Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03571.jsonl.gz/983

Der "schwere Vorfall" ereignete sich nach einem "ereignislosen Flug" von Zürich nach London City, als die Swiss-Maschine im Anflug auf die Piste 27 war, wie im am Freitag veröffentlichten summarischen SUST-Bericht steht. In einer Höhe von rund 900 Meter über dem Meer kreuzte eine "gelb gefärbte Drohne" in einer Distanz von 20 Metern den Flugweg.
Die SUST betont in ihrem Bericht, dass auch bei den guten vorherrschenden Sichtwetterbedingungen die Annäherung mit der Drohne nur spät erkannt worden sei. "Bei einem Kollisionskurs wäre ein Ausweichmanöver zu diesem Zeitpunkt wohl nicht mehr möglich gewesen."
Die SUST empfiehlt weiter, dass ein entsprechender Hinweis per Funk abgesetzt werden soll, um andere Flugbesatzungen zu warnen. Zudem fordert die SUST Massnahmen, um Drohnen und andere unbemannte Fluggeräte auf dem Radar sowie an Bord von Flugzeugen anhand von Kollisionswarngeräten frühzeitig erkennbar zu machen.
Vor allem in den letzten beiden Jahren hat die Zahl von Drohnen deutlich zugenommen. So erfasste die britische Untersuchungsbehörde für Beinahe-Zusammenstösse im Flugverkehr UKAB (UK Airprox Board) im Jahr 2014 neun Annäherungen zwischen Flugzeugen und Flugobjekten. Im Jahr 2015 waren es 40 und im Jahr 2016 bis Juli bereits 52, davon 42 mit einer Drohne.
(AWP)