Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03549.jsonl.gz/3126

Schlirgg entstand im Rahmen meiner Masterarbeit, bei welcher ich mich mit dem Einfluss der Panflöte auf meine kompositorische Imagination beschäftigte. Das Stück fokussiert auf einen einzelnen instrumentenspezifischen Aspekt (das Vertiefen der Rohre) und versucht, durch diesen einen kompositorischen Kontext zu definieren. Die vertieften Töne der Panflöte haben ein einzigartiges Farbspektrum, welches die gesamte Dramaturgie des Stückes bestimmt: es dient als Grundlage zur Idee der gewaltsam hervorbrechenden und absinkenden Klangmassen und des energetischen Strudels. Das Stück möchte eintauchen in diese Klangwelt und in ihr eine überraschend kraftvolle Gestik entwickeln. Der schweizerdeutsche Begriff Schlirgg bedeutet etwa verschmierter oder verwischter Strich.