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Amazon stellt seine Tests mit den Lieferrobotern Scout ein. Der US-Onlinehändler hatte die Versuche seit drei Jahren unter anderem in einem Wohngebiet in der Nähe von Seattle gestartet.
Die Fahrzeuge sahen aus wie eine grosse Kühlbox auf sechs Rädern und konnten eigenständig auf dem Gehweg fahren. Das Programm würde die Bedürfnisse der Kunden nicht vollständig erfüllen, erklärte der Konzern gegenüber 'Bloomberg'.
Die Idee eines autonomen Lieferroboters wolle man zwar weiter prüfen, aber das bisherige Konzept habe nicht funktioniert, so Amazon. Man werde das Programm neu prüfen und den Mitarbeitern Jobs in anderen Bereichen des Konzerns anbieten.
An dem Projekt hätten weltweit rund 400 Leute gearbeitet, berichtete 'Bloomberg' unter Berufung auf informierte Personen. Das Entwicklungsteam sei aufgelöst worden.
Auch andere Firmen arbeiteten in den vergangenen Jahren an ähnlichen Lieferrobotern – wie etwa der Vorreiter Starship Technologies. Ein grosser Durchbruch für die Technik bleibt jedoch bisher aus. Die Roboter kommen meist im eingeschränkten Rahmen in einzelnen Gegenden sowie auf Firmen- oder Universitätsgeländen zum Einsatz. Zu den Problemen gehört zum Beispiel, dass Roboter manchmal auf Gehwegen steckenbleiben und abgeholt werden müssen.
Die Modelle von Starship sind auch bei der Schweizer Post zum Einsatz gekommen
. Die Tests mit den Lieferrobotern wurden allerdings 2019 abgebrochen. Begründet wurde der Schritt mit einem Gesetz, wonach die Roboter nur in Begleitung eines menschlichen Aufpassers durch die Stadt fahren dürfen. Man werde sich künftig auf Anwendungsfälle im Indoor-Bereich fokussieren, hiess es von der Post. Als Kunde nannte das Unternehmen unter anderem die Schulthess Klinik, wo ein Indoor-Roboter medizinisches Verbrauchsmaterial transportiert.