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Auf der Grundlage eines Beschriebs des bestehenden kantonalen Angebots im Bereich psychische Gesundheit, einer Bedarfsanalyse, einer selektiven Analyse der Literatur, einer Auswertung von Umfrageergebnissen, einer Erhebung von nationalen und kantonalen Informationen und einer systemischen Analyse will das kantonale Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit einen gemeinsamen Bezugsrahmen schaffen. Dieser definiert die Vision des Kantons Freiburg, die Zielvorgaben und den Massnahmenplan.
Das kantonale Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit gehört zu den Hauptzielen des Regierungsprogramms 2017‒2021. Die geistige Gesundheit gehört zu den Prioritäten der kantonalen Strategie zur Gesundheitsförderung und Prävention ‒ Perspektiven 2030), die der Staatsrat im März 2017 verabschiedet hat.
Kantonales Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit (2019‒2021)
Die Zielgruppen des Programms sind Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 20 Jahren und Personen ab 65 Jahren. Das Programm wird vom Staat Freiburg und Gesundheitsförderung Schweiz kofinanziert. Im Kanton Freiburg bestehen bereits zahlreiche Massnahmen zugunsten der psychischen Gesundheit von Kindern, Jugendlichen sowie Seniorinnen und Senioren.
Die Ziele des kantonalen Programms sind:
- Die Kinder, Jugendlichen und ihre Eltern, die Seniorinnen und Senioren sowie ihre Angehörigen und die Fachleute, die sie umgeben, für die Wichtigkeit der psychischen Gesundheit sensibilisieren.
- Die Kinder, Jugendlichen und ihre Eltern, die älteren Menschen sowie die Angehörigen und Fachpersonen in deren Umfeld haben leichten Zugang zu einem bedarfsgerechten sozial-gesundheitlichen Angebot, das ihre Basisressourcen stärkt und sie in schwierigen Lebenssituationen unterstützt.
- Die sozialen und strukturellen Rahmenbedingungen im Kanton und den Gemeinden stärken insbesondere die Ressourcen sowie die soziale Partizipation von Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen.
- Die Ausbildungsbedingungen (vorschulisches, schulisches und ausserschulisches Umfeld) stärken die Basisressourcen von Kindern und Jugendlichen.
- Die positiven Auswirkungen der verschiedenen kantonalen Politiken auf die psychische Gesundheit werden sichtbar gemacht und weiterentwickelt.
- Die dämpfende Wirkung auf die Verbesserung der psychischen Gesundheit wird beobachtet, um die notwendigen Anpassungen vorzuschlagen.
Im Rahmen des kantonalen Programms wurden Prioritäten definiert, um die bestehenden Massnahmen, welche die psychische Gesundheit der Zielgruppen verbessern, zu verstärken und zu vervollständigen. Diese Massnahmen sind:
- Familienbegleitung und Koedukation (https://www.educationfamiliale.ch/indexde)
- Gemeinsame Elternschaft bei Trennung – Familienberatung (https://www.officefamilial.ch/de/services/consultation-conjugale-et-familiale/notre-offre)
- Psychische Gesundheit, Migration und Perinatalität (FIDE Schwangerschaft) - frauenraum
- Unterstützung bei kritischen Lebensereignissen (Todesfall, Krankheit und Trennung) – As’trame (https://www.officefamilial.ch/de/services/astrame-fribourg-ateliers-pour-jeunes-et-enfants/notre-offre)
- Aufsuchende Jugendarbeit (Gassenarbeit) – REPER (https://www.reper-fr.ch/de/rue-realisations)
- Unterstützung für gewaltausübende Eltern – EX-pression (http://www.ex-pression.ch/de)
- Gesprächsgruppe für Kinder, die Opfer von Gewalt in der elterlichen Paarbeziehung sind – GFB (https://www.fr.ch/de/gfb/gesundheit/vorbeugung-und-foerderung/bekaempfung-von-gewalt-in-paarbeziehungen-und-ihren-auswirkungen-auf-die-familie)
- Ensemble: psychische Gesundheit und Migration (https://ensemble-fr.ch/)
- Familienmediation und Schlichtung des Generationenkonflikts (https://www.officefamilial.ch/de/services/mediation-familiale/notre-offre)
- Paare, Pensionierung und Paargewalt – GFB (https://www.fr.ch/de/gfb/gesundheit/vorbeugung-und-foerderung/bekaempfung-von-gewalt-in-paarbeziehungen-und-ihren-auswirkungen-auf-die-familie)
- Unterstützung der pflegenden Angehörigen – Freiburgisches Rotes Kreuz (https://croix-rouge-fr.ch/de/leistungen/dienstleistungen-fuer-betagte/entlastungsdienst-fuer-angehoerige/)
- Beobachtungssystem für Seniorinnen und Senioren – Senior+ (https://www.fr.ch/de/datei/politik-zugunsten-der-seniorinnen-und-senioren)
- «Wohnen/Helfen»: eine WG mit Jung und Alt (https://croix-rouge-fr.ch/de/leistungen/wohnen-helfen/)
- Kurs «Faire face aux risques suicidaires» - GRPS (https://www.formation-continue-unil-epfl.ch/formation/faire-face-au-risque-suicidaire-fribourg/)
- Ausbildung der zukünftigen Fachkräfte – AFAAP (https://afaap.ch/de/sensibilisierung/)
Auch zur Förderung der psychischen Gesundheit von Erwachsenen gibt es im Kanton Freiburg zahlreiche Massnahmen. Im Rahmen des vorliegenden Programms sollen weitergehende Überlegungen gemacht werden, damit die bestehenden Angebote des Kantons besser zur Geltung kommen und die Stärkungspotentiale dieser Angebote identifiziert werden können.
Psychische Gesundheit: Wir sind alle betroffen, also reden wir darüber!
Achten Sie auf Ihre psychische Gesundheit? Wissen Sie, wo Sie Hilfe finden? Was zu tun ist, wenn Sie sich um die psychische Verfassung einer nahestehenden Person sorgen?