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"Spielen Sie nur einen Ball", mag sich auf den ersten Blick nach einer leeren Plattitüde anhören. Mit diesem einfachen Trick können Sie sich allerdings einige Schläge pro Runde sparen.
Quelle: www.golf.de
Autor: Adrian Kramer
Der Golfball ist der einzige Gegenstand in Ihrem Bag, mit dem Sie garantiert jeden Schlag ausführen. Sei es nun am Abschlag, beim Anspiel des Grüns, aus dem Bunker oder mit dem Putter. Umso wichtiger wäre es, sich auf eine gleichbleibende Performance bei jedem einzelnen Schlag verlassen zu können. Aber wie soll das funktionieren, wenn Sie unterschiedliche Bälle und Ballmodelle auf der Runde verwenden?
Wie viele Bälle sind in Ihrem Bag?
Werfen Sie doch einmal einen Blick in Ihr Ballfach. Finden sich dort auch mehr als drei unterschiedliche Modelle? Dann gehören Sie damit zu der deutlichen Mehrheit. Warum so viele Amateure mit unterschiedlichen Bällen spielen? Zum Beispiel weil ein frontales Wasserhindernis auf dem Par 3 droht und man die neue Fünf-Euro-Kugel nicht verlieren möchte. Oder weil man die Bälle bei einem Turnier geschenkt bekommen oder gewonnen hat. Der häufigste Grund ist allerdings, weil sie im Rough gefunden wurden.
Fakt ist allerdings, dass jeder Ball anders reagiert. Unabhängig von Handicap, Geschlecht und Schlägerkopfgeschwindigkeit. Der eine Ball nimmt mehr Spin an, der nächste erzeugt eine flachere Flugkurve oder hat einen Kern, der mehr Energie in Länge umwandelt. Weshalb glauben Sie, dass Tour-Pros stets ein und dasselbe Modell spielen? Oder weshalb beim Ryder Cup und Presidents Cup unzählige Proberunden gespielt werden? Weil sich jeder Ball anders verhält. Für die klassischen Vierer wird in den ersten Tagen herausgefunden, für welches Modell sich die jeweiligen Paarungen entscheiden.
Gleiches Modell, gleiches Jahr
Dabei unterscheiden sich die Bälle nicht nur zwischen den einzelnen Herstellern. Auch innerhalb der Produktpalette eines Herstellers unterscheiden sich die einzelnen Modelle so erheblich, dass es nicht reicht zu sagen: "Ich spiele einen Titleist." Es würde noch nicht einmal reichen zu sagen: "Ich spiele einen Titleist Pro V1." Selbst das Vorjahresmodell unterscheidet sich meist erheblich von der neusten Version.
"Amateure würden sich selbst einen Gefallen tun und besser spielen, wenn sie mit ein und demselben Modell spielen würden", sagt die verantwortliche Entwicklerin eines führenden Ballherstellers.
Sie könnten sich pro Runde einige Schläge sparen, wenn Sie immer den gleichen Ball spielen würden. Das gilt nicht nur für niedrige Handicaps, die ohnehin einen geringeren Ballverschleiß und meist ihren persönlichen Favoriten gefunden haben. Gerade Einsteiger und mittlere Handicap-Klassen können enorm profitieren, spielen sie doch meist nach der Methode "Gefunden und ins Spiel gebracht".
Es muss nicht der Pro V1 sein
Dabei müssen Sie sich nicht zwangsweise auf das Premium-Modell festlegen. Auch die Performance- oder Einsteiger-Bälle erfüllen ihren Zweck, solange Sie sich mit ihnen wohl fühlen und einen Ball gefunden haben, der zu Ihrem Spiel passt. Für die Ergebnisverbesserung zählt nur, dass Sie immer das gleiche Modell aus dem gleichen Jahr spielen.