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deutscher Ingenieure.
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Ein in allen Abmessungen nach dem gusseisernen Ventilator V der hier beigefügten Tabelle des bekannten alten Schiele’schen Systems unter Anwendung der neuen Patente in Schmiedeisen construirter Ventilator ergab schon bei den ersten Versuchen das günstige Resultat, dass, wenn die für die gusseisernen Ventilatoren eingeführte Tabelle zu Grunde gelegt wird, die Umdrehungszahlen bei gleicher Leistung um etwa 1/6 vermindert werden konnten. Der Ventilator läuft hierbei für alle Fälle, auch wenn der Druck bis zu 45cm Wassersäulenpressung steigt, durchaus ohne Geräusch.
Bei den oben erwähnten Versuchen wurden die Ausblaseöffnungen der zu vergleichenden Ventilatoren durch gut anschliessende Blechplatten, welche den Ausblasequerschnitt von 6250ccm auf 1/2, 1/4 und 0 verkleinerten, zugedeckt.
Der alte gusseiserne Ventilator ergab dabei: :
Die Ventilatoren werden gegenwärtig mit noch breiteren Schaufeln, als Fig. 2 zeigt, ausgeführt. Die Flügel und das Gehäuse bestehen aus Schmiedeisen und die Welle aus Gussstabl. Diese läuft in sehr langen gusseisernen Lagern, an welchen die der Abnutzung ausgesetzten seitlichen Reibungsflächen vermittels zweier aussen befindlicher Stellringe leicht nachgerückt werden können.
Den Erwägungen, mit welchen der Erfinder den guten Erfolg der ihm patentirten Neuerung zu begründen sucht, liegt im wesentlichen die Anschauung zu Grunde, welche der Berichterstatter bereits in seiner Theorie der Ventilatoren, Z. 1869, Bd. XIII, S. 3681), wie folgt ausgesprochen hat.
» Die grössere Schaufelzahl (der Ventilatoren als die der Kreiselpumpen) wird dadurch gerechtfertigt, dass durch den Bahndruck, welchen irgend eine Radschaufel gegen den von ihr getriebenen Luftstrom ausübt, diesem letzteren in concentrischen Querschnitten verschiedene, und zwar von der Vorderfläche der Schaufel nach der Hinterfläche der voranschreitenden hin abnehmende, Dichte und Spannung erteilt wird. Da, wo die feste Begrenzung eines solchen Luftstromes aufhört, d.i. beim Austritt aus einem offenen Ventilator, entstehen Wirbelungen, welche die Wirkung beeinträchtigen und mitunter so bedeutend sind, dass sogar, wie man sich durch Hineinwerfen von Papierschnitzeln überzeugen kann, ein stellenweises Wiedereinsaugen stattfindet.
Die Spannungsungleichheit ist natürlich um so grösser, je weiter die Schaufeln auseinander stehen, und umgekehrt lassen sich daher die Luftwirbel durch Vermehrung der Schaufelzahl auf ein zulässiges Mass beschränken.«
Um nun beurteilen zu können, ob der Unterschied der Luftspannung an der Vorder- und Hinterseite der Schaufel (des Flügels) so gross ist, dass ein Ueberfliessen der Luft von vorn über die äussere Flügelkante hinweg in die rückwärts gelegene Radzelle stattfinden kann, so dass sich an der Flügelrückseite ein Wirbel bildet, möge die folgende Rechnung vorausgehen: Bezeichnungen: A innerer
Radhalbmesser in m.
60
75 N widerstand P würde für jede Radschaufel P=
, wenn ausser diesem Nutzwiderstand P nicht auch noch Luftund Zapfenreibungswiderstände zu überwinden wären. Dem rechnungtragend schreibe man:
75 N
(n= 0,7 bis 0,8).
n
2. ergeben,
P= η :
2.
Wenn auch in jedem der vorstehenden Versuchsfälle durch die Windpressung und die Grösse der Ausströmungsöffnung die Förderleistung gegeben ist, so genügen doch die zugehörigen Umdrehungszahlen nicht zur Bestimmung des entsprechenden Kraftaufwandes bezw. Wirkungsgrades. Doch kann wohl zu Gunsten der Patentventilatoren angenommen werden, dass der geringeren Umdrehungsgeschwindigkeit bei gleicher Leistung ein minderer Kraftaufwand entspricht.
Band XXIX. No. 14.
4. April 1885.
Preller, Mitteilungen aus der Praxis.
263
n.75 N
Mitteilungen aus der Praxis.
