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Folgen des Konsums
Gemäss den Produzenten von IQOS und Glo sollen diese Produkte „90 bis 95% weniger Schadstoffe“ enthalten als herkömmliche Zigaretten und keinen Rauch produzieren. Da diese Produkte erst seit Kurzem auf dem Markt sind, bestehen erst sehr wenige unabhängige Untersuchungen. Diese zeigen unterschiedliche Resultate: Während einzelne Studien in die gleiche Richtung gehen wie diejenigen der Industrie, zeigen andere Untersuchungen einen leicht grösseren Schadstoffausstoss, bei einzelnen Stoffen gar fast so hoch wie bei Zigaretten.
Allen Studien ist allerdings gemein, dass auch Partikel in Form von festen Teilchen nachgewiesen werden, die nur durch unvollständige Verbrennung entstehen können. Ein Aerosol mit festen Teilchen wird als Rauch definiert. Offenbar braucht es dazu kein Feuer, sondern es genügt die Pyrolyse, also eine starke Erhitzung ohne Sauerstoffzufuhr.
Bei den verfügbaren Studien wurden hauptsächlich Schadstoffe untersucht, die krebserregend sind. Toxine, die für Herz- und Lungenkrankheiten verantwortlich sind, standen weniger im Fokus. Zudem wird sich erst langfristig zeigen, welche gesundheitlichen Schäden entstehen. Denn diese nehmen nicht linear mit der Menge der Schadstoffe zu, bei einigen genügt bereits eine kleine Menge.“95% weniger Schadstoffe“ heisst also noch lange nicht 95% weniger Schäden.
Gemäss Japan Tobacco sollen beim Gebrauch von Ploom 99% weniger Schadstoffe entstehen als bei herkömmlichen Zigaretten. Hierzu gibt es zwar keine unabhängigen Studien, aber auf Grund der bei der Erhitzung auf 30 Grad fehlenden Pyrolyse ist die Menge der Schadstoffe wahrscheinlich kleiner als bei IQOS und Glo.
E-Zigaretten wurden von einer Expertengruppe im Jahr 2013 als 95% weniger schädlich eingeschätzt als herkömmliche Zigaretten, denn die Schadstoffe, die für Krebs und Herzkrankheiten verantwortlich sind, seien im Aerosol von E-Zigaretten nur zu einem Bruchteil nachgewiesen. Dennoch sind krebserregende Stoffe wie Formaldehyd, Benzylalkohol und Nitrosamin NNK noch immer enthalten.
Es ist nicht klar, ob der Schaden linear mit der konsumierten Menge zunimmt. Erst Langzeitstudien werden die tatsächlichen Gesundheitsrisiken aufzeigen können. Im Moment sind auch noch keine klaren Erkenntnisse vorhanden, ob E-Zigaretten Asthma und Bronchitis fördern.
Bei schwedischem Snus, der in der Schweiz konsumiert wird, ist das Krebsrisiko sehr klein, weil der Tabak pasteurisiert und getrocknet wird und er relativ wenige krebserregende Nitrosamine enthält. Dennoch bleibt eventuell ein Risiko für Mundhöhlen-, Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dazu kommt wie bei allen Nikotinprodukten ein leicht erhöhtes kardiovaskuläres Risiko. Darüber hinaus besteht ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Konsum von schwedischem Snus und Zahnfleischschwund.
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