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Geld, sagt man, ist nicht alles. Nach Angaben der Leitung von KNR, dem öffentlich-rechtlichen Sender Grönlands, ist dies jedoch der gemeinsame Nenner, der zu einer Kündigungswelle unter den Journalisten geführt hat, was weniger und kürzeren Nachrichtensendungen sowie weniger Nachrichtenartikeln auf der Website zur Folge hat.
Gegenwärtig hat KNR sechs offene Stellen für grönländischsprachige Journalisten, was 20 % seiner Nachrichtenredaktion ausmacht. KNR stellt auch dänischsprachige Journalisten ein. Doch es war weniger schwierig, Kandidaten für diese Stellen zu finden; laut Alice Sørensen, der Nachrichtenredakteurin, bewarben sich 16 Personen auf die letzte offene Stelle.
Infolgedessen hat KNR eine der ehemals fünf täglichen Radionachrichtensendungen gestrichen und die Hauptnachrichtensendung am Mittag um zwei Minuten gekürzt, so dass sie nur noch 12 statt 15 Minuten dauert. Außerdem wurde die Länge der ehemals 20-minütigen Abendnachrichten gekürzt.
Die Kündigungswelle unter den grönländischsprachigen Mitarbeitern ist auf die höheren Löhne zurückzuführen, die die Privatwirtschaft und andere öffentliche Arbeitgeber Angestellten mit journalistischen Fähigkeiten bieten. Viele derjenigen, die den KNR verlassen haben, so Frau Sørensen, sind in Kommunikationspositionen im öffentlichen Sektor oder als Berater in Ministerien gewechselt.
Mariia Simonsen, eine ehemalige Journalistin und jetziges Mitglied des Inatsisartut, des nationalen Parlaments, schlug vor, dass höhere Löhne für KNR-Journalisten Kündigungen verhindern würden, forderte aber auch mehr Mittel für das nationale Journalistenausbildungsprogramm. Die Journalisten, so hofft sie, werden dann dem Geld folgen.
Kevin McGwin, Polar Journal
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