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Aus 2,5 Wochen wurden 5 Jahre. Seit 2016 ist Michael "Grosi" Grossenbacher in Griechenland unterwegs und unterstützt dort die Menschen in den Flüchtlingslagern. Neben seiner Arbeit an einer Berufsschule und als Moderator ist er nun auch Protagonist im Dokumentarfilm "Volunteer", in dem es um die Flüchtlingskrise in Griechenland geht.
Als im Jahr 2015 die Flüchtlingskrise so richtig bekann, war Grosi klar, dass er helfen möchte. Um jemanden bei sich aufzunehmen, fehlte in seinem Haus aber ein zusätzliches Badezimmer, wie ihm beschieden wurde. So fuhr er anfangs 2016 eine Fuhre Kleider nach Lesbos und half anschliessend für einige Tage im Lager Moria. Die Lage in Griechenland beschäftigte ihn so sehr, dass er seither immer wieder nach Griechenland reist.
Seit dem 3. September 2020 läuft nun der Film "Volunteer" in den Kinos. Im Film werden Schweizer Helfer bei ihrer Reise und ihrer Arbeit in Griechenland begleitet. Auch Michael Grossenbacher ist im Film zu sehen und erhofft sich davon, den Zuschauern die dramatische Situation in Griechenland näher zu bringen. In der Nacht auf den 9. September 2020 brannte das überfüllte Flüchtlingslager Moria ab. Michael Grossenbacher geht davon aus, dass das Lager von Bewohnern angezündet wurde. "Würden wir in einer Krise auf so engem Raum leben, würden wir gleich handeln", sagt Grosi im neo1-Wochengespräch. Er ist aber überzeugt, dass noch weitere und viel schlimmere Katastrophen geschehen müssen, damit die Welt den Ernst der Lage versteht.