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Pristina - Die Menschen im Kosovo haben den zweiten Jahrestag der Unabhängigkeit von Serbien gefeiert. Die Eigenständigkeit des Kosovo habe der Region "viel Frieden und Stabilität" gebracht, sagte Präsident Fatmir Sejdiu.
Bei einer Sondersitzung des Parlaments in Pristina übte er zudem scharfe Kritik an Serbien und warf der Regierung in Belgrad eine "aggressive Politik" gegenüber Pristina vor. Aussenpolitisch sei Serbien das "einzige Problem" des jungen Landes, sagte Sejdiu.
Belgrad pumpe "hunderte Millionen Euro" in Parallelstrukturen im Norden des Landes, um die dort lebenden Serben an einer Integration in die kosovarische Gesellschaft zu hindern.
Die ehemalige südserbische Provinz hatte sich am 17. Februar 2008 einseitig von Belgrad losgesagt. Bislang haben 65 Länder, darunter die Schweiz, die USA und 22 der insgesamt 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt. Belgrad erkennt die Abspaltung jedoch nicht an und klagt dagegen vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag.
SDA-ATS