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Die Koordinierung der sozialen Sicherheit zwischen der Schweiz und den Mitgliedstaaten der EU oder der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) beruht auf dem Grundsatz der Gleichbehandlung, der Zusammenrechnung der Versicherungszeiten und des Leistungsexports. Damit werden nachteilige Auswirkungen des Wechsels des Beschäftigungs- oder Wohnlandes auf den Versicherungsschutz gemildert oder beseitigt.
Die Bestimmungen zur Koordinierung der sozialen Sicherheit zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten sehen den Grundsatz der Gleichbehandlung von Schweizer Staatsangehörigen und EU-Bürgerinnen und Bürgern vor. Staatsangehörige des einen Staates haben grundsätzlich dieselben Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen des anderen Staates. Gemäss dem revidierten EFTA-Übereinkommen, das am 1. Juni 2002 in Kraft trat, haben Staatsangehörige der Länder der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) die gleichen Rechte.
Nach dem Grundsatz der Zusammenrechnung der Versicherungszeiten können die in der Schweiz oder in einem EU/EFTA-Mitgliedstaat zurückgelegten Versicherungszeiten von Staatsangehörigen der Schweiz oder der EU/EFTA-Staaten berücksichtigt werden, wenn der Anspruch auf eine Leistung in einem dieser Staaten von einer Mindestversicherungszeit abhängt.
Schliesslich können Personen, die in der Schweiz oder in einem EU/EFTA-Staat Anspruch auf Leistungen haben, diese in der Regel weiter beziehen, auch wenn sie nicht im Land wohnen, das ihnen diese Leistung gewährt. Gewisse Sonderleistungen werden jedoch nicht im Ausland gewährt, so beispielsweise die Ergänzungsleistungen der schweizerischen AHV/IV.
Letzte Änderung 29.06.2020