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(Bois du)(Kt. Neuenburg,
Bez. Boudry).
800-650 m.
Eichen- und Tannenwald, am SO.-Fuss des
Jura, über dem Dorfe
Saint Aubin und zum grössten Teil auf Boden der Gemeinde
Saint Aubin gelegen. Nahe an 100 ha Fläche. Dieser schöne
Wald schon 1340 erwähnt,
bildete bis 1848 jahrhundertelang den Gegenstand zahlreicher Eigentumsstreitigkeiten zwischen den
Herren von
Vaumarcus-Gorgier
und den Gemeinden der
Béroche. Im s. Abschnitt des
Waldes, nahe der
Vy d'Etraz, mehrere erratische Blöcke
von archäologischem Interesse. Menhirs und Dolmens.
(Kt. und Gem. Glarus).
1726-1000 m. Alpweide mit 3
Hütten, zum Teil im Hochthälchen zwischen
Breitkamm und Degenstock, zum Teil am Hang des Degenstockes gelegen; 6 km w. über Glarus.
In 75
Stösse abgeteilt.
(Kt. Glarus).
2025 m. Gipfel, n. vom
Klönthalersee, sw.
Vorberg des
Wiggis, 5 Stunden w. über Glarus.
Die Kreideschichten des
Deyenstockes sind zu einer spitzen Antiklinale zusammengepresst, die orographisch sich an die Kette des
Wiggis angliedert, tektonisch aber dem Faltensystem des
Glärnisch angehört.
oder
Désaley(Le) (Kt. Waadt,
Bez. Lavaux).
So heisst der ö. Abschnitt des Weinbaubezirkes von
Lavaux, zwischen
Epesses und
Saint Saphorin. Sein Ertrag gilt als der vorzüglichste des ganzen Gebietes. Anpflanzung und Unterhaltung der
Reben
schwierig wegen der starken Neigung des
Hanges, der sich vom
See rasch bis 630 m hebt. Von der neuen Strasse
Cully-Chexbres,
der sog. Corniche du
Léman, durchzogen. Seiner steilen Bodenbeschaffenheit wegen ist der Dézaley später
als die übrigen Teile des Weinbaubezirkes
Lavaux angepflanzt worden. Es geschah dies auf Veranlassung von Guy de Marlany,
Bischof von
Lausanne, der 1137 diese Arbeit durch die Klosterbrüder der Abteien Montherond,
Haut Crêt(Waadt)
und
Hauterive(Freiburg)
ausführen
liess und ihnen dafür das bis zur Reformation verbliebene Eigentumsrecht an diesen
Weinbergen einräumte.
Heute gehören ein grosser Teil der einstigen
Rebberge der Abteien Montherond und
Haut Crêt der Stadt
Lausanne, diejenigen
des
KlostersHauterive dagegen dem Staate Freiburg.
1154: Daisiloi; dann Dasalay, Daseley, Dasiluy, Deisalas, Desaloy.
Der Gipfel der
Tête Ronde besteht aus über Urgonschichten aufgeschobenem
Neocom; unmittelbar darunter liegen in sich selbst zurückgefaltete Nummulitenbildungen, an deren Basis einst nach Anthrazit
(Steinkohle) gegraben worden ist (woher der auf der
Seite gegen
Anzeindaz übliche Name
Pointe de la Houille für diesen Gipfel).
Hier sind im Hangenden von Süsswasserablagerungen die bekannten reichen Fundstätten von eocänen Fossilien (Leitfossil:
Cerithium diaboli) entdeckt worden, die eine Ausbeute von mehr als 150 Arten von Mollusken, Polypen etc.
geliefert haben.
Tête d'Enfer und
Signal du
Culand bestehen aus normal gelagerten, die
Pointes de Châtillon dagegen aus wahrscheinlich
überkippten Neocomschichten. Die von hier aus nach WSW. streichenden sog.
Rochers duVan gehören ganz dem
eocänen
Taveyannaz-Sandstein an.
