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Santalaceen
(Santelblütler), dikotyle, etwa 220 Arten umfassende, in der gemäßigten und warmen Zone einheimische Familie von zweifelhafter systematischer Stellung, meist zur Ordnung der Santalinen mit den Loranthaceen vereinigt, grüne, krautige oder holzige, meist auf Wurzeln schmarotzende Gewächse mit lederartigen, bisweilen kleinen, schuppenförmigen Blättern und mit zwitterigen, bisweilen durch Fehlschlagen eingeschlechtigen, kleinen Blüten, welche ein einfaches kelchartiges, bisweilen innen gefärbtes, vier- bis sechszähliges Perigon, einen einfachen, stets den Perigonabschnitten gegenüberstehenden Staubblattkreis und ein einfächeriges, unterständiges, meist aus drei Fruchtblättern gebildetes Ovar mit einfachem Griffel und Narbe besitzen.
Letzteres enthält eine freie Zentralplacenta, von der meist drei nackte Samenknospen herabhängen. Die Frucht ist eine gewöhnlich von dem stehen bleibenden Perigonsaum, Diskus und Griffel gekrönte Nuß oder Steinbeere mit krustigem oder knochenhartem, meist einsamigem Kern. Der kurze, gerade Keimling liegt im Grunde des Endosperms und hat cylindrische Kotyledonen und ein kurzes, nach oben gerichtetes Würzelchen.
Vgl. A. De Candolle in »Prodromus«, Bd. 14. Wenige Arten der Gattungen Santalum L., Osyris L., Leptomeria R. Br. u. a. kommen fossil in Tertiärschichten vor.