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Wo ist der Sog im Wasserschatten beim Schwimmen am grössten? Was gilt es beim Triathlon im Open Water zu beachten?
Was den Radfahrern der Windschatten, ist den Schwimmern der Wasserschatten. Welche Bedeutung dieser hat, zeigt sich im Freiwasser bei reinen Schwimmrennen über die Langdistanz, denn trotz langen Wettkampfzeiten werden da die meisten Rennen erst im Sprint entschieden. Der Grund: Die Schwimmer schonen im Pulk und im Wasserschatten der anderen Schwimmer ihre Kräfte, es wird viel taktiert und Ausreissversuche von Einzelschwimmern sind eher selten. Grundsätzlich gibt es zwei Positionen, bei denen man vom Wasserschatten profitiert:
• direkt hinter dem Wasserschattengeber (rund 40 bis 50 Zentimeter von den Füssen entfernt)
• neben dem Wasserschattengeber (Schulter auf Hüfthöhe)
Je grösser der Abstand zum Wasserschattengeber wird, desto geringer die potenzielle Krafteinsparung. Die Kunst beim wirksamen Wasserschattenschwimmen liegt darin, einen passenden Zugschwimmer auszuwählen, damit man nicht zu viel Energie benötigt, um dranzubleiben, aber auch nicht zu stark abgebremst wird, weil der vordere Schwimmer zu langsam schwimmt. Wichtig ist zudem, konstant vorausschauend den Abstand immer gleich halten zu können. Voraussetzung dazu ist eine gute und gewohnte Orientierung. Das Ausrichten am Vordermann ist bei der seitlich versetzten Position relativ einfach zu handhaben, weil man den Kopf nicht heben muss wie bei der Position an den Füssen. Allerdings verlässt man sich damit weitgehend auf die Orientierungskünste des Vorschwimmers, was sich in der Praxis nicht immer bewährt. Bei der Position an den Füssen unbedingt darauf achten, nicht ständig mit den Händen die Füsse des Wasserschattengebers zu berühren. Wichtig ist auch, dass man den passenden «Vorschwimmer» oder eine ganze Gruppe bei Bedarf wechseln kann.
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