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Am 27. November 2007 wurde die Gemeinde Spreitenbach mit dem Label Energiestadt® ausgezeichnet. Die Gemeinde hat diese Auszeichnung für die nachweisbaren und vorbildlichen Resultate in der Entwicklung der kommunalen Energiepolitik erhalten. Die mit der damaligen Evaluation betraute ad hoc Kommission wurde in die gemeinderätliche Energiekommission überführt. Um sich dauerhaft mit dem Label Energiestadt® auszuzeichnen und um die Qualität und das kontinuierliche Engagement der Gemeinde zu bestätigen, findet alle vier Jahre ein ReAudit statt, so auch im Jahr 2023.
Im Jahr 2018 wurde in Begleitung der Energiekommission von der Nova Energie GmbH das Energiekonzept Spreitenbach erarbeitet. Im Rahmen des Energiekonzepts wurde eine Auslegeordnung der bestehenden Energieverbraucher vorgenommen, welche sich in Wärme (39 %), Elektrizität (29 %) und Mobilität (32 %) einteilen. Basierend auf einer Analyse verschiedener Einflussfaktoren wurde eine Prognose über die zukünftig mögliche Entwicklung erstellt.
Fazit des Energiekonzepts:
- Langfristig kann die Energieversorgung von Spreitenbach zu einem sehr grossen Teil erneuerbar erfolgen. Ein Ziel muss sein, möglichst viele Verbraucher im Erschliessungsgebiet Industrie und Langäcker an die Fernwärme ab KVA Dietikon (Limeco) anzuschliessen oder mit Grundwasser-Wärme zu versorgen. (Anmerkung: Da im Jahr 2019 das Fernwärmenetz Neumatt noch kein Thema war, wird dieses im Konzept noch nicht behandelt. Dieses lässt sich aber in der Folgeplanung problemlos integrieren).
- Das Gebiet Härdli könnte mit Abwärme, Grund- und Oberflächenwassernutzung als Wärmequelle grösstenteils erneuerbar versorgt werden. In den restlichen Gebieten sind insbesondere die Öl- und Gasheizungen mit Wärmepumpen zu ersetzen. In Einfamilienhäusern sind dies Luft-Wasser- sowie Erdsonden-Wärmepumpen, in Mehrfamilienhäusern eher Erdsonden-Wärmepumpen. Allenfalls kann in Mehrfamilienhaussiedlungen eine Verbundlösung gesucht werden, welche mit Erdsonden-Wärmepumpen oder Holz betrieben werden kann.
- Die Stromversorgung von Spreitenbach soll künftig weiterhin mit erneuerbaren Energien erfolgen. In Spreitenbach soll das Solarstrompotenzial optimal ausgenutzt werden und der Bau von Solarstromanlagen begünstigt werden.
- In einem nächsten Schritt ist mit einem Energierichtplan ein behördenverbindliches Instrument zu schaffen. In der Bau- und Nutzungsordnung können anschliessend grundeigentümerverbindliche Vorgaben festgelegt werden.
Das Energiekonzept Spreitenbach wurde von der Energiekommission am 28. August 2019 verabschiedet. Am 24. Juli 2023 hat der Gemeinderat das Energiekonzept 2019 zur Kenntnis genommen. Es bildet als Auslegeordnung eine Grundlage für die bevorstehende Erarbeitung der überkommunalen Energieplanung Spreitenbach - Killwangen. Mit der überkommunalen Energieplanung Spreitenbach – Killwangen wollen beide Gemeinden ab 2023 gemeinsam die zukünftige Energiestrategie entwickeln.