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In meinen ersten acht Lebensjahren konnten meine Blutungen in die Gelenke noch nicht durch das Spritzen des fehlenden Gerinnungsfaktors behandelt werden. Denn bis Anfang der 70er-Jahre waren die Behandlungsmöglichkeiten für Hämophilie-A-Patienten beschränkt, was immer wieder für mich und auch für meine Eltern einige unangenehme Konsequenzen nach sich zog.
Mittlerweile höre ich aus meinem nächsten Bekanntenkreis immer wieder die Floskel, dass früher alles besser war. Ich gehöre sicherlich nicht zu den Personen, die dem zustimmen. Im Alter von neun Monaten entdeckten meine Eltern an diversen Körperstellen, vor allem an meinen Armen und Beinen, murmelgrosse Hämatome. Farblich tiefblau, die sich nach einigen Tagen in grüne bis gelbe faustgrosse Flächen veränderten.
Mein Name ist Christian. Ich bin 56 Jahre alt und leide an der Erbkrankheit Hämophilie A. Mit meiner Frau und meinem Sohn lebe ich in Basel. Zu meinen Hobbys zählen Musikhören, vorzugsweise Rock und Jazz, Literatur, Schwimmen und Reisen in ferne Länder. Insbesondere hat es mir der Kontinent Asien angetan.