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Ernest Oppenheimer (1880-1957) wurde in eine jüdische Familie in Deutschland geboren. Er emigrierte nach Südafrika, wo er mit finanzieller Unterstützung der Bank der Morgan Familie das Bergbauunternehmen Anglo American gründete (Quelle).
Anglo American entwickelte sich schnell zu einem führenden Bergbaukonzern und ist heute noch einer der grössten der Welt. Anglo American ist der grösste Platinproduzent, der fast 40 Prozent der weltweiten Platinproduktion umfasst (Stand 2017) (Quelle). Anglo American gehört auch zu den weltweit grössten Produzenten von Kohle, Nickel und Eisenerz (wird zur Herstellung von Stahl benötigt). Anglo American fördert auch Diamanten, Kupfer und Mangan. Das Unternehmen war seit seiner Gründung im Goldbergbau aktiv. 2004 trennte sich Anglo American von seinem Goldgeschäft. Die ausgegliederte Tochterfirma fusionierte mit einem anderen Unternehmen zum heutigen Goldkonzern AngloGold Ashanti. Dieser war in den letzten Jahren der drittgrösste Goldproduzent der Welt.
Der Unternehmensgründer Ernest Oppenheimer (1880-1957) war auch im Vorstand des Bergbaukonzerns De Beers, der schon seit über 100 Jahren der grösste Diamantproduzent der Welt ist. Seit den 20er Jahren waren die Oppenheimer Hauptaktionär von De Beers und blieben es bis 2011. Seit 2012 befindet sich De Beers mehrheitlich in Besitz von Anglo American. Die beiden Unternehmen sind inzwischen unabhängig von der Familie (zumindest nach offiziellen Angaben).
Der Diamanthändler Bernard Oppenheimer (1866-1921) wurde in England zum Baron geadelt. Er war der Bruder von Ernest Oppenheimer. Ernest wurde vom britischen Hochadel zum Ritter ernannt. Er heiratete in zweiter Ehe Caroline Magdalen Harvey. Ihr Vater war ein englischer Baron. Ihre Mutter war die Tochter eines Vizegrafen aus dem schottischen Murray Clan.
Ernests Sohn Harry Oppenheimer (1908-2000) leitete ebenfalls Anglo American und De Beers. Harry wurde oft als einer der reichsten Menschen der Welt eingestuft. Ernest und sein Sohn Harry waren Mitglied der südafrikanischen Freimaurer (Quelle). Die Freimaurerei wurde von britischen und niederländischen Kolonialisten nach Südafrika gebracht. Der Diamantkonzern De Beers wurde übrigens 1888 vom Briten Cecil Rhodes gegründet, der Mitglied bei den britischen Freimaurern war (Quelle).
Harry Oppenheimer war Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Zu den Mitgliedern gehörten oder gehören noch immer Rockefeller, Rothschild, Loudon, Agnelli, Aga Khan, Astor, Ford, Siemens, Hoffmann, Bin Laden sowie einige Königsfamilien. (Quelle) Harrys Tochter Mary war Treuhänderin des WWF (Quelle).
Harry Oppenheimer war mit dem südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela befreundet (Quelle).
Harrys Sohn Nicky (Nicholas) Oppenheimer (*1945) war Vorsitzender von De Beers und stellvertretender Vorsitzender von Anglo American. Nicky gehört mit seinem derzeitigen Vermögen von 8 Milliarden US-Dollar zu den Reichsten des afrikanischen Kontinents (Quelle).
Nicky traf sich 2006 mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, um sich über Diamantgeschäfte zu unterhalten. Der Diamantkonzern De Beers arbeitet seit 45 Jahren mit Russland zusammen. (Quelle) Geschätzt 52 Prozent der weltweiten Diamantenreserven liegen in Russland (Quelle).
Auch Nickys Sohn Jonathan Oppenheimer (*1969) gehörte zu den Führungskräften von De Beers und Anglo American. Seine berufliche Laufbahn begann bei der britischen Rothschild Bank (Quelle). Die Rothschild Bank finanzierte 1888 die Gründung von De Beers mit (Quelle: 1, 2, 3).
Jonathan Oppenheimer ist seit 2018 im Kuratorium der „Carnegie Endowment for International Peace“ (Quelle). Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. Im Kuratorium der Denkfabrik sind derzeit auch Mitglieder der indischen Milliardärsfamilien Tata und Birla sowie ein Mitglied der jordanischen Königsfamilie. Die derzeitige Vorsitzende des Kuratoriums ist Penny Pritzker, deren Familie zu den reichsten der USA gehört (Stand: 4.8.2021).
Jonathan Oppenheimer besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz in den USA (Quelle). Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.
Die Oppenheimer sind zudem gut mit der britischen Elite vernetzt (Südafrika war/ist eine britische Kolonie). Anglo American und De Beers haben ihren Sitz in London und sind britische Unternehmen.
Emily Oppenheimer lebt in Grossbritannien und kommt aus derselben Oppenheimer Familie (Quelle). Sie kennt Elisabeth Murdoch und Matthew Freud, die verheiratet waren (Foto). Elisabeth kommt aus der Milliardärsfamilie Murdoch, die zu den mächtigsten Medienunternehmern der Welt gehört. Matthew Freud kommt aus der britisch-jüdischen Freud Familie und der berühmte Sigmund Freud war sein Urgrossvater. Er ist persönlich mit britischen Politikern wie David Cameron und George Osborne befreundet. Matthews erste Ehefrau heiratete nach der Scheidung den Bruder von Prinzessin Diana. (Quelle)
Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.