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«Wir werden hier weggehen, und wir werden einen neuen Garten pflanzen, einen noch schöneren, und wenn du ihn dann siehst, wirst du alles verstehen.»
Mit ihrer dritten Inszenierung am Luzerner Theater eröffnen die Regisseure Angeliki Papoulia und Christos Passalis die Spielzeit im Schauspiel. Wie Tschechows Werk sind ihre Inszenierungen von Melancholie und Komik geprägt; ihr Interesse gilt der Untersuchung von Dynamiken in Gemeinschaften. In ihrer Lesart wird Tschechows tragische Komödie über den Verkauf des Kirschgartens, eines überschuldeten Familienguts, zum einfühlsamen Abgesang auf eine glorreiche Zeit. Nichts ist mehr, wie es war. Letzter Zeuge des einst blühenden Gartens ist ein verlassener Pavillon, den Bühnenbildner Márton Ágh mitten in die «Box» baut. Wie ein Museum präsentiert er die Geschichten und Gefühle einer Zeit, in der der Wert der Dinge nicht ausschliesslich an ihrem Profit gemessen wurde.