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Iran: Untergrund-Gemeinden während Covid-19 online
Der Iran hat viele Untergrund-Hauskirchen. Während des Lockdown treffen sie sich über das Internet.
Im Iran, gleich ob Covid-19 oder nicht, können viele Christen schon lange nicht mehr zur Kirche gehen. Diese Christen haben einen muslimischen Hintergrund, und die iranische Regierung betrachtet sie als Kriminelle, weil sie den Islam verlassen haben.
Sie treffen sich deshalb heimlich, in den Wohnungen, aber selbst diese Treffen mussten wegen dem Corona-Virus aufhören.
Virtuelle Gebetsräume
Salomeh (Name geändert), eine iranische Christin, sagt: «Sobald die Regierung sagte, dass unser Land vom Virus betroffen ist, hörten wir auf, uns physisch zu treffen. Und sie sagt weiter: «Alle respektierten die von der Regierung auferlegten Einschränkungen, wir besuchten nicht einmal mehr unsere Familie.»
Das Gemeindeleben verlagerte sich ins Internet. «Es wurden viele Tools eingeführt, und dank dieser sind wir so aktiv wie nie.»
10stündige Gebetstreffen
«Wir haben einen virtuellen Gebetsraum geschaffen, in dem Christen buchstäblich ein- und ausgehen können, um gemeinsam zu beten, eine Art Gebetstreffen, das zehn Stunden pro Tag dauert! Die Menschen sitzen den ganzen Tag zu Hause, sie sind mehr verfügbar als sonst. Es ist eine Gelegenheit für uns, mehr Zeit mit jedem Einzelnen zu verbringen. Wir helfen Angst und Furcht zu überwinden. Wir haben Zeiten der Lehre, des Lobpreises, des Gebets, Gruppenzeiten eingerichtet, in denen Menschen ihre Zeugnisse austauschen, um sich in diesen besonderen Zeiten gegenseitig zu ermutigen.»