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Genießen Sie einen Kaffee nach dem Abendessen, freuen Sie sich auf die fünfte Tasse des Tages oder trinken Sie eine vor einem Nickerchen am Nachmittag. Ab jetzt gibt es keinen Grund mehr "Danke, aber ich kann jetzt keinen Kaffee mehr trinken" zu sagen.
Es gibt viele Situationen, in denen Sie vielleicht entkoffeinierten Kaffee bevorzugen. Das hängt von Ihrem Lebensstil ab, Ihren Gewohnheiten und der Art und Weise, wie Ihr Körper auf das Alkaloid reagiert, das in Kaffeebohnen enthalten ist.
Wissenschaftler sind sich einig: die richtige tägliche Menge Koffein beträgt etwa 4-5 mg Milligramm pro Kilo Körpergewicht. Das bedeutet, dass ein Mann von 70 kg Körpergewicht 315 mg Koffein aufnehmen kann. Die Kaffee-und-Gesundheit-Website betrachtet generell etwa 400 mg, oder das Äquivalent von bis zu fünf Tassen Kaffee pro Tag, als mäßigen Koffeinkonsum.
Um Ihnen ein Gefühl zu geben, was das für die Dosierung bedeutet: Ein Espresso oder eine Tasse Kaffee, die in einer Mokkakanne zubereitet wurden, enthalten zwischen 35 und 100 mg Koffein, während ein Cappuccino 70-80mg enthält. (Quelle: Kaffee und Gesundheit).
Entkoffeinierung wird erreicht, indem diese Substanz vor dem Rösten vollständig aus der Kaffeebohne entfernt wird. Dabei ist gesetzlich vorgegeben, dass das Restkoffein im grünen Kaffee nicht mehr als 0,1 % betragen darf.
Menschen haben lange nach Wegen gesucht, Koffein aus Kaffeebohnen zu entfernen. Im frühen 20. Jahrhundert (1902-1905) hatte Ludwig Raselius die bahnbrechende Idee, die Bohnen mit Dampf porös zu machen und entwickelte das erste System zur Extraktion von Alkaloiden, unter Verwendung organischer Lösungsmittel. So entstand der erste entkoffeinierter Kaffee.
Seitdem haben sich die Techniken der Entkoffeinierung weiterentwickelt. Heute kann man Koffein mit drei verschiedenen Methoden entfernen, die alle auf grünen, noch nicht gerösteten Kaffee angewendet werden: organische Lösungsmittel (Dichlormethan oder Äthylacetat), Wasser und Kohlendioxid (CO2 im flüssigen oder superkritischen Zustand).
Keine der gesetzlich genehmigten Methoden zur Entkoffeinierung ist gesundheitsschädlich, aber die Ergebnisse in der Tasse können je nach Technik variieren.
Im Gegensatz zu den beiden anderen Methoden der Entkoffeinierung, die das Koffein entfernen, aber auch ein wenig vom Geschmack, ist es beim Kohlendioxid-Prozess möglich, die aromatische Qualität des Kaffees zu erhalten. Kohlendioxid wird ebenfalls verwendet, um Getränke wie Mineralwasser oder andere Softdrinks prickelnd zu machen. Die Lavazza Methode basiert auf der Verwendung von Kohlendioxid im superkritischen Zustand.
In der ersten Phase des Prozesses werden die Bohnen durch Dampf und/oder Wasser befeuchtet, bis sie einen Feuchtigkeitsgehalt von 30-50 % haben. Dann werden sie in einen Extraktions-Zylinder gegeben. Hier haben sie Kontakt mit dem Gas im "superkritischem" Zustand: dieser Zustand entsteht, wenn Temperatur und Druck Werte erreichen, durch die das Kohlendioxid gleichzeitig über Eigenschaften von Gas und Flüssigkeit verfügt. Dadurch durchdringt es die Bohnen wie ein Gas hat aber die Lösungsfähigkeiten einer Flüssigkeit und kann so zielgenau das Koffein entfernen. Dass Kohlendioxid wird durch Wasser vom Alkaloid getrennt, wieder unter Druck gesetzt und wieder verwendet. Nachdem sie entkoffeiniert sind, durchlaufen die Bohnen eine zweite Phase: sie werden getrocknet und die Entkoffeinierung ist komplett.
Um das sensorische Profil seines Kaffees in vollem Umfang zu erhalten, benutzt Lavazza diese Methode in der Niederlassung in Pozzilli, die sich ausschließlich der Entkoffeinierung grünen Kaffees widmet.