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Die Kreuzpartikel
Die Zisterziensermönche waren grosse Förderer der Kreuzzüge. Durch sie kamen viele Reliquien aus dem Heiligen Land nach Europa. So war es naheliegend, dass Bruder Johannes von Aarwangen aus dem Kloster St. Urban eine solche Reliquie mit in die Einsamkeit nehmen konnte.
Unabhängig von ihrer geschichtlichen Echtheit, stellt sich die Frage nach dem Sinn der Verehrung. In der Karfreitagsliturgie zeigt der Priester ein Kreuz und ruft in ergreifender Melodie: „Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen! Kommt, lasset uns anbeten.“
Auch der Fassung des Holzsplitters wurde im Laufe der Zeit viel Aufmerksamkeit geschenkt. Aus dem 16. Jahrhundert ist noch eine Monstranz im gotischen Stil erhalten. Diese kostbare Fassung wurde jedoch 1716 für 43 Florine nach Entlebuch verkauft.
1921 schuf der Künstler Anton Stockmann das grosse Silberkreuz. An den Kreuzbalken hat der Künstler Passionsszenen und am Fuss die Leidenswerkzeuge geformt. In der Mitte ist die Partikel gefasst und von echten Smaragden und einem vergoldeten Rankenwerk verziert. Das Reliquiar ist in der Nische über dem Tabernakel zur Verehrung ausgesetzt.