Bei Festigkeitsberechnungen verfährt man im allgemeinen in der Weise, dass man eine der durch zahlreiche Versuche für verschiedene Materialien ermittelten Zahlen der Belastung, bei welcher das betreffende Material zerstört wird, auswählt und je nach dem Masse der beabsichtigten Sicherheit einen grösseren oder geringeren Teil dieser Belastung in Anwendung bringt. Es liegt auf der Hand, dass die Abschätzung des Masses der Sicherheit eine ganz willkürliche ist, und dass eine reiche Erfahrung dazu erforderlich ist, stets das richtige Mass zu treffen. Die Versuche beziehen sich meist auf einzelne Stücke einfacher Formen, nicht auf die fertigen, aus vielen Teilen zusammengesetzten Gegenstände; sie setzen ferner eine gewisse Gleichmässigkeit des zu verwendenden Materiales innerhalb des einzelnen Stückes voraus, und eine besonders reiche Erfahrung ist dazu erforderlich, um den zahlreichen diesen Voraussetzungen widersprechenden Einflüssen der Spannung, der Undichtheit des Gusses, der Risse und Sprünge beim Stahl usw. gleichfalls Rechnung zu tragen..
Aus diesen Gründen dürften Ergebnisse des wirklichen Versuches, angestellt mit vollständigen Maschinenteilen von häufiger Anwendung, ganz besondere Beachtung verdienen, und da ich in der glücklichen Lage gewesen bin, Maschinenteile für eine Behörde zu liefern und den damit angestellten Belastungs- bezw. Zerreissproben beizuwohnen, so glaube ich manchem durch die Mitteilung der Resultate dieser Proben einen Dienst zu erweisen; sie können als Anhaltepunkte für ähnliches dienen.
Fig. 1 bis 3 zeigen in 1:7,5 der wirklichen Grösse eine sogenannte (obere) Jungfer (für Schiffszwecke), aug schmiedbarem Guss hergestellt und verzinkt; sie wurde mittels durchgezogener Stahltaue in eine Kettenprobirmaschine eingespannt und einer allmählich zunehmenden Belastung ausgesetzt.
Denkt man sich vorläufig den Luftdruck auf die Fläche J gleichmässig verteilt, und zwar mit pa. Atm. auf die Vorderfläche des Flügels und mit P1 Atm. auf die Hinterfläche, dann ist
P= 10000 (P2 - P1) J, daber
n.75 N.60 P2 — P1
10 000.J.Z.v 10000.J.2.1 (A + E):n Nach der Aussenkante des Flügels hin wird der Druck
2 E unterschied allerdings um etwa das fache grösser, und in
A+E
2 E P4 — pz = (p2 — p1) A+ E übergehend
n. 75 N.60.2 E 24 — P3
10 000. J.Zn(A + En
0,125, e= 0,04,
N= 2,25.
Die Höhe der Luftsäule, welche einen Druck von 10000kg auf 19m ausübt, = 7733 m gesetzt, macht (p4
p3) einem Gefälle von 0,002606 · 7733 =20,15m gleichkommend. Dem entsprechend wird die Luft veranlasst, von der vorderen Schaufelfläche nach rückwärts zu fliessen, mit einer Geschwindigkeit von V2g · 2,015 19,8m.
Die radiale Geschwindigkeit der aus dem Radumfang ausströmenden Luft würde ohne jede gegen den Sinn der Rad
Q bewegung ablenkende Wirkung
23,37 m, unter
3600 · F Anrechnung der letzteren aber grösser sein.
Diese aus dem Ueberdrack (P4 - p3) entspringende Gegenströmung ist ohne Zweifel auf die Nutzwirkung von nachteiligem Einfluss, indem diese Gegenströmung innere verlustbringende Arbeit verursacht, auch ohne dass sich wie wir in dem in Rechnung stehenden Fall annehmen müssen — Luftwirbel an den Rücken der Flügel bilden.
Durch den Schiele’schen das Rad umgebenden Ring wird nun aber der Luftstrom unmittelbar nach seinem Austritt aus dem Radumfang seitlich abgelenkt, und dadurch hört auch die aus jener Rück- und der Ausströmungsgeschwindigkeit hervorgehende Resultante auf, in dem bisherigen Masse gegenwirkend zu sein. Auch lässt es sich wohl denken, dass, bevor die Luft die engste Austrittsöffnung, d. i. die Ringöffnung in der Richtung der Krempe, verlässt, ein vollständiger Ausgleich zwischen den Spannungen P4 und på stattgefunden hat.
