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Die Basler Hoffmann-Stiftung besteht seit rund 80 Jahren, ihre Sammlung umfasst mittlerweile über 1000 Werke von rund 160 Künstlerinnen und Künstlern. In der Ausstellung «Future present» sind davon etwa 300 Werke von rund 80 Kunstschaffenden zu sehen, wie Stiftungspräsidentin Maja Oeri am Donnerstag vor den Medien sagte.
Dies ist nur ein kleiner Teil der Gesamtbestände. Mit entsprechender Werkauswahl zeichnet indes die von Kuratorin Heidi Naef konzipierte Schau die Sammlungstätigkeit und -entstehung über die Jahrzehnte nach, zunächst chronologisch, dann vor allem bei späteren Ankäufen monografisch mit Werkgruppen einzelner Künstlerinnen und Künstler.
Die Spanne reicht von den Anfängen in den 1930er-Jahren mit einer Werkgruppe von Gemälden flämischer Expressionisten über die Klassische Moderne, die 1960er-Jahre oder die «Jungen Wilden» der 1980er-Jahre bis hin zur Gegenwart. Vertreten sind Künstler wie Piet Mondrian, Hans Arp, Max Ernst, Robert Delauney, Joseph Beuys, Bruce Naumann, Fischli/Weiss, Jeff Wall oder Cindy Sherman.
Einzelnes ist bekannt, da regelmässig im Kunstmuseum oder im Museum für Gegenwartskunst (MGK) in Basel zu sehen wie etwa Salvador Dalis «Girafe en feu» oder Joseph Beuys' «Schneefall». Anderes befand sich seit dem Ankauf im Lager und wird nun erstmals gezeigt. Einzelne raumgreifende Installationen präsentiert das Schaulager in sonst dem Publikum nicht zugänglichen Räumen.
Die Emanuel Hoffmann-Stiftung wurde 1933 von Maja Hoffmann-Stehlin, der späteren Maja Sacher-Stehlin, zum Gedenken an ihren früh verstorbenen Mann gegründet. Das Ehepaar hatte einige Jahre in Brüssel gelebt, wo Emanuel Hoffmann die Filiale des väterlichen Pharma-Unternehmens Hoffmann-La Roche leitete.
In Brüssel begann das Ehepaar, zeitgenössische Kunst zu sammeln. Mit der Stiftung setzte Maja Hoffmann-Stehlin später die Sammlungstätigkeit fort. Seit 1995 leitet ihre Enkelin Maja Oeri die Stiftung in dritter Generation. «Bejahung der Gegenwart» und «Zuversicht auf die Zukunft» blieben stets Leitmotiv, angekauft werden soll Gegenwartskunst.
Maja Hoffmann-Stehlin übergab die Werke der Sammlung zunächst dem Basler Kunstverein. Schon ab 1941 gingen sie aber als Depositum ans Kunstmuseum Basel und ab 1980 auch ans MGK. Was nicht ausgestellt ist, lagert seit 2003 im Schaulager. Gelegenheit zur Ausstellung gab nun die wegen Umbaus erfolgte vorübergehende Schliessung des Basler Kunstmuseums.
«Future present» dauert bis zum 31. Januar 2016. Zur Ausstellung gibts ein Begleitprogramm. Das Schaulager hat zur Ausstellung zudem einen neuen Sammlungskatalog mit vollständigem Werkverzeichnis und Kurzbiografien aller vertretenen Kunstschaffenden publiziert.
www.schaulager.org (SDA)Publiziert am 11.06.2015 | Aktualisiert am 11.06.2015