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Der Pharma-Konzern Roche hat in einem Schiedsgerichts-Verfahren um das Hepatitis-C-Medikament Sofosbuvir gegen Gilead verloren. Das Schiedsgericht habe im Patentstreit am gestrigen Donnerstag zugunsten von Gilead entschieden.
Entsprechend sei Roche zu keinen Schadenersatzzahlungen berechtigt, teilte Gilead in einem Schreiben an die US-Börsenaufsicht mit. Roche sei von der Entscheidung des Schiedsgerichts enttäuscht, so eine Konzernsprecherin in einem schriftlichen Statement auf Anfrage von AWP.
Roche machte exklusive Rechte geltend
Beim Patentstreit ging es um die Rechte am Hepatitis-C-Wirkstoff Sofosbuvir. Roche machte gemäss Angaben von Gilead geltend, von Pharmasset im Rahmen eines Zusammenarbeitsabkommens aus dem Jahr 2004 die exklusive Rechte an Sofosbuvir zu haben. Pharmasset ist eine Vorgängergesellschaft von Gilead Pharmasset. In der Folge sei Gilead vorgeworfen worden, diese Rechte mit dem Verkauf von Produkten, die den Wirkstoff enthielten, eine Patentverletzung begangen zu haben.
Vorgängig zu dem am Donnerstag getroffenen Entscheid fand im Juni dieses Jahres eine Anhörung der Parteien in New York statt.
Sofosbuvir ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der HCV-Polymerase-Inhibitoren zur Behandlung einer chronischen Hepatitis C. Das Medikament wurde in den USA und in der EU vergangenes Jahr zugelassen.
(awp/dbe/ama)