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Freelance-Übersetzer oder Agentur: Welche Zusammenarbeit lohnt sich?
In der Übersetzungsbranche gibt es zwei gängige Optionen, einen Text von einer Sprache in eine andere übersetzen zu lassen: über einen Freelance-Übersetzer oder eine Übersetzungsagentur. Doch welche Variante ist die beste für Sie als Kunde? Die Entscheidung, ob man einen Auftrag an einen Freelancer oder an eine Agentur gibt, hängt von zahlreichen Faktoren ab.
In wie viele Sprachen soll der Text übersetzt werden?
Benötigen Sie Ihren Text in nur einer weiteren Sprache, dann könnte sich die Zusammenarbeit mit einem Freelancer auszahlen. Ein freiberuflicher Übersetzer übersetzt üblicherweise aus einer oder mehreren Fremdsprachen in seine Muttersprache. Selbst wenn Sie einen Text in zwei Sprachen brauchen, könnte sich die Zusammenarbeit mit einem Freelance-Übersetzer immer noch lohnen, da er vielleicht auf einen Berufskollegen mit der gewünschten Zielsprache zurückgreifen kann. Bei deutlich mehr Sprachversionen wird die Kommunikation jedoch bedeutend komplexer und die Zusammenarbeit mit Übersetzungsagenturen somit attraktiver. Üblicherweise verfügen diese über eine grosse Datenbank an freiberuflichen Übersetzern, die natürlich alle ganz verschiedene Sprachkombinationen anbieten. Damit erhalten Sie alle Übersetzungen aus einer Hand.
Wie schnell brauche ich die Übersetzung?
Ein einzelner Übersetzer übersetzt circa 1000 Wörter pro Tag (je nach Fachgebiet mehr oder weniger) und viele freiberufliche Übersetzer bieten auch Express-Übersetzungen an. Das alleine ist also kein Kriterium für oder gegen die Zusammenarbeit mit Freelancern. Müssen Sie allerdings ein grosses Textvolumen innert weniger Stunden übersetzt haben, sollten Sie mit dem Freelancer abklären, ob er die notwendigen Kapazitäten dafür hat. Ist das Volumen innerhalb der kurzen Zeit schlichtweg nicht zu schaffen, dann sind Sie mit einer Agentur gut beraten. Diese kann das Textvolumen auf mehrere Übersetzer aufteilen. Einziger Nachteil dabei: Es können starke Unterschiede im Schreibstil auftreten.
Wie wichtig ist mir Einheitlichkeit der Übersetzung?
Wird eine Übersetzung von einer Übersetzungsagentur auf mehrere Freiberufler aufgeteilt, leidet natürlich zwangsläufig die Konsistenz innerhalb der Übersetzungen. Zudem kann es Unterschiede im Stil geben. Beauftragen Sie von Anfang an einen Freelance-Übersetzer mit der Übersetzung, können Sie hingegen auf Einheitlichkeit im Stil sowie auf Konsistenz zählen.
Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus?
Im Krankheitsfall oder bei Ferienabwesenheiten kann in einer Agentur ein anderer Übersetzer einspringen. Ein Freelancer hat diesbezüglich beschränkte Kapazitäten, kann aber allenfalls auf Berufskollegen ausweichen, wenn er mal krank oder in den Ferien ist. Eine gute Organisation ist alles.
Wie viel Budget kann ich aufwenden?
Freelancer sind in der Regel günstiger als Agenturen, denn Sie müssen keine zusätzlichen Arbeitskräfte wie Projektmanager usw. bezahlen. Haben Sie also genügend Zeit aber ein beschränktes Budget, dann lohnt sich der Aufwand, sich selbst einen zuverlässigen Freiberufler zu suchen, mit dem Sie langfristig zusammenarbeiten können. Muss es hingegen sehr schnell gehen und steht das Budget eher im Hintergrund, können Sie sich natürlich auch an eine Agentur wenden.
Wie soll der Kontakt zum Dienstleister aussehen?
Mögen Sie eine direkte Kommunikation und wollen Sie den Dienstleister bei Fragen direkt kontaktieren? Dann entscheiden Sie sich am besten für einen Freelance-Übersetzer. Er ist für die ganze Übersetzung Ihre direkte Ansprechperson, steht Ihnen für Fragen, Feedback oder Kritik jederzeit zur Verfügung. Spezifische Wünsche zur Übersetzung können Sie ihm 1:1 durchgeben. Bei einer Übersetzungsfirma ist Ihr Ansprechpartner üblicherweise ein Projektmanager. Dieser ist das Bindeglied zwischen den einzelnen freiberuflichen Übersetzern und Ihnen als Kunde; er übermittelt Ihre Anweisungen an den Übersetzer und steht Ihnen für Fragen, Feedback und Kritik zur Verfügung. Der fehlende direkte Kontakt zum Übersetzer kann manchmal zu Verzögerungen führen, denn alles geht immer über eine Drittperson.