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China will mit dem Bau der neuen Stadt namens Xiong’an eine Antwort auf sein Wachstumsproblem gefunden haben. Mit der Wirtschaftszone, die dreimal die Fläche von New York umfasst, soll die Umwelt entlastet, der Zersiedlung entgegengewirkt und die Staus reduziert werden.
Das bislang wenig beachtete Gebiet befindet sich rund hundert Kilometer südwestlich des Stadtzentrums von Beijing. Bejing soll sich in Zukunft vor allem auf ihr Dasein als Hauptstadt konzentrieren. Einige Einrichtungen sollen in das neue Wirtschaftszentrum umgesiedelt werden. Auch die 22 Millionen Einwohner der Mega-Metropole sollen sich so besser verteilen können.
Xiong’an soll die Wirtschaft in der Region um die Hauptstadt herum fördern und für koordiniertes und nachhaltiges Wachstum stehen. Nach der überraschenden Ankündigung boomt das Immobiliengeschäft in der zukünftigen Metropole: Die Immobilienpreise sollen sich innert einer Stunde nach Bekanntgabe des Baus Xiong’an fast verdoppelt haben.
Die neue Stadt wird bereits mit Shenzhen verglichen, eine wohlhabende Metropole, die in den 80er-Jahren in der Nähe von Hong Kong errichtet wurde und Chinas Wirtschaftswachstum massgeblich unterstützte.