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Agnes arbeitet als Kellnerin in einer Provinz-Lesbenbar im Süden der USA. Als ihre Freundin R. C. einen netten, wenn auch seltsamen Fremden namens Peter anschleppt, lässt Agnes diesen in ihrem Motelzimmer übernachten; er ist ihr immerhin sympathischer als ihr brutaler Ex-Mann, der gerade aus dem Knast entlassen wurde. Peter ist überzeugt, dass ihm die Regierung irgendwelche Wanzen eingepflanzt hat, um ihn zu überwachen. Agnes sieht die winzigen Biester, die Peter in ihrem Zimmer entdeckt, ebenfalls und folgt ihm nach und nach in die Abgründe des Wahns.
«Der Film ist schlank, direkt, unerbittlich. Viel davon spielt in dem Motelzimmer, das sich am Ende in eine unheimliche, mit Alufolie ausgekleidete Höhle verwandelt hat, eine Art psychischer Luftschutzraum gegen Strahlen der Regierung oder wer weiss was. ‹Sie beobachten uns›, sagt Peter.
Das Spezielle an Bug ist, dass wir nicht um unseretwillen Angst haben, sondern um die Figuren im Film. Ashley Judd und Michael Shannon legen mutig jegliche Zurückhaltung ab und zeigen sich ungeschönt, verängstigt und irr. Der Kern des Films liegt darin, wie schnell sich Judds Figur in Shannons Figur einfühlt. Sie wirkt wie eine potenzielle Paranoikerin, die nur auf ihre Aktivierung gewartet hat, und doch wirkt ihre Verwandlung niemals übereilt und durchwegs überzeugend.» (Roger Ebert, rogerebert.com, 24.5.2007)
Drehbuch: Tracy Letts, nach seinem Theaterstück Tracy Letts
Kamera: Michael Grady
Musik: Brian Tyler
Schnitt: Darrin Navarro
Mit: Ashley Judd (Agnes White), Michael Shannon (Peter Evans), Harry Connick Jr. (Jerry Goss), Lynn Collins (R.C.), Brian F. O'Byrne (Dr. Sweet)
102 Min., Farbe, Digital HD, E/d