Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03553.jsonl.gz/1382

Inhalt und Ziele des Forschungsprojektes
Unsere Forschungsgruppe konnte mittels neuester bildgebender Verfahren zeigen, dass die Amygdala - das sogenannte Angstzentrum des Gehirns- bei Frauen mit Durchblutungsstörungen des Herzens hochaktiv ist, während dies bei herzkranken Männern nicht der Fall ist. Erstmals konnte somit ein neurobiologischer Mechanismus gefunden werden, der aufzeigt, dass sich Frauen mit Herzerkrankungen in einer Art Dauerstress und chronischem Angstzustand befinden. Unsere Beobachtungen implizieren, dass gezielte Maßnahmen zur Stressreduktion bei Frauen mit Herzerkrankungen eine zentrale Rolle bei der Behandlung spielen sollten. In unserem Forschungsprojekt untersuchen wir nun Steuerungsmechanismen auf molekularer und zellulärer Ebene, die für die erhöhte Stressreaktion der herzkranken Frauen verantwortlich sind. Hierzu ist eine interdisziplinäre Studie geplant, die mittels neuester Technologien die Kommunikation von Gehirn und Herz untersucht. Eine sogenannte Hybridbildgebung ermöglicht es, zeitgleich molekulare Mechanismen mittels Positronen-Emissions Tomographie darzustellen als auch anatomische und funktionelle Daten von Gehirn und Herz durch Magnetresonanztomographie zu gewinnen.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojektes
Die Ergebnisse unserer Studie sollen die Entwicklung spezifischer und wirkungsvoller kardiovaskulärer Behandlungsmethoden in der zunehmend gefährdeten Population der herzkranken Frauen ermöglichen.