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Massnahmen der Raumplanung und des Bodenschutzes schaffen oft wirtschaftliche und ökologische Mehr- und Minderwerte, beispielsweise durch Ein- und Auszonung von Gebieten oder durch Nutzungsbeschränkungen belasteter Böden. Mittels Kompensationsmechanismen, also durch den Ausgleich dieser Mehr- und Minderwerte, kann eine nachhaltigere Bewirtschaftung des Bodens erreicht werden. Dies gilt sowohl in quantitativer Hinsicht (Zersiedelung versus Verdichtung) als auch in qualitativer Hinsicht (Erhaltung der Bodenfunktionen).
Das Projekt analysiert die Mechanismen, die zur Schaffung von Mehr- und Minderwerten des Bodens führen, und in welchem Verhältnis Mehr- und Minderwerte zueinander stehen – beispielsweise, ob mit einer Massnahme mehr Mehr- als Minderwerte geschaffen werden. Als Untersuchungsregionen dienen die Agglomerationen, die touristischen Zentren und die ländlich geprägten (periurbanen) Gebiete der Schweiz, mithin jene Gebiete, die bezüglich des nachhaltigen Umgangs mit dem Boden am stärksten unter Druck stehen. Zudem soll eine möglichst umfassende Zusammenstellung derjenigen ökonomischen und fiskalischen Instrumente erstellt werden, die einen Ausgleich der wirtschaftlichen und ökologischen Mehr- und Minderwerte erlauben. Die Eignung dieser Instrumente wird in verschiedenen Szenarien in drei Fallstudiengebieten – Lausanne (Agglomeration), Gstaad-Pays-d’Enhaut (Tourismusregion) und Glarus (periurban) – getestet und verglichen.
Aufgrund der Fallstudien lassen sich Empfehlungen zum Einsatz der Instrumente im Bereich der Raumplanung und im Bodenschutz, aber auch für die Gestaltung des Bodenmarktes formulieren.