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Dieser Indikator zeigt die Häufigkeit von Hospitalisierungen (Behandlungsfälle und Patienten/innen), bei denen eine psychische Erkrankung vorliegt (Hauptdiagnosen). Als psychische Erkrankungen gelten alle Diagnosen des Kapitels «Psychische und Verhaltensstörungen» (F00–F99) und der Gruppe «Sonstige degenerative Krankheiten des Nervensystems» (G30–G32) der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10-GM; BfArM, 2020). Es werden Hospitalisierungen in sämtlichen Versorgungsbereichen berücksichtigt (Psychiatrie, Akutsomatik und Rehabilitation). Hospitalisierungsraten der Behandlungsfälle zeigen die Inanspruchnahme von Ressourcen der stationären Versorgung. Die Hospitalisierungsrate im Versorgungsbereich Psychiatrie ist im Indikator Hospitalisierungsrate in Akutsomatik, Psychiatrie und Rehabilitation ersichtlich.
Der Indikator zeigt die Hospitalisierungsrate für Behandlungsfälle bzw. Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen (Hauptdiagnosen). Es werden sämtliche Versorgungsbereiche berücksichtigt (Psychiatrie, Akutsomatik und Rehabilitation). Die Raten sind getrennt für Behandlungsfälle und für Patientinnen bzw. Patienten angegeben: Bei den Fällen wird jeder einzelne Klinik- oder Spitalaufenthalt gezählt (unabhängig von der Person), bei den Patientinnen und Patienten werden die Personen gezählt, die ihrerseits mehrere Aufenthalte gehabt haben können. Entsprechend übersteigt die Anzahl Fälle die Anzahl behandelter Personen. In die Analysen einbezogen werden die Statistikfälle A und C (siehe BFS, 2020; S. 6).
Die standardisierte Rate wurde anhand der direkten Methode wie folgt berechnet:
Nij: Zahl der Personen in der Altersgruppe i und Geschlecht j in der Standardbevölkerung
rij: Alters- und geschlechtsspezifische Rate
Als Standardbevölkerung wurde die europäischen Standardpopulation 2010 (Eurostat, 2013) verwendet.
Das Vertrauensintervall ist ein Mass für die Präzision der Schätzung. Es definiert Grenzen, innerhalb derer der Wert mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% zu finden ist. Der Standardfehler und die 95% Konfidenzintervalle wurden basierend auf einer Gamma-Approximation der Varianz der Rate berechnet (Tiwari et al., 2006).