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Di, 25. Mai 2021, Ralf Hersel
Die ISO-Dateien gewöhnlicher GNU/Linux-Distributionen haben in der Regel eine Grösse von 2 GB (Ubuntu 21.04 hat 2.6 GB, Fedora 34 ist 1.9 GB gross). Es gibt viele kleinere Distros, z.B. ArchBang (1 GB), Puppy Linux (400 MB), Porteus (300 MB), SliTaz (43 MB), Tiny Core Linux (16 MB). Darüber kann Krzysztof Krystian Jankowski nur lachen. Sein Floppinux bootet von einer 1.44 MB Diskette.
Er hat eine eingebettete Linux-Distribution von Grund auf neu erstellt. Sie passt auf eine einzelne Diskette. Zum Zeitpunkt des Schreibens verwendet sie ~1MB Speicherplatz. Das gibt ihm ~400KB freien Platz, den er für Anwendungen nutzen kann.
Diese Distribution kann auf einem 486DX-PC mit 24 MB RAM booten. Auf einem Emulator bootet sie fast augenblicklich. Auf moderner Bare-Metal-Hardware ist das einzige, was diese Geschwindigkeiten verhindert, die tatsächliche Geschwindigkeit eines Diskettenlaufwerks.
Wer sich für diesen Minimal-Ansatz interessiert und Floppinux selbst bauen und booten möchte, findet alle Details auf Krystians Webseite. Es gibt auch ein Video, in dem er den Bootvorgang von Floppinux mit dem Handy gefilmt hat. Im Video sieht man, wie er über die Grossen lachen kann.
Hinweis: Es ist mir klar, dass man die Grösse von Installations-Medien nicht miteinander vergleichen kann, weil die Desktop-Umgebungen und die Anzahl der bereitgestellten Anwendungen viel zur Grösse des ISO-Images beitragen. Mir war es wichtig aufzuzeigen, dass es funktionierende Installationen gibt, die auch mit einem Tausendstel des Üblichen auskommen.