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Schulterchirurgie
Die besondere Konstruktionsweise des Schultergelenkes ermöglicht es, ein Maximum an Mobilität mit muskelgeführter Stabilität zu kombinieren. Oft liegt eine Schulterverletzung Jahre zurück und äussert sich durch immer wiederkehrende oder zunehmende Schmerzen. Durch eine detailierte, standardisierte klinische Untersuchung, die Schultersonographie, spezielle Röntgenaufnahmen und die Magnetfeld-Diagnostik (MR, MRI, MRT) werden Ihre Schulterbeschwerden sehr präzise diagnostiziert.
Schulterinstabilität (Labrumläsion)
Bei angeborener Gewebeschwäche oder durch ein Sturzereignis kann der Oberarmkopf aus dem Schultergelenk springen (Luxation). Dabei wird häufig der Knorpel oder die Bicepssehne geschädigt und die Gelenklippe (Labrum) vom Pfannenrand abgeschert. Meistens verbleibt eine Schultergelenksinstabilität mit chronischen Schmerzen beim Heben oder bei Aussenrotation des Armes.
Engesyndrom (Impingement)
Durch Einengung des Schulterdaches wird das Gleitverhalten der Supraspinatussehne (Armheber) behindert. Ursache der Gleitbehinderung sind angeborene oder entstandene Formveränderungen des Schulterdaches, Knochenausziehungen am oberen Schultereckgelenk (Acromio-Claviculargelenk oder AC-Gelenk) bei Arthrose oder eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis).
Rotatorenmanschette (Sehnenriss)
Die Rotatorenmanschette besteht aus mehreren Muskeln, die zum Oberarmkopf ziehen und dort mit ihren Sehnen ansetzen. Abnutzung, Enge unter dem Schulterdach und Unfälle führen zu Ein- oder Durchrissen mit dauerhaften Schmerzen bei der Armhebung und Funktionseinschränkungen bei der Abduktion über 80°.
Bizepssehne (SLAP Läsion)
Die lange Bizepssehne unterliegt durch Ihren typischen Verlauf innerhalb des Schultergelenkes besonders oft schmerzhaften Erkrankungen und Verletzungen. Insbesondere Stürze, Armverdrehungen oder Kletterunfälle in Aussenrotationsbewegung des Armes schädigen die Bicepssehne und die weiche Gelenklippe (Labrum). Die Schmerzen sind oft im vorderen Gelenkanteil spürbar und strahlen in den Oberarm aus.
Kalkbildung im Sehnenbereich (Verkalkung)
Ab dem 4. bis 5. Lebensjahrzehnt kommt es häufig zu Kalkeinlagerungen in die Sehnen des Schulterdaches. Kalk verursacht eine schmerzhafte Entzündungsreaktion. Typischerweise finden sich Wechselphasen vollkommener Schmerzfreiheit und hochakuter Schmerzhaftigkeit bei der Armhebung. Eine Punktion des Kalkdepots oder die schonende operative Entfernung führt zur Schmerzfreiheit.
Schultersteife (Froozen Shoulder)
Durch Entzündung der Gelenkschleimhaut, nach langer Schulterruhigstellung z.B. nach Verletzungen oder nach Schulteroperationen kommt zu einer Gelenkkapselschrumpfung, welche die Beweglichkeit des Schultergelenkes erheblich einschränkt. Die Schulter „friert“ ein und sollte sorgfälltig diagnostiziert werden.
Arthrose des Schultergelenkes
Die Abnutzung des Schultergelenkes ist eine Verminderung oder Zerstörung von Knorpelsubstanz mit Entrundung des Oberarmkopfes. Meistens beginnend im oberen Schultergelenk (AC-Gelenk) reiben die Gelenkanteile schmerzhaft aufeinander und führen zur schmerzhaften Fuktionseinschränkung.
Schulterbruch (Schulterfraktur)
Der am häufigsten auftretende Knochenbruch des Schultergürtels ist neben der Claviculafraktur der Oberarmkopfbruch. Ursache ist meist ein seitlicher Sturz auf das Schultergelenk. Frauen sind wegen der Osteopoeroseneigung durschnittlich dreimal häufiger betroffen als Männer.
Bandverletzung des oberen Schultergelenkes
(Tossy Verletzung)
Das AC-Gelenk (Acromio-Claviculargelenk) liegt zwischen dem Schulterdachfortsatz und dem Schlüsselbein. Durch Zerreissen der stabilisierenden Bänder dieses Gelenkes kann es zu einem Stabilitätsverlust des Schultergürtels kommen. Das gesamte Schultergelenk sinkt tiefer und das Schlüsselbein steigt entsprechend dem Muskelzug höher (Klaviertastenphänomen).
Schlüsselbeinbruch (Klavikulafraktur)
Mit einem Frakturanteil von 10-15% beim Erwachsenen ist das Schlüsselbein nach der handgelenksnahen Speiche (distale Radiusfraktur) am zweithäufigsten von knöchernen Verletzungen betroffen. Ursache ist eine indirekte Gewaltenwirkung (z.B. Sturz auf die Hand) oder ein direktes Trauma der Schulter.
Therapiemöglichkeiten
Neben der konservativen Schultertherapie, wie Injektionen, Schmerztherapie und Schulterkräftigung durch die Physiotherapie kommen auch operative Methoden zur Anwendung. Das Medical Expert Center ist führend auf dem Gebiet der Schulterchirurgie. Schulteroperationen werden in der Regel arthroskopisch, durch kleine, punktförmige Zugänge, also ohne störende grosse Narbe durchgeführt. Unser Ziel ist die schmerzfreie und uneingeschränkte Schulterfunktion.