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DAS REKTIFIZIETER SCHOTTISCHER RITUS
Das Ziel des Rektifiziertes Schottischen System (RSS)
Das Rektifiziertes Schottisches System hat das Ziel die persönliche, moralische und geistige Vervollkommnung durch die Arbeit, die jeder Mensch an sich selbst vollbringen muss.
Es spricht sich für eine aktive und weise Wohltätigkeit gegenüber allen Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihren Ansichten und ihrem gesellschaftlichen Statute.
Die Substanz seines Denkens, seiner Reflexionen und die Symbole, die in den Weg der Freimaurerei interpretiert werden können, sind in den Ritualen illustriert.
Unsere Rituale bieten Wege an, welche die Lebensreise zu sich selbst treiben und eindrucksvoll an das "Werde der du bist" erinnern.
Nach dem Vorbild der Tempelritter, die die Pilger auf dem Weg nach Jerusalem schützen wollten, ist unser System eine ständige Einladung,
die humanitäre Tradition gegen reinen Materialismus, niederträchtigen Utilitarismus, kalten Egoismus und Willkür zu verteidigen.
Der Ursprung des Rektifiziertes Schottischen System
Die Auflösung des Tempelordens beim Konzil von "Vienne" in Frankreich, und das tragische Ende auf dem Scheiterhaufen seines Großmeisters Jacques de Molay
und des Commander der Normandie Geoffroy de Charnay im Jahr 1314 markierten das offizielle Ende der Templer.
Dennoch wurden nicht alle Ritter und Dienerbrüder der Templer hingerichtet, viele von ihnen kehrten ins zivile Leben zurück oder wurden von anderen religiösen Orden in England,
Spanien, Portugal und Schottland empfangen. So entstand die Legende des geheimen Unterhalts des Ordens.
Im Jahr 1738 stellte die berühmte Ansprache des Ritters Ramsay (1686-1743) fest, dass die Freimaurerei ihre Wurzeln im Tempelorden schöpft und dass ihre Prinzipien in Schottland beibehalten wurden.
Das Ideale der Templer, obwohl historisch wenig begründet, fand in mehreren Ländern einen fruchtbaren Boden, was zur Schaffung von Logen nach diesem Modell führte. Das bedeutendste System entstand ab 1751
auf Initiative von Baron von Hund (1722-1776), der in Deutschland eine Ritter Maurerei gründete, die Strikte Observanz, die auf die Wiederherstellung des Tempelordens abzielte.
In weniger als 30 Jahren schlossen sich fast alle deutschen Logen und viele europäische Logen diesem neuen System an. Bereits im Jahr 1780 zählte das System in Deutschland rund 10.000 Mitglieder, davon rund 1.500 im Inneren Orden.
Es war das mächtigste Freimaurersystem in Kontinentaleuropa.
Das Ende der Strikten Observanz
In 1760 gründete Jean-Baptiste Willermoz in Lyon die "Grande Loge des Maîtres Réguliers de Lyon", in der drei Johanis Logen zusammengeschlossen waren.
Diese Logen, in diesem System, waren in drei Johanis Grade und in vier Hochgrade organisiert.
Die Attraktivität war groß und schnell stieg die Zahl der Mitglieder.
Auf dem im November und Dezember 1778 in Lyon abgehaltenen "Convent National des Gaules" haben die Delegierten die Zahl der Grade auf sechs zurückgebracht,
so als die drei Johanis Grade, der 4ter Andreas Grad und die 2 Grade des Inneren Ordens, also der Schildträger-Novizen und der Wohltätige Ritter der Heiligen Stadt.
Das rektifizierte System war geboren. Die Rituale wurden reformiert und zwei neue Gesetzbücher (Codes) angenommen, beides wichtige Werke von Jean-Baptiste Willermoz.
Die Geburt des Rektifizierten Schottische Ritus
In 1782 am Konvent von Wilhelmsbad haben die Provinzen-Delegierten der Strikten Observanz beschlossen, die Reformen von Lyon für ihr gesamtes System anzuerkennen.
Mehr noch, die als historisch unerwähnt angesehene Templers-Abstammung wird ausdrücklich aufgegeben, da nur der spirituelle Hinweis auf den Orden des Tempels erhalten bleibt.
Der Herzog Ferdinand von Braunschweig wurde als General-Großmeister des Ordens ernannt.
Das System wird nun "rektifiziert" und wird als "Rektifizierter Schottischer System" (RSS) bezeichnet. Es ist in 12 Provinzen unterteilt.
Die Schweiz, in der V. Provinz integriert, wurde am 17. August 1779 beim Basler Provinz-Konvent mit einem "Unabhängigen Groß-Priora von Helvetien" (UGPH) ausgestattet.
Das System und der Rektifizierte Schottische Ritus zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Kohärenz aus, die auf die äußerst genaue Vorstellung des Endergebnisses zurückzuführen ist,
das seine Schöpfer im 18. Jahrhundert erforscht haben und die es verstanden haben, mit sehr viel Geschick mit symbolischen Materialien und Ritualen unterschiedlicher Herkunft umzukommen,
um daraus ein homogenes pädagogisches und initiativreiches Werk zu schaffen.
Aus christlicher Obedienz, dieser Ritus beruht auf seinen doktrinären Referenzen und den Werten, die er hervorhebt.
Die esoterische Perspektive, die ihn begleitet, geht über alle besonderen Konkretisierungen der religiösen Tatsache hinaus, außer jedem Dogma, dessen Ziel es ist,
das Verstreute zusammenzubringen und den Menschen zur Einheit des Prinzips zu führen.