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Fragen und Antworten
Das Nervensystem wird geprägt durch die Lebenserfahrungen. Es kommt bei allen Menschen zu Wechselwirkungen zwischen Umfeld, Körper und Psyche. Körperliche Erkrankungen werden durch psychosoziale Faktoren verstärkt. Die moderne psychosomatische Medizin integriert diese Tatsache und berücksichtigt biologische, psychologische und soziale Aspekte gleichermassen.
Mögliche Ursachen:
- Stress
- Angst und Sorgen
- Trauer
- ungelöste Konflikte
- traumatische Erfahrungen
- schwierige Lebenssituation
- Depressionen
- Funktionelle Schmerzsyndrome: Fibromyalgiesyndrom, atypischer Thoraxschmerz, chronischer Beckenschmerz, Reizdarmsyndrom, funktionelle Dyspepsie, chronischer Spannungskopfschmerz, chronische Rückenschmerzen
- Neurofunktionelle Störungen: Dissoziative und konversive Funktionsausfälle, komplexe Schwindelerkrankungen, Tinnitus
- Komplexe Müdigkeitssyndrome: Chronic Fatigue Syndrome, Erschöpfungsdepression, stressassoziierte Schlafstörungen
- Biographisch bedingte Schmerzerkrankungen: Somatoforme Schmerzerkrankungen, Schmerz als Traumafolgestörung
- Störungen aufgrund vegetativer Dysregulation: Somatoforme autonome Funktionsstörungen, Globussyndrom, stressinduzierte Verdauungs- und Kreislaufbeschwerden, «nichteinstellbare» Hypertonie
- Stressmodulierte inflammatorische/autoimmune Erkrankungen: Neurodermitis, Psoriasis, Multiple Sklerose, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, chronische Polyarthritis
- Angstassoziierte Körpersymptomstörungen: Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung, Panikstörung, Soziophobie, somatische Symptomstörung
- Sozial induzierte Stresssyndrome: Bindungsstörung, Mobbing, Workaholismus, Burnoutsyndrom
- Somatisch induzierte Krankheitsfolgestörungen: Depressionserkrankung bei chronischem Schmerz, Krankheitsverarbeitungsstörung, Krankheitsakzeptanzproblematik, Anpassungsstörung
- Essstörungen: Anorexie, Bulimie, Binge Eating, Orthorexie
Bei Schmerzerkrankungen hat sich der Schmerz häufig durch Lernvorgänge verselbstständigt, typischerweise wirken dann übliche Schmerzmittel nur noch ungenügend. Körpersymptome bei Stresserkrankungen entstehen häufig im Zusammenhang mit dem vegetativen Nervensystem.
Das Nervensystem wird geprägt durch die Lebenserfahrungen. Es kommt bei allen Menschen zu Wechselwirkungen zwischen Umfeld, Körper und Psyche. Die moderne psychosomatische Medizin integriert diese Tatsache und berücksichtigt biologische, psychologische und soziale Aspekte gleichermassen.
Jeder 3.-4. Patient in Klinik und Praxis leidet an Beschwerden, welche sich mit den klassischen Nachweismethoden nicht vollständig erklären lassen. Ein einfacher Grund hierfür ist, dass viele Symptome auch unabhängig von einer Schädigung entstehen können. Für viele dieser Symptome gibt es heute stressphysiologische Erklärungen. Stress- und Schmerzerkrankungen sind einerseits eigenständige Krankheiten, anderseits kommen sie oft in Kombination mit klassischen Krankheiten vor.
Im ambulanten Erstgespräch geht es um eine sorgfältige Erfassung der Symptome, wie auch um die individuelle Lebensgeschichte im Kontext von Gesundheit und Krankheit. Ihre ärztlichen Ansprechpartner haben eine Ausbildung in klassischer körperlicher Medizin wie auch eine Zusatzausbildung im Bereich von Stress- und Schmerzerkrankungen.
Das Arzt-Patienten-Verhältnis gestaltet sich partnerschaftlich, d.h. Ihre Fragen und Ihr Interesse sind uns willkommen!
Hilft Ihnen mit persönlich angepassten Empfehlungen zur Entspannung sowie die Balance zwischen Spannung und Entspannung zu entwickeln.