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In Genf beginnen heute Montag (24.07.) Friedensgespräche zwischen der kolumbianischen Regierung, Vertretern von Rebellenorganisationen und verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen des Landes. Das "Friedenstreffen" wurde von der Schweiz organisiert.Dieser Inhalt wurde am 24. Juli 2000 - 08:09 publiziert
Am 22. Juni hatten Regierung und Rebellen vereinbart, zur Förderung des Friedensprozesses eine aus fünf Ländern bestehende Unterstützergruppe zu bilden, zu der auch die Schweiz gehört.
Was die Schweiz diesen Konfliktparteien bieten könne, sei ein unabhängiger Tagungsort, erklärte der Staatssekretär im Schweizerischen Aussenministerium, Franz von Däniken.
Die Organisation des Treffens in Genf gelte als Anerkennung für die Rolle, die die Schweiz in den letzten Jahren bei der Förderung der Menschenrechte und bei der Unterstützung der Zivilgesellschaft in Kolumbien gespielt habe.
Gerade in diesen Bereichen, aber auch bei der Durchführung humanitärer Aktionen, könne die Schweiz einen grossen Erfahrungsschatz vorweisen, betonte von Däniken. Hinzu komme, dass unser Land in Kolumbien keine besonderen politischen Interessen verfolge, im Unterschied etwa zu den USA.
Dank dem schweizerischen Engagement ist die Schweiz zu einem der fünf so genannten "paises amigos" Kolumbiens geworden, neben Frankreich, Kuba, Norwegen und Spanien.
Das Genfer Treffen hat die Schweiz auf Wunsch der Konfliktparteien organisiert. Sie wird nicht direkt als Vermittlerin an den Gesprächen teilnehmen. Die Schweiz werde aber den Rahmen zur Verfügung stellen und die Gelegenheit benutzen, Grundsätze in Erinnerung zu rufen, die für die Schweiz wichtig seien, erklärte Staatssekretär Franz von Däniken.
Dabei gehe es besonders um die Repektierung der Menschenrechte, die Tolerierung der Arbeit des IKRK und der Verzicht auf Entführungen und ähnliche Aktionen.
Die ELN ist mit etwa 5000 Kämpfern nach den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) die zweitgrösste Guerillaorganisation des Landes. Die etwa 12'000 Kämpfer zählende FARC-Guerilla verhandelt bereits länger über eine Beilegung des Gewaltkonflikts, dem seit 1964 mehr als 120'000 Menschen zum Opfer fielen. Mehr als zwei Millionen Menschen flüchteten aus den Kampfgebieten.
swissinfo und Agenturen
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