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Nina Kramartschuk kommt aus dem Dorf Luparewe. Sie ist Rentnerin. Ihr Mann Valeri starb vor 6 Jahren an einem Hirnschlag. Nina hat drei Kinder, alle sind erwachsen, aber im Dorf gibt es keine gut bezahlte Arbeit für sie. Ihre ältere Tochter Natalja (30) arbeitet als Putzfrau. Dafür erhält sie einen Lohn, der gerade für ihre Ernährung reicht. Ninas 28-jähriger Sohn Ruslan jobbt als Fischer, aber sein Verdienst ist unregelmässig. Und Tochter Walentina hat drei Söhne – Wladimir (5), Jewgeni (3) und Denis (2). Nach der Geburt von Jewgeni ist sie geisteskrank geworden. Ende November verliess Walentina ihr Elternhaus. Zwei ihrer Kinder, Denis und Wladimir, nahm sie mit und Jewgeni liess sie bei Nina. Ninas Rente ist aber zu klein, um für ihren 3-jährigen Enkel eine anständige Ernährung und normale Kleider zu besorgen. Sie verkaufte ihre Kuh, weil sie im Herbst 2008 wegen ihrer Zuckerkrankheit ins Spital musste und dringend teure, lebenswichtige Medikamente benötigte.
Die Familie bewohnt ein altes Haus. Sie leben von der Hand in den Mund, und Ninas Einkommen ist kaum für das Nötigste ausreichend. Nina ist also gezwungen, unbekannte Menschen um Hilfe zu bitten.