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Gewässerplanung
Die Gewässerplanung gewährleistet die nachhaltige Nutzung der Oberflächengewässer. Natürliche Lebensräume und Landschaftselemente sollen erhalten oder wiederhergestellt werden.
Im dicht besiedelten Kantonsgebiet gestaltet sich die Umsetzung dieser Ziele oft anspruchsvoll. Eine umfassende Gewässerplanung muss insbesondere die Interessen des Naturschutzes, des Hochwasserschutzes, der Erholungsnutzung, der Fischerei, der Trinkwasserproduktion sowie der Wasserkraft- und Brauchwassernutzung berücksichtigen.
Als gesetzliche Grundlage für Planungen im Gewässerraum dient das revidierte Eidgenössische Gewässerschutzgesetz (SR 814.20), welches die Kantone zu neuen Aufgaben verpflichtet. Im Kanton Basel-Stadt sind folgende Planungen von Bedeutung:
Festlegung des Gewässerraums
Der Kanton wird den Gewässerraum bis Ende 2018 in einem kantonalen Nutzungsplan verabschieden. Der Gewässerraum dient zur Gewährleistung der natürlichen Funktionen des Fliessgewässers, des Hochwasserschutzes und der Gewässernutzung. Er umfasst das Gewässer und die Uferbereiche und soll nur extensiv gestaltet und bewirtschaftet werden. Bis zu dessen Festsetzung bemisst sich der provisorische Gewässerraum nach den Übergangsbestimmungen und ist im Geoviewer des Kantons ersichtlich.
Revitalisierung von Gewässern
Der Kanton hat für alle kantonalen Gewässer den Aufwand für Revitalisierungen sowie den zu erwartenden Nutzen für die im Gewässerraum lebenden Tiere und Pflanzen erhoben. Auf dieser Grundlage hat er in der kantonalen Revitalisierungsplanung (2014) die prioritären Massnahmen für einen Zeitraum von 20 Jahren festgelegt. Die kantonale Revitalisierungsplanung ist behördenverbindlich und in der Richt- und Nutzungsplanung zu berücksichtigen.
Der Fokus der aktuellen Planung liegt auf Revitalisierungen der Wiese und ihrer Nebengewässer in den Langen Erlen. Gegenwärtig werden Revitalisierungsarbeiten an der Wiese zwischen Freiburgersteg und der Wiesemündung durchgeführt. Zudem ist im Rahmen des Projektes WieseVital die Revitalisierung des Wieseabschnitts vom Freiburgersteg stromaufwärts bis zur Landesgrenze geplant, welcher durch die Grundwasserschutzzone Lange Erlen fliesst. Derzeit werden auf diesem Abschnitt vertiefte Abklärungen zu den Interaktionen von Fluss- und Grundwasser durchgeführt, um die Revitalisierungsarbeiten hinsichtlich des Grundwasserschutzes optimal zu planen. Weitere Aufwertungsmassnahmen sind auf einzelnen Abschnitten des Riehenteichs vorgesehen.
Sanierung der negativen Auswirkungen der Wasserkraftnutzung
Als negative Auswirkungen der Wasserkraftnutzung gelten die Beeinträchtigung der freien Fischwanderung und des natürlichen Geschiebehaushalts sowie Wasserpegelschwankungen durch schwallartigen Abfluss von Stauwasser (Schwall und Sunk).
Im Kanton Basel-Stadt sind vor allem Massnahmen zur Wiederherstellung der freien Fischwanderung bei Wasserkraftanlagen umzusetzen.
Massnahmen zur Geschiebereaktivierung sind nur im Rhein vordringlich und werden im Rahmen des Masterplans Hochrhein unter Federführung des Bundesamts für Energie BFE kantons- und grenzübergreifend erarbeitet und koordiniert.
Schwall-Sunk-Ereignisse stellen bei den Basler Kraftwerken kein Problem dar.