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Einlaufbauwerk + Regenbecken
17 Pumpwerke, 18 Regenbecken und diverse Spezialbauwerke regeln über ein Prozessleitsystem den Zufluss des Abwassers zur Kläranlage.
Hier angelangt, wird das Abwasser im Schneckenpumpwerk um rund sechs Meter angehoben.
Von hier fliesst nun das Wasser im freien Gefälle durch die Anlage.
Am gleichen Gebäude ist auch das Regenbecken, welches bei grossem Wasseranfall in Betrieb genommen wird, angebaut.
Grobrechen, belüfteter Sandfang und Sandwäscher
Nach Durchfluss eines kurzen Verbindungskanals, gelangt das Abwasser zur Rechenanlage.
Grobstoffe werden hier dem Abwasser entfernt, kompacktiert und anschliessend der Verbrennungsanlage zugeführt.
Nach der Rechenanlage wird das Abwasser in zwei Strassen aufgeteilt und durchfliesst nun den belüfteten Sandfang. Der abgesetzte Sand wird durch zwei auf der Räumerbrücke montierten Wirbelrad-Pumpen zum Sandwäscher gefördert. Von hier wird der vom organischen Material gereinigte Sand mittels einer Mulde dem Baugewerbe überlassen.
Seitlich am Sandfang sind Beruhigungskammern angebaut, durch sie werden Schwimmstoffe sowie Öle und Fette dem Abwasser entfernt.
Feinrechen und Vorklärbecken
Nach dem Sandfang befreien zwei Feinrechen mit einem Stababstand von 3 mm restliche Grobstoffe aus dem Abwasser.
Auch diese Rückstände werden kompacktiert und gelangen in die Verbrennungsanlage.
Zwischen Sandfang und Vorklärbecken ist eine Messstelle zur Registrierung der Abwassermenge platziert.
In den beiden Vorklärbecken werden die abgesetzten Stoffe mittels Schildräumer in vier Trichter gestossen und mittels Mamutpumpen in einen Schlammbunker gehoben.
Mit Exzenterschneckenpumpen gelangt der Primärschlamm über eine Strainpresse zum Saitisch wo der Schlamm auf etwa 7% TS eingedickt wird.
Das überströmende Abwasser aus der Vorklärung fliesst nun in die biologische Stufe der Kläranlage.
Biologie mit Fällung
Mit Hilfe von Sauerstoff und Bakterien werden nun organische Verbindungen im Abwasser zu Körpersubstanz umgewandelt. Es entstehen Belebschlammflocken.
Die Belüftungsbecken sind in vier Zonen eingeteilt:
Zone 1 Anoxzone Diese Zone wird ohne Sauerstoff betrieben
Zone 2 Aerobzone Zone 2 wird belüftet
Zone 3 Bivalentzone Kann mit oder ohne Sauerstoff betrieben werden
Zone 4 Aerobzone Belüftete Zone
Die Atmosphärenluft wird mit Drehkolbengebläsen verdichtet und über Membranen die sich über dem Beckenboden befinden, in die Biomasse eingeblasen.
Mit der chemischen Reinigungsstufe werden dem Abwasser die Phosphate entzogen. Eisenhaltige Chemikalien werden zu diesem Zweck in die Biologie zudosiert. Mit der Zugabe diese Chemikalien (Eisenchlorid) verbinden sich die Phosphate mit den Belebschlammflocken und werden so vom Abwasser getrennt.
Nach dem Durchfluss der Zone 4 gelangt das Abwasser mit den Belebschlammflocken über die Entgasung in die Nachklärung.
Entgasung, Nachklärung und Schönungsteich
Um eine bessere Absetzung des Belebschlammes in der Nachklärung zu erreichen, wird in der Entgasung der Sauerstoff ausgetrieben.
In der Nachklärung sinken die Belebschlammflocken zu Boden. Von hier werden diese mittels Saugräumer in die Zone 1 zurückgefördert. Ein Teil des Belebschlammes (Überschussschlamm) wir entwässert und der Schlammbehandlung zugeführt.
Das gereinigte Abwasser verlässt über Zackenüberfälle die Becken und fliesst zum so genannten Vorfluter, dass ist auf der ARA Surental die Sure.
Ein Teilstrom des gereinigten Abwasser wird noch über den Schönungsteich geleitet.
Schlammbehandlung, Entsorgung und Gasmotoren
Der anfallende Schlamm aus der Vorklärung und der Biologie wird im Eindicker gesammelt, anschliessend aufgeheizt und in die Schlammbehandlung gegeben.
Mit Hilfe von Methanbakterien werden im Faulraum organische Substanzen zu Faulgas umgewandelt.
Das anfallende Methangas wird in den beiden Blockheizkraftwerken zu elektrischer Energie und Wärme umgewandelt. Strom und Wärme werden direkt auf der Kläranlage verwendet.
Nach mehreren Tagen Faulzeit gelangt der Schlamm in die Stapelbehälter. Von hier wird der ausgefaulte Schlamm auf einer Entwässerungsmaschine (Dekanter) eingedickt und anschliessend in Abrollmulden zur Verbrennung transportiert.