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access_time veröffentlicht 20.10.2020
Hemmung von B-Lymphozyten: Fortschritte in der Behandlung der Lupus-Nephritis
Prof. Dr. med. Reto Krapf
Kurz und bündig
Hemmung von B-Lymphozyten: Fortschritte in der Behandlung der Lupus-Nephritis
20.10.2020
Eine (Glomerulo-)Nephritis ist in etwa 50% der Fälle Bestandteil eines Lupus-Schubes. Die Applikation einer Hemmsubstanz gegen B-Lymphozyten, Belimumab (gerichtet gegen den B-Zell-Aktiverungsfaktor), zusätzlich zur klassischen Lupus-Therapie mit Immunsuppressiva (Mycophenolat/Cyclophosphamid/Azathioprin meist mit Glukortikoiden) verbesserte Mortalität und Erholung der Nierenfunktion hochsignifikant. Im experimentellen und im Plazebo-Arm wurden je mehr als 200 Patient(inn)en zwei Jahre lang nachverfolgt.
Die Änderung der Endpunkte während der Studie ergibt einen schalen Nachgeschmack (Schönigung der Resultate?). Ebenso ist der exklusive Verlass auf die eGFR bei einer Krankheit, die mehr als alle anderen die tubuläre Kreatininsekretion und damit die renale Kreatininausscheidung beeinflusst, keine gute Idee. Wie würde Belimumab als Einzeltherapie mit Reduktion oder gar Elimination nebenwirkungsreicher Immunsuppressiva wirken?