Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/104373

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Philateliestelle in Lugano ist für das Image der Schweizerischen Post von ausserordentlicher Bedeutung, denn sie macht augenfällig, wie lebendig der Postdienst ist. Für diesen Dienst ist die Briefmarke zum einen die Bestätigung dafür, dass man eine Leistung bezahlt hat; zum anderen ist sie seit je das unverwechselbare Markenzeichen mit künstlerischem und kulturellem Wert, das im Alltag und damit von der Bevölkerung benutzt wird. Die Briefmarke wird in Lugano und im ganzen Tessin äusserst sinnvoll und sehr breit dafür eingesetzt, öffentliche Interessen zu verfechten. Sie stellt eine unverzichtbare Kraft dar, ist ein spürbares Zeichen für den nationalen Zusammenhalt und wird von vielen ausländischen, insbesondere italienischen Touristinnen und Touristen sehr geschätzt. Dass es in Lugano eine Philateliestelle der Schweizerischen Post gibt und damit eine Stelle, an die man sich immer wenden kann, ist aus der Sicht der Tessiner Philateliegesellschaften von zentraler Bedeutung. Nach einem ersten Personalabbau besteht aber heute die Gefahr, dass auch die Leiterin der Philateliestelle wegrationalisiert wird. Nach Ansicht der Tessiner Philateliegesellschaften würde die Aufrechterhaltung der Philateliestelle in Lugano so, wie sie heute geführt wird, wie bisher höchste Kompetenz, Freundlichkeit und unvergleichliche Hilfsbereitschaft bei jedem Sammler- oder Informationsbedürfnis sicherstellen. </p><p>Die Ausgaben neuer Briefmarken bilden die zentrale Kraft für die Stärkung und die Verbreitung der Philatelie. Damit wird sichergestellt, dass die Generationen von heute und morgen die Briefmarken hoch im Kurs halten.</p><p>Wenn nun die Abteilung Briefmarken und Philatelie der Schweizerischen Post in den Bereich der Poststellen überführt wird, so stützt das unsere Vermutung, dass geplant werden könnte, dass die Philateliestelle Lugano fortan anonym geführt werden soll. Solches möchten wir verhindern, umso mehr als es auch darum geht, die sprachliche und kulturelle Identität der italienischen Schweiz im gesamtschweizerischen Zusammenhang zu wahren. </p><p>Deshalb frage ich den Bundesrat:</p><p>1. Will er über die Leistungsvereinbarung mit der Schweizerischen Post sicherstellen, dass die philatelistischen Dienste in allen Sprachregionen gleichmässig verteilt und vollständig vorhanden sind?</p><p>2. Ist er nicht auch der Auffassung, dass die Philateliestelle der Post in Lugano angesichts der Nähe zu Italien ein einträgliches Geschäft darstellt? </p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Briefmarke ist ein Kunst- und Kulturgut, das die Schweizer Geschichte in all ihren Facetten widerspiegelt und ein Zeitzeugnis darstellt. Es ist denn auch das Ziel der Post, die Qualität der Briefmarken und deren Wertbeitrag zu erhalten. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass seit der Integration des Bereichs Philatelie in den Bereich Poststellen und Verkauf nicht mehr nur die 6 bisherigen Philateliestellen für die Kunden ein philatelistisches Angebot bieten, sondern schweizweit zusätzlich noch 80 Postshops. Damit stellt die Post sicher, dass die philatelistischen Dienstleistungen in allen Regionen der Schweiz angeboten werden.</p><p>Im Tessin erfolgen die philatelistischen Dienste einerseits in der hier zur Diskussion stehenden Philateliestelle Lugano, andererseits aber auch in den Postshops von Locarno 1, Chiasso 1 und Bellinzona 1. Die Philateliestelle in Lugano bleibt also erhalten und wird auch weiterhin alle Produkte und Dienstleistungen in hoher Qualität anbieten.</p>  Antwort des Bundesrates.