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Aus Olten sind diverse römische Funde bekannt.
Vom Vicus und dem Kastell ist heute jedoch nichts mehr zu sehen. Zwei Gutshöfe sind ebenfalls bekannt. Derjenige in der Flur "Grund" wurde nicht konserviert. Dies wohl auch, weil das Feld landwirtschaftlich genutzt wird.
Der zweite Gutshof "Feigel" befindet sich in einem Park zwischen der Solothurnerstrasse und der Untergrundstrasse (Koordinaten 634 300/244 650). Die Bushaltestelle "Hammermühle" befindet sich direkt daneben. Zudem ist der Park auf dem Stadtplan mit Römermatte bezeichnet. Zu sehen sind die Aussenmauer des Portikus sowie zwei Eckrisaliten mit einem Anbau. Es kann wohl davon ausgegangen werden, dass die heute sichtbaren Mauerzüge nur den Verlauf der Grundmauern kennzeichnen. Um die Originalsubstanz handelt es sich wohl nicht. Jedenfalls wurden als Füllmaterial auch Steine verwendet. Der übliche Mörtel ist nicht zu sehen.
Über die Benutzungsdauer dieses Hofes ist mir nichts bekannt. Der Hof auf "Grund" wurde jedoch zwischen Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. und Mitte des 3. Jahrhunderts genutzt. Der Hof "Feigel" ist nur 500 m davon entfernt. Eine so kurze Distanz für zwei gleichzeitig genutzte Höfe ist unüblich. Es stellt sich deshalb die Frage, ob die Höfe zeitlich verschoben genutzt wurden. In diesem Fall müsste der Hof "Feigel" nach dem Jahr 250 erbaut worden sein. Das Kastell wurde um 370 n. Chr. erbaut. Der Hof könnte davor erstellt worden sein.
Anmerkung des Autors vom 16.09.2001: Der Begleitschrift über die Gutsanlage von Hechingen-Stein (Die römische Gutsanlage von Hechingen-Stein, Stefan Schmid-Lawrenz) ist auf Seite 60 folgendes zu entnehmen: "In dicht besiedelten Gebieten dagegen, wie z.B. dem mittleren Neckarland oder auch im Umfeld von Rottenburg ist es keine Seltenheit, dass Gutshöfe in einem Abstand von 500 m zueinander liegen." Dies könnte natürlich auch für Olten gegolten haben.