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Dort leben sie unter schlechten hygienischen Bedingungen, sind nicht krankenversichert und besuchen keine Schule. Die meisten Kinder gehören zu Roma- und Vertriebenenfamilien. Armut und mangelnde Bildung charakterisieren ihre Situation. Neugeborene werden nicht behördlich gemeldet, haben keinen Geburtsschein und folglich keine Rechte, was das Sozial- und Gesundheitssystem betrifft.
Die Partnerorganisation Zemlja Djece betreibt seit einigen Jahren das Jugendzentrum TELEX. Dort werden gefährdete Kinder versorgt: mit einer warmen Mahlzeit, Medikamenten, Kleidung oder Nahrung. Sie erhalten grundlegende Verhaltens- und Hygieneregeln sowie Unterstützung beim Lernen.
Einige hauptsächlich von Roma- und Vertriebenenfamilien bewohnten Siedlungen werden durch aufsuchende Arbeit betreut. Kinder, Jugendliche und deren Eltern werden über Themen der reproduktiven und sexuellen Gesundheit sensibilisiert sowie über Migrationsrisiken und Menschenhandel aufgeklärt.
Die Arbeit ist ungemein wertvoll: Neben etwa 200 Jugendlichen, die regelmässig ins Jugendzentrum kommen, werden bis 1‘800 durch Jugendtreffanlässe und Präventionsmassnahmen in Dörfern und Schulen erreicht. Ausserdem werden speziell Jungs von Roma- und Vertriebenenfamilien zu einer Auseinandersetzung mit eigenen Wertvorstellungen bezüglich Männlichkeit angeregt, damit sie neue Verhaltensweisen zur gewaltfreien Konfliktlösung entwickeln können. Dies hat einen positiven Einfluss auf ihre zukünftige Rolle als Partner, Ehemann und Vater und trägt dazu bei, Gewalt gegen Frauen, Frühverheiratung von Mädchen und Frauenhandel zu reduzieren.
Zemlja Djece bietet gefährdeten Kindern einen Ort zur Stärkung des Selbstvertrauens an und setzt sich für ihre Belange und Rechte ein.