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Die Meldung über das neue Gesetz ging um die Welt: El Salvador ist das erste Land, das Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel einführt. Sollte der amtierende Präsident Nayib Bukele damit Erfolg haben, könnten andere Länder in einer ähnlichen wirtschaftlichen Situation das Währungsexperiment möglicherweise nachahmen.
Noch bis vor kurzem wäre diese Gesetzesänderung wohl nicht geglückt. Denn Bukele kämpfte bis zu den Parlamentswahlen vom Februar 2021 mit einer sehr starken Opposition. Der 39jährige Präsident, der gerne auch eine Rappermütze trägt, geniesst nun eine hohe Zustimmung im Volk. Auf Twitter zeigt er sich neu mit Laseraugen in seinem Profilbild: Dies ist ein Trend unter Bitcoin-Unterstützern, die dazu beitragen wollen, den Wert eines Bitcoin auf 100 000 US-Dollar zu erhöhen.
Bukeles politische Ausrichtung lässt sich kaum in ein starres Links-rechts-Schema einteilen. Vielmehr versucht er, für verschiedene Bereiche innovative Lösungen zu erarbeiten. So ist es ihm ein wichtiges Anliegen, die salvadorianische Wirtschaft von der US-Notenbank unabhängiger zu machen. Bereits seit 2001 gibt es im zentralamerikanischen Land keine einheimische Währung mehr, nur noch US-Dollar.
Im Land leben rund 6,5 Millionen Menschen. Das Bruttoinlandsprodukt liegt bei 4187 US-Dollar pro Einwohner. Zirka 70 Prozent der Bevölkerung hat keinen Zugang zu traditionellen Finanzdienstleistungen, und ein grosser Teil der Bevölkerung ist auf Geldsendungen ihrer Angehörigen aus dem Ausland angewiesen. (jk)