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Arteriosklerose
Der Mensch verändert sich während seines Lebens ständig. Während geistige Veränderungen wie psychische Reifung oder wachsendes Wissen erwünscht sind, erscheint der körperliche Alterungsprozess in einer Welt, die vom Ideal einer ewigend Jugend geprägt ist, eher als notwendiges Übel. Der Alterungsvorgang ist individuell verschiden und hängt einerseits von der genetischen Veranlagerung, anderseits aber auch von der eigenen Lebensweise ab. Schädliche Gewohnheiten - wie zum Beispiel Rauchen - können den Alterungsprozess beschleunigen.
Besonders die Blutgefässe schätzen eine gesunde Lebensweise. Sie funktionieren am besten, wenn sie ihre "Form" behalten können, elastisch und frei von Arteriosklerose bleiben. Jung gebliebene Gefässe garantieren eine gute Blutversorgung des Körpers und halten den Organismus fit. Der Mensch ist so alt wie seine Gefässe - und und elastisch oder eben alt und verkalkt.
Wichtig ist der Zustand der Herkrankgefässe (Koronararterien), die den Herzmuskel mit Blut und dadurch mit dem nötigen Bedarf an Sauerstoff und Energie versorgen. Nur wenn die Koronararterien gut durchgängig sind, ist eine ausreichende Durchblutung des Herzens - auch bei einer gesteigerten körperlichen Leistung - gewährleistet.
Besteht hingegen eine ausgeprägte Arteriosklerose, so wird der innere Durchmesser der Arterien wegen Ablagerungen in der Gefässwand kleiner. Durch die verengten Blutgefässe gelangt weniger Blut in den Herzmuskel. Diese Minderdurchblutung (Ischämie) mit ungenügender Sauerstoffversorgung macht sich besonders bei körperlicher Belastung als Angina Pectoris (Brustenge) bemerkbar.
Wie kommt es zur Arteriosklerose?
Die Innenschicht der Arterien besteht aus dem so genannten Endothel, einer einschichtigen Auskleidung der Gefässwand. Faktoren wie Rauchen, hoher Blutdruck, erhöhte Blutfettwerte, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder Bewegungsmangel schädigen daas Endothel und fördern die Ablagerung von Fettstoffen in die Gefässwand. Die Ablagerung werden duch einwachsende Blut-, Bindegewebs- und Muskelzellen zu so genannten Plaques umgewandelt, die sich ungünstig auswirken: Einerseits verengen die Plaques die Gefässe und schränken den Blutfluss ein. Andererseits können die Ablagerungen aufreissen und die Bildung eines Blutgerinnsels begünstigen.
Die Arteriosklerose kann alle Arterien des Körpers befallen. Besonders gefährdet sind jedoch die Herzkrankgefässe sowie die Hals- und Hirnarterien, da dadurch unmittelbar lebenswichtige Organe (Herz und Hirn) betroffen sind.
Auswirkungen der Arteriosklerose
Die Arteriosklerose des Herzens, auch Koronarsklerose gennat, beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit des Herzens, es kommt zu koronaren Herzkrankheit. Diese macht sich durch eine Angina Pectoris, einen Herzinfarkt oder ine Herzschwäche bemerkbar. Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht ist die koronare Herzkrankheit nur in jüngeren Jahren vor allem Männersache. Mit zunehmendem Alter sind auch viele Frauen betroffen.
Ein möglicher Vorbote eines Herzinfarkts ist ein Angina-Pectoris-Anfall: ein beklemmendes Druckgefühl auf der Brust, oft mit Schmerzen, die in den linken Arm oder in den Hals ausstrahlen. Angina pectoris tritt bevorzugt bei körperlicher Anstregung, Aufregung, Kälte oder nach dem Essen auf und ist ein Zeichen für eine ungenügende Blutversorgung des Herzmuskels. Die Symptonme klingen nach einigen Minuten Ruhe oder nach Einnahme eines gefässwerweiternden Medikaments (z.B. Nitroglyzerin) wieder ab.
Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Blutgerinnsel eine Koronararterie verschliesst. Dadurch wird der von der verschlossenen Arterie versorgte Bereich des Herzmuskels nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das betroffene Gewebe stirbt nach wenigen Stunden ab, wenn nicht notfallmässig eine Therapie durchgeführt wird. Symptone eines Herzinfarkts sind heftige, lang anhaltende Schmerzen in der Herzgegend, die häufig in den linken Arm oder den Hals ausstrahlen. Oft kommt es zu Angstzuständen, begleitet von Schwindel, kaltem Schweiss und Übelkeit. Ein Herzinfarkt kann Herzrhythmusstörung verursachen, die zu einem Herzstillstand und zum Tod führen.
Die Arteriosklerose der Halsarterien und Hirngefässe beeinträchtigt auch die Durchblutung des Gehirns. Ernst zu nehmende Warnsignale für eine kurzzeitige Minderdurchblutung des Gehirns sind vorübergehende Lähmungen, Sprachstörungen oder ein plötzlich auftretende, kurz dauernde Erblindung. Schwerwiegender wirkt sich ein Hirschlag aus. Er entsteht durch einen Verschluss oder einen Riss in einer Arterie, die das Gehirn mit Blut versorgt. Ein Hirnschlag kann unter anderem zu dauernden Lähmungen und Sprachstörungen führen.
Die periphere arterielle Verschlusskrankheit ist bedingt durch eine ausgeprägte Arteriosklerose der Beck- oder Beinarterien. Die betroffenen Personen haben beim Gehen wegen des Sauerstoffmangels der Beinmuskeln heftige Schmerzen in Wade oder Oberschenkel. Bleiben Sie stehen, so sinkt der Blutbedarf in dern Beinmuskulatur und der Schmerz lässt nach. Wenn eine solche Durchblutungsstörung weiter fortschreitet, kann es zu Schädigungen von Haut und Muskeln an den Beinen kommen. Ohne Operation der arteriosklerotischen Gefässe stirbt das Gewebe mit der Zeit ab (Raucherbein).