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Die Essenz der Dinge
Dieser Begriff kommt mehrmals vor in «Le temps retouvé», dem siebten und letzten Band von Marcel Prousts «A la recherche du temps perdu», einem Werk, das mich nach wie vor fasziniert. Für den Ich-Erzähler ergibt sich das «tiefere Ich» im Kontakt mit der «Essenz der Dinge», welche nur durch die Kunst wahrhaftig ausgedrückt werden kann. Es ist unter anderem Aufgabe des Schriftstellers, und oft auch des Künstlers, sich an die Kontemplation dieser Essenz zu heften, diese zu extrahieren und zu entziffern. Indem er in die Tiefe geht, entschlüsselt er Erinnerungen, welche in sein Bewusstsein steigen und gibt den sie begleitenden kleinsten, aber bezeichnenden Zeichen Sinn.
Die sehr einfachen und banalen Objekte, die ich unter diese Arbeitsserie einordne und die sehr viel minimalistischer ausfallen als üblich, sind im Kontext meiner persönlichen Reminiszenzen alle Sinnträger. Sie helfen mir, mich an gewisse Tatsachen zu erinnern und dieses immense Feld voller Erinnerungen, die man im Laufe eines Lebens ansammelt, zu entschlüsseln, von den völlig unbedeutenden bis zu den absolut wesentlichen.