Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03303.jsonl.gz/2739

Tod von Urs Peter Haemmerli
Schlagzeilen machte Urs Peter Haemmerli Mitte der 1970er Jahre. In einem Interview sagte er, dass man an seiner Klinik im Triemlispital gelegentlich chronisch schwerkranke, bewusstlose Patienten und Patientinnen nicht mehr künstlich ernähre und ihnen nur noch Wasser gebe. Diese Äusserung löste im In - und im Ausland eine Debatte über passive Sterbehilfe aus.
Vorübergehende Suspendierung vom Amt
Das Interview hatte Konsequenzen. Die damalige FDP-Stadträtin Regula Pestalozzi reichte Strafanzeige gegen Urs Peter Haemmerli ein und suspendierte ihn vorübergehend vom Amt. Die Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelte wegen vorsätzlicher Tötung, stellte das Verfahren jedoch bald ein.
Gründung von Sterbehilfe-Organisation Exit
Die «Affäre Haemmerli» löste auf breiter Ebene langjährige Diskussionen aus über die Frage der passiven Sterbehilfe. Als Folge davon wurde 1982 die Sterbehilfe-Organisation Exit gegründet. Urs Peter Haemmerli selbst trat der Organisation nicht bei, für ihn war diese Art Sterbehilfe zu radikal. (meim/sda)