für Experten einer der Gründe, dass sich so kaum eine Seleção formieren kann, die tatsächlich einmal den „Hexa“, den begehrten sechsten Titel holen könnte. Felipão war in den letzten vier Weltmeisterschaften noch der beste Trainer, sein Rausschmiss nach der 1:7 Demütigung gegen Deutschland im Halbfinale und dem 0:3 gegen Holland im Spiel um Platz 3 war aufgrund des massiven Mediendrucks kaum zu verhindern. Scolari hatte Brasilien 2002 zum fünften Titel geführt und bei der diesjährigen WM bis ins Halbfinale gebracht. Etwas was Carlos Alberto Parreira 2006 und eben Dunga 2010 nicht geschafft hatten.
Der neue Seleção-Coach muss sich in diesem Jahr gleich bei mehreren Freundschaftsspielen beweisen. Am 05. September trifft Brasilien in Miami (USA) auf Kolumbien, am 09. September in New Jersey auf Ecuador. In Peking (China) geht es am 11. Oktober im Superclassico gegen WM-Vize Argentinien, eine Begegnung gegen die Türkei in Istanbul rundet am 12. November des Fußballjahr für den neuen alten Trainer ab.