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Im Netz habe ich eine schöne Übersicht aus Deutschland gefunden, worin sich lutherisch und reformiert unterscheiden.
In den Gottesdiensten meiner evangelisch-lutherischen Verwandtschaft in Baden-Württemberg fielen mir nicht viele Unterschiede auf. Erst auf einer Segelreise durch die Ostsee besuchte ich lutherische Gottesdienste in Stockholm und auf Bornholm. Und begegnete liturgisch anspruchsvollen Gottesdiensten, die den meisten Schweizern katholischer als katholisch vorkommen würden…
Heute geht man freundschaftlich miteinander um. Aber es gab Zeiten, da standen die Lutheraner den Katholiken näher als den Reformierten. Luther und Zwingli hatten sich in Marburg während der Reformationszeit sehr über das Abendmahl gestritten. Für Luther geschah beim Abendmahl noch eine Verwandlung. Wenn er es auch anders verstand als die katholische Kirche. Für Zwingli war das Abendmahl eine symbolische Handlung und Erinnerung.
Gelegentlich liest man die Aussage, man merke Luther an, sei er Mönch gewesen. Bei einer Lektüre zu Luther und Zwingli ist mir der Gedanke gekommen, dass man Zwinglis Reformation anmerkt, dass er Feldprediger und Militärgeistlicher gewesen war. Er kannte den Krieg und seine Schrecken. Mit welchen Versprechen man die jungen Männer warb, die dann in grosser Mehrzahl verstümmelt oder verroht heimkehrten. Die Zürcher Reformation versuchte dann das Söldnertum, die Reisläuferei einzudämmen. Dieser Zug ist mir an Zwingli sehr sympathisch.