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Kanjis sind Bildzeichen, die aus verschiedenen Komponenten bestehen, die in der Regel einen eigenen Bedeutungsinhalt haben. So lässt sich der Ursprung eines Zeichens oft rekonstruieren.
Heute das Zeichen 和, das Harmonie/Frieden bedeutet.
Das Bild rechts zeigt das Zeichen in der "Knochenschrift", der ältesten bekannten Schriftform Chinas.
Das A-förmige Teil oben links bedeutet "Mund". (eine andere These meint, es bedeute "Versammlung")
Darunter ist eine Art Panflöte gezeichnet.
Rechts ist eine Ähre genauer gesagt Hirse zu sehen.
Die volle Ähre biegt sich in einer weichen Rundung über die Flöte.
Zwischen "A" und Flöte wurden in der "Metallschrift" zweimal das Zeichen für "Mund" oder "Öffnung" eingefügt. Die Flöte hatte sich vielleicht unterdessen entwickelt und Grifflöcher erhalten.
Die biegsame und elegante Hirse ergibt zusammen mit dem Klang einer Flöte den Eindruck von Friede und Harmonie.
In der kleinen Siegelschrift erhält die Flöte ein drittes Griffloch, die Hirse wirkt ein wenig stilisierter und steht für sich.
Das linke Teil entspricht nun dem heutigen Radikal mit der Bedeutung "Flöte".
Das Zeichen wurde weiter vereinfacht. Von der Flöte ist nur noch eine Öffnung erhalten
In den neueren Schriftformen wurden linker und rechter Teil vertauscht.
Das Bild rechts zeigt das Zeichen in "Kaisho", der modernen Regelschrift.
Eine andere These erklärt das Zeichen folgendermassen:
Die Hirse steht für ein Schild, oder Zeichen, das vor einem militärischen Tor steht. Die Flöte für ein Ritual, mit dem Gebete zu den Göttern geschickt werden. Um mit den Götter in Kontakt zu kommen, braucht es einen friedlichen und harmonischen Geist.