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Als erste Massnahme veranlassten die Gebrüder Settelen den Einbau eines Gasmotors zum Antrieb der Futterschneidemaschine. Die Pferde in der Stadt wurden ausschliesslich mit Trockenfutter ernährt (Heu, Stroh, Hafer). Hart arbeitende Pferde mussten alle 2 -3 Stunden gefüttert werden. Um die Fütterungspausen zu verkürzen, wurde das Langfutter fein geschnitten und auf den Fahrzeugen mitgeführt. Nebst vielen anderen Aufgaben mussten die Fuhrleute nach Rückkehr von ihrem Tagwerk auch noch das Futter schneiden. Als zweite Massnahme liessen die neuen Besitzer im Wohn -und Bürogebäude einen Licht- und Lüftungsschacht einbauen. Damit wurden die Belüftungsverhältnisse im Speisezimmer und in den drei Knechtenkammern verbessert. Dies führt zum Kern des heutigen Beitrages: Wie lebte damals das Personal?
In den Übernahmeakten fanden sich keine Hinweise über die Zahl der im Betrieb beschäftigten Menschen und über deren Bezahlung. Vorsichtig geschätzt dürften im Fahrdienst rund 40 Männer, in den Werkstätten und auf dem Hof weitere acht sowie zwei Küchenmägde gearbeitet haben.
Dem Übernahmeinventar kann entnommen werden, dass in den Knechtenkammern 28, in der Mägdekammer zwei und in der Sattlerboutique weitere vier Betten standen - also total 34 Betten für rund 50 Personen. Dies bedeutet aber nicht, dass in der Droschkenanstalt in Schichten geschlafen wurde. (Im Unterschied zu den Arbeitern der Textilindustrie, die um die Jahrhundertwende häufig in Schichten in den so genannten «Schlafgängereien» schliefen.)
Es war damals in diesem Gewerbe üblich, dass unverheiratete Mitarbeiter bei ihrem Meister schliefen. Allerdings zeugen die 3,5 m² Fläche, die pro Mann und Bett zur Verfügung standen, von der bedrückenden Enge, in der einfache Leute zu leben hatten. Bestimmt wurde das Personal auch verpflegt: Die grosse Küche, der Speisesaal sowie die vielen Fässer und die drei Sauerkrautstanden im Kellerinventar sind Beweis dafür.