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Murray klagt: «Niemand kennt die Regeln!»
Für Andy Murray sind die US Open in New York nach zwei Spielen bereits vorbei. Nach der Niederlage gegen den Spanier Fernando Verdasco bemängelt der Schotte neben der eigenen Leistung auch die Regeln und ihre Anwendung.
Andy Murray muss bei seiner ersten Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier seit Wimbledon 2017 bereits nach der zweiten Runde die Segel streichen. Der Schotte unterliegt in einer umkämpften Partie Fernando Verdasco in vier Sätzen mit 5:7 6:2 4:6 4:6. «Ich hatte zu viele Ups and Downs in meinem Spiel» analysiert Murray an der anschliessenden Pressekonferenz. Er betont aber auch, dass er sich noch immer in einer frühen Phase in einem Prozess auf dem Weg zurück befindet: «Ich spielte heute zeitweise das beste Tennis seit meiner Rückkehr nach der Verletzung.» Der 31-Jährige glaubt weiterhin, dass er zu alter Stärke zurückfinden wird. «Wenn alles gut läuft, bin ich überzeugt, dass ich eines Tages wieder um die grossen Titel mitspielen kann.»
Dementsprechend gering waren Murrays Erwartungen an sich selbst vor Turnierbeginn. Während er selbst also seinen Erwartungen gerecht wurde, gelang dies dem zuständigen «Supervisor» für die Partie gegen Verdasco überhaupt nicht. Auslöser dafür war die wegen der brütenden Hitze eingeführte Zehn-Minuten-Pause nach drei Sätzen, die den Spielern die Möglichkeit zur Erholung geben soll.
Den Spielern ist in dieser Pause eigentlich alles erlaubt, mit einer Ausnahme: Keine Konversation mit dem Trainer! «Fernando war im Eisbad, als ich aus der Dusche kam. Sein Trainer und ein spanischer Doppelspieler waren ebenfalls dort und sprachen mit ihm. Ich ging zum Supervisor und fragte: Was macht ihr? Ich denke, es gibt klare Regeln und ihr erlaubt das. Ich begreif es nicht», schildert Murray die Minuten in der Garderobe.
Dass Verdascos Anhang nicht lange dort drin war, macht für den Schotten keinen Unterschied: «Das ist einer der grössten Anlässe. Wenn ihr solche Regeln habt, müsst ihr diese auch durchsetzen. Denn: Wenn ein Spieler mit seinem Trainer spricht und der andere nicht, ist das nicht fair. Ich sollte nicht in der Position sein, dass ich während einem Grand-Slam-Spiel überprüfen muss, ob sie ihren Job machen.»
Verdasco erklärt sich
Murray stellt auch klar, dass er den Fehler nicht bei Gegner Verdasco und dessen Team sieht. «Sie kannten womöglich die genauen Regeln gar nicht. Mit Sicherheit wollten sie diese nicht mit Absicht brechen. Aber es sollte nicht sein, dass sein Gegner zum Supervisor muss.»
Dem widersprach Verdasco an seiner Pressekonferenz eindeutig. «Ich kenne die Regeln ganz genau. Ich habe kein einziges Wort zu einem Mitglied meines Teams gesagt. Im Eisbad unterhielt ich micht mit Marcos Baghdatis und seinem Trainer, der spanisch spricht. Mit meinem Trainer, der in der Nähe war, wechselte ich kein Wort.»
Die Spieler müssen wohl von unterschiedlichen Eisbädern sprechen. Oder einer lügt. Murray jedenfalls deutet in seinem Instagram-Post ähnliches an und zieht sich demnach in den nächsten Tagen einem Gesundheitscheck unter, «denn offenbar habe ich begonnen, mir Dinge einzubilden».
Dazu setzt er den Hashtag «liar, liar, pants on fire». Sinngemäss übersetzt: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht!Zurück zur Startseite