Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03624.jsonl.gz/44

AUFGABE
IM JAHR 2013 BETRUG DER UMFANG DIESES BAUMS 184 CM. VERSUCHE MIT HILFE DES GURTS DEN ZUWACHS IM VERLAUF DER ZEIT ZU MESSEN.
Jedes Jahr wachsen im "Wald meines Herzens" - auf dieser Seite der Autobahn - etwa 250 m3 zusätzliches Holz nach. Das entspricht einer durchschnittlich stündlichen Produktion eines Holzwürfels mit einer Seitenlänge von 30 cm.
Wann wächst das Holz ?
Im Frühling produzieren die Bäume den grössten Teil ihrer Äste und ihres hellen Jahrringes (Frühholz). Im Sommer verstärkt der Baum die Äste und den Kern. Er produziert noch ein wenig dunkleres Holz (Spätholz). Im Winter ruht der Baum.
Den jährlichen Zuwachs eines Waldes messen : der Betriebsplan
Nicht mehr Holz ernten, als im Wald nachwächst, ist die Grundregel des Waldbaus. Die Schlüsselprinzipien eines nachhaltigen Waldes sind : Absichern, dass alle Altersklassen gut verteilt sind und dass es ständig Bäume gibt, die geerntet werden können und dass Verjüngungsflächen vorhanden sind, um die Zukunft zu sichern. Diese Grundsätze werden in den Betriebsplänen beschrieben.
Vollkluppierung
Bis 1970 wurde jeder Baum ausgemessen. Förster, Forstwarte und Gemeindeangestellte gingen reihenweise durch den Wald, mit einer Holzmesskluppe bewehrt. Auf ihrem Weg massen sie den Durchmesser von jedem Baum und riefen den Baumartennamen und den Durchmesser ("Weisstanne, fünfunddreissig!"). Der Kreisförster, der dieser Menschen-reihe folgte, notierte alles in sein Notizheft.
Im Büro wurden die Stammzahl, die Alterklassenveteilung und das Holzvolumen für alle Teile des Waldes berechnet (Serien). Die Prozedur wurde alle 10 Jahre wiederholt und die Anzahl geernteter Bäume hinzugefügt, worauf man den Zuwachs des Waldes erhielt.
Inventarmarkierungen
Um Doppelmessungen zu verhindern, wurde jeder gemessene Baum mit einem horizontalen Kratzer auf Brusthöhe (1.30 m) markiert. Auf gewissen alten Buchen, kann man noch heute mehrere dieser Narben sehen.
Stichprobeninventar
Seit den 1970er Jahren werden die Messungen auf Stichprobenflächen durchgeführt. Ein Mann genügt, um die Bäume auf systematisch im Wald verteilten kleinen Flächen zu messen. Mittels statistischen Berechnungen können die Werte für den gesamten Wald hochgerechnet werden.