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Im Sommer wird der Geospeicher mit Abwärme der Energiezentrale Forsthaus geladen (Ladezyklus). In einem geschlossenen Kreislauf wird dabei heisses Wasser über die zentral angelegte Hauptbohrung
in durchlässige Sandsteine der Unteren Süsswassermolasse injiziert (die sogenannten Rinnengürtel-Sandsteine) und über die Nebenbohrungen abgekühlt zurückgefördert. Die Wärmeausbreitung erfolgt
relativ schnell entlang der durchlässigen Sandsteine; in den gering-durchlässigen Mergel- und Tongesteinen erfolgt die Wärmeausbreitung hingegen relativ langsam.
Im Winter wird der Geospeicher entladen (Entladezyklus). Dafür wird die Wasserfliessrichtung gedreht. Aus der Hauptbohrung wird die zuvor eingelagerte Wärme in Form von heissem Wasser an die
Oberfläche gepumpt. In der Energiezentrale wird die Wärme an einen Wärmetauscher abgegeben und so zurückgewonnen. Das abgekühlte Wasser wird anschliessend über die Nebenbohrung(en) wieder in den
Untergrund zurückgegeben.
Die Beobachtungsbohrung dient der Überwachung der Temperatur und des Wasserchemismus. Dafür wird sie mit Temperatursensoren ausgestattet und mit einem Multi-Packer-System ausgerüstet, welches
eine Entnahme von Wasserproben aus spezifischen Sandsteinlagen der Unteren Süsswassermolasse erlaubt.