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Verehrtester Herr u Freund
Das Blatt hat sich bereits etwas gewendet; Herr Melegari war am Freitag sehr höflich u zuvorkommend u hat mich dringend dazu beizutragen, dass der Span gütlich beseitigt werde. Ich weigerte mich entschieden dazu einen Vorschlag zu machen oder von der Auffassung des Bundesrathes abzugehen, worauf er mir erklärte, von sich aus einen Vorschlag machen zu wollen; derselbe | ist nun eingelangt. Ich lege Ihnen eine Abschrift der Mittheilung bei die mir Herr Melegari gestern eingegeben hat. Haben Sie die Güte mir so beförderlich als möglich zu sagen, was Sie davon halten. Ich u meine Collegen glauben dass auf dieser Basis die Direction sich herbeilassen könnte.
Herr Melegari sagte mir zwar es sei der vorgeschlagene Ausweg sein eigener Antrag; ich bezweifle es aber sehr u halte dafür das Ministerium habe ihn | auf die Bahn gebracht. Wenn es Ihnen möglich wäre mir vorerst telegraphisch zu berichten ob die Direction auf die Sache selbst eingehen werde, so würden Sie mir einen Dienst erweisen; die endliche Redaction, die jedenfalls geändert werden müsste bliebe vorbehalten.
Um die Post nicht zu versäumen begnüge ich mich mit dieser kurzen Mittheilung.
Mit vollster Hochschätzung
Ihr
E Welti
Bern den 2 Sept. 1872.|
P. S. Es wäre besonders auch zu wünschen, dass die Angelegenheit abgemacht würde bevor wir im Bundesrath wieder vollzählig sind. Es ist möglich, dass der Zwischenfall sonst in weitere Kreise getragen und gehässig ausgebeutet würde.
E W.