Diesem Spannungsausgleich meinen wir auch den geräuschlosen Gang des Ventilators verdanken zu sollen, wohingegen bei dem bisherigen unmittelbaren Uebergang der Luft aus dem Rad in den Umlauf die Druckschwankungen, unausgeglichen bleibend, sich bis zur Gehäusemündung fortpflanzen und in jeder Sekunde co . Z tonerregende Schwingungen erzeugen müssen.
Hätte der Ventilator nur 6 Flügel statt jener 12, dann würde P4 - p3 doppelt so gross ausgefallen und die zugehörige Geschwindigkeitscomponente würde 28,1 statt 19,9 m sein.
Nimmt man auch noch, wie es häufig geschieht, die Flügel von durchgehend gleicher Höhe und demgemäss die Radöffnung erweitert an, so vermindert sich bei gleicher Ausströmungsmenge im umgekehrten Verhältnisse die Austrittsgeschwindigkeit, im vorliegenden Falle um das 4 fache, oder auf 23,37
5,84m. 4
Darin, dass die letztere Geschwindigkeit wesentlich kleiner ist, als die andere Componente (28,1), dürfte die Veranlassung zur Entstehung von Wirbeln liegen.
R. R. Werner.
Bei einem Zuge von 50 000kg zeigte sich die eiförmige Oeffnung nach x y um 1mm zusammengedrückt.
Bei 54000kg zerriss das Stück nach der Linie o p.
Die Bruchfläche zeigte ein gleichmässiges feinkörniges stahlartiges Gefüge, an einzelnen Stellen
an einzelnen Stellen von schwarzen Flecken (vermutlich Kohlenstoffablagerungen) unterbrochen. Der Querschnitt der gesammten Bruchfläche betrug 48854mm, derjenige nach Abzug der schwarzen Flecken etwa 42074mm, was eine Belastung beim Bruche von 11,05 bezw. 12,83k8/4mm ergiebt.
Fig. 4 bis 6 zeigen gleichfalls eine (untere) Jungfer aus schmiedbarem Guss. Bei 40 000kg trat der Bruch bei uv ein. Der Bruch zeigte, mit Ausnahme ganz unbedeutender schwarzer Flecken (siehe Fig. 4), ein durchaus dichtes stablartiges Gefüge.
Die Bruchfläche hat 24349mın Inhalt, was eine Belastung von 16,4kg/qmm beim Bruch ergiebt.
deutscher Ingenieure.
Fig:8.
Das Auge Y um den Scheibenbolzen hat keinerlei Deformation gezeigt. Das Auge C hat sich bei 60000kg Belastung um 8mm länglich. gezogen; es hat 720qmm Querschnitt. Das Gewinde am unteren Ende von A hat im Kern 46mm Dmr., hat also bei 60000kg Belastung 36,1kg/4mm ausgehalten, ohne zu zerreissen.
Es war die Aufgabe gestellt, dass alles möglichst leicht sein, eine Belastung von 27 800kg noch aushalten, bei einer Belastung von 33 750kg aber brechen sollte.
Bei 17600kg zeigte sich keinerlei Deformation.
Bei 20000kg Belastung zog sich der Haken um 1mm auf und der Scheibenbolzen bog sich um 0,1mm durch:
Bei 24000k: Belastung zog sich der Haken um 5mm auf; der Scheibenbolzen bog sich 0,5mm durch.
Bei 26000kg Belastung brach der Haken in der Linie r s. Der Scheibenbolzen zeigte eine Durchbiegung von 0,8mm.
Die Bruchfläche des Hakens hatte 2200qmm Inhalt; sie zeigte feinstes Korn und war von ganz gleichförmigem Gefüge
Das Gewinde am Haken hat im Kern 30mm Dmr., entsprechend somit 7069mm Querschnitt; es hat mithin 37kg/4mm ausgehalten, ohne zu reissen.
Der Bolzen B, welcher auf Biegung in Anspruch genommen war, hat bei 17 600kg Zug keinerlei Deformation gezeigt; bei grösserer Belastung verbog er sich und deformirte sich das Auge.
Das untere Auge A des schmiedeisernen Bügels, welches den Scheibenbolzen trägt, zeigte bei 17600kg Zug keinerlei Deformation. Bei etwa 20 00()kg Belastung zog sich das Auge A länglich und riss schliesslich in der Linie a b durch. Der Querschnitt betrug etwa 400qmm.
