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Importe nach Gütergruppen im Jahr 2009 Die Schweiz erzielte im Jahr 2009 (nach der beschriebenen Bereinigung um Strom und Güter aus der Gruppe «Eigener Antrieb») einen Handelsbilanzüberschuss von etwa 17,2 Mrd. CHF. Exporte in Höhe von 180,9 Mrd. CHF stehen Importen von 163,7 Mrd. CHF gegenüber. Im Folgenden wird die Zuordnung der Importe auf die Gütergruppen nach Tonnage und Warenwert analysiert. Ergänzend werden die Wertdichte (in CHF/t) sowie die relativen Anteile der jeweiligen Gütergruppe an der Gesamttonnage bzw. dem Gesamtwarenwert aller importierten Güter betrachtet.
Wie in Tabelle 9 dargestellt ist, wurden im Jahr 2009 gut 48 Mio. t an Gütern mit einem Gesamtwarenwert von 163,7 Mrd. CHF in die Schweiz importiert. Das entspricht einer mittleren Wertdichte von etwa 3400 CHF/t. Im Durchschnitt betrug der Rückgang beim Import im Jahr 2009 mengenmässig 5,4 %, wertmässig 15,6 %.131 Insgesamt nahm der Warenwert des Imports in 18 von 24 Gütergruppen ab, in 19 Gütergruppen in Bezug auf die Tonnage. Der stärkste Einbruch ist in der Warengruppe Eisen, Stahl, Nichteisenmetalle mit einem Rückgang der Tonnage von fast einem Drittel festzustellen. Betrachtet man den Warenwert der importierten Waren dieser Gruppe, so ergibt sich sogar ein Minus von fast 50 %. Diese Tatsache beruht u. a. auf dem massiven Rückgang der Stahlpreise von Mitte des Jahres 2008 bis Mitte 2009. Ein ebenfalls hoher wertmässiger Einbruch ist bei der Gruppe Rohes Erdöl, mit einem Minus von 47,8 %, zu verzeichnen. Der anteilige Rückgang in Bezug auf die Menge beträgt in diesem Fall nur 8,1 % im Vergleich zum Vorjahr; auch hier sind die stark gesunkenen Preise für Erdöl im Jahr 2009 sowie Währungsschwankungen zwischen US-Dollar und CHF für diese Entwicklung verantwortlich.
Die mengenmässig grössten Positionen beim Import stellen die Mineralölerzeugnisse mit einem Anteil von über 20 % am Gesamtgewicht aller importierten Güter dar. Darunter fallen in erster Linie Kraftstoffe wie Benzin und Diesel. Denn trotz der hohen Quote an Wasserkraft stammt im Energiebereich der grösste Verbrauchsanteil von annähernd 55 % aus Erdölprodukten (Brenn- und Treibstoffe). Die Nutzung der Energiequellen Elektrizität und Erdgas beträgt knapp 24 % bzw. 12 %.132 An zweiter Stelle der mengenmässigen Importe steht die Gruppe der für die Bauindustrie benötigten Steine, Erden, Zemente, Kalke und verarbeiteten Baustoffe (8,5 Mio. t bzw. 17,7 %). Im Jahr 2009 wurden mehr Steine und Erden importiert als Güter der Gruppe Chemische Erzeugnisse, welche mit knapp 5,8 Mio. t (12,0 %) an dritter Stelle der meistimportierten Güter steht. Rohes Erdöl liegt mit 4,7 Mio. t bzw. einem gewichtsmässigen Anteil an der Gesamttonnage von knapp 10 % auf dem vierten Platz. Dieses Rohöl wird anschliessend in inländischen Raffinerien, wie z. B. jener in Cressier am Neuenburgersee, zu Brenn- und Treibstoffen sowie weiteren Spezialprodukten verarbeitet.133
Anders sehen die Verhältnisse bei den wertmässigen Anteilen der importierten Güter aus. Den mit Abstand grössten Warenwert hat mit 44,2 Mrd. CHF bzw. 27,0 % die Gruppe der Fahrzeuge, Beförderungsmittel, Maschinen und Motoren, was sich in erster Linie im Bedarf der Maschinenbauindustrie und Automobilindustrie begründet. Verglichen zum Vorjahr liegt der Gesamtwarenwert jedoch um rund 3,0 Mrd. CHF tiefer. Diese Tatsache lässt sich auf die Finanz- und Wirtschaftskrise zurückführen. Zudem gewinnen Unternehmen für die Herstellung von Präzisionsinstrumenten für die Pharmaindustrie und Medizintechnik an Bedeutung. Ebenfalls einen hohen Wert erzielte die Gütergruppe der Chemischen Erzeugnisse, welche mit 40 Mrd. CHF bzw. 24,5 % den zweitgrössten wertmässigen Anteil an allen Importen hat und die Rolle der chemischen Industrie für die Schweizer Wirtschaft unterstreicht. In Bezug auf die Wertdichte liegt die Gruppe Leder und Textilien, Bekleidung, sonstige Halb- und Fertigwaren mit gut 37 000 CHF/t an erster Stelle. Darüber hinaus sticht wie in den Vorjahren die Gütergruppe der Fahrzeuge, Beförderungsmittel, Maschinen und Motoren mit knapp 27 500 CHF/t hervor. Offensicht- licher Grund hierfür ist die verhältnismässig hohe Qualität und die damit verbundene Höhe der im Ausland erbrachten Vorleistungen im Vergleich zu anderen Warengruppen.
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Vgl. Eidgenössische Zollverwaltung (2010): Aussenhandel der Schweiz 2009.