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Der vor mehr als vier Jahren verhaftete mutmassliche Schweizer Atomschmuggler Urs Tinner ist wieder auf freiem Fuss. Sein Bruder Marco bleibt in Haft, weil er laut Bundesanwaltschaft Pläne für eine Atombombe besitzen soll.
Gegen die Entlassung von Marco Tinner aus der Untersuchungshaft legte die Bundesanwaltschaft (BA) laut einem Bericht der NZZ am Sonntag eine Beschwerde ans Bundesstrafgericht in Bellinzona ein.
Die BA begründete diese mit "äusserst sensiblen Dokumenten (zum Beispiel Atombombendesign)", die sie im Haus der Ehegattin von Marco Tinner gefunden habe.
Die Gebrüder Urs und Marco Tinner und deren Vater Friedrich werden beschuldigt, zum Atomschmuggel-Netzwerk des "Vaters" der pakistanischen Atombombe, Abdul Qadeer Khan, gehört zu haben.
Die Strafverfolgungsbehörden des Bundes ermitteln seit Oktober 2004 gegen die Ingenieursfamilie aus dem St. Galler Rheintal.