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Allgemein war der April in der Schweiz dieses Jahr relativ kalt. Dies hat vielerorts dazu geführt, dass Mais verspätet ausgesät wurde. In Kombination mit unzureichenden Niederschlägen im Zeitraum zwischen der Aussaat und dem Juni verzögerte sich der Start der Maiskulturen. Dies zeigt wieder, wie wichtig es ist, Sorten mit guter anfänglicher Wuchskraft zu wählen, die somit einen besseren Start gewährleisten. Durch diese wenig wachstumsfördernden Bedingungen war der Mais zudem über einen längeren Zeitraum Schädlingen wie dem Drahtwurm und der Fritfliege ausgesetzt, die Körner beziehungsweise Sprosse zerstörten, was den Ertrag am Ende des Maisjahres limitierte.
TS-Gehalt schnell erreicht
Nach den anfänglichen Schwierigkeiten begünstigte der regnerische Juli die Befruchtung der Kolben in den meisten Regionen. Beim Futtermais führten die allgemein kühleren Witterungsbedingungen Anfang August zu trügerischen Ernteprognosen. Der optimale Trockensubstanzgehalt war nämlich bei Silomais als Hauptkultur schnell erreicht. In der Folge wurden Flächen an heissen Tagen oder mit zu trockenem Mais bearbeitet. Das wirkt sich auf die Futterqualität für ein ganzes Jahr aus. Siliermittel sind zwar geeignete Hilfsmittel, um die Silage zu stabilisieren, können aber einen zu hohen Gehalt an Trockensubstanz nicht wettmachen. Bei Körnermais führte die lange, von September bis Mitte Oktober anhaltende Hitze- und Trockenperiode zu guten Voraussetzungen für eine Ernte mit geringer Feuchtigkeit und dementsprechend niedrigen Kosten für die Trocknung. Die Erträge fallen allerdings sehr unterschiedlich aus und hängen insbesondere davon ab, wie viel Bodenwasser über die gesamte Saison verfügbar war.
Maiswurzelbohrer wieder vermehrt
Der Befall durch den Maiswurzelbohrer nahm in dieser Saison weiter zu. Zu den bekannten präventiven Massnahmen gehört, den Mais nicht zweimal hintereinander auf derselben Parzelle anzubauen – auch nicht als Zweitfrucht. Bereits im Boden befindliche Larven können sich von anderen Pflanzen nicht ernähren. Dadurch entstehen keine grösseren Populationen.