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Bt-Toxin (Cry2Aa). Bild: de.wikipedia.org
Forscher an der Universität Sherbrooke im kanadischen Quebec haben das Blut von Menschen, die nachweislich Lebensmittelprodukte aus herbizidresistenten bzw. schädlingsresistenten Gentech-Pflanzen konsumiert haben, untersucht. Gemessen wurde die Konzentrationen der Herbizide Glyphosat und Glufosinat (und deren hauptsächlichen Metaboliten) sowie das Bt-Toxin, das vom Cry1AB-Gen aus schädlingsresistenten Gentech-Pflanzen stammt, im Blut von 39 nicht-schwangeren und 30 schwangeren Frauen sowie deren Foeten. Alle Frauen leben in Sherbrooke und hatten keinen Kontakt mit Pestiziden in ihrem Arbeitsumfeld. Vom Lebensmittelangebot in Sherbrooke muss davon ausgegangen werden, dass sie in ihrer täglichen Ernährung Bestandteile aus herbizidresistenten und schädlingsresistenten Gentech-Pflanzen aufgenommen haben. Sowohl Glyphosat wie auch Glufosinat wurden im Blut einiger nicht-schwangeren Frauen gefunden. Besonders brisant am Resultat ist, dass 93% der untersuchten schwangeren Frauen und 80% derer Föten (d.h. das Bt-Toxin passiert sogar die Plazenta) sowie 69% der nicht-schwangeren Frauen das Bt-Toxin Cry1AB im Blut aufwiesen. Die immer wieder gehörte Behauptung, Bt-Toxine würden im menschlichen Verdauungstrakt zersetzt, ist somit widerlegt. Damit steigt die Besorgnis, dass die Bt-Toxine aus Gentech-Lebensmitteln nicht effizient und vollständig aus dem Magen-Darm-Trakt ausgeschieden werden, sondern ins Blut gelangen und möglicherweise ein beachtliches Risiko für Konsumentinnen und Konsumenten darstellen könnten. Die Forscher empfehlen, den Einfluss von Gift-assoziierten (Pestizide, Bt-Toxine) Gentech-Lebensmitteln weiter zu erforschen.