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In den 80er Jahren, kurz nach der Gründung des Schweiz. OL-Verbandes (1979), mussten sich die Veranstalter von grösseren OL-Veranstaltungen immer mehr mit aufwändigen Bewilligungsverfahren auf
kommunaler und kantonaler Ebene befassen. Aufgrund der kritischen Haltung von Jagd und Naturschutzkreisen gegenüber von OL-Veranstaltungen musste sich so auch der noch junge OL-Verband erstmals
mit Problemen der Waldbenützung auseinander setzen, mit dem Ziel, den Zugang zum Wald weiterhin zu ermöglichen.
Ein grösserer Rechtsfall in Zusammenhang mit einem Verbot einer OL-Veranstaltung, erforderte dann ein Rechtsgutachten. Dafür fehlten dem Verband aber die finanziellen Mittel. Auch für weitere
ausserordentliche, einmalige oder nachhaltige Projekte konnte der junge OL-Verband die finanziellen Ressourcen nicht aufbringen.
Aus dieser Not heraus haben sich einige OL-Läufer entschlossen, den Verein «OL-Gönnerclub» zu gründen. Mit einem Beitrag von Fr.1000 konnte man damals Mitglied im OL-Gönnerclub werden. Dafür
erhielt man für zehn Jahre die Mitgliedschaft. Dank dieser relativ hohen Beitragshöhe verfügte der OL-Gönnerclub nach dem ersten Tätigkeitsjahr bereits über ein Vermögen von Fr. 52‘000 und nach
zwei Jahren war der Mitgliederbestand bereits auf 70 OL-Läufer angewachsen. Das Vereinsvermögen vermehrte sich markant und der OL-Gönnerclub verfügte nach fünf Vereinsjahren über eine Bilanz von
beachtlichen Fr. 210‘000, ein Vermögen das höher war, als dasjenige des OL-Verbandes selbst.
In den ersten zehn Jahren wurden dann vor allem rechtliche Verfahren, Forschungsprojekte der Waldbenützung (Wildschutz, Naturschutz, OL-Verträglichkeit), ein Symposium Waldbenützung, eine
Kartenbeilage Schweiz im IOF-Report unterstützt sowie Defizitgarantien gewährt für zwei Länderkämpfe im Bereich der Nachwuchsförderung.
In diesen ersten Vereinsjahren war der OL-Gönnerclub eher eine introvertierte, familiäre, besonnene, zurückhaltende Gemeinschaft. Während dieser Zeit hatte der Club auch eine eigenständige
Doktrin, in dem z.B. keine finanzielle Unterstützung für die Bereiche des Spitzensportes inkl. Juniorenkader beschlossen wurde, auch wenn noch so gute Projekte vorgelegt wurden.
Um sich aber in der Unterstützung der Nachhaltigkeit zu positionieren, wurde im Jahre 1989 die Einführung des Förderungspreises
beschlossen, der bis heute jährlich an 1-2 Personen vergeben wird. Mit diesem Preis sollen besondere Verdienste um die Förderung des OL-Sportes ausgezeichnet und gewürdigt werden, mit spezieller
Berücksichtigung der Nachwuchsförderung.
Um die Jahrtausendwende öffnete sich der OL-Gönnerclub. So konnte man ab 1995 auch Mitglied für einen jährlichen Beitrag von Fr. 100 werden und die Preisvergaben wurden ausgeweitet. Diese Öffnung
führte zu einem Mitgliederbestand von heute ungefähr 150 Personen. In den Folgejahren wurden auch die Preisvergaben angepasst und die entsprechenden Reglemente geschaffen.
Im Jahre 1997 wurde der Leistungspreis für hervorragende Platzierungen in den Medaillenrängen an Weltmeisterschaften für Eliteläufer
und Junioren und im Jahre 1999 die Vergabe eines Anerkennungspreises eingeführt. Mit dem Anerkennungspreis werden besondere
Verdienste um den OL-Sport ausgezeichnet. Er soll ein „Dankeschön“ oder eine spezielle Gratulation „nach aussen“ ausdrücken. Der Preis wird jährlich auf Vorschlag des Zentralvorstandes Swiss
Orienteering an Dritte ausserhalb des OL-Sportes vergeben und der OL-Gönnerclub stellt jeweils die limitierte Preissumme zur Verfügung.
Im Jahre 2007 und 2011 wurde das Reglement Leistungspreis in zweifacher Hinsicht angepasst. Leistungspreise werden heute nur noch im
Bereiche der Junioren und Jugend
für Top-Resultate an JWOC, JEC und EYOC in allen drei OL-Sparten jährlich vergeben. Für die Eliteläufer wurde dieser Preis umgewandelt in einen Förderpreis Elite, mit dem ausserordentliche
Projekte des Elite-Spitzensportes (beispielsweise Anschubfinanzierung der neuen Nationalen Leistungszentren Bern und Zürich) finanziell unterstützt werden können. Dem Elite-Spitzensport
fliessen heute über andere Kanäle (beispielsweise Sponsoren , Swiss Olympic) substanzielle finanzielle Mittel zu.
Neben der jährlichen Vergabe des Förderpreises, Anerkennungspreises und der Leistungspreise legt nun der OL-Gönnerclub sein Schwergewicht vermehrt auf Unterstützung von Kartenprojekten in
peripheren Gebieten sowie Projekte im Bereiche des Breitensportes, der Leiter-Ausbildung, von sCOOL und der Nachwuchsförderung. Im Weiteren gab es Anschubfinanzierungen im Medienbereich und
allgemeinen Leistungssport sowie Defizitgarantien bei OL-Veranstaltungen mit ausserordentlichem Aufwand.