Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03449.jsonl.gz/1802

Anja Leuenberger, wie hätte Ihr Vorname als Bub gelautet?
Lucas – den Namen mag ich.
Ihre früheste Erinnerung?
Ich war vier Jahre alt, kam von der Kinderkrippe nach Hause, als mein Papa seine Sachen in einen Lastwagen packte. Es war der Zeitpunkt, als meine Eltern sich scheiden liessen.
Was haben Ihre Eltern immer zu Ihnen gesagt, als Sie Kind waren?
Anja, du kann alles erreichen, was du willst.
Und als Sie 16 waren: Wie sah da Ihr Zimmer aus?
Jede Woche etwas anders. Ich liebte es, mein Zimmer umzustellen. Es war schlicht und simpel eingerichtet, ich verbrachte nicht sehr viel Zeit darin – ausser um zu schlafen.
Was hatten Sie als Kind für einen Spitznamen?
Da mein Name an sich schon sehr kurz ist, blieb ich eher verschont. «An» war aber einer, der mir verpasst wurde.
Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
(Lacht.) Ich könnte falsch liegen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er vier Pfoten hatte und schwarz-weiss war. Ich hatte mich in «101 Dalmatiner» verliebt.
Ihr schönstes Geschenk als Kind?
Das war Zeit mit meinen Eltern. Obwohl beide viel gearbeitet haben, nahmen sie sich trotzdem immer irgendwie Zeit.
Ihr Lieblingsbild im Fotoalbum aus Kindertagen?
Da sitze ich unbeschwert und total zufrieden auf der Treppe im Kindergarten, obwohl ich total doof aussehe, weil die eine Seite meiner Fransenfrisur blond, die andere dunkel gefärbt war.
Welche Bücher haben Ihr Leben massiv beeinflusst?
Eckhart Tolle ist einer meiner Lieblingsautoren. Er hat die Art und Weise, wie ich denke, sehr beeinflusst.
Haben Sie ein Tattoo?
Ich zähle sie schon gar nicht mehr, aber ich glaube, es sind mittlerweile elf. Das erste war der Name meiner Schwester, den ich mir in Los Angeles auf einen Finger tätowieren liess. Zu den Tattoos, die mir am meisten bedeuten, gehört das Geburtsdatum meiner Eltern in römischen Ziffern.
Ihr ulkigstes Mundartwort?
Es Gaudi.
Ab welchem Geldbetrag ist man – Ihrer Meinung nach – reich?
Reichtum hat nichts mit Geld zu tun, sondern mit Seele, Freunden, Familie.
Haben Sie Phobien? Oder Allergien?
Seit meiner Kindheit kämpfe ich gegen Klaustrophobie (Platzangst; Anm. d. Red.). Obschon ich sagen muss, dass das viel besser wurde dank Meditation und Kopfarbeit. Als Allergie habe ich einzig eine Laktoseintoleranz.
Ihr grässlichster Urlaub?
Ich hatte Glück und erlebte bisher nur tolle Ferien. Zwar nicht so viele, aber es waren immer schöne Zeiten.
Ihre liebste Website oder App?
Da gibts zwei: zum einen Too Good To Go, wo gegen Lebensmittelverschwendung mobilgemacht wird, und die Fashion-App Good on you, die mir ethische Bewertungen für Modemarken bietet und die mir so hilft, eine bessere Kaufentscheidung zu treffen.
Das Kitschigste, was Sie jemals gemacht haben?
Ich überraschte meinen Ex-Freund mit einem Zimmer voller Rosen.
Die beste Idee Ihres Lebens?
Meinen Hund Shadow zu retten.
Und die dümmste?
Das war offensichtlich die beste (schaut auf Shadow und lacht).
Welches Geräusch lieben Sie?
Ich liebe binaurale Beats und meine Klangschüssel – also alles, was entspannt.
Welches hassen Sie?
Ich bin kein Mensch, der laute Geräusche mag.
Wovon träumen Sie schon lange, trauen sich aber nicht, es zu tun?
Ein kleines Café oder Restaurant zu eröffnen.
Bei welchem Thema haben Sie Ihre Meinung fundamental geändert?
Ich hätte nie gedacht, in jungen Jahren zurück in die Schweiz zu ziehen. Jetzt bin ich 29 und lebe seit November 2021 wieder in meiner Heimat.
Für welche Eigenschaften bekommen Sie immer wieder Komplimente?
Für meine aufgestellte Art, meine positive Energie und dafür, dass ich stets ehrlich bin und andere unterstütze.
Der unangenehmste Job, den Sie je hatten?
Im Nachhinein all jene Shootings und Shows mit Pelz. Seit knapp sieben Jahren mache ich diesbezüglich bewusst nichts mehr.
Was an Ihnen ist nicht normal?
Mein rechter Knöchel knackst fast immer, wenn ich laufe.
Angenommen, Sie könnten Wunder vollbringen – Superkräfte inklusive: Was sind Ihre ersten drei Taten?
Ich würde sofort alle Hungersnöte beenden, die Welt so ausbalancieren, dass jeder glücklich und versorgt ist – und den Respekt gegenüber Tieren wiederherstellen.
Welchen Tag möchten Sie noch einmal erleben?
Den im Januar 2019, als ich aus einem Flugzeug sprang. Das Gefühl der Freiheit, wenn du in der Luft schwebst, bevor der Fallschirm aufgeht, ist unbeschreiblich.