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Granatapfel
- Regional: Nein
Schon in der griechischen Mythologie, der Bibel und im Koran ist der Granatapfel mehrfach erwähnt. Er findet sich als Element in klassischen Gemälden und hat eine Bedeutung in der Heraldik (Wappenkunde). Das Wort „Granate“ leitet sich von ihm ab (Duden Herkunftswörterbuch). Er ist im Handel sogar einigermassen leicht erhältlich, und dennoch kennt ihn fast niemand.
Essbar sind nur die Samen mit dem tiefroten herb-süsslichen Fruchtfleisch. Man halbiert oder viertelt die Frucht (botanisch eine Beere) und löffelt die Kerne heraus; Reste der weissen Zwischenhäute müssen Sie entfernen. Falls Sie nur Saft wünschen, nutzen Sie einfach eine herkömmliche Zitruspresse. Saftflecken lassen sich allerdings kaum wieder aus Textilien auswaschen.
Hierzulande werden Granatäpfel meist für Desserts verwendet oder in Gelees und Marmeladen. Sie sind aber Teil zahlreicher orientalischer Rezepte und eignen sich ebenfalls für Salate, Saucen, Eintöpfe, überbackenes Gemüse, kalte Suppen – sie werden nie mitgekocht, sondern erst am Schluss dazugegeben.
Grenadine hingegen, Bestandteil mancher Cocktail-Rezepte, wird heutzutage nur noch selten aus Granatäpfeln hergestellt; die Industrie produziert den Sirup in der Regel mit unterschiedlichen Früchten und / oder Aromen (und natürlich sehr viel Zucker).
Der Nährstoffgehalt ist eher niedrig. Erwähnenswert sind allenfalls das wenige Vitamin C (10 mg) und Kalium (220 mg; beides nach Bundeslebensmittelschlüssel). Den Ruf als gesundes Lebensmittel verdanken sie den sekundären Pflanzenstoffen (u. a. den Polyphenolen). Der Verzehr von Granatäpfeln oder dem Saft soll den Blutdruck senken, die Durchblutung und den Cholesterinspiegel verbessern. Studien liefern Hinweise darauf, dass Granatäpfel Entzündungen hemmen, den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen und Krebs vorbeugen. Die Untersuchungsergebnisse stammen allerdings grösstenteils aus Tierversuchen; derzeit ist nicht erwiesen, wie und in welchen Mengen Granatäpfel auf den Menschen wirken.
Kaufen Sie nur ausgereifte Früchte, da sie nicht nachreifen. Bei Zimmertemperatur sind sie mindestens zwei Wochen haltbar.
In der Schweizer Nährwertdatenbank ist der Granatapfel nicht aufgeführt.