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für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Oboe I+II, Streicher und Basso continuo
Die auf 1738 zu datierende Messe G-Dur beginnt mit einer motettischen Chorfuge mit begleitenden Instrumenten, deren kantable Bögen den eifernden Vorlagentext «Siehe zu, dass deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei» (BWV 179/1) rasch vergessen machen. Das aus der Reformationskantate «Gott der Herr ist Sonn und Schild» übernommene Gloria entwickelt ohne deren dröhnende Hörner eine federnde Leichtigkeit, die sich im strahlenden Bass-Gratias sowie dem als verinnerlichtes Sopran-Alt-Duett mit markantem Violinunisono angelegten «Domine Deus» fortsetzt. Das nach e-Moll gerückte «Quoniam» lebt von verhalten in den Raum hineinfragenden Oboengesten, denen sich der Tenor mit feierlicher Anbetung anschmiegt. Dem aus der Kantate «Wer Dank opfert, der preiset mich» BWV 17/1 übernommenen Cum sancto spiritu hat Bach eine geheimnisvoll verlangsamte Einleitung vorangestellt, die seine genaue Kenntnis des zeitgenössischen Messen- Repertoires verrät.