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Dient städtisches Grundwasser bald als alternative Energiequelle?
Der urbane Untergrund ist durch die dichte Bebauung deutlich wärmer als jener von ländlichen Gegenden. Das warme Grundwasser in Städten könnte deshalb schon bald als alternative Energiequelle für nachhaltige Fernwärme genutzt werden.
Grundwasser aus urbanem Untergrund als alternative Energiequelle. Foto: Georg Slickers / Wikipedia (CC BY-SA 2.0)
Durch das erwärmte Grundwasser aus städtischem Untergrund liessen sich beispielsweise in Karlsruhe mindestens 18.000 Haushalte jährlich mit nachhaltiger Energie versorgen, so Philipp Blum vom Karlsruhe Institute of Technology (KIT) im Wissenschaftsmagazin «Environmental Science and Technology». Das Forscherteam vom KIT und der ETH Zürich hat ein Modell zur Analyse von Temperaturveränderungen im Untergrund entwickelt. Dadurch stellte sich heraus, dass sich das Grundwasser unter Städten in den letzten Jahrzehnten deutlich erwärmt hat. Die Wissenschaftler sehen den Grund dafür in erster Linie in den erhöhten Oberflächentemperaturen und der vermehrten Wärmeabgabe von Gebäuden.
Durch Grundwasser- und Erdwärmepumpen könnte die alternative Energiequelle im städtischen Untergrund erschlossen werden und als Fernwärme zum Kühlen im Sommer und Heizen im Winter verwendet werden. Dies zöge zudem einen weiteren positiven Effekt nach sich: Die Emission von Treibhausgasen könnte dadurch verringert werden.
Quelle: scinexx.de; Text: Petra Zölle