Der Scheibenbolzen von 30mm zeigte bei 20000kg Belastung eine bleibende Durchbiegung von 0,5mm.
Fig. 10 bis 13 zeigen einen Fussblock mit Schäkel in 1:7,5 der wirklichen Grösse.
Das längliche Auge mit Gewinde und Mutter war weichstem Bessemerstahl, der Schäkel
der Schäkel aus schwedischem Eisen, alle Bolzen aus Gussstahl, der Bügel aus schwedischem Eisen, das Gehäuse aus 7mm Eisenblech, die Scheibe (Rolle) aus schmiedbarem Gusse gefertigt und alles verzinkt. Es war die Aufgabe gestellt, den Block möglichst leicht zu halten; doch sollte derselbe eine Belastung von 60000ky aushalten, bei einer Belastung von rund 80000kg brechen. Bei 50000kg zeigte sich keinerlei Deformation, nur die Nietköpfe der Niete zur Verbindung der Bleche mit dem Bügel platzten ab.
Bei 55 000kg bogen sich der Schäkelbolzen S und der Scheibenbolzen B um 0,5mm durch. Im Gelenke C zeigten sich Spuren eines Bruches.
Bei der in der letzten Zeit vorgenommenen Revision der Normalien für die Betriebsmittel der Preussischen Staatsbahnen ist auch ein Teil der zur Anwendung gelangenden WalzeisenProfile geändert worden. Hierbei sind, soweit durchführbar; die von den Herren Professoren Dr. F. Heinzerling und 0. Intze bearbeiteten »Deutschen Normal-Profile für Walzeisen« berücksichtigt worden. Es sind einige [- Eisen für Wagenuntergestelle, welche den neuen Profileisen - Normalien nicht entsprechen, aber in jenem Werk ausdrücklich als vorläufig beizubehaltende bezeichnet sind, in die revidirten Normalien aufgenommen.
Auf Textblatt 2 sind die wichtigsten, in den Constructionen der revidirten Normalien für Betriebsmittel vorkommenden Walzeisen - Profile dargestellt. Der Verwendungszweck
der einzelnen Profileisen ist in nachstehender Tabelle ange· geben.
des
Ingenieure
។
>>
Sitzungsberichte der Bezirksvereine.
Eingegangen 3. März 1885. Boden käme, dass das Vorhaben gelingen könne. Man schätze das Bergischer Bezirksverein.
dort ausströmende Gas auf etwa 2000cbm innerhalb 24 Stunden, ent
sprechend etwa 4000kg flüssiger Kohlensäure. Gegenwärtig werden Hauptversammlung am 12. Februar 1885. Vorsitzen
etwa 650kg täglich verdichtet, während annähernd eine gleiche Menge der: Hr. Habicht. Schriftfübrer: Hr, Prahl. Anwesend 19 Mit- zur Bleiweissfabrikation verbraucht werde, so dass der weitaus grösste glieder und 2 Gäste.
Teil noch nutzlos verloren gehe.
Die hauptsächlichste Verwendung sei diejenige zu Bierdruckappaträge dieses Vereines zur Hebung des Technikerstandes betreffend,
raten, und sei es aufrichtig zu bedauern, dass der Ausschank des bemerkt der Vorsitzende, dass das Schreiben in der Vorstandssitzung Bieres mittels flüssiger Kohlensäure verhältnismässig noch sehr wenig besprochen sei; der Vorstand habe die Ansicht, dass der Verein als
eingeführt sei. Das liege allein an dem noch zu hohen Preise von solcher wenig zur Unterstützung der Bestrebungen des Frankfurter 11/2 bis 2 M. für 1kg. Bezirksvereines thun könne und solle, empfehle aber den Mitgliedern,
Die Versandtgefäfse, in der Regel 8kg netto enthaltend, seien dass jeder in seinem Kreise dafür wirke.
aus Schmiedeisen oder Stahl hergestellt und würden vor dem GeHierauf berichtet Hr. Betzendahl namens der Commission zur
brauch auf 250 Atm. abgedrückt; denn
bei 0° C. übe die flüssige Kohlensäure einen Druck aus von 36 Atm.,
do.
do. 46 Die Stimmenvertretung sei deshalb eingerichtet, um zu verhindern,
» 300 »
do.
