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«Ich denke, dass der Brexit der grösste aussenpolitische Fehler in der Nachkriegszeit ist, und das ist meine ehrliche Meinung», sagte Bercow bei einem Treffen mit Auslandskorrespondenten in London. Der Brexit werde sich nicht positiv auf das internationale Ansehen Grossbritanniens auswirken und dem Königreich nicht helfen.
«Ich bin nicht mehr Speaker»
Bercow weiter: «Ich bin nicht mehr Speaker, ich muss nicht mehr unabhängig sein». Er betonte, dass er sich während seiner Amtszeit stets neutral verhalten und auch die Brexit-Befürworter fair behandelt habe. Er respektiere, dass Boris Johnson versucht habe, eine Mehrheit für seinen Brexit-Deal zu bekommen.
Brexit-Hardliner hatten dem 56-Jährigen vorgeworfen, sich parteiisch zu verhalten. Mehrmals setzte er sich über Konventionen hinweg, damit die Abgeordneten im Streit die Oberhand behalten konnten.
Bercow war zehn Jahre «Speaker of the House of Commons», zum Nachfolger wurde der Labour-Politiker Lindsay Hoyle bestimmt.