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Am Vormittag ist in der Zeit von 10.00 – 11.30 Uhr in der Aula der DSG ein Diskussionsforum mit Herrn Shapira und den Schülern der Oberstufe geplant.
Informationen über Shahak Shapira – Künstler, Schriftsteller, Musiker, Comedian und Satiriker):
Er wurde am am 01. April 1988 in Petach Tikwa, Israel, geboren.
Shapira wuchs in der jüdischen Siedlung Oranit im Westjordanland auf. Der Vater leitete dort ein Familienfreizeitzentrum, seine Mutter war Choreographin. Shapiras Großvater mütterlicherseits war der einzige Holocaust-Überlebende seiner Familie. Sein Großvater väterlicherseits, Amitzur Schapira, war Trainer der israelischen Leichtathleten bei den Olympischen Spielen von 1972 und starb als Geisel palästinensischer Terroristen der Gruppe Schwarzer September auf dem Militärflughafen Fürstenfeldbruck.
2002 immigrierte Shahak Shapira im Alter von 14 Jahren gemeinsam mit seiner Mutter und seinem jüngerem Bruder nach Deutschland. Die Familie ließ sich in Laucha an der Unstrut im südlichen Sachsen-Anhalt nieder. Die kleine Stadt, in der die rechtsextreme NPD bei den Kommunalwahlen im Jahre 2009 mit 13,55 % das höchste Ergebnis in ganz Sachsen-Anhalt erreichte, beschreibt Shapira als eine „ostdeutsche NPD-Hochburg“.Im Jahr 2010 wurde Shapiras jüngerer Bruder von einem jungen Rechtsextremisten als „Judenschwein“ beschimpft und zusammengeschlagen. Das Amtsgericht Naumburg verurteilte den Schläger zu acht Monaten Haft auf Bewährung.
Shahak Shapira studierte nach seinem Abitur in Berlin. Shapira lebt in Berlin und arbeitet als Creative Director für verschiedene Auftraggeber. Unter dem Namen Shap tritt er als House–DJ in verschiedenen Clubs auf und produziert auch selbst elektronische Musik.
Am Silvesterabend 2014 wurde Shapira in Berlin von einer Gruppe antisemitischer Männer arabischer Herkunft angegriffen und in der Folge überregional bekannt. Aufgrund dieses Ereignisses schrieb er ein autobiografisches Buch namens „Das wird man ja wohl noch schreiben dürfen!“, das am 21. Mai 2016 im erschien und Anfang 2017 in den Bestsellerlisten des Spiegels Rang 18 erreichte. In seinem Buch schrieb Shapira u. a. über seine Kindheit in Israel und Sachsen-Anhalt, die Überlebensgeschichte seines Großvaters mütterlicherseits im Holocaust und die Geiselnahme seines Großvaters väterlicherseits bei den Olympischen Spielen in München.