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Die Mehrheit von 80,6% antwortete mit Nein. Ein ähnliches Phänomen (not in my backyard) lässt sich für ein gemeinsames Endlager für radioaktive Abfälle der Europäischen Gemeinschaft feststellen, das in Deutschland angesiedelt sein könnte. 31,1% sind dafür, 41,7% dagegen und 20,2% sind unentschieden. Geht es um die Frage, ob ein zentrales oder mehrere dezentrale Endlager eingerichtet werden sollten, dann sprechen sich 45,5% der Befragten für ein zentrales Endlager aus. 33,7% bevorzugen mehrere kleine Endlager und ein Fünftel der Befragten hat dazu keine dezidierte Meinung.
Einen deutlichen Widerspruch zeigen die Ergebnisse der Korrelationsanalyse. Kenntnisse und Einstellung zur Technik sind zwar für die Einstellungen zur Nutzung der Kernenergie ausschlaggebend, jedoch nicht für die Beurteilung des Entsorgungsproblems von radioaktiven Abfällen. Weiter zeigen die Korrelationsanalysen, dass eine positive Einstellung zur Nutzung der Kernenergie mit einer nicht dringlichen Bewertung des Entsorgungsproblems einhergeht, bzw. eine negative Einstellung zur Nutzung der Kernenergie mit einer sehr dringlichen Bewertung des Entsorgungsproblems.
Diejenigen, die nach ihrer Einschätzung über gute Kenntnisse der Technik verfügen, und diejenigen, die eine positive Einstellung zur Technik besitzen sowie diejenigen, die positiv zur Kernenergie gestellt sind, fühlen sich auch sehr gut über das Thema "Entsorgung radioaktiver Abfälle" informiert.
Die Umfrage wurde vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (Itas) im Auftrag des Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) durchgeführt. Das Ziel der 1999 vom deutschen Bundesumweltministerium eingesetzten AkEnd ist es, einen Prozess der Standortsuche für ein Endlager für radioaktive Abfälle zu initiieren und dabei grosse Teile der Öffentlichkeit anzusprechen.
Quelle
D.S. nach Auszug Zwischenbericht Itas vom 19. Dezember 2001