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Für zwei Drittel der Paare, die ein Kind adoptieren wollen, bleibt dies ein Traum. Der Grund: Herkunftsländer platzieren Kinder ohne Eltern vermehrt im eigenen Land.Dieser Inhalt wurde am 11. September 2008 - 16:17 publiziert
Hollywoodstars können Kinder aus aller Welt adoptieren. "Normale" Menschen können nur noch davon träumen. Dieser Eindruck könnte aufgrund der aktuellen Situation entstehen.
Es sei schwieriger geworden, Kinder aus dem Ausland zu adoptieren, lautete das Fazit an der Schweizerischen Tagung zur internationalen Adoption.
2004 wurden in der Schweiz noch 557 Kinder aus dem Ausland adoptiert. Letztes Jahr dagegen waren es nur noch 299 Kinder. Die Behörden verzeichneten dreimal mehr Gesuche für eine Adoption als Kinder adoptiert wurden.
Vielen Herkunftsstaaten gelinge es heute, die Kinder bei Familien im eigenen Land unterzubringen, so die Erklärung des Bundesamtes für Justiz (BJ).
Die Situation begünstigt die Gefahr von Missbräuchen zum Schaden der Kinder und der leiblichen Eltern. Mit dem Haager Adoptionsübereinkommen wollen die Mitgliedstaaten solchen Missbräuchen einen Riegel schieben. Das Abkommen ist in der Schweiz seit 2003 in Kraft.
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