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Wer kennt nicht die Situation?
Ich möchte gerne mein Gegenüber für mich gewinnen und mit dieser Person Erfolg haben. Sei es als Teamleiter, wenn der Mitarbeiter und Kollege eine ihm zugeteilte Aufgabe erfolgreich beenden kann, sei es als Kundenberater, wo ich auch in einer schwierigen Verhandlung den Kunden am Tisch behalten möchte.
Oft bleibt nicht die Zeit, das Gegenüber auszufragen – eine schnelle und grobe Einschätzung ist notwendig, um den Arbeits-Stil dieser Person zu erfassen oder sich auf das generelle Vorgehen des Gegenübers einzulassen. Dabei geht es hier nicht um „Werten“ oder „Urteilen“ – sondern allein darum, das eigene Handeln und Vorgehen auf das Gegenüber „abzustimmen“.
Eine Idee ist, das Persönlichkeits-Raster von Myers-Briggs zu verwenden und das Gegenüber gemäss der vier Kategorien einzuordnen. Daraus ergibt sich dann eine Typisierung, die die Zusammenarbeit erleichtert.
1. Kategorie: I oder E – Introversion oder Extraversion – Kontaktfreude oder Konzentration?
Wie geht das Gegenüber auf andere zu? Handelt es sich eher um einen kontaktfreudigen Menschen (E) oder um einen, der eher konzentrierter, stiller und intensiver arbeitet (I) ?
2. Kategorie: N oder S – INtuition oder Sensing – „6. Sinn“ oder „ZDF“?
Wie bewertet ein Mitarbeiter seine Umgebung? Ein „intuitiver“ N-Typ geht eher nach seinem „6. Sinn“ und interessiert sich eher für die Interpretation des Gesamtzusammenhangs. Einem „ sensorischen“ S-Kollegen liegen eher die Zahlen, Daten und Fakten am Herzen, ihm geht es um die Verarbeitung konkreter, fassbarer Information.
3. Kategorie: F oder T – Feeling oder Thinking – Emotion und Moral?
Wie trifft ein Mitarbeiter seine Entscheidung? Der Fühlende (F) legt seiner Entscheidung Moral und sein persönliches Wertesystem zu Grunde und versucht, eine Lösung für alle Parteien zu erreichen. Seine Entscheidung ist konsensorientiert. Der Denker (T) betrachtet die ihm vorliegenden Informationen eher von einem rationalen Standpunkt und versucht, auf der Grundlage allgemeiner und objektiver Wertesystemen wie Normen und Gesetzen zu einer Entscheidungen zu gelangen. Seine Entscheidung ist resultatorientiert.
4. Kategorie: J oder P – Judging oder Perceiving – Entschiedenheit oder Spontanität?
Wie handelt ein Mitarbeiter? Ein J-Typ bleibt seiner Entscheidung treu – trotz aller Widrigkeiten geht er systematisch nach Plan vor. Ein P-Typ ist immer wieder offen für neue Eindrücke, handelt eher spontan und kann auch mit neuen Situationen gekonnt umgehen. Hier stehen auch Disziplin und Konsistenz der Spontanität gegenüber.
Finales Statement
Bei der Einteilung geht es um ein grobes Raster. Am Ende steht die vollständige Typisierung, bestehend aus je einer Prägung der vier Kategorien. Diese muss ja nicht für immer gelten, kann aber als Vorbereitung für ein wichtiges Meeting von Nutzen sein.
Der Autor dieses Blogs wurde zuletzt als „ESFP“ eingestuft – ich freue mich auf eine baldige Zusammenarbeit mit meinen Lesern. Weitere Informationen zu „Myers-Briggs Type Indicator“ unter http://www.myersbriggs.org/.