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Baar (awp) - Der Rohstoffkonzern Glencore und das Emirat Katar wollen sich am staatlichen russischen Ölförderer Rosneft beteiligen. Glencore teilte am Mittwochabend mit, dass abschliessende Verhandlungen geführt würden. Der Konzern mit Sitz in der Schweiz bestätigte damit Aussagen, die Rosneft-Chef Igor Sechin zuvor im russischen Fernsehen gemacht hatte. Glencore hofft, dass der Deal bis Mitte Dezember abgeschlossen werden kann.
Konkret geht es laut Glencore um einen Anteil von 19,5%, der zusammen mit dem Emirat Katar übernommen würde. Der Kaufpreis, um den es insgesamt gehe, belaufe sich auf 10,2 Mrd EUR, hiess es weiter. Der vorgeschlagene Deal umfasse ausserdem eine Abnahmevereinbarung mit Rosneft über fünf Jahre, und er ermögliche eine Zusammenarbeit in den Bereichen Infrastruktur und Logistik. Dies alles sei mit einem geringen Eigenkapitaleinsatz möglich, wurde zugleich betont.
Zuvor seien mit mehr als 30 potenziellen Käufern Gespräche geführt worden, sagte Sechin im Fernsehen weiter. Für Russland ist es bislang das grösste Privatisierungsgeschäft. Der Absturz der Ölpreise hat die Rohstoffmacht in eine tiefe Wirtschaftskrise gestürzt, weshalb der Kreml nun teilweise Staatsunternehmen privatisiert.
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(AWP)