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Tagesbericht vom 27.09.2002
Trail of Tears. Hier sind die Pioneers über den Mississippi und sind von den Cherokee Indianer empfangen worden. Das gab Tränen, besonders, wenn es Kalt wurde und Winter war. Für uns scheint momentan die Sonne wieder, der Wirbelsturm hat es sich sicher anders überlegt und bläst in eine andere Richtung.
Nachdem Sir James gestern Abend vor dem Campingplatz eine Tankstelle gefunden hat mit einem Dieselpreis von 1.299 USD pro Gallone (0.34 CHF pro Liter), fährt er zurück und kauft sich den notwendigen Vorrat für die nächsten 1000 Kilometer, denn 1.5 USD pro Gallone will er einfach nicht bezahlen. Liseli ist mit dieser Kehrtwendung einverstanden, hat sie doch gestern Abend im Bauch von Sir James entdeckt, dass es in St. Louis auf der Seite von Illinois eine ‚UNESCO World Heritage Site' gibt. Also fahren wir wiederum nach St. Louis – diesmal aber auf die Seite von Illinois – mit der Absicht die Ausgrabungen der ältesten Indianersiedlung in den USA zu besuchen.
Lenzburg, Waterloo, Sparta, New Athens, New Hanover heissen die Dörfer an denen wir in Illinois vorbeifahren. Woher die Gründer der Dörfer wohl kommen, fragen wir uns? Namen, wie ‚Schäfer Farm' oder ‚Chun Khan Ltd.', lassen darauf schliessen, dass es sich nicht um Nachkommen der Cherokee Indianer handeln kann.
Die Cahokia Indianer haben bereits in den Jahren von 700 bis 1400 nach Christi Geburt riesige Erdbewegungen vollendet und Städte mit mehreren tausend Einwohner beherrscht. Das ehemalige Stadtgebiet der Cahokia links vom Mississppi ist genau so gross wie das jetzige Stadtgebiet von St. Louis rechts am Mississippi. Der Sonnenkönig musste 154 Treppenstufen erklimmen, um zu seinem Haus zu gelangen, falls er Lust verspürte sich unter das Volk zu mischen. Dieser Riesenhügel wurde in Jahre langer Arbeit aus Erde aufgebaut. Vom Sonnenberg – auch Monks Mound genannt - geniessen wir die Aussicht auf St. Louis. Die Sonnenkönige der Cahokia hätten sicher Freude an dem Bogen – Gateway Arch - im Westen von ihrer Stadt.
Nun steht Sir James wieder still (Nord 38° 2' 14.75“ und West 88° 56' 17.75“) und schaut in den See mit dem Namen ‚Benton Lake'. Hier wartet er bis er zu den Mummuth Spuren vorstossen darf.