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Ziel der Biodiversitätskonvention ist es, die biologische Vielfalt zu erhalten, diese nachhaltig zu nutzen und die Vorteile, die sich aus dieser Nutzung der genetischen Ressourcen ergeben, ausgewogen und gerecht aufzuteilen.
Die Biodiversitätskonvention, offiziell Übereinkommen über die biologische Vielfalt (convention on biological diversity, CBD) , wurde auf der UNO-Konferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro ausgehandelt und ist ein internationales Vertragswerk. Die Konvention hat 193 Vertragsparteien. Höchstes Organ der Konvention ist die Vertragsstaatenkonferenz (conference of the parties, COP).
Public Eye setzt sich für eine konsequente Umsetzung der Konvention ein und engagiert sich besonders stark für die Implementierung des dritten Zieles der Konvention: Der ausgewogenen und gerechten Aufteilung der Vorteile, die sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergeben.
Für die Umsetzung des dritten Ziels der Konvention wurde zwischen 2004 und 2010 das Nagoya-Protokoll verhandelt. Es kreiert einen völkerrechtlichen Rahmen für den Zugang zu genetischen Ressourcen und den gerechten Vorteilsausgleich und soll die Biopiraterie wirksam einschränken. Public Eye nahm als Beobachterin an den Verhandlungen zur Erarbeitung des Protokolls teil und engagiert sich nun für eine effektive Implementierung des Protokolls auf nationaler Ebene.