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Der Westschweizer Politiker François de Siebenthal ist in der Deutschschweiz nicht vielen ein Begriff. Drüben in der Romandie kennt man ihn eher: Der studierte Ökonom gilt als «Spiritualist», erreichte landesweite Bekanntheit als Initiant der Vollgeld-Initiative und präsentierte sich in den vergangenen Monaten als radikaler Impfgegner und Kritiker der Corona-Politik des Bundes.
Wie «24 heures» und «RTS» schreiben, liegt der Aktivist derzeit im Koma. Dies hätten Angehörige von de Siebenthal gegenüber der Radiosendung «Mise au Point» bestätigt. Er liege derzeit auf der Intensivstation und sei aufgrund seines Gesundheitszustands im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung in ein Koma versetzt worden.
«François ist immer noch auf der Intensivstation in einem neuen Covid-Spitalbereich. Er liegt im künstlichen Koma, aber die Prognosen sind optimistisch», wird der Angehörige zitiert. Weitere Berichte über seinen Gesundheitszustand kursieren zudem in französischsprachigen Telegram-Kanälen, wie zum Beispiel in der Gruppe «1291».
Der Verschwörungstheoretiker verbreitete als Kritiker der Bundespolitik die Falschbehauptung, das Coronavirus sei nicht schlimmer als eine Grippe. Zudem lehnte er die Impfung ab.
Der studierte Ökonom, Banker und Informatiker war zeitweise philippinischer Konsul in Lausanne. Er stamme aus einer alten Schweizer Familie, von der er behaupte, sie habe zahlreiche «Verschwörungen» überlebt. 2020 versuchte er einen weiteren politischen Coup, als er das erfolglose Referendum gegen die Swiss-Covid-App mitlancierte. Zudem forderte er letztes Jahr eine Totalrevision der Schweizer Bundesverfassung, um mitten in der Pandemie die Bundesversammlung auflösen zu können.
(pit)
Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung eines heute 64-jährigen Irakers und die Rückstufung in eine jährlich zu verlängernde Aufenthaltsbewilligung durch das Zürcher Migrationsamt war trotz der langandauernden Abhängigkeit von der Sozialhilfe des Mannes unverhältnismässig. Dies hat das Bundesgericht entschieden.