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Bözen gehörte im Mittelalter zum Dinghof Elfingen; dieser kam zusammen 1291 mit der Kollatur an Habsburg und 1322 an das Kloster Königsfelden. Gleichzeitig entstand im 14. Jahrhundert eine Twingherrschaft, die kurz vor der Reformation (1514) von Bern gekauft und dem Amt Schenkenberg eingegliedert wurde. Kirchlich gehörte die Gemeinde ursprünglich der Pfarrei Elfingen, die im Laufe des 16. Jahrhunderts nach Bözen selber verlegt wurde. Pfarrkirche wurde nun die bestehende, nordöstlich des Dorfes gelegene Marienkapelle
, 1381 erstmals urkundlich erwähnt. Da diese Kapelle dem neuen Platzbedarf nicht mehr genügte, wurde sie abgetragen und auf demselben Platz 1667 die jetzige Kirche neu errichtet. Baumeister waren Jakob Kappeler und Heinrich Spengler, der Zimmermeister war Rudolf Spiess, alle stammten aus dem nahe gelegenen Brugg. An der Finanzierung beteiligte sich Bern als damalige Besitzerin der vom Stift Königsfelden übernommenen Kollatur.
Der Neubau von 1667 präsentiert sich als gestreckte, ungegliederte Saalkirche
mit dreiseitigem Chorabschluss unter einem steilen, geknickten Satteldach. In seiner Raumform ist er architekturhistorisch vergleichbar mit den reformierten Kirchenbauten in Holderbank
(1701), Baden
(1713) und Rothrist
(1714).
1739 musste der Turmhelm und das Dach repariert werden; beides war durch einen Blitzschlag beschädigt worden.
Erstaunlich zahlreich sind die weiteren Renovationen im 19. Jahrhundert: 1800–05, anlässlich derer ein neuer Dachreiter montiert wurde; dann 1828, 1875 und 1889: Einbau einer Westempore.
1951 wurde eine neue Orgel von Kuhn AG in Männdedorf eingebaut, eine umfassende Gesamtrenovation erfolgte zwischen 1958 und 1961; dabei wurden auch die Kirchenfenster ersetzt. Anlässlich dieser Renovation gestaltete der bekannte Aarauer Künstler Felix Hoffmann das zentrale Chorfenster mit einer Auferstehungsdarstellung
(1961).
Eine letzte Aussenrenovation erfolgte 1998.