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Zyklon "Yasi" hat in Australien schwere Schäden angerichtet. Die befürchteten Überflutungen blieben aber weitgehend aus. Es gab auch keine Toten oder Verletzten. Der Wirbelsturm zog stark abgeschwächt ins Landesinnere.
Der gigantische Zyklon "Yasi" richtete an der australischen Nordostküste auf mehreren hundert Kilometern Verwüstungen an. Die zunächst befürchteten verheerenden Schäden durch grosse Flutwellen blieben aber aus, weil der Wirbelsturm nicht zeitgleich mit der normalen Flut auf Land traf.
"Es scheint, als seien wir mit Glück gesegnet", sagte der Katastrophenschutz-Koordinator von Queensland, Ian Stewart. Zum Aufatmen sei es aber noch zu früh, warnte Premierministerin Julia Gillard.
"Die Gefahr ist noch nicht vorüber", sagte sie in Canberra, und verwies auf mögliche Überschwemmungen und Gefahren durch abgerissene Stromleitungen.
Durchmesser der Schweiz
Der riesige Zyklon hätte mit seinem Durchmesser von mehr als 400 Kilometern die ganze Schweiz erfasst. Der Sturm war in der Nacht zu Donnerstag über die australische Nordostküste hereingebrochen. Zehntausende Menschen sassen in Notunterkünften oder hatten sich in ihren Häusern verbarrikadiert.
Der Zyklon war mit Spitzenböen von bis zu 300 Kilometern pro Stunde über das Land gefegt. Überall hingen abgerissene Stromleitungen auf den Strassen.
Cairns, eine Stadt mit 122'000 Einwohnern rund 1700 Kilometer nördlich von Brisbane, lag zwar in der Schneise des gewaltigen Wirbelsturms, wurde aber weitgehend verschont. Zwei Drittel der Stadt waren aber ohne Strom. In Townsville waren es sogar 85 Prozent.
Hunderte Häuser beschädigt
Bei ersten Überflügen wurde am Morgen das Ausmass der Schäden deutlich. In den drei am schwersten betroffenen Gemeinden wurden mehr als 280 Gebäude beschädigt. Vier weitere Ortschaften waren immer noch abgeschnitten und konnten von den Rettungskräften nicht erreicht werden.
Mehrere Tausend Menschen seien vorübergehend obdachlos, sagte die Regierungschefin von Queensland, Anna Bligh. Das Rote Kreuz registriere nun die Betroffenen und organisiere Übernachtungsmöglichkeiten. Der Gesamtschaden könne noch nicht abgeschätzt werden.
Es war bereits die zweite Naturkatastrophe, die innerhalb kurzer Zeit über Queensland hereinbrach. Im Januar wurde das Bundesland durch starke Überschwemmungen gebeutelt.
SDA-ATS