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Das vorliegende Buch ist bewusst kompakt gehalten und verzichtet weitgehend auf Doppelspurigkeiten und Redundanz. Die Gliederung ist übersichtlich und der Inhalt auf Anwendbarkeit angelegt, wobei Tabellen und ausgearbeitete Beispiele nützlich sind und der Kontrolle des Verständnisses des Lesers dienen sollen. Bodenmechanik wird als die Wissenschaft vom (mechanischen) Verhalten der Lockergsteine verstanden, während Grundbau die darauf beruhenden baulichen Schlussfolgerungen des Ingenieurs - und natürlich auch der Ingenieurin - subsummiert, die dem Problem angemessen erscheinen. Die Autoren vermeiden ganz bewusst jede weitere Trennung des Inhaltes in Bodenmechanik (schon gar ‘theoretische Bodenmechanik’ !) und Grundbau , weil eine solche Trennung weder sinnvoll noch zielführend ist, wenn es - wie in diesem Buch - um Praxis- und Anwendungs-orientierten Ausbildungskonzepte geht, die nicht nur für Studierende des Bauingenieurwesens angelegt , sondern auch in der Praxis des Tiefbaues gefragt sind. Die Autoren betrachten den Inhalt des Buches nach wie vor (und vor allem auch unabhängig von allen Veränderungen und Bezeichnungen der Studiengänge und -Abschlüsse) als die Basis, die jeder universitär gebildete Bauingenieur auf dem Gebiet Bodenmechanik/Grundbau beherrschen sollte und auf welche sich weiterführende Lehrveranstaltungen abstützen können. Da Normen wenig zum Vertändnis des Sachgebietes beitragen können, ist das Buch weitgehend ‘normenfrei’. Deshalb kann das Buch in allen Ländern gebraucht werden.
Portrait
Hans-Jürgen Lang, geboren am 30.5.1929, begann im Jahre 1949 sein Studium an der Abteilung für Bauingenieurwesen der ETH Zürich und schloss es 1954 mit dem Diplom als Dipl. Bauing. ETH ab. Von Mitte 1954 bis Ende 1956 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Erdbauabteilung der Versuchsanstalt für Wasser- und Erdbau der ETH Zürich (VAWE) tätig. Von 1957 bis 1968 arbeitete H.J.Lang in der Bauunternehmung Schafir & Mugglin AG. in Liestal und Zürich, zuletzt als Vizedirektor. Seine Arbeitsbereiche waren vor allem der Spezialtiefbau (insbesondere Tiefenverdichtung und Schlitzwände), aber auch Staudämme , so z.B. Mattmark (Schweiz) oder Tinajones (Peru). Am 1. 10. 1968 wurde H.J.Lang zum ordentlichen Professor für Grundbau und Bodenmechanik an der ETH Zürich und zum Direktor der VAWE gewählt. Nach 1970 war er Vorsteher des Institutes für Grundbau und Bodenmechanik, das nach der Trennung der VAWE aus der Erdbauabteilung der VAWE entstand. Er stand dem Institut bis 1989 vor, das im 1990 in Institut für Geotechnik der ETH umbenannt wurde. H.J.Lang war von 1978 bis 1980 Vorsteher (Dekan) der Abteilung für Bauingenieurwesen. Im Jahre 1996 wurde er als Professor emeritiert. Jachen Huder wurde am 16.8.1922 geboren. Sein Studium an der Abteilung für Bauingenieurwesen an der ETH Zürich schloss er im Jahre 1949 als Dipl. Bauing. ETH ab. Von 1950 bis 1952 war J.Huder als Privat-Assistent von Prof. E. Meyer-Peter, dem damaligen Direktor der Versuchsanstalt für Wasser- und Erdbau an der ETH (VAWE), tätig. Seine Arbeit bestand dabei vor allem in der Berechnung von Staumauern. Von 1952 arbeitete J.Huder an der Erdbauabteilung der VAWE, zuletzt als wiss. Adjunkt, unterbrochen durch einen Aufenthalt am Norwegian Geotechnical Institute (NGI) in Oslo in den Jahren 1954 bis 1956. Im Jahre 1963 promovierte er an der ETH Zürich zum Dr. sc. Techn. mit einer Arbeit über die Scherfestigkeit strukturempfindlicher Böden (wie insbesondere Seekreide). 1971 wurde Jachen Huder zum a.o. Professor für Grundbau und Bodenmechanik an der ETH Zürich gewählt und 1977 zum o. Professor für das selbe Lehrgebiet. Er gehörte bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1989 dem Institut für Grundbau und Bodenmechanik der ETH an. Jachen Huder war in der Baupraxis als Berater hoch geschätzt. Von 1978 bis 1984 war er Präsident der schweizerischen Gesellschaft für Boden- und Felsmechanik. Jachen Huder ist am 19.12.2008 verstorben. Peter Amann wurde zum 1. April 1990 an die ETH Zürich als ordentlicher Professor für Grundbau und Bodenmechanik, Nachfolge Professor Jachen Huder, im gleichlautenden und anschliessend umbenannten Institut für Geotechnik , berufen. Er emeritierte am 30. Juni 2003. Geboren 1941 in München studierte er Bauingenieurwesen an der TU Darmstadt, wo er, nach Tätigkeit in der Bauindustrie, 1975 im Fachbereich konstruktiver Ingenieurbau bei Prof. Herbert Breth promovierte. Nach mehrjähriger Tätigkeit in dessen Ingenieurbüro setzte Peter Amann diese als Berater und Gutachter im eigenen Unternehmen im In- und Ausland fort. Beispielhaft für die von ihm geotechnisch betreuten Gross-Projekte seien Gründungen schwerster Bauwerke in tiefen Baugruben, unterirdische Verkehrswege, Talsperren und Deponien genannt. Peter Amann hat seine praktischen Erfahrungen an der ETH in Lehre und Wissenschaft weiter aufbereitet und mit seinen Doktoranden in zahlreichen Dissertation und Veröffentlichungen wiedergegeben. Er war aktives Mitglied der Forschungskommisionen der ETH, des ASTRA und des STK sowie in Kommissionen des SIA, der SGBF und DGGT, des DIN und der European Co-Operation in Science and Technology (COST). Alexander M. Puzrin ist seit dem 1. August 2004 ordentlicher Professor für Geotechnik am Institut für Geotechnik der ETH Zürich. Geboren im Jahr 1965 in Moskau (UdSSR) studierte er konstruktiven Ingenieurbau am Moskauer Institut für Bauingenieure (1982 bis 1987) und Angewandte Mathematik an der staatlichen Universität von Moskau (1990). Im Jahre 1997 erfolgte seine Promotion in der Geotechnik am Technion - der Israelischen Technischen Hochschule. Nach Forschungsaufenthalten als Post-Doktorand am Imperial College London, der Universität Oxford und der Universität Tokyo, trat er eine Anstellung als Dozent am Technion an, wo er 2001 zum a.o. Professor ernannt wurde. Im Jahre 2002 begann er seine Tätigkeit als a.o. Professor für Geotechnik am Georgia Institut für Technologie (USA). Er ist als Berater und Gutachter in zahlreichen geotechnischen Projekten in der Schweiz, USA, Russland und Israel beteiligt. In 2001 gewann Alexander Puzrin die Auszeichnung für hervorragende Lehre von Technion Studenten, in 2003 die Auszeichnung "Outstanding Faculty Support Award" von GeorgiaTech Studenten und in 2009 - die "Goldene Eule" - die Auszeichnung von den ETH Studenten für hervorragende Lehre.