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Schweres Schlafapnoesyndrom erhöht Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse bei Männern
Bisherige Studien brachten das Schlafapnoesyndrom (SAS) mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen in Verbindung, zeigten jedoch wegen methodischer Mängel nach Bereinigung von Alters- und Gewichtsfaktoren kein erhöhtes Risiko mehr. Diese Studie evaluierte den Zusammenhang zwischen schwerem SAS und kardiovaskulärem Risiko.
264 gesunde Männer, 377 Normalschnarcher, 403 Männer mit einem unbehandelten leichten bis mittelschweren SAS, 335 Männer mit schwerem SAS und 372 Männer mit einem nCPAP (nasal continous positive airway pressure) behandelten schweren SAS wurden verglichen. Der durchschnittliche Follow up betrug 10.1 Jahre.
Gegenüber allen anderen Gruppen hatten die Männer mit schwerem SAS ein signifikant höheres Risiko für tödliche und nicht-tödliche kardiovaskuläre Ereignisse. Die Zahl der tödlichen Ereignisse pro 100 Menschenjahre reichte von 1.06 bei schwerer Schlaf-Apnoe bis 0.3 bei den gesunden Männern, für die nicht-tödlichen Ereignisse pro 100 Menschenjahre 2.13 bis 0.45 respektive. Bei den Männern mit nCPAP-Behandlung waren die Raten näher bei denen der Gesunden angesiedelt. Auch nach Bereinigung zusätzlicher Faktoren war beim unbehandelten schweren SAS das Risiko für tödliche und nicht-tödliche kardiovaskuläre Ereignisse 2.87-fach, respektive 3.17-fach höher als in der gesunden Gruppe.
Konklusion der Autoren: Bei Männern mit einem unbehandelten schweren obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndrom ist das Risiko für nicht-tödliche und tödliche kardiovaskuläre Ereignisse erhöht. Es besteht eine Relation zwischen der Ausprägung der Krankheit und dem kardiovaskulären Risiko, wobei eine Behandlung mit nCPAP dieses Risiko signifikant reduziert.
Lancet 2005;365:1046-1053 - Marin et al
22.03.2005 - gem