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Fritz Schwarz war das 15. Kind einer Emmentaler Bauernfamilie.
Als Jüngster sollte er den Hof übernehmen, zog es aber vor, das Seminar
Hofwil zu besuchen und Sekundarlehrer zu werden. Diesen sicheren Beruf
hängte er, obwohl inzwischen verheiratet und Vater von 2 Töchtern, 1918
an den Nagel und wurde Sekretär der Schweizerischen Pädagogischen
Gesellschaft und des Schweizer Freiwirtschaftsbundes, dessen Ziele auf den
Thesen von Silvio Gesell beruhten.
Seit 1917 war er
Redaktor der "Freistatt", Zeitschrift für Kultur- und
Schulpolitik, später Chefredaktor der "Schulreform" und der
Wochenzeitung "Freies Volk".
Er schrieb Bücher (Hauptwerk: "Segen und Fluch des Geldes in der
Geschichte der Völker", 1925) und politische Schriften, die in
seinem eigenen Verlag "Pestalozzi-Fellenberg-Haus" erschienen,
dem eine kleine Buchhandlung angegliedert war.
Daneben publizierte er unter grossen persönlichen Opfern die Werke von
Carl Albrecht Loosli.
1929 heiratete Fritz Schwarz in zweiter Ehe die
Sekundarlehrerin Elly Glaser, deren Vater ursprünglich aus Böhmen und
deren Mutter aus Hamburg stammte.
1932 wurde die Tochter Ruth geboren und 1934 ihr Bruder Hans.
Die Familie lebte an der Schwarztorstrasse 76 in Bern, wo sich auch der
Verlag und die Buchhandlung befanden.
1934 wurde er in den Grossen Rat des Kantons Bern gewählt, und 2
Jahre später erfolgte seine Wahl ins Parlament der Stadt Bern, als
Vertreter der Freiwirtschaftlichen Partei.
Er zeigte sich dort als Vorkämpfer für das Frauenstimmrecht und für
ein modernes Bodenrecht.
Fritz Schwarz starb 1958,
hochgeachtet und auch von seinen politischen
Gegnern respektiert.

Fritz Schwarz
im Alter von 36 Jahren

Der Zins vom Standpunkt der Christlichen Ethik,
der Moral und der Volkswirtschaft:
"Die ganze Konfusion auf dem Gebiete des Zinses
rührt davon her, dass den Theologen die Kenntnis
der wirklichen wirtschaftlichen Zusammenhänge fremd ist,
während den Nationalökonomen ethisch-christliches Denken
längst abhanden gekommen ist.
Fritz Schwarz
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