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Der FCZ überwintert zwar auf dem Dritten Platz und im Cup-Halbfinal, hat in der Super League aber nur 24 Tore erzielen können. So wenige waren es seit der Vorrunde 12/13 unter Trainer Rolf Fringer (19) nicht mehr. Und dies obwohl die Effizienz und Treffsicherheit vor allem im ersten Viertel der Saison ausserordentlich hoch war, und phasenweise überdurchschnittlich viele Treffer auf Standards (Corner, Freistösse, Einwürfe) gelangen. Wurde die eher magere Produktion von Torchancen aus dem Spiel heraus im ersten Saisonviertel durch die hohe Effizienz überdeckt, sorgte die abnehmende Treffsicherheit im zweiten Saisonviertel in Verbindung mit gleichzeitig abnehmender Defensivstabilität für einen Rückfall von der Spitze ins punktemässige Mittelfeld der Tabelle.
Der beste Ligatorschütze des FCZ (Michael Frey) kommt bei Halbzeit der Saison auf gerade mal sechs Treffer. Frey war allerdings auch in der Defensive sehr wichtig. Letzteres gilt auch für Roberto Rodriguez (drei Ligatreffer). Der dritte im Bunde im üblichen Dreimannsturm, Raphael Dwamena, blieb bezüglich Torproduktion (vier Ligatreffer) am deutlichsten unter den Erwartungen. Berücksichtigt man die vier Cuppartien, liegt Frey mit neun Wettbewerbstoren in der Winterpause vor Dwamena und Moussa Koné mit je acht.
Am meisten Assists steuerte Roberto Rodriguez bei (fünf in der Liga, sechs insgesamt). Trotzdem liegt Michael Frey auch beim Total der Skorerpunkte (Tore + Assists) mit neun in der Super League und 14 insgesamt vorne. Raphael Dwamena holte die Mehrzahl seiner Skorerpunkte (sieben von 13) in den vier Cuppartien, bei Moussa Koné sind es gar acht von elf. Dzengis Cavusevic erzielte in den 90 Minuten gegen Chippis fünf Tore und ein Assist – der Maximalwert in einem einzelnen Spiel.
Zählt man die Pre-Assists dazu, kommt Roberto Rodriguez auf elf Liga-Torbeteiligungen und Michael Frey auf zehn. Als Pre-Assists werden alle Zuspiele gezählt, die dem Assist vorausgehen, allerdings maximal eines pro Spieler und ohne die Pre-Assists des späteren Torschützen oder Assistgebers zu berücksichtigen. Damit wird ein an einem Tor beteiligter Spieler nicht doppelt oder dreifach gezählt. Dies wäre sonst Roberto Rodriguez zugute gekommen – hatte dieser doch gleich bei mehreren Treffern seinen Fuss in der Vorbereitung zwei oder gar drei Mal im Spiel. So aber drückt die Statistik „Torbeteiligungen“ die Anzahl Tore aus, an denen ein Spieler beteiligt war. Rodriguez war somit an 45% der FCZ-Ligatore beteiligt, Frey an 42%. Rodriguez hat sich somit im Vergleich zur Messung gegen Ende der letzten Vorrunde (Challenge League) nochmals verbessert. Damals lag er mit 41% Torbeteiligungen teamintern ebenfalls auf dem Ersten Platz. Von den damaligen Top 5-Spielern ist Oliver Buff nach seinem Transfer nach Spanien nicht mehr dabei, und Antonio Marchesano sowie Marco Schönbächler waren während der Vorrunde verletzt. Letztere beiden gehören daher durchaus berechtigterweise bis zu einem gewissen Grad zu den Hoffnungsträgern für die zweite Saisonhälfte.
Selbst der effektive Rodriguez benötigt aber als bester Zürcher in der Liga 125 Minuten pro Torbeteiligung, gefolgt von Moussa Koné (132) und Michael Frey (156). Mit Berücksichtigung der Cupspiele liegt Dzengis Cavusevic (29 Minuten) vor Armin Alesevic (45) und Moussa Koné (54). Werden nur Tore und die direkten Assists gezählt, liegen in der Ligawertung Roberto Rodriguez (172 Minuten), Michael Frey (174) und Moussa Koné (175) praktisch gleichauf. Am „torgefährlichsten“ war Stephen Odey, der in seinen insgesamt 211 Ligaminuten seinen bisher einzigen Treffer im Heimspiel gegen Luzern erzielen konnte. Nur Michael Frey (260) und Moussa Koné (263) schafften es ebenfalls knapp, alle 270 Minuten (vier ganze Spiele), ein Ligator zu bejubeln. Extrem selten an Toren beteiligt sind Cédric Brunner und Umaru Bangura.
Meisterschaftstorhüter Andris Vanins und Cuptorhüter Yanick Brecher waren an je drei Treffern mit Pre-Assists beteiligt. Beim 4:3-Sieg im Cup-Viertelfinal gegen Thun war Brecher an zwei Toren in der Entstehung beteiligt. Alain Nefs Torbeteiligungen nahmen im zweiten Saisonviertel stark zu. In dieser Saisonphase war er pro Match an 0,75 Toren beteiligt, was dem Schnitt eines Stürmers entspricht.
Auch Adrian Winters Torbeteiligungsquote nahm im Verlauf der Vorrunde zu und erreichte im zweiten Saisonviertel rund 0,65 Torbeteiligungen pro Match. Voser, Rohner und Haile-Selassie hatten im ersten Saisonachtel dank den Cuppartien gegen Chippis und Bassersdorf eine Torbeteiligungsquote von 1,5 – 2,0 pro Spiel.
Von den Zentrumsspielern hatte im ersten Saisonviertel Kevin Rüegg am meisten Torbeteiligungen, im zweiten Saisonviertel Victor Palsson. Izer Alius Torbeteiligungskurve ist mit derjenigen von Yassin Maouche identisch – beide wurden mehrheitlich im Cup eingesetzt.
Raphael Dwamena startete mit zwei Toren im siegreichen Derby und sechs Torbeteiligungen in Chippis in die beiden nationalen Wettbewerbe, seine Torbeteiligungsquote nahm dann aber im Verlauf der Vorrunde kontinuierlich ab. Roberto Rodriguez‘ Torbeteiligungsquote nahm im Verlauf der Vorrunde hingegen laufend zu, nachdem der Zürcher zu Beginn im Derby eingewechselt, und in Chippis geschont worden war. Dzengis Cavusevic hatte seinen „grossen Auftritt“ in Chippis, während Moussa Koné und Michael Frey Mitte der Vorrunde in Sachen Torbeteiligungen jeweils ein kleines Tief hatten.