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Haus mit Historie
Das Hotel Hammer im Eigenthal blickt auf eine 114-jährige Geschichte zurück. Erbaut hat es 1903 Anton Hammer, der Grossvater der heutigen Hoteldirektorin Juliana Hammer. Aus Dankbarkeit, während eines Unwetters Schutz gefunden zu haben, beschloss der einfache Wasserwart, an genau jener Stelle ein Hotel zu errichten. So will es die Legende. Was daran wirklich wahr ist, kann selbst Juliana Hammer nicht mit Gewissheit sagen. Dass der "Hammer" das zweite Hotel im Hochtal am Fusse des Pilatus war, lässt sich hingegen historisch beweisen. Noch früher eröffnete nur das Kurhaus Eigenthal seine Pforten.
"Das Hotel war immer gut unterhalten"
Nach nur zehn Jahren wurde das Hotel 1913 ein erstes Mal erweitert. In den 50er-Jahren übernahm Toni Hammer, Julianas Vater, das Hotel. Dieser führte den Betrieb bis zum Tod seiner Frau 1973. Danach wurde der "Hammer" verpachtet – 1999 gar verkauft. Nach dem erfolglosen Versuch, den "Hammer" 2000 als katholisches Ruhehotel zu betreiben, stand es während sechs Jahren leer. "Das Hotel war aber immer gut unterhalten", versichert Juliana Hammer. Deswegen versuchte sie, das Hotel zurückzukaufen, ohne Erfolg. Danach glaubte sie mit dem "Hammer" abgeschlossen zu haben, bis der Zürcher Anwalt Konrad Fischer, der das Hotel 2006 kaufte, ein Jahr später bei ihr anklopfte.
Hochkarätiges Kulturprogramm
Das Hotel Hammer beherbergt Touristen aus allen Ecken der Welt. Weitere Gäste lockt daneben auch ein Kulturprogramm mit monatlich etwa zwei Veranstaltungen. Die Schriftstellerin Donna Leon und die Schriftsteller Thomas Hürlimann oder Pedro Lenz; sie alle und noch viele mehr waren schon im "Hammer". Regelmässig werden auch Seminare oder Hochzeits-, Geburtstags- oder Familienfeste abgehalten. Daneben verpflegen oder erfrischen sich hier auch viele Wanderer.
(Text: Raphael Zemp, Luzerner Zeitung)