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Tennis - Rafael Nadal bleibt der Sandkönig von Paris. Der 27-Jährige gewinnt dank einem 6:3, 6:2, 6:3 im spanischen Final gegen David Ferrer zum achten Mal das French Open.
David Ferrer blieb in seinem ersten Grand-Slam-Final ohne reelle Chance auf den Sieg, nachdem er den Final ohne Satzverlust erreicht hatte. Nur zu Beginn des ersten und dritten Satzes war er seinem Landsmann phasenweise ebenbürtig, in den entscheidenden Momenten spielte Nadal aber besser.
Nadal schlug deutlich mehr Winner, vor allem mit der Vorhand, zudem war er bei der Verwertung der Breakchancen deutlich effizienter. Während Nadal acht seiner 16 Breakchancen zu nutzen vermochte, verwertete Ferrer nur drei seiner zwölf Möglichkeiten zum Servicedurchbruch. Das entscheidende Break im dritten Satz zum 3:5 ermöglichte Ferrer seinem Widersacher mit einem Doppelfehler. Nach 2:16 Stunden beendete Nadal mit einer krachenden Vorhand an die Linie die Partie.
Auf dem Weg zu seinem erneuten Triumph liess sich Nadal auch nicht von den äusseren Bedingungen aus dem Konzept bringen. Bei deutlich tieferen Temperaturen als in den Tagen zuvor setzte während des zweiten und dritten Durchgangs zwischenzeitlich auch Regen ein. Und von den Zwischenrufen zweier Demonstranten auf der Tribüne sowie einem Flitzer, der Ende des zweiten Satzes mit einer bengalischen Fackel auf den Platz gelaufen war, liess sich Nadal wenn nur kurzzeitig ablenken.
Nadal, der die Coupe des Mousquetaires von Sprinter Usain Bolt überreicht bekam, ist damit der erste Spieler der Neuzeit, der ein Grand-Slam-Turnier zum achten Mal gewinnen konnte. 2005 hatte er an der Porte d'Auteuil als 19-Jähriger erstmals triumphiert, mittlerweile weist er in Paris eine sagenhafte Bilanz von 59:1-Siegen auf. Nur Robin Söderling schaffte es bislang, Nadal auf dem Pariser Sand zu bezwingen.
Mit seinem neuerlichen Triumph in Paris ist Nadal nun bei zwölf Grand-Slam-Titeln angelangt. Damit schloss er zu Roy Emerson auf. Nur Roger Federer (17) und Pete Sampras (14) haben mehr Major-Titel geholt als Nadal. Seit seinem Comeback im Februar hat der Spanier bereits sieben Turniere gewonnen und dabei nur zwei Niederlagen erlitten. Seit 22 Partien ist der Mallorquiner mittlerweile ungeschlagen. Dennoch wird Nadal am Montag im Ranking auf Kosten Ferrers auf Position 5 zurückfallen.
SDA-ATS