Der rechtsseitige Uferrand des Gletschers trägt die
Tour Saint Martin (2913 m) oder, wie sie von den Wallisern geheissen
wird, die
Quille du Diable, die mit einem 40 m hohen Felsturm gipfelt und als letztbezwungene
Spitze der
Gebirgsgruppe erst 1884 von Béraneck Vater erstiegen worden ist. Einen weitern Seitenkamm, nach O., sendet das
Oldenhorn
aus. In diesen ist zunächst die breite Oeffnung des
Oldenpasses (Col d'Audon; 2766 m) eingeschnitten, von dem der kleine
Oldengletscher
(Glacier d'Audon) ins obere Oldenthal
(Vallon d'Audon) absteigt; dann folgt der Taillent
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Während Gottlieb Studer den Culand schon 1825 bestiegen hatte, gelang ihm, in Begleitung von Melchior Ulrich und
der Führer Madutz und Enserme, die Bezwingung der höchsten Spitze der Gruppe, des Diableret, erst 1850 (über den Culand,
den Pierredargletscher und den Col du Refuge). Heute bietet diese Tour keine eigentlichen Schwierigkeiten mehr und wird oft
unternommen; sie erfordert von Anzeindaz oder vom Hotel Sanetsch aus je 4, von Le Plan des Isles aus 6-7
und von der Oldenalp aus 5 Stunden. Der weit schwierigere Weg über den Culand wird heute nur noch selten gewählt. Die
Rundsicht
ist eine der ausgedehntesten und lehrreichsten der ganzen Schweiz; sehr gutes Panorama, von Pfarrer Lador aufgenommen und
in Phototypie, 3 m lang, veröffentlicht.
Die Gruppe der Diablerets besteht beinahe ausschliesslich aus Neocomschiefern und -kalken, zu denen sich am Fuss der S.-Wände
zu Tage anstehende Gewölbeschenkel aus Jura und Trias, auf dem Rücken des Hauptkammes und am N.-Hang dagegen mehrere stark
nach NW. überliegende Muldenschenkel aus Urgon und Nummulitenbildungen gesellen. An zahlreichen Stellen
reiche Fundorte von Fossilien.
Der Name der Diablerets ist wohl wahrscheinlich WalliserUrsprungs und bezieht sich auf den von manchen Walliser Sennen noch
strenge festgehaltenen Glauben, dass dieses Gebirge der Tummelplatz böser Geister sei, die einander verfolgen und bekämpfen
oder wohl auch in aller Eintracht zusammen auf dem Zanfleurongletscher Kegel schieben. Dann werfen sie
mit grossen Felsblöcken nach der Quille du Diable, und die das Ziel verfehlenden Geschosse stürzen mit mächtigem Getöse
von Terrasse zu Terrasse bis zum Lac de Derborence oder bis Anzeindaz herunter. In Wirklichkeit sind diese Geschosse nichts
Anderes als vom Hängegletscher von Diablerets abgebrochene und oft mit donnerartigem Gepolter gegen
Derborence zu in die Tiefe gehende Eismassen.
Zeitweise lösen sich von den Gehängen aber auch eigentliche Felsstürze, deren zwei berühmteste, die von 1714 und 1749,
von den Wänden über der WalliserSeite des Pas de Cheville herabkamen und den ganzen obern Abschnitt des Thales der Lizerne
verwüsteten. Schon mehrere Tage vor Eintritt der ersten dieser beiden Katastrophen machte anhaltendes unterirdisches Getöse
die Leute darauf aufmerksam, dass ein Ereignis bevorstehe, wie sie solche in vergangenen Jahren zu beobachten oft Gelegenheit
gehabt hatten. Am Nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr, stürzte ein Teil der Felswand auf die
ihren Fuss säumenden Alpweiden ab und hüllte Alles in eine mächtige Wolke von Rauch und Staub. 14 Menschen, ungefähr
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