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Im Weiler Heimberg, Alterswil, erblickte Pius Pürro am 9. Oktober 1934 als achtes von 17 Kindern der Familie Marie und Eduard Pürro-Philiponadas Licht der Welt . Die Primarschule besuchte er in Alterswil, die Sekundarschule in Tafers. Er war ein sehr begabter, aufgeweckter Schüler, dem besonders die mathematischen, sprachlichen und zeichnerischen Fächer lagen. Durch die Vermittlung von Dekan Paul Perler in Tafers konnte er das Institut Stavia in Estavayer-le-Lac besuchen. Mit dem gründlichen Erlernen der französischen Sprache schuf er sich wichtige Grundlagen für seinen späteren beruflichen Werdegang.
Seine Jugend wurde geprägt durch die materielle Not der Krisenjahre und des Zweiten Weltkrieges, aber auch durch den Zusammenhalt und die Geborgenheit in der Grossfamilie. Trotz ärmlicher Verhältnisse erlebte Pius die Jugend als eine glückliche Zeit. Er erwarb sich Eigenschaften, die seinen Charakter prägten und beeinflussten und ihn sein ganzes Leben begleiteten: Fleiss, Willensstärke, Zielstrebigkeit, Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft, soziales Denken und Dankbarkeit.
Nach der kaufmännischen Lehre in der Versicherungsbranche bildete Pius Pürro sich stets weiter und wurde zu einem anerkannten, vielgefragten Versicherungsfachmann. 1978 übernahm er die Direktion der Rechtsschutzversicherung Protekta in Bern und arbeitete mit grossem Können und Erfolg am Aufbau und an der Weiterentwicklung mit. Hier wurde er durch seine unternehmerische, hilfsbereite und menschliche Art allseits geliebt, respektiert und geachtet.
1964 heiratete er Anna Rappo vom Leist, Brünisried, die ihm zwei Kinder schenkte. 1968 bezog die Familie im Kleinschönberg an schöner Aussichtslage ein schmuckes Eigenheim. Es folgten unbeschwerte, arbeitsreiche Jahre. Er war stets um das Wohl der Familie bemüht und ermöglichte den Kindern eine gute Ausbildung. Viele Mitmenschen suchten seinen Rat in Rechts- und Lebensfragen. Pius war ein überzeugter Christ und lebte nach diesen Grundsätzen. So war er Mitglied in mehreren sozialen Institutionen und unterstützte sie moralisch und finanziell.
1999 ging er in Pension, hielt aber weiterhin regen Kontakt zu seinen ehemaligen Arbeitskollegen und der Firma. Bei Reisen vertiefte er viele menschliche Kontakte und baute seinen Freundeskreis weiter aus. Grossen Wert legte er auf die Zusammenkünfte mit seinen Geschwistern. Die Bergwelt von Zermatt begeisterte ihn. Hier verbrachte er mit seiner Gemahlin und seinen Kindern einen grossen Teil seiner Freizeit mit Bergsport. Auch der Golfsport faszinierte ihn.
2002 wurde eine heimtückische Krankheit festgestellt. Es folgte eine lange Zeit des Hoffens und Bangens. Trotz modernster ärztlicher Kunst konnte das Fortschreiten nicht verhindert werden. Wenn auch die Jahre der Krankheit noch eine gute Lebensqualität ermöglichten, wurden die letzten Wochen zu einem schweren Leidensweg. Pius hat dieses Schicksal ohne Hadern angenommen. Er tröstete sich und die Seinen mit dem Hinweis, dass ihm ein schönes, erfolgreiches und glückliches Leben vergönnt war. Erfüllt von Trauer, aber auch von grosser Dankbarkeit wünschen wir ihm den wohlverdienten ewigen Frieden. Eing.