Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/138090

<h2>SubmittedText<h2><p>Im Rahmen von Reorganisationen innerhalb der LBA kommt es immer wieder zur Verschiebung von Arbeitsplätzen, die schwer nachvollziehbar erscheinen. Beispielsweise werden bei der Reorganisation der LBA Grolley Arbeitsplätze von St-Maurice nach Grolley verlegt, obwohl St-Maurice über die bessere Infrastruktur für diese Mitarbeitenden verfügt und zudem deren Einsatzort weiterhin in der Region St-Maurice liegt. Als Beispiel: Die LBA Grolley ist in acht Abteilungen aufgeteilt. Die Abteilung Bereitstellung und Betrieb ist in St-Maurice angesiedelt. Im Rahmen einer Reorganisation ist nun vorgesehen, dass etliche Mitarbeitende den Arbeitsort von St-Maurice nach Grolley verlegen müssen. </p><p>Gleichzeitig verfügt aber St-Maurice sowohl von der technischen Ausrüstung wie auch vom räumlichen Angebot her über eine gute Infrastruktur, während in Grolley die Raumverhältnisse knapp sind und extra neue Büroräumlichkeiten beschafft werden müssen. Zudem bedeutet dies für die betroffenen Mitarbeitenden einen um mindestens zwei Stunden längeren Arbeitsweg. Vielfach ist die Einsatzregion weiterhin die Region St-Maurice, was zu weiten Fahrbewegungen zwischen den beiden Standorten führt. Und schliesslich gehen der Region Wallis Arbeitsplätze verloren.</p><p>Ich möchte vom Bundesrat deshalb wissen, warum es innerhalb der Armeelogistikcenter zu solchen Reorganisationen kommt und welche Strategie dahintersteckt. Wie werden dabei ökologische, soziale, finanzielle und regionalpolitische Aspekte berücksichtigt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Ausgangslage für die thematisierte Reorganisation der Armeelogistikcenter ist das Stationierungskonzept der Armee vom 6. Dezember 2004. Es sollte unter anderem ermöglichen, bis Ende 2010 von den damaligen 4000 Stellen im Logistikbereich der Armee 1800 Stellen abzubauen. Um die Leistungsfähigkeit halten zu können, sollte die Effizienz gesteigert werden. Folglich wurde in den Ausbau der Informatik und der verbleibenden Armeelogistikcenter investiert.</p><p>Die mit der Interpellation angesprochene Sachlage im Armeelogistikcenter Grolley ist die Folge der Umsetzung des Stationierungskonzepts der Armee von 2004, wodurch in der Westschweiz diverse Logistik- und Infrastrukturcenter zusammengelegt wurden. Die neue Organisation, welche aus dieser Fusionierung entstand, ist das Armeelogistikcenter Grolley (ALC-G). Die rund 700 Mitarbeitenden und Lernenden dieser neuen Organisation stellen die zentrale Leitung und Steuerung der Logistik auf dem gesamten Gebiet der Kantone Wallis, Genf, Freiburg, Neuenburg, Jura und Waadt sicher. Die vom Interpellanten thematisierte Änderung des Arbeitsortes betrifft lediglich 6 von rund 700 Mitarbeitenden in der Westschweiz. Im Rahmen der Neuorganisation übernehmen diese diverse leitende Funktionen und werden Mitglieder der Centerleitung. Der Zusammenzug der Centerleitung erleichtert die Führung erheblich und ist zwecks Integration in die Führungscrew zwingend. Bezüglich der betroffenen 6 Stellen ist weiter anzumerken, dass bereits bei deren Ausschreibung darauf hingewiesen wurde, dass der Dienstort vorerst St-Maurice sei, aber in einer späteren Phase nach Grolley verschoben werde. Die Stelleninhaber behalten ihre Stellen; der Dienstort ändert, wobei ein Arbeitsweg von zirka einer Stunde pro Weg als zumutbar betrachtet wird.</p><p>Die ökologischen, sozialen, finanziellen und regionalpolitischen Aspekte sind bei der Erarbeitung des Stationierungskonzepts der Armee von 2004 und der Logistikkonzeption eingeflossen. Sie wurden auf politischer Ebene diskutiert und bewilligt.</p>  Antwort des Bundesrates.