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Der stille, bärtige, grossgewachsene Profi ist nach einer beeindruckenden Leistung dort angelangt, wo alle guten Golfprofis hinkommen wollen: auf die Siegerliste der vier grossen Turniere, der sogenannten Majorturniere.
In einem spannenden Finale liess Walker den Vorjahressieger und Weltranglisten-Ersten Jason Day aus Australien um einen Schlag hinter sich. Day kam mit einem Eagle am 18. Loch bis auf einen Schlag an den zuvor klar führenden Walker heran. Der Amerikaner behielt jedoch die Nerven und erspielte sich am letzten Loch das für den Triumph nötige Par.
Eine Zeitlang spielte in der Schlussrunde auch der Schwede Henrik Stenson, vor zwei Wochen zum British-Open-Champion gekrönt, um den Sieg am letzten Major des Jahres mit. Er musste aber alle seine Hoffnungen begraben, als ihm am 15. Loch ein Doppelbogey unterlief.
So wurde immer klarer ersichtlich, dass nur Jason Day den ersten ganz grossen Sieg von Jimmy Walker – er hatte in den Jahren 2013 bis 2015 fünf “normale” Turniere auf dem amerikanischen Circuit gewonnen – würde verhindern können. Aber Walker, Mitglied des amerikanischen Ryder-Cup-Teams 2014, zeigte in der Schlussrunde eine sehr abgeklärte Leistung.
Die ersten neun Löcher absolvierte Walker allesamt in Par. Gerade als man dachte, jetzt könnten sich die ersten Fehler einstellen, schlug er auf ungewöhnliche Weise zu. Am 10. Loch gelang ihm ein Birdie aus ungemütlicher Lage im Green-Bunker, und am darauffolgenden Loch doppelte er mit einem hervorragenden Putt aus fast zehn Metern nach. Damit verschaffte er sich gegenüber Jason Day die letztlich entscheidenden zwei Schläge Vorsprung.
Day seinerseits musste sich über seinen Start zur Schlussrunde ärgern. Er spielte am Anfang unsicher und musste sich auf den ersten drei Löchern zwei Schlagverluste notieren lassen. Erst danach fand er zu seiner gewohnten beeindruckenden Spielstärke.
(SDA)