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Vor 50 Jahren hat der Countrystar Johnny Cash im berüchtigten kalifornischen Gefängnis San Quentin eines seiner legendärsten Konzerte gespielt. Mit seinen Auftritten vor Schwerverbrechern feierte er seine grössten Erfolge und machte auf die prekären Zustände in US-Gefängnissen aufmerksam.
«Im Jahr 1967 war Johnny Cash an einem Tiefpunkt – persönlich aber auch kommerziell», sagt der Kulturwissenschaftler und Cash-Biograf. Schäfer erzählt, wie Cash trotz Karrieretief und Tablettensucht seine Konzerte in den Gefängnissen Folsom und San Quentin durchsetzen konnte und wie sie ihn zum Weltstar machten. Und die «Zeitblende» beleuchtet, weshalb Cash – von eigenen Dämonen geplagt – sich mit den Häftlingen identifizierte und wie er sich für eine Gefängnisreform einsetzte.
Im Fokus der Sendung steht auch den Ort des Geschehens: Der Journalist Arndt Peltner nimmt uns mit nach San Quentin, 50 Jahre nach dem Cash-Konzert. «Einiges ist besser geworden, aber der Gefängnisalltag ist immer noch brutal», sagt der Journalist, der das berüchtigte Gefängnis regelmässig besucht. Viele der Probleme, die Cash kritisiert habe, bestünden immer noch, und das Gefängnissystem sei reformbedürftig – in einem Land, das so viele Menschen einsperrt wie kein anderes.