do. 78
Der Redner teilt mit, dass er mehrere Patente genommen habe, Abstimmungen entscheidend wären. Es gebe zwei Arten von Ver- um Kohlensäure sehr vorteilhaft darzustellen, und ist der Ansicht, tretungen. Durch das imperative Mandat sei jede Erörterung der dass, wenn solche erst an vielen Orten gemacht werde, der Preis vorliegenden Fragen aussichtslos, und das sei ungesund. Babe der selbst bei lohnendem Verdienst wesentlich ermässigt werden könne. Vertreter dagegen freie Verfügung über die ihm anvertrauten
Die Ursache der gegenwärtig hohen Preise liege darin, dass die Stimmen, so liege die Gefahr nahe, dass die im Verlaufe der Ver- Fabrikation seither fast ohne Concurrenz betrieben werde, und dass handlungen sich erst entwickelnde subjective Stellungnahme des der Fabrikant ein grosses Kapital in den Kohlensäureflaschen stecken Vertreters nicht übereinstimme mit der seiner Auftraggeber. Der habe, weil er an den meisten grösseren Plätzen Lager unterhalten Berichterstatter meint, die ganze Gefahr der Ueberrumpelung sei müsse. Auch dadurch werde die Ware sehr verteuert, dass sie nicht durch die Einsetzung des Vorstandsrates, in welchem jeder Bezirks- waggonweise verschickt werde, und spiele die Stückgutfracht für verein einen Vertreter habe, sowie durch § 40 mit Zusatz entfernt, Hin- und Rücksendung bei den grossen Entfernungen und bei dem und daher solle man den § 34 ruhig fallen lassen. Da es wünschens- grossen Gewicht der Gefässe eine nicht unbedeutende Rolle. Diese wert sei, dass die Zahl der Stimmen jedes Bezirksvereines im Vor- Vebelstände würden indes zum grossen Teil in Wegfall kommen, standsrat zur Geltung kämen, stellt er den Vorschlag zur Erwägung, wenn flüssige Kohlensäure erst in jeder grösseren Stadt dargestellt für je 100 Mitglieder eines Vereines einen Abgeordneten in denselben werde, was wohl in nicht gar zu langer Zeit eintreten dürfte. Der zu senden, so zwar, dass ein Verein mit einer Mitgliederzahl bis Vortragende ist überzeugt, dass, wenn der Preis erst 1 M für 1kg 150 durch einen, von 150 bis 250 durch zwei, von da bis 350 betragen werde, sämmtliche Wirte dazu übergehen würden, ihr Bier durch drei Abgeordnete usw. vertreten sei. Der Berichterstatter mittels Alüssiger Kohlensäure zu verzapfen. stellt zum Schlusse den Antrag: »Der Verein möge beschliessen,
8kg flüssiger. entsprechen etwa 4000 Liter gasförmiger Kohlenden § 34 fallen zu lassen«,
säure; es habe sich herausgestellt, dass man hiermit etwa 2000 Liter In der sich anschliessenden, sehr lebhaften Verhandlung können
Bier verzapfen könne. Die Kosten würden also bei einem Preise sich die Herren Gantert, Kordt und Kayser den Ansichten des
von 1 M für 1kg 40 Pfg. für 1hl Bier betragen. Diese geringen Hrn. Betzendahl nicht anschliessen, indem sie in dem Inhalte des
Kosten würden indes schon dadurch gedeckt, dass das letzte Glas § 40 keinen Schutz gegen die Gefahr der Ueberrumpelung erblicken. Nach Schluss der Verhandlung wird über den Antrag des Hrn.
des mit flüssiger Koblensäure verzapften Bieres ebenso gut, wenn
nicht besser, schmecke als das erste, und dass auch bei längerem Betzendahl abgestimmt und derselbe abgelehnt. Der Bergische
Stehen des angesteckten Fasses die Güte des Bieres eher zu- als Bezirksverein ist somit für die Aufrechterhaltung des § 34.
abnehme. Nunmehr erteilt der Vorsitzende das Wort dem Hrn. Herm.
Bei Luftdruck sei das Gegenteil der Fall, wie leicht erklärlich; Herberts zu einem Vortrage
denn wie oft werde sogar schlechte gesundheitswidrige, möglicherüber flüssige Kohlensäure,
weise mit schädlichen Pilzen erfüllte Luft dem Biere_zugeführt.
