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30 Jahre Frauenstimmrecht Appenzell AusserrhodenSchreiben Sie einen Kommentar
Schweizerinnen können seit 1971 auf nationaler Ebene wählen und abstimmen. Schon im internationalen Vergleich ist dies spät, jedoch dauerte es noch fast 20 Jahre bis im Kanton Appenzell Ausserrhoden das Frauenstimmrecht galt. Appenzell Innerrhoden rückte dann zwei Jahre später als letzter Kanton nach.
Nach dem zweiten Weltkrieg waren die Wehrfähigkeit der Männer und die Bürgerpflicht in den Köpfen der Leute eng miteinander verbunden, erklärt Historikerin Elisabeth Joris. 1971 war dies in der Schweiz nicht mehr so, jedoch im Appenzell sei dies weitergezogen worden, da die Traditionen einen sehr hohen Stellenwert hatte.
Warum die beiden Kantone Appenzell so lange hatten, bis sie das Frauenstimmrecht einführten, im Beitrag von RADIO TOP:
Zusätzlich hätten sich die Appenzeller Männer schlicht keine Frauen an der Landsgemeinde vorstellen können und Angst gehabt, dass der Platz in der Landsgemeinde nicht reicht, so der Direktor vom Schweizerischen Sozialarchiv Christian Koller. Hinzu käme, dass die politische Prägung in beiden Appenzell einen Einfluss gehabt hätte. «Es sind beides konservative Kantone, die sich nicht gerne etwas von aussen vorschreiben lassen.»
Trotzdem mussten am Ende beide Appenzell nachziehen. Beim Kanton Appenzell Innerrhoden musste das Bundesgericht ein Machtwort sprechen, welches 1990 das Frauenstimmrecht durchsetzte.
Aline Auer, welche an vorderster Front für das Frauenstimmrecht gekämpft hat, erzählt über die damalige Stimmung: