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Der japanische Unternehmenssektor hat vor kurzem zwei wichtige Meilensteine erreicht: Er hat einen Rekordgewinn erzielt, der den bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2007 übersteigt und die USA als beste "Ergebnislieferantin" des vergangenen Jahrzehnts überholt.
Dies erinnert daran, dass die Fundamentaldaten von Wirtschaft und Unternehmen zwei sehr unterschiedliche Dimensionen aufweisen, die von Investoren berücksichtigt werden müssen – insbesondere in Japan. Archibald Ciganer von T. Rowe Price erklärt: "Der Anstieg der japanischen Unternehmensgewinne bestätigt unsere Überzeugung, dass Japan ungeachtet seines Wirtschaftswachstums und seines Inflationsprofils nach wie vor eine überzeugende Geschichte ist."
Im Zentrum steht dabei der Wandel innerhalb des japanischen Unternehmenssektors. In den letzten Jahren hat die Regierung Abe die Unternehmensreform zu einem ihrer Hauptziele erklärt. Die Reformbemühungen beginnen allmählich, Früchte zu tragen, und die Auswirkungen auf die Rentabilitäts- und Kapitalallokationspolitik der Unternehmen waren beträchtlich.
Die soliden Fundamentaldaten zeigen weiterhin, dass die Chancen in japanischen Aktien nicht von der japanischen Wirtschaft bestimmt werden sollten. Investoren, die auf ein stärkeres Wachstum im Inland und die Rückkehr der Inflation in Japan warten, verpassen das Wichtigste – nämlich die Beschleunigung der Unternehmensgewinne, die durch eine Coporate-Governance-Revolution und einen optimalen Punkt in der globalen Wirtschaft gestützt wird.