Selbst vollständig reine Luft wirke schädigend auf das Bier, denn und zwar
durch deren Zusammenpressung werde Wärme erzeugt, welche sich a) die seitherige Darstellung und Verwendung flüssiger Kohlen- dem Biere mitteile; ausserdem verdränge die Luft einen Teil der im säure,
Biere befindlichen Kohlensäure durch Verwandlung in Essigsäure. b) neuere Herstellungsarten derselben,
Dagegen entstehe durch die Vergasung der Kohlensäure Kälte, welche c) Anwendung derselben als Betriebskraft bei Pferdebahnen,
sich dem Biere zum Teil mitteile, und ausserdem nehme das Bier lenkbaren Luftballons usw.,
noch einen Teil der Kohlensäure auf. d) Verwendung derselben zur Eisfabrikation, zum Kühlen von Es sei daher nicht unmöglich, dass die bis jetzt bestehenden Bier-Lagerkellern, Theatern usw.
Vorrichtungen, um mittels Luftdruckes Bier zu verzapfen, vom StandFlüssige Kohlensäure, bereits seit einer Reihe von Jahren als punkt der Gesundheitspflege aus gänzlich verboten werden, dass Laboratoriumspräparat bekannt, werde indes erst seit kurzem fabrik- möglicherweise eine Polizei-Verordnung erlassen werde, wonach nur mässig dargestellt. Man schätze die heute in den Handel kom- mittels flüssiger Kohlensäure Bier verzapft werden dürfe. Eine solche mende Menge auf täglich 1500 bis 2000kg; doch dürfe sicher anzuneh
Vorschrift würde auch im Interesse der Bierbrauereien liegen, damit men sein, dass der Verbrauch sich schnell bedeutend vermehren ihnen nicht die Folgen schlechter Behandlung des Bieres zur Last werde. Bisher sei die Darstellung von der Aktiengesellschaft für
fielen, und seien einige derselben bereits dazu übergegangen, den Kohlensäurefabrikation in Berlin, von der Firma Fr. Krupp in
Wirten eine die Kosten der flüssigen Kohlensäure deckende PreisEssen und von erstgenannter Firma 'auch in Burgbrohl a/Rh., ausser
ermässigung bei Anwendung derselben zu bewilligen. dem noch von einer kleinen Fabrik in der Schweiz betrieben worden.
Eine zweite Benutzung sei diejenige bei Dampffeuerspritzen zur In Berlin wie in Essen werde Kalkspat bezw. kohlensaurer Kalk in Erzeugung des erforderlichen Druckes so lange, bis genügender geschlossenen Gefässen mit Salzsäure oder Schwefelsäure behandelt, Dampfdruck erreicht sei. wobei sich Chlorcalcium oder schwefelsaurer Kalk bilde und Kohlen
Ferner verwende die Firma Fr. Krupp in Essen flüssige Kohsäure frei werde; letztere werde durch Waschgefässe gereinigt und lensäure zum Verdichten von Stahl und anderen Metallen, indem sie mittels einer Compressionsmaschine zu flüssiger Kohlensäure ver- den Druck auf die flüssige Metallmasse wirken lasse; ausserdem erdichtet.
zeuge diese Firma mittels flüssiger Kohlensäure ganz bedeutende In Burgbrohl dagegen bestehe seit vielen Jahren eine natürliche Mengen Eis. Kohlensäure-Quelle. Nach unlängst dort vorgenommenen Schätzungen
Man benutze ausserdem die flüssige Kohlensäure zum Torpedosolle das dort ausströmende Wasser 25 bis 30cbm in der Stunde be- Betriebe; doch ist der Redner leider nicht in der Lage, hierüber tragen, auch sei die gleichzeitig mit ausströmende Kohlensäuremenge nähere Mitteilungen machen zu können. Ferner habe man versucht, sehr bedeutend. Schon seit langer Zeit werde dieselbe dort zur mittels flüssiger Kohlensäure gesunkene Schiffe zu heben, und wenn Bleiweissfabrikation benutzt; seit ungefähr 8 Monaten habe man bo- man heute auch noch von keinem grossen Erfolge sprechen könne, gonnen, sie aufzufangen und zu verdichten.
so sei solcher doch zu erwarten. Um Kohlensäure flüssig zu machen, sei es nötig, dass dieselbe
Rund um das gcsunkene Schiff herum werde ein hohler luftvöllig luftfrei sei; es seien daher, als man von dem Plane hörte, in und wasserdichter Ring aus starkem Gewebe angebracht; in dem-. Burgbrohl flüssige Kohlensäure herzustellen, von verschiedenen Seiten selben lasse man, nachdem er genügend befestigt, flüssige KohlenBefürchtungen laut geworden, ob solche auch so luftfrei aus dem säure vergasen. Der Ring werde so gross gewählt, dass er, mit
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