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Für die Nothilfe nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal setzt das Schweizerische Rote Kreuz vorerst 500 000 Franken ein. Dabei stehen die Logistik und die Unterstützung des Nepalesischen Roten Kreuzes im Vordergrund.
Das Ausmass der Katastrophe nach dem heftigen Erdbeben vom 25. April in Nepal ist noch immer nicht klar, offizielle Stellen sprechen derzeit von über 3000 Toten und tausenden Verletzter. Die Informationslage aus den vom Erdbeben betroffenen ländlichen Gebieten Nepals ist immer noch spärlich, da die Kommunikation zusammengebrochen ist sowie Strassen blockiert oder zerstört sind. Helferinnen und Helfer des lokalen Roten Kreuzes stehen pausenlos im Einsatz, im Such- und Rettungsdienst sowie um erste Hilfe zu leisten. Bereits wurden Zelte und weitere Hilfsgüter verteilt.
SRK-Logistiker unterstützen die internationale Rotkreuz-Hilfe und übernehmen die logistische Abwicklung
Ein erstes Nothilfeteam des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK), bestehend aus sechs Logistikern, fliegt am 28. April ins Katastrophengebiet und übernimmt dort die Abwicklung der internationalen Rotkreuz-Hilfe. In den nächsten drei Monaten werden drei weitere Teams für jeweils vier Wochen nach Nepal reisen. Das SRK folgt damit einem Aufruf der Föderation. In den kommenden vier Wochen wird das Team insbesondere die Verwaltung und Verteilung der aus dem Ausland ankommenden Hilfsgüter der weltweiten Rotkreuzbewegung koordinieren. Gleichzeitig wird es abklären, welche dringend benötigten Produkte wie Nahrung, Trinkwasser, Zelte, Baumaterial usw. auf den lokalen Märkten oder in den Warenlagern des lokalen Roten Kreuzes vorhanden sind oder anderweitig beschafft werden müssen. Das SRK folgt damit einem Aufruf der Föderation.
Die Rotkreuz-Rettungsorganisation REDOG hat ein Team mit sechs Personen und drei Hunden nach Nepal entsandt. Es ist mit seiner türkischen Partnerorganisation pausenlos im Einsatz, um verschüttete Menschen zu orten.
Unterstützung des Nepalesischen Roten Kreuzes
Nepal ist seit vielen Jahren ein Schwerpunktland des SRK mit Fokus auf Basisgesundheit, Augenmedizin und Wasserversorgung in der Mid-West-Region, um die Lebensbedingungen benachteiligter Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Das SRK arbeitet eng mit dem Nepalesischen Roten Kreuz (NRCS) zusammen. Der SRK-Delegierte ist bereits nach Katmandu gereist, um das NRCS in der Nothilfe zu unterstützen. Zudem entsendet das SRK einen Experten aus seinem Nothilfe-Team, um das NRCS in der Koordination der Hilfe zu unterstützen sowie um sich ein klares Bild der Bedürfnisse zu verschaffen.