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Geschichte
Es wird davon ausgegangen, dass die Gründung der Hilfsgesellschaft Menzingen 1851 erfolgte. Das Gründungsjahr kann jedoch nicht belegt werden, da die Gründungsakten unauffindbar sind. Andere Quellen bestätigen jedoch die damalige Gründung. Vor der eigentlichen Gründung bildete sich bereits eine Hilfsgesellschaft für die Beschaffung eines geeigneten Hauses für die Schwestern des Instituts Menzingen. Im Mai 1851 fand die Übergabe statt, des durch die Hilfsgesellschaft erworbenen Hauses an Frau Mutter Bernarda Heimgartner. Grundbesitzerin blieb vorerst noch die Hilfsgesellschaft. Laut Kaufvertrag erging dann die Liegenschaft am 22. Juni 1860 an das Institut Menzingen. Der Ostflügel des Mutterhauses steht heute an derselben Stelle dieses ersten Hauses.
Die Hilfsgesellschaft entwickelte sich schnell. 1868 wurde vom Frauenverein das Haus hinter der Kirche käuflich erworben. Dieses „alte Krankenhaus“, wie es bis zuletzt in den 1960er Jahren genannt wurde, beherbergte während rund hundert Jahren stets zwischen 35 bis 40 Alters- und Pflegebedürftige. Heute wird es als 3-Familienhaus genutzt. Als Ersatz für das „alte Krankenhaus“ wurde im September 1965 das Pflegeheim Luegeten eröffnet. Mehr darüber kann unter dem Register Pflegezentrum Luegeten erfahren werden.
1852 erfolgte die Gründung des Waisenhauses in der Eu, welches später Kinderheim Marianum genannt wurde. Der Heimbetrieb wurde 1975 aufgegeben und die ganze Liegenschaft erwarb 1978 die Einwohnergemeinde Menzingen. Heute noch steht das Schulhaus „Marianum“ welches der Primarunterstufe dient. Das Ökonomiegebäude diente für die Gemeinde Menzingen während rund 38 Jahren als Werk- und Ökihof. Es wurde Ende 2016 rückgebaut.
Im 1916 wurde das Hotel Schwandegg erworben. Zuerst bestand die Absicht dieses als Krankenheim einzurichten. Von dieser Idee kam man bald wieder ab und eröffnete im Mai 1918 die Schwandegg als Erholungsheim. Bezeichnet wird das Haus als „Schloss Schwandegg“, es diente allerdings nie als Schloss oder Feudalsitz. Für die erholungsbedürftigen Gäste waren grösstenteils Ordensschwestern des Instituts Menzingen tätig. Zufolge Nachwuchsmangel an Schwestern wurden diese 1979 von der Schwandegg ins Mutterhaus zurückberufen. Es wurden etliche neue Nutzungen geprüft und Studien erstellt. Ein Verkauf drängte sich immer mehr auf, da für eine Modernisierung als Mittelklasse-Hotel grosse Investitionen erforderlich gewesen wären. Im 1983 erfolgte der Verkauf zu einem Sozialpreis an den Leiter der Zürcher Sängerknaben. Durch eine nachfolgende Veräusserung dient heute die Liegenschaft für das Generalat der Priesterbruderschaft St. Pius X.
Für weitere umfassende Informationen verweisen wir auf unser Buch „Hilfsgesellschaft Menzingen, 1851 – 2001“. Dieses Geschichtswerk wurde aus Anlass des 150-jährigen Bestehens herausgegeben.