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Inhalt und Ziel des Forschungsprojektes: Dieses Forschungsprojekt untersucht die Stressregulation bei Kindern im Vorschulalter. Die individuelle Stressregulation entspricht der Anpassungsfähigkeit an eine Stresssituation und bestimmt wie stark und wie lange diese als belastend erlebt wird. Diese Stressregulation entwickelt sich in der frühen Kindheit und beeinflusst die psychische Gesundheit des Kindes. Bisherige Studien zeigten, dass wiederholter oder langandauernder Stress (wie z.B. schwere Lebensereignisse, Trauma) die kindliche Entwicklung der Stressregulation und die psychische Gesundheit des Kindes negativ beeinflussen, jedoch ist unklar, welche Faktoren diese Entwicklung sowie die psychische Gesundheit determinieren. Aufgrund bisheriger Kenntnisse kann davon ausgegangen werden, dass sich die Stressregulation im Vorschulalter durch die Eigenschaften des Kindes, durch die der Eltern und auch durch moderate Stresssituationen im Alltag verändert. Allerdings fehlt bis heute der Nachweis, inwiefern diese kindlichen und elterliche Faktoren die kindliche Stressregulation während einer moderaten Stresssituation (dem Kindergarteneintritt) bestimmen. Ziel des Projekts ist es, einerseits den Einfluss von bisherigem Stresserleben sowie der kindlichen und elterlichen Faktoren auf die Stressregulation und auf die psychische Gesundheit des Vorschulkindes zu erfassen. Andererseits soll die Entwicklung der Stressregulation während einer normativen, moderaten Stresssituation (dem Kindergarteneintritt) untersucht und deren Einfluss auf die psychische Gesundheit des Kindes überprüft werden.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext: Das Forschungsprojekt leistet einen Beitrag zur Klärung von familiären Risiko- und Schutzbedingungen der psychischen Gesundheit im Vorschulalter und erlaubt damit grundlegende Erkenntnisse zu gewinnen, die für zukünftige Interventionen genutzt werden können.