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Tschad
Die Republik Tschad ist ein Binnenland im nördlichen Zentralafrika mit einer Bevölkerung von etwa 14 Millionen. Es grenzt im Norden an Libyen, im Osten an den Sudan, im Süden an die Zentralafrikanische Republik, im Südwesten an Kamerun und Nigeria und im Westen an Niger. Flächenmässig ist der Tschad das fünftgrösste afrikanische Land. Es wird von verschiedenen geographischen Zonen bestimmt: den Wüstengebieten im Norden, dem trockenen Sahelgürtel im Zentrum und den fruchtbareren Gebieten der sudanesischen Savanne im Süden. Der Tschadsee, der dem Land den Namen gab, ist das zweitgrösste Feuchtgebiet Afrikas. Die Hauptstad N’Djamena zählt etwa 1,5 Millionen Bewohnerinnen und Bewohner. Der Tschad beheimatet etwa 200 unterschiedliche ethnische und sprachliche Bevölkerungsgruppen. Offizielle Sprachen sind Arabisch und Französisch. Islam und Christentum sind die am meisten praktizierten Religionen.
CBM engagiert im Kampf gegen Trachom
Ein Schwergewicht der CBM-Arbeit im Tschad nimmt der Kampf gegen die Trachomerkrankung ein. Die Partnerklinik CHBK in Koumra im Südosten des Landes ist wichtiger Akteur in den nationalen Anstrengungen: Mit Kampagnen in abgelegenen Gebieten zur Identifizierung von an Trachom erkrankten Personen, mit der Behandlung von Betroffenen und mit Augenlidoperationen leistet sie einen wichtigen Beitrag, um Erblindungen aufgrund der Trachominfektion zu verhindern. Die Augenklinik in Koumra wird auch in ihrer normalen Tätigkeit für die Region durch die CBM gefördert.
Daneben unterstützt die CBM mehrere Einrichtungen zur Förderung von Kindern mit Behinderungen (Schule für gehörlose Kinder, Zentrum zur Unterstützung der Bildung von sehbehinderten Kindern) sowie die einzige orthopädische Klinik ausserhalb der Hauptstadt N’Djamena in Moundou.
Tschad in Kürze
Der Tschad ist politisch chronisch instabil. Seit 1990 herrscht der Autokrat Generalleutnant Idriss Déby. Protestbewegungen sind häufig. Der Gegensatz zwischen den islamisch-arabisch-berberischen Ethnien im Norden und dem schwarzafrikanisch-christlich-animistischen Süden, der seit der Kolonialzeit eine Vormachtstellung besass, prägt die Politik noch immer.
Aufgrund des Bürgerkriegs und wegen längerer Dürreperioden gehört der Tschad zu den ärmsten Ländern der Welt. 80 Prozent der Bevölkerung leben in absoluter Armut. Die Bevölkerung kann lediglich durch Subsistenzwirtschaft überleben – die wenigen wirtschaftlich entwickelten Elemente werden nur vom Staat organisiert. Seit etwa 10 Jahren fördern internationale Firmen im Tschad Öl. Die entsprechenden Abgaben bringen aber kaum positive Entwicklungsimpulse, sondern fördern Misswirtschaft und Korruption noch weiter. Im Jahr 2013 belegte der Tschad Rang 184 von 187 Ländern beim Index der menschlichen Entwicklung (Human Development Index).
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