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Das so genannte Litoral Gaúcho erstreckt sich über 500 Kilometer entlang der Küste von Rio Grande do Sul: Es beginnt bei Torres im Norden und endet bei Chuí im extremen Süden – an der uruguayischen Grenze. Aber, im Vergleich mit den anderen Teilen der brasilianischen Küste, ist dies der weniger abwechslungsreiche, weniger interessante Teil. Es ist ein unwirtlicherer, rauerer Küstenstreifen, der sich, ab und an durch ein paar Felsformationen unterbrochen, wie ein einziger langer Strand gen Süden zieht. Das Wasser ist hier ebenfalls wesentlich wilder und nicht so klar wie im Nachbarstaat Santa Catarina.
Die Antarktis ist hier durchaus schon spürbar: Sie schickt im Winter eisige Winde an die Gaúcho-Küste, dann verschwinden die Badegäste und auch die Einheimischen hüllen sich in wärmere Kleidung. Schon ab März schliessen die meisten Gästehäuser, und die Saison beginnt frühestens wieder im November, wenn die Winde aus dem Norden wärmere Temperaturen herantragen.
Die wenigen Strände, die wir hier noch als Badestrände oder für Wassersport aufführen werden, sind wegen ihrer kühlen Wassertemperaturen nur zwischen Dezember und März zum Baden zu empfehlen – wohl aber während des ganzen Jahres für schöne Strandwanderungen oder Reitausflüge. In diesem Fall nehmen wir nicht die Hauptstadt Porto Alegre als Ausgangspunkt, sondern „wandern“ von der Grenze zu Santa Catarina (Norden) entlang der Küste nach Süden.