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Die Kartellbehörden hatten Carrefours Verhandlungspraktiken 2016 untersucht. Sie kamen zum Ergebnis, dass Carrefour seine Vertragspartner gezwungen habe, Rabatte zu gewähren als Vorbedingung für die Aufnahme jährlicher Preisverhandlungen, wie LZ-net schreibt.
Das Gericht verlangt deshalb von Carrefour diese «wettbewerbsbeschränkenden Praktiken» einzustellen und erlässt eine Busse von 1,75 Mio. Euro.
Carrefour will nicht in Berufung gehen. Man habe die betreffenden Praktiken bereits im Februar 2016 eingestellt.
Das Unternehmen musste bereits Ende 2020 3,5 Mio. Euro bezahlen, weil zwischen Mai und Juli 2019 Kundendaten zu lange gespeichert wurden, was gegen europäische Vorschriften verstösst. Auch diese Mängel habe man behoben, lässt Carrefour verlauten.
Mitte Februar wurde auch der Konkurrent Intermarché wegen «missbräuchlicher Geschäftspraktiken» seiner internationalen Einkaufsgruppen vor Gericht geladen. Das Wirtschaftsministerium fordert eine Strafe von 150,75 Mio. Euro.