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Bei den diesjährigen Messflügen der NAZ über den Kernkraftwerken Mühleberg und Gösgen wurden keine ungewöhnlichen Radioaktivitätswerte festgestellt. Gemäss Kurzbericht der NAZ wurden im Vergleich mit den Messresultaten der Vorjahre keine Veränderungen beobachtet.
Dazu schreibt die NAZ in ihrem Kurzbericht:
Die Kontrollmessungen in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) in der Umgebung der Kernkraftwerke Mühleberg und Gösgen konnten durchgeführt werden. Es wurde keine gegenüber dem natürlichen Untergrund erhöhte Radioaktivität ausserhalb der Betriebsareale festgestellt. Im Vergleich mit den Messresultaten der Vorjahre wurden keine Veränderungen beobachtet.
Innerhalb des Betriebsareals des Kernkraftwerks Mühleberg wurde eine erhöhte Ortsdosisleistung (Abbildung 1) registriert, welche durch auf dem Betriebsareal sicher zwischengestapeltes Material aus den Stilllegungsarbeiten verursacht wird. Dieses Material enthält das Aktivierungsprodukt Cobalt-60 (60Co), welches von den Messgeräten der Aeroradiometrie identifiziert wurde. Die Ortsdosis am Perimeter des Betriebsareals wird laufend überwacht. Die entsprechenden gesetzlichen Grenzwerte werden eingehalten.
Mit der Messung der Radioaktivität aus der Luft, der sogenannten Aeroradiometrie, kann die Radioaktivität am Boden schnell und grossräumig gemessen werden. Die NAZ führt jedes Jahr im Sommer eine Woche lang solche Messflüge durch, um einerseits Messdaten zu gewinnen und anderseits die Einsatzbereitschaft des Messteams und der Ausrüstung sicherzustellen. Die Schweizer Kernanlagen werden im Auftrag des ENSI im Zweijahresrhythmus aeroradiometrisch untersucht.