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stellte ein Asylgesuch. Auf das Gesuch der Familie wurde nicht eingetreten: Sie wurde nach Kroatien weggewiesen. Frau C. und die Kinder waren bereits davor Opfer von schwerer physischer und psychischer Misshandlung durch den Ehemann bzw. Vater. Nach dem negativen Entscheid des Staatssekretariats für Migration (SEM) eskalierte die Situation derart, dass Frau C. mit den Kindern ins Frauenhaus flüchtete. Im Februar 2020 wandte sie sich an die Freiplatzaktion Zürich (FPA). Wir stellten ein Wiedererwägungsgesuch und beantragten, dass das Verfahren in der Schweiz – getrennt vom Ehemann – durchgeführt wird. Das SEM wies das Gesuch ab und verfügte die Ausschaffung nach Kroatien. Dagegen erhob die FPA Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht (BVGer). Gleichzeitig organisierte das Frauenhaus psychologische Unterstützung für Frau C. und ihre Kinder. Es zeigte sich, dass sie durch die jahrelange Gewalt stark traumatisiert waren. Zudem musste damit gerechnet werden, dass auch der Ehemann nach Kroatien überstellt und die Familie dort wieder auffinden würde. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe konnte zudem nachweisen, dass Asylsuchende dort keinen Zugang zu Frauenhäusern haben. Das BVGer hiess die Beschwerde gut und wies den Fall ans SEM zurück. Dieses trat auf das Gesuch ein- Frau und Kinder können ihr Asylverfahren nun in der Schweiz durchlaufen.
Urteil E-2056/2020 vom 31.08.2020