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Physik – Hochfrequenzstrahlung
Hochfrequenzstrahlung ist eine sich frei im Raum ausbreitende elektromagnetische Welle. Sie wird wie jedes Hochfrequenzfeld entweder über eine Feldkomponente, die elektrische oder die magnetische Feldstärke, oder über die Leistung gemessen. Die jeweils nicht gemessenen Komponenten können (im Fernfeld der Antenne) rechnerisch ermittelt werden. Messgeräte müssen auf die zu messende Frequenz geeicht sein.
Hochfrequenzmessungen sind anspruchsvoll. In vielen Fällen sind die Resultate unsicher. Dafür gibt es zwei wichtige Gründe. Einerseits ist die Wellenausbreitung im Raum eine sehr komplexe Angelegenheit. Wellen können durch Reflexion, Beugung und Dämpfung verändert, verstärkt oder abgeschwächt werden. Je nach Standort und Messzeitpunkt kann die Feldstärke – bei konstanter Sendeleistung und gleichem Abstand von der Sendeanlage – variieren. Sodann können die Messgeräte (insbesondere die Messantennen und die Person, welche die Messantenne bedient) das zu messende Feld beeinflussen. Für zuverlässige Messungen sind beträchtliche Erfahrungen nötig. Letztlich muss auch erwähnt werden, dass im sogenannten "Nahfeld" einer Sendeanlage keine leicht interpretierbaren Messungen gemacht werden können. Bei Mittelwelle beträgt das Nahfeld um 1 km, bei Kurzwelle um 100 m, bei TV (VHF) um 10 m, bei TV (UHF) und beim Mobilfunk um 1 m.