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Wie MeteoNews mitteilt, zeigte sich der vergangene Monat von seiner zu milden, aber doch sonnenarmen Seite. Trotz dem Mangel an Sonnenschein sorgten wiederholt Südwest- und Südlagen für milde Luftmassen und eine zu milde Bilanz.
Die Temperaturabweichung im Vergleich zum langjährigen Klimamittel von 1981 bis 2010 betrug im nördlichen Flachland zwischen 0.8 und 1.4 Grad. Noch grösser war der Überschuss in den nördlichen Föhntälern, wie beispielsweise im Rheintal, im Urner Reusstal und auch im Haslital, mit etwas mehr als 1.5 Grad. Dies ist auf die wiederholten und teils auch länger anhaltenden Föhnphasen zurückzuführen. Im Tessin war es rund ein halbes Grad zu warm. Durchschnittlich oder vereinzelt auch minimal zu kalt war die Witterung auf den erhöhten Stationen in den Alpen und im Jura.
In Sachen Sonnenscheindauer zeigen die Daten ebenfalls eine eindeutige Tendenz. Beidseits der Alpen schien die Sonne deutlich weniger als sonst üblich, wobei es im Süden schon fast rekordverdächtig wenig Sonne gab, mit beispielsweise bloss 18 Stunden oder nur gerade 16 Prozent der sonst zu erwartenden Sonnenscheindauer in Lugano. Somit war es im Tessin verbreitet der zweit trübste November seit Messbeginn. Nördlich der Alpen betrug das Defizit zwischen 50 und 20 Prozent, auch im Wallis konnte die Sonne nur deutlich unterdurchschnittlich genossen werden.
Der vergangene November dürfte jedoch besonders wegen den Niederschlägen im südlichen Alpenraum in Erinnerung bleiben. Durch das wiederholte herantragen von sehr feuchten Luftmassen aus dem warmen Mittelmeeraum kamen im Süden teils das zwei- bis dreifache an Regen oder Schnee zusammen.
Es gab hochgerechnet beinahe an jedem zweiten Tag Niederschlag. Am meisten Niederschlag mit rund 600 mm gab es an der Station in Robièi auf knapp 1900 Metern über Meer, üblich wären dort sonst 212 mm.
Dieser Wert bedeut an der Station Robièi Platz 4 in der Messreihe für den November, wobei erst seit 1991 gemssen wird. Auch andere Messstationen im Oberwallis, in der Gotthardregion, dem Tessin sowie im Engadin belegten mit den gemessenen Monatssummen einen Platz in den Top Ten.
In den Bergen des Alpenhauptkamms und auf der Südseite kamen ein grosser Teil der Niederschläge in Form von Unmengen an Schnee zusammen, es herrschte immer wieder eine sehr kritische Lawinensituation. Im Engadin wurden teilweise Rekorde für die Gesamtschneehöhe im November sowie die 3-Tages-Neuschneesumme gebrochen (MeteoNews berichtete).
Auf der Alpennordseite zeigt sich ein eher uneiniges Bild. Während in der Zentral- und Ostschweiz tendenziell zu wenig Regen fiel, verzeichnetetn die westlichen Landesteile eher etwas zu viel Niederschlag.
Nähere Angaben mit einer Tabelle der Werte für einzelne Stationen sowie eine Grafik zu den Niederschlägen finden sie unten.