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Arnold, Friedrich Philipp
* 8. Januar 1803 in Edenkoben bei Landau (Rheinpfalz); † 5. Juli 1890 in Heidelberg
Philipp Friedrich Arnold ist am 8. Januar 1803 in Edenkoben (Rheinpfalz) geboren. Er studiert zusammen mit seinem älteren Bruder Johann Wilhelm Arnold in Heidelberg Medizin bei den Anatomie-Lehrern Friedrich Tiedemann und Formann. Dort promoviert er am 7. September 1825 zum Doktor der Medizin. Mit seinem Bruder geht er 1826 zu einer einjährigen Studienreise nach Paris. Anschließend nimmt Philipp Friedrich Arnold eine Stelle bei Friedrich Tiedemann als Hilfsprosektor an, 1828 wird er Prosektor und 1834 später ausserordentlicher Professor.
1835 wird er zum Professor und Direktor des Instituts für Anatomie an der Universität Zürich berufen und bleibt dort fünf Jahre. Danach wechselt er nach Freiburg im Breisgau, wo er den Lehrstuhl für Anatomie und Physiologie erhält, und nach Tübingen, wo er Lehrstuhlinhaber für Anatomie und Physiologie wird, und kehrt 1852 nach Heidelberg zurück, um als ordentlicher Professor und Direktor der Anatomie und Physiologie die Nachfolge von Jacob Henle anzutreten.
Von besonderer Bedeutung in seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen ist sein Lehrbuch der Physiologie des Menschen, das er mit seinem Bruder veröffentlicht.
Bevor Philipp Friedrich Arnold 1873 in den Ruhestand geht, wird er Prorektor, Mitglied des engeren Senats und Dekan der medizinischen Fakultät Heidelberg. Carl Gegenbaur wird sein Nachfolger.
Am 5. Juli 1890 stirbt Philipp Friedrich Arnold in Heidelberg.
Bekannt ist Philipp Friedrich Arnold durch die Eponyme Arnold-Chiari-Syndrom, und die Fachbegriffe Ganglion oticum (nach Arnold) und das Arnoldsche Bündel (Tractus frontopontinus)
Enge wissenschaftliche Kontakte hatte Philipp Friedrich Arnold u.a. mit Friedrich Tiedemann, Formann und Carl Gegenbaur.
Quellen:
http://www.whonamedit.com/doctor.cfm/281.html
http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/digi/anatomie/arnold.html
http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/digi/anatomie/arnold.html