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Zum jüdischen Chanukka-Fest, das am Vorabend des 18. Dezember beginnt, präsentiert die israelische Antikenbehörde im Mai gefundene Silbermünzen aus der Zeit des sogenannten Makkabäer-Aufstands. Die 15 Silbermünzen seien der erste eindeutige archäologische Beleg dafür, dass die Höhlen in der judäischen Wüste eine aktive Rolle als Schauplatz im Rahmen der jüdischen Revolte gespielt hätten, heisst es in einer Mitteilung der Antikenbehörde von Dienstag.
Bei den Münzen handelt es sich demnach um silberne Tetradrachmen, die vom ägyptischen König Ptolemaios VI. geprägt wurden, dessen Onkel Antiochus IV. Epiphanes (215-164 vor Christus) über das Seleukiden-Reich regierte. Die ältesten Münzen wurden 176/175 vor Christus geprägt, die jüngste Münze 170 vor Christus. Basierend auf dieser Datierung sei der Münzschatz zu Beginn des jüdischen Aufstands gegen Antiochus IV. unter Judas Makkabäus, von dem die biblischen Makkabäerbücher berichten.
Nach Einschätzung der Forscher wurden die in einer Holzkiste in einem Riss in einer Höhlenwand gefundenen Münzen von einem jüdischen Kämpfer oder Flüchtling in der Absicht versteckt, sein Geld nach dem Ende der Revolte abzuholen. Der Fund, der bereits im Mai bei Rettungsgrabungen in einem Naturreservat oberhalb des Toten Meeres gemacht wurde, soll im Rahmen der “Israel Heritage Week” im Hasmonäischen Museum in Modi’in zu Channuka erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Das jüdische Chanukkafest erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem 164 vor Christus durch Judas Makkabäus sowie an den Sieg des jüdischen Volkes über die griechischen Besatzer.
KNA/akr/brg