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Paris will Benziner und Diesel verdrängen
Paris - Die Stadtregierung von Paris will ab 2024 keine Dieselautos und ab 2030 keine Benziner mehr in der Stadt. Auf Verbote will sie aber verzichten. Stattdessen sollen der Kauf von Autos mit sauberen Antrieben und der öffentliche Verkehr gefördert werden.
Die Informationen in der französischen Presse waren so eindeutig, dass sich die Pariser Stadtregierung zu einem klaren Dementi veranlasst sah. „Mehrere Medien haben am Donnerstagmorgen mitgeteilt, dass ‚Paris Diesel- und Benzinfahrzeuge 2030 verbieten will‘“, heisst es in einer Pressemitteilung. „Diese Information ist falsch.“ Richtig sei dagegen, dass die Stadt das ehrgeizige Ziel habe, bis 2024 Dieselautos und bis 2030 die Benziner aus der Stadt zu drängen. 2024 ist nicht zufällig gewählt: Dann richtet die französische Hauptstadt die Olympischen Sommerspiele aus. Das Jahr 2030 für die Benziner steht im Zusammenhang mit dem Ziel des französischen Umweltministers Nicolas Hulot, bis 2040 Fahrzeuge mit Verbrennermotor in ganz Frankreich auslaufen zu lassen. Damit das Ziel erreicht werde, müssten diese Fahrzeuge bis 2030 aus den grossen Städten raus, erläutert die Pariser Stadtregierung.
Doch dabei will sie eher auf Förderung statt Verbote setzen. Dazu gehört unter anderem der Ausbau des öffentlichen Verkehrs in der Stadt und im Umland. So soll bis 2030 mit Grand Paris Express ein Netz von sechs fahrerlosen U-Bahnlinien rund um Paris etabliert werden. Ausserdem will die Stadt auch den Kauf von Autos mit „sauberen Antrieben“ durch Privatpersonen fördern und das Netz von Radwegen ausbauen. stk