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Die Grossräte David Bonny (SP, Prez-vers-Noréaz) und Philippe Savoy (SP, Corpataux) äusserten in einer parlamentarischen Anfrage ihre Sorgen um den Erholungsraum im Wald Le Chaney zwischen Rossens und Corpataux-Magnedens. Sie befürchten, dass dieser Wald «ökonomischen Interessen geopfert wird, indem ein intensiver Kiesabbau erlaubt wird», wie sie schrieben.
In seiner nun vorliegenden Antwort räumt der Staatsrat ein, dass die öffentlichen Waldeigentümer unter Druck stünden, weil für die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons ein grosser Bedarf an kiesigem Material bestehe. Die zuständigen Behörden seien gehalten, eine Interessenabwägung vorzunehmen. In diesem Fall überdecke der Wald Le Chaney den gesamten Ostteil eines Kiesvorkommens, dessen Gesamtvolumen auf knapp 16 Millionen Kubikmeter geschätzt werde, von denen rund 10 Millionen Kubikmeter im Untergrund dieses Waldes lägen. Dies mache den Standort zur «grössten Kiesreserve des Kantons». Der Standort sei im Sachplan Materialabbau als vorrangig abbaubarer Sektor eingetragen. Dies habe der Bundesrat bereits 2015 genehmigt und stehe so auch im neuen kantonalen Richtplan.
Das Gebiet sei zudem weder von Fruchtfolgeflächen noch von einem archäologischen Perimeter betroffen, hält der Staatsrat weiter fest. Es befinde sich in der Nähe eines bestehenden Verarbeitungspols – der Kiesgrube «Grands-Champs» –, und es gebe hier weder Geotope, eingedolte Fliessgewässer noch eine für Lärmbelastungen empfindliche Nachbarschaft.