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Ungesichert auf einem Seil über den Grand Canyon
- Montag, 24. Juni 2013, 11:28 Uhr, aktualisiert um 15:36 Uhr
425 Meter in 23 Minuten klingt nicht schnell. Wenn man dabei aber ungesichert auf einem Seil bei Wind über den Grand Canyon balanciert, ändert sich die Prioritätensetzung.
Nik Wallenda ist als erster Mensch über eine Schlucht am Grand Canyon balanciert. Der Hochseilartist stellte einen neuen Rekord auf. Er legte die 425 Meter lange Strecke in 23 Minuten zurück. Der 34jährige war nicht gesichert.
Bei einem Sturz von dem fünf Zentimeter dicken Drahtseil hätte er Hunderte Meter tief in die Schlucht fallen können. Starke Winde hätten ihm zu schaffen gemacht, sagte der Akrobat nach dem Lauf.
Der Familienvater sprach bei der Überquerung Gebete. Am Körper trug er Kameras. Der erste Blick in den Abgrund war «atemberaubend», sagte er später. Zweimal hielt Wallenda auf dem Seil an und kniete nieder, um Schwankungen des Seils zu bremsen.
Der Akrobat, der zur 7. Generation der Artistenfamilie «Flying Wallendas» gehört, wollte mit dem Lauf seinen Urgrossvater ehren. Dieser war im Alter von 73 Jahren von einem Hochseil zu Tode gestürzt. Wallenda Jr. hatte vor dem Grand-Canyon-Stunt bereits sieben Weltrekorde aufgestellt.
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