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Das [[Konsensprinzip]] beschreibt eine Form der Entscheidungsfindung innerhalb einer Gruppe. Zentral dafür ist, dass alle Mitglieder der Gruppe ihre Bedürfnisse und Standpunkte klar zum Ausdruck bringen, Gemeinsamkeiten erkennen und Lösungen für alle Bereiche erarbeiten, in denen Meinungsverschiedenheiten bestehen. So werden alle Meinungen der Gruppe integriert und Minderheiten nicht einfach ignoriert.
Im Gegensatz dazu steht das Mehrheitsprinzip, bei dem eine Gruppe versucht, sich mit ihrer Argumentation durchzusetzen und damit mindestens die Hälfte der Gruppe zu überzeugen. Demgegenüber muss im Konsensprinzip die gesamte Gruppe alle verschiedenen Vorschläge wahrnehmen und eine sachliche Diskussion über Vor- und Nachteile der einzelnen Vorschläge führen. So kann die Gruppe schlussendlich einen Vorschlag erarbeiten, welche alle Meinungen integriert. Dabei kann es vorkommen, dass einzelne Individuen diesen Vorschlag nicht als die beste aller Lösungen erachten, aber (unter Berücksichtigung des Prozesses) zur Einsicht gelangt, dass dies der bestmögliche Vorschlag ist und sich deshalb nicht aktiv gegen diesen Vorschlag stellt. Ein Konsens wird dann erreicht, wenn keine schwerwiegende Einwände gegen den Vorschlag vorliegen. Jedes Gruppenmitglied entscheidet selber, wann ein schwerwiegender Einwand vorliegt. Grundsätzlich ist ein Einwand dann schwerwiegend, wenn ein Gruppenmitglied denkt, dass durch das Annehmen des Lösungsvorschlages das Gruppenziel oder das übergeordnete Ziel gefährdet ist, respektive ganz wesentliche Chancen zur Zielerreichung nicht genützt werden.