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<h2>SubmittedText<h2><p>Bei der Erneuerung der SBB-Juniorkarten meiner Kinder wurde ich am SBB-Schalter darauf hingewiesen, dass ab dem 1. April 2022 die Juniorkarten nicht mehr in physischer Form herausgegeben werden. Ab Anfang April werde ein digitaler Account für die Juniorkarte benötigt. Weiter wurde ausgeführt, dass die digitale Juniorkarte nur mit dem Account des Kindes abgerufen werden kann. Eine Verknüpfung mit dem Account der Eltern ist nicht möglich. Daraus ergaben sich für mich einige Unklarheiten. Der Bundesrat ist gebeten, die nachfolgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie soll eine Familie mit Kindern die neuen digitalen Junior-Karten ohne grosse Aufwände verwalten ohne für jedes der Kinder ein Mobiltelefon kaufen zu müssen?</p><p>2. Jedes Kind sollte neu für seinen Account ein eigenes Swisspass-Login benötigen. Es gibt Kinder, die verfügen über keine eigene Emailadresse. Wie soll dies gelöst werden?</p><p>3. Wie gedenkt die SBB die zeitliche Lücke zwischen der Sistierung der Herausgabe von physischen Juniorkarten ab dem 1. April 2022 und der Einführung digitalen, auf Sommer 2022 angekündigten Neuerung wie zum Beispiel das Swipen zwischen den verschiedenen Accounts zu überbrücken?</p><p>4. Wäre die Generierung eines QR-Codes ähnlich wie es beim Covidzertifikat der Fall war, keine schnelle und sichere Lösung und eine gute Übergangslösung?</p><p>5. Was spricht gegen eine Verschiebung der Sistierung der physischen Juniorkarten bis die versprochenen Neuerungen bestehen?</p><p>6. Wie stehen Elternvertretungen zu dieser Neuerung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Tarifgestaltung liegt in der operativen Verantwortung der Transportunternehmen. Die Branchenorganisation Alliance SwissPass legt fest, in welcher Form, Ausgestaltung und auf welchem Trägermedium Fahrausweise ausgegeben werden. Der Bundesrat ist nicht zuständig, die Zweckmässigkeit der technischen Umstellung der Junior Karte zu beurteilen.</p><p>Gestützt auf eine Rückfrage kann der Bundesrat die Fragen wie folgt beantworten:</p><p>1. Jedes Kind erhält neu einen physischen SwissPass anstelle eines Papiertickets. Die Kontrolle im Zug findet über den persönlichen SwissPass des Kindes statt. Die Junior-Karte soll sich einfach über den SwissPass-Account der Eltern verwalten lassen. Beide Elternteile können die Gültigkeit der Junior-Karte ihres Kindes auf swisspass.ch einsehen. Zudem kann der ersterfasste Elternteil direkt aus dem eigenen SwissPass-Account die Verlängerung der Junior-Karte auslösen. Es ist nicht notwendig, dass ein Kind über ein eigenes Mobiltelefon verfügt.</p><p>2. Das Kind benötigt kein persönliches Login. Es steht den Eltern frei, für das Kind ein eigenes Login auf swisspass.ch einzurichten. In diesem Fall wäre eine zusätzliche E-Mailadresse notwendig. Damit ist eine Kontrolle über SwissPass-Mobile auf dem Mobiltelefon möglich und das Kind muss den SwissPass nicht zwingend mitführen. Bis zur Einführung der Möglichkeit, die Junior-Karte auf dem SwissPass eines Elternteils anzuzeigen, muss man dazu allerdings im Account des Kindes eingeloggt sein.</p><p>3. Die Juniorkarte wird weiterhin physisch herausgegeben und zwar als Plastikkarte und nicht mehr auf Papier. Voraussichtlich im Herbst 2022 wird es möglich sein, die Junior-Karte auch auf dem SwissPass der Eltern anzuzeigen. Das Ein- und Ausloggen zwischen den Accounts wird nicht mehr nötig sein, um die verschiedenen Ausweise kontrollieren zu können.</p><p>4. Eine Lösung mittels QR-Code wurde von Alliance SwissPass geprüft. Sie wäre weder schneller eingeführt noch sicherer gewesen. Die Referenzierung der Junior-Karte auf den SwissPass der Eltern ist die technisch am einfachsten umsetzbare Lösung.</p><p>5. Alliance SwissPass erachtet den schrittweisen Übergang zur neuen technischen Lösung als zumutbar.</p><p>6. Elternorganisationen wurden zu dieser technischen Umstellung nicht befragt.</p>  Antwort des Bundesrates.