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Champions-League-Final-Vorschau – Das musst du wissen
Am 29. Mai findet der sechsundsechzigste Champions-League-Final statt. Mit Manchester City und Chelsea stehen sich zwei der grössten Vereine Englands gegenüber. Wie schon im Final der Saison 2018/19, als Liverpool gegen Tottenham gewann, ringen zwei Premier-League-Klubs um den Titel in der Königsklasse.
Chelsea gewinnt die Generalprobe
Am letzten Samstag kam es in der Premier League zur Konfrontation der beiden Topklubs. Manchester City hätte sich mit einem Sieg gegen die Londoner den siebten Meistertitel ergattern können. Nach der Führung in der 44. Minute durch Raheem Sterling scheiterte Kun Agüero jedoch kurz vor dem Pausenpfiff mit einem gewagten Panenka-Penalty an Chelseas Torhüter Édouard Mendy. Thomas Tuchels Mannschaft hingegen nutzte in der zweiten Halbzeit ihre Chancen. Hakim Ziyech glich in der 63. Minute aus, bevor Marcos Alonso den Erfolg gegen die Citizens mit einem Last-Minute-Tor sicherstellte.
Manchester Citys Krönung als englischer Meister bleibt zwar fast sicher, wurde jedoch durch die Niederlage verschoben. Währenddessen rangiert Chelsea auf Platz 3 und kommt so einer erneuten Champions-League-Qualifikation ein Stück näher.
Tuchel wendet Chelseas Saison
Auch durch einen Sieg im Champions-League-Final könnte Chelsea sich für die nächste Königsklasse qualifizieren. Es ist schon das zweite Mal, dass Chelsea im Final gegen eine Mannschaft aus Manchester antritt. Zuletzt im Jahr 2008, als die Blues sich im Elfmeterschiessen gegen den Traditionsclub Manchester United geschlagen geben mussten. Vier Jahre später gelang ihnen dann gegen Bayern München der erste CL-Triumph.
Nun folgt die dritte Finalteilnahme in Chelseas Geschichte. Alle drei fanden nach der Übernahme durch den russischen Oligarchen Roman Abramowitsch im Jahr 2003 statt. Seitdem hat Chelseas Besitzer über 1,7 Milliarden Euro in neue Spieler investiert.
Auch dieses Jahr scheute Abramowitsch keine Kosten. Ein Jahr nachdem Star-Spieler Eden Hazard für 115 Millionen Euro zu Real Madrid wechselte, investierte der Londoner Klub rund 247 Millionen Franken in Spieler wie Timo Werner, Kai Havertz, Ben Chillwell, Hakim Ziyech und Édouard Mendy. Nach einem holprigen Start in die Saison unter Trainer und Klublegende Frank Lampard, fand der Klub seine Form unter Ex-PSG-Trainer Thomas Tuchel wieder und schlug Real Madrid im Ringen um den Einzug ins Endspiel der Champions League.
Citizens wollen mehr als nur den Ligagtitel
Auch Manchester City ist nicht für seine Sparsamkeit bekannt. Allein seit Pep Guardiola 2016 zum Cheftrainer ernannt wurde, gab der Klub knapp eine Milliarde für Neuzugänge aus. Da verwundert es nicht, dass Man Citys Ersatzbank aus einer Reihe von Topspielern besteht, was Rotation ermöglicht. Trotz aller Bemühungen und Investitionen durch Klubbesitzer Scheich Mansour, erreichte der Club bisher noch nie den Final der Champions League. Mit einem beinahe gesicherten Premier-League-Titel im Rücken hoffen die Citizens nun auf ihren ersten Titel in der Königsklasse. Guardiola selbst holte sich den Titel mit dem FC Barcelona bereits zweimal.
Im Halbfinal gelang Manchester City ein souveränes Weiterkommen gegen Pochettinos PSG. Umso bitterer für Les Parisiens ist, dass sie nun ihrem Ex-Captain Thiago Silva und ihrem Ex-Trainer Thomas Tuchel im Final gegen die Citizens zusehen dürfen – oder müssen.
Final soll Qualität des Wettbewerbs beweisen
Fussballfans aus aller Welt dürfen sich nach einem knappen Generalprobensieg für Chelsea auf ein intensives und spannendes Finale zwischen zwei offensiven Teams freuen. Besonders nach dem Wirbel um die European Super League, die nun zu Fall gekommen ist. Wie die meisten «Gründerklubs» der Super League, haben sich mittlerweile auch Chelsea und Manchester City vom Projekt abgewandt. Die Fussballwelt hofft nun auf ein Final, das zeigt, dass die Champions League Fussball auf höchstem Niveau repräsentiert.