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Als Hollywood-Aktrice Glenn Close sieben Jahre alt war, schloss sich ihr Vater einer Sekte mit Namen «Moralische Wiederaufrüstung» an, obwohl Dr. William Taliaferro Close einen Harvard-Abschluss hatte. Kurz darauf ging der Arzt in den Kongo, während seine Familie von den USA nach Caux VD in die Schweiz zog, wo das Hauptquartier der Sekte lag.
Die Sekte war von dem amerikanischen Priester Frank Buchman gegründet worden. «Sie hatten ein grosses Hotel, ein sehr glamouröses, exklusives Hotel namens Berghaus. Sie hatten es zu ihrem Hautpqaurtier gemacht und wir lebten dort zwei Jahre lang», verriet Close dem «Hollywood Reporter». Die 67-Jährige war mit ihrem Bruder und den beiden Schwestern in der Schweiz.
Wie war das Leben in der Sekte? «Du durftest eigentlich gar nichts machen oder dir wurde Schuld wegen deiner unnatürliche Bedürfnisse eingeredet.» Wenn einem stets diktiert würde, wie man zu leben hat, was man zu sagen und zu fühlen hat «und das in der Zeit zwischen sieben und 22 Jahren, dann hat das einen grossen Einfluss auf dich.»
Ihr Vater ging in den Kongo, als er 36 Jahre alt war – und blieb 16 Jahre in dem afrikanischen Land, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Seine berühmte Tochter kehrte mit 15 Jahren anno 1977 in die USA zurück. Es sollte noch Jahre dauern, bis sie auch der Sekte den Rücken kehrte: «Ich hatte keine Gebrauchsanleitung, wie man geht, aber ich habe es getan.»
Jahre voller Alpträume vergingen, bis die Amerikanerin die Sekte vergessen konnte, die sich 2001 in «Initiative für einen Wechsel» umbenannte. «Ich werde nicht in alle Details gehen», so der Filmstar. «Das kann man nicht in nur einem Interview.» Close Vater verstarb 2009 in Wyoming.
(phi)