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AUSSTELLUNG IN DER LESESAALVITRINE UND DER BASILIENSIA LESEECKE AN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK
Hermann Hesse und Basel
9. Dezember 2021 bis 30. April 2022
Am 10. Dezember 1946 erhielt Hermann Hesse den Literaturnobelpreis. Aus Anlass dieses Jubiläums fand Anfang Dezember in Basel ein Festival zu Ehren des Schriftstellers statt, in dessen Rahmen auch ein Platz nach dem Wahlbasler benannt wurde. Auch die Universitätsbibliothek würdigt den Schriftsteller. Eine Ausstellungsvitrine im Lesesaal der Hauptbibliothek präsentiert Dokumente aus dem Bestand der UB – neben Erstausgaben und (illustrierter) Korrespondenz auch Trouvaillen wie etwa ein Bewerbungsschreiben des jungen Hesse zuhanden des Oberbibliothekars aus dem Jahre 1901. Daneben kann in einer eigens eingerichteten Leseecke in den Werken Hesses sowie ausgewählter Literatur zu Leben und Werk des Schriftstellers geschmökert werden.
Hermann Hesses Beziehungen zu Basel sind vielfältig. Bereits als Kind lebte er fünf Jahre in Basel. Nach Abschluss einer Buchhändlerlehre zog es ihn 1899 wieder in die Stadt Jacob Burckhardts, wo er Anstellung in der Reich’schen Buchhandlung in der Freien Strasse fand. In Basel begann Hesses Karriere als freier Schriftsteller, hier schrieb er seinen ersten Erfolgsroman Peter Camenzind (1904). Nun zog es Hesse zwar fort aus der Rheinstadt, zwei seiner drei Ehefrauen stammten jedoch aus Basel, so dass Hesse der Stadt weiterhin verbunden blieb. Die Winter 1923/24 und 1924/25 verbrachte er erneut in Basel und begann hier mit der Niederschrift von Der Steppenwolf.