Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03222.jsonl.gz/217

Schlimme Wörter lauern überall. Man will oft gar nicht und hört doch, vielleicht auf der Straße, oder in einem Cafe, im Bus, in der u-Bahn, im Zug, im Büro, auf der Arbeit, in der Schule, in einer Bank in der Warteschlange, beim Einkaufen oder sonstwo ein schlimmes Wort. Da man das gar nicht hören wollte und es doch gehört wurde, bleibt es auch im Ohr und will nicht vergessen werden. Manche Menschen werden durch solche Worte, die unerhört von anderen Menschen ausgesprochen wurden und nicht gehört werden wollten, dann doch im Gedächtnis bleiben, krank. Es gibt aber Hilfe. In den USA, wo solche Krankheiten sehr häufig auftraten, weil es dort sehr viele schlimme Wörter gibt, die im Katalog für political corectnes aufgelistet sind, werden landesweite Desensibilisierungsprogramme angeboten. Nicht von Ärzten oder Psychiatern, sondern von den Medien. Das Wort “fu…” gilt in den USA zum Beispiel als ein schlimmes Wort. Weil die Gefahr bestand, dass viele Menschen an diesem Wort erkranken können, wurde die landesweite Desensibilisierung durch Filme beschlossen. Amerikanische Filme der letzten Jahre sollen möglichst in jedem Satz, mindestens aber in jedem zweiten Satz einmal das “f…” Wort enthalten. Sollten mehrere Sätze von Frauen oder Kindern gesprochen worden sein und in diesen Sätzen das “f…” Wort nur wenig verwendet, dann kann eine männliche Stimme danach das Wort gleich 4 bis 7 Mal hintereinander sagen, oder besser raus schreien.
Archiv der Kategorie: Reframing
Jammern ist ein Zeichen von Schwäche
sagt Frank Baumann:
Heute hätte ich so schön Zeit. Alles Wichtige ist erledigt, gekocht wird erst in einer Stunde und die Wohnung ist sauber. Ja, ich hätte endlich einmal Zeit, um entspannt zu bloggen. Doch es will mir einfach nichts Gescheites in den Sinn kommen. Wenn bloggen, dann bitte intelligent. Soviel Anstand muss sein. Pointiert. Überlegt. Überraschend. Aufwühlend. Klärend. Unterhaltend. Intellektuell zenitär, wie die Beiträge meines Freundes Franz Stowasser aus Gresgen, welcher zur Zeit auf den Kanaren nach- und vordenkt.
Ich suche Hilfe im Web und finde folgendes:
Was ist ein guter Inhalt?
Die Definition, was einen guten Inhalt ausmacht, ist eigentlich eher eine subjektive Frage. (…) Doch nicht nur Leser haben über einen Blog unterschiedliche Meinungen, auch die Blogger selbst.
Ok, diese „Definition“ hilft mir definitiv nicht weiter. Die Definition, was einen guten Inhalt ausmacht, ist eigentlich eher eine subjektive Frage. So ein Schwachsinn. Eigentlich eher subjektiv… öhm, was jetzt? Fast schon rekordverdächtig, dass dieser Satz direkt unter dem Titel: Was ist ein guter Inhalt? steht.
Vielleicht hilft der zweite Abschnitt:
Nützlichkeit und Einzigartigkeit
Finde heraus, was die Leser wollen und gib es ihnen. Nutze deine eigene Leidenschaften, Erfahrungen und Kenntnisse, dass du das Wissen und die Lebenserfahrung deiner Leser erweitern kannst.
Wie bitte findet man heraus, was die Leser wollen? Wer sind die Leser? Eine homogene Gruppe mit synchronisierten Bedürfnissen? Egal – gib es ihnen. Und dann können sie mit deinen Erfahrungen ihre Lebeserfahrung erweitern. Easy. Just do it, Guru.
Ich lasse es für heute bleiben. Es kommt mir nichts in den Sinn und das könnte mich aggressiv machen. Hätte ich jetzt nicht doch etwas geschrieben, wäre ich eigentlich eher der subjektiven Überzeugung geblieben, dass heute überhaupt kein Tag zum Schreiben ist und mir Nichts und Niemand zu einer leidenschaftlichen Idee verhelfen würde.
Manchmal merkt man gar nicht, wie um einen geschieht. So ein Jammer.
Kunst statt Strom
Jetzt Kunst statt Strom
Diese Werbung sendet ihre Aussage seit Jahren von der Fassade eines stillgelegten Elektrizitätswerks in Zürich. Seit den jüngsten Ereignissen in Japan erweckt sie bei mir besondere Aufmerksamkeit. Als Empfänger habe ich verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen. Einfach vorbei gehen und nichts sehen. Oder mich über eine gewisse Unsensibilität aufregen. Oder vielleicht ein zynisches Witzchen reissen.
Um was es geht
Alles, was wir wahrnehmen, nehmen wir in einem Rahmen (Bezugsrahmen, Wahrnehmungsrahmen) wahr. Dieser Rahmen ist subjektiv und kann geändert werden. Dieses Umrahmen oder Neurahmen ist eine NLP-Technik und wird reframing genannt: Es wird einem Verhalten oder einem Sachverhalt eine andere Bedeutung gegeben.
Ein konkretes Beispiel
Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie. Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn: “Wie war dieser Ausflug?” “Sehr interessant!” antwortete der Sohn. “Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?” “Oh ja, Vater, das habe ich gesehen.” “Was hast du also gelernt?” fragte der Vater. Und der Sohn antwortete: “Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont.” Der Vater war sprachlos. Und der Sohn fügte noch hinzu: “Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind.“
Anders reden, andes sehen, anders denken
Ich kann denken was ich will, ich kann reden wie ich will. Ich kann die Perspektive wechseln, den Bezugsrahmen verschieben, den Fokus verändern und alles in neuen Zuständen betrachten. Und plötzlich ändern sich meine Meinung oder zumindest kann ich unter verschiedenen Meinungen aussuchen. Ich bin frei.