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oder Col de l'Aigle (Kt. Wallis,
Bez. Visp).
3798 m. Die erste Expedition, welche ihn im Jahr 1849 überschritt, gab ihm den
Namen
Rimpfischgrat und die zweite im Jahre 1853 denjenigen von Col
Imseng; aber er wird jetzt immer Col
de l'Aigle genannt, weil Mr. Wills im Jahre 1853 auf der Passhöhe eine Adlerfeder fand. Er geht zwischen dem
Rimpfischhorn
im N-O und dem
Strahlhorn im S-W durch. Es ist wahrscheinlich, dass der Uebergang von
Saas nach
Zermatt über den
Allalingletscher,
der von einigen ältern Schriftstellern erwähnt wird, eher der
Allalinpass, 3570 m, ist als der Adlerpass.
Jedenfalls ist der Adlerpass vom
Saasthal aus den durch Pfr.
Imseng von
Saas in Begleitung eines Gemsjägers erreicht
worden, worauf am folgenden Tag die erste vollständige Ueberschreitung bis nach
Zermatt, durch M.
Ulrich, Lauterburg und
Gottlieb Studer stattfand. Von
Mattmark bis zur Passhöhe 5 Stunden, von da nach
Zermatt 4 Stunden, im Ganzen 9 Std.
Nur der Abstieg über den ersten Eisabhang nach der
Seite von
Zermatt bietet einem unerfahrenen Kletterer einige Schwierigkeiten.
(Kt. Zürich,
Bez. Horgen).
Dorf von 1589 Ew., Gem. 2876 Ew., auf beiden
Seiten der
Sihl. 447 m. Bahnhof der Sihlthalbahn. Postbüreau,
Telegraph und Telephon. Der Gemeindebann umfasst 699 ha. Ackerbau, 2 bedeutende Baumwollspinnereien mit ca. 260 Arbeitern, 1 Seidenweberei.
Wiesen, Wälder, wenigeRebberge.
Heute versteht man unter «Adulamassiv» die östliche Hälfte
der lepontischen
Alpen, d. h. diejenigen, welche sich vom
Gotthard bis zum
Splügen ausdehnen und welche die Grenze zwischen
dem Kt. Graubünden
und dem Kt. Tessin
bilden. Dieses Massiv schliesst die drei Quellen des
Rheines ein. Man gibt im besondern den Namen Adula dem
höchsten Gipfel, dem
Rheinwaldhorn. Dieses bedeutende Massiv wird von den Bergsteigern wenig begangen,
obgleich seine
Spitzen und
Gletscher Beachtung verdienen. Das grosse Massiv des Adula besteht aus einigen kleinern Gruppen:
Rheinwaldhorn oder Piz Valrhein 3398 m (im Jahre 1789 durch den Mönch Placidus a Spescha von Disentis aus erstiegen); andere
bemerkenswerte Gipfel sind: das Güferhorn 3393 m, der Vogelberg 3220 m, und das Zervreilahorn 2899 m. Der Piz Terri 3151 m,
und der Piz Aul 3124 m, erheben sich auf Kämmen, welche dieses Massiv gegen N. verlängern. Am östlichen
Fusse des Rheinwaldhorn, in dem grössten Gletscher dieses Massivs, befindet sich die Quelle des Hinterrheins, des Hauptarms
dieses Stromes; ganz nahe dabei ist die Klubhütte Zapport des S. A. C., der bequemste Ausgangspunkt für die Besteigung des
Rheinwaldhorns, 3 Stunden über den N.-O.-Grat von der Lentalücke, 2954 m. Dieser letzte Pass ist der eigentliche
Uebergang zwischen dem Zapport- und dem Lentathälchen; denn der Name «Adulajoch», welcher
auf der Siegfriedkarte vorkommt, ist zuweit nach N. gerückt und bezeichnet nur den Ort, wo sich die N.-O.- und die N.-W.-Gräte
des Rheinwaldhorn vereinigen. Wenn man den Aufstieg von Olivone, von W. aus (Lukmanierroute), macht, muss
man in den Hütten im hinteren Carasinathal übernachten und von da über den Bresciana-Gletscher nach dem Bresciana-Pass, 3190 m,
aufsteigen; von wo man den N.-W.-Grat erklimmt.
4° Das Massiv der Splügener Dolomite ist ein kleines Kalkmassiv, welches sich im N. des Dorfes Splügen
zwischen dem Safienthal und dem Dorfe Andeer erhebt; der höchste Gipfel, das Alperschellihorn, 3045 m. Auf der Verlängerung
dieses Massivs nach N. erhebt sich der Piz Beverin, 3000 m, mit prachtvoller Aussicht.
5° Das Tambomassiv zwischen dem St. Bernhardin und dem Splügen, höchster Gipfel der Piz Tambo 3276 m,
prachtvoller Aussichtspunkt, in 3 St. von der Splügenpasshöhe aus leicht zu erreichen. Im oberen Teil des Hinterrheinthales,
wie im Vals und Safienthal, sprechen die Bewohner deutsch; sie stammen von den Wallisern ab, welche im XIII. Jahrh. dorthin
auswanderten.