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Der 1961 geborene Jean-Yves Thibaudet stammt aus Lyon, begann mit fünf Jahren seine Klavierausbildung und trat als Siebenjähriger erstmals öffentlich auf. Bereits 1974 wurde er ans Pariser Conservatoire aufgenommen, wo ihn Aldo Ciccolini und Lucette Descaves, die noch mit Maurice Ravel zusammengearbeitet hatte, unterrichteten. Hier legte er die Fundamente für seine gerühmten Interpretationen französischer Musik. Thibaudets internationale Karriere nahm ihren Anfang, als er 1981 die Young Concert Artists Auditions in New York gewann und kurz danach bei einem Konzert für Arturo Benedetti Michelangeli einsprang. Seither arbeitet er mit den bedeutendsten Orchestern in der Alten und der Neuen Welt zusammen. Die Saison 2023/24 beginnt er gemeinsam mit dem Boston Symphony Orchestra und einer Europatournee, die ihn, neben Luzern, auch nach Ljubljana, Köln und Paris führt. Mit dem Los Angeles Philharmonic und Gustavo Dudamel interpretiert er das Klavierkonzert von Chatschaturjan, mit dem Houston Symphony Orchestra und Juraj Valčuha widmet er sich Ravels G-Dur-Konzert, mit dem San Francisco Symphony und Esa-Pekka Salonen Skrjabins Prométhée und mit dem Pittsburgh sowie dem Chicago Symphony Orchestra Saint-Saëns’ Ägyptischem Konzert. Als Kammermusiker absolviert er eine Tournee mit Lisa Batiashvili und Gautier Capuçon. Thibaudet sucht auch den Brückenschlag zur Film- und Modebranche sowie zur bildenden Kunst. Seine Diskographie umfasst mehr als fünfzig CDs, viele davon preisgekrönt, deren Repertoire sich von der Romantik bis zu Duke Ellington und zur Filmmusik spannt; zuletzt erschien 2021 das Album Carte blanche mit seinen persönlichen Lieblingsstücken. Gemeinsam mit Gautier Capuçon leitet er das Festival Musique & Vin au Clos Vougeot. Ausserdem ist er artist-in-residence an der Colburn School in Los Angeles und Sonderbeauftragter der französischen Kreativ- und Kulturwirtschaft für Rumänien. 2012 wurde Jean-Yves Thibaudet zum Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt.
Debut bei Lucerne Festival (IMF) am 30. August 1995 mit Ravels G-Dur-Klavierkonzert und dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Riccardo Chailly.
Juli 2023