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Weltweit gab es 235 Börsengänge, elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie eine Untersuchung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY ergab. Das Emissionsvolumen kletterte um 89 Prozent auf 28,5 Milliarden Dollar. Allerdings war der Vorjahreszeitraum auch außerordentlich schwach. Vor zwei Jahren hatten die EY-Berater dagegen 323 Börsengänge mit einem Emissionsvolumen von fast 50 Milliarden Dollar im ersten Quartal gezählt.
Trotz der Corona-Krise, die Ende Januar zur Abriegelung der chinesischen Millionenmetropole Wuhan führte, fanden im laufenden Jahr bisher 68 Prozent aller weltweiten Börsengänge in Asien statt, besonders in Shanghai und dem Juniormarkt Star. In Deutschland schaffte es dagegen kein einziges Unternehmen auf das Parkett.
Der weltweit größte Börsengang im ersten Quartal war das IPO des chinesischen Hochgeschwindigkeitsbahnbetreibers Beijing-Shanghai High Speed Railway, das im Januar 4,4 Milliarden Dollar einbrachte. Dahinter landete der Shopping-Mall-Betreiber CRC, der bei seinem Börsendebüt in Thailand 2,3 Milliarden Dollar erlöste, der US-Arzneimittelentwickler PPD sammelte 1,9 Milliarden ein.
Die IPO-Berater geben trotz der Corona-Krise die Hoffnungen auf Neuzugänge an den Börsen nicht auf. "In den kommenden Monaten dürften auch in Europa und den USA Unternehmen mit belastbaren Geschäftsmodellen in ausgewählten Sektoren wie Healthcare und Technologie weiterhin den Schritt aufs Parkett wagen", sagte EY-Experte Martin Steinbach.
(Reuters)