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Wegen der mit dem Ukraine-Krieg stark gestiegenen Preise etwa für Öl und Gas wuchsen zugleich die deutschen Importe aus Russland um 6,5 Prozent auf 35,3 Milliarden Euro. Die importierte Warenmenge ging hingegen um 41,5 Prozent zurück. Bis in die zweite Jahreshälfte war Russland noch ein wichtiger Energielieferant für Deutschland.
In der Rangfolge der wichtigsten Warenlieferanten fiel Russland von Rang 12 auf 14. "Ausgebliebene Energieimporte aus Russland wurden zum Teil durch Lieferungen aus anderen osteuropäischen Staaten ausgeglichen, insbesondere aus Kasachstan", so die Statistiker.
Waren Maschinen 2021 noch die wichtigsten deutschen Exportgüter nach Russland, brachen Maschinenausfuhren im vergangenen Jahr um mehr als die Hälfte ein. Die Exporte von chemischen Erzeugnissen sanken um gut 43 Prozent. Pharma-Ausfuhren nach Russland legten wegen gestiegener Preise um fast 18 Prozent zu auf gut drei Milliarden Euro und belegten damit Rang 1 der wichtigsten Exportgüter.
Da Deutschland wesentlich mehr aus Russland importierte, als es dorthin exportierte, wies die Handelsbilanz ein Defizit von 20,7 Milliarden Euro aus. Das war der höchste Importüberschuss seit 1992. Im Jahr 2021 hatte der Saldo aus Exporten und Importen noch bei minus 6,5 Milliarden Euro gelegen./als/DP/mis
(AWP)