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Das 36 Milliarden Dollar teure Vorhaben sieht den Bau einer Pipeline quer durch die Provinz Britisch Columbia zwischen Hudson's Hope und Lelu Island über eine Länge von 900 Kilometern vor. Gebaut wird die Pipeline von dem Unternehmen TransCanada.
Petronas will mit dem Flüssiggas den asiatischen Markt bedienen. Das Geschäft kommt vier Jahre, nachdem Petronas den Gasproduzenten Progress Canada Energy für umgerechnet 3,5 Milliarden Euro aufgekauft hatte.
Kanadas Premierminister Justin Trudeau hatte in der Vergangenheit mehrmals hervorgehoben, Wirtschaft und Umwelt in gleichem Masse fördern zu wollen - ohne das eine dem anderen zu opfern. Die Genehmigung für das Projekt folgte nur wenige Wochen, nachdem die Bundesregierung in Ottawa sich mit den Provinzregierungen auf zentrale Vorgaben zur Reduzierung der CO2-Emissionen geeinigt hatte.
Umweltverbände sehen die Entscheidung jedoch kritisch: "Wie kann Premierminister Trudeau behaupten, auf der internationalen Bühne einer der Führenden zum Schutz des Klimas zu sein, wenn er zugleich einem Projekt zustimmt, das Ursprung der grössten Klimaverschmutzung des Landes werden wird", sagte Karen Mahon von der Umweltschutzorganisation "Stand".
Mitglieder von Canada's First Nations, eine Interessenvertretung der Ureinwohner des Landes, sorgen sich vor allem um die Fischbestände. Denn die geplante Pipeline verläuft durch eine Inselgruppe, für die Lachsfang eine wesentliche Einnahmequelle bedeutet.
(AWP)