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Lindau zur Zeit des 30-jährigen Krieges
Im Museum für Kunst und Geschichte läuft noch bis zum 28. Januar die Ausstellung über Franz Peter König, einen Abenteurer aus dem 16./17. Jahrhundert. Er wurde 1594 in Freiburg geboren. Gegen den Willen der Freiburger Obrigkeit trat er in den Dienst Venedigs. Darauf lebte er in Mailand, von wo aus er nach Wien zum Kaiser zieht. Als dessen Offizier verbringt er während des Dreissigjährigen Kriegs ein Jahrzehnt im Osten des Reiches – heute Tschechien, Slowakei und Ungarn. Er kam dabei auch in Kontakt mit den Türken.Von 1632 bis Anfang 1634 war Franz Peter König kaiserlicher Gouverneur der Stadt Lindau am Bodensee. Er musste während dieser Zeit massive schwedische Angriffe abwehren. Sein Mandat en dete mit einem Eklat: Er wurde gefangen genommen, des Hochver- rats und Mordversuchs beschuldigt und schliesslich zum Tod verurteilt. Nur knapp entgeht er der Ent- hauptung und kann sich nach langer Gefangenschaft in einer halsbrecherischen Flucht in die Schweiz ret- ten. Zurück in Freiburg und vom Kaiser begnadigt, lebt er dank dem Salzhandel auf grossem Fuss und widmet sich seiner politischen Karriere.Im Rahmen der Ausstellung organisiert das Museum eine Vortragsreihe. Am Donnerstag, 11. Januar, um 18.30 Uhr hält Heiner Stauder, Stadtarchivar von Lindau, ein Referat zum Thema «Lindau zur Zeit des Dreissigjährigen Kriegs.jaMuseum für Kunst und Geschichte, Donnerstag, 11. Januar, 18.30 Uhr.